Sie sind auf Seite 1von 68

start | editorial & inhalt

Torsten Bless, 1985 Foto: Privat
Torsten Bless, 1985
Foto: Privat

Editorial

143 von 295

Unser „Coverboy“ Björn kam 1985 gerade mal zur Welt, ich jedoch drückte mich am 16. März des Jahres als noch 17-jäh- riger Krefelder mit großen Augen (und gefühlt illegal, denn noch gab es die Reste des § 175) durch ein frisch eröffnendes, proppenvolles Schwulen- und Lesbenzentrum in der Kölner Bismarckstraße. Im April lieferte die allererste, vierseitige Ausgabe des „Raus in Köln“ den umfangreichen Nachbericht. Im Sommer 1988 zog ich als inzwischen 21-Jähriger nach ei- nem Umweg über die „Verbotene Stadt“ ins gelobte Homo- Mekka, durfte im Dezember selbst Platz in der erlauchten, rein ehrenamtlich arbeitenden Redaktion Platz nehmen und schon einen Monat später gar zu meinem ersten Leitartikel antreten. „Ein Düsseldorfer in Köln“ beklagte ärgerliche Event-Über- schneidungen mangels Abstimmung unter den Veranstaltern und konstatierte: „Die ‚Bewegung’ in Köln dreht sich leider nur allzu oft um sich selbst.“ Die Erschütterung in der Commu- nity ließ sich mit herkömmlichen Richterskalen nicht messen. Meine ersten anderthalb Jahre sollten überhaupt für viel Spaß sorgen. Etwa wenn ich den reizenden Coverboy des Romans „Die verlorene Sprache der Kräne“ mit seinem Autoren David Leavitt verwechselte und auf die Titelseite beförderte. Oder den verdienten Multiaktivisten und SCHULZ- wie rik-Mitbe- gründer Rainer Jarchow in einem Pamphlet als „verklemmt schwulen Verdienstkreuzträger“ brandmarkte. Hui, da war was los! Doch mit Stolz erfüllen mich noch heute so elegante Überschriften wie „Schwimmen Schwule schwanzfixiert?“. Mit der Februar-Ausgabe 1996 war damit erst mal Schluss, doch nicht für wirklich lang. Die Leidenschaft fürs Blattma- chen ließ mich nicht mehr los, ab Dezember 1997 ging es (spä- ter gar als Hauptberuf) mit dem Schreiben, Redigieren und Schlussproduzieren bei der QUEER und der UP-TOWN weiter. Herrn Matthias Eiting begegnete ich erstmals 1998, als Vor- stand der „lesbian & gay liberation front“ teilte ich mir ein kleines Büro im SCHULZ mit der Redaktion der „neuen“ rik. So richtig lieb hatten wir uns nicht, ich hielt ihn für unreif, unzuverlässig, unangenehm und wollte so wenig wie mög- lich mit ihm zu tun bekommen – mindestens Letzteres schien auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Seit Mai 2003 ist Matthias einer meiner beiden Chefs. Und mit der August-Ausgabe 2005 schloss sich ein Kreis, ich wurde Chefredakteur der rik. Diese eingerechnet durfte ich 143 der 295 Ausgaben mitgestalten. Unserem kleinen Magazin wünsche ich noch viele weitere Jahre und dazu die Energie, sich nicht auf alten Lorbeeren aus- zuruhen, sondern immer offen zu halten für neue Zeiten und neue Entwicklungen in einer sich ständig wandelnden Szene.

PS: Neue freie Autoren mit mindestens ersten Schreiberfahrungen sind immer willkommen! Kontakt über t.bless@rik-magazin.de

4 | 04.10

Kontakt über t.bless@rik-magazin.de 4 | 04.10 25 Jahre rik Von der Zentrums-Postille zum Szenemagazin
Kontakt über t.bless@rik-magazin.de 4 | 04.10 25 Jahre rik Von der Zentrums-Postille zum Szenemagazin
Kontakt über t.bless@rik-magazin.de 4 | 04.10 25 Jahre rik Von der Zentrums-Postille zum Szenemagazin
25 Jahre rik Von der Zentrums-Postille zum Szenemagazin Ab Seite 8 Homos im Fußball Outing
25 Jahre rik
Von der Zentrums-Postille
zum Szenemagazin
Ab Seite 8
Homos im Fußball
Outing impossible?
Seite 17
Ab Seite 8 Homos im Fußball Outing impossible? Seite 17 Kino-Starts und Festivals Haufenweise Film-Highlights Ab

Kino-Starts und Festivals

Haufenweise

Film-Highlights

17 Kino-Starts und Festivals Haufenweise Film-Highlights Ab Seite 24 Home Entertainment Special Multimedia-Wunder

Ab Seite 24

Home Entertainment Special

Multimedia-Wunder

Seiten 34 und 35

und sonst …

Unsere VIPs des Monats Seite 06 // Szene Seite 13 // Gesellschaft Seite 14 // Bühne Seite 20 // Musik Seite 22 // Film Seite 24 // TV Seite 28 // Web Seite 30 // Buch Seite 31 // Reise Seite 32 // Le- bensart Seite 36 // Beautiful People Seite 38 // Radar Seite 40 // Planquadrat Seite 52 // Janus Seite 59 // Suchmaschine Seite 60 // Gesundheit Seite 62 // Astro Seite 63 // Bunte Seite 64 // Ver- losungen Seite 65 // Impressum Seite 65 // David-Comic Seite 66

www.

63 // Bunte Seite 64 // Ver- losungen Seite 65 // Impressum Seite 65 // David-Comic

-magazin.de

Endlich Mambo ganz groß IN KÖLN-MARSDORF! Ideen zum Woh fühlen auf über 8.000 m 2
Endlich Mambo ganz groß IN KÖLN-MARSDORF! Ideen zum Woh fühlen auf über 8.000 m 2
Endlich Mambo ganz groß IN KÖLN-MARSDORF! Ideen zum Woh fühlen auf über 8.000 m 2
Endlich Mambo ganz groß
IN KÖLN-MARSDORF!
Ideen zum Woh fühlen
auf über 8.000 m 2
n
DesignHouse Köln-Marsdorf:
Max-Planck-Str. 7 · 50858 Köln
CityHouse Köln:
Mittelstr. 11 · 50672 Köln
CityHouse Köln-Arcaden:
Kalker Hauptstr./Vietorstr. · 51103 Köln
NEU
ehemals
Service-Telefon: 02 28/98 44-0
www.mambo-moebel.de

Foto: JReuters

start | menschen

„In meinem 48-jährigen Priesterle- ben habe ich noch nie eine so schwe- re Zeit für
„In meinem 48-jährigen Priesterle-
ben habe ich noch nie eine so schwe-
re Zeit für die Kirche erfahren.“
Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, empfindet
Trauer, Schmerz und Zorn „über das schreckliche Versagen
von manchen Priestern und anderen Mitarbeitern“.
Foto: Tony Gentile / Reuters
Foto: Katarina Stoltz / Reuters
Foto: Thomas Peter / Reuters
Foto: Thomas Peter / Reuters

Guido Westerwelle

Gay-Games-Schirmherr

Endlich einmal positive Schlagzeilen für den im März von Hartz IV- Kontroverse, Reisebegleitungsschelte, Vetternwirtschaftsvorwürfen und Facebook-Gruppen wie „Gays against Guido“ gebeutelten FDP-Chef und Bundesaußenminister: Guido Westerwelle übernimmt offiziell die Schirmherrschaft über die VIII. Gay Games Cologne 2010 und eröffnet die Sportspiele am 31. Juli auch höchstpersönlich. Damit setze „Westerwelle ein deutliches Zeichen für mehr Toleranz und Akzeptanz homosexueller Menschen in unserer Gesellschaft“, freut sich Annette Wachter, Geschäfts- führerin der Games Cologne gGmbH. (to)

Sean Hayes

Endlich out

Endlich, gut vier Jahren nach dem offiziellen Ende der amerikanischen Sitcom „Will & Grace“, wagte Sean Hayes, der den tuckigen Schwulen Jack spielte, selbst ein Coming-out. Bislang hatte er nie über seine Orientierung gesprochen, aus Angst in eine (Rollen-)Schub- lade gesteckt zu werden, erzählte er im Interview mit „The Advocate“. Ob geoutet oder nicht: „Ich glaube, dass ich immens zum Erfolg der Schwulen- und Lesbenbe- wegung beigetragen habe.“ „Will & Grace“ läuft derzeit frühmorgens auf Sat1. (bjö/to)

Ewan McGregor

Lieblings-Hete

Unser Oscar für den „Lieblingshetero des Monats“ geht in diesem Monat an Ewan McGregor. Der Ire kommt am 29. April ge- meinsam mit Jim Carrey als schwules Paar in „I love you, Phillip Morris“ auf die Leinwände. In Peter Greenaways „Die Bettlektüre“ hatte er bereits Sex mit Männern, in Todd Haynes Glam-Rock- Musical „Velvet Goldmine“ gab er sein Knutsch-Debüt mit Jonathan Rhys Meyers. „Als ich Johnny küsste, war ich wie elektrisiert. Ich mag Jungs in Filmen küssen. Für einen Hetero ist das eine ziemlich interessante Sache.“ (bjö)

Foto: Eric Gaillard / Reuters
Foto: Eric Gaillard / Reuters

6 | 04.10

PRINZESSIN

Ke$ha

Mit so sinnigen Titeln wie „Tik Tok“ und „Blah Blah Blah“ hält sich das neueste Party-Girl Ke$ha oben in den Charts. Mit ihrer eigenen sexu- ellen Orientierung nimmt sie es nicht so genau, sie mag Schwule und vor allem Transsexuelle („Wenn ich die- se Jungs in High Heels tanzen sehe, möchte ich auch eine bessere Frau werden.“). Auf einer Party soll sie sich in Paris Hiltons Kleiderschrank erbrochen haben. Good Girl! (bjö)

Foto:
Foto:

HEXE

Selma Aliye Kavaf

Den Schwulen, Lesben und Trans- gendern in der Türkei ergeht es nicht sonderlich gut, und Anfang März hat ein Regierungsmitglied Öl ins Feuer gegossen. Homosexualität sei eine Krankheit, die behandelt werden müsse, sagte Familienministerin Sel- ma Aliye Kavaf der „Hürriyet“. Die islamitische Politikerin erteilte auch der Homo-Ehe eine Absage, ihr Haus interessiere sich grundsätzlich nicht für Schwule und Lesben. (to)

www.

der Homo-Ehe eine Absage, ihr Haus interessiere sich grundsätzlich nicht für Schwule und Lesben. (to) www.

-magazin.de

Augen auf im Garten der Lüste. Kondome schützen. HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion. Dagegen

Augen auf im Garten der Lüste.

Kondome schützen.

HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion. Dagegen können Sie sich schützen. Gegen die Folgen nur
HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion.
Dagegen können Sie sich schützen.
Gegen die Folgen nur schwer.
Abbott forscht im Bereich HIV und AIDS
und unterstützt Aids-Hilfen in Deutschland.
Wissenswertes und Aktuelles zum Thema
Prävention, HIV und AIDS findest Du auf:
Deutschland. Wissenswertes und Aktuelles zum Thema Prävention, HIV und AIDS findest Du auf: www.garten-der-lueste.com

www.garten-der-lueste.com

Deutschland. Wissenswertes und Aktuelles zum Thema Prävention, HIV und AIDS findest Du auf: www.garten-der-lueste.com

Eiting, Thomas Habke

kleinen SCHULZ-Büro

im Matthias

1998:

Horst

Lutz van der Drei

und glorreichen

Die

Christian Beese (l.) und Matthias Eiting

fanden im Sommer 1999

zusammen

szene |

und Matthias Eiting fanden im Sommer 1999 zusammen szene | Viel Aufs und Abs prägten die

Viel Aufs und Abs prägten die 25 Jahre rik

sekt und wodka

„1200 feierten!“ So lautete die stolze Schlagzeile der allerersten Ausgabe des „Raus in Köln“ vom April 1985, vier Seiten noch, schwarz-weiß mit rotem Logo und zwei grob gerasterten Fotos von der knapp zwei Wochen zuvor stattgefundenen Eröffnung des Schwulen- und Lesben- zentrums (SCHULZ). Unzählige Redakteurswechsel, viele Facelifts und nur einen Betreiberwech- sel später feiert die rik in diesem Monat ihren 25. Geburtstag. Wir werfen einen Blick auf die wechselvolle Geschichte.

„Alle Gruppen unter einem Dach“ versammelten die Räume der alten Tanzschule Meyer in der Bis- marckstraße, als Motor maßgeblich vorangetrieben von Rainer Jarchow (später Gründer der Deutschen Aids-Stiftung „Positiv Leben“ und langjähriger Aids- Pfarrer in Hamburg-St. Georg). Das SCHULZ sei ein ziemliches Risiko gewesen, erinnerte er sich 2005 in einem ausführlichen Interview zum Zwanzigjährigen, es galt, jeden Monat eine Miete von 5.000 Mark auf- zutreiben. Geld für Werbung sei keines da gewesen, so entstand die Idee eines eigenen Mitteilungsblatts mit einem Kalender im Mittelteil. Zu den Gründungsredakteuren zählten neben Jar- chow auch Multiaktivist Jean-Claude Letist, der heu- tige „Box“-Chefredakteur Michael Zgonjanin und Claus Gillmann, unermüdlich auch in seiner Arbeit als Archivar der Community, was später die Grundla- ge des Centrums Schwule Geschichte werden sollte. Über Jahre hinweg stemmte Gillmann allein die Ar- beit, schrieb die Texte und klebte die Seiten mühevoll zu Druckvorlagen zusammen. Einen kleinen Professionalisierungsschub erfuhr das Blatt 1987 mit dem Zugang von Frank Schütte, der das Blatt (mit einer kleinen Unterbrechung) zehn Jahre lang gestalten sollte. „Damals kam der Mac gerade auf, und so war ich ein Computer-Layouter der ersten Stunde“, erinnert er sich. Einen eigenen PC zu besitzen, galt damals noch als Luxus. Zur Schlussproduktion rückten die Redakteure in Schüttes Wohnung an und diktierten dem Layou- ter ihre Texte in den kleinen Brotkasten-Mac. Dabei wurde regelmäßig die eine oder andere Flasche Sekt geköpft. „Das Schlimmste war für mich das Kürzen von Texten, im Nachhinein habe ich mich köstlich amüsiert, wie ich mit dem heutigen Chefredakteur

der rik um jedes Wort ringen musste.“ Der Seitenumfang wuchs auf durchschnittlich zwölf Seiten, damit auch die Bandbreite der abgedeckten Themen, wenngleich der Fokus auf der schwul-lesbi- schen Bewegungsarbeit und den Aktivitäten der im Zentrum organisierten Gruppen lag, dazu kam Kul- turberichte, Lifestyle dagegen eher gar nicht. Um den umfassenden Monatskalender machte sich SCHULZ- Hauptamtler (und „Kulturschock“-Frontmann) Dirk Rinck verdient. Neben vergleichsweise motivierten, aber nicht son- derlich erfahrenen Schreiberlingen engagierten sich auch professionelle Journalisten wie der Hörfunkre- dakteur Walter Liedtke zum ehrenamtlichen Team. Er kam 1990 auf Anregung seines Freundes zum „Raus in Köln“ und blieb bis 1995 – in der ersten Zeit ein kleiner Kulturschock: „Man muss Rücksicht nehmen auf Verbände und viele kleine Gruppen, die gefragt werden wollen und schnell verärgert sind. Man darf beim Schreiben nicht nur die männlichen Aus- drucksweisen gebrauchen, sondern muss auch an die Frauen denken.“ Bei der Sensibilisierung half Uta Chlubek kräftig mit. „Information und Meinungsbil- dung“ sah sie als ihren Auftrag. „Mir war klar, dass die Männer in der Redaktion lesbische Themen nicht so gut beleuchten können.“ Sechs Jahre hielt sie Frauenfahne – über weite Strecken – alleine hoch. Im Laufe der Jahre verbesserten sich die techni- schen Möglichkeiten immens, Scanner kamen auf den Markt, die Digitalfotografie nahm ihren Anfang. Das Blatt vollzog einen Quantensprung, wechselte von Zwei- auf Vierfarbdruck und leistete sich rich- tige Titel-Cover. „Dadurch waren natürlich auch die Produktionskosten explosionsartig in die Höhe gegangen“, erinnert sich Frank Schütte. „Um die

aufzufangen, wäre ein verstärkter Einstieg ins Anzei- gengeschäft nötig gewesen.“ Im Jahre 1996 wurde das Defizit für den SCHULZ-Träger erstmals ernst. Gemeinsam mit Redakteur Michael Meiger (heute Anzeigenchef bei der „Stadt-Revue“) machte Schüt- te der Emanzipation ein Übernahmeangebot. „Aber die hat von uns so einen hohen Preis und dazu noch eine monatliche Lizenzgebühr von 1.000 Mark ver- langt, dass wir aufgaben.“ Ein Jahr später konnte sich der Verein solche Extra- würste nicht mehr leisten, es schlug die Stunde des VWL-Studenten Matthias Eiting. Patrik Maas, Kolle- ge im Autonomen Lesben- und Schwulenreferat an der Uni (und später Geschäftsführer der „Queer“), schleppte Eiting mit zu einer Krisen-Mitgliederver- sammlung ins SCHULZ. Zu den dort beschlossenen Sparmaßnahmen gehörte auch die vorläufige Ein- stellung des „Raus in Köln“, das mittlerweile Monat für Monat ein Defizit von 3.000 Mark einfuhr. Der Vorstand des Trägervereins wurde damit beauftragt, das Blatt auf wirtschaftlich gesunde Füße zu stellen. Matthias Eiting, inzwischen selbst Vorstandsmit- glied, beschloss, das Wagnis Magazin einzugehen. „Zunächst war das ein kleines Hobbyprojekt, das gar nicht den Anspruch hatte, mich oder einen Ver- lag zu finanzieren, wir im jungen Team waren alle im Studium, so wie Lutz van der Horst, Thomas Habke oder Björn Reinfrank, oder standen am Beginn ih- rer Selbstständigkeit, wie Karin Höhne als Grafike- rin. Das Risiko war überschaubar, etwa 5.000 Mark mussten im Monat an Druckkosten wieder reinkom- men, den Vertrieb habe ich selbst mit meinem alten Studenten-Golf übernommen.“ Der Name „Raus in Köln“ wurde getilgt, in Referenz an die alten Traditionen blieb dafür die Abkürzung „rik“ erhalten. Karin Höhne schuf das (noch immer gültige) Logo. Im Oktober 1998 erschien die erste „neue“ Ausgabe. Die Arbeit am Blatt sei „chaotisch, ungeordnet und Anarchie pur“ gewesen, erinnert sich Matthias Eiting. „Jeder hat geschrieben, wor- über er gerade Lust hatte zu schreiben, und fotogra-

wor- über er gerade Lust hatte zu schreiben, und fotogra- fiert, was er gerade fotografieren wollte.
wor- über er gerade Lust hatte zu schreiben, und fotogra- fiert, was er gerade fotografieren wollte.

fiert, was er gerade fotografieren wollte. Und dann haben Karin und ich uns mit einer Flasche Wodka zusammengesetzt und nächtelang gemeinsam lay- outet.“ Einsam seien sie dabei nie gewesen. „Alle möglichen Leute haben uns besucht. Einmal haben wir uns nachts um drei grüne Gesichtsmasken ins Gesicht geschmiert, Krönchen von Burger King auf- gesetzt und dabei fotografiert. Das fanden wir so lustig, dass wir daraus eine halbseitige Anzeige mit der Unterzeile ‚Mit der rik bist du König’ bastelten.“ Die Mitbewerber von „Queer“ und „First“ nahm die sich anbahnende Konkurrenz von der rik wesent- lich ernster als die Redaktion sich zunächst selbst.

1985 H Herbert Rusche von den Grünen wird erster offen lebender schwuler Bundestagsabgeordneter H Eröffnung
1985
H
Herbert Rusche
von den Grünen wird erster offen lebender
schwuler Bundestagsabgeordneter
H
Eröffnung des SCHULZ in der Bismarckstraße 17
H
Im April erste Ausgabe des
„Raus in Köln“
Übernahmeangebote lehnten
die Macher der rik zunächst
ab – bis im Frühjahr 1999
die Kunde von einem neuen
schwul-lesbischen, durchgän-
gig farbigen Monatsmagazin
mit einer Auflage von 35.000
Exemplaren die Runde machte. Gerade mal ein Ex-
emplar erschien von der „Kiss“, dann war der Spuk
H
Gründung der AIDS-Hilfen Köln
und NRW
1986
H
Coming-out von Carsten Flöter alias Georg Uecker in der
„Lindenstraße“
H
in
Köln
Der Bundesverband Homosexualität (BVH) wird
als Zusammenschluss schwuler Aktionsgruppen und Projekte
gegründet
1987
H
Rainer
Jarchow gründet die Deutsche AIDS-Stiftung Positiv
Leben
H
schon wieder vorbei. Doch die rik schlüpfte unter die
Fittiche der „First“ und ihrer Besitzer, der Gastro-
Mogulen Reiner Büchel und Stephan Dick (damals
Gloria, Lulu und Brennerei Weiss). Ein Stadtplan
und ein vollwertiger Terminkalender kamen neu
ins Heft, die Auflage sprang von 5.000 auf 17.000
Exemplare. Und auch das Layout professionalisierte
sich im Dezember 1999 mit dem Zugang des frisch
von der Hochschule kommenden Kommunikations-
und Grafik-Designers Sven Amann. Gerade mal
zwei Monate hielt die Partnerschaft, dann brach
das Büchel-Dick-Imperium in sich zusammen. Doch
der nur drei Monate zuvor frisch zum Chefredak-
teur der „First“ gekürte Christian Beese wurde im
Sommer 1999 neuer Geschäftspartner von Matthi-
as Eiting, der Verlag MATTEI Medien entstand.
Im Jahre 2001 wechselte Björn Reinfrank auf den
Posten des Chefredakteurs. „Ich habe versucht,
die redaktionellen Abläufe zu professionalisieren,
verstärkter journalistisch zu arbeiten. Es war auch
meine Aufgabe zu überlegen, wie man die Leute
dazu kriegt, die rik als Teil ihres Lebens zu sehen,
zu überlegen, welche Artikel, welche Themen,
welche Rubriken sie interessierten.“ Mit Erfolg:
Weltkonferenz der International
Lesbian and Gay Associ-
ation in Köln
1988
H
Eröffnung der ersten Phoenix-Sauna in der Kettengasse
1989
H
Erste
Eingetragene Homo-Partnerschaft weltweit in Ko-
penhagen (Dänemark)
1990
H
Gründung des Schwulenverbands in der DDR (SVD), spä-
ter LSVD
H
Erster schwuler Kuss in der „Lindenstraße“
Jean-Claude Letist stirbt
1991
H
Rosa von Praunheim
outet Alfred Biolek und Hape Kerke-
ling in der RTL-Sendung „Explosiv“
H
(KLuST)
Gründung des Kölner Lesben- und Schwulentags
H
und Straßenfest
Erster CSD in Köln mit Parade
1992
H
Erster „Kulturschock“ im SCHULZ
H
„Namen
und Steine“ auf dem Alter
Markt (später am
Rhein)
1993
H
Der Info- und Gesundheitsladen Checkpoint eröffnet
1994
H
Abschaffung
des § 175 StGB
H
„Der geilste Arsch der
Stephan Runge und Claus Vinçon:
Welt“
H
AIDS-Gedenkstele auf dem
Lichhof hinter der Kirche St.
„Der Verlag wurde größer, man hat gemerkt, dass
man mit der rik die Leute erreichen kann, sie rich-
tig angenommen wird.“
Björn Reinfrank arbeitete auf Honorarbasis, die
Zeit für die Arbeit knapste er sich vom Politolo-
gie-Studium ab, nach dem Examen wechselte er
zur Online-Redaktion von 1live. Der Autor dieses
Artikels wurde mit der August-Ausgabe 2005
zum ersten in Vollzeit
Maria im Kapitol
H
Neueröffnung des
SCHULZ am Kartäuserwall
1995
H
Erster „Come-Together-Cup“
H
Gründung der Rosa Funken
H
Mahnmal
für schwule und
lesbische Nazi-Opfer einge-
weiht
1997
H
Wieder ILGA-Weltkonferenz in Köln
1998
beschäftigten Chefredak-
teur.
Und wie sehen Protago-
nisten von damals und
heute ihr Blatt? „Ich
finde es gut, dass die rik
nicht nur über politische
Belange berichtet, son-
dern auch nach rechts
und links guckt, wie das
Leben eines schwulen Mannes insgesamt aus-
sieht“, sagt Björn Reinfrank. „Ich finde, dass
die rik einen schönen Weg genommen hat.“
Kritisch ist Uta Chlubek: „Ich finde es schade,
dass die rik ein reines Männermagazin gewor-
den ist, das ‚Raus in Köln’ war ein Sprachrohr
der gesamten Szene.“
Verleger Matthias Eiting meint dagegen : „Die
rik ist immer noch das Sprachrohr, der Beob-
achter, mit der Schwierigkeit, dass sie der
schwul-lesbische ‚Spiegel’, der schwul-lesbi-
sche ‚Stern’ und der schwul-lesbische ‚Prinz’
zugleich sein muss.“ Die Szene in Deutschland
habe sich irgendwann in den Achtzigern die
Erwartungshaltung angewöhnt, dass schwul-
lesbische Magazine gratis zu haben sein
müssten. „Das macht es nicht so ganz leicht,
weil dann auch der finanzielle Rahmen für ei-
nen Verlag wie MATTEI Medien überschaubar
ist. Die rik würde ihre Funktion mit 100 Seiten
und zwei festen Redakteuren sicher besser
erfüllen können.“ (to)
H
Das schwul-lesbische Jugendzentrum Anyway eröffnet
H
Im Oktober erscheint die erste „neue“
rik
1999
H
Gründung von MATTEI Medien
H
Eine Regenbogen-Liste tritt zur Kommunalwahl an
2000
H
Erstmals Dreigestirn bei der „Rosa Sitzung“
H
Schwul-lesbische Fußball-WM in Köln
2001
H
Klaus Wowereit: „Ich bin schwul, und das ist auch gut so“
H
Regierungspräsident Jürgen Roters besiegelt erste Homo-
Partnerschaften
2002
H
Europride in
Köln mit mehr als 1,2 Millionen Besuchern
H
Erstes „Sommerblut-Kulturfestival“
H
Gayromeo taucht im Internet auf
2003
H
Schließung des
SCHULZ nach Insolvenz des Trägervereins
H
Outing von Hamburgs
Bürgermeister Ole von Beust
2005
H
Köln erhält den Zuschlag für die Gay Games 2010
2007
H Köln
unterzeichnet Diversity-„Charta der Vielfalt“
H
Mega-Ausstellung „Das Achte Feld“ im Museum Ludwig
2008
H
Erste Mega-Party
Colour zum CSD in der Lanxess-Arena
2009
H
Kölner OB-Wahl
mit zwei offen schwulen Kandidaten, Pe-
ter Kurth (CDU) und
siegt
Roters (SPD)
Ralph Sterck (FDP), Jürgen
H FDP-Chef Guido Westerwelle
wird Außenminister
H
Schließung
des
Schwulen- und
Lesbenzentrums Bonn
nach fast 35 Jahren
Zusammenstellung:
mh/to Quellen: rik, QUEER, UP-TOWN,
Centrum
Schwule Geschichte,
Gay Station, Wikipedia
| szene Wählen Sie Ihren neuen Begleiter. GRAVIS MacPack Kostenlos beim € Kauf eines Mehr
| szene
Wählen Sie
Ihren neuen
Begleiter.
GRAVIS
MacPack
Kostenlos
beim
€ Kauf
eines Mehr
Sparen
Sie
Mac. – Infos
über
300,00.
unter
www.gravis.de/macpack

Apple Computer inkl. Beratung

ab 548,90 Euro

Kleine Ursache, große Wirkung. Bei GRAVIS bekommen Sie mehr – mehr Service, mehr Kompetenz, mehr Aufmerksamkeit und exklu- sive GRAVIS Vorteile. Kommen Sie vorbei und probieren Sie es aus.

GRAVIS Stores in Ihrer Nähe:

Bertha-von-Suttner-Platz 1 – 7 | 53111 Bonn Herzogstr. 40 – 42 | 40215 Düsseldorf Ehrenstr. 2 | 50672 Köln

40 – 42 | 40215 Düsseldorf Ehrenstr. 2 | 50672 Köln Ganz in Ihrer Nähe und

Ganz in Ihrer Nähe und im Internet: www.gravis.de

04.10 | 9
04.10 | 9

Markus Girg, Redaktion/Internet

Natalie Hagen, Anzeigenberaterin

szene | Diese (und viele weitere Menschen) machen Monat für Monat die rik Das Mattei-Imperium
szene |
Diese (und viele weitere Menschen) machen Monat für Monat die rik
Das Mattei-Imperium
Viele graue Haare
„Manches im Leben kann man ja auf exakt einen Punkt zurückführen: Da-
ran, dass ich nun seit fast zwölf
Jahren Verleger der rik (und mittlerweile noch
weiterer Magazine) bin, ist eigentlich nur
zweier
mein Stadion-Sitznachbar
beim FC schuld: Patrik Maas, mit mir damals zusammen
an der Uni Köln aktiv,
hatte im Winter
97/98 keine Lust, alleine
zur anstehenden Krisen-MV des
SCHULZ zu gehen. Dass dort beschlossen
werden sollte,
die rik (damals noch
‚Raus In Köln’)
als Vereinsblatt auszugliedern, und
ich kurz danach einen Verlag
gründen würde, um daraus ein
schwules Stadtmagazin zu machen,
konnte er
kaum ahnen. Für sämtliche
seitdem dadurch bekommen
grauen Haare, die ich
habe, mache ich ihn aber trotzdem
verantwortlich.“
Eiting, Herausgeber und Geschäftsführer
Matthias
Der Herr
der
Ordner
„Als Geschäftsführer habe ich Aufgaben, die manche für unspannend halten:
Finanzen, Orga, Personal. Trocken? Von wegen! Außerdem bin zuständig für
die Ausbildung unserer Medienkaufleute.
Aber wer jetzt Anekdoten oder gar
Enthüllungen erwartet – etwa über die Zahlungsmoral gewisser Anzeigen-
bei Bewerbungen –, den muss ich enttäuschen:
kunden oder über K.O.-Fehler
Diskretion ist oberstes Gebot!“
Christian Beese, Verlagsleiter und Geschäftsführer
Cola-Light-Junkie
„Kommunikation ist das A und O meiner Tätigkeit.
Grinsen im Gesicht
Nach
besonders anstrengenden Telefonaten hilft
dann nur ein kräftiger Schluck
aus der Pulle …
„Kann man seine Ausbildung spannender beginnen,
befüllt mit meiner geliebten
Cola Light natürlich. In
Die schönste
Redaktion
meinem Kollegen
Charles auf einer Preisver-
als mit
den
intensiven Produktionsphasen vor Abgabe
einer
leihung im sonnigen Rom?
In meinen knapp drei
Ausgabe schon mal ganz viel davon. Dass ich dann
„Der Erste musste
vorher noch ins Solarium,
Jahren hier gab es so einige Momente, die mir
der
heute
mitunter wie ein aufgedrehter
Duracell-Hase durch
Zweite fand, dass seine Mandelentzündung
ihm nicht
ein Grinsen ins Gesicht zaubern.
die Redaktion titsche, verzeihen mir meine toleranten
Wie ich bei meinem
stand, dem Dritten erschien
sein T-Shirt unkleidsam,
Bewerbungsgespräch auf die Frage ‚Und wie haben
Kollegen schon seit fast sieben Jahren … danke da-
der Vierte benötigte einen neuen
Haircut, der Fünfte
Sie das Geld Ihres
ersten Jobs investiert?’ mit der
auch für euer andauernd tolles Engagement
für, und
wurde von einem Mitesser,
rechts am Kinn, geplagt
unklugen Antwort ‚In Videospiele’
reagiert habe oder
für die rik!“
und auch ich hatte
gerade an diesem Tag ausnahms-
schweißgebadet bei meiner ersten Verleihung des
Torsten Bless, Chefredakteur
weise
meinen Lippenstift vergessen. Und so war der
Goldenen rik vorm Mikro stand. Ich freue mich wirk-
spontan anberaumte Termin für unsere Fotos für
lich, auch nach meiner abgeschlossenen
Ausbildung
diese Ausgabe erst einmal geplatzt.
Aber das Ergeb-
in dieser verrückten
Truppe bleiben zu können!“
nis kann sich jetzt doch
sehen lassen, oder? Sind wir
nicht die schönste Redaktion der
Welt?“

Nackte Akquise

„In neun Jahren als Anzeigenberater erlebt

manches. Herausragend aber war

man ja so

Seine Büro-

ein Termin bei einem Nacktsportler.

und Trainingsräume befanden sich in einer

genutzt

Wohnung, die auch von zwei Callgirls

wurde. Dort stand er nun in seiner ganzen Nacktheit und erklärte mir, warum Schwule bei ihm trainieren sollten. In der Tat schloss der

den er allerdings nie erfüllte.

Herr einen Vertrag,

ziemlich frus-

Ich denke, er war im Nachhinein

triert darüber, dass mich seine Schönheit

so

nein, das Unter-

gar nicht beeindruckte. Und

nehmen gibt es nicht mehr!“ Charles Lohrum, Anzeigenberater

| szene

es nicht mehr!“ Charles Lohrum , Anzeigenberater | szene Azubi trotz Migräne „Ein Jahr ist es
Azubi trotz Migräne „Ein Jahr ist es her, Vorstellungsgespräch im Mattei- Imperium, und genau heute
Azubi trotz Migräne
„Ein Jahr ist es her, Vorstellungsgespräch
im Mattei-
Imperium, und genau heute habe ich Migräne. Na super!
Hingehen oder nicht hingehen? Hingehen!
Ich sitze also
im Vorstellungsgespräch, es läuft gut, aber dann merke
ich es, die Übelkeit hat ihren Hochpunkt, und
mir bleibt
die Frage nach der Toilette
nicht erspart. Mann, war das
peinlich, aber wie ich nun weiß, scheint es ziemlich gut
angekommen zu sein.“
Tobias Ritter, Azubi und Kleinanzeigenbetreuer
We are family
Tops und Flops
„Auch wenn es das platteste
Klischee ist, muss ich den-
Jahre
rik,
und
ich
bin
mit
knapp
zehn
Jahren
noch sagen: ‚We are family’. Ich
habe vor über zehn Jah-
davon
mittlerweile
der
dienstälteste
freie
– Autor
ren mit dem Layout der
rik angefangen, direkt nach dem
Kinder,
wie
die
Zeit
vergeht!
Die
Arbeit
für
die
rik
Studium. Viele Herausforderungen haben wir
gemeinsam
und sind –
begleitet
mich,
seit
ich
2001
nach
Köln
gezogen
– wie bin,
gemeistert, viele Streitigkeiten überstanden
und
hat
mir
dabei
geholfen,
die
Stadt
und
vor
ich allem
nebenbei – erwachsen
„25 Kulturszene
geworden. So ist die rik für mich
ihre
kennenzulernen.
Viele
interessante
nicht nur ein Job, sondern
eine Herzensangelegenheit,
Menschen
und
spannende
Themen
konnte
bei
der wir hoffentlich noch lange nachgehen können.“
meinen
Recherchen
kennenlernen,
und
ungezählte
Kultur-Events
schreibenderweise
erleben
Tops
Sven Amann, Layouter und Autor
Flops. Danke rik – und Happy Birthday!“
und Autor Flops. Danke rik – und Happy Birthday!“ Eckart Heske, freier Autor Traumhaftes Chaos „Die
und Autor Flops. Danke rik – und Happy Birthday!“ Eckart Heske, freier Autor Traumhaftes Chaos „Die
Eckart Heske, freier Autor Traumhaftes Chaos „Die rik diente mir immer zur Terminplanung fürs Wochenende:
Eckart Heske, freier Autor
Traumhaftes Chaos
„Die rik diente
mir immer zur Terminplanung fürs
Wochenende: Wo, wie, was, wenn? Ich hätte mir nicht
träumen lassen, dass ich
für die Termine bin.
irgendwann verantwortlich
Da war das Chaos
ja vorprogrammiert …“
verantwortlich Da war das Chaos ja vorprogrammiert …“ Dennis Wnendt, Azubi und Terminredakteur Weiterentwicklung
Dennis Wnendt, Azubi und Terminredakteur
Dennis Wnendt, Azubi und Terminredakteur
Weiterentwicklung „Mich verbindet mit der rik, dass ich mich mit und durch dieses Magazin in
Weiterentwicklung
„Mich verbindet mit der rik, dass ich mich mit und
durch dieses Magazin
in den letzten fünf, sechs Jahren
weiterentwickeln konnte. Anfänglich als gelegentlicher
‚Lieferant’ einiger Fotos von ausgewählten Partys für
die ‚Beautiful People’, wurde es zu einer festen Auf-
gabe, als freier Mitarbeiter
jeden Monat Bildmaterial
von den angesagtesten Events zu liefern. Im
Laufe der
Zeit habe ich auch ganze
Fotostrecken zu aktuellen
Themen und Cover-Bilder schießen können, für eines
bekam ich den Goldenen rik 2008.
Auszeichnung!“
Eine schöne
TomPe, freier Fotograf
szene | Engagierter Mitstreiter i c h g a n z gratuliere der rik 25-jährigen

szene |

szene | Engagierter Mitstreiter i c h g a n z gratuliere der rik 25-jährigen Bestehen

Engagierter Mitstreiter

ich ganz

gratuliere

der rik

25-jährigen Bestehen

„Zum

herzlich und verbinde damit meine besten Wünsche für die

‚Goldenen rik’

des

Preisträgerin

Als zweifache

Zukunft!

ganz besonders verbunden.

fühle ich mich dem Magazin

25 Jahre engagierter Journalis-

25 Jahre rik das heißt:

gleichgeschlechtlicher

größere Akzeptanz

für eine

mus

Journalis-

Lebensgemeinschaften;

ihrer

und

Lebensstile

und Respekt, gegen Diskriminierung und

mus für Toleranz

Ausgrenzung.

politischen Themen. Da ich mich

das sind auch meine

Und

für eine mo-

Wahl in den Rat der Stadt

schon vor meiner

und Schwulenpolitik stark gemacht habe,

derne Lesben-

innerhalb der

lag es nahe, dass ich dieses Politikfeld auch

SPD-Ratsfraktion betreue. Ein wichtiger Fortschritt war die

und Transgender

der Arbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule

bildet eine Kommunikations-

auf Stadtebene. Diese Arbeitsgemeinschaft

sowie für die Organisationen,Vereine und

plattform für Politik,Verwaltung

Bewegung in Köln. Bei dieser Arbeit ist

Initiativen der schwul-lesbischen

ebenso engagierten wie kompetenten Mitstreiter

es gut, mit der rik einen

an seiner Seite zu wissen.

Elfi Scho-Antwerpes (SPD), Bürgermeisterin der Stadt Köln

Mehr Debatte bitte „Die rik hat mich gut durch zehn queere Kölner Jahre gebracht; nicht
Mehr Debatte bitte
„Die rik hat mich
gut durch zehn
queere
Kölner Jahre
gebracht; nicht erst seit dem ich mit dem Chefredakteur
unter einem Hausdach wohne.
Für die Zukunft wünsche
ich ihr alles Gute und mir etwas mehr Debatte, Politik und
Gesellschaft und etwas weniger Möbel und Lampen. Dafür hab ich ja den
Ikea-Katalog ;). Ansonsten
dem ganzen Team
meinen Glückwunsch.
In
einer Szene mit Jugendkult hat
sich die rik gut gehalten,
finde ich!“
Arndt
Klocke,
Landesvorsitzender
von Bündnis
90/Die Grünen

Wichtiges Sprachrohr

„Die Zeitschrift rik gehört zu den Institutionen, die

Köln ein

schwul-lesbische Community in

die

25 Jahren hat

den

Sprachrohr sind.

In

wichtiges

und über

wichtige Themen von

sie immer wieder

uns aufgegriffen und dabei auch keine Kontrover-

weiter voran-

sen gescheut, um unsere Interessen

zubringen. Ich möchte darum die rik als Begleiter

meines schwulen Lebens in Köln nicht missen.“

Ralph Sterck, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kölner Rat

Höhen und Tiefen „Wow – 25 Jahre rik fast so lange, wie ich selbst in
Höhen und Tiefen
„Wow – 25 Jahre rik
fast so lange, wie
ich selbst
in
der
schwulen
Szene
tätig
bin! Also hat mich die rik beinahe
mein
ganzes schwules Leben lang
begleitet
und ist – wie ich selbst auch
hen und Tiefen gegangen
– durch Hö-
das bindet.
Sich über so lange Zeit
und verschiedene
gesellschaftliche
und wirtschaftliche Si-
tuationen hinweg zu halten, gerade auch
im Hinblick auf die schweren und turbu-
lenten Anfangszeiten und in den letzten
Jahren
das
Internet, verdient
großen
Respekt und Anerkennung!
Ich wünsche
dem gesamten rik-Team – und insbeson-
dere meinem
langjährigen ‚Weggefähr-
ten’
mindestens
weitere 25 Jahre und freue mich weiter-
hin auf gute Zusammenarbeit!“
Boners,
Veranstalter
von Cox der
und Cock-Pit
Torsten Bless – noch Darko Strabic, Wirt an. Es war ein ganz Andreas Linek,
Torsten
Bless
– noch
Darko Strabic,
Wirt
an. Es war ein ganz
Andreas
Linek,
Darko Strabic, Wirt an. Es war ein ganz Andreas Linek, K e i n S t
Darko Strabic, Wirt an. Es war ein ganz Andreas Linek, K e i n S t
Darko Strabic, Wirt an. Es war ein ganz Andreas Linek, K e i n S t
Darko Strabic, Wirt an. Es war ein ganz Andreas Linek, K e i n S t

Kein Stück gealtert

gealtert! Seit

da und trotzdem kein Stück

„Seit 25 Jahren

Bildern, News und

jeher versorgt uns die rik mit aktuellen

in

Schlagzeilen rund um Köln. Frei nach dem Motto ‚Raus

in der Szene

Köln’ immer auf dem neuesten Stand, was

nächsten 25 Jahre!

geht! Danke dafür, und auf die

Vito-Laurent Fichera, Venue weekendclubcologne

d i e Vito-Laurent Fichera , Venue weekendclubcologne Treue Säule „ D i e h e

Treue Säule

Die herzlichsten Glückwünsche zu einem Vierteljahrhundert

Mut auch zu

Engagement und

Kölner Szene-Verbundenheit,

16 Jahren

Bin ja nun auch schon seit

unbequemen Themen.

mittendrin und für die Community tätig und weiß, dass eines

unverzichtbar ist … Herzblut. Daher danke ich ganz besonders den riklern, die mit Herzblut seit eh und je und immer wieder

und kompromisslos zu re-

knallhart nachzufragen

dabei sind,

cherchieren und dies dann in ein immer wieder edles Kleidchen

Säule der Kölner Lesben- und

zu zaubern! Danke für diese treue Schwulenszene!“

Claudia Lenzen, Co-Betreiberin der Blue Lounge Tanzbar

Claudia Lenzen , Co-Betreiberin der Blue Lounge Tanzbar Unterstützung „Herzlichen Glückwunsch an die rik und
Unterstützung „Herzlichen Glückwunsch an die rik und vielen Dank für die gute Party-Berichterstattung und die
Unterstützung
„Herzlichen Glückwunsch an die rik und vielen Dank
für die gute Party-Berichterstattung
und die Unterstüt-
zung – von Anfang
tolles Gefühl,
als ich vor über dreieinhalb Jahren
die Ausgabe mit der
Anzeige für meine allererste
Party Chicos in den Hän-
den hielt. Auch die Verleihung des
Goldenen rik – nun
drei Jahre in
Folge für die beste Party – war für uns
immer das Highlight des
Jahres. Wir freuen uns schon
auf das ‚rik Birthday Special’ bei der nächsten Sexy am
24. April!“
Sexy Co-Veranstalter
von Heroes,
und Pleasure X

Bunter kleiner Kosmos

wer hat denn

„Liebe rik, rikler und riklerinnen,

herzlichen Glückwunsch

an der Uhr gedreht

zu eurem Jubiläum! Da das Schampanja dieses

ihr mein ganzes Wirtele-

Jahr auch 25 wird, habt

ben mitbestimmt – und das soll auch so bleiben.

bunten Kosmos.

Vielen Dank für euren kleinen,

Frank Wazinski, Wirt des Schampanja

12 | 04.10

F r a n k W a z i n s k i , W i

gastro | szene

thekenticker +++ Tratsch und Trends aus der Kölner Szene +++ Neues Schmuckstück: 1 Ab Ostersamstag,
thekenticker
+++ Tratsch und Trends aus der Kölner Szene +++
Neues Schmuckstück:
1
Ab Ostersamstag, den 3.
April ist Köln und insbesondere
Attraktion in der Schaafenstr.
das Bermuda-Dreieck um eine
61a reicher: Dieter Hennes (Bild
r.), Besitzer von Ex-Corner
und Ixbar, eröffnet
sein drittes Lokal.
„Der Laden wird
deutlich größer werden als meine beiden
anderen, was automatisch
wird“, erzählt er. „Er soll
zu mehr Gemütlichkeit
führen
Menschen zurücklocken, die jetzt
die
bei Gayromeo oder
anderen Plattformen hängen
geblieben
sind oder sich hier nicht
mehr angesprochen
fühlen, weil ihnen
1
zu voll sind oder das Publikum zu jung
die
Läden entweder
ist.“ Der Name soll erst bei der Eröffnung
und chic geworden
Theke stehen mit Michael alias
verraten werden, hinter der
Emily aus
dem Ex-Corner und Walter aus
der Ixbar zwei lang
gediente Spitzenkräfte. (03.04.,
20.00 Uhr, Schaafenstr. 61a,
50676
Köln)
+++
2
Beck in der Bar noch ohne
Namen:
Kaum eröffnet, begrüßt
die neue Bar gleich
einen
Polit-Hochkaräter. Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker
Beck lädt zu seinem zweiten Diskussionsabend
unter dem noch
sehr futuristischen Motto „Was wollen die Grünen nach einem
2
Düsseldorf erreichen?“ (13.04.,
Regierungswechsel in
20.00
Uhr, Schaafenstr. 61a, 50676 Köln, www.volkerbeck.de)
+++
3
30
Jahre Badehaus:
Nein, die
Sauna Babylon hat nicht
klammheimlich wieder ihren Namen zurückgeändert, erinnert
aber an ihre Wurzeln.
Das Ehepaar Helga und Bertram Link
eröffnete 1980 mit dem Badehaus am Römerturm Kölns (noch
immer)
größten Schwitztempel
für Schwule über drei Etagen.
Zur Feier des Jubiläums gibt’s
für alle in der Domstadt mit ers-
tem Wohnsitz Gemeldeten
den Rest des Jahres
immer montags
30
Prozent Ermäßigung auf
den Standardeintritt. Achtung:
Ohne Perso geht da nix!
(Sauna Babylon,
Friesenstr. 23-25,
50670
Köln, www.babylon-cologne.de)
+++ Walpurgis-
Da werden wir mal Mäuschen spielen – am
nacht im Cox:
April feiern gestandene Bären
purgisnacht und tanzen dort vielleicht auch ums angekündigte
30.
und Kerle im Cox eine Wal-
Hexenfeuer. Bevor dann womöglich der ganze Mühlenbach
abgefackelt wird, sollte man(n) am Ostermontag noch schnell
das Easter Bunny Special
mitnehmen. (05.04. bzw. 30.04., je-
weils ab 20.00 Uhr im Cox, Mühlenbach
53, 50676 Köln, www.
+++ Bem-vido Brasil!:
cox-cologne.de)
Die Ixbar setzt am
15. April ihre
beliebte monatliche
Weltreise fort, diesmal wird
dj charts
brasilianischen Schwulen-Community
der starken
mit einem
eigenen Abend Tribut gezollt.
Eine Woche davor gibt’s wieder
die
beliebte Flugbegleiterparty. (08.+15.04., jeweils
ab 18.00
Uhr in der Ixbar,
Mauritiuswall 84, 50676
Köln, www.ixbar.
DJ Hildegard gründet gerade
ihr eigenes
+++ International Gay Day im Sasch’s:
de)
Noch
Label
„Hildegard
meets
music“
(Hmm),
einen gehörigen Tacken internationaler
geht’s im Sasch’s an
das noch 2010 mit einer
tion an den Start geht,
eigenen Compila-
Beginn einer neuen
jedem ersten
Freitag zu früher Stunde zu.
Beim „International
Reihe
mit allen
Richtungen der
elektroni-
Gay
Day“ treffen sich
alle Nationalitäten, „all ethics, black
schen Musik, von
Vocal bis
Tech, Tribal und
and white and their friends“
zum Kennenlernen, Austausch
Minimal.
Doch zunächst gibt’s die nächste
und Aktionen-Planen jenseits aller Vereine. (02.04., 15.00-
eigene Single
„My Release“. Am
30. April
danach normaler Betrieb im Sasch’s, Wetzlarer
den Alten Wartesaal
21.00 Uhr,
Str.
rockt
Hildegard
beim
2, 51105 Köln, www.saschs-bar.de)
Maydance.
Mehr
unter
www.hildegard-
+++
4
Königlich-
meetsmusic.de (pm/to)
queeres Wohnzimmerkino im
LC 36:
Das Kingdom of
April wieder ein zum Wohnzimmerkino.
Cologne lädt auch im
1. Alabasta
alles: synchronisierte und Originalfassungen, Wa-
„Wir zeigen
Audioparish
(WAS)
ckelästhetik und Hochglanzbilder, politischen
Sprengstoff und
2. Thrills
romantisches Miteinander. Und dann alle Geschlechtergrenzen
Gui Boratto
(Renaissance)
dieser
Welt sprengen!“ Wir
machen mit. (28.04., Café
ab 20.00
3.
My Release
Uhr, Film ab 20.30
Uhr im LC 36, Ludolf-Camphausen-Str.
36,
DJ Hildegard
(Hmm/Bikini Records)
50672
Köln, www.kingdom-of-cologne.de)
+++
Viel Spaß beim
4. Caballero
wünscht die rik! (to/vvg)
Ausgehen und Feiern
Foto: Promo
Tokyo Black Star
(Innervisions)
5.
I Thought
News für den Thekenticker?
Anja Schneider
(Mobilee)
Dann schnell
eine Email an redaktion@rik-magazin.de
6. Chicago Groove
Tapesh
(Cr2 Records)
7. Someday
Copyright
(Defected)
8. Jus Right
Josh Wink
(Ovum)
9.
Almaviva
Christian Smith
(Size Records)
Fotos: vvg, skr, Allzweckjack/Photocase
10. Tribal Inspiration
Ottone Scammacca
(Trynacria)
3
4

www.

skr, Allzweckjack/Photocase 10. Tribal Inspiration Ottone Scammacca (Trynacria) 3 4 www. -magazin.de 04.10 | 1 3

-magazin.de

04.10 | 13

skr, Allzweckjack/Photocase 10. Tribal Inspiration Ottone Scammacca (Trynacria) 3 4 www. -magazin.de 04.10 | 1 3

Foto: TomPe

szene | party

Foto: Chicos Events
Foto: Chicos Events

Pleasure X Osterspecial

Bunny Pleasure

Die „hottest gay party in town“ verspricht die Pleasure X zu Ostern. Dafür bekommt der oberste Floor dank DJ jCk und dem Duo Lissat & Voltaxx den Spirit der noch immer heimatlosen Heroes verpasst. Auf dem Mainfloor regieren Resident rony und Stargast Micky Friedmann mit House und Progressive. (to)

Pleasure X Osterspecial 03.04., 23.00 Uhr im Crystal Cologne, Hohenzollernring 79, 50672 Köln, Eintritt: bis 24.00 Uhr 10, dann 12 Euro, www.plx-party.de

Foto: vvg
Foto: vvg

Flashdance Tanz in den Mai

Multitanz

Zur Feierei in den Wonnemonat öffnen sich die Pforten der großzügigen Location für alle Liebhaber des Standard- und Lateintanzes bereits um 21.00 Uhr, ab 22.30 Uhr kredenzen DJ Oldschool und Tom Laroche feinste Tanzklassiker und Aktuelles auf dem zweiten Floor, bis sich wie von magischer Hand um Mitternacht alles in einem Bereich fröhlich vereint. (iw)

Flashdance – Tanz in den Mai Special 30.04., 22.30 Uhr im Zeughaus 24, Zeughausstr. 24, 50667 Köln, Eintritt: 8 Euro, www.flashdance-cologne.de

Foto: vvg
Foto: vvg

Triumph & Temptations

Go for It

Bei den Gay Games gibt es nicht nur Gold und Spiele, sondern auch ein üppiges Partyprogramm. Ein Teil davon ist die offizielle Cologne Female Pride Party auf drei Ebenen im Stollwerck, mit zusätzlicher Chill-out- und Outdoor Smoking Lounge, für die jetzt der Vorverkauf begonnen hat. DJ Vanessa aus Berlin und Miss Diamond aus Zürich spielen auf. (iw)

Triumph & Temptations 06.08., 21.00 Uhr im Stollwerck, Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln, Eintritt: VVK 13 Euro (+ Geb. über Homepage ), AK 17 Euro, www.womenpleasure.de

14 | 04.10

Maydance

Schwing das Bein

Wie bei der Gayoween vereinen sich gleich acht Partys samt ihren Stammauflegern zu einem fröhli- chen Allerlei im Alten Wartesaal. Im Saal präsentieren rowDee, D’jumelle und Timmy Flair allerhand Blumiges aus dem Popbereich, während es DJ Hildegard, Kic und GinaG auf dem zweiten Floor mit einem elektronischen Potpourri krachen lassen. (iw)

Maydance – Tanz in den Mai 30.04., 22.00 Uhr im Alten Wartesaal, Johannisstr. 11, 50668 Köln, Eintritt: bis 23.00 Uhr 8 Euro, danach 10 Euro, www.maydance.de

partyticker +++ heiß +++ aktuell +++ wichtig +++ 1 Tribute to Rutte: Die Party-Gemeinde trauert
partyticker
+++ heiß +++ aktuell
+++ wichtig +++
1
Tribute to Rutte:
Die Party-Gemeinde trauert um Rutte alias Sven
1
Ruttkowski. Der Kölner DJ, Musiker und Entertainer brach in der Nacht zum
28. Februar während eines gemeinsamen Sets
mit Freund, Schauspieler und
DJ-Kollege Oliver Korittke in
einem Braunschweiger
Club zusammen, der
Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Seit
zehn
Jahren gehörte
Rutte mit seinen
Elektro-Sounds zur Familie des Funky Chicken Clubs. „Wir
verlieren einen der außergewöhnlichsten Menschen, einen
großartigen
besten Sprücheklopfer
der Welt“, so Manager
Freund und den
Theo Siegfried.
und Freund
Am 24. April treten
Freunde und Weggefährten wie
West-
bam, Woody, Cle, Ian Pooley,
Eric D. Clark und
die treue Kölner
Garde im
Bang Heaven, einer Tribut-Party
für Rutte, an. (24.04.,
Bootshaus zu Bang
22.00 Uhr, Bootshaus,
Auenweg 173,
51063 Köln-Deutz, Eintritt: 10
Euro,
nach Brüssel?:
myspace.com/djrutte)
+++
2
Ostern
Die bei Kölner
Partyjüngern sehr beliebte La Démence lädt zur Osterparty nach Brüssel.
2
Wie immer gibt’s
dazu einen Bus-Transfer
zum Vorglühen aus Köln.
(03.04., 22.00 Uhr, Vaudeville
Reine, B-Brüssel, Bus-
Tickets ab Köln bei Adel, Mobil 0173 / 8704008 oder fellah69@hotmail.
Theatre, Galerie de la
+++ Dance Up in Ehrenfeld:
com, www.lademence.com)
Ein Tusch!
DJ Catrin meldet sich rechtzeitig
zu Ostern mit der Dance Up zurück im
Bürgerzentrum Ehrenfeld, Frau tanzt bis 22.00 Uhr erst zu Standard-
Klängen, dann sind 70er- bis Charts-Sounds angesagt.
(03.04., 21.00
Uhr, Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Str. 429, 50825 Köln, Eintritt: 6
3
+++ Pop Sofa Club Oster
Euro, www.dj-Catrin.de)
Special:
Die
beliebte Mädelsparty, bei der auch Jungs willkommen
sind, geht am
Ostersonntag in eine
neue Runde,
an den Reglern
stehen D-jpg, GinaG
und Kic mit Partyklassikern,
Charts, House und Elektro. (04.04.,
23.00
Uhr im Venue, Hohe Str. 14, 50667 Köln, Eintritt:
bis 24.00 Uhr 5, dann
7 Euro, www.pop-sofa-club.de)
+++
Dr. Love poppt:
3
Bei „Step
Back In Time“
nimmt die zweite
Ausgabe von Dr.
Love’s Laboratory
die Gäste des Station
2b mit in die bunte Pop-Welt von
Stock Aitken
Waterman. Als Verstärkung
für den Namensgeber-Resident wird eigens
Jaume Talarn aus Berlin einfliegen,
auch die Schocklett’s schauen
vorbei. (23.04., 22.00
Station 2b, Pipinstr. 2, 50667 Köln, Eintritt
Uhr im
MVZ 8 Euro, www.station2b.de)
+++
Viel Spaß beim Ausgehen
frei,
und Feiern wünscht die rik! (to)

www.

MVZ 8 Euro, www.station2b.de) +++ Viel Spaß beim Ausgehen frei, und Feiern wünscht die rik! (to)

-magazin.de

Foto: vvg Blaue Flecken Zu den VIII. Gay Games werden vom 31. Juli bis 7.
Foto: vvg Blaue Flecken Zu den VIII. Gay Games werden vom 31. Juli bis 7.
Foto: vvg Blaue Flecken Zu den VIII. Gay Games werden vom 31. Juli bis 7.
Foto: vvg
Foto: vvg

Blaue Flecken

Zu den VIII. Gay Games werden vom 31. Juli bis 7. August rund 12.000 Athlet(inn)en aus aller Welt in Köln erwartet. Wir stellen Monat für Monat Teilnehmer und ihre Disziplin vor.

„Als Kind schon haben mich meine Eltern in Sportvereine ge- schleppt“, erzählt Michael Hoppe. „Das hat mir Spaß gemacht, egal ob es Laufen, Basketball, Fußball oder Leichtathletik war.“ Der heute 30-Jährige wurde in Vechta geboren und wuchs in Neuss auf. Nach Schule und Bundeswehr kam er zum Lehramts- studium nach Köln. Heute unterrichtet Hoppe Geografie und Mathematik an einem Solinger Gymnasium. In seiner Studien- zeit trainierte die Handballmannschaft des SC Janus quasi um die Ecke. „Das Team war super und da dieser Sport ein sehr schnelles körperbetontes Spiel ist, einen guten Ausgleich zum beruflichen Alltag bietet und Spaß macht, war das ein guter Grund, sofort aktiv einzusteigen.“ Die Regeln sind einfach: Zwei Mannschaften mit einem Torwart und sechs Spielern spielen zwei Halbzeiten à 30 Minuten. „Das Kuriose ist, dass man auch schon mal derb gekniffen wird“, er- zählt Michael Hoppe. „Ich gehe nach jedem Spiel mit blauen Fle- cken nach Hause.“ Seine Mannschaft spielt in der 2. Kreisklasse, deutschlandweit als einziges schwules Team in einer Liga. „Wir freuen uns sehr auf die Gay Games, auf den Spaß und das Miteinander mit anderen Sportlern und Teilnehmern. Erst da- nach steht das Ziel, eine gute Platzierung zu erreichen“. Ab dem 1. April hat er noch genau 121 Tage fürs Training. (vvg)

www.games-cologne.de

Berichtigung zu „Klettern macht den Kopf frei“ (rik 03/10): Die vorgestell- ten Klettersportlerinnen Nicole Pirpamer und Martina Wermeyer sind gute Freundinnen, aber keine Lebenspartnerinnen. Der Fehler ist bei der Be- arbeitung untergekommen, die Redaktion bittet um Entschuldigung. (to)

community | gesellschaft

Gay Games Ticker +++ Alle News zu den schwul-lesbischen Sportspielen +++ 1 Weniger als 60
Gay Games Ticker
+++ Alle
News zu den schwul-lesbischen Sportspielen +++
1
Weniger als 60 Tage bis
Anmeldeschluss:
Wer
vom 31. Juli
bis 7. August
an den VIII. Gay Games
Cologne 2010 als Sportler(in)
gehen will, muss sich sputen:
schon ist Anmeldeschluss.
Von
an den Start
Am 31. Mai
B wie Bad-
minton bis W wie Wasserball stehen ins-
1
gesamt 35 Sportarten auf
dem Programm.
Fast ausgebucht sind bereits die Tanz- und
Golf-Wettbewerbe. Aber auch die 5-
und 10-km-Laufstrecken sind sehr stark
nachgefragt. Sogar für Sport-Schießen
und Bridge gibt es zahlreiche
Anmeldun-
gen, worüber sich die Organisator(inn)en
besonders freuen, weil beide Disziplinen
zum allerersten Mal bei den Gay Games
2
+++ Kölner Gay
ausgetragen werden.
Games-Team
sucht Zuwachs:
Vor mehr als zehn Jahren hatten fünf
Mitglieder des SC Janus die fixe Idee, die Gay Games nach Köln zu holen. Heute
stemmen schon weit über 300 Helfer(innen) das
Groß-Event. Und die Zahl der
Team-Mitglieder
wächst stetig. „Du willst auch dabei
sein?“, fragt Ingo Schnei-
der vom Orga-Team. „Dann
schau auf www.games-cologne.de
in der Rubrik
‚Team-Mitglieder’ nach den Stellenbeschreibungen!“
+++
Bowling in Hürth und Troisdorf:
2
Mit einem Bowling-Turnier
ihre Feuertaufe zu aller Zufriedenheit der
hat die Wettkampfstätte 10pin
Teilnehmer bestanden.
Dann können die
Bowling-Wettbewerbe ja kommen,
+++ Besorg’s dir jetzt:
ausgetragen werden sie in Hürth und Troisdorf.
Kölner Gay Games im RheinEnergieStadion
Am 31. Juli werden die
eröffnet. So
wird es im Stadion eine große, festliche
wie bei den Olympischen Spielen auch,
Eröffnung geben. Und anschließend
geht die Party
in der Lanxess-Arena
weiter.
Die Tickets für die von der Colour präsentierte Official
Opening Party auf sechs
Dancefloors mit internationalen
DJs sind ab sofort
erhältlich. (VVK: VIP 95
Euro, Normal-Preis
40
Euro, Teilnehmer/Partner/Volunteers 35
+++ Gay Games zum Anfassen I:
games-cologne.de)
Euro über www.
Um möglichst
viele Sportler(innen) aus aller
Welt an den
Rhein locken,
sind Promo-Leute
der Kölner Gay Games weltweit im
Einsatz. Während das eine Team gerade
Los Angeles und Vancouver aufmischt
und das zweite
Team
Sydney unsicher
macht, fährt das Europa-Team
am 27. und 28. März
zur „Gayvention“-Messe im
Foto: vvg, Will Chiung,VIII. Gay Games Cologne 2010
Flughafens. (gayvention.de)
Charter-Terminal Tango des Hamburger
+++ Gay
Games zum Anfassen II:
Doch das Gay-Games-Team
ist natürlich auch
nächste „Meet & Greet“ findet im Gezeiten statt
in Köln zu sprechen! Das
und
gibt Antworten auf brennende Fragen: Wie funktioniert das
mit der Anmel-
die Teilnahme? Was wird während der Gay-Games-Woche
dung? Was kostet
angeboten? Wo finden die Veranstaltungen
statt? Wie kann ich helfen?
(13.04.,
19.00 Uhr im Gezeiten,
Balthasarstraße 1, 50670 Köln)
+++
Alle Infos zu den
Spielen auch auf www.games-cologne.de
19.00 Uhr im Gezeiten, Balthasarstraße 1, 50670 Köln) +++ Alle Infos zu den Spielen auch auf

gesellschaft | community

gesellschaft | community Lakritz- schnecken Bei uns in der Straße gibt es eigentlich vom Imbiss bis

Lakritz-

schnecken

Bei uns in der Straße gibt es eigentlich vom Imbiss bis zum Nachtkiosk alles, was man zum Leben braucht. Renate ist die Kioskmutter und samstags zwischen „DSDS“ und der Entscheidung ist der Laden immer be- sonders voll. Da stand ich neulich nach der Show in der Schlange und vor mir unser katholischer Pfarrer von um die Ecke. Eine netter Herr. Als ich so hinter ihm in der Schlange wartete, fielen mir die Schuppen auf, die auf seinen dunklen Mantel gerieselt waren. Die lagen da wohl auch schon eine ganze Zeit. Und ein langes Haar spross aus seiner Ohrmuschel, und ich musste an mich halten, es ihm nicht mit einem spitzen Finger auszuzupfen. Im Haushalt von unserem Herrn Pfarrer gab es wohl niemanden, der ihm die Schuppen vom Mantel fegte oder sich um die Haare in Ohren und Nase kümmerte. Jemand, der ihn auch mal in Arm nahm, wenn es ihm schlecht ging oder der ihm zärtlich den Kopf kraulte, wenn er nicht einschlafen konnte. Wie lebt man, wenn man so ganz ohne liebevolle Zärtlichkeiten auskom- men muss? Wir wissen, dass Babys ohne sie nicht le- ben können. Und Pfarrer? Nun war er an der Reihe und bat Renate, ihm eine Tüte mit Süßigkeiten zu füllen. Vor allem mit Lakritzschnecken. Morgen war Sonntag. Und unwillkürlich sah ich den kleinen Jungen mit dem weißen Messgewand vor mir. Sah die kalte Sakristei und das Sonnenlicht durch die farbigen Fenster fallen. Sah, wie die Hand dem Jungen die Lakritzschnecke in den Mund legte und ihm dann das weiße Messgewand über den Kopf zog. Der Junge sah nun nichts mehr. Der Pfarrer hatte ihm gesagt, dass er nun gesalbt werde und dass der liebe Gott dann ganz nah bei ihm wäre. Und er spürte die kalte Hand des Pfarrers. Aber er wusste von den anderen Sonnta- gen, dass die Hand im Laufe der Zeit immer wärmer werden würde. Und in seinem Mund lag noch immer die Lakritzschnecke. Ich versuchte meine Gedanken auf irgendetwas an- deres zu lenken. Unser Pfarrer ging zum großen Kühl- schrank. Ich war froh, dass er jetzt gleich zum Kölsch greifen würde und ich auf andere Gedanken käme. Aber er nahm sich eine Flasche Mezzo Mix und nahm sich eine „Bravo“ aus dem Zeitschriftenregal. Ich weiß nicht, was ihm mein Blick in diesem Moment erzählte, aber er meinte, man müsse ja darüber informiert sein, was junge Menschen so interessiert. Dann zahlte er, nahm die „Bravo“, die Flasche Mezzo Mix, die Tüte mit den Lakritzschnecken und ging. Und das Schlimmste war: Ich glaubte ihm kein Wort.

www.vincon.de

16 | 04.10

Andreas Wolter und Marlis Bredehorst auf Besuch in Kattowitz

Mission possible

Foto: vvg
Foto: vvg

Zu den fleißigsten „Postern“ auf Facebook gehört Andreas Wolter nicht unbedingt, und wenn, dann liefert er eher Liveberichte aus dem Kölner Rat. Doch Anfang März schrieb der grüne Abgeordnete gleich mehrfach und sehr enthusiastisch über seine Homo-Mission in Kölns polnischer Partnerstadt Kattowitz. Frank Schmidt sprach mit Andreas Wolter über seine Erlebnisse.

Was war der Anlass deines Besuchs in Kattowitz?

Ich bin gemeinsam mit Jacek Marjanski von Ba- raka, dem Leiter des Projektes für interkulturelle Arbeit für lesbische und schwule Migranten in Köln, und Marlis Bredehorst, der Integrations- dezernentin der Stadt Köln, von den Kollegen in Kattowitz eingeladen worden. Das war ein Ge- genbesuch, wir hatten ja zum CSD 2009 Vertreter unserer Partnerstädte in Köln, neben Kattowitz auch aus Istanbul, Tel Aviv und Thessaloniki.

Welche Erkenntnisse hast du gewonnen?

Wir haben uns ausführlich über die Situation der Lesben und Schwulen in Kattowitz infor- miert. Im Art Film Center konnte ich an einer sehr konzentrierten, intensiven Diskussion teil- nehmen. Ich muss sagen: Es geht aufwärts in Polen. Die Polen sind thematisch auf dem Dis- kussionsstand wie wir, haben aber überhaupt keine Rechte. Aber das gesellschaftliche Klima hat sich etwas verbessert.

Woran machst du das fest?

Zum Beispiel an der Demonstration, die am 8. März anlässlich des Internationalen Frauentags stattfand. In Kattowitz demonstrieren an die- sem Tag traditionell nicht nur Feministinnen, sondern auch – und zwar gleichberechtigt – Lesben und Schwule. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Gegendemonstrationen. In diesem Jahr war das zum ersten Mal nicht der Fall. Für die Lesben und Schwulen in Kattowitz war das ein sehr emotionaler und befreiender Moment, sie gingen auf die Straße, um für ihre Rechte zu demonstrieren, und keiner war da, der sie mit Eiern oder Steinen bewarf.

Wie verliefen die Gespräche mit den politisch Verantwortlichen?

Nach langem Hin und Her hat man uns emp- fangen. Wir haben uns dann vor Ort spontan dazu entschlossen, Vertreter der örtlichen Les- ben- und Schwulen-Community mit zu dem Gespräch zu nehmen. Da waren die erst mal

baff. Wir hatten die Befürchtung, damit einen Eklat auszulösen, denn bis dato hatten die ver- antwortlichen Kommunalpolitiker in Kattowitz Gesprächswünsche der Initiativen stets ab- gelehnt. Wir wurden dann von Josef Kocurek, dem zuständigen Dezernenten, empfangen. Ein recht katholischer und konservativer Politiker, dem man anmerkte, dass die Anwesenheit von Lesben und Schwulen nicht gerade Wohlbeha- gen bei ihm auslöste. Er riss sich aber am Rie- men, und ich muss sagen, das Gespräch verlief ausgesprochen konstruktiv. Man will im Dialog bleiben. Immerhin!

Die Lesben- und Schwulenszene in Kattowitz war euch dafür sicher dankbar …

Ja, ich denke schon. Tomasz Kolodziejczyk zum Beispiel, ein 25-jähriger Aktivist in Kattowitz, der im vergangenen Jahr zum CSD bei uns zu Gast war, war sehr glücklich über den Ausgang des Treffens. Er hat mir übrigens gesagt, dass er durch den Besuch bei uns in Köln zum CSD viel Selbstbewusstsein gewonnen hat. Für uns war es aber andererseits beeindruckend zu sehen, wie mutig und solidarisch Schwule und Femi- nistinnen gemeinsam ihre Rechte einfordern. Ein hohes Gut, das in Köln im Gezänk der Par- teien und Verbände vernachlässigt wird.

Wie geht’s weiter in der Zukunft?

Nächstes Jahr feiert die Städtepartnerschaft zwischen Köln und Kattowitz ihr 20-Jähriges. Bisher ist es ja meist so, dass sich Chöre, Kapel- len und Schülergruppen gegenseitig besuchen. Wie haben angeregt, auch Nicht-Regierungsor- ganisationen in den Städtepartnerschaftsaus- tausch einzubeziehen. Die Verantwortlichen in Kattowitz signalisierten uns eine wohlwollende Prüfung unseres Vorschlags.

Ist Kattowitz nun dein Geheimtipp in Polen?

Die Menschen sind dort sind wahnsinnig nett und gastfreundlich. Aus architektonischer und städtebaulicher Sicht würde ich aber sagen: Da- gegen hat selbst Castrop-Rauxel was!

www.

und städtebaulicher Sicht würde ich aber sagen: Da- gegen hat selbst Castrop-Rauxel was! www. -magazin.de

-magazin.de

In einigen Monaten könne sich hoffentlich der erste Profi outen, hofft Amateurfunktionär Jan F. Orth
In einigen Monaten könne sich hoffentlich der erste
Profi outen, hofft Amateurfunktionär Jan F. Orth
Foto: piripi/Photocase

Der Amerell-Skandal behindert den Kampf gegen Homophobie im Fußball

Outing weiter tabu?

Intime Emails gleich reihenweise bei „Kerner“ verlesen, eine Klage gefolgt von Gegenklagen, mindestens zwei Karrieren vernichtet, dazu ein mit dem Krisenmanagement hoffnungslos über- forderter Verband, dessen Präsident gar den Vergleich zu den Missbrauchsfällen in der katholi- schen Kirche nicht scheute. Den angeblichen „Sex-Skandal“ um den ehemaligen Schiedsrichter- Funktionär Manfred Amerell und den Referee Thomas Kempter zu verfolgen, bedurfte schon hoher Konzentrationsfähigkeit. Inmitten dieser verworrenen Diskussionslage veranstaltete der Fußball-Verband Mittelrhein in Köln einen Aktionsabend gegen Homophobie.

Egal ob der heutige 63-Jährige mit dem 27-Jährigen eine einvernehmliche Beziehung unterhielt (Version Amerell) oder nicht (Version Kempter) – den Bemü- hungen von DFB-Präsident Theo Zwanziger, ein offe- nes Klima für Homosexualität im Fußball zu schaffen, leisteten die turbulenten Ereignisse und der verdrucks- te Umgang seines Verbands mit ihnen einen Bären- dienst. Im allgemeinen Tohuwabohu sah sich eine Alt-Größe bemüßigt, im Interview mit dem Kölner „Express“ Grundsätzliches beizusteuern. Die Amerell-Affäre „schadet dem deutschen Fußball, diese Sache wird

in die Annalen eingehen. Und es wird bei diesem Rosenkrieg keinen Gewinner, sondern nur Verlierer geben“, so der Ex-Manager des Schalke 04, Rudi As- sauer. Einem schwulen Masseur habe er in seiner Zeit bei Werder Bremen geraten, sich einen anderen Job zu suchen, so würde er – bei allem Respekt für ihren Mut – auch bei jedem Profi-Kicker vorgehen. „Diese Hetz-Jagd sollte man ihnen ersparen.“ „Homosexualität und Fußball sind kein Widerspruch“, betonte dagegen Markus Delnef vom Sprecherrat der Queer Football Fanclubs (QFF), auch aus eigener Er- fahrung. „Nur ein unverkrampfter Umgang ohne Ver-

community | gesellschaft

steckspiel wird dazu führen, dass alle Menschen Spaß am Fußball haben – egal welche sexuelle Orientierung sie haben.“ Der Fußball-Verband Mittelrhein ging zur entspre- chenden Bewusstseinsbildung schon mal mit gutem Beispiel voran. Am 18. März veranstaltete er einen ersten Themenabend gegen Homophobie vor allem im Amateurbereich unter dem durchaus provokant gemeinten Titel „Einer von 11 ist schwul“. Zumin- dest die in Ligen aktiven Amateure auf dem Podium im Deutschen Sport- und Olympiamuseum machten schon einmal Mut. Der 27-jährige Landesligaspieler Dominik Sievers hat sein Outing vor sechs Jahren hinter sich gebracht – ohne größere Folgen. Gerade bei Mitspielern mit Migrationshintergrund habe es nie Schwierigkeiten gegeben, „vielleicht weil sie selbst Erfahrung mit Ausgrenzung gesammelt haben“. Seit Jahren trainiert Sievers auch Jugendmannschaften, mit voller Rücken- deckung aller Eltern. „Wichtig ist, dass man seine Ver- anlagung nicht in den Vordergrund stellt.“ Nur Positives wusste auch Schiedsrichter Hilko Paul- sen zu berichten. Im persönlichen Umfeld hatte er sich schon eine Weile geoutet, doch es dauerte ein paar Jahre länger, bis er sich auch in Kollegenkreisen be- kannte. „Als 19-Jähriger hatte ich große Angst davor, ob sich wohl die Eltern von 14-, 15-jährigen Assisten- ten darüber aufregen würden.“ Er lernte schnell: „An- griff ist die beste Verteidigung, man darf im Ernstfall das Heft nicht aus der Hand geben.“ Eminent wichtig sei aber auch die Rückendeckung des Verbands. „Das gibt unglaubliche Kraft.“ Sievers wie Paulsen beton- ten jedoch, dass eine Offenheit im Amateurbereich wesentlich einfacher zu bewerkstelligen sei als unter Profis. Den Unterschied sieht auch Jan F. Orth, Präsidiums- mitglied des Fußball-Verbands Mittelrhein. Mit Ver- anstaltungen wie dem Aktionsabend solle erst einmal ein tolerantes Klima für alle Amateure geschaffen werden, sagte er vorab dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Wenn es uns damit gelingt, auch für Profis, die ganz unterschiedliche Probleme zu bewältigen hätten, eine Signalwirkung zu schaffen, wäre das ein weiterer wichtiger Schritt.“ Zum jetzigen Zeitpunkt müsse er es sich „schon genau überlegen“, ob er einem Profi zum Coming-out rate. „In einigen Monaten sieht das hoffentlich anders aus.“ (to)

überlegen“, ob er einem Profi zum Coming-out rate. „In einigen Monaten sieht das hoffentlich anders aus.“
community | politik SzenegeS ichter Heute: Corrie Peters Foto: Deutsche AIDS-Hilfe
community | politik
SzenegeS ichter
Heute: Corrie Peters
Foto: Deutsche AIDS-Hilfe

Praktische

Toleranz

Wie es ist, ganz weit draußen zu sein, in der Randgruppe der Randgruppe, das weiß Corrie Peters sehr genau: Er ist schwul – und körperlich behindert. Der Spastiker sitzt im Rollstuhl und ist im alltäglichen Leben auf Unterstützung durch an- dere angewiesen. Seit vielen Jahren setzt er sich mit Gleich- gesinnten dafür ein, vom Rand in die Mitte zu kommen. Einen weiteren Schritt ist er jetzt gegangen, er hat sich als Rollenmodell für die Kampagne „Ich weiß was ich tu“ (IW- WIT) der Deutschen AIDS-Hilfe zur Verfügung gestellt. Damit will er nicht nur für Safer Sex werben, sondern auch darauf hinweisen, dass Behinderte – wie alle anderen auch – eine Sexualität haben und diese ausleben wollen. Corrie lebt seit 1985 in Köln, fast von Beginn an in einer eigenen Wohnung, unterstützt von Assistenten und Zivis. „Als das Internet Ende der 90er Jahre in mein Leben kam, war das eine echte Bereicherung“, sagt er. Hier fällt es ihm leichter, neue Kontakte zu knüpfen und mit den Leuten zu kommunizieren, als in Kneipen oder auf Partys. Das hängt auch damit zusammen, dass Corrie manchmal wegen seiner Behinderung für neue Bekannte nicht so gut zu verstehen ist, doch im Chat fällt das nicht weiter auf. „Ich hatte das große Glück, dass einer meiner damaligen Assistenten schwul war. Der hat mir vieles im Netz gezeigt und so habe ich dann auf den Blauen Seiten auch Sexualpartner gefunden.“ Seit fünf Jahren ist er in einer festen Beziehung. Durch diese positiven Erfahrungen bestärkt, beschloss Corrie, sich selbst zu engagieren. Im Sommer 2005 gründete er die Gruppe „RAR – Richtig am Rand“, die sich bis heute regel- mäßig trifft, auch auf CSDs die Fahne der Behinderten in der Community hochhält. Dafür wurde RAR von der Redaktion mit dem Goldenen rik 2008 ausgezeichnet. Auch bei „queer- handicap“ ist er sehr aktiv. Diese überregional aktive Initia- tive bereitet unter anderem ein jährliches Treffen vor, zu dem Interessierte sogar aus dem Ausland anreisen. Nach wie vor scheuen viele Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender das Coming-out aus Angst, dann schlechter gepflegt zu wer- den. Auch um die Akzeptanz in der Szene ist es vielfach noch nicht gut bestellt, Lokale sind oft räumlich schlecht oder gar nicht auf die Bedürfnisse von Behinderten eingestellt. Als Rollenmodell für die IWWIT-Kampagne möchte Corrie auch auf diese Probleme aufmerksam machen. „Ich wünsche mir mehr Toleranz, nicht nur theoretisch, sondern auch prak- tisch umgesetzt.“ (ar)

Mehr unter www.iwwit.de und www.richtigamrand.de

18 | 04.10

Der LSVD feiert sein Zwanzigjähriges

Sekte oder Vorreiter?

Vor etwas mehr als 20 Jahren, am 18. Februar 1990, gründete sich in Leipzig der Schwulenverband in der DDR (SVD), aus dem sich später der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) entwickelte. Etwas verspätet soll das Jubiläum am 9. April mit einem Festakt in Berlin gefeiert werden. Anlass für uns, die Bedeutung des Verbands aus zwei höchst unterschiedli- chen Perspektiven zu beleuchten.

PRO
PRO

Eine Würdigung von Volker Beck

Treibende Kraft

20 Jahre LSVD – 20 Jahre erfolgreiche Gleichstellungspolitik für Schwule und Les- ben. Ein Blick zurück ins Jahr 1990 zeigt den Erfolg der Lesben- und Schwulenbewe- gung: Der §175 bestand noch immer als Straftatbestand im deutschen Recht. Eine Aufhebung der Unrechtsurteile aus der Nazizeit, ein Denkmal für die im Dritten Reich verfolgten Homosexuellen, eine Ein- getragene Lebenspartnerschaft und ein all- gemeines Gleichbehandlungsgesetz waren jenseits der Vorstellungskraft der meisten Deutschen. Heute ist das alles erreicht und die vollständige, rechtliche Gleichstellung lesbischer und schwuler Partnerschaften in greifbare Nähe gerückt. Der LSVD war bei all diesen Projekten stets die treiben- de Kraft. Es war richtig, der zersplitterten Szene durch einen schlagkräftigen Verband Stimme und Gewicht im politischen Diskurs zu geben. Den LSVD zeichnet bis heute eine hohe Professionalität seiner Arbeit aus. Er ist An- sprechpartner für Opfer von Homophobie und Diskriminierung, aber auch geballte Kompetenz in Rechtsfragen. Zugleich ge- lingt es ihm – etwa mit der Kampagne 3+ – immer wieder, Themen und Forderungen auf der politischen Agenda zu platzieren. Es war auch der LSVD, der zuerst das Thema Familie für die Community auf die politische Bühne gehoben hat. Mit seiner Arbeit ge- genüber der UN in der International Lesbian and Gay Association (ILGA) oder mit der Gründung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat der Verband wichtige Impulse in die inter- nationale Menschenrechtsarbeit gegeben. Die Gleichstellung von schwulen und les- bischen Partnerschaften ist noch immer nicht erreicht. Das Bundesverfassungsge- richt hat der konservativen Regierung jetzt allerdings ins Stammbuch geschrieben, dass eine Ungleichbehandlung der Einge-

Foto: Guido Rottmann
Foto: Guido Rottmann

tragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe gegen die Verfassung verstößt. Als Sach- verständiger in Karlsruhe mit dabei war wie selbstverständlich auch der LSVD. Um der Regierung Beine zu machen, brauchen wir eine aktive Bürgergesellschaft. Das gilt auch im Kampf gegen Homophobie im All- tag. Während die Mitte der Gesellschaft to- leranter ist als vor 20 Jahren, wächst an den Rändern die Bereitschaft zur Gewalt. Wenn im HipHop oder im Reggae einzelne Künst- ler versuchen, mit minderheitenfeindlichen Sprüchen Punkte zu machen, ist es oft der LSVD, der die Kraft hat, eine nötige Gegen- öffentlichkeit zu organisieren. Es bleibt viel zu tun im Kampf gegen Diskri- minierung und Anfeindungen. Ich wünsche dem LSVD für die nächsten 20 Jahre viel Er- folg und Standfestigkeit.

Volker Beck, Jahrgang 1960, kam aus der Friedensbewegung 1985 zu den Grünen. Er war von 1991 bis 2004 einer der Sprecher des LSVD. Seit 1994 sitzt er als Kölner Abgeordneter im Bundestag und amtiert seit 2002 als Erster Parlamen- tarischer Geschäftsführer der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Ex-Außenminister Joschka Fischer nannte ihn den „Vater der Homo-Ehe“.

Kandidaten-Check

Wer setzt sich dafür ein, die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben in NRW zu vollenden? Was wollen die Parteien gegen Homophobie tun? Wie kann schwul-lesbische Selbsthilfe auch in Zeiten knapper Kassen finanziert werden? Kurz vor der Landtagswahlen am 9. Mai tun sich der Kölner Lesben- und Schwulentag und der Kölner Ableger des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD) zusammen, um den Kandidaten der Parteien auf dem Zahn zu fühlen – besonders spannend angesichts der derzeitigen Umfrageduelle. (pm/to)

Lesbisch-schwuler Polit-Check zu den Landtagswahlen 25.04., 16.00 Uhr im Regenbogencafé der Aidfdshilfe Köln, Beethovenstr. 1, 50674 Köln

www.

Landtagswahlen 25.04., 16.00 Uhr im Regenbogencafé der Aidfdshilfe Köln, Beethovenstr. 1, 50674 Köln www. -magazin.de

-magazin.de

KON TRA
KON
TRA

Ein Kommentar von Elmar Kraushaar

Kaninchenzüchter

Der LSVD ist eine Mogelpackung. Er spricht für die Gesamtheit der Homosexuellen hierzulande, ohne dafür je autorisiert worden zu sein. In der Folge der Aids-Katastrophe entdeckte die Me- dienöffentlichkeit die Schwulen zwangsläufig als notwendige Gesprächspartner, eine Möglichkeit, die sie in den Jahren davor peinlichst gemieden hatte. Der LSVD erkannte seine Chance und füllte die Lücke, seit Bestehen bombardierte der Ver- band alle Redaktionen der Republik mit seinen Erklärungen und etablierte sich langsam, aber nachhaltig als Sprachrohr der Minderheit. Um sich ins öffentliche Bewusstsein einzuschmei- cheln, waren einige Korrekturen notwendig, aus der Schwulenbewegung wurde eine Bürger- rechtsbewegung, aus den emanzipatorischen Vi- sionen in einer veränderten Gesellschaft wurden pragmatische Etappenziele, die randständigen Schmuddelkinder sollten rein in die Mitte der Gesellschaft. Der größte Erfolg auf diesem Weg der Anpassung wurde die Einführung der so ge- nannten „Homo-Ehe“. Die emsigsten Lobbyisten der amtlichen Festschreibung der Ungleichheit zwischen hetero- und homosexueller Lebensform feierten den 1. August 2001 als historischen Sieg. Homosexuelle sind seitdem nur noch als Paar akzeptabel und vorstellbar, der schwule Einzelne bleibt auf der Strecke. Zum größten Sündenfall des LSVD wurde der Kampf um die Magnus-Hirschfeld-Stiftung. Ende 2000 beschloss der Bundestag eine kollektive Entschädigung für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus, die Rede war von ei- nem Stiftungskapital von 15 Millionen Euro. Das Vorhaben wurde vom Bundesrat gestoppt, als ruchbar wurde, dass nach Vorstellung des prominentesten LSVD-Vertreters, des Grünen- Politikers Volker Beck, der LSVD Hauptnutznießer des Stiftungskapitals werden sollte. Seitdem liegt die Stiftungsidee brach, die damit verbundenen Mittel und Möglichkeiten bleiben ungenutzt. Der Umgang des LSVD in dieser Angelegenheit ist symptomatisch für alle seine Aktivitäten, es fehlt

ist symptomatisch für alle seine Aktivitäten, es fehlt an Transparenz, und demokratische Entschei- dungsprozesse

an Transparenz, und demokratische Entschei- dungsprozesse finden nicht statt. Das hindert den LSVD aber nicht daran, weiterhin im Namen aller Homosexuellen zu sprechen, selbst wenn weder die Mitgliedszahlen noch die Zusammen- setzung auch nur annähernd repräsentativ sind. Stattdessen besetzen die Verbandsfunktionäre weiterhin jedes homosexuelle Thema in der Öf- fentlichkeit und agieren dabei – einzig geleitet von kurzsichtigen Partikularinteressen – entwe- der dumm oder naiv oder opportunistisch. Der LSVD kennt keine Visionen, handelt dafür einer Sekte gleich, die doch nur ein Verband ist von Kaninchenzüchtern.

Elmar Kraushaar, Jahrgang 1950, ist Journa- list und Autor und lebt in Frankfurt. Er engagierte sich seit Anfang der 70er Jahre in der Schwulenbewegung von Westberlin. Von ihm erschienen sind u.a. das gemeinsam mit Matthias Frings verfasste Coming-out-Buch „Männer, Liebe“ (1982) und „Hundert Jahre schwul – eine Revue“ (1997). In der „taz“ schreibt Kraushaar seit 1995 die Kolumne „Der homosexuelle Mann“, ausgesuchte Texte erschienen 2004 in einem Sammelband bei Männerschwarm.

politik | community

Beck gegen Hassrapper

Berlin – Geht es nach dem grünen Fraktionsge- schäftsführer Volker Beck, geht es dem Berliner

Rapper Kaiza alias Jacques Lison wegen Volksver- hetzung an den Kragen. „Ne Kugel in dein Face, Boy

/ Neun-Millimeter-Projektile für den Gayboy / und

wenn der Sack hat zu viel gelutscht / er muss kot- zen, immer wieder, wenn er in den Spiegel guckt“,

heißt es in Lisons Song „Endlich Klartext“, in dem er zudem zum Mord an amerikanischen Soldaten auf- ruft und den Holocaust verharmlost. „Keine Chance

/ so wie im KZ / die neue Weltordnung / alles klingt

perfekt.“ Beck erstattete am 12. März Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin. Er werde Bundesfa- milienministerin Kristina Köhler auffordern, diesen und andere Songs auf den Index zu setzen. In einem anderen Stück disst er einen Kollegen: Ladyboy, zeig uns deine Fotze / du Sau, du schwule Missgeburt hast zulang in die Glotze geschaut.“ Bei Redakti- onsschluss ließ sich „Endlich Klartext“ mehrfach auf YouTube abrufen, das dazugehörige Album „K.M.K.“ war im Online-Handel frei erhältlich. (to)

Sizzla ohne Manager

Berlin – Der jamaikanische Dancehall-Musiker Sizz- la muss künftig ohne deutsches Konzert-Manage- ment auskommen. Sizzla, mit bürgerlichem Namen Miguel Collins, hatte sich jüngst in einem Interview vom „Reggae Compassionate Act“ distanziert, den er im Juni 2007 gemeinsam mit Kollegen wie Bee- nie Man und Capleton unterzeichnet und damit der Homophobie abgeschworen hatte. Zuvor hatte er in Stücken wie „Get To Da Point“ oder „Pump Up“ zum Mord an Lesben und Schwulen aufgerufen. „Ich kann nicht aufhören, diese Songs zu singen, da in ih- nen eine Botschaft enthalten ist, die die Menschen hören sollten“, so Sizzla im Interview mit der „Sun- day Mail Zimbabwe“. Daraufhin ließ Klaus Maack von der Agentur Contour-Music, Veranstalter unter anderem des jährlichen „Summer Jam Festivals“ in Köln, verlautbaren, den Sänger künftig nicht mehr zu vertreten. Trotz Einreiseverbots in den Schengen- Raum war es Sizzla gelungen, im November einige Konzerte in Deutschland zu geben, der Gig in Berlin wurde nach Protesten jedoch abgesagt. (to)

GRATIS SEXTOY No.1 Bei uns zum Sonderpreis inkl. 59ml Swiss Navy Gleitgel. Versandkostenfreie Lieferung.
GRATIS
SEXTOY
No.1
Bei uns zum Sonderpreis inkl. 59ml Swiss Navy
Gleitgel. Versandkostenfreie Lieferung.

www.

Bei uns zum Sonderpreis inkl. 59ml Swiss Navy Gleitgel. Versandkostenfreie Lieferung. www. -magazin.de 04.10 | 1

-magazin.de

04.10 | 19

Foto: Oper Köln

kultur | bühne

Foto: Oper Köln kultur | bühne Das 9. „Sommerblut“-Kulturfestival Vielfalt Leben! Tipp Blutrote Kirschen auf dem
Foto: Oper Köln kultur | bühne Das 9. „Sommerblut“-Kulturfestival Vielfalt Leben! Tipp Blutrote Kirschen auf dem

Das 9. „Sommerblut“-Kulturfestival

Vielfalt Leben!

Tipp
Tipp

Blutrote Kirschen auf dem Plakat sollen Appetit auf die neunte Ausgabe des „Sommerblut“-Kultur- festivals machen. Vom 1. bis zum 23. Mai werden in diesem Jahr rund 185 Veranstaltungen an 43 Spielstätten angeboten, Veranstalter Rolf Emme- rich erwartet an die 23.000 Besucher. Das Kultur- spektakel steht erstmals unter einem Leitthema,

„Vielfalt Leben“. Damit soll nicht nur die Bandbreite der Veranstaltungen zusammengefasst werden, der Slogan steht auch für die verbindende Kraft, die von der Kultur ausgeht. Eröffnet wird das Festival am 2. Mai in der Hoch- schule für Musik. Unter der Moderation von Anka Zink stehen unter anderem Robert Kreis, die A-cap-

„Kiss me, Kate“ in der Oper Köln

Trash und Psychodrama

„Kiss me, Kate“ in der Oper Köln Trash und Psychodrama Eines der erfolgreichsten Broadway-Musicals ist noch

Eines der erfolgreichsten Broadway-Musicals ist noch bis Mai in der Oper Köln zu sehen: „Kiss me, Kate“ gastiert in einer Produktion der Komischen Oper Berlin. Den Reiz des 1948 uraufgeführten Stücks des schwulen Komponisten Cole Porter macht vor allem das Motiv des „Stücks im Stück“ aus, dessen Gren- zen zunehmend verschwimmen. Eine wenig erfolg-

20 | 04.10

reiche Theatertruppe führt Shakespeares „Der Wi- derspenstigen Zähmung“ in einer Musical-Version auf. Direktor Fred Graham (Claudio Otelli) spielt die Hauptrolle und hat als Partnerin seine Ex-Frau Lilli Vanessi (furios: Dagmar Manzel) engagiert. Wäh- rend der Vorpremiere vermischen sich zunehmend Bühnen- und Privatleben, sodass ihre Scharmützel hinter und vor den Kulissen die Aufführung gründ-

pella-Formation The Wanderers und das Orchester Rainbow Symphony Cologne auf der Bühne. Aufwendige Eigenproduktionen bilden das Herz- stück des Kulturfestivals: Im Italienischen Kulturins- titut wird in Kooperation mit der Kammeroper Köln eine Operngala veranstaltet. Im Freien Werkstatt Theater agieren Menschen mit geistiger Behin- derung gemeinsam mit Profi-Schauspielern. Mit Lesben und Schwulen im Alter beschäftigt sich das Kölner Theaterensemble Gold + Eden, bestehend aus 14 Lesben und Schwulen, in seiner zweiten Pro- duktion „Lichtschattengewächse“. Das Kölner Filmhaus zeigt die besten schwul- lesbischen Musik-Spielfilme der letzten 30 Jahre, Schauspieler Mathias Freihoff plaudert nach der Aufführung von „Coming Out“ von 1989 über die Entstehung dieses DDR-Klassikers. Die Ausstellung „Kontakthof“ zeigt Werke von Künstlern, die sich mit dem Thema „Sex-Anbahnungsorte“ beschäf- tigt haben. Aus Thailand kommt der Fotograf Ohm Phanphiroj, der mit seiner Transgender-Serie das Nachdenken über Geschlechterrollen anstoßen will. Georgette Dee, Cora Frost, Nina Hagen, Ades Za- bel, Gustav Peter Wöhler, Kleine & Linzenich, Nes- si Tausendschön, Kay Ray, Jürgen Becker, Frank Schätzing, Christine Westermann, Hella von Sinnen und Dirk Bach sind weitere bekannte Namen beim diesjährigen „Sommerblut“-Festival. Ganz neu eingeführt wird in diesem Jahr der Festi- valpass. Wer sich mit einem Stempel bescheinigen lässt, dass er fünf Veranstaltungen besucht hat, er- hält kostenlosen Eintritt zum „Kulturfinale“ am 23. Mai im Alten Pfandhaus. Auf einen festen Bestandteil wird der Besucher in- des verzichten müssen: Während der Laufzeit des Festivals sei kein Termin mehr für die „Arcus-Diven- Gala“ in der Philharmonie verfügbar gewesen, alle möglichen anderen Daten danach fielen in die Zeit der Fußball-WM, so Rolf Emmerich. „Da haben die Künstler von sich aus abgesagt.“ (eh)

Ausführliche Infos unter www.sommerblut.net

lich durcheinanderbringen. Für zusätzliche Ver- wicklungen sorgt der kleinkriminelle Schauspieler Bill (smarter Hingucker: Robin Poell) durch eine gefälschte Unterschrift auf einem Schuldschein, der zwei Gangster auf den Plan ruft … Die Inszenierung von Barrie Kosky bringt den Klas- siker frisch und modern auf die Bühne des Opern- hauses, die zur Hälfte vom Gürzenich-Orchester eingenommen wird. Das Ensemble überzeugt trotz reduzierter Spielfläche und sparsamer Ausstattung mit glanzvollen Showszenen wie der mitreißenden Eröffnungsnummer „Premierenfieber“ oder Robin Poells rasanter Steptanz-Nummer „Bianca“. Aber auch intime Momente zwischen dem ungleichen Paar, der kratzbürstigen Lilli und dem operetten- haft anmutenden Fred, berühren, ohne kitschig zu sein. Eindrucksvoll sind auch die opulent-bizarren Kostü- me, inspiriert durch ein schwules Künstlerkollektiv aus dem San Francisco der 1970er Jahre. „Eine Mischung aus venezianischem Karneval, LSD-Drag- Happening und Muppets-Show“, beschreibt der Regisseur das Kostümbild. (eh)

Kiss me, Kate 10.04., 23.+29.05., jeweils 20.00 Uhr in der Oper Köln, Offenbachplatz, 50667 Köln, Karten unter Tel. 0221 / 22128400 (Mo-Fr 10.00-19.30 Uhr, Sa 11.00-19.30 Uhr) oder www.oper-koeln.de

www.

Karten unter Tel. 0221 / 22128400 (Mo-Fr 10.00-19.30 Uhr, Sa 11.00-19.30 Uhr) oder www.oper-koeln.de www. -magazin.de

-magazin.de

WWW.BABYLON-COLOGNE.DE

bühne | kultur

Casting im Stollwerck

Girlz Talentsuche

Wer will schon zu „DSDS“ oder nach Oslo, wenn er beim „Casting for Girlz“ dabei sein kann? Dieses NRW-weit ausgeschriebene Pro-

jekt ist eine Kooperation vom Frauenmusikclub Köln und dem Anyway Köln. Auch hier darf eine eloquente Jury nicht fehlen, und die besteht aus der Sängerin Franca Morgano (Foto), den Musikerinnen Stephanie Weber und Nicole von Flora, dem „CocktailCu- sticmusiker“ Fabian Lagodny und der Entertainerin Marion Scholz. Der Gewinnerin des ersten Preises winkt ein großer Auftritt beim Konzert- abend „Lesbians unplugged 3.0“ beim WomenPride 2010, beim zweiten Preis tritt die Auserwählte als Haupt-Act beim „Lady Jam“ auf, der dritte Preis ist immerhin eine Stunde bei einer Gesangslehrerin. (dw)

Casting for Girlz 24.04., 13.00 Uhr im Bürgerhaus Stollwerck, Dreiköni- genstr. 23, 50678 Köln. Mehr unter www.anyway-koeln.de

Foto: franca-morgano.com
Foto: franca-morgano.com

„Et Lisbeth“ im Mittelblond

Die Stimme Wanne-Eickels

Die kleine Lisbeth lebt mit ihren Eltern Else und Norbert in Wanne Eickel und ist eigentlich ein ganz normaler Teen- ager, wäre da nicht ihr Drang, ein Musical-Star zu werden. Und da Som- merferien sind, bewirbt sie sich kurzerhand für einen Workshop an ei-

ner Musicalschule in New York. Leider sind die Eltern davon gar nicht begeistert, und so bittet sie das Universum zur Hilfe. Doch statt in Amerika, findet sich Lisbeth urplötzlich in einer verrückten Traumwelt wieder. Bei „Et Lisbeth – the voice from Wanne-Eickel“ darf sich der Zuschauer auf Alexandra Gehrmann, Malcolm Walgate, Nadine Kühn und Oliver Dollansky freuen. Als Erzähler darf René Gligée glänzen. (dw)

Et Lisbeth – the voice from Wanne-Eickel 12.04., 20.00 Uhr im Mit- telblond, Schwalbengasse 2, 50667 Köln, Karten unter 0221 / 17074089.

Tipp Foto: vvg
Tipp
Foto: vvg

Warme Wellen und Zauberflöten

Chor-Gipfel

Die Rheintöchter wech- seln im April die Männer wie im Flug. Erst treten sie bei den Warmen Wellen (Foto) in Aachen

an. Der schwule Chor feiert in diesem Jahr sein Zwanzigjähriges, die Sänger wollen unter Beweis stellen, dass sie noch „Still Crazy“ sein können. Ein Woche später treffen die Damen in der Comedia auf die Zauberflöten, die ein Best of aus „Boeuff Catastroff“ präsentieren und einen Abend später die Herren von Schwubs aus Bern begrüßen. (to)

Warme Wellen: „Still Crazy“ 23.+24.04., 20.00 Uhr in der Klangbrü- cke, Kurhausstr. 1, 52062 Aachen, Karten unter ticket@klenkes.de Zauberflöten & Friends 30.04.+01.05., 20.00 Uhr in der Comedia, Vondelstr. 4-8, 50677 Köln, Karten unter Tel. 0221 / 88877222 oder www.offticket.de

Foto: Warme Wellen
Foto: Warme Wellen

www.

/ 88877222 oder www.offticket.de Foto: Warme Wellen www. -magazin.de 04.10 | 2 1 FÜR 30 JAHRE

-magazin.de

04.10 | 21

Foto: Warme Wellen www. -magazin.de 04.10 | 2 1 FÜR 30 JAHRE TREUE 30 JAHRE BADEHAUS
Foto: Warme Wellen www. -magazin.de 04.10 | 2 1 FÜR 30 JAHRE TREUE 30 JAHRE BADEHAUS

FÜR 30 JAHRE TREUE

30 JAHRE BADEHAUS

„LIEBE DEINE STADT –TAG“

ALS DANKESCHÖN FÜR ALLE KÖLNER JEDEN MONTAG

30 % WENIGER EINTRITT *

*AUF DEN STANDARD EINTRITT GILT AUCH AN FEIERTAGEN AUSGENOMMEN 5. JULI BITTE PERSONALAUSWEIS MITBRINGEN

SAUNA BABYLON COLOGNE FRIESENSTRASSE 23–25 50670 KÖLN

kultur | musik

kultur | musik Rock (Island/Universal) www.melissaetheridge.com Indie-Pop (Sony Music) www.whoismgmt.com Tipp Reggae

Rock

(Island/Universal)

www.melissaetheridge.com

| musik Rock (Island/Universal) www.melissaetheridge.com Indie-Pop (Sony Music) www.whoismgmt.com Tipp Reggae

Indie-Pop

(Sony Music)

www.whoismgmt.com

Tipp
Tipp

Reggae

(Universal)

myspace.com/gentleman

Tipp Reggae (Universal) myspace.com/gentleman Musical (Polydor/Universal) www.love-never-dies-musical.de

Musical

(Polydor/Universal)

www.love-never-dies-musical.de

Musical (Polydor/Universal) www.love-never-dies-musical.de Schlager (Com-Es Musik) www.landersproductionz.com 2 2 |

Schlager

(Com-Es Musik)

www.landersproductionz.com

22 | 04.10

Melissa Etheridge

Fearless Love

So krachen wie schon lange nicht mehr wolle sie es lassen, das gab Melissa Etheridge ihrem Produzenten John Shanks, mit dem sie bereits auf „Breakdown“ (1999) gearbeitet hatte, als Auftrag mit auf dem Weg. Neu erfunden hat sich die Rock-Veteranin auf ihrem zehnten Album freilich nicht. Engagierte Love Songs („Fearless Love“/ „Drag Me Away“) wechseln sich ab mit sensitiven Balladen („Only Love“) und soliden Rockern („Nervous“). Auch richtig wütend kann sie noch sein, in „Miss California“ nimmt sich Frau Etheridge die homofeindliche Ex-Beauty-Queen Carrie Prejean zur Brust. Kein Melissa-Album ohne einen Song für die Ewigkeit, hier ist es das sich langsam steigernde „Indiana“. Nicht mehr überraschend, aber von wohltuend konstanter Qualität. (VÖ:

23.04.) (to)

MGMT

Congratulations

Wie aus dem Nichts erschienen MGMT 2008 auf der Bild- fläche und nahmen die Indie-Discos im Sturm. Songs wie „Kids“ und „Time to pretend“ kann man wohl ohne zu übertreiben als moderne Klassiker bezeichnen. Kaum zwei Jahre später hat das New Yorker Duo bereits den Nachfolger am Start. Die 60er-Einflüsse, die ja ihr Debüt etwas vom Rest der Konkurrenz absetzten, sind auf dem zweiten Album noch deutlicher, dieses Mal standen aber vor allem die Mamas and Papas und die Carpenters Pate. Das ist ziemlich irritie- rend, zumal die Qualität der Songs auch nicht an die des ersten Albums heranreicht. Um Missverständnisse zu vermei- den: Die Produktion ist top und das Songwriting jetzt auch nicht katastrophal, aber die Magie des Debüts leider etwas verflogen. (VÖ: 09.04.) (burn)

Gentleman

Diversity

Zunächst einmal: Schön, dass sich auch heterosexuelle Mu- siker des Begriffes „Diversity“ bedienen. Der Kölner Reggae- Musiker Gentleman benutzt den Begriff zwar in erster Linie in Bezug auf seine Songs, der Geist der Offenheit und Vielfalt weht aber dennoch durch sein Album. Und das ist tatsächlich so vielfältig geworden wie keine Gentleman-Platte zuvor. Ob Soul, moderner R’n’B, HipHop oder eben die verschiedenen Spielarten der jamaikanischen Nationalmusik – für den Sän- ger steckt überall Reggae drin. Und ganz ohne Sarkasmus:

Gentleman liefert hier ein Album von internationaler Klasse ab, das mit Cassandra Steen, Patrice und Jack Radics oben- drein hochkarätige Gäste zu bieten hat. (VÖ: 09.04.) (burn)

Andrew Lloyd Webber

Love Never Dies

Im März feierte die Fortsetzung von Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical „Phantom der Oper“ in London Premiere. Die Handlung setzt zehn Jahre nach den Ereignissen in Paris ein und führt die bekannten Protagonisten nach New York. Die Mischung aus operettenhaften Klängen und Rock wird bei- behalten, jedoch finden sich kaum bekannte Melodien des Originals wieder. Viele Fragmente erinnern eher an „Sun- set Boulevard“ oder „Women in White“. Große Balladen werden dennoch geboten, etwa „Till I hear you sing“ oder „Look with your heart“. An den Erfolg des ersten Teils mit 100 Millionen Besuchern, 2,6 Millionen verkauften Tonträ- gern und einer Kino-Version wird „Love Never Dies“ aber wohl nicht anknüpfen können. (sa)

Audrey Landers

Spuren deiner Zärtlichkeit

Audrey Landers trat Anfang der 1980er als Barsängerin Af- ton Cooper in „Dallas“ auf; daraufhin griff Produzent Jack White zu und brachte sie mit seinen Schlagern in englischer Sprache in die deutschen Charts – mit „Manuel Goodbye“ gelang sogar ein Top-Ten-Hit. Nach längerer Babypause knüpfte sie 2005 nahtlos an den damaligen Sound an. Auch ihr neues Album klingt, als wäre seit dieser Zeit nichts pas- siert. Mittlerweile singt sie auf Deutsch, auch wenn es text- lich wie früher um Urlaub, Sommer, Süden und Strand geht. Wer also keine Innovationen erwartet, der kann mit diesem Album von früheren oder besseren Zeiten träumen. Anspiel- tipps: „Hollywood is beautiful“ und „Blue Baya Blue“. (cm)

Foto: Olaf Heine Nach sieben Jahren gemeinsamer Arbeit wolle man sich eine kleine Auszeit gönnen,
Foto: Olaf Heine
Nach sieben Jahren gemeinsamer Arbeit wolle man
sich eine kleine Auszeit gönnen, sagt Adel Tawil

Adel Tawil geht für Ich + Ich auf Tour und dementiert eine Trennung

Ein Herz und eine Seele

Ende Februar nahmen die beiden noch gemeinsam einen Echo als beste deutsche Band entgegen, jetzt trennen sich ihre Wege wieder fürs Erste. Ohne Songschreiberin Annette Humpe hält Adel Tawil bei der im April beginnenden Tour erneut die Fahnen von Ich + Ich hoch. Geht für den Sänger auch völlig in Ordnung, bekundet er gegen- über der rik: „Annette hat bereits vor zwei Jahren beschlossen, nicht mehr auf die Bühne zu gehen. Die Entscheidung haben alle akzeptiert, auch unser Publikum hat Verständ- nis dafür gezeigt. Sie ist ohnehin durch die Songs immer mit dabei.“ Und die sprechen ein buntes Pub- likum an, wie Tawil immer wieder beobachtet hat, Heteros wie Schwu- le und Lesben, alt und jung, einge- fleischte Deutsche wie Menschen mit Migrationshintergrund: „Viele Menschen verbinden die Songs mit persönlichen Erlebnissen und haben daher eine starke Bindung zu Ich + Ich aufgebaut. Die Reaktionen bei den Konzerten sind deswegen sehr intensiv.“ Bei „Yasmine“, praktisch das Fina- le des aktuellen Albums, konnten Humpe und Tawil einen besonderen Gast begrüßen: Mohamed Moun- ir, in Ägypten mit seinen mitunter sehr gesellschaftskritischen Liedern seit drei Jahrzehnten eine Legende. „Meine Eltern verehren ihn sehr, das war für sie schon eine Sensation, als er auf einmal in ihrem Laden saß.“ Als gläubiger Muslim und gebore- ner Berliner weiß Adel Tawil um das Spannungsfeld zwischen seiner Reli- gion und gelebter Homosexualität,

positioniert sich da aber klar: „Ich bin sehr liberal erzogen worden und kenne die kulturellen Unterschiede. Ich glaube, nur Toleranz kann solche Barrieren überwinden“, bekundet er. „Für mich spielt das ehrlich gesagt keine Rolle, da sich in meinem priva- ten Umfeld die unterschiedlichsten Menschen verschiedener Herkunft und eben auch Schwule und Lesben befinden. Das finde ich mitunter auch das Faszinierende an Berlin, dass es in dieser Stadt diese vielen Facetten gibt.“ Auch wenn Tawil erneut allein un- terwegs ist, bedeutet das nicht das Ende von Ich + Ich, wie in den letz- ten Wochen verschiedentlich durch den Blätterwald gerauscht. An den Gerüchten sei „natürlich nichts dran. Annette und ich sind nach wie vor ein Herz und eine Seele. Da wir aber nun schon seit sieben Jahren ununterbrochen zusammen im Stu- dio sind, ist es nun an der Zeit, eine Auszeit zu nehmen“, kündigt er an. „Annette hat vor, ein Buch zu schrei- ben, und ich kann an meinem Solo- Album arbeiten.“ (to)

Das Album „Gute Reise“ und die aktuelle Single „Einer von Zweien“ sind bei Universal erschienen. Mehr unter www.ich-und-ich.de Zusatzkonzert 25.04., 20.00 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) im Palladium, Schanzenstr. 40, 51063 Köln, Karten unter Tel. 01805 / 004222 (14 Cent/ Min. aus dem Festnetz, Mobil ggf. abweichend) oder unter www.con- trapromotion.com. Die rik verlost Tickets, siehe Seite 65!

www.

Mobil ggf. abweichend) oder unter www.con- trapromotion.com. Die rik verlost Tickets, siehe Seite 65! www. -magazin.de

-magazin.de

Foto: Randee St Nicholas

Auf dem neuen Album singt Jónsi mit Wonne von einem wilden Dschungel- boy in roter
Auf dem neuen Album
singt Jónsi mit Wonne von
einem wilden Dschungel-
boy in roter Badehose
Foto: Lilja Birgisdottir

Der Frontmann von Sigur Rós über sein Solo-Debüt und schwules Leben auf Island

Jónsis neues Baby

Jón Pór Birgisson, besser bekannt als Jónsi, Sänger und Frontmann von Sigur Rós, nutzt die Pause seiner Band, um sein Solo-Debüt „Go“ zu veröffentlichen. Das erinnert zwar stellenweise an die Klanglandschaften von Sigur Rós, überrascht aber auch mit wunderbar leichten Pop-Songs. Michael Ernst traf den Isländer in Köln.

2008 gab es das letzte Album von Sigur Rós, im vergangenen Jahr hast du mit deinem Freund Alex Somers ein Instrumental-Album veröffentlicht, jetzt folgt dein offizielles Solo-Album. Woher kommt die- ser plötzliche Kreativitätsschub?

Das Nichtstun fällt mir einfach schwer. Außerdem hatte ich einen gewaltigen Berg von Songs ange- häuft, die ich endlich aufnehmen und veröffentlichen wollte.

Die Arrangements sind ganz schön üppig ausgefal- len. Auf einigen der neuen Tracks gibst du sogar den aufgedrehten Disco-Boy …

Na ja, da zeigt sich der schwule Mann (lacht).

Und wie kam es zu dieser Sound-Explosion?

Anfangs wollte ich die Songs tatsächlich nur bei mir daheim im Wohnzimmer aufnehmen. Aber dann hatte ich das Gefühl, dass das möglicherweise ein bisschen langweilig klingen könnte. Also nahm ich Kontakt mit dem Arrangeur Nico Muhly auf, der schon für Björk, Antony & The Johnsons und Grizzly Bear gearbeitet hat. Für den Song „Boy Lilikoi“ bat ich ihn um ein Arrangement, das ein wenig riskant, schizophren und verrückt klingt. Und Nico erschuf einen verspielten Garten, in dem sich alles Mögliche abspielt. Ich war superglücklich mit dem Ergebnis.

musik | kultur

Was bedeutet „Lilikoi“ eigentlich?

Das ist das hawaiianische Wort für Passionsfrucht. Alex und ich waren im Februar letzten Jahres auf Hawaii, um dort unser gemeinsames Album abzumi- schen. Wir wohnten mitten im Dschungel bei einer Rohkost-Kommune und lebten von den Dingen, die wir in unserer Umgebung so fanden. Die gesamte Elektrizität wurde über Solarzellen auf den Dächern gewonnen. Ein einziges Stromkabel führte zur Hütte. Daran haben wir unseren Laptop angeschlossen.

Worum geht es in dem Song „Boy Lilikoi“?

Um einen jungen Dschungel-Boy, wild und unge- zähmt. Er trägt eine rote Badehose, springt von den Bäumen herab, kann aber auch beißen. Vielleicht ist das ja der Junge meiner Träume (lacht).

Bist du mit Alex inzwischen verheiratet?

Nein, wir sind einfach nur Boyfriends. Aber wir sind jetzt fast schon sieben Jahre zusammen.

Wie gehen die Isländer mit Homosexualität um?

Insgesamt leben nur rund 300.000 Menschen auf Is- land, und die Community ist sehr klein. Es gibt nur ei- nen einzigen Gay Club in Reykjavík. Die Isländer sind aber sehr liberal im Umgang mit Homosexualität. Es ist alles genau so, wie es sein sollte. Perfekt (lacht).

Sollten dann nicht alle Schwulen nach Island ziehen?

Das einzige Problem ist, dass es hier einfach so wenig Jungs gibt. Da hier ohnehin so wenige Menschen le- ben, ist die absolute Zahl der Jungs geradezu winzig. Dabei macht es so viel Spaß, sich Jungs anzusehen.

Guter Grund, mit einer Band die Welt zu bereisen …

Ja (lacht). Als ich noch jung war, wusste ich nicht, was es bedeutet, schwul oder lesbisch zu sein. Es war jedenfalls gar nicht so leicht für mich, mit diesem Gefühl aufzuwachsen. Ich habe mich immer wieder in meine Hetero-Freunde verliebt. Als ich dann zum ersten Mal jemanden traf, der meine Liebe tatsäch- lich erwiderte, konnte ich das kaum fassen.

Das Album „Go“ erscheint bei der EMI. Mehr unter jonsi.com

Album „Go“ erscheint bei der EMI. Mehr unter jonsi.com DaS NR.-1-album übeRall im haNDel Nothing But
Album „Go“ erscheint bei der EMI. Mehr unter jonsi.com DaS NR.-1-album übeRall im haNDel Nothing But

DaS NR.-1-album übeRall im haNDel

Mehr unter jonsi.com DaS NR.-1-album übeRall im haNDel Nothing But Love World Tour 2010 12.5. Berlin

Nothing But Love World Tour 2010

12.5.

Berlin o 2 woRlD

13.5.

leipzig aReNa

16.5.

hannover tui aReNa

17.5.

hamBurg

coloR liNe aReNa

21.5.

münchen

olYmpiahalle

22.5.

stuttgart SchleYeRhalle

26.5.

oBerhausen aReNa

27.5.

nürnBerg aReNa

29.5.

mannheim Sap aReNa

31.5.

FrankFurt FeSthalle

w w w.w h i t N e Y h o u S t o N .c o m

w w w. p R k N e t. D e

FeSthalle w w w.w h i t N e Y h o u S t o
FeSthalle w w w.w h i t N e Y h o u S t o

a pReSeNtatioN iN aSSociatioN with

FeSthalle w w w.w h i t N e Y h o u S t o

aND

FeSthalle w w w.w h i t N e Y h o u S t o

Foto: Senator Film Verleih

Foto: sa

kultur | film

Auf DVD bei Pro-Fun Media Tipp Foto: Pro-Fun Media
Auf DVD bei Pro-Fun Media
Tipp
Foto: Pro-Fun Media

Ciao

Mehr als ein Jahr schon flirtet Andrea aus Genua im Netz mit Mark aus Houston, über 1.000 Emails später steht das erste Offline-Date in Texas an. Doch auf Andreas letzte Message antwortet ein Jeff. Mark ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. So verbringt der Italiener ein Wochenende mit dem besten Freund seines virtuellen Lovers, drei intensive Tage tauschen sie sich über den Verlorenen aus, und kommen sich darüber näher … – Sehr intimer, sehr bewegender Low-Budget-Film mit zwei hinreißenden Hauptakteuren, der lange nachklingt. (to)

Foto: Edition Salzgeber
Foto: Edition Salzgeber

Auf DVD bei Edition Salzgeber

Kommt Mausi raus?

In der großen Metropole Hamburg will Kati endlich in ein freies les- bisches Leben durchstarten. Nach einem unglücklichen One-Night- Stand trifft das westfälische Landei mit Yumiko auf die große Liebe. Doch die schickt „Mausi“ erst mal zum Reinen-Tisch-Machen nach Hause … – Eine Coming-out-Komödie zur besten ARD-Sendezeit, das war 1995 noch eine Sensation. Der Drehbuchschreiberin Ange- lina Maccarone bescherte der luftige Fernsehfilm der Durchbruch zu eigenen Regie-Arbeiten wie „Fremde Haut“ oder „Vivere“. (to)

Foto: good!movies
Foto: good!movies

Auf DVD bei good!movies

Shank

Cal ist 19 und heimlich in Jonno, den Anführer seiner Londoner Gang, verliebt. Doch der Macho unterdrückt seine Zuneigung. So flüchtet sich Cal in flüchtige Internet-Dates unter anderem mit dem Lehrer Simon, die er auf Handy mitfilmen lässt. Erst der Austauschschüler Olivier zeigt Cal, wie schwule Liebe aussehen kann. Was beiden zum Verhängnis werden soll, denn mittlerweile ist die Gang auf ihr Ge- heimnis gestoßen. – Ein rauer Film, der einem nicht das Geringste schenkt und zum vermeintlichen Happy End noch mit hundsgemei- nen Auflösungen überrascht. (to)

24 | 04.10

„A Single Man” von Tom Ford

Zauber einer Liebe

Tom Ford kannte man bislang noch nicht als Filmregisseur. Nach einem Kunst- und Architekturstu- dium an der New York University und der Par- sons School of Design machte er sich schnell einen internationalen Ruf als Modedesigner. Nach Kollektionen und Werbekampagnen für die Gucci-Gruppe hat er sich unlängst mit seinem eigenen Label selbstständig gemacht. Jetzt hat er sich auf ein Terrain gewagt, auf dem man ihn nicht unbedingt ver- mutet hätte: „A Single Man“ ist das reife und geschmackvoll durch- komponierte Debüt als Filmregisseur. Ford nahm sich einen Roman des legendären schwu- len Literaten Christopher Isherwood vor, der mit „Leb wohl, Berlin“ auch die Vorlage für den Film- und Musical-Hit „Cabaret“ geliefert hatte. Im Los Angeles der 1960er Jahre erfährt der biedere Universitätsprofessor George Falconer (Co- lin Firth aus „Another Country“ und „Mamma Mia!“) per Telefon vom Unfalltod seines Gelieb- ten (Matthew Goode aus „Wiedersehen mit Brides- head“), mit dem er 16 Jahre zusammengelebt hatte. Stoisch geht er zunächst seinen alltäglichen Routinen nach, genauso stoisch plant er seinen ei- genen Selbstmord, da er keinen Sinn mehr

im Leben sieht. Auf dem Campus macht der junge Student Kenny (Sahne- schnitte Nicholas Hoult) seinem Professor Avancen, der weiß die Annäherungsversuche nicht so recht zu deuten. In perfekt arrangierten und wahrlich bis ins De- tail durchkomponierten Bildern schwelgt Tom Ford in der Nostalgie einer vergangenen Ära. Das Im- mergleiche in Georges Leben hat er als wahres Alltagsgrau in Szene gesetzt, in das nur durch revitalisierende Begegnungen wieder Farbe gebracht wird, etwa mit dem hübschen Kenny oder einem heiß- blütigen Spanier (Latin Lover Jon Kortajarena). Tom Ford, der auch das Drehbuch zum Film ge- schrieben hat, ist eine schön-traurige Geschichte gelungen, die die Schönheit des Lebens feiert, darüber aber niemals in Sentimentalitäten abgleitet. Als Regisseur weiß er den Zauber einer großen Liebe stilvoll zu bebildern. (fb)

den Zauber einer großen Liebe stilvoll zu bebildern. (fb) A Single Man , USA 2009, Regie:
den Zauber einer großen Liebe stilvoll zu bebildern. (fb) A Single Man , USA 2009, Regie:
den Zauber einer großen Liebe stilvoll zu bebildern. (fb) A Single Man , USA 2009, Regie:
den Zauber einer großen Liebe stilvoll zu bebildern. (fb) A Single Man , USA 2009, Regie:

A Single Man, USA 2009, Regie:

Tom Ford, mit Colin Firth, Julianne Moore u.a., www.asingleman-movie.com, Kinostart: 08.04. Die rik präsentiert eine Preview am 06.04., 20.00 Uhr im Cinenova, Herbrandstr. 11, 50825 Köln (Ehren- feld). Dafür verlosen wir 5x2 Karten, Details auf Seite 65.

www.www.

11, 50825 Köln (Ehren- feld). Dafür verlosen wir 5x2 Karten, Details auf Seite 65. www.www. -magazin.de-magazin.de

-magazin.de-magazin.de

Foto: Alamode

film | kultur

„I Love You, Phillip Morris“ von John Requa und Glenn Ficarra

Schwule Hochstapler

McGregor) kennen, in den er sich unsterblich ver- liebt. Doch selbst in dieser aufrecht romantischen Beziehung ist Steven nicht durchweg ehrlich, was zu weiteren Kompli- kationen führt. Erstaunlicherweise basiert die konfliktreiche Vor- lage zum Regie-Debüt von John Requa und Glenn Ficarra auf tat- sächlichen Ereignis- sen. Und auch wenn mit „Catch Me If You Can“ und unlängst „Der Informant“ schon das Leben ande- rer Hochstapler in Holly- wood verfilmt wurde, ist es noch ein wenig proble- matischer, wenn ein schwuler Background dazukommt. Und doch haben die beiden ehemaligen Drehbuchauto- ren („Bad Santa“) mit Carrey und McGregor zwei Topstars für die Hauptrollen gewinnen können, mit denen es ihnen gelingen sollte, die Thematik auch außerhalb eines Nischenpublikums interessant zu machen. Obwohl in den Sexszenen eher zurückhal- tend, bietet „I Love You, Phillip Morris“ immerhin auch eine der bewegendsten schwulen Sterbesze- nen seit „Longtime Companion“. (fb)

Tipp
Tipp

Das Leben von Steven Russell (Jim Carrey) ist eine einzige Lüge. Als Kind muss er erfahren, dass er adoptiert wurde. Seine Ehe mit Debbie (Leslie Mann) und die gemeinsame Tochter dienen ihm in seinen ersten Jahren als Erwachsener als Tar-

nung für seine Homosexualität. Doch auch bei der Wahl seiner Berufe liebt Steven das Doppelspiel:

Mit Trickbetrügereien bringt er es zu einem gewis- sen Status, landet aber schließlich im Gefängnis. Dort lernt er den Mithäftling Phillip Morris (Ewan

Dort lernt er den Mithäftling Phillip Morris (Ewan I Love You , Phillip Morris, USA 2009,

I Love You, Phillip Morris, USA 2009, Regie: Glenn Ficcara, John Requa, mit Jim Carrey, Leslie Mann u.a., www.i-love-you- phillip-morris.de, Kinostart: 29. April

ab APRIL überall im 29. KINO
ab
APRIL
überall
im
29. KINO
Kinostart: 29. April ab APRIL überall im 29. KINO THE TIMES EIN FILM VON JOHN REQUA
Kinostart: 29. April ab APRIL überall im 29. KINO THE TIMES EIN FILM VON JOHN REQUA

THE TIMES

EIN FILM VON
EIN FILM VON

JOHN REQUA & GLENN FICARRA

KINO THE TIMES EIN FILM VON JOHN REQUA & GLENN FICARRA bei Soundtrack erschienen www.i-love-you-phillip-morris.de
bei
bei

Soundtrack

erschienen

KINO THE TIMES EIN FILM VON JOHN REQUA & GLENN FICARRA bei Soundtrack erschienen www.i-love-you-phillip-morris.de

www.i-love-you-phillip-morris.deApril ab APRIL überall im 29. KINO THE TIMES EIN FILM VON JOHN REQUA & GLENN

Amphetamine
Amphetamine
From Beginning Plan B Release Tipp
From Beginning
Plan B
Release
Tipp
2 Young Man
2 Young Man
Lezzie Flick
Lezzie Flick
Edie & Thea
Edie & Thea

kultur | film

„Verzaubert Queer Filmweekend“ im Cinedom

Mehr als Feel Good Movies

Seit Herbst letzten Jahres ist das „Verzaubert Queer Filmfest“ von einer ganzen Woche auf ein kurzes Wochenende zusammengeschrumpft. Dafür gibt es nun zwei Mal im Jahr – im Herbst und Frühjahr – internationale schwul-lesbische Streifen. Konnte man sich im letzten Herbst le- diglich zwischen verschiedenen „Feel Good“- Movies entscheiden, hört sich das Programm der Frühjahrsausgabe sehr viel abwechslungs- reicher, spannender und kontroverser an. Acht Spielfilme und zwei Kurzfilmprogramme bietet das Festival, darunter zwei Weltpremie- ren: Da ist das britische Gefängnisdrama „Re- lease“ um den jungen Pater Jack und dessen Zellengenossen Rook. Ebenfalls eine Weltpre- miere ist das kontroverse französisch-belgische Familiendrama „Le Fil – Die Spur unserer Sehn- sucht“. Nach dem Tod seines Vaters kehrt der 30-jährige Malik aus Frankreich zurück nach Tunesien zu seiner Mutter (gespielt von der ital- ienischen Filmdiva Claudia Cardinale). Als Malik den hübschen Bilal kennen lernt, müssen sich beide mit dem unbequemen Thema Coming-out auseinandersetzen. Mit dem Tabu Inzest beschäftigt sich der brasili- anische Spielfilm „From Beginning to End“: Die beiden Halbbrüder Francisco und Thomas, ein er- folgreicher Schwimmer, lieben sich seit ihrer Ju- gendzeit – aber darf das sein? Auch aus Latein- amerika, genauer aus Argentinien, kommt „Plan B“: Um seiner Ex-Freundin eines auszuwischen, bandelt Bruno mit ihrem neuen Lover Pablo an –

dass das allerdings Brunos eigene Sexualität in Frage stellt, hat er dabei nicht bedacht. Der chinesische Spielfilm „Amphetamine“ sorg- te bereits auf der Berlinale für Aufmerksamkeit:

Kampfsportkünstler Kafka gibt sich nach der Trennung von Freundin May dem schwulen Aus- tralier Daniel (gespielt von Model Thomas Price) hin, aber kann ihre Liebe alle Barrieren überwin- den? Die lesbischen Zuschauerinnen können sich auf drei Beiträge freuen: Zuerst kommt die Frauen- Kurzfilmnacht „The Elle World“ zurück ins Pro- gramm, im französischen Spielfilm „Out of the Blue“ verliebt sich die Lehrerin Marion in die junge Claude – für beide Frauen eine neue Situ- ation. In „Sister Smile“ wird das Leben der bel- gischen Ordensschwester Jeanine Deckers nach- gezeichnet; bekannt wurde sie in den 1960ern als die singende Nonne Soeur Sourire mit ihrem Welthit „Dominique“. (bjö)

„Verzaubert Queer Film Weekend“ 24.+25.04. im Cinedom, Im Mediapark 1, 50670 Köln. Ein kostenloses Programmheft mit Infos zu allen Filmen erscheint etwa zwei Wochen zuvor und ist im Kino und der Szene erhältlich. Infos auch über verzaubertfilmfest.com und die Facebook-Gruppe „Verzaubert Queer Film Weekend“.

Queere Produktionen beim „Internationalen Frauenfilmfestival“

Begehrte Blicke

„Begehrt!“, so fallen die lesbischen, feminis- tischen, queeren Blicke des Internationalen Frauenfilmfestivals aus, das vom 14. bis 18. Ap- ril wieder in Köln gastiert, sie zeigen ein Leben jenseits der klassischen heterosexuellen Zwei- samkeit und althergebrachter Geschlechtervor- stellungen. Als Deutschlandpremiere läuft die mehrfach prämierte US-Doku „Prodigal Sons“. Ein Klas- sentreffen führt die Regisseurin Kimberly Reed zurück in ihre kleine Heimatstadt in Montana – erstmals seit ihrer Geschlechtsumwandlung, die unter anderem eine hoffnungsvolle Karriere als Football-Spieler beendete. Susan Muska und Gréta Olafsdóttir erzählen in „Edie & Thea: A very long engagement“ von der lebenslangen Liebe zweier Lesben aus Schweden von den Sechzigern bis heute. Susan Muska reist mit ih- rer Hauptfigur Edie eigens zur Vorstellung nach Köln an. Shine Louis Houston hat sich einen Namen mit feministischen Pornos gemacht, in „Champion“ nutzt sie das Motiv des Boxkampfes für eine radikale Darstellung von lesbischem Sex. Für Houston gilt: Im Ring und im Bett tut Liebe weh! Direkt von der Berlinale kommt der Thriller „The Owls“ von und mit Cheryl Dunye („Watermelon Women“), eine in die Jahre gekommene Gruppe von Lesben rockte einst die Bühnen, jetzt pflanzt sie Tomaten an und frönt dem Alkohol. Manchmal zuckersüß und überwiegend bitter

26 | 04.10

erzählen die Kurzfilme des Programms „Verliebt Verloren“ von Verliebtsein, Liebe und den wah- ren Tragödien ihrer Nicht-Erfüllung. Zu den Filmen gesellen sich spannende Specials. Die New Yorker Autorin Ariel Schrag liefert eine Performance zu ihrer Comic-Biografie „Potenti- al“, Uli Meyer referiert über „Queere Geschlech- ter in der japanischen Popkultur“, Karin Wehn präsentiert ein Kurzfilmprogramm zum Thema „Queer Animation“. Die große Panel-Diskussion „Balkan Queer Pride“ in Kooperation mit der Landesarbeitsge- meinschaft Lesben in NRW gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der Community in der Region, die sich mit Homophobie, Natio- nalismus und Gewalt auseinandersetzen muss. Als Auftakt läuft Maša Hilcisins Doku über die Ausschreitungen beim „Sarajewo Queer Festival 2008“, danach berichten Aktivistinnen, Femi- nistinnen, Festival- und Filmemacherinnen aus Serbien, Bosnien und Kroatien von ihren Erfah- rungen und Strategien. (pm/to)

Internationales Frauenfilmfestival 14.-18.04., Programm-Infos zur Queer-Section „begehrt!“ unter www.frauenfilmfestival.eu Podiumsdiskussion „Balkan Queer Pride“ 17.04., 15.00 Uhr im Filmforum im Muesum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

www.

Queer Pride“ 17.04., 15.00 Uhr im Filmforum im Muesum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln www. -magazin.de

-magazin.de

Foto: Bildkraft
Foto: Bildkraft

„Ander“ von Roberto Castón

Baskback

Mountain

Im baskischen Arratia lebt der Bauer Ander mit seiner Schwester und der alternden Mut- ter. Die ländliche Ruhe findet ein jähes Ende, als sich der 40-Jährige verletzt und – gegen den Willen der halsstarrigen Mutter – der peruanische Hilfsarbeiter José eingestellt werden muss. Zwischen den beiden entwi- ckelt sich eine herbe Männerfreundschaft, deren stürmische Wendung die Welt von An- der zu zerstören droht. – Noch konsequen- ter und realistischer als Ang Lee in „Broke- back Mountain“ setzt Regisseur und Autor Roberto Castón die Geschichte der beiden Männer in Szene. „Ander“ ist ein schlichter Film mit überzeugenden Darstellern über ei- nen einfachen Mann, der sein Leben ändern muss, um das Glück zu finden. (ja)

der sein Leben ändern muss, um das Glück zu finden. (ja) Ander , Spanien 2009, OmU,

Ander, Spanien 2009, OmU, Regie:

Roberto Castón, mit Josean Bengoet- xea, Cristhian Esquvel u.a., Kinostart:

ab 15. April in der Filmpalette, Lübecker Str. 15, 50668 Köln

film | kultur

Foto: Concorde Film
Foto: Concorde Film

„Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oliver Parker

Beunruhigendes Übel

Der einzige Roman des schwulen Schriftstellers Oscar Wilde wurde schon mehrfach für Lein- wand oder Fernsehen adaptiert. Im Zentrum der Handlung steht der ungemein hübsche Dorian Gray (hier besetzt mit dem Beau Ben Barnes). Der Maler Hallward (Ben Chaplin) erliegt dem Charme des jungen Man- nes und bittet ihn, für ein Gemälde Modell zu stehen. Durch die Einflüsterungen des Lebemanns Lord Henry Wotton (Colin Firth aus „A Single Man“) verführt, verkauft Dorian seine Seele an den Teufel. Er bleibt jung und hübsch, während sein Antlitz in Hallwards Gemälde immer

abstoßender gerät. Regisseur Oliver Parker hat mit „Ernst sein ist alles“ und „Ein perfekter Ehe- mann“ bereits zwei Bühnenstücke von Oscar Wilde verfilmt. Hier allerdings frönt er eher seinen Wurzeln im Horrorbereich – als Schau- spieler war er auch an den „Hellraiser“-Verfilmungen beteiligt –, damit gewinnt er der Vorlage interessante neue Aspekte ab. (fb)

gewinnt er der Vorlage interessante neue Aspekte ab. (fb) Das Bildnis des Dorian Gray , Großbritannien
gewinnt er der Vorlage interessante neue Aspekte ab. (fb) Das Bildnis des Dorian Gray , Großbritannien

Das Bildnis des Dorian Gray, Großbritannien 2009, Regie: Oliver Parker, mit Ben Barnes, Colin Firth, Ben Chaplin u.a., Kinostart: 15. April

Gray , Großbritannien 2009, Regie: Oliver Parker, mit Ben Barnes, Colin Firth, Ben Chaplin u.a., Kinostart:

kultur | tv

Tipp
Tipp

Montag, 5. April, 23.20 Uhr, ZDF

Capote

Im November 1959 ist Truman Capote (Philip Seymour Hoffman in seiner Oscar-gekrönten Rolle) dank des Erfolgs von „Frühstück bei Tiffany“ ein gefeierter Schriftsteller. Beim Lesen der „New York Times“ stößt er auf den kaltblütigen Mord an einer vierköpfigen Familie in Kansas. Gemeinsam mit seiner Freundin Harper Lee reist der exzentrische schwule Intellektuelle zur Recherche in die Provinz. Capote beschließt, den ge- planten Artikel zu einer Tatsachenerzählung auszubauen, die wie ein Thriller funktioniert. Doch die Arbeit an diesem Buch bringt ihn dem intelligenten Mörder Perry Smith näher, als er es sich hätte träumen lassen.

TV-Tipps im April

Donnerstag, 1. April, 20.15 Uhr, Arte

Fromme Lüge

Die junge Novizin Avril lebt bereits ihr gesamtes Leben in ei- nem französischen Nonnenkloster, wo sie als Säugling aus- gesetzt wurde. Als sie kurz vor dem Gelübde erfährt, dass sie einen Zwillingsbruder hat, macht sie sich auf die Suche. Am Straßenrand wird sie von einem attraktiven Mann auf- gegabelt. Gemeinsam mit Pierre fährt sie in die Normandie, wo ihr Bruder mit seiner Freundin Urlaub am Strand machen soll. Doch die Freundin entpuppt sich als Freund …

Samstag, 3. April, 20.15 Uhr, Das Erste

Henning Mankell:

Kennedys Hirn

April, 20.15 Uhr, Das Erste Henning Mankell: Kennedys Hirn Die Archäologin Louise Cantor (Iris Berben) will

Die Archäologin Louise Cantor (Iris Berben) will ihren Sohn Henrik, einen freien Reporter, in Göteborg besu- chen. Dabei macht sie einen grausamen Fund: Henrik liegt tot in seiner Wohnung. Laut Obduktion nahm er eine Überdosis Schlaftabletten, außerdem war er HIV-po- sitiv. Doch Louise glaubt nicht an einen Selbstmord. Ihre eigenen Nachforschungen führen sie nach Südafrika. Als sie entdeckt, dass Henrik offensichtlich den schmutzigen Machenschaften eines Pharmakonzerns auf der Spur war, gerät sie selbst in Lebensgefahr.

auf der Spur war, gerät sie selbst in Lebensgefahr. Samstag, 3. April, 0.30 Uhr, Sat.1 Bound

Samstag, 3. April, 0.30 Uhr, Sat.1

Bound – Gefesselt

Der attraktiven Violet scheint es an nichts zu fehlen. Ihr Freund Caesar, ein gerissener Mafia-Killer, sorgt für ihre Sicherheit und – noch wichtiger – für den nötigen Luxus. Als Violet der frisch aus dem Knast entlassenen Corky begegnet, die sich mit Hausmeisterdiensten durch-

28 | 04.10

schlägt, verliebt sie sich auf den ersten Blick. Während der leidenschaftlichen Schäferstündchen wird schon bald klar, dass sie zusammenbleiben wollen. Um das nötige Kleingeld wollen sie Caesar erleichtern. – Meisterhafter Thriller.

Mittwoch, 7. April, 20.15 Uhr, TIMM

Before Stonewall

Mittwoch, 7. April, 20.15 Uhr, TIMM Before Stonewall Viele Jahrzehnte gab es für Schwule und Lesben

Viele Jahrzehnte gab es für Schwule und Lesben noch keine adäquate Bezeichnung – und etwas, das keinen Namen hatte, konnte folglich gar nicht existieren. Erst seit jenen Juni-Tagen 1969, als die New Yorker Stone- wall-Bar nach einer Razzia zu viel drei Tage und Nächte von Homosexuellen besetzt und gegen die Polizei ver- teidigt wurde, treten Schwule und Lesben zunehmend in der Öffentlichkeit auf. „Before Stonewall“ erzählt die Geschichte davor und ist ein lebendiges Dokument, vol- ler Witz und Ironie und manchmal auch Traurigkeit.

vol- ler Witz und Ironie und manchmal auch Traurigkeit. Samstag, 10. April, 22.30 Uhr, Phoenix Meine

Samstag, 10. April, 22.30 Uhr, Phoenix

Meine Mütter – Spurensuche in Riga

Der Regisseur Rosa von Praunheim wurde am 25. No- vember 1942 im lettischen Riga geboren und wuchs als Holger Mischwitzky in der Bundesrepublik auf. Im Jahr 2000 offenbarte ihm seine damals 94-jährige Mutter, dass er nicht ihr leiblicher Sohn ist. Sie habe ihn wäh- rend der deutschen Besatzung in einem Kinderheim gefunden. So ging Praunheim in Riga auf die Spurensu- che. Entstanden ist sein bisher persönlichster Film und zugleich ein spannendes Stück Zeitgeschichte.

Sonntag, 11. April, 20.15 Uhr, RTL

Chuck und Larry

Sonntag, 11. April, 20.15 Uhr, RTL Chuck und Larry Larry (Kevin James) ist ein alleinerziehender Vater

Larry (Kevin James) ist ein alleinerziehender Vater zweier Kinder, Chuck (Adam Sandler) lebt sein Leben als Play- boy. Die beiden Freunde arbeiten seit Jahren bei der New Yorker Feuerwehr. Als Larry seine Rente in Gefahr sieht, überredet er Chuck, ihn zu ehelichen. Der willigt gutmütig ein – ahnt jedoch nicht, dass seine Unterschrift alleine nicht reicht. Weil ihre Beziehung unter Verdacht steht, zieht Chuck zu Larry, fortan müssen sie der Welt vorspielen, tatsächlich ein Paar zu sein.

sie der Welt vorspielen, tatsächlich ein Paar zu sein. Montag, 12. April, 22.00 Uhr, WDR Die

Montag, 12. April, 22.00 Uhr, WDR

Die Story: Schwule Sau

„Es gibt eine regelrechte Schwulen-Hatz“, sagt Bastian Finke von der Opferberatung in Berlin. Fast jeder zweite schwule Mann in Berlin habe Erfahrung mit Gewalt ge- sammelt. „Die Story“ begleitet Jugendliche zurück zu ih- ren ersten Erfahrungen mit Schwulenhass, in ihre Heimat- orte, die Kirche und vor allem die Schule und erlebt vor laufender Kamera neue Angriffe und Beschimpfungen.

Donnerstag, 29. April, 22.25 Uhr, 3sat

My Summer of Love

Donnerstag, 29. April, 22.25 Uhr, 3sat My Summer of Love Im nördlichen England lebt der Teenager

Im nördlichen England lebt der Teenager Mona zusam- men mit ihrem Bruder, dem Ex-Sträfling Phil, in einem alten Pub. Im Sommer lernt sie das Mädchen Tamsin aus der reichen Oberschicht kennen. Obwohl die beiden aus völlig unterschiedlichen Welten stammen, sind sie sofort voneinander fasziniert und kommen sich immer näher. Gemeinsam erleben sie einen aufregenden Sommer voll Leidenschaft, Muße und Liebe. Doch während Mona auf- richtig empfindet, ist für Tamsin alles nur eine Art Spiel …

empfindet, ist für Tamsin alles nur eine Art Spiel … Freitag, 30. April, 0.30 Uhr, Arte

Freitag, 30. April, 0.30 Uhr, Arte

Abigail Leslie ist zurück

Abigails Rückkehr in das kleine Fischerdorf Baypoint sorgt für Gesprächsstoff unter den Dorfbewohnern. Ob- wohl Abigail wegen einer Affäre mit einem verheirateten Mann zwei Jahre vertrieben worden war, führt sie ihr wil- des, auch lesbisches Leben unbeirrt fort. Eine Frau nach der anderen zieht sie in ihr Bett –manchmal gleich meh- rere. Damit löst sie in dem verschlafenen Nest einige Tur- bulenzen aus – vor allem die weiblichen Einwohner be- schließen, ihre Sexualität in die eigene Hand zu nehmen.

Weitere TV-Tipps im rik-radar ab Seite 40 und unter www.rik-magazin.de!

www.

in die eigene Hand zu nehmen. Weitere TV-Tipps im rik-radar ab Seite 40 und unter www.rik-magazin.de!

-magazin.de

kultur | web / multimedia

Web-Fundstücke Jeder Tag zählt Im August 2009 hat der 20-jährige Marcel ein positives HIV- Testergebnis
Web-Fundstücke
Jeder Tag zählt
Im August 2009 hat der 20-jährige Marcel ein positives HIV-
Testergebnis bekommen, mit dem er jetzt wohl oder übel leben
muss. Diese sicherlich nicht leichte, aber durchaus lösbare Auf-
gabe hat er mutig angenommen. In seinem außergewöhnlich
ehrlichen Blog beschreibt Marcel sehr bewegend seine Lebens-
situation und sein HIV-Bewusstsein. (dw)
www.rikmagazin.de/wf16
Wo steckst du gerade?
„I just made love“ ist eine wundervolle und vor allem witzige
Seite, auf der man(n)/frau auf dem runden Globus kennzeichnen
kann, wo er oder sie gerade der wohl angenehmsten Sache der
Welt nachgeht. Per Mausklick dürfen sich die User(innen) zu
den anderen Kaninchen, die bunt auf dem Weltball herumtollen,
dazu gesellen. Und im Stall ist so einiges los! (dw)
www.rikmagazin.de/wf17
Versuche 1 bis …
Klappe, die 10.000te. Was Kader Loth uns nun genau von ihrem
Innen- oder Außenleben erzählt, weiß wohl keiner ganz genau,
und was hier glänzt und weh tut, erfahren wir auch nicht wirk-
lich. Trotzdem nimmt Kult-Kader mit ihrer „Versprecherorgie“
Platz auf dem Thron der weltbesten Moderator(inn)en. Immer-
hin sitzen ihre Haare top. (tr)
www.rikmagazin.de/wf18
Die rik freut sich über Leser-Tipps an
redaktion@rik-magazin.de!

Der rik-Multimediacheck: Potenzmittel im Internet

Massenmord aus dem Web?

Potenzmittel im Internet Massenmord aus dem Web? „Jede Fälschung von Medikamenten ist ein versuchter

„Jede Fälschung von Medikamenten ist ein versuchter Massenmord.“ Industriekommissar Günter Verheugen fuhr scharfe verbale Ge- schütze auf, als er Ende Dezember 2009 die Ergebnisse einer konzertierten Aktion vorstell- te: „Die Europäische Union hat bei gezielten Zollkontrollen in allen Mitgliedsländern inner- halb von nur zwei Monaten allein 34 Millionen gefälschte Tabletten sichergestellt. Das hat alle Befürchtungen übertroffen.“ Antibiotika, Krebs- und Malariamedikamente, Cholesterinsenker sowie Schmerzmittel und Viagra sind die Spitzenreiter unter den kon- fiszierten Pillenbergen. Überwiegend Medika- mente, die in Deutschland rezeptpflichtig sind. Vor allem die Potenzpillen sind bei schwulen Männern beliebt. Sie werfen sie ein, um ent- weder länger zu können, oder aber, um nach Einnahme diverser Drogen überhaupt noch eine Erektion zu bekommen. Und der einfachs- te Weg, an die Hartmacher zu kommen, ist das Internet. Der Bundesvereinigung Deutscher Apotheker- verbände (ABDA) ist besonders der unkon- trollierbare Handel im Netz ein Dorn im Auge. „Fälscher nehmen den Tod von Menschen bil- ligend in Kauf, um ihren Profit zu optimieren.“ Die schrillen Töne des Verbandes stehen im Kontrast zu den Erfahrungen, die Internetbe- steller bislang gesammelt haben. Zumindest bei Viagra und Co: Was mit der Post ankommt, das wirkt exakt, wie es soll. In diversen Foren, die sich mit Medikamentenbestellung über das Web befassen, sieht man Verheugens Äußerun- gen deshalb kritisch: Er habe nicht verraten, wie viele der Fälschungen denn nun gefährlich oder wirkungslos seien. Man vermutet, dass es hier neben dem Verbraucherschutz eher um handfeste wirtschaftliche Interessen geht. Ein Test der Redaktion offenbart: An Potenz- mittel zu kommen, ist ein Kinderspiel. Über die Suchmaschine findet man schnell diverse

Shops. Ein deutschsprachiges Angebot ver- spricht sogar den Versand aus Deutschland oder Österreich, damit der Zoll die Lieferung nicht abfängt. Man bezahlt per Kreditkarte, eine Woche später hat man die Ware im Luft- polsterumschlag samt fotokopiertem Beipack- zettel im Briefkasten. Natürlich ist das kein Original-Viagra. Die rau- tenförmigen Pillen sind grün statt blau und sie heißen Kamagra. Der Cialis-Wirkstoff wird als Apcalis verkauft. Die Medikamente kommen aus Indien und sind identisch mit den Pillen, die man in Touristenhochburgen wie Thailand offen über der Theke verkauft bekommt. Indi- ens Pharmaindustrie, auch als „Apotheke der Armen“ bezeichnet, produziert einen Großteil der Generika – also der Nachbauten von Me- dikamenten – für Asien. Darunter auch viele HIV-Mittel. Die identischen Kopien, hergestellt nach strengen Vorschriften, haben eine ebenso gute Qualität wie das Original. Es gibt also of- fensichtlich wenig Grund zu befürchten, dass es sich mit dem indischen Viagra anders verhält. Wer Medikamente wie Viagra im Web bestellt, geht natürlich immer ein Risiko ein, aber das scheint geringer, als es Verheugen und die ABDA weismachen wollen. Strafbar ist zudem nur der Versand verschrei- bungspflichtiger Mittel, nicht der Erwerb und der Besitz. So wie bei Poppers, nur dass der Zoll den Schnüffelstoff-Versand toleriert,Viagra-Lie- ferungen aber generell beschlagnahmt, wenn sie als solche identifiziert werden. Grundsätzlich will die rik-Redaktion keine Emp- fehlung aussprechen, nicht für die Internet-Be- stellung von Potenzmitteln und erst recht nicht für die Bestellung von lebensnotwendigen Me- dikamenten. Eher ist ein Nachdenken darüber angesagt, ob man Viagra und Co. überhaupt nutzen will und muss, um seinem Sexleben chemisch auf die Sprünge zu helfen. (cs)

Rubendariós Fotoband „Mucho Macho“ buch | kultur Kerl im Clowns-Kostüm Prachtvoll geformte Männer, wie

Rubendariós Fotoband „Mucho Macho“

buch | kultur

Rubendariós Fotoband „Mucho Macho“ buch | kultur Kerl im Clowns-Kostüm Prachtvoll geformte Männer, wie
Rubendariós Fotoband „Mucho Macho“ buch | kultur Kerl im Clowns-Kostüm Prachtvoll geformte Männer, wie

Kerl im Clowns-Kostüm

Prachtvoll geformte Männer, wie Krafttraining sie schuf, intim eingefangen, wenn auch in ziemlich sterilen Studio- Kulissen – seinem Titel „Mucho Macho“ macht dieser Sammelband des venezolanischen Fotografen Rubendarío zunächst alle Ehre. Ab der zweiten Hälfte bereitet das Album dann zunehmend Spaß, die Posen werden gebrochen, erst durch eine Serie in Clowns-Kostümen, dann mit Accessoires wie Ballons, Dornenkronen oder Disco-Kugeln und nicht zuletzt ganz viel Blumen in allen Formen und Farben, auch schon mal neckisch hinterm Ohr verstaut. Gerne mehr davon. (to)

Rubendarío: Mucho Macho. Bruno Gmünder, Hardcover, 26x34 cm, 128 S., 49,95 Euro

Philipp Tinglers „Doktor Phil“

Teuflisch gut

49,95 Euro Philipp Tinglers „Doktor Phil“ Teuflisch gut Der deutschschweizerische Autor Philipp Tingler ist als

Der deutschschweizerische Autor Philipp Tingler ist als literarisches Schandmal beleumdet. In seinem neuen Roman schließt Luzifer in der schönen Stadt Zürich einen faustischen Pakt. Und zwar mit Oskar Canow, dem 39-jährigen In- Autor mit Affinität zu Marken-Fe- tischismus, Lifestyle und Gourmet- Restaurants auf höchstem Niveau. Das verlockende Angebot: ein Leben voller Annehm- lichkeiten und ein „Arsenal höllischer Anregungen“. Der Preis: die Offenlegung seines Lebensendes. Der Probelauf endet nach etlichen Kontrollbesuchen und Teufelsbeweisen in der Osternacht(!) versöhnlich. – Teuflisch gute Unterhaltung mit Anspruch. (rgk)

Philipp Tingler: Doktor Phil. Kein & Aber, geb., 351 S., 19,90 Euro

www.

Doktor Phil . Kein & Aber, geb., 351 S., 19,90 Euro www. -magazin.de Rolf Redlins Krimi-Debüt

-magazin.de

Rolf Redlins Krimi-Debüt „Bullenbeisser“

Mit dem Tod ringen

Lars Brentrop ist Streifenpolizist in Düsseldorf. Als sein schwuler Trainings-Kumpel Gerd am Stadt- rand von Hamburg tot aufgefun- den wird, fühlt Lars sich gefordert. Er entdeckt die „Blauen Seiten“, recherchiert in der schwulen Rin- gerszene und lernt den drahtigen Polizisten Flo kennen, der sich prompt in ihn verliebt. Auch Lars entdeckt mit der Zeit, dass man mit Männern nicht nur ringen kann. – Redlins erster Krimi ist durchaus spannend und dröselt nicht ungeschickt und psycho- logisch glaubwürdig das Thema attraktiver Hetero und Schwulsein auf. (rgk)

Rolf Redlin: Bullenbeisser. Männerschwarm, karto- niert, 263 S., 16 Euro

. Männerschwarm, karto- niert, 263 S., 16 Euro 04.10 | 3 1 A L L E

04.10 | 31

A L L E S

W A S

D U

B R A U C H S T

präsentiert:
präsentiert:
Happy Ostern: So lustvoll war's' noch nie …
Happy Ostern:
So lustvoll war's' noch nie …
Happy Ostern: So lustvoll war's' noch nie … TENGA EGG So lustvoll war Ostern noch nie!

TENGA EGG

So lustvoll war Ostern noch nie! Ein kleines Spielzeug für den außerordentlichen Genuss.

6 verschiedene Ausführungen.

Je € 8,50

FLESHJACK Das Lustwunder Nr. 1 aus den USA. In 12 Ausführungen. Je € 66,95
FLESHJACK
Das Lustwunder Nr. 1
aus den USA.
In 12 Ausführungen.
Je € 66,95
Bel Ami & Corbin Fisher BOYS UNLIMITED
Bel Ami &
Corbin Fisher
BOYS
UNLIMITED

Achtung! Suchtgefahr! Diese Jungs sind einfach anbetungswürdig! € 34,95

DRUCK- FRISCH SPARTACUS INTER- NATIONAL GAY GUIDE 2010 Brandaktuell, kompetent, weltweit! Ein Muss für jeden
DRUCK-
FRISCH
SPARTACUS
INTER-
NATIONAL
GAY GUIDE
2010
Brandaktuell,
kompetent,
weltweit! Ein
Muss für jeden
schwulen Mann
auf Reisen!
€ 25,95
B B Ü Ü C C
H H E E R R
· ·
M M A A G G A A Z I N E
D V D

·

T O O L S

&

T O Y S

·

U N D E R W E A R

KÖLN

Kettengasse 20 U Rudolfplatz Mo - Sa 10 - 21
Kettengasse 20
U
Rudolfplatz
Mo - Sa
10 - 21

www.bruno s .de

Fotos: fotolia.com, iStockphoto.com, Peer Junker

reise | peking

Pekings schwule Szene wächst und testet ihre Grenzen aus

Aufbruch

im Riesenreich

Nein, Peking ist nun wahrlich nicht für seine Weltoffenheit bekannt. Doch im Schatten einer Gesellschaft, die kaum Toleranz gegenüber Homosexualität zeigt, hat sich eine lebendige Szene entwickelt. Peking hat mehr als die berühmten Touristenziele wie die Verbotene Stadt und das Mao-Mausoleum zu bieten.

Ein schwuler Schönheitswettbewerb in dem noch kommunistischen Land mit akuter Homophobie? Als die chinesischen Behörden davon Wind beka- men, dass der zu wählende „Mr. Gay“ das kom- munistische Land auf einem internationalen Wett- bewerb vertreten sollte, wurden die Veranstalter zur Absage der Show gezwungen. Seit über einem Jahrzehnt gilt Homosexualität in China nicht mehr als Verbrechen, doch tendiert die gesellschaftliche Toleranz gegen null. Und dennoch lohnt sich der Trip nach Peking, auch dank Menschen wie Justin Zhao. Der 29-Jährige hat vor einigen Jahren die schwule Reiseagentur „Go Pink China“ gegründet. „Die schwule Szene in Peking ist nicht sehr groß, dort einen Zugang zu finden, ist nicht einfach. Wir können Reisenden die Hot Spots in den Städten zeigen, die sie sonst nicht zu Gesicht bekommen würden.“ Neben „Go Pink China“ gibt es in Peking noch eine weitere schwule Reiseagentur, „China Mango“. Das Nachtleben ist noch ausbaufähig. Der Dau- erbrenner ist das „Destination“, die wohl noch immer stylischste und angesagteste schwule Lo- cation. Auch im „Lan-Club“ mit angeschlossenem Restaurant gibt es immer wieder schrille Events.

Mittlerweile listen englischsprachige Stadtma- gazine die Gay-Locations auf. Doch wer Pekings Community wirklich kennen lernen will, sollte sich einen schwulen Reiseleiter suchen. „Go Pink China“ und „China Mango“ haben sich nicht nur auf das Nachtleben spezialisiert. Sie bie- ten auch individuelle Trips zu den Sehenswürdig- keiten der Hauptstadt an. Dabei wissen die Füh- rer viel über die Geschichte des Riesenreichs zu erzählen. So war Homosexualität im alten China weit verbreitet und seit antiker Zeit durch Quellen belegt. Im China von heute gilt Homosexualität als un- moralisch, schwules und lesbisches Leben spielt sich meist im Verborgenen ab. Yang Ziguang will das nicht hinnehmen. Der 23-jährige leitet das Pekinger Homo-Zentrum, von dem viele Aktionen ausgehen. Mitte Februar 2009 ließen sich zum Beispiel ein lesbisches und ein schwules Pärchen in Hochzeitskleidung auf der berühmten Qianmen- Straße hinter dem Platz des Himmlischen Friedens fotografieren. Doch weil die Aktivisten keine Flug- blätter, sondern lediglich Blumen an die umste- henden Menschen verteilten, ließ die Polizei sie gewähren.

henden Menschen verteilten, ließ die Polizei sie gewähren. Der angesehe- ne Sexualexperte Professor Zhang Bei- chuan

Der angesehe- ne Sexualexperte Professor Zhang Bei- chuan von der Qingdao Universität weiß um den psychischen Druck. „Viele Homosexuelle begehen Selbstmord, weil sie weder ihrer Familie noch ih- ren Freunden sagen können, dass sie schwul oder lesbisch sind“, so Zhang. „Die Vorurteile kommen aus dem chinesischen Konzept von Sexualität, Sex ist nur dazu da, um zu heiraten und Kinder zu bekommen. Und es gibt den wirtschaftlichen Aspekt: Wer kümmert sich im Alter um dich, wenn du keine Kinder hast? Wer versorgt dich, wenn du krank bist?“ Eine ernsthafte Anstrengung der Staatsführung, etwas an der gesellschaftlichen Situation zu än- dern, sei bisher ausgeblieben, sagt Yang Ziguang. „Es gibt heute noch kein Gesetz, das Homosexuel- le vor Diskriminierungen schützt.“ Und dennoch gibt es mittlerweile in den Groß- städten eine aktive Community, die gemeinsame Aktionen organisiert. Das wichtigste Kommuni- kationsmittel zum Austausch ist das Internet, ver- schiedene Webseiten, Blogs und Newsgroups. Wer nach China reist, sollte sich über die Situation vor Ort informieren, meint Justin Zhao von „Go Pink China“. So kann die Reise in die Hauptstadt zu einem spannenden Abenteuer werden. Und wer weiß – vielleicht findet ja beim nächsten Besuch in Peking tatsächlich eine „Mr. Gay“-Wahl statt? (pj)

ja beim nächsten Besuch in Peking tatsächlich eine „Mr. Gay“-Wahl statt? (pj) 3 2 | 04.10
ja beim nächsten Besuch in Peking tatsächlich eine „Mr. Gay“-Wahl statt? (pj) 3 2 | 04.10

32 | 04.10

www.

ja beim nächsten Besuch in Peking tatsächlich eine „Mr. Gay“-Wahl statt? (pj) 3 2 | 04.10

-magazin.de

Foto: Gay Tantra

news | reise

Oster-Fetischtreffen in Berlin Kerle an der Spree Ostern wird schwarz: Berlin erwartet vom 31. März
Oster-Fetischtreffen in Berlin
Kerle an der Spree
Ostern wird schwarz: Berlin erwartet vom 31. März bis 6. April die internationale
Leder- und Fetischszene zum traditionellen Ostertreffen. Die Mitglieder des „Ber-
lin Leder und Fetisch“ organisieren im offiziellen Programm 18 Veranstaltungen,
darunter Sex- und Fetischpartys wie Gummi, Sportswear & Sneaker, Skin und
Uniform, das traditionelle Lederdinner, ein Fetischboot und eine schwule Schnit-
zeljagd sowie die SMUT-Party mit Showprogramm und der Wahl zum German
Mr. Leather 2010. Neu in diesem Jahr wird am Sonntagnachmittag eine schwule
Stadtrundfahrt gemeinsam mit den Spreebären sein. (sm)
Mega Oster Gaywerk im MS Connexion
Mannheimer
Foto: MS Connexion
Osterhasen
Foto: BLF

Einwöchige Tantra-Seminare

www.blf.de

Urlaub mit allen Sinnen

Grenzen aus- loten und neue Möglichkeiten der Sexualität erleben: Armin C. Heining, Be- gründer des Gay-Tantra, bie- tet in diesem

Jahr in vier Ur-

laubs-Semina-

ren Gelegenheit, sich auf das The- ma Tantra inten- siv einzulassen. Ganz konkret und praktisch sollen spezielle Übungen und (sexuelle) Me- ditationstechniken zu tieferem Erleben mit allen Sinnen führen. Die Kurse werden unter anderem in Italien, Mecklenburg und auf Kreta angeboten und dauern jeweils eine Woche. (sm)

www.gay-tantra.de

und dauern jeweils eine Woche. (sm) www.gay-tantra.de www. -magazin.de Ganz der Tradition entsprechend hat man im

www.

und dauern jeweils eine Woche. (sm) www.gay-tantra.de www. -magazin.de Ganz der Tradition entsprechend hat man im

-magazin.de

jeweils eine Woche. (sm) www.gay-tantra.de www. -magazin.de Ganz der Tradition entsprechend hat man im legendären

Ganz der Tradition entsprechend hat man im legendären Mannheimer MS Connexion auch dieses Jahr das Osterprogramm gestaltet: Das Mega Oster Gaywerk am Ostersonntag lockt Gäste aus der gesamten Republik und wie in den Vorjahren auch aus dem Ausland herbei. Beste musikalische Stimmung verspricht an diesem Abend ein besonderes DJ- Line-up: Majestic, Erbgut, Blondie, Bulldoza und Thea mit ihrem Jail’s haben enormen Tanzsprengstoff für die Plattenteller im Gepäck. (dw)

Mega Oster Gaywerk 04.04. im MS Connexion, Angelstr. 33, 68199 Mannheim (Neckarau). Mehr unter www.msconnexion.com

68199 Mannheim (Neckarau). Mehr unter www.msconnexion.com Der Life Ball Wien ist das größte Charity-Event Europas,
Der Life Ball Wien ist das größte Charity-Event Europas, ein opulentes offenherzigen Fest, das verschiedenste
Der Life Ball Wien ist das größte
Charity-Event Europas, ein opulentes
offenherzigen Fest, das verschiedenste
Menschen und Persönlichkeiten aus
Kunst, Mode, Society, Wirtschaft und
Medien vereint. Das Package inklusive
Eintrittskarte gibt es nur bei uns!
Flug ab/bis div. deutschen und schweizer Städten,
Anreise 16.07. – 18.07.2010, 2 Ü/F im DZ,
2er Belegung inklusive Eintrittskarte ab
€ 631,–
Sitges, Ibiza,
Mykonos:
das Sommer-
Programm 2010
bei uns
Tel. 040.28053005 | info@global-village-reisen.de | www.global-village-reisen.de

04.10 | 33

online bestellen bei

mitnehmen bei

n e b e s t e l l e n b e i mitnehmen bei

Form Form follows follows

fun function

Model S, weiß 329

Form, Design, Sound und nichts als Fun –

Geneva Model S verbindet

kraftvolles Stereo aus einer Quelle mit

einem selbstbewussten Auftritt. Der inte-

grierte Wecker nutzt iPod, iPhone oder

Radio für den Start in den Tag. Kompakt,

zeitgemäß und überraschend in Funktion,

Klang und Optik – Geneva Model S

definiert die Maßstäbe neu. In schwarz,

in rot oder in weiß – mit abnehmbarem

Standfuß.

Sofort Gutendorf 14 · 93471 Arnbruck · Fon 09945-905450 kontakt@homethings.de
Sofort
Gutendorf 14 · 93471
Arnbruck
· Fon 09945-905450
kontakt@homethings.de
Oder reinhören und HIFI, PC/MULTIMEDIA, MOBILFUNK LCD-/PLASMA-TV, Ring Elektra Pfös GmbH 50678 Köln ·
Oder reinhören und
HIFI, PC/MULTIMEDIA, MOBILFUNK
LCD-/PLASMA-TV,
Ring Elektra
Pfös GmbH
50678 Köln · Severinstraße 57b
Telefon 0221 312858 · www.ring-elektra.de
iPod nicht im Lieferumfang enthalten. iPod und iPhone
sind eingetragene Warenzeichen der Apple Computer Inc.

anzeigen-special | home-entertainment

Das Home-Entertainment-Special in der rik

Multimedia-

Wunder

Das Home-Entertainment-Special in der rik Multimedia- Wunder Design meets Function Auch der schärfste Flatscreen setzt

Design meets Function

in der rik Multimedia- Wunder Design meets Function Auch der schärfste Flatscreen setzt der Wohnzimmer-Optik

Auch der schärfste Flatscreen setzt der Wohnzimmer-Optik nur dann das i-Tüpfelchen auf, wenn er sich zum passenden Ambiente gesellt. Die TV-Möbel von Spectral sehen nicht nur genauso scharf wie die meisten Flatscreens aus, sie haben auch noch jede Menge Funktiona- lität in petto: integrierte Kabel- führungen, eingebaute Soundsys- teme, drehbare TV-Halterungen, sanfte Leuchtelemente oder indi- viduelle Konfigurationsmöglichkei- ten – Design meets Function.

Monokultur war gestern: Die neu verfügbaren Wunder fürs Home Entertainment funktionieren längst multimedial, vernetzen sich mit dem World Wide Web und sorgen so für völlig neue Welten. Markus Girg hat sich nach neuen Trendsettern umgeschaut.

Es werde LichtMarkus Girg hat sich nach neuen Trendsettern umgeschaut. Der Begriff „Ambilight“ hat sich in den letzten

Der Begriff „Ambilight“ hat sich in den letzten Jahren in die Köpfe von Freunden der heimischen Filmun- terhaltung gebrannt. Was andere Hersteller oft mit billigen Lichteffek- ten nachzuahmen versucht haben, liefert weiterhin exklusiv Philips: Die Leuchtelemente an den technisch ausgereiften TV-Geräten wie der 8000er Serie bestrahlen die Wand im Hintergrund etwa in den Farben der aktuellen Filmszene. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, will das Feature sicher nicht mehr missen.

34 | 04.10

Schaltzentraledas Feature sicher nicht mehr missen. 3 4 | 04.10 Musik vom iPod oder PC und

Musik vom iPod oder PC und Podcasts aus dem Netz: Das Loewe-Mediacenter verbindet sich mit sämtlichen Media-Quellen entweder per Docking-Eingang, Kabel oder sogar WLAN. Internet-Zugriff zum Anzeigen von Songtiteln, Alben, Genres und CD- Covers, ein CD-/DVD-Slot mit Upscaling- Funktion auf HD-Auflösung, USB-Eingänge für Sticks oder externe Festplatten: Das Mediacenter bringt alles auf einen Punkt und lässt sich darüber hinaus auch als Herz- stück des Loewe-Multiroom-Systems nutzen, über das gleichzeitig noch die Nebenräume erschlossen werden können.

www.

Loewe-Multiroom-Systems nutzen, über das gleichzeitig noch die Nebenräume erschlossen werden können. www. -magazin.de

-magazin.de

home-entertainment | anzeigen-special

home-entertainment | anzeigen-special Internetradio Combo Networks Cappellini Single + 2. Lautsprecher 999 € in
home-entertainment | anzeigen-special Internetradio Combo Networks Cappellini Single + 2. Lautsprecher 999 € in
Internetradio Combo Networks Cappellini Single + 2. Lautsprecher 999 € in eisblau, lichtgrün oder kastanienbraun
Internetradio
Combo Networks
Cappellini Single
+ 2. Lautsprecher
999 €
in eisblau,
lichtgrün oder
kastanienbraun
Monoradio
in eisblau,
Model One
lichtgrün oder

Cappellini

299

kastanienbraun

Cappellini und Tivoli Audio bündeln ihre

Kräfte: Der Mailänder Star-Designer und die

Kultmarke verschmelzen Technologie und

Kunst zu einem luxuriösen Audioerlebnis.

Wahre Glanzstücke, hochglanzlackiert mit

silberfarbenem Grill inklusive eingepresstem

Cappellini-Schriftzug. Mit dem legendären

Klang, der Tivoli Audio berühmt gemacht

hat. So verbindet sich klassisch guter Ton mit

stylishen Farbtönen.

FALLS SIE MUSIK LEBEN TAD-Audiovertrieb GmbH Gutendorf 14 · 93471 Arnbruck Fon +49 9945 902707
FALLS SIE
MUSIK
LEBEN
TAD-Audiovertrieb GmbH
Gutendorf 14 · 93471 Arnbruck
Fon +49 9945 902707 · Fax +49 9945 902717
www.radiowelten.de
+49 9945 902707 · Fax +49 9945 902717 www.radiowelten.de Retro-Feeling „Nicht alles im Krieg war schlecht!“,

Retro-Feeling

„Nicht alles im Krieg war schlecht!“, kriegen wir von der Oma gerne mal um die Ohren gepfeffert. Und sie hat Recht: Hübsche Radios gab’s da etwa. Ti- voli Audio hat in den vergangenen Jahren dank großartiger Presse-Resonanz einen kleinen Hype um seine smarten Radios „Model One“ geschaffen, die mit moderner Technik in einem klassischen Gehäuse bei jedem Design-Lieb- haber das Herz höher schlagen lassen. Und das der Oma sicher auch.

Herz höher schlagen lassen. Und das der Oma sicher auch. Bass, Bass, wir brauchen Bass! Klangmonster

Bass, Bass, wir brauchen Bass!

Klangmonster

Wenn einem selbst kleinste Bo- xen nach dem Einschalten des Soundsystems fast die Mütze vom Kopf fegen, dann lässt sich wahrscheinlich irgendwo das Bose-Logo auf den Geräten finden. Exzellente Klangqualität in 2.1-Heimkinoqualität hat das „CineMate GS Speaker System“ an Bord und sorgt dafür, dass die neueste Blu-ray nicht nur gestochen scharfe Bilder auf den Screen zaubert, sondern vor allem auch den Sound durchs Zimmer jagt, den sie ver- dient. Die beiliegende Univer- sal-Fernbedienung steuert auch TV, Receiver & Co. an.

sal-Fernbedienung steuert auch TV, Receiver & Co. an. Die stylischen Pioneer-iPod- Lautsprechersysteme für iPod

Die stylischen Pioneer-iPod- Lautsprechersysteme für iPod und iPhone sparen sich die sonst oft übliche Umwandlung von Digital nach Analog und liefern glasklaren Digital-Sound aus dem starken Lautspre- cher, der von einem 10-cm- Subwoofer unterstützt wird. Die gute Verarbeitung wird noch von der Möglichkeit getoppt, mit einem Bluetooth-Adapter auf das iPhone zugreifen zu können, ohne dass es in der Docking-Station stecken muss.

+ + + + Geneva + Gryphon + HiSaver + Olive + Opera + Parrot +

Piega + Rega + Tivoli Audio + Unison Research + + +

Alle diese Wunderdinge sind bei der Firma EP:Ring Elektra erhältlich, eine kompetente und aus- führliche Beratung ist inklusive.

Ansehen, reinhören, mitnehmen bei:

EP:Ring Elektra LCD-/PLASMA-TV, HIFI, PC/MULTIMEDIA, MOBILFUNK www. -magazin.de
EP:Ring Elektra
LCD-/PLASMA-TV, HIFI, PC/MULTIMEDIA, MOBILFUNK
www.
-magazin.de

EP:Ring Elektra, Severinstr. 57b, 50678 Köln, Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00-19.00 Uhr, Sa 9.00-15.00 Uhr, www.ring-elektra.de

04.10 | 35

Uhr, Sa 9.00-15.00 Uhr, www.ring-elektra.de 04.10 | 3 5 LCD-/PLASMA-TV, HIFI, PC/MULTIMEDIA, MOBILFUNK Ring Elektra

LCD-/PLASMA-TV, HIFI, PC/MULTIMEDIA, MOBILFUNK

Ring Elektra Pfös GmbH 50678 Köln · Severinstraße 57b Telefon 0221 312858 · www.ring-elektra.de

Foto: Neue Wiener Werkstätte

lebensart | reich & schön

Foto: Praxis Dr. Stolley
Foto: Praxis Dr. Stolley

Beratung+

Dr. Dirk Stolley informiert seine Patienten über gängige, ge- genwärtige und zukünftige Verfahren einer zahnärztlichen Behandlung. In der Praxis wird Beratung groß geschrieben. (tr)

Zahnarztpraxis Dr. Dirk Stolley, Berliner Allee 56, 40212 Düsseldorf, Tel. 0211 / 382254, Öffnungszeiten: Mo 8.00-13.00 Uhr und 15.00-20.00 Uhr, Di 8.00-12.00 Uhr und 14.00-18.30 Uhr, Mi 8.00-12.45 Uhr, Do 8.00-12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr, Fr 8.00-12.00 Uhr, Sa nach Vereinbarung, www.dr-stolley.de

Foto: Tobias Ritter
Foto: Tobias Ritter

Schön sein ohne leiden

Nur wenige Schritte vom Venue entfernt befindet sich Beauty Island/Mutter Erde-Spinnradpartner, wo man es sich einfach nur gut gehen lassen kann.Von Kosmetikbehandlungen bis hin zur dauerhaften Haarentfernung über Pigmentfleckentfernung und Hautverjüngung, in einem schönen Ambiente wird einem beinahe jeder Beauty-Wunsch erfüllt. (tr)

Beauty Island/Mutter Erde, Hohe Str. 14 (Hohe Pforte), 50667 Köln, Tel. 0221 / 851107, www.naturprodukt24.de

Foto: TomPe
Foto: TomPe

Sechsjähriges

Michael Schlamp führt seit dem 24. April 2004 zusammen mit seinem Team erfolgreich seine Praxis. Ob es sich nun um professionelle Zahnreinigung oder Zahnaufhellung handelt, Michael Schlamp bietet ein breit gefächertes Behandlungssor- timent und geht auf jeden Patienten individuell ein. (tr)

Zahnarztpraxis Michael Schlamp, Hohenzollernring 12, 50672 Köln, Tel. 0221 / 255535, Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00-13.00 Uhr und Mo-Do 14.00-19.00 Uhr, www.zahnarzt-schlamp.de

36 | 04.10

Mambo Lifestyle in Marsdorf eröffnet

Design zum Wohlfühlen

Alle Liebhaber eines gepflegten Ambientes dürfen sich freuen: Ein neues Mambo-Designhaus hat in Köln-Marsdorf seine große Neu- eröffnung gefeiert. In den ehe- maligen Komplex von Viva-Möbel eingezogen, bietet Mambo auf vier Verkaufsebenen, 8.000 Quadratme- tern Nutzfläche und in bester Ver- kehrslage nahe der Autobahn ein riesiges Sortiment an besonderen Einrichtungsgegenständen. Aber kein Grund zur Sorge: Die schicken Stücke überstrapazieren den Geld- beutel nicht. Unter dem Motto „Ideen zum Wohnfühlen“ stehen auch die be-

reits bestehenden Design-Häuser von Mambo in der Mittelstraße und den Köln-Arcaden. Im neuen Marsdorfer Ableger ist eine kom- plette Etage für die „Küche XXL“ reserviert, dort reicht das Angebot vom Einsteigermodell bis zur Luxus- küche. Der Kunde kann sich hier von Experten seine Traumküche maß- schneidern lassen. Aber Mambo bietet noch mehr: Ac- cessoires, Textilien, Geschenk- und Deko-Artikel runden die große Aus- wahl ab. (dw)

Mambo Möbel, Max-Planck-Str.7, 50858 Köln, www.mambo-moebel.de

Tipps vom rik-Lifestyle-Scout Björn Berndt

Tipps vom rik-Lifestyle-Scout Björn Berndt Heim und Welt Kubistisch Foto: James Prinze/Fowler Foto:
Tipps vom rik-Lifestyle-Scout Björn Berndt Heim und Welt Kubistisch Foto: James Prinze/Fowler Foto:

Heim und Welt

Kubistisch

rik-Lifestyle-Scout Björn Berndt Heim und Welt Kubistisch Foto: James Prinze/Fowler Foto: Bla Station Dies ist nicht
Foto: James Prinze/Fowler Foto: Bla Station Dies ist nicht Lady Gaga, sondern der Ses- sel
Foto: James Prinze/Fowler
Foto: Bla Station
Dies ist nicht Lady Gaga, sondern der Ses-
sel FX10 der Neuen Wiener Werkstätte. Die
bezieht sich auf die traditionsreiche öster-
reichische Design-Manufaktur, die Anfang
des 20. Jahrhunderts angetreten war, alle
Lebensbereiche wie ein Gesamtkunstwerk
gestalterisch zu vereinen. Das sieht heutzu-
tage dann so aus.
nww.co.at
Quadratisch,
praktisch
Schön geborgen fühlt man sich im
kuscheligen Thron-Sessel „Koja“ des
schwedischen Designers Fredrik Matt-
son für die Möbelfirma Bla Station.
Gibt’s in verschiedenen Ausführun-
gen mit so praktischen Accessoires
wie Armlehnentaschen zur Ablage
der rik oder anderer Zeitschriften.
blastation.se
www.

-magazin.de

Fotos: Mambo Möbel

Foto: Tom Dixon

Fotos: Mambo Möbel Foto: Tom Dixon Gepolstert Die belgischen Lampendesigner Dark heimsen immer wieder De- sign-Awards
Gepolstert Die belgischen Lampendesigner Dark heimsen immer wieder De- sign-Awards für ihre Kreationen ein. Die
Gepolstert
Die belgischen Lampendesigner
Dark heimsen immer wieder De-
sign-Awards für ihre Kreationen
ein. Die Lampe „Chester“ sieht
aus wie ein Sofa, ist aber eine
Lampe. (bjö)
dark.be
Soundsuit
Foto: Dark

Was wie eine wildgewordene Autowaschanlage aussieht, ist ein „Soundsuit“ des amerikanischen Künstlers Nick Cave. Der heißt rein zufällig genauso wie der australische Indie-Musiker, und seine Kunstwerke machen auch Musik – oder besser gesagt, sondern Töne ab, wenn man sich ihn ihnen bewegt und abhän- gig davon, aus welchem Material sie gefertigt wurden. Verwen- det hat Cave bisher Federn, Knöpfe oder Haare. 35 dieser wilden Kreationen sind noch bis Ende Mai im Fowler-Museum zu sehen – leider steht das in Los Angeles

fowler.ucla.edu

Kugelig

– leider steht das in Los Angeles fowler.ucla.edu Kugelig Der britische Lampen- und Möbel- Designer Tom

Der britische Lampen- und Möbel- Designer Tom Dixon wurde Anfang der 90er Jahre berühmt mit seinen multifunktionalen Lampen, die man zum Beispiel auch als Hocker ver- wenden konnte. Für diese solofunk- tionale Stehlampe hat er mehrere seiner klassischen „Mirror Ball“- Lampen auf ein Gestell montiert. Ganz einfach, ganz toll.

tomdixon.net

www.

Gestell montiert. Ganz einfach, ganz toll. tomdixon.net www. -magazin.de 04.10 | 3 7 Online-Auktionen . Kunst

-magazin.de

04.10 | 37

Online-Auktionen . Kunst . Design . Antiquitäten . Luxusartikel

Ostereier gesucht? Eggchair gefunden!

Stets große Auswahl internationaler Designklassiker unter www.lauritz.com

internationaler Designklassiker unter www.lauritz.com Lauritz.com Düsseldorf . Himmelgeister Str. 50 Tel 0211
internationaler Designklassiker unter www.lauritz.com Lauritz.com Düsseldorf . Himmelgeister Str. 50 Tel 0211

Lauritz.com Düsseldorf . Himmelgeister Str. 50

Tel 0211 3023 470 . duesseldorf@lauritz.com

Mo-Fr 11-18 Uhr . Sa 11-16 Uhr

beautiful people | bildergalerie

powered by

beautiful people | bildergalerie powered by Fotos: vvg, TomPe, Stefan Kraushaar, Schwusos, AIDS-Hilfe NRW Lauter
beautiful people | bildergalerie powered by Fotos: vvg, TomPe, Stefan Kraushaar, Schwusos, AIDS-Hilfe NRW Lauter

Fotos: vvg, TomPe, Stefan Kraushaar, Schwusos, AIDS-Hilfe NRW

vvg, TomPe, Stefan Kraushaar, Schwusos, AIDS-Hilfe NRW Lauter anregende Anblicke lieferten die Macher der Sexy, da
vvg, TomPe, Stefan Kraushaar, Schwusos, AIDS-Hilfe NRW Lauter anregende Anblicke lieferten die Macher der Sexy, da

Lauter anregende Anblicke lieferten die Macher der Sexy, da musste man(n) einfach auf Tuchfühlung gehen

Pulstar traf Treibstoff: Hakan und Stephan stießen auf eine anregende Elektro-Nacht an
Pulstar traf Treibstoff: Hakan
und Stephan stießen auf eine
anregende Elektro-Nacht an
und Stephan stießen auf eine anregende Elektro-Nacht an Nicht alle nahmen den Dresscode der Sporty Clubnight
und Stephan stießen auf eine anregende Elektro-Nacht an Nicht alle nahmen den Dresscode der Sporty Clubnight

Nicht alle nahmen den Dresscode der Sporty Clubnight so ernst wie Kerstin, Tina, Tatjana und Sabine (Foto l.), auch Martin und David zeigten stramme Kicker-Waden

Soap-Prominenz bei der Flashdance:

„Verbotene Liebe“-Paar Jo Weil (r.) und Thore Schölermann mit Freundin Jana

Jo Weil (r.) und Thore Schölermann mit Freundin Jana Nino, Marquinhos und Angelo ließen sich bei
Jo Weil (r.) und Thore Schölermann mit Freundin Jana Nino, Marquinhos und Angelo ließen sich bei

Nino, Marquinhos und Angelo ließen sich bei der Nightcontrol von den sensitiven Sounds der DJs Elias und Jon Doe sichtlich *äh* inspirieren …

Raul, Adrian und Lucas ver- stärkten die Latin-Fraktion bei der Greenkomm aufs Ansehnlichsteder DJs Elias und Jon Doe sichtlich *äh* inspirieren … Dennis und Glen machten sich einen

die Latin-Fraktion bei der Greenkomm aufs Ansehnlichste Dennis und Glen machten sich einen gemütlichen Abend bei

Dennis und Glen machten sich einen gemütlichen Abend bei ihrer Lieblings-Celebrate!

sich einen gemütlichen Abend bei ihrer Lieblings-Celebrate! Schon mal reichlich Vorglühen fürs Fünfjährige am 27.
sich einen gemütlichen Abend bei ihrer Lieblings-Celebrate! Schon mal reichlich Vorglühen fürs Fünfjährige am 27.
sich einen gemütlichen Abend bei ihrer Lieblings-Celebrate! Schon mal reichlich Vorglühen fürs Fünfjährige am 27.
sich einen gemütlichen Abend bei ihrer Lieblings-Celebrate! Schon mal reichlich Vorglühen fürs Fünfjährige am 27.

Schon mal reichlich Vorglühen fürs Fünfjährige am 27. März hieß es bei der letzten Homoriental

Steffi, Alex und Agnes strahlten multisexuell bei der Backstage Diaries um die Wette

hieß es bei der letzten Homoriental Steffi, Alex und Agnes strahlten multisexuell bei der Backstage Diaries
Die Wege des Bingo sind unergründlich: Beschmunzelt von Kattwinkel-Wirt Lothar (M.) überreichte Spielleiterin Leonie
Die Wege des Bingo sind unergründlich:
Beschmunzelt von Kattwinkel-Wirt Lothar (M.)
überreichte Spielleiterin Leonie Motzkachel das
schwule Sex-Set einer sichtlich erfreuten Rebekka
Marius und Andy (o.) wie
auch Beate und Berit (u.) übten bei
den „Gay Wedding Days“ schon
mal fleißig für den Tag der Tage

Wer Ministerpräsidentin werden will, sollte tunlichst bei den Schwulen und Lesben vorbei- schauen, dachte sich Hannelore Kraft (M.) und kam zum Neujahrsempfang ihrer Schwusos

Kraft (M.) und kam zum Neujahrsempfang ihrer Schwusos Vorbildlich: Friedrich und Erwin zeigten für das Centrum

Vorbildlich: Friedrich und Erwin zeigten für das Centrum Schwule Ge- schichte Flagge und Buch beim „Tag der Archive“ im Straßenbahnmuseum

Claus, Matthias, Mike, Markus und David gewährten bei ihrer etwas anderen (und vor allem nicht offiziellen) lit.-Cologne-Lesung in der Mumu ganz intime Einblicke in die männliche Sexualität

Knapp daneben, aber dennoch von Herzen: Gerne schauten die rik-Fotografen mit den Basecaps bei „Kulturschock“ Nr. 501 vorbei

Erotik für den guten Zweck: Gegen eine Spende fürs Checkpoint konnten sich die Gäste der Pleasure X mit Vinnie D’Angelo (l.) und Logan McCree (r.) ablichten lassen, Christian vom Gayfilmdiscount erhöhte den Gesamtbetrag auf 350 Euro

vom Gayfilmdiscount erhöhte den Gesamtbetrag auf 350 Euro Susanne (l.) ließ sich trotz Gipsarm die Feier-

Susanne (l.) ließ sich trotz Gipsarm die Feier- laune bei der 30 Karat nicht verderben, das impo- nierte auch Cordula, Judith, Steffi und Simone

das impo- nierte auch Cordula, Judith, Steffi und Simone Diese Vier (und noch viele, viele mehr)

Diese Vier (und noch viele, viele mehr) sorgen auch in diesem Mai für viel frisches „Sommerblut“:

Festival-Initiator Rolf Emmerich (l.) und Mitstreiter Stefan Burkhardt (r.), Senftöpfchen-Chefin Alexandra Kas- sen und Vereinsfrontfrau Lale Akgün

Alexandra Kas- sen und Vereinsfrontfrau Lale Akgün Frei und gekonnt von der Leber weg lobte Gesundheitsminister

Frei und gekonnt von der Leber weg lobte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Landtag zu ihrem 25-Jäh- rigen die Arbeit der AIDS-Hilfe NRW

zu ihrem 25-Jäh- rigen die Arbeit der AIDS-Hilfe NRW Alexandra Kassen, die zweite: Gemeinsam mit Elfi

Alexandra Kassen, die zweite: Gemeinsam mit Elfi

Scho-Antwerpes (r.) ruft sie „

und zwar in der neuen Ausstellung von Gerda Laufen- berg im Spanischen Bau des Rathauses zu Köln

wir sind dann mal da!“,

radar | april-termine

rik-radar

Die Termine im April

Tickets unter 0180 / 5152530. 20:00 THEATER DER KELLER, Für fährt in den Urlaub mit
Tickets unter 0180 / 5152530.
20:00 THEATER DER KELLER, Für
fährt in den Urlaub mit ihrem
schwulen Bruder.
1
mich soll`s rote Rosen regnen.
Musikalische Knef-Revue von
James Lyons. Tickets unter
COMMUNITY
0221
/ 318059.
Köln
Donnerstag
PARTY
20:30 ATELIER THEATER, P. & E.
Laste: Zehn nach dreiviertel
Zwölf. Tickets unter 0221 /
242485.
19:00 GEZEITEN, Stammtisch: Les-
ben in der Schule.
19:30 ALTE FEUERWACHE, Anony-
me Alkoholiker, schwul-lesbi-
sches Meeting. Melchiorstr. 3.
Köln
21:00 BLUE LOUNGE, Freestyler.
Elektronisches queerbeet, von
Pop bis House. Kein MVZ.
22:00 CLIP COLOGNE, Karaoke im
Clip. DJ Sunny Dirk.
Region
19:30 Düsseldorf: CAPITOL THEA-
TER DÜSSELDORF, Elisabeth -
Das Musical. Tickets unter
2
0180
/ 5152530.
Freitag
CRUISING
PARTY
Köln
22:00 CLIP COLOGNE, Motto-Party.
Infos unter www.clip-colog-
ne.de.
LOUNGING
Köln
Köln
12:00 BABYLON, Early@Babylon.
Bis 13h EUR 12,50.
12:01 BABYLON, Lucky Day. Würfel
deinen Eintritt. Bis 24h.
12:01 PHOENIX SAUNA, Waschen &
legen. Bis 13h nur EUR 12,50
Eintritt.
12:02 BABYLON, Durchgehend ge-
öffnet bis Dienstag, 06.04.10,
15:00 SASCH´S BAR, International
Gay-Day Treffen. Mit Super
Specials.
17:00 DIE MUMU, Feucht-fröhliche
Stunden in der Mumu. Happy-
Hour bis 20h. Kölsch EUR 1.
18:00 SILVER, Reibekuchen@Silver.
Anmeldung erwünscht.
21:00 MAXBAR, Cocktail Happy
Hour. Alle Cocktails nur EUR
4,10 bis 0.59h.
21:00 SASCH´S BAR, International
Evening. Apfelkorn EUR 0,90.
22:00 ERA CAFÉ & BAR, Quereis la
noche. Live-DJ Miss Delicious.
6h.
17:00 DER FAUN, Feierabendtarif.
EUR 9.
18:00 PHOENIX SAUNA, Wellnes-
stag. Stündlich wechselnde
Aufgüsse mit Überraschun-
gen, Getränken und Obst.
19:00 PHOENIX SAUNA, Benefiz-
Abend mit HIVissimo.
Region
Region
22:00 Düsseldorf: PARKHOUSE,
Popfloor. Charts. 2 Areas. DJs
Ralf Rotterdam & CK. Bis 24h
EUR 5, danach EUR 7.
21:00 Düsseldorf: CAFÉ SEITEN-
SPRUNG, Ruhiger Freitag.
Grupellostr. 5.
KULTUR
LOUNGING
Köln
Köln
Region
16:00 SILVER, Cocktail@Silver. Alle
Cocktails EUR 4.
17:00 DIE MUMU, Feucht-fröhliche
10:00 Düsseldorf: GAY SEX WORLD,
Youngster Day. Bis 30 Jahre
EUR 6. Bismarckstr. 88.
20:00 MITTELBLOND, De Beautyca-
se - Ein Koffer voller Wahn-
sinn. Tickets: 0221 /
17074089.
20:00 WOHNZIMMERTHEATER, All
Samstag, 03.04., Köln, 23 Uhr
Birthday Flashdance
Satte elf Jahre nun sorgt jeden ersten Samstag im Mo-
nat die mittlerweile als Kult geltende Flashdance für
volle Hallen im Zeughaus 24. Das will gefeiert wer-
den! Jeder, der den Sound der Siebziger nicht verges-
sen kann, in den Achtzigern zu allem getanzt hat, aber
auch die Neunziger-Partyklassiker und eine Prise ak-
tuelle Chart-Sounds nicht verachtet, ist willkommen!
Tanzwütige Retro-Fans können ihre Jugend wieder aufleben lassen und zu unvergess-
lichen Ohrwürmern abrocken. Für ordentliche Geburtstagstimmung gibt es großarti-
ge Showgäste, aber auch die Resident-DJs Tom Laroche und DJ Oldschool sorgen wie
immer für eine große Sause. (dw)
Zeughaus 24
Stunden in der Mumu. Happy-
Hour bis 20h. Kölsch EUR 1.
17:00 SILVER, Afterwork. Kölsch
0,2l EUR 1. Bis 19h.
19:00 ERA CAFÉ & BAR, Era Cock-
tail Night. Alle Premium-
Cocktails EUR 4,50.
21:00 MAXBAR, Jedes Becks EUR
1,20 bis 23 Uhr und alle
Cocktails bis 0.59h EUR 4,10.
21:00 SASCH´S BAR, Cuba/Spanish
Evening. Sangria 0,3l EUR
Stars Comedy. Comedy Mix.
Tickets unter 0221 / 1300707.
Region
19:30 Düsseldorf: CAPITOL THEA-
TER DÜSSELDORF, Elisabeth -