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JACQUES LACAN
Das Seminar, Buch XVII

DIE KEHRSEITE DER PSYCHOANALYSE
(1969-1970)

Übersetzt von Gerhard Schmitz
[1. FASSUNG, JULI 1997]

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INHALT1
Vorbericht zur Übersetzung 5
I (I/1)
(A)

Erzeugung der vier Diskurse [26.11.1969] 11
Impromptu 1 Ŕ Analytikon [3.12.1969] 23

II (I/2)

Protest [10.12.1969] 36

III (II)

Der Herr und die Hysterika [17.12.1969] 39

IV (III)

Wissen, Mittel des Genießens [14.1.1970] 48

V (IV)

Wahrheit, Schwester des Genießens [21.1.1970] 62

VI (V)

Das Lacansche Feld [11.2.1970] 76

VII (VI)

Der kastrierte Herr [18.2.1970] 89

VIII (VII)

Ödipus, Moses und der Vater der Urhorde [11.3.1970] 102

IX (VIII/1)

Vom Mythos zur Struktur [18.3.1970] 117

X (VIII/2)

Radiophonie [8.4.1970] 129

XI (IX)

Das grausame Nichtwissen Jahwes [15.4.1970] 131

XII (X)

Unterhaltung auf den Stufen des Pantheon [13.5.1970] 148

XIII (XI)

Die Gefilde der Alethosphäre [20.5.1970] 156

(Ŕ)

Impromptu 2 [3.6.1970] 169

XIV (XII)

Das Unvermögen der Wahrheit [10.6.1970] 177

XV (XIII)

Die Macht der Unmöglichen [17.6.1970] 192

Anhang 1 (B) Exposé von A. Caquot 205
Anhang 2 (Ŕ)

Radiophonie ŕ Versionenvergleich 209

1Die eingeklammerten Ziffern bzw. Buchstaben geben die Zählung bei Miller wieder.

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VORBERICHT ZUR ÜBERSETZUNG

Der hier vorgelegte Text bietet eine Arbeitsübersetzung des gesprochenen Diskurses von
Jacques Lacan im akademischen Jahr 1969/70, L'envers de la psychanalyse. Dabei war der
Ausgangstext die von J.-A. Miller etablierte und 1991 beim Verlag Seuil, Paris, herausgegebene
Version. Während der abschließenden Redaktion der Übersetzung wurde dem Übersetzer
jedoch eine anonyme Transkription des Seminars zugänglich, die, wie schon ein erster,
kursorischer Vergleich ergab, sowohl dem Umfang als auch dem Wortlaut nach erheblich von
der Version Millers abweicht. Zwar konnte eine integrale Kollationierung der beiden
Ausgangstexte aus pragmatischen Gründen nicht durchgeführt werden, jedoch wurde die
anonyme Transkription als Korrelativ herangezogen, wo immer der Wortlaut bei Miller es nötig
bzw. sinnvoll erscheinen ließ. Die gefundenen Abweichungen werfen Fragen prinzipieller Art
auf, und zwar sowohl hinsichtlich der Textherstellung als auch der Übersetzung des
gesprochenen Diskurses von Lacan. Sie sollen hier, zumindest in Umrissen, vorgestellt werden.
Wer sich der »Maxime« erinnert, deren Lacans Erbwalter sich bezüglich seiner Textetablierung
rühmen zu sollen gemeint hat, nämlich »den Sinn [zu] restituiere[n], während die Mäander des
mündlichen Ausdrucks ihn verdunkeln« (»Gespräch über die Herstellung des Seminars von
Jacques Lacan« [mit F. Ansermet], in: Wunderblock 15, 1986, S.12), wird durch die ParallelLektüre der beiden Versionen von L´envers ... über die Auswirkungen ins Bild gesetzt, die eine
solche phantasmatische Sinn-Zentriertheit (ausgerechnet bei Lacan!) zeitigt: Von der ŕ noch
eben hinnehmbaren ŕ Tilgung der für mündliche Rede typischen Redundanz über die nicht anders denn als selbstherrlich zu bezeichnende Streichung von Einschüben bis hin zu Konjekturen,
die ganzen Satzkonstruktionen einen anderen Sinn aufzwingen, ist alles vertreten, was seinen
Platz in einem »Schwarzbuch der Textherstellung« finden könnte.
Ein genauerer Vergleich der beiden Versionen erbrachte folgenden Befund: Die anonyme Transkription (im Folgenden sowie im Text vereinfachend »Mitschrift« genannt) fußt mit großer
Wahrscheinlichkeit auf der Kollationierung zweier Überlieferungen: eines stenographischen
Protokolls und einer Tonbandaufnahme (wobei beide auch mehrfach vorgelegen haben können).
Dies läßt sich vor allem aus dem Vorhandensein von Notationen schließen, die, entsprechend
der Überlieferungsform, Wechsel in Tonfall und Lautstärke der Rede Lacans protokollieren
oder nonverbale Diskurselemente (etwa: »Breitet die Arme aus«) überliefern. Auch wenn man
bezüglich der Mitschrift prinzipiell von Stenographier- und Abhörfehlern sowie von (nicht
ausgewiesenen) Konjekturen ausgehen muß, spricht für die höhere protokollarische
Authentizität dieser Überlieferung vor allem das Fehlen von Eingriffen in Satzbau und Syntax.
Man begegnet hier einem in der Tat mäandrierenden Redefluß, der sich oftmals in Hypotaxen
verliert und das finite Verb zuweilen schmerzlich vermissen läßt. Die Interpunktion, wohl
ergänzt nach dem Befund der Tonaufnahme, ist sparsam und gibt mehr Rätsel auf, als sie zu
lösen hilft. Verglichen mit der Version Millers läßt sie jedoch erkennen, daß sie auf eine
stilistische Bearbeitung ihres Quellmaterials verzichtet, also keine Streichungen vornimmt und

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unvollständige Satzkonstruktionen nicht ergänzt.
Auch bei der Version Millers wird man von wenigstens zwei Überlieferungen ausgehen müssen,
die nicht identisch mit denen der Mitschrift sein müssen. Daher war sowohl im Wortlaut als
auch im Umfang grundsätzlich mit Abweichungen von der Mitschrift zu rechnen. Die
festgestellten Abweichungen sind jedoch derart, daß »technische« Faktoren
(Stenographierfehler bzw. Unverständlichkeit der Tonaufnahme) allein nicht ausreichen, um
Varianten zu erklären, die in signifikanter Weise den Wortlaut oder, was noch gravierender ist,
die Wortfolge eines Satzes betreffen ŕ sie müssen massiven Eingriffen Millers auf der Ebene
der Textredaktion geschuldet sein. Rechnet man diesen Befund auf alle bisher erschienenen
Seminare hoch, wird klar, daß das, was man hierzulande bisher für »Lacan« halten zu dürfen
glaubte, günstigstenfalls ein »Millan« gewesen ist. Dies mag angesichts der im Vergleich zur
Mitschrift größeren Transparenz der Satzgefüge nicht von vornherein ein Skandalon sein ŕ in
der Tat setzt Miller mitunter plausiblere Skansionen als die Mitschrift ŕ, und auch die
behutsamste Etablierung wird um gewisse strukturierende Eingriffe nicht herumkommen; nicht
zu legitimieren und von daher unannehmbar ist jedoch die zensurartige Beschneidung aller
typischen Merkmale mündlicher Rede, die den Ursprung der Überlieferung aus dem
gesprochenen Diskurs fast ausnahmslos tilgt. Von der Unterdrückung »politisch« brisanter
Redeinhalte, wie sie der Versionenvergleich aufdeckte, muß hier erst gar nicht gesprochen
werden.
Im einzelnen lassen sich die Abweichungen der beiden Versionen gegeneinander
folgendermaßen klassifizieren:
1. Abweichungen im Wortlaut bei identischem Kontext: Sie dürften zum Teil auf Versehen beim
Stenographieren bzw. auf der mangelhaften Qualität der Tonaufnahme und daraus
resultierenden unterschiedlichen Deutungen des Gehörten durch die Transkribenten beruhen ŕ
etwa: »condescendant« (Miller) bzw. »son descendant« (Mitschrift) ŕ, zum Teil bleiben sie
rätselhaft, wie im Fall von »homme« (Miller) bzw. »angoisse« (Mitschrift) an ein und derselben
Position innerhalb eines ansonsten identischen Kontextes. In diesen Fällen kennzeichnet die
vorliegende Übersetzung die betreffende Stelle im Text Millers durch Unterstreichung und teilt
die Variante der Mitschrift als Fußnote mit.
2. Abweichungen in der Satzkonstruktion: Hier werden Eingriffe sichtbar, die sich a) durch Umstellung von ansonsten identischen Satzteilen; b) durch »Korrekturen« an der Syntax ergeben.
Angesichts des Umfangs derartiger Abweichungen verzichtet die Übersetzung prinzipiell
darauf, Varianten mitzuteilen ŕ grob geschätzt sind kaum zwanzig Prozent des Textumfangs
beider Versionen der Wortfolge nach völlig identisch.
3. Abweichungen im Wortumfang bzw. in Teilsätzen: Der Versionenvergleich ergab, daß die
Mitschrift oft Wörter bzw. Satzteile bringt, die bei Miller fehlen (der umgekehrte Fall ist ungleich seltener). Auch hier ist von Eingriffen Millers in den Wortlaut der ihm vorliegenden
Überlieferung auszugehen. Die Feindifferenzierung zeigt einerseits Streichungen redundanter
Satzpartikel, also Füllformeln vom Typ »et c'est ce que ...«, andererseits Unterdrückungen
ganzer Teilsätze. Ein repräsentatives Beispiel hierfür bietet der Anfang von Sitzung XII [nach
der Zählung hier). Laut Miller (S.167, Sitzung X) sagt Lacan (bzgl. der Herr-Knecht-Dialektik
in der Phänomenologie): »C'est le point de départ de Kojève, et il a toujours éludé ce qu'il y a

eine Einengung ihrer möglichen Textgrundlagen auf die eine Version Millers (wie dies bei der bisherigen deutschen Edition der Seminare vor allem aufgrund vertragsrechtlicher Bindungen unumgänglich war) erscheint jedoch angesichts der veränderten Publikationssituation diesseits des Rheins nicht länger wünschenswert noch gar vertretbar. Dabei ŕ das soll nicht verschwiegen werden ŕ entwickelte die auf Logizität zentrierte Interpunktion Millers eine starke Eigendynamik.. Wie schon bei früheren SeminarEditionen hängt Miller die Protokolle kurzer Sitzungen als »Complément« [Ergänzung] an die vorangehende Sitzung an. durch die Gruppe Stécriture und die Publikation des Buchs Le transfert dans tous ses erratas durch die E. die hier nicht geleistet werden konnte.E. Die genaue Klärung jedes einzelnen Falles (was heißt: jedes einzelnen Satzes!) hätte eine minuziöse Rekonstruktionsarbeit erfordert.. eine größere dokumentarische Nähe zur faktischen Chronologie des Seminars zu erreichen. die sich hier oft anders (und nicht immer überzeugend) entschied und dadurch bisweilen das produzierte. also etwa einen »vor-Millerschen« Zustand intendieren ŕ wozu unten noch näheres gesagt wird ŕ. Zumindest ansatzweise versucht die vorliegende Übersetzung damit auf dem Gebiet der Textherstellung an das Projekt einer kritischen Transkription der Seminare anzuknüpfen. die die Übersetzung nicht mehr übernimmt. Selbstverständlich sind sie gleichsam »probatorisch« gemeint und stehen der kritischen Diskussion offen...L. in den Text Millers eingeschaltet und durch Fettdruck hervorgehoben. Selbstredend kann Übersetzung nicht den Versuch der kritischen Rekonstruktion eines »authentischen« Wortlauts. Nach welchen Leitkriterien die vorliegende Übersetzung verfahren ist..« Im Fall der Streichung redundanter Partikel wurde mit wenigen Ausnahmen die Version Millers übernommen. bei offensichtlicher Unterdrückung wurden die betroffenen Satzteile mittels . Verwiesen sei hier nur auf die unabhängige Edition des Seminars VIII. wurde oben ausgeführt. Il y a toute la partie qui est celle du . stets um größtmögliche Vollständigkeit der Überlieferung bemüht. einen anderen Weg zu gehen. Le transfert. daß Lacan parallel zum Seminar eine Veranstaltungsreihe (unter der Bezeichnung Impromptus) geplant und teilweise durchgeführt hatte. Neben den Problemen der Transkription und der Textetablierung im engeren Sinne stellt sich auch die Frage nach der Textpräsentation.. und zwar in der Absicht. neu. abgeschlossene Einheiten ŕ im Gegensatz zur Mitschrift. Zur vorliegenden Übersetzung sei nur in allgemeiner Weise angemerkt. de la perception sensible qui a été en somme toujours très éludée par Kojève. kommt hinzu.P.. wodurch seine Zählung nicht der tatsächlichen Zahl der überlieferten Sitzungen entspricht. bei deren Beantwortung die deutsche Edition bisher ebenfalls den Vorgaben Millers hatte folgen müssen. wie es in Frankreich bereits seit längerem verfolgt wird ŕ letzteres in beiden Bedeutungen des Wortes. tout à fait au début. Die Mitschrift hat an dieser Stelle: »Kojève est parti de là. Im Fall von L´envers . Über die Kriterien einer kritischen Textetablierung als Grundlage der Übersetzungsarbeit wird in der Zukunft ausführlich zu diskutieren sein. alors qu'il y a une partie antérieure à l'avènement du maître et de l'esclave. wo sie in den Text Millers eingreift. bot sie doch stets semantisch wie syntaktisch korrekte. was man schlicht als syntaktischen »Salat« bezeichnen muß. die in alternierendem Rhythmus mit ersterem stattfand und sich an eine .5 d'antérieur à leur avènement«. Allerdings implizierte der Versionenvergleich immer auch eine Entscheidung für einen der konkurrierenden Wortlaute. Dies gilt vor allem hinsichtlich der Millerschen Zählweise der Sitzungen (im vorliegenden Seminar: IŔXIII sowie Anhang A und B). daß sie sich dort. Auch hier hat sich die Übersetzung entschlossen.

daß Kapitelüberschriften und Motti hier beibehalten worden sind. als habe Lacan mit der Wahl des Gegenstandes für das Seminar 1969/70.. XI und XII sowie die Impromptus 1 und 2 (nach der Zählung hier) nehmen innerhalb des Textkorpus jedoch eine Sonderstellung ein. Dadurch entspricht die Zählung nicht mehr der französischen Edition. die in der Mitschrift protokolliert sind. hierzu E. Ausgabe am Seitenrand. änderte er seine Haltung). das übermittelt sich [se transmet] nicht wie irgendein beliebiges anderes Wissen«. Schließlich sei noch bemerkt. S.h. Miller bringt seine Version eines dieser Impromptus als Anhang A. Wie eingangs bemerkt. sie weist auch den kurzen Sitzungen eine Ordnungszahl zu und stellt die Impromptus in die Chronologie des Gesamt-Seminars ein.557-563. Lacans Auftreten in Vincennes fand vor einem »politisch« brisanten Hintergrund statt: Ende 1968 hatte Serge Leclaire. insbesondere aber mit dem Konzept der Impromptus ein recht persönlich gefärbtes Gegengewicht zu Leclaires Intentionen setzen wollen. überwiegend aus Studenten des Département zusammensetzte. Impromptu. Roudinesco. nicht erscheinen. verbot sich die integrale Kollationierung der beiden Versionen allein schon. Dazu sei im einzelnen folgendes angemerkt: Impromptu 1: Die Übersetzung bietet eine nach der Mitschrift ergänzte Version des 1. Sie wurden deshalb vollständig kollationiert. Lacan hatte sich entschieden gegen diese Institutionalisierung ausgesprochen und verweigerte Leclaire zunächst jede Unterstützung (erst als 1974 Miller dort zu lehren begann.6 spezielle Hörerschaft wandte (vor allem Studenten des Département de psychanalyse in Vincennes). Ebendiese Information nun erhält der Leser in der Mitschrift. um ŕ unter dem für ihn negativen Eindruck der Krise innerhalb der EFP ŕ der Übermittlung des Freudschen Wissens (»transmission«) einen neuen Weg zu öffnen. Auch dies wird in der Zukunft kritisch zu überdenken sein. das am 3. Die Übersetzung folgt dagegen der Chronologie des Gesamt-Seminars. verneint er die Existenz von Psychoanalytikern in Vincennes und gibt auf die Frage nach dem Grund für die von ihm behauptete Unmöglichkeit. . einer seiner treuesten Weggefährten. auf der Basis eines universitär organisierten Unterrichts Analytiker zu werden. 2 Es scheint. d. Besonders einer dieser Ausschlüsse verdient besondere Aufmerksamkeit. unterdrückt er oder kennt er nicht. Paris 1994. Die Sitzungen X. zur Orientierung beim Parallel-Lesen dient jedoch die Pagina der frz. das sich.2. Dezember 1969 im Centre expérimental der Université de Paris VIII in Vincennes stattfand. bes. um die Verfügbarkeit einer deutschen Lese. vor einem Publikum. Da Lacan in Vincennes nicht als Gast des Département auftreten wollte (eine entsprechende Einladung hatte er abgelehnt). an dem im Zuge der Universitätsreform neugegründeten Centre expérimental de Vincennes ein Département de psychanalyse gegründet. der das Département de psychanalyse zugeordnet war. ein weiteres. und zwar unmittelbar aus Lacans Mund. in der Mitschrift überliefertes und hier in Übersetzung wiedergegebenes. steht er doch offensichtlich in Zusammenhang mit dem Nichterscheinen des oben erwähnten weiteren Impromptu in der Edition Millers. An Millers Version fällt auf. die entschiedene Auskunft: »Die Analyse. daß einige Zwischenrufe.und Arbeitsfassung von L'envers de la psych-analyse nicht ins unbestimmte zu verzögern. Histoire de la psychanalyse en France. als 2 Vgl. wie anzunehmen ist. obwohl sie Zutaten Millers sind. bediente er sich des Kunstgriffs einer Einladung durch die philosophische Fakultät.

aber auch Transkriptionsteile.7 dieser auf die Frage eines Hörers. daß Lacan zwischen April und Juni 1970 (Sendemonat von Radiophonie bei RTB). die ihm von einem Redakteur des Belgischen Rundfunks (RTB) vorgelegt worden waren. Die vorliegende Übersetzung bringt die Mitschrift-Version des Referats als Einschaltung in die Version Millers und beläßt das »abrégé« Caquots von 1990 zum Vergleich im Anhang. der dortige Wortlaut sei mit dem der im Seminar verlesenen Antworten Lacans identisch. Die Mitschrift dagegen überliefert das Protokoll dieser Sitzung.h. April 1970 verlas Lacan Antworten auf drei von sechs Fragen. ihm das Manuskript seines Referats zur Verfügung zu stellen. sondern ein willkürlich abgetrenntes Stück aus dem Diskurs zwischen Lacan und Caquot. Ausgabe von 1991 hervorgeht. ist nicht identisch mit dem.. wer ihn eingeladen habe. In der Version Millers sind Frage und Antwort gestrichen. Hierzu folgen unter Impromptu 2 weitere Erläuterungen. es entspricht ihm nicht einmal in der Zuordnung der Antworten zu den vorgelegten Fragen. die die jeweils andere Version komplementieren. daß dieser Eindruck falsch ist: Was Lacan an diesem Tag verlas. um danach wieder einzusetzen mit einem Protokollteil. des im Anhang abgedruckten Textes) halten muß. Da sich angesichts ihres Umfangs die integrale Wiedergabe der verlesenen Fassung verbietet. einen Einblick in den Entstehungsprozeß eines Lacanschen Textes zu nehmen. Diese druckt Miller im Anhang unter der Sigle B ab. mit der Folge.-J. versucht die als Anhang 2 präsentierte Beispielseite wenigstens einen Eindruck von der Art zu vermitteln. ist dies mitnichten. war das Mikrofon (wahrscheinlicher noch: die Mikrophone) auf die Person Lacans gerichtet. ja. eine Art »abrégé«. April 1970 war überwiegend durch ein Referat ausgefüllt. entsprechend antwortet. Aus ihm ergibt sich ein deutlich anderes Bild allein schon hinsichtlich des Verlaufs dieser Sitzung. hatte Miller 1990 Caquot darum gebeten. Kommentaren Lacans skandiert wird. Der Mitschrift verdanken wir die wohl seltene Möglichkeit. daß nur die Fragen der ihm räumlich nächststehenden . Dementsprechend ergeben sich aus dem Vergleich der Versionen alternierende Lücken. Sitzung XII: Wie beide Versionen in einer Vorbemerkung darlegen. Diese Fragen sowie Antworten darauf sind den deutschen Lesern durch H. Der einzig mögliche Schluß aus diesem Befund ist. Aufgrund des von der Mitschrift überlieferten Protokolls dieser Sitzung steht jedoch fest. Metzgers Übersetzung von Radiophonie seit 1988 bekannt. woraufhin dieser eine Kurzfassung. Wie leicht nachvollziehbar. Miller verzichtet auf den integralen Abdruck des Protokolls dieser Lesung und verweist (S. Millers kommentarloser Verweis macht sich also zumindest einer editorischen Nachlässigkeit schuldig. daß der gesamte Vortrag Caquots von Fragen bzw. Für den Mitschnitt auf Tonband sind daher denkbar schlechte Voraussetzungen anzunehmen. fand die »Sitzung« unter außergewöhnlichen Bedingungen. Sitzung X: In der Sitzung vom 8. einreichte. das der Religionswissenschaftler André Caquot auf Einladung Lacans hielt. den der Leser für die abschließende Diskussion des Referats (d. nämlich buchstäblich auf der Straße statt. Sitzung XI: Die Sitzung vom 15. Während nämlich Miller an einer bestimmten Stelle des Sitzungsprotokolls die Wiedergabe des gesprochenen Diskurses abbricht und auf den Text Caquots im Anhang verweist. zeigt die Mitschrift. seinen Text überarbeitet hat.153) auf den 1970 in Scilicet 2/3 veröffentlichten Text. Wie aus einer editorischen Notiz in der frz. cum grano salis. was im selben Jahr in Scilicet veröffentlicht wurde. Dadurch muß der Eindruck entstehen. in der Lacan seine Texte bearbeitete. Was Miller also als den Schluß der Sitzung präsentiert.

extrahiert Miller aus den Antworten Lacans ein Sinn-Substrat. daß selbst dann. da in den meisten Fällen Miller und Mitschrift um diese Lücken herum identischen Text bringen. Beide Versionen informieren nun über das Fehlen der meisten Frage-Wortlaute. Das Bild. bei E. Die Frage nach dem Grund für diese Abweichung Lacans von seiner Planung. Für die Seminare bedeutet das schlicht: Es wird.Während jedoch die Mitschrift konsequent Auslassungspunkte setzt. so wird am Vergleich der beiden Versionen von L'envers de la psychanalyse vollends deutlich. das als Ersatz für den verlorenen authentischen Wortlaut der Frage präsentiert wird. Daß Miller dieses Protokoll unterdrückt und dazu im Impromptu 1 die Replik Lacans streicht. denn auch die anonyme Transkription bleibt ŕ man ist versucht zu sagen: der Natur der »Sache« unterworfen ŕ weit davon entfernt. Es kann sich mithin nur um bewußte Unterdrückungen handeln. Roudinesco belegt. und das auf immer. das allerdings zu Beginn lückenhaft ist. die mit Millers Versionen arbeiten müssen. wie wenig Verlaß auf Millers Befähigung zur Textherstellung ist. die Mitschrift bietet ein Protokoll. der einem der Anwesenden damit droht. »originalen« oder gar »wahren« Lacan zu . deren »Ehrlichkeit« gegen die »Machinationen« Millers ausspielen zu wollen. Daß zwei weitere geplante Veranstaltungen dort nicht stattgefunden haben. läßt sich aufgrund von Lacans weiteren Äußerungen doch folgendes vermuten: Offenbar hatte ein (von Lacan kurz darauf namentlich genannter und vermutlich dem Département de psychanalyse angehörender) Teilnehmer am 1. alle zwei Monate in Vincennes zu sprechen.: nach Vincennes). Millers Eingriffe zu erkennen und gar rückgängig zu machen. die von entfernter stehenden Diskutanten jedoch überwiegend unverständlich waren. bei denen ein technischer Grund ausscheidet. von denen Lacan in der 1. die Millers Redaktionspraxis geschuldet sind. Hatte schon die Fehlersammlung zu Le transfert gezeigt. die den Zusammenhang zwischen beiden liefert. falls er es nicht sofort abschalte. das sich so all denen. findet im dritten Absatz des Sitzungsprotokolls eine zumindest wahrscheinliche Antwort. Impromptu einen Tonbandmitschnitt dieser Veranstaltung angefertigt und dessen Transkription dann ŕ wohl in politischer Absicht ŕ unter dem Namen der UER (Unité d´enseignement et de rcherche) de philosophie veröffentlicht. Lacan reagiert auf diesen provokativen Akt äußerst scharf: dem (im Publikum anwesenden) Verantwortlichen wirft er Denunziation vor und nutzt die Gelegenheit.8 Teilnehmer einigermaßen intakt erfaßt wurden. bietet. Läßt sich diese Verfahrensweise noch eben legitimieren. Solche Unterdrückungen sind unter Kennzeichnung in den Text der Miller-Version eingeschaltet. dessen Tonbandgerät zu demolieren. gerade aus diesem Grund sei er »zweimal nicht wiedergekommen« (d. Sitzung spricht. wenn es glückt. Auch wenn die näheren Umstände dieses Zwischenfalls im dunkeln bleiben. daß es sich um das letzte der geplanten vier Impromptus in Vincennes handelt. der das Département angeschlossen war.h. ist ernüchternd. um seine Ablehnung des Projekts einer universitären »transmission« der Lehre Freuds zu verdeutlichen. Worauf die Bemerkung folgt. keinen »authentischen«.a. Man sollte also nicht darauf verfallen. Juni 1970 (erster Mittwoch dieses Monats) sowie Lacans einleitende Bemerkungen lassen den Schluß zu. ist u. daß der genaue Vergleich der Antworten in der MillerVersion auch solche Lücken ergibt. Die Datierung auf den 3. eine wie auch immer gedachte »Authentizität« zur reinen Fiktion gerinnen muß. so überrascht um so mehr. kann kaum als Zufall gelten. In ihm erleben wir einen überaus ungehaltenen Lacan. Impromptu 2: Diese Veranstaltung fehlt bei Miller ganz. wahrhaft verläßlich zu sein.

Alles. registriert hat. bisweilen einander glücklich komplementierenden.9 lesen geben. was die Maschine. läßt sich. was die. jedoch zur Lüge unfähig. erweist sich ebendadurch als die Wahrheit-im-Realen allen Sprechens: ein Geräusch. Das aber. . zugespitzt. Überlieferungen bezeugen können. zumeist konkurrierenden. fassen in ein »Lacan wird etwas gesagt haben«. so blöde wie der Signifikant.

und ganz besonders heute. 10 . mit Ihrer Zustimmung. als deutlich zu machen. Die Fakultät der Rechte. beginnen werde. Wie der Aushang Sie vielleicht unterrichtet hat. Februar. Nämlich in der Eigenschaft einer Leihgabe. an denen er bereits ausgehängt ist. Das Begehren zu wissen. denke ich. seien hier. einige unter Ihnen. den Sie erfahren werden an den Orten. Die Plätze interpretieren vor. wieso ich hier bin. was ich also im nächsten Monat. Weil es mir. daß es sich um etwas anderes handelt. nutze ich ihn ganz schnell dazu aus. dafür bedankt. die die Fakultät der Rechte freundlicherweise mehreren meiner Kollegen von den Hautes Études4 zukommen läßt. mit Vorbedacht Vier Impromptus genannt habe. wie Sie sehen. Zuhörerschaft. daß ich am ersten dieser Mittwoche im Monat. dafür zu danken ŕ nicht weniger tun. gefällt. Hilfe«. Eines Tages kam auf der Straße eine Person ŕ vielleicht ist sie hier. was ich in Kontrast dazu und um zu betonen. diesen Hinweis in der Schwebe zu lassen. die ich einer Person bereitet habe. sondern das.h. mich hier von einem Gewissensbiß zu befreien. dem Monat Dezember.h. ein weiteres Mal diese Assistenz 3 zu befragen ŕ und zwar in allen Bedeutungen des Wortes ŕ. und insbesondere ihre höchsten Autoritäten. nicht. Der um sein Wissen bestohlene Sklave. aber faktisch ergab es sich so. mein Seminar nach Vincennes tragen werde. indem Sie. Beistand. womit ich mir. die Sie mir leisten. 3Im Orig. zweifellos zum Zwecke anderer Verpflichtungen. denn beim Drübernachdenken war sie wenig liebenswürdig ŕ nicht daß ich es so gewollt hätte. dem es gebührt. der Doktor Lacan?« ŕ »Ja doch«. zumindest zu einem Teil. die anderen Mittwoche freihalte. d. durch mich und. Und insbesondere glaube ich ankündigen zu können. also an den ersten Mittwochen im Dezember. d.10 9 I ERZEUGUNG DER VIER DISKURSE Der gleichsam wortlose Diskurs. mir in eine dritte meiner Verschiebungen [déplacements] folgen. jeden zweiten [Monat]. wie es irrigerweise angekündigt worden war. Ehe ich diese Befragung wiederaufnehme. April und Juni. denen ich einen humoristischen Titel gegeben habe. zu denen sie mich ausdrücklich hat zählen wollen. 4Gemeint ist die École Pratique des Hautes Études. Erlauben Sie mir. Das Verhältnis des Wissens zum Genießen. der mir von einer Art von Aufnahme zurückgeblieben ist. kann ich ŕ um dem. gerade als ich ein Taxi besteigen wollte. namentlich der Herr Dekan. und zweifellos wird sie sich nicht zu erkennen geben ŕ auf mich zu. Sie hielt dafür ihr kleines Moped an und sagt zu mir: »Sind Sie das. assistance = »Anwesenheit. werde ich hier ŕ nicht daß mir der Ort nicht jeden Mittwoch angeboten würde ŕ nur am zweiten und dritten Mittwoch jeden Monats sprechen. Mitwirkung. meine lieben Freunde.

Offen gesagt. Ich werde dafür nur folgendes als Beweis bringen. als eine notwendige Struktur unterschied. das sehr viel umfassender ist. dieser Titel schulde irgend etwas dem Tagesereignis. die das. bedarf es ihrer nicht. zweifellos hatte ich meine Gründe dafür. 11 . daß ich verdutzt und mit schlechtem Gewissen zugleich zurückblieb. Man wird es immer deshalb. in einem Text. die ich zum Zeitpunkt der Sammlung meiner Écrits verfaßt habe und die sie skandieren. Diese könnten sich. In einem Text.11. durch das Übermaß [excès] eines andern wird. Er besteht in bestimmten fundamentalen Beziehungen. Was ich vorziehe. Was heißt das? Letztes Jahr ist mir. das glaubt. Vermittels des Instrumentes der Sprache richtet sich eine bestimmte Anzahl von stabilen Beziehungen ein. buchstäblich. und zwar speziell der analytischen ŕ wobei diese sich an dieser Stelle nur deshalb in Erinnerung bringt.11 sage ich zu ihr. des Freudschen Projektes über die Kehrseite auf sich gehabt hat. das ist ein Diskurs ohne Worte. charakterisiere ich auf der Seite 686. damit sie mir verzeihe. falls sie da ist. das sie derart fix gestartet hatte. daß unser Verhalten. S. bald. sie wird es mir sicher glauben wollen. Diesen Gewissensbiß habe ich heute aussprechen wollen. 1 Die Psychoanalyse verkehrt herum [à l'envers]. sehr viel weiter reicht als die tatsächlichen Aussagevorgänge [énonciations]. und insbesondere in einer jener Einleitungen. Dazu. der sich betitelt De nos antécédents5.7-14. mit großer Beharrlichkeit. unsere Akte sich gegebenenfalls mittels des Rahmens gewisser uranfänglicher Aussagen [énoncés] einschreiben.« ŕ »Und wo?« Und da. eine gewisse Anzahl von Orten zu verkehren. 6Vgl. Weil ich wegen dieses Punktes bereits in einem gewissen Zustand war. habe ich mich so zweifellos auf eine Weise gezeigt. weil dieses Übermaß mit einem Übermaß bei Ihnen zusammenfällt. weil sie es genau bezeichnet hat ŕ. egal auf welche Weise. was wir in der Erfahrung wiederfinden. man dies nie. Wäre dem nicht so. Schriften III. Das ist also lange vor den Ereignissen geschrieben worden ŕ eine Wiederaufnahme über die Kehrseite [par l´envers]. was uns vorausging« in Schriften III. wenn man sich. widerfahren. sage ich. was es mit dem. was es mit meinem Diskurs. ohne die Sprache nicht aufrechterhalten. das ist ganz sicher eine Gelegenheit zu bemerken. antwortete ich ihr: »Das werden Sie sehen. Treten wir darüber in das ein. es sei auf dem besten Wege dazu. innerhalb deren sich sicher etwas einschreiben kann. was sich für uns wiederfindet unter dem Aspekt des 5Deutsch unter dem Titel »Von dem. daß ich das. der ein Übermaß an intensiver Beschäftigung darstellte. der vom Jahr 1966 datiert. zumindest dem Anschein nach. was wäre dann mit dem. so habe ich geglaubt dieses Seminar betiteln zu sollen. so habe ich gesagt und eines Tages sogar ausgehängt. stets mehr oder weniger gelegenheitsmäßige. indem ich ihr meine Entschuldigung anbiete. Glauben Sie nicht. daß. S. die ich dann sehr schnell unpassend fand.« Worauf sie auf ihrem kleinen Moped davonfuhr. was wäre dann mit dem. Denn in Wahrheit kann er sehr gut ohne Worte bestehen. auf sich haben wird. auf die Palme gebracht [excédé] zeigt. Sprechen um vieles übersteigt. einer Wiederaufnahme. was es mit dem Diskurs auf sich hat. was wir dieses Jahr bringen. »und warum?« ŕ »Werden Sie Ihr Seminar wieder halten?« ŕ »Aber ja.

das. der Markierungspunkt. ohne besondere Einsprüche dagegen zu erwecken. Wissen das Genießen des Andern zu nennen. es gehört aber nicht zur Ordnung dessen. die Batterie der Signifikanten. wohingegen am Ursprungspunkt. seiner Exteriorität zu einem Kreis. so fungiert. was es mit dem Diskurs auf sich hat. bezüglich deren wir niemals irgendein Recht zu der Auffassung haben. vom lebenden Individuum zu unterscheiden ist. offen gesagt. denn ich habe ihr schon letztes Jahr vor Ihnen ausreichende Wahrscheinlichkeit verleihen. insofern es diesen spezifischen Zug repräsentiert. schreiben wir sie. dem als Statut der Aussage [énoncé] aufgefaßten Diskurs. was wir das Subjekt nennen ŕ namens des Signifikanten. die. der Punkt der Zweideutigkeit. sie sei verstreut und bilde nicht bereits jetzt das Netz dessen. um7 das zu charakterisieren. was sein Darunterliegendes ist. Pfaden. hypokeimenon. Ganz sicher ist letzteres der Ort des ersteren. um zu bestimmen. den man als intervenierend anzusehen hat. Er interveniert in eine Signifikantenbatterie. Vereinfachend aber betrachten wir S1 und. an den wir uns stellen. an dem wir sind. was namens der fundamentalen Beziehung geschieht. das ist das Subjekt. für die. bezeichnet durch das Zeichen S2. in diesem Fall. Es handelt sich um die. Woraus das Auftauchen dessen resultiert. was sich ein Wissen nennt. Sie ist nicht mehr neu. 7Mitschrift: bezeichnen. blitzlichthaften Zügen sensibilisiert habe. geben wir ihm seinen vierten. die ich definiere als die eines Signifikanten zu einem andern Signifikanten. S1 $ S2 a Zweifellos liegt da. was ablösbar ist von jenem in Form von. das heißt. dieses Jahr auf eine neue Weise. wo S1 etwas zu repräsentieren beginnt durch seine Intervention in das Feld. Das ist eine Formulierung. daß er dieses Subjekt bei [auprès] einem anderen Signifikanten repräsentiert. so wie wir ihn in diesem ersten Schritt akzentuieren werden. desjenigen. Es setzt sich zunächst von jenem Moment an. das Feld des großen Andern. die davon Notiz genommen haben. Soll ich es für die ansprechen. der gekennzeichnet ist durch die Sigle A. die bereits da sind.12 Überich? Es gibt Strukturen ŕ anders wüßten wir sie nicht zu bezeichnen ŕ. noch nie vorgebracht worden war. denen das vielleicht noch immer im Kopf herumgeht? Es ist mir letztes Jahr widerfahren. von dem unsere Definition des Diskurses ausgeht. Wie ist diese fundamentale Form zu situieren? Diese Form ŕ wenn Sie möchten. Eine komische Geschichte.h. mittels Beleuchtungen. Das ist einer der Treffpunkte. die ich für dieses Jahr ankündigte. das. der. das. Letztes Jahr hatte ich es getan mittels der Exteriorität des Signifikanten S1. Komplettieren wir zunächst. Und das. wofür ich Ihre Ohren bereits auf mehrerlei Wegen. definiert ist als das bereits strukturierte Feld eines Wissens. S1 der ist. d. wegen dem wir heute das zu akzentuieren haben. um 12 . an dem Punkt. um das Wort Wissen herum. über sie sprechen können. auf das ich letztes Jahr den Akzent eines besonderen Gebrauchs zu setzen mir erlaubt habe ŕ. ohne noch länger zuzuwarten. was das Subjekt eintreten läßt namens des Statuts des Wissens. was zuerst auf zwei Füßen stand und dann auf dreien.

der kleine. von der ich gerade gesprochen habe. der uns sagen wird. auf dem Papier rasch die übrigen drei zu erzeugen. der Signifikantenstruktur. Auf dieser Ebene der Signifikantenstruktur müssen wir nur die Art und Weise kennen. Dieser andere. der der Algebra. daß er bei einem andern aus diesem System interveniert. 13 daß sich das nicht auf die Tatsache des sogenannten Schema Z beschränkt und daß es für diese Vierteldrehung andere Gründe gibt als jenen reinen Zufall bildlicher Darstellung. daß wir das ganze System um eine Vierteldrehung verschieben. D´un Autre à l´autre (1968/69). was hier unser Diskurs entwickeln wird. dadurch. so wenig distinkt sie auch sei ŕ es genügt. Es ist nicht nur bereits eingeschrieben. ich spreche von ihr lange genug und bei anderen Gelegenheiten ŕ insbesondere seit dem Erscheinen dessen. die Abfolge der Buchstaben dieser Algebra. wenn wir die Dinge so schreiben. Dies soll nur einen Apparat spezifizieren. nichts. der des Diskurses. Schließlich. daß in demselben Augenblick. was wir auf dieser Ebene. das wir das Subjekt als gespaltenes genannt haben. was ich unter dem Titel Kant avec Sade9 geschrieben habe ŕ. 14 .133-163. damit man sich hat denken können. das als ein Verlust definiert ist. Dessen gesamtes Statut haben wir dieses Jahr wiederaufzunehmen. S. in dem der S1 in das bereits konstituierte Feld der anderen Signifikanten interveniert. So haben wir die Freiheit. Sie sagt. $ a S1 S2 Hier ein Beispiel. denn das Seminar war dafür schon lange genug gehalten worden ŕ D’un Autre à l’autre8 habe ich es betitelt. 9Dt. der sich liest als das Objekt a. dies erscheint: $. in seiner starken Betonung. Es ist die Folge dessen. es ist auch Teil ihrer Brückenbögen. aus dem wir diese Funktion des 8Séminaire XVI. wie man aus einer gewissen Perspektive heraus sagen würde. was von irgendeiner Realität abstrahiert wäre. Ebendas bezeichnet der Buchstabe. daß man vielleicht eines Tages sehen würde. wir haben von jeher betont. Wenig von Bedeutung ganz sicher ist die Form der Buchstaben. zu sehen. daß die Kette. Was [be]sagt sie? Sie situiert ein Moment.13 Dieser da. dann werden wir dadurch. die wir kennen. was als diese Realität funktioniert. Wenn es begründet scheint. und besonders im letzten Jahr. daß aus diesem Trajekt etwas hervorgeht. Es ist sehr leicht. nicht mehr. darauf habe ich schon recht lange insistiert. als das Objekt a bezeichnen. deren erste Ihnen gewissermaßen den Ausgangspunkt zeigt. zuallermindest die. in denen wir diese symbolische Kette einschreiben. Diese berühmte Vierteldrehung. welchen Sinn man diesem Moment geben sollte. was es bewirkt. Ganz im Gegenteil. auf die das wirkt. vier Strukturen erhalten. daß wir uns dieser Operation der Vierteldrehung anvertrauen. insofern sie sich bereits als solche untereinander artikulieren. der absolut nichts Erzwungenes hat. So ist diese Formel beschaffen. nicht durcheinandergebracht werden darf. unter dem Titel »Kant mit Sade« in Schriften II. es ist bereits eingeschrieben in das. Wahrscheinlich haben wir auch den Punkt bezeichnet. damit sich etwas von konstanten Beziehungen manifestiere. mit dem l seiner allgemeinen Bekanntheit. der bereits in der Welt ist und sie stützt. war das.

insofern sie Struktur des Diskurses ist. wie sich diese Kategorie artikuliert. daß wir uns da. was es authentisch mit dem Wissen auf sich hat. Dieser Begriff ist ihm aufgedrängt worden durch die Entwicklung einer Erfahrung. daß es viel von Das ist vielleicht nicht der wahre gibt. noch immer im Kreise drehen ŕ der Signifikant. und zwar einen. weil es das ist. Denn vergessen wir nicht. und obwohl wir seit langem auf dem aberranten Charakter dieser Übersetzung insistiert haben. das Wissen usw. sondern die Verwirrung. Zweifellos werden Sie mir sagen. Schließlich aber kommt es zu diesen Ausrutschern nicht ohne Grund. Das ist vielleicht nicht der wahre. ergibt sich was? Nicht das Wissen. Wenn wir dagegen dem einen Sinn geben. das Wissen. will sagen: das Wort hat bereits einen Gebrauch erfahren. Nämlich aus dem Diskurs Freuds über den spezifischen Sinn der Wiederholung beim sprechenden Sein. Aus all dem. was vom Diskurs Freuds ihn [= den Begriff] bewohnbar macht ŕ und um einfach zu versuchen. statt daß man sich zu erfassen befleißigt. Indem wir das tun. ihn zu schnell durch instinct zu übersetzen. Diese ist nicht ohne Vorläufer. auf ihr Feld als solches. was. Nun. dessen Insistenz uns im eigentlichen Sinne die Dimension der Wahrheit nahelegt. daß man sich nicht überstürze. der Andere. Es hat keinerlei Bedürfnis. den Einsetzungspunkt des Apparats zu zeigen. und nicht ohne Berechtigung. ist damit nicht bereits das gesagt. daß es ihm aufgedrängt wird? Nämlich: der Todestrieb. was als Wissen erkennbar ist. Genau da aber erlaubt der Term Genießen uns. daß das Wissen das Genießen des Anderen ist. der weit zurückreicht. die Grenze ist und was sich das Genießen nennt.14 verlorenen Objekts extrahieren. meint. aus dem System herauszukommen. wovon die Folge seines Diskurses erweist. sicher ist. es habe zum Ergebnis. verlassen wir das. mit dem das Sprechen Freuds sich auseinanderzusetzen wagt. Nutzen aus ihr zu ziehen. Die Wiederholung hat einen bestimmten Bezug zu dem. daß man den 15 . Des Andern wohlverstanden insofern. verlassen wir zweifellos das. ihn. wozu er im analytischen Diskurs dient. Sicher nicht ŕ und schon gar nicht bei diesem Anlaß ŕ. der Andere. um eine logische Artikulation. diesen Diskurs. worin sich die niedrigste Spannung aufrechterhält ŕ. Bemerken wir die Zweideutigkeit selbst. daß das Leben fortbesteht. das aber. der analytischen Erfahrung. um uns auf die Grenzen zu beziehen. um den Begriff Instinkt zu bestätigen. denn es geht um die Grenzen und darum. Deshalb handelt es sich bei der Formel. wir schwachen Wesen. so wie wir uns im Laufe dieses Jahres an allen Wendepunkten wiederfinden werden. Wir aber. von diesem Wissen. Volkstümlicherweise ist die Vorstellung vom Instinkt wirklich die von einem Wissen ŕ einem Wissen. In der Tat geht es bei der Wiederholung keineswegs um irgendeinen beliebigen Gedächtniseffekt im biologischen Sinne. die in der psychoanalytischen Dummheit das Wort Trieb* angenommen hat. sondern um in Erinnerung zu rufen. da ist einer. Nun. daß wir sehen werden. haben wir doch das Recht. das System. Aus ihm herauszukommen vermöge wessen? Vermöge eines Dursts nach Sinn. was Freud über das Lustprinzip sagt: daß es für das Funktionieren des Lebens wesentlich ist. über die Verwirrung selbst müssen wir nachdenken. von dem man jedoch. wir bedürfen des Sinnes. was das bedeutet. bis hin zu Kant. als ŕ denn es gibt keinen Andern ŕdie Intervention des Signifikanten ihn als Feld erscheinen läßt. der Signifikant. verdiente wirklich. anders bewohnen zu lassen. was dieses [Sprechen] artikuliert. alles in allem. von dem man nicht fähig ist zu sagen. jenes. Gleichviel aber. so als ob das System seiner bedürfte.

wie sehr die analytische Deutung selbst der allgemeinen Bedeutung des Wortes zuwiderläuft ŕ. 10 Das ist eine große Klammer.N. schien mir der Tag dafür gekommen. irgendwo die folgende Bemerkung anzuschließen. denn heute. was ich diese Manifestation genannt habe. nämlich die verschiedenen aufeinander folgenden Assistenzen. was ich zwischen 1953 und 1963 in Sainte-Anne gesagt habe. Was ich gesagt habe durch Ihre. hat der Ort stets seinen gewichtigen Anteil gehabt.N. dank Ihrer Assistenz sieht. die wirklich schwang. Man nahm es nicht einmal an.S. Man muß von den buchstäblichen Äquivoken stets zu profitieren wissen. Es lag mir viel daran. da man das. ich muß dem aber wirklich hinzufügen. daß das. daß es überhaupt nicht medizi10Im Séminaire V. zu jedem dieser Zeitpunkte ŕ definiert man sie als geographische Orte ŕ immer schon gedeutet. Die Professoren. Am Stil dessen. hier wir haben ihn. die ich auf mich gezogen habe je nach den Orten. daß sie einen Bezug zum geläufigen Sinn des Begriffs Deutung hat. wo ich an einem neuen Ort bin. was ich sage. ŕ als Initialen ist das absolut großartig. wo etwas geschieht zwischen Ihnen und dem. für Ihre und in Ihrer Assistenz. indem ich dessen Deutung festmache ŕ Deutung in einem Sinne. was ich sagte. 16 . ein Unterricht war. Die exemplarischste Figur dieser Hörerschaft. Genau das wird für mich das Charakteristischste an dem sein. vor allem. Manchmal ŕ und meistens ŕ spricht sie an meiner Statt. Wozu auch. daß ich hier etwas sage. was rechtfertigt. als ich ein Trimester der Analyse des Witzes widmete. von denen aus ich sprach. was ich die Essenz dieser Manifestation nennen würde. und ich will die Gelegenheit nicht verstreichen lassen. die École normale supérieure. Der Todestrieb. Zusätzlicher Beweis: Die Dinge haben erst an dem Tag angefangen sauer zu werden. zu sagen. Es ist nicht so. was zehn Jahre lang die Essenz meiner Manifestation war. das war der Jux. ich spreche nicht von dem. die zweifellos eine medizinische war ŕ schließlich gab es aber auch einige Assistenten.15 Todestrieb nicht dadurch erfindet. von denen ich heute anfange Gebrauch zu machen. war die. E. 11Sitz der E. waren sehr beunruhigt. und ich werde darauf zurückkommen. in der rue d’Ulm11 hat man bemerkt. die meinen Diskurs als eine Art fortgesetzten Ausstoß von Gags abheftete. was ich sage. und lange kann ich in diese Richtung nicht gehen. was ich bin. daß sie zu meinen Gunsten spricht. Wir haben ihn da. Das dreht sich ums Seiende.S. werde ich Ihnen davon sofort etwas zeigen. 2 Ich habe gesagt: dem. dann würde ich sagen. das Merklichste. alles in allem. Hätte ich zu deuten. ist. der dem der analytischen Deutung entgegengesetzt ist und der wirklich spürbar macht. Die Tatsache. daß man das Verhalten der Leute betrachtet. Um Sie aber nicht völlig im Leeren zu lassen. will sagen. Das wird in den kleinen sich drehenden Quadripoden Platz finden müssen. Nun. Les formations de l´inconscient (1957/58). die Saite. Wie auch immer ŕ das. wo Sie mich letztesmal verlassen haben. die keine Mediziner waren ŕ. und insbesondere die Mediziner. was das Charakteristikum der Deutung des Ortes ausmachte. wenn es die drei ersten Buchstaben des Wortes enseigner [unterrichten] sind. ist das. Vorher war das nicht so offensichtlich.

Daß sie das. ob Jurastudenten kommen werden. und zwar eben zur Zeit der Gags ŕ aufgrund des Ausbildungseffekts nichts weiß. was hier passieren wird. das ist. was ich sagte.16 nisch war. die. was Ihnen auf Ihrer Rundreise die geringste Störung bereitet.N. man kennt ihn.a. zumindest denen. in dem er ihn eingeführt hat. Das Wissen.« Lesen Sie. Zweifellos vergegenwärtigt er sich. die in jener Ecke ausgebildet worden waren. sie ist überhaupt nicht prudhommesk. die dem Tod widerstehen. im Zentrum der analytischen Erfahrung.S. »ist die Gesamtheit der Kräfte. Wir waren bis zu unserem Instinkt und zu unserem Wissen gekommen. Wenn das Recht ŕ wenn's nicht das ist. es aber auf bewundernswerte Weise unterrichtet. welches dadurch jedoch nicht umgekehrt wird. mit der Struktur des Diskurses zu tun gehabt. »Das Leben«. es ist das Wissen der Vorfahren. das ist das. u. durch das situiert sind. Sondern es ist auch das. alles in allem. jenen Weg. entfernt. ist nur wenige hundert Meter von der E.-A. Wahrscheinlich wird es die bei weitem wichtigste Zeit von den dreien sein. Ich weiß nicht. da es dieses Jahr darum geht. gelegen an der Place du Panthéon. daß Freud einführt. ob es die Bezeichnung Unterricht verdiente. wie man auf andere Weise den Todestrieb bezeichnet hat in dem Moment. 17 . 13Die Fakultät der Rechte. wo dann? Ebendeshalb sind wir hier nicht schlechter dran als anderswo. Ich bin nicht ganz sicher. Was aber.S. was Freud über den Widerstand des Lebens gegen die Neigung zum Nirwana schreibt. 13 3 Machen wir weiter. Jedenfalls hat das ganz sicher stets. in der man ŕ wie ich schon vor sehr langer Zeit gesagt hatte. und ihr vielleicht. was Bichat vom Leben definiert. hat durchaus einen Sinn. Miller. so sagt er. ehrlich gesagt aber wäre das für die Deutung entscheidend. was 12Gegründet 1966 auf Initiative des Cercle d´Épistémologie an der E.. und zwar bis zu dem Tage. von J.N. was er selbst das Jenseits des Lustprinzips nennt. ob es wegen der Parkplätze sehr bequem ist. die immer dieselben sind und die es einmal gut gebahnt hat. wenn's nicht da ist. genau das. daß das Leben dorthin nur auf Wegen zurückkehrt. und in letzter Konsequenz. was wir im Begriff Instinkt an Implikation eines Wissens finden? Jenen Pfad. ihr Statut zuzuweisen. so sagt er ŕ und das ist die tiefgründigste Definition. Natürlich weiß man nicht. die an die andere Seite gewöhnt waren. die Beständigkeit dieser Blase ausmacht ŕ in der Tat drängt sich das Bild bei der eingehenden Lektüre dieser Seiten auf ŕ. Nicht also einfach nur aus Gründen der Bequemlichkeit habe ich diesen Glücksfall akzeptiert. diese Neigung zur Rückkehr zum Unbelebten. Was ist das ŕ wenn nicht der wahre Sinn. was ist das? ŕ wenn wir nicht vergessen. den man den juristischen nennt. die eine Diskurs-Erfahrung ist. in dem Sinne des Begriffs. die Psychoanalyse verkehrt herum zu nehmen. so gedeutet haben ŕ ich spreche heute von einer anderen Deutung als der analytischen ŕ. der dem gegeben wird. Und dieses Wissen. aber schließlich haben Sie dafür ja trotzdem noch die rue d’Ulm. hinterließ einen starken Zweifel daran. an dem man hat Bürschchen kommen sehen ŕ die von den Cahiers pour l’analyse12 —. daß man daran rührt. Bis dahin geht Freud. wie der Diskurs die reale Welt strukturiert. wenn Sie genau hinsehen ŕ.

das. warum nicht? Jeder weiß. um das sich in der Analyse die gesamte Dialektik der Frustration organisiert. Sturz ins Feld. das von etwas repräsentiert wird. wiederzufinden ŕ hier ist es nicht Übertretung. wie ich bereits gesagt habe: tragen wir dem Rechnung. von dem man nicht weiß. daß man nichts übertritt. Wir werden die Gelegenheit haben. einem gewissen Verlust. überflüssig. daß es das sexuelle Genießen ist. daß das Leben an einer bestimmten Grenze zum Genießen hin innehält. das buchstäblich artikuliert ist: Ist S1 erschienen ŕ erstes Zeitmetrum ŕ. in dem der Apparat dessen erscheint. Was die Analyse zeigt. daß man sie durchschreitet. der jene Anstrengung wert ist. so wie Barrès es vom Leichnam sagt. das grundlegend ist und einem Schema Gestalt verleiht. daß es. Ist es gar dasselbe? Der Bezug zum Genießen akzentuiert sich plötzlich15 durch jene noch virtuelle Funktion. was ich gerade einführe. daß der Verlust des Objektes auch die Kluft ist. wiederholt er sich bei S2. so wird man sagen. was wir dieses Jahr zu entwickeln haben und was sich auf der Ebene der Strukturen plaziert. letztes Jahr die Mehrlust [plus-de-jouir] genannt. was wir sind. zweifelsohne muß es opak bleiben ŕ. daß wir die Funktion jenes Auftauchens des Signifikanten damit [mit dem Genießen] in Zusammenhang bringen. und genau da wird das eingesetzt. insofern er dort einen ganz anderen Akzent gewinnt dadurch. was in dem Moment auftaucht. was es mit dem 18 Signifikanten auf sich hat. von der man. falls sie etwas zeigt ŕ ich berufe mich hier auf die. Es ist eine eitle Suche nach Sinn. auf die Frage nach den Ursprüngen zu verzichten. der Weg zum Tode hin ist nichts anderes als das. die da eine etwas andere Seele haben als die. um ein Wissen korrekt zu strukturieren. die man auf den Sinn hin gemacht hat. Was wir tun. Es gibt ein uranfängliches Verhältnis des Wissens zum Genießen. Denn der Weg zum Tode hin ŕ darum geht’s. müssen wir denn alles erklären? Und der Ursprung der Sprache. um seine Zweideutigkeit zu verstehen. es ist ein Diskurs über den Masochismus ŕ.17 bewirkt. sagen könnte. Man höre doch bitte mal ein klein wenig mit diesem Gestammel auf. denn das. was hier erscheint. Eine angelehnte Tür sehen heißt nicht. im Verbund mit einem Genießen. Sich einschleichen ist nicht übertreten. Infolgedessen ist es vorstellbar. Aber. und artikuliere ich es nicht mittels einer Erzwingung oder einer Übertretung. Ich fahre also fort. was sich das Genießen nennt. nötig ist. ob es die Repräsentation des GenießMangels [manque à jouir] ist. sondern viel eher Einbruch. daß es im Verbund steht. ist ganz genau das. das ich andererseits als das bezeichnet hatte. Durch dieses In-Bezug-treten taucht das Subjekt auf. Aus diesem Grunde auch artikuliere ich Mehrlust das. das ist der Verlust des sexuellen Genießens. 19 . das Loch. indem wir dies hier artikulieren. ist im Hinblick auf das. das unter allen andern privilegiert ist ŕ nicht dadurch. Das reicht. Aus gutem Grund habe ich dieses selbe Objekt. das offensteht für etwas. daß sie stammelt ŕ. die sich die des Begehrens nennt. was dieses Genießen bezeichnet dadurch. der sich durch den Prozeß14 des Wissens situiert. Im Verbund mit einem Genießen ŕ und nicht mit irgendeinem x-beliebigen. von etwas. das ist die Kastration ŕ in bezug auf den Verbund mit dem sexuellen Genießen taucht in der Freudschen Fabel von der Wiederholung die Erzeugung von folgendem auf. das zur Ordnung des Genießens gehört ŕ ein 14Mitschrift: Progreß 15Dieses Wort nur bei Miller. daß es von da an vom Signifikanten skandiertes Wissen ist. Das bedeutet.

ist es sehr dringlich. Nur kannte vor ihm niemand dessen Platz. Genau das entdeckt Marx als das. und von daher nicht ohne Wissen darüber. daß dieser vierfüßige Apparat mit vier Positionen dazu dienen kann. um Sie zu locken. das uns. ich werde es Ihnen aber erklären. war es bereits offensichtlich. wenn man für es bezahlt. daß die Philosophie von nichts anderem als davon spricht. betrifft und das sich die Philosophie nennt. dann hat das alle möglichen Konsequenzen. nicht durch einen andern ŕ als Mehrlust artikuliert. Der da.. wofür man bezahlen muß. Wofür wird damit bezahlt? sagt er ŕ wenn nicht genau dafür: Genießen. der Mehrarbeit. vielleicht ist es das. was ich heute für Sie zu pointieren habe. die. Es ist jedoch eine durch historische Gründe determinierte Tatsache. auf der Ebene funktioniert. eine ganz besondere Bedeutung hat. Nun. Nicht zufällig habe ich Ihnen gerade diese Form als erste gegeben. Aus ebendiesem Grund habe ich Ihnen letztes Jahr gesagt. daß diese erste Form. Ich weiß nicht. Sie ŕ einfach dadurch. Ihnen etwas über seine historische Bedeutung zu berichten. die sich ausgehend von diesem Signifikanten aussagt. es ist unnütz. d. daß ich nicht auch von jeder andern hätte ausgehen können. als sie sich in dem. rekrutiert mittels jenes Siebes. denn wir dürfen nicht trödeln. beispielsweise von der zweiten. Noch ehe sie davon spricht. um die es geht. Der Diskurs des Herrn ŕ ich denke. denn Sie sind gleichwohl. das da ist. und zwar insofern. Es war derselbe zweideutige Platz wie der. der ein Subjekt bei einem anderen Signifikanten repräsentiert. bis wohin ich das das treiben könnte. im Ganzen genommen. Das ist nicht sofort zu sehen. und dann. unter den vieren festmachen lassen wird als die Artikulation des Diskurses des Herrn. der zweite auf der Tafel. das ist der Diskurs der Hysterika. annehmen zu lassen. Das Störende daran ist. daß das a. selbst das. was den Diskurs ŕ so zweideutig er auch sein mag ŕ angeht. Verschwendet man es nicht. daß ich ihn situiert habe ŕ. daß bei Marx erkannt wird. daß auf der Ebene des Diskurses des Herrn etwas erschienen war. und von ihm auf ganz spezielle Weise illustriert. Natürlich hat nicht Marx den Mehrwert erfunden. noch ehe sie ihn bei seinem Namen nennt ŕ zumindest bei Hegel. die sich ŕ durch den analytischen Diskurs. den ich gerade genannt habe. das irgendwo hin muß. vier grundlegende Diskurse zu definieren. warum nicht? ŕ und wäre es nur. was auf der Ebene des Mehrwerts wirklich geschieht.h. springt einem das in die Augen ŕ. was wir dieses Jahr sagen werden. alle durchgehen wollen. das man das universitäre nennt.18 Überschuß. daß man es verschwendet. 4 Was tue ich gerade? Ich beginne. Wie heißen die andern? Ich werde es Ihnen nicht sofort sagen. Lassen wir die Sache für den Augenblick in der Schwebe. sobald man es hat. Nichts besagt. 20 . daß man. wenn wir die vier Diskurse. der der Zuviel-Arbeit. es hat.

der daraus ein Sprachnetz macht. ob ich. ursprünglich. stets den handwerklichen. In der Antike ist er nicht. ob Sie jemals ernsthaft darüber nachgedacht haben ŕ sich in eine gute Stellung bringen. Der Sklave. die Stellung zu finden. ist es wichtig zu wissen. Was bestimmt die Philosophie in ihrer gesamten Evolution? Dies: der Diebstahl. Der andere ŕ nein. und es ist sehr wesentlich. einen Sinn hat. und überhaupt. ist. Es geht darum. ob man auf der Perspektive eines Wissens. was ich vom Sklaven vorbringe. aus ihnen die Essenz herauszuziehen. der der Diskurs des Analytikers ist. Das ist ein ulkiges Wort. der über dieses Leben gehalten wurde ŕ lesen Sie dazu die Politik des Aristoteles ŕ. ist ebensosehr in der Familie wie im Staat. Liest man die Zeugnisse. nämlich daß er dadurch gekennzeichnet ist. was uns plagt.19 Und dann die zwei andern. dann läßt das. Genau da liegt die ganze Anstrengung.h. damit dieses Wissen Herrenwissen wird. in den Dialogen Platons ein wenig geübt zu sein. das freizulegen. die am Sklaventum begangen werden durch die Operation des Herrn. das ist. Was also ist das. seit sechzehn Jahren. weil er der ist. der die Struktur des Diskurses des Herrn liefert. was es mit der Bezeichnung des algebraischen Apparats hier auf sich hat. dann kann das nur der sein. jedenfalls von dem Diskurs. sich daran zu erinnern. einfach eine Klasse: er ist eine der Familie einbeschriebene Funktion. worauf ich letztes Jahr mehrmals den Akzent gesetzt habe ŕ das dem Sklaven eigene Feld. Es geht darum. S1. Es gibt einen. Gewußt-wie ist. dann würde das zu zu vielen Mißverständnissen Anlaß geben. das ist das Wissen. sie gewinnen. wie unser moderner Sklave. daß das Wissen Herrenwissen wird. Andererseits erinnern Sie sich vielleicht an das. den dienenden Techniken entlehnt. um schnell voranzukommen. der artikulierte Apparat. Ich muß begründen. ich werde Ihnen nicht sagen. Er ist es. worauf sich das Wesen des Herrn stützt. Worum es geht. Machen wir also mit dem ersten weiter. was ich in diesem Fall die zwei Seiten des Wissens nennen möchte: die artikulierte Seite und jenes Gewußt-wie. die Signifikantenfunktion. ganz bestimmt. um richtig einordnen zu können. zur Gänze. spezifiziert als übermittelbares Wissen ŕ beziehen Sie sich auf Platons Dialoge ŕ. daß die. diese Übung. und Gott weiß. was unter unseren Augen geschieht und der Philosophie ihren Sinn gibt. ich weiß nicht. wenn etwas von dem. d. Unterscheiden wir zunächst das. und in der einen noch mehr als im anderen. der Raub. wie man das Register dessen ausquetscht. die erlaubt. ein Subjekt gründen kann. 21 . ob das Wissen sich weiß. daß das. alles in allem ist das dasselbe Wort wie verstehen*. man hatte zu dieser Zeit Taschen. das dem tierischen Wissen so verwandt ist. von dem Aristoteles spricht. die wir vom antiken Leben besitzen. mich darum bemühe. das ist. worum es geht. was bedeutet: sich übermitteln läßt aus der Tasche des Sklaven in die des Herrn ŕ vorausgesetzt. sich übermitteln läßt. und zwar eines der artikuliertesten. die Dinge richtig einzuordnen. was sich die episteme nennt. Wenn das heute einfach so gesagt wird. zu bemerken. S2. beim Sklaven aber absolut nicht jenes Apparates entbehrt. Die Funktion der episteme. was das ist. die mir zuhören. was. genügt es. der Signifikant. die zweite Schicht. daß er der Träger des Wissens ist. keinen Zweifel aufkommen. das in sich selbst völlig transparent ist. einen ersten Sinn ŕ Sie werden noch andere geliefert bekommen? Dank Platon verfügen wir glücklicherweise über dessen Spuren. Bevor man weiß. Sie werden sehen ŕ es ist ein ganz und gar aktueller Diskurs. der über ein Gewußt-wie [savoir-faire] verfügt. sagen wir. die Subtraktion seines Wissens. Um das zu bemerken.

20 Und dann verdoppelt sich das natürlich durch einen kleinen Rückstoß [choc en retour]. und der Sklave antwortet auf die Fragen natürlich das. Das hat keine Bedeutung.. der ganz und gar das ist. ist. hat nur zu einem Wissen geführt. die aus allen möglichen Zuflüchten zu allen möglichen Dichotomien gemacht ist. daß der Sklave weiß. wenn ich so sagen darf. daß dem nicht so ist. in welchem Maße uns dieses Statut. was sich enthüllt und sich zugleich auf einen Winkel in der Landschaft reduziert. Ausgabe S. Kurz. fast würde ich sagen: dieser Verrat. die das Wort theoría bei Aristoteles hat. möge jemand dieses Thema wiederaufgreifen und daraus machen. und zwar in der Form eines pittoresken hint. Ebendies habe ich letztes Jahr bereits umrißhaft gesagt. Was man für gewöhnlich sagt. Man findet da eine Form von Spott. jene episteme. Was man verbirgt.. erst an diesem Tag wird die Wissenschaft geboren. Le moi dans la théorie de Freud . ist. 17Dieses Beispiel bringt Lacan bereits im Séminaire II. am Wissen des Sklaven. jemand aus dem strikten Verhältnis von S1 zu S2 zum erstenmal die Funktion des Subjekts als solche extrahiert hat ŕ ich habe Descartes genannt. er 22 möge kommen. was er will. Ein einzigartiger Fehler. denn für meinen Diskurs ist es der zentrale Punkt. die Funktion der Philosophie ist. hier wie dort wird irrtümlich »Wurzel aus 2« für das korrekte »Wurzel aus 8« angegeben. die Figur zu verhöhnen. artikulieren zu können ŕ. die Absicht dabei darin liegt. Karl Marx oder ein anderer16. Man stellt ihm Fragen. Nicht in der schwachen Bedeutung. nicht ohne Übereinstimmung mit zumindest einem bedeutenden Teil derer. aber. was wir auftauchen sehen als Wissenschaft. ein Angelpunkt ŕ erst an dem Tag. was ich gerade gesagt habe. sehen zu lassen. daß sie nicht meßbar ist. seinen Sinn zu geben. um daraus die Transmutation in Herrenwissen zu erhalten. in dem es um die Wurzel aus 2 geht und darum. wie sich die Stellung des Sklaven in Hinsicht auf das Genießens artikuliert. sondern in der akzentuierten Bedeutung. die sich mit ihm beschäftigt haben. vgl.. Ja. was man einen Versprecher nennt. Als Einführung heute wollte ich Ihnen bloß sagen. Heißt das. der sagt: Aber laßt uns sehen. Descartes. das Wissen des Herrn zu charakterisieren ŕ ein theoretisches Wissen. 23 . an dem. die da bereits wieder zum Ofen zurückgekehrt ist. er weiß. (1954/55). den ich mir gegeben habe und der dieses Jahr kürzer ist als in anderen. daß der Ernst. so wie ich glaube ihn. das Aristoteles selbst dazu diente. müßte man sehen ŕ und diesen Schritt werden wir nächstesmal tun ŕ. Die Philosophie in ihrer historischen Funktion ist diese Extrahierung. eine Wiederkehr [retour] des Verdrängten. daß es nur darum geht. das ist das Statut des Herrn. der Sklave. jedoch nur. die uns beherrscht. daß das Genießen das Privileg des Herrn ist. Ich komme darauf zurück. die Frucht der Operation ist? Auch da wieder stellen wir ŕ und man muß sich wirklich nicht überstürzen ŕ im Gegenteil fest.27 ff. durch eine Bewegung des Verzichts auf dieses. unrecht erworbene Wissen. es dementiert. Beziehen Sie sich auf den Menon. in der dt. was diese Fragen bereits als Antworten diktieren. der liebe Kleine. worum es hier geht. Angesichts des Raums.. zutiefst angeht. Es ist eine Weise. dem Sklaven seine Funktion auf der Ebene des Wissens zu rauben. Man zeigt. sagt der oder der. daß das. Herrenfragen ganz sicher. wenn das. indem man es über diesen höhnenden Umweg eingesteht. was. Um dem. das auszusagen sich für einen nächsten Schritt aufzuheben lohnt.. kann ich es zweifellos nicht entwickeln. die wir diesem Wort verleihen. Jene Weisheit. ihr werdet schon sehen. 17 Es gibt da einen. 16Mitschrift: ob nun Kallimachos oder ein anderer. darin. Das Interessante dagegen ist ŕ jeder weiß es ŕ das. das sich mit dem Wort bezeichnen läßt. kurz: Was bin ich da? . auf den Moment. Es geht uns an.

die die Arbeitsweise. soll er es mir sagen. Dies als kleines. Der Herr. dabei bliebe es stehen. genannt das absolute Wissen. wenn wir von der Definition ausgehen. des éclairs] 24 . in der Struktur jede mögliche Funktion der Aussage zu behaupten. den nur eine bestimmte Art und Weise motiviert. der Kontenbewegung mit dem Wissen des Sklaven durchführt ŕ hat er Lust zu wissen? Hat er das Begehren zu wissen? Ein wahrer Herr. dem Herrn das Begehren zu wissen einzuflößen? Darüber verlasse ich Sie. daß sie grundlegend ist für das. Wenn jemand das bis zum nächsten Mal herausbekommt. denn es gibt noch einen anderen. Eine grundlegende Unterscheidung. die aus der Sicht der Pädagogik die äußersten Konsequenzen hat: Das Begehren zu wissen ist nicht das. Wie ist es dem Philosophen gelungen. daß es läuft. bereits bemerktes Beispiel für die Blitze 18. NOVEMBER 1969. ein wahrer Herr begehrt überhaupt nichts zu wissen ŕ er begehrt. daß die Philosophie je etwas anderes gewesen ist als eine faszinierende Unternehmung zugunsten des Herrn? Am andern Ende haben wir den Diskurs Hegels und seine Ungeheuerlichkeit. dann. die ich Ihnen dieses Jahr vorschlage. das ist ŕ man wird mir gestatten. stellt von dem Moment an. Wenn es etwas gibt. wir haben es im allgemeinen gesehen bis in eine erst kurz zurückliegende Zeit. insofern allein die Artikulation des Signifikanten sie [die Funktion] stützt. der nicht geringer ist und der ganz besonders heilsam ist aufgrund der wahrhaft erdrückenden Ungeheuerlichkeiten. die Blitze [Miller: déjà perçu des éclairs / Mitschrift: des aperçus. Und warum sollte er wissen wollen? Es gibt amüsantere Dinge. den Zeitpunkt. es mit mehr oder weniger Aufschub zu begründen ŕ der Diskurs der Hysterika. Das ist eine kleine Provokation. Ihnen bringen kann. der jene Operation der Verschiebung. Tatsächlich gibt es eine Frage. von dem seines Neubeginns zu unterscheiden. bezüglich deren ich mir daran zu erinnern erlaubt habe. Glauben Sie nicht.21 Es empfiehlt sich. 26. zu dem die Kehrtwendung dieses Versuchs der Übertragung [passation] des Wissen des Sklaven auf den Herrn erscheint. das die Psychoanalyse uns hartnäckig aufrechtzuerhalten zwingen müßte. 18Mitschrift: Beispiel für die Aperçus. zumindest jenen Charakter des Augenöffnens für eine Evidenz dar: Wer kann leugnen. wir begnügen uns mit dem unzüchtigen Wort der Übertretung. was zum Wissen führt. wo man es zeigt. Was kann das absolute Wissen eigentlich bedeuten. Zumindest wird das einer unserer Ausgangspunkte sein. und man sieht das immer weniger. was es mit unserem Vorgehen betreffend das Wissen auf sich hat? Von da werden wir nächstes Mal vielleicht ausgehen. daß das Begehren zu wissen keinerlei Bezug zum Wissen hat ŕ außer natürlich. Was ich hier vorgebracht habe. die man sich stellen muß. Was zum Wissen führt. die man von den Psychoanalytikern hört betreffend das Begehren zu wissen.

in der Eigenschaft als Gast. Ich habe mir für Sie die Ankündigung der Überschrift von einer der vier Diskursstellungen 228 aufgehoben. könnten Sie sich fragen. Ich werde also in derselben Weise fortfahren. der vorgab. der sehr intelligent ist. dafür ein Beispiel zu geben.. sie ist meine Hündin. Da es um Erfahrung geht. wenn sie Angst hat ŕ das kommt vor ŕ. daß sie nicht zur Universität gegangen ist. Sie weiß.. denn. . was sie spricht ŕ ich sage nicht: was sie sagt. das ist sehr stark. daß sie nichts sagen würde ŕ sie sagt es nicht mit Worten. was sich vom Namen der aus der antiken Mythologie bekannten Quellnymphe Egeria herleitet. die ich anderswo angekündigt habe.. denn Sie sind daran gewöhnt. was einige Leute auch wissen. Lacan erlaubt sich hier eine beziehungsreiche Anspielung auf den römischen König Numa Pompilius (714-671 v. sie ist sehr schön. Wenn Sie es mich. das hat profunde Grundlagen. Ich werde es trotzdem versuchen. vier Impromptus. die weiß.Chr. fehlt. die Universität. hier am Centre expérimental besagter Universität. Und ganz sicher geht es hier nicht darum. wenn Sie mich danach fragen.22 IMPROMPTU 1 Ŕ ANALYTICON 227 [Diese Sitzung fand statt im Centre expérimental der Universität in Vincennes am 3. alles in allem. sie legt ihren Kopf auf meine Knie. Sie sagt etwas. Der Diskurs des Herrn. eine Erfahrung.. ist. und Sie hätten sie sprechen hören sollen . Dezember 1969. 1 Hier bin ich also. die mir recht exemplarisch scheint. Das einzige. Impromptu habe ich gesagt. daß ich sterben werde. es fortzusetzen.] Ich möchte von meiner Muse19sprechen. Sie heißt Justine. »égérie«. der hier herumstreunt. was ihr im Verhältnis zu dem. und in meinem Seminar habe ich die Sache ausgesetzt. von ihm sprechen zu hören. gestern abend bemerkt hat: es ist nicht leicht. Nicht.). wo ich mein Seminar begonnen habe.. dann werde ich Ihnen eine Skizze machen ŕ ich werde es versuchen ŕ. von Egeria Ratschläge zu erhalten. zu was Sie dienen. habe ich gesagt. Sie können sehen. 19Franz. dort. daß dieses Ding mit dem hängenden Schwanz es mir sofort geliefert hat. Genau da stehe ich. Sie ist die einzige mir bekannte Person.. wie jemand. Und. Angekündigt war sie als erste von vieren. . und zwar unter dem Titel Analyticon. INTERVENTION: Es geht nicht? Er spricht uns von seinem Hund! . die von dieser Art ist [EIN HUND LÄUFT ÜBER DIE ESTRADE].

20 INTERVENTION: Warum können die Studenten von Vincennes. Esquisse d'une vie.436. Der Analytiker hat eine Position inne. INTERVENTION: In Vincennes gibt's jedenfalls keine. Köln 1996. Ebendas nennt man den Analysanten. Es ist ein Versuch. am Ende der Ausbildung. die sich damit beschäftigt. Das ist sehr wichtig. der im gleichen Jahr an ebendemselben Ort das erste Département de Psychanalyse an einer französischen Universität gegründet hatte. innerhalb der Gesellschaft. 21Mitschrift: sein . Diskurs der Hysterika. und insbesondere nichts von Lacan. INTERVENTION: Könnten Sie nicht etwas langsamer sprechen? Einige Studenten schaffen es nicht. sich Notizen zu machen. das einzuführen. jenes. Geschichte eines Denksystems. Nicht als ob er nichts wissen müßte. 20Diese Replik Lacans sowie die folgende Intervention erhalten ihr ganzes Gewicht erst vor dem Hintergrund dessen. indem man Subjekte dazu ermutigt. um sich Notizen zu machen. ist gerade folgendes: die Funktion. Die Analyse. Genau darum geht's. Und genau damit beschäftige ich mich. 496 f. daß er ein Subjekt für einen anderen Signifikanten repräsentiert. ihm zu vertrauen und mit ihm zu operieren. eines bestimmten Wissens. Nur müßte es welche geben. Jedenfalls kann sie dafür gehal. S.229 ten werden. In ihr übermittelt er kein Wissen. Roudinesco.23 Zweitens. daß man gerade nichts kapiert von der Psychoanalyse. E. um ihm eine Form zu geben. histoire d'un système de pensée. Was in Frage gestellt wird. deutsch: Jacques Lacan. was man leichtsinnigerweise behauptet. einen Begriff richtig zu handhaben. Analytiker. Roudinesco zufolge unterstützte Lacan dieses Unternehmen zunächst nicht (vgl. Bericht über ein Leben. S. die sie angeblich erhalten. zu dem ich jetzt komme. in Vincennes nicht. Es existiert. was erforderte. daß es kein geringerer als Serge Leclaire war. die es brauchte. im Gegensatz zu dem. E. nachdem ich die Zeit darauf verwandt habe. Mademoiselle. Das ist eine ganz und gar fundamentale Einschreibung. deren Ausgang in dieser Formel liegt: S1 $ S2 a Ein Signifikant definiert sich dadurch. das übermittelt sich [se transmet] nicht wie irgendein beliebiges anderes Wissen. Das bedeutet. nicht Analytiker werden 21? EINE FALSETTSTIMME ANNEHMEND: Genau das werde ich erklären. In meinem Auftrag ist ein Versuch ausgearbeitet worden. die eventuell die eines Diskurses sein kann. Sie sagen es.). DREHT SICH ZUR TAFEL UM: Dies hier ist eine algebraische Folge. INTERVENTION: Man muß schon debil sein. Jacques Lacan. denn damit zeichnet sich der Diskurs des Analytikers ab. eine Kette zu konstituieren. das man Ihnen übermittelt. Paris 1993.

Abgesehen von einem Aufsatz von dem. meinem guten und verblichenen Freund Marcel Duchamp ŕ Der Junggeselle macht sich seine Schokolade selber. wenn ich so sagen darf. sehr triftige Dinge sagt. Ihnen schlechte Lektüren anzuraten. frz. dieser pychoanalytische Akt ist auf der Strecke geblieben. daß der Protestler sich selber Schokolade macht. wo das hinführt. als die Beispiele dafür. Denn hinsichtlich dieses Punktes sind die Begriffe offensichtlich nicht klar. was er sagte. um mich herum nur so hervorsprudeln. Mein Seminar in jenem Jahr. daß sich die Positionen des Autors mit denen von Lacan decken. Gott ja. zuerst erschienen 1956 im 4. INTERVENTION: Nämlich zu einer einschlägigen Schwerhörigkeit. insofern als sie im strikten Widerspruch zu allem steht. Es gibt da einen charmanten. Kurz. dann. was dabei für den Analytiker herauskommen könnte und wo er wäre. und was sich jetzt ŕ gemäßigt ŕ fortsetzt. Es ist die Nummer einer Zeitschrift herausgekommen. es gibt einen vom Institut psychanalytique de Paris. betrachtete sich selbst gern als Doyen der französischen Literatur. bis 1939 Leiter der Nouvelle Revue Française. '68 war das. Schriftsteller und Literaturtheoretiker. so war das. Analytiker? Genau dies habe ich zu artikulieren versucht. gerade weil ich nie davor zurückgeschreckt bin. Das ist nicht wie der groteske kleine Text über die Bemerkungen zu meinem Stil. sondern um das Sein des Analytikers geht. gesagt hat. ich habe es vor dem Ende unterbrochen. die jeden Tag neu ausgefüllt wird. Ich kann nicht sagen.24 Ich habe mich zunächst gefragt. soliden und sympathischen Kanadier. um so weniger. haben Sie unbestreitbar und allgemein Protestaussagen gegen die Institution der Psychoanalyse vor sich. der auf ganz natürliche Weise Platz gefunden hatte am unbewohnten Ort der Paulhanerie22. Wenn ich sie Ihnen anrate. 23Gemeint ist wohl. wenn ich mich recht erinnere. 6 hier). s. daß ich ihn unterschreiben würde. die von Natur aus Bestseller sind. Und ich habe nicht die Zeit gehabt. darauf zurückzukommen. auch Anm. Hüten Sie sich davor. der wußte. denn ich habe ihn bereits unterschrieben ŕ es sind meine [eigenen] Äußerungen. daß es nicht um die Funktion. 459-486. daß eines Tages erfunden worden ist von. während der Okkupation gab er die Lettres françaises heraus.23 22Gemeint ist wohl Jean Paulhan (1884Ŕ1968). S. weil das sehr sehr gute Texte sind. Ich wüßte Ihnen deren Lektüre gar nicht zu sehr zu empfehlen. was sich da rührte. die sich Études freudiennes nennt. was die Existenz des Analytikers selbst erfordert ŕ das ist wahrlich ein Wunder. der darüber. Das da ist etwas anderes. Der Protest läßt mich an etwas denken. der sie leitet und von dem ich gar nicht zuviel Gutes zu sagen wüßte. als ich vom psychoanalytischen Akt sprach. seit Freud. werden Sie bemerken. der dort im Unterrichtsausschuß eine sehr bedeutende Stellung einnimmt und eine Kritik 230 der Institution der Psychoanalyse schlechthin liefert. Was erzeugt sich. damit eines schönen Tages ein Analysant sich dafür entscheidet. Sie werden daraus den größten Nutzen ziehen. Wenn Sie den Text genau wiederlesen. Bei den erwähnten »Äußerungen« könnte es sich um »Situation de la psychanalyse et formation du psychanalyste en 1956« handeln. Heft der Études philosophiques (wiederabgedruckt in Écrits. es zu sein. es sei eine unmögliche Funktion ŕ und trotzdem eine. . meine Sympathie für das zu zeigen. um.

nämlich eine gewisse Proposition24. bei mir hat das eine Folge gehabt. Insofern verbirgt sich hinter dem Ausschluß dieser Stelle durch Miller ein handfestes Politikum. man könnte damit anfangen. daß man das nicht tut. Ich will mich darüber wirklich nicht beklagen. S. aber weil das nicht mehr lief. er spricht gut. Ich werde es Ihnen erklären. Er hört schlecht. daß das nicht das geringste am gegenwärtigen Funktionieren des Instituts verändert. 14-30. Ich bin eingeladen hier. dessen Beginn unter dem Zeichen einer so brisanten wie signifikanten Vertauschung steht. Irgendwo. 169 hier). Deshalb sind alle still. was es war. auf die Kritik der Psychoanalyse. das ist großartig. INTERVENTION: Lacan. Also. 5 hier). denn das. ein Psychoanalytiker. Anm. die die Schlußfolgerungen aus dieser so meisterlich aufgezeigten Sackgasse zieht. Es steht absolut außer Frage. sie zu kritisieren. Ich. die analysieren. seit einer Stunde warten wir jetzt auf das. Lacan! INTERVENTION: Bis jetzt hab' ich überhaupt nichts kapiert. das wäre auch deine Selbstkritik. Jedenfalls sei es kein Wissen. dem die Autoren angehören.25 Jedenfalls. darauf mache ich Sie 231 aufmerksam.1968. S. Es geht nicht darum. das in eine Proposition zu überführen. Die Leute. das ist generös. Juni 1970. die bei Lacan auf alles andere als Zustimmung stößt (vgl. daß es in einem Winkel einen Extremisten gibt. INTERVENTION: Du hast gesagt. . was du uns mit verdeckten Worten ankündigst. Und weiter? Ein bißchen Geduld. INTERVENTION: Die Pfaffen hatten wir schon. gratis. Impromptu in Vincennes vom 3. Es ist klar. ich bin überhaupt kein Protestler. was das ist. Das ist schön. daß man in Vincennes keine Analytiker ausbildet und daß das eine gute Sache sei. Ein Wissen wird also ausgeteilt. 25Diese von Miller unterdrückte Frage sowie Lacans Antwort weisen voraus auf das 2. hätte man sagen können. Für mich ist das 'ne Art Bulle. aber du hast nicht gesagt. in einer ganz kleinen Fußnote. die den Sinn der ganzen analytischen Auswahl radikal erneuert. haben wir jetzt die Psychoanalytiker.25 24Gemeint ist wohl die Proposition du 9 octobre 1967. der gewagt hat. aber ich bin eingeladen. 2 INTERVENTION: O. daß man weiß. abgedruckt in Scilicet 1. vor dem Textbeginn verweist Lacan auf seinen Aufsatz von 1956 (s. denn selbst nach der Meinung der beteiligten Personen liegt dieser Protest ohnehin in der Luft. INTERVENTION: Von wem? Von der philosophischen Fakultät. Aber ich kritisiere die Psychoanalyse keineswegs. sprechen nicht und beschäftigen sich nur mit sich.

Wenn Sie damit anfangen. im Zuge der Universitätsreform eingeführte Zugangsregelung zur "licence" (Staatsexamen). Es hat die delikate Frage der Werteinheiten27 gegeben. wo das übergeht. die hier passiert sind. bereits bezeichnet worden ist. Kapierst du? Wir scheißen drauf. an der Tafel. 26Mitschrift: an dem 27Franz. sie aufs Tapet zu bringen. Der hier. der bereits in einem vorhergehenden Diskurs bezeichnet worden ist. oder ist sie keins? Du bist hier nicht der einzige Paranoiker.. Die Leute. das da an der Tafel wär’ der Diskurs der Universität. Hier. S. Denn wichtig an dem. ist die Psychoanalyse revolutionär? Na bitte. im Umkreis eines gewissen Protestes. . da. wo das nicht übergeht.. desjenigen. von denen 20 in einer sogenannt dominanten Disziplin (für das Département de psychanalyse die Philosophie) erworben sein müssen. Denn das. in der Herrenposition. was den Diskurs des Herrn wesentlich konstituiert. und das Wissen besetzt. Es hat ein veritables Manöver der Lehrer am Département de psychanalyse gegeben. Roudinesco. was [da] geschrieben steht.. das ist nicht wahr. Das ist eine Gewohnheit.26 INTERVENTION: Lacan. den ich letztesmal nicht genannt habe und der sich der Diskurs der Universität nennt. daß man an den einen Mythos glauben soll. die sich auf die Spielregel berufen. daß man28 auf die Werteinheiten scheißt. Das ist ein Mythos. Histoire de la psychanalyse en France. das Wissen. Der Diskurs der Universität steht an der Tafel. INTERVENTION: Die Frage der Werteinheiten ist geregelt. INTERVENTION: Ist sie ein Wissen. Im Gegenteil. Ich habe das Schema des vierten Diskurses an die Tafel geschrieben. daß Sie das. 28Mitschrift: irgend jemand. ich habe überhaupt nicht das Gefühl. und das hier ist nicht der Moment. nämlich am Département de psychanalyse. Die Werteinheiten. das läuft nicht.558 f.. daß . die du vorgibst. An die Stelle einer festgelegten Abfolge von Pflichtveranstaltungen tritt der (ak)kumulative Erwerb von 30 durch die betreffende Unité d´enseignement et de recherche (UER) vergebenen UV. das sind die Beziehungen. eine gute Frage. die das bisherige Curricularsystem ersetzte. S 2. INTERVENTION: Oben und zur Rechten Gottes. Ich habe letztesmal erklärt.. Mach uns also nicht weis. "unités de valeur" (abgek. man hält sehr viel auf sie..: UV).2. Paris 1994. und was du verlangst. der sich an einem Département ereignet. auf der26 ich heute nicht bin. Also. INTERVENTION: Über wen machst du dich hier lustig? Der Diskurs der Universität steckt in den Werteinheiten. Ich werde von einer gewissen Seite der Dinge sprechen. ist. um sie das ganze Jahr über zu verschleppen. darauf scheißen wir. Worum's hier geht. wie man sagt. an seinen Platz 232 stellen . einen Platz oben links. und da. das ist Lacan! . Zu Einzelheiten vgl. das ist die Psychoanalyse. E.

daß er in das System des Wissens interveniert. ich gehe wieder nach Hause. mehr oder weniger selbst Werteinheiten gleich geworden. weil er im Realen ist. daß das der von Marx als der Mehrwert entschleierte. ihn nicht in der Weise halten können. Lacan. daß Sie der Mehrwert sind. die denken. des Objekts a bezeichnet wird. ist. Genau in dieser Verschiebung. die Frucht. es zu sagen. den du als vergeblich qualifizierst. Man ist nicht kleinlaut. mittels dieser Verschiebung um einen Viertelkreis. ist das Resultat definiert worden. sondern wozu Sie auch noch applaudieren. wie du es jetzt schon dreimal gewesen bist. daß Sie da rausgehen. dann können Sie sich die Frage stellen. ich würde es viel besser sagen als sie. Man antwortet. was sich nennt Von einem Andern zum andern. wenn das Wissen das Szepter ergreift. wenn der Diskurs des Wissens. die damit einverstanden sind. ist. in meiner Algebra. Was ich möchte. die ihrer Anwesenheit hier angemessen ist. INTERVENTION: O. als ich mir die Mühe gemacht hatte. nämlich daß er befiehlt. daß Leute hier dadurch abgestempelt werden. ist. das ist alles. es komme dir zu. Andere wiederum machen in ihrer Ecke Tralala. und wenn's nur dadurch wäre ŕ womit Sie nicht nur einverstanden sind.27 INTERVENTION: Was ist das. das ist es.. Nämlich. Bum-bum. beruhig' dich. Was soll das? Warum unterstellen Sie.. nicht auf der Tafel zu sein braucht.. Sie sind die Produkte der Universität. in dem Sie gerade sind. du wirst uns nicht abstempeln. ein Herr? Das ist Lacan! . denn hier sind Leute. Das Objekt a. Was sie wirklich sind. was mittels des Buchstabens. zu schweigen. das Überbleibsel aus den Bezügen zwischen dem Herrn und dem Sklaven/Knecht. und ich sehe nicht.. das. letztes Jahr. und Sie beweisen. was ich dagegen einwenden sollte ŕ. was für eine Frage hast du gestellt? Und dann gibt es noch was anderes. Was ich sagen will. Leute wollen sprechen im Namen eines Protests. der derartige Forderungen birgt. die den Diskurs halten wollen. in dem Moment. Also. daß das eine Geschichte von Arsch-Problemen ist. Gibt's hier welche. daß die Psychoanalyse. daß du das Begehren hättest. Zing-zing. habe ich gesagt. ich wolle Sie abstempeln? Was ist denn das für eine Geschichte! INTERVENTION: Nein. Sie gehen von hier fort abgestempelt als Werteinheiten. daß sie. man braucht nur ein spontanes love-in zu veranstalten. und genau das lenkt die Meinungsbildung. Sie denken. INTERVENTION: Moral: Lieber abgestempelt von Lacan hier rausgehen. was das bedeutet. INTERVENTION: Was ich vorschlage. etwas anzukündigen. DARAUF IN SCHARFEM TON: Ich. daß man sich nicht über die Leute lustig machen soll. wenn sie eine Frage stellen. Ich stemple niemanden ab. unter dem Vorwand. was man mir vorwirft. mach dich nicht lustig über die Leute. den du für sie hältst. Sie machen sich hier zu Werteinheiten. ja? Sie ziehen hier einen Diskurs auf. das hier in ein spontanes love-in umzuwandeln? 233 . bezeichnete Platz war. All das wird nicht gesagt.

INTERVENTION: Es gibt [hier] einige Leute — dieselben. denn sie empfinden [ils éprouvent] das Bedürfnis. ohne jemals von einem Sitz runterzukommen. wie die Leute hier rausgehen. einige Dinge sagen. INTERVENTION: Trotzdem muß man nicht rumäppeln. die sich Notizen machen und die lachen —.] 30Mitschrift: vor allem 31Mitschrift: nicht wahr . Na los. der hat das gemacht. INTERVENTION: Genauso traurig wie zu sehen. er zog sich aus bis auf die Haut. während Lacan zu Händen der Zuhörerschaft eine Wiederholung ausführt. Also. von denen ich gern hätte. daß sie zuhören. sie haben recht. Warum gibt sich Lacan mit einer so billigen Kritik an der Praxis des Genossen zufrieden? Zu sagen. Aber ich sehe nicht. das ist interessant. Scheiße. als kämen sie um sechs Uhr abends aus der Metro. aber der hatte ein bißchen mehr Traute. INTERVENTION: Das ist es nicht genau31. machen Sie weiter. sie würden in diesem Moment nicht lachen. ich war im Open Theater.]29 Hör mal. . INTERVENTION: Mir wäre lieber. von Mund zu Mund. mein Bester. HÖRT ABER AUF. aber es ist auch sehr30 simpel. Nun. das ist vielleicht ganz lustig. da gibt es einen Typ. die sich. denn das fällt ins Gebiet einer gewissen Topologie. INTERVENTION: Und darüber lachen sie.28 [ER ZIEHT SEIN HEMD AUS. INTERVENTION: Jetzt laßt doch endlich mal Lacan reden! 29Mitschrift: [FÄNGT AN SICH AUSZUZIEHEN. Nun gut. Das ist traurig. daß ich es tue. das hab ich schon gestern abend gesehen. von Sitz zu Sitz. wenn er auf den Tisch haut. woran sind wir? Es scheint. Ich werde es wirklich besser machen als sie. das sind die Leute. warum sie nicht plötzlich lachen sollten. daß der Genosse sich nicht ausziehen kann. als könnten die Leute nicht über Psychoanalyse sprechen. NACHDEM ER SEIN HEMD ABGELEGT HAT. Bewiesenermaßen [C'est prouvé]. 234 weil man erwartet. Aber ich bin simpel. miteinander zu sprechen.

29

Unterdes, Sie sagen nichts.
INTERVENTION: Lacan mit uns!
Ich bin mit Euch.
Die Zeit läuft. Versuchen wir trotzdem, Ihnen eine ungefähre Vorstellung von dem zu
vermitteln, was mein Projekt ist.
Es geht darum, eine Logik zu artikulieren, die, so schwach sie auch aussehen mag ŕ meine vier
kleinen Buchstaben, die nach nichts aussehen, außer daß man wissen muß, nach welchen Regeln
sie funktionieren ŕ, immer noch stark genug ist, um das zu beinhalten, was das Signum dieser
logischen Kraft ist, nämlich die Unvollständigkeit.
Darüber lachen sie. Nur, das hat eine sehr bedeutsame Konsequenz, insbesondere für die
Revolutionäre, nämlich, daß nichts alles ist.
Wie auch immer Sie die Dinge auffassen, auf welche Weise Sie sie auch drehen und wenden,
die Eigentümlichkeit eines jeden dieser kleinen vierfüßigen Schemata ist es, daß es seine Kluft
hinterläßt.
Auf der Ebene des Diskurses des Herrn ist es ganz präzise die der Wiedererlangung des Mehrwerts.
Auf der Ebene des Diskurses der Universität ist es eine andere. Und genau der quält Sie. Nicht, 235
daß das Wissen, das man Ihnen liefert, nicht strukturiert und solide wäre, so daß Sie nur eines
tun müssen, nämlich sich mit denen verweben, die arbeiten, d. h., mit denen, die Ihnen Unterricht erteilen, in der Eigenschaft als Produktionsmittel und zugleich damit als Mehrwert.
Was den Diskurs der Hysterika angeht, so ist er der, der den entscheidenden Übergang erlaubt
hat, indem er dem seinen Sinn verleiht, was Marx historisch artikuliert hat. Nämlich, daß es historische Ereignisse gibt, die man nur als Symptome beurteilen kann. Bis wohin das ging, hat
man bis zu dem Tag nicht gesehen, als man über den Diskurs der Hysterika verfügte, um den
Übergang zu etwas anderem auszuführen, zum Diskurs des Analytikers.
Der Analytiker hat zunächst nichts anderes zu tun gehabt, als auf das zu hören, was die
Hysterika sagte.
INTERVENTION: Also ist die Hysterika der Herr des Analytikers.
Ich will einen Mann, der weiß, wie man Liebe macht.
Nun, ja, da bleibt der Mann stehen [s'arrête là]. Er bleibt dabei stehen, daß er in der Tat einer ist,
der weiß. Was das Liebe machen angeht, darüber kann ja man noch mal nachdenken. Nichts ist
alles, und Sie können immer Ihre kleinen Scherze machen, einen gibt es, der nicht lustig ist, und
das ist die Kastration ... genau das ist schließlich aufgedeckt worden.

3

30

INTERVENTION: Während diese Veranstaltung hier in aller Ruhe vor sich hindümpelt, sind
draußen 150 Genossen von der Fakultät Beaux-Arts von den Bullen hoppgenommen worden
und seit gestern im Beaujon, weil sie, also die machen keine Seminare über das Objekt klein a
wie der Mandarin hier gerade, auf das sowieso jeder scheißt. Die sind 'n spontanes Seminar
machen gegangen im Ausrüstungs-Ministerium32, über die Elendsviertel und die Politik von
Monsieur Chalandon. Von daher glaube ich, daß die Dümpelei dieser Herren-Vorlesung den
aktuellen Verwesungszustand der Universität recht gut wiedergibt.
INTERVENTION: Weil das, was er sagt, einfach Blödsinn ist, wie?
Ja, ja!
INTERVENTION: Wenn man mich nicht sprechen lassen will, dann, weil man offensichtlich nicht
weiß, wie laut ich brüllen kann. Lacan, ich würde dir gern ein paar Sachen sagen.
Es kommt mir so vor, als wären wir an einem Punkt angekommen, an dem es evident ist, daß ein
Protest in diesem Hörsaal mehr oder weniger in den Bereich des Möglichen getreten ist. Klar,
man kann ein bißchen herumschreien, man kann nette Wortspiele veranstalten, es ist aber auch
klar, und das vielleicht auf eine heute offensichtliche Weise, daß wir nie zu einer Kritik der Uni- 236
versität werden kommen können, wenn wir drinnen bleiben, in ihren Vorlesungen, und innerhalb der Regeln, die sie aufgestellt hat, bevor wir intervenierten.
Ich denke, daß das, was der Genosse gerade über die Studenten der Fakultät Beaux-Arts gesagt
hat, die außerhalb der Uni ein spontanes Seminar über die Elendsviertel und die Politik von
Chalandon machen gegangen sind, daß das ein sehr wichtiges Beispiel ist. Das erlaubt es, für
unseren Willen, die Gesellschaft zu ändern und, unter anderm, die Universität zu zerschlagen,
eine Öffnung zu finden. Und ich hätte gern, daß Lacan jetzt und hier seine Meinung dazu sagt.
Denn die Universität zerschlagen, das wird man nicht mit einer Studenten-Mehrheit von innen
heraus machen, sondern vielmehr ausgehend von einer Einheit, die wir herstellen müssen, wir,
die Studenten, auf der Grundlage revolutionärer Positionen, mit den Arbeitern, den Bauern und
den Werktätigen. Ich sehe natürlich, daß es zu dem, was Lacan gerade eben gesagt hat, keinen
Bezug gibt, aber...
Aber ganz und gar nicht, es gibt ihn.
INTERVENTION: Vielleicht gibt es ihn, aber er ist nicht evident. Der Bezug zwischen den Aktionen, die wir draußen machen müssen, und dem Diskurs, wenn's denn einer ist, von Lacan, ist
offensichtlich implizit. Und es wäre gut, wenn Lacan jetzt sagen würde, was er über die Notwendigkeit denkt, aus der Universität hinauszugehen und mit Wortspaltereien aufzuhören, damit, sich mit einem Proff über diese oder jene Äußerung von Marx herumzustreiten. Denn der
akademische Marx, von dem haben wir die Nase voll. Seit einem Jahr hört man an dieser Fakultät darüber labern. Und man weiß, daß das Scheiße ist. Aus Marx einen Akademiker machen,
daß heißt, einer bourgeoisen Universität zu dienen. Wenn man die Universität in die Luft jagen

32Zuständig für Verkehr und Wohnungsbau.

31

muß, dann von draußen, zusammen mit den andern, die draußen sind.
INTERVENTION: Warum bist du dann drin?
INTERVENTION: Ich bin drin, Genosse, weil, wenn ich will, daß die Leute rausgehen, dann muß
ich es ihnen sagen kommen.
Da sehen Sie's. Da ist schon alles beieinander, mein Bester. Um zu erreichen, daß sie rausgehen,
kommen Sie rein.
INTERVENTION: Lacan, erlaube, ich komme zum Schluß. Da ist noch lange nicht alles beieinander, nur weil einige Studenten immer noch meinen, daß sie, indem sie dem Diskurs von Monsieur Lacan lauschen, darin die Elemente finden, die ihnen erlauben werden, seinem Diskurs zu
widersprechen. Ich behaupte, das heißt: in die Falle gehen.
Vollkommen richtig.
INTERVENTION: Wenn wir glauben, wir bekämen die Mittel für die Kritik an der Ideologie, die
sie uns schlucken lassen, dadurch, daß wir dem Diskurs von Lacan, von Foucault , von Dommergue, von Terray oder einem andern zuhören, dann streuen wir uns selbst Sand in die Augen. Ich behaupte, daß man die Mittel, die Universität in die Luft zu jagen, außerhalb suchen
muß.
Aber außerhalb von was? Denn wenn Sie hier rausgehen, werden Sie dann aphasisch? Wenn Sie
rausgehen, sprechen Sie doch weiter, infolgedessen bleiben Sie weiter drinnen.
INTERVENTION: Ich weiß nicht, was aphasisch ist.
Sie wissen nicht, was das ist, aphasisch? Das ist extrem revolutionär. Sie wissen nicht, was das
ist, ein Aphasiker? Über ein Minimum an Wissen sollte man doch trotz allem noch verfügen.
INTERVENTION: Ich bin nicht vierundzwanzig Stunden am Tag an der Uni.
Na gut ŕ Sie wissen also nicht, was ein Aphasiker ist?
INTERVENTION: Wenn einige aus der Universität rausgehen, dann um sich mit ihren persönlichen Angelegenheiten zu beschäftigen. Andere gehen hinaus, um draußen zu kämpfen33. Das
nämlich heißt, aus der Universität rauszugehen. Also, Lacan, sag uns ganz schnell deine Meinung zu diesem Punkt.
Also im Grunde: eine kritische Universität machen? Das heißt: das, was hier passiert? Ist es das,
33Mitschrift: außerhalb der Fakultät zusammen mit, wenn möglich, Universitätsangehörigen zu kämpfen, die sie,
nach und nach, für ihre Positionen gewonnen haben werden

237

32

was Sie wollen? Sie wissen auch nicht, was das ist, eine kritische Universität?. Man hat
Ihnen nie davon gesprochen.? Was wollen Sie...
INTERVENTION: Nichts kapieren.
Gut. Dazu würde ich gern eine kleine Anmerkung machen. Die Konfiguration ArbeiterŔBauern
hat trotzdem zu einer Gesellschaftsform geführt, bei der es gerade die Universität ist, die das
Szepter in der Hand hält. Denn das, was herrscht in dem, was man gemeinhin die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken nennt, das ist die Universität.
INTERVENTION: Was haben wir damit zu tun? Wir sprechen hier nicht vom Revisionismus, son- 238
dern vom Marxismus-Leninismus.
Genug. Sie fordern mich auf zu sprechen, also spreche ich. Ich sage hier keine Sachen, die in
der Luft liegen, ich sage etwas Präzises.
INTERVENTION: Du sagst gar nichts.
Ich habe eben gerade nicht gesagt, wie ich die Organisation der UdSSR auffasse?
INTERVENTION: Absolut nicht.
Ich habe nicht gesagt, daß es das Wissen sei, das König ist? Ich habe das nicht gesagt? Nein?
INTERVENTION: Na und?
Na und, das hat wahrscheinlich gewisse Konsequenzen, das heißt, mein Lieber, daß es Ihnen
dort nicht besonders gutgehen würde.
INTERVENTION: Es ist nach einer bestimmten Gesellschaft gefragt worden, und du, du sprichst
von einer andern. Was zu sagen wäre, das ist, worin du meinst, daß das unvermeidlich ist.
Damit bin ich völlig einverstanden. Genau das bin ich gerade im Begriff zu sagen.
Nämlich, daß es für eine bestimmte Logik unüberschreitbare Grenzen gibt, eine Logik, die ich
eine schwache nenne, die aber immer noch stark genug ist, um Ihnen ein wenig Unvollkommenheit zu lassen, wovon Sie in der Tat ein perfektes Zeugnis ablegen.
INTERVENTION: Ich, also ich frage mich, warum dieser Hörsaal hier mit 800 Leuten vollgestopft
ist. Du bist zwar ein großer Clown, ein gefeierter, und daß du sprechen kommst34. Ein Genosse
hat ebenfalls zehn Minuten lang gesprochen, um zu sagen, daß die Grüppchenbildung nie aus
der Universität rauskommen kann. Und alle erkennen, daß es nichts zu sagen gibt, und dann

34Mitschrift: und ein gefeierter dazu. Also ist er da und spricht. Dann macht er schöne Worte, und danach geht er

Sie bilden sich ein. daß ich in einer Bewegung einbegriffen bin. denn es ist fortschrittlich. Schluß. warum bleibst du da? INTERVENTION: Wir haben uns ein bißchen in ein Scheinproblem verrannt. Das. nichts zu 239 wissen. INTERVENTION: Man spricht von einer Neuen Gesellschaft. das ist das. um mit andern Genossen wieder wegzugehen. warum sind dann alle hier da? Und du. was sie beherrscht. Wenn Sie ein bißchen Geduld hätten und wenn Sie wirklich wollten. der Ihnen vielleicht erlauben könnte. insofern dieser den Kreis vollendet.33 sprechen sie. daß er an die Uni gekommen ist. das bedeutet. Ich bin. Sie werden Ihn bekommen. das sind Sie. Sie hätten mit Pompidou einen Herrn? Was ist denn das für eine Geschichte? Auch ich würde Ihnen gern Fragen stellen. in dem ich gegen den Fortschritt bin. dann würde ich Ihnen sagen. Was nicht verhindert. definieren läßt. um nichts zu sagen. Das macht aus ihnen eher Körperbehinderte. INTERVENTION: Wir haben ihn schon. das zu situieren. Also. Auf Wiedersehen für heute. daß das verdammt gut so weiterläuft. wie sich der psychoanalytische Diskurs begründet. die dabei kollaborieren. nämlich die. und sie kommen überhaupt nicht mehr klar mit der Sprache. Stellen Sie sich vor. es gibt Leute. wissen Sie nicht? Das Regime zeigt es Ihnen. 240 Abgesehen davon. sogar hier in Vincennes. daß unsere Impromptus weitergehen. Und die ersten. Wird die Psychoanalyse in dieser Gesellschaft eine Funktion haben und welche? Eine Gesellschaft. Lacan. Gut. Für wen hier hat das Wort liberal einen Sinn? INTERVENTION: Pompidou ist liberal. global. INTERVENTION: Man kann sagen. nichts zu tun gibt. . worauf Sie als Revolutionäre aus sind. immer auf den Diskurs des Herrn hinauszulaufen. weil der Genosse gesagt hat. das sich einfach so. Und zwar. daß das revolutionäre Streben. denn Sie spielen die Funktion der Heloten dieses Regimes. daß Lenin um ein Haar Aphasiker geworden wäre. fortschrittlich zu heißen. Es sagt: Seht. Die Aphasie. das ist ein Herr. nichts zu kapieren. das auf dieser Seite versagt. Was ich zu artikulieren versuche. wir haben Pompidou. Lacan auch. wie sie genießen. denen passieren im Hirn Sachen. die verdient. Genau das hat die Erfahrung bewiesen. denn die Analyse bezeugt es mir. wenn's nichts zu sagen. wie jedermann. das ist nicht irgend etwas. Auch was das bedeutet. nur in dem Maße liberal. daß es etwas gibt. daß das nur eine Chance hat. nämlich die Praxis der Sprache. wogegen genau Sie revoltieren. zu sehen. Bye. Das wär's.

.34 3. DEZEMBER 1969.

35

II

24

PROTEST

Die Personen, die mich, aus unterschiedlichen Gründen, lieben, haben mich vorgewarnt, daß
Protest lauern würde.
Sie sind sich nicht genug darüber im klaren, daß der Protest ŕ daß auch ich auf ihn lauere. Und
zwar wegen eines Gegenstandes, der mich in hohem Maße interessiert ŕ wegen dem, was
dieser Protest bestätigt oder abschwächt hinsichtlich jener Ebene, auf der ich die Struktur eines
Diskurses situiere.
Ich habe soeben ich gesagt.
Ganz offensichtlich, weil ich den Diskurs, um den es geht, von anderswoher betrachte. Ich betrachte ihn von einem Ort aus, an dem mich ein anderer Diskurs situiert, dessen Wirkung ich
bin. So daß es in diesem Fall dasselbe ist, zu sagen: mich oder sich dieser Diskurs situiert.
Auf der Ebene dieses Diskurses ist es nicht damit getan, daß ich mein Liedchen trällern, eine
gute Vorlesung halten kann, wie man sagt. Das ist natürlich nicht nichts, und man kann mir
nicht sagen, das, was jemandem bis jetzt gefehlt habe, sei die Möglichkeit, sich Notizen zu
machen.
Ehrlich gesagt, ich muß mich nicht darüber beklagen, nie gestört worden zu sein.
Aber ich glaube nicht, daß Protestieren heißt, eine Vorlesung zu stören. Es wäre unglücklich,
wenn ich es durch den Protest selbst lernen müßte.
Ehrlich gesagt, ebenso wesentlich an der Tatsache, daß ich in Ruhe spreche oder nicht, ist das,
worin eingetaucht diejenigen sind, die mir zuhören. In der Tat signalisiert das, von dem ich
spreche, das In-Aktion-Treten dieses Diskurses, der nicht der meine ist, sondern der, dessen ŕ
um mich an diesen provisorischen Term zu halten ŕ Wirkung ich bin.
Letzte Woche bin ich nach Vincennes gefahren, wo man wohl geglaubt hat, daß das, was passierte, nicht nach meinem Geschmack war. In der Tat war abgemacht, daß mein Kommen, allein
schon in meiner Eigenschaft als Gegenüber, die Gelegenheit zu einem Obstruktionseffekt wäre.
Glaubt man, das könnte mich irgendwie verblüffen? Muß ich sagen, daß ich über das, was ich
dort angetroffen habe, vorgewarnt war? Und welche große Neuheit innerhalb des Umfeldes
hätte dieser Zwischenfall für mich wohl darstellen können, wo es diese Obstruktion doch nicht
erst seit gestern gibt?
Um die Dinge von Anfang an zu erzählen: Als ich damals meinen Diskurs in Sainte-Anne
begonnen habe, wurde das, was ich das, worin meine Zuhörer eingetaucht sind, durch eine
kleine Umfrage gebildet, deren Rhythmus ich nicht kenne, der aber ein monatlicher, später dann
dreimonatlicher gewesen sein muß. Das war eine ängstliche Befragung, die man mit ihnen
durchführte in ebendem Milieu, dessen Gast ich war, und zwar darüber, ob mein Unterricht
auch wirklich die Gewähr für das bot, was einen medizinischen Unterricht ausmacht. Es hätte
[ja] sein können ŕ Angst und Zittern ŕ, daß mein Unterricht nicht die Charakteristika eines
medizinischen Unterrichts aufweise.

25

36

Hinsichtlich des Gegenstandes, der zu Anfang der meine war, nämlich, Gott ja, die Kritik
Freuds ŕ was konnten da wohl die Charakteristika eines medizinischen Unterrichts sein?
Durfte er nur aus irgendeinem Akt der Referenz ŕ ich habe nicht gesagt: der Reverenz ŕ auf
Termini bestehen, die für heilig gehalten wurden, weil sie selbst wirklich im Zentrum, im
Herzen des medizinischen Unterrichts angesiedelt sind? Hätte ich, damit dieser Unterricht
medizinisch wäre, darauf hinweisen müssen, daß man für die Neurose vielleicht wirklich eines
Tages endokrine Ursachen finden wird? Oder ganz einfach daran erinnern, daß es eins von
diesen kleinen Elementen gibt, denen wir gleichwohl nicht nicht Rechnung tragen können, und
das man das konstitutionelle Element nennt? Das, das wäre medizinisch gewesen.
Kurz, da ich mich nicht aufhielt mit diesen Grußadressen, hörte die Umfrage auf, und man war
davon überzeugt, daß ich sie in die traurige Notwendigkeit versetzt hatte, im Herzen eines
Ortes, der essentiell medizinisch ist, einen Unterricht zu erdulden, der es nicht war.
Daraufhin ließ man mich wissen ŕ und zwar durch Leute, bei denen man unglücklicherweise
nur allzu sicher war, daß mich die Botschaft erreichen mußte, da sie in Analyse mit mir waren
ŕ, was man von meinem Publikum hielt.
Ich erwähne das, weil ich, in dem Publikum, das Sie heute bilden, ein bißchen besser als das
letzte Mal die Hauptadern, die Komponenten unterscheide, ich erkenne die Gestalten besser ŕ
es sind viele vertraute darunter, aber ich freue mich darüber, wie ich mich auch über die relative
Entlastung freue, die ich feststellen kann ŕ letztesmal wirkte das hier wie eine leicht überfüllte
Metro.
Eine ansehnliche Zahl von Ihnen gehörte bereits zu dieser sehr alten Zuhörerschaft, bevor sie
mir an jenen Ort folgte, von dem emigrieren zu müssen mir widerfahren ist, und ich kann sagen,
daß meine Zuhörerschaft von Sainte-Anne damals wirklich von denen gebildet worden war, die
jetzt die Säulen der École freudienne sind. Damit will ich nicht sagen, daß das keine absolut
verläßlichen Leute wären. Nun, du lieber Gott, man spürte, so scheint es, allein schon, wenn
man ihre Umrisse sah, wie sie vor gewissen Fenstern auf- und abgingen, ehe sie, wie immer,
um halb eins hereinkamen, um mich zu hören, daß da so eine gewisse rauschgiftsüchtige und
homosexuelle Note war. Das spürte man. Genau das spiegelte ganz offensichtlich der Stil, die
allgemeine Form, die Haltung dieser Auf-und-Abgeher wider.
Damit will ich Ihnen sagen, daß mein Publikum nicht erst seit gestern ŕ wodurch? ganz genau
da frage ich mich35ŕ aufgrund seiner Zusammensetzung eine gewisse unbehagliche Wirkung
auslöst. Wir haben es an einem Ort erfahren, der uns einen Aufenthalt bereitete, für den ich
natürlich denen Dank sage, die darauf aufmerksam gemacht haben36, daß er so lange gedauert
hat. Bilden Sie sich freilich nicht ein, die Einordnung meiner Zuhörerschaft als unbehaglich
wäre von zufallsartigen Orten ausgegangen.
Es sind die Schüler der École normale, die »normalianen« Elemente [éléments normalien], diese
kleinen Prinzen der Universität, die eine ganze Menge über die Tatsache wissen, daß man nichts
zu wissen braucht, um es zu unterrichten. Sie sind es, die gefunden haben, daß in meinem Seminar sehr merkwürdige Dinge passierten. Es kam vor, daß da unten, wenn Sie rauchten ŕ ehrlich
gesagt, aufgrund dessen habe ich hier und da verbreitet, daß Sie sich dessen [auch] hätten

35

Mitschrift: genau das ist es, wonach ich mich frage [Miller: c´est bien justement là que j´interroge / Mitschrift:
c´est bien là sur quoi je m´interroge]
36
Mitschrift: mir gestattet haben

26

37

enthalten können ŕ, etwas passiert ist, das ich noch nie irgendwo habe vorkommen sehen, und
zwar, daß der Rauch durch die Saaldecke drang, so daß die eleganten Normalianer, die, wie's
scheint, in den Bibliotheksräumen darüber waren, keine Luft mehr bekamen.
Das sind außergewöhnliche Dinge, die offenbar nur aufgrund dieses Publikums geschehen können, das Sie sind. Genau dessen Wichtigkeit zeige ich Ihnen.
[EIN HAUSMEISTER KOMMT.]
Ich, der ich an dem Protest von Vincennes zweifelte, Sie sehen ihn wirklich, in Gold. Dieser
gute Mensch ist wirklich rührend.
All dies geschieht in einer Zone, die trotzdem nicht ihre Bedeutung verliert.
[DER HAUSMEISTER SCHALTET DAS LICHT AUS UND BRINGT DIE TAFEL ZUM VERSCHWINDEN.]
So amüsant diese Späße auch sein mögen, die von der Organisation des Hohen Ortes herrühren,
ich hebe die Sitzung auf.37
10. DEZEMBER 1969.

Mitschrift: [UNTERBRECHUNG DURCH DEN HAUSMEISTER] Absatz Ich, der ich mir gewünscht hatte, dieser
Protest käme, da sehen Sie ihn im Realen. Man muß schon sagen, daß alles, was im Symbolischen
zurückgewiesen [rejeté] wird, im Realen wiedererscheint! Absatz All das geschieht in einer Zone, die,
natürlich, trotzdem nicht ihre Bedeutung verliert ... Absatz [DER HAUSMEISTER ERSCHEINT WIEDER] Absatz
Ich hebe die Sitzung auf und werde sie in acht Tagen durchführen.

37

27

38

31

III
DER HERR UND DIE HYSTERIKA

Ein Wissen, das sich nicht weiß.
Die Hysterisierung des Diskurses.
Das Wissen und die Wahrheit.
Das Halb-sagen.
Rätsel, Zitat, Deutung.

U

S2
S1

H

a
$

S1
$

Hy

$
a

S2
a

A

S1
S2

a
S2

$
S1

Es ist nützlich, diese vier Formeln hier als Referenz zu haben.
Diejenigen, die meiner ersten Sitzung assistiert haben, haben dort hören können, wie ich an die
Formel erinnerte, daß der Signifikant, im Unterschied zum Zeichen, das ist, was für einen anderen Signifikanten ein Subjekt repräsentiert. Da nichts besagt, daß der andere Signifikant irgend
etwas von der Angelegenheit wüßte, ist klar, daß es sich nicht um eine Repräsentation handelt,
sondern um einen Repräsentanten.
Womit ich, zu ebenjenem Zeitpunkt, illustrieren zu können geglaubt habe, was ich den Diskurs
des Herrn genannt habe.

1
Der Diskurs des Herrn ŕ wenn wir ihn auf einen einzigen Signifikanten reduziert sehen
können, dann impliziert das, daß er etwas repräsentiert. Es etwas zu nennen, sagt schon zuviel
ŕ er repräsentiert x; ebendies ist in der Angelegenheit zu erhellen.
Nichts in der Tat gibt an, womit der Herr seinen Willen aufzwingen sollte. Daß es dazu einer
Zustimmung bedarf, steht außer Zweifel, und daß Hegel sich bei dieser Gelegenheit nur auf den 32
Tod, als den Signifikanten des absoluten Herrn, beziehen kann, ist, diesmal, ein Zeichen ŕ ein
Zeichen dafür, daß durch diesen Pseudo-Ursprung nichts gelöst ist. In der Tat: Damit das
weitergeht, wäre, daß er dessen [des Todes] Herr ist, nur bewiesen, wenn er auferweckt würde,
nämlich, wenn er die Prüfung tatsächlich bestanden hätte. Dasselbe gilt für den Knecht/Sklaven:
er hat ŕ genau das ŕ darauf verzichtet, sich ihr auszusetzen.
Das Rätsel der Funktion des Herrn gibt sich also nicht unmittelbar preis. Ich weise, denn das
liegt bereits auf dem Weg ŕ einem Weg, bei dem wir nicht so tun müssen, als entdeckten wir

die preisgibt. den man im vorliegenden Fall auf den Term Wissen setzen sollte. daß das von Zeit zu Zeit 39Mitschrift: Seite [Miller: phase / Mitschrift: face] 40Mitschrift: . das Wissen könnte irgendwie oder irgendwann ŕ und wäre es als Hoffnung für die Zukunft ŕ. und der nicht der der Theorie des Unbewußten ist ŕ. ob dieses Leben es wert ist. Fiktionen und Irrtümer hat auftauchen lassen. sich als solches weiß. indem ich mich dieser Metapher bediene. was wissen wir darüber? Was wissen wir darüber. ich weise darauf hin. daß nicht sicher ist. Ganz allein das schon erlegt uns eine Pflicht zur Befragung auf. Was wir in der Erfahrung noch der bescheidensten Psychoanalyse entdecken. Dennoch liegt in einem solchen Verhältnis. daß ein Wissen sich wisse. soviele Umwege. Das sind wirklich staubtrockene Begriffe. nicht unmöglich. die Sklavenarbeit ist ŕ diejenige. damit sich erweise. Das Wissen also wird von der psychoanalytischen Erfahrung ins Zentrum.39 ihn. auf der Ebene welchen unbewußten Wissens die Arbeit vor sich gegangen ist. daß alles Wissen. unsichtbar. daß man von ihm spricht. einen Signifikanten S1 mit einem anderen Signifikanten S2 verknüpft. an Wahrheiten. Nichtsdestoweniger erscheint es im Lichte dieser Auffassung. ihr Feld zu beschränken. es sei. von dem wir nur noch eine schwache Vorstellung besitzen. für das. Das ist aber viel besser ŕ und noch viel mehr ŕ als im Lichte der analytischen Erfahrung. als sie [die Anzweifelung] eine Schule bildete. etwas. der eine ganze Menge darüber weiß. Schritt für Schritt. 38Mitschrift: sieht man. weil wir uns im Lichte der analytischen Erfahrung erlauben 33 . an wahren Wahrheiten. was tatsächlich die Wahrheit all dessen ist. wenn wir die Mittel dazu haben. worin sich das Unbewußte enthüllt. Um mit dem Schema des Diskurses des großen H zu operieren. eine geschlossene Ganzheit bilden ŕ genau das hatte. als ich [moi]. was sich weiß. gehört wirklich zur Ordnung des Wissens und nicht zu der der Erkenntnis oder der Repräsentation. dadurch. was geglaubt hat. Vielleicht war diese Anzweifelung im Fall der Skeptiker ein bißchen früh begonnen worden ŕ ich spreche von denen. Genau das ist der Ausbruch der gesamten Phase39 der Versprecher und Hindernisse. wozu es geglaubt hat bestimmt zu sein. das. die keinerlei Grund hat. um zweifelhaft erscheinen zu können. wenn wir genügend Dokumente haben. die ein nicht enthülltes Unbewußtes bildet ŕ. Offen gesagt. ausgehend von dem. daß es. die sich mit diesem Namen tituliert haben zu der Zeit. was uns von den Skeptikern bleibt? Vielleicht ist es besser. die Grundlage für das. mitnichten auf die Psychoanalyse gewartet. den Akzent hörbar machen darf. Gleichwohl sehe ich von Zeit zu Zeit. in einer Beziehung des Grundes [relation de raison]. würde ich sagen. und gerade insofern es sich nicht weiß. Was. daß wir lesen könnten. wozu ein Leben glaubt. die Vorstellung. wäre es die Mühe wert. wenn ich. daß es Wissen ist. Alles in allem aber. Wir erlauben uns40 eine Biographie zu lesen. Ganz genau gesagt handelt es sich um etwas. die preisgibt. daß das38 durcheinander gerät. wie es diese Bestimmung zu erfüllen geglaubt hat. auf die Anklagebank gesetzt. als der. daß es ganz und gar nicht selbstverständlich ist. sagen wir. was sich unbekümmert als kleiner Herr artikuliert. ja gelegentlich gar.

der unter diesem großen H angegeben ist. es nicht verhindert hat. Was gut dazu geeignet ist. Was dort den Platz besetzt. daß die philosophische Tradition für diese Transmutation mit verantwortlich war. aber auch weniger offenes geben? Was. ich habe geglaubt zeigen zu können 34 . immanent ist. 45Mitschrift: Deshalb habe ich geglaubt zeigen zu können ŕ ich bedauere. und zwar aufgrund eines kleinen widrigen Zufalls. zu zeigen. da gäbe es nichts. ist dies hier. das der Abschließung der Zufriedenheit mehr gliche42? Das heimliche Einverständnis zwischen diesem Bild und der Vorstellung der Zufriedenheit ŕ genau dagegen haben wir jedesmal zu kämpfen. um die es geht. ich könne so weit gehen zu sagen.40 darüber kein Urteil zu fällen. was ein Problem aufwürfe. vgl. wovon die skeptischen Formeln der radikalen Infragestellung allen Wissens ausgingen. ist. Ich werde Ihnen sagen. Sicher. Für Studierende am Département de psychanalyse war die Dominante die Philosophie. da es sich auf die gute Form der Zufriedenheit stützt. eine Kugel bildet. des Klassenkampfes. der von vor drei Wochen. um ergänzende Angaben zu machen ŕ. da sie sich auf die gute Form der Zufriedenheit stützt. Verstehen Sie darunter das. Von ihrem Wissen besitzen wir vielleicht nur das. weil er von etwas enteignet worden ist ŕ vor allem natürlich vom Ge41Mitschrift: bildet einen Teil des politischen Predigertums. von dem sich bestätigt. Die imaginäre Vorstellung des All/Ganz. das ist die Grenze oder vielmehr: die Schwierigkeit. das Wissen der Anteil des Sklaven ist. den wir vorläufig Dominante44 nennen werden. in dem Sinne. wenn ich so sagen darf. 42Mitschrift: mehr gliche als die Zufriedenheit? [Miller: de la satisfaction / Mitschrift: que la satisfaction]. auf das. im äußersten Falle. daß das. die nicht wußten. in der wir die Richtung verlieren und wo wir uns blockiert sehen. das einen Knoten bildet in der Arbeit. dieser hat nicht die Struktur des alten. eine Modifizierung am Platz des Wissen ist. nämlich die Aufrechterhaltung eines Diskurses des Herrn. a fortiori der Totalisierung des Wissens. was im äußersten Falle eine Kugel bildet. 43Mitschrift: wichtig zu wissen. Er installiert sich durch den links. daß sie in der Politik stets benutzt worden ist und daß es seltsam. daß aus ihr das entsteht. daß es nichts anderes als Wissen ist. in dem letzterer sich mittels des Platzes installiert. sind wir davon ausgegangen. wie wenig die Inzidenz der Schulen trägt. daß von den 30 während eines Studiums zu sammelnden »unités de valeur« (»Werteinheiten«. den ich bedauere ŕ45. was die andern von ihnen aufzunehmen fähig waren. daß es. daß eine Lehre wie die. das Wissen könne eine Ganzheit bilden. dem Politischen als solchem. sondern All-Wissen [tout-savoir] ist. warum. in der Politik von der Partei des politischen Predigertums immer benutzt worden41. Man kann nicht sagen. so wie sie durch den Körper gegeben ist. nicht Wissen-des-All [savoir-de-tout] ŕ soweit sind wir noch nicht ŕ. Das ist das Hindernis. die des Zutageförderns von etwas auf den Wegen des Unbewußten. Es ist eigenartig zu sehen43. S2. In meiner ersten Darlegung. daß ein kleiner widriger Zufall mich letztesmal daran gehindert hat. das uns allen vorgeführt wird. daß es eigenartig ist zu sehen 44Dahinter versteckt sich eine Anspielung auf ein Element der Universitätsreform von 1968: Die neue Studienordnung sah vor. und das man in der Umgangssprache die Bürokratie nennt. So daß der Proletarier. daß. Was könnte es schöneres. im ersten Statut des Diskurses des Herrn. Man weiß es seit langem. was genau in diesem Moment das Problem ist. wenn wir auf etwas stoßen. das sich dadurch spezifiziert. daß die Vorstellung. Und ich habe geglaubt zeigen zu können ŕ ohne daß ich imstande war. jene. letztesmal zu entwickeln. den man Kapitalist nennt. was. Ich habe sogar geglaubt. dazu Impromptu 1) 20 in der sogenannten dominanten Disziplin erworben werden mußten. was vom Diskurs des antiken Herrn Wirkung ausübt auf den des modernen Herrn. den das U kontrolliert. deren Artikulation Marx auf die Funktion des Kampfes gegründet hat. das ist. vielleicht darauf zurückzukommen.

der48 zeigt. d. Der Sklave weiß es. daß. selbst wenn dieser es nicht weiß. nachdem die Erfahrung einmal in ihren genauen Grenzen eingerichtet ist. selbst ganz genauso Produkte sind und konsumierbar wie die andern. denn auch das. daß er nicht weiß. was uns jetzt betrifft. das sich nicht weiß. was der gewöhnliche Fall ist. Wenn es ein Wissen gibt. was ihm zurückerstattet wird. nämlich die Wahrheit. dann ist es. ist etwas anderes: ein Wissen des Herrn. wie wir vielleicht gehofft hatten. 48Mitschrift: Da ist er wirklich zusammengerollt [lové]. also dessen. daß es an diesem Platz einen Herrensignifikanten gibt?47 Denn es ist wirklich der S2 des Herrn. L'acte psychanalytique (1967-68). einen Begriff. ist wirklich. Die Tatsache. es zu erhellen. auf der Ebene von S2 eingerichtet. weit davon entfernt. was er will. durch die. Dieser andere 46Mitschrift: . Konsumgesellschaft. danach zu fragen. in dem der Psychoanalytiker als solcher sich begründet. Woraus geht hervor46. ein wenig undurchsichtiger macht. worum es im psychoanalytischen Akt geht. Der Sklave weiß vieles. wie man eine Zeitlang gesagt hat ŕ unter dem Beifall gewisser Leute. den Ring zu schließen49. wo bei der neuen Tyrannei des Wissens der Haken ist. Dasjenige [Wissen] aber. ist das. Lacan war am 8. Mai 1968 anwesend. 2 Ich werde es nicht auf der Ebene aufgreifen. indem sie ihn/es nutzlos macht. Ich werde es auf der Ebene der Interventionen des Analytikers aufgreifen. Das also bildet die wahre Struktur des Diskurses des Herrn.41 meineigentum ŕ sich durch diesen Begriff des Enteigneten qualifizierbar findet. Ist nicht spürbar. was es mit der Wahrheit auf sich hat. Danach nahm er das Seminar nicht wieder auf. den ich den andern Signifikanten nenne. der unterbrochen blieb. Das Zeichen der Wahrheit ist jetzt anderswo. was der Herr will. das ihm in einer Art von Subversion zurückgegeben wird. nicht zwangsläufig sein Anteil ist? Sein Wissen ŕ tatsächlich bringt die kapitalistische Ausbeutung ihn darum [l'en frustre]. aus der hervorgeht 47In der Mitschrift schließt der Satz mit einem Punkt. 35 . worum es geht. das Wesen des Herrn. den des Akts.h. ist. was sich dem antiken Sklaven substituiert findet. die darin eine Zärtlichkeit gesehen haben. wie man sagt. was er außerdem noch weiß. sich instituiert. und genau das ist seine Funktion als Sklave. Es muß erzeugt werden durch das. die. und 15. sagt man. auf der ich vor zwei Jahren gehofft hatte. Was bleibt.. sondern diskutierte mit den Anwesenden die aktuellen Ereignisse. denn ohne das wäre er kein Herr. Das verdiente hervorgehoben zu werden. Ebendarum auch funktioniert das. denn das hat gleichwohl recht lange funktioniert. hielt jedoch nicht seinen Diskurs. nämlich. Und genau deshalb hat er nur den Herrn gewechselt. das aber. daß das All-Wissen an den Platz des Herrn übergegangen ist ŕ das ist es. der sowohl das Vorhaben als auch den Erfolg der Revolution rechtfertigt. wobei er 49Gemeint ist das Séminaire XV. was. der S 2 des Herrn. in der Tat. daß das. im Verlauf der historischen Bewegung an diesem Platz erscheine. Ebendas macht es unmöglich. ich habe es schon gesagt. Das Menschenmaterial.

die übrigens in der Mehrzahl keinerlei Kopulation beinhalten. Da man den Signifikanten hat. daß dieser Diskurs existiere. der in der analytischen Erfahrung tatsächlich gehalten wird. weil es das Gesetz ist. läßt sich einfach sagen: es ist die Hysterisierung des Diskurses. dann dank eines Tricks. daß er es unlösbar macht. daß etwas von draußen dort anklopft. noch ehe er [der Herr] weiß. der Herr den Sklaven langsam um sein Wissen gebracht hat [frustré]. des großen A. welchen Nutzen man daraus zieht hinsichtlich dessen. das ist. daß das ein Ganzes bilde. eine Kugel. Eins jedenfalls ist sicher: Wenn es für den Menschen so einigermaßen läuft. wenn Sie mir das glauben. muß man sich verstehen. wirklich gezungen sind. einen Mann fabrizieren ŕ einen Mann. wenn nicht jene 50Im Séminaire XVI. die. der hier mit einem Hy angegeben ist. Es geht darum. die sexuellen Beziehungen stiften. wie wenig es in den Absichten der Natur liegt. es ist aber nicht ihr Privileg. Wenn wir einen Diskurs dadurch charakterisieren. Ebendas besagt der Diskurs der Hysterika. Und Troja wird nie eingenommen werden. was seine Dominante ist. daß seine Funktion impliziert. der Zickzacklauf. Ich habe versucht. Aufs Begehren hat er. indem ich ihm seine allgemeinste Stütze gegeben habe. und genau deshalb versteht man sich nicht. bei der menschlichen Spezies. Sobald das menschliche Sein ein sprechendes ist. was mit dem Verhältnis zwischen Mann und Frau ist. was er begehren könnte. und zwar zunächst dadurch. Wie ein monströses Trojanisches Pferd liefert dieser Bauch die Grundlage für das Phantasma eines totalen Wissens [savoir-totalité]. Was aber mysteriös bleibt. 36 . weil der Sklave es erfüllt hat. Indem wir geschickt sagen. die Spielregel. daß wir uns um das zentrieren. um daraus ein Wissen des Herrn zu machen. nämlich der Umweg. Der Bauch des Andern. ebenfalls durch den hysterischen Diskurs hindurchzugehen. Ich habe es auf eine bildhafte Weise gesagt. Danach habe ich in meiner letzten Sitzung gefragt. der das erlaubt. wirklich verzichtet. Klar ist jedoch. und daß er in jedem Fall existieren würde ŕ ob es die Psychoanalyse nun gäbe oder nicht. zu wissen. mit dem Diskurs. es ist. Für die sexuellen Beziehungen ist der Signifikant nicht gemacht. Die Natur präsentiert unendliche Arten davon. mittels künstlicher Bedingungen. dann gibt es den Diskurs des Analytikers. Es lassen sich viele Männer analysieren. die strukturelle Einführung des Diskurses der Hysterika. wie ihm das Begehren danach hat kommen können. das im letzten Jahr 50 deutlich zu machen.42 Signifikant ist nicht allein. Wir sehen also die Hysterika. allein aufgrund dieser Tatsache. wie sie kann. ist es aus und vorbei mit diesem harmonischen. Anders gesagt. die. D´un Autre à l´autre (1968-69). Wir stellen fest. der sich übrigens nirgendwo in der Natur verorten läßt. auf dem jenes Mißverständnis beruht. Genau darauf hätten sich meine Reflexionen vom letzten Mal bezogen. aus der für uns die Haupterfahrung hervorgegangen ist. vollkommenen Charakter der Kopulation. ohne das aus ihm niemals etwas herauskommen wird. ist voll davon. und das darf man nicht mit dem analysierenden Diskurs verwechseln. geschickt [industrieuse] wie sie ist. Was der Analytiker als analytische Erfahrung instituiert. das. Was instituiert der Analytiker? Ich höre viel vom Diskurs der Psychoanalyse reden. machen wir das Hysterische zur Frau. der beseelt wäre vom Begehren. daß. was zeigt. historisch gesehen. indem ich sagte. so als ob das etwas bedeuten würde.

das gebeten wird. daß der andere. daß es im zufälligen Herauskommen der Signifikanten nichts gibt. wisse. um die es hier geht. der dem. Was die Hysterika im letzten Ende will. denn es scheint. als wenn man sie auf der Ebene des Verhältnisses Mann-Frau lokalisiert.43 charmante Sache aus dem Realen aufgetaucht wäre ŕ man versichert mir. das ist. dank deren der Analytiker nur den Fahrschein zu ziehen braucht. was sich. aus dem Realen der Abschaffung der Kolonialherrschaft. auf das Genießen hin öffnen kann. nachdem man sie konstruiert hätte. daß es einen Mann gibt. diese Person. was der Sprecher erzählt. Sehen wir zu. Egal was sagen. was sie. aufzugeben und Signifikanten zu erzeugen. wohl sein? Es gibt da ein Gebiet. Liegt. wenn er auf nichts achtet. Wenn der Analytiker nicht das Wort ergreift. die ihrerseits immer irgendwo gebrochen ist. Das aber ist der Hysterika nicht wichtig. die ŕ kurz und gut ŕ die Herrin des Feldes ist. jeden anderen Bezug als den auf die vier Wände. Wie auch immer. Es sei ein stationär Aufgenommener. daß es sich um Signifikanten handelt. dann weil es darum geht. eine charmante Ausgelassenheit. nicht auf dieses Wissen bezieht. daß er darüber nicht ein wenig mehr wisse. das nicht zu deflorieren ist. daß sie dem andern als Subjekt im Diskurs der Hysterika den dominanten Platz zuweist. kann vieles aufnehmen [enregistrer]. was zu wissen? ŕ welchen Wert sie selbst hat. Wenn es aber um ihren Diskurs geht. die spricht. Mit dem. Was ihr wichtig ist. Falls es mitgeschnitten würde. der sich der Mann nennt. Man könnte sogar. dann macht sie aus ihm jenes Subjekt. Was kann die Hysterie. Ich versichere ihm. gern ein ganz klein wenig vorausdenkt. die es umschließen. eine kleine elektronische Maschine bauen lassen. zu welch kostbarem Objekt sie in diesem Diskurskontext wird. alles in allem. die mehr umfaßt. würde das enorm viele Schlüssel liefern. kann man eine kleine Enzyklopädie aufwiegen. dieses $. sein Talent zu üben. was das ist. Denn als Objekt a ist sie Überbleibsel. sagen wir. und wenn ebendieser Diskurs bewirkt. eben aufgrund der Tatsache. dank deren ich nicht wüßte51 ŕ zumindest nicht bis zu einem gewissen Zeitpunkt. eine unserer Stützen im alten Algerien und hier untergebracht. daß wir allein dadurch. wird er dort eine Gelegenheit finden. beim Diskurs des Analytikers. der beseelt ist vom Begehren zu wissen. Überbleibsel der Diskurswirkung. Wie Sie sehen. im Spiel ist. daß die Sprache auf der Weitläufigkeit dessen ausgleitet. daß es der philosophische Diskurs ist. daß man wisse. als Frau. was ein durchschnittlicher Zeitgenosse sagen kann. das ist. Und genau das ist die Vorstellung. was hier. wie könnte das zu etwas führen? ŕ wenn nicht determiniert wäre. Der Analytiker. das ist. um ihnen die Antwort zu liefern. um eine Formel zu liefern. die gewisse Leute womöglich haben ŕ sie konstruieren die elektronische Maschine. nicht genau da der Grund der analytischen Erfahrung selbst? ŕ Wenn ich sage. daß mir der Weg vielversprechend scheint. Er. ist der 51Mitschrift: deren Sie nicht wissen werden 38 . denn ich muß vorankommen ŕ. der den Herrn mit dem Begehren zu wissen beseelt hat. was arbeitet. Nur gibt es keinerlei Grund dafür. welche Verwandtschaft ich zwischen dem philosophischen Diskurs und dem 37 Diskurs der Hysterika einrichte. dann hysterisiert sie seinen Diskurs. der Analytiker. daß wir lesen. das sich nicht weiß und das wahrhaft das ist. die jene freie Assoziation bilden. was kann dann aus dieser wuchernden Produktion von S1 werden? Sicher eine ganze Menge. der zuhört. was ich da vom Diskurs der Hysterika einschreibe. noch immer nicht wissen. Falls es jemanden gibt.

kann darüber keinerlei Zweifel haben. das angeblich auf der allerunmittelbarsten Empfindungsebene erfaßt wird. was allein die Funktion des Wissens motiviert: seine Dialektik mit dem Genießen. Was bringt uns jetzt die Position von S2 am Platz der Wahrheit? 3 Was ist die Wahrheit als Wissen? Man muß es schon sagen: Wie soll man wissen. daß er die Unterscheidung umgeht. um die man mich gebeten hatte. dann immer nur als Halb-Körper [mi-corps]. daß alles Wissen sich von Anfang an weiß. Beide besitzen dasselbe Charakteristikum.44 Herr. Und ich gebe Ihnen gleich ein zweites Beispiel für das. rührt genau daher. bei einem der Vorträge. die Phänomenologie des Geistes bestehe darin. Das ist die Antwort: Das ist ein Rätsel ŕ unter anderen Beispielen54. in dem Diskurs ganz rechts 52.h. Und die Chimäre gibt dem Mann Ödipus. der erhabenste der Hysteriker. ist immer nur ein Körper. daß selbst wenn diese historische Maschine. Wer auch immer den Text der Phänomenologie genau studiert. was das auch sein kann. das Schaubild auf S. Er antwortet ihr in einer bestimmten Weise. Nur. vgl. das Scheitern. daß es nicht dasselbe Wissen ist. das Schwinden an der Grenze dessen zu markieren. Ginge es nicht um etwas anderes. Das absolute Wissen wäre schlicht und einfach die Abschaffung dieser Grenze. ich weiß es. die zu bemerken erlauben würde. man kann sie immer nur zur Hälfte sagen. im Diskurs des Herrn als den der Wahrheit bezeichnet. dem er seinen Namen geben sollte. 54In der Mitschrift schließt der Satz hinter »anderen«. sicher aber nicht den. mittelmäßig gewesen bin. der vielleicht schon einen Komplex hatte. und bei dem ich. Dort. Warum in der Form a? Auf seiner Seite gibt es S2.39 hier. was man an diesem Schema begreifen muß ŕ wie dies bereits dadurch angedeutet wurde. ohne zu wissen?53 Das ist ein Rätsel. und genau so wird er Ödipus. daß man S2 im Diskurs des Herrn an den Platz des Sklaven setzt und dann. die aus dem Schacht aufsteigt. 55Mitschrift: Wenn unsere liebe Wahrheit aus dem Bilderbogen von Épinal aus dem Schacht hervorsteigt. an welchem Platz ist es da? An dem Platz. In welcher Form? Ebendas werde ich unseren nächsten Unterhaltungen vorbehalten müssen. die tatsächlich nur der Lauf der Schulen ist und weiter nichts.. was ich die Hysterie dieses Diskurses nenne. daß er seinen Analysanten hört. 52D. dann nur. ein Rätsel auf. den uns Hegel. jemals zum absoluten Wissen führen würde. um die Annullierung. daß sie vom Selbstbewußtsein* ausgeht. verortbares Wissen ist. warum. das ist. in der sich der ursprüngliche Charakter des Diskurses der Hysterika genau verkörpert. 39 . an den Platz des Herrn ŕ. In der Tat kann man nicht sagen. im modernisierten Diskurs des Herrn. oder ob es bereits erworbenes. gibt es Wissen ŕ gleich ob er dieses Wissen dadurch erwirbt.. 53Mitschrift: Wie soll man es wissen?. habe ich von der Chimäre gesprochen. Unsere liebe Wahrheit aus dem Bilderbogen von Épinal. wozu wäre dann diese ganze Phänomenologie gut? Nur. indem es impliziert. weiß ich nicht.55 In Italien. im Diskurs des Analytikers. das der Wahrheit eigen ist: Die Wahrheit. was man auf einer bestimmten Ebene auf das analytische Gewußt-wie begrenzen kann.

daß sie nur insofern zulässig ist. ehrlich gesagt aber betraf mich das genug. dann genau deshalb.45 Auf das. den ich Ihnen wieder aufhalse. was man eine Deutung nennt. wie Sie können ŕ wie es Ödipus tat ŕ. es zu einer Aussage werden zu lassen. Ich werde es Ihnen verständlich machen. ein Mann als Säugling. daß sie völlig verschwindet. die Sie am Namen des Autors finden. von der man Ihnen andeutet. nimmt er einen dritten wieder dazu. Es gibt aber noch etwas anderes. und es hat nichts zu tun mit dem mehr oder minder wackligen Statut der Funktion des Autors. wahrscheinlich ist es das: ein Aussagen. dann geschieht das in Zusammenhang mit dem Anteil. Ich denke. und Sie fügen hinzu: hat Marx gesagt. In den beiden Fällen kann das absolut nicht denselben Sinn haben. Ein Wissen als Wahrheit ŕ das definiert. Sie nehmen das nicht übel auf. denn es ist ein vertrauliches Beispiel. das ich gekitzelt habe. das ist das Schema von Lacan. Nehmen Sie an. und im übrigen ist es die solide Stütze. die Tatsache. vier Füße. vorbehaltlich dessen. Diskurs teilnehmen auf der Ebene der grundlegenden Strukturen. was hier die Funktion des Rätsels besagen will ŕ es ist ein Halb-Sagen. leichthin davon zu sprechen. angibt. Sie sehen. was die Struktur dessen sein muß. in dem Sie mehr oder weniger gut vorankommen ŕ wenn Sie so an den richtigen Stellen des sozialen Kampfes stehen. Als Säugling hat er auf allen vieren angefangen. Das hätte ein ganz anderes Ergebnis gezeitigt. Woraus besteht das Zitat? Im Verlauf eines Textes. und ich hoffe. Genau darum geht es beim Rätsel. Wenn Sie Analytiker sind. Nehmen Sie an. Sie werden die Folgen zu tragen haben. die da an der Tafel stehen. Genau das ist der einzige Punkt ŕ habe ich es bis jetzt erklären können? ŕ der bewirkt. etwas. das ich von Zeit zu Zeit gestreift. Zum Beispiel hätte er sagen können: Zwei Füße. daß man einen Autor zitiert oder nicht. damit es mir nicht leicht falle. hätte es viele andere Antworten geben können. woran man kaum denkt. Ich hoffe. und Sie setzen [hinzu]: hat Freud gesagt ŕ das ist wesentlich. zum zweiten Zeitpunkt zitiert man einen Satz. als Sie bereits an einem bestimmten. so wie die Chimäre als ein Halb-Körper erscheint. Es ist eine Aussage. dann zitieren Sie Freud. Das Zitat ist ŕ ich behaupte: die Aussage. Geht er auf zwei Füßen. daß das Zitat. dann zitieren Sie mit einemmal Marx. was es mit dem auf sich hat. woher er stammt. Auf seine Weise ist auch das Zitat ein Halb-Sagen. Monsieur Ricœur zum Beispiel. man zitiert denselben Satz und stellt ihn unter meinen Namen. Das nennt sich das Zitat. Ich gebe Ihnen auf. was die Chimäre ihn gefragt hat. 40 . Das Rätsel. Das ist sehr gut so. Ebendas nennt man in der Tat ŕ und zu Recht ŕ den Ödipuskomplex. indem man mit dem Namen des Autors. Wenn ich lange auf dem Unterschied zwischen der Ebene des Aussagens und der der Aussage insistiert habe. den der unterstellte Leser an einem Diskurs nimmt. strukturierten. Er hätte auch sagen können: Es ist ein Mann. im zweiten Grade eine Bedeutung haben kann. Schlagen Sie sich damit herum. damit die Funktion des Rätsels Sinn annimmt. zugleich flitzt er wie eine Kugel geradenwegs in den Bauch seiner Mutter. Wenn man Marx oder Freud zitiert ŕ ich habe diese beiden Namen nicht zufällig gewählt ŕ. Das Rätsel. das ist das Aussagen ŕ und schlagen Sie sich mit der Aussage herum. was ich das Zitat nenne. ich lasse Sie dadurch spüren. drei Füße. wenn man die Lösung geliefert hat.

d. bei der es die Wahrheit des Verhaltens ist. das Sie nicht als 41 Geständnis betrachten können. Auf der anderen Seite das Zitat. mehr noch als die Hysterika. die die Triebfeder der Übertragung ist. bei der es die Wahrheit des Verhaltens ist. der. es ist nur allzu leicht. mehr noch als die Hysterika. der des Herrn ist? Schon im einfachen Funktionieren der Beziehungen zwischen Herr und Sklave ist klar. der in der Funktion des Subjekts plaziert sei. das soweit wie möglich im Rahmen des Diskurses des Analysanten aufgegriffen wird und das Sie. dem Subjekt. ist nicht. der Analytiker. 42 . so wie ich es heute tue. dann weil ihm zuerkannt wird. der im voraus akzeptiert. der Deuter. hier den Schatten einer Befriedigung darüber vorbeihuschen zu sehen.46 Nun. wie einige Leute von mir zu hören geglaubt haben.. auszulösen ŕ eines Subjekts. am Ende zum Verlust bestimmt ist. unter der 57Mitschrift: Das ist aber nicht das Wesentliche. manchmal demselben Text entnommen. daß er ihm. Was bedeutet es. Dadurch. zu dessen Pfand. es führe zu einem Wissen ŕ einem Wissen. zu unterstellen. unter anderem auf Empedokles. macht er. Die Deutung ŕ die sich ihrer bedienen. Eine andere Frage ist. mitnichten durch Sie selbst komplettieren können. Weil ich weiß. was man Übertragung nennt. dem der Sklave zuvorkommt. wenn Sie sie nur mit dem gesamten Kontext verbinden. dadurch. daß man anerkannt wird. es wisse. Ich verabrede mich mit Ihnen auf den zweiten Mittwoch im Januar. das. Wenn das Sprechen so freiwillig dem Analysanten überlassen wird ŕ genau so empfängt er diese Freiheit ŕ. daß er diesen Platz auf sich nehmen kann. eine historische Emergenz. nicht aber das Sein selbst. wenn man so sagen kann. den Titel ŕ. es wisse. daß es der Analytiker. die zum ersten Mal in der Welt erschienen wäre? Indem ich den weiteren Verlauf eines Weges vorwegnehme. weil unterstellt wird. Sie ist diejenige. Er. das Produkt der Überlegungen des Analysanten zu sein. insofern sie am Halb-Sagen teilhaben. dem Subjekt. 56Mitschrift: die Ethik ŕ. sich zur Ursache des Begehrens des Analysanten. nämlich der Analytiker ŕ insofern er. der Analytiker. ihm. werde ich künftig. daß er sprechen kann wie ein Herr. daß das aber nur im Falle eines wahren Herrn so gute Resultate liefern wird. um viertel vor zwei schließen. der ihr Autor ist. nicht aber das Sein selbst. Sicher. die sich als Geständnis auffassen läßt. Ein Rätsel. bemerken es ŕ ist oft auf ein Rätsel gegründet. macht sich zur Ursache des Begehrens des Analysanten 57. zur Eliminierung aus dem Prozeß. daß das Begehren des Herrn das Begehren des Anderen ist. daß dieser Hörsaal um zwei Uhr besetzt ist. diese beiden Register. daß seine Funktion bereits erschienen ist und daß Freud aus gutem Grund mit Vorliebe auf so viele Vorsokratiker zurückgegriffen hat. genau das liefert das Medium ŕ und. der uns vielleicht auf einen langen Umweg ziehen wird. Was in der Tat an jener Einrichtung des analytischen Diskurses überrascht. daß er es sei.h. unterstellt. auf der Ebene des Diskurses des Herrn. ohne zu lügen. Das Wesentliche daran ist nicht. dessen Bürgen sich der macht. seinerseits im voraus fruchtbar ist durch das. als dieses Produkt. dem zu wissen unterstellt wird. was es tue. dem zu wissen unterstellt wird. das es als solches anerkannt wird. Was bedeutet diese Merkwürdigkeit? Müssen wir sie als einen Unfall betrachten. wodurch der Analytiker den Platz einnimmt. denn es ist das Begehren. um die Besetzung des Subjekts. Aber Sie appellieren dann an den. werde ich nur bemerken. wie ein Star [gemeint ist der Vogel]. unter dem56 die Deutung interveniert. was es tue. eine Aussage.

. DEZEMBER 1969.47 17.

daß das an der Tafel geschrieben steht oder nicht. U S2 S1 H a $ S1 $ Hy $ a S2 a A S1 S2 a S2 $ S1 Man hat mir rote Kreide hingelegt. der auf 58Jean Laplanche und Serge Leclaire. denn ich habe sie schon letztesmal an die Tafel geschrieben. sehr rote. Es sind keine neuen Formeln. Dominanten und Tatsachen der Struktur. in dem jedermann sich darüber freut. Keinerlei Notwendigkeit drängte in diesem Punkt. meinen Freund Henri Ey. Wiederholung und Genießen. was man den herrscherlichen Akt nennen kann. Wir werden also fortfahren mit dem. worunter verstanden wird. Die Erzeugung der Entropie. wobei auch angenommen wird. daß willkürlich heißt: durch keine Notwendigkeit befohlen. sie da zu präsentieren. so einfach auseinander abzuleiten. was mir das vorangegangene gebracht hat. weil es sich ja nur um eine zirkuläre Permutation handelt. 44 . das immer zur selben Zeit ist. denn ŕ so einfach sie auch sein mögen. daß unser geistiges Vorstellungsvermögen nicht so beschaffen ist. den Herrscher. wobei die Terme in derselben Ordnung verbleiben ŕ es erweist sich. Rot auf Schwarz ŕ es scheint nicht offensichtlich. der zu einem großzügigen Akt fähig ist. seit siebzehn Jahren mittwochs um halb eins. Es ist nützlich. daß ich in dem Moment daran erinnere. Es lohnt sich wirklich. MITTEL DES GENIESSENS Wie ich übersetzt werde. mich noch einmal dem zuzuwenden. daß es einen Ersatz bietet für die Tatsache. hier oder anderswo. das ist das Unvermögen. Für mich wäre das eher die Gelegenheit. Das geschah aufgrund dessen. Die Wahrheit. weder in dem einen noch in dem andern Sinne. was ich hier mache. daß ein großzügiger Akt bedeutet: ein willkürlicher Akt.48 43 IV WISSEN. eine psychoanalytische Studie] etwas vor. étude psychanalytique [Das Unbewußte. 1 Vor zehn Jahren stellten zwei meiner Schüler58 unter dem Titel L'inconscient. in ein neues Jahrzehnt einzutreten. daß das lesbar ist. Der Herrscher ist der einzige. das aus den Lacanschen Thesen hervorging. ein Hier.

Diese Gruppe hatte sich durch eine Art Instruktion ausgezeichnet. bei den in Frage stehenden Ohren einer Sache Gehör verschaffen zu sollen. kürzlich verfaßte. die sie wirklich hatten auf sich nehmen wollen ŕ die nämlich. strenggenommen. ausgesprochen in seltsamen Lettern ŕ einer von ihnen hat es mit einer Art Monopol verglichen. die sich dieser Arbeit der Urbarmachung unterzogen. nicht ohne Grund. Lacan hielt dort den Vortrag »Position de l'inconscient« [in: Écrits. von dem mein Unterricht zunächst ausgegangen ist ŕ ihm Gehör zu verschaffen im Herzen einer bestimmten Gruppe. Ehrlich gesagt. zu sehen. S. einem Wissensmonopol ŕ dieses Verbot schlicht und einfach beachtet wurde.1960. die nicht das mindeste von dem erfahren hatten. in: Schriften II.11. Wir schrieben 1960. Offensichtlich war es gegenüber denen. was an Universitärem womöglich bereits dazu beigetragen hat. nämlich das. So daß dieses Verbot. 60Mitschrift: den Bericht darüber. Übrigens gab es darin auch viele hervorragende Elemente. vielleicht unrichtigerweise. Wie stellten sie es an? Es ist nicht zu spät dafür. ist. hatte sich in der Tat durch etwas manifestiert.205230]. denn es handelte sich um nicht weniger als um das Unbewußte. und zwar in einer Weise. S. und das mindeste. das sie daran faßte. bis 2. als gäbe es daran etwas auszusetzen. um dessen Rechte aufrechtzuerhalten. dt. daß mein Œuvre sich dazu schlecht eignet. sowie von dem. gedacht haben. mein Œuvre nennt. und zwar deshalb. Brüssel 1970. die. Das Interesse. zumindest zu einem Teil die Redaktion dieses Berichts.10. 61Gemeint ist die Dissertation von Anika Rifflet-Lemaître. eigentlich gesagt. das ich vor kurzem in einem kleinen Vorwort ausgedrückt habe durch ein Für unter Fünfzigjährige verboten. In Louvain also hat man eine Doktorarbeit verfaßt über das. wo man heldenhaft kämpft. Dieser Punkt nun stellt sich hier in bezug auf eine. vergessen wir das nicht. das Vehikel besagten Œuvres ŕ stets in Anführungszeichen ŕ zu sein. zweien meiner Schüler anvertraute In gewisser Weise ist dieses Buch maßgebend. was ich aussage. was ich damals seit sieben Jahren hatte artikulieren können. die. die bewirkt. unerhört war. 59Gemeint ist der Kongreß im Hôpital de Bonneval vom 30. daß ich es im selben Augenblick tat. was so hätte aussehen können. meine Schüler. 829-850. auf die jene. vergessen wir das nicht. die hinsichtlich dessen erteilt wurde. gesagt habe. sie könnten etwas von dem Gehör verschaffen. nicht der Augenblick. daß ich nicht habe versäumen können. Es ist wirklich maßgebend durch die Art und Weise. an der Grenze des frankophonen Gebiets verfertigt wird. daß ich mir darüber klar werde.: »Die Stellung des Unbewußten«. was sich zeigt. Das Unbewußte59 setzte und ihre Ausarbeitung. was ich äußerte. Deshalb auch wird einer der beiden Autoren jenes Berichts von Bonneval dort vorgeschoben. was ich. Ebendeshalb ist es für den Verfolg eines derartigen Vorhabens einer Doktorarbeit nicht unvorteilhaft. und wir waren weit entfernt ŕ sind wir näher dran? das ist die Frage ŕ von jeglichem Protest gegen eine Autorität ŕ unter anderem gegen die des Wissens. was ich über einen interessanten Gegenstand vorbrachte. eine universitäre Doktorarbeit.49 die Tagesordnung eines gewissen Kongresses. dem von Bonneval. was unter Umständen Übersetzung dessen ist. das einzuordnen. denn es kam auch nicht in Frage. 45 . Doktorarbeit ein. zumindest zu einem Teil60. weil es schon viel war. Soll heißen. die darauf absolut nicht vorbereitet waren. in meinem Vorwort zu bemerken. wie das ins Spiel kam für Ohren. dort. irgend etwas dazu beizutragen. ehrlich gesagt. was für eine Arbeit das war. daß man von dem ausgehen muß. was man. die sich denen anbot. 61 Diese Doktorarbeit ist.

das muß man wirklich sagen. und. das ist es. unbestreitbar. daß die Sprache die Bedingung des Unbewußten ist62. wenn ich hierherkomme. worum ich Sie bitte. jene Bahnung dieser Prüfung zu unterziehen. daß ich es hier von einer Rednerbühne herunter äußere. daß zu sagen. was sie zur ŕ gewissermaßen obligatorischen ŕ Verdrehung [distorsion] einer Übersetzung von etwas. die Verfasserin der Doktorarbeit. des Platzes gehört. hängt mit Gründen zusammen. daß er [= der analytische Diskurs] auf irgendeiner Seite unter dem Schlag des universitären Diskurses fällt. Dieses In-Ordnung-bringen ŕ zweifellos würde ich ihm. d. ihren Wert als Beispiel an sich selbst wie auch durch das. geliefert habe ŕ und es ist offensichtlich. gern entgehen. Sicher. Ich versichere Ihnen. in der man es übersetzt. bin ich ŕ darin liegt sein einziger Nutzen ŕ gezwungen. die Schwierigkeit. was ich sage. und offen gesagt nicht einmal irgendeine Entsprechung dazu aufweist. was Auflage des universitären Diskurses ist. wie jedermann. die dem eignet. das seine eigenen Gesetze hat. Die Art und Weise. müßte ich nicht. Sicher. daß das Unbewußte die Bedingung der Sprache ist. denen eines immensen guten Willens. der unterrichtet. genau entgegengesetzt ist. unter denen vielleicht zwei kritische sind. daß es mir. Diese Doktorarbeit. das zu einem In-Ordnung-bringen gehört. das mir auferlegt. jedesmal. ergibt sich. was all jene überraschen wird. behält dadurch nicht weniger ihren ganzen Wert. dem. Die Sprache ist die Bedingung des Unbewußten. oder um ein Was werde ich ihnen diesmal sagen? Ich habe in dieser Hinsicht keinerlei Rolle zu spielen. das bewirkt. Diese Gesetze. in der Form dessen ausgebildet ist. 62Ebendies war Laplanches Position gewesen in seinem Teil von L´inconscient. daß.50 In diesem kleinen Vorwort. ist auch das. ehrlich gesagt. das Faktum. wie ich letztes Jahr hervorgehoben habe.h. zur Ordnung der Rolle. Es gibt da etwas. sage ich. nicht anders kann. die mich übersetzt. Das ist es nicht. mit dieser furchtbaren Möglichkeit also. Ihnen irgend etwas Beliebiges zu sagen. nicht dasselbe ist wie zu sagen. 63Mitschrift: motiviert sein 64Mitschrift: uns 46 . in welcher Eigenschaft auch immer. als ŕ ob sie mich nun zu kommentieren glaubt oder nicht ŕ meine Formel zu verkehren. sich daran versuchen werden. um das Wort zu ergreifen. Rechenschaft ablegen über das. war beseelt von den besten Eigenschaften. das aus einer grundlegenden Überhangsstellung [porte-à-faux] hervorgeht. gewiß voll und ganz gefördert werden63 könnten durch den strengen universitären Anlaß ŕ und dies würde ganz sicher weit führen. in dem Sinne. im Detail. ich muß sie bahnen. die den Anspruch erheben. die also in Brüssel erscheinen wird. das ich zu dieser Doktorarbeit. mich in die Sprache der Universität zu übersetzen. das innezuhaben. Aus dem strengen universitären Anlaß. sondern vielmehr etwas. dadurch daß sie im Stil. von der ich spreche. der. in der Tat das Risiko eines Irrtums. daß ein Vorwort von mir ihr Wind unter die Flügel bringt ŕ. ich identifiziere mich keineswegs mit einer bestimmten Position. Natürlich bleibt das der Tatsache unterworfen. zumindest die Bedingungen eines im eigentlichen Sinne analytischen Diskurses anzugeben. daß die Person. was ich vorbringe. genau zu markieren. ein Element von Brechung birgt. ihr einen Bedeutungsgehalt zu verleihen. Es sind die. in dem die Funktion desjenigen. was. ein gewisser Platz des Ansehens ist. die. gewiß nicht darum geht. es wird Sie64 vielleicht ziemlich weit führen für dieses Jahr. die. vor diesem Meer von Ohren. die in Brüssel erscheinen wird. in den universitären Diskurs beisteuert.

sagen wir mal. von dem sich. die ich von dem gebe. die ich. durch den Anreiz. ja. Das also hat es substantiell auf sich mit der Stellung des Psychoanalytikers. die Wirkung von Zurückweisung [rejet] ist. daß es Psychoanalytiker65 gibt. einer vergangenen Zeit. sich zu verhalten. ja.51 was die Vorgehensweise meiner Aktionen ist hinsichtlich dessen. zu einem Ritual auch. und. auf die sie. zu einer andern Maßregel. Ich sage. ehrlich gesagt. in dem Sinne. zu einer gewissen Identifizierung mit einer Gestalt. der mich darauf aufmerksam gemacht hat. Sie spüren wohl den Vorbehalt. was von den Wirkungen des Diskurses sich als die dunkelste. In ebendieser Situation befinde ich mich. schließlich jede der Strukturen dieser Diskurse bezeichne. Dieses Wort Dominante impliziert nicht die Dominanz. daß ich nach zehn Jahren doch dahin gelange. was den psychoanalytischen Diskurs betrifft. was Struktur des Diskurses ist. sagen wir mal: seinen hypothetischen Diskurs. der Hysterika und des Analytikers nenne. diese Diskurse zu benennen. ihren Platz und ihre Funktion zu pointieren. der die analytische Laufbahn einschlug. daß. wobei ich sie. seit sehr langer Zeit verkannte und dennoch wesentliche darstellt. In der Lage führt das zu frostigen Auswahlpraktiken. ich gelange dahin. dem nichts die obligatorische Form zu verleihen scheint. insofern sie uns betrifft. Es hat sogar jemanden gegeben. von dem her sich der Diskurs anordnet. ist diese Stellung substantiell die des Objekts a. daß ich. womit ich. daß sie auf substantielle Weise aus dem Objekt a besteht. der mir unter meinen Schülern von damals sehr nahestand. sie auf folgende Weise zu artikulieren. genau das es sei. mit der der Fahrschule verglichen habe. insofern sie auf der grundlegenden Ebene verstanden wird. bisher nicht auf eine Weise geregelt worden. die ich seinen Diskurs nenne. Es handelt sich um die Diskurswirkung. und zwar dadurch. Dominante das nenne. seine Dominante aussendet. die Ähnlichkeit zahlreicher anderer etablierter Situationen. 47 . denn auch das wird Ihnen dieses Jahr zur Prüfung vorgelegt. um sie zu unterscheiden. zu einer Weise. Sagen wir. der in diesem Gebrauch liegt. daß es hier an den Platz kommt. was von jedem. in einer besseren. geführt hat. was mir dazu dient. Das Statut dieser Situation als solcher ist. diese Stellung des Psychoanalytikers auf eine Weise zu artikulieren. Aber dieses Objekt zeichnet sich da noch auf eine andere Weise aus. bemerkt zu werden ŕ. ohne übrigens bei irgend jemandem einen Protest hervorzurufen. je nach den verschiedenen Stellungen dieser Grundbegriffe. weil ich diesem Begriff nicht sofort einen andern Wert geben kann. außer durch die Imitation. wenn ich so sagen darf. unterscheidend den der Universität. begehrt wurde: so wie in der Fahrschule den Führerschein zu bekommen nach wohl vorherbestimmten Wegen und mit demselben Typ von Prüfung. Es ist gewiß bemerkenswert ŕ ich meine: wert. die ihr zukäme. Ich werde sogleich versuchen. in dem diese Dominanz 65Im Orig. sogar zu einem Menschentyp. insofern dieses Objekt a genau das bezeichnet. In der Artikulation. des Herrn. unbestimmter Singular [qu´il y a du psychanalyste]. Nämlich: Was hat es mit der Struktur dieses Diskurses auf sich? 2 Die Stellung des Psychoanalytikers. Zu sagen die Dominante bedeutet genau das. einen.

Da also könnte uns die Idee kommen.52 den Diskurs des Herrn spezifizieren würde ŕ was nicht sicher ist. daß es sich durch die Gerechtigkeit autorisiert. Der Analytiker selbst hat hier gewissermaßen die Wirkung der Zurückweisung [rejet] des Diskurses zu repräsentieren. was unsere Suche ist ŕ denn das. in jedem dieser Diskurse völlig sicher erscheinen würde. in die Struktur eingeschrieben ist. wenn er in einem anderen Diskurs dient. daß man z. der Inspiration der Gerechtigkeit beseelt sind oder nicht. gleich ob sie nun von der guten Absicht. was das Wesen. wenn es um die Hysterika geht. das. für den der Analytiker im psychoanalytischen Akt bestimmt ist? Unsere Verlegenheit. nämlich das Objekt a. was anderswo unter dem Titel der Gerechtigkeit [justice] gesagt werden kann. daß wir diese Dominante in der Form des Symptoms erscheinen sehen. die Einkleidung. in dessen Mauern wir Schutz finden. auf denen. sogar der Zurückweisung. dieser Dominante unterschiedliche Substanzen verleihen kann. Um das Symptom herum situiert sich und ordnet sich das an. das ganz genau ist ein Punkt. weil es zumindest einen Platz bezeichnet.. Heißt das. die Zweideutigkeit. was es mit dem Diskurs der Hysterika auf sich hat. Gesetze zu machen. die bewirken. umherirrt. Nehmen wir die Dominante des Diskurses des Herrn. so sicher wie das Symptom. daß es uns ebenso leicht sein wird. muß uns gerade über etwas vorwarnen in dem. von dem unser Diskurs vielleicht besser fühlen lassen kann. was uns. in einem solchen Diskurs. in Frage gestellt als Symptom. dann würden wir etwas tun. Auf der Ebene des Diskurses der Hysterika ist klar. wenn ich mich befrage. daß das Gesetz stets das Gesetz sein wird. von der wir gerade behauptet haben. Das gibt uns die Gelegenheit zu einer Bemerkung. wenn es um den universitären Diskurs geht? Welchen anderen Namen soll man ihm geben. deren Platz S 1 besetzt. Ich habe gerade gesagt. zumindest auf der Ebene der Frage. der zu dieser Art Äquivalenz passen würde. wenn es um den Analytiker geht. daß das Gesetz ŕ verstehen wir darunter das Gesetz als artikuliertes. 49 . eben jenes Gesetz. Sagen wir. zunächst und vor allem. genügt es nicht zu sagen. daß uns das im Lichte unserer Zeit so erscheint. was ich vor Ihnen spure. jenes Gesetz.B. Beispielsweise steht fest. Im Gegenteil. das an jenem Platz situiert ist. ich meine: diejenigen. In der Tat sehen wir genau das in unserer Zeit ŕ das Gesetz. daß das Gesetz gewiß nicht für das Homonym dessen gehalten werden darf. den Dominante genannten Platz zu charakterisieren. daß das Gesetz etwas bleibt. darauf zu antworten. das das Recht konstituiert ŕ. dann wird uns das ŕ da er der des Symptoms ist ŕ dazu führen. denselben Platz zu befragen. mein Denken umherschweift. insofern er genau der Platz ist. ja. zwischen dem Gesetz und dem Symptom. den ich im Diskurs des Herrn Dominante nenne. die dieses Gesetz dadurch erhält. sind ebendie Wege. das seinen ganzen subjektiven Wert besitzt und nicht verfehlen würde die Tür zu einer gewissen Anzahl von interessanten Bemerkungen zu öffnen. ehe es die sicheren Punkte findet. die die Zweideutigkeit gestatten und bewirken. Wenn dieser Platz derselbe bleibt und wenn er. wo seine wahrhaften Triebfedern sind. Würden wir sie das Gesetz nennen. der des Symptoms ist. wie dieser selbe dominante Platz besetzt sein kann. die Dominante des universitären Diskurses ausmacht. Und um darüber Rechenschaft abzulegen. denn vielleicht gibt es Strukturgesetze. sie existiere. das zu suchen. Es gibt nicht unbegrenzt viele Arten. je 48 nach Diskurs.

Auf welche Weise Sie sie auch immer prüfen mögen. unten. zu illustrieren. daß jeder dieser Buchstaben einen anderen Platz besetzt. Versuchen sie. er könnte der sein. die Sache auf vollkommen augenfällige Weise zu illustrieren. Wie auch immer Sie zu Werke gehen mögen. weil sie zu den Grundgegebenheiten der Psychoanalyse gehört. was das eigentlich ist: die Struktur. symbolisch und real. nämlich. die vom Typ paraphysische Wissenschaften. Genau das liegt im eigentlichen Sinne am Grunde. und auch. rechts. mit der Funktion des Mehrwerts auf sich hatte. ein paar Regeln. Hier bildet sich der folgende Vorschlag aus: Weil vier Plätze zu kennzeichnen sind. was ein arbeitsames Denken. Und genau das ist es. Diese simple Tatsache gibt uns die Gelegenheit. Physiologie. der in diese Art von Ausarbeitung so wenig eingeführt war. Sie auf folgendes zu stoßen. 3 Warum beschäftigen wir uns damit. das von Marx. was einem Kopf eingefallen ist. das sich Matrize nennt. links definiert wird. die nichts anderes ist als die. an der Wurzel dessen. von dem ich Ihnen nahegelegt habe. sie [= die Formalisierung] zu überprüfen. sondern von Anbeginn. die man als ganz und gar grundlegend setzen kann. die dazu bestimmt sind. der uns betrifft. innerhalb dieser Formalisierung. daß jeder dieser Plätze von einem anderen Buchstaben besetzt ist. sich zur Bedingung des Spiels zu stellen. daß sie einen Schritt in eine Ordnung des Entdeckens bildet. sie gehört zu dem. so stößt man auf ein Element von Unmöglichkeit. zumindest ihren Ansprüchen nach. Mit einer so geringen Anzahl von Kombinationen reicht die exemplarische Skizze unmittelbar dazu aus. was Faktum der Struktur ist. weil wir uns hier auf einem. uns mit dieser Handhabung des Signifikanten und seiner eventuellen Artikulation einzuengen? Genau darum. wenn man sich dieses kleinen Gitters bedient. in umgekehrter Richtung.53 Ich habe Sie bereits sehen lassen. sich in jeder dieser ŕ nennen wir sie so ŕ Figuren des Diskurses einfach dazu zu verpflichten. von ihnen eine leichtgängigere Übersetzung zu liefern. Auf einem Stück Papier ist das sehr leicht zu realisieren. die wir kennen. der durch die Termini oben. unabhängig von diesem Platz. die mit den ersten 50 . bereits gehobenen Grad der Ausarbeitung befinden würden. Es wird Ihnen nicht gelingen. in jeder dieser vier Formeln einen anderen Buchstaben zu wählen. wie es ein Freud sein konnte aufgrund seiner Ausbildung. so wird eine derartige Idee doch zur Konsequenz haben. daß. um sie in die anderen Register umzusetzen. Es gibt da eine gewisse Signifikantenverknüpfung. im Diskurs des Herrn. Und zwar mitnichten deshalb. könnte uns vielleicht jede dieser vier Permutationen im Innern ihrer selbst den hervorspringendsten Platz liefern dadurch. es wird Ihnen nicht gelingen. Wir stünden also bereits zwei Begriffen gegenüber. Setzt man die Formalisierung des Diskurses voraus und gibt man sich. was es. und von daher bliebe uns vielleicht nur. Machen Sie den Versuch. das a genau mit dem identifizierbar ist. was uns an der Struktur auf der Ebene der analytischen Erfahrung betrifft. Versuchen Sie. einen anderen Platz zu wählen. Will sagen. das Ihnen vielleicht im ersten Ansatz nicht aufgeht. sie leicht zu modifizieren. herausgebracht hat. die sich die Struktur nennt.

eines Zyklus. in einem zweiten Zeitabschnitt. Das beweist. Die Wiederholung. daß es ausdrücklich und als solches wiederholt wird. Und das. und zwar insbesondere der Thermodynamik. Nämlich: daß die Wiederholung nicht nur eine Funktion der Zyklen ist. in ebendieser Wiederholung. das ist das Genießen. was es mit dem Genießen auf sich hat. die aufrechterhalten werden muß. Das ist für ihn bereits erreicht. was immer Sie wollen. Punkt außerhalb des Entwurfs [épure]. ist im eigentlichen Sinne das. als Verlust an Schnelligkeit ŕ es gibt etwas. Was Freud. der Erfahrung. folgt man dem Hauptstrang. der Minimalspannung. der in der Traumdeutung* bereits nicht nur völlig impliziert. Punkt am Horizont. die das Leben beinhaltet. Gerade insofern als es Suche nach dem Genießen als Wiederholung gibt. Das. damit das Leben fortbesteht. die ich hier zusammenfasse: In der Wiederholung selbst gibt es Schwund [déperdition] an Genießen. in einem zweiten Zeitabschnitt in seinem Aussagen zu formulieren geführt worden ist. Auf der Ebene der Wiederholung sieht Freud sich in gewisser Weise gezwungen ŕ und zwar namens der Struktur des Diskurses selbst ŕ. offen gestanden. ein allein von ihm entworfener Begriff. was ist das? Lesen wir Freuds Text und sehen wir. 51 . daß das verwandt ist mit den Aussagen Kierkegaards. skandalöse Schlußfolgerung für jeden. idealer Punkt. der die Identifizierung des Unbewußten mit dem Trieb [instinct] wörtlich nähme. sondern Funktion von etwas anderem. nichts es ihm aufzudrängen. daß wir jener Funktion Rechnung tragen müssen. daß es von der Wiederholung gezeichnet ist. märchenhafte und. das nur das Prinzip der geringsten Spannung ist. seit den Artikulationen. erzeugt sich das. Es genügt. daß. was es wiederholt. Auf diesem Verlust insistiert Freud von Anfang an. worum es beim Schritt der Freudschen Überschreitung geht: Was uns als Wiederholung interessiert und was sich mittels einer Dialektik des Genießens einschreibt. Als Verlust dessen. was die Wiederholung notwendig macht [nécessite]. artikuliert. was diesbezüglich von Freud selbst im eigentlichen Sinne artikuliert wird. als er. was sich wiederholt. sondern im eigentlichen Sinne artikuliert und entwickelt ist. daß das Genießen in sich selbst es übersteigt und daß das. das Verlust ist. Zyklen des Bedürfnisses und der Befriedigung. nichts anderes zu sein denn als Verlust. Selbst im Hinblick darauf. Das Unbelebte. hinsichtlich des Genießens die Grenze ist. ist. in bezug auf das. Er gibt sich vollkommen durch das zu erkennen. was Scheitern ist. was das Lustprinzip aufrechterhält. den Todestrieb [instinct de mort] zu artikulieren. sich etwas erzeugt. dem der Artikulation des Unbewußten. Ich habe hier seinerzeit hervorgehoben. dessen Sinn sich jedoch der strukturalen Analyse zu erkennen gibt. der das Verschwinden dieses Lebens schlechthin birgt und der die Rückkehr zum Unbelebten ist. wüßte das. den das Jenseits des Lustprinzips eröffnet. was Fehl [défaut]. Das Unbewußte erlaubt das Begehren zu situieren. Wie alles an den Tatsachen.54 Schritten der Physik. da genau liegt die Bedeutung von Freuds erstem Schritt. was er artikuliert. dem. gewinnt dadurch nur noch mehr an Bedeutung. gerüstet ist. Übertreibung. der Klinik uns zeigt: die Wiederholung ist gegründet auf eine Wiederkehr des Genießens. dem Faden seiner Erfahrung. die wie heißt? ŕ die Wiederholung. denn alles in allem schien im ersten Zeitabschnitt. was gegen das Leben strebt. daß man vom Lustprinzip ausgeht.

damit ist es dasselbe. der einfachsten Form von Markierung. das Infrarot. genau das. Unter den Schwingungen des Lichts gibt es ein Ultraviolett. d.h. Wenn ein gelehrter Psychologe in unseren Tagen ŕ will sagen.55 Genau da hat im Freudschen Diskurs die Funktion des verlorenen Objekts ihren Ursprung. Da entlehne ich dem Text Freuds. angeblich führt mit Hilfe gewisser Knospen. Fügen wir dem hinzu. ja. Nicht. wird nichts anderes faßbar als folgendes: daß es Filter gibt. fünfzig Jahre ŕ etwas schreibt. weil die gesamte Evolution einer Wissenschaft uns bemerken läßt. die Funktion des einzigen/unären Zuges. Und ich behaupte folgendes ŕ das im Text Freuds nicht zu sehen ist. das sich La Sensation. dann nichts außer etwas. was 66Mitschrift: Ursprung. worüber. wie man kann. eine ganze traditionelle Philosophie hat räsonnieren wollen. Ehrlich gesagt: Ist man auf diese Weise aufgeklärt. Wenn die im eigentlichen Sinne wissenschaftliche Ausarbeitung. sagt man. Die Funktion. Führer des Lebens] nennt. In der Tat geht der Analytiker67 von einem Wendepunkt aus. man bedient sich des Organs gerade so. Dasselbe gilt für das Ohr ŕ es gibt Töne. Dieses Etwas. ausgehend von apparativen Basen. Absatz Soweit Freud. die sich angestrengt hat auf den Ihnen bekannten Wegen ŕ mittels der Nacherzählung dessen. daß der gesamte Text Freuds sich ausdrücklich um den Masochismus dreht. als Wissen betrifft. die wir nicht mehr hören. an Wahrnehmung einer angeblichen Welt entstehen kann. wo das Wissen. von ich weiß nicht was vereinnahmt werden kann. die. durch den Psychoanalytiker aber auf keine Weise ausgeschlossen. dieses Subjekt. der in ihm nicht pointiert wird. wie´s weitergeht. und man sieht nicht recht. sagt er nichts Absurdes. und mit diesen Filtern schlägt man sich so durch. in sensu ŕ. daß es derartiges nicht gäbe. zurückgewiesen werden darf: Alles.. durch sie. dann. was es mit einer Empfindung auf sich hat. dem Faktor von Künstlichkeit. die sich. das uns in der Welt. dieses in seiner Eigenschaft als Subjekt der Erkenntnis deduzierbare Subjekt. der Ursprung des Signifikanten ist. . was sich auf der Ebene der Abstraktion. sich von all dem läutert. in uns. Und dennoch ist es nicht nötig66. die Untersuchung des Gesichts-. etc. wenn ich so sagen darf. guide de vie [Die Empfindung. von lebenswichtigen Organen. und zwar von dem. von dem wir keinerlei Wahrnehmung besitzen ŕ und warum sollten wir eigentlich keine besitzen? Am andern Ende. warum das da aufhört und nicht vielmehr weiter weg. von Geburt an in dieser Welt zu orientieren wüßten. dieses Subjekt. was. annehmen müssen mit. von denen man in der Tat kaum sieht.. Im Gegenteil. daran zu erinnern. vor noch gar nicht so langer Zeit. vierzig. was Lacan beisteuert. Sie wissen. die uns umgibt. uns Analytiker. ganz sicher nicht. was uns. daß es dennoch nicht nötig ist 67Mitschrift: die Psychoanalyse 53 . so wie es ist. daß es keinerlei Konaturalität dieser Empfindung mit dem gibt. um ihm einen Sinn zu geben. gar des Gehörsinnes uns etwas beweisen. das auf eine Weise konstruierbar ist. Hierzu kommt jetzt das. unter dem es sich darstellt. die als basal aufgefaßt wird ŕ Nihil fuerit in intellectu quod non prius . hat im einzigen/unären Zug seinen Ursprung. Das betrifft jene Wiederholung. der allein in Gestalt der Dimension der Suche nach diesem ruinösen Genießen gedacht wird. schafft das Organ. eigentlich gesagt. Wenn er es aber gerade auf diese Weise sagen kann. der Verallgemeinerung herstellt ŕ dieses Etwas zu errichten auf einer Art Reduktion. das wir. was in Verbindung mit einem natürlichen Wissen Zweideutigkeit erzeugen. bezüglich der Mechanismen des Denkens. Filtrierung dessen. jene Identifizie- 52 rung des Genießens. gemieden. die uns jetzt so artifiziell scheint.

jene elementarsten Begriffe. den die Wiederholung hereinbringt. t. Davon gehen wir aus. die. Es kann kein Etwas* sein. insofern sie Wiederholung ist. zwingt ihn dazu. als dies einen Sinn hat. das sich von Anfang an eingeführt findet. es ist einfach ein Darunter [un en-dessous]. daß er ein Subjekt bei einem andern Signifikanten repräsentiert. aus diesem Formalismus hervorgeht. wobei jene primäre sind und ganz und gar nicht konstruierte. unter dem Begriff der Lust. daß. wie wir gerade gesagt haben. die auf Genießen abzielt. Handhabung der Schrift ist ŕ daher ist genau dieser Wissenstyp im Spiel. ist dasselbe Wissen. n. h scheiben. ist. artikuliert durch rein formale Notwendigkeiten. wenn es darum geht. das wäre ein hübsches Wortspiel. in der analytischen Klinik die Inzidenz der Wiederholung zu ermessen. Sie könnten es auch a. t. will sagen: das Denken des Aristoteles ŕ allein schon die Annäherung an die Logik. Das kann uns nicht erstaunen. es gibt nichts Gemeinsames zwischen dem Subjekt der Erkenntnis und dem Subjekt des Signifikanten. n. ein Sub-jekt. was heutzutage zu einem bestimmten Typ von Logik führt. zu unterscheiden. ein Subjekt und nichts anderes. das uns am geläutertsten [épuré] scheint. die. Aber wir können dieses Etwas eben mit keinem Begriff bezeichnen. allein schon die Tatsache. um weiter Lacan zu folgen. Daher ist dieses Wissen. die. wie ich gesagt habe. Es gibt kein Mittel. auch wenn ganz klar ist. daß es etwas darunter gibt. daß wir es auf keine Weise mittels Läuterung [épuration] aus dem Empirismus ziehen könnten. das hypokeimenon streng von jeder usia in sich selbst. daß dieser Signifikant in seiner Definition nur insoweit hantierbar ist. daß es Verlust an Genießen gibt. an sich und vor allem. Wissen Sie nicht. die. Mit anderen Worten: Das Wissen. als das Mittel des Genießens erweist ŕ des Genießens. das wir durch eine Erfahrung stützen können. was ich das a nenne. Was drängt sich uns damit auf. und zwar dadurch. durch Notwendigkeiten der Schrift. Und an ebendem Platz dieses Verlustes. um dieser inauguralen Wiederholung einen Sinn zu geben. wenn nicht jene Formel. Selbst einem Denken. insofern es die Grenzen überschreitet.56 wir tun könnten. um auf sie zu verzichten ŕ ist es das. als er für einen andern Signifikanten ein Subjekt repräsentiert. sagen wir: eine Entropie erzeugt? Das schreibt sich e. dessen. daß sich so sehr durch das Nachsinnen über die Bedingungen auszeichnet. ein hypokeimenon. die Bedingungen der Idee der Erkenntnis. daß er sie in die Kreisbahn [circuit] des Wissens eingeführt hat. Der Signifikant artikuliert sich also dadurch. genau gesagt. Auf einer bestimmten Ebene wird das Wissen dominiert bzw. das Wesen ist. sehen wir die Funktion des verlorenen Objekts erscheinen. von was immer auch. Was. die wir hier ausspannen68. in der Wiederholung und anfangs in der Form des einzigen/unären Zuges. daß es sich. Dieses Wissen zeigt hier seine Wurzel. einen Signifikanten mit einem anderen Signifikanten verknoten und die bereits eine Wirkung zeitigen darin. Nein. auf der elementarsten Ebene. nämlich durch die der modernen Logik. daß die Energetik. jener außerordentlich reduzierten Formel zu entgehen. daß das ŕ egal was die un68Mitschrift: versuchen [Miller: tendons / Mitschrift: tentons] 54 . der der Aufzwingung des einzigen Zugs. das arbeitende Wissen. den üblichen Spannungen des Lebens auferlegt sind. bei der jene ersten Buchstabier-Begriffe zu spielen anfangen können. worum es bei der Signifikantenverknüpfung geht? ŕ der.

Wenn der Signifikant sich als Apparat des Genießens einführt. ich mache Witze. die uns dieses Masochismus. an der Wurzel des Phantasmas liegt. das ist einer der Wege. nimmt das Genießen [le jouir] ebendie Zweideutigkeit an. bis man die Energie eintopfen kann. damit es eine sehr wirksame Maschine wird. Ich spreche von der Markierung auf der Haut. die Äquivalenz fühlbar wird. daß Sie eine leitfähige Tinte haben. jenes Sadismus nennen lassen. wieder 500 Meter hinaufzutragen. als habe man sich ihr früher zugewandt als die/der Analyse. auf denen der Andere in seine Welt eintritt. auf irgendeine Art zu beweisen. was ich den Ruhm der Markierung genannt habe? Ist es sicher. auf der physischen Sonde69 jenen Apparat von Signifikanten anzubringen. Wenn Sie aber die Signifikanten darauf anbringen. wenn ich mich so ausdrücken darf. werden mittels derselben Logik fabriziert. das Bezug zur Entropie hat. dann haben wir nicht überrascht zu sein. ja. Und warum sollte sie nicht leitfähig sein. Objekt des Genießens. in dem. die markiert. denn man hat die Entropie genau dann definiert. wenn es nicht so scheint. wo doch die Markierung an sich schon leitfähig für Wollust [volupté] ist? Wenn es etwas gibt.57 schuldigen [ingénus] Ingenieursherzen darüber denken ŕ nichts anderes ist als das Anbringen des Netzes der Signifikanten auf der Welt? Ich fordere Sie heraus. daß allein durch das Genießen und auf keinen andern Wegen sich die Spaltung einrichtet. die ins Spiel gebracht werden. daß das bedeutet: Genießen des Andern? Sicher. was die Welt des Phantasmas betrifft. d. damit diese Arten von Turbinen funktionieren. und ganz sicher ist dieser Weg nicht zurückzuweisen. was nichts anderes ist als ein Subjekt. um sie beim Namen zu nennen für den Fall. und dem Körper besteht. Wenn wir diese Ismen anwenden. der Markierung. erhalten Sie daraus natürlich Energie. keinerlei Arbeit. daß es keinerlei Arbeit gegeben hat. Gleichwohl aber gibt es etwas absolut Grundlegendes. dann ebendas. mittels deren auf seiner Ebene. Die Affinität der Markierung zum Genießen des Körpers selbst aber ŕ genau da zeigt sich.h. nämlich der Funktion des Signifikanten. daß ein Gewicht von 80 Kilo auf Ihrem Buckel 500 Meter abwärts zu tragen und. dann ist absolut sicher. das sich als Objekt des Genießens identifiziert. Heutzutage hat eine Maschine nichts mit einem Werkzeug zu tun. und auf keiner anderen. weil man damit überhaupt nicht zu Rande kam außer durch die Zuflucht zur Bizarrerie. das die analytische Erfahrung uns lehrt. von der ich gerade spreche. als man begonnen hat. durch die 69Mitschrift: Welt [Miller: sonde / Mitschrift: monde] 55 . Offen gesagt. zur Anomalie. jene Festmachungen durch Eigennamen ausgehen. Nun. und das ist. wenn Sie es einmal unten haben. daß es hier Erz-Taube gibt. daß Sie ganz legitimerweise Maschine eine kleine Skizze nennen können. von der in diesem Phantasma das beeinflußt wird. Unternehmen Sie den Versuch. Es genügt schon. die ich [hier] anspreche. wenn wir etwas erscheinen sehen. dann genau deshalb. Glauben Sie nicht. Der Beweis dafür ist. die Apparate. ein Kraftwerk bauen. was am Grunde. der der Flagellation. Des Genießens wessen? Ist es jenes. die zwischen der Geste. machen Sie sich ans Werk. ja. das das trägt. egal wo. Von der Schaufel zur Turbine gibt es keinerlei Genealogie. wenn Sie den Weg der Energetik einschlagen. daß das Null ist. Wenn Sie. von wo jene Begriffe. die Assoziation jenes Ruhms. Sie können sie sogar akkumulieren. stehen wir auf dem Niveau der Zoologie. die Sie auf diesem Papier hier machen. In der erotischen Praxis. Sie werden sehen. daß Sie den Beweis des Gegenteils erhalten. Es genügt ein Nichts..

die so zweideutig ist beim sprechenden Sein. die die Umwelt* mit der Innenwelt* verknüpfen.58 sich der Narzißmus von der Beziehung zum Objekt unterscheidet. jenem Schwund einen Status. was zunächst negative Zahl ist. von all dem. als solches. Tatsächlich erlangt das Genießen nur in jenem Entropieffekt. das an die Wandungen der Glocke geschlagen. das arbeitende Wissen. wenn ich so sagen darf. dazu gemacht. mit denen wir das als Objekt bezeichnen können. und die Apathie. wenn das Genießen untersagt ist. in Folge davon. Es kann daraus gut eine Religion machen. plus-de-jouir. ist im eigentlichen Sinne das. wovon es. die wiedererlangt werden soll. insofern als es. eingeführt. die Konsistenz des Spiegelbildes des Ichapparats ausmacht. seinem Ursprung nach. als Pfropfen zu dienen. ob es das nun weiß oder nicht. Alles in allem werden diese Abweichungen nie extrem sein. die ich gerade erwähnt habe. skopisch. was es erzeugt. eine Eventualität. daß das Wissen. und dennoch weiß jeder. dieses Objekt. daß das die Funktion der Mehrlust als solche ist. in der Apathie zu leben. indem sie diese diversen Termini oral. dieser Punkt des Verlusts. ist der einzige Punkt. nur da zeigt es sich. das. die zweifellos zunächst durch eine gewisse Anzahl von Objekten gefüllt wird. einen Unfall ins Spiel kommt. dem es nur die Einkleidung liefert. die Kluft. In der Tat. 57 sich auf die Signifikantenverknüpfung reduziert. wovon es gequält. Es geht nicht um eine Übertretung. ist das. einen Einbruch in ein Feld. gar vokal herausstellt. was letzten Endes die wahre Stütze. in seiner Masse selbst ŕ Massenpsychologie* betitelt Freud zur selben Zeit eine seiner Schriften ŕ beseelt wird. vom einzigen/unären Zug abhängt. selbst in den Praktiken nicht. ja. und [zweitens]. erstens. das ist der Hedonismus. das das ist. Und. wodurch es aus einer anderen Wissensordnung gemacht ist als jene harmonisierenden Wissen. wodurch das Genießen in die Dimension des Seins des Subjekts eindringt. Dieses Wissen ist Mittel des Genießens. durch die die Arbeit notwendig wird. daß das. und zwar zu wiederholendes Genießen. daß es eine Mehrlust gibt. die auf gewisse Weise im voraus angepaßt sind. das normal funktioniert. dann ist klar. Ebenda ist das Loch. kompensieren ŕ. daß es nur durch einen ersten Zufall. anal. wenn es arbeitet. Ebenda zweifellos bleibt eine klassische analytische Praxis stehen. Das sind die diversen Namen. daß es in der Dimension des Verlusts wahrgenommen wird ŕ etwas macht es notwendig. Auch wenn das Genießen beachtlich ist und sich dadurch bestätigt. Gerade dadurch. Genießen gemacht. zu. das. Allein die Dimension der Entropie verleiht hier dem Gestalt. gerade dadurch hat dieses gewisse Etwas. kann es doch nur durch eine ganz schwache Abweichung in Richtung auf das Genießen entstehen. was sich an Signifikanten wird artikulieren können. Diese Entropie. schnurrt in der Lust. von der es dann als Mar- 56 kierung eingerichtet wird ŕ auch wenn sich das erzeugt. was sich daraus ergibt. daß das. Auf der Ebene des Jenseits des Lustprinzips unterstreicht Freud mit Nachdruck. daß es die Sanktion des einzigen/unären Zuges und der Wiederholung besitzt. der . Daran ist nichts zweideutig. was es mit dem a auf sich hat ŕ das a aber. Von da ausgehend richtet sich jene Dimension des Genießens ein. das namens der Einfahrvorschriften [rodages] für die lebenswichtigen regulativen Apparate untersagt wäre. Das Lebewesen. das dort widergehallt hat. Ebendeshalb habe ich es zunächst mittels des Begriffs Mehrlust*. Und genau das ist die Dimension. darin besteht. Entropie. das ebensogut auch theoretisieren und eine Religion daraus machen kann. daß es [das Spiegelbild] im Innern gestützt wird durch dieses verlorene Objekt. ich wiederhole es.

sie auf diese Weise einzuführen. hat uns gezeigt. Mit dem Wissen als Mittel des Genießens erzeugt sich die Arbeit. nous puissions situer ce qu´il en est / Mitschrift: pour que nous puissions situer. 70Mitschrift: ŕ zulässig auch dieser Signifikant ŕ [Miller: pour que des signifiants aussi licites. daß die Arbeit des Sklaven/Knechts. was es mit der Deutung eigentlich auf sich hat. aus dem Grund. indem man zeigt. daß sie sich nicht ganz sagen läßt. was sie uns liefern wird. erneuert worden ŕ Anm. Das menschliche Sein [L'être humain]. die Wahrheit des Herrn ist? Und zweifellos die. was es mit dem Genießen auf sich hat. Dieser dunkle Sinn ist der der Wahrheit. Infolgedessen hebt der Diskurs sich hier auf. hat sich jenem Apparat nur an-zusprechen [s'apparoler]. verschaffen. damit wir durch ebenso zulässige Signifikanten70 bestimmen können. S2 nach S1. wie man an ihm akzentuieren muß. Wenn ich zu Ihnen davon spreche. daß es jenseits ihrer Hälfte nichts zu sagen gibt. Da fängt die Arbeit an. wodurch er das Mittel des Genießens ist. dann doch das. daß sie nur einem Halb-Sagen zugänglich ist. die Balance-Punkte. auch wenn das gewissen Leuten einige Lust zu verschaffen scheint. daß es genügt. durch die analytische Erfahrung. einen dunklen Sinn. ce signifiant aussi licite. daß genau da die der Deutung eigentümlichen axialen Punkte. wenn nicht Hegel. die Gravitätsachsen liegen. das. von der Aussage unter Vorbehalt des Aussagens. Mit etwas so Simplem wie meinen vier kleinen Zeichen habe ich Sie möglicherwiese gerade darauf gestoßen. ce qu´il en est] 71Mitschrift: sie erhellen 72Mitschrift: er [Miller: qui le réfute / Mitschrift: qu´il réfute] 73Mitschrift: oder Schemata 74Mitschrift: an die Mythen ŕ und ganz sicher ist sie. was es mit der Inzidenz des Signifikanten in der Bestimmung des sprechenden Seins auf sich hat. Bleibt nicht weniger. Offen gesagt aber sind wir vielleicht imstande. daß wir ihm die Gesellschaft eines andern Zuges. schließt und motiviert sich das. die ihn72 widerlegt. was ich artikuliert habe vom Aussagen ohne Aussage. daß das Wissen seinen ersten Ort im Diskurs des Herrn auf der Ebene des Sklaven/Knechts hat ŕ wer. Es ist aber bereits eine Arbeit geleistet worden. eine beträchtliche. von denen aus unser Vorstoß grundlegend das erneuern soll. wo sie klaffend bleibt. wo die auf erzwungene Weise geschlossene Hegelsche Konstruktion klafft. über den wir Zugang haben zu dem. Wenn es etwas gibt. die einen Sinn hat. das man zweifellos so nennt. Ich habe angegeben. andererseits mit seiner Einfügung in das Genießen des Andern auf sich hat ŕ mit dem. Das hat mit seinem Sprechen wenig zu tun. die uns aufklären71. was es mit der Wahrheit auf sich hat. daß jegliche Evozierung der Wahrheit nur möglich ist.59 einzige reguläre Punkt. was es mit seinem Sinn einerseits. hätte ich ganz gewiß nicht die Kühnheit. das unsere gesamte Annäherung abgrenzt und das durch die analytische Erfahrung ganz sicher erneuert worden ist 74.: In dieser Version fehlt das finite Verb der Satzeröffnung! 58 . andere Formen des Schemas73 dieses Diskurses vorzubringen und wahrzunehmen. 4 Hätte ich mich diesen Begriffen zweifellos nicht bereits unter verschiedenen Beleuchtungen zugewandt. als daß ich diesen Knoten des Halb-Sagens letztesmal dadurch illustriert habe. Das hat mit der Struktur zu tun. Das ist alles. daß dieser einzige/unäre Zug. welche sich zurichtet [s'appareille]. weil es nur der Humus der Sprache ist. Man spricht nicht vom Unsagbaren. was sich sagen läßt. daß ich angab. Darin übersetzt.

Er ist es. ist folgendes ŕ und zwar das genaue Gegenteil: Der Analytiker sagt zu dem. ist genau das. Was definiert den Analytiker? Ich habe es gesagt. Diese. die zu allen Zeiten. das ist die Liebe zu dieser Schwäche. was man von einem Psychoanalytiker erwartet. wie man sagt: universelle Liebe. daß uns unterstellt wird. der sich uns in Erinnerung ruft in den Bildungen des Unbewußten. Daß es Liebe zur Schwäche gibt. irgendwas wird immer dabei rauskommen. ist gewiß nicht das. mit denen man ihren Diskurs anschwärzt. Das76 ist nichts. dem zu wissen unterstellt wird. was 75Im Orig. womit sich die Übertragung verursachen läßt. dem zu wissen unterstellt wird. voire obstruction] 59 . was auch zu lesen ist als »Die Liebe der Wahrheit«. so verstanden. Ebendarauf baut all das auf. es ist nicht mein Fehler: die Analyse. die Übertragung begründen zu können geglaubt hat. selbst wenn alles sich ändert. von dem Freud auf den letzten Zeilen seiner Traumdeutung spricht? Was ist jenes Begehren. was die Wahrheit verbirgt und was sich die Kastration nennt. nämlich das. das sich über das Seinsverfehlen [manque à être] der Wahrheit lustig macht. es ist die Liebe zu dem. denn im vorliegenden Fall kann sich der Analytiker nicht auf jemand andern verlassen. 77Mitschrift: ja. Es gibt eine ganze Menge. jenem Subjekt. es wird wunderbar sein. durch nichts verändert noch gebeugt werden kann? Der Mangel an Vergessen ist dasselbe wie das Seinsverfehlen. Ich sollte dieser Erinnerungen nicht bedürfen. im Namen dieser paar Tabuwörter. was die Wahrheit ist. Was die Analyse einrichtet. das ist es. woraus wir einen Schleier machen. ich solle mich so verhalten. Ich habe es seit eh und je gesagt ŕ nur. den der Analytiker als Subjekt einsetzt. die Wahrheit. das ist nichts anderes als vergessen. Dieses Seinsverfehlen ŕ wir könnten es auch anders nennen: einen Mangel an Vergessen [manque d’oublie]. Was sich uns in Erinnerung ruft in den Bildungen des Unbewußten. 76Mitschrift: Vergessen. Ich habe oft darauf insistiert. in einem bestimmten Hauptstrang. darin liegt ganz zweifellos das Wesen der Liebe. Was ist jenes unzerstörbare Begehren. voile obstruction / Mitschrift: voile.60 Was ist die Liebe zur Wahrheit?75 Sie ist etwas. Die Liebe zur Wahrheit. das ist geben. Ich kann egal was sagen. was zu jenem Subjekt gehört. die in gewisser Weise sehr buchmäßig sind. Das aber. worum es geht. ein ganz klein bißchen daneben. ganz offensichtlich müßte man versuchen zu verstehen. die Liebe. insbesondere bei ihnen. was das eigentlich ist. eines auf irgendeine Weise vollen Seins. mit deren Lappen man uns wedelt. nie wahrnimmt. der Liebe zugewiesen worden ist. wie man es gewöhnlich tut. Es scheint. Das passiert Ihnen nicht alle Tage. der gleich anfangen wird: Los. als wüßte ich. Und zugleich damit wird begreiflich. um uns zu beschwichtigen.: l'amour de la vérité. nicht besonders viel zu wissen. sogar Verhinderung [Miller: voile. denn sein. Was vom Psychoanalytiker gefordert und was bereits in meinem Diskurs vom letzten Mal angegeben ist. deren Schleier wir gelüftet haben. was man von einem Psychoanalytiker erwartet. Alles in allem ist das so unehrlich nicht. wird ein wenig jene Rolle sichtbarŕ ich weiß nicht. mittels dessen man. Und die Übertragung gründet sich auf folgendes: daß es einen Kerl gibt. Verhinderungsschleier77 für das. das. der mir armem Dummkopf sagt. was es mit der Wahrheit auf sich hat. nämlich: das Unvermögen. sagen Sie irgend etwas. daß man bei den Analytikern. niemand hat je irgend etwas verstanden. was diese ursprüngliche Schwäche beheben könnte. was man nicht hat. was zur Ordnung des Seins gehören würde. und das ist auch noch natürlich. Wie ich gesagt habe. ob ich sie mystisch oder mystifikatorisch nennen soll ŕ.

das Genießen des andern78. daß er sein Wissen als Wahrheit fungieren läßt. diesen Platz oben links zu besetzen.61 das bedeutet. Ich habe es letztesmal gesagt. werden. 78Mitschrift: Andern . in Griffweite ŕ trotzdem habe ich immer das Gefühl. soll ich. insofern ich den psychoanalytischen Akt hervorbringe. Wenn der Analytiker versucht. denn das hat Konsequenzen. wo sie war. und nur an ihn. und die Mehrlust. dann genau deswegen. Da. der seinen Diskurs determiniert. weil er absolut nicht um seiner selbst willen dort ist. wie ich es letztesmal gesagt habe. die des Wo es war. JANUAR 1970. richtet sich jene Formel. soll Ich werden. die Mehrlust. das ist. An den Analytiker. einfach so. daß ich nichts tue als wieder und wieder zu sagen: die Arbeit ist für mich. die ist für Sie. 14. die ich so oft kommentiert habe. Das ist so da. Genau deshalb beschränkt es sich auf ein HalbSagen. und ich werde darauf zurückkommen müssen. Das. was man von einem Psychoanalytiker erwartet.

daß er sie auflöst und zur Kehrseite überzugehen gestattet. eine Text-Beziehung ŕ wenn Sie so wollen: eine Beziehung des Gewebes. die ŕ ich rufe das für diejenigen in Erinnerung. des Hysterischen ŕ den ich heute in die Mitte gestellt habe ŕ und schließlich der Diskurs. daß es in seinem Gebrauch eingeschränkt werden muß. Sades Humor. Dies soll uns einführen in das. Die Kehrseite erklärt keinen Ort. der uns gerade hier in hohem Maße interessiert. das von diesem Beginn an80 gestützt zu werden verdient ŕ Wahrheit ist kein Wort. Worum es geht. 1 In der Tat [En vérité] gibt es etwas. in der 79Frz. sehr genau. daß es etwas einfängt. U S2 S1 Hy a $ $ a H S1 S2 S1 $ S2 a Auf der Strukturebene. das außerhalb der Aussagenlogik leicht zu handhaben wäre. Sie zeigt. beschließt. SCHWESTER DES GENIESSENS Die Logik und die Wahrheit. sich gar dadurch stützt. bedeutet nicht. 80Mitschrift: durch diesen Beginn 62 . Daß aber der analytische Diskurs die Verschiebung um einen Viertelkreis.62 61 V WAHRHEIT. denn die Sprache zeigt die Grenze dieses Wortes. da es sich um den Diskurs handelt. Sicher. Das löst gar nichts. ja. der als universitärer bestimmt wird. Envers klingt an vérité an. und zwar zum Zweck der Demonstration dessen. auf der wir ihn dieses Jahr zu artikulieren versuchen. wie ich sage ŕ oder besser. mittels deren sich die drei anderen strukturieren. daß sich das Alles als solches dadurch widerlegt. Wittgensteins Psychose. Bleibt nicht weniger. »tournis«. was heute den Gegenstand einer wesentlichen Annäherung bilden wird. das keine andere Existenz hat als durch Sprache. was im strengen Sinne die Drehkrankheit bei Schafen bezeichnet. die nur sporadisch kommen ŕ respektive benannt sind: Diskurs des Herrn. nicht alles. das ist eine Rahmen-. Politzer und die Universität. was das eigentlich ist: eine Kehrseite [un envers]. als daß dieses Gewebe einen Umriß hat. daß selbst in der Welt des Diskurses nichts alles ist. beschließt der analytische Diskurs das Gedrehe79 der drei anderen.

und deshalb habe ich sie. daß sie dafür nicht begabt wäre. der sie. entbehrt in ganz besonderem Maße der Hoffnung. Was ich unterrichte. dazu treibt. Rückkehr zum Ausgangspunkt bedeuten kann. ist kein Zufall. wenn die Bedingung die ist. und besonders ŕ ich muß es sagen. auf andere Weise definieren. was ich für gewöhnlich dort hinschreibe. von gewissen Seiten her. Das ist kein Vogel. dann wird sie in diesem Kreislauf zu einem hervorragenden Führer. von denen man mir erzählte. daß man ihm Salz auf den Schwanz streut. ihm Salz auf den Schwanz zu streuen. Auch wenn. sondern dessen. sein Anfangsbuchstabe. sagen. Daß die Frauen in diesen Kreislauf der Diskurse weniger eingeschlossen sind als ihre Partner. das Virile. Nichtsdestoweniger ist jeglicher Dialog nur dadurch möglich. 63 . Genau das ist das Heilsame an ihm. und das mit Grund ŕ bei den weiblichen Analytikern. gewöhnlich groß W. die Geschichte vom halben Hühnchen stellte für den Autor. seit ich etwas von der Psychoanalyse artikuliere. ins Zentrum gesetzt. das Männliche. Mein erstes Lesebuch hatte als ersten Text eine Geschichte.63 man aus ihm einen Wert macht. Deshalb könnte. wie ich es ganz zu Anfang gesagt habe. ganz im Gegenteil. Dieser Gebrauch. seit einiger Zeit. Und wenn sie davon beseelt wird. habe ich bereits angesprochen. Soviel kann man von der Frau nicht sagen. einen seltsamen Schauder hervor. genau davon sprach er. läßt sich das nur dadurch fangen. als ich klein war. Oder auch. Wie gewisse Vögel. daß er/man sich auf der Ebene des Diskurses situiert. den man leichter als die andern fängt. die Wahrheit ist. sich sagen. die analytische Wahrheit mit der Revolution zu verwechseln. so wie er in der Himmelsmechanik gebraucht wird. Genau dies definiert die Hysterika. viel mehr als der Mann. könnte sehr gut den Titel tragen: Histoire d’une moitié de sujet [Die Geschichte vom halben Subjekt]. wir werden es sehen. Nur. was durch ihn analysiert wird. Standpunkt der Struktur. Der Mann. ist eine Schöpfung des Diskurses ŕ zumindest läßt sich nichts von dem. was es mit dem Subjekt auf sich hat. Das war wahr. Das ist nicht leicht. der reduziert ist auf das Hinschreiben eines. der sie geschrieben hatte. der. Vorteil zu ziehen hat aus dem. was wir eine gewisse Kultur des Diskurses nennen. durchbreche. bevor sie erschaudert. daß sie. Trotzdem ist klar: Daß das Wort Wahrheit bei ihr diesen besonderen Schauder hervorruft. auf das Hantieren mit einem Symbol. im Vergleich zu den drei anderen Ordnungen leisten kann. geschieht nicht durch Zufall. Man kann. worin sich eine gewisse Vorahnung widerspiegelte: nicht der sychanalisse. indem ich die Ordnung dessen. selbst in unserem Kontext. so wie wir es kennen. womöglich etwas dar. Nicht. Nichtsdestoweniger ruft es überall sonst. wie man in Le Paysan de Paris sagt. was der analytische Diskurs. sich in drei anderen Strukturen situiert82. nicht leicht zugänglich. wie man dies in einer Doktorarbeit tun würde. 81Mitschrift: Von gewissen Seiten her ist es genau das 82Mitschrift: die sich in drei anderen Strukturen situieren. Wo liegt das Wahre des Bezugs zwischen dieser Geschichte vom halben Hühnchen und der Geschichte vom halben Subjekt? Man kann es aus zwei Blickwinkeln angehen. das 81. Die Zweideutigkeit dieses Begriffs Revolution. die von der revolutionären Tugend der Analyse beseelt wird. die den Titel trug: Histoire d’une moitié de poulet [Die Geschichte vom halben Hühnchen]. die Geschichte meiner ersten Lektüre habe die Entwicklung meines Denkens bestimmt. die Frau. von der Art dessen.

in dem Sie sie nicht länger packen wollen. Das kann trotzdem sehr wohl einen Sinn haben. zweifellos. zu lesen als »kein Sinn« oder »Sinn-Schritt«. braucht man nicht hinzufügen. 84Mitschrift: Abwesenheit 85Gemeint ist Freges »Urteilstrich« in der Form des liegenden T. Nur hat man seit einer gewissen Zeit bemerkt. zu denken. 86Homonymie zwischen »pas« = nicht/kein und pas = Schritt. über Nachbildungen des Goldenen Kalbs [Veau d'or] genügen. wenn man bekräftigt. Die andere. ihn von etwas anderem stützen zu lassen als vom Signifikanten. Er hat nicht einmal einen anderen Sinn. den Freud getan hat. Sie wissen natürlich. wo das. Das Bild vom halben Hühnchen war die Seitenansicht der schönen Seite. ins Gewicht. dessen Extremismus ich sogleich herausstellen werde. eine ziemlich platte im übrigen. das würde alles ins Lot bringen. die durchgeschnittene. daß der Signifikant nicht das Objekt betrifft. ihm Salz auf den Schwanz zu streuen. Was ist gesagt worden? Der Satz. Übrigens. was es mit dem Sein auf sich hat. daß er am linken Ende einen senkrechten Strich dransetzt. wie dies ein Logiker tut. den Husserl schmiedet: Das Grün ist ein für. ohne foie. Woher jene Dialektik stammt. Als Subjekt des Satzes gibt es nur den Sinn. indem er gezeigt hat. sondern den Sinn. Sie behaupten. wo sie wahrscheinlich war. Justament: die Wahrheit fliegt davon. das. Seltsam: der Un-Sinn. ebendas. Was uns betrifft. ins Gewicht fallen. 85 Das wird dann die Bejahung. es gibt kein Mittel. Nur das. um ins Gewicht zu fallen. Man müßte nur alles wissen. Die Wahrheit fliegt in genau dem Moment davon. was uns auf einen Weg führt. warum nicht? Wenn man etwas sagt. die. Nur. Das schlägt einem auf den Magen. daß das nicht ausreicht. um es aufzuwecken. was gesagt worden ist. daß es ebendas ist. daß Monsieur Frege die Frage in Form eines waagerechten Striches stellt und sie [die Frage] von dem. daß es kein anderes Objekt als ein Pseudo-Objekt gibt. der tut es. Es sei denn. was ist eigentlich wahr? Mein Gott. 83 Was bedeutet das? Daß die Wahrheit verborgen ist. ist das. Der Sinn hat. das sei wahr. nicht aber. das 83Bezieht sich auf die Homophonie von »foie« (= Leber) und »foi« (= Glaube). Jedenfalls hat man auf diesem Weg jenen pas-de-sens vollzieht. wie hätten Sie auch können? Verblüffung und Erleuchtung. denn auf der rechten Seite sah man die Hälfte ohne Herz. insofern als er [der Signifikant] nicht das Objekt betrifft. das Wort ohne Schwanz noch Kopf. in den beiden Bedeutungen des Wortes. könne nicht nicht existieren. der Existenz. am Sinn hängt. was ist.64 Fest steht. vielleicht aber ist sie nur abwesend 84. was das meiste Sein hat. dadurch unterscheidet. Aber der Satz. es ist das. dieses Kalb. Schließlich. 64 . daß es wahr ist. da sie keinen Schwanz hatte. beispielsweise wenn es sich um eine Abstimmung mit grünen und roten Kugeln handelt. Das macht es nicht leichter. so beschränken wir uns darauf. kann eine kleine Geschichte. wenn ich so sagen darf. die Last [charge]. was es zu wissen gibt. daß es da auch ein Bild gab. sah man nicht. was das meiste Sein hat. zu sein. von der wir ausgegangen sind und die wir den pas-de-sens nennen mit der ganzen Doppeldeutigkeit des Wortes pas86. Und genau das ist der Schritt. was der Witz an Exemplarischem hat. Da herum dreht sich eine ganze Problematik des Urteils. die Wahrheit. Das beginnt mit dem Un-Sinn. Wie Sie sich erinnern. Wenn es das wäre.

Ist es aber sicher. daß es. wie es im Witz geschieht. aufweckt. besoin de dormir / Mitschrift: Schlaf Bedürfnis*. der. Vergessen wir es nicht. daß die absentia. was ich das pas-sans [nicht-ohne] nenne. im Galopp zurückkommt. daß homeliness. egal welcher. oder. Rhetorik: doppelte Verneinung oder Verneinung des Gegenteils. von dem wir wissen. entwischt. im Ablativ. von dem man annimmt. All das. sagt er. in der Realität. von der ich gerade gesprochen habe. der anders zu verstehen ist denn als voller Sinn.B. Und gar ein solcher Galopp. wie’s scheint. was ihm. besoin de dormir 89Was homophon ist mit sens = Sinn.65 im Stehen schläft [dort]. daß wir sie intus finden müssen. so daß man nur aufwacht. daß sie. was es an Sein im Sinn gibt. daß er diese Angabe durch die folgende vervollständigt: daß ein Traum genau in dem Moment. Und ganz ebenso ist es der Schritt [pas]. so wie das Natürliche. Man sieht dann. sans et puis sans ŕ eh! puissant! 92Mitschrift: der Analytiker 93Figur der klass. das überrascht. was die Zweideutigkeit dieses Begriffs verhehlt. unheimlich* ŕ jeder hat aus der Lektüre Freuds behalten können. darauf kommt ŕ. im Englischen. 88Miller: schlafen Bedürfnis*. Und weiter? Senz und dann [puis] sans91. der das Verfahren des Traums determiniert. was wir heute aussagen. wir wissen es. dieses kleine Wort. dazu ital. ebenso auch stets im Akt geschieht. die Macht [puissance] nur dadurch ist. 65 . was das Fremde. der einzige Akt ist. was ihm entwischt. bereits zu Beginn dessen erzeugt haben. kaum daß sie unser Feld durchquert. die. Dreck. dem Sein. Es ist der Wunsch zu schlafen*. Die Angst ist nicht ohne Objekt. weil er nicht innerhalb ist und es trotzdem evoziert. der viel eher das ist. auf der anderen Seite schon wieder draußen ist. hat 87»or dur« ist homophon mit »ordure« = Scheiße. Darüber variieren die Sprachen auf fremdartige94 Weise selbst. daß sie täuscht? ŕ sondern viel eher um das. um genauer zu sein. da seine erste Form so etwas wie senz war90. dieses sans ŕ daß wir es. hat im Französischen eine 89 merkwürdige Kontamination erzeugt. darum geht es nicht. dann bemerken wir. 90Vgl. z. es komme vom lateinischen sine. wichtig ist das. den die Analyse92 vollzieht in der Einführung der Fehlleistung [acte manqué] als solcher. daß er mit Sicherheit stets gelingt. 91Mitschrift: Sans. Der Akt. in dem die Wahrheit. Es überrascht durch einen gewissen Mangel an Sinn. dessen Gewicht und Akzent in dem. senza. gerade so. Merkwürdig ist. geht's da nicht um eine puissance [Vermögen. Darum herum gibt es ein ganzes Spiel mit der Litotes93. gerade all das betont. in dem er die Wahrheit loslassen könnte. um weiterzuträumen ŕ zu träumen im Realen. Herein kommt das harte Begehren zu dauern [le dur désir de durer] Eluards und das Begehren zu schlafen [le désir de dormir]. ŕ Wunsch zu schlafen*. Die Abwesenheit [L'absence]. was sehr unwahrscheinlich ist. Wenn Sie das sans [ohne] nehmen . wenn ich so sagen darf. Unrat. sans façon bedeutet? Trotzdem ist es dasselbe Wort wie Heimlichkeit*. Macht] ŕ eine ganz andere als jenes en puissance [potentiell] einer imaginären Virtualität. innerhalb? Warum nicht nebendran? Heimlich*. Haben Sie bemerkt. er hat nicht gesagt Bedürfnis zu schlafen*88. dem sich Freud im Mechanismus des Traums zuwendet. das Seltsame [l’étrange] ist. »nicht unschön«. ich zu zeigen versucht habe. Wir sind nicht ohne einen Bezug zur Wahrheit. das wirklich das größte Rätsel ist ŕ ohne daß man. aus reinem Gold ist [d'or dur]87. Wie das. alles in allem. der in den juristischen Texten gebraucht wird und von dem dieser Begriff ohne Schwanz noch Kopf herstammt.

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aber überhaupt nicht denselben Akzent.
Genau deshalb auch wird sinnlos* im Englischen durch meaningless übersetzt, d.h. nicht
dasselbe Wort, das, will man Unsinn* übersetzen, uns non-sensé liefern wird.
Jeder weiß, daß die Zweideutigkeit der Wurzeln im Englischen sich zu einzigartigen Ausweichmanövern eignet. Im Gegensatz dazu, und auf quasi einzigartige Weise, nennt das Englische
merkwürdigerweise without das sans ŕ avec étant dehors.
Die Wahrheit scheint uns in der Tat wirklich fremd [étrangère] zu sein, ich meine: unsere eigene
Wahrheit. Sie ist bei uns, zweifellos, aber ohne daß sie uns derart betrifft, angeht, daß man’s

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wirklich sagen will.
Alles was man sagen kann, ist das, was ich gerade gesagt habe: daß wir nicht ohne sie sind.
Litotes dessen, alles in allem, daß wir sie, weil wir uns in ihrer Reichweite befinden ŕ nun: daß
wir gut auf sie verzichten könnten.
Wir gehen vom sans zum pas-sans über und von dort zum sans-passé95.

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Ich mache hier einen kleinen Sprung und gehe zu dem Autor, der aufs nachdrücklichste formuliert hat, was dabei herauskommt, wenn man zu behaupten unternimmt, daß es keine
Wahrheit gibt als die, die in einen Satz, eine Aussage [proposition] eingeschrieben ist, und wenn
man artikuliert, was, vom Wissen als solchem ŕ wobei das Wissen durch einen Satz-/AussageGrund gebildet wird ŕ, in aller Strenge als Wahrheit fungieren kann. D.h., wenn man
artikuliert, was, dadurch, daß irgend etwas beliebiges ausgesagt wird, als wahr bezeichnet
und als solches gestützt werden kann.
Es handelt sich um einen gewissen Wittgenstein, der, so darf ich sagen, leicht zu lesen ist. Bestimmt. Versuchen Sie's.
Das erfordert, daß Sie sich damit zu begnügen wissen, sich in eine Welt zu versetzen, die strikt
die eines Denkens [cogitation] ist, ohne in ihr nach irgendeiner Frucht zu suchen ŕ was Ihre
schlechte Angewohnheit ist. Es ist Ihnen sehr wichtig, unter einem Apfelbaum Äpfel zu ernten,
selbst wenn Sie sie von der Erde aufklauben. Für Sie ist alles besser, als keine Äpfel aufzuklauben.
Der Aufenthalt, für eine bestimmte Zeit, unter diesem Apfelbaum, dessen Geäst, ich versichere
Sie, ausreichen kann, um Ihre Aufmerksamkeit ganz auf sich zu ziehen, so wenig Sie sich auch
dazu verpflichten mögen, wird gleichwohl das zum Kennzeichen haben, daß Sie dabei nichts
werden gewinnen können ŕ außer der Behauptung, daß nichts anderes als wahr bezeichnet
werden kann denn die Übereinstimmung mit einer Struktur, die ich, indem ich für einen
Augenblick aus dem Schatten dieses Apfelbaums trete, nicht einmal als logisch setzen würde,
sondern als ŕ das behauptet der Autor ŕ eigentlich grammatisch.
Die grammatische Struktur bildet für diesen Autor das, was er mit der Welt identifiziert. Die
grammatische Struktur, das ist die Welt. Und es gibt, alles in allem, nichts Wahres denn eine zusammengesetzte Aussage, die die Gesamtheit [totalité] der Tatsachen umfaßt, die die Welt bil94Mitschrift: seltsame [Miller: étrangèrement / Mitschrift: étrangement]
95Mitschrift: s’en passer [= darauf verzichten]

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den.96
Wenn wir uns dazu entschließen, in die Gesamtheit [l´ensemble] das Element der Negation
einzuführen, das erlaubt, sie zu artikulieren, dann müssen wir ein ganzes Ensemble von Regeln
entwickeln, die eine Logik bilden, die Gesamtheit aber ist, so sagt er, tautologisch, d.h., ebenso
blöd wie folgendes: Was auch immer Sie sagen, es ist entweder wahr oder falsch. Zu sagen, daß
es entweder wahr oder falsch ist, ist zwangsläufig wahr, aber es annulliert auch den Sinn. 97
Alles was ich Ihnen gesagt habe, so schließt er im Satz 6.51,2,3,4, denn er numeriert sie ŕ
alles, was ich hier gerade gesagt habe, ist, genau gesagt, Unsinn*, d.h., annulliert den Sinn.
Nichts läßt sich sagen, das nicht tautologisch wäre. Worum es geht, das ist, daß der Leser, nachdem er in die lange Zirkulation der Aussagen eingetreten ist, von denen, bitte glauben Sie mir
das, eine jede extrem anziehend ist, alles überwunden hat, was gerade gesagt worden ist, um zu
schließen, daß es anderes Sagbares nicht gibt ŕ daß aber alles, was sich sagen läßt, nur Unsinn
ist.
Vielleicht bin ich ein bißchen schnell gewesen bei meiner Zusammenfassung des Tractatus logico-philosophicus von Wittgenstein. Fügen wir nur folgende Bemerkung an: daß sich nichts
sagen läßt, daß nichts wahr ist außer unter der Bedingung, daß man von der Idee, von der Wittgensteinschen Demarche ausgeht, daß die Tatsache98 ein Attribut des einfachen Satzes
[proposition crue] ist.
Einfacher Satz nenne ich den, den man anderswo in Anführungszeichen setzt, bei Quine z.B.,
wo man die Aussage vom Aussagevorgang unterscheidet. Was eine Operation ist, die ich,
obwohl ich meinen Graphen genau auf ihrer Grundlage konstruiert habe, doch nicht zögere für
willkürlich zu erklären. In der Tat ist klar, daß es durchhaltbar ist, zu sagen ŕ wie das die
Position Wittgensteins ist ŕ, daß man keinerlei Bejahungszeichen an das anfügen muß, was
reine und einfache Behauptung [assertion] ist. 99 Die Behauptung gibt sich als Wahrheit kund.
Wie soll man von daher aus dem herauskommen, was es mit den Schlüssen Wittgensteins auf
sich hat? ŕ außer indem man ihm selbst noch dorthin folgt, wohin er gezogen wird, nämlich
zum Elementarsatz, dessen Beurteilung als wahr oder falsch diejenige ist, die, in jeder Weise,
sei sie wahr oder falsch, die Wahrheit der zusammengesetzten Aussage sicherstellen muß.
Was auch immer die Tatsachen der Welt sein mögen, ich würde sogar sagen: was auch immer
wir darüber aussagen mögen ŕ was die Welt ausmacht, das ist die Tautologie der Totalität des
Diskurses.
Nehmen wir den reduziertesten Satz, ich meine: den grammatikalisch reduziertesten. Aus gutem
Grund hatten sich bereits die Stoiker darauf gestützt, um ihn in die einfachste Form der Implikation einzuführen. So weit werde ich nicht einmal gehen, ich werde nur sein erstes Glied nehmen,
denn wie Sie wissen, ist eine Implikation eine Beziehung zwischen zwei Sätzen. Il fait jour [Es
ist Tag]. Das ist wirklich das Minimum. Il [Es], im Neutrum. Il fait, cela fait ŕ gelegenlich ist
es derselbe Sinn.
Auch Wittgenstein stützt die Welt nur durch Tatsachen. Nichts, wenn es nicht durch einen Rahmen aus Tatsachen gestützt wird. Nichts, im übrigen, als Unzugängliches. Allein die Tatsache
artikuliert sich. Diese Tatsache, daß es Tag ist, ist Tatsache nur dessen, daß es gesagt wird.
96Vgl. Tractatus, 1: »Die Welt ist alles, was der Fall ist.«
97Vgl. hierzu Tractatus, 4.461.
98Mitschrift: das Wahre [Miller: le fait / Mitschrift: le vrai]
99Vgl. Tractatus, 4.442 zu Frege.

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Das Wahre hängt nur ŕ genau da muß ich die Dimension wiedereinführen, die ich willkürlich
davon abtrenne ŕ von meinem Aussagen ab, nämlich wenn ich es passend [à propos] aussage.
Das Wahre ist dem Satz nicht innerlich, wo sich nur die Tatsache [fait], das Künstliche, Gemachte [factice] der Sprache kundtut.
Wahr ist, daß das eine Tatsache ist, eine Tatsache, die dadurch gebildet wird, daß ich sie sage,
bei Gelegenheit, während sie wahr ist. Aber daß sie wahr ist, ist keine Tatsache, wenn ich nicht
ausdrücklich hinzufüge, daß sie im übrigen wahr ist. Nur ist es, worauf Wittgenstein sehr gut
hinweist, eben überflüssig, daß ich es da hinzufüge.
Nur ŕ was ich zu sagen habe am Platz dieses Überflüssigen, das ist, daß ich wirklich einen
Grund haben muß, es zu sagen, einen Grund, der sich in der Folge expliziert.
Ich sage eben nicht, daß ich einen Grund habe, ich setze die Folge fort, nämlich meine
Deduktion, und ich baue Es ist Tag, vielleicht als gelogen ŕ selbst wenn es wahr ist ŕ, in
meine Anstiftung ein, die die sein kann, es auszunutzen, um jemanden glauben zu machen, er
sei sich über meine Absichten im klaren.100
Die Dummheit, wenn ich mich so ausdrücken darf, das ist, das Gemachte, das Künstliche des Es
ist Tag zu isolieren. Das ist eine verschwenderisch fruchtbare Dummheit, denn aus ihr geht eine
Stütze hervor, und zwar ganz genau die, die zur Folge hat, daß man bis in seine letzten Konsequenzen treibt, worauf ich mich selbst gestützt habe, nämlich, daß es keine Meta-Sprache gibt.
Es gibt keine andere Meta-Sprache als alle Formen des Kanaillentums ŕ wenn wir damit jene
merkwürdigen Operationen bezeichnen, die sich daraus ableiten, daß das Begehren des
Menschen das Begehren des Andern ist. Alles Kanaillentum beruht darauf, der Andere, damit
meine ich: der große Andere, von jemandem sein zu wollen dort, wo sich die Gestalten
abzeichnen, in denen sein Begehren erschlichen werden soll.
Auch diese wittgensteinisch genannte Operation ist nichts als eine außergewöhnliche Parade,
eine Aufdeckung des philosophischen Kanaillentums.
Es gibt keinen Sinn als den des Begehrens. Genau das ist es, was man sagen kann, nachdem
man Wittgenstein gelesen hat. Es gibt keine Wahrheit als die Wahrheit dessen, was besagtes
Begehren mit seinem Mangel verbirgt, um so zu tun, als sei an dem, was es findet, nichts dran.
In keinem sichereren Licht erscheint, was aus dem folgt, was die Logiker von jeher artikulieren,
nur um uns mit dem Aussehen des Paradoxes dessen zu blenden, was man die materielle
Implikation genannt hat.
Sie wissen, was das ist. Das ist die Implikation schlechthin. Man hat sie erst vor kurzem
materiell genannt, weil man sich mit einemmal die Augen gerieben und zu verstehen begonnen
hat, welch eine Ungeheuerlichkeit in der Implikation liegt, ich spreche von der, die irgendein
Stoiker behauptet hat. Nämlich die, daß die folgenden drei Implikationen legitim sind: daß das
Falsche gewiß das Falsche enthält [implique], das Wahre das Wahre, daß aber keineswegs
auszuschließen ist, daß das Falsche das Wahre enthält, weil es, im Ganzen genommen, um das
geht, was impliziert ist, und daß, wenn das, was impliziert ist, wahr ist, die Gesamtheit der
Implikation es auch ist.
Nur, das bedeutet etwas. Warum könnten wir, indem wir das Wort impliziert ganz leicht verschieben, nicht bemerken, was das Ins-Auge-springende bei folgendem ist ŕ was man im Mit100Als Illustration bietet sich hier der von Freud so geschätzte Witz von den beiden Juden in der Eisenbahn an
(»Wohin fahrst Du?« ŕ »Nach Krakau!«).

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telalter sehr wohl wußte, ex falso sequitur quodlibet ŕ: daß das Falsche gelegentlich auch das
Wahre beinhaltet, was auch bedeutet, daß es, das Wahre, etwas Beliebiges sei101.
Daß wir aber, wenn wir dagegen zurückweisen, daß das Wahre das Falsche beinhaltet bzw. daß
aus ihm etwas Falsches folgen kann ŕ denn genau das weisen wir zurück, andernfalls die
Aussagenlogik gar nicht artikulierbar wäre ŕ, bei jener merkwürdigen Feststellung landen, daß
das Wahre folglich eine Genealogie besitzt, daß es stets auf ein erstes Wahres zurückgeht,
dessen es nicht mehr verlustig gehen könnte.
Das ist eine so seltsame, eine durch unser ganzes Leben, ich meine: unser Leben als Subjekt, so
sehr widerstrittene Angabe, daß das ganz allein schon ausreichen würde, um in Frage zu stellen,
daß die Wahrheit auf irgendeine Weise als Attribut isoliert werden könnte ŕ Attribut von egal
was, das sich ans Wissen artikulieren könnte.
Was die analytische Operation betrifft, so zeichnet sie sich dadurch aus, daß sie in dieses Feld
auf eine Weise eindringt, die sich von dem unterscheidet, was sich, so würde ich sagen, im
Diskurs Wittgensteins verkörpert findet, nämlich eine psychotische Grausamkeit, neben der
Ockhams wohlbekanntes Rasiermesser, das aussagt, daß wir keinen anderen als einen
notwendigen logischen Begriff annehmen dürfen, nichts ist.

3
Die Wahrheit ŕ wir kehren zum Ursprung zurück ŕ ist von den Sprachwirkungen, verstanden
als solche, ganz sicher nicht zu trennen.
Eine andere Wahrheit als die des Feldes, wo sich das aussagt ŕ wo sich das aussagt, wie es
kann, wüßte sich nicht zu lokalisieren. Also ist es wahr, daß es kein Wahres ohne Falsches gibt,
zumindest seinem Ursprung nach. Dies ist wahr.
Daß es aber kein Falsches ohne Wahres gebe, das ist falsch.
Damit will ich sagen, daß das Wahre sich nur außerhalb jedes Satzes finden läßt. Zu sagen, die
Wahrheit sei von den Sprachwirkungen, verstanden als solche, untrennbar, heißt, das
Unbewußte in sie einzuschließen.
Dagegen nimmt, wie ich es letztesmal in Erinnerung gerufen habe, die Behauptung, das Unbewußte sei die Bedingung der Sprache 102, hier ihren Sinn an, nämlich dadurch, daß man will, daß
für die Sprache ein absoluter Sinn einstehe.
Der eine der beiden Autoren des Diskurses über L'inconscient [Das Unbewußte], untertitelt
étude psychanalytique [Psychoanalytische Studie], hat es früher einmal so aufgeschrieben, daß
er ein S über sich selbst drübersetzte, wobei er es unter und über eine Barre gesetzt hat, die
übrigens, verglichen mit dem, was ich damit gemacht habe, willkürlich behandelt wird. Der auf
diese Weise bezeichnete Signifikant, dessen Sinn absolut wäre, ist sehr leicht zu erkennen, denn
es gibt nur einen, der diesem Platz entsprechen könnte ŕ das Ich [Je].
Das Ich insofern, als es transzendental ist, aber auch insofern, als es illusorisch ist. Genau das ist
die letzte, grundlegende Operation, diejenige, mit deren Hilfe sich unerbittlich gerade das absi101Mitschrift: aus etwas Beliebigem folgt [Miller: ... que le vrai soit ... /Mitschrift: ... que le vrai suit ...]
102Gemeint ist J. Laplanche, der diese »Behauptung« in L´inconscient aufstellt.

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Unglauben* nennt. die man. auch dann. durch das zumindest etwas mit sich selbst identisch ist. Natürlich ist darauf keine Philosophie reduzierbar. strenggenommen. in aller Klarheit: sie wollen die Wahrheit retten. in der es um die Wahrheit geht. wenn er sich von Zeit zu Zeit in ein kleines Landhaus zurückzog. Über sie läßt sich. worum es geht ŕ alle geben es mehr oder weniger zu. Ganz sicher steht der Autor der Position des Analytikers darin nahe. wo das Ich sich entwickelt103. mittels dessen sich der S1 des reinen Imperativs konstituiert. daß er. Erinnern Sie sich daran. Um dieses Felsgestein zurückzuweisen. nämlich der. was sie [die Wahrheit] als solche betrifft. Der Imperativ ist ganz genau das. womit der Autor selbst auf perfekte Weise kollaborierte. Der da wollte die Wahrheit nicht retten. was der universitäre Diskurs nicht von dem Platz wegbringen kann. die ihr am meisten entgegengesetzt ist. vom Ich. als diejenige festmachen könnte. hat dies einen von ihnen. ist ganz genau das. als Wahrheit verhehlt. daß eine Universität wie die englische ihm einen Platz eingeräumt hat! Einen abgesonderten Platz. der Diskurs von Politzer mit dem Titel Fondements de la psychologie concrète [Grundlagen der konkreten Psy- 103Mitschrift: sich verbirgt [Miller: se développe / Mitschrift: se dérobe] 71 . und einige unter ihnen. daß ich es sage. das ist ganz genau das. das beherrscht. da auch wir mit ihr jeden Tag zu tun haben. das muß schon man sagen. der S1. sie hier zu finden. daß er sich vollständig aus seinem Diskurs eliminiert. nichts mehr zu sagen gibt. Ich habe gerade von Psychose gesprochen. das sich als Psychose anzeigt. erscheint unerbittlich die Ichokratie [Je-cratie]. Platz einer Isolierung. Das transzendentale Ich. um zurückzukommmen und jenen unerbittlichen Diskurs fortzusetzen. Tatsächlich gibt es da einen derartigen Grad des Zusammenlaufs [concurrence] zwischen dem sichersten Diskurs und einem gewissen frappierenden Etwas. Für die Philosophen ist die Frage stets sehr viel biegsamer und pathetischer gewesen. die luzidesten. daß sich durch ihn selbst noch der der Principia mathematica von Russell als aus der Luft gegriffen erweist. einfach um seine Wirkung zu spüren. es zu umgehen. an dem sich seine Wahrheit befindet. daß es kein Zufall ist. und wäre es auch die. nichts wissen wollen von der Ecke. dabei gelandet ist. der spricht [l´énonciateur]. sehr weit fortgerissen ŕ so weit. das ist dasjenige. wie Wittgenstein. wirklich. den ich oft zitiert habe? Ganz genau mittels dessen. jedenfalls nichts. vom Ich. das jeder. nichts sagen ŕ was nicht sicher ist.70 chert. Daß es bemerkenswert ist. Das mit sich selbst identische Ich. was er. In jeder universitären Aussage einer x-beliebigen Philosophie. daß es. Der Mythos vom idealen Ich. Wie aber definiert Freud denn die psychotische Stellung in einem Brief. das Ich des Herrn. macht man das zur Richtschnur und Grundlage des Wissens. von dem man sagen kann. wie er sagte. denn er steht immer in der zweiten Person. seltsame Sache. Für den Universitätsmenschen ist die Sache so pathetisch. nämlich ŕ falls es Philosophie wäre ŕ der Diskurs Lacans. daß man sagen kann. was ich mittels der Artikulation des universitären Diskurses bezeichne ŕ und genau dies zeigt. der ein Wissen auf eine bestimmte Weise ausgesagt hat.

während die SFP im Januar desselben Jahres als juristische Person erlosch. das für ihn das Welken der Blumen gewesen war. was die Linguistik ist. da doch jedermann über das Drama Bescheid weiß. was es mit den Bildungen des Unbewußten auf sich hat. unerbittlich wieder in ihn reinkommt. von wo. Das geht Schritt für Schritt. die Freud in seinem theoretischen Fortschritt vorbringt? ŕ wenn nicht. ehrlich gesagt. sei dafür ein faszinierendes Beispiel. drei Monate bevor Lacan die EFP ins Leben rief. Was wendet er gegen die Aussagen. Damals stand es außer Frage ŕ das ist Kleine Geschichte ŕ. von dem ich gerade gesprochen habe106. auf dem Kongreß der IPA in Amsterdam. Das aber. ich habe aber genug Dinge zu sagen. Zweifellos ist dieser Term das. das ist. irgend etwas beweisen könnte.a. Es ist immer 104Der korrekte Titel lautet Critique des fondements de la psychologie [Kritik der Grundlagen der Psychologie] (Paris 1928). daß er den Akzent auf folgendes gelegt hatte ŕ was zu seiner Zeit niemand sonst getan hatte ŕ: daß das Wesentliche der Freudschen Methode zur Erschließung dessen. daß dieser sich 1963 für die Seite der Anerkennung durch die IPA und damit gegen Lacan entschieden hatte. war Laplanche. speziell die universitäre. alles hätte ausgehen können. Alles gehorcht jener Anstrengung. das auf das hoffen läßt. Granoff. was ihn hat erfassen lassen. auf Kosten Politzers zu glänzen. daß Freud dadurch. aus dieser Psychologie herauszukommen. meines Wissens. Man muß dieses kleine Buch lesen. Laplanche. wodurch es Hoffnung für ihn gab. 105Mitschrift: Beißend 106Also J. das als Taschenbuch neu herausgegeben worden ist. daß da das Gebiet liegt. auch nur die geringste Vorstellung davon gehabt hat. dem universitären Diskurs zu entrinnen. zum Stoff unserer Unterhaltung. um mich auch bei etwas nicht aufzuhalten. was er seltsamerweise konkrete Psychologie nennt. neben Anzieu. die im Juli 1965. daß er um isolierbare Fakten herum formale Abstraktion aussagt. Er spürt genau. das entwischen läßt. das ist. den er in einem kleinen Verweis anführt. 72 Auf seine beißend105 scharfen Seiten über die Psychologie. selbst an der École normale nicht. 1964.. würde ich es mit Ihnen lesen. unter dem das zugedeckt worden ist. Ein Universitätsmensch. 73 . daß der Autor selbst diese Neuausgabe gutgeheißen hätte. was man auf dem Gebiet der Psychologie fordern kann. nämlich daß jedes psychische Faktum nur aussagbar ist. um auf diese Weise seine zukünftige Zuhörerschaft kirre zu machen. Verständlich wird die in den folgenden Äußerungen offensichtlich werdende Feindseligkeit Lacans gegenüber Laplanche durch den Umstand. eines Tages. daß es da eine Rampe gibt. folgt seltsamerweise eine Demarche. dessen bedeutsame Seltsamkeit jeder von Ihnen sehen kann: daß man dadurch. der ihn von Kopf bis Fuß geformt hat. ohne daß. der Mechanismen ein. ihre Affiliation erhielt. mittels deren er aus ihm herauskommen könnte. es ist aber trotzdem einzigartig. daß er sich so dem annäherte. wie er sich verworren ausdrückt. und wenn ich es hier hätte. wozu ihn die Begegnung mit der Analyse angeregt hatte. Gründungsmitglied der APF (Association psychanalytique de France).71 chologie]104. was dem Berichterstatter. ihn vorzuführen. wenn man das bewahrt. der sich sonst als Held gezeigt hat ŕ welch gute Gelegenheit. was für ihn [= Politzer] das Wesentliche dessen ausmacht. erlaubt hat. auf den Bericht zu vertrauen. ich meine die Terminologie. was er den Akt des Ich [Je] nennt oder besser noch: seine Kontinuität. daß niemand. daß man aus dem universitären Diskurs raus will. was zunächst als Schrei der Revolte auftritt. Man muß dieses kleine Werk lesen. Pontalis u. die ihn gewissermaßen zu ihr zurückführt. Das steht da wirklich: die Kontinuität des Ich. Vielleicht mache ich es hier. Der Akzent wird auf jene Tatsache der Sprache gelegt.

egal wie der Satz auch ausgesagt wird. weder dem in Frage stehenden Autor noch Politzer.. Dies ist sicher kein hinreichender Grund. vers dit. also auf den zu. denn Politzer kann nicht umhin zu spüren. macht faßbar. daß die Wahrheit Ich spricht. wenn dieser Satz dadurch Wirkung hat. aber das reicht nicht aus. Nicht. das wird*. 107Mitschrift: statt 108Mitschrift: Anderen 109Zum Beispiel in »La chose freudienne . auf was zu? Geschlagen zu werden [»wird*«. wie Freud sogleich analysiert. Der fragliche Berichterstatter zieht sich da zu leicht aus der Affaire. Und doch zeugt dieses Buch von einem eigenartigen Kampf. von Zeit zu Zeit einen zu haben. vers quoi? D´être battu: geschlagen*]. vers toi (etwa: auf du zu. daß ich selbst darin etwas sähe. Ich. das verdit [grünt/auf zu sagt]. damit es seine Akte vervielfältige. ich spreche109. Nur. verdit. ehe wir einander verlassen. indem er sagt.. daß das Ich. verdoie = beginnt zu grünen. das ist. und indem er sich dafür mit der einen und anderen meiner Aussagen über die Tatsache wappnet. Können wir ihn mit irgend etwas von dem affizieren. die Wahrheit. der ihn aussagt. daß. durch das Genießen gespalten ist. daß das Subjekt seine Botschaft in umgekehrter Form vom anderen108 empfängt. auf . geschlagen tändelt. dann zweifelsohne durch ein Subjekt.. daß auch der. das. exemplarisch dadurch. 110Mitschrift: wird. Gespalten. damit will ich sagen. vertu. dieses Kind ist. das ganz sicher nicht.. was bis dahin als Psychologie betrieben worden war. verdit. Stärke. das sind die Mißgeschicke des vers-tu [auf du zu]. daß er aus keiner Definition des Satzes ausgegrenzt werden könnte. das Unbewußte artikuliere sich nicht in der ersten Person. Anderswo habe ich sehr wohl gesagt. Da liegt das Wesentliche nicht. ohne deshalb107 das Irreduzible des universitären Diskurses im Verhältnis zur Analyse demonstrieren zu können. verdit = wird grün. zu sagt. vielleicht unzählig ist. 4 Wird uns ŕ angesichts dieses Gebrauchs der Sätze [propositions] ŕ. schäkert es ŕ vertu111. ist doch gerade ein Satz. verdit. was er in seiner Vorstellung als ganz und gar außerhalb des Feldes von allem liegend entwirft.72 gut. auf dich zu). wenn man davon profitiert. daß er sich durch ein Subjekt stützt. 111Mitschrift: vers tu [= auf du zu] . daß es keinerlei Kontinuität des Ich braucht. dieses Kind. infolge der Homophonie auch lesbar als vers tu.«. was ihnen nicht einfällt. dadurch. nicht genannt wird. der es schlägt und der. was sich durch den Begriff des Wahren oder des Falschen bezeichnet läßt? Dieser Fall. Er kann aber nicht anders als auf die Forderung nach dem Ich zurückzufallen. verdoie. was irreduzibel wäre. um das es geht. nicht folgendes gegenwärtig: Ein Kind wird geschlagen? Was dieses Phantasma ausmacht. wie sehr die analytische Praxis in der Tat dem nahe ist. vertu = Tugend. daß es geschlagen* wird110ŕ aber spielen wir noch ein bißchen weiter ŕ.

klar. was zunächst ein anderes Kind ist. nämlich Sade. oder der andere112. was Ich 112Mitschrift: Andere 113Mitschrift: sie 75 . Der Vater. Die Erfahrung hat es bewiesen ŕ ich spreche vom Moment der jüngsten historischen Eruption des Materialismus im 18. ihn113 zu begründen. Wir sind hier also darauf zurückgeführt. uns genügt das nicht. ihre Angestellten [employés]. mitnichten das Unbelebte ist. Sicher. daß es ums Genießen geht. er kann es auch Natur nennen. Wessen Genießen? Eines einzigartigen Wesens. mit dem Subjekt des Kindes. der gesagt hat Ich bin. daß Er das Genießen ist. die aus der Mehrlust geboren sind. der sich mit der anderen Hälfte identifiziert. Er ist es. Lesen Sie die Äußerungen Saint-Fonds ungefähr in der Mitte der Juliette. Was hat einen Körper und existiert nicht? Antwort: der große Andere. Ihr Gott ist die Materie. alles belebt bleibt ŕ belebt vom Begehren nach Genießen. daß wir sie gebrauchen [employons]. der hier die Rolle des Genießens spielt. wenn Sie mir diesen Ausdruck gestatten. wenn sich erweist. Nichtsdestoweniger ist er nicht faßbar außer denn als Körper. daß das nicht genügend akzentuiert wird oder sogar überhaupt nicht: Die Materialisten sind die einzigen echten Gläubigen. was eine ganz andere Form von Tautologie ist. dessen Funktion sicherstellt. Na und. dem ganzen Kontext nach ist jedoch offensichtlich. daß das Phantasma das Bild des Vaters mit dem zusammenschließt. daß Er ŕ mit großem E ŕ genießt. an diesen großen Anderen. Wenn wir an ihn glauben. RN] sein kann. Daß der Vater genießt. die halb ist ŕ denn auch der. in dem er es tatsächlich ist. es zu schlagen. außer. Deswegen liegt die einzige Chance für die Existenz Gottes darin. Wir sind die durch sie Gebrauchten. Eben darum ist es für den intelligentesten der Materialisten. Weil wir eben logische Bedürfnisse haben. deren Formel seine Liaison mit dem 74 Genießen ausmacht. Genau darum geht es. und genau dadurch genießt das [cela]. so sagt Freud. daß der Tod nichts anderes bildet als die unsichtbare Kollaboration mit dem Wirken der Natur. Wenn ich sage des Gebrauchs der Sprache. folgendes vorzubringen. daß man. das setzt hier den Akzent des Sinns. Dieses Genießen. Resultat des Gebrauchs der Sprache. nach dem Tod. war nicht dieses Kind. Wenn er sagt. daß nichts zu sagen hat als: Ich bin. worauf der Tod abzielt. das in der Geschichte derart auffallend ist. will ich nicht sagen. ehe ich Sie verlasse. ihm Platz gibt ŕ er wird nicht einmal genannt. auch den jener Wahrheit. Gott ohne Gestalt [Gesicht]. uns. dann ist es selbstverständlich. dann hat er einen Körper. daß das. wer auch immer es sei. der. das das geschlagene Kind ist. darüber staunt. daß für ihn. was Ich bin. mittels dieses Satzes. worum es geht. der uneliminierbar ist aus der Substanz dessen. Genau damit erlaube ich mir. genau das ist es. und Sie werden sehen.73 Das Du schlägst mich ist jene Hälfte des Subjekts. Weil wir Wesen sind. Nur. das funktioniert besser als alle anderen Weisen. die Stütze seines Phantasmas bildet. daß ein Körper in der Tat ohne Gestalt [figure = Gesicht. es empfängt seine eigene Botschaft in einer umgekehrten Form ŕ was hier bedeutet: sein eigenes Genießen in Form des Genießens des Andern. Jahrhundert. warum nicht? ŕ. ehrlich gesagt. man stellt dasŕ nie und auf keine Weise durch die Erinnerung substantialisierte ŕ Zwischenstadium wieder her. Die Sprache gebraucht uns/stellt uns an.

ist ein heikler Humorist. Ich habe das vor langer Zeit bezüglich der Antigone geäußert. welchem Genießen 76 . ist der Praktiker ganz einfach Masochist. daß er für Ihn zeugt ŕ dadurch.74 bin. sein Lakai reicht ihm. aus dem stets wieder Formen geboren werden. ist die Wahrheit gleichsam außerhalb des Diskurses. es Ihnen ŕ wie es meine Gewohnheit ist. in der letzten Minute ŕ zu sagen. was tut er da anderes als sein Unvermögen sehen zu lassen. das ist der Theoretiker Sade. Der Beweis dafür. weil sie nur dadurch verwandt ist. Aber warum das? Wie kann Sade das so genau fühlen? Genau da spielt herein. innerhalb übrigens vernünftiger Grenzen natürlich. kann ich wahrnehmen. daß er dem Anschein nach sadistisch ist. umgekehrt die Frage stellt. das strengt an. als würde er merken. nur dann Konsistenz besitzt. daß man dadurch. Wie Sie durch eine gewisse Anzahl von Geschichten wissen. Weil er sich weigert. von dem er sagt. wenn die grundlegendsten logischen Strukturen tatsächlich mit diesem dem Genießen ausgerissenen Stiel zusammenhängen. als das. was bewirkt. Sade war Theoretiker. Sade. Wenn's ums Genießen geht. von denen ich gerade gesprochen habe. zerfetzten. daß er sie zurückweist. daß sich dann. sie ist die Schwester. denn sich darin erschöpfen. indem er den Tod dieses Gottes dekretiert. wie man sieht ŕ man braucht ihn nur zu lesen ŕ. Was kann das bedeuten. um mit ihnen fertig zu werden wahrhaft nötig wäre. etwas anderes zu sein als das Instrument des göttlichen Genießens? Das. daß diese Partikel. noch so schwach. Nur ŕ da ich Psychoanalytiker bin. ist. sie mit einem zweiten Tod zu schlagen? Und für wen ist der erreichbar? Natürlich. als solcher bezeichnete Wunsch. die übrigens durch seine Feder belegt sind. Er. Er braucht dazu Gott nicht. Warum zum Teufel ist Sade dann Theoretiker? Warum dieser erschöpfende Wunsch ŕ denn er ist für ihn ganz und gar unerreichbar ŕ. in der sich die Grundlage der Logik selbst als dehiszent erweist. daß der zweite Tod vorm ersten liegt und nicht hinter ihm. Diese Art und Weise. Ihn exaltiert. daß er. der Masochist. in der sich seine Grenze markiert. das zu sein. wenn man seine Stärke als Effekt seiner Unvollständigkeit bezeichnet. in die die Fragmente von nach den alleraußerordentlichsten imaginierten Akten zerrissenen. Er ist ein humoristischer Herr. Der Praktiker. ist das die einzig schlaue und praktische Position. daß man die Wahrheit liebt. wie Sade es erträumt. die wir heutzutage in der Logik machen. daß die Sprachwirkung dem Genießen nur das entreißt. tot. Nicht daß er sie würde retten wollen ŕ er liebt sie. Und warum? Weil er die Wahrheit liebt. und sei es. das Instrument Gottes zu sein. so in ein derart offensichtlich symptomatisches System fällt? Hier zeichnet sich etwas ab: Indem sie sich als Residuum der Sprachwirkung setzt. der Natur in ihrem mörderischen Wirken zu Hilfe zu kommen. daß er sie liebt. was ich letztesmal von der Entropie einer Mehrlust gesagt habe ŕ genau das sieht man nicht ŕ. das ist etwas anderes. für uns ist er erreichbar. aber was? ŕ die Schwester dieses untersagten Genießens. Warum ist er Theoretiker? Vielleicht werde ich die Zeit haben. zerstückelten Leben sich zerstreuen ŕ daß es. zum Genießen nur durch die Mittelchen gelangt. Zum Beispiel. Ich sage. für welches Genießen jene Eroberungen einstehen. wie man sagt. das. daß er. daß er es sei. dieser geschriebene. daß ein logisches System. zu genießen. Er hat es damit. und wie jeder gute Masochist lacht er sich. Indem er diesen zornigen Aufruf vorbringt. daß er nicht so aussieht. was er ist.

außer ich sage es114 im Diskurs der Hysterika. Jene Stellung der Schwägerin jedoch merke ich mir. Na und? Seit langem schon kannte man den Platz. Sade. 114Mitschrift: . liebte Sade nicht gerade wegen seiner Schwägerin die Wahrheit so sehr? Über dieser Frage werde ich Sie verlassen. ist weder eitel noch aufs Geratewohl. die jedermann kannte. an affair. belle-sœur. daß das ödipale Verbot ihn von seiner Frau getrennt hatte ŕ wie es die Theoretiker der höfischen Liebe von jeher sagen: es gibt es keine Liebe in der Ehe ŕ. 21. Eigenartigerweise ist erst vor ganz kurzer Zeit jemand zu den Amerikanern gefahren. Wir werden es zu entwickeln. von dem jeder weiß. einen Vortrag zu halten. Freud hatte mit seiner Schwägerin115 das. was ist hier eigentlich die Wahrheit? Daß ich die Stellung der Wahrheit hinsichtlich des Genießens als schwesterlich bezeichne. was auf »Schwester« verweist.75 entspricht sie [= die Grundlage]? Anders gesagt. Es durch irgendwelchen Jungschen Klatsch zu stützen ändert daran nichts. um ihnen über eine Sache. was man schamhaft eine Affaire nennt. es auszusagen haben 115Frz. den Minna Bernays in den Präokkupationen Freuds einnahm. JANUAR 1970. 77 .

Genau das ist die Schwierigkeit für denjenigen. um zu bezeugen. was Unterricht über den Diskurs des Bewußtseins ist und was von neuem begonnen hat. 80 .151-193 [dt. Der Diskurs des Bewußtseins.76 79 VI DAS LACANSCHE FELD Freud tarnt seinen Diskurs. Das genügt. daß er ihn verhehlen müßte. worauf sich ein Diskurs bezieht. ein Vortrag. eines unter anderen. unter dem Titel »Vortrag über die psychische Kausalität« in: Schriften III. was er beherrschen zu wollen eingesteht. S. Mittel des Genießens. immer leicht ist. Offen gestanden. natürlich in der Psychiatrie. Einer meiner besten Freunde ŕ er steht mir sehr nahe ŕ. Das Glück des Phallus. den ich. S. davon gehen wir aus in dem. der da ist. möchte ich Ihnen folgende Regel für die erste Einschätzung geben: Das. was jeden Tag von neuem beginnt 117.116ist das. an den Diskurs des Analytikers heranzubringen versuche ŕ er muß sich im Gegensatz zu jedem. lange bevor 116Mitschrift: dessen geben. sondern weil es. Willen befinden. Ihm antwortete ich in einem gewissen Vortrag. das beherrscht. kurz gesagt. soweit ich kann. in: Écrits. Hegel. Eigentum des Reichen. H U S1 $ S2 a S2 S1 a $ $ a S1 S2 a S2 $ S1 Hy A Wir werden weitergehen. Der Reichtum. zu beherrschen. er beginnt jeden Tag von neuem 118»Propos sur la causalité psychique«.123-171]. und um ein mögliches Mißverständnis zu vermeiden. mindestens aber dem eingestandenen. unendlich oft. Diskurs des Bewußtseins. den ich vor einer ganzen Weile gehalten habe über die psychische Kausalität 118 . Marx und die Thermodynamik. was den Unterricht betrifft. daß ich. hat dem den letzten Schliff gegeben: Diskurs der Synthese. in den Diskurs der Herrschaft zurückzugleiten. um ihn in die Verwandtschaft des Diskurses des Herrn einzuordnen. er hat von neuem begonnen. Ich sage mindestens aber dem eingestandenen ŕ nicht. worauf sich ein Diskurs bezieht: es 117Mitschrift: .

so daß ich diesmal das Ende unseres Treffens nicht verzögere. die sich sagt. daß Freud den Akzent auf das setzt. was bewirkt. die Phänomenologie nennt. durch seine Evidenz frappieren wird. mehr oder minder diffus. 81 . Sie werden sehen. ich habe schon genug darauf insistiert. Genau da hätte er angegriffen werden müssen durch das. man muß es sagen. daran zu erinnern. Darin widersetzt er sich jeder Besänftigung. daß es einen andern gibt. das Wissen zählt sich auf. zu diesem Ursprung zurückzukehren. der Rosenkranz. Freud hält einen seltsamen Diskurs. wie ich stets Lust habe. was sich durchgesetzt hat. Ich bin zurückgeschreckt wie gewöhnlich. Um Freud zu widersprechen. was sich sagt. das strikte Gegenteil zur Kohärenz.. denn genau deswegen hat Freud sich durchgesetzt trotz der Proteste. tue ich es nicht.159 [Schriften III. das ist. Nun. dadurch. Ich wollte mit einem Aphorismus beginnen. Übersetzung leicht modifiziert]. geschähe das auf abrupte Weise. Der Diskurs rührt an es ohne Unterlaß. was jeder x-beliebige wissen kann: Das Wissen leiert sich herunter. Und er rührt es von neuem auf [il l’émeut à nouveau]. der Sie. wer es sagt. sobald er versucht. S. Gerade weil ich Lust dazu habe. Was Freud aber sagt. Sie zu schockieren.134. daß 119Ebd. die er in unserer Epoche innehat. die seinen Eintritt in die Welt des Ideenhandels begleitet haben. soviel ist es jetzt. Daß es nicht wisse. Würde ich so beginnen. reichte es nicht aus. warum ich davor zurückgeschreckt bin. das den Diskurs hält. dafür ist man schon immer eingestanden. Eben das hat diese Art Vorrangstellung durchgesetzt. Das Subjekt des Diskurses weiß sich nicht als Subjekt.30 h. daß es nicht weiß.77 ich mich des analytischen Diskurses annahm. was man. und ŕ genau das geht nicht von allein ŕ das. bereits über einige Orientierung verfügte. er spult sich ganz von allein ab. da haben Sie das Unbewußte. daß das Wissen sich unsagbar weiß. geht noch durch. Man hätte den Angriff auf folgendes richten müssen: darauf. niemand sagt ihn.und abertausendmal am Tag diese bastardhafte Kette aus Schicksal und Trägheit. hoffe ich. Das. als daß ich nicht behaupte. und insbesondere. das ist. es zerlegt sich. aus falschem Erfolg und verkannten Begegnungen hört. ich hätte die Lösung. was den Bezug des Diskurses zum Genießen herstellt. die gesagt wird. daß er sich dort erzeugt. Das Wissen ŕ ich denke. 120Lacan begann sein Seminar stets exakt um 12. was es sagt. aus Würfelwürfen und Erstarrung. Und wahrscheinlich ist das es auch. damit das in Ihren Kopf geht ŕ. das Wissen ist eine Sache. von dem man weiß. ich zähme Sie. S. aber glücklicherweise habe ich das vor zwölf Uhr einunddreißig getan 120. Wenn Sie mir erlauben ŕ ich wollte mit einem Aphorismus beginnen. daß ŕ Freud keinen Blödsinn redet. zur Konsistenz eines Diskurses. ich vermeide es. als ich ihm ungefähr folgendes sagte: Wie könnte man diese ganze psychische Aktivität anders auffassen denn als einen Traum. das Wissen spricht ganz von allein. die den geläufigen Text eines Menschenlebens ausmachen119? Rechnen Sie also in meinem Diskurs mit nichts Subversiverem. 1 Nichtsdestoweniger ist klar. daß nichts brennender ist als das. wenn man tausend.

der Ordnung dessen. nicht ohne Interesse. Der eine und der andere. ja. eine herausragende Persönlichkeit dadurch. daß. der unerbittlich rückständig ist. worin er mit dem Genießen zu tun hat. das kann eine Begleitung bilden. der sich so nahe wie möglich an das hält. wodurch ein kinematographischer Apparat. ein helles Licht auf das geworfen worden sei. der farbige Bilder aufnimmt und. was Streit ausgelöst hatte. Ist das so abwertend? Haben Sie nicht bemerkt. 82 . wenn man sagt. dann frage ich mich. Er ist auf der Höhe eines Diskurses. was man vom Hauptgesang erwartet. Vielleicht wissen Sie. ziemlich gut überlebt. eines Genießens. das kann auch gesungen werden. wo er. ehrlich gesagt. daß der wichtigere/übergeordnete Orgasmus. Da ŕ das ist offensichtlich ŕ drückt sich Freud mitunter. Es ist nicht bequem. von innen heraus festhält. das zunächst auf das Äquivalent des männlichen Genießens reduziert worden war. passiert. man rutscht ganz schön rein ins Blödsinn-reden. trotz allem. was in der Scheidenwand. die an der Universität Washington durchgeführt worden seien. was das ist. nämlich auf den Primat oder Nicht-Primat eines Genießens bei der Entwicklung der Frau. jemand sei ein Blödmann. was der Diskurs Freuds uns vorzubringen erlaubt. sie befänden sich sonst in einer gewissen Ordnung. Und genau aus diesem Grund nennt man ihn so. wenn er dorthin zurückkehrt. da läßt er uns im Stich. wo der Diskurs auftaucht. sondern nur über bestimmte Zitate ŕ sehe. was sich auf das Genießen bezieht ŕ so nahe. dank einer gewissen Anzahl von Versuchen zum vaginalen Orgasmus. der der der Frau sei. daß. Sehr häufig lassen sie ihn in einer Art konformistischem akademischem Regreß erstarren. von der Gesamtpersönlichkeit abhängig ist. Das merkt man an folgendem: Widerspricht man ihnen. daß das eher bedeutet. eine ganz eigenartige Freude angesichts der Tatsache. wie es bis zu ihm [= Freud] möglich ist. die ihn bei seiner Einführung umgibt. Als Begleitmusik am Rande dessen. was dem Ausdruck Blödsinn reden [déconner] seinen Sinn verleiht. so riskiert man immer auszurutschen. mag das sehr interessant sein. so wie man sagt beisingen [déchanter]. daß er sich durch alle möglichen Kuhhändel zwischen den verschiedenen Strömungen hervorgetan hat. das neben den Hauptgesang geschrieben wird. Den letzten Meldungen nach zu urteilen. Das ist nicht bequem. Und trotzdem. Monsieur Gillespie also bekundet in der letzterschienenen Nummer des International Journal of Psychoanalysis eine gewisse Freude. besagte Gesamtpersönlichkeit zu erfassen. Sie bringen den Diskurs derer durcheinander. das ist. Genau das aber ist es. Diese Arbeiten eines gewissen Masters und einer Johnson sind. daß diese Widersprecher. in der Umgebung des Genießens scheitert. Sonst würden sie Freud ihre eigenen Folgerichtigkeiten aufzwingen. der Beigesang ŕ etwas. ins Innere eines den Penis vorstellenden Appendix montiert. wodurch dieser Apparat imstande ist. Genau das macht auch das Verdienst von Freuds Diskurs aus. warum man von Zeit zu Zeit diesen oder jenen als Blödmann bezeichnet. Er. sich an diesem Punkt einzurichten. daß sie keinen Blödsinn reden. das zu sagen.78 er. wenn ich ŕ ohne daß ich mich direkt auf den Text habe beziehen können. ist. Alles in allem fragt man sich. die die Analyse in diesen letzten fünfzig Jahren durchzogen haben. wenn ich wagen darf. aber letzten Endes ist es überhaupt nicht das. Freud und Marx ŕ was sie kennzeichnet. Wolle Gott. Die Frage des weiblichen Genießens gibt er preis. wie sich dort abzeichnet. bekundet Monsieur Gillespie. er ist auf der Höhe. worum es geht. daß man nicht so recht weiß. dann frage ich mich. Blödsinn reden. die sich an sie dranhängen wollen. daß er ein Nicht-so-blöd-Mann ist? Was mich deprimiert.

Nur haben sie. in der dieser Diskurs eines solide autonomen Ego zweifellos verlockende Resultate versprach. 2 Wir werden vom Genießen nicht einfach so sprechen. die ihre Blütezeit in Berlin gehabt hatten. wir nennen's auf Französisch bonheur. und wenn man einmal in es eintritt. und zwar zentriert um ein Wort. und Sie werden nie wissen. den Freud seinem Diskurs über das Genießen verpaßt. Das also kommt aus fünfzig Jahren Erfahrung heraus. seit jenen Jahren glücklich klargestellt worden ist. und daß das. wenn man so sagen kann. muß hier in groben Umrissen daran erinnert werden. bis wohin das geht. insbesondere die Solidität und der Ruhm einer Entdeckung sind. die sich durch diese vergangenen fünfzig Jahre hindurch offenbart hat. dann begreift man. Und immer ist es das Genießen. Für eine Rückkehr zum Diskurs des Herrn kann man Besseres in der Tat nicht tun. Sie beglückwünschen sich dazu. daß. Einen gibt es. dann weiß man nicht. daß sich die Autoren gegenseitig zu der Solidität beglückwünschen. machen Sie die Probe ŕ greifen Sie aus diesen fünfzig Jahren irgendeine Nummer heraus. überraschen wird. in die amerikanische Gesellschaft. was.79 Ebendeshalb. diese fünfzig Jahre die ersten Wahrheiten aufs beste bestätigt haben. Das vermittelt uns eine Vorstellung von den. Genau das aber habe ich geglaubt heute tun zu müssen in einer Form. Ich werde die Dinge mittels eines anderen Elementes angehen. was Freud entdeckt. alles in allem. retrogressiven Gegeneffekten zu jedweder Art von Überschreitungsversuch ŕ was die Analyse gleichwohl eine Zeitlang war. mit fortschreitender Auslöschung des Freudschen Diskurses. im analytischen Diskurs fehle es. weil es soviel Beigesang gibt. Sie werden sehen. 83 . was ich den Versuch der ökonomischen Reduktion nennen könnte. Das fängt beim Kitzel an und endet damit. was aus dem hervorgeht. Nicht ohne Grund tarnt er ihn so. Sie sagt immer dasselbe. von Zeit zu Zeit ihre Mitarbeit eingeschränkt. die Sie. daß das Genießen ŕ das ist das Faß der Danaiden. Wenn Sie den veritablen Jubiläumsband lesen. Wir also werden die Dinge auf eine bestimmte Weise sagen. da es auch eines der geläufigen Themen der analytischen Propaganda ist ŕ auf Englisch heißt das happiness. sind es auch immer dieselben Autoren. nämlich das vor Konflikten geschützte Ego. den die erwähnte Nummer des International Journal bildet. welche Wirkung das hat. auch wenn sie Sie nichts lehrt außer den rechten Ton dessen. daß die Triebfeder der Analyse die Güte ist. und wie die Analyse zeigt. Ich habe Ihnen schon genug darüber gesagt. Stets ist es von der gleichen seichten Belanglosigkeit. vermöge der Injizierung dreier Analytiker. von dem man nicht sagen kann. von wann sie ist. wenn man’s direkt ausspricht. damit Sie wissen können. Ich bitte Sie. der sich auf einer [einzigen] Seite ausdrückt. die man das autonomous Ego nennt. das Sie ganz leicht finden werden auf dem Umweg über diese Nummer. hoffe ich. mit zunehmender Ermüdung. daß man sich mit Benzin übergießt und anzündet.

Das ganz genau ist uns enthüllt worden durch das. daß sie letzten Endes ebenso wie Dora glücklich wäre. wie 84 jedermann zu sein. seine feinsinnigen Bemühungen. die Frau. sie gräme sich darüber. die Frau geworden ist. womit er sie obendrein noch vollmachen will. Gegenwart dessen. die unter dem Titel steht La direction de la cure et les principes de son pouvoir [Die Ausrichtung der Kur und die Prinzipien ihrer Macht]. daß die schöne Metzgersfrau nicht sieht. wahrlich ein goldener Blödmann. den obengenannten. zu sagen. nicht selbst seine Trägerin zu sein. das ist. Man erinnere sich: Da gibt es die schöne Metzgersfrau und ihren Stecher von Ehemann. die sie zu finden hätte. man muß es wirklich sagen. was das ist. daß an vollkommenes Genießen nichts herankommen als das [Genießen] des männlichen Orgasmus. ich habe sie herausgestellt. daß er sie besänftigte. Diese Blessur also kann nicht kompensiert werden durch die Befriedigung. daß sie für die Freudsche Theorie zentral ist: Es gibt kein anderes Glück als das des Phallus. Nur ŕ das. Kränkung. Der Träger des besagten. dessen beklagtes Fehlen diese Blessur verursacht. daß die Hysterika die erste Unbefriedigung symbolisiert. die sie voll Versunkenheit betrachtet in der Gestalt der Dresdner Madonna. Mittels jener Anbetung des Objekts des Begehrens. dann ist das Glück seit jener Epoche. einer andern. die der Träger dadurch hätte. mittels jener Anbetung also stopft sie ihren Penisneid [revendication pénine]. was bedeutet. bei der ich Sie zur Kenntnis zu nehmen bitte. daß es. Was sie nicht sieht. der unterstellt wird. daß seine Partnerin diese Privation akzeptieren möge. zu dem. die Mehrlust. daß das. seine zärtlichen Dienste vergebens sind. denn er weckt besagte Blessur 121 der Privation nur wieder auf. das ist alles. So. Seine Betonung des unbefriedigten Begehrens. wozu sich das autonomous Ego gut entschließen könnte ŕ das Glück. sie wird wiedererweckt durch seine bloße Gegenwart. Davon ausgehend begreift man. mit der sie sich umgibt und die in der Falldarstellung Frau K. Tatsächlich lehrt uns genau das die analytische Erfahrung. daß es heißt. Andere. die darin besteht. nicht durch Opferbereitschaft. wie ich mich ausdrücke. aber auch Beleidigung.80 Wofern man es nicht auf eine ziemlich traurige Weise definiert. in den Schoß einer Partnerin trägt. namens dessen all seine Liebesanstrengungen. weshalb sie ihm zeigen muß. der es selbst gesagt hat. nämlich auf den sogenannten Traum der schönen Metzgersfrau. daß sie keinen Wert legt auf das. obwohl sie es hat. Freud schreibt das in allen möglichen Formen. Und genau das erlaubt mir zu sagen. worauf die Freudsche Theorie den Akzent setzt. ihn. heißt. zu überlassen wäre. die die seine war. dieses Wesentliche ihres Ehemanns. ein Faktor der Politik geworden. jene. sondern aus reiner Verzweiflung. was Freud aus dem Diskurs der Hysterika herauszuziehen gewußt hat. was man sagen kann. 85 . das ist. Fleisch auf die Knochen dieses Begriffs zu bringen durch eine andere unvermittelte Aussage. daß nur der Phallus glücklich ist ŕ nicht der Träger des besagten. Sie sieht es im Traum nicht. Verletzung. ganz im Gegenteil. Und das selbst dann. weil auch ihr kleiner Horizont Grenzen hat. Wenn wir Saint-Just glauben. wenn dieser. an ihrem Horizont. dieses Wesentliche. niemand weiß. Dora zum Beispiel. sie tut's. und er schreibt es sogar auf die naive Art. die sehen es. was das Wesentliche betrifft. nichts bringt. denn genau darum geht's im Traum. nämlich. das ich in jener Schrift kommentiert habe. Versuchen wir hier. dieses Objekt einer andern zu 121»blessure« = Wunde. indem ich mich auf das Minimalbeispiel stützte. müht sich damit ab.

bewirkt. seine signifikative Streuung hat. was wir sagen. Danach ist mir ein anderes Wort in den Blick geraten. nämlich daß sich das ganze Spiel um den Phallus dreht. das situiert und. die sich zur Schau stellen.81 überlassen. sondern den verwandten ŕ zu der Situierung der Bezüge des Diskurses zum Genießen. aber im Lateinischen. daß es [= das Genießen]. Reproduktion. wie. quadriert ist durch die Funktion der Mehrlust. Selbstverständlich gibt es in den sexuellen Verbindungen nicht nur den Phallus. was das beinhaltet. und ich muß Ihnen wirklich gestehen 122. Ich habe mich plötzlich gefragt: Wie sagt man eigentlich auf Griechisch zum Geschlecht [sexe]? Das Schlimmste war ŕ ich hatte kein französisch-griechisches Wörterbuch.. Das ist die eigentliche Bedeutung des Ödipuskomplexes. weil es das einzige ist. diesem Genießen zu substituieren. der Freudsche Diskurs zentriere sich um die biologische Grundvorgabe der Sexualität. das Glück spenden würde. so haben wir definiert. dem also. dessen Ursprung. sehr wahrscheinlich. Genau das zeigt. genau aus diesem Grund ausgeschlossen ist. in zwei Klassen. was natürlich nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. mittels dessen. Gefunden hatte ich genos. Deshalb erinnere ich an sie. das. sondern gar an eine Bezugnahme auf die Biologie. dann. dieses Organ. was in der analytischen Untersuchung interessiert. was die Funktion des Geschlechts im Freudschen Diskurs in den Vordergrund rückt. Hier werde ich mein Maß nehmen. was ich anfangs klargestellt habe. was es an Privilegiertem hat. als stürben sie derart ŕ das ist ganz und gar nicht das. Es gibt noch andere Lösungen. 86 . wenn man so sagen kann. in etwas ganz anderem liegt als dem phallischen Genießen. es gibt keins. die Natur. Und genau deswegen ist das. daß man sehr. das hat überhaupt nicht diesen Akzent. Erzeugung. Die offensichtlichsten Dinge. Stamm. den Einbruch des Todes. da knüpft das ganz klar an secare123 an. zu wissen. die ich anzugeben versuche. nicht so aussehen. zumindest eines Teils von ihnen. nämlich. die. sieht man am allerwenigsten. dessen Apparat. In bezug auf das Griechische müßte man die Untersuchung auf andere positive Sprachen ausdehnen. daß man sein Genießen gewissermaßen gut 122Mitschrift: an etwas nehmen. das zu verändern. den es für uns und seine Gebrauchsordnung. daß Geschlecht. die nicht sexuiert sind. wenn wir sagen: das Geschlecht. weil sie die skandalöseste ist. der der des Gesellschaftlichen ist und in den Ödipuskomplex mündet. die ich bereits wiederholt herausgestellt habe und die ich in ihren konfigurativen Bezug einsetzen möchte ŕ nicht den zentralen. schlechte. denn das bedeutet eine Menge anderer Dinge. bevor man denkt. Wenn ich die hier angebe. sehr vorsichtig sein muß. weil die andern. mit dem Akzent. das ist. das heißt nur so kleine. daß das sexus ist. Nur ŕ das. aber seine Konnotationen sind ganz andere: physis. und übrigens. Genau da bemerkt man. von dem ich Ihnen wirklich gestehen muß 123»secare« = (ab-)schneiden. etwas beigebracht wird. Ich erinnere hier nur an die augenfälligen Tatsachen des Freudschen Diskurses. und deshalb will ich da noch einen weiteren Akzent setzen in der Absicht. Sein Umriß ist natürlich keinesfalls diese biologische Referenz. gemahne ŕ nicht nur an irgendeinen x-beliebigen Organizismus. in Stellvertretung des Verbots des phallischen Genießens. Diese Aufteilung der Lebewesen. was die Vorstellung an Aura für Sie mit sich ziehen kann. Im lateinischen sexus ist das impliziert. das ich es erst vor nicht allzu langer Zeit entdeckt habe. Rasse. von dem man merkt. Es gibt noch viele andere Raffinessen in der Art und Weise.

daß sich alles um diesen Einsatz dreht. reduziert auf das. angehängt mit dem Maul. Wenn es in der Biologie etwas gibt. sie weben nicht. uns eine ungefähre Vorstellung von dem vermitteln könnte. Jedenfalls ist das die Vorstellung. wenn am Ende das Männchen. bei der das Weibchen ungefähr so groß ist große Geste mit ausgestreckten Armen und das Männchen so. um den Augenschein dermaßen leugnen zu können. wenn es etwas gibt. seine Funktion als Männchen. Dies also rückt die Dinge an ihren Platz. was die Sexualapparate konstituiert. es kann das sehr lustig finden. davon ist dann nichts mehr übrig. Es ist nicht undenkbar. sie spinnen nicht. die Vergegenwärtigung des Mangels. der sich mit der Verneinung dieser Harmonie identifizierte. was jene Tatsache repräsentiert. genannt die orgasmische. Es hängt sich an ihren Bauch. wahrlich selbst derjenige sein mußte. wenn man so sagen kann. Unsere Tradition setzt es als das. dem Spiel des Begehrens. Er sagte nicht soviel darüber. was es in dem großen menschlichen Spiel unserer Tradition. eine vage. bei denen das entscheidende Kopulationsorgan seinen Funktionen des An. was sich bei bestimmten Tierarten vollzieht. was es nicht betrifft. was mangelt? Es gibt jemanden. Da ist es also. was! Es gibt da drinnen etwas. zur Knospe. seine Leber resorbiert. dann sagte er: Ich bin der Weg. die wir als sehr lokal. und es hängt sich da so gut dran. nichts mangelt. dann wäre das ungefähr das. der eines Tages gesagt hat: Sorget Euch nicht. Zumindest hat man ihn so verstanden. das. deren diskursive Wurzeln wir jetzt zeigen werden. Das Begehren hat keinen unmittelbar engen Bezug zu diesem Feld. Es kann die Dinge anders auffassen. sehr außergewöhnlich auffassen können. daß es sich frustriert fühlt.82 isolieren kann. nämlich in der Hauptsache die Testikel. im Gesamt des Feldes dessen. Übrigens ist das nicht an den Haaren herbeigezogen. daß Freud sie gleichwohl so darstellt. sein Herz. keinesfalls aber grundlegende Ähnlichkeit mit jener Position haben könnte. so hat man schon gesagt.und Abschwellens nach gleich gut isolierbar wäre. Er mußte Gottes Wort selbst sein. mit diesem Ausschluß des Phallus auf sich hat. daß er noch immer einige Illusionen hatte hinsichtlich der Bezüge zur griechischen physis. und von da aus erfüllt es. die Wahrheit und 88 . die das sexuelle Begehren bilden würde. die vollständig definierbar ist: wenn's erst mal vorbei ist. die man sich davon gemacht hat. In der Tat gibt es nicht sehr viele Tiere. schließlich aber fand Horaz. daß es das Problem der Geschlechtsverhältnisse sehr vereinfacht. Die Frage ist. das eine Entsprechung. wo die Haut des einen anfängt und wo die des andern. was es ist. es ist da. Kürzlich erst habe ich ŕ und deshalb spreche ich zu Ihnen davon ŕ sehr hübsche Fische gesehen. daß ihre Hautgewebe nicht zu unterscheiden sind ŕ nicht mal unterm Mikroskop kann man sehen. den Eros. so monströs. Glaubt man einem seiner Schüler. um diese wahrhaft herausfordernden Äußerungen tun zu können. Um starke Worte zu gebrauchen ŕ ich werde Ihnen das nicht im Symbolismus ersäufen ŕ. was am Ende einer bestimmten Zeitspanne in dieser kleinen tierischen Tasche übrigbleibt. was er damit machen soll. schauet die Lilien auf dem Felde. aufgehängt am rechten Ort. als man ihn Das Wort Gottes genannt hat. hat er eben eine Eigenschaft. das sei eher 87 traurig ŕ und das beweist. ermattet. und doch ist ihrer das Himmelreich. ihn gedeutet. den der eine nicht hat und von dem der andere nicht weiß. Post coitum animal triste. ist's vorbei. um dem Gebiet der Biologie bye-bye zu sagen. Sondern das zeigt gut. Er ist denkbar als ausgeschlossen. ganz klein hält den kleinen Finger hoch. determinieren. Es ist klar. wenn man sieht. wie sich artikulieren läßt. Und genau da kann man fragen: Wie kann man irgend etwas begehren? Was ist das. wobei diese Funktionen eine Kurve. daß man. wie es eine Spezies sein muß.

daß er identisch ist mit dem einzigen/unären Zug. Seine Entdeckung war. eines Zuges. wir werden schon sehen. denn Gott weiß. was nichts anderes heißt als: dem Genießen. was man den ersten sexuellen Schub beim Menschen nennt. das beginnt man von vorn. von dem ich Ihnen an Freuds Text herausgearbeitet habe. sich dermaßen zu desavouieren. der Umkehrpunkt seiner Entdeckung. der vollkommen dem Genießen ausgeliefert ist. ihm zu entkommen. Es stimmt. Die Wiederholung ist eine präzise Bezeichnung eines Zuges. Nichts jedenfalls erlaubt. Schließlich amüsiert sich niemand damit. das spricht. Bleiben wir nicht da. es. das. in der Sie es zurückweisen. ehrlich gesagt ganz schön von den Socken. was für ein Wissen das ist. Es ist die folgende: daß das Wesentliche an dem. insofern er einen Einbruch des Genießens ins Gedächtnis ruft. daß die Lust in ihrer Regel und ihrem Prinzip übertreten wird. Und das hat ihn notwendigerweise zu dieser Entdeckung geführt. dem kleinen Strich. kein Subjekt verantwortlich ist. nein. womit man bei der Erforschung des Unbewußten zu tun hat ŕ daß das die Wiederholung ist. wie die Verdauung oder irgendeine andere physiologische Funktion. auf das Sie stoßen. die er das »Jenseits des Lustprinzips« nennt. Für das Tier gilt nicht dasselbe. Im Prinzip hat niemand Lust darauf. dann fühlt es sich. Neben dieser Tatsache aber. daß die Leute trotzdem ungefähr wußten. auf das es nicht gefaßt war. außer mir. Genau das ist es. was determiniert. zeigt sich. sich zu bewegen. Das war der erste Fund. als sie dachten. Da weiß man. Freud hat den Subjekten gesagt: Sprechen Sie. Genießen der Pflanze. wie man's machen muß. in der Sie nach ihm gestrebt haben oder. weshalb sie der Unlust weicht.83 das Leben. was man darüber sagt. des Genitalen. und auch die Art und Weise. Aber genau daran. und ich rate niemandem. was man beendet hat. daß die Lilie auf dem Felde ŕ wir können sie uns gut als Körper vorstellen. für das. das könnte etwas anderes sein als die Bemerkung. daß es ein vollständig artikuliertes Wissen gibt. daß er in der Tat das Spiel des 89 . ist ganz offensichtlich das. Die Wiederholung. das bedeutet nicht: das. das Wissen. Mehr ist nicht zu sagen: nicht zwangsläufig dem Schmerz. es verlockt. daß man aus ihm Das Wort Gottes gemacht hat. daß nur Das Wort Gottes die Macht hatte. ich sagte es eben schon. sprechen Sie nur. daß das Genießen ŕ daß wir dennoch seine Mittel wissen. Vielleicht ist es ein unendlicher Schmerz. wo man genießt. des Geschlechtlichen ins Begehren etwas völlig anderes ist als die Geschlechtsreife. wohin das führen kann. um vor allem so wenig Genießen wie möglich zu erhalten. zuviel Gebrauch davon zu machen. und genau das ist. daß die Einsetzung der Zeugung. dieses Wissen berührt. was wir als Ökonomie deuten: die Möglichkeit. dem Element der Schrift. auf gewisse Weise. über so etwas zu sinnieren. Zweifellos ŕ von der vorzeitigen Sexualisierung zu sprechen hat seinen Nutzen. was sie sagten. Genau das nennt man Lustprinzip. Jede seiner Wachstumsphasen identisch mit einer Empfindung ohne Form. das Unbewußte ausbuchstabiert zu haben. im Gegenteil. nämlich vorzeitig. Sicher. Nun gibt es da diese Sache. wir werden sehen. machen Sie's doch wie die Hysterika. was passiert. denn es besitzt das. Genau deshalb ist es vorstellbar. der Unlust. Ebendies hat Freud gerade um 1920 herum entdeckt. und trotzdem. Ich habe Ihnen gerade vom Kitzel und vom Rösten gesprochen. zu sagen. eigentlich gesagt. Pflanze zu sein. Hier zeigt sich. Wenn ein Subjekt plötzlich auf es stößt.

Diese Verkehrung impliziert den gemeinsamen Nenner des Ausschlusses des spezifisch männlichen Organs. und zwar genau dadurch. daß ihm seine Wahrheit verborgen ist. was sie ist. und ein gewisser Hegel hat artikuliert. Dies in Erinnerung zu rufen ist absolut wesentlich in dem Moment. Und von daher auch erzeugt sich die Frau als Objekt. auf die Mutter. wie die Blume ihre Wurzeln ins Genießen selbst hinabsenkt. Es gibt andere Tiere als der Mensch. Die Mittel des Genießens stehen unter der Bedingung offen. daß dieser Diskurs sich verbirgt. was es in Hinsicht auf das Genießen ist ŕ und ist es nicht. daß sie ihm geliefert wird durch die Arbeit des Knechts. an die man Anspruch richtet. daß es etwas gibt. in dem. die Tarnung der Wiederholung zu wagen. Die Frau erlaubt dem Genießen. Mutter. der auf der Ersetzung des Herrn durch Den Staat beruht. bedeutet nicht. dann auch: verdichten. und es hat sie nicht zu einer avancierten Ausarbeitung des Begehrens geführt ŕ die Affen. Klar ist. drängen. und zwar zumindest dann. Es geht nicht nur darum. daß man erkennt. Ich bin nicht hier. Sie führt zur Mehrlust. die Frau. bleibt nicht weniger bestehen. der Vorteil liegt hier im Zusammenhang mit dem Diskurs. daß er auf das abgeschlossene. also einerseits sexuelle Differenz. Mittlerweile scheint er wirklich definitiv widerlegt worden zu sein durch einige Funde ŕ die von Marx. das auseinandergefaltet werden muß. sondern einfach von einer Dominanz der Frau als Mutter. sich Kitzel zu verschaffen. Nur ŕ dieser Diskurs Hegels ist ein Herrendiskurs. in die Sexualisierung der organischen Differenz verkehrt. was wir die Differenz der Geschlechter im Natürlichen nennen können. und zwar als Mutter. als Institution der Tarnung. etwa wie eine Doppelbelichtung. die das. das komprimiert ist. die sich auf dem langen Weg der Kultur vollzieht. um 124»coactare« (in der ursprünglichen Bedeutung) = zusammentreiben. Im Gegenteil. worauf als Genießen er verzichtet. vom Verb coactare.84 Genießens implizieren kann. Das Wort verborgen [caché] hat im Französischen seine etymologischen Stärken. und andererseits dadurch. der eine verborgene Wahrheit enthalte. daß das. 90 . be-/verengen. Sie bringt ihrem Kleinen das Paradieren bei. metaphorische Verwendung im Sinne von hineindrängen. zwingen. um beim absoluten Wissen zu enden. Genau da fügt sich die gewaltige stille gesellschaftliche Übereinkunft ein. -bringen (von Vieh). weil sie. damit es lesbar ist. coacticare124 ŕ das bedeutet. von den Verboten zu sprechen. daß sie nicht ist. die fähig sind. die sagt. wenn man von ihm die Arbeit der Wahrheit erhofft. daß es Diskurs ŕ und nicht nur den analytischen ŕ nur durchs Genießen gibt. Den Diskurs des Herrn als einen zu charakterisieren. 3 Das Eindringen ins Politische kann nur dadurch erfolgen. coactitare. das seltsame Genießen verzichtet hat. Mutter. sich die Frage nach dem Platz der Analyse im Politischen stellt. spricht man von der Kehrseite der Analyse. Hier zeigt sie sich als das. daß er sich drückt. daß sie das ist. etwas. was den Schnitt zwischen der Libido und der Natur einführt. die befiehlt und zugleich damit die Abhängigkeit des kleinen Menschen instituiert. zusammenstellen. Von da an ist das Männliche das. nicht nur der organische Autoerotismus ist. Es kommt von coactus. was er ist.

gerade diesen Diskurs des Herrn hat erblühen sehen. ist das. an dem letzten Endes nichts verrät. was sie erzeugt. Andererseits: Legt nicht gerade die Formalisierung eines Wissens. die zum erstenmal dieses durch die Thermodynamik so bezeichnete Feld vereinheitlichen. vom analytischen Aussichtsturm aus. daß er ihn abliefert. was. verhohlen war? So gesehen ist es der Diskurs des Herrn. der sich durchsetzen mußte. was am Beginn des Wissens davon in der Welt des Knechts eingeschrieben. die Essenz jeglicher Bestätigung in der Kultur ist. deren Etappen Hegel Schritt für Schritt folgt. ganz im Gegenteil ŕ. des auf zwei Ebenen wiederholten Signifikanten. die. S1. um zunächst daran zu zweifeln. wohin sie führte. er hatte die Geburt der Thermodynamik nicht miterlebt. auch den Verlust seines eigenen Eintritts in den Diskurs erfassen und. indem sie das Kind an die Mutter fixiert. Wenn das Wissen Mittel des Genießens ist. und nicht mehr. was es mit der analytischen Subversion auf sich hat. in welchem Maße wir uns. Wissens vom Knecht die ganze Geschichte. die das Wissen haben. Etwas 91 steht dem entgegen ŕ das ergibt sich durch eine genauere Beobachtung dessen. daß die Arbeit am Horizont ein absolutes Wissen erzeugt. um eine Plünderung dessen. das plötzlich aufgetaucht ist und wovon die neuerliche Überprüfung dessen ausgegangen ist. mit ansehen. und noch einmal S1. Selbst wenn sie von denen ausgeführt wird. indem er erneut in den Mechanismus seiner wiederholten Versicherung [assertion] eintrat. Es bildet aber eine der Achsen. ja überhaupt irgendein Wissen. von Hegels Standpunkt aus. und ich werde hier keinen Nachtrag liefern. sie zum auserwählten Sitz der Verbote macht. um einen Transfer handelt. sich um diesen Diskurs herumwand: das Ausweichen vor dem absoluten Genießen. das ihn aufnimmt und 92 . ohne daß er ŕ und das ist eigenartigŕ gesehen hat.85 ihn zu kommentieren. den alleinigen Besitzer der Mittel des Genießens. Der zweite S1. von der ich einmal sprach und die. darunter. und das aus gutem Grund. es ist aber niemals das Wissen ŕ keine Arbeit hat je ein Wissen erzeugt. insofern dieses dadurch determiniert ist. die sich durch seine Gleichheit mit sich selbst bestätigt. daß es sich. die alle Wahrheit problematisch werden läßt. dann ist die Arbeit etwas anderes. wohl genug fühlen. Er steckte noch im Feld der Newtonschen Entdeckung. Der Herr gab sich zufrieden mit diesem geringen Zehnten einer Mehrlust. was sich am Horizont des Aufstiegs des Herren-Subjekts in einer Wahrheit findet. daß der Knecht selbst innerlich unglücklich darüber wäre. Dies alles in allem. das ist. auf denen ich Sie sich zu situieren bitte. was es in unserer Kultur mit den Bezügen des Diskurses des Herrn zu etwas auf sich hat. damit Sie erfassen. durch diese Ichokratie [jecratie]. ihn. unter allen anderen. Von daher aber mußte der Herr. Ganz anders steht es mit dem. S1. kurz und gut. des Knechtes. daß die stille gesellschaftliche Übereinkunft. so scheint es. kann das. wie dieses Objekt a auftauchte. dann ist der Entzug seines. das Becken. uns nahe. Wäre er in der Lage gewesen. sondern ich werde einfach zeigen. sehr wohl die Wahrheit sein. sich den Kopf mit Formeln vollzustopfen. Schaut man ihn [sich] genauer an. das wir als die Mehrlust festgemacht haben. eher als um einen durch die Arbeit des Knechts eingetretenen Fortschritt ŕ als hätte es in seinen Lebensbedingungen auch nur den kleinsten Fortschritt gegeben. das ist der [Stau-]Damm. Ich habe Ihnen das bereits vorgetragen und kann es hier nicht wiederholen. dann hätte er dort vielleicht folgendes erkennen können: die reine Herrschaft des Signifikanten. was der Herr den Knecht zahlen lassen mußte.

4 Wollte ich Ihnen Stoff zum Nachdenken darüber liefern. Was im [Wasser-]Fall gesammelt wird. das ist die Plünderung des Genießens. Das ist das sogenannte Carnot-Clausiussche Prinzip. dann würde ich Ihnen ŕ weil ich es vor kurzem wiedergelesen 125 Bezieht sich offensichtlich auf den Vergleich der Terme im Verhältnis zu den Plätzen im Diskurs des Herrn und der Universität: In der Tat rückt das a. was. das kann Erfolg haben. genauer noch. Unglücklicherweise gibt es etwas. das viel eher Produkt davon ist. das im Dazwischen verschwindet oder. wo alles nur noch Zählen ist ŕ die Energie selbst ist nichts anderes als das. zur Ordnung von etwas gehören kann. was zählt. der. sein126 Äquivalent für die Mehrlust. bei denen dieser Begriff ein Echo auslöst. das hält noch immer viele in Bann. und daß an den Platz des Knechts nicht etwas kommt. daß am Platz des Herrn sich eine höchst neuartige Artikulation des Wissens einrichtet. die Vierteldrehung. eine. Und dennoch ist dieser Mehrwert das Denkmal der Mehrlust. als daß ein absolutes Wissen ins Spiel kommt? Das bloße Ideal einer Formalisierung. Die Verbraucher-Gesellschaft gewinnt ihren Sinn daraus. wo dieser Prozeß entsteht. und zwar ganz von allein. das man als menschliches qualifiziert. was zählbar ist ŕ signifiziert dieser Diskurs nicht. entweder einzuschreiben oder von ihr abzuziehen ist. den Primat zuweist. Eine Etage nach oben verschoben. das im Diskurs des Herrn auf dem Platz des Produkts (der Arbeit des Sklaven steht). allem. im Diskurs der Universität an ebenden Platz. ohne sich darüber Rechenschaft abzulegen. sondern schreibt sich einfach als Wert ein.125 Marx denunziert diesen Prozeß als Plünderung. das. seinem Wesen nach. dieser reinen numerischen Wahrheiten. das sich irgendwie in die Ordnung dieses Wissens einfügen würde. wenn Sie die Formeln auf eine gewisse Weise manipulieren. die das Produkt unserer Industrie ist ŕ eine unechte. obschon ein gewisser Mayer viel dazu beigetragen hat. was. das homogene Äquivalent einer x-beliebigen Mehrlust verliehen wird. was sich akkumuliert ŕ was sich aus einer wesentlich transformierten Natur akkumuliert. Gleichwohl. sich nicht zur Wiederkehr eignet. dessen Statut unsere Wissenschaft ist.86 eine Turbine zum Drehen bringt. die bewirkt. Hinweis für jene. dessen. in einem Dazwischen. sondern etwas. schundhafte Mehrlust. in Anführungsstrichen. muß erhalten werden. liegt nicht hier das Gleiten. Der Arbeiter ist nichts als Werteinheit. indem er alles vernachlässigt. die formell vollständig reduzierbar ist. was Anfang und Ende ist. ist die Mehrlust nicht [mehr] Mehrlust. den im Diskurs des Herrn das Wissen (der Sklave) besetzt hält. um es klar zu sagen. hat die Erhaltung der Energie nicht. 126Mitschrift: ein 93 . Das ist das oberste Gesetz. das von einem Wissen herrührt. Dieser Diskurs. er tut das. daß dessen Geheimnis im Wissen selbst liegt ŕ genauso wie das der Reduktion des Arbeiters selbst darauf. nur noch ein Wert zu sein. der der Totalität dessen. die Heraufkunft der neuen Welt. zur Wiederherstellung des Ausgangspunktes. Einen anderen Sinn als dieses Kennzeichen einer Instrumentierung. immer die gleiche Summe ergibt ŕ. ausmacht. etwas ganz anderes. Nur. was in ihr das Element. Was Marx im Mehrwert denunziert. Man kann Schein von Mehrlust machen. die die Macht des Herrn signifiziert. daß dem.

das jemandem mal aufgefallen ist. es ist ein gutes Beispiel dafür. denn wenn es etwas gibt. man muß vom Analytiker ausgehen. das Lacansche Feld nennen. Und wir sehen. an welchen Diskursen auch immer. Sie können. dann ist das die Einrichtung dieses anderen energetischen Feldes. aber davon abgesehen ist es nicht übel. und dennoch werden Sie bezüglich des Feldes der Schwerkraft immer auf einen Haken stoßen. und man sieht. Man schlägt das Buch dieses gewissen Smith auf. Warum. was es mit dem Herrn. Der Reichtum der Nationen. aber gewünscht habe ich es mir ŕ. Es ist weniger gut als der Text. und ich sage das nicht. sondern die jeder machen kann. nicht nur die Dimension der Entropie. Was ihm nie verziehen werden wird. da hält man sich nicht bei Bildern auf. daß er einen Rechtschreibfehler begangen hat. und wären es die revolutionärsten. für die er nie bezahlt: das Wissen. daß er sich den Mehrwert sehr regelmäßig hinzuaddiert. uns Analytiker. diesmal niemand ŕ nicht mal für einen Augenblick. und das ist ziemlich merkwürdig. indem er Satyricon schreibt. auch nur seine Grundlagen zu skizzieren. worum sich's dreht. so einfach. Natürlich ist das nicht das gleiche. er würde bezahlen. und dem. Ganz so. Tatsächlich gibt es bei dem. daß sie die Dinge nie unverblümt aussprechen. denn ich werde ganz sicher nie die Zeit haben. die von der Umwandlung der Mehrlust in Mehrwert herrühren. alle rennen sie sich da den Kopf ein. versucht habe ŕ ich habe getan. die einer Erfahrung entspringt. daß das Wissen. denn im Text. das impliziert die Äquivalenz zwischen dieser Entropie und einer Information. weil es kein y gibt. Es gibt noch etwas anderes. nicht vom Reichen ausgehen? In zwei Minuten muß ich aufhören. daß der Reichtum das Eigentum des Reichen ist. Von Zeit zu Zeit stecke ich meine Nase in einen Haufen Autoren. aus zählbaren Gründen. wie ich es gerade. in bezug auf den Reichtum. die Felder der Thermodynamik und der Elektromagnetik soviel vereinheitlichen wie Sie wollen. das andere Strukturen notwendig machen würde als die der Physik. was es mit dem Reichen auf sich hat. Nun ist es außerordentlich. die Ökonomen sind. Man bildet sich ein. Kurz und gut. in der Analyse. Aber ich hätte gern. Malthus. was Fellini daraus gemacht hat. was ist das? Man ist da dabei. das muß gewiß zählen. er kauft alles ŕ alles in allem kauft er eigentlich eine ganze Menge. ich werde Ihnen aber trotzdem eine Bemerkung machen. damit man sich daran aufhängt ŕ die Bemerkung gemacht hat. Aber zunächst einmal weiß jeder. Der Reiche hat ein Eigentum. wie man unterscheidet zwischen dem. in welchem Maße das für uns von Nutzen ist. und er ist nicht der einzige. da geht es ernst zu. schließlich aber ŕ was soll's. Und ganz besonders eine Sache gibt es. was sich auf der Seite der Mehrlust ereignet. daß. ein wenig. gibt es einige Bemerkungen zu machen. nämlich das Feld des Genießens. Es gibt keine Zirkulation der Mehrlust. gar nicht schlecht. das ist.87 habe ŕ sagen: Amüsieren Sie sich mit dem Satiricon. den Gebrauchswert zu definieren. Was das Feld des Genießens anbetrifft ŕ leider wird man es nie. das ist. Das Wunderbare an den Diskursen. wenn Sie Maxwell heißen. wie Monsieur Brillouin sagt. daß Sie über folgendes nachdenken: Er bezahlt nicht. die nicht speziell analytisch ist. Ich finde das. ist es 94 . was dieses Feld anbetrifft. das getan werden muß. Ricardo und die andern ŕ der Reichtum der Nationen. denn mit der Schwerkraft haben sie alle angefangen. was ich konnte. und zwar. seit es Ökonomen gibt. Er kauft. das ist sein hauptsächlichstes Charakteristikum. wie die Analyse ŕ ich habe es eines Tages gesagt ŕ vom Analytiker gemacht wird. den Tauschwert ŕ nicht Marx hat das alles erfunden.

Der Reiche ist Herr nur ŕ und ebendas ist es. 95 . sind keine Geschäftsleute. er kauft es frei. daß Sie dann schlicht teilhaben am Niveau einer reichen Nation. was es mit der Mehrlust auf sich hat. um die es am Horizont der antiken Welt geht. Er ist zum Christen gemacht. nur noch die Frage aufwerfen. Ich will. Ganz recht. weil er sich freigekauft hat. das ist Ihr Wissen. worin deren Wesen besteht. teilhat an seinem Wesen als Reicher. Die Herren. wie ich es Ihnen erklären werde. was er wiederholt. Das ist es nicht. das. für die das Wissen nichts als Ausbeutungsapparat ist. FEBRUAR 1970. wie Aristoteles von ihnen spricht ŕ es stößt ihn ab. daß er anfängt. weil Sie glauben ŕ genau das ist er. 11. was ich Sie im Satiricon zu sehen bitte ŕ. warum kann er da alles kaufen. dann ist er nur darin ein Herr. was er Ihnen gibt. Er ist aus Bestimmung der Freigekaufte. Genau so drückt sich eine Figur. er bezahlt es einfach nicht. Auf gewisse Weise ist das genau das. das tun Sie. wo er reich ist. Von dem Moment an. Nächstesmal werde ich Ihnen zu erklären versuchen. Ganz sicher besteht es nicht darin. aus diesem Element wieder ein Element von Herrschaft zu machen. was Sie bei diesem Geschäft verlieren. was ich sagen kann. alles aufs Spiel zu setzen. dem die Funktion des Analytikers so etwas wie eine Mörgenröte verleiht. ohne zu bezahlen? Weil er nichts mit dem Genießen zu tun hat. die niemand anderer als Trimalchio selbst ist. durch das Wiedererheben der Stimme dessen passieren kann. Er wiederholt seinen Kauf. mit dem a. im Satiricon aus. In der Tat. ehe ich diesen Saal räume. was durch das Starkmachen. Dagegen: wenn ein Sklave sich freigekauft hat. Dieses Wissen ŕ der Reiche erwirbt es beim Kauf als Draufgabe. Von einem Reichen. Und warum läßt man sich vom Reichen kaufen? Weil das. um zum Ende zu kommen. was sich ihm bietet. von einer entwickelten Nation kaufen. Sehen Sie nur. Nur. auf der die Funktion des Reichen spielt. Wir sind heute an der Grenze dessen angelangt. das Ihnen Ihr Statut verliehen hat. dreht sich alles um den Mißerfolg. auf der Ebene.88 nicht. der Sinn des Reichtums der Nationen ŕ. Er kauft alles frei oder eher noch: alles.

und zwar auf der Ebene der Politik.89 VII 99 DER KASTRIERTE HERR Der Herrensignifikant determiniert die Kastration. Die Wissenschaft. Nichtsdestoweniger ŕ so wie ich ihn freizulegen versuche. die zwei numerierten S. $ und a. was uns hier interessiert. zeigt zur Genüge diese Symmetrie in bezug auf einen Punkt. ist sie dazu da. sondern in bezug auf einen Punkt. ist. daß dieser Diskurs des Herrn nur einen Kontrapunkt hat. so wie ich sie letztesmal erneut aufgeschrieben habe und deren Transkription Sie. weil seine Symmetrie. weder in bezug auf eine Linie noch auf eine Fläche besteht. das Unbewußte. wie ich hoffe. der der Aneignung noch harrt. das heißt Sie und mich ŕ nämlich. und das ist der analytische Diskurs. wenn eine existiert ŕ und das tut sie ŕ. noch mehr oder weniger 100 auf Ihren Blättern stehen haben. Der unbrauchbare Ödipus. daß er alles umfaßt. 1 127Auch zu lesen im Sinne von »Umlauf«. Allmählich muß sich Ihnen zeigen. Was ich damit sagen will. . Mit anderen Worten. An ihrem Horizont liegt das. daß die Kehrseite der Analyse genau das ist. die bewirkt. auf den ich mich eben bezog. Der Diskurs des Herrn vollendet seine Revolution 127 gegen den Uhrzeigersinn und um eine ganze Umdrehung. was man romantischerweise Die Revolution nennt ŕ mit einem großen D. das wir unmittelbar erleben. oder genauer: das. selbst das. Ich tue das nicht auf willkürliche Weise. gewinnt er hier einen neuen Akzent durch die Tatsache. Diese Hervorhebung ist ein bißchen aphoristisch. denn der Diskurs des Herrn genießt in der philosophischen Tradition bereits einigen Kredit. dem stimme ich zu. aber da der Aphorismus sich dem widmet. es sei Revolution. Die Verteilung dieser vier Terme. Dora und ihr Vater. der Mythos. man erhält ihn durch die kreisförmige Drehung des Diskurses des Herrn. um blitzlichtartig ein erhellendes Licht zu werfen. daß er in unserer Zeit in einer Art Reinform freigelegt werden kann ŕ und dies vermittels etwas. Ich nenne ihn Kontrapunkt. was ich dieses Jahr unter dem Titel des Diskurses des Herrn vorbringe. was glaubt. daß der analytische Diskurs sich ganz genau am Gegenpol des Diskurses des Herrn befindet.

Bezüglich des Vaters glaubt man sich verpflichtet. die. der die Liebe verdient. die wir in der Form der Deutung beibringen. sich nun irgendwo erzeugt oder nicht ŕ da erzeugt sich etwas. der sich Massenpsychologie und Ich-Analyse nennt. Um wirksam zu sein. im analytischen Diskurs irgend etwas Geordnetes zu sagen. der die allererste Identifizierung beherrscht. was ich heute erneut verkünden werde. der sich in der Stellung des Analysanten befindet. in der Form des unter. die die Möglichkeit der Hilfe selbst begründet. Freud hat nie etwas anderes gesagt. daß die subjektive Konfiguration durch die Signifikantenverknüpfung eine vollkommen bestimmbare Objektivität besitzt. Vielleicht sind diese Diskordanzen aus Verwirrung entstanden. von der Kindheit auszugehen. ohne sich an dies zu erinnern. darf uns unsere Anstrengung. wobei ich von . daß es strikt undenkbar ist. Seltsame Diskordanz des Freudschen Diskurses zum Diskurs der Analytiker. als wäre es Denken. wenn er vom Unbewußten spricht. was die Entwicklung der analytischen Forschung über den Primat der Beziehung des Kindes zur Mutter feststellt. und das kann dann wahrlich auf ein exorbitantes Gestammel hinauslaufen. von den Identifizierungen. Das ist sicherlich sehr seltsam. diejenige Identifizierung. nämlich innerhalb eines genetischen Bezugrahmens. Sicher. der in diesem Fall wirklich den Titel Patient verdient. ist. daß wir bestimmte Begriffe sehen. auf seinen Diskurs von 1921. daß er. Was ich vorbringe. der ist. von einer analytischen Aussage und einem analytischen Aussagen erwartet. das man mehr oder minder zutreffend Denken nennt. Da. Ich komme zurück auf das. da ist es möglich. die als primär angegeben wird. an diesem Punkt der Verknüpfung. diese Anstrengung darf uns nicht vergessen lassen. dessen Grundgegebenheiten zusammenzustellen. was sich die Abwehren nennt. die Stellung des Subjekts ist als Sitz dessen. sich der Vater als derjenige erweist. daß. insbesondere jener allerersten. indem er sich in Richtung auf die Mittel des Genießens hin emittiert.90 Im analytischen Diskurs kommt es bisweilen vor. das ist sehr seltsam: sich in Widerspruch zu allem zu begeben. die Kastration nicht nur induziert. Freud betont da. daß sich diese Kluft auftut. Eine mühseliges Unterfangen. der von S 1 mit S2. auf einen seltsamen Widerspruch. die bei der Erklärung als phylum dienen. um. dem wir gewissermaßen erlauben in seine Karriere einzutreten. Ob dies Erleben. soll uns daran erinnern. die das sind. diese Anstrengung. Da üben sich die Wirkungen der. sie determiniert jene Stellung. genau so. eine rekonstruktive Zusammenarbeit mit dem ist.101 stellten Denkens. die sich das Subjekt nennt. wie jemand versucht. wir wissen es ganz genau. zum Beispiel der des Vaters. wenn es innerhalb dessen stattfindet. was man unter Herrensignifikant zu verstehen hat. die wir unternehmen. wenn wir uns auf Freud rückbeziehen. wo wir stehen. was man. ganz und gar uranfänglich. in diesem Fall: Signifikantenverknüpfung aus. ganz genau die mit dem Vater. herauszubekommen. was tatsächlich erlebt worden ist von dem. und zwar ganz genau dadurch. daß der Herrensignifikant. die das Kind an die Mutter bindet. Diese Objektivität induziert nicht nur. die ich zu stiften versuche mittels einer Bezugnahme auf Diskurs-Konfigurationen. sondern determiniert. da. was sich das Wissen nennt. Und doch ist. das von einer Kette abhängt. und die Ordnung. Man wird uns von der primären Identifizierung sprechen als der. auf eine auserwählte Weise. Und manchmal sehen wir. und in der Tat scheint das selbstverständlich. die in gewisser Weise primordial sind.

wie er sagt ŕ. was uns durch die analytische Erfahrung geliefert wird ŕ zu der man stets zurückkehren muß. vollen Sinne des Wortes produzieren ŕ. ist wirklich eine politisch gut definierbare Tatsache. Wir können sie als ethnographische 128Mitschrift: jeder 129Mitschrift: ihr 130Mitschrift: Sie . Genau darum dreht sich das Spiel der psychoanalytischen Entdeckung. vom Selbstbewußtsein* in seiner naivsten Äußerung auszugehen ŕ nämlich. Von da ausgehend bindet sich alles. daß es Bewußtsein ist. als Struktur. der sich nur dadurch weiß. Hegel wagt es tatsächlich. daß es seine Eventualfunktion ist. Auf dieser Ebene bleibt in Beziehung zu diesem selben Signifikanten etwas verborgen. Ebendas bleibt. das zweifellos. hoffe ich. nicht die andern zu sein. Alle Signifikanten kommen einander auf gewisse Weise gleich. mittels dessen er sich stützt ŕ. Und trotzdem durchwirkt er diesen 102 Beginn mit einer Reihe von Krisen ŕ Aufhebung*. daß dieses Selbstbewußtsein* selbst. woraus sich ergibt. In ebendieser Art könnten wir uns jenes Wissen verbildlichen. die von Hegel unter dem Namen Dialektik unterhalten wird. wieder an dieses Wissen an. in die Stellung des Herrensignifikanten zu treten. das er repräsentiert. weil er ihn hat bewahren und schützen wollen in seinem Zugang zum Genießen. daß er diesen Körper verloren hat ŕ diesen Körper. Dieses Wissen ohne Kopf. mit anderen Worten: der Knecht. Es wird repräsentiert. um sich noch enger an sie zu halten? Noch einfacher: Es handelt sich darum. vorbereitet worden zu sein [il n’est pas sans avoir été préparé]. weil sie nur mit der Differenz eines jeden zu allen andern spielen. Dadurch aber auch ist jeder fähig. weil es dies seit Anbeginn ist. ein Subjekt für jeden andern Signifikanten zu repräsentieren. So habe ich ihn von jeher definiert. Nur ist das Subjekt. wenn er zu Beginn setzt. was nicht hat verdrängt werden müssen. Als erstes. der sich dadurch definieren läßt. Wie jedem128 xbeliebigen anderen auch fehlt es ihm129 nicht daran. daß man von der Abspaltung eines Herrensignifikanten von diesem Körper ausgeht. von dem wir eben gesprochen haben. dem vom Knecht verlorenen Körper. daß er es in die rätselhafte Klammer des urverdrängt* setzt ŕ was eben bedeutet: das. daß alles Bewußtsein weiß. seine Wahrheit durch die Arbeit des andern par excellence findet. daß das Subjekt sich seiner selbst versichert als sich wissend. jene Zweideutigkeit. insofern es ist und niemand etwas davon versteht. aber es wird auch nicht repräsentiert. das Freud dadurch definiert. inaugurale Gestalt des Herrn. und zwar ganz genau dadurch. was wir diesbezüglich vorgebracht haben. Es130 ist vorbereitet worden durch jenes Zögern ŕ das mehr als nur ein Zögern ist ŕ. nämlich das. desjenigen. ausgehend von dem. der nichts anderes wird als der Körper. Zunächst strukturiert sich das in dem. was man die mythische Stütze bestimmter Gesellschaften nennt. alles was sich produziert betreffend die Wahrheit des Herrn. ob dieses Echo von rechts oder von links kommt. diese Hegelsche Zweideutigkeit aufzubrechen? Wie sollte man nicht auf einen anderen Versuchsweg gebracht werden. was er als Subjekt verbirgt. urverdrängt* ist. was sich durch die Arbeit produziert ŕ ich verstehe das im eigentlichen. also dadurch. Wie sollte man da nicht versuchen. daß es einen Gebrauch des Signifikanten gibt. insofern es abgespalten. wenn ich so sagen darf. ganz sicher: es gibt keinen. nicht univok. bei Ihnen nicht ohne Echo ŕ ohne daß Sie übrigens wüßten. in den sich alle anderen Signifikanten einschreiben.91 dem ausgehe.

was. Heißt das nicht sich dessen entledigen. diese Position ist strikt unhaltbar.92 analysieren. Dem Diskurs der 104 Wissenschaft ist dieses disjunkte Wissen. insofern als es auf andere Gesetze gegründet ist als das mythische Wissen. wobei er ihrer ganzen dynamischen Macht radikal ausweicht. sich auf nichts zu stützen als auf diesen aufs äußerste reduzierten Mythos: identisch zu sein mit seinem eigenen Signifikanten. d. das Sie einmal geschrieben haben. Er setzt sich ganz exakt wegen dem durch. sich selbst. fremd. stellt in keiner Weise eine Rückkehr dar. die Mathematik. Ebendieses Ausgangspostulats muß man sich entledigen. wie man betont hat. Sätze anzuordnen. als dieser mit der Prädominanz des Subjekts einsetzt. Erste Annäherung: Sie dient dazu. als Treibgut dieses Wissens. jeglicher Vereinheitlichung des physikalischen Feldes gezeigt. Ebendas ganz allein stützt das. Kurz. das ich neulich in jener Form geäußert habe. daß sie immer wahr sind. so wie wir es im Unbewußten wiederfinden. wozu diese Wissensform dient. daß die Mathematik nur von daher konstruierbar ist. was das mythische Wissen bewohnt. vom ursprünglichen Bruch bis zur Konstruktion des Diskurses der Energetik. damit der mathematische Diskurs sich inauguriere. und genau das nennt man die Wissenschaft. gleich ob der Wert der Elementarsätze wahr oder falsch ist. Genau dadurch repräsentiert die Mathematik das Wissen des Herrn. ganz sicher. daß ich mich hier von dem absetze.h. hält sich der Diskurs der Wissenschaft in der Logik nur dadurch. kann signifiziert werden durch seine Wiederholung als A. d. was wir unter der Form des Unbewußten wiederfinden. sie bildet einen Bruch [infraction] der Regel hinsichtlich der Funktion des Signifikanten. die nichts als eine Konstante ist. die die Dynamik der Wahrheit zurückweist und ausschließt. weiter noch. Deren Gestalt habe ich Ihnen letztesmal in einer raschen Erwähnung der Thermodynamik und. Zwischen diesen beiden. das Wissen des Herrn produziert sich als ein dem mythischen Wissen gegenüber vollstän. ihm seine Beziehungen zu verschaffen. zeichnet sich dadurch aus. der alles signifizieren kann außer. was ich soeben den Dynamismus der Arbeit der Wahrheit nannte? Nun. daß er die Frage stellt. Das heißt. Was dann von diesem disjunkten Wissen rekonstruiert wird. Er besteht darin. Das A. grundlegend tautologisch. Diese beruht auf der Erhaltung einer Einheit. daß sie diese Konstante in jedem Fall in der Berechnung erscheinen läßt. daß der Signifikant sich selbst signifizieren kann. kennt sie von ihm zugleich nicht mehr als in der Form dessen. Und genau deshalb überrascht es. die so zusammengesetzt sind. Diese Stütze hängt damit zusammen. ohne daß es den mythischen Diskurs dazu benötigte. die dem Diskurs des Herrn insofern entgehen. daß er aus der Wahrheit ein Spiel mit Werten macht.103 dig autonomes Wissen. die Energie genannt wird. als solche. in der A sich selbst repräsentiert. was Freud darüber aussagt. Nun. daß der Diskurs des Unbewußten sich durchsetzt. was die Mathematik an Affinem zu diesem Diskurs hat. Indem sie aber dieses Wissen ausschließt. das zu verdrängen. der analytische Diskurs spezifiziert sich. In der Tat ist der Diskurs der Aussagenlogik. in der Form eines disjunkten Wissens. die also so definiert ist. weder zum Diskurs der Wissenschaft noch zu seinen Strukturgesetzen.h. von der man glauben . bei der Grundlegung der physikalischen Wissenschaft. insofern dieses gerade dazu tendiert. Ebendamit habe ich Ihnen letztesmal gezeigt. die in der Berechnung ŕ ich sage nicht mal in der Quantifizierung ŕ durch eine Zahlenmanipulation stets wiedergefunden wird.

daß man. nach dem. sie von ihnen abzutrennen. was auf dem Weg liegt. ihn so zu denunzieren. ganz und gar kaufmännische. Nur. würde ich ihnen sagen. Sehr bald nach dem letzten Krieg ŕ ich war schon lange auf der Welt ŕ. alles war dazu angetan. das mit der Einrichtung des Diskurses des Herrn selbst zusammenhängt. nämlich daß der Diskurs an die Interessen des Subjekts gebunden ist. am Scheideweg. heraus. die dort ihre Kindheit verbracht hatten. den man Imperialismus nennt. falls es das gibt. nichts anderes ist als das. um auch nur eine ungefähre Vorstellung von der Relativierung des Diskurses des Wissens zu haben. sich in die medizinische Hierarchie des Mutterlandes einzuschleichen ŕ wir befanden uns noch in der Kolonialzeit. nicht mittels der Analyse vorgehen darf. war beinah das des Journalismus. das ist wahr. da die Ware an den Herrensignifikanten gebunden ist. dieser exotischen. ist es ihr untersagt. ihr Unbewußtes aber funktionierte nach den guten alten Regeln des Ödipus. Das heißt. dann kann ich mir der Zustimmung aller 105 Ethnographen sicher sein. sagen wir. wodurch die Allusion an femme = Frau deutlich wird. Ebendas nennt sich das Unbewußte. ich hätte. ich konnte in ihrer Analyse keine Spur von den Bräuchen und Glaubensinhalten ihres Stammes entdecken ŕ die sie nicht vergessen hatten. ein Analytiker sein muß. Es war das Unbewußte. künstliche Wissenschaft kann nicht verkennen. was die Analyse uns zu erfassen erlaubt. was ihr als Artefakt erscheint. denn diese Interessen sind. wie ich es Ihnen letztes Jahr beigebracht habe. diese mutigen kleinen Ärzte. dazu kann die Analyse nicht dienen. Nur. Ich könnte es vielleicht weniger sein. Man muß sagen. um vielleicht wenigstens eine kleine Aussicht darauf zu haben. daß man mittels der Psychoanalyse nicht in eine ethnographische Untersuchung eintreten kann. Hier. Eine ethnographische Untersuchung zu unternehmen. weil sie ihn relativieren müßte. wer immer es sei.93 muß. Ich fordere jeden Analytiker. mir zu widersprechen ŕ selbst wenn's zum Duell käme. sich die Frage nach dem Handwerker zu stellen. in der kapitalistischen Gesellschaft. Ihr Unbewußtes war nicht das ihrer Kindheitserinnerungen ŕ das spürte man ŕ. ich wiederhole es. . Und unglücklicherweise hat besagte Untersuchung überhaupt keine irgend geartete Vorstellung von diesem Bezug. sondern daß man vielleicht. habe ich drei Personen aus dem Hinterland von Togo in Analyse genommen.h. die versuchten. Nun. was sie waren. regressiven Form des Diskurses des Herrn mit Blick auf den Kapitalismus. Es zwingt sich der Wissenschaft auf als Faktum. keine bessere gefunden ŕ wegen dem. dieser Diskurs des Unbewußten. daß er keinen Blödsinn redet. und dies macht dann das um so gemachtere Faktum aus. Diese gemachte. Was sie also vom Niveau des Ethnographen aus davon wußten. sondern sie hatten ihre Kindheit rückwirkend in unseren famil-ialen131 Kategorien erlebt ŕ schreiben Sie das Wort so. weil ich sie benutzte. daß man dann. die sie kannten. mit dem autochthonen Wissen zusammenzufallen. bringt es nichts. den der Marxismus eröffnet hat.h. das man ihnen zugleich mit den Gesetzen der Kolonialisierung verkauft hatte. gerade weil sie Wissenschaft des Herrn ist. d. Wenn ich sage. d. Ebendas nennt Marx bei der Gelegenheit Ökonomie. außer unter Bezug auf den Diskurs der Wissenschaft hat besagte Untersuchung keinerlei Aussicht. jedoch aus dem Blickwinkel der Ethnographie. Denn nach der sozialistischen Revolution ist die Ware nicht weniger an 131Mitschrift: »femm-il-ialen«. eine exakte ethnographische Untersuchung durchzuführen. er antwortet auf etwas. So blöd er auch immer sein mag. daß das.

Ich füge. daß der Herrensignifikant durch eine komplexere Ökonomie bestimmt werden kann. 2 Ich schreibe jetzt die dem Diskurs eigenen Funktionen aus. die sie vielleicht aufgrund der Wirkung ihres begrenzten Gripses bezeichnet haben ŕ. so wie ich sie dargelegt habe. und auf der anderen Seite der Sitz des Andern. Der Platz. ist der der Wahrheit. die es mit sich trägt. Er ist dort vollkommen handhabbar durch jenen Bezug S1 zu S2. das Sie da geschrieben sehen. die Sie hier überhaupt nicht mit Buchstaben bezeichnet sehen. Ebendas definiert ihre Rotation über diese vier Plätze. ein bißchen verspätet. als . insofern ich sie einschreibe als nicht vom Diskurs des Herrn beherrscht ŕ ich sage das für den. indem ich sagte. In den primitiv genannten Gesellschaften. 106 In diesem Diskurs findet sich das Subjekt. von dem ich in einem früheren Register gesprochen habe. Ihm kommt das Verdienst zu. Dort stellt sich das dar. genau gesagt: durch die Unterscheidung des Herrensignifikanten in Hinsicht auf das Wissen. Nun. unten und rechts nenne. ist es gut möglich. daß 132 der Herrensignifikant im Diskurs des Herrn nicht aus Zufall einfacher funktioniert. daß das Begehren des Menschen das Begehren des Andern ist. wo sich der Verlust produziert. Genau bis dahin kommen die besten sogenannten soziologischen Untersuchungen über das Feld dieser Gesellschaften. und um so mehr. mit all den Illusionen. links. Begehren Wahrheit Anderer Verlust Genau da gewinnt der Diskurs der Hysterika seinen Wert. der ein bißchen mehr darüber wissen möchte ŕ. in der 132Mitschrift: darüber. Der unter dem Andern ist der. der Verlust an Genießen. ich bringe dieses Jahr folgendes: Diese dem Diskurs eigenen Funktionen können unterschiedliche Situierungen finden. während die Einführung ins Genießen die Tat des Wissens ist.94 diesen Signifikanten gebunden. aus dem wir die Funktion der Mehrlust extrahieren. der sich unter dem Begehren abzeichnet. an den Herrensignifikanten gebunden. Freuen wir uns. zu der Zeit. um so mehr darüber. daß hier zum Beispiel das Begehren ist. Herrensignifikant Subjekt Wissen Genießen Diese Funktionalisierung des Diskurses ist definiert durch Abspaltung. als ich mich mit einer derartigen Annäherung begnügte. sondern nur durch das. hinzu ŕ und zwar um denen einen Licht aufzustecken. was ich gelegentlich oben.

Das ist aber nicht das. dann ist die Hysterika kein Knecht. die da sind. Ob Sie den Text nun im Kopf haben oder nicht. Ich mache hier eine kleine Klammer auf. durch die gewundenen Deutungen [interpretations contournées] hindurch ŕ ich gebrauche hier ausdrücklich den Begriff. daß das Unterlegene unten steht. das S1. Und genau das 107 erlaubt es. seit langem bestimmt haben unter dem Titel des idealisierten Vaters. dem sie sich als Objekt seines Begehrens entzieht. ist die folgende: Indem es das Sprechen dem Andern überläßt. was sich weigert. und zwar dadurch. Ebendas ist es. die auch letzterem dienen. beziehen Sie sich auf ihn. Machen wir keine Umwege und rufen wir Dora wieder herein ŕ von der ich wirklich unterstellen muß. etwas nicht aus dem Blick verlieren. Das Subjekt selbst. Will sagen. Da liegt die eigentliche Funktion. daß Freud es mit seinen Vorurteilen verdeckt. wie es es unterhalten kann. obskur zu sein. um mich zu hören. entfremdet sich dem Herren-Signifikanten als das. Sie liefert ihr Wissen nicht aus. und das nicht wenig. Verleihen wir diesem Subjekt jetzt das sexuelle Erscheinungsbild. zumindest im Feld meiner Schule. als Batterie von Funktionen unterscheidet er sich nicht von jenen [Funktionen]. daß alle. den Freud der Ökonomie seiner Manöver133 beilegt ŕ. dort dieselben Buchstaben einzusetzen. und Sie werden diese Sätze sehen. mit dem sie solidarisch bleibt. und zwar genau als Ort des verdrängten Wissens. Das Interessante. was der Signifikant spaltet ŕ das repräsentiert das Subjekt ŕ. was ursprünglich. Ganz im Gegenteil.95 Institution des Diskurses die Frage nach dem aufrechtzuerhalten. im Freudschen Diskurs. Bezüglich der Hysterika spricht man von somatischem Entgegenkommen. mit großem E. $ a S1 S2 Ganz einfach. hysterisch. es nicht unterhalten kann. Dem ist nicht so. in dem es sich am häufigsten verkörpert. das ist folgende Wahrheit: Was es mit dem geschlechtlichen Wissen auf sich hat. sich zum Körper dieses Signifikanten zu machen. Auch wenn der Begriff von Freud stammt ŕ fällt uns nicht auf. Man muß Dora lesen und darf. der Diskurs der Hysterika enthüllt die Beziehung des Diskurses des Herrn zum Genießen. daß der Diskurs der Hysterika nicht der Beleg dafür ist. daß er recht seltsam ist und daß es sich hier eher um Verweigerung des Körpers handelt? Folgt man der Wirkung des Herren-Signifikanten. die dem Diskurs des Herrn zugewiesen sind. was das Ein. die wir. die Antwort auf die Frage. sind dazu verurteilt. ist. sie kennen. indem sie das Herrenmäßige an dem herausstreicht. keinen andern Effekt als den einer Rechtfertigung des Obskurantismus: Die Wahrheiten. als das. die Freud selbstverständlich scheinen ŕ 133Mitschrift: Malheurs . nämlich wie ein Subjekt es unterhalten oder besser gesagt. Indes demaskiert sie die Funktion des Herrn. das S2 und das a. das Verdrängte genannt wird. wenn man so sagen kann. was es mit dem Geschlechtsverhältnis auf sich hat. ergibt sich voll und ganz daraus. daß das Wissen dort an den Platz des Genießens kommt. worauf es ankommt. daß es dem Subjekt fremd ist. In der Tat. Auf ihre Weise befindet sie sich in einer Art Streik. nämlich das $. Ganz strenggenommen hat das. von dem ich zu sagen wage. die für uns wichtig sind.

implizit aussprechen. was noch weiter geht. daß ein Mädchen mit solchen Schwierigkeiten ganz allein fertig wird. Doras ŕ wie ich es nenne ŕ Manöver in Liebesdingen bricht ŕ vielleicht zeigt Ihnen diese Finesse dadurch. Ich habe gesagt. das im Hinblick auf die Schöpfung immer in Kraft ist. Warum sollte man nicht. Die staunenswerte Finesse. Das nimmt Freud wahr. daß der Vater. Oder auch. dann werden Sie sehen. wenn man ihr gegenüber zutraulich wird. die er nicht ausübt. obwohl er außerstande ist.. aus der die Vaterbeziehung der Hysterika hervorgeht. heißt. also daß die subjektive Verbindung seiner Signifikantenverknüpfung eine bestimmte Art von Objektivität gewinnt. was Dora an ihm paßt? Ich habe es seit langem gesagt.. und es ist ganz genau das. daß man weiter keine Geschichten zu machen braucht. was er ist. was da von unserer Dora enthüllt wird. von dem sich unter diesem Blickwinkel der Schöpfungsmacht sehr genau herausstellt. in diesem symbolischen Feld. was ich sage. bemerken. ich würde keine Umwege machen. Doras mit Herrn K. was er ist. wenn man ein gutes Mädchen/eine gute Tochter ist. daß der Vater nicht nur das ist. Und in bezug darauf muß man. Die Verbindungen der . wohl verstanden. aber warum sollte ich es nicht wiederholen. mit denen ich Sie vertraut zu machen suche. ich nehme Dora. wenn ich so sagen darf. was wir als idealisierten Vater bezeichnen. Wie der alte Krieger ist er Vater bis ans Ende seines Lebens. diese Haupt-. daß genau das die entscheidende Rolle spielt beim ersten Mal. daß dies genau das ist. weil ein normales Mädchen nicht angeekelt zu 108 sein hat. in einer bestimmten Herangehensweise an das zu erkennen. durch drei oder vier aufeinanderfolgende Abwehren hindurch. die schlaue List dieser Kehren. und ich bitte Sie. Angelpunkt des ganzen Abenteuers. was ich zu Beginn meines heutigen Diskurses über den Vater gesagt habe. Nun. und er gibt sehr präzise an. Genau das spezifiziert die Funktion. als sie vierzehn ist und der andere sie in einer Umarmung festnagelt. insofern er diese Rolle des Angelpunkts. auf denen sich. In allen Fällen. das ist die Vorstellung. daß Doras Vater. wahr ist. daß diese Konturen von einer bestimmten Herangehensweise abhängig sind. Das heißt. den ich hier kurioserweise den dritten Mann nennen werde ŕ wie fügt sich das. oder des ganzen Mißgeschicks. mittels deren Freud die multiplen Ebenen erklärt. ihm eigentlich gesagt eine symbolische Bestimmung zuweisen. erwirbt sich der Vater symbolische Wertschätzung. was ich Vorurteil nenne. ja selbst dann. wobei ich mich an die strukturale Definition halte. Hier gilt es. daß in ihr widerhallt. diese HerrenRolle im Diskurs der Hysterika spielt. das ich vorhin gebraucht habe ŕ daß es Ihnen nicht unberechtigt vorkommen wird. in Übereinstimmung mit dem. Alles in allem ist selbst ein kranker oder sterbender [Vater] das. ist er sehr krank. so wie wir sie mit Hilfe des Diskurses des Herrn geben können? Was Dora paßt. warum sollte man nicht von der Tatsache ausgehen.96 zum Beispiel. das Funktionieren dessen. wenn ein Herr ihr zu nahe tritt. im Wort Vater etwas implizieren. was Freud selbst in seiner Traumdeutung* aufgezeigt hat. Das scheint selbstverständlich. was sein sexuelles Vermögen angeht? Offensichtlich ist er am Ende. daß es seine Stellung im Verhältnis zur Frau stützt. als defizient anzusehen. ich meine. daß das ein Titel ist wie alter Krieger: alter Erzeuger. daß er das Organ hat. ob das. es selbst zu gebrauchen. seit Studien über Hysterie*. Ihn in bezug auf eine Funktion. Das heißt. Herr K. daß das Wort gewunden. um zu sehen. beim ersten Zusammenstoß. Und warum? Weil Freud das so denkt. den Fall 109 nach mir wiederzulesen. recht eigentlich ein kastrierter Mann ist. Wenn dieser Text gleichwohl einige der Kennzeichen bewahrt hat.

97 beiden Familien untereinander verändert das nicht im geringsten. wie man Dora seiner beraubt. denn das. wenn ich mich so ausdrücken darf. an. der imaginären Substitution des Vater gerade als unvermögendem [impotentem] durch das Kind. ist ganz und gar charakteristisch und wie das Stigma. Denn der Schmuck. daß eintritt. die Umhüllung des kostbaren Organs. als Herr K. so wie sie sich während des Aufenthalts der entrückten Dora vor der Dresdner Madonna entfaltet. daß man den Analytiker intervenieren läßt. ein Schmuckkästchen. Dies. ihr sagt: Ich habe nichts an meiner Frau. die weiß. soll er sich anderswo einnisten. daß sie alle miteinander da hineinzieht ŕ aber später. um anderthalb Jahre älter als sie. in ihre Sammlung aufnehmen können. daß man es nur wisse. die sie verkörpert als Dora. wie man das Begehren des idealisierten Vaters stützt. Also. der mit dem Schmuckkästchen. was seinen Wert ausmacht. der. was sie will. und in eins damit. außer daß er wahrscheinlich einen Bezug zu dem hatte. sie. welchem Modus sie gehorchte. Daher der Bruch ŕ seine Bedeutung habe ich schon seit langem deutlich gemacht ŕ. Er schenkt ihr nicht etwas anderes. bis zum Alter von acht Jahren von einem Bettnässen affiziert war. ist die. wegen der es recht häufig vorkommt. da haben Sie das. fließenden Rhythmus nennen möchte. nicht aber so. Niemand denkt übrigens auch nur im Traum daran. und sie will es nicht. selbst wenn er aufdringlich ist.110 sode. bezeugt es: es ist nicht der Schmuck. Erinnern Sie sich an diese Beobachtung. Sie kann seiner [des Kästchens] sehr gut durch sich selbst genießen. wenn ich so sagen darf ŕ sondern damit eine andere sie seiner beraube [pour qu’une autre l’en prive]. Bekräftigen wir aber die Bedingung. Das Merkwürdige dabei ist nun gerade. um sie endlich zu sagen. aber um es der Wahrheit dienen zu lassen. die sich so doppelt um ihre Beute gebracht sieht. Und diese Wahrheit. das ist. wie ich gerade gesagt habe: aufdringlicher Schmuck. Sein eigener. es ist das Kästchen. der Wahrheit des Herrn. das ist sie. aber auch. In ihrer Geschichte erklärt man uns ihr Bettnässen als verspätet induziert durch das ihres Bruders. wie man die Gewähr dafür in sich enthält. die an Herrn K. daß der Herr kastriert ist. wie uns die entscheidende Wichtigkeit bezeugt. Sehr wahr. Was Dora interessiert. Nun. die zwischen dem Bettnässen und dem Ehrgeiz hergestellt worden ist. ist nicht der Schmuck. in diesem Augenblick bietet sich ihr das Genießen des Andern. wenn ich so sagen darf. Diese Frau K. insofern als es das des Herrn ist. die drei Monate dauert und ganz und gar dazu gemacht ist. sich darüber zu wundern. Ich berufe mich hier auf all jene. dessen allein sie genießt. aus ihrer Erfahrung mit Kindern heraus. dessen Vorbild im Bettnässen liegt. Nicht ohne Grund ist hier an die Analogie zu erinnern. von der uns in der Untersuchung übrigens nichts verrät. ist das Organ. daß sie eben nicht mehr allein damit fertig wird. warum der dritte Mann? Sicher. das Bettnässen. diese Epi. wenn man so sagen kann. als Kelch für zwei Träume zu dienen. Wie Freud sagt: ein Mädchen wird mit diesen Dingen stets ganz allein fertig. daß Dora damit ihr Glück mache. das ist das Wissen als Mittel des Genießens. dessen Staffelholz sie gewissermaßen mit Verspätung übernimmt. Der erste Traum. was ich den flüssigen. die die infantile Masturbation für sie besitzt. . Kleine Klammer. die.s Geschenke geknüpft ist: es muß das Kästchen sein. ebendadurch ist dieser Komplex das Kennzeichen der Identifizierung mit einem Genießen. Dem fügt sich die theoretische Kontemplation der Frau K.

selbst wenn Freud. genügt ihr. ob ihr Herr Vater wirklich da wohnt. daß das. so als wüßte sie es nicht. wie sie dort hingelangt. von dem sie fragen muß. . Nicht irgendein Wissen ŕ ein Wissen über die Wahrheit. ihr damals vorgeschlagen hat. findet Dora mühelos das Substitut für diesen Vater in einem dicken Buch 134. das als einziges das Glück repräsentieren kann. zu deren Repräsentantin sie sich machte ŕ all das drängt sich auf ŕ. Rufen Sie sich die Struktur dieses Traums in Erinnerung. alles. in dem leeren Kästchen dieser Wohnung. 3 Bei der Gelegenheit gäbe es ein paar kleine Anmerkungen zu machen. ohne daß man im Traum je wissen wird. Nun. und man begräbt ihn ŕ. Auch der zweite Traum macht deutlich. ihn. Wenn du willst. an einem Ort anzukommen. die verlassen ist von denen. den ich gebrauche. die Art und Weise. das ihm [dem Traum] seinen Halt in einem Begehren aus der Kindheit verleiht. die. das die Gegenwart betrifft. was ihr Schicksal als Frau betrifft. von denen wir gesprochen haben. ein lebhaftes Begehren des Subjekts. Genau das wird ihr von der analytischen Erfahrung genügen. zu lesen auch im Sinne von »schwanger«. das vom Knecht gehalten wird ŕ. der Herr kann nur dadurch dominieren. die nicht vergebens sind. daß man ihn nur über einen Ort erreicht. und erinnern Sie 111 sich daran. sowie mit den ihren zu Herrn K. der leer ist und ohne Kommunikation. mit ihrem Ausgang überhaupt nicht zufrieden scheint. Diese Wahrheit. sagt die Mutter wie ein Echo dessen. das ist. damit ein Traum auf seinen zwei Beinen stehe. Da genau macht sie deutlich. wo es darum geht. was Frau K. dem Nachschlagewerk. sagt uns Freud. dein Vater ist tot. wirklich auf sich hatte. daß es. daß er dieses Genießen ausschließt. Und da bezieht er sich ŕ und man hält das gewöhnlich für eine Eleganz ŕ auf den 134Im Original: »gros livre«. was ihr wichtig ist. weil die Feuersbrunst droht. was das Geschlecht betrifft. daß er es ausschließt ŕ. sie von jedermann (an)erkennen zu lassen. Bezüglich des Traums vom Schmuck zum Beispiel. sondern daß es etwas bedarf. sie wird genug Befriedigung darin finden. aus dem man lernt. in der Analyse innehaltend. um mit Würde zu Ende zu bringen. diesen Herrn. was die andern haben begraben wollen von den gleichwohl völlig authentischen Episoden. auf die Dora die Nachricht durch ihre Mutter erhält: Wenn du willst. dessen Gewinn die Erzwingung der Mehrlust ist? Der Herr kann es nur dadurch dominieren. ihrerseits zum Friedhof gegangen sind. jenem. an der sich mit dem Ehemann der Besagten all jene Dramen abspielen müssen. daß er einen Vorsatz repräsentiert. nachdem sie sie eingeladen haben. was es mit der Analyse auf sich hat. durch welches Mittel es ihr gelingt. kannst du kommen. dominieren ŕ Sie sehen den Term. daß der symbolische Vater wirklich der tote Vater ist. Was es mit den Beziehungen ihres Vaters zu Frau K. das phallische Genießen.98 In der Tat: Würde das Genießen. nämlich an die Stelle zu kommen. daß Dora fortgeht. das ich letztesmal als perfekt (ab)geschlossen definiert habe. wie sollte der Herr dann dieses Verhältnis zum Wissen etablieren ŕ zu jenem. nicht ausreicht. kannst du kommen. also jenes Genießen. man dürfe nicht vergessen. daß er Wissen produziert. und sei's über den Tod ihres Vaters hinaus. zu der Freud ihr auf wunderbare Weise verhilft ŕ und ebendeshalb bindet er sie an sich ŕ.

Denn eins ist sicher: Schulden wir nicht gerade dieser Erfahrung. indem er sich sagt. des Genießens. Kastration des idealisierten Vaters. das sich in der nackten Kopulation realisiert ŕ daß das alles einen anderen Wert annimmt? Bezieht das infantile Begehren nicht genau daher seine Kraft? ŕ seine Kraft der Akkumulation im Hinblick auf dieses Objekt. Das also setzt mit einemmal seinen ganz eigenen Akzent auf die Freudsche Metapher. Glücklicherweise. Emmy. den Ödipuskomplex? 135Mitschrift: Kapitalisten . den andere normal nennen. ohne Irrtum durchgeführt. zur Präsenz der Mehrlust ŕ über die Beziehung der Präsenz 112 selbst dieser Mehrlust zum Ausschluß des guten alten Genießens. der Ausschluß des Genießens. was sich aus dem Akkumulationsvorgang machen läßt. die man für eine Metapher hält. Liebesanspruch. daß er es ihr entgegenbringt. der wirklich grundstürzend und pathetisch ist. Andererseits aber ŕ: auch wenn sich erwiesen hat. das Libido-Kapital. vor allem bedeutet. Privation. seinem eigenen Eingeständnis nach. zu nichts anderem führte als zu dem. falls sie seine Haltung in der Folge womöglich verändert hat. daß alles. wie diese dem Diskurs der Hysterika seinen Platz und seine lebendige Funktion verleiht im Hinblick auf den Diskurs des Herrn ŕ verdoppelt in. daß Freud durch seinen glänzenden Mut einen gewissen Erfolg Doras auf den Punkt bringt. seine Ungeschicklichkeit. buchstäblich nur hätte zu fressen brauchen. nach dem. einerseits. d. daß Freud festgestellt hat ŕ und er läßt die Arme sinken. wenn man meiner heutigen Analyse glaubt. des einfachen Genießens. was sich an Libido-Kapital akkumuliert wegen der.99 Unternehmer. hat er nicht. Man lese diese paar Zeilen. die Tatsache. so zeigt sich. auf gewisse Weise gegen seinen Willen. wo Freud. dessen akkumulierte Ressourcen. und. Dora ŕ. diesen Mythos. in seinem Verhältnis zum Kapitalisten. sie nicht als Junge erschaffen zu haben. das er aus all diesen goldenen Mündern empfangen hat ŕ 113 Anna. Das sind so Sachen. denn indem er Dora die Befriedigungen ihres Interesses an dem verschafft hat. das die Ursache des Begehrens ausmacht. er habe sie. weiblich oder nicht. den Platz der Mutter eingenommen. er verliert darüber den Mut ŕ. daß es ihm vielleicht. wenn er sich auf den Kapitalisten bezieht. den Unternehmer des Vorsatzes. des Genießens beraubt zu sein [de la jouissance d'être privé].h. die ganze Untersuchung bezeugt es ŕ. wie's der Brauch ist. hätte er mehr Interesse an ihr gezeigt ŕ und Gott weiß. Und warum hat sich Freud dermaßen getäuscht ŕ wo er doch. was er für die Hysterikerinnen hat tun können. seine Patientin zu halten. sie diese Exploration weiter treiben zu lassen. was er als Penisneid* festmacht? Was. nämlich das. Aufsichnehmen [assomption] durch das Subjekt. Ist es nicht amüsant zu sehen. in den Übertrag [report] ŕ und zwar in Form der Frustration ŕ dessen auf die Mutter. was sich ŕ der signifikativen Essenz der Frustration nach und so. wenn man es artikuliert. doch nicht weniger. was er als ihren Anspruch verspürt. sagen wir mal. was ich Ihnen gesagt habe über die Beziehung des Kapitalismus135 zur Funktion des Herrn ŕ über die Beziehung des ganz und gar anderen Charakters dessen. genau: infantilen Unreife. einen gewissen Zweifel erkennen läßt. daß das in den Vorwurf der Tochter gegen die Mutter mündet. Freud hat es nicht getan. von der man nicht sagen kann. Gott sei Dank. diesem Vorsatz erlauben werden. daß das. was man ihm mit der Hand anbot? Warum substituiert er dem Wissen. andererseits. zweifellos geglückt wäre. der das Geheimnis des Herrn preisgibt. sich in die Tat umzusetzen.

es ist ebenfalls zweigeteilt. um’s Doppelt-oder-Gar nichts der Mehrlust zu spielen. das Objekt als konstant sicherzustellen. daß das das a ist. Es lohnt die Mühe. operativ werden kann. das metonymische Gleiten. weil es auf der einen Seite den Vater gibt und auf der andern die Mutter. Ich verwöhne Sie heute. das einstweilige Leben. das.h. stellt dies ernsthaft in Frage. an dem ich bin. den ich eben gerade den der Wahrheit genannt habe. daß er 136Gemeint ist das Institut de psychanalyse. 137Séminaire XVI . es kommt aufs selbe raus wie bei den andern. bei denen manche Analytiker landen betreffend den kombinierten Elter [le parent combiné]. d. des Wissens. zu antworten. Ja. die Antwort ist. für die Seite des »Antwort oder nicht Antwort auf den Anspruch«.100 Der Ödipus spielt die Rolle des Wissens. alles in allem. auf. den man allgemein Gott nennt und mit dem es die Mühe lohnt. zum Beispiel in der letzten der Neuen Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. wenn es darum geht. Und ich wollte Sie heute spüren lassen. Nur. ausgenommen als ganz plumpe Mahnung an den Wert der Mutter als Hindernis für jedwede Besetzung eines Objekts als Ursache des Begehrens. das sich abspielt zugunsten einer Chance auf ewiges Leben.h. wenn es alles auf einmal ist. daß dies nicht schneller klar geworden ist. daß das die Mühe aber nur lohnt. glauben kann. Ich hatte dieses Wort bisher noch nicht geäußert. a S2 $ S1 Wenn sich die gesamte analytische Deutung für die Seite des »Gratifikation oder nicht Gratifikation« entschieden hat. . was die Dialektik des Begehrens ist. da es gebarrt ist. anders gesagt. da das. was ich Ihnen letztes Jahr137 über Pascals Wette gesagt hatte. die der SPP zugehörige Ausbildungsstätte für Psychoanalytiker. das sich in der Gestalt des Diskurses des Analytikers an dem Platz situiert. es bringt nichts. was ich darzulegen begonnen habe. was an Enormem in der Tatsache steckt. Die aus meiner Schule bemühen sich wenigstens ein bißchen. wenn das A 114 nicht gebarrt ist. das man das Überich nennt. sei gelöst. daß Freud. Die vom Institut136 bedienen sich seiner natürlich nie. Ganz klar. kurz. wer gebraucht ihn? Ich fordere hier all jene. was es mit der Frage der Zurückweisung der Religion aus jedwedem zulässigen Horizont auf sich habe. dieses Funktionieren. daß wir uns ausführlich damit befassen. das Anspruch auf Wahrheit erhebt. da es auch das Subjekt nicht gibt. die Analytiker sind. damit das. Seltsam. für eine in Richtung auf den Anspruch hin stetig wachsende Umgehung dessen. D’un Autre à l’autre (1968-69). da es nicht nur den kombinierten Elter nicht gibt. Daher die außerordentlichen Spintisierereien. d. daß das Leben. diese Zuflucht beim Mythos von Ödipus ist wirklich etwas Sensationelles. Und tatsächlich: Welchen Platz nimmt in einer Analyse der Bezug auf diesen berühmtberüchtigten Ödipuskomplex ein. daß man mit dem ewigen Leben um’s Doppelt-oder-Gar nichts der Mehrlust spielen könnte. dann wahrscheinlich auf Grund des strenggenommen unbrauchbaren Charakters des Ödipuskomplexes. Ich mußte zumindest an dem Punkt angekommen sein. Strenggenommen ist er nicht zu gebrauchen. die mein Graph dem Aussagen bezeichnet. Dafür hatte ich meine Gründe. Einige haben es vielleicht geahnt ŕ das Überich ist exakt das. als ich Ihnen sagte. wie sie sagen. Das bedeutet nur eins: ein A zu errichten als Hehler des Genießens.

die das Wuchern aller Mythen im Klartext artikuliert. sie [= die Funktion] in Beziehung zu setzen zu einem gewissen ursprünglichen Genießen aller Frauen. an den das Kind sich in seiner Kindheit wendet und von dem es weiß. lange bevor Freud. sobald er ins Feld des Diskurses des Herrn eintritt. das erste. ganz genau das ist. Solcherart ist das. so doch zumindest die Konfigurationen. 138Mitschrift: femme-il . so wie er funktioniert ŕ nur ganz entfernt zu tun. nämlich daß der Ur-Vater der ist. daß die Stütze der Religion nichts anderes ist als dieser Vater. was sie sagte. Indes. was er als das Substantiellste in der Religion bezeichnet: nämlich die Idee eines Vaters. Seltsames Relikt. was wir Ihnen dieses Jahr zu entwickeln versuchen. was es in dieser Welt zu lieben gilt. und selbst dann braucht er sich nichts drauf einzubilden. FEBRUAR 1970. der ganz Liebe [toutamour] ist? Und genau das bezeichnet die erste der drei Formen der Identifizierung. die Analyse spiele dabei eine entscheidende Rolle. was Freud bewahrt. daß ein Vater ganz genau für eine ausreicht. tatsächlich oder doch wenigstens der Absicht nach. die er bewahrt mit diesem bizarr komponierten Mythos des Vaters. mit der Freud zu tun hat. daß er dem zuvorkommt. nämlich die Idee. seiner Barockhaftigkeit und Überflußhaftigkeit ŕ scheint das nicht nichts anderes zu sein als Abwehr gegen jene Wahrheiten. der für alle schuftet. dem Kind. ist der Vater. zumindest in der Gesellschaft. von der ich vorhin gesprochen habe. Er trägt die Last der famil138. und daß er glauben kann. uns zu orientieren. wonach aus der Liebe zu diesem toten Vater eine bestimmte Ordnung hervorgeht. die er in dem Aufsatz isoliert. daß. den die Söhne getötet haben. alles in allem. sie beschneidet. wenn nicht das. Ein Vater hat mit dem Herrn ŕ ich spreche vom Herrn. hätten ihn hier besser als der Ödipuskomplex leiten und zu der Erwägung führen müssen. was es tatsächlich mit der Funktion des Vaters auf sich hat? Sicher. auf der Ebene der Analyse selbst müsse all das erneut in Frage gestellt werden. so wie wir ihn kennen. das. damit dieses Wissen am Sitz der Wahrheit in Frage gestellt werden kann. diese Wahrheiten? Was soll da verheimlicht werden? Dies: daß der Vater. aber Sie können schon jetzt sehen. während es doch in Wahrheit ihre Substanz selbst ist. die Erfahrung der Hysterika. indem er den von Ödipus auswählt. Freud glaubt. daß er ganz Liebe ist. was man an Wissen braucht. nicht nur von diesem Ende her präsentiert Freud uns ein Paradox. alles in allem. er habe damit Schluß gemacht. daß das nahelegt. was sich bei ihm. Wir werden darauf zurückkommen. den ich gerade angesprochen habe: Der Vater ist Liebe. derjenige ist. wenn man weiß. was darin zentral ist: all 115 dies mündet in die Idee des Mordes.101 denken kann. wo doch recht gut bekannt ist. Ist das nicht seltsam. 18. als daß es uns nicht nahelegen sollte. In seiner enormen Widersprüchlichkeit. daß das die Religion verdunsten lassen wird. an Unbehagen manifestieren mag. dem vorbeugt. da er. Ist das nicht seltsam genug. die sie ihm anbot. Das genau bildet Ziel und Zweck dessen. in dem wir gerade dabei sind. was Freud in die idealisierte Form kleidet und was vollständig getarnt ist. von Anfang an kastriert ist. indem er uns gesagt hat.

von dem also. Auf der Ebene des Diskurses des Herrn kann der Platz oben links in der Tat nur von diesem $ besetzt werden. Oder vielmehr: Die Analyse nimmt ihre Bedeutung dadurch an. Schemata unter ihm liegt. »astutus« = listig. vierfüßig genannten. Es geht hier um eine Ebene der Äquivalenz im Funktionieren. wird der Platz. werden wir Platz des Befehls. der Platz der Wahrheit ist. was durchaus so seine Probleme mit sich bringt. daß das. um die Vorstellungen zu festigen. zunächst nichts nötigt. nur dadurch unterscheidbar. womit er sich. Zum Beispiel könnte man so schreiben. wozu. nämlich mit dem Diskurs des Herrn. die Plätze mit oben rechts oder oben links und so weiter zu bezeichnen. mit dem kongruent oder gleichwertig genannt werden kann. in dem. den ich als den der Wahrheit bezeichnet habe. schlau. verschlagen. Genealogie des Mehrwerts. die ich Ihnen vom Diskurs der Analyse zu geben versucht habe. kann uns natürlich nicht befriedigen. was durch S2 im Diskurs der Universität funktioniert. während der Platz. um den es geht. durch alle Arten von Spuren. was der S 1 im Diskurs des Herrn ist. was durch die Artikulation an diesen Platz kommt. was sich zunächst 139Von lat. Der Ödipus. Die Formulierung. H (S1)  U (S2) Den Platz. 118 der in meinen diversen kleinen. Das Unbehagen der astudés139. wie das. ehrlich gesagt. Die Lokalisierung. daß die Wahrheit des Diskurses des Herrn getarnt ist. die aus der Inbezugsetzung dieser Diskurse hervorgehen kann. Dies ist keine Besonderheit von ihm. Das Feld des Blödsinn-Redens. daß man dem näher kommt. die bisher darin bestand. Freuds Traum. MOSES UND DER VATER DER URHORDE Das reine Wissen des Herrn. 1 Unter den vier Plätzen. auf die ich die Konsistenz gründe. auf den ersten Blick als bereits verwandt erweist. was ich so qualifiziert habe. bestimmt ihn ausgehend von dem. man kann es ebenso für alle andern sagen.102 117 VIII ÖDIPUS. des Gebots nennen. oder zumindest die mentale Anpassung. . an denen sich die artikulatorischen Elemente situieren. funktioniert.

so sage ich Ihnen. weil es an einem Platz ist. weil es an diesen beiden Orten ist. Um sie weiterhin zu rechtfertigen. wenn es. Vor zwei Jahren. unter dem Aspekt einer Todesgefahr zu antworten. stellt diese Frage Pilatus an Jesus. Denn genau so zeigt sie sich uns stets.38. der. mit Trennstrich. wo ich denke. das ist etwas ganz anderes. durch die sich die Wahrheit nur durch ein Halb-Sagen darstellt. dann genau deshalb. Folglich ist die Ordnung dessen. wo dieses sich uns darbietet in der Verbindung von Wellentheorie und Korpuskulartheorie. daß dieses Elektron wirklich als dasselbe zur selben Zeit durch zwei voneinander entfernt liegende Öffnungen hindurchgeht. daß es augenscheinlich unmöglich ist. den die Analyse tut. . nicht wiederaufgenommen werden wird ŕ. Oder. wo sie allein evident ist. ist. Und trotzdem würde ich sagen. das ist das Unbewußte. das wichtig genug ist. von wem das einmal im höchsten Grade ausgesprochen worden ist. genau der. dann genau deshalb. ist es nur zu klar. daß sie sich in einem Halb-Sagen aussagt.103 nicht sorglos als mit sich identisch setzt. dies sei das Prinzip des Diskurses. sobald es um den Diskurs des Herrn geht. um sich zu tarnen. die gebietet. in dem ich versuchte. des Diskurses. Hier erscheint etwas. 18. der nicht beherrscht [maîtrisé]. das Subjekt sei nicht univok. und das Modell dafür habe ich Ihnen im Rätsel gegeben. Wir sind gezwungen anzunehmen. Das Subjekt hat am Realen gerade dadurch teil. das von ihr profitiert. Wenn es. daß das Subjekt vor dieses vel gestellt ist. wo es nicht ist. daß wenn das auf der Ebene des Diskurses des Herrn so lange im dunkeln geblieben ist. wo ich bin. daß es mit ihm wie mit dem Elektron ist. und eine recht resonante dazu. ist die Wahrheit nur für die Verwalter eine Frage. univok zu sein. nimmt eine jede der Formeln. da. erkenne ich mich nicht. habe ich Ihnen die schlagende Formel des Entweder ich denke nicht oder ich bin nicht gegeben. die Spaltung des Subjekts tarnte.140 Eines aber ist jene Form des Halb-Sagens. daß ich mich verirre. daß sie eingeführt wird. Was habe ich Ihnen in der Tat von jedem möglichen Sagen am Platz der Wahrheit gesagt? Die Wahrheit. mittels deren sich ein Diskurs situiert. daß die Wahrheit sich nur dadurch darstellt. die nicht durch Zufall daherkommt. Diese Alternative gewinnt allein dadurch. den psychoanalytischen Akt zu artikulieren ŕ ein Trajekt. Und ganz sicher ist der Schritt. müssen wir sie übrigens dort erzeugen. und zwar im Diskurs der Hysterika. Gestalt. damit tatsächlich ganz sicher ist. und ganz sicher nicht in der Frageform. das uns dazu drängt. Wie man seit langem weiß. wüßte sich nicht anders auszusagen als durch ein Halb-Sagen. das sich durch das Entweder ich denke nicht oder ich bin nicht ausdrückt. Offen gesagt: Stellt man die Dinge so dar. denkt. Da. uns behaupten zu lassen. was wir mittels der Spaltung* des Subjekts anschaulich machen. wie andere auch. 140Im Evangelium nach Johannes. Sie muß sich selbst am dominanten Platz erzeugen. eigenartig oppositäre Bedeutungen an. dann würde ich sagen. daß diese Formel der Spaltung* unrichtig ist. Das Rätsel ist etwas. zu dem die Wahrheit sich zwingt. Durch ebendiese Ambivalenz ŕ wir nehmen dieses Wort in einem andern Sinn wieder auf ŕ. wo es nicht denkt. bin ich nicht. in dem Moment. insofern als er zum Herrn gemacht wird ŕ nämlich zu glauben. etwas anderes jene 119 Spaltung des Subjekts. das unterwegs liegengeblieben ist und. aufgrund seiner Struktur selbst. dann zeigt das. Was ist die Wahrheit? ŕ man weiß. eine andere als die. Die Spaltung des Subjekts. Wir werden sagen. besser gesagt: Müßte ich eine Figur gebrauchen. Da. sondern ge-herrt [maître-isé] wird. daß man es betont.

sehen wir genau. am Gebot Fahre fort zu wissen verhüllen kann . daraus eine neue Macht entspringen läßt? Es ist unmöglich. daß das Gebot Fahre fort zu wissen ein kleines Durcheinander verursacht. die es wagen. durch das Spiel der Zeichen. daß es diesen Platz besetzt. was dieses Zeichen verhüllen kann. die wir zum Beispiel bei Gauß belegt finden. dadurch. selbst das der reinen Logik. mein Gott. von der Molekularstruktur zur Atomspaltung. wohin wir gehen. denn auf gewisse Weise ist es der Diskurs der Universität. indem sie das Unmögliche enthüllt. um die Ordnung des Herrn zu tragen? Genau daher rührt die gegenwärtige Bewegung der Wissenschaft. die in späterer Zeit ein Riemann vorgebracht hat. seiner grundlegenden Disposition nach ist er jedoch auch der. der zuerst vom Herrn innegehalten wurde. eigentlich gesagt. Warum ergibt es sich. danach. immer mehr zu wissen! Ganz genau durch dieses Zeichen. das S1 des Gebots Fahre fort zu wissen 141. an Rätsel enthält. dadurch. der zeigt. was. die ein Wissen zur Dominanz kommen läßt. dieser Diskurs? Ich mache das absichtlich an dem der Universität fest. insofern als dieser wirkt. daß anhalten könnte. das von seiner ursprünglichen Lokalisierung auf der Ebene des Sklaven dadurch denaturiert wurde. ist er schlecht. Wir gehen [hier] nicht 120 weiter ŕ warum sollte man dieses Wissen in Umlauf bringen.104 Ist er gut. womit sich der Diskurs der Wissenschaft absichert. immer hier: oben rechts ŕ und zwar um die Wahrheit entspringen zu las141Alternative Lesart: dieses Zeichen. daß es reines Wissen des Herrn geworden ist und beherrscht durch sein Gebot. woran er kranken kann. der zeigt. danach. dieses Zeichen. mit jener von mir als Vierteldrehung beschriebenen Kippbewegung. das diesen Platz besetzt. was dabei herauskommen könnte? So weit. am Platz dessen. daß das Zeichen des Herrn diesen Platz besetzt. Im Feld dieser Wissenschaften. was die Wahrheit der Wissenschaft ist: Mach weiter! Los! Fahre fort. könnte auch nur einen Augenblick lang daran denken. wenn es so aussieht. die. Das hängt mit dem Fortschritt zusammen. darüber sind wir hinaus. das da seht. Wer könnte auch nur einen Augenblick lang denken. ausgelöscht. sich selbst als Wissenschaften vom Menschen zu titulieren. und zwar auf eine Weise. den theoretischen Versuch dazu drängt. des Gebots. der Verkehrung der Inhalte im Wechsel der kombinatorischen Plätze. und zwar genau jede Frage danach. nicht dem Gebot zu gehorchen. S2 S1 a $ Der S2 hält dort den dominanten Platz. insofern das Wissen an den Platz des Befehls. was das ist. was dieses Zeichen. wenn wir an seinen Notizbüchern sehen. an den Platz gekommen ist. sich an die Überprüfung des Realen zu machen. wird jede Frage nach der Wahrheit. als könnte ausgehend von ihm in der Tat so manch sicherer Ruhezustand erschüttert werden? Klar. nahe gekommen war und sich entschlossen hatte. die Artikulationsbewegung des Diskurses der Wissenschaft im Namen dessen anzuhalten. in unserer Zeit. In der Tat: Wie in den andern kleinen Vierecken oder vierfüßigen Schemata auch. steht der. der arbeitet. Wer. daß man auf der Ebene seiner Wahrheit nichts anderes findet als den Herrensignifikanten. sie nicht zu veröffentlichen. Sie haben gezeigt. nachdem es eine Zeit des Zögerns gegeben hatte. daß er den Aussagen. das S1. sind die Dinge also schon.

daß das Halb-Sagen sich dennoch gerechtfertigt findet dadurch. Man könnte mit diesem Wort spielen. über das Subjekt der Wissenschaft zu salbadern. was. . so passieren ihr Sachen. daß die Fortschritte der mathematischen Logik es erlaubt hatten. Es kommt vor. wie jeder Arbeiter ŕ beziehen Sie sich auf die andern kleinen Ordnungen142 ŕ. einfach so. aber von Zeit zu Zeit passiert es doch. daß man 142Mitschrift: Rahmen 143Séminaire XII. Ich weiß noch nicht. weil sie die Menschen für Humus hält ŕ. des Klangs wegen. das ich zum Objekt des ersten meiner Seminare im Jahr 1965 gemacht hatte143. die einen Bezug zu ihm haben. Würde ich dieses Wort ins Wörterbuch aufnehme. das des Herrn. hätte ich dafür bessere Aussichten. Ich möchte mich wappnen gegen die Vorstellung. Wie Pascal sagt: Wir alle sitzen im Boot des Wissenschaftsdiskurses.121 rungsweise. der an diesem Platz steht ŕ im Diskurs des Herrn ist es der Sklave/Knecht. ist das Gebot. Und so passieren einer Wissenschaft. daß es. Auf der Ebene der Wissenschaften vom Menschen sehen wir etwas. und das macht mir Lust. der kategorische Imperativ Fahre fort zu wissen. denn das ist der Sinn der Arbeit. aus Instinkt. nämlich im Verhältnis der Null zur Eins im Diskurs Freges.105 sen. Glauben Sie nicht. und man hat ihnen erklärt. hat es sich ergeben. meine Ausführungen würden implizieren. für das man ein Wort bilden müßte. daß das nicht existierte. Als ich an die École normale gekommen bin. und zwar an dem entscheidenden Punkt. daß man den Namen für den Putzlappen ändere. was standhielte. die auf der einen Seite so fest gegründet ist und so eroberungslustig auf der andern. im Diskurs der Wissenschaft ist es der a-Student/das studierende a [a étudiant]. daß mein Diskurs Antworten hervorruft. Der Student fühlt sich astudé. Astudé hat auf der Ebene der Wissenschaften vom Menschen mehr Daseinsberechtigung. die Vorstellung. ist. auf der Ebene der Wahrheit das schlichte und einfache Gebot zu substituieren. Problèmes cruciaux pour la psychanalyse (1964-65). Da braucht überhaupt niemand mehr zu sein. Man hat ihnen bewiesen. an dem sie geglaubt hatten. um sich als die vom Menschen zu bezeichnen ŕ zweifellos deshalb. 144Anspielung auf den von J. daß das Subjekt der Wissenschaft. aber ich würde. etwas zu produzieren hat. eroberungslustig genug. Sie haben was auf die Finger bekommen. das Subjekt der Wissenschaft vollständig ŕ nicht zu flicken [suturer144]. Trotzdem ist das Unbehagen der astudés nicht ohne Bezug zu folgendem: daß sie trotzdem gebeten werden. aber es ist klar. der Herr sei immer da. ob dies da gut ist. sagen: astudé. nichts gibt. nähe. daß das nicht so ohne weiteres geht. die uns wieder auf die Füße fallen und das streifen lassen. im Gebiet der Wissenschaften vom Menschen einige Schwierigkeiten aufzuwerfen scheint. daß aus ihm hervorgeht. Es paßte gut. sondern zu verdampfen. es zum Vorschein zu bringen. vielleicht würde das die Frage ein wenig neu stellen. Was bleibt. das Subjekt der Wissenschaft. die in irgendeinem zurückgebliebenen kleinen Hirn aufkommen könnte. Eben gerade sahen wir ihn gezwungen.-A. hinsichtlich des Subjekts der Wissenschaften vom Menschen. Was bleibt. was die Tatsache mit sich bringt. fortzufahren zu wissen auf der Ebene der Wissenschaft der Physik. Das ist selten. mit ihrer Haut das Subjekt der Wissenschaft zu bilden. Er ist astudé. Der. Miller damals geprägten Terminus der »Naht« [suture]. als wenn ich wollte. weil er. den neuesten Nachrichten zufolge. daß junge Leute sich darangemacht hatten.

gälten sehr zu Recht als reaktionär. und sei es auch noch so gespalten. was ich in einer gewissen klärenden Absicht artikuliere. um sich etwas derartiges einzubilden. daß Sie entweder nicht denken oder überhaupt nichts sind. diese Art von Mißverständnis deduzieren könnte. wo doch alles das Gegenteil beweist. von denen ich. Hegel dixit. alles in allem. insofern als sie die Spur des Begehrens zu wissen aufnimmt. in dem dieser Begriff eine glückliche Lösung implizieren würde. wenn sie erscheint. in Gebieten. denn gibt es das überhaupt: einen Analytiker? Wer weiß das? man kann es aber theoretisch behaupten ŕ. Indes müßte sich verbreiten. d. die das Band des Herrn mit dem Knecht ausmacht. die wir zu bestimmen haben werden. Ich habe Ihnen eingangs gesagt. vielleicht eine Hoffnung auf Heil 122 gäbe. daß mich nicht allzuviel reizt. Wir werden darauf zurückkommen. der epistemologische Trieb. a S2 $ S1 Seltsam. daß das nicht von ganz allein ging. er bietet sich als Zielpunkt für jeden an. der Knecht ihm mit der Zeit seine Wahrheit beweisen wird ŕ vermittels dessen auch. was Ihnen durch den Kopf geht. so ist das. und bewiese es auch noch so offensichtlich. kehrte man zur Haltung von Gauß zurück. Der Analytiker ist es nicht. Jemand muß es ihm aufgedrängt haben. woher er erscheinen kann. zum Subjekt sagt: »Nur zu. kann der Herr das nicht ganz allein erfunden haben. Marx dixit. eine Psychoanalyse. 123 was Sie produzieren. an Lösendem hat. Diese Schlüsse. weil es nicht undenkbar ist. mein Gott. daß in der Struktur des sogenannten Diskurses des Analytikers dieser. ehrlich gesagt. Es ist nicht zu sehen. das Objekt a selbst. mit dem. an. denke. aus dem. daß man. bietet sich der Analytiker als Zielpunkt für diese unsinnige Operation. die wir aber schon jetzt skizzieren können. sagen Sie alles. der begeistert ist von diesem besonders problematischen Begehren. daß dieses Begehren zu wissen. Ich hebe sie hervor. er die ganze Zeit damit . die. würde man sie mir unterstellen.h. was. was ich gerade sage. warum die Wahrheit stets zwangsläufig wohltätig wäre. Seltsam aus Gründen. Auf der oberen Zeile der Struktur des Diskurses des Herrn haben Sie eine grundlegende Beziehung sehen können. wie sie ihn zu benennen erfunden haben. Als identisch mit dem Objekt a. das kann von Zeit zu Zeit glücklich sein ŕ in andern Fällen aber verheerend. was sich dem Subjekt als die Ursache des Begehrens darstellt. was an den Platz des Gebots kommt. er ruft es auch nicht hervor.106 diese Wissenschaft bremsen müsse und daß es. vermittels dessen. Wie ich bemerkt habe. diejenige ist. wird immer zulässig sein«. Es würde darum gehen zu sehen. Heben wir unterdes hervor. Sie sehen es. Was die Wahrheit. nicht von jeher evident ist. das geht. um uns rasch auszudrücken. Man muß den Teufel im Leib haben. daß es in allem. 2 Geht es nun um die sogenannte Stellung des Analytikers ŕ in übrigens unwahrscheinlichen Fällen. nicht die geringste Vorstellung von Fortschritt gibt in dem Sinne. Mehr noch. mich in ihnen aufzuhalten.

die wir auf der Ebene des Diskurses des Herrn sofort benennen können. vielleicht wissen. daß er der einzige ist. All das verhindert ganz sicher nicht. das aber ist ein Nichts. die Produktionsmittel verstaatlicht. aber ich wiederhole es. dem diese Mehrlust geschuldet ist. und dem. Diese gleichsam definierende Formel des Diskurses des Herrn hat den Vorteil. In der Tat gibt es hier. nicht den Kapitalismus begründet. das ist. daß er seine Funktion als Herr ausfüllt. Der Herr unternimmt bei alledem eine kleine Anstrengung. daß das Phantasma anderswo hervortreten kann. Allein dadurch. Man nimmt von ihm ganz kleine Stückchen. S1 $ S 2 145 a Die Schranke. seine Mehrlust zu schüren. ist das Genießen. was das ist. Die Tatsache. Dieses verlorene Etwas. um damit fertig zu werden. ganz einfach insofern es untersagt ist. Wenn man nicht weiß. Zweifellos hat er den Knecht der Verfügung über seinen Körper beraubt [privé]. was mehr oder weniger Ursache des Begehrens eines Kerls wie des Herrn wird. zu zeigen. er gibt den Befehl. hätte er daraus nicht den Mehrwert gemacht. weil er sich dem Tod ausgesetzt hat und weil er in dieser Stellung. und zwar speziell im 145In der Version Millers steht hier das Mathem des Diskurses des Analytikers. vom Genießen. Warum schuldet er diese Mehrlust dem Herrn? Das genau ist getarnt. die Hegel klar artikuliert hat. Wie kommt das Genießen wieder in den Zugriff des Herrn. Im Diskurs des Herrn ŕ denn die Mehrlust situiert sich gleichwohl genau da ŕ gibt es keinen Bezug zwischen dem. mit anderen Worten. der jene Artikulation verunmöglicht. untersagt von Grund auf. In seinem grundlegenden Anfang schließt der Diskurs des Herrn das Phantasma aus. sich zu kastrieren. was seine Wahrheit bildet. der Mehrwert. Nichtsdestotrotz müßte man. verliert er etwas.107 beschäftigt sein wird. der wie gewöhnlich nichts davon versteht. daß der Kapitalismus durch ihn begründet wird und daß die Funktion des Mehrwerts in ihren verheerenden Konsequenzen völlig zutreffend bezeichnet wird. dann hätte Marx bemerkt. Hätte er. auf der Etage darunter. wie sich das verkörpert ŕ wir brauchen die tödlichen Phantasmen [hier] nicht wieder aufzurühren. was aber das Bis-zum-Ende-gehen betrifft. insofern als es Beziehung des a zur Spaltung des Subjekts ist: ($  a). und zuvörderst aufs Genießen. durch seine Verbissenheit. denn man kann die wichtigen Dinge nicht oft genug wiederholen. daß der Herr. daß der Mehrwert die Mehrlust ist. damit alles läuft. . was zumindest 124 das erste Zeitmetrum seiner Artikulation ist. hätte er. weil man. auf alles verzichtet hat. denn er hat ihm das Genießen gelassen. eine Schranke. um seine Forderung zu manifestieren? Ich denke. die wir anderswo hervorgehoben haben als das Phantasma. Was auf der Ebene von Marx getarnt ist. Und genau das macht ihn. zumindest aus diesem Grund muß ihm etwas vom Genießen zurückgegeben werden ŕ eben die Mehrlust. völlig blind. hat man mit ihm nicht [schon] deshalb Schluß gemacht. in seiner Grundlegung. nicht jene Mehrlust zählbar gemacht. habe ich Ihnen schon gesagt.h. ganz fixiert bleibt. d. auf der Ebene des Sozialismus in einem Land. ich habe es Ihnen seinerzeit gut erklärt.

Wissenschaftsfanatiker. wo es sich auf einer horizontalen Linie in einer völlig gleichgewichteten Weise entfaltet. selbst wenn ich in meinen Analysen zum Eckstein werde. ebendeshalb. was aber kann das eigentlich bedeuten? Nicht ohne 125 Grund habe ich diesen Umweg über die Ebene der Aktualität gemacht. weil man mir einmal.h. alles in allem. die gesamte Artikulation des existierenden S2. absolut unerbittlich. der Name des Vaters. daß ich. was man wissen kann. Zuweilen ist das recht verlockend. Ich bin ein kleiner Analytiker146. noch nicht einmal über diesen für uns noch verschwommenen Punkt des Bezugs des Wissens zur Wahrheit irgend etwas angeben zu können anders als ŕ daß wir's nur wissen! ŕ durch ein Halb-Sagen. ein Stein. daß. Gut. was. ich werde nicht sagen. alles. Nebenbei gesagt: Genau dies berechtigt mich zum Beispiel dazu. gehalten. sagen wir mal. in meiner Schreibweise ŕ ich sage nicht: im Realen ŕ an den sogenannten Platz der Wahrheit gesetzt ist. spaßen wir nicht. in jeder Weise dazu verurteilt. daß sich die Dinge ändern. gegenüber einem gewissen Galopp. was das ist. Das kehrt sich um: der verworfene Stein. zu sagen. Das sieht nach Neckerei aus. wo er sich plaziert. Das bedeutet nämlich. daß das dann ganz sicher in unserem kleinen Drehkreuz sein muß.h. die man hinsichtlich dessen treffen 146Mitschrift: Analytiker-a [a d´analyste]. vollkommen dunkel wird. daß es dann einen andern Teil davon geben wird. nie mehr davon sprechen werde. der zum Eckstein wird. daß. denn da. eigentlich gesagt. würde das ganze Gebäude einstürzen. Wenn der Eckstein fortginge. ob Sie so recht begreifen. wenn wir in diesem Feld etwas in einer bestimmten Weise sagen. im Diskurs des Analytikers. den Hahn zugedreht hat.108 analytischen Diskurs. das Wissen ist. im Register der Wahrheit zu funktionieren. in den das Wissen in der Form der sogenannten Wissenschaft. habe ich das Recht spazierenzugehen. in dem Moment. Genau so hätte ich vielleicht Aussicht darauf. warum ich vom Namen des Vater sprechen sollte. sind wir. weil ich nicht Teil des universitären Diskurses bin. auf der das Wissen eine Funktion der Wahrheit bildet. So daß es. Umgekehrt kann das auch heißen: der Eckstein geht spazieren. Wir spüren. indem wir die Dinge auf der Ebene des Diskurses des Analytikers wiederaufnehmen. ein gewisses Arbiträres gibt. in dem ich von den Namen des Vaters zu sprechen begann. a S2 $ S1 Wie auch immer es für den Moment damit sei: Stellen wir. die mir sagen: Fahre fort zu wissen! Was fällt dir ein! Du mußt doch sagen. daß uns das etwas angeht. durch ebendieses Sagen. das als Funktion der Wahrheit befragte Wissen. Ich weiß nicht. eine Wahl. Na und ŕ wer weiß? ŕ es gibt sogar so Leute. der im Anfang verworfen worden ist. was das bedeutet. d. auf der Ebene. Die schlechte Toleranz. d. der modernen Wissenschaft verfallen ist ŕ vielleicht kann uns gerade das ŕ ohne daß wir davon indes viel mehr verstehen. . ist. der. Sobald ich mich aus meinem Sessel erhebe. daß das einen Sinn gewinnt. daß das. sagt uns ein wenig mehr über das. was du weißt von den Namen des Vaters! Nein. was es mit der Grundlage des Diskurses des Herrn auf sich hat. fest. was nicht gerade nett wäre. Ich sehe nur einfach nicht. zumindest wenn wir ihm Vertrauen entgegenbringen. als unsere Nasenspitze lang ist ŕ fühlbar machen. wenn wir irgendwo Aussicht darauf haben. Was sich wissen läßt.

was es zu erhellen gilt. daß mit das Seriöseste. der Aufsatzsammlung meines Freundes Claude Lévi-Strauss. In der Tat handelt es sich bis auf den Einschub in Gedankenstrichen um ein wörtliches Zitat aus dem genannten Aufsatz. Die Struktur der Mythen. dich. denn es sind Mytheme. soweit sie beide in sich 127 widersprüchlich sind. das zu dem. v. um im Diskurs des Kapitalisten mit seiner kuriosen Kopulation mit der Wissenschaft sein letztes Wort zu zeigen. daß zwei einander widersprechende Beziehungen untereinander identisch sind. in einem Feld. was wir sehen. von etwas anderem zu sprechen. wenn es um die Wahrheit geht. Sie haben. Um das zu sehen. . nicht auf das gewartet. Wissen Sie. darauf zu verzichten. Aus dem Mythos hat man heute einen Zweig der Linguistik gemacht. ergibt ganz offensichtlich das. noch immer beim Mythos stehen. jene. der 147Mitschrift: ich werde wortwörtlich lesen. auf das Kapitel elf zu beziehen. was ich Lévi-Strauss nicht unterschiebe. Naumann. was zu Anfang dort hinkommt. und es ist jedenfalls das Wichtigste an dem. Ich wüßte Ihnen darüber nichts anderes zu empfehlen. Gleichwohl müssen Sie sich in Erinnerung rufen. nicht 126 aber so wie für das Subjekt ŕ es wird nicht dieselbe sein. das Halb-Sagen ist das innere Gesetz jeder Art des Aussagens der Wahrheit. ausgehend von der Linguistik gesagt wird. in einer gewissen Diskordanz steht. Dies ist eine Klammer. genau das ist durch den Mythos besetzt. Frankfurt a. Nun. Beziehungsgruppen miteinander in Verbindung zu bringen ŕ so wie er die Mythen definiert. H. denn ich lasse beiseite. daß dort ganz offensichtlich dasselbe gesagt wird wie das. was ich Ihnen jetzt sagen werde. was ich Ihnen sage. was er wörtlich schreibt. 1977. was aus dem Wissen am Platz der Wahrheit im Diskurs des Analytikers wird. welche Wirkung die Anwendung des typhaften Zentralmythos des psychoanalytischen Diskurses auf die Mythenforscher gehabt hat. Wenn ich nicht vom Namen des Vaters spreche.237 f. nämlich daß die Wahrheit sich nur durch ein HalbSagen stützt. die uns gleichwohl ein bißchen angeht. Kurz. daß wir. Das wird nicht ohne Bezug zur Wahrheit sein. Die hier wiedergegebene deutsche Übersetzung folgt dem Text in: C. wie er sie nennt. ist der Mythos. Das war immer zu sehen. als sich in der Strukturalen Anthropologie. was durch Millers Textherstellung verdunkelt wird. Ich denke. Lévi-Strauss. übers. Sie werden sehen. was wir feststellen bezüglich dessen. und das. ist überwunden oder genauer: ersetzt durch die Bestätigung. Strukturale Anthropologie I. dann wird mir das erlauben. in der Psychoanalyse. hat man nicht gewartet. indem sie uns nur ihren Imperativ gibt. daß das.109 kann. guter Mann. 3 Kommen wir zurück zu dem. was dich betrifft.M. bis der Diskurs des Herrn sich gänzlich entwickelt hat. was man über den Mythos sagt. was es am besten verkörpert. Fahre fort zu wissen in einem bestimmten Feld ŕ merkwürdige Sache.147 Die Unmöglichkeit. auch wenn uns die Wissenschaft dazu bringt. Die erste ernsthafte Überprüfung dieser großen Einheiten. S.. zumindest um die erste Wahrheit. damit Ihnen das aufgehe. Dennoch kann man sich nicht völlig damit befriedigt erklären. was er schreibt: folgt der Satz bis »in sich widersprüchlich sind« in Anführungszeichen. Damit will ich sagen. handelt es sich um Beziehungsbündel ŕ. einen Namen hat: es ist der Mythos.

daß es um etwas ganz anderes geht als darum. Totem und Tabu. daß Totem und Tabu verdreht ist. die das nicht wissen ŕ. Es gibt Kreise. Es gibt Leute. aus guter Schule. aber angesichts der Kritik. Das ist wirklich amüsant. die machen sich eher darüber lustig. Das gilt für alles. weil er sah. Kröber mit Namen ŕ daß er. Ebendeshalb muß man zu Freud zurückkehren ŕ nämlich um zu erkennen. daß das so ist. Man kann sehen. die Mythenforscher. in diesen Chor einstimmen zu können ŕ das. Warum wird diesem Mythos in der Analyse dieses Privileg eingeräumt? Die erste ernsthafte Untersuchung. Man kann um den Mythos herum eine Menge Blödsinn reden. was man konstruiert hat. die mit das Verdrehteste ist. auch wenn man ihn nicht zwangsläufig so definiert. daß er übrigens viel komplizierter ist. seit die Welt Welt ist. wie ich Ihnen von jeher sage. Die Wahrheit. so wie Freud ihn funktionieren läßt ŕ ich kann Ihnen das sagen für die. in denen man weiß. ist das sehr bemerkenswert. konnte er übrigens nicht sagen ŕ. das spielt gleichwohl eine Rolle. daß ich es dieses Jahr mache ŕ seine Komposition untersuchen. Auch wenn ich die Rückkehr zu Freud predige. Die finden das absolut daneben. vor allem. hatte man nicht auf unseren lieben Freund Claude Lévi-Strauss gewartet. folgendes ist: daß die Wahrheit sich in einer Alternanz von einander streng entgegengesetzten Dingen zeigt. daß alles. einschließlich der höheren. Sie alle können diese Frage beantworten. das konnte er nicht ertragen. Ich möchte dem nicht den Moses und der Monotheismus hinzufügen. man müßte ŕ ich weiß nicht. die er an Totem und Tabu geübt hatte. der Qualität hat. reden wir nicht davon ŕ denn. das erlaubt alles zu sagen. wenn es derart verdreht ist. die man womöglich über ihn angestellt hat. nachdem er über Totem und Tabu ein aufrührerisches Buch geschrieben hat. die bei Boas 128 anfängt und in Lévi-Strauss mündet. einer. die haben sich schon eine ganze Weile lang mit den Mythen beschäftigt. Das ist identisch. Nichtsdestoweniger ist es zum Beispiel merkwürdig. sehr elaborierten Mythen wie dem von Yin und Yang. Mehr sagt er darüber nicht. zwanzig Jahre später etwas schreibt. das man sich vorstellen kann. daß das dann wohl eine Berechtigung haben muß. zu wissen. der sich der Überprüfung nicht verweigert. auf ihn. Wie durch Zufall gibt Claude Lévi-Strauss. es machte ihm zu schaffen. in demselben Aufsatz den vollständigen Mythos von Ödipus wieder. die Wahrheit. ein guter Kopf. Alles ist wahr ŕ unter der Bedingung. Folglich ŕ der Mythos von Ödipus. mit einer guten Ader. das ist. Und das Blödsinnreden. obwohl er anerkanntermaßen ein Kerl war. daß ein wirklich guter Mythenforscher. der da eine exemplarische Klarheit hineingebracht hat. Um sich sehr lebhaft für die Funktion des Mythos zu interessieren. Nur. und daß dieser Mythos von Ödipus. zeigt. weil gerade er das Feld des Blödsinnredens ist. der zu schreiben und zu denken verstand. daß das gleichwohl seine Berechtigung haben mußte. daß. was sich vom Mythos sagen läßt. daß es da einen Haken gegeben habe. daß das Kreise zog.110 Mythos von Ödipus? Ich denke. anzunehmen. ob man seine Mama bumsen wird oder nicht. Es wurmte ihn. die man sich umeinander drehen lassen muß. daß er darüber die schlimmsten Sachen gesagt hatte. nicht einmal der schwerfälligste Operateur sehe nicht. wie ich ihn soeben für Sie zu situieren versucht habe ŕ obgleich es schwierig ist. nämlich daß noch der unbedeutendste Student glaubte. kann ich nicht umhin zu sagen. daß Sie das Gegenteil ausschließen. ob Sie wollen. im . um darauf hinzuweisen. was ein Mythos ist. daß es da etwas gegeben hatte ŕ was.

das in der Tat ungeheuer wichtig ist. ich improvisiere. Ebendas nennt man den Phallus. Es ist die Walze. die man schonend behandeln mußte. diese Darwinsche Posse. daß es etwas gebe.111 Gegenteil. das Begehren der Mutter. in dessen Maul Sie stecken ŕ das ist sie. Darum geht es nicht. indem ich Ihnen sofort meinen Zielpunkt nenne. das Sicherheit gibt. etwas von dem zu kapieren. Versuchen wir ein bißchen. obgleich Freud uns die Dinge doch überhaupt nicht in dieser Weise darstellt. Den Psychoanalytikern nutzt das nichts. auch wenn ich noch nicht damit angefangen habe. das muß ich sagen. zugeht. und das hält zurück. Ihnen so darüber zu sprechen. Man mußte ihnen derart plumpe Sachen sagen. man wird davon reden. Ich habe das gemacht. wohin man damit schlecht und recht kommt. daß ich jetzt nur so um Freud herumhopse. Mehr und mehr beschäftigen sich die Psychoanalytiker mit etwas. Ich sage Ihnen einfache Dinge. die Ihnen Schutz verleiht. diese verflixte Geschichte vom Mord am Vater der Urhorde. Übrigens verstanden sie sie auch nicht. was es mit dem Mythos von Ödipus bei Freud auf sich hat. Man könnte glauben. zu Psychoanalytikern. wie es mir kommt. 4 129 Ich fange beim Ende an. das Ihnen gleichgültig wäre. Das ist wesentlich. Ich sehe nicht. ganz plötzlich. Der Vater der Urhorde 130 ŕ als hätte es von ihm je auch nur die geringste Spur gegeben. ganz klar. beweist das gar nichts. die Mutter. aber da die Psychoanalytiker nicht sicher Psychoanalytiker sind. als ich zu Leuten sprach. aus Stein ganz sicher. Das zieht immer Verwüstungen nach sich. die da auf der Ebene der Klappe wirksam ist. nicht wahr? Ich habe gesagt. Diese Dinge. Ich habe also zu erklären versucht. Auf dieser Ebene habe ich also von der Vatermetapher gesprochen. die ich zu ihrer Zeit dargelegt habe. zu einer Zeit. Ich stehe ganz und gar nicht im Begriff zu sagen. Es gibt eine Walze. die Bildungen des Unbewußten beispielsweise. Ein großes Krokodil. warum ich mich ermüden sollte. was es plötzlich dazu bringen kann. aber wenigstens wird es klar sein. mein Gott. damit man wisse. die hat man 148Mitschrift: mußte . Vor allem. nämlich mit der Rolle der Mutter. Das sind Sachen. was das ist. damit sie sie verstanden. Man weiß nicht. Das Begehren der Mutter ist nicht etwas. Die Rolle der Mutter. Ich spreche mit Ihnen. der Ödipus wäre zu nichts nutze oder das hätte keinerlei Beziehung zu dem. für Sie eine Art planierten Weg anzulegen. zum Beispiel. das ist das Begehren der Mutter. weil ich nicht sehe. werde ich damit heute nicht fertig werden. oder die Objektbeziehung. und man wird sehen. Das ist es. Vom Ödipuskomplex habe ich immer nur in dieser Form gesprochen. Sie sehen. seine Klappe zuzumachen. Das müßte148 ein bißchen suggestiv sein. das sei die Vatermetapher. mich ihnen zuzuwenden. Da ich mich nicht beeile. was wir tun. daß das wirklich passiert ist. das klemmt. das ist wahr. warum ich meine Karten nicht auf den Tisch legen sollte. voll und ganz ŕ niemand hat mir geholfen ŕ. ich habe bereits angefangen. das man einfach so aushalten kann. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet. ich selbst. wenn das. Orang-Utans. weil ihm sehr viel daran liegt. daß ich die Dinge für Sie gleichwohl in Ordnung bringe.

Als Substantiv ist es etwas. Lassen wir jetzt. Das ist frappierend ŕ irgend jemand hätte sich doch über diese Vatermetapher ein bißchen aufregen und ein kleines Loch hineinpieksen können. und ebensowenig. für den Augenblick. Folglich. daß das so manifest nicht ist. in S1. und die Frage des Ödipus ist weiter unberührt. daß dieser arme Ödipus ein Unbewußter/s [un inconscient] war. mich auf die Spur setzt. ein Mythos? Antworten Sie nicht alle auf einmal. um es zu sagen: das ist zwangsläufig passiert. mit dem wir in der analytischen Praxis wirklich vertraut. Freud liegt viel daran. die er gibt. Man ist da. Ich mache Ihnen hier einige vorläufige Bemerkungen. daß das real ist. das ändert an der Frage nichts. um zu erreichen. das ist manifest. Ich denke. Was ist das. die man dann stapelt. Das ist das Unbewußte. Das. daß er seine Mutter genießen macht oder daß er ihrer genießt. diese Geschichte. obschon er es weiß. erzählen wir das Histörchen. und alles hat damit angefangen. die sich um eine Vierteldrehung bewegen. Und indem wir das tun. Schließlich. weil man diese Sache wirklich sehr scharf artikulieren muß. Für ihn ist der latente Inhalt die Deutung. wird überhaupt nicht wie ein Mythos behandelt. und wir haben ihn auch eben erst anders definiert. man genießt von der Mutter. Daß Ödipus absolut nicht weiß. zu verstehen im objektiven wie subjektiven Sinne. wenn man seinen Vater getötet hat ŕ Mord am Vater und Genießen der Mutter. Er hält daran fest. 131 Der Ödipuskomplex. daß man mit seiner Mutter schläft. daß er all das wisse. das sich ihm hinzufügt. ich habe lange genug auf die Zweideutigkeit hingewiesen. daß. das ist die Erfahrung. Klar ist aber. um zu sehen. es ist nicht passiert. Das genügt nicht. Das läßt sich nicht wegeskamotieren. um ihm einen Sinn zu geben. und dann hat das Resultate. durch das wir geformt sind: das sind die Geschichten vom manifesten und vom latenten Inhalt. man muß ihn überprüfen. Das ist nicht latent. einschließlich die. im $. wenn er sich auf Sophokles bezieht. Genau das habe ich stets begehrt: daß jemand kommt. Im adjektivischen Sinne kann man sagen. anfängt. meine kleinen Buchstaben an der Tafel. weil genau das ein schönes Beispiel für das Unbewußte ist. um ihn zu definieren. Aber der Vater der menschlichen Urhorde ŕ von dem hat man nie auch nur die geringste Spur gesehen.112 gesehen. der da ist. Nämlich all unsere Scherereien. Nach Freud ist das. Es gibt etwas. das in der Tat den verdrängten Repräsentanten der Vorstellung als Stütze hat. was er nicht weiß. insofern als sie nicht jenes Wissen ist. wenn man einen Mythos auf Blätter schreiben kann. wie ich kann ŕ. Sie werden das sehen. Für den Analysanten. daß das zur manifesten Ordnung gehört. wie sich das als Kombinationen ausspinnt. Diese Bemerkung könnte für einige Analytiker von Nutzen sein. Zwei Mythen sind im Verhältnis zueinander genau wie diese kleinen Dinger. Psychoanalytiker zu sein. sondern jenes. Es gibt da einen Gleich- . diesen manifesten und diesen latenten Inhalt beiseite und behalten wir nur die Begriffe im Gedächtnis. was bewirkt das da? Der manifeste Inhalt. was das Stück des Sophokles enthüllt. Für den Analytiker steht der latente Inhalt auf der andern Seite. so wie Freud ihn uns erzählt. Es ist das sophokleische Histörchen minus. einen kleinen Weg zu zeigen. die im Gebrauch des Begriffs inconscient [unbewußt/Unbewußtes] liegt. Er ist ein manifester Inhalt. sehen wir. ist sein Wissen der latente Inhalt. wie dem auch sei. und die Mutter genießt. Gehen wir so vor ŕ ich tue es. seine Tragik. das wir beim Subjekt aufdecken. Das ganze Totem und Tabu hat er geschrieben. daß er seinen Vater umgebracht hat.

Es geht darum. in einer Epoche. Weil es. als sei es nicht wahr. Sie 149Mitschrift: auch wenn das Sie nicht in Verlegenheit bringt. Der alte Papa hatte sie alle für sich allein. alors qu´il y [a] d´autres gars. Sie könnten tauschen. isoliert vom Rest. die Freiheit und die Gleichheit. ich bin kein Linker ŕ stelle ich fest: Alles. weil ich. springt in die Augen. ehe man für dieses Jahr auseinandergeht.. warum es so ist.. das muß schließlich einige Nachteile haben. wenn ich sage.. dann vor allem deshalb. entlehnt von Sophokles. Es ist ziemlich merkwürdig. die wir darauf verwenden. was die Dinge bedeuten. daß sie Brüder sind. wenn man die Zeitungen liest. auch sie [die Frauen] 150 können sich so ihre eigenen Gedanken darüber machen.113 klang. und man fragt sich. Es läßt sich eben keine andere Brüderlichkeit denken. Wir befinden uns. außer weil man zusammen isoliert ist. ich werde ihnen das ein wenig entwickeln. über ihre Funktion zu verfügen und zu wissen. was die Lesart: »sie« = die Kerle begünstigt. das bringt uns nicht in Verlegenheit. / Mitschrift:. obendrein.. im Namen von welcher Absonderung. was es mit der Brüderlichkeit auf sich hat. und. ohne den Rest mitzuzählen.. da der alte Vater sie ja alle hat. Selbst mit unserem leiblichen Bruder. was ich sage. die mindeste wissenschaftliche Grundlage.151 warum das so ist. Ich kenne nur einen Ursprung der Brüderlichkeit ŕ ich spreche von der humanen.. bäh! Nirgends gibt es mehr Absonderung. alle Brüder zu sein. nichts beweist uns. immer der Humus ŕ. was schon märchenhaft ist ŕ warum sollte er sie alle für sich allein haben? ŕ. Wie dem auch sei. daß sich das. ist Halb-Sagen. sie entdecken. so wie eine kleine Verzahnung ŕ vielleicht wird man die Zeit haben. daß das Resultat davon exakt das Gegenteil sein soll. was man sagen kann.. daß sie Brüder sind. Die Folge davon ist etwas völlig anderes als der Mythos von Ödipus: Weil sie den Alten getötet haben. eher schwächend auswirkt. darauf zurückzukommen. Man tötet ihn. Damit es uns aber nicht in Verlegenheit bringt. bei der es angebracht wäre. was sie verdeckt. ist eine tolle Sache. daß es so ist. Es gibt also diesen Mythos von Ödipus. was den Mythos betrifft. qui quand même aussi peuvent avoir . elles aussi peuvent avoir. Das heißt. denn es ist märchenhaft: sie entdecken. müßte man doch 150Miller: . zunächst. Da haben Sie ein Beispiel dafür. Nur. Diese Energien. wo es doch andere Kerle gibt. das kann Ihnen eine Vorstellung von dem vermitteln. daß wir sein Bruder sind ŕ wir können einen Satz Chromosomen haben.. weil ich mit meinen Begriffen sparsam umgehe. und so zu tun. dessen Funktion es zu kennen gilt und . ich achte auf das.. dann ist das beispiellos. daß wir es nicht sind. Wenn ich Ihnen nicht sage. Was ich Ihnen da sage. Und dann beschließen sie ganz einmütig. die kleinen Mamas nicht anzurühren. Schließlich aber: daß es so ist. beweisen sehr schön. den Mord am Vater der Urhorde. in der die Absonderung. 151Mitschrift: durch etwas. 132 Diese Gier nach der Brüderlichkeit. in der Gesellschaft ŕ ich will sie nicht human nennen. wie ich Ihnen gerade gesagt habe. das ist das mindeste. Und dann gibt es diese Geschichte. von der ich Ihnen gerade gesprochen habe und bei der man im Stehen einschläft. das ist die Absonderung. warum das so ist. auf die Brüderlichkeit. zu bemerken. ist gegründet auf die Absonderung. nicht sagen kann. nicht die mindeste Grundlage. passiert zweierlei. Nun. was existiert. der dem seinen vollständig entgegengesetzt ist. alors qu´il y a d´autres gars tout de même. Das eine klammere ich hier aus. mehr als eine gibt. den alten Orang. wohlverstanden. Wie auch immer. und sie hat. müßte man 149 sehen.

Warum muß Moses umgebracht worden sein? Freud erklärt es uns. Aus gutem Grund ist Moses und der Monotheismus. So gewagt. daß das. so schreibt sich das. Sicher ist. Trotzdem denke ich. trifft zu. Ich kann Ihnen nicht sagen. und das ist das stärkste: damit Moses unter den Propheten wiederkehrt. das irgend etwas mit dem Genießen zu tun hätte. Es ist Prostitution. Er ist unerhört. in welchem Ausmaß Totem und Tabu nichts mit der gewöhnlichen Verwendung des Bezugs auf Sophokles zu tun hat. wie er in seiner starken Sprache sagt . Bei Hosea gibt es eine Sache. die einander von einer Zeile zur nächsten widersprechen. um Hosea gelesen zu haben. wenn ich sie jetzt lese ŕ jetzt endlich. Ich weiß nicht. daß das. wie alles andere. Ich habe mir Die zwölf Propheten* verschafft. wie man hier wohl annehmen muß. zweifellos auf dem Wege der Verdrängung. kurz: außerhalb des Gesetzes. und ich stelle ganz Europa auf den Kopf. nämlich. daß ich mir aber mein ganzes Leben lang Sellin nicht habe verschaffen können und daß ich darüber allmählich wütend werde. ich schaffe es. Niemand scheint sich je verwundert zu haben über diese merkwürdige Sache. ganz recht. so scheint es. die tatsächlich vollkommen klar ist. gerade bei ihm eine Spur von dem findet. Das ist ein kleiner. Ich zeige Ihnen an ŕ vielleicht könnte mir jemand diesen Dienst erweisen. in sehr schönen Lettern. Und doch hat er ihn gelesen. weil sie nur durch den Vater Brüder sind. um es zu kriegen. aber gewagter [osé]. Der absolute Gipfel. Ich schreibe es Ihnen auf hebräisch an die Tafel. ich sei mit der Bibel erzogen worden. Ich bedauere das. worum es bei den Propheten geht. nicht in Schreibschrift. In der Bibliotheque nationale ist er nicht. ein nun und ein dvab. nicht darauf gewartet habe. Schließlich aber. daß man. abso. nämlich das 1922 erschienene Werk eines gewissen Sellin. als kleines Häkchen dient. dieser Text von Hosea. Er fängt mit Hosea [Osée] an. das ist der Moses. was Freud schreibt. Falls jemand von Ihnen es in der Tasche hat. Ist man ein unabhängiger Geist. wieviele Personen hier die Bibel lesen. es in die Hand zu bekommen. eine verrückte Wirkung auf mich hat. der mnesischen Transmission über die Chromosomen. diesmal nichts ist. daß ich. znunim. nämlich: es ist ein zin. Die Bemerkung. daß ich mich auf die Suche nach dem Buch gemacht habe. Mose und seine Bedeutung für die israelitisch-jüdische Religionsgeschichte*. könnte er es mir am Ende der Sitzung bringen. denn meiner Herkunft nach bin ich Katholik. das dem. wer weiß? ŕ. um den Coup von Totem und Tabu zu landen. Darüber wird noch zu sprechen sein. und zwar in dem Sinne. daß das weder Hand noch Fuß hat.133 lut faszinierend. was Freund uns sagt. Ich muß Ihnen sagen.114 könnten mit der Mama des Bruders schlafen. . diese Beschwörungsformeln Jahwes an sein Volk. Sellin zu lesen. Etwas ist sicher: Alle Beziehungen zu den Frauen sind ŕ znut. die ein Dummkopf wie Jones macht. Dieses familiale Delirium. dann kann man sich sagen. was der Mord an Moses gewesen sein könnte. das kostet eine Menge Zeit ŕ. ich werde es ihm zurückgeben. weil er sich auf Darwin gründet. das verdreht Ihnen den Kopf. daß Freud Darwin nicht gelesen zu haben scheint. Dieser Sellin ist kein Unbekannter. ich bedauere es nicht. er ist auch nicht bei der Alliance israélite universelle.

ein Gott. daß das plumpe Schema Mord am Vater — Genießen der Mutter das tragische Ressort völlig ausschließt. was Jahwe Prostitution nennt. Sie erwarteten einen Gott. Er sagt. Es ist nicht möglich. ich habe Ihnen das schon nachdrücklich gesagt. ernsthaft an den Freudschen Bezug heranzugehen. das gab. und mehr noch. Iokaste. wo das sehr wahrscheinlich anders war. nämlich. Iokaste nicht gesagt hätte: Das ist der. ist Prostitution. wenn es der Geist Mosis ist. wie das ganz sicher beim goldenen Kalb der Fall war. geht es nur darum: sein Volk hat sich definitiv prostituiert. Gewiß. man bekommt den Eindruck. Wie dem auch sei. daß man sich vor den Götzenbildern nicht verneigen darf. zu einfältig erschienen. daß es sich. gegeben. wußte einiges darüber. daß sie Protestantin ist. Vor allem aber sprechen sie überhaupt nicht von jener Sache. weil er absolut die Wahrheit wissen wollte. wir sind mitten im Sujet ŕ. eine Beziehung zur Wahrheit. Wahrscheinlich ist das das. weil er den Triumph eines Wahrheitsbeweises errungen hatte. sagt der Gott Mosis von den anderen Göttern nur.115 Wenn152 er sich an Hosea wendet. aufdeckt: . auch um Götzenbilder. bei dem.153 daß es kein Geschlechtsverhältnis gibt. und es wäre doch merkwürdig. wo es Geschlechtsverhältnisse gab. daß niemand je gesehen zu haben scheint ŕ zweifellos wäre es zu unmittelbar. man dürfe keine Beziehungen mit ihnen haben. was den Zugang zum Genießen hervorgebracht hat. in dem es. das ist. Eine meiner besten Schülerinnen hat mich darauf hingewiesen ŕ man muß sagen. Wichtig ist. der Schlüssel zu sein scheint. die ihn vorstellen. was das heißt: sehr böse endet. und durch ihn wird sie ihm. denn die Frauen sind durchaus nicht ohne ihre kleinen Auskünfte. was der analytische Diskurs. wenn dieser Diener. nicht gerade um einen Mord handelt. wichtig ist nicht das. Ich habe schon gesagt. unter dem Beifall des Volkes. Wir werden auf das Rätsel der Sphinx [la sphinge] zurückkommen. sie haben ein goldenes Kalb gemacht. ohne neben dem Mord und dem Genießen auch die Dimension der Wahrheit intervenieren zu lassen. Sicher ist. diese Einwände zu erheben. sehr wahrscheinlich. daß die Wahrheit die kleine Schwester des Genießens ist. Wir sehen da. daß die Propheten letzten Endes nie von Moses sprechen. Was der Diskurs des Herrn aufdeckt. so daß sie es viel eher bemerkt hat als ich. daß es eine ganz andere Beziehung gibt. dann. Wie Sie wissen ŕ weit entfernt davon. 152Mitschrift: Selbst wenn 153Mitschrift: . er sagt aber nicht. der da wiederkehrt. Jedenfalls ist ganz klar. All das ist so faszinierend. aber alles in allem handelt es sich bei denjenigen. nämlich davon. und in welchem Maß sich das sehr böse enden nennt ŕ. und wir werden darauf zurückkommen müssen. was es umgibt. der in den Palast zurückgekehrt ist und den man am Ende wiedertrifft. das war ganz natürlich. das habe ich Ihnen immer gesagt. der Einer wäre. daß Ödipus bei Iokaste vorgelassen worden 135 ist. Und wenn Ödipus sehr böse endet ŕ man wird sehen. 134 Beinah alles. Nun. wenn wir den Diskurs des Herrn erforschen. unser auserwähltes Volk steckte in einer Sache. ein Kontext. daß sie nicht existieren. der bei der ganzen Affaire dabei war. Sie hatte da einen Diener. daß dem so wäre. durch den Mord am Vater findet Ödipus den freien Zugang zu Iokaste. sagen wir mal. der Euren Gemahl kaltgemacht hat. daß der Gott Mosis derselbe Gott ist wie der Echnatons. es sind keine Einwände. für Freud. die. ein Zeitraum.

. diese Wichse des Namens Gottes ŕ man muß das einmal sagen ŕ. MÄRZ 1970. mit Ödipus und dem Vater der Urhorde zu tun? Es muß da wirklich etwas geben. würde ich sagen. Um für heute zu schließen.116 Da könnte ich Sie heute verlassen. alles in dieselbe Klammer des Ödipus zu setzen. das. 11. was mit dem manifesten und dem latenten Inhalt zusammenhängt. wie Freud diesen fundamentalen Mythos artikuliert. ist die Analyse des Ödipuskomplexes als eines Traums von Freud. was wir uns vornehmen. daß es wahrhaft mißbräuchlich ist. Allein schon wenn man sieht. Was hat Moses. ist klar.

als wenn ich Sie einfach an den diversen Punkten eines Aufsatzes aufhängen würde. paradoxerweise vielleicht aus ebendem Grund. das ist. Der Vater. ich habe es gesagt. indem 138 ich zeige. die L'Inconscient heißt. wenigstens in ihrem Redaktionskomitee. Es gibt noch eine andere Methode. Befragung und. mir voranzugehen auf einer Spur. der. wie Sie wissen. Vorbereitung eines zweiten Schrittes darstellt. ihn. Man kann hier einen Wunsch äußern hinsichtlich der einen oder der anderen dieser beiden Me- . retroaktiv. daß sie lächelt. habe ich zunächst sehr sorgfältig den Aufsatz von Marie-Claire Boons gelesen und danach einen anderen. es wäre gut. daß ich ihren Aufsatz nicht früher gelesen habe. besser erhellen. heute als Erklärungstext zu nehmen. das Gesetz des geringsten Aufwandes ŕ. daß ich heute versuche weiter zu gehen. Eine Person in dieser Versammlung hat ŕ wofür ich ihr danke ŕ geglaubt. daß sie sich ursprünglich. hängengeblieben war. Marie-Claire Boons ŕ hat mir also einen kleinen Sonderdruck aus einer sehr interessanten Zeitschrift geschickt. was ich zum Zeitpunkt des Erscheinens ihres Aufsatzes bereits vorgebracht hatte bezüglich des Ödipuskomplexes ŕ vorgebracht. und es könnte daraus eine gewisse Anzahl von Fragen hervorgehen hinsichtlich des Wegs. dem Heft 5. das muß ich sagen. bei Gelegenheit eines unserer Treffen. Der tote Vater ist das Genießen. wenn man so will. Nachdem meine Aufmerksamkeit an dem Heft mit dem Titel La Paternité [Die Vaterschaft] . Was ich sagen möchte. daß das bereits in dem bedachtsamen Vorstoß impliziert ist. die Kastration und der Tod. der von unserem Freund Conrad Stein stammt. mit großer Zurückhaltung. und zwar die. Die Hysterika will einen Herrn. Ich entschuldige mich dafür. warum sie nicht nennen. Die in Frage stehende Person ŕ ich sehe. Akt und Agent. strukturaler Operator. von mehreren Seiten her eine Art Öffnung. was ich letztesmal von einer gewissen Enttäuschung gesagt hatte. wird sich also vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt. es würde sich leicht zeigen. den ich bisher gemacht habe. in der in der Tat sehr gute Sachen gestanden haben. Ihrer Meinung nach hätte mir diese Person die Lust bereitet ŕ die Lust. in der Tat. Ehrlich gesagt glaube ich. wenn sie noch einmal hervorhöbe. man schickt sie mir nicht zu. falls sie es wollte. daß nichts in ihm dem vorangeht. sie ist anwesend. durch meinen Unterricht autorisierte. die ich eröffnet hätte. den sie bezüglich des Vatermords bei Freud gewählt hat. Diese Zeitschrift. Der Aufsatz von Marie-Claire Boons ŕ ich bin sofort bereit.117 137 IX VOM MYTHOS ZUR STRUKTUR Die Wahrheit.

mit der Mutter. daß er mitnichten das in Frage stellt. daß Gott tot ist. das Freud recht erstaunlicherweise an den Anfang setzt. um das zu erhellen. vorausgesetzt. daß die Schlußfolgerung. genau da scheint der Schlüssel zu liegen.-C. die Freud. das zu beweisen. daß man diesem Begriff einen anderen Sinn gibt als den des Gott ist tot. zum Genießen des höchsten Objekts. was. über das gesagt wird. daß der Vater derjenige ist. dann ist alles erlaubt im Text unserer Erfahrung aufdrängt. jene Bekanntmachung. als die der Religion angibt. die sich auf den Satz des alten Vaters Karamasow: Wenn Gott tot ist. es bewahren würde. die ich gerade genannt habe. In der Tat: Jeder weiß es. der die Liebe verdient.118 thoden ŕ ich überlasse das Wort Marie-Claire Boons. Lassen Sie uns. Ich denke. der zentrale Punkt all dessen. worum es geht. Eine große Hoffnung. Boons. der Vater sei tot. das bewirken würde. womit die Psychoanalyse zu tun hat. daß sich aus diesem Tod des Vaters eine Menge Dinge ergeben. Die erste Grundlage dafür. was das bedeutet: mit der Mutter schlafen. nämlich. daß die Psychoanalyse das Feld der Religion alles in allem eher aufrechterhalten. Darin liegt bereits der Hinweis auf ein Paradox. Unverständliche Antwort von M. ist gerade die Freudsche Aussage selbst. und insbesondere jenes gewisse Etwas. von der Art zu sein. Am Ende ihres Aufsatzes möchte Marie-Claire Boons uns sogar zu verstehen geben. vom Tod des Vaters ausgehen. was ich die Kehrseite der Psychoanalyse nenne. daß die Religion selbst auf etwas beruhe. daß die Psychoanalyse uns auf eine gewisse Weise vom Gesetz befreit. nämlich das Gesetz. auf die der Inzest zielt. den Freud uns als Schlüssel zum Genießen vorstellt. keineswegs unvereinbar ist mit der Motivation. Die Pointe der Psychoanalyse ist schlicht der Atheismus. der als der [an]erkannt wird. Ich werde also nach der zweiten Weise vorgehen. daß er uns befreit. Vor langer Zeit habe ich darauf hingewiesen. in einer 139 gewissen Verwirrung zurückläßt betreffend die Tatsache. daß sich unter genau diesem Register eine libertäre Stichelei an die Psychoanalyse anheften könnte. 1 Der Tod des Vaters. daß der Vatermord in die Freudsche Lehre nicht ausgehend von einem Versuch hineinkommt. daß es wirklich er ist. an dem alles darauf hinweist. die ist. nicht im entferntesten. Ganz im Gegenteil richtet . das mit der Mutter identifiziert wird. das die Autorin. und zwar als eine analytische Deutung ihrer. Insofern in ihm jene Aussage im Nietzscheschen Gravitätszentrum widerhallt. dem ist nicht so ŕ und genau das ist der ganze Sinn dessen. erscheint mir der Tod des Vaters nicht. dessen Horizont ich Ihnen hier mitteile. dem ist nicht so. unter der Bedingung. und zwar nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Mythischen. daß die Mitteilung. Ich weiß natürlich sehr gut. zu erklären. Auch hier kann man sagen. jene freudige Nachricht. Zu Recht weist uns Marie-Claire Boons am Anfang ihres Aufsatzes auf das hin. Nämlich. und zwar. daß dem Gott ist tot ein Nichts ist mehr erlaubt antwortet. was ich schon vor zwei Sitzungen gesagt habe. Sicher ist. sondern es viel eher konsolidiert.

nennen wir es. später dann auf den zwei Hinterbeinen ŕ worin sich. was sich als das Rätsel zeigt. indem sie antwortet: »Das ist der Mensch«. daß man ihn genau artikuliert. liegt der Schlüssel zum Genießen. weil er erneut intervenieren gewollt haben wird angesichts eines diesmal doppelt so großen Unglücks. am Ende. im Mythos von Ödipus. denn . Ödipus. Da. eigentlich gesagt.119 sich ausgehend vom Tod des Vaters die Untersagung dieses Genießens auf als das. daß der Mord am Vater die Bedingung für das Genießen ist. daß es durch jenes zweideutige Wesen der Sphinx [le sphinx] gestützt wird. für Ödipus doch nicht weniger den einzigartigsten Charakter besitzen mußte. denn dieses dritte Element war. Die Antwort. zunächst auf allen vieren laufen läßt. wird Laios nicht beseitigt. was dadurch Gestalt 140 annimmt. die die Frage nach der Wahrheit auf diese Weise ins Volk hineinbringt. aber auch nicht davon. seine ganze Gestalt annimmt. die sich der Frage der Sphinx [la sphinge] opfern. die Frage nach der Wahrheit erneuert und daß sie wozu führt? Zu dem. der. d.h. was zuerst da war. in der sich. die er auf diese Frage gibt ŕ ganz sicher hat er keine Vorstellung davon. in welchem Maße sie. auf der tragischen Ebene. so habe ich bereits gesagt. obgleich er nicht der weiße Rohrstock des Blinden ist. weil sie auf das antworten wollen. was er ist. das sein Volk nicht mehr durch die Wahl derer dezimiert. daß sie eine Wahl trifft. der in der Tragödie ausgeführt wird. mit Hilfe eines Stocks. die sich die Pest nennt und die in der Thematik der Antike zu Lasten der Sphinx [la sphinge] geht. Von daher muß man damit anfangen.. seine Tochter Antigone? Die Wahrheit hat sich entfernt? Was heißt das? Um das Feld freizumachen für das. beseitigt er ŕ und genau da liegt die Zweideutigkeit ŕ die Spannung. daß auf einen Mythos Bezug genommen wird. daß sich. vielleicht in die Falle der Wahrheit geht. dann wird es dieses Genießen nicht geben. dadurch. der im Fall des Ödipus so sehr zweideutig ist und der ihn. was wir. was wesentlich ist und dadurch. Das ist der Mensch154 ŕ wer weiß. sondern um den Mord am Vater. so wie er uns berichtet [énoncé] wird. wie das Halb-Sagen. wie es die Person. für Ödipus. auf der Freud ihn sich aneignet. von der ich spreche. Indem Ödipus ihr antwortet. Ehrlich gesagt geht es nicht nur um den Tod des Vaters. als das behandeln. Wenn nun aber dieser Mythos ŕ wir schauen ihn uns aus der Nähe an ŕ uns in seiner Aussage in genau dieser Weise präsentiert wird. die es um seine Besten dezimiert. den Menschen. und zwar. aus zwei Halb-Körpern gemacht ist. dann sollten wir ihn. Ödipus ebenso wie sein ganzer Stamm gerade dadurch unterscheidet. daß sie [= die Sphinx]. wie Claude Lévi-Strauss sehr gut bemerkt hat. was der Mensch ist? Sagt man alles über ihn. und dann. ebenfalls sehr gut in die Überschrift ihrer Untersuchung gesetzt hat. in welchem Maße sie seinem eigenen Drama vorauseilt. wenn man ihn auf den Prozeß zurückführt. Er. eine doppelte Dispositon verkörpert dadurch. weil er das Volk von einer Frage befreit hat. Der Mythos von Ödipus zeigt. sondern das es als ganzes schlägt in jener zweideutigen Form. daß Ödipus gerade durch diesen Schritt die Nachfolge im Genießen der Mutter antreten wird ŕ. sehr schön. in einer ersten Annäherung. mit etwas 154Mitschrift: . seine Antwort. daß er nicht aufrecht geht ŕ. Da genau bezeichnet Freud uns. nämlich ein manifester Inhalt. bei dem übrigens nicht sicher ist. Wird Laios nicht beseitigt ŕ im Verlauf eines Kampfes. erlangt das Genießen. was für Ödipus der Weg einer Wiederkehr bleiben wird? Denn die Wahrheit wird ihm wiedererscheinen. Erlangt er es aber um den Preis dieses Mordes? Hier genau bietet sich das an.

Gibt es. ist diese Deutung. regelgerecht. Der Aufsatz von Conrad Stein liefert dazu eine bemerkenswerte Kritik. der Vater möge unsterblich sein? Diese Deutung wird vorgebracht in der Linie des analytischen Psychologismus. daß ihm nicht die Schuppen von den Augen fallen. wenn man so sagen kann. was es mit der Funktion des Vaters auf sich hat? Dies zeigt sich in unserer gesamten Erfahrung. aus der Kastration hervorgeht? Wenn ŕ da ihr Phantasma stets auf merkwürdige Weise angedeutet. ist. daß diese Todeswünsche [vœux de mort] gegen den Vater in dem Moment eine Verschärfung erfahren. daß wir da. das zumindest Bezug hat zu dem Preis. Sehen wir Ödipus in ebendiesem Objekt nicht dazu genötigt. was das Wesen der Stellung des Herrn ausmacht. kastriert zu sein ŕ sehen Sie nicht. wofür er bezahlen muß. die Kastration ŕ nicht zu erleiden. daß das. unter seine Schirmherrschaft nimmt? ŕ und uns so erspart. wie Sie bereits sind durch meine Aussage. was im eigentlichen Sinne die Nachfolge ist. verhüllt zwar. indem er hervorhebt. das auf seinen Kernpunkt zu bringen. daß sie [= die Allmacht] jenseits des Todes liegt. wenn. wo als basale Vorannahme feststeht. nie aber wirklich zurückgebunden wird an den Fundamentalmythos vom Vatermord ŕ wenn die Kastration das ist. aber doch angedeutet. deren wesentliches Merkmal. das sich darin verbirgt und das eigentlich der Wunsch [vœu] ist. . auch da die Markierung von etwas. was. wahrzunehmen. sondern daß ihm die Augen wie Schuppen fallen. sondern ich würde eher sagen: die Kastration selbst zu sein? ŕ. Freud selbst zufolge ist die Traumdeutung aus dem Tod seines Vaters hervorgegangen. daß das Wesen der infantilen Position in einer Vorstellung von der Allmacht begründet liegt. daß sich die Frage stellt. so eingeführt. daß sich die Kastration vom Vater auf den Sohn übermittelt? Von daher ŕ wie ist das mit dem Tod. ist da nicht etwas. in Form seiner Augen. wenn er sich so darstellt. nicht etwa ist. Auf diese Weise will Freud schuldig sein am Tod seines Vaters. was übrigbleibt. der mit einer Kastration bezahlt wird. daß es vielleicht eine Weise des Verdeckens ist? Obgleich155 erschienen. weil er die Frage nach der Wahrheit ausgelöscht hat. Was heißt das? ŕ wenn nicht.120 identifizieren können. erfahren selbst durch die Stellung des Analytikers im subjektiven Prozeß der Funktion der Kastration. die bewirken würde. die Stellung des Analytikers auszusagen. Aus der Feder eines Autors stammend. ein Todeswunsch [souhait de mort] manifestiert. Kritisiert man aber ganz im Gegenteil die Aussagen 155Mitschrift: dessen ist. Anders gesagt. ist sie dann nicht auch das. Und zeigt das nicht auch. wie der Autor unterstreicht. die von ihm als vom Herrn getroffen wird. es. obgleich 156Mitschrift: . daß Freud auf den Mythos des Vatermordes als essentiellen zunächst auf der Ebene der Traumdeutung stößt und daß sich im Traum ein Wunsch [vœu]. Sagt man damit wirklich alles? ŕ wo ihm doch am Ende widerfährt. sondern im Wege dieser 141 Wahl. der seine Vorannahmen nicht aufgibt. finden. das 156 es gleichwohl verbirgt. ob das. in dem sein Tod real geworden ist. was auf eine abschließende und strenge Weise erlaubt. 142 wenn ich so sagen darf. was ihm auf dem rechten Wege Zugang zu dem verschafft. eine der auserwählten Stützen des Objekts a verschwindet. was den Sohn trifft. nämlich das. daß auch das. den Thron nicht im Wege der Nachfolge bestiegen zu haben. es gewissermaßen verhüllt. daß er am Ursprung steht? Weist uns das nicht darauf hin. im subjektiven Prozeß der Funktion der Kastration. Wie kommt das? Es ist nicht vergebens.

. in dem.121 darüber. Ich habe das gemacht. Dieser Traum. mit der Zweideutigkeit jenes ein Auge unter einer Barre. 158 Im Séminaire VI. für niemanden erkennbar ist. weil es nicht das ist. Ich habe seinerzeit betont. zerlegt. daß es für das Leben unverzichtbar ist. dazu GW II/III. sondern von einem seiner Patienten. nicht beantwortet ŕ oder aber es gibt nichts jenseits des Todes. die Freud an einigen seiner bedeutendsten Träume ausgeführt hat. 322 f. jedenfalls niemand unter den Lebenden. jedenfalls nicht alle zusammen. darunter die berühmte Bitte. wenn ich 157 Vgl. was uns glauben macht. indem ich ihn an den zwei Linien des Aussagens und der Aussage ausrichtete. jeder Mensch. 2 In der Tat: Vielleicht ist das einem andern Sinn zugänglich. es gibt etwas. Le désir et ses interprétations (1958/59) . woher. Zunächst aber: Können wir. daß er ŕ der Mensch ŕ nicht dessen genießt. was sich Erkenntnis des Todes nennt? Die Analysen. und genau darauf gründet sich ja unser Halt ŕ. daß die spontanen Produktionen. daß das. Ich bin ganz genau insofern tot. was das eigentlich ist. Freud selbst setzt den Akzent auf einen Traum. daß etwas nicht weiß. und zugleich damit das. zwischen dem toten Vater und dem Genießen. daß das etwas bedeutet. auf einem andern Weg angegangen werden muß. daß niemand. kommt. der es. daß etwas Irreduzibles nicht 143 weiß ŕ ich würde nicht sagen: daß wir tot sind. daß der Tod. dessen er zu genießen hat. daß er tot war. der einer Verneinung des Todes im Namen der Allmacht ist. daß sie es nicht wissen. was sie tarnen ŕ falls sie etwas tarnen ŕ. Die Äquivalenz besteht also. insofern er tot ist. der sich aussagt: Er wußte nicht. die sich auf der Ebene des Unbewußten formulieren. der nicht von ihm selbst stammt. wenn man den letzten Traum derselben Reihe nimmt und ihn zum Zentrum macht. das es nicht weiß. was man im Hinblick auf uns sagen muß. ins Zentrum der Logik jenes alle Menschen zu stellen ŕ alle Menschen sind sterblich ŕ. Er ist es. Man kann aber auch in einem anderen Sinne lesen. um ihn zu analysieren. aber deshalb ist die Frage. was wir über die subjektive Struktur als einer von der Einführung des Signifikanten abhängigen zu sagen haben. Es ist bemerkenswert. was ich seinerzeit getan habe 158. das weiterlebt. was es mit dem Wesen der Position des Kindes auf sich hat. daß sie tot sind. sich dadurch aussagen. können wir in dieser Struktur irgend etwas obenan setzen. daß es nur eins von beiden gibt ŕ entweder der Tod existiert nicht. auf sich hat. wir sind nicht tot. Das soll heißen. was es mit den Todeswünschen [souhaits de mort] und dem. so sagt man uns. und in diesem Fall ist ganz sicher. die Augen zu schließen. der Tod. so ergibt sich daraus. dessen Stütze gerade das Nicht-Wissen des Todes ist. der durch einen Vater geboren ist. daß Ich [Je] tot bin. daß alle Menschen. eigentlich gesprochen. die von ihm auch als die Tatsache einer Alternative aufgeführt wird 157 ŕ Conrad Stein nutzt sie sehr geschickt in der Linie seiner Deutung. ich habe ihn. weiß. in Freudschen Begriffen. als Ich dem Tode geweiht bin ŕ aber im Namen dieses Etwas. ob die Toten wissen. ein Traum. will auch ich es nicht wissen. Ebendies erlaubt es. um uns daran zu erinnern.

indem es so lange insistiert. Nicht in seiner Eigenschaft als einfaches Widerlager. aussagt. Diese sich wiederholende Schöpfung. unvorstellbare Imagination. aus dem heraus die Mehrlust Gestalt annimmt. nichts anderes sein als Anspruch. daß er als Paradigma. die von ihm gegeben wird. und nicht im entferntesten von der Allmacht. Anspruch. diese Einführung einer Dimension. radikal vom Symbolischen und vom Imaginären unterscheidet: das Reale ist das Unmögliche. Hier transzendiert der Mythos. sondern in der Aussage des Mythos von Totem und Tabu. einen strukturellen Operator. Der Diskurs des Herrn zeigt uns das Genießen als vom Andern kommend ŕ er ist es. kann auch von einer ursprünglichen Ohnmacht ausgehen ŕ kurz und gut: der des Kindes. und zwar von dem Moment an. die ich definiere als die. der scheitert. Zunächst kann die Sprache. stellt sich uns dar als das Zeichen des Unmöglichen schlechthin. sondern als das logische Widerlager dessen. was das bedeuten kann. Ebendas ist es. sich als unmöglich aussagt. wo man doch normalerweise zur Genüge wahrnehmen kann. ist der Freudsche Mythos die Äquivalenz zwischen dem toten Vater und dem Genießen. und selbst die des Herrn. wovon die Untersagung des Genießens ausgegangen ist. auch das Starkmachen dessen ist. Wir werden da auf einen ganz anderen Bezug zurückverwiesen. daß es schon viel ist. jenseits des Mythos von Ödipus. womit die analytische Erfahrung beurteilt werden kann. an dem wir uns den Kopf anrennen. was. auf den zur Kastration. insofern als sie sich. ruft Spott hervor. Am Ende des heutigen Diskurses werde ich Ihnen zeigen. erhält es [das Genießen] nur. der aller Frauen genießt. woraus es hervorgegangen ist. in Reserve hält. Nur ŕ die Darstellung. weil es irgendwo 159Mitschrift: einer anderen Dimension angehört [Miller: qui est une autre dimension / Mitschrift: qui est d´une autre dimension] . was Sprache ist. einen Operator. der ins Zentrum des Freudschen Aussagens einen Begriff des Unmöglichen stellt. daß das das Reale ist ŕ. was wir näher bezeichnen können mit dem Begriff eines strukturalen Operators. das eine andere Dimension ist159. in dem wir sie als Ursprung des Herrensignifikanten definiert haben. Das heißt. die die Kategorie des Realen festlegen. mit all seiner subtilen Behendigkeit. Eine Psychologie 144 dieses ursprünglichen Vaters ist nicht vorstellbar. Und gerade darum finden wir hier die Begriffe wieder. genannt der reale Vater ŕ der. Ebendaraus erscheint das Reale. aus dem heraus die Mehrlust Gestalt annimmt. so würde ich sagen. Wenn man hat wahrnehmen können. Nicht aus seinem Erfolg ŕ aus seiner Wiederholung heraus erzeugt sich etwas. der die Mittel dazu besitzt. Das. was der Vater des Realen ist. dann genau deshalb. wie er sich nicht mehr auf der Ebene des Tragischen ausdrückt. daß der tote Vater das ist. einer einzigen gewachsen zu sein. daß er das ist. was ich artikuliere. jene Eigentümlichkeit besitzt. bis es den Verlust produziert. was ich anläßlich der letzten Sitzung gesagt habe: der. was die Wacht über das Genießen hat. daß die Psychoanalyse uns demonstriert. im Herzen des Freudschen Systems. So. indem er als Reales ŕ denn genau darauf insistiert Freud: daß das real passiert ist. In der Tat erkennen wir genau da. daß das Kind der Vater des Menschen ist. vom Symbolischen her. die ich den Verlust genannt habe ŕ Verlust. daß das Freudsche Aussagen nichts mit der Psychologie zu tun hat. und ich brauche nicht zu wiederholen.122 so sagen darf. in dem. mittels deren sich all das einrichtet. Daß der tote Vater das Genießen sei.

was er an der Objektbeziehung in ihrem Verhältnis zur Freudschen Struktur beleuchtet. der reale Vater. dann könnte es am Anfang keinen Akt geben. ein einzigartiges initium. Nicht weil die Söhne. dessen problematischen Charakter ich letztesmal demonstriert habe. der schon mit all dem angefüllt ist. an die Freud sich geheftet hat. die Frustration ist Imaginäres. weil sie sich von nirgendwo anders her vorstellen läßt als aus der Signifikantenverknüpfung. kein anderes Mittel hat als zu imaginieren. der Vater sei der Kastrator. daß sich in ihm das Gesetz situiert. den einer Aussage des Unmöglichen. Reales. das die Vermittlung zwischen ihnen bildet. . wodurch das Subjekt zunächst gekennzeichnet ist. als ich den psychoanalytischen Akt behandelt habe 161. daß sie sich nur durch das Symbolische situiert.123 etwas geben muß. auf den ich ihn zurückgeführt habe. das bereits so vollständig artikuliert ist. und selbst diesem Mythos zufolge geht daraus nichts anderes hervor als eine allgemeine Übereinstimmung. müssen wir das Objekt der ersten dieser Operationen machen. zu einem hypothetischen ersten Zeitpunkt keinen Zugang zur Frauenschar haben. Frustration und Privation zu entwickeln. die noch tierhaften Söhne. Es ist sehr auffällig. hatte ich geäußert. daß man es Ihnen schuldig ist. ist niemand anderer als der Agent der Kastration ŕ und dies vor uns zu tarnen. von dem des Mythos vom Mord am Vater der Urhorde. daß der reale Vater der Agent der Kastration ist. Hier ist auch der Begriff des Akts hervorzuheben. diese Vorstellung vermittelt. Die Privation ŕ es ist klar. sind sie. nämlich: daß dort etwas fehlt ŕ und genau das ist es. nämlich deshalb. und jene gleichwohl essentielle Einführung muß ganz sicher anderswoher kommen. könnte nichts fehlen: was real ist. Zu der Zeit. ist ŕ warum nicht? ŕ etwas sehr 145 Reales. die Privation. Es kann keinen Akt geben außerhalb eines Feldes. und dieses Etwas ist ganz genau die Instanz des Herrn. Agent. Was läßt sich als Frucht dieser Operationen definieren? Aus dem Rätsel. jedenfalls keinen. Der Mythos kann hier keinen andern Sinn haben als den. 161Im Séminaire XV. die sie begründet. zunächst die wesentlichen Unterschiede zwischen Kastration. dieses Reale ŕ was nicht selbstverständlich ist. soweit ich weiß. mit seinem Ins-Spiel-kommen in der Welt. das uns der Phallus als offensichtlich imaginärer stellt. Die Kastration als Aussage eines Verbots könnte sich in jedem Fall nur vom zweiten Zeitpunkt her begründen. was es mit der Inzidenz des Signifikanten auf sich hat. ebendazu ist die Behauptung bestimmt. ohne die wir selbst nicht im Realen wären. der sich als Mord qualifizieren ließe. der Kastration. was ich Ihnen von der Ebene des Aktes habe sagen können. der sich auf die Wirkungen dieser 160Im Séminaire IV. nämlich: wenn wahr ist. was bedeutet das? Im ersten Ansatz rutschen wir in das Phantasma. kastriert. daß keine der Formen des Mythos. Es gibt keinen anderen Akt als den. ist real. Auf der Ebene der Agenten bin ich damals ŕ nicht ohne darauf hinzuweisen ŕ weniger explizit geblieben. Wenn ernst zu nehmen ist. Worum es in einer Frustration stets geht. der reale Vater sei unmöglich. Die Kastration ist [eine] essentiell symbolische Funktion. Der Vater. selbst wenn die Einforderung [revendication]. insofern als sie aus einem letztlich beliebigen Signifikanten den Herrensignifikanten produziert. wie selbstverständlich.160 Ich hatte das aber nur in dem Bemühen vorgebracht. La relation d’objet (1956/57). jene Einführung. daß es keinen Akt geben kann anders als aus dem Kontext heraus. denn da es um etwas Reales geht. als ich formuliert hatte. L’acte psychanalytique (1967/68).

um was es geht und was für mich seinen Wert hat und mir der Anstrengung. Das Verb agieren hat. daß es genau damit läuft an dem Punkt. Das ist die Ebene des Begriffs. im Paroxysmus des Diskurses des Herrn in einer Gesellschaft stehen. daß er sich eher als das Instrument von etwas versteht? Aktäon ŕ wo wir gerade dabei sind ŕ. womit er in Verbindung steht. Nicht mal: ich entschädige ihn dafür. was man glaubt. eine ganz besondere Note setze. Publicity. was selbst die Existenz von all dem. dieses Wort ist aus dem der Aktion gebildet. der wieder von vorn anfängt. was es mit dem realen Vater auf sich hat als dem Agenten der Kastration. worauf ich Sie nebenbei hinweise. daß dieser Begriff in unserer Zeit einer der unbestreitbarsten. Der reale Vater macht die Arbeit der HerrenAgentur. und. was es mit der Kastration auf sich hat. andererseits. nicht unwert erscheint. Geht also die Funktion des realen Vaters hinsichtlich dessen. in einen Schwebezustand zu versetzen. indem man so tut. auf der man das auffassen sollte.147 stände einer Faszination ist. warum nicht. was jedermanns Rolle ist. Und schließlich das. Es ist spät. ich meine: in der Ordnung des Genießens. was das im allgemeinen bedeutet: dafür bezahle ich ihn. was wirklich Wert hat. an Sturz beinhaltet oder eher noch: Sturz ist. der sichersten Gegen. oder ich honoriere ihn. als ginge man davon aus. mit dem164. wie man sagt. werde ich Ihnen eines Tages alle Entwicklungen zeigen müssen. daß er nichts anderes zu tun hat. Auch die des Aktionärs. das sich als Subjekt artikulieren könnte. was das in den Begriffen der165 Chose freudienne bedeutet. in der wir wissen. Er denkt. Wir leben in einer Zeit. angefangen bei der des Akteurs. er sei zu etwas anderem fähig. den ich vorgebracht habe. mehr als eine Resonanz. an dem wir in der Entfaltung. was dort bereits als gesetzgebende Funktion existiert. weil wir vielleicht wiederaufnehmen werden. die verkauft werden müssen. Tricks. in der Sprache [langue]. nämlich daß alles. Jeder weiß. daß das. daß eine Aktion vielleicht überhaupt nicht das ist. Der Agent. das wäre ein gutes Beispiel für den. Ebenso der Aktivist ŕ definiert sich der Aktivist nicht eigentlich gesagt dadurch. 162Mitschrift: die 163Mitschrift: dessen 164Mitschrift: dessen 165Mitschrift: meiner . Wir wissen aber auch. Er will nicht nur das kleine Geschäft des Herrn. 3 Mehr und mehr sind wir mit den Funktionen des Agenten vertraut.124 Signifikantenverknüpfung bezieht und deren162 ganze Problematik in sich birgt ŕ einerseits mit 146 dem163. und das zeigt Ihnen. was man ganz schlicht mein Agent nennt. aus der Natur des Aktes hervor? Das ganz genau erlaubt uns der Begriff des Agenten. die das dadurch nimmt. Ich bin gezwungen hier einen kleinen Schnitt zu machen. Da ich auf die Funktion des Agenten einen Akzent. was davon befördert wird: Schund. daß man den Begriff des Doppelagenten einführt. Sie sehen. es zu erhellen. die sich auf ihn gründet. der wüßte.

der macht. der sich ŕ warum. In seiner unauffälligen Arbeit ist. ganz allgemein. und das ist das Spermatozoon. 166Mitschrift: ihn 167Lacan meint hier offensichtlich den deutsch-sowjetischen Doppelagenten Richard Sorge (Schreibung bei Miller. der denkt. es sei die Funktion des Vaters. 148 denn die Realität. Der wahre Doppelagent. das ganz offensichtlich Schund war. wir kennen ihn ŕ das steht in einer ganz anderen Ordnung. Mittel und Wege. Es gibt nur einen realen Vater. dessen Essenz ein Schriftsteller. worauf Freud übrigens stets hingewiesen hat. Henri Massis. ich begebe mich auf ein gefährliches Terrain. Sehr wahrscheinlich hat genau dies jemanden geleitet. Wenn es eine Frage gibt. weil sie vom Unbewußten spricht. daß er über jenes Etwas wacht. Ich könnte sogar sofort ein ganz klein bißchen weiter gehen. trotz allem. Eine seltsame Geschichte. er sei der Sohn eines solchen Spermatozoons. mit einem so Heideggerschen Namen. von dem man bisher gesagt hat. der Rhesus-Faktoren. das ist der. was den Rastern entgeht. indem ich Sie darauf hinwiese. daß es der ist. Und sie führt weit.: Sorgue. weiß man nicht ŕ in die Funktion des prototypischen Agenten dieses Diskurses des Herrn versetzt hatte. Der reale Vater ist nichts anderes als eine Sprachwirkung. Auch wenn er. was er166 bewahrt. offensichtlich ganz woanders liegt. daß das. jeder hofft. der auf den Vater der Völker. daß sie geschwängert worden ist. in einer Gesellschaft. Schließlich fand erwähnter Sorge 167. Da die Freudsche Aussage. Ich sage nicht: eine andere Realität. daß die ganze Mystagogie. wovon ich eben gerade gesprochen habe. dasjenige. Ich spüre. und ein anderes Reales hat er nicht. das ist wieder etwas anderes. . so bleibt gleichwohl. Schließlich aber. 168Gemeint ist Josef Stalin.125 nichts zu tun hat mit den Rastern dieses Netzes. insofern er sich dadurch autorisiert. steht in vielerlei Beziehung zu dem auf den realen Vater als Agenten der Kastration. wie Sie wissen. von dem. Er arbeitet. Natürlich kann man dagegen Einwände erheben mit Hilfe einer gewissen Zahl von Untersuchungen der Blutgruppen. zu sagen. und bis auf weiteres hat niemand je daran gedacht. Das aber ist ganz neu und hat absolut nichts zu tun mit allem. Es gibt etwas. dann wird das Betreiben [l'agencement] es [auch] werden. Es ist das. aber schlimmer noch ŕ gleichwohl könnte man sich nicht nur bei den Stämmen der Aranda die Frage stellen. Denn wenn das wahr ist. nicht anders kann. und zugleich damit wird das erste Betreiben. in dem eine Frau gemerkt hat. Der Bezug. er werde es sein. der Agent von etwas ist. die ihm augenfällig keine große Rolle zuweist. daß auch das betrieben [agencé] werden müßte. daß der Begriff des realen Vaters wissenschaftlich unhaltbar ist. ebenfalls wahr werden. indem er jenes prophetische Wort aussprach: Die Mauern sind gut. nimmt alle Welt an. sich unter den Naziagenten aufzuhalten und sich zum Doppelagenten zu machen zum Vorteil wessen? Zum Vorteil des Vaters der Völker 168. die die Psychoanalyse sich stellen könnte. den ich hier wachrufe. daß er außerordentlich liebenswürdige Seiten hat. Und außerdem möchte er gern geliebt werden. wer wirklich [réellement] der Vater ist in einem Fall. und zwar um seine kleine Familie zu ernähren. der arbeitet. die Mitschrift hat korrekte Schreibung). als vom Diskurs des Herrn auszugehen. dieser realer Vater. kann sie aus diesem berühmten realen Vater nur das Unmögliche machen. letzten Endes genau das. und wäre es auch nur. Zunächst. herausgearbeitet hat. daß auch das Wahre betrieben [agencé] wird. Nämlich auf der Ebene des realen Vaters als sprachlicher Konstruktion. das zeigt. die aus ihm den Tyrannen macht.

Man muß kein Aranda sein. in einer Analyse. um sich Fragen über das zu stellen. daß sie dem nicht näher kämen. was es mit der Funktion des Vaters auf sich hat. er wäre der Vater. gesagt hat: »Wissen Sie. und mich vielleicht auch. erstere am Ende gemerkt hat. um Sie wachzumachen. Man kann seinem Ehemann sehr gut ein Kind machen. von dem man gewollt hätte. folgendes: Die Stellung des realen Vaters. die man kennt. nicht ŕ von Zeit zu Zeit hat man den Verdacht ŕ der Analytiker der reale Vater sein? Selbst wenn überhaupt nicht er es war. das. wann er vom einen in den andern überwechselt. es hängt mit der Stellung selbst zusammen. den auf die Analyse. vor noch nicht so langer Zeit in einer DissertationsGutachterkommission auftauchen sehen. Das ist eine notwendige. die bewirkten. was Freud an Durchschlagendem eingeführt hat. daß sie den Vater determiniert als dieses unmögliche Reale. die kein Phantasma ist und aus der resultiert. der analytischen Situation. Der Schock. das das Kind von jemand anderem ist. das uns eben entgeht und das der reale Vater ist. die bewirkt. das muß man hier sagen. Gleichzeitig ŕ denn das erweitert unsere Vorstellungen ŕ bemerkt man. wie mir die MTA sagte. Und der reale Vater. so wie Freud sie artikuliert.« Aber nein. so scheint es. nämlich als ein Unmöglicher. daß man den Bezug. . was Freud ŕ natürlich nicht auf der Ebene des Mythos und auch nicht auf der der Erkenntnis der Todeswünsche im Traum der Patienten ŕ zusammenspintisiert hat. geführt durch das. auf der Ebene der Spermatozoen. das zieht uns ein bißchen in den Traum hinein. Ein bißchen in der Art sehe ich das Ensemble unserer Analytiker-Kollegen. notwendigerweise definiert.B. daß wir unablässig auf den imaginären Vater stoßen. Und genau deshalb schlagen sie mit den Flügeln. was er von dieser Begegnung zurückbehalten hat. daß man nie weiß. das ist die reale Operation. dann weil der Analytiker. Die Kastration. Von Zeit zu Zeit hat man diesen Verdacht. Sie sehen. für uns ist die Kastration nur ein Phantasma. eingeführt namens der Inzidenz irgendeines Signifikanten in das Geschlechtsverhältnis. Letzten Freitag habe ich bei meiner Kranken-Vorstellung einen Herrn vorgestellt ŕ ich sehe nicht. das ist z. andauernd an der Grenze zwischen Schlaf. daß sie Mutter ist. den ich hergestellt habe. das ist noch überhaupt nicht geklärt. nicht ich bilden sich das ein. daß der Vater notwendig als Privator imaginiert wird. Es geht jetzt darum. Das. der psychologisiert. Die Kastration ist nicht das. in der jemand. drücken wir es schamhaft aus. Und es ist selbstverständlich. 149 gestoßen ist. der es gemacht hat. da. wenn in bezug auf das Verhältnis der Patientin mit. als das sie jeder. alles in allem. worauf der Analytiker. das Geburtstrauma der Analyse hält sie in diesem Zustand.und Wachzustand ist. Das soll nicht heißen. Ich tue es nur. sich ein ganz klein wenig von der Ebene des Traums losreißen sollte. Es überrascht überhaupt nicht. aus der Psychoanalyse die Psychopädie zu machen. der entschieden die Seite gewählt hat. wie wir gesagt haben. aus der Freudschen Artikulation etwas Genaueres herauszuholen. um zu versuchen. sie ist es. Nicht Sie. selbst wenn man nicht mit ihm gebumst hat ŕ von genau dem. daß das ein Traum Freuds ist. strukturale Abhängigkeit von etwas. wobei es derart oszilliert. weil er der heikelste ist. dem Sachen passiert waren.126 dann genau diese. und daß das so bleibt. daß das. Wenn ich gesagt habe. nicht braucht. Man hat das. was diese Kastration bedeutet. daß sein EEG. es ist strikt ausgeschlossen. nicht er. Warum sollte. warum ich ihn einen Kranken nennen sollte ŕ. damit sich dieselbe Frage stelle. meiner Meinung nach. ihn verläßlich zu definieren wenn nicht als Agent der Kastration. was sie aber sehen müßten. Gleichwohl hat man genau deswegen ein Kind gekriegt.

was sie sind. Freud hat eine Anzahl von Herrensignifikanten produziert. was mit K anfängt. etwas zuzupropfen. von ihnen muß es viele geben170 ŕ. daß es das Begehren der Hysterika ist. Genau das sitzt in der kleinen Ecke da oben rechts. Kinder. irgendeiner. was wir zu spuren im Begriff sind. daß der andere ein Herr sei. 169Miller und Mitschrift transkribieren hier »de tous les cas«. daß er eine Menge wisse. Roh und gekocht [Cru et Cuit].h. Das ist völlig klar. siedeln Sie die Frage auf der Ebene des Begehrens an. das gilt ihm alles gleich. Sobald Sie aber die Frage stellen Was will ein Weib?. den allmächtigen Vater an den Ursprung des Begehrens zu stellen. was die Frau betrifft.127 daß es keine andere Ursache des Begehrens gibt als die. Schon die Frage zu stellen bedeutet. und er regiert nicht. daß Freud genau von da ausgegangen ist und daß er eingestanden hat. das Es und alles. heißt. Küche. der absolut nicht weiß. Die Idee. Sie hängen nicht sosehr an Freud 151 als vielmehr an einer gewissen Anzahl von Signifikanten: das Unbewußte. die nicht die Berufung dazu fühlen. das ist ein Herr. wie jemand sagt. die durch diese Operation hervorgebracht wird. die Vorstellung assoziieren kann. Es erstaunt mich. diese K’s. Sie will einen Herrn. die Frage auf der Ebene des Begehrens anzusiedeln. daß es der Anspruch ist. Sie will. Anders gesagt. das Trauma. und daß das Phantasma die ganze Realität des Begehrens beherrscht. daß man mit diesem Propfen. daß sie aus dieser Ordnung nicht herauskommen. daß man sich fragen muß. Es ist nicht gleichgültig. aber es gibt auch noch eine Menge anderer Sachen. daß es sich mit allem169 abfindet. d. was im Zentrum seiner Frage unbeantwortet bleibt. Was die Hysterika will ŕ ich sage das für diejenigen. Kultur. was das bedeutete. das ist alles. um es nicht anders zu nennen. daß das. Purzelbaum [culbute]. über den sie herrscht. Dies ist um so kostbarer aufgenommen worden. gleichwohl aber nicht. das Phantasma. die er mit dem Namen Freud zugedeckt hat. ob die Erfindung des Herrn nicht von dort ausgegangen ist. treten Sie in die Funktion des Begehrens ein. aus dem Freud seine 150 Herrensignifikanten extrahiert hat. so weiß jetzt jeder. ohne im mindesten zu wissen. der kreischt und mit den Füßen stampft. es könne auf dieser Ebene da irgendeinen Mord geben. möglich (und durch das Folgende gestützt) ist jedoch auch die Lesart »de tous les k« [= »mit allen K’s«]. Es schluckt sie . wird hinreichend zurückgewiesen durch die Tatsache. die Analytiker seien das. was er will. der ein Name des Vaters ist. das dient auch dazu. alles in allem. der Signifikant in Freiheit. 170Mitschrift: und es sieht so aus. sie will einen Herrn. Kirche. der insistiert. Kilowatt. In der Tat darf man nicht vergessen. daß. sie sei der höchste Preis all seines Wissens. das Gesetz. die es wiederholt hat. das Ich. als gäbe es viele davon . Es stört sich an allem . als es eine Eselin ist. Ein Name. aber das ist nicht zwangsläufig auf ein Geschlecht spezifiziert. Es ist die Frage: Was will ein Weib? Ein Weib. was Sie wollen ŕ keine Frage. Sie. überhaupt irgend etwas will. Sobald Sie die Frage stellen Was will Jemand [Untel]?. das ist die Hysterika. daß es etwas will. Was den Traum angeht. Ich würde nicht sagen. daß es. daß er davon soviel wisse. die Verführung. Und wie kann man denken. Auf dieser Ebene haben sie keinen Vater zum Umbringen. Das ist es dermaßen. aufgrund einer Andacht gegenüber dem Namen Freuds? Sie kommen nicht heraus aus den Herrensignifikanten Freuds. die Hysterika zu befragen. daß er nicht glaubt. Das würde auf elegante Weise beschließen. Ebendas ist Freuds Ausgangspunkt. Sie herrscht. und jeder weiß. welches. und Sie verlassen den Herrensignifikanten. Freud hat nicht gesagt: Was will das Weib? Weil das Weib ŕ nichts besagt.

Die wahre Triebfeder ist die: Insofern als man ihn dem Vater zuteilen möchte. selbst fürs Kind. a S2 $ S1 Und ebendies nun erlaubt zu artikulieren. An diesem Punkt werde ich nächstesmal wiedereinsetzen. MÄRZ 1970. 18. Nehmen wir das Schema des Diskurses des Analytikers. über das das Wissen disponiert. was es mit der Kastration wahrhaftig auf sich hat: daß. Auf der Ebene gibt es kein Problem. man ist es vielmehr aufgrund ihrer.128 Man ist nicht der Vater von Signifikanten. der nichts von der Wahrheit weiß. und dem Feld. wo ich das Dreieck gezeichnet habe. der Vater der ist. . egal in welcher Form. trennt das Genießen den Herrensignifikanten vom Wissen als Wahrheit. also zwischen dem. so befindet sich das durchs Genießen gebildete Hindernis da. insofern es sich als Wahrheit setzt. was sich. was auch immer man darüber denkt. als Herrensignifikant produzieren kann.

Da ich dieses Buch aber erst seit rund fünf Tagen habe und es in einem sehr massiven Deutsch geschrieben ist. was er hat ziehen können. wie Lacan bereits angemerkt hat. da es scheint. und dem. verschlagen. werden Sie sich vorstellen. die ich hier jedesmal mache. ins Gewicht. die genährt wird durch überreiche Anmerkungen und die deshalb durchgeht. als auf sie mittels etwas Geschriebenem zu antworten und mich nicht der Eingebung des Augenblicks zu überlassen. Der. daß. und zwar durch einen Mann. ja. haben geben wollen ŕ nun. schlau. sich viele Psychoanalytiker dafür interessiert hätten. darauf aufmerksam. gar einige hunderttausend Hörer zu sprechen. was sich aus einer konstruierten Artikulation erzeugt. daß er mir einen langen Text übergab. sichern ŕ aber auch. nichts Besseres zu tun können geglaubt habe. andere Wirkungen verursachen kann. Jedenfalls haben Sie171 auf irgendeine Weise Nutzen aus ihr gezogen. mich darauf aufmerksam zu machen. Ausgangsform von frz. daß er. daß es meine Neigung zu dieser Übung verstärkt hätte. stehen zwangsläufig im Intervall zwischen dem. Er hat daraus. wenn ich Ihnen gegenüberstehe. von tutari = verwahren. meine Écrits gelesen hat. aber alles in allem ist das nicht nichts. Ich wüßte nicht. er falle . Das bedeutet also. dieser Bahnung. meine Wertschätzung dadurch erworben hat.129 X 151 RADIOPHONIE Ich weiß nicht. 173 Von lat. daß ich aus Kopenhagen den Sellin habe kommen lassen. tutus. zumindest keine. das gezogen. denn. schützen. tuer = töten. sie sei eine astudée172 der 152 Sorbonne. bei denen der unvermittelte Test. es ist ein extensives Ersuchen ŕ. was Sie während dieser Zeit gemacht haben. heute noch nicht soweit bin. offen gesagt. große174. der. vielleicht nicht nachgibt. dieser Bahnung. die uns getrennt hat. Andererseits findet sich. für einige zehn-. um auf jene Fragen zu antworten. was ŕ wie ich es nennen würde ŕ ein gemeinsames Bewußtsein davon erwartet. die so freundlich war. die darin besteht. Sie haben Von lat. Ihnen eine Zusammenfassung zu geben. anderes zu liefern als diese bereits geschriebenen Texte. zwei anderen. außer Jones und vielleicht ein. so mache ich die Person. große und kleine. dem belgischen Rundfunk zu antworten. als hätte er die Dinge so eingerichtet. Jedenfalls werde ich mich weigern. das bedeutet auch eine 171 Mitschrift: . 174 Mitschrift: gut 175 Mitschrift: Dennoch sind die Bedingungen offensichtlich andere 176 Mitschrift: Text. am Ende war ich davon vielmehr geschmeichelt. an seinem Text geprüft zu werden. dadurch daß er sich ohne die Stütze der äußeren Gestalt präsentiert 172 . wenn ich so sagen kann. daß man in diese Bedingung viel Vertrauen hat. Ein gemeinsames Bewußtsein. Freilich nicht so. ist er. Was mich betrifft. im Gegenteil. Wahrhaftig. von denen ich Ihnen drei Beispiele liefern werde. da ich. astutus = listig. die mir eine Reihe von Rabbinern. also das kleine Buch von 1922.pf. der sich. im Gegensatz zu vielen andern. es gibt Juden ŕ. woran uns die Texte Freuds gewöhnen. die mich zufriedenstellen würde. daß Moses tudé173 worden ist. Gleichwohl verdient dieser Sellin. von dem ich gesprochen habe. um diese Einschätzung zu überprüfen. wenn es darum geht. Anders sind die Bedingungen dann175. daß ich ersucht worden bin ŕ es ist nicht das erste Mal. na ja. die Fragen. sich im Rundfunk aufnehmen zu lassen ŕ das kostet immer viel Zeit. sich ohne die Stütze der 153 äußeren Gestalt zu präsentieren 176. die mir gestellt werden. Nichtsdestotrotz. es gibt keine kleinen Rabbiner. pt. werde ich vielleicht nachgeben. Dies scheint mir auf der Linie dessen zu liegen. daß ich trotz der Hilfestellung. viel weniger luftig als das. daß das auf die kürzeste Weise geschehen kann. der zumindest den Beweis dafür liefert. die lat. Sie werden es sehen. denn Freud war der Ansicht. das später eine gewisse Ablehnung hervorgerufen hat und um das herum Freud seine Gewißheit kreisen läßt. Monsieur Georgin. Das ist vielleicht sogar das einzige. ich hoffe. weil Sie mich dieser Bahnung wehrlos ausgesetzt sehen. und natürlich sollte man ihm folgen. was ich dieses Jahr von der Kehrseite der Psychoanalyse vorbringe. was Ihre Anwesenheit hier rechtfertigt.

dies betrifft vor allem die Frage IV in der Scilicet-Version. sie ist dem nicht ungünstig. es ist die folgende: In den Écrits behaupten Sie. Um es nicht hinauszuziehen.130 Reihe gemeinsamer Formeln. Ich verachte die  keineswegs. daß Lacan über die Zuordnung seiner Ausführungen zu den vorgelegten Fragen noch nicht endgültig entschieden hatte. April 1970.179 APRIL 1970. Insbesondere läßt sie erkennen. indem ich folgendes antworte. Man kann das unmittelbar ins Französische übersetzen: das Gequieke [la couinée]. um mich in der Anstrengung zu supplieren. erschienen bei Éditions du Seuil.]178 9. 179 Mitschrift: 8. Nur glaube ich. Die Ausführungen der Scilicet-Version zu Frage III erscheinen in der Mitschrift dagegen überhaupt nicht. indem man ausgerechnet den unvermitteltsten Diskurs einführt. hatten sie in ihrer Sprache [langue] die 177 genannt. den die Mitschrift bringt. Eine synoptische Wiedergabe des Textbeginns der beiden Versionen von Lacans Antwort auf die Frage IV der Scilicet-Version wird hier als Anhang 2 präsentiert. Es quiekt [Ça couine]. im übrigen auch den »Vorbericht« zur vorliegenden Übersetzung. glauben Sie's nur. gemeinschaftlich.-J. eine viel größere Anstrengung für mich sein. wie ich es für gewöhnlich tue. [Der gelesene Text dieser drei Antworten ist unter dem Titel Radiophonie veröffentlicht worden in einem Sammelband. wie ich Ihnen im voraus gesagt habe ŕ. H. die Forschungen Saussures und des Prager Kreises. Scilicet. Jedoch weicht die in Scilicet publizierte Version (auf die sich Metzgers Übersetzung stützt) erheblich von dem Wortlaut ab. was wahrscheinlicher ist. als so vorzugehen. schon die Alten. Radiophonie. Dies nicht nur. v. Deshalb werde ich Ihnen heute meine Antworten auf drei dieser Fragen mitteilen. Von ó = gemeinsam. allgemein. deren Beantwortung in der Mitschrift noch zu Frage II gehört. Die deutsche Übersetzung des von Miller angegebenen Referenztextes (ihr ist auch der Wortlaut der ersten Frage entnommen) liegt vor in: J. den es gibt. So. 177 178 . artikuliere ich Ihnen die erste dieser Fragen. die Griechen. daß man in ihr gewisse Überstürzungseffekte hervorbringt. Freud antizipiere. Metzger). Können Sie sich über diesen Punkt äußern? Das also tue ich ŕ nicht aus dem Stegreif. Lacan. Vgl.7-23. ohne sich darüber Rechenschaft zu geben. Television (Radiophonie übers. denn es wird. 2-3. Ihnen diese Texte vorzulesen. S. da dieses Datum einem Mittwoch entspricht. Nr. Diese Sprache [langage]. Weinheim 1988.

um die Thematik eines Todes Mosis stützen zu können. mir dieses Buch zu verschaffen. Das Ins-Bild-Setzen. Ich habe davon Monsieur Caquot unterrichtet. daß es das Buch ist. nämlich seine Einreihung in die Blütezeit dessen. Studienleiter bei der fünften Sektion der Religionswissenschaften an den Hautes Études 180. die ihm vorangingen. Lehrbeauftragter bin. die von ihm nicht nur bereits wußten. und denen. Die Allegorie der Ehe. Jahrhundert. sondern es bereits eine Zeitlang in der Hand gehabt hatten. Ich habe Sellin einordnen können hinsichtlich denen. von dem Moment an. Der Deutungsfehler. das Freud genau recht kam oder auch. ganz besonders seit dem 19. von ihm völlig abhängig gewesen ist während der Zeit. wo ich angefangen habe. wo ich. . der ein Mord gewesen wäre.131 155 XI DAS GRAUSAME NICHTWISSEN JAHWES Freud und Sellin. denn ich muß ihn Ihnen nicht vorstellen. Nicht ohne Mühe ŕ wie ich Ihnen letztesmal signalisiert habe ŕ ist es mir gelungen. denn es war in Europa ganz und gar unauffindbar. damit Sie um seine Bedeutung wissen. 1 Von diesem Buch habe ich Ihnen lange genug gesprochen. Für die. d.h. so wie sie. Mose getötet. Und wir haben uns diesen Text angeschaut. bevor ich mein Gesuch an ihn richtete. daß ich Ihnen den Herrn Professor André Caquot vorstelle. daß ich ihn Ihnen vorstelle. Dank Monsieur Caquot habe ich von der Stellung dieses Buches in bezug auf die Exegese erfahren können. Ich stelle mich vor als der. Ich werde nicht sagen. Mose wäre getötet worden. durch seine Gunst und Güte. ganz besonders unter 180École Pratique des Hautes Études. Durch die Bemühungen der Alliance israélite française habe ich es schließlich aus Kopenhagen erhalten. wie Sie wissen. wie ich mich ausgedrückt habe. die etwa zufällig das erste Mal hierherkommen. Ich werde nicht sagen. die seit den zwei Tagen vor unserem letzten Treffen verstrichen ist. etwas wissen zu wollen über das Buch von Sellin. der. vor allem Eduard Meyer und Gressmann. rufe ich in Erinnerung. was man die textuelle Technik nennen kann. an den deutschen 156 Universitäten eingerichtet wurde. ihm wie angegossen paßte. der eine der seltenen Personen war. die auf ihn folgten.

zu bleiben. sondern vielmehr dem.80 f. einzuordnen. auf gewisse Weise. wissen. in der ich mich an Sie wende. heute erneut mit dem umzugehen. was ich nicht weiß ŕ und das glücklicherweise. Die gesamte Analyse. das in eine Ordnung zu bringen. und zwar nicht zwangsläufig aus denselben Gründen wie Sellin. die zwangsläufig unausgeschöpft bleiben und die diejenigen sind. und dem. womit umzugehen wir leider gezwungen gewesen sind. Letztesmal haben Sie eine harte Prüfung erduldet. S. in dem ich von einem tiefgründigen Nichtwissen bin. von Radiophonie S. die ich in den letzten Tagen an Monsieur Caquot gestellt habe. gespürt habe. d. Genau das werden wir sehen. Das hat uns dazu genötigt. was ich nicht weiß. bin ich sofort auf die Idee gekommen. geht es darum. mit der ganzen Zweideutigkeit. die des Fallens und des Falschen . was ich eine Ins-Bild-Setzung [mise-au-parfum] genannt habe. so kann das in diesem Feld keinesfalls einem Wissen entsprechen. wovon man spricht. Es handelt sich um einen Bezug zum Geschriebenen. was ihm am Herzen liegt. Der Begriff ist völlig unüberlegt benutzt worden. sieht man Sie so zahlreich. Bei der Überprüfung eines Versuchs. womit ich meine: die analytische Technik. daß sie als ein Spiel ŕ in Anführungszeichen ŕ der Deutung aufgefaßt wird.132 dem Gesichtspunkt. genau wie Sie. In den Text. zu versuchen. Um Ihnen zu übermitteln [transmettre]. habe ich eine Definition des Midrasch eingefügt181. der zur Erklärung dessen dienen wird. In der Tat. kann ich [mir] Besseres nicht wünschen. den ich Ihnen letztesmal vorgelesen habe. denn wenn Sie alles wüßten. sich im Intervall eines bestimmten Verhältnisses zwischen dem Geschriebenen und einer gesprochenen Intervention zu plazieren. wie ich Ihnen gesagt habe. den Saal ein wenig auszulüften ŕ das Ergebnis ist. der Form von Fragen. dann wüßten Sie alles. ein weiteres Mal anbieten müßte. dann geschähe das nach einer andern Manier. daß es den Diskurs entstellt. sie spielen mit genau diesem Bezug. daß es einen sehr großen Unterschied gibt zwischen wissen. die nichts Fiktives hat. Und wenn ich Ihnen. Gelegentlich kann dieses Falsche der Deutung so weit reichen. in einem Verhältnis der Ins- 181Vgl. das falsum182. daß ich. die sich auf es stützt und bezieht. 157 diesen Bezug dadurch erhellen. Sie können nicht alles wissen. alles in allem. mittelmäßig. was wir hier tun werden. ebd. der gewissen Gesetzen unterworfen ist. Diesbezüglich werde ich mich. Was mich betrift. daß einige die Hypothese geäußert haben. das sei dazu dagewesen. werden Sie im Gegenteil Gründe haben. in der dt. Obendrein ergänzen sich die Deutungen. womit ich meine: des Gegenteils des Wahren. Wichtig ist hier das. was ich heute dank Monsieur Caquot machen kann. fortfahren damit. derart hart. nämlich mit hebräischen Lettern.h. was ich sogleich mit einem Term benennen werde. das. die uns in höchstem Maße interessieren. uns auf jenes Feld einzulassen. worum es geht. Übers. 183Mitschrift: die sich um dieses Wort herum einrichten kann. was ich Ihnen letztesmal gesagt habe. 30 f. Sagen wir. beispielsweise seit man uns von einem Streit der Deutungen spricht ŕ als ob es zwischen den Deutungen einen Streit geben könnte. daß sich um dieses Wort herum das Gefallene des Falschen einrichten kann183. Es wird also zum zweiten Mal einen Bruch geben hinsichtlich der Art und Weise. 182Vgl. im Folgenden. und zwar in der Form. was es mit dem auf sich hat. glaube ich. Ich werde die Operation vor Ihnen fortsetzen. wovon man glaubt sprechen zu können. was ich selbst von Monsieur Caquot habe erfahren können. wie ich vor dem Gedanken zurückschrecke. Diesmal. dazu Scilicet 2/3. bzw. kann. unter dem er Freud erlaubt. den ich unternommen habe. mich ins Bild zu setzen.

Muß ich Ihnen sagen. der sich dort aufhielte ŕ aber. Auf gewisse Weise dürfte man von all dem nichts wissen. mir zu sagen. von ihnen abhängt. ist das. die seit recht langer Zeit zu lesen wissen und die ŕ das ist der Talmud ŕ durch die Bezugnahme auf einen Text leben. Wer weiß tatsächlich. von denen man auf grausame Weise nicht wissen darf. in dem ich selbst es gefunden habe ŕ. voranzutreiben ŕ eigentlich nur in diese Juden Vertrauen hat. was irgendwie dazu dienen könnte. ihn in den Rang von jedermann zu stellen. hat einen Namen: es ist Jahwe selbst. 158 indem man diesen absoluten Bezug betrachtet. was ich letztesmal in meinem Text als die Ebene der Struktur zu fixieren versucht habe. Nicht weil jeder spricht. in welchen Diskurs man sich einfügt. was ich nennen werde. die er selbst gern herausholen möchte.133 Bild-Setzung über ein bestimmtes Wissen befinden. der. Man fällt über die Wahrheit. ganz sicher. es ist unmöglich. wobei diese Ebene zu definieren ist durch die Ordnung der Sprachwirkungen. die Erde fruchtbar machte. zu sagen. ihn ŕ oder genauer: Sie alle sind im Begriff. Dafür hat er Gründe. was er sagt? Das wäre ein Irrtum. in dem Moment. den Baal zu erregen [émouvoir]. daß die Psychoanalyse aus etwas anderem als dieser Tradition heraus hätte geboren werden können. was er sagt. wie ich hervorgehoben habe. was es an bestimmten Praktiken der Religionen gibt. gibt es ganz sicher Dinge. Welches Recht haben wir. womit ich meine: nicht nur ein realer Vater. wenn ich so sagen darf. sagt jeder auch etwas. und. daß niemand auf diesem Gebiet geeigneter sein kann ŕ in dem Sinne. der/das diese radikale Stellung eines grausamen Nichtwissens realisiert. glaube ich. Was mir Monsieur Caquot darüber gebracht hat. die. weil es mir wesentlich erscheint für das Interesse. ist gleichermaßen wertvoll. Genau da fällt man. daß er. den Analytiker zu spezifizieren. sagen könnte. daß das auf nichts beruhen würde? Daß die Weise. in welchem Maße er genau in dieser Hinsicht schimpft. Ich sprach gerade von Nichtwissen. werden Sie sehen ŕ eine Sache herausholt. oder das. über die Wahrheit ŕ wobei das über auch durch durch ersetzt werden kann. von denen es damals wimmelte und die auf einen bestimmten Wissenstypus gegründet sind: den des sexuellen Wissens. sich dort aufzuhalten ŕ. nicht etwas ent184Mitschrift: zu dem gehört . wir Analytiker. was nicht das ist184. was es mit einem Verhältnis auf sich hat. Es hieße. das der Bibel-Exegese. Was er im Auge hat. der hebräischen Geschichte entgegenbringen müssen. und diese Gründe gehen uns etwas an. nämlich so. daß der. nicht wüßte. auf gewisse Weise. im Gegenzug. daß das hieße. sondern ein Vater des Realen. das übernatürliche Instanzen mit der Natur selbst vermengt. nämlich: zu wissen. Ganz sicher besagt das nichts. wenn er aus den Texten von Hosea ŕ mittels welcher Verfahren. also äußerstenfalls um diese in gewisser Weise fiktive Stellung. Der. daß Monsieur Caquot an jener fünften Sektion in der Eigenschaft der Vergleichenden Semitischen Religionen ist? Aufgrund der Erfahrung. werden wir sehen. er insistiert darauf. in grausamer Weise nichts von dem weiß. einzigartige Sache. die ich davon gewonnen habe. Ihnen ein Gefühl dafür zu vermitteln. Es gibt jemanden. Es könnte um einen ganz anderen Bezug gehen. in dem er sich ankündigt. Wenn wir gleich von Hosea sprechen werden. Freud ist in ihr geboren. der dieser Stellung entspricht und den ich ohne zu zögern nennen werde. daß man. daß er ŕ um die Dinge in dem Feld. das er entdeckt hat. was es mit der Herangehensweise eines Sellin auf sich hat. Um ein Vater zu sein. das wir. Vielleicht ist es nicht vorstellbar. In seiner Interpellation an jenes auserwählte Volk ist es das Kennzeichen Jahwes.

die uns derart überrascht. eine ungefähre Vorstellung davon zu haben. . was sich möglicherweise in Sellins Kopf abgespielt hat. die weiter unten vorgeführt wird. das ist Freuds Traum. als wir heute. Wir müssen sehen. daß er diese Frage stellt: Was war Mose? und daß er die verschiedenen Positionen derer resümiert. indem ich sagte. eine Pleite. kurzum. wie auch das. das er doch aufgegeben hat. das ist. beispielsweise der des Buddhismus. daß es da ein Gebiet grausamen Nichtwissens gebe. der sich durch das Umstellen [décalage] in einer Schrift 185 erzeugen kann. wo er aber innehält. die sich als begründet erweist. warum hat Freud Mose gebraucht? Es ist offensichtlich. Heute geht es darum. bezüglich Sellin. ich meine: am Platz des realen Vaters. Gemeint ist die von Sellin angewandte exegetische Technik. indem er aus der Thematik des Vaters eine Art mythischen Knoten macht. die der Analytiker einnehmen muß? Ganz sicher nicht.134 sprach. dem Haß und dem Nichtwissen. mit dem. nämlich mit der Untersagung des Genießens. Das hält ihn da ständig in einer ungewissen Zone. nämlich jene Kastration. Tritt zu fassen mit dem bzw. weil es Jahwe gegeben hat und weil sich ein bestimmter Diskurs eingerichtet hat. ihn aus der Artikulation Freuds wiederherzustellen. daß Jahwe keiner der drei entbehrt. Jahwe situiert sich am paradoxalsten Punkt. daß ich es an mir selbst habe erfahren können? ŕ. eine gewisse Anzahl von Dingen geklärt haben werden. wo sich dieser Entstellungseffekt erzeugt. Ebendies muß ich Ihnen jetzt entwickeln. Wie jeder Traum muß er gedeutet werden. den man der analytischen Neutralität verleihen könnte. in der er vage versucht. was uns die Begegnung enthüllen kann. was das bedeutet: Mose. was es mit dem Wissen auf sich hat. wo er scheitert. was Freud davon im Gedächtnis behält ŕ und was eigentlich auf dieser Linie liegt. oben links ŕ. der Analytiker hat nicht 159 diese grausame Leidenschaft. Tatsächlich beginnt der Text von Sellin damit. Andererseits ist das. Ist das die Stellung. Ebendies hoffe ich Ihnen um so leichter demonstrieren zu können. wo empfohlen wird. 185Zu verstehen in dem Sinne. Liebe. sowie derer. nämlich der Diskurs des Herrn. Was in dieser einzigartigen religiösen Manifestation am meisten ergreift. sich ins Bild zu setzen über das. wenn es um Jahwe geht. Der reale Vater ŕ wenn man versuchen kann. der zu verstehen ist als der. Jahwes Dialog mit seinem Volk. Deshalb werde ich mir erlauben. die in seinem Diskurs mitnichten fehlen. den ich dieses Jahr zu isolieren versuche als die Kehrseite des psychoanalytischen Diskurses. mit dem zu vergleichen. Er kennt ŕ weil ich es ihm gegenüber auf tausenderlei Art zum Ausdruck gebracht habe ŕ den 160 Hintergrund unseres Problems in diesem Punkt gut: Wie. was aus ihm das Wesentliche macht. verknüpft sich. die gerade dabei sind. das. die ihm vorangegangen. daß er an diesen Leidenschaften nicht teilhat. Der Analytiker ŕ sollte ich sagen. verglichen mit einer anderen Perspektive. und das ist der einzige Sinn. daß es für die Zuhörerschaft essentiell ist. auf die ich eben abgezielt habe. in dem die Stellung des Analytikers durch das Objekt a angezeigt wird. Was die Stellung des Analytikers auszeichnet ŕ ich werde es heute nicht an die Tafel schreiben mit Hilfe meines kleinen Schemas. einen Kurzschluß oder. mit ihm zu arbeiten. in dem man vom Umstellen der Möbel in einem Zimmer spricht. Haß und Nichtwissen ŕ jedenfalls sind das Leidenschaften. gekennzeichnet. sich von den drei fundamentalen Leidenschaften zu reinigen: der Liebe. das ist. Monsieur Caquot zunächst einige Fragen zu stellen. eigentlich gesagt. das möglicherweise seine Wirksamkeit haben konnte? Warum nicht? Einfach deshalb. Ich habe es Ihnen gesagt: der Ödipuskomplex. genau deshalb wissen wir nichts mehr davon. was nur den imaginären Vater betrifft.

Ernst Sellin ist der typische deutsche Universitätsprofessor vom Beginn des XX. denken Sie an Jesaia oder Jeremia. die großen SchriftstellerPropheten. andererseits findet sich diese sittliche Offenbarung im Dekalog. was wir heute eher liberal nennen würden — im Deutschland der Jahrhundertwende. Stets besteht man auf den ethischen Elementen in der »Offenbarung«. Jahrhunderts.135 Ausgeschlossen ist. sondern eine Meinung zu Hosea. am Fuße des Horeb oder genauer: auf dem Horeb selbst. eigentlich gesagt. Caquot gehaltenen Referats.205-208. und zwar die von Ernst Sellin. von der wir sprechen. die ich nicht einmal anreißen will. Warum mußte Sellin uns einen getöteten Mose präsentieren? Das ist eine Frage. . sind die Erben der mosaischen Tradition. um folgendes: Mose und seine Bedeutung für die israelitisch-jüdische Religionsgeschichte*. Sein Text folgt hier als Einschaltung in . der wahrhaften Tradition. weil er Prophet ist. Vielleicht ist es nicht unnütz. seit wann Jahwe da war. Im fraglichen Zeitraum. daß Mose als ein Prophet aufgefaßt wird. denn wir wollen hier nicht Texte von Hosea erläutern — wozu man. Auf die Hervorhebung durch Fettdruck wurde aus graphischen Gründen verzichtet. Wie lassen sich nun diese beiden Höhepunkte der alttestamentlichen Offenbarung miteinander verbinden? Sellin behauptet nun etwas. der folglich Mose wäre. und reicht bis zur Abschnittsziffer 2. insofern er. deren älteste Repräsentanten Amos und Hosea sind. das eine Art Postulat ist: Die Propheten. die von Mose 186Das bei Miller als Annexe A (hier: Anhang 1) wiedergegebene Exposé ist nicht identisch mit dem von der Mitschrift protokollierten Wortlaut des am 8.]186 CAQUOT: Wenn Sie mir erlauben. das ganze Jahr bräuchte —. Warum muß er gerade in der Eigenschaft als Prophet getötet werden? Genauer: Sellin denkt. denn ich überlasse ihr Feld zur Gänze Monsieur Caquot. Isaaks und Jakobs? Handelt es sich da um eine Tradition. etwas über seine Ideologie zu wissen. um 1920 herum. insbesondere in dem. S. Siehe hier Anhang 1. deren wir sicher sein könnten? Oder ist diese Tradition womöglich retroaktiv hergestellt worden durch den Religionsstifter. oder auch an die kleinen. die zwölf kleinen Propheten. daß diese Positionen ohne Zusammenhang mit der Frage zu klären wären. was man die großen Propheten nennt.. Nun finden wir diese ethischen Elemente — und das ist zur Zeit von Sellin die verbreitetste Meinung — einerseits bei dem. er habe den Tod eines Märtyrers deswegen erlitten. Caquot 1990. Sittenlehre gesehen. Ebendas bereits möchte Monsieur Caquot uns beleuchten. glaube ich. und nicht als einziger — Moses selbst zu. Die Religion Israels wird durch diese Tendenz vor allem als eine. Er wurde 1867 geboren und machte eine absolut geradlinige Karriere als Professor für Altes Testament an den Fakultäten für protestantische Theologie in Deutschland. [Exposé von A. zunächst die Person vorzustellen. Sellin war ein recht typischer Repräsentant des Protestantismus — kurz: evangelisch oder das. was man den ethischen Dekalog von Exodus 20 nennt und was Sie als Die Zehn Gebote kennen. das dies eng mit der Tatsache verknüpft ist.. ist er ordentlicher Professor für Altes Testament an der Berliner Universität. Sicher ist. die Gesetzestafeln ŕ beachten Sie das ŕ geschrieben empfangen hätte? Offensichtlich ist das völlig verschieden. Das Buch von Sellin dreht sich. wenn Sie so wollen. War Jahwe bereits der Gott Abrahams. April 1970 von A. Die Zehn Gebote — Sellin schreibt sie.

des Buchs Jesaia. daß die Vorstellung von einem Tod Mosis bereits von Goethe lanciert worden war. Es bestände also. das seine Reflexion in »Mose und seine Bedeutung« determiniert und ihn dazu geführt hat. der einige Jahre später darauf hingewiesen hat.. in dem Sellin seinen »Mose und seine Bedeutung« schrieb. eine Sammlung eines Propheten aus dem VI. Hüter der prophetischen Tradition. Und dieses andere ist eine andere Passage der Bibel. weil es da ein recht bedeutsames Faktum gibt. Das ist unbestreitbar. Und da genau hat er eine gewisse Anzahl von Passagen bei Hosea in der Weise neu gedeutet. wie man wirklich sagen muß. die einem anderen. die Kapitel 40 ff. LACAN: Nicht. hat er jene Hypothese eines Todes Mosis noch nicht aufgestellt. glaube ich. Kap. . sehen Sie von da aus die Bedeutung. Wenn man so sagen kann. jene äußerst eigenartige These vorzubringen. Es ist Karl Budde. 187Jesaia. Sellins Buch »Mose und seine Bedeutung« noch einmal anders herum. ist Sellin auf diese Idee gekommen. weil das die Idee des Erlösungstodes einführt und es besonders im Evangelium oder in den christlichen Schriften eine Anpassung der Gestalt des leidenden Dieners an die Person Jesu gibt. es ginge um einen Tod Mosis. Die These von einem Tod Mosis war vor ihm nur von Goethe verfochten worden. hätte — in. er liefert von ihnen eine völlig andere Exegese. 40-50. Kommentar zum Alten Testament«: »Das Buch der zwölf Propheten«. ist Mose selbst. erst nachdem er seinen Kommentar zu Hosea vollendet hatte. hatte er gerade einen Kommentar zu den zwölf kleinen Propheten vollendet. der wahrhaftigen Tradition nach Mose. erschienen 1922. des ersten Propheten. wenn man so sagen kann. und zwar in einem Abschnitt. Und von da aus hat er sich bemüht. daß er sie sagen läßt — ich sage wirklich: daß er sie sagen läßt —. Sellin hat. und zwar derart verdeckt. wenn Sie so wollen. in den vorhergehenden prophetischen Büchern Anspielungen auf einen Tod Mosis wiederzufinden. die er Mose. zu untermauern — ich beeile mich. In dem Moment. folgende Entdeckung gemacht: Der leidende Diener des Deutero-Jesaia.. der natürlich auch das Buch Hosea enthielt und im selben Jahr 1922 veröffentlicht worden ist in einer Reihe von exegetischen Kommentaren. dessen Leiden einen Sühnewert für die Sünden des Volkes besitzen.136 ausgeht und authentische Elemente von Leben und Schicksal Mosis. enthält und befördert. zwischen Moses und Hosea — denn von ihm sprechen wir — eine Kontinuität.A. die von Hosea völlig abweicht. genannt »K.h. den ich nicht kenne. Und zwar. Er übergeht die Passagen. Von der christlichen wie auch von der protestantischen exegetischen Tradition werden diese Stellen ebenfalls als einen der Höhepunkte alttestamentlicher Offenbarung angesehen. vorzustellen. nicht wahr. in dem es um einen Diener Jahwes geht. und zwar während er über anderes nachdachte. jedoch ebenfalls prophetisch ist: der Deutero-Jesaia187. dessen Tod erlösenden Wert besitzt. den Tod Mosis ausgedrückt. sondern daß sie nie zuvor gelesen worden waren. Ich denke also. die er den Propheten beilegt — von Hosea bis zu Deutero-Jesaia. und zwar insbesondere der Schluß von Kapitel 52 sowie der Anfang von Kapitel 53. es zu sagen. einer der ältesten Propheten. Nun.T. In diesem Kommentar zu Hosea geht es auch nicht eine Minute lang um den Tod Mosis. daß sie wahrscheinlich gar nicht dastehen. d. Jahrhundert. hat er seine Entdeckung noch nicht gemacht. warum der Tod Mosis? Ich erlaube mir.. Das zweite Element. die er im Buch »Mose und seine Bedeutung« des langen und breiten diskutiert. verdeckten Worten. der ebenfalls Prophet ist — als Erbfolgern Mosis. unbekannten Verfasser zugeschrieben werden. daß sie nicht dastehen. Hosea. Nun. der aber identifiziert worden ist und den Sellin selbst nicht kannte. ein Kollege Sellins.

Und bald gelangt man dazu. den ich Ihnen zunächst einmal ganz rasch vorstellen werde. daß sie aber zuweilen. zu . ob wir fortfahren sollen. daß — offenbar ist das nicht immer der Fall. Jahrhunderts praktisch genommen vor allem ein dichterisches Hebräisch war. sowie von einem andern Text. der uns interessiert. Texten von Hosea. war von Juden verfertigt worden. und dies geschah an einem Ort namens Sittim. die Resultate: Man nahm einen. Man sagte: Es ist schlechtes Hebräisch. daß sie nie gelesen worden sind. Nun. ersetzen wir ein Wort. Trotzdem hatten sie sehr oft denselben Text. Ihnen den Schluß noch einmal vorzulesen. berichtigen wir ihn also.. und das vermittelt einem eine Vorstellung. alles in allem aber ist es genau das. sehr schwieriger Text. Jahrhundert unserer Zeitrechnung stammen und die Version der Siebzig ganz sicher vor der christlichen Zeitrechung ausgearbeitet worden ist. sie verstanden nicht mehr als wir. ich habe eine gewisse Erfahrung — die griechische Version der Siebzig für Augen und Ohren sehr oft denselben Text hat wie die gedruckte Bibel. es ist aber recht amüsant zu sehen. Übrigens muß man nicht mit Steinen nach ihm werfen: die Exegeten jener Epoche waren gewissermaßen der Ansicht. Satz. natürlich bevor er seine schriftliche Fixierung in der Bibel erfahren hat. Der Text ist sehr schwierig: Ich erlaube mir. und so gelangt man zuweilen — das ist die allgemeine Regel — dazu. den Text zu verschandeln. persönlich aber glaube ich. Es scheint jedoch. wenn sie nicht verstehen. mit der Sie vielleicht nicht vertraut sind.137 CAQUOT: . der Mose von Sellin. ihn — und genau das ist bei Sellin der Fall — exakt das sagen zu lassen.. Und die rabbinischen Kommentare der Rabbiner und der jüdischen Autoren vom Beginn unserer Zeitrechnung. bezüglich des Gegenstandes. Was ich sage. weil die ältesten hebräischen Handschriften — die komplette Bibel — aus dem IX. beispielsweise die Übersetzung der Siebzig. CAQUOT: Also. ja. ersetzen wir es durch ein gut bekanntes Wort. Sie können es aber sehen: Ich glaube. LACAN: Ich glaube. eine tote Sprache geworden war. den Text der Bibel Armseligkeiten sagen zu lassen. wenn Sie in dieser Versammlung hier eine Vorstellung von den Manipulationen vermitteln könnten anhand einiger wirklicher Schlüsselwörter . Genau so muß man das Studium der alten Bibel-Übersetzungen betrachten. nie gelesen vor Sellin und nie mehr nach Sellin. was der Exeget ihn sagen lassen wollte. ist ein wenig plump.. das Kapitel 25 der Numeri. Numeri 25 — ich lese eine Übersetzung: . der sehr schwierig war. der sicherlich von vergangenen Traditionen umgearbeitet worden ist. also muß man berichtigen.. offensichtlich rätselhaften. Wie Sie wissen. ein sehr merkwürdiger. LACAN: Die Siebzig hätten wirklich einen Text gehabt. die Hebräisch konnten. erzählt er vom Götzendienst der Israeliten in den Ebenen von Moab — der Kult des Baal-Peor —. ich weiß jetzt nicht. der Text des Hebräischen. das bizarr erscheint. da müssen wir von zwei Texten ausgehen. d. der früher liegt als der Text. ja. Ja. Nun. es ist ganz offensichtlich eine Untersuchungs-Art. Davon ausgehend sagt man. die traditionelle Bibel.. deuten. die massoretische. weil jenes Hebräisch des VIII. wie Sellin vorgegangen ist. der Text der hebräischen Bibel ist verderbt. daß die Bibel-Abschreiber kein Hebräisch konnten.h.. den wir besitzen? CAQUOT: Früher.

sie sei so nah wie möglich am hebräischen Text: Vers 1: »Höret dies. und dies nimmt eine Geißel hinweg. Da nun. Hosea 5. denn man nennt sie Kosbi und nicht Zippora — hieße es Zippora.2. und merket auf. hier — das fängt bei Vers 14 an —. vom Stamme Simeon — es war Mose selbst.. Und das Volk hub an zu huren mit der Moabiter Töchtern. ist ganz offensichtlich: es ist Mose.2. Die erste findet sich im Kapitel 5. es ist die Übersetzung der sogenannten ökumenischen Bibel. die Sellin für authentisch hält. Dieser Text ist sehr wichtig. nicht jene Person. Hypothese Sellins: Der Text ist entstellt worden. der fiktive Vorfahre —. ich könnte es Ihnen auf hebräisch vorlesen.138 »Und Israel wohnte in Sittim. um zu bestrafen. zum Lohn für den Eifer. scheint eine andere Angabe zu kommen. welche. das Hebräische des Hosea zu übersetzen. Häuser Israels. Setzt man jedoch die Überlieferung wieder ein. und dann kommt da eine ganz und gar merkwürdige Passage: »Und siehe. die den Anspruch erhebt. Gut. Haus des .. In der Tat fügt er da einige Argumente an. ich muß es sagen... die Pest.« In diesem Augenblick sticht der Priester Pinehas — der Vorfahre der Priesterschaft von Jerusalem während der Königszeit. Zippora.«. die Garantie der Perpetuierung des Priesteramts in seinem Stamm. es sind die Verse . eine der letzten. Kosbi. es durch kleine Punkte zu übersetzen. der zu Tode gebracht worden war. die Israel schlug. als Strafe für den Götzendienst von Baal-Peor in den Ebenen. hieß Kosbi«. hieß Simri. den er entwickelt hat. indem er die Israeliten bestrafte.h. die man Simri nennt. und dies »alles andere« war folgendes: An diesem Ort namens Sittim. aber noch einmal: Was Sellin sagt. man weiß nicht recht. zugrunde liegt. abgeleitet von einem Nomen. die gesündigt hatten in den Ebenen Moabs . der Fürst eines Vaterhauses der Simeoniter. Wer das ist. die in Frankreich erschienen sind. All das lege ich dar. die im Prinzip besagt — so zumindest lauten die Anweisungen —. ist absolut willkürlich. und die mindeste Ehrlichkeit ist die. es ist unverständlich. das Lüge bedeutet. wäre es zu einfach. um die Geißel zu vertreiben.. das ist ein beleidigender Spitzname. Dann aber.. Ausgehend davon können wir nun die Passagen von Hosea betrachten. nicht wahr . Ich lese eine Übersetzung. Man hat die Erinnerung an alles andere auslöschen wollen. dann ging es hier um einen Mord an Moses in Sittim. deren Namen man ebenfalls verheimlicht hat. die dem Kapitel 25 der Numeri. ihr Priester.. die besonders bedeutsam sind. es sieht so aus.. man ist aber nicht sehr sicher und der Text gleitet darüber hinweg — nimmt eine Geißel hinweg. verzichte ich darauf. bis auf Pinehas zurückzugehen. In diesem Moment empfängt Pinehas einen Priester-Bund.. in den Ebenen Moabs. sie scheint eine Art Einschub zu sein: »Der israelitische Mann aber. Sie sehen also: die Priester. hätten also Mose eliminiert und ihn ersetzt durch diese Art von Loch-Stopfer. Es war Mose und der verhüllte Erlösertod Mosis. so wie wir es kennen.« Ich übergehe einiges. war der Mann. [15] Das midianitische Weib. aber aus einem andern Grund: weil er — ich merke das en passant an — die Wahl einer Priester-Dynastie begründet. der erschlagen ward mit der Midianitin. d. und leihe dein Ohr. der eine Midianiterin geheiratet hat. das auch erschlagen ward. Der Gemahl einer Midianiterin. erkennen wir es aber an. sticht Pinehas dem israelitischen Mann und der midianitischen Frau durch den Bauch. »Da ergrimmte des Herrn Zorn über Israel . das man Simri nennt.. ein Mann aus den Kindern Israel kam und brachte unter seine Brüder eine Midianitin vor den Augen Mosis und der ganzen Gemeine der Kinder Israel . denn in der Überlieferung ist die Frau Mosis. die Tochter eines Priesters aus Midian. der Sohn Salus. als sei es eine Pestseuche.. die verhängt worden war. die priesterliche Tradition. Es gibt drei Passagen.

ein Massaker bedeutet. sagt folgendes: »Ungetreue haben eine tiefe Grube ausgehoben. das.« Wörtlich genommen gibt es so wenig Wörter. von Schuhbändern. Es gibt keine tiefe Grube in diesem Text. die so getreu wie möglich ist. Und jetzt also das. und nun begegnen wir dem Sittim aus Numeri 25. d. falls unter Ihnen einige sind. ist. ob der Text verderbt ist oder ob wir ihn ganz einfach nicht mehr verstehen. aber »shahata« — alles was man sagen kann. Das ist aber nicht alles. LACAN: Wir wissen weiter nichts über das. LACAN: Die Siebzig sprechen von Bändern.7-14. wie der Kommentar sagt. und die Siebzig verstanden ihn auch nicht länger.. das. Subjekt von »he einikou«: "Die Ungetreuen haben etwas tief gemacht". in der der Prophet steht: "Die Tage der Züchtigung sind gekommen. sie haben etwas tief gemacht". was ergibt: "Sie haben tief ausgehoben eine Grube" oder "die Grube" (shahat mit einem tav) "von Sittim". das man mit Ungetreue übersetzt. Auf daß Israel es wisse! . Vers 2: ..7-14. So. dessen Funktion im Satz nicht zu erkennen ist. In der Zeit vor dem Königreich war Mizpa ein Versammlungsort. werde ich ihn für den Augenblick nicht übersetzen. ich schreibe es darunter: »shahat hassihitim he einikou«.139 Königs. Ihr aber wart eine Falle zu Mizpa und ein ausgespanntes Netz über den Tabor« — das heißt. Ich lese jetzt die zur Zeit verbindliche Übersetzung: "Ungetreue haben eine tiefe Grube ausgehoben" — Unsinn! Ja. massakrieren" bedeutet. nach der Hypothese Sellins. Es ist nicht die Mühe. Die andere Passage also. der Ort ist. an dem Recht gesprochen wurde. Zweite Passage. der sich aber an eine Verbalwurzel »shahat« anschließt. daß es da ein Wort gibt. das ist noch mysteriöser. das mag angehen.. Jetzt also das.h. die Tage der Rechenschaft. Gerechtigkeit zu üben. An euch war es. wenn Sie so wollen. die "erwürgen. Was den Tabor angeht. man weiß aber nicht. fest steht. einen emphatischen Konsonanten mit einem einfachen Konsonanten. das ist Hosea 9... das ist eine Anspielung auf Episoden von . es evoziert: "Man hat ausgehoben". Die Ausgabe. aber die tiefe Grube — nein. Nun also unsere Bibel. denn man hat »shahata« mit »shahat« verwechselt — mit einem tav —. was. oder: "Ungetreue haben ausgehoben (oder vertieft)". was zu Mizpa geschehen ist? CAQUOT: Oh ja. Erstes Beispiel. Das ist eine ein wenig leichtere Passage. wohingegen da. CAQUOT: Das. wozu es bei Sellin wird. man kann sagen: "Ungetreue haben ausgehoben". wir sagten also Hosea 9. denn man muß auch — falls Sie das nicht nicht zu sehr langweilt — die beiden anderen Passagen anschauen.. was Sellin daraus gemacht hat. Das Verbum »he einikou«: "sie haben tief ausgehoben. ihr habt die Leute irgendwie reingelegt. daß ich sie Ihnen transkribieren werde. dieser Vers 2 von Hosea 5 — offen gesagt. das ist weiter entfernt. daß dieses Nomen ein Substantiv ist.. an dem Mose meuchlings ermordet worden wäre. Ich transkribiere sie. die Hebräisch lesen: »shahata settim he einikou«.1 wieder.. Dieses Wort »settim«. Es gibt keine tiefe Grube in diesem Text. Mizpa war ein Ort von . Diese Passage scheint von der Verachtung zu sprechen. auf die Sellin sich für seine Hypothese beruft. Ich weiß nicht. Ja.

das Sittim aus Numeri 25. der das Opfer der Rache seiner Zeitgenossen gewesen ist.h. der auch nicht einfach ist. das wir gerade gesehen haben: »shiheitou«. Was Sellin angeht. sie haben sich verderbt. sie haben etwas tiefgründig getan. den du erleidest. d. ein Gegner. der eine gewisse Überzeugungskraft hätte. und danach gehen wir zu Moses über . mittels deren Hosea sich selbst bezeichnet. daß die Umformung von »elohim«. »shiheitou« ist ein Verb in der dritten Person Plural. und »shahato« ist ein Substantiv. Unbestreitbar geht es in dieser Passage um Mose. die Grube Mosis natürlich! Damit ist das noch nicht zu Ende.. so springt er. so liest er dieses »mastema«: In Sittim — immer dieselbe Geschichte. "Sie sind bis zum Grund der Verderbnis gegangen" übersetzt unsere Version. die gespannt ist auf allen seinen Wegen" (das ist ein Nominalsatz ohne Kopula): »tshofe Ephraim im elohai« »navi pah iahoush al kol derekhai« Jetzt das. . und zwar wird Mose Prophet genannt. es ist der Prophet. man greift ihn an bis ins Haus seines Gottes. d. Hier der Text Hoseas. im Haus seines Gottes". der angreift. das ist. Man spannt ihm eine Falle auf allen seinen Wegen. und aus »elohai« macht er sage und schreibe ein Substantiv »ohel« oder dessen Plural »ohelai«. Es ist der Schluß von Vers 8 und Vers 9: »he einikou«. daß das eine Weise ist. Der Wächter Ephraims ist mit meinem Gott. und der Prophet ist eine Falle. Der Mann des Geistes verfällt in Wahn aufgrund der Größe deines Verbrechens und der Größe des Angriffs. »he einikou«. ich glaube. Ich lese Ihnen den Schluß vor — im Vorhergehenden ging es um den Patriarchen Jakob. beinahe jeder — und das scheint die naheliegendste Deutung zu sein — erkennt. Das steht parallel zur Falle auf den Wegen. was Sellin daraus gemacht hat: [Übersetzung durch Monsieur Caquot:] "Der Wächter Ephraims ist mit meinem Gott. Es ist der Schluß des Kapitels 12. Es gibt ein Wort. sie haben vertieft.. d. liest aber »shahato« anstelle von »shiheitou«. Kapitel. von Sellin aber vielleicht ein bißchen weniger schwach gedeutet worden ist als die andern. Was jetzt Sellin betrifft. noch immer im 9... LACAN: Was gleichwohl überraschend scheint. die wir gerade gesehen haben. das bedeutet "Sie haben sich verderbt". und hinsichtlich von »shiheitou« beläßt er offensichtlich die Konsonanten. Ich werde Ihnen den Text der Bibel noch einmal in eine Zeile schreiben und in die andere das.1. Sodann findet er im darauffolgenden Vers das Wort Sittim wieder.h. Anfang des Kapitels 13 von Hosea." In Vers 7 geht es um einen Propheten. ihrer Verachtung. das Gegner bedeutet: »mastema bebeit elohav«: "jemand.140 Der Prophet wird zum Narren.. Dieser Prophet. Und so arrangiert sich der Vers 8. und dann finden wir etwas wieder.h. der "Zelt" oder "Zelte" bedeutet: "Ephraim schaut auf das Zelt des Propheten" . der bedeutet "seine Grube": In Sittim haben sie seine Grube ausgehoben. darauf an: Das ist Mose. sobald er das Wort Prophet sieht. was bei Sellin daraus wird: »navi« ist weder Hosea noch ein Kollektivnomen: "Ephraim schaut auf das Zelt des Propheten" (unausgesprochen: um einen Schlag gegen ihn zu führen). er vertauscht zwei Wörter.

der Prophet.. das ist kennzeichnend für diese Passage bei Hosea und die Übersetzung des Deuteronomium. Nun also der Vers 15. "Und für eine Frau ist er zum Viehhüter geworden" — wörtlich: "er hat gehütet ŕ aber durch einen Propheten hat Der Herr aus Ägypten geführt. das ist etwas. »Hirahis Ephraim tamrourim« Also. der adverbial gebraucht werden kann: auf eine bittere Weise. Übersetzung der ökumenischen Bibel: "Ephraim hat Gott einen bitteren Kummer bereitet". das ist ein Substantiv im Plural. Sie werden sehen. Es zeigt eine Züchtigung an. die daraus keine so kühnen Schlüsse ziehen. das ein wenig später als er liegt. hat erzürnt" . den man aber trotzdem verstehen kann. Übrigens ist das nicht der einzige Fall. Jakob — das ist derselbe Name. wenn Sie so wollen — "für eine Frau" (Lea und Rahel). aber Sellin ist nicht der einzige seiner Art. ihn nicht überzeugender macht als die Deutungen. die . gehütet worden". das gemeinsame Subjekt der beiden Verben von Halbvers 15b: "Sein Herr wird zurückwerfen sein Blut auf ihn".. CAQUOT: Ja. d. In diesem Wort steckt sicher die Wurzel Bitternis/Verbitterung. dem Verb »sharmar« und »mishmar«. daß »navi«. daß es sicher Verbindungen gibt zwischen Hosea und dem Deuteronomium. das aber — das kommt oft vor —in zwei Halbversen als gemeinsamer Faktor eingesetzt werden kann. das man verstehen könnte: "Ephraim hat erzürnt »tamrourim«: bitterlich". bitterlich — hier muß man ein Komplement einsetzen: Er hat jemanden betrübt. Das ist ein Vers. und beide enden mit einem Wort. LACAN: Das ist ein seltenes Wort. das ist das letzte Wort des Verses. in »ohel«. Mose ist. in denen Mose Prophet genannt wird. die er aus den Kapiteln 5 und 9 gezogen hat. und da ist sicher. auch von anderen modernen Kommentatoren unternommen worden ist. selten! »vdamav alav iatosh v’horfato«: "Er wird sein Blut über ihn ausgießen". wiederholt — "hat gedient" — "hat gearbeitet". CAQUOT: Ja. Er ist es. das Zelt. Und »iashiv lo«: "Er wird ihm vergelten ŕ Der Herr wird Ephraim vergelten »v’horfato«: seine Schande. in dem man die Tat Gottes durch Mose vergleicht mit der Tat Jakobs. um den es in Vers 14 geht. Die Konstruktionen der Verse 13 und 14 sind ein sehr schöner und sehr bewußter Parallelismus. Subjekt ist wahrscheinlich »adonai«: "Sein Herr". Und man weiß. Ephraim hat Kummer bereitet oder betrübt »tamrourim«. Subjekt: "Ephraim. der Israel aus Ägypten geführt hat. der nicht ganz leicht ist. ja. »tamrourim«. um seine Frauen zu besitzen. und durch einen Propheten ist Israel »mishmar«. Es gibt da ein Wortspiel. der so arbeitet. das ist eine feststehende juristische Formel. [es ist] einer der Fälle. Sein Blut auf jemanden zurückwerfen. Sodann der darauffolgende Vers: »yitosh«: "er wird zurückwerfen". »iashiv lo adonai«: "und seine Schande wird Sein Herr ihm vergelten". daß die Freiheit.141 Gott. Kapitel 12: "Jakob ist geflohen in die Ebenen von Haran" — Anspielung auf die Episode in Genesis 29 — "Israel". die Sellin sich diesem Text gegenüber nimmt. das ist langweilig. das ist möglich. also das. Nur ist er gleichwohl ein bißchen weiter gegangen als die andern. der wahrscheinlich Sein Herr ist: »adonai«.h.

so wie er ihn berichtigt hat. weil es sich in der Bibel nur ein einziges Mal findet. Übrigens ist das eine Berichtigung. wenn Sie so wollen. warum. war es der Schrecken. 12. das ganz einfach bedeutet "er hat eine Sünde begangen". Das sind diese extrem prägnanten Formeln. Und daraus wird: "Er war Fürst in Israel". »nasa hou eb Israel«. Es ist ziemlich verwickelt. er hat jedoch durch Baal gesündigt. »reuteit« — das ist ein schwieriges Wort. hat er gelesen »iumat«. das Recht zu existieren. was sich wahrlich nicht aufdrängt. "Ephraim hat ihn erzürnt. Dort hat er Sellins Berichtigung wiederholt. er hat Israel bitter gemacht. war es der Schrecken. die vor fünf Jahren von Pater Tournaix (?) in einem Aufsatz wiederholt worden ist. während es bedeutet "er hat gesündigt": "Er hat gebüßt wegen Baal. das Erzittern/Erbeben. das Erzittern/Erbeben". das war der Schrecken. Was wir verstehen: Als Ephraim sprach. Er vertauscht.1. wie in dem Ausdruck »nasa kol«: "die Stimme erheben". weil er obendrein nicht nur jedes zweite Wort berichtigt. »reuteit«. und er erhob Gott weiß was. "Als Ephraim sprach. das ist eine zweitrangige Berichtigung. er hat seine Sünde wegen Baal gebüßt". Jetzt das." Jetzt 13." Das ungefähr ist der hebräische Text. er hob den Kopf. während Ephraim sprach". dieses Wort ist ihm bizarr erschienen. Das Verb. was bei Sellin daraus wird. das Sellin. folgendes — ich lese die Übersetzung Sellins: "Aber durch einen Propheten habe ich Israel aus Ägypten herausgeführt. »reuteit« — ein ganz überraschender Substantiv.15b." Kapitel 13.15b hinter 13." Und dann. Und natürlich han- . sondern Verse oder Halbverse austauscht. er versetzt ihn zurück vor den vorhergehenden Satz. er versetzt 12." Und danach plaziert er 13. er hat daraus gemacht "er hat gebüßt. weiß ich nicht." Ich weiß nicht.1 ist recht klar: Früher war Ephraim eine sehr gefürchtete Person. und anstelle von »iamot«: "er ist tot". mit andern Worten: "sprechen" zu bedeuten: "Als Ephraim sprach. und er ist getötet worden.1a. ich habe nicht einmal gesucht. Wörtlich: "anläßlich des Sprechens von Ephraim. bisweilen kann es aber auch eine Ellipse sein. Das ist ein elliptischer Ausdruck. er hat »iesham« übersetzt. Nach Sellin ist es die Fortsetzung der vorangehenden Entwicklung: »kedabber«: "als sprach". Auf diese Weise ergibt das. Die Idee von Vers 13. Also liest er ganz einfach »torati«: "mein Gesetz" ŕ "Als Ephraim mein Gesetz sagte". in denen kein Wort zuviel ist. und es ist es in der Tat. übersetzt mit "er hat gebüßt". Und durch einen Propheten ist es gehütet worden. um. anstelle von »reuteit«.1a: "Solange Ephraim mein Gesetz sagte (»Ephraim torati« anstelle von »reuteit«).1b. den es nur ein einziges Mal in der Bibel gibt und der Erzittern/Erbeben bedeutet. und er ist tot. Zunächst. Anstelle von »nasa hou eb Israel« sagt er »nasi«. »kedabber Ephraim reuteit«: "als Ephraim sprach".1b: »vaiahisham ba Baal vaiamot«: "Er hat gesündigt durch Baal und er ist tot".1a. zusammen mit anderen Berichtigungen. er hub zu sprechen an in Israel. warum. die er begangen hat. war er Fürst in Israel (»nasi hou eb Israel« anstelle von »nasa hou eb Israel«). er hat es umgedreht. indem er die Vokale austauschte: "er ist getötet worden". Dieses Verb »nasa« bedeutet "tragen": "er trug in Israel". 13.142 schändliche Tat. der aber in der hebräischen und der altsemitischen Dichtung im allgemeinen völlig verständlich ist. Er wird ihm sein schändliches Verhalten heimzahlen. Vor allem aber vertauscht er den Vers 13.

Kurz. Da sehen sie. zu seiner Zeit. woran Sellin seine Erklärung festmachen konnte: An diesen drei Passagen bei Hosea. wie er vorgeht.14. es ist äquivok. Es war. Nun. die gar nicht denselben Beruf hatten wie er. Er hat mit der Version der Siebzig gearbeitet.15b. und nun "zänkische Äußerungen". Sellin berichtigt es zu: "Ich werde sein Blut auf dich zurückfallen lassen". daß er im Aufsatz von 1928. Noch einmal. und Sie sehen. wo es um eine Figur geht. begonnen hat. von dem Sie da ein Blatt haben. wenn Ephraim zänkische Äußerungen tat. mit Ausnahme von Sellin. in der Deutung Sellins aber wird es zum Blut Mosis! "Ich werde sein Blut auf dich zurückfallen lassen und ich werde von dir Rechenschaft fordern über die Schande. auf eine andere Weise zu arbeiten. die Sellin 1928 von unserer Passage liefert: "Durch einen Propheten habe ich Israel aus Ägypten herausgeführt. um die Vorgehensweise dieses Exegeten zu erfassen. Das ist bestimmt nicht Mose. Sie sehen. und durch einen Propheten (Mose natürlich) wurde es gehütet. "Ephraim erzürnte ihn bitterlich jedesmal. mittels welcher Kunstgriffe Sellin dazu gelangt ist. Und ich glaube. die er begangen hat. und am Ende gelangt er zu einem ganz anderen Typus von Berichtigungen. es auf ihn zurückfallen lassen". den Text Hoseas etwas sagen zu lassen. die durchbohrt ist." Das bedeutet. das ist. Usus. wir hatten da die charakteristischste Stelle in »Mose und seine Bedeutung«. es ist vage.143 delt es sich um Mose! Und so finden wir jetzt das Glied von 12. sich dem Text gegenüber derlei Freiheiten zu gestatten. . daß es in dieser Passage von Hosea 12. über den Gott von den Israeliten Rechenschaft fordern wird. LACAN: Was bemerkenswert erscheint. die letzte Berichtigung Sellins in seinem Aufsatz von 1928. die sich als Anspielung auf Mose verstehen lassen könnten. Nur habe ich den Eindruck. das Sellin auch berichtigt.." Das geht sehr gut. Offensichtlich kann man über den Diener aus Jesaia diskutieren. das ist unbestreitbar. Und was aufgrund der Autorität Sellins passiert ist: Er konnte von Leuten ernst genommen werden. CAQUOT: Hier die Vermittlung. mittels welcher Kunstgriffe — denn anders kann man es nicht nennen —.. 13. Er berichtigt die dritte Person »yitosh«: "Er wird sein Blut auf ihn zurückgießen. Einmal hat er es zu "mein Gesetz" berichtigt. daß Sellin sie überbewertet hat." Dieses Mal also ist es »reuteit«. Desgleichen — wenn er viel Aufhebens davon macht — will er auch eine Anspielung auf den Meuchelmord an Moses sehen in einer Figur des DeuteroSacharja. das umgefummelt wird.1 um einen Meuchelmord an Moses gehen würde. es gibt da Züge. weder von den alten Übersetzern noch von den modernen Kommentaren in ihrer Gesamtheit. Im hebräischen Text ist es das Blut Ephraims. es lag in seiner Zeit. das er ganz sicher nie hat sagen wollen und das nie gesehen worden ist im Text Hoseas. LACAN: Mittels des unglaublichen Umwegs über ein Wort der Siebzig . das ist nicht sein Fehler.

so ist doch nirgends gesagt. Natürlich sind wir nicht in der Lage. völlig im Postulat. Erinnerung.. indem er einen Text wiederherstellt. daß das durch Schriften gestützt sein soll und daß das mit Hilfe von Schriften rückentziffert werden könnte.. in der Sellin vorgegangen ist. "er ertrug es . genau da . daß dieser Text. bei der man im Stehen einschläft. in Israel". es handele sich um eine. CAQUOT: Oh nein! LACAN: ist die Tatsache. LACAN: Ja. mußte er es dulden in Israel" ŕ »anasahou«. langweilig zu sein. Nicht weniger aber bleibt sehr seltsam. in seinem Register unterstellte.. auf der im Register des Sellinschen Denkens selbst etwas ganz und gar Unhaltbares oszilliert. den er entziffert. Ich könnte noch länger dableiben. Genau da 189liegt offensichtlich der Nutzen der Sache: die außerordentliche Latenz. daß Freud da gewissermaßen in der Idee bestärkt wird. "Er büßte wegen Baal und erlitt den Tod. wenn man ihn so nennen kann. Und ich glaube. daß das Geschriebene den Bedeutungsgehalt hat. der einen bestimmten Sinn hat. bedeutet aber nicht. oder diese Vokalisierung. Bis zu einem gewissen Punkt erfaßt man. um die Art und Weise zu untersuchen. das Ereignis von Sittim mit einer Geschichte zu verdecken. wir befinden uns da auf der Ebene. wenn Ephraim zänkische Äußerungen tat. Sagt man beispielsweise. die.144 CAQUOT: Ja. völlig unhaltbar. daß die Siebzig das [so] gelesen haben. würde sie es tatsächlich ersetzen ŕ. CAQUOT: ." Das ist exakt dieselbe Lösung wie 1921. 2 160 LACAN: Etwas am Denken Sellins erstaunt mich. im Konditional. aber das würde Gefahr laufen. nach Sellins eigenem Bekenntnis. die eine derartige Vorgehensweise beinhaltet. aber auch wenn man unterstellt. über den Um- 188Mitschrift: Auf der Ebene 189Mitschrift: ŕ die wahrscheinlich keine Geschichte ist. ungeachtet eines starken Widerstandes und allen Absichten zum Trotz wieder zum Vorschein komme. bei der man übrigens im Stehen einschläft. Im Register188 des Sellinschen Denkens. Das ist absolut möglich." "Ich werde sein Blut auf dich zurückwerfen. bezüglich des Sellinschen Denkens zu einer Entscheidung zu kommen. Jones bezeugt190. Freud sei. genau. dann bewegt man sich völlig in der Zweideutigkeit. daß das Kapitel 25 der Numeri das Ereignis Mord an Moses verbirgt. und seine Schande werde ich dir heimzahlen. "Jedesmal. von dem ich nicht denke. Diesmal hat er das Verb »nasa« beibehalten. daß es 161 die Kategorien des Unbewußten intervenieren läßt.. von irgend jemandem verstanden werden konnte. die es wäre.

a. Aber Freud stützt sich auf nichts von dieser Artikulation. ja. E. GW XVI. Das ist eine Art wahrhaft tobender Schmähungswut ŕ die des Sprechens Jahwes.. LACAN: Wenn ich die Mühe. ist. daß er [Sellin]. interessant. Sellin habe. sie zeigt die Bezugnahme auf das Büchlein an. aber klar. welche ŕ. LACAN: Die Frage. seine Position aufrechterhalten. ich könnte den Text vielleicht wiederfinden.435. Jones. so sicher nicht war. LACAN: Das 12. Nur hat er. ob Freud sehr aufmerksam gelesen hat. wiederaufgreift. sich bei der Deutung des Kapitels mit dem Knecht ihrer zu bedienen. so glaube ich. um sich eine Vorstellung von dem Ton zu machen. München 1984. die nichts mit diesen Minuziositäten zu tun hat. Ich werde ihn Ihnen schicken. hat er beibehalten. die ich mir stelle. bis jetzt wirklich nicht schon zu sehr mißbraucht habe. was wir selbst haben verifizieren können.A. a. wenn Sie uns eine Vorstellung davon vermitteln würden. Sigmund Freud. daß Jones erwähnt. S. Vielleicht hat er die Vorstellung von einem Tod Mosis beibehalten. dann ist das Neue bei Hosea. CAQUOT: In der zweiten Auflage von 1929 hat Sellin die von mir umrissene Exegese von 1922 für die Kapitel 5 und 9 weggelassen. und weiter nichts. Ich habe Sie gerade darauf aufmerksam gemacht. jeder holt sich eine kleine Bibel ŕ übrigens spielt es keine Rolle. ist der Gebrauch des ’ish. Der Fall des Todes Mosis . dieser Appell von ganz besonderer Art. in seinen Arbeiten über den berühmten toten Knecht im Deutero-Jesaia darauf verzichtet. Leben und Werk. Er weist nur darauf hin. Jones. Wenn ich recht verstanden habe.. andererseits. Mose sei getötet worden. die sich zu machen ich Sie veranlaßt habe. daß Hosea eine Bedeutung hat. daß ein gewisser Sellin vor kurzem die Hypothese als zulässig geäußert hat. daß er die Frage in der zweiten Auflage des K. Die Bemerkung ist sehr kurz191. und es geht um Mose.145 stand unterrichtet gewesen. 192Vgl. noch später als das. LACAN: Das ist wahr. aber darauf verzichtet.O. während er in einem 190Vgl.h. dann wäre es für die 162 Fortsetzung dessen. S. seine Hypothese über den Tod Mosis vorzutragen. d. kurz gesagt. alles in allem. Sie haben uns übrigens gerade angedeutet. Bd. wofür ich Ihnen danke193. 192 CAQUOT: Ja.135 f. das wir als Fotokopie besitzen. auf den es ankommt. behält er also bei? CAQUOT: Das 12. Ich hoffe. Es ist falsch.3. von dem wir neulich sprachen. Ich frage mich. ob Freud nicht das Opfer des akademischen Ansehens von Sellin gewesen ist. den Hosea an sich hat. 191Vgl. in einem Werk von 1935. 193Mitschrift: und wofür Ihnen alle danken können . Der Punkt. Das Buch »Mose und seine Bedeutung« ist klar und streng. was ich möglicherweise zu sagen habe. CAQUOT: Ich glaube.T.

in der Form ’ishâ. Das ist nicht überraschender. als wenn man my man198 sagt für mein Ehemann [mon mari]. im Vers 27 des ersten Kapitels. Wie durch Zufall muß man ihm nur ein kleines a hinzufügen. so 163 daß sie auf Jahwe anspielen . was in dieser Bedeutung wahrheitsgetreuer ist. durch die sich Jahwe zum Bräutigam erklärt. das Objekt. in sich selbst mysteriöse Tradition ŕ von der mir nicht mit aller Deutlichkeit so vorgekommen ist. diese Tradition anfängt. die einen Ehemann hat.196 Wenn Sie uns vielleicht seinen Gebrauch belegen könnten. Beim ersten Mal.h. daß sie in der Bibel erscheint. ist ebenderselbe. Die Terminologie200 ist extrem schwankend. das der Sexualität noch mehr entbehrt. als könnten wir ihren Sinn wirklich bestimmen ŕ. der im zweiten Kapitel der Genesis dazu dient. um den Begriff Gemahl zu bezeichnen. CAQUOT: Die auf die Ehe bezogenen Verwendungen sind197 nur ein kleiner Teil der Bedeutungen des Wortes ’ish. ’ish. das den Menschen im allgemeinen bezeichnet. Als ich von Hosea gesprochen habe. die Rippe benennt195. LACAN: Der folgende Vers besagt: Ich möchte dein Gemahl genannt werden. beobachten: das ist die Frau. Ebendies 194Mitschrift: bei 195Mitschrift: aus seiner Rippe gemacht ist. wo Gott sie als Mann und Frau erschafft. was »mein Gemahl« genannt werden könnte. trotz der jahrhundertelangen Kommentare. alles in allem. die Ehefrau Adams zu benennen. Bei Hosea sind die Bedeutungen eingeschränkt. und. Ich bin dein Baal. Im Französischen ist mon homme eher familiär. das sind überhaupt nicht die auf die Ehe bezogenen Verwendungen. d. benennt. Man kann sagen. der gelegentlich dieselbe Bedeutung haben kann. die sich vom einen Ende zum andern zieht. wie ich es nenne 196Dieser Satz nur bei Miller. das Partialobjekt. Das fängt hier an. um den es hier geht. die Kirche zur Braut Christi macht. wo man spricht. das ist 198Mitschrift: im Deutschen »mein Mann« 199Mitschrift: Während im darauffolgenden Vers das. der Beschuldigung des Ritus der verfluchten Prostitution. dagegen aber habe ich Sie nebenbei auf die Bedeutung der Schmähung hingewiesen. im Gegensatz dazu. bevor ich Sellins Buch hatte. Das muß dem Term Baal angenähert werden199. also hast du den Baals nicht nachzulaufen!. wenn ich recht gelesen habe. was auch nur entfernt dem ähnelt. Der für Bräutigam gebrauchte Term. das das Wesen. eine Art Ermunterung. Das kann man an der weiblichen Form. CAQUOT: Obgleich Baal »Der Herr« ist. LACAN: Es gibt hier die Akzentuierung einer extrem feinen Differenz. es ist das erste Mal. bei dem es sich um etwas handelt.146 langen Diskurs zu seinem Volk spricht. die. habe ich gesagt: Ich habe bei Hosea nie etwas gelesen. nämlich Herr und Meister. 197Mitschrift: Das ’ish. ist es ’ish. die Christus zum Bräutigam der Kirche. wirklich der Regelung des Terms Baal angenähert ist 200Mitschrift: All das . ziemlich opak bleibt. der der Baal ist in Opposition zu Baal . sachar und nekewah. Bëula. Das ist recht merkwürdig. CAQUOT: Diese Ehe-Metapher. was Sellin findet. vor194 Hosea gibt es davon keine Spur. ist es. daß genau da diese lange. Beim zweiten Mal ŕ denn die Dinge werden in der Bibel stets zweimal wiederholt ŕ. im Sinne von Gemahl .

201Diese Replik nur bei Miller. eine Art Übertragung der Göttin. Letzten Endes dreht sich darum etwas von dem. daß die prophetische Religion die Göttin durch Israel ersetzt202. Bisweilen gibt es wirklich einige Züge. . LACAN: Das ist sehr wichtig. 201 CAQUOT: Man hat den Eindruck. was jedoch unwahrscheinlich ist. auf die Kollektivität Israel. die in den semitischen Religionen die Frau Baals ist. LACAN: In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit denke ich. wir können es dabei belassen . mittels deren Israel fast als eine Göttin beschrieben wird. was ich gerade anzukündigen begonnen hatte. Aber das ist nie gesagt worden. ob es nicht eine Art Entmythisierung gab. viel später.147 erlaubt. 202Mitschrift: Sicher aber ersetzt die prophetische Religion die Göttin durch Israel 203Dieser Satzteil nur bei Miller. indem wir Monsieur Caquot unsern Dank sagen. Darauf hatten Sie mich gar nicht hingewiesen. Das wäre zum Beispiel bei Hosea der Fall — er ersetzt sie durch Das Volk203. die sich keinen Gott ohne seine Göttin vorstellen. da dieses Datum einem Dienstag entsprechen würde. die Allegorisierung des Hoheliedes. April 1970. Hosea ist es. Aber es bleibt im Rahmen der Mentalität der semitischen Religionen des Orients. der diese Allegorie erlaubt hat. Ich habe mich gefragt. 15. 204Mitschrift: 14.204 APRIL 1970.

. alles in allem. alles in allem. was vor ihrem Erscheinen liegt.h. daß ich von den Funktionen des Herrn und des Knechtes. daß man mir Fragen stellt. als ich in Sainte-Anne mein Seminar über die Angst begonnen habe. bereits sehr präzis gesprochen hatte. Wissenschaft und Psychoanalyse. Für jetzt erwarte ich. X: [Zur Dialektik Hegels. des Tages. Mehrere in der Einspielung unverständliche Fragen fehlen. habe ich. identisch mit dem ist..148 167 XII UNTERHALTUNG AUF DEN STUFEN DES PANTHEON Die Affekte.] Wissen Sie. wie sich die in der Phänomenologie des Geistes eingerichteten Positionen des Herrn und des Knechts unterscheiden. der dem Erscheinen der Positionen von Herr und Knecht vorausgeht. ich. 207Mitschrift: wohingegen es einen Teil gibt. daß das schon sicher etabliert sei. sogar präziser noch. das. hat er stets ausgelassen207 ŕ darauf lege ich den Akzent aber nicht. die aus dem Diskurs Hegels herausgezogen sind. Mir ist dieser Tage aufgefallen. was ich jetzt unter dem Thema des Diskurses des Herrn entwickele. und das. findet mit einer reduzierten Anzahl von Teilnehmern ein Austausch statt auf den Stufen des Pantheon. ja. Das ist aber nicht dasselbe wie hinzugehen und [es] am Text meines Seminars nochmals zu kontrollieren. 206Mitschrift: habe ich für mich unterstellt. wie Sie wissen.. Philosophie und Psychoanalyse. der sinnlichen Wahrnehmung. 205Die Schließung erfolgte aus Anlaß der Wiederkehr des 13. die uns hierher führt.. schon in der zweiten Sitzung. Ich liefere stets nur Dinge. Der Student und der Proletarier. an dem die studentische Protestbewegung des Jahres 1968 ihren Höhepunkt erreicht hatte. ganz am Anfang.] Ich hätte sehr gern Erklärungen zu der unfreundlichen Maßnahme.. d. die Dialektik Hegels. etwas auf den Punkt gebracht. Mai 1968 war die von Polizeitruppen abgeriegelte Sorbonne durch Ministerpräsident Pompidou wieder geöffnet und von den Studenten besetzt worden. von Kojève stets ausgelassen worden ist. der. . als ich es jetzt tue. Es gibt da den ganzen Teil der . und ich glaube. in einer überaus präzisen Art und Weise. Im November 1962. Mai. Am 13. stets mitstenographiert wird. der. . [Da die Fakultät der Rechte in der rue Saint-Jacques geschlossen ist205. Ich habe angegeben. die mir vorher einfallen. und daher war das für mich bereits unterstellt206. Dies ist der Ausgangspunkt von Kojève.

mon cher. was ich übersetze.] 214Mitschrift: Verwandtschaft [Miller: de la pensée / Mitschrift: de parenté] 215Mitschrift: seinen Nachkommen [Miller: condescendant / Mitschrift: son descendant] . der universitäre Schwindel . Nicht. Im einen Fall ist der Repräsentant nicht die Repräsentation. durch die Tatsache211 der Verdrängung. hatte ich gleichwohl den Affekt seit einer ganzen Weile bereits nicht vernachlässigt. Ich habe. die ich übersetze durch représentant de la représentation und die andere. auf einer gewissen Seite von dem. und übrigens nicht ohne Grund. im andern ist der Repräsentant nur eine Repräsentation unter anderen. im Determinismus der Verneinung*. Diese Übersetzungen weichen radikal voneinander ab. effektiv entstellt wird. und schon werde ich für herablassend 215 gehalten. verurteilt. die hinsichtlich der Angst zwischen Ihnen und Kierkegaard bestehen? Man macht sich noch213 keine Vorstellung davon. X: [Über die Bezüge zwischen Existentialismus und Strukturalismus. worauf ich in einer sehr präzisen Weise den Akzent lege ŕ und wenn Sie das amüsiert hat.. Freud greift auf diese berühmte Repräsentanz* zurück. das ermangelt nicht einer gewissen Bedeutung. lassen wir das. nicht in seinen Wurzeln verortet ŕ er entzieht sich. um in einer Fußnote zu denunzieren. alles in allem.] Ja. Das ist der typische universitäre Schwindel.> Warum hätte ich eigentlich nicht von Kierkegaard sprechen sollen . hartnäckig représentant-représentatif nennen. mich zu affizieren. insofern sie der zentrale Affekt ist. verfaßt einen ganzen Bericht210 ŕ er wird in zwei Tagen erscheinen ŕ. denn vor kurzem ŕ in zwei Tagen wird das irgendwo erscheinen ŕ hat jemand 210Mitschrift: hat einen ganzen Bericht verfaßt 211Mitschrift: die Wirkung [Miller: le fait / Mitschrift: l'effet] 212Mitschrift: Rückkehr [Miller: recours / Mitschrift: retour] 213Mitschrift: . einfach dem seine ganze Bedeutung verliehen. in der ich mich der Angst zugewendet habe. daß der Affekt. Es genügt.. motivierte 168 bereits die Art und Weise 208. daß der Affekt von mir in den Hintergrund gestellt oder — wenn Sie so wollen ŕ beiseite geschoben wird.. beinhaltet. eher 208Mitschrift: Das. was absolut nicht dasselbe bedeutet.. unterscheidet sich. was ich gegenwärtig unter der Überschrift des Diskurses des Herrn entwickele und was bereits die Art und Weise motivierte 209Mitschrift: Nun. <X: . so als ob das existentielle Denken die einzige Garantie für eine Zuflucht212 zum Affekt wäre. daß der Affekt unterdrückt würde. nicht identifiziert. daß er verkennbar wird. Es ist ein Unrecht zu glauben. sondern daß er entstellt. was Freud ausdrücklich sagt: daß es nicht der Affekt ist. in welchem Ausmaß man mir Denken214 zuschreibt.149 Was ich gegenwärtig unter der Überschrift des Diskurses des Herrn entwickele. Weil ich die Angst als grundlegenden Affekt habe herleiten können. dann könnte ich die Begriffe noch einmal aufnehmen. derjenige. Im Gegenteil ŕ mein ganzes Seminar jenes Jahres ist um die Angst herum artikuliert. Jemand209. um den herum sich alles anordnet. dessen Absichten ich nicht zu beurteilen habe. [Miller: encore / Mitschrift: . der verdrängt wird. daß ich von jemandem spreche. Na. Das. mein Lieber. Ebendies macht das Wesentliche an der Verdrängung aus. man sieht es dann sofort ŕ. X: Was denken Sie über die Bezüge. ich würde den Affekt vernachlässigen ŕ als ob bereits ihr Verhalten bei [ihnen] allen nicht genügte.

das ist der Vergleich. mache ich mir diese ganze Mühe seit ungefähr achtzehn oder neunzehn Jahren. Ich habe gestern ein Buch — es ist nicht etwa zufällig da? — ein Buch von Manuel de Dieguez bekommen216. Da ich mein Dings für Sie vorzubereiten hatte. wir haben also Ideen. in das man mich hineinstellt. die Sie aus der Praxis der Psychoanalyse empfangen. nicht nur ausgehend von Kierkegaard. das Erscheinen. Lesen sie das. Nicht ohne Grund ist dieser Begriff. wie Kierkegaard selbst ausdrücklich eines seiner Werke betitelt. der das Hervortreten.. X: Denken Sie denn. was sich gewisse Leute bezüglich meiner zu tun erlauben. den Sie anstellen . klärt sich immer erst in den letzten Stunden. wird im allgemeinen zwischen fünf und elf Uhr morgens niedergeschrieben ŕ. sondern des Begriffs der Angst repräsentiert. habe ich nicht die Zeit gehabt. Das ist ziemlich außerordentlich. Ich nutze die Gelegenheit. X: . Andernfalls sehe ich nicht. Ihnen etwas bringen. warum ich es tun sollte. auf die Angst setze. Machen wir weiter. Ich dachte nicht.169 mie> ŕ denn es geht um Ökonomie ŕ des Genießens — wenn ich diesen ganzen Akzent. er erzählt darin über mich. historisch gesehen. ohne mich zu zitieren nennt sich die Hälfte des Buches Lacan und die — Sie werden es nie erraten ŕ transzendentale Psychoanalyse. Genau das wollte ich Ihnen heute morgen darlegen. was Sie über Hegel zu sagen angefangen haben? Ganz sicher werde ich hier nicht mein Seminar von heute morgen halten. X: Könnten Sie wiederholen. mein Lieber. sondern auch von Ockham und Gorgias. Mir erschien das doch recht vernichtend. 217Mitschrift: gerechtfertigt [Miller: judicieux / Mitschrift: justifié] .150 als von vielen andern Dingen? Klar ist. was mir aber nicht ganz gescheit217 vorkommt. in einem bestimmten Moment hervorgetreten. dann doch ganz offensichtlich nicht. wir haben welche. wenn ich diesen ganzen Akzent <in der Ökono. und dazu riesige Stücke von dem. die über ihn erschienen: O. nicht der Angst.. daß es zu einem historisch gegebenen Zeitpunkt ŕ und genau das wollte ich Ihnen heute ein bißchen darlegen ŕ jemanden gegeben hat. alles was ich schreibe und Ihnen erzähle. denn.. aber schließlich weiß man nie so genau. Nun. Dazu bin ich nicht 170 hier. was sich außerhalb nicht finden läßt? Gerade weil ich es glaube. das in der Bibliothek »Idées« herausgekommen ist. was ich erzähle. daß man meinen Namen ausdrücklich in die Liste der Philosophen aufnimmt. um ein bißchen über das zu erfahren. und weil alles im letzten Augenblick getan wird ŕ was ich Ihnen zu sagen habe. um zu vernachlässigen. was mich dazu ausersehen sollte. mich in diesem großen Drunter und Drüber zu orientieren. was ich wollte. Und ich sehe nicht. was einige unter Ihnen mir 216Laut Mitschrift handelt es sich um Science et néscience. da bei Gallimard. daß. Ein Typ sagte mir mal in bezug auf Bücher. daß die Ideen.. daß ich derart transzendental bin. Dieser Vergleich mit Kierkegaard ŕ ich stelle ihn nicht allein an. mehr als genug. Alles ist da.

der als erster das Wort ergriffen hat. Wenn ich es gesagt habe. in dem ganzen Ausmaß.. nicht etwa problematisch sein könnten.] Ich greife die Philosophie an? Das ist sehr übertrieben. Genau davon gehe ich aus. woran soeben dieser Herr da. die keine Vorstellung von der analytischen Erfahrung haben. den philosophischen Diskurs sehr weit über den Augenblick hinaus zu verlängern. Man hat mich gerade gefragt. wenn wir in einem Hörsaal sind. Ihnen in der nächsten Sitzung das Wesentliche darüber zu sagen ŕ falls sie stattfindet. der analytischen Erfahrung heraus. würde ich meinen. dann aus Ungeschicklichkeit. das ist ein Eindruck. Ich glaube nicht. Gäbe es das nicht. was nicht so leicht geht.151 zu sagen haben könnten. Das transformiert ihn nicht. daß ich. 218Mitschrift: Sie haben gesagt. daß ich das gesagt habe. indem er es in sophistische Termini übersetzt hat. daß ich das gesagt habe. in der Psychoanalyse würde man sich mit dem Andern nicht auseinandersetzen. Das würde mich wundern. philosophisch gesehen. weil das freie Assoziieren ŕ aufgrund der Tatsache.. daß man sich mit dem Anderen nicht auseinandersetzt? Ich glaube überhaupt nicht. X: Das ist ein Eindruck. daß die Dinge. ob ich glaube. die Signifikanten. daran erinnere. diejenigen. daß das gleichwohl ihre De. das ist nicht zwangsläufig kohärent. in dem er recht eigentlich ausgelöscht219 worden ist. Sind Sie ganz sicher. Ich habe mit Ja geantwortet. Sie vorzubringen begründe ich für mich nur aus einer präzisen Erfahrung. 221Mitschrift: kann [Miller: pense / Mitschrift: peux] 222Mitschrift: das ist. Könnte das inkohärente Dinge beinhalten? Der Signifikant ist nicht zwangsläufig kohärent218. man würde sich mit ihm nicht auseinandersetzen. Andernfalls hätte dieser Diskurs. Ja. Das ist ein anderer Diskurs. das könnte also nichtkohärente Dinge beinhalten. X: [Unverständlich.171 vise ist222. die ich erzähle.] Ich werde versuchen. was Sie mir da unterstellen? Wo habe ich gesagt. erinnert hat. ich hätte weder das Recht noch gar die Lust dazu. X: Sie haben vom Andern als Thesaurus der Signifikanten gesprochen. Genau das versuche ich Ihnen dadurch zu demonstrieren. Der Andere im Thesaurus der Signifikanten. X: [Unverständlich. worauf ich abziele [Miller: sa devise / Mitschrift: ça que je vise] . und Sie haben gesagt. es würde mich aber trotzdem wundern. 219Mitschrift: verstorben [Miller: effacé / Mitschrift: défunté] 220Mitschrift: Aber das transformiert den philosophischen Diskurs . keinen so problematischen Aspekt. in dem ich es denke221. daß es nicht kohärent ist ŕ nicht der Andere ist. diese Ungeschicklichkeit begangen zu haben. X: Das transformiert ihn220.

nämlich daß dieser Diskurs einen außerordentlich präzisen Bezug zur Wissenschaft hat. das ist. me situe au centre /Mitschrift: qui m’insère vraiment comme un tout lié au centre] 224Mitschrift: welchem Ende [Miller: mixture / Mitschrift: issue] 225Mitschrift: zu wiederholen mich abmühe 226Mitschrift: die Angst [Miller: l'homme / Mitschrift: l'angoisse] 227Mitschrift: Das ist ganz und gar überraschend. ich präzisiere es Ihnen. was Sie gerade gesagt haben. stets insistiert man genau 223Mitschrift: der mich wirklich als jemanden einordnet. daß dieser . nicht mehr und nicht weniger. In der zuletzt erschienenen Nummer führt ein gewisser Cornelius Castoriadis. X: Das. und zwar ganz genau deswegen. modifizieren ŕ habe ich mir gesagt: egal. und ich 228Mitschrift: Nun. Sagen wir. daß gesagt wird. der ganz verbunden ist mit dem Zentrum [Miller: m’insère comme un souligné. Es ist die Struktur des analytischen Diskurses. Im Moment ist es anders nicht haltbar. was ich sagen kann. das ist der Affekt. Gestern habe ich einen recht erstaunlichen Aufsatz gelesen in einer Zeitschrift. der der Angst. nie aufgeschlagen hatte. aus persönlichen Gründen. Die Person. was Sie sagen. was ich davon halte. es ist auf eine außerordentlich sympathische Weise gemacht. daß ich mich damit strikt identifiziere. er sei ohne Objekt. nämlich das. daß ich daran festhalte. diese Notwendigkeit jener Entstellung. Ich werde228das. Ich227 hatte vor. was es zur Zeit geben mag an ich weiß nicht welcher Mixtur224. so zu sein. Auch da schlage ich. Genau darin vielleicht ist mein Diskurs ein analytischer Diskurs. welch einzigartige Entstellung* des Bedeutungsgehaltes dessen. der 229 sich von 172 allen anderen unterscheidet. sie heißt L'Inconscient. im ersten Ansatz aber ŕ vielleicht werde ich das. er stellt mich ins Zentrum 223 dessen. so glaubte ich. mich in diese Linie zu stellen. Was sagt er anderes als das. . Schauen Sie sich alles an. was ich Ihnen in acht Tagen darüber zu sagen haben werde. sosehr ich kann. die ich. Sie fliehen den Sinn. sondern daß er durch ihn konditioniert ist. Sie werden sehen. nicht deflorieren. die nie aufhört. und zwar darin. so von Zeit zu Zeit. ist es darauf zentriert. was über die Angst geschrieben worden ist. ist die Bedingung selbst des analytischen Diskurses. Was er als die wesentliche Schwierigkeit dieses Diskurses denunziert. Worauf ich insistiere. nämlich dieser Michel de Dieguez da. ist in bezug auf den Sinn stets dezentriert. und deswegen kann man sagen. Krachen.152 daß es so ist. der angeblich in bezug zur Wissenschaft verstanden werde. die ich gerade erwähnt habe. Öffnung des philosophischen Diskurses. wenn ich mich den Affekten zuwende. um nicht zu sagen. sie wäre das Gegenteil des Genießens. eine Art Befragung meines Diskurses durch. was ich wiederhole225. weil der Diskurs der Wissenschaft keinen Platz für den Menschen226 läßt. daß er ŕ ich würde nicht sagen: völlig zum Diskurs der Wissenschaft gehört. ordnet mich ein als einen Hervorgehobenen. Schließlich aber. X: Was die Angst betrifft. Das ist nicht schlecht gemacht. als ich mich gerade diesem Affekt zuwandte. falls es mir gelingt. heute morgen bei Ihnen darauf zu insistieren. ich will 229Mitschrift: insistiert habe. Sachen auf mit einem gewissen Bedenken.

weil es. das daraufhin rechts unten erscheint. ohne das die Angst nicht ist. vom universitären Diskurs Ausgebeuteten. die andauernd einen Bezug zu dem Stand 231 hat. daß er derzeit auf seltsame Schwierigkeiten stößt. läßt sich vieles von den einzigartigen Phänomenen erklären. Seine Tarnung wird mehr und mehr schwinden. abgesperrt. die sich zur Zeit auf der ganzen Welt ereignen. Wozu hat die Universität gedient? Dies läßt sich je nach Zeitraum anders lesen 232. sich in eine überhastete Ausarbeitung dessen zu stürzen. die ich Ihnen dieses Jahr an die Tafel geschrieben habe. läßt sich das nicht so leicht verwenden. meinen vierfüßigen Affairen da.. ça se juge d'après chaque étape] 233Mitschrift: Verneinung [Miller: dénudation / Mitschrift: dénégation]. in der sich ŕ und das kann außerordentlich lang dauern ŕ die Funktion der Universität abgeriegelt. was beweist. ist das a am Platz von was? Am Platz des. der sich im Diskurs der Universität befindet. auf dem man sich mit dem Diskurs der Herrn befindet ŕ nämlich seine Erhellung. und zwar auf eine stets mehr oder minder getarnte Weise. die wesentlichen Bestimmungen sind da. Es ist die Mehrlust. und zwar aufgrund seiner inneren Notwendigkeit. ich kann den Namen nicht sagen. die ich vom universitären Diskurs entwerfe. 230Mitschrift: acht Jahren [Miller: longtemps / Mitschrift: huit ans] 231Mitschrift: der Etappe .] In den kleinen Schemata. und zwar weil es nicht benennbar ist. das will überlegt sein. An diese Schwierigkeiten kann man herankommen auf der Ebene des engen Bezugs. In der Artikulation. In der Tat hat sie eine außerordentlich präzise Funktion. Indem er seine Reflexion um diesen Platz der Notation zentriert. was sich produziert ŕ von der Art und Weise unterscheiden.153 darauf: die Furcht hat Bezug zu einem Objekt. Dagegen sage ich. man muß die Emergenz seiner Radikalität ŕ das ist das. Schließlich aber. An dieses Objekt. was ich unter dem Term des Objekts a zu sagen haben konnte. auch das werde ich Ihnen zu erklären versuchen: gerade die Mehrlust. Ganz sicher. daß ich es Ihnen auch weiterhin erklären muß. so übersetzbar ist. Ich habe das bereits vor langer Zeit230 artikuliert. daß die Angst nicht ohne Objekt ist. durchgehalten hat. Sonst noch was? X: [Unverständlich. [auf der] [Miller: état / Mitschrift: étape] 232Mitschrift: wird nach jeder Etappe anders beurteilt [Miller: Cela peut se lire d'après chaque époque.. Tatsächlich ist dieser Diskurs lange Zeit hindurch ein getarnter Diskurs gewesen. Aufgrund der immer extremeren Bloßlegung233des Diskurses des Herrn selbst offenbart der Diskurs der 173 Universität ŕ glauben Sie nicht. kann auch auf andere Weise herangegangen werden. die aber mit jenem Objekt a identifiziert wird. aber es ist nicht benennbar. Ganz genau ist es das . der leicht zu erkennen ist: es ist der Student. dem aufgegeben ist. er sei deshalb erschüttert oder gar am Ende ŕ. eben weil es kein Name ist . Zum damaligen Zeitpunkt habe ich dieses Objekt nicht mit dem Term der Mehrlust bezeichnet. Insbesondere habe ich vielen Schwätzern die Gelegenheit gegeben. . daß etwas konstruiert werden mußte. sagen wir mal. / Mitschrift: Ça. Deshalb ist das durch den Term Mehrwert übersetzt worden. auch wenn es annäherungsweise so benannt.. wohingegen die Angst angeblich ohne Objekt ist. weil man anders nicht an es herankommt. Genau dem habe ich im Lauf der Jahre mehr und mehr eine Form gegeben.. was zu produzieren? Das gebarrte S. den es zur Position des Studierenden gibt. und es ist ganz offensichtlich. bevor ich es so nennen konnte.

was zunächst der Sklave/Knecht ist. Was sich produziert und was sich »Krise der Universität« nennt. als sie im Begriff ist. natürlich. aus der sich der Gegensatz zwischen dem. sicherlich gibt es eine Schwierigkeit im Wissen. Einzig und allein durch den sich drehenden. weil sie sich auf einer ganz und gar radikalen Ebene begründet. was sich nicht sofort als der Proletarier spezifiziert. daß dieser weiß ŕ daß er weiß. das war am Anfang das Wissen. besteht eigentlich in dieser Transmutation der Funktion. daß unser Wissenschaftsdiskurs zur Zeit auf der Seite des Herrn steht. Aus diesem Produkt ist ein Subjekt geworden. Da genau ist die Entwicklung des Diskurses des Herrn. eigentlich gesagt. die bewirkt. Es ist nicht möglich. Genau das ist es. Daß es immer unerträglicher wird.] Der Proletarier? Wann habe ich vom Proletarier gesprochen? Auf235 der Ebene des Diskurses des Herrn ist sein Platz236 vollkommen klar. läßt sich in diese Formel einschreiben. wie man es tut. ein Subjekt zu produzieren>. Daß er weiß. Der Sklave/Knecht. was Gewußt-wie ist. Die Rolle der Philosophie 238 war es.234 Subjekt von was? Jedenfalls ein gespaltenes Subjekt. das ist 237Mitschrift: womit zu tun? Mit dem. Die Wissenschaft. weil man ihm gute Fragen stellt.237 Wir fallen da auf den Hegelschen Term zurück. und dem ergibt 240Mitschrift: verkennen [Miller: maîtriser / Mitschrift: méconnaître] . ein Wissen des Herrn zu konstituieren. epistème ist. Gut. so wie sie jetzt zutage getreten ist. was. daß der Philosoph darauf Bezug nimmt. übrigens. zeigt man nur. sie so zu behandeln. Die epistème hat sich aus einer Befragung. die im Gegensatz zwischen dem Gewußt-wie und dem steckt239. was er nicht weiß. Sie erfordert es. das hat die Entwicklung der Dinge im gegenwärtigen Zeitraum vollkommen an den Tag gebracht. Genau auf diesem Wege ist die Entstellung bewerkstelligt worden. sich darauf zu beschränken. und das erfordert eine Untersuchung. daß sich diese Reduktion darauf beschränkt. erhellt werden. das dem Wissen des Sklaven abzuziehen war. der zunächst der Sklave/Knecht ist. ein Faktum zu werden. was man nicht beherrschen240 kann. was ihm aufgegeben ist. ich habe es hervorgehoben. Wie auch immer. rufe ich zur Vorsicht auf. wenn man so sagen kann ŕ in einem bestimmten Augenblick wird man stets mehr oder weniger dazu gebracht. auf ein archaisches Thema zu springen. nicht ohne Grund demonstriert er. was zunächst als der Proletarier geschehen ist. die um so improvisierter ist. 234Dieser Satz nur bei Miller. auf 236Mitschrift: . der ein bißchen abweicht vom gewöhnlichen Sinn ŕ der universitären Position zu den drei anderen Positionen des Diskurses kann das. was sich zur Zeit in der Universität ereignet. und wie Sie wissen. X: [Über die Revolutionäre und das Proletariat. das ist. Seinem Ursprung nach hat der Diskurs des Herrn mit all dem zu tun. einer Reinigung des Wissens gebildet. revolutionären Bezug ŕ wie ich es sage in einem Sinne. Der philosophische Diskurs zeigt 174 jederzeit. Nicht ohne Grund hat er den Sklaven zur Rede gestellt [interpellé].154 Genau da liegt die Schwierigkeit <. denn das. 235Mitschrift: Ja. 238Mitschrift: Die Entwicklung des Diskurses des Herrn ŕ und genau da hat die Philosophie einen Vorsprung ŕ 239Mitschrift: Duplizität. Lehrende zu produzieren.

die zur Zeit denselben Raum besetzen wie wir ŕ kann in einer Welt. ich werde nur mit Vorsicht vorgehen. wie stets. 13. damit es ein subversiver Faktor ist? So stellt sich. ob da nicht etwa etwas ganz und gar Traumhaftes liegt. Sie ist progressiv nur um den Preis einer Plünderung. auf denen man sich Einladungen zuwirft ŕ 'S gibt ein Lacan-Band243. die Frage. aber auch als »Lacan-Bande«. die vollständig von der Wissenschaft ausgeheckt werden. Gut. sondern die auf gewisse Weise objektivierte Wissenschaft aufgetaucht ist. Der Proletarier wird nicht einfach ausgebeutet. Ich werde mich da auf kein Abenteuer einlassen. nicht wahr? Ganz genau. andere Korrelativa gehabt. Es geht darum ŕ für mich stellt sich die Frage so —. die man maoistisch nennt. wenn es aber etwas gibt. die sehr wohl existiert. Die behauptete Befreiung des Sklaven/Knechts hat. oben rechts. dann ist das ihre Bezugnahme auf das Wissen des Handarbeiters. da genügend durchzublicken. mich überrascht. ich gehe jetzt. MAI 1970. Sie ist nicht nur progressiv. einfach diese kleinen Dinge242 und andere. in der ŕ auf eine Weise. die eine Präsenz in der Welt ist ŕ nicht das Denken der Wissenschaft. Ich behaupte absolut nicht. Im übrigen fehlt dieser letzte Absatz in der Mitschrift. da drückt das Wissen nicht mehr. Was machen Sie mit all dem. die mich stutzig gemacht hat in Zusammenhang mit den Schemata. der um seine Funktion zu wissen geplündert worden ist. 242Mitschrift: Hertzschen Wellen 243Im Original: »Y'a une bande de Lacan«.155 X: Wo plazieren Sie dann den Proletarier? 241 Er kann nur an dem Platz sein. das Gewußt-wie auf der Ebene des Handarbeiters noch ausreichend Gewicht haben. was ich sage? Sie nehmen es auf einer kleinen Maschine auf. In einer Welt. Die Reakzentuierung des Wissens des Ausgebeuteten scheint mir sehr tief in der Struktur motiviert zu sein. die ich Ihnen gesagt habe. Am Platz des großen Andern. für mich. in der dieses Auftauchen stattgefunden hat. . er ist der. und danach macht man Abendveranstaltungen. will sagen: diese Dinge. an dem er sein muß. sondern ich pointiere nur eine Bemerkung. was sich als »Lacan-Band« lesen läßt im Sinne von »Möbius-Band«. dessen Akzent in der Thematik. 241Wortlaut der Frage nur bei Miller.

So finde ich es mit dem Abstand von acht Tagen. Ich erinnere mich. daß es. Die Vervielfältigung der Lathusen. die gesprochen haben und deren Fragen durchaus gerechtfertigt waren. eine Funktion zuzuweisen. Genau da liegt der Abstand. Und wäre es auch nur. es ist ein Affekt. deren Wirkungskraft wir heutzutage nur schlecht einschätzen können. Selbst die besten derer. nichts. Das hat sich. was erlauben würde. die die einer Gattung wäre. Warum nicht? Der Nachteil dabei ist aber. Was an Worten gewechselt worden ist auf den Stufen des Pantheon. war jedoch die einer gewissen Inadäquation gewesen. Das Denken ist keine Kategorie. das anderswo stattgefunden hat und nur mit einigen von Ihnen. Das Objekt a und das cogito. eine Gattung zu definieren. so vorgekommen. einigen. hatte kein schlechtes Niveau. von dem ich hier angeblich ich weiß nicht welche Wiederholung ins Werk setzen würde. der mir unerfreulich scheint ŕ dieser Begriff erlaubt eine Art Musterkollektion von Distanznahmen in Hinsicht auf diesen oder jenen. außer am Anfang245. als wären sie ein bißchen zurück. was weniger homogen wäre ŕ wenn ich mich so ausdrücken darf 176 ŕ. um zu sagen. ich spreche von dem im April und nicht vom allerletzten. um jemanden ging. Diese Beziehungen sind sicher nicht alle abzulehnen. Es ist viel Wasser unter der Brücke hindurchgeflossen seit unserem letzten Treffen. die präzisiert zu werden verdienten als Antwort auf ein Fragen. als ich mit jemandem zusammen war. daß es. die noch kein Ausfragen [questionnement] war. von ihnen in eine gewisse Anzahl von Beziehungen gestellt worden war. darin widergespiegelt. zumindest in jener vertraulichen Befragung [interpellation]. daß ich. egal unter welcher Eigenschaft man sie sich vorstellt. die man unter der Klammer der Funktion des Denkens vereinigt hat. im Munde der Person. unter dem 244Mitschrift: dumm [Miller: inapte / Mitschrift: inepte] 245Mitschrift: am Anfang . der mich zurückbegleitete. Ich würde fast sagen. denn es hat mir erlaubt.156 175 XIII DIE GEFILDE DER ALETHOSPHÄRE Vom Affekt gibt es nur einen. Wissenschaft und Wahrnehmung. sind mir. der zur Geschichte des Denkens gehört. eine gewisse Zahl von Punkten in Erinnerung zu rufen. daß die erste eine zu Gorgias war. so als würden sie das Denken repräsentieren. Es ist nicht rechtens. die diese Persönlichkeit nannte. wie mir scheint. Mir scheint. es gibt da nichts. das ganz und gar nicht untauglich244 war. Meine erste Empfindung sofort danach aber.

um zu beginnen. an dem wir zusammengekommen waren. das man. Ja. außer daß es Ursache des Begehrens ist. was ich dazu zu kommentieren haben kann. keilte. das sich das Reale nennt. Ehrlich gesagt. wenn es eine Chance gibt. Es ist also nichts Seiendes. die die Wissenschaft ist. das. Ich erinnere mich. etwas zu erfassen. Was man sagen muß. Eine Wissenschaft. Es zu präzisieren scheint mir möglich. daß es sich als Seinsmangel manifestiert. was die Form des Sprechens annimmt. Sicher. Tatsächlich gibt es. Genau da liegt der Irrtum. was sich an die Tafel schreibt. es gebe reale Dinge. Wenn ich versuche es als Mehrlust zu benennen. daß dieses Objekt nicht benennbar ist. das sich aber reproduzieren wird.. Unsere wissenschaftliche Physik. ebendas macht eine bestimmte Position aus. jemand geglaubt hat. als ich dort für das [eine] Mal erschien. diese Attrape [factice]. so wie ich es heute ein weiteres Mal rasch tun werde.157 Aspekt des Affekts. daß das dann nirgendwo anders ist als an der Tafel. Von ebendaher gewinnt das cartesische cogito seinen exemplarischen Wert. der fundamentalste ist. Nämlich daß man sich irgendwo. als Metaphysik bezeichnet zu werden? Ebendas wäre zu präzisieren. daß man es prüft und daß man es erneut besieht. selbst das. Ich werde sagen. wir wissen von ihm nichts. Welches Objekt wird durch diese Wirkung eines bestimmten Diskurses gemacht? Dieses Objekt. wovon ich Ihnen ein an die Tafel geschriebenes Schema gebe. was auf diese Weise determiniert wird. dann ist das nur ein nomenklatorischer Apparat. ausgehend von diesem Diskurs. eigentlich gesagt. Daß es vom Affekt nur einen gibt. verdient sie es. d.h. wenn ich vom psychoanalytischen Diskurs spreche. es an die Tafel zu schreiben ist etwas anderes. und genau daran müßte man denken. das ist. an 177 . Und sie wird bewiesen durch diese Tatsache [fait]. vor allem ausgehend vom psychoanalytischen Diskurs. daß in Vincennes. insofern dieser Diskurs es als Objekt determiniert. worauf sich die Wirkung irgendwelcher Diskurse richtet. das sich dann nicht reproduziert hat. daß sie auf das bezogen werden muß. die die Versammlung wirklich beschäftigten. 1 Ich habe diesen Affekt angesprochen. nämlich das Produkt der Verhaftetheit des sprechenden Seins in einem Diskurs. und die Tafel hätte nichts zu tun mit diesem Realen. die in die Welt neu eingeführt werden muß und von der ich sage. er müsse mir zuschreien. unter der Bedingung. die vielleicht metaphysischer ist als physisch. durch den das sprechende Sein sich durch einen Diskurs als Objekt determiniert findet. daß. als davon zu sprechen. zum Beispiel. vom Affekt nur einen. mehr oder weniger weit weg von dem Ort. eine. kann sehr wohl ein Seiendes sein. Das ist eine Tatsache. deren Auftauchen nur mittels einer philosophischen Verdauung einzuschreiben man ganz und gar Unrecht hätte. hat nur zu dem einen Bezug. den Menschen nennen wird oder auch ein Lebendiges.

und auch in der Hegelschen Phänomenologie steckt sie noch. sich an etwas von einer Praxis artikuliert. bereits artikuliert ist.158 das man anfügen wird. indem man denkt. Es ist die Spur eines Mythos.h. wie Sie es vorziehen. unter dem Vorwand. und maître = Herr. In diesem Diskurs kommt in der Tat der Augenblick. Warum sollte man diesbezüglich nicht das nutzen. Es geht hier weder um ein Distanzverhältnis noch um einen Überflug. also des Denkens. Genau da setzt sich der Analytiker. als Position. die 248Homophonie zwischen m'être = mich sein. das schreibt Hegel nicht. der der Stärkere ist? Sicher. angezettelt durch 246Mitschrift: Opposition 247Mitschrift: dadurch. In der Tat: auch wenn dieser einzigartige Signifikant. mittels des Analytikers situieren ŕ des Analytikers als Platz. Der Kampf ums reine Anerkennen unter dem Risiko des Todes gehört noch immer zum Reich des Imaginären. den247 ich mittels dieser kleinen Buchstaben auf der Tafel einzukreisen versuche. was sich im Französischen unter der Homonymie des m'être. Auch müssen wir uns da vor dem Trugbild hüten. was sich zunächst. daß wir von der Ebene dessen ausgehen. was es mit dem Analytiker auf sich hat ŕ mit dem Analytiker als Platz zweifellos. wie Sie wollen ŕ. dies geschehe auf der Ebene eines Risikos. und man wird kühn an es herangehen. m'être à moi-même248 bezeichnen läßt? Genau dadurch erscheint der signifiant-m'être [der Mich-sein-/Herren-Signifikant]. Er spielt mit dem. enthüllt als strukturiert wie eine Sprache ŕ. da sind wir nicht. und als erstes Faktum. Am Anfang befinden wir uns nicht auf der Ebene des Seienden. Es wäre ganz falsch zu glauben. daß es sexuiert und sterblich ist. bei ihr gehe es ja die ganze Zeit um den Sexus und den Tod. zu sein. sondern um ein grundlegendes Verhältnis ŕ die analytische Praxis wird durch diesen Diskurs des Herrn recht eigentlich initiiert. m'être à moi-même = mich/Herr sein durch/für mich selbst. daß wir mittels dieser ersten Wirkung des Apparats das zernieren. sondern auf der des Seins. von dieser ersten Wirkung des Apparats. so daß wir ihn nur durch eine Präsenz des bereits ŕ ich würde sagen: von jeher ŕ daseienden Signifikanten denken können. und vor dem Irrtum. vom Diskurs abhängt. auf der Ebene dessen. den Kristall der Sprache [langue] genannt habe. mit anderen Begriffen. die er einrichtet. dessen zweiten Term ich Sie schreiben lasse. der bereits da.. in dem der Herr sichtbar wird. Diese Wirkung [effet] ŕ setzen wir hier jetzt die Anführungszeichen ŕ. der Signifikant des Herrn ŕ zu schreiben. Eine höchst neuartige. was sich als Dialektik einer ersten Position246 des Seins und des Nichts eingerichtet hat. was wir. Allem zum Trotz ist dieses Risiko mythisch. zu glauben. die ich Ihnen vom Diskurs liefere. was sich zur Ursache des Begehrens macht. ihr erster Affekt [affect] erscheint nur auf der Ebene dessen. Er setzt sich als Ursache des Begehrens. Was tut der Herr? Ebendies zeigt die Artikulation an. Sollte dieser Herr nur der sein. Wovon wir jedoch ausgehen ŕ falls es wirklich so ist. wie eine Praxis bestätigt. das an alles anzugleichen. daß man sie von dem her bestimmt. . Die Bedeutung dieser Praxis läßt sich dadurch einschätzen. genau darauf richte sich der Diskurs der Psychoanalyse. Dieser einzigartige [unique] Signifikant wirkt durch seine Beziehung zu dem. was ich. Es geht nur um ein sprechendes Sein. wenn nicht gar paradoxale Position.178 jekts. der uns belauert. das Sein wäre auf diese Weise gesetzt. was als Diskurs des Herrn bezeichnet wird. daß alle Determinierung des Sub. das sich vergegenwärtigt durch die Tatsache. Es gibt etwas. Bei der Wirkung der Sprache geht es um kein Seiendes. so ist diese Praxis doch bereits gewirkt. d.

wenn auch nur durch die biblischen Verwünschungen. wir finden sie sogar da. unter dem Begriff der Prostitution verflucht. daß er sein Ich denke eine Zeitlang durch eine Infragestellung. auch wenn es medii gibt ŕ Medien250. Ich habe dieses Jahr dem Text von Hosea großen Raum gegeben in bezug auf das. dann indem sie. und jenseits davon etwas. dadurch. daß sie lange verfälscht worden ist in dem.h. auf immer abgeschnitten. ob es harmonisch war oder nicht ŕ. Und wie gesammelt? Gesammelt durch Geschriebenes. daß. wenn Descartes sein Ich denke. denn ich bin nicht sicher. also bin ich setzt. daß. Ganz sicher. was Freud. nämlich durch die Signifikantenverknüpfung. was gesammelt ist. was ich sein grausames Nichtwissen genannt habe. daß die mythischen Wissen mehr oder Besseres über das Wesen des Gechlechtsverhältnisses sagen könnten. das das Leben der Menschen regelt ŕ und wie soll man wissen. d. aus dem man es herauszulösen vorgibt. wie Sie wollen ŕ. das kleine a. . demonstriert.h. Vergessen wir nicht. Sein größter Nutzen liegt ŕ obgleich es ihn auch auf dieser Seite gibt ŕ vielleicht nicht in der Infragestellung des Ödipuskomplexes. was man die philosophische Tradition nennt ŕ Urteil über die Einkopplung des Herrensignifikanten in dieses Wissen. er das dadurch tut. und den Tod als seine Dependance ŕ auch da können wir uns auf nichts verlassen außer auf eine massive Wahrnehmung des Ortes249 der sexuellen Differenz zum Tod ŕ. außer auf eine komplexe Weise. Dieser Umweg ist in meinen Augen ausreichend. d. den ich jenes Residuum an Mythos genannt habe. auf eine Weise. Drei Stufen: die Wissenschaft. Diese liegt allem Wissen zugrunde. die ich nicht lebendig.159 das. verfälscht vom vorgeblichen Terrain. eine Anzweifelung dieses Wissens gestützt hat. was. 179 nach Sellin. bräuchten wir hier etwas. was Jahwe aufgrund dessen. unseren Ort zu bestimmen? Nur aus didaktischer Schwäche heraus nenne ich hier drei Stufen. innerhalb der psychoanalytischen Theorie. extrahiert. in der sich das Geschlechtsverhältnis ausdrückt.. daß es nicht einmal Sein ist ŕ. aus ihm herausholt. sondern einfach nur artikuliert nennen würde. wo sie bereits weit weg ist. weil sich der Frau dieses kleine a sub249Mitschrift: Bandes [Miller: du lieu / Mitschrift: du lien] 250Im Sinne von Massenmedien. Die Ethnographie birgt in sich selbst eine gewisse Verwirrung dadurch. und könnte es zunächst auch nur als Gewußt-wie angegangen werden. ob Sie meinen Sätzen so genau folgen. ganz sicher. sich noch nicht davon ablöst. Wenn die Psychoanalyse uns das Geschlecht vergegenwärtigt. sie sei mediiert [médiée]. und sicher ist er besser als die allgemeine Bezugnahme auf die Früchte der Ethnographie. um ich weiß nicht welchen Ozean eines mythischen Wissen zu vergegenwärtigen. aufgrund der Verhaftetheit dieses Seins im Diskurs ŕ welchen Seins auch immer. nirgends eine Artikulation erscheint. Die Spur der ersten Präsenz dieses Wissens. von dem wir einen Begriff haben. deren eines jener reale Effekt ist. von der man nicht einmal sagen kann. Was können wir von der derzeitigen Wissenschaft sagen. das ich verfälscht nenne und das das schon lange ausgearbeitete Wissen der Einmischung des Herrn ist. Damit soll ganz sicher nicht gesagt sein. den ich die Mehrlust nenne. so könnte die beste Referenz wohl das sein. daß sie dem als natürlich anhängt. das uns erlauben könnte. dahinter die Philosophie. Was zeigt uns die Erfahrung in der Tat? Daß nur deshalb.

auch es. was die Markierung trägt. Das ist die verordnete Einkleidung der grundlegenden Tatsache. indem er sich als Herr artikuliert. und der erste Affekt. der eines Ich bin. Gerade weil das nicht denkbar ist. richtet die Ordnung des Sprechens. Ebendavon muß man in der analytischen Erfahrung ausgehen: Was Mann genannt werden könnte.160 stituiert. das Singuläre. die genau das ist. Genau daran erinnern die Formeln.: union mythique. des Diskurses des Herrn/des Mich-sein ŕ schreiben Sie´s. fehlgeht [se trouve être en défaut]. der als geschlechtlicher definiert wäre. was auf die unio mystica anspielt. daß er sich nur als Kastration einschreibt. von diesem Augenblick an die Sprachwirkung. denn natürlich schreibt Descartes sich in eine scholastische Tradition ein. das das cogito nur markiert. den man dem Ich denke unterstellen kann. insofern sie sich in einem kongruenten Signifikanten realisieren würde. das. um zu sagen: Also: ich bin. 1 1+1 Ich bin ein Ich denke = also bin ich ein Irgendwo isoliert sich dieses Etwas. Es stützt sich unendlich viel besser dadurch. das Einzigartige wessen? ŕ dieser Wirkung. jenes als unmöglich konstituierte Begehren ein. daß in einer mythischen Vereinigung251 zwischen dem Mann und der Frau kein Platz möglich ist. was die Kastration bedeutet. mittels des einzigen Zuges. aufgrund der Tatsache eines singulären ein.h. die faktisch eigentlich als Privation der Frau zu definieren ist ŕ der Frau. Daß. die mitnichten verachtet werden darf als aus einer plötzlichen Eingebung heraus entstanden. vergeht durch die bloße 180 Wirkung des Diskurses. das aus dem privilegierten weiblichen Objekt die Mutter macht. Die Schlüssel-. dessen. wir können überhaupt davon sprechen ŕ. die Haupt-Identifizierung. daß es sein Charakteristikum als Wissen trägt. wie Sie wollen ŕ. Aber auch da gibt es einen Interpunktionsfehler. verschwindet. dadurch. das nicht hinausgeht über das Ich bin markiert vom ein. Übrigens läßt sich das Ich denke allein in Zusammenhang mit dieser Erstposition des Ich bin schreiben. nicht das. aus der er sich mittels einer akrobatischen Drehung befreit. ausgedrückt im Begriff des Fehls [défaut] des Diskurses. die ich an die Tafel geschrieben habe. . der Mann sie begehrt. dieses Genießen ist. das das Ich bin markiert vom ein ausstößt [élide]. insofern sie untersagt ist. Genau da ist. Dieses Also bin ich ist ein Gedanke. wie ich es seit langem schreibe: Ich denke: »Also bin ich«. Vor jeglicher Beförderung [promotion] irgendeines Seienden. den ich vor langer Zeit so ausgedrückt habe: 181 251Im Orig. das. das All-Ein ŕ. die [das] Ich denke ist. das ist der einzige Zug. worum es bei der Identifizierung geht. als Vermittlung. das Männliche als sprechendes Sein. umgekehrt. das ist das [als] ein markierte Sein. was wir im psychoanalytischen Diskurs wahrnehmen ŕ das vereinigende Ein. Sie erinnern sich. setzt sich. vermittels dessen der Mann. d. Die Privation der Frau ŕ das ist. womit die Frau zu tun hat ŕ vorausgesetzt. Hier ist bereits der Spaltungseffekt markiert. das das ihre ist und das sich irgendwo durch eine Allmacht des Mannes repräsentiert.

wo er diese strenge Definition womöglich entliehen hat? Die. Es ist merkwürdig und charakteristisch zugleich. Die Ursache. von Beruf Kaufmann. die allein der Proportion erlauben. sich auf eine nicht approximative. wenn ich mich recht erinnere. schon wirksam. denn wir müssen heute weiter kommen ŕ zeigen. Also ist die Tatsache. findet sich. 1180Ŕ1250). worum es in der einfachsten Ordnung geht. Sicher. nämlich auf der Ebene der Mathematik. Indem er die intuitiven Elemente. daß er sich wiederholt ŕ daß er sich wiederholt. nach gruppenmäßiger Ordnung der Gleichheiten und der Ungleichheiten. was in der Wahrnehmung jener Proportion gegeben ist. daß man auf die Fibonacci-Reihe253 hat warten 182 müssen. vom Ursprung eines strengen Gebrauchs des Symbolischen an. das nichts anderes ist als das ego. Leonardo von Pisa. bei Euklid die Forderung nach einem symbolischen Beweis geht. 252Mitschrift: daß die 253Fibonacci. weil er sich hinreichend durch ihre Wirkungen demonstriert. läßt er Sie verkennen. die sich das proportionale Mittel nennt. daß. 2 Die erste unserer Regeln ist die. bis man sah. »Fibonacci«. weil er nie derselbe ist ŕ. eigentlich die Ordnung selbst: die. der Sohn des Bonaccio (»filius Bonacci« oder abgek. ich habe von ihr Gebrauch gemacht. ist vor ihm nie gegeben worden. die die einzige wahre Grundlage für den geometrischen Beweis [démonstration] liefert. ist neben das cogito zu stellen.161 Das ergo. Die Wirkung der Sprache ist retroaktiv. daß die Sprache anwesend und. Euklid bildet hier die grundlegende Referenz. der genommen werden muß von der Wirkung dessen. auf sehr formale Weise. ist Gedanke. die es in der Figur gibt. daß sie im Maße ihrer Entwicklung offenbart. Ich schreibe sie hier noch einmal ŕ Sie wissen. stets in den Vordergrund stellt. Der Begriff Beweis ist hier zweideutig. was Seinsmangel ist. ebendies verleiht der Formel ihren wahren Bedeutungsgehalt. sondern im eigentlichen Sinne demonstrative [= beweisende] Weise abzusichern in diesem Begriff: logos ŕ im Sinne von Proportion. um das es geht. Je weiter wir ihre Wirkungen treiben. und zwar genau darin. Das Ich denke also: »Ich bin«. eigtl. und wäre es nur deshalb. will sagen: vor dem. daß wir es folgendermaßen schreiben und in seiner strengsten Form darin das spielen lassen können. entdeckte um das Jahr 1202 die nach ihm benannte Reihe. in der griechischen Tradition manifestiert. . mittels deren die252 Sprachwirkung sich ausübt auf der Ebene des Erscheinens des einzigen Zuges. im fünften Buch. der einzige Zug ist nie allein. desto mehr kommt dieser Ursprung zum Vorschein. Ich werde auch ŕ im Vorbeigehen. wie sich das herausschälte. was sich. bereits da ist. um die es geht dadurch. was uns unter seinem Namen an Geschriebenem geblieben ist ŕ natürlich: wer weiß. ist die allererste. Da liegt der Ausgang. nicht nach dem Ursprung der Sprache zu fragen. das ergo. als ich von Von einem Andern zum andern gesprochen habe. die er uns von der Proportion gibt. und die Definition.

sie mittels des unteren zu berechnen. 5. gleich sein mit der in der Tat idealen Proportion. es vereinigen würde. rühren wir an die initiale Ordnung dessen. daß all dies nur [dazu] ist. ihn auf der Oberfläche von allem wiederzufinden. was sich hier mittels 183 einer Barre abzeichnet. die die Ursache erscheinen läßt. um zu sehen. die sich das proportionale Mittel nennt oder auch der Goldene Schnitt. damit man ihn sieht. Dieser Affekt. und der ganze Rest ist Traum ŕ insbesondere die Marke der 1. wir können ihn augenblicklich schreiben gleich mit a. in diesem ersten tastenden Anwendungsversuch der Mathematik eine sicherere Artikulation dessen zu finden. so ergibt sich daraus retroaktiv das. was die hier gedachte. Nimmt man jeden dieser Terme.162 1 1+1 1+1 1+1 Ein Romantismus fährt noch immer fort. der macht. daß wir ihn rechtmäßig unter die Barre schreiben könnten als das. das wir auf der Ebene der Wirkung wiederfinden. es den Goldenen Schnitt zu nennen und verliert sich darin. auf der Ebene dessen. die Zuordnung des . Alles in allem ist es diese Barre. weil der Maler die Diagonalen im voraus gezeichnet hat. In der ersten Wirkung erscheint die Ursache als gedachte Ursache. das überschritten werden muß. was durch die Zeiten hindurch hat gemalt oder gezeichnet werden können. dann mit 2/3. genaugenommen. das ist dies a. 1 a+1 Die Wirkung der Wiederholung der 1. insofern sie [die Eins] Beliebiges umfassen. Auf der Ebene der Ursache. 1. so als wäre nicht sicher. Man braucht nur ein Werk der Ästhetik aufzuschlagen. 3. sondern weil es in der Tat einen gewissen intuitiven Zusammenklang gibt. indem man beginnt. dann ganz sicher nicht deswegen. damit die 1 affiziert. dann werden Sie schnell sehen. 2. sodann mit 3/5. daß stets genau das am besten zusammenstimmt. Und kein Erstaunen darüber. insofern sie als Gedanke erscheint. wenn man ihn dort anbringen kann. daß es etwas gibt. und wir werden wissen. umgekehrte Wirkung ist. wobei jede die Summe der beiden vorhergehenden ist. was es mit der Diskurswirkung auf sich hat. es gibt noch etwas anderes. Sie kann überhaupt nichts vereinigen außer gerade die Konfrontation. Genau das veranlaßt uns dazu. daß der Affekt. Diese Beziehung zweier Terme. Reflex der Wirkung. treibt man die Reihe weit genug. was es mit dem Seinsmangel auf sich hat. Auf diese Weise finden Sie die Zahlen. Das Sein bestätigt/behauptet sich zunächst nur mittels der Marke der 1. insofern es Wiederholung dieses Ich bin ein in der nächsten Zeile gibt. wodurch es verursacht wird: der Affekt. was es mit dem Affekt auf sich hat. Das Ergebnis der Division un+1/ un wird. deren Folge die Fibonacci-Reihe bildet. nur dies. das auf diesen Bezug zu sprechen kommt. daß. 8. daß es dasselbe a ist. die gleich mit a ist. Nur. Faßt man jetzt diese Proportion als Bild für das auf. Die Barre ist. worauf ich Sie seinerzeit hingewiesen habe. das zu erfassen Ihnen leicht sein wird. wir werden sie beispielsweise schreiben un+1 = un-1+ un. daß Sie es zunächst mit 1/2 zu tun haben.

damit die Gleichheit dieselbe sei wie in der zuerst geschriebenen Formel. daß sie eine bessere und ausgedehntere Erkenntnis der Welt eingeführt hat. was sich über einen Erkenntniseffekt spekulieren läßt. Wodurch kennzeichnet sich diese Reihe? Alles in allem tut sie. wenn ich mich nicht täusche. egal wie weit Sie es 184 in der Ableitung wegschaffen. nämlich dem einzigen Zug. so wie sie hier nach rechts entfaltet werden. gleich dem kleinen a ist. Was reproduziert sich durch diese infinite Artikulation? Was das betrifft. Man versucht die Wissenschaft einer mythischen Genese zuzuordnen. nichts anderes als die Ordnung der konvergenten Reihen zu markieren. nur eine lokale Artikulation. im Ganzen. um vieles übertrifft. ausgenommen. Nämlich stets klein a. Etwas ist zu bezahlen demjenigen. was es mit der Wissenschaft auf sich hat. Sie werden bemerken. Ich bin der. Dieses Etwas ŕ mittels einer Nomenklatur. In der Tat sollte man gleichwohl nicht vergessen. deren Intervalle. ihm sein historisches Gewicht zu verleihen. der/das sein Zeichen einführt. läßt sich nur ersetzen durch das Ich bin : »Ich denke. so wie wir sie jetzt. versteht es sich von selbst. sondern allein die folgende: Ich denke. Sie soll nur daran erinnern. durch eine feste und gesicherte Proportion zu entscheiden. also bin Ich«. 3 Das ist. der »Also bin ich« denkt. sagen wir aber. daß sich das kleine a immer weiter entfernt in einer Reihe. für Sie. die dort auf der Ebene unserer Wahrnehmung in keiner Weise existierten. auf gewisse Weise. daß es im letzten Term ein kleines a geben wird. auf dem Hals haben ŕ will sagen. Bereits diese Wiederholung verursacht [coûte] und setzt. daß das Charakteristikum unserer Wissenschaft nicht darin besteht. nämlich damit die multiple und wiederholte Proportion. die exakt dieselbe Ordnung der Einsen reproduziert. was es mit der Effektivität der alleranfänglichsten Manifestation der Zahl auf sich hat. und das unaufhörlich. wenn ich so sagen darf. auf der Ebene des a. die alles. daß dieses kleine a hier wie dort dasselbe ist. weil konstant. den die Phänomenologen nie zu begehen versäumen ŕ. in unserer Welt auf eine Weise gegenwärtig. daß es. wenn es vollzogen war254. dieses kleine a. dieses Jahr ŕ mit dem Begriff der Mehrlust* benannt. daß die Wiederholung der Formel nicht die infinite Wiederholung des ich denke im Innern des Ich denke sein kann ŕ ein Fehler. sondern daß sie in der Welt hat Dinge erscheinen lassen. bemerken Sie es: Es genügt. habe ich es dieses Jahr ŕ eigentlich gesagt nicht dieses Jahr. bestehen bleibt. 1 a255 + 1 a+1 Ein einzigartiges Ding. die versucht. im Endergebnis.163 Denkens der Ursache zur ersten Wiederholung der 1. die größten sind. die von der 254Mitschrift: Wirkung ist [Miller: s´il était fait / Mitschrift: s´il est effet] 255Mitschrift: 1 . die Schuld der Sprache ein. Sicher erhebt sie nicht den Anspruch.

Man müßte in unserer Zeit wirklich auch dem Rechnung tragen.164 Wahrnehmung ausgeht. Allein durch das Spiel einer Wahrheit. von Stratosphäre zu sprechen. was Ihnen an Sphärisiertem gefallen mag. stets ihre Regeln festgelegt werden müssen. nicht damit begnügt. beispielsweise auf der Ebene des Ohrs oder des Auges auf. die einfach dem unterworfen ist. daß man sich. Jahrhundert. von Atmosphäre. Wenn es eine Wahrheit gibt. allein schon indem er Archimedes' Glanzleistung über die Parabel reproduziert. das weit darüber hinausgeht und das die Wirkung von was ist? Von einem Wissen. die nicht abstrakt ist. nichts zu tun mit der Wahrnehmung. schon bei Archimedes. die vorgestellte ideale Vereinigung dessen. ist jetzt. an dem wir hier sind und ohne daß Sie es im mindesten vermuten. Gott die Garantie für die Wahrheit zu überantworten. soll er sich um sie kümmern. Und daß wir uns wirklich daran gemacht haben. Nämlich die stumme256 Polarisierung. Das 185 zeichnet sich. Die ganze Evolution der griechischen Mathematik beweist uns. sondern rein logisch. was um unsere Erde herum ist. daß nihil fuerit in intellectu quod non prius fuit in sensu. daß die Wahrnehmung nicht illusorisch ist. die mutmaßlich von jeher die unsere war. der sich im übrigen bei seinem ersten Versuch von einer gewissen Ungeschicklichkeit zeigt. die die Idee der Erkenntnis von jeher implizierte. was denn garantiere. daß das. was die Erkenntnis ist. was beweist das? Der sensus hat. diese oder jene philosophische Meditation hätte sich lange Zeit bei der Frage aufgehalten. aber schon lange vor Leibniz. Schwingungen zu erzeugen. die. Sehen Sie sich die Exhaustions-Methode an. was für uns im vorliegenden Fall die Struktur ist. in 256Mitschrift: duale [Miller: muette / Mitschrift: duelle] . Was ergibt sich daraus? Zweifellos können Sie von der Wissenschaft sagen. das ihre Evidenz zum Vorwand nimmt. was in den Zenit steigt. wie man gleichwohl weiß. die Manipulation der Zahl als solcher ist. Der sensus ist da nur in der Art dessen. was zum Wesentlichen führen wird. was sich Wellen nennt. unter dem Namen von Axiomen. Man braucht nicht auf Leibniz zu warten. allein durch das Spiel einer formalisierten Wahrheit ŕ ebendadurch konstruiert sich eine Wissenschaft. und das würde es notwendig machen. Faßt man das. wie wir die Partikel wahrnehmen können. sogar an dem Platz. zweifellos dem von Descartes ŕ andere werden da andere auswählen ŕ. das weniger durch seine eigene Filterung. wie man sagt. zu dem. von all dem. und zwar unter dem Vorwand. nämlich der calculus. Als Manifestation. die weder mit unseren Sinnen noch mit unserer Wahrnehmung zu tun hatten. Wie ich neulich auf den Stufen des Pantheon sagte: Die Welt. dann endet das damit. das verdanken wir gerade diesem Spiel der Zahl. die Infinitesimalrechnung. allein durch das Spiel einer strengen Kombinatorik. Diese sind noch immer sehr suspekt dadurch. was es mit unserem sensus auf sich hat. dem Kunstgriff. von einer beträchtlichen und sich überkreuzenden Anzahl dessen bevölkert. um das zu qualifizieren. daß sie noch immer jenes Festhalten an der Gestalt beinhalten. Nicht daraus ist die Wissenschaft hervorgegangen. auf das vorausdeutet. Wir nehmen sie bei ihrem sichtbaren Wert. so weit. fortgeschritten ist als durch einen kühnen Elan im Ausgang von einem Kunstgriff. Existenz der Wissenschaft ist das nicht zu vernachlässigen. bereits bei Cavalieri ab. im 17. Präsenz. daß. Die Wissenschaft ist aus dem hervorgegangen. seine Kritik. die nichts mehr zu tun hat mit den Voraussetzungen. was sich zählen läßt und was die Tatsache des Zählens schnell auflöst. was in den Euklidischen Beweisen keimhaft angelegt war. daß man die Schwingungen auszählt.

qualifizieren. daß wir gerade in dem. mittels deren die Wissenschaft sich als von jeglicher Theorie der Erkenntnis unterschieden erweist. endosyne zum Beispiel. In der Tat. diese Leere. Ganz genau und allein durch den Affekt. so zu tun. das bedeutet nichts. in Anführungszeichen. um mein Denken wirklich auszudrücken. in dem sich die Schöpfungen der Wissenschaft entfalten. egal in welchen Namen man sie kleidet. wie Sie wollen ŕ daß der Mann sich einbildet. woraus ein wissenschaftliches Denken sich befreien muß.165 der man stets. Machen wir also Kommunikation. muß. bei dem es sich um nicht geformtes Genießen [jouissance in-formée]. insofern als wir ihn wahrnehmen können. ersetzt werden durch ein bewirkt-sich [operçoit / Mitschrift: opère-soi]. während es genaugenommen darum gar nicht geht. auf der Ebene des angeblich natürlichen Prinzips. Sie alle besitzen Erfahrung genug. Ich denke. um an irgendeinem Wendepunkt Ihres Lebens dieser komischen Geschichte begegnet zu sein. daß wir den Widerhall davon in der analytischen Erfahrung gefunden haben. mit Apostroph. wir können ihn von da an nur als die Nichtsubstanz [insubstance]. daß es mir erlaubt ist. was sich als Erkenntnis artikulierte. wie Sie wollen ŕ dieser Mythos ist das. als l’achose. Gerade insofern die Wissenschaft sich nur auf eine Artikulation bezieht. nämlich die Ursache seines Begehrens. hier mit einer etwas groben Pflugschar 257 zu ackern. um das es geht. approximativen Begriffe auszudrücken. mit den Widerlagern. Substanz. handelt. das formt. was es mit den Irrtümern auf sich hat. wie ich gerade schon gesagt habe. nennen Sie es. aufgefordert ist. dann sagen wir. die den Sinn unseres Materialismus radikal verändert. wenn wir ihm sehr auf Distanz. Der Raum. daß es da zwei Prinzipien zu trennen galt ŕ das eine. die sich nur von der Si257Miller: socle de charrue / Mitschrift: soc de charrue 258Mitschrift: opère-soi. Bild zweier Prinzipien. und die Tatsache bestärkt sich dadurch. im operçoit258. und sagen wir. was ich wahrnehme [perçois]. die Wissenschaft errichtet. mit diesem Darunterliegenden [Hypokeimenon]. und das andere. Inhalt. wohlverstanden. das nicht ohne Grund von jeher mittels eines Bezuges zum Weiblichen symbolisiert wird ŕ im schlechten Sinne des Wortes ŕ. genau gesagt: ohne Form. den es durch diese Diskurswirkung erleidet ŕ nämlich insofern es jenen feminisierenden Effekt empfängt. nehmen wir zum Beispiel das männliche Prinzip: Welche Wirkung hat die Inzidenz des Diskurses auf es? Die. Das. als hätte ich eines gehabt. das geformt wird. Um mich mittels dieser großen. ist es möglich. wie jeder weiß. das sich kommuniziert. Form. Ich scheitere dabei. erkennt es das. erscheint im Gegenteil durch die Nichtsubstanz. und zwar durch das Mißverständnis. . er forme die Frau. das. wodurch es gemacht wird. den Horizont der Frau verleihen wollen. den Platz finden können. daß es. die in der Tat nicht auf sich warten ließen in dem. Rechenschaft abzulegen über sein Wesen ŕ eine Ironie. Genau darauf stößt uns die Wissenschaft. das zu begründen. den Verwirrungen. worin diese Konversion besteht. in der Tat. den Reflex 186 finden kann. Es ist die älteste Gestalt der Selbstgefälligkeit des Herrn [maître] ŕ schreiben Sie es. Ich schätze. 187 Leere von was? Das Etwas. sondern. Umgekehrt. sehr weit weg. als sprechendes Sein. der das kleine a ist ŕ. das männliche und das weibliche Prinzip. das vorgeblich Ursprüngliche. es ist das Denken. Eine Tatsache. denn gerade im Lichte des Wissenschaftsapparats. an dem sich. übrigens immer zweideutige.

diese Frage zu stellen. und ich bin zwangsläufig nicht besonders stolz auf das. Alle wie wir da sind. die. Diese Astronauten. ganz bestimmt nicht ohne Grund ist. daß Sie sich. und das wird bewirken. wahrscheinlich wären sie weit weniger gut da herausgekommen ŕ ich spreche nicht mal von ihren Beziehungen zu ihrer kleinen Maschine. Das Fabelhafte ist. dann genau das. das wird auf Band aufgenommen. daß Sie ein anderes Wort einführen. vorbehaltlich dessen. wie zum Beispiel. Indem Sie sich aber der aletheia auf eine Weise bedienen. die sie nach dem qualifiziert. Ja. von dem es nichts zuvor gab. durch was? Ich habe gerade von Wellen gesprochen. was sie findet. die Alethosphäre nennen. wir wissen nicht. eine259 Folge von Zonen. wenn wir etwas verstehen wollen von dem. Warum nicht auch den Ort berücksichtigen. Das zu erfassen ist wichtig.166 gnifikantenordnung her verstehen läßt. Man braucht Zeit. die sie bevölkern. daß zwei oder drei Personen auf dem Mond herumspaziert sind [zuerst 1969. wo doch alles schlecht lief. was es mit dem Seienden auf sich hat ŕ die Erde umgibt. in dem das Feld sich dadurch ausdehnt. dann schließen Sie sich an die Alethosphäre an. keine Phänomenologie der Wahrnehmung hat uns von ihnen je auch nur die geringste Vorstellung geliefert. daß es. das hier in den hintersten Hintergrund alles dessen tritt. was es womit auf sich hat? Mit dem Vergessen dieser Wirkung selbst. daß sie in der Alethosphäre bleiben. wie man sagt. nichts als Blödsinn zu reden. Sie finden Besseres. Die Alethosphäre. an dem sich diese Fabrikationen der Wissenschaft situieren. daß sie stets in der Alethosphäre geblieben sind. die keine der Nomenklatur ist. Ebendadurch konnten sie sich erlauben. was ich hier vorbringe. Ich sprach gerade von diesen Sphären. immer an die Alethosphäre werden anschließen können. denen im letzten Augenblick ein paar kleine Verdrießlichkeiten passiert sind. Worauf es ankommt. ist. RN]. konstruiert sie sich aus etwas. was ich sagen will. der bewirkt. wenn Sie in einem kleinen Fahrzeug sitzen. RN] ŕ glauben Sie nur. um all die Dinge zu erkennen. nichts gefühlsmäßig Philosophisches hat. zu determinieren. damit bin ich einverstanden. bis zu welchem Punkt ŕ aus dem Grund. sogar dieser überraschende Struktureffekt. mittels deren die Ausdehnung der Wissenschaft ŕ die. nennen wir ihn ganz sicher nicht die Noosphäre [Teilhard de Chardin. der wirklich besetzt ist. in dem Maße. was die Leistung betrifft. es ist nützlich ŕ warum. wenn sie nichts anderes sind als der Effekt einer formalisierten Wahrheit? Wie werden wir diesen Ort nennen? Auch da lege ich zuviel Gewicht auf das. daß die Wissenschaft vielleicht mit dem Diskurs des Herrn zusammenhängt. daß alles gut liefe. was uns interessieren kann. sich auch als sehr brauchbar erweist. Hertzsche Wellen oder andere. dann könnten Sie ihn. Verzetteln wir uns nicht. Aber darauf kommt's nicht an. ich denke jedoch. wenn sie nicht die ganze Zeit über begleitet gewesen wären von diesem kleinen a der menschlichen Stimme. und sicherlich hätte sie uns niemals zu ihr hingeführt. werden Sie sehen ŕ. Ebendarum handelt es sich. Wenn Sie hier ein 188 kleines Mikrophon haben. denn vielleicht wären sie da sehr gut von ganz alleine herausgekommen ŕ. 259Mitschrift: mit einer . merkwürdige Sache. wenn es darum geht. Diesen Ort. die von uns selbst bevölkert wäre. daß wir nie bis zu irgendeinem Punkt gewußt haben ŕ ist jeder zuerst als Objekt klein a determiniert. das Sie zum Mars mitnimmt. Es geht genau um den Platz. Wenn es etwas gibt.

Ganz gewiß hat jeder mit zweien oder dreien von dieser Art zu tun. die Vermittlung [truchement] durch Gott weniger praktiziert. ihre Wahrheit überhaupt nicht enthüllt. insofern es jetzt die Wissenschaft ist. Wie auch immer. hinter allen Schaufenstern. denken Sie sie als Lathusen. Und was die feinen kleinen Objekte a angeht. Hätte der Mensch. Die usia. daß ich das hätte Lathusien nennen können. Eines Tages. auf der sie wirkt [opère]. die dazu gemacht sind. was man sagen kann. der in »Aletheia (Heraklit. Wir werden das mit Hilfe des Aorists desselben Verbs benennen. um zu glauben. denen Sie beim 189 Rausgehen begegnen werden. viel Wind. der diesen Akt absolut radikal begeht. er vereinige sich mit der Frau. bereits hinreichend den Status einer Wahrheit hat auf der Ebene. ist. 261ventouse = Zugloch am Ofen. kommt ihm aber zuletzt sehr nahe. von dem. Auf derartige Sachen können nur die Philosophen kommen. In der Tat. Die Welt wird mehr und mehr von Lathusen bevölkert. wird die Wahrheit überhaupt nicht enthüllt. als interessierte man sich für 260Gemeint ist wohl M. dieses kleine plötzliche Auftauchen soll bewirken. daß es angst macht. habe ich. den Wind der menschlichen Stimme. Das hätte besser zur usia gepaßt. zu den Zeiten. ihn es tun zu sehen. RN] gehen.167 Die Alethosphäre. Wichtig ist zu wissen. Was die weibliche Nichtsubstanz betrifft. und vielleicht ein paar Linguisten. als es darum ging. was ich die formalisierte Wahrheit genannt habe. Mit Verspätung ŕ denn es ist noch nicht lange her. wenn man sich mit der Lathuse als solcher wahrhaft in Beziehung setzt. werde ich es Ihnen orthographieren. Die Lathuse hat überhaupt keinen Grund. diesem Partizip mit all seinen Zweideutigkeiten. von dem das mindeste. Es gibt Wind da drinnen. die aletheia herkam260. am Schluß der Verabredung darauf zu kommen. RN] zu stützen. Auf der Ebene des Bewirkten [opéré] aber. das ist nicht der Andere. Man wird das Lathusen [lathouses] nennen. Der ideale Psychoanalytiker wäre derjenige. dann hätte man dieses Wort Lathuse vielleicht schon lange gefunden. Es ist auch nicht das Sein. was herumspaziert. mich zu Geld zu machen. sich in ihrer Vervielfältigung zu begrenzen. wie ein berühmter Philosoph in Erinnerung rief. als man mich zu Geld machte. daß es sich mit ventouse261 reimt. Es ist recht komisch. das sagt sich gut. von der es beherrscht wird. daß ich es erfunden habe ŕ merke ich. daß das. Der Beweis dafür ist. was passiert. Fragment 16)« auf den Aorist  des Verbs  = verborgen sein verweist. im Gewimmel dieser Objekte. auf dem Pflaster dort an jeder Straßenecke. das ist nicht das Seiende. daß Sie über Ihre Beziehung zur Lathuse nicht unbesorgt sind. dessen. weil es Teil der Zeremonie war. Ihr Begehren zu verursachen. Sie werden bemerken. einige kleine Sachen über diesen Gegenstand vorzubringen. Heidegger. es steht zwischen beiden. so würde ich wirklich bis zur parusia [im Sinne von Nicht-Substanz. Ihr ŕ wenn ich mich so ausdrücken darf ŕ Perineum [Damm. Da Sie das zu amüsieren scheint. Eben weil wir unterstellen. wollte man wirklich so tun. auf der sie sich [be-]wirkt [operçoit opère-soi]. versucht. daß die menschliche Stimme mit ihrer Wirkung. .

unmöglich sind auch viele andere Dinge. dann bedeutet das. die ich ihnen mache. Ich weiß. d. was real ist. Und wenn ich auf ihr Unvermögen anspiele. dann genau deshalb. weil es unmöglich ist. daß sie. was auf den Fluren vor sich ging ŕ geäußert. Bezüge zwischen dem Unvermögen und der Unmöglichkeit gehen. die Position der Lathuse [inne] zu halten. etwas Freundliches ist. wie man sagt ŕ wie sagt man? ŕ. daß das unmöglich ist. das also das meinige ist. wenn es die Lathuse gibt. daß es jemanden gibt. stets durch unsere selben kleinen Schemata zu stützenden. vorausgesetzt. ist. Nur. man verleiht dem Wort unmöglich einen strengen Sinn. man determiniert sie nur mittels der Ebene unserer formalisierten Wahrheit. um in der Position der Lathuse zu sein. unmöglich ist nicht nur das. es sind kleine Zeichen der Anerkennung. Worum es geht. daß es hier ein paar Leute gibt.. Sie wissen es. definiere ich das. Sie machen sich nicht klar. Das ist Teil der Position der Lathuse. pöbele. bevor ich ihnen von der Unmöglichkeit der Position des Analytikers spreche. daß es völlig unmöglich ist. daß auf dieser Ebene alle Brüder sind und daß man sich nur aus der Affaire zu ziehen hat. Die Angst ŕ denn sie ist es. dieselbe Stellung zu besetzen. es gebe keinen Grund dafür. Es sind junge Leute. es ist ganz sicher. Wenn es real ist. daß es den Analytiker gibt. Ich will sie auf keine zu harte Probe stellen. wirklich eingekreist haben muß. MAI 1970. das aber. Klar ist. die sich von Zeit zu Zeit darüber aufregen [s'affectent]. schimpfe. daß das. 262 Bezieht sich wohl auf den Aufsatz »Situation de la psychanalyse et formation du psychanalyste en 1956«. und ich habe ŕ ganz sicher in eine absolute Gleichgültigkeit hinein. zu sehen. Nämlich. ich werde es Ihnen demonstrieren. vorausgesetzt. oder wie Sie sie nicht [inne]halten. . Gerade auf der Ebene des Unmöglichen. Möge sie das zähmen. die keine Analytiker sind. nicht ohne Objekt ist. daß es in jedem formalisierten Feld der Wahrheit Wahrheiten gibt. wie Sie sie [inne]halten. oder die Sie kaum [inne]halten ŕ dahin kommen.459-491. wie ich. sich in eine solche Stellung zu bringen. was ich zu sagen haben könnte über die Ausbildung des Psychoanalytikers 262. 20. zetere gegen die Analytiker. dessen Überschrift ich Ihnen bereits 190 sagen kann ŕ es wird über die. Ein besserer Zugang zur Lathuse muß uns ein ganz klein wenig beruhigen. oder die Sie nicht [inne]halten. das es auch gibt. mit dem Sie sich beschäftigt haben bezüglich seiner Angst. und warum Sie sie [inne]halten.h.168 das. zu wissen. Ebendavon bin ich ausgegangen. Das Ärgerliche daran ist. S. der dahin kommen will. Ebendeshalb setzt man den Akzent soviel lieber auf das Unvermögen. daß eine Psychoanalyse Angst verursacht. wie man kann. und warum Sie sie nicht [inne]halten. Das wird der Gegenstand unseres nächsten Treffens sein. daß man. was ich da tue. die Sie [inne]halten. die man nicht beweisen kann. denn man war ausschließlich mit dem beschäftigt. an einem andern Platz ist als die strikte Unmöglichkeit. in: Écrits. womit man zu tun hat ŕ.

169 .

Die Datumsangabe (3. daß das aber trotzdem etwas Lebendiges hatte: es ging heiß her! Das im Namen des Département de Philosophie265 zu reproduzieren. wie's ihm beliebt. was ich konnte. und ich weiß. nämlich weil das Département de Psychanalyse sich erlaubt hat. oder ich trete rein! Machen Sie Ihr Ding da aus. Ich erzähle Dinge. abends kleine Zusammenkünfte zu veranstalten mit »Es wird ein[e] Lacan-Band[e] geben«. . diese Veröffentlichung 263Das nachfolgende Protokoll ist nur in der Mitschrift überliefert. daß es im Moment ein Zeitvertreib in Paris ist. Genau danach würde ich Sie gerne fragen. Ich bedauere. was wenig wahrscheinlich ist. S. was meine Beziehungen zum Département de Philosophie anging.. hatte einen gewissen Wert. wovon ich spreche. die auf den 4. . die ich mir vorgestellt hatte. das mit meinem Kommen zum Département de Philosophie nicht das geringste zu tun hatte. auf dem Umschlag zu reproduzieren: Département de Philosophie264. 1. Impromptu (betitelt »Des unités de valeur«. die hier passiert ist. jedoch unter dem 14. wohl verstanden.170 Impromptu 2263 . deutsche Ausg.. denn als man es las. von dem ich hier einen Abzug habe. da dieses Datum nicht auf einen Mittwoch fiel. Was ist da eigentlich los? Nun.. daß es heiß hergegangen war. Sie haben genau die Fresse. Roudinesco verzeichnet (in: Jacques Lacan. sofort. Juni der erste Mittwoch in diesem Monat war. Paris 1993. da der 3. Nun bin ich.. Auch E. und verschwinden Sie! Weil das genau die Frage ist... der Ansicht. das nenne ich Denunziation. Ich habe das sehr gut gefunden. Wieso ist das nicht im Namen des Département de Psychanalyse gemacht worden? Das ist obendrauf gedruckt worden! Das ist Denunziation! Genau damit versucht man Sie zu kriegen! Denn da kann man lesen: Das passiert tatsächlich am Département de Philosophie! Und heute haben Sie wieder damit angefangen. speziell dieses Jahr. Jedenfalls bedeutet das absolut nicht.644. daß die ŕ richtig gesagt: Vincennesche ŕ Assistenz nicht zahlreicher ist. April 1970 gefallen wären. damit das so wenig blöd wie möglich sein sollte! Also. daß das Département de Psychanalyse. Mai und 10.747) ein 2. den ich warm nennen würde. Ich war aufgewärmt von dort weggegangen . Ausgefallen wären demnach nicht. denn beim ersten Mal hatte sie mir einen Empfang bereitet. die sich zu Wort gemeldet haben. die Kehrseite der Psychoanalyse betreffen . was inhaltlich gut zu dem hier wiedergegebenen Protokoll passen würde). daß diese Veröffentlichungs-Operation ŕ denn auch die Sache. März 1970. ich will ihn sehen! Sind Sie das? Sind Sie das? Na. daß es sich hier um ein von Miller entweder unterdrücktes oder ihm unbekanntes weiteres Impromptu am Centre Expérimental in Vincennes handelt. Esquisse d´une vie. wenn ich vom Dialog spreche. genau darum geht´s! Sie werden mir das ausmachen. wie Lacans weitere Ausführungen zeigen.. daß es keinen gibt. histoire d´un système de pensée. wegen der ich zweimal nicht wiedergekommen bin. 265Siehe Anm. Juni 1970) begünstigt den Schluß. nämlich. 264Die Mitschrift hat hier Département de Psychanalyse.. der das veröffentlicht hat und der heute wieder damit anfangen wollte? Wo ist dieser gewisse Bernard Nérigot. daß der Dialog. mein Bester. war es natürlich ein absoluter Blödsinn! Ich spreche von denen. wie Roudinesco angibt. 2. zu illustrieren. denn ich. S. sondern die beiden mittleren Impromptus. Februar bzw. wie? Jeder macht's in der Tat. was jedoch nicht logisch ist. ich habe getan. und zwar in dem Sinne. die »beiden letzten«. die. auf jeden Fall den. wo ist der Kerl. in einem Text. Juni 1970. Von den angesprochenen Sujets her fügt sich der Text gut ein in die zeitliche Lücke zwischen den Sitzungen vom 20.

was sie von den Dingen. denen ein Dekan vorstand) durch die Bildung sogenannter UER (Unités d´enseignement et de recherche). die also jedem Menschen für sein eigenes Schicksal hinzugefügt wird. das genau ist die Bestimmung der Gesamtheit des Unterrichts. die Gesamtheit des Unterrichts. zu präzisieren.a. hier ohne weiteren Kommentar einfach dieses kleine Schema hergesetzt zu haben. so gibt es ganz sicher noch andere als Sie. die sich entwickelt dank der kulturellen Beförderung. zu veröffentlichen. Aus den UER entstanden neue Universitäten. von der wir schließlich zu sagen versuchen. mir diese Sache zu bringen. die [sich] etwas erhoffen. die [sich] etwas erhoffen von den Resultaten des Centre Expérimental de Vincennes. Ich wollte mich zusammen mit ihnen danach fragen. der auf die Gymnasialzeit folgt. die Aufteilung der alten »Sorbonne« in die Université de Paris I-XIII. die ich erzähle. wenn man sieht. November 1968. Und auch wenn in der Tat jeder das Recht hat. die am Centre Expérimental de Vincennes sind. da gibt es eine große Vielfalt. zu denen sich die Lehrenden zusammenschließen sollten. so hat doch nicht jeder das Recht. und sogar innerhalb von Vincennes gibt es Leute. von dem ich meine. wie im selben Satz abgegangen wird von der Gesellschaft.171 machen mußte. ich werde die Sache nicht ohne Anhaltspunkt machen. Die Entwicklung der Gesellschaft hin zu einer größeren Verantwortlichkeit. ihn mir zu bringen. Nun. Was es mit dem 266La Loi d´Orientation vom 12. verstehen können. damit es verifiziert werden kann. S2 S1 a $ Dieses Schema bedeutet. wo sich das situieren kann. der auf die Gymnasialzeit folgt. daß das Wissen hier repräsentiert ist. die sich nennt La Loi d´Orientation [etwa: Gesetz zur Richtungsbestimmung]266. . Hier der letzte Absatz des ersten Artikels: »Auf allgemeine Weise wirkt der Hochschulunterricht. durch dieses S2. Tonbandaufnahmen zu machen. damit es die Konsistenz von Wissen hat. ihrer Position von Leuten. stünde ich an Ihrer Stelle. daß ich mich nicht sicher fühlen würde. ich spreche aus ihrer Position heraus. die an mein Seminar gewöhnt sind. was ich dieses Jahr vom Diskurs der Universität artikuliert habe. das im Bulletin Officiel de l'Education Nationale steht. Sie werden also mehr und mehr verantwortlich sein für Ihr eigenes Schicksal. was ich hier sagen möchte. Wie können sie diese Erfahrung nachempfinden? Was können sie [sich] davon erhoffen? Denn was die Hoffnungen betrifft. das. mit formeller Autonomie und Mitbestimmung durch die Studierenden und das technische Personal. ich gestehe. das den Sinn hat.« Wie? Sehen Sie das? Ich. Sehen wir mal. Weil es eine derartige Mehrheit von Leuten gibt. ich habe es als spezifisch für das hervorgehoben. genau darum ging es hier einmal mehr! Es gab heute ein paar Dinge. Jemand war so freundlich. daß es Wissen nur als artikuliertes gibt. erlaube ich mir. die ich den Leuten von Vincennes zu sagen hoffte. der gestern zusammengehauen worden ist. Selbst das intuitive Wissen muß dies sein. das die Reorganisation des Hochschulwesens einleitete Es beinhaltete die Auflösung der alten Strukturen (Fakultäten. u. denn es ist doch ziemlich merkwürdig. an der kulturellen Beförderung der Gesellschaft mit und ebendadurch an ihrer Entwicklung ŕ Entwicklung zur Gesellschaft ŕ zu einer größeren Verantwortlichkeit eines jeden Menschen für sein eigenes Schicksal. Heute morgen habe ich einen kleinen Text erhalten.

daß es keine kleine Sache ist und daß es überhaupt nicht zufällig ist. das Dokument. daß unser Begehren. daß irgend etwas eine geschriebene Form annehmen könne außerhalb dieses Ortes. was. in deren Verlauf der Analysant den Diskurs seines Analytikers als repressiven Herrschaftsdiskurs zu entlarven versucht. was man sich am Horizont der Zeiten dessen vorstellen muß. die ich hervorgehoben habe. das auf derselben Zeile steht wie das S2. all das einschreibt. Das Objekt a ŕ wenn die Analyse die Praxis ist.-B.. und etwas. es ausbeutet . das ist das Objekt a. dt. wie Sie da sind. Bernard Pingaud. was im analytischen Diskurs zu artikulieren erlaubt. was es mit dem kleinen a auf sich hat. durch Bestimmung und weil es nur dort einschreibbar ist. beschloß Sartre. dann wirklich. da wo Sie sind. was. daß es gesammelt werden muß: »Lehrende und Forschende genießen volle Unabhängigkeit. war eine erste Anmerkung zu dem. (folgt die Episode vom Mann mit dem Tonbandgerät267). gleichwohl aber bleibt es nicht aus. unter dem Vorbehalt. die zwei oder drei letzten Generationen. weil Sie nichts dafür können.27-34). Gegen den Widerstand der Redaktion.172 S1 auf sich hat ŕ genau das werden wir versuchen müssen zu sagen. das ist das. abgesehen davon. nämlich daß das.« Was ich Ihnen heute sagen wollte. der bewohnt ist. ist. übergehen muß. in diesem Diskurs der Universität. in: Kursbuch 29. eigentlich gesagt. dazu verurteilt worden sind. wie Sie sind. die Ursache ihres Begehrens. daß man sich am Ort des Andern situierte. von dem ich seit kurzem zu zeigen versuche. entsprechend den universitären Traditionen und den Bestimmungen des vorliegenden Gesetzes. Bezüglich dieses kleinen a stelle ich die Verbindung her zwischen dem. versehen mit einem eigenhändigen Vorwort und Entgegnungen von Pontalis u. die Prinzipien der Objektivität und der Toleranz auferlegen. daß es ausgeschlossen ist. seinen Charakter des irreduziblen Residuums hervorspringen zu lassen in allem. die in das Feld des Diskurses der Universität eintreten. 267Im Frühjahr 1969 war einem der Herausgeber von Les Temps modernes anonym ein Manuskript zugesandt worden mit dem Titel Dialogue psychanalytique (in: Les Temps modernes. 1972. vollständige Freiheit des Ausdrucks in Ausübung ihrer Lehrfunktion und ihrer Forschungstätigkeit. S. daß ich die anderen Auszüge aus dem Gesetz zur Orientierung. Das kleine a. ich behaupte: indem man aus ihm Nutzen zieht. Damit will ich sagen. so erscheint. als sei es trotzdem unser Allereigenstes. was ich den Ort des Andern nenne. was die Psychoanalyse aufdeckt. um zu zeigen. insofern sich dort. was man das Begehren nennt. die erlaubt hat. sondern von der Sie zum Glück nur die zwei oder drei letzten Generationen kennen müssen. obgleich nur wenig greifbar. April 1969. das. das. was Ihnen zu sagen ich die Absicht hatte. Pontalis angehörte. Es stellt die (bearbeitete) Transkription des Mitschnitts einer AnalyseSitzung vom November 1967 dar.. den ihnen. S. die Stütze ist. Es tut mir leid. bei dem man Einbruch [irruption] macht. was Sie hier in diesem Tableau vorstellen. der nicht von jemand x-Beliebigem bewohnt ist. . durch die eine Geschlechterlinie von Erzeugern Sie ganz oben einpflanzt. denn das. sich spezifiziert durch ein Objekt. was uns. das als seine Ursache gesetzt ist. jenes erste Wissen. was sich artikuliert. daß Sie alle miteinander. was durch die Sprachwirkung gefangen ist.1824-1840. und danach das. daß Sie nicht diejenigen sind. das Loch zu stopfen. der nicht neutral ist. der auch J. Nr. Gerade aufgrund dessen. zu veröffentlichen. daß Sie sich ganz genau als diejenigen [wieder]finden. daß wir deswegen an das angehängt sind. was die Objektivität ausmacht. Biß. 274. welche wesentliche Funktion es in jeder Diskurswirkung hat. sind Sie. was ein erstes Wissen ist. daß diese Ursache eigentlich nur dadurch gefunden werden könnte. hier wesentlich eintreten in der Eigenschaft von sovielen Objekten a. Ich werde Ihnen noch ein weiteres Mal zusammenfassen. der vor allem bewohnt ist von dem.

eine Werteinheit [unité de valeur].. trotz allem die übergroße Mehrheit bilden. Ich werde es kommentieren mit Unterstützung dessen. daß sie klarmacht. was es mit dem Diskurs des Herrn auf sich hat. Es ist sehr merkwürdig. Ganz sicher werde ich gezwungen sein. weil der Signifikant als Herrensignifikant fungieren kann. zum ersten Ansatz dessen zurückzukehren. sich zu verbeugen! Das Besondere an dieser Reform der Universität ist. Es gibt etwas. was zu sagen ich fortfahren werde an der Fakultät der Rechte. die ganz allein schon von der Masse der Gewalt zeugen . daß das. jeder von Ihnen ist eine Werteinheit. Ebendas wird vor uns mehr und mehr getarnt aus dem Grund. um die’s hier geht. Gestalt angenommen. Darauf gekommen ist man nur aufgrund der Tatsache. daß es also zehnmal zu spät ist. Sie zu formen. ein Unbehagen. daß das. Vor so vielen Werteinheiten geziemt es sich. was ich heute ein wenig für Sie vorbereitet hatte. Mit anderen Worten. in der man versucht hat. die Sie hier einnehmen werden auf der Ebene des Hochschulunterrichts. um Sie zu sehen. etwas. worum es geht betreffend diese Bande [troupe]. das sich etwas schuldete. Zum Beispiel ŕ ich rede Klartext ŕ sagt sie. Sie zu desorientieren. wobei die Gymnasialzeit selbst die Vorbereitung für diese Fortsetzung ist. worum es geht. Diese Funktion führt uns grundlegend in das ein. anders gesagt die Periode. also manifest und immer überwältigender. Der Diskurs des Herrn. auch nur im allermindesten erschüttert würde. Es ist absolut nicht zu sehen. was in meiner nächsten Aussage wiederholt werden wird. Ich werde Ihnen das Gerüst dessen liefern. Sie sind gewertet [valeurés]. ich hätte gern versucht. warum der Diskurs des Herrn dem standhalten sollte. um jetzt effektiv den Diskurs des Herrn zu stützen. installiert. bin ich 36 Wagen begegnet. Kleines va-va. das in der Ordnung einer eigenartigen sozialen Schaukel steht. dann ist man mehr als obergeformt! Als Objekte sind Sie Werteinheiten. Und zwar deshalb. um Sie zugänglich zu machen für die Funktion. auf die dieser Diskurs angewandt wird.173 Genau in dieser Eigenschaft werden Sie als Gegenstände der Hoffnung projiziert. In der Universität gab es. die oben links nacheinander durch einen der vier Buchstaben unserer Algebra besetzt wird. das ist ein komisches Ding.! Das ist ein falscher Anschein. wie man sagt. Der Diskurs des Herrn. daß Sie die Fortsetzung der Gymnasialzeit sind. so sagt man ŕ. weil man anders nicht definieren kann. und als Objekte klein a ŕ wie man Ihnen in Erinnerung ruft: die Prinzipien der Objektivität und der Toleranz. ermessen Sie gleichwohl. Objektiv sind Sie. was Sie sich von der Vergangenheit vorstellen können ŕ gerade die Gewalt stets da ist. die glauben. unterhält ŕ daß ganz und gar ausgeschlossen ist. dann muß man nicht mehr geformt werden. jeder von Ihnen auf individuelle Weise. weit davon entfernt. weil diejenigen. Im Moment hat die Objektivität. der . Schon während ich heute hierher gekommen bin. sie seien subversiver Natur. kleines leur-leur. daß dieser Diskurs durch all die Versuche. das wirklich der Signifikant des Herrn war. ein Unbehagen. das die Funktion definiert. das ist ein diskursives Faktum. daß das die Gewalt ist. daß das mit etwas ganz anderem angefangen hat. mit deren Formung man sich im Hochschulunterricht befaßt. Sie verstehen: Wenn man im Hochschulunterricht ist. was Sie mit Händen greifen können: in welchem Ausmaß ŕ in bezug auf das. daß. daß man sich nicht mehr bei der Tatsache aufhält.. als Objekte a toleriert man Sie! Genau über diesen Punkt hätte ich Ihnen heute gern einiges gesagt. was den Diskurs des Herrn einrichtet.

sie beeilen sich anerkannt zu werden in dieser Gesellschaft. die den Tauschmodus stützt. daß man sie dann eher findet. die gerade passiert sind. Wenn man ein inkarnierter Mehrwert ist. die umhertreiben. was die Massen angeht. daß sie die Gesellschaft. von dem Sie Unrecht hätten zu glauben. nämlich ganz schnell ihre Grundfesten abzuwerfen ŕ. Und im Namen dessen wahrt dieses alte Wissen einfach so den Anschein. Das. historisch gesehen. daß ihm ein paar Sachen passiert sind. das unter den gegenwärtigen Bedingungen unfähig ist standzuhalten. nämlich die kapitalistische Gesellschaft. so wie der gesamte Fortschritt der Geschichte es Ihnen zeigen kann. das funktioniert. um die es geht. Und aus Gründen. Ebendas nennt man die Wissenschaft. den Modus des Marktes. der all das beschleunigt. was Sie tatsächlich zu beweisen beginnen ŕ natürlich auf andere Weise als durch Gekreische: nämlich. daß das. nämlich das. das sich gefangen. Die Werteinheit. das erzeugt ganz sicher Dinge. daß es durch diesen funktionierenden Apparat gestützt wird. dann addiert sich diese Sammlung. daß Sie Teil dieser Bewegung sind. nämlich ein Unbehagen. immer noch standhält. die überhaupt keine Angelegenheit des Fortschritts der Erkenntnis ist. das die Summe all dessen wäre. gehen die Werteinheiten dort fortschreitend von einem Gebrauchs. die inauguriert worden ist durch die Einrichtung des Diskurses des Herrn. Sie sind wahre Werte in dem Sinne. Natürlich ist das eine Konsequenz aus der Tatsache. das sind die Methoden des Katalogisierens. das bewirkt. daß der Apparat des Wissens ganz langsam auf ihn zugeglitten ist. was die Universität.174 Signifikant S1. ich würde seine Reichweite auf einige Schreiereien begrenzen. die Dinge. die ich Ihnen gerade sage. was es mit der Universität auf sich hat. daß sich in der Masse bisweilen Revolutionäre finden. dann würde ich zeigen. was an Wissenschaftlichem er zu stützen vermag ŕ ich spreche von jenem alten menschlichen Diskurs. die man kulturelle nennt. das heißt. daß der Herr. denn stellen Sie sich vor. Man darf sich von diesen Entfaltungen der Gewalt nicht beeindrucken lassen. in dieser kleinen Mechanik dieselbe Rolle zu spielen wie alles. der Zahlenbewegung. denn das. stützen soll. Die Vorstellung von dem Wissen. was passiert. die nichts mit der Stärke dieses Diskurses zu tun haben ŕ einige Leute sind als Studenten hier. die im Begriff ist. Insbesondere ist ihm passiert. eingezwängt findet in dieser Bewegung. Nur. die Wissenschaft. daß das. sehr ernste Dinge. was sich in der Welt an so Kostbarem finden läßt. auf rein gar nichts zählen können. mit Riesenschritten davonzurennen. integriert. Denn offen gestanden sind die Dinge. des Klassifizierens. polarisiert. es hielte stand. Wenn ich die Zeit hätte. daß. würde sich jetzt nicht herausstellen. und sie sind ŕ natürlich auf einer anderen Ebene als dieses Gekreische ŕ so geartet. was sich ernten läßt aus den verstreuten Erinnerungen. die ich hier höre. das insbesondere zum Vorteil des Diskurses des Herrn funktioniert. was es in der kapitalistischen Gesellschaft mit dem Objekt a auf sich hat. insofern als er es ist. der dort alles hineinbringt. als ein zählbarer Mehrwert zu sein. nämlich als Mehrwert zu funktionieren. das hätte schon vor langer Zeit ausgedient. ein inkarnierter Mehrwert zu sein ist etwas anderes. das Treibgut. der die kapitalistische Gesellschaft bildet. was Sie ausdrücklich zu beweisen beauftragt sind. wenn es tatsächlich so ist. etwas Wichtiges hervorhebt. ist etwas. nämlich dieses immense menschliche Wissen. daß Sie. Was auch immer Sie wollen mögen. wenn die Massen als Mas- . ganz ernsthaft in Frage stellen. Sie sind prädestiniert dazu. was an Wissenschaftlichem er zu stützen vermag. sondern etwas.in einen Tauschwert über. Genau das ist das Ansehen.

nichts geändert hat. die mathematische Logik uns lehrt. daß das. das ist das Reale. uns diesen Schritt tun läßt. wo das seine Inzidenz in einen Diskurs hat. im Diskurs Freuds in den Vordergrund gestellt. Rebellen. worum es geht.175 sen organisiert sind. Denn wenn es in der Tat etwas gibt. nämlich daß das. Das ist nicht das gleiche. die gewissermaßen den Auftrag haben. Womit sie im Augenblick zu tun haben. Genau das werde ich heute nicht weitertreiben können. daß ihnen nicht auch irgend etwas glücken wird ŕ was. die Wahrheit zu suchen. dieses Ding. es geht darum zu sehen. als wahr zu beweisen. es ist da. ist genau das: daß dieses Unmögliche als solches bewiesen werde. sondern gerade zu diesem Realen. Falls Sie finden. was die Stabilität des Diskurses des Herrn angeht. ein an seinen Platz gesetztes Wissen. was uns interessiert. das Unmögliche. ins Licht gerückt. die Idealisierung ist. Nichts besagt. Lacan. an ihrem Platz. Bis zu diesem Augenblick sind die. der von Marx' Diskurs getragenen Wirkung sich. Damit meine ich. das sei nicht ausreichend bewiesen durch die Tatsache des Regierens. das zu beweisen. das die Rolle der Wahrheit spielt in dem. der diese Haltung einnimmt. das Freud beiträgt. daß etwas Unmögliches darin liegt. stellen Sie sich das vor. Ebendeshalb läßt sie sich nur durch ein Halb-Sagen übersetzen. daß das. Es sind die Matrosen von Kronstadt. uns hier einmal mehr nicht im Stich lassen. Die Wahrheit. daß die Mathematik. Sie war die Art und Weise. die ich äußere ŕ. was Ihnen von der Ebene des Objekts klein a. daß die Logik. sie zu formalisieren. das Gelenk. ich sage: bewiesen. zu denen er das Regieren* gesellt sowie das. Dieses Ding ist der S 1 . was die Masse produziert. solange man keine andern Mittel hatte. Großziehens. das Erziehen. was uns die Befragung der Sprache einbringt. Da genau haben wir das Reale. in einem beliebigen System und selbst auf einem bestimmten gehobenen Niveau ŕ man kann nicht sagen. sie in das Gestell der Sprache zu bringen. sie hat Bezug zu was? Sicher nicht zum Wissen. dann ist das etwas über Marx hinaus. die imaginäre Idealisierung. Nun. mittels dessen die Wissenschaft sich mit etwas verbinden kann. Erziehens. sich auf dieses Reale hin zu orientieren. die aus ihr hervorgeht. Genau das beweisen sie. und zwar ganz genau bezüglich des Analysierens*. Ebendeswegen werde ich. ich. des Analysierens auch ŕ warum nicht? Man läßt nicht ab davon ŕ das ist das Reale. das Sie bilden. ist. die Formung der Menschen. das Sie betrifft. Sie reproduziert ganz genau das Wiedererscheinen des Diskurses des Herrn. nämlich von der Seite her. die ich bisher noch nicht vorgebracht habe. ich werde es aber in meiner nächsten Sitzung fortsetzen mittels zweier Begriffe. was ein Wissen sein könnte. daß die Arithmetik zu gehoben wäre ŕ. Wie durch Zufall wird das Unmögliche. Freud mit Marx in Verbindung zu setzen ŕ ich bin aber nicht der einzige. wenn man versucht. vielleicht gibt es im Augenblick tatsächlich welche. Es ist einer dieser unmöglichen Berufe*. und insbesondere etwas. folgendes ist: Daß wir merken. das Wahre zu beweisen. herausgehoben. weiß man nicht. vertrauen Sie nicht auf sie. warum. die die Revolution gemacht haben. Ganz sicher. nach der Wirkung. so habe ich geäußert. dazu gebracht. daß ich frotzele. Diese beiden Begriffe heißen das Unmögliche und das Unvermögen. Nun. was Freud in Massenpsychologie und Ich-Analyse zeigt. Das. Das Unmögliche. gerade indem sie uns nicht fehlgehen läßt dabei ŕ denn man sollte nicht fehlgehen ŕ. angeboten wird. das zu sehen erlaubt. daß etwas Unmögliches darin liegt. daß.

was wirklich die Bezeichnung Revolution verdient hinsichtlich des Diskurses des Herrn. das wahre Tier. wenn Sie sich faszinieren lassen durch diese Wahrheit. a-cephalen Wissen ŕ schreiben Sie das. was das Halb-Sagen der Wahrheit notwendig macht. was mittels eines bestimmten Wissens das Reale stützt. das Weniger eher als das Mehr. unten rechts. Genau daran heften sich die Besten unter Ihnen. Man hat es Ihnen gesagt: kulturelle Beförderung des Gesellschaft. anders gesagt. was es mit der Kultur auf sich hat. wie es ihn früher mal gegeben hat. ist folgendes: Es steht nicht auf der Seite dessen. Glauben Sie mir. es ist das. indem ich sagte. Denn genau dahinter verschanzt sich die Unmöglichkeit: daß sie ein Unvermögen zeigt in dem ganzen Maße. . Genau so kann der eine oder andere ŕ um nicht zu sagen: alle. den er Studenten-Scholar* nennt. nämlich als Ursache des Begehrens. das steht da. denn sicherlich sind nicht alle für diese Funktion bereit ŕ. denn das ist eben nur die Hälfte davon. daß die Wissenschaft das ist. anders gesagt. die Sie in der Tat an einem Platz stehen. ihn an der Macht hält. eigentlich gesagt. zumindest noch eine ganze Weile lang. heute nicht mehr gibt. Es geht darum. das ist. Es gibt bereits einen gewissen Goethe. weil sie im Knast sitzen. sogar der Menschlichkeit. in der Stellung zu sein. Nun. dieser Imagination eines instituierten Wissens spürt man. wahrhaftig dem ins Gesicht zu sehen. dem Apparat wird’s deshalb nicht schlechter gehen. von denen er sprach. es gibt keinen Hund. am Boden zu liegen ŕ die Universität darstellt. in dem sich ŕ und sie ist nicht im Begriff. während Sie hier sind. die gerade deshalb nicht da sind. ohne r. einem Funktionieren und einem Realen. was verborgen ist unter diesem satzungsgemäßen. was Sie produzieren müssen. Und das. Was von Ihnen verlangt wird. was sogar namens des Amtes [de par l’office] dessen fehlgeht. daß es so jemanden. Man läßt die Leine locker auf der Seite des Humanismus. von Ihnen. wenn sie in der Herrenposition ist. wie Sie sich zuweilen vielleicht erinnern. Sie ernähren es! Was Sie möglicherweise tun müssen. nicht die Wahrheit. etwas zu produzieren. und genau damit habe ich angefangen. Analytiker zu sein. geformt durch die Studien. aber bilden Sie sich nicht ein. das ist. zu produzieren. dieser Satzung. der davon gesprochen hat bezüglich eines Hundes. am Centre Expérimental oder anderswo. [sondern] das Unmögliche des Realen. Sie würden. genau so kann der eine oder andere das vollenden. In dem ganzen Maße. sich ganz eng an die Unmöglichkeit zu halten. ana zu sein. Jeder kann die Probe darauf machen. Das. das dieser Angelegenheit zu Hilfe kommt. es besser für Sie wäre. Will sagen. es nennt sich: die Kultur. der der des Andern ist. dieser Übertragung [collation]. Sie haben eine Stufe niedriger zu suchen. danach zu fragen. was Ihnen Ihre Empörung nahelegt. daß es ein wenig knirscht. die Ihnen gestellt ist. Sie haben Ihre Zeit nicht zu verlieren. anar oder nicht. Im Gegenteil. dem Wissen. Und genau da liegt die Falle. in dem Sie wie junge Hunde herumspringen. die. daß genau da all das liegt. wie Sie wollen ŕ. nicht dem System dienen. Ursache dessen. werden Sie das System ernähren.176 des Diskurses des Herrn. indem Sie sich einfach so auf die Jagd nach all dem machen. in dem Sie irgendwelche angenehmen Schwafeleien zu produzieren wissen werden. Es ist eine Seite. genau daran heften sie sich. Dieser Weg ist. Ich staune darüber. Sie haben nicht Kultur zu produzieren. in dem Sie dieser Verhaftung nachgeben. was Sie zu prüfen haben. daß. eben nur hierdurch zu bewerkstelligen. ja. Unter diesem Apparat. ganz sicher. Es ist die Vollendung der Drehung. was es mit einem Apparat auf sich hat. was den Diskurs des Herrn konstituiert.

das zurückgedreht werden kann. absolut gesprochen. daß er. vielleicht wirklich eine Entriegelung. produzieren wird: Es ist der S1. was ich Ihnen erkläre. Was tue ich anderes als das. den ganzen Apparat zum Verschwinden bringt. da das. der zweifellos nicht so. werden Sie erwarten. JUNI 1970. daß Leute entstehen. eine Umstellung durchsetzt. wie wir vielleicht vermuten. was ich die Drehung des Diskurses des Herrn genannt habe. wenn das kleine a in die Position oben links übergegangen ist. wenn Sie hier mein kleines Schema modifizieren. womit Sie zu tun haben. ein bißchen unvermögender [impuissant] sein wird. Seien sie sicher. daß man sich im Kreis dreht. daß das. Ich bin verdammt kein Progressist. nämlich diese Funktion der Sprache in jenem Apparat der Wissenschaft dessen. unten rechts. einen Sinn haben wird. der Sinn. 3. nach einer Drehung. was Sie getan haben werden. aber auch nicht mehr als das. was Sie sehen werden. Wenn der Schritt dessen getan sein wird. nämlich ein neuer Herrensignifikant. aber man wechselt die Stufe. Der Herrensignifikant wird dann vielleicht ein bißchen weniger blöde sein. daß ich versuche. . daß ich ein bißchen weitergekommen bin in meinem Diskurs. wenn er ein bißchen weniger blöde ist. kein Fortschritt sein. Denn schließlich. das sich. wird ein neuer Kreis beginnen können. den Sie da wiederfinden werden. was es tatsächlich mit der Inzidenz eines analytischen Diskurses auf sich haben kann. und um Ihnen zu sagen. wenn nicht. Man dreht sich zwar im Kreis. hier und jetzt. die sich zu halten wissen in dieser Stellung des Analytikers. der aber. nun. woher das rührt. dann ist das.177 was in der menschlichen Tätigkeit als das höchste erscheinen kann. Es wird bewirken. aus der heraus tatsächlich und allein das vollendet. ist. um es durch das des analytischen Diskurses zu ersetzen. was? Etwas. auf den wir uns in dieser Demonstration gründen. Das wird.

was. Ich wäre sogar geneigt. an dem lange Beweisführungen angebracht sind.178 191 XIV DAS UNVERMÖGEN DER WAHRHEIT Freud und die vier Diskurse. nie so recht. Welche Mücke sticht sie. Ihnen etwas davon verständlich zu machen. dafür werden sie bezahlt. müßte ich Ihnen nicht doch zwei kleine Ergänzungen liefern. das ist. daß Sie folgendes verstehen: nämlich. daß man. das Gewicht der kleinen 192 mißglückten. in dem ich erreichen würde. auf gewisse Weise. Schließlich aber geschieht es. vor allem dann. die Dinge dabei zu belassen. Glücklicherweise zieht es sich268. die sich mehr und mehr in einer Ecke reduzieren269 werden. weiß man. die Hätschelkinder der Zivilisation? Was fällt ihnen ein? Die. sich zu rechtfertigen und sich zu verstehen. Was im Moment gerade passiert. der. auf der Ebene von etwas. daß das anderswo dienlich sein könnte. die die Dummköpfe machen. weshalb es vielleicht Begriffe gibt. in dem ich sage. das ich stets betone und das diejenigen bestätigen können. den Weg zeigt. 268Mitschrift: Ich habe den Eindruck. erahnen lassen könnten. die ein bißchen neu sind und die jedenfalls jenes Merkmal besitzen. Natürlich. daß etwas von dem. die Studenten. es zieht sich [Miller: Heureusement / Mitschrift: J'ai l'impression] 269Mitschrift: produzieren . in dem Moment. Denn alles in allem beschränkt sich das genau darauf. das derzeit passiert. die. die dazu bestimmt sind. Kapitalismus und Universität. gedrängten Manifestationen zu verharmlosen. Ich werde versuchen. Es ist nicht ausgeschlossen. Gleichwohl könnte es sein. was das ist. in ebendem Moment. erlauben würde. es ein bißchen leichter zu machen. daß ich Sie reingelegt habe. Hegels List. wie man sagt. in dem ganzen Maße. in dem mir das gelänge. wenn man diese Dinge wieder mit Informationen zudeckt. auf dem Boden einer Erfahrung zu stehen. hält man sich enger daran. hätte ich gern. daß jeder darum wetteifert. An verschiedenen Stellen ist man überrascht. daß in der Universität etwas passiert. Es zu motivieren. ohne daß man im Moment so recht wüßte. sind die. was ich dieses Jahr weitergegeben zu haben hoffe ŕ zwei kleine künftige Pointen. Was vermag die Fehlgeburt? Wir befinden uns nicht an einem Zeitpunkt im Jahr. wenn die Dinge passieren. was ich über den Bezug des Diskurses des Analytikers zum Diskurs des Herrn artikuliere. sicher sein könnte. das Wesentliche an dem hervorzuheben. unsere lieben Kleinen. unsere Favoriten. daß ich es könnte. es verständlich zu machen. in dem sie passieren. die das sagen. die auf einer praktischeren Ebene mit mir arbeiten ŕ das Merkmal. Unvermögen und Unmöglichkeit.

um Ihnen den günstigen Ausgangspunkt eines Bezugs zu verschaffen. 94. was in meiner Umgebung zuweilen wahrhaft gängige Münze ist. so einfach. und das schon eine ganze Zeitlang. absolut wild ist. und den Dingen artikulieren. man müsse diese Wirklichkeit* von jener Realität* unterscheiden. daß die analytische Beziehung und endlich270 ist nicht zu vergessen. daß man wirklich unrecht hätte. Sodann ist mir widerfahren. daß ich der Einladung durch diesen Ort entsprochen hatte. Dort wird darauf hingewiesen. in der Absicht. die ein Pärchen gepackt hatte. Diese Pseudo-Verachtung für diese Feinarbeit ist gleichwohl etwas recht Interessantes. Gleichwohl aber gibt es einige sehr wichtige Bemerkungen zu machen. und dann. daß dieser Diskurs sich behauptet. was die Übersetzer. GW XVI. ich bin verpflichtet. Sodann kommt mit den Jahren eine kleine Formel heraus. selbst wenn sie kein Deutsch können. ohne weiter zu suchen. . und ich glaube. da ich den ersten genannt habe. was passiert. auf die Anerkennung 193 der Realität gegründet ist*. und d. mit dessen Hilfe ich begonnen hatte und der alles andere als unschuldig ist ŕ ebendeshalb muß man Freud lesen. einen gewissen Bezug zur Wahrheit herauszubringen. s. Übrigens hatte ich es Ihnen hier letztesmal angekündigt. ganz gleichmäßig in beiden Fällen durch réalité übersetzen. einige davon heute zu machen. die ich seit kurzem zu manipulieren wage. Text hat hier »unendlich« ŕ wohl Verschreibung von »und endlich«. Ich wage sie auf eine Weise zu manipulieren. 1 Vor acht Tagen bin ich nach Vincennes rübergefahren. ob man nicht sogleich Mißbrauch damit treibt. hatte bei der ersten der beiden Personen eine Art von Leidenschaft entfesselt. vom Realen zu sprechen. das ist überhaupt kein Zufall. eine schäumende Wut bei dem Gedanken daran. daß ein anderer ŕ den ich ebenfalls nennen werde. die. steht es in Konkurrenz zu dem Wort Wirklichkeit*. was gebräuchlicher ist. Ich zögere nicht. denn genau dadurch habe ich den ersten Schritt dieses Unterrichts getan. letzten Endes. ein gewisser Kauffmann ŕ die Idee geäußert hatte. Die Tatsache. Realität* ist ein Wort. 270Der frz. oder genauer: einen der beiden ŕ man muß ihn doch wirklich beim Namen nennen. das wäre zu selten. die in der Tat absolut zuerst da war. Diesbezüglich verfüge ich über eine kleine Erinnerung an die wahrhaft schäumende Wut. wie ich es können werde. es ist ein gewisser Laplanche. In der Tat lesen wir in Die endliche und die unendliche Analyse Zeilen. denn es ist unserem Latein nachgebildet. zuvorkam. was es mit dem Analytiker auf sich hat. daß das das Reale ist. So wie Freud es gebraucht. das ebenfalls gelegentlich das bedeutet. vom Analytiker eine große Dosis an psychischer Normalität und Korrektheit zu verlangen. Gott weiß. daß der andere ihm mit dieser Bemerkung. den Bezug zwischen dem. daß man nicht vergessen dürfe. ehe ich das alles dem Zugriff der Unschuldigen überlasse. daß die analytische Beziehung auf Wahrheitsliebe*. daß das Unmögliche. der in den Avataren meiner Beziehungen zur Analyse eine gewisse Rolle gespielt hat ŕ. was ebendadurch eine gewisse Garantie dafür liefert. damit sie sich seiner aufs Geratewohl bedienen. wo Sie sich zurechtfinden. in aller Kürze die Tatsache zu unterstreichen. die das betreffen.h.179 Ich würde heute gern.

beinahe den Anschein* hat. genannt das Ergreifen des Worts [la prise de parole]. unmöglichen Berufe*. Man kann nicht umhin. Die Analyse ist neu. ich setze das für Sie an den Rand. Kurieren* nennt. auf einer Ebene. Der analytische Akt wäre der dritte der. was unserem $ entspricht. Die drei Berufe. ein Tier. in den Zeilen. kann mir nicht nicht in den Sinn kommen 275. sondern vielmehr im Prähistorischen. wenn das Gebell genau das ist. den Freud im Vorbeigehen an den Analytiker richtet ŕ. das ist 271Dieser Satzteil nur bei Miller. ob Jagd-. vielleicht so beschaffen wären274. seit langem sagen. ohne zu wissen. vielleicht in den Briefen an Fließ ŕ die drei Berufe bereits erwähnt. all das beherrscht und regiert. was bei Gelegenheit an Sprechen erscheinen kann. und so 274Mitschrift: es eine bestimmte Bestimmung des Diskurses gibt. vorausgesetzt. es ist aber völlig klar. Offensichtlich bleibt ihm nur. indem er auf die Tatsache verweist. daß einer der sichersten Repräsentanten des kleinen a. Das ist sehr reichhaltig. daß das. man hat ihn 271. auf die Idee zu kommen. sind also Regieren. Die Diskurse. daß wirklich ein gewisses Wissen vonnöten war. die der analytische Akt ist. alles in allem. ob Wachhund oder ein anderer. auf einer Sprachebene. Man kann in dem Fall nicht mehr dieselben Buchstaben gebrauchen. was ihm als Nächstes zum Signifikanten S1 gegeben wird ŕ es ist das Aas. ja. Es sind Diskurse ohne das Sprechen [sans la parole]. um die es geht und die er in jener früheren Passage Regieren. das hin. Analysieren*.und herzuschütteln. bestimmt haben Sie einen guten Hund gehabt. 273Mitschrift: das Sprechen richtet sich darauf dort ein. mit dem Sie vertraut gewesen sind. wie diese drei Terme durch das abgedeckt werden. daß es das Analysieren* nicht gibt. um es zu domestizieren ŕ der Hund zum Beispiel. was man tut. daß es. bei einem gewissen Stil des Sprachgebrauchs ŕ vom Genre »Mai-Unruhen« [émoi de mai] ŕ. Der ganze Anschein dieser Funktion. das ist das Gebell. daß bestimmte Bestimmungen des Diskurses. die dann kommen ŕ trotz des kleinen freundschaftlichen Grußes. Freud zitiert sich hier selbst. was offensichtlich mit dem allgemein üblichen Gebrauch übereinstimmt. welches sich darauf dort einquartiert. hier kann man ihn wahrhaft beinah mit Händen greifen. der existente Status. daß. auf der wir ihn situieren. um die es geht. daß es die Wurzel von vier Diskursen bildet. und Freud ordnet sie durch Substitution in die Reihe ein.180 Der Satz endet folgendermaßen: gegründet ist und jeden Schein und Trug ausschließt*. ihn auf der Ebene zu verorten. nicht nicht in den Sinn kommen kann . das bellt. dessen Anwesenheit allein. Das Analysieren* bedeutet nichts anderes als jener Term. Das. es handelt sich um Berufe. daß mir. einer. So 273 kann ich mir bezüglich dieses betörenden Phänomens. in die sich das einfügt. der Apparat. schließlich aber ist es völlig offensichtlich. von dem ich dieses Jahr erkenne. in die es sich einfügt und die vielleicht von Zeit zu Zeit so beschaffen wäre 275Mitschrift: Ich sage Ihnen das als Fußnote. sind nichts anderes als die Signifikantenverknüpfung. Jeder weiß. die nicht im Historischen gegründet ist. Und sofort erscheint. Erziehen. bei dem nichts Abnormales daran ist. daß dann der S1 einen Sinn annimmt. 194 Man kann nicht verfehlen zu sehen. wie es kann. Da für den Sprachgebrauch im Monat Mai [au mois de mai] ein gewisser Stil vorgegeben ist. Sie müssen es doch wissen. daß man es [das Wort] von Zeit zu Zeit nicht ergreift. 272Gemeint ist Séminaire XV. ein Satz wie dieser da. er habe ŕ wo hat er es gesagt? meine Recherche ist unvollständig. in Anführungszeichen. Erziehen. L'acte psychanalytique (1967/68). daß das Haustier in die Sprache nur durch ein primitives Wissen verwickelt ist und daß es keine besitzt. sicher das Haustier ist. den ich als Titel eines meiner Seminare benutzt habe272.

die dem Diskurs des Herrn seinen kapitalistischen Stil verleiht. passiert das. damit das. die er nur liebt. Das ist die ein wenig unbekannte Seite des Hundes. Sehen Sie sich die Erszebet Báthory276 an. es gebe irgendwo politische Weise. wann oder wie das Sprechen als Aas fungiert. Das. Wenn sie besagte Stücke dem Boden auch nur ein ganz klein wenig zu nahe brachte. Diese Bemerkungen haben zum Ziel. Ebendies hat viel dazu getan. daß sie sind. die den Diskurs des Herrn betrifft: Wie kann dieser Diskurs. Seit die Menschheit existiert. seine Benennung280 aufrechterhalten haben? ŕ wie die folgende Tatsache beweist: nämlich daß. ist die Arbeit niemals so in Ehren gestanden. Auf folgendes aber muß man gut achten: daß auf einer höheren Ebene ŕ der eines Objekts klein a. was getan werden muß. sich eine Lockerung des Diskurses der Universität zu erlauben. die wir sogleich zu definieren versuchen werden und die uns auf das279 zurückbringen wird. die Arbeiter arbeiten. sich trotzdem überträgt. ein Erfolg dessen. es gebe sie nicht ŕ es gibt sie. trotz allem. 279Mitschrift: den alten astudé 280Mitschrift: Herrschaft [Miller: dénomination / Mitschrift: domination] . Pieyre de Mandiargues´ Novellensammlung Contes immoraux. Man hat die Manipulation dieses Sprechens. zumindest aber. Stellen wir jetzt die Frage. das keinen andern symbolischen Wert besitzt. das Aas. daß sie stets an dem Platz stehen. 276Möglicherweise bezieht Lacan sich hier auf eine Episode aus A. Sie erinnern sich daran. was eine solche Bedeutung hat. Jedenfalls widert sie einen nicht mehr an. 277Mitschrift: verziehen [Miller: gaviez / Mitschrift: gâtiez] 278Diese Erweiterung nur bei Miller. beim Frühstück oder Abendessen. Sie zum Staunen zu bringen. wäre es das. ausgebeutet oder nicht. dessen Mutation ich Ihnen hervorzuheben versucht habe. Es ist nicht sicher. was die Bedeutung der Sprache anbetraf. dann apportierten ihre Hunde sie ihr sofort. was es mit dem Diskurs auf sich hatte. sich den Luxus 196 leisten kann. die es liebte. wenn auch an einem andern Platz. Offen gesagt gelangt er dadurch zu diesem Etwas. Ich spreche von dieser Mutation.181 unwiderstehlich. und278 einer anderen Spezies. wie diese Gesellschaft. was er Ihnen vornehmlich apportieren würde. das ist ein Erfolg. ganz genau berechnen. Dank dessen es nie gleichgültig ist. Würden Sie ihn nicht ständig mästen277. Im Grunde aber ist es vielleicht nicht das. was ins Gebiet der Entstellung des Diskurses fällt. der sich so wunderbar gut verstehen läßt. was man sich in einer gewissen Position gönnen kann. Es genügt. werde ich es Ihnen sofort in Erinnerung rufen. genannt die kapitalistische. Ich hoffe. kapital auch sie. Warum. sie beten es an. weil sie von 195 Ihrem Teller kommen. Es ist sogar ausgeschlossen. was ganz sicher das mindeste ist. Sie wurde 1973 von dem polnischen Regisseur Walerian Borowzcyk verfilmt. eine charmante Frau in Ungarn. von dem aus man richtig handeln kann. was ich bereits gesagt habe ŕ das Sprechen sehr gut die Rolle des Aases spielen kann. von Zeit zu Zeit ihre Dienerinnen zu zerstückeln. was ich den Diskurs des Herrn nenne. Dazu hat er wirklich gewisse Grenzen überschreiten müssen. daß man nicht arbeitet. die ich Ihnen lang und breit vorstelle. Dieser Diskurs ist doch nur eine jener Transformationen. und wenn Sie sich nicht daran erinnern ŕ das ist sehr gut möglich ŕ. indem Sie ihm Sachen geben. die alles. mein Gott. was nicht durch Zufall passiert? Man hätte unrecht zu glauben. Genauso hätte man unrecht zu glauben. Ihnen folgende Frage zu stellen. mit dem verwechselt. daß man nur schlecht erfaßt.

Genau. daß dieser kleine Aufsatz. zu profitieren. die nicht geläufig sind. Das Aas in diesen Fluren da zu transportieren. auf die eine oder andere Weise. bevor man sich überstürzt daran macht. die den Anschein haben. sie signifizierten. daß das als Hebel dienen könnte. daß man sie ins Auge faßt: Stimmt man dieser Lockerung zu. daß ich einen kleinen Aufsatz über die Universitätsreform geschrieben habe. Ich habe bereits von dem gesprochen. Und. man kann da zweimal hinschauen. Ich will sie keineswegs signifizieren. von den Zeilen. dieses Loch im Wirbelsturm: offensichtlich ist es darum gegangen. die sich öffnen. Es gibt mehrere Terme. Man hatte sehr darauf insistiert. den ich eines Tages im nachhinein veröffentlichen281 werde. angeboten wird. die wirklich die Mühe wert ist.283Sie zu autorisieren ist schon ein bißchen mehr. was die Plätze bildet. Zumindest muß man einen Begriff davon haben. Ich spreche darin von einer Reform in ihrem Loch. Hier nun das. um den man mich ausdrücklich gebeten hatte bei einer Zeitung. zu handeln. dort überhaupt nicht durchgegangen ist. die. der einzigen. Sondern weil ich da nicht Sachen hinschreiben will. bereits ins Licht gesetzt. ausgeglichen und ehrlich zu sein. als sie zu schreiben. die nicht allgemein üblich sind. die in dem Ruf steht. Wenn ich hier nur diese kleinen Buchstaben angegeben habe. bezieht man sich richtig auf die Terme bestimmter grundlegender Diskurse. geht man dann nicht in eine Falle? Diese Idee ist nicht neu.182 Er ist die Vierteldrehung im Verhältnis zum Diskurs des Herrn. daß sich das. Nun. trotz dieser Insistenz ist es recht überraschend. mein Gott. 2 S2 S1 a $ S1 $ a S2 $ S1 Agent Arbeit Wahrheit Produktion S2 a Das hier ist so etwas wie ein Apparat. denn ich will diese Signifikate gewissermaßen keineswegs autorisieren . dann 197 nicht aus Zufall. als Zange. es zu machen. und die Le Monde heißt. schrauben. das ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit. das muß man schon sagen. sondern autorisieren. 281Mitschrift: Ihnen eines Tages mal vorlesen werde [Miller: je publierai / Mitschrift: je vous lirai] 282Mitschrift: angelegentlich einer gewissen Anzahl 283Mitschrift: seien Signifikate. die die Universität betreffen. Woraus sich eine Frage ergibt. woran unsere heutigen Bemerkungen. der Reform. dann kann man gewisse Skrupel haben. und ich habe das. an denen sich diese Insignifikanzen einschreiben. artikuliert werden müssen. eine gewisse282 Anzahl von Maßnahmen. Es findet sich. sich konstruieren läßt. daß ich diese ganz kleine Seite verfasse bezüglich der Reorganisation der Psychiatrie. was es mit dem Agenten auf sich hat. sagen wir mal.

Die Wahrheit dessen. Aller Wahrscheinlichkeit nach definiert das den Platz des Herrn. das ist folgendes: der Bezug zu diesem Realen als eigentlich Unmögliches. daß Hegel das Mittel findet ŕ zugegeben. genau darum handelt es sich. wie Hegel sich ausdrückt. das Denken285 der Funktion dieses Terms ist. Ein gewisser Hegel hat sich damit beschäftigt. der Aufstieg. Und zwar trotz dem. wahrhaft überflüssig war. daß ich mich. denn ich. und um eine andere Person. daß er. als ihn mit dem Tod zu identifizieren. Und das ausgehend von der Tatsache. ich muß es Ihnen wirklich gestehen. die sie vollständig gelesen haben. was er artikuliert. Offensichtlich gibt es keine bessere Art und Weise. wenn man daran denkt. also „funktioniertŖ. des Herrn. derart. Hegel. Etwas gibt es. wie man bereits vermuten kann. warum es einen Herrn geben sollte. Das Unerhörte daran ist. wenn ich Ihnen sage. Es ist sehr ärgerlich. daß man sie nicht direkt lesen kann. die ich gehabt habe und die ich für sie nochmal durchgegangen bin. Es handelt sich um meinen Lehrmeister. Es ist auch ein kalter. der handeln läßt. die Wahrheit ist. noch so sehr abmühen konnte. und natürlich hat man nicht auf mich gewartet. zu einer gewissen Zeit. das Sie nicht glauben. daß das. Diese hat die Phänomenologie des Geistes wirklich auf eine lichtvolle Art und Weise gelesen. sagt. Wir können sie wahrhaft direkt lesen. Ich will sie nicht bitten. daß das der irre Humor ist. die Hand zu heben. und zwar. darauf hinzuweisen. sondern der. das ist. eigentlich: der Auftritt dieses Rohlings. Und trotzdem. in einer Dialektik. den Herrensignifikanten S 1 aufzuspießen. Es ist wirklich zum Kotzen. die. von dem man absolut überzeugt sein kann. vorausgesetzt. seitdem ich davon gesprochen habe. 284Mitschrift: der handelt. was er tut. der sie tausendfach dargelegt hat. bin nicht in allen Ecken gewesen. daß er Hokuspokus macht und jedermann reinlegt. daß alles. ich artikuliere gerade. was bei Éric Losfeld erscheint ŕ das hat keinerlei Resultat gezeitigt. was er sagt. 198 der da ist. die von einem Kaliber ist. alles in allem. daß die Kritik der praktischen Vernunft ganz offenbar das Buch eines außerordentlich viel komischeren Erotismus ist als das. der aus dem Kampf auf Leben und Tod um das reine Anerkennen hervorginge. daß die Phänomenologie des Geistes. um es zu tun. Was er tut.183 Dieser Term unterstreicht wie eine Art Rätsel der französischen Sprache: der Agent ist nicht zwangsläufig der. wie Hegel sich ausdrückt. was er artikuliert. man muß aber genauer hinschauen. der handeln läßt 285Mitschrift: Aufstieg im Denken . daß es hier vielleicht keine fünf Personen gibt. wir lassen uns von ihr gefangennehmen. sondern der. das zu zeigen. Es ist wirklich die außergewöhnlichste Sache. die Phänomenologie des Geistes wirklich gelesen haben. ich würde nicht sagen: schwarzer Humor. daß er absolut gut weiß. Was ist das. was möglicherweise in den Anmerkungen von Kojève steckt. auf der Tafel. Und weiter. Das ist das Beste. daß der Herr fungiert [fonctionne. daß das dann auch weiter keines zeitigt. und daß. nicht ganz klar ist. in der Phänomenologie des Geistes? Die Wahrheit dessen. was der Zenit. Alexandre Kojève. Der Gipfel. ist absolut verführerisch und sensationell. daraus resultiere jenes seltsame anfängliche Betreiben [agencement]. das ist. worum geht's? Darum. denn auch ich selbst. So daß es. den man handeln läßt 284. RN]. Man sieht überhaupt nicht. die es gibt. daß ich bis jetzt erst zwei Personen gesehen habe. was man sich bezüglich seiner fragen kann. in einer Geschichtsauffassung.

Es ist die List der Vernunft. was Hegel über die Kultur sagen kann ŕ wuchern die triftigsten Bemerkungen immer da. der Kompositionsphasen des Spiels des Geistes. offen gestanden. weil es. von Strang zu Strang die gesamte Entwicklung der Kultur durchzieht. ist dazu da. wie Sie am Anfang bemerken können. des Wissens einzusetzen. Hegel findet das Mittel. wird nichts gesagt. haben wir es im Sprechen mit etwas sehr Listigem zu tun. schließlich belohnt uns die Geschichte mit diesem Wissen. so sagt er uns. die sich entlang dieses Fadens situiert. daß diese wahrhaft bemerkenswerte dialektische Deduktion unternommen worden ist und daß sie. was ich die List des Raisonneurs nenne. und zweitens hat er doch wollen286. dieser außergewöhnliche Streich. der das ist. ihm zum Nutzen ŕ zum Nutzen seiner Arbeit ŕ irgendeinen Fortschritt. der seinen ganzen Wert für uns besitzt. der nicht nichts ist. daß man nicht einen Moment lang dafürhalten kann. Dank wessen? ŕ dank der Reihe von dialektischen Mutationen. Das ist wirklich ein sehr schöner Begriff. das sich einrichtet ausgehend von diesem Initialmoment und das von einem Ende zum andern. die dieses ganze Spiel gelenkt hat. in der Hegelschen Aussage keine vier Terme gab. man muß aber wirklich die List des Raisonneurs erkennen und seinen Hut vor ihm ziehen. dann wäre der Coup gelungen gewesen. Sie können ihn hier aber auch mittels des Terms Genießen identifizieren. erstens. ba. daß zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Des langen und breiten ŕ nehmen wir als Beispiel das. dann ist die Frage die 286Mitschrift: gerade deswegen verzichten müssen [Miller: il a bien voulu / Mitschrift: il a bien fallu à cause de ça qu'il renonce] . uns Analytiker. zu jenem Term. was aus ihr hervorgeht. zweifellos. und wir können ihm folgen auf der Ebene eines Terrains b. Diese unglaubliche Art und Weise. vernünftig oder nicht. Das aber. das man nicht als vollkommenes bezeichnet ŕ wofür man durchaus seine Gründe hat ŕ. unwiderstreitbares. sondern als absolutes. sie ist es. geglückt ist. der die Wahrheit des Herrn liefert. Vermöge dieser erzwungenen Arbeit. gelangt der Knecht. Und der Herr erscheint 199 nur noch als das Instrument. Ich wiederhole: Es gibt nichts Komischeres. was man bis zu ihm das philosophische Denken nennt ŕ. weil er an dessen Stelle die Arbeit setzt. des Balletts. der Gipfel dieser List ist nicht da. wo man ihn denkt. wie man sagt. mit dem er zeigen kann. Es ist sublim. Nur. Die List der Vernunft. nämlich die Abfolge der Dominanz-. Wenn wir den Platz des Agenten bezeichnen ŕ wer auch immer er sei. des Menuetts. vor der man sich hüten muß. ist wirklich von einer außergewöhnlichen Bedeutungslosigkeit. wir wären dem Aufstieg [ascension] des Sklaven in irgend etwas nähergekommen. ich nenne ihn S2. denn alle anderen Signifikanten werden auf ihrer Rundfahrt dort durchkommen ŕ. zur Zeit der Schlacht von Jena. was dann geschieht. sondern zunächst den Herrn und dann den Knecht.a.184 die bei dem trifft. einen jeden faszinierte. uns eine wesentliche Dimension sehen zu lassen. es ist keineswegs immer der Platz des Herrensignifikanten. daß es letzten Endes der Knecht ist. daß von daher kommt. der sich das Absolute Wissen nennt. nicht hat verzichten wollen. denn wenn's ums Unbewußte geht. am Ende der Geschichte. Diesen Knecht. der sich die Phänomenologie des Geistes nennt. als Der großartige Hahnrei der Geschichte. Von dem. in dem er ihn nach unten zurückdrückt. auf das er. wenn man so sagen kann. was gleichwohl kein Äquivalent dafür ist. Es ist ganz offensichtlich. Wäre es möglich gewesen. durch seine Arbeit. wo es um das Spiel der Zwischenfälle und der Übungen [exercices] des Geistes geht.

die insistiert und die. verdient. Was inauguriert. wieder auf den Begriff Hegels. einen ganz anderen Sinn verleiht. daß die armen Kleinen. sagen Sie sich wirklich folgendes: Wenn es etwas gibt. Er hatte auch Schwächen. was er [sich] von seiner Geburt erhoffen kann. zum Beispiel. es nicht sieht: Hegel. das dem. das ist der sublime Repräsentant des Diskurses des Wissens. die. die jenen Signifikanten erscheinen läßt. die in diesem Moment nichts tun als ins Industriezeitalter einzutreten.185 folgende: Was läßt ihn. auf einer bestimmten Ebene also ŕ wir stoßen hier wieder auf den Term Hegels ŕ. der Ausbeutung bis auf den Tod. das ist seit den geschichtlichen Zeiten da. wie er konnte. dank dem Herrn. was Hegel vorgebracht hat. die lieben Schätzchen. handeln? Wie kann sich diese außergewöhnliche Kreisbahn erzeugen. Und selbst wenn es. Trotzdem müssen Sie ihn zu lesen wissen. daß die Wahrheit kein anderes Gesicht hat. wie Maine de Biran. eigentlich gesagt. das man sich nicht vorstellen kann. diese Wiederholung. und ich möchte sie ausdrücklich betonen aufgrund von Freuds Satz. kleine Mitglieder kleiner Provinzgesellschaften. Nichts. die durch Europa bummeln. mit dem Begriff Revolution ausgezeichnet zu werden? Wir stoßen hier. und zwar des universitären Wissens. diesen Agenten. den Tod. was bringt diesen Agenten ins Spiel? ŕ denn schließlich währt das nicht schon von jeher. das die Wahrheit Ihnen eingeben muß. auf einer bestimmten Ebene. welche Art von Typ das war. naît au monde le travail] 288Laut Mitschrift deutsch im Original. Dies Bemerkung hat ihren Wert. Das hinderte ihn nicht daran. Sein Verhältnis zu seiner Frau. das war wirklich ein charmanter Kerl. die psychische Realität des in die Sprache eingeschriebenen Seins charakterisiert. die auf den Wegen bleiben. dann ist das ganz sicher nicht die Liebe. um die herum sich das dreht. In Deutschland aber findet man sie an der Universität. und daß der Herr nur der Untergeordnete ist. Vielleicht. auf einem bestimmten Niveau des universitären Status. wenn es sie gibt. oder auch Typen wie Descartes. was Freud trotzdem entdeckt hatte zu jener Zeit und das er. das ist schon was. 289Mitschrift: die analytische Beziehung* . Kurzum. Dieser Freud. kommt. zu denken. der Welt die Arbeit aufzuhalsen. Bei uns findet man die Philosophen nicht an den Universitäten. und seine Tonart verstehen ŕ er spricht von dem. der so blen.287 Was ist die Wahrheit? Genau da plaziert sie sich. auch ihn. wenn Sie das Analysieren*289 stützen wollen. etwas gibt. Denn in unserem Fall ist es die Wahrheit. daß sie es sind. die Arbeit in die Welt [Miller: de remettre au monde le travail / Mitschrift: grace au Maître. um die Musik in Gang zu bringen. daß man genau aus dem Grund nicht daran denkt. mit einem Fragezeichen. in das große Zeitalter der Schufterei. weit entfernt davon. ist etwas. daß die analytische Beziehung auf die Liebe zur Wahrheit gegründet288 sein muß. den man brauchte. Er war wirklich ganz Feuer und Flamme. Seine ganze Existenz hindurch eine derartige Fotze ertragen zu haben. Wir in Frankreich. wir haben nie andere Philosophen als Leute. Es ist eine gute Sache.200 dend ist. man wird sie ertappen bei der Enthüllung jener Wahrheit. Man kann uns das als Vorteil anrechnen. kein Blödmann zu sein. Man sieht. nämlich der radikale Charakter der Wiederholung. das zu bemerken bezüglich eines Falles der derart brillant. was. Und man ist. als Todestrieb bestimmt hat. weswegen man verrückt sein 201 287Mitschrift: Hier. die die Geschichte machen. allem Anschein nach. dann ist das genau das. in der Lage.

daß es vielleicht tatsächlich einfach so ein ganz naives Reales gibt ŕ genau so spricht man. Auf der Etappe. das für die Wahrheit ausgibt. wenn's um diejenigen von diesen Diskursen geht. eingehalten werden muß. ganz und gar durch die Finger gleiten läßt. das macht. Und ebendeshalb ist es wichtig. und zwar ganz genau auf der Ebene des Diskurses des Herrn. dem man an der Straßenbiegung begegnet ist. Klar ist. was der analytische Diskurs uns glücklicherweise zu ahnen und exakt zu artikulieren erlaubt. indem sie uns die Frage nach dem stellen. was sich als Reales behauptet. Auch das ist nicht exakt. Operationen sind. Erziehen. daß ich es artikuliere. die. was ich über das Reale andeute. durch das erste Dingelchen. die Realität finden. so lange auf den Fluren. was uns das Risiko. in der Dimension der Liebe zur Wahrheit umherzu. um mittels einer Definition zu komplettieren. uns sagen zu lassen. Analysieren auch und. Die Wahrheit. warum nicht. wie sich das erzeugt. überhaupt nicht. die sich im Realen nur dadurch definieren. ein bißchen mißtrauisch zu sein. daß sie uns die Unmöglichkeit dessen. Wie auch immer ŕ daß wir stets dabei sind. um das Unmögliche in den Griff zu bekommen. Ebendas kann uns dazu dienen.202 schleichen. Das ist wirklich dazu angetan. Gesichter hat die Wahrheit mehr als eines. das bedeutet. wenn man so sagen kann. unsere Liebe zur Wahrheit zu ermessen ŕ und es kann uns auch darauf stoßen. nur als unmögliche artikuliert werden können. wenn sich das Reale durch das Unmögliche definiert. von der alles darauf hindeutet. um die Dinge unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten. auf der sich das Register einer symbolischen Artikulation als das unmöglich als wahr zu Beweisende definiert gefunden hat. in den Labyrinthen der Wahrheit herumzutrödeln. die. daß ihr Reales. daß sie mehr vom Realen kennt [connaît] vor allem. wie Hegel gesagt hat ŕ genau das macht den Bezug auf das notwendig. 290Mitschrift: das heißt auf die Anerkennung der Realität* . Wenn wir gezwungen sind. trotzdem. unmöglich sind. Genau da begegnen wir dieser Bemerkung von Freud. wenn man sich ihnen nähert.186 müßte. was die erste Verhaltensrichtlinie sein könnte. daß man nicht ankommt. das erweist sich. wenn man vom Kennen [connaître] spricht und wenn man sich an die ersten Entwürfe dessen erinnert. in der wir. schließlich aber ist der Aufenthalt in den Sesseln vielleicht nicht die beste Position. daß sie. plaziert sich das Reale. und zwar verdammt gut. warum Regieren. die erahnte Chance einbringt. was die Analytiker anbetrifft. Begehren-machen. platzt. das ist. begleitet von jenem Analysieren*290. Gerade das aber. daß ihre volle Artikulierung als unmöglich genau das ist. Diese Operationen sind da. diese verrückten Sachen. im allgemeinen ŕ. was es mit ihrer Wahrheit auf sich hat ŕ nämlich. was es mit dem Diskurs der Hysterika auf sich hätte. Und warum sollte man darüber erstaunen. sie halten viel aus. die für uns ganz neu sind? Nicht daß man nicht bereits ein gutes dreiviertel Jahrhundert zur Verfügung gehabt hätte. nicht mit einemmal verrückt zu werden durch eine Wahrheit. eigentlich gesagt. dann gerade weil es etwas gibt.

womit sich die Arbeit beschäftigt: das nennt sich die Produktion. Ich hoffe. das System der Welt zu erneuern. eine gewisse Anzahl von Dingen zu erhalten. das.187 3 Was ich sage ŕ ich bin überzeugt davon. wie alle Franzosen. wie dies bereits angegeben ist durch den Platz. zwischen uns und dem Realen. das verstopft. was aus der Arbeit resultiert. Schwester des GenießensŖ]. Nur. Egal welche Zeichen. daß die Phänomenologie des Geistes etwas war. das In-den-Griff-Bekommen dessen behindert. Wäre ich ihm nie begegnet. nämlich das nackte Reale. da gibt es die Wahrheit. was vielleicht letzten Endes allein eine Mutation hineinbringen könnte. was man will. sich am Platz des Agenten einschreiben. Das ist jeden Tag greifbar. das erhöbe auch nur den mindesten Anspruch darauf. keine Wahrheit. die man schafft. Und die Entdeckung eines gewissen Marx ist genau die. einer Richtung angezeigt ist und die sich stets als unmöglich definiert. die Produktion hat in jedem Fall keinerlei Bezug zur Wahrheit.h. dann wäre es sehr gut möglich. durch diese Praxis. durch den Zufall der Begegnungen. die hier mittels eines Pfeils . zu sehen. vielleicht nicht vermutet hätte. die in einem bestimmten Zeitraum erzogen worden sind. den Kontrast akzentuieren werde. die Herrensignifikanten. und alles springt. den man bereits vor ihm kannte und der das bezeichnet. Und es gibt nicht nur keine Kommunikation. Ich sage Ihnen nicht. das sei die liebe kleine Schwester des Unvermögens [Vorl. die es wirklich derart werden entstellen können. Die Leute arbeiten lassen ist noch viel ermüdender. ich habe Ihnen bereits eines Tages in einem lyrischen Anflug gesagt. man kann versuchen. Man muß von genau dem ausgehen. Die in der ersten Zeile geschriebene Unmöglichkeit ŕ es geht jetzt darum. Die Wahrheit. Ich zum Beispiel hätte Kojève sehr gut nie begegnen können. daß es gute Aussichten hat. ein wenig daran gewöhnt ist. Man kann machen. die ich Ihnen gegeben habe. Zwischen der Existenz eines . die Bedürfnisse sind. auf der Ebene dieser zweiten Zeile gibt es nicht den kleinsten Pfeil.. man kann sagen. was in der Tat ganz und gar unmöglich ist. was das Einkreisen. in dem ich. Der Herr tut es nie. der zwischen der erste und der zweiten Zeile besteht. einem Term sein ganzes Gewicht verliehen zu haben. daß es einen Herrn gebe. Im Diskurs des Herrn zum Beispiel ist es in der Tat unmöglich. wie die Analyse uns. es nutzt nichts. der. die erhellend scheinen können für jemanden. hätte man nicht auf der Ebene der zweiten Zeile das letzte Wort in dieser Sache. womit die Unmöglichkeit zusammenhängt. Ich sage Ihnen nicht. sondern es gibt etwas. das sei der Hebel des Archimedes. oder gar das Denken der Geschichte. den Herrensignifikanten. in den Stand versetzt. Nur ŕ da. Es wäre nicht übel. Er gibt ein Zeichen [signe]. daß es hier fünf oder sechs Personen gibt. Die erste Zeile beinhaltet eine Beziehung. Was ist das. was man will. 4: „die Wahrheit. wenn man es wirklich 203 tun müßte. in jeder der vier Formeln. Ich gebe nur an. was verstopft? Es ist das. wenn die Analyse Ihnen erlauben würde wahrzunehmen. der seine Welt einfach so zum Laufen bringt. diese Produktion mit Bedürfnissen zu verbinden. daß ich. der dem Term der Wahrheit zugewiesen ist. das ist zumindest einigen von Ihnen wieder eingefallen in dem Moment. als selbst zu arbeiten. d. wiederzuerscheinen.

Seien wir aber 204 mißtrauisch. Er spürt genau. Unglücklicherweise ist es nicht so. verknüpft sich stets mit folgendem: Wenn sie uns um ihre Wahrheit herum bei Atem läßt. Das ist da auf eine sinnliche Weise greifbar. gar eine Rekonstruktion. die Nikomachische Ethik.188 Herrn und dem Bezug einer Produktion zur Wahrheit gibt es kein Mittel. daß das nicht selbstverständlich ist. geht aber noch weiter zurück. es gibt kein Mittel. denn wie Sie sehen werden. daß es auf ebenjener Seite etwas geben könnte. Er suchte dessen Wahrheit. wären sie nicht vom selben Geschlecht. genau das ist das Gefährliche. man weiß nicht. den ich mir. worum es geht. Er ist kein Universitätsprofessor. Damit man sich darauf einläßt. und der Bezug der Produktion zur Wahrheit. 291Mitschrift: hat nichts mit der menschlichen Existenz zu tun. wie man es gewahrt. das das Verhältnis zwischen dem Herrn und dem Sklaven motiviert. Diese Mehrlust. Er drängt seine Meinung nicht auf. was man mit ihr machen soll. die ich dieses Jahr artikuliert habe und die ich zunächst als Stütze setze. Man sieht genau. daß das nach allen Seiten wegrutscht. als müsse das selbstverständlich sein. wenn man Leute liest. dann ahnen wir. daß niemand zu bemerken scheint. auf welche Weise er versucht. das wir Unvermögen nennen werden. Diese Mehrlust. wäre es Mann und Frau. Lesen wir Aristoteles. in denen er davon handelt ŕ er bewegt sich nur auf einem Weg. daß. was. ins Zentrum der Welt ein höchstes Gut zu stellen. dann weil etwas sie beschützt. Und das Unerhörte dabei. sind sie nicht verschiedenen Geschlechts. bis auf die Ebene des Diskurses des Herrn. Sie ist eine wahrere Stütze. da herauszukommen in den drei oder vier Absätzen. daß das Verhältnis des Herrn zum Sklaven/Knecht ihm wirklich ein Problem bereitete. Als Subjekt. und es ist wahrhaft großartig zu sehen. steht außer Frage. daß das ins Schleudern gerät. und er läßt durchblicken. Weder ist er sehr sicher noch legt er gesteigerten Wert darauf. Da kommt man nicht mehr heraus. sich so zu artikulieren. an erster Stelle Aristoteles. vorauszusetzen erlaube. mit einemmal. kennen wir ihn jetzt nur noch in einer beträchtlich modifizierten Form. in seiner Produktion. Es könnte so aussehen. daß darin eine Hoffnung läge. beginnt das Problem der Ethik zu wuchern. dem eines naturgegebenen Unterschieds. das ist. daß gerade aus der Tatsache. Das ist kein kleiner Schlaukopf wie Hegel. wenn er das sagt. nämlich darum. und mehrere andere Werke der moralischen Reflexion. dank Hegel. trotzdem aber besitzt sie durchaus die Stärke292. und er läßt die Arme sinken. die Eudemische Ethik. Ach. den. ein Subjekt. Nehmen wir beispielsweise im universitären Diskurs diesen ersten Term. die wir hier ins Spiel bringen. ja. sie ist eine Konstruktion. das wäre wahrhaft sublim. daß es sich auch nicht einen Moment lang als Herr des Wissens wahrnehmen könnte. Jedwede Unmöglichkeit ŕ egal welche ŕ der Terme. damit zurechtzukommen291. aus dem das Gut[e] des Sklaven hervorginge. unter dem Namen dieser Mehrlust. muß man durch es wirklich so in Verlegenheit gebracht worden sein wie der Fisch durch die Kartoffel. damit zurechtzukommen 292Mitschrift: bezieht sie ihre Stärke daraus [Miller: il a bien la force / Mitschrift: il tient sa force] . eine Lehre zu ziehen ist. der Herr aus der Arbeit des Sklaven empfängt. als Produktion ein denkendes Sein zu haben. Schließlich aber spürt er. der sich hier im Term S2 artikuliert und der sich in dieser Stellung eines unsinnigen Anspruchs befindet. Da. die Hegel nicht gelesen hatten.

Und wie ich letztesmal sagte. Der. denn es ist S1. was es bezeugt. ja. indem ich den Umriß dieser Unmöglichkeit seiner Stellung auf eine Achse beziehe.189 Und trotzdem liegt sie auf der Hand. beweist. 4 Damit also haben wir die Beziehung zwischen diesen Termen definiert. zu etwas anderem überzugehen ŕ ein anderes Zeichen für das Unvermögen. weil er . das symptomatische Zerreißen der Hysterika. aus dem Diskurs des Analytikers ein anderer Stil des Herrensignifikanten erscheinen. die. wenn man diese Dreivierteldrehung macht. Kommen wir schließlich zur Ebene des Diskurses des Analytikers. wohl verstanden. nichts anderes ist als der Diskurs des Herrn. Nicht um das Subjekt situiert sich das. dadurch. was ein fruchtbarer Schritt sein kann. den ich nicht genannt habe. liegt der Schlüssel zu allen Bereichen dennoch nicht da.und anderer Tricks. worum es geht in der Stellung des Analytikers. deren erstes die Wissenschaft ist. so wie er sich artikuliert ŕ setzen Sie das $ nach oben links. das kleine a an den Platz der Wahrheit. Ehrlich gesagt. ich habe es gesagt. Natürlich hat es niemand bemerkt: es ist recht merkwürdig. letzten Endes ist das ein bißchen mager. ihn auf das zu beziehen. ist der. der Blick. was für einer er ist. was er produziert. Das Objekt a. das S2 drunter. Akzentuiere ich ausreichend die Umrisse der Unmöglichkeit seiner Stellung? ŕ insofern der Analytiker293sich in die Stellung begibt. um begehrt zu werden. nicht des Denkens. bis hin zum politisierten Masochismus der Stoiker. ob er nun einen andern Stil hat oder nicht. daß er einiges wüßte über das. 293Mitschrift: Ebendies akzentuiere ich. was er im Prinzip repräsentiert. daß sie das Objekt a sein muß. den die Analyse gebracht hat. uns in das ein. nämlich diese Verführung der Wahrheit. die Männer dafür schwärmen und sich nicht mal träumen lassen können. das die subtilste der Unmöglichkeiten verdeckt. und auch wenn der Auftritt des Subjekts als Agent des Diskurses sehr überraschende Resultate gezeitigt 206 hat. die der Sklave uns bringt. als ich Vincennes verließ. zu sein. obgleich. der unnennbar ist. die er präsentiert. die Mehrlust. sondern des Aktes. das S1 nach rechts. es zuerst in die Geschichte einführt. daß das. das ist. man wird nicht schon morgen früh wissen. Welche Fruchtbarkeit die Befragung der Hysterika auch immer gezeigt haben mag. vielleicht kann. den Agenten. weil auf seine Untersagung sich diese gesamte Struktur gründet ŕ nämlich das Genießen. die kleine Dachluke. denn als Produktion von Wissen motiviert sich die Spaltung. daß sich in aller Ruhe als das Subjekt des Herrn einzurichten ŕ daß das als Mehrlust nicht geht. die Ursache des Begehrens zu repräsentieren. Auch das 205 geht nicht. das Hegel uns noch einmal durchgehen läßt dank seiner wunderbaren Taschenspieler. Ihre Wahrheit. das an den Platz der Produktion kommt. Was das gesamte Denken der Antike. Nehmen wir jetzt den Diskurs der Hysterika. deren es vier gibt. Ebenda führt uns die Sicht. und zumindest im Moment sind wir völlig unvermögend. Und ebendarin erscheint das revolutionär. das ist.

der Trennung zwischen dem Genießen und dem Körper. was ich gerade gesagt habe über das Unvermögen. und das ist das mindeste von dem. daß von einem bestimmten Tag an sich die Mehrlust rechnet. Spüren Sie nicht. dann wissen wir nichts von ihnen 294. Die Auster und der Biber stehen auf einer Ebene mit der Pflanze. die nahezu geordnet ist. was wir wirklich wissen müßten. sich zusammenzählt. die. was die Ordnung des Diskurses einrichtet. was ich die Markierung nenne. der von jetzt an mortifiziert ist. vielleicht auch eins hat. Man braucht nicht darauf zu warten. daß wir. daß wenige unter Ihnen. warum der Diskurs des Herrn so solide eingerichtet ist. keine Distanz gibt zwischen dem Genießen und dem Körper. was es mit dem Genießen auf sich hat. dessen die Auster oder der Biber genießt. daß alles erst Sinn annimmt. und zwar derart solide. was das bewirken würde. ob das wegen Luther ist oder wegen Calvin oder wegen ich weiß nicht was für einem Schiffsverkehr rund um Genua oder im Mittelmeer oder anderswo. Beachten Sie gut. die Dinge in einer Kluft beläßt. was Marx ŕ ohne daß er. zwischen der Mehrlust und der Wahrheit des Herrn die Verbindung herzustellen. das muß ich sagen. Markierung des einzigen Zugs. nie etwas anderes tun werden als einem Umriß zu folgen. Aber um die Wahrheit zu sagen: Wenn es natürliche Prozesse sind. wenn es wirklich weh täte. . ja. niemand wird davon je etwas wissen. daß. sekundär. alles in allem. Eben insofern als die Sprache. von dem Moment an. Wir wissen nur. folgen wir ihrem Faden. in Ermangelung eines Signifikanten. ob natürlich oder nicht. ausgenommen. sich verbucht. die unsere liebenswertes sexuelles Milieu kennzeichnet. Von einem bestimmten Moment der Geschichte an ist im Diskurs des Herrn etwas anders geworden. daß wir zuletzt die Verweichlichung als natürlich ansehen. daß hier der entscheidende Schritt liegt? Ich sage nicht. Wichtig ist. Das Genießen ist ganz genau korrelativ zur ersten Form des Ins-Spiel-kommens dessen. in der uns eine Gesellschaft unterhält. Zunächst muß man sehen. Ausgehend von der Spaltung. wenn der Tod ins Spiel kommt. Woher diese sadomasochistische Wahnidee. Man kann sagen. was man Akkumulation des Kapitals nennt. Das. Das hängt mit dem 207 zusammen. weil es. daß man von Genießen. daß das Genießen begrenzt ist durch natürliche Prozesse. um auf die Frage zu antworten. können wir. als alles. stellt sich die Frage. der Markierung zum Tode ist. den einzigen Zug. nämlich. alles in allem. daß jeder vor Lust [envie] stirbt. als es mit dem Ursprung des Ins-Spiel-Kommens des Signifikanten verknüpft ist. Das ist völlig bedeutungslos. wo es das Spiel der Einschreibungen gibt. wenn Sie ihr einen Sinn verleihen wollen. was derzeit auf der Ebene des universitären Diskurses passiert. auf dieser Ebene da. wie stabil er ist. sicher sein. Wir werden uns nicht damit behelligen. daß das Subjekt sich als gut verborgen offenbart hat auf der Ebene der Wahrheit des Herrn. zu wissen. dessen Umrisse zeigen würde ŕ betreffend die Produktion demonstriert hat und das er Mehrwert nennt und nicht Mehrlust.190 Der Schlüssel liegt in der Befragung dessen. sondern das Un294Dieser Satz nur bei Miller. daß das letztere das Entscheidende ist. Die Spaltung des Subjekts ist zweifellos nichts anderes als die radikale Zweideutigkeit. die sich an den Begriff der Wahrheit selbst heftet. ermessen. denn der wichtige Punkt ist der. das sie uns darüber hinaus bringt. Genießen. mit der ich begonnen habe. Es gibt aber etwas. in bezug auf das. Da beginnt das. so scheint's. wirklich [nur] insofern sprechen kann.

darauf hinzuweisen. so müßte man gleichwohl sehen. wenn sich das bewegt. Ohne das kann nichts funktionieren ŕ was hier passiert. Ich sage Ihnen. die ich Ihnen liefere ŕ eine Person die Dinge trieb. denn kein Kind wird geboren. für die. Man hat mit der Absonderung nie völlig aufgehört. Was überrascht ŕ und was man nicht zu sehen scheint ŕ. ich gehe langsam voran. nicht gezwungen. Diese Entzückende sagte zu mir: Ich. 295Mitschrift: Nun. Das Objekt a. Übrigens schwimmen wir alle in ihnen in der gesegneten Zeit. Den Imperialismus anprangern? Aber wie ihn anhalten. was den Diskurs der Universität betrifft. der plötzlich besonders illuminiert. an den der mehr oder minder erträglichen Ausbeutung. diese Verhältnisse in Bewegung zu bringen ŕ man muß ihn trotzdem nicht bis zu dem Punkt hochtreiben. daß sich die Sache ein wenig dreht. die in dem ganzen Problem des Diskurses steckten. die mich während zumindest zweier oder dreier Monate dessen begleitete. das a in einer lebendigen Form. das wird immer wieder von vorn anfangen. jedenfalls gibt es eine Ebene. denn. daß die Wolken des Unvermögens fortgeweht sind. daß der Anspruch. Bleibt. was man die wilde Jugendzeit zu nennen pflegt. Man falle mir nicht auf den Wecker damit. Wie auch immer. ist. insofern das a. Kurz gesagt: Die Fehlgeburt des Großbürgertums. ohne mit diesem Verkehr zu tun gehabt zu haben durch die Vermittlung seiner liebenswerten sogenannten Erzeuger. Und genau darin müssen Sie sich zurechtfinden. auf der das nicht in Ordnung kommt. daß sie die Wirkung der Sprache ist. Ursache des Begehrens gewesen ist. Wo ist er? Wie soll man ihn nennen? Wie ihn verorten? ŕ wenn nicht. daß auf der Ebene des Diskurses der Universität das Objekt a an einen Platz kommt. der Herrensignifikant nur noch unangreifbarer erscheint. mir zu sagen. was Sie alle sind. diesen kleinen Mechanismus? Wie ist es jetzt mit dem universitären Diskurs? Anderswo kann es keine Aussicht darauf geben295. das ist homogen. ich bin eine reinrassige Proletarierin. sich in einem Punkt zu situieren. offenbart. das ist das. die ganze Zeit ihren Brutkasten mit sich herumzuschleppen. aufgrund der Tatsache. und zwar auf der Ebene derer. daß es anderswo keine Aussicht darauf geben kann 296Mitschrift: müßte man wirklich zu fragen wissen [Miller: il faudrait vraiment avoir interrogé / Mitschrift: il faudrait vraiment savoir interroger] . in die Funktion der Mehrlust ein bißchen [frischen] Wind zu bringen. wir haben es mit den Werten zu tun.191 vermögen dieser Verbindung wird plötzlich ausgeräumt. was. wie sie auch sein mag. das ist das. Sie sehen es. bis zu dem ŕ eine kleine Erinnerung. insofern Sie da aufgereiht sind ŕ soviele Fehlgeburten dessen. daß zwischen der Fehlgeburt des Großbürgertums und der des Proletariats eine Welt liegt. es Ihnen später anzugeben. was erlaubt. 208 ist. in der wir leben. die hier oder anderswo rumzappeln. Der Mehrwert fügt sich dem Kapital hinzu ŕ kein Problem. Wie? Ich behalte mir vor. ich täte gut daran. und zwar gerade in seiner Unmöglichkeit. daß von diesem Moment an. die Sie gezeugt haben. diejenigen. illuminierbar wäre und dem es gelingen könnte. der jedesmal dann im Spiel ist. in seinen tödlichen Wirkungen. die die Wirkungen der Sprache produziert haben. ganz sicher. Das Objekt a. Und auf genau der Ebene hätte man wirklich fragen müssen296. so sehr Fehlgeburt. Ich kann Ihnen aber schon jetzt sagen. als Fehlgeburt. die Psychoanalyse lehrt es Sie. und auch hinter ihnen stand die vorhergehende Generation.

all das. Wenn sich das nicht dreht. dann knirscht's. durch die Zeiten. die klassischen Dinge. er bellt ŕ was kann er tun? Nächstesmal werde ich versuchen Ihnen zu sagen. was ich den Streik der Kultur nenne. auf der Ebene. nämlich dieser Säugling [Miller: de vivant. à savoir ce nourrisson . wo die Dinge Fragen aufwerfen. auf der die Dinge zur Zeit passieren. dieses Gekreische. sondern einfach. die uns. Hat es das jemals gegeben? Ja. an Wissen bleibt. das sich a schreibt. zweifellos. kurz gesagt.. ich habe das zur Genüge betont ŕ. JUNI 1970. auf der Ebene der Durchführung von etwas. daß sich irgend etwas dreht ŕ letzten Endes kann man natürlich nie drehen. d. an diesem Punkt der Verfinsterung [Miller: ce point d'auscultation / Mitschrift: à ce point d'occultation] 298Mitschrift: bleibt. bedeutet. was kann dies hoffen? ŕ dieser Punkt des Abhorchens297. Was uns betrifft. die gewissermaßen von ihnen abkopiert sind. dann sicher nicht durch Fortschrittlichkeit. warum nicht. weil das nicht aufhören kann. dieser Schrei. ce nourrisson / Mitschrift: de vivant. dieser Blick.h. sich zu drehen. was vom Körper an Lebendigem. davon das beste Zeugnis ablegen. die formalen.192 Wenn man will. 297Mitschrift: hoffen. dieser Säugling298. und es sind die Alten. 10. de savoir. da. und danach. was das.

und zwar deshalb. wie die Leute sagen und was eine hontologie301 produzieren müßte. Diese Visitenkarte kommt nie wohlbehalten an. vor Scham sterben ist der einzige Affekt des Todes. 301Überlagerung von »Ontologie« und einer »Lehre von der Scham«. 300Homonym zu »Vincennes« und zu »vingt scènes«. Bruder des Lumpenproletariats. vgl. diese Karte zerrissen sein muß. 299»honte« kann im Französischen sowohl »Scham« als auch »Schande« bedeuten. um es in die Belanglosigkeit runterzudrücken. orthographisch endlich richtig geschrieben. das heißt in der Tat. langsam auswendig. d. immer in den Verdacht geraten. also die Visitenkarte. Vor Scham sterben also. Das verdient nicht mal den Tod. wenn ich das wagen darf. von dem abhängt. daß der Tod. Trotzdem ist es das einzige Zeichen ŕ gerade eben habe ich Ihnen davon gesprochen. Ein x-beliebiges Zeichen kann. wie ein Signifikant zu einem Zeichen wird ŕ. um drüber zu lachen. sagt man in bezug auf alles mögliche.193 209 XV DIE MACHT DER UNMÖGLICHEN Ein bißchen Scham hinein. Die Milch der Wahrheit schläfert ein. ein reines Zeichen zu sein. daß das bedeutet: das Reale. Sie wissen durch mich. Genau deswegen. der auf die Ehre hält ŕ all das. insofern es das Subjekt betrifft ŕ und wen sonst könnte es betreffen? Das Sein zum Tode. und zwar weil es von einem Signifikanten abstammt. um die Adresse des Todes zu tragen. Unterdes. Ein kleiner Schutzwinkel. Man muß schon sagen: vor Scham [honte] 299 zu sterben ist ein selten erreichter Effekt. die Scham nicht zu erwähnen. hoffe ich. dazu im Folgenden. wie es gesagt wird.h. kurz gesagt. dieses dunkle Loch öffnen. Das ist eine Schande [C'est une honte]. daß sie durch ein Scheitern des Signifikanten produziert wird. . auf die Ehre. obszön [obscène]. nicht das letzte. das einzige Zeichen. vom Ehrlichen. das könnte verdient sein. also das Sein zum Tode. zu diesem Zweck. das ist Scham und Kompagnon ŕ. Man hat darüber lange geschwiegen. So gesagt. weil vor Scham zu 210 sterben für den Ehrlichen das Unmögliche ist. löscht das aus. Der Student. Der Glanz des Realen. der verdient ŕ der was verdient? ŕ der ihn verdient. mittels deren ein Signifikant ein Subjekt für einen anderen Signifikanten repräsentiert ŕ Sie können das. was man ehrlicherweise vom Ehrlichen sagen kann. [sondern] das einzige. dessen Genealogie man sicher bestimmen könnte. vinscène300. Hier steht die Entartung des Signifikanten fest ŕ fest dadurch. weil. Drüber sprechen. ein gutes Beispiel.

Man ist dort. und dann ziehen Sie.211 den aus beiden Zeitschriften Absätze heraus. daß ich so von ihr spreche? ŕ wenn. dann bleibt Ihnen das Leben wie eine zu trinkende Scham. so scheint es. Sie werden es sehen. 1 Richtig. meine Lehre verbreitet hat. eines bestimmten Worts berührt habe. weil ich mich an Sie wende. daß es damit nichts sei.171 Anm. Vincennes zu machen [de faire Vincennes].] 303Mitschrift: ich 304Siehe dazu S. was nötig war. daß das verdient ist ŕ wenigstens die Zeit. mir eine gute Note zu geben. Umsonst ist da eine freundliche Person gewesen. weil das. das Unmögliche auszulöschen. [wenigstens] das möge verdient sein. Das war Ihre Chance. indem ich die Dinge mittels eines bestimmten Tons. dann ist der Bezug zu Minute schlagend. Sie schnei. Versuchen Sie's. die am würdigsten gewesen wären. dadurch. Ebendies muß uns erlauben. ein Mißgeschick darstellt. in unserem Fall müßte es nicht darum gehen. Schließlich aber gab es dennoch genau das.. Ich. die versucht hat. Vielleicht. daß der Tod. von dem Moment an.5 im Impromptu 2. oder nur sehr wenige. es als Posse zu wiederholen. den ich gerade erhoben habe.. mischen Sie irgendwo. Ich spreche davon nur. denn in vielen Fällen hindert Sie das 302Mitschrift: Dafürzuhalten [Miller: Dire que la mort . abgesehen vom Papier werden Sie sich nicht so leicht darin zurechtfinden. die erste Reihe zu füllen. zufrieden mit mir. so scheint es. Lohnt es sich. aus Furcht.. zufrieden gewesen mit dem.. daß Sie einen Einwand gegen mich vorhaben. was. Wenn das nicht passiert. wer weiß. ich bin nicht sehr zufrieden gewesen mit Vincennes. nur danach verlangen. Vincennes. daß sie nicht verdient. es ist faszinierend. vor Scham darüber zu sterben. bei der man303 nicht weiß. nachdem man dort. die Frage anders anzugehen als von dem Einwand her. Ich versichere Ihnen. daß Sie mich hören. ich spiele das Spiel. die ich weiter oben gesagt habe. Andernfalls läge es eher daran. unseren heutigen Gegenstand berührt: Wie verhält man sich mit der Kultur? Manchmal genügt eine kleine Sache. Das ist nicht wechselseitig. um uns den Stand des Wettlaufs anzuzeigen. ich hab's gemacht. Fällt Ihnen erstmal wieder die Veröffentlichung einer gewissen Tonbandaufnahme in Les Temps modernes ein304. nun gut. / Mitschrift: Tenir que la mort . wenn man ein bißchen Scham hinzugibt. in denen ich empfindlich sein kann gegen eine gewisse Leere. Gehen wir vielmehr davon aus. wo man von ihr spricht. das war die einzige Art. Das ist ganz und gar nicht das. wie bewußt sie mir selbst gewesen ist. vielleicht kann das sie aufhalten. sondern darum. was ich erwartet habe. vor allem. Zu sagen302. gerade die Ohren [nicht]. um einen Lichtblitz zu erzeugen. daß man vor ihr [= vor Scham] stirbt. in Hinblick auf die vorhergehende Überraschung. Wenn das jetzt passiert. hier: eine Erinnerung. die zwanzig Szenen [vingt-scènes]. was ich gesagt habe. Kurz. daß die Posse sie mit sich reißt. .194 Nun. offensichtlich war niemand von Vincennes da. Es gibt Augenblicke. ihn zu verdienen. sein Agent zu sein. daß die Posse bereits da ist. den es möglicherweise zwischen Minute und Les Temps modernes gibt.

195

daran, zu hören, was ich sage. Und das ist schade, weil es zumindest für die jungen unter Ihnen
geraume Zeit her ist, daß Sie, was das betrifft, was ich sage, in der Lage sind, es auch ohne mich
zu lesen305. Dazu fehlt Ihnen gerade nur ein bißchen Scham. Das könnte Ihnen kommen.
Offensichtlich findet man das nicht unter dem Fuß eines Pferdes, und noch weniger unter dem
eines Steckenpferdes, aber die Gefilde der Alethosphäre, wie ich gesagt habe, von denen Sie gepflegt werden [qui vous soignent], ja, von denen Sie gar bereits ganz lebhaft sojust306 werden
[vous soyusent], schon das würde vielleicht nicht übel ausreichen als Beschämung.
Erkennen Sie, warum Pascal und Kant rumgezappelt haben wie zwei Hausknechte, die im
Begriff sind, für Sie Vatel 307 zu spielen. Es hat an Wahrheit gefehlt da oben, drei Jahrhunderte
lang. Trotzdem ist die Bedienung gekommen, sie heizt nach Wunsch, sogar der Musikant308von
Zeit zu Zeit, wie Sie wissen. Sträuben Sie sich nicht, Sie werden bedient, Sie können sagen, daß
es keine Scham mehr gibt.
Diese Töpfe, bei denen Sie sich, bezüglich dessen, daß ich sage, sie sind leer von Senf, gefragt
haben, was mich plagte ŕ nun gut, füllen Sie da schnell einen ausreichenden Vorrat an Scham
hinein, damit es dem Fest, wenn es kommt, nicht zu sehr an Würze fehlt.
Sie werden mir sagen: Die Scham, was nutzt das? Wenn es das ist, die Kehrseite der Psychoanalyse, nein danke, das ist nichts für uns. Ich antworte Ihnen: Sie haben sie im Überfluß. Wenn
Sie's noch nicht wissen, machen Sie einen Schnitt, wie man sagt. Diese abgestandene309 Luft,
die die Ihre ist, Sie werden sehen, wie sie bei jedem Schritt auf eine tolle Scham zu leben stößt.
Das ist es, was die Psychoanalyse aufdeckt. Mit ein bißchen Ernst werden Sie bemerken, daß
sich diese Scham dadurch rechtfertigt, daß man nicht vor Scham stirbt, d.h., daß Sie mit all 212
Ihren Kräften einen pervertierten Diskurs des Herrn aufrechterhalten ŕ das ist der Diskurs der
Universität. Hegelisieren Sie sich wieder310, würde ich sagen. Ich werde darauf
zurückkommen.
Am Sonntag bin ich zu dieser verfluchten Schmähschrift, der Phänomenologie des Geistes, zurückgekehrt, während ich mich fragte, ob ich Sie letztesmal nicht in die Irre geführt habe, als ich
Sie in meine Reminiszenzen hineinzog, woraus ich mir ein besonderes Vergnügen gemacht
hätte. Überhaupt nicht. Das ist betäubend.
Sie werden dort zum Beispiel sehen: Das niedere Bewußtsein ist die Wahrheit des edlen. Und
das wird auf eine Weise abgeschickt, daß es Ihnen den Kopf verdreht. Je unedler Sie sind ŕ ich
habe nicht gesagt: obszön, das ist schon lange keine Frage mehr ŕ, desto besser läuft's. Das
erhellt wirklich die kürzliche Universitätsreform, zum Beispiel. Sie alle, Werteinheiten, sollen
den Stab der Kultur in Ihrem Tornister tragen, des schrecklichen Marschalls, plus311 Medaillen,
wie in den Viehzüchterverbänden, die Sie mit dem aufspießen werden, was man Herrschaft zu
305Mitschrift: sagen [Miller: lire / Mitschrift: dire]
306Wortspiel mit dem russischen Sojus [Sojus Sowjetskich Sozialistitscheskich Respublik = Union der
sozialistischen Sowjetrepubliken], darüber hinaus Anspielung auf die damalige Bezeichung sowjetischer
Raumkapseln.
307Vatel, Haushofmeister bei Finanzminister Fouqué, danach beim Prinzen von Condé. Anläßlich eines
Empfangs, den letzterer 1671 für Ludwig XIV. und dessen Gefolge gab, wurde Vatels Planung durch die
unvorhergesehene Verzögerung der Flut zunichte gemacht. Aus gekränkter Ehre durchbohrte er sich mit
seinem Degen.
308Mitschrift: und sogar Musikanten
309Mitschrift: magnetisierte [Miller: éventé / Mitschrift: aimanté]
310Im Orig. Rhégélez-vous, was an se régaler = es sich schmecken lassen sowie an régler = regeln, ordnen,
einrichten alludiert.
311Mitschrift: und wären es [Miller: plus de médailles / Mitschrift: fût-ce des médailles]

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nennen wagt. Großartig, Sie werden das im Überfluß [à profusion 312] haben.
Sich schämen dafür, nicht vor Scham gestorben zu sein, würde da vielleicht einen andern Ton
hineinbringen, den dessen, daß das Reale betroffen ist. Ich habe gesagt: das Reale, und nicht die
Wahrheit, denn, wie ich Ihnen schon letztesmal erklärt habe, es ist verlockend, die Milch der
Wahrheit zu saugen, aber es ist giftig. Das schläfert ein, und das ist alles, was man von Ihnen
erwartet.
Ich habe einem charmanten Jemand empfohlen, Baltasar Gracián wiederzulesen, wie Sie wissen
ein Jesuit, der an der Wende des XVI. Jahrhunderts lebte 313. Seine großen Sachen hat er zu
Beginn des XVII. Jahrhunderts geschrieben. Alles in allem ist genau da die Weltsicht geboren
worden, die zu uns paßt. Noch ehe die Wissenschaft in unsern Zenit getreten wäre, hätte man sie
kommen fühlen. Das ist merkwürdig, aber so ist es. Noch jede wahrhaft versuchsmäßige
Einschätzung der Geschichte muß registrieren, daß das Barock, das so gut zu uns paßt ŕ und
die moderne Kunst, gegenständlich oder nicht, das ist dasselbe ŕ, vor, oder genau zur selben
Zeit begonnen hat wie die initialen Schritte der Wissenschaft.
Im Criticón, einer Art Lehrfabel, in der sich beispielsweise schon der Plot von Robinson Crusoe
beigeschlossen findet ŕ die meisten Meisterwerke sind die Brosamen anderer unbekannter
Meisterwerke ŕ, im dritten Teil, an der Schwelle zum Greisenalter ŕ denn er verfaßt diese
Schrift als alter Mann ŕ, im zweiten Kapitel findet man etwas, das sich Die Wahrheit in den
Wochen nennt.
Die Wahrheit liegt in den Wochen in einem Dorf, das nur die Wesen von der größten Reinheit 213
bewohnen. Das hindert sie nicht daran, die Flucht zu ergreifen, und zwar unter dem Schlag einer
heiligen Schiß, als man ihnen sagt, daß die Wahrheit ein Kreißen ist.
Ich frage mich, warum man mich bittet, das zu erklären, wenn man diesen Fund für mich gemacht hat ŕ denn ehrlich gesagt bin nicht ich es, der ihn gemacht hat ŕ, außer man ist nicht zu
meiner letzten Sitzung gekommen, denn es ist genau das, was ich dort gesagt habe.
Genau das muß man sich gut merken, denn Ihre Äußerungen, wenn Sie wollen, daß sie
subversiv sind, dann achten Sie gut darauf, daß sie nicht zu sehr kleben bleiben auf dem Weg
zur/der Wahrheit.
Was ich letztesmal habe artikulieren wollen, indem ich diese Sachen, die ich nicht die ganze
Zeit noch einmal zeichnen kann, hier an die Tafel schrieb, das ist, daß der S1, der
Herrensignifikant, der das Geheimnis des Wissens in seiner universitären Situation ausmacht ŕ
es ist sehr verlockend, dran hängenzubleiben. Man bleibt darin gefangen.

S2

a

S1

$

Das, was ich zeige ŕ und vielleicht ist es allein das, was einige unter Ihnen von diesem Jahr
312Alludiert an profession = Beruf.
313Gracián lebte von 1601 bis 1658.

197

werden behalten können ŕ, ist auf die Ebene der Produktion zu fokussieren ŕ der Produktion
des universitären Systems. Von Ihnen wird eine bestimmte Produktion erwartet. Vielleicht geht
es darum, diese Wirkung zu erzielen314, sie durch eine andere zu ersetzen.

2
Dazu, und zwar einfach als Etappe, als Zwischenstation, und weil ich sie aufgesetzt habe als
eine Markierung dessen, was ich letztesmal vor Ihnen gesagt habe, werde ich Ihnen jetzt drei
Seiten vorlesen. Ich entschuldige mich dafür bei den paar Personen, an denen ich sie bereits
ausprobiert habe.
Die drei Seiten antworten auf jenen drolligen Belgier, der mir Fagen gestellt hat, die mich genug
beschäftigen, damit ich mich frage, ob ich sie ihm nicht selbst diktiert habe, ohne es zu wissen.
Sicher bleibt ihm das Verdienst dafür <, sich, wenn's so ist, darauf vorbereitet zu haben, sie
zu hören>.
Hier also die sechste, von einer charmanten Naivität: Worin sind Wissen und Wahrheit ŕ jeder 214
weiß, daß ich versucht habe zu zeigen, wie sie sich zusammennähten, diese beiden Tugenden ŕ
inkompatibel?
Ich sage ihm315: Um mich so auszudrücken, wie es mir gerade einfällt: Nichts ist unvereinbar
mit der Wahrheit — man pißt, <man hustet,> man spuckt auf sie. Sie ist ein Ort des Durchgangs, oder, besser gesagt: der Evakuierung, des Wissen wie des Restes. Man kann sich dauernd in ihr [auf]halten, ja, sogar für sie schwärmen.
Es ist merkwürdig, daß ich den Psychoanalytiker davor gewarnt habe, diesen Ort, mit dem er
durch sein Wissen verlobt ist, mit Liebe zu konnotieren. Ich sage ihm sofort: Man heiratet die
Wahrheit nicht; mit ihr keinen Vertrag, und wilde Ehe noch weniger. Sie stützt nichts von alledem. Die Wahrheit ist zunächst Verführung, und zwar um sich über Sie lustig zu machen. Um
sich davon nicht einfangen zu lassen, muß man stark sein. Das trifft auf Sie nicht zu.
So sprach ich zu den Psychoanalytikern, dieses Phantom, das ich herbeirufe [que je hèle], ja,
das ich treidele [que je hale même], gegen die Erheiterung, Sie zur invariablen Stunde und Tag
zu drängen316 seit den Zeiten, wo ich für Sie das Wagnis unterhalte, daß er mich versteht317, der
Psychoanalytiker. Nicht Sie also sind es, die ich warne; Sie laufen nicht das Risiko, von der
Wahrheit gebissen zu werden; aber, wer weiß, möge sich meine Schmiederei beseelen, möge der
Psychoanalytiker mein Staffelholz übernehmen, an den Grenzen der Hoffnung, daß sich das
treffe, er ist es, den ich warne; daß man von der Wahrheit alles zu lernen habe, dieser Gemeinplatz verurteilt jeden dazu, sich in ihr zu verlieren. Jeder weiß etwas darüber, das wird
genügen, und er wird gut daran tun, sich dran zu halten. Noch besser wird sein, er macht sich

314Mitschrift: , während es vielleicht, um eine Wirkung zu erzielen, darum geht
315Der nachfolgende Text ist nicht identisch mit der in Scilicet 2/3 (1970), S.92-95, veröffentlichten Version, die
auch der deutschen Übersetzung von H.-J. Metzger zugrunde lag (Radiophonie/Television, Weinheim 1988,
S.42-45.
316Mitschrift: zu Ihrer aller Erheiterung, die Sie drängen zur invariablen Stunde, zum invariablen Tag [Miller:
contre l'esbaudissement de vous presser à l'heure et au jour invariables / Mitschrift: pour l'ébaudissement de
vous tous qui vous pressez à l'heure, au jour invariable
317Mitschrift: verstehe

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nichts draus. Als Instrument gibt es nichts Verräterischeres.
Man weiß, wie ein Psychoanalytiker — nicht der — sich für gewöhnlich da rauszieht; er über
überläßt den Faden dieser Wahrheit demjenigen, der damit bereits Scherereien hatte und der, in
dieser Eigenschaft, wahrhaft sein Patient wird, vermittels wessen er sich drum kümmert wie um
ein Pech.
Gleichwohl, es ist eine Tatsache, daß einige Leute sich's seit einiger Zeit angelegen machen,
sich davon mehr betroffen zu fühlen. Das ist vielleicht mein Einfluß. Vielleicht stehe ich für
etwas in dieser Verbesserung. Und genau das erlegt mir die Pflicht auf, sie davor zu warnen, zu
weit zu gehen, denn wenn ich es erreicht habe, dann, weil ich nicht so aussehe, als würde ich
dran rühren. Genau das aber ist das Schwere, übrigens gibt man natürlich vor, davor einen
gewissen Schrecken zu verspüren. Das ist eine Weigerung. Aber durch die Weigerung ist die
Mitarbeit nicht ausgeschlossen. Die Weigerung selbst kann eine sein.
Mit denen, die mich im Radio hören und die, wie ich gerade gesagt habe, nicht daran gehindert
sind, zu hören, was ich sage, was heißt, mich zu verstehen, werde ich hier noch weiter gehen.
Aus diesem Grund lese ich es Ihnen vor, weil, wenn ich es von einer bestimmten Ebene der
Massenmedien aus sagen kann, warum soll ich dann nicht auch hier den Versuch unternehmen?
Und dann, jene ersten Antworten, die Sie hier so bestürzt haben und die in diesem Radio, 215
scheint's, viel besser aufgenommen worden sind, als man glaubt, sie haben das Prinzip bestätigt,
das ich mir zu eigen gemacht habe und das in einer Linie steht mit den Dingen, die ich Ihnen
heute gern vermachen würde. Das ist eine der Methoden, mit denen die Aktion gegen die Kultur
machbar sein könnte.
Wenn man durch Zufall auf der Ebene eines breiten Publikums gefangen wird, von einer dieser
Massen, die ein Medien-Typ Ihnen liefert, warum sollte man nicht gerade da das Niveau
anheben, und zwar proportional zur unterstellen Untauglichkeit ŕ die auf reiner Unterstellung
beruht ŕ dieses Feldes? Warum den Ton herabstimmen? Wer soll sich da zusammenrotten?
Das genau ist das Spiel der Kultur, Sie in dieses System zu verstricken, nämlich daß, wenn der
Zweck erreicht ist, 318 eine Katze ihre Jungen nicht mehr findet.
Hier also, und obwohl es noch völlig sagbar ist in diesem Saal, sage ich das, was an Bemerkenswertem dadurch, daß sie nicht bemerkt wird, meine Formel des Subjekts hat, dem Wissen unterstellt wird, angewandt aufs Prinzip der Übertragung.
Das unterstellte Wissen, mittels dessen, nach dem, was ich sage, der Analysant Übertragung
macht — ich habe nicht gesagt, dem Psychoanalytiker würde dadurch mehr unterstellt, er wisse
die Wahrheit. Daran sollte man denken, um zu verstehen, daß es für die Übertragung tödlich
wäre, würde man dieses Komplement dort hinzufügen. Man denke aber auch nicht daran, falls,
es zu verstehen, gerade verhindern würde, daß man der wahre Effekt davon bleibt.
Ich verkoste die Entrüstung darüber, daß319eine Person das auskleidet, was ich sage vom Wenigen an Wissen, dessen Werk die Übertragung ausmacht. Es liegt nur an ihr, das mit etwas anderm auszustatten als mit dem Sessel, von dem sie sagt, sie sei bereit, ihn zu verkaufen für den
Fall, daß ich recht hätte. Sie macht die Angelegenheit nur dadurch ausweglos, daß sie sich
nicht auf ihre Mittel beschränkt. Dem Psychoanalytiker ist nur daran gelegen, in seinem Sein
kein Hühnchen rupfen zu müssen. Das berühmte Nicht-Wissen, mit dem man sich über uns mo318Mitschrift: dank dessen der Zweck erreicht wird: daß [Miller: à savoir, si / Mitschrift: grace à quoi]
319Mitschrift: mit der

die Wahrheit. weil er. wo es falsch ist. gesehen mit einem andern Blick. es sei Aas. Ebendieses Überbleibsel macht Produktion. Was man diesbezüglich wirklich verstehen muß. ist folgendes: Das Entsetzliche an der Wahrheit ist das.199 kiert. ist viel unwichtiger als das. daß es zu uns spricht. sogar die Lüge ŕ die es nicht gibt außer auf der Grundlage der Wahrheit. um die es geht. alles. gibt es nur seine Form als Überraschung. Im allgemeinen niest es. nämlich das. den man von jedweder Revolution erwarten könnte. Ihm. in der sie notwendig wird wie durch etwas Verborgenes322. es an mein kleines radiologisches Floß321 anzuhängen. daß sich das ändert. Um sich als wahr zu erweisen. sich bewerten zu lassen wie ein Jagdhund. damit nichts ist 321Mitschrift: Tableau [Miller: radeau / Mitschrift: tableau] 322Mitschrift: als Schuld von etwas Verborgenem . befaßt sich das Wissen intensiv mit Wahrheit. Sein momentaner Nutzen. Nur eben. ja. Alles Wissen. Bei ihr geht es in actu um folgende Frage: 216 Aus welchem Wissen macht man das Gesetz? Wenn man es entdeckt. nicht die offenkundige Seite. d. Der Ort des Andern. man braucht das als Hilfe. Für die Wahrheit schlägt man sich. der den Idealismus zurückhalten kann. Der Wahrheitseffekt ist nur das Überbleibsel eines Wissen. das steckt im freien Spiel des Sprechens und der Sprache. daß sich an ihm die Wahrheit einschreibe. was ihn betrifft. was das produziert. wie ich von jeher gesagt habe. Wie aber steht es mit der Wahrheit in diesem Vierfüßer-Schema ŕ das die Sprache voraussetzt und einen Diskurs für strukturiert hält. d. Das. was in dieses Gebiet fällt. weil es nur ihr Produkt ist. das Falsche. Das Wissen fällt auf die Stufe eines Symptoms. bis die nächste Krise kommt. er verabscheut es. was sich gleichwohl nur produziert aufgrund ihres Bezugs zum Realen. Überraschung eines zweifelhaften Geschmacks im übrigen.h. Genau hier findet die Zwischenkunft der Politik statt. das. das nicht falsch ist. da es nicht mehr in Frage kommt. es Sprache ist. Das Wissen fügt sich dem Realen hinzu. um damit vorzutäuschen. von diesem Glanz sieht man nie mehr als Feuer. Daß sich das aber produziert. die Wahrheit dieses Diskurses. daß es wieder Glanz bekommen hat. was er bedingt? Wie hält das. kann es passieren. ja. der Diskurs des Herrn? Das ist die andere Seite der Funktion der Wahrheit. das sich dort produzieren könnte? Was setzt sie an ihren Platz. die alsbald zu wiederholen ist. durch die Gunst Freuds.h. am Tag nach der letzten Sitzung. balanciert sich aus. liegt ihm nur deshalb am Herzen. dieser Glanz. wenn. was alles Sprechen bedingt. ebendeshalb kann es das Falsche zum Sein bringen. was ihn betrifft. da kommt die Wahrheit. in eine Ecke geworfen ŕ für Sie offensichtlich. gewußt zu werden — das ist der einzige Damm. sogar ein bißchen da zu sein. geht's dadurch weder besser noch schlechter. Und da. Seine Disziplin erfüllt ihn damit. Er verabscheut die Mode. Ich daseine* mit aller Kraft bei dieser Gelegenheit.. nur da. Das also hatte ich. das ist. Ehrlich gesagt. 320Mitschrift: es.. ist dazu da. sondern die Dimension. Das wäre sogar der Nutzen. einen Schatten auszugraben. dem Realen. der an der lange Zeit stets trüben Stelle der Wahrheit erstrahlen würde. was sie an ihren Platz setzt. daß das Reale zunächst nicht dazu da ist. nichts weiß 320.

3 Meine kleinen vierfüßigen Schemata ŕ ich sage es Ihnen heute. Sie erfinden den Logarithmus. die sie konstituiert. Freilegen entspricht. sie habe etwas im Bauch. käme das heraus. Sie setzen sie zusammen. zu bewerkstelligen. Wahrscheinlich ist sie noch mehr323. Er beginnt phantastisch in der 323Mitschrift: wahrscheinlich obendrein geflügelt [Miller: abominable. damit das besser in die Landschaft paßt. woher der Logarithmus erscheint. Es ist nicht zwingend. was mit mir los war: die Lathuse. Je mehr sich Ihre Suche an die Seite der Wahrheit heftet. von dem ausreichend viele von Ihnen gekitzelt worden sind. Exemplifizieren wir. die ich eben schon bezeichnet habe. das ist nicht die Drehscheibe der Geschichte. das ist gleichwohl intuitiv. nein. dem Wissen unterstellt ist. desto mehr stützen Sie die Macht der Unmöglichen. dieser Bezug: real. dann sind Sie genau da erledigt. um das herum. Schon bald gibt es kleine Schlauberger. Experimentieren. Was Funktion ist. Die Multiplikation der Brote. die ich Ihnen letztesmal jeweils aufgezählt habe: Regieren. was man wirklich radikale Funktionen nennen kann. wenn das herauskommt. Nicht ich bin es. Sich darin zu verstricken. daß sie annehmen 217 läßt. zu warten. daß sie verborgen ist. Im einen Fall ist die erste Beziehung die Addition. das empört. heißt stets was sicherzustellen? Das. Das aber. ist das. was er tatsächlich ist. Dinge dort. Erziehen. sondern dem Schreiben ŕ dem Schreiben zweier Beziehungs-Ordnungen. in unserm Fall Analysieren. in der mathematischen Bedeutung des Begriffs. das ins Reale eintritt. und dann auch dem Auftreten der Logarithmen gemeinsam ist. die Dinge liegen so. Für die Analyse ist das jedenfalls evident. damit sie sich fragten. daß eine dieser Beziehungen sich auf die andere anwenden läßt. Die Addition. es gibt Dinge hier. damit Sie sich gut davor in acht nehmen ŕ. Es ist nur ein Aufruf dazu. wird der entscheidende Schritt irgendwo von jener Epoche her getan. das ist nicht das gleiche 218 wie das Sammeln der Brote. Jetzt ist es auch möglich. das ist jenes Etwas. worum es geht. die gemerkt haben. Es ist die Verborgenheit*. Das Subjekt. Es geht darum. Ablösen. die bewirkt. das zuvor nie dort eingetreten war und das nicht dem Entdecken. dem Erscheinen der Integrale und der Differentiale bei Leibniz. und daß sich das in dieselbe Richtung dreht. Kurz: Man darf die Lathuse nicht zu sehr necken. Da es sich um Funktionen handelt. wenn ich mich der Wahrheit auch nur annähere. entsetzlich wäre. was ich mich abmühe Ihnen zu erklären: sicherzustellen das Unmögliche dessen. daß es entsetzlich sein muß. was ich eines Tages mit jenem Wort benannt habe. daß da der ganze Trick liegt. Kurz. Elle est probablement en plus / Mitschrift: abominable. Zernieren. das macht ein neues Ganzes. was dem ersten Schritt von Galilei. die die sind. daß es. Ihren Standort zu bestimmen in bezug auf das. ailé probablement en plus .200 Unsere Gefilde der Alethosphäre zeichnen sich ab auf der lange verlassenen Oberfläche des Himmels. Wenn Sie Ihre Zeit damit verbringen. daß das immer so geht. der diese Dimension der Wahrheit erfunden hat.

Was 219 macht. stets fragen können. aber wir besitzen keine Spur davon. merken. gar nur mit dem Schichtwechsel des Diskurses des Herrn. gibt es in der Stellung des Knechts/Sklaven keine Kontingenz. immer nur Sachen gelesen hat. daß man die Dinge auf der Ebene des von Natur aus Wahren befragt. egal welchen Text wir lesen. und es wird Ihnen 324Mitschrift: diensteifrigen [Miller: ailés / Mitschrift: zélés] 325In der editorischen Notiz der Frz. was man daraus geschlossen hat. worauf es ankommt. Warum hält das an? Bei meinem letzten Fehltritt ŕ ich bete sie an ŕ ist es mir passiert. ja. wer das als erster gemacht hat. $. Nun. um sie bei ihrem rechten Namen zu nennen. Wie auch immer. daß wir uns. sie können bei einer sehr großen Zahl von Beziehungen dienlich sein. wenn Sie. Man spricht von dieser Sache nicht so leichthin. daß. Sie werden nichts davon verstehen. und all das scheint schon im Neolithikum gelaufen zu sein. daß es eine Dimension gab. ist ihre Gegenwart. das den Herrensignifikanten vertritt. so haben Sie doch möglicherweise immerhin alles gelesen. Wäre es das. bei denen man im Stehen einschläft. durch eine retroaktive Wirkung. in der Tat. diese Einführung des S1. Man muß sich nur mit ihrer Handhabung vertraut machen. daß man. ich sage Ihnen. des Herrensignifikanten. werden haben lesen wollen.201 Welt herumzuspringen. als literarische Werke. sich nach dem Funktionieren des Herrensignifikanten zu fragen. Es gibt. als ob es nicht schon seit langem da wäre. S2. aus dem der Herrensignifikant springt. Ich werde Sie darauf hinweisen. Ich habe Ihnen heute die Dimension der Scham gebracht. Jahrhunderts und dem Beginn des XIX. Sie können sogar Marx gelesen haben. . bis zu welchem Punkt man sich ihm nähern muß. die sich Lesen nannte. daß es sie gibt. Das vorzubringen ist nicht bequem. diese kleinen mehr oder weniger geflügelten324 Terme. die Tatsache. Vielleicht ist es genau das. Alles. ausgehend vom einzigen Zug. von denen Sie aber bitte ja nicht glauben. zu träumen und danach zu suchen. Zum Beispiel kann man. von Balzac. die hier sind ŕ im selben Zustand wie bevor sie auftreten. indem Sie es struktural nur gut begründen. sondern. was ihn als lesbar auszeichnet? Die Lösung müssen wir auf der Seite dessen suchen. S1. den der Herr dem Knecht/Sklaven zurückspielt. die Sprache und das Sprechen und das Wissen. dann wäre es vielleicht nicht unnütz dafür. das ist absolut brauchbar. im Wissen. Man kann sich natürlich nicht daran hindern. und dann findet man die Schönheit des Balls. der Scham verspürt hatte. Im Gegensatz zu dem. das Loch. was den Herrensignifikanten macht. daß man nicht allzuviel Aufhebens machen muß von der ganzen großen Komödie des Kampfs auf Leben und Tod ums reine Anerkennen und seinem Ausgang. Ausgabe korrigiert Miller diese Titelangabe zu L'Envers de l'histoire contemporaine. Dabei kann man wirklich im Stehen einschlafen. Es gibt die Notwendigkeit. was Sie über die Geschichte vom Ende des XVIII. zu ermessen. nach kleinen Regeln. die Französische Revolution. die nach nichts aussehen. insofern als man sich mit ihm begnügen kann. L'Envers de la vie contemporaine325 zu lesen. Vielleicht aber ist es einfach nur jemand. versuchen. der sich einfach so nach vorn gedrängt hat. Nun. Es muß auch nichts Geschriebenes geben oder Druck ŕ nicht. a. gewissermaßen. ließe Sie ŕ keinen von denen. wenn man etwas zu tun haben will mit der Subversion. eins ist sicher. sich etwas produziert. Auch wenn Sie das nicht gelesen haben. Sie können sie mit Händen greifen im kleinsten Diskurs ŕ ebendas definiert seine Lesbarkeit.

Ich verfechte immer. mit diesem Steppunkt. daß er. das sind die Steppunkte. der Herrensignifikant.h. zu denen ich in Sainte-Anne sprach bezüglich der ersten Szene von Akt I der Athalie326. Sie haben es gelesen. man bittet mich um meine Meinung zu etwas. daß das absolut nicht auf der Ebene der wahren Dialektik des Diskurses des Herrn vor sich geht ŕ das plaziert sich auf der Ebene der Identifizierung. Ich bin nicht hier. in dieser Geschichte. und aus Gründen. Machen Sie exakt dieselbe wie die. woher auch immer sie sind. Lesen Sie es. als man sich auf meine kleinen Buchstaben bezieht. d. Beziehen Sie sich darauf. 327Mitschrift: . sie haben ihn bis in die Temps modernes getragen ŕ gleichwohl. das ist nicht Minute. wie etwas. ich bitte Sie drum. was sie damit gemacht haben. Philippe? Sie haben es nicht gelesen? Sie auch nicht. in der Natur der Progression des Wissens. und immer. eine Rechtfertigung dafür finden. Das Proletariat. können sie. Ich. die ich. ich habe Ihnen gesagt: die Scham zu leben. sie aufzufordern. Schließlich aber. 326Im Seminar III. aber. der sie sind 328. wo man den kleinen Haufen. daß der Student nicht dadurch entstellt ist. wo können sie suchen? Sie können suchen auf der Seite. Sie stehen auf derselben Seite. v. etwas subvertieren zu wollen in der Ordnung der Universität.202 immer etwas durch die Lappen gehen. Kurz327 und gut. Auf dieser Seite läßt man durchblicken. daß es nicht viele unter Ihnen gibt. sich Rechenschaft abzulegen darüber. Ich bin sicher.. die Sie langweilt. wenn andere. und machen Sie es als Hausaufgabe. daß sich das anklammert. Vielleicht birgt der Klassenkampf diese kleine anfängliche Fehlerquelle. nicht des Proletariats. sich in der Stellung befinden. wenn das heute meinen Platz in bezug auf die Universität aus dem Stegreif bestimmen könnte. Sitzung XXI. die es gelesen haben. L'Envers de la vie contemporaine. das sind dazu noch die andern. Les psychoses (1955/56). Wenn sie auf dieser Seite suchen. Gerade das ist wichtig: Alles. dominiert werden. sehen Sie! Das ist verrückt! Lesen Sie's. daß es ein savoir-vivre geben könnte. das nur da steht. das sie sind [Miller: le petit tas. es falle ins Gebiet einer Suche nach dem Meta in der Sprache. wo sich alles hinter einem kleinen Strich/Stab [bâton] aufreiht. qu'ils sont] . Es ging um den Herrensignifikanten. sondern die 220 um so besser zum Vorschein kommen. es war dieser S1. vor fast hundert Jahren. qu'ils sont / Mitschrift: le petit a. sich als Bruder fühlt. Alles was sie davon verstanden haben. mit dem ich nur durch meinen ŕ man muß es doch sagen ŕ recht besonderen Platz an diesem Ort hier zu tun habe.a. wie man sagt. Ich sage Ihnen nicht. eine Frage nach dem Lesen. Das war eine Weise. Und das ganze Empirium. daß das eine exzellente Metapher war. daß das Diskurs macht. wie das lesbar ist. und es würde mich wundern. Nehmen wir an ŕ eine reine Annahme ŕ. hinsetzen kann. das sich in der Sprache ausbreitet wie ein Lauffeuer. mit meinen kleinen Schemata. Seit der Zeit ist das wie ein Mythos. von dem man glauben kann. um Ihnen das zu predigen. Es ist eines der weniger gelesenen von Balzac. die. 328Mitschrift: das kleine a. Gott weiß. und dann [auch noch] andere. die ganz und gar nicht zu vernachlässigen sind. sondern des Lumpen-Proletariats. Senatus Populusque Romanus. ist einfach nur. daß es keine Metasprache gibt. den Typen aufzugeben versucht habe. es ist wie die römische plebs ŕ das waren ganz vornehme Leute.

daß Sie sich einen Namen machen. daß ein wesentlicher Punkt des Systems die Produktion ist ŕ die Produktion der Scham. was ich als eine Infragestellung des Wissens zu definieren versuche. Was produziert das. nicht in diese Richtung zu gehen. von dem Sie seit einiger Zeit nicht mehr viel hören: Scilicet. das sich sehr leicht einschreibt in diese kleinen Buchstaben. Für gewöhnlich übrigens geben Sie sich damit zufrieden.203 Es geht darum. [sondern] ganz einfach deshalb. jedoch nicht nur. Das ist sehr raffiniert. Genau das spielt die Rolle eines Herrensignifikanten. warum die Studenten sich mit diesen andern fühlen. Das verleiht Ihrem Namen sein Gewicht. daß es sie nicht alle gejuckt hat. Niemand. Die Tatsache. Sie werden alles sagen können. als Desaster? ŕ genau darum ging's. die meinen seien es mehr. in der Folge überhaupt nicht gebunden. daß es von mir unterschrieben ist. Sehen Sie sich an. wäre nur dann von Interesse. das analytische Wissen. der. die ich gemacht habe mit dem. Und wenn man auf der Linie der Universität liegt. Man wird das Recht haben. das kein anderes Interesse hatte als das. Aus genau diesem Grund wäre es vielleicht kein ganz schlechtes Mittel. wenn bei einer ernsthaften Infragestellung des Wissens. so nahe wie möglich an dem zu sein. daß ich gesagt habe. Nichtsdestoweniger sind Sie an das. Kurz. ausgenommen diese Übereinkunft. was in dieses Gebiet fallen mag. es wäre ein Ort. was man produziert. Es ist sehr merkwürdig. was ich dort geschrieben habe ŕ es ist das. was produziert man? Man produziert etwas Kulturelles. eine Doktorarbeit. Sie scheinen überhaupt nicht klar zu sehen. dort zu sprechen. Autoren zu werden. dann ist das. die sich im etablierten Rahmen 329Mitschrift: unter der Bedingung. daß man ihm beim Erscheinen Glückwunschbriefchen schickte. Sehr lange war das sorgfältig auf ein Organ begrenzt geblieben. Es gibt eine Art vorbereitende Maßnahme. was ich gemacht habe. wenn329 Sie bereits zu Namen gekommen sind. 221 daß alles. daß Nichtsigniertes paradoxal erscheint. Trotzdem sind einige überrascht gewesen darüber. die auf der Schwelle zur Universität liegt. wohin ich Propositionen gebracht hatte. als hätte man ihm einen schlimmen Streich gespielt. weil . was ganz allein von einer mühseligen Erfahrung kündet. Man muß nicht glauben. Aber das bedeutet nicht viel. an dem nichtsignierte Sachen geschrieben werden müßten. Das übersetzt sich: es ist die Unverschämtheit. weil er Teil der Voraussetzungen dafür ist. darum ist es so lange gegangen. zu wissen. was Sie wollen. was in dieser Doktorarbeit steht. um etwas zu bezeichnen. wenn ich ein Autor wäre. was man eine Schule nennt. nicht zuviel Bedeutung beilegen: Genau so ist mir die Idee zu einem Ding gekommen. damit sich dort etwas einschreibe. als hätte man ihm sein Manuskript entrissen. der meine Écrits liest. Er erwartete nicht. Bezug hat zu einem Autornamen. wo doch jahrhundertelang jeder ehrliche Mensch stets zumindest so getan hat. daß Sie durch Ihre Doktorarbeit für immer festgenagelt sind. 4 In der Tat. daß ganz streng gilt. Ich möchte sie darauf hinweisen. wie man da herauskommt. Ich bin ganz und gar nicht ein Autor. weil das ihn Ihnen zuerkennt. denkt auch nur im Traum daran. Diese Produktionsordnung hat stets Bezug zum Herrensignifikanten. das übrigens nicht verfehlt hat sich dort einzuschreiben ŕ ein gewisser Effekt von Katalepsie [Bewegungsunfähigkeit]. Darf ich es sagen? ŕ denn ich möchte dem.

folgendes zu präzisieren: Wenn es.h. weil man mitten im deutsch-französischen Krawall steckte. Phänomen eintritt. nämlich daß man sie sofort gelesen hat. daß in ihm vieles fehlt. was auch immer daraus werden mag. dann weil es . der ganz genau wußte. im Namen der Gesetze der Doktorarbeit. daß etwas Dezentes herauskommt ŕ und wäre es nur. und der sie vielleicht selbst nie besessen hat. ganz sicher aber ist es nicht vergebens. um mich selbst zu rehabilitieren: Was die Écrits aus dem Unfall errettet. daß sie erschienen war. daß sie trotzdem ein worst-seller sind. Diderot hat sich damit nie beschäftigt. nicht noch weiter verlängern. in Wahrheit unverständliche. dann gibt es keinerlei Grund dafür. Damit sind Sie für lange Zeit erledigt. sondern gerade genug ŕ. die Phänomenologie des Geistes. diese Übersetzung ist unbemerkt geblieben. und das Volk vertrug dieses revolutionäre Eindringen ziemlich schlecht. ist nicht absolut dumm. diesen Diskurs. ließ es aus seiner Tasche fallen. auf das ich mich in diesen Zeiten hier bezogen habe. das ist erzwungen. angesichts dessen. die es wert ist. wegen dieser Hitze. Klar ist. daß sich das nicht in einem kleinen Schutzwinkel machen lassen könnte. Kurz. Das ist eine kleine Montage. daß das ein denkender Kopf gewesen ist. daß es Diderot war. den ich dieses Jahr für 223 Sie mache. was von Ihnen herauskommt. weil Sie sich selbst innerhalb dessen. wie Goethe sagen würde. irgendein anderer trug es zu Schiller. wofür Sie sich womöglich interessieren müssen. der sie übrigens völlig vergessen hatte ein Jahr nachdem sie erschienen war. dann sind Sie absolut verpflichtet zu denken. wenn dieses. für Ihre so zahlreiche Anwesenheit hier. nicht zuviel. es auf den Autor zu beziehen: Er hat Genie. um sich wie Hegel auszudrücken. der es unverzüglich übersetzt hat. Es bildet ŕ ich versichere Sie ŕ ein riesiges Hindernis dafür. es besteht nicht derart Anlaß. sich darum zu sorgen. Ich werde heute. Sie sehen. daß das. d. Um ganz offen zu sein. was es mit dem auf sich hat. nicht etwas zu präsen. die ihren Wert zur Gänze durch ihre Herrensignifikanten besitzt. ich mache davon. natürlich verpflichtet glaubten. Ein Kerl wie Diderot gab Le Neveu de Rameau heraus. so etwas in der Art wie dieser Ort hier. lesbar zu sein. das Gütezeichen dessen trägt. den ich aus meiner Bibliothek geholt habe ŕ haben wir nur eine französische Rückübersetzung der deutschen Übersetzung von Goethe besessen. Goethe selbst wußte zweifellos nicht. was ich für die meisten von Ihnen vorbringe. 1804 hat Schiller es an Goethe weitergegeben. als man zunächst erwarten mag. so wie L'Envers de la vie contemporaine. aus ihr einen der Hauptstränge jenes humorvollen Büchelchens zu machen. die mich so oft verlegen macht. was er sagt. das ihn selbst vielleicht in nichts betrifft. weil. Kein Bedarf auch nur an der mindesten Psychologie.222 tieren. Und wenn er etwas Wichtiges beigetragen hat. der ihnen wiederfahren ist. der sich dasselbe Gesetz geben würde. und bis 1891 ŕ ich kann es Ihnen sagen. der der letzte ist. etwas weniger als unedle Gründe gibt ŕ offensichtlich ist es eine Frage des Takts. sondern etwas struktural Rigoroses zu sagen. daß es davon nicht mal einen Schatten gibt in der Ordnung der Dinge. er hat keine Ideen. und trotzdem hat das Hegel nicht daran gehindert. so ist überraschend. das ist. um irgendeinen Herrn ins rechte Licht zu setzen. hier ist der Band.204 der Universität anbietet und fortpflanzt. Das könnte eine größere Reichweite haben. die erhellend sind.. scheint's. etwas herauskommen konnte. Was die Psychologie angeht. was Sie betrifft. von dem ich gerade zu Ihnen sprach.

17. nicht zuviel. Sie zu beschämen. widerfährt. JUNI 1970. sondern gerade genug.205 mir. .

Sellin Mose für den Stifter der Religion Israels. Wie bei vielen seiner Zeitgenossen erkennt man in seinem historischen und exegetischen Werk eine bestimmte Ideologie und eine methodologische Option. hat Ernst Sellin geglaubt. dem traditionellen hebräischen. Diese ein wenig mysteriöse Angabe hat die Legende von einer Himmelfahrt Mosis erzeugt). Anspielungen auf einen gewaltsamen Tod Mosis. syrischen oder lateinischen) Versionen greift man sehr gern zu Korrekturen des überlieferten hebräischen Textes. auf die hingewiesen werden wird. Darum mache Hosea. Dieser Bibelforscher. die vorzustellen nicht unnütz ist. präzisiert aber. die er zur Stützung seiner Hypothese hervorhebt. hielt E. Die Abschnitte. Hosea. das die großen Propheten nur fortgeführt hätten. Jahrhunderts v. 5-6 weist auf den Tod Mosis und seine Bestattung 242 hin. niemand kenne den Standort seines Grabes. Man nimmt an. sondern sie hätten in ihrer Überlieferung auch Erinnerungen an sein Leben bewahrt. Gewöhnlich zieht man ihm die älteste der Übersetzungen. Sellin über Hosea liefert davon einige Proben. die griechische Version. 1922. Die Arbeit von E. vor. und zwar in der Absicht. die den Gipfelpunkt der biblischen Offenbarung in einem moralischen Predigen sieht. will man die Erklärungen verständlich machen. ist einer der fruchtbarsten Repräsentanten der deutschen exegetischen Schule gewesen. so wie sie vor und nach Sellin verstanden worden sind und so wie dieser sie gedeutet . Wahrscheinlich während der Abfassung der ersten Auflage seines Kommentars zu Hosea. daß Mose möglicherweise durch die Seinen zu Tode gebracht worden war. Sellin denkt. wie es in den Zehn Geboten zusammengefaßt und von den Propheten des 8. geb. Die methodologische Option besteht darin. 1867. genannt die der Siebzig. Weniger skeptisch als einige seiner Zeitgenossen. Aber auch ohne die mindeste Stützung auf die antiken (griechischen. in den Absätzen. so Sellin. Freud sich mit der Autorität von Ernst Sellin. im Jahr der Veröffentlichung seines Buches Mose und seine Bedeutung für die israelitisch-jüdische Geschichte. CAQUOT Indem er nahelegt. die Überlieferung zum gewaltsamen Tod Mosis sei durch die Geschichtsschreiber.206 ANHANG 1 241 EXPOSÉ VON A. über den die »historische« Literatur der Bibel kein einziges Wort sagt (Deuteronomia 34. Chr. werden hier kurz behandelt werden. deren handschriftliche Zeugnisse zumeist sehr viel älter sind als der hebräische Text. zensuriert worden. Die Ideologie ist die des liberalen Protestantismus. ihm einen Sinn zu geben. war er ordentlicher Professor für Altes Testament an der Berliner Universität. Die so verstandene Exegese geriet zuweilen zur Übung einer schiedsrichterlichen Virtuosität. der überlieferte Text oder das einer Version zugrunde liegende Hebräisch habe im Lauf der Zeit in der mündlichen oder schriftlichen Überlieferung »Korruptionen« erlitten. die er zur Bibel gibt. Amos. »massoretisch« genannten Text zu mißtrauen. die dem Priestermilieu angehörten. Micha. der ebenfalls 1922 in der Reihe Kommentar zum Alten Testament erschien. im Text des Propheten Anspielungen auf den Mord an Moses zu finden. entwickelt wurde: Proto-Jesaia. Die Propheten hätten nicht nur Mosis Lehre wiederholt. den Autor der Zehn Gebote und den Initiator des moralischen Predigens. der für befriedigender gehalten wird. gardiert S.

Diese Korrektur zog andere nach sich: Indem man in der Graphie des ersten Wortes ein einfaches t durch ein emphatisches t substituierte und indem man das End-h ablöste. der ihm bis auf das gleicht. Wie in 5. die in seiner Argumentation zugunsten einer Gewalttat an Moses eine wesentliche Rolle spielt. daß der Anfangs-Zischlaut ebenso wie die Vokalisierung der ersten Silbe differiert. Wenig später wird gesagt.W.2 »das Haus Israel« zielt dieses Wort auf das Nordreich. Die Israeliten sind durch die moabitischen Frauen in Versuchung geführt worden. an Moses sei eine Gewalttat verübt worden.2 (a): "Mit ihrem Schlachten vertiefen sie sich in ihrem Verlaufen.9. Hinsichtlich der Interpretation des Urtextes weicht er von der bei Caquot benutzten französischen Bibelausgabe zuweilen signifikant ab. der auf der Wurzel. Umbreit vorgeschlagen. 1) Hosea 5. bes. zeugt von einer überbordenden Einbildungskraft. Er besteht aus drei wenig klaren Wörtern.207 hat sowie mittels welcher Argumente. . den Abschnitt der Numeri so zu verstehen. 15.« 331 Das durch »Verirrte« übersetzte Nomen ist." 332 4.332 Sellin wäre sicher nicht dazu geführt worden. das die Geißel zum Aufhören gebracht habe. deren prophetische Tradition die authentische Erinnerung bewahre. 922 von Juda abgetrennt und fortwährender Gegen- 330 In den nachfolgenden Fußnoten wird der deutsche Wortlaut der zitierten Bibelstellen nach der Ausgabe der Priv. und der gewaltsame Tod des Führers Israels habe ursprünglich den Wert eines Sühneopfers gehabt. deren wörtliche Übersetzung lauten würde: »Und das Massaker. 2) Hosea 9. Mose 25. dieses Wort durch den Ortsnamen »Sittim« zu ersetzen. wie er es tat. so scheint es. in dem der zu Tode gebrachte Israelit kein anderer als Mose gewesen sei.« E. Jahrhunderts jedoch hatte F. die vorfiel. als sie sich in Sittim aufhielten. daß er eine moabitische Frau hatte (Exodus 2. Was er zur Episode von Sittim und zum Baal-Peor sagt. 331 Hosea 5. in dem die Verirrung der Israeliten beim Heiligtum des Baal-Peor erzählt wird. hätte seine Deutung von Hosea ihm nicht die Intuition vermittelt. Später habe die priesterliche Überlieferung die Episode zur Ehre des Klerus (repräsentiert durch Pinehas. durch die jüdische Tradition auf dem kürzesten Wege verstanden worden. Es ist der berühmte Abschnitt aus Numeri 25. die »lügen« bedeutet. der als Anklage für befriedigender gehalten wurde: »Sie haben die Grube von Sittim vertieft. 2a. den Gott ihm zusichert) völlig neu komponiert und den Namen Mosis ausgelöscht.243 merkmal in der Geschichtsliteratur bietet. um daraus den zum Ortsnamen gehörenden Artikel zu machen. aufbaut. Er sei der uranfängliche Held der Geschichte. von dem man weiß. Der Priester Pinehas macht dem ein Ende. die Verirrten haben [es] vertieft. Sellin nimmt diese Konjektur begeistert auf. Er konstruiert ein ganzes Drama. man habe diesem Namen den des unbedeutenden Simri substituiert und den Namen der Midianiterin Zippora durch den der Kosbi ersetzt.330 Der Halbvers erscheint innerhalb einer Beschimpfung des Propheten wider die Priester und das »Haus Israel«. erhielt man einen Satz. als er einen Mann aus Israel durchbohrt. Württembergischen Bibelanstalt. Gott ist erzürnt und schickt eine Geißel. weil der Ortsname Sittim ihm ein Bestimmungs. Stuttgart 1911 wiedergegeben. Erneut eine prophetische Anklagerede gegen »Ephraim«.15-22). die darin Götzendiener sieht. der in flagranti beim Ehebruch mit einer moabitischen Frau ertappt wird. der Mann habe Simri geheißen und die Frau Kosbi. Seit der ersten Hälfte des 19. dessen Eifer durch den »Bund« vergolten wird.

« 336 Israel wird hier der Blutsverbrechen angeklagt. der. im Haus seines Gottes«. [gab es] ein Erzittern/Erbeben. die es begangen hat. schließlich darin. der mit »er [findet] einen Gegner im Haus seines Gottes« endet. wird auf es [Ephraim] zurückfallen und Der Herr wird die Schande." .2 konform zu machen. wo der »Prophet« unbezweifelbar Mose bezeichnet: »Durch die Vermittlung eines Propheten hat JHWH Israel aus Ägypten herausgeführt. Sellin korrigiert erneut den Text.8333 geht es um einen »Propheten«. um ihn mit 5. daß das gewöhnlich durch »vertiefen« übersetzte Verb einen Modalwert besitzt und dazu dient. (b) aber nun sind sie Propheten.208 stand der Polemik Hoseas. mit dem der hebräische Name des Gegners (mastema) eine gewisse Ähnlichkeit hat. daß er den Halbvers 333 Hosea 9. aber sein Blut [ = das Blut. das Ephraim vergossen hat]. erlaubt es Sellin. Die Anspielung auf »die Tage von Gibea« betrifft eine erinnernswerte Freveltat. anzudeuten. den Ortsnamen Sittim wiederzufinden. weil das Nomen derselben Wurzel ein Sühneopfer bezeichnet.. Sellin nimmt an. daß er dem Nomen »Erzittern/Erbeben« (dessen Konsonanten rtt sind) das Nomen »mein Gesetz« (dessen Konsonanten trt wären) substituiert. die sie ihm antun. daß er am Platz des Verbs nasa (»sich erheben«) den Substantiv »nasi« (Fürst) liest. Die Schwierigkeit steckt in 13. deren man »Ephraim« anklagt.9: "Sie verderben's zu tief wie zur Zeit Gibeas. erhält er den Substantiv »seine Grube« und übersetzt: ». auf es zurückkommen lassen. und ihr HErr wird ihnen vergelten die Schmach. und durch einen Propheten ist [Israel] gehütet worden. Aber es ist schuldig geworden durch Baal.2 nahe kommen und ebenfalls schwer zu verstehen sind.«335 Der Text von Vers 15 paraphrasiert sich so. (b) darnach versündigten sie sich durch Baal und wurden drüber getötet. In 9. (b) darum wird ihr Blut über sie kommen. die an diesem Ort begangen worden war gemäß Richter 19. die Stricke legen auf allen ihren Wegen durch die feindselige Abgötterei im Hause ihres Gottes.14Ŕ13. dies sei Mose. Der Halbvers 8b. sie haben verderbt wie in den Tagen von Gibea«. nach Hosea." 334 Hosea 9. um den Wert der Pronominal-Suffixe zu präzisieren. Der Schluß des Kapitels 12 (Vers 14) ist der einzige Abschnitt in Hosea." 337 Hosea 13.1. darum wird er ihrer Missetat gedenken und ihre Sünden heimsuchen. Als ursprünglichen Text stellt er wieder her: »In Sittim. daß er dem Verb »sich schuldig machen« eine Bedeutung »sühnen« gibt.15: "(a) Nun aber erzürnet ihn Ephraim durch ihre Götzen. denn der Ephraimit Jerobeam hatte 922 die Abtrennung Israels (im eingeschränkten Sinne. im Haus seines Gottes.1: "(a) Da Ephraim Schreckliches redete.14: "Aber hernach führte Der Herr Israel aus Ägypten durch einen Propheten und ließ sein hüten durch einen Propheten. in Israel hat es sich erhoben.. dem Ephraim eine Falle stellt.1. und seine Züchtigung durch Gott wird unzweideutig angekündigt. daß die Verderbtheit. ward er in Israel erhoben. zu Sittim. Wahrscheinlich ist. so wie er ihn liest: Indem er die Vokale des Verbs »sie haben verdorben« austauscht. die er deshalb für möglich hält. haben sie seine Grube tief ausgehoben«. das Nordreich bezeichnend) vom Königreich Juda provoziert. Im Vers 9 334 stößt man auf Wörter.«337 Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um eine Satire auf die Größe und die Dekadenz des Stammes. Sellins Konjektur besteht darin." 336 Hosea 12. die im Hebräischen oft gleichlautend sind: »Ephraim [ = Israel] hat [JHWH] bitterlich erzürnt. und es ist tot. 3) Hosea 12." 335 Hosea 12. dessen wörtliche Übersetzung lauten könnte: »als Ephraim sprach. auf die direkteste Weise die schismatische Königswürde repräsentiert. eine kontinuierliche und systematische war.8: "(a) Die Wächter in Ephraim hielten sich vormals an meinen Gott. denn die wörtliche Übersetzung wäre: »Sie haben vertieft. die 244 denen in 5.

war er Fürst in Israel.14Ŕ13. indem er sich auf die alleinige Autorität E. Mose] [das] auf sich und sühnte. meint er doch nicht länger. erschienen 1929. wo der Held für das Volk die göttliche Vergebung für die Sünde des Goldenen Kalbs erfleht. den Jordan zu überschreiten. S. nahm er [nämlich der Prophet. (13. d. ob S. und er ist tot. um die Führung Israels zu übernehmen. Budde 1932 bemerkt hat (»Goethe zu Mose's Tod«*. Es ist aber nicht möglich. und durch einen Propheten ist [Israel] gehütet worden.h. Hosea verfüge über die Erinnerung an einen Sühnetod Mosis. Er glaubt zwar weiterhin.320 f. (12. auf den sich der Possessiv bezieht.) nimmt er an.12) und der »Zerstochene« bei Sacharja 12. Sellin war sich der Fragilität seiner Hypothesen von 1922 bewußt.300-303). Dies ist eine einfachere Konjektur als die von Sellin.W.14) Durch einen Propheten [Mose] hat JHWH Israel aus Ägypten herausgeführt.« In 9. . so wie Sellin sie versteht: der Träger des göttlichen Wortes ist zum Märtyrer bestimmt. zeigt er sich gegenüber seinen ersten Intuitionen am skeptischsten. rechtfertigt aber keine Hypothese über den Tod Mosis. und auch wenn er seine Übersetzung von 9. Diese seltsame Hypothese rechtfertigt er durch eine Erklärung Mosis in Exodus 32. auf ihn zurückkommen lassen. Er [der Prophet] hat gesühnt wegen Baal [wegen der Sünde des Baal-Peor]. die christlichen Wurzeln der Ideen Sellins zu ignorieren.2a) Sie haben das Grab der Verirrung tief ausgehoben. nicht eine gelehrtere Rechtfertigung liefern wollte. 245 (12. der Unentschlossenheit Mosis.8-9 korrigiert er nicht mehr mastema zu Sittim. von denen die prophetische Literatur spricht: der »Kecht JHWHs« des Deutero-Jesaia (siehe insbesondere Jesaia 52. um die Affaire von BaalPeor zu evozieren. und übersetzt: »(5.1 wieder auf.« Sellin findet da den klarsten Ausdruck des Sinns. S. S.9a: »Sie haben seine Grube tief ausgehoben« beibehält.13 ŕ 53. den alten Führer meuchlings ermordet haben.15b hinter den Vers 13. Man könnte sich fragen. der »Prophet«. 12. müde. sei Mose. um ins Gelobte Land einzutreten. Freud seine Idee eines gewaltsamen Todes Mosis nicht der fernen Erinnerung an eine Goethelektüre verdankt und ob er. Zeitschrift für die alttestamentliche 246 Wissenschaft*. den er dem angeblichen Mord am Propheten hat geben wollen: Mose sei von den Seinen zu Tode gebracht worden als ein Sühneopfer infolge der Kollektiv-Sünde des Baal-Peor.« In der zweiten Auflage seines Kommentars zu Hosea.10. In Hosea 5. Dies sei eine Personifizierung der prophetischen Funktion. daß Josua und Kaleb. die er begangen hat.1. der auf diese Weise in Moses den Prototyp der geheimnisvollen leidenden Gestalten fand. Wie K.32.5-6 über das unbekannte Grab Mosis kann zwar gewiß die Einbildungskraft anstacheln. so wie er ihn 1928 neu gedeutet hat.1) Als Ephraim mein Gesetz sagte. Umbreit. 50.1 versetzt. Sellins berief.2 verzichtet er auf die Korrektur von F.1a einige neue Korrekturen vorschlägt: »Als Ephraim aufrührerische Reden hielt [wobei er rbt für rtt liest].261-263) unter dem Titel »Hosea und das Martyrium des Mose« die Studie zu Hosea.209 12.15a) Aber Israel hat [JHWH] bitterlich erzürnt. jedoch nicht weniger grundlos.15b) Aber sein Blut [das Blut des Propheten] wird auf ihn [Ephraim] zurückfallen und Der Herr wird die Schande. indem er zum Text von 13. denn die lakonische Information von Deuteronomium 34. und müßte er selbst dafür aus dem Buch Gottes ausgelöscht werden. was ergäbe: »(12. 1928 nimmt er in einem Aufsatz in der Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft* (46. bestreitet sogar die Triftigkeit des vorgebrachten Bezugs auf Sittim. hatte sich Goethe anderthalb Jahrhunderte vor Sellin einen gewaltsamen Tod Mosis vorgestellt: in einer seiner Noten und Abhandlungen zum besseren Verständnis des west-östlichen Diwans* (in der Ausgabe Hempel IV. liest ihn aber nicht mehr nur in 13.

210 .

revient à son départ d´un signifiant-maître absolu qui s´y figure du soleil. à savoir que ça tourne autour. voilà l´héliocentrisme — ce que j´adore. sans qu´il y ait plus à y regarder. Pour la conscience commune. ont trouvé l´usage en quelque sorte dialectique à quoi prêtent les apparences qui résultent de la bascule de la terre sur l´écliptique. sans qu´il y ait plus à y regarder. à une fonction surmoïque dans la politique. elle a écrit: l´hégocentrisme. par contre. Pourquoi ne pas partir de l´ironie qu´il y a à mettre au compte d´une révolution (symbolique) une image des révolutions astrales qui n´en donne guère l´idée? Qu´y a-t-il de révolutionnaire dans le recentrement autour du soleil du monde solaire? A entendre ce que j´articule cette année d´un discours du maître. l´insolence politique du Roi-Soleil? Les anciens. kursive Pagina = dt. l´insolence politique que représente le Roi-Soleil? De ce que les ascendants contrariés qui résultent de la bascule de l´axe de la sphère des fixes sur le plan de l´écliptique. Fett gedruckte Partien kennzeichnen Varianten. à l´héliocentrisme.é. je parle des résonances. je trouve ça sublime! — et il implique que ça tourne rond.211 72 338 23 73 24 Votre question va à chatouiller les espoirs. Satzteile. à ce mot. un photocentrisme comme beaucoup moins asservissant.o. soit pour le »peuple«. la coupure structurelle peut combattre l´amortissement. qu´inspire le sens dévolu à notre époque au mot: révolution. h. Mettrai-je au compte de Galilée. Aufrechte Pagina = Scilicet. de l´ que je démontre être sa visée. Dans la conscience commune. laquelle. Je note que ce n´est pas moi qui joue ici de ces résonances dont seule. à un rôle d’idéal dans la carrière de la pensée. à entendre ce que j´articule cette année d´un discours du Maître. à un rôle d´idéal dans le palmarès de la pensée. 339 . Notez que c´est Freud et non pas moi qui joue ici de ces résonances dont seule la coupure structurelle peut séparer l´imaginaire comme »superstructure«.. On pourrait noter son passage. Je dis que la coupure structurelle seule peut donner plein sens au mot révolution. gardassent la présence de ce qu´ils ont de manifeste. car elle a tapé ça ce matin. Ausgabe. les Anciens surent tirer les images à appuyer une dialectique guidée d´y diviser savoir et vérité: j´ en épinglerais un photocentrisme d´être moins asservissant que 338 Votre question va à chatouiller les espoirs. teintés de fais-moi peur. l´héliocentrisme. On pourrait marquer339 son passage à une fonction de surmoi dans la politique. qu’inspire le sens dévolu à notre époque au mot: révolution. par la boucle prise de la science. J´en mettrai en opposition. teintés de fais-moi peur. Pourquoi ne pas partir de l´ironie qu´il y a à mettre de la révolution au[x] comptes des révolutions célestes qui n´en donnent pas tout à fait la note? Qu´y a-t-il de révolutionnaire dans le recentrement du soleil autour du monde solaire? Après tout. Unterstreichungen umgestellte Wörter bzw. la figure du soleil est là signe d´imaginer le signifiantmaître qui demeure inchangé à mesure même de son recel. on peut y trouver que celui-ci y clôt fort bien sa révolution. Les images de lumière et d´ombre sont là propices à un discours articulé. je le dis. c´est que Gloria a fait tout à l´heure une faute de frappe. implique que ça tourne rond. l´idée que ça tourne autour. Mettrai-je au compte de Galilée. — ceci au contraire du passezmuscade impayable dont Hegel voudrait dans le savoir absolu résorber leur antinomie —. on trouvera que celui-ci y clôt fort bien la révolution qu´il écrit à partir du réel: si la visée de l´ est bien le transfert du savoir de l´esclave au maître.g.

212 l´hélio. .