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Verschlafen

Ihr alle kennt das, diese eine Situation die einem in Verlegenheit bringen
kann. Das Verschlafen. Die Mutter weckt dich aus den schönsten
Träumen. Du drehst dich murrend im Bett um und versuchst weiter zu
schlafen. Doch ohne Erfolg. Denn deine nervende Mutter steht nach fünf
Minuten schon wieder an deinem Bett und zieht dir die Bettdecke weg.
Genervt öffnest du das linke Aug, dann das Rechte. Zuerst kannst du
nichts erkennen, denn alles ist verschwommen. Doch dann siehst du die
Umrisse deines Zimmers. Dein Blick fällt auf den Wecker und wieder
schliesst du deine Augen. Halt, Stopp, Wecker? Bitte einen Moment
zurückspulen. Was stand auf dem Wecker? Du schaust nochmals hin.
Mit einem lauten Schrei der wie: „Scheisse, verschlafen!“, tönt, zuckst du
wie von der Tarantel gestochen auf, rennst ins Bad, machst eiligst die
Katzenwäsche, ziehst dich an, packst dein Schulzeug zusammen und
gehst nach unten. Du gibst deiner Mutter schroff die Anweisung dich in
die Schule zu fahren. Auf halbem Weg merkst du, dass du zwei
unterschiedliche Socken anhast. Fluchend bittest du deine Mutter
nochmals zurück zu fahren. Deine Mutter wendet und du holst die
richtigen Socken. Ihr fahrt wieder zurück und gerät in einen Stau. Stau?
Dieses Mal flucht deine Mutter. Genervt hupt sie, doch die Schlange
denkt nicht daran sich aufzulösen. Dann, endlich könnt ihr weiterfahren.
Deine Mutter drückt aufs Gaspedal, der Wagen schiesst nach vorne, du
wirst in den Sitz gedrückt. Ihr kommt am Bahnhof vorbei und genau vor
eurer Nase schliesst die Bahnschranke. Nicht zu fassen! Wütend
schreist du deine arme Mutter an, die doch auch nichts dafür kann. Nach
ca. zwei Minuten könnt ihr dann endlich weiter fahren. In der Schule
angekommen, springst du aus dem Auto und rennst zum Schulhaus,
doch dann merkst du, dass deine Mutter dir etwas nachruft. Du schaust
zurück und siehst deine Mutter winkend mit deinem Schulranzen.
Schnell rennst du zurück, gibst deiner Mutter einen Kuss auf die Backen
und gehst endlich ins Innere des Schulhauses. Dort angekommen
steuerst du zielstrebig einem Klassenzimmer entgegen, öffnest es und
bleibst angewurzelt stehen. Vor dir steht nämlich euer Französischlehrer
wild knutschend mit einer anderen Lehrerin die du nur vom Sehen her
kennst. Stotternd gehst du wieder zurück und findest dann endlich in
dein Klassenzimmer. Die Schulstunde hat natürlich schon angefangen.
Du entschuldigst dich bei deinem Lehrer, gehst an deinen Platz und
merkst, dass du anstatt das Deutschheft, das Mathematikbuch
eingepackt hast. Schlimmer kann es nicht kommen!