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Meine Damen und Herren!

Nach Schönheit zu urteilen ist der falsche Weg.

Meine Damen und Herren,


mein Stolz ist verletzt.

Meine Damen und Herren,


hier meine Ansicht:

Ich bin ein junges Mädchen, mittelgroß, sportlich.


Mein Temperament ist ein loderndes Feuer. Mein Verstand ein klarer Wasser.
Meine Liebe die schönste Romanze.
Es verletzt mich zutiefst, wenn Sie mich nicht anerkennen.
Wieso sehen sie in mir nicht das Wahre?
Sie verneinen jegliche Schönheit, Sein und Können und kramen in den Wunden und Schwächen.
Das tun Sie jedoch nicht nur bei mir. Sondern auch bei anderen.

Und wieso sagen Sie dann, Sie seien ehrlich?


Es ist keine Ehrlichkeit, jemandem ins Gesicht zu sagen: „Deine Hässlichkeit ist das Schönste.“
Denn wenn man befreundet ist, sieht man immer das Schöne, sofern man tief befreundet ist.
Das heißt nicht, dass Sie geschlechtliche Liebe empfinden müssen. Man kann auch seine Freundin
lieben. Jedoch in einem anderen Sinne. Ich habe heute erfahren müssen, dass sogar mein
Freund(Kumpel) meine langen Haare „übertrieben“ (=“hässlich“?) findet. Er meinte:
„Mit Zopf sieht es besser aus“ Und dann sagen die anderen immer noch: „Mit offenen Haaren siehst
du sicher besser aus.“

Zum Teufel nochmal!

Von woher haben sie das Recht, meine Makel (sofern ich das nennen kann, denn ich liebe meine
Haare!) aufzulisten? Ich tue das schon selbst genug.
Männerwelt: Sind lange Haare so schlimm? Lange Haare die bis zur Hüfte, zum Hintern, zu den
Knien reichen? Ist es wirklich so hässlich, sodass Sie meinen können: „Boah, dieses Mädchen
verdient keinen Freund“

Ich sage doch auch nicht: „Nun, ich finde deinen Bart hässlich.“ Stattdessen versuche ich seinen
Bart zu akzeptieren und ihm einfach ein Kompliment über seine Haare zu machen. Denn seine
Haare sind echt schön. Wieso in Wunden, Persönlichkeit kramen, wenn das Schöne doch eigentlich
vor einem steht? Denn das Schöne gibt es immer. Und wenn man befreundet ist, müsste man
theoretisch nur Schönes sehen. Sonst ist es keine Freundschaft.
Schauen Sie:
Hiermit meine ich nicht die Persönlichkeit, den Charakter, sondern spreche nur von dem Äußeren.
Wenn ich jemanden mag, sehe ich nur Schönes. Natürlich könnte es auch sein, dass mein Kumpel
mich mit seinem Egoismus nervt, doch dass muss man ja nicht unbedingt schlecht machen. Und
wenn es so stört, sollte man dies nicht mehr Freundschaft nennen.

Meine Damen und Herren, hiermit wende ich mich an meinen Kumpel:
„Wenn du so weitermachst, nenne ich das zwischen uns nicht mehr Freundschaft.
Du verletzt meinen Stolz und das ist inakzeptabel.“

Celine Katter, an ihren Kumpel.