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Gralsbrief Nr. 8 Die Cinweihung Bevor man én ben Helligen Hain des angestammten, mittelamopsigchen Kultus und ber Religion eintrtt, ‘at ¢8 notwoendig, sich von allen geiatigen Stembeinfitssen, von allen fremben Sdeologien, von allem Muensebdenten umd von aller Gerleiting dee Welt ju entbinden, Durch magisehe Binding, wie 5.8. der cheistlichen Daj, burch Crsiehuang ju falschen Lerten wend durch Weitergade von Gewobnbeiten erfolgte cine Sehwodchung ber Veiehung yur Uetraft, eine Gnefeembumng swe eigenen Seelenanlage, Dee Rackbeyug gute Urtrafe i6t ber Mictbegug jue eigenen Lebenshaltung, wnd die AHSage an feembde Leaditionen, Rell aionen, Sdeologien und Seeleinungen jedroeder et Gangheitlich ist dex Mitteleurnpricr, weil Seine Lcbenshaltung sich bavest in cinem Gleichgewiche swidchen Geistigem und Kirperlichem, jwischen Geist und Materic. Wenn andere Kulturen sich in die Grtreme Havegen, entweder cinem tbertriebenen Sdeal der Vergetstigung und Sogar der Veracheung alles Koxperlid Mareriellen nachfolgen, oder aber umgefelyrt nur den torperlich-materiellen Seiten des Lebens amnter Bernachlissigung des Gieistes und der Sele, 6o spitet der Mittelenraper instintrin seine seclisehe Beranlagung in der Gansheitlichteit allen Seing, Gr nimmt die starte Berflechtumg war givischen dem ‘Seelenwesen der Natur und seiner eigenen Seeleform. CLenso halt ex sich, gerade rveil ex mit beiden Veinen fest auf dem Boden steht, Stark an einen Ritckbeyug jum Urgoth (Uegott), dem Verbiteger und ] Gerveihrer des Urguten, Und ex weiss curch, dase die Materie Schlussendlich nichts anderes ist ol8 tristal- Fisierter Geist. So sind nach seiner Borstellung Geist und Materie nicht grundsatylich, aber nach ihren Auswittungen axf ihn Gelber untersehieden, Beibes ist cin Veil des Urgorh, brides ist Ueteaft im Uegeist, und beides i8t im gleich nade, Dabei ist nun Wichtiges ju Heobachten: Gansheitliche Ertenntnisse und LKcbenseinstellungen tonnen mee von einem gonabeitfichen Menéchen als richtig erfamnt und gelebt werden, 6.b. von einem vellumfinatich cnusgefiiliten und weisen Menschen, welcher Geist und Marerie gleichenfalls in setnem Denten, Fitblen amd Handel mit einbefasst. Das Geistige mag thm den Kosmos geben, seine Familie und Sippe, de Gitter umd dag Uegoth, und die Urtvaft, welche ihn begleitet. Wes ber die Neaterte lernt ex tn det Meaterie selbst, durch die Wuryel amd Kraft des BWodens, auf welehem er gedeibt, aus wad ee seine Mobeung beyieht, wnd von deet beget ex auch die gange Kraft sue Seiner Seelenstitete. Nie wt thm dies Widergpeuch oder Berschiedenbet, beides geelft Wickenlos ineinander und ernst Sich Sinmwoll, hort dort auf ober Fangt an, 190 das eine nachgugeben scheint umd Wlaty macht bem anderen. Boden und tut Ieheen ihn deebalb nicht mur das Uberleben, sondern auch den Wet dee Sehopfimg, die Gesetye des Somos, ben Werdegang der Erbe, bad SehiekSal ter Menschen und Seinen Besug sum geistigen hber- Sein in ber Urkrofi, nach dex sich Schlussendlich doch alles werde richten miséen. Frembe Geisteshaltun- gen lebut ex Schon deshalh ab, weil sic lebendfremb sind, weil sie diese Gansheitlichteit nicht umjassen fonnen, Sie sind in éeinem Cmpfinden nicht mux frembartig Gespinn und entfrembend von der Urtraft, Bergeistigte Religionsformen beinbalten alle sogenannten ,Crldsungsreligionen’, wie Christentum oder Buddhismus. Diese sind dem Mitteleuraprier cin Greuel, denn in ihnen evsiebt er den Grund fie die Leb: enéuntcugliehteit von Menschen, und wie «8 Ste um die Friiehte Harter Arbeit bringt. Gleiehfalls aber erSieht ex in SyStemischen Bdeologien wie Kapitaligmus oder Kommumisnuss cine volletandige Absage an jebe geistige Ubereintunft in der Sippenbeerschaft, teil in dem einen bas Recht auf Boden und Leben einer frembden Intereddengruppierung sugetragen wird, in dem anderen aber von einem Strate, einem Hoberen, fittiven Gebilde obme Beug se Wirklichteit, annettiert wird. In Geiden Fallen ecfolgt cine Gutrignung, die WHtehe von cinan Grmbdveche bed mitteleuropatisehen Menschen. Denn alles, was der Mitieleuropser in Seine Kampfe um dad Uiberleben auf ber Erde hilfecich unterstiwt, ist bas grundleg: ende Menschenvecht su Cigentum, damit ex sich, Seine Familie, seine Sipve und alles, wad ifm lich und echt 16t, erndren und geistig tragen tam. Gleichenfalls sucht er in seiner Ahnenlinie das geistige wie materielle Erbe weitersutragen, indem er sich einen Lebenspartner sucht, welcher sowohl auf geistiger, wie auch cuf materieller Ebene einen vollwvertigen und gangheitlichen Menschen ausmarht, damit diese Ehre umd dieses Erbe fie alle zutiinftigen Grblinien erhalten bleiben, Wermihle ex sich mit einem Partner der Cinseitigheit von materieller oder eben geistiger Sebwergewichtmng, éo léuit ex Gefabe, dass Sowobl das materielle, wie auch das geistige Crbe erlische, die Whnenlinie ssammenbricht und ex sich und die Seinen ber Ansldschung aussetst. Wir exSehen heute, Wie die Eodmisehyen GeSetye died Lescheinigen, und die prattische Crfahrung seigt uné an viclen Beispiclen, dads dem So ft. Sede Vermischng mit ciner andersartigen, anders denkenden und andersartig bewusst wahrnehmenden Erblinie exbringt einen Seclenswicspalt, welcher die Gangheitlicheeit im sehlimmeten Balle ansl5écht, und hierdureh auch die Crblinie, Nux der Mittdawopder Vetrachtet seinen KSrper mit bem gristigen Yuge, unb seine Geistigteit ofS Qobltat ber materiellen Crrungenschaften. Nur ex verstebt, in welch Starter Art Sich beides bedingt amd ergdnst, jusammen wallt und tangt. Gieichwobl aber ist der Mittelertropaer von seiner Wesensart her betrachtet start gefmbden an die lima tiBchen Werhalmisse. Die Fahresseiten sind ihm Heil und Segen, in thnen evtennt ev die Wailungen Seined eigenen Blutes. Cin Winter ist ihm nicht Tod noch Gammertal, sondern Besinmng und der Natur Erholung, Cs it die Jeit dex inneven Cinkele in das Gelstesleben, tet thm Besinmng auf das ‘Wesentliche Seines tigenen Seins, Kein Leben ohne Spiegelbilbliche Reflerion seines Wesens, Miseens und seiner Weisheit, Dos Urgoth ist ihm dann sebe nae, gerade teil bie Lebensbedingungen wideig und Haréeh Sind. Cleichfalls bei sommerlicher Hite. Cr weiss, dads deine Vorfabeen bie Hite und Feucbtigr Feit toum erteagen, ex o8 Leber EAL und trocken mag, und ex Sich im Gebirge aa woblsten FABLE, well ¢& Seiner Bevanlagung entépricht und ex bort durch die getvaltige Schonbeit ber Natur dem Urgoth néber ist. Seine cigene Naturreligion und alle seine Gotter sind ihm in seiner Wesendart verbunden mit der Natur eines moderaten, suflischen HKimas, Der mitteleuropadische Walb it ihm leiblicher, wie auch geis- tiger Geclenbort, und viele seiner Geschichten, Marehen mb Sagen finden surtict in die Wiege des Pawussrseins und der Sele. Ars thnen schipft er Kraft und Verstindnis iter seine Vorfahren, ihre Lebensweise und ihe Denten. Sieh davon ju entfernen witrde bedeurten, sich von sich selbst su entfernen. ‘Lund genau dieses paséiert dem Mittelenronder, wernn er sich von Seine angestammten Boden wend dem mobderaten Klima entjernt. Er verliert dabei das innere Gleichgewicht swischen Geistigen und Korperli- chem, beaitst bie eigumg, sich unter Himatischem Druck enttweder in die Bergeistigung au fltehten, odee aber in die Bermaterialisiermg. Und obéchon ex den Besug su seiner eigenen Sinpe nicht verlieren mag, Go dock entivictelé Sich in ihm Ein Begug auwe HOheren, toamischen Weisbeit, und ex verausgabe sich in geistig-seelischen Konflitten, deven Losimg mur deshalb nicht Eommen, weil er aus Seiner ihm angestam- miten Welt vertrichen wurde oder aus ibe audsgeogen tt. Dabei Spielt 6 Fine Rolle, ob 8 Sich um de Boden im Gebirge Jentralasiens handelt, die Jonen der nérdlichen Steppe, von Nord- und Mitteleuropa ober ben Wpen. Smmer waren 8 das Klima und der Boden, welche die Geistprigung start mitbestin- mten, und in welcber Seine Forperliche Puisery sich alleine woblfiblte. Wie oS gleichfalls auch die widri- gen Bedingungen ber Univelt waren, welche seine verborgene Sonne entatindete und ihn sum Trdger der Backel des .Lebhens aus sich selbst" machten, bis mit umfassend der genetisehen Grundlage und der Meitergabe an die Nachtommensebait. ‘Auf der materiellen Ghene folote der Mittelerropaer immer dem ,Lirsache Wirhingspringip", in vollstdndi- get Ubkebe an die Philosophie aller Erldsungsrefigionen, welche das Pringip von Garma (Karma) verteee ten, Garma ist die dam Mitteleuropaer frembe Lehre saber eine Farmiseye Bindung an die materielle Ghene, und damit suéammenhingend die Losldsung davon wmd die Riichtebr in die geiétige Seinsebene. Gena Go wie die christliche Lehre der Berachtng alles Materiellen, um bas Seclenbell auf jendeitiger Ebene sur eclangen. Alle diese Lebyeen sind ihm fred, und miissen ¢6 auch bleiben. Den sie sind nicht gangheltlich, condern otientieren Gich nach einéeitigen Gesichtpunitten in entiveder einer 2irérichtung auf dad Materielle, ober aber nur auf bad Gelstige. Vesehwert man das cine ohne Ausichtung und Wnerten- Tung bed anderen, i8t died nicht nuw eine AWHage an die gansheldliche und wirkliche Betrachima ther die Grbe, den Menschen und den Kosmos, sondern bebingt geradesu bie Vernichtung allen Seins, aller Hal tungen, und minbet in die volléténbige Bernichtung allen menschlichen Lebens. Mit der Ablebmmg der materiellen Chene werden alle Naturgesevse missachtet, obschon doch auch diese die Wheiehten der Urtraft in sich tragen. Das Urgoth setst sich im Endeffett durety die Materie selbst in Gesebeimeng, and wie Menschen Sind in unserer rperlichen Form somit cin Teil des Urgotes. Durch ane etlet bie teat sich Gest in ibeee eigenen Schopfung. kr sind bie Ygen, die Oren wd bas Berousseeein bes Uegoth. le unsere Moglichteiten auf ber mateielen Crbe sind auch bas Wermigen der ‘tent GelOst, Sin ber Unenblicbteié ber materiellen MBglicheiten eefatren rote bivettcnch bie QGeite wand iefe der Cristens bes Urgotbes. Unser Beroussteen ist dente mit bem UrgothBetonsstscin, Der Bubdhismus treibt die Weltflucht bis in das Extreme. Cx befiewortet cine villige Verncimung der Sehipfing als Erlebnisgrundlage fir ben Menschen, Dad ist nicht mebx nur eine einseitige Ansrichtung cntf bie geistige ScbOpfung, sondern eine regelrechte Berachtung eines Teiles ber Schipfiung, mkmbich der materiellen Chene des Urgothes. Ale .Wegabtitryungen* ur Ginkebr in dte geistige Welt der Urtraft sind fiir den gansheitlich dentenden Menschen eine frembdartige Adeologie, fiir den multitutteretion, genetiseh Und gesinmmngsmassig vermischten Menschen jedoch eine Art von Befreiumgstheologie, in deren Schuty er Sich begeben muss, um auf Seine Act gangheitlich bleiben gu tonnen, da ex viele Pbilosophien gleichyeitig in BY Subivibualéerte darf ex beScHeidenerwvcise teinen Bejug nehmen, weil sein Bewussrsein und Eréenntnis- vermbgen weber bad Urgotb, noch cin Seelenmeer ober cine Sudividualseele wabrbeitlich je Gefandsen DP) tinnte. Lind ren ibm alle bies vieleicht fremb bleiben mag, 60 doch bat ex Ginfianss auf seine eigene SU Grbvinie, reshath er Gebacée ist um eine Grbcttung seiner Art auch auf genetisefer Girmnblage. Dies tt Sein ganges Heil, wm das 8 ihn timmert. Berube, mit cinem Garmonischen Yudgleich von mateillen und geistigen Breen, oeber ju start mateill BP) susgerichtet, noch in volltommence Wage an dic materielle Grunblage und Probuttivfraft, weber in vollstindiger 2Abstinens fealicher Getstigteit, noch in ibrer Uberbetomung. Deshalb tomn e6 sich mur um 5) | cine Sipvenrefigion Ganbeln, mit idealem Yusgleich von Rechten und WMichten, aber immer unter einer GN) Sradition der Abnenverebrung und im Sinne des Grhaltes aller suttinftigen Crblinien. Die Ginweijung ‘ ‘in die mitteleuropdische Urteligion umfasste immer das Wissen um diese gangheitlichen Zusammentyinge. EY