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Supply Chain Management und


Wissensbilanz
Optimierung der Wertschöpfungskette
Jörg Becker

JÖRG BECKER WWW.BECKINFO.DE


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Eine Voraussetzung für die Bewältigung des Wandels durch Globalisierung


ist die Reorganisation der Supply Chain, d.h. die Reorganisation des gesam-
ten Material-, Informations- und Zahlungsflusses entlang der Wertschöp-
fungskette: vom Lieferanten bis hin zum Kunden. Der Einsatz regionaler
oder lokaler Zulieferer wird sich zukünftig weiter reduzieren, d.h. Ressour-
cen werden zukünftig global bereitgestellt. Die größte Macht in einer
Supply Chain hat das Unternehmen, das über alle Wertschöpfungsstufen
hinweg regelmäßig die Qualität seiner Lieferanten überwacht und messen
kann.

Kriterienliste für Messung der


Lieferantenqualität
Allgemeine Daten Einkauf Produktion Qualitätssicherung

o Unternehmensimage o Preise/Konditionen o Fertigungskapazitäten o Total Quality Konzept


o Marktanteile o Lieferkapazitäten o Technologiekompetenz o "Null-Fehler"-Strategie
o Umsatzentwicklung o Kundenservice o Prozeßfähigkeiten o Qualitätsstandards
o Wettbewerber o Garantieleistungen o Produktionsflexibilität o Qualitätsbewußtsein
o Finanzkraft o Angebot an System- o "Cost-Improvement"- o "Quality Engineering
o Kundennähe Lösungen Fähigkeiten o Q-Kontrollsysteme
o Zukunftsorientierung
o Interesse an langfrist. Logistik Entwicklung
Kooperationen
o Kontinuität im o Lieferzuverlässigkeit o Innovationspotentiale
Management o Lieferflexibilität o Entwicklungskapazität
o Termintreue o F+E-Imageprofil
o Bereitschaft zur o Mitarbeiterpotential
Lagerhaltung
o JiT-Fähigkeit
o Standort
o Kommunikations-
koordination

Mess-Kriterien für Lieferantenqualität


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Gestuftes Gew. 1 Gew. 2 I. II. III. I. II. III.


Mess-Kriterium in % in % Noten Noten Noten Messen Messen Messen
0-10 0-10 0-10

Unternehmensimage 8 3,0 4,0 9,0 0,2 0,3 0,7


Marktanteile 12 6,0 5,0 7,0 0,7 0,6 0,8
Umsatzentwicklung 15 10,0 8,0 9,0 1,5 1,2 1,4
Wettbewerber 9 8,7 6,0 5,0 0,8 0,5 0,5
Finanzkraft 16 1,0 8,0 9,0 0,2 1,3 1,4
Kundennähe 8 5,0 4,0 7,0 0,4 0,3 0,6
Zukunftsorientierung 18 4,5 9,0 9,5 0,8 1,6 1,7
Langfrist.Kooperation 6 5,5 3,0 4,5 0,3 0,2 0,3
Management Kontinuit. 8 6,5 2,0 3,5 0,5 0,2 0,3
5,5 6,2 7,6
Kriterien: Allgemein 100 10 0,5 0,6 0,8

Preise/Konditionen 40 5,0 6,0 8,0 2,0 2,4 3,2


Lieferkapazitäten 17 3,0 8,0 6,0 0,5 1,4 1,0
Kundenservice 16 7,5 3,4 7,0 1,2 0,5 1,1
Garantieleistungen 15 5,5 4,0 9,5 0,8 0,6 1,4
Systemlösungen 12 3,0 2,0 8,5 0,4 0,2 1,0
4,9 5,1 7,8
Kriterien: Einkauf 100 25 1,2 1,3 1,9

Fertigungskapazitäten 25 8,0 9,0 5,0 2,0 2,3 1,3


Technologiekompetenz 30 9,0 7,0 7,0 2,7 2,1 2,1
Prozeßfähigkeiten 15 3,5 4,0 5,5 0,5 0,6 0,8
Produktionsflexibilität 15 6,0 6,5 8,0 0,9 1,0 1,2
"Cost-Improvement" 15 2,5 8,0 9,5 0,4 1,2 1,4
6,5 7,1 6,8
Kriterien: Produktion 100 20 1,3 1,4 1,4

Total Quality Konzept 20 7,5 6,0 2,5 1,5 1,2 0,5


Null-Fehler-Strategie 18 8,0 5,5 8,5 1,4 1,0 1,5
Qualitätsstandards 22 4,0 4,0 6,0 0,9 0,9 1,3
Qualitätsbewußtsein 18 2,8 6,0 5,0 0,5 1,1 0,9
Quality-Engineering 10 3,0 4,0 7,0 0,3 0,4 0,7
Q-Kontrollsysteme 12 1,0 2,0 9,5 0,1 0,2 1,1
4,7 4,8 6,1
Kriterien: QS 100 20 0,9 1,0 1,2

Lieferzuverlässigkeit 35 9,0 6,0 7,5 3,2 2,1 2,6


Lieferflexibilität 15 5,0 5,5 9,0 0,8 0,8 1,4
Termintreue 18 5,0 6,0 4,0 0,9 1,1 0,7
Bereitschaft Lagerhaltg. 10 4,5 2,5 2,0 0,5 0,3 0,2
JiT-Fähigkeit 12 3,0 2,5 7,0 0,4 0,3 0,8
4

Standort 5 2,0 1,5 5,5 0,1 0,1 0,3


Kommunikationskoordin 5 2,0 4,0 6,5 0,1 0,2 0,3
.
5,8 4,8 6,3
Kriterien: Logistik 100 10 0,6 0,5 0,6

Innovationspotentiale 35 7,0 2,5 8,5 2,5 0,9 3,0


Entwicklungskapazität 25 6,5 3,5 9,0 1,6 0,9 2,3
F+E-Imageprofil 22 6,0 4,0 8,0 1,3 0,9 1,8
Mitarbeiterpotential 18 8,0 6,0 7,5 1,4 1,1 1,4
6,8 3,7 8,3
Kriterien: Entwicklung 100 15 1,0 0,6 1,3

Gesamt: Gew. 2 100


Gesamt: Stufe 1 34,2 31,8 43,0
Gesamt: Stufe 2 5,6 5,3 7,2

Mehrstufiges, gewichtetes Messverfahren


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Vor dem Hintergrund eines umfassenden Systems mit Wissensbilanzen


werden zahlreiche weitere solcher betriebswirtschaftlichen Fragestellungen
u.a. behandelt:

Vgl. Becker, Jörg: Wissensbilanz und Geschäftsplanung – Maß-


nahmenpotentiale identifizieren und ausloten, 2008,
ISBN 9783837075649

Planen heißt vorausschauen und Prognosen entwickeln: je genauer diese


Prognosen sind, desto erfolgreicher werden die daraus abgeleiteten Schlüsse
und damit das Geschäft sein. Die Geschäftsplanung interessiert mehr das
Morgen und Übermorgen als das gestern Gewesene. Planungsinstrumente
müssen aber richtig verstanden und eingesetzt werden: sie liefern nicht au-
tomatisch sichere Aussagen über eine unsichere Zukunft. Planung heißt
auch nicht, in eine Kristallkugel zu sehen, sondern ist nicht zuletzt eine Pro-
jektion der Vergangenheit, die man verstehen muss, bevor man etwas vo-
raussagen kann. Planung als Vorausabwägen verschiedener Entscheidungs-
möglichkeiten ist heute mehr denn je eine Wurzel des Geschäftserfolges.
Manchmal wird einer Forderung danach der Einwand entgegen gehalten,
dass eine präzise Form der Planung unmöglich sei, da niemand in die Zu-
kunft schauen könne. Gerade aber weil diese ungewiss ist, müssen die Maß-
nahmenplanungen konkret gesetzt werden, um über notwendige Orientie-
rungsmarken für grundsätzliche Entscheidungen verfügen zu können. Neben
„harten“ quantitativen Daten müssen für die Geschäftsplanung auch soge-
nannte „weiche“ qualitative Einschätzungen -beispielsweise unter Zuhilfe-
nahme einer Wissensbilanz- bereitgestellt werden.

Dazu regt eine Wissensbilanz immer wieder auf ein Neues dazu an, niemals
das Ganze aus dem Blickfeld zu verlieren und jede Maßnahme über ihre
gesamte Wirkungskette hinweg eng mit allen sie umgebenden Einflussfak-
toren zu vernetzen und eng zu überwachen. Die Ausführungen hierzu
schließen nahtlos an bereites zuvor erarbeitete Wissensbilanz-Publikationen
an und bauen darauf auf:

- Wissensressourcen mit Zukunftsperspektive


- Ausblick für Wissensbilanzen
- Wissenskapital im Zentrum der Geschäftsplanung
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- Qualität der Geschäftsplanung


- Ausgangssituation für Maßnahmenplanungen
- Ableitung erfolgversprechender Maßnahmen
- Übernahme Demo-Beispiel Faktoren-Tableau
- Beispiel: bereits analysierte Leistungsprofile
- Beispiel: bereits analysierte Wirkungsbeziehungen
- Beispiel: bereits analysierte Erfolgspotenziale
- Empfehlungen zur Maßnahmen-Vorgehensweise
- Maßnahmenbeispiele im Bereich der Prozessfaktoren
- im Bereich: Leitbild und Unternehmensstrategie
- im Bereich: Innovationsmanagement
- im Bereich: Customer Relation Management
- im Bereich: Marketingcontrolling
- Maßnahmenbeispiele im Bereich der Erfolgsfaktoren
- im Bereich: Image und Bekanntheitsgrad
- im Bereich: Marktattraktivität – Marktposition
- im Bereich: Entwicklungspotential – Umfeld
- im Bereich: Leistungsqualität
- Maßnahmenbeispiele im Bereich der Humanfaktoren
- im Bereich: Unternehmerische Kompetenz
- im Bereich: Aus-, Weiterbildung, Fachqualifikation
- im Bereich: Mitarbeiterzufriedenheit, -motivation
- im Bereich: Wissensmanagement
- Maßnahmenbeispiele im Bereich der Strukturfaktoren
- im Bereich: Informationssystem und Anwendungen
- im Bereich: Planungs- und Controlling-Tools
- im Bereich: Frühwarn- und Risikokontrollsystem
- im Bereich: Standortfaktoren
- Maßnahmenbeispiele im Bereich der Beziehungsfaktoren
- im Bereich: Kunden- und Lieferantenbeziehungen
- im Bereich: Kommunikationsbeziehungen
- im Bereich: Kompetenznetzwerkbeziehungen
- im Bereich: Logistikbeziehungen
- Ausblick
- Wissensbilanz-Arbeitsprogramm
- Planungsbegriffe und Indikatoren