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NICD

Network International Cooperation in Conflicts and Disasters


network update 27

Liebe Mitglieder des Netzwerkes,

Die Vorbereitungen der Netzwerk Vollversammlung werden immer konkreter und viele neue
Entwicklungen und Ereignisse haben sich in und um unserer Vorhaben herum entwickelt.
Tagungen und Workshops stehen an oder wurden durchgeführt, neue Publikationen sind
erschienen und vieles mehr.

Ich freue mich, dass so viele von Ihnen wieder zu dem guten Gelingen des Newsletter bei-
getragen haben, bedanke mich bei allen fleißigen Beitragsschreiber/innen und wünsche viel
Spaß bei der Lektüre.

Falls einmal ein Link aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren sollte, wenden Sie sich
gerne an mich. Auch für alle weiteren Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen

Lena Koch

Netzwerkassistenz

Bitte senden Sie Ihre Beiträge für die nächste Ausgabe des network update, die im Mai erscheinen wird, bis
zum 10.08.2010 an nicd@gtz.de

Alle Ausgaben des network update finden Sie in DMS unter Projektarbeitsbereich: network
update (NICD-Newsletter).

Mai 2010
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Network International Cooperation in Conflicts and Disasters
network update 27

Inhalt
Inhalt ............................................................................................................................................................... 2
Neues aus dem Netzwerk.............................................................................................................................. 3
NICD Vollversammlung 2010 ...................................................................................................................... 3
Fachübergreifende Themen und Meldungen .............................................................................................. 3
Aktuelle Strategiepapiere, Publikationen und Berichte................................................................................ 3
Veranstaltungen und Fortbildungen ............................................................................................................ 4
Neue übersektorale Kennungen für die Angebotserstellung ....................................................................... 4
Das BMZ hat zwei neue übersektorale Kennungen vorgegeben ("Anpassung an den Klimawandel" und
"Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen"), die seit 1. April in Neuvorhaben berücksichtigt werden
müssen. Link zu Leitfäden ........................................................................................................................... 4
World Bank Open Up Its Data ..................................................................................................................... 4
Fachteam Krisenprävention/Friedensentwicklung..................................................................................... 5
 Aus den Projekten .................................................................................................................................. 5
Resolving Sri Lanka's conflicts in class – Learning English ........................................................................ 5
Fotoworkshops in dem Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela ................................................. 6
Addis Group for Peace and Security ........................................................................................................... 7
Bolivien – Die Herausforderung von Konflikttransformation in Zeiten politischer und sozialer Umbrüche .. 7
 Themen in der Zentrale .......................................................................................................................... 8
Linking Practice to Policy: practical responses to conflict ........................................................................... 8
Wissen was wirkt: Unabhängige Evaluierungen im Bereich Friedensentwicklung und Krisenprävention ... 8
Fachteam Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe ................................................................... 9
 Aus den Projekten .................................................................................................................................. 9
Friedensentwicklung und Konfliktbearbeitung auf lokaler Ebene im Süd-Sudan – Frieden beginnt zu
Hause .......................................................................................................................................................... 9
The Context of Agricultural Development in Afghanistan from a German Perspective ............................. 10
Praxisnah lernen – in Mazar-e-Sharif hat im Februar 2010 ein Workshop zum Thema
Ernährungssicherung stattgefunden.......................................................................................................... 12
GTZ Afghanistan: Konfliktsensibilität Großgeschrieben ............................................................................ 13
Die Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe im PCA Prozess - Ein Workshopbericht aus
Badakhshan............................................................................................................................................... 14
Schutz von Wegen, Livelihood und Grundstücken .................................................................................... 15
Muros de llantas para proteger caminos, viviendas y terrenos/ para que sirve ........................................ 15
Monitoring in Guatemala vom Förderbereich „Wiederherstellung der land- und forstwirtschaftlichen
Produktionsgrundlagen“ ............................................................................................................................ 15
Crónica de una visita a la Gestión del Riesgo ........................................................................................... 15
 Themen in der Zentrale ........................................................................................................................ 15
EuropeAid erstellt Studie zu Ernährungssicherung und Social Transfers ................................................. 15
Scaling up Nutrition: A new framework for action to address undernutrition ............................................. 16
Orientierung an Wirkung – Eine unendliche Geschichte? ......................................................................... 16
Fachteam Katastrophenvorsorge .............................................................................................................. 17
 Aus den Projekten ................................................................................................................................ 17
‘There’s always too much security until the day when there wasn’t enough’ -Sicherheit für Indonesien’s
Tourismusindustrie .................................................................................................................................... 17
Post Disaster Needs Assessment (PDNA) nach dem Erdbeben in Haiti .................................................. 18
30 Minutes in the City of Padang............................................................................................................... 20
The BHA Tsunami Early Warning Service: Fast, reliable and targeted information for Balis’ Hotel Industry
................................................................................................................................................................... 21
 Themen in der Zentrale ........................................................................................................................ 22
Informationsreise einer Delegation armenischer Experten der Katastrophenvorsorge in Deutschland .... 22
Hinweise auf Stellenausschreibungen ...................................................................................................... 23

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Neues aus dem Netzwerk


NICD Vollversammlung 2010
Vom 20.-23. September 2010 wird die nächste Vollversammlung des NICD in Berlin stattfinden. Die
Anmeldeformulare wurden bereits versendet, die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Leider können wir derzeit
noch kein Programm versenden, holen dies aber nach, so bald eine erste Version zur Verfügung steht.
Kontakt: Lena Koch; lena.koch@gtz.de

Fachübergreifende Themen und Meldungen


Aktuelle Strategiepapiere, Publikationen und Berichte
• Handbook on “Preventing Corruption in Humanitarian Operations” by Transparency
International Link
• “Access to land a prerequisite to food security” Views and results of the Discussion Forum
held in Eschborn, June 23rd 2009 Link
• ‚Aus der Praxis für die Praxis‘ Erfahrungen der GTZ aus der Technischen Zusammenarbeit in
Ländern mit fragiler Staatlichkeit / TC in Countries with Fragile Statehood, September 2009
Link to full text in german and english
• GTZ Genderstrategie 2010 – 2014 Link
• Humanitarian Food assistance policy der EU
Die EU hat ihre humanitarian food assistance "policy" verabschiedet. Cash Interventionen und
local procurement haben einen höheren Stellenwert als zuvor. Gleichzeitig wurde die "EU
policy framework to assist developing countries in addressing food security challenges"
verabschiedet. Link
• Food for Assets Handbook: Food for Assets (FFA) activities in Southern Africa, Based on
consultations with WFP and partners in Lesotho, Malawi, Mozambique, and Zambia, März
2007 Link zum Handbuch
• „Gewalt gegen Frauen“, ein Factsheet von dem Sektorprogramm Frieden und Sicherheit
herausgegeben auf deutsch, englisch und französisch Link zum Dokument
• NICS bulletin version 21: This issue covers the period from December 2009 to February 2010.
It includes an update on the nutrition related interventions in Haiti. Furthermore, it highlights
recent survey results on infant and young child feeding practices and that these need more
attention, especially in crisis situations. Link to Bulletin
• „Immer knapper, immer teurer? Die Importabhängigkeit bei metallischen Rohstoffen schafft
Verwundbarkeiten“ Paper der SWP, Dr. Stormy-Annika Mildner und Florian Wassenberg Link
• Joseph Hanlon, Armando Barrientos and David Hulme shake the very foundations of aid
policy in: Just Give Money to the Poor: The Development Revolution from the Global South
Link to leaflet
• KOFF Newsletter Link
• Civil Society and Peacebuilding: A Critical Assessment“ by Thania Paffenholz Link zur
Homepage

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Veranstaltungen und Fortbildungen


• Austellung: Kunduz, 4. September 2009
Die Austellung von Christoph Reuter und Marcel Mettelsiefen, kuratiert von Harald Theiss,
findet vom 24.April. bis 13. Juni 2010, Mittwoch bis Sonntag 12-18 Uhr im Kunstraum
Potsdam statt. Link zum Flyer
• KOFF Training Program 2010
This year’s series includes trainings on the following topics:
- A Question of Honour? Gender and Culture Sensitive Approaches to Peacebuilding
- Evaluating Peacebuilding Projects
- From Analysis to Strategy
- Children & Dealing with the Past
Link zur Übersicht
• IPDTC 2010 Autumn Peace Academy
IPDTC is launching its 2010 Autumn Peace Academy with a range of programmes addressing
the core skills, knowledge and experience of practitioners working in the field of peacebuilding,
conflict transformation, development work, humanitarian aid, gender, governance and other
related areas.
Peacebuilding, Conflict Transformation & Post-War Stabilisation, Recovery, and Reconciliation
th nd
18 – 22 of October, 2010 – Cluj-Napoca, Romania; Gender and peacebuilding: Integrating
Planning and Action in the Field (IGP)
th th
25 – 29 of October, 2010 – Cluj-Napoca, Romania;
For more information on course content, application procedure & deadline, please visit the
IPDTC web-site: www.patrir.ro/training or write to training@patrir.ro
• Course on Conflict Sensitive Approaches to Humanitarian Emergencies and Development
New short course on Conflict Sensitive Approaches to Humanitarian Emergencies and
Development will be conducted at the University of Durham in the UK from 15th to17th July.
Link Details can be found at the following here: http://www.dur.ac.uk/sgia/conflict/
• Workshop: Forschung zur Lösung des Welternährungsproblems
Im Rahmen des TA-Projekts „Welchen Beitrag kann die Forschung zur Lösung des
Welternährungsproblems leisten?“ findet am 17.Juni 2010 im Marie-Lüders-Haus, Berlin ein
Workshop statt. Die Anmeldung ist bis zum 10.Juni 2010 erforderlich. Link zum Flyer

Neue übersektorale Kennungen für die Angebotserstellung


Das BMZ hat zwei neue übersektorale Kennungen vorgegeben ("Anpassung an den Klimawandel"
und "Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen"), die seit 1. April in Neuvorhaben berücksichtigt
werden müssen. Link zu Leitfäden

World Bank Open Up Its Data


The new data.worldbank.org lists over 2,000 indicators available for free use and redistribution. Link

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Fachteam Krisenprävention/Friedensentwicklung

 Aus den Projekten


Resolving Sri Lanka's conflicts in class – Learning English
th
Tuesday February 9 , British „Guardian Weekly“
An education project funded by the German government is trying to help communities divided by civil
war to express mutual respect and understanding in a new language. Psyche Kennett, the project's
coordinator, explains how this kind of English language training can reduce hostility
Tuesday February 9th 2010

Words of peace ... communities remain


divided by Sri Lanka's civil war
Photograph: Indranil Mukherjee/AFP/Getty
Images

The war may be over in Sri Lanka but the issues behind the conflict remain unresolved. Language is
one of them. In the aftermath of the fighting victims of conflict, military authorities, civil servants and
international relief agencies are struggling to restore services and keep food distribution and de-mining
on track. The soldiers don’t speak Tamil, the refugees don’t speak Sinhala and the doctors from
Médecins sans Frontières don’t speak either language. They communicate in English.
In the past English was considered divisive. The Sinhalese called it kaduwa – the sword that cut
between the classes. But English continues to be used as the language of management in public
service and of international aid, and people in Sri Lanka still want to learn it.
Recognising this fact, the Trincomalee-based Performance Improvement Project (PIP), funded by the
German government and implemented by German Technical Cooperation (GTZ), works with the
Northern and Eastern Provincial Councils to encourage English as a link language and a tool for -
conflict transformation. “It may seem unusual that the Germans are funding English,” said Walter
Keller, GTZ’s senior adviser to the project, “but the German-English cooperation mirrors the Sinhala-
Tamil cooperation we want to promote through our Steps programme.”
Steps stands for Skills Through English for Public Servants, a suite of courses from post-elementary to
lower-advanced that GTZ has designed and contracted the British Council to deliver. As a content and
language integrated learning (Clil) programme, it combines good governance and development topics
with skills in critical thinking, cross cultural communication, conflict resolution and English.
“Critical thinking is at the core of it,” said Keller. “We want government and non-government staff to
gain confidence in finding ways of achieving equity and diversity in a deeply divided society and
understanding the value of dissent.” Steps works towards removing traditional barriers within a largely
hierarchical, seniority-based management system. A placement test is used to group participants
according to their English language needs alone. This throws together people from diverse
backgrounds – from Sinhala, Tamil and Muslim communities, rural and urban districts, central and
devolved government and from different age groups. English works as a connector, encouraging

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people who would never normally meet to sit down and share ideas in an environment that inspires
them to work together towards a more tolerant and diverse society.
“Using British Council teachers to deliver the course isn’t only about their methodology and native -
English language skills,” Duncan Wilson, deputy director of the British Council Sri Lanka, adds. “The
very fact that our teachers are not Sri Lankan allows them to create a neutral space in the classroom –
that’s key to conflict resolution. People need to feel safe if they are going to discuss the conflict. The
atmosphere has to be non-judgmental and the teacher needs to be a skilled facilitator to ensure the
participants’ beliefs and experience are heard and respected.”
This approach has resulted in the growth of informal networks between participants who have followed
the course. A 2008 impact study showed 36% were still using their network contacts and their English,
more than a year after their courses had finished, to solve problems between departments and to
communicate between Sinhalese and Tamil speaking organisations. But addressing conflict trans-
formation is a delicate business. During the war years many people were reluctant to talk about the
violence and now that it’s over there is pressure to sweep difficult issues under the carpet. The course
designers used a progression from conflict at home and between men and women, to conflict with
neighbours and in the work place, to armed conflict and the rehabilitation of child soldiers.
“It was really important not to make the material too confrontational or heavy-going,” said editor-in-
chief, Jill Knight. “The last thing we wanted was to have them coming out of class feeling depressed or
disempowered.”
An on-going storyline based on conflict in the workplace at a fictional NGO looks at miscommunication
between national and international staff. Through this, participants deal with cross-cultural conflict in a
more dramatised, light-hearted way. A short film, The Slipper, about children who step on mines, is in
stark contrast. Produced by the NGO ScriptNet for a project called Reel Peace, the change in tone
gives learners the opportunity to consider the media as a powerful tool for peace and reconciliation.
Participants also learn how to deconstruct messages in print and, using similar discursive and -
persuasive text types, write their own project proposals to international donors in a bid to capture
some of the post-conflict rehabilitation funds now flowing into the war-ravaged Northern Province.
So far, more than 1,500 public servants and NGO staff working to support vulnerable, conflict affected
communities in the north and east of Sri Lanka have successfully completed at least one of the four-
week intensive courses in the Steps suite. GTZ’s target is to double that number by 2011.In the north,
40% of places on Steps courses are now being filled with English language and English medium
maths and science teachers. “The government has declared this the year of English and IT,” said
Ledchumanan Illangovan, secretary to the Ministry of Education, Northern Province. “We want to
support public service teachers who work with English in schools as well as public service managers
who work with English in governance. Through them, through Steps, we reach out to children and
citizens.”
Contact: walter.keller@gtz.de

Fotoworkshops in dem Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela


Rückspiegelung eines Fotoworkshops in dem Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela zum
Thema Sicherheit und Vertrauen
En diciembre 2009 el programa CERCAPAZ/GTZ y la Biblioteca Julio Pérez Ferrerode Cúcuta
convocan a creadores y fotógrafos a discutir el significado del tema desarrollo yseguridad en el
contexto local. El colectivo decide centrarse en la consigna de .Asegurar confianza. Se realizan varias
sesiones de reflexión y se organiza una visita a diferentes lugares, como mercados, barrios, centrales
de transporte y centros comerciales.
Más Información, Fotos
Kontakt: Cletus Gregor Barié, cletus.barie@gtz.de

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Addis Group for Peace and Security


Anfang März fand das letzte Treffen der „Addis Group for Peace and Security“ statt, einer
Arbeitsgruppe aller GTZ-Berater/innen bei afrikanischen Regionalorganisationen zu Frieden und
Sicherheit, mit Schwerpunkt auf der Stärkung der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur
(APSA). Die Gruppe ist seit ihrer Gründung im Jahr 2006 sowohl in der Anzahl ihrer Projekte als auch
des Projektpersonals stetig gewachsen, sodass kontextspezifische, gtz-neue Themen wie der Aufbau
der African Standby Force (zivile und polizeiliche Komponenten) nun gezielt gemeinsam angegangen
werden können. Zu diesem Zweck fand im Vorfeld ein zweitägiger Workshop zum Thema
Peacekeeping statt, mit dem Ziel, zwischen den betroffenen Projekten zu einem gemeinsamen
Verständnis und langfristig auch Beratungsansatz in diesem Bereich zu gelangen. Während der Addis
Group wurden neben dem üblichen Austausch der Projekte auch Themen wie Wirkungsmonitoring
und -darstellung (besondere Komplexität bei regionalen Partnerorganisationen z.B. durch sehr lange
Wirkungsketten und große Zuordnungslücken) und die vielfach umstrittene Zahlung von Tagegeldern
(per diems) an Partnerorganisationen diskutiert. Diese Themen sollen für das nächste Treffen im
Sommer weiterverfolgt werden.
Kontakt: juliane.kolsdorf@gtz.de

Bolivien – Die Herausforderung von Konflikttransformation in Zeiten politischer


und sozialer Umbrüche
Bolivien ist nicht, wie viele der normalerweise untersuchten Konfliktländer, ein Land in oder nach
einem bewaffneten Konflikt, sondern befindet sich in einem komplexen Moment des Umbruchs
innerhalb eines demokratischen Staates, in dessen Rahmen sich eine erhöhte Konfliktrate abzeichnet.
Dies stellt für die Arbeit im Bereich der Konflikttransformation eine doppelte Herausforderung dar: zum
einen für die Konfliktanalyse und das Kontextverständnis einer hohen politisch-sozialen Konfliktivität in
einem demokratischen Staat und zum anderen für die Entwicklung von situationsentsprechenden
Antworten.
Die Komponente 3 „Konstruktive Konflikttransformation“ des Padep GTZ, seit 2007 vom Konsortium
COMO-Berghof-Gopa durchgeführt, hat als Antwort die folgenden drei Arbeitslinien weitergeführt bzw.
neu entwickelt:
Konflikttransformation: berät die verschiedenen Niveaus der öffentlichen Verwaltung (Ministerien,
Prefekturen, Munizipien) bei der Entwicklung von konfliktsensiblen Verwaltungsstrukturen und -
mechanismen. Besonderes Augenmerk liegt hier auf dem strategischen Monitoring der Konflikte für
Planungs- und Implementierungsprozesse sowie der Institutionalisierung von spezifischen
Kenntnissen zu Konflikttransformation und der Gestaltung von Dialogprozessen.
Um mittel- und langfristig Wirkungen zu erzielen, berät die Arbeitsgruppe Friedenskultur der
Komponente 3 das Bildungsministerium und regionale Bildungsbehörden bei der Umsetzung von
Friedenserziehung in der Schule und der Lehrerausbildung, mit Schwerpunkten in Werteerziehung
und der Institutionalisierung von Konfliktlösungskapazitäten im Schulbereich.
Im Bereich der internen Beratung unterstützt die Komponente 3 die Querschnittsverankerung der
Konfliktsensibilität in Beratungsprozessen sowohl auf Programmebene als auch für andere
Durchführungsorganisationen der deutschen EZ.
Produkte dieser Beratungsprozess sind:
Thematische und regionale Konflikt- und Friedenspotenzialanalysen, interne Planungsinstrumente mit
Konfliktsensibilität, ein elektronisches Konfliktmonitoringsystem, verschiedene Fallstudien, Vorschläge
für Lehrplan und Lehrerausbildungsplan für die Integration von Friedenerziehung in das bolivianischen
Bildungssystem sowie ein Modell zur konstruktiven Bearbeitung von Schulkonflikten.
In einem Umbruchsland wie Bolivien zeichnen sich angesichts der aktuellen politischen Konjunktur
folgende Herausforderungen für die Arbeit der Komponente 3 ab:
• Die in der neuen Verfassung verankerte Mitbestimmung der organisierten Zivilgesellschaft
stellt die Beratungsprozesse erstmalig vor die Erfahrung mit Partnern zu arbeiten, die nicht
wie staatliche Institutionen dem Gemeinwohl verpflichtet sind, sondern sich im Rahmen eines

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Sozialkorporativismus für ihren eigenen Sektor verantwortlich fühlen. Auβerdem stellt sich die
Frage, ob sich der Regierungsapparat gegenüber einer direkten Annäherung der GTZ an
diese Organisationen offen zeigen wird.
• Voraussichtlich wird bis Mitte 2010 eine groβe Anzahl von Gesetzen durch die neue
Plurinationale Gesetzgebende Versammlung verabschiedet. Dies wird die institutionelle
Landschaft stark beeinflussen und umgestalten, und damit den auf die Institutionen
bezogenen Beratungsprozessen höchste Flexibilität in der inhaltlichen Anpassung und
Ausgestalltung abverlangen.
• Die Integration von Dialog- und Verhandlungsprozessen ist sowohl eine Chance als auch ein
Risiko, je nach dem, ob die entsprechenden Prozesse dem Kontext angepasst, geplant und
durchgeführt werden oder nicht.
• Die Vertiefung der Arbeit in Konflikttransformationsprozessen in spezifischen Themenfeldern
bedarf einer verstärkten Koordination mit anderen Beratungsprozessen der deutschen und
internationalen Entwicklungszusammenarbeit.
• Die Durchführung von Scaling-up- und Replikationsprozessen in einem sich ständig
verändernden institutionellen Umfeld (u.a. Entwicklung von autonomen
Verwaltungsstrukturen) stellt eine groβe Herausforderung an die Beratungsarbeit in diesem
Bereich, da die bisher entwickelten Produkte an die neuen institutionellen Gegebenheiten
anpasst werden müssen, dazu zählt auch die Integration der interkulturellen Perspektive als
Querschnittsthema.
Kontakt: Fernando Aramayo: fernando.aramayo@padep.org.bo; Claudia Stengel:
claudia.stengel@padep.org.bo

 Themen in der Zentrale


Linking Practice to Policy: practical responses to conflict
Linking Practice to Policy is a series of five films documenting peacebuilding in Kenya, Somaliland,
South Africa and Uganda. The films were produced by RTC during our Linking Practice to Policy (LPP)
programme between 1998 – 2002 in partnership with the Coalition for Peace in Africa and are now
available to watch on-line from the RTC website.
Violent conflict affects millions of people all over the world – it destroys lives and livelihoods and has
long lasting consequences for families and communities. Through our work we enable people affected
by conflict to work with it and develop the capacity to build peace in their own situations. We do this by
supporting them, developing their skills and sharing what we know about conflict, its causes and ways
to transform it so that others can learn from our experience and the experience of our partners.
We would like to invite you to watch and download our films, and to pass the message on to your
friends, family and colleagues so they may also have an opportunity to watch them. For more
information please visit the RTC website
If you have any comments about the films or would like to find out more about the Linking Practice to
Policy programme please contact rebecca@respond.org
Link to homepage

Wissen was wirkt: Unabhängige Evaluierungen im Bereich


Friedensentwicklung und Krisenprävention
Im Rahmen der jährlich durchgeführten Unabhängigen Evaluierungen wurde für das Evaluierungsjahr
2010 neben der Beruflichen Bildung der Themenbereich Friedensentwicklung und Krisenprävention
gewählt. Die Unabhängigen Evaluierungen werden im Auftrag des BMZ von der Stabsstelle
Evaluierung gesteuert.
Innerhalb des Bereichs Friedensentwicklung und Krisenprävention werden jeweils drei Vorhaben in
den thematischen Schwerpunkten „Gewaltprävention und Friedenserziehung“ und „Transitional
Justice“ sowie zwei Vorhaben zur Reintegration von Ex-Kombattanten in Afrika und ein
Ernährungssicherungsprojekt in Zentralasien evaluiert. Die Vorhaben wurden als Stichprobe gezogen.

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Zusätzlich steht es den Regionalbereichen und PuE offen, weitere Vorhaben vorzuschlagen, die sich
als methodisch anspruchsvolle oder Ex-ante Evaluierung eignen.
Im Fokus der Unabhängigen Evaluierung steht die Messung der direkten und indirekten Wirkungen
des Vorhabens. Bei der Erfolgsbewertung orientiert sich die Stabsstelle an den international gültigen
OECD-DAC Kriterien: Relevanz, Effektivität, Impact, Effizienz und Nachhaltigkeit. Aufgrund der
fachspezifischen Besonderheiten im Themenfeld Friedensentwicklung und Krisenprävention wurde die
Erfolgsbewertung – gestützt auf die OECD-DAC „Guidance on Evaluating Conflict Prevention and
Peacebuilding Activities“ – angepasst und durch die Kriterien Angemessenheit, Deckungsgrad und
Koordination ergänzt. Dabei untersucht die Evaluierung unter anderem besonders, inwiefern die
Vorhaben an den Konfliktursachen und Schlüsselgruppen im Friedensprozess ansetzen sowie deren
konfliktmindernde oder friedensfördernde Wirkung.
Zur Vorbereitung der Evaluierungen hat die Stabsstelle Evaluierung eine Desk Study in Auftrag
gegeben, die die aktuelle theoretische Diskussion zur Evaluierung von Vorhaben der
Friedensentwicklung zusammenfasst und Evaluierungen zum Thema inhaltlich und methodisch
auswertet. Diese Studie kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden:
http://intranet.gtz.de/de/strategie/dni1222.html
Die Feldphase der Unabhängigen Evaluierungen wird in der zweiten Jahreshälfte 2010 stattfinden.
Nach Beendigung aller Einzelevaluierungen wird auf Basis der Evaluierungsberichte ein
Synthesebericht erstellt, der die Erkenntnisse zusammenfasst und Empfehlungen für den Sektor
generiert. Der Synthesebericht wird im Rahmen des Prozesses „Lernen aus Evaluierung“
voraussichtlich Mitte 2011 mit den Regional- und Fachbereichen diskutiert.
Weitere Informationen zur Unabhängigen Evaluierung erhalten Sie in der Stabsstelle Evaluierung.
Kontakt: Sandra.Fuhr@gtz.de

Fachteam Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe


 Aus den Projekten
Friedensentwicklung und Konfliktbearbeitung auf lokaler Ebene im Süd-Sudan
– Frieden beginnt zu Hause
"Much needs to be done but we are hopeful for the future." [Anne Itto, the SPLM deputy
secretary-general for the south, IRIN News, 7 January 2010]
Das GTZ ENÜH-Vorhaben „Wiederherstellung und Stabilisierung der Lebensgrundlagen von
Rückkehrern und ortsansässiger Bevölkerung in Central und Eastern Equatoria“ im Süd-Sudan fördert
neben dringend benötigter Ernährungssicherung und Rehabilitierung von Infrastruktur zudem die
Dialogfähigkeit und Konfliktbearbeitung auf lokaler Ebene. In einem Land, dass sich jahrzehntelang im
Bürgerkrieg befand, in dessen Regionen und Autonomien auch weiterhin bewaffnete
Auseinandersetzungen stattfinden und dessen politische Zukunft ungewiss ist, ist eine
Friedenentwicklung auf lokaler Ebene unabdingbar für einen dauerhaften Frieden.
Aber wo sollte man ansetzen, um Prozesse zu einer friedlicheren Gesellschaft zu unterstützen? Im
Sinne des ENÜH-Vorhabens kann man gerade auf Gemeindeebene, sozusagen an der „Basis“, einen
Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung leisten indem
Konfliktbearbeitungsfähigkeiten gestärkt werden.
Um den Ausbruch zukünftiger gewaltsamer Konflikte zu verhindern verfolgt das ENÜH-Vorhaben das
Ziel die Ursachen der vorherrschenden Konflikte zu klären. Hierzu wurde in einer der beiden
Projektregionen, in der Gemeinde Morobo, die sich inmitten des Länderdreiecks Sudan, Uganda, DR
Kongo befindet, eine Baseline Studie durchgeführt. In 16 Dörfern wurden insgesamt 92 Menschen
identifiziert, die sich in Conflict Prevention Committees (CPC) bei der Lösung von Konflikten
engagieren. Bei einer Einwohnerzahl von geschätzten 150.000 Menschen ist folglich nur ein Mediator
für etwa 1.600 Menschen zuständig. Die durchgeführten Studien und Befragungen zeigen jedoch,

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dass es in den betreffenden Gemeinden weitaus friedlicher ist als zuvor angenommen. Im
Befragungszeitraum der letzten Monate wurden an die CPCs „nur“ 51 Konfliktfälle gemeldet, davon
verliefen weniger als die Hälfte (21 Fälle) gewaltsam.
Jegliche vorschnelle Vermutungen, dass ethnische Unterschiede oder ungleiche Landverteilungen
den Ursprung der Konflikte in Morobo darstellen, konnten durch die durchgeführten Studien und
Befragungen widerlegt werden. Tatsächlich finden die meisten Konflikte in Morobo zu Hause statt:
häusliche Gewalt gehört zu den am häufigsten genannten Konflikttypen.
Um diesen gewaltsamen Auseinandersetzungen zu begegnen unterstützt das ENÜH-Vorhaben eine
Initiative des American Refugee Committee (ARC) in Zusammenarbeit mit dem Ministry of Gender,
Social Welfare and Religious Affairs und UNHCR sowie lokalen NGOs, dass über
geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt aufklärt und diese zu verhindern versucht. Neben einer
großen Sensibilisierungskampagne wird vor allem Aufklärungsarbeit bei lokalen Autoritäten, Polizei,
Gesundheitsstationen und Krankenhäusern, Frauen- und Männergruppen geleistet. Die GTZ
unterstützt diese Initiative mit der Finanzierung von Trainings, Radio-Talk-Shows und Unterstützung
von Peer Educators, (Personen, die dazu ausgebildet werden, Beratungs- und Aufklärungsarbeit
innerhalb ihrer Dörfer und Gemeinden zu übernehmen).
Die Implementierung der „Standard Operational Procedures for Prevention of and Response to
Gender-Based-Violence“ umfasst nicht nur die Themenbereiche Missbrauch, Vergewaltigung und
andere Gewalt im häuslichen Raum, sondern auch weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsheirat
und psychologischer Missbrauch. Im Zentrum steht die Gewährleistung von schneller Hilfe für die
Opfer. Dies beginnt mit der Schaffung von Anlaufstellen, medizinischer und psychologischer
Betreuung bis hin zur Ausbildung qualifizierten Personals im Polizei- und Justizsektor.
Frieden beginnt eben auch zu Hause.
Kontakt: Alice Fuchs, Alice.fuchs@gtz.de

The Context of Agricultural Development in Afghanistan from a German


Perspective
The Political Context
The Afghanistan Compact and the Afghanistan National Development Strategy (based on the
Millenium Development Goals) form the basis for the development of Afghanistan which serves as
orientation for the donor community. These documents explicitly refer to the need for agricultural
development. During the government negotiations in March 2009, the importance of agricultural
development was stressed, in connection with the continuation of infrastructure projects. This
workshop aims at proactively initiating the planning process for putting into realisation a coherent
agricultural development strategy. This strategy will be further shaped by the immediate political
context as of late: the recent and contested re-election of president Karzai in November 2009, the
rejection of most of his suggested cabinet in January 2010, as well as the parliamentary elections in
May 2010. This, as well as the International Conference on Afghanistan in London on 28.01.2010, will
take great influence on the next steps in developing an agricultural strategy.
The Programmatic Context
Agricultural development is not only positioned in the
context of inter-governmental agreements, but also in
the context of existing development programmes. The
government partners in this field are the Ministry of
Agriculture, Irrigation and Livestock (MAIL) and the
Ministry of Rural Rehabilitation and Development
(MRRD). In the case of the German Development
Cooperation, the programmes relevant to agricultural
development are the following: The GTZ Development-
Oriented Emergency and Transitional Aid Programme
(DETA), GTZ International Services, the Sustainable

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Economic Development Programme, the Regional Development Fund (in coordination with the
German Foreign Ministry) as well as the Microcredit Programme and Credit Guarantee Facility of the
Rural Integration Project (“Gorilla”). Moreover, addressing the potential and weaknesses of the area
around the Baghlan Sugar Beet Factory and the Factory itself remains on the German agenda. The
instruments, experience and funds of these programmes should come together in developing and
implementing an agricultural development strategy.
Premises and Conceptions
GTZ activities respect and take on board the wishes of the Afghan government and align their
objectives and implementation along the programmes of MRRD and MAIL. All GTZ interventions are
carried out with the support of the lead executing agency – in this case the MRRD – and coordinate
their cooperation with MAIL through MRRD. Regarding agricultural development, so far, single
development measures have taken place in a fragmented way. Hence, the status quo has to be
identified as well as further opportunities for interventions, especially in regards to the value chains of
sustainable economic development. At the end of the process, a coherent GTZ strategy for agricultural
development will emerge.
The Workshop – Purpose, Methodology and Outcome:
Workshop Methodology
Participants of the workshop represented MRRD, the German Development Agencies GTZ and DED,
as well as the FAO. First, an information exchange through technical presentations helped clarify the
political landscape and the relevant governmental and binding documents. Consequently, the
participants listed current activities in the agricultural sector and then sorted them into the five main
aspects of agricultural development as outlined by the ANDS. This helped identify synergies among
the German and Afghan development initiatives. The most important of these interventions (apiculture,
vegetables, poultry, etc) were discussed according to relevance, acceptance, impact and potentials for
sustainability and also in the context of the relevant value chains. Roles and responsibilities of the
different agents were touched upon.
Workshop Outcomes
MRRD expressed its full support towards cooperating with GTZ. Other outcomes centred around two
aspects: a) Through the discussions a list of possible entry-points for GTZ activities were identified
which will eventually develop into a coherent strategy. The need exists for capacity development,
especially with regards to the expansion of MAIL’s responsibilities, with regards to increasing the
sense of ownership on district level and with regards to linking MRRD’s social organisers to MAIL’s
extensionists. b) A to-do-list as preparation and possible agenda points for the next workshop
emerged: The issues need to be discussed in the context of regional specifics and other donors’
activities. Furthermore, possible interventions need to be defined more concretely, also in terms of
governance and how to strengthen the Ministries on district level. For further analysis and planning,
information should be collected in a table according to regions, partners, areas of intervention and
objective. (Also see Appendix “Additional Workshop Reports”: draft agenda for the next workshop by
Volker Klima; workshop feedback by Herwig Hahn, business trip report by Ines Reinhardt).
Thematic Backdrop
There were several issues which emerged during the discussions again and again and which seemed
to significantly influence a) the conditions for agricultural development and b) the planning for its
implementation. a) Agricultural development happens along the – sometimes contrary – axes of food
security (wheat reserves!) and agricultural production, where the central issue revolves around natural
resource management. In addition to this, the responsibility for all emergency-related measures were
shifted from the MRRD to MAIL. Nevertheless, previous hot topics do not lose their relevance – also
for a successful agricultural development – such as continued rehabilitation of infrastructure and
establishment of (government) structures according to the principles of good governance. b)
Moreover, the above issues have to be considered in the context of ever-resurfacing themes, such as:
impact-based programming and progress monitoring (“Zahlen-Daten-Fakten” – ZDF); feeding
information into public relations and communicating success; fostering the cooperation among
programmes for a comprehensive approach; ensuring sustainability; paying heed to security issues. If

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agricultural development is carried out successfully, then it contirbutes to achieving the overall aims of
poverty reduction and improved security in Afghanistan.
Next Steps:
Follow-Up Workshop
• Identification of focal points was as follows: for MRRD (Abdul Raheem Daud); MAIL (tbc); FAO
(Andreas Groetschel and Silvia Kaufmann); DED (Amir Barekzai); GTZ (Edwin de Korte,
Volker Klima, Berndt Braedt, Coordination: Nathalie von Massenbach).
• Scheduled for February, exact date to be agreed with MRRD & MAIL
• Organisation by one of the ministries
• The Workshop could cover:
o Presentation on AREDP
o Consolidation of Ministerial support, especially from MAIL
o Identification of government programme to which GTZ agricultural strategy can be
attached (CARD-F, as it plans for joint offices of MAIL and MRRD on district level?)
o Nutritional training
o Food security: extension services for home based food production
o (also see above)
Link zum Bericht
Kontakt: Volker Klima, Volker.Klima@gtz.de,Nathalie von Massenbach Nathalie.von-Massenbach@gtz.de

Praxisnah lernen – in Mazar-e-Sharif


hat im Februar 2010 ein Workshop zum
Thema Ernährungssicherung
stattgefunden
Im Rahmen des 5-tätigen Workshops kamen 29
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Standorte
des Programms Entwicklungsorientierte Not- und
Übergangshilfe (ENÜH) in Afghanistan nach
Mazar-e-Sharif zusammen, um mehr über die
praktische Relevanz von Konzepten im Bereich
Nahrung und Ernährungssicherung zu erfahren.
Auch Mitarbeiter der Partnerorganisationen,
insbesondere des Landwirtschaftsministeriums
(MAIL), und afghanische Kollegen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten
Nationen (FAO) nahmen an dem Workshop teil.
Die Trainer Georg Bokeloh und Jutta Diekhans hatten auf Basis des jährlich stattfindenden InWent
Ernährungssicherungs-Workshops in Feldafing das Curriculum auf den spezifischen Kontext
abgestimmt, in dem die ENÜH-Programme im Afghanistan operieren.
Ziel des Workshops war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die relevanten Konzepte zu
erläutern und in der internationalen Debatte zu verorten. Zudem sollten sie in die Lage versetzt
werden relevante Instrumente des Konzepts auf die Arbeit an ihren Standorten anwenden zu können.
Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestätigten, dass der Bedarf an
solchen praxisnahen und kontextspezifischen Fortbildungsmassnahmen groß ist. Auch wurde der
Austausch zwischen Standorten und Organisationen (GTZ/MAIL/FAO) durch die immer wieder
eingesetzte Gruppenarbeit angeregt. So wurde in den Gruppen intensiv die Ernährungssituation in
den einzelnen Provinzen diskutiert. In der Folge wurden gemeinsam bestehende Massnahmen der
Organisationen anaysiert und Überlegungen zu zukünftigen Projekten ausgetauscht.
Dies ist auch deshalb von Bedeutung, weil das ENÜH-Programm in Afghanistan zunehmend Projekte
im Bereich Landwirtschaft, mit starkem Fokus auf den Bereich Ernährungssicherung, umsetzen wird.
Derzeit sind etwa 31% der afghanischen Bevölkerung von Nahrungsmittelunsicherheit bedroht, vor
allem in ländlichen Regionen. So sind über 30 % der Kinder chronisch unterernährt.

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Deshalb besteht ein Teil der Arbeit des ENÜH-Programms an unterschiedlichen Standorten darin, zu
versuchen, die akute Not zu lindern und gleichzeitig die Selbsthilfekräfte der Menschen zu stärken.
Zum anderen sollen mittelfristig angelegte Ernährungssicherungsprogramme das Kernproblem
adressieren. Neben der Förderung der Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln unterstützen die
Projekte auch den Wiederaufbau der ökonomischen, sozialen und institutionellen Infrastruktur.
Beispiele für ENÜH-Massnahmen, die den Familien die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln
ermöglichen sollen, jedoch auch die Möglichkeit zum Ausbau einer wirtschaftliche Komponente
beinhalten sind Trainingsprogramme für Frauen im Bereich Bienen- und Geflügelzucht wie sie in
Kunduz, Takhar und Badakhshan umgesetzt werden.
Kontakt: Katja.Hummel@gtz.de

GTZ Afghanistan: Konfliktsensibilität Großgeschrieben


Bis zu 50% der Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit befinden sich in einer
1
Konflikt oder Post-Konflikt Situation. Mit Hilfe des sogenannten ‚Peace and Conflict Assessment‘
(PCA) werden Konfliktsensibilität in die Planung und Steuerung von Vorhaben einbezogen und
Beiträge zur Friedensförderung ermöglicht. Die Anwendung von PCA ist auf Grund der
Vielschichtigkeit der Konflikte und Konfliktpotentiale in Afghanistan von entscheidender Bedeutung für
den Erfolg der GTZ Programme. Daher wurde während der Landesplanung 2010 die flächendeckende
Einführung des Tools auf Vorhaben und Portfolio Ebene beschlossen.
Als Basis für die Integration von PCA in das Portfolio dienen zwei Ende 2009 beauftragte Studien:
Eine Konfliktanalyse für Nordafghanistan schlug den innovativen Ansatz vor, konfliktrelevante
Informationen anhand der in den jeweiligen Gegenden vorherrschenden Governance Strukturen zu
systematisieren (Governance Cluster Approach). Abhängig von den jeweils präsenten formellen und
informellen Machtstrukturen, Akteuren und Konflikten können so an die Konfliktumgebung angepasste
Strategien und Umsetzungsmodalitäten entwickelt und über Vorhaben hinweg ausgetauscht werden.
Eine weitere Studie untersuchte lokale Konflikte, mit denen die Vorhaben in der Projektpraxis
konfrontiert werden und welche Lösungsstrategien bisher Erfolge gezeigt haben.
Aufbauend auf diese Ergebnisse, welche in einem ersten Workshop in Neu Delhi Anfang Februar
2010 vorgestellt wurden, sind erste praktische Schritte zur Integration von PCA in das GTZ Portfolio
unternommen worden: Die Zusammenstellung von Peacebuilding Needs (PBN) in Afghanistan in den
zentralen Bereichen Sicherheit, Governance und wirtschaftliche und soziale Entwicklung angepasst an
die Afghan National Development Strategy (ANDS). Anschließend wurden diese PBN sowie die
Governance Cluster einem Praxistest durch das ENÜH Programm unterzogen (siehe Bericht unten).
In einen programmübergreifenden Workshop Anfang Mai in Kabul, der mit Unterstützung von PuE
durchgeführt wurde einigten sich Vertreter der Programme gemeinsam auf die nächsten Schritte, um
die konfliktsensible Ausrichtung des Portfolios rasch voranzutreiben: (1) Der PCA Prozess wird im
organisationalen Aufbau der GTZ Afghanistan mit einem Berater auf nationaler Ebene,
Kompetenzteams auf Provinzebene und so genannten Focal Points in den Vorhaben verankert; (2)
die PBN als Basis für die konfliktsensible Ausrichtung der Vorhaben werden programmübergreifend
bis Ende des Jahres festgelegt; (3) das Risiko Management geht über personelle Sicherheit hinaus
und stellt den Programmen aktuelle Informationen zur Konfliktsituation in den Distrikten zur Verfügung.
Darüber hinaus werden im Sinne eines ganzheitlichen deutschen Beitrags zur Stabilisierung
Afghanistans die anderen Durchführungsorganisationen in den PCA Prozess eingebunden.

1
BMZ, Übersektorales Konzept zur Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der deutschen
Entwicklungszusammenarbeit – Eine Strategie zur Friedensentwicklung, Juni 2005.
http://www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/themen_und_schwerpunkte/frieden/krisenpraevention.pdf

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Kontakt: Martina Zapf: Martina.zapf@gtz.de und Mandy Zeckra: Mandy.Zeckra@gtz.de

Die Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe im PCA Prozess - Ein


Workshopbericht aus Badakhshan
Die Einführung von Peace and Conflict Assesments (PCA) im gemeinnützigen Bereich des GTZ
Engagements in Afghanistan wurde durch das Vorhaben „Aufbau von Basisinfrastruktur und Schaffung von
Einkommen in ländlichen Regionen“ („der Gorilla“) initiiert. Während im vorangegangen Artikel
programmübergreifende Hintergründe und Zukunftsplanungen im Vordergrund standen, geht es im
Folgenden um konkrete Ergebnisse und Wirkungen auf Ebene der Projekte und Programme.
Erste Erfahrungswerte mit der PCA-Methodologie, wurden vom Globalen Programm Entwicklungsorientierte
Not- und Übergangshilfe (ENÜH) im Rahmen von zwei „Knowledge Pool Workshops“ in Kunduz und
Badakhshan generiert. Bei diesen Veranstaltungen diskutierten die Projektmitarbeiter über die
kontextbedingten Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Projektimplementierung sowie die
Bedeutung des konfliktiven Umfelds für die eigene Arbeit. Ein provinzübergreifendes Strategietreffen folgte
Ende April in Feyzabad (Badakhshan). An diesem beteiligten sich die ENÜH Teams aus Kunduz und
Feyzabad sowie Vertreter des landesweiten Risikomanagements (CRMO), der lokale Risikoberater (RMA)
und Kollegen aus dem ENÜH Büro in Kabul. Die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung wurde
maßgeblich durch PuE unterstützt.
Der Ablauf dieses Strategietreffens orientierte sich an der PCA-Systematik. Im Rahmen des ersten
Programmpunkts wurden daher die so genannten Peacebuilding Needs diskutiert (PCA I). Auf Makroebene
sind diese auf Basis der afghanischen Entwicklungsstrategie mittlerweile umfassend aufgearbeitet. Auch
auf regionaler Ebene gibt es zahlreiche Analysen, die als Grundlage für ein detaillierteres Verständnis der
besonderen Bedarfe in den Nordprovinzen dienen können und über die unter den Teilnehmern
weitestgehende Einigkeit herrschte.
Der Relevanzcheck (PCA II) der Programmaktivitäten gegenüber den zuvor formulierten Bedarfen bildet in
der Systematik den nächsten Schritt. Im Rahmen dieser Übung wurden alle Aktivitäten der ENÜH
Programme in Kunduz und Badakhshan hinsichtlich ihrer Relevanz für den Gesamtansatz der nachhaltigen
Stabilisierung überprüft. Deutlich wurde dabei, dass ENÜH-Projekte bereits eine hohe Peacebuilding
Relevanz in zentralen Sektoren aufweisen können, diese jedoch noch klarer dargestellt werden muss.
Zudem gilt es in Zukunft eine bessere strategische Ausrichtung der Gesamtaktivitäten zu erreichen.
Das Risikomanagement (PCA III) bildet die dritte Prozesskomponente. In der Diskussion zeigte sich, dass
sich die Analyse von sicherheitsrelevanten Aspekten bei der Projektplanung nicht auf die Sicherheit des
Personals und des Equipments beschränken kann. Vielmehr müssen in einem dritten Teil auch Gefahren
für den Gesamterfolg des Projektes einbezogen werden. Daher sollten analytische Inputs hinsichtlich der
Gebiete, in denen Nothilfemaßnahmen umgesetzt werden, auch das sozioökonomische Gesamtbild
einbeziehen. In diesem Zusammenhang wurde das Konzept von Governanceclustern in die Debatte
eingeführt. Diese idealtypischen Kategorisierungen des Projektumfeldes können dabei helfen, das
Vorhaben kontextsensibel zu gestalten und bei Veränderungen über einen längeren Zeitraum hinweg
anzupassen. Im Workshop wurde jedoch deutlich, dass hier noch entscheidende Informationsdefizite auf
Seiten der Programme existieren, die unter den bestehenden Bedingungen im Rahmen der Projektarbeit
nicht kompensiert werden können. Daher wurde die Rolle des RMO bei der Bereitstellung von
Kontextanalysen und Governanceeinschätzungen umfassend diskutiert. Die Erstellung von
Governanceprofilen auf Distriktebene durch die RMAs wurde als möglicher Schritt hin zu einer noch stärker
kontextbezogenen Projektarbeit erörtert. Allerdings betonten Vertreter von Programmseite, dass diese nicht
dazu dienen könnten die Entwicklungsaktivitäten als solche inhaltlich zu steuern. Die Einschätzungen aus
den Profilen können zudem als Grundlage für ein friedens- und konfliktbezogenes Impactmonitoring (PCA
IV) herangezogen werden.
Während des Strategieworkshops in Badakhshan zeigte sich, dass der PCA Prozess aus Sicht der
Entwicklungsorientierten Not- und Übergangshilfe und der ländlichen Regionalentwicklung im Rahmen des

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„Gorilla“ einen wichtigen Beitrag zu einer stärker strategisch orientierten Umsetzung von Vorhaben auf
Regional-, Provinz und Distriktebene leisten kann. Deutlich wurde aber auch, dass die
Abstimmungsprozesse zwischen dem Risikomanagement und der Programmebene sowie die praktische
Gestaltung des PCA Prozesses im Umfeld Afghanistans eine große Herausforderung für alle Beteiligten
bleiben.

Kontakt: Tanja Carbone: tanja.carbone@gtz.de und Jöran Altenberg: Joeran.altenberg@gtz.de

Schutz von Wegen, Livelihood und Grundstücken


Dokumente und Übersichten zur Erstellung und Erklärung von Reifendämmen und zu den
Erfahrungen des Projektes RyGRAC wurden erstellt. Darüber hinaus stellt das Vorhaben zahlreiche
Handreichungen zum Bau von Schutz von Leben und Lebensgrundlagen aus unterschiedlichen
Materialien wie Bambus, Holz oder Gummireifen zur Verfügung.
Link zu den Dokumenten und Handreichungen

Muros de llantas para proteger caminos, viviendas y terrenos/ para que sirve
Sirve para proteger caminos, viviendas o terrenos que tienen amenaza de derrumbes. También es útil
para estabilizar taludes y laderas inestables, a través de la retención de suelos. Por su forma
geomética circular, permite construir infinidad de diseños según la forma y tamaño del área a
proteger. Los murros tienen larga duración y resistencia a la acción de agentes naturales como el
agua y el suelo mismo. Su construcción es sencilla y de fácil apropiación de las comunidades. Estod
muros han sido construidos en differentes communidades, tanto en Guatemala como en El Salvador.
Link
Kontakt: Alois.Kohler@gtz.de

Monitoring in Guatemala vom Förderbereich „Wiederherstellung der land- und


forstwirtschaftlichen Produktionsgrundlagen“
Anfang März fand im Rahmen des RyGRAC (Reconstrucción y Gestión del Riesgo en América
Central después de la Tormenta Stan – El Salvador y Guatemala) Projekts das Monitoring in
Guatemala vom Förderbereich „Wiederherstellung der land- und forstwirtschaftlichen
Produktionsgrundlagen“ statt. Ein Teil des Berichts beinhaltet insbesondere die subjektive und
spontane Wahrnehmung der Familien bezüglich des Projektes und seine Leistungen.
Link
Kontakt: isabelle.zaparolli@gtz.de

Crónica de una visita a la Gestión del Riesgo


Municipios de la Cuenca Rio Cuilco: Huehuetenango y San Marcos, Guatemala
del 2 al 9 de mayo del 2010 Link
Kontakt: Alois.Kohler@gtz.de

 Themen in der Zentrale


EuropeAid erstellt Studie zu Ernährungssicherung und Social Transfers
Eine momentan laufende Studie der Europäischen Kommission untersucht die vorliegenden
Erfahrungen mit sozialen Transferleistungen (Social Transfers) als wichtige Instrumente zur
Verbesserung der Ernährungssicherheit. Die Arbeitsgruppe zur Koordinierung der Studie wurde im
Februar 2010 gegründet. Das GTZ-Sektorvorhaben Nahrungsmittelhilfe und Ernährungssicherung
beteiligt sich an dieser Arbeitsgruppe. Bis Ende des Jahres soll ein entsprechendes
Referenzdokument für EU-Delegationen und Mitgliedsstaaten erarbeitet werden, das die Erfahrungen
der EU-Mitgliedsstaaten ausdrücklich einbezieht. Der mittlerweile vorliegende Inception Report der
Gutachter gibt einen ersten Überblick über die Studie als Ganzes, das Verständnis von Social
Transfers sowie die für die Studie ausgewählten Länder und Fallstudien.
EC Reference Document on Social Transfers – Inception Report Link

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Scaling up Nutrition: A new framework for action to address undernutrition


March 2010 saw the publication of the policy brief “Scaling up Nutrition: a framework for action” by the
International Nutrition Foundation. A result of a collaboration involving a wide range of actors including
UN organizations, partner countries, NGOs, bilateral and multilateral agencies, the policy brief sets out
a new comprehensive framework designed to address the problem of undernutrition and mobilize
cross-sector support.
As pointed out by medical journal The Lancet in 2008 in a five part series on the issue, the importance
of nutrition in humanitarian and development aid has been severely underestimated. In addition,
nutrition is to play a decisive role in the achievement of all eight Millennium Development Goals
(MDGs). For these reasons, it is necessary and urgent for the international donor community to come
to an agreement on a common framework for action in the area of nutrition: this particular policy brief
is a first step in this direction.
The framework points out that it is of particular importance in addressing undernutrition to ensure that
nutrition strategies are individual and country-owned. Secondly, proven cost-effective interventions
should be scaled up in order to effectively prevent and treat undernutrition. In addition, a multi-sectoral
approach should be promoted, thus integrating nutrition into other related sectors such as food
security, social protection, and health. Finally both domestic and international assistance is to be
scaled up if undernutrition is to be addressed in an adequate manner. This should be done in
accordance with the Paris-Accra Principles of Aid Effectiveness.
The framework for action is based on the 2010 World Bank Book Scaling Up Nutrition: what will it
cost?
Link to document

Orientierung an Wirkung – Eine unendliche Geschichte?


Seit Jahren wird in der EZ über Orientierung an Wirkung gesprochen. Manch einem kommt der
Fortschritt dabei so langsam vor, dass er Stillstand wittert. Ist es eine unendliche Geschichte?
Prozesse des sozialen Wandels sind langwierig und komplex. Die Aufgabe der Technischen
Zusammenarbeit ist es diese Prozesse bedarfsgerecht zu unterstützen. Um die Wirkungen einheitlich
erfassen und nachvorfolgen zu können, wurden auch für die Vorhaben der Entwicklungsorientierten
Not- und Übergangshilfe eine Vielzahl von Formaten und Instrumenten entwickelt:
Projektplanungsübersicht, Operationspläne und excelbasiertes Wirkungsmonitoring sind nur ein
kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt, die der Werkzeugkasten heute bietet. Neben der Planung und
Steuerung von Vorhaben unterstützt die Orientierung an Wirkung auch das Vorhabens- und
unternehmensinterne Lernen (Wissensmanagement) sowie die Rechenschaftslegung gegenüber der
Öffentlichkeit und den Auftraggebern. Die Orientierung an Wirkung wurde im BMZ-Geschäft durch das
AURA-Angebotsformat verpflichtend eingeführt. Dennoch ist Implementierung dieses inhaltsoffenen
Prozesses noch nicht abgeschlossen, wie die Jahresziele der GTZ in 2009 und 2010 zeigen. Die
Herausforderungen, die hierbei in der Praxis auftreten, sind vielfältig und reichen von der mangelnden
Qualität der Angebote über nicht durchgeführte Baselinestudien bis hin zu Fehlern beim
Wirkungsmonitoring und der Rechenschaftslegung (Link). Handelt es sich bei der OaW um eine
unendliche Geschichte?
Um die Früchte der Konzepte und Instrumente zu genießen, müssen diese eingesetzt werden. Damit
stellen sich zwei Fragen: 1. Ist das Instrument soweit entwickelt, das wir es nutzen können? 2. Wird
das Instrument richtig eingesetzt und genutzt?
Auf der Ebene der Instrumentenentwicklung bestehen Lücken: So bestand bisher wenig Austausch zu
dem Thema und keine einheitliche Herangehensweise. Zudem existierten bisher wenig angepasste
technische Lösungen für die ENÜH. Um diese zu füllen, läuft momentan ein Prozess, der darauf
abzielt systematisch die unterschiedlichen Elemente der Orientierung an Wirkung in unseren
Vorhaben zu verbessern, zu vereinheitlichen und damit klarer herauszustellen. Hierbei geht es nicht
darum alle Vorhaben, Länder und Ziele über einen Kamm zu scheren, sondern vielmehr darum
strukturelle Ähnlichkeiten, aber auch Capacity Works und andere verpflichtende Elemente so
zusammenzuführen, dass innerhalb der Vorhaben einfacher über die den Wirkungsgrad kommuniziert
werden kann und der Austausch über diesen mit der Zentrale, den Auftraggebern und der
Öffentlichkeit breiter, präziser und einfacher abrufbar wird. Seit März begleitet und koordiniert

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Frederick Ranitzsch diese Umsetzung von Seiten der Zentrale. Im Einzelnen wurden bisher folgende
Schritte unternommen:
1. Bestandsaufnahme bzgl. der Wertbestückung der Indikatoren in den Angeboten von ENÜH-
Vorhaben.
2. Vorbereitung von einheitlichen Formaten (Projektplanungsübersicht, Operationsplan) für alle
Vorhaben, die seit 2009 beauftragt wurden. Für alle weiteren Vorhaben bleibt der Einsatz
optional.
3. Vorbereitung von Standardwirkungsketten, -zielen und –indikatoren, die die Qualität der Ziele
und Indikatoren in den Angeboten sicherstellen.
Bei der Instrumentenentwicklung kommen wir dadurch Schritt für Schritt voran. Die Implementierung
von Orientierung an Wirkung umfasst aber weitaus mehr: Sie betrifft den gesamten Projektzykus aller
Vorhaben, d.h. die Angebotserstellung, die Etablierung eines Prozesses zum Wirkungsmonitoring, die
Öffentlichkeitsarbeit und die Qualität von Projektfortschrittsberichten. Viele dieser Prozesse werden
durch die Instrumentenentwicklung gefördert. Aber die Instrumente mit Leben zu füllen ist der Beitrag
von jedem Einzelnen, um dem Ende der unendlichen Geschichte der Orientierung an Wirkung näher
zu kommen.
Literatur
GTZ. 2008. Wirkungsorientiertes Monitoring - Leitfaden für die Technische Zusammenarbeit.
Eschborn. Link
DeGEval. 2009. VERFAHREN DER WIRKUNGSANALYSE - Eine Landkarte für die
entwicklungspolitische Praxis. Freiburg i. Brsg. Link
Kontakt: Frederick Ranitzsch, frederick.ranitzsch@gtz.de

Fachteam Katastrophenvorsorge

 Aus den Projekten


‘There’s always too much security until the day when there wasn’t enough’ -
Sicherheit für Indonesien’s Tourismusindustrie
Indonesien ist bekannt als Reich der 17.000 Inseln,- Traumstrände, vielfältigen Kulturen und eine auf
Bali konzentrierte Hotel Industrie der Weltklasse.
Indonesien ist berüchtigt für Terroranschläge, Vulkanausbrüche, Tsunamis, Transportunglücke,
Korruption und unzureichendes Disaster Management. Unter Experten ist Indonesien auch als
‘Supermarkt der Katastrophen’ bekannt.
Die Tourismusindustrie des Landes ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Bombenanschläge von Bali
im Oktober 2002 und anschliessende Schweinegrippe Panik sorgten für substantielle
Umsatzeinbrüche. Der letzte Bombenanschlag auf touristische Infrastruktur ereignete sich am 17. Juli
2009 in Jakarta. Fast zeitgleich explodierten Sprengsätze im J.W. Marriott und im Ritz Carlton Hotel.
Acht Menschen fanden den Tod. Trotz der schlimmen Ereignisse der Vergangenheit ist der
Sicherheitsstandard der meisten indonesischen Hotels und touristischen Infrastruktur niedrig.
Öffentliches Krisenmanagement und Vorbeuge sind unzureichend, Krisenkommunikation meist
amateurhaft.
Dazu beizutragen, dies zu verändern, ist meine Aufgabe am indonesischen Ministerium für Kultur und
Tourismus [BUDPAR]. Als CIM Integrierte Fachkraft betreibe ich Capacity Building für BUDPAR und
für die Privatwirtschaft. Als Mittler zwischen Politik und Wirtschaft befinde ich mich in der idealen
Situation nachhaltige Veränderungen auf allen Ebenen zu erwirken da ich meine Projekte von der
ministeriellen Ebene direkt auf die Privatwirtschaft übertragen kann. Umsetzungsrelevanz und
Praktikabilität stehen dabei im Vordergrund. Die meisten Projekte verfügen in der Anfangsphase über
keinerlei Budget. Das ist Hemmschuh und Chance zugleich. Chance, weil Zuschüsse meist aus dem

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Privatsektor stammen. Dazu ist eine Menge Überzeugungsarbeit notwendig. Hat sich der Privatsektor
jedoch einmal für eine finanzielle Beteiligung entschieden ist meist sicher gestellt, dass von Anfang an
ein hohes Mass an beidseitiger Ownership besteht.
Die Erzeugung von Nachhaltigkeit im Sicherheitsbereich ist eine weitere Herausforderung. Viele
Massnahmen scheinem dem Laien oft nicht relevant. Besonders gut hat das J. W. Webster, der
ehemaligen Direktor von FBI und CIA auf den Punkt gebracht: “There’s always too much security until
the day when there wasn’t enough”. Aus diesem Grund bemühen wir uns, unseren
Sicherheitsmassnahmen und Initiativen als zusätzliche Motivation eine Marketingkomponente
beizufügen,- sie mit einem finanziell spürbaren Mehrwert auszustatten. Besonders im
Tourismusbereich, einer Branche mit hohem Konkurenz- und Finanzdruck, muss die richtige Balance
zwischen Kosten, Sicherheitsmassnahmen und Gästekomfort gefunden werden.
Zu meinem Aufgabenbereich am Ministerium gehört der Aufbau des neuen Krisenzentrums und eines
internetbasierten Wissensmanagementsystems, dem ‘Tourism Security and Safety Resource Centre’
[TSSRC]. Das TSSRC stellt der Tourismusindustrie kostenfrei internationale Sicherheitsstandards,
Checklisten, SOP’s, Best Practice Examples etc. zur Verfügung. Das System ist interaktiv, jeder ist
eingeladen, sein Wissen zu teilen. Die Initiative soll dazu beitragen, den Sicherheitsmarkt zu
entkommerzialisieren, Expertenwissen einer breiteren Allgemeinheit verfügbar zu machen und
Indonesien’s Sicherheitsimage aufzupolieren. Das im TSSRC gesammelte Wissen wird integraler
Bestandteil eines neuen Sicherheitskurses, der demnächst an Indonesien’s staatlichen
Tourismusschulen eingeführt wird. In Zusammenarbeit mit der Bali Hotels Association [BHA] und dem
staatlichen Tsunamiwarnzentrum [BMKG] wurde ein Tsunamiwarnsystem entwickelt, dass auf Bali,
Nusa Lembongan und Lombok Hotels mit Warn SMS versorgt. Wichtiges Know-How wurde von GTZ
GITEWS zur Verfügung gestellt.
Ein integriertes UHF Radiosystem verbindet die Privatwirtschaft Balis direkt mit der Polizei. Die
Hardware wurde von der Hotelindustrie finanziert. Die Polizei ist für den Betrieb und Anwendertraining
zuständig,- durch Mitgliedsbeiträge mittlerweile kostendeckend. Das Projekt hat zu einem erhöhtem
Vetrauen und verbesserter Kommunikation zwischen Wirtschaft und Polizei geführt und trägt zu einer
effizienteren und serviceorientierteren Polizeiarbeit bei. Das System soll demnächst auf Jakarta
übertragen werden.
Zahlreiche in Zusammenarbeit mit der Hotelindustrie und anderen Partnern wie z.B. dem US State
Departement oder dem UK Counter Terrorism Desk entwickelte Leitfäden und Kurse zu Themen wie
Krisenmanagement, Security Self Audit, Crowd Control, Counter Terrorism etc. haben die
Wahrnehmung der Industrie in Bezug auf das Thema Sicherheit positiv beeinflust und zu
Eigeninitiativen angeregt. Die 2008 entwickelte ‘Tsunami Ready Toolbox’, ein Leitfaden für Hotels, der
Schritt für Schritt erklärt wie man sich auf einen Tsunami vorbereitet, ist von der UN als ‘Good Practice
Example for Public Private Partnership in Disaster Risk Reduction’ gewürdigt worden. Der Erfolg der
‘Tsunami Ready Toolbox’ war für das Ministerium eine wesentliche Motivation, auch in anderen
sicherheitsrelevanten Bereichen tätig zu werden,- man hatte das Marketingpotenzial des Themas
erkannt!
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sicherheitslage in Indonesien weiter entwickelt. Eine grosse
Herausforderung liegt in der Erzeugung von Nachhaltigkeit. Die Förderung der Zusammenarbeit und
Kommunikation zwischen staatlichen Organisationen und dem Privatsektor kann hierzu einen
wichtigen Beitrag leisten.
Kontakt: Alexander Kesper alex.kesper@gmail.com

Post Disaster Needs Assessment (PDNA) nach dem Erdbeben in Haiti


Am 12. Januar hat ein schweres Erdbeben in Haiti mehr als 200.000 Tote, 200.000 Verletzte und bis
zu einer Millionen Obdachlose hinterlassen. Außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince ist die Region
um die Stadt Léogâne (rd. 200.000 Einwohner) im Westen des Landes besonders vom Erdbeben
betroffen. So sind im Stadtzentrum von Léogâne rd. 90 % der Gebäude und damit auch ein Großteil
der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur zerstört. Vielen der lokalen Kleinst- und
Kleingewerbetreibenden ist ihre Existenzgrundlage entzogen worden und die lokalen Strukturen

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(sowohl öffentliche Verwaltung als auch private Organisationen) sind durch die Folgen des Erdbebens
stark geschwächt.
Von der haitianischen Regierung, der Weltbank, den UN und der EU wurde direkt danach ein Post
Disaster Needs Assessment (PDNA) angeregt, das die Geberkonferenz vorbereiten sollte, die für den
für den 31.03.2010 geplant war. Am 18.02. wurde der Prozess des PDNA offiziell vom haitianischen
Premierminister begonnen. Sowohl die GTZ als auch die KfW waren jeweils durch einen Mitarbeiter
am PDNA vertreten.
Die Methodik des PDNA basierte auf 3 verschiedenen
Säulen: auf dem von der ECLAC entwickelten Damage and
Loss Assessment (DaLA), dem von den VN eingebrachten

Human Recovery Needs


Assessment (HRNA) sowie auf der
von der haitianischen Regierung
formulierten Vision des „Neuen
Haiti“.
Die Darstellung der Arbeit zum PDNA hier nochmals kurz schematisch dargestellt:
Die haitianische Regierung übernahm die Leitung aller Arbeitsgruppen und steuerte die Prozesse der
Datenerhebung und Informationsgewinnung. Sie war für die Ergebniserreichung verantwortlich und
sollte alle Schritte dazu steuern, was nicht immer gelang. Das schon vielfach erprobte und mithin
bekannte DaLA sowie die Inputs der VN wurden in den Arbeitsgruppen weniger durch die Leitung als
vielmehr durch die internationalen Fachkräfte eingebracht. Die 8 thematischen Arbeitsgruppen2 (mit
teilweise mehreren Unterarbeitsgruppen) hatten eine Orientierung für die Erstellung ihres Beitrages
zum Bericht erhalten, die als Kopie eines Dokuments mit Überschriften und Unterüberschriften vorlag.
Die Arbeiten gingen in den verschiedenen Gruppen und Subgruppen je nach Stringenz und Kohärenz
der Leitungen unterschiedlich voran, wobei gerade die Fähigkeiten zur Zielvorgabe und Delegation
von Aufgaben eine Herausforderung darstellte. Insgesamt zeigt sich die mangelnde Führung als eine
Hauptschwäche des Prozesses. Die Vorgaben wurden mit unterschiedlichsten Qualitäten erreicht,
was wiederum der geringen koordinierten und kohärenten Steuerung geschuldet war.
Das PDNA hat gezeigt, dass es kaum möglich ist, die Schäden des Erdbebens isoliert zu betrachten.
Sie sind eng verbunden mit den zugrunde liegenden strukturellen Ursachen der Anfälligkeit.
Überraschend oft führten die haitianischen Regierungsvertreter die bisherige Konzentration des
wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lebens auf Port-au-Prince als einen Hauptfaktor für das
katastrophale Ausmaß des Erdbebens an.
Am 31.03. wurden Haiti insgesamt mehr als 10 Milliarden US-Dollar als Hilfe zugesagt. Deutschland
beteiligte sich bilateral mit 53 Millionen.
Für die kurzfristige Phase (6 Monate) hat die Bundesregierung bisher durch das Referat 213 des BMZ
der GTZ schon Aufträge über 1.000.000 EUR für Nahrungsmittelhilfe und 7.000.000 EUR für den
Aufbau von Übergangsunterkünften im Verwaltungsdistrikt Léogâne erteilt. Dem BMZ liegt schon eine
weitere Projektskizze zum katastrophenpräventiven Wiederaufbau vor
Das bestehende Engagement der FZ besteht aktuell aus dem Programm „Armutsbekämpfung und
lokale Entwicklung“ mit dem haitianischen Programmträger „Fonds d’Assistance Economique et

2 I. Secteur gouvernance; II. Secteur social; III. Secteur production; IV. Secteur infrastructure; V. Analyse macro-économique;
VI. Secteur développement territorial; VII. Secteur environnement; VIII. Thèmes transversaux

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Sociale (FAES)“. Durch das Programm sollen die lokalen Verwaltungs- und Regierungsstrukturen in
dem Département du Centre in die Lage versetzt werden, ihren Entwicklungsauftrag wahrzunehmen
sowie soziale und wirtschaftliche Dienstleistungen für arme Bevölkerungsschichten bereitzustellen. In
Vorbereitung befindet sich ein Wiederaufbauprogramm für Léogâne in Höhe von 9,4 Mio. EUR
(Altmittel). Diese Mittel sollen für beschäftigungswirksame Sofortmaßnahmen („cash for work“) sowie
Wiederaufbaumaßnahmen von öffentlicher sozialer Infrastruktur wie Gesundheitsstationen, Schulen,
Wegen, etc. über den FAES in Léogâne eingesetzt werden.
Der PDNA-Bericht sowie weitere Dokumente können hier heruntergeladen werden:
http://www.haiticonference.org/
Kontakt: michael.siebert@gtz.de und woflgang.garatwa@gtz.de

30 Minutes in the City of Padang


Lessons for Tsunami Preparedness and Early Warning from the Earthquake on
September 30, 2009 – a case study by GTZ-GITEWS
“A lot of people here went directly to the beach to see the sea. They said the seawater was not
retreating. So maybe it was safe and there would not be a tsunami. But, whatever, I was already so
afraid. Better I ran rather than something happens. We did not know whether a tsunami would come
or not, did we?! The most important thing was that my husband and I were safe.”
“About 10 minutes after the earthquake my wife and me were already on our way. We had to be that
quick actually, the tsunami comes quickly, doesn’t it?! The tsunami could come very quickly, it could
take only 30 minutes. We were racing against time. Instead of dying like a fool, sitting and waiting at
home, it is better to run. ”[Quotes from interviews with residents of Padang]
When the ground shook on that late Wednesday afternoon at 5:16, people in Padang knew this
earthquake was stronger than any other tremor they had experienced before. The shaking lasted for
more than a minute. Many buildings collapsed immediately, burying hundreds who could not find their
way out. Not able to stand, those already outside got down on the ground and waited for the shaking
to come to an end. Power was out almost immediately, followed by the failure of cellular networks
when people tried to reach their relatives and friends. Within a minute Padang descended into chaos.
After the shaking had stopped, the streets of Padang filled with people in shock and panic. Many
immediately took their vehicles, or hurried through the streets on foot to look for their families. At the
same time there was another thought: the fear that the earthquake had caused a tsunami that would
already be heading towards the coast.
The gruesome event of September 30, 2009, killed more than 1,000 people in Padang and the
Province of West-Sumatra (Indonesia). As we now know, no destructive tsunami was triggered – nor
did the National Tsunami Warning Centre issue a tsunami warning. However, the quake’s intensity as
well as institutional and community response to it provides us with an opportunity to learn about
tsunami preparedness and early warning in Padang.
How did people react after the tremor was over? Did they evacuate? Did they have access to
information from authorities early on? What did local authorities and disaster management
organisations do to get guidance to the public as quickly as possible? The case study “30 Minutes in
the City of Padang” provides answers to these questions and recommendations to the project’s
partner institutions in Padang. It is based on field research conducted by GTZ-GITEWS in cooperation
with KOGAMI (Tsunami Alert Community, a local NGO in Padang) and with support from Padang’s
Disaster Management Agency (BPBD) as well as the Last Mile Evacuation Project, about six weeks
after the event. The results show: while half of the (200) people interviewed in the survey evacuated
coastal areas in relatively short time (15 min after the tremor 83% of them had left), official information
on the earthquake was largely absent in the first 30 min after the tremor – which is the time a major
tsunami originating from a nearby epicentre would need to reach the coast.
The study reveals the challenges with early warning of near field tsunamis, equally faced by many
other tsunami prone regions in Indonesia. It underlines that, eventually, it is the response capability of
local disaster management institutions and the community at risk that will determine the effectiveness

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of the end-to-end tsunami early warning system. To make the system effective, the development of
local response capability has to be addressed with the same level of commitment and investment
provided to the development of the technological components.
Kontakt: Michael Hoppe, michael.hoppe@gtz.de

The BHA Tsunami Early Warning Service: Fast, reliable and targeted
information for Balis’ Hotel Industry
The Bali Hotels Association [BHA] is an association of over 100 star rated hotels in Bali. The
association takes security and safety issues serious and is active in a wide range of areas, from
counter terrorism to crime prevention to natural disaster preparedness. In its endeavors to improve the
security situation in Bali as one of Indonesia’s major tourism icons BHA is supported by the Indonesian
Ministry of Culture and Tourism [BUDPAR] through the deployment of a CIM [Centre for International
Migration and Development] integrated expert. The expert drives numerous public private partnership
security sector initiatives geared to benefit Indonesia as a safe and sustainable tourism destination.
Link to full document
Contact: Alexander Kesper alex.kesper@gmail.com
“Nature cannot be calculated”: An Afghan Engineer speaks about his work in a flood response program in
Badakhshan (Northeast Afghanistan)
Engineer Nasiri is one out of ten Afghan
engineers working for the GTZ DETA program in
Badakhshan. Besides the flood response
projects, he is also an expert for renewable
energy and small scale infrastructure. He mostly
covers districts in the East of Badakhshan.
What happened in 2009?
The province of Badakhshan is affected by spring
floods on an annual basis. In the year of 2009 the
flood was especially heavy. Since a few years,
the Governor’s office calls meetings of the
Disaster Management Committee to coordinate
the help. In this body, the different state
authorities from flood affected districts meet with
the representatives of the UN and different other
international organizations, such as GTZ. In the beginning of such emergencies, the lack of
information is the most pressing problem. Therefore, we, as engineers from GTZ DETA, helped with
doing a first assessment of the situation in the district of Kishim. Since emergency response is an
area of the Federal Foreign Office, GTZ could not get involved with the immediate relief efforts but was
asked to assist the communities with midterm recovery. The BMZ granted 271.000 Euro for Flood
Response in Badakhshan.
How did you choose which communities to support?
The Governor provided GTZ DETA with a list of 22 priority projects. After surveying them, our
engineers found that not all of them would be feasible to implement due to budget constraints or the
sheer size of the projects. Once the survey process was concluded, we had to wait for the
disembursement of the money to start the projects.
Could you describe how a project typically starts?
In the beginning of a project, communities usually have to make a contribution of their own, which is a
minimum of 11 percent of the total costs of the project. Of course, most communities in Badakhshan
are extremely poor and have to fight for their own survival, especially after the flood. This is why in our
projects community contributions usually consist of building material, such as stone or sand, collected
from the natural environment of the villages. Alternative community contributions can be labor of
skilled or unskilled workers. In case of the flood response project we chose to refrained from using the

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community contribution, due to the hardships the communities were suffering. Instead, we decided to
implement the projects with the help of the communities using Cash for Work (CFW).
Why did you choose to do Cash for Work?
As said before, the communities were in no position to make a contribution of their own after the flood.
Also through CFW, we could achieve additional positive effects that will help the communities to make
a successful transition from an emergency situation to longer term development.
What kind of additional impact are you talking about?
First of all, CFW offered an income to people with little to no other sources of revenue. Most of the
workers implementing the flood response projects were from the affected communities themselves.
Second, we have been able to build capacities at the local level by training unskilled laborers in
relevant professions. These people will not only be able to provide better for their families, they can
also be of assistance to the community in taking care of the projects. The inflow of money to the
village level also supported local business development.
Are there typical projects that have been realized with the flood response money?
Most typically were the rehabilitation of irrigation channels, roads and drinking water systems.
But how do you ensure that the next flood will not simply wash away the rehabilitated
projects?
As DETA engineers, we have done our best to make the rehabilitated infrastructure, as well protected
against future damages as possible. This includes stronger walls for irrigation canals, the relocation of
a Multi-Hydro-Power Plant or the construction of a new intake for an irrigation system. Yet, nature
cannot be calculated entirely given the special geographical conditions of Badakhshan. You have to
understand that there are big floods every year. Sometimes big rivers suddenly shift their river beds by
more than 100 meters. Since land is a very scarce resource people go very close to rivers or other
dangerous zones, simply because there is no alternative.
Did you encounter any challenges when implementing the projects?
The money for the projects was released very late in the year making it difficult to start implementation
in all places immediately. Implementing projects in Badakhshan is always challenging. More than half
of the districts can be reached only during a few months of the year. This also affected some of the
flood response projects. In Ishkashim, one of the most remote areas of Badakhshan close to the Tajik
border, for example, the implementation of one project is still pending. Just when we were ready to
start, the weather all the sudden changed and we had to put all activities on hold. I understand that it
is a long process to release the money but I really wish that the budgeting would better fit to the
conditions at my level of implementation.
Do you have any final words on the flood response project from your perspective?
I think we have been able to help a lot of people in urgent need of support. Through our projects we
hopefully also assisted the communities with making a transition from their immediate emergency to a
better future.
Thank you very much for the interview.
Contact and Interviewer: Jöran Altenberg: Joeran.altenberg@gtz.de

 Themen in der Zentrale


Informationsreise einer Delegation armenischer Experten der
Katastrophenvorsorge in Deutschland
Vom 22.-26. März nahmen 17 armenische Experten der Katastrophenvorsorge an einer
Informationsreise in Deutschland, die vom GTZ-Vorhaben „Grenzüberschreitende
Katastrophenvorsorge im Südkaukasus“ initiiert wurde, teil. Zentrales Ziel der Reise war es, die
institutionelle und technische Umsetzung der Hochwasservorsorge in Deutschland kennen zu lernen.
Besonderes Augenmerk war auch auf die Einbeziehung der Bevölkerung und auf zivil-militärische
Zusammenarbeit im Bereich der Hochwasservorsorge gerichtet.

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Die Reise beinhaltete dabei Gespräche und Diskussionen bei zentralen Institutionen des
Katastrophenmanagements in Deutschland (z.B. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe, Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge). Darüber hinaus wurden Termine bei
verschiedenen Akteuren wahrgenommen, die das deutsche System des Hochwasserschutzes
beispielhaft auf den unterschiedlichen administrativen Ebenen mit seinen Stärken und Schwächen
verdeutlichen sollten. Auch Gespräche in der GTZ-Zentrale mit der für Armenien zuständigen
Regionalgruppe und der Abteilung 48, die zudem für die inhaltliche Gestaltung der Reise
verantwortlich zeichnete, waren Gegenstand des Programms.
Insgesamt konnten zahlreiche anregende und sehr informative Gespräche geführt werden. Die
Erkenntnisse der Informationsreise wurden von den Teilnehmern als sehr hilfreich für die weitere
Entwicklung der Katastrophenvorsorge und speziell der Hochwasservorsorge in Armenien empfunden.
Kontakt: Jens Etter jens.etter@gtz.de und Jürgen Binder: juergen.binder@gtz.de

Hinweise auf Stellenausschreibungen


Swisspeace sucht für sein Kompetenzzentrum Friedensförderung (KOFF) per 1. August 2010 oder
nach Vereinbarung eine(n) Projektmitarbeiter/in (80%) für Analyse und Wirkung von
Friedensförderung. Nähere Angaben zu dieser Stelle. Link

Die GTZ sucht für das Sektorvorhaben Nahrungsmittelhilfe und Ernährungssicherung in Berlin einen
Berater (m/w). Nähere Angaben zu dieser Stelle. Link

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