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Kollegiale Beratung

Die Beratung von Praxisfällen nach dem Konzept der kollegialen Beratung unterstützt
 reflektiertes und eigenverantwortliches Handeln
 die Entwicklung von Autonomie in Gruppen
 die sinnvolle Komplexitätsreduzierung.
Kollegiale Beratung ist zeitökonomisch und ermöglicht den „freien Blick“ auf Themen, Kon-
flikte und (Schein-)Harmonien im Alltag. Transparenz und Struktur des Verfahrens verhin-
dern, dass vorschnelle Beurteilungen zu vermeintlichen Lösungen werden. Die Zuhörer (sog.
Berater) erhalten gleichzeitig Anregungen und Handlungsmöglichkeiten für ähnlich gelagerte
Anliegen.

Wie funktioniert die Kollegiale Beratung?


Ein Teilnehmer stellt einen konkreten Fall zur Diskussion, der für ihn derzeit beruflich von
Belang ist. Dies erfolgt mit einer konkreten Fragestellung an eine Gruppe von Kollegen. Be-
gleitet von einem Moderator durchläuft die Gruppe 8 Prozessschritte (siehe detaillierte Be-
schreibung auf der nächsten Seite). Der Fallgeber soll in kurzer Zeit möglichst viel Input zu
einem komplexen Thema bekommen aus den sehr unterschiedlichen Blickwinkeln der ande-
ren Teilnehmer.

Das Ergebnis
Es ist erstaunlich, wie wertvolle Ergebnisse in sehr kurzer Zeit erzielt werden durch die ge-
bündelte Kompetenz der Teilnehmer, zum Teil einfach durch gezielte Fragen der Kollegen.
Häufig verschiebt sich die Perspektive des Fallgebers auf die ursprüngliche Fragestellung er-
heblich. Auch die anderen Teilnehmer profitieren für ihre berufliche Praxis.

Was ist die kollegiale Beratung NICHT?


Jemand schildert einen konkreten Fall und alle berichten von ihren Erfahrungen.

Beispiele für mögliche Fälle/Themen:


 Wie verbessere ich die Steuerung eines unternehmensweiten Change Management
Projektes?
 Ich möchte meine Abteilung umstrukturieren und kämpfe mit Widerständen meiner
Mitarbeiter.

Krischausky Interimsmanagement Coaching


Dipl.-Ing. Ben Krischausky | Timmermannstr. 7 | 22299 Hamburg
Fon: +49 (0)40.43 27 27 94 | Fax: +49 (0)40.43 27 27 95 | Mobil: +49 (0)171.765 09 84
info@kic-hamburg.de | www.kic-hamburg.de
 Wie “verkaufe” ich der Geschäftsführung einen verbesserten Personalentwicklungspro-
zess?

Wie lange dauert eine kollegiale Beratung?


Je nach Komplexität des Falles 60 - 120 Minuten

Wer nimmt teil?


Der Fallgeber, ein Moderator, 5-8 Kollegen.

Was sind die Erfolgsfaktoren?


 Ein Moderator, der auf die Einhaltung der Prozessschritte und Zeitvorgaben achtet und
den Ablauf moderiert
 Ungestörte 1-2 Stunden
 Eine vertrauensvolle Atmosphäre mit dem Commitment, sämtliche Diskussionen und
Informationen vertraulich zu behandeln
 Offenheit des Fallgebers und der anderen Teilnehmer

Ablauf
1. Der Fallgeber stellt dar, wozu er den Rat der Anwesenden möchte.
2. Die anderen (Berater) stellen Verständnisfragen, bis sie das Thema und die erforderlichen
Zusammenhänge ausreichend verstanden haben.
3. Der Fallgeber präzisiert die Frage an die anderen. Den nächsten Schritten hört er zu,
ohne weitere Informationen zu geben, etwas zu ergänzen oder klar zu stellen.
4. „Gefühle und Impulse“: Die Berater äußern sich kurz, welche Gefühle und Impulse sie zu
der geschilderten Situation haben.
5. „Wie macht das Sinn?“: Die Berater interpretieren die Situation und den Kontext, be-
nennen welche Aspekte ihnen relevant erscheinen und entwickeln ein Gesamtverständ-
nis. Wo gibt es Lernfelder für die Organisation und / oder den Fallgeber?
6. Die Berater benennen, was ihnen am Vorgehen, an der Haltung, oder von den Ideen und
Lösungsansätzen des Fallgebers gefällt (Wertschätzung)
7. Die Berater geben Empfehlungen - konkret auf die Fragestellung des Fallgebers bezogen.
8. Der Fallgeber sagt, welche Gedanken, Aspekte und Empfehlungen ihm wertvoll erschei-
nen und bedankt sich für die Anregungen und die Hilfe.

Anmerkung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird hier nur die männliche Schreibform
verwendet. Es sind natürlich immer Frauen und Männer gemeint!

Krischausky Interimsmanagement Coaching


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