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Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre

Lechner – Egger – Schauer

Inhaltsverzeichnis
A. Das Unternehmen als ein auf die Umwelt ausgerichtetes sozio-ökonomisches System........5
I. Die Unternehmensführung...................................................................................................5
1. Die Produktionsfaktoren.................................................................................................5
2. Das Management als Träger von Entscheidungen..........................................................5
3. Die Zielsetzung...............................................................................................................5
4. Die Planung.....................................................................................................................9
5. Die Organisation...........................................................................................................13
6. Die Überwachung.........................................................................................................16
II. Die menschliche Arbeitsleistung im Betrieb....................................................................17
1. Das qualitative Niveau der ausführenden menschlichen Arbeitsleistung ....................17
2. Die Grundprinzipien des Personalwesens.....................................................................17
3. Teilgebiete des Personalwesens....................................................................................18
4. Zukunftsperspektiven des Personalwesens...................................................................20
III. Das Vermögen (Die Nutzung des Vermögens)...............................................................20
1. Das sachliche Anlagevermögen und sein Einsatz ........................................................20
2. Das immaterielle Anlagevermögen und sein Einsatz ...................................................22
3. Das finanzielle Anlagevermögen und sein Einsatz ......................................................23
4. Das Umlaufvermögen und sein Einsatz .......................................................................23
B. Die konstitutiven Rahmenentscheidungen des Unternehmens.............................................25
I. Die Wahl der Rechtsform des Unternehmens...................................................................25
1. Mögliche Rechtsformen................................................................................................25
2. Allgemeines zur Frage der Bestimmungsgründe für die Wahl der Rechtsform...........28
3. Wichtige Bestimmungsgründe......................................................................................28
II. Der Standort der Betriebe.................................................................................................34
III. Die Unternehmensverfassung.........................................................................................34
1. Der Begriff der Unternehmensverfassung....................................................................34
2. Die Marktverfassung.....................................................................................................35
3. Die Finanzverfassung....................................................................................................35
4. Die Organisationsverfassung........................................................................................36
5. Die Theorie der Verfügungsrechte................................................................................36
6. Die Potentiale für Unternehmensgründung...................................................................37
C. Die Finanzwirtschaft............................................................................................................38
I. Grundlegende Darstellung.................................................................................................38
1. Der betriebliche Wertekreislauf....................................................................................38
2. Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen...........................................................38
3. Das finanzielle Gleichgewicht als Zielsetzung.............................................................39
4. Arten der Finanzbewegungen.......................................................................................39
5. Arten von Investitionen.................................................................................................39
II. Die Kapitalbeschaffung....................................................................................................39
1. Die Finanzierungsformen..............................................................................................39
2. Die Innenfinanzierung...................................................................................................40
3. Die Außenfinanzierung.................................................................................................42
III. Die Finanzplanung..........................................................................................................46
1. Die Grundlagen der Finanzplanung..............................................................................46
2. Die Erstellung des Finanzplanes ..................................................................................47

3. Die Ermittlung des Kapitalbedarfs................................................................................48
4. Die Zielsetzungen für die Liquiditätspolitik.................................................................50
IV. Finanzierungsregeln........................................................................................................50
1. Die optimale Finanzierung als Auswahlproblem..........................................................50
2. Grundsätzliche Merkmale von Eigenkapital (EK) und Fremdkapital (FK)..................50
3. Die Bedeutung des Eigenkapitals als Risikokapital......................................................50
4. Der Leverage-Effekt.....................................................................................................51
5. Das Modigliani-Miller-Theorem...................................................................................51
6. Die Bedeutung der Eigenkapitalquote..........................................................................51
7. Finanzierungsempfehlungen.........................................................................................51
8. Die Bemessung des Verschuldungsgrades....................................................................52
9. Die Reihenfolge in der Fremdfinanzierung..................................................................53
V. Die Investition..................................................................................................................53
1. Die Gliederung der Investitionen..................................................................................53
2. Die Investitionsrechnung..............................................................................................53
VI. Der Einfluss steuerlicher Vorschriften auf Investition und Finanzierung......................56
1. Grundfragen der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre..................................................56
2. Steuerliche Einflüsse auf die Außenfinanzierung.........................................................57
3. Steuerliche Einflüsse auf die Innenfinanzierung..........................................................58
4. Auswahlkriterien für die Inanspruchnahme steuerlicher Begünstigungen...................59
5. Berücksichtigung der Steuerbegünstigungen in den Investitionsrechnungen...............59
VII. Die Organisation der betrieblichen Finanzwirtschaft....................................................59
1. Das Finanzmanagement................................................................................................59
2. Die Einordnung der Finanzwirtschaft in die Unternehmensorganisation.....................60
D. Die Produktion.....................................................................................................................61
I. Der Begriff Produktion......................................................................................................61
II. Die Gestaltung des Produktionsprozesses........................................................................61
1. Die Produktionsplanung................................................................................................61
2. Die Fertigungsverfahren...............................................................................................62
3. Die Bestimmung der optimalen Losgröße....................................................................63
4. Die Rationalisierung des Produktionsprozesses...........................................................63
5. Integrierte Fertigungssysteme.......................................................................................63
6. Charakteristische Merkmale bei der Erstellung von Dienstleistungen........................63
7. Maßnahmen zur Qualitätssicherung (Qualitätsmanagement).......................................64
III. Die Grundlagen der Kostentheorie.................................................................................65
1. Der Standort der Kostentheorie.....................................................................................65
2. Fixe und variable Kosten..............................................................................................65
3. Die Kostenremanenz.....................................................................................................66
IV. Gesamt – und Stückkostenverläufe.................................................................................66
1. Der Gesamtkostenverlauf nach dem Ertragsgesetz.......................................................66
2. Der lineare Kostenverlauf.............................................................................................67
3. Der linear-progressive Gesamtkostenverlauf................................................................69
4. Bemerkung zu den Kostenverlaufsanalysen.................................................................70
E. Der Absatz............................................................................................................................71
I. Die Grundlagen..................................................................................................................71
1. Absatz und Marketing...................................................................................................71
2. Der Marketingprozess...................................................................................................72
II. Die Absatzplanung...........................................................................................................74
1. Aufgaben der Absatzplanung........................................................................................74
2. Bedingungen für die Absatzplanung.............................................................................74
3. Zeitfaktor in der Absatzplanung...................................................................................74

4. Ablauf der Absatzplanung............................................................................................74
5. Arten der Absatzpläne...................................................................................................75
III. Die Marktforschung........................................................................................................75
1. Die Aufgaben der Marktforschung...............................................................................75
2. Die Markforschungsbereiche........................................................................................75
3. Die Methoden der Markforschung................................................................................76
IV. Instrumente der Marketinggestaltung.............................................................................76
1. Absatzpolitisches Instrumentarium...............................................................................76
2. Preispolitik....................................................................................................................77
3. Produkt- und Sortimentspolitik.....................................................................................84
4. Kommunikationspolitische Maßnahmen......................................................................86
5. Distributionssystem.......................................................................................................89
V. Die Absatzorganisation ..................................................................................................91
1. Eindimensionale Absatzorganisation............................................................................91
2. Mehrdimensionale Absatzorganisation.........................................................................92
F. Das betriebliche Rechnungswesen........................................................................................94
I. Die Einteilung des betrieblichen Rechnungswesens.........................................................94
II. Buchführung (Geschäftsführung, Finanzbuchhaltung) und Bilanz..................................95
1. Die Buchführung öffentlicher Verwaltung...................................................................95
2. Die Buchführung des Unternehmens............................................................................96
III. Die Theorie des Jahresabschlusses.................................................................................99
1. Die Aufgabe des Jahresabschlusses..............................................................................99
2. Der Jahresabschluss und die Bilanzlehren (Bilanztheorien).......................................100
IV. Der Jahresabschluss nach dem Unternehmensgesetzbuch in Österreich......................101
1. Die Grundlagen der unternehmensrechtlichen Rechnungslegungsbestimmungen.....101
2. Die Funktionen des Jahresabschluss nach dem UGB.................................................101
3. Der Aufbau der Rechnungslegungsvorschriften.........................................................101
4. Verpflichtung zur Führung von Büchern....................................................................102
5. Die Bilanzierungsgrundsätze (Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung)..............102
6. Geschäftsjahr...............................................................................................................104
7. Die Überleitung von den Zahlen der Finanzbuchhaltung in die Bilanz......................104
8. Bilanzierungsge- und verbote sowie Bilanzierungswahlrechte..................................104
9. Bewertungsvorschriften..............................................................................................105
10. Einkommenssteuerliche Bewertungsvorschriften.....................................................106
11. Die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften, betreffend die Erstellung
des Jahresabschlusses, dessen Prüfung und Veröffentlichung........................................108
12. Gliederungsvorschriften im Jahresabschluss............................................................108
V. Kostenrechnung..............................................................................................................121
1. Begriff und Aufgaben der Kostenrechnung................................................................121
2. Aufwand und Kosten..................................................................................................121
3. Die Bewertung in der Kore.........................................................................................122
4. Kostenabhängigkeiten.................................................................................................123
5. Die Kostenartenrechnung............................................................................................123
6. Die Kostenstellenrechnung.........................................................................................123
7. Die Kostenträgerrechnung..........................................................................................125
8. Die Kalkulationsverfahren..........................................................................................126
9. Die Korrektur des BAB für die Beständebewertung in der Bilanz.............................127
10. Vollkostenrechnung VKR und Teilkostenrechnung TKR auf Ist-Kosten-Basis......128
11. Voll- und Teilkostenrechnung auf Soll-Kostenbasis (Plankostenrechnung)............129
12. Die Prozesskostenrechnung......................................................................................130
13. Die Betriebsergebnisrechnung..................................................................................131

...........133 7......................................................... Die kybernetische Verfahrensanalyse..................................144 ..............................................und Unternehmensanalyse.141 4............. OR).........................................................................................141 1......................141 2........................................................................................................... Modellansätze in der Betriebswirtschaftslehre................................132 1...132 4..... Externe und interne Betriebs........ Betriebliche Kennzahlen...........................................................132 5..................................132 2.................................. Entscheidungsorientierte Planungsverfahren...............132 3............ Die Kennzahlen um Einzelnen................................. Operations Research........................................................................ Die Kennzahlenrechnung als Planungs-(Führungs-)Instrument..................................................133 6..... Jahresabschlussanalyse (Bilanzanalyse) und Kennzahlenermittlung...... Die Grundlagen unternehmerischer Entscheidungen............... Die Darstellungsmöglichkeiten von Kennzahlen................................................................. Die Verfahrensforschung (Operations Research.................. Allgemeines.134 VII.. Die Zielkostenrechnung (Target Costing)......................................141 5..........131 VI...............141 3........................ Kennzahlen als Informationsinstrument........... 14...........................................

Umweltschutz) Die wichtigste Aufgabe des Managements ist Zielsetzung. Zielsetzung → Planung → Organisation → Überwachung →Zielsetzung 3. die im sich immer wiederholenden Vorgang des Managementkreises durchgeführt wird. Geschäftsführer. Das Unternehmen als ein auf die Umwelt ausgerichtetes sozio-ökonomisches System I.(Unternehmensziele.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 A. Das Management als Träger von Entscheidungen Grundsätzlich führt jeder im Unternehmen tätige Mensch sowohl dispositive als auch ausübende Tätigkeiten aus.Führungsebene: Top Management (Eigentümer. Betriebsorganisation) 2. geschäftliche außerordentlich bedeutende Maßnahmen. Finanzen) Lower Management (Abteilungsleiter. Koordination. Lower Management) Elementarfaktoren: • Werkstoffe • Betriebsmittel • Menschliche Arbeitsleistung: Ausführende menschliche Arbeitsleistung oder Dispositive menschliche Arbeitsleistung (Unternehmensführung. Meister. Die Produktionsfaktoren Gutenberg hat die betriebliche Leistungserstellung wie folgend dargestellt: Dispositive Faktoren: • Originärer Faktor: Geschäfts.Ausführungsebene Die Unternehmensführung trifft Führungsentscheidungen. Produktion. Die Zielsetzung a) Zielbildung im erwerbswirtschaftlichen Unternehmen Zentralverwaltungswirtschaft: Organprinzip (= Prinzip der plandeterminierten Leistungserstellung) – Leistungspläne von den Zentralstellen vorgegeben Marktwirtschaft: Autonomieprinzip (= erwerbswirtschaftliches Prinzip) – Unternehmensführung entscheidet selbst über Leistungspläne Seite 5 von 144 . . Vorstand) . Personalpolitik.Leitungsebene: Middle Management (Leiter Einkauf. betreffen das ganze Unternehmen und sind nicht delegierbar.und Betriebsleitung (Top Management) • Derivativer Faktor: Betriebsorganisation. Verwaltung. Unternehmenspolitik. Vorarbeiter) . Diese haben grundlegende Bedeutung für das Unternehmen (Ganzheitsentscheidungen). Die Unternehmensführung 1. Planung und Kontrolle. Planung (Middle.

Umwelt.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Nach langer Diskussion wurde schließlich von den meisten Autoren das Streben nach maximalem Gewinn als einziges Ziel eines Unternehmens deklariert. Dieser Prozess ist nie abgeschlossen.…) • Streben nach Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts (Schuldenabgleichung.. nicht quantifizierbare Ziele (Unabhängigkeit. abhängig vom Anspruchsniveau auf das Ziel) • Zeitlicher Bezug: kurzfristig (Wochen-..) Zieldimension Die Dimension eines Zieles wird definiert durch: • Inhalt: quantifizierbare Ziele (Gewinn.…). Risikopolster. Die Zielbildung ist kein unipersonaler. neue Zielsysteme Formalziele (unabhängig von den unternehmensspezifischen materiellen Zielvorstellungen) bilden grundsätzlich Zielsysteme. Arbeitnehmen. Prestige. Macht. sondern ein multipersonaler Vorgang. Monats-. mittelfristig (über 1 Jahr). Jahresziele). b) Zielsysteme Das Ergebnis des Zielbildungsprozesses ist das jeweilige Zielsystem des Unternehmens. dass „Gewinnmaximierung“ nicht konkretisierbar sei. Management. sonstige Ziele (Beziehungen zu Behörden. öffentliche Auftraggeber) wirkt mit. Liquidität. sondern wird durch den Zielerreichungsgrad vorhergehender Ziele beeinflusst → neue Zielvorstellungen. begrenzt formulierte Ziele (Auswahl sofort wenn zureichende Handlungsmöglichkeit. Vereinigung. Grundziele um den Bestand des Unternehmens zu sichern: • Streben nach ausreichend Gewinn (Unabhängigkeit. langfristig (über 1 Jahr) Erwerbswirtschaftliches Prinzip: Gewinnstreben unter Berücksichtigung der vom Markt gebotenen Chancen und unter Beachtung der dabei auftretenden Risken Rentabilität: Kapitalrentabilität (ROI): Verhältnis des Gewinns zum eingesetzten Kapital bzw Vermögen • Gesamtkapitalrentabilität: (Gewinn + Zinsen) x 100 / Gesamtkapital (Vermögen) • Eigenkapitalrentabilität: Gewinn x 100 / Eigenkapital (Restgröße nach Abzug des Fremdkapitalanteils →Leverage Effekt) Umsatzrentabilität: Verhältnis des Gewinns zum leistungsbedingten Erlös (Gewinn + Zinsen) x 100 / Umsatz oder Gewinn x 100 / Umsatz Umschlagshäufigkeit des Kapitals: Umsatz / Gesamtkapital Umsatzrentabilität x Umschlagshäufigkeit = Kapitalrentabilität Produktivität: Verhältnis der hervorgebrachten Leistung zu den eingesetzten Faktormengen • Arbeitsproduktivität: Anzahl der erzeugten Einheiten / Anzahl der Arbeiter • Materialeinsatzproduktivität: Anzahl der erzeugten Einheiten / verarbeitetes Material Seite 6 von 144 .…).…) • Ausmaß: unbegrenzt formulierte Ziele (Auswahl aus sämtlichen Alternativen). Gegner meinen. Eine Mehrzahl von Personen (Eigentümer.

einen gegebenen Bedarfsdeckungseffekt mit möglichst geringem Mitteleinsatz zu realisieren. Bereichsziele. deswegen ermittelt man bei differenzierten Leistungsprogrammen die Teilproduktivitäten.und Unterzielen (Teilziele. Wirtschaftlichkeit: Mit einem gegebenen Mittelbestand einen möglichst großen Bedarfsdeckungseffekt zu erzielen bzw.Deduktiv orientiertes Mittel-Zweck-Schema: Unterscheidung von Ober-. Abteilungsziele) → Zielpyramide Das Oberziel erhält durch die Teilziele auf jeder Leistungsebene seinen operationalen Inhalt. Liquiditätsgrad: sofort bis kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel sofort bis kurzfristig fällige Ausgaben 3.und Zweckbeziehung zwischen Zielen .bzw.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Meistens ist eine Ermittlung der Gesamtproduktivität sehr schwierig. aber nur eine ausreichende Rentabilität ist existenzentscheidend. Das Wirtschaftlichkeitsprinzip zählt zu den Grundprinzipen in der Betriebswirtschaft. Um die idealen Soll-Kosten-Situation zu erreichen muss das qualitative Niveau von Material und Betriebsmitteln voll ausgenützt sein. Wirtschaftlichkeit hilft die Rentabilität zu erhöhen. Liquiditätsgrad: sofort bis mittelfristig verfügbare Zahlungsmittel sofort bis mittelfristig fällige Ausgaben Stellung von Zielen: Gewinn. Wirtschaftlichkeit (Gutenberg): Ist-Kosten (Aufwand) / Soll-Kosten (Aufwand) Soll Kosten werden durch Ausnutzung von Substitutionsmöglichkeiten – alternativ (Gesamtfaktor wird ersetzt)oder peripher (Teile des Faktors werden ersetzt) – erreicht. Liquidität: Fähigkeit den einzelnen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu entsprechen. Rentabilitätsstreben = zentrale Stellung in allen Zielsystemen (Heinen) Die übrigen Unternehmensziele: • Das relative Zielgewicht . Beispiel: Seite 7 von 144 .Begrenzte Formulierung der übrigen Ziele: Gewinnmaximierung unter Nebenbedingungen . Das allein genügt jedoch nicht. Maximierung/Minimierung eines Ziels • Die Mittel. Liquidität: flüssige Mittel im Betrachtungszeitraum / Zahlungsverpflichtungen im BZR Liquidität bei Wert 1 und darüber Illiquidität bei Wert unter 1 (bedeutet nicht gleich Konkurs oder Ausgleich) 1. Liquiditätsgrad: sofort verfügbare Zahlungsmittel sofort fällige Ausgaben 2. Zwischen. jedoch darf die Rentabilität durch Barreserven nicht gehemmt werden.Unbegrenzte Formulierung jeweils eines der übrigen Ziele: begrenzte Gewinnerzielung. Es soll genug Liquidität herrschen um Zahlungsstockungen auszuschließen.

Wirtschaftlichkeit → Gewinnstreben → Liquiditätssicherung. Liquide vermögen vermögen Mittel Return on x Investment Gewinn Umsatz. der Führungsstil ist dabei wichtig. Druck) Seite 8 von 144 . z.B. Prestige. Zielkompromisse Zielkonflikte entstehen als Konflikte zwischen • Zwischen lang. zwischen Finanzleiter und Produktionsleiter – bereichsbezogen oder personenbezogen) • Als vertikale Konflikte (Ziele der Teilbereiche stimmen nicht mit den Zielen des Gesamtunternehmens überein.Induktiv orientiertes Mittel-Zweck-Schema (Heinen): Eigenkapitalrentabilität ist das betriebswirtschaftlich relevante Oberziel Absatzsteigerung. Bereinigung durch dirigistische Betriebsführung (Zwang. Kosten des kosten erlöse Umsatzes Fracht und Auslieferung Verwaltungs kosten . EG Ziel 2 fällt (Liquidität) Unverträglich: Ziel 1 (Vereinigung) widerspricht Ziel 2 (Unabhängigkeit) d) Zielkonflikte. z. Kapitalerhaltung.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Oberziel: Unternehmensführung Gewinnerzielung Produktionsbereich Finanzbereich Absatzbereich Zwischenziele: Senkung der Verbesserung der Steigerung des Umsatzes Produktionskosten Kapitalstruktur Unterziele: Senkung der Lohnkosten Beschaffung langfristiger Verbesserung des Kredite Vertriebssystems Du Pont’sches Zielsystem Vorräte Umsatz. Macht → Einkommen c) Verträglichkeit von Zielen Komplementär: Erfüllungsgrad (EG) Ziel 1 (Umsatz) steigt. Autoritäre Führung: Vermeidung von Konflikten durch Regelungen (Befehlen & Gehorchen). Wachstum →Unabhängigkeit. Herstell- erlöse kosten Umsatz- rentabilität : - Vertriebs- Umsatz. durch unzureichende Kommunikation) Konflikte können in einer Abstimmung oder durch einen Kompromiss gelöst werden. Produktivitätssteigerung → Umsatz. Anlage. Umlauf- erlöse vermögen Forderungen Umschlags- häufigkeit : + Gesamt. Die Unternehmensführung muss die Konflikte bereinigen.und kurzfristigen Zielen (unterschiedliche Planungszeiträume) • Als horizontale Konflikte (zwischen Ranggleichen. Soziale Prinzipien. EG Ziel 2 (Marktanteil) steigt Indifferent: Ziel 1 (Wirtschaftlichkeit) beeinflusst Ziel 2 (Unabhängigkeit) nicht Konkurrierend: EG Ziel 1 (Rentabilität) steigt. Eigenkapitalrentabilität.B.

Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Kooperative Führung: Interessenskonflikte werden im Planungsstadium ausgetragen. Institutionen. Die Planung Unternehmensplanung: Gewinnung. Messung durch: Return on Equity (ROE): angemessen wenn > Zinssatz von Obligationen + Risikozuschlag Diskontierter Free Cashflow: Cashflow nach Steuern . sondern soll jedes Konzerngeschäftsfeld einen positiven freien Cashflow bzw. 4. die Einfluss auf die Erreichung der Unternehmensziele nehmen. Mitarbeiter) und externe (Lieferanten. finden von Alternativen. Stakeholder: alle Personen. Verarbeitung von Informationen zur bestmöglichen Realisierung der Ziele. gedankliche Vorwegnahme von zukünftige Handlungen Unterscheide Planung von Improvisation und Prognose (Planungshilfsmittel)! a) Bedeutung der Planung für die Unternehmensführung • Zwang zur klaren Zielformulierung • Denken in Systemzusammenhängen (integrierte Gesamtplanung) • Erhöhung der betrieblichen Flexibilität (schnelle Anpassungsmaßnahmen) • Wahrscheinlichkeitsüberlegungen (Chancen und Risiken der Zukunft) b) Grundsätze der Planung • Vollständigkeit (Planungsbreite wichtiger als Planungstiefe) • Eindeutigkeit (Verständlichkeit) • Kontinuität (Planung als ständige Einrichtung) • Elastizität (je nach Planungshorizont Planungsreserven in Form von Eventualplänen und zeitlich überlappenden Plänen einbauen) • Wirtschaftlichkeit (siehe 3. die Mitarbeiter werden miteinbezogen e) Das Anspruchsgruppen-Konzept (Shareholder-Value) Hinter dem Shareholder-Value-Konzept steht die Erwartung. Gruppen. Kammern. Es gibt interne (Management. dass unter marktwirt- schaftlichen Wettbewerbsbedingungen Unternehmen eine nachhaltige Rentabilität des Eigenkapitals erarbeiten. Kunden. Aufbereitung. die deutlich über dem Zinssatz für langfristiges Fremdkapital liegt. Aktionäre. einen genügend hohen Added Value erreichen. das Unternehmen zur Erreichung von Zielen und zur Durchsetzung von Strategien auf die Beiträge oder Ressourcen der verschiedenen Stakeholder-Gruppen angewiesen ist.…) Stakeholder. Das Stakeholder-Konzept (Synonym für soziale Verantwortung eines Unternehmens) besagt.b)) c) Gliederung der betrieblichen Planung • Planungszeitraum: Seite 9 von 144 .Investitionen in AV und UV Added Value: operatives BE (vor Abzug von Zinsen nach AfA und Steuern) – Zinsbetrag (betriebsnotwendiges Vermögen * langfristiger Zinssatz für Industrieobligationen) Es soll mehr als nur steigender Marktanteil und Gewinn erreicht werden. dass das Management bzw.

Produktion. • Ausmaß der Operationalität: strategische Planung (weiter Planungshorizont. Investitionsgütermarkt Finanzmarkt. Analyse der realisierbaren Möglichkeiten: Erarbeitung von alternativen realisierbaren Zielbündeln und deren Auswirkungen . Programme. beachten) • Horizontale Koordination: Koordination von Erfolgsplanung und Liquiditätsplanung • Koordination von Planungsrechnung und Istrechnung: laufende Überwachung der Realisationsphase um rasche Reaktionen zu ermöglichen e) Planungsprozess Die Grenze zwischen Planungsphasen ist oft fließend. gesetzliche Bestimmungen) und intern (Unternehmensführung. Leistungsverwertung (Absatzgebiete.…). finanzielle Situation) . wird sie doch stark durch bestimmte Vorstellungen der Verantwortlichen in den Teilbereichen beeinflusst.und Mittelfristplanung wird betriebsunabhängig auf 1 Jahr festgelegt. Projekte und Tätigkeiten. Deswegen gibt es Planungskoordination. . • Zielplanung: . grobe Zahlenwerte). die insbesondere in der unmittelbaren Zukunft in den einzelnen Funktionsbereichen wie auch von der Führung selbst für die Sicherung des gesamten Zielspektrums zu vollziehen sind. operative Planung (detaillierte Zahlenwerte). F&E. sondern es besteht die Möglichkeit der Rückkopplung. Analyse des Istzustandes: Feststellung der Lücken Seite 10 von 144 . Analyse des Istzustandes: extern (Absatzmarkt. Kunden.und Nachteile. d) Planungskoordination Obwohl sich die Aufstellung der Bereichspläne nach den Zielvorstellungen des gesamten Unternehmens richten muss. auch sind die Planungsschritte nicht nur in einer Richtung miteinander verbunden. • Zeitliche Koordination: Engpässe beeinflussen die Koordination und bestimmen kurzfristig die Gesamtplanung → „Ausgleichsgesetz der Planung“.…) und Finanzierung (Zahlungsmittelbedarf) divisionale Organisation: Bereichspläne eingeteilt in Pläne der Zentralabteilung und Pläne der Divisionen (Sparten) Die Bereichspläne werden weiter untergliedert. taktische Planung (Aufspaltung der Sollwerte auf die einzelnen Bereiche) • Geltungsbereich: funktionale Organisation: Bereichspläne eingeteilt in Leistungserstellung (Produktion. Beschaffung. „Dominanz des Minimumsektors“ (Gutenberg) • Vertikale Koordination: Verknüpfung der Bereichspläne nach oben und untereinander → Gesamtplan (Minimumsektor unter Berücksichtigung von Anpassungsmaßn. Berücksichtigen der Realisierbarkeit der Ziele • Maßnahmenplanung ist die systematische Erarbeitung aller konkreten Aktionen. Einkauf. Entscheidung: Abwägen der Vor. zentrale Merkmale sind Verantwortung und Kompetenz. Sie schließt die Lücke zwischen Ziel und Prognose.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 langfristige Planung > 1 Jahr (Planungshorizonte sind Lebensdauer und Anpassungsfähigkeit des Leistungsprogramms) Kurzfrist. Beschaffungsmarkt. Verkauf.

Entscheidung: Auswahl einer bestimmten Maßnahme oder eines Maßnahmenpaketes Maßnahme: Beitrag zur Zielerreichung f) Entscheidung unter Unsicherheit Unsicherheitsgrad bzw. objektiv (kein Anhaltspunkt) 1. Unsicherheit ist messbar • Unsichere Erwartungen: mehrwertig . Aktionspläne werden festgelegt Trotz allem muss die Möglichkeiten des Rückzugs und geplanten Endes bedacht werden. Maximum ⅓) 4.B. Morgenstern.und Formalzielen. Ausgangspunkt ist ein unternehmerisches Konzept (business idea) 4 Grundelemente: . Keynes) Alternativen werden subjektiv vom Entscheidenden auf die Wahrscheinlichste reduziert 2. Koch’sche Regel (Koch): Alternative mit größtem Gewinn nach Gewinnminderung durch Sekundärkomponenten.Schaffung relativer Wettbewerbsvorteile . Pessimismus-Optimismus-Kriterium (Hurwicz): Minimal.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 . z. d.und Maximalgewinn * Pessimismus-Optimismus-Index (sich auf 1 ergänzende Konstante.Festlegung von Kriterien und Standards (Messung des Erfolgs) Die strategische Führung formuliert die „Vision“ (Grundsätze der Unternehmenspolitik). subjektiv (subjektive Wahrscheinlichkeit. die Unternehmenskultur muss berücksichtigt werden. Analyse der realisierbaren Möglichkeiten: Erarbeitung von alternativen realisierbaren Maßnahmen unter Rücksichtnahme auf mögliche Risiken . (Hart) Gesamterwartungswert (WK * Ergebnis) . Glaubwürdigkeit) 1. Alternative mit der geringsten möglichen Enttäuschung 3. Kriterium des unzureichenden Grundes (Laplace): alle Alternativen gleiche WK → Summe/Anzahl Alternativen 5. Sicherheitsmaßnahmen g) Operative und strategische Unternehmensführung • Operative UF: Sicherung von zeitlich dimensionierten Sach. Alternative mit dem höchsten minimalen Ergebnis 2. Wahrscheinlichkeitsgrad: • Sichere Erwartungen: einwertig • Risikoerwartungen: einwertig. Minimum ⅔.h.und Steuergrößen • Strategische UF: Schaffung und Erhaltung von Erfolgspotentialen (Gefüge von erfolgsrelevanten produkt. Wald): „vorsichtiger Pessimist“. Liquidität und Erfolg sind Führungs. Minimax-Risiko-Regel (Savage.Analyse der strategischen Ausgangsposition (SWOT) . die Unternehmensorganisation muss an die Strategie angepasst werden (structure follows strategy). Niehans): „ängstlicher Geschäftsführer“. (Fisher. Seite 11 von 144 .und marktspezifischen Voraussetzungen). die Strategien auf jeder Ebene führen zu Direktiven für einzelne Funktionsbereiche.Bestimmung der zukünftigen Stellung der strategischen Geschäftseinheiten (SGE) . Minimax-Regel (Neumann.

und Kontrollprozesse eines Unternehmens gestaltet werden. Der strategische Handlungsrahmen der BSC: • Vision formulieren. sie hat 2 Funktionen: • Zahlenmäßige Auswirkung der geplanten Maßnahmen aufzeigen • Geplante Maßnahmen und die erwartenden Auswirkungen speichern i) Planung und Steuerung des Unternehmensgeschehens (Controlling) Aufgaben eines Controllers: • Planning function: Aufstellung. Koordination. Strategie Interne perspektive Perspektive Innovations-. -verwendung). Realisation des Unternehmengesamtplans • Controlling function: ständige Überwachung der Unternehmensziele und –pläne • Reporting function: Aufbau eines entsprechenden Berichtswesens • Accounting and tax function: Ausbau des REW zu einem entscheidungs. Strategie entscheiden • Ziele kommunizieren. überprüft Pläne und greift auch inhaltlich ein.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Erfahrungskurve: mit jeder Verdopplung der kumulierten Mengen eines Produkts entsteht ein Kostensenkungspotential von rund 20-30% (tritt nicht automatisch ein!) Substitutionszeitkurve: Komponente für die Beurteilung von Marktwachstum und die Verlängerung von Produktlebenszyklen. er ist die zentrale Planungsinstanz. Kunden-/Wettbewerbsorientierung. planungsorientiert. Das Controlling ergänzt die Führung durch Führungsdienstleistungen(feed-back und feed- forward information) und Führungsleistungen (Hilfestellung in der strategischen und operativen Ebene) j) Performance Measurement (Balance Scorecard) Die Balance Scorecard wurde von Kaplan und Norton entwickelt und soll die gesamten Planungs-. wobei der Controller nicht für das externe REW verantwortlich ist. Leistungsanreize vorgeben • Planungsvorgaben bestimmen • Strategisches Feedback und Lernen Finanz- perspektive Kunden. Anforderungen an eine zeitgemäße UF sind Wertorientierung. jede Innovation löst eine Substitution aus h) Planung und Planungsrechnung Die Planungsrechnung ist ein Instrument der Planung. prozessorientierte Messgrößen transferiert und das Unternehmen im Hinblick auf kritische Erfolgsfaktoren und Leistungsindikatoren ausgerichtet werden. Die Führung muss zielorientiert. wenn einzelne Pläne im Widerspruch stehen. Lernperspektive Seite 12 von 144 . adaptiv und flexibel sein um ein erfolgreiches Controlling möglich zu machen. Prozesseffizienzorientierung. Er steht als Vermittler zwischen Geschäftsführung und den Fachbereichen (Informationsversorgung. Steuerungs-. Mit Hilfe des Performance-Managements kommen strategische Ziele in operative.und funktionsorientiertem Instrument Unterschied zum amerikanischen Konzept wird in internes und externes REW getrennt.

zunehmende Lagerdauer. die Sanierungsfähigkeitsprüfung (das Unternehmen hat genügend Erfolgspotentiale zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit) und die Sanierungswürdigkeitsprüfung (Beteiligten unterstützen die Sanierung) Finanzwirtschaftliche Sanierung: Kapitalerhöhung.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Jede dieser Perspektivfelder wird in die Dimensionen Ziele. (2) Werttreiber-Management (Geschäftsfeldsteuerung). Neuinvestition. Handlungen zur Krisenvermeidung bzw. z.… 5. aktiv oder reaktiv). Sanierungsmanagement Krisen kündigen sich durch bestimme Symptome an. dispositive Tätigkeit Seite 13 von 144 . abnehmender Marktanteil.… Leistungswirtschaftliche Sanierung: Strukturverbesserung. Desinvestition. Krisenbekämpfung. beherrschbar oder nicht beherrschbar • Nachkritische Phase: Krise ist bewältigt. Vorgaben und Maßnahmen unterteilt. Arthur Anderson hat die BSC zum sog.und Insolvenzursachenforschung: Untersuchen von Krisenursachen. potentielle Störfaktoren erkennbar • Latente Krise: System gerät aus dem Gleichgewicht. sinkender Umsatz. Verknüpfungsstrategien (Vernetzung peripherer Subsysteme) Wird die akute Krise auf Grund der Einschätzung von externen Ressourcengebern als nicht mehr beherrschbar eingeschätzt → freiwillige oder zwangsweise Liquidation (Konkurs) Wird die akute Krise als beherrschbar eingeschätzt → Sanierung Grundlage dafür sind die Sanierungsbedürftigkeitsprüfung (Unternehmen kann Krise nicht bewältigen). Man soll sich auf die wichtigsten Kennzahlen konzentrieren.B. Die Organisation Organisation: Verwirklichung der zeitlich vorgelagerten Planung Betriebsorganisation: Struktur des Betriebsaufbaus und der Arbeitsabläufe im Betrieb Bestandteil des Produktionsfaktors Vermögen. Pufferstrategien (Kernbereiche abschotten). welche sich auf 3 Ebenen erstreckt: (1) Konzernebene (Portfoliosteuerung). neuer Gleichgewichtszustand → operatives Krisenmanagement (präventiv. (3) Wertgenerierung (Prozessgestaltung – unterstützt durch Benchmarking „vom Besten lernen“ oder Activity Based Management „Kostenmanagement“) k) Krisenmanagement Krise: ungewollte.… Krisen.und Ablauforganisation. z.: Diversifikation. Kennzahlen. welche in einem Management- Cockpit gut darzustellen sind. hohe Personalfluktuation.B. Marktaustritt (antizipative Krisenbewältigung). Gesellschafterdarlehen. Verbesserung in der Aufbau. Die BSC ist ein Bindeglied zwischen strategischem Controlling und der operativen Umsetzung (Leistungserstellung). ungeplante funktionale und/oder strukturgefährdende Störung einer Organisationseinheit 4 Arten von Krisen in prozessualer Hinsicht: • Potentielle Krise: keine Bedrohung. Stundung von Verbindlichkeiten. leicht zu beheben • Akute Krise: Krise bricht offen aus. „wertorientierten Performance-Management“ weiterentwickelt. Aufnahme neuer Kredite.

Funktionaler Aufbau: Gliederung nach den wichtigsten Funktionen Aufgrund fortschreitender Diversifikation und räumlicher Verzweigung. in sich abgeschlossene Verantwortungsbereiche mit eigener Erfolgsrechnung (Profit Center) Seite 14 von 144 . Vorteile: Entlastung der Entscheidungsinstanz. bessere Qualität der Entscheidungen. kurze Befehlswege Nachteile: Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen den Bereichen .Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Substitutionsprinzip der Organisation (Gutenberg): Zunahme der Gleichartigkeit. Übergang auf → . dieser besteht aus der Leitungsstelle (Führungsstelle). Das kombinierte Linien.und Funktionssystem: Linien. Das Funktionsystem (Taylor): den Funktionsmeistern sind bestimmte Fachgebiete zugeteilt.und Funktionssystem existieren nebeneinander Vorteile: vielfältige Gestaltungsmöglichkeit der Befehlswege. Übersichtlichkeit Nachteile: lange Befehlswege. Spezialisierung der Stabstellen . den Leitungsstellen und Zwischenstellen werden Stabstellen zur Unterstützung beigegeben Stabstellen können für eine. den Zwischenstellen und den Ausführungsstellen Typische Leitungssysteme sind: . es gibt keinen Universalmeister Vorteile: Spezialisierung. während bestimme Funktionen zentral geführt werden und . Aufgaben der Instanz und deren Schwierigkeitsgrad Leitungssystem: der Instanzenzug (Befehlswege) wird festgelegt. Das Stablinien-System: durchgehender Befehlsweg. mehrere Instanzen oder auf verschiedenen Ebenen sein. Divisionalorganisation: jeder Sparte werden gewisse Funktionen zugeordnet. Qualifikation der unterstellten Mitarbeiter. Das Liniensystem: durchgehender Befehlsweg von oben nach unten Vorteile: präzise Kompetenzregelung. die einer Instanz unterstellt werden. wird beeinflusst durch Stellung der Instanz. Regelmäßigkeit und Wiederholbarkeit betrieblicher Prozesse → Zunahme an Regelungen a) Aufbauorganisation Klare Verteilung und Abgrenzung der betrieblichen Aufgaben. befasst sich mit Institutionen • Vertikale Aufbauorganisation Die organisatorische Struktur des Betriebs wird gebildet → Stellenplan Aufgaben und Kompetenzen werden festgelegt → Stellenbeschreibung Die jeweiligen Instanzen werden hierarchisch angeordnet Instanzentiefe: Anzahl der Rangstufen Leitungsspanne: Anzahl der Stellen. Leitungsstellen sind fachlich überfordert . Anpassungsfähigkeit • Horizontale Aufbauorganisation Gliederung der unmittelbar der Unternehmensführung unterstellten Bereiche . Matrixorganisation: funktionsorientierte Sparten und spartenorientierte Strukturen werden überlagert Vorteile: dezentrale Führung.

Steigerung der Effizienz des Managements: Top-Management weniger Routinearbeiten. Kontroll. mehr unternehmerische Aufgaben . Management by objectives: Subziele werden von oder mit den Mitarbeitern erarbeitet. verstärkte Bürokratie. wenn eine starke Unternehmensspitze mit allen Verrichtungsträgern zusammenwirkt und im Einvernehmen handelt. mehr Verantwortung an Mitarbeiter mit Fachwissen.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 • Zentrale – Dezentrale Organisation . optimale Durchführung der Aufgaben. die ähnlich sind Vorteile: Konzentration auf das Unternehmen. Management by participation: Fachkenntnisse optimal nutzen . hierarchische Ordnung ist aber unumgänglich Ein Unternehmen hat nur Erfolg. Anforderungen sind klare Unternehmensziele. Management by exception: bestimmte Aufgaben werden delegiert. mehrere Entscheidungsträger. 1 Entscheidungsträger (Person/Instanz). Verantwortungen werden delegiert Vorteile: Elastizität. Anforderungen sind klare Definition der Kompetenzen. Management by motivation: uneingeschränkte Entfaltung der Mitarbeiter . ständige Zielüberprüfung. klare Kompetenzabgrenzung. Management by results: Mindesthöhe von Gewinnen Seite 15 von 144 . Bessere Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an Veränderungen des Marktes Managementformen: . Management by delegation: Entscheidungen werden delegiert. Entscheidungen. Richtlinien. einheitliche Entscheidungen. Voraussetzung ist eine klare Kompetenzabgrenzung . Management by innovation: stete Anpassung an die Erfordernisse des Marktes . Verwendung von EDV . Entlastung der oberen Stellen Nachteile: uneinheitliche Willensbildung. wirksame Überwachung Problem: nur negative Abweichungen werden der Unternehmensführung gemeldet . Management by alternatives: verschiedene Lösungswege für ein Problem . Beeinträchtigung der Verantwortungsfreudigkeit . Kompetenzkonflikte.und Berichtssystem. Entlastung der Unternehmensspitze. extrem dirigistische Verhaltensweise bringt die Mitarbeiter oft in Opposition Kooperativ: bei dezentraler Organisation. Abteilungsegoismus • Führungsstil Dirigistisch/Autoritär: bei zentraler Organisation. Steigerung der Effizienz der Mitarbeiter: mehr Selbstständigkeit . Zentrale Organisation: geeignet für Bereiche. Kostenersparnisse Nachteile: kaum Kontakt mit den einzelnen Bereichen wenn großes Unternehmen. Management by system: Festlegung von Grundsätzen bzw. Dezentrale Organisation: Aufgaben. Verantwortungsübernahme seitens der Mitarbeiter . Definition von „außergewöhnliche Abweichung“. • Managementformen Ziele der Managementprinzipien: . verstärkte Motivation des mittleren und unteren Managements.

befasst sich mit Arbeitsabläufen (Organisation des Materialflusses.und Ablauforganisation herrschen enge Interdependenzbeziehungen. Durchführung.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 . Steuerung von Fertigungsprozessen. Rechnung. Die Überwachung Überwachung: Feststellung. Management by teaching: Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter . …) oder als Teil der Managementfunktionen (Überwachung der Ziele. Kaufmännische Kontrolle (Material. ob die Ergebnisse der Realisationsphase mit der Planung übereinstimmen (Soll-Ist-Vergleich) • Kontrolle: laufender Soll-Ist-Vergleich → Abweichungsanalyse → Korrekturmaßnahmen Technische Kontrolle. Durchführen und Kontrollieren” Projektmanagement: unabhängig von der bestehenden Organisation ein Team aus mehreren Ressorts zusammenstellen um die Lösung von Problemen zu erreichen b) Ablauforganisation Ordnung der Arbeitsabläufe in zeitlicher und räumlicher Hinsicht. Planungsbeurteilungsfunktion: Abweichungen können auch in der Planung vorkommen (unrealistische Planzahlen) Einzelschritte der Kontrolle: . Erhebung von Istdaten: auf Vergleichbarkeit mit Solldaten der Planung achten Seite 16 von 144 . Kontrolle bedarf unbedingt der Planung (Vorgaben) Aufgaben der Kontrolle: . Korrekturfunktion: Rechtzeitiges Erkennen von Soll-Ist-Abweichungen . Informale Kommunikationssysteme entstehen häufig auch und dienen der Entstehung und Verbesserung der formalen Kommunikation. Kontrolle der Unternehmensplanung konzentriert sich auf die Beeinflussung der Zukunft. Konflikte).und Aufbauorganisation bestimmen auch die formalen Kommunikationssysteme. Sicherungsfunktion: bei autoritärem Stil mehr Kontrolle notwendig als bei kooperativem Stil . Organisation der Auslieferung von Produkten bis zu deren Fakturierung) Die Ablauforganisation regelt folgende Probleme: • Aneinanderreihen geeigneter Arbeitsschritte. 6. Management by direction and control: “Anweisen. bis eine Aufgabe gelöst ist • Bestmögliche Unterstützung des Arbeitsablaufes mit Geräten und Hilfsmitteln • Zuordnung bestimmter Aufgaben zu bestimmten Stellen (Personen) • Herausfinden des günstigsten Verfahrens für bestimmte Aufgaben Darstellungsmittel: Ablaufpläne: Ablauf wird in einzelne Arbeitsschritte zerlegt Datenflusspläne: zeichnen Herkunft und Verarbeitungsreihenfolge der Datenbestände auf Programmablaufpläne (Blockdiagramme): stellen Ablauf eines EDV-Programms dar Balkendiagramme: Liste über alle durchzuführenden Tätigkeiten eines Projekts Netzpläne: zur Planung.…). Kontrolle und Steuerung einzelner Projekte Zwischen Aufbau. Ablauf. Planung. Sie sind oft unzuverlässig (Gerüchte. Qualität.

und Bilanzprüfung auf Ordnungsmäßigkeit und Gebarung Operational Auditing: systematische Beurteilung aller betrieblichen Tätigkeiten zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Zielerreichung Management Auditing: zukunftsorientierte. Grundbedürfnisse (Hunger. Aufgabe. kooperativ-partnerschaftliche Personalarbeit 1980er: Human-Resource-Konzeption Seite 17 von 144 . Das qualitative Niveau der ausführenden menschlichen Arbeitsleistung Grundlage für das qualitative Niveau der Leistungsabgabe sind die Leistungsfähigkeit und der Leistungswille. Analyse der Abweichungen: Zerlegung nach Abweichungsursachen → Anpassungsentscheidungen • Prüfung (Revision): Prüfung ist die Tätigkeit. Personalaufwand + Leistungsbeitrag Erwartungen der Mitarbeiter und Forderungen der menschlichen Gesellschaft an den Arbeitseinsatz sind zu berücksichtigen. Maslows Bedürfnispyramide und Möglichkeiten der Bedürfnisbefriedigung: Bedürfnisse (Beispiele) Möglichkeiten der Befriedigung 1. dies kann zu einer Spannung zw. die hauptsächlich zur Unzufriedenheit beitragen (z. deren Zusammentreffen die grundlegende Motivation für ihre Leistungsabgabe bilden. Sicherheitsbedürfnisse (Schutz vor Willkür) Sicherheit am Arbeitsplatz. Externe Revision: unternehmensfremde Institution (Wirtschaftsprüfer) II. Aufstiegsmöglichkeiten Herzberg begründete 1959 seine Dualitätstheorie. Die Grundprinzipien des Personalwesens Personalwirtschaft= Optimierung d. Interne Revision: Revisionsabteilung (Stabstelle) im Unternehmen Financial Auditing: Buch. Privatleben. Status 5.B. systematische Beurteilung der Tätigkeit aller Führungsstufen . Sozialbedürfnisse Kommunikation. Wohnung) Entgelt. HR Management. Personalarbeit Entwicklung des Personalwesens: 1950er: Scientific Management 1960er: Human-Relations-Konzeption. Verantwortung.: Führungsstil. Relation zw. der durch die Schaffung entsprechender Arbeitsbedingungen gesteigert werden kann. nach der für die Arbeitszufriedenheit im Unternehmen zwei Ereigniskategorien entscheidend sind: • Motivatoren: Ereignisse. freiwillige Sozialleistungen 2. Beförderung) • Hygienefaktoren: Ereignisse. Bedürfnis nach Anerkennung Übertragung von Kompetenzen.: Anerkennung. Individuellen und sozialen Erwartungen und ökonomischen Anforderungen führen  Entgegenwirken durch Personalwesen = Personalmanagement. Information 4. die hauptsächlich zur Zufriedenheit beitragen (z. Die menschliche Arbeitsleistung im Betrieb 1. Altersvorsorge 3. Außerdem gilt es. jene Bedürfnisse (Motive) der Mitarbeiter zu befriedigen. Revision die Institution .B. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung Mitbestimmung. Arbeitsbedingungen.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 . Sicherung des Arbeitsplatzes) 2. Vergleich zwischen Soll und Ist: Richtung und Ausmaß der Gesamtabweichung .

FKgeber. 141 • Der Zeitlohn Bemessungsgrundlage: aufgewendete Zeit des Arbeitnehmers. Unternehmensverbände. bei qualitativen Arbeiten. Personalbestand. Makrosoziale Ansätze: planungsorientiert. führungsorientiert 3. Einarbeitung und Einführung Leistungsmerkmale von Führungskräften: Fachwissen (-kenntnisse). Personalzuweisungsplanung. Belastbarkeit. Personaleinstellung. S. Aus. Führungsorganisation schafft Rahmenbedingungen Aufbauorganisation Führungsverhalten der Vorgesetzten ist entscheidend für die Qualität der Personalführung Führungsstil: situationsabhängig kooperativ oder autoritär f) Die Formen der Personalentlohnung (Lohnformen) Abb. funktionalistisch 3. Individualistische Ansätze: arbeitspsychologisch. Betriebsrat Einfluss durch: Gewerkschaften.und Weiterbildungskonzept. lernorientiert 2. die nicht oder nur schwer zeitlich messbar sind.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Ansätze: 1. Planungs. Mitarbeiter b) Personalplanung Mittelpunkt der Entscheidungsfindung: Personalbedarf. Lieferanten. Personalbeschaffungsplanung. Mikrosoziale Ansätze: kommunikationsorientiert. Kapitaleigner.und Dispositionsfähigkeit. Leitbild formulieren und daraus Richtlinien und Grundsätze für die einzelnen Teilbereiche ableiten Träger: oberste Leitungsgremien. Teilgebiete des Personalwesens a) Personalpolitik die unternehmenspolitischen Entscheidungen sollen zu einem sinnvollen Einsatz der menschlichen Arbeit führen und verfügbare Potentiale ausschöpfen. 26. Kooperationsbereitschaft. geistige Fähigkeiten. 2. 4. Bewerbersuche. Personalfreisetzungsplanung c) Personalbeschaffung kann intern oder extern. Führungsverhalten d) Personaleinsatz kurzfristig: optimale Zuordnung der verfügbaren Mitarbeiter langfristig: für Leistungserstellungsprozess qualifizieren. Kunden. Führungskräfte. bei gefährlichen Arbeiten und in Dienstleistungsbetrieben Seite 18 von 144 . 1. vom Unternehmen selbst oder durch Dritte erfolgen. Arbeitseinteilung. 3. kein Leistungsanreiz. Bewerberauswahl. Arbeiten. betrieblichen Arbeitsbedingungen an den Mitarbeiter ausrichten  Arbeitswissenschaft e) Personalführung Anleitung zur Erreichung der Unternehmensziele.

die unmittelbar auf die Höhe des Gewinns Einfluss nehmen können. 27/28. für jedes Mitglied überschaubaren Betrieben • Die unternehmenswertorientierte Entlohnung Mitarbeiterbeteiligungsmodell. S. Zuschuss zu Fahrtspesen zum/vom Arbeitsplatz. oder bei relativ kleinen. oft auch von der Dauer der Betriebszugehörigkeit und anderen Bestimmungsgründen abhängig Sinnvoll ist Gewinnbeteiligung nur für Personen im Top-Management. aber auch über diesem liegen kann + Prämie. Umsatzbeteiligung: festen Bezügen + Prämie (bestimmter Prozentsatz des erreichten Umsatzes).oder Gewinnbeteiligungen Höhe der Gewinnbeteiligung meist in fester Relation zu den Nominallöhnen. Wertschöpfungs. Prämienlohn: Grundlohn. Höhe der Umsatzbeteiligung richtet sich vielfach nach dem erzielten Deckungsbeitrag • Die Ergebnisbeteiligung (Abb. 29. die eine Motivationssteigerung und stärkere Bindung an das Unternehmen bewirkten soll Belegschaftsaktien: begünstigter bzw. in der industriellen Fertigung angewendet Verdienst = Leistungsmenge x Vorgabezeit/Leistungseinheit x Geldfaktor Geldakkordlohn: Verdienst = verarbeitete Menge x Geldsatz/Mengeneinheit (Stücklohn) Degressivakkord: Stücklohn für zusätzlich erzeugte Einheiten nimmt ab einer bestimmten Mengenleistung relativ ab (Vermeidung übermäßigen körperlichen Einsatzes.. Schädigung der Gesundheit) Progressivakkord: für jede zusätzliche Mengeneinheit wird höherer Stücklohn bezahlt als für die vorhergehende (Gefahr übermäßiger Anstrengung) Der Geldfaktor wird meist in Kollektivverträgen festgelegt. 145/146) . schlechte Leistungsgrade führen zu einer größeren Kostenbelastung (siehe Abb.oder Gruppenakkord Zeitakkordlohn: in Zeit pro Leistungseinheit. S. Einzel.Akkordlohn unmittelbarer Zusammenhang zwischen Leistung und Entlohnung. Sportanlagen. für feststellbare und über der Norm liegende Leistungen der Arbeitnehmer . 148) Umsatz-.und Zeitstudien. der dem Tariflohn entspricht. Voraussetzung: Möglichkeit der Leistungsmessung und Leistungsvorgabe.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 • Der Leistungslohn . die Zeitvorgaben ergeben sich aus Arbeits.) • Die Messung der menschlichen Arbeitsleistung Seite 19 von 144 . unentgeltlicher Aktienerwerb Virtuelle Aktien (Phantom Stocks): zeitlich befristete Kapitaleinlage der Arbeitnehmer Aktienoptionen (Stock Options): unentgeltliches Recht zu einem späteren Zeitpunkt Aktien zu einem festgelegten günstigen Preis (Ausübungspreis) zu erwerben • Freiwillige Sozialleistungen Leistungen in barem Geld oder fringe benefits (Kantine. Zeitlohnverfahren: gute Leistungsgrade für den Betrieb wirken sich kostenmäßig vorteilhafter aus..

Das sachliche Anlagevermögen und sein Einsatz a) Der Einsatz des sachlichen Anlagevermögens Sachanlagevermögen: Grundstücke. im Falle von Abweichungen steuernde (korrigierende) Eingriffe 1. Ausgliederung von Teilfunktionen 6. synchrone oder nachholende Qualifizierung Handlungsgröße: informatorische (Personalbeurteilung. Bestimmung von quantitativen u. Umschulung) und stellenbezogene (Verwendungsplanung. Zurechnung von Mitteleinsätzen (Kosten. Internationalisierung/Globalisierung Personalarbeit. Dezentralisierung. … i) Personal-Controlling laufende Überprüfung der Effektivität und Effizienz personalwirtschaftlichen Handelns. Koordination des unternehmerischen Handelns 5. …). Aufstiegsplanung. Humanvermögensrechnung Input/Outputorientierte: Prüfung Wirtschaftlichkeit.und Geschäftsausstattung Kennzeichen: Seite 20 von 144 .Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 summarische Methode: Messung und Bewertung der Arbeitsverrichtungen ohne Aufgliederung in ihre Einzelelemente analytische Methode: gesamte Arbeitsverrichtung wird in ihre Teilverrichtungen gegliedert Nicht immer individuelle Leistungsbewertung. Arbeits- und Sozialrecht. Werkzeuge. Mitarbeitergespräche 4. Arbeitsmedizin. Das Vermögen (Die Nutzung des Vermögens) 1. sonstige Erzeugungshilfsmittel.und Organisationspsychologie. Lohn. Entwicklung Weltmärkte 4. Betriebs.und Unternehmensethik III.und Betriebspädagogik. Unternehmerische Ausrichtung des Personalwesens (strat. Arbeitsmarktinformationen. Organisationspläne. Fort-. Gebäude. in vielen Fällen nur Kollektivverträge g) Die Personalentwicklung betriebliche Maßnahmen zur beruflichen und persönlichen Förderung der Mitarbeiter antizipierende. Kennzahlen. Wirtschafts. Arbeits. qualitativen Zielbeiträgen 2.und Gehaltsabrechnung. maschinelle Anlagen. Personalmng. Koordination personalwirtschaftlicher Aktivitäten mit den übrigen Aufgabenbereichen Methoden: Outputorientierte: Wirkungsanalyse Inputorientierte: Überprüfung Kosten/Zahlungsbudget. Betriebssoziologie. Rotation) 2. Maschinen. bildungsbezogene (Aus-. Professionalisierung der Aufgabenträger Weitere relevante Disziplinen: Arbeitswissenschaften. Übertragung der Führung an Linienvorgesetzte 5. korrigierende Eingriffe bei Zielabweichungen 4. Gehaltszahlungen. Zukunftsperspektiven des Personalwesens Weitere Entwicklung des Personalwesens: 1. Weiterbildung. Bedeutung personalwirtschaftlicher Dimensionen 3. Ergonomie. …) Elemente h) Personalverwaltung Personalstandsführung. Aufwendungen) auf Zielbeiträge 3. Arbeits.

wirtschaftlich bedingte (wenn bei Inbetriebnahme der Anlage zeitlich vorgesehen) . • Formen der Abschreibung (Abb.digitale Abschreibung (Abschreibungsquote des Vorjahres entspricht der Abnahme der jährlichen Abschreibungsquoten) .zeitlich bedingte (Ablauf vertraglich oder gesetzlich festgelegter Nutzungszeit - Ablauf des Pachtverhältnisses oder Konzession) außerordentliche Wertminderung: .degressive Abschreibung (Abschreibungen sinken mit zunehmender Nutzungsdauer. steht für mehrere Produktionsvorgänge zur Verfügung Gesamtheit der Sachanlagen ergibt technische Leistungskraft • Nutzung und Wertminderung abnutzbares Anlagevermögen: ordentliche und außerordentliche Wertminderung nicht abnutzbares Anlagevermögen: nur außerordentliche Wertminderung ordentliche Wertminderung: .Substanzverringerung (nur bei Gewinnungsbetrieben) .: fünf Jahre für Büromaschinen).Sinken der Wiederbeschaffungskosten • Berücksichtigung der Wertminderung im Rechnungswesen in Form der planmäßigen oder außerplanmäßigen Abschreibung buchmäßige Abschreibung führt zur Gewinnminderung/Verlusterhöhung Kalkulation: Abschreibungen gelten als Werteinsatz zur Leistungserstellung. 30. Art der Bedienung. Sie wird für artähnliche Güter in pauschaler Form festgelegt (z.natürlicher Verschleiß (durch äußere Einflüsse. Berücksichtigung der Gefahr der technischen oder wirtschaftlichen Überholung) steuerrechtlich nicht mehr zugelassen.B. Anfälligkeit) .progressive Abschreibung (keine praktische Bedeutung) Seite 21 von 144 .B. nur mehr für innerbetriebliche Überlegungen und für die Ermittlung der Abschreibung nach handelsrechtlichen Vorschriften .arithmetisch degressive Abschreibung (gleichmäßig fallende Abschreibungssätze auf den Anschaffungswert) . z. 161) Die folgenden Abschreibungsformen werden unterschieden: . zeitliche – Lebensdauer (nach technischen Merkmalen) und Nutzungsdauer (wirtschaftliche Überlegungen) – oder leistungsbezogene (Inanspruchnahme des Gutes) Merkmale Die Nutzungsdauer kann die Lebensdauer oft beträchtlich unterschreiten und wird bei Bilanzierung und Kostenrechnung angewandt. S.wirtschaftlich bedingte Wertminderung (infolge des technischen Fortschritts) . Standort. Anlagenpflege) . da die Leistungsfähigkeit vieler Wirtschaftsgüter in den ersten Jahren am höchsten ist.verbrauchsbedingte (technische) Abnutzung (Beanspruchungsdauer.Nachfrageverschiebungen (durch geändertes Informationsprogramm alte Anlagen nicht mehr voll genutzt) .: Klima.lineare (konstante) Abschreibung (Annahme: Konstante Wertminderung bei konstanter Beschäftigung) .Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 nicht in einem Produktionsvorgang verbraucht.geometrisch degressive Abschreibung (gleichbleibende Abschreibungssatz wird auf den jeweiligen Restbuchwert angewendet) .Fehlinvestitionen (und daher Überkapazitäten) . Beanspruchungsintensität. erhöhen den Wert der erstellten Leistungen.

Den in den Erlösen enthaltenen Abschreibungsquoten steht der Aufwandsposten Abschreibung gegenüber. sind also in den Verkaufserlösen und damit in den Erträgen enthalten. Das wirtschaftliche Optimum bewegt sich in den durch die Kapazität gezogenen Grenzen und ist in gewisser Weise durch das Wirtschaftlichkeitsprinzip bestimmt. Patente. Die Abschreibungswerte erscheinen daher nicht als Gewinn und werden so weder besteuert noch ausgeschüttet. Bei allen anderen immateriellen Wirtschaftsgütern entfällt eine Abschreibung. Abschreibungsbetrag je Leistungseinheit ermittelt. je mehr Leistungen hervorgebracht werden. die ein Wirtschaftsgut im Betrieb erleidet. desto niedriger ist die Fixkostenbelastung der einzelnen Leistung c) Die Kapazität und das wirtschaftliche Optimum Kapazität wird allgemein ein Leistungsvermögen verstanden. Infolge der dadurch ersparten Kosten trägt die Organisation zur Steigerung des Ertrags und damit zum Bestand des Unternehmens bei. b) Die Nutzung des sachlichen Anlagevermögens Kosten der hervorgebrachten Leistungen hängen weitgehend vom Grad der Nutzung des sachlichen Anlagevermögens ab. treten diese Zahlungen an die Stelle der Abschreibungen. Lizenzen. c) Firmenwert und Organisationsstruktur Firmenwert = Gesamtwert Unternehmen (Ertragswert) – Substanzwert (Nettosubstanzwert).oder Firmenwert.. Aufwandsverteilungsfunktion (dynamische Interpretation): Die Abschreibung dient der periodengerechten Erfolgsermittlung. Strombezugsrechte. b) Einsatz Der Nutzen von Patenten und Lizenzen ist zeitlich befristet und nicht verlängerbar. gehört zum Vermögen. Bewertungsfunktion (statische Interpretation): Die Abschreibung bringt die Wertminderung zum Ausdruck. Das immaterielle Anlagevermögen und sein Einsatz a) Umfang Konzessionen. Es kommt somit zu einer allmählichen Umschichtung von Anlagevermögen zu Umlaufvermögen (Kapitalfreisetzungseffekt der Abschreibungen). Finanzierungsfunktion: Die Abschreibungsquoten werden kalkulatorisch in die Kosten und damit in die Preise der Betriebsleistung eingerechnet. spiegelt die Stellung des Unternehmens in dessen Umfeld wider. Werden Lizenzgebühren laufend entrichtet. Beide werden daher aktiviert und über ihren Geltungszeitraum abgeschrieben. Marken und sonstige Rechte (Gebrauchsmuster. Abschreibung nach der Beanspruchung/Leistung (mögliche Leistungsabgabe wird geschätzt. . Es liegt in vielen Fällen unter der technischen Kapazität.) sowie der Geschäfts. Mietrechte. Organisationsstruktur ersetzt den ständigen Einsatz des Menschen mit seinen dispositiven Fähigkeiten.. da durch ihn der Bestand des Unternehmens besser abgesichert ist als der eines gleichartigen Unternehmens. Seite 22 von 144 . kalkulatorisch werden die Abschreibungen dadurch zu proportionalen Kosten) • Funktionen der Abschreibungen .Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 . 2. Urheberrechte.

letztlich jedoch den umfassenden Bereich der Materialwirtschaft betrifft Indirekter Verbrauchsermittlung Direkte Verbrauchsermittlung (vorzuziehen) Anfangsbestand Anfangsbestand + Zukäufe + Zukäufe .first out): Der Materialverbrauch wird so ermittelt. Fertigerzeugnisse. sinkt der Wert (z.und Marktleistungen. Schwund + andere Verluste) . Bankguthaben und ähnliche Positionen Der vorhandene Bestand des Umlaufvermögens ändert laufend seine Zusammensetzung und beeinflusst wesentlich Liquidität und Rentabilität. Die Abgänge bis zum nächsten Einkauf werden mit diesem Durchschnittspreis bewertet. in Fertigungsbetrieben sind Werkstoffe ein bedeutsamer Faktor. Das Umlaufvermögen und sein Einsatz Voraussetzung für die Ingangsetzung des Betriebes im Sinne der von ihm zu erbringenden Betriebs. b) Einsatz Nicht-abnutzbares Anlagevermögen  keine Abschreibung. . als ob die zuletzt erworbenen Werkstoffe zuerst verbraucht würden.und Brennstoffe.Identitätspreisverfahren: Bewertung zu den tatsächlichen Anschaffungskosten (wenn feststellbar) .und Betriebsstoffe. Eiserner Bestand: Sicherung des reibungslosen Betriebsablaufes a) Die Messung des Einsatzes des Sachumlaufvermögens Betriebsstoff: Treib. Schecks. durch Kursverluste)  außerordentliche Abschreibung vorzunehmen. aber dennoch über längere Zeit im Unternehmen verbleiben sollen.gewogenes Durchschnittspreisverfahren: Bildung eines Durchschnittspreises für den Gesamtzugang am Ende einer Periode und Bewertung der Entnahmen zu diesem Durchschnittspreis . … Rohstoff: Material. Hilfs.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 3. Waren und noch nicht abgerechnete Leistungen Finanzumlaufvermögen: Umlaufwertpapiere. das den wesentlichen Bestandteil der erzeugten Produkte bildet Hilfsstoff: Material zur Verbindung und Sicherung der Produkte.LIFO-Verfahren (last in . Kassenbestände. als ob die zuerst erworbenen Werkstoffe auch zuerst verbraucht würden. Sachumlaufvermögen: Roh-.direkt erfaßter Verbrauch = Verbrauch = Sollendbestand (inkl. Kohle. 4. Elektrizität.Endbestand . Wasser. Das finanzielle Anlagevermögen und sein Einsatz a) Umfang Beteiligungen und Wertpapiere.gleitendes Durchschnittspreisverfahren: Bei jedem Einkauf wird ein neuer Durchschnittspreis für den gesamten Lagerbestand ermittelt. Holz.Istendbestand laut Inventur = Fehlmengen oder Überschuß Für die Ermittlung des wertmäßigen Einsatzes gibt es die folgenden Verfahren: .FIFO-Verfahren (first in . Forderungen. . halbfertige Erzeugnisse. Wechsel. soweit sie nicht in Beteiligungsabsicht erworben wurden. Seite 23 von 144 .B.first out): Der Materialverbrauch wird so ermittelt. zunächst als Kostenelement interessiert.

HIFO-Verfahren (highest in . b) Lagerwirtschaft (Materialwirtschaft) Fragen der Bestellmenge und des optimalen Bestellzeitpunktes. Seite 24 von 144 . als ob die mit den höchsten Anschaffungskosten erworbenen Werkstoffe zuerst verbraucht würden.first out): Der Materialverbrauch wird so ermittelt.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 .

Sparkassen Personengesellschaften Rechtsformen nach öffentlichem Recht . ORF) Seite 25 von 144 . Gemeinden) . Europ. KG) . Voll. mag sie auch nicht auf Gewinn ausgerichtet sein. Mögliche Rechtsformen a) Das Handelsrechts-Änderungsgesetz 2005 Hauptziel der Reform des Handelsgesetzbuches: einheitlicher Unternehmensbegriff Mit Wirkung vom 1. Die Wahl der Rechtsform des Unternehmens 1.und Sollkaufleuten. Unternehmer kraft Rechtsform .GmbH . Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VAG). Die konstitutiven Rahmenentscheidungen des Unternehmens I. wirtschaftl.Genossenschaften . die ein Unternehmen betreiben)  Definition des „Unternehmens“ gem.OG und KG . 1. Eintragungspflichtig sind: 1.sind immer eintragungspflichtig (unabhängig vom Umsatz!) b) Rechtsformen (nach der Reform des Unternehmensrechtes – AB 1. Länder.AG und SE .1.000.  an Unternehmer (= Personen und –vereinigungen. Interessenverseinigungen (EWIV) sowie Europäische Gesellschaften (SE) und Genossenschaften (SCE).Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 B.Vereine.SCE . § 2 UGB sind: – kraft Rechtsform: AG.wenn Pflicht zur Rechnungslegung gem. § 189 UGB ( 2 x Umsatz > € 400. natürliche Personen und Personengesellschaften (OG.--) . (außer sie unterstellen sich freiwillig der Eintragung ins Firmenbuch) Mit dem UGB entfällt nun die Unterscheidung zwischen Minder-. GMBH. – ausgenommen sind generell die freien Berufe sowie Land.Jänner 2007 wird das „Handelsgesetzbuch (HGB)“ in „Unternehmens-gesetzbuch (UGB) umbenannt.und Forstwirte.öffentlich-rechtliche Stiftungen und Fonds . Genossenschaften.eine freiwillige Eintragung auch unterhalb des Schwellenwertes möglich 2. Sparkassen.Körperschaften . Es gibt nur noch eingetragene und nicht eingetragene Unternehmen.Stille Gesellschaft . 2007) Kapitalgesellschaften Sonstige Körperschaften Einzelunternehmen des Privatrechts .2007) RECHTSFORMEN (ab 1.EWIV . (Privat-) Stiftungen .GesbR (Bund.Anstalten (zB.VAG.  Unternehmer gem. § 1UGB: Jede auf Dauer angelegte Organisation selbständiger wirtschaftlicher Tätigkeit.

Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 • Einzelunternehmen Eigentümer Alleineigentum einer natürlichen Person EK kein Mindestkapital. solidarisch Sonstiges Als Basis existiert ein Gesellschaftsvertrag nach ABGB Stille Gesellschaft Definition Ist eine Gesellschaft. 2 Personen. stillen Reserven + Firmenwert Seite 26 von 144 . Kapitalaufbringung nur durch Eigentümer Haftung unbeschränkt mit Privat-/ Gesamtvermögen Führung generell alleine (Möglichkeit: Prokuristen bestellen) Gewinn alleiniger Gewinnanspruch Gewerberecht Gewerbeberechtigung Steuer Einkommmensteuer Form Firmenbucheintragung nur bei Vollkaufmann Vorteile Handlungsfreiheit und Unabhängigkeit Nachteile EK von Einzelunternehmer abhängig.beim anderen Teil dagegen unbeschränkt forstwirtschaftlicher Tätigkeit haben. Charakter Beteiligung an Gewinn und ggf. ein Kommanditist + ein Komplementär unter gemeinsamer Firma Haftung unbeschränkt Kommanditist: beschränkt solidarisch Komplementär: unbeschränkt Mitarbeit alle Gesellschafter verpflichtet / NUR Komplementär berechtigt (eingeschränkte Kontrollrechte) Vorteile Kontrollmöglichkeit Komplementär: Verbreiterung der EK-Basis Arbeitsteilung ohne die Führung mit anderen teilen zu mehr Finanzierungsmöglichkeiten müssen. das ein anderer betreibt.auf einen bestimmten Betrag (Haftsumme) erlaubten Zweck einschließlich beschränkt ist (Kommanditisten).und . und Haftungsbeschränkung Nachteile enge Bindung Komplementär: enge Bindung a. bei der die Haftung Gesellschafter gegenüber den Gläubigern gegenüber den Gesellschaftsgläubigern bei der Gesellschaft mit ihrem gesamten einem Teil der Gesellschafter Vermögen haften. bei der sich eine Person an einem Unternehmen.d. ohne nach außen hin in Erscheinung zu treten. mit einer Vermögenseinlage beteiligt. Kommanditisten: keine Pflicht zur Mitarbeit. deren geführte Gesellschaft. freiberuflicher und land. gemeinsamer Zweck Haftung unbeschränkt. Eigentümer mindestens 2 Gesellschafter mind. Konkurrenzverbot Gesellschaft (unbeschränkte Haftung) Haftung Kommanditist: beschränkte Kontrollmöglichkeit Gesellschaft bürgerlichen Rechts Eigentümer Vereinigung von mind. ist (Komplementäre). Sie kann jeden . unbeschränkte Haftung und nur beschränkte Fremdfinanzierung Bestandsgefährdung bei Krankheit oder Tod • Personengesellschaften Offene Gesellschaft OG Kommanditgesellschaft KG Definition Ist eine unter einem gemeinsamen Namen Ist eine unter einer gemeinsamen Firma (Firma) geführte Gesellschaft.

Hälfte in Bar Hälfte in Bar Steuer KÖSt: 25% KÖSt: 25% KESt: 25% der Dividende KESt: 25% Gewinnausschüttung Vorteile Aufbringung hoher EK-Summen durch Beschränkung der Haftung viele kleine Beträge Kleine GmbH nicht prüfungspflichtig (nur Haftung auf Einlage begrenzt Bilanz ins FB) Aktie jederzeit übertragbar (Ausnahme: Namensaktien) Sonderform: Europäische Gesellschaft (SE: Societas Europaea) existiert seit 2004 und ermöglicht grenzüberschreitenden Fusionen und die Gründung von Holdings und Tochtergesellschaften. Die Tätigkeit der Vereinigung muss im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Tätigkeit der Mitglieder stehen.000. wechselnder Anzahl von Mitgliedern . Jahresabschlusskontrolle Europäische Wirtschaftliche Interessensvereinigung (EWIV) Soll die wirtschaftliche Tätigkeit der Mitglieder aus verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU erleichtern oder entwickeln.Ziel: Förderung des Erwerbes oder der Wirtschaft ihrer Mitglieder. ohne Rechtspersönlichkeit. • Sonstige Körperschaften des Privatrechts Genossenschaften . Bucheinsicht. deren Gesellschafter persönlich für die Verbindlichkeiten zu mit Stammeinlagen am Stammkapital haften. Praxis häufig enge Bindung der Gesellschafter an GmbH Beteiligung Gesellschafter mit Einlage (Aktien) am Stammkapital durch Stammeinlagen Grundkapital aufgebracht. • Kapitalgesellschaften AG GmbH Definition Die Aktiengesellschaft ist eine Eine oder mehrere Personen können zu Gesellschaft mit eigener jedem zulässigen Zweck eine GmbH Rechtspersönlichkeit. Charakter eigene Rechtspersönlichkeit (juristische eigene Rechtspersönlichkeit (juristische Person) Person) Mitarbeit Kein Recht i. Ansprüche Abschrift der Bilanz. mit Einlage auf dem in Aktien zerlegte Die GmbH ist eine Gesellschaft mit eigener Grundkapital beteiligt sind. Nachschusspflicht (50%- 100% der Stammeinlage) Haftung keine persönliche Haftung keine persönliche Haftung Haftung mit Grundkapital Haftung mit Stammkapital Kapital Mindestkapital € 70. gesellschaftlichen und kulturellen Interessen mittels im Gemeineigentum stehenden Unternehmen innerhalb des europäischen Binnenmarktes. deren Gesellschafter errichten.--. Sonderform: Europäische Genossenschaft (SCE Societas Cooperativa Europaea) ermöglicht länderübergreifende Wahrnehmung von gemeinsamen wirtschaftlichen. Verein Ein freiwilliger. evt. d. beteiligt sind. auf Dauer angelegter Zusammenschluss mindestens zweier Personen zur Verfolgung eines bestimmten ideelen Zwecks → Er darf daher nicht auf Gewinn ausgerichtet sein Seite 27 von 144 . ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften.000.--.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 Verlustbeteiligung ist vertraglich ausschließbar.Verein mit offener. die dazu einen gemeinsamen Geschäftsbetrieb bedienen. Mindestkapital € 35.

stillen Reserven. • Rechtsform nach öffentlichem Recht Körperschaften Zu ihnen zählen die Gebietskörperschaften. ohne eigene Rechtspersönlichkeit als so genannte Regiebetriebe. Geschäftsführungs.… Seite 28 von 144 . 3. Sie betätigen sich unternehmerisch. ist die Eintragung ins Firmenbuch erforderlich. Verlust beteiligt b) Haftungsverhältnisse Durch die Wahl der geeigneten Rechtsform kann die Haftung dementsprechend eingeschränkt werden. mit einem Bestand an sachlichen und persönlichen Mitteln. die einer nachhaltigen privatwirtschaftlichen Tätigkeit dienen. dass das Vermögen für Zwecke des Verbrauchs gewidmet ist.000. etc. sind steuerrechtlich als Betriebe gewerblicher Art von Körperschaften öffentlichen Rechts anzusehen. wie Bund. eigentümerlosen Vermögens. die durch die Pflicht zur Vermögenserhaltung und –vermehrung gekennzeichnet sind. der damit auch gleichzeitig den Zugriff auf das Vermögen verliert. zB: Sozialversicherungsanstalt. sehen sie weniger Risiko in ihrer Haftung. Ausnahmen: Hypothekenbanken immer: AG Versicherungen immer: VAG oder AG Bausparkassen immer: AG oder GmbH.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 (Privat-) Stiftung Verfolgung eines bestimmten Zwecks mithilfe eines rechtlich verselbständigten. gesetzl. Interessensvertretungen). Länder und Gemeinden. Ist ein solcher Regiebetrieb als gewerbliches Unternehmen eingerichtet und überschreitet er einen Umsatz von € 400. aber auch Körperschaften ohne Gebietshoheit (Kammern. Allgemeines zur Frage der Bestimmungsgründe für die Wahl der Rechtsform Neben subjektiven persönlichen Präferenzen gelten als entscheidende Bestimmungsgründe: – rational erklärbare persönliche Interessen. das Unternehmen nach außen zu vertreten Geschäftsführungsrecht: die Anweisungsbefugnis nach innen Echter Stiller Gesellschafter: nur am Gewinn beteiligt Unechter Stiller Gesellschafter: auch am Vermögen. Die Verwendung des Vermögens richtet sich dabei nach einem einmal erklärten Willen des Stifters. die dauernd einem bestimmten öffentlichen Zweck gewidmet sind. ORF.und Vertretungsrechte Vertretungsrecht: das Recht. Wichtige Bestimmungsgründe a) Unternehmensrechtl. 2. Sind Gesellschafter beispielsweise gleichzeitig Geschäftsführer. Alle wirtschaftlich selbstständigen Einrichtungen von öffentlichen Körperschaften. da sie die internen und äußeren Geschäftsverhältnisse überblicken. Anstalten sind zur juristischen Person erhobene Einrichtungen. – einschlägige Rechtsvorschriften und – betriebswirtschaftliche Erfordernisse. Universitäten (seit 2004) Öffentlich-rechtliche Stiftungen und Fonds Stiftungen sind durch Gesetz eingerichtete Vermögen mit Zweckbindung. Fonds unterscheiden sich von Stiftungen.

f) Rechtsformabhängige Belastungen einmalige Belastungen laufende Belastungen . welche sie zu einer Veröffentlichung der Jahresabschlüsse zwingt.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 c) Gewinnansprüche Gewinnverteilungen in den meisten Fällen nicht nach den gesetzlichen Bestimmungen.Publikationsverpflichtungen . aber auch für spätere Kapitalaufbringung kann die Rechtsform wichtig sein: Tendenzen zur entsprechenden Unternehmensform: – nur geringe Eigenmittel vorhanden – ausreichend Eigenmittel vorhanden – aber hohes Kapitalerfordernis – Unabhängigkeit der Gesch.Pflichtprüfungen bei Aktiengesellschaften . e) Finanzierungserfordernisse und Finanzierungsmöglichkeiten Je nach Kapitalerfordernis und vorhandenen Mitteln. weshalb viele Unternehmensgründer Rechtsformen vermeiden wollen.Vertragsgebühren .Leistungen an Aufsichtsräte (Sitzungsgelder) Seite 29 von 144 . sondern eine Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit gesehen. die Ertragskraft. .führung gewünscht – das diesem Ausmaß nur über den – nicht risikoscheu Kapitalmarkt erlangbar ist  Einzelunternehmen  Kapitalgesellschaft  Personengesellschaft Es wird bevorzugt auch die Bonität. Eine solche Verpflichtung besteht allerdings für AGs und für große GmbHs.bestimmte Eintragungsgebühren. sondern nach vertraglichen Regelungen → kaum von Bedeutung für die Wahl d) Publizitätsvorschriften (Veröffentlichung der Rechnungsabschlüsse) Meist wird in der Bilanzveröffentlichung kein Werbeinstrument. Liquidität und Persönlichkeit des Unternehmens/Unternehmers von Kapitalgebern betrachtet.

Vereinbarungen) (Publizitätsvorschriften) Fremdfinanzierung ebenfalls nur begrenzt da nur Haftung bis zur vertraglich fest- Fremdfinanzierung aufgrund Finanzierungserfordernisse und gelegten Einlageverpflichtung fraglicher Kreditwürdigkeit Finanzierungsmöglichkeiten möglich. Geschäftsführer. obwohl mehrere Gesellschafter. => Kapitalaufbringung durch (zusätzliche) oft nur begrenzt möglich. Kommanditisten leichter möglich.bestellen) ausgeschlossen Kommanditist direkt und solidarisch direkt und solidarisch nur mit seiner Haftsumme Haftungsverhältnisse mit Gesamtvermögen mit Gesamtvermögen Komplementäre direkt und solidarisch mit Gesamtvermögen 1. Bestimmungen Betrag des Gewinnes. Gewinnansprüche 2. durch die fragl. keine rechtl. jeder Gesellschafter.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 BESTIMMUNGSGRÜNDE Einzelunternehmen OG KG Unternehmensrechtl. Rest: Aufteilung im Verhältnis der Gewinn = frei verfügbar 2. Steuerbelastung des Unternehmens siehe Text Rechtsformabhängige Belastungen siehe Text Seite 30 von 144 . Kreditwürdigkeit. Anspruch auf "angemessenen" 1. nur Komplementäre. Zurechnung eines der Haftung (der Leistung entsprechenden) angemessenen Betrages. führungs. Geschäfts. Rest: Aufteilung im Verhältnis Gesellschafterbeteiligungen der Gesellschafterbeteiligungen (außer es gibt vertragl. Vereinbarungen) (außer es gibt vertragl.und Vertretungsrechte (kann aber Prokuristen/ außer er ist von der Vertretung vertraglich Kommanditisten davon ausgeschlossen Zur Vertretung berechtigt sind: Handelsbevollm.

für Großunternehmen bietet sich daher Finanzierungsmöglichkeiten andererseits bzgl. Publizitätsvorschriften Hinterlegung des Jahresabschlusses (inkl. evt. Verhältnis der eingezahlten (bei gleichmäßiger Aufteilung der Aktien: 4 %. braucht allerdings zwingend: zu ernennen. Finanzierungserfordernisse und somit auf ihre Persönlichkeit abgestellt. Steuerbelastung d. hat selbst keinen GF. haftet anteilig mit seinem Haftungsverhältnisse eine Verlustabgrenzung ergibt sich aus der Vermögen. keine Mitarbeit. ähnlich der KG . Vorstand. Kapitalbeschaffung: auch oft nur diese Rechtsform an.Zusammenfassung Lechner-Egger-Schauer 2007 BESTIMMUNGSGRÜNDE GesbR GmbH AG Unternehmensrechtl. Vereinbarungen auch Einlagen sind entspr. Geschäfts. Zur Vertretung berechtigt sind: keine Rechtspersönlichkeit Vorstand. niedrigerer Satz. Bestätigungsvermerk d.und Vertretungsrechte für höchstens 5 Jahre Quotenhaftung (eher selten): generell von einer persönlichen Haftung ausgenommen. Unternehmens siehe Text Rechtsformabhängige Belastungen siehe Text BESTIMMUNGSGRÜNDE Stille Gesellschaft Stiftung EWIV Unternehmensrechtl. Vorstand führungs. Prüfer. unbeschränkte Haftung gem. solidarische. beim Firmenbuch Wirtschaftsprüfers) einerseits stark auf die Gesellschafter. wie Kommanditist: nur bis zur Haftsumme.) vertrag enthält entspr. weitere Organe möglich. der aus einer/mehreren Person/en . Geschäfts. und größte Möglichkeiten zur Kapitalaubringung. § 178 UGB Gewinnanspruch entsprechend der Aktien- Verteilung des Reingewinnes nach dem Nennbeträge.und Vertretungsrechte keine Haftung. Haftungsverhältnisse kleiner Vorteil: bei Konkurs erhält er Gläubigerstellung hinsichtl. Aufsichtsrat. ist der Gewinn dafür zu gering: (außer ein existierender Gesellschafts- entspr. Gewinnansprüche Stammeinlagen. Geschäftsführer bzw.Kommanditisten. ODER: ertragsmäßigen Höhe des jeweiligen Anteils. seiner Einlage Gewinnansprüche Gewinn-/ Verlustbeteiligung Seite 31 von 144 . Geschäftsführer ist zwingend führungs. zu berücksichtigen Verpflichtung den Jahresabschluss Verpflichtung zur Offenlegung und unverzüglich zum Firmenbuch einzureichen.

Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 g) Steuerbelastungen Eine Rechtsform. Div.750) im 1. • Einkommensteuer ESt zielt ab auf: – Gewinn des Einzelunternehmers und – Gewinnanteile der Gesellschafter der Personengesellschaften. Maßgeblichkeitsprinzip: Unternehmensrechtliche Bestimmungen/Ansätze finden auch im jeden Fall in der Steuerbilanz seinen Niederschlag. Produktionsfaktoren. Besteuerung ab Bemessungsgrundlage von € 10. KMUs die den Gewinn nach § 4 Abs. d. Absatz.-- Steuersatz von der Einkommenshöhe abhängig: 33. die in einer gewissen Zeit wegen steuerlicher Vorteile attraktiv erscheint. haben ab der Veranlagung 2007 die Möglichkeit. außer das Steuerrecht sieht so genannte Muss-Vorschriften vor. • Doppelbesteuerung Bei Beteiligungen zwischen juristischen Personen wird eine Doppelbelastung durch das Schachtelprivileg und Gruppenbesteuerung vermieden (früher auch durch Organschaft) Seite 32 von 144 . Verluste der letzten 3 vergangenen Jahre mit dem steuerpflichtigen Einkommen verrechnen. Mindestkörperschaftsteuervorauszahlung: 5 % der gesetzlichen Mindesthöhe des Grund- oder Stammkapitals ( € 3. 5% bis maximal 50 % Zur Förderung der Eigenkapitalbildung und um Einzelunternehmen sowie Personengesellschaften gegenüber Kapitalgesellschaften nicht zu benachteiligen:  Besteuerung von entnommenen Gewinnen (seit 2004) mit dem halben Steuersatz! Seit 2007 können auch natürliche Personen einen Freibetrag für investierte Gewinne (bis zu 10 % .000.092 • Kapitalertragsteuer KESt Endbesteuerung auf Kapitalerträge wie zB: – Zinserträge von Bank-Guthaben/ Forderungswertpapieren – Dividenden – Beteiligungserträge (halber Durchschnittssteuersatz) – verdeckte Gewinnausschüttungen (halber Durchschnittssteuersatz) – Beteiligung als Stiller Gesellschafter  25 % KESt werden bei der auszahlenden Stelle einbehalten und abgeführt. 3 EStG (Einnahmen-Ausgaben-Rechn.--) gewinnmindernd geltend machen.h. kann später einmal – aufgrund rechtlicher Änderungen – steuerliche Nachteile mit sich bringen.… • Körperschaftsteuer KöSt Der steuerpflichtige Gewinn wird mit einem Körperschaftsteuersatz von 25 % besteuert. Kapitalbereit-stellung. Jahr der Steuerpflicht: Ermäßigung auf € 1.) ermitteln. Besteuerungen unterliegen: Unternehmenserfolg.000.höchstens allerdings € 100.500 oder € 1. einen Verlustvortrag (75 %) durchführen.

Bildung von Profit-Centern) . weil im Konzerverbund üblich) GmbH: (vollhaftende) Komplementär. können nun die Ergebnisse der Gruppen- MITGLIEDER im Zuge der Konsolidierung mit dem Ergebnis des GruppenTRÄGERS „gegenverrechnet“ werden.und sozialrechtliche Gründe Seite 33 von 144 . Betriebsges.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Schachtelprivileg Bei Schachtelbeziehungen (Beteiligungen an inländischen Kapitalgesellschaften und Genossenschaften) sind die Beteiligungserträge von der Körperschaftsteuer befreit. Gruppenträger = inländ. der restliche Gewinn wird auf die Kommanditisten aufgeteilt. (unmittelbare Beteiligung: min. Doppelgesellschaft Grundsätzlich handelt es sich dabei um einen einheitlichen Betrieb. ihren gesamten Gewinn an den Organträger abzuführen.. unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaft Gruppenmitglieder = inländ.h. UND ausländ. Abzugsfähige Abschreibungen oder Verluste aus Veräußerung auf 7 Jahre verteilen.und Risikobeschränkung . Zusätzl.erhöhter Rationalisierungsdruck (d. ist wie eine Filiale eingliedert) und – organisatorischer (Geschäftsführung der Tochter durch Mutter) Hinsicht.Betriebs-Gesellschaft (und Vertriebs-Gesellschaft): tritt als Pächter auf „Betriebsaufspaltung“: Besitzges. Bei Internationalen Schachtelbeteiligungen muss es sich um eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung in Form von Gesellschaftsanteilen handeln. Natürliche Person: Kommanditist Die GmbH erhält eine angemessene Verzinsung ihrer Einlage und eine Arbeitsvergütung.Haftungs.überwiegend steuerrechtliche Begünstigungen . Bedingung zur körperschaftsteuerrechtlichen Anerkennung der Organschaft: Ergebnisabführungsvertrag. Behaltefrist 2 Jahre zu mind. = Kapitalges.a. der sich zur Durchsetzung der Ziele aber auf zwei rechtlich selbstständige Gesellschaften abstützt und so auch Ergebnisverlagerungen zwischen den Unternehmen ermöglicht. unbeschränkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaften.Besitz-Gesellschaften: bleibt Eigentümer des Anlagevermögens . Gruppenbesteuerung Seit 2005 gilt das Gruppenbesteuerungsrecht: Durch die mittelbaren oder unmittelbaren Beteiligungen von mindestens 50 % des GruppenTRÄGERS am GruppenMITGLIED. Der miterworbene Firmenwert ist auf 15 Jahre abschreibbar. in dem sich die Organgesellschaft verpflichtet. GmbH & Co KG.und Wirtschaftsgenossenschaften • Besondere Rechtsformkombinationen iZm der Unternehmensbesteuerung Kapitalgesellschaft & Co (v.arbeits. Es gibt: . Vorteile: . um von der Steuer befreit zu werden. = Personenges. Das Steuerrecht verlangt Abhängigkeit der OrganGESELLSCHAFT (Tochtergesellschaft) vom OrganTRÄGER (Muttergesellschaft). in – finanzieller. 25 %) Organschaft (bis zur Veranlagung 2004) Juristische Person in Abhängigkeit von einem anderen Rechtsträger. sowie Erwerbs. – wirtschaftlicher (Tochter „dient“ der Mutter.

und Organisationsverfassung. Für die moderne Theorie ist die Wahl wein Kosten. und dadurch rational oft nicht erklärbare. Wirtschaftlichkeit). Aufsichtsrat. Transportkostenorientierung liegt Konzentration auf niedrigen Transportkosten statt niedrigen Lohnkosten. Hauptversammlung). Der Standort der Betriebe Je nach Wirtschaftszweig. – Zwecksetzung. Die Unternehmensverfassung 1. Ist der Unternehmensgründer eher auf niedrige Lohnkosten fixiert. III. Struktur und Kompetenzen der Unternehmensorgane als Entscheidungsträger (Vorstand.bzw. aber auch zeitlich beschränkt von Bedeutung sein. sowie auch weitere andere Entscheidungsfaktoren (Rentabilität. und die – Festlegung der Unternehmensziele. Laut Weber sind besonders Lohn. Normen Baurecht Öffnungs-/ Schließungszeiten von Handelsunternehmen Politische Konstellationen – geographischer Sicht Bodenflächen und –qualitäten Flusssysteme Klimatische Gegebenheiten – ökonomischer Sicht Absatzmöglichkeiten und Konkurrenzbedingungen Arbeitskräftepotenzial (quantitativ & qualitativ) iZm Lohnniveau Verkehrssysteme und Verkehrsträger Bodenschätze (Rohstoffvorkommen) All diese Merkmale können sowohl zeitlich unbegrenzt. Außer Acht gelassen wird hier allerdings die Absatzseite.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Nachteil: Generell keine einfach zu handhabende Konstruktion der Rechtsformgestaltung! II. als auf niedrige Transportkosten. so liegt Arbeitskostenorientierung vor. Finanz. Die Unternehmensverfassung ergibt sich aus den Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zwischen Markt-. In der Praxis erfolgt die Standortwahl tatsächlich allerdings oft durch höchstpersönliche. Seite 34 von 144 . erforderlicher Betriebsgröße sowie die für jeden Standort typischen Vor. das Wesen eines Unternehmens bestimmenden und langfristig gültigen Strukturregeln: – Grundrechte und -pflichten der Unternehmensmitglieder. Transportkosten grundlegend entscheidend. Gründe.UND Erlösproblem- Standortbeeinflussende Größen in: – rechtlicher Sicht Regelungen in Bezug auf Abgabenbelastungen Arbeitsrechtliche Bestimmungen.und Nachteile wird die Standortwahl schlussendlich getroffen. Der Begriff der Unternehmensverfassung Unternehmensverfassung: alle grundlegenden.

Staat (Gewinnsteuern) Seite 35 von 144 .und Wertaufbewahrungsmittel definiert – staatliche Ordnung des (Privat-)Eigentums an Produktionsmitteln Generell wird das Unternehmen als Besteuerungsobjekt angesehen und erhält im Idealfall keine staatlichen Subventionen. ändert sich die Finanzverfassung des Unternehmens. sondern auch für den Eigen. Kollektivverträge.und Fremdkapitalmarkt. 2. Im Absatzmarkt gibt es Beschränkungen und auch Verbote in Zusammenhang mit Monopolen und Kartellen. Gesellschaftsvertrag) Eine große Rolle.. Im Allgemeinen ist ein Unternehmen finanziell vom Absatzmarkt abhängig und trägt ein Markteinnahmenrisiko (Absatzrisiko und Zahlungsausfallsrisiko). – Konkurrenzfähigkeit: gilt nicht nur für den Absatz. für Mängel einzustehen.) Gewährleistung: gesetzliche Pflicht des Verkäufers/Händlers eine Ware ohne Mangel zu verkaufen. Die Marktverfassung – Im Mittelpunkt der Regelungen zur Marktverfassung steht das Prinzip des Leistungswettbewerbs. die innerhalb einer von ihm festgelegten Frist auftreten. arbeitsrechtliche Regulierungen sind aus sozialstaatlichen Gründen eher der Regelfall (Urlaubsregelung. vertragliche Zusage des Herstellers. Weitere bekannte staatliche Regulierungen: . Manager. Orientierungshilfe für Investoren und erhöht das Vertrauen und die Transparenz. Risikoträger: Unternehmensmitglieder und Außenstehende (wenn EK verbraucht) → Empfänger von Residualeinkommen (Anteilseigner. bzw. die den Informations. Mutterschutz). spielt auch die „Corporate Governance“.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Die Regelungen zur Unternehmensverfassung ergeben sich zum Teil aus Gesetzen oder vertraglichen Vereinbarungen (zB. → Entwicklung eines Corporate-Governance-Regelwerkes (Grundsätze einer guten Unternehmensführung . –staatliche Regulierungen: Einschränkungen bestehen absatzpolitisch teilweise (Preisgesetz..„best practice“). Er stellt für österreichische börsennotierte Aktiengesellschaften einen Ordnungsrahmen zur Leitung und Überwachung des Unternehmens dar. In Österreich wurde dazu 2002 auch erstmals ein Kodex („Austrian Code of Corporate Governance“) vorgelegt.) Garantie: freiwillige. 3. Generell wird dann dem Prinzip der Konkurrenzfähigkeit weniger Beachtung geschenkt und der Leistungswettbewerb im Absatzmarkt wird durch einen Subventionswettbewerb verzerrt. Lebensmittelkodex). Zahlungs.und Interessenaustausch zwischen Unternehmen und Umwelt beschreibt. die Ware auszutauschen oder den Preis zu mindern. Wenn Subventionseinnahmen die Markteinnahmen ersetzen. Die Finanzverfassung staatliche Rahmenregelungen: – Geldordnung: die das Geld als Währungseinheit.und Arbeitsmarkt. den Mangel zu reparieren. vor allem am internationalen Kapitalmarkt. .).

5.das Recht. welchen Einfluss verschiedene institutionelle Regelungen auf das Handeln von Wirtschaftssubjekten haben. Vorsitz. Prüfung von Vermögenswerten. sowie – die strukturelle Einbindung des Unternehmens in das staatliche Umfeld. zu viel Basisdemokratie. Finanz. und damit auch unzweckmäßig sein. zur vollständigen oder teilweisen Veräußerung eines Gutes. Die Theorie der Verfügungsrechte Die vor allem im amerikanischen Raum bekannte „Theorie der Verfügungsrechte“ beruht auf der Frage. .. sondern vielmehr die mit den Gütern verbundenen Rechte: . Solche wäre zB. die Erträge aus der Nutzung eines Gutes einzubehalten. die eine Einkommensverteilung unter den Risikoträgern bestimmt. Durch den Tausch.und Entscheidungsgremien Gesetze und Satzungen klären die für die Organe wichtigen Fragen (z. 4.).das Recht. die Nutzung oder Bildung von Verfügungsrechten entstehen ebenso „Transaktionskosten“ wie beispielsweise durch die Produktion von Gütern. Arbeitnehmer und Fremdkapitalgeber (fixierte Kontrakteinkommen) staatlichen Regelungen zu Insolvenzen (Ausgleich und Konkurs): Seit 2002 ist eine Verordnung der EU zu Insolvenzverfahren in Kraft getreten.das Recht. ein Gut formal und materiell zu verändern. ausreichende Ausstattung des Unternehmens mit Eigenkapital Zur Finanzverfassung gehört des Weiteren auch die gesetzlich auferlegte Pflicht der Veröffentlichung (Publizität) der Jahresabschlüsse. Seite 36 von 144 . (unzweckmäßige Entscheidungsstruktur. Organisationsebenen: Bildung von Teilsystemen wie Geschäftsbereichen. Übertragung von rechtlichen Eigentumstiteln usw. Kosten für: Vertragsabschlüsse. Konzernbildung oder Kooperationen Die Organisationsverfassung kann aus verschiedenen Gründen fehlerhaft. Nicht das Eigentum oder der Besitz eines Gutes ist von ökonomischem Interesse. Einhaltung von Gleichgewichtsbedingungen im Rahmen des betrieblichen Leistungsprozesses → finanziellen Überschuss erzielen.und Organisationsverfassung zu achten. Informations. ..: Wahl. Mitglieder (Personengruppen) eines Unternehmens und deren Interessen. Konflikt mit der Marktverfassung. .Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Ausnahmen: Externe Lieferanten. Drei Betrachtungsweisen sind dabei möglich: 1. Erhaltung der betrieblichen Liquidität. Kompetenzen. ein Gut zu nutzen.B.das Recht.…) In der Unternehmensverfassung ist daher jedenfalls auf einen Ausgleich der Anliegen im Spannungsfeld zwischen Markt-. Die Organisationsverfassung Sie beinhaltet die Grundsatzfragen der Organisation und regelt – das Zusammenwirken von Menschen im Rahmen der Entscheidungsprozesse im einzelnen Unternehmen. Konflikte in der Finanzverfassung. 2. 3.

Unabhängigkeit und Selbständigkeit „ Unternehmertum“ – Hingabe an die Sachaufgabe Gründungsvorbereitung: 1. Integration in ein Gründungsteam durch zB. Begleitung mit Förderprogrammen und Trainings in der Gründungs-/Aufbauphase.-)) – verfügbares Kapital. Entwicklung der Gründungsidee: Mit welchem innovativen Leistungsprogramm sollen Marktlücken geschlossen werden? Welche neuen Bedürfnisse sollen geweckt und damit befriedigt werden? Bereits bestehende Geschäftsidee „besser“ machen? 2. • gesamtwirtschaftlich: Lösung von Problemen am Arbeitsmarkt. deren Kenntnisse sich ergänzen Die Potentiale zur Unternehmensführung: – die „Bereitschaft zum Unternehmertum“ – Bildungseinrichtungen. Erfolgsfaktoren für Innovationen = relevante Erfolgsfaktoren für Unternehmensgründungen: – Wissen – Kompetenz „Humankapital“ – Integration – Drang nach Freiräumen. durch Venture Capital (in Unternehmensgründungen investitionsbereite Kapitalanleger) Gesellschaften zur Verfügung stellen („Business Angels“) Seite 37 von 144 . Ausmaß staatlicher Förderungen. Sammlung von Informationen über den Gründungsprozess: umfassende Information und Beratung. mehrere Gründungswillige. Erstellung eines Businessplans als Schlüsseldokument 3.: UF . die Personen für die Selbständigkeit „vorbereiten“ (zB.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 6. eventuelle Veränderungen von Rahmenbedingungen Für Unternehmensgründungen ist zunächst ein Potential an kreativen Menschen notwendig. Die Potentiale für Unternehmensgründung Unternehmensgründungen stellen aus folgender Sicht ein Problem dar: • einzelwirtschaftlich: Entscheidung für die Gründung und Einschätzung der Chancen für das Überleben im Marktwettbewerb.

Grundlegende Darstellung 1. • auf die Ausschüttung erwirtschafteter Gewinne verzichten 2. • die Rückerstattung des Kapitals Investition = Einsatz von Mitteln für Anlagegüter. sowie Kapitalrückzahlungen bzw. andererseits aber auch Kapitalumschichtungen bzw. Geldmittel zur Bezahlung auf Beschaffungs. Mietzahlungen Unterschied Finanzierung vs. die dem UN zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung stehen.und Arbeitsmärkten → UN erhalten durch Absatz ihrer Produkte wieder Geld zurück = leistungsbezogener Wertekreislauf in UN Ein Unternehmen kann . Umfang und Struktur des Vermögens verändern oder umkehren (= Desinvestition = Vermögen kann durch Verkauf in Kapital zurückverwandelt werden). 2. Kapital = Geldwerte des Gesamtvermögens eines UN sowie die gesamten Sach. Vermögensgegenstände von Vermietern gemietet werden. Vermögen = in welcher Form das Kapital im UN verwendet wird. dem Unternehmen Kapital zuzuführen.mit dem zur Produktion und zum Absatz notwendigen Vermögen - ausgestattet werden. Steuerzahlungen gewidmet sein kann. • Vermögensgegenstände direkt einbringen (Sacheinlagen).Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 C. Kredittilgungen bzw. Finanzierungs. indem 1. Gegenleistungen für die Bereitstellung von Kapital: • Anteilseigner erwarten Gewinnausschüttungen. Seite 38 von 144 . die benötigten Mittel von (externen) Kreditgebern beschafft bzw. • die Verwendung von Kapital. Der betriebliche Wertekreislauf Für betriebliche Prozesse der Leistungserstellung und –Verwertung müssen Zahlungsmittel zur Verfügung stehen.& Finanzmittel. Anteilseigner (Eigentümer) • Bareinlagen leisten. Termin und Sicherung der Zahlungen. Sie betreffen Höhe. Liquidationserlös bei Auflösung des UN • Kreditgeber erwarten Zinszahlungen.und Investitionsentscheidungen Finanzierungsentscheidungen sind Entscheidungen über die Beziehung zwischen dem Unternehmen und seinen Kapitalgebern. zB: • die Aufbringung des Kapitals. Finanzwirtschaft: Finanzierung heißt. Die Finanzwirtschaft I. Beschaffung = Einsatz von Mitteln für Umlaufgüter (Vorräte) Definanzierung: Durch die Rückzahlung von Schulden. die mit der Gestion von Kapital zusammenhängen. durch Gewinnausschüttungen oder Rückzahlung von EK wird dem Unternehmen Kapital entzogen. das einerseits zur Begründung von Vermögen dient. Der Begriff Finanzwirtschaft bezieht sich auf alle Maßnahmen.

Kapitalrückzahlung. Kapitalrückzahlung. Arten von Investitionen • Realinvestitionen . 4. Kapitalrückzahlungen. II. Die Finanzierungsformen In der traditionellen betriebswirtschaftlichen Gliederung wird unterschieden zwischen Seite 39 von 144 . die zu einem bestimmten Zeitpunkt zwingend fälligen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt erfüllen zu können. Subventionen. 3 Aspekte für das finanzielle Gleichgewicht: • der kurzfristige Liquiditätsaspekt Fähigkeit. sowie Anlage. Kapitalrückzahlungen 5. zur Substanzerhaltung ausreichen. Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Investitionsentscheidungen betreffen den Umfang und/oder die Struktur des Vermögens eines Unternehmens.. Bildung von Kassenreserven • Kapitalfreisetzende Einnahmen Entgeltliche Leistungsverwertung zu Selbstkostenpreisen.sind nur mit finanzwirtschaftlichen Kategorien zu fassen (z. Dividenden. Das finanzielle Gleichgewicht als Zielsetzung Investitionen müssen finanziert werden.. 3. Arten der Finanzbewegungen Es gibt 4 Arten von Finanzbewegungen: • Kapitalbindende Ausgaben Ausgaben für Produktionsfaktoren. Einnahmen aus Subventionen.haben eine güterwirtschaftliche Komponente (z.B. • der langfristige Liquiditätsaspekt strukturelle Zusammenhänge zwischen Kapitalausstattung und -verwendung. Verkauf von sonstigem Sach- und Finanzvermögen.. Zins.. Die Kapitalbeschaffung 1.und Umlaufvermögen.B.und Zinszahlungen. Die finanzielle Struktur soll gewissen Grundregeln (Finanzierungsregeln) entsprechen. Auflösung von Kassenreserven • Kapitalzuführende Einnahmen Finanzielle Überschüsse aus der Leistungsverwertung auf den Absatzmärkten und der Vermögensveräußerung bzw. Ausgaben für Steuern. Einnahmen aus der Aufnahme von Beteiligungen und FK • Kapitalentziehende Ausgaben Abdeckung von Verlusten aus der Leistungsverwertung auf den Absatzmärkten und der Vermögensveräußerung bzw. Darlehen/Beteiligungen an anderen UN. wodurch Liquiditätsprobleme entstehen können. • der Rentabilitätsaspekt Der Ertrag aus dem eingesetzten Kapital soll einerseits für eine angemessene Ge- winnausschüttung und andererseits für Rücklagenbildungen (Thesaurierung) bzw. Dadurch wird die Bonität der UN für Kreditvergaben gesteigert.: Erwerb von Beteiligungen).: Anschaffung eines Gebäudes) • Finanzinvestitionen .und Dividendeneinnahmen.

& Fertigerzeugnissen (Bestandsveränderungen) zu korrigieren. die Fremdfinanzierung ist befristet.ist eine Überschussfinanzierung und besteht im Rückbehalt (Nicht-Ausschüttung) des gesamten Gewinnes oder von Teilen des Gewinnes.Subventionsfinanzierung • Innenfinanzierung aus dem Umsatzprozess heraus (Überschussfinanzierung) . Bei der Finanzierung aus Vermögensumschichtungen außerhalb des normalen Umsatz- prozesses wird eine Zufuhr zusätzlicher Finanzmittel nur erreicht. Kontokorrentkredite. AGs und große GmbHs müssen 5% des jährlichen Reingewinns in die gesetzliche Rücklage einstellen. kurzfristige sind zB Factoring. Eine Geldfinanzierung liegt vor. Wechselkredite. Eine Sachfinanzierung liegt vor.Eigenfinanzierung (Beteiligungsfinanzierung) . Die Überschussfinanzierung ist im Falle von Gewinnen mit einem Vermögenszuwachs (Bilanzverlängerung) verbunden. wenn die Verkaufserlöse die Buchwerte übersteigen und damit eine Gewinnrealisierung ermöglichen (Innenfinanzierungsvorgang). wenn die Kapitalgeber Geld bereitstellen. Anleihen.Finanzierung aus Gewinnen (Selbstfinanzierung) .Kapitalfreisetzung im Umlaufvermögen Das Maß der Innenfinanzierung ist durch den Cash Flow bestimmt. um die Veränderungen im Vorratsvermögen an Halb. Die Finanzierung aus freigesetzten Abschreibungen bewirkt Vermögensumschichtungen.. Das Ausmaß de Innenfinanzierung ist evtl.. Folgende Gliederung nach der modernen betriebswirtschaftlichen Theorie: • Außenfinanzierung . langfristige sind zB Darlehen. bis 10% des Grundkapitals oder ein in der Satzung höherer %-satz Seite 40 von 144 .Fremdfinanzierung (Kreditfinanzierung) . 2.Finanzierung aus Rückstellungen (Aufwandsfinanzierung) .Beteiligungsfinanzierung . Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Eigenfinanzierung (im weiteren Sinn) . Zur unbefristeten Finanzierung gehört die Eigen-/Beteiligungsfinanzierung. kann aber auch zu Umschichtungen auf der Kapitalseite führen (Umschichtung von FK in EK). • offene Selbstfinanzierung die gebundene Rücklage bestehen aus der gebundenen Kapital-RL und der gesetzlichen RL.Finanzierung aus Abschreibungen (Aufwandsfinanzierung) aus Vermögensumschichtungen außerhalb des normalen Umsatzprozesses . Optionsschuldverschreibungen.Selbstfinanzierung (oder Überschussfinanzierung) • Fremdfinanzierung (durch Kreditkapital) Eine Sonderform ist die Finanzierung aus Abschreibungen. Die Innenfinanzierung a) Die Selbstfinanzierung . Sie beruht lediglich auf einer Umschichtung eines insgesamt dem EK und FK gegenüberstehenden Vermögens.Kapitalfreisetzung im Anlagevermögen . Anzahlungen. wenn sie direkt Sachen oder Rechte zur Verfügung stellen.

.ist eine Folge der Unterbewertung von Vermögensteilen und der Überbewertung von Verbindlichkeiten. dass die stillen Reserven erst bei der Auflösung der vollen Ertragsbesteuerung unterliegen. feste Zinszahlungen unterbleiben) • größere Beweglichkeit in der Preispolitik (wegen Verzichts auf Zinszahlungen) • die Notwendigkeit von Sicherheitsleistungen unterbleibt • Kontrollen durch fremde Kapitalgeber entfallen • das Unternehmen wird von den Bedingungen des Kreditsektors unabhängig. Der Finanzierungseffekt ist umso größer. • stille Selbstfinanzierung . d) Die Bedeutung des Cash-Flows Cash Flow = Maßstab zur Innenfinanzierung →zeigt Bargeldüberschuss an → bei Finanzierungsüberlegungen eine überragende Stellung Seite 41 von 144 . d. je länger die Zeitspanne zwischen Bildung und Auflösung. (Leerkosten..h.Kapazitätsmultiplikator. eine Vorwegnahme der Abschreibungen vorliegt.und Abfertigungsrückstellungen Den Kern machen AbfertigungsRST..…) c) Die Finanzierung aus Rückstellungen die in die Absatzpreise einkalkulierten und auch verdienten Rückstellungsbeträge stehen bis zur Inanspruchnahme der Rückstellungen im Unternehmen für Dispositionen zur Verfügung. wenn der Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf vorangeht. Als Nachteile der Selbstfinanzierung sind zu bedenken: • mit den vorhandenen Mitteln wird nicht immer wirtschaftlich umgegangen • zu hohe Bar-Reserven wirken sich negativ auf die Rentabilität aus b) Die Finanzierung aus Abschreibungen Mit Abschreibungen finanzieren heißt. Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Auch das Agio bei Aktienemissionen muss der gesetzlichen Rücklage zugeführt werden.. Nach dem RLG sind stille Reserven jedoch nur beschränkt möglich. Allgemeine Vor-/Nachteile der Selbstfinanzierung Als Vorteile der Selbstfinanzierung gelten: • Erleichterung der Liquiditätspolitik (Tilgungen. Es entstehen stille Rücklagen (Reserven). Dem Nachteil der Bilanzverzerrung stehen der Vorteil der Ausschüttungsbeschränkung gegenüber und der Umstand.einheitliche Nutzungsdauer der Anlagen Für die Kapazitätserweiterung durch freigesetzte Abschreibungen bestehen in der Praxis jedoch deutliche Grenzen. n. Durch die Freisetzung der Abschreibungen und deren Verwendung im Anlagenbereich tritt ein Erweiterungseffekt auf ("Lohmann-Ruchti-Effekt"). JubiläumsRST und PensionsRST aus (Sozialkapital). die über den Preis in den Betrieb zurückgeflossenen Abschreibungsteile zur Deckung von Finanzierungserfordernissen heranzuziehen.. Verwendet darf die gesetzliche Rücklage nur zum Ausgleich von Wertminderungen und zur Deckung von sonstigen Verlusten werden. Eine echte Substanzerweiterung liegt jedoch nur dann vor.. Der Kapazitätserweiterungseffekt lässt sich nach folgender Formel errechnen: m = 2 / (1+1/n) m. vor allem Pensions.

Cashflow aus der Finanzierungtätigkeit Zu. e) Die Kapitalflussrechnung (Geldflussrechnung) nach IAS 7 Mit der Geldflussrechnung sollen die Fähigkeit zur Erwirtschaftung von Zahlungsmittelüberschüssen. Aufnahme/Rückzahlung von Darlehen. Die direkte Methode liefert bessere Informationen über die Art des Mittelzu. Wesentliche Merkmale der Beteiligungsfinanzierung: • Anspruch auf Gewinnbeteiligung • Anspruch auf Beteiligung am Liquidationserlös • Einfluss auf die Geschäftsführung (je nach Rechtsform verschieden) • Haftung für die Schulden der Unternehmung • Einzelunternehmung & Personengesellschaften Seite 42 von 144 .) Somit ist er kein verlässlicher Maßstab für die Ertragskraft eines UN.ist die Finanzierung durch den Eigentümer bzw.. die indirekte Methode liefert Informationen über die Divergenz von Jahresergebnis und Zahlungsmittelveränderungen.. ist aber ungeeignet Die Zahlungskraft eines UN wird nicht nur durch den Cash Flow allein bestimmt. da dieser Vorgänge im Geldbereich in der GuV-Rechnung gar nicht erfasst (zB Zahlungen an Lieferanten. zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen und zur Zahlung von Dividenden.. Rechtsform hat einen wesentlichen Einfluss. die Auswirkung von Investitions.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Gewinn/Verlust (Jahresüberschuss/-fehlbetrag) + Nicht-Ausgaben in den Aufwendungen .. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +/.und Abnahme der liquiden Mittel + liquide Mittel zu Jahresbeginn = Liquide Mittel am Jahresende Die Zahlungsströme müssen direkt oder indirekt aus dem Jahresabschluss abgeleitet werden. Die Außenfinanzierung a) Die Eigenfinanzierung .& Finanzierungsvorgängen auf die Finanzlage festegestellt werden und die Gründe für die Divergenz zw.und -abflusses. 3. die Gesellschafter (Anteilseigner) von außen in Form von Einlagen.Nicht-Einnahmen in den Erträgen = Cash Flow In der Praxis ist es eher: Jahresüberschuss/-fehlbetrag + Abschreibungen = Cash Flow findet sich heute im EBITDA wieder. Bei anlagenintensiven UN ist der Cash Flow wesentlich größer (durch Abschreibungen) als bei personalintensiven UN (hoher Personalaufwand ist unmittelbar zahlungswirksam). Zahlungen von Kunden. Jahresergebnis und Veränderung der liquiden Mittel offen gelegt werden.Cashflow aus der Investitionstätigkeit +/.

G. Kommanditgesellschaft: Da die Kommanditisten nur eine beschränkte Haftung übernehmen. . Vinkulierte A. haben aber auch verschiedene Nachteile (zB Stimmrechtsverzicht). mindestens die Hälfte bei der Gründung in bar • Aktiengesellschaft Die Eigenkapitalaufbringung erfolgt durch die Ausgabe von Nennbetragsaktien oder Stückaktien. Durch die Umwandlung von Rücklagen in Grundkapital wird das EK lediglich in seiner Struktur. Einzelunternehmen: Die Kapitalkraft und der Betriebszweck des sind entscheidend. Stückaktien haben keinen Nennbetrag. Die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln hingegen stellt lediglich einen Passivtausch und damit keine materielle Kapitalzufuhr dar. Vorzugsaktien Art der Kapitalaufteilung Nennbetragsaktien. Formen der Kapitalerhöhung: Nach Gründung einer AG können im späteren Verlauf der Unternehmenstätigkeit Kapitalerhöhungen durchgeführt werden (3/4-Mehrheit in der Hauptversammlung). Partizipationsscheine sind ebenfalls aktienähnliche Wertpapiere. die bei einer Sanierung oder gefristeten Eigenmittelzufuhren verwendet werden. (Genussscheine sind aktienähnliche Wertpapiere. Stille Gesellschaft: Der stille Gesellschafter haftet nur mit seiner Einlage & ist von der Geschäftsführung ausgeschlossen. Das genehmigte Kapital und die Ausgabe junger Aktien sind die häufigsten Varianten einer ordentlichen Kapitalerhöhung. Das GmbH-Gesetz verlangt ein Stammkapital von mindestens € 35. Namensaktien. Der Kommanditist hat Anspruch auf Auszahlung des ihm zustehenden Gewinnes. erlauben aber nicht die Ausübung eines Stimmrechts. Vorzugsaktien haben auf eines oder mehrere dieser Rechte Vorrecht. .000. aber nicht in seiner Summe verändert. mit beschränkter Seite 43 von 144 . Kriterien Aktiengattung Art und Übertragbarkeit Inhaberaktien. so ist das sich ergebende Aufgeld (Agio) der gebundenen Kapitalrücklage zuzuführen. Eingeräumte Rechte Stammaktien.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 . das Bezugsrecht und das Teilhaberecht am Liquidationserlös. Sowohl Stamm. Erfolgt die Ausgabe über dem Nominalwert (über pari). Stückaktien Inhaberaktien sind in Österreich die Regel.) Stammaktien genießen das Stimmrecht.--. weiters Genuss. . (Jede Stückaktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt). OHG: Grenze ist auch hier die Kapitalkraft der Gesellschafter. Formen der Kapitalherabsetzung: zur Rückzahlung von Einlagen oder Sanierung des UN • Genossenschaften Die Eigenfinanzierung ist davon beeinflusst. Namensaktien und vinkulierte Namensaktien unüblich. ob es sich um Genossenschaften mit unbeschränkter Haftung (=G haftet mit seinem ganzen Vermögen). nehmen am Gewinn od. Den Altaktionären stehen dann Berichtigungsaktien ("Gratisaktien") zu. wird die Eigenkapitalbildung in der KG gegenüber der OHG wesentlich erleichtert. Verlust teil.als auch Vorzugsaktien notieren an der Wiener Börse. • Gesellschaft mit beschränkter Haftung Für die Eigenkapitalaufbringung gibt es nach unten hin Grenzen.und Partizipationsscheine. das Dividendenrecht.

der Marktteilnehmer und des Ablaufes einer genauen Regelung unterliegt. wobei das Management. eine gesunde Finanzlage. Leveraged-Buy-Out (LBO): es wird den Aktionären oder Inhabern ein über dem aktuellen Marktwert liegendes Angebot zum Kauf ihrer Aktien/Anteile gemacht. die die Zulassungsanforderungen nicht erfüllen. Für die Ermittlung des Kaufpreises werden Analysen angestellt. Markt-. Die Wiener Börse besteht sei 1771. standard market continous. wovon mind. Den geregelten Freiverkehr (=Zweitmarkt der Börse.. sog. Mergers & Aquisitions (Fusion) & (Übernahme) Management-Buy-Out (MBO): Unternehmenskauf oder die Übernahme eines Betriebes. € 725. Voraussetzungen: klare Vorstellungen zur UN-Politik. einen wesentlichen Anteil an diesem UN erwirbt → Chance zur unternehmerischen Selbständigkeit.& ausländische Aktien. um für den Börsenhandel zugelassen zu werden (Initial Public Offering). standard market auction Bond market (Anleihen): Government bonds. in. Beurteilung bestehender Steuerrisiken und sie werden von Audits durchgeführt. Es kann als Kauf der Aktien eines UN (Gesamtrechtsnachfolge) oder als Kauf der Wirtschaftsgüter eines UN abgewickelt werden (Einzelrechtsnachfolge). € 725. Der „Due-Diligence-Review“ bildet den Rahmen für die Ermittlung und Interpretation der nachhaltigen Ertragskraft des UN. Qualität & Kontinuität in der Geschäftsführung. banking bonds.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Haftung (= G haftet mit festgesetztem Betrag) oder G. Das Börsegesetz sieht 3 Arten des Handels mit Wertpapieren vor: . es werden nur die umsatzstärksten Aktien. die die Selbstfinanzierungsmöglichkeiten übersteigen würde. eigenständige Entwicklungsmöglichkeiten sind gegeben. zB zur Ausnützung von Marktchancen. Gewinnscheine sowie Rentenwerte) Equity Market (Aktien): Prime market. Management-Buy-In (MBI): Außenstehende Manager kaufen sich in ein UN ein. Due-Diligence-Prüfungen. Den dritten Markt (für Wertpapiere. . der Zeit. performance linked bonds Seite 44 von 144 . Wettbewerbsanalysen.& -sozialrechtliche Analyse. Den amtlichen Handel (Grundkapital von € 2. Acquistion: der UN-Kauf durch ein oder mehrere Drittunternehmen. • Sonderformen der Eigenfinanzierung . • Die Börse … ist als ein organisierter Markt anzusehen. der hinsichtlich des Ortes. Wesentliche Merkmale sind die Vertretbarkeit (=Fungibilität) der Handelsobjekte und die örtliche Konzentration von Angebot und Nachfrage. corporate bonds. mit Anteilshaftung (= G haftet mit seinem Geschäftsanteil) handelt. Optionsscheine und die meisten Rentenwerte gehandelt) . formal muss eine bestimmte Mindestkapitalausstattung gegeben sein.000 im Streubesitz sein müssen. Going Public…die Umgestaltung eines bislang privaten UN in eine Publikumsgesellschaft. indem der Kapitalmarkt zur Beteiligungsfinanzierung an diesem UN beansprucht wird. In diesen kommt es zu Budget- Bilanzanalysen.000. davon zumindest 1/5 im Streubesitz. Grundkapital bei Aktien mind. eine gute Ertragskraft. potentielle Kostenbelastungen. das dieses UN bisher geführt hat. es können Aktien von neu gegründeten Gesellschaften mit zumindest 1 Jahr Bestandsdauer gehandelt werden) . über dessen Kauf entschieden werden soll. Arbeits.9 Mio.

Avalkredit: Eventualkredit. Kreditsicherung (Bürgschaft. Hypothek) oder Kreditversicherung (Exportgarantien) Gründe für das Ansteigen von Fremdfinanzierung: • Mangelndes Privatvermögen • Mangelnde Attraktivität der Beteiligungserträge • Steuerliche Diskriminierung des Eigenkapitals • Leverage-Effekt • Scheingewinnbesteuerung Qualitative Kreditmerkmale: Kreditgeber. Wandelschuldverschreibungen: Gläubiger hat Umtauschrecht oder Recht auf Aktien . Bonitäts-Ratings → Transparenz Formen der Fremdfinanzierung: • Kurz. Hypothekendarlehen. Bankdarlehen . Kreditlaufzeit.Akzeptkredit: Abdeckung von Verbindlichkeiten .Wechselkredit: abstrakte Forderungen . Schuldverschreibung): langfristiges Darlehen in verbriefter Form . Zinssatz. Kredite werde nicht ohne ausreichende Kreditabsicherung gewährt. Kreditabsicherung Quantitative Kreditmerkmale: Kredithöhe. mittelfristig (3-12 Monate).Kundenanzahlungen (Angeld) .Kontokorrentkredit: Saldo wird geschuldet. Kreditzweck. Darlehen: meistens in Geld.Finanzwechsel: keine echten Geschäfte . Tilgungsbedingungen Basel II Richtlinie: Eigenkapitalvorschriften. Schulscheindarlehen • Kreditsubstitute . Gewinnschuldverschreibungen: neben fester Verzinsung auch Gewinnbeteiligung .Kundenkredit: Finanzierungsinstitut übernimmt Forderung . Factoring: Ankauf von Lieferforderungen .Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Otob Market (Terminmarkt): Austrian derivatives – cece derivatives Structured products: Certificates – warrants (= Optionsscheine) Other listings b) Die Fremdfinanzierung Finanzierung durch Kreditkapital. langfristig (über 12 Monate) . Steuerstundung Seite 45 von 144 . Kreditnehmer.Euromarktkredite: Kredit in Fremdwährung • Langfristige Fremdfinanzierung .Lieferantenkredit: kann teuer werden . Anleihe (Obligation. Bürge übernimmt Haftung . Leasing: Vermietung von unbeweglichen und beweglichen Anlagegegenständen • Sonderformen der Fremdfinanzierung Steuerkredite: Rückstellungen. Bankkontokorrent bedeutend .Lombardkredit: Verpfändung von leicht realisierbaren Gütern .und mittelfristige Fremdfinanzierung: kurzfristig (-3 Monate).

Dokumenteninkasso: Exporteur beauftragt eine Bank. • Zahlungsströme im Rahmen des Leistungsprozesses.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Fremdfinanzierung im Exportgeschäft .als auch Geldbedarf leiten sich aus dem Kapitalbedarf ab. Dokumentenakkreditiv: Importeur beauftragt Hausbank . Negotioationskredit: Vereinbarung . Subvention in Abhängigkeit von bestimmten Einflussgrößen . Devisentermingeschäft . • zum Ausgleich der Zahlungsströme aus dem Leistungsbereich notwendige Mittel aus dem EK. Sowohl Finanz. im Zuge der Betriebstätigkeit ergeben sich jedoch unterschiedliche Einnahmen.) 2. Geplante und der Höhe nach begrenzte Verlustabdeckung . Leistungsabhängige Verlustabdeckung .und Beteiligungsfinanzierung 3.und Ausgabenströme. die dem Unternehmen eine geordnete Kapitalzufuhr und geregelte Kapitalabgänge gewährleisten und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts erhalten helfen sollen. Die Finanzplanung 1. Schulung.und FK-Bereich. Verlustausgleich im Nachhinein . Im voraus fixierte Beträge je Leistungseinheit III. Forfaitierung: regressloser Ankauf von Exportforderungen . Die Finanzplanung umfasst die folgenden Zahlungsströme: • Ausgaben für Anlagenbeschaffungen / Einnahmen aus Anlagenverkäufen. Finanz. Risikoabsicherung c) Subventionsfinanzierung • Funktionale Bestimmung Wirtschaftliche Interessen. die Dokumente zu verwalten .. Export. Seite 46 von 144 . Tauschgeschäfte: mit verschuldeten Ländern • Formen der Außenhandelsförderung Staatliches Exportförderungssystem: 1. so dass Kapital-. Aufwendungen . Bei der Gründung des Unternehmens sind alle drei Größen gleich. Die Grundlagen der Finanzplanung Die Hauptaufgabe der Finanzplanung besteht in der Festlegung der Finanzbewegungen.… Entweder als Betriebszuschüsse (Abdeckung des Produktionsaufwandes) oder als Kapitalzuschüsse (Stärkung des Eigenkapitals) • Subventionsformen .und Geldbedarf auseinander fallen.. Rembourskredit: internationale Großbank macht alles . Markerschließungsmaßnahmen (Beratung. Übernahme bestimmter Ausgaben bzw. • Zahlung von Fremdkapitalzinsen sowie Tilgungsbeträge für die Kreditdeckung. Der ermittelte Finanzbedarf muss durch entsprechende Kapitalzuführende Maßnahmen im Interesse eines finanziellen Gleichgewichts Deckung finden. Kurssicherungsmöglichkeiten: Eurofakturierung.

13 gezeigt einteilen. 4. Welche Finanzierungsmaßnahmen sind zu ergreifen. Für die Finanzplanung im Unternehmen ergeben sich daher die folgenden Fragen: 1. a) Die Teilphasen der Finanzplanung Es gibt drei Teilphasen. In der Kapitalbedarfsplanung und in der Kapitalfondsplanung spiegeln sich die strukturellen und damit auf längere Sicht gesetzten Maßnahmen zur Sicherung von Liquidität und Rentabilität wider. Die hohen Unsicherheiten werden durch Wahrscheinlichkeitsüberlegungen ausgeglichen. desto elastischer müssen die Planvorgaben sein und desto gröber werden die einzusetzenden Größen (Globalplanung). über die wirtschaftliche Zusammensetzung des Kapitalfonds ist zu entscheiden. 2. ob das finanzielle Gleichgewicht gesichert erscheint? Durch die Aufstellung roulierender Finanzpläne wird Vorsorge für permanente Planrevisionen getroffen und die Möglichkeit zu konkreten Planansätzen geschaffen. die Planungsüberlegungen auf lange Sicht abzustellen und darin mittel- und kurzfristige Planvorhaben festzulegen. • Beschaffungsplan (Finanzmitteldeckungsplan) Verschiedene Deckungsmöglichkeiten sind zu analysieren. 2. Seite 47 von 144 .. um beim ermittelten Finanzbedarf das finanzielle Gleichgewicht zu sichern? Eine ständige Prüfung des Deckungsgrades des Finanzbedarfes durch Finanzmittel wird erforderlich.also auch der Finanzplan - haben sich dem Gesamtplan unterzuordnen. b) Der Kapitalbindungsplan . Wie lauten die betrieblichen Ziele.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Gewinnausschüttungen. Auf welche Zeiträume ist die Finanzplanung abzustellen? Es ist sinnvoll. in der die zukünftigen finanziellen Bedürfnisse prognostiziert werden. Investitionen und Kapitalrückzahlungen werden Finanzierungen und Desinvestitionen gegenübergestellt. Vielfach behilft man sich auch mit aus der Erfahrung abgeleiteten Liquiditätsreserven. Je länger der Planungszeitraum wird. 3. Die einzelnen betrieblichen Teilpläne .zeigt die Zusammenhänge zwischen geplanten Investitionen und Desinvestitionen.. Die betriebliche Finanzplanung lässt sich wie in Abb. Die Erstellung des Finanzplanes Die Kapitalbedarfsplanung findet eine Verbindung mit der Kapitalfondsplanung in Form eines Finanzplanes (Finanzbudgets) für ein Planjahr (oder einen anderen Planungszeitraum). jede davon Voraussetzung für die nächste: • Bedarfsplan Eine Kapitalbedarfsrechnung ist aufzustellen. • Durchführungsplan Planung der Abwicklung der Finanzbewegungen im Detail. welches ist der daraus resultierende Finanzbedarf? Die Gestaltung der betrieblichen Leistungsprozesse und die Finanzierung beeinflussen einander gegenseitig. Wie kann während der einzelnen Planungsperioden geprüft werden.

ist an eine Veranlagung der über die Liquiditätsreserve gehenden Bestände zu denken. 3. Zahlungsströme besser gelenkt und überschüssige Mittel optimal veranlagt. Ausgleich oder Unterdeckung) Finanzmitteldeckungsplan: Einzahlungen EK + Einzahlung FK . d) Der Finanzstatus Der tägliche Finanzstatus dient zur Bestimmung des täglichen Geldbedarfs und seiner Deckung. die Einnahmen und Ausgaben tätigen. Seite 48 von 144 . wenn ein finanzieller Ausgleich gegeben sein soll.B. Beschaffung. Lager. Von einem roulierenden Finanzplan spricht man.Ausgaben aus laufender Tätigkeit .Tilgung von Krediten . Barreserven usw.Investitionsausgaben + Einnahmen aus Anlagenverkäufen = Saldo I (Überdeckung. kurzfristige Finanzplanungen sollten sich aber immer an Einnahmen und Ausgaben orientieren. Bei Unterliquidität muss eine finanzielle Überbrückung gefunden werden. e) Die Analyse des Finanzplanes Ergeben sich aus dem Finanzplan Überschüsse. Investition) werden die Finanzbewegungen in den Finanzplan übernommen. Ausgleich oder Unterdeckung) Saldo II muss mit umgekehrten Vorzeichen mit Saldo I übereinstimmen. = Saldo II (Überdeckung. Dadurch kommt es zu oftmaligen Planrevisionen und einer exakteren Planung. rechtzeitig Maßnahmen zu deren Beseitigung zu suchen. Der Finanzplan zeigt frühzeitig Finanzengpässe auf und ermöglicht es. Dadurch werden jene Unternehmensbereiche besser überwacht. wenn der Planungshorizont immer gleich lang bemessen ist (z. 14 gezeigt.Zahlung für Fremdkapitalzinsen . Andernfalls müssen ausgleichende Maßnahmen angestrebt werden. 12 Monate) und daher mit Ablauf einer Planperiode (z.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 c) Das Finanzbudget (der Finanzplan) Aus den betrieblichen Teilplänen (Absatz. so würde der Finanzplan entsprechend frühzeitig die dauernde finanzielle Unterdeckung (Illiquidität) aufzeigen. Produktion. Die Ermittlung des Kapitalbedarfs Der Kapitalbedarf kann auf der Basis von Einnahmen und Ausgaben oder von Einzahlungen und Auszahlungen ermittelt werden. Ein detaillierter Finanzplan wird in Abb. Die Verbindung der Kapitalbedarfsplanung mit der Kapitalfondsplanung läßt sich aus der folgenden Übersicht erkennen: Finanzgrundplan: Einnahmen aus laufender Tätigkeit .: ein Quartal) eine neue Teilperiode an das Ende des Planungshorizontes wieder angehängt wird.B.geplanter Überschuß für Ausschüttungen. auch eine Rückzahlung von FK ist zu erwägen. Leidet das Unternehmen an struktureller Erfolglosigkeit.

.B. • Betriebsgröße (Ausmaß an Leistungsbereitschaft).: Kredittilgung. Die Anschaffungsausgaben können gemäß ihren Zahlungsfälligkeiten in die Kapitalbedarfsrechnung übernommen werden. Dadurch lässt sich der von außen zu deckende Kapitalbedarf verringern. Der Kapitalbedarf ist sowohl für das Anlage. Es ist daher . Je größer die Zeitspanne der Kapitalbindung. Dabei gilt die folgende Grundregel: Kapitalbindende Ausgaben (z.kapitalentziehende Ausgaben (z. a) Die Bestimmungsfaktoren des Kapitalbedarfs Der Kapitalbedarf ist von mehreren Faktoren abhängig: • Unternehmensgegenstand (Leistungsprogramm.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Aufgrund der wechselseitigen Beeinflussung nahezu aller Größen der Teilpläne sind wiederholte (sukzessive) Planabstimmungen unumgänglich. b) Der Kapitalbedarf für das Anlagevermögen Die Ermittlung des Kapitalbedarfs für das Anlagevermögen ist ein Ergebnis der Investitionsplanung.als auch für das Umlaufvermögen zu ermitteln.: Aufwandsausgaben. Kreditaufnahme).: Eigenmittelzufuhr.B. Der Kapitalbedarf ist abzudecken durch kapitalzuführende Einnahmen (z. Prozessgestaltung). Der Kapitalbedarf für das Umlaufvermögen errechnet sich dann aus: täglicher Aufwand an Repetierfaktoren (Produktionsaufwand) * Kapitalbindungsdauer Da die verschiedenen Positionen des Umlaufvermögens nicht die gleiche Kapitalbindungsdauer besitzen. wie hoch der Kapitalbedarf für eine Tagesproduktion wäre. Zusätzlich müssen dann noch Produktions. desto größer ist der Kapitalbedarf zu veranschlagen.. • Beschäftigungsniveau (geplanter. um den weiteren Anlagenausbau mitfinanzieren zu können. dass durch freigesetzte Abschreibungen liquide Mittel zur Verfügung gelangen. Steuern) = Kapitalbedarf.: Verkaufserlöse) . Investitionsausgaben) . Die betrieblichen Entscheidungen über diese Faktoren bestimmen das Ausmaß des Kapitalbedarfs in quantitativer und zeitlicher Hinsicht. -tiefe).mitberücksichtigt werden. c) Der Kapitalbedarf für das Umlaufvermögen Man kann sich zunächst überlegen. Personal.B. erreichter Auslastungsgrad).B. -breite.aufschlussreicher. Seite 49 von 144 . Diese Näherungsrechnungen führen jedoch nur bei konstanter Beschäftigung und gleichmäßigem Geldeingang zu akzeptablen Ergebnissen. Es ist dabei zu bedenken.) relevanten Kapitalbindungsfristen ansetzen. einen konkreten Finanzplan für die Errechnung des Umlaufkapitalbedarfs (Kapitalbedarf für das Umlaufvermögen) zu erarbeiten.kapitalfreisetzende Einnahmen (z. wird man an Stelle der Durchschnittswerte die für die einzelnen Aufwandsarten (Material.vor allem in der Gründungsphase . • Verfahren der Leistungserstellung (Verfahrensgestaltung.und Lagerdauer sowie die Zahlungsziele - somit die Kapitalbindungsdauer .

Dies kann beispielsweise durch die folgenden Maßnahmen erfolgen: • Maßnahmen im reinen Finanzierungsbereich . 3.Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögensteile • Maßnahmen im Leistungsbereich . -hinausschiebender Maßnahmen. da in Zeiten schlechter Konjunktur Tilgungsquoten und Zinsbelastungen nicht anfallen.Verkauf betriebsnotwendiger Investitionen und daher Kapazitätsabbau. Umfangreiche FK- Aufnahmen machen das Unternehmen daher konjunkturanfälliger. Seite 50 von 144 . Im Falle der Liquidation wird der FK-Geber jedoch zuerst befriedigt (je nach Quote). 2. . dass die einzelnen Produkte/Leistungsbereiche unterschiedlich den verschiedenen Lebenszyklusphasen zuzuordnen sind.Rationalisierung des Lagerwesens. welcher Anteil am Finanzierungsvolumen der Innenfinanzierung zugewiesen werden kann/soll. . da die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs und des damit verbundenen Auftretens von Zahlungsschwierigkeiten steigt. In der Außenfinanzierung stellt sich die Frage. . Finanzierungsregeln 1. Die unternehmerischen Zielsetzungen und Strategien sind zu verschieden. Für das Unternehmen stellt sich zunächst die Frage. der Produktion und des Vertriebs. den Cash Flow zu dimensionieren und zu gestalten. Je risikoreicher Investitionen sind. . inwieweit die Finanzierung mit EK oder mit FK zweckmäßiger erscheint. Die Liquiditätspolitik erstreckt sich demnach auf die Anwendung Einnahmenerhöhender bzw. Es ist liquiditätsschonend. während der FK-Geber einen festen Zinsanspruch hat. Auch der gesamtwirtschaftliche Konjunkturzyklus hat entscheidende Bedeutung für den Kapitalbedarf eines Unternehmens.Intensivierung des Mahnwesens. der EK-Geber hat nur einen Anspruch auf den verbleibenden Liquidationserlös. Die optimale Finanzierung als Auswahlproblem Eine für alle Unternehmen allgemeingültige optimale Finanzstruktur (Kapitalstruktur) kann es nicht geben. während der FK-Geber lediglich Gläubiger ist. IV. außerdem ist zu berücksichtigen.Ausfall oder Verschiebung von Investitionen. Die Zielsetzungen für die Liquiditätspolitik Durch die Liquiditätspolitik sollen zeitlich begrenzte Liquiditätsengpässe behoben werden.Eigen-/Fremdkapitalaufnahme. EK dient jedoch auch der Krisenvorsorge. Und schließlich nimmt der EK- Geber am Gewinn und Verlust teil. Grundsätzliche Merkmale von Eigenkapital (EK) und Fremdkapital (FK) EK-Geber haben in der Regel im Unterschied zu FK-Gebern einen Einfluss auf die Unternehmensführung und einen Anspruch auf Offenlegung der Geschäftsgebarung. Sie haben Eigentümerstellung.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 4. Das hängt wesentlich von den Möglichkeiten ab. . -vorziehender und/oder Ausgabensenkender bzw. desto höher müsste auch der EK-Anteil sein.Verschiebung oder Stornierung von Finanzausgaben. Die Bedeutung des Eigenkapitals als Risikokapital Das EK ist als Risikokapital einzustufen.

Die Bedeutung der Eigenkapitalquote In der expandierenden Wirtschaft der letzten Jahre nahm die EK-Ausstattung der Unternehmen laufend ab. Der Handlungsspielraum des Unternehmens wird jedoch zunehmend eingeengt. 4. a) Statische Finanzierungsregeln . Aus diesen Überlegungen lässt sich als Faustregel ableiten. Als Faustregel gilt in der Praxis. Es ist eine Hebelwirkung zu beobachten. Betriebliche Aktivitäten sind unterschiedlich starken Risiken ausgesetzt.h. z. Solange die FK-Zunahme in der Ertragskraft begründbar ist. das geringste Risiko trägt die Finanzierung von Forderungen. Risiko abzudecken. das hohe Risken tragen kann. den Einsatz von Fremdkapital zu bevorzugen. am schlechtesten eignet sich zur Risikotragung vertraglich eingeschränktes Risikokapital. Der Austausch des eigenen Kapitals durch fremdes Kapital macht jedoch nur dann Sinn. wenn die eigenen Mittel auf dem Kapitalmarkt zinsengünstiger angelegt werden können. da die Einflussmöglichkeiten der Kreditgeber klein gehalten werden können. 7. dass mindestens 30% EK erreicht werden sollten. 6.B. die Pufferrolle des EKs geringer. Nur dann. deren Fähigkeit. von dieser unabhängig sind. dass hohe Unternehmensrisiken auch nur mit Kapital. Das höchste Risiko tragen Forschung & Entwicklung. Finanzierungsempfehlungen Die klassischen (statischen) Finanzierungsregeln empfehlen aus der Erfahrung heraus ein bestimmtes Kapitalstrukturbild. Diese Konstanz gelte daher auch für den Marktwert des Unternehmens. Genussscheine (auch für Verlustjahre ist eine Zinszahlung vereinbart). Ist die Rentabilität des im Unternehmen eingesetzten Gesamtkapitals höher als die Kosten des FKs. änderten sich die Kapitalkosten. Demgegenüber können auch verschiedene Klassen von Risikokapital gebildet werden. Dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht kommt so zunehmende Bedeutung zu. wenn das Unternehmen die Risikoklasse wechsle.knüpfen an die Bilanzstruktur an und sind damit zeitpunktbezogen: Seite 51 von 144 . d. dass die Kapitalkosten auch bei einer Änderung der Kapitalstruktur konstant sind.. Der Leverage-Effekt Trotz dieser aus dem Gesichtspunkt des Risikos heraus unbestreitbaren Vorteile des EKs gibt es auch gute Gründe.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Und schließlich dient das EK auch der Sicherung der unternehmerischen Unabhängigkeit. entsteht kein großes Problem. finanziert werden sollte. 5.. auch die offenen Rücklagen sind noch sehr gut verwendbar. unterschiedlich ist: Stille Reserven können das größte Risiko tragen. führt der Einsatz von FK zu einer Erhöhung der Rentabilität des EKs. Das Modigliani-Miller-Theorem Die beiden Herren Modigliani und Miller meinen. "Leverage-Effekt". weil ihnen schon eine Ertragsrealisierung zugrunde liegt. Den Bedingungen der Unternehmensrealität würden dynamische Finanzierungsregeln besser entsprechen. als die Zinsenbelastung für die fremden Mittel im eigenen Betrieb beträgt. der sog. gegebenenfalls in Verbindung mit einer Vermögensstruktur.

• Acid-Test Regel: Kurzfristiges FK soll das monetäre UV nicht übersteigen. • (Net) Working Capital (WC): Differenz zwischen UV und kurzfristigen Verbindlichkeiten.und Kreditmarkt.AV = EK + langfristiges FK . b) Dynamische Finanzierungsregeln Eine genauere Analyse kann nur an den Finanzplänen des Unternehmens anknüpfen und muß die Zahlungsströme im Zeitablauf erfassen. Ein positives WC zeigt eine langfristige Finanzierung auch im UV an und soll die finanzielle Flexibilität des Unternehmens ausdrücken. Seite 52 von 144 . Im Spannungsfeld zwischen Rentabilität und Liquidität sollen die folgenden Faktoren besonders beachtet werden: • Variabilität Maximale Anpassungsfähigkeit an einen schwankenden Kapitalbedarf und wechselnde Verhältnisse auf dem Kapital.EK : FK = 1 : 1 .verfügbare liquide Mittel) dürfen nicht mehr als ein bestimmtes Vielfaches (meist das Dreifache) des Cash Flows ausmachen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • vertikale Finanzierungsregeln . FK = Grundsatz der fristenkongruenten Finanzierung • Current ratio: Kurzfristiges FK soll höchstens die Hälfte des UVs ausmachen. wo die Kapitalkosten ihr Minimum erreichen. Expansionseffekt) stehen der Nachteil des faktisch zunehmenden Einflusses der Kreditgeber gegenüber. Die Bemessung des Verschuldungsgrades Der Verschuldungsgrad (V) errechnet sich mit folgender Formel: V (in %) = FK/Gesamtkapital * 100 Der optimale V ist dann gegeben.und Nachteilen aller Rechenhaften und nicht Rechenhaften Einflussgrößen in einer Gesamtbewertung gefunden werden konnte und muss daher nicht dort liegen. drei Ausprägungen: .AV + dauernd im Unternehmen gebundenes UV = EK + langfr.: bessere EK-Rentabilität. wenn ein Kompromiss aus den Vor. • Wirtschaftlichkeit der Finanzierung. • Maximalbelastungregeln Verluste. Die Vorteile eines steigenden Vs (z. 8. die bei einer vorzeitigen Verwertung des Unternehmensvermögens auftreten. dürfen nicht größer sein als das EK.Anlagevermögen (AV) = EK .B. • Verschuldungsfaktor Die Nettoverbindlichkeiten (Schulden . "Banker's Rule") • horizontale Finanzierungsregeln (Beziehungen zwischen Vermögen und Kapital) Goldene Bilanzregel. • qualifizierte EK-Präferenz Bei guten Ertragsaussichten soll der Anteil des FKs zur Ausnutzung des Leverage- Effekts erhöht werden.EK : FK = 2 : 1 ("gesunde" Norm zwischen EK und FK.

. Investitionsrechnungen sind jedoch unverzichtbar. Das Factoring ist die teuerste Kreditform. . richtet sich die Reihenfolge der FK-Aufnahme nach den Zinskosten. Als Beurteilungskriterien für Investitionsvorhaben kommen in Frage: .soziale Kosten-Nutzen-Komponenten (externe Effekte werden miteinbezogen).berücksichtigen die zeitlichen Unterschiede im Auftreten von Einnahmen und Ausgaben nicht oder nur unvollkommen. Seite 53 von 144 . Ertragssteigerung).Zahlungswirkung (Abzinsung der Einnahmen und Ausgaben). Optimierung durch schrittweise Abstimmung der verschiedenen Teilpläne. wenig exakte Berechnungen sinnvoll.Erfolgswirkung (Kosteneinsparung. Erst nach Ausschöpfen dieser Kreditformen sollten zinsbegünstigte Kredite und schließlich alle anderen Kredite aufgenommen werden. Die Gliederung der Investitionen . • Investitionen im Verlauf der Betriebstätigkeit . Daher sind sie nur für überschlägige. . Die Investition 1. Die Reihenfolge in der Fremdfinanzierung Soweit langfristiges FK nicht aus Gründen der fristenkongruenten Finanzierung mit entsprechender Fälligkeit aufzunehmen ist. .und erfolgswirtschaftlichen Kriterien. Rationalisierungsinvestitionen. . b) Investitionsrechnungen als Partialmodelle Die klassischen Partialmodelle sind Ermittlungsmodelle mit einfachem Algorithmus. (Prognoseunsicherheit) 1 Grundkenntnisse aus dem Proseminar Investition und Finanzierung I werden vorausgesetzt. Die Vorteilhaftigkeit von Investitionen ergibt sich aus einzelnen finanz. V. da sie zu Verfahrensvergleichen und zur Ermittlung des Kapitalbedarfs herangezogen werden können.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 9. Ersatzinvestitionen. Unverzinsliche Kredite sind Pensions. .. . Erweiterungsinvestitionen. • Statische Investitionsrechnungsverfahren .erfolgt in der Regel nach der folgenden Gliederung: • Gründungsinvestitionen. Die billigste und risikoärmste Form ist der Steuerkredit (Steuerstundung.Amortisationsdauer. . Umstellungsinvestitionen. 2..Rentabilität.. Die Investitionsrechnung a) Die Methoden (Verfahren) der Investitionsrechnung1 Investitionsrechnungen können nur einen Teilaspekt des Entscheidungsproblems abdecken. §§ 8-12 EStG).und Abfertigungsrückstellungen und Kundenanzahlungen.

Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Die wichtigsten statischen Investitionsrechnungsverfahren sind: . um einen der genannten Effekte zu erzielen. mit FK finanziert → FK-Zinssatz Bei unterschiedlichen Anschaffungsausgaben und unterschiedlichen Nutzungsdauern können sich jedoch Trugschlüsse ergeben → Investitionsrechnung auf vergleichbare.Annuitätenmethode Die variierenden Jahresgewinne während der Nutzungszeit werden unter Verwendung der Zinseszinsrechnung in Annuitäten umgerechnet. • Dynamische Investitionsrechnungsverfahren .h.Gesamtausgaben / AK) Da die Amortisationsrechnung das Interesse auf billige. der notwendig ist. Das Projekt mit dem höchsten Barwert wird realisiert. Auch kumulierte Rentabilitätsrechnung möglich (arithmetisches Mittel) . woraus sich der ge- suchte Zinssatz ergibt.Wirtschaftlichkeitsvergleich (Kostenvergleich) variablen und fixen Kosten sind bekannt → "kritischen Punkt" feststellen (alle zusätzlichen investitionsentscheidenden Faktoren bleiben unberücksichtigt) brauchbar. Der Barwert der Gewinne wird dazu mit dem Wiedergewinnungsfaktor multipliziert. desto vorteilhafter ist das Investitionsobjekt.Methode des Internen Zinsfußes Es wird festgestellt. die den Zeitfaktor durch Verwendung der Zinseszinsrechnung mitberücksichtigen. Je höher er ist.sind Mehrperiodenmodelle. Ein Restwert der Investition wird mit den Gewinnen des letzten Jahres abgezinst und erhöht den Barwert. gleich lange Zeitabschnitte aufbauen! . . Eine kurze Amortisationsdauer bei kurzer Nutzungsdauer kann einzelwirtschaftlich jedoch wesentlich ungünstiger sein als eine verhältnismäßig lange Amortisationsdauer. d. sich rasch amorti- sierende Objekte lenkt.Kapitalwertmethode Abgezinste Bruttogewinne .. getätigte Investition "verzinst". → Rückflusshäufigkeit (= Gesamteinnahmen .Amortisationsrechnung (Einnahmen-Ausgaben-Vergleich) Man entscheidet sich für die Alternative mit der kürzesten Amortisationsdauer. Seite 54 von 144 . wenn gleichzeitig die Nutzungsdauer verhältnismäßig lange ist. Die wichtigsten dynamischen Investitionsrechnungsverfahren sind: .Anschaffungsausgaben = Kapitalwert = Barwert.Gewinnvergleich Gegenüberstellung von Periodenkosten und Periodenerlösen = Periodengewinn Beurteilungsmaßstab: durchschnittlicher Gewinn . sollte sie nur zusätzlich zu anderen Verfahren angewandt werden. wenn Ertragserwägungen im Hintergrund. mit welchem Prozentsatz sich die Ausgabe für eine in Aussicht ge- nommene bzw.Rentabilitätsvergleich durchschnittliche Kostenersparnis oder Gewinn(zuwachs) einer Investitionsalternative je Periode wird dem Kapitaleinsatz zum Investitionszeitpunkt gegenübergestellt. wenn Verteilung der Ausgaben im Verhältnis der Kostenentstehung . anzuwendender Zinssatz: mit EK finanziert → Zinssatz der bestmöglichen Alternativanlage oder EK-Rentabilität.. kurzlebige. Der Kapitalwert der einzelnen Jahre abzüglich der Anschaffungskosten wird dazu gleich Null gesetzt.

sind dennoch die folgenden Grundannahmen zu beachten: . c) Investitionsprogrammentscheidungen (Simultanmodelle) Reicht das finanzielle Potential nicht aus müssen Rangordnungsentscheidungen gefällt werden. wenn bei der realistischen Annahme.Sollzinssatzmethode Ein kritischer Sollzinssatz wird ermittelt. . Bei wiederholter Investitionstätigkeit liegt sie dort. → Entwicklung von neuen dynamischen Investitionsrechenverfahren = Endwertverfahren (Aufzinsung der Zahlungsströme auf das Ende des Planungshorizontes) unterschiedliche Zinssätze für EK und FK Zu diesen Endwertverfahren zählen: .und Fremdfinanzierung gemacht. wo die Annuität ihr Maximum erreicht. die sich in Lebensdauer.Je höher der Zinssatz. . können nur unter Berücksichtigung von Komplementärinvestitionen (Differenzinvestitionen) miteinander verglichen werden. ein positiver Vermögenswert errechnet werden kann. Ihnen sind die Finanzierungsmöglichkeiten in der Reihenfolge steigender Kapitalkosten gegenüberzustellen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 . bei dem der Vermögensendwert gerade Null wird. . Kapitaleinsatz und Rückflussdauer unterscheiden. Der optimale Umfang des Investitionsprogramms ist im Schnittpunkt der Kapitalangebotskurve mit der Kapitalnachfragekurve der Investitionsprojekte. bei dem der Kapitalwert sein Maximum erreicht.Vermögensendwertmethode Eine Investition ist vorteilhaft. • Bedeutung von optimaler Nutzungsdauer und optimalem Ersatzzeitpunkt Bei einer einmaligen Investition liegt die optimale Nutzungsdauer bei jenem Zeitraum.Mittelrückflüsse aus Desinvestitionen werden unmittelbar reinvestiert. Die Investitionsrendite liegt dann über dem Zinssatz für die Kapitalaufnahme. indem man mit einem einheitlichen Kalkulationszinsfuß arbeitet.Investitionsalternativen. Seite 55 von 144 . Ein vorhandenes Anlagegut ist zu ersetzen. nach Aufschiebung der Anlagenbeschaffung Obwohl die dynamischen Rechenverfahren zahlreiche Schwächen der statischen Verfahren abbauen. Dean-Modell sind die Investitionsvorhaben zunächst nach fallenden internen Zinssätzen zu ordnen. → Abweichungen des Betriebsgewinnes nach Durchführung bzw. desto stärker werden zukünftige Rückflüsse abgezinst. Im sog. Bei einem vorgegebenen Habenzinssatz ist dieser Sollzinssatz dann als kritischer Beschaffungszinssatz für das zu investierende Kapital zu interpretieren. .Es wird ein vollkommener und unbeschränkter Kapitalmarkt unterstellt. wenn der zu erwartende Grenzerfolg in der nächsten Periode niedriger (oder die Grenzkosten höher) zu veranschlagen ist als die durchschnittlich zu erwartenden Periodenerfolge (Periodenkosten) einer neuen Anlage. .Es wird kein Unterschied zwischen Eigen.MAPI-Methode Die Vorteilhaftigkeit der Investitionen wird auf der Basis ermittelter "relativer Rentabili- täten" festgestellt. dass der Sollzinssatz über dem Habenzinssatz liegt.

• der Finanzierungsstruktur und • des Standortes.und -abschläge zu berücksichtigen. Produktionstheoretische Ansätze fassen das Investitions. Andererseits begünstigen Steuern die Kapitalbeschaffung. Nutzungsdauer.B.als auch im Finanzierungsbereich einzuplanen. die mit verschiedenen Wahrscheinlichkeitsgraden zu unterschiedlichen Ergebnissen auf gesetzte Maßnahmen führen. d) Die Berücksichtigung der Prognoseunsicherheit Unsicherheitsspielräume sind sowohl im Investitions. Dabei soll jener Wert gefunden werden. In beiden Modellen werden Absatzobergrenzen berücksichtigt. indem sie Möglichkeiten zur Innenfinanzierung schaffen. • Sensitivitätsanalyse besonders bedeutsame Entscheidungsvariablen → sorgfältig prognostiziert und überwacht Durch systematisches Variieren sind die einzelnen Modellgrößen auf ihre Sensibilität gegenüber Veränderungen zu testen. Folgende Analysen/Verfahren bieten sich an: • Korrekturverfahren Bei den Variablen Kalkulationszinssatz. Risikopräferenzen müssen in die Modelle eingebracht werden. sondern vielmehr die wesentlichen Zusammenhänge eines Investitionsproblems erkennbar machen. Seite 56 von 144 . VI. des Kapitalwertes) führt Jedenfalls sollen aber Investitionskalküle nicht so sehr alle Einflüsse erfassen. • Risikoanalyse Die Abschätzung von Wahrscheinlichkeiten führt zur Prognose-Simulation und damit zur Entwicklung von Risiko-Chancen-Profilen einzelner Investitionsalternativen.bzw. • Entscheidungsbaumanalyse Der Entscheidungsbaum zeigt graphisch die Lösungswege auf. Unterschreiten das Ergebnis des Investitionskalküls wesentlich verändern würde. der zu einem möglichst hohen Erwartungswert der Zielgröße (z. Kapitaltheoretische Ansätze sehen das Investitions. Der Einfluss steuerlicher Vorschriften auf Investition und Finanzierung 1. Mittelrückflüsse und erwartete Kostenersparnis sind Risikozu.und Finanzierungsprogramm als Variable an und gehen von einem optimalen Produktionsprogramm aus. indem der beschaffte Betrag dem Unternehmen nicht in voller Höhe zur Verfügung steht.und Produktionsprogramm als Variable auf und berücksichtigen Finanzierungsrestriktionen. Damit lassen sich kritische Werte für diese Variablen ermitteln.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Simultanmodelle im Rahmen der linearen Programmierung berücksichtigen Interdependenzen. Grundfragen der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre Einerseits belasten Steuern den Kapitalbeschaffungsvorgang. Langfristige Überlegungen der Steuerlehre betreffen die Wahl • der Rechtsform. deren Über.

und Kapitalerhöhungsvorgängen . ergibt sich ein erheblicher Vorteil für die KapGes. Werden Gewinne nicht ausgeschüttet.und Finanzierungsbegünstigungen • die Wirkung der Finanzierung aus Rückstellungen im Bereich des Sozialkapitals..Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Kurz. natürliche Personen nur halbe Durchschnittseinkommenssteuer.B. Der Schwerpunkt der steuerlichen Begünstigung für Unternehmen liegt in kurz. bei Kapitalgesellschaften: KSt (30%) Ausgeschüttete Gewinne bei den Gesellschaftern: ESt. Steuerliche Einflüsse auf die Außenfinanzierung a) Die Besteuerung von Gründungs.und Körperschaftssteuer Unternehmensgewinne bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften: ESt. c) Steuerbelastungsvergleich Stellt man die Steuerbelastung in einem Einzelunternehmen jener in einer Kapitalgesellschaft. steuerrechtliche Klassifikation der einzelwirtschaftlichen Aktivitäten als betriebliche Tätigkeiten .wird der Gewinn nicht ausgeschüttet. Seite 57 von 144 .: Umweltschutzanlagen) werden Steuerkredite auch langfristig gewährt. deren ausgeschütteter Gewinn der höchsten Progressionsstufe unterliegt.nimmt die Form von zahlreichen Gebühren und Verkehrssteuern an. Nur bei Investitionen von unmittelbarem Interesse für die Allgemeinheit (z. b) Die Besteuerung des Kapitaleinsatzes im laufenden Umsatzprozeß Die folgenden Steuerarten sind dabei zu beachten: • Einkommens.01. so sind sie bei den Kapitalgesellschaften wesentlich geringer belastet als bei Personengesellschaften. gegenüber..und mittelfristige Überlegungen beziehen sich auf • die Auswirkung bilanzpolitischer Maßnahmen auf die laufenden Steuern.1994 durch die Kommunalsteuer ersetzt. • die Auswahl der verschiedenen Investitions. so zeigen sich die folgenden Ergebnisse: . In allen Fällen der Selbstfinanzierung ergibt sich eine Besserstellung der Kapitalgesellschaft gegenüber der Personengesellschaft und dem Einzelunternehmen. • Kommunalsteuer Die frühere Lohnsummensteuer würde mit 01.Merkmale: • Selbständigkeit • Leistungserstellung • Leistungsfaktoren • Nachhaltigkeit 2. Steuerpflichtig sind alle Unternehmen im Sinne des Umsatzsteuergesetzes.und mittelfristigen Steuerkrediten (Steuerstundungen).das Nettoeinkommen der KapGes ist bei voller Gewinnausschüttung etwa gleich groß . Andererseits fördert das Steuerrecht aber auch durch Sondervorschriften die Aufbringung von Risikokapital.

und Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Jubiläumsgelder • Einzelrückstellungen.oder Herstellungskosten für abnutzbare Wirtschaftsgüter von bis zu 400 Euro können im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Steuerliche Einflüsse auf die Innenfinanzierung a) Offene und Stille Selbstfinanzierung offene Selbstfinanzierung: Gewinne nicht ausgeschüttet. wenn sich die Wirtschaftsgüter mindestens sieben (bei beweglichen) oder 15 (bei unbeweglichen) Jahre im Betriebsvermögen befunden haben. Investitionen können so billiger finanziert werden. f) Überblick bestehende steuerliche Anreize • Investitionen in Sachanlagen (Übertragung stiller Reserven) • Investitionen in Forschung und Entwicklung (Forschungsfreibetrag) • Investitionen in Humankapital (Bildungsfreibetrag) g) Sozialkapital • Vorsorge für Abfertigungen (Abfertigungsrückstellung) • Vorsorge für Pensionen (Pensionsrückstellung) • Vorsorge für Jubiläumsgelder (Jubiläumsrückstellung) h) Anlagensubventionen Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln mindern die Anschaffungs. b) Gesetzliche und freie Rücklagen Die gesetzliche Rücklage ist zweckgebunden für die Deckung von Verlusten. c) Investitionsfreibetrag (nicht mehr) → Investitionszuwachsprämie (für 02-04) d) Übertragung stiller Reserven und Übertragungsrücklage (§ 12 EStG) stillen Reserven bei Veräußerung: Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten → von den Anschaffungs.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 3. stille Selbstfinanzierung: Bildung stiller Reserven bei Aktiv.oder Herstellkosten der im gleichen Wirtschaftsjahr angeschafften oder hergestellten Wirtschaftsgüter des AV abgesetzbar Die Übertragung nur auf gleichartige Wirtschaftsgüter und nur zulässig. Beide Rücklagen können jedoch erst nach Versteuerung des Gewinns gebildet werden. wenn konkrete Umstände nachgewiesen werden können oder dem Entstehen einer Verbindlichkeit oder eines Verlustes ernsthaft zu rechnen ist. Sie stellen eine Investitions- förderungsmaßnahme dar und führen bei der Anschaffung zu Stillen Reserven.und Herstellungskosten von Anlagen und in der Folge den Abschreibungsaufwand. während die freie Rücklage beliebig verwendet werden kann.und Rücklagekonten zugeführt. i) Rückstellungen • Abfertigungs.und Passivpositionen im Rahmen der Bilanzbewertung. zB Seite 58 von 144 . sondern den Kapital. Der Gewinn scheint daher vorerst nicht auf und wird erst bei Auflösung der stillen Reserven besteuert. e) Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (§ 13 EStG) Anschaffungs.

Auswahlkriterien für die Inanspruchnahme steuerlicher Begünstigungen Ihre Anwendung erfordert daher eine Auswahl und Gewichtung. i. Berücksichtigung der Steuerbegünstigungen in den Investitionsrechnungen Berücksichtigt man in der Investitionsrechnungen bei den Rückflüssen der einzelnen Perioden die Abschreibungen (-) und die Gewinnsteuern (-). Das Finanzmanagement Das Finanzmanagement eines Unternehmens erstreckt sich auf die folgenden Teilaufgaben: • Finanzierung. können sich die Ergebnisse wesentlich verändern.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Rechts.Steuersatz.Finanzierung).und Beratungsaufwand. Die Berücksichtigung von Steuern bei der Ermittlung des Kapitalwertes führt gleichzeitig zu zwei Teileffekten: • Der Kapitalwert wird durch den geringeren Kapitalisierungszinssatz erhöht (Zinseffekt). • strukturelle Liquiditätssicherung (Abstimmung Investition . • Der Kapitalwert wird wegen der Verminderung der Einzahlungsüberschüsse um die Steuern vermindert (Volumenseffekt). Prozesskosten.Kalkulationszinssatz nach Steuern. Je nach den Gegebenheiten des Einzelfalls kann der Steuereffekt unter dem Strich positiv oder negativ beurteilt werden.. Die Rückflüsse werden dadurch zwar kleiner. s. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften • Pauschalrückstellungen aller Art werden steuerlich nicht anerkannt. Ein bisher vorteilhaftes Projekt kann durch die Einbeziehung von Steuern unvorteilhaft werden. allerdings muss auch der Kalkulationszinssatz um den Ertragssteuersatz i herabgesetzt werden: is = (1-s)i is... Für die Auswahl sind zwei Fragestellungen entscheidend: • Welche unmittelbare Steuerersparnis ergibt sich im Jahr der Inanspruchnahme (Liquiditätswirkung)? • Welche Steuerersparnis/Zinsersparnis läßt sich insgesamt (also auch in den Folgepe- rioden) aus der Begünstigung ableiten (Rentabilitätswirkung)? Grundsätzlich sollten die Rentabilitätseffekte im Vordergrund stehen. Dadurch erhöht sich der Kapitalwert meist wesentlich. • situative Liquiditätssicherung (tägliche Finanzmitteldisposition).. Die Organisation der betrieblichen Finanzwirtschaft 1.Kalkulationszinssatz vor Steuern. Seite 59 von 144 . 4. VII. ein Unvorteilhaftes jedoch auch vorteilhaft (Steuerparadoxon) → hängt von der zeitlichen Verteilung der Steuerzahlungen ab... Ist die Zukunft des Unternehmens jedoch sehr unsicher und/oder hat es Liquiditätsprobleme →Liquiditätsüberlegungen in den Vordergrund Inanspruchnahme von steuerlichen Begünstigungen →Verbesserung der Kapitalstruktur 5.

• Konfliktregelung bei Konflikten mit anderen Vorstandsbereichen. oft ist auch ein Vorstandsmitglied für die Finanzwirtschaft verantwortlich. • Liquiditätspolitik im Krisenfall. Personalauswahl. Die Realisationsverantwortung des Treasurers (Finanzleiters) umfasst: • Führung von Finanzierungsverhandlungen. • Finanzplanung (Finanzstatus. Konditionen be- stimmter Finanzierungen. Der Finanzvorstand erfüllt die folgenden Aufgaben: • generelle Führungsverantwortung für die großteils delegierten Teile der finanziellen Aufgaben (Zielvereinbarung. Die Rechnungsverantwortung des Controllers umfasst: • Veranlassung und Koordination der für die integrierte Unternehmensplanung erforderlichen Primärinformationen aus den verschiedenen Teilplänen. Liquiditätsreserven. 2.und Mahnwesen. Die Koordination kann auch von einem Finanzausschuss wahrgenommen werden. kurzfristige Finanzplanung. Jede dieser Aufgaben ist in den Teilphasen Planung. Die Einordnung der Finanzwirtschaft in die Unternehmensorganisation Die Finanzwirtschaft kann entweder zentral oder dezentral wahrgenommen werden. langfristiger Kapitalbindungsplan). Kontrolle der finanziellen Führung). Realisation und Kontrolle zu erfüllen. Ihm sind die Instanzen des Treasurers und des Controllers untergeordnet. funktionale Unternehmensstruktur: Finanzwirtschaft meist direkt der Unternehmensführung untergeordnet (2. Ebene). Seite 60 von 144 . der Controller bekommt noch Aufgaben der Innenrevision übertragen. In mittleren Unternehmen ist die Arbeitsteilung oft nicht so ausgeprägt. Wechseldisposition. • Repräsentation bei Verhandlungen über Arten. Fristen. wenn die funktionale Gliederung sehr ausgeprägt ist. In großen Unternehmen ist der Finanzvorstand oberster Träger der finanziellen Führung. • Anlage freigesetzter Mittel.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Haltung einer Liquiditätsreserve. • Feststellung der Kontrollergebnisse und Analyse der Planabweichungen. objektorientierten Unternehmensstruktur: Finanzwirtschaftsfunktion zum Teil dezentralisiert in den einzelnen Spartenbereichen und zum Teil zentralisiert. Volumina. • Lenkung der Zahlungsströme in der täglichen Finanzdisposition. Die Funktionen des Treasurers verbleiben beim Finanzvorstand. • Inkasso.

Kapazität . wird eine Übereinstimmung zwischen Betriebsleistung und Marktleistung angestrebt. die Bearbeitung von Rohstoffen und Erzeugnissen in Bearbeitungsbetrieben . Die Produktion I. der unmittelbar auf die Hervorbringung der Betriebsleistung ausgerichtet ist. Art der zu erstellenden Leistung . Kostenverhältnissen Soweit möglich. Finanzierungsmöglichkeiten . Die Produktionsplanung a) Die Planungskriterien Bestimmung des Produktionsprogramms ist von der Zielsetzung des Unternehmens abhängig und richtet sich nach: . sodass sie letztlich ein Teil des betrieblichen Gesamtplanes ist. Absatzmöglichkeiten . Häufigkeit der Wiederholung der Fertigungsvorgänge . Logistik: alle sachgüterorientierten Prozesse der Distanzüberwindung und Zeitüberbrückung II. Der Begriff Produktion Als Produktion wird im Allgemeinen jener Bericht im Rahmen des prozessualen Betriebsgeschehens angesehen. die Gewinnung von Rohstoffen in Gewinnungsbetrieben . Betriebsausstattung . Lagerhaltung und Fertigung. Produktion: ist jede Kombination von Produktionsfaktoren Betriebliche Leistungserstellung hat drei Grundfunktionen: Beschaffung. Lagerung: sowohl im Bereich Produktion als auch Absatz zugeordnet Transportfunktion: Gütertransport vom Beschaffungsmarkt zum Lager wie auch innerbetrieblicher Transport. Leistungserstellung: . die Herstellung von Erzeugnissen in Fertigungsbetrieben . Kriterien für optimalen Produktionsumfang Weiters werden diese Überlegungen beeinflusst von: . Die Gestaltung des Produktionsprozesses 1. die Erbringung von Dienstleistungen durch Dienstleistungsbetriebe Der Bereich der betrieblichen Leistungserstellung steht den Bereichen der betrieblichen Leistungsverwertung (Absatz) und der Finanzierung (Verwendung von Kapital) gegenüber. b) Die Abstimmung im Rahmen der betrieblichen Teilpläne Die Produktionsplanung muss auf alle anderen betrieblichen Teilpläne abgestimmt werden.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 D. Seite 61 von 144 .

Die Fertigungsverfahren Die Fertigungsabläufe sollen so gestaltet sein. nach Aufbau des Fertigungsprogrammes (Einzel. die gleichzeitig oder in unmittelbarer zeitlicher Aufeinanderfolge hergestellt werden. Gliederungsaspekte der Fertigungsverfahren: . um die Entsprechung zwischen Produktion und Absatz zu verfolgen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Besondere Beachtung benötigt die Abstimmung des Produktionsplanes mit dem Absatzplan durch den engen Zusammenhang der beiden Bereiche. da ihre Leistungen nicht speicherbar sind. Mehrfachfertigung: Es wird gleichzeitig oder in unmittelbarer zeitlicher Aufeinanderfolge eine größere Zahl von Leistungen erstellt. Produktionsmengen werden variabel mit unterschiedlich hohen Absatzzahlen geplant .und Beschaffungsplan zu koordinieren. . Nach Abschluss des Leistungsumfanges wird eine neue Serien aufgelegt. bewirkt daher relativ hohe Kosten der Leistungseinheit. Saisonale Spitzen werden durch Vergabe an Fremdbetriebe abzubauen. b) Die fertigungsablauforientierte Gliederung • Werkstattfertigung: Verrichtungen der gleichen Art durch Zusammenfassung der für sie notwendigen Maschinen an einem abgegrenzten Ort • Gruppenfertigung: die für mehrere Teilproduktionsvorgänge erforderlichen Produktionsmittel (innerhalb derer regelmäßig Fließfertigung angewendet wird) werden zusammengefasst • Fließfertigung: Maschinen und Handarbeitsplätze gleicher Art sind in einer Werkstätte vereinigt. Komplementäre Produkte werden ins Produktionsprogramm aufgenommen.und Produktionsverwandschaft. Der Produktionsplan braucht elastische Vorgaben und laufende Kontrolle. Seite 62 von 144 . organisatorisch-technische Gestaltung des Fertigungsprogrames a) Fertigungsprogrammorientierte Gliederung Einzelfertigung: Jede Betriebsleistung bildet eine gesonderte Auftragseinheit. • Sortenfertigung: gleichzeitige Herstellung verschiedener Güter mit Rohstoff.und Mehrfachfertigung) . • Massenfertigung: Herstellung einer unbegrenzten Menge gleicher Leistungen in großem Umfang (einfache. Der Ausgleich ist für Dienstleistungsbetriebe nicht machbar. Mengenausgleich erfolgt über Lagerhaltung . die Fließfertigung ist durch die Anordnung der Arbeitsvorgänge in der Aufeinanderfolge gekennzeichnet. Produktion ist konstant. Weiters ist der Produktionsplan mit dem Finanz. die der Produktionsvorgang erfordert. deren Saisonzyklen zu den ursprünglichen Produkten konträr sind. mehrfache oder parallele Massenfertigung) • Serienfertigung: begrenzte Zahl gleichartiger Leistungen erbracht. dass eine kostengünstige Leistungserstellung möglich ist. c) Der Ausgleich saisonaler Schwankungen Dies kann geschehen: . 2.

und Materialflusses. 6. • Computer Integrated Manufacturing (CIM): gezielter Einsatz von kompatiblen Computertechnologien zur Automation des Produktionssystems auf Ebene des Informations. Typisierung (einheitliche Festlegung von Fertigungsprodukten) und Spezialisierung (Beschränkung des Produktionsprogramms auf einen bzw. Der Einfluss der fixen Kosten ist ein bestimmender Faktor für die Festlegung der optimalen Losgröße. Flexibilität und Integration. Die Rationalisierung des Produktionsprozesses • technische Rationalisierung: Verwendung zweckmäßigerer Maschinen und Anlagen sowie besserer Herstellungsverfahren • soziale Rationalisierung: Schulung der Arbeiter usw. die Fixkostendegression voll wirksam werden zu lassen. Die Bestimmung der optimalen Losgröße Um das Stückkostenminimum zu erreichen und zu einem Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit zu gelangen.und Wagniskosten am günstigsten ist. Seite 63 von 144 . Merkmale dieser Technologien sind Automation. Nutzung bedeutender Rationalisierugspotentiale. bauen auf Koppelung von Hard-.und Datenbankelementen auf. • organisatorische Rationalisierung: das Kostenniveau des Betriebes soll durch Normung (Vereinheitlichung von Einzelteilen). Integrierte Fertigungssysteme Neue Produktionstechnologien sind durch den vermehrten Einsatz von EDV entstanden. wenige Artikel) gesenkt werden. Lager. Diese Losgröße lässt sich mit dieser Formel errechnen: (Siehe Seite 403) X = √(Einrichtekosten pro Los * 200) / (benötigte Stückzahl zum Verkauf in einem Monat * Monatszinsfuss * Stückkosten) * benötigte Stückzahl zum Verkauf in einem Monat Für die Ermittlung der optimalen Losgröße ist auch die Produktions.und Absatzgeschwindigkeit zu berücksichtigen. Terminplanung. Software. Datenverwaltung Produktionstechnologien sind ein bedeutendes Wettbewerbsinstrument.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 3. 4. da sie Kosten. Die Spezialisierung kann horizontal und vertikal durchgeführt werden. muss ein Betrieb versuchen. Auflagenfixe Kosten sollen mit der zunehmenden Größe des Auftrages sinken. Steuerung der Produktionsdurchführung.und Leistungsstrukturen des Unternehmens beeinflussen. • CAD/CAM-Systeme: Verbindung zwischen der computerunterstützten Konstruktion (CAD) und der computerunterstützten Fertigung (CAM). • Flexible Fertigungssysteme (FFS): setzen sich aus mehreren Bearbeitungssystemen zusammen • Produktionsplanung und –steuerung (PPS): Vier Aufgabenbereiche: Planung des Produktionsprogrammes. Charakteristische Merkmale bei der Erstellung von Dienstleistungen Dienstleistungen sind entweder unterstützend für die Sachleistung (induziert tertiäre Leistungen) oder unmittelbar verbrauchsorientiert (stark vom Konsumentenverhalten abhängig). 5. die optimale Losgröße liegt dort. wo die Stückkostenbelastung aus der Summe der fixen Auftragskosten und Zinsen-.

Absatz und Lagerung ist nur in beschränktem Umfang gegeben. Kritische Qualitätsfaktoren können sein: kardinal messbare Größen.aber auch der Kommunikationspolitik große Bedeutung zukommt. wertbezogene Kriterien. Grundlage für Zertifizierung.) Seite 64 von 144 . werden unter den Begriffen Qualitätssicherungssystem oder Qualitätsmanagement zusammengefasst. ISO 9000:2000: Grundsätzen zum Qualitätsmanagement. Um eine Zertifizierung nach ISO zu erhalten.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 a) Der immaterielle Leistungscharakter Dienstleistungen sind körperlich nicht greifbare Leistungen: • persönliche Dienstleistungen am Menschen • Dienstleistungen zur Vollendung des Produktionsprozesses • Erhaltungs. Außerhalb dieser Spitzenzeiten kommt es daher zu Leerzeiten und zum Absinken der Leistungsbereitschaft. muss man ein internes Qualitätsmanagementsystem nachweisen. Maßnahmen zur Qualitätssicherung (Qualitätsmanagement) Maßnahmen. Einhaltung von Rahmenbedingungen. ISO 9001:2000: Qualitätsmanagementsystem. Qualitätssteuerung und die Mitarbeiterführung zur Qualitätspolitik.und Reparaturdienste b) Die mangelnde Speicherfähigkeit Speicherung und damit Ausgleich der zeitlichen und mengenmäßigen Kongruenzen über Beschaffung. Der Prozess der Einführung eines Qualitätsmanagements gliedert sich in acht Hauptaktivitäten. Qualitätsorganisation. Alternative zu ISO. Berücksichtigt die Qualitätsbeurteilung von Potentialfaktoren (Führung. Produktion. ISO 9004:2000: Verbesserung der Gesamtleistung und Effizienz eines Unternehmens. festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen. • ISO (International Standards Organisation) Normenreihe 9000 : Regeln eines branchen. erfordert daher die Synchronisierung von Produktion und Verbrauch c) Die Dominanz der Leistungsbereitschaft Die Leistungserstellung im Dienstleistungsbereich ist von der Bereitschaft zur Erbringung der Leistung geprägt.) und Ergebniskategorien (Kunden – und Mitarbeiterzufriedenheit usw. Mitarbeiter usw. die Betriebskapazität nach dem Spitzenbedarf auszurichten. Kundenzufriedenheit.und produktunabhängigen Systems für Waren und Dienstleistungen. • European Quality Arward (EQA): Europäisches Modell für umfassendes Qualitätsmanagement. um die Qualität beim Ergebnis der Leistungserstellung beizubehalten. Hier ist das Dienstleistungsmarketing gefragt. beinhaltet die Qualitätsplanung. in dem vor allem der Preis. 7. Qualitätsmanagement: alle Aktivitäten zur Qualitätssicherung. Die Betriebe müssen ein bestimmtes Leistungspotential aufrechterhalten und sind auch gezwungen. Qualität ist die Beschaffenheit einer Einheit bezüglich ihrer Eignung. Die Normen zielen auf die Gestaltung der Strukturen und Abläufe in der betrieblichen Leistungserstellung ab.

Mengenkosten a) Die fixen Kosten Sind vom jeweiligen Beschäftigungsgrad des Unternehmens unabhängig. sondern das ganze Unternehmen. • Six Sigma: Impulse für die Neugestaltung von Leistungsprozessen kommen von den Mitarbeitern. Dazu zählen zB Kapazitätskosten. der andere Teil stellt Nutzkosten dar. • Generic Management System (GMS): verbindet Qualitätswesen. Umweltschutzund technische Aspekte der Arbeitssicherheit zu einem einheitlichen Ansatz für die Unternehmensentwicklung. Six Sigma leitet den Unternehmenserfolg von drei wesentlichen Erfolgsfaktoren ab (Kunden. dh die „Fixheit“ der Kosten bezieht sich nur auf eine bestimmte Zeitperiode. Für die Qualität der Leistungserstellung ist nicht eine einzelne Abteilung zuständig. Was Kosten nach Umfang und Wertansatz sind. Prozesse und Mitarbeiter). Ein nicht genutzter Produktionsfaktor bewirkt nur Leerkosten. integriertes Unternehmenskonzept. Personalkosten ua. ist zweckabhängig. b) Die sprungfixen Kosten Werden durch zusätzliche Einstellung zB von Maschinen oder die zusätzliche Aufnahme von Arbeitskräften ausgelöst. ob sprungfixe Kosten in regelmäßigen Intervallen auftreten oder in unregelmäßigen Abständen. Bedeutend für die Gesamtkostenkurve ist. c) Nutzkosten und Leerkosten Die Kosten – verursacht durch die Notwendigkeit einer bestimmten Betriebsbereitschaft – werden in Nutzkosten und Leerkosten unterschieden. III. • Total Quality Management (TQM): langfristiges. Fixe und variable Kosten Kostengruppe mit fixem Charakter: zeitabhängige Kosten. Die Grundlagen der Kostentheorie 1. Ursache der sprungfixen Kosten ist die mangelnde Teilbarkeit der Produktionsfaktoren. wofür die Kostenrechnung bestimmt ist. 2. Wesentliches Merkmal: Arbeit in Qualitätszirkeln. Der Standort der Kostentheorie Kosten sind Werteinsatz zur Leistungserstellung. ein voll ausgenützter ausschließlich Nutzkosten. Es fördert das Denken in Leistungsprozessen (best practices). Seite 65 von 144 . Zeitkosten Kostengruppe mit variablem Charakter: beschäftigungsabhängige Kosten. Fixe Kosten sind langfristig auch abbaubar.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Gemeinsames Europäisches Qualitätsbewertungssystem – Common Assessment Framework (CAF): sieht den einfachen Rahmen für eine Selbstbewertung in standardisierter Form vor. Die anteiligen Fixkosten für den nicht genutzten Teil eines Produktionsfaktors sind Leerkosten. beschäftigungsunabhängige Kosten. dh davon bestimmt.

dass der Kostenverlauf bei zunehmendem Beschäftigungsgrad stets dem Kostenverlauf bei abnehmendem Beschäftigungsgrad entsprechen müsste. wozu vor allem Einzelkosten gehören. IV. Kostengruppen sinken bei rückläufiger Beschäftigung nicht im gleichen Umfang wie sie ursprünglich ei steigender Beschäftigung zugenommen haben. Dieser bringt die größenmäßige Kostenreaktion auf Änderungen des Beschäftigungsgrades zum Ausdruck. als sie Elastizitätsgrenzen nicht überschritten werden. trifft nicht zu. als der Beschäftigungsgrad zunimmt Regressive Kosten: nehmen bei steigendem Beschäftigungsgrad absolut ab. Kostenarten. Langfristig sind auch fixe Kosten abbaubar. 1. vermeidbare fixe Kosten sind Gehälter und Löhne. Sie besitzen unterproportionalen Charakter. • Wert von 0-1: dieser Wert ist kennzeichnend für die meisten Kostenarten. Die Charakteränderung proportionaler und unterproportionaler Kosten durch Überschreitung der Elasitzitätsgrenzen liegen im Mehrverbrauch. • Wert von 0: Beschäftigungsgradänderung lösen keine Kostenänderungen aus. Die Kostenremanenz Die Annahme. Der Gesamtkostenverlauf nach dem Ertragsgesetz a) Die Darstellung im Sinne der Analyse von Mellerowicz Mellerowicz baut seine Kostenanalyse auf der Klärung des Begriffes des Reagibilitätsgrades auf. Sie folgen Beschäftigungsänderungen. Völlig starre Kosten sind Vermögenskosten (zB Zinsen). mangelnde Teilbarkeit von Produktionsfaktoren. sind fix. der dem Ertragsgesetz entspricht und linearer Gesamtkostenverlauf. Degressive Kosten: wachsen langsamer. 3. erhöhten Kosten u dgl. In der Praxis sind die fixen von den variablen Kostenelementen nicht immer klar trennbar. Praktisch wird zwischen völlig starren und vermeidbaren fixen Kosten unterschieden. Er ergibt sich aus der Gegenüberstellung der prozentuellen Änderung der jeweiligen Kostenart (k) zur prozentuellen Änderung des Beschäftigungsgrades (b): r = k/b Es gibt drei Reagibilitätsgrade zu unterscheiden: • Wert von 1: Kostenänderung folgt der Beschäftigungsänderung gleichlaufend. Ursache für die Kostenremanenz sind arbeitsrechtliche Bestimmungen. wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und in unterschiedlichem Umfang. die von Beschäftigungsänderungen unbeeinflusst bleiben. Gesamt – und Stückkostenverläufe Es sind zwei unterschiedliche Auffassungen zu unterscheiden: S-förmiger Gesamtkostenverlauf. andererseits gibt es teils fixe und variable Kostenelemente. wie auch soziale und psychologische Gründe. dass fixe. Es handelt sich um proportionale Kosten. Seite 66 von 144 . Allgemein gilt. Einzelne Kostenelemente bzw.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 d) Die variablen Kosten Proportionale Kosten: haben eine der Beschäftigungszunahme gleichlaufende Veränderung Progressive Kosten: steigen verhältnismäßig stärker als die Beschäftigung zunimmt. proportionale und unterproportionale Kosten so lange ihren Grundcharakter beibehalten.

man spricht vom „Gesetz des zunehmenden Kosten. Nach Erreichen des Betriebsmaximums sinkt bei weiterer steigender Produktion der Betriebsgewinn.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Daher unterscheidet man in zwei Gruppen: • Fixe Kosten: absolut und relativ fixe Kosten • Veränderliche Kosten: proportionale und unterproportionale Kosten Es ergibt sich ein typischer Gesamtkostenverlauf → typischer Stückkostenverlauf.und abnehmenden Ertragszuwachses“. • Progressionszone: Die Beschäftigung erfährt eine übermäßige Ausnutzung. aber nicht so stark. wenn die Gesamterlöse gleich sind den Gesamtkosten bzw. • Proportionalitätszone: Der Beschäftigungsgrad steigt weiter und es werden in unterschiedlich schneller Weise die Elastizitätsgrenzen erreicht. um ein umfassendes Seite 67 von 144 .und Stückkostenverlauf nach dem Ertragsgesetz führt zu so genannten „kritischen“ Punkten des betrieblichen Geschehens: Nutzschwelle: ist erreicht. Daher wird auch in drei verschiedene Zonen unterschieden: • Degressionszone: zu den absolut fixen Kosten treten die relativ fixen Kosten und nebeneinander proportionale und unterproportionale Kosten.und des konstanten Ertragszuwachses“. Betriebsoptimum: Schnittpunkt von Grenzkostenkurve und Stückkostenkurve. Der Betrieb unterliegt dem „Gesetz des gleich bleibenden Kosten. da die Grenzkosten noch niedriger sind. Der Gesamt.und zunehmenden Ertragszuwachses“. b) „Kritische Punkte“ im betrieblichen Geschehen Grenzkosten: jene Kosten. die Grenzkosten sind so hoch wie die Stückkosten. Vom Betriebsoptimum bis zum Betriebsmaximum nimmt der Betriebsgewinn bei schon sinkenden Stückgewinnen zu. Die Gesamtkosten steigen absolut. wie die Beschäftigung. als Erlöse erzielt werden können. Nutzgrenze: Gesamtkosten und Gesamterlöse (Stückkosten und Stückpreise) werden durch die Kostenprogression wieder gleich hoch. als der Stückpreis. wenn der Stückpreis den Stückkosten entspricht. Die Gesamtkosten steigen verhältnismäßig stärker als sie Beschäftigung. Hier ist der Stückgewinn am höchsten. 2. die bei einer Ausdehnung der Produktion durch die zusätzliche Produktionseinheit auflaufen. Der lineare Kostenverlauf Die Möglichkeit des S-förmigen Kostenverlaufes wird hier grundsätzlich nicht in Zweifel gestellt werden. Betriebsmaximum: Der Betriebsgewinn ist am höchsten. die Stückkosten sind konstant und haben ihr Minimum erreicht. Die Gesamtkosten steigen in gleichem Maße wie die Beschäftigung. man spricht vom „Gesetz des abnehmenden Kosten. Die Stückkosten werden absolut kleiner. da die Grenzkosten die Stückpreise übersteigen dh jede zusätzliche Produktionseinheit verursacht höhere Kosten. die Stückkosten werden absolut höher. aber es soll je nach der Form der betrieblichen Anpassung an die Beschäftigungsänderung die speziellen Kostenkurven erfasst werden.

Quantitative Anpassung: bei Beschäftigungsrückgang werden Teile des betrieblichen Fertigungsapparates stillgelegt und Arbeitskräfte entlassen. Intensitätsmäßige Anpassung: veränderter Auslastungsgrad des Betriebes bzw. sollen ebenfalls in Betracht gezogen werden. Als Kosteneinflussgrößen gelten die Faktorqualitäten. Die zeitliche Anpassung bewirkt einen linearen Kostenverlauf. je nachdem. Zeitliche Anpassung: Nutzungszeit der im Betrieb befindlichen technischen Einheiten variiert.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 und den realen Gegebenheiten entsprechendes System von Kostenkurven zu entwickeln. Eine große Zahl von Kosteneinflussgrößen. von den Arbeitskräften und von der Betriebsleitung und ihren Fähigkeiten. ob eine Änderung der Preise das Mengengerüst der Kosten beeinflusst oder nicht. Beschäftigung: ist die zweite Haupt. Bei der Kombination quantitativer und zeitlicher Anpassung bleibt die Kostenkurve tendenziell linear. Fertigungsprogramm: es gilt das gleiche wie für die Betriebsgröße • Anpassungsprozesse als Folge von Beschäftigungsänderung Die Abhängigkeit der Kosten vom Beschäftigungsgrad kann nicht durch eine einzige Kostenkurve zum Ausdruck gebracht werden. Daher muss ein System von Kostenkurven erfasst werden. sie ist somit eine unabhängige Variable. die Anschaffung zusätzlicher Aggregate und die Einstellung Arbeitskräften gemeint. von den verwendeten Werkstoffen. die Änderungen in den Faktorproportionen nach sich zieht. je besser die einzelnen Produktionsfaktoren auf die Betriebsaufgaben eingestellt sind. die Faktorproportionen und die Faktorpreise. multipliziert mit der Faktormenge. Betriebsgröße: Löst eine Änderung der Betriebsgröße eine Änderung im Verhältnis der Faktorproportionen aus. die außerhalb des Bereiches der Beschäftigungsänderung liegen und Wirkung auf Gesamt. die quantitative Anpassung und die selektive Anpassung. Bei Änderung der Beschäftigung kommt es zu Änderungen in den Faktorproportionen. dass Seite 68 von 144 . einzelner Abteilungen bei unverändert beibehaltener Kapazität und unverändert beibehaltener Nutzungszeit. die Intensität der Nutzung bleibt aber unverändert. Grundformen betrieblicher Reaktionen auf Änderungen der Beschäftigung sind die intensitätsmäßige Anpassung. • Kosteneinflussgrößen Faktorqualitäten: Die technisch-organisatorischen Produktionsbedingungen (Faktorqualitäten) sind bestimmt von der Qualität des Betriebsmittelbestandes. a) Die kostentheoretischen Perspektiven im Sinne der Analyse von Gutenberg Das Produktionskostenniveau wird von Einflüssen verschiedenster Art bestimmt. die zeitliche Anpassung. Selektive Anpassung: Betriebsapparatur und Belegschaftsstand weisen ein unterschiedliches qualitatives Niveau auf. und die Auswahl wird derartig getroffen. Es sind die Faktorpreise. bei Beschäftigungszunahme ist die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Teile des Fertigungsprogramms. die das Kostenniveau bestimmen.Kosteneinflussgröße. Faktorpreise: Kann unter zwei Aspekten gesehen werden. dann hat sie Einfluss auf das Kostenniveau des Betriebes.und Stückkostenniveau ausüben. Das Produktionskostenniveau ist von der Qualität dieser Faktoren bestimmt und wird umso niedriger sein.

von denen einige für den linearen Gesamtkostenverlauf sprechen. Gesamtkosten und Gesamterlöse sind gleich hoch. • Nutzgrenze: Hier verlässt der Betrieb die Gewinnzone.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 die weniger brauchbaren Arbeiter zuerst entlassen. es liegt an der Kapazitätsgrenze. • Betriebsoptimum: vereint maximalen Stückgewinn und maximalen Gesamtgewinn. unmoderne und kostenintensivere Maschinen zuerst stillgelegt werden. b) „Kritische Punkte“ bei linearem Gesamtkostenverlauf Diese Punkte befinden sich beim linearen Gesamtkostenverlauf bei: • Nutzschwelle: Stückkosten und Stückerlöse bzw. 3. Nach diesen Perspektiven lässt sich jetzt sagen. Durch die Progression der variablen Kosten haben die Stückkosten bei der Nutzgrenze den Stückpreis wieder eingeholt. Zur Erklärung des Verlaufs der Gesamtkosten stellt Heinen zuerst die Anpassungsformen und deren Auswirkungen auf die Kostenhöhe in analytisch monovariabler Weise isoliert dar. Der linear-progressive Gesamtkostenverlauf a) Die Hauptkosteneinflussgrößen im Sinne der Analyse von Heinen Oberbegriff für verschiedene Gruppen von Einflussgrößen. Laut Heinen ist ein insgesamt linear-progressiven Verlauf der gesamten variablen Kosten. das Fertigungsprogramm und das produktionswirtschaftliche Instrumentarium gesehen. • Produktionswirtschaftliches Instrumentarium: hat zwei Einflussgrößen. wie vom Ertragsgesetz formuliert. die Ausstattung des Betriebes und den Prozess. Isoliert zeitliche Anpassung: gilt für primäre wie sekundäre Elementarkombinationstypen. nicht prinzipiell Geltung haben können. dass ein S-förmiger Gesamtkostenverlauf und ein U-förmiger Stückkostenverlauf. als Haupteinflussgrößen werden der Kostenwert. • Betriebsoptimum und Betriebsmaximum: sind erreicht. das aktuelle Fertigungsprogramm umfast die in einem Zeitraum tatsächlich zu erstellenden Leistungen. um dann auf Grund von Hypothesen synthetische variable und Gesamtkostenverläufe zu erklären. Vor Erreichen dieses Punktes arbeitet der Betrieb mit Verlust. Seite 69 von 144 . es gibt verschiedene Anpassungsformen. • Kostenwert: zielabhängige Wertkomponente zur Mengenkomponente • Fertigungsprogramm: potentielles Fertigungsprogramm ist der Inbegriff aller möglichen Fertigungsprogramme. Intensitätsmäßige Anpassung: Variation der Elementarkombinationszeit pro einmaligen Vollzug Quantitative Anpassung: es müssten unstete Kostenverläufe auftreten. b) „Kritische Punkte“ bei linear-progressivem Gesamtkostenverlauf • Nutzschwelle: Gesamterlöse den Gesamtkosten bzw. Stückerlöse den Stückkosten zum ersten Mal betragsmäßig entsprechen. sobald die variablen Kosten aus der Linearität in die Progression übergehen.

wenn sie im Rahmen der für sie getroffenen Annahmen konsequent und widerspruchsfrei konzipiert sind. Bei praktischen Überlegungen hingegen werden sie fragwürdig. Seite 70 von 144 . Alle Kostentheorien gelten in sich als richtig. wenn die Annahmen in der Theorie zu den Verhältnissen in den ökonomischen Einheiten (den Betrieben) in Widerspruch stehen. Bemerkung zu den Kostenverlaufsanalysen Man kann nicht von vornherein sagen. dass es nur einen einzigen Weg für die Erklärung kostenmäßiger Zusammenhänge gibt.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 4.

die der Übertragung von Gütern und Dienstleistungen der Produktionswirtschaft an andere Produktionsbetriebe oder Endverbraucher dienen → Beschaffungs. wenn der Absatzbegriff nicht alleine die Veräußerung von Sachgütern. Auftragsbearbeitung. sondern auch die Verwertung von Dienstleistungen einschließt. um den Absatz zu bewirken • Absatzwirtschaft = alle wirtschaftlichen Aktivitäten. Produktion und Absatz (Wertkreislauf) • Verkauf = allgemein. Der Absatz I. Verpackung. (zB Vertragsabschluss. Die Leistungsverwertung sichert den Rückfluss der eingesetzten Werte (Geldmittel) und bildet die Basis für die Weiterführung der Produktionstätigkeit. die im sozialen Verhalten von gesellschaftlichen Gruppen od. Teilbereich des Absatzprozesses Alle Tätigkeiten. Sozialeinrichtungen oder Teile der öffentlichen Verwaltung − Verhaltensorientiertes Sozialmarketing: orientiert sich an Problemen. Kombinationsprozess von Sachgütern.…) Seite 71 von 144 . Arbeits.und Dienstleistungen (Produktion) und Umwandlungsprozess von Ware (Leistung) in Geld (Leistungsverwertung) → Beschaffung.und Absatzaktivitäten • Marketing = Konzeption der Unternehmensführung. Jugendarbeitslosigkeit. steht am Anfang des unternehmerischen Leistungsprozesses. bei der im Interesse der Erreichung der Unternehmensziele alle betrieblichen Aktivitäten konsequent auf die gegenwärtigen und künftigen Erfordernisse der Märkte ausgerichtet werden. die den wirtschaftlichen und rechtlichen Übergang einer betrieblichen Leistung vom Verkäufer an den Käufer beinhalten. Die Grundlagen 1. Herbeiführung und Gestaltung von Austauschbeziehungen • „Social Marketing“ = bei Unternehmen mit nicht-erwerbswirtschaftlichen Charakter. Im Sprachgebrauch: „Absatz“ = verkaufte LeistungsMENGEN. Der Absatz dient im passiven Sinn der Befriedigung einer bestehenden Nachfrage sowie im aktiven Sinn im Erzeugen einer neuen Nachfrage (Erwecken neuer Bedürfnisse).Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 E. „Umsatz“ = Wert dieser Leistungsmengen. → Umsatz im Sinne von Umsatzerlös als Geldwert der abgesetzten Leistungen interpretiert • Umsatzprozess = Umwandlungsvorgang von Geld in Ware (Beschaffung). Einzelpersonen begründet liegen (zB: Drogenkonsum. Absatz und Marketing Absatz = Ziel und Ergebnis der Leistungsprozesse eines Unternehmens • Absatz & Leistungsverwertung: Die Begriffe Absatz und Leistungsverwertung sind synonym. zB: Kultureinrichtungen. …) • Vertrieb = technischen Aspekte der Leistungsverwertung im Vordergrund. Versand.

jedoch keine nachhaltige Beeinflussung des Marktverhaltens Seite 72 von 144 . Politik der Anpassung: Stärke der Kleinbetriebe: rasch und flexible. Finanzen. das ein marktgerechtes Unternehmensverhalten sichern soll. Nur auf Basis umfassender Informationen aus dem innerbetrieblichen und außerbetrieblichen Bereich kann sich die Unternehmensleitung zielgerichtet und marketingpolitisch verhalten. . rechtliche und verhaltenswissenschaftliche Aspekte Beachtung finden müssen. Maßnahmen der Konkurrenz und Wirkung eigener marktbezogener Maßnahmen. Umfang und Fristigkeit festzulegen. Konkurrenzangebote) die Erfolg versprechenden Positionen und Aktionsfelder − „Ressource-based“-Strategien: betrachten die menschlichen und technischen Ressourcen als ein „Kernpotential“ • Entwicklungsphasen des Marketings 1. „Märkte“ im herkömmlichen Sinne müssen abstrahiert und interdisziplinär erforscht werden. Sachmittel. Klienten und die Beeinflussung Dritter auszurichten − Ressourcen-Management: Disposition der für die Leistungserbringung erforderlichen Mittel (HR.…) • Management-Modell für Nonprofit-Organisationen (NPO) Nicht den Marktregeln (Tausch Güter gegen Geld) unterworfene Austauschprozesse erfordern zusätzliche Anreiz-Beitragssysteme. die Nutzenstiftung für Mitglieder bzw. interne Kunden. Obdachlose.… − Marketing-Management: Leistungen und die damit verbundene Kommunikation auf die Zweckerfüllung bzw. „internen Marketings“ (Mitarbeiter. − Systemmanagement: Festlegung des Leitbildes. psychologische.…) Steuerung zwischenmenschlicher und gesellschaftlicher Prozesse gekommen immer mehr Stellenwert im „Marketing“. Produktionsorientierung (50er) “Verkäufermärkte“ durch Massenproduktion 2.…) Die Beziehungen zwischen diesen 3 Management-Bereichen können in 2 Richtungen entwickelt werden. − „Market-based“-Strategien: suchen in den Märkten (Kunden-. Netzwerkorientierung (ab 2000) Netzwerken. soziologische. Controlling. Der Marketingprozess = Bündel von Aktivitäten. • Informationssystem: Information über Kundenwünsche. Prinzipien des Qualitätsmanagements. da neben betriebswirtschaftlichen Aspekten auch volkswirtschaftliche. Gestaltung der Strukturen und Prozesse der Willensbildung. Umfeldorientierung (90er) gesteigerte Reaktionsfähigkeit und erhöhte Flexibilität 6. Wettbewerberorientierung (80er) Entwicklung von Marktpräferenzen 5. Nachfrageverhalten. Hilfsgüter für Kranke.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 − Versorgungsorientiertes Sozialmarketing: wenn die Unterversorgung von Gesellschaftsmitgliedern mit bestimmten Gütern und Leistungen ausgeglichen werden soll (zB: Altersversorgung. Kundenorientierung (70er) Überangebot an Waren 4. • Ziele: Marketingpolitische Ziele (Marketing-Ziele) sind nach Inhalt. Mietgleiderbedürfnisse. 2. Verkaufsorientierung (60er) zunehmende Konkurrenz auf nationaler Ebene 3.

Werbepolitik. Produktpolitik und Verteilungspolitik • Kontrollverfahren: = Lieferung laufender Informationen über die Verwirklichung der Marketingziele • Charakterisierung des Marketingprozesses lt.bzw.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Politik der Veränderung: Mittel. Organisationsentscheidungen.bzw./ Rückwärtsschreiten (Angabe von effizienten Schrittfolgen nach dem Trial-and-Error-Konzept) o Mittel-Zweck-Analyse o Sukzessive Approximation (mehrmalige Abwicklung des Problemlösungsprozesses mit verbesserten. aber zufolge ihres Marktpotentials und Kapitalausstattung leichter Märkte zu gestalten und neu zu schaffen Die Konkretisierung der Marketing-Ziele ist die Voraussetzung für die Auswahl der Marketing-Strategien. Einengung des zulässigen Lösungsbereiches o Prioritätensetzung o Zerlegung in Subprobleme. • Heuristische Problemlösungsprinzipien: − Abbildung von Problemsituationen o Analogie (Auffinden gleichartiger Problem und daraus abgeleiteter Problemlösungen) o Abstraktion (verallgemeinerte Darstellung u. Segmententscheidungen. Einzelkunden) − Organisatorisch problemlösend (für beteiligte Organisationen bzw. Wirkungsinformationen zur Verbesserung der Problemlösung) Seite 73 von 144 . Informationsentscheidungen. Beschaffungsentscheidungen beim Nachfrager zur Konkretisierung seiner Wünsche nach Austauschbeziehungen gegenüber. Institutionen) − Gesellschaftlich problemlösend (nach Zweckmäßigkeiten des Umsystems) • Entscheidungstatbestände: Zielentscheidungen. Formulierung von Subzielen o Stufung (Verfeinerung von Kriterien) o Vorwärts. Interpretation einer Ausgangssituation) o Anspruchniveausetzung (nähere Konkretisierung von Zielen) − Ablauf von Problemlösungsprozessen o Einführung zusätzlicher Beschränkungen od. veränderten Daten) o Formulierung von Abbruchkriterien o Muddling-through (Setzen vorläufiger Maßnahmen und Abwarten von Rückkoppelungs. dh Mittel und Wege zur Erreichung der Marketingziele • Marketing-Mix: Preispolitik.und Großbetriebe: weniger flexibel. Bidlingmaier: − Leistungsfähiges Informationssystem − Situationsgerechte Entscheidungen über Marketingziele und –strategien − Koordination aller Marketingaktivitäten − Kontrollsystem • Problemslösungsprozesse − Individuell problemlösend (für den Unternehmer od. Instrumentalentscheidungen Diesen Entscheidungstatbeständen stehen die Kauf.

Produktions-. nach Menge und Wert detailliert. manchmal auch operativ. innovierenden Aktionen erfordern: • Flexible Absatzplanung • (Re-)Aktionsmuster • (Re-)Aktionsbereitschaft • Adaptionsplanung 3. Lagerhaltungs. Kosten Die Notwendigkeit der raschen Anpassung an sich ändernde Marktverhältnisse. aber auch die Absicht zur marktbeeinflussenden. der die Mittelaufbringung und Mittelverwendung aller Bereichsaktivitäten zu koordinieren hat. Die Absatzplanung 1. kurzfristige Planung (für die operative Ausführung der Marketingaktivitäten): • Marketingobjekte (Güter oder Leistungen) • Marketinginstrumente (Art. wenige Monate bis 1 Jahr Langfristplanung: Umrissplanung. Plankoordination: Koordination der Teilsbereichsplanung. mengen.und Beschaffungsplan umklammern den Finanzplan. welches Leistungsprogramm. Aufgabe der Absatzplanung: • Ziele für Absatzaktivitäten festlegen • notwendige Mittel und Maßnahmen bestimmen • zukünftige Absatzvolumen in seiner Struktur qualitativ. Ablauf der Absatzplanung Planungsschema: Seite 74 von 144 .Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 o Inkrementale Lösung (Vorgehen „in kleinen Schritten“ zur Risikominimierung) II. Einsatzpunkte) • Marketingsubjekte (Zielgruppen) • Marketinggebiete 4. 5 Jahre) oder kurzfristig (taktisch. die laufend eine Relevanzprüfung und Beurteilung von Alternativen unterzogen werden muss. 2. eine Grobplanung. Absatz-. zur Erreichung eines gesamtbetrieblichen Optimums. mind. Bedingungen für die Absatzplanung Sorgfältige Planung und Ausgestaltung eines marktbezogenen Informationssystems Grenzen der Absatzplanung: Ungewissheiten des zukünftigen Geschehens. in bestimmten Zeiträumen und in bestimmten Absatzteilbereichen realisiert wird. Aufgaben der Absatzplanung Die Absatzplanung ist Bestandteil der Unternehmensplanung. Umfang u.und wertmäßig für bestimmte Zeiträume vorausschätzen (Erwartungsgrößen und Plangrößen) Absatzplan: Entwurf. Zeitfaktor in der Absatzplanung langfristig (strategisch.

Marktdiagnose (erfassen der gegenwärtigen Marktsituation) 2. müssen die verschiedenen Planungsstufen oft mehrfach durchlaufen werden. Maßnahmenplanung und Budgetplanung differenziert werden. gesellschaftliche.und Absatzentwicklung) 3. die zu planenden Aktivitäten nach Absatzfunktionen zu gliedern: • Marktforschungsplan • Produktgestaltungsplan • Werbungsplan • Verkaufsförderungsplan • Verkaufsplan • Kundendienstsplan • Distributionsplan Jedes dieser Gebiete kann weiter in Zielplanung. Arten der Absatzpläne Die geplanten Aktivitäten können nach Art und Umfang zunächst zeitbezogen in Form von Periodenplänen dargestellt werden. sondern simultan zu planen. technologische. verschiedene Absatzbereiche nicht sukzessive abfolgend. Budgetplanung (geldwerter Niederschlag) Da es notwendig wird. damit die Teilpläne aufeinander abgestimmt werden können. Motive • Marktanalyse (einmalig) oder Marktbeobachtung (fortlaufend) • Betriebliche Umweltforschung (natürliche. III. Maßnahmenplanung (Marketingstrategie) 5. Neben diesen organisatorischen und zeitlichen Aspekten der Differenzierung besteht die Möglichkeit. Die Markforschungsbereiche Traditionelle Gliederung: • Bedarfsforschung (Nachfrage) • Konkurrenzforschung (Angebot) • Absatzwegforschung (Vertriebsapparat) Seite 75 von 144 . Die Periodenplanung kann durch partielle Aktionspläne ergänzt werden. 5. Periodenbezogene Absatzpläne werden häufig von Projektplänen überlagert. Die Aufgaben der Marktforschung • Gewinnung originärer Information (Primärforschung) • Auswertung vorhandener Information (Sekundärforschung) • Erhoben werden: Tatsachen. Meinungen. Die Marktforschung 1. Eine weitere Differenzierung nach Kundengruppen. wenn für bestimmte Maßnahmen einerseits mehr als eine Periode benötigt und andererseits mehrere Unternehmensteile zusammengefasst werden müssen. Zielplanung (festlegen der Absatzziele) 4. ökonomische Entwicklungen erforschen) 2. Absatzgebieten und Leistungsarten ist ebenfalls möglich. Marktprognose (abschätzen der voraussichtlichen Markt.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 1. die einzelne Maßnahmen für einen begrenzten Zeitraum im Detail festlegen.

zeitpunktbezogen oder zeitraumbezogen (Panel-Verfahren). Fragebogen: einmalig oder mehrmalig. Marktanteil.…) 3. Beobachtung Totalerhebung vs. Berichte in Zeitungen) b) Die Primärforschung Befragung vs. die ein Unternehmen besitzt um auf die Vorgänge in seinen Absatzmärkten einzuwirken.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 a) Die Nachfrageanalyse Frage nach • dem Bedarf. Teilerhebung • Repräsentative Auswahlverfahren: Stichprobenbildung (Größe ist entscheidend) . nur gegenwartsbezogen.Randomverfahren: zufallgesteuert . ist die relative Veränderung der nachgefragten Menge als Reaktion auf eine relative Änderung des Preises. Karteien) und betriebsexterne Unterlagen (Veröffentlichungen. Fragenerläuterung möglich.Quotenverfahren: statistisch gelenkte Teilauslese (bestimmte Merkmale) . große Korrelation mit der Absatzgestaltung • Differenzierung zwischen ursprünglicher (originärer) und abgeleiteter (derivater) Nachfrage Nachfrageelastizität ist ein bestimmender Faktor. Die Methoden der Markforschung a) Die Sekundärforschung Quellen sind: betriebsinterne (Kostenrechnung.…) • der Substitutionsprodukte (Eigenschaften. der Werbeaufwendungen b) Die Konkurrenzanalyse Analyse • des Konkurrenten (Anzahl. Absatzstatistik. große Anzahl von Befragten Beobachtungen: kein direkter Kontakt. Es gibt 4 Instrumentalbereiche: Seite 76 von 144 . Absatzpolitisches Instrumentarium = Möglichkeiten. der auf Basis von Kaufkraft wirksam wird • Periodizität der Kaufentscheidungen (wiederkehrend?) • Aufnahmefähigkeit des Marktes (Marktsättigung?) • Indikatoren: analytisch gewonnene Größen. Instrumente der Marketinggestaltung 1. Verhalten. Firmenhandbücher. des Einkommens.Konzentrationsverfahren: Mehrheit • Befragung . offene oder geschlossene Fragen. Interview: persönlicher Kontakt. des Preises eines anderen Gutes. zeitaufwendig . persönliche (teilnehmende oder nicht teilnehmende Beobachtung) oder unpersönliche (Laboratoriumsbeobachtung) IV.

• Absatz-/Vertriebsmethode (=Distributionspolitik).oder Hochpreispolitik? • Preisfixierung für neue Güter im Sortiment? • Preisveränderungen (definitive. befristete)? Achtung: Es ist nicht immer der niedrige Preis. Preispolitik Preispolitische Maßnahmen basieren auf das: • Nachfrageverhalten: Informationen und Erwartungen über die Reaktionen der potentiellen Käufer • Konkurrenzverhalten: Informationen und Erwartungen über die Reaktion der Konkurrenten Grundsatzentscheidungen der Preispolitik • Preislage: Niedrig.B. − Einheits.… Es müssen jedoch einige Tatbestände berücksichtigt werden: − Kostensituation des Betriebes: Beurteilung durch die Kostenrechnung. Tarife des Verkehrswesens). Ziel ist.und Mindestpreise). Seite 77 von 144 . • Werbung (=Kommunikationspolitik). − Absatzsituation: Reaktion der Nachfragenden auf preispolitische Maßnahmen. • Freie Preisbildung Es besteht hinsichtlich der Preisfestlegung kein Zwang seitens des Staates. − Richtpreise (Höchst. Der Marktpreis gilt als unveränderliche Größe und somit muss durch die Variation der Angebotsmenge der gewünschte Gesamterfolg erreicht werden. der sich insgesamt durch Angebot und Nachfrage auf dem Markt bildet a) Freie und Gebundene Preise • Gebundene Preise (Preis werden vom Staat festgesetzt) − Festpreise (Ordnungspreise. Formen der Preispolitik Oft hat das Unternehmen aufgrund seiner geringen Größe nicht die Möglichkeit auf den Preis marktbeeinflussend einzuwirken. z. • Preis. eine optimale Differenz zwischen Erlösen und Kosten zu erzielen. der Nachfrage weckt. 2.und Konditionenpolitik (=Preispolitik). Aus diesem Grund differenziert man zwischen (nach Wöhe): • aktiver Preispolitik: Setzung eines Preises unter Berücksichtigung des Verhaltens der Nachfrager und der Konkurrenten • Mengenpolitik: Anpassung der Produktionsmenge an den Preis. − Kartellpreise (Einfluss auf die Preisbildung durch Preiskontrolle oder Genehmigungsverfahren).Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Produkt.und Sortimentsgestaltung (=Produktpolitik).und Gruppenpreise (gewähren dem kostenmäßig günstig arbeitenden Betreib Differenzgewinne).

wird der Liquiditätspunkt früher erreicht als der Break-Even-Point. Konsumgüter. − Konkurrenzverhältnisse • Sinnvolle Preispolitik erfordert Wissen über: − die Marktstruktur: Struktur der bearbeiteten Märkte − die Käuferreaktionen: Reaktionen der Käufer auf Preisveränderungen abschätzen − die Konkurrenzsituation: wie Konkurrenten auf preispolitische Maßnahmen reagieren − Substitutionsgüter: Güter. die das eigene Gut substituieren könnte und deren Preisentwicklung b) Kosten und der Preis Gewinnstreben: Forderung nach Deckung der vollen Kosten Fragestellung: Wie hoch müssen die Gesamterlöse sein. Der Abstand zwischen den beiden Punkten ist umso größer.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Differenzierung zwischen Güter des notwendigen Bedarfs. Kostenfunktion und Erlösfunktion werden gleichgesetzt → BEP = Fixkosten/Stück-DB Liquiditätspunkt: = wo die Erlöse die Ausgabekosten überschreiten Da nicht alle Kosten Ausgaben darstellen. bei welcher gerade die Gesamtkosten des Unternehmens gedeckt sind. um die vollen Kosten zu decken? Mindestumsatz/Break-Even-Point/toter Punkt/Gewinnschwelle/Nutzschwelle: = jene Mindestabsatzmenge. Unterschreitung: betrieblichen Verlust. Anmerkung: Seite 78 von 144 . Es wird kostendeckend gewirtschaftet. Überschreitung: betrieblicher Gewinn. Leistungsgüter und Modewaren. je weniger Ausgabekosten der Betrieb hat.

Dann wäre nämlich der Verlust größer als bei Stillstand des Betriebes. dann wird bei Festlegung der Preisuntergrenze mit den Opportunitätskosten gerechnet. Bei Nichtbeschäftigung wäre der Verlust ebenfalls so hoch wie die gegebenen Fixkosten. Preisuntergrenze = ∑variable Kosten (Zusatzauftrag) + DB d. Überlegungen bzgl.und Mengenänderung sind gleich • 4 typische Grundsituationen (aufgrund der Beziehung zw. Die Absatzhöhe wirkt zurück auf das Gesamtkostenniveau und auch auf die Einheitskosten. bei sinkenden Preisen etc. die Geldausgaben darstellen. aber verursacht auch Verlust Exakte Kostenrechnungen können mithelfen: Deckt der Preis gerade die variablen Kosten. − Liquiditätserfordernissen (meist höher) Entscheidungen über Preise hängen stark davon ab. bei allgemeiner Marktdepression. im Preis zumindest die Kosten abzudecken. Stilllegung: Sie ist erst dann ins Auge zu fassen. in welchen eine Deckung nur von Teilen der Leistungserstellungskosten vertretbar erscheint. Preis und Nachfragemenge) Seite 79 von 144 . Preisuntergrenze und Opportunitätskosten Wenn ein bestimmtes Produkt ein anderes Gut aus dem Produktionsprogramm verdrängen soll. z.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Es gibt Situationen. Wird vorübergehend eine bloße Erhaltung der Liquidität des Unternehmens angestrebt.B. Die Einheitskosten sind ein Element der Preisbildung. verdrängten Prod. (=Opportunitätskosten) Sax`sche Preisgesetz Preise bestimmen die Kosten. ob das reine Kosten-Ertragsdenken oder das Liquiditätsdenken überwiegt. der Preisuntergrenze Bei der Festsetzung der Preisuntergrenze kann sich der Betrieb nach 2 Aspekten richten: − variablen Kosten. wenn die Preise die variablen Kosten nicht mehr decken. (nicht die Kosten die Preise) Die Höhe der Preise bestimmt die Höhe des Absatzes. in Zeiten der Unterbeschäftigung. so muss versucht werden.. dann entspricht die Höhe des Verlustes den fixen Kosten. c) Nachfrageelastizität und der Preis • Preiselastizität der Nachfrage (Absatzelastizität) = Verhältnis von Preisänderungen und den daraus folgenden Änderungen der Absatzmenge %-Mengenänderung / %-Preisänderung = Elastizitätskoeffizient Elastizitätskoeffizient größer als 1 = elastische Nachfrage (Mengenänderung > Preisänderung) Elastizitätskoeffizient kleiner als 1 = unelastische Nachfrage • Grenzfälle der Preiselastizität − Elastizität von unendlich: die Höhe des Preise schließt jeden Umsatz aus − Elastizität von 0: ein Mehrangebot wird auch umsonst nicht abgenommen − Elastizität von 1: prozentuelle Preis.

sonder auch bei anderen Gütern hervorrufen.B. die einander ersetzen können. z. Bsp. es wird mehr gekauft. z. Dies gilt besonders für: − Substitutionsgüter = Güter.5 = positiv Fazit: Preissteigerung bei A verursacht eine Mengensteigerung bei B. Seite 80 von 144 . weil andere weniger kaufen. auf 1200 Stück (Erhöhung um 500%) -> Kreuzpreiselastizität = 500/200 = 2. − beschäftigungspolitischen Zielen.: Erhöhung der Fahrradpreise → Rückgang des Fahrradabsatzes → Absatz von Sicherheitsschlössern beeinflussen. es wird mehr gekauft. und Güter besitzen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 − elastische Nachfrage + Preissenkung: Umsatz in Geld steigt − unelastische Nachfrage + Preissenkung: Umsatz in Geld wird geringer − elastische Nachfrage + Preiserhöhung: Umsatz in Geld wird geringer − unelastische Nachfrage + Preiserhöhung: Umsatz in Geld steigt • Preiserhöhungen und Absatzmengen Die Regel. − bestmögliche Kapazitätsausnützung. es wird mehr gekauft. auf 1200 Stk. − Mitläufer-Effekt: Käufer nehmen sich Meinungsbilder (opinion leader) zum Vorbild. die andere nicht besitzen. − negative Kreuzpreiselastizität-> hauptsächlich bei Komplementärgütern.B.: die Erhöhung des Butterpreises → Rückgang des Butterabsatzes → Zunahme des Pflanzenölabsatzes − Komplementärgüter = Güter. weil der Preis höher ist • Preisänderungen bei Substitutionsgüter und Komplementärgüter Generell können Preisänderungen bei einer Ware nicht nur Mengenänderungen bei dieser Ware selbst. (keine Preisfestsetzung nach den entstandenen Kosten!!) Er betrifft die Aufrechnung positiver und negativer Ergebnisse ungleichartiger Güter/DL. − Qualitäts-Effekt: es wird von einem höheren Preis auf eine höhere Qualität geschlossen. die auf Grund der Verwendung eines anderen Gutes zwangsläufig erforderlich sind. Bsp. nur weil der Preis höher ist.: Preis Ware C = 100 -> Verminderung auf 50 (Verminderung um 50%) → Mengensteigerung der Ware D von 200 Stk. (Erhöhung um 500%) -> Kreuzpreiselastizität = 500/-50 = -10 = negativ Fazit: Preissenkung bei C verursacht Mengensteigerung bei D. dass ein höherer Preis eine geringere Absatzmenge bewirkt stimmt nur bedingt: − Protzer-Effekt: Konsument möchte durch einen aufwendigen Konsum (hoher Preis) auffallen. es wird mehr gekauft. • Kalkulatorischer Ausgleich = die Preisfestsetzung für die unterschiedlichen Leistungen eines Betriebes nach: − Erfordernissen wettbewerbsmäßiger Art. − Snob-Effekt: jemand möchte sich aus der Gemeinschaft herausheben. weil andere auch mehr kaufen.: Preis Ware A = 100 -> Erhöhung auf 300 (Erhöhung um 200%) → Mengensteigerung der Ware B von 200 Stk. • Kreuzpreiselastizität = die Wirkung von Preisänderungen bei einer Ware auf die abgesetzten Mengen bei anderen Waren − positive Kreuzpreiselastizität-> hauptsächlich bei Substitutionsgütern.

− keine räumlichen Präferenzen. je mehr Substitutionsgüter vorhanden d) Marktform und der Preis Der Markt ist das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage. z.B. − Mengenmäßige Preisdifferenzierung: unterschiedlichen Mengen liegen unterschiedliche Preise zugrunde. − Fähigkeit der sofortigen Anpassung an Marktänderungen. welche auf unterschiedliche Präferenzen basiert. Dadurch kommt es zu einer vergrößerten Auslastung. die wiederum eine verbesserte Auslastung nach sich zieht und zur Senkung der Durchschnittskosten führt. z. • Vollkommener Markt (theoretische Konstruktion) – Merkmale: − Homogenität der Güter.: ermäßigte Tarife für öffentliche Verkehrsmittel für Schüler − Zeitliche Preisdifferenzierung: verbesserte Kapazitätsausnützung. − keine sachliche Präferenzen. − Transparenz (vollkommene Überschaubarkeit).Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Formen des kalk. Sonn.: unterschiedliche Preise von Kinokarten für Wochentage. Viele Preise werden ohne Dazutun des Unternehmens auf dem Markt gebildet. Voraussetzung: Es müssen abgegrenzte Teilmärkte gegeben sein Segmentierung in Teilmärkte − Personelle Preisdifferenzierung: Kaufkraft und Interesse der Nachfragenden. Ausgleichs − Ausgleich nach Betriebszweigen und Betriebsabteilungen − Ausgleich nach Erzeugnissen und Qualitäten -> Verlust wird beim Absatz einer Produktgruppe bewusst mit den Gewinnen des Absatzes anderer Produkte aufgerechnet.B.B. Durch die Preisdifferenzierung werden viele Nachfrageschichten angesprochen Es wird die Nachfrage erhöht. z. je höher die beförderte Menge ist. je höher die Bedeutung der Komplemente Substitutionsgüter: Preisempfindlichkeit steigt. − der Elastizität der Nachfrage auf den Teilmärkten.: im Transportwesen sind die Tarife umso niedriger. Seite 81 von 144 . − der Art des Gutes (Komplementär-/Substitutionsgut). Komplementärgüter: Preisempfindlichkeit sinkt.und Feiertage etc. • Preisdifferenzierung = Festsetzung von unterschiedlichen Preisen für gleichartige Produkte Marginalbetrachtung: Übersteigen die zusätzlichen Erlöse (zusätzlicher Leistungen) die zusätzlichen Kosten? → Preisstaffelung → zusätzlicher Gewinn Preisdifferenzierung kann Gesamtaufkommen -> Gesamterlöse -> Gesamtgewinn erhöhen. − Räumliche Preisdifferenzierung: betrifft den Export Ob und in welcher Höhe Preisdifferenzierung vorgenommen werden kann ist abhängig von: − der Konkurrenzlage.

Marktformenschema Nachfrager VIELE KLEINE WENIGE MITTELGROSSE EIN GROSSER Anbieter vollständige VIELE KLEINE Nachfrageoligopol Nachfragemonopol Konkurrenz WENIGE beschränktes Angebotsoligopol zweiseitiges Oligopol MITTELGROSSE Nachfragemonopol beschränktes EIN GROSSER Angebotsmonopol zweiseitiges Monopol Angebotsmonopol Ausprägungen des vollkommenen Marktes: − vollständige Konkurrenz -> vollkommene Konkurrenz -> keine Beschränkungen − Monopol -> Konkurrenz ausgeschlossen -> nur ein einziger Anbieter -> keine Substitutionskonkurrenz − unvollständige Konkurrenz -> Oligopolsituation Ausprägungen des unvollkommenen Marktes: − polypolistische Konkurrenz (= vollständige Konkurrenz auf dem unvollständigen Markt) -> auch monopolistische Konkurrenz -> große Anzahl vieler kleiner Marktteilnehmer Jeder Marktteilnehmer besitzt aufgrund der Unvollkommenheit des Marktes eine „monopolistische Stellung“. Markt.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Unvollkommener Markt – Merkmale − meistens unterschiedliche Preise. Seite 82 von 144 . − unterschiedliche Präferenzen. • Marktformen -> Verhältnis der Anbieter und Nachfragern auf einen best. − völlige Markttransparenz ist ausgeschlossen. − unverzügliche Anpassung an Marktveränderungen ist ausgeschlossen. − keine Homogenität der Güter (es werden unterschiedliche Güter angeboten). Es sind Rückschlüsse auf das preispolitische Verhalten der Marktteilnehmer möglich. − keine sachlichen oder räumlichen Präferenzen (Punktmarkt). • Preispolitik bei vollständiger Konkurrenz auf vollkommenen Märkten Folge = einheitlicher Preis weil: − gleichartige Güter. Eine Preiserhöhung führt zu einer Abwanderung der Nachfrage zur Konkurrenz. − viele Anbieter mit kleinen Marktanteilen. Eine Preissenkung führt dazu. • Preispolitik bei vollständiger Konkurrenz auf unvollkommenen Märkten keine einheitlichen Marktpreise möglich -> Freiheit in der Preisfestsetzung innerhalb einer bestimmten Bandbreite (= „monopolistische Bandbreite“) weil: − angebotene Güter sind unterschiedlich (Heterogenität). dass sich die gesamte Nachfrage auf diesen Anbieter konzentriert.

Verfügt ein Unternehmen jedoch über sehr starke Präferenzen. dann wird es durch einen Preis unter dem Grenzpreis. beschränkte und geschlossene Konkurrenz − Freie Konkurrenz: keine Beschränkungen für Anbieter oder Nachfrager − Beschränkte Konkurrenz: Marktzugang ist mit best. Gewinnmaximum: wo Grenzerlöse und Grenzkosten gleich sind („Cournot’sche Punkt“) Frei. Warenumschlagshäufigkeit etc. • Preispolitik des Monopolisten Angebotsmonopol = ein einziger Anbieter für best. • Preispolitik bei oligopolistischer Konkurrenz Jeder Anbieter hat damit zu rechnen.und Beschäftigungsorientierte Preisbestimmung: Vorgang bei retrograder Kalkulation: Bruttoerlöse Seite 83 von 144 . Senkt ein Unternehmen mit weniger ausgeprägten Präferenzen seine Preise. rasch die Kunden der Wettbewerbsteilnehmer ans ich reißen. Güter/DL 2 Möglichkeiten: − Monopolist setzt Preis fest: Nachfrage ergibt sich aus der Einstellung der Kunden zu dem Preis. „Monopolistische Bandbreite“ und Präferenzen der Nachfragenden Der Preis kann nur in einem best. dann wird es zunächst kaum an Kunden gewinn. Um die Intensität des Konkurrenzverhältnisses zu messen verwendet man den „Triffin’schen Koeffizienten“ = Relative Absatzänderung UN A/Relative Preisänderung UN B In der unvollkommenen Konkurrenz besteht für die Oligopolisten ein bestimmter Bereich. dass seine absatzpolitischen Handlugen zu Reaktionen der anderen Anbieter führen. Voraussetzungen: ausreichende Kosteninformation. Rahmen „frei“ gesetzt werden. Informationen über Teil. Das eigene Handeln und das der anderen bestimmt Absatzvolumen und Erfolg. Überschreitet das Unternehmen in der Preisbildung die obere Grenze des monopolistischen Abschnitts → mehr Kunden verlieren Unterschreitet das Unternehmen jedoch den Preis des monopolistischen Abschnitts und bleibt die Konkurrenz bei ihren Preisen → Kunden wandern ab Preis und Präferenzen stehen in einem sehr engen Verhältnis zueinander. − Monopolist setzt Absatzmenge fest: Preis wird durch das Verhalten der Nachfragenden bestimmt. innerhalb dessen preispolitische Bewegungen möglich sind.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 − unterschiedliche Präferenzen (verhindern einheitlichen Marktpreis!!).und Vollkosten • Nachfrage. da die Konkurrenz über bereits ausgeprägte Präferenzen verfügt. Bedingungen verbunden − Geschlossene Konkurrenz: Marktzugang nicht möglich e) Preispolitische Alternativen (Praxis) • Kostenorientierte Preisbestimmung: Preis = Selbstkosten (Stückkosten) + Gewinnzuschlag Gewinnzuschlag ist abhängig vom Absatzrisiko.

Tiefe des Produktionsprogramms ändert sich -> um den spezifischen Bedürfnissen der Nachfrager zu entsprechen. variablen Prod. Die Präferenzpolitik ist auf Exklusivität ausgerichtet. Ideen selektieren (Einklang mit Unternehmenszielen).und Vt. Kosten und Gewinn untersuchen. − Penetrationspolitik: mit relativ niedrigen Preisen neue Märkte erschlossen. Herstellung der Produkte für Testzwecke (Der Seite 84 von 144 . − Abschöpfungspreispolitik: In der Einführungsphase eines neuen Produktes ein relativ hoher Preis angesetzt. -> Verlängerung des Produktlebenszyklus & Umsatzsteigerung durch Modifikationen • Produktelimination: Ausscheidung von Produkten a) Produktlebenszyklus • 1.und Vt.-Kosten + Zuschlag für Fixkosten und Gewinn = Nettoerlöse + Erlösschmälerung = Bruttopreis Für beide Verfahren sind wichtig:Höhe der fixen Kosten. Diese werden vom Konsument mit hoher Produktqualität verbunden. − Präferenzpolitik: Es werden Prämienpreise (= hohe Preise) angesetzt. Auswirkungen auf Umsatz. angestrebter Gewinn -> sind Größen der Break-Even-Analyse. Produktentwicklungsphase: viele und gute Produktideen entwickeln.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 . Breite des Produktionsprogramms ändert sich -> Vorsorge falls sich Nachfrage.-Kosten = DB Vorgang bei progressiver Kalkulation: variable Prod. • Preispolitische Strategien − Preispolitischer Ausgleich: Preisentscheidung hinsichtlich eines ganzen Produktsortiments. Beschäftigungslage. die den Mindestumsatz berechnen lassen • Konkurrenz. werden durch andere Produktbereiche ausgeglichen. Schrittweise wird im Zeitablauf der Preis gesenkt. Verluste die für bestimmte Produkte erwartet werden.. Erlösschmälerungen = Nettoerlöse . 3. der von einem Branchenführer vorgegeben wird oder den Durchschnittspreis einer Branche darstellt.und Branchenorientierte Preisbestimmung orientiert sich an einem Leitpreis. − Produktdiversifikation: durch die Aufnahme andersartiger Produkte gibt es mehrere Produktgruppen.oder Konkurrenzverhalten für eine bestimmte Produktgruppe ändert • Produktvariation: Funktionen und Eigenschaften von Produkten werden geändert. Produkt.und Sortimentspolitik • Produktinnovation: Einführung neuer Produkte − Produktdifferenzierung: bisheriges Angebot wird durch neue Produkte erweitert.. ohne dass sich die Anzahl der Produktgruppen ändert. Wirtschaftlichkeitsanalysen durchführen.

• Intuitive Verfahren − Brainstorming. Reifephase Merkmale: Produkt ist weitgehend akzeptiert. Rückgangs. Innerhalb der Ideenerzeugung werden die Eigenschaften verändert. Wachstumsphase Merkmale: stärkere Nachfrage. Gewinnsituation verschlechtert sich. keine Umsätze.oder Sättigungsphase Merkmale: stagnierende Nachfrage. Durch diese Analyse versucht man Anhaltspunkte für neue Ideen zu finden. hohe Kapitalbindung. hohe Vertriebsanstrengung wichtig • 4. dient zur Prognose des Absatzvolumens.und Entwicklungskosten. • 2. − Funktionsanalyse: Es werden die Eigenschaften des Produktes schriftlich festgehalten. Konkurrenten werden animiert. • 3. − Synektik-Methode: Darstellung des Problems -> Verlagerung in einen anderen Wesens. Neuigkeitswert des Produktes. Produktvariationen notwendig. Verfahren zur Ideenentwicklung • Diskursive Verfahren − Fragenkatalog: Es wird ein bestehendes Produkt hinsichtlich Verwendungsmöglichkeiten. erste Gewinne. Übereinstimmung mit den Bedürfnissen von Kunden. geringe Umsätze. Konstruktion etc. b) Entwicklung und Bewertung von Produktideen Anmerkung: Laut Erfahrung eignen sich bis zu 95% der vorgeschlagenen Produktideen nicht für ein Markteinführung.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Testmarkt muss repräsentativ sein. testet die Wirksamkeit der eingesetzten Marketinginstrumente) Produkttest: Erprobung durch qualifizierte Personen mit einer systematischen Erhebung Markttest: Probeweiser Verkauf in einem begrenzten Markt unter Einsatz ausgewählter Marketinginstrumente. Gewinne sind relativ konstant. hohe Fixkostenbelastung. es muss mit der Entwicklung eines neuen Produktes begonnen werden (Phase 2/3) • 5. Preissenkungen notwendig. erhöhte Konkurrenz. Qualität. Existenz von Konkurrenzprodukten Merkmale: hohe Kapitalbindung. Sie differenzieren nach Technik. Markanteile werden geringer. hohe Investitionen. der Verkaufsförderung und der Verpackungspolitik kommt große Bedeutung zu. Marktsättigung gegeben. beschrieben.und Anwendungsbereich -> Entwicklung von Problemlösungen) − Scoring-Modell (Punktbewertungsmodel) Seite 85 von 144 . − Brainwriting. das neue Produkt nachzuahmen. Einführungsphase Dauer abhängig von: Kompliziertheit des Produktes. Preis um Käuferschichten zu gewinnen hohe Vertriebskosten. Merkmale: hohe Forschungs. Marktanteile konnten gegenüber der Konkurrenz gefestigt werden.

erhöht werden. Erhöhung der Markttransparenz. über welchen Kommunikationskanal. sagt Was. mit welcher Wirkung? a) Werbung Ziel: das Verhalten von Menschen verändern und Präferenzen schaffen − Beschaffungswerbung: es soll die Attraktivität beliefert zu werden. auf persönliche Interessen bezogen. neue Käuferschichten ansprechen. hervorzuheben „Kommunikationsformel“: Wer. -> mit ca. Gruppe B: 20% Umsatz. − um die Aspekte. zu Wem. Aufgaben der Werbung Vermittlung allgemeiner Aussagen. individuell − Mengenumwerbung: richtet sich an eine Vielzahl namentlich nicht Bekannter. Werbeobjekte − Produktwerbung & Dienstleistungswerbung: einzelne Leistung in den Vordergrund Seite 86 von 144 . Kommunikationspolitische Maßnahmen − um die Einstellung von Abnehmern zu ändern. 20% des Sortiments werden rund 80% des Umsatzes erzielt.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 c) Analyse von Programmstrukturen Es ist bekannt. − um sich besser zu positionieren. Arten der Werbung − Einführungswerbung: erstmalige Werbung für ein Produkt − Expansionswerbung: zur Steigerung des Umsatzes oder der Marktanteile − Erhaltungs-/Erinnerungswerbung: Erhöhung des Bekanntheitsgrades − Reduktionswerbung: Verlagerung des Absatz eines Produktes Zahl der Werbenden − Einzelwerbung: Anbieter betreibt für seine Leistungen alleine Werbung − Kollektivwerbung: o Gemeinschaftswerbung: für einen ganzen Wirtschaftzweig. die einen Vorsprung der Konkurrenz darstellen. − Absatzwerbung: es soll die Attraktivität für Absatzkontakte gefördert werden. dass mit einem relativ geringen Anteil an Produktionskapazität ein relativ hoher Umsatz erzielt werden kann. Bedarfsweckung für neue Leistungen. Gruppe C: Rest 4. Repräsentation. Unternehmen treten nicht namentlich hervor o Sammelwerbung: Firmen scheinen auf Zahl der Umworbenen − Einzelumwerbung: Direktwerbung. Intensivierung des Bedarfes und der Kaufintensität. ABC-Analyse Das Sortiment/Die Kunden wird/werden zumindest in 3 Gruppen untergliedert: Gruppe A: 70% Umsatz.

je höher die Zahl der Verkäufer ist. etc.B. für Unternehmen mit festen Käuferkreis geeignet.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 − Unternehmenswerbung: Werbung für die gesamte Leistungspalette des Unternehmens. z. Briefpapier Werbeträger Zeitungen. desto höher muss die Werbeintensität sein. Kosten-Nutzen-Verhältnis). Wirkung für den Absatz − intensive (dominante) Werbung: der Absatz hängt wesentlich von der Werbung ab. Werbebudgets Werbwirkungskontrolle Für die Messung des Werbeerfolges stehen folgende Kennzahlen zur Verfügung: AD Adressatenzahl Anzahl der Umworbenen PE Perzeptionszahl Anzahl der von der Werbung Berührten AP Aperzeptionszahl Anzahl der Personen bei denen eine Aufmerksamkeitswirkung Seite 87 von 144 . − extensive Werbung: Werbemaßnahmen wirken sich nicht wesentlich auf den Absatz aus. Werbeträgerplanung. Modelle − sonstige Werbemittel: Beschriftung von Lieferwagen. Bekanntmachung von Produkten (Bekannheitsgrad). Anzeigen − gegenständliche Werbung: Proben. Erzeugung von Goodwill Beabsichtigte Wirkung − Informationswerbung: objektive Information (Eigenschaften. Werbemittelplanung. Festlegung von Aktionsparametern = Werbekonzeptplanung Werbeobjektplanung (Für welche Objekte wird geworben?).und Bildwerbung: Plakate. … Sie sind von der Werbeintensität abhängig. Fernsehanstalten.B. Preise. Plakate. Werbevortrag − Schrift.) − Suggestivwerbung: es sollen versteckte Gefühle freigesetzt werden. Fernseh und Radiospots. Prozess der Werbung Werbeplanung → Werbedurchführung → Werbewirksamkeitskontrolle Werbeplanung Festlegung von Werbezielen. Schaufenster. Werbegeschenke. Werbestreuungsplanung. Garantie etc. Zeitschriften. -> Schaufensterwerbung Psychologische Ausgestaltung − überschwellige Werbung: wird vom Umworbenen bewusst wahrgenommen − unterschwellige Werbung: wird im Unterbewusstsein verarbeitet und veranlasst unbewusst zu Handlungen Umsatzentwicklung − prozyklische Werbung: bei steigendem Umsatz mehr/bei fallendem weniger Werbung − antizyklische Werbung: Werbeaufwand steht gegenläuftig zur Umsatzentwicklung Werbemittel − persönliche Werbemittel: z. Radio. Information über Produkte (Funktione.

und Prämiensysteme Händlerpromotions Beratung bei der Ausgestaltung der Verkaufsräume. Provisions. -> Adressaten sind Personen/Institution.: aus 20. Beratung bei der Preisgestaltung Verbraucherpromotions -> richtet sich direkt an den Letztverbraucher. Besuchsplanung. Verkaufsargumentation. Vorteile des Produktes hervorheben. rasch auf best.B.) − Informationsfunktion: verständnisvolle Einstellung zum Unternehmen − Imagefunktion: Beurteilung des Unternehmens in der Öffentlichkeit − Führungsfunktion: beeinflusst die Positionierung des Unternehmens am Markt − Kommunikationsf.und Kundenzeitschrift. Wissenschaft. Aufstellen von Displays. Gewerkschaften.: Preisausschreiben.: glaubwürdige Darstellung der Notwendigkeit des Unternehmens Wichtigste Maßnahmen der PR-Arbeit: Pressekonferenzen. PR-Anzeigen. Partien.000 Werbedrucksachen resultieren 2000 Bestellungen = 10% mengenmäßiger Streuerfolg kritischer Streuerfolg: Wie viele Bestellungen müssen auf eine Werbekampagne eingehen? Anzahl Bestellungen : Adressatenanzahl = Werbekosten je Werbeexemplar : Stückgewinn b) Verkaufsförderung -> es soll der Verkauf kurzfristig beeinflusst werden Verkaufspromotions Schulungen. die als Meinungsbildner gelten (Presse. Sport und soziale Dienste) Seite 88 von 144 . Proben). Journalisteninformationen. Gesprächstaktik/Verhandlungsführung. Werk. Clubs. Vereine etc. Behandlung von Kundenreklamationen d) Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) -> soll Verständnis und Vertrauen für das Anliegen des Unternehmens aufbauen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 erzielt wurde AK Akquisitionszahl Anzahl der „Werbeerfüller“ Mögliche Berechnungen − Berührungserfolg: PE/AD − Beeindruckungserfolg: AP/AD − Akquisitionserfolg: AK/AD − Werberendite: Umsatzzuwachs (= Stk * Stückgewinn) – Werbekosten mengenmäßiger Streuerfolg: z. Gespräche nach dem Kaufabschluss. Sponsoring (Kultur. Produkte aufmerksam machen. Sonderpreisaktionen. Muster. Warenproben c) Persönlicher Verkauf (Personal Selling) Kundenkontakt.: wünschenswerte Kontakte mit relevanten Zielgruppen − Existenzerhaltungsf. Verkaufsunterstützungen (Videos. Verkaufswettbewerbe für MA. Gesprächsvorbereitung.B. zum unmittelbarem Kauf führen z.

Endpreis des Produktes kann niedrig gehalten werden.… − Informationsfunktion: bessere Marktübersicht und bessere Marktkenntnisse − E-Business: Business to Business (B2B) Seite 89 von 144 . Der Sponsor stellt dem Gesponserten Geld/Sachmittel zur Verfügung und erwartet dafür eine Gegenleistung. Distributionsorgane (Welche Absatzmöglichkeiten gibt es? physische Distributionssysteme: -> Verpackung. Möbelteile. Vertriebsstrategie etc. Nutzungsmöglichkeiten − Werbung Benennung von Veranstaltungen nach dem Sponsor − Verkaufsförderung VIP-Lounges. optimales Betriebsergebnis kann eher realisiert werden. Autogrammstuden − PR Pressekonferenzen. Prominenten − Personal Selling gesponserte Personen als Firmenrepräsentanten f) Product Placement Produkte/Unternehmen werden in den Handlungsablauf von Filmen und Fernsehsendungen integriert. Lager. die Akteure kopieren 5. Güter sind stark erklärungs.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 e) Sponsoring -> beruht auf dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung. Ziel: Identifizierung mit den Akteuren und den Produkten. Die unmittelbare Werbeintension ist nicht erkennbar. Veranstaltung mit gespon. Distributionssystem aquisitorische Distributionssysteme: -> Distriubtionswege. − Veredelungsfunktion: z. Versand. hoher Preis Indirekter Absatz um Spannungen zwischen Erzeugern und Abnehmern auszugleichen Problem: wenn Ziele der Hersteller und der Unternehmen nicht übereinstimmen − Selektivvertrieb:ausgewählte Handelsunternehmen (spez.und überzeugungsbedürftig.: Lagerung von Weinen. die zur Erreichung der Marketingziele beitragen soll. Lieferservice a) Distributionswege unmittelbarer Absatzweg = Direkte Distribution mittelbarer Absatzweg: Einschaltung von Mittlern = Indirekte Distribution Direkter Absatz Nachfrage ist auf den Ort der Erzeugung konzentriert. Sondergastspiele. transportempfindliche Güter.B. Transport.) − Universalvertrieb: keine Präferenzen in der Wahl der Absatzwege − eingleisige Verteilung: nur ein bestimmter Distributiosweg − mehrgleisige Verteilung: mehrere Distributionskanäle Funktionen des Handels -> Güteraustausch zwischen den einzelnen Wirtschaftseinheiten − Zeitausgleichfunktion: Spannungen zwischen Produktion und Bedarf/Verkauf − Raumausgleichsfunktion: Kontakte mit Kunden können über große Entfernungen − Qualitätsausgleichsfunktion − Quantitätsfunktion: es wird in großen Mengen gekauft und in kleineren abgegeben.

Geschäfts. Verkaufsniederlassungen Betriebsfremde Organe − Großhandel -> Unternehmen.und Rechtsverkehr (Onlinevertrieb.und Investitionsgütern − Einzelhandel -> verkauft wird überwiegend an Privathaushalte Betriebstypen: ambulanter Handel (umziehender Handel). sesshafter Handel. die weisungsgebunden sind). Gemischtwarenhandel. Sortimentgroßhandel (breites und flaches Sortimen) nach Art der Güter: Konsumgütergroßhandel. Fachgeschäft.B. Exklusivvertrieb.: elektr. üblich bei weniger marktgängigen Waren und bei Verkauf von Einzelstücken. Geschäfte anahnen und abschließen. Spezialgeschäft.…). Speziell strukturierte Rahmenverträge. Gebundener Vertrieb. die Leistungen nur gegenüber andere Unternehmen nach Absatzgebieten: Binnengroßhandel. Großhandel mit Produktions. Fachgroßhandel (mittlere Sortimentbreite und –tiefe). Ladenhandel (Fremdbedienungsgeschäften. Übermittlung von Lohn. Kommunikation.oder Produktfranchising. Reisende (Angestellte des Unternehmens. Selbstbedienungsgeschäften.B.und Gehaltsdaten ans FA b) Distributionsorgange Betriebseigene Organe Mitglieder der Geschäftsleitung (z. Warenhäuser (alle Arten von Gütern). Versandhandel c) Selbstständige Absatzmittler • Handelsvertreter: = selbstständige Gewerbebetreibende sind für mehrere Firmen tätig. Waren. Absatzprogramm-Franchising • Franchise-Verträge (internationaler Güteraustausch) Seite 90 von 144 . Supermarkt. erhalten eine umsatzabhängiges Entgelt • Makler -> vermitteln für andere Kaufverträge d) Kooperationsformen – „Kontraktmarketing“ -> alle vertragliche festgelegten Kooperationen • Intensität der Kooperationsvereinbarungen Allgemeine Rahmenvereinbarungen für den Vertrieb. Informationspflichten) − E-Government: Business to Government (B2G) z.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 typische Anwendung: Beschaffung & Absatz von Gütern & DL Ziel: Produktivitätssteigerung (Kostensenkungen von bis zu 20%) − E-Commerce: Business to Customers (B2C) E-Commerce-Gesetz: regelt elektr. verursachen nur umsatzabhängige variable Kosten • Kommissionäre = handeln im eigenen Namen und für fremde Rechnung Risiko bleibt beim Auftraggeber. Absatzabteilungen. Exportgroßhandel Importgroßhandel nach geführtem Sortiment: Spezialgroßhandel (enges und tiefes Sortiment). bei Großaufträgen).

Kundengruppen?) − Auswahl der Transportmittel und –wege − Organisation von Auftragseingang. FOB C-Klauseln: Der Verkäufer hat die Güter nach einem genannten Bestimmungshafen/Bestimmungsort zu versenden.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Ein Franchisebebe räumt einem ausländischen Franchisenehmer gegen eine Franchisegebühr das Recht ein.B. z.: FCA. am richtigen Ort. Lagerkosten. zur richtigen Zeit. Kunden. Auftragsabwicklung f) Internationale Lieferbedingungen (Incoterms) -> haben keinen zwingenden Charakter. Ausführung • Logistikkosten: Transportkosten. ab dem der Käufer zur Zahlung verpflichtet ist. mangelnde Flexibilität (da mehrstufige Instanzenwege). seinen Markennamen. CIP D-Klauseln: Der Verkäufer hat alle Kosten & Risiken bis zum näher bezeichneten Hafen/Ort im Empfangsland zu übernehmen. Verkaufsgebiete) Seite 91 von 144 . weitgehende Spezialisierung möglich. auch wenn die Ware zufällig vernicht wurde oder eine Wertminderung eingetroffen ist.& Nebenkosten auf Verkäufer/Käufer Risikoübergang: bestimmt den Ort & Zeitpunkt. E-Klausel: Der Verkäufer stellt die Güter dem Käufer im eigenen Bereich zur Verfügung. z. mangelnde Koordination (für einzelne Produkte.B. Bearbeitung. z.: EXW (ab Werk) F-Klauseln: Der Verkäufer hat die Güter einem benannten Frachtführer zu übergeben. sollten aber Grundlage der Vertragsvereinbarung sein -> sie regeln den Kosten. e) Physische Distribution -> es muss die richtige Ware.: CFR.B.B. Verpackungskosten. im richtigen Zustand sein • Entscheidungsbereiche − Gestaltung des Auslieferungsnetzes (Lager?. die sich mit Absatzaufgaben befassen.: DAF. Die Absatzorganisation Ziele der Absatzorganisation − Koordination aller Abteilungen. DDU. z. Eindimensionale Absatzorganisation a) Liniensysteme Funktionsorientierte Absatzorganisation -> gleichartige Verrichtungen werden zusammengefasst. − Förderung der Kreativität und Innovationsbereitschaft der MA 1. Frachtführer) zu tragen. DDP V. FAS. sein Fertigungs-Know-How und sein Marketing-Know- How zu verwenden. CIF. − Steigerung der Flexibilität um sich rascher an ändernde Marktverhältnisse anzupassen. Maximalverpflichtung durch den Käufer.und Risikoübergang Kostenübergang: regelt die Verteilung der Transport. ohne jedoch die Kosten & Risiken nach der Verschiffung/Übergabe (an 1.

Absatzplanung. bei heterogenen Märkten mit großer räumlicher Entfernung b) Modifizierte Liniensysteme • Marketing-Stäbe: Agenden der Marktforschung. Mehrdimensionale Absatzorganisation a) Matrixorganisation Horizontal wird nach Funktionsbereichen und vertikal nach Produktgruppen differenziert. größere Flexibilität bei Marktänderungen. koordiniert und überwacht sie. Die Verkaufs-/Vertriebsabteilung ist jedoch nach Liniensystemen organisiert. Seite 92 von 144 . höhere Kreativität und Zielidentifikation der MA. 2. Werbung und PR werden Stabställen zugewiesen. • Produktmanagement Der Produktmanager hat für seinen Produktbereich für die Koordination der Linieninstanzen zu sorgen. Er kümmert sich um alle notwendigen Aktivitäten im Absatzbereich. Die Qualität der getroffenen Entscheidung wird gesteigert. da sowohl Funktionsspezialisten als auch Produktspezialisten eingebunden werden. eigene Profit-Center (mit Erfolgsverantwortung) Kundenorientierte Absatzorganisation wenn klar voneinander abgegrenzte Kundengruppen bestehen. Von dort werden alle Produkte und Kunden dieses Gebietes betreut.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Produktorientierte Absatzorganisation -> es wird nach Produkten oder Produktgruppen gegliedert (Spartenorganisation) bei Unternehmen mit größeren Produktionsprogrammen. man kann sich auf die Spezialprobleme der Abnehmer einstellen Gebietsorientierte Absatzorganisation Das gesamte Absatzgebiet wird in einzelne Absatzbereiche aufgeteilt und Regionalabteilungen zugeteilt.

Zeit gebildet. Werden die Teams nur für eine best. Seite 93 von 144 . dann liegt eine Projektorganisation vor.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 b) Teamorganisation Jedes Organisationsteam wird gleichzeitig mehren Teams zugeordnet und trägt zur innerbetrieblichen Koordination bei.

Rentabilitätsrechnung (zur Planung von Investitionen) Kosiol: 1. Nominalgüterumlauf (pagatorische Rechnung zB Finanzbuchhaltung. Finanzplanungsrechnung)  Soll-Ist-Vergleich zwischen beiden Verfahren Betriebsbuchfühung: parallel zur Finanzbuchhaltung. Planvermögensbilanz. Buchhaltung und Jahresabschluss 2. Finanzrechnung/Cash-Flow-Rechnung. Betriebsbuchführung/ Istkostenrechnung. Revision Illetschko: 1.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 F. abrechnungsorientierte (vergangenheitsorientierte) Verfahren („Was ist geschehen?“  Finanzbuchführung. Finanzplanung. Kosten. Das betriebliche Rechnungswesen I. Buchführung und Jahresabschluss (zur Gewinnermittlung) 2. Finanzrechnung (F) 2. Bilanzierung/Jahresabschluss. Buchhaltung (Zeitrechnung) 2. Erfolgrechnung (E) Egger/Winterheller: 1. Kalkulation (Stückrechnung) 3. verschiedene Gestalten der Kostenrechnung 3. Vorschaurechnung 5. Liquiditätsrechung) 2. Betriebsstatistik und Kennzahlenrechnung 4. Planung (Vorschaurechnung) 4.und Leistungsrechnung 3. kalkulatorische Ergebnisrechnung) 2. für Zwecke der Kostenrechnung Seite 94 von 144 . entscheidungsorientierte (zukunftsorientierte) Verfahren („Was hat zu geschehen?“.und Kontrollfunktion Einteilung des Rechnungswesens: 1. Betriebswirtschaftliche Statistik (Vergleichsrechnung) Andere Ansätze: Schönfeld: 1. Dispositions. Bestandsrechnung (B) 3. Realgüterumlauf (kalkulatorische Rechnung zB Kostenrechnung) Chmielewicz: 1. Die Einteilung des betrieblichen Rechnungswesens Dokumentations-. Planungsrechnung findet ihre Zusammenfassung im Budget: Planerfolgsrechnung.

und Kostenträgerrechnung) II. SV) Haushaltsvoranschlag (Haushaltsplan. Buchführung (Geschäftsführung. Gemeinden) und Selbstverwaltungskörpern (Kammern. Materialaufschreibungen. Die Buchführung öffentlicher Verwaltung a) Kameralistik bei öffentlichen Verwaltungen (Bund. nimmt Korrekturen einer abgelaufenen Periode vor (kalkulatorische statt pagatorische Rechnung. Etat)  Einnahmen und Ausgaben werden vorgegeben  Haushaltsvollzug  Vergleich Zahlungsanordnung und Zahlungsausführung  Überschuss bzw. Kostenstellen. Anlagenverzeichnis. Fehlbetrag (Defizit) Betriebskameralistik: Trennung der erfolgswirksamen und vermögenswirksamen Vorgänge  geschlossene Bestandsrechnung (Vermögensbilanz) b) Die (Mehr-)Phasenbuchführung als Grundlage einer integrierten Haushaltsverrechnung in der öffentlichen Verwaltung Erweiterung der Verwaltungskameralistik  für Hoheitsverwaltung Dispositionsstufen zwischen der Haushaltsplanung und Haushaltsführung Phase 1: Genehmigung (durch Parlament) Phase 2: Verfügung (die Stellen bekommen die Mittel zur Verfügung) Seite 95 von 144 . Budget. Finanzbuchhaltung) und Bilanz Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle in chronologischer und sachlicher Ordnung 1. Länder.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 zB Lohnaufzeichnungen.

dazu gehören auch nicht entnommene Gewinne Negative Veränderung der Bestände  im Soll verbuch Positive Veränderung der Bestände  im Haben verbucht Abschluss der beiden Verrechnungskreise  doppelte Ermittlung des Periodenerfolges und Kontrolle der formalen Richtigkeit der Buchungen .Soll = Mittelverwendung. Seite 96 von 144 . Indirekte Erfolgsermittlung (Verrechnungskreis 1) = Vergleich des Saldos des EK (FK + Vermögen) zu Beginn und Ende der Periode Dieser Saldo wird als Betriebsvermögen (Reinvermögen) bezeichnet.Bilanz = wertmäßige konten-/staffelförmige Gegenüberstellung des Vermögen gegenüber den Schulden und dem EK . Die Buchführung des Unternehmens a) Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung für alle nicht betrieblichen Einkünfte und Unternehmer. steuerliche Verpflichtung §§ 125 und 125 BAO • Das System der doppelten Buchführung lückenlose Verrechnung aller Geschäftsfälle . der aufgrund der Größenkriterien (€ 400. Haben = Mittelherkunft .000 Umsatz) zur Buchführung verpflichtet ist § 189 UGB . Kennzahlen Intensive Nutzung von EDV-System  betriebswirtschaftliche Standard-Software Seit 2001 „International Public Sector Accounting Standards (IPSAS)“ 2.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Phase 3: Verpflichtung bzw.EK = Saldo zwischen Vermögen und FK.Eigenkapital = Differenz zwischen aktivem und passivem Vermögen .Verrechnungskreis der Bestandskonten und Verrechnungskreis des EK beide gehen von der Eröffnungsbilanz aus und fließen in die Schlussbilanz . für jeden Unternehmer. Berechtigung (Vergabe von Aufträgen  später Ausgaben und Einnahmen) Phase 4: Schuld bzw Forderung Phase 5: Zahlung Verbindung der einzelnen Phasen mit doppischer Buchungstechnik (Prinzip von Buchung und Gegenbuchung) Grundgleichung: Genehmigung des Voranschlages = Vollzug des Voranschlages Haushaltsüberwachung: Beobachtung der Phasen-Salden. die keine gesetzliche Verpflichtung zur Buchführung haben Gewinn = Überschuss der betrieblichen Einnahmen über die betrieblichen Ausgaben Rechnungsperiode = Kalenderjahr Ausnahme: Abschreibung der Anlagen b) Die doppelte Buchführung • Verpflichtung zur doppelten Buchführung .

Bilanz. monatliche Übertragung Deutsche Buchführungsmethode: zusätzlich Wareneingangs. Programm stellt sachliche und chronologische Ordnung her. 3. Übertragungsverfahren Ist heute nicht mehr gebräuchlich. Amerikanisches Verfahren Nicht mehr gebräuchlich. monatliche Übertragung . Konto-Originalmethode oder Journal-Originalmethode .und Ausgangsbuch. Gut für Kleinbetriebe mit wenigen Konten und überwiegend Kassavorgängen. . • Die Verfahren der doppelten Buchführung Bei der doppelten Buchführung wird der Buchungsstoff sowohl systematisch auf den Konten (Hauptbuch) als auch chronologisch im Grundbuch erfasst. RECHNUNG EK (Ende des WJ) – EK (Anfang des WJ) = EK-Vermehrung/Verminderung – Einlagen + Entnahmen = Periodenerfolg (Reingewinn/-verlust) . besondere Anforderungen für den Datentransfer mit anderen Unternehmen (Sicherheit!) Seite 97 von 144 . Übertragung in gleichen zeitlichen Abständen Französische Buchführungsmethode: weitere Grundbücher zB Bankbuch. manuell und maschinell anwendbar. Sammeljournal zwischen Grundbüchern und Hauptbuch. automatische Erstellung von GuV. Journal.und Kontobuchungen werden zusammengezogen. 2 Arbeitsvorgänge: Eingabe des Buchungsstoffes und Ausgabe (Ausdruck) Heutzutage: Mehrplatzsysteme + Vernetzung  möglicher Verlust der Transparenz. Die Geschäftsfälle werden in Journalen festgehalten und diese werden dann auf die Konten des Hauptbuches übertragen. Buchführung mit Hilfe von EDV-Systemen Buchungsdaten kommen über Datenträger oder im Online-Verfahren ins EDV-System. Wechselbuch. maschinelle Rechenarbeit 2.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007  Betriebsvermögensvergleich Zufuhr von Eigenmitteln  positive Veränderung des EK-Kontos und vice versa  allerdings keine erfolgsmäßige Auswirkung Wird daher im Rahmen der indirekten Erfolgsermittlung ausgeschieden (neutralisiert). Der Saldo dieses Kontos (Gewinn/Verlust) wird auf das EK-Konto umgebucht. Sammeljournal. Diese Erfolgskonten werden am Ende der Periode auf ein Sammelkonto (GuV) übertragen. Italienische Buchführungsmethode: Grundbuchungen im Kassabuch und Memorial chronologisch erfasst. Direkte Erfolgsermittlung (Verrechnungskreis 2) Es werden EK-mindernde Konten (Aufwandskonten) und EK-erhöhende Konten (Ertragskonten) eröffnet. . Vorteile: 1. Kennzahlen etc. Durchschreibeverfahren Nicht mehr gebräuchlich.

und Sicherungsmaßnahmen) Dateneingabe erfolgt entweder direkt (Online-Verfahren) über Bildschirm und sonstige Eingabegeräte oder indirekt (Offline-Verfahren) über Magnetbänder.  Datenfernübertragung Synchronisation von Geschäftsprozessen beider Unternehmen ist zwingend erforderlich.  besondere Datensicherungsmaßnahmen EDV-Datenträger übernehmen die Buchfunktion und Belegfunktion  eher in Teilbereichen der Buchhaltung (zB Anlagenbuchführung. . Buchführung mit Hilfe von EDV-Systemen ohne fortlaufenden vollständigen Ausdruck (Speicherbuchführung) Wenn kein lesbarer Ausdruck zu Einzeldaten vorliegt. Standardsoftware im RW (zB SAP.und Verarbeitung der Daten kann nicht unmittelbar beobachtet werden. wenn Daten auf Speicher.und Kommunikationstechnologien  Lieferschein. …)  Organisationstyp der Speicherbuchführung Besondere Anforderungen an Aufbauorganisation (Datenverarbeitung zentral oder dezentral) und and die Ablauforganisation (Kontroll-. Disketten etc. Ausdrucke nur in verdichteter Form (Monatsbilanz. Abstimm. Vorratsbewertung. Buchführung mit fortlaufendem vollständigem Ausdruck In lesbarer Form ausgedruckt  Zusammenhang mit den Belegen kann jederzeit hergestellt werden Ordnungsmäßigkeit Der konventionelle Prüfpfad (Geschäftsfall – Beleg – Journal – Hauptbuch – Abschluss) ist ohne Hinzuziehung des Computers gangbar.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 . die sowohl chronologischen als auch systematischen Zugriff ermöglichen. Jahresabschluss etc. …) EDV-System wird zum integrierten Bestandteil der Buchführungsorganisation Ohne Zugang zum EDV-System  kein Zugang zum Zahlenwerk der Buchführung Aufbewahrungspflicht der Buchführung über 7 Jahre zwingt dann auch zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des EDV-Systems. Richtigkeit der Kontierung kann nicht mit dem Beleg gemeinsam geprüft werden. festgehalten sind (zB Datenbanksystem) Informationsaustausch zwischen Unternehmen  Informations. Rechnung etc. Elektronische Rechnung mit Signatur berechtigt zum Vorsteuerabzug • Die Hilfsbücher der doppelten Buchführung Seite 98 von 144 . Übernahme der Daten auf Datenträger gilt noch nicht als Buchung Grundbuch und Hauptbuchfunktion sind erfüllt.) Der Buchungsstoff bleib auf optisch nicht lesbaren Datenträgern  Speicherbuchführung Be.

Externe Belege: AR. Bankbeleg  natürliche Belege . Die Theorie des Jahresabschlusses 1. Die Aufgabe des Jahresabschlusses Sonderbilanzen: bei speziellem Anlass zB Gründung oder Auflösung des Unternehmens Seite 99 von 144 . Kontenrahmen  Zweikreissystem (strikte Trennung von Finanzbuchhaltung und Betriebsbuchführung) Aufbau nach dem „Bilanzgliederungsprinzip“ 0 Anlagevermögen und Aufwendungen für das Ingangsetzen und Erweitern eines Betriebes 1 Vorräte 2 Sonstiges Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 3 Rückstellungen. unversteuerte Rücklagen. Kassabeleg. Saldokonto etc. Verbuchung von Fehlerkorrekturen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 zB Kassabuch. Interne Belege: dienen dem Verkehr der einzelnen Stellen untereinander zB Matrialentnahmeschein. • Das Belegwesen Belegprinzip = keine Buchung ohne Beleg (wichtig für die formale Richtigkeit der Buchführung) . Steuern vom Einkommen und Ertrag 9 Rücklagenbewegung. Einlagen stiller Gesellschafter. Anlagenverzeichnis. EK.und Evidenzkonten In der Kl 7 werden die HK durch die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (GK: Bestandskonten) und die aktivierten Eigenleistungen (GK: Anlagenkonten) korrigiert. jeder Betrieb hat eigene Konten (je nach Bedarf) Seit 1947  „Einheitskontenrahmen“ (ÖKW-Kontenrahmen) Österreich. • Kontenrahmen und Kontenplan für eine systematische Ordnung der Buchführung Kontenrahmen: Gliederungsvorschriften für die Ordnung der Konten (es gibt für bestimmte Wirtschaftszweige eigenen zB Gastgewerbe) Kontenplan: abgeleitet aus Kontenrahmen. ER. Abschlussbuchungen  künstliche Belege III. Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten 4 Betriebliche Erträge 5 Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen 6 Personalaufwand 7 Abschreibung und sonstige betriebliche Aufwendungen 8 Finanzerträge und Finanzaufwendungen. Abschluss.

Erfolg = Unterschiedsbetrag zwischen Einnahmen und Ausgaben  Totalerfolg Periodisierung der Einnahmen und Ausgaben  Rechnungsabgrenzungsposten Prinzipielle werden die Anschaffungswerte als Rechnungswerte verwendet. Der Jahresabschluss und die Bilanzlehren (Bilanztheorien) a) „Klassische“ Bilanzlehren • Statische Bilanzlehre = totale Bilanzlehre (Walter le Coutre) Der natürliche Rechnungswert ist der Anschaffungswert.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Jahresbilanzen: regelmäßig. es fehlt der dynamischen Bilanzlehre jedoch eine einheitliche Bewertungslehre. 2. organisch: versucht beide Ziele zu vereinen statisch und organisch: strenge Bewertungslehre  Gestaltung des Bilanzbildes dynamisch: kein einheitlicher Bewertungsmaßstab  Unternehmenspolitik kann betrieben werden  besonders entwicklungsfähig  zukunftsbezogene Überlegungen b) Neuere bilanztheoretische Ansätze Seicht  kapitaltheoretische Bilanzauffassung  Zukunftsrechnung Durch interne Zinsfussmethode wird heutiger Wert ermittelt (von Vermögensgütern. Feststellung des Vermögens • Organische Bilanzlehre (Fritz Schmidt) Trennung der Vermögensrechnung von der Erfolgsrechnung  „dualistische Theorie“ Natürlicher Rechnungswert ist der Marktpreis (Tagesbeschaffungswert)  gegenwartsorientiert • Dynamische Bilanzlehre (Eugen Schmalenbach) Erfolgsbilanz. Schulden. § 6 EStG) Bewertung des UR: zum Gläubigerschutzinteresse und für die Interessen der Anteilseigner Bewertung des STR: zur Ermittlung von Steuertatbeständen Jahresbilanz gibt Auskunft über • Vermögens. nach den Bewertungsvorschriften (§ 201 UGB. Die Bilanz ist eine Kapitalrechnung  Nachweis der Unternehmenskapitalverwendung. Zusammenfassende Darstellung der „klassischen“ Bilanzlehren .und Kapitalausweis . EK) Vorteile: • Einzelveräußerungswerte und Unternehmenswert erkennbar • Gibt Aufschluss über zukünftigen Cash-Flow Seite 100 von 144 . dynamisch: richtiger Erfolgsausweis .und Kapitalstruktur • Erfolgsstruktur (Erträge und Aufwendungen) • Erzielten. statisch: richtiger Vermögens. ausschüttbaren und steuerbaren Gewinn • Umsätze • Liquiditätssituation Weitere Informationen werden durch Kennzahlenbildung gewonnen.

der Arbeitnehmer und der Öffentlichkeit. Aufbewahrungsfrist. Bewertungsvorschrift Seite 101 von 144 . des Fiskus.und Bilanzierungsvorschrift. Die Grundlagen der unternehmensrechtlichen Rechnungslegungsbestimmungen Seit 1990  Konzernrechnungslegung gesetzlich geregelt (Vorschriften für die Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses) Seit 1999  Konzernlagebericht nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen Seit 2002  Pflicht für alle europäischen Unternehmen den Konzernabschluss nach International Accounting Standards (IAS)/International Financial Reporting Standards (IFRS) (US GAAP ist für europäische Konzerne nicht mehr zulässig) 2. Kontrollinstrument für das Budget Externe Bilanzadressaten: Senkung des Risikos der Kapitalanleger Erhaltungs. Selbstinformation: Entnahme. der Gläubiger. Die Funktionen des Jahresabschluss nach dem UGB Erhaltungsfunktion und Informationsfunktion  den internationalen Standards angepasst Erhaltungsfunktion: Aufrechterhaltung des Unternehmensbestandes im Interesse der Eigentümer.und Informationsfunktion im UGB: • Materielle Bilanzkontinuität • Straffung der Bewertungsvorschriften • Gliederungsvorschriften für Bilanz und GuV • Erläuterungen zum Jahresabschluss • Zukunftsbezogene Ausgestaltung des Lageberichts 3. Der Aufbau der Rechnungslegungsvorschriften Rechnungslegungsvorschriften im UGB • Buchführungspflicht für alle Unternehmer in Sinne des § 189. Inventur. Der Jahresabschluss nach dem Unternehmensgesetzbuch in Österreich 1.und Ausschüttungsmöglichkeiten.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Optimale Entscheidungsgrundlage • Ausschüttbare Periodenerfolg lässt sich ermitteln Kosiol  pagatorische Bilanztheorie  beruht ausschließlich auf der Verbuchung von Zahlungsvorgängen Bewertung: Anschaffungswertrechnung mit pagatorischen Werten Schneider  Überlegung zum ökonomischen Gewinn Berechnung des maximal entziehbaren Betrages  möglichst hohe Entnahmen (das Unternehmen darf an Ende des Planungshorizontes nicht besser oder schlechter da stehen als am Beginn) Moxter  finanzplanorientierte Rechnungslegung IV.

außer zwingende steuerliche Vorschriften mit abweichenden Regelungen. Seite 102 von 144 . Gliederungsvorschriften. Anhang – Lagebericht • Konzernabschluss – Konzernlagebericht • Prüfung des Jahres. Jahresabschluss. UGB sind und Einkünfte aus Gewerbebetrieb beziehen  unternehmensrechtl.1. § 189 UGB abhängig § 5 (1) EStG Gewinnerermittlung für jene. die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung machen Wird der Schwellenwert von € 400. Alle anderen Unternehmer mit Umsatz > € 400. Aufbewahrung) gelten für: . Verpflichtung zur Führung von Büchern UGB ersetzt HGB a) Bis 31. Unternehmen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Ergänzungen für Kapitalgesellschaften: Inhalt des Jahresabschlusses.000 (Unabhängig von der Eintragung ins Firmenbuch) . AUSGENOMMEN: Angehörige freier Berufe. da die Aufzeichnungen der Bücher Grundlage für die Bilanz sind. Dazu kommen Ansatz-.000 zweimal hintereinander überschritten  Rechnungslegungspflicht ab dem zweitfolgenden Geschäftsjahr Wenn Schwellenwert zweimal um die Hälfte überschritten wird (Umsatz über € 600. Grundsätze maßgeblich. Die Bilanzierungsgrundsätze (Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung) Ordnungsmäßige Bilanzierung hängt von ordnungsmäßiger Buchhaltung ab. KG und unternehmerisch tätige Personengesellschaften (keine natürliche Person als unbeschränkt haftender Gesellschafter)  unabhängig von ihrer Größe oder Umsatz . § 4 (1) EStG Gewinnermittlung für jene.und Forstwirte. Land.2006 geltende Rechtslage Vorschriften für alle Vollkaufleute. ist es auch im Interesse der Abgabenerhebung EStG: da Maßgeblichkeitsprinzip  Rechnungslegung von der Verpflichtung lt.und Konzernabschlusses 4.und Gliederungsvorschriften. Inventarrichtung.00)  Rechnungslegungspflicht ab dem Folgejahr • Steuerliche Rechnungslegungspflicht BAO: wer laut UGB rechnungslegungspflichtig ist. geltend ab 1. Bewertungs. Ergänzungen für Kapitalgesellschaften Rechnungslegungsvorschriften nicht für Minderkaufleute Vorschriften auch für diejenigen mit Verpflichtung zur Eintragung ins Firmenbuch (Sollkaufleute) b) Handelsrechts-Änderungsgesetz. die rechnungslegungspflichtig gem.und Konzernabschlusses • Veröffentlichung des Jahres. die keine Einkünfte aus Gewerbebetrieb haben und die freiwillig Bücher führen 5.12.2007 • Allgemeine Rechnungslegungspflicht Vorschriften (Buchführung.

und Ertragslage des Unternehmens KG müssen im Anhang erforderliche Angaben machen  für nach außen gerichtete Informationswirkung  Finanzlage muss ersichtlich sein a) Grundsatz der Bilanzverknüpfung = Bilanzidentität + Bilanzkontinuität Bilanzidentität: zeitpunktbezogen. Schlussbilanz eines Jahres muss in formeller und materieller Art gleich sein wie die des Folgejahres zB gleiche Gliederungsgrundsätze und Kontenbezeichnungen. aber kein unrichtiges Bilanzergebnis Seite 103 von 144 . Höchstwertprinzip im Haben. Bildung von Rückstellungen (jedoch keine willkürlichen stillen Reserven) c) Grundsatz der Bilanzwahrheit wenn alle gesetzlichen Vorschriften berücksichtigt wurden man soll von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-concern-Prinzip) ausgehen Bilanzfälschung schließt eine wahre Bilanz aus d) Grundsatz der Bilanzklarheit klar und übersichtlich. soweit ihre Ursache im alten Jahr liegt. richtig. Schlussbilanz eines Geschäftsjahres muss ident sein mit der Eröffnungsbilanz des Folgejahres Bilanzkontinuität: zeitraumbezogen. auch wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschluss bekannt werden  imparitätisches Realisationsprinzip  Niederstwertprinzip im Soll. berücksichtigen. Rechtssprechung in einzelnen Fällen • Gewohnheitsrecht  Unternehmerbrauch • Gutachten der Kammern der Wirtschaftstreuhänder Führung der Bücher: • In lebender Sprache • Abkürzungen und Symbole müssen im Einzelfall erklärt werden • Eintragungen müssen vollständig. eine Abweichung ist nur unter besonderen Umständen zulässig Materielle Bilanzkontinuität: Beibehaltung von Bewertungsmethoden b) Grundsatz der Bilanzvorsicht Man darf nur am Abschlussstichtag verwirklichte Gewinne ausweisen und man muss erkennbare Risiken und drohende Verluste. sachgerechte Bezeichnung und klare Abgrenzung der Einzelposten Bilanzverschleierung: unklar und unübersichtlich  irreführend.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Grundsätze gehen zurück auf: • Gesetzliche Bestimmung. dass man den ursprünglichen Inhalt nicht mehr feststellen kann • Jahresabschluss in Eurowährung und deutscher Sprache • Datenträger müssen 7 Jahre aufbewahrt werden  möglichst getreues Bild der Vermögens. zeitgerecht und geordnet sein • Nicht so verändert.

mengen. einmal pro Geschäftsjahr durch körperliche Bestandsaufnahme kontrolliert. zB Geschäftsauflösung  nur mit vorheriger Zustimmung der Finanzbehörde 7. • Der Bestand von immateriellen Vermögensgegenständen wird kontinuierlichen Aufzeichnung entnommen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 6.und Schuldgegenstände Inventar: Verzeichnis. dann Fortschreibungs. Bilanzierungsge. Zählung) an Bilanzstichtag  Stichtagsinventur (kann aber auch bis zu 3 Monate vor und 2 Monate nachher gemacht werden.und wertmäßig einzeln angeführt sind Erfolgt die Körperliche Bestandsaufnahme (Messung. in dem diese art-.oder Rückrechnungsverfahren notwendig) Statt Stichtagsinventur auch permanente Inventur möglich  Bestandskartei (Lagerkartei. Die Überleitung von den Zahlen der Finanzbuchhaltung in die Bilanz • Jahresabschluss ist in den ersten 9 Monaten für das vergangene Jahr aufzustellen • Überprüfung der formalen und materiellen Richtigkeit der Daten aus der Buchhaltung. 12 Monate (meist Kalenderjahr) In das Firmenbuch eingetragene Kaufleute und buchführende Land. dafür ist keine Betriebsunterbrechung notwendig Stichprobeninventur  mit Hilfe mathematisch-statistischer Methoden • Inventurplan: mind. • Körperliche Bestandsaufnahme (Inventur) aller Vermögens.und Forstwirte  Wirtschaftsjahr kann vom Kalenderjahr abweichen zB bei Saisonbetrieb oder bei Anpassung des Geschäftsjahr eines Tochterunternehmens an jenes des Mutterunternehmens  leichtere Konzernabschluss verkürztes Geschäftsjahr (Rumpfgeschäftsjahr) in Sonderfällen. Gewichtsfeststellung.und verbote sowie Bilanzierungswahlrechte Sonderregelungen um die Bilanzvollständigkeit zu gewährleisten: • Aufwendungen für Ingangsetzen und Erweitern eines Betriebes dürfen aktiviert werden (längstens 5 Jahre planmäßig abschreiben) • Aufwendung für Unternehmensgründung dürfen nicht aktiviert werden • Unentgeltlich erworbene immaterielles AV darf nicht als aktiviert werden zB selbst entwickelte Patente • Firmenwert (Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis eines Unternehmens und Wird der Vermögensgegenstände minus Schulden zum Zeitpunkt der Übernahme) darf aktiviert werden  Abschreibung • Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten • Disagio kann aktiviert werden  Tilgung durch jährliche Afa Seite 104 von 144 . Anlagekartei). • Differenzen zwischen Soll. Geschäftsjahr Geschäftsjahr (im STR: Wirtschaftsjahr): max. 8.und Istbeständen werden ausgebucht.

die die Gründe für die außerplanmäßige Afa weggefallen sind Man darf auf die Zuschreibung verzichten um steuerlich einen geringeren Wertansatz zu haben. d) Bewertung des Umlaufvermögens • zu AK oder HK zu bewerten. nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung Ausnahme: bei Finanzanlagen dürfen Wertminderung auch abgeschrieben werden. • Bei Grundstücken: auch Grunderwerbssteuern. dürfen auch angemessene Teile von Verwaltung und Vertrieb angesetzt werden. die länger als 12 Monate andauern. HK vermindert um die Afa zu bewerten • Außerplanmäßige Afa: auf den niedrigeren Wert. Bewertungsvorschriften a) Anschaffungskosten = tatsächliche Ausgaben für Beschaffung des Gegenstandes • den Rechnungspreis mindernde Nachlässe (Rabatte) verringern die AK • sämtliche Nebenkosten (Transport. Montage etc) erhöhen die AK • Auch Lieferantenskonti und Subventionen vermindern die AK. Erweiterung oder wesentliche Verbesserung eines Vermögensgegenstandes • Auch angemessene Teile der MGK und FGK dürfen eingerechnet werden • Kosten für Verwaltung und Vertrieb dürfen nicht in die HK einbezogen werden • Zinsen für FK dürfen angesetzt werden. man muss dann aber auch im Jahresabschluss auf die Zuschreibung verzichten. • Zuschreibungen müssen durchgeführt werden. • Abschreibung auf den niedrigen Börsenkurs oder Marktpreis am Abschlussstichtag sind vorzunehmen (strenges Niederstwertprinzip) Seite 105 von 144 . Eintragungsgebühren und Abbruchskosten eines bisherigen Gebäudes erhöhen die AK • Finanzierungskosten sind NICHT Teil der AK • Nachträgliche Erhöhung des Kaufpreises oder Neufestsetzung der Grunderwerbssteuer erhöhen die AK b) Herstellungskosten • Herstellung. soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen • Außerordentliche Aufwendungen (zB außerplanmäßige Abschreibungen) dürfen NICHT in die HK eingerechnet werden c) Bewertung des Anlagevermögens AV  dient dauernd dem Geschäftsbetrieb • Ist zu AK bzw. wenn sie voraussichtlich nicht von Dauer sind. vermindert um die Abschreibung auf den niedrigeren Tageswert • bei Aufträgen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Geldbeschaffungskosten können unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen werden 9.

und Forstwirten und bei Gewerbetreibenden gilt der Firmenwert als abnutzbares AV.und Betriebsstoffe) können. • Entnahmen sind mit dem Teilwert im Zeitpunkt der Entnahme anzusetzen. Lifo-Verfahren bei Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens kann man annehmen. • (13) Investitionsfreibeträge für spätere WJ oder stille Reserven/Übertragungsrücklagen Zuschreibungen max. • Fifo-Verfahren. wenn der Gegenstand ein Grundstück ist (bei Anschaffung innerhalb der letzten 10 Jahre) und bei sonstigen Wirtschaftsgütern (bei Anschaffung innerhalb des letzten Jahres) Seite 106 von 144 . Rückstellungen zu einem Betrag der aus vernünftiger unternehmerischer Beurteilung notwendig ist. wenn nur geringere Veränderungen in Größe. den sie im Zeitpunkt der Einlage bzw. wenn sie regelmäßig ersetzt werden. Hilfs.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 e) Bewertungsvereinfachungsverfahren Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln zu bewerten • Festwertverfahren Sachanlagevermögen (Roh-. Wert und Zusammensetzung vorliegen. bis zu AK zulässig • Nicht abnutzbares AV und UV mit AK oder HK anzusetzen Ist der Teilwert niedriger  wird dieser angesetzt Pauschale WB für Forderungen ist NICHT zulässig. Bei Land. mit einem gleich bleibenden Wert angesetzt werden. Zu den HK gehören auch angemessene Teile der MGK und FGK • Im Jahre der Aufnahme von Verbindlichkeiten sind das Disagio (Unterschiedsbetrag zwischen Rückzahlungsbetrag und aufgenommenem Betrag) und Geldbeschaffungskosten zu aktivieren. soweit sich nicht aus der Nutzungsmöglichkeit im Unternehmen ein geringerer Wert ergibt. höchsten mit den tatsächlichen AK. • Einlagen sind mit dem Teilwert zum Zeitpunkt der Zuführung anzusetzen. Rentenverpflichtungen zum Barwert der zukünftigen Auszahlungen anzusetzen. Einkommenssteuerliche Bewertungsvorschriften a) Einzelvorschriften • Abnutzbares AV ist mit den AK oder HK vermindert um die Absetzung für Abnutzung anzusetzen. dass die zuerst oder zuletzt angeschafften oder hergestellten Gegenstände zuerst verbraucht oder veräußert wurden. Zuwendung haben.  alle 5 Jahre Bestandsaufnahme • Gewogenes Durchschnittsverfahren Finanzanlagen. Vorratsvermögen und Wertpapiere können zu einer Gruppe zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittspreis angesetzt werden. g) Bewertung der Einlagen Einlagen und Zuwendungen sind mit dem Wert anzusetzen. 10. f) Bewertung der Passivposten Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungsbetrag. Diese sind zwingend auf die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeiten zu verteilen.

Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

• Beteiligungen von mind. 1% innerhalb der letzten 5 Jahre.
• (8) Bei Eröffnung eines Betriebes sind die WG mit den AK oder HK anzusetzen. Bei
entgeltlichem Erwerb eines Betriebes sind die WG mit den AK anzusetzen.
• (10) Bei Anschaffung von WG unter Verwendung von steuerfreien Subventionen,
verringern sich die AK um diese Subvention.
• Weiters:
Für unkörperliche WG des AV darf nur ein Aktivposten angesetzt werden, wenn diese
entgeltlich erworben wurden.
Zinsen im Zusammenhang mit Fremdfinanzierung des Erwerbs von Kapitalanteilen sind
ab 2005 abzugsfähig.

b) Maßgeblichkeit der Unternehmensbilanz für die Steuerbilanz
Maßgeblichkeit = Abhängigkeit der Steuerbilanz von der Unternehmensbilanz
Für die Steuerbilanz werden die Wertansätze der Unternehmensbilanz genommen, außer es
gibt steuerrechtliche zwingend abweichende Vorschriften.

Um nicht zwei Bilanzen aufstellen zu müssen, begnügen sich viel Unternehmer mit der
Aufstellung einer Jahresbilanz, die sich nach steuerrechtlichen Vorschriften richtet.

c) Vergleich zwischen Einzelvorschriften des Unternehmens- und des
Steuerrechts
1. AK  sind gleich
2. HK  im STR gehören zwingend angemessene Teile der MGK und FGK dazu
3. Aktivierungsverbot für unentgeltlich erworbene unkörperliche WG  gleich
4. Aktivierung und Abschreibung für Ingangsetzen und Erweitern eines Betriebes 
Maßgeblichkeit des UR
5. Abschreibung  lt. STR nur linear, lt. UR auch degressive möglich
6. langfristige Aufträge  lt. STR keine Regelung, lt. UR Aktivierungsmöglichkeit für Teile
der Kosten von Verwaltung und Vertrieb
7. Abschreibung von UV unter den Teilwert  lt. STR nicht zulässig
8. Pauschal WB von Forderungen  lt. STR nicht möglich
9. Zuschreibung von abnutzbarem AV  wenn unternehmensrechtlich, dann auch
steuerrechtlich
10. Bildung von Rückstellungen  lt. STR nur für Abfertigungen, Pensionen, Jubiläums-
RST, ungewisse Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
kein Pauschale-WB erlaubt
bei langfristigen RST: nur 80% des Teilwerts lt. STR
11. GWG des AV  lt. STR ist eine Vollabschreibung nicht möglich
12. Pensions-RST  auch lt. STR nach versicherungsmathematischen Grundsätzen,
Anwendung eines 6%igen Rechnungszinsfußes
13. Firmenwert  bei Land- und Forstwirten und Gewerbebetrieben lt. STR auf 15 Jahre
verteilt abzusetzen.
14. miterworbener Firmenwert von einer Körperschaft  kann über 15 Jahre abschrieben
werden (darf 50% der AK nicht überschreiten), ein negativer FW ist über 15 Jahre
gewinnerhöhend aufzulösen lt. STR, lt. UR werden nur die AK aktiviert.
15. Disagio  lt. UR kann er aktivierte werden, lt. STR muss er aktiviert werden und auf die
gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt werden

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Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

16. Geldbeschaffungskosten für Verbindlichkeit  lt. STR zwingend zu aktivieren und
aufzuteilen, lt. HR ist auch eine Aktivierung innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten
möglich
17. Einlagen  sind grundsätzlich mit dem Wert anzusetzen, der ihnen im Zeitpunkt ihrer
Leistung beizulegen ist
18. betriebsgewöhnliche ND für PKW ist 8 Jahre
19. Verteilung des Veräußerungsverlustes einer Beteiligung auf 7 Jahre
20. Steuerfreie Auflösungsmöglichkeit der bisher ausgewiesnen Abfertigungs-RST

11. Die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften, betreffend die
Erstellung des Jahresabschlusses, dessen Prüfung und Veröffentlichung
Für Kapitalgesellschaften gibt es ergänzende Vorschriften für die Erstellung, Prüfung und
Veröffentlichung des Jahresabschlusses, deren Ausmaß von der Art und Größe der
Kapitalgesellschaft abhängt

Mittelgroße KGs müssen mind. 2 der 3 Größenmerkmale für kleine KGs überschreiten.
Große KGs müssen mind. 2 der 3 Größenmerkmale für mittlere KGs überschreiten.

Personengesellschaften, bei denen es keinen persönlich haftenden Gesellschafter, der eine
natürliche Person ist, werden wie KGs behandelt.

KGs müssen innerhalb von 5 Monaten nach dem Bilanzstichtag den Jahresabschluss mit
Anhang erstellen. Mit Ausnahme von kleinen GmbHs muss auch ein Lagebericht erstellt
werden und unterliegen der Verpflichtung zur Prüfung des Jahresabschlusses und es
Lageberichtes durch einen Wirtschaftsprüfer (bei AGs) oder einen Buchprüfer.

12. Gliederungsvorschriften im Jahresabschluss

a) Bilanz
• Gesetzliche Gliederungsvorschrift
Für Einzelkaufleute und Personengesellschaft gilt die Generalnorm (= namentlicher Ausweis
von: AV, UV, aktive Rechnungsabgrenzungsposten (ARA) auf der Aktivseite, sowie des EK,
der unversteuerten Rücklage, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passiven
Rechnungsabgrenzungsposten (PRA) auf der Passivseite).
Für Kapitalgesellschaften gelten die nachstehenden Mindestgliederungsvorschriften.

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Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

Gliederungsvorschriften für die Vermögensbilanz (§ 224)
Aktiva Passiva
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Nennkapital (Grund-, Stammkapital)
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und II. Kapitalrücklagen
ähnlich Rechte
Firmenwert Gebundene
Geleistete Anzahlungen Nicht gebundene
II. Sachanlagen III. Gewinnrücklagen
Grundstücke, gründstückgleiche Rechte und Gesetzliche Rücklagen
Bauten & Superädifikate
Technische Anlangen und Maschinen Satzungsmäßige Rücklagen
Andere Anlagen, BGA Andere Rücklagen (freie Rücklagen
Geleistete Anzahlungen +Anlagen in Bau IV. Bilanzgewinn (Bilanzverlust
III. Finanzanlagen Davon Gewinnvortrag/Verlustvortrag
Anteile an verbundenen UN B. Unversteuerte Rücklagen
Ausleihungen an verbundenen UN Bewertungsreserven auf Grund von
Sonderabschreibungen
Beteiligungen Sonstige unverst. Rücklagen
Ausleihungen an UN, wo C. Rückstellungen
Beteiligungsverhältnis besteht
Wertpapiere des AV Rückstellungen für Abfertigungen
Sonstige Ausleihungen Rückstellungen für Pensionen
B. Umlaufvermögen Steuerrückstellungen
I. Vorräte Sonst. Rückstellungen
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe D. Verbindlichkeiten
Unfertige Erzeugnisse Anleihen, davon konvertibel
Fertige Erzeugnisse und Waren Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstitut
Noch nicht abrechenbare Leistungen Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Geleistete Anzahlungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
II. Forderungen und sonstige Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener
Vermögensgegenstände Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten geg. Verbundenen UN
Forderungen gegenüber verbundenen UN Verbindlichkeiten geg. UN, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Forderungen gegenüber verbundenen UN, mit Sonstige Verbindlichkeiten
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht davon aus Steuern,
davon iR der sozialen Sicherheit
Sonstige Forderungen u. E. Rechnungsabgrenzungsposten
Vermögensgegenstände
III. Wertpapiere und Anteile
Anteile an verbundenen UN
Sonstige Wertpapiere und Anteile
IV. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei
Kreditinstituten
C. Rechnungsabgrenzungsposten

• Grundsätze der Gliederungsvorschriften
- Darstellung des funktionalen Aufbaues
Grundsätzlich Unterscheidung: Anlagevermögen & Umlaufvermögen (Art des Betriebes)
- Darstellung der Liquidität
- Darstellung des Eigenkapitals in einem Block
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen auf das Nennkapital sind offen vom
Nennkapital abzusetzen, eingeforderte ausstehende Einlagen auf das Nennkapital sind im
UV unter Forderungen gesondert auszuweisen.
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mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind in der Bilanz gesondert darzustellen. Schuldposten abzusetzen (kein Sonderausweis!). Nettoausweis der Vermögens und Schuldposten Wertberichtigung sind unmittelbar vom entsprechenden Vermögens. Afa Steuerliche Abschreibung kann nicht höher sein als die Unternehmensrechtliche (Unternehmerische Vorsicht) Bei Eintritt bzw. Abgang Geschäftsjahres + Zuschreibung des Geschäftsjahres . Darstellung der dinglichen Belastung des Vermögens (im Anhang) . Darstellung der Konzernverflechtung Verflechtungen mit „verbundenen“ UN und UN.Auch Marken können aktiviert werden. dauernd dem Geschäftbetrieb der Gesellschaft zu dienen (vorzeitiges Ausscheiden ändert daran nichts). → außerplanm. Afa.6.bzw. Bilanz. Ab 1. außerordentliche Wertmind. Pauschalwertberichtungen sind im Anhang anzugeben • Erläuterung einzelner Bilanzpositionen nach Inhalt und Bewertung . normalerweise nur außerplanmäßige AFA . über Laufzeit abzuschreiben . Darstellung in Anspruch genommener steuerlicher Begünstigungen (Ausmaß und Art!) .bzw. Herstellkosten. .Anlagevermögen: = jene Gegenstände. Zahlung (nur bei Einmalzahlung aktiviert und abgeschrieben. Abnutzbares und nicht abnutzbares AV Ordentliche Wertmind. Kumulierte Abschreibungen der am Ende des Geschäftsjahres vorhandenen Anlagen = Restwert – Stand Ende des Geschäftsjahres 3 Hauptgruppen des AV: Immaterielle Vermögensgegenstände: dürfen soweit sie nicht (entgeltlich!) erworben werden NICHT aktiviert werden .Lizenzen je nachdem ob Einmalzahlung oder lfd. . sonst in die Erfolgsrechnung genommen) .7. . Austritt einer Anlage gilt: Bis 30. die bestimmt sind. Man sieht wie alt die Anlage ist (sofern Anlagen nicht gruppiert wurden) Indirekte Methode ist der direkten vorzuziehen! Stand zu Beginn des Geschäftsjahres + Zugang des Geschäftsjahres . jedoch über rechtliche Laufzeit abzuschreiben.  Ganzjahres AFA. max.Geschäfts – (Firmen-) wert: = Unterschiedsbetrag zwischen Gesamtwert und dem Substanzwert eines UN  darf aktiviert werden Substanzwert: = Eigenkapital lt.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Bei Bilanzverlust ist ein Minusbetrag im EK auszuweisen → negatives EK.Konzessionen: mit Anschaffungskosten aktivieren.  Halbjahres AFA Festsetzung der Abschreibungsquoten im Steuerrecht nur linear! Buchmäßige Behandlung der Abschreibung: Direkte Methode o Abschreibungsbeträge werden direkt vom Wert der Anlagegüter der Bilanz abgebucht o Aktives Bestandskonto weist dh immer den Restbuchwert der Anlage auf Indirekte Methode o Abschreibung erfolgt gegen ein Wertberichtungskonto o Vorteile: Anlagenkonto zeigt Anschaffungs. → planm. bereinigt um die stillen Reserven und Überbewertungen o Aktivierung grundsätzlich nur bei Erwerb (gesonderter Posten) Seite 110 von 144 .Aktivierte Patente: über wirtschaftliche Laufzeit.

.Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens = dauernd oder langfristig dem Geschäftsbetrieb dienende Wertpapiere und sonst.und Geschäftsausstattung . Rechte.oder Leistungsverpflichtungen beziehen.: festverzinsliche Anleihen • Umlaufvermögen ( Beschäftigungsvermögen) Vorräte: .und Generalunternehmerleistungen. .Betriebsstoffe: gehen nicht in das Produkt ein . 25 u. können dem Produkt unmittelbar zugerechnet werden .Bezogene Teile: halbfertig und fertig bezogene Teile . die vom UN erworben und ohne weitere Be. Betriebs.Unfertige und fertige Erzeugnisse . Architektur. grundstücksgleiche Rechte und Bauten.Rohstoffe (Fertigungsmaterial):  bilden idR den Charakter des Produktes.Geleistet Anzahlungen = jene Forderungen. Gesellschafterzahlungen etc. nicht bei Kapitalunternehmen o Der Firmenwert muss planmäßig verteilt werden o Firmenwert kann auch im Zuge einer Verschmelzung entstehen Sachanlagen . Gebäude auf fremden Boden (idR Superädifikate) . noch nicht vollendete Werbe-.Beteiligungen.und Verarbeitung verkauft werden sollen.Ausleihungen = über ein Jahr hinausreichende Darlehen + Forderungen mit einer Laufzeit von mind. 50%) → Equity Methode = Beteiligungsansatz richtet sich. die sich auf noch nicht erfüllte Lieferungs. werden dem Produkt schlüsselmäßig als Gemeinkosten zugerechnet .Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 o Ausweis eines Firmenwerts: nur bei Erwerb oder Anteil an Personengesellschaft oder Einzelunternehmen. wie etwa die Bearbeitung beigestellten Materials bzw. Agio + Nebenkosten . ausgehend vom EK der Tochtergesellschaft bei Erwerb der Beteiligung. beigestellter Teile. 5 Jahren .Waren: = jene Produkte. Anteile an verbundenen UN Nach Ausmaß und Einflussmöglichkeit der Muttergesellschaft unterscheidet das UGB folgende Beteiligungen: o Verbundene UN (mehr als 50%) o Gemeinschaftsunternehmen (alle MU haben den selben Einfluss) o Assoziiertes UN (Beteiligung zw. idF nach den von der Tochtergesellschaft erzielten Gewinnen und Verlusten sowie getätigten Gewinnausschüttungen.andere Anlagen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Seite 111 von 144 . . Anschaffungskosten = Betrag der Einlage + event. o Sonstige Beteiligungen Alle Beteiligungen werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und mit AK aktiviert.Grundstücke.geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau erst nach Fertigstellung Finanzanlagen .technische Anlagen und Maschinen. zB.Hilfsstoffe: in geringen Mengen im Produkt enthalten.Noch nicht abrechenbare Leistungen = Dienstleistungen.

oder Schwestergesellschaft . Das Eigenkapital der Kommanditgesellschaft Seite 112 von 144 . unmittelbar bevorstehenden Schadens erwerben: Gesamtnennbetrag dieser Aktien darf 10% des Grundkapitals nicht übersteigen.Anteile an herrschenden oder mit Mehrheit beteiligten UN: dasselbe wie für eigene Anteile.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 .Das Eigenkapital des Einzelunternehmens Das Eigenkapital wird durch Privateinlagen und Privatentnahmen sowie durch Gewinne und Verluste verändert. . Eigenkapital = Vermögen – Fremdkapital .Forderungen aus Lieferungen und Leistungen = alle Ansprüche aus Verträgen durch bereits erfüllte Lieferungen und sonst.oder Personengesellschaften • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten = grundsätzlich Aktiv. Für GmbHs ist der Erwerb und die Pfandnahme eigener Geschäftsanteile durch die Gesellschaft gänzlich verboten und wirkungslos. Grundkapital variable EK-Konto  für Bewegungen wie Gewinn. in das sie wirtschaftlich gehören Transitorien – Abgrenzung eines schon verbuchten Aufwandes (vorausbezahlte Miete.Eigene Anteile: AG’s dürfen eigene Aktien nur zu Abwendung eines schweren.Forderungen gegenüber verbundenen UN = sämtliche Forderungen gegenüber verbundenen UN. Verlust.b. Bilanzgewinn/verlust) . im Voraus erhaltene Mieteinnahmen. dürfen erworben werden wenn es zu Entschädigung von Minderheitsaktionären oder wg.Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände Wertpapiere und Anteile . Einlagen (z. Bewertung) des Vermögens und der Schulen ändert.oder Passivposten (aktive und passiver Rechnungsabgrenzung). Versicherung…) • Eigenkapital Es handelt sich dabei um eine variable Saldogröße. Leistungen Bewertung erfolgt zum Nennwert . die nicht in dem Bilanzjahr verbucht wurden. Ausstehende Einlagen.Sonstige Wertpapiere und Anteile: Festverzinsliche Wertpapiere & sonstige Anteile an Kapital.Anteile an verbundenen UN: idR Anteile an Mutter. Versicherung…) Antizipationen – Erfolgsbuchungen bei der Bilanzerstellung nachgetragen werden müssen (z. deren Aufgabe es ist. Rücklagen. ohne Rücksicht auf den Entstehungsgrund .b. Herabsetzung des Grundkapitals geschieht. Bzgl der Bilanz ist man verpflichtet eine Rücklage in Höhe der auf der Aktivseite ausgewiesenen eigenen Aktien gesondert auszuweisen . die sich in den einzelnen Perioden mit der Höhe (u. GmbH & AG haben: festes EK-Konto mit Nennwertcharakter  Stammkapital. Verrechnungskonto Unversteuerte Rücklagen sind grundsätzlich nicht dem einzelnen Gesellschafter zuzuordnen.Eigenkapital der Personengesellschaft Das Eigenkapital der Offenen Gesellschaft: Gesellschafterkonten: Kapitaleinlage. die Periodenreinheit jener Aufwendungen und Erträge herzustellen.

Rückstellungen. die im Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr aus dem Jahresüberschuss gebildet worden sind Gebundene Rücklagen Bilanzgewinn (Bilanzverlust) Jahresüberschuss + Auflösung versteuerter und unversteuerter Rücklagen + Gewinnvortrag des Vorjahres Seite 113 von 144 .Kapitalbereitstellung für Maßnahmen der Umfinanzierung . Zuzahlung der Gesellschafter unversteuerter gegen Gewährung eines Rücklagen so lange. oder das in überhöhten Schuldposten. z.Vorsorge für zukünftige Verluste (Verlustrücklagen) . das auf gesonderten Rücklagenkonten ausgewiesen wird (offene Rücklage) oder das überhaupt nicht in der Bilanz in Erscheinung tritt (stille Rücklage). Verrechnungskonto (beweglich) des Kommandidisten: Kommanditeinlagekonto Das Eigenkapital der Gesellschaft bürgerlichen Rechts Bei freiwilliger Bilanzierung  gleiche Regeln wie für OG Die Einlage des Stillen Gesellschafters Einlage des Stillen Gesellschafters  Verbindlichkeit (wenn nur für bestimmte Zeit abgeschlossen oder jederzeit kündbar) Gesetzliche Grundlagen für die Führung der Eigenkapitalkonten von PersGes Grundkapital: Nennwertcharakter Rücklagen = Eigenkapital. steckt (versteckte Rücklagen) Zweck der Rücklagenbildung: . als die gebunden Rücklagen insgesamt nicht 10% des Nennkapitals erreicht haben Beträge. Vorzuges für ihre Anteile etc.Kapitalbereitstellungen für geplante Betrieberweiterungen . ausstehende Komplementäreinlagen.Gewinnausgleich zwecks Dividendenpolitik (Dividendenausgleichsrücklagen) Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Entstehen durch Einzahlungen der Gesellschafter Werden aus dem JÜS gebildet Nicht gebundene Gebundene Gesetzliche Freie Der Betrag von sonstigen Agio bei der Ausgabe von 5% des um einen Auf Zuzahlungen. die durch Aktien oder Anteilen.B. Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Gesellschafterkonten: des Komplementärs: Kapitaleinlagen (fest). Verlustvortrag Beschluss gesellschaftsrechtliche Agio beim Umtausch von verminderten JÜS des Verbindungen veranlasst Wandelschuldverschreibungen nach Berücksichtigung Vorstandes sind (freiwillige in Aktien der Veränderung Gesellschafterzuschüsse etc.

Passivierungspflicht für Rückstellungen. Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen .Bewertungsreserven auf Grund von Sonderabschreibungen (müssen zwingend über die Bewertungsreserve geführt werden!!) z. liegt nur vor wenn es iSd Insolvenzrechts überschuldet ist. Heimfalllasten und Produkthaftungrisiken Seite 114 von 144 . Dotierung versteuerter und unversteuerter Rücklagen .Anwartschaften auf Abfertigungen.lfd. manchmal sieht es ihre Satzung vor • Unversteuerte Rücklagen Zu den unversteuerten Rücklagen gehören: . nicht konsumierte Urlaube.Rückstellungen: für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden.Das Eigenkapital der Genossenschaft Geschäftsanteilkapital und ausstehende Einzahlung auf die Geschäftsanteile o Es gibt Geschäftsanteilkonto mit Nennwertcharakter o Geschäftsanteile die nicht zur Gänze einbezahlt werden.Negatives Eigenkapital bei Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften. . werden am Konto ausstehende Einzahlung auf die Geschäftsanteile erfasst o Gewinn. o Reserverfonds: Gesetzlich gesehen müssen Genossenschaften keine Rücklagen bilden.Kulanzen.B. GwG . Jubiläumsgelder.Sonstige unversteuerte Rücklagen • Fremdkapital . Überschuldung des UN. Rückstellung als Finanzierungsfaktor Rückstellungen sind ins besondere zu bilden für: ./ Verlustvortrag ist jener Teil des vorjährigen Bilanzgewinnes/Verlustes. aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintrittes unbestimmt sind Betriebswirtschaftliche Grundlagen für die Bildung von Rückstellungen: Richtige Darstellung bestehender Verpflichtungen. Herstellung der Periodenreinheit (Verursachungszeitpunkt). Verlustvortrag aus dem Vorjahr = Bilanzgewinn (Bilanzverlust) . über den im Vorjahr nicht bei der Generalversammlung verfügt wurde.Eigenkapital der Kapitalgesellschaft Das Eigenkapital der Aktiengesellschaft Einlagen der Gesellschafter = Verbindlichkeit Eigenkapital der Gesellschaft mit beschränkter Haftung Einlagen der Gesellschafer Gesetzliche Grundlagen für die Führung der Eigenkapitalkonten von KapGes Stammkapital: Nennwertcharakter Nachschusskapital: Stärkung des UN ohne wie Stammeinlage gebunden zu sein . Imparitätsprinzip. dh: o Nur wenn unversteuerten Rücklagen und stille Reserven nicht die Höhe des negativen EK erreichen o UND es keinen Grund zu positiven Fortführungsprognosen gibt.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 . die am Abschlussstichtag wahrscheinlich oder sicher.: Denkmalgeschütze Gebäude. .

Sonstige Rückstellungen: für Jahresabschlusskosten. Sonstige Sozialaufwendungen 7. Personalaufwand a. Gehälter c. • Gliederung der G&V Gesamtkostenverfahren: 1. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht anrechenbaren Leistungen 3. Steuern ( bei unterschiedlichen Wertansätzen in Unternehmens und Steuerbilanz können Rückstellungen für latente Steuern zu bilden) . Löhne b. Andere aktivierte Eigenleistungen 4. Kursrisiko Rückstellungen im Steuerrecht: Pauschale Steuerrückstellungen und AufwandsRSt verboten . Übrige 9. davon aus verbundenen UN 12. Steuern soweit nicht unter Z21 fallen b. Erträge aus Beteiligungen. Zwischensumme aus Z1 bis Z8 10. Konvertible Anleihen: Wandelschulverschreibungen und Optionsschuldverschreibungen (können nur von AG’s ausgegeben werden) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen: Verpflichtung zur Erbringung einer Sach.oder Dienstleistung. Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen b. nicht aber die Verpflichtung zu einer Geldleistung. Sonstige betriebliche Aufwendungen a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen c. Umsatzerlöse 2. Auf Gegenstände des UV.Verbindlichkeiten: in der Bilanz mit Rückzahlungsbetrag anzusetzen Anleihen. Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge f. Materialaufwand b. Sonstige betriebliche Erträge: a. Prozessrückstellungen. Sonstige Zinsen und ähnlich Erträge. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Abschreibungen a. soweit diese die im UN üblichen Abschreibungen überschreiten 8. Übrige 5. Auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für das Ingang setzen und Erweitern eines Betriebes b. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen a. davon aus verbundenen UN Seite 115 von 144 . Aufwendungen für bezogene Leistungen 6. Gewährleistung. Aufwendungen für Altersversorgung e. Garantien.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 . davon konvertibel Anleihen = langfristig auf dem Kapitalmarkt aufgenommene Darlehen idR in Form von Teilschuldverschreibungen. Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen d. davon aus verbundenen UN 11. Lehrlingsausbildung. Verbindlichkeiten auf Grund von Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten b) Gewinn und Verlustrechung Muss in Staffelform (Zwischensummen) entweder nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt werden.

Bilanzgewinn/Bilanzverlust Umsatzkostenverfahren: 1. Herstellungskosten der zu Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 3. Vertriebskosten 6. Auflösung von Gewinnrücklagen 26. Außerordentliches Ergebnis 21. Die Auflösung und Zuweisungen gemäß Z23 bis 27 sind entsprechend den in der Bilanz ausgewiesenen Unterposten aufzugliedern 28. Auflösung von Kapitalrücklagen 25. Entspricht Gesamtkostenverfahren Z10 bis 29 • Grundsätze der G&V Gesamtkostenverfahren: Betriebsleistung . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8. Zwischensumme Z1 bis 7 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des UV.o. Verwaltungskosten 7. davon betreffend verbundene UN 16. Steuern vom Einkommen und Ertrag = Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag) +/ Zuweisung und Auflösung versteuerter und unversteuerter Rücklagen - +/ Gewinnvortrag (Verlustvortrag) aus dem Vorjahr - = Bilanzgewinn Seite 116 von 144 . Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen c. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des UV 14. Ergebnis - = Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag) vor Steuern . Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 29. Zwischensumme Z10 bis 15 17. Umsatzerlöse 2.-28. Übrige 5. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 23.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 13. Abschreibungen b. Aufwendungen aus verbundenen UN 15. Sonstige Erträge a. Zuweisung zu Gewinnrücklagen. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen 27. Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen b. davon sind gesondert auszuweisen: a. Betriebliche Aufwendungen = Betriebserfolg +/ Finanzerfolg - = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit +/ a. Außerordentliche Aufwendungen 20. Auflösung unversteuerter Rücklagen 24. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 18. Außerordentliche Erträge 19. Bruttoergebnis vom Umsatz 4.

Treuprämien.: Rückstellung zu hoch.Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung zum AV (Ausnahme: Finanzanlagen) . Mengenrabatte.Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (z. Aufgabe des BAB Gesamtkostenverfahren Umsatzkostenverfahren Grundlage der Bewertung der Halb. die die eigentlich Betriebsleistung der Gesellschaft betreffen . Betriebsabrechnungsbogen (Aufwandsverteilungsbogen) ist notwendiger Bestandteil des finanziellen Rechnungswesens. Abfallprodukten.b.Erlöse. Rückstellungsherabsetzungen) Seite 117 von 144 .Erlöse aus dem Verkauf von Schrott.und Endbeständen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (Mengen sowie Wertmäßig) Nicht unter Bestandsveränderungen dürfen Veränderungen des Bestandes an Handelswaren ausgewiesen werden  Handelswarenverbrauch auf Konto Materialaufwand Andere aktivierte Eigenleistungen Selbst erstellte Anlagen sind mit ihren Herstellungskosten zu aktivieren und in der G&V als Korrekturposten zu den entsprechenden Aufwendungen auszuweisen (z. Zwischenerzeugnissen . Umsatzvergütungen. Eigenleistungen Übernahme der um Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen veränderten Herstellungskosten sowie der Verwaltungs- und Vertriebskosten in die G&V • Erläuterung der einzelnen Posten der G&V Rechnung im Rahmen des Gesamtkostenverfahrens Umsatzerlöse =für die gewöhnlich Geschäftstätigkeit des UN typische Erlöse aus dem Verkauf von Waren sowie aus Dienstleistungen abzüglich der von Erlösschmälerungen und USt.und Fertigfabrikate sowie der aktivierten Fertigfabrikate sowie der aktivierten Eigenleistungen.B.Erlöse aus der Vermietung und Verpachtung sowie Dienstleistungen Erlösschmälerungen sind: Skonti. wie Provisionen und Lizenzen sind unter sonstige betriebliche Aufwendungen auszuweisen. geleistete Vertriebssonderkosten. Großreparaturen) 3 Gruppen von sonstige betriebliche Erträge . Dazu gehören: .Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Umsatzkostenverfahren: Bruttoergebnis vom Umsatz = Bruttogewinnspanne (bei Handelsbetrieben Handelsspanne).und Grundlagen der Bewertung der Halb. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht anrechenbaren Leistungen Die Bestandsveränderungen ergeben sich der Differenzen von Anfangs. Mängel… An 3. rückgewährte Entgelte für Retourwaren. Urlaubsrückstellung.

Kantine.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 . 3 Formen der (außerplanmäßigen) Abschreibung . Fremdreinigung USW.Übrige: Alle Umsätze und Erträge die sich nicht unmittelbar aus der betriebstypischen Leistungstätigkeit ergeben z. Verbrauchssteuern… Übrige = Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Ausgangsfrachten. Zwischensumme aus Z1 – Z8 Diese Summe stellt den Betriebserfolg des UN dar. Fahrt und Reisespesen. das prozentuelle Ausmaß der Abschreibung. die über das übliche Ausmaß hinausgehen . fremde Dienstleistungen. HW-Einsatz. geleistete Patentgebühren. Reinigungsmaterial. Reparaturmaterial.Übliche Abschreibungen . Lizenzen.b. Instandhaltungen. Hilfs.b. • Erläuterung einzelner Posten der G&V Rechnung im Rahmen des Umsatzkostenverfahrens Z1 Umsatzerlöse = gleiche Definition wie bei Gesamtkostenverfahren Seite 118 von 144 . soweit diese die im UN üblichen Abschreibungen überschreiten Maßstab für „Unüblichkeit bilden idR die durchschnittlichen Abschreibungen aus den Vorjahren (3-5 Jahren) bzw.: Roh-. indirekt) . Verpackungsmaterial Aufwendungen für bezogene Leistungen Dazu gehören Materialbearbeitung oder Materialveredelung durch Dritte oder Leihpersonal Personalaufwand Auszuweisende Aufwendungen für Abfertigungen und für betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie Aufwendungen für Altersversorgung Abschreibungen Auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für das in Gang setzen und Erweitern eines Betriebes .Außerordentliche Abschreibungen  das sind solche die außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des UN anfallen Sonstige betriebliche Aufwendungen Steuern soweit sie nicht unter Ertragssteuern fallen z. Rechts-. Prüfungs. Bankspesen. Grundsteuern. Versicherungen.und Beratungskosten.Planmäßige AFA (direkt. Werbeaufwand.und Betriebsstoffverbrauch. betriebsuntypische Verträge Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen Materialaufwand z. Schadenersatz.Abschreibungen. Telefongebühren. Energieverbrauch im Fertigungsbetrieb.Außerplanmäßige AFA  gesonderte Ausweisung spätere Zuschreibung sind auf Konto sonstige betriebliche Erträge auszuweisen Auf Gegenstände des UV. Provisionen. Gebühren.B.

und Ertragsposten Finanzerfolg setzt sich aus folgenden Aufwendungen und Erträgen zusammen: Aufwendungen Erträge 1 Aufwendungen aus Finanzanlagen 1 Erträge aus Beteiligungen davon aus 4 und aus Wertpapieren des 0 verbundenen UN Umlaufvermögens.6 Vertriebs. Ermittlung der betrieblichen Aufwendungen lt. Zinsen und ähnliche Erträge. UN 1 Sonst. UN 1 Erträge aus dem Abgang von und der 3 Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens Durch die gesonderte Darstellung des Finanzerfolges wird das Ergebnis der sich aus dem Zweck des UN ergebenden Betriebstätigkeit vom Finanzergebnis getrennt. Betriebliche Erträge ident mit Gesamtkostenverfahren Z5. Aufteilung dieser Aufwandsarten mit BAB 3. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit = Summe des Betriebs. davon 2 aus verb. Z5 – 8 des Gesamtkostenverfahrens 2.und Fertigerzeugnissen zuzüglich Bestandsverminderung an Halb und Fertigerzeugnissen = Herstellungskosten der zu Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Z4 Sonst. davon sind gesondert auszuweisen: Abschreibungen Aufwendungen aus verbunden UN 1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen. • Erläuterung der im Gesamtkosten und Umsatzkostenverfahren gemeinsamen Aufwands. 1 Erträge aus anderen Wertpapieren 5 davon betreffend verbundene UN 1 Ausleihengen des Finanzanlagevermögens.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Z2 Herstellungskosten der zu Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 1. der Einzelkosten abzüglich aktivierte Eigenleistungen der Abrechnungsperiode abzüglich Bestandserhöhung an Halb.und Finanzerfolges Außerordentliches Ergebnisse Unter Außerordentliche Erträge/Aufwendungen fallen nur solche Erträge/Aufwände die außerhalb der gewöhnliche Geschäftstätigkeit anfallen (Kriterien: ungewöhnlich in Bezug auf Geschäftstätigkeit & unregelmäßig in Bezug auf den Anfall) Seite 119 von 144 . Summierung der Herstellungskosten inkl.und Verwaltungskosten ergeben sich aus dem Aufwandsverteilungsbogen Z7 Sonstige betriebliche Aufwendungen (der ganze Rest) Zwischensumme aus Z 1 – 7 Diese Zwischensumme stellt den Betriebserfolg des UN dar und ist üblicherweise ident mit Z9 des Gesamtkostenverfahrens Unterschied kann auftreten wenn Teile der Zinsaufwendungen aktiviert werden. davon aus verb.

kurzfristige (abnutzbar und Wertminderungen DÜRFEN NICHT abgeschrieben nicht abnutzbar) werden & immaterielle hoher G Zuschreibungen werden bis zum AW durchgeführt. abgeschrieben. Zuschreibungen MÜSSEN durchgeführt gesellschaften werden hoher G Zuschreibungen MÜSSEN durchgeführt werden. die wir selber verbot herstellen Sachanlagen niedriger G Zuschreibungen werden nicht durchgeführt. Herstellkosten niedriger G es werden nur die Einzelkosten angesetzt hoher G es werden die Herstellkosten (EK + GK) angesetzt STR es müssen die HK angesetzt werden. Güter dauerhafte Wertminderungen MÜSSEN durchgeführt werden Finanzanlagen niedriger G dauerhafte und kurzfristige Wertminderungen werden abgeschrieben hoher G Zuschreibungen werden bis zum AW durchgeführt. setzt man nur die EK an  MWR Aktivierungs.o. Ergebnis Unternehmenserfolg vor Steuern Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Auflösung und Zuweisung zu unversteuerten und versteuerten Rücklagen  Ist Gewinnverwendung nicht Gewinnentstehung dh. niedriger G strenges Niederstwertprinzip: MÜSSEN bei Forderungen Wertminderung abgewertet werden Seite 120 von 144 . dauerhafte Wertminderungen MÜSSEN durchgeführt werden Beteiligungen an niedriger G dauerhafte und kurzfristige Wertminderungen werden Kapital.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Steuern vom Einkommen und Ertrag  Körperschaftssteuer und nicht anrechenbare Kapitalertragsteuern sowie ausländische Ertragssteuern Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Betriebserfolg Finanzerfolg a. dauerhafte Wertminderungen MÜSSEN durchgeführt werden Vorräte. In der Ergebnisbildung nicht enthalten.für immaterielle Vermögensgegenstände.

wird es sofort als Zinsaufwand verbucht  MWR Aufwands-RST niedriger G Aufwands-RST werden gebildet (Instandhaltung. 2.2 KK KÖSt FA) oder erfolgswirksam (Kl. Aufwand: der zu Anschaffungspreisen bewertete Vermögenseinsatz Seite 121 von 144 . Optimierung des Leistungsprogrammes 5. Bewertung der Halb. b) Die Aufgaben der Kore Die Kore liefert Grundlagen für: 1. Wahlrecht freiwillige Bildung von freien GRL oder Ausschüttung Ausschüttung des JÜ V. Umfang und Bewertung hängen vom Zweck ab. werden bis zu den AK aufgewertet STR pauschale WB von Forderungen sind nicht erlaubt  MWR Verbindlichkeiten niedriger G strenges Höchstwertprinzip: MÜSSEN aufgewertet werden.und Fertigerzeugnisse Die Punkte 1-4 liefern Entscheidungsgrundlagen. Begriff und Aufgaben der Kostenrechnung a) Das Wesen der Kosten Kosten sind der Werteinsatz zur Leistungserstellung. Aufwand und Kosten a) Die Überleitung Grundlage für die Kore ist die Aufwandsrechnung der Fibu. Kontrolle der innerbetrieblichen Wirtschaftlichkeit 4. werden bei Wertminderung bis zu den AK abgewertet hoher G strenges Höchstwertprinzip: MÜSSEN aufgewertet werden Disagio niedriger G Disagio wird sofort als Zinsaufwand verbucht hoher G Disagio wird auf die Laufzeit aufgeteilt STR Disagio muss aufgeteilt werden. kalkulatorische Ergebnisermittlung 3.8 KÖSt-Aufwand) gebucht wird STR kein abzugsfähiger Aufwand  MWR GRL. Kostenrechnung 1. hoher G Aufwands-RST werden nicht gebildet Entsorgung) STR Aufwandsrückstellungen (interne) nicht erlaubt  MWR Pauschal-RST STR dürfen nicht gebildete werden  MWR KÖSt Wahlrecht ob die KÖSt-Vorauszahlungen unter dem Jahr erfolgsneutral (Kl. Punkt 5 dient zur Dokumentation. Preisbildung 2.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 hoher G strenges Niederstwertprinzip: MÜSSEN bei Wertminderung abgewertet werden.

Der kalk UL berücksichtigt die vertretbaren Unternehmerleistungen. Aufwendungen betreffen Betriebszweck. Die Kore leitet Aufwände in Kosten über. b) Der neutrale Aufwand Ist nicht in die Kore zu übernehmen und setzt sich zusammen aus: • außerordentl. die solche Aufwandselemente ersetzen. die Wertansätze sind vom Rechnungszweck bestimmt. • kalkulatorische Zinsen Verzinsung Fremdkapital + Verzinsung des Eigenkapitals = Opportunitätskosten: Kalk. langfr. Aufw. • kalkulatorische Afa verbrauchsbedingte Wertminderung.und Umfangsunterschiede. betriebsnotwendiges Kapital = betriebsnotwendiges Vermögen – Abzugskapital (Lieferantenkredite. – Was auch immer das heißen mag! d) schematische Darstellung der Überleitung s. Lieferforderungen die einen Skontoaufschlag enthalten. die einen gesonderten Ertrag abwerfen. Abwertungspflichten und -rechten (pagatorisch) KoRe: mit kalkulatorischen Rechnungen gerechnet (d. nicht betriebsnotwendige Beteiligungen. abgestimmt auf voraussichtliche ND.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Kosten: Werteinsatz zur Leistungserstellung mit Wertkomponente Zwischen Aufwand und Kosten: Bewertungs. die dem Bewertungsprinzip der Kore nicht entsprechen. die Unternehmerlöhne bereits in Form von Vorstandsbezügen im Aufwand ausgewiesen sind und von der G u V direkt in die Kore übernommen werden.h. Ges. • sonstige neutrale Aufwendungen Afa. da bei Kap. • sonstige Zusatzkosten Rechengrößen. Zinsen = Eingesetztes EK x marktüblicher Zinssatz f. Zinsen c) Zusatzkosten Werden an Stelle ausgeschiedener Aufwendungen aufgenommen. • kalkulatorischer Unternehmerlohn (UL) nur in Einzelfirmen und Personengesellschaften. die Höhe ist mit dem durchschnittlichen Gehalt oder Lohn des im Betrieb höchstbezahlten Angestellten oder Arbeiters + einem Zuschlag zu Bemessen. 816 3. Anzahlungen von Kunden und passive Rechnungsabgrenzungsposten). Die Bewertung in der Kore Bilanz: Anschaffungswertrechnungen mit best. sind aber von außergewöhnlichem Umfang oder ohne ordentlichem Charakter (Schadensfälle) • betriebsfremde Aufwendungen sind Vermögensabgänge. Oder: Verzinsung des Betriebsnotwendigen Kapitals. setzen sich zusammen aus: • kalkulatorischen Wagnissen Durchschnitt der Schadensfälle (nur wenn nicht durch Versicherungen gedeckt). Nicht genutzte Gebäude. unverzinsl. usw. Für betriebl.B. Vermögenspositionen.) –Wiederbeschaffungspreisen Seite 122 von 144 . Kap. die nicht die Unternehmensaufgabe betreffen. Z. Buch s.

) z. in die Kore und Hinzufügung der Zusatzkosten. 819) • die High-Point-Low-Point-Methode (Berechnung s.B. Grundlage ist die Überleitung des Aufwands in Kosten. (so sind z. einzelne K teilw fix und teilw. 820) grundlegend gleich wie Schmalenbach. K abgrenzen. 21.h. Die Kostenartenrechnung Kostenarten sind nach verrechnungstechnischen Erfordernissen aufgegliederte Werteinsätze des Betriebes. B s.Materialkosten . 20. Dieser lineare Ansatz gilt besonders bei Beschäftigungsschwankungen.nach ihrer Abhängigkeit vom Beschäftigungsgrad .) • das Streupunktdiagramm Beschäftigung und Kosten werden in ein Koordinatensystem eingetragen und durch die Punktwolke wird eine Gerade gezogen. sondern die 2 extreme des Zeitraums (max. 818) b) Die Kostenauflösung Die FK lassen sich nicht immer klar von den var.. Löhne für Beschäftigte. bei Beschäftigungskosten: Stammpersonal = fix. (s.nach der Zurechenbarkeit .Fremdleistungskosten 6.Personalkosten . Das ermöglicht die DB-Rechnung. var. 818. Überführung der kostengleichen Aufw.B. Jedoch geht der lineare Verlauf in der Nähe der Vollauslastung in einen progressiven Verlauf über. Die Höhe der FK ist gleich dem Schnittpunkt der Geraden mit der Y-Achse.durch Zusammenfassung typischer Gruppen . und min. Bs. das variable Kosten tendenziell linear sind. Abb. Kapitalkosten . Die Kostenstellenrechnung a) Die Gliederung der Kostenstellen Kostenstellen sind Leistungsbereiche. Kostenabhängigkeiten a) Die Kosten in ihrer Abhängigkeit vom Beschäftigungsgrad Es wird davon ausgegangen.) D. die nach Funktionen oder Räumlichkeiten gebildet werden.Vermögens bzw. Abb. innerhalb welcher sich ein Betrieb üblicherweise bewegt. Bs. nur werden nicht 2 aufeinanderfolgende Monate verglichen. Kostenarten können wie folgt gegliedert werden: . Seite 123 von 144 . B. die bei Beschäftigungsrückgang sofort gekündigt werden = variabel.nach der Entstehung . bei linearem Kostenverlauf sind die Stückkosten degressiv und die Grenzkosten linear (s.Steuerkosten . s.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 4. durch Ausscheidung des neutralen Aufw. Für die Kostenauflösung gibt es folgende Methoden: • der proportionale Satz von Schmalenbach (Berechnung s. 5.

Verantwortliche der KSt müssen bei der Erstellung der Sollwerte mitwirken können. kann jedoch auch mit bb.B Gebäude: m². Aus verrechnungstechnischen Gründen können diese Gemeinkosten jedoch wieder schlüsselmäßig auf die KSt umgelegt werden.…) • Kalkulationsverfahren (Kostenträgerverfahren. Sie erbringen Leistungen für die HauptKst oder für andere HilfsKst. • Räumliche Gesichtspunkte Besonders für die Kontrolle der innerbetrieblichen Wirtschaftlichkeit räumlich abgegrenzter Bereiche notwendig. Z. Diese Kosten werden dann auf die leistungsempfangenden Stellen umgelegt. Küche: Anz der Essen. Energie: kWh. Lagerung.B. c) Die innerbetriebliche Leistungsverrechnung (ILV) innerbetrieblich: Leistungen die vom Betrieb für den Betrieb erbracht werden. Voraussetzungen für die Gestaltung einzelner Kostenstellen als Verantwortungsbereiche: 1.. Aktivierbare iL: werden den empfangenden Stellen periodengerecht angelastet wie die zeitabhängigen Kosten angeschaffter Anlagegegenstände (Afa und Zinsen) Nichtaktivierbare iL: sind den betreffenden Kostenstellen zur Gänze anzulasten. • Kostenstellen (KSt. b) Hauptkostenstellen und Hilfskostenstellen HauptKst haben eine direkte Beziehung zu den Kostenträgern – die entstandenen Kosten können der erstellten Leistung direkt zugerechnet werden. handelt es sich um Stelleneinzelkosten. Hilfsstellen. Verwaltung. + Entwicklung…. Kostenstellengemeinkosten sind dem übergeordneten Verantwortungsbereich zuzuordnen. es sollen jeweils möglichst einheitliche Verrichtungen aufgeführt werden... d) Die Schlüsselung der Kosten Werden Gemeinkosten den Kostenstellen direkt zugerechnet. Verfahren für die ILV: • Umlageverfahren Die Umlegung der Kosten erfolgt mit Hilfe von Schlüsseln. erfolgt die Umlage der Kosten durch Schlüsselung. Stellenausgleichsverfahren) IL wird wie jeder andere Kostenträger kalkuliert: Auftragsmat + MatGK + Auftragsloh + ant GK der leistenden Stelle = Wert der iL. 3. Leiter der KSt muss für die wirtschaftliche Führung seiner KSt verantwortlich sein 2. spricht man von Stellengemeinkosten. Jedoch: Funktionaler Aspekt dominiert in der Praxis. Energie. Die empfangende Kst wird mit dem Wert der innerbetrieblichen Leistung belastet und die leistende Stelle von den anteiligen (Gemein-) Kosten entlastet. (z. Reparatur. Seite 124 von 144 . HilfsKst haben mit den Kostenträgern nur einen indirekten Zusammenhang.) als Verantwortungsbereiche Kostenkontrolle: durch Gegenüberstellung Sollkosten/Istkosten kann die Wirtschaftlichkeit einzelner Verantwortungsbereiche festgestellt werden und bei Abweichungen Maßnahmen ergriffen werden. Typische HilfsKst: Transport. Nur Kosten die direkt der KSt zugerechnet werden können unterliegen der Verantwortlichkeit des KSt-Leiters. vermischt werden.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Funktionale Gesichtspunkte Ergibt sich auf Grund der Arteigenheiten des Betriebsprozesses.: Material: Übernahme. + Fertigung: Hauptstellen...

Gemeinkosten. Gebäudekosten. Es müssen immer jene Größen als Bezugsbasis herangezogen werden. 829 ff. Angaben über die Kapitalverteilung. Kosten gleich wie die Fixkosten.b. 7. die mit dem Kostenträger in unmittelbarer Verbindung stehen.) ..Sonderkosten des Vertriebs: (Verkaufsprovisionen. Frachtaufw.Bei denen sich kein Zusammenhang zwischen Leistung und Kosten herstellen lässt (Mieten. Normal (Durchschnitts-) GK basieren auf einer als Noramalperiode betrachteten Abrechnungseinheit bzw.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Allgemeine Unterlagen für die Kostenschlüsselung Das sind: Angaben über Flächenverhältnisse im Betrieb. die mehrere Kostenstellen betreffen. Dennoch behandelt man bei der Ermittlung der Bezugsgrößen die var. Für die entscheidungsorientierten Aufgaben der Kore wird jedoch die Teilkostenrechnung herangezogen.…) . b) Einzelkosten. Es gibt: . Provisionen. die anteilig mit den angefallenen Einzelkosten und Gemeinkosten belastet werden (durch die Kostenträgerrechnung). auf dem Durchschnitt mehrerer Ist-GKsätze. auf Basis deren die Zurechnung der GK auf die Kostenträger erfolgt.. da sie von der Leistung unabhängig sind. da eine Berechnung auf Basis der vollen GK zu falschen Entscheidungsgrundlagen führt. Sonderkosten Einzelkosten: stehen mit der Leistungserstellung in direktem Zusammenhang – deswegen auch „direkte Kosten“ Gemeinkosten: können den Kostenträgern nicht direkt zugeordnet werden: „indirekte Kosten“ Es sind Posten: . d) Ist-Gemeinkostensätze und Normal-Gemeinkostensätze Ist-GKsätze gehen auf Zuschlagssätze der Betriebsabrechnung einer einzigen Periode zurück. Eine Liste der Bezugsgrößen (Kostensätze). Für die var.Sonderkosten der Beschaffung (Zölle. GK ist das relativ leicht. befindet sich auf s.…) .… • Besondere Unterlagen für die Kostenschlüsselung Das sind: Einzelbelege. Zusammenstellungen über die Zahl der Beschäftigten.. Sonderleistungen. nicht jedoch für die FK. die in den einzelnen Kostenstellen in Betracht kommen. Als „cost driver“ werden jene Bezugsgrößen bezeichnet. In der Kalkulation werden Normal GKsätze verwendet Seite 125 von 144 . Die Kostenträgerrechnung a) Der Begriff „Kostenträger“ Kostenträger sind betriebliche Leistungen. So werden in der Vollkostenrechnung sämtliche Gemeinkosten in den Kostensatz miteinbezogen.Die sich auf das gesamte Unternehmen beziehen (Steuern. Zusammenstellungen die Kostenaufgliederungen beinhalten.Sonderkosten der Fertigung (Produktionslizenzen. die den Umfang der Kosten bestimmen. werden als Bezugsgröße bezeichnet. entstehen aber nur bei bestimmten Erzeugnissen.…) .…) c) Die Bildung der Kostensätze in den (Haupt-)Kostenstellen als Grundlage für die Zurechnung der (variablen) Gemeinkosten auf die Kostenträger Die Größen.Bei denen es nicht wirtschaftl wäre den Zusammenhang zw Leistung und Kosten herzustellen (z. Rabatte. bestimmte Hilfsstoffe) Sonderkosten: können Kostenträgern direkt zugerechnet werden. Rep.

Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

e) Vor-, Zwischen- und Nachkalkulation, Bestandsermittlung
• Vorkalkulation: Grundlage der Angebotserstellung
• Zwischenkalkulation: zur innerbetr. Kontrolle und zur Teilabrechnung von
Leistungen gegenüber Kunden
• Nachkalkulation: zur Kontrolle, Preisrechtfertigung und Preisbildung, zur
Ermittlung der Herstellkosten, ist auch Grundlage für das Bestandermittlungsblatt:
AB der unfertigen Erzeugnisse
+ HK der Abrechnungsperiode
– HK der fertig gestellten Produkte lt. Nachkalkulationszusammenstellung
= EB an unfertigen Erzeugnissen.

8. Die Kalkulationsverfahren
Die Art des Kalkulationsverfahrens hängt ab von der Gestaltung des Leistungsprogrammes.
(einheitl/uneinheitl. Leistungen, Leistungen mit/ohne Kostenverwandschaft,…)

a) Die einfache Divisionskalkulation
Voraussetzung: Herstellung einheitlicher gleichartiger Leistungen (Massenfertigung). Die
Einheitskosten (k) ergeben sich aus der Division der GK durch die Zahl der erzeugten
Einheiten (M):
k=K/M

b) Die einfache Divisionskalkulation unter Berücksichtigung von
Kostengruppen
Gleich wie a.) nur werden die GK in Kostengruppen geteilt, die mit den Kostenstellen nicht
identisch sind z.B. Personalkosten, Materialkosten, Vermögenskosten, Steuern,…
Die Formel:
k=K1/M+K2/M+….+Kn/M

c) Die stufenförmige Divisionskalkulation
Sie ist anzuwenden, wenn sich auf Grund des Leistungsprozesses Zwischenprodukte bzw.
Zwischenbestände ergeben. Die Kalkulation der Kostenträger setzt sich aus so viel
Divisionskalkulationen zusammen, wie Stufen vorliegen. Die Fertigungsstufen sind so
abzugrenzen, dass in ihnen einheitliche Leistungen erfasst werden. Hier wird noch
unterschieden zwischen dem Kostenwälzungsverfahren und dem Veredelungsverfahren.
Kostenwälzungsverfahren:
Stufe I: KI/MI=kI
Stufe II: kI.VMI+KII/MII=kII
Stufe n: kn-1.VMn-1+Kn/Mn=kn
VM sind die Vorproduktmengen der Vorstufen
Veredelungsverfahren:
Hier werden jeweils die Einheitskosten der Teilleistung einer Stufe ermittelt und zum Schluss
addiert.:
Einheitskosten Stufe I KI /MI=kI
Einheitskosten Stufe II KII/MII=kII
Einheitskosten Stufe n Kn/Mn=kn
Σ: k=kI+kII+…+kn

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Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

d) Die Äquivalenzzahlenrechnung
Ist eine spezielle Form der Divisionskalkulation und wird angewendet bei der Erstellung von
Leistungen, die kostenverwandt sind. Es müssen Kostenverhältniszahlen ermittelt werden.
Die Leistungsmengen werden dann mit den für sie festgestellten Äquivalenzzahlen
multipliziert. Die Division der GK durch die Summe der Einheitsleistungen ergibt die Kosten
je Einheitsleistung. Dann müssen die Kosten der Einheitsleistung mit der Äquivalenzzahl
multipliziert werden und man erhält die effektiven Kosten der einzelnen Leistungsart. Bsp s.
836

e) Die Zuschlagskalkulation
Beruht auf der Trennung von EK, Sonderkosten und GK. EK und SK werden den
Kostenträgern direkt zugerechnet, die GK werden in Kostenstellen erfasst und
schlüsselmäßig auf die Kostenträger umgelegt. Kalkulationsschema: s. Abb. 27 s. 837

f) Der Betriebsabrechnungsbogen
Nimmt auf die Abfolge 1. Kostenartenrechnung, 2. Kostenstellenrechnung, 3.
Kostenträgerrechnung rücksicht. Diese 3 Phasen werden im BAB miteinander verbunden.
Bsp für einen BAB + Berechnung: Abb. 28 und 29, s. 838f.

g) Die Kuppelproduktkalkulation
Kuppelerzeugnisse ergeben sich, wenn in einem einheitlichen Arbeitsgang zwei oder mehr
Produkte anfallen. Es sind zwar die gesamten Kosten der gesamten Erzeugnisse feststellbar,
nicht aber die Kosten der einzelnen Produktarten. D.h eine direkte Kostenzurechnung ist
nicht möglich.
Zur Preisbildung wird hier die Restrechnungsmethode herangezogen: von den GK der
Kuppelerzeugnisse werden die zum Marktpreis bewerteten Nebenerzeugnisse abgezogen. Die
Differenz sind die Kosten des Haupterzeugnisses. Eine weitere Möglichkeit ist die
Äquivalenzzahlenmethode (Aufteilung der GK durch Verhältniszahlen)

9. Die Korrektur des BAB für die Beständebewertung in der Bilanz
Aus dem BAB wird für die Beständebewertung ein Hilfs-BAB abgeleitet. So müssen die
Zusatzkosten aus dem BAB ausgeschieden werden und durch die entsprechenden
Aufwendungen im Hilfs-BAB ersetzt werden.

a) Herstellkosten und Herstellungskosten
Herstellkosten: Kore; Herstellungskosten: Bilanz
Die Kalkulation ist ident:
Fertigungsmaterial
MaterialEK
+ MaterialGK
+ FertigungsEK (Fertigungslöhne,…)
+ FertigungsGK
=Herstelkosten bzw. Herstellungskosten

Unterschied bei Umfang: Zusatzkosten ohne Aufwand.
Wertunterschied: Anschaffungs vs. Wiederbeschaffungskosten.
Herstell- und Herstellungskosten enthalten keine Verwaltungs- und Vertriebs-GK.

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Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

b) Die Berücksichtigung einer offensichtlichen Unterbeschäftigung
Mit Abnehmen des Beschäftigungsgrades steigen die Stückkosten. Jedoch dürfen durch
Unterbeschäftigung nicht ausgelastete FK (Leerkosten) nicht aktiviert werden. Diese FK
werden durch die Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft verursacht.
Sonst eher nebensächlich, besonders Neugierige können jedoch gerne auf Bs. 841 ff. einen
Blick riskieren

10. Vollkostenrechnung VKR und Teilkostenrechnung TKR auf Ist-Kosten-
Basis

a) Grundsätzliches
Die VKR lastet im Gegensatz zur TKR den einzelnen Kostenträgern sämtliche durch sie
verursachten Kosten an. TKR: nur variable Kosten.
Wichtigste TKR: Grenzkostenrechnung – grenzkosten = variable Kosten. Andere
Formulierungen für Grenzkostenrechnung: Kostendeckungsbeitragsrechnung, direct costing,
marginal costing. Spezielle Formen: ausgabenbezogene Kore, stufenweise
Fixkostendeckungsrechnung und die relative Einzelkostenrechnung.

b) die Kritik an der Vollkostenrechnung
• Es entstehen Fixkostenproportionalisierungen, die bei Änderungen des
Beschäftigungsgrades zu falschen Kostensätzen führen.
• Die Ermittlung von kurzfristigen Preisuntergrenzen ist nicht möglich, da die Höhe der
variablen Kosten nicht bekannt ist.
• Entscheidungen zum optimalen Produktionsprogramm können falsch sein, da kein DB
bekannt ist.
• Es lässt sich kein Break-Even-Point errechnen.
• Kostenabweichungen können dem Verursacher nicht zugeordnet werden
• Bei Unterbeschäftigung kommt es automatisch zur Aktivierung von Leerkosten, was
laut UGB nicht zulässig ist (für Bilanzbewertung)

c) Teilkostenrechnungen
• Grenzkostenrechnung (Direct Costing)
Es werden, wie bereits erwähnt nur die variablen Kosten erfasst, denen ein linearer Verlauf
unterstellt wird. (Bsp zur Gestaltung eines BAB zu TK Bs. 846). Die Wirtschaftlichkeit
einzelner Produkte und Produktgruppen kann hier durch die DBs festgestellt werden.
Hilfreich sind hier DB pro Stück oder DB pro Zeiteinheit.
Vorteile der Grenzkostenrechnung
− Bestimmbarkeit der kurzfristigen Preisuntergrenzen
− Beiträge einzelner Produkte und Produktgruppen zum Unternehmenserfolg sind
ersichtlich (DB)
− Möglichkeit der Ermittlung von Opportunitätskosten (DB der nicht durchgeführten
Aufträge)
− Bessere Kontrolle der Verantwortlichen in den Kostenstellen.
− Leichterer Soll-Ist Vergleich durch gesonderte Erfassung der FK
− Berechnung der optimalen Auftragsgröße
− Auswahl der Fertigungsverfahren mit den niedrigsten Grenzkosten

Die Grenzen der Grenzkostenrechnung
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die auf die selbe Entscheidung zurückgehen. − Eventuell wirkt sich die Einstellung eines Produktes mit niedrigem oder negativem DB auch negativ auf andere Produkte aus. 848f. die am Ende der Periode mit den Ist-Werten verglichen wird.…) Bereichsfixkosten: können nur einem Bereich zugeordnet werden (Personal. Schematische Darstellung der verschiedenen Sollkostenrechnungen auf Bs. Die einzelnen FK: Erzeugnisfk: entstehen durch Entwicklung. Die Abgrenzung der EK von GK erfolgt relativ in Abhängigkeit zur Bezugsgröße. Erzeugnisgruppenfk: sind einer Erzeugnisgruppe direkt zurechenbar Kostenstellenfk: sind bestimmten Kostenstellen direkt zurechenbar (Versicherungen. Sollkostenrechnung = Kostenvorschau. Voll. Es ist das Identitätsprinzip zu beachten: nur solche Erlöse und Kosten werden einander gegenübergestellt. der kostenwirksam vom Unternehmen ausgegeben wurde. Es handelt sich um eine Soll- Rechnung. 854 a) Die Plankostenrechnung Beruht auf der Kostenvorgabe an die Verantwortungsstellen. Die verbleibenden FK sind Unternehmensfk.: Bs 850 f.und Teilkostenrechnung auf Soll-Kostenbasis (Plankostenrechnung) Verwendung der Ist-Kore für die Planung von Zukunftsentscheidungen. sie müssen auch die FK decken − bei kurzfristiger Forcierung eines Programmes mit hohem DB könnten Kunden verdrängt werden. als Einzelkosten verrechnet. Raumkosten. Alle Kosten werden. Bsp. Bs.: Bs. Zentralverwaltung) Bsp. Administration) Unternehmensfk: erstrecken sich über das ganze Unternehmen (Vorstandsbezüge. beruht auf Wissen aus der Vergangenheit und Schätzung der Zukunft. – Mittel zur Kontrolle. • Flexible Plankostenrechnung Seite 129 von 144 . Sind Änderungen zu erwarten. • Relative Einzelkostenrechnung Der DB ist die auf eine Entscheidung zurückgehende Differenz zwischen Erlösen und Kosten. so weit möglich. die Produkte mit niedrigerem DB dafür aber langfristig gekauft hätten. • Ausgabenbezogene Kore Berechnung von kurzfristigen Preisuntergrenzen (Es muss mindestens der Betrag verdient werden. es wird der durchschnittliche Beschäftigungsgrad der vergangenen Perioden zu Grunde gelegt. müssen Soll- Kostenrechnungen vorgenommen werden. 853 11. • Starre Plankostenrechnung Berechnung nur für ein starres Model. Produktion und Vertrieb eines Erzeugnisses und werden der Gesamtzahl der Erzeugnisse zugerechnet.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 − positive DB alleine reichen nicht. Geht nur wenn Kostensituation voraussichtlich gleich bleibt. Bsp.) • Stufenweise Fixkostendeckungsrechnung Fixkosten lassen sich in unterschiedlicher Höhe einzelnen Produkten und Produktgruppen zurechnen.

Istmenge x Planpreis = Verbrauchsabweichung Die Verbrauchsabweichung kann in die Intensitätsabweichung. strikte Trennung zwischen variablen und fixen Kosten. (D. die sich nach dem Beschäftigungsgrad richtet.: Bs 859 ff.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Ist eine Vollkostenrechnung. Bsp. .h. Die Kosten werden für Prozesse und nicht für Produkte abgerechnet.Beschäftigungsabweichungen Leerkosten sollen ermittelt werden. Zur Angleichung der Sollkosten an den Beschäftigungsgrad gibt es zwei Methoden: die Stufenplanmethode (direkt) und die Variatormethode (indirekt). GK Zuschläge werden immer größer und die für die einzelnen Produkte festgestellten Kosten sind nicht mehr richtig. – Es folgen falsche Entscheidungen. Istmengen x Planpreis -Istmengen x Istpreis =Preisabweichung . (Fixkosten die nicht ausgelastet sind) Bsp.: Bs 858 f.h. b) Aufbau der Prozesskostenrechnung 1.) Die PKR ist eine Vollkostenrechnung. Feststellung der Prozesse und Zerlegung in Teilprozesse.Preisabweichungen Wenn Produktionsfaktoren teurer oder billiger als geplant beschafft werden. BS 855 • Grenzplankostenrechnung Nach dem System der DB-Rechnung aufgebaut. • Abweichungen und Abweichungsanalyse Abweichungen können sich aus drei Ursachen ergeben: . Losgrößenabweichung und Ausbeutegradabweichung unterteilt werden Intensitätsabweichung: Wenn das Verhältnis Produktionszeit/Produktionsmenge nicht eingehalten wird Verfahrensabweichung: anderes Verfahren Die gemischte Abweichung Preisabweichung x Mengenabweichung Bsp. sowie Verdichtung zu Hauptprozessen Seite 130 von 144 .Verbrauchsabweichungen Wenn mehr oder weniger Produktionsfaktoren als… Planmenge x Planpreis . D. Verfahrensabweichung. Schöne Grafik auf Seite 861  12. Bsp BS 856 b) Die Kostenüberwachung (Soll-Ist-Vergleich) • Allgemeines Feststellung des Erfolges bzw der Wirtschaftlichkeit der erbrachten Leistung. Die Prozesskostenrechnung a) Grundlagen Die PKR geht von einer prozentualen Zunahme der GK bei gleichzeitiger Abnahme der direkt zurechenbaren EK aus. Planung der FK unabhängig von der geplanten Beschäftigung.

Soll-Rechnung wenn … einer zukünftigen Periode… .Ist-Rechnung wenn das in einer abgelaufenen Periode erzielte Ergebnis ermittelt wird . Mit Beginn der Produktion setzt ein System von Soll-Ist Vergleichen ein – zur Realisierung der Gewinnziele. . Leistungsmengeninduzierten und leistungsmengenneutralen Prozessen.Usw. 14. Dient der Entwicklung neuer Produkte Bezugszeitraum ist der gesamte erwartete Produktlebenszyklus des neuen Produkts. • Gesamtkostenverfahren Berechung S. Seite 131 von 144 . Die Betriebsergebnisrechnung a) Grundsätzliches Ergebnisermittlung durch Gegenüberstellung von Erlösen und Kosten. b) Die Verfahren der Betriebsergebnisrechnung Grundlegende Formen sind das Gesamtkostenverfahren und das Umsatzkostenverfahren. Kostenträgerkalkulation bestehend aus: Zurechnung der EK und Zurechnung der Prozesskosten c) Kritische Würdigung der Prozesskostenrechnung Vorteile gegenüber der herkömmlichen Vollkostenrechnung: .PKR ist nicht für kurzfristige Entscheidungen geeignet.verursachungsgerechte Kostenzurechnung .Prozesskostenrechnung proportionalisiert die FK (da Vollkostenrechnung) . Bs 865 13. jeweils entweder auf Grenzkosten oder Vollkostenbasis.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 2. Noch vor Beginn der Produktion wird ein Plan-Cashflow errechnet. 867 ff. Unterscheidung zw.bessere strategieorientierte Gestaltung des Produktmixes Unterschiede zur Deckungsbeitragsrechnung: . (auch Erfolgsrechnung) Die BER ist: .Keine Möglichkeit der Ermittlung eines BEP .o. Übertragung der Kosten der Teilprozesse auf die zugehörigen Hauptprozesse und Ermittlung der Kosten pro Hauptprozessmengeneinheit 4. 867 • Umsatzkostenverfahren Berechnung S.Prognose-Rechnung wenn s. Die Zielkostenrechnung (Target Costing) Ist eine retrograde Gesamtkostenrechnung. Bei lmi: Ermittlung der Kosten per Leistungseinheit (dividieren durch Bezugsgrößen) lmn: werden Zuschlagsmäßig verrechnet 3.

Die Kennzahlenrechnung als Planungs-(Führungs-)Instrument innerbetriebliche Kennzahlenrechnung: rascher Überblick über die wichtigsten Plandaten des Unternehmens. veraltet und unvollständig zusammen. Dem Insider stehen hingegen einige Zusatzinformationen aus den innerbetrieblichen Aufzeichnungen zur Verfügung (interne Betriebsanalyse) → wirksames Kontrollinstrument der Unternehmensführung und Planungs. unterschiedliche Gewinnung und Aufbereitung des Zahlenmaterials oft zu Problemen führen kann. Allgemeines Betriebliche Kennzahlen: Zahlen oder Zahlenverhältnisse.und Bestandsgrößen. Volle Aussagekraft besitzen Kennzahlen in der Gegenüberstellung üblicherweise nur dann.und Führungsinstrument Zwischenbetrieblicher Vergleich: Stellung des eigenen Betriebes im Verhältnis zu anderen gleichartigen Betrieben derselben Branche Voraussetzung: volle Einsicht in die Daten anderer Betriebe. Kennzahlen als Informationsinstrument Je nach interessierter Gruppe. Es ist somit klar.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 VI. Die einzelwirtschaftlichen Kennzahlen dienen dabei dem zwischenbetrieblichen oder zwischenzeitlich. völlige Gleichartigkeit. insbesondere Aufwands-. 2. die für ein betriebswirtschaftliches Erkenntnisziel unmittelbaren Aussagewert besitzen. Liquidität. auf dem sie beruhen. und etwaige Gefahrenherde und Schwachstellen aufzeigen Seite 132 von 144 . Betriebliche Kennzahlen 1. zB aufgrund neuer Gegebenheiten ersichtlich. in Form eines Geschäftsberichts mit Anhang und Lagebericht zur Verfügung stehen. Heinhold fasst die Mängel aus externen Analysen als ungenau. In einem Kennzahlensystem sind Änderungen und Anreicherungen. wenn man den ökonomischen Hintergrund kennt. Externe und interne Betriebs.und Unternehmensanalyse Als externer Interessent gelangt man ausschließlich an veröffentlichte Daten die dann zB. Ertrags. sind unterschiedliche Informationen wünschenswert: • Unternehmensleitung (Betriebsleitung) Leistungskennzahlen und Kennzahlen der Unternehmenserhaltung • Eigentümer (Anteilsbesitzer) Ausschüttungsmöglichkeiten Gesamtwert des Untern. sowie den Soll-Ist-Vergleich. dass mangelnde Vergleichbarkeit. Krisenanfälligkeit • Arbeitnehmer Erhaltung des Unternehmens 3. 4. im Fall des Verkaufs Erhaltung der Einkommensströme • Gläubiger Erfüllung der Verbindlichkeiten Aufschluss über finanzielles Gleichgewicht. Verschuldung.

Indexzahlen: drückt die Veränderung zur Grundzahl (Index = 100) an 6. Jedes Kennzahlensystem dient einem gewissen „Oberziel“ (zB. Der Soll-Ist- Vergleich bietet somit die Entscheidungsgrundlage für Mittel.Beziehungszahlen: Beziehung zwischen verschiedenen Größen und Massen zB. Jahresabschlussanalyse (Bilanzanalyse) und Kennzahlenermittlung a) Von der Bilanzanalyse zur Jahresabschlussanalyse Durch die Erweiterung durch den Anhang und die erhöhte Bedeutung des Lageberichts. Du-Pont-System) 5.Indexzahlen . das alle Kennzahlen in gegenseitiger Abhängigkeit und Ergänzung zusammenfasst.Beziehungszahlen . .Differenzen . – Ausweisung der Leasingverpflichtungen (Finance-Leasing) mit Gegenwartswert – Bilanzinhalte vereinheitlichen – Bilanzgliederung festlegen Seite 133 von 144 . und Zielanpassungsmaßnahmen (Planungen). dass diese evt. sowie notwendigenfalls zu ändern: Die vorbereitenden Arbeiten sind unter anderem: – Auflösung Stiller Reserven Bei der Auflösung der Stillen Reserven im AV sollte allerdings darauf geachtet werden. durch (überhöhte) Abschreibungen oder einen über den Buchwert hinausgehenden Veräußerungswert gedeckt sind. Gliederungszahlen: Verhältnis eines Teils zum Ganzen zB.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Dabei werden die Vorgabewerte (Sollwerte) mit den Istwerten gleichgesetzt. wird „Bilanzanalyse“ durch „Jahresabschlussanalyse“ ersetzt.und Erfolgsbilanz einer/mehrerer Perioden/Stichtage. Gewinn) . Darunter versteht man die statistische Aufbereitung der Zahlen der Vermögens. Die Darstellungsmöglichkeiten von Kennzahlen Absolute Zahlen in Form von Verhältniszahlen . Als Führungsinstrument kann allerdings erst ein Kennzahlensystem dienen.: Lohnquote je Beschäftigen. b) Der Aufbau der Jahresabschlussanalyse Die Jahresabschlussanalyse erfolgt über die folgenden drei Stufen: 1. Gliederung und Bewertung auf ihre Brauchbarkeit zu überprüfen. Lager) In der Mehrzahl der Fälle werden Verhältniszahlen dargestellt und genutzt. Vorbereitung Die Zahlen der Bilanzen sind generell vorerst hinsichtlich Inhalt.: Anteil des Eigenkapitals zum Gesamtkapital .Mittelwerte (durchschn.Summen (Bilanzsumme) .Einzelzahlen (Umsatz. .Gliederungszahlen .

(aufgrund von Stichtagsanalysen könnten falsche Schlüsse gezogen werden) 2.) Rentabilitätsanalyse .) Wertschöpfungsanalyse 7. Auswertung Grundsätzlich wird der Aussagewert von den aus der Bilanz gewonnen Kennzahlen durch Vergleichszahlen erhöht oder sogar erst geschaffen.) Ergebnisanalyse .) Finanzierungsanalyse .Indexbilanzen (einzelne Posten einer Bilanz in Prozent einer Vergleichsbilanz) Indexbilanzen werden hauptsächlich dann aufgestellt.) Liquiditätsanalyse . ob sich das Unternehmen in einer finanziell erträglichen Situation befindet. versch. Sie ist aber ebenso (wie die Bewegungsbilanz) nicht in der Lage über die unmittelbare Liquiditätssituation des Unternehmens Auskunft zu geben.. – Liquiditätstabellen Hauptfrage dabei ist. Aufbereitung .Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Die funktionale Darstellung kommt üblicherweise bei veröffentlichten Jahresabschlüssen zur Anwendung. Die Kennzahlen um Einzelnen a) Finanzwirtschaftliche Kennzahlen Seite 134 von 144 . 3.Bewegungsbilanzen (Darstellung der Veränderungen in absoluten Zahlen). statistischen Darstellungen etc. – Bereinigung der GuV Beispielsweise sind außerordentliche von den ordentlichen Erträgen und Aufwendungen zu trennen. Bei der liquidätsmäßigen Gliederung werden die Vermögens. – Spezialfall: Saisonbetriebe Diese können auch Bilanzen verschiedener Monate/Quartale für interne Analysen heranziehen.Prozentbilanzen (einzelne Bilanzposten in Prozent der Bilanzsumme) . wenn eine Analyse der Veränderung einzelner Posten innerhalb bestimmter Zeiträume durchgeführt werden soll. Finanzwirtschaftliche Auswertung Erfolgswirtschaftliche Auswertung .und Schuldposten nach ihrer Fälligkeit (demnach kurzfristig oder langfristig) gegliedert. Vergleich der Vermögensbilanzen zweier Stichtage → Veränderung der Bestände.) Investitionsanalyse .. Sie gibt ein gutes Bild über Aufbringung und Verwendung der Mittel. . sowie: Bildung von Mittelwerten. Weitere Möglichkeiten sind auch – Kapitalflussrechung (Geldflussrechnung) Sie ist eine Fortführung der Bewegungsbilanz und versucht Mittelabfluss und – verwendung einer Periode nach Herkunft und Verwendungsart zu erfassen.) Break-even-Analyse .

Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

• Investitionsanalyse
- Vermögensstruktur (Anlage- und Umlaufvermögen)
Ist das Anlagevermögen im Verhältnis zum Umlaufvermögen relativ klein, so kann das:
eine hohe Auslastung, hohe Zulieferungsleistungen, die Verwendung von vermieteten
Anlagen sowie die Verwendung veralteter Anlagen bedeuten.
Steigt das Anlagevermögen im Verhältnis zum Umlaufvermögen, kann das
auf größere Investitionen, eine längerfristige Senkung der Beschäftigung, aber auch auf
eine Lager-Rationalisierung zurückzuführen sein.
Zu geringes AV erhöht die Flexibilität des Unternehmens, während zu hohes AV die
Gefahr mit sich bringt, dass die gesamte Kapazität des Betriebes nicht ausgelastet ist und
somit auch die Risikobelastung steigt.

- Umschlagshäufigkeit - Umschlagsdauer
Die Umschlagshäufigkeit gibt an, wie oft sich ein Vermögens- bzw. Kapitalposten bzw.
das gesamte Vermögen, in einer bestimmten Periode, erneuert.

Je höher die Umschlagshäufigkeit, desto kürzer die Umschlagsdauer und damit geringere
Vermögensbestände bei kürzerer Kapitalbindung.

Umschlagshäufigkeit Berechnung
des eingesetzten Umsatz
=
Vermögens Ø Vermögenseinsatz
des Warenlagers beim Handelsbetrieb:
Wareneinsatz (Umsatz zu Einstandspreis)
=
Ø Lager
beim Erzeugungsbetrieb:
Umsatz zu Herstellungskosten
=
Ø Rohstoff-, Halbfabrikat- und Fertigfabrikatlager
Umsatz oder Debitoreneingang
der Debitoren =
Ø Debitorenstand
Gesamteinkauf oder Zahlungen an Kreditoren
der Kreditoren =
Ø Kreditorenstand

- Investitionsdeckung
Diese Analyse zeigt, ob das Unternehmen seine Kapazitäten erweitert, gleich hält oder
verkleinert, wie etwa durch das Verhältnis von Neuinvestitionen zu den Abschreibungen.
Zu beachten ist allerdings dass zB. Verfahrens- und Programmänderungen zu nicht
aussagefähigen Verzerrungen führen können.

• Finanzierungsanalyse
Kapitalstruktur und Kreditstruktur → Kreditpotential sowie in Verbindung mit den
Zinskosten die kostengünstigste Finanzierung des Unternehmens

- – Kapitalstruktur (Verschuldungsgrad)
Die Kennzahlen der Kapitalstruktur sollen über die Quellen, die Zusammensetzung, Art
und Fristigkeit des Kapitals Auskunft geben.
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Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

Vorgang der Verschuldungsgrad-/ Kapitalstruktur-Ermittlung
1. Feststellung des Eigenkapitals
Grundkapital
+ versteuerte Rücklagen inkl. Gewinnvortrag
– Verlustvortrag
+ unversteuerte Rücklagen
+ Stille Reserven
a) im Anlagevermögen
b) in den Rückstellungen
= berichtigtes Eigenkapital

2. Feststellung des Fremdkapitals
Buchmäßiges Fremdkapital inkl. Rückstellungen
– Stille Reserven (soweit in Fremdkapitalposten enthalten & bei der EK-Ermittlung dem EK zugezählt)
– Flüssige Mittel (Kassa, PSK, Bankguthaben)
= berichtigtes Fremdkapital

Die Zurechnung von im Leasing genutzten Anlagen kann nur individuell, aufgrund des
jeweiligen Vertrages, festgestellt werden.

3. Gesamtkapital
berichtigtes Eigenkapital
+ berichtigtes Fremdkapital
= Gesamtkapital

Generell gibt es zur Bestimmung des „optimalen“ Verschuldungsgrades zwei
Gesichtpunkte zu beachten:
.) den Gesichtspunkt der Rentabilität:
Rentabilität des eingesetzten Gesamtkapitals > Kosten des Fremdkapitals
 so führt der Einsatz von Fremdkapital zu einer Erhöhung der Rentabilität des EK;
 „Leverage Effekt“

Sinkt jedoch die gesamte Kapitalrentabilität UNTER die Fremdkapitalkosten, kommt es
zur Umkehr des Leverage-Effektes; dieses Risiko nimmt mit steigendem
Verschuldungsgrad zu;

.) den Gesichtspunkt des Risikos:
Mit zunehmender Verschuldung vermindern sich auch jene Funktionen des
Eigenkapitals, die dem Schutz des Unternehmens und der Gläubiger dienen. Dazu
gehören folgende Aufgaben:

Krisenvorsorge
Durch Fremdmittelaufnahme erhöht sich, durch Tilgungen und
Zinsbelastung, die Gefahr von Rückzahlungsschwierigkeiten und
Liquiditätsengpässen.
Beim Eigenkapital entfallen diese allerdings und
es ist somit auch liquiditätsschonend.
Risikoträger
Je risikoreicher Investitionen sind, desto höher müsste – im Idealfall – der
Eigenkapitalanteil sein, da die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs und
der eventuellen damit verbundenen Zahlungsschwierigkeiten steigt;
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Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007

Instrument zur Sicherung der Unabhängigkeit
Hohe Fremdfinanzierung bedeutet evt. unerwünschte Einflussnahme der
Kreditgeber;
Wettbewerbsvorteil
Aufgrund weniger Kosten (Zinsen, Tilgungen) kann in Krisenzeiten das
EK in der Preisgestaltung einen Vorteil bedeuten;

Die Grenze des Verschuldungsgrades ist generell schwer festzulegen.
Hat ein Unternehmen allerdings einen Verschuldungsgrad erreicht, der seitens der
Kreditgeber als unternehmensgefährdend angesehen wird, werden zusätzliche Kredite
entweder gar nicht oder äußerst schwer gewährt.

- Kreditstruktur (Verhältnis der einzelnen Kreditformen zueinander)
Für die Auswahl der aufzunehmenden Fremdmittel sind die Kosten und die Fristigkeit
(Fälligkeit) von besonderer Bedeutung.
Das Kreditpotential langfristiger Kredite ist niedriger als für kurzfristige, da die
langfristigen Kredite in der Regel noch besichert werden müssen. Dazu eignen sich vor
allem das Sachanlagevermögen, oder auch Wertpapiere, Patente oder Forderungen.

• Liquiditätsanalyse
Durch die Liquiditätsanalyse soll somit festgestellt werden, ob neben Erfüllung des
Rentabilitätszieles, die dauernde Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit erfüllt ist.

Es können folgende Ermittlungsmöglichkeiten herangezogen werden:
- Bestandsgrößen als Grundlage der Liquiditätsanalyse
Die „goldene Bilanzregel“ fordert, dass zumindest das Anlagevermögen mit eigenen
Mitteln finanziert sein müsse. Darüber hinaus sollten auch die „eisernen“ Bestände des
Umlaufvermögens durch Eigenmittel gedeckt sein.
Es gilt daher dementsprechend:
Anlagevermögen ≤ Eigenkapital (+ evt. langfristiges Fremdkapital)
Umlaufvermögen ≥ kurzfristiges Fremdkapital (zB. Kredite)
 Vermögen = Kapital

In den USA wird vor allem das Working Capital als Liquiditätskennzahl herangezogen:
kurzfristiges (innerhalb eines Jahres liquidierbares) Umlaufvermögen
– kurzfristige (innerhalb eines Jahres fällige) Verbindlichkeiten
= Working Capital

Die aus den Beständen der Bilanz ermittelte Liquidität stellt grundsätzlich eine
Vergangenheitsrechnung dar
 keine Entscheidungsgrundlage für die Unternehmensführung
 nur Aussage darüber ob sich Liquiditätssituation verbessert oder verschlechtert

- Stromgrößen als Grundlage der Liquiditätsanalyse
Eine entscheidungsorienterte Liquiditätsrechnung muss von Stromgrößen (Einnahmen,
Ausgaben) ausgehen und zukunftsorientiert sein!

Cash Flow
…zeigt aus einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung den Bargeldüberschuss an.

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und Ertragslage festgestellt werden. Abgehen von einer fristenkongruenten Finanzierung Seite 138 von 144 .Fonds der flüssigen Mittel: Kassa.Fonds des Netto-Geldvermögens: flüssige Mittel + (kurzfr.Auszahlungen für Finanzanlagenzugängen und sonstige Finanzinvestitionen = Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeiten .Fonds der flüssigen Mittel-Netto: flüssige Mittel – kurzfr. und zeigt auf welcher Finanzmittelfonds aufgrund von zahlungswirksamen Vorgängen (durch Produktions.Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und sonstigen (Finanz-)Krediten = Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit • Finanzplanung: durch Plan-GuV und Planbilanz wird die zukunftsorientierte Kapitalflussrechnung zu einem tauglichen Mittel der finanzwirtschaftlichen Disposition • Indikatoren nahender finanzieller Schwierigkeiten Aus verschiedenen Indikatoren kann die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens bezüglich seiner Finanz.und Kapitalumschichtungen natürlich nicht berücksichtigt werden. PSK.Fonds des Netto-Umlaufvermögens: Netto-Geldvermögen + Vorräte – kurzfr. Allerdings muss dabei auf das Zusammenwirken mehrerer Indikatoren (gleichzeitig) über einen längeren Zeitraum betrachtet werden.operating activities (Geschäftstätigkeit): Finanzmittel zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit (für Kredittilgung. Bank. Kapitalflussrechnung (Geldflussrechnung) Sie ist keine Liquiditätsrechnung im engeren Sinn. zur Verfügung stehen. Heute ist allerdings vor allem die Gliederung nach Aktivitätsbereichen gebräuchlich: .Auszahlungen aus der Bedienung des Eigenkapitals + Einzahlungen von Anleihen und aus der Aufnahme von sonstigen (Finanz-)Krediten .und Finanzierungstätigkeiten in einer Periode. die künftige Erträge und Einzahlungen bewirken sollen! + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen .Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Finanzanlagen) .Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Zu beachten ist dabei allerdings.investing activities (Investitionstätigkeit): Ausmaß jener Investitionen aufzeigen. Bei der Verwendung des Cashflows als Kennzahl. (Kreditinstitute) . dass hier erfolgsNEUTRALE Vermögens.financing activities (Finanzierungstätigkeit): Bewegung im Eigen. Verbindl. Fallende Gewinne bei gleich bleibender Ausgabenentwicklung . Dividendenzahlung und Investitionen) . Der Finanzmittelfonds umfasst . Die Kapitalflussrechnung umfasst alle Zahlungsvorgänge einer Periode. Schecks . die Entwicklung der grundsätzlichen Zahlungsbereitschaft festzustellen.Ein-/ und Rückzahlungen von Eigenkapital . ist dieser noch zusätzlich um alle außerordentlichen (zahlungswirksamen) Aufwendung und Erträge zu bereinigen. sowie aufgrund der Investitions. allerdings ein wesentliches Hilfsmittel. – kurzfr. Verbindl. Ford. Verbindl.und Absatzprozess). In der Vergangenheit wurde die Geldflussrechnung fast ausschließlich nach den Kriterien der Mittelherkunft und Mittelverwendung gegliedert.) . Folgende wichtigste Faktoren deuten auf nahende finanzielle Schwierigkeiten hin: .und Fremdkapital: +/.

und Ertragsstruktur Die Feststellung der Aufwands.und Gesamtkapitals gehört zu den bedeutendsten Kennzahlen einer erfolgreichen Analyse.Anlagekosten zu Personalkosten . .Lohn.Materialverbrauch zu Personalaufwand . Materialintensität .und Ertragsstruktur ergänzt die Ergebnis(quellen)analyse. Kostenanteil  mehr Fortschritt!) • Rentabilitätsanalyse Die Rentabilität des Eigen. Durch das Verhältnis von Aufschluss über .: Bildung/ Auflösung Stiller Reserven. dass der ausgewiesene Jahreserfolg durch bilanzpolitische Maßnahmen zB.Energiekosten zu Personalkosten  (wenn steigender.Höhe des Personalkostenanteils OK? .Fortschritt der Mechanisierung: . beeinflusst sein kann.bzw.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Ein deutliches Signal dafür ist der Ersatz langfristiger durch kurzfristige Schulden! .Höhe des Materialanteils OK? . Umschichtung von Umlauf.in Anlagevermögen bei gleich bleibender Kapitalstruktur kurzfristige finanziertes Umlaufvermögen in das Anlagevermögen umgeschichtet . b) Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen Mithilfe dieser Kennzahlen soll die Ertragskraft des Unternehmens beurteilt werden. Gliederung des Ergebnisses nach den einzelnen Ergebnis“quellen“: Betriebsergebnis ± Finanzergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGGT) ± Außer-Ordentliches Ergebnis = Unternehmensergebnis VOR Steuern – Ertragsteuern = Jahresergebnis NACH Steuern ± Rücklagenbewegungen = Bilanzergebnis Kennzahlen der Aufwands. Betriebsvergrößerung bei nicht fristenentsprechender Finanzierung . Verschlechterung des Cashflows im Verhältnis zum Fremdkapital und Veränderung des Working Capitals im Verhältnis zum Gesamtvermögen • Feststellung negativer Unternehmensentwicklung mithilfe linearer multivariater Diskriminanzanalysen In den letzten 30 Jahren wurde versucht die Insolvenzwahrscheinlichkeit eines Unternehmens aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen (mathematisch) abzuleiten. andererseits Analyse des Zustandekommens des Erfolges (Erklärungsfunktion).Materialaufwand zu Gesamtaufwand  . • Ergebnisanalyse Aus externer Sicht ist bei der externen Analyse vor allem zu beachten. Rentabilität des Eigenkapitals = Gewinn x 100 Seite 139 von 144 . Einerseits soll der tatsächlich Erfolg festgestellt werden (Ermittlungsfunktion).Personalaufwand zu Gesamtaufwand.

Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Eigenkapital (Gewinn + Kosten des Fremdkapitals) x 100 Gesamtkapitals = Gesamtkapitals (Gewinn + Kosten des Fremdkapitals) x 100 Umsatzes = Umsatz • Break-even-Analyse Sie bestimmt bei welchem Umsatzvolumen gerade Vollkostendeckung eintritt. verstärkte Verkaufsanstrengungen. Tax and Amortization EBITA (amortization: Abschreibung des immateriellen Vermögens. Arbeitnehmer. Voraussetzung ist allerdings die Gliederung der Kosten in fixe und variable Kosten und die Ermittlung des Deckungsbeitrages für die einzelnen Artikelgruppen. Fremdkapitalgeber. Nähert sich der Mindestumsatz dem „kritischen“ Punkt. öffentliche Hand. da sie „angeblich“ aufgrund unterschiedlicher Bewertungspolitik eine „bessere“ Aussagefähigkeit ermöglichen.Verteilungsrechnung: Aufteilung dieses Beitrages an Kapitaleigner.) zum Sozialprodukt . Beispiele dafür sind: (für weitere Kennzahlen: Info auf Seiten 908 und 909) Earnings before Interest. wie zB.Entstehungsrechnung: Ermittlung des Beitrages (des Untern. Wertschöpfung = Gesamtleistung – Vorleistungen • Neue(re) Ansätze von Ertragskennzahlen in internationalen Abschlüssen In den letzten Jahren wurden häufig traditionelle Kennzahlen abgeändert. Firmenwert) EBIT Earnings before Interest and Tax Free Cash Cashflow aus der laufenden/gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Flow + Cashflow aus der Investitionstätigkeit = economic value added EVA = Gesamtergebnis VOR Zinsen – Zinsen des eingesetzten Kapitals Seite 140 von 144 . müssen von der Unternehmensführung Maßnahmen gesetzt. Tax. zB.und Produktpolitik oder auch Senkung der fixen/variablen Kosten. Änderungen der Verkaufs. Amortization and Depreciation EBITDA (depreciation beinhaltet die Abschreibung der materiellen Vermögenswerte/ des Sachanlagevermögens) Earnings before Interest. Die Kennzahl dient somit zu einem gewissen Grad als Warnsignal. • Wertschöpfungsanalyse .

die mithelfen. dass auch komplexere Problemstellungen in vertretbarer Zeit und mit wirtschaftlichem Aufwand gelöst werden können. Das Modell gibt einen bestimmten konkreten Sachverhalt wieder. vornehmlich mathematischen Methoden. Die Grundlagen unternehmerischer Entscheidungen Entscheidungen der Unternehmensführung beruhen auf Intuition und auf rationalen Überlegungen. Entscheidungsorientierte Planungsverfahren Maßnahmen auf ihren Einfluss auf das gesamte Unternehmen überprüfen! Die Planungsrechnung umfasst alle Überlegungen rechnerischer Art. da diese die Basis für die verwendeten OR- Techniken sind. Die Verfahrensforschung (Operations Research. Das Optimum ist ein Maximum (höchster Gewinn. Modellansätze in der Betriebswirtschaftslehre Mit dem Eingang der Methoden des OR (Operations Research) in die BWL ist automatisch die Verwendung von Modellen verbunden. höchste Wirtschaftlichkeit) oder ein Minimum: (geringste Kosten. Echtes Unternehmertum: auch durch Erfahrung. Überblick und Intuition Handlungen setzen. Die Festlegung der Entscheidungsprämissen und Entscheidungsziele ist wichtig. betrieblich optimale und auf das Rationalprinzip abgestellte Entscheidungen zu finden. geringster Ausschuss) b) Die Methoden des Operations Research Bei der Gliederung der Teilgebiete des OR kann man von Problemklassen (von der Struktur der einzelnen Probleme) ausgehen: 1. um Entscheidungsgrundlagen zu gewinnen. 2.und Mischungsprobleme. OR) 1. Insbesondere werden die Abhängigkeiten gezeigt.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 VII. 4. nimmt gegebenenfalls Vereinfachungen vor und zeigt auf. Programmierungsprobleme Zuteilungs. die zwischen diesen auslösenden und einander beeinflussenden Faktoren bestehen. Planungsverfahren werden durch die Methoden des OR wesentlich exakter. Operations Research a) Das Wesen des Operations Research OR: wissenschaftlichen. Seite 141 von 144 . mit deren Hilfe alle für Entscheidungen relevanten rechenhaften Daten simultan verarbeitet werden. höchste Produktivität. • Beschreibungsmodelle: halten fest welche Folgerungen sich durch das Vorliegen bestimmter Gegebenheiten einstellen können • Entscheidungsmodelle: gehen von einer Zielfunktion aus (Gewinnmaximierung) und zeigen die günstigste Entscheidung bei gegebener Situation auf. 3. wodurch der beschriebene Sachverhalt ausgelöst und beeinflusst wird. geringster Verschnitt. Die mathematische Sprache begünstigt die exakte Problemformulierung und bietet in Verbindung mit EDV den Vorteil. → schließt automatisch neben der Chance das Risiko ein.

Standortprobleme und Instandhaltungsprobleme werden diese Methoden mit Erfolg angewendet. exakte Informationen zu erhalten. festgelegte Mengen abgesetzt werden müssen oder keine Engpässe bestehen bzw. Auf die Lineare Programmierung wird man nicht zurückgreifen.und Auslastungsproblemen. Werbepläne. wenn Planungsüberlegungen auf mehrstufige Prozesse und in diesem Rahmen auf Veränderungen der Rechengrößen Bedacht nehmen müssen. Sie bestehen darin komplizierte Abläufe. Im Gegensatz zur linearen Programmierung ist die Zahl der Variablen und Nebenbedingungen bei der dyn. optimaler Zuordunungen von Ressourcen zu Bedarfsträgern. Programmierung größer. • Lineare Programmierung …dient der Lösung von Planungsproblemen. Absatz-. welche Größen die betrieblichen Entscheidungen im Detail beeinflussen. und die unter Beachtung eines Planziels optimiert werden sollen. 5 Bestimmung bewertungsabhängiger. wodurch optimale Vorgangsweisen gefunden werden können. dass die zu maximierenden oder zu minimierenden Funktionen linear sein müssen. Es ist universell anwendbar und kann mit Hilfe von EDV leicht organisiert werden. 4 Transportprobleme. was bei Zeitraumentscheidungen der Fall ist. Dabei handelt es sich um ein iteratives (schrittweises) Lösungsverfahren. Seite 142 von 144 . wenn die Sachverhalte klar gekennzeichnet sind. 3 Ermittlung optimaler Investitionspläne. Die Grenzen der linearen Programmierung liegen darin. 2 Bestimmung zieladäquater. Mit Hilfe der linearen Programmierung wird aufgezeigt. Lagerhaltungsprobleme. 2.oder Investitionsprobleme (Knapsackprobleme).. werden durch brauchbare analoge Vorgänge statistisch simuliert. Insbesondere für Warteschlangenprobleme. optimaler Produktionspläne. Engpassprobleme. Konkurrenzprobleme.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 Transport.und Verteilungsprobleme (Wegeprobleme). Beispielhaft können die folgenden praktischen Anwendungen angeführt werden: 1 Ermittlung kostenminimaler Mischungen von Produktionsmitteln. bei welchen es schwierig ist. Stundenplanerstellung) näheres zur Simplexmethode ab Seite 917 • Dynamische Programmierung Auf diese Verfahren wird übergegangen. 3. Andererseits kann man auch die Problemlösungs-Methoden zur Gliederung heranziehen. Man verwendet die Verfahren der Dynamischen Programmierung vor allem zur langfristigen simultanen Planung von Produktions-. Finanzpläne etc. • Simulationsverfahren (Monte-Carlo-Methoden) Unter der Bezeichnung Monte Carlo Methoden werden verschiedene Techniken zusammengefasst. (z.B. die sich durch eine Reihe von linearen Gleichungen bzw. Zuordnungsprobleme. Ausstattungs. 4. Engpässe bekannt sind und beseitigt werden können. Lager. Die rechnerische Auflösung des Gleichungssystems erfolgt durch die Simplex Methode in Matrizenform. Ungleichungen darstellen lassen.

• Netzplantechnik Die Netzplantechnik ist ein graphentheoretisches Verfahren.h. kürzeste. Im Vordergrund steht die Berechnung des "kritischen Weges (Pfades)". mit dem einerseits komplexe Abläufe und Strukturen anschaulich dargestellt und andererseits in diesem Beziehungsgeflecht optimale (längste. d. Sie dient der Planung. Für das aus dem Engpass resultierende Dimensionierungsproblem muss ein Kompromiss zwischen den Kosten der Bereithaltung der Abfertigungsstellen und den Wartekosten der abzufertigenden Objekte. • Anwendung der Warteschlangen-Theorie Die Anwendungen der Warteschlangen-Theorie beziehen sich auf Engpassmodelle (z. deren Erfolg aber wesentlich von den ergriffenen Handlungsmöglichkeiten des / der Partner abhängt.: Kunden vor der Supermarktkassa). die die Gesamtdauer des Projekts bestimmt. billigste ertragsreichste) Wege ermittelt werden können. Kontrolle und Steuerung einzelner Projekte. • Anwendungen der Spieltheorie Die Spieltheorie findet in Konkurrenzmodellen Anwendung und untersucht die rationalen Verhaltensweisen zweier oder mehrerer Partner. Die Zielsetzung in der Anwendung der Spieltheorie liegt in der Bestimmung eines optimalen eigenen Verhaltens. EDV unterstützte Anwendungen: z. Grundelemente sind die einzelnen Arbeitsvorgänge (Aktivitäten.in komplizierteren Fällen . die aus Gründen der Wirtschaftlichkeit (Zeitaufwand.B. enden (Ereignisse. Vorplanung ob das geplante Vorhaben überhaupt für den Einsatz der Netzplantechnik geeignet ist 2. Der grundlegende Verfahrensablauf vollzieht sich in den folgenden Schritten: 1. von Vorhaben. eine mathematisch nachweisbare Optimallösung jedoch nicht erbringen. Strukturanalyse Das Projekt wird zunächst in seinen Einzelaktivitäten dargestellt = Strukturplan Die zentralen Fragestellungen sind: • Welche Aktivitäten fallen an? Seite 143 von 144 . • sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. zum Teil gleichzeitig ablaufender Arbeitsschritte. Rechenaufwand) in der Problemlösung lediglich möglichst gute Lösungsergebnisse anstreben.Simulationsmodelle in Frage. jener Abfolge von Einzelaktivitäten.B. Knoten). die • in sich abgeschlossen und abgrenzbar sind.sind jene Lösungsmethoden. Microsoft Project Die Netzplantechnik ist ein taugliches Instrument zur Planung. • aus einer Vielzahl einzelner Vorgänge mit gegenseitigen Abhängigkeiten bestehen. die sich mit ihren Zielvorstellungen zueinander in Konflikt befinden.. Steuerung und Kontrolle von komplexen Projekten mit einer Vielzahl. Tätigkeiten) und die Zeitpunkte. Sie haben mehrere Handlungsmöglichkeiten..Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Heuristische Verfahren . Als Lösungsverfahren kommen Wahrscheinlichkeitsrechnungen und . zu welchen diese Aktivitäten beginnen bzw.

Betrieb: vom kybernetischen Standpunkt als System angesehen.Zusammenfassung Lechner/Egger/Schauer 2007 • Welche Aktivitäten müssen unmittelbar vor einer bestimmten Aktivität beendet sein (kritischer Pfad). Zeitanalyse Für jede Aktivität wird die geplante Ausführungszeit festgelegt.und Endzeitpunkte der einzelnen Aktivitäten durch eine vorwärtsschreitende Rechnung. Steuern: ursachenbezogenes Eingreifen in ein dynamisches System. Aufbau des Netzplanes Elemente des Netzplanes sind Vorgänge (Teile des Projektes. 4. welche Aktivitäten können unmittelbar nach dieser Aktivität begonnen werden? 3. um erstere zu verwirklichen → Vergleich zwischen Geplantem und Verwirklichtem. Gegenüberstellung von Soll und Ist.und/oder kostenoptimaler Einsatz von Arbeitskräften. Seite 144 von 144 . Neben der Planungsphase ist die Phase der Überwachung des Projekts in der Netzplantechnik von besonderer Wichtigkeit 5. auf den Betrieb übertragen. Die kybernetische Verfahrensanalyse Die Erforschung und Gestaltung des Betriebes als dynamisches System erfuhr durch die Kybernetik (Wissenschaft von der Struktur und dem Verhalten dynamischer Systeme) einen entscheidenden Anstoß. c) der Information als der funktionellen Grundlage von Steuerung und Regelung. Richtwerten. Maschinen usw. Erfahrungswerten oder genauen Zeitberechnungen beruhen. dessen Elemente Menschen als Ausführorgane und Entscheidungsträger und andererseits Sachapparaturen sind. "Steuern" bedeutet. erreicht werden kann.und Endzeitpunkte der einzelnen Aktivitäten durch eine rückwärtsschreitende Berechnung des Netzplanes. Die kybernetische Argumentation beruht heute auf drei grundlegenden Komponenten: a) dem System als strukturellem Gebilde und Prozessträger. wobei es allerdings nicht zu Rückwirkungen auf das steuernde System kommt ( offene Wirkungskette). Die Netzplantechnik wird zu einem vorteilhaften Instrument der Wirtschaftlichkeitsanalyse wenn mit ihrer Hilfe ein zeit. Die Zeitberechnung im Netzplan erfolgt in zwei Stufen: a) Berechnung der frühestmöglichen Anfangs. bzw. b) Berechnung der spätesterlaubten Anfangs. Regeln: zusätzliche Überwachung des gesteuerten Prozesses mit Rückwirkungen auf das Verhalten des steuernden Elements. die Zeit verbrauchen) und Ereignisse (Zwischenstadien (Milestones) in der Projektdurchführung) In der graphischen Darstellung werden Knoten für Aktivitäten oder Ereignisse und Pfeile zur Verbindung dieser Knoten verwendet. Durch Ausnutzen der Pufferzeiten kann eine optimale Kapazitätsauslastung erreicht werden und durch die Aufnahme von Kostengrößen in den Netzplan können Projektalternativen auch kostenmäßig verglichen werden. Diese Zeitangabe kann auf Schätzungen. Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen zu setzen. b) der Steuerung und Regelung als spezifischen Formen des Systemverhaltens zur Erzielung eines Gleichgewichtszustandes.