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licht.

wissen
Arbeitsplätze im Freien
13

uf
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D o ht.
i e r . l ic
w
Fre ww
Inhalt

2 Einleitung

4 Lichttechnik

10 Industrieanlagen und Energie

14 Verkehr, Straßen & Wege

18 Lager & Logistik


1
20 Baustellen

22 Lichttechnische Tabellen

26 Lampen

28 Leuchten

30 DIN-Normen und Literaturhinweise

31 Bildnachweis

31 Bestellkarten

32 Impressum

33 Informationen zur Lichtanwendung:


Die Schriftenreihe der Fördergemeinschaft
Gutes Licht

U2
Vorwort

eit vielen Jahren ist die

S richtige Beleuchtung
von Arbeitsplätzen als
ein entscheidender Faktor
für die Sicherheit und den
Gesundheitsschutz von
Arbeitnehmern identifiziert.
Das Ziel, Anlagen zu errich-
ten, in denen alle Gütemerk-
male der Beleuchtung
angemessen Berücksichti-
gung finden, wird auf vielen
Wegen kommuniziert. Dabei
konzentriert sich das allge-
8
meine Interesse aber zumeist
nur auf Innenräume. Nicht Dipl.-Ing. Gerold Soestmeyer
selten wird übersehen, dass Vorsitzender des Arbeitskreises
ein nicht unerheblicher Anteil „Beleuchtung, Licht und Farbe“
der Arbeit auch im Freien im Fachausschuss „Einwirkungen
verrichtet werden muss – und und arbeitsbedingte Gesund-
dies unter fehlenden oder heitsgefahren der Berufsgenos-
unzureichenden natürlichen senschaftlichen Zentrale für
4
Lichtverhältnissen. Sicherheit und Gesundheit – BGZ“

Die Beleuchtung von Arbeits- Hinblick auf Sehkomfort und


stätten im Freien unterliegt Sehleistung an die meisten
spezifischen Anforderungen, in der Praxis anzutreffenden
die sich sowohl von der Arbeitsplätze im Freien.
klassischen Innenraumbe- Somit ist die Abgrenzung
leuchtung wie auch der zwischen Norm und berufs-
Straßenbeleuchtung unter- genossenschaftlicher Regel
scheiden. Das Thema „Gutes klar definiert.
Licht für Arbeitsplätze im
Freien“ verdient gerade jetzt Eine Beleuchtung, die allen
besondere Beachtung, Anforderungen der Arbeits-
weil neue Anforderungen sicherheit und des Gesund-
dafür erarbeitet wurden, heitsschutzes entspricht,
die den Stand der Technik, ist ein erreichbares Unter-
der Arbeitsmedizin und der nehmensziel.
Hygiene sowie sonstige
arbeitswissenschaftliche Neben der Regel- und
Erkenntnisse berücksichtigen. Normenkonformität ist
Diese Anforderungen enthält effiziente Energienutzung
die berufsgenossenschaft- ein wichtiges Kriterium bei
liche Regel „Natürliche und Investitionen. Technisch
künstliche Beleuchtung von hoch entwickelte Lampen
5
Arbeitsstätten“ (BGR 131). und Leuchten bieten viel-
Sie richtet sich an Unter- fältige Möglichkeiten zur
nehmer, Planer und Errichter Optimierung von Beleuch-
und gibt Hinweise für die tungsanlagen hinsichtlich
Beleuchtung von Arbeits- Ergonomie, Ökonomie
plätzen auch außerhalb sowie Ökologie.
von Gebäuden.
Hierzu gehören auch
Die BGR 131 fokussiert Lichtmanagementsysteme,
auf die Sicherheit und die die inzwischen nicht nur für
Gesundheit der Beschäftigten die Innen-, sondern auch
bei der Arbeit und legt dies- für die Außenbeleuchtung
bezüglich Anforderungen fest. angeboten werden.
Auf die Erfüllung sehphysio-
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logischer und produktions- Ich wünsche dem Heft der
bezogener Erfordernisse wird „Fördergemeinschaft Gutes
in der BGR 131 nicht einge- Licht“ eine weite Verbreitung
gangen. Diese werden in und eine interessierte Auf-
der Norm DIN EN 12464-2 nahme bei allen, die für gutes
behandelt. Die Norm be- Licht verantwortlich sind.
schreibt die Standards im

1
Einleitung

9 10
Arbeiten im Freien sind häufig mit Gefahren verbunden.

Gutes Licht für Die Randbedingungen sind Die räumliche Orientierung Das menschliche Leistungs-
Arbeitsplätze im Freien jedoch anders. Am Tage und das Gesichtsfeld sind in verhalten (Biorhythmus) ist
Die Beleuchtung von Arbeits- nehmen wir etwa 80 % der der Dunkelheit erheblich ein- starken zeitlichen Schwan-
stätten im Freien hat – prin- Sinneseindrücke über das geschränkt. Die physische kungen unterworfen: Nachts
zipiell wie auch die Innen- Auge wahr. In der Dunkelheit Leistungsfähigkeit sinkt auf- sinkt die Leistung stark ab,
raumbeleuchtung – die haben wir je nach Beleuchtung grund von Ermüdung, d. h. weswegen die Konzentration
Aufgabe, die Erfüllung der jedoch nur 3 % bis 30 % der aufgrund des natürlichen abnimmt und die Unfall-
Sehaufgabe zu gewährleisten Sehschärfe wie am Tage. Schlafbedürfnisses, auf gefahren zunehmen. Unfälle
sowie die Arbeitssicherheit Eine weitere Erschwernis: weniger als 10 %. Deswegen sind in der Dunkelheit über-
und den Gesundheitsschutz Das Blendungsrisiko ist passieren die meisten Unfälle durchschnittlich häufiger und
der Arbeitnehmer bei der wesentlich höher als bei aufgrund menschlichen schwerer als am Tage.
Arbeit sicherzustellen. Helligkeit. Versagens in der Dunkelheit.

Die vier lichttechnischen Grundgrößen

Physikalische Zusammen- sche Größen und Einheiten Begriffe werden im Folgenden


hänge werden in der beschrieben. Die vier am einleitend für ein besseres
Lichttechnik durch spezifi- häufigsten verwendeten Verständnis erläutert:

11 12 13 14

Lichtstrom Lichtstärke Leuchtdichte Beleuchtungsstärke,


ist die Lichtleistung einer ist der Teil des Lichtstroms, ist der Helligkeitseindruck, gemessen in Lux (lx), ist
Lampe. Gemessen in der in eine bestimmte den das Auge von einer der Lichtstrom, der von
Lumen (lm), beschreibt Richtung strahlt. Die leuchtenden oder beleuch- einer Lichtquelle auf eine
er die von der Lichtquelle räumliche Verteilung der in teten Fläche hat. Gemessen bestimmte Fläche trifft.
in alle Richtungen Candela (cd) gemessenen in cd/m2 oder cd/cm2, setzt Sie beträgt 1 Lux, wenn der
abgestrahlte Leistung im Lichtstärke charakterisiert die sie die Lichtstärke in Bezie- Lichtstrom von 1 Lumen
sichtbaren Bereich. Lichtausstrahlung von hung zu der Größe der Fläche, 1 Quadratmeter Fläche
Leuchten (auch Reflektor- die leuchtet oder von der gleichmäßig beleuchtet.
lampen und LEDs), meist Licht reflektiert wird.
dargestellt in Lichtstärke-
verteilungskurven (LVK).

2
15
Viele Flughafenbereiche sind als Arbeitsstätten im Freien einzustufen.

Im Gegensatz zur Arbeit in visuelle Situation nochmals oder Gesundheitsschutzes Es folgt eine Darstellung
Innenräumen ist die visuelle verschärft. Die Norm formuliert sind. wichtiger Anwendungsbereiche
Anstrengung bei Arbeits- DIN EN 12464-2 definiert mit spezifischen Bewertungs-
stätten im Freien schon Anforderungen, die gute Nach einer Übersicht über die kriterien. Den Abschluss bildet
deswegen deutlich höher, weil Sehleistung und angenehmen Physiologie des Sehens und eine für den Praktiker hilf-
meist Reflexionen an Wänden Sehkomfort sicherstellen. grundlegende Größen und reiche tabellarische Übersicht
fehlen und daher oft aus- Aus sehphysiologischen Gütemerkmale werden in über die den jeweiligen
schließlich Direktbeleuchtung und produktionsbezogenen diesem Heft wichtige Anfor- Bereichen zugeordneten
möglich ist. Damit verbunden Erfordernissen heraus derungen an lichttechnische Anforderungen, die sich an
sind oft starke Schatten. können diese Anforderungen Gütemerkmale an Arbeits- die Norm DIN EN 12464-2
Ein meist dunkler Hintergrund höher sein als die, die berufs- plätze im Freien gegeben. anlehnt.
führt zu höheren Leucht- genossenschaftlich aus
dichtekontrasten, was die Gründen des Arbeits-

h 6 12 18 24 6 12 18 24 6

Cortisol Aufmerksamkeit
Melatonin Körpertemperatur
16
Verlauf verschiedener circadianer Rhythmen

„Munterkeit“
Max.

18

Melatonin (Schlafhormon)
Min.
Hinweis
h 06 08 10 12 14 16 18 20 22 24 02 04 06
Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22
Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
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Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28
Korrelation von Melatoninspiegel und „Munterkeit“

3
Lichttechnik

19 20
Auch Objekte in Signalfarben, die bei Tageslicht gut erkennbar sind, werden in der Dämmerung nur noch eingeschränkt erkannt.

Sehen und gesehen leistung nimmt jedoch mit zur Vermeidung von Unfällen Die nachfolgenden physiologi-
werden: Gutes Licht abnehmender Helligkeit ab. zwingend erforderlich ist. schen Betrachtungen erklären
vermeidet Unfälle Gute Beleuchtung an Arbeits- Beispielhaft seien genannt die Notwendigkeit für gutes
Tageslicht liefert Beleuchtungs- plätzen im Freien dient wesent- unfallträchtiges Arbeiten an Licht an Arbeitsplätzen im
stärken von 5 000 bis 100 000 lich der Unfallvorbeugung. Dies Holzbearbeitungsmaschinen, Freien.
Lux (lx). Dagegen wird in einer bedeutet, jederzeit gut sehen auf Gerüsten, an Rampen
mondhellen Nacht nur 1 lx zu können und gut gesehen zu (Risiko: beeinträchtigtes Sehen) Farbsehen,
erreicht. Ein Sehen ist zwar werden. In der Dämmerung oder gefährliche Arbeitsplätze Hell-/Dunkel-Sehen
über diese Bandbreite möglich, und Dunkelheit ist das Sehen in der Nähe von LKWs, Förder- Beim Tagessehen werden als
da sich die Augen den unter- und Erkennen nicht mehr aus- fahrzeugen oder Bahnen Lichtrezeptoren farbempfind-
schiedlichen Helligkeiten reichend sichergestellt, so- (Risiko: beeinträchtigtes liche Zapfen im Auge aktiviert.
anpassen können. Die Seh- dass künstliche Beleuchtung Gesehen-Werden). Die Sehleistung ist bei diesem

21 22

Bei Arbeiten mit Kränen ist zugleich auf gute Sehbedingungen des Kranführers wie des Personals am Arbeitsort zu achten.

4
23 24
Gute Beleuchtung im Bereich von Halleneinfahrten vermeidet Unfallgefahren während der Adaptationszeit.

Mechanismus am höchsten, zunehmend bessere bestimmt die Sehleistung: korrekte Beleuchtungsstärken


Farben sind unterscheidbar, Bedingungen geschaffen, Je mehr Licht zur Verfügung in Halleneinfahrten eine
und Gegenstände sind genau um z. B. Hindernisse zu steht, umso schneller kann Funktion der Hallenbeleuch-
und plastisch zu erkennen. erkennen. eine fehlerfreie Sehleistung tungsstärke.
Bei Dunkelheit übernehmen erbracht werden. Sehstörun-
die farbuntüchtigen Stäbchen Kontraste gen treten auf, wenn zu große
das Hell-/Dunkel-Sehen, Kontraste sind Helligkeits- Helligkeitsunterschiede in zu
das nur mehr eine Orientierung und Farbunterschiede im kurzer Zeit verarbeitet werden
zulässt. Gesichtsfeld. Sie müssen müssen. Dies erklärt z. B.
ausreichend groß sein, um das erhöhte Unfallrisiko, wenn
Eine hinreichende Sehleistung wahrgenommen werden zu Staplerfahrer von einer hell
und Farberkennung erfordert können. Der Mindestkontrast beleuchteten Halle in einen
bei nicht hinreichendem Tages- hängt ab von der Umge- dunklen Lagerbereich im
licht – wie bei Arbeitsstätten bungshelligkeit (Adaptations- Freien wechseln und dort mit
im Freien – eine künstliche leuchtdichte): Je heller das für sie nicht erkennbaren
Beleuchtung, die den Zäpf- Umfeld ist, desto geringere Personen oder Gegenständen
chenmechanismus aktiviert Kontraste werden erkannt. kollidieren. Deshalb sind
und eine verbesserte Seh-
leistung ermöglicht. Bei zunehmend dunklerem
Umfeld muss das Objekt ent-
Unterschiedsempfindlichkeit weder einen höheren Kontrast
Die visuelle Fähigkeit, aufweisen oder bei gleichem
Leuchtdichteunterschiede im Kontrast noch größer sein,
Gesichtsfeld wahrnehmen zu um gerade noch erkannt zu
können, wird als Unterschieds- werden. Feinere Sehdetails,
empfindlichkeit bezeichnet. z. B. Flugzeugwartungs-
Je höher das Helligkeitsniveau bereiche im Außenbereich,
(Adaptationsleuchtdichte) ist, erfordern daher höhere
umso geringere Leuchtdichte- Beleuchtungsstärken.
unterschiede werden erkannt.
Die Unterschiedsempfindlich- Adaptationszeit
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keit wird durch Blendung Die Anpassung an unterschied-
herabgesetzt. liche Helligkeiten benötigt Zeit. Sehleistung und Farberkennbarkeit sind abhängig
Der Adaptationsverlauf und die von der Beleuchtung.
Sehschärfe -zeit werden bestimmt durch
Die Fähigkeit der Augen, die Leuchtdichten zu Beginn
Formen, deren Details sowie und am Ende der Helligkeits- Hinweis
Farbnuancen zu erkennen, änderung. Dabei beträgt die
wird durch die Sehschärfe Anpassungszeit von Dunkel Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22
bestimmt. Die Sehschärfe nach Hell nur Sekunden. Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
nimmt mit ansteigender Im umgekehrten Fall können Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28
Adaptationsleuchtdichte zu. Minuten vergehen. Der jewei-
Auf diese Weise werden lige Adaptationszustand

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Lichttechnik

Gütemerkmale Helligkeits- bzw. Beleuch-


Unterschiedliche Tätigkeiten tungsniveau.
an Arbeitsplätzen im Freien Dies wird bestimmt durch
sind gleichbedeutend mit die Leuchtdichte und deren
unterschiedlichen Sehauf- Verteilung. Die Leuchtdichte
gaben, aus denen sich spezi- (in cd/m2) beschreibt das von
fische Güteanforderungen an einer Fläche in die Augen des Lichtstärke
die Beleuchtung ableiten. Betrachters reflektierte Licht.
Eine ausgewogene Leucht-
Die Hauptmerkmale der dichteverteilung bestimmt die
Beleuchtung von Arbeits- Sehschärfe, die Kontrastemp-
stätten im Freien sind: findlichkeit und die Leistungs- Leuchtfläche
Leuchtdichteverteilung, fähigkeit der Augenfunktionen
Beleuchtungsstärke, (wie Akkomodation, Konver- gesehene Fläche
26
Blendung, Lichtrichtung, genz, Pupillenveränderung,
Lichtfarbe und Farbwieder- Augenbewegung etc). Die Leuchtdichte beschreibt die physiologische Wirkung des Lichtes.
gabe, Flimmern.
Die Leuchtdichteverteilung im
Alle Gütemerkmale der Gesichtsfeld beeinflusst auch Beleuchtungsstärke Arbeitsplätzen darf die
Beleuchtung gelten primär für den Sehkomfort. Daher soll- Die Leuchtdichte hängt Beleuchtungsstärke nicht
den Bereich der Sehaufgabe. ten starke Änderungen der wesentlich von der Beleuch- weniger als 50 lx betragen.
Das ist der Teilbereich des Leuchtdichte im Gesichtsfeld tungsstärke (in Lux) ab. Sie
Arbeitsplatzes, in dem die möglichst vermieden werden, ist definiert als das auf eine Der Wert der Beleuchtungs-
Sehaufgabe ausgeführt wird. was bei Arbeitsstätten im Fläche auftreffende Licht. stärke kann um wenigstens
Sind die Größe und Lage des Freien – z. B. einer Baustelle – eine Stufe der Beleuchtungs-
Bereiches der Sehaufgabe nur bedingt zu realisieren ist, Die Beleuchtungsstärke und stärkeskala, die von 5 lx bis
nicht bekannt, muss derjenige denn vertikale Flächen im ihre Verteilung haben großen 2 000 lx reicht und in Stufen
Bereich als Bereich der weiteren Umfeld liegen meist Einfluss darauf, wie schnell mit dem Faktor etwa 1,5
Sehaufgabe angenommen im Dunkeln. Eine Einflussgröße und wie sicher eine Sehauf- unterteilt ist, angepasst wer-
und beleuchtet werden, für die Leuchtdichte sind die gabe erfasst und bewältigt den, wenn die Sehaufgaben
in welchem diese auftreten Reflexionseigenschaften der werden kann. Für Arbeitsstät- von den normalen Annahmen
kann. Wie auch bei der Innen- beleuchteten Fläche, die bei ten im Freien werden in der abweichen. Insbesondere
raumbeleuchtung ist fallweise Arbeitsstätten im Freien im Norm DIN EN 12464-2 in empfiehlt sich das Erhöhen
eine genaue Arbeitsplatz- Gegensatz zur Innenraum- Abhängigkeit von der Art des der Beleuchtungsstärkewerte
analyse notwendig, um den beleuchtung typischerweise Bereiches, der Sehaufgabe aus den Normtabellen,
sinnvollen Bereich der nur sehr gering sind. Grund- oder Tätigkeit in Tabellenform z. B. wenn
Sehaufgabe zu ermitteln. sätzlich gilt: Je geringer die differenzierte Beleuchtungs- ■ die visuelle Arbeit beson-
Reflexionseigenschaften stärken gefordert. Sie müssen ders anspruchsvoll ist,
Ausreichendes sind und je schwieriger die im Bereich der Sehaufgabe ■ sich die Sehaufgabe oder
Helligkeitsniveau Sehaufgabe ist, umso höher realisiert werden. Die Bewer- die Menschen bewegen,
Grundvoraussetzung für muss die Beleuchtungs- tungsfläche kann dabei hori- ■ die Genauigkeit oder
gutes Sehen an Arbeitsplätzen stärke sein. zontal, vertikal oder geneigt Produktivität von beson-
im Freien ist ein ausreichendes sein. An ständig besetzten derer Bedeutung ist,

27

6
m
m
m

28
Die vorrangigen Sehaufgaben können auf horizontalen, vertikalen oder geneigten Flächen liegen – die genormten Beleuchtungsstärke-
anforderungen m gelten entsprechend.

■ das Sehvermögen der bungsbereich versteht man


arbeitenden Personen Flächen im Gesichtsfeld, die
unterdurchschnittlich ist, den Arbeitsbereich unmittel-
■ Sehdetails besonders bar umgeben. Normativ ist
klein sind oder geringe dieser Bereich nicht näher
Kontraste aufweisen, bemaßt. Es ist aber zu beach- he B e l eu
t i sc l u n g cht

Se
for
on ei un
r m v er t gs

hle
■ die Sehaufgabe für eine ten, dass unter Berücksichti-
om

H a e i ts niv

istu
k
k

ungewöhnlich lange Zeit gung der Beleuchtungsstärke- g

ea
Seh

lli

ng
He
ausgeführt werden muss. höhe im Bereich der Sehauf-

B le
Die Beleuchtungsstärke im gabe die Umfeldbeleuchtung

ndung
i e de r g a b e

Umgebungsbereich darf für eine angemessene Adap-


Gute

s b e g re n z u
geringer sein als im Bereich tations-Leuchtdichte sorgen Beleuchtung
F a rb w

der Sehaufgabe, sollte aber muss. Vor diesem Hinter-


eine ausgewogene Leucht- grund darf der Bereich der

ng
dichteverteilung im Gesichts- Sehaufgabe nicht zu klein
feld schaffen. Unter Umge- gewählt werden. L ic ng
ht f htu
arb t r ic
e L ic h

Beleuchtungsstärke des Beleuchtungsstärke der


Bereichs der Sehaufgabe Umgebungsbereiche
lx lx V i su e
lle s A m bi ent e
≥ 500 100
29
300 75
200 50 Gute Beleuchtung berücksichtigt viele Gütemerkmale.
150 30
50 bis 100 20
< 50 keine Festlegungen

Beleuchtungsstärken in Umgebungsbereichen in Abhängigkeit von denen


im Bereich der Sehaufgabe

Gleichmäßigkeit der sinken die anfangs installier-


Beleuchtungsstärke ten Werte, weil Lampen
Der Bereich der Sehaufgabe und Leuchten altern und
muss so gleichmäßig wie verschmutzen. Um Beleuch-
möglich beleuchtet werden. tungsanlagen im Freien ohne
Die Gleichmäßigkeit der Be- vorschnelle Wartungsarbeiten
leuchtungsstärke U = Emin/Em betreiben zu können, muss ein
30
im Bereich der Sehaufgabe ist entsprechend höherer Neu-
in der Norm DIN EN 12464-2 wert geplant und installiert Der Wartungswert ist der örtliche Mittelwert der Beleuchtungsstärke,
aufgabenspezifisch festgelegt. werden. Dieser wird mit Hilfe bei dem die Anlage zu warten ist. Beispiel: Wartungsintervall 3 Jahre.
In der Umgebung darf die eines Wartungsfaktors festge-
Gleichmäßigkeit nicht geringer legt. Der Neuwert errechnet
sein als U = 0,10. sich wie folgt: Neuwert =
Wartungswert/Wartungsfaktor.
Neuwerte installieren Ein Beleuchtungsplaner muss Hinweis
Alle normativ geforderten den Wartungsfaktor und alle
Beleuchtungsstärkewerte sind Annahmen, die zu seiner Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22
Wartungswerte, die zu keiner Bestimmung geführt haben, Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
Zeit unterschritten werden angeben. Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28
dürfen. Über die Betriebszeit

7
Lichttechnik

Blendung
Blendung wird durch helle Um Fehler, Ermüdung und
Flächen im Gesichtsfeld her- Unfälle zu vermeiden, ist es
vorgerufen und kann entwe- wichtig, Blendung zu begren-
der als psychologische Blen- zen. Das gilt insbesondere für
dung oder als physiologische Blickwinkel oberhalb der Hori-
Blendung wahrgenommen zontalen. Der Grad der Direkt-
werden. Die durch Reflexe auf blendung durch Leuchten
spiegelnden Oberflächen ver- einer Beleuchtungsanlage im
ursachte Blendung ist allge- Freien wird durch den Blen-
mein bekannt als Schleierre- dungswert GR (Glare Rating)
flexion oder Reflexblendung. beschrieben.

GR = 27 + 24log10
[ ] Lvl
0,9
Lve

Dabei bedeuten:
■ Lvl die gesamte Schleier- ■ Lve die äquivalente
leuchtdichte in cd/m2, Schleierleuchtdichte der
welche von der Beleuch- Umgebung in cd/m2.
tungsanlage verursacht
wird.
33
Blendurteil GR-Wert Reflexe können die Erkennbarkeit der Sehaufgabe beeinträchtigen.
unerträglich 80 – 90
störend 60 – 70
noch zulässig 40 – 50 Lichtfarbe und Außerdem bestimmt die
merklich 20 – 30 Farbwiedergabe Lichtfarbe auch die Licht-
unmerklich 10 Die Lichtfarbe der Lampen ausbeute der Lampen, die
wird durch die ähnlichste wiederum Einfluss auf die
Zusammenhang zwischen GR-Werten und dem Blendurteil
Farbtemperatur gekenn- Kosten der Beleuchtungs-
zeichnet. Die Auswahl der anlage hat. In Mitteleuropa
Schleierreflexionen und ■ geeignete Anordnung der Lichtfarbe ist eine Frage der dominieren aus wirtschaft-
Reflexblendung
Leuchten und Arbeits- Psychologie, der Ästhetik lichen Gründen Natrium-
Reflexionen hoher Leucht- plätze, und dessen, was als natürlich dampf-Hochdrucklampen mit
dichte auf der Sehaufgabe ■ Oberflächengestaltung angesehen wird. Weil diese warmweißer Lichtfarbe und
können die Erkennbarkeit der (matte Oberflächen), meist auch subjektiven bei höheren Ansprüchen an
Sehaufgabe verändern. ■ Leuchtdichtebegrenzung Kriterien in Europa regional die Farbwiedergabe Halogen-
Schleierreflexionen und der Leuchten, unterschiedlich sind, werden Metalldampflampen mit
Reflexblendung können ■ Vergrößerung der in den Tabellen mit den Pla- neutralweißer Lichtfarbe.
verhindert oder reduziert leuchtenden Fläche der nungswerten keine Angaben
werden durch Leuchten. über die Lichtfarbe gemacht.

31 32
Nur gerichtetes Licht (links) lässt Oberflächenstrukturen sichtbar
werden.

Gerichtete Beleuchtung diffusem und gerichtetem


Gerichtete Beleuchtung kann Licht und ist damit ein Merk-
eingesetzt werden, wenn es mal der Beleuchtungsqualität.
gilt, Objekte, Oberflächen- Dies wird erreicht, wenn das
strukturen oder Personen Licht vorwiegend aus einer
hervorzuheben. „Modelling“ Richtung kommt – allerdings
bezeichnet in diesem sollten sich dabei keine
Zusammenhang die Aus- harten Schatten bilden.
gewogenheit zwischen

8
35 36
Die unterschiedlichen Farbwiedergabeeigenschaften von Lampen führen trotz gleicher Lichtfarbe zu unterschiedlichen Farbwahrnehmungen. Wenn z. B. in dem
Spektrum der Lampen nur wenig Rot vorhanden ist, werden auch die roten Körperfarben nur unvollkommen wiedergegeben.

Lichtfarbe Ähnlichste Farbtemperatur TCP sein. Der Farbwiedergabe- Störwirkungen


Warmweiß unter 3 300 K Index muss daher ≥ 20 sein. Beleuchtungssysteme
Neutralweiß von 3 300 K bis 5 300 K für Arbeitsplätze im Freien
Tageslichtweiß über 5 300 K Flimmern und können zur Aufhellung des
Stroboskopeffekte Himmels und der Umgebung
Für die Sehleistung, die Zur objektiven Kennzeichnung Flimmern kann störend wirken beitragen. Lichtemissionen
Behaglichkeit und das Wohl- der Farbwiedergabe-Eigen- und physiologische Effekte können außerdem zu physio-
befinden ist es wichtig, dass schaften einer Lichtquelle wie Kopfschmerzen hervor- logischen Problemen beim
die Farben der Umgebung, wurde der Allgemeine Farb- rufen. Stroboskopeffekte Menschen führen, z. B. durch
der Objekte und der mensch- wiedergabe-Index Ra einge- können gefährliche Situatio- Schlafstörungen. Auch sind
lichen Haut natürlich und führt. Der höchstmögliche nen hervorrufen, indem sie negative Auswirkungen
wirklichkeitsgetreu wieder- Ra-Wert ist 100. Dieser Wert die Wahrnehmung rotierender auf Fauna und Flora nicht
gegeben werden. Dies lässt nimmt bei abnehmender oder sich hin- und her- auszuschließen.
Menschen attraktiv und Farbwiedergabequalität ab. bewegender Maschinenteile
gesund erscheinen. Sicherheitsfarben müssen ändern. Das kann z. B. auf Normativ ist deswegen der
immer als solche erkennbar Baustellen an Sägemaschinen Lichtaustritt vor allem in den
zu erhöhter Unfallgefahr oberen Halbraum begrenzt.
führen. Auch die Störung von Bewoh-
nern angrenzender Gebäude
Beleuchtungssysteme sollten und Benutzern benachbarter
so ausgelegt werden, dass Straßen wird begrenzt.
Flimmern und Stroboskop-
effekte vermieden werden.
Dies kann z. B. durch die
Verwendung von Entladungs-
lampen an elektronischen
Vorschaltgeräten mit hohen
Frequenzen erreicht werden.

Hinweis

Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22


Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28
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Industrieanlagen und Energie

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Die in der Praxis häufig anzu- werden in den folgenden und petrochemischen Indus- eingegangen wird. Die Werte
treffenden Arbeitsplätze im Abschnitten einige Anwen- trie, in anderen Industrien mit für die lichttechnischen Pla-
Freien verlangen für eine dungsgebiete exemplarisch Prozessanlagen im Freien, der nungsgrößen sind je nach
sichere und kontinuierliche vorgestellt, ohne dabei den Rohstoffindustrie, der Abfall- Bedeutung der Arbeit, Höhe
Ausübung der Arbeit eine Anspruch auf Vollständigkeit wirtschaft, im Bergbau, im des Gefahrenrisikos oder
adäquate Beleuchtung und zu erheben. Maschinen-, Anlagen- und Schwierigkeit der Sehaufgabe
damit ein annehmbares Schiffsbau, in Betrieben der festzulegen. In vielen Fällen
Umfeld für den in der Nacht Arbeit an Maschinen und Bauindustrie sowie der Ener- können auch die Richtlinien
Tätigen. Die Norm DIN EN mit Werkzeugen giewirtschaft und auch der für die Beleuchtung von
12464-2 liefert für eine Viel- Tätigkeiten im industriellen Landwirtschaft anzutreffen. Arbeitsstätten in Innenräumen
zahl von konkreten Anwen- Umfeld sind häufig dadurch Neben den produktionsorien- (vgl. EN 12464-1) – soweit
dungsbeispielen Vorschläge geprägt, dass Menschen mit tierten Abläufen spielen dabei es sich um vergleichbare
und Richtwerte zu konkreten Werkzeugen, Maschinen oder auch Tätigkeiten in Bereichen oder ähnliche Arbeitsstellen
lichttechnischen Planungs- in Anlagen arbeiten. Arbeits- von Lager, Logistik und Ver- handelt – Anleitung für die
größen (siehe dazu Tabellen plätze im Freien sind typi- kehr eine wichtige Rolle, auf Auswahl der Beleuchtungs-
ab Seite 22). Ergänzend dazu scherweise in der chemischen die im Weiteren gesondert stärken im Freien geben.

39

10
40 41

Beleuchtungsstärken zwi- Kleine beleuchtete Flächen umfeld und tragen so zu mehr Kostenfaktor Beleuchtung
schen 30 und 60 lx sind typi- führen zu großen Leuchtdich- Wohlbefinden, Motivation und Als ein Bestandteil betrieb-
sche Werte für allgemeine teunterschieden im Gesichts- Produktivität bei. licher Produktionskosten sind
Tätigkeitsbereiche im Freien. feld. Die Folge sind ständige auch die Kosten der Beleuch-
Örtliche Zusatzbeleuchtungen Umadaptationsarbeit des Im Bereich der Sehaufgabe tungsanlage von wichtiger
für Stellen mit besonderer Auges und dadurch bedingt sollten deshalb keine stören- Bedeutung. Vor diesem
Tätigkeit müssen entsprechend zunehmender Konzentrations- den Dunkelzonen vorhanden Hintergrund sind Aspekte der
höher angesetzt werden. mangel, resultierend Arbeits- sein. Das zulässige Verhältnis Energieeffizienz, des War-
fehler sowie raschere Ermü- zwischen minimaler Beleuch- tungsaufwands sowie der
Gleichmäßigkeit dung und damit Unfallgefahren. tungsstärke und dem Mittel- Lebensdauer zu bewerten.
Die Ermittlung des Bereichs wert ist sehaufgabenabhängig Selbst ein einfacher Lampen-
der Sehaufgabe, für den die Insgesamt hell beleuchtete und liegt zwischen 0,25 bei wechsel kann zu hohen Kos-
Gütemerkmale gelten, ist Arbeitsbereiche vermeiden gröberen und nur kurzzeitigen ten führen, wenn dafür z. B.
gerade bei industriellen dies, fördern zudem auch Tätigkeiten (z. B. Hantieren mit der Produktionsprozess
Arbeitsplätzen oftmals nur die Kommunikation mit dem größeren Bauteilen) bis zu 0,5 gestoppt werden muss oder
schwer zu bewerkstelligen. Arbeitsteam und dem Arbeits- (z. B. bei Inspektions- oder wenn aufwendige Hilfsmittel
Installationstätigkeiten). dafür ins Feld gerückt werden
müssen. Es zahlt sich also
Des Weiteren müssen im aus, bei der Auswahl der
Umgebungsbereich die Leuchten und Leuchtmittel
Mindestbeleuchtungswerte auf qualitativ hochwertige,
eingehalten werden, die in wartungsarme und langlebige
Abhängigkeit von den Beleuch- Produkte zu achten. Bei der
tungsstärken im Bereich der Projektierung sollte neben
Sehaufgabe genormt sind einer optimalen Beleuchtung
(siehe Lichttechnische Tabel- auch auf eine günstige Posi-
len). Dabei spielt gerade auch tionierung (Zugänglichkeit) im
die Vermeidung von psycho- Außenraum geachtet werden.
logisch negativen Effekten
(Gefühl der Unsicherheit, Hohe Anforderungen
Angst ...), wie sie z. B. von Je nach Anwendung muss
einer uneinsehbaren Dunkel- die Beleuchtungsanlage
heit im Umfeld der Arbeits- extremen Umgebungsbedin-
zone ausgehen können, eine gungen standhalten. Typisch
besondere Rolle. sind ein starker Anfall von

Hinweis

Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22


Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28
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11
Industrieanlagen und Energie

43 44
Selbstfahrende Arbeitsmaschinen verfügen zumeist über Im Freien angebrachte Leuchten an Industrieanlagen müssen erhöh-
Scheinwerfer als Fahrlicht und zur Beleuchtung des Arbeitsortes. ten Anforderungen gegen das Eindringen von Stäuben und Feuch-
tigkeit genügen; u. U. ist auch auf Explosionsschutz zu achten.

Schmutz, Staub, Feuchtigkeit, die Erfüllung der normativen Qualitätsmerkmale kennzeich- satz kommen deshalb vor-
Nässe, aggressive oder Anforderungen hinausgehend, nen die Beleuchtung von zugsweise asymmetrische
explosive Atmosphären und gibt es Erkenntnisse und Arbeitsstätten im Freien. Zum Reflektorleuchten für Hoch-
extrem hohe oder niedrige Lösungskonzepte, wie mit einen ist aus Sicherheitsgrün- drucklampen. Sie sind mit
Temperaturen sowie – tags- einer adäquaten Beleuchtung den ein ausreichend hohes einer hochwertigen Facetten-
über – ein starker Eintrag von das Wohlbefinden der Men- Beleuchtungsniveau notwen- optik ausgerüstet und
ultravioletter Strahlung durch schen und die Produktivität dig, besonders in Bereichen, verfügen über eine Planglas-
das Sonnenlicht. Sie begrün- ihrer Arbeit signifikant positiv in denen sich z. B. Fahrzeuge abdeckung. Damit wird
den die dezidierten Anforde- beeinflusst werden können. und Fußgänger begegnen sichergestellt, dass das Licht
rungen an die Schutzart bzw. Hohe Beleuchtungsniveaus können. Zum anderen ist für blendfrei hauptsächlich auf
Bauart oder die Baumateria- und ausreichende „zylindri- den Außenraum eine beson- die definierte Nutzfläche
lien von Leuchten. Für die sche Beleuchtungsstärken“ ders blendfreie Beleuchtung gelenkt wird. Für großflächige
Beleuchtung industrieller im Bereich der „Task Area“ zu fordern, damit ein störungs- Ausleuchtungen im Außen-
Anlagen existiert ein umfas- sind auch im Außenbereich freies Erkennen von Informa- bereich, wie z. B. die
sendes Normenwerk. Über maßgeblich beteiligt. Zwei tionen garantiert ist. Zum Ein- Beleuchtung von Verlade-

45

12
46
Die Norm DIN EN 12464-2 definiert auch Anforderungen an allgemeine Verkehrsbereiche bei Arbeitsstätten im Freien.

stationen, können breit Direkteinblick vorteilhaft zum rungen der entsprechenden dass Kontrollen gefahrlos
strahlende Leuchtensysteme, Tragen. Explosionsschutzklassen gemacht werden können.
also Lichtfluter, vorteilhaft genügen. Hier ist die Vermeidung
eingesetzt werden. Eine wichtige Besonderheit starker und großflächiger
bei der Beleuchtung von Freiluft-Schaltanlagen Schattenzonen unerlässlich.
Für Beleuchtungsaufgaben Arbeitsstätten in Anlagen der Der ordnungsgemäße Betrieb Zur Erfüllung dieser Forde-
innerhalb baulicher Struktu- Chemie bzw. Petrochemie von Freiluft-Schaltanlagen rungen wird eine horizontale
ren, wie z. B. innerhalb einer (Raffinerien usw.), von Öl- und kann nach Einbruch der Beleuchtungsstärke von
Prozessanlage, sind häufig Gasfördereinrichtungen zu Dunkelheit nur dann gewähr- 15 bis 30 lx empfohlen, je
lineare Leuchten mit stabför- Land und zu Wasser sowie leistet werden, wenn durch nach der herrschenden
migen Leuchtstofflampen im Bergbau und in anderen künstliche Beleuchtung alle Umgebungshelligkeit, der
hoher Schutzart anzutreffen. Bereichen, in denen explosive Betriebseinrichtungen schnell, Übersichtlichkeit und den
Im Vergleich zu Leuchten mit Atmosphären auftreten sicher und gefahrlos beob- Reflexionsverhältnissen.
Hochdruckentladungslampen können, besteht darin, dass achtet werden können. Die vertikalen Beleuchtungs-
kommt bei Leuchten mit die ausgewählten Leuchten stärken auf den erwähnten
Leuchtstofflampen ihre deut- als Teil der elektrischen Die von Gerüsten getragenen Anlageteilen sollen im Bereich
lich geringe Leuchtdichte im Betriebsanlage den Anforde- Teile der Hochspannung von 30 bis 60 lx liegen.
führenden Anlage wie
Sammelschienen, Leitungs- Die Leuchten sind so anzu-
verbindungen oder Isolator- ordnen, dass beim Unterhalt
ketten und Schalteinrichtungen und Lampenwechsel keine
sollen auf den dem Auge sich hochspannungsgefährdeten
darbietenden Flächen Leucht- Zonen berührt werden. Die
dichten aufweisen, die den Lichtpunkthöhe ist deshalb
jeweiligen Betriebszustand möglichst niedrig zu halten,
einwandfrei erkennen lassen. damit keine Leitern benötigt
Für die Kontrolle der in werden.
den oberen Transformator-
bereichen befindlichen Durch-
führungen, Öl-Ausdehnungs-
einrichtungen oder Schutz-
apparate eignet sich schräg
von unten her einfallendes
Licht. Die Verkehrswege
sollen so beleuchtet werden,

Hinweis

Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22


Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28
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13
Verkehr, Straßen und Wege

48

Menschen bewegen definierten Normen beleuch- Region müssen Leuchten im Bedeutung: störende Licht-
sich mit Fahrzeugen tet, die an die einschlägigen Außenraum extremen Witte- emissionen in die Umwelt –
Die Fortbewegung von Men- Vorschriften für die Beleuch- rungs- und Klimabedingun- also der Anteil des von einer
schen mit Fahrzeugen gehört tung öffentlicher Straßen und gen standhalten, worauf bei Leuchte ausgestrahlten
zum Lebensalltag überall auf Wege (z. B. EN 13201) ange- der Auswahl der Produkte Lichts, der in den oberen
der Welt. Ein engmaschiges lehnt sind. Im Unterschied zu besonders zu achten ist. Halbraum abgestrahlt wird.
Netz von Straßen und Auto- vielen öffentlichen Verkehrs- Diese von einer Beleuch-
bahnen durchzieht die hoch wegen wird aber die zulässige Bereiche stehenden Verkehrs, tungsanlage ausgehende
entwickelten Staaten. Höchstgeschwindigkeit in z. B. Parkplätze oder Park- „Lichtverschmutzung“ der
betrieblichen Bereichen je häuser, zählen ebenso zu den Umwelt sollte so gering wie
Neben den öffentlich genutz- nach Gefahrenpotenzial auf Arbeitsstätten im Freien wie möglich sein.
ten Verkehrswegen gibt es im z. B. 20 km/h oder Schritt- Schienen- und Schifffahrts-
Bereich großer industrieller tempo begrenzt. wege, die im Hinblick auf die Hauptverkehrsstraßen
Ansiedelungen auch teils sehr Lichtwirkung ähnliche Anfor- Auf Hauptverkehrsstraßen
umfassende Verkehrsinfra- Besondere Beachtung ver- derungen stellen wie z. B. die lauern viele Gefahren, v. a.
strukturen, die ausschließlich dienen Verkehrsknoten (z. B. Vorfeldbereiche eines Ver- in der Dämmerung und bei
im Rahmen der betrieblichen Kreuzungen, Kreisverkehre, kehrsflughafens. Während im Dunkelheit. Gute Straßen-
Abläufe genutzt werden und Brücken ...) sowie Unterfüh- Bereich der Straßenbeleuch- beleuchtung verbessert die
damit als Arbeitsstätte im rungen und Tunnels, die sehr tung traditionsgemäß Pro- Sehbedingungen aller Ver-
Freien anzusehen sind. hohe Anforderungen an die dukteigenschaften wie Wirt- kehrsteilnehmer und erhöht
Lichtwirkung, die Sicherheit schaftlichkeit, Zuverlässigkeit damit die Verkehrssicherheit.
Zur Sicherheit der Verkehrs- und die Wartungsmöglichkei- und Wartungsfreundlichkeit im
teilnehmer werden auch hier ten der Beleuchtungsanlage Fokus stehen, gewinnt ein Statistische Erhebungen
die Straßen und Wege gemäß stellen. Je nach geografischer neuer Aspekt zunehmend an belegen, dass normgerechte

49 50

14
51

Straßenbeleuchtungen das stärken Autos, Radfahrer und Weiteren steht die Lichtfarbe Übermäßig hohe Leucht-
Unfallrisiko erheblich Fußgänger gut sichtbar einer Halogen-Metalldampf- dichten der zum Erkennen
reduzieren und die Unfall- machen. Zum anderen sind lampe in auffälligem Kontrast der Tankstelle dienenden
schwere drastisch senken. auf den horizontalen Wege- zum Licht der zuführenden Hinweisschilder können zur
Leuchten mit moderner flächen ausreichend hohe Straßen und führt zu erhöhter Überblendung des Informa-
Spiegeltechnologie, z. B. und gleichmäßige Beleuch- Aufmerksamkeit. tionsbildes und damit zur
mit der Radialfacettenoptik, tungsstärken bei hoher Herabsetzung der „Lesbar-
in Kombination mit röhren- Blendfreiheit zu fordern. Tankstellen keit“ führen.
förmigen Lampen ermög- Geleistet wird dies z. B. Tankstellen sind Verkaufs-
lichen große Mastabstände von einer Kombination aus stätten und Arbeitsstätten. Leuchten sollen ganz allge-
und damit den Einsatz von Spiegel-Werfer-Systemen im Ihre Beleuchtung soll den mein geringe Leuchtdichten
weniger Lichtpunkten pro Zentrum der Verkehrsanlage Standort, die Marke des besitzen, dies insbesondere
Kilometer. Gleichzeitig ver- und der Reihung weiterer angebotenen Produktes und dann, wenn sie nahe dem
meiden sie Dunkelzonen Leuchten in der Peripherie. die Art der Dienstleistung aus Rand unbeleuchteter Straßen
und machen damit den genügender Entfernung angeordnet sind.
Straßenverkehr noch Diese Leuchten verfügen erkennen lassen.
sicherer. über eine effiziente Spiegel- Straßenleuchten für die
reflektortechnik mit planem Sie muss eine angemessene Zu- und Abfahrtsbeleuchtung
Verkehrsknoten Glasabschluss zum Mini- Arbeitsbeleuchtung in den sollten aus der Gruppe der
Der Kreisverkehr ist eine mieren von Blendwirkungen. Zapf- und Servicebereichen „abgeschirmten“ Leuchten
Verkehrssituation, die eines Durch die Verwendung von aufweisen und sollte die Zu- gewählt werden. Ein ruhiges
besonderen Beleuchtungs- Halogen-Metalldampflampen und Abfahrtswege deutlich Gesamtbild wird durch
konzepts bedarf. Zum einen wird zusätzlich eine sehr gute kennzeichnen. Wie bei jeder Leuchten geringer Lichtpunkt-
sollen vertikale Beleuchtungs- Farbwiedergabe erzielt; des werbenden Beleuchtung soll höhe, z. B. Pollerleuchten
auch hier Auffälligkeit durch u. a., erzielt. Betont geringe
Kontrast zur Umgebung Leuchtdichten werden durch
erzielt werden. Ist diese im indirekte Beleuchtungen,
Allgemeinen dunkel, so kann etwa durch angestrahlte
aber auch bei zu hohem Decken von freitragenden
Beleuchtungsniveau leicht die Dächern, erreicht.
Grenze zwischen Auffälligkeit
und Aufdringlichkeit über- Die Hervorhebung von
schritten werden. Gebäudefassaden im
Tankstellenbereich wirkt
In heller Umgebung wird ein ansprechend, lässt eine
Konflikt zwischen Werbewün- geschlossene Wirkung
schen und den Bedürfnissen erzielen und zeigt die
des angrenzenden Verkehrs Dienstbereitschaft an.
seltener zu befürchten sein.

Hinweis

Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22


Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28
52

15
Verkehr, Straßen und Wege

Kanäle, Schleusen und Im Allgemeinen werden


Hafenanlagen horizontale Beleuchtungsstär-
Das Hafengelände muss bei ken von 20 bis 50 lx gefordert
Dunkelheit beleuchtet wer- bei einer Gleichmäßigkeit
den, um eine durchgehende Uo ≥ 0,25. Als Lichtquellen
Abfertigung zu erreichen und werden bevorzugt Natrium-
die Liegezeiten der Schiffe dampflampen verwendet;
kurz zu halten. Es handelt wenn keine Farberkennung
sich um die Beleuchtung erforderlich ist, die Nieder-
von Freigeländen mit der druck-Ausführung, bei Hoch-
speziellen Forderung nach mastanlagen gewöhnlich die
einer besonders starken Natriumdampf-Hochdruck-
Blendungsbegrenzung zur lampe in den Leistungsstufen
Wasserseite, um die Schiff- 400 W oder 1 000 W.
fahrt nicht zu stören. In Bereichen mit hohen Anfor-
derungen an das Erkennen
Die Frachtumschlagplätze von Farben kommen
lassen sich in zwei Kategorien Halogen-Metalldampflampen
einteilen: zum Einsatz. Bei der Beleuch-
tung der Bedienungselemente
■ kleine Flächen für Stück- muss auf hohe vertikale
gut, die vom Rand her Beleuchtungsstärke geachtet
konventionell beleuchtet werden. Zusatzbeleuchtung
53
werden können, d. h. mit ist für Einfüll- und Auslass-
Straßenleuchten oder vorrichtungen sowie für
breit strahlenden Schein- Verladestellen erforderlich.
werfern oder Flutern und
Lichtpunkthöhen bis Fazit: Eine dynamische
zu 12 m; Beleuchtung ist für alle
■ großflächige Container- beweglichen Objekte im
Terminals, die mit Hoch- Hafen wie bewegliche Brü-
mastanlagen mit Schein- cken, fahr- und drehbare
werfern oder Flutern und Kräne im Verladebereich
Lichtpunkthöhen von geeignet. Eine statische
25 bis 35 m versehen Beleuchtung richtet das
werden. Damit lassen sich Augenmerk eher auf
Lichtpunktabstände von Gebäude und hebt diese
100 bis 175 m erreichen, hervor. Wegen des geringen
d. h. große Bewegungs- allgemeinen Beleuchtungs-
freiheiten. Die gleich- niveaus muss vor allem die
mäßige Beleuchtung Direktblendung in Richtung
großer Flächen bei guter auf die Steuer- und Beobach-
Einblendung erfordert tungsstände begrenzt wer-
Scheinwerfer mit horizon- den. Scheinwerfer und Flut-
taler Abdeckscheibe und licht sollten immer aus der
Bündelauslenkung um 60° Richtung des Bedienungs-
gegen die Vertikale. personals heraus eingesetzt
werden.
54

55

16
56 57

Umschlagbereiche im Hafen sind ihre Augen „dunkel adap- zu gewährleisten, sollte die Bahnanlagen
Eine Möglichkeit der Beleuch- tiert“ und damit extrem sensi- mittlere vertikale Beleuch- In Gleisfeld- und Schienen-
tung von Umschlagbereichen bel für hohe Leuchtdichten. tungsstärke dort 20 lx und bereichen sind die Betriebs-
im Hafen besteht in der Gleichzeitig müssen große der Mindestwert 5 lx nicht sicherheit und Zuverlässigkeit
Errichtung je eines Mastes an Flächen möglichst gleichmäßig unterschreiten. Weitere spe- von Beleuchtungsanlagen ein
den Kranbahnenden, damit ausgeleuchtet werden. Hierfür zielle Randbedingungen sind: wichtiger Punkt. Es werden
das Licht der hier montierten bieten sich große Spiegel- Leuchten eingesetzt, die
Scheinwerfer zwischen die Werfer-Systeme an. Durch ■ Das Flugsicherungs- einen besonders hohen
Waggonreihen zu dringen ver- ihre Lichtpunkt-Zerlegungs- personal im Kontrollturm Standard in der Entblendung
mag. Bei der Auswahl von spiegel wird das Licht ihrer darf nicht geblendet werden. nachweisen. Dieses garantiert
Kranleuchten sollte man die Hochleistungsscheinwerfer ■ Der Pilot, der sich in für das Bedienpersonal einen
Erschütterungen der Lampen nicht nur breitflächig verteilt, modernen Großraumflug- hohen Grad an Sicherheit.
berücksichtigen. Außerdem: sondern auch eine Blend- zeugen bis zu 10 m hoch Im Gleisfeldbereich ist ein
Häfen prägen das Gesicht wirkung vermieden. über dem Boden befindet, Großteil der Informationen
von Städten und lassen ihre Alternativ dazu kann mit darf nicht geblendet werden. für den Fahrbetrieb über
Strukturen stärker hervortre- asymmetrisch strahlenden ■ Die Beleuchtungsmaste Lichtsignale gesteuert. Bei
ten. Bei Anbruch der Dunkel- Flutern gearbeitet werden, die dürfen den Flug- und falscher Beleuchtung kann
heit kann ein Lichtsteuerungs- so zu installieren und auszu- Fahrbetrieb nicht stören, es zu Fehlinformationen oder
programm dafür sorgen, dass richten sind, dass ein direkter d. h., die Standorte sind Fehlinterpretationen kommen.
die Bedeutung und die Funk- Einblick in ihre Lampen vom eingegrenzt, und die An Bahnübergängen werden
tion des Hafens sichtbar Cockpit aus nicht möglich ist. Höhen dürfen ohne asymmetrisch strahlende
gemacht und damit eine Sondergenehmigung 25 m Leuchten mit sofortiger Heiß-
visuelle und eine emotionale Die Vorfeldbeleuchtung nicht übersteigen. wiederzündung eingesetzt.
Verbindung mit der Stadt her- dient zur Dadurch wird eine optimale
gestellt werden. Bei Tage sorgt ■ Orientierung des Piloten Üblich sind Anlagen mit gut Kameraüberwachung aus
der Hafenbetrieb an sich, bei des rollenden Flugzeuges, entblendeten Scheinwerfern, der Leitzentrale ermöglicht.
Nacht dessen Illumination für ■ sicheren und rationellen die entweder mit den Im Bahnhof oder auf dem
Präsenz im Stadtgefüge. Für Abfertigung von besonders wirtschaftlichen Bahnsteig hilft eine gute
das Freigelände gelten die Fluggästen, Gepäck Natriumdampf-Hochdruck- Beleuchtung bei der Orientie-
Anforderungen an Arbeits- und Fracht, lampen oder aber Halogen- rung, und Helligkeit sorgt für
stätten im Freien. ■ Erleichterung von Service- Metalldampflampen bestückt Sicherheit.
und Wartungsarbeiten, sind.
Flughäfen ■ Überwachung und
Flughafenvorfelder, also die Sicherung des Flughafens.
Bereiche an den Gates, in
denen die Flugzeuge ihre Im Prinzip handelt es sich
Parkposition einnehmen, darum, eine große Freifläche
stellen besonders hohe Anfor- mit genügender Beleuch-
derungen an die Beleuchtungs- tungsstärke, d. h. 5 bis 50 lx Hinweis
anlage. Hier kommt es darauf horizontal und vertikal in 2 m
an, dass die Piloten unter Höhe, zu beleuchten. Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22
keinen Umständen geblendet Um genügendes Erkennen Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
werden. Unmittelbar nach der und Farbsehen auf den Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28
Landung eines Nachtfluges Standflächen der Flugzeuge

17
Lager und Logistik

59 60

Bereiche ohne eigentliche Eigentumssicherung dienen


Arbeit erfordern nur geringe soll, kann u. U. als reine
Beleuchtungsniveaus, und Übersichtsbeleuchtung aus-
zwar für die ungefährdete geführt werden. Man kann
Bewegung von Personen z. B. nur einen Teil der für
und Fahrzeugen, die Über- Arbeiten im Freien bestehen-
wachung des Geländes zur den Beleuchtungsanlage für
Sicherung des Eigentums Sicherungszwecke verwen-
oder zur Feststellung von den. Es können auch zusätz-
Brandausbrüchen. Hier ist die liche und für den wirtschaft-
Vermeidung tarnender Schat- lichen Ganznachtbetrieb
ten durch sorgfältig gewählte geeignete Flutlichtleuchten
Lichteinfallrichtungen von vorgesehen werden. Dabei
besonderer Wichtigkeit. Das sind hohe vertikale Beleuch-
Hervorheben von Gefahrenzo- tungsstärken, aus der Blick-
nen durch helle, dauerhafte richtung des Wachpersonals
Anstriche oder spezielle gesehen, von Vorteil. Eine
Reflexbeläge ist erfahrungs- andere Lösung ist die Umfrie-
gemäß zu empfehlen. Eine dungsbeleuchtung. Hierbei
Anlage, die ausschließlich der wird das Wachpersonal
58

61 62

18
bewusst im Dunkeln belas- Regel unmittelbar in der
sen, ein sich nähernder Ein- Nachbarschaft der Verlade-
brecher ist jedoch einem und Transporteinrichtungen.
blendenden Flutlicht ausge- Es wäre jedoch eine Fehlent-
setzt. Innerhalb der üblichen scheidung, die Beleuchtung
Umzäunung werden in regel- auf diese Stellen begrenzen
mäßigen Abständen auf Mas- zu wollen. Die richtige Lösung
ten geringer Höhe Flutlicht- besteht darin, innerhalb der
leuchten mit breitem horizon- allgemeinen Übersichtsbe-
talem Bündelwinkel montiert. leuchtung die Arbeitszonen
Damit soll sowohl die Umfrie- mit einer zusätzlichen Arbeits-
dung als auch der Annähe- beleuchtung mit angepass-
rungsbereich in einiger Tiefe tem Niveau zu versehen. Ein
lückenlos beleuchtet werden. bekanntes Beispiel hierfür
sind Arbeitsbereiche von Por-
Die in etwa 1 m über dem tal- und Brückenkränen. Hier
Boden benötigten vertikalen eignen sich in der Regel die
Beleuchtungsstärken im Vor- Kranstützen als Montagestel-
feldbereich liegen in der Pra- len für Flutlichtleuchten, so-
xis, je nach Beleuchtung des dass der Lichteinfall quer zur
zu schützenden Geländes, Fahrtrichtung erfolgt. Die im
zwischen 5 und 30 lx. Bei Fahrbereich des Kranes not-
hohen Risiken empfiehlt es wendigen Beleuchtungsstär-
sich, jeden Lichtpunkt doppelt ken werden durch Leuchten
zu bestücken und an zwei erzielt, die an der Kranbrücke
voneinander unabhängige zu montieren sind. Kranbuch-
Versorgungskreise anzu- ten mit Gleisanschluss kön-
schließen. Voraussetzung für nen eine weitere Zusatzbe-
eine Umfriedungsbeleuchtung leuchtung erfordern, um die
dieser Art ist jedoch, dass von den Waggonaufbauten
Sehbelästigungen bei Benut- bei seitlichem Lichteinfall her-
zern benachbarter Grundstü- vorgerufenen Schattenzonen
cke ausgeschlossen sind und aufzuhellen.
63
dass die Verkehrssicherheit
nicht beeinträchtigt wird. Zusatzbeleuchtung
Ein Einvernehmen mit den für Verladestellen
zuständigen Behörden und Bei der Beleuchtung der
Instanzen ist zu empfehlen. Bedienungselemente muss
auf hohe vertikale Beleuch-
Transferbereiche tungsstärke geachtet werden.
Der Beleuchtung der Ein- und Zusatzbeleuchtung ist für Ein-
Ausfahrten von Lagerhallen ist füll- und Auslassvorrichtungen
aus sicherheitstechnischen sowie für Verladestellen erfor-
Gründen besondere Bedeu- derlich. Fazit: Eine dynami-
tung beizumessen: Lichtlö- sche Beleuchtung ist für
sungen müssen einen fließen- alle beweglichen Objekte
den Übergang zwischen dem im Hafen, wie bewegliche
Helligkeitsniveau des Innen- Brücken, fahr- und drehbare
und Außenraumes sicher- Kräne im Verladebereich,
stellen. Oftmals ist es auch geeignet. Eine statische
notwendig, Bereiche stehen- Beleuchtung richtet das
den Verkehrs, z. B. nahe Augenmerk eher auf Gebäude
gelegene Parkplätze, und und hebt diese hervor.
Zufahrtswege gleichermaßen
zu berücksichtigen. Blendfrei- Direktbeleuchtung
heit bzw. Blendungsreduzie- begrenzen
rung ist hier ein Thema, bei Wegen des geringen allge-
dem Spiegel-Werfer-Systeme meinen Beleuchtungsniveaus
einen wichtigen Beitrag leisten muss vor allem die Direkt-
können. Außerdem sollte die blendung in Richtung auf die
64
Lichtimmission so gering wie Steuer- und Beobachtungs-
möglich gehalten werden. stände begrenzt werden.
Scheinwerfer und Flutlicht
Nächtlicher Güterumschlag sollten immer aus der Hinweis
Auf Lagerplätzen mit nächt- Richtung des Bedienungs-
lichem Güterumschlag liegen personals heraus eingesetzt Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22
die Arbeitsbereiche in der werden. Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28

19
Baustellen

Baustellen
Die Beleuchtungsstärken sind
gemäß Tabelle 5.3 zu wählen.
Die zeitlich begrenzte Anlagen-
dauer, die fortschreitende
Anpassung der Beleuchtung
an örtlich wechselnde Tätig-
keiten und die unterschied-
lichen Sehaufgaben sind
wesentliche Merkmale der
Baubeleuchtung. Ihre Flexibi-
lität wird mit Einrichtungen in
Form von transportablen,
ausziehbaren Beleuchtungs-
masten erreicht. Diese sind
zudem häufig mit einem Strom-
erzeugungsaggregat auf
einem fahrbaren Anhänger
vereinigt. Ein weiteres Mittel
für die Gestaltung der Bau-
stellenbeleuchtung bietet der
Baukran. Vom Kranführer aus
65
betrachtet, soll die gesamte
Bedienungszone (horizontal
und vertikal) so beleuchtet
sein, dass die Last in der vol-
len Arbeitshöhe gut sichtbar
ist. In der Regel werden Flut-
lichtleuchten am Kranturm
angebracht, bisweilen auch
am Kranausleger. Bei richtiger
Platzierung in Bezug auf die
Krankabine kann eine Blen-
dung des Führers vermieden
werden. Zudem sollen für ihn
kontrastfördernde Schatten
auf den Objekten entstehen.

Auf Großbaustellen ist die


Ausdehnung der Arbeit über
die Tagesstunden hinaus viel-
fach üblich. Beim Tiefbau sind
innerhalb des Geländes ver-
teilte Beleuchtungseinrichtun-
gen, wie Traggerüste, Masten,
66
Freileitungen, Erdkabel oder
Verteilerschränke, höchst
unerwünscht. Sie behindern
den Baustellenverkehr und
die Bauarbeiten. Deshalb wird
die Flutlichtbeleuchtung des
Werkplatzes von außerhalb
gelegenen Stellen angestrebt.
Dies schließt nicht aus, dass
Baugruben, Dammbauten
oder sonstige vom Flutlicht
nur unvollkommen erreichbare
Stellen örtlich zusätzliche
Leuchten benötigen. Auch
Warnlichter zur Kennzeich-
nung gefährlicher Stellen sind
unerlässlich.

67

20
68

Leuchtenanordnung Sicherung des Verkehrs im Eingesetzte Leuchten Die Schutzart der Leuchten
Im eigentlichen Arbeitsbereich Bereich der Baustelle Für kleinere Baustellen beträgt mindestens IP 54. Bei
für Menschen und Maschinen Zur Sicherung des Verkehrs kommen Scheinwerfer für der Auswahl der Leuchten ist
sollten sich möglichst keine und zum Schutz der auf der Halogenglühlampen oder unbedingt darauf zu achten,
Leuchten befinden. Da der Baustelle tätigen Werker wer- Hochdruckentladungslampen dass deren Abdeckung aus
eigentliche Arbeitsbereich den Baustellen in einer aus- in Frage. Bei größeren Bau- einem schlagzähen Material
häufig wechselt, ist eine reichenden Distanz durch stellen werden diese innerhalb ausgeführt ist. Empfehlens-
mobile Beleuchtung, die vom besondere Markierungs- und der baulichen Strukturen auch wert ist auch der mechani-
Rand her nach innen gerichtet Orientierungsbeleuchtungen um Leuchten mit stabförmi- sche Schutz der Leuchten
wird, zweckmäßig. Die erfor- abgesichert. Dynamische gen Leuchtstofflampen durch ihre Einfassung in einen
derliche Mobilität kann neben Lichtzeichen weisen den (Feuchtraumleuchten) Drahtgitterkorb.
den oben genannten Maß- Verkehrsteilnehmer auf den ergänzt.
nahmen grundsätzlich entwe- nahenden Gefahrenbereich
der durch kleine, bewegliche hin, was i. d. R. gleichzeitig
Leuchten oder durch verstell- mit einer Herabsetzung der
bare Scheinwerfer an Hoch- höchstzulässigen Geschwin-
masten erfolgen. digkeit verbunden ist. Hinweis

Lichttechnische Tabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 22


Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 26
Leuchten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 28

21
Lichttechnische Tabellen

Tabelle 5.1 — Allgemeine Verkehrsbereiche bei Arbeitsstätten/Arbeitsplätzen im Freien


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.1.1 Gehwege, ausschließlich für Fußgänger 5 0,25 50 20
5.1.2 Verkehrsflächen für sich langsam bewegende Fahrzeuge
(max. 10 km/h), z. B. Fahrräder, Lastwagen, Bagger 10 0,40 50 20
5.1.3 Regelmäßiger Fahrzeugverkehr (max. 40 km/h) In Werften und Hafen-
20 0,40 45 20 anlagen kann GRL = 50 sein.
5.1.4 Fußgänger-Passagen, Fahrzeug-Wendepunkte, Für das Lesen von
Be- und Entladestellen 30 0,40 50 20 Beschriftungen: m = 50 lx
Anmerkung: Für Verkehrswege sind die entsprechenden Empfehlungen zur Straßenbeleuchtung für Verkehrswege zu beachten, da es keine internationalen Normen gibt.

Tabelle 5.2 — Flughäfen


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
1. Direktes Licht in Richtung
des Kontrollturms und landender
Flugzeuge muss vermieden
werden.
2. Direktes Licht, das von Flut-
lichtanlagen oberhalb der Hori-
zontalen ausgestrahlt wird, sollte
auf ein Minimum begrenzt
werden.
5.2.1 Flugzeughallen-Vorfeld 20 0,10 55 20
5.2.2 Flughafengebäude-Vorfeld 30 0,20 50 40
5.2.3 Ladebereiche 30 0,20 50 40 Für das Lesen von
Beschriftungen: m = 50 lx
5.2.4 Tanklager 50 0,20 50 40
5.2.5 Flugzeugwartungsbereiche 200 0,50 45 60

Tabelle 5.3 — Baustellen


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.3.1 Aufräumarbeiten, Ausschachtungen und Beladen 20 0,25 55 20
5.3.2 Baubereiche, Verlegen von Entwässerungsrohren,
Transport, Hilfs- und Lagerarbeiten 50 0,40 50 20
5.3.3 Montage von Tragwerkelementen, einfache
Bewehrungsarbeiten, Schalungsarbeiten und
Tabelle 5.4Fertigteilmontage,
— Kanäle, Schleusen und Hafenanlagen
Ref. Nr. Art
Verlegen
des Bereiches,
von elektrischen
der Aufgabe
Leitungen
oder
undTätigkeit
Kabeln 100
m lx 0,40
Uo GR
45L 40
Ra Bemerkungen
5.4.1
5.3.4 Kaianlagen
Verbinden von(Wartebereiche)
Tragwerkelementen,
an Kanälen
anspruchsvolle
und Schleusen 10 0,25 50 20
5.4.2 Montage
Landungsbrücken
von elektrischen
und Übergänge
Leitungen,
ausschließlich
für Fußgänger
Maschinen und Versorgungsleitungen 200
10 0,50
0,25 45
50 40
20

Tabelle 5.4 — Kanäle, Schleusen und Hafenanlagen


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.4.1 Kaianlagen (Wartebereiche) an Kanälen und Schleusen 10 0,25 50 20
5.4.2 Landungsbrücken und Übergänge ausschließlich
für Fußgänger 10 0,25 50 20
5.4.3 Schleusenbedien- und Überwachungsbereiche 20 0,25 55 20
5.4.4 Frachtabfertigung, Be- und Entladung 30 0,25 55 20 Für das Lesen von
Beschriftungen: m = 50 lx
5.4.5 Fahrgastbereiche in Passagierhäfen 50 0,40 50 20
5.4.6 Verbinden von Schläuchen, Rohren und Seilen 50 0,40 50 20
5.4.7 Gefahrenstellen an Geh- und Fahrwegen 50 0,40 45 20

Tabelle 5.5 — Landwirtschaftliche Betriebe


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.5.1 Landwirtschaftsbetriebshöfe 20 0,10 55 20
5.5.2 (Offene) Geräteschuppen 50 0,20 55 20
5.5.3 Sortierpferche für Tiere 50 0,20 50 40

22
Tabelle 5.6 — Tankstellen
Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.6.1 Park- und Abstellplätze für Fahrzeuge 5 0,25 50 20
5.6.2 Ein- und Ausfahrten: dunkle Umgebung
(z. B. ländliche Bereiche und Vorstädte) 20 0,40 45 20
5.6.3 Ein- und Ausfahrten: helle Umgebung (z. B. Städte) 50 0,40 45 20
5.6.4 Luftdruck- und Wasserprüfstellen und andere Servicebereiche 150 0,40 45 20
5.6.5 Messgeräte-Ablesebereiche 150 0,40 45 20

Tabelle 5.7 — Industrieanlagen und Lagerbereiche


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.7.1 Kurzzeitiges Hantieren mit großen Bauteilen und Rohstoffen, 20 0,25 55 20
Be- und Entladen von sperrigen Gütern
5.7.2 Ständiges Hantieren mit großen Bauteilen und Rohstoffen, 50 0,40 50 20
Be- und Entladen von Fracht, Aktionsbereiche von Kränen,
offene Ladeplattformen
5.7.3 Lesen von Beschriftungen, überdachte Ladeplattformen, 100 0,50 45 20
Verwendung von Werkzeugen,
Herstellung von Stahlbetonfertigteilen
5.7.4 Anspruchsvolle Elektro-, Maschinen- und Rohrinstallationen, Nutzung von örtlicher
Inspektion 200 0,50 45 60 Beleuchtung

Tabelle 5.8 — Im Meer gelegene Gas- und Ölförderanlagen


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.8.1 Meeresoberfläche unter der Plattform 30 0,25 50 20
5.8.2 Leitern, Treppen, Gehwege 100 0,25 45 20 Auf Trittflächen
5.8.3 Bootsanlegebereiche, Transportbereiche 100 0,25 50 20
5.8.4 Hubschrauberlandeplatz 100 0,40 45 20 1. Direktes Licht in Richtung
des Kontrollturms und landender
Fluggeräte muss vermieden
werden.
2. Direktes Licht, das von
Flutlichtanlagen oberhalb der
Horizontalen ausgestrahlt wird,
sollte auf ein Minimum
begrenzt werden.
5.8.5 Bohrturm 100 0,50 45 40
5.8.6 Bearbeitungsbereiche 100 0,50 45 40
5.8.7 Rohrleitungsdepot/Deck 150 0,50 45 40
5.8.8 Prüfplatz, Rüttler, Bohrkopf 200 0,50 45 40
5.8.9 Pumpenbereiche 200 0,50 45 20
5.8.10 Rettungsbootsbereiche 200 0,40 50 20
5.8.11 Bohrboden, Bohrfläche, Plattform am Bohrturm 300 0,50 40 40 Besondere Vorsicht ist beim
Betreten erforderlich.
5.8.12 Schlammraum, Probennahme 300 0,50 40 40
5.8.13 Rohölpumpen 300 0,50 45 40
5.8.14 Anlagenbereiche 300 0,50 40 40
5.8.15 Drehtisch 500 0,50 40 40

Tabelle 5.9 — Parkplätze


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.9.1 Geringes Verkehrsaufkommen, z. B. Parkplätze von
Geschäften, Reihenhäusern und Wohnblöcken,
Abstellbereiche für Fahrräder 5 0,25 55 20
5.9.2 Mittleres Verkehrsaufkommen, z. B. Parkplätze von
Warenhäusern, Bürogebäuden, Fabriken,
Sportanlagen und Mehrzweckhallen 10 0,25 50 20
5.9.3 Hohes Verkehrsaufkommen, z. B. Parkplätze von Schulen,
Kirchen, großen Einkaufszentren,
großen Sportanlagen und Mehrzweckhallen 20 0,25 50 20

23
Lichttechnische Tabellen

Tabelle 5.10 — Erdölchemische und andere risikoreiche Industrieanlagen


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.10.1 Handhabung von Servicewerkzeugen, Betätigung
von Handventilen, Ein- und Ausschalten von Motoren,
Anzünden von Brennern 20 0,25 55 20
5.10.2 Be- und Entladen von Containerfahrzeugen und Waggons
mit ungefährlichen Stoffen, Inspektion von Leckagen,
Rohrleitungen und Dichtungen 50 0,40 50 20
5.10.3 Be- und Entladen von Containerfahrzeugen und Waggons
mit gefährlichen Stoffen, Auswechseln von Pumpen-
dichtungen, allgemeine Servicearbeiten,
Ablesen von Messinstrumenten 100 0,40 45 40
5.10.4 Be- und Entladestellen von Brennstoffen 100 0,40 45 20
5.10.5 Reparatur von Maschinen und elektrischen Einrichtungen 200 0,50 45 60 Nutzung von örtlicher
Beleuchtung

Tabelle 5.11 — Energie-, Elektrizitäts-, Gas- und Heizkraftwerke


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.11.1 Personenbewegung innerhalb elektrischer Sicherheitsbereiche 5 0,25 50 20
5.11.2 Handhabung von Servicewerkzeugen, Kohle 20 0,25 55 20
5.11.3 Gesamte Inspektion 50 0,40 50 20
5.11.4 Allgemeine Servicearbeiten und Ablesen von Messinstrumenten 100 0,40 45 40
5.11.5 Windkanäle: Service und Wartung 100 0,40 45 40
5.11.6 Reparatur von elektrischen Einrichtungen 200 0,50 45 60 Nutzung von örtlicher
Beleuchtung

Tabelle 5.12 — Bahnen und Straßenbahnen


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
Bahnbereiche einschließlich Bereiche für Kleinbahnen, Blendung der Fahrzeugführer
Straßenbahnen, Einschienenbahnen, Kleinstbahnen, vermeiden
U-Bahnen usw.
5.12.1 Gleisanlagen in Personenverkehrsbereichen, Abstellgleise 10 0,25 50 20 Ud ≥ 1/8
5.12.2 Bahnanlagen: Bereitstellungsfläche,
Gleisbrems-, Weichen- und Verteilbereiche 10 0,40 50 20 Ud ≥ 1/5
5.12.3 Ablaufbergbereiche 10 0,40 45 20 Ud ≥ 1/5
5.12.4 Gütergleisanlagen mit zeitweiligen Arbeitsvorgängen 10 0,25 50 20 Ud ≥ 1/8
5.12.5 Nicht überdachte Bahnsteige, Land- und Regionalverkehr 1. Besondere Aufmerksamkeit
mit geringem Personenaufkommen 15 0,25 50 20 gilt der Bahnsteigkante.
2. Ud ≥ 1/8
5.12.6 Gehwege 20 0,40 50 20
5.12.7 Höhengleiche Bahnübergänge 20 0,40 45 20
5.12.8 Nicht überdachte Bahnsteige, Vorort- und Regionalverkehr 1. Besondere Aufmerksamkeit
mit hohem Personenaufkommen oder Fernverkehr mit gilt der Bahnsteigkante.
geringem Personenaufkommen 20 0,40 45 20 2. Ud ≥ 1/5

5.12.9 Gütergleisanlagen mit ununterbrochenen Arbeitsvorgängen 20 0,40 50 20 Ud ≥ 1/5


5.12.10 Nicht überdachte Laderampen im Güterbereich 20 0,40 50 20 Ud ≥ 1/5
5.12.11 Wartung von Zügen und Lokomotiven 20 0,40 50 40 Ud ≥ 1/5
5.12.12 Umschlagbereiche in Bahnanlagen 30 0,40 50 20 Ud ≥ 1/5
5.12.13 Kuppelbereich 30 0,40 45 20 Ud ≥ 1/5
5.12.14 Treppen auf Bahnhöfen kleiner und mittlerer Größe 50 0,40 45 40
5.12.15 Nicht überdachte Bahnsteige, Fernverkehr 50 0,40 45 20 1. Besondere Aufmerksamkeit
gilt der Bahnsteigkante.
2. Ud ≥ 1/5
5.12.16 Überdachte Bahnsteige, Regionalverkehr oder Fernverkehr 1. Besondere Aufmerksamkeit
mit geringem Personenaufkommen 50 0,40 45 40 gilt der Bahnsteigkante.
2. Ud ≥ 1/5
5.12.17 Überdachte Laderampen in Güterbereichen
mit zeitweiligen Arbeitsvorgängen 50 0,40 45 20 Ud ≥ 1/5
5.12.18 Überdachte Bahnsteige, Fernverkehr 100 0,50 45 40 1. Besondere Aufmerksamkeit
gilt der Bahnsteigkante.
2. Ud ≥ 1/3
5.12.19 Treppen auf großen Bahnhöfen 100 0,50 45 40

5.12.20 Überdachte Laderampen in Güterbereichen


mit ununterbrochenen Arbeitsvorgängen 100 0,50 45 40 Ud ≥ 1/5
5.12.21 Inspektionsgrube 100 0,50 40 40 Nutzung von örtlicher Beleuch-
tung mit geringer Blendung

24
Tabelle 5.13 — Sägewerke
Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.13.1 Umgang mit Holz an Land und zu Wasser,
Sägemehl- und Holzspan-Fördereinrichtungen 20 0,25 55 20
5.13.2 Sortieren von Holz an Land und zu Wasser,
Holzentladestellen und Bretterbeladestellen,
Hebeeinrichtungen zum Beladen der Förderbänder, Stapeln 50 0,40 50 20
5.13.3 Lesen von Adressen und Markierungen an Brettern 100 0,40 45 40
5.13.4 Klassifizierung und Verpackung 200 0,50 45 40
5.13.5 Beschicken von Schäl- und Spaltmaschinen 300 0,50 45 40

Tabelle 5.14 — Schiffswerften und Docks


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.14.1 Allgemeinbeleuchtung des Werftgeländes, Lagerbereiche
für vorgefertigte Waren 20 0,25 55 40
5.14.2 Kurzzeitiger Umgang mit großen Teilen 20 0,25 55 20
5.14.3 Reinigungsarbeiten am Schiffsrumpf 50 0,25 50 20
5.14.4 Anstrich- und Schweißarbeiten am Schiffsrumpf 100 0,40 45 60
5.14.5 Montage elektrischer und mechanischer Bauteile 200 0,50 45 60

Tabelle 5.15 — Wasser- und Abwasseranlagen


Ref. Nr. Art des Bereiches, der Aufgabe oder Tätigkeit m lx Uo GRL Ra Bemerkungen
5.15.1 Gebrauch von Werkzeugen, Bedienung handbetätigter
Ventile, In- und Außerbetriebsetzen von Motoren,
Dichten von Rohrleitungen, Rechenwerk 50 0,40 45 20
5.15.2 Umgang mit Chemikalien, Undichtigkeitsprüfungen,
Pumpenwechsel, allgemeine Wartungsarbeiten,
Ablesen von Instrumenten 100 0,40 45 40
5.15.3 Reparaturarbeiten an Motoren und elektrischen Einrichtungen 200 0,50 45 60

25
Lampen

Wichtigste Kriterien für die


Lampenauswahl bei der
Straßenbeleuchtung sind
Energiebilanz (Lichtausbeute)
und Lebensdauer. Damit
zusammen hängt die Entschei-
dung für die Leistungsstufe in
Watt (W). Von lichttechnisch
geringerer Bedeutung als für
Innenräume sind Lichtfarbe
und Farbwiedergabeeigen-
schaft (siehe Seite 8).
7
Lichtausbeute 2 3 8
Wie wirtschaftlich eine Lampe
Licht erzeugt, beschreibt ihre
Lichtausbeute. Sie setzt den
Lichtstrom in Lumen (lm) 4 6
in Relation zur elektrischen
Leistungsaufnahme: Je höher
das Verhältnis lm/W, desto 1 5
besser wandelt eine Lampe
die eingebrachte Energie in
Licht um. Die Allgebrauchs-
glühlampe schafft nur 12 lm/W, 14
um ein Vielfaches höher ist die
Lichtausbeute von Entladungs-
lampen (vgl. Tabelle).
Der Lampenbetrieb mit
elektronischen Vorschaltgeräten
erhöht diese nochmals. 17 17
15
Lebensdauer
Die Zeitspanne, in der die
Lampe betrieben wird, bevor
sie unbrauchbar ist, wird als
Lebensdauer bezeichnet.
Die mittlere Lebensdauer ist
definiert als Mittelwert der 16
elektrischen Lebensdauer
(Überlebensrate) einer Anzahl
von Lampen, die unter
genormten Bedingungen
betrieben werden. Hersteller
veröffentlichen unter Angabe
des zugrunde liegenden
Zweiseitig gesockelt

Schaltrhythmus und der


mit Doppelbrenner
Ellipsoidform (E)

Ausfallrate die Nennlebens-


T- oder E-Form
Röhrenform (T)

(Quarztechnik)

(Quarztechnik)
dauer.
Zweiseitig
gesockelt

E-Form
T-Form

Lampentyp 1 2 3 4 5 6 7
Merkmale Lampenart Natriumdampf-Hochdrucklampen Halogen-Metalldampflampen

Lampenleistung von 50 35 50 70 250 1 000 35


(Nennleistung in Watt) bis 1 000 1 000 400 400 2 000 2 000 1 000
Lichtstrom von 4 400 2 200 4 000 6 800 20 000 90 000 2 850
(Lumen) bis 130 000 130 000 55 000 48 000 240 000 230 000 100 000
Lampen-Lichtausbeute von 70 63 66 80 80 86 74
(Lumen/Watt) bis 150 139 138 120 120 115 100
Lichtfarbe ww ww ww ww nw, tw nw, tw ww, nw, tw
Farbwiedergabe-Index < 40 < 40 < 40 < 40 60 – 95 60 – 90 69, 80 – 95
Ra (Bereich)
E27 E27 E27 Fc2 E40 K12s E27
Sockel E40 E40 E40 RX7s

Lichtfarbe: ww = warmweiß (Farbtemperatur unter 3 300 K), nw = neutralweiß (Farbtemperatur 3 300 bis 5 300 K), tw = tageslich
1)
Bei Betrieb mit EVG wird die Lichtausbeute auf 81 bis 100 lm/W gesteigert. Die Leistungsaufnahme sinkt von 18 W auf 16 W, von 3

26
Der Ausfall einzelner Lampen
verringert die Verkehrssicher-
heit. Sie müssen deshalb
unverzüglich ersetzt werden.
Der Zeitpunkt des Gruppen-
wechsels wird von der
tolerierten Ausfallrate bestimmt:
Das sind üblicherweise 5 %
Einzelausfälle.

9 Je später die Lampen ausge-


tauscht werden müssen, um-
10 so geringer sind die Kosten für
12 Lampenersatz und Wartung.
9 Ausführliche Vergleichsdaten
zum Lebensdauerverhalten
13 von Entladungslampen hat der
Fachverband Elektrische
Lampen im ZVEI – Zentral-
11 verband Elektrotechnik- und
Elektronikindustrie e. V. –
zusammengefasst.

20

18

18

19 21
(Quartz- o. Keramiktechnik)

für tiefe Temperaturen

Gestreckte Bauform 2)
1-, 2- und – im Bild –

3- oder 4-Rohrlampe
Zweiseitig gesockelt

Longlife ¶ 38 mm,

Longlife ¶ 26 mm

Leuchtstofflampe
(Keramiktechnik)

(Keramiktechnik)

(Keramiktechnik)
T- oder E-Form

3-Rohrlampe
Ellipsoidform

Röhrenform

Kolbenform
¶ 26 mm

Ringform
T-Form

T-Form

8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21
Quecksilber- Na-Nieder- Stabförmige Dreibanden- Kompaktleucht- Induktions-
dampf druck Leuchtstofflampen stofflampen lampen
70 35 60 70 50 18 18 18 18 5 60 18 554) 70
250 250 140 400 1 000 180 58 58 58 70 120 803) 1654) 150
5 600 3 100 6 850 5 100 1 600 1 800 1 350 1 350 1 350 250 4 000 1 200 3 650 6 500
22 500 25 000 16 500 37 000 58 000 32 000 5 150 5 150 5 200 5 200 9 000 6 000 12 000 12 000
80 85 114 73 32 100 75 75 75/811) 50 67 67 644) 754)
90 100 118 100 60 178 89 89 93/1001) 82 75 87 734) 794)
ww ww, nw ww ww, nw ww, nw – ww, nw, tw ww, nw, tw ww, nw, tw ww, nw ww, nw ww, nw ww, nw ww, nw
80 – 85 80 – 95 60 – 70 75 – 96 36, 45 – 60 – – 80 – 85 80 – 85 80 – 85 80 – 85 80 – 85 80 – 85 80 – 85

E27 G12, G22 PGZ12 Fc2 E27 BY22d G13 G13 G13 G23 2G8-1 2G11 Spezial Spezial
E40 E40 RX7s E40 G24, 2G7
GX24
htweiß (Farbtemperatur über 5 300 K)
2) 3) 4)
36 W auf 32 W und von 58 W auf 50 W. 18 – 55 W auch als Spezialausführung für Außenbeleuchtung 40 W und 55 W nur mit EVG System (Lampe + EVG)

27
Leuchten

Die Auswahl der Leuchten wird bestimmt von den


lichttechnischen Anforderungen der Beleuchtungsaufgabe,
den mechanischen und elektrischen Anforderungen sowie
der Gestaltungsabsicht.

Es zahlt sich aus, auf Qualitätsleuchten zu setzen.


Zentrale Aspekte ihrer Konstruktion und Produktion sind

■ wirtschaftlicher Betrieb (hohe Wirkungsgrade),


■ lichttechnische Qualität und Funktionalität (VDE, ENEC),
■ mechanische und elektrotechnische Sicherheit,
■ lange Lebensdauer (Materialbeschaffenheit,
Oberflächentechnik, kompakte Konstruktion), Abb. 69 + 70
■ produktionsbegleitende Qualitätskontrolle, Hängeleuchten zur Abhängung an Tragseilen (Überspannung) für
■ Montage- und Wartungsfreundlichkeit. A1-, A2-, A3- oder B1-Straßen

Hinzu kommen qualifizierte Beratung und Planungshilfen.

Abb. 71 + 72 Abb. 73 + 74
Mastaufsatzleuchten für A1-, A2-, A3- oder B1-Straßen Großflächenleuchte, die z. B. zur Beleuchtung von Parkplätzen
eingesetzt wird

Abb. 75 + 76 Abb. 77 + 78
Mastansatzleuchten, bevorzugt für A1-, A2-, A3- oder B1-Straßen Leuchte für Fußgängerüberwege mit entsprechender spezieller
Lichtstärkeverteilung

Abb. 79 + 80 Abb. 81 + 82
Mastaufsatzleuchte (links) mit Leuchtstofflampen für A1-, A2-, A3- Tunnelleuchten mit spezieller Lichtstärkeverteilung und in höherer
oder B1-Straßen und Ausführung als Wandleuchte (rechts) z. B. für Schutzart
die Wegebeleuchtung

28
Abb. 83 + 84 Abb. 85 + 86
Dekorative Mastleuchten, bevorzugt eingesetzt für Straßen und Wegeleuchten, bevorzugt eingesetzt für Straßen der Beleuchtungs-
Beleuchtungssituationen D und E sowie für Parks und Grünanlagen situationen D und E sowie für Parks und Grünanlagen

Abb. 87 + 88 Abb. 89 + 90
Sekundärleuchten (auch: Indirektleuchten), bevorzugt eingesetzt für Bodeneinbauleuchten (links) für Anstrahlungen und akzentuierendes
Straßen der Beleuchtungssituationen D und E sowie für Parks und Licht sowie Orientierungsleuchten (rechts) als Wandeinbauleuchten
Grünanlagen

Abb. 91 + 92 Abb. 93 + 94
Kleinscheinwerfer und Strahler für Anstrahlungen, der rechte Strahler Scheinwerfer für Anstrahlungen mit den Lichtstärkeverteilungen
eignet sich gut zur Integration in die Fassade spot (links) und flood (rechts).

Fördergemeinschaft Gutes Licht 29


DIN-Normen und Literaturhinweise

DIN EN 12464-2 Licht und Beleuchtung – Beleuchtung


von Arbeitsstätten, Teil 2: Arbeitsplätze im Freien

DIN 13201 Straßenbeleuchtung – Teil 1: Auswahl der


Beleuchtungsklassen

DIN EN 13201 Straßenbeleuchtung


Teil 2: Gütemerkmale
Teil 3: Berechnung der Gütemerkmale
Teil 4: Methoden zur Messung der Gütemerkmale von
Straßenbeleuchtungsanlagen

DIN 5340 Begriffe der physiologischen Optik

DIN 67523 Beleuchtung von Fußgängerüberwegen


(Zeichen 293 StVO) mit Zusatzbeleuchtung
Teil 1: Allgemeine Gütemerkmale und Richtwerte
Teil 2: Berechnung und Messung
R-FGÜ 2001 – Richtlinien für die Anlage und Ausstattung
von Fußgängerüberwegen, veröffentlicht im Verkehrsblatt
(VkBl) 2001, Seite 474 (www.verkehrsblatt.de)

Handlungsanleitung zur Beleuchtung von Arbeitsstätten,


Publikation LV41 des Länderausschusses für Arbeitsschutz
und Sicherheitstechnik, Potsdam 2005 (http://lasi.osha.de)

Zu Konfliktzonen: Allgemeines Rundschreiben für den


Straßenbau 23/98 des Bundesverkehrsministeriums
Lebensdauerverhalten von Entladungslampen für die
Beleuchtung, Fachverband Elektrische Lampen im ZVEI –
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie
(ZVEI) e.V., Frankfurt am Main 2005 (www.zvei.org)
Straßenbeleuchtung und Sicherheit, Publikation Nr. 17:
1998 der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft 95
(LiTG) e.V., Berlin 1998 (www.litg.de)

Messung und Beurteilung von Lichtimmissionen


künstlicher Lichtquellen, Publikation Nr. 12.2:
1996 der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) e.V.,
Berlin 1996 (www.litg.de)

Hinweise zur Messung und Beurteilung von


Lichtimmissionen, Beschluss des Länderausschusses
für Immissionsschutz (LAI) vom 10. Mai 2000
(www.lai-immissionsschutz.de)

Zur Einwirkung von Außenbeleuchtungsanlagen auf


nachtaktive Insekten, Publikation Nr. 15: 1997 der Deutschen
Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) e.V., Berlin 1997
(www.litg.de)

96

30
und Gesundheit: 8
duisport, Köppen: 4

Stadt Paderborn: 15
Bildnachweis

E.ON Ruhrgas AG: Titel, 38

65, 101 (froodmat); 68 (Baergt)


Aral Aktiengesellschaft: 2, 51

www.morguefile.com: 7 (dantada)
58, 62, 69-94, 95, 96, 98-100, 102, 103

www.photocase.de: 10, 43 (nonuniform);

99
Hafen Hamburg Marketing / Hettchen: 62

102
Günter Wicker (Photur), / Berliner Flughäfen: 3

Rückseite:
25/26 (Tom Perkins); 35 (Maiai); 39 (Zsolt Nyulaszi);

97

103
100
www.fotolia.de: 5, 22 (Gilles Cohen); 6, 67 (Pryzmat);
„TRUST“ Communication GmbH: 16, 17, 26, 28, 29

53 (Michael Wilkens); 59 (Sascha Burkard); 60 (pmphoto);


40 (dwphotos); 41, 97 (Dominique Morel); 45 (Jim Parkin);

98

104
101
61 (Erik Rosenbladt); 63 (bedo); 64, 104 (Christian Kowalczyk)
BGZ – Berufsgenossenschaftliche Zentrale für Sicherheit
Zur Verfügung gestellt von Mitgliedsunternehmen der FGL:

34 (triple seVen-designs); 36 (Tasker); 44 (MFO); 57 (photoraver);


9 (Leah Thompson); 18 (Georg Tschannett); 21 (Holger Zander);
1, 11-14, 19, 20, 23, 24, 27, 30-33, 37, 42, 46-50, 52, 54-56,

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Bitte liefern Sie ohne weitere Nebenkosten die bezeichneten Hefte (E = available in English, download free of charge at www.all-about-light.org):
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2 Gutes Licht für Schulen und Bildungsstätten (2003) E € 9,–
3 Straßen, Wege und Plätze (2007) E € 9,– Name, Firma, Amt
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zur Lichtanwendung“, mit der die
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Beleuchtung mit künstlichem Licht gibt.

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orientierte Informationen über die gute

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ieses Heft ist die Nummer 13

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Gedruckt auf chlorfrei


978-3-926193-14-8
Beuth Verlag GmbH
Stresemannallee 19

gebleichtem Papier.
Mit Genehmigung
Braunschweig

12/07/15/13 I
10787 Berlin

10625 Berlin
VDE-Verlag
Paderborn

Paderborn

Paderborn
D
13

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Impressum

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Lichttechnische

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Bitte liefern Sie ohne weitere Nebenkosten die bezeichneten Hefte (E = available in English, download free of charge at www.all-about-light.org):
Heft-Nr./Titel Stück Absender Postkarte Bitte
1 Die Beleuchtung mit künstlichem Licht (2004) E € 9,– freimachen
2 Gutes Licht für Schulen und Bildungsstätten (2003) E € 9,–
3 Straßen, Wege und Plätze (2007) E € 9,– Name, Firma, Amt
4 Gutes Licht für Büros und Verwaltungsgebäude (2003) E € 9,–
5 Gutes Licht für Handwerk und Industrie (1999) € 9,–
6 Gutes Licht für Verkauf und Präsentation (2002) E € 9,–
7 Gutes Licht im Gesundheitswesen (2004) E € 9,–
Abteilung
8 Gutes Licht für Sport und Freizeit (2001) E € 9,–
9 Repräsentative Lichtgestaltung (1997) € 9,–
1 0 Notbeleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung (2000) € 9,– z. Hd.
11 Gutes Licht für Hotellerie und Gastronomie (2005) E € 9,–
€ 9,– Straße, Postfach
1 2 Beleuchtungsqualität mit Elektronik (2003) E
Fördergemeinschaft
1 3 Arbeitsplätze im Freien (2007) E € 9,–
1 4 Ideen für Gutes Licht zum Wohnen (2000) € 9,–
Gutes Licht
1 6 Stadtmarketing mit Licht (2002) E € 9,– PLZ Ort Postfach 70 12 61
17 LED – Licht aus der Leuchtdiode (2005) E € 9,–
18 Gutes Licht für Museen, Galerien, Ausstellungen (2006) E € 9,–
Lichtforum kostenlos
60591 Frankfurt am Main
Heft 15 ist vergriffen.
Ort Datum Stempel/Unterschrift
12/07/15/13 I
Bitte den Absender auf der Rückseite der Postkarte nicht vergessen.
Informationen von der Fördergemeinschaft Gutes Licht

Die Fördergemeinschaft Gutes Licht


informiert über die Vorteile guter Beleuch-
tung. Sie hält zu allen Fragen des Die Beleuchtung
mit künstlichem Licht 1 Gutes Licht für Schulen
und Bildungsstätten 2 Gutes Licht für Büros
und Verwaltungsgebäude 4
künstlichen Lichts und seiner richtigen
Anwendung umfangreiches Informations-
material bereit. Die Informationen sind
herstellerneutral und basieren auf den
einschlägigen technischen Regelwerken
nach DIN und VDE.

Informationen zur Lichtanwendung


Die Hefte 1 bis 18 dieser Schriftenreihe
helfen allen, die auf dem Gebiet der
Beleuchtung planen, Entscheidungen
treffen und investieren, Grundkenntnisse Gutes Licht für
Handwerk und Industrie 5 Gutes Licht für Verkauf
und Präsentation 6 Gutes Licht im Gesundheits-
wesen 7 Gutes Licht für
Sport und Freizeit 8
zu erwerben. Damit wird die Zusammen-
arbeit mit Fachleuten der Licht- und
Elektrotechnik erleichtert. Alle licht-
technischen Aussagen sind grundsätz-
licher Art.

Lichtforum
Lichtforum behandelt aktuelle Fragen der
Lichtanwendung und stellt Beleuchtungs-
trends vor. Diese „Fachinformationen für
Beleuchtung“ erscheinen in loser Folge.
Repräsentative
Lichtgestaltung 9 Notbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung 10 Gutes Licht für Hotellerie
und Gastronomie 11 Beleuchtungsqualität
mit Elektronik 12
www.licht.de
Im Internet ist die Fördergemeinschaft
Gutes Licht unter der Adresse
www.licht.de präsent. Tipps zur richtigen
Beleuchtung geben „Lichtanwendungen“
in PrivatPortal und ProfiPortal mit zahl-
reichen Beispielen für Privatanwendungen
und gewerbliche Beleuchtung.

Erläuterungen lichttechnischer Begriffe


bieten die Menüpunkte „Über Licht“ und
licht.wissen 13
„Beleuchtungstechnik“. Datenbanken Gutes Licht für die Arbeit im Freien
Ideen für Gutes Licht
zum Wohnen 14 Gutes Licht
am Haus und im Garten 15 Stadtmarketing mit Licht16
mit umfangreichen Produktübersichten,
Liefermatrix sowie Adressdaten der
FGL-Mitgliedsunternehmen weisen den
direkten Weg zum Hersteller. Das
Angebot der gedruckten „Publikationen“
im Online-Shop und „Linktipps“
ergänzen das vielseitige Lichtportal der
Fördergemeinschaft Gutes Licht.

LED – Licht
aus der Leuchtdiode 17 Gutes Licht für Museen,
Galerien, Ausstellungen18

Heft 15 ist vergriffen.


licht.wissen 13
Arbeitsplätze im Freien

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60596 Frankfurt am Main
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Fax +49 (0)69 63 02-400
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