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ST.

VEIT | KÄRNTEN | 2009


04 SONNENSTADT ST.VEIT

SONNENSTADT ST. VEIT –


DIE ZUKUNFT ERNEUERBARER
ENERGIE BEGINNT JETZT!
In St. Veit a.d. Glan lebt und erlebt die Bevölkerung er-
neuerbare Energie:
Sie ist Lebensmittelpunkt der Menschen: Unternehmen,
private Haushalte und öffentliche Einrichtungen sind seit
Jahren Vorreiter einer nachhaltigen Entwicklung.
St. Veiter Unternehmen zählen zu den Markführern im Bereich
erneuerbare Energie, ein Großteil der Haushalte wird durch
Fernwärme aus erneuerbarer Energie versorgt und von vielen
Hausdächern schimmern solare Kleinkraftwerke. Das Thema
erneuerbare Energie ist tief verankert.

Aufbauend auf diesem Fundament entsteht eine neue Stadt,


die Sonnenstadt St. Veit. Unter dem Symbol der Sonne
werden zahlreiche Impulsprojekte umgesetzt, die den neusten
Stand der Technik aber auch Zukunftsentwicklungen im
Bereich erneuerbare Energie widerspiegeln. Der St. Veiter
Bevölkerung, Fachleuten und Touristen wird so der heutige
Stand der Technik wie auch die Trends der nahen Zukunft
näher gebracht: Welche erneuerbaren Energieformen kann
man heute bereits im Unternehmen oder im Haushalt
einsetzen, was wird morgen möglich sein?
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SONNENSTADT ST. VEIT - EIN VORBILD

Die Sonnenstadt hat als Pilotprojekt Vorbildcharakter für


Kärnten und auch Österreich. Nach St. Veiter Vorbild sollen
alternative Energieformen auch in anderen Kärntner Städten
verstärkt integriert und genutzt, den Menschen näher
gebracht werden.

Durch gezielte Sensibilisierung der Bevölkerung und der


Unternehmen durch Installationen und Forschungslabore im
öffentlichen Raum wird zu einer kritischen Auseinanderset-
zung mit dem Thema Energie und noch intensiverer Nutzung
erneuerbarer Energie führen.

Folgen Sie uns auf den nächsten Seiten in eine erneuerbare


Zukunft – eine nachhaltige Zukunft für St. Veit, Österreich
und Europa, in der Einwohner und Unternehmen ihre lokalen
und erneuerbaren Ressourcen nutzen und selbst zu Energie-
lieferanten und verantwortungsbewussten Nutzern werden.
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Tennishalle Kölnhof Tennishalle beim Hallenbad

Sonderschule –'D0 Volksschule

Hotel Fuchspalast

Parkplatz bei der Blumenhalle

4.500m2
Sonnenkraftwerk im
städtischen Raum

EINE STADT IST IHR EIGENES


KRAFTWERK
Zu einer Zeit, als erneuerbare Energie als Begriff noch nicht ein Großteil des Umlandes mit Fernwärme erschlossen, so
existierte, betrieb die Stadt St. Veit zusammen mit dem dass rund 70% aller Haushalte im Gemeindegebiet mit
Industrieunternehmen Funder und dem Energieversorger Fernwärme versorgt werden können.
KELAG bereits eines der effizientesten Fernwärmenetze in Um neben Wärmeenergie auch einen Großteil des Stromes
Europa. Bis zum heutigen Tag wurde die gesamte Stadt und selbst erzeugen zu können, wird als erster großer Schritt
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ein Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von rund 1,5 Mega- ung ist es, verschiedene Möglichkeiten der Installation und
watt Peak Leistung errichtet, das bereits Anfang 2010 ans Nutzung von Photovoltaikelementen darzustellen.
Netz geht. Rund 400 Kilowatt Peak der Energie werden dabei im Kern-
Das Kraftwerk wird dabei dezentral errichtet, d.h. auf gebiet der Stadt gewonnen, ca. 1.100 Kilowatt Peak auf
mehrere Standorte in St. Veit aufgeteilt. Ziel dieser Teil- Freiflächen knapp außerhalb der Stadt bei Untermühlbach.
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Das Sonnenkraftwerk, als derzeit größtes in Österreich, hat Haushalte weit unter dem gängigen Marktpreis geben. Auch
einen Vorbildcharakter für die Einwohner von St. Veit – aktiv Forschung an Photovoltaik Elementen und Speichermedien
zu werden und den Strom selbst zu erzeugen. Verstärkt wird ein zentrales Thema des Sonnenkraftwerkes werden.
wird diese Vorbildwirkung zusätzlich durch einen finanziellen In der Entwicklung befindliche Module werden ebenso wie
Anreiz: Mit Unterstützung eines St. Veiter Unternehmens Prototypen von Schalt-, Regelungs- und Speichereinheiten
aus der Solarbranche wird es Sonnenkraftwerke für St. Veiter im Feldversuch getestet.
Grünflächen an der S37 nördlich
der Siedlung Untermühlbach/ St. Donat

4 HA SONNENKRAFTWERK VOR DEN TOREN DER STADT


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MOBILITÄT iM LEBENSLAND
In Zusammenarbeit mit dem E- Mobilitätsprojekt des Landes bis 2020 von einem 20 – 30 prozentigen Anteil am Gesamt- Ein dichtes Netz an Elektrozapfsäulen, gespeist vom Sonnen-
Kärnten „Lebensland Kärnten“ wird die Sonnenstadt mit verkehr aus. Hierfür ist es notwendig, heute schon Schritte kraftwerk um eine ausgeglichene Energiebilanz zu erreichen,
einer dichten und alltagstauglichen E- Mobilitätsinfrastruktur zu setzen, um für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein. eine entsprechende Förderung von und spezielle Wartungs-
ausgestattet. „In Zukunft soll es in keinem Land Europas komfortabler, und Serviceeinrichtungen für Elektrofahrzeuge bilden das
Elektroautos werden in Zukunft einen Teil des Gesamtver- einfacher und attraktiver sein, ein Elektroauto zu fahren, als Rückgrat einer alltagstaugliche Elektromobilität.
kehrsaufkommens ausmachen. Verschiedene Studien gehen in Kärnten“, so die Vision.
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N
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Neben den Energietickern wird es auch eine Solare
Informations- und Verkaufsstelle am Hauptplatz geben
wo sich Privatpersonen über alternative Energieformen
informieren und Komponenten für Sonnenkraftwerke
beziehen können. Mit dieser Einrichtung werden alle
Grundfragen rund um erneuerbare Energie und deren
Nutzung abgedeckt.

ST. VEIT ENERGIETICKER

Energiereport 24h
Energieverbrauch gesamt
Davon erneuerbare Energie
Anschauliche Darstellung der Daten
Internationale & nationale Vergleichsdaten
SONNENSTADT (BE)GREIFBAR
Um die vielen Fragestellungen rund um erneuerbare Energie über Kennwerte zu Energieverbrauch und -verhalten der Stadt
beantworten zu können liegt ein Schwerpunkt der Sonnen- geben: Wie viel Energie wird aktuell verbraucht?
stadt in der Information und Sensibilisierung der Bevölkerung. Wie viel wird davon aus erneuerbarer Energie gewonnen?
Dies wird sowohl mit Informationsveranstaltungen als auch Großer Wert wird auf Anschaulichkeit der Daten gelegt – der
mit Schaupunkten in der Stadt erreicht. So werden am Haupt- Energieverbrauch wird nicht nur in abstrakten Zahlen, sondern
platz Ticker und Informationsstellen errichtet, die Auskunft auch in griffigen Werten wie Tagesverbrauch von Haushalten
dargestellt.
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Pogatschniggasse
z
lat
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up
Ha

Postgasse

ST. VEIT – AM SONNENSTRAHL


Ein solarer Straßenzug, an dem neueste solare Beleuchtungs- Eine Reihe von Maßnahmen und Ausstellungen, die ständig
und Speichertechnik installiert wird, sowie ein Solarspiel- aktualisiert oder erneuert werden, stellen immer den neue-
platz für Kinder seien an dieser Stelle nur stellvertretend für sten technologischen Stand und Wissensstand dar oder
zahlreiche weitere Informationsstellen genannt, an denen geben einen Ausblick in die Zukunft.
die Bevölkerung für erneuerbare Energie sensibilisiert wird.
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– SPASS AM SONNENSPIELPLATZ
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SOLAR ACADEMY
Um den Unternehmen, die im Bereich erneuerbare Energie derte Ausbildungsmodule vom Lehrling bis zum Fachar-
tätig sind, weiterhin ausreichend qualifizierte Mitarbeiter beiter angeboten.
zu garantieren, wird eine Akademie für Solartechnik in- Darüber hinaus werden auch Privatpersonen Zugang zu
stalliert. In dieser Akademie werden in Zusammenarbeit dieser einzigartigen Einrichtung haben. In speziellen
mit renommierten Schulen und Instituten maßgeschnei- Kursen werden ihnen Grundkenntnisse zur Nutzung von
erneuerbarer Energie im privaten Bereich vermittelt.
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Größte Bioanlage Österreichs

DIE ZUKUNFT HAT LÄNGST BEGONNEN


Industrie- und Gewerbe haben in St. Veit seit mehr als All diese gewachsenen Faktoren sprechen dafür, dass
10 Jahren einen starken Schwerpunkt im Wirtschaftszweig St. Veit auch in Zukunft auf erneuerbare Energie setzt
der erneuerbaren Energie, die Stadt setzt seit vielen und seine nachhaltige Entwicklung in Kooperation mit
Jahren auf alternative Energieversorgung und auch dem Land Kärnten und den ansässigen Unternehmen mit
private Haushalte investieren kräftiger in erneuerbare Nachdruck fortsetzt.
Technologien als anderswo in Österreich.
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2020
VISIONEN 2020
St. Veit hat eine Vision: Nahezu 100 % der Energie wird 2020 aus erneuerbarer
Im Jahr 2020 erreicht die Stadt Energieautarkie durch Energie gewonnen.
erneuerbare Energie. Alternative Energieformen haben Im Bereich der Industrie- und Gewerbebetriebe liegt der
als Querschnittsmaterie alle Wirtschafts- und Lebensbe- Schwerpunkt weiterhin auf erneuerbarer Energie und wird
reiche durchdrungen. durch komplementäre Wirtschaftsbereiche ergänzt.
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„Der einzig wahre Realist ist der Visionär.“


Federico Fellini

Der öffentliche Verkehr und ein Großteil des Individual- Andere Städte in Kärnten beziehen – nach dem Vorbild
verkehrs ist emissionsfrei, bezieht seine Energie aus St. Veit – einen Großteil ihrer Energie aus erneuerbaren
regionalen, erneuerbaren Energieressourcen. Quellen.
Blickt man von den umliegenden Bergen auf St. Veit ist
ein blauer Schimmer von den Sonnenkaftwerken über Lassen Sie gemeinsam mit uns die Vision Realität werden!
St. Veit zu erkennen.
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„Sonnenwelten“ in St. Veit - Ein neuer Ansatz in der Präsentation von Umweltzusammenhängen

DAS KONZEPT
Die Erlebniswelt Sonne ist eine neue Art Museum oder Themen- Ein modulares Konzept für verschiedenste Orte
welt, das Besuchern, Touristen und Unternehmen eine um- Das Konzept hinter den „Sonnenwelten” ist es, nicht nur
fangreiche Palette an ungewöhnlichen Perspektiven bietet. einen konkreten Ort im Sinn zu haben, sondern ein
Das Konzept basiert auf einer Ausstellung zu erneuerbaren wandelbares Modell für verschiedene Kontexte auf der ganzen
Energielösungen mit Fokus auf Solartechnologie. Leitmotiv Welt anzubieten. Die begleitende Studie zum wissenschaft-
ist die Sonne, die zum Verbindungsglied zwischen Kunst und lichen Konzept der internationalen „Sonnenwelten“ bietet
ökologischem Know-how wird. Verschiedenste interaktive eine Vielzahl an Ansätzen, Ideen und Vorschlägen für die
Elemente und Installationen laden den Besucher dazu ein, Verwirklichung an verschiedenen Orten der Welt, unter
spielerisch die Welt der Sonnenenergie zu erleben – mit einem Verwendung mannigfaltiger Solartechnologien und Berück-
breiten Angebot an faszinierenden Sichtweisen. sichtigung der jeweiligen regionalen und kulturellen Aspekte
Die „Sonnenwelten“ sind nicht primär ein Technik-Museum, des Energiekonsums.
sondern ein ganzes Universum, das um die Sonne als elemen- Ziel ist es, ein internationales Netzwerk von „Sonnenwelten“
tares Lebenselement kreist. Das Museum bietet nicht nur aufzubauen, die das Konzept in verschiedenen Ausformungen
Information und Unterhaltung, sondern es ermöglicht vor verwenden, jedoch nach den selben grundsätzlichen Prinzipien,
allem auch emotionales und spirituelles Erleben. So stehen Mustern und Symbolen.
nicht nur Fragen der Energie-Produktion und ihres Verbrauchs Die Stadt St. Veit und Projektpartner sind mit der begleitenden
im Fokus; die Sonne wird darüber hinaus als kraftvolles, Planung der „Sonnenwelten“ dabei, ihre führende Rolle als
magisches und geheimnisvolles Element, als Zentralquelle Impuls gebende „Sonnenstadt“ für die Kärntner Gesamtent-
allen Lebens erlebbar gemacht. wicklung weiter auszubauen und könnten bereits in naher
Die Zuversicht für ein neues, Solares Zeitalter will erfolgreich Zukunft diese innovative Sonnen-Erlebniswelt bei sich
geweckt werden. beherbergen.
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Sonnenstrahl Restaurant High Def. Dome Dome Theater


Informationsebene Show Animationen/Videos/Bilderreigen

Zentraler Raum

Satellit
Ausstellungsfläche
Satellit

Galerie Haustechnik, Lager

Kuppel/Sonnentempel
Zufahrt
PV Kraftwerk Bambusmann Anlieferung

Zugang
Besucher Parkplätze PKW/Busse

Klagenfurter Schnellstrasse Erweiterungsfläche

Z U FA H
RT

Piazza
Sonnentor (Haupteingang)
Glan
PV Kraftwerk
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INITIATOR UND AUFTRAGGEBER
IMPRESSUM Stadtgemeinde St. Veit/Glan
Bürgermeister Gerhard Mock
Amt der Kärntner Landesregierung
Abt. 7 Wirtschaftsrecht und Infrastruktur
Dr. Albert Kreiner

UNTERSTÜTZUNG DURCH
Peter Prasser, SEG Solar Energy GmbH
Gerhard Mock, Bürgermeister Stadtgemeinde St. Veit/ Glan
Gerald Miklin, Amt der Kärntner Landesregierung - Abteilung für
Wirtschaftsrecht und Infrastruktur
Martin Kaukal, St. Veit/ Glan Holding GmbH

KONZEPTREALISIERUNG
Martin Kaukal, St. Veit/ Glan Holding GmbH
Peter Prasser, SEG Solar Energy GmbH
Christian Bauer, Artesian GmbH

KREATIVBERATUNG
Konzept
Artesian
Christian Bauer, Katharina Lischka und Claudia Dorfmeister

RENDERINGS/ARCHITEKTUR
Malojer Baumanagement
Thomas Sailer und Stephan Metzner

LAYOUT
floorfour
Herbert Ellinger, Christian Huttar

ILLUSTRATIONEN
Laszlo Roth

KONTAKT
Martin Kaukal (martin.kaukal@ktn.gde.at)

Mit freundlicher Unterstützung der


VELUX / VKR Stiftungen, Kopenhagen