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Hausarbeit

im Fach Sport

Thema: System der Koordinatonsfähigkeiten

Vorgelegt von: Chris Unger, Daniel Irtel


Inhalt

1. Die Koordinativen Fähigkeiten…………………………………………….. Seite 2


2. Koordinationstraining………………………………………………………. Seite 2
2.1 Funktionen des Koordinationstrainings…………………………………… Seite 3
2.2 Trainings- und Übungsprinzipien…………………………………………. Seite 3
2.3 Beispiele für Koordinationsübungen……………………………………… Seite 4
2.3.1 Läufe im Quadrat (koordinatives Aufwärmen)…………………………. Seite 4
2.3.2 Reifenparcours mit Anschlussübung (Lauf- und Sprungkoordination)… Seite 5
2.3.3 Ballführung (technikorientiertes Koordinationstraining)……………….. Seite 5
2.3.4 Passspiel (technikorientiertes Koordinationstraining)…………………… Seite 5

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1. Die Koordinativen Fähigkeiten1

Koordinative Fähigkeiten sind Eigenschaften, die die sportliche Leistung bestimmen und sich
vor allem auf die Prozesse der Bewegungssteuerung und –regelung beziehen. Sie stellen eine
Klasse motorischer Fähigkeiten dar, die vor allem durch die Prozesse der Steuerung und Re-
gelung der Bewegungstätigkeit bestimmt ist. Es sollen weitestgehend verfestigte und generali-
sierte Verlaufsqualitäten dieser Prozesse dargestellt und damit Leistungsvoraussetzungen zur
Bewältigung koordinativer Anforderungen geschaffen werden. Die koordinativen Fähigkeiten
sollen im Gegensatz zu den konditionellen Leistungsvoraussetzungen stehen.

Vor allem im Schulsport, aber auch in Sportvereinen, wird dieses Konzept bis heute als
Grundlage für den Unterricht oder das Training genutzt, obwohl die Sportwissenschaft dieses
Konzept seit einigen Jahren für veraltet hält.

Es gibt viele Unterscheidungsmöglichkeiten, wobei sich die Strukturierungsversuche von


Zimmermann und Hirtz durchgesetzt haben. Zimmermann unterteilt das weite Feld der koor-
dinativen Fähigkeiten wie folgt:

Kopplungsfähigkeit
Differenzierungsfähigkeit
Gleichgewichtsfähigkeit
Orientierungsfähigkeit
Rhythmisierungsfähigkeit
Reaktionsfähigkeit
Umstellungsfähigkeit.

2. Koordinationstraining2

Koordinationstraining ist immer auch mit einem Fertigkeitstraining verbunden, beide stehen
also in Wechselwirkung zueinander. Auch das Koordinationstraining sollte sportartspezifisch
gestaltet werden. Dabei können die unterschiedlichen Teilaspekte unterschiedlich stark trai-
niert werden. So kann das Training z. B. auf gute Ergebnisse unter Zeitdruck abgestimmt
werden.

1
http://de.wikipedia.org/wiki/Koordinative_Fähigkeiten
2
http://www.sport.uni-oldenburg.de/bww2/Lehre/Technik/KoTrain.html
Seite 2
2.1 Funktionen des Koordinationstrainings3

Die Funktionen des Koordinationstrainings werden nach allgemeinem, sportartgerichtetem,


sportartspezifischem Training und einem koordinativen Spezialtraining unterteilt.
Beim allgemeinen Koordinationstraining, welches im Schulsport oder beim Grundlagentrai-
ning seine Anwendung findet, soll vorbereitend eine Grundlage geschaffen werden. Es dient
der Aneignung grundlegender koordinativer Fähigkeiten, wie der Fähigkeit zur präzisen Be-
wegungsregulation, zur Koordination unter Zeitdruck und zur motorischen Umstellung und
Anpassung. Außerdem sollen koordinative Grundmuster erlernt und die psychologischen
Grundfunktionen ausgeprägt werden.
Auch das sportartgerichtete Koordinationstraining wird als Grundlagentraining absolviert und
soll wieder eine Voraussetzung schaffen. Das Training erfolgt teils technik- und sportartun-
spezifisch und teils –spezifisch. Das Ziel ist eine beginnende sportart- und technikspezifische
Ausbildung und die Fortsetzung des allgemeinen Trainings.
Das sportartspezifische Training findet seinen Platz innerhalb des Aufbautrainings. Es soll
teils technik- und sportartunspezifisch und teils –spezifisch der Anwendung, Ergänzung und
Vervollkommnung dienen. Als Ziel soll ein Zusammenwirken unterschiedlicher Fähigkeiten,
also sogenannte Fähigkeitsverbundstrukturen erreicht werden. Desweiteren soll der Sportler
individuelle Bewältigungsstrategien finden. Das sportartspezifische Training stellt die Fort-
setzung des sportartgerichteten Trainings dar.
Beim Hochleistungstraining macht der Sportler vom koordinativen Spezialtraining gebrauch.
Dabei soll durch eine sowohl spezifische als auch unspezifische Anwendung und Ergänzung
eine Harmonisierung erreicht werden. Ziel ist eine trainingsspezifische Vervollkommnung
und "Perfektionierung sich selbst organisierender bewältigungsstrategien mit individualspezi-
fischen Invarianzen"4.

2.2 Trainings- und Übungsprinzipien3

Soll der Schwerpunkt v.a. dem Generalisierungsaspekt gelten so müssen mehrere verschiede-
ne Übungen eingesetzt werden, welche unterschiedliche koordinative Bewegungsanforderun-
gen an den Sportler stellen. Außerdem sollten die Übungen häufig variiert werden um den

3
http://www.sport.uni-oldenburg.de/bww2/Lehre/Technik/KoTrain.html
4
Hirtz, P. (1997). Koordinationstraining. In: Schnabel, G., Harre, D. & Borde, A. (1997). Trainingswissenschaft.
S. 228 [Zitat von: http://www.sport.uni-oldenburg.de/bww2/Lehre/Technik/KoTrain.html]
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Neuigkeits- bzw. Ungewohntheitscharakter zu erhalten. Dies kann durch neue Bewegungen
oder durch die ungewohnte Kombination bekannter Bewegungsabläufe.
Eine Zielgerichtete Variation kann erreicht werden durch:

unterschiedliche Krafteinsätze
die Variation der Ausgangsposition/Zielposition
spiegelbildliches Üben
motorische Zusatzaufgaben
Zeitdruck
Gegensatzerfahrung.

Zur optimalen Belastungsgestaltung ist wie beim Konditionstraining auch beim Koordina-
tionstraining eine Erhöhung der Belastung notwendig. Diese kann erreicht werden durch die
Erhöhung:

der Präzision
des Zeitdrucks
der Komplexität
der Situations- und Bedingungsvariabilität
der Variation der Informationsaufnahme
der Neuheit/Ungewohntheit
durch die Verbindung mit konditioneller Belastung oder
eine taktische Zusatzbelastung.

2.3 Beispiele für Koordinationsübungen5

2.3.1 Läufe im Quadrat (koordinatives Aufwärmen):

Aus vier Hütchen bildet man ein Quadrat mit einer Seitenlänge
von 15 m. Genau in die Mitte des Quadrats legt man ein fünftes
Hütchen ab. An jedem der vier Eckpunkte stehen drei Spieler mit
Ball. Die beiden ersten Spieler der Gruppe A und C starten
gleichzeitig mit Ball in Richtung mittleres Hütchen und biegen
dort in einem rechten Winkel nach links ab. Bei der neuen Grup-

5
http://www.supercoach.de/uebkoor.htm
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pe stellen sie sich hinten an. Haben beide Spieler ihr Ziel erreicht, so starten die ersten Spieler
der Gruppen B und D.

Als Variation können auch alle vier Spieler gleichzeitig starten. Natürlich sind auch Rich-
tungsänderungen möglich.

2.3.2 Reifenparcours mit Anschlussübung (Lauf- und Sprungkoordination):

An zwei nebeneinander liegenden Stationen werden insgesamt 16 Reifen abgelegt. An Station


1 werden die Reifen wie unten links zu sehen abgelegt, die Station 2 ist rechts gezeigt. Zehn
Meter hinter den Reifen wird jeweils 1 Hütchen aufgestellt.

Der Übungsablauf (Durchlaufen des Parcours) sieht wie folgt aus:

Station 1: Station 2:

1. in die Reifen in der Mitte werden 1. linker Fuß in die links


beide Beine gesetzt (halbgefüllt dar- liegenden Reifen
gstellt) 2. rechter Fuß in die
2. in die am Rand liegenden Reifen (als rechts liegenden Reifen
Kreis dargestellt) wird nur jeweils 3. anschließender Sprint
das entsprechende Bein gesetzt zum Hütchen
3. anschließender Sprint zum Hütchen 4. lockerer Lauf zum
4. lockerer Lauf zum Ausgangspunkt Ausgangspunkt

2.3.3 Ballführung (technikorientiertes Koordinationstraining):

Jeder Spieler hat zwei Bälle. Ein Ball soll mit dem Fuß geführt, der andere Ball während die-
ser Zeit geprellt werden.

2.3.4 Passspiel (technikorientiertes Koordinationstraining):

Zwei Spieler haben zwei Bälle. Beide Spieler stehen sich gegenüber. Ein Spieler hat den Ball
am Fuß, der andere den zweiten Ball in der Hand. Nun spielt der erste Spieler einen Paß zum
zweiten Spieler, der gleichzeitig den zweiten Ball zum ersten Spieler wirft. Der Abstand zwi-
schen den beiden Spielern soll nicht mehr als fünf Meter betragen.

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