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Leitfaden zur Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

im Modul Systematische Religionswissenschaft (Universität Erfurt, BA)

1 Ziel der Arbeit

Mit einer wissenschaftlichen Arbeit sollen Sie zeigen, dass Sie in der Lage sind, eigenständig und
nach wissenschaftlichen Kriterien zu arbeiten, distanziert zu beschreiben, zu analysieren und zu
argumentieren. Sie sollen sich zu einem vorgegebenen oder selbst gewählten Thema eigene
Gedanken machen und diese auf der Grundlage und in der Auseinandersetzung mit den aktuellen
Diskursen innerhalb der Religionswissenschaft erörtern und schließlich in einer logischen, für andere
verständlichen Form darstellen.1 Es geht also darum, verschiedene Positionen gegeneinander
abzuwägen und Ihre eigene Position wissenschaftlich zu begründen.

2 Gliederung der Arbeit


Grundsätzlich muss jede Arbeit Einleitung, Hauptteil, Schlussteil und Literaturverzeichnis enthalten.
Bei längeren Arbeiten kann der Hauptteil noch einmal gegliedert sein.

a) Einleitung
o Wieso habe ich dieses Thema gewählt [bei selbständiger Wahl des Themas]? Kurze
Beschreibung des Themas.
o Problemstellung: Worum geht es in dieser Arbeit? Welche Ausgangsfragen oder -thesen gibt
es? Welche Erkenntnisse erhoffe ich mir oder was möchte ich eventuell widerlegen?
o Allgemeiner Ablauf der Arbeit und knappe Darlegung der Vorgehensweise (Methodik)

b) Hauptteil: Interpretation / Analyse des für die Fragestellung relevanten Materials


[Sekundärliteratur; Quellen aller Art; statistisches Material etc.]

Untersuchung des Materials im Hinblick auf die Ausgangsfrage/-these:


o Was sagen andere wissenschaftliche Autoren (Sekundärliteratur) über das Material/die
Fragestellung?
o Eigenständige Analyse des Materials (in Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur)
o Was ergibt meine eigene Analyse? (in Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur)

c) Schlussteil
Zusammenfassung aller Ergebnisse. Beantwortung der Ausgangsfragen. Falls zu Beginn der Arbeit
eine oder mehrere Hypothesen formuliert wurden  Ablehnung, Reformulierung oder Bestätigung

1
Sesink, Werner, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Internet – Textverarbeitung –
Präsentation, 7., aktual. Auflage, München, Wien: Oldenburg Verlag 2007, S. 9.
dieser Hypothesen. Vorschläge für weitere, sich aus der Arbeit ergebende Fragestellungen (ganz
besonders bei Ablehnung der Ausgangshypothese).

d) Literaturverzeichnis
Auflistung der Sekundärliteratur in alphabetischer Reihenfolge der Autorennamen.
Internetseiten getrennt aufführen.

e) Quellenverzeichnis (vor allem bei historisch orientierten Arbeiten)


Auflistung aller Texte und evt. weiterer Informationsmaterialien, die in der Arbeit analysiert werden
bzw. Gegenstand der Arbeit sind.

3 Formale Gestaltung

Alle selbständigen und veranstaltungsbegleitenden Hausarbeiten müssen, wenn nicht anders bekannt
gegeben, sowohl als Ausdruck als auch per Mail als Datei (kein PDF) eingereicht werden.

Achten Sie auf folgende Grundeinstellungen:


• Blocksatz
• Zeilenabstand: 1,5 Zeilen
• Seitenränder: 3 cm links und 2,5 cm rechts
• Schriftgröße: Times New Roman 12

Auf das Deckblatt schreiben Sie (gut zu erkennen):


• Name des Dozenten
• Titel des Seminars
• Titel der Arbeit
• zu erwerbende LP
• Ihren Namen sowie die Matrikelnummer und Ihre Studiengänge mit Semesterangabe

Das Inhaltsverzeichnis sollte logisch nachvollziehbar und aussagekräftig sein, vor allem aber
übersichtlich.

Alle Zitate, ob wortwörtlich oder sinngemäß, müssen belegt werden. Geben Sie die jeweilige
Literaturangabe in einer Fußnote an und schreiben Sie sie – wenn sie erstmals zitiert wird –
vollständig aus [wie im Literaturverzeichnis].
Beispiel:
„Wissenschaftler haben Religion unterschiedlich konstruiert: zum Beispiel als Glaube an geistige
Wesen, als Erleben des Unendlichen im Endlichen, als verpflichtenden Charakter von sozialen
Normen.“2

2
Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku von, Einführung in die Religionswissenschaft: Gegenstände
und Begriffe, München: Beck 2003, S. 14.
Folgen weitere Zitate aus demselben Text reicht der Name sowie die Seitenangabe oder der Kurztitel
des Buches, sofern mehrere Bücher oder Aufsätze desselben Autors zitiert werden. Der Kurztitel
eines Buches kann folgendermaßen lauten: „Kippenberg; Stuckrad, Einführung Religionswissenschaft,
S. 14.“. Er muss auf jeden Fall einfach und unmissverständlich zuzuordnen sein.
Bei wortwörtlichen oder sinngemäßen Zitaten eines Autors verweisen Sie auf die Stelle, indem Sie
„Kippenberg; Stuckrad, S. 14.“ schreiben. Wird auf einen anderen Autor verwiesen, der ebenfalls über
das Thema geschrieben hat, muss „Vgl. Hock, Klaus, Einführung in die Religionswissenschaft,
Darmstadt 2002.“ stehen.

Zitieren Sie in aufeinander folgenden Fußnoten mehrere Stellen aus demselben Werk, so schreiben
Sie erstmalig Autor, Titel, Seitenangabe und beschränken sich danach auf ein Ebd. oder ibid. sowie
die dazugehörige Seitenzahl. Achten Sie aber am Ende darauf, dass die erste Fußnote jeder neuen
Seite nicht mit einem solchen „Ebd.“, sondern mit Name und Kurztitel beginnt.

Am Ende jeder Fußnote muss ein Punkt gesetzt werden.

Fußnoten können außerdem dazu dienen, Anmerkungen inhaltlicher Art anzubringen (z.B. ein
weiteres Argument, eine Stellungnahme oder ein Kommentar zu der in der Fußnote zitierten Textstelle
u.ä.). Aber: Alle Argumente und Informationen, die für den Gedankengang wesentlich sind, müssen im
Haupttext stehen!

Das Literaturverzeichnis soll die gesamte Sekundärliteratur enthalten, die Sie tatsächlich gelesen
und zitiert haben. Das Internet kann zwar durchaus genutzt werden, die Seiten müssen aber mit
Bedacht ausgewählt und sorgfältig geprüft werden. Achten Sie darauf, dass am Ende jeder Angabe
ein Punkt gesetzt wird.

Bücher:
Name des Autors; der Autoren, Titel des Buches: Untertitel, [Zahl der Auflage, sofern nicht die
erste], Ort: Verlag Jahr [Jahr der ersten Auflage, falls eine spätere Auflage zitiert wird],
Seitenzahlen.
Bsp.:
Moeller, Bernd, Geschichte des Christentums in Grundzügen, 9. überarb. Auflage, Göttingen:
Vandenhoeck & Ruprecht 2008 [1979], S. 28-30.

Zeitschriftenaufsätze:
Name des Autors; der Autoren, „Titel des Aufsatzes“, Zeitschriftentitel Band(Heftnummer falls
vorhanden) Jahr, Seitenzahlen.
Bsp.:
Sotiriu, Eleni, “Contested Masculine Spaces in Greek Orthodoxy“, Social Compass 51(4) 2004,
S. 499-510.
Aufsätze in Sammelbänden:
Sammelbände sind Bücher, in denen Beiträge mehrerer Autoren zu einem bestimmten Thema
gesammelt sind. Sie werden von einer oder mehreren Personen herausgegeben.

Name des Autors; der Autoren, „Titel des Aufsatzes“, in: Name des Herausgebers (Hrsg.),Titel
des Buches, Ort: Verlag Jahr, Seitenzahlen.
Bsp.:
Nökel, Sigrid, „Migration, Islamisierung und Identitätspolitiken: Zur Bedeutung der Religiosität
junger Frauen in Deutschland“, in: Lukatis, Ingrid; Sommer, Regina; Wolf, Christof (Hrsg.),
Religion und Geschlechterverhältnis, Opladen: Leske & Budrich 2000, S. 261-270.

Artikel in Lexika oder Handbüchern:


Name des Autors (falls vorhanden), „Titel des Artikels“, Titel des Lexikons Bandangabe, Ort:
Verlag Jahr, Spalten- oder Seitenangabe.
Bsp.:
Keller, Carl A., „Art. Friedrich Max Müller“, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon Bd.
VI, Nordhausen: Bautz Verlag 1993, Sp. 243-244.

Internetseiten:
Inhalte aus dem Netz können sowohl Quellenmaterial als auch Sekundärliteratur darstellen und
müssen dem Literatur- bzw. Quellenverzeichnis richtig zugeordnet werden.

Digitale Bücher und Zeitschriften wie auf Google Books oder in Zeitschriftendatenbanken werden
genauso wie reale Veröffentlichungen angegeben, allerdings ergänzt um den entsprechenden Weblink
und das Zugriffsdatum.

Name des Autors, Titel des Buches, Ort: Verlag Jahr, Seitenzahlen.
Vollständiger Link (letzter Zugriff: Datum).
Bsp.:
Geertz, Clifford, The religion of Java, Chicago: University of Chicago Press 1976, S. 16.
http://books.google.de/books?id=-SYM4PW-YAgC&printsec=frontcover&source=gbs
_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false (letzter Zugriff: 19.10.2010).

Haben Sie Inhalte als Quellen analysiert oder als Sekundärliteratur verwendet, die nicht die Form
eines Buches/einer Zeitschrift haben, wie z.B. Internetforen von Glaubensgemeinschaften oder
Informationsseiten (z.B. Gesetzestexte auf der Seite des Justizministeriums) geben Sie den Namen
der Seite mitsamt dem Link und dem Zugriffsdatum an.
Name der Seite
Vollständiger Link (letzter Zugriff: Datum).
Bsp.:
Satanismus-Forum
http://505.foren-city.de/topic,1025,-koerpergerueche.html (letzter Zugriff: 17.10.2010).

Wikipediaseiten dürfen in wissenschaftlichen Hausarbeiten nicht verwendet werden!

Literatur

Theisen, Manuel René, Wissenschaftliches Arbeiten: Technik – Methodik – Form, 14., neu bearb.
Auflage, München: Vahlen Verlag 2008 [1984].

Sesink, Werner, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: Internet – Textverarbeitung –


Präsentation, 7., aktual. Auflage, München, Wien: Oldenburg Verlag 2007 [1990].

Wolfsberger, Judith, Frei geschrieben: Mut, Freiheit & Strategie für wissenschaftliche
Abschlussarbeiten, Wien: Böhlau 2007.

K. Waldner/A. Willenbacher/M. Gutberlet