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Whrenddem Berlin heutzutage zumindest usserlich langsam im Wrgegriff der Grossfinanz

zu erstarren scheint, beweist das Iori Trio auf


berzeugende Art, dass diese weite Stadt mit
ihrer bewegten Geschichte immer noch ein
Schmelztiegel fr kreative, unkonventionelle und
berraschende Improvisationsmusik ist.
Es scheint fast, also ob viele der KnstlerInnen,
die Berlin zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht
haben, gegen die langsam um sich greifende
Verbrgerlichung und den damit einhergehenden Verlust von Freiraum und Freiheit anspielen!
Aufbruch, Forschen, Experiment und Wagnis,
diese Schlagwrter umschreiben denn auch gut
den "spirit" des Iori Trios. Iori ist der Name eines
Flusses im sdlichen Kaukasus, und das
Symbol eines frei fliessenden Flusses beschreibt die Essenz der pulsierenden Improvisationen, der verblffend eigenen und komplexen
Improvisationssprache aller drei Bandmitglieder
sehr treffend.

Unkonventionell ist die Besetzung (Gitarre,


Saxofon und Schlagzeug), unkonventionell ist
die spannungsgeladene Klangwelt, die uns
Tassos Savvopoulos (guitar, composition), Peter
Ehwald (saxophone) und Dimitris Christides
(drums) auf diesem wundervollen Album vorstellen, und berdurchschnittlich ist die Qualitt der
Musik.
Ganz zweifellos "a must hear"!
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Das Trio spielt Avantgarde Jazz kratzig kantiger Art und legt es angenehmer Weise nicht sehr auf minimale Themen an, eher wird Komplexitt und Ausdruck gesucht, als die Verfhrung in ewigtief mandernden Abgrnde in sich selbst.
Ein sehr intimen elektroakustischen Jazz, in dem es wenig um expressive Eruptionen und radikale Brachialitt geht, als vielmehr um melodische Abstraktion in quasi lyrischer Intention. Fast stetig spielt das
Trio leise, verinnerlicht ihr Anliegen eher und vertieft das harmonische Geschehen, als dass harsche
Ausbrche geschehen. Und doch sind hier und da emotionale Hhepunkte, rasante Abfahrten und
kernig dynamische Explosionen zu hren, aus denen erneute, jazzdisharmonische Lyrik fliet.