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Abdullah berichtete, dass der Gesandte Allahs

( ‫ ) ا   و‬sagte: „Ich schwöre bei Allah, daß es


einige unter euch gibt, die wahrhaftig solche Werke der
Bewohner der Hölle vollbringen, bis sie von ihr nur um eine
Ellenlänge entfernt sind, dann ereilt sie das
Vorherbestimmte, und somit vollbringen sie die Werke der
Bewohner des Paradieses und gehen in dieses ein.
(Sahih al-Bukhary Hadith 6594)

2
V
Voorrw
woorrtt....................................................................................................................................................................44
Die Vier verschiedenen Arten von Textbereichen .......................................... 5
M
Meeiinn W
Weegg zzuum
m IIssllaam
m..........................................................................................................................66
Die Zeit vor dem Islam .................................................................................... 6
Der Tauhid - (Einzigartigkeit) von Allah ........................................................ 9
Wo ist Allah .................................................................................................. 12
Das Erheben über den Thron ...................................................................... 13
Allahs Nähe zu Seinen Dienern ................................................................... 13
Aqida (Glaubensfundament) ........................................................................ 15
Der Glaube an die Bücher ........................................................................... 15
Der Glaube an die Propheten und Gesandten ............................................. 16
Der Glaube an die Engel ............................................................................. 19
Der jüngste Tag ........................................................................................... 20
Glauben an das Schicksal ........................................................................... 29
Neue Identität................................................................................................. 32
Muhammad ( ‫ ) ا 
و‬......................................................................... 35
D
Daass LLiicchhtt ddeerr R
Reecchhttlleeiittuunngg vvoonn A
Alllaahh ....................................................................3388
Der Iman (Glaube) ......................................................................................... 41
Definition des Imans .................................................................................... 41
Die Teilbereiche und das Steigen und Sinken ............................................. 42
Die Grundlage des Imans ............................................................................ 42
Die Verpflichtungen des Imans .................................................................... 42
Die 5 Säulen ................................................................................................... 43
Die Schahada .............................................................................................. 44
Die Pflicht der 5 täglichen Gebete ............................................................... 44
Die Pflicht der Zakat .................................................................................... 45
Die Pflicht im Monat Ramadan zu fasten ..................................................... 47
Die Pflicht zur Hadsch ................................................................................. 48
M
Meeiinn W
Weegg zzuum
m JJiihhaadd......................................................................................................................5522
Niya (Absicht) ................................................................................................ 52
Dawa zum Jihad ............................................................................................ 56
Aufbruch nach Ägypten und Besuch aus Deutschland ............................. 76
Ankunft von Hussayn ................................................................................... 81
Flug nach Iran und Fahrt nach Pakistan ..................................................... 83
D
Deerr JJiihhaadd ggeeggeenn ddiiee TTaaw
waagghhiidd uunndd K
Kuuffffaarr....................................................8866
Ausbildung..................................................................................................... 86
Istischadia (Märtyrer-Operationen) .............................................................. 88
Das Leben im Hause Istischadi .................................................................... 96
Aufbruch zur ersten Amelia ......................................................................... 96
Der Afghanistan Krieg geht weiter............................................................... 99
Angriff auf eine US-Basis ........................................................................... 100
Deutsche Taliban Mujahideen .................................................................... 101
R
Raattsscchhllaagg aann ddiiee U Um mm maahh....................................................................................................110055
A
Abbsscchhlluussss....................................................................................................................................................110066

3
V
Voorrw
woorrtt
Alles Lob gebührt Allah, dem Erhabenen, dem Barmherzigen.
Friede seien auf dem Propheten Muhammad ( ‫ ) ا   و‬und
seiner edlen Familie.

Über mich, mit gebürtigem Namen Eric Breininger, wird so viel


geschrieben und gesagt. Das Internet und die Medien sind voll
davon. Meist ist jedoch alles erfunden und erlogen. Ich möchte in
diesem Buch meinen Weg, also gesamten Werdegang, wie ich zum
Islam kam bis zum Jihad hier in Afghanistan niederschreiben, damit
diejenigen von den Nichtmuslimen und meinen Geschwistern im
Islam, welche die ganze Wahrheit über mich wissen wollen, endlich
aufgeklärt werden und nicht auf Lügen und Verleumdungen
reinfallen.
Ich habe mit allen mir gegebenen Mitteln hier in Afghanistan versucht
möglichst detailiert alle meine Gedankengänge auf meinem Weg bis
heute aufzuschreiben. Während dieses Werk verfasst wird, ist mir
nicht klar ob es je fertig werden wird, da wir uns im Krieg befinden.
Und ich somit jederzeit meinem Schöpfer begegnen kann, bevor
dieses Werk fertig wird.
Ich suche die Zufriedenheit meines Herrn und wünsche mir, dass Er
mich zu einem Grund macht das viele Nichtmuslime rechtgeleitet
werden und das viele Geschwister im Islam wieder zur Vernunft
kommen.

Möge Allah, der Erhabene, uns bei diesem Werk unterstützen.

Denn es gibt keine Macht noch Kraft außer bei Allah.

4
Die Vier verschiedenen Arten von Textbereichen

1. Bei den Texten, welche in schwarzer Farbe geschrieben


wurden, handelt es sich um Begebenheiten meines Lebens,
also meine Biographie.

2. Bei den Texten in grauer Farbe handelt es sich um Dawa


(islamische Aufklärung) aus verschiedenen Büchern sowie
Aussagen von Leuten mit Wissen (islamische Gelehrte)

3. Die rot geschrieben Texte sind die ungefähre deutsche


Bedeutung der Verse aus dem edlen Quran (direkte Wort des
Schöpfers)

4. Die blau geschreiben Texte sind Aussagen aus der Sunnah


(Lebensweise und -art des Propheten Muhammad
( ‫)) ا   و‬

5
M
Meeiin
nWWeeg
g zzu
umm IIssllaam
m

Die Zeit vor dem Islam

Ich wuchs in einem bescheidenen Elternhaus auf. Wir waren weder


reich noch arm. Als Kind verbrachte ich die meiste Zeit mit Sport
treiben und mit Freunden zusammen sein. Als ich älter wurde,
schieden sich meine Eltern. Ich lebte mit meiner Mutter und
Schwester zusammen. Als ich in das jugendliche Alter kam fing ich
an mich für die Versuchungen des diesseitigen Lebens zu
interessieren und folgte dem Weg des verfluchten Satans. Ich ver-
brachte meine Zeit mit Frauen, feierte Partys und ich tat noch viele
andere schlechte Dinge. Ich lebte genau das Leben, welches sich ein
Jugendlicher in der westlichen Welt wünscht zu leben.
Jedoch konnte ich mir den Sinn des Seins nicht erklären. Immer
wieder machte ich mir gedanken warum ich überhaupt auf dieser
Welt bin und was nach dem Tod sein wird. Ich konnte mir einfach
nicht vorstellen, dass dieses Universum plötzlich aus dem nichts
durch einen Urknall enstanden sein soll. Ich dachte zwar an einen
Schöpfer, doch hatte ich gar kein Wissen darüber.

Im weiteren Verlauf meines Lebens kam ich in eine Notsituation, aus


der ich keinen Ausweg sah. Ich konnte mir selbst nicht helfen. Ich fing
an Bittgebete zu Allah zu sprechen. Ich habe Nacht für Nacht Gott
alleine um Hilfe gebeten. Die Situation schien entschieden und
auswegslos. Dann aber hat Gott meine Bittgebete erhört und mir aus
dieser Situation doch noch rausgeholfen. Gepriesen sei Er.
Leider habe ich danach wieder zu den achtlosen und undankbaren
Menschen gehörte, wie Allah in Seinem heiligen Buch dem Quran
sagt,

Sura 41:51 (Fussilat)


Und wenn Wir dem Menschen Gunst erweisen, wendet er sich ab
und entfernt sich beiseite. Wenn ihm aber Schlechtes widerfährt,
dann verfällt er in ausgedehntes Bittgebet.

6
Sura 39:8 (az-Zumar)
Und wenn dem Menschen Unheil widerfährt, ruft er seinen Herrn an,
indem er sich Ihm reuig zuwendet. Wenn Er ihm hierauf Gunst von
Sich gewährt, vergißt er, worum er zuvor angerufen hat, und er stellt
Allah andere als Seinesgleichen zur Seite, um (die Menschen) von
Seinem Weg ab in die Irre zu führen. Sag: Genieße deinen
Unglauben ein wenig; du gehörst ja zu den Insassen des
(Höllen)feuers.

Mein Leben ging weiter, ich zog aus dieser Sache keine Lehre und
lebte weiter ein Leben im Unglauben, einfach, monoton und sinnlos
wie jeder andere auch. Mir fehlte die Freude und Ruhe im Herzen
obwohl ich genau das lebte, was die westlichen Menschen leben
wollen.
Also versuchte ich die Karriereleiter hochzuklettern, wobei ich die
Schule nicht ernst nahm und dennoch kam ich stets voran. Ich
besuchte eine kaufmänische Schule, da ich anstrebte einen höheren
Schulabschluss zu bekommen. Nebenbei arbeitete ich auch noch in
einer Logistikfirma um etwas Geld nebenbei zu verdienen. Geld war
für mich der einzige Weg um Freude zu haben. Üblicherweise ging
ich nach der Schule zur Arbeit. Meine Aufgabe bestand darin Pakete
in Lastwagen einzuordnen. Normalerweise arbeitete ich alleine. Doch
Allah, der Erhabene, wollte das mir an diesem Tag eine zweite
Person zugewiesen wurde. Diese Person war ein praktizierender
Muslim. Während der Arbeit beachteten wir uns gegenseitig nicht
wirklich. Er war ein bescheidener, frommer Mann und sah mich und
mein Wesen vertieft im Diesseits und übertreibend wert legend auf
die äußere Erscheinung. Zuerst wollte er mich gar nicht auf Religion
ansprechen, da er nicht auf taube Ohren stoßen wollte. Letztendlich
dachte er sich, es doch für seinen Schöpfer zu tun, um die
Zufriedenheit seines Herrn zu erreichen. Er befragte mich zu dem
Kreuz, was ich um meinen Hals trug. Er wollte wissen, ob ich daran
glauben würde und ob es mir Glück bringen würde. Diese Fragen
überraschten mich in diesem Moment, fast sprachlos antwortete ich
ihm: „Ja vielleicht bringt das Glück.“

Er fing an mir zu erklären das es keine Gegenstände gibt die einem


Glück bringen oder einem Pech bescheren können sondern das es
Allah ist, der alles für uns Menschen an Gutem und Schlechtem
vorgeschrieben hat.

7
Von Abu Abbas Abd Allah, der gesagt hat.
Ich war eines Tages hinter dem Propheten ( ‫) ا   و‬, und er
sagte, o Jüngling, ich lehre dich einige Worte - bewahre Allah, dann
bewahrt er dich. Bewahre Allah, dann findest du Ihn vor dir. Wenn du
Hilfe suchst, dann suche Hilfe bei Allah. Und wisse, das die gesamte
Gemeinschaft, wenn sie sich versammelte, dir in einer Sache zu
nutzen , sie dir nur in etwas nutzt, das Allah schon für dich nieder-
geschrieben hat, und das sie, wenn sie sich versammelte, dir in einer
Sache zu schaden, sie dir nur etwas schadet, das Allah schon für
dich niedergeschrieben hat. Die Schreibfedern sind hochgehoben
und die Seiten sind getrocknet.

So kamen wir ins Gespräch über denn Islam und auch über das
Christentum, all dies passierte an einem Freitag. Er lud mich am
Samstag zu sich nach Hause ein. Ich kam nach Hause und erzählte
die Begebenheiten meiner damaligen Freundin. Ich wollte die
Einladung annehmen doch meine Freundin überredete mich den
Samstag mit ihr zu verbringen, somit nutzte der verfluchte Satan
diese Person als Mittel um mich vom geraden Weg abzuhalten. So
rief ich ihn mit schlechtem Gewissen an und verschob den Termin auf
Sonntag. Also ging ich wie abgemacht am Sonntagmorgen zu ihm.
Ich sah an der Eingangstür einen Mann mit einem kurzen Vollbart
und einem saudiarabischen langem Hemd. Dieser fremde Anblickt
schreckte mich überhaupt nicht ab. Im Gegenteil eine Art von Ruhe
kam in mein Herz, da ich einen demütigen und frommen Mann sah.
Er behandelte mich höflich und war sehr gastfreundlich. Er erzählte
mir über deutsche Muslime die zum Islam aufrufen. Wir fingen an
über den Islam zu sprechen, unter anderem über den Tauhid
(Monotheismus) und auch über die Aqida (Glaubensfundament)
eines Muslims.

Damit der Leser meinen gedanklichen Gang nachvollziehen kann


werde ich dem Leser das nahe bringen, was mir erklärt wurde.

8
Der Tauhid - (Einzigartigkeit) von Allah

Wahrlich Allah ist einzig, Er hat keinen Partner. Keinen Partner im


„Herrsein“ (Rububiyyah) - nur Er kontrolliert, steuert, lenkt,
beherrscht, er hat keinen Partner im „Gottsein“ (Uluhiyyah ) - nur für
Ihn gibt es Anbetung, also jede Form von Gottesdienst und Er hat
keinen Partner in Seinen Namen und Eigenschaften (die
Bedeutungen Seiner Namen und Eigenschaften gebühren nur Ihm).
Also gibt es keinen Erschaffer außer Ihm, keinen Herrn außer Ihm,
keinen Versorger, keinen Herrscher und keinen, der über die
Angelegenheiten dieser Existenz verfügt außer Ihm. Wir machen
Tauhid von Allah in Seinen Taten (Tauhid urRububiyyah) so wie wir
Tauhid von Allah auch in unseren Handlungen machen (Tauhid
ulUluhiyyah). Also machen wir Ihn zum Einzigen (Eins, Alleinig) in der
Anbetung und in unseren Absichten und Vorhaben, denn es gibt
nichts und niemanden, dem Anbetung gebührt, außer Allah, dem
Gepriesenen. Also bezeugen wir, so wie Allah für Sich selbst
bezeugt, und auch die Engel und die Leute mit Wissen bezeugen,
dass la ilaaha illa Allah, es gibt keinen Anbetungswürdigen außer
Allah, den Edlen, den Weisen, der stets gerecht zu Seinen Dienern
ist. Wir sagen das, bestätigend, dass diese großartigen Worte
bedeuten, dass die Anbetung nur für Allah verübt werden darf.
Ebenso all ihre Voraussetzungen, Pflichten und Rechte. Dabei
weisen wir alles zurück, was es an Arten des Shirk (Anbetung für
jemand anderen als Allah) und der Beigesellung (jemandem ein
Recht Allahs zuschreiben) und jeder Konsequenz davon gibt. Und wir
glauben daran, dass der Zweck, für den Allah der Erhabene Seine
Geschöpfe erschaffen hat, die Anbetung ist, so wie Er, der
Gepriesene, im Quran sagt:
Sura 51:56 (ad- Dariyat)
Und Ich habe die Ginn und die Menschen nur (dazu) erschaffen,
damit sie Mir dienen.
Und wir rufen dazu auf, Allah den Erhabenen in allen Bereichen der
Anbetung zum Einzigen zu machen, wie in der Niederwerfung, in der
Beugung, in dem Schwur, in der Umkreisung (der Ka’ba in Mekkah),
in der Opferung, in der Schlachtung, im Dua’ (Bittgebet, Fürbitte), in
der Gesetzgebung und in allen anderen Bereichen.

9
Sura 6:162–163 (al- An‘am)
Sag: Gewiß, mein Gebet und mein (Schlacht)opfer, mein Leben und
mein Sterben gehören Allah, dem Herrn der Weltenbewohner. Er hat
keinen Teilhaber. Dies ist mir befohlen worden, und ich bin der erste
der (Ihm) Ergebenen.

Der Befehl des Herrn umfasst das Universum und die Gesetzgebung.
Genau so, wie nur Ihm alleine der Befehl über das Universum obliegt,
und genau so, wie Er alleine mit Seiner Weisheit darüber verfügt und
darüber entscheidet, so machen wir Ihn (Allah) zum Einzigen in
Seiner Entscheidung in der Gesetzgebung. Somit gesellen wir Ihm
weder in Seinem Befehl noch in Seiner Anbetung irgendjemanden
bei.
Sura 7:54 (al- A‘raf)
Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist
Allah, der Herr der Weltenbewohner.
Also erlaubt ist, was Er zu erlaubt gemacht hat und verboten ist, was
er uns zum Verbot gemacht hat.

Sura 12:40 (Yusuf)


Das Urteil ist allein Allahs. Er hat befohlen, daß ihr nur Ihm dienen
sollt.

Genau so machen wir Allah in Seinen Namen und Eigenschaften


zum Einzigen. Also gibt es niemand Gleichheißenden, Ähnlichen,
Ähnelnden, Gleichen, Partner oder Vergleichbaren:

Sura 112:1–4 (al-Ihlas)


Sag: Er ist Allah, ein Einer, Allah, der Überlegene. Er hat nicht
gezeugt und ist nicht gezeugt worden, und niemand ist Ihm jemals
gleich.

Und Er, der Erhabene, sagt im Quran:

Sura 59:22 (al- Hasr)


Er ist Allah, außer dem es keinen Gott gibt, der Kenner des
Verborgenen und des Offenbaren. Er ist der Allerbarmer und
Barmherzige.

10
Sura 59:23 (al-Hasr)
Er ist Allah, außer dem es keinen Gott gibt, der König, der Heilige,
der Friede', der Gewährer der Sicherheit, der Wächter, der
Allmächtige, der Gewalthaber, der Stolze. Preis sei Allah! (Und
Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen.

Sura 59:24 (al-Hasr)


Er ist Allah, der Schöpfer, der Erschaffer, der Gestalter. Sein sind die
schönsten Namen. Ihn preist (alles), was in den Himmeln und auf der
Erde ist. Und Er ist der Allmächtige und Allweise.

Der Erhabene ist einzigartig in Seinen ruhmreichen, vollendeten


Eigenschaften, mit denen Er Sich selbst in Seinem Buch beschrieben
hat oder mit denen Sein Gesandter Ihn in seiner Sunnah beschrieben
hat. Also beschreiben wir niemand Seiner Geschöpfe mit einem Teil
(wörtl. Sache) Seiner Eigenschaften, wir leiten nicht von Seinen
Namen ab (also zu Namen von Geschöpfen), wir stellen für Ihn keine
Vergleiche an und suchen keine Ähnlichkeiten mit irgendeinem
Seiner Geschöpfe. Wir suchen auch keinen Irrweg in den Namen
unseres Herrn und Seiner Eigenschaften. Vielmehr Glauben wir an
alles, womit Allah Sich selbst beschrieben hat und womit Sein
Gesandter Ihn beschrieben hat. Wir glauben tatsächlich und nicht
„bildlich“ daran, ohne Veränderung oder Verzerrung und ohne Hinter-
fragung oder Anähnelung.

Sura 30:27 (ar- Rom)


Er hat die höchste Eigenschaft in den Himmeln und auf
der Erde, und Er ist der Allmächtige und Allweise.
Wir leugnen Ihm nichts ab, von all dem, womit Er Sich selbst be-
schrieben hat. Wir bewegen kein Wort von seinem richtigen Platz und
wir ergänzen nichts (an Interpretationen), um unsere Meinungen oder
unsere absurden Vorstellungen mit dem Vorwand das Tanziih1
hineinzubringen. Nur derjenige findet Erlösung in der Religion, der
sich Allah und Seinem Gesandten als Muslim (Gottergebener) hingibt
und sich für die Lösung von Sachverhalten, die ihm nicht klar sind,
auf diejenigen bezieht, die Wissen darüber verfügen. Der feste Halt
1
Tanziih ist die Freisprechung Allahs von allen Unvollkommenheiten und Mängeln. Doch
missbrauchen wir diesen Grundsatz nicht für falsche Interpretationen.

11
im Islam wird nur durch Hingabe und Unterwerfung erreicht. Wer also
jenes Wissen begehrt, welches ihm verboten ist und nicht damit zu-
frieden ist seinen Verstand (dem Islam) zu unterwerfen, werden ihn
seine Wünsche vom korrektem Glauben und reinem Tauhid fern-
halten.

Wo ist Allah

Von diesem Verständnis der Aqidah, finden wir Beweise in Allahs


Buch sowie Berichte, welche uns von Seinem Gesandten bestätigt
und über zahlreiche Überlieferungsketten erreicht haben, nämlich,
dass Allah über den Himmeln ist, erhoben über Seinem Thron. Der
Erhabene sagt:

Sura 67:16 (al- Mulk)


Glaubt ihr in Sicherheit davor zu sein, daß Wer im Himmel ist, die
Erde mit euch versinken läßt, so daß sie sich dann hin und her
bewegt?

Und wie im Hadith der Sklavin, die vom Propheten ( ‫) ا   و‬
gefragt wurde: „Wo ist Allah?“, und sie sagte: „Im Himmel“, und er
weiter fragte: „Wer bin ich?“, und sie antwortete: „Du bist der
Gesandte Allahs“ und er daraufhin sagte: „Macht sie frei, denn sie ist
wahrlich eine Mu’minah2“. (überliefert bei Muslim)

Und dies ist die Wahrheit bei der wir keine Zweifel haben, und wir
schützen sie vor erlogenen Vorstellungen, wie sie unsere frommen
Vorgänger geschützt haben. Wie etwa vor der Vorstellung, der
Himmel würde Ihm Schatten spenden oder Ihn tragen, denn dies ist
zweifellos falsch. Wir sind verpflichtet, es zu erwähnen, zu
leugnen und Allah davon freizusprechen. So sagt der Erhabene:

Sura 2:255 (al- Baqara)


Sein Thronschemel umfaßt die Himmel und die Erde…

Sura 35:41 (Fatir)


Allah hält die Himmel und die Erde, daß sie nicht vergehen.

2
Frau mit bestätigtem Iman (Glaube)

12
Sura 22:65 (al- Hagg)
Und Er hält den Himmel, daß er nicht auf die Erde fällt, außer mit
Seiner Erlaubnis.

Sura 30:25 (ar- Rom)


Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß der Himmel und die Erde
durch Seinen Befehl bestehen.

Und wir Gauben daran, dass Er der Gepriesene Sich über Seinen
Thron erhoben hat, wie Er, der Erhabene sagt:

Sura 20:5 (Ta-Ha)


Der Allerbarmer ist über dem Thron erhaben.

Das Erheben über den Thron

Und wir legen das Erheben nicht als „die Macht ergreifen“ aus, denn
dies hat (bereits) seine Bedeutung in der arabischen Sprache, in der
Allah den Qur’an herabgesandt hat. Wir ähneln Sein Erheben auch
nicht dem Erheben irgendeines Seiner Geschöpfe an, sondern wir
sagen, wie auch Imam Malik sagte: „Das Erheben ist bekannt (da es
im Sprachgebrauch vorkommt), der Glaube daran ist Pflicht (da es im
Qur’an steht), das ‚Wie‘ ist unbekannt und die Frage danach ist eine
Bid’a (Neuerrung)“.

Und das ist unsere Vorgehensweise in Bezug auf alle Seiner Eigen-
schaften und Taten, gepriesen und erhaben ist Er. Wie etwa „das
Herabsenden“, „das Kommen“ und alle anderen, die Er der Ge-
priesene uns in Seinem Buch bekanntgegeben hat oder die in der
richtig überlieferten Sunnah bestätigt sind.

Allahs Nähe zu Seinen Dienern

Und wir Glauben daran, dass Er, der Gepriesene, neben Seinem
Erhobensein über dem Thron und Seiner Höhe über den Himmeln,
Seinen Dienern auch nahe ist, wie der Gepriesene sagt:

13
Sura 2:186 (al- Baqara)
Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich nahe…

Wie es im Sahih- Hadith3 aus Bukhari und Muslim heißt: „Oh Ihr
Leute, habt Gnade über Euch selbst, denn Ihr ruft (im Bittgebet)
wahrlich keinen Tauben oder Abwesenden. Wahrlich, Ihr ruft einen
Hörenden, Sehenden und Nahen. Fürwahr, derjenige, den Ihr ruft, ist
jedem einzelnen von Euch näher als der Nacken seines Reittiers.“

So ist Er, der Gepriesene, bei Seinen Dienern, wo immer sie sich
auch befinden4. Und Er weiss was sie tun, wie Er, der Erhabene sagt:

Sura 57:4 (al- Hadid)


Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid. Und was ihr tut, sieht
Allah wohl.

Wir verstehen unter Seiner Aussage „und Er ist bei Euch“ nicht die
Meinung der Gottlosen, dass Er mit Seinen Dienern vermischt sei
oder Sich in einige von ihnen hineingeschmolzen oder Sich mit ihnen
verbunden hätte oder sonstige Meinungen des Unglaubens und des
Irrweges. Wir sagen uns vor Allah von all diesen Irrwegen los.
Und Er, der Gepriesene, hat mit jenen Seiner Diener, die den Glau-
ben verinnerlicht haben ein weiteres spezielles Beisammensein,
abgesehen von dem allgemeinen. Es ist das Beisammensein der
Hilfe, der Verhelfung zum Erfolg und der Richtigkeit, wie in der Aus-
sage des Erhabenen steht:

Sura 16:128 (an- Nahl)


Gewiß, Allah ist mit denjenigen, die gottesfürchtig sind und Gutes tun.

So ist Er, der Gepriesene, neben Seinem Erhobensein über Seinem


Thron und Seiner Höhe über den Himmeln, bei Seinen Dienern, wo
immer sie auch sein mögen. Er weiss was sie tun und Er ist den-
jenigen nahe, die Ihn (im Dua’) rufen. Er ist (insbesondere) bei Sein-
en Dienern, die Gäubig sind. Er beschützt sie, hilft ihnen und steht
ihnen bei. So widerspricht Sein Nahesein und Beisammensein nicht
Seiner Vorherrschaft und Höhe, denn es gibt nichts, das Ihm, dem
3
korrekte Überlieferung
4
Hier ist natürlich kein physisches Beisammensein gemeint, sondern das Beisammensein des
Sehens, Hörens, Wissens usw. wärend Er über den Himmeln ist

14
Gepriesenen in Seinen Eigenschaften ähnelt. Er ist hoch in Seinem
Nahesein und nah in Seiner Höhe.

Aqida (Glaubensfundament)

Das Glaubensfundament eines Muslim wird in Sechs Teilbereiche


gegliedert:

- das Glauben an Allah (Es gibt keinen anbetungswürdigen Gott,


außer Allah)
- das Glauben an die Bücher
- das Glauben an die Propheten
- das Glauben an die Engel
- das Glauben an den Jüngsten Tag
- das Glauben an das Schicksal

Der Glaube an die Bücher

Wir Glauben an die Gesamtheit der Bücher Allahs, des Erhabenen,


die Er der Gepriesene Seinen Gesandten herabgesandt hat. Wir
Glauben daran im Allgemeinen und im Detail haben wir Glauben an
jenen von ihnen, die Allah mit Namen bezeichnet hat, wie die Thora,
die Bibel und die Zabuur.5

Der Quran ist sogleich das abschließende Siegel als auch die
tatsächliche Rede des Herrn der Welten. Die getreue Seele Jibril
(Engel) kam damit zu Muhammad ( ‫ ) ا   و‬, sodass er zu
einem der Gesandten mit Allahs Gesetzen und Schriften wurde. Der
Qur’an steht (im Rang) über den anderen Büchern Allahs und ist die
letzte Offenbarung bis zum Tage der Auferstehung. Er ist eine
Offenbarung von Allah, dem Erhabenen und stammt nicht von einem
Geschöpf. Nichts von den Reden der Geschöpfe gleicht ihm (dem
Quran).
Wir haben auch daran zu glauben, dass Allah der Erhabene Sein
Buch vor Veränderungen und Verfälschungen beschützt, denn der
Erhabene sagt:

5
Das Glauben an diese Bücher ist Pflicht, denoch glaubt der Muslim das diese Bücher durch
Menschenhände verfälscht wurden

15
Sura 15:9 (al- Hijr)
Gewiß, Wir sind es, die Wir die Ermahnung offenbart haben, und Wir
werden wahrlich ihr Hüter sein.

Allah der Erhabene verknüpfte die Warnung damit (mit dem Qur’an),
so sagt Er:

Sura 6:19 (al- Anaam)


Und dieser Qur'an ist mir eingegeben worden, damit ich euch und
(jeden), den er erreicht, mit ihm warne.
Und wir Glauben, dass Sein Buch der stärkste Haltegriff ist und Sein
Seil fest ist. Derjenige, der sich daran festhält, wird die Errettung
finden. Derjenige, der sich davon abwendet, es verlässt und hinter
sich liegen lässt, ist verloren, gedemütigt und befindet sich auf einem
deutlichen Irrweg.

Der Glaube an die Propheten und Gesandten

Wir glauben ferner an die Gesamtheit aller Gesandten und Prophten,


über die Allah der Erhabene uns in Seinem Buch informiert hat, sowie
an jene, über die uns Sein Gesandter in seiner Sunnah berichtet hat.
Somit glauben wir an jene, von deren Begebenheiten Allah uns
erzählt und an jene, über die Er uns nicht erzählt. Und wir machen
keinen Trennung, Unterschied oder Spaltung zwischen ihnen.

Er ließ sie zusammenhalten an einem Fundament, wie Er der


Gepriesene sagt:
Sura 21:25 (al- Anbiya)
Und Wir entsandten vor dir keinen Rasul, ohne ihm einzugeben, dass
laa ilaaha (kein Anbetungswürdiger existiert) außer Mir, also macht
Ibadah für Mich.

Sura 4:165 (an- Nisa)


Gesandte als Verkünder froher Botschaften und Warner, sodass die
Menschen nach den Gesandten kein Argument (für ihren Irrweg)
gegenüber Allah haben.

16
Und es sagt der Erhabene:

Sura 17:15 (al- Isra)


Und Wir bestrafen nie, ohne zuvor einen Gesandten geschickt zu
haben.

Und es sagt der Erhabene:

Sura 67:8–9 (al- Mulk)


Immer wenn eine Gruppe in sie hineingeworfen wird, fragen die
Höllenwächter sie: „Kam zu euch etwa kein Warner!“ Sie sagen:
„Doch, natürlich …“
Gesandte sind auch Propheten. Sobald ein Prophet eine Schrift und
Gesetze von Allah bekommen hat, wird er dadurch zu einem
Gesandten, verliert aber auch nicht seine Bezeichnung als Prophet.

Ihnen (den Propheten und Gesandten) obliegt die Rechtleitung mit


Argumentation und Lenkung. Die Rechtleitung der Herzen der Diener
ist ihnen nicht vorgeschrieben. Denn die Herzen sind zwischen den
Fingern des Allerbarmers, Er dreht sie wie Er will, deshalb gibt es
zwei Arten der Rechtleitung:

Erstens, die Hidayatu Dalaalatin wa Irshaad für die sich die


Propheten, Gesandten und Aufrufer zur Rechtleitung, Träger der
Da`wah eingesetzt haben, so sagt Allah:
Sura 42:52 (ash- Shura)
Und gewiss rechtleitest du doch zu einem geraden Weg.

Zweitens, die Hidayatu Taufiqin wa Tasdeed (Rechtleitung der Be-


fähigung und Rückvergütung) und dazu ist niemand fähig außer
Allah, so sagt der Erhabene:

Sura 28:56 (al- Qasas)


Gewiss rechtleitest du nicht, wen du liebst sondern Allah leitet recht,
wen Er will.

Und es sagt der Gepriesene, der Erhabene:

17
Sura 2:272 (al- Baqara)
Nicht dir obliegt ihre Rechtleitung…

So ist diese Art der Rechtleitung eine Großzügigkeit von Allah und
eine Gerechtigkeit, die Er, der Gepriesene, demjenigen beschert,
dessen Suche und Bestrebnis nach der Wahrheit ist. Er weiß über sie
bescheid, so sagt der Erhabene:

Sura 29:69 (al- Ankabut)


Diejenigen aber, die sich um Unsertwillen abmühen, werden Wir ganz
gewiss Unsere Wege leiten. Und Allah ist wahrlich mit den Gutes
tuenden.

Und derjenige, auf dem Allahs Segen und Frieden ruht sagte: „Und
wer eifrig nach dem Guten strebt, dem wird es gegeben“.6 Und was
die erste Art der Rechtleitung betrifft, so ist sie von Allahs
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, die Er, der Erhabene Seiner ge-
samten Schöpfung gegeben hat.
Wir haben den Glauben an die Wundertaten der Propheten, wir
schützen ihr Recht und haben anständiges Benehmen ihnen gegen-
über. Wir geben niemandem einen Vorzug vor ihnen, weder die Allah
nahestehenden Siddiqeen, Mujahideen, Gelehrte etc. noch Imamen
oder anderen Menschen. Sie sind aber, trotz all dem, nur Menschen
und Geschöpfe, die (von Allah) erschaffen wurden. Sie haben nichts
von den besonderen Eigenschaften wie Herrsein oder Gottsein,
sondern es gelten für sie die menschlichen Leiden wie Krankheit,
Tod, Bedarf an Versorgung usw. So sagt der Erhabene Seinem
Propheten Muhammad ( ‫ ) ا   و‬befehlend:

Sura 7:188 (al- Araf)


Sag: Ich verfüge für mich selbst weder über Nützliches noch über
Schädliches, es sei denn über das, was Allah will. Und hätte ich
Kenntnis über das Verborgene gehabt, gewiss hätte ich mir vom
Guten viel angeeignet, und Schlechtes würde mich nicht treffen! Ich
bin doch nur ein Ermahner und ein Verkünder froher Botschaft für
Leute mit Iman.‘
Und wir glauben daran, dass das Siegel der Propheten und

6
Überliefert von Abu adDarda’ in Sahih al-Jaami’

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Gesandten unser Prophet Muhammad ( ‫ ) ا   و‬ist, dem
Allah Seinen enormen Segen und Frieden gab, so gibt es keinen
Propheten nach ihm und seine (ihm herabgesandte) Shari’ah (Allahs
Gesetz) ist die dominierende Gesetzgebung über alle anderen Legis-
lationen bis zum Tag der Auferstehung. Also wird der Diener solange
kein Mu’min, bis er ihr (Allahs Gesetzgebung) folgt und sich ihrem
Befehl und ihrer Entscheidung voll und ganz unterordnet, so sagt der
Erhabene:

Sura 4:65 (an- Nisa)


Doch nein, (ich schwöre) bei deinem Herrn! Sie haben keinen Iman,
bis sie dich über das urteilen lassen, was zwischen ihnen strittig ist,
und dann keine Abneigung dem gegenüber empfinden, was du
entschieden hast, und sich völlig fügen.

Der Glaube an die Engel

Wir Glauben an die Engel von Allah, sie sind Seine edlen Diener, die
Ihm in der Aussage nicht zuvorkommen und sich demütig unter-
werfen, darum lieben wir sie. Sie preisen Ihn in der Nacht und am
Tag und werden dessen niemals müde. Also verbünden wir uns mit
ihnen und lieben sie, weil sie zu Allahs Soldaten gehören und für
diejenigen, die Glauben, um Vergebung bitten. Wir hassen den, der
sie hasst.
Von ihnen sind Jibr’il (Gabriel) die getreue Seele, Mika’il und Israfil,
der mit dem Blasen der Trompete7 beauftragt ist. Von ihnen sind
auch der Engel des Todes, Munkar und Nakir, Maalik der Aufseher
des Höllenfeuers, Ridwaan der Aufseher des Paradieses, der Engel
der Berge, die edlen Schreiber (der Taten der Menschen), diejenigen
die mit dem Tragen des Thrones beauftragt sind und viele andere,
deren Anzahl nur Allah, der Erhabene kennt. Ihre gewaltige Anzahl ist
in beiden Sahih-Werken von Bukhari und Muslim bestätigt:
Im Hadith von Anas (ra) wird von der Erzählung von Mi’raaj (Reise
des Propheten zu den Himmeln) berichtet, in der der Prophet
( ‫ ) ا   و‬zu alBait ulMa’muur im Himmel hochgehoben
wurde. Jeden Tag betreten es siebzigtausend Engel, um darin zu

7
Für die Einleitung des Tages der Auferstehung lässt Allah ihn in eine Trompete (Posaune)
blasen.

19
beten, und wenn sie es verlassen haben, kommen sie nicht nochmal
wieder (da sie so viele sind, kommt täglich eine neue Gruppe).
Und
A’ischa, Mutter der Mu’minin und Frau des Propheten
( ‫ ) ا   و‬berichtet: „Die Engel sind aus Nuur (Licht)
erschaffen, die Jinn aus rauchlosem Feuer und Adam ist daraus
erschaffen, was Euch beschrieben wurde“.
Durch Allahs Befehl können Engel die Form von Menschen an-
nehmen, wie es in der Geschichte von Maryam und im Hadith von
Jibril erwähnt wird.

Was ihr tatsächliches Aussehen betrifft, so hat Allah der Erhabene im


Qur’an erwähnt, dass Er Engel zu Boten mit zwei, drei oder vier
Flügeln machte und Er fügt Seiner Schöpfung hinzu was Er will, denn
Allah hat Macht über alle Dinge. Der Prophet ( ‫ ) ا   و‬sah
Jibril in seiner tatsächlichen Erscheinung mit sechshundert Flügeln,
die sich über den Horizont erstreckten.

Der jüngste Tag

Das Grab

Wir Glauben an die Prüfung des Grabes, an dessen Belohnung für


die Mu’minuun und an dessen Bestrafung (Qual) für diejenigen, die
sie verdienen. Genau so, wie uns dieses Wissen vom Gesandten
Allahs ( ‫ ) ا   و‬mutawaatir (über zahlreiche Überlieferungs-
ketten) erreicht hat. Also kümmern wir uns nicht um die falschen
Auslegungen der Erneuerrungsträger. Der Erhabene sagt darüber:

Sura 40:46 (Gafir)


Sie werden (im Grab und in der Hölle) morgens und abends dem
Feuer ausgesetzt sein und an dem Tag, wenn die Stunde anbricht
(wird gesagt): „Lasst Pharaos Leute zur qualvollsten Strafe eintreten.“

Und Zaid bin Thaabit berichtet vom Propheten ( ‫ ) ا   و‬,
dass er sagte: „… würde ich nicht fürchten, dass ihr euch nicht mehr
begraben lassen würdet, so hätte ich Allah gebeten, euch von der

20
Bestrafung des Grabes, von der ich selbst höre, hören zu lassen“,
dann wandte er sein Gesicht zu uns und sagte: „sucht Schutz bei
Allah vor der Bestrafung des Grabes …“ (Hadith aus Sahih Muslim)

Und wie es im langen Hadith von Bara’ bin ’Aazib heißt, dass
der Prophet ( ‫ ) ا   و‬über den Mu’min, der bereits den
beiden Engeln in seinem Grab geantwortet hat, sagte: „so ruft ein
Rufer vom Himmel: Wahrlich, mein Diener sprach die Wahrheit, also
breitet ihm (einen Platz) im Pradiesgarten aus und kleidet ihn vom
Paradies und öffnet ihm ein Tor zum Paradies. Also erreicht ihn
etwas vom Geist und Geruch des Paradieses und sein Grab wird ihm
so weit gemacht wie seine Sicht reicht.“
(Überliefert bei Imam Ahmad und Abu Dawud.)

Die Fragen im Grab

Und die Prüfung des Grabes ist die Befragung des Dieners darin, die
Munkar und Nakir (Namen zweier Engel) durchführen. Sie fragen Ihn
über seinen Herrn, seinen Din und seinen Propheten.

Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der
Prophet ( ‫) ا   و‬, sagte: Wenn der Diener (Allahs) in seinem
Grab gebettet worden ist und seine Gefährten die Beerdigung
beendet haben, hört der Verstorbene selbst ihre Schritte. Zwei Engel
kommen zu ihm, setzen ihn aufrecht und fragen: Was pflegtest du
über diesen Mann (Muhammad  ‫ ) ا   و‬zu sagen? Der
Gläubige sagt dann: Ich bezeuge, daß er der Diener Allahs und sein
Gesandter ist. Es wird zu ihm gesagt: Schau hin zu deinem Sitz im
Höllenfeuer! Allah hat dir statt dessen einen Sitz im Paradies
gegeben! Der Prophet Allahs ( ‫) ا   و‬, sagte weiter: Er sieht
dann alle beide!

Also stützt Allah denjenigen, der Glauben hat, mit beständigen


Worten (als Antwort). Und was den Kafir (Ungläubiger) angeht, so
antwortet er mit „Wie!?“, „Was!?“, „Ich weiß nicht“. Und der Munafiq
(Heuchler)8 und derjenige, der in der Religion blind den Menschen
gefolgt ist, sagt: „Ich weiss nicht, ich habe die Leute etwas sagen
hören und habe es auch gesagt“. Die Umstände des Barzakh9 ge-
8
Heuchler, der im Leben den Islam vorgibt, aber kein Muslim ist
9
Der Platz bzw. Zustand zwischen diesem Leben und dem Leben nach dem Tod

21
hören zu den Angelegenheiten des Ungesehenen, Unbekannten, die
nur die Verstorbenen verstehen. Also ist es nicht möglich, sie im
Leben dieser Welt mit den Sinnen zu begreifen. So gehört der
Glaube daran (an den Barzakh) zu den Dingen, die den Mu’min vom
Leugner unterscheiden, da der Mu’min Glaube an das Ungesehe-
ne,Unbekannte hat.

Ibn Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, dass der


Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬sagte: Wenn einer von euch stirbt,
dem wird sein Platz morgens und abends gezeigt. Wenn er zu den
Bewohnern des Paradieses gehört, so erfährt er, daß er zu den
Bewohnern des Paradieses gehört; und wenn er zu den Bewohnern
des Höllenfeuers gehört,so erfährt er, daß er zu den Bewohnern des
Höllenfeuers gehört. Ihm wird gesagt: Dies ist dein Platz am Tage der
Auferstehung, bis Allah dich dazu erwecken wird.

Prophezeihungen für die Stunde (Tag der Auferstehung)

Wir haben Glauben an die Zeichen der Stunde (also an die Vorher-
sagungen der Geschehnisse davor), die uns Allah in Seinem Buch
mitgeteilt hat und die uns Sein Prophet ( ‫ ) ا   و‬in seiner
Sunnah berichtet hat.

Einige Zeichen aus der Sunnah:

Hudaifa berichtete: Allahs Gesandter ( ‫ ) ا   و‬kam plötzlich


aus seinem Zimmer zu uns, wärend wir diskutierten. Er fragte:
Worüber diskutiert ihr? Wir sagten: Wir diskutieren über die letzte
Stunde. Darauf sagte er: Die letzte Stunde wird nicht kommen, bevor
du zehn Zeichen siehst; und er nannte in diesem Zusammenhang:
den Rauch, Ad-Dadjal, das sprechende Tier, das Aufgehen der
Sonne im Westen, das Erscheinen von Jesus, Sohn der Maria, Gog
und Magog, Erdrutsche an drei Stellen (im Osten, im Westen und auf
der Arabischen Halbinsel) und ein Feuer aus Adan (Jemen), welches
die Leute zu ihrem Sammelplatz treibt.
(Überliefert bei Muslim)

Weitere Zeichen:

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Allahs Gesandter ( ‫ ) ا   و‬hat gesagt: Ihr sollt mit guten
Taten anfangen, bevor die Versuchungen kommen, die wie die
dunkle Nacht sind. Ein Mann steht als Gläubiger - Mu'min - auf und
legt sich am Abend als Ungläubiger - Kafir - schlafen. Und einer ist
am Abend gläubig und steht morgens als Ungläubiger auf. Er
verkauft seinen Glauben für Nichtigkeiten.

Außerdem:
- dass die Zahl der Frauen sich vermehren wird, ca. 1:40 oder
1:50
- dass es viel Handel und viele Geschäfte geben wird und auch
viele Frauen daran beteiligt sein werden (die Frau verläßt ihren
Platz in der Familie, weil entweder der Mann seine islamische
Pflicht, die Versorgung der Familie, nicht mehr oder nicht
ausreichend wahrnimmt oder weil sie nach einer Karriere aus
Habgier und Selbstsucht strebt)
- dass die Frauen sich bedecken und trotzdem wie nackt
aussehen
- dass der Mensch zu dem Entschluß kommt, dass es besser ist,
einen Hund aufzuziehen, als ein Kind zu haben
- dass eine Zeit kommen wird, wo der Mensch seinen Glauben
wie ein Stück glühende Kohle in seiner Hand hält (dies kann
bedeuten, dass die Praktizierung des Glaubens sehr schwer
gemacht wird, wegen der Kuffar oder auch durch einen selbst)
- dass es viele Krankheiten geben wird
- dass viele Leute Qur'an lesen und behaupten werden, dass sie,
die Besten sind und dabei nichts tun
- dass die Muslime untereinander unbarmherzig, hart und
respektlos sind, wenn sie über bestimmte Dinge eine
verschiedene Meinung haben
Als ich diese Prophezeihungen des letzten Propheten Muhammad
( ‫ ) ا   و‬hörte war ich erstaunt wie es sein kann das er vor
ca. 1400 Jahren das prophezeite was heutzutage unter anderem
schon eingetroffen ist.

23
Die Abrechnung

Wir Glauben an die Wiederauferstehung nach dem Tod, den Lohn für
die Taten am Tage der Auferstehung, die Vorlegung der Taten, die
Abrechnung, die Verlesung der Schriften und die Waagschale (für die
Taten).

Der Erhabene sagt:

Sura 23:16 (al- Mu`minun)


Dann werdet ihr gewiss am Tage der Auferstehung erweckt werden.
So stehen die Menschen für den Herrn der Welten, barfüssig, nackt
und mit unbeschnittener Vorhaut da.

A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: Ich hörte den


Gesandten Allahs ( ‫ ) ا   و‬sagen: „Die Leute werden (am
Tag des Jüngsten Gerichts) barfüßig, nackt, und (bei Männern) mit
der Vorhaut versammelt.“ Ich sagte: „O Gesandter Allahs, Männer
und Frauen sehen sich gegenseitig an?“ Der Prophet ( ‫) ا   و‬
erwiderte: „O A´ischa, das Ereignis wird gewaltiger sein, als dass sie
sich gegenseitig ansehen!“

Der Erhabene sagt:

Sura 21:104 (al- Anbiya‘)


Wie Wir sie anfangs erschaffen haben, werden wir sie zurückbringen.
Bindend für Uns ist das Versprechen, wahrlich werden wir es erfüllen.
Sura 21:47 (al- Anbiya‘)
Und Wir stellen die Waagen der Gerechtigkeit am Tag der
Auferstehung auf. Dann wird keiner Seele etwas an Unrecht
zugefügt. Und würde es (das Vollbrachte) das Gewicht eines
Senfkorns haben, würden Wir es berücksichtigen. Und Wir genügen
als Abrechner.

24
Die Brücke

Weiter Glauben wir an den errichteten Weg über dem Höllenfeuer,


der die Brücke zwischen al-Jannah und dem Feuer bildet. Die
Menschen überqueren sie entsprechend ihrer Taten. So sind unter
ihnen welche, die sie wie in einem Wimpernschlag überqueren,
andere überqueren sie wie ein Blitz, andere wie der Reiter eines
Rennpferdes, andere wie der Reiter eines Kamels. Andere werden
sie rennend überqueren, andere gehend, andere kriechend. Auch
sind unter ihnen welche, die abrutschen und in die Hölle hinab
stürzen. Wer also diesen Weg überqueren kann, betritt das Paradies
und wird erlöst.

Nach der Überquerung kommen die zukünftigen Paradiesbewohner


vor eine Gewölbebrücke, zwischen dem Paradies und dem Feuer,
damit die gegenseitige Vergeltung durchgeführt werden kann.
Nachdem sie sich gereinigt haben und sauber sind, wird ihnen der
Eintritt in den Paradiesgarten erlaubt.
Der erste, für den die Tore des Paradieses geöffnet werden, ist
Muhammad ( ‫ ) ا   و‬und die erste Gemeinschaft, welche
das Paradies betreten darf, ist seine Gemeinschaft (Ummah), also
die Muslime.

Die Paradiesgärten und das Feuer

Wir Glauben an das Paradies und an das Höllenfeuer. Wir wissen,


dass diese beiden von Allah erschaffen wurden. Sie werden beide für
ewig existieren. Ein Entrinnen aus dem ewigen Höllenfeuer wird es
nur für Muslime geben, die Ihre Sünden im Höllenfeuer abgebüst
haben. Allah hat Menschen für Paradies und Hölle erschaffen, so
werden diejenigen der Menschen, denen es vorbestimmt ist in das
Paradies einzutreten durch Allahs Barmherzigkeit in den
Paradiesgarten eintreten. Das Gleiche gilt für diejenigen, denen es
vorbestimmt ist auf ewig im Höllenfeuer zu bleiben. Niemand wird
ohne Grund in das Höllenfeuer geworfen, denn Allah ist gerecht in
seiner Bestrafung.

Das Paradies ist der Ort der Vorzüglichkeiten, den Allah, der
Erhabene, den Gläubigen versprochen hat. Darin sind verschiedene

25
Arten ewiger Gnaden (Belohnungen, Vorzüglichkeiten), die kein Auge
zuvor gesehen, kein Ohr gehört und die sich noch nie ein Menschen-
herz zuvor vorgestellt hat, so sagt der Erhabene:

Sura 32:17 (as-Sagda)


Doch niemand weiß, welche Augenweide für sie als Belohnung dafür
verborgen ist, was sie zu tun pflegten.

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:


Der Prophet ( ‫ ) ا   و‬sagte: „Allah, der Allmächtige und
Hocherhabene, sagte: Ich habe für Meine rechtschaffenen Diener (im
Paradies) das vorbereitet, was weder ein Auge sah, noch ein Ohr
davon hörte, noch als Herzenswunsch eines Menschen vorstellbar
war.“

Die Arten der Fürsprache

Und wir Glauben an die Fürsprache, die Allah der Erhabene Seinem
Propheten Muhammad ( ‫ ) ا   و‬erlauben wird. So gibt es am
Tage der Auferstehung drei Arten der Fürsprache:

1. Die allgemeine Fürsprache für alle vor Allah stehenden


Menschen, damit Allah zwischen ihnen richtet. Nachdem sie
von den Propheten Adam, Nuh, Ibrahim, Musa und ’Isa abge-
wiesen werden, kommen sie schliesslich zum Propheten
Muhammad ( ‫) ا   و‬. Er wird bei Allah für die
Menschen Fürsprache einlegen, damit die Abrechnung beginnt.

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Wir waren mit
dem Propheten ( ‫ ) ا   و‬auf Besuch. Ich gab ihm eine
Hammelschulter, die er gern aß. Er aß einmal davon und sagte: »Ich
werde unter den Menschen am Tage der Auferstehung eine führende
Stellung einnehmen. Wisset ihr, wenn Allah die Ersten und die
Letzten auf einer einzigen Ebene versammeln lassen wird, wo sie
von jedem gesehen werden, der dort hin blickt, und aber auch von
jedem gehört werden, der sie dort aufsucht? Die Sonne wird ihnen
näher rücken, worauf manche der Menschen sagen werden: "Seht
ihr nicht, in welchem Zustand ihr euch befindet, und wohin ihr
gelangt seid? Wollt ihr nicht nach jemandem sehen, der für
euch bei eurem Herrn Fürsprache einlegt?" Einige Menschen

26
werden sagen: "Euer Vater Adam!" Und so kommen sie zu ihm und
sagen: "O Adam, du bist der Urvater der Menschen. Allah hat
dich mit Seiner Hand erschaffen, in dich von Seinem Geist
eingehaucht, den Engeln den Befehl erteilt, sich vor dir
niederzuwerfen, und dir den Paradiesgarten als Wohnstätte
gegeben! Sollst du nicht für uns bei deinem Herrn Fürsprache
einlegen? Siehst du nicht, in welchem Zustand wir uns
befinden, und wohin wir gelangt sind?" Adam wird erwidern:
"Mein Herr wurde einmal sehr zornig, wie Er nie zuvor zornig
war, aber auch nie danach so zornig sein wird. Er verbot mir
den Baum, und ich war ungehorsam. Rette dich meine Seele.
Rette dich meine Seele. Geht zu einem anderen. Geht zu Noah!"
Sie gehen dann zu Noah und sagen: "O Noah, du bist der erste
Gesandte zu den Bewohnern dieser Erde, und Allah nannte
dich einen dankbaren Diener. Siehst du nicht, in welchem
Zustand wir uns befinden, und wohin wir gelangt sind? Sollst du
nicht für uns bei deinem Herrn Fürsprache einlegen?" Noah wird
erwidern: "Mein Herr ist heute sehr zornig, wie Er nie zuvor
zornig war, aber auch nie danach so zornig sein wird. Rette dich
meine Seele. Rette dich meine Seele...“ Dann werden die
Menschen zu mir kommen. Dann werde ich mich unter dem Thron
niederwerfen. Dann wird zu mir gesprochen: "O Muhammad, erhebe
dein Haupt und lege Fürsprache ein denn sie wird erhört und bitte
denn deine Bitte wird erfüllt.« " ...

Dieser Hadith ist nur einer von vielen Hadithen, die den Gläubigen
Kunde von den mannigfaltigen Geschehnissen im Jenseits geben
und diese mit allen Details beschreiben. Eine derartige Möglichkeit ist
nur durch den Propheten möglich, der mit der Erlaubnis des
Erhabenen Schöpfers Auskunft über das Verborgene geben darf,
was sich erst am jüngsten Tag ereignen wird. Die Wissenschaft wird
eine solche Erkenntnis nie geben können. Aus diesem Grund kann
der Mensch auf den Glauben nicht verzichten. Somit gilt der Hadith
als Ermahnung an solche Menschen, die vom Segen des Glaubens
nichts wissen wollen. Vgl. Hadith Nr. 4476 und die Anmerkung dazu
in Sahih Bukhari.

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2. Die Fürsprache für die Leute des Paradieses, damit diese in
das Paradies eintreten dürfen. Diese ersten beiden Arten be-
treffen im speziellen Muhammad ( ‫) ا   و‬.

3. Die Fürsprache für diejenigen der Muslime, die das Feuer


verdienen (aufgrund von Sünden). Durch diese Fürsprache
werden sie aus dem Feuer herausgeholt oder sie kommen gar
nicht erst hinein.

Zu denjenigen, denen die Fürsprache (für andere) erlaubt wird,


gehören Muhammad ( ‫) ا   و‬, die anderen Propheten, die
Wahrhaftigen, die Shuhadaa’ (Märtyrer) und alle weiteren, denen
Allahs Erlaubnis zuteil wird.

Also wird die Fürsprache für diejenigen eingelegt, die eigentlich das
Feuer verdienen, damit sie nicht hineinkommen. Ebenso für die-
jenigen, die schon darin sind, damit sie hinauskommen können.

Und Allah der Erhabene nimmt Gruppen (wörtl. Völker) aus dem
Feuer heraus, ohne das für sie Fürsprache eingelegt wurde, dies nur
aus Seiner Gnade und Seiner Barmherzigkeit heraus, gepriesen sei
Er. Der Glaube an die Fürsprache ist eine Unterscheidung, mit der
wir den Khawarij (Sekte die im Takfir übrtreibt) widersprechen,
welche Muslime mit großen Sünden als ewige Bewohner der Hölle
verurteilen.

Die Möglichkeit, Allah zu sehen

Wir glauben daran, dass Allah den Paradiesbewohnern ermöglichen


wird ihn in Jannah sehen zu dürfen.

Der Erhabene sagt:

Sura 75:22–23 (al-Qiyama)


An jenem Tag wird es strahlende Gesichter geben, die zu ihrem
Herrn schauen.

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Uns haben auch zahlreiche andere Überlieferungen (Bukhary etc.)
von Allahs Gesandten ( ‫ ) ا   و‬erreicht, dass die Gläubigen
ihren Herrn am Tage der Auferstehung so (klar und deutlich) sehen
werden wie sie nachts den Vollmond sehen, ohne das sie durch das
Sehen Schaden erleiden. Wir vergleichen unseren Herrn mit nichts
von Seiner Schöpfung (also auch nicht mit dem Vollmond), denn die
Anähnelung hier ist nichts weiter als die Verdeutlichung mit einem
bekannten Beispiel. Wer also dieses Sehen und den Glauben daran
leugnet, gibt dadurch seine Zustimmung, dass ihm diese Wohltat am
Tage der Vermehrung (der Taten) verwehrt wird. Und gleichzeitig
sagt der Gepriesenen über sich:

Sura 6:103 (al- An‘am)


Die Blicke erfassen Ihn nicht, Er aber erfasst die Blicke.

Wir bestätigen vom Sehen Allahs nur das, was Allah bestätigt hat,
und was Sein Prophet Muhammad ( ‫ ) ا   و‬von der
Fähigkeit der Gläubigen Allah zu sehen bestätigt hat. Das Sehen und
die Fähigkeit dazu schließen kein „Begreifen“ ein. Die Tatsache, dass
wir wissen das die Paradiesbewohner Allah sehen werden können,
bedeutet nicht, dass wir dies im Dieseits vorstellen oder begreifen
können. Deshalb sollten wir das authentische Wissen, welches wir
haben so akzeptieren wie es uns überliefert wurde.

Glauben an das Schicksal

Das Verständnis des Schicksals

Wir glauben an das Schicksal, Schicksalsgebung, Vorbestimmung,


an das gute (Ergebnis) und das schlechte (Ergebnis) davon. Und das
Allah Seine Schöpfung erschuf, und für sie ihre Schicksale und
Zeiten (Lebzeiten) bestimmte. Er wusste, was sie tun werden, schon
bevor Er sie erschaffen hatte, so wusste Er, was gewesen war und
was sein würde, wenn es passiert wäre. Er zeigte ihnen die zwei
Wege (den guten und den schlechten) und befahl ihnen den
Gehorsam Ihm gegenüber und verbat ihnen die Sündhaftigkeit Ihm
gegenüber, so läuft alles entsprechend Seiner Vorbestimmung,
Schicksalsschreibung, Entscheidung und Seinem Willen. Sein Wille
ist es, der durchgesetzt wird, nicht der Wille der Diener, außer was

29
Allah will (erlaubt). So wird das, was Er für sie will, zur Wirklichkeit,
und was er nicht will, wird es nicht. Er leitet recht und errettet und
erlöst durch Seine Gnade wen Er will. Auch lässt Er irregehen und
verkümmern und verlässt aufgrund Seiner Gerechtigkeit wen Er will.
Jeder Seiner Diener schwankt entsprechend Seinem Willen zwischen
Seiner Gnade und Seiner Gerechtigkeit. Es gibt niemanden, der
Seine Bestimmung verhindern kann, niemanden, der Seinen Befehl
bewertet und niemanden, der über Seinem Befehl steht. Er ist
erbarmend, gütig und gnädig. Das Gute und das Schlechte ist jeweils
den Dienern vorbestimmt und Allah belastet Seine Diener nicht mit
mehr, als sie (er)tragen können. Wa laa Haula (und keine Macht) wa
laa Quwwata (und keine Stärke) illa billah (außer mit Allah). Also gibt
es auch keinen Trick und keine Möglichkeit, dass irgendjemand von
einer Sünde ablässt ohne die Unterstützung Allahs. Und niemand hat
die Macht, in den Gehorsam Allahs zu treten und darauf zu beharren,
außer mit dem Taufiq10 Allahs. Und so wie die, durch gewisse
Ursachen hervorgerufenen Geschehnisse zu Allahs abgeschlossener
Vorbestimmung gehören, so sind auch ihre Ursachen von Allahs
abgeschlossener Vorbestimmung.
Der Glaube an das Schicksal hat zwei Stufen und jede Stufe setzt
sich aus zwei Teilen zusammen.

Sura 10:61 (Yunus)


Und deinem Herrn bleibt nichts verborgen, weder das Gewicht eines
Staubkorns auf Erden noch im Himmel, noch etwas Kleineres als
dies, noch etwas Größeres, ohne dass dies in einer deutlichen Schrift
festgeschrieben ist.

Und der Erhabene sagt:

Sura 25:2 (al-Furqan)


…und Er erschuf alles und bestimmte es sehr genau vor.

Und Er sagt:

Sura 33:38 (al-Ahzab)


…und Allahs Befehl ist ein festgelegter Beschluss.

10
Erlaubnis, Ermöglichung, Erfolgsverleihung, Befähigung

30
Von ’Ubadah bin asSaamit wird überliefert, dass er sagte: „Oh mein
Sohn, Du wirst die Wahrheit des Glaubens sicherlich nicht finden, bis
Dir klar ist, dass Dich nur das befallen kann, was für Dich bestimmt
war, und Dich niemals befallen kann, was nicht für Dich bestimmt
war. Ich hörte den Gesandten Allahs ( ‫ ) ا   و‬sagen:
„Wahrlich das erste, das Allah erschuf, war der Stift, so sagte Er zu
ihm: ‚Schreibe!’. Er sagte: ‚Was soll ich schreiben, oh Herr?’. Er
sagte: ‚Schreibe die Schicksale von allem (und jedem) bis zur Stunde
(der Abrechnung).“ Oh mein Sohn, wahrlich hörte ich den Gesandten
Allahs sagen: „Wer (mit dem Glauben) an etwas anderem stirbt, der
gehört nicht zu mir“.
(Überliefert von Ahmad, Abu Dawud, Wortlaut von Abu Dawud)

Es sagt der Erhabene:

Sura 22:70 (al-Hagg)


Weißt du etwa nicht, dass Allah alles kennt, was im Himmel und auf
Erden ist? Gewiss, dies ist in einer Schrift. Gewiss, dies ist für Allah
leicht!

Der Gepriesene und Erhabene sagt:

Sura 7:54 (al-A`raf)


Ja! Ihm alleine gehören die Schöpfung und der Befehl.

Sura 37:96 (as-Saffat)


Und Allah erschuf euch und das, was ihr tut.

Sura 81:28–29 (at-Takwir)


Für denjenigen von euch, der den geraden Weg gehen will. Und ihr
könnt nur wollen, wenn Allah will, Der Herr der Welten.

31
Neue Identität

Somit lernte ich den Islam von grundauf mit seinen Fundamenten
kennen jedoch fühlte ich mich von meiner Identität her als Christ, da
ich aus einem christlichen Elternhaus kam. Somit wollte ich meine
ursprüngliche Religion tiefgründiger kennenlernen, um zu sehen
inwieweit der Monotheismus im Christentum vorhanden ist. Deshalb
habe ich mich während ich zum Islam aufgerufen wurde mit der Bibel
beschäftigt und habe meinen Religionslehrer aufgesucht. Ich habe
ihn über seine Ansicht über den Islam und fundamentalen Glaubens-
grundsätzen des Christentums befragt. Ich werde in diesem
Gespräch den Moment nicht vergessen, als ich ihn über das Paradies
befragt habe und er deutliche Zweifel über die Existenz des
Paradieses und des Lebens nach dem Tod hatte, obwohl er bibel-
treuer Christ war. So sah ich, das praktizierende Christen große
Fehler in ihrer Aqida hatten. Ich fragte ihn weitere Fragen über das
Christentum mit vollstem Interesse, da er ein Theologe war, welcher
das Christentum studiert hatte. Anstatt auf meine Fragen einzugehen,
lenkte er vom Thema ab indem er schlecht über den Islam redete. Er
brachte nur verbreitete Vorurteile vor und so merkte ich, dass er gar
kein Wissen über den Islam hatte.

Auf dem Schulhof hatte ich eine andere Begebenheit mit einem
Lehrer. Mit ihm habe ich über die Dreifaltigkeit geredet. Ich hatte ihn
gefragt wie es sein kann, dass der Erhabene, der Schöpfer, der
Allmächtige und Gewaltige nach ihrem Verständnis in Form eines
schwachen Geschöpfes auf die Erde niederkam um sich erniedrigen
zu lassen, für Geschöpfe die Er erschaffen hat. Wobei Er es doch ist
dem alles gehört und Er die Kontrolle über alles hat! Da Er allmächtig
und erhaben über seine Schöpfung ist, kann Er sie doch jederzeit
ändern. Er braucht nur zu sagen: Sei! ; und es ist. Daraufhin wurde er
aggressiv und abfällig. Er meinte ich würde dieses Thema nicht
verstehen können. Dabei war er es doch der diese Angelegenheit
nicht nachvollziehen konnte. Ich musste erkennen, dass der Tauhid
(Monotheismus) im Christentum in seiner reinen Form vollkommen
zerstört wurde.

Ich besuchte wie sooft diesen frommen Muslim und schilderte ihm
diese Problematik. Daraufhin erklärte er mir das die Bibel durch die

32
Hände der Menschen verfälscht wurde.

Sura 3:78 (Al-i-Imran)


Und Wahrlich, eine Guppe von ihnen verdreht mit seinen Zungen die
Schrift, damit ihr es für zur Schrift gehörig haltet, während es nicht
zur Schrift gehört. Und sie sagen, Es ist von Allah. Während es nicht
von Allah ist. Und sie sprechen damit wissentlich eine Lüge gegen
Allah aus.

Ich möchte das der Leser im folgenden Text nachvollzieht, wie ich
einsehen musste, dass die Bibel verfälscht wurde. Denn das, was
vom perfekten Schöpfer kommt, kann keine Fehler haben.

Im Alten Testament sind einige Fehler:

1. II Samuel 24:1: "Und der Zorn des HERRN entbrannte


abermals gegen Israel, und er reizte David gegen das Volk und
sprach: Geh hin, zähle Israel und Juda!"
Das erste Buch der Chronik 21:1: "Und der SATAN stellte sich
gegen Israel und reizte David, dass er Israel zählen ließe."

War es nun Gott oder der Satan???

2. In II Samuel 6:23 steht geschrieben, dass Michal, die Tochter


von Saul, keine Kinder hatte: "Michal blieb ihr Leben lang
kinderlos."
In II Samuel 21:8 steht sie habe Söhne gehabt.
Der Name Michal wurde in II Samuel 21:8 in der King James
Version beibehalten, jedoch in der "New American Standard
Bible" 1973 in Merab umgeändert.

Im Neuen Testament sind ebenso Fehler zu finden:

1. Johannes 5:37: "Ihr habt niemals seine Stimme gehört noch


seine Gestalt gesehen."
Johannes 14:9: "Wer mich (Jesus) sieht, der sieht den Vater!"
Wenn aber gemeint ist: "Wer mich sieht, der wird im Paradies
Gott sehen dürfen," dann ist dieser Vers unproblematisch.

2. Johannes 5:31: "Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein

33
Zeugnis nicht wahr."
Johannes 8:14: "Jesus antwortete und sprach zu ihnen:
Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr."

3. Deuteronomium 6:4: "Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der
HERR allein."

Warum hat er dann nicht gesagt, dass er, Jesus, Gott ist?
Ich möchte euch jetzt erklären, das Jesus der Sohn der Maria
(Frieden auf Ihnen) nur ein Diener und Gesandter war genau wie alle
anderen Gesandten von Nuh bis Muhammad (Frieden auf allen).

Allah, der Erhabene, sagt.

Sura 19:88-90 (Maryam)


Und sie sagen, Der Allerbarmer hat sich Kinder genommen, Ihr habt
ja eine abscheuliche Sache begangen. Beinahe brechen davon die
Himmel auseinander, und beinahe spaltet sich die Erde, und beinahe
stürzen die Berge in Trümmern zusammen.

Somit wurde für mich klar, dass die Bibel zwar im Ursprung von Allah,
dem Erhabenen, stammt, jedoch mit der Zeit verändert wurde.
Ich habe mich nun immer vor der Arbeit und nach der Arbeit, als der
Bruder mich nach Hause fuhr, mit ihm über den Islam unterhalten. Er
schenkte mir auch einen Quran in der ungefähren deutschen Über-
setzung, wodurch ich dem Islam immer näher kam.

Er gab mir einmal auf der Fahrt nach Hause einen Ratschlag. Er
sagte: Wenn du jetzt nach Hause gehst und an einen Gott glaubst,
dann werfe dich vor ihm nieder und bitte ihn um Rechtleitung. Denn
wer die Wahrheit sucht der wird von Allah, dem Erhabenen, (so er
will) rechtgeleitet.

Als ich dann nach Hause kam, habe ich meine Sachen zur Seite ge-
legt und mich niedergeworfen. Ich habe Allah, den Erhabenen, um
die Rechtleitung angefleht.

Mein muslimischer Freund hat mir angeboten mit ihm zur Moschee
zu kommen. Erst habe ich mich gescheut, da ich dachte das die

34
Menschen mich dort seltsam angucken und über mich reden werden.
Doch er sagte: „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, ich will dir
nur zeigen wie Muslime sich für das Gebet waschen und beten.“

Ich fühlte mich in der Moschee sehr wohl. Und die Art und Weise wie
die Muslime demütig Allah, dem Erhabenen, anbeteten fand ich
faszinierend.

Er hat viel über den Propheten Muhammad ( ‫ ) ا   و‬erzählt.
Ich merkte schnell das es in der Geschichte keinen zweiten Mann
gab wie Muhammad ( ‫) ا   و‬. Er war ein perfektes Vorbild
und umfasste jede Lebenssituation als Prophet, Staatsmann,
Händler, Vater, Ehemann, Feldherr, Friedensvermittler und vieles
mehr.

Ich möchte euch diese wundervolle Person kurz etwas näher bringen.

Muhammad ( ‫)  ا
 و‬

Der Prophet Muhammad ( ‫ ) ا   و‬konnte weder lesen noch
schreiben. Wie kann man behaupten das ein Mensch, der nicht lesen
und schreiben kann, ein so schönes und einzigartiges Buch
verfassen kann? Muhammad ( ‫ ) ا   و‬lebte vierzig Jahre bei
seinem Stamm, den Quraisch. Man kannte und schätzte ihn als einen
überaus ehrlichen und stillen Menschen.

Niemand aus seinem Stamm hörte so künstlerisch elegante Worte


aus dem Munde Muhammads ( ‫ ) ا   و‬bis zu seinem
Prophetentum.
Die Quraisch waren verblüfft, als Muhammad ( ‫ ) ا   و‬die
Offenbarungen Gottes drei Jahre nach der ersten Offenbarung
verkündete. Denn Gott hatte nach drei Jahren der Geheimhaltung der
göttlichen Lehre befohlen: "Gib bekannt, was dir befohlen wird, und
wende dich ab von den Heiden, die dem Einen Gott andere Götter
beigesellen."

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Sura 15:94 (al- Higr)
So Verkünde denn laut, was dir befohlen wird, und wende dich von
den Götzendienern ab.

Mir wurde ein Video im Internet empfohlen, es heißt „Dies ist die
Wahrheit“. Darin wurden Quranverse erläutert, welche vor ca. 1400
Jahren offenbart wurden. Diese wurden erst in der heutigen Zeit von
der Wissenschaft bestätigt. Wie hätte der Prophet ( ‫) ا   و‬
dieses damals wissen können?
Der Leser sollte sich über die folgenden faszinierenden Wunder
selbst ein Bild machen.

Der Qur'an verblüfft durch seine Kenntnis über Wissenschaften, die


der damaligen Zeit nicht bekannt waren.
Abgesehen davon, dass der Prophet Muhammed ( ‫) ا   و‬
weder lesen noch schreiben konnte - was einige böswillige Nicht-
muslime als eine listige Strategie des Propheten sehen - müsste er
ein unentdeckter, genialer Wissenschaftler gewesen sein, der seiner
Zeit tausend Jahre und noch mehr voraus war.

Der Qur'an spricht beispielsweise von der Expansion des Universums

Sura 51:47 (ad-Dariyat)


Und den Himmel haben wir mit (Unserer) Kraft erbaut; und Wir sind
es, die ihn weiten."

Muhammed ( ‫) ا   و‬, ein Mensch, ein Bewohner einer
Wüstenstadt im 6./7. Jahrhundert, kann das nicht gewusst haben, er
hatte keine technischen Möglichkeiten, kein Teleskop oder der-
gleichen.

Der Qur'an spricht von zwei Meeren, die ineinander strömen, aber
deren Wassermassen sich nicht vermischen.

Sure 55:19-20 (ar-Rahman)


Er hat den beiden Meeren, die einander begegnen, freien Lauf
gelassen. Zwischen ihnen steht eine Scheidewand, so dass sie nicht
ineinander übergreifen."

Erst Jacques Cousteau, der berühmte Meeresforscher, hat dies in

36
unserem Jahrhundert festgestellt. Der Prophet ( ‫ ) ا   و‬war
kein Meeresforscher, er war nie auf einem Schiff, er hatte kein
Laboratorium.

Der Qur'an erzählt unmissverständlich von der Entwicklung des


Embryos, der Embryogenese, und den drei Hüllen, die das Embryo
schützen:

Sura 39:6 (az-Zumar)


Er erschafft euch in den Schößen eurer Mütter, Schöpfung nach
Schöpfung, in drei Finsternissen. Das ist Allah, euer Herr, Sein ist
das Reich."

Diese drei "Finsternisse" sind von außen nach innen


a) die mütterliche Bauchwand,
b) die Gebärmutter,
c) die Eihäute.

Der Prophet war kein Embryologe, kein Mediziner, kein Gynäkologe.


Dies sind nur drei kleine Beispiele des qur'anischen Wunders. Diese
Beispiele zeigen, dass der Segensreiche Qur'an nicht das Werk
eines Menschen sein kann. Er ist göttlich, unnachahmlich, durch
Gottes unendliche Gnade dem Propheten (g ‫ و‬g  ‫ ا‬g) in den
Mund gelegt. Er ist das Wort des Herrn der Welten.

Diese göttliche Herausforderung gilt noch heute bis zum Jüngsten


Tag. Arabische Philologen können die einzigartige Sprache des
Qur'an weder als Prosa noch als Lyrik einordnen. Als einzige
Sprache kennt das Arabische somit drei Textgattungen:
Prosa, Lyrik und Qur'an al-Karim (Der Edele).

Worte, Stil und Inhalt sind unnachahmlich, übermenschlich.

37
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Wie sooft wurde ich von der Arbeit nach Hause gefahren. Der Bruder
erzählte mir von einem weiteren Deutschen, sein Name war
Abdullah, gebürtig Daniel Schneider, welcher aber schon den Islam
angenommen hatte. Dieser kam aus der gleichen Stadt wie wir und
studierte zurzeit in Ägypten Arabisch. Subhanallah (Gepriesen sei
Allah) so wie es Allah, der Erhabene, wollte fuhren wir wie üblich
nach der Arbeit nach Hause. Als wir an einem Platz vorbei fuhren,
glaubte er das er Abdullah gesehen hatte, aber er war sich nicht
sicher, da er dachte das Abdullah in Ägypten ist. Wir wendeten und
fuhren zurück um nachzuschauen. Und er hat sich nicht getäuscht.
Wir sahen Abdullah und Hussayn Al-Malla. Wir sind ausgestiegen,
und haben uns begrüßt. Sie haben sich kurz unterhalten und dann
auch schon wieder verabschiedet. Als Abdullah sich von mir
verabschiedete, hielt er meine Hand und sagte zu mir: „Wenn du den
Islam annimmst, dies wird dir Kraft geben!“

Mein muslimischer Freund vereinbarte, dass wir uns alle bei ihm
treffen. Er hatte ein schönes Essen vorbereitet und er war wie immer
sehr gastfreundlich. Hussayn welcher unter ihnen am meisten
islamisches Wissen hatte pries Allah und lobte ihn und forderte mich
zum Islam auf. Ich habe ihm zugehört und ich wusste das er die
Wahrheit sprach. Ich wusste jetzt schon seit einiger Zeit das der
Islam die Wahrheit ist, jedoch hielt mich wie schon zuvor etwas (der
Satan) davon ab den Islam anzunehmen.

In einem authentischen Hadith wird berichtet:

Der Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬zog auf dem Boden einen
geraden Strich mit Abzweigungen. Der gerade Strich ist der gerade
Weg des Islam und die Abzweige die Wege des Satans, welcher
versucht einen ins Höllenfeuer zu bringen.

Anschließend sprach Hussayn zu mir Worte die mich schwer zum


Nachdenken brachten: „Du hast jetzt erkannt das der Islam die
Wahrheit ist. Überleg mal, du gehst heute Nacht nach Hause und

38
irgendetwas stößt dir zu das du dann als Ungläubiger stirbst. Und das
dann dein Platz im Höllenfeuer ist, ewig.“

Hussayn und Abdullah mussten sich auf den Weg zur Arbeit machen.
Ich blieb noch eine Weile und war vertieft in die Worte die Hussayn
zu mir sprach.

Ich war nun an diesem Abend entschlossen den Islam anzunehmen.


Und sagte zu meinem muslimischen Freund dass ich jetzt das
Glaubensbekenntnis (das ist die erste Pflicht um Muslim zu werden)
sprechen wollte. Er freute sich und sagte dass ich mich erst reinigen
soll (Ganzkörperwaschung) um das Glaubensbekenntnis sprechen zu
können. Ich hab bei ihm geduscht und sprach danach das Glaubens-
bekenntnis:

Ich bezeuge das es keinen anbetungswürdigen Gott gibt der mit


Recht und Wahrheit angebetet werden darf außer Allah

und ich bezeuge das Muhammad (Frieden und Segen auf ihm)
Allahs Diener und Gesandter ist.

Und ich bezeuge das Jesus, Sohn der Maria (Frieden sei auf
ihm), ebenfalls Allahs Diener und Gesandter ist.

Und dass das Paradies und das Höllenfeuer in Wahrheit


erschaffen wurden.

Als ich an diesem Abend nach Hause kam erzählte ich meiner
Freundin, dass ich den Islam angenommen hatte. Sie hat sehr
seltsam reagiert und beschimpfte mich, ob ich verrückt geworden sei.
Wir haben uns dann darüber gestritten, es legte sich aber nach
kurzer Zeit wieder.
Ich forderte sie auf den Islam anzunehmen und nahm sie zukünftig
mit zu der Frau meines muslimischen Bruders. Sie nahm schon kurze
Zeit danach den Islam an.

Ich weiß noch genau, als ich nachmittags mit ihr bei ihnen war, erhielt
ich von ihr einen Zettel das sie mit mir im Nebenraum reden möchte.
Dort erhielt ich die frohe Botschaft, dass sie auch den Islam
angenommen hatte, worüber ich mich sehr freute. Ich bin zurück ins

39
Zimmer zu ihm und schilderte ihm diese Sache. Wir waren beide der
Ansicht, das sie und ich heute noch heiraten sollten, damit unsere
Beziehung islamisch gesehen helal (erlaubt) ist.

Sura 2:221 (al-Baqara)


Und heiratet Götzendienerinnen nicht, bevor sie glauben. Und eine
gläubige Sklavin ist fürwahr besser als eine Götzendienerin, auch
wenn diese euch gefallen sollte. Und verheiratet nicht (gläubige
Frauen) mit Götzendienern, bevor sie glauben. Und ein gläubiger
Sklave ist fürwahr besser als ein Götzendiener, auch wenn dieser
euch gefallen sollte. Jene laden zum (Höllen)feuer ein. Allah aber lädt
zum (Paradies)garten und zur Vergebung ein, mit Seiner Erlaubnis,
und macht den Menschen Seine Zeichen klar, auf daß sie bedenken
mögen.

Sura 9:71 (at-Tauba)


Die gläubigen Männer und Frauen sind einer des anderen
Beschützer. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche,
verrichten das Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Allah
und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird.
Gewiß, Allah ist Allmächtig und Allweise.

Wir beide (er und ich) fuhren dann zu einer Moschee um den Imam
dort zu fragen, ob er uns trauen kann. Der Imam sagte:“ Damit ich
euch trauen kann, müsst ihr zuvor schon standesamtlich getraut sein
und uns die Papiere vom Standesamt vorzeigen.“

Da man für eine islamische Trauung keine Papiere braucht und das
was er sagte somit vollkommen unislamisch ist, sind wir in eine
andere Moschee gefahren. Der Imam dort sagte das die Trauung
kein Problem sei und wir lediglich zwei Zeugen bennötigen. Wir
fuhren zurück zu ihm nach Hause. Ich schilderte meiner Freundin das
wir noch heute Nacht heiraten können wenn sie damit einverstanden
ist. Ich einigte mich mit ihr über die Brautgabe, welche im Islam der
Frau ausgehändigt werden muss. In der Moschee ließ ich mich dann
vor dem Imam und den anwesenden Zeugen mit ihr trauen.

Sura 2:187 (al-Baqara)


…sie sind euch ein Kleid, und ihr seid ihnen ein Kleid.

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Die Überlieferungen der Worte des Propheten ( ‫) ا   و‬
sprechen über die Frauen mit Lob und Respekt. Einst sagte er : "Die
Welt und alle Dinge in ihr sind kostbar, und die kostbarste Sache auf
dieser Welt ist eine tugendhafte Frau."
(Ahmad und Muslim)

Mein muslimischer Bruder erklärte mir nun genauer was im Islam


Glaube bedeutet. Wie man das versteht und praktiziert. Ich fasse für
euch kurz die wichtigsten Punkte zusammen. Bitte lest entsprech-
ende Fachlektüre ausfürlich oder lasst euch, so wie ich, von einem
vertrauenswürdigen Muslim die richtige Aqida beibringen!

Der Iman (Glaube)

Definition des Imans

Iman ist die Überzeugung im Inneren, die Erklärung mit der Zunge
und die Tat mit dem Körper.
Die Überzeugung im Inneren, also die des Herzens, bedeutet dessen
Aussage und Handlung. Die Aussage des Herzens ist dessen (also
der Überzeugung) Kenntnis oder dessen Tat und Bestätigung. Zu
den Taten des Herzens gehören die Zufriedenheit (mit dem Glau-
ben), die Unterwerfung (im Islam), die Liebe (für die Religion), die
Folgsamkeit (gegenüber Allah), das demütige Wohlgefallen (der
Befehle Allahs) usw. Die Aussage ist also im Herzen und auf der
Zunge. Die Tat erfolgt im Herzen und mit dem Körper. Die Bestä-
tigung (also der Glaube) erfolgt im Herzen, auf der Zunge und mit
dem Körper.

Abu Said al-Hudri hat gesagt: „Ich hörte den Gesandten Allahs
( ‫ ) ا   و‬sagen, Wer von euch etwas zu Verabscheuendes
sieht, der soll es mit seiner Hand verändern, und wenn er dies nich
vermag, so soll er es mit seiner Zunge verändern, und wenn er selbst
das nicht vermag, dann mit seinem Herzen, und dies ist das Mindeste
an Iman (Glaube)“
(Überliefert bei Muslim)

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Die Teilbereiche und das Steigen und Sinken

Der Glaube steigt mit dem Gehorsam und sinkt mit dem Unge-
horsam. Er hat Teilbereiche. Seine höchste Stufe ist laa ilaaha illa
Allah (es gibt keinen Gott außer Allah) und die geringste ist, eine
schädliche Sache vom Weg zu beseitigen. Der Glaube hat viele
Haltegriffe, von denen die festesten die Liebe für Allah und der Hass
für Allah sind, so auch die Freundschaft für Allah und die Feindschaft
für Allah.

Die Grundlage des Imans

Zu den Teilbereichen gehört auch die Grundlage des Glaubens.


Wenn diese verschwindet, so verschwindet der Glaube (komplett)
und wird nichtig. Wie etwa Teilbereiche des Tauhids – laa ilaaha illa
Allah – oder das ablassen des Gebets und sonstiges, wo der einzige
Gesetzgeber (Allah) die Beendigung und Nichtigmachung der
Grundlage des Glaubens bei Zuwiderhandlung erklärt hat.

Die Verpflichtungen des Imans

Dazu gehören die Verpflichtungen des Glaubens, bei deren Nach-


lässigkeit der befohlene Glaube sinkt, so wie die Liebe für Allah, der
Hass für Allah. Die Muslime sind verpflichtet sündhafte Dinge wie z.B.
Unzucht, Alkoholkonsum oder Diebstahl zu unterlassen und andere
Muslime davon abzuhalten. Wer doch sündigt begeht dadurch nicht
kufr und verliert auch nicht die Grundlage des Glaubens. Allerdings
sinkt dadurch der Iman, sodass man nicht mehr jener Gläubige bleibt,
dem das uneingeschränkte Versprechen (auf Belohnung) und Schutz
vor der angedrohten Bestrafung zusteht.

Da ich jetzt im Herzen wusste was Iman ist und es mit meiner Zunge
bezeugte, musste ich es nun mit meinen Taten bestätigen. Im Islam
gibt es 5 Säulen die jeder Muslim erfüllen muss.

42
Die 5 Säulen

Von Umar, der gesagt hat:


„Eines Tages, während wir bei Allahs Gesandten ( ‫) ا   و‬
saßen, erschien ein Mann vor uns, mit sehr weißen Gewändern und
sehr schwarzem Haar. An ihm war keine Spur der Reise zu sehen,
und von uns kannte ihn keiner. Schließlich setzte er sich zum
Propheten ( ‫) ا   و‬, lehnte seine Knie gegen dessen Knie,
legte seine Handflächen auf dessen Oberschenkel und sagte: „O
Muhammad, unterrichte mich über Islam“. Da sagte Allahs Gesandter
( ‫) ا   و‬: „Islam ist , dass du bezeugst es gibt keinen Gott
außer Allah, und das Muhammad sein Gesandter ist, dass du das
Gebet verrichtest, die Armensteuer gibst, im Ramadan fastest und
zum Hause (Kabba in Makka) pilgerst, wenn du dazu imstande bist.“
Er sagte: „Du hast recht gesprochen.“, und wir waren erstaunt
darüber, dass er ihn befragte und ihm (dann) Recht gab. Er sagte:
„Nun unterrichte mich über Iman (Glaube).“ Muhammad sagte: „Das
ist, dass du an Allah glaubst, an seine Engel, an seine Bücher, an
seine Gesandten und an den jüngsten Tag und das du an die
Bestimmung glaubst. In ihrem Guten und in ihren Bösen.“ Er sagte:
„Du hast recht gesprochen, nun berichte mir über Ihsan.“ Der Prophet
antwortete: „Das ist, dass du Allah dienst als ob du ihn sehen
würdest, und wenn du ihn auch nicht siehst, so sieht er dich doch.“ Er
sagte: „Nun berichte mir über die Stunde.“ Muhammad sagte:
„Darüber weiß der Befragte nicht mehr als der Fragende.“ Er sagte:
„Dann berichte mir über ihre Anzeichen.“ Allahs Gesandter
erwiederte, dass die Magd ihre Herrin zur Welt bringt und das du
siehst, dass die barfüßigen, nackten, mittelossen Schafhirten
anmaßend im bauen sind. Danach entfernte er sich, und ich verweilte
für eine Zeit. Dann sagte er: „O Umar, weißt du wer der Fragende
war?“ Ich sagte Allah und sein Gesandter wissen es am besten. Er
sagte: „Es war Jibril, der zu euch gekommen ist, euch eure Religion
zu lehren.“
(Überliefert bei Muslim)

43
Die Schahada

Das Glaubensbekenntnis „Aschhadu an la Ilaha Illa Allah, wa


Aschhadu ana Muhammadan Abduhu wa Rasulu Allah“ muss mit
Überzeugung gesagt werden, wenn man zum Islam konvertiert.
Dieser Ausspruch bedeutet „Es gibt keinen wahren anbetungs-
würdigen Gott außer Gott (Allah), und Muhammad ist Sein
Diener und Gesandter (Prophet) Gottes.”
Der erste Teil „Es gibt keinen wahren Gott außer Gott” bedeutet, dass
niemand das Recht besitzt, angebetet zu werden, außer Allah allein
und dass Allah weder einen Partner noch einen Sohn hat. Das
Glaubensbekenntnis heißt Schahada. Das Glaubensbekenntnis ist
die wichtigste Säule des Islam. In dem Moment, wo ein Mensch den
Islam als Religion annimmt und die Schahada ausspricht, geht er
eine Art Vertrag mit Allah ein. Hierin verspricht Allah dem nun
gläubigen Diener in der Zukunft Sein ewigwährendes Paradies,
sofern der neue Muslim (d.h. Gottergebene) den islamischen
Grundpflichten nachkommt sowie den Koran und die Sunnah
(Lebensweise des Propheten) als Basis all seines Denkens und
Handelns macht. Als Gegenleistung „verkauft“ der Gläubige seine
bisherige Existenz, die nicht den Regeln des Allmächtigen folgte und
setzt von nun an seine Bemühungen für ein gottgefälliges Leben ein.

Die Pflicht der 5 täglichen Gebete

Der Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬hat gesagt:


„Bleibt auf der Richtung (auf dem geraden Weg). Ihr könnt (die
Belohnung dafür) nicht zählen. Wisst, die beste Tat ist das Gebet. Die
Reinheit (Wudu) kann nur der Mu`min einhalten.“
(Muwatta, Tahara 36/1,34; Ibn Madscha, Tahara 4/277)

Von Madan b. Abi Talha:


Ich begegenete Schawban, dem freigelassenen Sklaven des
Gesandten Allahs ( ‫ ) ا   و‬und sagte zu ihm: „Nenne mir
eine Tat, die mich ins Paradies bringt, wenn ich sie begehe“ oder
„Sag mir, was die am meisten geliebte Tat bei Allah ist.“ Er schwieg.
Danach fragte ich nochmals, er schwieg wieder. Danach fragte ich

44
ein drittes mal. Er antwortete: „Ich fragte dasselbe den Gesandten
Allahs ( ‫ ) ا   و‬und er ( ‫ ) ا   و‬antwortete: >Du
musst viel Sadschda zu Allah machen. Wann immer du eine
Sadschda machst, erhöht Allah (IJKLM ‫ و‬OPKQRS) deine Stufe um eine
Stufe und tilgt deswegen einen Fehler von dir.<“
Danach ging ich zu Abu Darda (ra) und fragte ihn das selbe, er gab
mir die selbe Antwort wie Schawban (ra).
(Muslim, Salat 1/535; Tirmizi, Salat 2/230; Nasai, Tatbiq 2/228)

Von Dschabir b. Abdullah (ra) berichtet, der Gesandte Allahs


( ‫ ) ا   و‬hat gesagt: „Zwischen dem Glauben und dem
Unglauben (Iman und Kufr) liegt das Unterlassen des Gebets.“
(Tirmizi: 2618, Kitabu's-Salat: 887 und Ibni Abi Schayba, Iman: 44;
Sahih)

Yazid b. Maryam (ra) sagte: Als Umar (ra) an Muaz ibn Dschabal (ra)
vorbei ging fragte er (ra) ihn (ra): „Ya Muaz, was ist dies, was diese
Umma auf den Füßen hält?“ Muaz antwortete: „Es gibt drei Dinge, die
diese Umma auf den Füßen halten. Und diese drei Dinge sind der
Grund für die Rettung:
1. Ihlas (Tawhid). Und dies ist der Islam, (auf dem Allah
(ijklm ‫ و‬nkop) den Menschen erschaffen hat.)
2. Das Gebet; das Gebet ist die Nation.
3. Gehorsam. Und dies ist der Grund der vor Fehlern schützt.
(Tabari Tafsiri: 21/40, Usulu's-Sunna: 1530)

Die Pflicht der Zakat

Alle Dinge gehören Allah und der Reichtum ist den Menschen nur
anvertraut. Die eigentliche Bedeutung des Wortes Zakat (Armen-
steuer) ist „Reinigung“ und „Wachstum“. Zakat geben bedeutet, einen
bestimmten prozentualen Anteil von Besitztümern an bedürftige
Menschen zu spenden. Dieser Prozentsatz von 2,5% wird fällig auf
Gold, Silber und Bargeld, das den Betrag von 85 Gramm Gold
entspricht und sich für ein Mondjahr im Besitz befindet. Unser Besitz
wird dadurch gereinigt, dass wir einen Anteil davon Bedürftigen
geben, so wie das Beschneiden der Pflanzen neues Wachstum
ausgleicht und fördert. Man darf natürlich soviel freiwillige Almosen
geben, wie man möchte. Durch diese Art Vermögenssteuer wird der

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eigene Besitz „gereinigt“. Allah sagt uns sinngemäß im Koran, dass
Er uns hierfür Belohnung im Diesseits und im Jenseits gewährt. Alle
Muslime können über Erlebnisse berichten, wie fast unverzüglich die
gespendeten Gelder mehrfach zurückkommen. Es ist Allahs Ver-
sprechen, dass man durch diese Art von Spende nicht ärmer, sonder
in jeder Hinsicht reicher wird.

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Der Gesandte


Allahs, ( ‫) ا   و‬, sagte: »Wem Allah von den Reichtümern
gibt und dieser den Zakah-Anteil davon nicht entrichtet, dem wird
sein Reichtum am Tage der Auferstehung in Form einer hochgiftigen
Riesenschlange mit zwei schwarzen Hörnchen erscheinen. Diese
wird ihn am Tage der Auferstehung umschlingen, seinen Unterkiefer
anpacken und zu ihm sprechen: »Ich bin dein Reichtum, ich bin dein
Schatz!« Der Prophet rezitierte anschließend folgenden Qur'an - Vers

Sura 3:180 (al-i-Imran)


Und diejenigen, die mit dem geizen, was Allah ihnen von Seiner Huld
gewährt hat, sollen ja nicht meinen, das sei so besser für sie. Nein
Vielmehr ist es schlecht für sie. Mit dem, womit sie gegeizt haben,
werden sie am Tag der Auferstehung umschlungen werden. Und
Allah gehört das Erbe der Himmel und der Erde, und Allah ist dessen,
was ihr tut Kundig.

Auch kann man Almosen durch gute Taten bekommen, der Beweis
dafür wir in folgenden beiden Hadithen gezeigt.

Abu Darr r berichtet, dass einige Leute von den Gefährten, zum
Propheten ( ‫) ا   و‬, sagten:
„O Gesandter Allahs, die Wohlhabenden nehmen zu Unrecht (den
Lohn). Sie beten, wie wir beten und fasten, wie wir fasten, und sie
geben Almosen von Überschüssen ihrer Besitztümer.“ Er sagte: „Hat
Allah für euch nicht bereits festgesetzt, was ihr an Almosen gebt,
Jede TASBIAH (Subanallah - Hochgelobt sei Allah) ist ein Almosen,
jede TAKBIRA (Allahu Akbar - Allah ist am Größten) ist ein Almosen,
jede TAHMIDA (Alhamdulillah - Preis sei Allah) ist ein Almosen, jede
TAHLIL (la ilah ill Allah - es gibt keinen anbetungswürdigen außer
Allah) ist ein Almosen, der Aufruf zum Guten ist ein Almosen, und
das Untersagen des Bösen ist ein Almosen, und das Beiwohnen
(Geschlechtsverkehr mit der Gattin) eines jeden von euch ist ein

46
Almosen.“ Sie sagten: „O Gesandter Allas, einer von uns stillt seine
Begierde und darin ist für ihn ein Lohn.“ Er sagte: „Meint ihr (nicht),
dass, wenn er sich darin auf verbotene Weise befreite, auf ihm Sünde
wäre. Und ebenso, wenn er sich davon auf erlaubte Weise befreit,
gebührt ihm Lohn.“
(Dies berichtete Muslim)

Von Abu Huraira, der gesagt hat: Allahs Gesandter ( ‫) ا   و‬
hat gesagt. „Ein Almosen (obliegt) jedem Glied des Menschen, jeden
Tag, an dem die Sonne aufgeht. Zwischen Zweien Gerechtigkeit
herstellen, ist ein Almosen, einem Mann mit seinem Reittier helfen,
ihn hinauf zu heben, oder sein Gepäck darauf zu heben, ist ein
Almosen. Das gute Wort ist ein Almosen, und jeder Schritt, den du
zum Gebet gehst, ist ein Almosen, und ein Hindernis aus dem Weg
zu räumen ist ein Almosen.“
(Berichtet Buhari und Muslim)

Die Pflicht im Monat Ramadan zu fasten

Allah der erhabene sagt in seinem edlen Buch:

Sura 2:183 (al-Baqara)


Oh die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es
denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf das ihr gottesfürchtig
werden möget.

Das Fasten während des Ramadan, dem neunten Monat im islami-


schen Kalender, ist allen Muslimen vorgeschrieben, die gesund sind
und das Reifestadium erreicht haben, sofern sie nicht von der Ein-
haltung des Fastens durch verschiedene Umstände abgehalten wer-
den. Das Fasten im Ramadan beginnt vor Anbruch der Morgen-
dämmerung und dauert bis nach Sonnenuntergang. Während dieser
Zeit enthält sich der Muslim des Essens, Trinkens von Wasser oder
anderen Getränken, des Geschlechtsverkehrs mit seinem Ehepartner
und anderer Dinge.

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der


Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬sagte: „Allah sagte: »Jede (gute)

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Tat, die der Sohn Adams begeht, ist für ihn selbst (vorteilhaft). Nur
das Fasten begeht er Meinetwegen und die Belohnung dafür wird
nach Meinem Ermessen gemacht.« Das Fasten ist (für den
Menschen) ein Schutz so soll der Mensch während seines
Fastentages weder Schändlichkeit noch trubelhaftes Treiben
begehen und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert oder
beschimpft, soll er ihm sagen: „Ich bin ein fastender Mensch". Ich
schwöre bei Dem, in Dessen Hand das Leben des Muhammad ist,
daß der Geruch aus dem Mund eines Fastenden bei Allah besser ist
als der von Moschus. Dem Fastenden stehen zwei Freuden bevor:
Wenn er sein Fasten bricht, ist er voller Freude und wenn er seinem
Herrn (am Tage des Jüngsten Gerichts) begegnet, freut er sich über
das von ihm geleistete Fasten!"

Die Pflicht zur Hadsch

Die jährliche Pilgerfahrt (Hadsch) ist einmal im Leben eines Muslim


Pflicht für die, die körperlich und finanziell in der Lage dazu sind.

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Der Prophet,


( ‫ ) ا   و‬wurde gefragt: »Welche Tat ist die beste?« Er
antwortete: »Der Glaube an Allah und Seinen Gesandten!« Er wurde
ferner gefragt: »Welche dann danach?« Er antwortete: »Der
Dschihad auf dem Weg Allahs« Er wurde ferner gefragt: »Welche
dann danach?« Er antwortete: »Die gut nach Vorschrift ausgeführte
Hadsch.«“

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Nun beschäftigte ich mich mit dem Hören von Unterrichten und mit
dem Lesen von islamischen Büchern, welche mich faszinierten. Sehr
wichtig war auch für mich den Quran zu studieren um zu Wissen wie
ich die Zufriedenheit meines Schöpfers erlangen kann. Ich versuchte
immer mehr nach der Lebensweise des Propheten ( ‫) ا   و‬
zu leben.

Sura 33:21 (al-Ahzab)


Ihr habt ja im Gesandten Allahs ein schönes Vorbild, (und zwar) für
einen jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und Allahs viel
gedenkt.

Ich ging weiterhin zur Schule, doch dort stieß ich auf viele Probleme.
Denn die Leute dort verstanden nicht das ich den Islam angenommen
hatte und haben nur leeres Gerede geführt.

Sura 43:83 (az-Zuhruf)


So lasse sie schweifende Gespräche führen und ihr Spiel treiben, bis
sie ihrem Tag begegnen, der ihnen angedroht ist.

Eines der größten Probleme in der Schule waren die Frauen, welche
mich noch so gesehen haben wie vor dem Islam, obwohl ich auf
islamische Geschlechtertrennung achten sollte.

Sura 24:30 (an-Nur)


Sag zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und
ihre Scham hüten. Das ist lauterer für sie. Gewiß, Allah ist Kundig
dessen, was sie machen.

Ich habe es für mein zukünftiges Leben für besser erachtet, dass ich
die Schule vorzeitig verlasse.
Als meine Schwester davon erfuhr, kam sie zu mir nach Hause und
konfrontierte mich damit. Daraus eskalierte ein Streit, mir wurde
vorgeworfen, dass ich ohne die Schule keine Perspektiven habe und
keine Versorgung für die Zukunft hätte.

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Sura 13:26 (ar-Ra`d)
Allah gewährt die Versorgung großzügig, wem Er will, und bemißt
auch. Und sie sind froh über das diesseitige Leben; aber das
diesseitige Leben (zählt) im Jenseits nur als (vergänglicher)
Nießbrauch.

Von nun an verbrachte ich viel Zeit mit meinen islamischen Brüdern,
lernte den Islam näher kennen und brachte ihn meiner Frau bei.
Sie hörte zu, verstand und nahm vieles an. Schließlich fing sie an ihre
Scham zu bedecken, wie sich das für eine muslimische Frau gehört.

Sura 24:31 (an-Nur)


Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und
ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was
(sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher auf den
Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen
zeigen, außer ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer
Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren
Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern,
ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen
Gefolgsleuten, die keinen (Geschlechts)trieb (mehr) haben, den
Kindern, die auf die Blöße der Frauen (noch) nicht aufmerksam
geworden sind. Und sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen,
damit (nicht) bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verborgen
tragen. Wendet euch alle reumütig Allah zu, ihr Gläubigen, auf daß
es euch wohl ergehen möge!

Ich war sehr froh darüber, dass sie das alles so akzeptierte. Sie hatte
mich öfter darum gebeten ihre Eltern am Wochenende besuchen zu
dürfen. Ich erlaubte ihr das natürlich, da ich mir nichts Schlimmes
dabei dachte.
Ich traf kurz darauf einen ehemaligen Klassenkameraden. Er kannte
mich und meine Frau aus früheren Zeiten. Er erzählte mir, dass er
meine Frau angeblich am Wochenende in der Disko gesehen hatte.
Ich war sichtlich überrascht über seine Aussage, konnte es nicht
glauben und ging sofort nach Hause um Klarheit zu schaffen.

Sura 49:6 (al-Hugurat)


O die ihr glaubt, wenn ein Frevler (offenkundiger Sünder) zu euch mit
einer Kunde kommt, dann schafft Klarheit, damit ihr (nicht einige)

50
Leute in Unwissenheit (mit einer Anschuldigung) trefft und dann über
das, was ihr getan habt, Reue empfinden werdet.

Als ich Zuhause ankam habe ich sie sofort darauf angesprochen. Erst
leugnete sie alles, doch im Nachhinein hat sie alles zugegeben.
Sie erklärte mir dann, dass sie den Islam nicht aus Überzeugung
angenommen hatte, sondern nur aus Liebe zu mir. Sie sagte das sie
das, was sie gehört hat nie selbst gefühlt hat, da sie nie an Gott
geglaubt hat.

Sura 2:6-10 (al- Baqara)


Gleich ist es in Bezug auf diejenigen, die ungläubig sind, ob du sie
warnst oder nicht warnst; sie glauben nicht. Allah hat ihre Herzen und
ihr Gehör versiegelt, über ihrem Augenlicht befindet sich eine Hülle.
Für sie wird es gewaltige Strafe geben. Unter den Menschen gibt es
manche, die sagen: „Wir glauben an Allah und an den Jüngsten Tag",
doch sind sie nicht gläubig. Sie möchten Allah und diejenigen, die
glauben, betrügen. Aber sie betrügen nur sich selbst, ohne zu
merken. In ihren Herzen ist Krankheit, und da hat Allah ihnen die
Krankheit noch gemehrt. Für sie wird es schmerzhafte Strafe dafür
geben, dass sie zu lügen pflegten.

Erst habe ich dennoch versucht sie zum Islam zu rufen. Doch ihr
Herz war versiegelt und sie wollte einfach nicht glauben. Diese Sache
machte mich anfangs traurig, doch war meine Liebe zu Allah, dem
Erhabenen, und seinem Gesandten ( ‫ ) ا   و‬stärker.
Daraufhin schied ich mich von ihr.

Von nun an wollte ich mich stärker meiner Religion widmen und
suchte mehr den Kontakt zu meinen Brüdern im Islam. Ich fragte
Abdullah ob ich nicht bei ihm wohnen könne, da dies besser für mich
und meine Religion wäre.

51
M
Meeiin
nWWeeg
g zzu
umm JJiih
haad
d
Niya (Absicht)

Ich verbrachte viel Zeit mit Abdullah, da wir nun zusammen wohnten.
Hussayn kam uns oft besuchen und wir redeten über die Probleme
und das Leid in der Islamischen Ummah (Nation). Nach einer kurzen
Zeit verlies Hussayn das Land, er hat sich von mir verabschiedet
aber ich wusste nicht wohin er gegangen war. Wir verfolgten die
Geschehnisse in den Regionen des Jihad und sahen uns Filme, an
wie Mujahidin (Gotteskrieger) gegen die Kreuzzügler kämpften. Uns
entsetzten vor allem die Nachrichten von den Gefängnissen und wie
diese Kreuzzgügler mit unseren Brüdern umgehen, wie sie sie foltern
und unterdrücken. Auch die Tatsache, dass diese Ungläubigen
unschuldige Frauen in Gefängnisse stecken, sie Tag für Tag
vergewaltigen und das manche von ihnen danach Kinder in ihren
Bäuchen tragen müssen und das diese edlen Schwestern wie Dreck
behandelt werden, schürten den Zorn auf die Kuffar in mir. Ich kann
nicht nachvollziehen wie die meisten Muslime in der Welt diese
schlimmen Schandtaten einfach ignorieren und sich lieber mit
anderen Dingen beschäftigen obwohl Allah, der Erhabene, sagt:

Sura 4:75 (an-Nisa)


Was ist mit euch, dass ihr nicht auf Allahs Weg, und (zwar) für die
Unterdrückten unter den Männern, Frauen und Kindern kämpft, die
sagen: „Unser Herr, bringe uns aus dieser Stadt heraus, deren
Bewohner ungerecht sind, und schaffe uns von Dir aus einen
Schutzherrn, und schaffe uns von Dir aus einen Helfer."

Auch der Prophet Muhammad ( ‫ ) ا   و‬berichtet uns in


einem Hadith:

Von An-Numan Ibnu Baschier: “Die Gläubigen sind in ihrer


Barmherzigkeit, Zuneigung und ihrem Mitleid zueinander wie ein
Körper, wenn ein Teil davon leidet reagiert der ganze Körper mit
Schlaflosigkeit und Fieber.“

Die Schlaflosigkeit und das Fieber ist in diesem Hadith ein Indiz

52
dafür, dass der Körper, welches für die Ummah steht versucht sich
gegen sein Leiden zu wehren. Jedoch versucht die Ummah heutzu-
tage diesen Teil der Ummah welcher leidet einfach nur abzustoßen.

Ich wusste somit schnell das ich was unternehmen muss gegen diese
Kreuzzügler die unsere Brüder und Schwestern schändigen. Auch
sollte jeder Muslim sich dafür einsetzen das nach Allahs Gesetzen
gelebt wird und das wir wieder einen islamischen Staat aufbauen
müssen. Doch sind anscheinend die meisten damit zufrieden das sie
in einem Land des Kufrs (Unglaubens) leben.
Meine persönlichen Islamstudien gingen jetzt intensiv um das Thema
Jihad. Vor allem beindruckten mich die Belohnungen, die einen
Mujahid erwarten, die man in zahlreichen Ayats des Quran und
Überlieferungen des Gesandten Allahs ( ‫ ) ا   و‬findet:

Was sagt Allah (IJKLM ‫ و‬OPKQRS) im Quran

Sura 4:95 (an-Nisa)


Nicht gleich sind diejenigen unter den Gläubigen, die sitzen bleiben -
außer denjenigen, die eine Schädigung haben -, den sich auf Allahs
Weg mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person abmühenden. Allah
hat den sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person Abmühenden
einen Vorzug gegeben vor denen, die sitzen bleiben. Aber allen hat
Allah das Beste versprochen. Doch hat Allah die sich Abmühenden
vor denen, die sitzen bleiben, mit großartigem Lohn bevorzugt.

Und

Sura 61:10-12 (as-Saff)


O die ihr glaubt, soll ich euch auf einen Handel hinweisen, der euch
vor schmerzhafter Strafe rettet. Ihr sollt an Allah und seinen
Gesandten glauben und euch auf Allahs Weg mit eurem Besitz und
mit eurer eigenen Person abmühen, das ist besser für euch, wenn ihr
nur wisst. Dann wird Er euch eure Sünden Vergeben und euch
eingehen lassen in Gärten, durcheilt von Bächen, und in
angenehmen Wohnungen in den Gärten Edens. Das ist der
großartige Erfolg.

53
Was finden wir in der Sunnah

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Ein Mann kam
zum Gesandten Allahs ( ‫ ) ا   و‬und sagte: »Nenne mir eine
Tat, die dem Dschihad gleich ist!« Der Prophet sagte: »Eine solche
finde ich nicht!« Der Prophet fuhr dann fort: »Kannst du es verkraften,
wenn der Kämpfer (Mudjhahid) für den Kampf aufbricht, daß du in die
Moschee gehst und dort betest und nicht aufhörst und aber auch
fastest, ohne dein Fasten zu brechen?« Der Mann sagte: »Und wer
kann so etwas tun?« ...

Abu Said Al-Chudryy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Es


wurde folgende Frage gestellt: »O Gesandter Allahs, wer ist unter
allen Menschen der beste?« Der Gesandte Allahs, ( ‫) ا   و‬
sagte: »Ein Gläubiger, der unter dem Einsatz seines Lebens und
Vermögens auf dem Weg Allahs den Dschihad unternimmt.« Die
Leute sagten: »Wer dann außer diesem!« Der Prophet sagte: »Ein
Gläubiger, der sich irgendwo in einer unbewohnten Gegend zwischen
den Bergen aufhält, Allah fürchtet und die Menschen von seinen
Schlechtigkeiten verschont!«

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Der Prophet,


( ‫ ) ا   و‬sagte: »Wer an Allah und Seinen Gesandten glaubt,
das Gebet verrichtet und im Ramadan fastet, der hat gegenüber Allah
ein Recht darauf, daß Er ihn ins Paradies eintreten läßt, gleichwohl,
ob er auf dem Weg Allahs den Dschihad unternahm oder in seinem
Land daheimsaß, wo er geboren wurde.« Die Leute sagten: »O
Gesandter Allahs! Sollen wir nicht den Menschen diese frohe
Botschaft verkündigen?« Darauf fuhr der Prophet fort: »Wahrlich, es
gibt im Paradies einhundert Rangstufen, die Allah für diejenigen
vorbereitete, die auf dem Weg Allahs den Dschihad unternahmen,
und zwischen der einen Stufe und der anderen ist eine Entfernung,
wie zwischen Himmel und Erde. Wenn ihr also Allah darum bittet, so
bittet um den Al-Firdaus, denn dieser liegt mitten im Paradies oder
auf der höchsten Ebene des Paradieses ... und darüber befindet sich
der Thron des Allerbarmers, und dort entspringen die Flüsse des
Paradieses.«

Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der
Prophet ( ‫ ) ا   و‬sagte: „Wahrlich, ein Aufbruch am frühen

54
Morgen oder am Tagesende auf dem Wege Allahs ist besser als die
ganze Welt und das, was auf ihr ist."

Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der
Prophet ( ‫ ) ا   و‬sagte: „Kein Mensch, der bei Allah etwas
Gutes zu erwarten hat, und auf das er sich freut, würde nach seinem
Tod wünschen, daß er zur Welt zurückkehrte, auch dann, wenn ihm
die ganze Welt und was auf ihr an Wert ist, gegeben würde.
Ausgenommen davon ist der Märtyrer (Shahid), der auf Grund der
Vorzüglichkeit des Martyriums (Schahada), sich freuen würde, wenn
er zur Welt zurückkehrte und nochmal (für Allah) umkäme."

'Abdu-r-Rahman Ibn Dschabr berichtete, daß der Gesandte Allahs


( ‫) ا   و‬, sagte: „Niemals werden die Füße eines Dieners
Allahs, die auf dem Weg Allahs staubig wurden, vom Höllenfeuer
berührt."

Abu Sa'id Al-Chudryy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß er


den Propheten ( ‫ ) ا   و‬folgendes sagen hörte: „Wer einen
Tag fastet, während er sich auf dem Weg Allahs befindet, dessen
Angesicht hält Allah vom Höllenfeuer mit einem Abstand fern, der in
siebzig Jahren zurückgelegt wird.

Ein Muslim der auf dem Wege Allahs Kämpft, sogar nur für die Dauer
in der eine Kamelstute gemolken wird, für ihn wird das Paradies zur
Pflicht.

Das Gebet ist das Fundament der Religion und der Jihad der Gipfel
des Islam.

Der Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬sagte: „Es gibt keinen der auf
dem Wege Allahs verletzt wird, der nicht am Tage des Gerichts
erscheinen wird, so wie er einst Verletzt wurde. Ihre Farbe ist die
Farbe des Blutes und ihr Duft ist der Duft von Moschuss.

Der Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬sagte: „Bis zu 100 Stufen
höher setzt Allah die Mujahidin als andere und zwischen jeder Stufe
ist ein Unterschied wie zwischen Himmel und Erde.

Der Entschluss war für mich nun klar, dass ich auf dem Wege Allahs

55
ausziehen muss um denn Jihad gegen die Feinde Allahs zu
unternehmen und um als Märtyrer für die Sache Allahs zu sterben,
nämlich dafür, dass das Wort Allahs am höchsten steht.
Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Ein Mann kam
zum Propheten, ( ‫ ) ا   و‬und sagte: »Es gibt Leute, die für
die Beute, andere für den Ruf, während andere mit der Absicht
kämpfen, um sich Ansehen zu verschaffen. Welcher Kampf ist dann
auf dem Weg Allahs?« Der Prophet ( ‫ ) ا   و‬sagte: »Wer mit
der Absicht kämpft, dass Allahs Wort das Höchste wird, der kämpft
auf dem Weg Allahs!« "

Dawa zum Jihad

Der Hass gegenüber den Kuffar wuchs in mir. Ich lernte wie wichtig
al-Walaa wa-l-Baraa im Islam ist.

Al-Walaa wa-l-Baraa sind einer der wichtigsten Fundamente des


Islam und bilden die zwei Hauptvoraussetzungen für den wahren
Glauben.

Al-Walaa ist das Zeichen für wahre Liebe zu Allah, Seinen Propheten
( ‫ ) ا   و‬und Seinen Gläubigen; al-Baraa auf der anderen
Seite ist der Ausdruck für Feindschaft und Hass gegenüber der
Unwahrheit und seinen Anhängern. Beides sind Beweise für Iman.

Die Grundlage der gesamten Botschaft, ist die Bestätigung des


Tauhids. Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammad ist Sein
Gesandter. Ibn al-Qayim sagt, dass das Wort des Tauhid der Grund
ist, für: die Waage der Gerechtigkeit wird darauf aufgebaut, die Taten
werden verzeichnet, der Tag von Paradies und Hölle ist genannt, die
Schöpfung wird unter Gläubigen und Ungläubigen, Frommen und
Sündern aufgeteilt, die Religion des Islams wird etabliert und die
Schwerter sind für den Jihad gezogen. Das Wort des Tauhids ist
Allahs Recht auf Seine gesamte Schöpfung.

Die Wirklichkeit dieser Welt besteht aus dem Wissen darüber, was
der Prophet ( ‫ ) ا   و‬uns überliefert hat, der Glaube des

56
Herzens, Überzeugung der Zunge, Gehorsam mit Liebe und
Unterwerfung, die äußere und innere Praxis, die Anwendung und
andere Menschen nach seinen Möglichkeiten dazu aufrufen. Seine
Perfektion ist die Liebe für Allahs Sache und der Hass für Allahs
Sache, Seine Sache unterstützen und dass Allah allein der Eine Gott
und Herr ist. Der Weg den Tauhid zu erreichen, ist das vollständige
Folgen im Inneren und Äußeren des Propheten ( ‫ ) ا   و‬und
das Herz davon abhalten, jemandem anderen zu folgen außer Allah
und Seinem Gesandten.

Dieses große Wort (Tauhid), mit all seinen Bedeutungen und


Voraussetzungen ist bei den Menschen bis auf wenigen nicht
vorhanden. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist die Lehre von
al-Walaa wa`l-Baraa. Obwohl dieses entscheidende Prinzip des
Glaubens aus dem Leben der Menschen verschwunden ist, ändert es
nichts in seiner Wirklichkeit. Die Lehre des al-Walaa wa`l-Baraa ist
das wahre Abbild der Praxis dieses Glaubens. Es hat eine enorme
Bedeutung im Bewusstsein der Muslime, genauso wie die Größe und
Bedeutung des Glaubens. Daher wird Tauhid niemals auf der Erde
erreicht werden, solange wir nicht die Lehre des al-Walaa wa`l-Baraa
auf der Erde anwenden. Einige glauben, dass das Prinzip des
Glaubens eine sekundäre Angelegenheit ist, doch ist es genau das
Gegenteil.

Es ist eine Angelegenheit des Glaubens und Unglaubens, wie Allah


sagt:

Sura 9:23-24 (at-Tawba)


O die ihr glaubt, nehmt nicht eure Väter und eure Brüder zu
Schutzherren, wenn sie den Unglauben mehr lieben als den Glauben!
Wer von euch sie zu Vertrauten nimmt, das sind die Ungerechten.
Sag: Wenn eure Väter , eure Söhne, eure Gattinnen und eure
Sippenmitglieder, Besitz, den ihr erworben habt, Handel, dessen
Niedergang ihr fürchtet, und Wohnungen, an denen ihr Gefallen
findet, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das
Abmühen auf Seinem Weg, dann wartet ab, bis Allah mit Seiner
Anordnung kommt! Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.

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Allah (ijklm ‫ و‬nkop) sagt:

Sura 5:51 (al-Maida)


O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu
Schutzherren! Sie sind einer des anderen Schutzherren. Und wer von
euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiss, Allah
leitet das ungerechte Volk nicht recht.

Wahrer Tauhid besteht aus der Einheit der Herrschaft und der Einheit
der Anbetung. Es ist Teil der Lehre von Walaa und Baraa.

Möge Allah barmherzig zu Sheikh Muhammad Ibn Abdul Wahab sein,


der gesagt hat:

„Der Islam kann von jemandem nicht angenommen werden - selbst


wenn er den Polytheismus ablehnt - solange er nicht Feindschaft
gegenüber den Ungläubigen und den Poytheisten zeigt.“

Allah (ijklm ‫ و‬nkop) sagt im Quran:

Sura 58:22 (al-Mujadilah)


Du findest keine Leute, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben
und denjenigen Zuneigung zeigen, die Allah und Seinem Gesandten
zuwiderhandeln, auch wenn diese ihre Väter wären oder ihre Söhne
oder ihre Brüder oder ihre Sippenmitglieder.

Shaykh Abū Mus’ab Az-Zarqāwī, möge Allah mit ihm barmherzig


sein, sagte bezüglich al Walaa wa l-Baraa in einem Video mit dem
Titel „Und die Religion wird ganz für Allah sein“:

„Wahrlich, wir kämpfen damit Allahs Wort das Höchste ist und die
Religion gänzlich Allahs ist.

Sura 8:39 (al-Anfāl)


Und kämpft gegen sie, bis es keine Fitnah (Shirk) mehr gibt und die
Religion (Gottesdienst) gänzlich Allahs ist (auf der ganzen Welt).

So ist jeder, der sich diesem Ziel widersetzt, oder im Weg zu diesem
Ziel steht, ein Feind von uns, und ein Ziel unserer Schwerter, egal
wie er heißt oder welcher Abstammung er ist.

58
Wahrlich, wir haben einen Lebensweg (Religion), den Allah als eine
Waage und einen Richter herab gesandt hat. Seine Aussage ist
entscheidend, und sein Urteil ist kein Witz.

Dies ist das Verhältnis, das wir mit dem Menschen haben. Somit ist
unser Maßstab – und alles Lob gebührt Allah – göttlich (von Allah),
und unsere Urteile sind vom Qur´an, und unsere Entscheidungen
basieren auf den Gesetzen des Propheten, Allahs Segen und Frieden
auf ihm. Der amerikanische Muslim ist unser Bruder, geliebt, und der
arabische Abtrünnige ist unser Feind, verachtet – selbst wenn er und
wir derselben Gebärmutter entstammen.“

Ich fing an mich intensiver mit dem Jihad zu beschäftigen und las
gezielt Bücher über diesen wunderbaren Gottesdienst.

Der Unterschied zwischen Fard Kifaya und Fard Ain

Es gibt trotz eindeutiger Beweise immer noch Muslime, die aus


verschiedenen Gründen meinen, dass Jihad keine Pflicht ist. Sie
vermischen Scheinargumente mit Aussagen sogenannter Shujukh
(Plural von Sheikh) um Muslime, die ihrer Pflicht zum Jihad bewusst
sind, abzuhalten. Letztendlich ist es doch in den meisten Fällen die
eigene Nafs dieser „Muslime“, andere Muslime vom Jihad
abzuhalten. Sie suchen verzweifelt nach Ausreden gegen den Jihad,
obwohl sie genau wissen das der Jihad der Gipfel des Islam ist. Sie
wissen es, können aber ihrer Nafs nicht widerstehen. Sie reden sich
ein, dass sie im Diesseits besser dran sind „Daheim sitzen zu
bleiben“ statt hinaus zu ziehen um sich für Allah abzumühen. Zu
diesen Irregängern kann ich nur sagen, sie selbst müssen sich am
Tag der Abrechnung vor Allah rechtfertigen. Was sagen dann diese
Leute? Was ist ihre Entschuldigung und vor allem was ist ihre
Entschuldigung dafür, dass sie andere vom Jihad abgehalten haben?

Der Jihad gegen die Kuffar ist in unserer Zeit Fard Ayn, also eine
persönliche Pflicht für jeden einzenen Muslim, so wie das Gebet, die
Zakat oder das Fasten im Monat Ramadan. Somit ist jeder Muslim,
der seiner Verantwortung, auf Allahs Weg auszuziehen und zu
kämpfen, nicht nachkommt, ein Fasiq, ein offenkundiger Sünder, der
seine Pflicht Allah gegenüber nicht erfüllt. Diese Fasiqun müssen mit

59
schmerzhafter Strafe von Allah rechnen, denn Er, der Erhabene sagt
in Seinem edlen Buch:

Sura 9:39 (at-Tawba)


Wenn ihr nicht ausrückt, wird Er euch mit schmerzhafter Strafe
strafen und euch durch ein anderes Volk ersetzen, und ihr (könnt)
Ihm keinerlei Schaden zufügen. Allah hat zu allem die Macht.

Im folgenden habe ich kurze Auszüge aus dem Buch „Die


Verteidigung der muslimischen Länder“ von Sheikh Abdullah Azzam,
möge Allah mit ihm barmherzig sein, angeführt. Der interessierte
Leser kann sich dieses Buch als pdf im Internet herunterladen um
sich tiefgreifender mit diesem wichtigen Thema auseinander zu
setzen.

Möge Allah es allen Geschwistern auf der ganzen Welt ermöglichen


Jihad auf Seinem Weg zu machen. Amin.

"Die erste Pflicht nach dem Imaan ist die Vertreibung des feindlichen
Angreifers, der die Religion und weltlichen Angelegenheiten angreift"
(Ibn Taymiyyah)

Offensiver Jihaad
(Hierbei wird der Feind in seinem eigenen Territorium angegriffen).

Hierbei versammeln sich nicht die Kuffar um die Muslime zu


bekämpfen. Das Kämpfen wird Fard Kifaya, mit einer Mindest-
anforderung von ernannten Gläubigen, um die Grenzen zu vertei-
digen, und dem Aussenden einer Armee mindestens einmal im Jahr,
um die Feinde Allahs zu terrorisieren. Es ist für den Imam eine
Pflicht, ein oder zwei Mal jedes Jahr eine Armeeeinheit zusammen-
zustellen und in das Kriegsgebiet zu schicken. Darüber hinaus ist es
die Verantwortung der Muslimischen Bevölkerung ihn zu unterstützen
und wenn er keine Armee schickt ist er sündhaft. Und die Ulama
haben erwähnt, dass diese Art des Jihad dem Zweck dient, die
Bezahlung der Jizya zu erhalten. Die Gelehrten der Prinzipien des
Din haben ebenfalls gesagt: „Jihad ist Da’wah mit Kraft, und es ist
verpflichtend diesen mit allen verfügbaren Mitteln zu vollziehen, bis
nur noch Muslime oder Leute übrig bleiben, die sich dem Islam
ergeben.“

60
Defensiver Jihaad

Dieser besteht im Vertreiben der Kuffaar von unserem Land, und ist
Fard Ayn, eine zwingende Pflicht für alle. Sie ist die wichtigste der
zwingenden Pflichten und besteht in den folgenden Umständen:

A) Wenn die Kuffar ein Land der Muslime betreten


B) Wenn sich die Reihen im Kampf treffen und sie beginnen sich
zu nähern
C) Wenn der Imam eine Person oder ein Volk dazu aufruft,
auszumarschieren, so müssen sie marschieren
D) Wenn die Kuffar eine Gruppe von Muslimen fangen und
einsperren

A) Die erste Bedingung: Wenn die Kuffar ein Land der Muslime
betreten.

In diesem Fall sind sich die rechtschaffenen Vorfahren, diejenigen die


ihnen folgten, die Ulama der vier Madhhabs (Maliki, Hanafi, Schafi’ie
und Hanbali), die Muhaddithin und die Tafsir Kommentatoren aller
Islamischen Generationen einig, dass der Jihad unter diesen
Umständen für die Muslime des Landes, das die Kuffar angegriffen
haben, und für die nahe gelegenen Muslime, Fard Ayn wird. Hierbei
werden die Kinder ohne die Erlaubnis ihrer Eltern ausmarschieren,
die Frau ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes und der Schuldner
ohne die Erlaubnis des Gläubigers. Und wenn die Muslime dieses
Landes die Kuffaar auf Grund von Mangel an Kraft nicht vertreiben
können, oder träge sind oder einfach nicht handeln, dann weitet sich
die Fard Ayn Pflicht kreisförmig vom Nächsten zum Nächsten aus.
Wenn sie ebenfalls nachlässig sind, oder wiederum ein Mangel an
Personen besteht, dann trifft es die Leute hinter ihnen, dann die
Leute hinter ihnen, fort zu marschieren. Dieser Prozess geht weiter,
bis es auf der ganzen Welt Fard Ayn wird.

Jihaad mit dem eigenen Vermögen

Der Jihaad mit dem eigenen Vermögen ist verpflichtend, wenn die
Mujaahidiin dessen bedürfen, Fard für die Frauen und für das Geld
der Kinder, sogar wenn der Jihaad Fard Kifaaya ist, wie entschieden
durch Ibn Taymiyyah. Das ist der Grund, warum es für die Leute

61
verboten ist Ersparnisse in der Zeit des Bedarfs anzusammeln. Ibn
Taymiyyah wurde die Frage gestellt: "Wir haben nur genügend Geld
um entweder die Verhungernden zu speisen oder den Jihaad zu
finanzieren, der sonst leiden würde." Er antwortete: "Wir geben dem
Jihaad die Priorität, sogar wenn die Verhungernden ihr Leben lassen.
Es ist so wie in dem Fall des Menschlichen Schildes, bei dem sie
unbeabsichtigt durch unsere Hände getötet werden, hier sterben sie
durch die Handlung Allahs."

Al-Qurtubi sagte: Die Gelehrten sind sich einig, dass wenn irgendein
Bedürfnis die Muslime trifft, sie nachdem sie die Zakat gezahlt haben
dazu verpflichtet sind, von ihren eigenen Ressourcen auszugeben
und sich damit um die Bedürftigen zu kümmern." Malik sagte: "Es ist
für die Leute verpflichtend, Lösegeld für diejenigen zu bezahlen, die
von ihnen als Geiseln genommen wurden, sogar wenn es ihren
Reichtum erschöpfen würde. Dabei ist man sich ebenso einig." Der
Schutz der Religion hat Vorrang vor dem Schutz des Individuums,
der Schutz des Individuums hat Vorrang vor dem Schutz des
Vermögens. Daher ist das Vermögen der Reichen nicht mehr Wert
als das Blut der Mujaahidiin. Lasst die Reichen des Gesetz Allahs
bezüglich ihres Geldes bewusst werden und es beachten, während
der Jihaad in großem Maße Vermögen benötigt, da sich die Religion
der Muslime und ihre Länder am Rande des Verschwinden befinden.
Die Reichen sind dabei in ihren Neigungen zu ertrinken, doch wenn
sie doch nur für einen Tag von ihren Neigungen Abstand halten
könnten, und ihre Hände vom Geldverschwenden in Trivialem
zurückhalten würden, und es statt dessen an die Mujaahidiin in
Afghanistan richten würden, deren Füße durch das Eis aufreißen und
die vor Kälte sterben. Sie finden weder Essen für ihren Tag noch
Munition, um ihr Blut zu verteidigen. Ich sage, wenn die Reichen das,
was sie an einem Tag verschwenden, an die Afghanischen
Mujaahidiin richteten, dann würde dies - mit der Erlaubnis Allahs -
dabei helfen einen großen Schritt Richtung Sieg zu bewirken. Die
großen Gelehrten, an ihrer Spitze, der geehrte Scheikh Abdul Aziiz
Bin Baaz, haben eine Fatwa ausgegeben, die erklärt, dass die Zakat
an die Afghanischen Mujaahidiin zu richten, von den allerbesten der
Taten ist, und von der besten Art der Spende.

In diesem Zustand befinden wir uns jetzt!

62
Zusammenfassung

1. Der Jihad mit der eigenen Person ist Fard Ayn für jeden Muslim
auf der Erde.

2. Es besteht keinerlei Erlaubnis vom einen für den anderen in


Bezug auf den Jihad und keine Erlaubnis seitens der Eltern für
das Kind.

3. Der Jihad mit dem eigenen Vermögen ist Fard Ayn und es ist
Haram Ersparnisse zu sammeln, während der Jihad das Geld
der Muslime benötigt.

4. Den Jihad zu vernachlässigen ist wie das Fasten und Beten zu


verlassen, mehr als das, den Jihad zu vernachlässigen ist
schlimmer in diesen Tagen. Wir zitieren Ibn Ruschd: "Man ist
sich einig, dass wenn der Jihad Fard Ayn wird, er Vorrang vor
dem Fard des Hajj einnimmt."

Ich bitte alle Geschwister, ob Mann oder Frau, lasst euch nicht von
irgendwelchen Leuten vom Jihad abhalten! Seien es eure Ehe-
partner, Eltern oder die Regierung eures Landes, seid standhaft,
denn Allah ist mit den Standhaften.

Bekämpfen der Kuffar-Regenten in Ländern der Muslime

Es gibt einen Unterschied zwischen dem, der Gesetze erlässt und


dem, der diese Gesetze anwendet. In unserer Zeit werden die
Gesetzgeber als Legislative bezeichnet. Diejenigen, die diese
Gesetze anwenden werden als Exekutive bezeichnet. Die Exekutive
vollstreckt die Gesetze, die die Legislative aufstellt. So wie der
Gesetzgeber außer Allah eine Person sein kann, so kann es auch ein
Lebenssystem, ein Volk, eine Partei, ein Parlament, ein Priester oder
ein Shaykh, der sich in ein Religionskleid eingehüllt hat und andere
Sachen außer diese sein. Im Allgemeinen sagen wir folgendes:
Jemand, der in einer Sache ein Verbot oder eine Erlaubnis
aufstellt, zu einer Sache gut oder schlecht sagt, indem er dabei
Allah widerspricht, oder die Gesetzgebung, welches das
alleinige Recht Allahs ist, für sich beansprucht und so Gesetze
für die Menschen erfindet, die seinen Gelüsten entsprechen, hat

63
sich somit Allah gleichgestellt und ist ein Taghut geworden. Die
Pflicht, die auf einen Muslim fällt, ist es solche Personen zu
leugnen und sie des Unglaubens zu bezichtigen.

Kufr gegen den Taghut

Abdullah ibn Abbas überliefert, dass der Gesandte Allahs


( ‫ ) ا   و‬gesagt hat: „Wer den schlechten und
falschgläubigen (Ahlu Batil) hilft um das Haqq (das Rechte, die
Wahrheit) auszulöschen, von dem ist der Schutz Allahs (ijklm ‫ و‬nkop)
und der Seines Gesandten aufgehoben.“
(Tabari, sahih)

Die erste Verpflichtung die Allah den Kindern Adams auferlegt hat, ist
das wir den Kufr gegen den Taghut begehen und die Verpflichtung
des Imans (Glauben) zu verwirklichen. Der Beweis dafür ist das Wort
des Erhabenen:

Sura 16:36 (an-Nahl)


Und gewiss sandten wir jedem Volk einen Rasul (der befahl), dass ihr
’Ibadah für Allah macht und den Taghut meidet!

Wir sehen das die Gesandten grundlegend zu zwei Dingen aufge-


rufen haben.
- das wir Allah alleinig anbeten
- und das wir uns vom Taghut fernhalten

Wie begeht man den kufr gegen den Taghut? Allah der erhaben sagt:

Sura 2:256 (al-Baqara)


Es gibt keinen Zwang im Din, das Richtige ist klar vom Falschen
unterscheidbar. Wer also dem Taghut Kufr entgegenbringt und an
Allah Iman hat, so hat er den sichersten Halt ergriffen, bei dem es
kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.

Um kufr gegen den Taghut (im Plural Tawaghit) machen zu können,


muss man wissen wer bzw. was ein Taghut ist. In dem Buch „Die
Erklärung des Begriffes Taghut“, welche man als pdf im Internet
herunterladen kann wird sehr gut dargelegt, was ein Taghut ist. Im
folgenden habe ich einige Auszüge aus diesem Buch angeführt:

64
Worte der Salaf über die Bedeutung des Tāghūt :

1. Der Satan
'Umar bin alKhattab (ra) und 'Abdullāh bin 'Abbas (ra) sagten, als sie
den Tāghūt in dem Qur´ān-Vers

Sura 2:256 (al-Baqara)


Wer den Tāghūt verleugnet und an Allāh glaubt, hat gewiss den
sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt.

erläuterten, dass der Begriff Tāghūt "Satan" bedeutet. [Bukhāry]

Ibn Kāthir sagte, nachdem er die Ansichten von 'Umar bin alKhattab
(ra) und Ibn 'Abbas (ra) zitierte:

Diese Ansicht ist eine sehr starke Ansicht. Denn sie erklärt in
schönster Weise die Situation, auf der sich das Volk der Jahiliya
befand. Sie beten die Götzen an (Tāghūt im Gottesdienst), sie lassen
sich von ihnen richten (Tāghūt in der Gesetzgebung und der
Urteilsfindung) und bitten diese Götzen um Hilfe (Tāghūt in der
Freundschaft).

Mujāhid sagte über den Tāghūt: Tāghūt ist der Satan in


Menschengestalt, von dem sie sich richten lassen und seinen
Befehlen gehorchen. [Tafsir Ibn Kāthir]

2. Alles, was außer Allāh angebetet wird


Dies ist die Ansicht von Imām Mālik und den meisten der
Sprachgelehrten.

3. Die Wahrsager
Dies ist die Ansicht von 'Abdullah bin 'Umar (ra) und Dschābir bin
'Abdullāh (ra).

Ibnu Dschuraydsch sagte über den Tāghūt: Tāghūt sind die


Wahrsager. Die Satane steigen zu ihnen herab und flüstern in ihre
Herzen und auf ihre Zungen das ein, was sie sagen sollen.

Ibnu Dschuraydsch sagte: Abu Zubayr benachrichtigte mich über


Dschābir bin Abdullāh (ra): "Dschābir (ra) wurde über die Tāghūt

65
befragt, von welchen sich die Götzendiener richten ließen. Dschabir
(ra) sagte: "Sie hatten einige Tāghūt, von denen sie sich richten
ließen. Einer davon war im Stamm Dschuhayna und der andere im
Stamm Aslam. Diese waren Wahrsager, welche von den Satanen
belehrt wurden."

4. Der Zauberer
Dies ist die Ansicht von Abu Aliya und Sa'id bin Jubayr (ra).

5. Die Götzen
Dies ist die Ansicht von Ikrima, Dahhak und Suddi.

6. Die Dolmetscher der Götzen


'Abdullāh bin 'Abbas (ra) sagte zu dieser Ayat:
Der Dschibt: Dies sind die Götzen. Der Tāghūt: Dies sind die
Wahrsager, die auf die Götzen aufpassen. Sie schwören im Namen
dieser Götzen um die Menschen irre zu leiten.

7. Die jüdischen Gelehrten


Einige Salaf-Gelehrten haben den Tāghūt als jüdische Gelehrte
ausgelegt, vor denen die Juden sich in Streitigkeiten richten ließen.
Diese jüdischen Gelehrten haben bei ihrer Urteilung mit anderem
gerichtet als mit dem, was Allāh (ijklm ‫ و‬nkop) hinabgesandt hat. Ibn
'Abbas (ra) sagte: Tāghūt war jemand unter den Juden und er hieß
Kāb bin Àshraf. Als die Juden in ihren Streitigkeiten aufgefordert
wurden sich durch das Urteil Allāhs und Seines Gesandten richten zu
lassen, da sagten sie: "Wir rufen euch auf, euch von Kāb bin Àshraf
richten zu lassen."

Hierauf wurde der Vers

Sura 4:60 (an-Nisa)


Sie wollen sich vor dem Tāghūt richten lassen, obwohl ihnen
befohlen war ihn zu leugnen.

offenbart.

Dies ist die Ansicht von Dahhak, Mujāhid und Rabi bin Ànas.

66
Worte von anderen Gelehrten über den Taghut

Imām Qurtubi sagte: Tāghūt ist ein Wahrsager, Satan und alle Führer
bezüglich des Irreweges.
[Tafsir al Qurtubi 3/282]

Qurtubi sagte an einer anderen Stelle: Die Bedeutung von


"Verleugnet den Tāghūt" ist: Verlasst die Satane, Wahrsager, Götzen
und alles, das neben Allāh angebetet wird und zur Falschheit ruft.
[Tafsir al Qurtubi 9/10]

Ibn Taymiyya sagte: Jeder Weg, dem man sich bezüglich der
Auflehnung gegen Allāh bindet und der außerhalb der Rechtleitung
und dem wahren Dīn ist und dem Buch und der Sunna widerspricht,
ist ein Tāghūt. Aus diesem Grund wird derjenige, der nicht mit dem
Buch Allāhs sondern mit etwas anderem richtet und von dem man
sich richten lässt als Tāghūt bezeichnet. Aus diesem Grund wurde
auch Fir‘aun (Pharao) als Tāghūt bezeichnet.
[Madschmu'al Fatawa Band 28/200201]

Imām Abdurrahman Abu Batin sagte: Tāghūt ist alles, das neben
Allāh angebetet wird, im Irrweg den Vorhut bilden, die zur Falschheit
rufen und es als schön darstellen. In gleicher Weise sind jene
ebenfallsTāghūt, die mit Gesetzen zwischen den Menschen richten,
die jenen Allāhs und Seines Gesandten widersprechen, die
Wahrsager und Zauberer, die Friedhofswärter, welche die Menschen
mit falschen und lügenhaften Geschichten zur Anbetung der Gräber
aufrufen, sowie seine Diener und seine Beschützer. Der eigentliche
und größte unter diesen Tāghūt ist der Satan. Der Satan ist der
größte Tāghūt. Allāh weiß es am besten.
[AdDuraru sSaniya 2/103]

Imām Muhammad ibn 'Abdul-Wahāb sagte: Es gibt viele Arten von


Tāghūt; doch es gibt 5 wichtige, bzw. führende Tāghūt.

1. Der Satan, der die Menschen dazu aufruft, etwas anderes, außer
Allāh anzubeten.

67
Allāh sagt:

Sura 36:60 (Ya-Sin)


Habe Ich euch, ihr Kinder Ādams, nicht geboten, nicht Satan zu
dienen…

2. Diejenigen, die die Menschen dazu zwingen, mit anderen


Gesetzen als den Gesetzen Allāhs gerichtet zu
werden und grausame Herrscher, die Allāhs Gesetz ändern.

Sura 4:60 (an-Nisa)


Hast du nicht jene gesehen, die behaupteten, an das zu glauben,
was zu dir und was vor dir hinabgesandt worden ist? Sie wollen (nun)
eine rechtswirksame Entscheidung beim Tāghūt suchen, wo ihnen
doch befohlen worden ist, nicht daran zu glauben; und Satan will sie
weit verwirren lassen.

3. Diejenigen, die mit anderen Gesetzen richten als mit den Gesetzen
Allāhs.

Allāh sagt:

Sura 5:44 (al-Maida)


Und wer nicht nach dem richtet, was Allāh herabgesandt hat, das
sind die Ungläubigen.

4. Diejenigen, die vorgeben das Verborgene zu kennen oder zu


wissen.

Sura 72:26 (al-Jinn)


Er ist der Kenner des Verborgenen; Er enthüllt keinem Seine
Kenntnis vom Verborgenen.

5. Diejenigen, an die Gottesdienst verrichtet wird und die daran


Gefallen haben.

68
Allāh sagt:

Sura 21:29 (al-Anbiya)


Und dem, der von ihnen sagen wollte: "Ich bin ein Gott neben Ihm"
würden Wir es mit Gahannam vergelten. Und ebenso vergelten Wir
es den Ungerechten.

Der heutige Tāghūt

Erster Tāghūt: Derjenige, der neben Allāh Gesetze erlässt

Zweiter Tāghūt: Jedes Gesetz, außer den Gesetzen Allāhs

Dritter Tāghūt: Die Nation und der Nationalismus

Vierter Tāghūt: Der Humanismus (Menschlichkeit)

Fünfter Tāghūt: Das Volk

Sechster Tāghūt: Die Mehrheit

Siebter Tāghūt: Die Volksvertretung

Achter Tāghūt: Die Vereinten Nationen

Neunter Tāghūt: Ständiger Internationaler Gerichtshof in Hāg

Zehnter Tāghūt: Götzen, Kreuze, Steine, Kühe, Gräber, Bilder, Tiere


und dergleichen, die angebetet werden

Elfter Tāghūt: Die Demokratie

Zwölfter Tāghūt: Jene, die behaupten das Verborgene (ghayb) zu


kennen

Gelehrte, die Kufr begehen

Wir haben die Überzeugung, dass ein Gelehrter (des Islam) zu einem
Kafir und Murtadd wird, wenn er seine Bay’ah (Treueschwur) einem
gesetzeerlassenden Taghut oder einem Kafir-Regenten gibt und ihm

69
somit seinen Handschlag und seine innige Sympathie verkündet oder
ihn unterstützt und fِördert und seine islamischen Urteile immer so
dreht und wendet, wie der Taghut sie gerade haben will. Was jene
Gelehrte und Mashaa’ikh (namhafte Prediger) betrifft, die Anstel-
lungen in den Kufr-Regierungen übernehmen, so werden sie nach
ihrer jeweiligen Position beurteilt:

Wenn es darin Kufr und Stärkung des Kufrs oder Teilnahme an Kufr-
Gesetzerlassung oder Hilfe und Unterstützung von Mushrikuun (im
Kampf) gegen Muwahhidun gibt, so ist so jemand für uns ein Kafir.
Die Länge seines Bartes, die Grِösse seines Titels, seine Urkunden
und sein Turban sind für uns keine Verhinderungsfaktoren für den
Takfir auf ihn. Und wenn in seiner Tätigkeit nichts davon vorkommt,
so ist sie trotzdem eine Stärkung des Übels und eine Verhüllung der
Wahrheit. Diese Leute gehِören zu den grِößten Ignoranten, die in die
Irre gehen und andere in die Irre führen.

Ich bitte jeden Muslim, dass auch er sich intensiv mit diesem Thema
beschäftigt. Als Hilfe zu diesem Thema habe ich „Die zehn
Negationen des Islam“ von Imam Muhammad ibn Abdul Wahhab
gelesen, denn jeder Muslim muss wissen wie er sich vor den
Faktoren in Acht nimmt, die den Islam annullieren.

Unter den Muslimen gibt es leider Einzelpersonen als auch


irregegangene Gruppen, die den Tauhid nicht verstehen und nicht
begriffen haben, dass der große Shirk (Beigesellung) eine
unverzeihbare Sünde ist, welche die Person die ihn begangen hat
zum Kafir werden lässt. Eine Person die Shirk begeht hat keinen
Tauhid und hat somit auch nicht die Grundvoraussetzung erfüllt um
der islamischen Gemeinschaft angehören zu dürfen. Stirbt diese
Person bevor sie bereut und den Islam erneut annimt, stirbt sie als
Kafir und wird für immer in die Hölle eingehen, denn Shirk ist die
Sünde die Allah ( ‫ )
و‬niemals verzeiht.

Möge Allah uns alle vor dem Shirk bewahren. Amin.

Diese Irregehenden behaupten, dass Unwissenheit bei Shirk eine


Entschuldigung ist und eine Person die den Shirk unwissentlich
begeht somit entschuldigt und immer noch Muslim ist. Im folgendem
möchte ich einen Auszug aus dem Buch „Die Unwissenheit in der

70
Zerstörung des Tauhids ist keine Entschuldigung“ anführen, um dem
Leser einen kurzen Einblick in dieses Thema zu ermöglichen, damit
er versteht, dass es keine Entschuldigung bei großem Shirk gibt und
jede Person die ihn begeht ein Kafir ist.

Du, der du die Rechtleitung suchst! Wisse: Shirk ist der untrennbare
Freund der Unwissenheit, und Tauhid ist der untrennbare Freund des
Wissens.

Allah ( ‫ )


و‬sagt:

Sura 12:40 (Yusuf)


Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen
nicht.

Ibn Kathir sagte zu dem obengenannten Vers: „D.h. Die meisten


Menschen sind aufgrund ihrer Unwissenheit Mushrikin.“ (Tafsir Ibn
Kathir)

In vielen Versen des Quran wird uns mirgeteilt, dass die meisten
Menschen unwissend sind und aus diesem Grund Shirk begehen.
Genauso wie es Allah ( ‫ )
و‬in den folgenden Versen gebietet:

Sura 31:25 (Luqman)


(Alles) Lob gehört Allah! Aber nein! Die meisten von ihnen wissen
nicht.

Sura 44:39 (Ad-Duhan)


Wir haben sie nur in Wahrheit erschaffen. Aber die meisten von ihnen
wissen nicht.

Sura 8:34 (al-Anfal)


Ihre Beschützer sind ja nur die Gottesfürchtigen! Aber die meisten
von ihnen wissen nicht.

In vielen Versen hat Allah ( ‫ )


و‬die Menschen mit den
Eigenschaften Unwissenheit und Ignoranz beschrieben. Genauso wie
Er in vielen Versen erwähnte, dass die meisten Menschen Kuffar sind
und vom rechten Weg abgeirrt sind.

71
Allah ( ‫ )
و‬sagt:

Sura 12:106 (Yusuf)


Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (Ihm andere)
beizugesellen.
Ferner:

Sura 6:116 (al-An’am)


Wenn du den meisten von denen, die auf der Erde sind, gehorchst,
werden sie dich von Allahs Weg ab in die Irre führen. Sie folgen nur
Mutmaßungen, und sie stellen nur Schätzungen an.

Die erwähnten Verse beweisen folgendes: Die meisten Menschen


besitzen die Eigenschaften des Shirk und der Unwissenheit. Können
wir demnach die Worte Allahs:

Sura 4:48 & 116 (an-Nisa)


Allah vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt.

nur auf jene beschränken, die wissentlich und aus Trotz Shirk
begehen? In diesem Fall würde sich der Quranvers nur auf wenige
beschränken. Doch wie allgemein bekannt ist, sind die Beweise des
Quran nicht für die geringe Anzahl der Menschen sondern für die
Mehrzahl offenbart worden.

Nachdem Imam Abu Batin die Worte Ibn Taymiyyahs zitierte, sagte
er: „Jemand der Shirk begeht wird unbedingt zu einem Mushrik. Er
wird zur Reue gerufen. Wenn er keine Reue zeigt, wird er getötet. Ibn
Taymiyyah erklärte in vielen Themen, dass, wenn jemand irgendeine
Art des Shirk begeht ein Mushrik wird und dass die Gelehrten zu
diesem Thema einen Konsens trafen. Als Ibn Taymiyyah das Urteil
des Mushrik gab, machte er keinen Unterschied zwischen dem, der
bewusst Shirk begeht und dem, der dies unbewusst tut.

Allah ( ‫ )


و‬sagt:

Sura 4:48 & 116 (an-Nisa)


Allah vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt.

72
Sura 5:72 (al-Ma’ida)
Wer Allah (etwas) beigesellt, dem verbietet fürwahr Allah das
Paradies, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein.

Wer diesen allgemeingültigen Vers nur auf jene beschränkt, die es


bewusst aus Trotz tun, und jene ausgrenzt, die es aus Unwissenheit
begehen oder es anders auslegen oder andere dabei befolgen, so
hat er einen anderen Weg eingeschlagen als den Weg Allahs und
Seines Gesandten, und hat den Weg der Muslime verlassen. Wenn
die Fiqh-Gelehrten das Urteil bezüglich der Menschen, die Shirk
begehen und zu Murtad werden, erklärten, haben sie es niemals mit
Personen eingegrenzt, die es aus Trotz bewusst taten. Dies ist
offenkundig. Gelobt sei Allah. (Al-Intisaaru li-Hizbillahi l-Muwahhidin)

Für die Zerstörung der Grundlage des Islam zählt die Unwissenheit,
die falsche Auslegung und die blinde Befolgung nicht als
Entschuldigungsgrund. Dies gilt sowohl im islamischen Staat wie
auch in einem Kufr-Staat. Dabei spielt es keine Rolle, ob
Lernmöglichkeiten vorhanden sind oder nicht, oder einem die
eindeutigen Beweise erreichen oder auch nicht. Sei es aufgrund der
Unwissenheit, der falschen Auslegung oder der blinden Befolgung;
wer die Grundlage des Islam nicht kennt und diese zerstört ist kein
Muslim. In dieser Sache herrscht unter den Gelehrten keine
Uneinigkeit. Bevor die Gesandten zu den Menschen geschickt
wurden und bevor die eindeutigen Beweise sie ereichten, waren sie
in einigen Angelegenheiten entschuldigt und in anderen wiederum
nicht.

Die Angelegenheit, in der sie entschuldigt sind:


Sie werden in der Welt und im Jenseits nicht bestraft, bis die
eindeutigen Beweise des Prophetentums sie erreichen. Dies ist das
Resultat der Gnade und Barmherzigkeit Allahs

Die Angelegenheit in der sie nicht Entschuldigt sind:


Wenn sie Shirk begehen oder auf dem Shirk sterben, gelten für sie
die Gesetze, die über die Kuffar angewendet werden. In dieser Sache
sind sie nicht entschuldigt; z.B.: Das Totengebet darf nicht für sie
verrichtet werde, sie dürfen nicht in einem muslimischen Friedhof
begraben werden, man darf für sie nicht bei Allah um Vergebung
bitten, ihr geschlachtetes Fleisch nicht essen und mit ihren Frauen

73
nicht heiraten. Diese Gebote werden an ihnen angewendet, auch
wenn das Prophetentum und die Einladung zum Islam sie nicht
erreicht hat.

Falsche Argumente gegen den Jihad

Wir sehen heute viele von denjenigen, die mit schwächelnden


Einwänden vom Jihad abhalten – beispielsweise das Ende der Hijrah
(Auswanderung) und der „Unterscheidung“11 oder dem Fehlen eines
mächtigen Imams der Muslime – sie sind die Anhänger des Irrgangs
und der Fehlleitung. Sie geben Fatawa (islamische Rechtsurteile)
ohne Wissen und führen andere in die Irre. Sie betrügen die Religion
und unterschlagen ihre Leistung, die sie erbringen sollten, um den
Islam zum Sieg zu führen.
Wir haben die Überzeugung, dass es zu den größten Verpflichtungen
gehört, sie unter allen Umständen zu bekämpfen, zu beseitigen und
zu ersetzen, bis die Religion ganz für Allah ist. Die vorausgesetzte
Auswanderrung dafür ist lediglich die Auswanderung zu Allah mit
dem Tauhid und zu Seinem Gesandten mit dem Gehorsam.
Und die ernsthafte und vollständige Vorbereitung auf Leistungen wie
diese, ist für uns Pflicht und vorrangig unter den notwendigen Hand-
lungen und den verschiedenen Bemühungen (für den Jihad). Die
Rebellion gegen sie (die Kufr-Regenten) und die Anstrengung für ihre
Absetzung ist eine Pflicht. Also ist es jedem, auch einer einzelnen
Person erlaubt, sie zu bekämpfen. Sogar dann, wenn er sich sicher
ist, ein Shahiid (Märtyrer) zu werden und nicht den Sieg zu erlangen.
So ist der Jihad eine vorgeschriebene und auferlegte Pflicht, die
unumstößlich bleibt, bis die Stunde der Auferstehung erreicht ist.
Somit ist es zu jeder Zeit erlaubt, sich darin ab zu mühen, wie etwa
bei der Entrichtung der Zakat (Armensteuer). Also ist der Jihad die
Schule in der die Ummah (Gemeinschaft) erzogen wird und mit der
die soliden Schulen der Religion gefestigt werden.

Die siegreiche Gruppe – die Mujahideen

Der Prophet ( ‫ ) ا   و‬sagte:


„Eine Gruppe von meiner Ummah wird niemals davon ablassen, bis
11
Sie bringen als Einwand, dass Muslime und Kuffar keine klar abgetrennten Lebensräume
haben, sodass man nicht unterscheiden kann, wo Muslime leben und wo Kuffar leben.

74
zum Tage der Auferstehung, offen auf (dem Pfad) der Wahrheit zu
kämpfen“, und er sagte weiter: „sodann wird Jesus, Sohn der Maria
herabkommen und ihr Imam wird sagen: ‚komm und bete uns vor‘
und er wird antworten: ‚nein - denn Eure Imame sind von Euch, das
ist Allahs Segen für diese Ummah (Gemeinde)“
(Überliefert von Muslim)

Und er ( ‫ ) ا   و‬sagte auch:

„Eine Gruppe von meiner Ummah (Gemeinde) wird niemals aufhören


nach dem Befehl Allahs des Erhabenen zu kämpfen und so ihre
Feinde zu besiegen. Wer sich ihr entgegenstellt (ihr widerspricht),
kann ihr nicht schaden. So bleibt es bis die Stunde (der Aufer-
stehung) sie erreicht hat, während sie so verbleiben.“
(Überliefert von Muslim)

Salamatu ibnu Nufail alKindii überliefert: „Ich saß beim Gesandten


Allahs ( ‫ ) ا   و‬als ein Mann sagte: „Oh Gesandter Allahs,
die Leute haben von den Pferden abgelassen, die Waffen
niedergelegt und sie sagen, es gäbe keinen Jihad mehr und die
Beschwernisse des Krieges seien zu Ende“. Sodann wandte der
Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬sein Gesicht und sagte: „Sie lügen,
denn jetzt ist die Zeit des Kampfes gekommen, und eine Gruppe
meiner Ummah (Gemeinschaft) wird niemals davon ablassen, auf
(dem Pfad) der Wahrheit zu kämpfen. Allah wird die Herzen mancher
Völker von ihnen abwenden, doch sie (trotzdem) durch sie versorgen.
So bis zur Stunde (der Auferstehung) und bis Allahs Versprechen
erfüllt ist. Und das Gute ist bis zum Tage der Auferstehung an die
Mähnen der (Kriegs-)Pferde gebunden. Und es wurde mir offenbart,
dass ich gefasst werde (sterben werde) und nicht bleibe und ihr mir
gruppenweise folgt, und manche von euch andere erschlagen
werden, und dass die Mitte des Daars der Mu’minuun der Shaam
(Syrien, Libanon etc.) ist.“
(Hadith Sahih, Überliefert von Ahmad und Nasaa’ii)

So ist dies eine Gruppe, die zu allen Zeiten die Unterstützer dieser
Religion repräsentiert. Sie ist eine im Jihad beschäftigte und
kämpfende Gruppe, die sich um den Sieg von Allahs Religion in jeder
Form bemüht.

75
Aufbruch nach Ägypten und Besuch aus Deutschland
Abdullah stand in Deutschland unter Beobachtung. Die Geheim-
dienste haben ihm vorgeworfen, dass er vor seinem Aufenthalt in
Ägypten, angeblich ein Terrorcamp in Pakistan besuchte.
Abdullah sagte öfters zu mir: „Es ist besser für dich das du das Land
verlässt, da etwas passieren wird was für dich negative Folgen haben
wird.“
Deswegen war mir bewusst, das ich Deutschland verlassen musste.
Ich war erst 4 Monate im Islam, dennoch kannte ich meine Pflicht. Ich
wollte in den Jihad doch kannte ich keinen Weg und die Brüder die
ich kannte konnten mir auch nicht weiterhelfen. Ich wollte in ein
sogenanntes „muslimisches Land“ reisen, da ich vermutete dort eher
auf eine Person zu treffen die mir weiterhelfen könnte.
Ich setzte mich daraufhin mit zwei Brüdern zusammen und diskutierte
mit ihnen über die derzeitige Lage in den sogenannten islamischen
Ländern. Wir betrachteten die einzelnen Situationen in den Ländern
und somit entschieden wir uns für Algerien. Ich wollte dort die arabi-
sche Sprache erlernen und versuchen an jemanden herranzu-
kommen der mir Helfen würde zu den Mujahidin zu gelangen die auf
dem Wege Allahs, des Erhabenen, in Algerien kämpfen. Ich packte
am gleichen Abend noch meine Tasche und fuhr in die Wohnung
meiner Mutter. Es war noch vor dem Fajr (Morgengebet) als meine
Mutter aufwachte um zur Arbeit zu gehen. Sie bemerkte das ich
anwesend bin. Daraufhin erklärte ich ihr das ich nun vorhabe mich
auf den Weg in ein anderes Land zu machen, um mehr über den
Islam zu lernen. Sie war traurig darüber. Als sie sich nun fertig
machte um zur Arbeit zu gehen verabschiedete ich mich von ihr. Das
war das letzte mal, dass ich sie gesehen hab.
Nach dem Gebet machte ich mich auf den Weg zu einem Bruder,
dem ich meine Situation schilderte. Ich fragte ihn ob er mich nach
Marseille fahren kann. Von dort aus wollte ich ein Schiff nehmen das
mich nach Algerien bringt. Er war bereit mir zu helfen um an mein
Ziel zu gelangen.

"Derjenige der das Ausführen einer guten Tat erleichtert, ist


wie derjenige, der sie ausgeführt hat."

So machten wir uns an dem gleichen Morgen auf den Weg. Ich wollte
allerdings zuvor in Deutschland noch in einer Mosche anhalten da ich

76
dort jemanden kannte der algerischer Abstammung war. Ich wollte
ihn bitten mir zu helfen einen Unterschlupf zu finden bis ich etwas
eigenes gefunden hatte. Er fragte daraufhin was ich überhaupt in
Algerien vorhabe. Ich antwortete ihm: „Unter anderem möchte ich
gern die arabische Sprache erlernen.“ Darauf sagte er mir, das die
Situation in Algerien alles andere als gut für mich sei, da dieses Land
weit weg von seiner Religion ist. Auch das erlernen der arabischen
Sprache sah er als problematisch an. Er meinte das es dort nicht das
gibt was ich suche.

Mir war nun bewusst, dass ich mir schnell einen neuen Plan
überlegen muss, da die Situation in Deutschland nur schlechter für
mich werden wird. Somit machte ich mich auf den Weg zu einem
Reisebüro ich erkundigte mich über Flüge die nach Syrien oder
Ägypten gehen sollten und was sie kosten. Darauf entschloss ich
mich für Ägypten und kaufte ein Ticket. Der Flug sollte schon den
darauffolgenden Tag gehen.

Somit verbrachte ich den Rest des Tages und auch die Nacht bei
dem Bruder, welcher ebenfalls wieder bereit war mich am nächsten
Tag zum Flughafen zu bringen. Wir beteten abends zusammen in der
Moschee, wo wir noch einige andere Brüder trafen die dann heraus
bekamen, dass ich den nächsten Tag nach Ägypten fliegen werde.
Jemand fing an einen Zettel auf arabisch für mich zu schreiben, auf
welchem stand das ich aus Deutschland stamme und einen Bus
brauche der mich von Hurgada nach Kairo bringen soll. Auf einem
anderen Zettel stand die Adresse einer Schule die Arabisch
unterrichtet. Diesen Zettel brauchte ich für den Taxifahrer in Kairo
damit er mein Reiseziel kannte, um mich dort hinzubringen. Ich
verweilte danach noch kurz mit ihnen, bis wir uns verabschiedeten
und ich mit dem Bruder zu ihm ging um dort zu übernachten. Am
nächsten Tag traf ich alle Vorbereitungen und fuhr zum Stuttgarter
Flughafen. Es dauerte nicht lange bis ich mich von dem Bruder
verabschiedete und ein-checkte. Nun begann meine Reise von
Deutschland nach Ägypten. Ich landete am abend in Hurgarda. Ich
besorgte mir direkt am Flughafen ein Visum. Ich hatte keine
Probleme einen Taxifahrer zu finden, dem ich nun den Zettel für die
Busfahrt gab. Der Taxifahrer verstand was er zu tun hatte und
brachte mich zu einem Busbahnhof. Dort kaufte er mir ein Ticket
nach Kairo und half mir einen Platz im Bus zu finden. Nach kurzer

77
Zeit startete der Bus, es war mittlerweile nachts und ich war sehr
müde. Mir war bewusst das der Bus etwa sechs Stunden unterwegs
sein wird, bis er sein Ziel in Kairo erreichen würde.
Morgens in Kairo angekommen suchte ich das nächste Taxi, welches
mich zur Schule bringen sollte. Auch für diese Fahrt benutzte ich zur
Kommunikation einen der zuvor geschriebenen Zettel. Endlich in der
Schule angekommen wurde ich gleich darauf von dem Lehrer
herzlich empfangen. Wir redeten etwas auf englisch. Obwohl mein
englisch sehr schlecht ist konnten wir uns verständigen. Ich gab dem
Lehrer die Nummer aus Deutschland. Er sollte bitte diesen Mann
anrufen, da dieser die arabische Sprache beherrscht. Dieser erklärte
ihm wie meine Situation ist. Nach dem Telefonat wusste der Lehrer
nun das ich nicht im Besitz einer Wohnung war und niemanden
kenne bei dem ich übernachten könnte. Er bot mir an, die erste Zeit
bei ihm zu wohnen bis ich was eigenes gefunden habe.

Sura 4:100 (an-Nisa)


Wer auf Allahs Weg auswandert, wird auf der Erde viele
Zufluchtsstätten und Wohlstand finden. Und wer sein Haus
auswandernd zu Allah und Seinem Gesandten verlässt, und den
hierauf der Tod erfasst, so fällt es Allah zu, ihm seinen Lohn zu
geben. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.

So ging ich mit zu ihm, damit ich mein Gepäck ablegen konnte. Ich
schlief ein wenig da ich sehr erschöpft von den Strapazen der Reise
war. Ich stand gegen Mittag wieder auf und begab mich wieder in die
Schule, um mit meinem Lehrer zu reden.
Ich musste mir einen längeren Aufenthalt von ca. 1 Jahr besorgen.
Die danach folgenden Tage verbrachte ich meist in der Schule oder
in einer Moschee in der Nähe. In dieser Moschee beteten viele aus-
ländische Muslime. Ich war in der Hoffnung dort auch einen Muslim
aus Deutschland zu finden, da mein Alltag sehr anstrengend war,
weil ich die Sprache nicht konnte und mich somit mit niemandem
verständigen konnte. Leider wurde meine Hoffnung enttäuscht. Die
Tage verstrichen. Als ich an einem Abend, wie so oft, wieder in dieser
Moschee war, kam ein einheimischer Mann auf mich zu ohne das er
mich kannte. Er fing an mir auf Englisch Fragen zu stellen. Woher ich
kam und so weiter. Ich erzählte ihm, dass ich aus Deutschland
stamme und zum Islam konvertiert bin.
Er erzählte mir dass in dieser Moschee ein weiterer konvertierter

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betete, welcher Ali hieß und aus Dänemark stamme. Sie kannten
sich, weil sie sich des öfteren zu den Gebetszeiten trafen.
So wie Allah, der Erhabene, es geschrieben hatte betrat auch Ali wie
fast in jeder Nacht die Moschee. Ali selbst fiel mir in der Moschee nie
auf, weil in dieser Moschee stets bis zu 400 Menschen beteten. Ali
grüßte mich freundlich. Der Mann machte Ali darauf aufmerksam,
dass ich aus Deutschland stamme. Daraufhin redete Ali mit mir auf
deutsch, was mich verwunderte. Er hat von seiner Stiefmutter
deutsch gelernt. Wir gingen nach der Moschee zu einem Imbiss wo
wir uns ausgiebig unterhielten. Ich erzählte ihm, dass ich keine
Unterkunft hatte und das ich eine andere Schule brauche um
arabisch zu lernen. Er gab mir seine Nummer, wir verabredeten uns
für einen anderen Tag und verabschiedeten uns.

Anas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm,
sagte: "Keiner von euch darf sich als gläubig ansehen, bis er seinem
Bruder auch dasselbe gönnt, was er sich selbst gönnt."
(Überliefert bei Buchary)

Als wir uns dann trafen um uns ein bisschen auszutauschen,


versuchte er mir bei meinen Problemen weiterzuhelfen. Wir gingen
zusammen zu einer Schule die arabisch unterrichtet. Anmeldungs-
probleme gab es keine, jedoch stand der gesegnete Monat Ramadan
vor der Tür. Die Schulen schließen in dieser Zeit, darum entschloss
ich mich mit den Unterricht nach Ramadan zu beginnen.
Den Rest des Tages verbrachten wir zusammen und gingen auch
zum Abendgebet gemeinsam in die Moschee.
Als wir die Moschee betraten trafen wir zwei bosnische Brüder. Einer
von ihnen beherrschte ebenfalls die deutsche Sprache. Als ich dies
mitbekam nahm ich sofort Kontakt auf und erklärte ihm die
Dringlichkeit meiner Suche nach einer Wohnung.
SubhanAllah - der andere bosnische Bruder suchte einen
Mitbewohner für seine Wohnung. Ich war sehr begeistert von diesem
Angebot und stimmte sofort zu, jedoch empfahlen sie mir die
Wohnung vorher zu besichtigen.
Dies tat ich auch und war erfreut über die Wohnung. Der Bruder
versicherte mir - falls wir am Leben bleiben - das dem Einzug am
nächsten Tag nichts entgegen steht.

Am nächsten Tag bereitete ich mich für den Umzug vor, nahm meine

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Sachen und ging in die Wohnung wo ich von nun an lebte.

Der Monat Ramadan

An einem Tag wo wie üblich die Sonne unterging und ich mein
Fasten brach und betete, ging ich danach zum Internet-Cafe um
eventuelle Nachrichten aus Deutschland zu lesen. Ich stieß auf eine
Internetseite die berichtigte das Abd al-Malik, Talha und Abdullah
festgenommen wurden.
Das BKA hat ihnen vorgeworfen das sie Märtyrer-Operationen in
Deutschland planten. Diese Anschuldigungen hatten mich zuerst sehr
glücklich gemacht, da ich annahm das es Leute gibt welche ihr Leben
einsetzten um Allahs Wort zu erhöhen und um den Islam wieder
zurückzubringen. Aber auf der anderen Seite sind mir die Tränen
gekommen, weil die Brüder festgenommen wurden, in den Händen
der Ungläubigen sind und man somit nicht weiß wie ihre Lage ist.

Jedem Muslim auf der Welt muss bewusst sein, dass ein Muslim, in
den Augen der Kuffar, nicht den gleichen Wert hat, wie ein Nicht-
muslim. Dies merkt man unter anderem wie sie von Menschen-
rechten reden aber diese nur an Ihresgleichen anwenden. Bei
Muslimen machen sie bei ihren sogenannten Menschenrechten
Unterschiede. Ich nenne euch ein klares Beispiel. Das Gefängnis in
Guantanamo nennen sie rechtsfreie Zone. Sie foltern dort
ausschließlich Muslime auf schlimmste Weise ohne sie zu
verurteilen. Oder sie bringen gefangene Muslime in andere Länder,
welche sie selber wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilen,
um sie dort brutaler Folter und Misshandlung auszusetzen.
Man merkt hier wieder mal, dass ihre von Menschen gemachten
Gesetze niemals funktionieren können. Die Gesetze Allah`s jedoch
sind perfekt, weil Er, der Allerbarmer, perfekt ist.

Ich führte meinen ersten wunderschönen Monat Ramadan, mit


Fasten weiter. Plötzlich bekam ich auf dem Weg nach Hause einen
Anruf aus Deutschland.

80
Telefonat das Ungefähr so ablief:

AG (Abdull Ghaffar)
X (Hussayn Al-Malla)

AG Ja ?
X Salamu Aleykum!
AG Wa Aleykum Salam!
X Akhi (Bruder), weisst du wer ich bin?
AG Nein, Keine Ahnung wer bist du denn? Vielleicht der „so und
so“ aus der Schule der etwas deutsch kann?
X Nein, Akhi ich bins Hussayn, ich bin aus dem Gefängnis raus!
AG Allahu Akbar! Wie geht’s dir Akhi, was machst du?
X Störung (die im ganzen Gespräch auftauchten)
AG Akhi bist du noch dran?
X Ja Akhi. Hör mal ich möchte bald zu dir kommen, du musst
mich abholen kommen.
AG Kein Problem! Sag mir nur wann du kommst.
X Akhi wir klären inshAllah über E-Mail, du kennst doch den
Account „so und so“?
AG Ok Akhi wir schreiben uns dann inshAllah. As-Salamu Aleykum.
X Wa Aleykum Salam.

Ich war sehr glücklich über diesen Anruf und ich hoffte mit Allahs
Erlaubnis Hussayn bald wieder sehen zu können. Der Monat
Ramadan neigte sich seinem Ende zu. In dieser Zeit meldete ich
mich auch endlich in einer Schule an, um mit dem Arabisch-
Unterricht zu beginnen.

Ankunft von Hussayn

Ich besuchte die Schule regelmäßig und hielt weiterhin Kontakt mit
Hussayn über Email. Hussayn rief mich an und sagte: “Ich komm
inshAllah morgen Nacht, kannst mich abholen?“ Wie vereinbart war
ich dort und hab ihn abgeholt.
Als er ankam und sich ein Visa besorgen wollte machte das
Flughafenpersonal Probleme. Sie stellten Fragen wie: „Was machst
du hier? Zu wem willst du?“ etc.
„Ich will jemanden besuchen der hier arabisch studiert.“ Sie fragten

81
gleich: „Wer ist das? Wo wohnt er? Gib seine Nummer!“
„Ist nicht nötig! Er ist hier! Lass mich ihn kurz anrufen!“ Er rief mich an
und bat mich zum Schalter zu kommen. Ich ging zum Schalter und
klärte die Sache auf. Dann bekam Hussayn sein Visum und wir
verließen den Flughafen. Wir sind zu meinem Haus gefahren. Er hat
erst die rituelle Gebetswaschung vorgenommen und gebetet. Ich hab
ihm Essen serviert, damit er sich stärken konnte. Wir unterhielten
uns. Er erzählte mir wie er in Pakistan festgenommen wurde und die
pakistanischen Murtadin (Abtrünnigen) ihn und andere Brüder Säcke
über den Kopf zogen. Sie brachten sie dann in ein geheimes
amerikanisches Gefängnis um sie zu foltern um so Informationen zu
bekommen. Das Gefängnis war unterirdisch und sehr modern. Man
erkannte das es sich um ein amerikanisches Gefängnis handelt
zudem waren auch amerikanische Soldaten dort stationiert. Man
sieht die Spuren der Folter an den Verhandlungsfotos die in allen
öffentlichen Gebäuden in Deutschland hängen.
Da sie ihm nichts nachweisen konnten, mussten sie ihn wieder nach
Deutschland ausliefern. In Deutschland wurde er rund um die Uhr
überwacht. Brüder die ihn besuchten mussten ein Tag später zur
Polizei und aussagen was sie geredet haben. Auch die deutschen
Behörden konnten ihm nichts nachweisen, so nutze er seine Chance
und ist zu mir ausgewandert.
Er erzählte weiter das er einen Weg nach Afghanistan kannte und
dass er entschlossen war aufzubrechen. Er wollte von mir nur wissen
ob ich mitziehe. Als Muslim kannte ich meine Verpflichtung zum
Jihad, jedoch versuchte der Satan mich davon abzuhalten. Er
flüsterte mir ein dass ich nur deutsch könne und ich somit nur ein
Hindernis im Jihad wäre. So wollte ich erst drei Monate die
Grundkenntnisse der arabischen Sprache festigen, um sie im Jihad
erweitern zu können. Hussayn sagte: „Ich denk nicht das du dort im
Krieg Zeit hast um eine Sprache zu lernen, wir halten Kontakt
inshAllah und ich mach dir dann nach drei Monaten einen Weg klar.“
Daraufhin gingen wir zum Flughafen um für ihn ein Flugticket zu
kaufen, welches für den Iran war. Wir gingen zum Bus um nach
Hause zu fahren, als ich neben ihm saß und das Ticket von ihm
verlangte um es näher zu betrachten, fiel mir auf, dass die Stadt
Riad, welche auf dem Ticket stand im Iran überhaupt nicht existiert.
Hussayn war überrascht und meinte das sie ihm ein falsches Ticket
ausgehändigt haben. Wir stiegen sofort aus dem Bus aus und gingen
zum Ticketverkäufer um die Sache klarzustellen. Er sagte das es ein

82
Missverständnis sei und sie überhaupt keine Tickets für Iran haben.
Wir fuhren enttäuscht nach Hause. Hussayn wollte es nach ein paar
Tagen in einem anderen Laden wieder versuchen. Ich machte mir
immer mehr Gedanken darüber, bis ich mich entschloss doch jetzt
schon mit ihm mitzugehen. Wir gingen dann wieder zum Flughafen
und holten diesmal zwei Tickets für einen Flug nach Iran. Aber an
dem Tag an dem der Flug losgehen sollte, durften wir nicht mitfliegen
weil wir kein Visum für den Iran hatten. Abermals fuhren wir
enttäuscht nach Hause. Und schon wieder gingen wir zum Flughafen
um bei einer anderen Gesellschaft Tickets zu holen. Diese
Gesellschaft bestätigte uns das es kein Problem sei mit ihnen ohne
Visum in den Iran einzureisen. Als der Flug losgehen sollte und wir
wieder einchecken wollten, bekamen wir die gleiche Antwort zu
hören, ohne Visum kein Flug. Nach vielen Diskussionen wurde
entschlossen, dass wir doch ohne Visum mitfliegen könnten, wenn
wir jeweils ein Rückflugticket kaufen. Wir besorgten sie und konnten
endlich einchecken.

Nun war der erste Schritt getan. Nach ca. 4 Monaten in Ägypten gab
es nun einen Weg um zum Jihad nach Afghanistan zu gelangen.

Es werden Kämpfer mit schwarzen Flaggen aus Khorasan (u.a


Afghanistan, etc.) kommen. Der Prophet ( ‫ ) ا   و‬gab
Anweisung dort hin zu gehen, selbst wenn man auf Händen und
Füßen über Eis kriechen müsste, weil Al-Mahdi unter ihnen sein wird.

Flug nach Iran und Fahrt nach Pakistan

Als wir nun am Flughafen von Tyran ankamen mussten wir uns nun
das Visum verschaffen, was gar nicht so einfach war. Die Iraner
stellten uns eine Menge fragen, die wir ihnen beantworten mussten.
Wir bekammen schließlich ein Reisevisum für genau eine Woche.
Jetzt wollten wir nur schnell unser Gepäck schnappen und uns auf
den Weg machen. Als wir aus dem Flughafen heraus gegangen
waren, nahmen wir uns ein Taxi und erklärten dem Fahrer das er uns
zum Flughafen für Inlandflüge bringen solle. Dort angekommen
erkundigten wir uns nach einem Flug nach Bam, eine Stadt im Iran.
Doch die Maschine die noch am gleichen Tag ging war schon voll
besetzt so hatten wir die Wahl; entweder auf eine Maschine zu

83
warten die den nächsten Tag gehen sollte oder mit einem Bus nach
Bam zu fahren der noch am gleichen Tag losfahren wird. Wir
entschlossen uns für den Bus und liesen uns vom Taxifahrer zu
einem Busbahnhof bringen. Dort besorgte Hussayn uns zwei Tickets
nach Bam. Wir kauften noch etwas Versorgung, stiegen ein und
fuhren kurz darauf los.

Die Fahrt daurte über 20 Stunden. Vor Bam wurde der Bus von
Soldaten kontrolliert, es gab aber keine Probleme für uns. Wir fuhren
anschließend weiter nach Zahidan. In Zahidan nannte sich Hussayn
fortan Abdussalam. Wir fuhren mit einem Taxi zu einer Moschee,
denn Abdussalam meinte, dass er dort jemanden kennen würde, der
uns weiterhelfen könnte. Wir sollten nur warten bis diese Person in
der Moschee auftauche. Ich blieb etwas Abseits und setzte mich auf
einen Platz, ich wollte bei den Leuten wegen meines europäischen
Aussehens nicht auffallen. Abdussalam suchte nicht lange und fand
die Person die er kannte. Sie redeten miteinander und kurz darauf
nahm dieser Mann uns mit zu einem Haus. In diesem Haus wohnten
zwei Ansar (Helfer), die uns Unterschlupf gewährten. Die Ansar
wiederum kannten jemanden, der in wenigen Tagen mit anderen
Mujahidin aufbrechen wollte. An dem Tag als die Fahrt losgehen
sollte, trafen noch vier weitere Mujahidin ein, zwei waren aus
Mekka12. Die andern beiden waren aus Kurdistan (Iran Grenzgebiet
Iraq). Einer von ihnen hieß Said al-Kurdi. Abdussalam wollte
unbedingt voher noch jemand anderes besuchen gehen, der uns
vielleicht einen anderen Weg verschaffen könnte. Denn dieser Weg,
den diese Gruppe gehen wollte war sehr gefährlich. Geplannt war,
dass die Truppe mit einem Reisebus über die iranisch-pakistanische
Grenze fährt. Allerdings könnte ich sehr schnell Probleme durch mein
europäisches Aussehen bekommen. Abdussalam verschwand nun
für ein paar Stunden, als er zurück kam gab er mir Anweisung ich
solle meine Tasche nehmen, wir würden wo anders hingehen also
verabschiedeten wir uns von den Brüdern und bedankten uns bei den
Ansar für die Gastfreundlichkeit und machten uns auf den Weg zu
einer anderen Person mit Namen Mustafa. Dort wurde besprochen,
wie wir nun weiter vorgehen sollten um heil nach Waziristan zu
gelangen13. Was wir nicht wussten war, dass Mustafa bereits einen
12
einer der beiden führte später in Afghanistan eine Märtyrer-Operation auf die dänische
Botschaft aus
13
Waziristan ist ein Gebiet in Pakistan

84
Plan hatte. Er ließ uns zwei Burkas14 anfertigen um uns sicher und
ohne Probleme über die Grenze zu bringen. Wir sollten uns lediglich
ein paar Tage gedulden, da die zwei Burkas extra für uns angefertigt
werden mussten.
Als nun alles fertig war, fuhren wir mit einem privaten Auto in
Richtung Grenzgebiet Iran-Pakistan. Dort ließ uns der Fahrer raus.
Mustafa ging darauf zu einem der Soldaten, der zur Überwachung
der Grenze beauftragt war und gab ihm etwas Schmiergeld. Wir
gingen zügig über die Grenze. Direkt hinter der Grenze warteten
Taxis auf Grenzübergänger, so stiegen wir in eines ein und fuhren zu
einem Hotel. Wir besprachen den weiteren Verlauf der Reise, als
Mustafa meinte das Abdussalam von nun an keine Burka mehr
tragen bräuchte, doch ich sollte sie auf jeden fall weiterhin
anbehalten. Mustafa ging uns zwei Tickets kaufen, damit wir weiter
mit dem Bus in eine Stadt fahren, die in der Nähe von Waziristan lag.
Diese Busfahrt dauerte ebenfalls wieder weit über 20 Stunden. In
diesem Ort, der an Waziristan grenzte, brachten uns zwei Ansar zu
einem Haus wo ich auch endlich diese Burka ablegen konnte. Das
Warten nahm auch dort kein Ende, wir warteten auf einen Wagen der
uns durch die letzte Kontrolle bringen sollte. Als nun auch dies
geschaft war, wurden wir durch einen Bergweg (über welchen wir
Stunden liefen) zu einem Haus gebracht, in dem Ansar der Islamic
Jihad Union wohnten. Der Amir sollte bald aus Afghanistan eintreffen,
damit wir alles weitere besprechen konnten. Als der Amir Abu Jahja
nun eintraff und wir alles geklärt hatten, sagte er, wir sollen im Haus
der Ansar auf weitere Mujahidin warten bis wir eine Gruppe seien um
dann anschließend eine Ausbildung in den Bergen Afghanistans
durchzuführen.
Weitere Mujahidin trafen aus der Türkei und aus Tatschikistan ein.
Kurze Zeit darauf machten wir uns auf den weg nach Afghanistan um
dort in einem Ausbildungscamp für den Jihad gegen die Kreuzzügler
ausgebildet zu werden.

14
Landestypische Frauenbedeckung in Pakistan und Afghanistan

85
D
Deerr JJiih
haad
dggeeg
geen
nddiiee T
Taaw
waag
ghhiid
duun
nddK
Kuuffffaarr

Sura 33:23 (al-Ahzab)


Unter den Gläubigen sind Männer, die dem Bündnis, das sie mit Allah
geschlossen hatten, die Treue hielten (indem sie in den Jihad
auszogen). Es sind Welche unter ihnen, die ihr Gelübte erfüllt haben
(indem sie Märtyrer wurden) und welche die noch warten und sie
haben nichts verändert, (sie haben nie ihren Vertrag gebrochen) nicht
im Geringsten.

Ausbildung

Sura 8:60 (al-Anfal)


Und haltet für sie bereit, was ihr an Kraft und an kampfbereiten
Pferden (haben) könnt, um damit die Feinde Allahs und eure Feinde
zu terrorisieren, sowie anderen außer ihnen, die ihr nicht kennt, Allah
aber kennt sie, Und was immer ihr auf Allahs Weg ausgebt, wird euch
in vollem Maß zukommen, und es wir euch kein Unrecht zugefügt.

Es stand nun noch Eid15 vor der Tür so warteten wir ab bis dieses
Fest vorbei war um mit dem Training zu beginnen das wie folgt
aussah:

Trainingsplan:

- Fajr-Gebet; danach Zhikr anschließend Sport und Dehnen. Für


das Frühstück 1 Minute Zeit zum Essen, nach dem Essen
Waffenkunde und bis zum Dhuhur Zeit zum auswändig lernen
- Dhuhur-Gebet; danach Taktik und Anti-Terror-Kampf
(Nahkampf)
- Asr-Gebet; wieder 1 Minute Zeit zum Essen (nur Brot und Tee),
danach Waffenkunde Abfragung (nicht gewusst = Strafe)
anschließend Zhikr
- Maghrib; bis ischa Quran lernen
- Ischa; ab und zu Nachts ca. 1 Stunde Wache halten
15
ein muslimisches Fest, das nach dem Monat Ramadan gefeiert wird.

86
Abussalam entschloss sich aus welchen Gründen auch immer die
Jamma´a zu verlassen, ich versuchte den Grund dafür rauszu-
bekommen und sprach ihn darauf an. Ich erhielt keine wirkliche
Antwort darauf. Ab diesem Zeitpunkt viel mir das Training sehr
schwer. Die Brüder mit denen ich zusammen war, sprachen kein
arabisch. Nur die Ausbilder konnten arabisch sprechen, leider konnte
ich mit ihnen nur selten reden. Ich war nach einer Weile sehr betrübt,
da ich mich mit niemandem austauschen konnte. Mir blieb nichts
anderes übrig als geduldig zu bleiben und die Zähne zusammen zu
beißen um die Ausbildung durchzuhalten.
Als wir an einem Abend zusammen im Zimmer saßen und Tee
tranken, kam Saad, möge Allah mit ihm barmherzig sein, uns
besuchen. Als er anfing mit mir auf deutsch zu reden war ich sehr
erleichtert. Wir unterhielten uns eine Weile, als er erzählte das er die
Absicht habe einen Anschlag (Istischadia) gegen die Kuffar
durchzuführen und das er auch schon seine Familie (Frau und Kind)
wieder zurück geschickt habe. Er gab mir auch einige Ratschläge, die
ich sehr gebrauchen konnte um die Ausbildung zu überstehen. Sein
Besuch dauerte allerdings nur eine Nacht und den darauf folgenden
Morgen machte er sich wieder mit weiteren Mujahidin auf den Weg.
Ich hatte die Ausbildung endlich hinter mich gebracht. Wir fuhren in
ein Dorf wo die IJU ihre Stützpunkte hatte. Dort lernte ich weitere
Mujahidin der Jamma´a kennen unter anderem auch Abu Muslim. Ich
war froh als ich auch Saad dort wieder traf.
Mir wurde nun erklärt, das uns noch eine zweite Ausbildung bevor
stand und zwar ein Training zum Erlenen von Großwaffen wie z.B:

- Havan
- Z.K.K
- A.G.S
- TOP 82 und 75
- SPG 9
- DSHK
- BM1
- Minen (das Bauen von Minen gegen Fahrzeuge etc.)

Auch lernten wir den Umgang mit dem GPS um die Weite zu den
Camps messen zu können um später die Berechnungen für die
Waffen machen zu können, außerdem lernten wir das Funkgerät
besser kennen.

87
Dieses Trainingslager lag ebenfalls in den Bergen Afghanistans. Wir
mussten dort auf eine andere Gruppe warten, die sich noch in der
ersten Ausbildung befand. Somit hatten wir Zeit für uns. Als die
Gruppe nun zu uns stieß, sah ich das Said Al-Kurdi dabei war
worüber ich mich sehr freute. Auch wurde Saad zu uns geschickt um
mir mit der Übersetzung zu helfen. Der Waffenunterricht began und
nach wenigen Tagen musste Saad uns schon wieder verlassen. Er
machte sich nun auf den Weg zu dem geplanten Anschlag auf eine
US Basis.

Das Training ging seinem Ende zu, ich verbrachte viel zeit mit Said.
Ich liebe diesen Bruder sehr für Allah. Wir unterhielten uns auch über
Istischadia. Er erzählte mir das er bereits mit dem Amir gesprochen
hatte um eine Amal zu machen.
An einem Tag gingen wir in dir Berge um uns amerikanische Camps
anzuschauen und auch um mit unseren Waffen zu trainieren (das
Schiessen mit Pistole und Kalaschnikov). An diesem Tag sahen auch
wir die Amiljat von Saad auf einem Laptop.

Istischadia (Märtyrer-Operationen)

Hier lebte ich einige Zeit mit Brüdern zusammen, die bereit waren ihr
Leben alleinig für unseren Schöpfer zu Opfern. Da dieses Thema
sehr Komplex ist und es somit nicht möglich ist auf wenigen Seiten
die Zulässigkeit von Märtyrer-Operationen ausführlich abzuhandeln
möchte ich hier lediglich einen kurzen Abschnitt aus der von Elif
Medya publizierten pdf „Das islamische Urteil über die Zulässigkeit
von Märtyrer-Operationen“ anführen. Der interessierte Leser kann
sich diese pdf im Internet herunterladen um mehr über dieses Thema
zu erfahren.

88
Erstens

Sura 9:111 (at-Tawba)


Allah hat von den Gläubigen ihre eigene Person und ihren Besitz
dafür erkauft, dass ihnen der (Paradies)garten gehört: Sie kämpfen
auf Allahs Weg, und so töten sie und werden getötet. (Das ist) ein für
Ihn bindendes Versprechen in Wahrheit in der Thora, dem
Evangelium und dem Qur'an. Und wer ist treuer in (der Einhaltung)
seiner Abmachung als Allah? So freut euch über das Kaufgeschäft,
das ihr abgeschlossen habt, denn das ist der großartige Erfolg!

Dieser Vers ist die Grundlage für den Handel zwischen dem Mujahid
und seinem Herrn. Infolgedessen ist jedes Szenario in dem der
Mujahid den Preis (sein Leben) darbietet mit der Absicht die Wahre
(Paradiesgarten) zu erhalten erlaubt, solange kein Beweis existiert,
welches dies spezifisch verbietet.

Viertens

In einem Hadith von Sahih Muslim, der die Geschichte des jungen
Mannes und des Königs von den Leuten des Grabens berichtet,
bezogen auf Sura Al-Buruj „…dann wurde der junge Mann gebracht
und aufgefordert seinen Glauben zu entsagen, doch er weigerte sich,
dies zu tun. Der König übergab den jungen Mann seinen Leuten und
sagte ihnen: „Bringt ihn zu dem und dem Berg, und wenn ihr den Gipfel
erreicht habt, und er sich immer noch weigert seinen Glauben
abzuschwören, werft ihn vom Berggipfel hinunter.“ Sie brachten ihn also
zum Berggipfel. Dort flehte er: „Oh Allah! Befreie mich von diesen auf
welche Art Du willst.“ Sogleich erschütterte ein Erdbeben den Berg,
und die Männer des Königs fielen hinab. Der junge Mann kam zurück
zum König, der fragte: „Was ist mit deinen Begleitern passiert?“ Er
antwortete: „Allah, der Erhabene, hat mich vor ihnen gerettet.“ Da wurde
er anderen Männern übergeben, denen aufgetragen wurde, ihn in
einem kleinen Boot aufs Meer hinaus zu bringen und ihn, im Falle
des Widerstandes, seinen Glauben aufzugeben, in das Wasser zu
werfen. Also nahmen sie ihn mit sich fort, und dann betete er: „Oh
Allah! Befreie mich von diesen auf welche Art Du willst.“ Da erlitt das
Boot Schiffbruch und die Männer ertranken. Und wieder kehrte der
junge Mann zurück zum König, der ihn fragte: „Was ist mit deinen
Begleitern passiert?“ Er antwortete: „Allah, der Erhabene, hat mich vor

89
ihnen gerettet“, und er fügte hinzu: „Du wirst nicht fähig sein, mich zu
töten, wenn du nicht tust was ich dir sage.“ Der König fragte nach: „Was
ist das?“ Der junge Mann antwortete: „Versammle die Leute auf offenem
Gelände und lass mich von einem Palmenstamm hängen. Dann nimm einen
Pfeil aus meinem Köcher und sprich, indem du ihn in die Mitte eines Bogens
spannst: ‚Im Namen Allahs, des Herrn diesen jungen Mannes‘, und
schieße den Pfeil auf mich. Wenn du das tust, wirst du mich töten können.“
Der König ging dementsprechend vor. Die Leute wurden veranlasst,
sich auf freiem Feld zu versammeln, der Mann wurde von dem
Stamm einer Palme hinunter gehängt, der König nahm einen Pfeil
aus seinem Köcher, und indem er ihn in die Mitte des Bogens
spannte sagte er: „Im Namen Allahs, des Herrn dieses jungen Mannes“
und schoss ihn ab. Der Pfeil traf den jungen Mann an der Schläfe,
der hob seine Hand zur Schläfe und starb. Als die Leute dies sahen,
sprachen sie: „Wir erklären unseren Glauben an den Herrn dieses jungen
Mannes.“ Der König bekam zu hören: „Schau! Was du befürchtet hast,
ist geschehen: Die Leute haben ihren Glauben an den Herrn dieses jungen
Mannes bekundet.“ Der König befahl, an beiden Seiten der Wege
Gräben auszuheben. Als sie fertig waren, wurde in ihnen Feuer
entzündet. Dann wurde verkündet, dass jeder der sich weigerte,
seinen Glauben zu entsagen, in die brennenden Gräben geworfen
werde oder aufgefordert werde, hinein zu springen. Die Dinge
nahmen ihren Lauf, bis eine Frau mit einem Baby auf dem Arm kam,
doch sie weigerte sich, in das Feuer zu springen, woraufhin das Kind
sie ermutigte und sagte: „Oh meine Mutter! Sei standhaft; du bist auf dem
richtigen Pfad.“

Der Junge, in diesem Hadith, verlangte seine Tötung als ein Opfer im
Interesse und Nutzen des Dins. Das zeigt an, dass solch eine Tat
rechtmäßig ist und nicht als Selbstmord bezeichnet werden kann.
Festhaltend, er (der Junge) erhält keine Offenbarung um diese Tat zu
tun, und er kennt zuvor nicht die Auswirkung seiner Entscheidung -
doch die Sharia lobt und rühmt diese Geschichte.

90
Fünftens

Imam Ahmad berichtete in seinem Musnad, von Ibn Abbas


( !" ‫ ا‬# ‫)ر‬, dass der Gesandte Allahs ( ‫ ) ا 
و‬sagte: „Ich
roch in der Nacht von Ascension einen wundervollen Duft also
befragte ich Jibril darüber. Er sagte, dass es der Duft der Frisörin der
Tochter des Pharaohs und ihrer (der Frisörin) Kinder ist. Ich fragte
ihn: ‚Was hat sie getan?‘ Er sagte: ‚Eines Tages kämmte sie die Haare
der Tochter des Pharaohs und der Kamm fiel ihr aus der Hand und
sie sagte: „Im Namen Allahs.“ Die Tochter fragte: „Meinst du meinen
Vater?“ Sie sagte: „Nein, vielmehr ist Allah mein Herr und der Herr
deines Vaters.“ Die Tochter sagte: „Soll ich dies meinem Vater
sagen?“ Sie sagte: „Ja.“ Als sie es ihm sagte, lies er sie (die Frisörin)
herbeirufen und fragte sie: „Hast du einen anderen Herren als mich?“
Sie sagte: „Mein Herr und dein Herr ist Allah.“ Pharaoh ordnete an
einen Kupferkessel zu erhitzen und befahl sie und ihre Kinder hinein
zu werfen. Sie sagte: „Kann ich nur um eine Sache bitten?“ Pharaoh
antwortete: „Was ist es?“ Sie sagte: „Ich möchte, dass du meine
Knochen und die Knochen meiner Kinder in einem Stück Stoff zusammen
sammelst und uns begräbst.“ Er sagte: „Das ist dein Recht über uns.“

Ihre Kinder wurden vor ihren Augen eins nach dem anderen hinein
geworfen - bis sie zum letzten Jungen kamen, welcher noch ein
Säugling war. Sie schaute zögernd, aber ihr Sohn sagte: „Oh Mutter!
Geh voran, denn die Qual des Diesseits ist viel geringer als die
Qual des Jenseits!“ Also warf sie sich selbst hinein.“

In diesem Hadith lies Allah den Säugling sprechen, so wie es der


Säugling in der vorangegangenen Geschichte der Leute des
Grabens tat – er sagte der Mutter sie solle in das Feuer springen,
was auf die Tugend dieser Tat hinweist. Wäre das aufopfern des
eigenen Lebens für den Din etwas unzulässiges, würde unsere
Shariah diese Handlung nicht loben und rühmen. Das Sprechen
dieses Säuglings ist nichts weiter, als ein wunderliches Symbol,
welches die Tugend dieser aufopferungsvollen Tat zeigt.

91
Fünfzehntens

Al-Bayhaqi überlieferte, dass Ash-Shafi’i ( ‫


ا‬%‫ )ر‬sagte: „Einer der
Ansar war weit abseits, als das Massaker an den Gefährten in der
Nähe des Brunnens Ma’unah statt fand. Als er eintraf frassen bereits
die Aasgeier seine Gefährten. Er sagte zu Amr ibn Umayyah: ‚Ich
werde gegen diese Feinde hinausgehen, damit sie mich töten
können. Ich möchte nicht stehen bleiben, wenn unsere
Gefährten getötet worden sind.’ Er tat was er sagte und wurde
getötet. Als Amr ibn Umayyah (der einzige Überlebende dieses
Ereignisses) dem Gesandten Allahs ( ‫ ) ا 
و‬berichtete was
geschehen war, sprach der Gesandte Allahs ( ‫ ) ا 
و‬gut
über diesen Mann und fragte dann Amr ibn Umayyah: ‚Und warum bist
du nicht mit ihm vorangegangen?’

Und in diesem Hadith hat der Prophet ( ‫ ) ا 


و‬keinen
Einwand gegen den einen erhoben, der heraus ging mit der Absicht
getötet zu werden – im Gegenteil, er ( ‫ ) ا 
و‬ermutigte
denjenigen, der wieder gekommen ist, dass dieser hätte ebenfalls
hinaus gehen sollen um den Märtyrertod zu sterben, wie seine
Gefährten.

Eine Analyse

Der Hadith von dem Jungen und dem König ist der stärkste Beweis
für diesen Punkt. In diesem Hadith wird dargelegt, dass als der Junge
sah, dass es ein Mittel ist den Din zu verbreiten, wenn er auf eine
bestimmte Art getötet wird – er dem König anriet – vor dem Allah ihn
bis zu diesem Zeitpunkt beschützt hatte – wie er ihn töten kann, da
die Verbreitung des Din in seinen Augen mehr wert wahr als am
Leben zu bleiben. Somit wirkte er mit, sein eigenes Leben zu
vernichten. Er vernichtete es zwar nicht durch seine eigene Hand,
aber sein Ratschlag war der ausschlaggebende Faktor, der zu
seinem Tod führte.

Dies ist so, als ob ein Mann, der an schmerzhaften Wunden leidet,
jemand anderen darum bittet ihn zu töten; er wäre genauso des
Selbstmordes schuldig, wie als wenn er sich selbst das Leben
genommen hätte, egal wer die Tötung ausgeführt hat, denn er ist

92
derjenige, der darum gebeten hat - und jeder würde dem zustimmen,
dass die tötende Hand in diesem Fall das Urteil nicht abändert.
Da der Gesandte Allahs ( ‫ ) ا 
و‬diesen Jungen in einer
preisenden und rühmenden Weise erwähnte wird es klar, dass der
Unterschied zwischen den beiden Taten die Absicht ist. Daher lobte
er den Jungen, weil er sich indirekt selbst tötete um dem Din zum
Sieg zu verhelfen (im Gegensatz zu demjenigen, der jemanden
darum bittet ihn auf Grund seines Elends zu töten). Dies ist also ein
glasklarer Beweis was die Zulässigkeit von solchen Taten betrifft und
auch in Bezug auf die Zulässigkeit von Selbst-Aufopferungs-
Operationen.

Gleichermaßen lobte Allah diejenigen die an den Herrn des Jungen


glaubten; diejenigen, die in die mit Feuer gefüllten Gräben sprangen,
die ihren Din vor der Dunya bevorzugten, als ein Sieg für den Din.
Sogar das Kleinkind sprach und ermutigte seine Mutter fortzufahren
als sie zögerte sich selbst in das Feuer zu stürzen. Allah lies das Kind
nicht sprechen, außer um die Wahrheit zu sagen. Und Allah
offenbarte eine Surah in Bezug auf sie, welche für ewig rezitiert wird,
in welcher sie gelobt werden, welche ihr Schicksal als folgendes
beschreibt:

Sura 85:11 (al-Burug)


...für sie wird es Gärten geben, durcheilt von Bächen; das ist der
große Erfolg.

Also opferten sie sich selbst um ihres Dins willen, indem sie ihre
Seelen Allah verkauften und dies ist der großartige Erfolg.

Die Geschichte von der Frisörin der Tochter des Pharaohs ist ähnlich.
Wir haben Beweise von unserer Shariah angeführt, welche diese
zwei Hadithe bestärken und unsere Shariah hat die Taten und
Handlungen der Leute des Grabens und der Frisörin der Tochter des
Pharaohs gelobt und gerühmt; und es kam nichts zum Vorschein was
dem widersprach das eigene Leben zu opfern um La Ilaha Illa Allah
zu erhöhen. Somit ist entsprechend der Mehrheit der Gelehrten der
Inhalt dieser zwei Hadithe Teil unserer Shariah.

In der Tat sehen wir, dass diese Art von Operationen sowohl in der
Gegenwart des Propheten ( ‫ ) ا 
و‬und auch nach ihm von

93
den Sahaba (!" ‫ ا‬# ‫ )ر‬nicht nur einmal, sondern mehrmals
ausgeführt wurden. Darüber hinaus ist das Beschützen des Din die
größte Leistung, welche ein Mujahid erbringt und die Beweise lassen
keinen Zweifel daran, dass ein Mujahid sein Leben für den Din opfern
darf. Abu Dujanah (
" ‫ ا‬# ‫ )ر‬war das menschliche Schild des
Propheten ( ‫ ) ا 
و‬und dies untermauert die Zulässigkeit,
dass eine Person sich selbst für andere im Interesse des Din opfern
darf.

Zusammenfassung
Als Ergebnis dieser Recherche sind wir zum Entschluß gekommen,
dass Märtyrer-Operationen zulässig sind und Tatsache ist, dass der
Mujahid, der in solch einer Operation getötet wird besser ist als
derjenige, der in den Reihen kämpft, denn es gibt selbst unter den
Märtyrern Rangstufen entsprechend ihrer Rolle, Handlung,
Bemühung und dem Risiko welches sie unternommen hatten. Dies
liegt auf der Hand – oder was sollte dann die Intention dessen sein,
dass Hamza (
" ‫ ا‬# ‫ ) ر‬der Führer der Märtyrer ist und
einhergehend mit ihm der Mann, der sich gegen den Tyrannen
erhebt, ihm Rechtschaffenheit befiehlt und ihm das Böse verbietet –
und daraufhin tötet der Tyrann ihn; warum wird solch eine Person
dann einhergehend mit Hamza zum Meister der Shuahada gemacht?
Der einzige Grund ist, dass er keinen anderen Helfer außer Allah
hatte – und er ertrug die Bürde der Furcht und der Mühsal, welche
die meisten anderen Mujahidin nicht schmecken. Jeder Mujahid hat
seine Rangstufe entsprechend dem wie er sich bemüht hat und wie
er getötet wurde.

Wir erläuterten, dass Märtyrer-Operationen am wenigsten kostspielig


für die Mujahidin und am meisten schädigend für den Feind sind. Wir
haben gehört, so wie ihr es sicherlich auch gehört habt, dass die
meisten Gelehrten heutzutage solche Operationen erlauben;
mindestens 30 Urteilssprüche wurden zu diesem Thema
ausgegeben. Desweiteren erläuterten wir, wie sich dieser Punkt von
dem Sachverhalt, sich selbst eigenhändig in die feindlichen Reihen
zu stürzen, ableitet; etwas was nach Übereinstimmung der Fuqaha
lobenswürdig ist.

94
Ferner legten wir dar, das wir die Ansicht vertreten, dass solch eine
Handlung zulässig (Ja’iz) ist, selbst wenn der Märtyrertod das
einzige Ziel ist, obgleich es sicherlich nicht die tugendhafteste
(Afdhal) Sache ist die man tun kann. Märtyrer-Operationen sollten
nicht durchgeführt werden, außer bestimmte Vorraussetzungen
werden erfüllt:

1. Die Absicht der Person ist aufrichtig und rein – das Wort Allahs
zu erhöhen und dem Jihad zu nutzen.

2. Die Person ist sich ziemlich sicher, dass es nicht möglich ist
den Feinden Schaden und Verluste mit einer anderen Methode,
bei der der Mujahid sich sicher oder ziemlich sicher ist, dass
sein Leben bewahrt wird, zuzufügen.

3. Die Person ist sich ziemlich sicher, dass dem Feind Verluste
zugefügt werden oder er eingeschüchtert wird oder die Muslime
ermutigt werden.

4. Die Person sollte sich mit Kriegsstrategen [die Kommandanten


der Mujahidin etc.] beraten und speziell mit dem Emir des
Krieges, da er andererseits einen Plan welcher von den
Mujahidin vorbereitet wurde ruinieren könnte und den Feind von
der Präsenz der Mujahidin vorwarnen könnte.

Wenn die erste Voraussetzung nicht erfüllt wird, ist die Tat wertlos
(Batil). Falls sie erfüllt wird, während es an einer der anderen
Vorraussetzungen mangelt, dann ist es nicht die beste Sache, aber
gleichzeitig bedeutet es nicht zwangsläufig, dass der Mujahid kein
Shahid ist.

Wir erläuterten außerdem, dass das indirekte Verursachen eines


Todes das selbe Urteil hat wie das eigentliche Töten. Somit ist
jemand der sich ohne Rüstung in die feindlichen Reihen stürzt und
sich des Todes sicher ist, in der Tat genau so wie einer der eine
Märtyrer-Operation durchführt – und folglich ist er (in beiden
Situationen) derjenige, der effektiv seinen eigenen Tod verursacht,
aber beides ist aufgrund der Umstände und der Absicht
lobenswürdig; infolgedessen werden sie nicht als Selbstmörder
betrachtet.

95
Das Leben im Hause Istischadi

Im Hause der Istischadia mit Abu Umar angekommmen waren schon


Said und Abu Muslim anwesend. Wir lebten von nun an zu viert in
diesem Haus. Mashallah diese Brüder waren wie Perlen, manche
unter ihnen fasteten das Fasten von Dawud a.s. (ein Tag fasten, ein
Tag nicht fasten) und sie preisten ihren Herrn am Morgen und am
Abend, sie standen unter anderem zwei Stunden vor dem Morgen-
gebet auf und beteten. Möge Allah ihre Taten akzeptieren und sie in
den höchsten Stufen des Paradises ruhen lassen. Amin

Aufbruch zur ersten Amelia

Wir trafen uns in einem Merkez mit weiteren Mujahidin von Taliban
und Al-Qaida. Als wir mit den nötigen Vorbereitungen, wie Waffen
und Raketen checken fertigen waren, machten wir uns auf in die
Berge. Dort teilte der Amir uns in vier Gruppen ein. Eine Gruppe
wurde zur Verteidigung der Mujahidin vor Helikopterangriffen mit
einer Z.K.K stationiert. Eine andere Gruppe feuerte Havans und die
zwei letzten Gruppen schossen BM1 auf die Kuffar. Ich war in der
einen BM1-Gruppe. Wir verweilten zwei Tage in den Bergen, bevor
wir zur Amelia aufbrachen. Wir schleppten die schweren Waffen auf
die Berge und bereiteten alles soweit vor, um kurz darauf mit den
Bombardierungen gegen die Kreuzzügler zu beginnen.

Sura 8:17 (al-Anfal)


Nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah hat sie getötet. Und nicht du
hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Allah hat geworfen,
und damit Er die Gläubigen einer schönen Prüfung von Ihm
unterziehe. Gewiß, Allah ist Allhörend und Allwissend.

Als nun alles startklar war, warteten wir auf den Befehl des Amir und
zündeten darauf die ersten Raketen. Ich war auf einer kleinen
Berghöhe und verfolgte wie die Raketen im Camp einschlugen. Die
Gruppe mit den Havans fing auch endlich mit den Bombadierungen
an. Plötzlich ertönte ein kurzes pfeifendes Geräusch und die erste
Rakete von Seiten der Kuffar schlug in unserer Nähe ein. Wir beeilten
uns nun um die letzten Raketen zu schießen. Als wir fertig waren,
packten wir alles zusammen und wollten wieder den Weg den wir

96
auch gekommen waren zurück. Die Kuffar beschossen uns mit
Kampfjets auf diesem Weg, also blieb uns nichts anderes übrig als in
entgegengesetzte Richtung zu gehen. Wir flüchteten von Busch zu
Busch und versteckten uns in einem Dickicht sobald wir die Jets im
Sturzflug ansausen hörten. Als die Jets abgezogen waren, rannten
wir weiter bis wir es über einen Bergpass geschaft hatten. Dort waren
wir vor den Jets sicher da sie in diesem Gebiet nicht mehr
bombardierten. Allerdings stellte sich der Nachhauseweg als
schwierig heraus, da keiner so recht wusste wo wir waren. Wir liefen
Stunden durch die Berge bis die Nacht anbrach. Wir trafen auf eine
Gruppe Holzfäller, die ein Lager in den Bergen hatten. Diese Männer
verpflegten uns und gaben uns einen Platz im Zelt zum Schlafen. Am
nächsten Morgen brachte uns einer der Holzfäller zu einem Platz, an
dem ein Bruder mit einem Auto auf uns wartete. Die Brüder konnten
diesen Ort mit Hilfe eines Funkgerätes ausmachen.
Ich kehrte danach wieder zum Haus der Istischadia zurück. Said Al-
Kurdi machte sich bald darauf auf den Weg, um seine Amelia
durchzuführen. Wir drehten zusammen noch ein Video, auf dem Said
Al-Kurdi Dawa auf arabisch und kurdisch machte.

Said Al-Kurdi

Said brach auf, er verabschiedete sich von uns und begab sich
anschließend in die Stadt Jalalabad, wo er bei einem Ansar unter-
tauchte. Er sollte dort warten bis der Tag für seine Amelia gekommen
ist. Said sollte einen Anschlag auf einen hochrangigen Offizier von
Seiten der Kuffar verüben. Was sich erst später rausstellte war, dass
schon zuvor jemand auf diesen Offizier einen Anschlag verüben
wollte, dies missglückte und der Offizier floh darauf nach Frankreich.
Nach Saads Amelia wuchs die Liste der Muslime die nun Istischadia
machen wollten drastisch an, so kam es zu diesem Missverständnis,
dass zwei Muslime auf eine Person einen Anschlag verüben wollten.
Von nun an musste Said geduldig sein, denn es musste ein neuer
Plan her. Der neue Plan lautete einen Konvoi der Amerikaner
anzugreifen. Bei Saids Angriff auf diesen Konvoi starben 8-10
amerikanische Kreuzzügler.

Kurz nach Said brach auch Abu Muslim auf. Auch er verabschiedete
sich von uns aus dem Haus der Istischadia und machte sich auf den
Weg.

97
Abu Muslim

Er machte sich auf nach Khost um dort einen Stützpunkt der


Murtadun anzugreifen, die dort eine Geheimdienstbasis aufgebaut
hatten, die von den Amerikanern unterstützt wurde. In dem Haus des
Ansar wo er unterkam, konnte Abu Muslim noch einmal zu Hause bei
seiner Frau anrufen doch was er von ihr zu hören bekam war alles
andere als erfreulich für ihn. Sie erzählte ihm das sie von Abu
Muslims Bruder belästigt werden würde. Abu Muslim wandte sich
darauf an unseren Amir ob es jemanden gäbe, der rausfinden könnte
ob dies auch wirklich der Wahrheit entsprach. Also beauftragte der
Amir einen Bruder in der Türkei der das nachforschen sollte. Es
stellte sich heraus das Abu Muslim von seiner Frau belogen wurde
was ihn sehr bedrückte.
Abu Muslim ging mit dem Ansar den Stützpunkt beobachten auf den
der Anschlag geplant war. Der Ansar erklärte Abu Muslim genau den
Standort, an dem er den Zünder drücken sollte. Es wurden nun die
letzten Vorbereitungen getroffen, man färbte den Wagen grün, setzte
eine afghanische Flagge darauf und verkleidete Abu Muslim als einen
afghanischen Offizier. Darauf verabschiedete er sich und fuhr los.
Doch die Fahrt sollte nicht lange dauern, da sein Auto einen Defekt
hatte. Abu Muslim bekam etwas von den Chemikalien ab, die im
Wagen untergebracht waren. Er kehrte um, zurück zum Haus des
Ansar. Das Auto wurde innerhalb von ein paar Tagen repariert. Abu
Muslim wurde in dieser Zeit sehr krank, er konnte kaum gehen. Der
zuständige Amir fragte ihn ob er nicht lieber warten wolle bis er
wieder gesund sei, darauf berichtete Abu Muslim ihm von seinem
Traum. Der Wagen, den er in seinem Traum sah war der gleiche. Er
berichtete weiter, dass eine Hur-al-Ain sich auf dem Schiebedach des
Autos befand und Abu Muslim zu sich nach oben nahm.
So ging Abu Muslim trotz schmerzen zu seiner Amelia. Es gab zwei
Stützpunkte, Abu Muslim sollte den linken angreifen. Gelobt sei Allah,
der in diesen Anschlag so viel Segen gab.
Es starben über hundert Abtrünnige und Kuffar. Viele von ihnen
starben erst Tage später nach dem die giftige Substanz anfing zu
wirken, die mit dem Sprenngstoff bei der Explosion verteilt wurde.
Dies teilte uns ein Spion mit, der im Militäkrankenhaus arbeitete.

Die Zahl der Bewohner unseres Hauses stieg wieder an, denn viele

98
Brüder wollten den Beispielen von Sad, Said und Abu Muslim folgen.
Der Amir der Taliban Mullah Muhammad Umar lobte die Anschläge
von Sad, Said und Abu Muslim sehr. Möge Allah uns auch solchen
Segen in unseren Amilijat geben. Amin.
Auch schrieben sehr viele Schwestern Briefe an unseren Amir, da
auch sie bereit waren solche Anschläge zu verüben.

Sura 3:169 (al-i-Imran)


Und meine ja nicht, diejenigen, die auf Allahs Weg getötet worden
sind, seien (wirklich) tot. Nein! Vielmehr sind sie lebendig bei ihrem
Herrn und werden versorgt

Sura 2:154 (al-Baqara)


Und sagt nicht von denen, die auf Allahs Weg getötet werden, sie
seien tot! Nein! Vielmehr sind sie lebendig; aber ihr nehmt es nicht
wahr.

Und einem Hadith vom Gesandten Allahs ( ‫) ا   و‬

Der Prophet ( ‫ ) ا   و‬sagte: Als eure Brüder in Uhud Märtyer
wurden steckte Allah ihre Seelen in grüne Vögel, welche von den
Flüssen des Paradieses trinken, von seinen Früchten essen und
Unterstand in goldenen Lampen suchen, welche im Schatten des
Throns hängen, als sie sahen wie gut ihr Essen, Trinken und
Wohnplatz war, sagten sie: Wer wird unseren Brüdern über uns
erzählen, das wir lebendig im Paradies sind und reichlich versorgt
werden, damit sie nicht vom Jihad fliehen noch sich vom Kampf
abwenden.

Der Afghanistan Krieg geht weiter

Nach dem anstrengenden Winter in den Bergen Afghanistans, konnte


es endlich wieder losgehen, den Kampf gegen die Besatzer erneut zu
beginnen. Der Weg zum Operationsgebiet war sehr lang und
anstrengend.

99
Angriff auf eine US-Basis

Wir stationierten an zwei Stellen schwere Artilleriewaffen, Havan und


TOP 82. Bei dieser Operation war ich in die Havan-Gruppe eingeteilt.
An einer strategisch günstigen Stelle wurde die Z.K.K. so aufgebaut,
dass man von oben in die US-Basis feuern konnte.
Es wurde eine Reihe gebildet, welche das Camp stürmt, dabei
wurden sie von zwei TOP 75 unterstützt, die ihnen Rückendeckung
gaben.
Wir beteten das Maghrib- und Ischagebet zusammen und lauerten in
der Nacht, bis der Befehl vom Amir zum Angriff kam. Kurz bevor die
Amelia beginnen sollte schossen die Amerikaner mit Leuchthavan in
die Berge aus Angst vor Angriffen.
Kurz danach kam der Befehl zum Angriff. Wir begannen mit TOP 82
und Havan.
Die ersten Granaten die wir mit Havan schossen landete vor dem
Camp, daraufhin kam der Befehl die Einstellung zu korrigieren,
woraufhin alle weiteren Granaten im Camp landeten. Man hörte die
ganze Zeit Explosionen und Sturmfeuer der Maschinengewehre. Als
wir alle unsere Granaten abgefeuert hatten haben wir die Artillerie
abgebaut und uns zurückgezogen. Beim Rückzug tauchten zwei
Apache-Helikopter auf die uns daran hinderten weiterzugehen. Diese
Helikopter bekamen weitere Unterstützung von Aufklärungsflug-
zeugen und Kampfjets. Wir konnten uns noch rechtzeitig in einem
Ackerfeld verstecken. Die Helikopter kreisten ständig über uns. Die
Amerikaner rückten jetzt auch mit Bodentruppen an, diese stießen
auf eine andere Gruppe von Mujahideen, welche sich auch auf dem
Rückzug befand. Wir waren ca. 100 Meter davon entfernt. Durch die
Dunkelheit der Nacht wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht was
geschah, wir nahmen nur einen schweren Schusswechsel war. Die
Feinde Allahs zogen sich darauf wieder mal zurück und die
Kampfhubschrauber bombardierten das Gebiet, woraufhin alle 15
Brüder Märtyrer wurden. Möge Allah, der Erhabene, ihre helden-
haften Taten annehmen. Amin
Ich wusste in dem Moment nicht was der Helikopter bombardiert. Ich
dachte er bombardiert meine Position und so rechnete auch ich mit
der Shahada. Trotz der schwierigen Lage mussten wir diesen Ort
verlassen. So bewegten wir uns Meter um Meter und versteckten uns
nach einigen Schritten immer wieder. Ein Bruder betete darauf zu

100
Allah, dem Allhörenden, um einen Ausweg. Kaum war das Bittgebet
zu Ende verstummten die Rotoren der Helikopter und es wurde ruhig.
Somit machten wir uns auf den Rückweg. Im Stützpunkt
angekommen warteten wir auf die restlichen Brüder. Am nächsten
Tag erfuhren wir, das mit diesem Angriff 55 Amerikaner und
Murtaddin (Abtrünnige) in die Hölle geschickt wurden. Möge Allah,
der Gerechte, sie verdammen und sie Seine Strafe kosten lassen.
Amin.

Das war eine von vielen gesegneten Operationen an denen ich


teilnehmen durfte.

Nach einigen Monaten kehrten wir zu unserem Hauptstützpunkt


zurück. Genau am Tag danach wurde die Stelle unserer Operations-
basis bombardiert.
Möge Allah mit den gefallen Brüdern zufrieden sein und sie in die
höchsten Stufen eingehen lassen. Amin.

Deutsche Taliban Mujahideen

Nach drei Jahren bei der Islamic Jihad Union, hatte ich noch immer
Verständigungsprobleme mit den anderen Mujahideen. Sie waren
zwar alle wirklich nette Brüder, doch fehlte mir die Unterhaltung mit
einem Bruder. Mir fehlte es einfach mal meine Gedanken auszutau-
schen oder das mich ein Bruder aufbaut, wenn ich mal einen
schlechten Tag hatte. Man merkt doch schnell wie sehr man
Aufmunterung und Nasiha, vor allem in Zeiten des Krieges nötig hat.
Ich kann meinen Geschwistern nur raten sich auf keinen Fall von
Shaytan einflüstern zu lassen. Hier in den Ländern des Jihad sind die
großen Shayatin und das merkt man schnell. Sie kommen hier in der
Regel nicht mit Einflüsterungen wie „Trink doch mal ein Glas Bier,
dass merkt doch keiner“ oder „Schalt doch mal das Radio an, Musik
klingt schön“. Was der Shaytan hier bezweckt, ist das Fitna zwischen
den Muslimen entsteht. Und wenn einmal Fitna da ist, ist der Weg
zum Kufr auch schnell offen.
Ich habe angefangen Dua zu Allah zu machen. Ich habe Ihn gebeten,
dass Er deutsche Brüder in unsere Jama´a schickt. Eines Tages kam
ein usbekischer Bruder zu mir und erzählte mir seinen Traum. Wir
konnten uns ein wenig auf Paschtu unterhalten. Er träumte, dass ich

101
eine Frau hatte und ein Kind auf dem Arm trug. Wir kannten einen
Bruder der die Traumdeutung beherrscht. Dieser Bruder deutete,
dass ich bald eine gute Nachricht bekommen würde. Ich war erfreut
und bat Allah, den Barmherzigen, um ein Zeichen, der meinen Iman
stärken sollte. Allah hat meine Bitte erhört, ich sah kurz darauf,
gemeinsam mit noch einem anderem Bruder, zwei mal den Namen
Allah auf arabisch im Himmel geschrieben. Nach drei Monaten in
Afghanistan kehrten wir wieder nach Waziristan zurück.
Als wir wieder in Waziristan waren, kam der Amir zu mir und erzählte
das zur Zeit einige deutsche Brüder bei ihm ein Training machen. Er
hat mir erlaubt diese Brüder zu besuchen. Zu Beginn dachte ich sie
würden bei der IJU bleiben, sie sagten mir aber, dass sie zu Taliban
wollten. Ich überlegte dann, ob es nicht auch für mich besser wäre in
einer Jama´a zu sein, in der ich mich mit den Brüdern verständigen
konnte.
Gemäß dem Vorbild des Propheten ( ‫) ا   و‬, der Mitglieder
eines Stammes vereint hat, habe ich mich entschieden mit den
anderen Brüdern zu Taliban zu gehen. Schon zu Zeiten des
Propheten ( ‫ ) ا   و‬hatte die Zusammenführung von
Menschen eines Stammes (zur heutigen Zeit eines Landes) Vorteile,
denn diese haben die selben Sitten, Gewohnheiten und die selbe
Kultur. Außerdem überwindet man die sprachlichen Barrieren, die
unter Menschen auftreten, die nicht den selben Ländern (Stämmen)
entstammen.
Die Taliban erlaubte es eine Untergruppe zu bilden. Wir waren zu
Beginn sechs Brüder, gründeten die „Deutsche Taliban Mujahideen“
Jama’a und wählten Abu Ishaaq al-Muhajir zum Amir. Somit entstand
die erste deutsche Jihad-Gruppe der Welt. Diese Jama‘a soll eine
Heimat für alle deutschsprachigen Muslime werden, die von überall
auf der Welt hierher kommen können um ihre Pflicht Allah gegenüber
zu erfüllen, um auf Allahs Weg zu kämpfen, damit Sein Wort das
höchste wird.
Dank Allah wächst unsere Gruppe stetig und es kommen nicht nur
einzelne Brüder, sondern auch Familien mit Kindern, die sich hier,
fernab ihrer Geburtsorte, um Allahs willen abmühen. Der Herr der
Welten versorgt uns auch mit Risk mittels Spenden aus
verschiedenen Ländern, aber vor allem aus der Türkei. Hier möchte
ich auch meine Geschwister in Deutschland direkt ansprechen und
euch daran erinnern, dass der Jihad mit dem Besitz genauso
verpflichtend für jeden einzelnen Muslim ist, wie der Jihad mit der

102
eigenen Person. Zur Zeit erhalten wir fast gar keine Spenden aus
Deutschland, obwohl wir eine deutsche Jama’a sind und obwohl
Deutschland ein sehr wohlhabendes Land ist. Es ist sehr traurig,
dass unsere Geschwister in Deutschland ihre Hände so geschlossen
halten und ihre Pflicht nicht erfüllen. Wenn die Geschwister nur einen
Döner weniger in der Woche kaufen würden, könnte man mit diesem
Geld beinahe 20 Sniper-Kugeln kaufen um damit die Kuffar zu
bekämpfen. Überlegt euch mal was das inshAllah für ein Lohn für
euch wäre, wenn eine von diesen Sniper-Kugeln ein Mittel ist, dass
ein Kafir stirbt.

Ein Mujahid muss möglichst alle hier gängigen Waffen kennen und
beherrschen, trotzdem ist es sinnvoll sich auf eine bestimmte Waffe
zu spezialisieren. In meiner Jama´a gibt es Brüder, die sich auf RPG,
P.K.-Maschinengewehr und Scharfschützengewehr oder auf das
Bauen und Legen von Minen und anderen Sprengsätzen spezialisiert
haben. Ich persönlich vertiefe zur Zeit meine Kenntnisse und
Fähigkeiten mit schweren Artillerie-Waffen wie z.B. Havan 82
Mörsergranatwerfer oder BM-Raketen. Mein Ziel ist es in diesem
Sommer diese Waffen so gut zu beherrschen, dass ich selbstständig
Artillerie-Operationen anführen und andere Mujahideen darin
ausbilden kann.

Es wäre gut, wenn auch unverheiratete Schwestern die Hijra hier her
machen würden, denn es gibt hier viele unverheiratete Brüder die
sich wünschen eine Familie zu gründen. Auch ich hoffe darauf eine
deutsch- oder arabischsprechende Frau zu finden.
Die Schwestern lernen hier, ebenso wie die Mujahideen selbst, den
Umgang mit Schusswaffen. Sie müssen also nicht besorgt sein hilflos
zu sein. Wir wissen, Allah ist der beste Schutzherr, aber hier werden
auch die Mittel dazu geschaffen. Die Kinder wachsen hier fern ab
vom Kuffr der westlichen Gesellschaft auf. Hier gibt es keinen
Schulzwang, wo die Kinder dazu gezwungen werden Evolutionslügen
zu lernen oder wie in Deutschland schon in der Grundschule sexuell
verdorben werden.

Diese neue Generation von Mujahideen wächst mehrsprachig auf.


Sie lernen hier in der Regel arabisch, türkisch, englisch, paschtu,
urdu und die Muttersprache der Eltern. Des Weiteren werden den
Kinder von klein auf islamisches Wissen und islamische Werte von

103
wissenden Brüdern beigebracht. Die meisten Kinder der Mujahideen
sind bereits im Grundschulalter Hafith16, stählen ihre Körper mit Sport
und Selbstverteidigung, beginnen schon früh den Umgang mit Waffen
zu erlernen und werden in der taktischen Kriegsführung geschult.

Mit Allahs Erlaubnis wird dieser Nachwuchs zu einer ganz


besonderen Generation von Terroristen, der in keiner Datenbank und
keiner Liste der Feinde Allahs erfasst ist. Sie sprechen die Sprachen
der Feinde, kennen ihre Sitten und Bräuche und können sich auf
Grund ihres europäischen Aussehens hervorragend tarnen und so
die Länder der Kuffar unauffällig infiltrieren um dort inshAllah eine
Operation nach der anderen gegen die Feinde Allahs auszuführen
und so Angst und Terror in ihren Herzen zu sähen.

16
Hafith bedeutet den gesammten Quran auswendig zu können

104
R
Raattsscch
hllaag
g aan
nddiiee U
Ummm
maah
h
Der Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬wusste, dass der erste Feind
des Jihads der Luxus und das Versinken in Begierden ist. Allah hat
es ihm in Sura Tauba offenbart

Sura 9:86 (at-Tauba)


Und wenn eine Sura (als Offenbarung) hinabgesandt wird: „Glaubt an
Allah und müht euch (zusammen) mit Seinem Gesandten ab", (dann)
bitten dich die Bemittelten unter ihnen um Erlaubnis und sagen:
„Lasse uns mit denen (zusammen) sein, die (daheim) sitzen bleiben!"

Wie wir wissen ist in der jetzigen Zeit der Jihad für jeden Muslim der
dazu in der Lage ist Pflicht und für uns ist es eine Pflicht den Jihad
mit unserer Zunge (Dawa) zu Unternehmen und mit unserem
Vermögen wenn wir welches besitzen.

Ich frage euch ernsthaft, wie lange wollt ihr noch mit anschauen wie
die Murtaddin (Abtrünige des Islam) und die Kuffar unsere Brüder
und Schwestern in die Gefängnisse stecken und sie auf furchtbare
Art und Weise foltern und unsere Schwestern Tag für Tag
vergewaltigen und wie die Kuffar sich über unseren Propheten
( ‫ ) ا   و‬lustig machen, indem sie Karikaturen von ihm
anfertigen. Wie die Tawaghit in den ehemals islamischen Ländern die
Sharia verändern oder abschaffen und mit ihren selbst erfundenen
Gesetzten richten? Wie lange wollt ihr dies alles noch mitanschauen?

Ich erzähle euch eine Geschichte von einem tugenhaften Sahabi.


Sein Name ist Hambala, der in einer Schlacht gefallen war. Der
Gesandte Allahs ( ‫ ) ا   و‬sah wie er von den Engeln
gewaschen wurde und das kam ihm seltsam vor, denn ein Mujahid
muss nicht gewaschen werden und es muss auch kein Totengebet
über ihn verrichtet werden. Er ( ‫ ) ا   و‬befragte Hambalas
Frau danach. Sie sagte: „Ja Rasulullah es war unsere
Hochzeitsnacht als der Befehl zum Jiahd kam. Er stand sofort auf
und ging in die Schlacht ohne sich davor zu waschen“.

An alle Muslime, die an Allah und seinen Gesandten glauben, wenn

105
ihr Allah wahrhaftigt liebt dann tut endlich was dafür, dass Allahs
Wort La ilaha ilAllah wieder am höchsten steht. Allah, der Erhabene
hat uns die gewaltige Gabe des Islam gegeben also strebt auch
danach und lasst euch nicht von dem diesseitgen Leben ablenken
sondern denkt an das Jenseits, keiner von uns kann die Strafe Allahs
aushalten. Der Tag an dem du dem Tod begegnen wirst, wird gewiss
eintreffen. Also lass uns bemüht sein zu den Rechtschaffen zu
gehören und lass uns Allah Ergebene sein und lass uns zu
denjenigen gehören die Allahs Gnade erreichen damit wir mit den
früheren Salihin (Tugendhaften) in das Paradies eintretten können.

Amin, Amin Allahuma Amin!

A
Abbsscch
hllu
ussss
Dieses Buch wurde am Arba‘a dem 14. Jumada al-Awwal 1431
(28.04.2010) fertig gestellt. An diesem Tag, gegen 15 Uhr, sind
Abdul-Ghaffar und drei weitere Brüder zu unserem Schöpfer
zurückgekehrt, möge Allah mit ihnen allen barmherzig sein.
Amin.

Die vier Brüder waren gerade unterwegs nach Hause, als sie an
einem Kontrollpunkt der Murtaddin vorbeifahren wollten. Ohne
Vorwarnung eröffneten die Kuffar das Feuer auf den Wagen der
Brüder. Allah erlaubte es unseren geliebten Brüdern aus ihrem
Auto auszusteigen und ihr letztes Gefecht gegen die Ungläubigen
zu führen. Sie alle kämpften wie Löwen. Abdul-Ghaffar und ein
weiterer Bruder wurden von mehreren Kugeln der Kuffar
getroffen als der Todesengel ihre Seelen nahm. Der Körper des
dritten Bruders wurde von einer RPG-Rakete getroffen. Der
vierte Bruder wurde verletzt, er wartete bis die Kuffar sich ihm
näherten, dann zündete er seine Handgranate und opferte sich
selbst auf um noch vier Kuffar in die Hölle zu schicken.

106
Am nächsten Tag holten wir die Körper von Abdul-Ghaffar und
den anderen Geschwistern. Die Kuffar haben sie nackt
ausgezogen, ihnen alles gestohlen was sie bei sich hatten und
haben sie in Säcke getan. Danach versuchten sie die Körper der
Shuhada mit Chemikalien zu verunstalten um so den Misk-
Geruch von ihnen zu entfernen. Trotzdessen hatten sowohl
Abdul-Ghaffar, als auch die anderen Brüder mehrere deutliche
Zeichen der Shahada (Märtyrertod). Ich bezeuge, dass Abdul-
Ghaffar einen sehr zufriedenen Gesichtsausdruck hatte und am
lächeln war und obwohl seine Seele seinen Körper bereits seit
mehr als 36 Stunden verlassen hatte floss immer noch frisches
Blut aus seinen Wunden. Allahu Akbar!
In der Nacht begruben wir alle vier nach dem Vorbild der Sunnah
unseres geliebten Propheten Muhammad ( ‫) ا   و‬.
Abdul-Ghaffar hat allem Anschein nach sein Ziel erreicht ein
Shahid zu werden und so die höchsten Stufen des Paradieses und
das Wohlgefallen des Herrn der Welten zu erlangen, doch sein
wahres Urteil liegt bei Allah.

Möge Allah ihn und alle anderen Brüder, die auf Seinem Weg
gefallen sind, akzeptieren und ihnen die höchsten Stufen in
Firdaus geben. Amin
Möge Allah auch uns diese gewaltige Gunst erweisen und uns
erlauben unseren als Shuhada gefallenen Brüdern zu folgen und
mit ihnen in den Bäuchen von kleinen grünen Vögeln in Jannah
um den Thron des Allerbarmers zu fliegen. Amin

Sura 3:169-170 (al-i-Imran)


Und meine ja nicht, diejenigen, die auf Allahs Weg getötet
worden sind, seien (wirklich) tot. Nein! Vielmehr sind sie
lebendig bei ihrem Herrn und werden versorgt und sind froh
über das, was Allah ihnen von Seiner Huld gewährt hat, und sind
glückselig über diejenigen, die sich nach ihnen noch nicht
angeschlossen haben, daß keine Furcht über sie kommen soll,
noch sie traurig sein sollen.

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