Sie sind auf Seite 1von 2

Quelle:http://www.kultusportal-bw.de/site/pbsbw/get/documents/KULTUS.

Dachmandant/KULTUS/kultusportal-bw/Publikationen%20ab
%202013/RoterFaden_Online.pdf
Das Harvard-Konzept
Grundstze fr den zwischenmenschlichen Umgang in Konflikten

Jutta Krayenberg formuliert in ihrem Handbuch fr Konfliktmanagement,


Berlin 2004 folgende Einsichten zum Themenfeld Konflikte:
Konflikte sind
Spannungssituationen

, in der voneinander abhngige Menschen versuchen,


unvereinbare Ziele zu erreichen oder gegenstzliche Handlungen zu verwirkli
chen. (S. 25)
Nicht die Meinungsunterschiede an und fr sich sind
das Problem

, sondern
konflikttrchtig

ist die Art und Weise, wie Menschen diese Unterschiede


erleben und damit umgehen

. (S. 21 Hervorhebungen vom Redaktionsteam)


Die Harvard-Universitt hat auf Grund von empirischen Untersuchungen
Grundstze formuliert, deren Umsetzung dazu beitrgt, Konflikte konsenso
rientiert und friedlich zu lsen. Diese Einsichten bilden auch die Grundlage
fr die Meditation und Streit-schlichtung an Schulen (A_6 Mediation siehe
Umsetzung: 3. Baustein und A_13: Streitschlichtung)
1.
Grundstze

Gehe das Problem an, nicht die Menschen.

Akzeptiere die Position des Gesprchpartners als Ausgangspunkt.

Nimm die
Interessen
als Gesprchsmittelpunkt,
nicht
die
Positionen.

Erkenne die Gefhle des Anderen und nehme sie an.

Auch (unbegrndete) ngste sind real.

Gestatte dem Gesprchspartner Dampf abzulassen.

Je hrter in der Sache desto sanfter mit den Menschen.

Die Probleme der anderen Seite sind auch meine Probleme.


2. Gesprchsregeln

Einige dich ber Kommunikationsregeln.

Suche gemeinsam nach sachgerechten Kriterien fr die


Problemlsung.

Kenne deine beste Alternative zum Scheitern des Gesprches.


(
BATNA: B

est
A

lternative to a
n

egogiated
A

greement)

Behandle die Gegenseite wie einen Richterkollegen, mit dem du gemeinsam


ein Urteil fllen sollst.
(nach Roger Fisher & William Ury, Das Harvard-Konzept, Campus-Fachbuch-Verlag, 2003