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Was mir verblieb

Wenn ich einmal frei sein werde,


Frag ich mich, wie wird das sein?
Grabe dann in deine Erde,
Heimat, tief die Hände ein

Gehe einsam durch die Straßen


Wie in einem stillen Traum,
Kann die Freiheit noch nicht fassen,
Lehn den Kopf an einen Baum
Wenn mich jemand wollte fragen,
Wo ich denn gewesen bin,
Werde ich verhalten sagen:
War in Gottes Mühlen drin

Sah die Müller Angesicht,


In der Manschen Angesicht,
Mußte mit dem Herzblut zahlen
Wie in meinem Leben nicht

Wenn ich einmal frei sein werde,


Frage ich mich, was mir verblieb:
Du – o deutsche Heimaterde!
Dich habe ich von Herzen lieb!

Heinrich George,
der große Charakterdarsteller,
1946 im sowjetischen KL Sachsenhausen verhungert