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FWG-Newsletter No.

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1. Februar 2011

Der FWG-Newsletter ist eine Information der FWG-Fraktion im Rat der Stadt Oelde. Die Fraktion berichtet in unregel-
mäßigen, kurzen Abständen über das Geschehen in öffentlichen Sitzungen von Rat und Ausschüssen der Stadt Oelde.
Ferner wird der Newsletter ergänzt um Themen aus dem Kreistag und der Freien Wählergemeinschaft Oelde e.V.

V.i.S.d.P. ist Ralf Niebusch, Michael-Keller-Str. 17, 59302 Oelde.

Liebe Leser/innen des FWG-Newsletters,

mit der Überschrift „Kein Grund, sich zurückzulehnen“ zum Haushaltsbeitrag der FWG-
Fraktion hatte die Glocke in ihrer Berichterstattung am 7. Dezember (leider) voll ins
Schwarze getroffen.

„Einseitige Lastenverschiebungen in den kreisangehörigen Raum“


Mit der nicht angekündigten Modifikation der Berechnungsgrundlagen zur Schlüsselzuwei-
sung 2011 löst die rot-grüne Landesregierung massive Haushaltsprobleme in den Kreisen des
Münsterlandes aus. In der gemeinsamen Stellungnahme der Bürgermeister der Kreise Bor-
ken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf beziffert man den verschobenen Betrag auf insge-
samt etwa 56 Mio. EUR.

Oelde befindet sich mit seinen Haushaltsproblemen also in „bester“ Gesellschaft. Im Kreis
Warendorf profitieren lediglich die Städte Ahlen und Ennigerloh von der Änderung. Der Rest
der Städte und Gemeinden zahlt drauf.

Am 31. Januar erwischte es sogar die Stadt Münster.

Zunächst: „Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek erhebt keine kommunalaufsichtlichen


Bedenken gegen den …. vorgelegten Haushalt.“ Prima!

Und: „Paziorek hob dabei insbesondere die erfolgreiche Verabschiedung des Konsolidie-
rungspaketes in Höhe von 39,1 Millionen Euro hervor: "Rat und Verwaltung ist es mit großer
Anstrengung gelungen, über Parteigrenzen hinweg einen Konsolidierungsweg einzuschlagen,
der beispielhaft ist und meinen Respekt verdient." Noch besser!

Dienstag, 1. Februar 2011

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Aber: „Infolge der Veränderungen zum Entwurf des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GFG)
2011 wurde die Haushaltsgenehmigung jedoch mit einer Auflage versehen, in der der
Regierungspräsident die Stadt auffordert, unverzüglich eine Nachtragssatzung zu erlassen.
Die Landesregierung hatte im Entwurf zum GFG 2011 Veränderungen vorgenommen, durch
die es zu einer Verschiebung bei den Schlüsselzuweisungen gekommen war.“

So ein Sch…!

Wahrscheinlich wurden mit der Information zum GFG auch gleich die passenden Textbau-
steine ausgeliefert . Die Kommentierung zum Haushalt der Stadt Münster liest sich fast wie
die Kommentierung des Kreises Warendorf zum Haushalt der Stadt Oelde.

„Schneechaos in Oelde“
Unvorstellbaren Schneemengen sahen sich Oelder Bevölkerung und Stadtverwaltung im
Dezember und Januar gegenüber. Gleich mehrmals waren mehrere Zentimeter Schnee
gefallen und auch nicht gleich wieder weggetaut - eine „gefühlte“ Naturkatastrophe.

„Weiße Weihnachten sind ja ganz schön, aber dann muss auch gut sein…“ Da liegen dann
schon mal die Nerven blank. Da werden auch hoheitlich formulierte Hinweise aus dem Rat-
haus auf die 1981er Satzung und die damit verbundene Eigenverantwortlichkeit nicht mehr
als sachdienlich empfunden.

Aber im Ernst: beim nächsten Mal wird alles besser, wenn … genug Salz da ist. Da auf die
Lieferanten kein Verlass ist, sollte schon im Sommer Salz gebunkert werden. Die zu schaf-
fenden Lagerkapazitäten rechnen sich vielleicht schon, weil das Salz im Sommer billiger ist.

Frage: Kann Salz eigentlich schlecht werden?

Eine Veröffentlichung des „Räumplans“ (In welcher Reihenfolge werden welche Straßen
geräumt?) im „Entsorgungsplan“ der Stadt und ein Hinweis auf diesen Plan bei der ersten
Schneeflocke in der Glocke wären vielleicht hilfreich.

Am mangelnden Einsatz der Mitarbeiter des Bauhofes hat es jedenfalls nicht gelegen.
Überstunden an Weihnachten und Sylvester wurden reichlich gemacht.

Vielen Dank dafür.

Dienstag, 1. Februar 2011

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„Gelbe Säcke mit grünem Punkt“
Was viele noch nicht wussten, aber einige schnell gemerkt haben. Der Entsorger der „gelben
Säcke“ wurde ausgetauscht. Die DSD (das ist die Gesellschaft mit dem „grünen Punkt“) und
nicht die Stadt und nicht einmal der Kreis hatten den Auftrag zur Entsorgung diesmal nicht
an die Firma Krumtünger, sondern an die Fa. SITA vergeben (Achtung: Europäisches Aus-
schreibungsrecht). Weil die es billiger können.

Einige Mitbürger, insbesondere am Weitkamp und in den Bauernschaften, blieben aber auf
ihren gelben Säcken sitzen.

Unbestätigten Gerüchten zu Folge benutzen einige Entsorgungsfirmen zur Planung ihrer


Touren „Google Maps“. „Google Maps“ ist ja für Oelde auf dem hochaktuellen Stand von
2001. (Das ist kein Druckfehler!).

Der Oelde-Kenner sieht dies sofort am Zelt in der Landesgartenschau und am noch nicht vor-
handenen Kunstrasenplatz im Jahnstadion.

Vor zehn Jahren gab es ja noch keinen Weitkamp und die Bauernhöfe sind nur so kleine
Flecken in der Landschaft.

Pech, wenn man darauf eine Planung (und eine Preis-Kalkulation?) aufbaut.

„Raumprobleme der Realschule in den Griff bekommen“


Bei der Ausschusssitzung Schule, Kultur und Sport am 25. Januar ging es u. a. um den Platz-
bedarf für die Realschule. Bekanntlich reicht das bisherige Raumangebot bei weitem nicht
mehr aus.

Deshalb stimmten die FWG-Vertreter auch der Nutzung des jetzigen Schulgebäudes der
Peszalozzischule als Teilstandort der Realschule ab dem Schuljahr 2011/2012 zu. Gleichzeitig
soll die Pestalozzischule in das jetzige Schulgebäude der Overbergschule umziehen.

Alternativen wie ein kostspieliger An-bez. Neubau an der Realschule oder eine Container-
lösung kam für die FWG nicht in Frage.

Ebenfalls votierten die FWG-Vertreter aufgrund der hohen Anmeldezahlen dafür, dass die
Städtische Realschule zukünftig fünfzügig statt wie bisher vierzügig geführt wird.

Dienstag, 1. Februar 2011

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„Besuch bei der DITIB“
Informativ war der Abend bei der gastfreundlichen DITIB-Gemeinde im Landhagen.

Offen wurde über viele Themen gesprochen (Religion, Politik, Kinder, Schule usw.).

- Standort Moschee (lieber näher an der Stadt)


- Präsenz der Gemeinde in der lokalen Berichterstattung (eher zu wenig)
- Teilnahme der Oelder Bevölkerung an öffentlichen Veranstaltungen (fast gar nicht)
- Engagement von Gemeinde-Mitgliedern in der Kommunalpolitik (gar nicht oder noch
nicht?)
- Pro und Contra Ausländerbeirat (eher wenig hilfreich)
- Erfahrungen im Schulalltag (unterschiedlich)
- …

Ein Bericht zu dem Besuch im „Oelder Schaufenster“ wurde durch Wolf-Rüdiger Soldat
geschrieben.

Hinweis in eigener Sache:

FWG Oelde und jFWG Oelde auch auf „Facebook“

Und wie bisher unter www.fwg-oelde.de

Dienstag, 1. Februar 2011