Sie sind auf Seite 1von 6

StuPa-Präsidium

der Universität Osnabrück

AStA • Postfach 12 25 • 49002 Osnabrück

An Das Präsidium
Anna Wahlen Alte Münze 12 49074 Osnabrück
Liebig Str. 20 Postfach 12 25 49002 Osnabrück
49074 Osnabrück
Fax (0541)969-4808
Alterspräsident: Nuria F. Rojo
e-mail: nfernand@uos.de

Datum: 10. April 2006

Liebe StuPa-Parlamentarierlnnen,

die konstituierende Sitzung des Studierendenparlamentes beginnt am

Mittwoch, 19. April 2006, um 17:00 s.t. in


Raum 15/E10.
Ich schlage folgende Tagesordnung vor:

1. Begrüßung
2. Formalia
3. Wahl des StuPa-Präsidiums
4. Genehmigung des Protokolls vom 1.2.2006
5. Wahl des AStA-Wahlausschusses
6. Wahl des Haushaltsausschusses
7. Wahl des Initiativenausschusses
8. Wahl der Kassenprüferlnnen
9. Antrag der HSG die kleinen Strolche
10. Berichte des AStA/Anfragen an den AStA
11. Bericht der studentischen Vertreterinnen in den Gremien des
Studentenwerks
12. Verschiedenes

Auf Euer Erscheinen freut sich

/(
Nuria (Alterspräsidenten des StuPa)
01.02.2006

Protokoll der Sitzung des Studierendenparlaments der Universität Osnabrück am 01.02.2006 im


Raum 15/E10

Protokollant: Sven Kosack (Vorsitzender RCDS Osnabrück)


Bitte entschuldigt, dass wir nicht alle Redebeiträge und Wortmeldungen erfassen konnten.

TOP1: Begrüßung

Der StuPa-Präsident eröffnet die Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) um 17:28 Uhr. Es sind 32
Mitglieder anwesend. Beschlussfähigkeit ist gegeben,

TOP 2: Formalia

Änderungsantrag 2. Satz der Tagensordnung „und Daniel" streichen.


Änderung von „Maschine" in Jörg Arensmann.
Seite 4: Statt Sebastian ist Christopher gemeint, Ersetzen, Vorletzte Zeile wird ein „nicht" eingefügt.
Abstimmungsergebnis: 26:0:1 (Ja, Nein, Enthaltung).
Frage der Berechtigung der Zusammenkunft nach der Wahl. Berechtigt. GO-Anträge werden nach Rede
eingeschoben. Abstimmung wird wie gehabt beibehalten.
Heutige Tagesordnung 27:0:0 akzeptiert.

TOP 3: Nachtragshaushalt 2005/2006

Alexander Wüstenfeld referiert. Siehe Anlage zur Einladung. Akzeptiert mit 29:0:0

TOP 4: Initiativenförderung

Vortrag des Initiativenausschusses. Siehe Anlage Anhörung der Initiativen. Initiativen nach
Initiativenausschussvorlage fördern? Akzeptiert mit 26:0:4.

TOP 5: Förderung der SMP Osnabrück

Erläuterung zur SMD durch den Initiativenausschuss: Der Ausschuss konnte intern keine einstimmige
Meinung zur SMD finden.
Auffassung: Aufgrund der Kampagne, die in der letzten StuPa-Sitzung besprochen wurde, wird die
Förderungswürdigkeit der SMD infrage gestellt.

Aussage der SMD: 330€ für das nächste Jahr beantragt, 130 für das Sommersemester, 200 für das
Wintersemester. Plakatkampagne war aufwendig, aber notwendig, da mehrere Veranstaltungen
beworben wurden.
Frage der HTW: Sind Reisekosten erstattungswürdig?
Antrag der HTW: Zukünftig die Universität nicht mehr mit zuviel Werbung überziehen. Kleine Strolche:
SMD-Plakate wurden über andere Plakate gehängt, damit hat sich die SMD gegen den guten Ton
versündigt. Die SMD entschuldigt sich.

l
Jusos: Frage nach Höhe der Spendengelder.
SMD: Spendeneinnahmen sollten Ausgaben i.H.v. etwa 800€ im letzten Semester decken. Jusos:
Antrag auch in der Höhe berechtigt, jedoch verwahrt sich Alexander Wüstenfeld gegen christliche
Propaganda. Lina Raukamp: Wurden neudesignte Bibeln in der Mensa von der SMD verteilt?
SMD: Nein.
Jusos: Unwillen geäußert, Initiativen mit agitativem Stil zu fördern, der durch den Vortrag des
Kreationismus-Professors gegeben sei, Jusos: Betonung, daß der Vortrag doch tendenziöser
ausgefallen war, als es in der vorhergegangenen StuPa-Sitzung dargestellt wurde, Jusos: Bekräftigung
der letzten Wortmeldung, Jusos: Bedauern ausgedrückt., dass nur ein Professor eingeladen wurde,
ohne einen Referenten der Gegenmeinung einzuladen.
Lina Raukamp: Hinweis: dass in öffentlichen Gebäuden nicht missioniert werden darf, Universität
gehöre zum öffentlichen Raum, somit sei eine Missionierung hier nicht zulässig.
Jusos: Ist Finanzierung von Missionierung durch die Studierendenschaft generell förderungswürdig?
Nein,
SMD: Ihre Quintessenz aus dem Vortrag war ihrer Auffassung, dass der Glauben an die Wissenschaft
erschüttert wurde und dieses Vakuum nun individuell mit einer neuen Botschaft gefüllt werden könne.
Jusos: Ausdruck der Furcht, dass Biologieunterricht wie in Amerika mit Verbot der
Evolutionstheorielehre überzogen wird. Dieser Trend möchte nicht unterstützt werden. Ebenso würde
auch die Homosexualität durch die SMD abgelehnt,
SMD: Bei dem Bild über Homosexualität wird sich eher an dem der evangelischen Kirche orientiert,
Kleine Strolche: Die verfasste Studentenschaft sei der falsche Ort, um Förderung von Missionstätigkeit
zu ersuchen. Es ginge hier um universitäre, somit wissenschaftliche Themen, nicht um Glaubensfragen.
Hier gäbe es bessere Kontaktpartner.
Jusos: Der Professor des Vortragsabends ging soweit, auch Wissenschaft als Glauben zu bezeichnen.
Antrag von Eugen Gossen, der SMD den Initiativenstatus abzuerkennen.
Antrag von Anna-Sophie: Initiativenstatus nicht aberkennen, aber keine finanzielle Förderung mehr
zukommen lassen.
Stefan Berendes: Es muss 2 Abstimmungen geben: Eine, ob die Förderung aufrechterhalten wird.
Wenn ja, dann wird auch direkt der Ini-Status zuerkannt. Wenn nein, dann gibt es eine zweite
Abstimmung, ob der Ini-Status aberkannt wird oder nicht.

Wer ist dafür der Initiative SMD die Förderung von 330,00€ zukommen zu lassen? 3:14:11 Wer
ist dafür, daß die Initiative SMD den Initiativen-Status behält? 11:11:6

Diskussion über das Ergebnis der Abstimmung.

Antrag HTW: Ich beantrage festzustellen, dass über den Initiativenstatus von Haushaltsjahr zu
Haushaltsjahr neu beschieden wird.
(Konsequenz: Wenn dieser Antrag angenommen wird, dann wird der SMD der Initiativen-Status
aberkannt, wird er abgelehnt, dann behält die SMD den Status).
GO-Antrag: Unterbrechung der Sitzung zur Beratung, nachdem die Anträge nochmals neu formuliert
wurden.
Gegenrede: Dagegen. Wer ist für eine Sitzungsunterbrechung:

Antrag: Wer ist dafür, jetzt zu einer sofortigen Abstimmung zu kommen? 24:1:1
Abstimmung: Ich beantrage festzustellen, daß über den Initiativenstatus von Haushaltsjahr zu
Haushaltsjahr neu beschieden wird. 23:2:2.
Wer ist dafür, dass die Initiative SMD auch im nächsten Haushaltsjahr anerkannte studentische Initiative
ist? 11:12:5. Damit ist der SMD der Initiativenstatus aberkannt.
Antrag auf Sitzungsunterbrechung für Viertelstunde.

2
Vertagung bis 19:20. Wiederbeginn der

Sitzung um 19:25

TOP 6: Haushalt 2006/2007

Vorstellung durch Alexander Wüstenfeld. Verabschiedung durch den in der durch den Finanzreferenten
vorgelegten Form: 30:0:0

TOP 7: Bericht der studentischen Vertreter in den Gremien des Studentenwerks

Vertreter nicht anwesend, Darijusch berichtet., dass es nichts Neues zu berichten gibt,

TOP 8: Berichte des AStA/Anfraqen an den AStA

Stine Klapper und Iris Nothofer berichten. 4 Professoren, 2 Mitarbeiter und 4 Studenten werden in das
Gremium eingesetzt, die über die Verwendung der Studiengebühren entscheidet, Die zusätzlichen
Studenten sind Iris Nothofer und Dirk Brockmeyer.
Alexander Wüstenfeld berichtet über die Fahrradwerkstatt, dass zusätzlicher Mittelbedarf besteht, Die
Öffnungszeit wird im Sommersemester probeweise erweitert.
Frage von Darijusch Wirth zu Gremiensemestern und deren Anrechnung. Gremiensemester werden
künftig nicht mehr angerechnet, Gremienbescheinigungen, die bis zum 31.12. nicht angerechnet
wurden sind, können auch zukünftig nicht mehr angerechnet werden. Antrag von Kleinen Strolchen,
Druck auszuüben, dass Gremiensemester wieder eingeführt werden. Stine Klapper verspricht dies. Der
Senator Nils Linnemann berichtet, dass auch das Präsidium hierüber mit der Landesregierung darüber
sprechen will, dass Gremiensemester angerechnet werden können.
Hinweis des RCDS, bei zukünftigen Überweisungen an die Universität diese „unter Vorbehalt" zu
leisten, um zuviel gezahlte Beiträge im Fall der Änderung der Rechtslage diese zurückfordern zu
können.

TOP 9: Wahlkampf

HTW erklärt die Meinung, dass Wahlwerbung in den Vorlesungen nichts zu suchen habe. Ein solcher
Vorfall fand statt unter Vorspiegelung falscher Angaben (falsche Legitimationsangabe, falsche
Veranstaltungsdauer). Dazu Unterbrechung der Veranstaltungen. Die Wahlleiterin hat zudem ein Verbot
ausgesprochen, in den Vorlesungen Werbung zu unterbreiten.
Sebastian Mönkediek erklärt zudem, dass bei Professoren der fälschliche Eindruck erweckt wurde, dass
diese Werbung durch das StuPa beauftragt wurde.
Eugen merkt an, dass für Studenten in einigen Veranstaltungen Anwesenheitspflicht besteht. Die
Unterbrechung dieser Veranstaltungen durch Werbung für eine Partei ist somit eine Verletzung der
Meinungsfreiheit und der Meinungsbildungsfreiheit. Darijusch bekräftigt, dass die Werbung eine
Verletzung des guten Tons darstellt.
Dimitri Kurzer verteidigt sich, dass er sich nie als Fachschaftsmitglied vorgestellt habe. Er habe bei Frau
Wanghoff nachgefragt, die sagte, dass es auf eine Verabredung mit den Professoren ankäme. Diese
Verabredung habe er mit den Professoren jeweils gesprochen. Dimitri K. schlägt vor, den Vortrag
nochmals zu halten. Heiterkeit und Ablehnung unter den Parlamentariern.

3
Patrick weist darauf hin, dass sich das Argument mit der Steigerung der Wahlbeteiligung dadurch
entkräftigt, dass sich mehr als 600 neue Stimmen gefunden haben, die Wahl aber nur 150 gewonnen
hat. Außerdem sei es ein widerwärtiger Stil, nur weil ein Verbot nur als Gentlements Agreement und
nicht schriftlich festgehalten worden sei, dagegen zu verstoßen.
Stefan Berendes sagt, dass ihm eine derartige Verwilderung der Sitten noch nicht vorgekommen sei.
Generelle Ablehnung von Dimitris Methoden, scharfe Verurteilungen und Aufruf, ihn in Zukunft politisch
zu schneiden.
Dimitri entschuldigt sich dafür, dass er am Wahltag „allgemein für die Wahl geworben" habe. Er habe
"Die Wahl" aber nicht als Nomen genutzt. Er habe die rechtliche Möglichkeit, Werbung für seine Gruppe
zu machen, genutzt. Er hofft, dass diese Lücke aber nicht geschlossen wird, damit die Parteien eben
die Möglichkeit haben, auf die Wichtigkeit der Wahl auch in Vorlesungen hinzuweisen, ohne durch einen
Schleimkrieg und Schleimkampf zu gehen,
Antrag von HTW: Das StuPa möge beschließen, dass Dimitri Kurzer von seinem Amt im
Wahlausschuss entbunden wird und deshalb auch keine Bescheinigung darüber erhält, 27:0:0, Sogar
Dimitri stimmt dafür.

Antrag von Darijusch Wirth (siehe Tischvorlage): 26:0:1

Antrag des RCDS um Rüge des Referates für Lesben und andere Frauen wegen tendenziöser
Werbung gegen den RCDS,
Antrag der Kleinen Strolche auf Rüge des RCDS wegen Sexismus,
Diskussion, dass der Wahlkampf ein falsches Frauenbild vermittelt und darum eine Antwort des
Lesbenreferates durchaus angemessen sei. Gegenrede, dass die Werbeform egal sei, die Arbeit des
Lesbenreferates jedoch überparteilich zu bleiben habe.
Der RCDS dankt für die Diskussion und zieht den Antrag zurück.
Die Kleinen Strolche ziehen den Antrag aufgrund der späten Stunde daraufhin auch zurück. Eventuell
wird es in der nächsten Sitzung noch eine Diskussion dazu geben.

TOP 10: Verschiedenes

Dank an das StuPa-Präsidium durch Stefan Berendes und Alexander Wüstenfeld für die geleistete
Arbeit.
Antrag
Sitzung des StuPa am 19. April 2006

Das Studierendenparlament möge:

Einen entschiedenen Appell an die Hochschulgruppe RCDS aussprechen,


sich an den üblichen respektvollen und toleranten Umgang mit sämtlichen
Interessen, Initiativen und Gruppen an der Universität zu halten.

Das StuPa-Präsidium soll im Namen des StuPa diesen Appell an den RCDS
herantragen.

Begründung:

Wir wiederholen uns ungerne, aber trotz der letzten Diskussionen im StuPa müssen
wir feststellen, dass es immernoch Gruppen gibt, die sich nicht an den üblichen
respektvollen und toleranten Umgang mit sämtlichen Interessen,
Initiativen und Gruppen an der Universität halten.

Direkt nach der StuPa-Wahl war auf der Webseite des RCDS (unter der Rubrik
"Fun") folgendes zu lesen:

Sitzen zwei K/eine Strolche zusammen im Cafe Mano Negra und kiffen. Da klopft es
an der Tür. Nix passiert. Nach einer halben Stunde sagt der eine: "Ey, ich glaub es
hat eben an die Tür geklopft. " Nix passiert. Nach ner weiteren halben Stunde
schlurft der andere zur Tür und öffnet. Draußen ein weiterer bekiffter Kleiner
Strolch: "Whoa, das ging aber schnell!"

Mensa-Faustregel: Die Flyer mit Berichten aus dem Referat für Lesben und andere
Frauen sind wie Makkaroni: Lang, dünn und total hohl.

Darüber, was lustig und einfallsreich ist, lässt sich streiten. Aber es ist
unübersehbar, dass was uns hier als Witz vorgestellt wird, nichts anderes ist, als die
üblichen Attacken des RCDS gegen einige Organe der studentischen
Selbstverwaltung.

Zudem endete der Besuch einer Filmveranstaltung im März im Cafe Mano Negra für
einige Mitglieder der Kleinen Strolche äußerst unerfreulich: Freunde des RCDS
traten dort gehörig alkoholisiert und aggressiv nach der Veranstaltung auf und
sorgten durch Belästigung der Anwesenden für miese Stimmung.

In Zeiten von Studiengebühren und Leistungszwang gibt es immer weniger


Menschen, die bereit sind, sich außerhalb des obligatorischen Scheinerwerbs
innerhalb der Universität zu engagieren. Aus diesem Grund ist es äußerst
kontraproduktiv und unangebracht, dass eine Hochschulgruppe die Arbeit anderer
Hochschulgruppen, Initiativen und autonomer Referate durch inhaltslose und
flapsige Diffamierungen oder Sabotage von Veranstaltungen in Frage stellt.

Osnabrück, den 7. April 2006