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Freundesbrief

Hallo Freunde.

Nach langer Zeit, und für viele das erste Mal, schreibe ich euch das Neuste vom Neuen.

Ich bin nun schon im 6. und damit letzten


Semester meines Theologiestudiums
angelangt und werde es, nach einem
Sommerpraktikum, im Oktober abschließen.
Hier in Bonn fühle ich mich echt wohl und
merke, dass ich am richtigen Platz bin. Die
gesamte Zeit an der Bibelschule war genau
richtig für mich, was mir immer wieder neu
bewusst wird.

Die Prüfungen des letzten Semesters, die ich relativ stressfrei hinter mich bringen konnte, sind
alle gut gelaufen.

Es hat sich ja mittlerweile bestimmt schon rumgesprochen, dass ich nach meinem Studium
nach Brasilien gehen möchte. Dort werde ich in die Missionsarbeit des ICW (Internationales
Centrum für Weltmission) einsteigen. Die Vorbereitungen dazu laufen ganz gut. In den
kommenden Monaten wird es nun immer konkreter was die Planung anbelangt. Es haben
schon einige Gespräche mit der Missionsgesellschaft stattgefunden, wo es um die Ziele und
Aufgaben, aber auch um die Finanzierung ging.

Ich freue mich sehr auf die Arbeit dort und bin sehr gespannt, was alles auf mich zukommen
wird. Ich werde wahrscheinlich in den gleichen Ort gehen, in dem ich schon meinen
Zivildienst abgeleistet habe. Momentan wird ein Team von Leuten aufgebaut, die ein
Jüngerschafts- Lebensschulungsprogramm auf die Beine stellen, bei dem ich mitarbeiten
werde. Wir möchten Jungendlichen und jungen Erwachsenen durch gemeinsames Leben und
studieren der Bibel helfen, ihren Glauben mit Jesus Christus praktisch werden zu lassen.
Zudem kann ich durch meinen Beruf als Schreiner den Jugendlichen der Berufsschule Kurse
geben und ihnen helfen, eigenständig Möbel oder Ähnliches zu bauen.

Zu der Missionsstation in Teixeira Soares kommen ausschließlich Kinder und Jugendliche aus
den Armenvierteln der Stadt, den Favelas. Oft ist es so, dass viele Familien aus einer
existentiellen Notsituation heraus in die großen Küstenstädte abwandern und dort ihr Glück
versuchen. Doch in den meisten Fällen scheitern sie kläglich und ihnen geht es schlechter als
zuvor. Alkohol und andere Drogen sind der häufigste Auslöser für die schlechte Lage in
Brasilien. Durch die Tagesstätte und die Berufsschule möchten wir ihnen helfen, nicht in die
Drogenszene oder in die Prostitution abzurutschen. Stattdessen lernen sie Gottes Liebe und
biblische Werte kennen, die ihr Leben positiv beeinflussen.

Freundesbrief Frühjahr 2009


Viele Brasilianer sind verzweifelt und suchen nach ein einem Sinn in ihrem Leben. Deshalb
ist die Gemeindearbeit ein wichtiger Teil des Projekts. Dort finden zweimal Wöchentlich
Gottesdienste und andere Aktionen wie Jugendstunden, Frauenabende und Bibelstunden statt,
durch die sie Gott kennen lernen.

Danke an alle, die an mich denken und für mich beten!!! Die nächste Zeit bringt also einiges
Neues mit sich und mit dem Ende des Studiums häufen sich natürlich auch Ausarbeitungen
und Klausuren. Dennoch freue ich mich auf diese Zeit, weil ich weiß, dass ich mich auf Gott
verlassen kann.

Diesen Sommer steht bei mir noch ein


Praktikum an, das ich auch in Brasilien
machen werde. Es wird das erste Mal seit vier
Jahren sein das ich wieder nach Brasilien
fliegen werde und ich kann es kaum noch
erwarten endlich zu sehen wie und was sich
dort alles verändert hat. Ich werde dort von
Anfang Juli bis Anfang Oktober bleiben. Drei
Monate, in denen ich neue Eindrücke
sammeln werde und mich nochmal genau
umsehen werde was dort gebraucht wird und
wie ich mich am besten darauf Vorbereiten kann. Ich hoffe, dass ich dann in ca. einem Jahr
alle nötigen Sachen (z.B. Visum, Finanzierung, Versicherungen, Impfung, etc.) zusammen
habe und nach Brasilien ausreisen kann.

Ich würde mich sehr freuen von euch zu hören. Darum schreibe ich und hoffe, dass wir
weiterhin in Kontakt bleiben!

Viele liebe Grüße,

Andreas Uhrhan

Kontakt:

Andreas Uhrhan
Nordstr. 27a
58730 Fröndenberg

Tel. 0160/91973522
a.uhrhan@gmx.de

Freundesbrief Frühjahr 2009