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X mas MAMBO BRINGT SIE IN WEIHNACHTSSTIMMUNG! DesignHouse Bonn: CityHouse Bonn: CityHouse Köln Arcaden:

Xmas

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Foto: Dan Savage Überblick zum Start in die Session Kölscher Beat Seite 08 Foto: skr Sauna-Special
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Überblick zum Start in die Session
Kölscher Beat
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Sauna-Special Schwule
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Wärmeoasen Ab Seite 10 Foto: Christian Barz Ski-Sausen für die Community Schwuler Streif Seiten 32
Wärmeoasen
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Foto: Christian Barz
Ski-Sausen für die Community
Schwuler Streif
Seiten 32 und 33
Fotos: Stefan Mielchen
Foto: .shock / fotolia.com

und sonst …

Interview mit Kim Wilde

Rock Chick mit 50

Seite 23

VIPs des Monats Seite 04 // Szene Seite 06 // Gesellschaft Sei- te 14 // Bühne/Ausstellung Seite 20 // Musik Seite 22 // Film Sei- te 26 // TV Seite 28 // Web Seite 30 // Buch Seite 31 // Lebens- art Seite 36 // Beautiful People Seite 38 // Radar Seite 40 // Janus Seite 51 // Planquadrat Seite 52 // Suchmaschine Seite 56 // Gesundheit Seite 58 // Astro Seite 59 // Bunte Seite 60 // Ver- losungen Seite 61 // Impressum Seite 61 // David-Comic Seite 62

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61 // Impressum Seite 61 // David-Comic Seite 62 www. .inqueery.de editorial & inhalt | start

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Editorial

Es wird besser!

Eigentlich war ich an der Schule immer ein Außenseiter. Beim Sport konnte ich nie mithalten, schätzte mich schon glücklich, wenn ich als Mitleidsvorletzter in die Mannschaft gewählt wurde. Lieber vergrub ich mich in meine Bücher und fühlte mich meinen Mitschülern ganz furchtbar überlegen. Dumm nur, dass die meine Einschätzung nie teilen moch- ten. Dass ich dem schönen Fastmann mit Schnäuz von drei Stufen über mir hin- terherschwärmte, mach- te die Situation nicht viel leichter, dachte ich doch, dass ich „the only gay in the village“ wäre. Durch Zufall entdeckte ich ein Paperback mit dem provokanten Titel „Schwul! Na und?“ in der Buchhandlung meines Vertrauens. Doch erst im dritten Anlauf schaffte ich es schlotternd damit auch zur Kasse, die Verkäuferin bemühte sich, so neu- tral wie möglich dreinzu- schauen. Mir tat sich bei der Lek- türe eine neue Welt auf. Nicht nur war ich nicht al- lein, man konnte mit einem Schwulsein sogar selbstbewusst umgehen. So durchlebte ich als 16-Jähriger die Freuden (und ersten Leiden) meines Coming-outs. Und in meinem ersten Überschwang erfuhr auch schnell meine Stufe davon. In den letzten drei Jahren vor dem Abitur wurde es für mich zuneh- mend ungemütlicher. Viele schnitten mich nun erst recht, als ob sie womöglich durch den bloßen Kontakt mit mir diese unheimliche Schwulenseuche abkriegen könnten, die gerade durch Presse, Funk und Fernsehen geisterte. Als ich mit ei- nem (damals hochmodischen) pinkfarbenen Pulli zur Schule kam, bekam ich prompt mit „Blaids“ einen neuen Nachna- men verpasst. Die dummen Anspielungen auf (eingebilde- te oder tatsächliche) Sexpraktiken häuften sich. Doch der eigentliche Höhepunkt war ein anonymer Anruf nachts um zwei, bei dem meine (über mein Schwulsein ohnehin todun- glückliche) Mutter einige liebe Dinge über ihren Sprössling erfuhr. So war ich nicht so furchtbar unglücklich, als ich nach dem Abitur 1986 so gar nichts mehr mit meinen Mitschülern zu tun bekam. An Selbstmord dachte ich nie, denn mittlerweile half mir eine kleine, eingeschworene Schwulengruppe in meinem 230.000-Einwohner-Kaff gut über die Runden und auf die Sprünge. Von dort schaffte ich es erst nach Düsseldorf und dann 1988 nach Köln. Aber aus meiner Erinnerung heraus kann ich nachvollziehen, wie verzweifelt man sein kann – so wie es die jungen Män- ner in den USA wohl auch waren, die keinen anderen Aus- weg mehr sehen konnten. Doch um mit der bahnbrechenden YouTube-Kampagne des Journalisten Dan Savage zu spre- chen: „Es wird besser.“ Aber ein bisschen muss jeder dafür tun. Hilfe zu suchen und auch anzunehmen ist ein Zeichen von Stärke. Wir haben die nötigen Adressen dazu in unserem Planquadrat oder auf rik.inqueery.de. Viel Glück wünscht

Wir haben die nötigen Adressen dazu in unserem Planquadrat oder auf rik.inqueery.de. Viel Glück wünscht 11.10

11.10 | 3

Foto: Firooz Zahedi

start | menschen

Foto: Firooz Zahedi start | menschen „Es gibt so viele schwule Popstars, die so tun, als
„Es gibt so viele schwule Popstars, die so tun, als wären sie hetero, dass ich
„Es gibt so viele schwule Popstars, die so
tun, als wären sie hetero, dass ich es für
eine gute Idee halte, wenn ein Hetero-
Popstar so tut, als wäre er schwul.“
Robbie Williams erzählt dem „Spiegel“, warum er mit
Duett- und Wieder-Take-That-Partner Gary Barlow für
den Clip zu „Shame“ Szenen aus „Brokeback Mountain“
nachgespielt hat.
Foto: EMI
Foto: donatoploegert.de Foto: vvg
Foto: donatoploegert.de
Foto: vvg

Stephan Runge & Donato Plögert

Für die Schweiz nach Düsseldorf?

Ein Köln-Berliner Duo will nach Düsseldorf: Stephan Runge (r.) und Donato Plögert steuern die Rainer-Bielfeldt-Komposition „Folge dem Wind“ zum offenen Video-Casting des Schweizer Fernsehens für das Ticket zum Euro- vision Song Contest bei. Bei Redaktionsschluss gab es schon 95 Mitbewer- ber. Mit der Frankfurterin Franca Morgano konkurrierte Runge schon mal, vor zehn Jahren um den offiziellen Song zur schwul-lesbischen Fußball-WM in Köln, damals wurde Runge Zweiter, Morgano Dritte. (to)

Das Video gibt’s unter eurovisionplattform.sf.tv/videos/folge_dem_wind, ein Interview mit Stephan Runge auf rik.inqueery.de

Foto: David Shankbone
Foto: David Shankbone

4 | 11.10

PAPA

Neil Patrick Harris

Im August hatte der erfolgreiche Star der Sitcom „How I met your mother“ angekündigt, dass er und sein Le- bensgefährte David Burtka dank Hilfe einer Leihmutter Zwillinge erwarteten. Am 12. Oktober war es dann soweit, Harris verkündete via Twitter die Geburt von Gideo Scott und Harper Grace. „Wir alle fühlen uns glücklich, gesund, müde und etwas eklig.“ Wir wünschen der jungen Familie alles Gute! (ll)

Bette Midler

„Wär ich ein schwuler Mann …“

Kleiner Rollenwechsel: Die Hollywood-Diva und Sängerin Bette Midler wird als Co-Produzentin die Broadway- Version von „Priscilla – Queen of the Desert“ mitfinanzieren. Der Oscar-prämierte Film wurde 2006 in Sydney in einer Musical-Version uraufgeführt und kommt nach Stationen in London und jüngst Toronto im kommenden März nach New York. „Ich würde selbst mit- spielen – wenn ich ein schwuler Mann wäre“, bedauert sie. Schade ist das schon, erschien doch ihr letztes musikalisches Lebenszeichen, „The Best Bette“, schon 2008 … (ll)

Catherine Deneuve

Schwuler Shoot

Ein ungewöhnliches Cover-

Model konnten unsere Kollegen von „Têtu“ im Oktober vorzeigen: Film- Legende Catherine Deneuve posierte hier mit einem nackten Mann, auch um mit ein paar Klischees zu brechen. „Ich bin es satt, die ’große Dame des fran- zösischen Kinos’ genannt zu werden“, erzählte sie dem französischen Schwulenmagazin. „Ich bin sehr vorsichtig, was Titel, Preise, Ehrungen, Orden angeht.“ Partner Johan hatte nach eigenem Eingeständnis schon gehörig Muffensausen vor der Fotosession. „Ich fragte mich, ob ich ihr wohl gefallen werde.“ (to)

„Ich fragte mich, ob ich ihr wohl gefallen werde.“ (to) Foto: Dan Annett/Sony MAMA Pink Große
Foto: Dan Annett/Sony
Foto: Dan Annett/Sony

MAMA

Pink

Große Ehre: Bei der Gala der Human Rights Campaign wurde die 31-Jährige für ihr Engagement für Schwule und Lesben mit dem „Ally for Equality“- Award ausgezeichnet. Im Video zur neuen Single „Raise Your Glass“ soll eine Homo-Hochzeit steigen, in Erinnerung an eine reale von zwei lesbischen Freundinnen. Pinks „Gre- atest Hits“-Album erscheint am 12. November bei Sony. (bjö)

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lesbischen Freundinnen. Pinks „Gre- atest Hits“-Album erscheint am 12. November bei Sony. (bjö) www. .inqueery.de

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ALLE FREIHEITEN NUR MIT GUMMI!

Olivier (32)
Olivier (32)

Warum es bei mir nicht ohne geht?

Das erfährst du auf www.iwwit.de

ALLE FREIHEITEN NUR MIT GUMMI! Olivier (32) Warum es bei mir nicht ohne geht? Das erfährst

Foto: bearFighter.de

szene | party

Foto: Nikolaj Georgiew
Foto: Nikolaj Georgiew

Concert&Clubbing

Live und aus der Dose

In London und anderen Metropolen ist es längst gang und gebe, Live-Auftritte mit Clubbing zu vereinen. Im November gastiert Fady Maalouf bei Concert&Clubbing. Als Zweitplatzierter der fünften Staffel von „DSDS“ taucht er auch heute noch regelmä- ßig in den Charts auf. Im Anschluss an seinen energiegeladenen Auftritt geht es direkt mit dem wilden Partytreiben weiter. (iw)

Concert&Clubbing mit Fady Maalouf 13.11. ab 22.00 Uhr im Venue, Hohe Str. 14, 50667 Köln, Eintritt: VVK 8 Euro (Bruno’s, SIN Restaurant), AK 10 Euro, ab 1.00 Uhr Aftershowparty 5 Euro, venue-cologne.de

Foto: Polygame
Foto: Polygame

Polygame pres. Sissy Syndrom

Doppelmonarchie

Im Moment pausiert die Polygame, im November gibt’s aber ein Special mit Schwerpunkt auf den harten Beats. Im Café spielt Bela von Fülöp selten gehörte Deephouse-Schätzchen, im Base- ment residieren die beiden Damen von Sissy’s Reiterstaffel mit allen Spielarten des Techno von Acid über Detroit bis Minimal. (iw)

Polygame pres. Sissy Syndrom 19.11. ab 22.00 Uhr im Café Franck, Eichendorffstr. 13, 50825 Köln, Eintritt: 5 Euro, polygame.de

Foto: Station 2b
Foto: Station 2b

Dr. Love’s Laboratory

Retrochick

Nachdem die aktuellen Beatport-Charts selbst bei professionellen DJs großes Gähnen erzeugen, besinnt sich Dr. Love auf seiner Geburtstagsparty auf den guten House-Sound der 90er, das bunte Buffalo- und Hairsprayfeeling samt passendem Schlagho- senoutfit. Bei der garantiert erfolgreichen Musik-OP assistieren Marc Hell, Jeremy Dyens, Kai Uwe Müller und bengoDJ. (iw)

Dr. Love’s Laboratory 27.11. ab 22.00 Uhr im Station 2b, Pipinstr. 2, 50667 Köln, Eintritt frei, MVZ 10 Euro, station2b.com

6 | 11.10

Orient S’Express Party

Istanbul in Kölle

Zum Start des Bear Pride versprechen die Istanbul Bears eine verführerisch-orientali- sche Nacht, gepaart mit elektronischer Musik. Dazu fliegen DJ Diskötek und Darkcub aus der türkischen Metropole ein, es gibt Videoprojekti- onen, Live-Performances und jede Menge heißer Kerle aus der ganzen Welt. Auf zum fröhlichen Bauchtanz! (iw)

Orient S’Express Party 25.11. ab 22.00 Uhr, Venue, Hohe Str. 14, 50557 Köln, Eintritt: 10 Euro, bartmaenner.de

partyticker +++ heiß +++ aktuell +++ wichtig +++ Ein Haus weiter: 1 Nach nebenan zieht
partyticker
+++ heiß +++ aktuell
+++ wichtig +++
Ein Haus weiter:
1
Nach nebenan
zieht die Nightkomm vom November
macht es sich die Party zu elektroni-
an. Bei freiem
Eintritt bis Mitternacht
gemütlich. (20.11., 23.00 Uhr, Starz, Hohenzollernring
scher
Musik fortan
89-90, 50672 Köln, Eintritt: bis
24.00 Uhr frei, danach 10
Euro, nightkomm.
+++ Ein Tag zurück:
tv)
Umgezogen auf den ersten Freitag im Monat
ist die Secret
Loverz. An bekannter
Stelle sorgen rik-DJane-2009
GinaG und
DJ j-peg für einen Mix aus House,
Pop und
Black Music.
(05.11., 23.00 Uhr,
1
Venue, Hohe Str. 14, 50667
Köln, Eintritt:
bis 0 Uhr frei,
danach 6 Euro,
secret-loverz.de)
+++
2
Besuch aus New York:
Kim Ann Foxman
von den New
heute hinterm
Yorker Indie-Dance-Helden
„Hercules And Love Affair“ ist
DJ-Pult der Pulstar zu finden, um in der Ehrenfelder Papierfa-
brik das alternative
Publikum zu beschallen. (06.11.,
23.00 Uhr, Papierfabrik
Ehrenfeld, Grüner Weg 6, 50825 Köln, Eintritt: 10
Euro, facebook.de/
+++ Zwei Mal Krach:
pulstarparty)
Die Backstage Diaries steigt im
November gleich an zwei Samstagen. Indie-
und Elektro-Freunde werden
beide Male in Ehrenfeld
beglückt, wenn auch in verschiedenen Locations.
(13.11., 23.00 Uhr, Sensor Club, Grüner Weg 6, 50825 Köln und 27.11.,
127, 50823 Köln, backstagediaries.
23.00 Uhr,
Artheater, Ehrenfeldgürtel
Bonner Studis studieren
2
de)
+++ Sag’s nicht der Mama:
nicht nur
einem Schloss, sondern
wissen auch königlich zu
feiern:
Leider parallel
zur Kölner Rosa Fete steigt „Don’t tell Mum“ in der Beueler
in
Brotfabrik.
(13.11., 22.00 Uhr, Brotfabrik,
Kreuzstr. 16, 53225 Bonn, Eintritt: 4 Euro,
+++ Rote Schleifchen:
lesbischwul-bonn.de)
Zum Red Ribbon
Special bittet die Gay Students
Night diesmal
ins Venue. Die vier DJs
Scampi, D’jumelle, rowDee
und Timy Flair spenden
ihre Gage an die
Kölner Aidshilfe,
ein Euro des Eintritts
wandert ebenso in die Beetho-
venstraße. (20.11., 23.00 Uhr, Venue, Hohe Str. 14, 50667 Köln, Eintritt:
Schüler, Studenten,
Azubis,
Zivis, Grundwehrdienstleistende
6 Euro, alle
anderen 8 Euro, gay-students-night.de)
+++
3
Minderjährige in
den Club:
dürfen heute auch 16-Jährige
Bis
Punkt Mitternacht
auf der
3
Twinkylicious feiern! Bis dahin heißt es daher:
keine harten
Drinks, keine
Kippen.
Keine Sperrstunde gibt’s für die DJs Denny D. und rowDee, sie
liefern die ganze Nacht den Soundtrack
zum drohenden Rausch durch
günstiges Mühlen-Kölsch.
(26.11., 21.00 Uhr, Venue, Hohe Str. 14,
Uhr für alle unter 26 Jahren frei, danach
50667
Köln, Eintritt: bis 22.00
4 Euro, ab 24.00 Uhr 6 Euro, twinkylicious.de)
+++
Viel Spaß beim
Ausgehen und Feiern wünscht die rik! (mg)

www.

ab 24.00 Uhr 6 Euro, twinkylicious.de) +++ Viel Spaß beim Ausgehen und Feiern wünscht die rik!

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gastro | szene

thekenticker +++ Tratsch und Trends aus der Kölner Szene +++ 1 Weihnachtsmarkt-Opening mit Vicky: Seit
thekenticker
+++ Tratsch und Trends aus der Kölner Szene +++
1
Weihnachtsmarkt-Opening mit Vicky:
Seit 14
schon schlägt Jochen’s Glühweinstand
Jahren
sein Quartier auf
dem Märchen-Weihnachtsmarkt auf dem Kölner Rudolfplatz
auf. Betreiber Jochen Großmann und seine Crew stellten vor
fest, dass sich am Montag nach dem
einigen
Jahren erstaunt
zweiten Advent – dank einer privaten
Flüsterpost-Initiative von
Bernd Niemann
und Mann Marc Jakoby
– die schwul-lesbische
Besucherschar drastisch vermehrte. Jetzt lädt er zwischen dem
22. November und 23. Dezember an jedem Montag ab 19.00
1
Uhr zum Community-Abend. Und fährt
gemeinsam mit seinen
Kollegen zur Eröffnung der
diesjährigen Saison mit
Vicky Leandros
gleich einen beim CSD heiß geliebten
Top-Act auf! (25.11., 18.00
Uhr, Märchen-Weihnachtsmarkt
Rudolfplatz, weihnachtsmarkt-
+++ Regenbogen-Montag an Nikolaus:
rudolfplatz.com)
Was aber nicht
heißt, dass der offiziöse
„Regenbogen-Montag“
von Niemann und Jakoby auf dem Märchen-Weihnachtsmarkt
nicht wieder
steigt. Und er fällt in diesem Jahr auch noch auf
den Nikolaus-Abend. Wenn das mal nicht ein gutes Omen für die
Anbahnung neuer Kontakte über dem gemeinsamen
Verzehr von
+++ Gänsewoche im Gezeiten:
Heißgetränken bedeutet …
Im Kalender der kulinarischen
2
Saisons steht jetzt aber erst einmal
die Martinszeit an. So lädt das Gezeiten ein zur Gänsewoche, zum
dazu passenden
Menü gibt’s
A-cappella-Musik frei Haus – aber
nicht von der Crew um Inci Edge: „Gäste, die
uns ein Ständchen
bringen, werden von uns beschenkt.“
(02.-07.11., Balthasarstr. 1,
50670
Köln, gezeiten-koeln.de)
+++
2
Disco und Bingo im
Exile:
Ein spannendes Programm fährt das Exile on Mainstreet
auf. Seit geraumer
Zeit wird der Laden
am Wochenende mit
dem Frisky Friday und dem Gaily Saturday
zum Mini-Club mit
eigenem kleinem Dancefloor.
Und am 14. November gastiert
Hajos Büdchen
Bingo in der Schaafenstraße. Gastgeber
Hajo will
gemeinsam mit Kompagnon Flottmann den
Beweis antreten,
dass das lustige
Kugel-Spiel „nicht nur was für alte Leute“ ist. Um
Platzreservierung im Exile wird gebeten! (Schaafenstraße 61a,
Gay auf der Schäl
50676
Köln, exile-cologne.de)
Sie haben es gewagt
+++
3
Sick:
Ronny Zufall und Dieter
Beckert,
ein Paar seit acht Jahren,
haben
einen Treffpunkt für
Schwule und
Lesben auf der angeblich
„falschen Rheinseite“
eröffnet, genauer
dj charts
gesagt das Bistro-Café
Mocca in Höhenhaus, ein
Ortsteil, in dem
Foto: Bernd Rosenbaum
nach ihrer
Beobachtung durchaus reichlich
passende Kundschaft
zu finden ist. Hier bieten
sie
„neben raffinierten Kaffee- und Tee-
auch Frühstück und Mittagstisch
spezialitäten
Martin Rapp ist seit mehr als
15 Jahren
früher schon als Teilhaber
einer Phoenix-Sauna
an“, erzählt Zufall,
in der schwulen
aktiv
und
mischt nun
hauptsächlich die
hinaus kann Mann oder Frau in unserem
Gastro aktiv. „Darüber
Gay-Community
in
Stuttgart
mit seinen
Progressive-Vorwärts-Sets
auf, unter
an-
loungigen Ambiente leckere Drinks zu sich nehmen oder à la carte
derem seit 2007 als Resident der
Ero*gen,
nach Herzenslust
von Hausmannskost bis
mediterran schlemmen.“
beim CSD und der Partynacht
zum
Bären-
Wir lassen uns überraschen
und wünschen viel Erfolg! (Im Wei-
treffen. Rapps neuestes Projekt ist die Mo-
+++ Benefiz ohne Spendenter-
deration
der Sendung
„Nightlife“ (jeden
denbruch 237, 51061 Köln)
Freitag 22.00-24.00
Uhr
auf
pride1.de).
ror:
Auch „ohne
Ansprachen, Showprogramm,
Spendenterror“
Zum Bear Pride gastiert
er am 30. Oktober
lässt sich Gutes tun, will die Crew vom Silver
beweisen und lädt
wieder bei der Cock-Pit im
Alten Wartesaal.
zum gemütlichen Zusammentreffen zugunsten
am 5. November
(pm/to)
der Schwulen Initiative
für Pflege und Soziales
und der Gesund-
1. Jinxed
heitsagentur Check Up. Ein Kölsch kostet 1,50 Euro,
jeder Träger
Ticon
bekommt davon jeweils 50 Cent ab. (05.11. ab 21.00 Uhr, Hohe
Pforte 13-17, 50676 Köln, silver-cgn.de)
2. Aura
+++ Ixbar meets
Sezer Uysal
Warum in die Ferne schweifen,
Turkey:
wenn die freiwillig ins
3.
Lady Lucky City
Bermudadreieck kommt? Im Rahmen der beliebten monatlichen
Reihe „Ixbar meets the world“ ist am 25. November die
Timo Garcia
feat.
Amber Jolene
Türkei an
der Reihe. Eine Woche zuvor treffen
sich wieder die Flugbegleiter
4. Room 414
(Tube & Berger Remix)
Tomcraft
zum Airline-übergreifenden Layover. (Mauritiuswall 84, 50676
Foto: Martin Rapp
Köln, ixbar.de)
+++
beim Ausgehen
Feiern wünscht
5. Interlagos
Viel Spaß
und
(Rino
Cabera Pitstop Remix)
Weekend Heroes
die rik! (to)
News
für den Thekenticker?
6. Air Guitar
Heikki L and Lovetoen
Dann schnell eine Email
an redaktion@rik-magazin.de
7. Niton
Pryda
8. Stilettos
(Jerome Isma-Ae’s Louboutin Mix)
Sirens
9.
Till Tonight
(Chris Kaeser Remix)
Laidback Luke feat
Jonathan Mendelsohn
10. Air
Eric Amarillo
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Fotos:

Kattwinkel-Sitzung,

vvg, TomPe, Stefan

Ralf Kraushaar,

König

Ex-Corner

Jeck op Deck

Blue Lounge

Röschensitzung

Zur Zicke

Schnittchensitzung

szene | Karneval

Der rik-Überblick zum Start der Session 2010/2011

Kölscher Beat

Kattwinkel-

Sitzung

Nur die Harten kommen in den Garten: Erst heißt es, am 10. November schon einmal im Kattwin- kel in die Eröffnung der Fastelovends-Saison 2010/2011 mit Wanda Kay, Uwe Engel, Motto- Queen Marie-Luise Nikuta und DJ Mike reinzufei- ern und sich dann schon am frühen Morgen des 11.11. auf dem Heumarkt unter die vielen tausend Jecken zur Sessionseröffnung zu zwängen, bevor der Platz mutmaßlich wegen Überfüllung ge- schlossen wird. Dafür wird man mit schmissigen Auftritten von Fastelovends-Größen wie Bläck Fööss, Höhner, Paveier, Räuber und Brings belohnt und darf den neuen närrischen Monarchen Prinz Frank I., Bauer Günter und Jungfrau Reni zujubeln. „Köln hat was zu beaten“ heißt das Motto die- ser Session ein wenig möchtegernjugendlich, die Kneipen in Altstadt und Bermudadreieck treten da gerne zum Beweis an und halten alle Tore und Zapfhähne weit offen zum traditionellen Kampf- saufen und Ganz-Eng-Tanzen. Alle wilden Weiber und ihre Bewunderer/innen und Freunde/innen eilen zur Blue Lounge mit der Superjeilezickparty oder ins Gezeiten. „F.U.C.Karneval“ lautet die De- vise für alle, die danach ihre Hormone im Station 2b wieder ein wenig beruhigen wollen.

Zombie-

Schnittchen

Am 11.11. startet der Vorverkauf zur „Röschen- sitzung“ 2011 unter dem szenenahen Motto „Halloqueen – Die Nacht der apokalesbischen Untunten!“. Nur das in vielen Fastelovends-Stür- men bewährte Ensemble kann die Rettung brin- gen, egal ob vor der Hosenanzugsmörderpuppe Angie mit ihrem hals-, kopf- und hirnlosen Mari- onettenkabinett, vor fleischgewordenen Beate- Uhse-Puppen à la Daniela Katzenberger oder düster schwarzbehaarten Grand-Prix-Siegerinnen, und das am 11., 12., 18., 19., 25. und 26. Februar und dazu am Karnevalsfreitag, dem 4. März 2011 im Mülheimer Kulturbunker. (Karten über Köln- Ticket, Tel. 0221 / 2801 oder koelnticket.de, Infos auf roeschensitzung.de) Am 13. November laden die Macherinnen der lesbischen „Schnittchensitzung“ zu ihrer Vorverkaufsparty in der Eigel- steintorburg, um die heiß begehrten Tickets für den 11. und 12., 18. und 19. Februar an die Frau zu kriegen. Wer es dann nicht schafft, kann ab 14. November unter schnitt- chensitzung@web.de ihr Glück versuchen. Nach fünf Jahren im alternativen Karneval will das Ensemble Ützchen und Knützchen die im Bürger- zentrum Nippes versam- melten Närrinnen mit auf die Reise an Orte nehmen, an denen man mal wieder so richtig für die eigene Homo-Rechte kämpfen kann, nach Po- len, in den Irak und nach Rodenkirchen. (Mehr Infos:

dieschnittchen-

sitzung.de) Nach ihrem rauschen- den Debüt geht auch die „Kattwinkel-Sitzung“ in die zweite Runde. Im ganz kleinen Rahmen des Base- ment unter der Christuskir- che geht es diesmal „Gen Italien“, Karten gibt es noch für die Vorpremieren am 27. und 28. Januar und die Vorstellungen am 4. und 5., 11. und 12. Februar. Mit im Programm sind unter anderem Eike Sax, die Bockmayer-Stars Natascha Balzat und Gigi Herr, Franca Morgano, Linda Traber, die Pink Poms und natür- lich das Moderatoren-Trio Sophie Russel, Heinz Jülich-Fein und Olaf Müller. (Ticket-Hotline täglich von 15.00 bis 19.00 Uhr unter 0179 / 77766997, mehr unter kattwinkelsitzung.de)

Mutanten und Musikanten

Wer sich für die im nächsten Jahr steigenden Kos- tümbälle einen Platz auf den jeweiligen Tanzkar- ten sichern will, sollte sich sputen. So ist „Jeck op Deck“, von den 230 Brückenoffizieren, Crewmit- gliedern, Passagieren, Klabautermännern, Bord- kapellenspielern, Shantychorsängern und mitrei- ßenden Tänzern der Stattgarde Colonia Ahoj im Alten Wartesaal diesmal am 12. Februar aus- gerichtet, immer ratzfatz ausverkauft. Doch schon vorher lässt sich mit den feschen Seeleuten zünf- tig feiern, schon am 13. November bei der haus- eigenen Gala-Sitzung, dem „Captain’s Dinner“ im Hotel Pullman Cologne und der Damenparty „Abgefahr’n“ am 7. Januar im Marriott Hotel. (Karten für alle Events unter colonia-ahoj.de) Die Veteranen der Rosa Funken geben sich natür- lich wie immer am Karnevalssamstag in der Mül- heimer Stadthalle die Ehre, dies- mal am 5. März. Gemäß dem Motto „Servus, Grüezi und Aloha! – durch die Berg’ mit Federboa“ soll die Stimmung bei einer Maß Kölsch im feschen Dirndl oder einer deftigen Krach- ledernen überkochen. Wie es sich gehört, startet der Vorverkauf pünktlich zum 11.11.! (KölnTi- cket, Tel. 0221 / 2801, koelnti- cket.de oder rosafunken.de) Und wer weiß, vielleicht haben die Emigranten aus Bayern oder Tirol, die Röschen-Zombies, Be- wegungs-Schnittchen oder feschen Matro- sen von Überallher bis Veilchendienstag, den 8. März den köl- schen „Beat“ gefun- den … (to)

8 | 11.10

www.

bis Veilchendienstag, den 8. März den köl- schen „Beat“ gefun- den … (to) 8 | 11.10

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community | gesellschaft SzenegeSichter Heute: Juan Hernandez Viera
community | gesellschaft
SzenegeSichter
Heute: Juan Hernandez Viera
Foto: Bernd Rosenbaum
Foto: Bernd Rosenbaum

Deutsch dank „Glücksrad“

Wenn Juan Hernandez Viera zurückblickt, dann hatte er immer viel Glück in seinem Leben. Vor allem beruflich habe sich immer zum richtigen Zeitpunkt die nächste Gelegenheit ergeben. Seit drei Jahren betreibt Juan das Hombres in der Pipinstraße, nicht nur zum Bear Pride einer der Magneten in der Kölner Altstadt. In Las Palmas auf der spanischen Insel Gran Canaria wurde der heute 43-Jährige zu einer Zeit groß, als der Massentourismus noch in den Kinderschuhen steckte: „Ich erinnere mich noch gut daran, wie in meiner Jugend die große Hauptverkehrsstraße gebaut wurde.“ Er absolvierte eine Ausbildung als Bürokaufmann und versuchte sich zwischendurch auch als Automechaniker. Als Juan dabei kläglich ver- sagte, gab er diese Idee schnell wieder auf. Mit 21 Jahren wurde er Beamter in der Hafenbehörde von Las Palmas. Beim Urlaub am Playa del Inglés lernte er 1992 Martin aus Deutsch- land kennen, seine erste große Liebe. Kaum ein Jahr später zog es Juan in dessen Heimat. In seiner Behörde nahm er zunächst einen dreimonatigen unbezahlten Urlaub und zog bei Martin ein. Unter der Woche arbeitete er im Blumenladen seines Freundes bei Siegen mit. Am Wochenende ging es dann nach Köln, wo Martin im Chains jobb- te. Und auch Juan begann dort bald darauf einen Aushilfsjob. „An meinem ersten Tag sollte ich an der Kasse sitzen, allerdings ohne ein Wort Deutsch zu können“, erinnert sich Juan. „Es war schrecklich, aber irgendwie hat es geklappt.“ Beim Lernen der fremden Sprache hat ihm das „Glücksrad“ geholfen. Allabendlich saß er vor dem Fern- seher und riet solange bei den Begriffen mit, bis er schließlich besser darin war als sein Freund. Tief beeindruckt haben Juan in diesen drei Monaten einige Erlebnisse, die er aus seiner Heimat nicht kannte. Dazu gehörten das „Sterben“ der Bäume im Herbst, sein erster Schnee und die Wiedererweckung der Natur im Frühling. So begeistert war er, dass er nach seiner Rück- kehr nach Gran Canaria gleich alle Vorbereitungen traf, um dauerhaft nach Deutschland überzusiedeln. Das Chains wurde fünf Jahre lang zu seinem zweiten Wohnzimmer, bis ihn ein Besitzerwechsel dazu brachte, sich nach einem neuen Job umzusehen. Über eine kurze Stippvisite im Zipp’s landete er schließ- lich in der Zille („ein Kulturschock!“), in der er acht Jahre lang hinter dem Tresen stand. Zwischenzeitlich wollte er den Laden sogar selber übernehmen, doch das klappte nicht. So ergriff er vor fast genau drei Jahren eine Gelegenheit gleich nebenan. In nur sechs Tagen renovier- ten seine Freunde die Räume des alten „Bei Udo“ von Grund auf, pünktlich am 30. November 2007 konnte die Eröffnung des Hombres gefeiert werden. Noch heute fährt Juan mindestens einmal im Jahr in „sein Land“ zurück, um die Familie zu besuchen. Doch zu Deutschland hat der smarte Spanier, der nach einigen festen Beziehungen seit einem Jahr wieder solo ist, ein besonderes Verhältnis aufgebaut: „Hier ist mein Zuhause!“ (br)

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Der Bear Pride – das letzte internationale Gipfeltreffen 2010

Stolzes Fellkraulen

Der CSD und die Gay Games sind Geschichte, doch noch in diesem Jahr gibt es ein letztes internationales Gipfeltreffen in Köln. Traditionell zum ersten Advent geben sich geschätzte 5.000 Fellträger und ihre Fans aus aller Welt in der Domstadt ein Stelldichein. Und von Jahr zu Jahr wird das Programm ausgefeilter: Konzentrierte sich die Action zunächst auf ein Wochenende, fahren die ausrichtenden Bartmänner in Kooperation mit den Wirten, Saunen und Partyveranstaltern mittlerweile eine Woche Programm auf, längst geht’s hier nicht nur ums gesellige Pelzkraulen, auch politische und kulturelle Akzente setzt der Bear Pride.

Los geht’s am 23. November, dann trauen sich auf dem Weihnachtsmarkt am Heumarkt „Gays & Bears on ice“. Einen Abend später kreuzen sich die Wege des Düsseldorfer Schriftstellers Frank Schablewski und des Video- künstlers André Yuen im Laden unserer Kollegen von der „Box“ zu „Spon- taneous Me“, eine zweisprachige Kombination aus Lesung mit Videoin- stallation auf ein Gedicht des ameri- kanischen Dichters Walt Whitman. Die bewegten Bilder wurden auf Cock-Pit und Butch&Bear Party geschossen.

Man sagt vielen Pelztierträgern ja nach, leiblichen Genüssen nicht abhold zu sein. So gibt’s am 25. November auch ein festliches „Bear-Gala-Din- ner“, hier spendet das Restaurant La Galeria im Hotel Maritim den angemes- senen Rahmen. Am 26. November werden sich die in der rik-Crew schon legendären langen Warteschlangen schräg gegenüber von der Redaktion bilden, dann öffnet die Babylon zur Bärensauna. Danach laden die Kölner Bartmänner im Ho- tel Ahl Meerkatzen zum offiziellen Empfang der Bärengruppen, da- runter auch Partnergruppen aus Istan- bul, Athen, Madrid, Rom, Tel Aviv und Wien. Klingt vielleicht ein wenig spießig, hat aber einen handfesten politischen Hintergrund, denn auch das

Regenbogenflag-

dabei moralisch unterstützt vom be- währten Moderator Bernd von Fehrn, den Dreambears aus London und den Siegener Power Puschels.

Kerliges Partyleben

Sehr reichhaltig fällt das Party-Angebot aus. Am 25. November gibt’s die zwei- te Ausgabe der Orient (S)Express Party im Venue. Natürlich dürfen auch die Klassiker, die Butch & Bear Par- ty am 26. November im Gloria und die Cock-Pit Bear Pride Edition im Alten Wartesaal, nicht fehlen. Spannend klingt am 28. November das Experiment einer quasi Rundumdieuhr- party im Bogen 2 beim Hauptbahnhof. Von 7.00 Uhr morgens bis 2.00 Uhr nachts geben sich die Events beim Bear Pride Sunday ohne Unterbre- chung die Klinke in die Hand. Natürlich lassen sich auch die Kneipen der Altstadt wie Cock-Pit, Boners, Hombres, Silver oder Verquer eine Rundumbetreuung nicht nehmen. Alle Details zu ihren Specials wie auch zu al- len anderen Events gibt’s im rik-Radar.

Mehr Infos unter bartmaenner.de Foto: bearfighter.de
Mehr Infos unter bartmaenner.de
Foto: bearfighter.de

gen-Projekt zur Unterstützung der türkischen Schwulen- und Lesbenbewegung findet hier einen Raum. Wer schon mal die Kandidaten für den Titel des Mr. Bear Germany 2011 ganz genau unter die Lupe nehmen will, wird hier fündig. Die wiederum müssen am 27. November zur Bären- nacht, dem traditionellen Höhepunkt des Bear Pride ran. Unter dem galakti- schen Motto „Beargate – Bear me up to the stars“ werden sie

www.

Bear Pride ran. Unter dem galakti- schen Motto „Beargate – Bear me up to the stars“

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Das rik-Sauna-Special

Foto: .shock / fotolia.com

szene | sauna-special

i a l Foto: .shock / fotolia.com szene | sauna-special Regen, Nebel, ständige Temperaturstürze, dazu noch

Regen, Nebel, ständige Temperaturstürze, dazu noch so fröh- lich klingende Ereignisse wie Buß- und Bet- oder Volkstrauer- tag – der November ist traditionell nicht wirklich ein Monat, der die Produktion von Glückshormonen befördert. Viele Schwule zieht es landauf, landab wieder in die Schwitztempel, die Wärme und Entspannung in allen Formen und Farben versprechen. Viktor Vahlefeld und Volker Glasow haben sich für die rik wieder in Köln umgeschaut und den Blick auch in die Ferne schweifen lassen. Eines haben sie schon vorab verraten: Jede der vorgestellten Saunen hält kostenlos Gummis und Gleitgel bereit, fast alle arbeiten mit lokalen Aids- und Gesundheits- projekten zusammen. So braucht eigentlich niemand seine (hoffentlich zahlreichen) Genüsse mit Reue zu bezahlen.

Legende

Legende Alle hier vorgestellten Saunen verfügen über Dampfsauna , Trockensauna , Duschen , Videoraum , Ruheraum

Alle hier vorgestellten Saunen verfügen

Legende Alle hier vorgestellten Saunen verfügen über Dampfsauna , Trockensauna , Duschen , Videoraum , Ruheraum
Legende Alle hier vorgestellten Saunen verfügen über Dampfsauna , Trockensauna , Duschen , Videoraum , Ruheraum

über Dampfsauna, Trockensauna,

Duschen,

Videoraum, Ruheraum und Darkroom , Ruheraum und Darkroom

Zusätzlich bieten einige Saunen noch

folgenden Service:

Trockensauna , Duschen , Videoraum , Ruheraum und Darkroom Zusätzlich bieten einige Saunen noch folgenden Service:

.

Fitness- Whirlpool raum Tauch- Speisen / Alkohol becken Schwimm- Bar / Restaurant becken Massage Freiluft
Fitness-
Whirlpool
raum
Tauch-
Speisen /
Alkohol
becken
Schwimm-
Bar /
Restaurant
becken
Massage
Freiluft
Solarium

Der Faun

vielleicht familiärste und

gibt es die

Seit über 30 Jahren schon

beispielsweise

kommunikativste Sauna der Stadt. So trifft sich

gerne etwas kerligeres und

ein festes,

dienstags seit Jahren

Entspannen. Die

bärigeres Stammpublikum zum Klönen, Aus- und

10 Kabinen bietet dienstags

Sauna mit ihren 110 Schränken und

Feierabendtarif,

Singletag sowie montags und donnerstags einen

Eintritt. Mittwochs und freitags gibt es ab

jeweils zu neun Euro

sonntags macht Amir immer

17.00 Uhr Wellness-Specials, und

Tombola, bei der freie Eintritte winken, zum

um 19.00 Uhr die

Ereignis. Sauna Der Faun, Händelstr.

31, 50674 Köln, Tel. 0221 / 216157,

12.00-1.00 Uhr, faunsauna.de

Öffnungszeiten: tgl.

Sauna Vulcano

1.

älteste Sauna, sie eröffnete bereits am

Die Vulcano ist Kölns Oktober 1972. Sie ist

Luxus- noch Saunapalast, bietet aller-

weder

Kreis mit kontaktfreudigen Gästen eine

kleinen familiären

locker-entspannte Atmosphäre. Hier treffen sich keine perfekten,

und weißen

Männer, mit grauen Schläfen

dafür aber sympathische

Die Sauna mit

Haaren, Papis, Opis, mit Bauch und/oder Glatze.

Mett-

und 14 Kabinen serviert dienstags

ihren 112 Schränken brötchen, donnerstags Tasse Kaffee und ein Mitternachtssuppe.

sonntags eine

(kölsche Blutwurst),

Flöns

Stück Kuchen gratis und zur Nachtsauna eine

/ 216051,

Uhr 0221

11.00 Tel.

Uhr, Sa Köln,

3-5, 50676

Marienplatz

Vulcano,

8.00 Uhr

bis So

11.00-22.00

So-Fr

Öffnungszeiten:

sauna-vulcano.de

durchgehend,

So-Fr Öffnungszeiten: sauna-vulcano.de durchgehend, sauna-special | szene Foto: vvg Foto: vvg 11.10 | 1

sauna-special | szene

Foto: vvg
Foto: vvg
sauna-special | szene Foto: vvg
Foto: vvg
Foto: vvg
durchgehend, sauna-special | szene Foto: vvg Foto: vvg 11.10 | 1 1 Badehaus Babylon Cologne Die

11.10 | 11

Badehaus Babylon Cologne

Die Babylon hat erst am 1. April 2009 ihre Tore geöffnet, doch

hier das Badehaus. Kölns größte

vor 30 Jahren eröffnete

bietet ein einmali-

mit 305 Schränken und 20 Kabinen

einen herrlichen Außenpool (im

ges mediterranes Ambiente,

eine große

Sommer gerne für House-Outdoor-Partys genutzt),

die riesige Cruising Area 51

Nass- und Trockensauna sowie

Publikum ist in der Mehrzahl zwischen 25 bis

samstags ist Wellness-Time mit

45 Jahre alt. Mittwochs und

unterschiedlichen Aufgüssen, dienstags ab 19.00 Uhr locken die

zahlen Partner nur

verschiedenen Fetisch-Spielarten, freitags einen Eintritt. Badehaus Babylon Cologne, Friesenstr.

23-25, 50670 Köln,

Öffnungszeiten: Mo-Do 12.00-6.00 Uhr, Fr

durchgehend, babylon-cologne.de

12.00 Uhr bis Mo 6.00 Uhr

schon

Sauna

im Keller. Das

Tel. 0221 / 2577006,

Uhr bis Mo 6.00 Uhr schon Sauna i m K e l l e r .
Uhr bis Mo 6.00 Uhr schon Sauna i m K e l l e r .
Foto: vvg
Foto: vvg
Das Tel. 0221 / 2 5 7 7 0 0 6 , Foto: vvg Sauna Phoenix

Sauna

Phoenix

mischt die sich auf zwei Etagen

Ein bunt gemischtes Publikum

1.100 Quadratmeter auf, der Gästeschar stehen

300 Schränke, 28 Kabinen und ein Cruising-Labyrinth

zur Verfügung. Jeden ersten Dienstag im Monat ist Twinks

für Jungmänner bis 28 Jahre, am zweiten Dienstag im

des GayRomeo-Clubs für einen

Monat kommen die Mitglieder

Jeden Freitag gibt es eine Naked Party,

Sonderpreis zum Zug.

Freitag im Monat eine Naked Mask Party im

profitieren die Wellness-

separaten Bereich. Jeden Donnerstag

und Community-Organisatio-

Fans von den Spezialaufgüssen

von Benefizabenden.

12, 50674 Köln, Tel. 0221

Sauna, Richard-Wagner-Str.

Fr 12.00 Uhr

2581171, Öffnungszeiten: Mo-Do 12.00-6.00 Uhr,

phoenixsaunen.de

bis Mo 6.00 Uhr durchgehend,

 

verteilenden

 

dafür

Night

jeden

dritten

nen der Stadt

Phoenix

/

,   verteilenden   dafür Night jeden dritten nen d e r S t a d
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dings im Sauna
dings im
Sauna
Foto: vvg
Foto: vvg

www.

jeden dritten nen d e r S t a d t Phoenix / dings im Sauna

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szene | sauna-special

Metropol-Sauna In der größten und populärsten Sauna im Frankfurter „Rosa Dreieck“ tummeln sich Gäste aller
Metropol-Sauna
In der größten und populärsten
Sauna im Frankfurter „Rosa
Dreieck“ tummeln sich Gäste aller Altersklassen,
am Wo-
chenende und in der Nacht ist das Publikum eher jünger.
Die Metropol bietet 150 Schränke,
24 freie Kabinen und drei
Privatkabinen mit Flatscreen. Der Darkroom ist der größte
der Mainmetropole. Das Centro Delfino bietet professionelle
Massagen an. Dienstags
gibt es Eintopf gratis, donnerstags
stündlich ab 19.00 Uhr besondere Aufgüsse. Am letzten
Wochenende im Monat bietet die Metropol die Afterhour zur
UC-Party.
Metropol
am Sauna, Uhr,
Große
Friedberger
Straße
7-11,
60313
Frankfurt
Main,
Tel.
069
/
43001680,
Öffnungszeiten:
Mo-Do
Foto: Metropol Sauna
12.00-4.00
Fr 12.00
Uhr
bis Mo 4.00
Uhr
und vor
Feiertagen
durchgehend,
metropol-sauna.de
Galileo City Sauna
Die Galileo Sauna, mitten in der Mannheimer
City gelegen, lockt
mit einer Mischung
aus außergewöhnlicher Architektur und wohl-
Publikum ist nach Alter und Vorlieben
tuender Entspannung. Das
gemischt, dennoch gilt die Galileo als die „jüngste Sauna im
Südwesten“. Sie hat 110 Schränke, elf Kabinen plus zwei abschließ-
bare Sling-Rooms. Montags, mittwochs und freitags ist ein staatlich
geprüfter Masseur im Haus. Jeden Samstag gibt es zwischen 20.00
und 23.00 Uhr stündlich deftige
und überraschende Aufgüsse.
Galileo City Sauna, Quadratstadt O7, 20,
68165 Mannheim, Tel.
0621 /
1786409, Öffnungszeiten: So-Do 13.00-1.00 Uhr, Fr, Sa+vor
13.00-8.00 Uhr, galileo-sauna.de
Feiertagen
Ruhrwellness
In Mülheim an der Ruhr, unweit der A40, ist die Ruhrwellness
Foto: Galileo Sauna
eine familiär geführte mittelgroße Saunaoase für
Männer von
Nebenan zwischen 18 und 70 Jahren.
Foto: Ruhrwellness
Auf knapp 1.400 Qua-
bereit. dratmetern An fünf stehen Tagen vier in Saunen, der Woche ein gibt Whirlpool es ein und abwechslungsrei- ein Hamam
ches Aufgussprogramm, an jedem Freitag kostenlose Hamam-
waschungen. Für die kalte Jahreszeit bietet die Außensauna im
Garten Entspannung pur.
Sauna Ruhrwellness, Sandstr. 154-162, 45473 Mülheim/Ruhr,
Tel. 0208 / 3024811,
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00-24.00 Uhr, Sa
Uhr bis So 24.00 Uhr durchgehend, ruhrwellness.de
10.00
Mo-Fr 10.00-24.00 Uhr, Sa Uhr bis So 24.00 Uhr durchgehend, ruhrwellness.de 10.00 1 2 | 11.10

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Mo-Fr 10.00-24.00 Uhr, Sa Uhr bis So 24.00 Uhr durchgehend, ruhrwellness.de 10.00 1 2 | 11.10

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Mo-Fr 10.00-24.00 Uhr, Sa Uhr bis So 24.00 Uhr durchgehend, ruhrwellness.de 10.00 1 2 | 11.10

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sauna-special | szene

Sauna Joe Am 29. November feiert die nur durch eine Straße vom deut- schen Herzogenrath
Sauna Joe
Am 29. November feiert die nur durch
eine Straße vom deut-
schen Herzogenrath getrennte Sauna ihren zweiten Geburtstag.
Die Gäste vornehmlich
aus dem Dreiländereck
loben, dass sie
gemütlich, sauber und preiswert ist und man leicht mit anderen
Gästen in Kontakt kommt. Das liegt
sicherlich auch an der Gra-
tissuppe, die von September bis Juni täglich zwischen 16.00 und
20.00 Uhr ausgeschenkt wird. Die Sauna Joe hat 96 Schränke,
zwölf Kabinen und eine Infrarotkabine, und
findet auch mal eine Orgie im Videoraum
hin und wieder
statt.
Joe,
Nieuwstraat
Mo, NL-6462
Kerkrade, Tel.
Uhr, 003145 /
5350665,
Öffnungszeiten:
Mi,
Do,
So
GP 16.00-2.00
Sauna 16.00-3.00
Fr+Sa
Uhr, Di 110,
Ruhetag,
sauna-joe.nl/de
Steamworks
In den drei Jahren seit der Eröffnung wurde
Steamworks schon zwei Mal zur besten Sauna der
Niederlande gekürt. Der
Arnheimer Schwitztempel
kombiniert auf 1.000 Quadratmetern Entspan-
nung mit Sex-Facilities,
das Publikum ist relativ
jung, gemischt und trendy. 300 Schränke und 24
Kabinen stehen bereit. Jeden Dienstag gibt
es den
beliebten Partnertag, freitags zum „Jongerentag“
trifft sich eher die Jugend.
Steamworks, Roermondsplein 32,
NL-6811 JN
Arnhem, Tel. 003126 /
4423343, Öffnungszeiten:
So-Do 12.00-1.00 Uhr, Fr+Sa
12.00-2.00 Uhr,
steamworks.nl
Foto: vvg
Foto: Sauna Joe
So-Do 12.00-1.00 Uhr, Fr+Sa 12.00-2.00 Uhr, steamworks.nl Foto: vvg Foto: Sauna Joe www. .inqueery.de 11.10 |
So-Do 12.00-1.00 Uhr, Fr+Sa 12.00-2.00 Uhr, steamworks.nl Foto: vvg Foto: Sauna Joe www. .inqueery.de 11.10 |

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So-Do 12.00-1.00 Uhr, Fr+Sa 12.00-2.00 Uhr, steamworks.nl Foto: vvg Foto: Sauna Joe www. .inqueery.de 11.10 |

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So-Do 12.00-1.00 Uhr, Fr+Sa 12.00-2.00 Uhr, steamworks.nl Foto: vvg Foto: Sauna Joe www. .inqueery.de 11.10 |

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Foto: Torsten Bless

gesellschaft | community

Die Arcus-Stiftung ist endlich gegründet

Erfolgsbaby auf der Welt

ist endlich gegründet Erfolgsbaby auf der Welt Eber mit Eber Schon mitbekommen? In unserem Land werden

Eber mit Eber

Schon mitbekommen? In unserem Land werden gerade die Messer gewetzt. Da werden wieder die ganzen alten, ranzigen Vorurteile gegen Minder- heiten in die Welt hinausposaunt. Geht das gegen uns auch wieder los? Ich kann es schon von ferne hören:

„Dieses permanente Zurschaustellen einer sexuel- len Orientierung muss jetzt auch mal ein Ende ha- ben. Diese Homopärchen, die Händchen haltend durch die Stadt laufen, wer will denn das sehen? Und wie die immer angezogen sind! Diese Ringe in der Unterlippe , diese Bärtchen und die rasierten Köpfe. Einfach widerlich. Auch dieser exzessive Lastwagenumzug, bei dem sich jeder Bürger, der einigermaßen in der christ- lich-jüdischen Kultur verwurzelt ist, doch ange- ekelt abwenden muss. Man will doch nicht wissen, wie Eber es mit Eber treibt! Nichts gegen Schwule, aber wozu brauchen die eigene Reiseunterneh- men, Sportveranstaltungen und Kegeltreffs? Die können doch ganz normal mit der heterosexuellen Bevölkerung zusammen leben. Die können doch auch ihr Kölsch in kölschen Brauhäusern trinken. Da erfahren die auch mal was vom wahren Leben in Deutschland. Warum immer diese Parallelwel- ten aus Bars, Discos und Restaurants? Die sollen auch mal richtiges Deutsch sprechen. Das heißt doch ‚Tasche’ und nicht ‚Täschchen’, das heißt auch ‚Liebling’ und nicht ‚Liebelein’ und ‚Guten Tag’ und nicht ‚Hallöle’! Man will doch nicht auf Schritt und Tritt mit der Nase darauf gestoßen werden, dass Tausende von denen hier leben. Was die denken und glauben und mit wem die ins Bett steigen, das hat doch mit dem normalen Familienleben, das die Mehr- heit der Bevölkerung lebt, nichts zu tun! Und es kann ja nun auch nicht sein, dass immer mehr von denen hierherziehen. Dagegen muss man was tun. Die kommen doch nicht, weil Köln so eine schöne Stadt ist, sondern weil sie hier Plätze finden, um ihre Neigungen auszuleben. Wenn man die mal weg macht, dann kommen die auch nicht mehr. Und das würde noch nicht mal jemand bedauern. Im Gegenteil. Man könnte seine Kinder in Köln aufwachsen lassen und müsste sie nicht zur Oma aufs Land verschicken.“

Muss ich mir Sorgen machen oder habe ich heute nur einen verdammt schlechten Tag? www.vincon.de

14 | 11.10

Sieben Jahre dauerten die Vorarbeiten, die Satzungsdiskussionen, Werbeaktionen, zwi- schendurch von Krächen hinter den Kulissen begleitet. Am 24. September hat die Arcus- Stiftung im Kölner Interconti endlich das Licht der Welt erblickt. Sie soll jetzt – gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen – dazu beitragen, „dass die schwul-lesbische Gemeinschaft unabhängig und selbstbestimmt entscheiden kann über die Förderung ihrer Projekte“, so Schauspieler und Arcus-Botschafter Klaus Nierhoff. 110 Stifterinnen und Stifter haben für ein Gründungsvermögen von 73.000 Euro gesorgt.

Die Initiative in Gang setzten die beiden Lan- desverbände, das Schwule Netzwerk NRW und die LAG Lesben in NRW. Ein breit mit wichti- gen Community-Vertretern besetzter Beirat machte sich an die inhaltliche Ausgestaltung, der Verein Schwule und Lesbische Selbsthilfe übernahm in Treuhand die Verwaltung der ein- gehenden Spenden- und Stiftergelder. Im letzten Jahr jedoch entzündeten sich vor allem an zwei Punkten hitzige Konflikte. Zum einen der Zeitpunkt der Gründung: Sollte man warten, bis 100.000 Euro zusammengekom- men wären, damit direkt kleinere Projekte unterstützt werden könnten? Oder sollte es erst einmal bei den bis dato zusammengekom- menen 50.000 Euro bleiben, damit man früher „auf dem Markt auftreten“ und Spenden ein- treiben kann? Zum anderen war man sich un- eins über die Anbindung an die Verbände: Soll- ten Netzwerk und LAG Lesben maßgeblich an Arcus beteiligt sein, oder sollte doch eher eine unabhängige Bürgerstiftung ins Leben gerufen werden? Manche Stifter befürchteten, eine zu große Nähe könne zu Interessenskonflikten führen, schließlich werden die Stellen der bei- den Geschäftsführer(innen) Gabriele Bischoff und Alexander Popp vom Land gefördert. Der noch im Frühjahr eskalierte, auch öffent- lich ausgetragene Streit setzte paradoxerweise neue Energien frei, etwa bei Carolina Brauck- mann, Singersongwriterin und Mitarbeiterin des Rubicon-Beratungszentrums, sie beschloss sich nun erst recht als Privatperson zu engagie- ren. Bei allem Verständnis für beide Positionen:

„Für mich war irgendwann der Punkt erreicht, wo ich mich entscheiden musste, ob ich weiter in der Auseinandersetzung um Machtfragen verharren will, oder ob ich mit dafür sorgen will, dass die lesbische Beteiligung an der Stif- tung größer wird.“ Gemeinsam vor allem mit der Unternehmerin Anni Hausladen machte sie verstärkte Öffentlichkeitsarbeit unter anderem mit eigenen Flyern. „Das hat dafür gesorgt, dass ganz viele Frauen aufgehorcht haben und auch Kapital beigesteuert haben“ – unterm Strich nicht ganz so viel wie die in der Regel dann doch finanzkräftigeren Schwulen, aber zumindest zahlenmäßig waren die Lesben den Schwulen bei der Gründungsversammlung schon mal überlegen. Der Einsatz schlägt sich auch in der einstimmig verabschiedeten Sat- zung nieder, einige Klauseln sind paritätisch formuliert, der Vorstand wird mit zwei Frauen und zwei Männern besetzt. Verankert bleibt die Nähe zu den Landes- verbänden, sie sollen die Geschäfte führen. Und das kann die frisch gebackene Stiftungs- Beirätin Carolina Brauckmann auch gar nicht schlimm finden: „Da denke ich rein pragma- tisch, ich entscheide mich für Strukturen, die da

„Sehr froh und sehr bewegt“ über die Gründung ist Alexander Popp

sind, und verspreche mir davon, dass die Ver- bände dafür sorgen, die Stiftung in Nordrhein- Westfalen weiter bekannt zu machen.“ Denn 73.000 Euro sind noch nicht eben viel Geld, sagt auch Alexander Popp, Geschäfts- führer des Schwulen Netzwerks NRW und ei- ner der vier Stiftungs-Vorständler(innen). „Wir werden in den nächsten Monaten einen großen Schwerpunkt auf die Öffentlichkeitsarbeit le- gen, um die Stiftung nicht nur landes-, sondern auch bundesweit bekannt zu machen, damit wir Spenden akquirieren.“ Das gehe sicher nicht von heute auf morgen. „Ich rechne mit ei- ner Aufbauphase für die nächsten fünf Jahre.“ Noch ist die Arcus-Stiftung nicht offiziell zuge- lassen, die Satzung liegt bei der zuständigen Behörde. Doch Alexander Popp zeigt sich zu- versichtlich, dass diese Formalie bis Ende des Jahres vom Tisch ist. Die Freude ist jedenfalls groß. Carolina Brauckmann spricht von einem „Erfolgsbaby“. Und Popp fühlt sich nach sieben Jahren von der Idee bis zur Gründung einfach „sehr froh und sehr bewegt“. (to)

arcus-stiftung.de www. .inqueery.de
arcus-stiftung.de
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communityticker

Rösler prämiert Looks und Aids-Hilfe

Pro-

60

als von

Mehr

Bonn:

diesem

sich

in

haben

jekte

Bundeswettbe-

Jahr

am

Aidspräven-

werb

14

beteiligt,

von

2010

tion

die

engere

in

kamen

ihnen

ihnen

acht

Auswahl,

Oktober

22.

wurden

am

Bundesgesundheits-

von

Rösler

Philipp

minister

zwei

aus

darunter

NEUE ADRESSE Seit 1. Oktober 2010

prämiert,

Wege

„Neue

nach Meinung der Juroren

Region.

der

erfüllten

– das Ziel

Wege gehen!

rik ausgezeichnete Kölner Projekt Looks für

sehen – neue

das schon mit dem Goldenen

am Friesenplatz

Präventionsprojekt

gehen, mit dem mehrsprachigen

Jungs, die anschaffen

ihrem Multimedialen Präven-

Bonn mit

„Have a LOOK(S)! und die Aids-Hilfe

aber immerhin in den Top 14 war auch

Nicht ausgezeichnet,

tionsquiz (Foto).

das Schnelltest-Projekt von Check Up und Checkpoint. Wir gratulieren!

+++

Die schwul-lesbische Bewegung auf dem schwarzen

Hilfe für Ostafrika:

Der Info-Abend

Kontinent steckt vielfach noch in den Kinderschuhen.

Solidarität als Überlebensstrategie,

„Lesben und Schwule in Südafrika:

veranstaltet von der Gay Homeland Foundation (GHF) in Kooperation mit

der Migrantengruppe Baraka, will über die Arbeit vor Ort informieren und

Möglichkeiten zur Unterstützung der jungen Organisationen aufzeigen. Jede

GHF will die eingesammelte Summe verdop-

Spende ist willkommen, die

Kenia stiften. (05.11., 20.00 Uhr,

Coalition of

peln und der Gay and Lesbian

8-10, 50676 Köln, baraka-online.de, gayhomeland.org)

sucht

Rubicon, Rubensstr.

Dezember

1.

Welt-Aids-Tag

am

Köln gegen Aids:

Zum

großen

der

sich

+++

die

an

Kölner,

freiwillige

viele

Aidshilfe Köln wieder beteiligen

sich

konnte

Jahr

die

letzten

im

Allein

wollen.

Spendensammelaktion

500

über

Beteiligung

von

eine

über

Aidshilfe

Arbeit

die

für

Euro

25.000

freuen,

Menschen

zusammen.

dabei

kamen

Beratungsstelle

und

Solidaritätsschleifen

Info-Materialien,

Spendendosen sind ab dem 15. November direkt

erhältlich. Und natürlich können

in der Aidshilfe

alle Teilnehmer wieder tolle Preise gewinnen.

(ab 15.11., montags bis freitags, 10.00-17.00

1, 50674

Uhr, Aidshilfe Köln, Beethovenstraße

2020343, aidshilfe-koeln.de)

Köln, Tel. 0221 /

Im Vordergrund des Cafés von

+++ RAR-Café:

der Erfahrungsaustausch

Rand steht

Richtig am

Personen unter der Re-

zwischen gehandicapten

genbogenflagge. Das Treffen des offenen Kreis

und Trans-

Schwulen, Bisexuellen

von Lesben,

ohne Partner

mit und

gendern mit Behinderung

im unterschiedlichen

findet am dritten Samstag

15.00-18.00 Uhr,

statt. (20.11.,

Monatsrhythmus

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Foto: Fox Television

gesellschaft | community

Tragische Schicksale und aufflammende Homophobie in den Vereinigten Staaten

„It gets better!“

Man stelle sich einmal Angela Merkel oder Guido Westerwelle in einem YouTube- Video vor – bewusst platziert von der Bundesregierung, um schwulen und lesbischen Jugendlichen Mut zuzusprechen. Was im ersten Moment reichlich unwahrscheinlich klingen mag, geschah im Oktober in den USA. Zuerst sprach Außenministerin Hillary Clinton zweieinhalb Minuten lang in die Kamera: „Gebt nicht auf. Und bittet um Hilfe“, legte die Demokratin ihren jungen Zuschauern nahe. „Euer Leben ist so wichtig für eure Familie, Freunde und euer Land. So viel wartet noch auf euch.“ Nur drei Tage später folgte schließlich auch US-Präsident Barack Obama: „Ganz egal, wie schwierig oder hoffnungslos das Leben erscheinen mag, wenn du ein junger Mensch bist, der Schika- nen aus seinem Umfeld ertragen muss oder du einfach nur das Gefühl hast, dass du nicht in diese Welt passt: Das Leben wird besser werden.“

Seit nunmehr zwei Monaten erreichen beinahe wöchentlich neue Hiobsbotschaften um Selbst- morde unter schwulen und lesbischen Jugendli-

chen in den Vereinigten Staaten die Öffentlich- keit, die in der Schule gemobbt oder diskriminiert wurden. Zwischen 13 und 19 Jahre alt waren die Teenager, deren Suizide durch die Medien geis- tern und wohl vor allem Eltern geschockt vor den TV-Geräten zurücklassen. So sorgte nicht nur der Kopfschuss des gerade mal 13-jährigen Asher für öffentliches Aufsehen, sondern auch der tragische Tod eines 18-Jäh- rigen aus New Jersey. Ein Sprung in den Hudson Ri- ver beendete das Leben von Tyler, nachdem ein Kommilitone den Jun- gen beim Sex mit einem Mann gefilmt und das

Video per Webcam live ins Netz übertragen hatte. Die letzten Worte hinterließ er im

Defamation“ (GLAAD) sahen sich die Macher des

sozialen Netzwerks schließlich dazu gezwungen, entsprechende Postings zu entfernen und die Seite aufmerksam zu beobachten. „Wir nehmen unsere Nutzungsbedingungen sehr ernst und reagieren schnell auf Meldungen zu unpassen- dem Inhalt und Verhalten“, so der von GLAAD zitierte Facebook-Sprecher Andrew Noyes. „Das Ziel dieser Politik ist es, auf dem schmalen Grat zwischen Meinungsfreiheit – auch wenn die eigene Meinung mal kontrovers ist – und einer sicheren Plattform zu blei- ben.“ Völlig verfehlt hat genau den ein Sicherheitsbe-

amter in Raleigh, North Carolina. Der nämlich beförderte ein lesbisches Pärchen geradewegs aus einem Einkaufszentrum, nachdem die zwei Frauen einen Kuss ausgetauscht

Auch Hillary Clinton appellierte an die schwulen und lesbischen Jugendlichen, nicht aufzugeben Foto: Mark Nozell
Auch Hillary Clinton appellierte
an die schwulen und lesbischen
Jugendlichen, nicht aufzugeben
Foto: Mark Nozell

Facebook-Profil: „Springe jetzt von der GW-Brücke. Sorry!“ Um solchen Fällen entgegenzuwir- ken, initiierte der schwule Journalist und Autor Dan Savage ein landesweites Videoprojekt auf YouTube. Darin sollten Menschen aus allen Bundesstaaten ihre Solidarität bekunden und queeren Jugendlichen Mut zusprechen, gerade die von Mobbing und Ausgrenzung geprägte Highschool-Zeit durchzustehen. „It Gets Better“ heißt die Kampagne, die nach vier Wochen nicht nur mehrere tausend Beiträge umfasste, sondern auch Botschaften von VIPs wie Adam Lambert, New Yorks Gouverneur David Patterson oder eben US-Präsident Obama aufbieten konnte. „Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man täglich ge- mobbt wird“, ließ „Glee“-Darsteller Chris Colfer in einem Video wissen. Die populäre US-Serie, die an einer Highschool spielt (und im Januar nach Deutschland kommt), möchte jetzt eine der kom- menden Folgen der Ausgrenzung und Isolation homosexueller Jugendlicher widmen.

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hatten. „So was will im Ca- meron Village keiner sehen“, stellte der Mann klar – bevor er von der Geschäftsleitung suspendiert wurde. „Wir haben uns dafür entschuldigt, dass die Frauen angegriffen wurden“, er- klärte der Präsident der Beitreiberfirma George York gegenüber der Presse. „Wir tolerieren Diskriminierung in keinster Form.“ Ein wenig anders sieht das Se- nator Jim DeMint des Nachbar- staats South Carolina, denn der möchte Schwulen und Lesben am liebsten gleich den Lehr- beruf verbieten. Homosexuelle seien „kein moralisches Vorbild“ für die Kinder, begründete er seine Forderung. Entschuldigen musste sich der 59-jährige Republikaner nach Protesten allerdings schließlich dafür, dass er dasselbe Los auch für Single-Mütter vorgesehen hatte.

Da, wo alles losging

Toilette weder Geld geben wollte noch sich über deren Ansprache „Tunte“ freuen mochte, konn- te er sich kurz darauf nur noch blutüberströmt in den Gastraum retten. Die beiden 17 und 21 Jahre alten Täter müssen sich jetzt wegen Körperverlet- zung und Begehen eines Hassverbrechens verant- worten. Und da sind sie nicht die Einzigen, denn Vorfälle derer gab es in den letzten Wochen viele. Eines zumindest ist klar: Die Situation von Schwu- len und Lesben wird in den Staaten öffentlich diskutiert wie wohl selten zuvor und gerade die Selbstmorde der Kids sorgen für bleiche Gesichter. Aufgeben müssen vielleicht erst die Schwächsten der Gesellschaft, bevor die Menschen mit dem Nachdenken beginnen. (mg)

Die „It Gets Better“-Kampagne findet sich un- ter itgetsbetterproject.com, Hillary Clintons und Barack Obamas Ansprachen auf rik.inqueery. de/16727 und rik.inqueery.de/16747

So viele Teilnahmebestätigungen hatte eine Ver- anstaltungsankündigung auf Facebook, die in Gedanken an die toten Teenager weltweit dazu aufrief, am 20. Oktober die Farbe Lila zu tragen. Auf der Pinnwand fanden sich neben Solidaritäts- bekundungen allerdings auch unzählige homo- phobe Hasstiraden und zynische Kommentare. Auf Initiative der „Gay & Lesbian Alliance Against

Richtig schmerzhaft können neben Wor- ten aber auch Fausthiebe ins Gesicht sein. Gleich mehrere davon kassierte Ben Carver (34) aus Washington, als er gemeinsam mit seinem Freund Craig das berühmte Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street be- suchte. Weil er zwei Fremden vor der

Auch „Glee“-Star Chris Colfer musste tägliches Mob- bing erleiden, erzählte er in seinem YouTube-Video

Mobbing und Depressionen sind auch unter deutschen Jugendlichen ein Thema

Keine Selbstmordwelle

Foto: Photocase
Foto: Photocase

Aus Deutschland gibt es keine Berichte über eine auffallende Zunahme von Selbstmorden – was nicht heißt, dass schwule oder lesbische Jugendli- che hier nicht mit Ausgrenzung und daraus resul- tierendem psychischem Druck zu kämpfen haben. Schon von 1999 datiert die Studie „Sie liebt sie – Er liebt ihn“ zur psychosozialen Lage junger Les- ben, Schwuler und Bisexueller in Berlin. Sechs von zehn Befragten gaben damals an, schon einmal daran gedacht, ihrem Leben ein Ende zu setzen, die Mädchen etwas häufiger als die Jungen. 18 Prozent hatten bereits einen oder mehrere Suizid- versuche hinter sich. In einer 2005 veröffentlichten Befragung zur

Lebenssituation von lesbischen, schwulen und bisexuellen Jugendlichen in NRW des Jugend- netzwerks Lambda NRW gaben 35,7 Prozent der Teilnehmer(innen) an, in einem oder mehreren Lebensbereichen schon mal diskriminiert worden zu sein. „Auffällig und besorgniserregend“ nann- ten die Autoren, dass vor allem Jugendliche unter 18 Jahren häufiger über Ausgrenzungserfahrun- gen klagten als Schwule und Lesben mit einem späteren Coming-out. Wer jünger sei, lebe „eher in Lebensbereichen mit hoher Diskriminierungs- gefahr“ und sei auf sie mangels Mobilität auch angewiesen. So viel hat sich seit den Zeiten von damals nicht

community | gesellschaft

geändert, weiß Thomas Haas, Hauptamtler im schwul-lesbischen Jugendzentrum Anyway. „Je- der, der in die Beratung kommt, hatte mit Mob- bing an der Schule zu tun, und jeder durchlebte depressive Phasen mit Selbstmordgedanken.“ Daran hätten auch Antidiskriminierungsgesetze oder schwule Außenminister und Schauspieler nichts geändert. „Diese Promis sind weit weg, sie sind keine Vorbilder und werden nicht mit dem eigenen persönlichen Erleben in Verbindung ge- bracht.“ Besonders schizophren sei häufig die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die in der Familie bei einem Outing mit drastischen Konsequenzen zu rechnen hätten. „Um sich selbst zu schützen, legen sie sich ein heterose- xuelles Leben zu.“ Andere leben vornehmlich im Internet. „Da gibt es keine offen gelebte, schwule Identität.“ Auch Kollegin Andrea Mielek von der Jugendar- beit der Rosa Strippe in Bochum hat regelmäßig depressive und selbstmordgefährdete junge Les- ben und Schwule in der Beratung. „Sehr viele Ju- gendliche überlegen sich, ob sie sich überhaupt outen sollen, und wenn wir mit dem Aufklärungs- projekt in die Klassen gehen, fragen wir die Schü- ler natürlich auch, wie sich in so einem Fall verhal- ten würden, da geben viele freimütig zu, dass sie dann dumme Sprüche reißen würden.“ Eine schlichte Wahrheit hat sich durch die bishe- rigen 15 Jahre von Thomas Haas’ Beratungstätig- keit gezogen: „Je selbstbewusster Jugendliche mit ihrem Schwul- oder Lesbischsein umgehen können, umso weniger Schwierigkeiten haben sie mit ihrem Umfeld.“ (to)

mit ihrem Schwul- oder Lesbischsein umgehen können, umso weniger Schwierigkeiten haben sie mit ihrem Umfeld.“ (to)

gesellschaft | politik

Beamte im Glück?

Berlin – Die Bundesregierung beschloss am 13. Ok- tober einen Gesetzentwurf zur Gleichstellung von verpartnerten Beamt(inn)en und Richter(inne)n des Bundes sowie Soldat(inn)en im Besoldungs- und Ver- sorgungsrecht mit Eheleuten. Im Juli 2009 schon hat- te das Bundesverfassungsgericht die Diskriminierung bei der Beamtenversorgung für nicht vereinbar mit dem Grundgesetz erklärt. „Die Liberalen haben nach langen Diskussionen mit dem Bundesinnenminister eine Rückwirkung der Gesetzesänderung erreicht“, betonte der FDP-Abgeordnete Michael Kauch. „Ob sie ausreicht, wird im parlamentarischen Verfahren zu klären sein.“ Wenn das Parlament der Regierungs- initiative zustimmt, gilt die Gleichstellung wenigstens rückwirkend zum 1. Januar 2009. Das sei völlig will- kürlich, kritisiert Volker Beck, Erster Parlamentari- scher Geschäftsführer der Bundestags-Grünen. „Erst am vergangenen Freitag hatte das Verwaltungsge- richt Hessen klargestellt, dass die Gleichstellung min- destens rückwirkend bis zum 3. Dezember 2003 erfol- gen muss.“ An diesem Tag lief die Frist zur Umsetzung der EU-Antidiskriminierungslinie in Deutschland ab. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) fordert eine Gleichstellung schon rückwirkend zum 1. August 2001, an diesem Tag wurden die ersten „Homo-Ehen“ geschlossen. (to)

Randale in Belgrad

Belgrad – Unter massivem Polizeischutz fand am 9. Oktober die erste CSD-Demonstration in Belgrad seit 2001 statt. Etwa 1.000 Teilnehmer versammel- ten sich zum etwa 15 Minuten andauernden Marsch durch die Innenstadt, darunter auch serbische Politi- ker und Botschafter aus den Reihen der Europäischen Union. Etwa 6.000 zumeist jugendliche Ultranationa- listen und rechtsradikale Orthodoxe griffen die 5.600 Ordnungshüter mit Steinen und Molotowcocktails an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletz- ten sich dabei 140 Menschen, zumeist Polizisten. Ein Teilnehmer wurde nauf dem Nachhauseweg zusam- mengeschlagen. 207 Festnahmen wurden gemeldet. Allen Unruhen zum Trotz wird der Pride in Belgrad als Erfolg gesehen, fand er doch mit ausdrücklicher Rü- ckendeckung von Serbiens Präsident Boris Tadic und seiner Regierung statt. „Es wird immer bestimmte Kreise in der Gesellschaft geben, die uns nicht akzep- tieren werden“, prophezeite Pride-Organisator Boran Stojanovic noch am Parade-Tag. „Dies ist der Beginn eines Dialogs.“ (to)

Sieg für Alexejew

Straßburg – Das Verbot des CSDs in Moskau in den Jahren 2006, 2007 und 2008 verstieß gegen die Eu- ropäischen Charta für Menschenrechte. Das gab der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am 21. Oktober in Straßburg bekannt. Das Gericht stellte fest, dass die städtischen Autoritäten, namentlich der damalige Bürgermeister Juri Luschkow, vor allem Anstoß daran genommen hätten, dass die Paraden ihrer Ansicht nach Werbung für Homosexualität ma- chen sollten, das sei nicht vereinbar mit der auch von Russland unterzeichneten Charta. Das Gericht ver- donnerte die Regierung zur Zahlung von insgesamt 29.510 Euro Schadensersatz und Kostenerstattung an CSD-Organisator Nikolai Alexejew. Der zeigte sich in einer ersten Stellungnahme hochzufrieden: „Diese Entscheidung ist ein wichtiger Sieg für uns, da kein Richter, Rechtsanwalt oder Politiker uns mehr erklä- ren kann, dass das Verbot unserer Demonstrationen rechtskonform war.“ Alexejew war im September un- ter mysteriösen Umständen für drei Tage verschleppt worden, man habe als Preis für seine Freilassung von ihm verlangt, er solle seine Klage in Straßburg zu- rückziehen, berichtete er hinterher. (to)

18 | 11.10

Kampf um die Abschaffung von „Don’t ask, don’t tell“ noch lange nicht entschieden

Lady Gaga an die Front

Foto: gawker.com Barack Obama zog 2008 mit dem Versprechen in den US- Präsidentschaftswahlkampf, DADT den
Foto: gawker.com
Barack Obama zog 2008 mit dem Versprechen in den US-
Präsidentschaftswahlkampf, DADT den Garaus zu machen

Ein unseliges Erbe hat Bill Clinton da hinterlassen. Eigentlich hatte der Demokrat die Aufhebung des Homo-Banns beim Militär im Sinn, als er im Jahre 1992 in den Kampf um die US-Präsidentschaft zog. Doch bei Amtsantritt machten ihn seine Spitzenmilitärs schnell klar, dass daraus zum Interesse der nationalen Sicherheit nichts wird. Stattdes- sen trat 1993 „Don’t ask, don’t tell“ (DADT) in Kraft. So lange schwule und lesbische Soldaten sich nicht outen, dürfen sie dienen, so die noch immer gültige Regelung. Wer sich daran nicht hält oder gar denunziert wird, muss mit Entlassung rechnen, so sollte es seit Einführung bis heute rund 14.000 Militärangehörigen widerfahren. Längst haben Top-Akteure wie der damalige Generalstabschef und spätere republika- nische Außenminister Colin Powell ihre Meinung geändert, doch noch ist DADT höchst lebendig. Der Versuch einer Chronik, die unvollständig bleiben muss.

2003: Dan Choi macht seinen Abschluss in der Militärakademie West Point als Spezialist in Arabisch und Umwelttechnik. Er dient 2006 und 2007 als Offizier der Infanterie im Irak. 2008: Barack Obama, demokratischer Senator aus Illinois, fordert im Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten die Abschaffung von DADT,

ein Versprechen, das er bei Amtsantritt im Janu- ar 2009 wiederholt.

18. März 2009: Gemeinsam mit 37 weiteren

schwulen und lesbischen Absolventen von West Point ruft der mittlerweile bei einer Einheit der

Nationalgarde in New York dienende First Lieu- tenant Dan Choi die Aktionsgruppe Knights Out ins Leben und erklärt öffentlich sein Coming- out. Umgehend wird ein Disziplinarverfahren

eingeleitet. Choi wird mit öffentlichen Aktionen zu einer Symbolfigur im Kampf gegen DADT, so kettet er sich zwei Mal ans Weiße Haus und tritt für einige Tage in den Hungerstreik.

27. Januar 2010: Präsident Obama bei seiner

Ansprache zur Lage der Nation vor beiden Häu- sern des US-Parlaments: „Dieses Jahr werde ich mit dem Kongress und unserem Militär zusam- menarbeiten, um endlich das Gesetz aufzuhe- ben, dass schwulen und lesbischen Amerikanern das Recht verwehrt, dem Land zu dienen, das sie lieben, nur weil sie so sind wie sie sind.“ Wäh- rend vor allem die Demokraten diese Ankündi- gung mit Jubel und Standing Ovations feiern, fangen die Fernsehkameras eher betreten drein- blickende Spitzen-Militärs ein. 29. Juni: First Lieutenant Dan Choi wird aus dem aktiven Dienst entlassen.

13. Juli: In einem Interview fragt CNN-Modera-

tor Anderson Cooper den Präsidenten, warum er denn die Anwendung von DADT bis zu einer Beschlussfassung des Parlaments nicht einfach aussetze. „Wenn der Kongress ein Gesetz ver- abschiedet, das mit der Verfassung vereinbar ist, dann steht es der Exekutive nicht an zu sagen, wir werden es nicht anwenden“, antwortet Ob- ama. Er arbeite bereits mit den Verbündeten im Parlament zusammen, um sicherzustellen, dass eine Regelung herauskomme, die sowohl dem Militär als auch den schwulen und lesbischen

Soldaten diene. 9. September: Die Bezirksrichterin Virginia A.

Phillips im kalifornischen Riverside erklärt DADT für nicht vereinbar mit der Verfassung der USA. Die Statuten verletzten sowohl das Recht auf freie Meinungsäußerung als auch das Recht der Soldaten auf ein ordentliches Gerichtsverfahren. Das Verfahren angestrengt hat ausgerechnet Log Cabin, die Vereinigung schwuler und lesbi- scher Republikaner.

16. September: Pop-Diva Lady Gaga macht auf

YouTube Front für die schwulen und lesbischen Soldaten. Sie ruft alle US-Bürger auf, ihre Sena- toren zu belagern und geht mit gutem Beispiel voran. Leider bekommt sie keinen Anschluss. Drei Tage zuvor hatte sie schon unehrenhaft ent- lassene Militärangehörige mit zur Verleihung der „MTV Video Awards“ genommen. 21. September: Im US-Senat blockieren die Republikaner eine Abstimmung zur Abschaffung von DADT. 60 von 100 Senatoren hätten für die Absetzung der von ihnen angesetzten Mara-

www.

Abschaffung von DADT. 60 von 100 Senatoren hätten für die Absetzung der von ihnen angesetzten Mara-

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Foto: MTV NetworksFoto:

thondebatte stimmen müssen, 56 Stimmen kommen nur zusammen, da auch drei Demokraten mit den oppositionellen Republikanern stimmen. 12. Oktober: Bezirksrichterin

Virginia A. Phillips fällt ihr zwei- tes wegweisendes Urteil. Diesmal weist sie das Verteidigungsmi- nisterium an, alle laufenden Ver- fahren und anstehenden Entlas- sungen mit sofortiger Wirkung auszusetzen.

17. Oktober: In der NBC-Polit-

Talkshow „Meet The Press“ weicht Robert Gibbs, der Sprecher des Weißen Hauses, einer klaren Frage des Moderators aus, ob

community | gesellschaft

der in Kraft treten könne. Zudem warnt das Pentagon alle bereits im Dienst stehenden Militärange- hörigen vor einem Coming-out zu diesem Zeitpunkt. First Lieutenant Dan Choi mag nicht warten, er sucht noch am selben Tag ein Rekrutierungsbü- ro in New York auf und bekommt zu hören, dass er für die Marine mittlerweile zu alt sei, seine Be- werbung für die Army wird aber entgegengenommen. 20. Oktober: Das Justizministe- rium ruft in einem Eilantrag die nächsthöhere Instanz an. Die Re- gierung argumentiert, werde die Regelung abrupt geändert, ris-

Dan Choi wurde rasch zur Symbolfigur im Kampf gegen „Don’t ask, don’t tell“ ltdanchoi.com
Dan Choi wurde rasch zur Symbolfigur
im Kampf gegen „Don’t ask, don’t tell“
ltdanchoi.com

Präsident Obama DADT denn für verfassungswidrig halte. „Wissen Sie, David, er glaubt, es ist diskri- minierend und es ist ungerecht und vor allem schadet es unserer nationalen Sicherheit.“

19. Oktober: Richterin Philipps

verwirft den Antrag des Justizmi- nisteriums, die Vollstreckung von DADT fortsetzen zu können, bis eine ordnungsgemäße Gesetz- gebung erfolgt ist. Das Verteidi- gungsministerium gibt darauf- hin Anweisung an alle Teile der Streitkräfte, künftig offen lebende schwule und lesbische Rekruten zu akzeptieren, sie aber darauf hinzu- weisen, dass DADT jederzeit wie-

kiere man, „dass dem Militär und

seinen Bemühungen, eine geord-

nete Aufhebung der Statuten her-

beizuführen, erheblicher Schaden

zugefügt wird“. Das dreiköpfige

Berufungsgericht gibt dem Antrag

statt, damit tritt DADT wieder in

Kraft.

Was bleibt? Unsicherheit. Die

Vorzeichen für eine baldige und

endgültige Streichung sind nicht

viel versprechend: Bei den am 2.

November anstehenden Wahlen

zum Repräsentantenhaus und zur

Besetzung von 37 der 100 Sena-

torenplätze droht den Demokra-

ten allen Prognosen zufolge eine

schwere Niederlage. (to)

Lady Gaga nahm unehrenhaft entlassene Soldaten mit zu den „MTV Video Awards“
Lady Gaga nahm unehrenhaft entlassene
Soldaten mit zu den „MTV Video Awards“

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Foto: Michael Willwert
Foto: Michael Willwert

kultur | bühne

Stampfen und schreien gehört nicht unbedingt zum Standardrepertoire der Zauberflöten

Die Zauberflöten bei einem Jelinek-Projekt im Kölner Schauspiel

Gurgeln und schreien

Ganz neue Wege beschreiten zurzeit die Zauberflöten, Chor schwuler Männer: Anstatt ein ei- genes Programm zu präsentieren, wirken sie an einer Inszenierung des Schauspiels Köln mit. Auf dem Spielplan steht ein Abend mit drei Werken von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Als Uraufführungen sind „Im Bus“ und „Ein Sturz“ zu sehen, letzteres hat sich den Einsturz des Kölner Stadtarchivs zum Thema genommen.

Die Zauberflöten stehen beim Kernstück „Das Werk“ auf der Bühne. Regie führt keine Geringere als Schauspiel-Chefin Karin Beier, die ihrem Haus kürzlich zur Auszeichnung „Theater des Jahres“ verhalf. Sie persönlich entschied sich für den Chor, auf den sie durch Vermittlung eines Gründungsmit- glieds aufmerksam worden war. Dass es sich hier um ein schwules Ensemble handelt, spielte dabei für die Auswahl keine Rolle. „Wir haben intensiv über die Anfrage diskutiert“, erzählt Thomas Wallenhorst, Erster Vorsitzender der Zauberflöten. „Anders als sonst müssen wir uns hier komplett nach der Regisseurin und dem

musikalischen Leiter Jörg Gollasch richten.“ Doch die Chance, völlig neue Erfahrungen zu sammeln, überzeugte die Sänger schließlich. „Wir tauchen komplett in die Theaterwelt ein“, schwärmt Wal- lenhorst. „Von den maßgeschneiderten Kostümen bis zu den Proben mit den Profi-Schauspielern ist diese Arbeit eine ganz neue Farbe in unserer 15-jährigen Geschichte.“ „Das Werk“ befasst sich mit dem technischen Fort- schrittswahn am Beispiel des Speicherkraftwerks in Kaprun, Schauplatz eines dunklen Kapitels österreichischer Geschichte. Die Erbauung eines der gewaltigsten Werke der Welt begann in den

Erbauung eines der gewaltigsten Werke der Welt begann in den 1920er Jahren und wurde durch die

1920er Jahren und wurde durch die Nazis weiter- geführt, die Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene einsetzten. Die offizielle Zahl von 160 Todesopfern und eine weit größere Dunkelziffer wurden bei der Fertigstellung 1955 verdrängt. Die österreichische Dramatikerin und Literaturno- belpreisträgerin ist mit ihrem sarkastischen, pro- vokanten Stil nicht ganz unumstritten, und wer ihr Oeuvre kennt weiß, dass keine leichte Kost auf die Zuschauer wartet. „Das Werk“ ist ein handlungslo- ser Text, verteilt auf Sprecher ohne näher bestimm- te Identität. Als „Heer der toten Arbeiter“ stehen die Zauberflöten mit 15 dazugecasteten Musikstu- denten auf der Bühne. Die Szene beginnt scheinbar als konzertante Situation, doch tatsächlich sind die Chormitglieder Teil einer Gesamtinszenierung, in der sich die bekannten Theaterformen auflösen. Sie singen alte und eigens von Jörg Gollasch kom- ponierte Lieder, sprechen Textpassagen mit, klat- schen, gurgeln und schreien. „Ein konservativer Chor wäre für diese ungewöhnlichen Elemente gar nicht offen gewesen“, lobt Gollasch. Entsprechend anspruchsvoll war die Probenarbeit, die direkt nach den Gay Games begann. Gollasch ist begeistert von der Zusammenarbeit: „Die Sän- ger leisten hoch professionelle, disziplinierte Ar- beit und haben mir durch perfekte Vorbereitung viel abgenommen.“ Besonders beeindruckend sei, dass die anstrengende und zeitintensive Einstudie- rung von allen neben ihren Hauptberufen in der Freizeit geleistet werde. Wer die Zauberflöten also einmal ganz anders erle- ben will, sollte sich die Aufführung nicht entgehen lassen: Der Dreifach-Abend „Das Werk/Im Bus/Ein Sturz“ feiert am 29. Oktober Premiere. (eh)

„Das Werk/Im Bus/Ein Sturz“ 29.-31.10., 06., 07., 14., 23., 24., 28.11., 02.12. im Kölner Schauspielhaus, Offenbachplatz, 50667 Köln, Karten unter Tel. 0221 / 22128400 oder tickets@buehnenkoeln.de, buehnenkoeln.de

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ticker | kultur

kulturticker 1 Kojen für die Kunst: Ein Kunst-Fans vom Oktober bis November fährt die achte
kulturticker
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Kojen für die
Kunst:
Ein
Kunst-Fans
vom
Oktober
bis
November
fährt
die
achte
„Art.Fair
21“
wieder
– Hunderte 1. Mekka
jungen
Talenten
und
28. für schon auf. von
etablierteren
Namen
In rund 70 geräumigen
Kojen auf jeweils 50
bis
150 Quadratmetern
präsentieren
sich Galerien
unter anderem
aus den
Niederlanden, Österreich, Italien, Spanien, Russland und Südkorea, begleitet
von einem spannenden
Rahmenprogramm aus Performance, Multimedia
und Musik. (29.10.-31.10., jeweils 13.00-21.00 Uhr, 01.11., 12.00-20.00 Uhr,
Staatenhaus/ Rheinparkhallen,
Köln-Deutz, art-fair.de)
Auenweg 17, 50679
+++
„What a feeling!“:
2
Das neue Stück
des Theaters in der Filmdose
Zuschauer zurück ins ferne Jahr 2004. Die vollschlanke
führt den geneigten
Alex
Ömmes (gespielt von Hausherr Alexander Moll) verdient
ihre Brötchen als
Schweißerin beim U-Bahn-Bau unter der Severinstraße, doch ihre
Berufung,
ist eigentlich eine andere, nämlich als Tanzmariechen
das fühlt sie ganz stark,
des KV Rote Funz über die
Fastelovends-Bühnen der Stadt zu fegen. Doch wie
es sich für eine zünftige
Tanzfilm-Melange wie „Trashdance“ gehört, ist der
steinig … Georg B. Lenzen und Jonathan Briefs
Weg zum Ruhm
sind wieder
mit von der Partie.
(ab 29.10. im Theater
in der Filmdose,
Zülpicher Str. 39,
50674
Köln, Tickets unter
Tel. 0221 / 9231654 oder
karten@filmdose-koeln.
+++ Casting bei Kölns hässlichster Tunte:
de, filmdose-koeln.de)
Apropos „Wege zum Ruhm“ – das Mittelblond-Theater,
mit dem Goldenen rik
gekrönter Garant für schrille Abende auf engstem Raum,
sucht Verstärkung.
offenes Casting für alle, die Comedy-Luft
Ende November gibt’s darum ein
schnuppern wollen. Bewerbungen bitte
ganz offline
per Brief an den (mit
seinem Alter Ego als René Gligée
berühmt-berüchtigten) Theaterleiter:
Mittelblond, Marcos Schlüter, Schwal-
+++ „Ca-
bengasse 2, 50667 Köln.
ramba,
Caracho, Orgasmus“:
Ein Dreck sind Brangelina
oder Guido
und Michael gegen Heino und Hanne-
lore. Nach 33 Jahren wird
es höchste
Zeit für eine angemessene Würdigung
des blondesten aller deutschen Promi-
Paare, dachten sich zumindest die
Kölner Schauspieler Antje Lewald und
Bernd Rieser und machen sich an eine
gebührend theatralische
Umsetzung
der Memoiren des Volksmusik-Veteranen. (14.+21.11.,
jeweils 16.00 Uhr, Jot
Interaktive Installation:
Jelunge, Lindenstr. 53, 50674
Köln)
+++
Seit
13
Jahren
schon
gibt
die
der
e Lichter“
in
der
Trinitatiskirche
Raum
zum
Gedenken
Menschen,
die
an
von
Aids
gestorben
sind.
Diesmal
wird
interaktiv.
„Wir
möchten
den Mit ihren vom Folgen Menschen
anregen,
sich
mit
ihrem
Leben,
ihren
Wünschen,
Träumen,
Eigenschaften
und
der ihrem
Dasein
auseinanderzusetzen“,
die
Ausrichter
Arbeitskreis
Aids
Psychosozi-
alen
Arbeitsgemeinschaft
Köln
(PSAG).
einem
am
Portal
erhaltenen
Stein
kann
man
zum
einer
an
diesem
Abend
es entstehenden Mitschöpfer an
Installa-
tion
werden.
Die
Untermalung
dazu
kommt
unter
anderem
von
Amore
Problemi,
Rheintöchter,
so Spitzbuben, ihren „Nacht
Wahnsing,
O-Ton-Süd,
Triviatas
und
Zauberflöten.
(27.11., 18.00-23.00
Uhr, Trinitatiskirche, Filzengraben,
50676
Köln, nachtderlichter.de)
+++
„Ich bin, was ich bin“:
3
Seit
Jahren
teilen Georges und
Albin, der
als Diseuse „Zaza“ die Hauptattrakti-
on des Nachtclubs „La Cage aux
Folles“ ist, einträchtig
Tisch und Bett.
Als Georges Sohn aus seinem frühe-
ren Leben die Tochter
eines rechts-
konservativen will, muss sich Politikers Zaza als treu heiraten sorgende
Mutter ausgeben. So weit im Groben
die Handlung des schier unverwüstlichen
„Käfig voller Narren“. Unverwüst-
„Ich bin, was ich bin“ erklingen
liche Evergreens wie
ab dem 1. Dezember in
Düsseldorf, auch Heinrich Schafmeister
(Foto) wirbelt im bunten Reigen mit.
(01.12.-19.01.11 in der
Komödie Düsseldorf,
Steinstr. 23, 40210 Düsseldorf,
Karten unter Tel. 0211 / 133707,
komoedie-duesseldorf.com)
+++
Anregende
Fotos: Art.Fair 21, vvg, Nacht der Lichter, Komödie Düsseldorf
Kulturgenüsse wünscht die rik! (to)

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kultur | musik

kultur | musik Pop (X-Cell Rec./Universal) sarah-connor.com Tipp Soul (Stones Throw/Universal) aloeblacc.com Indie-Pop

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(X-Cell Rec./Universal)

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Tipp
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Jazz

(Universal)

officiallizaminnelli.com

Jazz (Universal) officiallizaminnelli.com Schlager (Teldec/Warner Music) ellaendlich.de Sarah Connor

Schlager

(Teldec/Warner Music)

ellaendlich.de

Sarah Connor

Real Love

Nach zweijähriger Pause will Sarah Connor wieder an die Charts-Spitze zurück; um auf Nummer Sicher zu gehen, hat sie es sich als Jurorin bei „X-Factor“ werbewirksam gemüt- lich gemacht. Dabei hat sie das gar nicht nötig, denn ihr mittlerweile achtes Album ist bisher ihr bestes! Schon der Eröffnungsdiscostampfer „Cold as ice“ mit seiner 90er- Synthie-Trash-Einlage überrascht als perfekt ausgewählte erste Single. Dann geleitet uns Sarah durch ein hoch polier- tes, aber doch abwechslungsreiches Album, wobei eindeutig ihre Stärke in den Balladen liegt, als Schmachtsong hebt sich vor allem „Real love“ ab. Über manche Albumfüller sollte man wohlwollend hinweg sehen, der Rest steckt dafür voller Kraft. (dw)

Aloe Blacc

Good Things

Auftragsarbeiten sind für die meisten Musiker eher lästig. Für Aloe Blacc wurde der im Auftrag des US-TV-Senders HBO geschriebene Song „I need a Dollar“ als Titelmusik der Comedyserie „How to make it in America“ zum absoluten Glücksfall. Der tolle Soul-Song ist selbst bei uns schon zum In-Hit geworden, obwohl die dazugehörige TV-Serie hierzu- lande noch gar nicht läuft. Die perfekte Aufmerksamkeit für das komplette Album ist so hergestellt. Und das kommt mit perfektem 60er-Soul daher, den der junge Kalifornier so sou- verän performt, als sei er 1949 und nicht erst ‚79 geboren. Mit zum Teil sozialkritischen Texten und einer modernen, aber dennoch authentischen Produktion ist „Good Things“ ein Muss für jeden Soul-Fan. (burn)

Per Anders

Per Anders

Jetzt fangen die auch noch mit Nebenprojekten an: Hinter Per Anders steckt nämlich nicht ein skandinavischer Songwriter, sondern Jörg Holdinghausen, Bassist der Band Tele, sowie Pola Roy, Schlagzeuger von Wir sind Helden. Die beiden sind seit Jahren befreundet, Jörg wirkte auch beim aktuellen Album der Helden mit. Warum also nicht zusammen Songs schrei- ben, die zu keiner der beiden Bands passen? Das Ergebnis ist melancholischer Indie-Pop in englischer Sprache mit schwel- gerisch-ruhigen Parts, die nur selten aufgebrochen werden. Ein schönes, kleines Album mit gleich drei Gastauftritten von Judith Holofernes, für das man allerdings in der entsprechend getragenen Stimmung sein sollte. (VÖ: 09.11.) (burn)

Liza Minnelli

Confessions

Künstliche Hüften halten ein Showpferd wie Liza Minnelli nicht auf. Auf ihrem neuen Studioalbum geht sie es recht ru- hig und reduziert an. Lediglich begleitet von ihrem Pianisten Billy Stritch wechselt sie für 14 Songs, Standards wie „I Got Lost In His Arms“ oder „All The Way“ in die Dinner-Jazz-Spar- te. Bisweilen zischen die S-Laute durch den Zahnersatz und auch im Vibrato lässt sich das vorangeschrittene Alter nicht verbergen, aber eine Minnelli kompensiert das mit Emotio- nalität und Charisma. In ihrer 2009 auf DVD aufgezeichneten Live-Show „Liza’s at the Palace“ (Universal) aus Las Vegas zieht sie zwei Stunden alle Register und singt sich mit kaum nachlassender Energie durch ihr klassisches Repertoire. Was für eine Entertainerin! (as)

Ella Endlich

Da

Ende 2009 kam Ella Endlich mit einer Textversion der Titel- melodie aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ aus dem Nichts: „Küss mich, halt mich, lieb mich“ erreichte Platz 12 in den Verkaufs-Charts. Der erste Longplayer „Da“ zeigt unver- kennbar ihre Vergangenheit als ausgebildete Musicalsänge- rin. Gemeinsam mit ihrem Vater Norbert Endlich hat sie zwölf Lieder geschrieben, die so vielfältig wie ein Musical sind: „Je- mand der zaubert“ ist die Ballade, „Seitenverkehrt“ jazzig und „Meine beste Freundin ist ein Mann“ klingt nach Disco- Sound. Nicht alle Melodien können dabei das Niveau halten. Und geradezu kühn ist der Versuch, „Wär ich ein Buch“ neu aufzunehmen. Beim Vergleich mit Daliah Lavi muss fast jede Sängerin alt aussehen. (cm)

Singersongwriter Sufjan Stevens kontert Gerüchte um sein Schwulsein mit Meisterwerken

Wundertüten

„And when I sleep on your couch, I feel very safe. And when you bring the blankets I cover up my face“, klingt es ganz zart in „Futile Devices“, einem seiner intimsten Stücke überhaupt. „And I would say I love you. But saying it out loud is hard. So I won‘t say it at all But you are life I needed all along. I think of you as my brother. Although that sounds dumb. And words are futile devices.

Die vor allem in Internet-Blogs schon lange kursierende Diskussion, ob der von der Kritik wie von seiner eingeschworenen Fangemeinde gefeierte Sin- gersongwriter Sufjan Stevens womöglich schwul sein könnte, hat mit dem Album „The Age of Adz“ neue Nahrung erhalten. Oft genug klingen in

seinen Texten scheinbar tiefe Gefühle für Männer durch. Alles falsch, sagte der heute 35-Jährige immer wieder in Interviews, hier sei nicht die Liebe zu einer realen Person gemeint, sondern zu Gott. In der Tat ziehen sich christliche Motive durch all seine seit dem Debüt

2001 erschienenen Alben. Dem tief gläubigen Musiker liegt eine Missio-

nierung nach eigenem Bekunden dennoch fern: „Wäre ich Vegetarier, würde ich dann versuchen, vegetarische Fans heranzuzüchten?“, fragte er

2006 im Gespräch mit der Indie-Website adequacy.net. „Es kümmert mich

nicht, was die Leute essen, solange sie nur regelmäßig essen.“ Der in Detroit geborene und in New York lebende Musiker fand mit dem leisen Folk-Album „Michigan“ von 2003 erstmals breiteres Gehör, zurecht

gepriesen wurde das zwei Jahre später erschienene „Come on, feel the Illinoise“, ein reich instrumentiertes und aufwendig arrangiertes, vor Ein- fällen nur so strotzendes Meisterwerk. Doch dann stürzte Sufjan Stevens in eine tiefe persönliche und kreative Krise, nicht nur war er nach eigenem Bekenntnis von 2009 seine eigene Stimme ein wenig leid geworden, auch die Entwicklungen im Business frustrierten ihn zutiefst. „Was macht das Musikmachen noch für einen Sinn?“ Das Album als Kunstform habe keinen großen Rückhalt mehr. „Das physikalische Format ist obsolet, die CD ist obsolet und die LP eher nostalgisch.“ Da scheint es konsequent, dass sein erstes Lebenszei- chen nach vier Jahren Pause nur digital erhältlich ist. Die über eine Stunde lange EP „All Delighted People“ enthält alles, für das er so hochgeliebt wird: wunderbares Songwriting, entweder an- gereichert mit großem Orchester und Chören oder gänzlich zurückgenommen. Eine Zäsur markiert das altmodisch auch in fester Form er- hältliche „The Age of Adz“. Nach dem Opener „Futile Devices“ werden die Synthies ausgepackt, dass es nur so brodelt und zischt. Schon sehr ge- wöhnungsbedürftig, es braucht eine zweite, drit- te Hörchance, bis sich auch hier das Genie offen- bart, gipfelnd im erfrischend größenwahnsinnigen 25-Minüter „Impossible Soul“, das nach einer Tour de Force durch alle Genres so leise endet wie die ganze CD begonnen hat. Und die Spekulationen über eine mögliche Vorliebe für Männer? Im November 2006 gab Sufjan Ste- vens ein fulminantes Konzert im Kölner Gloria, er und seine Musi- ker trugen dabei – aus welchem dramaturgischen Grund auch immer –überdimensionierte Schmetterlingsflügel. Die aller- letzte Zugabe gehörte ihm und dem Song „To Be Alone With You“ ganz allein: „You gave

your body to the lonely. They took your clothes. You gave up a wife and a family. You gave your ghost. To be alone with me. You went up on a tree. I’ve never met a man who loved me.“ Und weg war Sufjan. (to)

Die CD „The Age of Adz“ ist bei Asthmatic Kitty erschienen, die EP „All Delighted People“ gibt’s digital bei Amazon, iTunes oder zum Schnäpp- chenpreis von 3,80 Euro auf der Labelseite asthmatickitty.com. Alle Alben lassen sich im Stream unter sufjanstevens.bandcamp.com anhören.

Foto: Christian Barz

Kim Wilde über Rebellion in den Achtzigern, die Freuden des Gartenbaus und ein Comeback in den besten Jahren

Mit 50 noch ein Rock Chick

Die ausgesprochene „Gay-Diva“ wie die im selben Jahrzehnt durch- gestarteten Kolleginnen Madonna oder Kylie Minogue war sie nie, und doch gehören Hits wie „Kids in America“, „You Came“ oder „You Keep Me Hangin On“ zum persönlichen Lebenssoundtrack vieler Schwuler und Lesben gerne in den „besten Jahren“. Am 18. Novem- ber wird Kim Wilde 50 Jahre alt, hat mit „Come Out and Play“ ein neues Album auf dem Markt und geht im nächsten Frühjahr wieder auf Deutschland-Tour. Torsten Bless sprach mit der Pop-Veteranin.

Du bist mit 20 durchgestartet, da- nach ging es mit der Karriere steil bergauf, war das nicht manchmal ein bisschen viel?

Es gab Zeiten, wo mir alles wirklich unerträglich schien. Schon die erste Single war auf Anhieb ein Riesen- hit. In meinem Privatleben ging es zu wie Kraut und Rüben, wie das in den Zwanzigern schon mal sein kann, aber ich musste raus und im- mer stark sein, toll aussehen. Ich verstand, dass das nun mal zum Deal gehörte, dachte, das sei ein angemessener Preis dafür, meinem Traum zu folgen. Nach 15 Jahren hatte ich das Popbusiness und auch mich selbst so satt, dass ich dachte, es wäre nun höchste Zeit, allen und vor allem mir selbst einen Gefallen zu tun und auszusteigen. Dann lern- te ich meinen späteren Ehemann kennen, wir gründeten eine Familie und mein Leben änderte sich drama- tisch.

War der Gartenbau, der dich dann zu einer erfolgreichen Zweitkarriere als BBC-Moderatorin gebracht hat, für dich eine Art Therapie?

Zunächst ganz sicher, und dann wurde daraus eine regelrechte Lei- denschaft, sie ersetzte die Musik. Die Musik ist fantastisch, aber sie nimmt dich auch vollständig in Be- schlag, wenn du sie liebst, dann gibt es nichts anderes. Für mich gibt es nur alles oder nichts. Der Gartenbau ist genauso schön, genauso kreativ, genauso erfüllend, er nahm mir viel von dem alten Druck, das war sehr befreiend und gab mir die richtige, entspannte Stimmung, um glückli- che Kinder aufzuziehen.

Trotz des eher konservativen Klimas der Thatcher-Ära brachten die Acht- ziger viele schwule Musiker hervor, Boy George oder Andy Bell von Era- sure etwa, einige mit zum Teil sehr offensiven Texten, wie Frankie goes to Hollywood oder Jimmy Somerville mit Bronski Beat und den Commu- nards. Wie hast du deine Kollegen damals erlebt?

Ich fand all diese Künstler klasse, viele von ihnen hatten eine tolle Art, über ihre Sexualität zu sprechen, das ging Hand in Hand mit einem groß- artigen Sinn für Humor. Sie waren

in Hand mit einem groß- artigen Sinn für Humor. Sie waren Nach dem großen Erfolg der

Nach dem großen Erfolg der Single „Küss mich, halt mich, lieb mich“ (nach der Melodie aus dem Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“) kommt nun das sensationelle Debut-Album DA

kommt nun das sensationelle Debut-Album DA Ab sofort als CD und Download erhältlich clever genug,

Ab sofort als CD und Download erhältlich

clever genug, manche Menschen mit ihren Vorurteilen ziemlich dumm aussehen zu lassen. Und sie machten tolle Platten, die schon alles sagten. Allerdings habe ich damals nicht so genau darüber nachgedacht, weil ich nie zu den Leuten gehört habe, die sich um die sexuelle Orientierung ihrer Mitmenschen scheren.

In einem Interview hast du gesagt, dem Status „Popstar“ bist du ent- wachsen, jetzt bist du ein „Rock Chick“, ist das für eine Frau von beinahe 50 Jahren nicht ein wenig mutig?

(lacht) Ich glaube nicht, dass es eine Altersgrenze für ein „Rock Chick“ gibt. Ich mag die Vorstellung, noch mit 70 eines zu sein. Ich denke, dass ich mir den Titel in den letzten fünf Jahren dank einer Menge von Live- Auftritten mit einer tollen Band ehr- lich verdient habe. Ich wollte, dass die neuen Songs die Energie von Hits wie „Kids in America“ haben, ohne dabei zu retro zu sein. Es gibt der- zeit viele Bands, die sich den Retro- Sound nehmen und ihn zu etwas Eigenem machen, Muse, Kasabian oder die Scissor Sisters zum Bei- spiel. Da sehe ich es nicht ein, war- um ich das nicht auch machen darf.

Das vollständige Interview gibt es unter

rik.inqueery.de/16725.

Das Album „Come Out and Play“ ist bei Columbia Music SevenOne/Sony erschienen. Mehr unter kimwilde.com

Kim Wilde live am 21.02.2011 im Musical Dome in Köln. Tickets zwischen 29 und 39 Euro (zzgl. VVK-Gebühren) unter den Hotlines 01805 / 853886 oder 01805 / 570099 (Festnetz je 0,14 Euro/Min., Mobilfunk max. 0,42 Euro/ Min.), an allen bekannten VVK-Stellen, über fkpscorpio.com und eventim.de

musik | kultur

Kim Wilde hat sich nie viel um die sexuelle Orientierung an- derer Menschen geschert

www.ellaendlich.de

musik | kultur Kim Wilde hat sich nie viel um die sexuelle Orientierung an- derer Menschen

Foto: Universal Music

Foto: Lee Cherry

Foto: Matt Green

Foto: Kai Z Feng

Foto: Ray van Zeschau

Foto: Universal Music

Foto: Michael Mann

Foto: Alice Hawkins

kultur | musik

Foto: Michael Mann Foto: Alice Hawkins kultur | musik Scheren-Glamour So ein Überhit wie „I don’t
Foto: Michael Mann Foto: Alice Hawkins kultur | musik Scheren-Glamour So ein Überhit wie „I don’t
Foto: Michael Mann Foto: Alice Hawkins kultur | musik Scheren-Glamour So ein Überhit wie „I don’t

Scheren-Glamour

So ein Überhit wie „I don’t feel like dancin’“ kann schon zur Belastung werden, die Scissor Sisters befiel danach erst einmal eine Blockade. Mit der fröhlich-energetischen Dancefloor-CD „Night Works“ im Gepäck machen Jake Shears, Ana Mantronic und Co zum dritten Mal Station in Köln. (to)

Scissor Sisters 02.11., 20.00 Uhr in der Live Music Hall, Lichtstr. 30, 50825 Köln (Ehrenfeld), Karten: koelnticket.de, eventim.de, Infos: scissorsisters.com

Viva la Fantasie

Die Schwestern Sierra und Bianca Casady singen zwar mit seltsamen Kinderstimmen, basteln aber drumherum frickelig-fragile Soundskulpturen. Live sind CocoRosie ein Erlebnis: mit fantasievollen Kostümen, aufgeklebten Schnurrbärten und skurriler Show komplettieren sie ihr verrücktes Universum. (bjö)

CocoRosie 04.11., 20.00 Uhr im Gloria-Theater, Apostelnstr. 11, 50667 Köln, Karten: koelnticket.de, eventim.de, Infos:

cocorosieland.com

Sanfter Crooner

Wouter (sprich „Wauter“) Hamel, neuester Pop-Export aus den Niederlanden, macht wunderbar jazzige Pop- songs. Punkt. Klingt simpel, ist aber raffiniert komponiert, mal wie eine swingende Bigband, mal easy-funky, mal sixties-soulig. Live peppt Hamel den Sound mit großer Band samt Blech-Bläsersatz und Kontrabass auf. (bjö)

Wouter Hamel 08.11., 20.00 Uhr im Studio 672 (Stadt- garten), Venloer Str. 40, 50672 Köln, Karten: koelnticket.de, eventim.de, Infos: hamelmusic.de

Elektro-Popeye

Mit seinem brachial-romantischen Elektrosound, unver- hohlen schwul-schwülstiger Matrosen- und Ringer-Poesie und einem voluminösen Bodybuilder-Körper ist der Wahl- Berliner Rummelsnuff, auch bekannt als Türsteher aus dem Berghain, eine Ausnahmeerscheinung. Was für die ganz harten Jungs mit ganz weichem Kern. (bjö)

Rummelsnuff 19.11., 21.00 Uhr im King Georg, Sudermanstr. 2, 50670 Köln, nur Abendkasse, Infos: rummelsnuff.com

Sexy-Indie

Der Sänger der hochgelobten britischen Indie-Band Bloc Party hat mit „The Boxer“ ein für ihn ungewöhnlich elektronisches Solo-Album abgeliefert. Und weil er sich im März dieses Jahres endlich auch mal offiziell zu seinem Schwulsein bekannt hat und außerdem unverschämt sexy ist, liegt uns dieses Konzert sehr am Herzen. (bjö)

Kele 30.11., 21.00 Uhr im Stollwerck, Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln, Karten: koelnticket.de, eventim.de, Infos: iamkele.com

Folk-Liebe

Bevor er dank des Kultstreifens „Shortbus“ und zweier ei- gener Alben zum gehegten Geheimtipp wurde, war Scott Matthew schon eine musikalische Liaison mit Spencer Cobrin, zuvor Schlagzeuger für Morrissey, eingegangen. Mit ihren rührenden Folksongs gehen Matthew und Cobrin alias Elva Snow auf Unplugged-Tour. (bjö)

Elva Snow 30.11., 20.00 Uhr im Blue Shell, Luxemburger Str. 32, 50674 Köln, Karten: ticketmaster.de, Infos: myspace. com/elvasnow

Powerfrau

Gossip-Frontfrau Beth Ditto stolzierte bei der Pariser „Fashion Week“ für Jean Paul Gaultier über den Laufsteg und denkt mit ihrer Freundin Kristin über ein gemeinsa- mes Kind nach. Aber erst mal geht die Mammut-Tour in eine neue Runde! Energiegeladener Indie-Rock mit Beths unverkennbarer Soul-Röhre. (bjö)

Gossip live 08.12., 20.00 Uhr in der Philipshalle, Siegburger Str. 15, 40591 Düsseldorf, Karten: koelnticket.de, eventim.de, Infos: gossipyouth.com

24 | 11.10

American Vize-„Idol“ auf Deutschlandtour auch in Köln

Kein Retortenbaby

Noch im Mai dieses Jahres sagte der aus der US-Casting-Show „Ame- rican Idol“ bekannt gewordene Star im Interview: „Wenn meine CD hier gut ankommt, werde ich sicher bald in Deutschland spielen.“ Das scheint geklappt zu haben, denn im November absolviert Adam Lambert seine erste Mini-Tour durch fünf deutsche Städte. Die Show im Kölner Gloria ist leider schon ausverkauft.

Das ist aber nicht das einzige, was dem 28-Jährigen seit der Casting-Show ge- lingt. Obwohl er beim Finale am 13. Januar 2009 nur den zweiten Platz hinter dem fast schon wieder vergessenen Kris Allen belegte, schreiben inzwischen Pop-Größen wie Lada Gaga oder Pink-Produzentin Linda Perry Songs für ihn, sein erstes Album „For Your Entertainment“ schoss gleich ins obere Drittel der US-Charts, die Single „Whataya Want From Me“ auch in die deutschen Top 5. Die „Times“ ernannte ihn korrekt zum ersten offen schwulen Mainstream- Künstler, der seine Karriere bei einem großen Plattenlabel startet. Das Geheim- nis: Lambert ist zwar totaler Mainstream, aber trotzdem kein Retortenbaby. Seinen ersten Theaterauftritt hatte er bereits im Alter von zehn Jahren, als Linus mit der Schmusedecke in einer „Peanuts/Charlie Brown“-Adaption. In seiner Teenagerzeit wirkte er in verschiedenen internationalen Musicalproduktionen mit und gründete eine Heavy-Metal-Band. Der Erfolg blieb bescheiden. „Ame- rican Idol“ sollte als Karrieresprungbrett dienen. Die Jury fand ihn zwar zu the- atralisch, schickte ihn trotzdem durch die Runden. Sein Schwulsein schien kein Thema zu sein: „Ich bin seit meinem 18 Lebensjahr geoutet“, erklärte Lambert. „Bei ‚American Idol’ hat mich auch nie jemand nach meiner Freundin gefragt, da konnte es gar keine Outing-Story geben.“ Den Mittelfinger und die Grenzen der vermeintlich toleranten Entertainment-Maschinerie zeigte Lambert dann bei den American Music Awards 2009: Die sexuell anzüglichen Posen mit seinen männli- chen Tänzern und die heftige Show-Knutscherei mit seinem Gitarristen waren zu viel. Für die zweitversetzte Ausstrahlung an der Westküste wurden die Szenen zensiert, die Folgeauftritte abgesagt oder aus dem Nachmittagsprogramm in die Nachtschiene geschoben. „Weibliche Performer machen das schon seit Jahren, aber wenn sich das ein Mann erlaubt, flippen alle aus“, beklagte sich Lambert. Im streng muslimischen Malaysia, wo Homosexualität unter Strafe steht, stieß der Performer an seine Grenzen. Die oppositionelle Pan Islamic Party (PAS) for- derte von der Regierung, den Auftritt am 14. Oktober zu unterbinden. Lamberts Auftritte seien „abscheulich, mit unzüchtigen Tänzen und schwulem Gehabe, das auch das Küssen von männlichen Tänzern beinhaltet“, wusste Nasrudin Ha- san, Leiter der Jugendabteilung zu berichten. Die PAS hatte schon Konzerte von Beyoncé, Rihanna, Gwen Stefani und Mariah Carey sabotiert, wie seine Kolle- ginnen dimmte Lambert trotz erklärtem innerem Grollen in Kuala Lumpur den Erotikfaktor ein wenig herunter. Doch wenn es um die Homophobie im eigenen Land geht, gibt es für Adam Lambert keine Kompromisse. Zur YouTube-Kampa- gne „It Gets Better“, die als Reaktion auf eine Selbstmordwelle unter schwulen Jugendlichen entstand, steuerte er Mitte Oktober eine eigene Botschaft bei. „Wenn du ihnen die Chance gibst, dich zu treffen, dann lässt du sie gewinnen“, appellierte er. „Du bist so viel mehr als deine sexuelle Orientierung. Das wissen wir beide. Also lass die Rüpel und die ignoranten, einschüchternden, hirnlosen Leute nicht gewinnen.“ (bjö/to)

Das Album „For Your Entertainment“ ist bei Sony jetzt in einer „Tour Edition“ erschienen. Das Konzert im Gloria am 19. November ist bereits ausverkauft. Mehr unter adamofficial.com

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erschienen. Das Konzert im Gloria am 19. November ist bereits ausverkauft. Mehr unter adamofficial.com www. .inqueery.de

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musik | kultur

Nach sechzig Jahren im Showbusiness, veröffentlicht Welt- star Liza Minnelli nun das persönlichste Album ihrer
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star Liza Minnelli nun das persönlichste
Album ihrer Karriere: Confessions. Eine
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Solidaritäts- und Spendensammelaktion am Welt-Aids-Tag!

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11.10 | 25

Fotos: UIP

kultur | film

Auf DVD bei Prokino Home Entertainment Männer al dente Tipp Foto: Prokino Home Entertainment
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Foto: Prokino Home Entertainment

Endlich will der schon lange in Rom lebende Tommaso vor seiner Familie in der heimischen Provinz bekennen, dass er einen Mann liebt. Der eingeweihte große Bruder kommt ihm beim opulenten Mahl mit einem eigenen Bekenntnis zuvor – Vater Vincenzo wirft Antonio prompt aus dem Haus, jetzt hat der noch immer ungeoutete Tommaso die heimische Pasta-Produktion an der Backe. Dabei ist er beileibe nicht der Einzige, der ein Geheimnis hütet … – Ferzan Ozpe- tek („Hamam – das türkische Bad“) hat diesmal eine so luftige wie vielschichtige Komödie vorgelegt, intelligente Unterhaltung ohne Reue. (VÖ: 11.11.) (to)

Foto: Pro-Fun Media
Foto: Pro-Fun Media

Auf DVD bei Pro-Fun Media

Plan B

Bruno wird von seiner Freundin Laura in die Wüste geschickt. Ihr Neuer sei viel offener als er, prahlt sie auch noch, denn Pablo habe es schon mal mit einem Kerl getrieben. Im so schnöde Verlassenen reift ein perfider Plan, er freundet sich mit Pablo an, um sein Herz zu er- obern und so von Laura loszueisen. Dumm nur, dass er darüber selbst ganz überraschende Gefühle entwickelt … – Ruhig erzählte Indie- Produktion, die fast ohne Musik auskommt und das Zusammenspiel der beiden Hauptakteure so noch intensiver macht. (to)

Foto: Edition Salzgeber
Foto: Edition Salzgeber

Auf DVD bei Edition Salzgeber

Sœur Sourire

„Dominique“ – mit dieser so eingängigen wie gottesfürchtigen Wei- se spielte sich die belgische Nonne Luc-Gabrielle alias Sœur Sourire 1963 völlig überraschend in die Hitparaden der Welt. Der plötzliche Ruhm macht Lust auf mehr, sie überwirft sich mit der Oberin und ver- sucht unter ihrem bürgerlichen Namen Jeannine Dekkers ihr Glück. Doch ihr Liedgut gerät ein wenig zu fortschrittlich für ihre Zeit, auch die große Liebe zu ihrer Jugendfreundin Annie sorgt für Anstoß. – Spannendes Biopic frei nach wahren Ereignissen. (to)

26 | 11.10

Lisa Cholodenkos politisch korrekte Dramödie „The Kids Are All Right“

Eine queere Familie

Dramödie „The Kids Are All Right“ Eine queere Familie Es dürfte für die meisten Eltern schon

Es dürfte für die meisten Eltern schon pein- lich genug sein, wenn die eigenen Kinder im Schlafzimmer über Pornos stolpern. Bei Nic und Jules ist die Sache allerdings noch ein wenig komplizierter. Wie soll man dem 15-jährigen Sohn Laser erklären, dass seine beiden lesbischen Mamis sich gerne mal einen Schwulenporno in den DVD-Player schieben, wenn’s im Bett mal wieder so richtig knistern soll? Weil es sich bei der toughen, gerne auch mal etwas kontrollsüchtigen Ärz- tin Nic (Annette Bening) und der mütterlichen Land- schaftsgärtnerin Jules (Julianne Moore) um ein in vielerlei Hinsicht aufge- schlossenes Paar handelt, wissen sie sich auch aus dieser verfängli- chen Situation he- rauszureden. Dass Laser (Josh Hutcher- son) und seine etwas ältere Schwester Joni (Mia Wasikowska) aber endlich jenen Mann kennen lernen wollen, dessen Samenspen- de sie ihr Dasein verdanken, können Nic und Lisa als überaus verständnisvolles, allem und jedem aufgeschlossenes Mütter- paar („Du weißt, du kannst immer mit uns reden!“) nicht verwehren. Als dann aber der selbstbewusste Aufreißertyp Paul (Mark Ruffalo), Betreiber eines Biorestaurants, seinen neue, unverhoffte Vaterrolle ernst zu nehmen beginnt und sich seine beiden Kin- der bestens mit dem lässigen Motorradfah- rer verstehen, gerät das lesbische Vorzeige- Familienmodell ins Wanken. Die Filmemacherin Lisa Cholodenko, die 1998 mit ihrem Debüt „High Art“ noch einen eher sperrigen lesbischen Arthouse- Film abgeliefert hatte, ist nun nach der Regie für einige Episoden von „Six Feet Under“ und „The L-Word“ beim eher pu- blikumsträchtigeren Feel-Good-Kino ge-

landet. In „The Kids Are All Right“ hat sie reichlich eigene Lebenserfahrung gepackt. Gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin hat sie ebenfalls ein Kind von einem Samen- spender. „The Kids Are All Right“, bei der diesjäh- rigen Berlinale als bester queerer Spielfilm mit dem Teddy Award ausgezeichnet, ist im Grunde nichts weiter als ein charmanter, unterhaltsamer, wenn auch nicht sonder- lich tiefschürfender Film, bei dem es einiges zu lachen gibt und zwischendurch das eine oder andere zwi- schenmenschliche Prob- lem aufgeworfen wird. Das Ganze wird für die Zuschauer umso angenehmer, da mit Annette Be- ning und Julianne Moore zwei glei- chermaßen über- zeugende wie herrlich aufgedreht agierende Hauptdar- stellerinnen am Werk sind. Was diesen Film dann aber doch zu etwas Besonderem macht, ist die schlichte Tatsache, dass wir es hier mit einem US-Mainstream- Produkt zu tun haben. Im Allerheiligsten des US-Kinos, dem Genre des Familienfilms, tummelt sich nun also eine moderne quee- re Familie. Die wird weder in Frage gestellt, noch wird dieses Leben zwischen Dildos, Samenbank und Joni-Mitchell-Platten der Lächerlichkeit preisgegeben. Mit „The Kids Are All Right“ wird das Lesbischsein nicht mehr erklärt, verteidigt, belacht oder ent- schuldigt, sondern das bürgerlich-homo- sexuelle Leben ist nunmehr inmitten der gesellschaftlichen Kino-Normalität ange- kommen. (as)

The Kids Are All Right, USA 2010, Regie Lisa Cholodenko, mit Annette Bening, Julianne Moore, Mark Ruffalo u.a., Kinostart: 18.11., the-kids-are-all-right.de

mit Annette Bening, Julianne Moore, Mark Ruffalo u.a., Kinostart: 18.11., the-kids-are-all-right.de www. .inqueery.de

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GMfilms Foto: Pro-Fun MediaFoto:

film | kultur

Aus der Zauber?

M e d i a F o t o : film | kultur Aus der Zauber?

Das seit gut 19 Jahren existierende schwul-lesbische Filmfest in Berlin, Köln, München und Frankfurt, das bereits im Herbst 2009 von einer Woche Dauer auf ein Wochenende zusammenschrumpfte, dafür aber zwei Mal im Jahr stattfinden soll- te, setzt im Herbst in allen Städten zunächst einmal aus. Grund dafür könnten die zurückgehenden Besu- cherzahlen und hohen Kosten für die Kinomieten sein. Das Veranstalterteam Rosebud En- tertainment aus Berlin, das auch das bundesweite „Fantasy Film- fest“ organisiert, ließ bislang ledig- lich verlauten, dass die Fortführung des Festivals noch offen sei und man an eventuell veränderten Konzep- ten arbeite. Die Entscheidung werde in den kommenden Wochen auf der Homepage bekannt gegeben. (bjö)

verzaubertfilmfest.com

Homochrom, das glänzt

Doch Kölner Cineasten müssen nicht darben, darum kümmert sich der Dortmunder Film- wissenschaftler Martin Wolkner. Seine zunächst im Ruhrgebiet gestarte- te Reihe „Homochrom“ feiert im November Ein- jähriges, seit dem Früh- jahr gastiert sie einmal monatlich in der Filmpalette mit außergewöhnlichen Indie-Produktio- nen und vergessenen Schätzchen. Passend zum Beginn des Bear Pride gibt’s diesmal den US-Streifen „Bear City“ (Foto), hier erlebt der junge Tyler sein Coming-out als „Chubby Chaser“ und erlebt in der Szene der haarigen und bärtigen Männer reichlich Irrungen und Wirrungen. (to)

„Bear City“ 23.11., 21.00 Uhr in der Filmpalette, Lübecker Str. 15, 50668 Köln, homochrom.de

Queer in Mülheim

Auch die Schääl Sick verzeichnet seit Sep- tember „einschlägige“ Ausschläge. Der Mül- heimer Kulturbunker, schon bekannt als Aus- tragungsort der „Rös- chensitzung“, zeigt seit September Streifen mit einem lesbischen, femi-

nistischen, queeren Be- zug. Verantwortlich für die Auswahl ist die Filmwissenschaftlerin Carla Despineux, die schon bei der „Feminale“ für den „Queerblock“ gesorgt hat. „Alles ist noch ein bisschen im Prozess begriffen“, so Despineux. „Aber wir bleiben am Ball und planen längerfristig, regelmäßig etwas auf die Beine zu stellen.“ Am 31. Oktober gibt es den Klassiker „Weil ich ein Mädchen bin“ (Foto) über die Cheerleaderin Megan, die sich in einem skurrilen Umerzie- hungslager zur Hetera „umpolen“ lassen will. Am 12. November folgt das bei der Berlinale mit dem Spezialpreis der Teddy-Jury ausgezeich- nete Road-Movie „Open“. Am 25. November wird der lesbische Thriller „The Owls“ gezeigt. (to)

wird der lesbische Thriller „The Owls“ gezeigt. (to) Tipp Details im rik-Radar www. -magazin.de 11.10 |
wird der lesbische Thriller „The Owls“ gezeigt. (to) Tipp Details im rik-Radar www. -magazin.de 11.10 |
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kultur | tv

Samstag, 6. November, ab 2.15 Uhr, Comedy Central Tipp
Samstag, 6. November, ab
2.15 Uhr, Comedy Central
Tipp

Ellen: Die Co- ming-out-Folgen

Heute zählt Ellen DeGeneres zu den belieb- testen Stars des US-Fernsehens. Sie hat seit 2003 eine höchst erfolgreiche Nachmittags- Talkshow, durfte schon durch die Oscar- und die Emmy-Verleihung führen und saß in der Jury von „American Idol“. Doch das bahn- brechende Coming-out ihrer auf den Leib geschriebenen Serienfigur „Ellen“ hätte 1997 fast die Karriere zerstört: Weil Werbekunden reihenweise absprangen, wurde die Sitcom abgesetzt. Comedy Central wiederholt die Folgen, die Fernsehgeschichte geschrieben haben, Gaststars wie Oprah Winfrey, Melissa Etheridge und K.D. Lang halfen hier kräftig mit.

TV-Tipps im November

Mittwoch, 3. November, 20.15 Uhr, ProSieben

Desperate Housewives

3. November, 20.15 Uhr, ProSieben Desperate Housewives Gabrielle erhält eine Auszeit vom Elterndasein, als Celia

Gabrielle erhält eine Auszeit vom Elterndasein, als Celia Windpocken bekommt, gegen die sie nicht immun ist. Sie quartiert sich bei Bob und Lee ein und genießt das schwu- le Singleleben mit Drinks, Partys und Ausschlafen und will gar nicht mehr nach Hause. Katherine fühlt sich indes von Robin angezogen, was sie verwirrt, da sie sich nicht für lesbisch hält. Lynette vergisst den Geburtstag von Penny und verwechselt dann auch noch den Namen auf deren Geburtstagskuchen.

dann auch noch den Namen auf deren Geburtstagskuchen. Donnerstag, 4. November, 20.15 Uhr, Das Erste Wie

Donnerstag, 4. November, 20.15 Uhr, Das Erste

Wie liebt Deutschland?

Die große Wissensshow mit Ranga Yogeshwar. Exklusiv für das Quiz wurden insgesamt 400 Frauen und Männer zu ihrem Liebes- und Beziehungsleben befragt. Singles und Paare, junge Erwachsene und Senioren, Hetero- und Ho- mosexuelle – sie alle gaben Auskunft über ihre Erfahrun- gen und Partnerschaften, ihre Vorlieben und ihr Verständ- nis von Attraktivität.

Freitag, 5. November, 18.00 Uhr, Das Erste

Verbotene Liebe (3725)

5. November, 18.00 Uhr, Das Erste Verbotene Liebe (3725) Nachdem Olli von Andi wegen des Telefonats

Nachdem Olli von Andi wegen des Telefonats mit Helena zusammengestaucht wurde, geht er in bedrückter Stim- mung zu einer Feier von Charlie. Dort werden ihm und Christian zwei charmante Damen vorgestellt, die sich als lesbisches Pärchen entpuppen. Als klar wird, dass auch sie einen Kinderwunsch hegen, merken Christian und Olli, dass Charlie ihre Finger im Spiel hat und lehnen ihren Hilfsversuch ab.

28 | 11.10

Mittwoch, 10. November, 7.20 Uhr, WDR

Schwul und stolz darauf?

Timo (16) hat große Sorgen. Seit einiger Zeit wird er in seiner Klasse massiv gemobbt. Die Mitschüler attackieren ihn, weil sie Probleme damit haben, dass Timo schwul ist:

Täglich wird er auf dem Schulhof der Gelsenkirchener Hauptschule als „Tunte“ oder „schwule Sau“ beschimpft. Im Sommer hat er seine neun Pflichtjahre voll und über- legt, die Schule dann ohne Abschluss zu verlassen. Sein bester Freund Nico will ihn davon überzeugen, sich nicht seine Zukunftschancen verbauen zu lassen …

sich nicht seine Zukunftschancen verbauen zu lassen … Donnerstag, 11. November, 19.05 Uhr, RTL Alles was

Donnerstag, 11. November, 19.05 Uhr, RTL

Alles was zählt (1053)

11. November, 19.05 Uhr, RTL Alles was zählt (1053) Florian ist nach seinem Traum total verunsichert:

Florian ist nach seinem Traum total verunsichert: Er muss immerzu an „Frank“ denken und befürchtet, schwul zu sein. Er versucht alles, um sich das Gegenteil zu beweisen, doch sein sexuelles Selbstvertrauen schwindet wieder, als er Fran- ziska über den Weg läuft und sein Körper eindeutig reagiert.

über den Weg läuft und sein Körper eindeutig reagiert. Montag, 15. November, 0.50 Uhr, Das Erste

Montag, 15. November, 0.50 Uhr, Das Erste

Aimée & Jaguar

Inmitten des zweiten Weltkrieges beginnen zwei Frauen, ihre Liebe zu leben – die Liebe ihres Lebens. Lilly ist Ende zwanzig, verheiratet mit einem linientreuen Soldaten, brave Hausfrau und Trägerin des Mutterkreuzes. Bei ei- nem Konzertbesuch lernt sie die Jüdin Felice kennen. Lilly und Felice lernen sich lieben, erschaffen sich ihre eigene intime Realität und geben sich neue Namen: „Aimée und Jaguar“. Nach einem unbeschwerten Tag im August 1944 erwartet sie die Gestapo in Lillys Wohnung …

Donnerstag, 18. November, 23.30Uhr, Das Erste

Inas Nacht

Heute begrüßt Ina Müller in der Hamburger Hafenkneipe „Zum Schellfischposten“ unter anderem Hella von Sinnen. Die Kölner Entertainerin und Schauspielerin berichtet ihrer Kollegin von ihren Träumen, Leidenschaften und Abnei- gungen – so ekelt sie sich zum Beispiel vor Puppenaugen, Haaren und rohem Fleisch.

sich zum Beispiel vor Puppenaugen, Haaren und rohem Fleisch. Donnerstag, 18. November, 23.35 Uhr, MDR Die

Donnerstag, 18. November, 23.35 Uhr, MDR

Die Königin der Kondome

18. November, 23.35 Uhr, MDR Die Königin der Kondome Kurz nach der kubanischen Revolution verliebt sich

Kurz nach der kubanischen Revolution verliebt sich die 20-jährige Studentin Monika Krause in Kapitän Jesús Ji- menez, der in Warnemünde ein Schiff abholt. Die beiden heiraten Hals über Kopf und Monika reist nach Kuba aus. Bald schon verkehrt sie in den obersten Kreisen der Regie- rung. Die emanzipierte DDR-Bürgerin kämpft im Land des Machismo für das Recht der Frau auf Lustbefriedigung, Abtreibung und Schwangerschaftsverhütung. Als sich Mo- nika Krause Mitte der 80er Jahre trotz Redeverbots gegen die massive Ausgrenzung von Homosexuellen zu wehren beginnt, gerät sie immer mehr in Konflikt mit dem Regime.

Freitag, 19. November, 18.00 Uhr, Das Erste

Verbotene Liebe (3734)

Rebecca lässt sich von Miriam zu einem männerfreien Ausflug überreden. Wider Erwarten taucht doch noch eine Truppe junger Männer auf. Beim Versuch, die Typen los- zuwerden, küsst Miriam Rebecca. Der Kuss lässt Rebecca nicht mehr los. Immer stärker werden ihre Zweifel, ob sie bei der Notaktion mehr gefühlt hat und tatsächlich les- bisch sein könnte. Sie spricht darüber mit Nico und hat so versehentlich ihr Coming-out vor der ganzen Familie.

Dienstag, 23. November, 22.15 Uhr, ZDF

37°: Adrians großer Traum

Schon als kleiner Junge will Adrian Ballettstar werden. Da- bei hat in seiner Familie niemand auch nur das Geringste mit Tanz zu tun. Sein Vater ist Baggerfahrer aus Leiden- schaft, liebt Motorräder und würde gerne mit seinem Sohn basteln und bauen. Doch Adrian zieht sein Ding durch. Er wird mit elf Jahren an der Staatlichen Ballettschule Berlin aufgenommen. Von diesem Moment an begleitet der Fil- memacher Manuel Fenn Adrian acht Jahre lang, der erste Teil der Langzeitdoku wurde 2003 ausgestrahlt.

Viele weitere TV-Tipps auf rik.inqueery.de, alle Angaben ohne Gewähr.

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wurde 2003 ausgestrahlt. Viele weitere TV-Tipps auf rik.inqueery.de, alle Angaben ohne Gewähr. www. -magazin.de

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Der neue TeeJott-Kalender

Der neue TeeJott-Kalender Kalender TeeJott 2011, Format A3, Euro 16,90 UVP, ISBN 978-3-937481-20-3. Erhältlich in den
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kultur | web / multimedia

Web-Fundstücke Der letzte Überlebende Er gilt als der letzte noch lebende schwule KZ-Häftling. Jetzt war
Web-Fundstücke
Der letzte Überlebende
Er gilt als der letzte noch lebende schwule KZ-Häftling. Jetzt
war Rudolf Brazda im Alter von 97 Jahren wieder in Buchen-
wald, um sich noch einmal in stiller Trauer zu erinnern. Brazda
geriet zwischen 1933 und 1935 ins Visier der Nazi-Behörden,
die ihn schließlich 1942 ins Lager steckten. Der Clip ist eine
kleine Verbeugung vor einem großen Mann schwuler deut-
scher Geschichte. (dw) rikmagazin.de/wf37
Marco Schreyls Intimrasur
Er ist ein pummeliger PC-Freak und lebensfremdes Muttersöhn-
chen: Uwe Wöllner, Alter Ego des Kult-Comedians Christian Ul-
men. In „Uwe Wöllner trifft“, seiner Talkshow auf 1live.de, hat
er diesmal Marco Schreyl, den in seinen Augen schönsten Mann
Deutschlands zu Besuch. Und von ihm möchte Uwe am liebsten
alles wissen, auch die Intimrasur des „DSDS“- und „Supertalent“-
Moderators bleibt da kein Tabu. (tr) rikmagazin.de/wf38
Keine Sissi?
Die Mutter von Sylvana, Sarafina, Estefania, Kelenta, Loreda-
na, Sarah-Jane, Lavinia und Jeremy-Pascal hat einen Traum, sie
möchte wie Sissi in einem schönen weißen Kleid vor den Altar
treten. Doch reicht ein Kleid aus, um aus ihr eine Kaiserin zu
machen? Ihr Verlobter hat auf jeden Fall eine ganz eigene Mei-
nung und kein Problem damit, diese auch zu sagen. Einfach
sehenswert! (tr) rikmagazin.de/wf39
Die rik freut sich über Leser-Tipps an
redaktion@rik-magazin.de!

30 | 11.10

rik-Multimediacheck: TV-Mediatheken

Regenbogen- fernsehen

Foto: SWR/Krause-Burberg
Foto: SWR/Krause-Burberg

Eigentlich ist Kommissarin Lena Odenthal nur Sonntagabend ab 20.15 Uhr im Einsatz. Wer keine Zeit hatte, den letzten „Tatort“ mit der lesbischen Schauspielerin Ulrike Folkerts zu schauen oder mit der Programmierung seines Festplattenrekorders überfordert ist, der hat halt Pech gehabt. Oder er geht ins Internet. Nicht nur die Öffentlich-Rechtlichen, auch die Privatsender bieten Online-Mediatheken, mit denen das Verpasste nachgeholt werden kann. Mit den schnellen Internetzugängen sind mitt- lerweile auch Videostreams möglich, die in hoher Auflösung und ohne Aussetzer abrufbar sind. Das Erfreuliche beim Stöbern durch die Video- listen: Auch für das schwul-lesbische Publikum gibt es eine Menge Stoff. Die ARD stellt nicht nur den „Tatort“ mit Lena regelmäßig online, sondern auch den Dauerbrenner „Lindenstra- ße“ sowie die Daily Soaps „Verbotene Liebe“ und „Marienhof“. Beim ZDF läuft die mittler- weile dienstälteste Krimiserie „Der Alte“, unter anderem mit dem offen schwulen Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss, der gerade seine 125. Folge als TV-Kommissar feierte. Bei 3sat und Arte findet man vor allem anspruchsvolle ho- morelevante Dokumentationen oder Konzert- mitschnitte, ab und zu auch ein paar Spielfilme, bei deren Produktion die TV-Sender beteiligt waren. Bei den Privaten locken RTL und Vox derzeit mit dem umfangreichsten Angebot, zumeist Eigenproduktionen. Die Daily Soap „Alles, was zählt“, die Castingshows „Das Supertalent“ mit Bruce Darnell, „X-Faktor“ und „DSDS“, oder auch Comedy-Serien wie zum Beispiel „Frei Schnauze XXL“ mit Dirk Bach als Show- master.Andere Sender wie Pro7 oder RTL2 nut- zen Videos bislang nur als Appetithäppchen für das laufende TV-Programm. Das soll sich aber im kommenden Jahr ändern. Die RTL- und die Pro7-Sat.1-Senderkette planen ein gemeinsa- mes Videoportal und warten dafür noch auf den Segen des Kartellamtes. Doch das hat erst einmal eine gründliche Überprüfung mindes- tens bis zum 24. Januar 2011 angekündigt. Sollte es hier einmal grünes Licht geben, kön-

nen sich die Serien-Fans auch auf eine bessere Videoqualität freuen. Was derzeit bei RTL und VOX in der Mediathek liegt, ist für Laptop- Monitore gerade so ok, auf dem heimischen Flachbild-TV ist es unzumutbar. ARD und ZDF bieten die bessere Videoqualität. Wer nach Lesen diesesArtikels nun Lust bekom- men hat, sich den letzten Odenthal-„Tatort“ vom 17. Oktober anzuschauen, der wird mit ei- nem großen Nachteil der Mediatheken konfron- tiert. Die Öffentlich-Rechtlichen inklusive Arte stellen ihre ausgewählten Sendungen nämlich nur für sieben Tage online, danach werden sie aus dem Archiv gelöscht. Die Privaten dagegen bieten ihre Shows nur sieben Tage kostenfrei an, danach muss man löhnen, ab 99 Cent pro Folge. Die Sieben-Tage-Frist ist ein Kompromiss zwischen der privaten Medienwirtschaft und den staatlich finanzierten Sendeanstalten, um echte oder vermeintliche Wettbewerbsverzer- rungen im Internet zu vermeiden. Herunterladen kann man die Stream-Videos offiziell nicht. Die Sender wenden auch einige technische Tricks an, um die Pfade zu den Da- teien zu verschleiern.Aber dennoch gibt es – le- gale – Möglichkeiten, sich die Lieblingssendung auf die eigene Festplatte zu holen. Das Freewa- re-Programm MediathekView durchsucht die Angebote verschiedener Sender (ARD, ZDF, Arte, 3Sat, MDR, NDR, ORF, SF), lädt die Bei- träge herunter und kann Sendungen als Abos verwalten. Allerdings ist die Einrichtung dieser Software nichts für PC-Anfänger. Einfacher geht es zum Beispiel mit dem kostenpflichtigen Proggie HiDownload (ab 12 Euro). Alle Videos liegen übrigens im Flash-Format vor. Sollte die Wiedergabe ruckeln, kann die In- stallation der aktuellen und optimiertenVersion 10.1 desAdobe-Flashplayers helfen. Die Media- theken sind für iPad-Nutzer nicht nutzbar, da Apple prinzipiell kein Flash unterstützt.

ardmediathek.de, zdf.de/ZDFmediathek, 3sat.de/mediathek, videos.arte.tv, rtl-now.rtl.de, voxnow.de, sourceforge.net/projects/ zdfmediathk, hidownload.com

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videos.arte.tv, rtl-now.rtl.de, voxnow.de, sourceforge.net/projects/ zdfmediathk, hidownload.com www. .inqueery.de

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Fotos: Jason Salzenstein - Brief Encounters - Bruno Gmünder Verlag

Jason Salzenstein - Brief Encounters - Bruno Gmünder Verlag buch | kultur Sammelband „Ohnmacht und Aufbegehren“

buch | kultur

Sammelband „Ohnmacht und Aufbegehren“

Schwule unter Adenauer

Der vorliegende Band 1 einer „Geschichte der Homosexuellen in Deutschland nach 1945“ versammelt zwölf Beiträge. So be- richten Rainer Marbach und Jan Feddersen ganz autobiografisch über die Zeiten als schwuler Mann in den 1950er, 60er und 70er Jahren, Michael Bochow stellt zwei in den 1920er Jah- ren geborene, sehr gegensätzliche Männer vor. Martin Dannecker skizziert die Vorgeschichte der Bewegung der 70er Jahre, während sich Christian Schäfer mit dem Ringen um den Pa- ragrafen 175 auseinandersetzt. Forschen Sie mit, lesen Sie hier! (rgk)

Andreas Pretzel, Volker Weiß (Hg.): Ohnmacht und Aufbegehren. Edition Waldschlösschen im Verlag Männerschwarm, Kart., 248 S., 20 Euro

im Verlag Männerschwarm, Kart., 248 S., 20 Euro „Brief Encounters“ Schlüpfer-Kult Zeig mir, was du
im Verlag Männerschwarm, Kart., 248 S., 20 Euro „Brief Encounters“ Schlüpfer-Kult Zeig mir, was du

„Brief Encounters“

Schlüpfer-Kult

Zeig mir, was du drunter hast, und ich sag dir, wer du bist … Für viele Schwule ist die Wahl der richtigen Underwear zur Glaubensfrage geworden. Und die Hersteller haben längst er- kannt, welch riesiges Potenzial an Finanzkraft und Meinungs- führerschaft diese Klientel in sich birgt. So wurde die Werbung im Laufe der Jahre immer aufwendiger, origineller und auch erotischer. „Brief Encounters“ erzählt die Geschichte hinter den Kampagnen und zeigt dazu viele ausgewählte Bilder – und die sind mal sehr ausgefallen und spannend arrangiert, zuweilen aber auch schlicht steril. (to)

„Geschichte der Freundschaft“ Michael Roes

Jenseits von Algerien

der Freundschaft“ Michael Roes Jenseits von Algerien Matthias, ein Pathologe aus Berlin, freundet sich während

Matthias, ein Pathologe aus Berlin, freundet sich während eines Urlaubs im algerischen Badeort Tichy mit Yanis an, der im nahem Bejaia Englisch und Philosophie studiert. Das Land leidet unter politischen Unruhen und Polizeiwillkür, der junge Kabile verschwindet nach einer Demonstra- tion spurlos. Nach einer abenteuerlichen Reise in den Süden Algeriens gelingt es Matthias, Ya- nis aufzufinden. Er nimmt ihn mit nach Berlin. Matthias liebt Yanis, strebt eine schwule Bezie- hung an, auf die sich sein Angebeteter niemals einlassen wird … – Spannende Mentalitätsge- schichte mit krimiartigem Ende. (rgk)

Michael Roes: Geschichte der Freundschaft. Matthes & Seitz, Geb., 207 S., 22,90 Euro

Freundschaft . Matthes & Seitz, Geb., 207 S., 22,90 Euro Jason Salzenstein (Hg.): Brief En- counters

Jason Salzenstein (Hg.): Brief En- counters. Bruno Gmünder Verlag, Broschur, 96 S., 24,95 Euro

Geb., 207 S., 22,90 Euro Jason Salzenstein (Hg.): Brief En- counters . Bruno Gmünder Verlag, Broschur,

Fotos: Stefan Mielchen, iStock

reise | arosa

Die schwule Skiwoche in der Schweiz punktet mit persönlichem Ambiente

„Champagner“!

Schweiz punktet mit persönlichem Ambiente „Champagner“! Das Jahr kann kaum besser beginnen als mit der schwulen

Das Jahr kann kaum besser beginnen als mit der schwulen Skiwoche in Arosa, die traditionell Anfang Januar stattfindet. Arosa, 1.800 Meter hoch gelegen, bietet absolute Schneesicherheit. Die Gipfel von Hörnli und Weißhorn liegen zwar deutlich unter 3.000 Metern, das Skigebiet bietet dennoch Pistenspaß für jeden Anspruch.

gestanden hätte. Und wenn alle zwei Monate die große Jungle Gay Party steigt, strömen rund 2.500 tanzwütige Schwule aus dem ganzen Land gen Lausanne – die guten Schweizer Bahnverbindun- gen machen’s möglich. Mit seinem MAD-Club gehörte Herkommer zu den Partypionieren zwischen Speichern und Lagerhäu- sern: Das Areal gehört zu den besten Adressen für Kunst, Kommerz, Bars und Ateliers in Lausanne. Zu Herkommers kleinem Imperium zählen mittler- weile auch ein schick gestyltes Gourmetrestaurant sowie eine lauschige Open-air-Bar. Inzwischen scheint dem Lokalpatrioten die Stadt für seine Ideen langsam zu klein geworden zu sein. Also hob er im beschaulich-gediegenen Am- biente von Arosa ein weiteres Schmuckstück aus der Taufe. Als solches darf die Skiwoche zweifel- los bezeichnet werden, gerade weil sie mit dem Rummel à la Ischgl oder Sölden gar nicht erst kon- kurrieren mag. Langeweile kommt trotzdem nicht

Als Gay Hot Spot steht die Schweiz nur bedingt auf der Landkarte schwuler Touristen. Und doch gibt es Attraktionen wie die schwule Skiwoche in Arosa, die sich längst auch internationaler Gäste erfreuen – nicht nur aus dem benachbarten Aus- land, sondern auch aus den USA oder Australien. Einer der Protagonisten im Schweizer Szeneleben ist Alexandre Herkommer. Er hat sich mit Partys in Lausanne einen Namen gemacht, bevor er sich anschickte, ein schwules Wintersport-Event zu eta- blieren. Natürlich ist Herkommer in erster Linie ein Geschäftsmann, aber für die Partyszene Lausannes ist er definitiv auch ein Glücksfall. Weil es ihm vor rund 20 Jahren auf Dauer zu lästig wurde, mit dem TGV nach Paris zu fahren, um eine richtige Party zu erleben, holte er den House kurzerhand in seine Heimatstadt. In einem leer stehenden Lagerhaus eröffnete er den MAD-Club, der sich inzwischen über fünf Etagen erstreckt. Kaum ein renommier- ter DJ, der hier nicht schon hinterm Mischpult

auf. Das Après-Ski-Vergnügen fällt in Arosa über- schaubar aus, dafür ist der Treffpunkt nach einem ausgiebigen Pistentag umso persönlicher. Wer hier seine Skier mit einem fröhlichen „Champagner!“- Ausruf direkt vor die Theke lenkt (was problemlos funktioniert), ist die Königin. Farbenfroh ist das „Drag Queen Race“, der heim- liche Höhepunkt der Skiwoche. Leichter bekleidet geht’s zur Schaumparty in den Kitchen Club. An die Singles unter den Reisenden haben die Ver- anstalter mit einem eigenen Abendessen gedacht. Außerdem lassen sich in der Bar des Hotels Eden, das während der Skiwoche fest in schwuler Hand ist, leicht Kontakte knüpfen. Ein absolutes Muss ist der Fondueabend auf der Tschuggenhütte, die man in der Dunkelheit per Gondelbahn und Fuß- marsch mitten durchs Skigebiet erreicht. Nach einer ausgelassenen Hüttensause geht’s mit dem Schlitten zurück ins Tal: 200 Höhenmeter mit lautstarkem Gekreische durch die Finsternis. Zu- rück in Arosa kommt man bei der anschließenden Secret Pool Party in der Eden-Sauna schnell wieder auf Betriebstemperatur. (as/sm)

arosa-gayskiweek.com

der Eden-Sauna schnell wieder auf Betriebstemperatur. (as/sm) arosa-gayskiweek.com 3 2 | 11.10 www. .inqueery.de
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Fotos: Tom On TourFoto:

Markus Mitterer
Markus Mitterer

Premiere in Kitzbühel

Schwuler Streif

Premiere im legendären Kitzbühel: Vom 16. bis zum 19. Dezember lädt der illustre Tiroler Wintersportort erstmals zum schwulen Ski-Happening ein. Die Teilnehmer erwartet ein buntes Programm: Gay-Ski-Guiding, Eisstock- schießen, Ski Doo, eine Kutschfahrt in der Stadt und Après Ski zu den Schla- gerhits von Roland Kaiser, DJ Ötzi & Co. Untergebracht sind die Gäste im Fünf-Sterne-Hotel „Grand Tirolia Golf & Ski Resort“, das im Sommer 2009 eröffnet wurde. Das schneesichere Kitzbüheler Skigebiet zählt zu den populärsten Wintersport-Resorts der Al- pen. Neben der schwierigsten Skiabfahrt der Welt, der „Streif“, bieten die sanften Grasberge der Kitzbüheler Alpen vor allem großzügiges Carving- Vergnügen auf 170 Kilometer Pisten und 33 Kilometer Skirouten. (sm)

Infos und Buchung unter tomontour.com

Skirouten. (sm) Infos und Buchung unter tomontour.com Gay Snowhappening in Sölden Tiroler Mega-Sause Vom 26.

Gay Snowhappening in Sölden

Tiroler Mega-Sause

Vom 26. März bis zum 2. April 2011 gehört Sölden den Schwulen und Les- ben: Im Tiroler Wintersportort feiern sie zum 13. Mal ihr legendäres „Gay Snowhappening“ – wenig beschaulich, dafür mit gut gelaunten Drag Queens, wilden Partys und heißen Männern! Rund 500 Gäste trudeln re- gelmäßig zu einer der größten Gay-Ski- und Snowboardwochen Europas im Ötztal ein – nicht wenige davon sind seit Jahren treue Stammgäste. Die Berliner Drag Queens Melly und Mataina hosten auch 2011 wieder das Event. Einer der unumstrittenen Höhepunkte ist der feucht-fröhliche Abend in der urigen Hühnersteign-Almhütte mit Hamburgs DJ Beverly Boyer. In den übrigen Nächten sorgen Top-Szene-DJs aus Innsbruck, Berlin, Mün- chen, Köln und London für housige Beats in verschiedenen Clubs im Dorf – nicht zu vergessen die Welcome- und Farewell-Party im Bierhimml, die Karaoke-Night im Snowrock-Café, der Fondue-Abend, das Mondscheinke- geln und das gemeinsame Hot-Pot-Baden! Ach ja – zum Skifahren kommt man natürlich auch noch … (sm)

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zum Skifahren kommt man natürlich auch noch … (sm) www. .inqueery.de gaysnowhappening.com SUPERSKIWOCHEN 04.12. -

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SUPERSKIWOCHEN 04.12. - 18.12.10 und 19.03. - 03.04.11 4 Übernachtungen + 3 Tage Skiwelt-Skipass ab
SUPERSKIWOCHEN
04.12. - 18.12.10 und 19.03. - 03.04.11
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ab € 229,- pro Person
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