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Die Eulersche Polyederformel und Anwendungen

Die Eulersche Polyederformel und Anwendungen

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Beschreibt die Euler'sche Polyederformel, beweist sie, und stellt zahlreiche Anwendungen vor.
Beschreibt die Euler'sche Polyederformel, beweist sie, und stellt zahlreiche Anwendungen vor.

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SE Mathematisches Seminar II, SS 2010, LV-Leiter: Bernhard Schratzberger, Fachbereich Mathematik

Universität Salzburg, Thomas Kellner, Gerhard Mitterlechner

Seminararbeit für das Mathematische Seminar II

Die Eulersche Polyederformel und Anwendungen

Zusammenfassung
In dieser Arbeit werden die Eulersche Polyederformel und ihre inner- und auÿermathematischen Anwendungen behandelt. Dazu wird zunächst eine Einleitung in die Graphentheorie gegeben, inklusive einer Charakterisierung verschiedener Typen von Graphen und historischer Notizen. Die Euler'sche Polyederformel wird dann über das Konzept der Dualisierung bewiesen, und zur mathematischen Beschreibung platonischer bzw. archimedischer Körper verwendet. Im Anschluss daran bewiesen wir die Nicht-Planarität spezieller vollständiger Graphen, sowie grundlegende Beziehungen zwischen Anzahlen von Ecken und Kanten planarer Graphen. Am Beispiel des Voronoi-Diagramms sowie der Delaunay-Triangulierung wird gezeigt, dass Konzepte der Graphentheorie in der Informatik von groÿer Bedeutung sind. Den Abschluss bildet der Satz von Pick, welcher die Fläche eines Polygons mit ganzzahligen Ecken angibt. Für den Beweis werden Begrie der Linearen Algebra verwendet, welche im einführenden Kapitel kurz wiederholt werden.

1

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Wiederholung Lineare Algebra 2 Einleitung: Graphentheorie
2.1 2.2 Grundlegende Denitionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Charakterisierung von Graphen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.3 2.4 2.5 Planare Graphen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Vollständige Graphen Bipartite Graphen Gewichtete Graphen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

3 4
4 7 7 7 8 8 9 10 11 12 12 13

Bäume . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Dualisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eckengrad, durchschnittlicher Eckengrad, durchschnittliche Kantenzahl . . . . . . . . . Historische Entwicklung 2.5.1 2.5.2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Leonhard Euler und das Königsberger Brückenproblem . . . . . . . . . . . . . . Der Vier-Farben Satz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

3 Euler'sche Polyederformel 4 Platonische Körper
4.1 4.2 4.3 4.4 Geschichtliches Zwei Beweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wiederholung: Polyeder Anwendung: Fuÿball

16 17
17 17 18 20

5 Weitere Beweise mithilfe der Polyederformel
5.1 5.2 5.3

21
21 22 22 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

K5 ist nicht planar . K3,3 ist nicht planar

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Maximaler Eckengrad, maximale Kantenzahl

6 Anwendungen in der Informatik
6.1 Voronoi-Diagramme 6.1.1 6.1.2 6.2 6.2.1 6.2.2 6.2.3 6.2.4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nearest Neighbor Probleme: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Andere Anwendungen

23
24 27 27 28 28 30 31 31

Delaunay-Triangulierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Landschafts-Modellierung Konstruktion aus dem Voronoi-Diagramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eigenschaften der Delaunay-Triangulation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weitere Anwendungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

7 Satz von Pick Literatur

31 34

2

Mathematisches Seminar II
1

Eulersche Polyederformel

T. Kellner, G. Mitterlechner

Einleitung: Wiederholung Lineare Algebra

In diesem Abschnitt werden einige Aussagen der linearen Algebra wiederholt, welche später für einen Teil des Beweises des Satzes von Pick in Abschnitt 7 benötigt werden (vgl. [8], S.103-109, S.164, sowie S.364-368). 1. Die (n

× n)-Einheitsmatrix In × n)-Matrix M

besitzt die Determinante

1,

also

det(In ) = 1.
Insbe-

2. Für eine (n

und ihre transponierte Matrix

sondere gilt: sind die Vektoren 3. Eine (n

linear abhängig, so ist

M T gilt: det(M ) = det(M T ). det(M ) = 0.

× n)-Matrix M

ist genau dann

invertierbar, wenn det(M ) = 0 ist.
mit zugehöriger inversen Matrix

4. Für eine invertierbare

(n × n)-Matrix M

M −1

gilt:

det(M −1 ) =
5. Für zwei (n

1 . det(M )

× n)-Matrizen M

und

N

gilt der

Determinantenmultiplikationssatz :

det(M · N ) = det(M ) · det(N )
6. Sei

M

eine invertierbare

Dann gilt:

(n × n)-Matrix, M −1

ihre Inverse, sowie

In

die

(n × n)-Einheitsmatrix.

det(M ) · det(M −1 ) = det(M · M −1 ) = det(In ) = 1.
7. Seien

v

und

u

zwei Vektoren

Zeilenvektoren besitzt. Sei gramms. Dann gilt:

∈ R2 . Sei M eine (2 × 2)-Matrix, welche v A der Flächeninhalt des zwischen u und v A = |det(M )|.

und

u

als Spalten- oder

aufgespannte Parallelo-

8. Die Determinante einer

ganzzahligen (n × n)-Matrix M

ist wiederum ganzzahlig, also

M ∈ Zn×n ⇒ det(M ) ∈ Z.
9. Für eine (n

× n)-Matrix M

sind folgende Aussagen äquivalent:

(a) Das Gleichungssystem (b) Das Gleichungssystem Lösung. (c) (d) 10.

Mx = 0

besitzt nur die triviale Lösung. besitzt für jeden

Mx = b

n-dimensionalen

Vektor

b

genau eine

M

ist invertierbar.

det(M ) = 0.

Koordinaten und Basiswechsel:
(a) Sei

B = {b1 , b2 , . . . , bn }
Jeder Vektor

eine Basis eines Vektorraumes

V

über

R.

Dann gilt:

v

aus

V

lässt sich eindeutig als Linearkombination

v = k1 b1 + k2 b2 + . . . + kn bn
darstellen, wobei

ki ∈ R

für

i ∈ {1, . . . , n}.

3

Mathematisches Seminar II

Die Skalare mit

Eulersche Polyederformel
bilden den

T. Kellner, G. Mitterlechner
von

k1 , k2 , . . . , kn

Koordinatenvektor [v]B

v ∈V

bezüglich

B

 k1  k2    [v]B =  .  . .   . kn
und

(b) Sind

B = {b1 , . . . , bn } [v]B
und dann gilt:

Sind

[v]C

C = {c1 , . . . , cn }

zwei Basen eines Vektorraums

V,

dann gilt:

die Koordinatenvektoren eines Vektors

v

aus

V

bezüglich

B

bzw.

C,

[v]C = P [v]B ,
wobei die

(n × n)-Matrix P

aus den Spalten

[b1 ]C , [b2 ]C , . . . , [bn ]C
besteht und

Übergangsmatrix von B nach C
v C
um.

heiÿt. Diese Matrix wandelt also einen

Koordinatenvektor eines Vektors bezüglich Basis

bezüglich der Basis

B

in einen Koordinatenvektor

• P ist invertierbar. • P −1 ist die Übergangsmatrix

von

C

nach

B,

und es gilt

[v]B = P −1 [v]C .
(P

−1 führt also den Koordinatenvektor von

v

bezüglich Basis

C

in einen Koordinaten-

vektor bezüglich Basis

C

über.)

2

Einleitung: Graphentheorie

2.1 Grundlegende Denitionen
Ein

Graph eine Struktur, in welcher Ecken (bzw. Knoten) durch Kanten verbunden werden (Abb. Schlinge (loop, ([13], S.25): in diesem Fall wird eine Ecke

1). Anfangs- und Endpunkt einer Kante ist immer eine Ecke. Eine Kante verbindet zwei verschiedene Ecken, es sei denn es handelt sich um eine

mit sich selbst verbunden (Abb. 1, zweite Ecke von rechts). Ecken werden in der Zeichenebene als kleine Kreise oder Punkte visualisiert, eine Kante hingegen wird graphisch durch eine gerade Linie (Strecke) oder eine gekrümmte Linie bzw. Kurve dargestellt.

Abbildung 1: Ein Graph:

Ecken

werden durch

Kanten

verbunden.

Eine graphische Darstellung eines Graphen in der Zeichenebene nennt man

Einbettung.

4

Mathematisches Seminar II
Ein Graph

Eulersche Polyederformel

T. Kellner, G. Mitterlechner

tenmenge E . Also (vgl. [23], S.52): Denition 2.1 Ein Graph G ist ein Tupel G = (V, E), mit der nichtleeren Eckenmenge V = {v1 , v2 , . . . , vn } sowie der Kantenmenge E = {e1 , e2 , . . . , ee }. Dabei ist n = |V | die Gesamtanzahl der Ecken, und e = |E| die Gesamtanzahl der Kanten. Die Buchstabenwahl ergibt sich aus den englischen Bezeichnungen vertex für Ecke und edge für Kante. Im Englischen ist auch noch die Bezeichnung arc für eine Kante anzutreen. Der Graph aus Abb. 1
beispielsweise besitzt

G

wird formal repräsentiert durch seine (nichtleere)

Eckenmenge

V

sowie die

Kan-

n=8

Ecken sowie

e=8

Kanten, welche in Abb. 3 beschriftet dargestellt sind.

Für die mathematische Darstellung einer Kante gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir betrachten hauptsächlich sogenannte

einfache Graphen, in welchen keine Schlingen, sowie zwischen zwei Ecken

keine Kanten mehrfach vorkommen dürfen. Für solche einfache Graphen ist es bequem Kanten als eine zwei-elementige Menge von miteinander verbundenen Ecken zu denieren:

Denition 2.2 Sei G ein einfacher Graph. Dann ist die Kantenmenge E deniert durch: E := {{vi , vj } : vi , vj ∈ V, vi = vj , vi und vj sind verbunden, i, j ∈ {1, . . . , n}}. Eine Kante welche vi und vj verbindet, wird weiters bezeichnet mit eij , also eij := {vi , vj }.
Dabei gilt aufgrund der Einfachheit des Graphen tion ausgeschlossen. Alternativ könnte also

eij = eji .

Auÿerdem ist

E

auch als Menge von

E = {(vi , vj ) ∈ V × V : vi

geordneten Paaren

eii

(Schlinge) gemäÿ Denidargestellt werden,

und

vj

sind verbunden, mit

i < j}.

Abbildung 2: Ein einfacher Graph.

Bemerkung:
ist

oder eine zwei-elementige

Multimenge denieren, sodass auch {ei , ei } in E enthalten sein kann . Dürfen Kanten zwischen zwei Ecken mehrfach vorkommen (Mehrfachkanten bzw. parallel edges [13], S.17), so
E
selbst eine Multimenge von zweielementigen Mengen bzw. Multimengen. Ein solcher Graph heiÿt - als Gegensatz zu einem

Sind Schlingen erlaubt, so kann man eine Kante als ungeordnetes Paar (vgl. [9], S.4)

einfachen Graphen - auch Multigraph ([13], S.26). Diese Terminologie ist

in der Literatur - wie in ([13], S.26) erwähnt - uneinheitlich. In vielen Büchern wird nämlich unter

Graph

automatisch ein einfacher Graph verstanden. Siehe Abb. 3 für einen Multigraphen, und Abb.

2 für einen einfachen Graphen.

Gerichtete/ungerichtete Graphen:
notwendigerweise von

Durch die Darstellung einer Kante als zwei-elementige Men-

ge (bzw. zwei-elementige Multimenge) wird nur ausgedückt, dass eine Ecke

vi

mit einer anderen (nicht

Richtung, bzw. keine Start- bzw. Endecke besitzen, heiÿen ungerichtete Graphen. Eine weitere Variagerichtete Graphen, wo eine Kante ausgezeichnete Start- bzw. Endecken besitzt, also die Kante eij von der Kante eji zu unterscheiden ist. In gerichteten Graphen wird analog zu oben die Kantenmenge als eine Menge von ungeordneten Paaren repräsentiert: E = {(vi , vj ) ∈ V × V : es führt eine Kante von vi nach vj }. Die Richtung einer
tion, welche für zahlreiche Anwendungen von Bedeutung ist, sind Kante wird in der Einbettung durch einen Pfeil symbolisiert. 5

vi

verschiedenen) Ecke verbunden ist. Solche Graphen, in denen Kanten keine

Mathematisches Seminar II

Eulersche Polyederformel
v8 e4 v4 v6 v1 e5 e6 v2
e1
und

T. Kellner, G. Mitterlechner

e8

v7 e7 v5 v3 e2 e3

e1

Abbildung 3: Ein nicht einfacher Graph: (Doppelkante). Der Graph ist also ein

Multigraph.

e3

ist eine Schlinge,

e6

verbinden dieselben zwei Ecken

Untergraph:
und

Ein Graph

E ⊆

ist, und wenn

G = (V , E ) ist ein Untergraph eines Graphen G = (V, E), wenn V ⊆ V jede Kante e ∈ E dieselben Ecken in G verbindet wie in G ([7], S.60).

Im Weiteren beschäftigen wir uns nur mehr mit ungerichteten, einfachen Graphen.

Weg und Pfad:

Ein

Weg Pfad

ist eine Abfolge von sukzessive durch Kanten miteinander verbundenen ist ein Weg, welcher nur verschiedene Ecken enthält:

Ecken, wobei jede Ecke mit der nachfolgenden Ecke durch eine Kante verbunden ist (vgl. [23], S.55, und siehe Abb. 4). Ein

Denition 2.3 Sei G = (V, E) mit V = {v1 , . . . , vn } ein einfacher Graph. Ein Weg (Kantenzug, walk) der Länge m in G ist eine endliche Folge von m + 1 Ecken (vi0 , vi2 , . . . , vim ) mit eik ,ik+1 ∈ E für alle k ∈ {0, . . . , m − 1}, sowie ij ∈ {1, . . . , n} mit j ∈ {0, . . . , m}. Ein Pfad in G ist ein Weg in dem alle Ecken paarweise verschieden sind, also vij = vik für alle k = j , k, j ∈ {0, . . . , m}. Bemerkung 1:
V
Die Denition in [23] verwendet keine Doppelindices, da schon die Elemente von von der Autorin nicht indiziert werden. In ([13], S.6) wird unter Anpassung der Buchstabenwahl

an unsere Notation ein Pfad als eigenständiger Graph

(V, E)

deniert mit

E = {{v0 , v1 }, {v1 , v2}, . . . , {vm−1 , vm }},

wobei alle

vi

verschieden sind.

V = {v0 , . . . , vm }

und

Bemerkung 2: Kreis/Zyklus:
nur aus

Die Menge der Kanten welche einen Weg bzw. Pfad bilden ist gemäÿ obiger Deni-

tion nur bei einfachen Graphen eindeutig.

Ein

Kreis

oder

Zyklus

ist ein Pfad, dessen letzte Ecke durch eine Kante mit der

ersten Ecke verbunden ist (vgl. [23], S.55). Ein Kreis der Länge

m

besteht im Unterschied zum Pfad

m

Ecken (Abb. 4).

Denition 2.4 Ein Kreis der Länge m ist eine Folge (vi1 , vi2 , . . . , vim ), für die gilt:
für alle k ∈ {1, . . . , m − 1}, sowie ij ∈ {1, . . . , n} mit j ∈ {1, . . . , m}.
ei1 ,im ∈ E

und eik ,ik+1 ∈ E,

Zusammenhängende Graphen:
bigen Ecken zusammenhängend (es gibt keinen Abb. 2 hingegen schon.

Ein Graph heiÿt

vi = vj , i, j ∈ {1, . . . , n},

zusammenhängend,

wenn zwischen zwei belie-

Pfad, um z.B. von v1 aus zu v6 oder v8 zu gelangen), der Graph in

ein Pfad existiert. Der Graph in Abb. 1 ist beispielsweise nicht

6

Mathematisches Seminar II

Eulersche Polyederformel
v7 v6 v2 v1 v5 v8 v4

T. Kellner, G. Mitterlechner

v3

Abbildung 4: Ein Graph mit einem (roten) Pfad der Länge 4: einen (blauen) Kreis der Länge

4: (v4 , v6 , v2 , v3 ).

(v1 , v2 , v5 , v8 , v4 ).

Weiters enthält er

2.2 Charakterisierung von Graphen
2.2.1 Planare Graphen
Graphen, welche so in der Ebene zen, der Graph also

überschneidungsfrei

R2

gezeichnet werden können, dass sich keine zwei Kanten überkreugezeichnet werden kann, nennt man

Graphen zusammen mit seiner Einbettung in die Ebene nennt man

planar. Einen planaren ebenen Graphen ([23], S.74).
Fáry's theorem, [10], planar stereographischer

Man kann zeigen, dass jeder Graph der sich mit gekrümmten Linien überschneidungsfrei zeichnen lässt, sich auch mit ausschlieÿlich geraden Strecken überschneidungsfrei zeichnen lässt ( S.139). Ein ebener Graph welcher ausschlieÿlich gerade Strecken verwendet, nennt man dann

straight-line graph

(PSLG) [14]. Planare Graphen können auÿerdem ebenso auf der Kugeloberäche

überschneidungsfrei gezeichnet werden (siehe [7], S.67, sowie den Beweis mittels menhängenden planaren Graphen.

Projektion in [10], S.138). Der Fokus dieser Arbeit liegt ausschlieÿlich auf der Behandlung von zusamDurch die Überschneidungsfreiheit enthält ein ebener Graph begrenzt werden. Das

Auÿengebiet (das unbegrenzte Gebiet ) wird ebenfalls als Gebiet gezählt. Durch
g
gekennzeichnet.

Gebiete (faces ), welche von Kanten

Berücksichtigung des ungegrenzten Gebiets besitzt also jeder planare Graph mindestens ein Gebiet. Ein begrenztes Gebiet in einem planaren Graphen ist immer durch einen Zyklus begrenzt. Gebiete ein einem planaren Graphen werden durch ein indiziertes

g4

v3 g2 v2 g1 v8 v4 v6 g3

v7

v1

v5

Abbildung 5: Ein planarer Graph mit drei begrenzten Gebieten Der Graph ist identisch mit dem aus Abb. 4, nur die Kante

g1 , g2 , g3

und dem Auÿengebiet

g4 .

e4,7

wurde hier so gezeichnet dass keine

Kantenüberschneidungen auftreten. (Also ist auch der Graph aus Abb. 4 planar.)

2.2.2 Vollständige Graphen
In einem vollständigen Graphen sind beliebige zwei Ecken Kante verbunden (Abb. 6). Der vollständige Graph mit erwähnenswert, dass der in Abb. 6 dargestellte Kante

n

Ecken wird bezeichnet durch

vi , vj ∈ V , i = j ,

durch (genau) eine

Kn .

Es ist

K4

trotz der abgebildeten Überkreuzung planar ist: die

e2,4

beispielsweise kann auch auÿen herum gezeichnet werden, sodass keine Überschneidungen

7

Mathematisches Seminar II
mehr auftreten. Für den

Eulersche Polyederformel

T. Kellner, G. Mitterlechner

K5

hingegen beweisen wir weiter unten, dass er nicht planar ist, er also

jedenfalls nur mit mindestens einer Kantenüberschneidung in der Ebene eingebettet werden kann.

v4 v1 v3 v2
Abbildung 6: Der vollständige Graph mit vier Ecken (K4 ): jede Ecke ist mit jeder anderen durch eine Kante verbunden.

Lemma 2.1 Für die Anzahl e der Kanten in einem vollständigen Graphen gilt:
e= = |V |). n 2 .

Beweis: Die Anzahl der Kanten entspricht also der Anzahl aller 2-elementigen Teilmengen aus einer
Menge mit

n

Elementen (n

Aus der Kombinatorik wissen, wir, dass die Anzahl aller

k-

elementigen Teilmengen aus einer Menge mit

n

Elementen gleich

n k

ist. Also hat

Kn

genau

n 2

viele Kanten.

2.2.3 Bipartite Graphen
Ein bipartiter Graph ist ein Graph dessen Eckenmenge mengen gelten, dass eine zugehörige Ecke in

V

sich aufteilt in zwei nicht disjunkte Teil-

A, B ⊆ V ,

also

vj ∈ B .
liegen.

Es darf also

V = A ∪ B , A ∩ B = ∅ (vgl. [23], S.77, sowie [7], S.60). Für jede Kante muss A, die andere in B liegt. Also für alle eij ∈ E gilt vi ∈ A und keine Kanten geben, deren Ecken in nur einer der beiden Mengen A oder B

v1 A v2 v3
Abbildung 7: Ein bipartiter Graph mit Kanten zwischen Ecken aus

v4 v5 B

A

und Ecken aus

A = {v1 , v2 , v3 } B.

und

B = {v4 , v5 }.

Es gibt ausschlieÿlich

In einem

vollständig bipartiten
m := |A|
sowie

Graphen ist

Deniert man (Abb. 8).

Graphen. Die Anzahl der Kanten in einem vollständig bipartiten Graphen ist anschaulicherweise

n := |B|,

jede

Ecke aus

A

mit

jeder

Ecke aus

B

verbunden.

so bezeichnet

Km,n

den entsprechenden vollständig bipartiten

m·n

2.2.4 Gewichtete Graphen
Für praktische Probleme ist es oft notwendig, dass mit jeder Kante ten etc. modellieren. Mithilfe spezieller Algorithmen (z.B.

Kosten

oder

Gewichte

verknüpft

sind, welche je nach Anwendung etwa Entfernungen, Reisekosten, Flugpreise, Zeitaufwand, Wartekos-

Dijkstras

Algorithmus, siehe Abschnitt 6)

8

Mathematisches Seminar II

Eulersche Polyederformel
v1 A v2 v3 v5

T. Kellner, G. Mitterlechner

v4 B

Abbildung 8: Der vollständig bipartite Graph

K3,2 .

Er besitzt

3·2=6

Kanten.

wird der mit den geringsten Kosten verbundene Pfad in einem gewichteten Graphen ermittelt, also das

Problem des kürzesten Pfades

gelöst (vgl. [21], S.513).

2.2.5 Bäume Ein Baum ist deniert
S.57, und siehe Abb. 9).

als ein zusammenhängender Graph welcher keine Zyklen enthält (vgl. [23],

Abbildung 9: Ein

Baum

als ein zusammenhängender Graph ohne Zyklen.

Lemma 2.2 Für jeden Baum ist die Anzahl der Kanten um eins niedriger ist als die Anzahl der Ecken: e = n − 1. Beweis (vgl. [7], S.67f.): Man wählt eine beliebige Ecke und ernennt diese zur Wurzel (Abb. 10). Jede Kante wird nun dargestellt als Pfeil, wobei von der Wurzel ausgegangen wird und die Richtung von der Wurzel weg gewählt wird. Diese Richtung ist für jede Kante eindeutig bestimmbar, da es wegen
der Zyklenfreiheit keinen Pfad von einer Ecke aus geben kann welcher wieder in derselben Ecke endet. Weil der Graph zusammenhängend ist, endet in jeder Ecke des Baumes ein Pfeil; auÿerdem können in einer Ecke nicht mehrere Pfeile enden, da ansonsten ein Kreis von der Wurzel bis zur Wurzel gegeben wäre. In jeder Ecke auÿer der Wurzel endet also e = n - 1 ist.

genau ein Pfeil, weswegen die Anzahl der Pfeile gleich

oder

Der Graph

Aufspannender Baum: Ein den (zusammenhängenden) Graphen G = (V, E) aufspannender Baum Spannbaum ist ein Baum T = (V , E ) mit V = V und E ⊆ E ([23], S.60, und siehe Abb. 11).
T
ist also ein spezieller Untergraph von

Eckenmenge zu

G.

Die Forderung des

G. (Er ist zusammenhängend und hat die identische Aufspannens bedeutet, dass jede Ecke von T von einer Kante

verbunden ist, welche auch

einen Spannbaum enthält, was in ([23], S.61) durch Angabe eines Verfahrens, welches nachweislich einen Spannbaum konstruiert, bewiesen wird.

∈ E ist.) Es ist inituitiv einleuchtend, dass jeder zusammenhängende Graph

Lemma 2.3 Jeder den Graphen G = (V, E) aufspannende Baum T = (V, E ) ist bezüglich der Anzahl |E | der Kanten minimal, d.h. es gibt keinen weiteren zusammenhängenden Graphen H = (V, E ), E ⊂ E , für den gilt: |E | < |E |.
9

Mathematisches Seminar II

Eulersche Polyederformel

T. Kellner, G. Mitterlechner

Wurzel

Abbildung 10: Illustration zum Beweis für

e = n − 1.

Abbildung 11: Ein Graph und sein aufspannender Baum.

Beweis:
Baum

Sei

H

ein den Graphen

G = (V, E)

aufpannender zusammenhängender Graph. Falls

H

Kreise hat, so kann man eine beliebige Kante eines Kreises entfernen, sodass der Graph immer noch zusammenhängend ist. Nach Beseitigung aller Kreise ergibt sich nach Denition ein aufspannender

T = (V, E ). Eine Entfernung irgendeiner weiteren Kante aus E hingegen reiÿt T auseinander: T wäre in diesem Fall nicht mehr zusammenhängend. Auÿerdem gilt, dass jeder weitere Baum H = (V, E ) mit derselben Eckenmenge nach obigem Lemma gleich viele Kanten wie T besitzt (also |E | = |E | gilt). Also kann es keinen weiteren aufspannenden Baum mit weniger Kanten als |E | geben.
In einem

gewichteten

Graphen bezeichnet der

Minimale Spannbaum

jeden Baum, welcher den zwi-

schen zwei beliebigen Ecken mit den geringsten Kosten verbundenen Pfad enthält. Man kann zeigen, dass der minimale Spannbaum für jede gegebene Zerlegung der Eckenmenge des Graphen in zwei Teilmengen die kürzeste der Kanten enthält, welche Ecken aus der einen Teilmenge mit denen der anderen verbindet (vgl. [21], S.515).

2.3 Dualisierung
Im folgenden Abschnitt betrachet man nur planare Graphen, an dem die Konstruktion des dualen Graphen gezeigt wird. ([24], S.193 f ) Sei

f1 , f2 , .., fr G∗ G∗

die Regionen vom Graphen

G,

so ist die Konstruktion von mit den Gebieten

G∗

wie folgt deniert:

1. 2.

hat r Ecken

∗ ∗ ∗ v1 , v2 , ..., vr ,

wobei

∗ vi , 1 ≤ i ≤ r ,

fi

korrespondiert.

hat genau so viele Kanten wie

G fi und fj trennt (müssen nicht verschieden sein), dann ∗ ∗ G∗ die Ecken vi und vj . (Jede Kante gehört zu zwei fi
von

3. Wenn eine Kante

e

von

G

die Gebiete

∗ verbindet die dazugehörige Kante e in

Gebieten und es ist möglich, dass die Kante in ein und derselben Region liegt.) Man kann nun

G∗

einfach konstruieren, indem man zuerst in jede Region

G

eine Ecke

∗ vi

legt.

Dann zeichnet man für jede Kante

e,

die jeweils die Gebiete

fi

und

fj

begrenzt, eine Linie ein, die die

10

Mathematisches Seminar II
Ecken

Eulersche Polyederformel
e

T. Kellner, G. Mitterlechner

e∗ vom dualen Graphen.

∗ vi

und

∗ vj

verbindet, sodass sie die Kante

schneidet. Diese Linie repräsentiert nun die Kante

Abbildung 12: Ein Graph (durchgezogene Linie) mit seinem Dualgraphen (strichlierte Linie) ([13], S.90)

2.4 Eckengrad, durchschnittlicher Eckengrad, durchschnittliche Kantenzahl
Die folgenden Beweise sind nach der Vorgehensweise von [7] geführt.

Denition 2.5 Der Eckengrad oder Grad d(v) einer Ecke v ∈ V ist die Anzahl der Kanten, die von v ausgehen. Bemerkung: Im Falle einer Schlinge wird die Kante doppelt gezählt. Beispielsweise sind in Abb. 3
d(v1 ) = 3, d(v2 ) = 4, d(v3 ) = 4
(!),

d(v4 ) = 2, d(v5 ) = 1, d(v6 ) = 0, d(v7 ) = 1, d(v8 ) = 1.
n

Lemma 2.4 Die Summe aller Eckengrade in einem Graphen beträgt 2e, also
d(vi ) = 2e.
i=1

Beweis Geht von einer Ecke vi eine Kante aus, so muss sie gemäÿ Denition in einer Ecke vj
wobei

enden,

i = j

zugelassen wird (Schlinge). Wir besuchen jede Ecke und summieren die Anzahl der

ausgehenden Kanten (= Eckengrad). Es gibt zwei Fälle für eine Kante, welche von einer beliebigen Ecke ausgeht: a) die gerade gezählte Kante ist eine Schlinge. Dann wird die Kante gemäÿ obiger Bemerkung doppelt gezählt. b) die Kante ist keine Schlinge, endet daher in einer anderen Ecke, wo sie ebenfalls noch einmal gezählt wird (oder schon gezählt worden ist). In jedem der beiden Fälle wird die Kante genau zweimal gezählt, also wird jede Kante genau zweimal gezählt, woraus die Behauptung folgt.

In Abb. 3 ergibt die Summe der zuvor aufgeschriebenen Eckengrade also wie behauptet die doppelte Anzahl der Kanten.

3 + 4 + 4 + 2 + 1 + 0 + 1 + 1 = 16

Lemma 2.5 Der durchschnittliche Eckengrad d einer Ecke in einem allgemeinen Graphen beträgt
d= 2e . n

Beweis: Die Summe aller Eckengrade in einem planaren Graphen beträgt (siehe oben) 2e. Damit hat jede der n Ecken durchschnittlich einen Eckengrad von 2e/n. Lemma 2.6 Die durchnittliche Anzahl von Kanten f eines Gebietes in einem planaren Graphen beträgt
f= 2e . f

11

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Denition 2.6 Wir denieren fk als die Anzahl der Gebiete, welche von genau k Kanten begrenzt werden. Liegt dabei ein und dasselbe Gebiet auf beiden Seiten einer Kante , so wird die Kante doppelt gezählt. Beispiele:

In einem Graphen, welcher nur aus einer Kante besteht, wird das Auÿengebiet aufgrund der obig beschriebenen doppelten Zählung von gilt

f2 = 1. g1
von 5 Kanten begrenzt,

zwei
g2

Kanten anstatt von einer Kante begrenzt, also

In Abb. 5 wird

von 3,

g3

von 3, und das ungebrenzte Gebiet

aufgrund der doppelten Zählung von

f6 = f7 = 0, f8 = 1.

e1,2

von 8. Es ist also

g4 f1 = f2 = 0, f3 = 2, f4 = 0, f5 = 1, = f1 + f2 + f3 + f4 + . . .. Die

Beweis: Die Gesamtanzahl an Gebieten beträgt nach obiger Denition f
zweimal
abzählen:

Kanten des Graphen können wir jetzt durch Aufsummieren der begrenzenden Kanten aller Gebiete

2e = f1 + 2f2 + 3f3 + 4f4 + . . .
nun die durchschnittliche Kantenanzahl pro Gebiet, also

(1)

Diese Summe der begrenzenden Kanten aller Gebiete dividiert durch die Anzahl der Gebiete liefert

f = 2e/f.

2.5 Historische Entwicklung
In einem Brief an Christian Huygens drückte Gottfried W. Leibnitz 1670 seine Unzufriedenheit über die Unzulänglichkeiten der Algebra aus ([15], S.1), da sie sinnngemäÿ weder die kürzesten Beweise, noch die schönsten Konstruktionen in der Geometrie liefere. Aus diesem Grunde würde eine neue Art der Analysis benötigt, die sich mit Position beschäftigt, so wie sich die Algebra mit Gröÿen beschäftigt. Dieses Gebiet, welches heute als Topologie bezeichnet wird, entwickelte sich nur langsam, wie Carl Friedrich Gauÿ1833 notierte: Über diese

Geometrie der Position,

welche Leibnitz [...] begründete,

wissen und besitzen wir, nach eineinhalb Jahrzehnten, nur sehr wenig mehr als nichts ([15], S.1). Eines der (wenigen) Erkenntnisse, welche von Gauss hier angesprochen werden, werden im Folgenden ausgeführt.

2.5.1 Leonhard Euler und das Königsberger Brückenproblem
Leonhard Euler's Studium an dieser neuartigen Geometrie gipfelte in einem einzigen Artikel, welcher als der Grundstein für die moderne Graphentheorie gilt, in dem er das berühmte

Brückenproblem
S.72):

Königsberger

mathematisch formulierte und löste (siehe Abb. 13).

Das Problem, das sich Leonhard Euler 1737 stellte, ist wie folgt formuliert (vgl. [15], S.2, und [23],

Ist es möglich einen Weg durch die Stadt zu nden, bei welchem man jede der sieben Brücken einmal und nur einmal überquert? Und falls ja, ist sogar ein Rundweg möglich, bei dem man wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt? Euler löste das Problem, indem er zuerst die Stadtkarte durch ein einfacheres Diagram ersetzte, in dem nur die wichtigsten Bestandteile eingezeichnet sind. Diese entsprechen in der modernen Graphentheorie den Ecken für die vom Wasser getrennten Stadtteile und Kanten für die die Stadtteile verbindenden Brücken (Abb. 14).

Euler-Weg, Euler-Kreis, eulerscher Graph:
Für die folgende Denition vgl. [23], S.72, sowie [15], S.5 und S.11: 12

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Abbildung 13: Eine alte Stadtansicht von Königsberg, mit eingezeichnetem Flussverlauf des Pregels sowie den sieben von Euler betrachteten Brücken. Entnommen von [5].

v3

v2 v4

v1
Abbildung 14: Die graphentheoretische Darstellung der durch Brücken verbundenen Stadtteile.

Denition 2.7 Ein Euler-Weg in einem Graphen ist ein Weg, welcher jede Kante genau einmal enhält. Ein Euler-Kreis (Euler-Zyklus, Euler-Tour) ist ein ein Euler-Weg, in dem Start- und Endecke identisch sind. Enthält ein Graph eine Eulertour, so nennt man ihn eulersch. Satz 2.1 Ein zusammenhängender Graph besitzt genau dann einen Euler-Kreis, wenn der Grad aller Ecken gerade ist. Ein zusammenhängender Graph besitzt genau dann einen Euler-Weg, wenn er höchstens zwei Ecken mit ungeradem Eckengrad besitzt. Beweis: Siehe [23], S.73. Beispiele:
Der in Abb. 14 dargestellte Graph enthält keinen Euler-Kreis, da nicht jede Ecke geraden Eckengrad besitzt. Ebensowenig besitzt er einen Euler-Weg, da jede Ecke ungeraden Eckengrad besitzt. Der Graph in 15 a) besitzt einen Euler-Weg (höchstens zwei Ecken mit ungeradem Eckengrad), aber keinen Euler-Kreis. Der Graph in 15 b) besitzt einen Euler-Kreis und ist daher eulersch.

2.5.2 Der Vier-Farben Satz
Für diesen Abschnitt vgl. ([23], S.76 ) und ([22], S.326-339). Viele in der Praxis auftauchenden Probleme kann man darauf zurückführen, dass man in einem entsprechend denierten Graphen eine Aufteilung (Partition) der Eckenmenge ndet, so dass Kanten nur noch zwischen Ecken in verschiedenen Klassen der Partition verlaufen (wie es zum Beispiel in bipartiten Graphen der Fall ist). Diese Partitionen von Ecken kann man gut visualisieren, indem man jeder Partition eine andere Farbe zuordnet,

13

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a)

b)

Abbildung 15: a) Ein Graph welcher einen Euler-Weg, aber keinen Euler-Kreis besitzt. b) Ein Graph welcher einen Euler-Kreis besitzt (eulersch).

also die Ecken

einfärbt.

Im Mobilfunk erhält man so beispielsweise eine Zuordnung von Frequenzen

zu Sendern, im Compilerbau eine Zuordnung von Variablen auf Register des Prozessors.

Ein klassisches Graphfärbeproblem ist das Färben von Landkarten, bei dem aneinandergrenzende Länder nicht dieselbe Farbe bekommen dürfen. Hierbei nimmt man an, dass das Gebiet eines jeden Landes zusammenhängend ist, und dass Länder die nur in einem einzigen Punkt aneinanderstoÿen, gleich gefärbt werden dürfen. Das Färben solcher Landkarten entspricht dem Färben planarer Graphen: Repräsentiert man jedes Land durch eine Ecke und verbindet zwei Ecken genau dann durch eine Kante, wenn die entsprechenden Länder eine gemeinsame Grenze haben (Dualisierung), so erhält man einen planaren Graphen, in dem jede Ecke eine Farbe besitzt. Nach dem Vier-Farben Satz genügen für jeden planaren Graphen nur vier Farben (Abb. 16).

Abbildung 16: Eine Landkarte welche beweist dass man mindestens vier Farben benötigt, sodass keine zwei banchbarten Länder dieselbe Farbe erhalten. Der dualisierte planare Graph verbindet Ecken unterschiedlicher Farbe durch gestrichelte Kanten.

Historisch geht das Problem bis ins 19. Jahrhundert zurück: der Teilzeitmathematiker Francis Guthrie stellte sich im Oktober 1852 beim Bemalen einer Karte der britischen Grafschaften (Abb. 17) die Frage, ob vier Farben zum Färben einer beliebigen Landkarte immer ausreichend sind. Sein Bruder Frederick, Student am Londoner University College, legte daraufhin das Problem seinem Professor Augustus de Morgan, welcher wiederum den groÿen irischen Mathematiker und Physiker William Rowan Hamilton versuchen lieÿeine Landkarte zu entwerfen, welche mindestens fünf Farben benötige. Er, wie auch Hermann Minkowski und viele andere später scheiterten an dem Problem, indem sie entweder falsche Gegenbeispiele (Landkarten von denen behauptet wurde sie benötigten mindestens fünf Farben) oder falsche Beweise lieferten. Scheinbar richtige Beweise wurden immer wieder durch Gegenbeispiele als solche entlarvt, was den berühmten Wissenschaftsjournalisten Martin Gardner 1975

14

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dazu veranlasste, als Aprilscherz eine komplexe Karte zu präsentieren, welche scheinbar mindestens fünf Farben benötige (Abb. 18).

Abbildung 17: Francis Guthrie stellte fest, dass er die Karte der britischen Grafschaften mit nur vier Farben färben konnte, ohne dass er für benachbarte Grafschaften dieselbe Farbe benutzen musste ([22], S.327).

Abbildung 18: Ein Aprilscherz von Martin Gardner: er behauptete diese Karte könne nur mit mindestens 5 Farben gefärbt werden ([22], S.331).

Lange also wurde nur vermutet, dass für das Färben von Landkarten Illinois gelöst werden.

vier

Farben immer ausreichen,

aber 1976 konnte dann dieses Problem von Kenneth Appel und Wolfgang Haken von der Universität

15

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Ihr Beweis ist sehr aufwändig und besteht aus einem theoretischen Teil, in dem das allgemeine Problem auf endlich viele (genau 1482) Teilprobleme reduziert wird, und einem Computerprogramm, das daraufhin alle diese endlichen Fälle überprüft. Dieser computergestützte Beweis wurde allerdings aufgrund der Unmöglichkeit ihn manuell zu verizieren zunächst nicht von allen Mathematikern akzeptiert. Von der Vorgehensweise von Appel und Haken inspiriert rief der Computerwissenschaftler den mit 100 000 Dollar dotieren Leibnitz-Preis aus für das erste Computerprogramm, welches einen Satz aufstellt der tiefgreifende Auswirkungen auf die Mathematik hat. Jedenfalls stellte das Vierfarbenproblem die Mathematik-Gesellschaft vor die Herausforderung, den Begri des mathematischen Beweises neu zu überdenken.

3

Euler'sche Polyederformel

Diese von Leonhard Euler entwickelte Formel liefert eine Beziehung zwischen der Anzahl der Ecken, Kanten und Flächen eines planaren Graphen. Das Resultat schickte er 1750 in einem Brief, der keinen vollständigen Beweis enthielt, an seinen Freund Goldbach. Später wurde die Formel auf mehrere Arten bewiesen, wobei hier der nachfolgende Beweis von Karl Georg Christian von Staudt (1847) gewählt wurde. Dieser verzichtet auf die vollständige Induktion und löst dies über die Geometrie der Lage und dessen Selbstdualismus. ([7], S.167 f )

Satz 3.1 Die Eulersche Polyederformel. Für jeden zusammenhängenden ebenen Graphen G mit n Ecken, e Kanten und f Gebieten gilt
n − e + f = 2.
(2) und

Beweis: Sei T

die Kantenmenge des

aufspannenden Baumes

E

die Kantenmenge vom Graphen, somit sei minimaler Untergraph, der alle Ecken von auf einen einfachen Graph reduziert. Als nächstes benötigt man den

T ⊆ E . Daher ist T ein G verbindet.Der Graph

enthält keinen Kreis wegen der Minimalitätsannahme ,d.h. er wurde

Dualgraphen G∗ von G: Für die KonAbbildung Graph 19: Ein ebener

struktion legt man in jedes Gebiet von G eine neue Ecke (dabei zählt auch die Fläche um den Graphen herum als ein Gebiet). Je zwei benachbarte Ecken (zwei Gebiete, die durch eine gemeinsame Rand-

∗ kante getrennt werden) werden durch eine Kante von G verbunden.
graphen ist.)

G: n = 6, e = 10, f = 6 G einfach

Gibt es mehrere gemeinsame Randkanten, so zeichnet man mehrere Verbindungskanten in den Dual-

G∗

ein. (Es können Mehrfachkanten auftreten, auch wenn der ursprüngliche Graph

T ∗ ⊆ E ∗ sind diejenigen Kanten im Dualgraphen, die den ∗ verbindet alle Gebiete, weil T keine Kanten E\T entsprechen. T ∗ Kreise enthält und umgekehrt hat T keinen Kreis, da sonst einige Ecken von G nicht mit anderen Ecken verbunden wäre (T ist ein auf∗ spannender Untergraph und die Kanten von T und T kreuzen sich ∗ ein aufspannender Baum für G∗ . nicht). Somit ist auch T
Die Menge Bei jedem Baum ist die Eckenanzahl um eins gröÿer als die Anzahl der Kanten (siehe Lemma 2.2).Dies zeigt man dadurch, indem man Abbildung 20: Duale aufspannende Bäume in

G

und in

G∗

eine Ecke als "Wurzel' auswählt und sich von dieser auf allen Kanten "wegbewegt'. Dies liefert eine Bijektion zwischen den Kanten und der Menge aller Ecken, auÿgenommen der Wurzel, indem wir jeder Kante eine Endecke zuordnen, zu der sie hinzeigt. Somit hat der Baum der Dualbaum

T

gleich

T∗

hat

f = n ∗ = eT ∗ + 1

n = eT + 1 Ecken und

Ecken. (Die Ecken im Dualbaum entsprechen den Flächen im

16

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originalen Graphen

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G.)

Addiert man beide Gleichungen so erhält man

n + f = (eT + 1) + (eT ∗ + 1) = (eT + eT ∗ ) + 2 = e + 2
4 Platonische Körper

4.1 Geschichtliches
Ein paar Platonische Körper waren schon bei den alten Ägyptern bekannt, aber durch Platon, der wie viele grichischen Philosophen nach den Grundbausteinen der Welt suchte, wurden sie zum ersten Mal bekannt. Er baute sie in seine Philosophie ein und beschrieb sie in seinem Werk Timaios. Jedem Körper ordnete er ein Element des (platonischen) Weltbildes zu:

• • • • •

Erde

Hexaeder Ikosaeder

Wasser Feuer Luft

Tetraeder

Oktaeder

Äther oder Quintessenz

Dodekaeder

Abbildung 21: die fünf Platonischen Körper [2]

Auch Euklid beschäftigte sich mit diesen regelmäÿigen Polyedern. In XIII. Buch der Elemente ndet man eine genaue Konstruktionsbeschreibung und einen Beweis, dass es nicht mehr von diesen Körpern geben kann. Wir stellen uns auch die Frage: "Warum gibt es nur fünf Platonische Körper?"

4.2 Wiederholung: Polyeder
Unter einem Polyeder wird ein Körper verstanden, dessen Oberächen aus einer Anzahl polygonaler Flächen besteht. Dieser ist einfach, sofern er keine Löcher besitzt, d.h. sich stetig in eine Kugeloberäche formen lässt. Angenommen es gibt zwei Punkte auf dem Polyeder, dessen Verbindungsstrecke den Körper schneidet, so spricht man von einem nicht konvexen Körper. Anders gesagt: Verläuft die Strecke alle Punktepaare des Körpers im Inneren, so ist er konvex. Und ein regulärer Polyeder besteht aus regulären Polyonen, d.h. alle Seiten sind gleich lang und die Innenwinkel sind gleich groÿ.(vgl.[11], S.181 f )

Bemerkung: Jeder Polyeder lässt sich als planarer Graph darstellen. Man beginnt mit einem Punkt
und zeichnet alle benachbarten Punkte und deren Verbindungslinien ein. Zum Schluss wird eine Fläche des Polyeders übrig bleiben, die dann das unbegrenzte Gebiet bildet.

17

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Abbildung 22: Die Bezeihung zwischen einem (konvexen) Polyeder und einem planaren Graphen ([12], S.237).

4.3 Zwei Beweise
Der erste Beweis [17] ist sehr anschaulich und eher intuitiv, als mathematisch korrekt. Dennoch darf man die Wirkung solcher präformalen Beweise nicht unterschätzen. Sie sind als Auockerung, Einstieg in ein Thema oder als Gegensatz zu der strengen mathematischen Beweisführung, die man eher dem Beweis 2 ([11], S.183 f ) zuschreiben darf, gut geeignet.

Lemma 4.1 Es gibt nur 5 Platonische Körper. Beweis 1: Um eine Polyederecke bilden zu können,
Innenwinkelsumme muss kleiner wie

braucht man mindestens drei Flächen und die

360◦

sein. Beträgt der Innenwinkel genau

360◦

so bendet man

sich in der Ebene und ist dieser gröÿer, so entsteht kein konvexer Polyeder mehr. Stoÿen drei Dreiecke zusammen, so erhält man eine Tetraederecke mit einem Innenwinkel von (= 3 · · = · = 300◦ ) eine ◦ Ikosaederecke. Fügt man weiter Dreiecke hinzu so erhöht sich die Innenwinkelsumme auf 360 und mehr.

60◦ ). Vier Dreiecke (4

60◦

240◦ ) ergeben eine Oktaeder- und fünf (5

60◦

180◦

3 · 60◦

4 · 60◦

5 · 60◦

Abbildung 23: Bildung einer Tetraeder-, Oktaeder- und Ikosaederecke

Benutzt man ein Quadrat als regelmäÿiges Ausgangspolygon, so gibt es nur eine Möglichkeit eine Polyederecke zu bilden (3 verwendet man ein regelmäÿiges Fünfeck

· 90◦ = 270◦ )

und es entsteht ein Hexaeder (Würfel). Für den Dodekaeder

108◦

mit einem Innenwinel von

324◦ (= 3 · 108◦ ).

Für weitere regelmäÿige Polygone (Sechseck, Siebeneck,...) kann man keine konvexen Körper erzeugen. Im speziellen ergeben sechs gleichseitige Dreiecke, vier Quadrate oder drei regelmäÿige Sechsecke eine Parkettierung in der Ebene.

Beweis 2: Da platonische Körper reguläre Polyeder sind, die f
Eckengrad und wegen Lemma 2.4 folgt:

Flächen besitzen und aus regulären

Vielecken bestehen, kann man die Kanten einmal nach den Ecken abzählen. Jede Ecke hat denselben

n · d(vi ) = 2e
18

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3 · 90◦

3 · 108◦

Abbildung 24: Bildung einer Hexaeder- und einer Dodekaederecke

n = 2e/d(ni )
Nun werden die Kanten nach den Flächen abgezählt.

(3)

fk · f f

= 2e
(4)

= 2e/fk

Nun setzt man (3) und (4) in die Eulersche Formel (2) ein.

2e −e+ d(n) 1 + d(n)

2e fk 1 fk

= 2 = 1 1 + 2 e

Bevor man alle positiven Zahlentripel, die die Gleichung lösen, sucht, beachtet man zuerst die Anfangsbedingungen, die die Eigenschaften eines Polyeders erfüllen. Um eine Ecke zu bilden braucht man mindestens drei Flächen, wobei dann dies drei Kanten bilden. Somit ist der Eckengrad Das gleiche Prinzip gilt auch für die Kanten der Polygone. Die kleinste Fläche, die dadurch gebildet

d(n) ≥ 3.

werden kann, ist das Dreieck, welches drei Kanten besitzt (fk ≥ 3). Die letzte Voraussetzung sei, dass d(n), fk = 4 sind, denn sonst tritt auf der linken Seite der Gleichung 1/2 auf und auf der rechten Seite zählt man zu 1/2 etwas Positives hinzu, da es mindestens eine Ecke geben muss. Um alle Möglichkeiten zu erhalten, hält man einen der beiden Variablen die Kantenanzahl e.

d(n)

oder

fk

konstant mit 3

fest und erhöht den anderen, ebenfalls mit 3 beginnend, jeweils immer um 1 und berechnet schlieÿlich

für d(n) = 3
1 fk 1 6 1 e

− = → fk kann 3,4 oder → e = 6, 12, 30

für fk = 3
1 d(n)
5 sein

1 −6=1 e → d(n) kann 3,4 → e = 6, 12, 30

oder 5 sein

Über Rückeinsetzen in Gleichung (3) und (4) erhält man die gewünschte Ecken- und Flächenanzahl Tabelle 2 (Aufschlüsselung der Ecken,Kanten und Flächen zu den jeweiligen Figuren)

Anzahl der Ecken Anzahl der Kanten Anzahl der Flächen Regulärer Polyeder
4 8 6 20 12 6 12 12 30 30 4 6 8 12 20 Tetraeder Hexaeder Oktaeder Dodekaeder Ikosaeder

19

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4.4 Anwendung: Fuÿball
Ein bekanntes Beispiel, an dem man die Eulersche Polyederformel verwenden kann, ist der Fuÿball, der aus zusammengenähten Fünf- und Sechsecken besteht. Dabei stoÿen in jeder Ecke ein Fünfeck und zwei Sechsecke zusammen. Wieviele Fünf- bzw. Sechsecke braucht man dazu? [1]

Abbildung 25: Zwei Fuÿbälle, links eine geometrische und rechts eine naturgetreue Nachbildung eins Fuÿballs [3]

Beweis: Wir bezeichnen N als die Eckenmenge, P die Menge aller Pentagone und H die Menge aller
Hexagone. Die jeweiligen Kleinbuchstaben bezeichneen deren Anzahl, bzw. eingestrichene Kleinbuchstaben beziehen sich auf ein Element der Menge. Da man auch das Netz eines Fuÿballes zeichnen kann handelt es sich um einen planaren Graphen und somit gilt die Eulersche Polyederformel, die man für diesen speziellen Fall etwas anders anschreibt. Die Gesamtäche besteht nun aus der Summe der Pentagone und der Hexagone (f

= p + h).

Somit gelangt man zur Gleichung

n−e+p+h = 2
Die folgende Aussage liefert uns eine weiter Gleichung: Jede Ecke des Körpers ist Teil eines Pentagons, welches fünf Ecken hat.

(5)

# (p , n ) ∈ P × N |n ∈ p

=
p ∈P

# n ∈ N |n ∈ p
=5

= 5p =n

=
n ∈N

# p ∈ P |n ∈ p
=1

5p = n

(6)

Bemerkung:

Gesucht sind die Anzahl aller Paare (Pentagonecke, Ecke) für die die Ecke in einer

Pentagonecke liegt. Dabei betrachtet man zum einen nur ein Pentagon und zählt die Ecken ab und summiert im Anschluss über alle Pentagone , zum anderen man nimmt eine Ecke aus der Eckenmenge, prüft wieviele Ecken von verschiedenen Pentagonen eintreen und summiert schlieÿlich über alle Ecken. Nun hat man die Anzahl aller Paare auf zwei verschiedenen Möglichkeiten beschrieben und setzt sie gleich. Genau die gleiche Vorgehensweise verwendet man bei den Hexagonen.

Beweis Fortsetzung: An jeder Ecke benden sich zwei Hexagone, welches jeweils aus sechs Ecken
20

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besteht.

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# (h , n ) ∈ H × N |n ∈ h

=
h ∈H

# n ∈ N |n ∈ h
=6

= 6h = 2n

=
n ∈N

# h ∈ H|n ∈ h
=2

6h = 2n

(7)

An jeder Ecke stoÿen drei Kanten zusammen. (siehe Lemma 2.4)

3n = 2e

(8)

Nun fasst man Gleichung(4),(5),(6)und (7) zu einem Gleichungssystem zusammenfassen und berechnet, da dieses Gleichungsystem eindeutig bestimmt ist, die einzelnen Variablen. (Diese Rechenschritte seien dem kundigen Leser selbst überlassen.) Somit erhält man einen Fuÿball mit 60 Ecken, 90 Kanten, 12 (schwarzen) Pentagonen und 20 (weiÿen) Hexagonen.

Abbildung 26: vom Ikosaeder zum Ikosaederstumpf [4]

Bemerkung: Der Ikosaederstumpf gehört zu der Klasse der Archimedischen Körper, von denen es 13
gibt. Graphisch lässt sich dieser konstruieren, indem man alle Ecken abschneidet. Der Schnitt muss von jedem Eckpunkt aus auf einem Drittel mit diesem verbundenen Seitenkante angesetzt werden. Macht man das nicht so bekommt man keine regelmäÿigen Polygone (Sechsecke) und es erfüllt die Denition eines Archimedischen Körpers nicht mehr.

5

Weitere Beweise mithilfe der Polyederformel

5.1 K5 ist nicht planar
Mithilfe der Euler'schen Polyederformel ist es einfach zu beweisen, dass der vollständige Graph mit Eckenanzahl 5 nicht planar sein kann, dass also jede Einbettung in die Ebene (auf eine Kugel) Kantenüberschneidungen besitzen muss. Dieser Graph werde im Folgenden mit wird indirekt geführt.

K5

bezeichnet. Der Beweis

Satz 5.1 Der vollständige Graph K5 ist nicht planar. Beweis: Wir nehmen also an, dass K5 planar sei. Dann gilt die Euler'sche Polyederformel n−e+f
Nach Voraussetzung hat der Graph Eckenanzahl

e =

5 2

= 2. 5, also ist n = 5. Also ergibt sich für die Kantenanzahl
Da gemäÿ Abschnitt

=

5·4 2

= 10.

Somit ist

f = e + 2 − n = 7.

2.4 f =

2e f

=

20 7

< 3,

ist also die durchschnittliche Kantenanzahl eines Gebiets kleiner

3.

Daraus folgt, dass es mindestens

21

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ein (begrenztes) Gebiet gibt, welches durch höchstens zwei Kanten begrenzt wird. (Das Auÿengebiet hat hier jedenfalls mehr als eine Kante von

3

Kanten.) Dies wiederum bedeutet eine von 2 Möglichkeiten: a) dass

es ein Eckenpaar geben muss, zwischen welchem 2 Kanten verlaufen, also von Ecke

vi

nach

vj

und

vj

nach

vi ;

oder b) es gibt eine Schleife (eine Kante von einer Ecke zu sich selbst).

Beide Möglichkeiten stehen im Widerspruch zur Denition eines vollständigen Graphen. Also kann die Planaritätsannahme nicht korrekt sein.

5.2 K3,3 ist nicht planar
Der folgende Beweis läuft entlang denselben Argumentationslinien wir der Beweis des

K5 .

Satz 5.2 Der vollständig bipartite Graph K3,3 ist nicht planar. Beweis: Angenommen, K3,3 wäre planar. Dann gilt n − e + f
sowie gilt

= 2. Es gilt nach Voraussetzung n = 6, e = 3 · 3 = 9. Also ist f = e + 2 − n = 5. Für die durchschnittliche Kantenzahl eines Gebietes 2e 18 wieder f = f = 5 < 4. Es gibt also mindestens ein Gebiet, welches weniger als 4 Kanten

besitzt. Das Auÿengebiet kann wieder wie oben ausgeschlossen werden, da es jedenfalls mehr als 4 Kanten besitzt. Ein begrenztes Gebiet in einem bipartiten Graphen ist aber in jedem Fall ein Zyklus welcher mindestens 4 Ecken, und damit mindestens 4 Kanten besitzt. Somit herrscht ein Widerspruch zur Behauptung, es gäbe ein Gebiet mit weniger als 4 Kanten, weswegen die Planaritätsannahme zu verwerfen ist.

5.3 Maximaler Eckengrad, maximale Kantenzahl
Zwei weitere Aussagen wollen wir hier beweisen, welche sich aus dem doppelten Abzählen von Kanten (siehe Abschnitt 2.4) ergeben. Als Voraussetzung für beide Aussagen sei zusammenhängender planarer Graph mit

G = (V, E)

ein einfacher

n ≥ 3.

Lemma 5.1 G hat (mindestens) eine Ecke mit einem Eckengrad welcher nicht gröÿer als 5 ist. (Formal: es gibt ein v ∈ V mit d(v) ≤ 5.) Beweis:
auch Da

G

einfach ist, enthält

G

keine Mehrfachkanten. Deshalb und wegen

Gebiet (auch das Auÿengebiet) von mindestens drei Kanten begrenzt . Also ist Gesamtanzahl der Gebiete ist also gegeben durch

1

2e = 3f3 + 4f4 + 5f5 + . . ..

f = f3 + f4 + f5 + . . .. Wegen Gleichung (1) gilt aber

n ≥ 3 ist jedes f1 = f2 = 0. Die

Durch Multiplizieren ersterer Gleichung mit der Zahl 3 und Abzug

von der zweiten Gleichung erhalten wir folgende Ungleichung:

2e − 3f ≥ 0.
Jetzt setzen wir indirekt fort: angenommen, Anzahl der Ecken mit Eckengrad

(9)

jede

Ecke hätte Eckengrad

k.

Also können wir die Gesamtanzahl der Ecken wie folgt zählen:

6. Wir denieren

nk

als die

n = n6 + n7 + n8 + . . . .
Aufsummieren der Eckengrade ergibt gemäÿ Lemma 2.4

(10)

2e = 6n6 + 7n7 + 8n8 + . . . , 2e − 6n ≥ 0

(11)

woraus wir durch Multiplikation von Gleichung 10 mit der Zahl 6 und anschlieÿendem Abziehen von letzterer Gleichung schlieÿen können. Beide Ungleichungen werden schlieÿlich geschickt miteinander kombiniert:

1

(Hinweis: in ([7],S.69) wird die Voraussetzung n ≥ 3 oenbar implizit gemacht.

22

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II : 2e − 6n ≥ 0 I + II : 6e − 6n − 6f e−n−f I : 4e − 6f ≥ 0⇔ ≥ 0⇔ ≥ 0

I : 2e − 3f

≥ 0

6(e − n − f ) ≥ 0 ⇔ e ≥ n + f,
widerspricht, weshalb die

was der Euler'schen Polyederformel wegen

Annahme falsch sein muss, und wir die Behauptung folgern können.

n−e+f = 2 ⇔ e = n+f −2

Lemma 5.2

G

hat höchstens 3n − 6 Kanten. (Formal: |E| = e ≤ 3n − 6.)
ab:

Beweis: Aus der Eulerschen Polyederformel leiten wir eine Darstellung von 3f
n−e+f f = 2⇔ = 2−n+e⇔ = 6 − 3n + 3e.

3f
Wie in obigen Beweis gilt bei

3f ,

und abermaliges Umformen resultiert die Behauptung:

n≥3

die Gleichung

??: 2e − 3f

≥ 0.

Durch Umformen, Einsetzen für

2e ≥ 3f ⇔ 3n − 6 ≥ e.
6

2e ≥ 6 − 3n + 3e ⇔

Anwendungen in der Informatik

Bäume für Suche und Sortierung: Vor allem in der Informatik spielen Suchbäume eine enorm wichtige Rolle, wie z.B. Binärbäume, Heaps, Rot-Schwarz-Bäume, AV L-Bäume oder 2 − 3-Bäume ∗ + ([21], S.270f.). In modernen Datenbanksystemen sind B -, B - bzw. B , R-Bäume ([16], S.207-220)
als Grunddatenstrukturen implementiert, welche Sortier- sowie Suchprobleme mit bewiesenermaÿen höchstmöglicher Zeitezienz lösen. Dabei spielt vor allem der Grad der Rolle.

Balanziertheit

(Ausgegli-

chenheit) und damit verbunden die maximale Höhe eines balanzierten Binärbaums die entscheidende

Soganannte

Quadtrees
2

bzw.

Octrees

werden verwendet, um Objekte im 2- bzw. 3-dimensionalen

Raum schnell aufzunden, was für Computergrak (z.B. zur Kollisionserkennung in Computerspielen), aber auch für GIS -Anwendungen von Bedeutung ist (vgl. [12], S.293-203).

Syntaxbäume:
2

Im Compilerbau repräsentiert ein durch den

Parser

generierter

Syntax-Bäum

den

Aufbau des Programmcodes in einer (höheren) Programmiersprache ([21], S.359) und bildet den Ausgangspunkt für die weitere Übersetzung in Maschinencode.

Geographic Information Systems

23

Mathematisches Seminar II

Eulersche Polyederformel

T. Kellner, G. Mitterlechner

Kürzeste Pfade in gewichteten Graphen:
Der

Das Problem, den kürzesten Pfad (also den Pfad

welcher die Gewichte der Kanten minimiert) zwischen zwei Ecken in einem gewichteten Graphen zu herauszunden, ndet z.B. in Computernetzwerken und Reiseroutenberechnungen breite Anwendung.

Dijkstra-Algorithmus,

welcher spätestens aus dem Jahr 1957 stammt ([21], S.520) und für zwei

beliebige Knoten den kürzesten Pfad zwischen ihnen ermittelt, ist durch seine Implementierung in Routing-Protokollen einer der berühmtesten und meist-implementiertesten Algorithmen überhaupt [19]. Ähnliche Algorithmen sind der

Floyd-Warshall-Algorithmus, welcher in einem Graphen alle
A∗-Suche,

kür-

zesten Wege berechnet [19], bzw. die

welche auf dem Prinzip von Dijkstra aufbaut [18].

Solche Algorithmen sind nicht darauf beschränkt, tatsächlich eine Distanz zwischen (geometrischen) Punkten der Ebene zu minimieren, sondern können als ganz allgemeine Verfahren zum Lösen von diversen Optimierungsproblemen angewandt werden, wie im Scheduling oder für Spielstrategieoptimierung ([21], S.513, und [18]).

Minimaler Spannbaum und Kostenminimierung: Das Problem des minimalen Spannbaums wird mit dem Algorithmus von Kruskal (seit 1956 bekannt) gelöst, oder mit dem Algorithmus von Prim, welcher auf dem gleichen Prinzip wie der Algorithmus von Dijkstra basiert ([21], S.520). Anwendung ndet dies z.B. zur Minimierung von Leitungskosten zwischen Telefonanschlüssen, Stromanschlüssen [19], aber auch in Computernetzwerken sowie zur approximativen Berechnung einer Lösung für das berühmte

Travelling Salesman Problem

[14].

Webseiten-Bewertung in Suchmaschinen:

Die Google-Websuche (der sogenannte

PageRank -

Algorithmus) basiert darauf, das Web als Graphen repräsentieren, in dem Ecken (Webseiten) eine Bewertung erhalten, welche unter anderem davon abhängig ist, wie viele Kanten (Links) bei ihr eingehen. Die tatsächliche Bewertung kann dann (unter diversen Voraussetzungen) durch Lösen eines hochdimensionalen Eigenwertproblems berechnet werden [20].

Spielstrategieoptimierung:

Für Spiele wie Tic-Tac-Toe, Schach, Dame, Go oder Vier-Gewinnt,

also in Spielen wo abwechselnd gezogen wird, werden sogenannte

Spielbäume

berechnet. In einem

Spielbaum werden, ausgehend von der aktuellen Spielbrettkonguration, die weiteren möglichen Kongurationen für eine gewisse Anzahl von Zügen vorausberechnet und in einer Baumstruktur abgespeichert. Abhängig von einer sogenannten Bewertungsfunktion, welche für jede Spielkonguration bewertet ob sie vorteilhaft ist oder nicht, wird ein Pfad in dem Spielbaum gesucht, welcher (auch für optimale gegenerische Züge) zu einer möglichst vorteilhaften Konguration bzw. zum Sieg führt. Bekannte Algorithmen dieser Art sind

Minimax, Negamax

und der

Alpha-Beta

Algorithmus [18].

6.1 Voronoi-Diagramme
Das sogenannte

Voronoi-Diagramm

einer zweidimensionalen Punktmenge

i ∈ {1, . . . , n} ist eine planare Unterteilung der Ebene, welcher die Ebene in (polygonale) Gebiete einteilt, wobei jeder Punkt pi ∈ P von einem solchen, möglicherweise unbeschränkten Gebiet gi umgeben ist (Abb. 27). Das Gebiet gi , Voronoi-Polygon genannt, besitzt dabei die zentrale Eigenschaft, dass jeder Punkt q ∈ gi einen kleineren Abstand zu pi also zu irgendeinem pj , i = j , besitzt (vgl. [12], S.147-151). Die Kanten der Voronoi-Polygone gi und gj sind Teile von Streckensymmetralen zwischen den Punkten pi und pj (Abb. 28). Aus Abb. 27 und 28 wird ersichtlich, dass jede Ecke eines Voronoi-Polynoms Eckengrad k ≥ 3 besitzt (ohne Beweis). Dabei ist anschaulicherweise genau dann k > 3, wenn k viele Eingabepunkte auf einem
Kreis liegen und kein weiterer Eingabepunkt im Inneren dieses Kreises liegt. Für ein Beispiel denke man sich den Punkt in der Mitte von Abb. 30 weg.

P = {p1 , . . . , pn }, pi ∈ R2 ,

Im Unterschied zu einem ebenen Graphen besitzt das Voronoi-Diagramm unendlich lange Kanten (Strahlen), siehe Abb. 27. Die Kanten der Voronoi-Polygone verbinden Voronoi-Ecken. Das Voronoi-

24

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T. Kellner, G. Mitterlechner

Abbildung 27: Das Voronoi-Diagramm einer Punktmenge teilt die Ebene, so dass alle Punkte innerhalb des Voronoi-Polygons von S.149).

pi

kleinere Distanz zu

pi

als zu einem anderen

pj (i = j )

besitzen ([12],

Abbildung 28: Die Kante

e

welche den Voronoi-Polygonen von

pi

und

pj

gemeinsam ist, ist ein Teil

der Streckensymmetrale zwischen

pi

und

pj

([12], S.149). Einfügen eines weiteren Punkts

pk

führt hier

zu weiteren Streckensymmetralen zwischen

pj

und

pk

(strichliert), sowie zwischen

pi

und

pk

(nicht

eingezeichnet). Bei drei Punkten schneiden sich also im resultierenden Voronoi-Diagramm alle drei Streckensymmetralen in einer einzigen Voronoi-Ecke.

Diagramm kann auf einfache Weise zu einem planaren Graphen umgebaut werden, indem man alle unendlich langen Kanten in einer extra hinzugefügten Ecke enden lässt (Abb. 29).

Es stellt sich die Frage, aus wie vielen Ecken und Kanten ein Voronoi-Diagramm besteht. Klarerweise kann ein einzelner Punkt

pi

von einem Voronoi-Polygon mit höchstens

sein (Abb. 30), was im schlimmsten Fall höchstens

Mithilfe eines Resultats aus der Eulerformel können wir allerdings zeigen, dass das Voronoi-Diagramm wir dass ein einzelnes Voronoi-Polygon im Schnitt höchstens 6 Kanten besitzt.

n(n − 1),

also

quadratisch

viele Kanten bedeuten würde.

n−1

Kanten umschlossen

2n − 5

Ecken und

3n − 6

Kanten (also

linear

viele) besitzt (vgl. [12], S.150). Weiters zeigen

Satz 6.1 Sei P = {p1 , . . . , pn } eine Punktemenge der Ebene mit n ≥ 3 Punkten. Dann besitzt das Voronoi-Diagramm höchstens 3n−6 Kanten, sowie höchstens 2n−5 Ecken. (Für n = 3 gilt Gleichheit.) Beweis: Aus dem Voronoi-Diagramm, welches aus nv vielen Ecken und ne vielen Kanten besteht, wird
durch Hinzüfügen einer Ecke Kanten besitzt, wie in Abb. 29 illustriert. Sei nun

v∞

ein planarer Graph erzeugt, welcher

nv + 1 viele Ecken und ne viele V = {v1 , . . . , vnv , v∞ } die Menge der Voronoi-Ecken.
25

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Eulersche Polyederformel

T. Kellner, G. Mitterlechner

Abbildung 29: Durch Hinzufügen eines Zusatzpunktes

naren Graphen, für den die Eulersche Polyederformel gilt ([12], S.150).

v∞

wird ein Voronoi-Diagramm zu einem pla-

Es gilt gilt:

|V | = nv + 1. Wir wissen von Abschnitt 2.4 dass für die Kantenanzahl des Voronoi-Diagramms
nv +1

d(vi ) = 2ne ,
i=1
wobei Also ist die Summe der Eckengrade - welche ja wie bereits gezeigt Eckenanzahl:

v∞ = vnv +1 .

Nun besitzt jede Ecke eines Voronoi-Diagramms Eckengrad gröÿer oder gleich 3.

2e

ist - gröÿergleich dreimal die

nv +1 i=1

d(vi ) ≥ 3(nv + 1) ⇔ 2ne ≥ 3(nv + 1). I:

Dieses Ergebnis notieren wir als Gleichung

I : 2ne ≥ 3(nv + 1).
Weiters können wir die Eulerformel anwenden, wobei die Anzahl der Gebiete gleich der Anzahl der Eingabepunkte

n

ist:

II : 3(nv + 1) − 3ne + 3n = 6.
Setzen wir die Abschätzung für

II : 2(nv + 1) − 2ne + 2n = 4
aus

II : (nv + 1) − ne + n = 2

2ne

I

in

II

ein, ergibt sich:

2(nv + 1) − 3(nv + 1) + 2n ≥ 4 ⇔

−nv + 2 − 3 + 2n ≥ 4 ⇔
aus

nv ≤ 2n − 5.
ein, ergibt sich:

Setzen wir die Abschätzung für

3(nv + 1)

I

in

II

2ne − 3ne + 3n ≥ 6 ⇔

−ne ≥ 6 − 3n ⇔ ne ≤ 3n − 6
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Lemma 6.1 Jedes Voronoi-Polygon besitzt durchschnittlich weniger als 6 Kanten. Beweis: Da jede Kante zu zwei Voronoi-Polygonen gehört, besitzt jedes Voronoi-Polygon nach Satz
6.1 im Schnitt

2 · (3n − 6)/n = 6 − 12/n

Kanten.

Abbildung 30: Ein einzelnes Voronoi-Polygon kann es nicht mehr als

3n − 6

Kanten ([12], S.150).

n−1

viele Kanten besitzen, aber insgesamt gibt

6.1.1 Nearest Neighbor Probleme:
Angenommen, man möchte zu jedem Punkt Punkt

pi

seien nächsten Nachbarn

pj ,

der geringste Distanz zu

pi

aufweist (i

= j ).

pj 

nden, also denjenigen

Für einen einzelnen Punkt müsste man mit

einer naiven Vorgehensweise die Abstände zu allen weiteren berechnen, also also alle paarweisen Distanzen in einer Punktmenge

(n − 1) + (n − 2) + . . . + 3 + 2 + 1 = n(n − 1)/2,

also

n − 1 viele. Würde man P = {p1 , . . . , pn } berechnen, so würde man dabei

quadratisch

viele Berechnungen benötigen.

Hat man hingegen das Voronoi-Diagramm bereits berechnet, so muss man nur noch diejenigen Nachbarn, welche Kanten im Voronoi-Polygon von also im Schnitt 6, also zu nden, bzw.

pi

bilden, absuchen. Nach obigem Lemma genügen

O(1)

viele Berechnungen um den nächsten Nachbarn eines einzelnen Punkts

O(n)

für die nächsten Nachbarn

aller

pi

Punkte.

Man kann zeigen ([12], S.159), dass das Voronoi-Diagramm im schlimmsten Fall mit Berechnungen und mit da das

O(n log n) vielen O(n) Speicherverbrauch berechnet werden kann. Diese Laufzeit ist optimal [14], Sortierproblem reduzierbar auf die Berechnung des Voronoi-Diagramms ist. (Wäre O(n log n) O(n log n)
sortieren, was nicht möglich ist.) Im schlimmsten Fall

nicht optimal, gäbe es also einen noch schnelleren Algorithmus zur Berechnung des Vornoi-Diagramms, dann könnte man auch schneller als ist es also möglich, in einer Punktmenge alle nächsten Nachbarn mit nur bestimmen. Bei einer Punktmenge von z.B.

O(n log n)

Zeitverbrauch zu

n = 10.000

Punkten, entspricht dies einer Reduktion von

ca. 50 Millionen (im Falle eines quadratischen Algorithmus) auf nur 40.000 Berechnungen.

6.1.2 Andere Anwendungen
Mithilfe einer Verallgemeinerung des Voronoi-Diagramms für Liniensegmenten - der sogenannten

dialen Achse
in

bzw.

oset - besitzt [14]. Weiters wird die mediale Achse verwendet um einerseits Engstellen (sogenannte bottlenecks ) in einem Polygon, andererseits Orte wo dem Polygon ein gröÿtmöglicher Kreis einge-

O(n log n)

medial axis

- ist es möglich das Problem des

polygon osetting

Me-

zu lösen: Finde

Zeit eine Kurve, welche von einem Ausgangspolygon überall konstanten Abstand - den

schrieben werden kann, aufzunden. Siehe Abb. 31 und 32 für Beispiele zur medialen Achse und deren Anwendungen.

27

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T. Kellner, G. Mitterlechner

Abbildung 31: Die mediale Achse - eine Verallgemeinerung eines Voronoi-Diagramms für Polygone kann dazu verwendet werden, in Polygon besitzt zu erzeugen (die

O(n log n)

oset

Zeit eine Kurve welche überall konstanten Abstand zum

Kurve, hier in rot, entnommen aus [14]).

Abbildung 32: Die mediale Achse dient dazu Engstellen (bottlenecks) aufzunden, sowie Orte, wo ein gröÿtmöglicher Kreis eingeschrieben werden kann (entnommen aus [14]).

Aufbauend auf dem Voronoi-Diagramm wird auÿerdem durch Dualisierung eine besonders günstige Form einer die sogenannte

Triangulierung (ein ebener Graph, dessen Innengebiete Dreiecke bilden) berechnet, Delaunay -Triangulierung ([12], S.188-200), welche z.B. für die Erstellung von 3D-

Gittermodellen von Landschaftterrains benutzt und im folgenden Abschnitt näher erläutert wird.

6.2 Delaunay-Triangulierung
6.2.1 Landschafts-Modellierung
Gegeben sei eine Punktmenge die durch Messung gewonnene Höheninformation Ebene eine Höhe zugewiesen wird.

P = {p1 , . . . , pn }

in der Ebene. Von diesen Punkten kenne man zudem

kennt man nicht. Das Ziel ist es jetzt, eine Landschaftsmodell zu erstellen, wo

h(pi ) ∈ R.

Die Höhe der anderen Punkte der Ebene

jedem

Punkt der

28

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q

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Möglichkeit 1:
Nachbarn in

ein Punkt

mit unbekannter Höhe erhält die Höhe seines nächsten gemessenen

P.

Nachteil: es entstehen nicht-stetige Voronoi-Plateaus (Abb. 33).

Abbildung 33: Eine Landschaft wird modelliert durch Zuweisung der Höhen des nächsten Nachbarn in

P

([12], S.184).

Möglichkeit 2:

Die Punktmenge wird

trianguliert. Die Landschaft wird dann durch Interpolation
q
mit unbekannter Höhe

an den enstandenden 3D-Dreiecken modelliert. Einem Punkt die Höhe des entsprechenden Punktes des Dreiecks über

h(p)

wird also

q

zugewiesen (Abb. 34).

Abbildung 34: Landschaftsmodellierung durch Triangulierung einer zweidimensionalen Punktmenge

P

([12], S.184).

Eine derart modellierte Landschaft könnte z.B. wie folgt aussehen:

Abbildung 35: Landschaftsmodellierung durch Triangulierung ([12], S.183).

29

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Der Nachteil hierbei ist dass das entstandene Modell sehr stark von der ursprünglichen Triangulierung abhängt. Schon einzelne Kanten können einen groÿen Unterschied in der modellierten Landschaft ausmachen, wie in Abb. 36 illustriert wird.

Abbildung 36: Eine einzige Kante kann für das resultierende Landschaftsmodell eine groÿe Rolle spielen. In a) würde ein Berg in der Mitte rechts und links vom Punkt würde bzw. die kleinen auftretenden Winkel .

q

steil abfallen; in b) hingegen

q in einem tiefen Tal liegen ([12], S.183). Das Problem hierbei sind die vielen schmalen Dreiecke,

Anhand des vorigen Beispiels sieht man, dass eine möglichst gleichmäÿige Triangulierung (eine Triangulierung, in denen die Winkel in den Dreiecken nicht zu klein werden, deren Dreiecke also möglichst gleiche Winkel nahe bei

60◦

besitzen) wünschenswert wäre. Die sogenannte

Delaunay-Triangulation

leistet genau das, wie weiter unten erläutert.

6.2.2 Konstruktion aus dem Voronoi-Diagramm Die Delaunay-Triangulation entsteht durch Dualisierung des Voronoi-Diagramms: die Punkte pi , welche von Voronoi-Polygonen umgeben sind, sind die Ecken der Triangulierung. Teilen sich die VoronoiPolygone zweier Punkte welche

pi , pj

eine Kante

e

durchquert. Es ensteht ein planarer Graph

e, so wird zunächst eine neue Kante von pi nach pj gezogen, G (Abb. 37), dessen innere Gebiete jeweis von

drei Kanten begrenzt sind; für den Beweis siehe ([12], S.189).

Abbildung 37: Durch Dualisierung entsteht aus dem Voronoi-Diagramm planarer Graph

V or(P ) (gestrichelt) ein neuer

G,

welcher in die Delaunay-Triangulierung übergeführt wird ([12], S.188).

30

Mathematisches Seminar II
Aus

Eulersche Polyederformel

T. Kellner, G. Mitterlechner

G

wird nun ein

P SLG,

was nach Fary's Theorem ist möglich ist (siehe oben, Abschnitt 2.2.1).

Die resultierende Triangulierung wird in Abb. 38 illustriert.

Abbildung 38: Die aus dem Voronoi-Diagramm entstandende Delaunay-Triangulierung ([12], S.188).

6.2.3 Eigenschaften der Delaunay-Triangulation
Die Delaunay-Triangulierung weist folgende Eigenschaften auf, welche mitilfe des Voronoi-Diagramms bewiesen werden ([12], S.190f ). 1. Sie ist

winkeloptimal.

Das bedeutet, sie maximiert also von allen möglichen Triangulierungen

den kleinsten auftretenden Innenwinkel aller Dreiecke. 2. Im Inneren eines Umkreises eines Delaunay-Dreicks liegt kein weiterer Punkt 3. Der Umkreismittelpunkt eines Delaunay-Dreiecks mit den Punkten Schnittpunkt der Streckensymmetralen zwischen 4. Sie kann in

∈ P.

pi , pj , pk

denierte Voronoi-Ecke.

{pi , pj , pk } ist die durch den

O(n)

Zeit aus dem Voronoi-Diagramm berechnet werden, insgesamt ist die Kon-

struktion also ebenso nur in

O(n log n).

6.2.4 Weitere Anwendungen
Mithilfe der Delaunay-Triangulation kann mit nur

O(n log n)

Zeitkomplexität der bezüglich der Kan-

tenlänge minimale Spannbaum einer Punktmenge berechnet werden. Hierbei wird der bekannte

rithmus von Kruskal

Algo-

auf die Delaunay-Triangulation angewendet [14].

Weiters ist es möglich, suboptimale Lösungen des

Travelling Salesman Problems

zu generieren,

deren Laufzeit abhängig von der gewünschten Qualität sind.

7

Satz von Pick

Denition 7.1 Ein konvexes Polygon P ⊆ R2 heiÿt elementar, wenn die Koordinaten seiner Eckpunkte ganzzahlig sind, es aber keine weiteren ganzzahligen Punkte enthält. Bemerkung:
Dies impliziert, dass weder am Rand noch im Inneren des Polygons Punkte aus

Z2

enthalten sein dürfen.

Lemma 7.1 Ist eine invertierbare (n × n)-Matrix ihrer Determinante gleich 1, also |det(M )| = 1.
31

M

ganzzahlig, also ∈ Zn×n , dann ist der Betrag

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Beweis: Sei M

det(M ) als auch det(M −1 ) ungleich 0. −1 ) = det(M ) · det(M −1 ), also 1 = det(M ) · det(M −1 ), und damit Weiters gilt: 1 = det(I) = det(M · M −1 ). Da det(M ) Element aus Z ist, folgt dass |det(M )| = |det(M −1 | = 1 gilt. det(M ) = 1/det(M
ganzzahlig und invertierbar. Dann sind sowohl

Satz 7.1 Jedes elementare Dreieck ⊂ gegeben ist, besitzt den Flächeninhalt 1/2:

R2 ,

welches durch die Punkte {P0 , P1 , P2 } mit Pi ∈ R2

1 A( ) = . 2

Beweis:

Seien

eine Dreiecksseite (zB die Strecke

P0 , P1 , P2 ∈ R2

derart, dass sie ein elementares Dreieck

bilden. Jetzt fasse man

P1 P2 )

als Diagonale eines Parallelogramms auf, dessen eine Hälfte

das Dreieck, die andere die gespiegelte Version des Dreiecks im Mittelpunkt der Diagonale ist (siehe Abb. 39). Da das gespiegelte Dreieck klarerweise elementar ist, ist auch das resultierende Parallelogramm elementar. Ebenso ist es möglich, durch Hintereinanderhängen der durch die Dreiecksseiten gegebenen Vektoren jeden beliebigen Punkt des Gitters Ebene pastern kann, also jeder Punkt aus Abb. 40). kann also durch eine ganzzahlige Linearkombination der Vektoren v1 = P1 − P0 , v2 = P2 −P0 gebildet werden, was nichts anderes bedeutet, als dass v1 und v2 das Gitter Z2 aufspannen. 2 Weiters sind - das Dreieck besitzt ja positive Fläche - v1 und v2 linear unabhängig. Da Z Dimension 2 besitzt, folgt, dass B = {v1 , v2 } eine Basis von Z2 bildet. Jeder Punkt aus

Z2

zu erreichen: dies ist deshalb so, weil man

durch nahtloses und paralleles Aneinanderfügen kongruenter Versionen des Parallelogramms die ganze

Z2

ein Eckpunkt irgendeines Parallelogramms wird (siehe

Z2

P2 v2 v1 P1

P0

Abbildung 39: Ein elementares Dreick (dunkelgrau), welches durch Spiegelung am Mittelpunkt der (dick hervorgehobenen) Diagonale ein elementares Parallelogramm erzeugt.

Abbildung 40: Elementare Parallelogramme pastern das Gitter. Also bilden die Vektoren, welche das Parallelogramm aufspannen, eine Basis des Gitters.

32

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Der Flächeninhalt des oben konstruierten Parallelogramms ist gleich dem Betrag der Determinante von

M die Matrix mit Spaltenvektoren v1 und v2 ist. Sei jetzt C eine weitere Basis des C = {u1 , u2 }. Dann gibt es eine invertierbare Übergangsmatrix P , welche einen Koordinatenvektor bezüglich Basis B in einen bezüglich Basis C umwandelt. Da jeder ganzzahlige Vektor durch ganzzahlige Linearkombinationen der Basiselemente dargestellt werden kann, sind sowohl P als −1 von C nach B ganzahlig. Für ganzahlige invertierbare Matrizen gilt auch die Übergangsmatrix P aber nach Satz 7, dass sie betragsmäÿig Determinante 1 besitzen. Also ist der Flächeninhalt des von v1 und v2 aufgespannten Parallelogramms gleich 1, womit bewiesen ist, dass das betrachtete elementare
wobei Gitters mit Dreieck Flächeninhalt

M,

1 2 besitzt.

Satz 7.2 Der Satz vom Pick. Die Fläche eines (nicht notwendigerweise konvenxen) Polygons Q ⊆ R2 mit ganzzahligen Ecken ist durch
gegeben, wobei nin und nrd die Anzahlen der ganzzahligen Punkte im Inneren bzw. auf dem Rand von Q sind.
1 A(Q) = nin + 2 nrd − 1

Beweis: Jedes nicht konvexe Polygon kann durch eine geeignete Triangulierung so zerlegt werden, dass alle Gitterpunkte im Inneren und alle Punkte am Rand

nin

nrd

verwendet und zu elementaren Drei-

ecken zerlegt werden. Auf diesen Beweis wird aber hier nicht näher eingegangen, der interessierten Leser kann dieses Problem im Buch: The book of proofs [7] unter dem Kapitel 28 - das Museumswärterproblem - nachlesen. Die Triangulierung kann als planarer Graph gesehen werden, der dann auÿen ein unbegrenztes Gebiet und halt

1 2 hat. Somit ist die Fläche des Polygons

(f − 1)

Dreiecke mit Flächenin-

Jedes elementare Dreieck des Polygons hat drei Kanten, wobei diese doppelt gezählt wird, falls sie im Inneren des Polygons liegt (ein ), und einfach gezählt wird, falls diese eine Randkante

A(Q) = 1 (f − 1). 2 erd

Abbildung 41: Triangulierung eines nicht konvexen Polygons

ist. Somit gilt:

3(f − 1) = 2ein + erd f

3f − 3 = 2ein + 2erd − erd f

= 2e − 2f − erd + 3

= 2(e − f ) − erd + 3 = nrd ) und unter Anwendung

Da jedes Polygon gleich viele (Rand-)Kanten wie (Rand-)Ecken hat (erd der Eulerschen Polyederformel, bekommen wir somit:

f

f

f − 1 = 2nin + nrd − 2 1 1 A(Q) = (f − 1) = nin + nrd − 1 2 2

= 2nin + nrd − 1

= 2n − 2nrd + nrd − 1

= 2n − nrd − 1

= 2n − 4 − nrd + 3

= 2(n − 2) − nrd + 3

Bemerkung:

Jedes Polygon hat gleich viele Kanten wie Ecken, da von seiner n-ten Ecke die n-te

Gerade zum Anfangspunkt zurückkehren muss. Ansonsten wäre das Polygon unvollständig und es ist lediglich ein Polygonzug entstanden.

33

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n2 e1 n1 e6 n6 e5 n5 e2 n3 e4

T. Kellner, G. Mitterlechner

e3

n4

Abbildung 42: Polygon mit 6 Ecken und 6 Kanten

Literatur
[1]

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vom

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Lineare Algebra - Einführung, Grundlagen, Übungen. Algebraic Graph Theory.

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Graph Theory with Applications. Was ist Mathematik?

[11] Richard Courant and Herbert Robbins.

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Datenbanksysteme - Eine Einführung.
34

München, 2001. 4. überarbeitete und erweiterte Ausgabe.

Mathematisches Seminar II

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Sommersemester

[17] Günter Maresch. Vorlesungsmitschrift zur Vorlesung 2008, Universität Salzburg. [18] Martin Müller. Vorlesungsmitschrift zur Vorlesung Universität Salzburg.

Darstellende Geometrie .

Heuristische Suche .

Sommersemester 2007,

[19] Werner Pohlmann. Vorlesungsmitschrift zur Vorlesung mersemester 2002, Universität Salzburg. [20] Michael Revers. Vorlesungsmitschrift zur Vorlesung semester 2009, Universität Salzburg. [21] Robert Sedgewick. Auage. [22] Simon Singh.

Algorithmen und Datenstrukturen .

Som-

Lineare Algebra II und Geometrie .

Sommer-

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Pearson Studium, Addison Wesley, Berlin-Heidelberg, 2002. 2.

Fermats letzter Satz - Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels. Dikrete Strukturen 1 - Kombinatorik, Graphentheorie, Algebra. Graphs: theory and algorithms.
Springer Verlag,

Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 2000. 8. Auage 2003. [23] Angelika Steger.

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Fundamente der Graphentheorie.

Springer, New York, 1996.

35

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