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Zimpel Theologischer Jahresbericht de Wilhelm Hauck (de Janvier à mars 1866) dans un livre

paru à Wiesbaden en 1867:

http://books.google.fr/books?id=ENQjAQAAIAAJ&dq=zimpel
%20eisenbahn&pg=PA373&output=embed p373 et 374

P 369: Floerke, W., die leßten Dinge. Vorträge. Rostöck, Stiller. 111 S. 8. 16 Ngr. (c’est le
début de l’article qui va jusqu’à la page 374)

……………..

Fin de la page 372, puis pages 373 et 374

Das Referat ist uns schwer geworden; möglich, daß für manche Leser einzelne Stellen
dunkel bleiben; in Bezug auf diese müssen wir lediglich auf das Werk selbst verweisen, bei
dessen Studium es gilt, sich selbstverleugnend in die Gedanken des Verf. förmlich zu
versenken.

« Ich lege meine Hand auf den Mund und bitte meinen Gott, daß er all mein Eignes an
diesen Zeilen zu nichte mache!“ - sagt Verf. gegen den Schluß hin. Auf solch ein Gebet,
ernstgemeint, werden gewiß erleuchtete Augen des Verständnisses gegeben, um die
selbsteignen Phantasieen als Irrthum von der Wahrheit Gottes ausscheiden zu können.

1) Zimpel‘s Auszug aus 1) „Die elfte Stunde mit dem Antichrist, oder
Entsieglung von Daniel 11., bei Johann Fr. Schach in Schaffhausen. 1859. 3
Frcs. 2)Volks-Erklärung v. Offb. St. Joh., bei Winter in Frankfurt a. M. 1860. 6
Frcs.“ Frankfurt, Winter. 15 Aufl. VIII 127 S. 8. ¼ Thlr.

2) Zimpel, Le millénaire. Extrait de deux ouvrages : La XI. heure etc. Francfort


s. M. IV. édit. VII und 124 S. 8. ¼ Thlr.

3)Zimpel, Dr. Chas. F., Darf der Christ den Tag des Herrn bestimmen? Bibl.
beleucht. Ebendas. 15 S. 8. 2 Sgr.
Verf., früher Arzt in London, Eisenbahn-Baudirector in Amerika und Europa,
vielgereist und in verschiedenen Schriftstellerischen Gebieten thätig, z. B. über Homöopathie,
Galvanismus, Topographie Jerusalems, Straßenverbindungen des mittelländischen mit dem
Todtenmeer, Ascetik u. s. w., hat hoft den Vorwurf der Ueberspanntheit hinnehmen müssen;
aber brünstige Liebe zu seinem Heiland und Eifer, für dessen Sache zu wirken, kann ihm
Niemand absprechen. Es ist immerhin ein seltener sittlicher Muth, seine Ueberseugung mit
der Erklärung zu vertreten: „Ich gebe mich hiermit dem öffentlichen Spott ohne alle
Wiederrede Preis, wenn Napoleon III. nicht in innerhalb 3 Jahren von heute – 30. März 1866
– an gerechnet, einen Bund mit den Juden macht und sie in den Stand setzt, unter seiner
Protektion nach Jerusalem zurückzukehren, „wie es Napoleon I. schon beabsichtigte. Er
verkündigt nämlich etwa auf das Jahr 1871 die Auferstehung Napoleon I. als Antichrist und
für das Jahr 1875 die Rückkehr des Herrn Jesu.
Nach seiner Ansicht ist es ein Irrthum, Dan. 11. ganz auf Antiochus IV. (Epithanes) zu
beziehen, wegen des Widerspruchs von V. 45 mit 2. Macc. 9, 5. 12. 28., und die von den
Auslegern in der Weissagung statuirte Lücke ist statt zwischen V. 36 und 37 vielmehr
zwischen V. 14 und 15 zu suchen. Der 14. Vers schließt mit dem Ablauf des griechisch-
macedonischen Weltsreich; V.15 springt sofort über auf die römischen Kaiser der leßtzeit:
„der römisch-apostel. Kaiser von Oestreich“ als der König des Südens und „Kaiser Napoleon
I. als König des Nordens.“ Ver. sucht für jedes einzelne Moment des Textes die
geschichtliche Parallele auf, z. B. V. 18. 19. in Napoleons Haß gegen England, Verhöhnung
Preußens, Sturz bei Waterloo und Ende in Helena, wobei an die von de las Casa Memoiren in
Umlauf geseßte Fabel von seiner von Oestreich und England in’s Werk geseßten Vergiftung
erinnert wird. V. 20 ginge auf Louis Philipp, V. 21 auf Napoleon III., V. 22 auf dem
Krimkrieg, V. 23. 24 die eine Invasion im Schilde führende Tücke Napoleons gegen England,
das Krankreich einverleibt werden wird, V. 29 auf Amerika, V. 30 auf einen in England
erstehenden hl. Bund wider Napoleon, der hinwiederum mit den Juden sich verbünden wird.
V. 31 – 38. „Der in V. 37 erwähnte Mangel an Weiberliebe (?) deutet auf eine wahrhaft
teuflische Eisenkälte hin, die selbst alle menschlichen Gefühle verleugnet. .“ V. 41. 42.
Napoleon III. wird in Palästina einfallen; die Christenheit wird vor seiner ferneren Verfolgung
sicher gestellt, indem sie Gott (Offb. 12, 14-16) in den Ländern jenseits den Jordans östlich
und südöstlich von Jerusalem geborgen hält.

Bei der nun folgenden Erklärung der Apokalypse und des Milleniums macht Verf. den
Grundsaß der Buchstäblichen Auslegung geltend. Der Alarmschuß für den Anbruch des
Milleniums ist die Rückkehr der Juden nach Palästina.

In Cap. 2. und 3.sind die 4 letzten Gemeinden Vorbilder auf die Jetztzeit: Philadelphia
= Auserwählte, Sardes = Katholiken, Laodicäa = Prostestanten. Der Reiter 6, 1. 2. Ist
NapoleonI.; dessen Lieblingspferd ein Fuchs ist; 6, 7. Hunde, Katzen u. s. w. werden toll und
an 325-400 Millionen Menschen hingerosst (ou hingerosst) werden. Cap. 7, 2-8 wird eine
Administration der Engel über die Elemente vertheidigt. Cap. 9, 1 versteht Verf. Aber doch
unter dem Stern einen Engel und unter den Reiterheeren V. 16 Geister.

Nach des Verf. Darlegung standen wir im April 1866 in der Mitte von Dan. 11, 22.,
dann in Matth. 24, 7 und in Offenb. 6, 4., und seine Wahrscheinlichkeitsrechnung feßt den
Beginn der 70. Jahrwoche Daniels auf anno 1868. Die 2 Zeugen Cap. 11, 1-14 sind Henoch
und Elias; das geistliche Sodom 11, 8 ist London, das Sonnenweib Cap. 12, wieder geistig
gefaßt, repräsentirt sowohl das Jerusalem droben als das geistige Haupt der Gemeinde auf
Erden (Mutter Jesu) und das Haupt der Gemeinde der Jerusal. Juden. Das Thier 13, 1 ist
Napoleon I., die 7 Köpfe seine männlichen Familienglieder, die 10 Hörner die von ihm
abgängigen Kronen. 13, 3 redet von der bei Waterloo ihm beigebrachten Todeswunde und
seiner Auferstehung in Paris, die der Teufel zur Nachässung von Christi Auferstehung
bewirken wird, und worin Napoleon als Geist in der Figur seines Leibeslebens erscheint. Sein
materieller Stellvertreter ist jeßt Napoleon III., durch den er alle seine Gedanken verwirklicht.
Cap. 17 die beiden Kronen bedeuten eine geistige und materielle Gewalt (die päpstliche Mitra
und das Lorbeerdiadem, womit schon die Münzbildnisse ausgestattet sind). Dieser wird in
Teufelskraft Feuer vom Himmel fallen lassen und seines Oheims Bild als Götzen aufstellen.
Die Zahl 666 weist wieder auf Napoleon. Unter den 144,000 Auserwählten sollen keine
Verheiratheten sein!! Cap 16, 10. 11ist Frankreich das Land Dan’s; die 10 Hörner Cap. 17, 12
sind französische Marschälle. Die Weissagungen Cap. 18 gehen auf London 19, 11-21.Nach
der Schlacht bei Harmageddon beginnt das Millenium mit dem neuen Himmel und der neuen
Erde, in welchem die Menschen von Pflanzenkost leben und Jerusalem, das vom Himmel
gekommene, das Ziel aller von den entferntesten Punkten der Erde kommenden
Eisenbahnzüge, Luftballons und Dampfschiffe sein wird, deren Reisende von Legionen
Engeln empfangen und bedient werden!

2) Dieses Schriftchen ist wohn in allen europäischen und vielen andern Sprachen
wörtlich übersetzt, wie die vorliegende französische z. B. ausweist.

3) Die in Folge des letzten Krieges eingetretenen politischen Veränderungen,


namentlich die Mainlinie als nördliche Grenze des römischen Reiches, gaben dem Verf.
Anlaß, unter Verweisung auf die Nothwendigkeit, die Zeichen der Zeit zu beachten, John. 16,
13. Amos 3, 7. 1 Thess. 5, 4., da die 2. Bitte des Vat. Uns. mit auf das Millenium gehe, nun
die Neugestaltung des röm. Reiches von Schottland bis zum Euphrat unter 10 Königen näher
anzugeben. Woher Verf. die Grenzen der einzelnen Reiche so genau weiß (etwa aus der
Analogie des Nationalitätsprinzips?), bleibt uns dunkel. Preußen und Norddeutschland wird
den Nacken dem neuen „Julius Cäsar“ aber nicht beugen. Sieben Jahre 75 Tage nach dem
Bündniß Napoleons III. mit den Juden tritt das Millenium ein, -vielleicht im August 1875.

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