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Projekt : „Gemeinsame Vergangenheit: Deutschland, Armenien und die Türkei“

Der Prozess Talaat Pascha – Der Völkermord an den


Armeniern vor Gericht
"Nicht ich bin der Mörder, sondern er", erklärte der junge
Armenier Soromon Tehlerjan bei seiner Festnahme. Tehlerjan
war davon überzeugt, dass der von ihm erschossene
ehemalige osmanische Innenminister Mehmet Talaat Pascha
zu den Hauptverantwortlichen für den Völkermord gehörte,
den das Osmanische Reich während des Ersten Weltkrieges
an seinen armenischen Bürgern verübt hatte. Ein
osmanisches Militärtribunal verurteilte dafür Talaat 1919 in
Abwesenheit zum Tode. Der Armenier, der quasi das Urteil
vollzog, stand schon drei Monate nach seinem Attentat vor
einem Berliner Schwurgericht. Es erkannte auf
Schuldunfähigkeit. Der „Mördermord“ zu Berlin gab den
Anstoß für die Genozidkonvention der Vereinten Nationen
(1948).

In einer szenischen Lesung mit fünf Schauspieler/innen und


einem Musiker aus den Herkunftsländern Armenien, Türkei, Österreich, Frankreich und
Deutschland werden Auszüge aus dem stenografischen Prozessprotokoll am
Kriminalgericht in Berlin als dokumentarisches Theater aufgeführt.

Durch seinen interkulturellen Ansatz möchte das Projekt zur Aussöhnung beitragen und
die Verständigung zwischen den betroffenen Ländern verbessern. Das Projekt ist privat
initiiert, wird ehrenamtlich geleitet und nicht-kommerziell betrieben.

Atelier Jost Merscher, Große


Düwelstr. 47A, 30171 Hannover

Sa., 5. Juni > 19:00 Uhr


So., 6 Juni > 18:00 Uhr

Für das Theaterstück bitte aus


organisatorischen Gründen bei dieser E-
Mail-Adresse info@ludi-sereni.de
anmelden.

Akteure der Lesung v. l., Anja Haverland,


Stepan Gantralyan, Vincent Julien Piot,
Margot Binder, Birte Flint, Tuncay Gary

Weitere Informationen und Fotos zur szenischen Lesung:


www.voelkermord-armenien.de/presse