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WORKSHOP

Motorrevision Bulli T2b – Typ 4

Wie schon seit längerem angekündigt, gibt es jetzt den Kurzbericht über die Motorrevision
unseres Bullis.

Geplant waren hauptsächlich eine neue Abdichtung der Zylinderköpfe, weil der Motor auf der
linken Seite nur noch sehr wenig Kompression hatte. Des weiteren gab es an einigen Stellen
Ölverlust und ein Klappern im Ventiltrieb.
Alles in allem genug Gründe, um den Motor auszubauen.
Beim Zerlegen zeigte sich dann der Dreck der letzten 30 Jahre, der die Kühlung verstopfte:

Durch die Überhitzung sind die Kopfdichtungen durchgebrannt und die Köpfe verzogen.
Das erfordert leider ein Planfräsen der Dichtungssitze.
Der Grund für das Klappern der Ventile ist auch schnell gefunden. Die Kipphebel haben sich
in die Ventilschäfte eingearbeitet. Durch die konvexe Form, lässt sich das Ventilspiel nicht
mehr richtig einstellen. Hier helfen später gehärtete Aufsetzkappen.

Endlich waren alle Fehler gefunden und der Zusammenbau ging schon gut voran, als beim
Reinigen des Ölsiebes ganz viele dieser Späne auftauchten.
Nach Rückfrage bei den Bullipäpsten wurde aufgrund der Spanbilder ein Nockenwellen-
Lagerschaden diagnostiziert.
Das heißt: Motorgehäuse trennen.
Dafür muss der Motor bis zur letzten Schraube zerlegt werden.
Die Nockenwellenlagerschalen haben in der Tat stark gelitten und müssen erneuert werden.

Alle Haupt- und Pleullager werden bei der Gelegenheit dann auch gleich erneuert.
Dann alles wieder zusammenstecken, Dichtmasse auftragen und keine Schrauben vergessen.
Zylinder wieder drauf…

und die frisch gefrästen Köpfe aufgesetzt.


Dann kommen noch unzählige Anbauteile wie Ölpumpe, Ölkühler, Stößelstangen und Rohre,
Kipphebelwellen, Verteiler usw. und ein paar Luftleitbleche, die inzwischen auch schon
pulverbeschichtet sind.
Sieht schon wieder aus wie ein Motor. Ganz wichtig: Axialspiel muss noch eingestellt
werden.

Der Einbau hielt noch ein paar kleinere Pannen bereit, die aber recht schnell zu beheben
waren.
Dann fehlten nur noch die Wärmetauscher, Auspuff, Vergaseranlage und die Elektrik.
Alles in Allem lief die Montage aber recht problemlos und so konnte der Bulli noch am
gleichen Tage auf eigener Achse nach hause fahren.

Geplant war das so alles nicht, aber dafür läuft er jetzt wie ein Neufahrzeug.