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Lied:

Sakura, sakura!
Yayoi no sora wa,
Miratasu kaghiri;
Kasumi ka?
Kumo ka?
Nioi zo izuru.
Izaya! Izaya! Mini yukan.

Deutsch:

Kirschenbaum, Kirschenbaum!
Deiner Blüten rosa Traum
duftet über's Land so weit,
Frühlingshimmel wölbt sich breit,
kleine Wolke schwebt im Blau.
Komm mit mir, komm mit mir, komm mit mir und schau.

Die japanische Kirschblüte (jap. 桜, sakura) ist eines der wichtigsten Symbole der
japanischen Kultur. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. Die Zeit der
Kirschblüte markiert einen Höhepunkt im japanischen Kalender und den Anfang des
Frühlings.

Normalerweise bezieht man sich auf die Blüten des Yoshino-Kirschbaums (Prunus x
yedoensis) und anderer in Japan heimischer Kirscharten. Die Kirschblüte ist auch die
offizielle Pflanze von Tokio.

Die Kirschblüte beginnt in Japan Mitte oder Ende März in Kyūshū und „wandert“ dann nach
Nordosten, bis sie etwa Anfang Mai in Hokkaidō ankommt. Während dieser Zeit wird im
Rahmen der Wettervorhersage auch die „Kirschblütenfront“ (桜前線, sakura zensen)
angekündigt. Das sonst so einförmig wirkende Japan wird durch ein Meer von Kirschblüten
(fast die Hälfte aller Laubbäume in japanischen Städten sind Kirschbäume) in rosa und weiß
getaucht und ist plötzlich unwirklich schön.

In den etwa zehn Tagen, in denen die Kirschen in der eigenen Gegend in Blüte stehen, feiern
fast alle Bewohner Japans ein Hanami mit Freunden, Kollegen oder Familie in einem Park
oder einem anderen dafür ausgezeichneten Ort.

Die Kirschblüte ist in Japan ein Symbol für die weibliche Schönheit. Oft liest man auch, dass
die Kirschblüte für die Samurai ein Symbol der Vergänglichkeit gewesen sei, in diesem Fall
liegt aber eine Verwechslung mit dem Tsubaki (Kamelie) vor.
Die Japanische Blütenkirsche (Prunus serrulata), auch Orientalische Kirsche oder
Ostasiatische Kirsche genannt, ist eine Zierkirschenart aus der Gattung Prunus in der
Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der botanische Name „serrulata“ kommt aus dem
Lateinischen und bedeutet „fein gesägt“, also mit kleinen Sägezähnen.

Die Japanische Blütenkirsche bildet auf einem einzelnen Stamm eine dichte Krone aus und
erreicht Wuchshöhen von bis zu 12 Metern. Ihre glatte Rinde hat eine kastanienbraune Farbe,
und ihre spitzelliptischen Blätter sind einfach oder doppelt gesägt.

In den ersten wärmeren Apriltagen beginnt die Japanische Blütenkirsche üppig zu blühen. Die
rosafarbenen oder weißen Blüten stehen in Trauben zusammen und entfalten ihre Pracht nur
für wenige Tage. Schon Anfang Mai ist die Blütezeit zu Ende, und auch makellose Blüten
fallen nun zu Boden.

Die Frucht ist eine kleine, schwarze Steinfrucht und reift ebenso wie die Blüten in Trauben.