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Betrachteter Aspekt:

Die Otto Group möchte im Rahmen Ihrer Klimaschutzstrategie bis zum Jahr 2020 die transport- und standortbedingten CO2- Emissionen um 50% reduzieren ( auf Basis der Geschäftsjahre 2006/2007).

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Otto Group an verschiedenen Stellen Möglichkeiten den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Eine dieser Möglichkeiten ist dabei, den Anteil der per Luftfracht transportierten Waren weiter zu reduzieren. Denn bei dem Transport einer Tonne Ware als Luftfracht wird 25mal mehr CO2 ausgestoßen, als im Vergleich zu einem Transport auf dem Seewege.

Gemäß den Aussagen von Herrn Bartelt, sieht die Otto Group hier einen der wesentlichen Hebel, um das oben genannte Ziel zu erreichen.

Unsere These:

Eine Umstellung in großem Umfang von Luftfracht auf Seefracht ist mittelfristig nicht umsetzbar bzw. nicht nachhaltig. (Das müssten wir eventuell nochmal kurz überlegen. Ich find nämlich, dass schon der Ansatz komplett hohl ist.

Andererseits ist das auch mit mehr Arbeit für uns verbunden

)

Pro:

- Herr Bartelt berichtete von einem wirtschaftlichen Netzwerk und eigenen Büros in China und Bangladesch, deren Entwicklung und Errichtung Jahre gebraucht haben.

- So lange es den Otto Katalog gibt und somit ein statisches Produktsegment, ist eine Just in Time Lagerhaltung nicht möglich.

- Einen wirtschaftlichen "Turn-Around", bei dem die Produktion in Länder verlegt werden würde, die näher an den Hauptabsatzmärkten liegen (Tunesien, Türkei), ist mit hohen Kosten verbunden.

- Weiterhin fehlt in Ländern wie der Türkei oftmals das Know-How. Auch die

Qualität der Waren würde gemäß Herrn Bartelt nicht konkurrenzfähig mit den Marktführern China und Bangladesch sein.

- Bereits jetzt werden von der Otto Group ca. 70 % aller Waren per Seefracht transportiert.

- Kunden sind nicht bereit lange Lieferzeiten in Kauf zu nehmen. Bei einer

Lieferung per Flugzeug aus Asien läge die Lieferzeit bei etwa fünf Tagen, per Schi ! in etwa bei 30.

- Bislang unterliegt die Verantwortung zur E "zienz-Steigerung noch den einzelnen Geschäftsführern der einzelnen Sub-Unternehmen, was eine Umstrukturierung extrem schwierig gestaltet.

- Bislang werden nur 30% der Waren über den Luftweg transportiert. Die Luftracht

allgemein ist nur zu 80% e "zient (oder waren es nur 20? Kann sein, dass ich das vertauscht hab). Die Luftfracht mach derzeit nur 30% (Bei der Zahl bin ich mir auch nicht ganz sicher, aber schon relativ.) der CO2-Emmisionen aus. Allein durch die Umverlagerung auf Seefracht kann das Ziel die Emissionen um 50% zu senken in keinem Fall erfüllt werden! (Bäm!)

Contra:

- Ein Transport per Schi ! ist deutlich günstiger, als ein Transport per Flugzeug.

- Durch einen Umstellung der Produktion in Absatzmarkt nahe Länder wäre der Seetransport deutlich schneller und günstiger. Allerdings wäre auch der Lufttransport deutlich günstiger und auf Grund der kürzeren Strecken mit einem deutlich geringeren CO2 Ausstoß verbunden.

- Durch eine Netzwerkbildung in neuen möglichen Produktionsländern wäre eine mittelfristige Umstellung ggf. doch möglich.

- Da die Luftfracht nur zu 80% e "zient ist, ist eine große, wenn auch nicht

komplette, Umverlagerung auf die Seefracht eindeutig auch in Hinsicht auf die Wirtschaftlichkeit durchaus sinnvoll.