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Basa Wandstarke, so kann man im letzten Teil der Kurve praktisch die GI. (4), (6) und (6) auch hier anwenden. Fur Kupfer oder Aluminium liegt a um 2—3 Zehner- potenzen hoher als fiir die untersuchten Stoffe. Das Gchause wird am besten aus ctwa 0,2 mm starkem Blech mit einem abnehmbaren Deckel gefertigt und 0B ganz gefullt sein. — Die Messung der Tempe- raturleitzahl bei anderen ‘Temperaturen ist durch Auf stellung der Apparatur in einem Raum mit verminder- tem baw. erhohtem Druck oder durch Verwendung eines Dampfes mit anderem Siedepunkt méglich. Zuscmmenfassung. Bei cinem nichtstationaren SchnellmeBverfahren werden innerhalb bestimmter Anwendungsgrenzen, gleichzeitig die spezifische Warme und die Warme- leitzahl von festen Kérpern durch eine registrierende ‘Zur instationiiren, la \Wanxan Gennes: Zur instationiren, laminaren Strdimung einer inkompressiblen' Flussigkeit- usw aren Strémung einer inkompressiblen, zi 267 Wigung im Dampfkalorimeter ermittelt. Das Ver- fahren ist geeignet fiir den Bereich der Warmeisola- toren, inden auch die meisten Kunststoffe fallen, nicht dagegen fiir gute Warmeleiter. Literatur, (1) Pomsons, Ri: Z VDI 56, 1059/1059 (912) a) nm, 8, Ar Keira uh, Porta: Physi 2 Ss) Aosjadz (103%), (3) Roem Wa. Kumistore $i; Tsbjiss doa). [i Viewno, Tet Kunsistotfe 28, 219/016 (197), [o) Bosses RW.’ Aun, Physil'w, Chemie St {Yi Cise7). [6] Gorrwann, Fx. Kunctetotfe 29, 245/200 (1939), (iy Vino, Be ; Tok/14 (40) 1S) Vina, eure Coamwan: stolfe 38, 10/12 (100), — [9] Rass, W. Abe Phils, Mage he BH A/a (10), (10 Duman Sov fd, Slath: Wigs, Ba 5 Teil tpg (021 [1] Gnominay 1H: ZBL 69, 705/714 1835). {12} Nessnun We: 2. VDI Gh, B4i/s46 nnd 30/516 (110), Drang. Go. Paro, Nera ae les Peaearpawg 8 on Fliissigkeit, in kreiszylindrischen Rohren, Von Werver Gerues, Giintering. Mit 3 ‘extabbildangon. (Bingegangon om 18, Januar 1961) ‘Bs wird mit Hilfe der Lapracetransformation 1. der Anlaufvorgang bei plétzlichem Anlegen eines Konstanten Drnckes an cin mit einer inkompressiblen, xihen Fliissigkeit gofillites, kreiszylindrisches Rohr untersucht, 2. das Auslaufen der Strdmung bei plétz- lichem Wegnehmen des Druckes und 3. der ein- geschwangene Zustand beim Kinwirken eines harmo- nisch sehwingenden Druekes auf das Rohr, 1 Es ist allgemein bekannt, daB das stationiire Ge- schwindigkeitsprofil einer Jaminaren Strémung in cinem kreiszylindrisehen Rohr parabolisch ist (HacnN- Porsnoruixsche Strimung). Ebenso allgemein aber scheint auch der Irrtum verbreitet zi scin, und er ist sogar in beste Lehrbiicher eingedrungen, daB diese parabolische Verteilung sich sofort mit dem Anlegen des konstanten Druckes an das Rohr einstelle. Die Geschwindigkeiten sollen danach wohl zu einem Grenz- wert ansteigen, die Geschwindigkeitsverteilimg sich jedoch immer ahinlich bleiben. Bine cinfache Uberlegung zeigt jedoch, daB dies nicht so sein kann: Auf die Flissigkeitsteilchen wirken cinorseits Reibungskrifte und andererscits von dem angelegten Druck verursachte. Reibungskriifte kinnen nur bei verschiedener Geschwindigkeit benachbarter ‘Teilchen auftreten, Da aber zu Beginn die Flissigkeit uht, so bestehen anfanglich keine Geschwindigkeits untersehiede zwischen den Teilehen und daher kénnen zanichst Reibungskrifte keine Rolle spielen, Fiiissigkeit wird somit anfanglich nur durch die Druck- ‘krafte beschlennigt werden kénnen. Denkt man sich nun die Flissigkeit in konzentrische Hohlzylinder gleicher Dicke zerlegt, so wachst wohl die auf den cinzelnen Zylinder einwirkende Druckkraft linear mit dem Radius, In gleicher Weise wiichst aber auch die Masse an, Daher ist die Beschleunigung aller Zylinder aleich groB und dic Flissigkeit muB sich anfangs als ‘Ganzes in Bewegung setzen und die Geschwindigkeits- verteilmg muB anfanglich konstant sein. Erst all- mihlich kénnon wegen des Anhaftens der Flissigkeit an der Rohrwandung von dort Reibungskrafte ein- dringen, Die konstante Geschwindigkeitsverteiung muf daher mit der Zeit vom Rande her abgebaut wer- den und schlieBlich in die parabolische tibergehen. Bei der folgenden genauen mathematischen Be- handlung des Vorganges ist es zweckmaig, sich nicht nor auf den Fall der plotzlichen Anschaltung eines konstanten Druckes zu beschriinken, sondern zuniichst einen belicbigen Druckverlauf 2uzulassen und diesen erst spdter auf die beiden wichtigsten Fille, das An- legen eines konstanten Druckes und das eines sinns- formigen Druckverlaufes m spezialisicren. DioUntersuchung vernachlassigtdie Randstérungen beim Hinlauf und Auslauf der Flissigkeit. Sie gilt duher streng genommen nur fiir verhaltnismabig lange Rohre. Diese Voreinfachung hat weiter die Folge, daB die Frage der Stabilitat der laminaren Strémung und des Auftretens der ‘Turbulens in dieser Arbeit nicht angeschmitten werden kann, denn hierfir diirften die Randstrungen yon entscheidender Bedeutung sein. ‘Dieses wesentlich schwierigere Problem soll mittels der #leichen Methoden in einer weiteren Arbeit angegangen werden. Im folgenden gelten nachstehende Bezeichnungen: A generalisierte Geschwindigkeitsamplitude, @ Rohrradins (anfanglich belicbige Lange), B Lavtacetransformierte von P, 7 Zihigkeit der Fiissigkeit, g Winkelvariable des Robres, i imaginire Finheit, J Brssexfunktion, Jo» »te Nullstelle derBrssmfunktion nuliter Ordnung, 1 Lange des Rohres, Z, generalisierte Robrlinge, 8 Operationssymbol der Lart.acetransformation, ft Dichte der Flissigkeit, Druck, le Sa ee i ie ck a a 268 generalisierter Druck, generalisierte Druckdifferenz am Robr, tadiale Variable des Rohres, generalisierte Radialvariable des Rohres, Variable des Bildbereiches der Lartact- transformation, Zeit, generalisierte Zeit, Geschwindigkeit der Flissigkeit, generalisierte Geschwindigkeit, Lartacstransformierte von 8, Rotation von », $8 Rotation von &, W Lavt.scetransformierte von 38, = Lingevariable des Rohres, ¢. goneralisierte Langsvatiable, ® generalisierte Kreisfroquenz, ‘Wir gehen aus von der Navren-Srores-Gleichung der Hydrodynamikin ihrer fiir alle orthogonalen Ko- ondinatensysteme giiltigen Form. 8 A yty a ae yo rot v] | On St + pgrad —ngrad div p-tnrotrotuterad p. | Die Inkompressbilitatsbedingung liefert: div» Wir schreiben: : rot» <1. @ Darch Rotationsbildumg erhalten wir damit aus (1) noch: 0 = p32 — prot [vt] +n rot rot ww ay @) Fahren wir Kreiszylinderkoordinaten cin und fordern, laminare und kreissymmetrische Strémung, so gilt 3 . =0 und ee , was wegen div» nach sich zieht. Unser Gleichungstripel wan- delt sich dann in: = Be Ensrot.rot v-+grad,p, (la) rot, 9 10, . a) 0 =p BP by roy rot wo (3a) ‘Durch Multiplikation von (1a) mit a3 und (2a) und (8a) mit “ at, kénnen wir die Gleichungen mit. Jauter dimensionslosen GroBen schreiben, was mathe- matisch den Vorteil einfacherer Schreibweise hat und physikalisch gosehen dio dom Problem angemessenen, Ahnlichkeitsgesetze liefert. Die Gréfe a wird dabei zunichst als eine belicbige Lange eingefiihrt, jedoch zweckmaBigerweise sogleich mit dem Rohrradius identifiziert. (La) nimmt dann die Form an: 0) “petra rata) targa) 2 (Fat a ‘Wie man sich leicht tiberzeugt, treten jetzt nur noch dimensionslose Komplexe anf, da 7 und ye die Dimen- 2] unt = [5] hen, exihen sionen y= le Wanxne Guunns: Zar instationiren, laminaren Strdmung einer inkompressiblen Flissigkeit usw. esac foe sugewandte Phys wir noch alle Lingen auf den Rohrradius a, fahren. wir also den generalisierten Radius o=t und die: generalisierte Linge Operation der Rotationsbildung dimensionsmaBig eh Division mit einer Lange bedentet, sehreiben: a2-rot,rot =rot;rot_ und a+ grad, =gradz. = cn, so kann man, da dio Ganz analog verfahren wir mit der Gleichung (8a). Unser Gleichungstripel kann somit so geschrieben werden: 2B 1 rot. rot Bt grad. P, ap rot, 8 =, 2b) a rot, rot ®. Gb dic gencralisierte Geschwindigkett, die generalisierte Zeit, don generalisierten Druck, dic generalisierte Rotation der Ge schwindigkeit, den generalisierten Radius und. = die generalisierte Lange. i: n als Kriterien in der Reysorps- sehen Abntichkeitstheotie vor, letzteres gewohnlich in, der Verbindung if . Ersteres stellt die sog. REYNOLDS: sche Zahl dar, (Siche 2. B. [1].) Wir unterwerfen non unser Gleichungstripel der ‘Lartacetransformation und zwar unter der Annahj Se ae era Mit der Schreib~ weise 2 & unsere Gleiehungen, unter Beriicksichtigung dessen, daB wegen Umwandlung der partiellen Differentiation nach der Zeit durch die LaPracetransformation in eine algebraische Operation, die verbleibenden réumlichen Differentialquotienten als totale geschrieben werden. kénnen, im Bildbereich der Larracstransformation die Gestalt an: 0 +Vetrot, W442, are Te Mes ea) 0 =s- W,+rot, rot W. (eo) Fihren wir auch rot, rot W in Pytinderkoor aaa ‘aus, so nimmt (30) die Form an: fe, 14Me_ fy Set ete (Hn) Me=0 Dies ist aber gerade die Gestalt der Differential gleichung einer Zylinderfunktion erster Ordnung. Da bei 0 in vorliegendem Problem keine unendlichen Werte auftreten kinnen, kommt also nur die BrssEr- funktion erster Ordnung in Frage. Wir ethalten also: W, =K+J, (i730). Ce ae, (ay 1, Band, melt #3851 Wenwze Gri K ist cine Integrationskonstante, worunter auch eine Funktion yon e zu verstehen ist, Setat man nun (4) in 0) ein und integriert nach 7, xo erhilt man so- gleich die Lésung fur V2 Vex0+K: a C ist dabei cine weitere Integrationskonstante. 6) Zur Bestimmung von K zichen wir die Rand- bedingung heran, daB an der Rohrwand, also fiir 9 =, die Gesehwindigkeit der Hidssigkeit immer Null sein muB. Die Grenzbedingungen des Originalbereiches, diirfen ohne weiteres in den Bildbereich der Lartace- transformation tibernommen werden (s. [2]). Es gilt somit (V;), =0 und aus (5) folgt: nee iy Jolie) Dies in (5) eingesetat ergibt: Jali FAG) Die Konstante © finden wir nach Einsetzen der ge- fundenen Ausdriicke fiir V, und W, in (Ie) durch cine kurze Rechnung. Diese ergibt: Lap =1%. To c Durch Integration folgt, wenn wir mit L die generali- sierte Rohrlange bezoichnen: O-L=. oat ~ By). Damit die Strémung in positiver Richtung erfolgt muB bei f = 0 der Druck grater sein als bei =1. Die Druckdifferenz am Rohr ist also B=B,—B,. Damit ergibt sich fiir O: 1. Wir spezialisieren diese allgemeine Lésung zuniichst fiir den Fall, daB zur Zeit 17 0 eine konstante Druck- differenz Pangelegt wird. Hierfiir wird B— E und (5b) nimmt die Gestalt an: 1 Joli Vo) — Joli Veo) Bt Safi) Bovor wir mit dieser Lésung in den Originalbereich Ubergehen, soll gezeigt werden, daB fur sehr grofe 7 Gleichung (6) tatsachlich die Hacex-PorseumaEsche Vorteilung liefert. Geht 1” gegen Unendlich, so geht im Bildbereich s gegen Null. is besteht mun die Be- viehung, da der Grenzwert im Originalbereich fir 7 gegen Unendlich, fir den Fall, daB seine Existenx ingendwie, z.B. wie hier aus physikalisehen Griinden, osichert ist, gloich ist dom Gronzwert des mit « multi plizierten Ausdruckes im Bildhereich fiir s =0. Aus (6) 2{Bj=P- ©) ': Zar instationaren, laminaren Strémung einer inkompressiblon Flissigkeit usw. 269 folgt somit nach: Reihenentwickhing von J, nach steigenden Potenzen von s: Nach Einfiihren der Komplexe der generalisierten, GroBen ergibt sich die gebriuchliche Formel fir die Goschwindigkeitsverteilung: (=f (@—1)- Die Losung unseres Problems fir beliebigo Zeiten k6nnen wir in Integraldarstelhing aus (6) sofort durch die Anwendung der sog. komplexen Umkehrformel erhalten, Es ist: Bak f live) =n livee) (60) Zur Auswertung dieses Integrals verschieben wir den in der komplexen s-Bbene urspriinglich in dem belic- bigen Abstand ¢ von der imaginaren Achse von — i co bis ico verlanfenden Integrationsweg immer mehr nach links in die negative Halbebene. In dieser liegen aber die Singularititen des Integranden. Beim Uber- sohreiten einer solehen spaltet sich ans dem komplexen Integral jedesmal ein Glied einer Reihenentwicklung ab, das man mittels der Residuenrechnung gewinnen kann. Da der Integrand unendlich viele Singularitaten hat, fallt die Lésung in Form einer unendlichen, gtitek- licherweise aber rasch konvergierenden Reihe an, Ersichtlich liegen die Singularitaten bei s bei Jg(i 3) 0. Die orstere liefert, wie oben dargelegt wurde, den Dauerzustand, die Hacex-Porszuntesche Goschwindigkeitsverteilung. Bezeichnen wir die Null- stellen der Brsserfunktion nullter Ordnung mit jo,,, so ergeben sich die tibrigen Singularitaten als an den Stellen s =— Jz, liegend. Sie liefern simtlich mehr oder minder schnell abklingende Anlaufvorginge. Die zugehdrigen Residuen ergeben sich, da es sich um cinfache Nullstellen handelt, aus der bekannten Vor- und sohirift:7, = Se) La) der Nennerfunktion, In unserem Fall ist: 24-J,(iys) +46 ; wenn wir den Integranden mit Lives bezvichnen. Dabei bedoutet 4,, die-n. Nullstelle 4 15)2-4,(67/6) F000 =F Sho aldo) Die Losung des Problems lautet somit in. Reihen- darstellung: m(0 2) Fr Talia) @ Bedenken wir, daB fiir 7’ —0 die Geschwindigkeit Null sein muB, so folgt aus (7) dio interessante Beziehuu; $18: Solio) (8) ‘Fuhron wir (8) in (7) ein, so erhalten wir eine andere 270 _Waexns Gunns: Zarinstationaron, minaron Stréming einer inkomptessiblen Plssigkeit usw. Form der Lésung: Die numerixohe Auswertung zeigt sehr rasche Konver~ kenz, Die Ergebnisse sind in Abb.1 fiir verschiedene Werte von 1’ dargestellt. Wie erwartet ist au Baginn die Geschwindigkeits- verteilung fast bis zum Rande des Rohres konistant. Das geradlinige Stiick in der Mitte des Robres wird all- mihlich immer kiirzer, die Kurve wird immer parabe ihnlicher und hat bei 7’ bereits ihre endgiltige, sta- tionire Form erreicht. ee Interessant ist_es nun noch den umgekelirten Vor- ‘gang, das platzliche Abschal- ten des konstanten Druckes, nachdom sich dic parabo- lische Geschwindigkeitsver- toilung cingestellt hat, zu untersuchen. Man kann sich diesen Vorgang auch als das fe Aatateom plétzliche Anschalten eines ingeasineshonstantenDbrackee, gleichgroBien, aber gesetzten Drucke Wir brauchen also nur von der Gleichnng fiir den sta~ tiondren Zustand die Gleichung (7) abzuzichen. Offen- bar bleibt dann nur noch der Summenterm. von (7), positiv genommen, tibrig. Bezeichnen wir hier die generalisiorte Goschwindigkeit mit #, so gilt fir das Auslanfen der Stromung bei plotalichem Wegnehmen, des Druckes: 8: Solh Bar Fa Gio) Fur sehr kleine 7 geht der Ausdruck ersichtlich in den fiir den stationaren Znstand tier. (Wegen Gi. (8).] Fir groBere 7 verschwinden wegen des quadratischen Eingehens der ‘Nullstellen in die Expentialfunk- tion alle Gliederneben dem ersten sehr rasch. Die Geschwindigkeits- verteilung nimmt also die Form ciner Brssmtfunktion nullter Ord- nung zwischen Null und ihrer ersten, Nulistelle an und behilt diese bis mm Verschwinden der Strémung bei. Die Ergebnisse der nnmerische Auswertung zeigt 777A. $x worschiedene T-Werte Abb.2. bb. 2, Gexchwtn Dio Verteilungen wihrend des oisprcily der Aula; Anlaufensder Strémungund wah- ieeF'ict nWdatiden rend des Auslanfens derselben “etfauten Druskees sind ersichtlich véllig verschieden. IL. je allgemeine Lésung (5b) fiir den anderen Fall, das Einwirken eines cosinus- formigen, periodischen. Druckes Eesei: P =Q- cos wt =Q- cos QT mit Q = Wegen 2 {P} meine Lésung im Bildbereich die speziclle Gestalt Qe pp vimmnt dann die al oli) — Joli¥s0) B (a+ 2) Jolie) Mittels der komplexen Umkehrformel erhalten hhieraus die Lésung fiir den Originalhereich in Int form: 5 [ WEA orae, ( CS EB Ills) Auch dieses Integral kénnen wir mittels des duenkalkils berechnen, indem wir den Integrati weg in der s-Ebeno tibet die Singularitaten des J granden nach links hinwegzichen. Die aus Jo(i]/s ) = stammencen Singularititen sind dieselben wie in de vorhergegangenen Beispiele, liegen alle auf der m tiven reellon Achse und reprasentieren mehr oder der rasch abklingende Finschwingvorgange. &?+ Q2 liefert zwei weitere Singularititen, nimlich s—14@ Diese liegen auf der imaginaren Achse und stellen d her eine ungedampfte harmonische Schwingung, d cingeschwungenen Zustand dar. Da wir uns bei Fall nur fiir den letzteren interessieren, diirfen wi erste Singularititengruppo aufler acht. lassen, haben es also mit nur zwei Singularitaten 2u tun, Exgebnis kann dahor in geschlossener Form angegeb werden, Mit der Bezcichmungsweise des ersten spiels wird dann: L=2s-Jgliys)— (et +.0%)- Jays. handelt, kénnen wir &- in der Form &. =A (QL + y) schreiben. Bezeichnen wir voriibergeh den Faktor von e!@T in (12) mit a, und den yon ¢ driicke und AP ada, Hier gilt also: Ali ViQ) Teli Ili)= 10) — 1, Bana eft? SL Vibren wir in diese Ausdriicke noch die Kunvmschen Funktionen ber,(z) und bei,() durch J, (i)Fe) Sber, (2) +4 bei 2) cin und beriicksichtigen weiter, da spezicll Joli Vix) —berg(#) + é beig() und Iy(iy— i x) =berg(x) — i beig(z) uilt, so ergibt cine etwas langere Rechnung: @ (la) Gleichung (13) liefert die generalisierte Gesohwindig- keitsamplitude A=“ a4*der Strémung, bezogen auf na? - sen, Abstand von der Rohrachse ¢—" und der gen. ” die gon. Druckamplitude +4, abbiingig vom Froquonz 2 =" a Gleiohung (14) sagt aus, daB zwischen Druck und Geschwindigkeit eine Phasenverschiebung von 90° besteht, unabhingig von Lage und Frequen7. In Abb.3 ist der Verlauf der Geschwindigkeits- amplitude nach (13) dargestellt, abhangig vom Ab- Abn, 9, Geschwindgkeltasmplitode fhe versehldene 2 bein Binwasken ‘sinee hinawschschwiogenten Deusks, stand von der Robrachse und fiir verschiedene Werte von @. (Der MaBstab der punktierten Kurve, des Falles Q=1 ist aus zeichnerischen Griinden aut die Halfte verkleinert.) Exsichtlich nehmen mit wachsender Frequenz die Amplituden sehr stark ab, ein mit Fissigkeit goftlltes Rohr hat somit besiiglich der Goschwindigkeits- amplitude den Charakter eines Tiefpasses. Bei niederen Wenn Gaon: Zur instationiiren, laminaren Strémung ciner inkompressiblen Fltssigkelt usw. 971 Frequenzen nihert sich das Geschwindigkeitsprofil immer mehr dem HaAGEN-Porszvrutsschen Parabel- profil, bei héheren cinem linearon. Nach unserer ver- cinfachten Kingangsiiberlegung ist dies m erwarten, da bei niederen Frequenzen in jeder Periode gentigend Zeit zur Ausbildung eines parabelahnlichen Profils ist, bei den héheren aber nicht, so da® hier hochstens das nahezu lineare Anfangsprofil zustandekommen kann. Besondeers auffillig ist jedoch, daB das Maximum der Geschwindigkeit bei den héheren Frequenzen nicht mehr inder Rohrachso liogt, sondernsich mit steigender Frequenz immer mehr gegen die Rolirwandung zu verlagert. Diese merkwiirdige Erecheinung ist unter dem Namen Annulareffekt bekannt [3]. WV. Zusammenfassung. 1, Dic Hacex-Porssumnimsche Geschwindigkeits- vorteilung besteht nur als Grenzzustand bei stationirer Stromung. 2. Sowohl wahrend des Anlaufvorganges nachplétz- Jichem Anlegen cines konstanten Druckes, als auch wahrend des Auslaufens der Strémung nach dem Weg- nohmen desselben, troten von dem HAGEn-Poisevii.E- schen Parabelprofil stark verschiedene “Geschwindig- keitsverteilungen auf. 3. Die Verteilungen wihrend des Anlaufens der Strémung und wahrend ihres Auslaufens sind auch untereinander véllig verschieden...Erstere wandelt sich von einer nahezi linearen Verteilumg zu der para- bolischen, letztere von der’ parabolischen zu einer Bussifunktionsverteilung, 4, Beim Finwirken eines harmonisch schwingenden Druckes bildet sich als Grenafall cine harmonische ‘Schwingung gleicher Erequens aus. Zwischen Druck und Geschwindigkeit besteht dabei eine Phasenver- schiebung von 90°, 5, Die Geschwindigkeitsamplituden sinken sehr rasch mit steigender Froquenz, 6. Bei niederen Frequenzen nihert sich die Ver- teilung der Geschwindigkeitsamplituden immer mehr dor parabolischen, bet hoheren Frequenzen aber immer mehr einer linearen, 7. Das Maximum der Geschwindigkeitsamplitude liegt bei hoheren Froquenzen nicht mehr in der Rohr- achse, sondern es verschiebt sich mit wachsender Frequenz immer mehr gegen die Rohrwand. Literatur. 1] Somm=nrnup, A.: Vorlesungen aber Theo: rotische Physik 1, 112. — [2] Dorrscm, G.: Theorie und Anwensdung der Latracrtransformation, 346, — [3] Ricann- S0x, B.G. u, K, Tysan: Proc. Phys. So’, London 42, 1, 1929 (Gnidockung). — [4] Caxsnée, Z.: Journ de phys, et le Rac ‘ium (6) 10, 198, 1929 (Bestétigung). — [5] Smxt, Ta: Z. & Phys, 61, 349, 1580 (Theorie). Dr. Wenxan Gennes, Gintoring bei Hechondorf ant Pilsenseo,