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Biografie ERNST FUCHS

1930
Ernst Fuchs wird am 13. Februar als einziges Kind von Maximilian und Leopoldine
Fuchs in Wien geboren; Vater und Großvater (Sigmund) sind jüdischen Glaubens.

1930 - 1945
Emigration des Großvaters in die USA und des Vaters nach Shanghai. Abschied des
Vaters (1939) machte ihn zum Juden, wollte hebräisch lernen.
Mehrere Familienmitglieder kommen im Holocaust um. Ernst Fuchs ist als "Mischling
1. Grades" und zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt.
„bester Zeichner der Welt“ hieß es in der Schule

1941
kommt ins Heim für Mischlinge und Geltungsjuden (beschreibt jenen Teil der
„Mischlinge“, die per Definition rechtlich als Juden galten im Unterschied zu den
Personen, die nach der Verordnung als jüdische Mischlinge bezeichnet wurden. Aus
Wien war ich gewöhnt: „Judenbub, steh auf, nimm die Judenkreide, geh an die
Judentafel und schreib den Judentext.“)

1942
Der 12jährige wird römisch-katholisch getauft.
Erste männliche und weibliche Akte entstehen.
10 Monate in Düsseldorf, wo die Mutter eine Anstellung bekommen hatte

1943
wieder in Wien
erste Staffelei und Zeichenbrett von der Mutter bekommen
Während der Kriegszeit: Emy Steinböck - Modellieren, Alois Schiemann - Fresko,
Malschule St. Anna, Prof. Fröhlich - Naturstudium

1945
Studium an der Akademie der Bildenden Künste zuerst unter Professor Robin
Andersen, dann unter Professor Albert Paris Gütersloh.

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1948
Erste Surrealismus - Ausstellung organisiert von Jene, Paul Celan und Arnulf
Neuwirth
Gründung der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus" zusammen mit
Wolfgang Hutter, Arik Brauer, Rudolf Hausner und Anton Lehmden.
Mitglied im Wiener Art Club
Heiratet Gertrud, seine erste Frau
Geburt des ersten Kindes (insgesamt 16 Kinder mit sieben Frauen: Elias, Angelika,
Emanuel, Tilman, Marie …; Fuchs: Sehnsucht nach Familie, da er Einzelkind war.
„Meine Kinder haben aus mir einen harten Arbeiter gemacht, der heute dem
Träumer, der ich auch bin, immer noch bin, verlässlich zur Seite steht. … Familie und
Kunst sind Daseinsgrund und Daseinserfüllung.“)

1949
Zum ersten Mal in Paris
Beteiligung an der ersten Internationalen Ausstellung des Wiener Art Club in Turin.

1950
Ernst Fuchs geht für zwölf Jahre nach Paris. Bedeutende Künstlerfreundschaften mit
Salvador Dali, Jean Cocteau und mit dem Kreis um Jean-Paul Sartre entstehen.

1947 - 51
Auch Rainer und Lassnig arbeiten surreal
Gründung der „Hundsgruppe“

1952 - 1956
Reisen nach Amerika, Italien, Spanien und England. Erste große Museums- und
Einzelausstellungen.
Geburt des Sohnes Michael (Mutter: Krongold, zweite Ehefrau) in Paris, Michael
Fuchs ist Maler und Architekt

1955
Visionen (Gotteserlebnis)

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1957
Ernst Fuchs zieht sich für Monate in das Kloster "Dormitio" in Jerusalem zurück,
beginnt seine monumentale "Abendmahl"- Darstellung im Refektorium.

1958
Eröffnung der Galerie Ernst Fuchs, um in der Blütezeit des Tachismus jüngere Maler
der "Wiener Schule" auszustellen und zu ermutigen.
Erstmals wird für eine Ausstellung der Gruppe der Titel „Wiener Schule des
Phantastischen Realismus“ verwendet.
In Paris trifft er den spanischen Surrealisten Salvador Dalí.

1959
Erste Museumsausstellung der jungen Maler um Hausner im oberen Belvedere
Gründung des Pintatoriums (Rainer, Hundertwasser, Fuchs)

1961
Heiratet seine dritte Ehefrau, Eva Christina.

1962
Kehrt als international anerkannter Maler in seine Heimatstadt Wien zurück.

1966
"Architectura Caelestis", Buchausgabe mit Architektur-Entwürfen und Modellen.
Monumentalskulpturen "Esther", "Moses" und "Christophorus".
Wird Prof. an der Wiener Akademie

1968
erhält Fuchs als erster lebender Künstler eine Einzelausstellung in der Wiener
Albertina

1970
Innenarchitektur und Design; Möbelentwürfe.

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1972
Ausstellungstournee in Japan.
Es entstehen Großgemälde, die in der Ornamentik an den Jugendstil erinnern, wie
"Die Versuchung", "Kreuzigung" und "Der Untergang von Sodom und Gomorrha".
Fuchs lehrt in Mailand, Paris und den USA und beschäftigt sich mit der ästhetischen
Gestaltung des menschlichen Lebensraumes.
Er entwirft Möbel, Fliesen, Tapeten, Vorhänge, Beleuchtungskörper sowie Porzellan.
Kauf der Villa Wagner in Wien-Hütteldorf. Restaurierung und Gestaltung.
Ausstellungstournee mit der "Wiener Schule" in Japan.

1973
Entdeckung der "Toteninsel" bei Dubrovnik.
Fuchs widmet Breker zum 75. Geburtstag die Originalgrafik "Junger Moses".

"Hommage à Arno Breker - Der junge Moses", 1974

1974 - 1978
Arbeiten für Film und Bühne, Ausstattung der Opern "Parsival" und "Zauberflöte" in
Hamburg, "Lohengrin" in München und des Balletts "Josephslegende" von Richard
Strauss in Wien.

1974
Ernst Fuchs gibt seinem Künstlerfreund Salvador Dalí zu dessen Eröffnung des
Teatre Museu Dalí in Figueras ein Exemplar seiner Monumental-Skulptur "Esther".
Dalí lässt diese füllige Busen-Schönheit aus biblischer Zeit als Kühlerfigur seines
"Regentaxis" im Innenhof des Museum aufstellen.

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1975
„Wir sind das Goldene Dreieck der Kunst: Breker-Dalí-Fuchs. Man kann uns wenden
wie man will, wir sind immer oben.“ Dali

1976
Ernst Fuchs lässt sich von seinem Künstlerfreund und Bildhauer Arno Breker
portraitieren.

Ernst Fuchs bei Arno Breker - Düsseldorf

1977
erscheint „Fuchs über Ernst Fuchs. Bilder und Zeichnungen von 1945 - 1976“

1978
„Im Zeichen der Sphinx“ von Walter Schurian

1975 - 1979
Aquarellzyklus "Lohengrin". Reisen nach Spanien und Portugal. Philosophische
Dichtung und Essays.

1979 - 1982
Fertigstellung der großen Gemälde-Kompositionen für die Villa Wagner.

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Ernst Fuchs signiert als "Feuer-Fuchs" Heiligenbild-Paraphrasen.

1981 - 1982
Schallplattenaufnahmen "Von Jahwe", "Via Dolorosa", Gesänge von Ernst Fuchs.

1986 - 2000
Nymphäum Omega (Brunnenhaus Villa Wagner)

1987
„Planeta Caelestis“ von Fuchs

1980 - 1988
Internationale Einzelausstellungen.
Ernst Fuchs-Retrospektive im Palazzo "Piagiani" in Venedig.

1987
Porträt von „Falco“ entsteht

1988
100. Geburtstag der Villa Wagner. Eröffnung als Privatmuseum und als Sammlung
Ernst Fuchs.

1990 - 1991
"Die Phantasten", Ausstellung im Wiener Künstlerhaus und in Leipzig.

1990 - 2000
"Apokalypse-Zyklus" in der Kapelle der Stadtpfarrkirche Klagenfurt.

1991 - 1993
"Die Phantasten", Wanderausstellung in Japan.

1993
Große Ernst Fuchs-Retrospektive in St. Petersburg, Russisches Museum.

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1994
Einweihung der von Ernst Fuchs architektonisch gestalteten St.Jakobuskirche in Thal
bei Graz.
Einweihung Teilnahme und Mitorganisation der ersten großen internationalen
Ausstellung "Du Fantastique au Visionaire" in der Zitadelle,Venedig.
Ernst Fuchs-Retrospektive im Schloss Gruyère, Schweiz.

1993 - 1997
Arbeiten "Apokalypse-Zyklus", 12 großformatige Ölbilder.

1996
"Paradiso" monumentale Bildkomposition
Weltpremiere der von Ernst Fuchs ausgestatteten "Zauberflöte" in Wien.
Gestaltung und Ausstattung der Bibel.

1996 - 1998
"Religion und Mythos", Wanderausstellung.

1997
Projekt Berlin Schlosspalast, "Das größte Gästebuch der Welt".
"Mystische Gesänge", CD.
"Der Start", Bronze-Monumentalskulptur.
"Mosesbrunnen" in Wiener Neustadt.

1998
Eröffnung des Sternzeichenhotels "Zodiac" in Kärnten.
Mosesbrunnen in Bärnbach
ungefähr in diesem Jahr:
Vor ein paar Jahren wurde er bei einem Besuch in Wien schon am Bahnhof von
einem Taxifahrer überschwenglich begrüßt: Der Herr Professor wieder in der Stadt,
welch ein Vergnügen, welch eine Ehre. Er riss den Schlag auf. Das habe er sich
immer schon einmal gewünscht, den Meister in dessen Museum zu fahren. Was für
ein Glück für Wien, in diesen schweren Zeiten einen solchen Künstler in seinen
Mauern zu haben. Das Trinkgeld fiel am Ende der Fahrt entsprechend den Elogen

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großzügig aus. Der Taxifahrer verneigte sich: "Vielen, vielen Dank, Herr
Hundertwasser."

1998 - 2000
"Mensch und Maschine" Monumental Kompositionen, Ölgemälde Monte Carlo.

1999
Ausstellung "Mythos, Phantasie, Realismus", Zitatelle Berlin.
"Symbolon" Architekturprojekt Bremen Nord.

2000
"Venus 2000" Bronzeskulptur
Fantasy Art im Speicher, Bremen, Juni - Oktober.

2001
Ausstellung in der "Tretjakov", Galerie in Moskau, Februar.
Retrospektive im Palais Harrach in Wien, August - Oktober.

2001
Präsentation Autobiografie "Phantastisches Leben" Juli, Fuchs-Villa, Wien

2002
Retrospektive Westfries Museum, Hoorn, Holland. September -Oktober

2003
Ausstellung Ernst Fuchs in der Toskanische Säulenhalle, Regio Augsburg, Februar -
April
Gemeinschaftsausstellung "Die Phantasten" Brauer, Fuchs, Hausner, Hutter,
Lehmden, Tulln, Österreich. April -November
Projekt + Ausstellung "Kohle zur Kohle", Grevenbroich, Deutschland, Juni -Juli
Präsentation Buch "Ernst Fuchs Zeichnungen und Graphik aus der frühen
Schaffensperiode 1942-1959, Fuchs-Villa, Wien.

2004

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Ernst Fuchs widmet sich vorrangig der Gestaltung der Apokalypse-Kapelle in
Klagenfurt.

2005
Spatenstich für "Paradiso" :
Am Nachbargrundstück der weltberühmten Otto-Wagner-Villa in Wien, die Ernst
Fuchs zu einem Museum für seine Kunst umgestaltet hat, wird bis zum Frühjahr
2007 ein Museum für internationale phantastische Kunst errichtet. Auf dem etwa
10.000 m2 großen Grundstück werden neben einem Atelier mit Künstlerwohnungen
und deiner Akademie auch ein "phantastischer" Kinderspielplatz errichtet werden.
Das Museum ist vor allem den künstlerischen Weggefährten von Ernst Fuchs und
deren Schülern gewidmet.
Große retrospektive Wanderausstellung der Galerie Mensing in Hamburg und
München.

2006
Gemeinschaftsausstellung "phantastisches" mit Brauer und Hundertwasser im
Jüdischen Museum Wien.
„Straßensänger und Kaiser wollt’ ich werden“ Doku-Film

2008
Ausstellung: Phantastischer Realismus, Belvedere, Wien
Fuchs lässt sich zu offiziellen Anlässen mit einem Ford S-MAX Flexifuel chauffieren,
als Botschafter einer umweltfreundlichen Autotechnologie (besitzt oder besaß? Rolls
Royce zum Auftritt bei repräsentativen Anlässen und einen Puch 500 für nicht
repräsentative Anlässe)

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