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Nr. 06 vom 27. Mai 2010

Zoll gegen Schwarzarbeit:


Bundesweite Schwerpunktprüfung bei Betrieben der Abfallwirtschaft

Die neue Mindestlohnbranche unter der Lupe

Der Zoll bekämpft weiterhin mit Nachdruck Schwarzarbeit und illegale


Beschäftigung.

Seit dem 01. Januar 2010 haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in
Betrieben der Abfallwirtschaft einen gesetzlichen Anspruch auf den bundesweit
einheitlichen Mindestlohn in Höhe von 8,02 Euro/Stunde. Dies nahm die
Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls zum Anlass, diese Branche genauer unter
die Lupe zu nehmen. Sie kontrollierte in der Woche vom 3. bis 9. Mai 2010
bundesweit mit 1.600 Zöllnerinnen und Zöllnern über 15.300 Personen und
insgesamt 2.800 Unternehmen. Im Bereich des Hauptzollamtes Krefeld
kontrollierten 22 Zöllner 92 Betriebe und 782 Personen.

Dabei ergaben sich bundesweit bei den Arbeitgebern 434 (Krefeld: 23), bei
Arbeitnehmern 400 (Krefeld: 15) Hinweise auf Rechtsverstöße.

Bei 228 (Krefeld: 4) Arbeitgebern bestehen Anhaltspunkte, dass der gesetzliche


Mindestlohn nicht in voller Höhe gezahlt wurde.

Daneben liegen 167 (Krefeld: 10) Hinweise auf Leistungsbetrug und 47 (Krefeld:
keine) Hinweise auf Scheinselbständigkeit vor. Unregelmäßigkeiten im Hinblick auf
Meldepflichtverletzungen nach SGB IV ergaben sich in 148 (Krefeld: 15) Fällen.

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse wurden bundesweit an Ort und Stelle 68


(Krefeld: 2) Bußgeld- und 14 (Krefeld: keine) Strafverfahren gegen Arbeitnehmer
und Arbeitgeber eingeleitet. Eine Person wurde vorläufig festgenommen.
Die Auswertung der eingesehenen Unterlagen und Angaben der Arbeitnehmer
dauert noch an.

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Weitere Informationen unter www.zoll-stoppt-schwarzarbeit.de und www.zoll.de.