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Tönjes: Bergwerk 2012 – Hightech für die Zukunft

STEINKOHLE 2003
Bergwerk 2012 – Hightech
für die Zukunft

Dipl.-Ing. Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Steinkohle AG (DSK), Herne

D
er heutige Vormittag hat den Platz der derlichen weiteren Produktivitäts- und Kosten-
heimischen Steinkohle innerhalb der fortschritt.
deutschen Energiewirtschaft noch einmal
verdeutlicht. Verlässliche Rahmenbedingungen Wo stehen wir heute?
sind damit gesetzt. Nun ist es an uns, diesen
Spielraum zu nutzen, um unseren politischen Zur Demonstration des „State of the art” zeigt
Auftrag zur Produktion von Energieversorgungs- das Bild 1 einen Grubenriss eines unserer zehn
sicherheit für Deutschland zu erfüllen. Bergwerke:
Wir haben also allen Grund, uns darüber ➭ Das aktive Gru-
Gedanken zu machen, wie wir unsere Zukunft benfeld bean-
gestalten, und wir sollten uns die Freiheit neh- sprucht eine Fläche
men, über den Horizont hinauszuschauen, um von fast 200 km2.
Chancen zu erkennen und ihre Realisierung ➭ Die mittlere Ge-
gezielt anzupacken. winnungsteufe be-
Denn eines ist klar: Zusätzlich zu allen zwin- trägt mehr als
gend erforderlichen nicht-technischen Maßnah- 1 000 m.
men werden wir auch technische Fortschritte ➭ In drei Abbaube-
machen müssen, um im Jahr 2012 und darüber trieben wird die
hinaus erfolgreich Kohle gewinnen zu können. Kohle gewonnen.
Das Bergwerk 2012 wird anders aussehen als Insgesamt laufen
heute, und hierzu gibt es auch realistische Chan- bei der Deutschen
cen, die ich aufzeigen möchte. Dabei werde ich Steinkohle AG (DSK)
den Blick besonders auf innovative Technik len- momentan 28 Ab-
ken, als Basis und Voraussetzung für den erfor- baubetriebe.

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dadurch eine Vorreiterrolle. Es zeigt sich, dass


sich auch die anderen internationalen Steinkoh-
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lenbergwerke mit ihrer Produktion zunehmend


in tiefer gelegene Lagerstättenteile entwickeln,
wobei die dazu erforderliche Technik bei uns
schon zur Betriebsreife entwickelt wurde. Hieraus
ergibt sich ein großes Exportpotenzial für die
deutsche Bergbauzulieferindustrie, die zu Recht
und erfolgreich mit der Bewährung ihrer Produk-
te auf dem deutschen Markt wirbt.
Tatsächlich sind durch vielfältige Forschungs-
und Entwicklungsanstrengungen des deutschen
Steinkohlenbergbaus in Verbindung mit der Zu-
lieferindustrie neue Techniken in erheblichem
Umfang konzipiert und realisiert worden. Einige
Beispiele mögen das verdeutlichen:

Vortriebssystem AVSA
Das Vortriebssystem AVSA (Alternatives Vortriebs-
Bild 1. Bergwerk ➭ Das erforderliche Streckennetz, das uns den system (für gleichzeitiges) Schneiden und Ankern
„State of the art”. Zugang zur Lagerstätte ermöglicht, beträgt etwa der Voest-Alpine Bergbau GmbH) erlaubt erstma-
120 km, bei der DSK insgesamt über 1 000 km. lig, die bei hoher Gebirgsbelastung vorteilhaften
Jedes Jahr benötigen wir DSK-weit rund 80 km bogenförmigen Strecken bei voller Parallelisie-
neue Strecken für die Abbaubetriebe, also un- rung von Schneid- und Ausbauarbeit herzustellen
gefähr das Anderthalbfache des neuen Gott- und so die Vortriebsleistung um über 50 %
hard-Basistunnels (57 km). gegenüber konventionellen Teilschnittmaschinen
Das gesamte Bergwerk unter Tage verändert zu steigern.
sich ständig entsprechend dem Lagerstätten- Darüber hinaus wird hier erstmals der gesamte
verzehr. Abbaubetriebe schreiten voran, been- Schneidablauf vollautomatisch gesteuert, ein-
den die Produktion, neue kommen hinzu; neue schließlich der exakten Konturierung des Stre-
Strecken werden aufgefahren, alte Strecken wer- ckenprofils. Auch die für tonhaltige Gebirgs-
den aufgegeben. schichten vorteilhafte Trockenbohrtechnik wur-
Insgesamt ist der Bergbau ein sehr dynamischer de an diesem System entwickelt und erstmalig
Produktionsprozess: Jeder Abbaubetrieb zieht eingesetzt. Der bisherige Erfolg mit dieser Ma-
praktisch einmal im Jahr komplett um, hauptsäch- schine – die mittlerweile die dritte Streckenauf-
lich begründet durch geologische beziehungswei- fahrung auf dem Bergwerk West absolviert –
se tektonische Begrenzungen. ermutigt uns zur Beschaffung einer zweiten,
Es ist bekannt, dass der deutsche Steinkohlen- weiter optimierten Ausführung.
bergbau unter besonders anspruchsvollen Bedin-
gungen arbeitet. An erster Stelle ist hier die Ankerausbausysteme
große Teufe von bis zu –1 500 m zu nennen. Sie Aus dem gleichen Grund haben wir in den letzten
bringt erhebliche Erschwernisse mit sich, insbe- zehn Jahren auch erhebliche Anstrengungen zur
sondere steigenden Gebirgsdruck, zunehmende Entwicklung effizienter Ankerausbausysteme un-
Gebirgstemperatur und Methangehalt der Flöze ternommen, die zusätzlich noch eine höhere
(Bild 2). Streckenqualität für die modernen Hochleistungs-
Die eingesetzte Technik entspricht diesen Be- abbaubetriebe erzeugen. Intelligenter Ausbau
Bild 2. Teufe,
Gebirgstempe- dingungen und unterscheidet sich teilweise von mit höherem Ausbauwiderstand, der schnell und
raturen, der Technik amerikanischer Bergwerke, die in mechanisiert eingebracht und rationell über-
Gebirgsdruck. geringerer Teufe arbeiten. Wir übernehmen wacht werden kann – diesen Forderungen kom-
men wir heute mit unterschiedlichen, situations-
angepassten Ankerausbausystemen nach. Hier
ist viel Flexibilität und ingenieurtechnische Ar-
beit gefragt: Von der Planung über die Ausfüh-
rung bis zur Erfolgskontrolle. Ein wichtiger As-
pekt ist dabei selbstverständlich die Sicherheit
der Beschäftigten. Eine speziell entwickelte Mess-
technik erlaubt eine präzise Kontrolle der Aus-
baueffizienz und lässt die Ankertechnik auch
unter geologischen Bedingungen zu, die bis vor
kurzem noch als nicht ankerbar galten.

Hochleistungabbaubetriebe
Unsere Abbaubetriebe haben wir trotz steigen-
der Gewinnungsteufe konsequent zur Hoch-
leistung entwickelt. Die durchschnittliche Be-
triebspunktförderung hat sich in den letzten
zehn Jahren nahezu auf 3 600 t v.F./d verdoppelt.

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Den Wert von Innovation und Kreativität


unserer Mitarbeiter verdeutlichen wir auch durch
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die alljährliche Verleihung eines Forschungsprei-


ses. Er ist in diesem Jahr an den Leiter eines
Projekts für innovative Strebförderer- und Hobel-
antriebe gegangen. Die dabei entwickelte An-
triebstechnik – mit 1 MW überaus leistungsstar-
ke, aber gleichzeitig feinfühlig regelbare Moto-
ren – setzt weltweit Maßstäbe und erlaubt den
sicheren Betrieb sehr langer Strebbetriebe mit
Höchstleistungen, eine wesentliche Vorausset-
zung für die Reduzierung teurer Abbaustrecken.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch
unsere Kollegen, zum Beispiel in den USA, inten-
siv für diese Technik interessieren.
Die Kooperation zwischen heimischem und
internationalem Bergbau innerhalb des RAG-
Bild 3. Qualitative In Einzelfällen wird zeitweise eine Förderung Konzerns hat sich sehr positiv entwickelt. Intensi-
Beiträge zur erzielt, die – wenn man sich auf die Rohförde- ver Erfahrungsaustausch und abgestimmte Ent-
Produktivitäts- rung bezieht – auch den internationalen Ver- wicklungsarbeit bei Ankertechnik, Vortriebsver-
steigerung.
gleich nicht zu scheuen braucht. Als Beispiel sei fahren, Fördersystemen und vielem mehr brin-
hier das Bergwerk Auguste Victoria/Blumenthal, gen beiden Seiten für die jeweiligen Einsatzbe-
BH 461, genannt wo im Oktober 2002 eine dingungen großen Nutzen.
Förderung von 10 000 t v.F./d (≈ 20 000 troh/d) er-
reicht wurde. Wo wollen wir hin?
Diese Leistungssteigerung wurde vor allem
durch folgende Entwicklungen möglich: Die Perspektiven des deutschen Steinkohlenberg-
➭ Vergrößerung der Streblänge auf bis zu 435 m. baus sehen eine Zielförderung von 16 Mill. t v.F.
➭ Verdoppelung des Ausbauwiderstands beim für das Jahr 2012 und einen anschließenden Sockel
hydraulischen Schreitausbau innerhalb der letz- auf diesem Niveau vor. Zweifellos darf mit dieser
ten zehn Jahre. Förderreduzierung keine Erhöhung der spezifi-
➭ Voll regelbare und erheblich stärkere Antriebe schen Kosten verbunden sein, obwohl manche
mit intelligenten Funktionalitäten. Lasten nicht in gleichem Maß wie die Fördermen-
➭ Automatische Steuerungen, die den Gewin- ge sinken. Im Gegenteil: Alleine um die heutigen
nungsablauf des Kohlenhobels einschließlich de- spezifischen Produktionskosten zu halten, bedarf
finierter Schnitttiefe regeln und den Schildaus- es erheblicher Anstrengungen und nachhaltiger
bau schreiten lassen. Produktivitätsverbesserung.
➭ Seit kurzem ist eine von der DBT GmbH im Sie wissen, dass wir ein ganzes Bündel ver-
Auftrag der DSK neu entwickelte Hobelanlage schiedenster Maßnahmen verfolgen, um die be-
auf dem Bergwerk Prosper-Haniel in Betrieb. Sie triebliche Organisation auf dem existierenden
zeichnet sich durch eine Verdoppelung der bisher Stand der Technik zu optimieren und Kosten, wo
maximalen Antriebsleistung auf 1,6 MW aus, immer möglich, zu reduzieren. Der Erfolg dieser
wobei die Hobelgeschwindigkeit bis zu 3,6 m/s bei DSK unter dem QUADRO-Dach zusammen-
voll regelbar ist. Hiermit wollen wir Produktions- gefassten Projekte ist eine unabdingbare Voraus-
mengen von deutlich über 5 000 t v.F. auch in setzung zur Erreichung der Kostenziele im Jahr
dünnen Flözen und bei harter Kohle erzielen. In 2012 (Bild 3).
der erst kurzen Einsatzzeit sind bereits Tagesför- Darin enthalten ist der Prozess einer perma-
derungen von über 10 000 t v.F. erzielt worden. nenten Verbesserung unserer Technik im Hinblick
Der Erfolg dieser Anlage wird sicher einen stärke- auf größere Zuverlässigkeit, leichtere Bedienung
ren Export dieser deutschen Spezialität, zum und Wartung sowie die Realisierung von Leis-
Beispiel in die Volksrepublik China oder in die tungsreserven, ein Vorgehen, das gemeinhin als
USA, fördern. kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) be-
➭ Schließlich versetzen uns integrierte Streb- zeichnet wird. Flankierend betreiben wir die
wetterkühler in die Lage, selbst bei Gebirgstem- weitestmögliche Standardisierung der Betriebs-
peraturen von 65 °C hohe Fördermengen zu mittel. Hier sind wir auf einem guten Weg.
realisieren. Dennoch erfordern eine weitere Zunahme der
Diese Beispiele belegen, wie sehr sich die Gewinnungsteufe und die spezifisch steigenden
heutige Technik bereits von dem Stand vor zehn Fixkosten zusätzliche Verbesserungen von Pro-
oder zwanzig Jahren abhebt. Auch in vielen duktivität und Kosten. Damit befinden wir uns in
anderen Bereichen ist der uns vertraute Stand der guter Gesellschaft mit anderen Branchen. Was
Technik das Ergebnis gezielter Forschungs- und dort aus dem Wettbewerbsdruck resultiert, erfor-
Entwicklungsarbeit, sei es beispielsweise in der dern bei uns eben die geologischen Bedingun-
Infrastruktur mit der Dieselkatze 2000 (Verdop- gen. Der Schlüssel liegt hier wie da in der
pelung der Motorleistung auf 130 kW bei Halbie- gezielten Entwicklung neuer Techniken – eben
rung der absoluten Rußpartikel-Emission) oder Hightech für die Zukunft.
beim Umweltmonitoring, das zukünftig auch Und so wie es anderen Industriezweigen, aber
Sensordaten aus dem Weltraum nutzt. auch unseren nationalen und internationalen

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Bergbaukollegen gelingt, ständig neue, rationel- daran setzen, in der Vorleistung sowie bei Mon-
lere Produktionsverfahren zu entwickeln, bin ich tage und Demontage ähnliche Leistungssteige-
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auch für unseren Bergbauzweig optimistisch, rungen zu erzielen, wie wir es im Abbau bereits
dass wir auf dem Weg in das Jahr 2012 die weitgehend geschafft haben. Die Vortriebs-
nötigen Fortschritte machen werden, die uns in geschwindigkeit muss erhöht, Montage- und
die Lage versetzen, den gestellten Herausforde- Demontagezeiten müssen drastisch reduziert wer-
rungen gerecht zu werden. den.
Im Folgenden möchte ich auf die drei Schwer-
punkte eingehen, bei denen aus meiner Sicht Steigerung der direkten
Innovationen ganz besonders zur Kostensen- Arbeitsproduktivität
kung beitragen können. Den zweiten Ansatzpunkt sehe ich in der Steige-
rung der direkten Arbeitsproduktivität, und zwar
Mittelbare Produktivitätssteigerung in allen Teilprozessen, ob Abbau, Vorleistung
Die mittelbare Produktivitätssteigerung in der oder Infrastruktur. Vermeidung von Handarbeit,
Infrastruktur muss durch Konzentration auf we- fortschrittliche Montage- und Demontagetech-
nige leistungsfähige „Front-Betriebe” erzielt wer- niken, Teil- und Vollautomatisierung – das sind
den. Lassen Sie uns hierzu einen Blick auf die Ansatzpunkte für Innovationen, die mit viel
Komplexität eines Bergwerks werfen: Engagement angegangen werden müssen. Ein
Die Infrastruktur eines Bergwerks ver- und gelungenes Beispiel hierfür ist die Einführung
entsorgt eine Vielzahl von „Kunden“ wie Abbau- der hochintegrierten Steuergeräte, die den Fach-
betriebe, Streckenvortriebe, Montage- und De- leuten unter Ihnen unter dem Namen Trans-
montagestellen. Hierfür ist fast die Hälfte der Switch ein Begriff sind. Hiermit konnte der
untertägigen Mannschaft in einem Streckennetz Montageaufwand um zwei Drittel gegenüber
von durchschnittlich 100 km tätig. Materialtrans- der bis dahin üblichen Technik verringert wer-
port, Förderung, Energiezufuhr, Kommunika- den. Wir haben in der Vergangenheit viel Wert
tions- und Grubensicherheitseinrichtungen ha- auf die mittelbare Produktivitätssteigerung durch
ben dabei den Charakter von Dienstleistungen. Leistungserhöhung insbesondere in den Abbau-
Wie verteilen sich nun diese Leistungen, wer betrieben gelegt. Aber, um es deutlich zu sagen,
sind sozusagen die Kunden? wir müssen weiter rationalisieren, weiter auto-
An erster Stelle stehen natürlich die Abbaube- matisieren – auch an Stellen, wo es heute vielleicht
triebe. Als Beispiel seien drei Betriebe für ein noch gar nicht vorstellbar ist. Dabei geht es auch
Bergwerk genannt. Der hierfür erforderliche darum, attraktive und sichere Arbeitsplätze für
Streckenbedarf ist noch sehr überschaubar. Hin- hochqualifizierte Mitarbeiter zu erhalten.
zu kommen die Streckenauffahrungen – bei-
spielsweise neun Vortriebe. Sie erhöhen die Absicherung der Produktion
Anzahl der erforderlichen Grubenbaue bereits Als dritten Innovationsschwerpunkt sehe ich die
erheblich. Absicherung unserer Produktion, damit Störun-
Einschließlich der Montage- und Demontage- gen durch unvorhergesehene Geologie oder Pro-
aktivitäten kommt man auf insgesamt zwölf duktionsmittelausfall erst gar nicht auftreten
Betriebspunkte, die den Umfang der vorzuhal- oder zumindest weniger drastische Auswirkun-
tenden und aktiven Infrastruktur bestimmen. gen haben. Mit anderen Worten: Das Umfeld
Vorrangiges Ziel muss es deshalb sein, die unserer Hochleistungsbetriebe muss so gestaltet
Bild 4. Fern-
Anzahl dieser aktiven Betriebspunkte durch Leis- werden, dass ihr Potenzial auch optimal genutzt
gesteuertes
Sprenglochbohren tungskonzentration zu verringern, um auf diese werden kann. Die Leistungsschwankungen der
in der Erz- Weise mittelbare Produktivitätssteigerungen in Produktionsbetriebe – hierzu zähle ich auch die
gewinnung. der Infrastruktur zu erzielen. Wir müssen alles Vorleistung – müssen geringer werden, obwohl
die Betriebspunktkonzentration dem scheinbar
entgegensteht. Als technische Möglichkeiten der
Produktionsabsicherung wären beispielsweise die
Früherkennung von geologischen Störungen, die
Leistungsreserven in den Maschinen oder auch
das größere Einsatzspektrum der Systeme durch
Modulbauweise zu nennen.
Damit ist umrissen, wo ich Handlungsfelder für
notwendige und aussichtsreiche Innovation sehe.
Diese Herausforderungen nehmen wir an. Klar
ist, dass wir hierfür erhebliche Kreativität unserer
Mitarbeiter und unserer Zulieferindustrie benö-
tigen, vor allem Bereitschaft in den Betrieben, die
neuen Techniken zu testen und zur Betriebsreife
zu bringen.

Haben wir eine Chance?

Will man beurteilen, welche Chancen bestehen


und welches Innovationspotenzial existiert, so ist
gewöhnlich ein Blick über den Tellerrand hilf-

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reich. Dabei geht es mir gar nicht in jedem Fall um Mobiltelefonen ausgestattet. Als Antenne sind
die 1:1-Umsetzung aus anderen Industrien und dabei so genannte Leaky-Feeder-Leitungen durch

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Bergbauzweigen auf unsere Verhältnisse; dem das Streckennetz verlegt. Die mobilen Telefone
wird der erforderliche Schlagwetterschutz hier gehören zur Ausrüstung des Bergmanns wie
und da sicher im Weg stehen oder dies zumindest Kopflampe und Filterselbstretter. Dieses System
erschweren. Es geht vielmehr darum, unsere ermöglicht Sprach- und Datenkommunikation, ja
Vorstellungskraft dafür zu wecken, was prinzipi- sogar Videoübertragung. Der Mitarbeiter ist
ell möglich ist. jederzeit erreichbar, Produktions- und Maschi-
Im Erz- und Salzbergbau sind zum Beispiel nendaten sind verfügbar, sodass der untertägige
bereits seit einiger Zeit Gleislosfahrzeuge im Prozess rasch, flexibel und für den Mitarbeiter
Einsatz, die mannlos arbeiten. Diese Entwicklung transparent gesteuert werden kann.
startete im Jahr 1994. Das Laden und Abkippen Die Internet-Übertragungstechnik erlaubt zu-
des Haufwerks erfolgt ferngesteuert aus einer dem weltweiten Zugriff zum Beispiel auf Maschi-
Warte, wobei ein Mann über on-board-Kameras, nendaten für Diagnosezwecke. Das heißt, der
Funkdatenübertragung und Monitore insgesamt Produktionsprozess unter Tage wird transparent;
drei Fahrzeuge bedient. Die Fahrt zwischen Lade- logistische Fragestellungen sind beispielsweise in
und Entladestelle erledigt die vollautomatische gleicher Weise lösbar wie bei Logistikunterneh-
Steuerung. Beim schwedischen Erzproduzenten men über Tage.
LKAB fahren bereits 80 % des LHD-Fuhrparks Abschließend möchte ich ein noch etwas futu-
mannlos. ristischeres Beispiel geben, das mir aber für
Gleiches gilt für das ferngesteuerte Spreng- typische Aufgabenstellungen auch in unseren
lochbohren in der Erzgewinnung (Bild 4). Bergwerken interessant erscheint. In einem vom
Solche Entwicklungen basieren auf fortschritt- Bundesforschungsministerium unterstützten Leit-
lichen Kommunikations-, Navigations- und Steu- projekt werden so genannte Augmented-Reali-
erungssystemen, die erhebliche Produktivitäts- ty-Technologien zur Unterstützung von Arbeits-
steigerungen ermöglichen. Deutlich wird auch, prozessen in Entwicklung, Produktion und Ser-
dass solche Prozessinnovationen mit ergonomi- vice entwickelt. Hierunter versteht man eine
schen und sicherheitlichen Verbesserungen ein- neue Form der Mensch-Maschine-Interaktion,
hergehen. Es ist sicher kein Zufall, dass diese bei der dem Anwender Informationen in sein
Entwicklungen gerade von den Produzenten Sichtfeld eingeblendet werden: Beispielsweise
forciert werden, die – wie der deutsche Steinkoh- über eine Datenbrille, allerdings auf das jeweils
lenbergbau – mit hohem Lohnkostenniveau, um- betrachtete Objekt bezogen. So wird das reale
fangreichen Umweltschutzauflagen und relativ Sichtfeld des Monteurs durch eingeblendete
ungünstigen Lagerstättengegebenheiten kon- Montagehinweise textlicher oder graphischer
frontiert sind. Art ergänzt – quasi als online-Ersatz für das
Die Ankerausbauarbeit bietet sich geradezu Montagehandbuch.
für eine Vollmechanisierung und Fernsteuerung Treiber dieser Technologieentwicklung sind
an. Eine hohe Anzahl stets wiederkehrender Automobil-, Flugzeug-, Maschinen- und Anla-
Arbeitsabläufe verlangt geradezu nach einem genbau. Obwohl die Technik bislang noch nicht
„Anker-Automaten“. Der Operator hat hier nur ausgereift ist, sind erste Anwendungen bei Auto-
noch überwachende Funktion beziehungsweise mobilfirmen bereits in der Erprobung.
kann bei unplanmäßigen Betriebssituationen Aus diesen Beispielen wird deutlich, dass die
fernsteuernd eingreifen. Modulbauweise ermög- Entwicklung in den anderen Bergbauzweigen zu
licht die Anwendung verschiedener Ankeraus- hochproduktiven Arbeitsplätzen für Spezialisten
bausysteme. Die Ankerbevorratung erlaubt ei- geht, unter konsequenter Nutzung von Fern-
nen effizienten, kontinuierlichen Ausbaupro- überwachung und -steuerung. Es handelt sich
zess. Arbeitssicherheit, Ergonomie und Qualitäts- hierbei um die Kernprozesse der Gewinnung,
sicherung sind neben der eigentlichen Produkti- vergleichbar den Streben in der Steinkohle,
vitätssteigerung willkommene Zusatzeffekte. Die- allerdings von vollständiger Mobilität durch frei
se Technik wird zurzeit vornehmlich im Erzberg- operierende Fahrzeuge geprägt.
bau eingesetzt. Eine Übertragung in unser Tech- Was in der sonstigen Industrie, aber auch in
nikportfolio bietet sich meines Erachtens unmit- anderen Bergbauzweigen grundsätzlich möglich
telbar an. Erste Entwicklungsschritte in diese ist, sollte für uns Anstoß sein. Wenden wir uns
Richtung haben wir bereits eingeleitet. daher wieder unserem Bergbauzweig zu und
Zweifellos können andere Bergbauzweige In- überlegen, wie es denn bei uns aussehen könnte.
dustriestandards in der Kommunikations- und
Automatisierungstechnik einsetzen und brau- Haben wir eine Chance?
chen keinen Schlagwetterschutz zu gewährleis- Die Frage war: Haben wir eine Chance? Ich den-
ten. Aber sollten wir es nicht gerade deshalb als ke, ja. Auch wir können und werden Potenziale
Herausforderung und als Chance begreifen, sol- zur Leistungssteigerung erschließen, allerdings ist
che technischen Potenziale auch für uns zu heute engagierte und konsequente Entwicklungs-
erschließen? arbeit gefordert, um morgen den vollen Nutzen
Bemerkenswert erscheint mir auch das Bei- zu realisieren. Die Beispiele zeigen nämlich auch,
spiel der drahtlosen Kommunikation unter Tage. dass zwischen Idee und Realisation oft Jahre lie-
Mittlerweile – und das ist bei mobiler, dezentraler gen.
Produktion mit 1-Mann-Arbeitsplätzen nahezu Vorrangig erscheinen mir vor allem deutlich
zwingend – sind viele Bergwerke bereits mit leistungsstärkere Streckenvortriebe und kürzere

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dazu geeigneten „Niedrigbauenden AVSA“ ist


auf den Weg gebracht (Bild 5).
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Mit dieser Maschine wollen wir nahezu eine


Verdoppelung der durchschnittlichen Vortriebs-
geschwindigkeit gegenüber der heutigen Auf-
fahrleistung anderer Teilschnittmaschinen errei-
chen. Maschinenunabhängige Ausbausysteme
sollen dabei – wenn die Geologie es erfordert –
auch das Einbringen von Unterstützungsausbau
oder Spritzbeton unmittelbar hinter dem Schneid-
kopf erlauben und zwar zeitgleich mit dem
Schneidvorgang.
Das Stichwort „Spritzbeton“ ruft sicherlich
unterschiedliche Reaktionen hervor. Spritzbeton
ist aber der heute einzig bekannte Weg, die nur
manuell einzubauenden Ausbaumatten zu erset-
zen. Durch Spritzmanipulatoren ist volle Mechani-
sierbarkeit erreichbar, das Verfahren ist leis-
tungsfähig, die Einbauqualität kann sicherge-
stellt und moderner Beton auf unterschiedlichste
Anforderungen eingestellt werden.
Ziel dieser bereits eingeleiteten Entwicklun-
gen ist es, den Prozess „Streckenvortrieb“ weit-
gehend automatisch und unmittelbar vor Ort frei
von manueller Arbeit zu gestalten, mit deutli-
chem Plus an Vortriebsgeschwindigkeit, Produk-
Bild 5. Niedrig- Zeiten für Montagen und Demontagen. Dadurch tivität und Arbeitssicherheit.
bauende AVSA. werden – und das ist eine Parallele zur Entwick- Warum sollten wir unseren untertägigen Trans-
lung der Abbaubetriebe – weniger aktive Be- port nicht ebenfalls automatisieren können?
triebspunkte nötig sein. Dies hat zur Folge, dass Einschienenhängebahnen und Lokomotiven soll-
eine einfachere Infrastruktur und verbesserte ten mit entsprechenden Sensoren und Video-
Betriebsplanung beziehungsweise -steuerung übertragung ausgestattet durchaus mannlos fah-
möglich sind. ren können, was neben Anlagenschonung auch
Dreh- und Angelpunkt zur Steigerung der größere Verfügbarkeit bedeuten dürfte. Perso-
Vortriebsleistung ist die Verkürzung der Ausbau- nal, mit Funksteuerung ausgerüstet, wäre lediglich
zeit, da dieser Vorgang selbst bei Parallelisierung zum Be- und Entladen erforderlich.
mit der Schneidarbeit heute noch einen Engpass Warum nicht auch Brennstoffzellen als emissi-
darstellt. Sie ist zudem mit manueller Arbeit onsfreie und wartungsarme Antriebsquelle ho-
verbunden. Wie schon gesagt, kann ich mir auch her Verfügbarkeit? Dieser Technik nähern wir uns
sehr gut „Anker-Automaten“ vorstellen, die den bereits mit einem öffentlich geförderten F+E-
Ausbau schneller, sicherer und qualitätsüber- Projekt, das auch außerhalb des Bergbaus auf
wacht einbringen. Die Entwicklung eines dazu großes Interesse stößt.
geeigneten Ankersystems ist bereits auf gutem Eine Schlüsselrolle wird – ähnlich wie in der
Weg. übrigen Industrie – die Kommunikationstechno-
Das Vortriebssystem AVSA war ein erster wich- logie spielen, sei es in Form von Mobiltelefon,
Bild 6. Mobile tiger Meilenstein. Nun kommt es darauf an, die Pocket-PC, mobilem Industriecomputer oder
Sprach- und Daten- Ausbauarbeit auch noch weiter von der Vor- Head-Sets (Bild 6). Diese Technologien werden
kommunikation. triebsarbeit zu entkoppeln. Die Konzeption einer uns helfen, die Transparenz unter Tage zu erhö-
hen sowie Informationen schnell und unmittel-
bar dorthin zu bekommen, wo sie benötigt
werden. Der Monteur bekommt Montageanlei-
tungen, technische Daten und Zeichnungen di-
rekt an seine Arbeitsstelle, der Transportsteiger
steht mit seinen weit verteilten Mitarbeitern in
Funkkontakt, die Wartung wird vor Ort unter-
stützt durch wissensbasierte Diagnosehilfen oder
Online-Service mit Videoübertragung.
„Intelligente Automation“ ist ein weiteres
Stichwort. Auch im Bereich der Sensoren als Basis
jeder Automation sind rasante Entwicklungen zu
verzeichnen. Vieles wird möglich, was vor kur-
zem noch völlig unrealistisch erschien, zum Bei-
spiel Bildverarbeitungssysteme, die autonom kri-
tische Bereiche von Bandstraßen, Abbaubetrie-
ben oder Vortrieben überwachen können und
vor größeren Schäden bewahren.
Ich denke, das ist keine „schöne, neue Welt”,

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sondern ein Erfordernis, um unsere komplexen


Produktionssysteme durch Minimierung von Aus-

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fall- und Reparaturzeiten bestmöglich zu nutzen.
Modernste Kommunikationstechnik gibt uns die
Möglichkeit, das Spezialwissen einzelner Exper-
ten sozusagen zu vervielfältigen und bei optima-
ler Ressourcennutzung für den operativen Be-
trieb einzusetzen – sicherlich eine sinnvolle Er-
gänzung zur Know-how-Sicherung.
Diese Ausblicke sollten bewusst über das Hier
und Heute unserer betrieblichen Arbeit hinaus-
weisen. Als mögliche Bausteine technischer Ent-
wicklung skizzieren sie, wie stark sich die untertä-
gige Welt evolutionär verändern wird und wel-
che Chancen der Produktivitäts- und Kosten-
entwicklung bestehen.

Das Bergwerk der Zukunft

Diese Chancen möchte ich Ihnen abschließend heit mit heimischer Steinkohle zu erfüllen. Gleich- Bild 7. Bergwerk
beispielhaft an einem konkreten Zukunftsberg- zeitig freue ich mich, dass Herr Dr. Melchior den nach bisherigem
werk verdeutlichen. zweiten technisch-wissenschaftlichen Vortrag Stand der Technik.
Dieses Bergwerk besitzt eine Nord-Süd-Aus- „Neue Steinkohlenkraftwerke – im Energiemix
dehnung von 7,5 km und eine Ost-West-Ausdeh- unverzichtbar“ übernommen hat, denn rationel-
nung von 8 km. Insgesamt umfasst es eine Fläche le Energienutzung in hochmodernen Kohlekraft-
von etwa 60 km2. Die Flöze liegen in einer Teufe werken stärkt auch die Position der deutschen
von –1 000 bis –1 400 m. Kohle; wir stehen für den Verbund von Kohleför-
Für eine Förderung von 15 000 t v.F./d – das derung und Verstromung.
entspricht unseren heutigen, förderstärksten Für alle Schritte benötigen wir Kreativität und
Bergwerken – haben wir noch bis vor einigen das Engagement unserer Mitarbeiter, um diese
Jahren den in Bild 7 dargestellten Zuschnitt der erforderlichen, technischen Innovationen konse-
Abbaubetriebe mit den dazugehörigen Stre- quent anzugehen und voran zu treiben. Nicht
ckenvortrieben geplant. zuletzt benötigen wir dazu auch die weitere
➭ Demnach wären fünf Abbaubetriebe mit einer Ausbildung hochqualifizierten akademischen
Streblänge von 300 m und 3 000 t v.F./d erforder- Nachwuchses an unseren Bergbauhochschulen.
lich. Wir werden noch stärker als bisher unsere Kräfte
➭ Elf Streckenvortriebe mit einer Vortriebsge- bündeln und uns in unserer technischen Ent-
schwindigkeit von durchschnittlich 5 m/d wären wicklung auf Zukunftstechnologien ausrichten.
nötig, um die dazugehörigen Strecken aufzufah- Hierzu erarbeiten wir eine Innovationsstrategie.
ren. So bin ich guten Mutes, dass wir erfolgreich
➭ Die insgesamt 16 aktiven Betriebspunkte er- Hightech für die Zukunft unserer Bergwerke
fordern einen hohen logistischen Aufwand. entwickeln werden und dass diese Bergwerke im
Mit dem heutigen Stand der Technik, ergänzt Jahr 2012 deutlich anders aussehen werden als
um Zukunftsentwicklungen, kann die Struktur heute. Und ich freue mich schon darauf, beim
desselben 15 000-t-Bergwerks dagegen ganz Steinkohlentag 2013 mit einem Teil von Ihnen Bild 8. Bergwerk
anders aussehen (Bild 8): gemeinsam Rückschau zu halten auf die erreich- mit Technik-
➭ Nur noch zwei leistungsstarke Abbaubetriebe ten Erfolge. innovationen.
mit je 450 bis 500 m Streblänge und 7 500 t v.F./d
sind nun erforderlich, um die Zielförderung zu
erbringen.
➭ Nun reichen vier Streckenvortriebe von durch-
schnittlich 15 m/d Vortriebsgeschwindigkeit.
➭ Die nur noch sechs aktiven Betriebspunkte
reduzieren die erforderliche Infrastruktur. Die
gesamte Bergwerksstruktur wird erkennbar ein-
facher.
➭ Ermöglicht und verstärkt wird dieser Rationali-
sierungseffekt durch Technikinnovationen im Be-
reich der Kommunikation und Automatisierungs-
technik.
Dieser Vergleich veranschaulicht die Chancen
durch konsequente Entwicklung und Einsatz
innovativer Technik in unseren Betrieben.
Ich hoffe, es wurde deutlich, dass wir unsere
Zukunft gestalten können, um bis zum Jahr 2012
und darüber hinaus unseren politischen Auftrag
zur Produktion von Energieversorgungssicher-

Glückauf 139 (2003) Nr. 12 671