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1/2010 22. Jahrgang Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b., Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M Mit Leidenschaft

1/2010

22. Jahrgang

Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b., Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M
Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b.,
Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M

Mit Leidenschaft Musikant

Ausklang einer Ära: Herbert Ebenbichler beendet sein Wirken als LV-Obmann.

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Generalversammlung 4-6 Thema Präsident Franz Fischler 7 LV-Obmann Herbert Ebenbichler 8-9 LV-

Generalversammlung

4-6

Thema

Präsident Franz Fischler

7

LV-Obmann Herbert Ebenbichler

8-9

LV- Jugendreferent Helmut Schmid

10-11

LV-Stabführer Siegfried Stigger

12

Aktuelles

Ausschreibungen

13

Landeswertungsspiel

14-15

Brass

17

Militärmusik

18-20

Innsbrucker Promenadenkonzerte

20

Kommentar

Präsident Franz Fischler

22

Mitteilungen

des LV-Obmannes

24-25

des

LV-Kapellmeisters

26

des LV-Geschäftsführers

27-30

des LV-Stabführers

31

des Landesjugendreferenten

32-33

Bezirksmeldungen

34-39

Service

CD-Besprechungen

40-41

Neue Noten

42

Musikantensuche

42

Termine

42

Was tut sich außerhalb Tirols?

43

Serie

Tiroler Musikpersönlichkeiten

44-45

In memoriam

47

EditOriAL und inHALt

Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT,

eine Ära geht zu Ende. Dieses große Wort darf man angesichts der bevorstehenden Neuwahlen im Tiroler Blasmusikverband wohl mit Berech- tigung aussprechen, denn mit dem Ausscheiden von Präsident Franz Fischler, LV-Obmann Her- bert Ebenbichler, Landesjugendreferent Helmut Schmid, Landesstabführer Siegfried Stigger und weiteren Funktionären ist eine kräftige Zäsur im Personenkreis der Akteure im Blasmusikverband Tirol gegeben. Selbstverständlich geben wir den Persönlichkeiten, die mit großem Einsatz und sehr erfolgreich die Geschicke der Tiroler Blasmusik gelenkt haben, besonde- ren Raum in dieser Ausgabe. Herbert Ebenbichler und Helmut Schmid haben auch unsere BiT kräftig mitgestaltet: Die Einrichtung der Jugend-Seiten, Jugend-Serien, das insgesamt „verjüngte“ Layout und die aktuelle Gestaltung war beiden ein wichtiges An- liegen. Herbert Ebenbichler hat in seiner Obmann-Funktion immer auch die geschäftlichen Belange bearbeitet, Verhandlungen geführt, Kooperationen angebahnt und die gediegene Form der Verbandsmitteilungen unterstützt. Zudem war und ist er ein fleißiger und pünktlicher Gestalter von Beiträgen. Beiden LV-Funktionären sei herzlicher Dank für die ertragreiche Zusammen- arbeit gesagt. Ebenso dem Präsidenten Franz Fischler für seine Kommentare, die seit einigen Ausgaben unsere Verbandsmitteilungen bereichern. Das Blasmusik-Jahr 2010 wird vom Landeswertungsspiel geprägt. Das soll ein großer Tag werden, mit repräsentativen Leistungen und Auftritten von Kapellen aus allen Teilen Tirols auf einer Bühne, wie man sie nicht immer zur Verfügung hat. Zeit, die Jury vorzustellen: klingende Namen aus der europä- ischen Blasmusikszene – vielleicht ein Anreiz mehr dabei zu sein. Soeben hat sich ja der Verein zur Unterstützung der österreichischen Mili- tärmusik konstituiert, nachdem der weitere Bestand aller österreichischen Mi- litärkapellen immer wieder in Frage gestellt wird. In Musikerkreisen ist man sich der Bedeutung der militärischen Klangkörper wohl bewusst. Auch die BiT möchte diese Wertschätzung unterstreichen, indem sie eine Geschichte der Militärmusik, recherchiert und verfasst von Ursula Strohal, veröffentli- chen. Der Blick auf Aktivitäten in den Bezirken, manche Kapellen sind ja un- ermüdlich im Jahreskreis tätig, Angebote für Weiterbildung, Wettbewerbe, Großveranstaltungen und ein Porträt des Komponisten Johannes Sigl run- den unsere erste 10er-Ausgabe ab. Ich wünsche viel Freude damit und lade ganz herzlich ein, die weiteren Ausgaben durch spannende Beiträge mitzu- gestalten.

Ausgaben durch spannende Beiträge mitzu- gestalten. Euer Josef Wetzinger Die nächste BiT erscheint im Juni 2010

Euer Josef Wetzinger

spannende Beiträge mitzu- gestalten. Euer Josef Wetzinger Die nächste BiT erscheint im Juni 2010 Redaktionsschluss:

Die nächste BiT erscheint im Juni 2010 Redaktionsschluss: 30. April 2010

IMPRESSUM:

Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen | Redaktion: Josef Wetzinger | Redaktionsteam: Dr. Herbert Ebenbichler, Mag. Hermann Pallhuber, Dr. Wolfram Rosenberger, Roland Mair, Ursula Strohal | Produktion: Ablinger.Garber, Medienturm, 6060 Hall i. T., www.ablinger-garber.at | Für den Versand verantwortlich: Roland Mair Verband: Klostergasse 1, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/572333, Fax: 0512/572333-60, E-Mail: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at, www.blasmusikverband-tirol.at LV-Obmann: herbert.ebenbichler@blasmusikverband-tirol.at | LV-Geschäftsführer: roland.mair@blasmusikverband-tirol.at | LV-Büro: office@blasmusikverband-tirol.at Redaktion: redaktionbit@blasmusikverband-tirol.at. Jahresabogebühr e 15,– (ins Ausland plus Porto)

GEnErALVErsAmmLunG

Einladung zur ordentlichen Generalversammlung des Landesverbandes der

Tiroler Blasmusikkapellen in Innsbruck

Sonntag, 7. März 2010, 10:00 Uhr

Großer Stadtsaal, Universitätsstraße 1

Am Sonntag, dem 7. März 2010, 10:00 Uhr, findet im Großen Stadtsaal in 6020 Innsbruck, Universitätsstraße 1, die 63. ordentliche Generalversammlung des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen statt.

Eingeladen sind die Mitglieder des LV-Vorstandes und die bestellten Mitglieder des Musikbeirates, die Bezirksobleute, Bezirkskapellmeister, Bezirksjugendrefe- renten und Bezirksstabführer (somit je 4 Vertreter pro Bezirksverband) sowie die Obleute, Kapellmeister und Jugendreferenten aller Mitgliedskapellen (je 3 Vertreter pro Mitgliedskapelle) sowie die Ehrenmitglieder des Landesver- bandes und Ehrengäste.

Bei Verhinderung von Bezirks- oder Kapellenvertretern sollen verlässlich deren Stellvertreter delegiert werden. Bei Änderungen in der Liste der Funktionäre der Bezirke und Kapellen, die dem Verband nach Wahlen z. B. noch nicht bekannt gegeben wurden, mögen die Einladungen an die nunmehr für den 7. 3. 2010 zuständigen Funktionäre verlässlich weitergegeben werden.

Die Teilnahme weiterer Funktionäre und MusikantInnen ist erlaubt, weil die Versammlung öffentlich abgehalten wird und für das Erscheinungsbild durchaus erwünscht.

Um auch im äußeren Erscheinungsbild unsere Geschlossenheit zu zeigen, werden die Teilnehmer ersucht, in Tracht/Uniform zu erscheinen. Der LV- Vorstand ersucht um die vollzählige Teilnahme aller geladenen Funktionäre.

Es erfolgt eine weitere schriftliche Einladung an die Obmänner mit der Zusendung des Programms, der Tagesordnung, eines Wahlvorschlages und der Delegiertenkarte.

Dr. Herbert Ebenbichler LV-Obmann

Für den LV-Vorstand:

Dr. Franz Fischler LV-Präsident

GEnErALVErsAmmLunG

Generalversammlung

Programm Messe Messe 8:30 Uhr, Gottesdienst in der Jesuitenkirche Innsbruck, Karl­Rahner­Platz (Nähe Stadtsaal) Zelebrant: Prälat Mag. Raimund Schreier, Abt des Stiftes Wilten

D as Programm konnte aufgrund ver- schiedener Überlegungen unseres Referates 6 im Musikbeirat „Blas-

musik und Liturgie“ über die Aufgaben und Möglichkeiten einer Blasmusikkapelle im Gottesdienst, insbesondere in der Fastenzeit, vor Redaktionsschluss noch nicht fixiert wer- den. Beim Gottesdienst wird ein Programm mit allen Details aufgelegt werden.

Ausführende

Kantor: N. N. An der Orgel: Egger Matthias, Kirchenmusiker der Jesuitenkirche Militärmusik Tirol Leitung: Oberstleutnant Hannes Apfolterer

Hinweise

1.) Anträge an die Generalversammlung sind bis Montag, 1. März 2010 schriftlich (auch Fax 0512/572333-60 und Mail office@ blasmusikverband-tirol.at) bei der Ge- schäftsstelle des Verbandes Klostergasse 1, 6020 Innsbruck einzubringen; 2.) Die Delegiertenkarten werden gesondert zugesandt - bitte ausfüllen und verlässlich beim Saaleingang abgeben; 3.) Nach § 10 der LV-Statuten sind stimm- berechtigt: drei Vertreter pro Kapelle (Obmann, Kapellmeister, Jugendreferent oder Delegierte), vier pro Bezirksver- band (Bezirksobmann, Bezirkskapellmei- ster, Bezirksjugendreferent und Bezirks-

stabführer), die Mitglieder des LV-Vor- standes und die bestellten Mitglieder des Musikbeirates. Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Er- schienenen beschlussfähig. 4.) Parkplätze für PKWs sind am Sonntag in den Straßen in der Umgebung des Stadt- saales und im Stadtteil Saggen ausreichend vorhanden und gebührenfrei – gebühren- pflichtige PKW-Parkplätze in der City- und in der Kaiserjägergarage (für beide Zufahrt über Kaiserjäger-Straße); n

Parkplätze für Busse im Fenner-Areal (Zufahrt über Kaiserjäger-Straße)

Programm Generalversammlung

10.00 Uhr Generalversammlung im Großen Stadtsaal, Universitätsstraße 1, Innsbruck

Tagesordnung 01.) Musik: “Prinz Eugen Kampfruf” (Solisten Florian Partl und Franz Kapferer – Trompeten) von Joseph Messner/arr.: Hans Eibl 02.) Eröffnung und Begrüßung, Feststellung der Beschluss­ fähigkeit, Verlesung und Genehmigung des Protokolls der letztjährigen Generalversammlung 03.) Totengedenken Musik: „Chorale St. Antoni“ von Joseph Haydn/arr.: W. Schilcher 04.) Kurzberichte LV­Obmann, LV­Geschäftsführer, Landes­ kapellmeister und Landesstabführer 05.) Musik: „Giovanna d´Arco” Ouvertüre von Giuseppe Verdi/arr.: Stefan Laube 06.) Kurzberichte LV­Jugendreferenten und Finanzreferent, Bericht der LV­Rechnungsprüfer, Entlastung des Finanz­ referenten und des Vorstandes; 07.) Musik: „Slavischer Tanz“ op. 46/2 von Antonin Dvorak/arr.: Stefan Laube 08.) Beschlussfassung über eine Änderung der LV­Statuten

09.) Neuwahlen der Mitglieder des Landesverbandsvorstandes und der Rechnungsprüfer 10.) Musik: Polka aus „Die verkaufte Braut“ von Bedrich Smetana/arr.: Florian Pedarnig 11.) Ehrungen 12.) Musik: „Danubia“ Konzertmarsch von Julius Fucik/arr.:

Siegfried Rundel 13.) Grußworte der Ehrengäste 14.) Behandlung von weiteren Anträgen an die Generalversammlung 15.) Allfälliges 16.) Schlussworte 17.) Tiroler Landeshymne von L. Knebelsberger, bearb.: Hans Eibl

Musikalische Umrahmung:

k.u.k. Postmusik Tirol Leitung: Kapellmeister Stefan Laube

Militärkapellmeister Hannes Apfolterer Militärmusik Tirol Seit 2001 ist Obstlt. Hannes Apfolterer Chef und Kommandant

Militärkapellmeister

Hannes Apfolterer

Militärmusik Tirol

Seit 2001 ist Obstlt. Hannes Apfolterer Chef und Kommandant der Militärmusik Tirol, die die größte, vor allem auf die Praxis bezogene musikalische Ausbildungsstätte des Landes ist.

A ufgrund ihres hohen Niveaus wird sie als Schulungsorchester für die Aus- und Fortbildung der Militär-

kapellmeister, aber auch für Kapellmeister- Kurse herangezogen. Obstlt. Apfolterer bildet Militärkapell- meister-Anwärter, die bereits die Vorausset- zungen für ihren fast letzten Ausbildungs- zweig „praktische Verwendung“ erfüllen, in diesem aus und ist Mitglied der Prüfungs- kommission für die Grundausbildung zum Musikoffizier. Die Militärmusik Tirol trägt ganz wesent- lich zum musikalischen Image Österreichs im In- und Ausland bei, kann auf eine Rei-

he internationaler Auftritte verweisen wie in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Libyen, Polen, Russland, Schweden, Schweiz, Tschechien, Ungarn, Zypern und ist stets willkommener Gast in Rundfunk und Fern- sehen. Obstlt Apfolterer hat national wie in- ternational einen hervorragenden Ruf als Militärkapellmeister, Dirigent, Komponist und Arrangeur. Kompositionsaufträge vom Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport für sehr besondere Anlässe sind Ausdruck der hohen Wertschätzung, die Ur- aufführungen dieser Werke durch den Kom- ponisten als Dirigent eines militärischen

Großorchesters mit ca. 400 Militärmusikern sind mehr als beeindruckend. Bisher hat er ca. 300 Musikstücke für Großes Blasorchester und ca. 200 für Big Band arrangiert und komponiert, darunter 85 historische Militärmärsche. Großen Anklang finden auch seine Arrangements verschie- denster Nationalhymnen der Welt. Seit Jänner 1994 ist Obstlt Apfolterer auch Kapellmeis- ter der „Original Tiroler Kaiserjägermusik“; erfolgreiche Auslandstourneen nach China, Thailand, Türkei, Ukraine etc. wurden bereits absolviert. Obstlt Hannes Apfolterer hat bisher insge- samt mehr als 20 CDs eingespielt. n

k.u.k. Postmusik Tirol

1904 beschlossen einige Postler einen Faschingsball für die Kollegen zu veranstalten und brauchten dazu eine Ballmusik.

Kollegen zu veranstalten und brauchten dazu eine Ballmusik. k.u.k. Postmusikkapelle Tirol D er Postkontrollor Johann An

k.u.k. Postmusikkapelle Tirol

D er Postkontrollor Johann An der Lan von Hochbrunn, ein großer Musik- idealist, machte den Vorschlag, eine

eigene Postkapelle zu gründen. Die Uniform, die die Postmusik als einzige der sechs öster- reichischen Postmusikkapellen noch trägt, ist

die gleiche, die die Briefträger im Gründungs-

jahr 1904 getragen haben. Es ist der „k.u.k. Briefträger-Waffenrock“, der unter Kaiser Franz Josef I. eingeführt wurde und bei der Pariser Weltausstellung den ersten Preis als schönste Uniform der Welt errang. Dass die Postmusik in den Reihen der Ti- roler Blasmusikkapellen einen Spitzenrang einnimmt, ist nicht zuletzt das Verdienst der renommierten Kapellmeister (Franz Brünn- ler, Emanuel Schubert, Albert Grosser, En- gelbert Anker, Franz Winkler, Gottlieb Weis- sbacher, Hans Toifl, Karl Reinstadler, Hans Eibl, Florian Pedarnig, Hans Pircher, Dir. Hermann Wurnig und Alois Schöpf). Im Jahr 2006 wurde mit der Änderung des Ver- einsnamens auf „k.u.k. Postmusik Tirol“ die musikalische Ausrichtung hin zur alt-öster- reichischen Musik und passend zur Uniform neu definiert. Seit 2008 geht die k.u.k. Post- musik Tirol mit neu gewählter Führungsriege

und neuem Schwung in die Zukunft. Neuer Obmann ist Bernd Raitmair. Mit Kapellmeister Stefan Laube und Prä- sident Erwin Zangerl wollen die Musikan-

tinnen und Musikanten die lange Tradition pflegen, aber auch neue Ideen und Visionen umsetzen. Getreu dem Motto der Österreichischen

“ wollen sich die

Post AG „Wir sind überall

50 Mitglieder musikalisch im Blasmusikland Tirol, aber auch über die Grenzen hinaus im In- und Ausland etablieren. Tonträger: „Der Traum eines österrei-

chischen Reservisten“, „Innsbrucker Prome- nadenkonzert“, „Post voran“. n www.postmusiktirol.at

Kontakt

obmann@postmusiktirol.at oder kapellmeister@postmusiktirol.at

Ein großer Präsident

Dank an Dr. Franz Fischler für seine Tätigkeit als Präsident des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen.

des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen. Franz Fischler Foto: Privat N ach 15 Jahren kandidiert

Franz Fischler

Foto: Privat

N ach 15 Jahren kandidiert unser Prä- sident DI Dr.Franz Fischler bei der nächsten Generalversammlung mit

Neuwahlen nicht mehr und hatte über diesen für uns unerwarteten Schritt bereits die er- weiterte Vorstandssitzung am 14. November 2009 in Mils bei Hall informiert. Damit geht nun im März 2010 eine äusserst bemerkenswerte Ära zu Ende, die bei der Ge- neralversammlung 1995 in Hall begann. Vor- stand und Generalversammlung fanden es damals für das Image des Verbandes richtig, nach dem Ausscheiden des Kulturpolitikers Dr. Fritz Prior als Verbandsobmann einen hochrangigen Politiker als Präsidenten zu installieren. Kurz die Laufbahn: Geboren 1946 in Ab- sam, studierte Franz Fischler nach der Matu- ra in Hall an der Hochschule für Bodenkultur in Wien Landwirtschaft (Abschluss mit Dipl. Ing. und Dr. rer. nat. oec). Dr. Fischler ist ver- heiratet mit Frau Heidi und hat 4 Kinder, sein Wohnort und Fixpunkt war immer Absam. Nach Jahren als Universitätsassistent in Wien und an der Landeslandwirtschaftskammer

Tirol (von 1985 bis 1989 als Direktor) war er von 1989 bis 1994 Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft in Wien, Basis für die Krönung seiner Laufbahn mit der Ernennung des ÖVP-Politikers 1995 zum EU-Kommis- sar für Landwirtschaft in Brüssel. Von 1999 bis 2004 blieb er Kommissar und bekam die Fischerei dazu. Seit 2005 ist er wieder ständig in Absam und nun vorwiegend als Berater im In- und Ausland in seiner 2005 in Absam gegründeten Firma Franz Fischler Consult GmbH tätig. Seit 2005 ist Fischler Präsident des Öko- sozialen Forums Europa. Auch als Verfasser von Büchern, wie z. B. „Europa – Der Staat den keiner will“ 2006, „Erinnerungen“ 2006 und „Ernährung sichern – Weltweit“ 2007 trat er hervor. Als Dr. Fischler 1995 trotz seiner Tätig- keit in Brüssel die Präsidentschaft der Tiro- ler Blasmusik übernahm, erwies er sich von Anfang an als überzeugter Verfechter der regionalen Kultur. Er nahm an den wenigen freien Wochenenden an vielen Musikfesten sowie Konzerten teil und leitete wichtige Versammlungen des Verbandes in seiner souveränen, immer humorvollen Art, dies auch weiter nach seiner Rückkehr aus Brüs- sel in den letzten fünf Jahren. Nicht zu ver- gessen auch, dass er für Großereignisse wie Landesmusikfeste und Jubiläen beachtliche Sponsorgelder auftreiben konnte. Wenn Franz Fischler jetzt nach 15 Jahren ausscheidet, möchten wir ihm als Vertreter der Blasmusik Tirols, auch Österreichs, einen großen Dank aussprechen, wobei dieser Dank auch seiner Familie gilt, die für diese zusätz- lichen Verpflichtungen immer Verständnis zeigte. Wir wünschen Dr. Fischler auf seinem weiteren privaten wie beruflichen Wege alles Gute und hoffen, dass er der Blasmusik und unserem Landesverband verbunden bleibt. Solche Menschen, die die Tradition schätzen und überzeugt sind von den großen Werten der musischen Betätigung im Volk, verdie- nen höchste Wertschätzung. n

Dr. Herbert Ebenbichler

Präsident, Franz Fischler | tHEmA

interview mit dem scheidenden Präsidenten Franz Fischler

BiT: Herr Dr. Fischler, 15 Jahre lang stan­ den Sie als Präsident an der Spitze der über 300 Tiroler Blasmusikkapellen. Was konnten Sie in dieses Amt einbringen und was hat es Ihnen gebracht? Franz Fischler: Es war nicht meine Ab­ sicht, dass das Amt mir etwas bringt. Was ich versucht habe, war dreierlei: Ich wollte dazu beitragen, das Blasmusikwe­ sen in Tirol und darüberhinaus noch be­ kannter zu machen, es ging darum, die finanzielle Basis des Blasmusikverbandes zu verbessern und mitzuhelfen, dass im Verband innovative und zukunftsweisende Entwicklungen statttfinden.

Was sind die Aufgaben des Präsidenten? Die Anforderungen sind nicht festge­ legt. Es kommt darauf an, was er aus seinen eigenen Funktionen heraus dar­ aus macht.

Ihr musikalisches Interesse ist breit ge­ streut. Was fasziniert Sie an der Blas­ musik? Hauptsächlich gefallen mir die klas­ sische österreichische Intonation mit viel Flügelhorn, diese sehr runde Art zu musizieren, und die typischen Stücke, auch jene der Tiroler Ikonen Tanzer, Tha­ ler usw., die diese Klangfarbe pflegten. Als anderes Extrem gefällt mir die Brass­ musik. Ich freue mich, dass wir auch da dank dem Einsatz von Hannes Buchegger und Hermann Pallhuber weiterkommen.

Wie hoch darf der Preis sein für Innova­ tionen innerhalb der Musikkapelle? Neues muss nicht um jeden Preis er­ folgen. Es darf nicht sein, dass Musik­ kapellen auseinanderbrechen, weil die Musikanten überfordert sind. Der Ka­ pellmeister muss adäquate Programme entwickeln. In jeder Kapelle braucht es aber auch fordernde und stimulierende Elemente. Wettbewerbe können dazu beitragen, diese Spannung herauszu­ nehmen – ohne dass es einen Weltun­ tergang bedeutet, wenn man nicht ganz vorne dabei ist.

AKtuELL LV­Obmann, Herbert Ebenbichler

tHEmA |

| Mustertext

LV­Obmann, Herbert Ebenbichler tHEmA | | Mustertext Verbandsobmann Herbert Ebenbichler Mit Leidenschaft Musikant

Verbandsobmann

Herbert Ebenbichler

Mit Leidenschaft Musikant

„Musik als Lebenselexier“ – auf kaum einen Menschen trifft dieses Wort so zu wie für Herbert Ebenbichler.

I m Berufsleben mit Gesetzestexten befasst, hat er sich die Musik erkoren, und das mit einer Intensität, dass man beinahe von

einem Zweitberuf oder vielleicht sogar von ei- ner Berufung sprechen darf. Von jungen Jah- ren an hat ihn alles fasziniert, was mit Musik zusammenhing: Oper, Theater, symphonische Musik, Volksmusik … Seine Fähigkeit zu führen und zu organisie-

ren ließ ihn in der Blasmusik zu einer wichtigen und geachteten Persönlichkeit werden: Herbert Ebenbichler schrieb, so darf man mit Fug und Recht behaupten, Verbandsgeschichte. Seine profunde Kenntnis aller Ebenen im Verbands- geschehen, seine Langjährigkeit und seine Be- geisterung für die Blasmusik haben ihn für viele Jahre zum Motor für Tirols Blasmusik befähigt.

32 Jahre seines musikalischen Lebens war er

Kapellmeister, nämlich 23 Jahre bei der Speck- bacher Stadtmusik Hall, 6 Jahre in Innsbruck-

Arzl und 3 Jahre in Innsbruck-Saggen, 12 Jahre Bezirkskapellmeister und seit 1980 im Landes- verband des Tiroler Blasmusikverbandes in ver-

schiedensten Funktionen tätig – vom Beirat bis zum Landesverbandsobmann ab 1995. Seit rund

25 Jahren singt er im Kirchenchor und vervoll-

ständigt so das Spektrum des Musizierens. Geboren 1935, begann seine musikalische Ausbildung während der Gymnasialjahre mit Klavier- und Violinunterricht. Die Fußball-Lei- denschaft in ihm schränkte die Übungszeit für die Violine stark ein, die ersten Erfahrungen im Laienensemble (Streichorchester) enttäuschten ihn eher, besonders auch die Arroganz der Streicher gegenüber den Bläsern missfiel ihm. Als Schlüsselerlebnis darf man wohl den Auftritt der Speckbacher Musikkapelle Hall beim Landeswertungsspiel 1953 ansehen. Die präzise spielende, gut vorbereitete und diszipli- niert auftretende Kapelle beeindruckte Herbert Ebenbichler dermaßen, dass er sich ab sofort auf dem Bartion und der Zugposaune ausbilden ließ. Seine raschen und überzeugenden Fort- schritte als Posaunist hätten beinahe die Kar-

8 BiT | Februar

interview mit dem scheidenden Landesverbandobmann Herbert Ebenbichler

BiT: Herr Dr. Ebenbicher, was wollten Sie als langjähriger Spitzenfunktionär errei­ chen, für die Tiroler Blasmusik und öster­ reichweit? Herbert Ebenbichler: Es war immer mein Ziel, im Rahmen meiner vielen Funktionär­ saufgaben im Tiroler und Österreichischen Verband dafür zu arbeiten, dass die Blas­ musik als ernstzunehmende Art des Mu­ sizierens anerkannt wird, dass die Blaskapellen in den Pro­ grammen der Rundfunkanstalten den ihr zustehenden Platz finden und dass die Literaturentwick­ lung der letzten Jahrzehnte mit qualitätsvollen Kompositionen für symphonische Blasorchester auch von einem breiten Publikum wahr­ genommen wird und nicht nur von den Verwandten und Anhängern der Ortskapelle. Ein ganz wich­ tiges Anliegen war auf Tirol und Österreich bezogen, die Klang­ farbe der weitmensurierten Blasinstrumente zu pflegen, und damit die regionale Eigen­ heit und die gewachsene Tradi­ tion hochzuhalten.

Was ist gelungen, wo das Ziel noch nicht erreicht? Gelungen ist zweifellos eine auf­ fallende Verbesserung der Beset­ zung und der Spielkultur unserer Ka­ pellen, vor allem in Zusammenarbeit mit der seit Einführung des Tiroler Musikschulwerkes hervorragenden pädagogischen Arbeit der Musik­ schulen mit großen Erfolgen in den

riere als Studierender der Juristerei gefährdet:

Es war schon ein Studienplatz beim bekannten Prof. Daum in Deutschland bereit, als man in seinem Elternhaus nachdrücklich betonte, auf die Fortsetzung des Studiums werde größter Wert gelegt. 1955 trat er der Speckbacher Stadtmusik Hall bei und damit war der Weg des begeisterten Amateur-Musikers mit großem Fachwissen und professionellem Anspruch eröffnet. Ab 1970 wurde Ebenbichler Privatschüler von Prof. Anton Kratz in Tonsatz, Instrumen- tation und Dirigieren, dies mit gutem Grund, denn schon 1971 übernahm er die Kapellmei- sterstelle bei „seinen Speckbachern“. Die Teilnahme an Wettbewerben stellte für den Kapellmeister eine stete Herausforderung dar, der er sich gerne stellte: So reiste er mit den Speckbachern, als erste öster- reichische Kapelle dazu eingeladen, nach Valencia und erzielte ein sehr gutes Ergebnis in seiner Klasse. Seine Suche nach Literatur außerhalb der „ausgetre- tenen Pfade“ und seine Neugier ließen ihn viele Werke von Gegenwarts- komponisten interpre- tieren, nicht immer zur absoluten Freude seiner Musikanten, denen die Begegnung mit Altherge- brachtem durchaus genügt hätte. 1976 etwa feierten die Speckbacher ihr 150jähriges Bestehen, in Zusammenarbeit mit der Galerie St. Barbara, mit einem Auftragswerk: „Be- gegnung für zwei Blasorchester und 18 Solisten“ von Paul En- gel, das das Aufeinandertref- fen von Profi-Musikern und Amateuren thematisiert. Ganz

und 18 Solisten“ von Paul En- gel, das das Aufeinandertref- fen von Profi-Musikern und Amateuren thematisiert.

LV­Obmann, Herbert Ebenbichler | tHEmA

Bereichen „Musik in kleinen Gruppen“ und der ständig wachsenden Zahl von Jugendorchestern. Im Bereich der wirtschaftlichen För­ derung der Mitgliedskapellen ist es in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren allerdings nicht gelungen, bei den Sub­ ventionen der Kulturabteilung des Lan­ des Tirol für Trachten, Instrumente und Probelokale im Hinblick auf die ständig wachsende Mitgliederzahl der Kapel­ len, die wesentlich verbesserte instru­ mentale Ausstattung zum Beispiel mit Oboen, Fagotten, Bassklarinetten und beim Schlagzeugregister, eine ange­ passte Steigerung zu erreichen. Nicht erreicht wurde eine überzeugende und breit gefächerte Bereitschaft der Tiroler Kapellen zur Teilnahme an Konzertwer­ tungsspielen. Es besteht für mich kein Zweifel, dass Wettbewerbe ein wichtiges Instrument der Weiterentwicklung sind und sie sind neben dem Gott sei Dank anerkannten alljährlichen Hauptkonzert ein weiterer Zielpunkt. Es müsste allen klar werden, dass es nicht um Prädikate oder Punkte geht, sondern um die Musik. Wenn man sich auf einen Wettbewerb vorbereitet, wird einfach intensiver, genauer und opti­ mierter geprobt, um an die Grenzen des Orchesters und des Dirigenten zu gelangen. Das Aufzeigen von Schwä­ chen, aber auch Stärken, durch eine konstruktive Kritik, somit eine Wegwei­ sung für die zukünftige musikalische Arbeit zu erhalten, ist der größte Vorteil bei einer Teilnahme an Wettbewerben. Außerdem ist der Verein durch die Vor­ gabe von Pflichtstücken und bestimmter Literatur bei Wettbewerben auch aufge­ fordert, eben Literatur zu spielen, bei dem ein Orchester, die Musiker und der Dirigent weiter entwickelt werden.

Was sehen Sie als dringlichste Aufgaben der nächsten Zukunft an, musikalisch und administrativ? Die dringlichsten Aufgaben für die Zu­ kunft sehe ich in der Fortsetzung der Suche nach erfolgreichen Projekten und Lehrgängen zur Aus­ und Weiter­ bildung der Führungskräfte. Bis auf den Großteil der Kapellmeister sind die Funktionäre ehrenamtlich tätig und daher gilt es neue Organisationsformen zu finden, die die ständig steigende Belastung im Beruf einerseits und an­

dererseits die zeitaufwendige Tätigkeit im Verein berücksichtigen. Eine wei­ tere fordernde Aufgabe ist die Suche nach Nachwuchs. Die Musikkapellen und Vereine müssen für die ständig wachsenden Herausforderungen unse­ rer Zeit zielführend vorbereitet werden. Das bewusste Pflegen einer lebendigen Tradition mit ständiger Bereitschaft zu Neuem ist schwierig und es gehört viel Glück, Kraft, pädagogisches Geschick und Innovatives dazu, diese Positionen durchzuhalten. Aber ohne Tradition und damit Glauben an das Bleibende und ohne Mut zum Experiment, musikalisch wie administrativ, leben wir nicht be­ wusst und mit Verständnis für unsere Zeit.

Was ist Ihnen ganz persönlich an der Blasmusik am Wichtigsten? Als Funktionär und als aktiver Blas­ musiker seit 1955 stand für mich im­ mer im Vordergrund, dass die Kapellen alle Verpflichtungen im Jahreskreis ihrer Gemeinde und in ihrem Bezirk gleich ernst nehmen und möglichst viele Möglichkeiten zur Niveauverbesserung wahrnehmen. In unseren Vereinen sollte besonders darauf geachtet werden, dass aus den vielen Einladungen zum Mitwir­ ken der Blasmusik sinnvolle und moti­ vierende Auftritte ausgesucht werden, die den großen Einsatz der Musizieren­ den für das Üben am Instrument, für die Proben und Auftritte rechtfertigen.

Wenn Sie im März aus Ihrer Funktion scheiden: Was rufen Sie den 15.650 Aktiven in den 302 Tiroler Musikkapel­ len zu? Die Sorge und Arbeit für die Tiroler Blasmusik, das Bemühen, in vielerlei Hinsicht ein Service für die Kapellen des Landes zu bieten, die ideelle und wirtschaftliche Förderung der Kapellen im Auge zu haben, das Richtige für die Aus­ und Weiterbildung der Funktionä­ re und der MusikerInnen zu finden, sich zu freuen über die auffallende Niveau­ verbesserung der Kapellen und über die hervorragende Arbeit der Musikschu­ len, gute Blasmusik der Öffentlichkeit näher zu bringen und die Entwicklung der ähnlichen Verbände im In­ und Aus­ land mitzuverfolgen: All das hat immer meinen ganzen Einsatz erfordert, aber großen Sinn gehabt.

große Solisten wie etwa Edward Tarr sorgten da- bei für eine spektakuläre Begegnung. Drei Werke des Wiener Komponisten Richard Heller und auch eine Reihe von Werken seines Lehrers Anton E. Kratz hat er mit seinen Speck- bachern uraufgeführt.

„Für meine Besetzung die richtige Literatur“

– diesem Grundsatz hat Herbert Ebenbichler mit eigenen Arrangements Rechnung getragen. Da gibt es im Archiv der Speckbacher einiges aufzustöbern, etwa ein Arrangement von „Rhap- sody in Blue“ von George Gershwin. Jugendförderung gehörte zu den Grundfesten seiner Vereinsarbeit, sei es als Kapellmeister, als Bezirksfunktionär oder Landesverbandsfunk- tionär. Es gab wohl keine Veranstaltung, in der Jugend musizierte, bei der der LV-Obmann ge- fehlt hätte. Zehn Jahre lang führte er sein eige- nes Jugendorchester bei den Speckbachern, allen Funktionärsquerelen zum Trotz, beseelt von dem Wunsch, gegen Kirchturmpolitik auf breiter Basis eine gute Ausbildung zu erwirken. Herbert Ebenbichlers Verbandsarbeit hat Spuren hinterlassen und man erinnert sich gerne an Glanz- punkte, wie etwa die Jubiläumsfeste „50 Jahre/60 Jahre Blasmusikverband Tirol“. Das waren Gelegen- heiten, kreative und visionäre Impulse zu setzen. Mit besonderer Freude blickt der „Funktionär auf allen Ebenen“ auf seine Tätigkeit im österrei- chischen Verband zurück – er war ja der erste Präsident des gegenwärtig praktizierten Rotati- onsmodells und hat also auch die österreichische Blasmusikszene bewegt. Eine Herzensangelegenheit war für ihn die Durchführung des Fucik-Symposions in Inns- bruck, in Zusammenarbeit mit den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Das Ansehen „seiner Blasmusik“ war und ist ihm ein großes Anliegen. Gute Botschaften zu verbreiten, Öffentlichkeits- arbeit zu betreiben, gehört für ihn zur Funktio- närstätigkeit. So schätzt und förderte er auch die Entwicklung der „BiT“ nach Kräften und arbei- tet selbst unermüdlich, in Form von Beiträgen oder auch organisatorisch. So könnte man die Reihe der Tätigkeiten Her- bert Ebenbichlers noch lange fortsetzen und würde trotzdem keine Vollständigkeit erzielen. Seine Bereitschaft, sich voll für die Blasmusik Tirols einzusetzen, seine Offenheit Neuerungen gegenüber, aber auch seine Beharrlichkeit in der Umsetzung sind unvergessliche Merkmale seines Wirkens. Seine Arbeit hat Früchte getra- gen, er kann einen blühenden Blasmusikverband übergeben und wir dürfen ihm unseren großen Respekt und Dank aussprechen. n Josef Wetzinger

tHEmA |

AKtuELL LV­Jugendreferent, Helmut Schmid

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| AKtuELL LV­Jugendreferent, Helmut Schmid | Mustertext Jugendreferent Helmut Schmid Helmut Schmid

Jugendreferent

Helmut Schmid

Helmut Schmid

Landesjugendreferent eines Jahrzehnts

interview mit dem scheidenden Landesjugendreferenten Helmut schmid

BiT: Herr Schmid, Sie haben als junger Mann lange Jahre die Jugendszene der Tiroler Blasmusik aufgebaut. Was war der Motor Ihres Engagements? Helmut Schmid: Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr ganz eng mit der Blasmusik verbunden. Mein Vater war Kapellmeister in Piller im Pitztal und ich habe bereits in meiner Kindheit mitbekommen, was es heißt und wie wichtig es ist, eine gute mu­ sikalische Ausbildung zu bekommen. Das ist heute alles selbstverständlich: Die Mu­ sikschulen sind in allen Regionen veran­ kert und erfüllen diese Aufgabe für unsere Kapellen. Damals war es jedoch nicht so. Viele Musikkapellen oder Bezirksverbände mussten eigene Lehrer suchen und auch selbst bezahlen. Musikschulen gab es in sehr unterschiedlicher Form und Qualität, oft nur in den Städten und größeren Dör­ fern. Mein Ziel als Landesjugendreferent des TBV war es, allen Jugendlichen im Land die gleichen Möglichkeiten zu bieten, sie bestmöglich zu fördern, aber auch zu for­ dern. Durch verschiedene Projekte, Wett­ bewerbe, Landesjugendorchesterinitiativen etc. haben wir den Jugendlichen eine zu­ sätzliche Plattform und Möglichkeit gebo­ ten, um sich zu entfalten. Es ist schön zu sehen, wie die jungen Menschen dieses Angebot in den letzten Jahren angenom­ men und sich positiv entwickelt haben.

Was sehen Sie als Ihre größten Erfolge an, wo muss weitergearbeitet werden? Wenn man in der Jugendarbeit tätig ist, geht es nicht um persönliche Erfolge oder Trophäen. Es ist wichtig, einen Sinn da­ für zu haben, was für unsere Jugend und den Nachwuchs unserer Kapellen wichtig ist. In einem großen Landesverband kann man als Verbandsfunktionär nur versu­ chen, überall die besten Kräfte zu bün­ deln und gemeinsam Rahmenbedingun­

A ls Landesjugendreferent des Tiroler

Blasmusikverbandes wird Helmut

Beson-

dere Ereignisse waren die Zusammenarbeit des Orchesters mit Thomas Doss, sowie die Aufführung des Requiems von Frigyes Hidas (2007) unter der Leitung von Helmut Schmid in Hall und Landeck. Die Einführung des Seminars „Der (Die) diplomierte Vereinsjugendreferent/in“ wurde von Schmid maßgeblich in Tirol, sowie in der Folge in ganz Österreich umgesetzt. Hier lernen die jungen Jugendreferent/innen alles, was sie zur erfolgreichen Ausführung ihrer Funktion benötigen. Von Grundkenntnissen im Dirigieren, Literaturkunde für Jugend- blasorchester bis hinzu entwicklungspsy- chologischen Erkenntnissen und rechtlichen Fragen, deckt das Seminar alle Erfordernisse ab. Die inhaltliche Gestaltung wurde von Helmut Schmid maßgeblich geprägt. Kurzbiografie: Musikstudium am Tiroler Landeskonservatorium (Hauptfach Klari- nette, Abschluss mit Auszeichnung 1994), 1989-1994 Militärmusik Tirol, 1991 Preis- träger bei „Jugend musiziert“, 1992-2000 Kapellmeister bzw. Kapellmeisterstellver- treter der Musikkapelle Wenns, 1995-2000 Leiter der Landesmusikschule Pitztal, seit 2000 Landesmusikschulinspektor und Leiter des Referates Musikschulen in der Abteilung Bildung der Tiroler Landesre- gierung, zuständig für fachliche und schul- organisatorische Angelegenheiten im Tiro- ler Landesmusikschulwerk, seit November 2000 musikalischer Leiter der Stadtmusik- kapelle Landeck, seit 2001 Landesjugendre- ferent des Tiroler Blasmusikverbandes, seit 2004 Bundesjugendreferent-Stellvertreter des österreichischen Blasmusikverbandes (ÖBV).

n

beim Schwazer Silbersommer u. a

Schmid, nach neun Jahren erfolg-

reicher Arbeit, seine Funktion bei der Ge- neralversammlung 2010 zurücklegen. Ge- meinsam mit seinem Stellvertreter Hannes Puchleitner hatte er in den vergangenen Jah- ren sehr viel für die Tiroler Blasmusikjugend erreicht und erwirkt. Die wichtigsten Punkte sind die Einfüh- rung der Jugendblasorchesterwettbewerbe, die auch in Zukunft gemeinsam mit dem Land Tirol weitergeführt werden, die Ein- führung der Goldenen Leistungsabzeichen in Konzertform und die Wettbewerbe „Mu- sik in kleinen Gruppen“ als Erfolgsgarant für die Tiroler Blasmusik und deren Nachwuchs- förderung. Des Weiteren war die Gründung des Tiro- ler Landesjugendblasorchesters ein Meilen- stein in Helmut Schmids Verbandstätigkeit. Mit der Gründung im Jahr 2004 konnte ein wichtiger Akzent in der Jugendarbeit des Tiroler Blasmusikverbandes und der Tiroler Musikschulen gesetzt werden. Neben unver- zichtbaren und bereits bestehenden Orche- sterprojekten wurde begonnen, in einmal jährlich stattfindenden Orchesterprobenpha- sen ein landesweites Jugendblasorchester zu realisieren. Junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 13 bis 24 Jahren aus den Tiroler Musikkapellen und Musikschulen wurden eingeladen, sich zu einem sinfonischen Blas- orchester zu formieren. Das Orchester wurde von Helmut Schmid, Johannes Puchleitner und Wolfram Rosenberger organisiert und musikalisch geleitet. Es folgten die äußerst erfolgreiche Teilnahme beim internationalen CISM-Wettbewerb in Schladming unter dem heutigen Landeskapellmeister Hermann Pall- huber, Auftritte u. a. beim Landesmusikfest,

Wolfram Rosenberger

10 BiT | Februar

LV­Jugendreferent, Helmut Schmid | tHEmA

gen zu schaffen, die eine bestmögliche Arbeit auf allen Ebenen ermöglichen. Diese inhaltlichen Rahmenbedingun­ gen geben uns derzeit u. a. die öster­ reichische Blasmusikjugend, die neuen (seit 2008) und mit den Lehrplänen der Ausbildungsinstitutionen abgestimmten Richtlinien für die Leistungsabzeichen und die in den letzten Jahren etablierte Ausbildung für Jugendreferenten.

Viele Vereine klagen über Nachwuchs­ mangel. Wie bewegten Sie die Tiroler Jugend zu einer derart blühenden Blas­ musik­Szene? Den natürlichen Kreislauf in einer Kapelle (Nachwuchswerbung, Nachwuchsfindung und Nachwuchsbetreuung) in Bewegung zu halten, ist sicherlich eine der größten Herausforderungen für unsere Vereine. Der erste Teil Ihrer Frage bewegt uns in vielen Seminaren und Workshops, die wir mit un­ seren Jugendreferenten abhalten. Objektiv und landesweit gesehen ist es glücklicher­ weise jedoch so, dass unsere Musikkapel­

len noch nie so viele Mitglieder hatten wie derzeit. Noch nie waren so viele Jugend­ liche in den Kapellen vertreten. Von den 14.300 musizierenden Mitgliedern unse­ rer Tiroler Musikkapellen ist über die Hälf­ te zur Blasmusikjugend zu zählen. Weiters befinden sich rund 8.800 Jugendliche in Ausbildung. Das heißt: Die Blasmusik ist trotz ihrer vielfältigen Aufgaben attraktiv für unsere Jugend! Die jungen Menschen sind stolz, eine Tracht zu tragen, beteiligen sich an traditionellen Ausrückungen und Konzerten und viele nutzen die Angebote des Tiroler Blasmusikverbandes und der Tiroler Musikschulen. Die umfangreichen Bemühungen des Verbandes in Abstim­ mung mit den Musikschulen sind somit sicherlich die Basis für eine sich laufend entwickelnde Blasmusik­Szene.

Werden Sie auch künftig Kontakt zum Blasmusikverband halten? Was sind Ihre Möglichkeiten? Es gibt viele Möglichkeiten mit der Blas­ musik bzw. dem Blasmusikverband in

Kontakt zu bleiben. Ich freue mich nun auf meine weiteren und durchaus großen Aufgaben mit meiner Stadtmusikkapelle Landeck. Dieser Verein arbeitet hervor­ ragend, denkt zukunftsorientiert und ist offen für eine Entwicklung. Wir werden versuchen, auch weiterhin den Blasmu­ sikverband bestmöglich zu repräsentie­ ren. Nachdem ich auch beruflich mit musika­ lischer Ausbildung zu tun habe, wird es klarerweise weiterhin eine Schnittstelle zum Blasmusikverband geben. Es ist mir als Landesmusikschulinspektor des Lan­ des Tirol und auch als Blasmusiker ein großes Anliegen, dass weiterhin beide In­ stitutionen – sowohl das Musikschulwerk als auch der Blasmusikverband – in die gleiche Richtung blicken und gemeinsam das Beste für unsere Jugend erreichen. Dabei geht es nicht um persönliche Be­ findlichkeiten, sondern immer um die sinnvollste und bestmögliche Förderung unserer Jugend – denn sie ist unsere Zu­ kunft!

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tHEmA | LV­Stabführer, Siegfried Stigger

tHEmA | LV­Stabführer, Siegfried Stigger Siegfried Stigger Vorbildlich und humorvoll Mit Ende der Funktionsperiode des

Siegfried Stigger

Vorbildlich und humorvoll

Mit Ende der Funktionsperiode des Landesvorstandes steht Landesstabführer Siegfried Stigger zur Wiederwahl leider nicht mehr zur Verfügung.

Musikalische Laufbahn

Siegfried Stigger begann seine musikalische Laufbahn 1965 mit dem Beitritt zur Musikkapelle Haiming. Er besuchte die Musikschule am Kon- servatorium Innsbruck. In den Jahren 1973 und 1974 diente er bei der Militärmusik Tirol. Seit 1970 ist er Mitglied der Bundesbahnmusikkapelle Innsbruck, bei der er auch verschiedene Funktio- närstätigkeiten ausübte.

Funktionen als Stabführer

Im Jahr 1984 übernahm Siegfried Stigger die Funktion des Stabführers in der Musikkapelle Haiming und führt sie seither mit viel Begeiste- rung aus. 1992 wurde er als Bezirksstabführer in den Ausschuss des Musikbezirkes Silz gewählt. Mit Neueinführung der Landesstabführer im Jahr 2000 übernahm er die Funktion des Lan- desstabführerstellvertreters im Vorstand des Tiroler Landesverbandes. Mit dem damaligen Landesstabführer Josef Stiller, seinem großen Vorbild, verbindet ihn bis heute eine Freund- schaft. 2007 wurde Siegfried zum Landesstab- führer gewählt.

Prägende Jahre

Gemeinsam mit Josef Stiller begann Siegfried Stigger die Aufbauarbeit der „Musik in Bewegung“ in Tirol. Es wurden richtungsweisende Schu- lungsunterlagen für Bezirksstabführer erstellt. Das Team Stiller-Stigger war im Österreichischen Blasmusikverband auch dafür bekannt, mit Hart- näckigkeit praktische Neuerungen durchzusetzen. Ein großes Anliegen war den beiden auch eine gerechte Vergabe von Punkten bei Marschmusik- bewertungen. Es wurden, damals einzigartig in Österreich, Bewerterschulungen eingeführt. Auch sinnvollem Neuen waren sie aufgeschlossen, und so war Tirol eines der ersten Bundesländer bei der Einführung des 100-Punkte-Systems bei Marsch- musikbewertungen. Die Zeit Siegfried Stiggers als Landesstabführer war von viel Arbeit geprägt. Mit dem Landesmu- sikfest 2007 und dem Landesfestzug 2009 galt es, für zwei große Umzüge in Innsbruck die Musik- blöcke der Musikbezirke zu organisieren. Mit Ge- duld und viel Einfühlungsvermögen führte er die Verhandlungen mit den Bezirken. Im Jahr 2009 wurde, einem Wunsch der Musikbezirke entspre-

chend, erstmals eine zentrale Stabführerausbil- dung, geteilt in zwei ganztägige Module, einge- führt. Diese Ausbildung fand großen Anklang. Mehrmals und mit viel Erfolg übernahm Sieg- fried Stigger auch die Leitung des Tirolblockes beim Bundesmusikfest in Wien. Vielen Musikan- tinnen und Musikanten werden die Proben mit ihm durch seine bestimmte, aber auch humor- volle Art in Erinnerung bleiben. Mit viel Freude beobachtet Siegfried die Niveausteigerung am Sektor „Musik in Bewegung“ seit dem Jahr 2000. Über Siegfried Stigger gibt es zahlreiche Anek- doten. Folgende spiegelt seinen Charakter am be- sten: Beim Schitag des Vorstandes war Siegfried Stigger wie immer ordentlich adjustiert und nahm daran pflichtbewusst mit vorbildlich gebundener Krawatte teil. Ein schwerer Sturz, bei dem er sich auch im Gesicht starke Abschürfungen zuzog, hielt ihn nicht davon ab, humorvoll beim Apres- Ski zu unterhalten. Seine menschliche, humor- volle und pflichtbewusste Art wird uns in Erin- nerung bleiben. Wir wünschen Siegfried für die Zukunft viel Glück und Gesundheit. n Gerald Embacher

interview mit dem scheidenden Landesstabführer siegfried stigger

BiT: Herr Stigger, die Tiroler Blasmusikanten haben einige Zeit gebraucht, um Freude an der „Musik in Bewegung“ zu finden. Wie haben Sie das Interesse geweckt? Siegfried Stigger: Es war mein Ziel, den Stabführern ebenso wie den Musikanten bei Vorträgen, Kursen und Marschierproben mein Anliegen schmackhaft zu machen, nämlich, dass ohne gleichmäßige Abfol­ gen und genaue Ausrichtung ein geordne­ tes Auftreten einer Musikkapelle auf der Straße nicht möglich ist. Es soll dabei kein Militarismus anerzogen werden, sondern es geht um ein Erscheinungsbild, das Wirkung in der Öffentlichkeit macht. Häufig werden

unsere Kapellen ja vorwiegend in dieser Form wahrgenommen (gleich ob Ständchen, Prozessionen oder Platzkonzerte). Marsch­ musikbewertungen sind ein gutes Mittel, dieses Ziel zu erreichen. Daher haben wir unsere Kapellen zum Mitmachen motiviert und sie konnten auch sehr bald (z. B. auch beim Bundeswettbewerb in Wien) sehr gute bis ausgezeichnete Erfolge erzielen.

Was fasziniert Sie ganz persönlich am Amt eines Stabführers? Wenn sich nach intensiver Arbeit Erfolge einstellen und dabei die Musikanten die Kommandos und Zeichen des Stabführers exakt, mit freudigem Gesichtsausdruck, ein­ heitlich nach den vorgegebenen Zählzeiten durchführen, dann ist das ein wunderbares Gefühl für den Stabführer. Jedes Publikum belohnt die sichtbar und hörbar gewordene

Arbeit mit Applaus und Lob. Ein Stabführer soll auf alle Musiker eingehen, einfühlsam sein und doch eine gewisse Autorität zum Ausdruck bringen.

Woran muss Ihr Nachfolger weiterarbeiten? Mein Nachfolger Gerald Embacher ist seit Jahren bestens mit dieser Materie vertraut. Er weiß ganz genau, was er will und was Zukunft hat. Aufgrund der jährlich gemein­ sam durchgeführten Schulungen, Seminare und Bezirksmarschmusikproben konnte ei­ ne beträchtliche Niveau­Steigerung erreicht werden. Die Entwicklung geht aber unauf­ haltsam weiter und es gibt immer neue Ten­ denzen. Gerade im Bereich „Marschshow“ gibt es noch viele Möglichkeiten der Wei­ terentwicklung.

Die Gespräche führte Ursula Strohal

12 BiT | Februar

11. Europameisterschaft

der böhmisch-mährischen Blasmusik 21. bis 23. Mai 2010 in Sillian/Osttirol

Anmeldeinformationen Alle aktuellen Infos zur EM2010, sowie Details zum Wettbewerb und zur Anmel­ dung finden Sie auf unserer Hompage

www.em2010­sillian.com.

Bitte beachten Sie den Anmeldeschluß am 31. Jänner 2010.

Für Fragen steht Ihnen das Organisations­ komitee jederzeit gerne zur Verfügung. Am Besten schicken Sie uns ihre Anfrage per E­Mail an:

info@em2010­sillian.com

Postadresse: EM­2010 Sillian z. Hd. Matthias Krautgasser Kirchsiedlung 24d, A­9920 Sillian

unterkünfte Für die Vermittlung von Unterkünften sind Ihnen die Mitarbeiter des Tourismusverban­ des Osttirol in Sillian gerne behilflich.

n

tourismusinformation sillian-Osttirol Gemeindehaus 86, A­9920 Sillian Tel. +43/50 212 300 hochpustertal@osttirol.com www.hochpustertal.com

Ausschreibungen | AKtuELLEs

en Sie ten rol in 11. EUROpAMEISTERSchAfT der böhmisch-mährischen Blasmusik 21. bis 23. Mai 2010
en Sie
ten
rol in
11. EUROpAMEISTERSchAfT
der böhmisch-mährischen Blasmusik
21. bis 23. Mai 2010
Sillian / Osttirol
Music for
Brass Instruments
11th European championship of the Bohemian-Moravian
May
21-23,
2010
mistrovství
Evropy
cesko-moravské
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- East dechové
hudby
11. 21.
až 23.
kvetna ˇ
2010
-
Sillian
- Sillian - Východní
Tyrol Tyrolsko
www.em2010-sillian.com
Ö B L S A T S E M R R U E S I
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B L S A T S E M
R R U E S I I C K H V I E S R C B H A E N R D
DIRIGENTEN- 2010
MEISTERKURS

termine:

Sonntag, 28. März 2010, 18:00 Uhr bis Freitag, 2. April 2010, 12:00 Uhr Ort: Carinthische Musikakademie, Musikzentrum Knappenberg, A­9376 Knappenberg 194 dozent Kursprogramm A: Andreas Spörri dozent Kursprogramm B: Thomas Ludescher, Norbert Hebertinger Kursorchester: Militärmusik Kärnten Veranstalter: Österreichischer Blasmusikverband, Kursleitung: Mag. Thomas Ludescher

Dirigentenmeisterkurs 2010

Grundgedanken und Ziele Der Meisterkurs des ÖBV ist bereits schon zur Tradition geworden und findet auch im

Jahr 2010 in der Karwoche in Knappenberg statt. Als Hauptdozent konnte wie im Jahr

2008 der international tätige Orchesterdiri­

gent Andreas Spörri gewonnen werden. Andreas Spörri beschreibt die Grund­ gedanken und Ziele zum ÖBVMeisterkurs

2010 wie folgt: Da sich am meisten der

Dirigentenberuf mit der Interpretation be­ schäftigt, erscheint es mir wesentlich und wichtig, die Hintergründe der Wirkung ei­ ner Interpretation zu erklären und weiter zu vermitteln. Um diesen selbst definierten Begriff zu ver­ deutlichen, werde ich dieses Thema mit mei­ ner 30­jährigen Berufsdirigentenerfahrung praxisbezogen und konkret erläutern. Daher wählte ich den Weg der Bläserliteratur zur Orchesterliteratur, welche eine Vielseitigkeit der Interpretation voraussetzt.

die themen:

• Körperwahrnehmungsübungen

• Bewegungsimpulse und ihre Auswirkungen

• Praxisbezogene Analyse der Partitur

• Erarbeitung mit dem Ensemble und Orchester

Das zusätzliche Angebot für „passive“ Kur­ steilnehmer (Kurs B), das sich im letzten Jahr sehr bewährt hat, wird auch beim kommenden Meisterkurs angeboten, sogar ausgebaut.

Somit werden zwei Kursprogramme (A + B) angeboten. Das Kursprogramm A rich­ tet sich an Aktive Dirigenten, die jeden Tag die Militärmusik Kärnten dirigieren werden. Eine gewissenhafte Vorbereitung ist Vor­ aussetzung dazu. Anmeldung nur über den Landeskapellmeister. Das Kursprogramm B ist für alle Passiven Teilnehmer gedacht und beinhaltet einiges an Input und Informationen zu den ver­ schiedensten Themengebieten, die uns in der Praxis erwarten. Anmeldeschluss für passive Teilnehmer bis 15. März 2010 bei Thomas Ludescher thomas@ludescher.com Kursgebühren, Partiturkosten und alle De­ tails auf www.blasmusik.at unter News­ Meisterkurs.

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Bestellungen bei:

ABEL MUSIKVERLAG, A­6884 Damüls Tel. +43 (0) 5510/3050 E­Mail: info@abel.at, www.abel.at

AKtuELLEs | Landeswertungsspiel

AKtuELLEs | Landeswertungsspiel Das Landeswertungsspiel Tirol ist • ein Wettbewerb für alle Blasmusikkapellen Tirols

Das Landeswertungsspiel Tirol ist

• ein Wettbewerb für alle Blasmusikkapellen Tirols (alle fünf Jahre)

• eine Leistungsschau der Tiroler Blasmusik in all ihren Facetten

• in abwechslungsreiches Blasmusikfestival

• eine Gelegenheit, gut geprobtes Musizieren in einem schönen Konzertsaal vor großem Publikum zu präsentieren

Bekanntgabe der Ergebnisse

In der Schlussveranstaltung werden nur die Ergebnisse der besten drei bis fünf Kapellen (hängt von der Teilnehmerzahl ab) pro Stufe bekannt gegeben.

Jeder, der mitmacht, gehört zu den Siegern!

Informationen über

• Pflicht-/Selbstwahlstücke • Bewertung

• Bewertungskriterien • Aushilfen/Substitute

• Pflichtstücke sind auf der Homepage des Landesverbandes zu finden (www.blasmusikverband-tirol.at)

Anmeldung: Bis 15. Mai 2010 an das Büro des Landesverbandes. Anmeldeformular:

www.blasmusikverband-tirol.at

Die Jury der Landeswertungsspiele 2010

Die Jury der Landeswertungsspiele 2010 toni sCHOLL (d) Toni Scholl, geboren am 30. Oktober 1963,

toni sCHOLL (d) Toni Scholl, geboren am 30. Oktober 1963, kam bereits mit 10 Jahren als Posaunist zum örtlichen Musikverein und erhielt seit dem 13. Lebensjahr professionellen Unterricht. Neben zahlreichen anderen musikalischen Aktivitäten war er bereits in jungen Jahren 1. Posaunist beim Jugendsymphonie­Orchester des Saarlandes und beim Stabsmusikkorps der Bun­ deswehr in Siegburg. 1984­1989 studierte Toni Scholl Posaune an der Musikhochschule des Saarlandes. Zeitgleich begann er autodidaktisch mit dem Dirigieren und gewann mehrere Wettbewerbe mit diversen Orchestern. Darauf folgte sein KA­Studium an der Hochschule für Musik in Frankfurt am Main, welches er mit der Diplomnote sehr gut beendete.

In dieser Zeit arbeitete er mit dem staatstheater saabrücken, dem Pfalztheater Kaiserslautern, dem theater Karlsruhe, der Kölner Kantorei und dem sinfonieorchester des saarländischen rundfunks zusammen. Er besuchte zahlreiche Meisterkurse bei Philip Jones, Christian Lindberg, Steven Mead und Pierre Kuijpers bevor er 1997 sein Dirigierstudi­ um bei Axel Schillings in Groningen/NL begann und dieses im Jahr 2000 erfolgreich abschloss. Seit Januar 1993 ist Toni Scholl hauptberuflich beim Polizeimusikkorps Baden-Württemberg. Er widmet sich vor allem der Erarbeitung symphoni­ scher Blasmusikkompositionen. Außerdem arbeitet er als Gastdirigent mit zahlrei­ chen renommierten Orchestern zusammen, wie dem Rundfunkblasorchester Leipzig, dem Burg­ wacht­ und Polizeiorchester der Tschechischen Republik, den jungen Symphonikern Hessen,

dem Symphonischen Blasorchester Windhar­ monie Memmingen, dem Orchester Polyphonie­ t­wind, der MH Trossingen, dem Sindelfinger Kammerorchester und der Filharmonia Sudecka/ Polen zusammen. Seit April 2006 hat er einen Lehrauftrag für Dirigieren an der Hochschule für Musik in Tros­ singen. Toni Scholl gibt diverse Galakonzerte im In­und Ausland, wie beispielsweise bei der Mid Europe in Schladming/Österreich, dem Alpine Musikfestival in Saas Fee/Schweiz, dem Euregio­ Musikfestival in Sonthofenund dem World Band Musikfestival in Luzern/Schweiz. Zahlreiche CD­Produktionen sprechen für seine musikalische Arbeit, dessen hohen künstleri­ schen Stellenwert und sein enthusiastisches Engagement. Neben den bereits genannten Engagements leitet Toni Scholl Dirigierkurse an der Musikakademie in Marktoberdorf.

Jan van der rOOst (B) Jan Van der Roost wurde 1956 in Duffel, Belgien geboren. Er studierte Posaune, Musikgeschichte und Musiklehre am Lemmens­Institut in Leuven (Louvain) und setzte seine Studien am Royal Conservatoires von Gent fort, wo er eine Ausbil­ dung zum Dirigenten und Komponisten absol­ vierte. Gegenwärtig unterrichtet er am Lemmens-insti- tut in Leuven (Belgien) und hat eine Gastprofes­ sur am shobi institute of music in tokio und am Nagoya University of Arts (Japan) inne. Er ist nicht nur ein produktiver Komponist, son­ dern auch sehr gefragt als Jurymitglied, Lektor, Kliniker und Gastdirigent: Seine zunehmenden musikalischen Aktivitäten führten ihn in mehr als 35 Länder auf vier Kontinenten und seine Kompositionen werden in weltweit mehr als 50

und seine Kompositionen werden in weltweit mehr als 50 Nationen aufgeführt und aufge­ nommen. Anfang 2001

Nationen aufgeführt und aufge­ nommen. Anfang 2001 erschien bei EMI Classics eine komplette CD, die vier seiner Kammerorchester­ werke enthält. Anfang 2003 erschien bei Valve­Hearts ein CD, eingespielt vom „Slowaki­ sche Rundfunk Sinfonieorchester“(Bratislava) mit drei seiner Kompositionen. Seine Werksliste weist eine große Bandbreite an Genres und Stilarten auf. Darunter finden sich z. B. zwei Oratorien, eine Sinfonie und einige kleine­ re Werke für Sinfonieorchester, ein Gitarrenkonzert (Joaquin Rodrigo gewidmet), ein Konzert für Trompete und Streichorchester (gewidmet und in Auftrag gegeben von dem norwegischen Virtuosen Ole Edvard Antonsen), ein Doppelkonzert für zwei

Klarinetten und Streichorchester (Walter und Anne Boeykens gewidmet), ein Zyklus mit Liedern für Bariton und Kammerorchester, Werke für Streicher und Kammerorchester, Kammermusik, zahlreiche Kompositionen für Brass Band und Blasorchester (darunter eine Sinfonie in drei Sätzen für großes Blasorchester), Choralmusik, Instrumentalsoli u.v.m. Viele dieser Kompositionen wurden in verschie­ denen Ländern in Radio und Fernsehen aus­ gestrahlt und die meisten auch von namhaften Musikern auf der ganzen Welt auf CD eingespielt. Jan Van der Roost komponiert exklusiv Auf­ tragsarbeiten, die bisher u.a. aus den Ländern Belgien, Holland, der Schweiz, Italien, den USA, Japan, Frankreich, Luxemburg, Singapur, Norwe­ gen, Deutschland, Kanada, Österreich, Finnland und Ungarn kamen.

14 BiT | Februar

Landeswertungsspiel | AKtuELLEs

michael AntrOBus (n) Michael Antrobus Karriere begann, als er nach seinem Studium bei Maurice Handford und Sir John Barbirolli dazu berufen wurde, das staatliche symphonieorchester in London zu leiten. Davor arbeitete er als freischaffender Trompeter. Nach diesem Engagement kehrte er in seinen Geburtsort nach Liverpool zurück, wo er sich dem Bläserensemble des Königlich-philharmo- nischen Orchesters anschloss und zum Dirigen­ ten des Chores und des Orchesters der dortigen

zum Dirigen­ ten des Chores und des Orchesters der dortigen Universität wurde. Ebenso war er Trompeter

Universität wurde. Ebenso war er Trompeter und Leiter des Phillip-Jones-Ensembles. Als er 1977 zum Orchesterlei­ ter der legendären Black dyke mills Band ernannt wurde, gab er seine Stellung in Liverpool auf. Nach einer Konzertreise durch Norwegen erhielt er einen Lehrauftrag am Konservatorium in Bergen, dessen Schwerpunkt auf der Brass­ band Musik lag. Michael Antrobus dirigierte sowohl reine Blechbläserensembles, als auch

Symphonie­orchester und hatte auch großen Einfluss auf die Militärmusik. Seit 1989 arbeitet er als freiberuflicher Dirigent und Lehrer mit Orchestern, Bands und kleinen Ensembles in Skandinavien, Großbritannien, den Niederlanden und auch in Deutschland. Im Laufe der Jahre hat er sich sowohl was die klassische als auch die moderne Musik betrifft, einen Namen gemacht. Vor allem bei Premieren ist sein Engagement gefragt. Er bezeichnet sich trotz seiner Erfah­ rung als „ewiger Student“.

Jonny EKKELBOOm (nL) Johnny Ekkelboom wurde

1953 in Losser (Niederlande)

(nL) Johnny Ekkelboom wurde 1953 in Losser (Niederlande) geboren und studierte an der Musikhochschule in Enschede

geboren und studierte an der Musikhochschule in Enschede Klarinette und am Konservato­ rium in Zwolle Kammermusik. Im Jahre 1978 begann er seine Dirigentenlauf­ bahn und studierte 1986 Orchesterdirigat. Nach Deutschland kam Johnny Ekkelboom im Juni 1994 und ist in Memmingen neben seiner Tätigkeit als Musikschullehrer für Klarinette und Saxophon auch als Stadtkapellmeister tätig.

Mit der Stadtkapelle Memmingen ist er sehr erfolgreich, beispielsweise 1997 beim Landes­ musikfest in Brilon oder im Jahr 2000 beim 4. Orchesterwettbewerb in Karlsruhe, 2005 eine Goldmedaille auf den WMC in Kerkrade Holland. 2008 Vize Meister beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal. Zu Erfolgen im In­ und Ausland führte er auch das Jugendblasorchester marktoberdorf, das er von 1996 bis 2004 leitete. Mittlerweile ist er auch gefragter Wertungsrichter und Ausbilder für Dirigenten beim Allgäu­Schwäbischen Mu­ sikbund ASM.

Auf seine Initiative hin gegründet, dirigiert er auch das süddeutsche Projektorchester Wind- harmonie, das sich sinfonischer Blasmusik auf höchstem Niveau verschrieben hat. Mittlerweile avancierte Ekkelboom auch zu ei­ nem gefragten internationalen Wertungsrichter. Weiters steht er dem Allgäu­Schwäbischen Musikbund ASM als Ausbilder für Dirigenten zur Verfügung und hatte von 2004 bis 2007 auch die musikalische Leitung der Brassband Oberschwaben-Allgäu inne und gewann den 3. Platz auf der Europäischen Meisterschaft. 2007 gründete er die Brass Band A7.

thomas dOss (A) Geboren 1966 in Linz­Eltern Orchestermusiker und erste Lehrer Studien in den Fächern Posau­ ne, Komposition, Dirigieren, Klavier Zunächst am Brucknerkonservatorium Linz, dann in Salzburg, Wien, Los Angeles, Maastricht. Debüt mit dem Wiener Kammerorchester 1988 im Wiener Konzerthaus, danach verschiedene Assistenzen an Opernhäusern/Festivals und Zusammenarbeit mit Berufsensembles als Kom­ ponist oder Dirigent: Brucknerorchester Linz, Philharmonisches Orchester Erfurt, Wiener Kammersinfoniker, Westfälisches sinfonieor- chester, Philharmonisches Orchester Budweis, südböhmische Kammerphilharmonie, Wiener

Kammerchor, neue Philharmonie Frankfurt, österreichisches Ensemble für neue musik sind nur einige Beispiele. Zusammenarbeit mit Künstlern verschiedenster Genren sind typisch für seinen bunten musi­ kalischen Weg: Harri Stojka, Chris de Burgh, Thomas Gansch, John Williams, Steven Mead, Christian Maurer und viele mehr. Seine erweiterte und begeisterte Tätigkeit im Bereich sinfonische Bläsermusik bringt ihn als Komponist und Dirigent um die ganze Welt. Die pädagogische Tätigkeit wird immer mehr zu einem wichtigen Standbein seines Wirkens:

Vieler seiner Studenten sind Preisträger bei inter­ nationalen Wettbewerben.

sind Preisträger bei inter­ nationalen Wettbewerben. Workshops/Masterclasses in Instituten wie dem Konservato­

Workshops/Masterclasses in Instituten wie dem Konservato­ rium Groningen NL, Lemmen­ sinstitut B, Konservatorium Gent B, Universität Mainz D, Musikuniversität Wien, Anton Bruckneruniversität Linz. Am oberösterreichischen Landesmusikschulwerk ist er seit 2006 Koordinator für die Ensemble­ leitung. Am Konservatorium Wien Privatuniver­ sität unterrichtet er ebenfalls als Professor für Ensembleleitung. Weiters ist er in beratender Funktion in verschie­ denen Ländern und Bundesländern für die Ent­ wicklung der Ensembleleitung tätig.

thomas LudEsCHEr (A) Thomas Ludescher 1969 in Feldkirch geboren, begann während einer Ausbildung zum Elektriker ein Studium am Vorarlberger Landeskonservatori­

um. Er studierte Trompete bei Lothar Hilbrand in Feldkirch und bei Josef Pomberger an der Uni­ versität für Musik und darstellende Kunst Wien und Musikpädagogik bei Peter Röbke. Im Jahr

1996 schloss er als Magister artium ab.

Seit 1997 ist er Leiter des Studienganges Bla­ sorchesterleitung des Vorarlberger Landeskon­ servatoriums. In den Jahren 1999 und 2000 war er Gastdirigent der Bregenzer Festspiele. Im Jahr 2003 absolvierte er die Diplomprüfung für Blasorchesterleitung und instrumentation an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Maurice Hamers. Er studierte weiterhin bei Herbert Willi

bei Maurice Hamers. Er studierte weiterhin bei Herbert Willi am Konservatorium Vorarlberg Komposition und in der

am Konservatorium Vorarlberg Komposition und in der Mei­ sterklasse an der Musikhoch­ schule Augsburg­Nürnberg Blasorchesterleitung und In­ strumentation. Seit dem Frühjahr 2003 leitet er den Lehrgang Blasorchesterleitung am Ti­ roler Landeskonservatorium, er ist Vorarlberger Landeskapellmeister und Leiter des von ihm 1997 gegründeten Sinfonischen Blasorchester Vorarlberg. Im Herbst 2004 übernahm er einen Lehrauftrag für Blasorchesterleitung an der Mu­ sikhochschule Nürnberg. Im April 2005 gewann er den internationalen Dirigentenwettbewerb Prix Credit suisse, an dem 22 ausgewählte Teilnehmer aus Estland,

der Schweiz, Deutschland, Japan, Frankreich und Österreich teilnahmen. Er nahm mit dem Sinfonischen Blasorchester Vorarlberg bei verschiedenen musikalischen Wettbewerben teil, unter anderem in Valencia und beim CISM­Wettbewerb in Schladming. Einen besonderen Erfolg erzielte er mit seinem Orchester beim 15. World­Music­Contest 2005 in Kerkrade (NL). In der Höchststufe erreichten sie mit 92,4 Punkten in der Gesamtwertung der sinfonischen Blasorchester (Harmonie) den dritten Platz (Er­ ster Rang mit Auszeichnung). Zu diesem Wettbe­ werb wurde die Auftragskomposition Chakra von Maurice Hamers als Uraufführung vorgetragen, die im Jahr 2007 als audiovisuelles Gesamtwerk auf DVD produziert wurde.

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1 6 BiT | Februar
1 6 BiT | Februar

16 BiT | Februar

Brass | AKtuELLEs

Brass mit Herz

Neujahr mit der Brassband Fröschl Hall und Austrian Youth Brassband

M an versteht die Brass-Fanatiker, im Brass-Mutterland England und anderswo, dass sie Österrei-

chs Brass-King Hannes Buchegger und seine Mannen mit Bewunderung überschütten:

Ok, schnell und zungenfertig spielen und Sound machen können sie selbst, aber diesen weichen, vollen, herrlichen, ganz besonderen Klang? Wie geht das zu, dass man nicht nur von der fetzigen Literatur und der Virtuosität der Solisten vom Sessel gerissen und von di- versen „Visions“ in ein schwindelerregendes Bläser-All versetzt wird, sondern dass einem da bei einem Choral, einem Flügelhornsolo das Herz weit wird? Und was ist das über- haupt, ein Flügelhorn? Ein österreichisches Blasinstrument, das den spezifischen Klang in der österreichi- schen Blas- und Bläsermusik ganz wesentlich mitdefiniert und auf das Hannes Buchegger auch in seinen beiden international preisge- krönten Brassbands von Tirol und Oberö- sterreich nicht verzichtet. Das Neujahrskonzert 2009/10 der Brass- band Fröschl Hall unter Hannes Buchegger war wieder fulminant und endete nach den Auftritten in Ehrwald, Sterzing und Landeck am 3. Jänner im Innsbrucker Congress mit standing ovations des hingerissenen Publi- kums. Da hat sich in einem langen, kräfterau- benden Programm niemand geschont, ein In- fekt ging im Ensemble um, aber niemand hat abgesagt. Die „Fröschls“ haben hohes profes- sionelles Niveau, und was gerade diese Band unwiderstehlich macht, ist ihre Mischung aus Können und Herz. Zwischen Paul L. Coopers „Walking with heroes“, Zungenbrechern von Rossini und Curnow, Hugh Nashs schmel- zendem „Demelza“ usw., zwischen all dem Brass- und Bigband-Sound, dem Swing und Funk mit den überragenden Solisten Flori- an Kingler, Manfred Lugger, Lito Fontana, Patrick Hofer, Josef Seeber, Bernd Kompat- scher u.a., da bescherte Hannes Buchegger, übrigens auch in Landeck, eine Riesenüber- raschung: Die Austrian Youth Brassband. Buchegger gründete die Jugendband vor zwei Jahren im Hinblick auf die vom 28. April bis 2. Mai 2010 in Linz stattfindenden European Brassband Championship, und hat mit den jungen Leuten in konsequenter Ar-

beit enorm viel erreicht. Die Austrian Youth Brassband stellte das 20-minütige Programm „Brassband-Visions“ vor, das sie bei der Schussgala im Linzer Brucknerhaus vortra- gen wird. Die Jugendlichen aus Tirol, Obe- rösterreich, Kärnten (3), Vorarlberg (2) und Südtirol, die mit ihrem Können und Klangs- inn, mit ihrer Musikalität und auch mit ein bißchen Show begeisterten, imponieren nicht zuletzt durch ihren Biß. Wie sehr sie von der Musik erfasst sind und bewundernd an den Lippen der Profis hängen, war zu beobach- ten, als sie auf den Bühnenstufen das Ende des Konzerts der Brassband Fröschl Hall mitverfolgten. Für das Talent aller, die sich in die junge Brassband einbringen, stand als Solistin die elfjährige Niederösterreichischen Trompeterin Selina Ott. Zuletzt spielten die Fröschls und die Jun- gen, zusammen eine Hundertschaft, wunder- bar stimmungsreiche Choräle. n Ursula Strohal

Brass-Größen in Linz

Vom 28. April bis 2. Mai 2010 finden erstmals in der Brassgeschichte die renommierten European Brassband Championships in Österreich, und zwar im Linzer Brucknerhaus, statt. Die Brassband Fröschl Hall wird als erste und älteste Brassband Öster­ reichs am Donnerstag, den 29. April, das Eröffnungskonzert im Rahmen des Finales des europäischen Solistenwett­ bewerbs bestreiten. Die Austrian Youth Brassband gestal­ tet zusammen mit dem Europamei­ ster „Cory Band“ aus England sowie mit der Brassband Oberösterreich das Festliche Abschlusskonzert. Der Teil der österreichischen Jugend steht unter dem Motto „Brassband­ Visions“.

Unser Landeskapellmeister mit „Brass Award“ ausgezeichnet

Unser Landeskapellmeister mit „Brass Award“ ausgezeichnet Landeskapellmeister, Hermann Pallhuber D en renommierten

Landeskapellmeister, Hermann Pallhuber

D en renommierten „Brass Award“ erhält Hermann Pallhuber, un­ ser Landeskapellmeister, für

sein Werk „Titan’s Progress“. Aus über 40 Nominierungen wurde das Werk von der weltweit größten Internetplattform für Brass­Band­Musik – 4Bars­Rest – zum „Test­Piece of the Year 2009“ gewählt. Das prämierte Stück wurde in Großbritannien im letzten Jahr von

Foto: Archiv LV

allen Elite­Bands bei den British Open 2009 im September aufgeführt. Seit Entstehen der British Open vor über 150 Jahren ist „Titan’s Progress“ das erste Brass­Band­Werk eines Nicht­ Engländers, das beim Bewerb akzep­ tiert wurde. Die Tiroler Blasmusikwelt gratuliert ganz herzlich ihrem Landeskapellmei­ ster zu diesem großartigen Erfolg.

AKtuELLEs | Militärmusik

AKtuELLEs | Militärmusik Militärmusik Tirol Tanzen, Marschieren, ist das nicht gleich? Foto: Archiv Militärmusik Tirol

Militärmusik Tirol

Tanzen, Marschieren, ist das nicht gleich?

Foto: Archiv Militärmusik Tirol

Die Geschichte der österreichischen Militärmusik

D ie Militärmusik Tirol hat eine ruhm- reiche Tradition. Spielleute waren zu allen Zeiten Begleiter der Tiroler

Landesverteidiger und schon 1511, als Kai- ser Maximilian die Tiroler Wehrverfassung geschaffen hatte, verfügte jede Kompanie über eine eigene Soldatenkapelle. So wurde auch am 1. August 1957, einer alten Tradition folgend, der damaligen 6. Jägerbrigade eine eigene Militärmusik zuerkannt. Mit dieser Historie steigt die Tiroler Kapelle früh ein in die Geschichte der österreichische Militär- musik – der Geschichte einer typisch österrei- chischen Schlamperei vor der Folie des Viel- völkerstaates, mit schönstem künstlerischen Ergebnis.

Der „Große Zapfenstreich“ fährt unter die Haut. Militaristen sprechen von der Würde, Größe und inneren Ruhe dieses feierlichen

18 BiT | Februar

Zeremoniells. In den Feldlagern des Drei- ßigjährigen Krieges (1618 bis 1648) ging es handfest zu. Deshalb gab es einen „Rumor- meister“, der zu festgesetzter Stunde für Ruhe und Ordnung sorgte. Mit seinem Stock schlug er an den Zapfen des Weinfasses, und damit versiegte der begehrte Tropfen. Der „Zapfen- streich“ war eine Amtshandlung. In den Gar- nisonen der altösterreichischen Regimenter ersetzte eine durch die Straßen ziehende Trommlergruppe den Rumormeister, und diese wiederum lösten Signalhornbläser ab. Womit wir dem bekannten Klangbild näher kommen. Der Große Österreichische Zapfenstreich von heute ist ein wahres Tongemälde und beinhaltet historische alte Militärsignale, tra- ditionelle Märsche, Gebete und die Bundes- hymne. Die historische Entwicklung der österrei-

chischen Militärmusik unterschied sich in den Anfängen nicht von jener anderer Nati- onen und geht auf drei Wurzeln zurück: Auf die Spielleute, das heißt die Trommler und Pfeifer, welche die europäischen Heere seit dem späten Mittelalter begleiteten, um den Marschtritt der Soldaten zu festigen und Be- fehle und Zeremonien durch Signale anzuzei- gen. In der kaiserlich-österreichischen Armee kamen später zu den Pfeifen (Flöten) Oboen, Fagotte und Waldhörner, sodass sich um 1700 bereits kleine Ensembles, „Harmonien“ oder „Hautboisbanden“, bildeten. Die berittenen Feldtrompeter und Heer- pauker waren etwas Besseres und die Ahn- herren der späteren Musikbanden der Caval- lerie-Regimenter. Die dritte Wurzel schlug tief in den altösterreichischen Boden: Mit ihrem vielfältigen Schlagzeuginstrumentarium und durchdringenden Schalmeien fielen die tür-

kischen Elitetruppen samt ihrer sogenannten Janitscharenmusik auch akustisch über den europäischen Feind her. Wien drang in den Türkenbelagerungen 1529 und1683 der ei- nerseits anfeuernde, andererseits einschüch- ternde lärmende Klang ans Ohr, auch 1719, als der türkische Gesandte Ibrahim mit groß- em Gefolge in Wien eintraf.

Und dann geschah es

Im Winter des Jahres 1740 war das Reich der Habsburger bedroht. Preußische, baye- rische, französische und spanische Herr- scher setzten der jungen, politisch unerfah- renen Maria Theresia zu. Sie konnte Hilfe gebrauchen, und die nahte in Gestalt des bildschönen und bärenstarken Freiherrn Franz von der Trenck. Er wollte eine Pan- duren-Truppe (das ungarische Wort bedeu- tet Häscher) zusammenzustellen, Freiwillige einer halboffiziellen östlichen Volksmiliz. Maria Theresia nahm in ihrer Bedrängnis das zweifelhafte Angebot und, wie lockere Zungen behaupteten, auch den reschen Trenck allergnädigst auf. Als der Pandurenoberst mit seinen Man- nen am 27. Mai 1741 am Wiener Renn- weg zur Parade vor der Herrscherin antrat, führten die zwanzig Kompanien erstmals in der Geschichte der österreichischen Armee eine Regimentsmusik mit: Ungarische Zigeu- ner in Phantsieuniform, die barfuß, weil sie kein Schuhwerk vertrugen, neben der Truppe einherschritten. Sie spielten den Panduren- Marsch, den Trenck aus bosnischen Zigeu- nerweisen und Janitscharenmusik zusam- mengebastelt hatte. Die geladenen Gäste und Hofdamen erstarrten ob der „Ferkelmusik“, aber Maria Theresia war amused. Und mein- te, sie habe nichts dagegen, wenn auch regu- läre Regimenter der österreichischen Armee Musikkapellen aufstellten. Trencks Stern ging unter, der Panduren-Marsch aber wurde spä- ter in die vom Hof erlassene ehrwürdige Li- ste der offiziellen Defiliermärsche des k.u.k. Heeres aufgenommen

Eine zutiefst österreichische Geschichte.

Und so ging es weiter. Die altösterrei- chische Militärmusik feierte ihre größten Erfolge nicht auf Schlachtfeldern und bei Pa- raden, sondern in Tanz- und Vergnügungse- tablissements. Denn kaum hatte die türkische Banda im österreichischen Heer Fuß gefasst, verschlampte sie, wie man es militärisch wohl sehen muss, zu einem durch und durch künstlerischen Klangkörper.

Selbstverständlich marschierten die zahl- reichen Völkerschaften in der österreichisch- ungarischen Armee in verbindender Einheit nach deren Marschrhythmen. Andererseits aber entfernte sich die Militärmusik von ihrer ursprünglichen Funktion und wurde auch in entfernten Gegenden der Doppel- monarchie zu einem entscheidenden Kultur- träger. Die Musikkapellen spielten Musik der Zeitgenossen und der Klassiker, sie machten mit Symphonien, Opern und Operetten von Mozart, Beethoven, Meyerbeer, Wagner, Ber- lioz, Strauß und vielen anderen bekannt. Die großen Komponisten reagierten auf ihre Weise: Ludwig van Beethoven komponierte Militärmärsche, mit denen er freilich wenig reüssierte. Als hingegen der junge, unbe- darfte Korporal Wilhelm August Jurek viele Jahrzehnte später als Gelegenheitskompositi- on für ein „gemütliches Zusammensein mit nichtmilitärischem Charakter“ während sei- nes Kanzleidienstes ein neues Deutschmei- sterlied verfasste, zu dessen schlingernder Melodie man eher tanzen als marschieren konnte, wurde dieses „Mir san vom k. u. k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmei- ster Nummer vier“ einer der berühmtesten Märsche überhaupt.

Zurück ins frühe 19. Jahrhundert

Die Militärmusikkapellen schwelgten in ihrem kulturellen Auftrag, einem großen, unterschiedlich gebildeten Hörerkreis die außermilitärische Musik ihrer Zeit zu ver- mitteln. Was die herkömmliche Fassung für Holz- und Blechbläser betrifft, war in Wien lange die Banda des 2. Artillerieregiments führend. Als Gioacchino Rossini 1822 in die Residenzstadt kam und den denkwürdigen „Rossinitaumel“ auslöste, dem sogar Franz Schubert und Franz Grillparzer erlagen, hatte die Banda Rossini-Melodien längst im Re-

pertoire. Der Komponist war voll des Lobes. Er ließ die Arrangements kopieren und nahm sie mit. Schwierig war die Lage im damals österrei- chischen Oberitalien. Die Menschen liebten die österreichische Regimentsmusik, aber sie durften ihr keinen Beifall zollen, es wäre einem Landesverrat gleichgekommen. 1858 kam Richard Wagner nach Venedig, und so- fort übten die Militärkapellmeister bläserdo- mierte Werke des Meisters ein. Zustimmend, wenn auch sächsisch-säuerlich, bedankte

er sich für die „Rienzi“-Ouvertüre: „

machte mir große Freude, dass Ihre Musiker sich alles so gut gemerkt hatten und richtig herausbrachten. Der Anfang sogleich war

Es

Militärmusik | AKtuELLEs

ganz vortrefflich. Mit dem Tempo vollkom- men einverstanden. Nur (4 Takte vor dem Allegro) mehr Trommeln und sehr stark. Die Stelle war matt. Nochmals – schönsten Dank und die Versicherung, dass Sie mir viel Freu- de gemacht haben!“ Carl Michael Ziehrer, Philipp Fahrbach, Joseph Gungl, Julius Fucik, Karl Komzak, Alfons Czibulka, Emil Reznicek, Franz Lehár und andere verbreiteten im Lauf der Jahr- zehnte die österreichische Militärmusik und schrieben als fundiert ausgebildete Kompo- nisten keineswegs nur fürs Militär. Ihre Mär- sche und anderen Kompositionen sind heute die traditionellen Glanzlichter der Musikka- pellen. Doch die österreichischen Militär- kapellen nahmen kulturell und musikalisch immer weiter gestreute Funktionen wahr und verwandelten sich dafür vielfach sogar in Streichorchester. Bereits in den 1820-er Jahren versahen österreichische Militärkapel- len Orchesterdienste in den Theatern ihrer Garnisonsstädte! Sie wurden zum wichtigen Bestandteil des zivilen Musiklebens und Teil der allgemeinen österreichischen Musikge- schichte. Als sich die Italiener 1848 gegen Österrei- ch erhoben, entfaltete der große alte Feld- marschall Radetzky, ein Achtziger immerhin, seine Kriegskunst und wies sie energisch in die Schranken. Wien hatte die Märzrevolu- tion hinter sich. Dort leitete Johann Strauß Vater die Banda des 1. Bürgerregiments, sein Freund und Konkurrent Joseph Lanner jene des 2. Bürgerregiments. Die Welten verwo- ben sich: Als Lanner starb, legte man ihm in einem bürgermilitärischen Kondukt wie einem Soldaten Uniformhut und Degen auf den Sarg Strauß senior machte mit seiner Zivilka- pelle weiter, doch unter seinen Zuhörern wa- ren viele Offiziere. Es war eine besondere Ei- genheit der Strauß-Musiker, ihre Einfälle mit aktuellen Bezügen zu verbinden. Während Johann junior 1848 einen Revolutionsmarsch komponierte, schrieb der kaisertreue Vater in demselben Jahr den „Radetzkymarsch“. Der Inbegriff österreichischer Militärmusik wur- de konzertant uraufgeführt, ehe er Eingang ins Armee-Repertoire fand. Der Berliner Musikschriftsteller Heinrich Eduard Jacob schreibt in seinem Buch über die Dynastie Strauß über den „Radetzkymarsch“: „Ein ro- tierender, schabender Rhythmus, der fast ko- misch anmutet, jedenfalls ganz und gar nicht pathetisch. Dies Thema geht wie Pfeffer ins Blut. Wo haben wir es wohl schon gehört? Ja, ist das nicht, mit chromatischem Vorschlag,

AKtuELLEs | Militärmusik, Innsbrucker Promenadenkonzerte

die verschnörkelte Umkehr der Tyrolienne aus Rossinis Tell-Ouvertüre. Jenes achttaktige E-Dur-Motiv wird von der D-Dur-Melodie des Radetzkymarsches zusammengeschoben;

parodistisch; unbewußt keine Musik des Angriffs

dem Sieg ist das!

Nachgefühl von Mädchenarmen: Fetzen eines

Tanzliedes, das sich nach dem Dreivierteltakt

umblickt

einmal als behinderter Walzer. Tanzen, Mar-

Der Radetz-

kymarsch ist eine Jahrhundertgabe. Er wird als Ausdruck des Lebensgefühls bleiben.“ Nach den Revolutionsjahren setzten die großen Reformen ein, auch im Musikwe- sen der k.u.k. Armee, ausgelöst 1850 vom jungen Kaiser Franz Joseph I. Der fachlich hochqualifizierte Andreas Leonhardt brach- te die eigentliche Militärmusik zur Blüte. Er vereinheitlichte das Instrumentarium, nor- mierte das Marschtempo (112 Schritte in der

schieren, ist das nicht gleich?

Es ist, als fühle sich der Marsch auf

Ein Erinnern an Wien, ein

Es ist eine Musik nach

Minute), teilte jedem Regiment einen eige- nen Marsch zu. Er organisierte militärische Großveranstaltungen, man feierte weltweit Erfolge, gewann Wettbewerbe. Der Zerfall der Donaumonarchie und die Auflösung der k.u.k. Armee setzte einen Schlusspunkt hinter dieses glänzende Kapitel. Nach dem Krieg versuchte man eine zag- hafte Reorganisation und die Anknüpfung an den alten Musizierstil. Josef Karl Richter, Gu- stav Gaigg und Karl Pauspertl machten sich besonders verdient, aber der II. Weltkrieg nahte. Der österreichischen Militärmusik wurde eine fremde Musiziertradition aufge- zwungen. Mit der Aufstellung eines Verteidigungs- heeres erhielt allmählich auch die Militär- musik wieder eine Funktion. 1963 wurden in allen neun österreichischen Bundesländern Militärmusikkapellen installiert, die sich zu besonderen Institutionen entwickelten: Sie erreichten eine besonders hohe Qualität,

pflegen gleichermaßen die traditionelle Mi- litärmusik und die zeitgenössische sympho- nische Bläsermusik und ermöglichen ihren Musikern eine professionelle Musikausbil- dung. Zahlreiche ehemalige Militärmusiker nahmen und nehmen Spitzenpositionen in führenden internationalen Orchestern ein. Die österreichische Militärmusik des späten 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts wird gefeiert. Und dann muss 2005 und 2006 entschlos- sen zur Verteidigung der neun Militärmu- sikkapellen geschritten werden. Die österrei- chische Bundesregierung überlegt, im Zuge der künftigen Herresreform die neun Kapel- len auf drei bis fünf Klangkörper zu redu- zieren. Am 4. Mai 2006 das erlösende Wort:

Unter finanzieller Mitwirkung der Landesre- gierungen bleiben alle neun österreichischen Militärmusikkapellen bestehen, doch unter der Bedingung deutlicher Einsparung. n Ursula Strohal

16. Innsbrucker Promenadenkonzerte 2010

Orchester und Ensembles

Die Innsbrucker Promenadenkonzerte 2010 finden von mittwoch 7. Juli bis sonntag 1. August 2010 im Innenhof der kaiserlichen Hofburg in Innsbruck statt. Unten stehend finden Sie den Dispositi­ onsplan für alle Orchester und Ensembles.

Bei den 16. Innsbrucker Promenadenkon­ zerten werden insgesamt 30 Orchester und Ensembles auftreten.

davon:

2 professionelle Blechbläserensembles

das Rundfunk Blasorchester Leipzig

donnerstag 08. Juli: 20.00 Abendkon­ zert: Musikkorps der Bayerischen Polizei Freitag 09. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Rundfunk Blasorchester Leipzig samstag 10. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Orchestra Fiati Fiarmonika Mousike sonntag 11. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Stadtmusikkapelle Insbruck – Maria Hilf/ St. Nikolaus montag 12. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Tiroler Kammerorchester InnStrumenti dienstag 13. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Original Tiroler Kaiserjägermusik mittwoch 14. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Musikkapelle Mils/Baumkirchen dienstag 20. Juli: Ruhetag mittwoch 21. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Symphonisches Blasorchester Flachgau donnerstag 22. Juli: 20.00 Abendkon­ zert: Stadtmusikkapelle Kufstein Freitag 23. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Bezirksblasorchester Weiz samstag 24. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Sinfonisches Blasorchester Freiburg sonntag 25. Juli: 10.30 Matinee: Musik­ verein Breitenthal; 20.15 Abendkonzert:

Austria Festival Symphony Orchester montag 26. Juli: 20.00 Abendkonzert:

2

professionelle Streichorchester

Symphonisches Blasorchester Ried

Das Große Bozner Blechbläserensemble

2

uniformierte Traditionsblasorchester

donnerstag 15. Juli: 20.00 Abendkon­

dienstag 27. Juli: Ruhetage

2

professionelle Militärmusikkapellen

zert: Swarovski Musik Wattens

mittwoch 28. Juli: 20.00 Abendkonzert

1

Freitag 16. Juli: 20.00 Abendkonzert:

Speckbacher Stadtmusik Hall

professionelles symphonisches Bläser­ ensemble

das Musikkorps der Bayerischen Polizei

Musikkorps der Deutschen Bundeswehr samstag 17. Juli: 19.00 Erstes Abend­

donnerstag 29. Juli: 20.00 Abendkon­ zert: Stadtkapelle Memmingen

6

Auswahlblasorchester

konzert: Symphonisches Blasorchester

Freitag 30. Juli: 20.00 Abendkonzert

6

Stadtmusikkapellen

Retz; 20.15 Zweites Abendkonzert: Stadt­

Musikkapelle Villnöß

6

Dorfmusikkapellen

musikkapelle Wilten

samstag 31. Juli: 20.00 Abendkonzert:

1

Betriebsorchester

sonntag 18. Juli: 10.30 Matinee: Musik­ kapelle Prutz; 20.00 Abendkonzert:

Landesblasorchester Baden Württemberg sonntag 1. August: 10.30 Matinee:

mittwoch 07. Juli: Eröffnung 19.00 Brass Connection Tirol; 20.15 Festkonzert:

Militärmusik Tirol

Windkraft Tirol, Kapelle für neue Musik montag 19. Juli: 20.00 Abendkonzert mit Großem Österreichischem Zapfenstreich:

Kärntner Gebirgsschützenkapelle; 20.00 Abendkonzert: Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg

20 BiT | Februar

Euregio | BEZAHLtE AnZEiGE

Zum Jubiläum eine musikalisches Geschenk

Gala­Konzerte des EBO ein großer Erfolg Auftragskomposition uraufgeführt (Nesselwang) und Euregio-Präsident Landrat
Gala­Konzerte des EBO ein großer Erfolg
Auftragskomposition uraufgeführt (Nesselwang)
und Euregio-Präsident Landrat Gebhard Kaiser.

Die junge Solisten Kerstin Möseneder (links) sang bei den Konzerten des EBO. Rechts im Bild Dirigent Johann Mösenbichler.

Die Euregio-Netzwerker, Partner und Sponsoren trafen sich zum Gedanken-

austausch. Langjährige Partner wurden dabei geehrt. Von links Projektleiter Simon Gehring, Markus Brehm (Allgäuer Zeitungsverlag), Anselm Schaber (Trachten Schaber), Jörn Homburg (Das Höchste), Sonja Kramer, Oliver Kramer (Cafe am Kurpark), Anneliese Schürer (DVO-Verlag/Bayerische Blas- musik), Johanna Karg (Mc Donalds), Peter Reitemann (Musik Reitemann)

Foto: Ralf Lienert

G renzenlose Blasmusik“ bot das Eure­ gio­Blasorchester (EBO) im Rahmen der Jubiläumskonzerte in Hirschegg

(Kleinwalsertal) und in Nesselwang zum zehnjährigen Bestehen des Orchesters. „So lange gibt es das Euregio­Musikfestival und das EBO schon“, erinnerte sich Präsident Landrat Gebhard Kaiser. Zu diesem Jubilä­ um machte die Euregio in Zusammenarbeit mit der Kurt und Velicitas Viermetz­Stiftung aus Augsburg nicht nur der Blasmusikwelt ein ganz besonderes Geschenk, sondern beschenkte sich selbst mit der Auftrags­ komposition des bekannten niederländi­ schen Komponisten Jacob de Haan mit dem Projekttitel »grenzenlos«. Das viersät­ zige Werk ist zugleich eine Hommage an die berühmte „First Suite in Es­Dur“ von Gustav Holst. Jacob de Haan lies es sich nicht nehmen, selber dabei zu sein, wenn sein großes Werk „Memorial“ vom EBO uraufgeführt wird. „Ich bin begeistert von der Darbietung und freue mich, dass dieses

begeistert von der Darbietung und freue mich, dass dieses Die Originalpartitur der Auftragskomposition „Memorial“

Die Originalpartitur der Auftragskomposition „Memorial“ – die die Euregio in Zusammenarbeit mit der Viermetz Stiftung auf den Weg brachte – wurde durch die Euregio- Verantwortlichen im Rahmen des Jubiläumskonzerts in Nesselwang übergeben. v. l. Jury-Vorsitzender Johann Mösenbichler, Kurator Bundesminister a.D. Dr. Theo Waigel, Komponist Jacob de Haan, Euregio-Präsident Gebhard Kaiser und Euregio-Projektleiter Simon Gehring.

Gebhard Kaiser und Euregio-Projektleiter Simon Gehring. Auf der Bühne in Walserhaus in Hirschegg (Kleinwalsertal):

Auf der Bühne in Walserhaus in Hirschegg (Kleinwalsertal): „Blasmusik der vergangenen zehn Jahre“.

Werk von Blasorchestern künftig gespielt wird“, so der Komponist de Haan. Besonderes Lob, Dank und Anerkennung wurde dem ehemaligen Bundesfinanzmini­ ster Dr. Theo Waigel zu teil, der durch seine Arbeit als Kurator in der Viermetz Stiftung dieses Projekt gefördert hat. Aus der Hand von Euregio­Projektleiter Simon Gehring erhielt Dr. Theo Waigel die Originalpartitur des Werks überreicht. Für alle Beteiligten war es ein bewegender Moment, diese Ur­ aufführung zu erleben. Blasmusikalisch bot das mit 65 Musikerinnen und Musiker besetzte Orchester einen Streif­ zug aus „Das beste aus den vergangenen zehn Jahren“. Dabei durfte die „Fanfare und Hym­ ne“, von Jacob de Haan, die anlässlich der Eröffnung der Nordischen Ski WM in Oberst­ dorf durch das EBO uraufgeführt wurde eben­ so nicht fehlen, wie auch der „Golden Jubilee Marsch“ von John Philipp Sousa, der den Na­ men für die EBO­CD im Jahr 2005 lieferte. Mit dabei war die junge Gesangsolistin ist Kerstin Möseneder (Sopran), die beim be­

kannten „Schwips­Lied“ von Johann Strauß und beim „Villia­Lied“ von Franz Lehar das Publikum ebenso begeisterte, als auch beim Musical „Les Miserables“. Stehende Ovationen eines begeisterten Pu­ blikum waren ein sichtbares Zeichen des Dankes an die vielen Musiker, die aus Spaß an der Musik seit einigen Jahren an diesem grenzübergreifenden Orchester mitwirken und dafür keine Gage erhalten, sondern für einen guten Zweck auftreten. „So schön kann grenzenlose Blasmusik sein“ freute sich Projektleiter Simon Gehring abschlie­ ßend. Für Nesselwang war es erneut ein musi­ kalischer Höhepunkt der Geschichte schreibt“, freute sich Bürgermeister Franz Erhart nach dem Konzert in der Alpspitz­ halle. „Die Marktgemeinde und die Nes­ selwang Marketing GmbH sind stets gute Gastgeber“, dankte Euregio­Präsident und Landrat Gebhard Kaiser, den Nesselwanger Verantwortlichen. mehr unter www.euregio-festival.de

n

KOmmEntAr | Präsident Franz Fischler

Blasmusikjugend

Es war in der Tat erfrischend, wie viele junge Gesichter das Bild der beim Landesumzug mitmarschierenden MusikantInnen prägten.

beim Landesumzug mitmarschierenden MusikantInnen prägten. Franz Fischler 2 2 BiT | Februar Foto: Privat D ie

Franz Fischler

22 BiT | Februar

Foto: Privat

D ie Blasmusikjugend ist zugleich wohl die größte Erfolgsstory in der jüngsten Entwicklung der

Tiroler Blasmusik. Dank des flächen- deckenden Netzes an Musikschulen, dank des Engagements vieler MusiklehrerInnen und vor allem dank der Begeisterung einer wachsenden Zahl an Jugendlichen für die Blasmusik ist es gelungen, den Anteil der jugendlichen MusikantInnen deutlich zu steigern. Und was könnte eigentlich besse- res passieren, als dass junge Leute sich in eine Kapelle integrieren, dabei gleichzeitig in der Praxis kennen lernen, wie Demokra- tie funktioniert und eine sinnvolle Frei- zeitbeschäftigung finden? Zugleich ist unsere Jugend enorm lei- stungsbewusst, macht bei zahlreichen Wettbewerben mit und zeigt, wie man Lei- stung mit Sportsgeist verbinden kann. Kein Wunder also, dass die Jungend dann auch die ihr zustehende Mitspra- che einfordert. Der Verband wird diesem Anliegen Rechnung tragen, indem er ein eigenes erweitertes Jugendreferat als Ver- bandsorgan einrichtet und der blasmusi- kalischen Jugend auch ein größeres Maß an Eigenverantwortung überträgt. Diese stärkere Eigenverantwortung muss jedoch als ein Teil der Gesamtverantwortung für

das Tiroler Musikleben verstanden werden und es müssen daher genauso die integra- tiven Strukturen des Verbands gestärkt werden. Der Wille zur Zusammenarbeit, zu Fairness und der Blick auf das Ganze müssen die Grundlage für die in den Gre- mien handelnden Personen sein. Jede(r) muss auf ihrem/seinem Platz Verantwortung tragen. Unser Verband war immer und soll in Zukunft noch mehr innovativ sein. Das heißt, nicht alles Neue kritiklos zu übernehmen, aber das heißt, Neues zuzulassen. Das gilt für die Akti- vitäten des Verbandes wie für die innere Struktur. Daher ist es auch wichtig und notwendig, wenn es an der Spitze des Ver- bandes bei der nächsten Generalversamm- lung zu einer Erneuerung kommt, denn die Demokratie lebt vom Wechsel und wird durch ihn befruchtet. Daher soll die Scheidenden der Dank für ihre Leistungen begleiten und sollen die Neuankömmlinge mit jeder Menge Vertrauensvorschuss will- kommen geheißen werden. n

Leistungen begleiten und sollen die Neuankömmlinge mit jeder Menge Vertrauensvorschuss will- kommen geheißen werden. n
Februar | BiT 2 3
Februar | BiT 2 3

mittEiLunGEn | LV­Obmann

mittEiLunGEn | LV­Obmann Verbandsobmann Herbert Ebenbichler Mitteilungen des Obmannes Ich wünsche alle Musikern und

Verbandsobmann

Herbert Ebenbichler

Mitteilungen des Obmannes

Ich wünsche alle Musikern und Musikerinnen und Funktionären im Lande in jeder Hinsicht viel Erfolg für 2010.

im Lande in jeder Hinsicht viel Erfolg für 2010. Abornung des Landesverbandes und eine Bläsergruppe der

Abornung des Landesverbandes und eine Bläsergruppe der MK Zams beim Landeshauptmann.

W ie immer in der ersten Ausgabe eines neuen Jahres möchte ich mich für die zahlreichen Weih-

nachts- und Neujahrswünsche aus dem Kreis der Nachbarverbände im Ausland, der öster- reichischen Landesverbände, aus den Bezirks- verbänden und Kapellen sowie von vielen Blasmusikfreunden sehr herzlich bedanken und um Verständnis dafür ersuchen, dass die Glückwünsche nicht alle einzeln beantwortet werden können. Nach einem arbeitserfüllten Jahr 2009 ist auch im neuen Jahr wieder Raum für wichtige und auch neu gestaltete Verbandsveranstal- tungen im Bereich der Aus- und Weiterbil- dung, der Wertungsspiele sowie der Jugend- arbeit. 2009 stand im Zeichen des Tiroler Ge- denkjahres 1809-2009 und bewies uns, dass sich viele Kapellen, Bezirke und auch der Lan- desverband sehr intensiv mit diesem Thema befassten. Dafür möchte ich mich namens des Verbandes nochmals sehr herzlich bedanken! Für die letzten ca. zwei Monate unserer Zusammenarbeit (bei der nächsten Gene-

24 BiT | Februar

ralversammlung im März kandidiere ich als Obmann nach 15 Jahren nicht mehr) wünsche ich mir weiter ein harmonisches Zusammen- wirken und möchte zum letzten Mal in einer Ausgabe unserer BiT als aktiver Landesver- bandsobmann Danke sagen, allen in den Ver- einen, in den Bezirken, im Landesverband, in den Landesverbänden Österreichs, auch in den Nachbarverbänden und im Österreichischen Verband. Als früherer Kapellmeister, Bezirks- kapellmeister, als Mitglied im Verbandsvor- stand in den verschiedensten Funktionen und schließlich als Obmann seit 1995 war es mir als begeisterter Blasmusiker ein Herzensanlie- gen, für unsere Kapellen da zu sein und ihnen wo es nur geht zu helfen. Bei zahlreichen Besuchen im Land sind mir unsere Kapellen ans Herz gewachsen und ich konnte in diesen Jahren einen gewaltigen Auf- schwung miterleben. Dazu haben verschie- dene Faktoren beigetragen. Wenn es auch der Verband war, der mit seinen Programmen motivierend und helfend ein vielseitiges Ser- vice für die Kapellen und Funktionäre bieten

Fotos: Archiv Tiroler Landesregierung

konnte, dann kann ich zufrieden abtreten und hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Meinem Nachfolger im Amt des Obmannes wünsche ich viel Erfolg, Begeisterung und eine erfolgreiche Arbeit in einem teilweise ja neuen Vorstand. Danke allen, ich bin durch diese Tätigkeit reicher geworden!

Generalversammlung des Landesverbandes

Unter Hinweis auf die in dieser Ausgabe enthaltene Einladung zur Generalversamm- lung mit Tagesordnung und Programm darf ich wieder zu einer möglichst vollzähligen Ge- neralversammlung am Sonntag, dem 7. März 2010, diesmal wieder in unserer Landeshaupt- stadt Innsbruck und zwar im Großen Stadtsaal in der Universitätsstraße, in Tracht/Uniform aufrufen. Wir feiern die Messe um 8:30 Uhr in der Je- suitenkirche und beginnen dann um 10 Uhr im Stadtsaal mit der Versammlung. Die Messe ze- lebriert Abt Prälat Mag. Raimund Schreier vom Stift Wilten. Die musikalische Umrahmung

Der Landeshauptmann griff selbst zum Tenorhorn. des Gottesdienstes gestaltet die Militärmusik Tirol unter Oberstleutnant

Der Landeshauptmann griff selbst zum Tenorhorn.

des Gottesdienstes gestaltet die Militärmusik Tirol unter Oberstleutnant Hannes Apfolterer. Bei der anschließenden Generalversammlung musiziert die K. und K. Postmusik Tirol unter ihrem Dirigenten Stefan Laube. Beiden Orche- stern möchte ich für ihre Zusage herzlich dan- ken. Wir bemühen uns im Vorstand um einen zügigen Ablauf der Versammlung, bei der ja Neuwahlen auf der Tagesordnung stehen. Die Delegierten der Tiroler Kapellen und Bezirke und aus dem Vorstand samt Musikbeirat mö- gen festlich gestimmt zur Versammlung nach

Innsbruck kommen. Wie alle Jahre ist es mein Wunsch, in dieser Veranstaltung auch einen Festtag der Blasmusik und ein Symbol der Zu- sammengehörigkeit zu sehen.

Weihnachts- u. Neujahrsständchen

Am Montag, dem 14. Dezember 2009, be- suchte eine Abordnung des Verbandes mit Präsident Dr. Franz Fischler, Obmann Herbert Ebenbichler, Landeskapellmeister Mag. Her- mann Pallhuber, Obmannstellvertreter Reg. Rat Siegfried Knapp und Geschäftsführer Ro-

LV­Obmann | mittEiLunGEn

land Mair im Rahmen des seit 1996 üblichen Adventbesuches zuerst Landeshauptmann Günther Platter in seinen Amtsräumen im Landhaus, wobei eine Blechbläsergruppe der Musikkapelle Zams Weihnachts- und Advent- weisen vortrug. Anschließend besuchten die Abordnung und die Bläser auch Bürgermei- sterin Hilde Zach bei einer Veranstaltung in den Stiftssälen. Wir bedankten uns bei Stadt und Land für die Wertschätzung und Unter- stützung der Blasmusik und überbrachten die besten Grüße für Weihnachten und Neujahr.

Bezirksversammlungen

In einigen Bezirken wurden bereits die Generalversammlungen abgehalten, so im Bezirk Silz (Längenfeld), Schwaz (Pill), Lan- deck (Galtür), Innsbruck-Stadt (Arzl), Imst (Arzl i. P. ), Brixental (Kirchberg), Außer- fern (Häselgehr), Iseltal (Huben), St. Johann (Oberndorf), Seefeld (Scharnitz), Zillertal (Brandberg), Innsbruck-Land (Grinzens) und Wipptral-Stubai (Telfes). Überall konn- ten gute Arbeit und harmonische Teamarbeit festgestellt werden. Euer Herbert Ebenbichler

n

konn- ten gute Arbeit und harmonische Teamarbeit festgestellt werden. Euer Herbert Ebenbichler n Februar | BiT

mittEiLunGEn | LV­Kapellmeister

mittEiLunGEn | LV­Kapellmeister Hermann Pallhuber Aktuelles und Ausblick auf 2010 Sehr geehrter Kapellmeister! Sehr

Hermann Pallhuber

Aktuelles und Ausblick auf 2010

Sehr geehrter Kapellmeister! Sehr geehrter Obmann! Liebe Musikantin und lieber Musikant!

A lles Gute zum Jahreswechsel und viel

Erfolg im Jahr 2010!

Mögen alle Deine Vorhaben glü-

cken. Die Landeskapellmeister wünschen Dir ein gutes, neues musikalisches Jahr beim Mu- sizieren im Verein, in der Musikkapelle und bei unserer Blasmusik! Im vergangenen Jahr, in unserem Gedenk- jahr zum Tiroler Freiheitskampf 1809, gab es

eine große Anzahl von schönen und einfalls- reichen Programmpunkten aus den Reihen unserer Musikkapellen – dafür möchte ich Dir herzlich danken! Es war beeindruckend! Im heurigen Jahr gibt es auch wieder einige Angebote für Dich, die Du ganz nach Deinen Interessen nützen kannst. Das erneuerte Bil- dungssystem des Tiroler Blasmusikverbandes wurde bereits Jahr 2007 installiert:

Die drei Säulen der musikalischen Fort- bildung im Blasmusikverband sind:

• Der Kapellmeisterlehrgang des BVT www.lehrgang.edupage.org

• Der Tiroler Kapellmeistertag (immer am Samstag nach Allerheiligen)

• Die Tiroler Blasmusikwochen: Tiroler Bläser- woche mit Orchester und Orchesterleitung im Juli in der ersten Ferienwoche am Grillhof n

Kapellmeisterlehrgang des BVT – neuer Grundkurs in Modul-Form ab Herbst 2010

Am 8. Mai 2010 werden 11 Kandidaten den neuen Lehrgang mit der Diplomprüfung zum „Diplomierten Kapellmeister des BVT“ ab­ schließen. Veranstaltungsort und­ zeit für die Diplomkonzerte werden in der nächsten BiT verlautbart. Im Herbst 2010 wird wieder mit einem Grund­ kurs in Form von vier Wochenend­Modulen gestartet, die für alle Interessierten auch als „Schnuppermodule“ offen stehen. Sie werden in den Räumlichkeiten der Städtischen Mu­ sikschule Hall stattfinden. Eine genaue Aus­ schreibung erfolgt im kommenden Frühjahr. Der Administrator und Leiter des Lehrganges ist seit dem letzten Jahr Mag. Florian Schar­ mer aus Inzing. Herzlichen Dank für seine hervorragende Arbeit! Du kannst dich jetzt schon bei ihm für diese Dirigierkurse über die Web­Site: www.lehrgang.edupage.at, im Bü­ ro oder unter office@blasmusikverband­tirol. at anmelden.

Die Tiroler Bläserwoche und die Tiroler Orchesterwoche (12. bis 16. Juli 2010)

Für musiker/innen, Kapellmeister/innen und/ oder Komponist/inn/en aller Altersgruppen zwischen 16 und 96 Jahren.

Die traditionelle Bläserwoche für Einzel­ und Gruppenunterricht und großes Blasorchester. Die traditionelle Bläserwoche wird wieder in

ihrer Form mit Einzel­, Gruppen­ und Orche­ sterunterricht durchgeführt. Die Woche ist um eine bewährte Facette bereichert. Es können Interessierte auch wieder Dirigier­ und Kompo­ nierunterricht nehmen. Dieser interessante Teil der Woche nennt sich TRIANGEL (Komponie­ ren­Dirigieren­Orchester).

die Ausschreibung erfolgt im Frühjahr 2010

· Du kannst Dich zum Komponieren anmelden

· Du kannst Dich zum Dirigieren anmelden

· Du kannst Dich zum großen Blasorchester der Bläserwoche anmelden

Anmeldungen unter office@blasmusikverband­tirol.at möglich. www.lehrgang.edupage.at

Konzertwertungen Unter der bewährten Federführung von Lk­ pm­Stv. Mag. Rudi Pascher finden in unseren Musikbezirken wieder einige Konzertwertun­ gen statt. In den letzten drei Jahren wurde das Prinzip der tirolweiten Vergleichbarkeit einerseits mit der 85­Punkte Durchschnittsre­ gelung und andererseits durch eine personell möglichst gleich bleibende Jurybesetzung (1 Tiroler und 2 Nichttiroler Experten) mit ver­ baler und punktierter Bewertung konsequent durchgehalten.

Es soll auch 2010 so weitergeführt werden. die termine sind: Samstag, 11. April 2010 – Unter­ inntaler Musikbund; Samstag, 17. April 2010 – MB Silz; Sonntag, 18. April 2010 – MB Brixen­ tal; Samstag, 25. April 2010 – MB Rattenberg; Sonntag, 30. Mai 2010 – MB St. Johann

Einen Höhepunkt im kommenden Jahr stellt das Landeswertungsspiel am 10. Oktober 2010 in Innsbruck dar. Neu wird der 1. Diri­ gentenwettbewerb sein, der im Vorfeld am 8. und 9. Oktober stattfinden wird. Die Planung und Durchführung des Wertungs­ spieles wird von Lkpm­Stv. Mag. Rudi Pascher an anderer Stelle ausführlich vorgestellt.

Tiroler Kapellmeistertag am Samstag, 6. November 2010

Diese groß angelegte Veranstaltung findet immer am Samstag nach Allerheiligen statt und wird von den drei Landeskapellmeistern vorbereitet und durchgeführt. Ziel ist, unsere Tiroler Kapellmeister und ihre Stellvertreter, sowie Obleute, Jugendreferenten und alle Musikinteressierten an einem Tag zusammen­ zubringen, ihnen ein informatives und unter­ haltsames, abwechslungsreiches Programm zu bieten, das keinesfalls belehrend, sondern anregend für die Praxis in den Tiroler Musik­ kapellen sein soll. Im Rahmen der Bezirkskapellmeisterkonferen­ zen wird der Inhalt besprochen und geplant.

www.lehrgang.edupage.at

Mit den besten Wünschen für ein erfolg­ reiches, gesundes und musikalisch schönes Jahr 2010!

mag. Hermann Pallhuber Landeskapellmeister

für ein erfolg­ reiches, gesundes und musikalisch schönes Jahr 2010! mag. Hermann Pallhuber Landeskapellmeister

26 BiT | Februar

Roland Mair LV­Geschäftsführer | mittEiLunGEn Bezirksmusikfeste und LV-Auszeichnungen Bezirksmusikfeste, KW, MW 2010

Roland Mair

LV­Geschäftsführer | mittEiLunGEn

Bezirksmusikfeste und LV-Auszeichnungen

Bezirksmusikfeste, KW, MW 2010

Bez.

Musikbezirk

Bezirksmusikfest

Ort

Konzertwertung

Ort

Marschmusikwertung

Ort

1

Innsbruck­Stadt

keines

2

Innsbruck­Land

11.07.2010

Axams

3

Hall

27.06.2010

Tulfes

4

Schwaz

11.07.2010

Vomp

11.07.2010

Vomp

5

Zillertal

25.07.2010

Gerlos

25.07.2010

Gerlos

6

Rattenberg

18.07.2010

Rattenberg

25.04.2010

Kundl

7

Kufstein

01.08.2010

Wörgl

11.04.2010

Unterlangkampfen

8

Brixental

20.­22.8.2010

Jochberg

18.04.2010

Reith b. Kitzb.

9

St. Johann

25.07.2010

Going

30.05.2010

St.Ulrich a.P.

10

Wipptal/Stubai

27.06.2010

Gschnitz

27.06.2010

Gschnitz

11

Telfs

11.07.2010

Pettnau

11.07.2010

Pettnau

12

Seefelder Hochplateau

21.08.2010

Scharnitz

13

Silz

25.07.2010

Längenfeld

17.04.2010

Ötz

14

Imst

20.06.2010

Arzl i. P.

15

Landeck

keines

16

Außerfern

16.­18.7.2010

Weissenbach

18.07.2010

Weissenbach

17

Lienzer Talboden

08.08.2010

Lienz

18

Pustertal­Oberland

25.07.2010

Abfaltersbach

19

Iseltal

04.07.2010

Huben

LV-Auszeichnungen 2009

Ehrennadel in Gold Patscheider Margarete, Geschäftsfrau, Imst Schwarzkopf Hilde, Kommerzialrätin, Breitenwang

Ehrenring Kerber Josef, MK Steeg u. Vorderhornbach Ebster Jörg, MK Uderns

40 Jahre Kapellmeister 40 Jahre Kapellmeister

Verdienstzeichen Gold Faistenauer Paul,MK Itter Gander Adalbert, STMK Lienz Gasser Raimund, BMK Uderns Gruber Josef, BMK Vorderthiersee Jenewein Johann, MK Obernberg Köck Klaus HR DR

60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied Vorstandsmitglied des LV

Laiminger Jakob, MK Itter Laiminger Leonhard, MK Hopfgarten Lugger Hubert, MB Pustertal­Oberland Mair Kurt, MK Fulpmes Mair Max, MK Vals­St. Jodok Marthe Hans, MK Seefeld Miggitsch Georg, BMK Kirchbichl Mühlmann Josef, MK Ausservillgraten Oberkofler Hermann, MK Zams Ortner Hermann, BMK St. Johann i.T. Pascher Rudolf Mag., MK Prutz Pirhofer Heinrich, STMK Rattenberg Pittl Siegfried, BMK Birgitz Posch Alois, MK Ehrwald Rantner Wilhelm, MK Seefeld

60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied Langj. Bez Kplm./Kpm. 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied Kapellmeister Kapellmeister 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied

mittEiLunGEn | LV­Geschäftsführer

Tratter Hans, Speckbacher STMK Hall i.T. 60 Jahre aktives Mitglied

Langebner Manuela, BMK Jenbach Lederle Manfred, MK Jerzens Lentsch Heiner, MK Kaunertal Lindsberger Martin, MK Nikolsdorf Mallaun Edwin, MK Langesthei Margreiter Josef, MK Alpbach Mauracher Helmut, BMK Jenbach Mayr Konrad, MK Anras Nothdurfter Christian, MK Kirchdorf i. T. Obmascher Friedrich, MK Innervillgraten Penz Richard, Blasmusikverband Tirol Pittl Norbert, MK Fulpmes Pohl Richard, MB Imst Präauer Josef, BMK Söll Prantl Otto, BMK Vomp Prem Franz, MK Wattenberg Pürstl Horst, MK Höfen Raggl Hannes, MK Prutz Rief Peter, MK Nesselwängle Salzburger Loeonhard, BMK Kramsach Scherl Guido, MK Pettneu Schirmer Andreas, MK Rum Schöpf Johann, STMK Imst Schöpf Jürgen, MK Ötztal Bahnhof Schrattenthaler Andreas, BMK Auffach Schrettl Manfred, BMK Vomp Schreyer Josef, BMK Unterlangkampfen Sidler Werner, BMK Unterlangkampfen Spiß Christoph Mag., MK Strengen Spiß Konrad, MK Strengen Stemberger Georg, MK St.Veit i. Def. Stock Franzm, BMK Schlitters Vötter Anton, MK Aurach Walch Thomas, MK Elbigenalp Waler Peter sen., MK Kelchsau Wassermann Peter, MK Prutz Weber Johann, MK Pflach Wibmer Martin, BMK Schlitters Wurzer Michael, MK Thaur Zoller Peter, MK Ötztal Bahnhof

Jugendreferentin Obmann Notenwart Kapellmeister Kassier Obmann Stv. Bekleidungsarchivar Kassier Kassier Stv. Kapellmeister Landesfähnrich Kapellmeister Bezirksobmann Archivar Medienreferent Obmann Bezirksobmann/Obmann Schriftführer Obmann Kapellmeister Jugendreferent Jugendreferent Kplm.Stv. Schriftführer Schriftführer Obmann Stv. Schriftführer Notenwart Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Obmann Stv. Obmann Kapellmeister Jugendreferent Kapellmeister Jugendreferent Obmann Kapellmeister Jugendreferent Kassier

Waldner Alois, BMK Niederndorf Waldner Josef, BMK Aschau Wallner Rudolf, MK Telfes Zeller Hermann, BMK Fügen Zöhrer Horst, BMK Zell a.Z.

60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied 60 Jahre aktives Mitglied

 

Verdienstzeichen in silber Delago Hermann, STMK Landeck­Perjen

Kapellmeister

Guggenbichler Gerhard, STMK Rattenberg Kapellmeister/Bez.Kplm.

Hauser Otto, STMK Rattenberg Heim Karl, BMK Bruck a. Z. Höllwarth Siegfried, MK Elbigenalp Huber Manfred, MK Flirsch Kirchmair Sebastian, BMK Hinterthiersee Köll Josef, MK Karrösten Mattevi Roland, BMK St. Johann i.T. Meister Josef, BMK Eben Mellitzer Peter, MK St.Veit i.D. Opperer Wilfried, STMK Landeck­Perjen Rief Wolfgang, MK Ehenbichl Schöpf Alois, MK Patsch Schwarz Herbert, MK Lähn Stadler Ludwig, MK Mühltal

Bez.Obmann/Obmann

Vorstandsmitglied

Kapellmeister

Kassier

Obmann

Kapellmeister

Kassier

Kapellmeister

Obmann Stv.

Obmann

Kapellmeister

Kapellmeister

Kapellmeister

Obmann

 

Ausschußmitglied

Stecher Max, MK Natters Steinlechner Walter, BMK Vomp/MB Schwaz

Kapellmeister/Bez.Kplm.Stv.

Stöger Simon DI, BMK Ebbs Voppichler Herbert, MK Matrei­Mühlbachl­Pfons Wilhelm Oskar, MK Prutz

Kapellmeister

Obmann

Beirat

Verdienstzeichen in Grün Aichner Gerhard, MK Pfaffenhofen Ausserlechner Andreas, MK Kartitsch Bachler Wolfgang, STMK Landeck­Perjen Bair Johannes, MK Ötztal Bahnhof Brandacher Josef, BMK Bruck a. Z. Brandacher Walter, BMK Bruck a. Z. Burtscher Guntram, MK Flirsch Dilitz Karl, BMK Birgitz Eberharter Johannes, MB Zillertal Falch Markus, MK Pettneu Fankhauser Paul, STMK Kufstein Fasching Andreas, MK Nikolsdorf Fink Nobert, MK Karres Fink Peter, MK Karres Fischer Peter Mag., BMK St.Johann i. T. Gamper Georg, STMK Rattenberg­Radfeld Hackl Christian, MK Sautens

Kapellmeister

Obmann

Kapellmeister Stv.

Obmann Stv.

Notenwart

Kapellmeister

Kapellmeister

Kapellmeister

Bez.Schriftführer

 

Instrumentenwart

Verdienstmedaille 70 Jahre Guggenbichler Walter Ing., MK Natters Höllwarth Franz, MK Fügen

 

Obmann

Kassier Finanzreferent

Kapellmeister

 
 

Obmann

Verdienstmedaille 65 Jahre Berger Benedikt, BMK Unterlangkampfen Hofer Josef, MK Baumkirchen Zangerl Gebhard, MK Schnann

 

Schriftführer

Kassier

Obmann

Hassler Wolfgang, BMK Schlitters Hechenblaickner Manfred, BMK Reith i. A.

Obmann Stv.

 
 

Kapellmeister

Verdienstmedaille 60 Jahre Baumann Karl, MK Fritzens Bielek Fritz, BB MK IBK Bramböck Andreas Prof. OSR, STMK Amras Faistenauer Paul, MK Itter Gasser Raimund, MK Uderns Gruber Josef, BMK Vorderthiersee Jenewein Johann, MK Obernberg Laiminger Jakob, MK Itter Laiminger Leonhard, MK Hopfgarten

 

Hölbling Michael, Speckbacher MK Gnadenwald

Kapellmeister

langjähriger Funktionär

Huber Klaus, BMK Bruck a. Z. Hupfauf Robert jun., Peter Anich MK Oberperfuß

Kplm.Stv. + Stabführer Stv.

Kecht Rudolf, MK Zams Klingler Konrad, MK Oberau Klocker Stefan Mag., MK Tristach Knapp Hannes, Speckbacher MK Gnadenwald Knapp Klaus, Speckbacher MK Gnadenwald

Trachtenwart

Vorstandsmitglied

Obmann

Obmann

Kplm.Stv.

28 BiT | Februar

Mair Kurt, MK Fulpmes Mair Max, MK Vals­St. Jodok Marthe Hans, MK Seefeld Miggitsch Georg, BMK Kirchbichl Mühlmann Josef, MK Außervillgraten Oberkofler Hermann, MK Zams Pirhofer Heinrich, STMK Rattenberg Pittl Siegfried, BMK Birgitz Posch Alois, MK Ehrwald Rantner Wilhelm, MK Seefeld Tratter Hans, Speckbacher STMK Hall i. T. Waldner Alois, BMK Niederndorf Waldner Josef, MK Aschau Wallner Rudolf, MK Telfes Zeller Hermann, MK Fügen Zöhrer Horst, MK Zell a. Z.

Verdienstmedaille 55 Jahre Bauernfeind Josef, MK Kals a. G. Brunner Balthasar, BMK Niederau Dilitz Karl, BMK Birgitz Gruber Franz, MK Sistrans Gugger Hans Martin, MK Nesselwängle Hammerle Edi, STMK Landeck­Perjen Hochstaffl Bruno, BMK Gerlos Hörtnagl Max, MK Kematen Huber Hans, BMK Kramsach Jaud Hans, BMK Kramsach Jelinek Josef, BB MK IBK Kerber Josef, MK Steeg Knapp Franz, Speckbacher MK Gnadenwald Knapp Josef, Speckbacher MK Gnadenwald Köll Erwin, STMK Mühlau Ladstätter Franz, MK St. Jakob i. D. Laiminger Johann, BMK Kirchbichl Lorenz Gebhard, BB MK IBK Madersbacher Hubert, BMK Kramsach Moosbrugger Karl, MK Steeg Patscheider Günther, MK Ried i. O. Patscheider Hans, MK Ried i. O. Pöcheim Alois, BMK Jenbach Presslaber Josef, STMK Amras Rief Walter, MK Nesselwängle Rinner Fritz, BMK Gerlos, Salchner Josef, MK Sistrans Schädle Hartmann, MK Lechaschau Schneider Johann, MK Alpbach Schönherr Hermann, MK Neustift i. St. Schöpf Siegfried, MK Reutte Schwaiger Anton, MK Waidring Spiß Alois, MK Strengen Steger Klaus, MK Ehrwald Unterberger Josef sen., MK Oberau Walzl Josef OSR, MK Zell a. Z. Widmann Kurt, STMK Rattenberg

Verdienstmedaille 50 Jahre Apperle Reinhard, MK Götzens Brandstätter Josef, STMK Kitzbühel Eberl Johann, STMK Wörgl

LV­Geschäftsführer | mittEiLunGEn

Eberl Peter, STMK Wörgl Ebner Heinz, BMK Weer Egger Werner, MK Rietz Einkemmer Johann, KMK Bad Häring Enthofer Max, BMK Bruck a. Z. Feuchtner Peter, BMK Bruckhäusl Frischmann Josef, MK Umhausen Fuchs Jakob, MK Kelchsau Fuchs Sebastian, MK Kelchsau Gapp Franz, MK Ampass Gasteiger Thomas, BMK Bruckhäusl Götsch Manfred, BMK Wiesing Harb Rudolf, BMK Weer Heiß Peter sen., STMK Landeck­Perjen Hendl Erich, MK Mötz Hofer Georg, MK Neustift i. St. Hosp Hermann, MK Vorderhornbach Huber Hermann, BMK Eben Ilmer Josef, MK Igls­Vill Jäger Arnold, MK Sautens Jenewein Friedrich, MK Vals/St. Jodok Kogler Josef, MK Aschau Kolb Johann, MK Fügen Kratzer Anton, MK Rietz Krössbacher Klaus, MK Fulpmes Lener Sepp, MK Igls­Vill Lentner Johann, BMK Stans Lentsch Otto, MK Kaunertal Linter Johann, MK Oberhofen Löffler Günther, STMK Innsbruck­Arzl Luchner Franz, BMK Kramsach Mader Robert, Trad.Bergknappenmusikkapelle Jochberg Mair Reinhard, BMK Vomp Margreiter Peter, MK Alpbach Mayrhofer Josef, BMK Unterlangkampfen Meister Josef, BMK Eben Mißlinger Matthias, BMK Bruckhäusl Niederkircher Hans, MK Seefeld Oberkofler Hugo, MK Zams Paulmichl Fritz, MK Vorderhornbach Peer Albert, MK Navis Penz Franz, MK Navis Perthaler Peter, BMK Angerberg Mariastein Rauch Felix, MK Hippach Rieder Helmuth, STMK Wörgl Slamik Herbert, STMK Innsbruck­Arzl Schiestl Franz, MK Aschau Schipflinger Sebastian, BMK Bruckhäusl Schönherr Josef, MK Biberwier Schöpf Martin, STMK Landeck­Perjen Schranz Anton, MK St. Anton a. A. Schweighofer Friedl, BMK Birgitz Singer Hartwig, MK Nesselwängle Singer Josef, BMK Birgitz Stern Anton, MK Kematen Troppmair Georg, BMK Finkenberg Tschapeller Norbert, MK Rum Tschurtschenthaler Horst, STMK Hötting Unterlercher Josef, MK Fügen Weissenbach Franz, MK Elbigenalp

mittEiLunGEn | LV­Geschäftsführer

Widmoser Josef, BMK Unterlangkampfen Wolf Herbert, MK Tobadill Wurnig Hermann, STMK Kufstein Zingerle Hermann, MK Schmirn

Förderer der tiroler Blasmusik Beirer Robert, Völs Faber Heinz, Grafenhorst Hauser Paul, Bürgermeister Matrei Hörtnagl Alfred, Altbürgermeister Matrei Huber Hermann, Zell a. Z. Jöchler Dieter KR, TVB Obmann St.Johann i. T. Kubik Angelika, Völs Linder Josef, Präsident d.Allgäu Schwäb. MB Roßhaupten Mair Josef, Bürgermeister Dölsach Perkhofer Hans, Wenns Rastner Alfons, Bürgermeister Mühlbachl Rauch Christian, Schwendau Schautzgy Martin, Pfarrer Elmen Schmidhofer Gottfried, Stans Schneider Waltraud u. Dieter, Röhrmoos Tessadri Emil, Hall Wörtz Argen, Bürgermeister Pfons

Ehrenurkunden für musikkapellen Original Polizeimusik Innsbruck BMK St. Ulrich a. P. BMK Oberndorf MK Pettneu a. A. MK Mieming MK Oberau MK Birgitz

75 Jahre

125 Jahre

125 Jahre

125 Jahre

175 Jahre

200 Jahre

200 Jahre

ÖBV Auszeichnungen

Verdienstkreuz in Gold:

Eberl Herbert, MB Wipptal Mair Roland, MB Telfs Reinstadler Karl, MB Ibk­Land

Ehrenbezirkskapellmeister BVT Geschäftsführer Ehrenbezirkskapellmeister

Wachter Franz, MB Ibk­Land Verdienstkreuz in silber:

Bezirkskassier

Ortner Hermann, BMK St. Johann i. T.

Kapellmeister

Hoppichler Franz, MB Hall Verdienstmedaille Gold:

Kapellmeister

Breuss Gerfried, MK Reutte Dornauer Georg Ing., MK Sellrain/MB Innsbruck Land Giesinger Erich, Swarovski MK Wattens Gritsch Arnold, MK Nassereith Gruber Thomas, MK Götzens/MB Innsbruck Land Gugger Hans Martin, MK Nesselwängle Haidacher Hartwig, MK Hopfgarten i.Def. Kirchmair Sebastian, Unterinntaler Musikbund Klingenschmid Friedl, MK Patsch/MB Innsbruck Land Klingler Karl, BMK Terfens Köchler Gottfried, BMK Terfens

Köll Josef, MK Karrösten Lieb Albrecht, Swarovski MK Wattens Mattevi Roland, BMK St. Johann i. T. Neureiter Sebastian, BMK Söll Oberhammer Heinrich, STMK Wörgl Reich Peter, MK Tarrenz Schwarz Herbert, MK Lähn Thaler Peter, BMK Hinterthiersee Wurnig Peter, BMK Walchsee

Thaler Peter, BMK Hinterthiersee Wurnig Peter, BMK Walchsee · Blasorchesterliteratur über 1500 Werke ständig lagernd
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30 BiT | Februar

Siegfried Stigger Marschmusik- Bewerbe 2010 Ein neues Musikjahr läuft an. E inige Arbeit kommt wieder

Siegfried Stigger

Marschmusik-

Bewerbe 2010

Ein neues Musikjahr läuft an.

E inige Arbeit kommt wieder auf uns zu, aber auch Aussichten auf schöne Feste, die unser Bemühen um „Musik

in Bewegung“ präsentieren werden. Wir er- suchen wieder um gute Zusammenarbeit. So bitten wir die noch ausständigen An- meldungen zu Marschmusikbewertungen möglichst bald im Verbandsbüro abzugeben, um eine zeitgerechte Organisation vorneh- men zu können.

Im Jahr 2010 sind bis jetzt folgende Marschmusikbewer- tungen geplant:

MB Wipptal Stubai: 27. Juni in Gschnitz MB Telfs: 11. Juli in Pettnau MB Schwaz: 11. Juli in Vomp Außerferner Musikbund:

18. Juli in Weißenbach MB Zillertal: 25. Juli in Gerlos

Auf gutes Gelingen freuen sich Eure Landesstabführer Siegfried Stigger & Gerald Embacher

Blasmusikfest Wien 2010

Zum 31. Bundesmusikfest in Wien, das am 4. und 5. Juni stattfindet, ist der Musikbe- zirk Telfs mit den Musikkapellen Oberhofen, Ranggen und Zirl eingeladen. Da die Teil- nahme zum Bundesmusikfest in Wien immer mit einer Marschmusikbewertung verbunden ist, wird bei der Vergabe auch die Leistungs- fähigkeit der Kapellen in der Marschmusik mit berücksichtigt. Dafür haben diese Mu- sikkapellen die Unkosten der erforderlichen Proben des jeweils verantwortlichen Landes- stabführers zu tragen.

n

jeweils verantwortlichen Landes- stabführers zu tragen. n LV­Stabführer | mittEiLunGEn stabführerausbildung 2010

LV­Stabführer | mittEiLunGEn

stabführerausbildung 2010

Aufgrund des großen Anklanges finden auch im Jahr 2010 wieder Stabführerkurse durch den Landesverband statt.

Anfängerkurs:

am 13. März 2010, von 09:00 bis 17:00 Uhr, im Gemeindesaal in Kolsass

Fortgeschrittenenkurs:

am 27. März 2010, von 09:00 bis 17:00 Uhr, im Gemeindesaal in Kolsass;

Der Kursbeitrag beträgt je Kurs € 40,­ und beinhaltet auch das Mittagessen. Anmel­ dung direkt über das Anmeldeformular auf der Homepage des Landesverbandes. Für die Teilnahme ist die Einzahlung des Kurs­ beitrages Voraussetzung. Für den Anfängerkurs wären Kenntnisse über den Umgang mit dem Tambourstab von Vorteil (jedoch nicht Voraussetzung). Informationen dazu beim jeweiligen Be­ zirksstabführer. Mitzubringen sind ein Tambourstab, Schreibzeug, sowie warme Bekleidung für die Übungen im Freien.

Anmeldeschluss:

Freitag 26. Februar 2010 Anmeldeformular: Hompage des LV

Für den Fortgeschrittenenkurs stellt sich wieder die Original Rettenberger Musikka­ pelle Kolsass als Übungskapelle zur Ver­ fügung. Ein herzlicher Dank dafür, sowie für die Mithilfe bei der Organisation an Obmann Martin Kammerlander und Ka­ pellmeister Helmut Theis.

Eure Landesstabführer Siegfried Stigger und Gerald Embacher

mittEiLunGEn | Landesjugendreferent

mittEiLunGEn | Landesjugendreferent Landesjugendreferent Helmut Schmid Herzliches Dankeschön Am Ende meiner Tätigkeit

Landesjugendreferent

Helmut Schmid

Herzliches Dankeschön

Am Ende meiner Tätigkeit als Landesjugendreferent möchte ich mich bei allen, die mich in den letzten Jahren unterstützt, gefördert und motiviert haben, sehr herzlich bedanken.

senberger.

Nachfolger viel Kraft und Freude bei der

wohl schönsten Aufgabe im Tiroler Blas- musikverband!

n

meinem

Ihm

wünsche

ich

als

winds4you Newsletter:

Internationaler Wettbewerb für Jugendblasorchester

16. bis 18. Juli 2010 in Schladming Gesucht werden österreichische Orchester Anmeldeschluß: 1. März 2010 Es gibt vier verschiedene Kategorien mit dazugehörigen Pflichtstücken, in denen man antreten kann.

E in besonderer Dank gilt meinem langjährigen Weggefährten, Mag. Johannes Puchleitner, und meinem

derzeitigen Stellvertreter, Dr. Wolfram Ro-

Musik in kleinen Gruppen –

Eine Säule der Blasmusik

Die Jugend misst sich auch 2010 im Ensemblespiel

Musik in kleinen Gruppen – Bezirks- wettbewerbe:

sonntag, 7. Februar 2010:

MB Schwaz/Zillertal/Rattenberg in Schwaz sonntag, 7. Februar 2010:

MB Reutte­Außerfern in der LMS Reutte sonntag, 14. Februar 2010:

MB Osttirol (inkl. Schlagwerk) in der LMS Lienz samstag, 20. Februar 2010:

MB Imst/Landeck (inkl. Schlagwerk) in Kappl, Schlagwerk in der LMS Landeck sonntag, 21. Februar 2010:

MB Telfs/Silz

Landeswettbewerb in Innsbruck am 24. April 2010 für Bläserensembles und Schlagwerkensembles

Bundeswettbewerb am 23./24. Oktober 2010 in Tulln/Niederösterreich

A m 23. und 24. Oktober 2010 findet wieder der alle zwei Jahre durchge- führte Bundeswettbewerb „Musik

in kleinen Gruppen“ statt – heuer in Tulln in Niederösterreich. Wenn dieser Wettbewerb stattfindet, ist bereits die Vorbereitungsarbeit in den Musikvereinen, in den Blasmusik- bezirken und in den Landesverbänden ab- geschlossen. Durch ein gut überlegtes Aus- wahlverfahren präsentieren sich die besten Ensembles aus den einzelnen Bundesländern einer Fachjury. Schon jetzt beginnen die Ju- gendreferent/innen, Kapellmeister und Mu- sikschullehrer mit den Vorbereitungen, stel- len die Ensembles zusammen und versuchen das richtige Programm auszuwählen. Beim Wettbewerb vor zwei Jahren traten über 200 Ensembles bei den Bezirkswettbe- werben an. Nach dem Landeswettbewerb wurden sechs Ensembles aus Tirol für den Bundeswettbewerb nominiert. Besonders erfreulich war es, dass unter den zwölf En- sembles, die die Qualifizierung fürs Finale schafften, fünf Tiroler Ensembles waren! Das Tiroler Siegerensemble „Squeaking Reeds“ konnte mit 98,3 Punkten die absolut höchste Wertung des Wettbewerbs einspielen.

deswettbewerb entsenden. Zusätzlich kann, gleichgültig in welcher Stufe, ein Schlagwer- kensemble entsendet werden. Gegebenenfalls kann ein Holz- oder Blechbläserensemble durch ein weiteres Schlagwerkensemble, gleichgültig in welcher Stufe, ersetzt werden. 2. Gemischt besetzte Gruppen sind zu bevor- zugen. Im Allgemeinen ist pro Landesver- band die Entsendung einer reinen Flöten- und/oder Klarinettengruppe gestattet. In Ausnahmefällen (aufgrund der Ergebnisse des jeweiligen Landeswettbewerbs) kann der Bundesjugendreferent pro Landesver- band zwei reine Flöten- oder Klarinetten- gruppen zulassen.

Vollständige Ausschreibung und Wettbe- werbsreglement auf der der Homepage der Österreichischen Blasmusikjugend

www.winds4you.at

n

der Österreichischen Blasmusikjugend www.winds4you.at n Squeaking reeds mit Siegertrophäe Auszug aus der

Squeaking reeds mit Siegertrophäe

Auszug aus der Ausschreibung:

Entsendung für den Bundeswettbewerb am 23. und 24. Oktober 2010 in Tulln:

1. Jeder Landesverband kann pro Stufe ein Holz- oder Blechbläserensemble zum Bun-

32 BiT | Februar

Termine für die JMLA- Gold Prüfungen

Anmeldeformulare auf der Homepage des Tiroler Blasmusikverbandes

samstag, 20. märz 2010, MS Innsbruck (Anmeldeschluss 5. Februar 2010) donnerstag, 10. Juni 2010, MS Lienz (Anmeldeschluss 30. April 2010) Freitag, 11. Juni 2010, MS Kufstein (Anmeldeschluss 30.April 2010) samstag, 12. Juni 2010, MS Innsbruck (Anmeldeschluss 30. April 2010) samstag, 19. Juni 2010, MS Imst (Anmeldeschluss 15. Mai 2010)

Landesjugendreferent | mittEiLunGEn

15. Mai 2010) Landesjugendreferent | mittEiLunGEn Modern Classics   Programm: Benjamin Britten:

Modern Classics

 

Programm:

Benjamin Britten:

Das Tiroler Landesjugend- orchester:

Simple Symphony, Tiroler Landesjugendorchester Dirigent: Sascha Goetzel

ist ein vollbesetztes Streichorchester, das bei Bedarf mit Bläsern erweitert werden kann. Ausgewählte junge StreicherInnen zwi- schen 13 und 24 Jahren werden eingeladen, mitzuwirken.

Chorstücke des 20. Jahrhunderts:

Tiroler Landesjugendchor Dirigent: Oliver Felipe­Almas

George Gershwin:

Der Tiroler Landesjugendchor,

Rhapsody in Blue, Tiroler Landesjugendblasorchester Dirigent: Wolfram Rosenberger

Pause

der vom Tiroler Sängerbund ins Lebenge- rufen wurde, soll talentierten Jugendlichen im Alter von 16 bis 26 Jahren die Möglichkeit bieten, sich auf hohem musikalischem Niveau mit Chorliteratur aus allen Stilepochen aus- einanderzusetzen.

Luis Bacalov:

Das Tiroler Landesjugend- blasorchester

missa tango für Symphonieorchester, Chor, Mezzosopran und Bariton. Tiroler Landesjugendorchester, Tiroler Landesjugendblasorchester, Tiroler Landesjugendchor, Chor des Tiroler Landeskonservatoriums, Chor des Innsbrucker Musik­ gymnasiums Gesamtleitung: Sascha Goetzel

Setzt wichtige Akzente in der Jugendar- beit des Tiroler Blasmusikverbandes und der Tiroler Musikschulen. Musikantinnen und Musikanten im Alter von 13 bis 24 Jahren aus den Tiroler Musikkapellen und Musikschu- len wurden eingeladen, sich zu einem sinfo- nischen Blasorchester zu formieren.

Die Konzerte:

Das Organisationsteam setzt sich zusammen aus Helmut Schmid (Tiro­ ler Musikschulwerk), Sonja Kirchmair (LMS Schwaz), Oliver Felipe Armas (Tiroler Sängerbund) und Wolfram Rosenberger (Musikschule Innsbruck).

Samstag, 15. Mai 2010, 20 Uhr, Stadtsaal Kufstein Sonntag, 16. Mai 2010, 18 Uhr, Stadtsaal Innsbruck

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Das Konzertereignis der Tiroler Jugend

D ie Idee: Durch Zusammenarbeit von Institutionen, die in der musi- kalischen Ausbildung von Kindern

und Jugendlichen in Tirol tätig sind, wird die Grundvoraussetzung für ein interessantes Projekt geschaffen. Initiiert vom Land Tirol – Tiroler Musikschulwerk – werden im Früh- jahr 2010 Mitglieder des Tiroler Landesjugen- dorchesters, des Tiroler Landesjugendchores und des Tiroler Landesjugendblasorchesters in zwei gemeinsamen Konzerten miteinander musizieren. Hinter den Kulissen kooperie- ren das Tiroler Musikschulwerk, der Tiroler Sängerbund und der Blasmusikverband Tirol. Dirigiert werden die Konzerte von Sascha Goetzel, dem international tätigen Wiener Dirigenten, der am Tiroler Landestheater u.a. durch einen aufsehenerregenden Mozart- Zyklus und Konzerte hervortrat, von Oliver Felipe Armas, Sänger, Pädagoge und Ge- schäftsführer des Tiroler Sängerbundes, und Wolfram Rosenberger, Direktor der Innsbru- cker Musikschule und Landesjugendreferent- Stellvertreter. Im ersten Teil des klassischen Konzertes, bei dem Werke des 20. Jahrhunderts gespielt und gesungen werden, stellt sich jedes Orche- ster bzw. der Tiroler Landesjugendchor dem Publikum mit eigenen Beiträgen vor. Nach der Pause wird von allen Mitwirkenden das Werk „Misa Tango“ gemeinsam zur Auffüh- rung gebracht.

BEZirKsmELdunGEn | Außerfern, Brixental

Außerferner mit Freude und Elan

| Außerfern, Brixental Außerferner mit Freude und Elan Das Auswahlorchester des AMB BrEitEnWAnG – Im

Das Auswahlorchester des AMB

BrEitEnWAnG – Im ausverkauften Walter­Schwarzkopfsaal in Breitenwang fand am 12. September 2009 der Höhe­ punkt der 80­Jahr­Jubiläumsfeierlichkeiten des Außerferner Musikbundes statt. Das Auswahlorchester des AMB, mit Gastmu­ sikern aus den benachbarten Musikbünden unter der musikalischen Leitung von Alex­ ander Veit aus Südtirol, gab ein Galakonzert der Extraklasse. Der Abend begann mit einem Festakt, bei

Foto: Archiv AMB

dem Bezirksobmann Horst Pürstl sich mit einem kleinen Geschenk persönlich bei allen Sponsoren des Jubiläumsjahres be­ dankte. Unter den Ehrengästen konnte er LA und Bgm. Heiner Ginther, Landesobmann Dr. Herbert Ebenbichler, den Präsidenten des Allgäu Schwäbischen Musikbundes und Staatssekretär im Bayrischen Finanzmini­ sterium, Franz Pschierer, und zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus Politik und

Wirtschaft begrüßen. 2009 war geprägt von zahlreichen Veranstaltungen, wie dem Konzert des Bayerischen Polizeimusik­ korps unter der Leitung von Prof. Johann Mösenbichler, der Jubilarehrung in Häsel­ gehr, dem Bezirkskonzertwertungsspiel in Ehrwald, dem Gastkonzert von Bob Ross mit dem „Blechschaden“ der Münchner Philharmonie, dem 60. Bundesmusikfest in Häselgehr, sowie der Festveranstaltung „Mander, ’s isch Zeit“ in Vils. Bei der Gala gelang es Alexander Veit und dem Orchester mit der von ihm ausgewähl­ ten Literatur und einer musikalisch auf höchstem Niveau stehenden Darbietung, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Ei­ ner von vielen Höhepunkten des Konzertes war der Auftritt des Klarinettenensemble Clarisonus, eines der besten Nachwuchsen­ sembles in Österreich, unter Bezirkskapell­ meister Martin Rainer, welches ein tolles Werk für Klarinetten von Martin Rainer zur Aufführung brachte. Das Jubiläumsjahr und insbesondere das Galakonzert wurden vom Publikum mit großem Applaus und Standing Ovationen gefeiert. Bei all den Veranstaltungen waren der Elan und die Freude der AMB´ler spürbar und fühlbar. „Glück auf, AMB!“ n

Jubiläumskonzert der Brixentaler Blasmusikkapellen

WEstEndOrF – Der Bezirksverband der Brixentaler Blasmusikkapellen feiert sein 60­jähriges Jubiläum. Der erste musikalische Höhepunkt findet am Samstag, den 27. Februar 2010, um 19:30 Uhr im Alpenrosensaal Westendorf statt. Das Jubiläumskonzert startet mit dem Auftritt des Bezirksjugendblasorchesters (Leitung Bezirks­Jugendreferentin Kathrin Sohm), gefolgt vom Brixentaler Bezirksbla­ sorchester (Leitung Bezirkskapellmeister Stefan Reiter). Das Programm des Bezirksblasorchesters:

„Egmont­Ouvertüre“ von Beethoven, arr. Gerard Posch, „Variations on a Korean Folk Song“ von J. B. Chance, 1. Satz des Trompetenkonzertes von Alfred Reed mit Herbert Zimmermann als Solist, „Candi­ de­Ouvertüre“ von Bernstein, arr. Claire Grundman, Auftragskomposition von Mar­

arr. Claire Grundman, Auftragskomposition von Mar­ co Döttlinger, Fünf Sätze für Blasorchester von Andreas

co Döttlinger, Fünf Sätze für Blasorchester von Andreas Reiter, „Quo Vadis“ von Stefan Reiter, „Hans und das Wetter“ von Robert Mayr, „Green Hornet Theme” (Kill Bill), arr. Martin Scharnagl, Solist Herbert Zimmer­ mann, „Optimistenmarsch“ von Miroslav Juchelka.

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Musikkapelle Westendorf

von Miroslav Juchelka. n Musikkapelle Westendorf Jubiläumskonzewrt im Alpenrosensaal in Westendorf. 3 4

Jubiläumskonzewrt im Alpenrosensaal in Westendorf.

34 BiT | Februar

Bozen, Hall, Innsbruck­Stadt | BEZirKsmELdunGEn

Ein musikalisches Erlebnis

Das Große Bozner Blechbläserensemble unter Gottfried Veit

BOZEn – Schon zum vierten Mal gelang es Gottfried Veit und seinem Großen Bozner Blechbläserensemble, diesmal mit einem klassisch­romantischen Programm, Musik als klingende Architektur erleben zu lassen. Venezianische Meister waren diesmal keine vertreten, die ausgewählten Werke bleiben dennoch dem Stil dieser Mehrchörigkeit treu. Vier Trompeten, vier Hörner, vier Po­ saunen, eine Basstuba und Pauken vertei­ len sich getreu dem Motto „Kathedrale der Klänge“ immer wieder im Kirchenraum, treffen sich zu getrennten Bläserchören, verschmelzen zu einem Gesamtklang und lassen so die Musik in diesem schönen sa­ kralen Raum zu einem Tongemälde werden. Wenngleich die Akustik des Kirchenraums musikalische Ideen manchmal verschleiert,

des Kirchenraums musikalische Ideen manchmal verschleiert, Großes Bozner Blechbläserenemble so ist wohl gerade dies

Großes Bozner Blechbläserenemble

so ist wohl gerade dies die Besonderheit, die dieses Konzert zum seltenen musikali­ schen Erlebnis werden lässt. Das wuchtige Dreiklang­Thema von Beetho­ vens „Die Himmel rühmen“ eröffnet die Fei­ erstunde. Virtuose Trompeten, strahlende Hörner, fordernde Posaunen, eine sanfte Tuba und majestätische Pauken lassen je­ des der folgenden Werke, von Felix Men­ delssohn­Bartholdy, Hans­Jürg Sommer, Johann Pachelbel und Johann Sebastian Bach zu einem Lob Gottes mit wuchtigen Schlussakkorden werden. Die „Sonata in F­Dur“ von Gaetano Piazza, dargeboten in der Originalversion von Pater Urban Still­ hard auf der Mathis­Hauptorgel und von Frater Arno Hagmann auf der romantischen Vorderorgel, ist nur einer der Höhepunkte. Im „Tiroler Gelöbnis“ macht Gottfried Veit das Lied „Jesu Herz, dich preist mein Glau­ be“ zum Thema in Variationen und Hän­ dels stimmgewaltiges „Halleluja“ aus dem Messias­Oratorium reißt einige der Zuhörer zu spontanem Applaus hin. Farbenpräch­ tig gipfelt Mendelssohns „Hora est“ in der Bearbeitung von Iginius Ferrari für drei Blechbläserchöre und Orgel schließlich in Wagners Pilgerchor aus „Tannhäuser“. Die „Wiener Philharmoniker Fanfare“ von Richard Strauss ist die krönende Zugabe. n Stephan Niederegger

Bezirksmusikfest 2010 in Tulfes

tuLFEs – Vom 24. bis 27. Juni 2010 wird das Bezirksmusikfest des Musikbezir­ kes Hall i. T. von der Musikkapelle Tulfes im Rahmen ihres 120­Jahr­Jubiläums ausgetragen. Um dieses Fest gebührend zu feiern, hat sich die MK­Tulfes viel vorge­ nommen. Vier Festtage, hochkarätige und abwechslungsreiche musikalische Umrah­ mung, Jugendtag mit Jugendorchestern aus dem Musikbezirk Hall i. T., Bezirksmusik­ fest am Sonntag mit 16 Musikkapellen und weiteren Abordnungen. Jeder Festtag steht unter einem musika­ lischen Motto und spricht daher eine be­ stimmte Ziel­ und Altersgruppe an, sodaß das Fest insgesamt für jeden etwas zu bie­ ten hat. Infos auf www.mktulfes.at oder telefonisch unter 0664/73 81 15 26. n

Festprogramm:

donnerstag, 24. Juni 2010:

„Weltmeisterlich böhmisch“ mit „Vlado Kumpan und seinen Musikanten“ Freitag, 25. Juni 2010:

„Hot Summer Party“ mit Konzertauftritten der Jugendorchester des Bezirkes Hall i. T. und des Tiroler Jugendblasorchesters. Anschließend Party mit „Torpedos New Generation“ samtag, 26. Juni:

„Show­ u. Tanzabend“ mit den „Edlseern“ sonntag, 27. Juni:

„Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Hall i. T.“ mit Sternmarsch, Feldmesse, Defilie­ rung, Festkonzert der Speckbacher Stadt­ musik Hall i. Tirol und Unterhaltung mit der „Alpenbrass Tirol“

Dank nach dem Jubiläum

mit der „Alpenbrass Tirol“ Dank nach dem Jubiläum Ehrungsurkunde der Polizeimusik Innsbruck anlässlich der

Ehrungsurkunde der Polizeimusik Innsbruck anlässlich der 75-Jahr-Feier am 20. November 2009 im Kolpinghaus in Innsbruck. Foto: PMI

innsBruCK – Anlässlich des 75­jäh­ rigen Bestandsjubiläums, welches die Poli­ zeimusik Innsbruck 2009 feierte, bedankt sich Obmann Alfred Stoll bei allen Musik­ kameradinnen und ­kameraden, bei den außerordentlichen und ehemaligen Mitglie­ dern und Ehrenmitgliedern, beim Vorstand und Ausschuss für die aktive Beteiligung, den Idealismus und die positive Einstellung der Musik und Kameradschaft gegenüber. Ein Dank gilt den Kapellmeistern und Vi­ zekapellmeistern für die musikalische Ge­ staltung verschiedener Veranstaltungen und Musikoffizier Obstlt. Reinhard Moser für seine langjährige Tätigkeit als Confe­ rencier. Subventionsgeber, Institutionen und Fir­ men, ermöglichen der Polizeimusik durch finanzielle Zuwendungen das Vereinsleben, da ja nach dem Zusammenschluss von Po­ lizei und Gendarmerie im Jahr 2005 ver­ schiedene Begünstigungen entzogen wur­ den. Dank an: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn AG, Landesverband der Tiroler Blasmusik, Bezirksblasmusikver­ band, Kulturamt der Stadt Innsbruck, Fa. Schenker, TIWAG, Fa. Weigand. Ein Highlight in unserem Jubiläumsjahr war die Teilnahme am internationalen Tref­ fen der Polizeimusikorchester und Chöre in der tschechischen Hauptstadt. In der Zeit zwischen 4. und 7. Juni. 2009 wurden an verschiedenen öffentlichen Orten in Prag mehrere Konzerte ausgetragen, welche beim Publikum sehr gut ankamen. Alle Mit­ glieder werden gebeten, weiterhin den Verein „Orig. Polizeimusik Innsbruck“ auf musika­ lische, kameradschaftliche und finanzielle Weise tatkräftig zu unterstützen, damit die Zukunft des Vereines gesichert ist. n

BEZirKsmELdunGEn | Innsbruck­Stadt

Im Zeichen des Gedenkjahres: Kaiserjäger-Gala

innsBruCK – Das diesjährige Gala­ konzert der Original Tiroler Kaiserjägermusik unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberstleutnant Hannes Apfolterer im Con­ gress Innsbruck zeigte wieder einmal die Vielseitigkeit dieses Klangkörpers. Nach der traditionellen Eröffnung des Abends mit Kai­ serjägermarsch, Kaiserhymne und der Begrü­ ßung der Ehrengäste – Bischof Dr. Manfred Scheuer, die Äbte Dr. Raimund Schreier, Mag. Anselm Zeller und Mag. German Erd, Lan­ deshauptmann Günther Platter, Bürgermei­ sterin Hilde Zach, Militärkommandant Gene­ ralmajor Mag. Herbert Bauer u.v.a. – durch Präsident KR Otto Plattner übernahm Mag. Roland Staudinger charmant und gekonnt die Moderation. Nach „Jetzt geht’s los“ von Franz Lehar gab die anspruchsvolle Ouverture „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“ von Franz von Suppè dem jungen Tenoristen Johan­ nes Bilgeri Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Beim Walzer „Tanzen möchte’ ich“ von Emerich Kálmán juckte es so manchen Zuhörer in den Beinen Das „Andantino“ aus dem Konzert für Flöte, Harfe und Orchester von Wolfgang Amade­ us Mozart war ein besonderes Glanzlicht:

Flötist Hermann Resinger und Gastsolistin

Katrin Gruber spielten in Apfolterers Ar­ rangement den Solopart technisch perfekt und mit viel Gefühl. Eine rhythmische Herausforderung bildete der 4. Satz aus Antonin Dvoráks 9. Symphonie, „Aus der Neuen Welt“, bevor der „Swarco­Marsch“ aus der Feder Hannes Apfolterers erklang. Konsul KR Manfred Swarovski erhielt die Partitur überreicht. Der zweite Teil des Abends stand ganz im Zeichen des Andreas Hofer­Gedenkens:

Schützenkompanien aus Villanders und Patsch waren gleichsam als Ehrenwachen eingebunden, marschierten zum „Krö­ nungsmarsch“ von Peter I. Tschaikowsky ein und bezogen ihre Positionen auf der Bühne bzw. auf dem Balkon. Moderation und Musikstücke bildeten nun eine Ein­ heit. Roland Staudinger präsentierte histo­ rische Informationen, und die Kaiserjäger­ musik spielte dazu passende Musikstük­ ke: Die Berg­Isel­Fanfare von Sepp Tanzer, den Passeirer­Festmarsch von Manfred Wraneschitz, „Epos Tyrol“ von Erich Giu­ liani, in dem die Berg Isel­Schlachten von 1809 interpretiert werden. Mit dem „Vater unser“ von Rudolf Kattnig und dem „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber, dem Tenor Martin Kiener seine

von Andrew Lloyd Webber, dem Tenor Martin Kiener seine Galakonzert der Tiroler Kaiserjäger wundervolle Stimme

Galakonzert der Tiroler Kaiserjäger

wundervolle Stimme lieh, wurde die tiefe Gläubigkeit der Tiroler nachempfunden. Mit „Ach Himm’l, es ist verspielt“, gesungen von einem Doppelquartett aus den Reihen der Kaiserjägermusik, und dem Trio des Mar­ sches „Anno Neun“ von Friedrich Eichberger wurde die Niederlage dargestellt, die Melodi­ enfolge „Unser Tirol“, zusammengestellt von Hannes Apfolteter, der übrigens das kom­ plette Konzert auswendig dirigierte, solllte symbolisch für das heutige Tirol in seinem Wohlstand, aber auch in seiner bedrohten Identität stehen. Es folgte der Marsch „Tirol isch lei oans“ von Sepp Hell. Bei den Zugaben durfte 2009 „Dem Land Tirol die Treue“ von Florian Pedarnig nicht fehlen, ebensowenig der „Tiroler Adler“ von Rudolf Achleitner. Besinnlicher Ausklang war das Lied „Leise sinkt der Abend nieder – lieber Heiland gute Nacht.“ n Meinhard Neuner

Generalversammlung des Bezirksverbandes Innsbruck-Stadt

innsBruCK/ArZL – Am Sonntag

10. Jänner 2010 wurde im Stadtteil Arzl die Generalversammlung des Blasmusik­ Bezirksverbandes Innsbruck­Stadt abgehal­ ten. Zukünftig soll die Generalversammlung abwechselnd in den verschiedenen Stadttei­ len von Innsbruck abgehalten werden. Der Stadtteil Arzl machte 2010 den Anfang. Nach einer feierlichen Messe bei sehr tie­ fen Temperaturen, musikalisch gestaltet von der Stadtmusikkapelle Arzl, fanden sich die Delegierten der 18 Innsbrucker Mitglieds­ kapellen im traditionsreichen Gasthof Stern ein, um das abgelaufene Vereinsjahr zu be­ sprechen. Bezirksobmann Markus Schlenck konnte als Ehrengäste den Landesverbandsobmann Dr. Herbert Ebenbichler und den Bezirkseh­ renobmann Ing. Walter Guggenbichler be­ grüßen. Im Bericht des Obmannes wurde über ein sehr aktives Jahr berichtet, in dem die Mitgliedskapellen in mehr als 1.200

36 BiT | Februar

Mitgliedskapellen in mehr als 1.200 3 6 BiT | Februar Musikkapelle Arzl Proben und über 600

Musikkapelle Arzl

Proben und über 600 Ausrückungen das Leben in ihren Stadtteilen und der Stadt Innsbruck allgemein entscheidend mitge­ tragen und –geprägt haben. Erfreulich war die Zahl an Jungmusikanten, die dank der intensiven Jugendarbeit der Musikkapellen auch im Berichtsjahr weiter angestiegen ist. Auch die Teilnehmer am Bezirksbe­ werb „Musik in kleinen Gruppen“ im Fe­ bruar 2009 konnten den ausgezeichneten Ausbildungsstand erfolgreich aufzeigen. Die Stabführer des Bezirkes nützten die Chance

zur Weiterbildung durch Teilnahme an den Landesverbandsschulungen. In seinen Grußworten dankte Landesver­ bandsobmann Ebenbichler besonders für die eindrucksvolle Teilnahme der Innsbruk­ ker Musikkapellen beim Landesfestumzug am 20.September 2009 mit zwei großen Marschblöcken sowie einem Jugendblock. Höhepunkte für 2010 werden die Teilnahme von Innsbrucker Kapellen am Landeskonzert­ wertungsspiel im Oktober 2010 sowie die Abhaltung einer Marschmusikbewertung in Innsbruck sein. Auch die Durchführung von „Musik in kleinen Gruppen“ ist besonders wichtig, da die besten Gruppen die Chan­ ce haben, zum Landesbewerb entsandt zu werden. Allgemeine Zustimmung erhielt die neue Gestaltung der Generalversammlung, was nicht zuletzt an der ausgezeichneten Organisation durch die Verantwortlichen der Stadtmusikkapelle Arzl lag. n BO Markus Schlenck

Innsbruck­Land | BEZirKsmELdunGEn

Musikbezirk Innsbruck-Land feierte

Bezirksmusikfest in Grinzens mit Ehrungen verdienter Funktionäre

in Grinzens mit Ehrungen verdienter Funktionäre von links nach rechts: BKplm. Roland Krieglsteiner, LVO Stv.

von links nach rechts: BKplm. Roland Krieglsteiner, LVO Stv. Siegfried Knapp, LH Stv. Anton Steixner, Friedl Klingenschmid, Thomas Gruber, Georg Dornauer, Franz Wachter, Karl Reinstadler, BO Franz Niederkofler.

GrinZEns – Vom 10. bis 12. Juli 2009 wurde in Grinzens das 59. Bezirks­ musikfest Innsbruck­Land abgehalten, bei welchem der Bezirksverband sein 60­jäh­ riges Bestandsjubiläum feierte. Am Freitag konnte man sich beim „Tag der Jugend“ von den musikalischen Qualitä­ ten der drei regional zusammengestellten Bezirksorchester überzeugen, wobei nach den jeweiligen Darbietungen zahlreiche Jungmusikerleistungsabzeichen überreicht wurden. Der Samstag wurde zum Jubiläumsabend deklariert, und zahlreiche Ehrengäste folg­ ten der Einladung. Nach den Begrüßungs­ worten von Bezirksobmann Franz Nie­ derkofler betrat der Präsident des Tiroler Blasmusikverbandes, Dr. Franz Fischler, die Bühne und hielt eine eindrucksvolle Festrede. In seiner gewohnt gediegenen Art machte er einen kleinen Rückblick über den Bezirksverband, sprach aber auch von

der heutigen Bedeutung der Blasmusik in unserer Gesellschaft. Nach der Festrede kam der Höhepunkt des gesamten Musikjahres. Die Auffüh­ rung des Tongemäldes „der Traum eines Österreichischen Reservisten“ wurde nach fast einjähriger intensiver Vorbereitung Wirklichkeit und von Friedl Klingenschmid den Besuchern näher erläutert. 70 Musi­ kantinnen und Musikanten aus dem Mu­ sikbezirk wurden von Bezirkskapellmeister Roland Krieglsteiner mustergültig geleitet, und boten eine imposante Aufführung. Der „Traum“ selbst wurde von 380 Mitwirken­ den unter der Regie von Bezirksjugendre­ ferent Christian Siller dargebracht. Etwa 1600 Zuschauer verfolgten dieses einzig­ artige Schauspiel. Seitens des Bezirkes ein recht herzliches Vergelt’s Gott allen Mitwirkenden bei die­ sem Jubiläum! Am Sonntag gelang anlässlich des Jubilä­

ums als Auftragswerk des Bezirksverban­ des eine Messe, komponiert von Landes­ kapellmeister Mag. Hermann Pallhuber, zur Uraufführung. Die Johannesmesse wurde im Gesamtspiel mit über 800 Musikantin­ nen und Musikanten unter der Leitung von Bezirkskapellmeister Roland Krieglsteiner dargeboten. Beim anschließenden Festakt konnte Be­ zirksobmann Niederkofler erneut zahlreiche hohe Ehrengäste begrüßen. Für Ihre jahre­ lange Tätigkeit im Bezirksvorstand wurden Kassier Stv. Thomas Gruber, Schriftführer Friedl Klingenschmid und BO Obmann Stv. Georg Dornauer die goldene Verdienstme­ daille des ÖBV überreicht. Kassier Franz Wachter und Ehrenbezirks­ kapellmeister Karl Reinstadler erhielten verdientermaßen das goldene Verdienst­ kreuz des Österreichischen Blasmusikver­ bandes. Karl Reinstadler war Kapellmeister, und zwar zwei Jahre in Axams, drei Jahre in Seefeld, 13 Jahre bei der Postmusik und unglaubliche 45 Jahre in Birgitz. Von 1961 bis 1991 war er Bezirkskapellmeister des Musikbezirkes Innsbruck Land. Er ist Eh­ renbezirkskapellmeister und Ehrenmitglied des Musikbezirkes Innsbruck Land. Franz Wachter ist seit 54 Jahren in ver­ schiedenen Funktionen Mitglied bei der MK Götzens. Neun Jahre lang war er Obmann. Seit 1983 ist er Kassier des Bezirksverban­ des Innsbruck Land und seit 2003 Ehren­ mitglied. Das sechzigste Bezirksmusikfest Innsbruck­ Land findet am zweiten Wochenende im Juli 2010 in Axams statt. n Franz Niederkofler

im Juli 2010 in Axams statt. n Franz Niederkofler Der Traum eines österreichischen Resavisten Fotos: Archiv

Der Traum eines österreichischen Resavisten

n Franz Niederkofler Der Traum eines österreichischen Resavisten Fotos: Archiv MB Innsbruck-Land Februar | BiT 3

Fotos: Archiv MB Innsbruck-Land

BEZirKsmELdunGEn | Innsbruck­Land, Imst

Grundzüge des Dirigierens Fortbildungsveranstaltung des Musikbezirkes Innsbruck Land

Fortbildungsveranstaltung des Musikbezirkes Innsbruck Land Kursteilnehmer mit BKplm. Roland Krieglsteiner, Kplm.

Kursteilnehmer mit BKplm. Roland Krieglsteiner, Kplm. Mathias Schreier und BO Franz Niederkofler.

Foto: MIL

GrinZEns – Am 21. September 2009 begann mit dem Workshop „Grundlagen des Dirigierens“ ein sehr wichtiger Kurs für den musikalischen Nachwuchs in unserem Bezirk. Dieser Kurs wurde von unseren Be­ zirkskapellmeistern Roland Krieglsteiner und Martin Wibmer ins Leben gerufen mit

dem Ziel, dass eine Kapelle etwa bei einer Messe auch ohne Anwesenheit des Kapell­ meisters geleitet werden kann. An insgesamt drei Abenden wurden den wissensdurstigen „Jungkapellmeistern“ die Grundlagen der Schlagtechnik, Orchester­ leitung sowie Theorie beigebracht. Unter­

stützt wurden sie dabei vom Kapellmeister der MK Völs, Matthias Schreier. Am 10. Oktober fand die Endveranstaltung in Grinzens statt, wobei ein extra zusam­ mengestelltes Orchester aus Mitgliedern des ganzen Bezirkes, vor allem jedoch von der MK Grinzens, für die Kursteilnehmer zur Verfügung stand. Die sechs „Jungka­ pellmeister“ konnten dabei das in der Theo­ rie in ungezwungener Atmosphäre Gelernte vorzeigen. Das Ergebnis war durchwegs überdurchschnittlich und wir sehen einer Fortsetzung des Kurses entgegen. Dieser Kurs soll jedoch keinesfalls eine Konkurrenz zum Angebot des LV darstellen, vielmehr soll dieser Grundkurs die Teilneh­ mer ermutigen, einen fortführenden Kurs zu besuchen. Damit wäre ein kleiner Schritt an der Basis gemacht. Wir bedanken uns bei den Kursteilneh­ mern, bei den drei Vortragenden sowie beim Orchester und der MK Grinzens für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und der Verpflegung.

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Kirchenkonzert für guten Zweck

imst – Was die Imsterberger Musikkapel­ le am 21. November 2009 in der Johan­ neskirche in Imst bot, übertraf die Erwar­ tungen an eine Messgestaltung. Viel mehr wurde ein Cäcilia­Konzert veranstaltet. Um das Motto „Tradition trifft Moderne“ 2009 ein letztes Mal umzusetzen, hatte Bernhard Bartl, Kapellmeister der Musik­ kapelle Imsterberg, die ausgefallene Idee, zwei Cäciliamessen an unterschiedlichen Orten zu gestalten. So wurde in den dorfeigenen Kirchenmau­ ern auf Wunsch des Gemeindepfarrers eine traditionelle Messe gespielt und eine Woche später, am 21. November, eine Messe mit vorwiegend moderner Musikliteratur in der Johannekirche in Imst. Bei letzterer konnte ein besonderer Besucherandrang verzeich­ net werden, was leider nicht mehr so oft der Fall ist. Mit Stücken wie „Friends for life“ oder „Der Festtag“ von Sepp Tanzer bewies die Mu­ sikkapelle, dass sich ein Gottesdienst sehr wohl mit weltlichen Klängen verträgt. Mit

sehr wohl mit weltlichen Klängen verträgt. Mit Cäcilia-Konzert mit der Imsterberger Musikkapelle. Musik

Cäcilia-Konzert mit der Imsterberger Musikkapelle.

Musik wurde nicht gespart: So wurden oft auch zwei Stücke zwischen den einzelnen Abschnitten der Messfeier gespielt. Typisch für den Imsterberger Kapellmeister ließ es sich Bernhard Bartl auch nicht nehmen, zwei Zugaben am Ende des Gottesdienstes zu präsentieren. Mit derartig viel Musik ist der normale Rahmen einer Cäciliamesse auf jeden Fall

gesprengt worden: Man kann behaupten, es habe sich um ein Cäciliakonzert in kirch­ lichen Mauern gehandelt. Stadtpfarrer Alois Oberhuber und Diakon Andreas Sturm wa­ ren begeistert, aber auch dankbar, denn die von der Musikkapelle gesammelten Spen­ den kamen zur Gänze der Hilfsorganisation „Imster helfen Imstern Familien“ zugute. n Maria Vögele

38 BiT | Februar

Lienzer Talboden, St. Johann | BEZirKsmELdunGEn

Cäcilia – Patronin für Musik und Gesang

BEZirKsmELdunGEn Cäcilia – Patronin für Musik und Gesang vorne v. l.: Bianca Monitzer, Isabella Koller, Laura

vorne v. l.: Bianca Monitzer, Isabella Koller, Laura Bundschuh, Daniel Oberhuber hinten v. l.: Bez.Obm. Klaus Köck, Kpm. Hansl Klocker, Bgm. Markus Einhauer, Obm. Stefan Klocker

tristACH – Die traditionelle Cäcilien­ feier der Musikkapelle Tristach am 21. Nov. wurde heuer erstmals mit Einbindung des neuen Tristacher Kirchenchores gestaltet. Bereits die Messfeier wurde von der Mu­ sikkapelle mit teils gefühlvoll getragenen, teils rhythmisch kraftvollen Werken wie „Il signore è con te“ (Kees Vlak), „Ave Ma­ ria“ (F. Schubert), oder „One moment in time“ (Whitney Houston), „Once upon a time in the west“ (Ennio Morricone) u.a. umrahmt. Zudem erklang auch frischer Chorgesang zu einigen Messteilen und die prägnante Pre­ digt von Pfarrer Cons. Josef Indrist verwan­

delte schlussendlich diesen Gottesdienst zu einer ganz besonderen Feierstunde. Herzhafte Klänge jüngster Musikanten/innen zu Köstlichkeiten aus der Dorfstuben­Küche:

Im Anschluss an die Cäcilienmesse sammel­ ten sich zahlreiche Gäste im Gemeindesaal und erhielten jeden Menügang mit Musik­ stücken von jungen Tristacher Musikschü­ lern vom 2. bis 3. Ausbildungsjahr serviert. Wir alle staunten nicht schlecht, wie cou­ ragiert und niveauvoll diese Solisten ihre Stücke vor vollgefülltem Saal auf der Bühne präsentierten. Dafür ernteten Sie auch be­ geisterten Applaus und konnten eines ihrer ersten tollen Musikerlebnisse mit nach Hau­

se nehmen. Schließlich gaben noch Kirchen­ chor und Musikkapelle eine kleine Kostprobe Ihres Könnens zum Besten. Zwischen Musik und Kulinarik eingebettet fanden dankende und anregende Worte der Obmänner von Musikkapelle und Kirchenchor sowie aner­ kennende und wohlüberlegte Grußworte der Ehrengäste ihren Platz. Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildete die Überreichung der Jungmusiker Leistungsabzeichen in Bronze an Bianca Monitzer (Klarinette), Isabella Koller (Kla­ rinette), Laura Bundschuh (Trompete) und Daniel Oberhuber (Trompete). Mit Stolz und unter Beifall nahmen sie Ihre Urkunden und Abzeichen entgegen und ernteten viel Anerkennung von Obmann, Kapellmeister und Ehrengästen. Ein interessanter geselliger Abend mit ei­ nem bunten dynamischen Programm und vielen interessanten Gesprächen vervoll­ ständigte somit die Cäcilienfeier 2009 für Musikkapelle und Kirchenchor. Die Musikkapelle Tristach dankt an dieser Stelle nochmals allen Gönnern, Freunden und HelfernInnen, besonders auch der Gemeinde Tristach für Ihre treue Unter­ stützung, dem Vorstand sowie allen Mu­ sikantenInnen und Marketenderinnen für Ihren großartigen Einsatz. Ein großes Lob und Dank gilt auch den Tristacher Musik­ schülern/innen für Ihre äußerst gelungenen Musikbeiträge.

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Goldene Verdienstmedaille

OBErndOrF BEi KitZBüHEL –

Thomas Schellhorn wurde anlässlich des Bezirksmusikfestes 2009 in Oberndorf die goldene Verdienstmedaille für seine 40jäh­ rige Mitgliedschaft in einer Musikkapelle verliehen. Von 1969 bis 1979 war er Mitglied der Bundesmusikkapelle Kirchdorf. Ab 1980 spielte er Trompete bei der Bundesmusik­ kapelle St. Ulrich a. P., 1994 wechselte er auf die Tuba, und seit 2003 schlägt er die große Trommel. 1984 wurde er in den Vor­ stand gewählt, 1988 zum Obmannstellver­ treter. Von 1996 bis 2009 war er Obmann. Die Musikanten der BMK St. Ulrich am Pillersee möchten sich recht herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz als Obmann bedanken und wünschen ihm weiterhin viel Freude in der Kapelle.

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und wünschen ihm weiterhin viel Freude in der Kapelle. n Ehrung: v.l.n.r. Bürgermeister Horngacher Mario, Obmann

Ehrung: v.l.n.r. Bürgermeister Horngacher Mario, Obmann Stv. Schellhorn Manuel, Kapellmeister Brüggl Alois, Schellhorn Renate (Gattin), Geehrter Schellhorn Thomas, Embacher Andreas (Bezirksverband)

sErViCE | CD­Besprechungen

CD-Besprechungen

Blasmusikwerke Tiroler Komponisten

I m Andreas­Hofer­Gedenkjahr 1984

haben die Bundesbahn­Musikkapelle

Innsbruck, damals unter der Leitung

von Florian Pedarnig, und die Speckbacher Stadtmusik Hall, damals unter der Leitung von Herbert Ebenbichler, einen Tonträger ausschließlich mit Werken von Tiroler Kom­ ponisten herausgebracht, der Zeit entspre­ chend allerdings nur mit Schallplattendop­ pelalbum und zwei Musikkassetten. Die Bundesbahn­Musikkapelle spielte Wer­ ke von Josef Eduard Ploner (die anspruchs­ volle Symphonie in Es­Dur), Gottfried Veit (Tiroler Schwur), Anton Erich Kratz (die melodiöse Rhapsodie für Klavier und Bla­ sorchester), Sepp Hell (Marsch „Tirol isch lei oans“), Sepp Tanzer (Sagen aus Alt Innsbruck) und Florian Pedarnig mit sei­ nem Marsch „Dem Land Tirol die Treue“, der seither bekanntlich einen wahren Sie­ geszug angetreten hat. Die Speckbacher aus Hall hatten Werke ebenfalls von Sepp Tanzer (Berg Isel Fanfare), Karl Mühlberger, Kapellmeister des 1. Tiroler Kaiserjägerregi­ ments in Innsbruck, mit dem „Speckbacher Marsch“, Sepp Thaler (die Tondichtung „Die

Etsch“), Anton Erich Kratz mit einem sym­ phonischen Beitrag „Prolog“, Märsche der Haller Komponisten Alois Fintl (Seid einig Musikanten) und Werner Morscher (Gruß aus Hall in Tirol), den heute noch viel auf­ geführten Marsch „Anno Neun“ von Fried­ rich Eichberger, den schönen Walzer „An mein Heimatdörfchen“ von Franz Wessiak sen. aus Steinach und den „Kaiser Franz Josef Marsch“ des Meraners Karl Pichler am Programm. Die Werke wurden damals vom ORF Ti­ rol aufgenommen. Im heurigen Gedenk­ jahr 2009 hatten nun F. Pedarnig und H. Ebenbichler die Idee, diese damaligen Auf­ nahmen endlich als CD heraus zu bringen – Impuls und Motivation für die Tiroler Ka­ pellmeister! Wie damals gab es eine schöne Zusammenarbeit zwischen dem Land Tirol (Kulturabteilung), dem Blasmusikverband Tirol und dem Helbling Verlag, aus des­ sen Sortiment viele der angeführten Werke stammen, neu kam die Firma Zimmermann aus Fritzens als Sponsor dazu. Der ORF sorgte für die Bearbeitung und Bereitstel­ lung der Aufnahmen. Das CD­Mastering

und Bereitstel­ lung der Aufnahmen. Das CD­Mastering übernahm die Firma Tonstudio Sillton aus Innsbruck (Mag.

übernahm die Firma Tonstudio Sillton aus Innsbruck (Mag. Josef Laube). Der Erlös (Doppel­CD € 17,­) wird zur Gänze dem 1996 von Florian Pedarnig geschaffenen Herz­Jesu­Notfond zur Unterstützung not­ leidender Blasmusikmitglieder und deren Familien zugeführt. Die Abrechnung erfolgt über das Konto des Tiroler Blasmusikverbandes Nr. 575936, Raiffeisen Landesbank Tirol, BLZ: 36000. Die CD kann beim Blasmusikverband bestellt werden, darüber hinaus hat der Helbling Verlag den Verkauf übernommen. (h.e. und f.p.)

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Eine gute Adresse für Hörerlebnisse

A ngelika und Gerhard Mayr betreiben ihre Initiative „pro cultura“ mit viel Einsatz und nicht immer dem ge­

bührenden Echo. Da dürften Musikliebha­ ber generell etwas aufmerksamer sein! Die CD­Reihe (rcr@mayrmusic.at) jedenfalls verdient Aufmerksamkeit. Neue Produktio­ nen stehen vor der Veröffentlichung, man kann aber ruhig ein bißchen zurückschau­ en. Drei herausragende Scheiben bzw. Live­ Mitschnitte:

„20 Jahre Brassband Fröschl Hall“ doku­ mentiert das fabelhafte Geburtstags­ und Neujahrskonzert dieser herausragenden Formation, aufgenommen am 2. Jänner 2008 im Congress Innsbruck. Mit Werken von Mario Bürki und Stefano Kurzo, Michael

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Glinka, Modest Mussorgsky („Das große Tor von Kiew“), Bertrand Moren, Ennio Morri­ cone, Otto M. Schwarz u.v.a. zündet Han­ ne Buchegger einmal mehr ein bläserisches Feuerwerk. Brass vom Feinsten und ausschließlich Tirolisches, das festgehalten gehört, birgt die CD „aufgetaucht“ der Brass Connection Tirol. Ein tolles Ensemble, kraft der Beset­ zung mit eigenem Klang und professionellen Möglichkeiten. Da hören sich Werner Pirch­ ners „Firewater Music und „Abschied?“­Be­ arbeitung (Otto Hornek), Florian Bramböcks „Drei Fanfaren zum Gedenkjahr“ und Her­ mann Delagos „Aquasonic Brass Fantasy“ schmissig, durchtrieben und, wie im letzten Fall, Sehnsüchte weckend an.

Ein denkwürdiges Konzert ist dem Diri­ genten und Kufsteiner Musikbeauftragten Bernhard Sieberer mit der Aufnahme des Fagott­, Oboen­ und Klarinettenkonzertes von Wolfgang Amadeus Mozart gelungen. Mit der Cappella Istropolitana, die seine schönen Tempi und Mozarts herrliche Mu­ sik fein umsetzt, breitet er den fabelhaften Solisten den roten Teppich aus, ohne die Wichtigkeit des Orchesterparts aufzugeben. Drei Solisten, denen man genau zuhören muss: Richard Galler ist Solofagottist der Wiener Symphoniker, der Tiroler Wenzel Fuchs Soloklarinettist der Berliner Philhar­ moniker und Dominik Wollenweber, der hier Oboe spielt, Solo­Englischhornist der Berli­ ner Philharmoniker.

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Richtig viel feinste Volksmusik

N icht mehr ganz junge Musikanten und Volksmusikliebhaber erinnern sich an das Langspielplatten­Dop­

pelalbum „Mei Liab isch Tirol“, das der Tiroler Volksmusikverein vor 25 Jahren veröffentlich hat. Wer es besitzt, hütet es.

Im Spätherbst des Tiroler Gedenkjahres

besitzt, hütet es. Im Spätherbst des Tiroler Gedenkjahres 2009 ist nun der Nachfolger erschienen: Die Kassette

2009 ist nun der Nachfolger erschienen:

Die Kassette „Tirol isch lei oans – Volks­ musikalische Kostbarkeiten“ beinhaltet drei CDs und ist nicht weniger als eine Stand­ ortbestimmung. Volksmusikverein­Obmann Peter Reitmeir im Vorwort zum sorgfältig ausgearbeiteten und deshalb sehr informativen Booklet:

„Die vorliegende CD­Ausgabe soll die Viel­ falt der Tiroler Volkmusik, wie sie sich im Jahr 2009 darstellt, dokumentieren. Ein großer Teil der zurzeit aktiven Volksmusik­ gruppen aus Nord­, Süd­ und Osttirol ist hier mit je einem Lied oder Instrumental­ stück vertreten. Obwohl heute die Lieder und Musikstücke im ganzen Alpenland umherfliegen, haben wir uns bemüht, hier ausschließlich Tiroler Lied­ und Musizier­ gut aufzunehmen, denn Tirol hat, wie kaum eine andere Landschaft, einen immensen Reichtum, was die musikalische Volkskul­ tur anbelangt. Dabei entsteht aber immer

CD­Besprechungen | sErViCE

wieder sehr viel Neues. Was ebenfalls hier dokumentiert ist.“ Auf jeder Seite des Booklets ist eine Grup­ pe oder ein Solist in Wort und Bild vor­ gestellt. Man blättert darin wie in einem Büchl, denn es gibt Information, eine Men­ ge Gschichtln und Literaturtipps. 90 Lieder und Stückln sind aufgenommen, auch aus früherer Zeit, ein Hauptaugenmerk galt aber der guten technischen Qualität. Auf­ zählungen sind kaum möglich, weil man alle Interpreten nennen möchte. „Der Har­ te Kern“ als Nachfolger der „Fidelen Inn­ taler“, „Die Unterlandler“, „Die Alpbacher Bläser“, „Die Nauderer Schupfamusik“, „Die Goinger Weisenbläser“, „Die Tiroler Kirchtagsmusig“, „Die Rainer Hausmusik“:

Das sind zum Beispiel die Bläsergruppen und Gruppen mit Bläserbeteiligung der er­ ste CD. Drei Silberscheiben lang Freude und Anre­ gung! (www.tiroler­volksmusikverein.at) n

er­ ste CD. Drei Silberscheiben lang Freude und Anre­ gung! (www.tiroler­volksmusikverein.at) n Februar | BiT 4

sErViCE | Neue Noten, Termine, Musikanten gesucht

Neue Noten

PAssiOn: für soli (sopran, Alt, Bariton), gemischten Chor, sprecher,

Blasorchester und Orgel

von Werner Brüggemann

K urz vor seinem allzu frühen Tod schrieb der international bekann­ te oberösterreichische Komponist

Werner Brüggemann noch ein großes Werk mit dem Titel „PASSION nach Matthäus“. Er widmete dieses sein tiefsinniges „Mu­ sikalisches Testament“ seiner Frau Frie­ derike. Die ursprüngliche Fassung dieses abendfüllenden Werkes weist eine Beset­ zung von Soli, gemischten Chor, Orchester, Orgel, elektronische Instrumente sowie ei­ nen umfangreichen Percussiunssatz auf. In dieser Fassung erlebte Brüggemanns „Passion“ im November des Jahres 1994 in Linz ihre Uraufführung. Wie in seinen anderen beiden großangelegten sakralen Kompositio­nen, der „Österreichischen Volksmesse“ (1978) und der „Linzer Mes­ se“ (1990), so lässt sich Brüggemanns Musik auch hier stilistisch schwer einord­ nen. Seine zeitgemäße, tonale Tonsprache geht ganz eigenständige Wege. Sie unter­ wirft sich keinen modischen Zeitströmun­ gen. Der etwas verhaltene Ausdruck passt hervorragend zum Grundthema dieses geistlichen Werkes. Sämtliche Liedtexte sowie die Auswahl der Bibeltexte stam­ men übrigens von Hans Dieter Mairinger. Die rund einstündige Komposition enthält zahlreiche Momente, in denen der Text besonders charakteristisch ausgedeutet wird. Vielleicht ist die Nr. 13 mit der in­ nigen Bitte „Herr, erlöse uns durch dein Leiden“ das Herzstück der gesamten Komposition. Seit kurzem liegt nun auch eine neue Fassung der PASSION von Werner Brüg­

nun auch eine neue Fassung der PASSION von Werner Brüg­ gemann für Blasorchester vor. Diese Neu­

gemann für Blasorchester vor. Diese Neu­ fassung stammt aus der Feder des jungen und ambitionierten Tiroler Kapellmeisters Wolfgang Neurauter. Zum etwas redu­ zierten symphonischen Blasorchester (es sieht nur zwei Hörner und zwei Trompeten vor) treten relativ viele Schlaginstrumente hinzu. Die Grundbesetzung mit drei Ge­ sangssolisten, gemischten Chor und Or­ gel behielt er natürlich bei. Sehr gekonnt setzt Neurauter das Blasorchester ein, sodass es einerseits nie die Solisten oder den Chor verdeckt, und andererseits auch nicht allzu durchsichtig klingt. summa summarum: Ein gelungenes abendfüllendes Werk von Werner Brüg­ gemann, das Ausführende und Zuhörer gleichermaßen bereichert. n Gottfried Veit

EDITION DONAUTON Derndorferweg 15, A­4048 Puchhenau Tel. & Fax 0732/221003 E­Mail: office@brueggemann.at

Verbandstermine

so. 7. märz 2010:

Generalversammlung des Landesver­ bandes mit Neuwahlen, 8:30 Uhr Mes­ se in der Jesuitenkirche in Innsbruck, 10:00 Uhr Versammlung im Großen Stadtsaal Innsbruck

sonntag, den 28. märz 2010:

Frühjahrskonzerttermin der k.u.k. Postmusik Tirol, um 19:00 Uhr Völs, Veranstaltungszentrum Blaike

Fr. 16. bis so. 18. April 2010:

Modul 3 des ÖBV­Jugendreferenten­ seminars West am Grillhof Vill

sa 8. mai 2010:

Diplomprüfung im Lehrgang „Diplo­ mierter Kapellmeister“, Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben

Fr 24. bis so 26. september 2010:

Modul 4 des ÖBV­Jugendreferenten­ seminars West zusammen mit dem Seminar Nord (Salzburg und Oberöster­ reich) in Seminarkultur an der Donau, Wesenufer 1, 4085 Waldkirchen (im Innviertel, politischer Bezirk Schärding)

so. 10. Oktober 2010:

Landeswertungsspiel im Congress Innsbruck

musik in kleinen Gruppen 2010:

Landeswettbewerb Musik in kleinen Gruppen:

sa. 24. April 2010 in innsbruck:

Bundeswettbewerb Musik in kleinen Gruppen:

sa. 23. und so. 24. Oktober 2010:

in Tulln/Niederösterreich

Trompeter und Posaunisten gesucht

D ie Musikkapelle Kreith ist dringend auf der Suche nach Trompetern und Posaunisten zur Verstärkung

dieser beiden Register! In der MK Kreith sind 46 Musikantinnen und Musikanten sowie 5 Marketenderinnen aktiv. Im kon­ zertanten Bereich wird gängige traditionel­ le, nationale und internationale Literatur

(Stufen A und B) gespielt, im Bereich der Marschmusik ist die MK Kreith in der Stu­ fe D vertreten. Die Proben finden größtenteils an Diens­ tagen und/oder Freitagen statt. Nähere Informationen zur Musikkapelle Kreith sowie Kontaktmöglichkeiten unter www. mk­kreith.com !

Für rückfragen steht euch Obmann Andreas Silbernagl unter andreas.silbernagl@googlemail.com oder ich unter christian.siller@ph­tirol.ac.at, Tel. 0664/844 90 31 gerne zur Verfügung!

Christian Siller, MK Kreith

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Was tut sich außerhalb Tirols? | sErViCE

Was tut sich außerhalb Tirols?

zusammengestellt von Landesobmann Dr. Herbert Ebenbichler

Internationales Blasmusikfestival in Berlin, 14. und 15. Mai 2010

Die Stadt Berlin und EvenTTours organi­ sieren am 14. und am 15. Mai 2010 ein Internationales Blasorchester Festival. Or­ chester aus ganz Europa können teilneh­ men. Reiseorganisation nach Berlin über EvenTTours. mehr infos unter: www.eventtours.nl (HaFa Festival) info@eventtours.nl

ÖBV-Kongress 2010

Am Fronleichnamswochenende vom Don­ nerstag, 3. bis Sonntag, 6. Juni 2010 findet der ÖBV­Kongress in Wien im Zu­ sammenhang mit dem Blasmusikfest Wien statt. Zu diesem sind wieder drei Kapellen pro Landesverband eingeladen. 2010 fei­ ert der Wiener Verband das Jubiläum sei­ nes 50­jährigen Bestehens. mehr unter: www.blasmusik.at

Zusammenziehung aller neun

Österreichischen Militärmusik- kapellen, Di, 15. bis Sa,

19. Juni 2010 in Klagenfurt

Die nächste Zusammenziehung der Öster­ reichischen Militärmusikkapellen findet vom 15. bis 19. Juni 2010 in Klagenfurt statt. In diesen Tagen gibt es auch Konzerte der Militärkapellen in verschiedenen Orten Kärntens. Die sehenswerte Schlussveran­ staltung mit Shows und Konzerten geht am Freitag, 18. Juni 2010, im Wörtherseesta­ dion in Klagenfurt über die Bühne.

Mideurope in Schladming

13. bis 18. Juli 2010

Im Rahmen der nächsten Mideurope gibt es vom 10. bis 18. Juli 2010 in Schladming wieder das World Youth Wind Orchestra Project 2010 (WYWOP). Dieses besteht seit 1997 und findet jährlich im Rahmen des Festivals Mideurope in Schladming/ Österreich statt. In einer probenintensiven Woche werden hochwertige Kompositio­ nen für symphonisches Blasorchester mit international anerkannten Dirigenten erar­ beitet. Die Dirigenten 2010 sind: Henrie Adams (Spanien) und Johann Mösenbich­

ler (Österreich). Anreise: 10. Juli, Abreise:

18. Juli 2010, Konzert: Samstag, 17. Juli 2010 – Konzertkleidung erforderlich. Die Anreisekosten sind selbst zu tragen. An­ meldegebühr: € 200,–. Diese beinhaltet freie Unterkunft und Verpflegung, sowie freien Eintritt zu allen Konzerten im Rahmen der Mideurope. Die Gebühr ist nach Bestätigung zum aktiven Mitglied des Orchesters innerhalb von zwei Wochen zu überweisen. Bankverbindung:

Raiffeisenbank Eberschwang, BLZ 34081, lautend auf: Internat. Jugendorchester, Johann Mösenbichler, Kt. Nr.: 13920, IBAN: AT223408100000013920, BIC: RZOOAT2L081. Anmeldefrist: 1. März 2010. Anmeldefor­ mular unter: www.mideurope.at oder via E­Mail: WYWOPinfo@yahoo.com Anmel­ dungen an Verena Mösenbichler 714 Mill­ spring Drive, Durham, NC 27705. Flyer und Anmeldeformular auch auf der Homepage des ÖBV: www.blasmusik.at

Landesmusikfest Südtirol Freitag, 15. bis Sonntag, 17. Oktober 2010 in Meran

Der Verband Südtiroler Musikkapellen ver­ anstaltet am 16. und 17. Oktober 2010

in Meran sein 16. Landesmusikfest mit Konzerten, Marschmusikbewertung und großem Umzug. Zusätzlich wird am 29. und 30. Mai 2010 in Vahrn bei Brixen ein Landeswertungs­ spiel veranstaltet. Aus dem Blasmusik­ verband Tirol wird eine Musikkapelle zur Teilnahme am Landeswertungsspiel einge­ laden, die vom Veranstalter auch verpflegt wird, weiters interessierte Kapellen müs­ sen ihre Kosten selbst tragen. Zum Musik­ fest in Meran werden zwei Tiroler Kapellen eingeladen. Diese sollten in Meran oder Umgebung ein Platzkonzert geben und sich am Sonn­ tagnachmittag am Festumzug beteiligen. Es besteht auch die Möglichkeit der Teil­ nahme an der Marschmusikbewertung am Samstagnachmittag oder im Rahmen des Festumzuges am Sonntag. Die Kosten für den Aufenthalt in Meran von Samstag auf Sonntag, sowie Abendessen/ Samstag und Mittagessen/Sonntag werden vom Südtiroler Verband übernommen. Interessierte Kapellen wenden sich an das Büro des Tiroler Landesverbandes in Innsbruck (Tel.: 0512/572333, E­Mail:

office@blasmusikverband­tirol.at). Auskünf­ te auch im Büro des Südtiroler Verbandes in Bozen (Tel. 0039/471/976387, E­Mail:

VSM@dnet.it und www.vsm.bz.it). n

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sEriE | Tiroler Musikpersönlichkeiten

Uraufführung im Congress in Innsbruck

Den Zeitfluss steuern

Johannes Sigl über seine Auftragskomposition „CIRCLE OF TIME“, uraufgeführt beim Festkonzert des Tiroler Landesverbandes im Oktober 2009.

D ie Aufführung von meinem Stück

„Circle of Time“ fand zwar im

Rahmen einer Veranstaltung von

„Tradition trifft Zukunft“ statt, hat aber kei- nen Bezug zu dem Thema. Der Titel bezieht sich mehr auf meine eigene musikalische Geschichte, meine eigenen musikalischen Eindrücke der vergangenen Jahre. Es gab also keine thematischen Vorgaben, ich konnte meiner Phantasie freien Lauf lassen. Ich hätte die Möglichkeit gehabt, was für Sänger und bzw. oder Instumen- talsolisten und Orchester zu schreiben. Im Falle des Sängers wäre ich dann aber an ei-

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nen Text und dessen Inhalt gebunden ge- wesen. Auch die Position des Orchesters wäre eine völlig andere, es kreist ja dann mehr oder weniger um den Solisten. Am interessantesten schien mir also, „nur“ das Blasorchester als riesiges Instrument zu nehmen. Auf dem Sektor „Blasmusik“ habe ich ei- nige sehr interessante Konzerte vom Ensem- ble Windkraft Tirol gehört, das sich ja ganz der Neuen Musik verschrieben hat. Da ich mich bis jetzt vor allem mit klas- sischer Orchestermusik befasst habe, dach- te ich zuerst, dass ich die Streichergruppe

habe, dach- te ich zuerst, dass ich die Streichergruppe vermissen würde. Interessanter Weise war das beim
habe, dach- te ich zuerst, dass ich die Streichergruppe vermissen würde. Interessanter Weise war das beim

vermissen würde. Interessanter Weise war das beim Komponieren und Instrumentie- ren dann aber gar nicht mehr in meinem Bewusstsein. Die klangfarblichen Möglich- keiten eines Blasorchesters sind ja nahezu unbegrenzt! Das Stück ist vielleicht insofern eine He-

Tiroler Musikpersönlichkeiten | sEriE sehr aufgeschlossen begegneten, was sicher zu einem guten Teil an Hermann

Tiroler Musikpersönlichkeiten | sEriE

sehr aufgeschlossen begegneten, was sicher zu einem guten Teil an Hermann Pallhu- ber lag, der die Proben und die Aufführung hervorragend leitete und mir in der Entste- hungszeit des Stücks viele wertvolle Tipps gab! Ich hoffe, dass es in Zukunft weitere und mehr Chancen und Möglichkeiten für Tiroler Komponisten gibt, für Blasorchester Stücke zu schreiben, denn an hervorragenden und aufgeschlossenen, experimentierfreudigen Musikern und Dirigenten besteht bei uns wahrlich kein Mangel!

rausforderung als es über weite Strecken sehr langsam und sehr leise gehalten ist, und ein paar Mal fast zum Stillstand kommt. Es gibt nur ein paar wenige rhythmische Pas- sagen, bzw. rhythmische Impulse. Spannend ist es, sich mit musikalischen Zeitzuständen zu spielen, den Zeitfluss zu steuern – ver- langsamen, beschleunigen, anhalten –, nicht nur über das tempo sondern auch über dy- namische und klangfarbliche Varianten. Besonders erfreulich war, dass die groß- teils jungen Musiker/innen der Tiroler Blä- serphilharmonie dem Stück, wie mir schien,

Johannes Sigl, geb. 1959 · Kontrabassunterricht in der Musikschule Innsbruck bei Josef Sorg · Mitwirkung

Johannes Sigl, geb. 1959

· Kontrabassunterricht in der Musikschule Innsbruck bei Josef Sorg

· Mitwirkung bei verschiedenen Produktionen und Ensembles: Tiroler Landestheater, Innsbrucker Kammer­ spiele, Kellertheater, Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Tiroler Ensemble für Neue Musik, Jazzorche­ ster Tirol und diverse Band­Formationen (am E­bass)

· Kompositionen für: Orchester, Kammermusikensembles, Chor, Klavier, Musiktheater, Hörspiel und Bands

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Nachruf für Werner Kofler

Nachruf für Werner Kofler A m Stephanitag, den 26.12.2009 ist Werner Kofler ganz überraschend von uns

A m Stephanitag, den 26.12.2009 ist

Werner Kofler ganz überraschend von

uns gegangen. Ein schwerer Schlag traf

vor allem die Familie, Gattin Monika mit den drei Kindern Hannes, Viktoria und Kathrin, die Angehörigen, aber auch die Vereine und die Ge- meinde. Werner Kofler wurde am 5.2.1969 als zweites von drei Kindern des Ehepaares Alois und Erna Kofler geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule in Axams trat er in den Postdienst ein und arbeitete dort bis 2004. Seine Hochzeit mit Monika Told brachte ihn 1991 zu uns nach Sistrans. Für seine Familie baute er ein Einfami- lienhaus. Ab Juli 2004 wirkte er als Gemeindear- beiter in Sistrans. Sein Geschick im Umgang mit allen Maschinen, seine Handfertigkeit in vielen handwerklichen Bereichen, seine Hilfsbereitschaft und Freund- lichkeit machten ihn bald zu einem Garanten im Service der Gemeinde für die Bürgerschaft. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Verei- nen mit. Wo er Mitglied war, arbeitete er stets mit Vollkraft. Erinnert werden darf seine Mitarbeit in der Feuerwehr, bei den Schützen, später beim Krippenverein und der Musikkapelle. In jedem Verein bekleidete er bald wichtige Funktionen.

In jedem Verein bekleidete er bald wichtige Funktionen. Bis zum Jahre 2005 war Werner Mitglied zuerst

Bis zum Jahre 2005 war Werner Mitglied zuerst bei der Schützenkompanie Axams und dann bei der Kompanie Sistrans. Er machte sich als Spätbe- rufener die Mühe, ein Instrument zu erlernen. Er wählte das Bariton, trat 2005 in die Musikkapelle Sistrans ein und erreichte 2009 das Leistungsab- zeichen in Bronze. Gleich im Eintrittsjahr wurde

in mEmOriAm

er zum Zeugwart gewählt, eine Funktion, die er in größter Umsicht ausführte. Das Licht beim abendlichen Ständchen, das Gestühl, die Noten- ständer, die Notenmappen und die Sprechanlage fürs Konzert, die Ausgabe von Tracht und Grau- em Röckl für neue Mitglieder, die Ordnung im Probelokal, die Transporte, das sind nur einige Beispiele von vielen, die Werner mit Verlässlich- keit für seine Musikkapelle erledigte.

Lieber Werner, du wirst uns allen sehr fehlen, deiner Familie, der Gemeinde, deinen Verei-nen und vor allem deinen Freunden. Abgehen werden uns nicht nur deine so wichtige und geschätzt Mitarbeit, dein guter Ratschlag und deine kon- sequente und uneigennützige Hilfe, sondern auch dein großer Humor, dein treffender Witz und dei- ne tiefe Freundschaft.

Lieber Werner, bereite für uns alle viele schöne Erlebnisse in der anderen ewigen Welt vor, in ei- ner Welt voll Musik, die wir auch sicher betreten werden. Warte ein wenig auf uns. Auf Wiederse- hen!

Triendl Toni, Chronist

Nachruf für Markus Walser

hen! Triendl Toni, Chronist Nachruf für Markus Walser S chlagzeuger der Musikkapelle Ischgl, Schü- ler des

S chlagzeuger der Musikkapelle Ischgl, Schü- ler des Landeskonservatoriums Innsbruck und Mitglied verschiedener Musikgruppen.

Betroffenheit, Bestürzung, Trauer, … unsere Ge- fühle können wir nicht in Worte fassen. Markus, du lebtest für die Musik und mit der Musik. 10 Jahre lang durften wir miterleben, wie du in der Musik gewachsen und gereift bist.

„Music was his first love And it will be his last.“

In deiner Musik war sehr viel Gefühl, Musi- kalität und Leben, wir können nicht glauben, sie nie mehr zu hören. Im gemeinsamen Musizieren haben wir deine Zuneigung und Freundschaft gespürt. Dafür, lieber Markus danken wir dir. Durch Deine Begeisterung für die Musik warst

du für viele ein Vorbild. In diesem Sinne werden wir dich immer in Erinnerung behalten und ein ehrendes Andenken auch im Gebet bewahren.

Lieber Markus, wir danken dir für deine Freundschaft und Kameradschaft und dein son- niges Gemüt. In unseren Herzen wirst du immer bei uns sein. Unser größtes Mitgefühl gehört dei- nem Vater und Bruder, die einen unglaublichen Verlust erlitten haben.

Lieber Markus, Pfiat di – bis zum Wiederse- hen – der Herrgott schenke dir den ewigen Frie- den. Amen

Deine Musikkameraden der Musikkapelle Ischgl

schenke dir den ewigen Frie- den. Amen Deine Musikkameraden der Musikkapelle Ischgl Februar Februar | |
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