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Pressemitteilung HERAUSGEBER : Hauptzollamt Düsseldorf KONTAKT : Am Stufstock 1 – 7 Michael Walk TELEFON

Pressemitteilung

HERAUSGEBER: Hauptzollamt Düsseldorf

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Am Stufstock 1 – 7 Michael Walk

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Nr. 12 vom 06. Oktober 2010

65.000 Euro in zwei Tagen

Bargeld in Höhe von insgesamt 65.000 Euro hat der Zoll am Düsseldorfer Flughafen vergangenes Wochenende bei drei Reisenden festgestellt.

Ein 33-jähriger gebürtiger Iraner, wohnhaft in Krefeld, wollte mit 20.465 Euro in den Iran ausreisen. Auf Befragen gab er an, das Geld sei für seine bevorstehende Hoch- zeit im Iran gedacht.

Ein 29-jähriger gebürtiger Türke, wohnhaft in Bielefeld, versuchte mit 20.000 Euro in die Türkei auszureisen. Bei der Kontrolle behauptete er nicht genau zu wissen, wie viel Geld ihm seine Frau mitgegeben hätte.

Ein 59-jähriger Türke wollte dann schließlich mit 32.000 USD (ca. 24.800 Euro) in die Türkei ausreisen. Auch dieser Mann meldete das Bargeld nicht ordnungsgemäß an, so dass das Geld erst bei der Kontrolle gefunden wurde.

Die beiden Männer mit deutschem Wohnsitz konnten Ihre Reise mit dem Bargeld fortsetzen. Die Zöllner leiteten gegen Sie ein Bußgeldverfahren wegen des Versto- ßes gegen die Anmeldepflicht von Zahlungsmitteln ein.

Der türkische Staatsangehörige konnte seine Reise erst nach Leistung einer Si- cherheit in Höhe von 5.000 Euro antreten. Auch ihn erwartet ein Bußgeldverfahren.

Anmeldepflicht für Zahlungsmittel

Seit dem 15. Juni 2007 müssen Drittlandsreisende ihre mitgebrachten Zahlungsmit- tel (neben Bargeld z. B. auch Wertpapiere, Schecks und Edelmetalle) ab einem Ge- samtwert von 10.000 Euro unaufgefordert schriftlich anmelden. Bei Reisen innerhalb der EU müssen Zahlungsmittel über 10.000 Euro nur mündlich und nur auf Verlan- gen angemeldet werden.

Mit ihren Kontrollen tragen Zöllnerinnen und Zöllner dazu bei, Zahlungsmittel aus il- legalen Quellen, wie z. B. dem Drogenhandel aufzuspüren. So geht der Zoll gegen

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die organisierte Kriminalität vor und erschwert die Finanzierung terroristischer Aktivi- täten.

Können Reisende die Herkunft und den Verwendungszweck des Geldes nicht schlüssig nachweisen, leitet der Zoll noch vor Ort ein so genanntes Clearing- Verfahren ein. Innerhalb dieses Verfahrens sucht die Zollfahndung nach Anhalts- punkten, die eine illegale Herkunft bzw. Verwendung der Zahlungsmittel vermuten lassen. Kann dieser Verdacht nicht zweifelsfrei ausgeräumt werden, werden die Zahlungsmittel einbehalten und weitere Ermittlungen eingeleitet.

„Die Anmeldepflicht sollte man ernst nehmen, denn Verstöße können mit einem Bußgeld bis zu einer Million Euro geahndet werden“, mahnt Michael Walk, Presse- sprecher des Hauptzollamts Düsseldorf.