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Drs.

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17.6.2010
StudiBulli-Evaluation

Der StudiBulli ist ein Angebot der gleichnamigen Initiative für Umzüge und Ausflüge. Es
richtet sich an Studierende der Universität Osnabrück. Der Bulli ist ein Toyota Hiace. Er
gehört zu zwei Dritteln der Studierendenschaft und zu einem Drittel dem Carsharing-Verein
Stattverkehr Osnabrück e.V.
Das StuPa hat am 9.7.2008 die Kooperation mit Stadtverkehr und die Finanzierung des Bullis
beschlossen. Diese Evaluation dient ihm als Rückmeldung. Zwischendurch war von Seiten
der Initiative geplant, noch eine Umfrage anzufügen, um einerseits den Bekanntheitsgrad des
Bullis und die Zufriedenheit mit dem Angebot festzustellen, andererseits eventuelles
Verbesserungspotential auszuloten. Dafür blieb am Ende jedoch keine Zeit mehr. Wir
empfehlen eine Umfrage durchzuführen, wenn die Neuanschaffung des Fahrzeugs ansteht.

Nutzung

Zwischen Oktober 2008 und Februar 2010 ist der Bulli etwa 200 mal gebucht worden. Bis
Mitte Juni dürfte diese Zahl auf 240 gestiegen sein.
Nach Schätzungen von Ralf Enger, dem Buchhalter von Stattverkehr, sind etwa 90% der
Fahrten über die Initiative vermittelt worden. Im Umkehrschluss beträgt der Anteil der Mit-
glieder von Stattverkehr 10%. Ebenso schätzt Enger, dass 98% der Fahrten Frachttransporte
sind. Deshalb sind seit Anfang 2010 die Sitze standardmäßig abgeschraubt, liegen aber im
Fahrzeug.
Bis Februar 2010 ist der Bulli 22000 km gelaufen, wovon etwa 2000 km auf Stattverkehr
entfallen. Die meisten Fahrten dauern drei bis sechs Stunden und gehen über 20 bis 40
Kilometer. Vier mal pro Jahr kommt es auch zu längeren Fahrten um 500 km.
Ansonsten fällt noch auf, dass Verträge selten storniert werden und die meisten Buchungen
am Monatsende stattfinden.

Finanzielle Aspekte

Im Jahr 2009 hat der Bulli Einnahmen in Höhe von 8000 € eingebracht. Davon sind
abzuziehen 6200 € direkte und 700 € anteilige Kosten (z.B. Verwaltungskosten). Übrig
bleiben 1100 €.

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Stattverkehr kalkuliert so, dass in fünf Jahren aus der Rendite ein neues Fahrzeug angeschafft
werden können müsste. Das wären hier 2000 € pro Jahr. Der Bulli trägt sich also nicht selbst,
deshalb wird Stattverkehr ihn auch nicht komplett übernehmen. Dies war anfangs im Fall
genügender Nutzung angedacht. Stattverkehr würde die Sache gerne weiter führen und sich,
wenn Ende 2011 eine Neuanschaffung ansteht, mit mehr als dem jetzigen Drittel an den
Anschaffungskosten beteiligen. Gibt allerdings die Studierendenschaft ihr Engagement auf,
würde der Bulli abgeschafft. Die Auslastung zu erhöhen, ist gut möglich, da die meisten
Kosten verbrauchsunabhängig sind.

Verbesserungen

Die Zeiten, in denen man den Bulli mieten kann, sind identisch mit den jeweiligen AStA-
Öffnungszeiten. Das führt dazu, dass während der vorlesungsfreien Zeit der Bulli in den
meisten Wochen nur dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr gemietet werden kann.
Dies könnte die Auslastung negativ beeinflussen. Ab Mitte Juli gibt es deshalb zusätzlich die
Möglichkeit, die Zugangschipkarte außerhalb der AStA-Öffnungszeiten über Stattverkehr zu
bekommen (aber nur in der vorlesungsfreien Zeit). In diesem Fall ist das Vertragsformular so
weit wie möglich ausgefüllt mitzubringen. Weitere Informationen und das Formular werden
noch auf der AStA-Homepage veröffentlicht.

Für die Initiative StudiBulli


Jens Schnau

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