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1/2010

22. Jahrgang

Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M
Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b.,

Mit Leidenschaft
Musikant
Ausklang einer Ära: Herbert Ebenbichler
beendet sein Wirken als LV-Obmann.
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6
2 BiT | Februar
Editorial und Inhalt

Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT,


eine Ära geht zu Ende. Dieses große Wort darf
man angesichts der bevorstehenden Neuwahlen
im Tiroler Blasmusikverband wohl mit Berech-
tigung aussprechen, denn mit dem Ausscheiden
von Präsident Franz Fischler, LV-Obmann Her-
bert Ebenbichler, Landesjugendreferent Helmut
Schmid, Landesstabführer Siegfried Stigger und
weiteren Funktionären ist eine kräftige Zäsur im
Generalversammlung ................. 4-6 Personenkreis der Akteure im Blasmusikverband
Tirol gegeben. Selbstverständlich geben wir den
Thema Persönlichkeiten, die mit großem Einsatz und
sehr erfolgreich die Geschicke der Tiroler Blasmusik gelenkt haben, besonde-
Präsident Franz Fischler................................... 7 ren Raum in dieser Ausgabe.
LV-Obmann Herbert Ebenbichler.................... 8-9 Herbert Ebenbichler und Helmut Schmid haben auch unsere BiT kräftig
LV- Jugendreferent Helmut Schmid............ 10-11 mitgestaltet: Die Einrichtung der Jugend-Seiten, Jugend-Serien, das insgesamt
LV-Stabführer Siegfried Stigger........................ 12 „verjüngte“ Layout und die aktuelle Gestaltung war beiden ein wichtiges An-
liegen. Herbert Ebenbichler hat in seiner Obmann-Funktion immer auch die
Aktuelles geschäftlichen Belange bearbeitet, Verhandlungen geführt, Kooperationen
Ausschreibungen.......................................... 13 angebahnt und die gediegene Form der Verbandsmitteilungen unterstützt.
Landeswertungsspiel................................ 14-15 Zudem war und ist er ein fleißiger und pünktlicher Gestalter von Beiträgen.
Beiden LV-Funktionären sei herzlicher Dank für die ertragreiche Zusammen-
Brass........................................................... 17
arbeit gesagt. Ebenso dem Präsidenten Franz Fischler für seine Kommentare,
Militärmusik............................................ 18-20
die seit einigen Ausgaben unsere Verbandsmitteilungen bereichern.
Innsbrucker Promenadenkonzerte................... 20
Das Blasmusik-Jahr 2010 wird vom Landeswertungsspiel geprägt. Das soll
ein großer Tag werden, mit repräsentativen Leistungen und Auftritten von
Kommentar Kapellen aus allen Teilen Tirols auf einer Bühne, wie man sie nicht immer zur
Präsident Franz Fischler................................. 22 Verfügung hat. Zeit, die Jury vorzustellen: klingende Namen aus der europä-
ischen Blasmusikszene – vielleicht ein Anreiz mehr dabei zu sein.
Mitteilungen Soeben hat sich ja der Verein zur Unterstützung der österreichischen Mili-
des LV-Obmannes.................................... 24-25 tärmusik konstituiert, nachdem der weitere Bestand aller österreichischen Mi-
des LV-Kapellmeisters.................................... 26 litärkapellen immer wieder in Frage gestellt wird. In Musikerkreisen ist man
des LV-Geschäftsführers............................ 27-30 sich der Bedeutung der militärischen Klangkörper wohl bewusst. Auch die
BiT möchte diese Wertschätzung unterstreichen, indem sie eine Geschichte
des LV-Stabführers........................................ 31
der Militärmusik, recherchiert und verfasst von Ursula Strohal, veröffentli-
des Landesjugendreferenten...................... 32-33
chen.
Bezirksmeldungen ................... 34-39 Der Blick auf Aktivitäten in den Bezirken, manche Kapellen sind ja un-
ermüdlich im Jahreskreis tätig, Angebote für Weiterbildung, Wettbewerbe,
Großveranstaltungen und ein Porträt des Komponisten Johannes Sigl run-
Service den unsere erste 10er-Ausgabe ab. Ich wünsche viel Freude damit und lade
CD-Besprechungen.................................. 40-41 ganz herzlich ein, die weiteren Ausgaben durch spannende Beiträge mitzu-
Neue Noten.................................................. 42 gestalten.
Musikantensuche.......................................... 42
Termine....................................................... 42 Euer Josef Wetzinger
Was tut sich außerhalb Tirols?........................ 43

Serie
Tiroler Musikpersönlichkeiten.................... 44-45
Die nächste BiT erscheint im Juni 2010
In memoriam.................................... 47 Redaktionsschluss: 30. April 2010

IMPRESSUM:
Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen | Redaktion: Josef Wetzinger | Redaktionsteam: Dr. Herbert Ebenbichler, Mag. Hermann Pallhuber,
Dr. Wolfram Rosenberger, Roland Mair, Ursula Strohal | Produktion: Ablinger.Garber, Medienturm, 6060 Hall i. T., www.ablinger-garber.at | Für den Versand verantwortlich: Roland Mair
Verband: Klostergasse 1, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/572333, Fax: 0512/572333-60, E-Mail: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at, www.blasmusikverband-tirol.at
LV-Obmann: herbert.ebenbichler@blasmusikverband-tirol.at | LV-Geschäftsführer: roland.mair@blasmusikverband-tirol.at | LV-Büro: office@blasmusikverband-tirol.at
Redaktion: redaktionbit@blasmusikverband-tirol.at. Jahresabogebühr e 15,– (ins Ausland plus Porto)

Februar | BiT 3
Generalversammlung

Einladung zur ordentlichen


Generalversammlung des Landesverbandes der
Tiroler Blasmusikkapellen in Innsbruck
Sonntag, 7. März 2010, 10:00 Uhr
Großer Stadtsaal, Universitätsstraße 1
Am Sonntag, dem 7. März 2010, 10:00 Uhr,
findet im Großen Stadtsaal in 6020 Innsbruck, Universitätsstraße 1,
die 63. ordentliche Generalversammlung des Landesverbandes der
Tiroler Blasmusikkapellen statt.
Eingeladen sind die Mitglieder des LV-Vorstandes und die bestellten Mitglieder
des Musikbeirates, die Bezirksobleute, Bezirkskapellmeister, Bezirksjugendrefe-
renten und Bezirksstabführer (somit je 4 Vertreter pro Bezirksverband) sowie die
Obleute, Kapellmeister und Jugendreferenten aller Mitgliedskapellen
(je 3 Vertreter pro Mitgliedskapelle) sowie die Ehrenmitglieder des Landesver-
bandes und Ehrengäste.
Bei Verhinderung von Bezirks- oder Kapellenvertretern sollen verlässlich deren
Stellvertreter delegiert werden. Bei Änderungen in der Liste der Funktionäre der
Bezirke und Kapellen, die dem Verband nach Wahlen z. B. noch nicht bekannt
gegeben wurden, mögen die Einladungen an die nunmehr für den 7. 3. 2010
zuständigen Funktionäre verlässlich weitergegeben werden.
Die Teilnahme weiterer Funktionäre und MusikantInnen ist erlaubt, weil die
Versammlung öffentlich abgehalten wird und für das Erscheinungsbild durchaus
erwünscht.
Um auch im äußeren Erscheinungsbild unsere Geschlossenheit zu zeigen,
werden die Teilnehmer ersucht, in Tracht/Uniform zu erscheinen. Der LV-
Vorstand ersucht um die vollzählige Teilnahme aller geladenen Funktionäre.
Es erfolgt eine weitere schriftliche Einladung an die Obmänner mit der
Zu­sendung des Programms, der Tagesordnung, eines Wahlvorschlages und der
Delegiertenkarte.

Für den LV-Vorstand:

Dr. Herbert Ebenbichler Dr. Franz Fischler


LV-Obmann LV-Präsident

4 BiT | Februar
Generalversammlung

Generalversammlung
Programm Messe
Messe 8:30 Uhr, Gottesdienst in der Jesuitenkirche
Innsbruck, Karl-Rahner-Platz (Nähe Stadtsaal)
Zelebrant: Prälat Mag. Raimund Schreier, Abt des Stiftes Wilten

D
as Programm konnte aufgrund ver- Hinweise
schiedener Überlegungen unseres 1.) Anträge an die Generalversammlung sind stabführer), die Mitglieder des LV-Vor-
Referates 6 im Musikbeirat „Blas- bis Montag, 1. März 2010 schriftlich (auch standes und die bestellten Mitglieder des
musik und Liturgie“ über die Aufgaben und Fax 0512/572333-60 und Mail office@ Musikbeirates. Die Generalversammlung
Möglichkeiten einer Blasmusikkapelle im blasmusikverband-tirol.at) bei der Ge- ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Er-
Gottesdienst, insbesondere in der Fastenzeit, schäftsstelle des Verbandes Klostergasse 1, schienenen beschlussfähig.
vor Redaktionsschluss noch nicht fixiert wer- 6020 Innsbruck einzubringen; 4.) Parkplätze für PKWs sind am Sonntag in
den. Beim Gottesdienst wird ein Programm 2.) Die Delegiertenkarten werden gesondert den Straßen in der Umgebung des Stadt-
mit allen Details aufgelegt werden. zugesandt - bitte ausfüllen und verlässlich saales und im Stadtteil Saggen ausreichend
beim Saaleingang abgeben; vorhanden und gebührenfrei – gebühren-
Ausführende 3.) Nach § 10 der LV-Statuten sind stimm- pflichtige PKW-Parkplätze in der City-
Kantor: N. N. berechtigt: drei Vertreter pro Kapelle und in der Kaiserjägergarage (für beide
An der Orgel: Egger Matthias, (Obmann, Kapellmeister, Jugendreferent Zufahrt über Kaiserjäger-Straße);  n

Kirchenmusiker der Jesuitenkirche oder Delegierte), vier pro Bezirksver-


Militärmusik Tirol band (Bezirksobmann, Bezirkskapellmei- Parkplätze für Busse im Fenner-Areal
Leitung: Oberstleutnant Hannes Apfolterer ster, Bezirksjugendreferent und Bezirks­ (Zufahrt über Kaiserjäger-Straße)

Programm Generalversammlung
10.00 Uhr Generalversammlung im Großen Stadtsaal, Universitätsstraße 1, Innsbruck

Tagesordnung 09.) N
 euwahlen der Mitglieder des Landesverbandsvorstandes
01.) Musik: “Prinz Eugen Kampfruf” (Solisten Florian und der Rechnungsprüfer
Partl und Franz Kapferer – Trompeten) von Joseph 10.) M
 usik: Polka aus „Die verkaufte Braut“ von Bedrich
Messner/arr.: Hans Eibl Smetana/arr.: Florian Pedarnig
02.) Eröffnung und Begrüßung, Feststellung der Beschlus­s­ 11.) E
 hrungen
fähigkeit, Verlesung und Genehmigung des Protokolls 12.) M
 usik: „Danubia“ Konzertmarsch von Julius Fucik/arr.:
der letztjährigen Generalversammlung Siegfried Rundel
03.) T otengedenken Musik: „Chorale St. Antoni“ von Joseph 13.) G
 rußworte der Ehrengäste
Haydn/arr.: W. Schilcher 14.) B
 ehandlung von weiteren Anträgen an die
04.) K urzberichte LV-Obmann, LV-Geschäftsführer, Landes­ General­versammlung
kapellmeister und Landesstabführer 15.) A
 llfälliges
05.) M
 usik: „Giovanna d´Arco” Ouvertüre von Giuseppe 16.) S
 chlussworte
Verdi/arr.: Stefan Laube 17.) T
 iroler Landeshymne von L. Knebelsberger,
06.) K
 urzberichte LV-Jugendreferenten und Finanzreferent, bearb.: Hans Eibl
Bericht der LV-Rechnungsprüfer, Entlastung des Finanz­
referenten und des Vorstandes; Musikalische Umrahmung:
07.) M
 usik: „Slavischer Tanz“ op. 46/2 von Antonin k.u.k. Postmusik Tirol
Dvorak/arr.: Stefan Laube Leitung: Kapellmeister Stefan Laube
08.) B
 eschlussfassung über eine Änderung der LV-Statuten

Februar | BiT 5
Militärmusik Tirol
Seit 2001 ist Obstlt. Hannes Apfolterer Chef und Kommandant der
Militär­musik Tirol, die die größte, vor allem auf die Praxis bezogene
musikalische Ausbildungsstätte des Landes ist.
Militärkapellmeister
Hannes Apfolterer

A
ufgrund ihres hohen Niveaus wird he internationaler Auftritte verweisen wie Großorchesters mit ca. 400 Militärmusikern
sie als Schulungsorchester für die in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, sind mehr als beeindruckend.
Aus- und Fortbildung der Militär- Libyen, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Bisher hat er ca. 300 Musikstücke für
kapellmeister, aber auch für Kapellmeister- Tschechien, Ungarn, Zypern und ist stets Großes Blasorchester und ca. 200 für Big
Kurse herangezogen. willkommener Gast in Rundfunk und Fern- Band arrangiert und komponiert, darunter 85
Obstlt. Apfolterer bildet Militärkapell- sehen. historische Militärmärsche. Großen Anklang
meister-Anwärter, die bereits die Vorausset- Obstlt Apfolterer hat national wie in- finden auch seine Arrangements verschie-
zungen für ihren fast letzten Ausbildungs- ternational einen hervorragenden Ruf als denster Nationalhymnen der Welt. Seit Jänner
zweig „praktische Verwendung“ erfüllen, in Militärkapellmeister, Dirigent, Komponist 1994 ist Obstlt Apfolterer auch Kapellmeis­
diesem aus und ist Mitglied der Prüfungs- und Arrangeur. Kompositionsaufträge vom ter der „Original Tiroler Kaiserjägermusik“;
kommission für die Grundausbildung zum Bundesministerium für Landesverteidigung erfolgreiche Auslandstourneen nach China,
Musikoffizier. und Sport für sehr besondere Anlässe sind Thailand, Türkei, Ukraine etc. wurden bereits
Die Militärmusik Tirol trägt ganz wesent- Ausdruck der hohen Wertschätzung, die Ur- absolviert.
lich zum musikalischen Image Österreichs aufführungen dieser Werke durch den Kom- Obstlt Hannes Apfolterer hat bisher insge-
im In- und Ausland bei, kann auf eine Rei- ponisten als Dirigent eines militärischen samt mehr als 20 CDs eingespielt. n

k.u.k. Postmusik Tirol


1904 beschlossen einige Postler einen Faschingsball für die
Kollegen zu veranstalten und brauchten dazu eine Ballmusik.

jahr 1904 getragen haben. Es ist der „k.u.k. und neuem Schwung in die Zukunft. Neuer
Briefträger-Waffenrock“, der unter Kaiser Obmann ist Bernd Raitmair.
Franz Josef I. eingeführt wurde und bei der Mit Kapellmeister Stefan Laube und Prä-
Pariser Weltausstellung den ersten Preis als sident Erwin Zangerl wollen die Musikan-
schönste Uniform der Welt errang. tinnen und Musikanten die lange Tradition
Dass die Postmusik in den Reihen der Ti- pflegen, aber auch neue Ideen und Visionen
roler Blasmusikkapellen einen Spitzenrang umsetzen.
einnimmt, ist nicht zuletzt das Verdienst der Getreu dem Motto der Österreichischen
renommierten Kapellmeister (Franz Brünn- Post AG „Wir sind überall ...“ wollen sich die
ler, Emanuel Schubert, Albert Grosser, En- 50 Mitglieder musikalisch im Blasmusikland
gelbert Anker, Franz Winkler, Gottlieb Weis- Tirol, aber auch über die Grenzen hinaus im
k.u.k. Postmusikkapelle Tirol sbacher, Hans Toifl, Karl Reinstadler, Hans In- und Ausland etablieren.

D
Eibl, Florian Pedarnig, Hans Pircher, Dir. Tonträger: „Der Traum eines österrei-
er Postkontrollor Johann An der Lan Hermann Wurnig und Alois Schöpf). Im chischen Reservisten“, „Innsbrucker Prome-
von Hochbrunn, ein großer Musik- Jahr 2006 wurde mit der Änderung des Ver- nadenkonzert“, „Post voran“.  n

idealist, machte den Vorschlag, eine einsnamens auf „k.u.k. Postmusik Tirol“ die  www.postmusiktirol.at
eigene Postkapelle zu gründen. Die Uniform, musikalische Ausrichtung hin zur alt-öster-
die die Postmusik als einzige der sechs öster- reichischen Musik und passend zur Uniform Kontakt
reichischen Postmusikkapellen noch trägt, ist neu definiert. Seit 2008 geht die k.u.k. Post- obmann@postmusiktirol.at oder
die gleiche, die die Briefträger im Gründungs- musik Tirol mit neu gewählter Führungsriege kapellmeister@postmusiktirol.at

6 BiT | Februar
Präsident, Franz Fischler | Thema

Ein großer Präsident


Interview mit dem
scheidenden Präsidenten
Franz Fischler
Dank an Dr. Franz Fischler für seine Tätigkeit als Präsident BiT: Herr Dr. Fischler, 15 Jahre lang stan­
den Sie als Präsident an der Spitze der
des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen. über 300 Tiroler Blasmusikkapellen. Was
konnten Sie in dieses Amt einbringen
Tirol (von 1985 bis 1989 als Direktor) war er und was hat es Ihnen gebracht?
von 1989 bis 1994 Bundesminister für Land- Franz Fischler: Es war nicht meine Ab­
und Forstwirtschaft in Wien, Basis für die sicht, dass das Amt mir etwas bringt.
Krönung seiner Laufbahn mit der Ernennung Was ich versucht habe, war dreierlei: Ich
des ÖVP-Politikers 1995 zum EU-Kommis- wollte dazu beitragen, das Blasmusikwe­
sar für Landwirtschaft in Brüssel. Von 1999 sen in Tirol und darüberhinaus noch be­
bis 2004 blieb er Kommissar und bekam die kannter zu machen, es ging darum, die
Fischerei dazu. Seit 2005 ist er wieder ständig finanzielle Basis des Blasmusikverbandes
in Absam und nun vorwiegend als Berater zu verbessern und mitzuhelfen, dass im
im In- und Ausland in seiner 2005 in Absam Verband innovative und zukunftsweisende
gegründeten Firma Franz Fischler Consult Entwicklungen statttfinden.
GmbH tätig.
Seit 2005 ist Fischler Präsident des Öko- Was sind die Aufgaben des Präsidenten?
sozialen Forums Europa. Auch als Verfasser Die Anforderungen sind nicht festge­
von Büchern, wie z. B. „Europa – Der Staat legt. Es kommt darauf an, was er aus
den keiner will“ 2006, „Erinnerungen“ 2006 seinen eigenen Funktionen heraus dar­
und „Ernährung sichern – Weltweit“ 2007 aus macht.
trat er hervor.
Als Dr. Fischler 1995 trotz seiner Tätig- Ihr musikalisches Interesse ist breit ge­
keit in Brüssel die Präsidentschaft der Tiro- streut. Was fasziniert Sie an der Blas­
Franz Fischler Foto: Privat ler Blasmusik übernahm, erwies er sich von musik?
Anfang an als überzeugter Verfechter der Hauptsächlich gefallen mir die klas­

N
regionalen Kultur. Er nahm an den wenigen sische österreichische Intonation mit
ach 15 Jahren kandidiert unser Prä- freien Wochenenden an vielen Musikfesten viel Flügelhorn, diese sehr runde Art zu
sident DI Dr.Franz Fischler bei der sowie Konzerten teil und leitete wichtige musizieren, und die typischen Stücke,
nächsten Generalversammlung mit Versammlungen des Verbandes in seiner auch jene der Tiroler Ikonen Tanzer, Tha­
Neuwahlen nicht mehr und hatte über diesen souveränen, immer humorvollen Art, dies ler usw., die diese Klangfarbe pflegten.
für uns unerwarteten Schritt bereits die er- auch weiter nach seiner Rückkehr aus Brüs- Als anderes Extrem gefällt mir die Brass­
weiterte Vorstandssitzung am 14. November sel in den letzten fünf Jahren. Nicht zu ver- musik. Ich freue mich, dass wir auch da
2009 in Mils bei Hall informiert. gessen auch, dass er für Großereignisse wie dank dem Einsatz von Hannes Buchegger
Damit geht nun im März 2010 eine äusserst Landesmusikfeste und Jubiläen beachtliche und Hermann Pallhuber weiterkommen.
bemerkenswerte Ära zu Ende, die bei der Ge- Sponsorgelder auftreiben konnte.
neralversammlung 1995 in Hall begann. Vor- Wenn Franz Fischler jetzt nach 15 Jahren Wie hoch darf der Preis sein für Inno­va­
stand und Generalversammlung fanden es ausscheidet, möchten wir ihm als Vertreter tionen innerhalb der Musikkapelle?
damals für das Image des Verbandes richtig, der Blasmusik Tirols, auch Österreichs, einen Neues muss nicht um jeden Preis er­
nach dem Ausscheiden des Kulturpolitikers großen Dank aussprechen, wobei dieser Dank folgen. Es darf nicht sein, dass Musik­
Dr. Fritz Prior als Verbandsobmann einen auch seiner Familie gilt, die für diese zusätz- kapellen auseinanderbrechen, weil die
hochrangigen Politiker als Präsidenten zu lichen Verpflichtungen immer Verständnis Musikanten überfordert sind. Der Ka­
installieren. zeigte. Wir wünschen Dr. Fischler auf seinem pellmeister muss adäquate Programme
Kurz die Laufbahn: Geboren 1946 in Ab- weiteren privaten wie beruflichen Wege alles entwickeln. In jeder Kapelle braucht es
sam, studierte Franz Fischler nach der Matu- Gute und hoffen, dass er der Blasmusik und aber auch fordernde und stimulierende
ra in Hall an der Hochschule für Bodenkultur unserem Landesverband verbunden bleibt. Elemente. Wettbewerbe können dazu
in Wien Landwirtschaft (Abschluss mit Dipl. Solche Menschen, die die Tradition schätzen beitragen, diese Spannung herauszu­
Ing. und Dr. rer. nat. oec). Dr. Fischler ist ver- und überzeugt sind von den großen Werten nehmen – ohne dass es einen Weltun­
heiratet mit Frau Heidi und hat 4 Kinder, sein der musischen Betätigung im Volk, verdie- tergang bedeutet, wenn man nicht ganz
Wohnort und Fixpunkt war immer Absam. nen höchste Wertschätzung.  n vorne dabei ist.
Nach Jahren als Universitätsassistent in Wien
und an der Landeslandwirtschaftskammer Dr. Herbert Ebenbichler

Februar | BiT 7
Thema | LV-Obmann,
AKTUELL | Mustertext Herbert Ebenbichler

Mit Leidenschaft
Musikant
„Musik als Lebenselexier“ – auf kaum einen Menschen trifft
Verbandsobmann dieses Wort so zu wie für Herbert Ebenbichler.
Herbert Ebenbichler

I
m Berufsleben mit Gesetzestexten befasst, riere als Studierender der Juristerei gefährdet:
hat er sich die Musik erkoren, und das mit Es war schon ein Studienplatz beim bekannten Interview mit dem scheidenden
einer Intensität, dass man beinahe von Prof. Daum in Deutschland bereit, als man in Landesverbandobmann
einem Zweitberuf oder vielleicht sogar von ei- seinem Elternhaus nachdrücklich betonte, auf Herbert Ebenbichler
ner Berufung sprechen darf. Von jungen Jah- die Fortsetzung des Studiums werde größter
ren an hat ihn alles fasziniert, was mit Musik Wert gelegt. BiT: Herr Dr. Ebenbicher, was wollten Sie
zusammenhing: Oper, Theater, symphonische 1955 trat er der Speckbacher Stadtmusik Hall als langjähriger Spitzenfunktionär errei­
Musik, Volksmusik … bei und damit war der Weg des begeisterten chen, für die Tiroler Blasmusik und öster­
Seine Fähigkeit zu führen und zu organisie- Amateur-Musikers mit großem Fachwissen reichweit?
ren ließ ihn in der Blasmusik zu einer wichtigen und professionellem Anspruch eröffnet. Herbert Ebenbichler: Es war immer mein
und geachteten Persönlichkeit werden: Herbert Ab 1970 wurde Ebenbichler Privatschüler Ziel, im Rahmen meiner vielen Funktionär­
Ebenbichler schrieb, so darf man mit Fug und von Prof. Anton Kratz in Tonsatz, Instrumen- saufgaben im Tiroler und Österreichischen
Recht behaupten, Verbandsgeschichte. Seine tation und Dirigieren, dies mit gutem Grund, Verband dafür zu arbeiten, dass die Blas­
profunde Kenntnis aller Ebenen im Verbands- denn schon 1971 übernahm er die Kapellmei- musik als ernst­zu­nehmende Art des Mu­
geschehen, seine Langjährigkeit und seine Be- sterstelle bei „seinen Speckbachern“. sizierens anerkannt wird, dass
geisterung für die Blasmusik haben ihn für viele Die Teilnahme an Wettbewerben stellte für die Blaskapellen in den Pro­
Jahre zum Motor für Tirols Blasmusik befähigt. den Kapellmeister eine stete Herausforderung grammen der Rund­funkanstalten
32 Jahre seines musikalischen Lebens war er dar, der er sich gerne stellte: So reiste er den ihr zustehenden Platz finden
Kapellmeister, nämlich 23 Jahre bei der Speck- mit den Speckbachern, als erste öster- und dass die Literaturentwick­
bacher Stadtmusik Hall, 6 Jahre in Innsbruck- reichische Kapelle dazu eingeladen, lung der letzten Jahrzehnte mit
Arzl und 3 Jahre in Innsbruck-Saggen, 12 Jahre nach Valencia und erzielte ein sehr qualitätsvollen Kompositionen für
Bezirkskapellmeister und seit 1980 im Landes- gutes Ergebnis in seiner Klasse. symphonische Blasorchester auch
verband des Tiroler Blasmusikverbandes in ver- Seine Suche nach Literatur von einem breiten Publikum wahr­
schiedensten Funktionen tätig – vom Beirat bis außerhalb der „ausgetre- genommen wird und nicht nur von
zum Landesverbandsobmann ab 1995. Seit rund tenen Pfade“ und seine den Verwandten und Anhängern
25 Jahren singt er im Kirchenchor und vervoll- Neugier ließen ihn viele der Ortskapelle. Ein ganz wich­
ständigt so das Spektrum des Musizierens. Werke von Gegenwarts- tiges Anliegen war auf Tirol und
Geboren 1935, begann seine musikalische komponisten interpre- Österreich bezogen, die Klang­
Ausbildung während der Gymnasialjahre mit tieren, nicht immer zur farbe der weitmensurier ten
Klavier- und Violinunterricht. Die Fußball-Lei- absoluten Freude seiner Blasinstrumente zu pflegen,
denschaft in ihm schränkte die Übungszeit für Musikanten, denen die und damit die regionale Eigen­
die Violine stark ein, die ersten Erfahrungen im Begegnung mit Altherge- heit und die gewachsene Tradi­
Laienensemble (Streichorchester) enttäuschten brachtem durchaus genügt tion hochzuhalten.
ihn eher, besonders auch die Arroganz der hätte.
Streicher gegenüber den Bläsern missfiel ihm. 1976 etwa feierten die Was ist gelungen, wo das Ziel
Als Schlüsselerlebnis darf man wohl den Speckbacher ihr 150jähriges noch nicht erreicht?
Auftritt der Speckbacher Musikkapelle Hall Bestehen, in Zusammenarbeit Gelungen ist zweifellos eine auf­
beim Landeswertungsspiel 1953 ansehen. Die mit der Galerie St. Barbara, fallende Verbesserung der Beset­
präzise spielende, gut vorbereitete und diszipli- mit einem Auftragswerk: „Be- zung und der Spielkultur unserer Ka­
niert auftretende Kapelle beeindruckte Herbert gegnung für zwei Blasorchester pellen, vor allem in Zusammenarbeit
Ebenbichler dermaßen, dass er sich ab sofort und 18 Solisten“ von Paul En- mit der seit Einführung des Tiroler
auf dem Bartion und der Zugposaune ausbilden gel, das das Aufeinandertref- Musikschulwerkes hervorragenden
ließ. Seine raschen und überzeugenden Fort- fen von Profi-Musikern und pädagogischen Arbeit der Musik­
schritte als Posaunist hätten beinahe die Kar- Amateuren thematisiert. Ganz schulen mit großen Erfolgen in den

8 BiT | Februar
LV-Obmann, Herbert Ebenbichler | Thema

Bereichen „Musik in kleinen Gruppen“ dererseits die zeitaufwendige Tätigkeit große Solisten wie etwa Edward Tarr sorgten da-
und der ständig wachsenden Zahl von im Verein berücksichtigen. Eine wei­ bei für eine spektakuläre Begegnung.
Jugendorchestern. tere fordernde Aufgabe ist die Suche Drei Werke des Wiener Komponisten Richard
Im Bereich der wirtschaftlichen För­ nach Nachwuchs. Die Musikkapellen Heller und auch eine Reihe von Werken seines
derung der Mitgliedskapellen ist es in und Vereine müssen für die ständig Lehrers Anton E. Kratz hat er mit seinen Speck-
den letzten zehn bis fünfzehn Jahren wachsenden Herausforderungen unse­ bachern uraufgeführt.
allerdings nicht gelungen, bei den Sub­ rer Zeit zielführend vorbereitet werden.
ventionen der Kulturabteilung des Lan­ Das bewusste Pflegen einer lebendigen „Für meine Besetzung die richtige
des Tirol für Trachten, Instrumente und Tradition mit ständiger Bereitschaft zu Literatur“
Probelokale im Hinblick auf die ständig Neuem ist schwierig und es gehört viel – diesem Grundsatz hat Herbert Ebenbichler
wachsende Mitgliederzahl der Kapel­ Glück, Kraft, pädagogisches Geschick mit eigenen Arrangements Rechnung getragen.
len, die wesentlich verbesserte instru­ und Innovatives dazu, diese Positionen Da gibt es im Archiv der Speckbacher einiges
mentale Ausstattung zum Beispiel mit durchzuhalten. Aber ohne Tradition und aufzustöbern, etwa ein Arrangement von „Rhap-
Oboen, Fagotten, Bassklarinetten und damit Glauben an das Bleibende und sody in Blue“ von George Gershwin.
beim Schlagzeugregister, eine ange­ ohne Mut zum Experiment, musikalisch Jugendförderung gehörte zu den Grundfesten
passte Steigerung zu erreichen. Nicht wie administrativ, leben wir nicht be­ seiner Vereinsarbeit, sei es als Kapellmeister, als
erreicht wurde eine überzeugende und wusst und mit Verständnis für unsere Bezirksfunktionär oder Landesverbandsfunk-
breit gefächerte Bereitschaft der Tiroler Zeit. tionär. Es gab wohl keine Veranstaltung, in der
Kapellen zur Teilnahme an Konzertwer­ Jugend musizierte, bei der der LV-Obmann ge-
tungsspielen. Es be­steht für mich kein Was ist Ihnen ganz persönlich an der fehlt hätte. Zehn Jahre lang führte er sein eige-
Zweifel, dass Wett­bewerbe ein wichtiges Blasmusik am Wichtigsten? nes Jugendorchester bei den Speckbachern, allen
Instrument der Weiterentwicklung sind Als Funktionär und als aktiver Blas­ Funktionärsquerelen zum Trotz, beseelt von
und sie sind neben dem Gott sei Dank musiker seit 1955 stand für mich im­ dem Wunsch, gegen Kirchturmpolitik auf breiter
anerkannten alljährlichen Hauptkonzert mer im Vordergrund, dass die Kapellen Basis eine gute Ausbildung zu erwirken.
ein weiterer Zielpunkt. alle Verpflichtungen im Jahreskreis ihrer Herbert Ebenbichlers Verbandsarbeit hat Spuren
Es müsste allen klar werden, dass es Gemeinde und in ihrem Bezirk gleich hinterlassen und man erinnert sich gerne an Glanz-
nicht um Prädikate oder Punkte geht, ernst nehmen und möglichst viele punkte, wie etwa die Jubiläumsfeste „50 Jahre/60
sondern um die Musik. Wenn man sich Möglichkeiten zur Niveauverbesserung Jahre Blasmusikverband Tirol“. Das waren Gelegen-
auf einen Wettbewerb vorbereitet, wird wahrnehmen. In unseren Vereinen sollte heiten, kreative und visionäre Impulse zu setzen.
einfach intensiver, genauer und opti­ besonders darauf geachtet werden, dass Mit besonderer Freude blickt der „Funktionär
mierter geprobt, um an die Grenzen aus den vielen Einladungen zum Mitwir­ auf allen Ebenen“ auf seine Tätigkeit im österrei-
des Orchesters und des Dirigenten zu ken der Blasmusik sinnvolle und moti­ chischen Verband zurück – er war ja der erste
gelangen. Das Aufzeigen von Schwä­ vierende Auftritte ausgesucht werden, Präsident des gegenwärtig praktizierten Rotati-
chen, aber auch Stärken, durch eine die den großen Einsatz der Musizieren­ onsmodells und hat also auch die österreichische
konstruktive Kritik, somit eine Wegwei­ den für das Üben am Instrument, für die Blasmusikszene bewegt.
sung für die zukünftige musikalische Proben und Auftritte rechtfertigen. Eine Herzensangelegenheit war für ihn die
Arbeit zu erhalten, ist der größte Vorteil Durchführung des Fucik-Symposions in Inns-
bei einer Teilnahme an Wettbewerben. Wenn Sie im März aus Ihrer Funktion bruck, in Zusammenarbeit mit den Innsbrucker
Außerdem ist der Verein durch die Vor­ scheiden: Was rufen Sie den 15.650 Promenadenkonzerten. Das Ansehen „seiner
gabe von Pflichtstücken und bestimmter Aktiven in den 302 Tiroler Musikkapel­ Blasmusik“ war und ist ihm ein großes Anliegen.
Literatur bei Wettbewerben auch aufge­ len zu? Gute Botschaften zu verbreiten, Öffentlichkeits-
fordert, eben Literatur zu spielen, bei Die Sorge und Arbeit für die Tiroler arbeit zu betreiben, gehört für ihn zur Funktio-
dem ein Orchester, die Musiker und der Blasmusik, das Bemühen, in vielerlei närstätigkeit. So schätzt und förderte er auch die
Dirigent weiter entwickelt werden. Hinsicht ein Service für die Kapellen Entwicklung der „BiT“ nach Kräften und arbei-
des Landes zu bieten, die ideelle und tet selbst unermüdlich, in Form von Beiträgen
Was sehen Sie als dringlichste Aufgaben wirtschaftliche Förderung der Kapellen oder auch organisatorisch.
der nächsten Zukunft an, musikalisch im Auge zu haben, das Richtige für die So könnte man die Reihe der Tätigkeiten Her-
und administrativ? Aus- und Weiterbildung der Funktionä­ bert Ebenbichlers noch lange fortsetzen und
Die dringlichsten Aufgaben für die Zu­ re und der MusikerInnen zu finden, sich würde trotzdem keine Vollständigkeit erzielen.
kunft sehe ich in der Fortsetzung der zu freuen über die auffallende Niveau­ Seine Bereitschaft, sich voll für die Blasmusik
Suche nach erfolgreichen Projekten verbesserung der Kapellen und über die Tirols einzusetzen, seine Offenheit Neuerungen
und Lehrgängen zur Aus- und Weiter­ hervorragende Arbeit der Musikschu­ gegenüber, aber auch seine Beharrlichkeit in
bildung der Führungskräfte. Bis auf len, gute Blasmusik der Öffentlichkeit der Umsetzung sind unvergessliche Merkmale
den Großteil der Kapellmeister sind näher zu bringen und die Entwicklung seines Wirkens. Seine Arbeit hat Früchte getra-
die Funktionäre ehrenamtlich tätig und der ähnlichen Verbände im In- und Aus­ gen, er kann einen blühenden Blasmusikverband
daher gilt es neue Organisationsformen land mitzuverfolgen: All das hat immer übergeben und wir dürfen ihm unseren großen
zu finden, die die ständig steigende meinen ganzen Einsatz erfordert, aber Respekt und Dank aussprechen.  n

Belastung im Beruf einerseits und an­ großen Sinn gehabt. Josef Wetzinger

Februar | BiT 9
Thema | LV-Jugendreferent,
AKTUELL | Mustertext Helmut Schmid

Helmut Schmid
Landesjugendreferent
Interview mit dem scheidenden
eines Jahrzehnts Landesjugendreferenten
Jugendreferent Helmut Schmid
Helmut Schmid
BiT: Herr Schmid, Sie haben als junger

A
Mann lange Jahre die Jugendszene der
ls Landesjugendreferent des Tiroler beim Schwazer Silbersommer u. a.. Beson- Tiroler Blasmusik aufgebaut. Was war der
Blasmusikverbandes wird Helmut dere Ereignisse waren die Zusammenarbeit Motor Ihres Engagements?
Schmid, nach neun Jahren erfolg- des Orchesters mit Thomas Doss, sowie die Helmut Schmid: Ich bin seit meinem 10.
reicher Arbeit, seine Funktion bei der Ge- Aufführung des Requiems von Frigyes Hidas Lebensjahr ganz eng mit der Blasmusik
neralversammlung 2010 zurücklegen. Ge- (2007) unter der Leitung von Helmut Schmid verbunden. Mein Vater war Kapellmeister
meinsam mit seinem Stellvertreter Hannes in Hall und Landeck. in Piller im Pitztal und ich habe bereits
Puchleitner hatte er in den vergangenen Jah- Die Einführung des Seminars „Der (Die) in meiner Kindheit mitbekommen, was es
ren sehr viel für die Tiroler Blasmusikjugend diplomierte Vereinsjugendreferent/in“ wurde heißt und wie wichtig es ist, eine gute mu­
erreicht und erwirkt. von Schmid maßgeblich in Tirol, sowie in sikalische Ausbildung zu bekommen. Das
Die wichtigsten Punkte sind die Einfüh- der Folge in ganz Österreich umgesetzt. Hier ist heute alles selbstverständlich: Die Mu­
rung der Jugendblasorchesterwettbewerbe, lernen die jungen Jugendreferent/innen alles, sikschulen sind in allen Regionen veran­
die auch in Zukunft gemeinsam mit dem was sie zur erfolgreichen Ausführung ihrer kert und erfüllen diese Aufgabe für unsere
Land Tirol weitergeführt werden, die Ein- Funktion benötigen. Von Grundkenntnissen Kapellen. Damals war es jedoch nicht so.
führung der Goldenen Leistungsabzeichen im Dirigieren, Literaturkunde für Jugend- Viele Musikkapellen oder Bezirksverbände
in Konzertform und die Wettbewerbe „Mu- blasorchester bis hinzu entwicklungspsy- mussten eigene Lehrer suchen und auch
sik in kleinen Gruppen“ als Erfolgsgarant für chologischen Erkenntnissen und rechtlichen selbst be­zahlen. Musikschulen gab es in
die Tiroler Blasmusik und deren Nachwuchs- Fragen, deckt das Seminar alle Erfordernisse sehr unterschiedlicher Form und Qualität,
förderung. ab. Die inhaltliche Gestaltung wurde von oft nur in den Städten und größeren Dör­
Des Weiteren war die Gründung des Tiro- Helmut Schmid maßgeblich geprägt. fern.
ler Landesjugendblasorchesters ein Meilen- Kurzbiografie: Musikstudium am Tiroler Mein Ziel als Landesjugendreferent des
stein in Helmut Schmids Verbandstätigkeit. Landeskonservatorium (Hauptfach Klari- TBV war es, allen Jugendlichen im Land
Mit der Gründung im Jahr 2004 konnte ein nette, Abschluss mit Auszeichnung 1994), die gleichen Möglichkeiten zu bieten, sie
wichtiger Akzent in der Jugendarbeit des 1989-1994 Militärmusik Tirol, 1991 Preis- bestmöglich zu för­dern, aber auch zu for­
Tiroler Blasmusikverbandes und der Tiroler träger bei „Jugend musiziert“, 1992-2000 dern. Durch ver­schiedene Projekte, Wett­
Musikschulen gesetzt werden. Neben unver- Kapellmeister bzw. Kapellmeisterstellver- bewerbe, Landes­jugend­orchesterinitiativen
zichtbaren und bereits bestehenden Orche- treter der Musikkapelle Wenns, 1995-2000 etc. haben wir den Jugendlichen eine zu­
sterprojekten wurde begonnen, in einmal Leiter der Landesmusikschule Pitztal, seit sätzliche Plattform und Möglichkeit gebo­
jährlich stattfindenden Orchesterprobenpha- 2000 Landesmusikschulinspektor und ten, um sich zu entfalten. Es ist schön zu
sen ein landesweites Jugendblasorchester zu Leiter des Referates Musikschulen in der sehen, wie die jungen Menschen dieses
realisieren. Junge Musikerinnen und Musiker Abteilung Bildung der Tiroler Landesre- Angebot in den letzten Jahren angenom­
im Alter von 13 bis 24 Jahren aus den Tiroler gierung, zuständig für fachliche und schul- men und sich positiv entwickelt haben.
Musikkapellen und Musikschulen wurden organisatorische Angelegenheiten im Tiro-
eingeladen, sich zu einem sinfonischen Blas- ler Landesmusikschulwerk, seit November Was sehen Sie als Ihre größten Erfolge an,
orchester zu formieren. Das Orchester wurde 2000 musikalischer Leiter der Stadtmusik- wo muss weitergearbeitet werden?
von Helmut Schmid, Johannes Puchleitner kapelle Landeck, seit 2001 Landesjugendre- Wenn man in der Jugendarbeit tätig ist,
und Wolfram Rosenberger organisiert und ferent des Tiroler Blasmusikverbandes, seit geht es nicht um persönliche Erfolge oder
musikalisch geleitet. Es folgten die äußerst 2004 Bundesjugendreferent-Stellvertreter Trophäen. Es ist wichtig, einen Sinn da­
erfolgreiche Teilnahme beim internationalen des österreichischen Blasmusikverbandes für zu haben, was für unsere Jugend und
CISM-Wettbewerb in Schladming unter dem (ÖBV). n den Nachwuchs unserer Kapellen wichtig
heutigen Landeskapellmeister Hermann Pall- ist. In einem großen Landesverband kann
huber, Auftritte u. a. beim Landesmusikfest, Wolfram Rosenberger man als Verbandsfunktionär nur versu­
chen, überall die besten Kräfte zu bün­
deln und gemeinsam Rahmenbedingun­

10 BiT | Februar
LV-Jugendreferent, Helmut Schmid | Thema

gen zu schaffen, die eine bestmögliche len noch nie so viele Mitglieder hatten wie Kontakt zu bleiben. Ich freue mich nun
Arbeit auf allen Ebenen ermöglichen. derzeit. Noch nie waren so viele Jugend­ auf meine weiteren und durchaus großen
Diese inhaltlichen Rahmenbedingun­ liche in den Kapellen vertreten. Von den Aufgaben mit meiner Stadtmusikkapelle
gen geben uns derzeit u. a. die öster­ 14.300 musizierenden Mitgliedern unse­ Landeck. Dieser Verein arbeitet her­vor­
reichische Blasmusikjugend, die neuen rer Tiroler Musikkapellen ist über die Hälf­ ragend, denkt zukunftsorientiert und ist
(seit 2008) und mit den Lehrplänen der te zur Blasmusikjugend zu zählen. Weiters offen für eine Entwicklung. Wir werden
Aus­bil­dungsinstitutionen abgestimmten befinden sich rund 8.800 Jugendliche in versuchen, auch weiterhin den Blasmu­
Richtlinien für die Leistungsabzeichen Ausbildung. Das heißt: Die Blasmusik ist sikverband bestmöglich zu repräsentie­
und die in den letzten Jahren etablierte trotz ihrer vielfältigen Aufgaben attraktiv ren.
Ausbildung für Jugendreferenten. für unsere Jugend! Die jungen Menschen Nachdem ich auch beruflich mit musika­
sind stolz, eine Tracht zu tragen, beteiligen lischer Ausbildung zu tun habe, wird es
Viele Vereine klagen über Nachwuchs­ sich an traditionellen Ausrückungen und klarerweise weiterhin eine Schnittstelle
mangel. Wie bewegten Sie die Tiroler Konzerten und viele nutzen die Angebote zum Blasmusikverband geben. Es ist mir
Jugend zu einer derart blühenden Blas­ des Tiroler Blasmusikverbandes und der als Landesmusikschulinspektor des Lan­
musik-Szene? Tiroler Musikschulen. Die umfangreichen des Tirol und auch als Blasmusiker ein
Den natürlichen Kreislauf in einer Kapelle Bemühungen des Verbandes in Ab­stim­ großes Anliegen, dass weiterhin beide In­
(Nachwuchswerbung, Nachwuchsfindung mung mit den Musikschulen sind somit stitutionen – sowohl das Musikschulwerk
und Nachwuchsbetreuung) in Bewegung sicherlich die Basis für eine sich laufend als auch der Blasmusikverband – in die
zu halten, ist sicherlich eine der größten entwickelnde Blasmusik-Szene. gleiche Richtung blicken und gemeinsam
Herausforderungen für unsere Vereine. Der das Beste für unsere Jugend erreichen.
erste Teil Ihrer Frage bewegt uns in vielen Werden Sie auch künftig Kontakt zum Dabei geht es nicht um persönliche Be­
Seminaren und Workshops, die wir mit un­ Blasmusikverband halten? Was sind Ihre findlichkeiten, sondern immer um die
seren Jugendreferenten abhalten. Objektiv Möglichkeiten? sinnvollste und bestmögliche Förderung
und landesweit gesehen ist es glücklicher­ Es gibt viele Möglichkeiten mit der Blas­ unserer Jugend – denn sie ist unsere Zu­
weise jedoch so, dass unsere Musikkapel­ musik bzw. dem Blasmusikverband in kunft!

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Februar | BiT 11
Thema | LV-Stabführer, Siegfried Stigger

Vorbildlich und humorvoll


Mit Ende der Funktionsperiode des Landesvorstandes
steht Landesstabführer Siegfried Stigger zur Wiederwahl
leider nicht mehr zur Verfügung.
Siegfried Stigger

Musikalische Laufbahn Prägende Jahre chend, erstmals eine zentrale Stabführerausbil-


Siegfried Stigger begann seine musikalische Gemeinsam mit Josef Stiller begann Siegfried dung, geteilt in zwei ganztägige Module, einge-
Laufbahn 1965 mit dem Beitritt zur Musikkapelle Stigger die Aufbauarbeit der „Musik in Bewegung“ führt. Diese Ausbildung fand großen Anklang.
Haiming. Er besuchte die Musikschule am Kon- in Tirol. Es wurden richtungsweisende Schu- Mehrmals und mit viel Erfolg übernahm Sieg-
servatorium Innsbruck. In den Jahren 1973 und lungsunterlagen für Bezirksstabführer erstellt. fried Stigger auch die Leitung des Tirolblockes
1974 diente er bei der Militärmusik Tirol. Seit Das Team Stiller-Stigger war im Österreichischen beim Bundesmusikfest in Wien. Vielen Musikan-
1970 ist er Mitglied der Bundesbahnmusikkapelle Blasmusikverband auch dafür bekannt, mit Hart- tinnen und Musikanten werden die Proben mit
Innsbruck, bei der er auch verschiedene Funktio- näckigkeit praktische Neuerungen durchzusetzen. ihm durch seine bestimmte, aber auch humor-
närstätigkeiten ausübte. Ein großes Anliegen war den beiden auch eine volle Art in Erinnerung bleiben. Mit viel Freude
gerechte Vergabe von Punkten bei Marschmusik- beobachtet Siegfried die Niveausteigerung am
Funktionen als Stabführer bewertungen. Es wurden, damals einzigartig in Sektor „Musik in Bewegung“ seit dem Jahr 2000.
Im Jahr 1984 übernahm Siegfried Stigger die Österreich, Bewerterschulungen eingeführt. Auch Über Siegfried Stigger gibt es zahlreiche Anek-
Funktion des Stabführers in der Musikkapelle sinnvollem Neuen waren sie aufgeschlossen, und doten. Folgende spiegelt seinen Charakter am be-
Haiming und führt sie seither mit viel Begeiste- so war Tirol eines der ersten Bundesländer bei der sten: Beim Schitag des Vorstandes war Siegfried
rung aus. 1992 wurde er als Bezirksstabführer in Einführung des 100-Punkte-Systems bei Marsch- Stigger wie immer ordentlich adjustiert und nahm
den Ausschuss des Musikbezirkes Silz gewählt. musikbewertungen. daran pflichtbewusst mit vorbildlich gebundener
Mit Neueinführung der Landesstabführer im Die Zeit Siegfried Stiggers als Landesstabführer Krawatte teil. Ein schwerer Sturz, bei dem er sich
Jahr 2000 übernahm er die Funktion des Lan- war von viel Arbeit geprägt. Mit dem Landesmu- auch im Gesicht starke Abschürfungen zuzog,
desstabführerstellvertreters im Vorstand des sikfest 2007 und dem Landesfestzug 2009 galt es, hielt ihn nicht davon ab, humorvoll beim Apres-
Tiroler Landesverbandes. Mit dem damaligen für zwei große Umzüge in Innsbruck die Musik- Ski zu unterhalten. Seine menschliche, humor-
Landesstabführer Josef Stiller, seinem großen blöcke der Musikbezirke zu organisieren. Mit Ge- volle und pflichtbewusste Art wird uns in Erin-
Vorbild, verbindet ihn bis heute eine Freund- duld und viel Einfühlungsvermögen führte er die nerung bleiben. Wir wünschen Siegfried für die
schaft. 2007 wurde Siegfried zum Landesstab- Verhandlungen mit den Bezirken. Im Jahr 2009 Zukunft viel Glück und Gesundheit. n

führer gewählt. wurde, einem Wunsch der Musikbezirke entspre- Gerald Embacher

Interview mit dem unsere Kapellen ja vorwiegend in dieser Arbeit mit Applaus und Lob. Ein Stabführer
Form wahrgenommen (gleich ob Ständchen, soll auf alle Musiker eingehen, einfühlsam
scheidenden Landesstabführer
Prozessionen oder Platzkonzerte). Marsch­ sein und doch eine gewisse Autorität zum
Siegfried Stigger musikbewertungen sind ein gutes Mittel, Ausdruck bringen.
dieses Ziel zu erreichen. Daher haben wir
BiT: Herr Stigger, die Tiroler Blasmusikanten unsere Kapellen zum Mitmachen motiviert Woran muss Ihr Nachfolger weiter­ar­beiten?
haben einige Zeit gebraucht, um Freude an und sie konnten auch sehr bald (z. B. auch Mein Nachfolger Gerald Embacher ist seit
der „Musik in Bewegung“ zu finden. Wie beim Bundeswettbewerb in Wien) sehr gute Jahren bestens mit dieser Materie vertraut.
haben Sie das Interesse geweckt? bis ausgezeichnete Erfolge erzielen. Er weiß ganz genau, was er will und was
Siegfried Stigger: Es war mein Ziel, den Zukunft hat. Aufgrund der jährlich gemein­
Stabführern ebenso wie den Musikanten Was fasziniert Sie ganz persönlich am Amt sam durchgeführten Schulungen, Seminare
bei Vorträgen, Kursen und Marschierproben eines Stabführers? und Bezirksmarschmusikproben konnte ei­
mein Anliegen schmackhaft zu machen, Wenn sich nach intensiver Arbeit Erfolge ne beträchtliche Niveau-Stei­gerung erreicht
nämlich, dass ohne gleichmäßige Abfol­ einstellen und dabei die Musikanten die werden. Die Entwicklung geht aber unauf­
gen und genaue Ausrichtung ein geordne­ Kommandos und Zeichen des Stabführers haltsam weiter und es gibt immer neue Ten­
tes Auftreten einer Musikkapelle auf der exakt, mit freudigem Gesichtsausdruck, ein­ denzen. Gerade im Bereich „Marschshow“
Straße nicht möglich ist. Es soll dabei kein heitlich nach den vorgegebenen Zählzeiten gibt es noch viele Möglichkeiten der Wei­
Militarismus anerzogen werden, sondern es durchführen, dann ist das ein wunderbares terentwicklung.
geht um ein Er­scheinungs­bild, das Wirkung Gefühl für den Stabführer. Jedes Publikum
in der Öffent­lichkeit macht. Häufig werden belohnt die sichtbar und hörbar gewordene Die Gespräche führte Ursula Strohal

12 BiT | Februar
Ausschreibungen | AKTUELLes

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Dirigentenmeisterkurs 2010
ÖSTERRE
ICHISCH
ER
Grundgedanken Und Ziele Das zusätzliche Angebot für „passive“ Kur­
AND
SIKVERB
BLASMU Der Meisterkurs des ÖBV ist bereits schon steilnehmer (Kurs B), das sich im letzten
zur Tradition geworden und findet auch im Jahr sehr bewährt hat, wird auch beim
Jahr 2010 in der Karwoche in Knappenberg kommenden Meisterkurs angeboten,
statt. Als Hauptdozent konnte wie im Jahr sogar ausgebaut.
2008 der international tätige Orchesterdiri­
gent Andreas Spörri gewonnen werden. Somit werden zwei Kursprogramme (A +
Andreas Spörri beschreibt die Grund­ B) angeboten. Das Kursprogramm A rich­
gedanken und Ziele zum ÖBVMeisterkurs tet sich an Aktive Dirigenten, die jeden Tag
2010 wie folgt: Da sich am meisten der die Militärmusik Kärnten dirigieren werden.
Dirigentenberuf mit der Interpretation be­ Eine gewissenhafte Vorbereitung ist Vor­
-
D IR IG EN TE N schäftigt, erscheint es mir wesentlich und aussetzung dazu. Anmeldung nur über den
S 20 10
M EI ST ER K U R wichtig, die Hintergründe der Wirkung ei­ Landeskapellmeister.
ner Interpretation zu erklären und weiter zu Das Kursprogramm B ist für alle Passiven
vermitteln. Teilnehmer gedacht und beinhaltet einiges
Um diesen selbst definierten Begriff zu ver­ an Input und Informationen zu den ver­
Termine: deutlichen, werde ich dieses Thema mit mei­ schiedensten Themengebieten, die uns in
Sonntag, 28. März 2010, 18:00 Uhr bis ner 30-jährigen Berufs­dirigentenerfahrung der Praxis erwarten.
Freitag, 2. April 2010, 12:00 Uhr praxisbezogen und konkret erläutern. Daher Anmeldeschluss für passive Teilnehmer bis
Ort: Carinthische Musikakademie, wählte ich den Weg der Bläserliteratur zur 15. März 2010 bei Thomas Ludescher
Musikzentrum Knappenberg, Orchesterliteratur, welche eine Vielseitigkeit thomas@ludescher.com
A-9376 Knappenberg 194 der Interpretation voraussetzt. Kursgebühren, Partiturkosten und alle De­
Dozent Kursprogramm A: Andreas Spörri tails auf www.blasmusik.at unter News-
Dozent Kursprogramm B: Thomas Die Themen: Meisterkurs. n

Ludescher, Norbert Hebertinger • Körperwahrnehmungsübungen


Kursorchester: Militärmusik Kärnten • Bewegungsimpulse und ihre Auswirkungen Bestellungen bei:
Veranstalter: Österreichischer • Praxisbezogene Analyse der Partitur ABEL MUSIKVERLAG, A-6884 Damüls
Blas­musik­ver­band, • Erarbeitung mit dem Ensemble und Tel. +43 (0) 5510/3050
Kursleitung: Mag. Thomas Ludescher Orchester E-Mail: info@abel.at, www.abel.at

Februar | BiT 13
AKTUELLes | Landeswertungsspiel

Das Landeswertungsspiel Tirol ist Bekanntgabe der Ergebnisse Informationen über


• ein Wettbewerb für alle Blasmusikkapellen In der Schlussveranstaltung werden nur die • Pflicht-/Selbstwahlstücke • Bewertung
Tirols (alle fünf Jahre) Ergebnisse der besten drei bis fünf Kapellen • Bewertungskriterien • Aushilfen/Substitute
• eine Leistungsschau der Tiroler Blasmusik (hängt von der Teilnehmerzahl ab) pro Stufe • Pflichtstücke
in all ihren Facetten bekannt gegeben.  sind auf der Homepage des Landesverbandes
• in abwechslungsreiches Blasmusikfestival zu finden (www.blasmusikverband-tirol.at)
• eine Gelegenheit, gut geprobtes Musizieren Jeder, der mitmacht, gehört
in einem schönen Konzertsaal vor großem zu den Siegern! Anmeldung: Bis 15. Mai 2010 an das Büro
Publikum zu präsentieren des Landesverbandes. Anmeldeformular:
www.blasmusikverband-tirol.at

Die Jury der Landeswertungsspiele 2010


Toni SCHOLL (D) In dieser Zeit arbeitete er mit dem Staatstheater dem Symphonischen Blasorchester Windhar­
Toni Scholl, geboren am 30. Saabrücken, dem Pfalztheater Kaiserslautern, monie Memmingen, dem Orchester Polyphonie-
Oktober 1963, kam bereits dem Theater Karlsruhe, der Kölner Kantorei t-wind, der MH Trossingen, dem Sindelfinger
mit 10 Jahren als Posaunist und dem Sinfonieorchester des Saarländischen Kammerorchester und der Filharmonia Sudecka/
zum örtlichen Musikverein und Rundfunks zusammen. Polen zusammen.
erhielt seit dem 13. Lebensjahr Er besuchte zahlreiche Meisterkurse bei Philip Seit April 2006 hat er einen Lehrauftrag für
professionellen Unterricht. Jones, Christian Lindberg, Steven Mead und Dirigieren an der Hochschule für Musik in Tros­
Neben zahlreichen anderen musikalischen Pierre Kuijpers bevor er 1997 sein Dirigierstudi­ singen. Toni Scholl gibt diverse Galakonzerte im
Aktivitäten war er bereits in jungen Jahren 1. um bei Axel Schillings in Groningen/NL begann In-und Ausland, wie beispielsweise bei der Mid
Posaunist beim Jugendsymphonie-Orchester des und dieses im Jahr 2000 erfolgreich abschloss. Europe in Schladming/Österreich, dem Alpine
Saarlandes und beim Stabsmusikkorps der Bun­ Seit Januar 1993 ist Toni Scholl hauptberuflich Musikfestival in Saas Fee/Schweiz, dem Euregio-
deswehr in Siegburg. beim Polizeimusikkorps Baden-Württemberg. Er Musikfestival in Sonthofenund dem World Band
1984-1989 studierte Toni Scholl Posaune an widmet sich vor allem der Erarbeitung symphoni­ Musikfestival in Luzern/Schweiz.
der Musikhochschule des Saarlandes. Zeitgleich scher Blasmusikkompositionen. Zahlreiche CD-Produktionen sprechen für seine
begann er autodidaktisch mit dem Dirigieren Außerdem arbeitet er als Gastdirigent mit zahlrei­ musikalische Arbeit, dessen hohen künstleri­
und gewann mehrere Wettbewerbe mit diversen chen renommierten Orchestern zusammen, wie schen Stellenwert und sein enthusiastisches
Orchestern. Darauf folgte sein KA-Studium an dem Rundfunkblasorchester Leipzig, dem Burg­ Engagement. Neben den bereits genannten
der Hochschule für Musik in Frankfurt am Main, wacht- und Polizeiorchester der Tschechischen Engagements leitet Toni Scholl Dirigierkurse an
welches er mit der Diplomnote sehr gut beendete. Republik, den jungen Symphonikern Hessen, der Musikakademie in Marktoberdorf. 

Jan van der ROOST (B) Nationen aufgeführt und aufge­ Klarinetten und Streichorchester (Walter und Anne
Jan Van der Roost wurde 1956 in Duffel, Belgien nommen. Boeykens gewidmet), ein Zyklus mit Liedern für
geboren. Er studierte Posaune, Musikgeschichte Anfang 2001 erschien bei EMI Bariton und Kammerorchester, Werke für Streicher
und Musiklehre am Lemmens-Institut in Leuven Classics eine komplette CD, die und Kammerorchester, Kammermusik, zahlreiche
(Louvain) und setzte seine Studien am Royal vier seiner Kammerorchester­ Kompositionen für Brass Band und Blasorchester
Conservatoires von Gent fort, wo er eine Ausbil­ werke enthält. Anfang 2003 (darunter eine Sinfonie in drei Sätzen für großes
dung zum Dirigenten und Komponisten absol­ erschien bei Valve-Hearts ein Blasorchester), Choralmusik, Instrumentalsoli
vierte. CD, eingespielt vom „Slowaki­ u.v.m.
Gegenwärtig unterrichtet er am Lemmens-Insti- sche Rundfunk Sinfonieorchester“(Bratislava) mit Viele dieser Kompositionen wurden in verschie­
tut in Leuven (Belgien) und hat eine Gastprofes­ drei seiner Kompositionen. denen Ländern in Radio und Fernsehen aus­
sur am Shobi Institute of Music in Tokio und am Seine Werksliste weist eine große Bandbreite an gestrahlt und die meisten auch von namhaften
Nagoya University of Arts (Japan) inne. Genres und Stilarten auf. Darunter finden sich z. Musikern auf der ganzen Welt auf CD eingespielt.
Er ist nicht nur ein produktiver Komponist, son­ B. zwei Oratorien, eine Sinfonie und einige kleine­ Jan Van der Roost komponiert exklusiv Auf­
dern auch sehr gefragt als Jurymitglied, Lektor, re Werke für Sinfonieorchester, ein Gitarrenkonzert tragsarbeiten, die bisher u.a. aus den Ländern
Kliniker und Gastdirigent: Seine zunehmenden (Joaquin Rodrigo gewidmet), ein Konzert für Belgien, Holland, der Schweiz, Italien, den USA,
musikalischen Aktivitäten führten ihn in mehr Trompete und Streichorchester (gewidmet und in Japan, Frankreich, Luxemburg, Singapur, Norwe­
als 35 Länder auf vier Kontinenten und seine Auftrag gegeben von dem norwegischen Virtuosen gen, Deutschland, Kanada, Österreich, Finnland
Kompositionen werden in weltweit mehr als 50 Ole Edvard Antonsen), ein Doppelkonzert für zwei und Ungarn kamen.

14 BiT | Februar
Landeswertungsspiel | AKTUELLes

Michael ANTROBUS (N) Universität wurde. Ebenso war Symphonie-orchester und hatte auch großen
Michael Antrobus Karriere begann, als er nach er Trompeter und Leiter des Einfluss auf die Militärmusik.
seinem Studium bei Maurice Handford und Phillip-Jones-Ensembles. Seit 1989 arbeitet er als freiberuflicher Dirigent
Sir John Barbirolli dazu berufen wurde, das Als er 1977 zum Orchesterlei­ und Lehrer mit Orchestern, Bands und kleinen
staatliche Symphonieorchester in London zu ter der legendären Black Dyke Ensembles in Skandinavien, Großbritannien,
leiten. Davor arbeitete er als freischaffender Mills Band ernannt wurde, gab den Niederlanden und auch in Deutschland.
Trompeter. er seine Stellung in Liverpool Im Laufe der Jahre hat er sich sowohl was die
Nach diesem Engagement kehrte er in seinen auf. Nach einer Konzertreise durch Norwegen klassische als auch die moderne Musik betrifft,
Geburtsort nach Liverpool zurück, wo er sich erhielt er einen Lehrauftrag am Konservatorium einen Namen gemacht.
dem Bläserensemble des Königlich-philharmo- in Bergen, dessen Schwerpunkt auf der Brass­ Vor allem bei Premieren ist sein Engagement
nischen Orchesters anschloss und zum Dirigen­ band Musik lag. Michael Antrobus dirigierte gefragt. Er bezeichnet sich trotz seiner Erfah­
ten des Chores und des Orchesters der dortigen sowohl reine Blechbläserensembles, als auch rung als „ewiger Student“.

Jonny EKKELBOOM (NL) Mit der Stadtkapelle Memmingen ist er sehr Auf seine Initiative hin gegründet, dirigiert er
Johnny Ekkelboom wurde erfolgreich, beispielsweise 1997 beim Landes­ auch das süddeutsche Projektorchester Wind-
1953 in Losser (Niederlande) musikfest in Brilon oder im Jahr 2000 beim harmonie, das sich sinfonischer Blasmusik auf
geboren und studierte an der 4. Orchesterwettbewerb in Karlsruhe, 2005 höchstem Niveau verschrieben hat.
Musikhochschule in Enschede eine Goldmedaille auf den WMC in Kerkrade Mittlerweile avancierte Ekkelboom auch zu ei­
Klarinette und am Konservato­ Holland. 2008 Vize Meister beim Deutschen nem gefragten internationalen Wertungsrichter.
rium in Zwolle Kammermusik. Orchesterwettbewerb in Wuppertal. Weiters steht er dem Allgäu-Schwäbischen
Im Jahre 1978 begann er seine Dirigentenlauf­ Zu Erfolgen im In- und Ausland führte er auch Musikbund ASM als Ausbilder für Dirigenten
bahn und studierte 1986 Orchesterdirigat.   das Jugendblasorchester Marktoberdorf, das er zur Verfügung und hatte von 2004 bis 2007
Nach Deutschland kam Johnny Ekkelboom im von 1996 bis 2004 leitete. Mittlerweile ist er auch die musikalische Leitung der Brassband
Juni 1994 und ist in Memmingen neben seiner auch gefragter Wertungsrichter und Ausbilder Oberschwaben-Allgäu inne und gewann den 3.
Tätigkeit als Musikschullehrer für Klarinette und für Dirigenten beim Allgäu-Schwäbischen Mu­ Platz auf der Europäischen Meisterschaft. 2007
Saxophon auch als Stadtkapellmeister tätig. sikbund ASM. gründete er die Brass Band A7.

Thomas DOSS (A) Kammerchor, Neue Philharmonie Frankfurt, Workshops/Masterclasses in


Geboren 1966 in Linz-Eltern Orchestermusiker österreichisches Ensemble für neue Musik sind Instituten wie dem Konservato­
und erste Lehrer Studien in den Fächern Posau­ nur einige Beispiele. rium Groningen NL, Lemmen­
ne, Komposition, Dirigieren, Klavier Zunächst am Zusammenarbeit mit Künstlern verschiedenster sinstitut B, Konservatorium
Brucknerkonservatorium Linz, dann in Salzburg, Genren sind typisch für seinen bunten musi­ Gent B, Universität Mainz D,
Wien, Los Angeles, Maastricht. kalischen Weg: Harri Stojka, Chris de Burgh, Musikuniversität Wien, Anton
Debüt mit dem Wiener Kammerorchester 1988 Thomas Gansch, John Williams, Steven Mead, Bruckneruniversität Linz.
im Wiener Konzerthaus, danach verschiedene Christian Maurer und viele mehr. Am oberösterreichischen Landesmusikschulwerk
Assistenzen an Opernhäusern/Festivals und Seine erweiterte und begeisterte Tätigkeit im ist er seit 2006 Koordinator für die Ensem­ble­
Zusammenarbeit mit Berufsensembles als Kom­ Bereich sinfonische Bläsermusik bringt ihn als leitung. Am Konservatorium Wien Privatuniver­
ponist oder Dirigent: Brucknerorchester Linz, Komponist und Dirigent um die ganze Welt. sität unterrichtet er ebenfalls als Professor für
Philharmonisches Orchester Erfurt, Wiener Die pädagogische Tätigkeit wird immer mehr Ensembleleitung.
Kammersinfoniker, Westfälisches Sinfonieor- zu einem wichtigen Standbein seines Wirkens: Weiters ist er in beratender Funktion in verschie­
chester, Philharmonisches Orchester Budweis, Vieler seiner Studenten sind Preisträger bei inter­ denen Ländern und Bundesländern für die Ent­
Südböhmische Kammerphilharmonie, Wiener nationalen Wettbewerben. wicklung der Ensembleleitung tätig.

Thomas LUDESCHER (A) am Konservatorium Vorarlberg der Schweiz, Deutschland, Japan, Frankreich
Thomas Ludescher 1969 in Feldkirch geboren, Komposition und in der Mei­ und Österreich teilnahmen.
begann während einer Ausbildung zum Elektriker sterklasse an der Musikhoch­ Er nahm mit dem Sinfonischen Blasorchester
ein Studium am Vorarlberger Landeskonservatori­ schule Augsburg-Nürnberg Vorarlberg bei verschiedenen musikalischen
um. Er studierte Trompete bei Lothar Hilbrand in Blasorchesterleitung und In­ Wettbewerben teil, unter anderem in Valencia
Feldkirch und bei Josef Pomberger an der Uni­ strumentation. und beim CISM-Wettbewerb in Schladming.
versität für Musik und darstellende Kunst Wien Seit dem Frühjahr 2003 leitet Einen besonderen Erfolg erzielte er mit seinem
und Musikpädagogik bei Peter Röbke. Im Jahr er den Lehrgang Blasorchesterleitung am Ti­ Orchester beim 15. World-Music-Contest 2005
1996 schloss er als Magister artium ab. roler Landeskonservatorium, er ist Vorarlberger in Kerkrade (NL).
Seit 1997 ist er Leiter des Studienganges Bla­ Landeskapellmeister und Leiter des von ihm In der Höchststufe erreichten sie mit 92,4
sorchesterleitung des Vorarlberger Landeskon­ 1997 gegründeten Sinfonischen Blasorchester Punkten in der Gesamtwertung der sinfonischen
servatoriums. In den Jahren 1999 und 2000 Vorarlberg. Im Herbst 2004 übernahm er einen Blasorchester (Harmonie) den dritten Platz (Er­
war er Gastdirigent der Bregenzer Festspiele. Lehrauftrag für Blasorchesterleitung an der Mu­ ster Rang mit Auszeichnung). Zu diesem Wettbe­
Im Jahr 2003 absolvierte er die Diplomprüfung sikhochschule Nürnberg. werb wurde die Auftragskomposition Chakra von
für Blasorchesterleitung und Instrumentation an Im April 2005 gewann er den internationalen Maurice Hamers als Uraufführung vorgetragen,
der Hochschule für Musik Nürnberg bei Maurice Dirigentenwettbewerb Prix Credit Suisse, an die im Jahr 2007 als audiovisuelles Gesamtwerk
Hamers. Er studierte weiterhin bei Herbert Willi dem 22 ausgewählte Teilnehmer aus Estland, auf DVD produziert wurde.  n

Februar | BiT 15
KAIS-08-022 InseratRZ 10.03.2008 9:45 Uhr Seite 1

16 BiT | Februar
Brass | AKTUELLes

Brass mit Herz


Neujahr mit der Brassband Fröschl Hall und Austrian Youth Brassband

M
an versteht die Brass-Fanatiker, beit enorm viel erreicht. Die Austrian Youth
im Brass-Mutterland England Brassband stellte das 20-minütige Programm
Brass-Größen in Linz
und anderswo, dass sie Österrei- „Brassband-Visions“ vor, das sie bei der Vom 28. April bis 2. Mai 2010 finden
chs Brass-King Hannes Buchegger und seine Schussgala im Linzer Brucknerhaus vortra- erstmals in der Brassgeschichte die
Mannen mit Bewunderung überschütten: gen wird. Die Jugendlichen aus Tirol, Obe- renommierten European Brassband
Ok, schnell und zungenfertig spielen und rösterreich, Kärnten (3), Vorarlberg (2) und Championships in Österreich, und zwar
Sound machen können sie selbst, aber diesen Südtirol, die mit ihrem Können und Klangs- im Linzer Brucknerhaus, statt.
weichen, vollen, herrlichen, ganz besonderen inn, mit ihrer Musikalität und auch mit ein Die Brassband Fröschl Hall wird als
Klang? Wie geht das zu, dass man nicht nur bißchen Show begeisterten, imponieren nicht erste und älteste Brassband Öster­
von der fetzigen Literatur und der Virtuosität zuletzt durch ihren Biß. Wie sehr sie von der reichs am Donnerstag, den 29. April,
der Solisten vom Sessel gerissen und von di- Musik erfasst sind und bewundernd an den das Eröffnungskonzert im Rahmen des
versen „Visions“ in ein schwindelerregendes Lippen der Profis hängen, war zu beobach- Finales des europäischen Solistenwett­
Bläser-All versetzt wird, sondern dass einem ten, als sie auf den Bühnenstufen das Ende bewerbs bestreiten.
da bei einem Choral, einem Flügelhornsolo des Konzerts der Brassband Fröschl Hall Die Austrian Youth Brassband gestal­
das Herz weit wird? Und was ist das über- mitverfolgten. Für das Talent aller, die sich tet zusammen mit dem Europamei­
haupt, ein Flügelhorn? in die junge Brassband einbringen, stand als ster „Cory Band“ aus England sowie
Ein österreichisches Blasinstrument, das Solistin die elfjährige Niederösterreichischen mit der Brassband Oberösterreich das
den spezifischen Klang in der österreichi­ Trompeterin Selina Ott. Festliche Abschlusskonzert.
schen Blas- und Bläsermusik ganz wesentlich Zuletzt spielten die Fröschls und die Jun- Der Teil der österreichischen Jugend
mitdefiniert und auf das Hannes Buchegger gen, zusammen eine Hundertschaft, wunder- steht unter dem Motto „Brassband-
auch in seinen beiden international preisge- bar stimmungsreiche Choräle. n Visions“.
krönten Brassbands von Tirol und Oberö- Ursula Strohal
sterreich nicht verzichtet.
Das Neujahrskonzert 2009/10 der Brass-
band Fröschl Hall unter Hannes Buchegger
war wieder fulminant und endete nach den Unser Landeskapellmeister
Auftritten in Ehrwald, Sterzing und Landeck
am 3. Jänner im Innsbrucker Congress mit
mit „Brass Award“ ausgezeichnet
standing ovations des hingerissenen Publi-
kums. Da hat sich in einem langen, kräfterau-
benden Programm niemand geschont, ein In-
fekt ging im Ensemble um, aber niemand hat
abgesagt. Die „Fröschls“ haben hohes profes-
sionelles Niveau, und was gerade diese Band
unwiderstehlich macht, ist ihre Mischung aus
Können und Herz. Zwischen Paul L. Coopers
„Walking with heroes“, Zungenbrechern von
Rossini und Curnow, Hugh Nashs schmel-
zendem „Demelza“ usw., zwischen all dem
Brass- und Bigband-Sound, dem Swing und Landeskapellmeister, Hermann Pallhuber Foto: Archiv LV
Funk mit den überragenden Solisten Flori-

D
an Kingler, Manfred Lugger, Lito Fontana, en renommierten „Brass Award“ allen Elite-Bands bei den British Open
Patrick Hofer, Josef Seeber, Bernd Kompat- erhält Hermann Pallhuber, un­ 2009 im September aufgeführt. Seit
scher u.a., da bescherte Hannes Buchegger, ser Landeskapellmeister, für Entstehen der British Open vor über
übrigens auch in Landeck, eine Riesenüber- sein Werk „Titan’s Progress“. Aus über 150 Jahren ist „Titan’s Progress“ das
raschung: Die Austrian Youth Brassband. 40 Nominierungen wurde das Werk von erste Brass-Band-Werk eines Nicht-
Buchegger gründete die Jugendband vor der weltweit größten Internetplattform Engländers, das beim Bewerb akzep­
zwei Jahren im Hinblick auf die vom 28. für Brass-Band-Musik – 4Bars-Rest tiert wurde.
April bis 2. Mai 2010 in Linz stattfindenden – zum „Test-Piece of the Year 2009“ Die Tiroler Blasmusikwelt gratuliert
European Brassband Championship, und hat gewählt. Das prämierte Stück wurde ganz herzlich ihrem Landeskapellmei­
mit den jungen Leuten in konsequenter Ar- in Großbritannien im letzten Jahr von ster zu diesem großartigen Erfolg.

Februar | BiT 17
AKTUELLes | Militärmusik

Militärmusik Tirol Foto: Archiv Militärmusik Tirol

Tanzen, Marschieren,
ist das nicht gleich?
Die Geschichte der österreichischen Militärmusik

D
ie Militärmusik Tirol hat eine ruhm- Zeremoniells. In den Feldlagern des Drei- chischen Militärmusik unterschied sich in
reiche Tradition. Spielleute waren ßigjährigen Krieges (1618 bis 1648) ging es den Anfängen nicht von jener anderer Nati-
zu allen Zeiten Begleiter der Tiroler handfest zu. Deshalb gab es einen „Rumor- onen und geht auf drei Wurzeln zurück: Auf
Landesverteidiger und schon 1511, als Kai- meister“, der zu festgesetzter Stunde für Ruhe die Spielleute, das heißt die Trommler und
ser Maximilian die Tiroler Wehrverfassung und Ordnung sorgte. Mit seinem Stock schlug Pfeifer, welche die europäischen Heere seit
geschaffen hatte, verfügte jede Kompanie er an den Zapfen des Weinfasses, und damit dem späten Mittelalter begleiteten, um den
über eine eigene Soldatenkapelle. So wurde versiegte der begehrte Tropfen. Der „Zapfen- Marschtritt der Soldaten zu festigen und Be-
auch am 1. August 1957, einer alten Tradition streich“ war eine Amtshandlung. In den Gar- fehle und Zeremonien durch Signale anzuzei-
folgend, der damaligen 6. Jägerbrigade eine nisonen der altösterreichischen Regimenter gen. In der kaiserlich-österreichischen Armee
eigene Militärmusik zuerkannt. Mit dieser ersetzte eine durch die Straßen ziehende kamen später zu den Pfeifen (Flöten) Oboen,
Historie steigt die Tiroler Kapelle früh ein in Trommlergruppe den Rumormeister, und Fagotte und Waldhörner, sodass sich um 1700
die Geschichte der österreichische Militär- diese wiederum lösten Signalhornbläser ab. bereits kleine Ensembles, „Harmonien“ oder
musik – der Geschichte einer typisch österrei- Womit wir dem bekannten Klangbild näher „Hautboisbanden“, bildeten.
chischen Schlamperei vor der Folie des Viel- kommen. Die berittenen Feldtrompeter und Heer-
völkerstaates, mit schönstem künstlerischen Der Große Österreichische Zapfenstreich pauker waren etwas Besseres und die Ahn-
Ergebnis. von heute ist ein wahres Tongemälde und herren der späteren Musikbanden der Caval-
beinhaltet historische alte Militärsignale, tra- lerie-Regimenter. Die dritte Wurzel schlug tief
Der „Große Zapfenstreich“ fährt unter die ditionelle Märsche, Gebete und die Bundes- in den altösterreichischen Boden: Mit ihrem
Haut. Militaristen sprechen von der Würde, hymne. vielfältigen Schlagzeuginstrumentarium und
Größe und inneren Ruhe dieses feierlichen Die historische Entwicklung der österrei- durchdringenden Schalmeien fielen die tür-

18 BiT | Februar
Militärmusik | AKTUELLes

kischen Elitetruppen samt ihrer sogenannten Selbstverständlich marschierten die zahl- ganz vortrefflich. Mit dem Tempo vollkom-
Janitscharenmusik auch akustisch über den reichen Völkerschaften in der österreichisch- men einverstanden. Nur (4 Takte vor dem
europäischen Feind her. Wien drang in den ungarischen Armee in verbindender Einheit Allegro) mehr Trommeln und sehr stark. Die
Türkenbelagerungen 1529 und1683 der ei- nach deren Marschrhythmen. Andererseits Stelle war matt. Nochmals – schönsten Dank
nerseits anfeuernde, andererseits einschüch- aber entfernte sich die Militärmusik von und die Versicherung, dass Sie mir viel Freu-
ternde lärmende Klang ans Ohr, auch 1719, ihrer ursprünglichen Funktion und wurde de gemacht haben!“
als der türkische Gesandte Ibrahim mit groß- auch in entfernten Gegenden der Doppel- Carl Michael Ziehrer, Philipp Fahrbach,
em Gefolge in Wien eintraf. monarchie zu einem entscheidenden Kultur- Joseph Gungl, Julius Fucik, Karl Komzak,
träger. Die Musikkapellen spielten Musik der Alfons Czibulka, Emil Reznicek, Franz Lehár
Und dann geschah es Zeitgenossen und der Klassiker, sie machten und andere verbreiteten im Lauf der Jahr-
Im Winter des Jahres 1740 war das Reich mit Symphonien, Opern und Operetten von zehnte die österreichische Militärmusik und
der Habsburger bedroht. Preußische, baye- Mozart, Beethoven, Meyerbeer, Wagner, Ber- schrieben als fundiert ausgebildete Kompo-
rische, französische und spanische Herr- lioz, Strauß und vielen anderen bekannt. nisten keineswegs nur fürs Militär. Ihre Mär-
scher setzten der jungen, politisch unerfah- Die großen Komponisten reagierten auf ihre sche und anderen Kompositionen sind heute
renen Maria Theresia zu. Sie konnte Hilfe Weise: Ludwig van Beethoven komponierte die traditionellen Glanzlichter der Musikka-
gebrauchen, und die nahte in Gestalt des Militärmärsche, mit denen er freilich wenig pellen. Doch die österreichischen Militär-
bildschönen und bärenstarken Freiherrn reüssierte. Als hingegen der junge, unbe- kapellen nahmen kulturell und musikalisch
Franz von der Trenck. Er wollte eine Pan- darfte Korporal Wilhelm August Jurek viele immer weiter gestreute Funktionen wahr
duren-Truppe (das ungarische Wort bedeu- Jahrzehnte später als Gelegenheitskompositi- und verwandelten sich dafür vielfach sogar
tet Häscher) zusammenzustellen, Freiwillige on für ein „gemütliches Zusammensein mit in Streichorchester. Bereits in den 1820-er
einer halboffiziellen östlichen Volksmiliz. nichtmilitärischem Charakter“ während sei- Jahren versahen österreichische Militärkapel-
Maria Theresia nahm in ihrer Bedrängnis nes Kanzleidienstes ein neues Deutschmei- len Orchesterdienste in den Theatern ihrer
das zweifelhafte Angebot und, wie lockere sterlied verfasste, zu dessen schlingernder Garnisonsstädte! Sie wurden zum wichtigen
Zungen behaupteten, auch den reschen Melodie man eher tanzen als marschieren Bestandteil des zivilen Musiklebens und Teil
Trenck allergnädigst auf. konnte, wurde dieses „Mir san vom k. u. k. der allgemeinen österreichischen Musikge-
Als der Pandurenoberst mit seinen Man- Infanterieregiment Hoch- und Deutschmei- schichte.
nen am 27. Mai 1741 am Wiener Renn- ster Nummer vier“ einer der berühmtesten Als sich die Italiener 1848 gegen Österrei-
weg zur Parade vor der Herrscherin antrat, Märsche überhaupt. ch erhoben, entfaltete der große alte Feld-
führten die zwanzig Kompanien erstmals in marschall Radetzky, ein Achtziger immerhin,
der Geschichte der österreichischen Armee Zurück ins frühe 19. Jahrhundert seine Kriegskunst und wies sie energisch in
eine Regimentsmusik mit: Ungarische Zigeu- Die Militärmusikkapellen schwelgten in die Schranken. Wien hatte die Märzrevolu-
ner in Phantsieuniform, die barfuß, weil sie ihrem kulturellen Auftrag, einem großen, tion hinter sich. Dort leitete Johann Strauß
kein Schuhwerk vertrugen, neben der Truppe unterschiedlich gebildeten Hörerkreis die Vater die Banda des 1. Bürgerregiments, sein
einherschritten. Sie spielten den Panduren- außermilitärische Musik ihrer Zeit zu ver- Freund und Konkurrent Joseph Lanner jene
Marsch, den Trenck aus bosnischen Zigeu- mitteln. Was die herkömmliche Fassung für des 2. Bürgerregiments. Die Welten verwo-
nerweisen und Janitscharenmusik zusam- Holz- und Blechbläser betrifft, war in Wien ben sich: Als Lanner starb, legte man ihm
mengebastelt hatte. Die geladenen Gäste und lange die Banda des 2. Artillerieregiments in einem bürgermilitärischen Kondukt wie
Hofdamen erstarrten ob der „Ferkelmusik“, führend. Als Gioacchino Rossini 1822 in die einem Soldaten Uniformhut und Degen auf
aber Maria Theresia war amused. Und mein- Residenzstadt kam und den denkwürdigen den Sarg ...
te, sie habe nichts dagegen, wenn auch regu- „Rossinitaumel“ auslöste, dem sogar Franz Strauß senior machte mit seiner Zivilka-
läre Regimenter der österreichischen Armee Schubert und Franz Grillparzer erlagen, hatte pelle weiter, doch unter seinen Zuhörern wa-
Musikkapellen aufstellten. Trencks Stern ging die Banda Rossini-Melodien längst im Re- ren viele Offiziere. Es war eine besondere Ei-
unter, der Panduren-Marsch aber wurde spä- pertoire. Der Komponist war voll des Lobes. genheit der Strauß-Musiker, ihre Einfälle mit
ter in die vom Hof erlassene ehrwürdige Li- Er ließ die Arrangements kopieren und nahm aktuellen Bezügen zu verbinden. Während
ste der offiziellen Defiliermärsche des k.u.k. sie mit. Johann junior 1848 einen Revolutionsmarsch
Heeres aufgenommen ... Schwierig war die Lage im damals österrei- komponierte, schrieb der kaisertreue Vater in
chischen Oberitalien. Die Menschen liebten demselben Jahr den „Radetzkymarsch“. Der
Eine zutiefst österreichische die österreichische Regimentsmusik, aber Inbegriff österreichischer Militärmusik wur-
Geschichte. sie durften ihr keinen Beifall zollen, es wäre de konzertant uraufgeführt, ehe er Eingang
Und so ging es weiter. Die altösterrei- einem Landesverrat gleichgekommen. 1858 ins Armee-Repertoire fand. Der Berliner
chische Militärmusik feierte ihre größten kam Richard Wagner nach Venedig, und so- Musikschriftsteller Heinrich Eduard Jacob
Erfolge nicht auf Schlachtfeldern und bei Pa- fort übten die Militärkapellmeister bläserdo- schreibt in seinem Buch über die Dynastie
raden, sondern in Tanz- und Vergnügungse- mierte Werke des Meisters ein. Zustimmend, Strauß über den „Radetzkymarsch“: „Ein ro-
tablissements. Denn kaum hatte die türkische wenn auch sächsisch-säuerlich, bedankte tierender, schabender Rhythmus, der fast ko-
Banda im österreichischen Heer Fuß gefasst, er sich für die „Rienzi“-Ouvertüre: „... Es misch anmutet, jedenfalls ganz und gar nicht
verschlampte sie, wie man es militärisch machte mir große Freude, dass Ihre Musiker pathetisch. Dies Thema geht wie Pfeffer ins
wohl sehen muss, zu einem durch und durch sich alles so gut gemerkt hatten und richtig Blut. Wo haben wir es wohl schon gehört? Ja,
künstlerischen Klangkörper. herausbrachten. Der Anfang sogleich war ist das nicht, mit chromatischem Vorschlag,

Februar | BiT 19
AKTUELLes | Militärmusik, Innsbrucker Promenadenkonzerte

die verschnörkelte Umkehr der Tyrolienne Minute), teilte jedem Regiment einen eige- pflegen gleichermaßen die traditionelle Mi-
aus Rossinis Tell-Ouvertüre. Jenes achttaktige nen Marsch zu. Er organisierte militärische litärmusik und die zeitgenössische sympho-
E-Dur-Motiv wird von der D-Dur-Melodie Großveranstaltungen, man feierte weltweit nische Bläsermusik und ermöglichen ihren
des Radetzkymarsches zusammengeschoben; Erfolge, gewann Wettbewerbe. Der Zerfall Musikern eine professionelle Musikausbil-
parodistisch; unbewußt travestierend. ... Es ist der Donaumonarchie und die Auflösung der dung. Zahlreiche ehemalige Militärmusiker
keine Musik des Angriffs ... eine Musik nach k.u.k. Armee setzte einen Schlusspunkt hinter nahmen und nehmen Spitzenpositionen in
dem Sieg ist das! ... Ein Erinnern an Wien, ein dieses glänzende Kapitel. führenden internationalen Orchestern ein.
Nachgefühl von Mädchenarmen: Fetzen eines Nach dem Krieg versuchte man eine zag- Die österreichische Militärmusik des späten
Tanzliedes, das sich nach dem Dreivierteltakt hafte Reorganisation und die Anknüpfung an 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts wird
umblickt ... Es ist, als fühle sich der Marsch auf den alten Musizierstil. Josef Karl Richter, Gu- gefeiert.
einmal als behinderter Walzer. Tanzen, Mar- stav Gaigg und Karl Pauspertl machten sich Und dann muss 2005 und 2006 entschlos-
schieren, ist das nicht gleich? ... Der Radetz- besonders verdient, aber der II. Weltkrieg sen zur Verteidigung der neun Militärmu-
kymarsch ist eine Jahrhundertgabe. Er wird nahte. Der österreichischen Militärmusik sikkapellen geschritten werden. Die österrei-
als Ausdruck des Lebensgefühls bleiben.“ wurde eine fremde Musiziertradition aufge- chische Bundesregierung überlegt, im Zuge
Nach den Revolutionsjahren setzten die zwungen. der künftigen Herresreform die neun Kapel-
großen Reformen ein, auch im Musikwe- Mit der Aufstellung eines Verteidigungs- len auf drei bis fünf Klangkörper zu redu-
sen der k.u.k. Armee, ausgelöst 1850 vom heeres erhielt allmählich auch die Militär- zieren. Am 4. Mai 2006 das erlösende Wort:
jungen Kaiser Franz Joseph I. Der fachlich musik wieder eine Funktion. 1963 wurden in Unter finanzieller Mitwirkung der Landesre-
hochqualifizierte Andreas Leonhardt brach- allen neun österreichischen Bundesländern gierungen bleiben alle neun österreichischen
te die eigentliche Militärmusik zur Blüte. Er Militärmusikkapellen installiert, die sich zu Militärmusikkapellen bestehen, doch unter
vereinheitlichte das Instrumentarium, nor- besonderen Institutionen entwickelten: Sie der Bedingung deutlicher Einsparung.  n
mierte das Marschtempo (112 Schritte in der erreichten eine besonders hohe Qualität,  Ursula Strohal

16. Innsbrucker Promenadenkonzerte 2010


Orchester und Ensembles

Die Innsbrucker Promenadenkonzerte Donnerstag 08. Juli: 20.00 Abendkon­ Musikkapelle Mils/Baumkirchen
2010 finden von Mittwoch 7. Juli bis zert: Musikkorps der Bayerischen Polizei Dienstag 20. Juli: Ruhetag
Sonntag 1. August 2010 im Innenhof der Freitag 09. Juli: 20.00 Abendkonzert: Mittwoch 21. Juli: 20.00 Abendkonzert:
kaiserlichen Hofburg in Innsbruck statt. Rundfunk Blasorchester Leipzig Symphonisches Blasorchester Flachgau
Unten stehend finden Sie den Dispositi­ Samstag 10. Juli: 20.00 Abendkonzert: Donnerstag 22. Juli: 20.00 Abendkon­
onsplan für alle Orchester und Ensembles.Orchestra Fiati Fiarmonika Mousike zert: Stadtmusikkapelle Kufstein
Sonntag 11. Juli: 20.00 Abendkonzert: Freitag 23. Juli: 20.00 Abendkonzert:
Bei den 16. Innsbrucker Promenadenkon­ Stadtmusikkapelle Insbruck – Maria Hilf/ Bezirksblasorchester Weiz
zerten werden insgesamt 30 Orchester St. Nikolaus Samstag 24. Juli: 20.00 Abendkonzert:
und Ensembles auftreten. Montag 12. Juli: 20.00 Abendkonzert: Sinfonisches Blasorchester Freiburg
Tiroler Kammerorchester InnStrumenti Sonntag 25. Juli: 10.30 Matinee: Musik­
Davon: Dienstag 13. Juli: 20.00 Abendkonzert: verein Breitenthal; 20.15 Abendkonzert:
2 professionelle Blechbläserensembles Original Tiroler Kaiserjägermusik Austria Festival Symphony Orchester
das Rundfunk Blasorchester Leipzig Mittwoch 14. Juli: 20.00 Abendkonzert: Montag 26. Juli: 20.00 Abendkonzert:
2 professionelle Streichorchester Symphonisches Blasorchester Ried Das Große Bozner Blechbläserensemble
2 uniformierte Traditionsblasorchester Donnerstag 15. Juli: 20.00 Abendkon­ Dienstag 27. Juli: Ruhetage
2 professionelle Militärmusikkapellen zert: Swarovski Musik Wattens Mittwoch 28. Juli: 20.00 Abendkonzert
1 professionelles symphonisches Bläser­ Freitag 16. Juli: 20.00 Abendkonzert: Speckbacher Stadtmusik Hall
ensemble Musikkorps der Deutschen Bundeswehr Donnerstag 29. Juli: 20.00 Abendkon­
das Musikkorps der Bayerischen Polizei Samstag 17. Juli: 19.00 Erstes Abend­ zert: Stadtkapelle Memmingen
6 Auswahlblasorchester konzert: Symphonisches Blasorchester Freitag 30. Juli: 20.00 Abendkonzert
6 Stadtmusikkapellen Retz; 20.15 Zweites Abendkonzert: Stadt­ Musikkapelle Villnöß
6 Dorfmusikkapellen musikkapelle Wilten Samstag 31. Juli: 20.00 Abendkonzert:
1 Betriebsorchester Sonntag 18. Juli: 10.30 Matinee: Musik­ Landesblasorchester Baden Württemberg
kapelle Prutz; 20.00 Abendkonzert: Sonntag 1. August: 10.30 Matinee:
Mittwoch 07. Juli: Eröffnung 19.00 Brass Windkraft Tirol, Kapelle für neue Musik Kärntner Gebirgsschützenkapelle; 20.00
Connection Tirol; 20.15 Fest­konzert: Montag 19. Juli: 20.00 Abendkonzert mit Abendkonzert: Musikkapelle Peter Mayr
Militärmusik Tirol Großem Österreichischem Zapfenstreich: Pfeffersberg

20 BiT | Februar
Euregio | bezahlte anzeige

Zum Jubiläum eine musikalisches Geschenk


Gala-Konzerte des EBO ein großer Erfolg
Auftragskomposition uraufgeführt (Nesselwang)
Die junge Solisten
Kerstin Möseneder
(links) sang bei
den Konzerten des
EBO. Rechts im Bild
Dirigent Johann
Mösenbichler.

Die Euregio-Netzwerker, Partner und Sponsoren trafen sich zum Gedanken-


austausch. Langjährige Partner wurden dabei geehrt. Von links Projektleiter
Simon Gehring, Markus Brehm (Allgäuer Zeitungsverlag), Anselm Schaber
(Trachten Schaber), Jörn Homburg (Das Höchste), Sonja Kramer, Oliver
Kramer (Cafe am Kurpark), Anneliese Schürer (DVO-Verlag/Bayerische Blas-
musik), Johanna Karg (Mc Donalds), Peter Reitemann (Musik Reitemann)
und Euregio-Präsident Landrat Gebhard Kaiser. Foto: Ralf Lienert

G
renzenlose Blasmusik“ bot das Eure­
gio-Blasorchester (EBO) im Rahmen
der Jubiläumskonzerte in Hirschegg
(Kleinwalsertal) und in Nessel­wang zum
zehnjährigen Bestehen des Orchesters. „So
lange gibt es das Euregio-Musikfestival und
das EBO schon“, erinnerte sich Präsident
Landrat Gebhard Kaiser. Zu diesem Jubilä­
um machte die Euregio in Zusammenarbeit
mit der Kurt und Velicitas Viermetz-Stiftung
aus Augsburg nicht nur der Blasmusikwelt
ein ganz besonderes Geschenk, sondern
beschenkte sich selbst mit der Auftrags­ Auf der Bühne in Walserhaus in Hirschegg (Kleinwalsertal): „Blasmusik der vergangenen zehn Jahre“.
komposition des bekannten niederländi­
schen Komponisten Jacob de Haan mit Werk von Blasorchestern künftig gespielt kannten „Schwips-Lied“ von Johann Strauß
dem Projekttitel »grenzenlos«. Das viersät­ wird“, so der Komponist de Haan. und beim „Villia-Lied“ von Franz Lehar das
zige Werk ist zugleich eine Hommage an Besonderes Lob, Dank und Aner­ken­nung Publikum ebenso begeisterte, als auch
die berühmte „First Suite in Es-Dur“ von wurde dem ehemaligen Bundesfinanzmini­ beim Musical „Les Miserables“.
Gustav Holst. Jacob de Haan lies es sich ster Dr. Theo Waigel zu teil, der durch seine Stehende Ovationen eines begeisterten Pu­
nicht nehmen, selber dabei zu sein, wenn Arbeit als Kurator in der Viermetz Stiftung blikum waren ein sichtbares Zeichen des
sein großes Werk „Memorial“ vom EBO dieses Projekt gefördert hat. Aus der Hand Dankes an die vielen Musiker, die aus Spaß
uraufgeführt wird. „Ich bin begeistert von von Euregio-Projektleiter Simon Gehring an der Musik seit einigen Jahren an diesem
der Darbietung und freue mich, dass dieses erhielt Dr. Theo Waigel die Originalpartitur grenzübergreifenden Orchester mitwirken
des Werks überreicht. Für alle Beteiligten und dafür keine Gage erhalten, sondern für
war es ein bewegender Moment, diese Ur­ einen guten Zweck auftreten. „So schön
aufführung zu erleben. kann grenzenlose Blasmusik sein“ freute
Blasmusikalisch bot das mit 65 Musi­kerinnen sich Projektleiter Simon Gehring abschlie­
und Musiker besetzte Orchester einen Streif­ ßend.
zug aus „Das beste aus den vergangenen zehn Für Nesselwang war es erneut ein musi­
Jahren“. Dabei durfte die „Fanfare und Hym­ ka­lischer Höhepunkt der Geschichte
ne“, von Jacob de Haan, die anlässlich der schreibt“, freute sich Bürgermeister Franz
Eröffnung der Nordischen Ski WM in Oberst­ Erhart nach dem Konzert in der Alpspitz­
Die Originalpartitur der Auftragskomposition „Memorial“ dorf durch das EBO uraufgeführt wurde eben­ halle. „Die Marktgemeinde und die Nes­
– die die Euregio in Zusammenarbeit mit der Viermetz so nicht fehlen, wie auch der „Golden Jubilee selwang Marketing GmbH sind stets gute
Stiftung auf den Weg brachte – wurde durch die Euregio-
Verantwortlichen im Rahmen des Jubiläumskonzerts in Marsch“ von John Philipp Sousa, der den Na­ Gast­geber“, dankte Euregio-Präsident und
Nesselwang übergeben. v. l. Jury-Vorsitzender Johann men für die EBO-CD im Jahr 2005 lieferte. Landrat Gebhard Kaiser, den Nesselwanger
Mösenbichler, Kurator Bundesminister a.D. Dr. Theo
Waigel, Komponist Jacob de Haan, Euregio-Präsident
Mit dabei war die junge Gesangsolistin ist Verantwortlichen.  n

Gebhard Kaiser und Euregio-Projektleiter Simon Gehring. Kerstin Möseneder (Sopran), die beim be­ Mehr unter www.euregio-festival.de

Februar | BiT 21
Kommentar | Präsident Franz Fischler

Blasmusikjugend
Es war in der Tat erfrischend, wie viele junge Gesichter das Bild der beim
Landes­umzug mitmarschierenden MusikantInnen prägten.

D
ie Blasmusikjugend ist zugleich das Tiroler Musikleben verstanden werden
wohl die größte Erfolgsstory in und es müssen daher genauso die integra-
der jüngsten Entwicklung der tiven Strukturen des Verbands gestärkt
Tiroler Blasmusik. Dank des flächen- werden. Der Wille zur Zusammenarbeit,
deckenden Netzes an Musikschulen, dank zu Fairness und der Blick auf das Ganze
des Engagements vieler MusiklehrerInnen müssen die Grund­lage für die in den Gre-
und vor allem dank der Begeisterung einer mien handelnden Personen sein.
wachsenden Zahl an Jugendlichen für die Jede(r) muss auf ihrem/seinem Platz
Blasmusik ist es gelungen, den Anteil der Verantwortung tragen. Unser Verband
jugendlichen MusikantInnen deutlich zu war immer und soll in Zukunft noch mehr
steigern. Und was könnte eigentlich besse- innovativ sein. Das heißt, nicht alles Neue
res passieren, als dass junge Leute sich in kritiklos zu übernehmen, aber das heißt,
eine Kapelle integrieren, dabei gleichzeitig Neues zuzulassen. Das gilt für die Akti-
in der Praxis kennen lernen, wie Demokra- vitäten des Verbandes wie für die innere
tie funktioniert und eine sinnvolle Frei- Struktur. Daher ist es auch wichtig und
zeitbeschäftigung finden? notwendig, wenn es an der Spitze des Ver-
Zugleich ist unsere Jugend enorm lei- bandes bei der nächsten Generalversamm-
stungsbewusst, macht bei zahlreichen lung zu einer Erneuerung kommt, denn
Wett­bewerben mit und zeigt, wie man Lei- die Demokratie lebt vom Wechsel und
stung mit Sportsgeist verbinden kann. wird durch ihn befruchtet. Daher soll die
Franz Fischler Foto: Privat Kein Wunder also, dass die Jungend Scheidenden der Dank für ihre Leistungen
dann auch die ihr zustehende Mitspra- begleiten und sollen die Neuankömmlinge
che einfordert. Der Verband wird diesem mit jeder Menge Vertrauensvorschuss will-
Anliegen Rechnung tragen, indem er ein kommen geheißen werden.  n

eigenes erweitertes Jugendreferat als Ver-


bandsorgan einrichtet und der blasmusi-
kalischen Jugend auch ein größeres Maß
an Eigenverantwortung überträgt. Diese
stärkere Eigenverantwortung muss jedoch
als ein Teil der Gesamtverantwortung für

22 BiT | Februar
Februar | BiT 23
Mitteilungen | LV-Obmann

Mitteilungen des
Obmannes
Verbandsobmann Ich wünsche alle Musikern und Musikerinnen und Funktionären
Herbert Ebenbichler im Lande in jeder Hinsicht viel Erfolg für 2010.

Abornung des Landesverbandes und eine Bläsergruppe der MK Zams beim Landeshauptmann. Fotos: Archiv Tiroler Landesregierung

W
ie immer in der ersten Ausgabe ralversammlung im März kandidiere ich als konnte, dann kann ich zufrieden abtreten
eines neuen Jahres möchte ich Obmann nach 15 Jahren nicht mehr) wünsche und hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt.
mich für die zahlreichen Weih- ich mir weiter ein harmonisches Zusammen- Meinem Nachfolger im Amt des Obmannes
nachts- und Neujahrswünsche aus dem Kreis wirken und möchte zum letzten Mal in einer wünsche ich viel Erfolg, Begeisterung und
der Nachbarverbände im Ausland, der öster- Ausgabe unserer BiT als aktiver Landesver- eine erfolgreiche Arbeit in einem teilweise ja
reichischen Landesverbände, aus den Bezirks- bandsobmann Danke sagen, allen in den Ver- neuen Vorstand. Danke allen, ich bin durch
verbänden und Kapellen sowie von vielen einen, in den Bezirken, im Landesverband, in diese Tätigkeit reicher geworden!
Blasmusikfreunden sehr herzlich bedanken den Landesverbänden Österreichs, auch in den
und um Verständnis dafür ersuchen, dass die Nachbarverbänden und im Österreichischen Generalversammlung des
Glückwünsche nicht alle einzeln beantwortet Verband. Als früherer Kapellmeister, Bezirks- Landesverbandes
werden können. kapellmeister, als Mitglied im Verbandsvor- Unter Hinweis auf die in dieser Ausgabe
Nach einem arbeitserfüllten Jahr 2009 ist stand in den verschiedensten Funktionen und enthaltene Einladung zur Generalversamm-
auch im neuen Jahr wieder Raum für wichtige schließlich als Obmann seit 1995 war es mir lung mit Tagesordnung und Programm darf
und auch neu gestaltete Verbandsveranstal- als begeisterter Blasmusiker ein Herzensanlie- ich wieder zu einer möglichst vollzähligen Ge-
tungen im Bereich der Aus- und Weiterbil- gen, für unsere Kapellen da zu sein und ihnen neralversammlung am Sonntag, dem 7. März
dung, der Wertungsspiele sowie der Jugend- wo es nur geht zu helfen. 2010, diesmal wieder in unserer Landeshaupt-
arbeit. 2009 stand im Zeichen des Tiroler Ge- Bei zahlreichen Besuchen im Land sind mir stadt Innsbruck und zwar im Großen Stadtsaal
denkjahres 1809-2009 und bewies uns, dass unsere Kapellen ans Herz gewachsen und ich in der Universitätsstraße, in Tracht/Uniform
sich viele Kapellen, Bezirke und auch der Lan- konnte in diesen Jahren einen gewaltigen Auf- aufrufen.
desverband sehr intensiv mit diesem Thema schwung miterleben. Dazu haben verschie- Wir feiern die Messe um 8:30 Uhr in der Je-
befassten. Dafür möchte ich mich namens des dene Faktoren beigetragen. Wenn es auch der suitenkirche und beginnen dann um 10 Uhr im
Verbandes nochmals sehr herzlich bedanken! Verband war, der mit seinen Programmen Stadtsaal mit der Versammlung. Die Messe ze-
Für die letzten ca. zwei Monate unserer motivierend und helfend ein vielseitiges Ser- lebriert Abt Prälat Mag. Raimund Schreier vom
Zusammenarbeit (bei der nächsten Gene- vice für die Kapellen und Funktionäre bieten Stift Wilten. Die musikalische Umrahmung

24 BiT | Februar
LV-Obmann | Mitteilungen

land Mair im Rahmen des seit 1996 üblichen


Adventbesuches zuerst Landeshauptmann
Günther Platter in seinen Amtsräumen im
Landhaus, wobei eine Blechbläsergruppe der
Musikkapelle Zams Weihnachts- und Advent-
weisen vortrug. Anschließend besuchten die
Abordnung und die Bläser auch Bürgermei-
sterin Hilde Zach bei einer Veranstaltung in
den Stiftssälen. Wir bedankten uns bei Stadt
und Land für die Wertschätzung und Unter-
stützung der Blasmusik und überbrachten die
besten Grüße für Weihnachten und Neujahr.
Der Landeshauptmann griff selbst zum Tenorhorn.
Bezirksversammlungen
des Gottesdienstes gestaltet die Militärmusik Innsbruck kommen. Wie alle Jahre ist es mein In einigen Bezirken wurden bereits die
Tirol unter Oberstleutnant Hannes Apfolterer. Wunsch, in dieser Veranstaltung auch einen Generalversammlungen abgehalten, so im
Bei der anschließenden Generalversammlung Festtag der Blasmusik und ein Symbol der Zu- Bezirk Silz (Längenfeld), Schwaz (Pill), Lan-
musiziert die K. und K. Postmusik Tirol unter sammengehörigkeit zu sehen. deck (Galtür), Innsbruck-Stadt (Arzl), Imst
ihrem Dirigenten Stefan Laube. Beiden Orche- (Arzl i. P. ), Brixental (Kirchberg), Außer-
stern möchte ich für ihre Zusage herzlich dan- Weihnachts- u. Neujahrsständchen fern (Häselgehr), Iseltal (Huben), St. Johann
ken. Wir bemühen uns im Vorstand um einen Am Montag, dem 14. Dezember 2009, be- (Oberndorf), Seefeld (Scharnitz), Zillertal
zügigen Ablauf der Versammlung, bei der ja suchte eine Abordnung des Verbandes mit (Brandberg), Innsbruck-Land (Grinzens)
Neuwahlen auf der Tagesordnung stehen. Die Präsident Dr. Franz Fischler, Obmann Herbert und Wipptral-Stubai (Telfes). Überall konn-
Delegierten der Tiroler Kapellen und Bezirke Ebenbichler, Landeskapellmeister Mag. Her- ten gute Arbeit und harmonische Teamarbeit
und aus dem Vorstand samt Musikbeirat mö- mann Pallhuber, Obmannstellvertreter Reg. festgestellt werden. n

gen festlich gestimmt zur Versammlung nach Rat Siegfried Knapp und Geschäftsführer Ro- Euer Herbert Ebenbichler

Februar | BiT 25
Mitteilungen | LV-Kapellmeister

Aktuelles und
Ausblick auf 2010
Sehr geehrter Kapellmeister! Sehr geehrter Obmann!
Hermann Pallhuber
Liebe Musikantin und lieber Musikant!

A
lles Gute zum Jahreswechsel und viel eine große Anzahl von schönen und einfalls- Die drei Säulen der musikalischen Fort-
Erfolg im Jahr 2010! reichen Programmpunkten aus den Reihen bildung im Blasmusikverband sind:
Mögen alle Deine Vorhaben glü- unserer Musikkapellen – dafür möchte ich • Der Kapellmeisterlehrgang des BVT
cken. Die Landeskapellmeister wünschen Dir Dir herzlich danken! Es war beeindruckend! www.lehrgang.edupage.org
ein gutes, neues musikalisches Jahr beim Mu- Im heurigen Jahr gibt es auch wieder einige • Der Tiroler Kapellmeistertag
sizieren im Verein, in der Musikkapelle und Angebote für Dich, die Du ganz nach Deinen (immer am Samstag nach Allerheiligen)
bei unserer Blasmusik! Interessen nützen kannst. Das erneuerte Bil- • Die Tiroler Blasmusikwochen: Tiroler Bläser­
Im vergangenen Jahr, in unserem Gedenk- dungssystem des Tiroler Blasmusikverbandes woche mit Orchester und Orchesterleitung im
jahr zum Tiroler Freiheitskampf 1809, gab es wurde bereits Jahr 2007 installiert: Juli in der ersten Ferienwoche am Grillhof n

Kapellmeisterlehrgang des BVT – ihrer Form mit Einzel-, Gruppen- und Orche­ Einen Höhepunkt im kommenden Jahr stellt
neuer Grundkurs in Modul-Form sterunterricht durchgeführt. Die Woche ist um das Landeswertungsspiel am 10. Oktober
eine bewährte Facette bereichert. Es können 2010 in Innsbruck dar. Neu wird der 1. Diri­
ab Herbst 2010 Interessierte auch wieder Dirigier- und Kompo­ gentenwettbewerb sein, der im Vorfeld am 8.
nierunterricht nehmen. Dieser interessante Teil und 9. Oktober stattfinden wird.
Am 8. Mai 2010 werden 11 Kandidaten den
der Woche nennt sich TRIANGEL (Komponie­ Die Planung und Durchführung des Wertungs­
neuen Lehrgang mit der Diplomprüfung zum
ren-Dirigieren-Orchester). spieles wird von Lkpm-Stv. Mag. Rudi Pascher
„Diplomierten Kapellmeister des BVT“ ab­
an anderer Stelle ausführlich vorgestellt.
schließen. Veranstaltungsort und- zeit für die
Die Ausschreibung erfolgt im Frühjahr 2010
Diplomkonzerte werden in der nächsten BiT
verlautbart.
· Du kannst Dich zum Komponieren anmelden Tiroler Kapellmeistertag am
· Du kannst Dich zum Dirigieren anmelden Samstag, 6. November 2010
Im Herbst 2010 wird wieder mit einem Grund­
· Du kannst Dich zum großen Blasorchester Diese groß angelegte Veranstaltung findet
kurs in Form von vier Wochenend-Modulen
der Bläserwoche anmelden immer am Samstag nach Allerheiligen statt
gestartet, die für alle Interessierten auch als
„Schnuppermodule“ offen stehen. Sie werden und wird von den drei Landeskapellmeistern
Anmeldungen unter vorbereitet und durchgeführt. Ziel ist, unsere
in den Räumlichkeiten der Städtischen Mu­
office@blasmusikverband-tirol.at möglich. Tiroler Kapellmeister und ihre Stellvertreter,
sikschule Hall stattfinden. Eine genaue Aus­
www.lehrgang.edupage.at sowie Obleute, Jugendreferenten und alle
schreibung erfolgt im kommenden Frühjahr.
Der Administrator und Leiter des Lehrganges Musikinteressierten an einem Tag zusammen­
Konzertwertungen zubringen, ihnen ein informatives und unter­
ist seit dem letzten Jahr Mag. Florian Schar­
Unter der bewährten Federführung von Lk­ haltsames, abwechslungsreiches Programm
mer aus Inzing. Herzlichen Dank für seine
pm-Stv. Mag. Rudi Pascher finden in unseren zu bieten, das keinesfalls belehrend, sondern
hervorragende Arbeit! Du kannst dich jetzt
Musikbezirken wieder einige Konzertwertun­ anregend für die Praxis in den Tiroler Musik­
schon bei ihm für diese Dirigierkurse über die
gen statt. In den letzten drei Jahren wurde kapellen sein soll.
Web-Site: www.lehrgang.edupage.at, im Bü­
das Prinzip der tirolweiten Vergleichbarkeit Im Rahmen der Bezirkskapellmeisterkonferen­
ro oder unter office@blasmusikverband-tirol.
einerseits mit der 85-Punkte Durchschnittsre­ zen wird der Inhalt besprochen und geplant.
at anmelden.
gelung und andererseits durch eine personell
möglichst gleich bleibende Jurybesetzung (1 www.lehrgang.edupage.at
Die Tiroler Bläserwoche und Tiroler und 2 Nichttiroler Experten) mit ver­
die Tiroler Orchesterwoche baler und punktierter Bewertung konsequent Mit den besten Wünschen für ein erfolg­
(12. bis 16. Juli 2010) durchgehalten. reiches, gesundes und musikalisch schönes
Für Musiker/innen, Kapellmeister/innen und/ Jahr 2010!
oder Komponist/inn/en aller Altersgruppen Es soll auch 2010 so weitergeführt werden. Die
zwischen 16 und 96 Jahren. Termine sind: Samstag, 11. April 2010 – Unter­ Mag. Hermann Pallhuber
inntaler Musikbund; Samstag, 17. April 2010 – Landeskapellmeister
Die traditionelle Bläserwoche für Einzel- und MB Silz; Sonntag, 18. April 2010 – MB Brixen­
Gruppenunterricht und großes Blasorchester. tal; Samstag, 25. April 2010 – MB Rattenberg;
Die traditionelle Bläserwoche wird wieder in Sonntag, 30. Mai 2010 – MB St. Johann

26 BiT | Februar
LV-Geschäftsführer | Mitteilungen

Bezirksmusikfeste und
LV-Auszeichnungen
Roland Mair

Bezirksmusikfeste, KW, MW 2010


Bez. Musikbezirk Bezirksmusikfest Ort Konzertwertung Ort Marschmusikwertung Ort
1 Innsbruck-Stadt keines
2 Innsbruck-Land 11.07.2010 Axams
3 Hall 27.06.2010 Tulfes
4 Schwaz 11.07.2010 Vomp 11.07.2010 Vomp
5 Zillertal 25.07.2010 Gerlos 25.07.2010 Gerlos
6 Rattenberg 18.07.2010 Rattenberg 25.04.2010 Kundl
7 Kufstein 01.08.2010 Wörgl 11.04.2010 Unterlangkampfen
8 Brixental 20.-22.8.2010 Jochberg 18.04.2010 Reith b. Kitzb.
9 St. Johann 25.07.2010 Going 30.05.2010 St.Ulrich a.P.
10 Wipptal/Stubai 27.06.2010 Gschnitz 27.06.2010 Gschnitz
11 Telfs 11.07.2010 Pettnau 11.07.2010 Pettnau
12 Seefelder Hochplateau 21.08.2010 Scharnitz
13 Silz 25.07.2010 Längenfeld 17.04.2010 Ötz
14 Imst 20.06.2010 Arzl i. P.
15 Landeck keines
16 Außerfern 16.-18.7.2010 Weissenbach 18.07.2010 Weissenbach
17 Lienzer Talboden 08.08.2010 Lienz
18 Pustertal-Oberland 25.07.2010 Abfaltersbach
19 Iseltal 04.07.2010 Huben

LV-Auszeichnungen 2009
Ehrennadel in Gold Laiminger Jakob, MK Itter 60 Jahre aktives Mitglied
Patscheider Margarete, Geschäftsfrau, Imst Laiminger Leonhard, MK Hopfgarten 60 Jahre aktives Mitglied
Schwarzkopf Hilde, Kommerzialrätin, Breitenwang Lugger Hubert, MB Pustertal-Oberland Langj. Bez Kplm./Kpm.
Mair Kurt, MK Fulpmes 60 Jahre aktives Mitglied
Ehrenring Mair Max, MK Vals-St. Jodok 60 Jahre aktives Mitglied
Kerber Josef, MK Steeg u. Vorderhornbach 40 Jahre Kapellmeister Marthe Hans, MK Seefeld 60 Jahre aktives Mitglied
Ebster Jörg, MK Uderns 40 Jahre Kapellmeister Miggitsch Georg, BMK Kirchbichl 60 Jahre aktives Mitglied
Mühlmann Josef, MK Ausservillgraten 60 Jahre aktives Mitglied
Verdienstzeichen Gold Oberkofler Hermann, MK Zams 60 Jahre aktives Mitglied
Faistenauer Paul,MK Itter 60 Jahre aktives Mitglied Ortner Hermann, BMK St. Johann i.T. Kapellmeister
Gander Adalbert, STMK Lienz 60 Jahre aktives Mitglied Pascher Rudolf Mag., MK Prutz Kapellmeister
Gasser Raimund, BMK Uderns 60 Jahre aktives Mitglied Pirhofer Heinrich, STMK Rattenberg 60 Jahre aktives Mitglied
Gruber Josef, BMK Vorderthiersee 60 Jahre aktives Mitglied Pittl Siegfried, BMK Birgitz 60 Jahre aktives Mitglied
Jenewein Johann, MK Obernberg 60 Jahre aktives Mitglied Posch Alois, MK Ehrwald 60 Jahre aktives Mitglied
Köck Klaus HR DR Vorstandsmitglied des LV Rantner Wilhelm, MK Seefeld 60 Jahre aktives Mitglied

Februar | BiT 27
Mitteilungen | LV-Geschäftsführer

Tratter Hans, Speckbacher STMK Hall i.T. 60 Jahre aktives Mitglied Langebner Manuela, BMK Jenbach Jugendreferentin
Waldner Alois, BMK Niederndorf 60 Jahre aktives Mitglied Lederle Manfred, MK Jerzens Obmann
Waldner Josef, BMK Aschau 60 Jahre aktives Mitglied Lentsch Heiner, MK Kaunertal Notenwart
Wallner Rudolf, MK Telfes 60 Jahre aktives Mitglied Lindsberger Martin, MK Nikolsdorf Kapellmeister
Zeller Hermann, BMK Fügen 60 Jahre aktives Mitglied Mallaun Edwin, MK Langesthei Kassier
Zöhrer Horst, BMK Zell a.Z. 60 Jahre aktives Mitglied Margreiter Josef, MK Alpbach Obmann Stv.
Mauracher Helmut, BMK Jenbach Bekleidungsarchivar
Verdienstzeichen in Silber Mayr Konrad, MK Anras Kassier
Delago Hermann, STMK Landeck-Perjen Kapellmeister Nothdurfter Christian, MK Kirchdorf i. T. Kassier Stv.
Guggenbichler Gerhard, STMK Rattenberg Kapellmeister/Bez.Kplm. Obmascher Friedrich, MK Innervillgraten Kapellmeister
Hauser Otto, STMK Rattenberg Bez.Obmann/Obmann Penz Richard, Blasmusikverband Tirol Landesfähnrich
Heim Karl, BMK Bruck a. Z. Vorstandsmitglied Pittl Norbert, MK Fulpmes Kapellmeister
Höllwarth Siegfried, MK Elbigenalp Kapellmeister Pohl Richard, MB Imst Bezirksobmann
Huber Manfred, MK Flirsch Kassier Präauer Josef, BMK Söll Archivar
Kirchmair Sebastian, BMK Hinterthiersee Obmann Prantl Otto, BMK Vomp Medienreferent
Köll Josef, MK Karrösten Kapellmeister Prem Franz, MK Wattenberg Obmann
Mattevi Roland, BMK St. Johann i.T. Kassier Pürstl Horst, MK Höfen Bezirksobmann/Obmann
Meister Josef, BMK Eben Kapellmeister Raggl Hannes, MK Prutz Schriftführer
Mellitzer Peter, MK St.Veit i.D. Obmann Stv. Rief Peter, MK Nesselwängle Obmann
Opperer Wilfried, STMK Landeck-Perjen Obmann Salzburger Loeonhard, BMK Kramsach Kapellmeister
Rief Wolfgang, MK Ehenbichl Kapellmeister Scherl Guido, MK Pettneu Jugendreferent
Schöpf Alois, MK Patsch Kapellmeister Schirmer Andreas, MK Rum Jugendreferent
Schwarz Herbert, MK Lähn Kapellmeister Schöpf Johann, STMK Imst Kplm.Stv.
Stadler Ludwig, MK Mühltal Obmann Schöpf Jürgen, MK Ötztal Bahnhof Schriftführer
Stecher Max, MK Natters Ausschußmitglied Schrattenthaler Andreas, BMK Auffach Schriftführer
Steinlechner Walter, Schrettl Manfred, BMK Vomp Obmann Stv.
BMK Vomp/MB Schwaz Kapellmeister/Bez.Kplm.Stv. Schreyer Josef, BMK Unterlangkampfen Schriftführer
Stöger Simon DI, BMK Ebbs Kapellmeister Sidler Werner, BMK Unterlangkampfen Notenwart
Voppichler Herbert, MK Matrei-Mühlbachl-Pfons Obmann Spiß Christoph Mag., MK Strengen Vorstandsmitglied
Wilhelm Oskar, MK Prutz Beirat Spiß Konrad, MK Strengen Vorstandsmitglied
Stemberger Georg, MK St.Veit i. Def. Obmann Stv.
Verdienstzeichen in Grün Stock Franzm, BMK Schlitters Obmann
Aichner Gerhard, MK Pfaffenhofen Kapellmeister Vötter Anton, MK Aurach Kapellmeister
Ausserlechner Andreas, MK Kartitsch Obmann Walch Thomas, MK Elbigenalp Jugendreferent
Bachler Wolfgang, STMK Landeck-Perjen Kapellmeister Stv. Waler Peter sen., MK Kelchsau Kapellmeister
Bair Johannes, MK Ötztal Bahnhof Obmann Stv. Wassermann Peter, MK Prutz Jugendreferent
Brandacher Josef, BMK Bruck a. Z. Notenwart Weber Johann, MK Pflach Obmann
Brandacher Walter, BMK Bruck a. Z. Kapellmeister Wibmer Martin, BMK Schlitters Kapellmeister
Burtscher Guntram, MK Flirsch Kapellmeister Wurzer Michael, MK Thaur Jugendreferent
Dilitz Karl, BMK Birgitz Kapellmeister Zoller Peter, MK Ötztal Bahnhof Kassier
Eberharter Johannes, MB Zillertal Bez.Schriftführer
Falch Markus, MK Pettneu Instrumentenwart Verdienstmedaille 70 Jahre
Fankhauser Paul, STMK Kufstein Obmann Guggenbichler Walter Ing., MK Natters
Fasching Andreas, MK Nikolsdorf Kassier Finanzreferent Höllwarth Franz, MK Fügen
Fink Nobert, MK Karres Kapellmeister
Fink Peter, MK Karres Obmann Verdienstmedaille 65 Jahre
Fischer Peter Mag., BMK St.Johann i. T. Schriftführer Berger Benedikt, BMK Unterlangkampfen
Gamper Georg, STMK Rattenberg-Radfeld Kassier Hofer Josef, MK Baumkirchen
Hackl Christian, MK Sautens Obmann Zangerl Gebhard, MK Schnann
Hassler Wolfgang, BMK Schlitters Obmann Stv.
Hechenblaickner Manfred, BMK Reith i. A. Kapellmeister Verdienstmedaille 60 Jahre
Hölbling Michael, Speckbacher MK Gnadenwald Kapellmeister Baumann Karl, MK Fritzens
Huber Klaus, BMK Bruck a. Z. langjähriger Funktionär Bielek Fritz, BB MK IBK
Hupfauf Robert jun., Bramböck Andreas Prof. OSR, STMK Amras
Peter Anich MK Oberperfuß Kplm.Stv. + Stabführer Stv. Faistenauer Paul, MK Itter
Kecht Rudolf, MK Zams Trachtenwart Gasser Raimund, MK Uderns
Klingler Konrad, MK Oberau Vorstandsmitglied Gruber Josef, BMK Vorderthiersee
Klocker Stefan Mag., MK Tristach Obmann Jenewein Johann, MK Obernberg
Knapp Hannes, Speckbacher MK Gnadenwald Obmann Laiminger Jakob, MK Itter
Knapp Klaus, Speckbacher MK Gnadenwald Kplm.Stv. Laiminger Leonhard, MK Hopfgarten

28 BiT | Februar
LV-Geschäftsführer | Mitteilungen

Mair Kurt, MK Fulpmes Eberl Peter, STMK Wörgl


Mair Max, MK Vals-St. Jodok Ebner Heinz, BMK Weer
Marthe Hans, MK Seefeld Egger Werner, MK Rietz
Miggitsch Georg, BMK Kirchbichl Einkemmer Johann, KMK Bad Häring
Mühlmann Josef, MK Außervillgraten Enthofer Max, BMK Bruck a. Z.
Oberkofler Hermann, MK Zams Feuchtner Peter, BMK Bruckhäusl
Pirhofer Heinrich, STMK Rattenberg Frischmann Josef, MK Umhausen
Pittl Siegfried, BMK Birgitz Fuchs Jakob, MK Kelchsau
Posch Alois, MK Ehrwald Fuchs Sebastian, MK Kelchsau
Rantner Wilhelm, MK Seefeld Gapp Franz, MK Ampass
Tratter Hans, Speckbacher STMK Hall i. T. Gasteiger Thomas, BMK Bruckhäusl
Waldner Alois, BMK Niederndorf Götsch Manfred, BMK Wiesing
Waldner Josef, MK Aschau Harb Rudolf, BMK Weer
Wallner Rudolf, MK Telfes Heiß Peter sen., STMK Landeck-Perjen
Zeller Hermann, MK Fügen Hendl Erich, MK Mötz
Zöhrer Horst, MK Zell a. Z. Hofer Georg, MK Neustift i. St.
Hosp Hermann, MK Vorderhornbach
Verdienstmedaille 55 Jahre Huber Hermann, BMK Eben
Bauernfeind Josef, MK Kals a. G. Ilmer Josef, MK Igls-Vill
Brunner Balthasar, BMK Niederau Jäger Arnold, MK Sautens
Dilitz Karl, BMK Birgitz Jenewein Friedrich, MK Vals/St. Jodok
Gruber Franz, MK Sistrans Kogler Josef, MK Aschau
Gugger Hans Martin, MK Nesselwängle Kolb Johann, MK Fügen
Hammerle Edi, STMK Landeck-Perjen Kratzer Anton, MK Rietz
Hochstaffl Bruno, BMK Gerlos Krössbacher Klaus, MK Fulpmes
Hörtnagl Max, MK Kematen Lener Sepp, MK Igls-Vill
Huber Hans, BMK Kramsach Lentner Johann, BMK Stans
Jaud Hans, BMK Kramsach Lentsch Otto, MK Kaunertal
Jelinek Josef, BB MK IBK Linter Johann, MK Oberhofen
Kerber Josef, MK Steeg Löffler Günther, STMK Innsbruck-Arzl
Knapp Franz, Speckbacher MK Gnadenwald Luchner Franz, BMK Kramsach
Knapp Josef, Speckbacher MK Gnadenwald Mader Robert, Trad.Bergknappenmusikkapelle Jochberg
Köll Erwin, STMK Mühlau Mair Reinhard, BMK Vomp
Ladstätter Franz, MK St. Jakob i. D. Margreiter Peter, MK Alpbach
Laiminger Johann, BMK Kirchbichl Mayrhofer Josef, BMK Unterlangkampfen
Lorenz Gebhard, BB MK IBK Meister Josef, BMK Eben
Madersbacher Hubert, BMK Kramsach Mißlinger Matthias, BMK Bruckhäusl
Moosbrugger Karl, MK Steeg Niederkircher Hans, MK Seefeld
Patscheider Günther, MK Ried i. O. Oberkofler Hugo, MK Zams
Patscheider Hans, MK Ried i. O. Paulmichl Fritz, MK Vorderhornbach
Pöcheim Alois, BMK Jenbach Peer Albert, MK Navis
Presslaber Josef, STMK Amras Penz Franz, MK Navis
Rief Walter, MK Nesselwängle Perthaler Peter, BMK Angerberg Mariastein
Rinner Fritz, BMK Gerlos, Rauch Felix, MK Hippach
Salchner Josef, MK Sistrans Rieder Helmuth, STMK Wörgl
Schädle Hartmann, MK Lechaschau Slamik Herbert, STMK Innsbruck-Arzl
Schneider Johann, MK Alpbach Schiestl Franz, MK Aschau
Schönherr Hermann, MK Neustift i. St. Schipflinger Sebastian, BMK Bruckhäusl
Schöpf Siegfried, MK Reutte Schönherr Josef, MK Biberwier
Schwaiger Anton, MK Waidring Schöpf Martin, STMK Landeck-Perjen
Spiß Alois, MK Strengen Schranz Anton, MK St. Anton a. A.
Steger Klaus, MK Ehrwald Schweighofer Friedl, BMK Birgitz
Unterberger Josef sen., MK Oberau Singer Hartwig, MK Nesselwängle
Walzl Josef OSR, MK Zell a. Z. Singer Josef, BMK Birgitz
Widmann Kurt, STMK Rattenberg Stern Anton, MK Kematen
Troppmair Georg, BMK Finkenberg
Verdienstmedaille 50 Jahre Tschapeller Norbert, MK Rum
Apperle Reinhard, MK Götzens Tschurtschenthaler Horst, STMK Hötting
Brandstätter Josef, STMK Kitzbühel Unterlercher Josef, MK Fügen
Eberl Johann, STMK Wörgl Weissenbach Franz, MK Elbigenalp

Februar | BiT 29
Mitteilungen | LV-Geschäftsführer

Widmoser Josef, BMK Unterlangkampfen ÖBV Auszeichnungen


Wolf Herbert, MK Tobadill
Wurnig Hermann, STMK Kufstein Verdienstkreuz in Gold:
Zingerle Hermann, MK Schmirn Eberl Herbert, MB Wipptal Ehrenbezirkskapellmeister
Mair Roland, MB Telfs BVT Geschäftsführer
Förderer der Tiroler Blasmusik Reinstadler Karl, MB Ibk-Land Ehrenbezirkskapellmeister
Beirer Robert, Völs Wachter Franz, MB Ibk-Land Bezirkskassier
Faber Heinz, Grafenhorst Verdienstkreuz in Silber:
Hauser Paul, Bürgermeister Matrei Ortner Hermann, BMK St. Johann i. T. Kapellmeister
Hörtnagl Alfred, Altbürgermeister Matrei Hoppichler Franz, MB Hall Kapellmeister
Huber Hermann, Zell a. Z. Verdienstmedaille Gold:
Jöchler Dieter KR, TVB Obmann St.Johann i. T. Breuss Gerfried, MK Reutte
Kubik Angelika, Völs Dornauer Georg Ing., MK Sellrain/MB Innsbruck Land
Linder Josef, Präsident d.Allgäu Schwäb. MB Roßhaupten Giesinger Erich, Swarovski MK Wattens
Mair Josef, Bürgermeister Dölsach Gritsch Arnold, MK Nassereith
Perkhofer Hans, Wenns Gruber Thomas, MK Götzens/MB Innsbruck Land
Rastner Alfons, Bürgermeister Mühlbachl Gugger Hans Martin, MK Nesselwängle
Rauch Christian, Schwendau Haidacher Hartwig, MK Hopfgarten i.Def.
Schautzgy Martin, Pfarrer Elmen
Kirchmair Sebastian, Unterinntaler Musikbund
Schmidhofer Gottfried, Stans
Klingenschmid Friedl, MK Patsch/MB Innsbruck Land
Schneider Waltraud u. Dieter, Röhrmoos
Klingler Karl, BMK Terfens
Tessadri Emil, Hall
Köchler Gottfried, BMK Terfens
Wörtz Argen, Bürgermeister Pfons
Köll Josef, MK Karrösten

Ehrenurkunden für Musikkapellen Lieb Albrecht, Swarovski MK Wattens
Original Polizeimusik Innsbruck 75 Jahre Mattevi Roland, BMK St. Johann i. T.
BMK St. Ulrich a. P. 125 Jahre Neureiter Sebastian, BMK Söll
BMK Oberndorf 125 Jahre Oberhammer Heinrich, STMK Wörgl
MK Pettneu a. A. 125 Jahre Reich Peter, MK Tarrenz
MK Mieming 175 Jahre Schwarz Herbert, MK Lähn
MK Oberau 200 Jahre Thaler Peter, BMK Hinterthiersee
MK Birgitz 200 Jahre Wurnig Peter, BMK Walchsee

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30 BiT | Februar
LV-Stabführer | Mitteilungen

Stabführerausbildung 2010
Aufgrund des großen Anklanges finden
auch im Jahr 2010 wieder Stabführerkurse
durch den Landesverband statt. 

Anfängerkurs:

Marschmusik-
am 13. März 2010, von 09:00 bis 17:00
Uhr, im Gemeindesaal in Kolsass

Bewerbe 2010 Fortgeschrittenenkurs:


am 27. März 2010, von 09:00 bis 17:00
Uhr, im Gemeindesaal in Kolsass;
Ein neues Musikjahr läuft an.
Der Kursbeitrag beträgt je Kurs € 40,- und
Siegfried Stigger beinhaltet auch das Mittagessen. Anmel­
dung direkt über das Anmeldeformular auf

E
der Homepage des Landesverbandes. Für
inige Arbeit kommt wieder auf uns Blasmusikfest Wien 2010 die Teilnahme ist die Einzahlung des Kurs­
zu, aber auch Aussichten auf schöne Zum 31. Bundesmusikfest in Wien, das am beitrages Voraussetzung.
Feste, die unser Bemühen um „Musik 4. und 5. Juni stattfindet, ist der Musikbe- Für den Anfängerkurs wären Kenntnisse
in Bewegung“ präsentieren werden. Wir er- zirk Telfs mit den Musikkapellen Oberhofen, über den Umgang mit dem Tambourstab
suchen wieder um gute Zusammenarbeit. Ranggen und Zirl eingeladen. Da die Teil- von Vorteil (jedoch nicht Voraussetzung).
So bitten wir die noch ausständigen An- nahme zum Bundesmusikfest in Wien immer Informationen dazu beim jeweiligen Be­
meldungen zu Marschmusikbewertungen mit einer Marschmusikbewertung verbunden zirksstabführer. Mitzubringen sind ein
möglichst bald im Verbandsbüro abzugeben, ist, wird bei der Vergabe auch die Leistungs- Tambourstab, Schreibzeug, sowie warme
um eine zeitgerechte Organisation vorneh- fähigkeit der Kapellen in der Marschmusik Bekleidung für die Übungen im Freien.
men zu können. mit berücksichtigt. Dafür haben diese Mu-
sikkapellen die Unkosten der erforderlichen Anmeldeschluss:
Proben des jeweils verantwortlichen Landes- Freitag 26. Februar 2010
Im Jahr 2010 sind bis jetzt stabführers zu tragen. n Anmeldeformular: Hompage des LV
folgende Marschmusikbewer-
tungen geplant: Für den Fortgeschrittenenkurs stellt sich
MB Wipptal Stubai: 27. Juni in Gschnitz wieder die Original Rettenberger Musikka­
MB Telfs: 11. Juli in Pettnau pelle Kolsass als Übungskapelle zur Ver­
MB Schwaz: 11. Juli in Vomp fügung. Ein herzlicher Dank dafür, sowie
Außerferner Musikbund: für die Mithilfe bei der Organisation an
18. Juli in Weißenbach Obmann Martin Kammerlander und Ka­
MB Zillertal: 25. Juli in Gerlos pellmeister Helmut Theis.

Auf gutes Gelingen freuen sich Eure Landesstabführer Siegfried Stigger


Eure Landesstabführer und Gerald Embacher
Siegfried Stigger & Gerald Embacher

Februar | BiT 31
Mitteilungen | Landesjugendreferent

Herzliches Dankeschön
Am Ende meiner Tätigkeit als winds4you Newsletter:
Landes­jugend­referent möchte ich mich Internationaler Wettbewerb
bei allen, die mich in den letzten Jahren für Jugendblasorchester
unter­stützt, gefördert und motiviert
16. bis 18. Juli 2010 in Schladming
Landesjugendreferent haben, sehr herzlich bedanken.
Gesucht werden österreichische Orchester
Helmut Schmid

E
Anmeldeschluß: 1. März 2010
in besonderer Dank gilt meinem senberger. Ihm wünsche ich als meinem Es gibt vier verschiedene Kategorien mit
langjährigen Weggefährten, Mag. Nachfolger viel Kraft und Freude bei der dazugehörigen Pflichtstücken, in denen
Johannes Puchleitner, und meinem wohl schönsten Aufgabe im Tiroler Blas- man antreten kann.
derzeitigen Stellvertreter, Dr. Wolfram Ro- musikverband! n

Musik in kleinen Gruppen – Musik in kleinen


Eine Säule der Blasmusik Gruppen – Bezirks-
wettbewerbe:
Die Jugend misst sich auch 2010 im Ensemblespiel

A
Sonntag, 7. Februar 2010:
m 23. und 24. Oktober 2010 findet deswettbewerb entsenden. Zusätzlich kann, MB Schwaz/Zillertal/Rattenberg
wieder der alle zwei Jahre durchge- gleichgültig in welcher Stufe, ein Schlagwer- in Schwaz
führte Bundeswettbewerb „Musik kensemble entsendet werden. Gegebenenfalls Sonntag, 7. Februar 2010:
in kleinen Gruppen“ statt – heuer in Tulln in kann ein Holz- oder Blechbläserensemble MB Reutte-Außerfern in der LMS Reutte
Niederösterreich. Wenn dieser Wettbewerb durch ein weiteres Schlagwerkensemble, Sonntag, 14. Februar 2010:
stattfindet, ist bereits die Vorbereitungsarbeit gleichgültig in welcher Stufe, ersetzt werden. MB Osttirol (inkl. Schlagwerk) in der
in den Musikvereinen, in den Blasmusik- 2. Gemischt besetzte Gruppen sind zu bevor- LMS Lienz
bezirken und in den Landesverbänden ab- zugen. Im Allgemeinen ist pro Landesver- Samstag, 20. Februar 2010:
geschlossen. Durch ein gut überlegtes Aus- band die Entsendung einer reinen Flöten- MB Imst/Landeck (inkl. Schlagwerk) in
wahlverfahren präsentieren sich die besten und/oder Klarinettengruppe gestattet. In Kappl, Schlagwerk in der LMS Landeck
Ensembles aus den einzelnen Bundesländern Ausnahmefällen (aufgrund der Ergebnisse Sonntag, 21. Februar 2010:
einer Fachjury. Schon jetzt beginnen die Ju- des jeweiligen Landeswettbewerbs) kann MB Telfs/Silz
gendreferent/innen, Kapellmeister und Mu- der Bundesjugendreferent pro Landesver-
sikschullehrer mit den Vorbereitungen, stel- band zwei reine Flöten- oder Klarinetten- Landeswettbewerb in Innsbruck am
len die Ensembles zusammen und versuchen gruppen zulassen. 24. April 2010 für Bläserensembles und
das richtige Programm auszuwählen. Schlagwerkensembles
Beim Wettbewerb vor zwei Jahren traten Vollständige Ausschreibung und Wettbe-
über 200 Ensembles bei den Bezirkswettbe- werbsreglement auf der der Homepage der Bundeswettbewerb am 23./24. Oktober
werben an. Nach dem Landeswettbewerb Österreichischen Blasmusikjugend 2010 in Tulln/Niederösterreich
wurden sechs Ensembles aus Tirol für den www.winds4you.at  n

Bundeswettbewerb nominiert. Besonders


erfreulich war es, dass unter den zwölf En-
sembles, die die Qualifizierung fürs Finale
schafften, fünf Tiroler Ensembles waren! Das
Tiroler Siegerensemble „Squeaking Reeds“
konnte mit 98,3 Punkten die absolut höchste
Wertung des Wettbewerbs einspielen.

Auszug aus der Ausschreibung:


Entsendung für den Bundeswettbewerb am
23. und 24. Oktober 2010 in Tulln:
1. Jeder Landesverband kann pro Stufe ein
Holz- oder Blechbläserensemble zum Bun- Squeaking reeds mit Siegertrophäe

32 BiT | Februar
Landesjugendreferent | Mitteilungen

Termine für die JMLA-


Gold Prüfungen
Anmeldeformulare auf der Homepage des
Tiroler Blasmusikverbandes

Samstag, 20. März 2010, MS Innsbruck


(Anmeldeschluss 5. Februar 2010)
Donnerstag, 10. Juni 2010, MS Lienz
(Anmeldeschluss 30. April 2010)
Freitag, 11. Juni 2010, MS Kufstein
(Anmeldeschluss 30.April 2010)
Samstag, 12. Juni 2010, MS Innsbruck
(Anmeldeschluss 30. April 2010)
Samstag, 19. Juni 2010, MS Imst
(Anmeldeschluss 15. Mai 2010)

Modern Classics Programm:


Das Konzertereignis der Tiroler Jugend Benjamin Britten:

D
Simple Symphony,
ie Idee: Durch Zusammenarbeit Das Tiroler Landesjugend­ Tiroler Landesjugendorchester
von Institutionen, die in der musi- orchester: Dirigent: Sascha Goetzel
kalischen Ausbildung von Kindern ist ein vollbesetztes Streichorchester, das
und Jugendlichen in Tirol tätig sind, wird bei Bedarf mit Bläsern erweitert werden Chorstücke des 20. Jahrhunderts:
die Grundvoraussetzung für ein interessantes kann. Ausgewählte junge StreicherInnen zwi- Tiroler Landesjugendchor
Projekt geschaffen. Initiiert vom Land Tirol schen 13 und 24 Jahren werden eingeladen, Dirigent: Oliver Felipe-Almas
– Tiroler Musikschulwerk – werden im Früh- mitzuwirken.
jahr 2010 Mitglieder des Tiroler Landesjugen- George Gershwin:
dorchesters, des Tiroler Landesjugendchores Der Tiroler Landesjugendchor, Rhapsody in Blue,
und des Tiroler Landesjugendblasorchesters der vom Tiroler Sängerbund ins Lebenge- Tiroler Landesjugendblasorchester
in zwei gemeinsamen Konzerten miteinander rufen wurde, soll talentierten Jugendlichen Dirigent: Wolfram Rosenberger
musizieren. Hinter den Kulissen kooperie- im Alter von 16 bis 26 Jahren die Möglichkeit
ren das Tiroler Musikschulwerk, der Tiroler bieten, sich auf hohem musikalischem Niveau Pause
Sängerbund und der Blasmusikverband Tirol. mit Chorliteratur aus allen Stilepochen aus-
Dirigiert werden die Konzerte von Sascha einanderzusetzen. Luis Bacalov:
Goetzel, dem international tätigen Wiener Missa Tango für Symphonieorchester,
Dirigenten, der am Tiroler Landestheater u.a. Das Tiroler Landesjugend­ Chor, Mezzosopran und Bariton.
durch einen aufsehenerregenden Mozart- blasorchester Tiroler Landesjugendorchester,
Zyklus und Konzerte hervortrat, von Oliver Setzt wichtige Akzente in der Jugendar- Tiroler Landesjugendblasorchester,
Felipe Armas, Sänger, Pädagoge und Ge- beit des Tiroler Blasmusikverbandes und der Tiroler Landesjugendchor, Chor des
schäftsführer des Tiroler Sängerbundes, und Tiroler Musikschulen. Musikantinnen und Tiroler Landeskonservatoriums,
Wolfram Rosenberger, Direktor der Innsbru- Musikanten im Alter von 13 bis 24 Jahren aus Chor des Innsbrucker Musik­
cker Musikschule und Landesjugendreferent- den Tiroler Musikkapellen und Musikschu- gymnasiums
Stellvertreter. len wurden eingeladen, sich zu einem sinfo- Gesamtleitung: Sascha Goetzel
Im ersten Teil des klassischen Konzertes, nischen Blasorchester zu formieren.
bei dem Werke des 20. Jahrhunderts gespielt Das Organisationsteam setzt sich
und gesungen werden, stellt sich jedes Orche- Die Konzerte: zusammen aus Helmut Schmid (Tiro­
ster bzw. der Tiroler Landesjugendchor dem Samstag, 15. Mai 2010, 20 Uhr, ler Musikschulwerk), Sonja Kirchmair
Publikum mit eigenen Beiträgen vor. Nach Stadtsaal Kufstein (LMS Schwaz), Oliver Felipe Armas
der Pause wird von allen Mitwirkenden das Sonntag, 16. Mai 2010, 18 Uhr, (Tiroler Sängerbund) und Wolfram
Werk „Misa Tango“ gemeinsam zur Auffüh- Stadtsaal Innsbruck n Rosenberger (Musikschule Innsbruck).
rung gebracht.

Februar | BiT 33
Bezirksmeldungen | Außerfern, Brixental

Außerferner mit Freude und Elan


Wirtschaft begrüßen. 2009 war geprägt
von zahlreichen Veranstaltungen, wie dem
Konzert des Bayerischen Polizeimusik­
korps unter der Leitung von Prof. Johann
Mösenbichler, der Jubilarehrung in Häsel­
gehr, dem Bezirkskonzertwertungsspiel in
Ehrwald, dem Gastkonzert von Bob Ross
mit dem „Blechschaden“ der Münchner
Philharmonie, dem 60. Bundesmusikfest
in Häselgehr, sowie der Festveranstaltung
„Mander, ’s isch Zeit“ in Vils.
Bei der Gala gelang es Alexander Veit und
dem Orchester mit der von ihm ausgewähl­
ten Literatur und einer musikalisch auf
höchstem Niveau stehenden Darbietung,
das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Ei­
ner von vielen Höhepunkten des Konzertes
Das Auswahlorchester des AMB Foto: Archiv AMB war der Auftritt des Klarinettenensemble
Clarisonus, eines der besten Nachwuchsen­
Breitenwang – Im ausverkauften dem Bezirksobmann Horst Pürstl sich mit sembles in Österreich, unter Bezirkskapell­
Walter-Schwarzkopf­saal in Breitenwang einem kleinen Geschenk persönlich bei meister Martin Rainer, welches ein tolles
fand am 12. Sep­tem­ber 2009 der Höhe­ allen Sponsoren des Jubiläumsjahres be­ Werk für Klarinetten von Martin Rainer zur
punkt der 80-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten dankte. Aufführung brachte.
des Außerferner Musikbundes statt. Das Unter den Ehrengästen konnte er LA und Das Jubiläumsjahr und insbesondere das
Auswahlorchester des AMB, mit Gastmu­ Bgm. Heiner Ginther, Landesobmann Dr. Galakonzert wurden vom Publikum mit
sikern aus den benachbarten Musikbünden Herbert Ebenbichler, den Präsidenten des großem Applaus und Standing Ovationen
unter der musikalischen Leitung von Alex­ Allgäu Schwäbischen Musikbundes und gefeiert.
ander Veit aus Südtirol, gab ein Galakonzert Staatssekretär im Bayrischen Finanzmini­ Bei all den Veranstaltungen waren der Elan
der Extraklasse. sterium, Franz Pschierer, und zahlreiche und die Freude der AMB´ler spürbar und
Der Abend begann mit einem Festakt, bei weitere Persönlichkeiten aus Politik und fühlbar. „Glück auf, AMB!“ n

Jubiläumskonzert der Brixentaler Blasmusikkapellen


Westendorf – Der Bezirksverband co Döttlinger, Fünf Sätze für Blasorchester
der Brixentaler Blasmusikkapellen feiert von Andreas Reiter, „Quo Vadis“ von Stefan
sein 60-jähriges Jubiläum. Reiter, „Hans und das Wetter“ von Robert
Der erste musikalische Höhepunkt findet Mayr, „Green Hornet Theme” (Kill Bill), arr.
am Samstag, den 27. Februar 2010, um Martin Scharnagl, Solist Herbert Zimmer­
19:30 Uhr im Alpenrosensaal Westendorf mann, „Optimistenmarsch“ von Miroslav
statt. Das Jubiläumskonzert startet mit dem Juchelka. n

Auftritt des Bezirksjugendblasorchesters Musikkapelle Westendorf


(Leitung Bezirks-Jugendreferentin Kathrin
Sohm), gefolgt vom Brixentaler Bezirksbla­
sorchester (Leitung Bezirkskapellmeister
Stefan Reiter).
Das Programm des Bezirksblasorchesters:
„Egmont-Ouvertüre“ von Beethoven, arr.
Gerard Posch, „Variations on a Korean
Folk Song“ von J. B. Chance, 1. Satz des
Trompetenkonzertes von Alfred Reed mit
Herbert Zimmermann als Solist, „Candi­
de-Ouvertüre“ von Bernstein, arr. Claire
Grundman, Auftragskomposition von Mar­ Jubiläumskonzewrt im Alpenrosensaal in Westendorf.

34 BiT | Februar
Bozen, Hall, Innsbruck-Stadt | Bezirksmeldungen

Ein musikalisches Erlebnis Dank nach dem


Das Große Bozner Blechbläserensemble unter Gottfried Veit Jubiläum
Bozen – Schon zum vierten Mal gelang so ist wohl gerade dies die Besonderheit,
es Gottfried Veit und seinem Großen Bozner die dieses Konzert zum seltenen musikali­
Blechbläserensemble, diesmal mit einem schen Erlebnis werden lässt.
klassisch-romantischen Programm, Musik Das wuchtige Dreiklang-Thema von Beetho­
als klingende Architektur erleben zu lassen. vens „Die Himmel rühmen“ eröffnet die Fei­
Venezianische Meister waren diesmal keine erstunde. Virtuose Trompeten, strahlende
vertreten, die ausgewählten Werke bleiben Hörner, fordernde Posaunen, eine sanfte
dennoch dem Stil dieser Mehrchörigkeit Tuba und majestätische Pauken lassen je­
treu. Vier Trompeten, vier Hörner, vier Po­ des der folgenden Werke, von Felix Men­
saunen, eine Basstuba und Pauken vertei­ delssohn-Bartholdy, Hans-Jürg Sommer,
len sich getreu dem Motto „Kathedrale der Johann Pachelbel und Johann Sebastian Ehrungsurkunde der Polizeimusik Innsbruck
Klänge“ immer wieder im Kirchenraum, Bach zu einem Lob Gottes mit wuchtigen anlässlich der 75-Jahr-Feier am 20. November
treffen sich zu getrennten Bläserchören, Schlussakkorden werden. Die „Sonata in 2009 im Kolpinghaus in Innsbruck. Foto: PMI
verschmelzen zu einem Gesamtklang und F-Dur“ von Gaetano Piazza, dargeboten in
lassen so die Musik in diesem schönen sa­ der Originalversion von Pater Urban Still­ Innsbruck – Anlässlich des 75-jäh­
kralen Raum zu einem Tongemälde werden. hard auf der Mathis-Hauptorgel und von rigen Bestands­jubiläums, welches die Poli­
Wenngleich die Akustik des Kirchenraums Frater Arno Hagmann auf der romantischen zeimusik Innsbruck 2009 feierte, bedankt
musikalische Ideen manchmal verschleiert, Vorderorgel, ist nur einer der Höhepunkte. sich Obmann Alfred Stoll bei allen Musik­
Im „Tiroler Gelöbnis“ macht Gottfried Veit kameradinnen und -kameraden, bei den
das Lied „Jesu Herz, dich preist mein Glau­ außerordentlichen und ehemaligen Mitglie­
be“ zum Thema in Variationen und Hän­ dern und Ehrenmitgliedern, beim Vorstand
dels stimmgewaltiges „Halleluja“ aus dem und Ausschuss für die aktive Beteiligung,
Messias-Oratorium reißt einige der Zuhörer den Idealismus und die positive Einstellung
zu spontanem Applaus hin. Farbenpräch­ der Musik und Kameradschaft gegenüber.
tig gipfelt Mendelssohns „Hora est“ in der Ein Dank gilt den Kapellmeistern und Vi­
Bearbeitung von Iginius Ferrari für drei zekapellmeistern für die musikalische Ge­
Blechbläserchöre und Orgel schließlich in staltung verschiedener Veranstaltungen
Wagners Pilgerchor aus „Tannhäuser “. und Musikoffizier Obstlt. Reinhard Moser
Die „Wiener Philharmoniker Fanfare“ von für seine langjährige Tätigkeit als Confe­
Richard Strauss ist die krönende Zugabe.n rencier.
Großes Bozner Blechbläserenemble Stephan Niederegger Subventionsgeber, Institutionen und Fir­
men, ermöglichen der Polizeimusik durch
finanzielle Zuwendungen das Vereinsleben,
da ja nach dem Zusammenschluss von Po­
Bezirksmusikfest 2010 in Tulfes lizei und Gendarmerie im Jahr 2005 ver­
schiedene Begünstigungen entzogen wur­
Tulfes – Vom 24. bis 27. Juni 2010 Festprogramm: den. Dank an: Innsbrucker Verkehrsbetriebe
wird das Bezirksmusikfest des Musikbezir­ Donnerstag, 24. Juni 2010: und Stubaitalbahn AG, Landesverband der
kes Hall i. T. von der Musikkapelle Tulfes „Weltmeisterlich böhmisch“ mit „Vlado Tiroler Blasmusik, Bezirksblasmusikver­
im Rahmen ihres 120-Jahr-Jubi­läums Kumpan und seinen Musikanten“ band, Kulturamt der Stadt Innsbruck, Fa.
ausgetragen. Um dieses Fest gebührend Freitag, 25. Juni 2010: Schenker, TIWAG, Fa. Weigand.
zu feiern, hat sich die MK-Tulfes viel vorge­ „Hot Summer Party“ mit Konzertauftritten Ein Highlight in unserem Jubiläumsjahr
nommen. Vier Festtage, hochkarätige und der Jugendorchester des Bezirkes Hall i. war die Teilnahme am internationalen Tref­
abwechslungsreiche musikalische Umrah­ T. und des Tiroler Jugendblasorchesters. fen der Polizeimusikorchester und Chöre in
mung, Jugendtag mit Jugendorchestern aus Anschließend Party mit „Torpedos New der tschechischen Hauptstadt. In der Zeit
dem Musikbezirk Hall i. T., Bezirksmusik­ Generation“ zwischen 4. und 7. Juni. 2009 wurden an
fest am Sonntag mit 16 Musikkapellen und Samtag, 26. Juni: verschiedenen öffentlichen Orten in Prag
weiteren Abordnungen. „Show- u. Tanzabend“ mit den „Edlseern“ mehrere Konzerte ausgetragen, welche
Jeder Festtag steht unter einem musika­ Sonntag, 27. Juni: beim Publikum sehr gut ankamen. Alle Mit­
lischen Motto und spricht daher eine be­ „Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Hall glieder werden gebeten, weiterhin den Verein
stimmte Ziel- und Altersgruppe an, sodaß i. T.“ mit Sternmarsch, Feldmesse, Defilie­ „Orig. Polizeimusik Innsbruck“ auf musika­
das Fest insgesamt für jeden etwas zu bie­ rung, Festkonzert der Speckbacher Stadt­ lische, kameradschaftliche und finanzielle
ten hat. Infos auf www.mktulfes.at oder musik Hall i. Tirol und Unterhaltung mit Weise tatkräftig zu unterstützen, damit die
telefonisch unter 0664/73 81 15 26. n der „Alpenbrass Tirol“ Zukunft des Vereines gesichert ist. n

Februar | BiT 35
Bezirksmeldungen | Innsbruck-Stadt

Im Zeichen des Gedenkjahres: Kaiserjäger-Gala


Innsbruck – Das diesjährige Gala­ Katrin Gruber spielten in Apfolterers Ar­
konzert der Original Tiroler Kaiserjägermusik rangement den Solopart technisch perfekt
unter der Leitung von Militärkapellmeister und mit viel Gefühl. Eine rhythmische
Oberst­leutnant Hannes Apfolterer im Con­ Herausforderung bildete der 4. Satz aus
gress Innsbruck zeigte wieder einmal die Antonin Dvoráks 9. Symphonie, „Aus der
Vielseitigkeit dieses Klangkörpers. Nach der Neuen Welt“, bevor der „Swarco-Marsch“
traditionellen Eröffnung des Abends mit Kai­ aus der Feder Hannes Apfolterers erklang. Galakonzert der Tiroler Kaiserjäger
serjägermarsch, Kaiserhymne und der Begrü­ Konsul KR Manfred Swarovski erhielt die
ßung der Ehrengäste – Bischof Dr. Manfred Partitur überreicht. wundervolle Stimme lieh, wurde die tiefe
Scheuer, die Äbte Dr. Raimund Schreier, Mag. Der zweite Teil des Abends stand ganz im Gläubigkeit der Tiroler nachempfunden. Mit
Anselm Zeller und Mag. German Erd, Lan­ Zeichen des Andreas Hofer-Gedenkens: „Ach Himm’l, es ist verspielt“, gesungen von
deshauptmann Günther Platter, Bürgermei­ Schützenkompanien aus Villanders und einem Doppelquartett aus den Reihen der
sterin Hilde Zach, Militär­kommandant Gene­ Patsch waren gleichsam als Ehrenwachen Kaiserjägermusik, und dem Trio des Mar­
ralmajor Mag. Herbert Bauer u.v.a. – durch eingebunden, marschierten zum „Krö­ sches „Anno Neun“ von Friedrich Eichberger
Präsident KR Otto Plattner übernahm Mag. nungsmarsch“ von Peter I. Tschaikowsky wurde die Niederlage dargestellt, die Melodi­
Roland Staudinger charmant und gekonnt die ein und bezogen ihre Positionen auf der enfolge „Unser Tirol“, zusammengestellt von
Moderation. Bühne bzw. auf dem Balkon. Moderation Hannes Apfolteter, der übrigens das kom­
Nach „Jetzt geht’s los“ von Franz Lehar gab und Musikstücke bildeten nun eine Ein­ plette Konzert auswendig dirigierte, solllte
die anspruchsvolle Ouverture „Ein Morgen, heit. Roland Staudinger präsentierte histo­ symbolisch für das heutige Tirol in seinem
ein Mittag, ein Abend in Wien“ von Franz rische Informationen, und die Kaiserjäger­ Wohlstand, aber auch in seiner bedrohten
von Suppè dem jungen Tenoristen Johan­ musik spielte dazu passende Musikstüc­ Identität stehen. Es folgte der Marsch „Tirol
nes Bilgeri Gelegenheit, sein Können unter ke: Die Berg-Isel-Fanfare von Sepp Tanzer, isch lei oans“ von Sepp Hell.
Beweis zu stellen. Beim Walzer „Tanzen den Passeirer-Festmarsch von Manfred Bei den Zugaben durfte 2009 „Dem Land
möchte’ ich“ von Emerich Kálmán juckte es Wraneschitz, „Epos Tyrol“ von Erich Giu­ Tirol die Treue“ von Florian Pedarnig nicht
so manchen Zuhörer in den Beinen ... liani, in dem die Berg Isel-Schlachten von fehlen, ebensowenig der „Tiroler Adler“ von
Das „Andantino“ aus dem Konzert für Flöte, 1809 interpretiert werden. Rudolf Achleitner. Besinnlicher Ausklang
Harfe und Orchester von Wolfgang Amade­ Mit dem „Vater unser“ von Rudolf Kattnig war das Lied „Leise sinkt der Abend nieder
us Mozart war ein besonderes Glanzlicht: und dem „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd – lieber Heiland gute Nacht.“ n

Flötist Hermann Resinger und Gastsolistin Webber, dem Tenor Martin Kiener seine  Meinhard Neuner

Generalversammlung des Bezirksverbandes Innsbruck-Stadt


Innsbruck/Arzl – Am Sonntag zur Weiterbildung durch Teilnahme an den
10. Jänner 2010 wurde im Stadtteil Arzl Landesverbandsschulungen.
die Generalversammlung des Blasmusik- In seinen Grußworten dankte Landesver­
Bezirksverbandes Innsbruck-Stadt abgehal­ bandsobmann Ebenbichler besonders für
ten. Zukünftig soll die Generalversammlung die eindrucksvolle Teilnahme der Innsbruc­
abwechselnd in den verschiedenen Stadttei­ ker Musikkapellen beim Landesfestumzug
len von Innsbruck abgehalten werden. Der am 20.September 2009 mit zwei großen
Stadtteil Arzl machte 2010 den Anfang. Marschblöcken sowie einem Jugendblock.
Nach einer feierlichen Messe bei sehr tie­ Musikkapelle Arzl Höhepunkte für 2010 werden die Teilnahme
fen Temperaturen, musikalisch gestaltet von von Innsbrucker Kapellen am Landeskonzert­
der Stadtmusikkapelle Arzl, fanden sich die Proben und über 600 Ausrückungen das wertungsspiel im Oktober 2010 sowie die
Delegierten der 18 Innsbrucker Mitglieds­ Leben in ihren Stadtteilen und der Stadt Abhaltung einer Marschmusikbewertung in
kapellen im traditionsreichen Gasthof Stern Innsbruck allgemein entscheidend mitge­ Innsbruck sein. Auch die Durchführung von
ein, um das abgelaufene Vereinsjahr zu be­ tragen und –geprägt haben. Erfreulich war „Musik in kleinen Gruppen“ ist besonders
sprechen. die Zahl an Jungmusikanten, die dank der wichtig, da die besten Gruppen die Chan­
Bezirksobmann Markus Schlenck konnte intensiven Jugendarbeit der Musikkapellen ce haben, zum Landesbewerb entsandt zu
als Ehrengäste den Landesverbandsobmann auch im Berichtsjahr weiter angestiegen werden. Allgemeine Zustimmung erhielt die
Dr. Herbert Ebenbichler und den Bezirkseh­ ist. Auch die Teilnehmer am Bezirksbe­ neue Gestaltung der Generalversammlung,
renobmann Ing. Walter Guggenbichler be­ werb „Musik in kleinen Gruppen“ im Fe­ was nicht zuletzt an der ausgezeichneten
grüßen. Im Bericht des Obmannes wurde bruar 2009 konnten den ausgezeichneten Organisation durch die Verantwortlichen der
über ein sehr aktives Jahr berichtet, in dem Ausbildungsstand erfolgreich aufzeigen. Die Stadtmusikkapelle Arzl lag. n

die Mitgliedskapellen in mehr als 1.200 Stabführer des Bezirkes nützten die Chance BO Markus Schlenck

36 BiT | Februar
Innsbruck-Land | Bezirksmeldungen

Musikbezirk Innsbruck-Land feierte


Bezirksmusikfest in Grinzens mit Ehrungen verdienter Funktionäre
ums als Auftragswerk des Bezirksverban­
des eine Messe, komponiert von Landes­
kapellmeister Mag. Hermann Pallhuber, zur
Uraufführung. Die Johannesmesse wurde
im Gesamtspiel mit über 800 Musikantin­
nen und Musikanten unter der Leitung von
Bezirkskapellmeister Roland Krieglsteiner
dargeboten.
Beim anschließenden Festakt konnte Be­
zirksobmann Niederkofler erneut zahlreiche
hohe Ehrengäste begrüßen. Für Ihre jahre­
lange Tätigkeit im Bezirksvorstand wurden
Kassier Stv. Thomas Gruber, Schriftführer
von links nach rechts: BKplm. Roland Krieglsteiner, LVO Stv. Siegfried Knapp, LH Stv. Anton Friedl Klingenschmid und BO Obmann Stv.
Steixner, Friedl Klingenschmid, Thomas Gruber, Georg Dornauer, Franz Wachter, Karl Reinstadler, Georg Dornauer die goldene Verdienstme­
BO Franz Niederkofler. daille des ÖBV überreicht.
Kassier Franz Wachter und Ehrenbezirks­
Grinzens – Vom 10. bis 12. Juli der heutigen Bedeutung der Blasmusik in kapellmeister Karl Reinstadler erhielten
2009 wurde in Grinzens das 59. Bezirks­ unserer Gesellschaft. verdientermaßen das goldene Verdienst­
musikfest Innsbruck-Land abgehalten, bei Nach der Festrede kam der Höhepunkt kreuz des Österreichischen Blasmusikver­
welchem der Bezirksverband sein 60-jäh­ des gesamten Musikjahres. Die Auffüh­ bandes.
riges Bestandsjubiläum feierte. rung des Tongemäldes „der Traum eines Karl Reinstadler war Kapellmeister, und
Am Freitag konnte man sich beim „Tag der Österreichischen Reservisten“ wurde nach zwar zwei Jahre in Axams, drei Jahre in
Jugend“ von den musikalischen Qualitä­ fast einjähriger intensiver Vorbereitung Seefeld, 13 Jahre bei der Postmusik und
ten der drei regional zusammengestellten Wirklichkeit und von Friedl Klingenschmid unglaubliche 45 Jahre in Birgitz. Von 1961
Bezirksorchester überzeugen, wobei nach den Besuchern näher erläutert. 70 Musi­ bis 1991 war er Bezirkskapellmeister des
den jeweiligen Darbietungen zahlreiche kantinnen und Musikanten aus dem Mu­ Musikbezirkes Innsbruck Land. Er ist Eh­
Jungmusikerleistungsabzeichen überreicht sikbezirk wurden von Bezirkskapellmeister renbezirkskapellmeister und Ehrenmitglied
wurden. Roland Krieglsteiner mustergültig geleitet, des Musikbezirkes Innsbruck Land.
Der Samstag wurde zum Jubiläumsabend und boten eine imposante Aufführung. Der Franz Wachter ist seit 54 Jahren in ver­
deklariert, und zahlreiche Ehrengäste folg­ „Traum“ selbst wurde von 380 Mitwirken­ schiedenen Funktionen Mitglied bei der MK
ten der Einladung. Nach den Begrüßungs­ den unter der Regie von Bezirksjugendre­ Götzens. Neun Jahre lang war er Obmann.
worten von Bezirksobmann Franz Nie­ ferent Christian Siller dargebracht. Etwa Seit 1983 ist er Kassier des Bezirksverban­
derkofler betrat der Präsident des Tiroler 1600 Zuschauer verfolgten dieses einzig­ des Innsbruck Land und seit 2003 Ehren­
Blasmusikverbandes, Dr. Franz Fischler, artige Schauspiel. mitglied.
die Bühne und hielt eine eindrucksvolle Seitens des Bezirkes ein recht herzliches Das sechzigste Bezirksmusikfest Innsbruck-
Festrede. In seiner gewohnt gediegenen Vergelt’s Gott allen Mitwirkenden bei die­ Land findet am zweiten Wochenende im
Art machte er einen kleinen Rückblick über sem Jubiläum! Juli 2010 in Axams statt. n

den Bezirksverband, sprach aber auch von Am Sonntag gelang anlässlich des Jubilä­ Franz Niederkofler

Der Traum eines österreichischen Resavisten Fotos: Archiv MB Innsbruck-Land

Februar | BiT 37
Bezirksmeldungen | Innsbruck-Land, Imst

Grundzüge des Dirigierens


Fortbildungsveranstaltung des Musikbezirkes Innsbruck Land
stützt wurden sie dabei vom Kapellmeister
der MK Völs, Matthias Schreier.
Am 10. Oktober fand die Endveranstaltung
in Grinzens statt, wobei ein extra zusam­
mengestelltes Orchester aus Mitgliedern
des ganzen Bezirkes, vor allem jedoch von
der MK Grinzens, für die Kursteilnehmer
zur Verfügung stand. Die sechs „Jungka­
pellmeister“ konnten dabei das in der Theo­
rie in ungezwungener Atmosphäre Gelernte
vorzeigen. Das Ergebnis war durchwegs
überdurchschnittlich und wir sehen einer
Fortsetzung des Kurses entgegen.
Dieser Kurs soll jedoch keinesfalls eine
Kursteilnehmer mit BKplm. Roland Krieglsteiner, Kplm. Mathias Schreier und Konkurrenz zum Angebot des LV darstellen,
BO Franz Niederkofler.  Foto: MIL vielmehr soll dieser Grundkurs die Teilneh­
mer ermutigen, einen fortführenden Kurs zu
Grinzens – Am 21. September 2009 dem Ziel, dass eine Kapelle etwa bei einer besuchen. Damit wäre ein kleiner Schritt
begann mit dem Workshop „Grundlagen Messe auch ohne Anwesenheit des Kapell­ an der Basis gemacht.
des Dirigierens“ ein sehr wichtiger Kurs für meisters geleitet werden kann. Wir bedanken uns bei den Kursteilneh­
den musikalischen Nachwuchs in unserem An insgesamt drei Abenden wurden den mern, bei den drei Vortragenden sowie
Bezirk. Dieser Kurs wurde von unseren Be­ wissensdurstigen „Jungkapellmeistern“ die beim Orchester und der MK Grinzens für
zirkskapellmeistern Roland Krieglsteiner Grundlagen der Schlagtechnik, Orchester­ die Bereitstellung der Räumlichkeiten und
und Martin Wibmer ins Leben gerufen mit leitung sowie Theorie beigebracht. Unter­ der Verpflegung. n

Kirchenkonzert für guten Zweck


Imst – Was die Imsterberger Musikkapel­
le am 21. November 2009 in der Johan­
neskirche in Imst bot, übertraf die Erwar­
tungen an eine Messgestaltung. Viel mehr
wurde ein Cäcilia-Konzert veranstaltet.
Um das Motto „Tradition trifft Moderne“
2009 ein letztes Mal umzusetzen, hatte
Bernhard Bartl, Kapellmeister der Musik­
kapelle Imsterberg, die ausgefallene Idee,
zwei Cäciliamessen an unterschiedlichen
Orten zu gestalten.
So wurde in den dorfeigenen Kirchenmau­
ern auf Wunsch des Gemeindepfarrers eine
traditionelle Messe gespielt und eine Woche Cäcilia-Konzert mit der Imsterberger Musikkapelle.
später, am 21. November, eine Messe mit
vorwiegend moderner Musikliteratur in der Musik wurde nicht gespart: So wurden oft gesprengt worden: Man kann behaupten,
Johannekirche in Imst. Bei letzterer konnte auch zwei Stücke zwischen den einzelnen es habe sich um ein Cäciliakonzert in kirch­
ein besonderer Besucherandrang verzeich­ Abschnitten der Messfeier gespielt. Typisch lichen Mauern gehandelt. Stadtpfarrer Alois
net werden, was leider nicht mehr so oft für den Imsterberger Kapellmeister ließ es Oberhuber und Diakon Andreas Sturm wa­
der Fall ist. sich Bernhard Bartl auch nicht nehmen, ren begeistert, aber auch dankbar, denn die
Mit Stücken wie „Friends for life“ oder „Der zwei Zugaben am Ende des Gottesdienstes von der Musikkapelle gesammelten Spen­
Festtag“ von Sepp Tanzer bewies die Mu­ zu präsentieren. den kamen zur Gänze der Hilfsorganisation
sikkapelle, dass sich ein Gottesdienst sehr Mit derartig viel Musik ist der normale „Imster helfen Imstern Familien“ zugute. n
wohl mit weltlichen Klängen verträgt. Mit Rahmen einer Cäciliamesse auf jeden Fall  Maria Vögele

38 BiT | Februar
Lienzer Talboden, St. Johann | Bezirksmeldungen

Cäcilia – Patronin für Musik und Gesang se nehmen. Schließlich gaben noch Kirchen­
chor und Musikkapelle eine kleine Kostprobe
Ihres Könnens zum Besten. Zwischen Musik
und Kulinarik eingebettet fanden dankende
und anregende Worte der Obmänner von
Musikkapelle und Kirchenchor sowie aner­
kennende und wohlüberlegte Grußworte der
Ehrengäste ihren Platz.
Einen weiteren Höhepunkt des Abends
bildete die Überreichung der Jungmusiker
Leistungsabzeichen in Bronze an Bianca
Monitzer (Klarinette), Isabella Koller (Kla­
rinette), Laura Bundschuh (Trompete) und
Daniel Oberhuber (Trompete). Mit Stolz und
unter Beifall nahmen sie Ihre Urkunden
vorne v. l.: Bianca Monitzer, Isabella Koller, Laura Bundschuh, Daniel Oberhuber und Abzeichen entgegen und ernteten viel
hinten v. l.: Bez.Obm. Klaus Köck, Kpm. Hansl Klocker, Bgm. Markus Einhauer, Obm. Stefan Klocker Anerkennung von Obmann, Kapellmeister
und Ehrengästen.
Tristach – Die traditionelle Cäcilien­ delte schlussendlich diesen Gottesdienst zu Ein interessanter geselliger Abend mit ei­
feier der Musikkapelle Tristach am 21. Nov. einer ganz besonderen Feierstunde. nem bunten dynamischen Programm und
wurde heuer erstmals mit Einbindung des Herzhafte Klänge jüngster Musikanten/innen vielen interessanten Gesprächen vervoll­
neuen Tristacher Kirchenchores gestaltet. zu Köstlichkeiten aus der Dorfstuben-Küche: ständigte somit die Cäcilienfeier 2009 für
Bereits die Messfeier wurde von der Mu­ Im Anschluss an die Cäcilienmesse sammel­ Musikkapelle und Kirchenchor.
sikkapelle mit teils gefühlvoll getragenen, ten sich zahlreiche Gäste im Gemeindesaal Die Musikkapelle Tristach dankt an dieser
teils rhythmisch kraftvollen Werken wie „Il und erhielten jeden Menügang mit Musik­ Stelle nochmals allen Gönnern, Freunden
signore è con te“ (Kees Vlak), „Ave Ma­ stücken von jungen Tristacher Musikschü­ und HelfernInnen, besonders auch der
ria“ (F. Schubert), oder „One moment in lern vom 2. bis 3. Ausbildungsjahr serviert. Gemeinde Tristach für Ihre treue Unter­
time“ (Whitney Houston), „Once upon a Wir alle staunten nicht schlecht, wie cou­ stützung, dem Vorstand sowie allen Mu­
time in the west“ (Ennio Morricone) u.a. ragiert und niveauvoll diese Solisten ihre sikantenInnen und Marketenderinnen für
umrahmt. Stücke vor vollgefülltem Saal auf der Bühne Ihren großartigen Einsatz. Ein großes Lob
Zudem erklang auch frischer Chorgesang zu präsentierten. Dafür ernteten Sie auch be­ und Dank gilt auch den Tristacher Musik­
einigen Messteilen und die prägnante Pre­ geisterten Applaus und konnten eines ihrer schülern/innen für Ihre äußerst gelungenen
digt von Pfarrer Cons. Josef Indrist verwan­ ersten tollen Musikerlebnisse mit nach Hau­ Musikbeiträge. n

Goldene Verdienstmedaille
oberndorf bei Kitzbühel –
Thomas Schellhorn wurde anlässlich des
Bezirksmusikfestes 2009 in Oberndorf die
goldene Verdienstmedaille für seine 40jäh­
rige Mitgliedschaft in einer Musikkapelle
verliehen.
Von 1969 bis 1979 war er Mitglied der
Bundesmusikkapelle Kirchdorf. Ab 1980
spielte er Trompete bei der Bundesmusik­
kapelle St. Ulrich a. P., 1994 wechselte er
auf die Tuba, und seit 2003 schlägt er die
große Trommel. 1984 wurde er in den Vor­
stand gewählt, 1988 zum Obmannstellver­
treter. Von 1996 bis 2009 war er Obmann.
Die Musikanten der BMK St. Ulrich am
Pillersee möchten sich recht herzlich für
seinen unermüdlichen Einsatz als Obmann
bedanken und wünschen ihm weiterhin viel Ehrung: v.l.n.r. Bürgermeister Horngacher Mario, Obmann Stv. Schellhorn Manuel, Kapellmeister Brüggl
Freude in der Kapelle. n Alois, Schellhorn Renate (Gattin), Geehrter Schellhorn Thomas, Embacher Andreas (Bezirksverband)

Februar | BiT 39
service | CD-Besprechungen

CD-Besprechungen
Blasmusikwerke Tiroler Komponisten

I
m Andreas-Hofer-Gedenkjahr 1984 Etsch“), Anton Erich Kratz mit einem sym­
haben die Bundesbahn-Musikkapelle phonischen Beitrag „Prolog“, Märsche der
Innsbruck, damals unter der Leitung Haller Komponisten Alois Fintl (Seid einig
von Florian Pedarnig, und die Speckbacher Musikanten) und Werner Morscher (Gruß
Stadtmusik Hall, damals unter der Leitung aus Hall in Tirol), den heute noch viel auf­
von Herbert Ebenbichler, einen Tonträger geführten Marsch „Anno Neun“ von Fried­
ausschließlich mit Werken von Tiroler Kom­ rich Eichberger, den schönen Walzer „An
ponisten herausgebracht, der Zeit entspre­ mein Heimatdörfchen“ von Franz Wessiak
chend allerdings nur mit Schallplattendop­ sen. aus Steinach und den „Kaiser Franz
pelalbum und zwei Musikkassetten. Josef Marsch“ des Meraners Karl Pichler
Die Bundesbahn-Musikkapelle spielte Wer­ am Programm.
ke von Josef Eduard Ploner (die anspruchs­ Die Werke wurden damals vom ORF Ti­
volle Symphonie in Es-Dur), Gottfried Veit rol aufgenommen. Im heurigen Gedenk­ übernahm die Firma Tonstudio Sillton aus
(Tiroler Schwur), Anton Erich Kratz (die jahr 2009 hatten nun F. Pedarnig und H. Innsbruck (Mag. Josef Laube). Der Erlös
melodiöse Rhapsodie für Klavier und Bla­ Ebenbichler die Idee, diese damaligen Auf­ (Doppel-CD € 17,-) wird zur Gänze dem
sorchester), Sepp Hell (Marsch „Tirol isch nahmen endlich als CD heraus zu bringen 1996 von Florian Pedarnig geschaffenen
lei oans“), Sepp Tanzer (Sagen aus Alt – Impuls und Motivation für die Tiroler Ka­ Herz-Jesu-Notfond zur Unterstützung not­
Innsbruck) und Florian Pedarnig mit sei­ pellmeister! Wie damals gab es eine schöne leidender Blasmusikmitglieder und deren
nem Marsch „Dem Land Tirol die Treue“, Zusammenarbeit zwischen dem Land Tirol Familien zugeführt.
der seither bekanntlich einen wahren Sie­ (Kulturabteilung), dem Blasmusikverband Die Abrechnung erfolgt über das Konto des
geszug angetreten hat. Die Speckbacher Tirol und dem Helbling Verlag, aus des­ Tiroler Blasmusikverbandes Nr. 575936,
aus Hall hatten Werke ebenfalls von Sepp sen Sortiment viele der angeführten Werke Raiffeisen Landesbank Tirol, BLZ: 36000.
Tanzer (Berg Isel Fanfare), Karl Mühlberger, stammen, neu kam die Firma Zimmermann Die CD kann beim Blasmusikverband
Kapellmeister des 1. Tiroler Kaiserjägerregi­ aus Fritzens als Sponsor dazu. Der ORF bestellt werden, darüber hinaus hat der
ments in Innsbruck, mit dem „Speckbacher sorgte für die Bearbeitung und Bereitstel­ Helbling Verlag den Verkauf übernommen.
Marsch“, Sepp Thaler (die Tondichtung „Die lung der Aufnahmen. Das CD-Mastering (h.e. und f.p.) n

Eine gute Adresse für Hörerlebnisse

A
ngelika und Gerhard Mayr betreiben Glinka, Modest Mussorgsky („Das große Tor Ein denkwürdiges Konzert ist dem Diri­
ihre Initiative „pro cultura“ mit viel von Kiew“), Bertrand Moren, Ennio Morri­ genten und Kufsteiner Musikbeauftragten
Einsatz und nicht immer dem ge­ cone, Otto M. Schwarz u.v.a. zündet Han­ Bernhard Sieberer mit der Aufnahme des
bührenden Echo. Da dürften Musikliebha­ ne Buchegger einmal mehr ein bläserisches Fagott-, Oboen- und Klarinettenkonzertes
ber generell etwas aufmerksamer sein! Die Feuerwerk. von Wolfgang Amadeus Mozart gelungen.
CD-Reihe (rcr@mayrmusic.at) jedenfalls Brass vom Feinsten und ausschließlich Mit der Cappella Istropolitana, die seine
verdient Aufmerksamkeit. Neue Produktio­ Tirolisches, das festgehalten gehört, birgt schönen Tempi und Mozarts herrliche Mu­
nen stehen vor der Veröffentlichung, man die CD „aufgetaucht“ der Brass Connection sik fein umsetzt, breitet er den fabelhaften
kann aber ruhig ein bißchen zurückschau­ Tirol. Ein tolles Ensemble, kraft der Beset­ Solisten den roten Teppich aus, ohne die
en. Drei herausragende Scheiben bzw. Live- zung mit eigenem Klang und professionellen Wichtigkeit des Orchesterparts aufzugeben.
Mitschnitte: Möglichkeiten. Da hören sich Werner Pirch­ Drei Solisten, denen man genau zuhören
„20 Jahre Brassband Fröschl Hall“ doku­ ners „Firewater Music und „Abschied?“-Be­ muss: Richard Galler ist Solofagottist der
mentiert das fabelhafte Geburtstags- und arbeitung (Otto Hornek), Florian Bramböcks Wiener Symphoniker, der Tiroler Wenzel
Neujahrskonzert dieser herausragenden „Drei Fanfaren zum Gedenkjahr“ und Her­ Fuchs Soloklarinettist der Berliner Philhar­
Formation, aufgenommen am 2. Jänner mann Delagos „Aquasonic Brass Fantasy“ moniker und Dominik Wollenweber, der hier
2008 im Congress Innsbruck. Mit Werken schmissig, durchtrieben und, wie im letzten Oboe spielt, Solo-Englischhornist der Berli­
von Mario Bürki und Stefano Kurzo, Michael Fall, Sehnsüchte weckend an. ner Philharmoniker.  n

40 BiT | Februar
CD-Besprechungen | service

Richtig viel feinste Volksmusik

N
icht mehr ganz junge Musikanten 2009 ist nun der Nachfolger erschienen: wieder sehr viel Neues. Was ebenfalls hier
und Volksmusikliebhaber erinnern Die Kassette „Tirol isch lei oans – Volks­ dokumentiert ist.“
sich an das Langspielplatten-Dop­ musikalische Kostbarkeiten“ beinhaltet drei Auf jeder Seite des Booklets ist eine Grup­
pelalbum „Mei Liab isch Tirol“, das der CDs und ist nicht weniger als eine Stand­ pe oder ein Solist in Wort und Bild vor­
Tiroler Volksmusikverein vor 25 Jahren ortbestimmung. gestellt. Man blättert darin wie in einem
veröffentlich hat. Wer es besitzt, hütet es. Volksmusikverein-Obmann Peter Reitmeir Büchl, denn es gibt Information, eine Men­
Im Spätherbst des Tiroler Gedenkjahres im Vorwort zum sorgfältig ausgearbeiteten ge Gschichtln und Literaturtipps. 90 Lieder
und deshalb sehr informativen Booklet: und Stückln sind aufgenommen, auch aus
„Die vorliegende CD-Ausgabe soll die Viel­ früherer Zeit, ein Hauptaugenmerk galt
falt der Tiroler Volkmusik, wie sie sich im aber der guten technischen Qualität. Auf­
Jahr 2009 darstellt, dokumentieren. Ein zählungen sind kaum möglich, weil man
großer Teil der zurzeit aktiven Volksmusik­ alle Interpreten nennen möchte. „Der Har­
gruppen aus Nord-, Süd- und Osttirol ist te Kern“ als Nachfolger der „Fidelen Inn­
hier mit je einem Lied oder Instrumental­ taler“, „Die Unterlandler“, „Die Alpbacher
stück vertreten. Obwohl heute die Lieder Bläser“, „Die Nauderer Schupfamusik“,
und Musikstücke im ganzen Alpenland „Die Goinger Weisenbläser“, „Die Tiroler
umherfliegen, haben wir uns bemüht, hier Kirchtagsmusig“, „Die Rainer Hausmusik“:
ausschließlich Tiroler Lied- und Musizier­ Das sind zum Beispiel die Bläsergruppen
gut aufzunehmen, denn Tirol hat, wie kaum und Gruppen mit Bläserbeteiligung der er­
eine andere Landschaft, einen immensen ste CD.
Reichtum, was die musikalische Volkskul­ Drei Silberscheiben lang Freude und Anre­
tur anbelangt. Dabei entsteht aber immer gung! (www.tiroler-volksmusikverein.at) n

Februar | BiT 41
Service | Neue Noten, Termine, Musikanten gesucht

Neue Noten Verbandstermine


PASSION: für Soli (Sopran, Alt, Bariton), gemischten Chor, Sprecher, So. 7. März 2010:
Blasorchester und Orgel von Werner Brüggemann Generalversammlung des Landesver­
bandes mit Neuwahlen, 8:30 Uhr Mes­
se in der Jesuitenkirche in Innsbruck,

K
urz vor seinem allzu frühen Tod 10:00 Uhr Versammlung im Großen
schrieb der international bekann­ Stadtsaal Innsbruck
te oberösterreichische Komponist
Werner Brüggemann noch ein großes Werk Sonntag, den 28. März 2010:
mit dem Titel „PASSION nach Matthäus“. Frühjahrskonzerttermin der k.u.k.
Er widmete dieses sein tiefsinniges „Mu­ Postmusik Tirol, um 19:00 Uhr Völs,
sikalisches Testament“ seiner Frau Frie­ Veranstaltungszentrum Blaike
derike. Die ursprüngliche Fassung dieses
abendfüllenden Werkes weist eine Beset­ Fr. 16. bis So. 18. April 2010:
zung von Soli, gemischten Chor, Orchester, Modul 3 des ÖBV-Jugendreferenten­
Orgel, elektronische Instrumente sowie ei­ seminars West am Grillhof Vill
nen umfangreichen Percussiunssatz auf.
In dieser Fassung erlebte Brüggemanns Sa 8. Mai 2010:
„Passion“ im No­vem­ber des Jahres 1994 gemann für Blasorchester vor. Diese Neu­ Diplomprüfung im Lehrgang „Diplo­
in Linz ihre Ur­aufführung. Wie in seinen fassung stammt aus der Feder des jungen mierter Kapellmeister“, Ort und Zeit
anderen beiden großangelegten sakralen und ambitionierten Tiroler Ka­pell­meisters wird noch bekannt gegeben ...
Kompositio­­-nen, der „Österreichischen Wolfgang Neurauter. Zum etwas redu­
Volksmesse“ (1978) und der „Linzer Mes­ zierten symphonischen Blas­orchester (es Fr 24. bis So 26. September 2010:
se“ (1990), so lässt sich Brüggemanns sieht nur zwei Hörner und zwei Trompeten Modul 4 des ÖBV-Jugendreferenten­
Musik auch hier stilistisch schwer einord­ vor) treten relativ viele Schlaginstrumente seminars West zusammen mit dem
nen. Seine zeitgemäße, tonale Tonsprache hinzu. Die Grund­besetzung mit drei Ge­ Seminar Nord (Salzburg und Oberöster­
geht ganz eigenständige Wege. Sie unter­ sangssolisten, gemischten Chor und Or­ reich) in Seminarkultur an der Donau,
wirft sich keinen modischen Zeitströmun­ gel behielt er natürlich bei. Sehr gekonnt Wesenufer 1, 4085 Waldkirchen (im
gen. Der etwas verhaltene Ausdruck passt setzt Neu­r auter das Blasorchester ein, Innviertel, politischer Bezirk Schärding)
hervorragend zum Grundthema dieses so­dass es einerseits nie die Solisten oder
geistlichen Werkes. Sämtliche Liedtexte den Chor verdeckt, und andererseits auch So. 10. Oktober 2010:
sowie die Auswahl der Bibeltexte stam­ nicht allzu durchsichtig klingt. Landeswertungsspiel im
men übrigens von Hans Dieter Mairinger. Summa summarum: Ein gelungenes Congress Innsbruck
Die rund einstündige Komposition enthält abend­füllendes Werk von Werner Brüg­
zahlreiche Momente, in denen der Text ge­m ann, das Ausführende und Zuhörer Musik in kleinen Gruppen 2010:
besonders charakteristisch ausgedeutet gleichermaßen bereichert. n Landeswettbewerb Musik in kleinen
wird. Vielleicht ist die Nr. 13 mit der in­  Gottfried Veit Gruppen:
nigen Bitte „Herr, erlöse uns durch dein Sa. 24. April 2010 in Innsbruck:
Leiden“ das Herzstück der gesamten EDITION DONAUTON Bundeswettbewerb Musik in kleinen
Komposition. Derndorferweg 15, A-4048 Puchhenau Gruppen:
Seit kurzem liegt nun auch eine neue Tel. & Fax 0732/221003 Sa. 23. und So. 24. Oktober 2010:
Fassung der PASSION von Werner Brüg­ E-Mail: office@brueggemann.at in Tulln/Niederösterreich

Trompeter und Posaunisten gesucht

D
ie Musikkapelle Kreith ist dringend (Stufen A und B) gespielt, im Bereich der Für Rückfragen steht euch
auf der Suche nach Trompetern Marschmusik ist die MK Kreith in der Stu­ Obmann Andreas Silbernagl unter
und Posaunisten zur Verstärkung fe D vertreten. andreas.silbernagl@googlemail.com oder
dieser beiden Register! In der MK Kreith Die Proben finden größtenteils an Diens­ ich unter christian.siller@ph-tirol.ac.at,
sind 46 Musikantinnen und Musikanten tagen und/oder Freitagen statt. Nähere Tel. 0664/844 90 31 gerne zur
sowie 5 Marketenderinnen aktiv. Im kon­ Informationen zur Musikkapelle Kreith Verfügung!
zertanten Bereich wird gängige traditionel­ sowie Kontaktmöglichkeiten unter www.
le, nationale und internationale Literatur mk-kreith.com ! Christian Siller, MK Kreith

42 BiT | Februar
Was tut sich außerhalb Tirols? | service

Was tut sich außerhalb Tirols?


zusammengestellt von Landesobmann Dr. Herbert Ebenbichler

Internationales Blasmusik­festival ler (Österreich). Anreise: 10. Juli, Abreise: in Meran sein 16. Landesmusikfest mit
in Berlin, 14. und 15. Mai 2010 18. Juli 2010, Konzert: Samstag, 17. Juli Konzerten, Marschmusikbewertung und
Die Stadt Berlin und EvenTTours organi­ 2010 – Konzertkleidung erforderlich. Die großem Umzug.
sieren am 14. und am 15. Mai 2010 ein Anreisekosten sind selbst zu tragen. An­ Zusätzlich wird am 29. und 30. Mai 2010
Internationales Blasorchester Festival. Or­ meldegebühr: € 200,–. in Vahrn bei Brixen ein Landeswertungs­
chester aus ganz Europa können teilneh­ Diese beinhaltet freie Unterkunft und spiel veranstaltet. Aus dem Blasmusik­
men. Reiseorganisation nach Berlin über Verpflegung, sowie freien Eintritt zu allen verband Tirol wird eine Musikkapelle zur
EvenTTours. Konzerten im Rahmen der Mideurope. Die Teilnahme am Landeswertungsspiel einge­
Mehr Infos unter: www.eventtours.nl Gebühr ist nach Bestätigung zum aktiven laden, die vom Veranstalter auch verpflegt
(HaFa Festival) info@eventtours.nl Mitglied des Orchesters innerhalb von zwei wird, weiters interessierte Kapellen müs­
Wochen zu überweisen. sen ihre Kosten selbst tragen. Zum Musik­
ÖBV-Kongress 2010 Bankverbindung: fest in Meran werden zwei Tiroler Kapellen
Am Fronleichnamswochenende vom Don­ Raiffeisenbank Eberschwang, eingeladen.
nerstag, 3. bis Sonntag, 6. Juni 2010 BLZ 34081, lautend auf: Internat. Diese sollten in Meran oder Umgebung
findet der ÖBV-Kongress in Wien im Zu­ Jugendorchester, Johann Mösenbichler, ein Platzkonzert geben und sich am Sonn­
sammenhang mit dem Blasmusikfest Wien Kt. Nr.: 13920, tagnachmittag am Festumzug beteiligen.
statt. Zu diesem sind wieder drei Kapellen IBAN: AT223408100000013920, Es besteht auch die Möglichkeit der Teil­
pro Landesverband eingeladen. 2010 fei­ BIC: RZOOAT2L081. nahme an der Marschmusikbewertung am
ert der Wiener Verband das Jubiläum sei­ Anmeldefrist: 1. März 2010. Anmeldefor­ Samstagnachmittag oder im Rahmen des
nes 50-jährigen Bestehens. mular unter: www.mideurope.at oder via Festumzuges am Sonntag.
Mehr unter: www.blasmusik.at E-Mail: WYWOPinfo@yahoo.com Anmel­ Die Kosten für den Aufenthalt in Meran von
dungen an Verena Mösenbichler 714 Mill­ Samstag auf Sonntag, sowie Abendessen/
spring Drive, Durham, NC 27705. Samstag und Mittagessen/Sonntag werden
Zusammenziehung aller neun
Flyer und Anmeldeformular auch auf der vom Südtiroler Verband übernommen.
Österreichischen Militärmusik­
Homepage des ÖBV: www.blasmusik.at Interessierte Kapellen wenden sich an
kapellen, Di, 15. bis Sa, das Büro des Tiroler Landesverbandes in
19. Juni 2010 in Klagenfurt Innsbruck (Tel.: 0512/572333, E-Mail:
Landesmusikfest Südtirol
Die nächste Zusammenziehung der Öster­ office@blasmusikverband-tirol.at). Auskünf­
reichischen Militärmusikkapellen findet
Freitag, 15. bis Sonntag,
17. Oktober 2010 in Meran te auch im Büro des Südtiroler Verbandes
vom 15. bis 19. Juni 2010 in Klagenfurt in Bozen (Tel. 0039/471/976387, E-Mail:
statt. In diesen Tagen gibt es auch Konzerte Der Verband Südtiroler Musikkapellen ver­
anstaltet am 16. und 17. Oktober 2010 VSM@dnet.it und www.vsm.bz.it). n
der Militärkapellen in verschiedenen Orten
Kärntens. Die sehenswerte Schlussveran­
staltung mit Shows und Konzerten geht am
Freitag, 18. Juni 2010, im Wörtherseesta­
dion in Klagenfurt über die Bühne. Herz der Alpen

Mideurope in Schladming
13. bis 18. Juli 2010
Im Rahmen der nächsten Mideurope gibt es
vom 10. bis 18. Juli 2010 in Schladming

www.ledernagele.at
wieder das World Youth Wind Orchestra
Project 2010 (WYWOP). Dieses besteht

Jutta Nagele
seit 1997 und findet jährlich im Rahmen
des Festivals Mideurope in Schladming/
Österreich statt. In einer probenintensiven
Woche werden hochwertige Kompositio­
nen für symphonisches Blasorchester mit
Tel.: 0664.9469807
international anerkannten Dirigenten erar­
beitet. Die Dirigenten 2010 sind: Henrie
Ranzenstickerei
Adams (Spanien) und Johann Mösenbich­

Februar | BiT 43
Serie | Tiroler Musikpersönlichkeiten

Uraufführung im Congress in Innsbruck

Den Zeitfluss
steuern
Johannes Sigl über seine Auftragskomposition
„CIRCLE OF TIME“, uraufgeführt beim Festkonzert
des Tiroler Landes­verbandes im Oktober 2009.

D
ie Aufführung von meinem Stück nen Text und dessen Inhalt gebunden ge-
„Circle of Time“ fand zwar im wesen. Auch die Position des Orchesters
Rahmen einer Veranstaltung von wäre eine völlig andere, es kreist ja dann
„Tradition trifft Zukunft“ statt, hat aber kei- mehr oder weniger um den Solisten. Am
nen Bezug zu dem Thema. Der Titel bezieht interessantesten schien mir also, „nur“
sich mehr auf meine eigene musikalische das Blasorchester als riesiges Instrument
Geschichte, meine eigenen musikalischen zu nehmen.
Eindrücke der vergangenen Jahre. Auf dem Sektor „Blasmusik“ habe ich ei- vermissen würde. Interessanter Weise war
Es gab also keine thematischen Vorgaben, nige sehr interessante Konzerte vom Ensem- das beim Komponieren und Instrumentie-
ich konnte meiner Phantasie freien Lauf ble Windkraft Tirol gehört, das sich ja ganz ren dann aber gar nicht mehr in meinem
lassen. Ich hätte die Möglichkeit gehabt, der Neuen Musik verschrieben hat. Bewusstsein. Die klangfarblichen Möglich-
was für Sänger und bzw. oder Instumen- Da ich mich bis jetzt vor allem mit klas- keiten eines Blasorchesters sind ja nahezu
talsolisten und Orchester zu schreiben. Im sischer Orchestermusik befasst habe, dach- unbegrenzt!
Falle des Sängers wäre ich dann aber an ei- te ich zuerst, dass ich die Streichergruppe Das Stück ist vielleicht insofern eine He-

44 BiT | Februar
Tiroler Musikpersönlichkeiten | serie

rausforderung als es über weite Strecken sehr aufgeschlossen begegneten, was sicher
sehr langsam und sehr leise gehalten ist, und zu einem guten Teil an Hermann Pallhu-
ein paar Mal fast zum Stillstand kommt. Es ber lag, der die Proben und die Aufführung
gibt nur ein paar wenige rhythmische Pas- hervorragend leitete und mir in der Entste-
sagen, bzw. rhythmische Impulse. Spannend hungszeit des Stücks viele wertvolle Tipps
ist es, sich mit musikalischen Zeitzuständen gab!
zu spielen, den Zeitfluss zu steuern – ver- Ich hoffe, dass es in Zukunft weitere und
langsamen, beschleunigen, anhalten –, nicht mehr Chancen und Möglichkeiten für Tiroler
nur über das tempo sondern auch über dy- Komponisten gibt, für Blasorchester Stücke
namische und klangfarbliche Varianten. zu schreiben, denn an hervorragenden und
Besonders erfreulich war, dass die groß- aufgeschlossenen, experimentierfreudigen
teils jungen Musiker/innen der Tiroler Blä- Musikern und Dirigenten besteht bei uns
serphilharmonie dem Stück, wie mir schien, wahrlich kein Mangel!

Johannes Sigl, geb. 1959


·K  ontrabassunterricht in der Musikschule Innsbruck bei
Josef Sorg
· Mitwirkung bei verschiedenen Produktionen und
Ensem­bles: Tiroler Landestheater, Innsbrucker Kammer­
spiele, Kellertheater, Tiroler Symphonieorchester
Innsbruck, Tiroler Ensemble für Neue Musik, Jazzorche­
ster Tirol und diverse Band-Formationen (am E-bass)
· Kompositionen für: Orchester, Kammermusikensembles,
Chor, Klavier, Musiktheater, Hörspiel und Bands

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Februar | BiT 45
46 BiT | Februar
In memoriam

Nachruf für Werner Kofler

A
m Stephanitag, den 26.12.2009 ist er zum Zeugwart gewählt, eine Funktion, die er
Werner Kofler ganz überraschend von in größter Umsicht ausführte. Das Licht beim
uns gegangen. Ein schwerer Schlag traf abendlichen Ständchen, das Gestühl, die Noten-
vor allem die Familie, Gattin Monika mit den ständer, die Notenmappen und die Sprechanlage
drei Kindern Hannes, Viktoria und Kathrin, die fürs Konzert, die Ausgabe von Tracht und Grau-
Angehörigen, aber auch die Vereine und die Ge- em Röckl für neue Mitglieder, die Ordnung im
meinde. Probelokal, die Transporte, das sind nur einige
Werner Kofler wurde am 5.2.1969 als zweites Beispiele von vielen, die Werner mit Verlässlich-
von drei Kindern des Ehepaares Alois und Erna keit für seine Musikkapelle erledigte.
Kofler geboren. Nach dem Besuch der Volks- und
Hauptschule in Axams trat er in den Postdienst Lieber Werner, du wirst uns allen sehr fehlen,
ein und arbeitete dort bis 2004. Seine Hochzeit deiner Familie, der Gemeinde, deinen Verei-nen
mit Monika Told brachte ihn 1991 zu uns nach und vor allem deinen Freunden. Abgehen werden
Sistrans. Für seine Familie baute er ein Einfami- uns nicht nur deine so wichtige und geschätzt
lienhaus. Ab Juli 2004 wirkte er als Gemeindear- Mitarbeit, dein guter Ratschlag und deine kon-
beiter in Sistrans. sequente und uneigennützige Hilfe, sondern auch
Sein Geschick im Umgang mit allen Maschinen, dein großer Humor, dein treffender Witz und dei-
seine Handfertigkeit in vielen handwerklichen ne tiefe Freundschaft.
Bereichen, seine Hilfsbereitschaft und Freund-
lichkeit machten ihn bald zu einem Garanten im Lieber Werner, bereite für uns alle viele schöne
Service der Gemeinde für die Bürgerschaft. Bis zum Jahre 2005 war Werner Mitglied zuerst Erlebnisse in der anderen ewigen Welt vor, in ei-
Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Verei- bei der Schützenkompanie Axams und dann bei ner Welt voll Musik, die wir auch sicher betreten
nen mit. Wo er Mitglied war, arbeitete er stets mit der Kompanie Sistrans. Er machte sich als Spätbe- werden. Warte ein wenig auf uns. Auf Wiederse-
Vollkraft. Erinnert werden darf seine Mitarbeit rufener die Mühe, ein Instrument zu erlernen. Er hen!
in der Feuerwehr, bei den Schützen, später beim wählte das Bariton, trat 2005 in die Musikkapelle
Krippenverein und der Musikkapelle. In jedem Sistrans ein und erreichte 2009 das Leistungsab- Triendl Toni, Chronist
Verein bekleidete er bald wichtige Funktionen. zeichen in Bronze. Gleich im Eintrittsjahr wurde

Nachruf für Markus Walser

S
chlagzeuger der Musikkapelle Ischgl, Schü- du für viele ein Vorbild. In diesem Sinne werden
ler des Landeskonservatoriums Innsbruck wir dich immer in Erinnerung behalten und ein
und Mitglied verschiedener Musik­gruppen. ehrendes Andenken auch im Gebet bewahren.
Betroffenheit, Bestürzung, Trauer, … unsere Ge-
fühle können wir nicht in Worte fassen. Markus, Lieber Markus, wir danken dir für deine
du lebtest für die Musik und mit der Musik. 10 Freundschaft und Kameradschaft und dein son-
Jahre lang durften wir miterleben, wie du in der niges Gemüt. In unseren Herzen wirst du immer
Musik gewachsen und gereift bist. bei uns sein. Unser größtes Mitgefühl gehört dei-
nem Vater und Bruder, die einen unglaublichen
„Music was his first love Verlust erlitten haben.
And it will be his last.“
Lieber Markus, Pfiat di – bis zum Wiederse-
In deiner Musik war sehr viel Gefühl, Musi- hen – der Herrgott schenke dir den ewigen Frie-
kalität und Leben, wir können nicht glauben, sie den. Amen
nie mehr zu hören. Im gemeinsamen Musizieren
haben wir deine Zuneigung und Freundschaft Deine Musikkameraden der
gespürt. Dafür, lieber Markus danken wir dir. Musikkapelle Ischgl
Durch Deine Begeisterung für die Musik warst

Februar | BiT 47
Die Unfallversicherung, die
auch pflegt, putzt und einkauft.
Nähere Informationen in Ihrer
Agentur Werner Krafka GmbH
Innsbrucker Straße 83, 6060 Hall in Tirol, Tel.: (05223) 559 99-14

Wenn's drauf ankommt, hoffentlich Allianz.

48 BiT | Februar