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Lehrstuhl für Unternehmensführung

Chaire de Direction d'Entreprise


Chair of Management

Univ.-Prof. Dr. R. Grünig


Dipl.-Kff./M.Sc. C. Militzer
Lic. rer. pol. M. Montani
Lic. rer. pol. E. Thahabi

Leitfaden des Lehrstuhls für Unternehmensführung


für schriftliche Arbeiten

Boulevard de Pérolles 90, 1700 Freiburg


Tél ++41 (0)26 300 82 98 Fax ++41 (0)26 300 96 53
Email rudolf.gruenig@unifr.ch www.unifr.ch/management 20.05.2009
Inhaltsverzeichnis II

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis................................................................................................... II
Abbildungsverzeichnis........................................................................................... III
0 Vorwort .......................................................................................................... 1
1 Übersicht über Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten ............................... 1
2 Wahl des Themas .......................................................................................... 1
3 Proposal......................................................................................................... 2
4 Verfassen der Arbeit ...................................................................................... 3
5 Beurteilung der Arbeit .................................................................................... 3
6 Erklärung zu den einzelnen Elementen der Arbeit ......................................... 4
6.1 Titelblatt ............................................................................................... 4
6.2 Inhaltsverzeichnis ................................................................................ 4
6.3 Abkürzungsverzeichnis ........................................................................ 6
6.4 Abbildungsverzeichnis ......................................................................... 7
6.5 Einleitung ............................................................................................. 7
6.6 Hauptteil der Arbeit .............................................................................. 9
6.7 Schluss ................................................................................................ 9
6.8 Anhang ................................................................................................ 9
6.9 Interviewverzeichnis............................................................................. 9
6.10 Literaturverzeichnis............................................................................ 10
6.11 Erklärung zur wissenschaftlichen Ehrlichkeit ..................................... 13
7 Formale Anforderungen an Arbeiten............................................................ 13
7.1 Layout ................................................................................................ 13
7.2 Sprache ............................................................................................. 13
7.3 Abkürzungen...................................................................................... 14
7.4 Abbildungen....................................................................................... 14
7.5 Zitierweise.......................................................................................... 16

© 2009 by Rudolf Grünig


Abbildungsverzeichnis III

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Allgemeine Angaben zu Seminar-, Bachelor- und Master-


arbeiten ..............................................................................................2
Abbildung 2: Inhalte der Proposal von Seminar-, Bachelor- und Master-
arbeiten ..............................................................................................3
Abbildung 3: Beispiel für ein Titelblatt von einer Bachelorarbeit..............................5
Abbildung 4: Beispiel eines Inhaltsverzeichnisses einer Bachelorarbeit..................6
Abbildung 5: Beispiel eines Abkürzungsverzeichnisses ..........................................7
Abbildung 6: Beispiel eines Abbildungsverzeichnisses ...........................................8
Abbildung 7: Teilaufgaben der strategischen Führung ..........................................16

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1

0 Vorwort

An der Erarbeitung dieses Leitfadens waren über die Jahre hinweg mehrere Assis-
tentInnen beteiligt. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Auf dem Deckblatt
werden nur die AssistentInnen aufgeführt, die an der letzten Version mitgearbeitet
haben.

Der Leitfaden für schriftliche Arbeiten des Lehrstuhls für Unternehmensführung


soll eine Hilfe zum Erstellen von Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten sein.
Viele Fragen, die während dem Schreiben einer Arbeit auftreten können, werden
in diesem Leitfaden beantwortet.

Von den StudentInnen, die eine Arbeit am Lehrstuhl für Unternehmensführung


schreiben möchten, wird erwartet, dass der Leitfaden vor der ersten Proposal-
besprechung gelesen wird.

Der Leitfaden ist so aufgebaut, dass im 1. Kapitel ein Überblick über die Gemein-
samkeiten und Unterschiede von Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten gege-
ben wird und anschliessend in den Kapiteln 2 bis 8 Informationen zum Schreiben
einer Arbeit am Lehrstuhl für Unternehmensführung folgen.

Der vorliegende Leitfaden dürfte die meisten Fragen beantworten. Bei weiteren
Problemen zur Gestaltung von schriftlichen Arbeiten wird folgendes Buch empfoh-
len:
Theisen, M. R. (2006): Wissenschaftliches Arbeiten, 13. Auflage, München

1 Übersicht über Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten

Abbildung 1 fasst allgemeine Angaben zu Seminar-, Bachelor- und Masterarbei-


ten zusammen.

2 Wahl des Themas

Das Thema für die Arbeit sollte selbst gewählt werden. Ab und an werden auf der
Homepage des Lehrstuhls für Unternehmensführung Themenvorschläge publi-
ziert. StudentInnen, die Themenvorschläge des Lehrstuhls für Unternehmensfüh-
rung bearbeiten, werden prioritär behandelt.

Es ist besser, ein Thema eng einzugrenzen und umfassend zu analysieren, als ein
zu umfangreiches Thema oberflächlich abzuhandeln.

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2

Seminararbeit Bachelorarbeit Masterarbeit

Themenvorschläge ƒ eigene Vorschläge


ƒ hin und wieder Vorschläge des Lehrstuhls auf der
Homepage

Themenvergabe AssistentInnen Professor

Zeitrestriktion des bei AssistentInnen


keine
Lehrstuhls anfragen
Beurteilungszeit- ƒ Feedback zum ƒ Feedback zum Proposal im allg. in-
spanne Proposal im allg. nerhalb von 10 Arbeitstagen
innerhalb von 10 ƒ Feedback zur Arbeit innerhalb der
Arbeitstagen reglementarischen Frist durch das
ƒ Feedback zur Dekanat
Arbeit innerhalb
von 2 Monaten

Umfang 15-25 Seiten 40-60 Seiten 80-100 Seiten

Abgabeform Heften Gebunden

Anzahl Exemplare 1 an Lehrstuhl 1 an Dekanat 3 an Dekanat

Elektronische 1 an Lehrstuhl
Version
ECTS
gemäss Reglement
Kreditpunkte
Abbildung 1: Allgemeine Angaben zu Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten

Unter Umständen ist mit der Übernahme einer Arbeit die Verpflichtung zur Präsen-
tation der Resultate in einer Lehrveranstaltung des Lehrstuhls für Unternehmens-
führung verbunden.

3 Proposal

Nachdem ein Thema vereinbart worden ist, besteht der nächste Schritt in der Er-
stellung des Proposals. Mit dem Verfassen der Arbeit soll erst begonnen werden,
wenn das Proposal genehmigt worden ist. Abbildung 2 zeigt, was in ein Proposal
gehört.

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3

Proposal für Seminararbeit Proposal für Bachelorarbeit


und Masterarbeit
Umfang 3-5 Seiten 5-7 Seiten

Deckblatt Arbeitstitel, Koordinaten der/s Arbeitstitel, Koordinaten der/s


Verfasserin/s Verfasserin/s
Aufbau 1. Problemstellung 1. Problemstellung
2. Zielsetzung 2. Zielsetzung
3. Aufbau der Arbeit 3. Vorgehen zur Zielerreichung
4. Zeitplan 4. Aufbau der Arbeit
5. Provisorische Inhaltsüber- 5. Zeitplan
sicht mit den ersten zwei 6. Provisorische Inhaltsüber-
Gliederungsebenen sicht mit mindestens den
6. verwendete Literatur ersten zwei Gliederungs-
ebenen
7. verwendete Literatur

Abbildung 2: Inhalte der Proposal von Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten

Der Zeitplan ist nur Teil des Proposals und wird später nicht in die Arbeit einbezo-
gen. Er stellt eine Milestone-Planung dar und beinhaltet die wichtigsten Phasen.
Ausserdem ist der Abgabetermin zu nennen. Es sollte genügend Zeit eingerechnet
werden, um am Ende einen Engpass vermeiden zu können.

4 Verfassen der Arbeit

Die Arbeit ist selbständig zu verfassen. Der Lehrstuhl für Unternehmensführung


führt keine Zwischenkorrekturen von einzelnen Kapiteln der Arbeit durch.

Wenn im Rahmen einer Seminar-, Bachelor- oder Masterarbeiten empirisch gear-


beitet wird, ist der Fragebogen respektive Interviewleitfaden vor Verwendung zur
Genehmigung vorzulegen.

5 Beurteilung der Arbeit

Beurteilt werden sowohl inhaltliche als auch formale Gesichtspunkte.

Über die formalen Anforderungen an schriftliche Arbeiten gibt Kapitel 7 dieses


Leitfadens Auskunft.

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4

Für die inhaltliche Bewertung ist entscheidend, ob das Problem gelöst respektive
die Zielsetzung erreicht worden ist. Bei empirischen Untersuchungen wird zudem
Wert auf eine forschungsmethodisch korrekte Dokumentation der Datenerhebung
und -auswertung gelegt.

6 Erklärung zu den einzelnen Elementen der Arbeit

6.1 Titelblatt

Das Titelblatt weist zwingend folgende Elemente auf:


ƒ Titel der Arbeit
ƒ Name und Adresse des Verfassers/der Verfasserin
ƒ Name des Professors und des Lehrstuhls
ƒ Einreichdatum

Bei Bachelor- und Masterarbeiten sollte zudem 7 cm x 13 cm Platz für den Stem-
pel des Dekanats gelassen werden.

Abbildung 3 zeigt beispielhaft ein Titelblatt für eine Bachelorarbeit.

6.2 Inhaltsverzeichnis

Für die Seitennummerierung der Verzeichnisse vor der Einleitung der Arbeit sind
römische Ziffern (II, III etc.) zu verwenden. Zu beachten ist, dass auf dem Titelblatt
die Seitenzahl fehlt. Die Einleitung der Arbeit und alle darauf folgenden Seiten sind
arabisch (1, 2 etc.) zu nummerieren.

Grundsätzlich ist für die Gliederung des Textes im Hauptteil der Arbeit die Dezi-
malklassifikation (1.1, 1.2 etc.) zu verwenden. Aus Gründen der Übersicht sind
mehr als dreistellige Ziffern jedoch zu vermeiden. Bei Bachelor-, und Masterarbei-
ten können deshalb die Hauptabschnitte respektive Kapitel mit römischen Zahlen
nummeriert werden und die Dezimalklassifikation kann zur Unterteilung der
Hauptabschnitte eingesetzt werden. Abbildung 4 zeigt ein Beispiel für ein Inhalts-
verzeichnis einer Bachelorarbeit.

Im Rahmen von Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten ist von Hauptabschnitten


respektive Kapiteln, Abschnitten und Unterabschnitten zu sprechen. Hingegen ist
nicht von Teilen zu sprechen. Teile kommen nur in Monographien, Lehrbüchern
und Readern zur Zusammenfassung mehrerer Kapitel vor.

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5

Bachelorarbeit zur Erlangung der Würde eines Bachelor of Arts in Management


an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
der Universität Freiburg i.Ü.

Die Rationalität in Architekturwettbewerben

[7 x 1 3 C M P L A T Z F R E I L A S S E N F Ü R
STEMPEL DES DEKANATS]

vorgelegt von

Jürg Muster
Testfeld 1
1234 Musterberg

eingereicht bei

Prof. Dr. R. Grünig


Lehrstuhl für Unternehmensführung

Fribourg, 14. Mai 2009

Abbildung 3: Beispiel für ein Titelblatt von einer Bachelorarbeit

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6

Inhaltsverzeichnis III

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ................................................................................................................. II
Inhaltsverzeichnis .................................................................................................llI
Abkürzungsverzeichnis........................................................................................IV
Abbildungsverzeichnis ..........................................................................................V
I Einleitung.......................................................................................................... 1
1 Problemstellung.......................................................................................... 1
2 Zielsetzung ................................................................................................. 2
3 Vorgehen zur Zielerreichung ...................................................................... 3
4 Aufbau der Arbeit........................................................................................ 3
II Grundlagen des Wissensmanagements........................................................... 6
1 Begriff des Wissensmanagements ............................................................. 6
2 Funktionen des Wissensmangements........................................................ 8
2.1 Gliederung nach Kaplan.....................................................................
Hauptteil 8
y
y
y
X Schluss........................................................................................................... 76
Anhang I ............................................................................................................. 77
Anhang II ............................................................................................................ 81
Interviewverzeichnis ........................................................................................... 85
Literaturverzeichnis............................................................................................. 86
Erklärung zur wissenschaftlichen Ehrlichkeit ...................................................... 88

Abbildung 4: Beispiel eines Inhaltsverzeichnisses einer Bachelorarbeit

6.3 Abkürzungsverzeichnis

Im Abkürzungsverzeichnis sind nur fachspezifische Abkürzungen aufzuführen.


Hierzu zählen auch die im Anhang oder im Literaturverzeichnis verwendeten Ab-
kürzungen. Allgemein übliche Abkürzungen wie "z.B." für "zum Beispiel" sind hin-
gegen nicht aufzunehmen. Abbildung 5 zeigt ein Beispiel für ein Abkürzungsver-
zeichnis.

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7

Abkürzungsverzeichnis IV

Abkürzungsverzeichnis

AHV Alters- und Hinterlassenen-Versicherung


CRM Customer Relationship Management
CSI Customer Satisfaction Index
DU Die Unternehmung
JoMS Journal of Management Studies
LRP Long Range Planning
NPO Non Profit Organisation
m.w.N. mit weiteren Nachweisen
ÖBB Österreichische Bundesbahnen
OECD Organization for Economic Cooperation and Development
SD-Ärzte selbstdispensierende Ärzte
ZfB Zeitschrift für Betriebswirtschaft
zfo Zeitschrift Führung + Organisation

Abbildung 5: Beispiel eines Abkürzungsverzeichnisses

6.4 Abbildungsverzeichnis

Das Abbildungsverzeichnis gibt Aufschluss über die Nummern, die Überschriften


und die Seitenzahlen der Abbildungen. Bei der Nummerierung der Abbildungen
kann allenfalls die Kapitelnummer miteinbezogen werden. Abbildung 6 zeigt ein
Beispiel für ein Abbildungsverzeichnis. Kapitel 7.4 gibt weitere Informationen zu
den Abbildungen.

6.5 Einleitung

Die Einleitung besteht aus der Problemstellung, der Zielsetzung, dem Vorgehen
zur Zielerreichung und dem Aufbau.

In der Problemstellung wird das Problem beschrieben und klar dargelegt. Es gilt
folgende Frage zu beantworten: Warum ist diese Arbeit relevant?

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Abbildungsverzeichnis V

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1.1: Prozess der strategischen Planung nach Grünig/Kühn ........... 12


Abbildung 1.2: Ebenen des strategischen Wandels nach Certo/Peter ............ 14
Abbildung 1.3: Arten der strategischen Kontrolle............................................. 16
Abbildung 1.4: Bezugsrahmen des strategischen Managements .................... 17
Abbildung 2.1: Systematisierung der Umsetzungsprobleme ........................... 20
Abbildung 2.2: Aufgabenfelder der Strategieumsetzung in der Literatur ......... 22
Abbildung 2.3: Die drei Ebenen der Strategieumsetzung und ihr Sach-
und Personenbezug................................................................. 23
Abbildung 2.4: Unterscheidung von System- und Personenebene.................. 25
Abbildung 3.1: Kategorien und Arten strategischer Umsetzungspro-
gramme ................................................................................... 34
Abbildung 3.2: Bezugsrahmen der Strategieumsetzung.................................. 36

Abbildung 6: Beispiel eines Abbildungsverzeichnisses

Bei der Zielsetzung soll in einem bis zwei Sätzen formuliert werden, was das Ziel
der Arbeit ist respektive was mit der Arbeit erreicht werden soll.

Im Kapitel Vorgehen zur Zielerreichung wird beschrieben, wie vorgegangen wird,


um das gesteckte Ziel zu erreichen. Dabei werden der ablaufende Prozess und die
eingesetzten Methoden genannt.
Insbesondere wird auf die Verwendung folgender Elemente hingewiesen:
ƒ Literaturanalysen
ƒ Interviews
ƒ schriftliche Befragungen
ƒ Analyse von Firmenunterlagen
ƒ Mitarbeit in Firmenprojekten
ƒ usw.

Der Aufbau der Arbeit beinhaltet eine kurze Erläuterung dazu, wie die Arbeit auf-
gebaut ist und in welchem Kapitel was behandelt wird.

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6.6 Hauptteil der Arbeit

Den Hauptteil der Arbeit bilden mehrere Kapitel zur theoretischen und praktischen
Abhandlung des Themas der Arbeit.

6.7 Schluss

Am Ende der Arbeit sind die zentralen Aussagen der Arbeit zusammenzufassen
und eine persönliche Einschätzung der/s Verfasserin/s bezüglich der Erreichung
der gesetzten Ziele vorzunehmen.

6.8 Anhang

Der Anhang zählt nicht zum Umfang der Arbeit und enthält nur Informationen, die
für das Verständnis der Arbeit relevant jedoch nicht zentral sind. Hierzu zählen
wichtige Dokumente wie:
ƒ Fragebogen
ƒ Interviewleitfaden
ƒ firmeninterne Dokumente
ƒ etc.

Auf die Anhänge ist im Text entsprechend zu verweisen.

Die Anhänge sind römisch durchzunummerieren und werden im Inhaltsverzeichnis


aufgeführt.

Auch für die Anhänge sind die zugrunde liegenden Quellen anzugeben und im
Literaturverzeichnis aufzuführen. Ebenso müssen die verwendeten Abbildungen
im Abbildungsverzeichnis integriert werden.

6.9 Interviewverzeichnis

Werden zur Zielerreichung Interviews geführt, ist ein Interviewverzeichnis zu


erstellen. Dieses ist alphabetisch nach Interviewpartnern aufzubauen und enthält
ƒ Name und Initiale des Gesprächspartners,
ƒ Unternehmen respektive Organisation,
ƒ Funktion,
ƒ Ort und
ƒ Datum des Gesprächs

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Bei der Darstellung der Interviewresultate im Text ist der Gesprächspartner an


entsprechender Stelle zu zitieren. Dabei werden Name, Ort und Datum des Ge-
sprächs aufgeführt.

Beispiel:
(vgl. Interview mit M. Meier, Bern, 12.10.03)

6.10 Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis sind nur Quellen aufzuführen auf die im Text verwiesen


wird. Es ist alphabetisch nach Autoren aufzubauen.

Für Bücher sind folgende Angaben erforderlich:


ƒ Name und Initiale des Autors oder Herausgebers,
ƒ (Erscheinungsjahr):
ƒ Titel des Werkes,
ƒ Nummer des zitierten Bandes (falls das Werk verschiedene Bände umfasst),
ƒ Auflage (falls das Werk in mehreren Auflagen existiert),
ƒ Verlagsort(e),
ƒ Verlag (Angabe ist fakultativ; der Verlag ist jedoch entweder konsequent an-
zugeben oder konsequent wegzulassen.)

Besitzt ein Werk mehr als drei Verlagsorte, ist nur der erste Verlagsort mit dem
Zusatz "etc." aufzuführen.

Beispiel:
Becker, H. (1995): Strategisches Controlling: Zukunftssicher durch kontinuierliche Ge-
schäftsentwicklung, Neuwied etc.

Mehrere Werke des gleichen Verfassers sind chronologisch zu ordnen – begin-


nend mit dem Ältesten.

Beispiel:
Grünig, R., Kühn, R. (2000): Methodik der strategischen Planung, Bern, Stuttgart und
Wien
Grünig, R., Kühn, R. (2006): Methodik der strategischen Planung, 4. Auflage, Bern, Stutt-
gart und Wien

Stammen mehrere Werke des gleichen Autors aus dem gleichen Jahr, sind diese
durch Anfügen von Kleinbuchstaben voneinander zu unterscheiden.

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11

Beispiel:
Grünig, R., Kühn, R. (2002a): Methodik der strategischen Planung, 2. Auflage, Bern,
Stuttgart und Wien
Grünig, R., Kühn, R. (2002b): Process-based Strategic Planning, Heidelberg etc.

Besitzt ein Werk zwei oder drei Autoren, ist es unter dem erstgenannten Autor
aufzuführen.

Beispiel:
Rommelfanger, H. J., Eickemeier S.H. (2002): Entscheidungstheorie; Klassische Kon-
zepte und Fuzzy-Erweiterungen, Berlin etc.

Besitzt ein Werk mehr als drei Verfasser, ist nur der erstgenannte mit dem Zusatz
"et al." aufzuführen.

Beispiel:
Meier, A. et al. (1999): Marketing, Teilband 3, 2. Aufl., Aadorf

Ist für eine Quelle kein Verfasser ausfindig zu machen, ist die Abkürzung "o.V." zu
verwenden und unter dem Buchstaben "O" im Literaturverzeichnis anzuführen.

Beispiel:
o.V. (2003): Gewinn-Entwicklung der Muster-AG, 3. Quartal 2003, Bern

Für Artikel in Sammelbänden und Handwörterbüchern sind folgende Angaben


erforderlich:
ƒ Name und Initiale des Autors,
ƒ (Erscheinungsjahr):
ƒ Titel des Artikels,
ƒ "in:"
ƒ Name und Initiale des Herausgebers,
ƒ "(Hrsg.):"
ƒ (Erscheinungsjahr):
ƒ Name des Sammelbandes respektive Handwörterbuchs,
ƒ Nummer des zitierten Bandes (falls das Werk verschiedene Bände umfasst),
ƒ Auflage (falls das Werk in mehreren Auflagen existiert),
ƒ Verlagsort(e),
ƒ Verlag (Angabe ist fakultativ; der Verlag ist jedoch entweder konsequent an-
zugeben oder konsequent wegzulassen.)
ƒ Seiten des Artikels

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Beispiel:
Esch, F.-R. (2001): Wirksame Markenkommunikation bei steigender Informationsüberlas-
tung der Konsumenten, in: Köhler, R., Majer, W., Wiezorek, H. (Hrsg.) (2001):
Strategisches Management und Marketing, Bern etc., S. 219-232

Für Zeitschriften und Zeitungen sind folgende Angaben erforderlich:


ƒ Name und Initiale des Autors,
ƒ (Erscheinungsjahr):
ƒ Titel des Artikels,
ƒ "in:"
ƒ Name der Zeitschrift bzw. Zeitung,
ƒ Nummer des betreffenden Heftes der Zeitschrift bzw. Nummer und Datum der
Zeitung,
ƒ Erscheinungsjahr (durch Schrägstrich abgetrennt von der Nummer),
ƒ Seiten des Artikels

Beispiel:
Galli, H. (2007): Der Charme der Einspritzdüsen, in: Der Bund, 13. Februar 2007, S. 13
Hoffjan, A. (2003): Haben Controller ein Imageproblem?, in: Controlling & Management,
5/2003, S. 298-300

Für interne Dokumente von Unternehmen sind folgende Angaben erforderlich:


ƒ Name und Initiale des Autors oder
der herausgebenden Organisation „(Hrsg.)“,
ƒ (Erscheinungsjahr):
ƒ Titel des Dokuments,
ƒ Nummer des zitierten Bandes (falls das Dokument verschiedene Bände um-
fasst),
ƒ Angabe „internes Dokument des Untenehmens XY“,
ƒ Verlagsort(e)

Beispiel:
Grünig, U. (2004): Koordinationsplan der Aussendienstmitarbeiter, internes Dokument
der Narimpex AG, Biel

Autor unbekannt, jedoch klar einem Unternehmen zuordenbar:


Narimpex AG (Hrsg.) (2004): Produktpalette, internes Dokument der Narimpex AG, Biel

Für Internetquellen sind im Minimum folgende Angaben aufzuführen:


ƒ Name und Initiale des Autors oder
Name der herausgebenden Organisation "(Hrsg.)",
ƒ (Erscheinungsjahr):
ƒ Titel des Beitrages,

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ƒ genaue Internetadresse (= URL),


ƒ Datum der Abfrage

Im Zweifelsfall sind sämtliche verfügbaren Angaben aufzuführen!

Beispiel:
Stelling, J.N. (2008): Betriebliche Zielbestimmung und Entscheidfindung,
http://www.htwm.de/ww/teachware/profst/zue.pdf, 31. März 2008
Migros (Hrsg.) (2008): Fachmärkte, http://www.migros.ch/DE/Fachmaerkte/Seiten/
Uebersichtsseite.aspx, 31. März 2008

6.11 Erklärung zur wissenschaftlichen Ehrlichkeit

Die Vorlage zur Erklärung der wissenschaftlichen Ehrlichkeit ist auf dem Dekanat
erhältlich.

7 Formale Anforderungen an Arbeiten

7.1 Layout

Die Blätter sind einseitig zu beschreiben und mit Seitenzahlen zu versehen. Es ist
eine Schriftgrösse von 12 zu wählen.

Der Zeilenabstand muss 1 1/2-zeilig sein. Lediglich längere Zitate und Fussnoten
dürfen mit einfachem Zeilenabstand geschrieben werden.

Die Seitenränder betragen je max. 2.5 cm. Die Arbeit sollte im Blocksatz verfasst
werden.

7.2 Sprache

Korrekte Rechtschreibung und Interpunktion sowie ein gut lesbarer Satzbau wer-
den vorausgesetzt. Verschachtelte Satzkonstruktionen mit zu vielen Nebensätzen
sind zu vermeiden.

Die "Ich"-Form darf in wissenschaftlichen Arbeiten nicht verwendet werden. An-


stelle der "Ich"-Form wird entweder die 3. Person singular (passive Formulierung)
oder "der Verfasser" respektive "die Verfasserin" gebraucht.

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Beispiel:
Die Verfasserin ist der Ansicht, dass diese Methode unzureichend ist.

Eine wechselweise Verwendung von alter und neuer Rechtschreibung gilt als
Formfehler.

7.3 Abkürzungen

Nicht allgemein gebräuchliche Abkürzungen sind bei ihrer ersten Verwendung im


Textverlauf einzuführen.

Anschliessend ist für den Ausdruck nur noch die Abkürzung zu verwenden. Eine
wechselweise Verwendung von Abkürzung und ausgeschriebener Form gilt als
Formfehler.

Beispiel:
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) konnten in den vergangenen drei Jahren ei-
nen Zuwachs beim Gütertransport verzeichnen. Damit sind die Verantwortlichen der ÖBB
sehr zufrieden.

Um die Lesbarkeit des Textes nicht zu erschweren, sind nur wenige und häufig
verwendete Abkürzungen zu verwenden.

7.4 Abbildungen

Abbildungen müssen ohne Textstudium für sich allein verständlich sein. Vor ihrer
Verwendung müssen sie eingeführt und falls notwendig erläutert werden. Die Ver-
ständlichkeit ist gegebenenfalls durch eine Legende sicherzustellen. Bei Abbildun-
gen, die aus dem Originaltext herauskopiert werden, ist auf eine gute Lesbarkeit
zu achten.

In der Arbeit werden nur Abbildungen ausgewiesen, dies bedeutet, dass auch Ta-
bellen als Abbildungen zu kennzeichnen sind.

Bei jeder Abbildung ist genau anzugeben, aus welcher Quelle sie stammt bzw.
woher die verwendeten Daten stammen. Es gibt drei verschiedene Arten von Ab-
bildungsnachweisen:
ƒ Die Abbildung stammt aus einem anderen Text und wird "eins zu eins" über-
nommen.

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ƒ Die Abbildung stammt aus einem anderen Text und wird verändert übernom-
men.
ƒ Die Abbildung wird selbst erstellt.

Stammen Abbildungen aus einem anderen Text und werden "eins zu eins" über-
nommen, so ist bei der Quellenangabe der entsprechende Text anzugeben.

Beispiel:
Abbildung 1.1: Teilaufgaben der strategischen Führung
(Grünig/Kühn, 2006, S. 24)

Stammen Abbildungen aus einem anderen Text und werden verändert übernom-
men, so ist dies bei der Quellenangabe anzugeben.

Beispiel:
Abbildung 1.2: Teilaufgaben der strategischen Führung
(in Anlehnung an Grünig/Kühn, 2006, S. 24)

Werden Abbildungen selbst erstellt, wird auf eine Quellenangabe verzichtet und
die Anmerkung „eigene Darstellung“ beigefügt.

Beispiel:
Abbildung 1.3: Die vier Optionen von Migros
(Eigene Darstellung)

Die Quellenangaben müssen einheitlich sein. Sämtliche Abbildungen sind zu


nummerieren und mit einem verständlichen Titel zu versehen.

Beispiel:
Der in Abbildung 7 dargestellte Bezugsrahmen zum strategischen Management veran-
schaulicht die beschriebenen Abhängigkeiten zwischen den Subsystemen des strategi-
schen Managements einerseits und den Ebenen des strategischen und operativen Mana-
gements anderseits.

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Strategische
Führung
Strate-
gische
Planung

Strate- Strategis-
gieimple- che Kon-
mentierung trolle

= zentrale Einflüsse Operative


= übrige Einflüsse Führung

Abbildung 7: Teilaufgaben der strategischen Führung


(Grünig/Kühn, 2006, S. 24)

7.5 Zitierweise

Jede Verwendung von Informationen oder Aussagen fremder Herkunft ist für jeden
Absatz durch genaue Quellenangaben kenntlich zu machen.

Am Lehrstuhl für Unternehmensführung ist die Harvard-Zitierweise anzuwenden.


Dies bedeutet, dass an geeigneter Stelle, bei wortwörtlicher Wiedergabe unmittel-
bar nach dem Zitat, in einer Klammer die Familiennamen der Autoren, das Er-
scheinungsjahr der zitierten Publikation und die Seitenzahl anzugeben sind.

Wird in einer Arbeit oft zitiert, so ist es auch erlaubt, mit Hilfe von Fussnoten zu
zitieren. Die Zitierweise mit Hilfe von Fussnoten muss dann aber konsequent für
alle Zitate sowie für Abbildungen angewandt werden. Die Angaben in den Fussno-
ten sind die gleichen wie bei der Harvard-Zitierweise.

Beispiel zur Harvard-Zitierweise:


"Gesamtstrategien sind für Unternehmen und Unternehmensbereiche sinnvoll, die pro-
duktemässig und/oder geographisch heterogen sind." (Grünig/Kühn, 2006, S. 42)

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Beispiel mit Fussnoten:


"Gesamtstrategien sind für Unternehmen und Unternehmensbereiche sinnvoll, die pro-
duktemässig und/oder geographisch heterogen sind."1

Fussnote:
1
Grünig/Kühn, 2006, S. 42

Bei der Wiedergabe von Fremdquellen im Text unterscheidet man


ƒ direkte Zitate und
ƒ indirekte Zitate.

Ein direktes Zitat kennzeichnet die wortwörtliche Wiedergabe einer Textstelle. Das
direkte Zitat wird mit Anführungs- und Schlusszeichen in den Text integriert. Das
indirekte Zitat bezieht sich auf die sinngemässe Wiedergabe eines fremden Tex-
tes. Das indirekte Zitat wird ohne Anführungs- und Schlusszeichen in den Text
integriert. Direkte Zitate sollten die Ausnahme bilden.

Wenn nichts weiter angegeben ist, wird nur eine Seite zitiert. Mit "f." wird gezeigt,
dass zwei Seiten zitiert werden. Ein "ff." bedeutet, dass mehr als zwei Seiten zitiert
werden. Sofern keine Seitenzahlen verfügbar sind, ist dies mit „o.S.“ (ohne Seite)
zu vermerken.

Beispiel:
Originaltext von Grünig/Kühn:
„Die Erkenntnis, dass Ressourcen ein wichtiges Element von strategischen Überlegungen
bilden, geht auf die Resource-based View zurück. Dieser wissenschaftliche Ansatz zur
Erklärung des langfristigen Unternehmenserfolges beeinflusst seit Mitte der 80er Jahre in
zunehmendem Masse die Diskussion zur strategischen Planung.“ (Grünig/Kühn, 2006,
S. 252)

Indirektes Zitat:
Die Resource-based View besagt, dass Vorteile auf Stufe der Ressourcen strategisch
gesehen wichtig sind. (vgl. Grünig/Kühn, 2006, S. 252)

Direktes Zitat:
"Die Erkenntnis, dass Ressourcen ein wichtiges Element von strategischen Überlegungen
bilden, geht auf die Resource-based View zurück." (Grünig/Kühn, 2006, S. 252)

Werden zur Kürzung eines direkten Zitates oder aus stilistischen Gründen einzel-
ne Worte oder Sätze weggelassen, ist dies zu kennzeichnen. Die Auslassung ei-
nes Wortes ist durch zwei Punkte, die Auslassung mehrerer Wörter durch drei
Punkte anzudeuten. Bei Auslassungen zu Beginn und am Ende eines direkten

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Zitates stehen keine Auslassungspunkte. Wird ein direktes Zitat durch einen Ein-
schub ergänzt, so ist dies mittels eckiger Klammer zu kennzeichnen.

Beispiel:
Festzuhalten bleibt, dass "selbst KMU’s über mehrere Geschäfte [verfügen] und .. des-
halb mehrere Geschäftsstrategien [benötigen]“. (Grünig/Kühn, 2006, S. 42)

Bei einem sog. "Zitat im Zitat" werden Anführungsstriche im direkten Zitat zu "hal-
ben" Anführungsstrichen.

Beispiel:
"Das abstrakte Instrument ‚Soll-Portfolio’ genügt kaum, um die wichtigsten strategischen
Absichten genügend konkret und differenziert zum Ausdruck zu bringen." (Grünig/Kühn,
2006, S. 42)

Grundsätzlich muss jedes Zitat anhand des Originals überprüft werden können.
Lässt sich trotz intensiver Nachforschungen die Originalquelle nicht auffinden, ist
ausnahmsweise ein Sekundärzitat zulässig. Dieses ist im Literaturverzeichnis als
solches zu kennzeichnen.

Beispiel:
Zitat:
Die Formulierung von Zwischenzielen bildet Gegenstand der strategischen Durchfüh-
rungskontrolle (vgl. Renggli, 1996, o. S.).

Literaturverzeichnis:
Renggli, R. (1996): Strategische Kontrolle: Theoretische Konzepte und eine empirische
Studie in Schweizer Unternehmen, Lizentiatsarbeit Universität Bern, Bern, zi-
tiert nach Kühn, R., Grünig, R. (2000): Grundlagen der strategischen Planung,
Bern, Stuttgart und Wien, S. 67 ff.

© 2009 by Rudolf Grünig