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No.

10/1

T U CS ON , F re it a g , 24 Jan ua r , 186 8

Tucson Chronicle Sonderausgabe


Der Jahresübergang wäre geschafft und die
Bürgermeisterwahlen stehen an – wegen einer anstehenden
Gerichtsverhandlung findet nach unserer aktuellen Kenntnis die
Wahl nach einer Verlängerung der Wahlkampfperiode um eine
Woche erst am 31. Januar statt.
Unsere neue Mitarbeiterin Miss Shiva Quandry wird sich –
wenn überhaupt – nur teilweise der Pressearbeit widmen
können. Insofern erhalten Sie mit dieser Ausgabe die neuesten
Berichte über die Vorkommnisse vom 17. Januar aus erster
Hand vom Chefredakteur des TC. (aw)

Bild des Tages: Die heiße Wahlkampfperiode hat begonnen …


Mehr zu der Brandanschlägen auf Gericht und
Bürgermeisterbüro im Innenteil dieser Ausgabe. (aw)
No. 10/2

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Aus dem Bürgermeisterbüro


Dezember 1867 Der Bürgermeister von
Luk Sonnenkern wurde von Tucson wies erneut darauf
Mr. Breen vorgestellt. Luk hin, dass die Stadt Tucson
ist ein Sprengstoffexperte, nicht bereit gewesen sei, ein
der nach langer Reise aus Lösegeld für Conny Lefevre
Europa zurückkehrte. Er zu zahlen. Hätten sich die
lernte dort den Umgang mit Entführer sich an ihn
dem Dynamite, das Nobel persönlich gewandt, so wäre
1867 erfunden hat. Luk ist die etwas anderes gewesen.
in der Lage, alle Arten des
Sprengstoffs (Pulver, in Am 27 12 traf der
Rollenform, gebündelt und Brigadegeneral Mister Klay
selbst das Gelee) Mint ein, um alles zu
anzuwenden. In Nevada fand kontrollieren. Die
er einen Erfinder, der Bevölkerung von Tucson
ebenfalls wie Nobel am wurde hierzu um Mithilfe
nitrierten Toluol tüftelte... gebeten. Es wurden für alle
Nobel jedoch war schneller. Personen mit militärischer
Luk übersandte ihm von Ausbildung Eignungs-
Nobel ein Rezept zur untersuchungen angeboten.
Herstellung von Dynamite. Interessenten mögen sich
seither bezieht Luk seinen jederzeit im Fort melden.
Sprengstoff aus Nevada. (aw)
No. 10/3

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Aus dem Bürgermeisterbüro


Am 19. Dezember ist ein Mitglieder der Bürgerwehr
neuer Indianerbeauftragter um 21 Uhr zwecks
eingetroffen. Die große Suchaktion am Saloon zu
Herausforderung nimmt ab erscheinen.
sofort Mister Leon Nexen an.
16. Januar
Sylvestergruß des BM: Mister Erpel Emert wurde
Mr. Breen wünscht allen als Richter von Tucson
Bürgerinnen und Bürgern ein eingestellt Der BM und die
erfolgreiches und gutes Stadt wünscht Mister Emert
neues Jahr. viel Erfolg in Tucson.
Gez.
Am 2. Januar ist miss Amy BM Klaus Breen
Mc Carthy (Ice Silvera)
eingetroffen. Sie ist ab
sofort Anwältin in Tucson. Anmerkung der Redaktion:
Der BM und die Stadt Mr. Emert legt Wert auf die
wünschen ihr viel Erfolg bei Anrede ‚Ehrenwerter Richter’
ihren Aufgaben.
Informationen zur
7. Januar Bürgermeisterwahl finden Sie
Misst Harmonie wurde auf einer gesonderten Seite
entführt! Mr. Breen bat alle des Tucson Chronicle. (aw)
No. 10/4

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Geschichten aus der Stadt

Am 6. Dezember wurde Tucson mal wieder von Outlaws


bedrängt. Der Stadträtin Winkler rief daraufhin die
Bürgerwehr zusammen. Outlaws hatten Gefangene befreit, die
Bürgerwehr stellte daraufhin einen Suchtrupp zusammen.

Beerdigung von Marshal Masterson


Am 8. Dezember 1867 teilte Marshal Helmut Inglis mit, dass
am Abend am Stadtrand von Tucson Marshal Butch Masterson
ermodet aufgefunden wurde. Masterson hatte dem Gesetz immer
treu gedient und gute Dienste geleistet. Inglis verlor mit ihm
einen Kollegen, Partner und guten Freund. Dem Mörder schwor
Inglis Rache. „Der Mörder möge sich warm anziehen - seine
letzte Stunde hat geschlagen!“ Die Beerdigung von Butch
Masterson fand am 09.12. statt.
Steckbrieflich gesucht wurde daraufhin wegen Mordes an
Marshal Butch Masterson ein gewisser Frank James, weit
bekannter Bruder von Jesse James. Auffällige Merkmale: braune
Kleidung, linker Stiefelabsatz hat 4 abgeschnittene Ecken
TOT oder LEBENDIG, Belohung: 100 T$.

Mr. Aldrian Rossini kündigte am 9. Dezember die Stelle des


Indianerbeauftragten in unseren Territorien aus persönlichen
Gründen und wird wohl im Moment das Land ohne feste
Anstellung durchstreifen. (aw)
No. 10/5

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Geschichten aus der Stadt (Fortsetzung)


Am 12. Dezember gab Am 14. Dezember 14.12. rief
Locksley Schumann bekannt, Miss Winkler die Mitglieder
dass er aus eigenen der Bürgerwehr zusammen,
Interessen vom Richteramt da ein großer Verdacht
zurücktrat. Richter Roy Bean bestand, dass Miss Parker
übernahm daraufhin das Amt entführt worden sei. Miss
in Tucson. Parkers Ehemann sagte, das
Mr. Schumann steht aber die Spur nach Arizona West
weiterhin mit Einverständnis führe. Die Bürgerwehr stellte
des neuen Richters als abends am Saloon einen
Gerichtsschreiber zur Suchtrupp zusammen, um
Verfügung, sofern Arizona West zu
Verhandlungen in Tucson durchkämmen.
dies erfordern. Ob er an der Am 16.12. trafen sich
kurzfristig einberaumten Mitglieder der Bürgerwehr
Verhandlung gegen zwei erneut – diesmal zur
landesweit gesuchte geplanten Waffenübung im
Schwerverbrecher am 13.12. Hinterhof des Saloons.
eingesetzt wurde, ist dem TC Eine neues Krankentrans-
jedoch nicht bekannt. portsystem wurde getestet:

(aw)
No. 10/6

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Conny Lefevre ./. Stadt Tucson


Am 18.12 verlautbarte Mr. Loudwater bzgl. Conny Lefevre:
„Dank der Verweigerung einer Lösegeldzahlung nach
misslungenem Befreiungsversuch ist der arme Schmied nun
querschnittsgelähmt. Er verunglückte als das Ultimatum
abgelaufen war und er aus Panik über eine Mauer sprang um
zu fliehen. Später stellte sich zudem heraus das die Entführer
nie vor hatten den Schmied zu töten.
Vielen Dank auch dem BM der sich in seiner vergoldeten
Badewanne wälzt und bis zuletzt nicht bereit war Lösegeld zu
zahlen und lieber das Leben der Geisel aufs Spiel setzte.“
Der Bürgermeister reagierte mit einem vorgenannten Bulletin.
Die Stadt sieht sich in Folge aber mit einer Anklage des
Schmiedes konfrontiert. Am 4. Januar 1868 erhob im Namen
und Auftrag seines Mandanten Conny Lefevre Reverend Dominic
Chauveau in Eigenschaft als Anwalt Klage gegen die Stadt
Tuscon. Aufgrund der Schwere der erlittenen Verletzungen
seines Mandanten fordert er ein Schmerzens- und
Wiedergutmachungsgeld in Höhe von 10000 T Dollars.
Der Fall Conny Lefevre gegen Stadt Tucson wurde am Abend
des 20.1. vom ehrenwerten Richter Erpel Emert auf
Mittwochabend den 27.1. vertagt. (voraussichtlich 20:15). Dies
führte auch zur Verschiebung der Abstimmung in der
Bürgermeisterwahl. „Aufgrund des noch laufenden
Gerichtsfalles, hat der Stadtrat beschlossen die Wahl des BM
auf den Sonntag 31.1. zu verschieben.“, so die Information von
Stadträtin Winkler. (aw)
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Die heiße Wahlkampfphase hat begonnen!


Am 17. Januar wurden Signalfeuer außerhalb der Stadt
gesichtet. Aber auch in der Stadt brannte es. Zuerst im
Gericht, wo ein Teil der Bestuhlung und die Treppe in Brand
gesetzt wurde. Die Löscharbeiten verliefen jedoch zugig und
erfolgreich. Kurz darauf brannte es im Büro des
Bürgermeisters. Die Helfer waren längere Zeit mit den
Löscharbeiten beschäftigt. (aw)