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Dietmar Vahs

Jan Schäfer-Kunz

Einführung in die

Betriebswirt-
schaftslehre
Vorlesung
Kapitel 4
Rechtsformentscheidungen
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Vahs/Schäfer-Kunz: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, 5. Auflage, 2007 129


4.1 Grundlagen

Dispositiver  Allerdings Typenzwang


Charakter

Anlässe  Gründung
 Wechsel der Rechtsform
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4.1.1 Unterteilung der Rechtsformen

Rechtsformen
des öffentlichen
Rechts

Gegenstands-
gebundene
Rechtsformen

Einzelunternehmen
Kein eigenes
Betriebsvermögen
Rechtsformen
Rechtsformen Personen-
gesellschaften
des privaten Gesamthands-
Rechts
Gegenstands- betriebsvermögen
ungebundene
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Rechtsformen
Körperschaften
Eigenes
Betriebsvermögen

Stiftungen
Verselbstständigtes
Zweckvermögen

Abbildung 4.1: Rechtsformen


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4.1.1.3 Verselbständigungsgrade des Betriebsvermögens 1/7

Einzelunternehmen
Unbeschränkte
Haftung
Unternehmer
Betriebs-
vermögen Gläubiger

Personengesellschaften
Unbeschränkte
Haftung
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Gesellschafter Personengesellsch.
Betriebs- Betriebs- Gläubiger
vermögen vermögen

Abbildung 4.2: Verselbständigung des Betriebsvermögens und Haftung 1/2


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4.1.1.3 Verselbständigungsgrade des Betriebsvermögens 2/7

Körperschaften
Mittelbare Haftung Unbeschränkte
mit Einlage Haftung
Körperschaft
Betriebs-
Gesellschafter vermögen Gläubiger

Stiftungen
Keine Unbeschränkte
Haftung Haftung
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Stiftung

Stifter Betriebs- Gläubiger


vermögen

Abbildung 4.2: Verselbständigung des Betriebsvermögens und Haftung 2/2


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4.1.1.3 Verselbständigungsgrade des Betriebsvermögens 3/7

(1) Einzelunternehmen

(2) Personengesellschaften
DEFINITION Gesellschaften sind zweckgerichtete Personen-
vereinigungen auf der Grundlage von privatrecht-
lichen Gesellschaftsverträgen.
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 Gesamthandsvermögen

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4.1.1.3 Verselbständigungsgrade des Betriebsvermögens 4/7

(3) Körperschaften
 Trennungsprinzip

DEFINITION Körperschaften sind rechtlich verselbständigte


Gesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit

DEFINITION Juristische Personen sind Rechtspersönlich-


keiten, die über ihre Organe wie natürliche
Personen am Rechtsverkehr als Träger von
Rechten und Pflichten teilnehmen und dadurch
Rechte erwerben, Verbindlichkeiten eingehen,
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Eigentum erwerben und vor Gericht klagen


können

(4) Stiftungen
 Zweckvermögen
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4.1.1.3 Verselbständigungsgrade des Betriebsvermögens 5/7

Gewerbliches Einzelunter-
nehmen e.K.
Einzel-
unternehmen
Freiberufliche Einzelpraxis

Gesellschaft bürgerlichen
Rechts GbR

Offene Handelsgesellschaft
Gegenstands- OHG
ungebundene
Rechtsformen Personen-
des privaten handels- Kommanditgesellschaft KG
Rechts 1/2 gesellschaften

Personen- GmbH & Co. KG


gesellschaften

Europäische wirtschaftliche
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Interessenvereinigung EWIV

Partnerschaftsgesellschaft

Stille Gesellschaft StG

Abbildung 4.3: Gegenstandsungebundene Rechtsformen des privaten


Rechts 1/2
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4.1.1.3 Verselbständigungsgrade des Betriebsvermögens 6/7
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Abbildung 4.3: Gegenstandsungebundene Rechtsformen des privaten


Rechts 2/2
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4.1.1.3 Verselbständigungsgrade des Betriebsvermögens 7/7

Die GmbH ist die häufigste Rechtsform


der Gesellschaften

Rechtsform Anteil* Umsatz

Aufteilung Einzelunternehmen 70,6% 12,9%


deutscher
Unternehmen GmbH 15,2% 32,6%
nach Rechtsform
OHG 8,9% 6,3%
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KG 3,5% 1,3%

AG 0,1% 20,7%
*Anteil an den rund 3 Mio. umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen
in Deutschland im Jahr 1999;
Quelle: Statistisches Bundesamt: www.destatis.de

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4.1.1.4 Unterteilung hinsichtlich der Kaufmannseigenschaften 1/3
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Abbildung 4.4: Kaufmannseigenschaften der Rechtsformen 1/2


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4.1.1.4 Unterteilung hinsichtlich der Kaufmannseigenschaften 2/3
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Abbildung 4.4: Kaufmannseigenschaften der Rechtsformen 2/2


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4.1.1.4 Unterteilung hinsichtlich der Kaufmannseigenschaften 3/3

DEFINITION Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es


sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder
Umfang einen in kaufmännischer Weise einge-
richteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert
(§ 1 Abs. 2 HGB).
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4.1.1.5 Unterteilung hinsichtlich der Erscheinung gegenüber Dritten

 Außengesellschaften

 Innengesellschaften
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4.1.2 Ziele bei Rechtsformentscheidungen 1/2

Rechtsgrundlage
BGB/HGB/GmbHG/AktG/GenG/...

Firma
Kennzeichnung, Zusatz für Rechtsform

Gründung
Gründerzahl, Mindesteinlage, Handelsregister

Merkmale Geschäftsführung
Rechtsformen Unternehmer, Gesellschafter/Dritte
1/2

Haftung
Unbeschränkt/beschränkt/keine
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Gewinn- und Verlustverteilung


Nach Anteilen/nach Köpfen

Besteuerung
Einkommens-/Körperschafts-/Gewerbesteuer, ...

Abbildung 4.5: Merkmale der Rechtsformen 1/2


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4.1.2 Ziele bei Rechtsformentscheidungen 2/2

Arbeitnehmer-Mitbestimmung
Erforderlich/nicht erforderlich

Publizität
Handelsregister, Rechnungslegung

Prokura und Handlungsvollmachten


Merkmale Erteilung möglich/nicht möglich
Rechtsformen
2/2 Rechtsformabhängige Kosten
Einmalige/laufende Kosten

Kapitalbeschaffung
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Leicht/schwierig

Eignung Unternehmensnachfolge
Erbschaftsteuer, Geschäftsführung, ...

Abbildung 4.5: Merkmale der Rechtsformen 2/2


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4.1.2.2 Firma

DEFINITION Die Firma ist der Name eines Kaufmanns, unter


dem dieser seine Geschäfte betreibt und seine
Unterschrift leistet (vgl. § 17 Abs. 1 HGB).

Aufgaben  Kaufmann eindeutig kennzeichnen


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 Rechtsform kennzeichnen

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4.1.2.4 Geschäftsführung

Unterscheidung  Geschäftsführung und Vertretung


 Geschäftsführung und Geschäftsleitung

(1) Geschäftsführung bei Einzelunternehmen


und Personengesellschaften
 Gesamtgeschäftsführung
 Einzelgeschäftsführung
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(2) Geschäftsführung bei Körperschaften


 Geschäftsführungsorgane

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4.1.2.8 Arbeitnehmer-Mitbestimmung 1/2

Arten der (1) Arbeitsrechtliche Mitbestimmung


Arbeitnehmer-  Betriebsverfassungsgesetz: Betriebsrat
Mitbestimmung

(2) Unternehmerische Mitbestimmung


 Arbeitnehmervertreter Aufsichtsrat
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 Mitbestimmungsgesetz

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4.1.2.8 Arbeitnehmer-Mitbestimmung 2/2

Anteilseigner Arbeitnehmer

Gesellschafter-/
Delegierte
Hauptversammlung

Aufsichtsrat

10 Vertreter der 10 Vertreter der Arbeitnehmer


Anteilseigner 7 Arbeitnehmer des Unterneh-
mens, 3 Gewerkschaftsvertreter
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Geschäftsführung/ Arbeitsdirektor
Vorstand

Abbildung 4.6: Arbeitnehmervertreter in einer Kapitalgesellschaft


mit mehr als 20.000 Arbeitnehmern
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4.1.2.10 Prokura und Handlungsvollmachten

DEFINITION Die Prokura ermächtigt zu allen Arten von


gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften
und Rechtshandlungen, die der Betrieb eines
Handelsgewerbes mit sich bringt
(§ 49 Abs. 1 HGB).

 per Prokura/ppa
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 Handlungsvollmacht

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4.2 Einzelunternehmen

4.2.1 Gewerbliches Einzelunternehmen

DEFINITION Gewerbliche Einzelunternehmen sind dadurch


gekennzeichnet, dass ein Ist- oder ein Kann-
Kaufmann sein Handelsgewerbe oder sein
gewerbliches Unternehmen ohne Gesellschafter
betreibt.
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(2) Firma
 »eingetragene Kauffrau«/»eingetragener Kaufmann«

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4.2.2 Freiberufliche Einzelpraxis

Freiberufler  Ärzte
 Rechtsanwälte
 Steuerberater
 Wirtschaftsprüfer
 ...
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 Kein Gewerbe
 Kein Kaufmann

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4.3 Personengesellschaften

4.3.1 Gesellschaft bürgerlichen Rechts

DEFINITION Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist eine


auf einem Vertrag beruhende Personengesell-
schaft zur Förderung eines von mindestens zwei
Gesellschaftern gemeinsam verfolgten beliebigen
Zwecks, der nicht auf den Betrieb eines
Handelsgewerbes gerichtet ist.
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Beispiele  Gelegenheitsgesellschaften (Kapitel 5.2.2►)


 Kartelle (Kapitel 5.2.3►)
 Holding-Gesellschaften (Kapitel 5.3.1►)
 Zusammenschlüsse von Handwerkern oder
Freiberuflern

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4.3.2 Personenhandelsgesellschaften

4.3.2.1 Offene Handelsgesellschaft (OHG) 1/3

DEFINITION Eine Offene Handelsgesellschaft ist eine


Personengesellschaft, deren Zweck auf den
Betrieb eines kaufmännischen Handelsgewerbes
(§ 1 Abs. 2 HGB) unter gemeinschaftlicher Firma
(§§ 17 ff. HGB) gerichtet ist, ohne, dass eine
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Haftungsbeschränkung der Gesellschafter


gegenüber den Gesellschaftsgläubigern besteht.

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4.3.2.1 Offene Handelsgesellschaft (OHG) 2/3

Mindestens zwei Offene Handels-


Gesellschafter gesellschaft OHG

Einzelgeschäfts- Vertretung der


führung Gesellschaft

Unbeschränkte Unbeschränkte
Haftung Haftung Gläubiger

Einlage
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Gesamthands-
vermögen
Gewinn/Verlust
4% & Köpfe

Abbildung 4.7:Merkmale der Offenen Handelsgesellschaft


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4.3.2.1 Offene Handelsgesellschaft (OHG) 3/3

Gesellschafter A Gesellschafter B Gesellschafter C

Einlage 1.000 € (1/7 von 7.000 €) 2.000 € (2/7 von 7.000 €) 4.000 € (4/7 von 7.000 €)

Verteilung von
400 € Gewinn

280 € zur Verzinsung 40 € = 280 € · 1/7 80 € = 280 € · 2/7 160 € = 280 € · 4/7
der Einlage mit 4%

120 € Restgewinn 40 € = 120 € · 1/3 40 € = 120 € · 1/3 40 € = 120 € · 1/3


nach Köpfen
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Summe 80 € 120 € 200 €

Tabelle 4.1: Beispielhafte Gewinnverteilung bei der Offenen Handelsgesell-


schaft
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4.3.2.2 Kommanditgesellschaft (KG) 1/2

DEFINITION Eine Kommanditgesellschaft ist eine Personen-


gesellschaft, deren Zweck auf den Betrieb eines
Handelsgewerbes unter gemeinschaftlicher Firma
gerichtet ist und bei der mindestens ein Gesell-
schafter gegenüber den Gesellschaftsgläubigern
unbeschränkt und mindestens ein Gesellschafter
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nur mit seiner Einlage haftet.

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4.3.2.2 Kommanditgesellschaft (KG) 2/2
Mindestens ein Kommandit-
Komplementär gesellschaft KG Dritte

Einzelgeschäfts- Vertretung der


führung Gesellschaft

Unbeschränkte Unbeschränkte
Haftung Haftung

Einlage

Gewinn/Verlust
4% & angemess.

Mindestens ein Gesamthands- Gläubiger


Kommanditist vermögen
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Einlage

Gewinn/Verlust
4% & angemess.

Mittelbare Haf- Unbeschränkte


tung mit Einlage Haftung

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Abbildung 4.8: Merkmale der Kommanditgesellschaft
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4.3.2.3 GmbH & Co. KG 1/2

DEFINITION Eine GmbH & Co. KG ist eine Kommanditgesell-


schaft, deren Vollhafter eine Gesellschaft mit
beschränkter Haftung ist.

 Grundtypenvermischung

Formen (1) Personengleiche Form


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(2) Personenverschiedene Form

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4.3.2.3 GmbH & Co. KG 2/2

Gründungs- (1) Haftungsbeschränkung


motive
(2) Steuerliche Vorteile

(3) Möglichkeiten der Drittorganschaft


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(4) Unternehmensfortführung

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4.3.3 Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV)

Supranationale Gesellschaftsrechtsform zur Erleich-


terung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
von mittelständischen Unternehmen und von Angehö-
rigen der freien Berufe.

 Besondere Form der Offenen Handelsgesellschaft

Merkmale (2) Gründung


 Eintragung in dem Mitgliedsstaat in dem die
Vereinigung den Sitz hat
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(4) Geschäftsführung
 Auch Nichtgesellschafter

(6) Gewinn- und Verlustverteilung


 Hat nicht den Zweck Gewinn für sich selbst zu erzielen
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4.3.4 Partnerschaftsgesellschaft

 Angehörige der freien Berufe

 Personengesellschaft, deren Angehörige nur


natürliche Personen sein können.

Merkmale (2) Firma


 »und Partner«/»Partnerschaft«

(3) Gründung
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 Eintragung ins Partnerschaftsregister

(4) Haftung
 Für berufliche Fehler haftet Partner, der mit
Auftrag befasst war

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4.3.5 Stille Gesellschaft (StG) 1/2

DEFINITION Eine Stille Gesellschaft ist eine Personenge-


sellschaft, bei der sich eine Person, die als stiller
Gesellschafter bezeichnet wird, an dem Handels-
gewerbe einer anderen Person mit einer Einlage
beteiligt, die in das Vermögen des Gesellschafter
des Handelsgewerbes und nicht in das Vermögen
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des Handelsgewerbes übergeht.

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4.3.5 Stille Gesellschaft (StG) 2/2

Stiller Handelsgewerbe
Gesellschafter Gesellschafter z.B. OHG, GmbH

Einlage
Vermögens-
einlage
Gewinn-
beteiligung

Einlage
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Ausschließbare Von der Rechts-


mittelbare Haf- form abhängige
tung mit Einlage Haftung

Abbildung 4.9:Merkmale der Stillen Gesellschaft


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4.4.1 Kapitalgesellschaften

4.4.1.1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 1/4

DEFINITION Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung


ist eine Kapitalgesellschaft, die einen beliebigen
Zweck verfolgen kann und bei der alle Gesell-
schafter gegenüber den Gesellschaftsgläubigern
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nur mit ihrer Einlage haften.

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4.4.1.1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 2/4
Gesellschaft mit be-
Mindestens ein schränkter Haftung
Gesellschafter GmbH Dritte

Stammeinlage
Stammkapital
Mindestens
Gewinn/Verlust 25.000 €
nach Anteilen

Mittelbare Haf- Unbeschränkte Gläubiger


tung mit Einlage Haftung

Geschäftsfüh- Geschäfts- Geschäftsfüh-


rung möglich führung rung möglich
Vertretung der
Gesellschaft
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Bestellung/
Abberufung
Gesellschafter-
Mitglied versammlung
Wahl
Aufsichtsratstä- Aufsichtsrat, ab Aufsichtsratstä-
tigkeit möglich 500 Arbeitnehm. tigkeit möglich

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Abbildung 4.10: Merkmale der GmbH
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4.4.1 Kapitalgesellschaften

4.4.1.1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 3/4

I. Beschleunigung der Unternehmensgründung

 Herabsetzung des Mindestkapitals von auf 10.000€


Gesetz zur
Modernisierung
 Unternehmensgesellschaft (haftungsbeschränkten)‘
des GmbH-Rechts
 Gründung eines GmbH ohne Mindeststamm-
(MoMiG)
kapital in der Gründungsphase
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 aber: Ausschüttungsbeschränkung zum Aufbau


von Stammkapital über die Zeit

 Mindestnennbetrag eines Geschäftsanteils: 1€

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4.4.1 Kapitalgesellschaften

4.4.1.1 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 4/4

II. Mustergesellschaftsvertrag
 für unkomplizierte Standardgründungen
 keine notarielle Beurkundung erforderlich

III. Beschleunigter Eintrag ins Handelsregister


Gesetz zur
Modernisierung
IV. Weitere Neuerungen
des GmbH-Rechts
 Verlegung des Verwaltungssitzes ins Ausland
(MoMiG)
 Erstellung einer Gesellschafterliste
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 Gutgläubiger Erwerb von Anteilen möglich


 Sicherung des Cash-Pooling
 Bekämpfung von Missbrauch (effizienter
Rechtsverfolgung von Gesellschaftern, Pflicht zur
Stellung des Insolvenzantrags für jeden Gesellschafter,
erweiterte Ausschlussgründe für Geschäftsführer)
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4.4.1.2 Aktiengesellschaft (AG) 1/4

DEFINITION Eine Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesell-


schaft, die einen beliebigen Zweck verfolgen kann,
deren Grundkapital in Aktien zerlegt ist und bei der
alle Aktionäre gegenüber Gesellschaftsgläubigern
nur mit ihrer Einlage haften.
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4.4.1.2 Aktiengesellschaft (AG) 2/4

Aktien als Stückaktien


Bruchteil des
Grundkapitals Nennbetragsaktien

Aktien als Stammaktien


Aktienarten Mitgliedschafts-
recht Vorzugsaktien
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Inhaberaktien
Aktien als
Wertpapier
Namensaktien

Abbildung 4.11: Aktienarten


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4.4.1.2 Aktiengesellschaft (AG) 4/4
Mindestens ein Aktien-
Aktionär gesellschaft AG Dritte

Einlage gegen
Aktien Grundkapital
Mindestens
Gewinn/Verlust 50.000 €
nach Anteilen

Mittelbare Haf- Unbeschränkte Gläubiger


tung mit Einlage Haftung

Vorstandstätig- Vorstand Vorstandstätig-


keit möglich keit möglich
Vertretung der
Gesellschaft

Bestellung/
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Abberufung
Aufsichtsratstä- Aufsichtsrat Aufsichtsratstä-
tigkeit möglich tigkeit möglich

Wahl

Mitglied Hauptver-
sammlung

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Abbildung 4.12: Merkmale der Aktiengesellschaft
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4.4.1.3 Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)

DEFINITION Eine Kommanditgesellschaft auf Aktien ist


eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital in
Aktien zerlegt ist und bei der mindestens ein
Gesellschafter, der keine Einlage leisten muss,
gegenüber den Gesellschaftsgläubigern unbe-
schränkt und mindestens ein Kommanditaktionär
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nur mit seiner Einlage haftet.

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4.4.2 Eingetragene Genossenschaft (eG)

DEFINITION Eine Eingetragene Genossenschaft ist eine


Gesellschaft von nicht geschlossener Mitglieder-
zahl, die die Förderung des Erwerbes oder der
Wirtschaft ihrer Mitglieder mittels gemeinschaft-
lichen Geschäftsbetriebes bezweckt.
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 Körperschaft
 keine Handelsgesellschaft

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4.5 Stiftung

DEFINITION Eine Stiftung ist eine rechtlich verselbständigte


Vermögensmasse mit eigener Rechtspersönlich-
keit, die mit ihrem Vermögen einen vom Stifter
festgelegten Zweck dauerhaft fördern soll.

Familien-  Destinatäre
stiftungen
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Die Robert Bosch Stiftung►►

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