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Грамматика немецкого языка - Deutsche Grammatik

Substantiv:
• Das Substantiv. Die grammatischen Kategorien des Substantivs
• Die Substantive männlichen Geschlechts
• Die Substantive weiblichen Geschlechts
• Die Substantive sächlichen Geschlechts
• Das Geschlecht der zusammengesetzten Substantive und der Abkürzungen
• Das Schwanken im Geschlecht (Homonyme)
• Die Zahl der Substantive
• Pluralbildung der Feminina
• Pluralbildung der Maskulina
• Pluralbildung der Neutra
• Die doppelten Pluralformen
• Die Deklination der Gattungsnamen im Singular und im Plural
• Die Deklination der Eigennamen (Personennamen, geographische Benennungen, die Benennungen
der Literaturwerke)

Artikel
• Der Artikel. Der Gebrauch des unbestimmten Artikels
• Der Gebrauch des bestimmten Artikels
• Der Gebrauch des Nullartikels
• Der Gebrauch des Artikels vor den Stoffnamen und Abstrakta
• Der Gebrauch des Artikels vor den Eigennamen

Adverb

Pronomen

Zahlwort

Adjektiv
• Deklination der Adjektive. Die undeklinierbaren Adjektive
• Steigerungsstufen der Adjektive (Arssenjewa 'Grammatik der deutschen Sprache')
• Die Substantivierung der Adjektive (Arssenjewa 'Grammatik der deutschen Sprache')

Präposition

Verb
• Das Verb. Die grammatischen Kategorien des Verbs
• Bildung und Gebrauch der Zeitformen des Indikativs
• Die Kategorie des Modus. Der Imperativ
• Die Kategorie des Modus. Der Konjunktiv (Präsentischer und präterialer Konjunktiv. Die Bedeutung
vom Konjunktiv)
• Die Kategorie des Genus. Das Passiv
• Funktionsverben
• Gebrauch des Infinitivs mit/ohne "zu"

Sätze
• Satzverbindungen. Konjunktion in den Positionen 0 und 1
• Nebensätze: allgemeine Regeln
• Temporale Nebensätze
• Kausalsätze. Subjektsätze
• Konditionalsätze (reale und irreale)
• Konzessivsätze. Konsekutivsätze
• Objektsätze. Objektsätze mit der indirekten Rede
• Modalsätze. Infinitivkonstruktionen anstatt... zu, ohne... zu
• Finalsätze. Infinitivkonstruktion um... zu
• Relativsätze
• Attributsätze
• Vergleichsätze (reale und irreale)

Partikel

Rechtschreibung
Das Substantiv. Die grammatischen Kategorien des Substantivs
Das Substantiv ist eine Wortart, die Dinge im weitesten Sinne des Wortes bezeichnet: der Mensch, die
Tochter, das Schaf, der Baum...
Ihrem Inhalt nach werden die Substantive in konkrete und abstrakte eingeteilt. Die Konkreta nennen alle mit
den Sinnen wahrnehmbaren Dinge. Zu den Konkreta gehören:
• Gattungsnamen. Sie bezeichnen eine Gruppe gleichartiger Wesen und Dinge (Dazu gehören die
Bezeichnungen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen): das Tier, der Fluß, die Karte
• Sammelnamen (die Kollektiva). Sie fassen eine Mehrheit gleichartiger Dinge zusammen: das
Gebirge, das Vieh, das Gemüse, die Kleidung
• Stoffnamen. Sie bezeichnen eine Stoffmasse; jeder kleinste Teil wird ebenso bezeichnet wie das
Ganze: (das) Gold, (das) Holz, (der) Wein, das Wasser
• Eigennamen. Sie bezeichnen ein bestimmtes Einzelnes. Dazu gehören Personennamen,
geographische und andere Eigennamen: Alexander, die Elbe, das Schwarze Meer
Die Abstrakta bezeichnen Eigenschaften, Vorgänge, Gefühle, Zustände. Ihr Inhalt kann nur durch das
Denken erfaßt werden.
Grammatische Kategorien:
• das grammatische Geschlecht (Maskulinum, Femininum, Neutrum)
• die Zahl (Singular, Plural)
• der Kasus (der Fall) (ist die besondere Form eines deklinierbaren Wortes, durch die im Satz die
Beziehung zu anderen Wörtern ausgedrückt wird)
Man unterscheidet im Deutschen 4 Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ. Jeder Kasus hat seine
Bedeutung, seine Funktion:
der Nominativ (Nennt man den geraden Kasus. Im Unterschied zu den übrigen ist er unabhängig und mit
den Präpositionen nicht verbunden)
• der einzige Kasus, der Satzbildend auftreten kann (ein warmer, wunderbarerAbend)
• ist der Kasus für das Subjekt des Satzes (Auf einmal war der Sommer wieder da) als Teil des
nominalen Prädikats (Prädikativ) (Er ist ein sehr alter Mann)
• als Anrede („Was studieren Sie, junger Mann“ – fragte sie)
Der Geniniv (ist der Kasus des Attributs. In dieser Funktion bezeichnet er ein Merkmal, eine Eigenschaft,
eine Zugehörigkeit. (eine Gruppe der Menschen)
• wird als Objekt bei manchen Verben und prädikativen Adjektiven gebraucht (ich bin dieser Sache
sicher)
• wird als Adverbialbestimmung der Art und Weise und der Zeit gebraucht (eines Abends kehrte er
zurück)
• als prädikatives Attribut (ruhigen Herzens legte sie sich)
• als Prädikativ (der Sieg war des Feindes)
Der Dativ ist der Kasus des indirekten Objekts.
• Er bezeichnet meist die Person, für die der Vorgang bestimmt oder auf die er gerichtet ist. (ich muß
ihm helfen)
• bezeichnet die Anteilnahme einer Person an einem Vorgang (Ich muß meinen Knopf suchen. Er ist
mir unters Sofa gerollt)
• bezeichnet das Zugehörigkeitsverhältnis zwischen dem Subjekt des Satzes und dem Satzglied im
Dativ (Sie wusch sich das Gesicht)
Der Akkusativ ist der Kasus des direkten Objekts. Er bezeichnet ein Ding, auf das sich die Handlung
erstreckt oder das als ihr Ergebnis entsteht. Er steht nur bei transitiven Verben.
• bei einigen prädikativ oder attributiv gebrauchten Adjektiven bezeichnet das Maß (Als er sieben
Jahre alt war, war er zur Schule geschickt)
• kann temporale und lokale Bedeutung haben (er hatte den ganzen Tag nach einem Zimmer gesucht)

Das Geschlecht der Substantive. Die Substantive männlichen Geschlechts


Es gibt im Deutschen das natürliche und das gramatische Genus. Das natürliche Geschlecht hat 2 Formen
(Maskulinum und Femininum), das grammatische Genus 3 Formen (Maskulinum, Femininum und Neutrum)
Das natürliche Geschlecht spielt im Deutschen eine geringe Rolle. Lediglich bei einigen Gruppen von
Lebewesen (Personenbezeichnungen und Tiernamen) wird das gram. Genus vom natürlichen bestimmt.
• Personenbezeichnungen
• Verwandtschaftsnamen (zumeist mit verschiedenen Wörtern): der Vater – die Mutter, der
Sohn – die Tochter, der Onkel – die Tante usw.
• Berufsbezeichnungen (die fem. Form zumeist mit Suffix –in): der Lehrer – die Lehrerin, der
Koch – die Köchin, der Friseur – die Friseuse/Friseurin

• Tiernamen: der Hahn – die Henne, der Hengst – die Stute, der Bär – die Bärin usw.

Oft wird bei Tieren das gram. Geschlecht gebraucht, ohne nach dem natürlichen Geschlecht zu
unterscheiden: das Rind (Bulle – Kuh), das Reh (Bock – Ricke).
In anderen Fällen ist für das männliche und weibliche Tier nur ein Wort mit einem bestimmten gram-n Genus
vorhanden: der Karpfen, die Maus, das Wiese (ласка).
Männlichen Geschlechts sind folgende Substantive:
A. der Bedeutung nach:
• die meisten Benennungen von Lebewesen männlichen Geschlechts: der Mann, der Knabe, der
Sohn, der Vater, der Löwe, der Fuchs, der Hengst (жеребец)
• die Benennungen der vier Himmelsrichtungen: der Norden, der Süden, der Osten, der Westen
• die Benennungen der Jahreszeiten, Monate, Wochentage: der Sommer, der Winter, der Mai, der
Mittwoch (aber: das Frühjahr, die Nacht)
• die meisten Benennungen von Bergen: der Harz, der Ural, der Kaukasus, der Elbrus (nur in Plural:
die Alpen, die Pyrenäen, die Ardennen, die Chibinen; auf „-gebirge“ und „-horn“ sind Neutra: das
Erzgebirge, auf „-berg“ sind Maskulina: der Fichtelberg, auf „-spitze“ sind Feminina: die Zugspitze)
• die Bennenungen der Niederschläge und Winde: der Regen, der Schnee, der Reif (иней), der Sturm,
der Orkan (ураган), der Hauch (дуновение) (aber: die Brise, die Bora)
• die Spirituosen: der Wein, der Wodka, der Spiritus, der Likör, der Sekt (aber: das Bier)
• Himmelskörper: der Stern, der Planet, der Mond, der Mars, der Saturn (aber: die Venus)
• Automarken und Namen der Expresszügen: der Wolga, der Fiat, der Mercedes
• Mineralien und Steine: der Granit, der Diamant, der Quarz, der Rubin, der Ton (aber: die Kreide, die
Perle)
• die Bezeichnungen des Geldes: der Rubel, der Schilling, der Dollar (aber: die Mark, die Kopeke, die
Krone, das Pfund, die Lira)
B. der Form nach:
• Substantive (Benennungen von Lebewesen) mit den Suffixen: -er, -ler, -ner: der Fischer, der
Witebsker, der Redner, der Tischler
• Substantive mit Suffix -ling: der Feigling, der Frühling, der Häftling
• Die affixlose von Verben abgeleiteten Substantive: der Gang, der Sprung, der Unterschied (aber: die
Tat, das Lob, das Spiel, das Verbot, das Band, das Maß, das Lied)
• Fremdwörter mit den Suffixen: -ismus (der Kommunismus), -us (der Kursus, der Kasus);
(Bennenungen von Lebewesen) -ent (der Dozent), -ant (der Aspirant), -at (der Patriot), -et (der Poet),
-ist (der Kommunitst), -og(e) (der Pädagog(e), -graph (der Photograph), -ier (der Offizier), -eur (der
Regisseur), -är (der Sekretär), -al (der General), -or (der Doktor), -it (der Bandit)

Die Substantive weiblichen Geschlechts


Weiblichen Geschlechts sind folgende Substantive:
der Bedeutung nach:
• die meisten Benennungen von Lebewesen weiblichen Geschlechts: die Frau, die Mutter, die Kuh, die
Katze, die Stute (кобыла) (Ausnahmen: das Weib, das Fräulein, das Mädchen, das Schaf, das
Huhn, das Reh)
• die meisten Benennungen von Insekten: die Ameise, die Biene, die Drohne (трутень), die Fliege, die
Libelle (стрекоза), die Motte (моль), die Spinne (паук), die Wespe (оса) (Ausnahmen: der
Schmetterling, der Floh (блоха), der Käfer, der Skorpion, der Kakerlak (таракан)
• die Benennungen von Bäumen, Blumen, Obst: die Birne, die Kirsche, die Tomate, die Tanne, die
Pappel (тополь), die Eiche (Ausnahmen: der Apfel, der Knoblauch, der Kohl, der Spargel, der
Pfirsich, der Kürbis (тыква), der Ahorn (клен), der Baobab, der Lorbeer, der Mohn, der Kaktus, das
Maiglöckchen, das Veilchen, das Vergissmeinnicht (незабудка)
• die Benennungen der deutschen Flüsse: die Elbe, die Oder, die Spree, die Weser (Ausnahmen: der
Rhein, der Main, der Neckar, der Inn). Russische Flußnamen haben meist das Geschlecht, das
ihnen in der russischen Sprache eigen ist.
• die Namen der Schiffe und der Flugzeuge: die TU, die „Rostok“, die Boeing
• die Namen der Zigaretten: die Sport, die Kosmos, die Camel, die Malboro
• die Zahlen und Ziffern: die Eins, die Tausend, die Million
der Form nach:
• Substantive mit den Suffixen: -in (Benennungen von weiblichen Lebewesen): die Arbeiterin, die
Löwin; -ung: die Zeitung; -heit: die Freiheit; -keit: die Kleinigkeit; -schaft: die Freundschaft; -ei: die
Malerei
• Substantive mit den Suffixen -e und -t (von Adjektiven und Verben mit dem Suffix -t abgeleitet): -e:
die Frage, die Gabe, die Höhe, die Länge, die Liebe; -t: die Fahrt, die Flucht, die Schlacht
• Fremdwörter mit den Suffixen -ie: die Melodie; -(i)tät: die Fakultät; -tion: die Revolution; -ik: die
Grammatik; -ur: die Kultur, die Natur

Substantive sächlichen Geschlechts


Sächlichen Geschlechts sind folgende Substantive:
der Bedeutung nach:
• die Benennungen von jungen Wesen: das Kind, das Kalb, das Lamm, das Ferkel, das Füllen
(жеребенок)
• die Benennungen von Erdteilen, Ländern, Ortschaften, Städten, Inseln und Halbinseln (diese
Eigennamen stehen nur dann mit dem Artikel, wenn sie mit einem Attribut gebraucht werden): das
heiße Afrika, das freie China, das schöne Moskau (Ausnahmen: die Arktis, die Antarktis, die
Schweiz, die Krim, die Ukraine, die Normandie, die Slowakei, die Mongolei, die Moldau, die Türkei,
der Irak, der Iran, der Sudan, der Haag, der Kaukasus, die USA, die Niderlande)
• die Benennungen von Metallen, chemischen Elementen: das Blei, das Eisen, das Gold, das Kupfer,
das Silber, das Jod, das Chlor (Ausnahmen: der Stahl, die Bronze, der Phosphor, der Schwefel
(сера), auf -stoff: der Sauerstoff, der Wasserstoff)
• die Namen von physikalischen Einheiten, von Buchstaben, Farben und Sprachen: das Kilowatt, das
Zet, das Grün, das Deutsch
• die Namen von Hotels, Cafes und Kinos: das „Leipzig“, das „Astoria“
der Form nach:
• substantivierte Infinitive: das Leben, das Schreiben
• substantivierte Adjektive und Partizipien, wenn sie abstrakte Begriffe oder (seltener) Dinge
bezeichnen: das Äußere, das Alte, das Geschriebene, das Erlebte (aber: die Elektrische
(Straßenbahn), die Rechte, die Linke (Hand)
• andere substantivierte Wortarten (Adverbien, Konjunktionen, Präpositionen, Interjektionen): das
Heute, das Ach, das Aber
• Substantive mit den Verkleinerungssuffixen -chen: das Häuschen, das Mädchen; -lein: das Büchlein
• die meisten Substantive mit Suffixen: -sal (-sel): das Schicksal, das Rätsel; -nis: das Ergebnis, das
Zeugnis (aber: die Erlaubnis, die Kenntnis, die Wildnis, die Fäulnis, die Finsternis, die Empfängnis,
die Bitternis, die Ersparnis, die Erschwernis), -tum: das Altertum, das Eigentum ( aber: der Irrtum,
der Reichtum)
• Substantive mit dem Präfix ge- (und manchmal mit dem Suffix -e): das Gebäude, das Gebirge, das
Gestirn (Ausnahmen: der Gebrauch, der Gehalt, der Geschmack, der Geruch, der Gesang, die
Gewalt)
• Fremdwörter mit dem Suffix -(i)um: das Jubiläum, das Museum, das Studium

Das Geschlecht der zusammengesetzten Substantive


Die zusammengesetzten Substantive bestehen meist aus zwei Teilen: der erste Teil heißt Bestimmungswort,
der zweite Grundwort. Das grammatische Geschlecht der zusammengesetzten Substantive wird nach dem
Geschlecht des Grundwortes bestimmt:
Dorf-straße, Klassen-kampf, Eß-löffel, Leicht-athlet
Das grammatische Geschlecht der Abkürzungen wird nach der Wortgruppe bestimmt, die der Abkürzung
zugrunde liegt: die BRD - die Bundesrepublik Deutschlands, die FDJ - die Freie Deutsche Jugend

Das Schwanken im Geschlecht (Homonyme)


Manche Substantive schwanken im Geschlecht bei gleicher Bedeutung:
der/das Bereich, Bonbon, Filter, Katheder (кафедра, трибуна для выступлений), Keks, Knäuel, Liter,
Meter, Gelee, Gulasch, Katapult, Kompromiss, Meteor, Podest, Radar, Sakko (пиджак), Virus, Joghurt,
Abszess, Dotter (желток), Kehricht (мусор), Marzipan, Teil, Quader (прямоугольный параллелепипед),
Sims (карниз), Zubehör
der/die Abscheu (отвращение), Wulst (опухоль)
die/der/das Dschungel
Manche Substantive schwanken im Geschlecht und bei verschiedenem Geschlecht haben Substantive
verschiedene Bedeutung:
Alp der Alp (gespenstisches Wesen) die Alp(e) (Bergwiese)
Balg der Balg (abgezogenes Fell) das/der Balg (ungezogenes Kind)
Band der Band (Buch) das Band (etwas zum Binden)
Bauer der Bauer (Landwirt) der/das Bauer (Käfig)
Bord der Bord (Schiffsrand) das Bord (Bücherbrett)
Bund der Bund (Vereinigung) das Bund (etwas Gebundenes)
Ekel der Ekel (Abscheu) das Ekel (unangenehmer Mensch)
Erbe der Erbe (übernehmer einer Hinterlassenschaft) das Erbe (Hinterlassenschaft)
Flur der Flur (Korridor) die Flur (Feld)
Gehalt der Gehalt (Wert - содержание) das Gehalt (Lohn)
Golf der Golf (Meeresbucht) das Golf (Ballspiel)
der Heide (Anhänger einer polytheistischen die Heide (Landschaftsform – вересковая
Heide
Religion – язычник) пустошь)
Hut der Hut (Kopfbedeckung) die Hut (Vorsicht)
Kaffee der Kaffee (Getränk) das Kaffee (Cafe)
Kiefer der Kiefer (Schädelknochen - челюсть) die Kiefer (Nadelbaum – сосна)
Koppel die Koppel (Viehweide – пастбище, выгон) das Koppel (Gürtel)
Kristall der Kristall (Stoffform – кристалл) das Kristall (geschliffenes Glass - хрусталь)
Kunde der Kunde (Käufer) die Kunde (Nachricht)
das Laster (Untugend – порок, дурная
Laster der Laster (Lastkraftwagen)
привычка)
Leiter der Leiter (Vorgesetzter) die Leiter (zum Steigen bestimmt)
Mangel der Mangel (Fehler) die Mangel (Wäscherolle)
das Mark (Knocheninneres – костный,
Mark die Mark (historisches Grenzland)
спинной мозг)
Marsch der Marsch (Musik) die Marsch (Landschaftsform)
Mast der Mast (Schiffsbaum) die Mast (Intensivfütterung)
Militär der Militär (höherer Offizier) das Militär (Armee)
Moment der Moment (Augenblick) das Moment (Faktor)
Morgen der Morgen (Tageszeit) das Morgen (Zukunft)
Pony der Pony (Frisur – челка) das/der Pony (Zwergpferd)
Positiv der Positiv (Adjektivform) das Positiv (Foto)
Schild der Schild (Schutzwaffe) das Schild (Erkennungszeichen)
See der See (stehendes Binnengewässer) die See (Meer)
Steuer die Steuer (Angabe an Institutionen) das Steuer (Lenkvorrichtung)
Tau der Tau (Niederschlag) das Tau (Seil)
Taube der Taube (Gehörloser) die Taube (Vogel – голубь)
der Tor (einfältiger Mensch – наивный,
Tor das Tor (große Tür)
глуповатый)
Verdienst der Verdienst (Lohn) das Verdienst (Leistung)
Weise der Weise (zu: weise) die Weise (Melodie)
Gummi das Gummi (Stoff – резина) der Gummi (Radiergummi – ластик)
Reis der Reis (Getreideart – рис) das Reis (Zweig – веточка, побег)
Wehr die Wehr (Befestigung – оборона) das Wehr (Staudamm – плотина)
Otter der Otter (Marderart – выдра) die Otter (Giftschlange – гадюка)

Die Zahl der Substantive

Der Numerus – eine semantische Kategorie und bezieht sich auf die Gegliederheitt des Objekts der
außensprachlichen Realität, das durch das Substantiv bezeichnet wird. Die deutsche Sprache kennt den
Singular (die Einzahl) und den Plural (die Mehrzahl). Die meisten Substantive werden sowohl im Singular als
auch im Plural gebraucht. Manche jedoch stehen dem Sinne nach nur im Singular oder im Plural.
Keine Pluralform haben die Stoffnamen und die Abstrakta: die Milch, das Silber, die Kälte, der Fleiß, das
Gehen; man nennt sie Singulariatantum. Substantive, die nur im Plural gebraucht werden, nennt man
Pluraliatantum: die Eltern, die Ferien, die Geschwister, die Leute, die Masern (корь), die Pocken (оспа), die
Trümmer (развалины)
Man unterscheidet 4 Typen der Pluralbildung:
• der 1. Typ: das Suffix -e ohne bzw. mit Umlaut
• der 2. Typ: das Suffix -(e)n ohne Umlaut
• der 3. Typ: das Suffix -(e)r mit Umlaut
• der 4. Typ: ohne Pluralsuffix mit bzw. ohne Umlaut
Pluralbildung von Feminina
• Die meisten mehrsilbigen Feminina bekommen das Pluralsuffix -(e)n. Das Suffix -en bekommen
Feminina auf -e, -(e)r, -(e)l. Zwei Gruppen der mehrsilbigen Feminina bilden Ausnahmen:
• die Mutter – die Mütter, die Tochter – die Töchter
• Feminina auf -nis bekommen das Pluralsuffix -e und s verdoppelt sich: die Kenntnis - die
Kenntnisse, die Besorgnis - die Besorgnisse
• Die meisten einsilbigen Feminina bekommen auch das Suffix -(e)n (z.B. die Tat - die Taten, die Zeit -
die Zeiten) aber es gibt eine Gruppe der Ausnahmen, sie bekommen das Pluralsuffix -e und den
Umlaut: die Bank (zum Sitzen) - die Bänke, die Angst, die Axt, die Braut, die Brust, die Faust, die
Frucht, die Gans, die Gruft (склеп), die Hand, die Haut, die Kraft, die Kluft, die Kuh, die Kunst, die
Laus (вошь), die Luft, die Lust, die Macht, die Magd, die Maus, die Nacht, die Naht (шов), die Not,
die Nuß , die Sau (свинья- матка), die Schnur, die Stadt, die Wand, die Wurst, die Zunft (цех)

Pluralbildung von Maskulina


• Die meisten einsilbigen Maskulina bekommen das Pluralsuffix -e und den Umlaut, wo er möglich ist.
Aber es gibt einige Wörter, bei denen der Umlaut möglich wäre, die aber keinen Umlaut bekommen:
der Hund, Tag, Stoff, Schuh, Laut, Arm
• Das Wort der Saal verliert in der Pluralform das doppelte a: der Saal - die Säle
• Das Pluralsuffix -e ohne Umlaut bekommen die internationalen Maskulina, die Lebewesen
bezeichnen und die Suffixe haben, die zu der schwachen Deklination nicht gehören
• Internationale Maskulina, die unbelebte Dinge bezeichnen und die Suffixe -al, -at, -it, -ar, -an, -og,
-ent haben, bekommen auch das Pluralsuffix -e
• Die Maskulina, die zur der schwachen und zu der gemischten Deklination gehören, bekommen das
Suffix -(e)n.
• Maskulina der schwachen Deklination:
• alle Maskulina auf -e: der Affe, Bote, Bude (ларек), Bursche, Bube, Rabe, Riese,
Neffe...
• einsilbige Maskulina, die früher ein -e im Auslaut hatten: der Ahn (предок), Bär,
Fürst, Graf, Herr, Held, Hirt, Mensch, Mohr, Narr, Ochs, Prinz, Spatz, Tor, Zar...
• Fremdwörter auf -ant (der Aspirant), -ar(e) (der Bulgare) (nur Völkernamen), -at (der
Soldat, aber: der Magistrat – die Magistrate, der Salat – die Salate), -ent (der
Student), -et (der Athlet), -graph (der Fotograph), -ist (der Artist), -it (der Bandit),
-nom (der Agronom), -og(e) (der Pädagoge), -ot (der Patriot), -soph (der Philoph),
auch: der Architekt, Barbar, Kamerad, Titan, Tyran, Vassal
• auch folgende Fremdwörter, die unbelebte Dinge bezeichnen: der Brilliant, Diamant,
Foliant, Automat, Komet, Konsonant, Obelisk, Paragraph, Planet, Telegraph, Satellit,
Seismograph, Quotient (частное)
• Maskulina der gemischten Deklination: der Buchstabe, Friede, Funke, Gedanke, Glaube,
Name, Samen, Wille, Haufen (куча), Schaden (ущерб), Aberglauben (суеверие), Gefallen
(любезность)
• Das Pluralsuffix -(e)n bekommen auch die nächsten Wörter: der Bauer, Nachbar, Staat, Schmerz,
Strahl, Loorbeer, Mast, Dorn, See, Stachel, Muskel, Vetter
• Die Maskulina auf -or können den Plural mit Hilfe der Suffixe -e oder -(e)n bilden. Die Wahl des
Suffixes hängt von der Wortbetonung ab. Wenn sie beweglich ist, dann bekommen die Wörter -(e)n:
der Doktor - die Doktoren, der Professor - die Professoren. Wenn die Betonung unbeweglich ist,
dann bekommen die Wörter -e: der Korridor - die Korridore
• Die Maskulina auf -us und -ismus bekommen im Plural -(e)n. Dabei verlieren sie die Singularsuffixe:
der Dialektismus - die Dialektismen, der Russizismus – die Russizismen, der Typus – die Tupen, der
Virus – die Viren. Ausmahmen: der Kasus - die Kasus, Bus - Busse, Modus - Modi, Terminus -
Termini
• Einige Maskulina bekommen im Plural das Suffix -(e)r und den Umlaut: der Mann, Gott, Mund,
Rand, Reichtum, Wald, Strauch, Geist, Leib, Wurm, Irrtum
• Maskulina auf -er, -el, -en bekommen das Nullsuffix mit bzw. ohne Umlaut: Vater – die Väter, der
Lehrer – die Lehrer, der Apfel – die äpfel
• Substantive englischer und französischer Herkunft bekommen das Pluralsuffix -s: der Klub – die
Klubs, der Chef

Pluralbildung der Substantive sächlichen Geschlechts


• Die meisten einsilbigen Neutra bekommen das Suffix -(e)r und Umlaut. Ausnahmen (mit Pluralsuffix
-e ): das Schiff, Jahr, Ding, Heft, Meer, Floß (паром), Wort
• Mit Nullsuffix und ohne Umlaut bilden folgende Neutra:
• auf -er, -el, -sel, -en: das Lager – die Lager, das Mittel, das Kissen, das Fenster
• mit Verkleinerungssuffixen -chen, -lein: das Mädchen, das Büchlein
• Substantive mit Präffix ge- und Suffix -e: das Gebirge, das Gemälde
• Substantive auf -nis bekommen das Pluralsuffix -e und s verdoppelt sich: das Ergebnis - die
Ergebnisse, das Zeugnis
• Internationale Wörter, die unbelebte Dinge bezeichnen und Suffixe -ent, -at, -phon, -ut, -om, -et, -em,
-iv haben, bekommen im Plural -e: das Telephon - die Telephone
• Das Pluralsuffix -(e)n bekommen: das Auge, Ohr, Herz, Bett, Hemd, Insekt, Ende, Interesse, Verb,
Juwel, Statut
• Internationale Neutra auf -um, -ion, -a bekommen im Plural -(e)n, dabei verlieren sie die
Singularsuffixe: das Museum – die Museen, das Stadion, das Drama, das Datum, das Thema
• Kleine Gruppe von Substantiven bildet den Plural mit dem Suffix -ien: das Partizip - die Partizipien,
Prinzip, Material, Mineral, Kapital, Adverb, Numeral
• Fremdwörter französischer und englischer Herkunft bekommen das Pluralsuffix -s: das Labor – die
Labors, das Auto, das Hotel, das Sofa, das Kino, das Komma, das Cafe, das Komitee, das
Restaurant

Doppelformen bei der Pluralbildung


Es gibt im Deutschen gleichlautende Substantive ein und desselben Geschlechts, die verschiedene
Bedeutung und entsprechend verschiedene Pluralformen haben:
das Wort die Worte (zusammenhängende Rede) die Wörter (einzeln genommen)
die Bank die Bänke (zum Sitzen) die Banken (Geldinstitut)
der Stock die Stöcke (Stab) die Stockwerke (Stockwerk)
der Rat die Räte (Amtsperson) die Ratschläge (Ratschlag)
der Strauß die Strauße (Vogel) die Sträuße (Blumenstrauß oder Kampf)
das Band die Bänder (zum Binden) die Bande (die Liebe, die Freundschaft; Fesseln)
die Dinger (Umgangssprache: kleiner Gegenstand,
das Ding die Dinge (Gegenstand)
scherzhaft auch junges Wesen)
das
die Gesichter (Antlitz) die Gesichte (Erscheinung)
Gesicht
das Licht die Lichte (Kerze) die Lichter (Flamme, Lichtquelle)
der Mann die Männer die Mannen (Vasall)
die Mutter die Mütter (Verwandtschaftsgrad) die Muttern (Schraubenteil – гайка)
die Tücher (fertige Ware: Handtuch,
das Tuch die Tuche (Stoffart)
Taschentuch usw.)
Einige Substantive haben eine doppelte Pluralform (ohne Bedeutungsunterschied): der Fleck – die
Flecke/die Flecken, der Pantoffel – die Pantoffel/die Pantoffeln, der Stiefel – die Stiefel/die Stiefeln, das
Denkmal/die Denkmäler/die Denkmale

Die Deklination der Gattungsnamen im Singular und im Plural


Man unterscheidet im Deutschen drei Arten der Deklination: die starke (oder die s-Deklination), die
schwache (oder die n-Deklination) und die Deklination der Feminina.
Die starke Deklination
Das Kennzeichen der starken Deklination ist die Endung -(e)s im Genitiv Singular. Die Endung -es haben
Substantive (meist einsilbige) auf z, x, s (-nis wird zu -nisses), ß: des Blitzes, des Präfixes, des Kreises, des
Flußes
Die Endung -es steht meist auch bei Substantiven mit der Affrikate pf, einem Zischlaut oder mehreren
Konsonanten im Auslaut: des Zopfes, des Busches, des Bandes
Bei anderen einsilbigen Substantiven schwankt die Genitivendung: des Baums und des Baumes
Einsilbige Substantive können im Dativ die Endung -e annehmen: dem Freunde, zu Hause, am Tage, auf
dem Lande, zum Lobe
Die Fremdwörter auf -us, -ismus, -os haben im Genitiv keine Endung: des Globus, des Humanismus, des
Kosmos
Stark dekliniert werden die meisten Maskulina und alle Neutra (ausgenommen das Herz): der Baum - des
Baumes - dem Baum(e) - das Baum; der Lehrer - des Lehrers - dem Lehrer - den Lehrer
Die schwache Deklination
Das Kennzeichen der schwachen Deklination ist die Endung -(e)n in allen Fällen außer dem Nominativ.
Schwach werden nur Maskulina dekliniert. Die Maskulina der schwachen Deklination bezeichnen in der
Regel Lebewesen (Personen und Tiere). Dazu gehören:
• alle Maskulina auf -e: der Affe, Bote, Bude (ларек), Bursche, Bube, Rabe, Riese, Neffe...
• einsilbige Maskulina, die früher ein -e im Auslaut hatten: der Ahn (предок), Bär, Fürst, Graf, Herr,
Held, Hirt, Mensch, Mohr, Narr, Ochs, Prinz, Spatz, Tor, Zar...
• Fremdwörter auf -ant (der Aspirant), -ar(e) (der Bulgare) (nur Völkernamen), -at (der Soldat, aber:
der Magistrat – die Magistrate, der Salat – die Salate), -ent (der Student), -et (der Athlet), -graph (der
Fotograph), -ist (der Artist), -it (der Bandit), -nom (der Agronom), -og(e) (der Pädagoge), -ot (der
Patriot), -soph (der Philoph), auch: der Architekt, Barbar, Kamerad, Titan, Tyran, Vassal
• auch folgende Fremdwörter, die unbelebte Dinge bezeichnen: der Brilliant, Diamant, Foliant,
Automat, Komet, Konsonant, Obelisk, Paragraph, Planet, Telegraph, Satellit, Seismograph, Quotient
(частное)
Bei den Substantiven Bauer, Nachbar, Oberst, Untertan, Vetter, Nerv schwankt die Deklination.
Das Wort Herr bekommt die Deklinationsendung -n (nicht -en)
z. B: der Genosse - des Genossen - dem Genossen - den Genossen
Die Deklination der Feminina
Die Deklination der Feminina ist durch das Fehlen der Kasusendungen gekennzeichnet: die Schule - der
Schule - der Schule - die Schule
Ein Sonderfall der Deklination (der sogenannte Übergangstyp)
Einige Maskulina auf -e weisen in ihrer Deklination Merkmale der starken und der schwachen Deklination
auf. Sie haben im Genitiv die Endung -ns, im Dativ und Akkusativ die Endung -e. Das sind: der Buchstabe,
Friede, Funke, Gedanke, Glaube, Name, Samen, Wille, Haufen (куча), Schaden (ущерб), Aberglauben
(суеверие), Gefallen (любезность) und ein Neutrum das Herz
z.B.: der Name - des Namens - dem Namen - den Namen
Die Deklination der Substantive im Plural
Im Plural werden alle Substantive gleich dekliniert. Sie bekommen nur eine Kasusendung, die Endung -n im
Dativ Plural: die Kinder, der Kinder, den Kindern, die Kinder
Bei den Substantiven mit dem Pluralsuffix -(e)n verschmilzt die Dativendung mit dem Suffix. Die Dativendung
-n fehlt nach dem Pluralsuffix -s: mit allen Kameras, mit den Autos

Die Deklination der Eigennamen (Personennamen, geographische Benennungen,


die Bennenungen der Literaturwerke)
Die Eigennamen bezeichnen ein bestimmtes Einzelnes. Dazu gehören:
• Personennamen, Vor- und Familiennamen: Paul, Olga, Schiller, Schmidt
• geographische Namen (Städte-, Orts- und Ländernamen, Benennungen der Erdteile, der Berge,
Flüsse, Meere, Seen, Straßen, Plätze u.a.): Moskau, die Krim, Thüringen, Europa, die Alpen, die
Oder, das Schwarze Meer
• andere Eigennamen (Benennungen von literarischen Werken, Zeitungen, Gestirnen u.a.): der
„Abschied“ von J.R.Becher, der Saturn
Die Eigennamen weichen in ihrer Deklination von den übrigen Substantiven ab
Die Personennamen (Vor- und Familiennamen) werden meistens ohne Artikel gebraucht und bekommen nur
im Genitiv die Endung -s. Beim seltenen Gebrauch mit einem anderen Artikelwort fällt das
Deklinationszeichen weg: die Gedichte Goethes/Goethes Gedichte - die Gedichte des jungen Goethe
Wenn sich mehrere Personennamen auf eine Person beziehen, so bekommt die Genitivendung -s nur der
letzte Name:
Johan Wolfgang Goethes Werke, Alexander Puschkins Gedichte
Bei Namen auf -s, -ß, -z, -x kann der Genitiv wie folgt gebildet werden:
• bei Vorderstellung durch Apostroph (vor allem schriftsprachlich): Brahms’ Sinfonien
• bei Nachstellung durch Umschreibung mit von+D: die Sinfonien von Brahms
Geht dem Personennamen ein Titel, Berufs- oder Verwandtschaftsbezeichnung mit Nullartikel voraus, so
erhält der Name das Genitiv -s. Steht der Titel mit einem anderen Artikelwort, so erhält nur dieser das
Deklinationszeichen:
der Vortrag Professor Müllers
der Vortrag des Professors Müller

Geographische Namen (Maskulina und Neutra)


Bei geographischen Namen mit Nullartikel ist das Genitiv -s obligatorisch:
der Wiederaufbau Dresdens
die Größe Asiens
Anmerkung: Steht vor dem Namen ein attributives Adjektiv (mit dem bestimmten Artikel), ist das
Genitiv -s fakultativ: der Wiederaufbau des zerstörten Dresden(s)
Bei Namen auf -s, -ß, -z, -x wird Genitiv mit von+D umschrieben:
die Parks von Paris
die Küste von Tunis
Bei geographischen Namen mit einem bestimmten Artikel, gilt als Regel, dass das Genitiv -s üblicherweise
nur bei häufig gebrauchten, allgemein bekannten, vor allem deutschsprachigen Namen steht, die nicht auf
-s, -ß, -z, -x enden:
die Erforschung des Mondes, die Ufer des Rheins, der Gipfel des Brockens
die Höhe des Elbrus
Bewohner des Sudan(s)
Feminine Eigennamen
Wie bei den Maskulina und Neutra spielt auch bei den femininen Eigennamen die entscheidende Rolle, ob
es sich um einen Personennamen oder einen geographischen Namen handelt und welches Artikelwort
gebraucht wird.
Feminine Personennamen verhalten sich gründsätzlich wie maskuline und neutrale Personennamen:
• bei Nullartikel mit -s: die Schauspielkunst Ingrid Bergmans/Ingrid Bergmans Schauspielkunst
• bei anderen Artikelwörtern ohne -s: die Schauspielkunst der Ingrid Bergman, der Geburtstag unserer
Dorothea
• bei Namen auf -s, -ß, -z, -x in Vorderstellung mit Apostroph, in Nachstellung mit von+D: Anna
Seghers’ Romane/die Romane von Anna Seghers
• bei Titel u.a. mit Nullartikel bekommt der Name Genitiv -s, bei Titel mit anderem Artikelwort bekommt
kein Genitiv -s: die Dissertation Frau Höfers/die Dissertation der Frau Höfer
Feminine geographische Namen sind gewöhnlich mit dem bestimmten Artikel verbunden, sind endungslos:
der schönen Schweiz (G), der Elbe (G)
Literaturwerke werden meist mit dem bestimmten Artikel gebraucht, meistens bleiben sie undeklinierbar.

Der Artikel. Der Gebrauch des unbestimmten Artikels


Das Vorhandensein des Artikels ist eine Besonderheit, die die deutsche Sprache von vielen anderen
Sprachen unterscheidet.
Der Artikel bezeichnet die grammatische Merkmale des Substantivs und gibt die Bedeutung der
Bestimmtheit oder Unbestimmtheit an, die das Substantiv im Satz erhält. In der modernen deutschen
Sprache gibt es zwei Arten des Artikels: den bestimmten Artikel (Sing: der, die, das; Pl: die) und den
unbestimmten (Sing: ein, eine, ein).
Funktionen des Artikels
• als Begleiter des Substantivs drückt der Artikel die dem Substantiv eigenen grammatischen
Kategorien aus: das grammatische Geschlecht, die Zahl, den Kasus: Der Junitag (Mask., Sing.,
Nom.) war drückend heiß
• bezeichnet das Einzelne und das Allgemeine, die Bestimmheit und die Unbestimmheit
Für den Gebrauch des Artikels ist es sehr wichtig, ob das Substantiv einen zählbaren oder einen
unzählbaren Begriff bezeichnet. Substantive, die einen zählbaren Begriff bezeichnen, werden sowohl mit
dem bestimmten als auch mit dem unbestimmten Artikel gebraucht. Im Plural stehen sie sinngemäß mit dem
bestimmten Artikel bzw. artikellos. Substantive, die unzählbare Begriffe bezeichnen, können in der Regel mit
dem unbestimmten Artikel nicht gebraucht werden. Der bestimmte Artikel kann somit bei einem beliebigen
Substantiv stehen, der unbestimmte Artikel steht dagegen nur bei Substantiven, die eine Mehrheit
gleichartiger Dinge zu einem Begriff zusammenfassen.
Der Gebrauch des unbestimmten Artikels
Der unbestimmte Artikel ein bedeutet einer von vielen möglichen und hat die Aufgabe, ein beliebiges, noch
nicht genanntes Einzelding aus einer Gattung herauszuheben.
Der unbestimmte Artikel steht:
• vor einem Substantiv, das erstmalig genannt wird, im Kontext vorher nicht erwähnt wurde, das Neue
in der Mitteilung darstellt (oft ist es ein Akkusativobjekt im Satz nach haben, es gibt, brauchen)
Ein Fichtenbaum steht einsam | Im Norden auf kahler Höh’. (H. Heine)
Wir brauchen ein Lehrbuch.
Hast du eine Schwester?
• vor einem Substantiv, das als Prädikativ gebraucht wird
Die Tanne ist ein Nadelbaum
Das ist ein Lehrbuch
• vor einem Substantiv, das im Vergleich steht: Der schwimmt wie ein Fisch
• den unbestimmten Artikel hat häufig ein Substantiv mit dem Attributiven Pronomen welcher oder
solcher und zuweilen mit dem Pronomen jeder bei sich: welch ein, solch ein, ein solcher, ein jeder:
Bei einer solchen Kontrolle wird er nichts verpassen)
• wenn das Substantiv eine generalisierende Bedeutung hat, d.h. ein Ding als zu einer bestimmten
Gattung gehörend kennzeichnet: Ein Student muss das wissen

Der Gebrauch des bestimmten Artikels, das Fehlen des Artikels


Der bestimmte Artikel bezeichnet das für jeden gegebenen Fall einzig mögliche Ding.
Der bestimmte Artikel steht:
• vor einem Substantiv, das im Kontext vorher erwähnt wurde: Wir lesen ein Buch. Das Buch ist sehr
interessant
• die zum erwähnten Ding gehörenden Begriffe: Er steht vor einem Haus, das Holzjalousien vor den
Fenstern hat
• wenn das Substantiv nähere Bestimmungen bei sich hat:
• einen Superlativ: Sie ist in unserer Klasse die beste Schülerin
• ein Ordnungszahlwort: Wir lesen das dritte Kapitel
• ein Genitivattribut, präpositionales Attribut, Ort- und Zeitangaben: Das ist die Mappe unseres
Lehrers. Die Butter im Kühlschrank ist frisch. Der Baum vor unserem Haus ist sehr hoch
• vor einem Substantiv, das durch die Situation eindeutig für Sprecher und Hörer bestimmt ist: öffne
die Tür, es kommt unser Briefträger. Der Kopf tut ihm weh
• vor Unika und Kollektiva: Die Sonne scheint. Die Menschheit braucht Friede
• wenn das Substantiv Straßen, Plätze bezeichnet: die Puschkinstraße liegt im Zentrum der Stadt
• wenn das Substantiv Länder und Städte bezeichnet, die keine Neutra sind oder eine Pluralform
haben: Die Schweiz grenzt an Italien. In den USA gibt es 50 Staaten
• wenn Länder- und Städtenamen sächlichen Geschlechts ein Attribut haben: Das kleine Weimar liegt
in Thüringen
• wenn das Substantiv Stoffe oder abstrakte Begriffe bezeichnet, die genauer gekennzeichnet werden,
oder zur Angabe des Kasus: Der Preis des Platins ist höher als der Preis des Goldes. Das Fleisch in
meinem Teller sah appetitlich aus
Merke: Bei der Verneinung eines Substantivs mit dem bestimmten Artikel gebraucht man nicht.
Das ist nicht die heutige Zeitung

Der Gebrauch des Nullartikels


Der Nullartikel steht:
• im Plural, wenn im Singular der unbestimmte Artikel gebraucht werden sollte: Wir schenken ihr ein
Buch. Wir schenken ihr Bücher
• vor Substantiven, vor denen ein Genitivattribut oder ein Artikelwort steht: Annas Eltern, einige Stühle
• vor Stoffnamen, die ganze Klasse oder eine unbestimmte Menge bezeichnen: Er trinkt Wein
• vor Abstrakta, die ganz allgemein eine Eigenschaft oder eine Methode bezeichnen: Er las das Buch
mit Interesse
• vor Namen von Unterrichts- und Studienfächern: Deutsch ist mein Lieblingsfach
• bei Bezeichnung des Berufs, der Nationalität, der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft: Sie ist
Lehrerin, er ist Deutscher. Wenn vor dem Prädikativ dieser Art ein Attribut steht, so gebraucht man
den unbestimmten Artikel: Sie ist eine erfahrene Lehrerin
• vor Personennamen, neutralen Länder- und Städtenamen ohne Attribut: Herr Kunze, Moskau
• in stehenden Wendungen: an Ort und Stelle, zu Fuß, nach Hause, Tag und Nacht
Der Gebrauch des Artikels vor den Stoffnamen und Abstrakta
Die Stoffnamen und Abstrakta bezeichnen unzählbare Begriffe. Ist der genannte Begriff nicht in seinem
Gesamtumfang gemeint, so steht er ohne Artikel:
Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Trockenes Brot aß er, aber er lernte und arbeitete
Der bestimmte Artikel bei Stoffnamen und Abstrakta wird gebraucht:
wenn das Substantiv Stoffe oder abstrakte Begriffe bezeichnet, die genauer gekennzeichnet werden, oder
zur Angabe des Kasus: Der Preis des Platins ist höher als der Preis des Goldes. Das Fleisch in meinem
Teller sah appetitlich aus
Mittels des unbestimmten Artikels werden einzelne Eigenschaften, Merkmale, Seiten eines Dings (meist im
Attribut ausgedrückt) gekennzeichnet. Der an sich unzählbare Begriff wird als eine Gesamtheit einzelner
Merkmale aufgefaßt, als eine Gesamtheit von Sorten, Abarten usw, eine davon soll genannt werden.
Der mondhelle Fluß gab ein mildes Licht

Der Gebrauch des Artikels vor den Eigennamen


Die Personennamen werden in der Regel ohne Artikel gebraucht:
John Hopkins ist Reporteur
Der Artikel steht aber:
• wenn dem Personennamen ein Attribut beigegeben ist: 1983 verließ der junge Helwig seine Heimat
• zur Angabe des Kasus, besonders bei Frauennamen und Namen fremden Ursprungs: Als sich der
Kopf der Grabber zeigte, erzählte Paul rasch hintereinander...
• in der Umgangssprache, mit familiärem Beiklang, manchmal zur Angabe des Geschlechts: Der Hans
und die Grete tanzten herum
• wenn der Personenname als Name eines Schiffes (in der Regel weiblichen Geschlechts), Sterns
oder Planeten gebraucht wird: Morgen geht die „Präsident Wilson“ raus
• wenn der Personenname zur Bezeichnung eines dichterischen Werkes oder einer Rolle in einem
Theaterstück dient: In dem „Werther“ sah man nur die Bearbeitung einer wahren Geschichte
• wenn der Name eines Künstlers (Schriftstellers, Malers...) auf sein Werk im allgemeinen (der
bestimmte Artikel) oder auf einzelne Werke (der unbestimmte oder auch der bestimmte Artikel)
übertragen wird: Oben im Kleiderschrank lag wohlversteckt ein schöner, dreißigbändiger Goethe
• zuweilen bei Familiennamen in der Pluralform, wenn die ganze Familie gemeint ist: Die Geschkes
saßen zusammen beim Abendessen
Von den geographischen Eigennamen werden die Städte- und Ländernamen sowie die Namen der
Kontinente sächlichen Geschlechts ohne Artikel gebraucht: Paris ist die Hauptstadt Frankreichs
Der bestimmte Artikel steht immer bei folgenden geographischen Namen:
• bei Ländernamen männlichen und weiblichen Geschlechts: die Arktis, die Antarktis, die Schweiz, die
Krim, die Ukraine, die Normandie, die Slowakei, die Mongolei, die Moldau, die Türkei, der Irak, der
Iran, der Sudan, der Haag, der Kaukasus, die USA, die Niderlande
• bei Länder- und Städtenamen mit einem Attribut: das schöne Paris, das weite Afrika
• bei den Namen von Flüssen (die Wolga, der Rhein), Seen (der Baikal, der Balaton), Meeren (das
Schwarze Meer, das Mittelmeer), Ozeanen (der Stille Ozean, der Atlantik), Gebirben (der Pamir, der
Harz), Wälder, Wüsten, Täler, Gestirnen (die Venus, der Mars)
Adverbien. Pronominaladverbien. Die Bildung der Adjektive von einigen
Adverbien
Das Adverb ist eine Wortart, die auf die Eigenschaft eines Vorgangs, auf dessen Ort, Zeit, Grund, Zweck
usw. hinweist. Daher tritt es im Satz meist als nähere Bestimmung zum Verb (Adverbialbestimmung) auf:
Doll antwortete, er habe solche öffentliche Ansprache bisher wohl noch nicht gehalten, aber das Vertrauen
habe er schon, dass er das nicht schlechter machen würde als ein anderer. (H. Fallada)
Manche Adverbien können (als Adverbialbestimmung) auch ein Adjektiv bzw. ein anderes Adverb und (als
Attribut) ein Substantiv näher bestimmen:
Der Tag war grausam heiß gewesen. (W. Bredel)
Da kamen ernste Dinge zur Sprache, die ganz besonders das Dorf betrafen. (A. Seghers)
Die weite, hallende Diele drunten war mit gro-en viereckigen Steinfliesen gepflastert. (Th. Mann)
Die Adverbien werden nicht flektiert.
Die Adverbien zerfallen in folgende Gruppen:
• der Zeit (wann? bis wann? seit wann? wie lange? wie oft?): heute, jetzt, gestern, früher, morgen
• der Art und Weise (wie? auf welche Art?):
• in der Rolle der Adverbien können Adjektive auftreten. Sie sind undeklinierbar, aber haben
die Komparativstufen: Er fragte mich freundlich. Es geht mir schlecht
• die vom Komparativ mit Suffix -weise gebildeten Averbien: normalerweise, glücklicherweise
• des Ortes und der Richtung (wo? wohin? woher?): oben, vorn, hier, da, draußen, rechts, überall,
nirgends...
• des Grundes, des Zweckes, der Folge: darum, deshalb, deswegen, folglich, zufällig, trotzdem,
dessenungeachtet, absichtlich...
• des Grades: sehr, ganz, höchst, viel
• Adverbien mit der Bedeutung der gemeinsamen Handlung: zu zweit, zu dritt
• Modalwörter: leider, vielleicht, natürlich, gewiß
Mit Hilfe des Suffixes -ig können von Adverbien attributive Adjektive gebildet werden: heutig-, gestrig-,
morgig-, hiesig-, dortig-, obig-, vorig-
Von Adverbien außen, innen, oben, unten, vorn, hinten können auch Adjektive gebildet werden: äußere
Probleme, innere Krankheiten...
Die Pronominaladverbien nehmen eine Mittelstellung zwischen Pronomen und Adverb ein. Gleich den
Adverbien verändern sie sich nicht und können im Satz die Funktion einer Adverbialbestimmung ausüben:
Was also war geschehen? Warum ist es aus, mit Xaver aus? Darum ist es aus mit Xaver, und darum
Mit den Pronomen haben sie die hinweisende Bedeutung und einige Fälle ihres Gebrauchs gemein. Die
Pronominaladverbien stehen statt einer Präposition mit einem Personal- bzw. Demonstrativpronomen und
vertreten einen Satz oder eine präpositionale Wendung; im letzteren Fall darf aber das Substantiv kein
Lebewesen bezeichnen: Er wartet darauf, dass...
Die Pronominaladverbien werden aus dem Adverb da(r) oder wo(r) und der entsprechenden Präposition
gebildet. Die Formen dar-/wor- werden gebraucht, wenn die Präposition im Anlaut einen Vokal hat: daran,
darauf, worin, woraus; die Formen da-/wo- werden mit Präpositionen zusammengesetzt, die im Anlaut einen
Konsonanten haben: dafür, damit, wonach, wovon. Keine Pronominaladverbien werden von Präpositionen
gebildet, die den Genitiv verlangen, sowie von den Präpositionen bis, ohne, seit, entgegen, gegenüber,
außer

Die Pronomengruppen im Deutschen


Das Pronomen ist eine Wortart, die kein Ding bzw. dessen Eigenschaft nennt, sondern nur darauf hinweist.
Nach ihren syntaktischen Funktionen im Satz zerfallen die Pronomen in zwei Gruppen: substantivische
Pronomen und adjektivischen Pronomen. Die substantivischen Pronomen erfüllen im Satz die Funktionen
eines Substantivs, die des Subjekts, des Objekts usw. Die adjektivischen Pronomen stehen im Satz in
attributiver Funktion.
Ihrer Bedeutung und ihren grammatischen Eigenschaften nach werden die Pronomen in folgende Gruppen
eingeteilt:
• die Personalpronomen (persönliche Fürwörter)
• die Reflexivpronomen (rückbezügliche Fürwörter)
• das Reziprokpronomen (wechelbezügliches Fürwort)
• das unpersönliche Pronomen (unpersönliches Fürwort)
• die Demonstrativpronomen (hinweisende Fürwörter)
• die Possessivpronomen (besitzanzeigende Fürwörter)
• die Interrogativpronomen (fragende Fürwörter)
• die Relativpronomen (bezügliche Fürwörter)
• die Indefinitpronomen (unbestimmte Fürwörter)
• die Negativpronomen (verneinende Fürwörter)
Die Personal- und Reflexivpronomen sowie das unpersönliche und das Reziprokpronomen gehören zu den
substantivischen Pronomen. Die Demonstrativ- und Possessivpronomen werden vorwiegend als
adjektivische Pronomen gebraucht. Die Interrogativ-, Indefinit-, Relativ- und Negativpronomen treten teils als
substantivische, teils als adjektivische Pronomen auf. Ihrem Gebrauch nach stehen den Pronomen die
Pronominaladverbien nahe.
Das Personalpronomen.
Die Personalpronomen sind: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie, Sie. Die erste und zweite Person sind
ungeschlechtig. Die dritte Person Singular weist alle drei Geschlechter auf.
Die Personalpronomen weisen in ihrer Deklination supletive Formen auf, d.h. die Kasusformen werden von
verschiedenen Stämmen gebildet; das gilt auch für die Pluralformen. Vgl: ich – mir, wir – uns usw.
Deklinationstabelle

höfliche
Kasus Singular Plural
Form

1.P. 2.P. 3.P. 1.P. 2.P.

Nom ich du er sie es wir ihr sie Sie


Gen meiner deiner seiner ihrer seiner unser euer ihrer Ihrer
Dat mir dir ihm ihr ihm uns euch ihnen Ihnen
Akk mich dich ihn sie es uns euch sie Sie
Die Personalpronomen im Genitiv werden selten gebraucht, und zwar nur nach den Verben und Adjektven,
die den Genitiv regieren.
Mag er sich zuweilen meiner erinnern, wenn er Zeit dazu hat. (A. Seghers)
„Helfen Sie mir, dass ich Ihrer wert werde.“ (W. Bredel)
Das Personalpronomen ihr dient als Anrede an viele Personen, von denen jede einzelne mit du angeredet
wird. Es wird auch als Anrede auf Kundgebungen, in Versammlungen, in Heeresbefehlen usw. Gebraucht.
Und Frau Hardekopf fuhr fort: „Du warst doch gestern im Krankenhaus, hast mir aber noch gar nicht erzählt,
wie es Walter geht.“ – „...Er langweilt sich sehr. Und ihr möchtet doch Sonntag kommen.“ – „Wer ihr?“ – „Na,
du und Vater.“ (W. Bredel)
Deutsche! Ihr wollt das nicht. Ihr wolltet niemals ohne Ruhm und Ehre sein; ihr bemerktet leider nicht, dass
es am Tage jener Machtergreifung damit anfing. (H. Mann)
Als Höflichkeitsform im Singular als auch im Plural wird im Deutschen die Form der dritten Person Plural
gebraucht (im Russischen ist es die Form der zweiten Person Plural).
Da machen Sie sich keine Sorgen, Herr Müller...“ (M. Zimmering)
„Sehen Sie, meine Herren, das da hab ich meinem Sohn für Weihnachten 1943 gekauft, aber wir haben
vergeblich auf ihn gewartet... bis heute.“ (M. Zimmering)
Das Reflexivpronomen.
Das Reflexivpronomen weist auf das Subjekt (seltener das Objekt) des Satzes hin. Es besitzt nur zwei
Kasusformen und wird im Satz als Objekt, seltener als Adverbialbestimmung gebraucht. Das Pronomen sich
wird als 3. Person Singular und Plural im Dativ und Akkusativ gebraucht. Die 1. und 2. Person Singular und
Plural des Reflexivpronomens stimmen mit den entsprechenden Formen des Personalpronomens überein.
Da er in diesem Glücksrausch unmöglich einschlafen konnte, stieg er nochmals ins Hotel hinab und bestellte
sich eine Flasche Sekt. (B. Kellermann)
Er wusste wenigstens für sich selbst einen Ausweg... (A. Seghers)
Er bleibt in der Tür stehen, hält den Strauß vor sich hin und beginnt sofort zu reden... (Th. Mann)
Bei manchen Verben hat das Reflexivpronomen reziproke Bedeutung, es kommt dann dem
Reziprokpronomen einander nahe.
Sie warfen sich einmal sogar gegenseitig vor, nur der andere habe schuld an allem. (W. Bredel)
Der Besuch war recht unerwartet für Brentens und die Unterhaltung gezwungen und verkrampft. Man
betrachtete und beobachtete sich gegenseitig. (W. Bredel)
Das Reziprokpronomen einander ist undeklinierbar. Es steht bei Verben, die eine reziproke Bedeutung
haben können, d.h. eine Handlung bezeichnen die mindestens zwei handelnde Personen voraussetzt: sich
küssen, sich schlagen, sich zanken, sich anblicken
Mit Präpositionen bildet das Reziprokpronomen Zusammensetzungen: voneinander, miteinander, zueinander
u. a.
Als sie erfuhren, dass ihr Junge wieder gesund und kein Krüppelwerden würde, fielen sie einander vor
Freude in die Arme. (W. Bredel)
„Geschäft und Vereinsarbeit miteinander verquicken? Niemals!“ wiederholte Brenten barsch (W. Bredel).
Das unpersönliche Pronomen. Das unpersönliche Pronomen es erfüllt im Satz die Funktion des Subjekts
oder des direkten Objekts.
Es war schwül wie seit Tagen, es wetterleuchtete manchmal und regnete etwas. (Th. Mann)
... Madam! Ich habe es im Französischen weit gebracht! (H. Heine)
Das unpersönliche Pronomen es wird gebraucht:
• als Subjekt mit unpersönlichen Verben, die Naturerscheinungen bezeichnen:
Die Luft ist kühl und es dunkelt. (H. Heine)
„Oh, was für ein entsetzlicher Winter, schon wieder scheint es.“ (B. Kellermann)
• als Subjekt in unpersönlichen Sätzen (mit einem prädikativen Adjektiv bzw. Substantiv), in denen
Naturerscheinungen als Ruhezustand bzw. als übergang zu einem solchen geschildert werden:
Es war noch sehr früh, als ich das Haus verließ (H. Heine)
Da wird es auch schon fühlbar kälter. (H. Heine)
Es wird Abend
• als Subjekt in Sätzen mit stehenden Wendungen: es gibt, es steht, es geht, es handelt sich, es fehlt
• als Objekt in Sätzen mit stehenden Wendungen: es (gut, schön) haben, es weit bringen, es gut
meinen
Als Partikel wird es gebraucht:
• in unpersönlichen Sätzen, die Empfindungen, Gefühle usw. bezeichnen:
Es wurde ihm schwindlig. (A. Seghers)
Es war ihm schwül geworden... (H. Mann)
Ein leises trauriges Lied klang eines Abends durch meine Seele. Mich fröstelte... (B. Kellermann)
• in unpersönlichen Sätzen mit dem Verb im Passiv, wobei dann die Partikel es nur die
Anfangsstellung einnehmen kann
Es wurde an der Tür geklopft
Das Demonstrativpronomen.
Die Demonstrativpronomen sind: der, dieser, jener, solcher, derjenige, derselbe, es, selbst, selber. Alle
Demonstrativpronomen (außer es) werden sowohl adjektivisch als auch substantivisch gebraucht.
Deklination (wie der bestimmte Artikel, aber im Genitiv (Sg, Pl) und Dativ (Pl) andere Formen):
Deklinationstabelle

Kasus Singular Plural

m n
Nom der das die die
Gen dessen dessen deren, derer deren, derer
Dat dem dem der denen
Akk den das die die
Wann kommen die Gäste? – Die werden erst morgen erwartet
Sie ging mit ihrer Freundin und deren Tochter ins Theater
Wir sprechen nicht von meinen Plänen, sondern von denen meiner Eltern
Die Pronomen dieser und jener werden wie der bestimmte Artikel dekliniert. Das Demonstrativpronomen
solcher wird meist im Singular mit dem unbestimmten Artikel gebraucht und wie ein Adjektiv nach dem
unbestimmten Artikel dekliniert: ein solcher Film, eines solchen Filmes, einem solchen Fiml, einen solchen
Film
Der unbestimmte Artikel kann nach dem Pronomen stehen. Dann hat das Pronomen die Form solch, die
unverändert bleibt: solch ein Film, solch eines Filmes, solch einem Film, solch einen Film
Die zusammengesetzten Demonstrativpronomen derjenige und derselbe werden in beiden Teilen dekliniert,
der erste Teil – wie der bestimmte Artikel, der zweite – wie ein schwaches Adjektiv (wie ein Adjektiv nach
dem bestimmten Artikel): derjenige, desjenigen, demjenigen, denjenigen
Das Demonstrativpronomen es wird nur substantivisch gebraucht. Es hat eine abgeschwächte
demonstrative Bedeutung und bleibt daher im Satz unbetont.
Es ist unser Student
Die Demonstrativpronomen selber und selbst sind undeklinierbar. Das Pronomen selbst wird als
nachgestelltes Attribut im Gegensatz zu dem vorangestellten Adverb selbst ( = sogar) gebraucht:
der Professor selbst – профессор сам, selbst der Professor – даже профессор
Das Possessivpronomen. Die Possessivpronomen sind: mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr, Ihr. Diese
Pronomen drücken das Besitzverhältnis, die Zugehörigkeit aus. Beim attributiven gebrauch weisen sie
doppelte Beziehungen auf:
• die Wahl des Possessivpronomens wird durch die Person und die Zahl und für die dritte Perons auch
noch durch das Geschlecht des Wortes, das den Besitzer nennt, bestimmt.
Er war... der Mode seiner Jugend nicht untreu geworden... (Th. Mann)
Es war schon nach halb fünf Uhr, als schließlich die Krögers eintrafen, die Alten sowohl wie ihre
Kinder, Konsul Krögers mit ihren Söhnen Jakob und Jürgen... (Th. Mann)
• Kasus, Zahl und Geschlecht des Pronomens hängen von dem Beziehungswort ab, vgl.: mein Bruder,
meine Uhr; dein Heft, deine Arbeit; sein Werk, seine Stadt; ihr Vater, ihre Jacke

Im attributiven Gebrauch werden die Possessivpronomen im Singular wie der unbestimmte Artikel, im Plural
wie der bestimmte Artikel dekliniert
Wird das substantivische Possessivpronomen als Prädikativ gebraucht, so steht es zuweilen auch in der
nichdeklinierten Form: Der Hut im Preise von achtzig Mark ist dein
Im substantivischen Gebrauch stehen die PP auch mit dem bestimmten Artikel: der meine, der meinige, die
seine, die seinige, das ihre, das ihrige. Man dekliniert dabei das Possessivpronomen wie ein Adjektiv der
schwachen Deklination: Sie öffnete gegen mich ein Paar Augen, so ernst und streng, dass die meinigen
einen solchen Blick nicht aushalten konnten... (J. W. Goethe)
Das Interrogativpronomen. Die Interrogativpronomen sind: wer, was, welcher, was für (ein). Sie enthalten
eine Frage nach einem Ding oder einer Person bzw. nach deren Beschaffenheit.
Das Pronomen welcher verwendet man, wenn man eine Auswahl aus einer Menge treffen will. Das
Pronomen was für (ein) fragt nach Eigenschaften oder anderen Merkmalen eines Dinges. Nur sein leitzer
Bestandteil ein wird dekliniert wie der unbestimmte Artikel.
Das Indefinitpronomen. Die Indefinitpronomen sind: man, einer, irgendein, irgendwelcher, jeder, jedermann,
jemand, irgendwas, etwas, mancher, alles, beides, einiges, vieles. Die Indefinitpronomen weisen auf
unbestimmte Personen und Dinge bzw. Eigenschaften hin. Einige davon können durch irgend verstärkt
werden: irgendeiner, irgend jemand, irgend etwas. Die Pronomen man, einer, jedermann, jemand,
irgendwas, etwas, alles, beides, einiges, vieles werden stets nur substantivisch gebraucht, die Pronomen
irgendein(er), irgendwelcher, jeder, mancher teils adjektivisch, teils substantivisch.
Das Negativpronomen. Die Negativpronomen sind: nichts, niemand, kein(er). Sie weisen auf das Fehlen
eines Dinges, einer Person bzw. deren Eigenschaften hin. Die Pronomen nichts und niemand werden stets
nur substantivisch gebraucht. Nichts ist undeklinierbar, niemand wird wie jemand dekliniert.
Nichst verneint immer das Vorhandensein von Dingen.
Frau Hohner sagte nichts
Niemand verneint immer das Vorhandensein von Personen:
Sie fragten einander, wer auf der Welt die Schuh und den Kaffee gebracht haben könnte. Niemand in
Würzburg besitzte diese kostbaren Sachen. (L. Frank)

Die Zahlwörter. (Bedeutung und Gebrauch jeder Gruppe)


Das Numerale ist eine Wortart, die einen Zahlbegriff ausdrückt. Man unterscheidet zwei Gruppen von
Numeralien: die Kardinalzahlen (Grundzahlwörter) und die Ordinalzahlen (Ordnungszahlwörter).
Die Kardinalzahlen bezeichnen eine bestimme Anzahl, sie antworten auf die Frage wieviel?. Die
Kardinalzahlen werden attributiv und substantivisch gebraucht.
über Politik sprach er mit seinen sechzehn Jahren wie ein Alter.
Abends... vernahm er das Ergebnis; gegen achttausend Stimmen für Heuteufel, sechstausend und einige für
Napoleon Fischer, Kunze aber hatte dreitausendsechshundertzweiundsiebzig

Die Kardinalzahlen sind undeklinierbar. Eine Ausnahme bilden die Numeralien eins, zwei, drei. Eins wird
dekliniert und gibt das Geschlecht an. Attributiv gebraucht, wird es wie der unbestimmte Artikel dekliniert.
Der Zug bestand aus einem Personenwagen und fünf Viehwagen
Beim selbstä ndigen Gebrauch stimmen seine Formen mit dennen des unbestimmten Pronomens einer
(eine, eines) überein.
Eines der drei Gemä lde... war nach Dä nemark verkauft worden
Substantivisch gebraucht, werden zwei, drei stets dekliniert. Sie bekommen im Genitiv und Dativ die
Kasusendung -er bzw -en.
An einem sonnigen Morgen pflügten zwei Bauern auf zweien dieser ä cker
Stehen diese beiden Kardinalzahlen mit dem Artikel, so können sie im Dativ eine Endung bekommen.
Wie vorher der vielstimmige Krach, stieg jetzt plötzlich aus dem Hof Stille zu den dreien empor (L. Frank)
Attributiv gebraucht, werden zwei, drei dekliniert, jedoch nur, wenn das Beziehungswort weder Artikel noch
Pronomen, noch Prä position bei sich hat.
Im ganzen weiten Gau erzä hlte man sich empört und erschreckt vom Zusammenbruch zweier kleiner
Banken in Amreiten (O.M. Graf)
Richard wurde eingeholt von einem leeren Kastenwagen, der mit zwei schweren Pferden bespannt und
hinten offen war (L. Frank)
Ist eine Substantivgruppe mit einer attributiven Kardinalzahl ihrerseits ein Attribut, so wird sie mit der Prä
position von gebraucht.
Sie war die Mutter von drei Kindern
Die Zahlnamen fremden Ursprungs (die Million, die Milliarde) sind nur Substantive. Als solche werden sie
dekliniert und haben den Plural.
Die Heere der beiden Lager überschritten schon jetzt weit die Millionengrenze; ihre Kosten... die der Milliarde
(A. Zweig)
„Und was sagen Sie dazu, dass um solche Mä nner wie Sie Millionen Deutsche ihr Leben hingaben?“ (M.
Zimmering)
Neben den Kardinalzahlen hundert, tausend bestehen die Substantive das Hundert, das Tausend. Im
Singular gebraucht, bezeichnen sie eine Maßeinheit, im Plural gebraucht, eine unbestimmte Menge.
Dasselbe gilt für das Substantiv das Dutzend.
Tausende preußische und österreichische Soldaten liefen führungslos über das Schlachtfeld (W. Bredel)
Die Kardinalzahlen können substantiviert werden; sie sind stets weiblichen Geschlechts.
Frau Hardekopf war nun auch schon weit über die Fünfzig... (W. Bredel)
Georg auf der Plattform der Drei dachte: Wä re es nicht besser gewesen, zu Fuß? (A. Seghers)
Eine Abart der Kardinalzahlen bilden die Bruchzahlen. Sie werden vom Stamm der Kardinalzahlen mit dem
Suffix -tel (von 3 bis 19) bzw. -stel (von 20 aufwä rts) gebildet: ein viertel, ein zehntel. Die Bruchzahl zu zwei
heißt halb, zu drei - ein drittel, für einhalb sagt man auch anderthalb.
Von Haus aus sind die Bruchzahlen Substantive; sie werden auch heute oft als solche gebraucht: das Drittel,
das Viertel, das Halbe, drei Viertel usw.
Die Ordinalzahlen geben die Stellung einer Person oder eines Dinges in einer Reihenfolge an und antworten
auf die Frage der wievielte? Die Ordinalzahlen werden vom Stamm der Kardinalzahlen mit dem Suffix -t bzw.
-st (von 20 abwä rts) gebildet. Einige Besonderheiten weisen die Ordinalzahlen der erste, der dritte: sie verä
ndern ihren Stamm. Die Ordinalzahlen stehen in der Regel mit dem bestimmten Artikel. Sie treten im Satz
meist als Attribut auf und werden wie Adjektive dekliniert.
“Möge die neue Generation glücklich und stark werden im friedlichen Reich des zwanzigsten Jahrhunderts!“
(W. Joho)
Die Kardinalzahlen können, als nachgestelltes Attribut gebraucht, die Bedeutung von Ordinalzahlen haben
(bei Angabe einer Jahreszahl, einer Hausnummer, eines Paragraphen).
”Ich mache jetzt rasch meine Visite, Taunusstraße 11. Das alte Frä ulein ist hoffentlich gar nicht zu Hause (A.
Seghers)

Deklination der Adjektive. Die undeklinierbaren Adjektive


Das Adjektiv ist eine Wortart, die Merkmale, vor allem Eigenschaften eines Dinges, bezeichnet. Der
Bedeutung nach unterscheidet man qualitative und relative Adjektive.
Die qualitativen Adjektive bezeichnen verschiedene physische Eigenschaften: Maß (groß, klein, schmal,
lang), Gewicht (leicht, schwer), Alter (jung, alt), Farbe (rot, grün), auch innere Eigenschaften (gut, müde,
stolz, klug, zornig). Die qualitativen Adjektive sind meist Stammwörter.
Die relativen Adjektive nennen Eigenschaften von Dingen durch deren mannigfaltige Beziehungen zu
anderen Dingen. So bezeichnen sie den Stoff, woraus ein Ding gemacht ist (silbern, wollen, eisern),
kennzeichnen ein Ding in bezug auf Zeit oder Ort (jetzig, jährlich, hiesig, Witebsker) oder drücken
verschiedene andere Eigenschaften aus (städtisch, elektrisch, tierisch). Die relativen Adjektive sind
abgeleitete Wörter.
Die Adjektive fungieren im Satz als Attribute, Prädikate und Adverbien der Art und Weise:
Sie ist eine fleißige Schülerin (Attribut)
Sie ist fleißig (Prädikativ)
Sie lern fleißig (Adverbiale der Art und Weise)
In der attributiven Funktion wird das Adjektiv dekliniert. Die meisten Adjektive können gesteigert werden, d.h.
im Komparativ und Superlativ gebraucht werden:
schön - schöner - am schönsten
Man unterscheidet beim Adjektiv drei Deklinationsarten: die schwache (oder nominale), die starke (oder
pronominale) und gemischte Deklination.
Die schwache deklination:
• nach dem bestimmten Artikel
• nach den Pronomen mit der Endung des bestimmten Artikels (dieser, jeder, derselbe, mancher,
solcher, welcher)
• alle, beide, sämtliche, keine
Das Adjektiv bekommt in allen Kasus und in beiden Zahlen die Endung -en. Nur im Nominativ Sg aller drei
Geschlechter und im Akkusativ der Feminina und Neutra hat es die Endung -e. Die schwache Deklination
der Adjektive stimmt völlig mit der schwachen Deklination der Substantive überein. Man nennt sie deshalb
substantivische oder nominale Deklination:
der Knabe, des Knaben, dem Knaben, den Knaben
Bei der starken Deklination die Kasusendungen des bestimmten Artikels. Nur im Genitiv Singular der
Maskulina und Neutra hat das Adjektiv die Endung -en.
Das Adjektiv wird stark dekliniert:
• wenn vor einem Substantiv kein Begleitwort steht: Draußen liegt frischer Schnee
• etwas, viel, wenig im Singular
• im Plural nach den Kardinalzahlen und nach den unbestimmten Pronomen viele, wenige, einige,
mehrere, manche, verschiedene: zwei neue Bücher, viele neue Häuser
Die Begleitungswörter der gemischten Deklination (ein, kein, mein, dein, sein, ihr, unser, euer) sind in einigen
Kasus des Singulars endungslos, in den anderen Kasus haben sie die Endungen des bestimmten Artikels.
Daraus folgt, dass das Adjektiv bald schwache, bald starke Endungen bekommen soll.
Die gemischte Deklination:
• nach den Possessivpronomen im Sg
• kein im Sg
• nach dem unbestimmten Artikel
Adjektive, die nicht deklinierbar sind:
• Adjektive fremder Ursprungs, meist Farbenbezeichnungen: rosa, lila, prima
• Adjektive auf -er, die von geographischen Namen gebildet sind: die Witebsker Universität

Steigerungsstufen der Adjektive


Man unterscheidet beim beutschen adjektiv zwei Steigerungsstufen: den Komparativ und den Superlativ. Die
Grundform heißt der Positiv.
Der Komparativ wird aus dem Positiv mit dem Suffix -(e)r gebildet: heiß - heißer, böse - böser.
Die Adjektive auf -er, -el, -en verlieren dabei meist das -e: dunkel - dunkler, sauer - saurer, offen - off(e)ner
Der Superlativ wird aus dem Positiv mit dem Suffix -(e)st gebildet und steht meist mit dem bestimmten
Artikel: schön - der schönste, böse - der böseste, neu - der neu(e)ste
Das Suffix -est haben die Adjektive auf -d, -t, -s, -ß, -sch, -z: mild - der mildeste, frisch - der frischeste. Aber:
groß - der größte
Außerdem bildet man den Superlativ auch mit der Partikel am und dem Suffix -(e)sten; diese Form ist
unflektierbar: heiß - am heißesten, böse - am bösesten, neu - am neu(e)sten
Einsilbige Adjektive mit dem Stammvokal a, o, u erhalten bei der Steigerung den Umlaut: lang - länger - am
längsten, groß - größer - am größten, kurz - kürzer - am kürzesten
Ohne Umlaut bleiben die Adjektive:
• mit dem Diphtong au: laut - lauter - am lautesten
• auf -el, -er, -en, -bar, -sam, -haft, -ig, -lich, -e: dunkel, folgsam, nahrhaft, schuldig, gerade
• die einsilbigen Adjektive: blank, brav, bunt, froh, falsch, flach, hohl (полый), kahl, klar, knapp, matt,
platt, plump, rasch, roh, sanft, satt, schlaff (вялый, обессиленный, дряблый), schlank, starr, stolz,
stumpf, toll, voll, wahr, zahm (ручной, домашний (о звере), кроткий, послушный), zart
Bei manchen Adjektiven stehen die Formen mit und ohne Umlaut gleichberechtigt nebeneinander: bang,
blaß, fromm, gesund, glatt, karg, naß, schmal: gesund - gesünder od. gesunder...
Einige Adjektive bilden die Steigerungsstufen unregelmäßig. Die Adjektve nah und hoch weisen die
Veränderung des Stammkonsonanten auf: nach - näher - am nächsten, hoch - höher - am höchsten. Die
Adjektive gut, viel bilden die Steigerungsstufen mit anderen Wortstämmen: gut - besser - am besten, viel -
mehr - am meisten. Das Adjektiv wenig bildet den Komporativ und Superlativ regelmäßig oder ebenfalls mit
Supletivformen: wenig - weniger - am wenigsten, wenig - minder - am mindesten
Komparationsfähig sind nur qualitative Adjektive: schön - schöner - am schönsten. Einige qualitative
Adjektive lassen ihrer Bedeutung nach keine Steigerung zu: blind, stumm, taub, tot, rund... Auch die
unflektierbaren Adjektive gehören dazu: rosa, lila, prima

Der Gebrauch des Adjektivs im Satz


Das Adjektiv wird im Satz attributiv und prädikativ sowie als prädikatives Attribut gebraucht. Das gilt auch für
die Adjektive im Komparativ und Superlativ. Seinem Wesen entsprechend, steht das Adjektiv meist als
Attribut bei einem Substantiv (attributiver Gebrauch). In diesem Falle richtet es sich in Geschlecht, Zahl und
Kasus nach seinem Beziehungswort.
Diederich Heßling war ein weiches Kind... (H. Mann)
Doch Becker fuhr mit noch größerer Geschwindigkeit. (A. Seghers)
Ludwig und Hermine bewohnten das größte und schönste Zimmer bei Brentens... (W. Bredel)
Das Adjektiv als Attribut kann auch in der nichtdeklinierten Form (in der Kurzform) auftreten:
• in stehenden Redewendungen und Sprichwörtern: auf gut Glück; sich lieb Kind machen; ein gut
Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen; bar Geld lacht
• in dichterischer Sprache (meist vor Neutra im Nominativ oder Akkusativ), manchmal auch
nachgestellt.
Und mit des Lorbeers muntern Zweigen | Bekränze dir dein festlich Haar! (F. Schiller)
„Und in ihren lieben Augen liegt mein unermeßlich Reich!“ (H. Heine)
Röslein rot. (J.W. Goethe)
Das Adjektiv als Attribut kann von seinem Beziehungswort abgesondert werden, dabei wird es dem
Beziehungswort nachgestellt und tritt in der Kurzform oder in der flektierbaren Form auf.
Tief unten lag der See, ruhig, dunkelblau, von Wäldern umgeben... (Th. Storm)
Es hatte Auseinandersetzungen gegeben, heftige, erbitterte sogar. (W. Bredel)
Das Adjektiv kann auch Teil eines nominalen Prädikats sein (prädikativer Gebrauch). In diesem Falle bleibt
es meist unverändert.
Marat war krank... (W. Bredel)
... es war dunkler geworden. (Th. Storm)
Der prädikative Superlativ wird entweder in der deklinierten Form (mit dem bestimmten Artikel) oder in der
nichtdeklinierten Form mit am und dem Suffix -sten gebraucht.
Sie ist die hochbegabteste von allen... (F. Schiller)
Frühmorgens sei solch ein Ausflug am angenehmsten. (W. Bredel)
Im prädikativen Gebrauch wird das Adjektiv im Positiv manchmal auch dekliniert und steht dann mit dem
Artikel. In diesem Fall bezeichnet es die Zugehörigkeit eines Dings zu einer bestimmten Gattung.
Sie wußten gut, dass sie zusamengehörten, ihr Schicksal war ein gemeinsames. (W. Bredel)
„Mein Kurs ist der richtige, ich führe euch herrlichen Tagen entgegen“ (H. Mann)
Auch das Adjektiv im Komparativ kommt zuweilen im prädikativen Gebrauch in der flektierbaren Form vor; es
bezeichnet dabei einen höheren (bzw. geringeren) Grad der Eigenschaft eines Dinges im Vergleich zu einem
anderen Ding.
Es war der jüngere der beiden Söhne eines Großbauern... (W. Steinberg)
Die meisten Adjektive lassen sowohl den prädikativen als auch den attributiven Gebrauch zu. Es gibt aber
Adjektive, die nur attributiv gebraucht werden. Das sind:
• Adjektive, die keine Kurzform haben: die heutige (gestrige, morgige, tägliche) Zeitung; die dortigen
(hiesigen) Sitten; das linke (rechte) Ohr; die untere (obere) Stufe; ein anderer (besonderer) Fall
• relative Adjektive, die von Stoffnamen abgeleitet sind: golden, gläsern, eisern, hölzern, seiden,
silbern, wollen
• die undeklinierbaren Adjektive: lila, rosa, Moskauer
Seine Gedanken waren bei Ernst Timm und den beiden Artikeln für die illegale „Hamburger Volkszeitung“.
(W. Bredel)
Manche Adjektive werden nur prädikativ gebraucht. Dazu gehören angst, bange, bereit, eingedenk, feind,
gewahr, gram, kund, leid, quitt, schade, schuld, untertan, zugetan u.a.
Jetzt war es Marie leid, dass sie ein dummes Weib war... (A. Segher)
Als prädikatives Attribut wird das Adjektiv in der Kurzform gebraucht.
Die Nacht kommt groß und blau durch die offenen Fenster (E.M. Remarque)
Müde gehe ich schließlich nach Hause (E.M. Remarque)

Die Substantivierung der Adjektive


Die Adjektive lassen sich leicht substantivieren. Substantivierte Adjektive gebraucht man meist mit dem
Artikel. Bezeichnet das substantivierte Adjektiv eine Person, so ist es männlichen bzw. weiblichen
Geschlechts; sonst aber ist es sächlichen Geschlechts und hat meist abstrakte Bedeutung: der Alte, ein
Alter, die Alte, eine Alte; das Neue, das Äußere, sein Äußeres. Aber: das Kleine, ein Junges.
Die substantivierten Adjektive werden nicht wie Substantive dekliniert, sondern behalten ihre adjektivische
Deklination bei.
Singular

Nom. der Alte die Alte ein Deutscher dein Äußeres


Gen. des Alten der Alten eines Deutschen deines Äußeren
Dat. dem Alten der Alten einem Deutschen deinem Äußeren
Akk. den Alten die Alte einen Deutschen dein Äußeres
Plural

Nom. die Alten Deutsche


Gen. der Alten Deutscher
Dat. den Alten Deutschen
Akk. die Alten Deutsche

Nach etwas, alles, viel, nichts, einiges usw. ist das substantivierte Adjektiv sächlichen Geschlechts: etwas
Schönes, viel Schönes, wenig Schönes, nichts Gutes, nichts Besseres, manch Gutes, einiges Gute, vieles
Schöne, manches Schöne, alles Gute.
Etwas, viel, wenig, nichts, manch u.a. haben keine Endung, darum tritt das Adjektiv in der starken Form auf.
Einiges, vieles, manches, alles u.a. haben eine Endung, darum tritt das Adjektiv in der schwachen Form auf.
Hier kommt die Tendenz der deutschen Sprache zur Monoflexion deutlich zum Ausdruck.
...nun war es, als trete etwas Fremdes zwischen sie. (Th. Storm)
...sie war ihm auch der Ausdruck für alles Liebliche und Wunderbare seines aufgehenden Lebens (Th.
Storm)
Ihm ahnte nichts Gutes. (Th. Mann)

Das Verb. Die grammatischen Kategorien des Verbs


Das Verb ist eine Wortart, die eine Tätigkeit (eine Handlung), einen Vorgang oder einen Zustand ausdrückt.
Das deutsche Verb hat folgende grammatische Kategorien: die Person, die Zahl, die Zeit, das Genus, den
Modus.
Die Person und die Zahl. Man unterscheidet drei Personen: die erste oder die redende (Personalpronomen
ich), die zweite oder die angeredete (du), die dritte oder die Person, von der geredet wird (er, sie, es).
Man unterscheidet zwei Zahlen: den Singular (die Einzahl) und den Plural (die Mehrzahl). Zum Ausdruck der
Zahl gibt es keine besonderen Endungen. Beides, Person und Zahl, wird durch die Personalendungen
ausgedrückt.
Die meisten Verben werden in allen drei Personen gebraucht: man nennt sie persönliche Verben: arbeiten,
schlafen, lesen u.a. Unpersönlich nennt man dagegen Verben, die nur in der 3. Person Singular gebraucht
werden: es regnet, es schneit, mir graut.
Die Zeit. Die grammatische Kategorie der Zeit bezeichnet das Verhältnis des Zeitpunkts eines Vorgangs zum
Zeitpunkt einer Aussage über diesen Vorgang. Man unterscheidet drei Zeitstufen: die Gegenwart, die
Vergangenheit und die Zukunft. Zum Ausdruck dieser drei Zeitstufen dienen in der deutschen Sprache sechs
Zeitformen: das Präsens (zum Ausdruck der Gegenwart), das Präteritum, das Perfekt, das Plusquamperfekt
(zum Ausdruck der Vergangenheit), das Futur I und II (zum Ausdruck der Zukunft).
Das Genus oder die Handlungsart. Die grammatische Kategorie des Genus bezeichnet die Richtung der
Handlung, d.h. sie gibt an, ob die Handlung vom Subjekt des Satzes ausgeht (und auf das direkte Objekt
gerichtet ist) oder ob sie auf das Subjekt gerichtet wird. Das Genus ist nur transitiven Verben eigen. Man
unterscheidet zwei Genera: das Aktiv (Tätigkeitsform) und das Passiv (Leideform).
Der Modus oder die Aussageweise. Durch die grammatische Kategorie des Modus wird das Verhalten des
Redenden zur Realität der Aussage ausgedrückt. Man unterscheidet drei Modi: den Indikativ
(Wirklichkeitsform), den Imperativ (Befehlsform) und den Konjunktiv (Möglichkeitsform).

Bildung und Gebrauch der Zeitformen des Indikativs


Die Zeitformen werden absolut und relativ gebraucht. Beim absoluten Gebrauch bezieht sich der Vorgang
auf eine der drei Zeitstufen, auf die Gegenwart, die Vergangenheit oder die Zukunft. Der relative Gebrauch
der Zeitformen setzt das Vorhandensein von mindestens zwei Vorgängen voraus: der eine Vorgang steht in
einem bestimmten zeitlichen Verhältnis zu dem anderen. Der relative Gebrauch geschieht immer in
Verbindung mit ihrem absoluten Gebrauch: die Zeitformen bezeichnen eine Handlung als vergangen,
gegenwärtig oder zukünftig (absolute Bedeutung) und zugleich als gleichzeitig oder nichtgleichzeitig (relative
Bedeutung).
Das zeitliche Verhältnis zwischen den Vorgängen kann von zweierlei Art sein:
• Beide Vorgänge beziehen sich auf die gleiche Zeitstufe (das Verhältnis der Gleichzeitigkeit). Die
Gleichzeitigkeit wird meist durch dieselbe Zeitform ausgedrückt (Präs - Präs, Prät - Prät, Plusquam -
Plusquam usw.), zuweilen auch durch verschiedene Zeitformen derselben Zeitstufe (Prät - Perfekt,
Präsens - Fut I usw.)
• Einer der Vorgänge vollzieht sich früher als der andere (das Verhältnis der Nichtgleichzeitigkeit). Die
Nichtgleichzeitigkeit wird im Deutschen durch besondere grammatische Mittel, nämlich durch
verschiedene Zeitformen bezeichnet: die Vorzeitigkeit in der Vergangenheit (Plusquam - Prät), die
Vorzeitigkeit in der Zukunft (Perfekt od. Futur II - Futur I od. Präsens)
Das Präsens bezeichnet in erster Linie einen Vorgang in der Gegenwart. Es kann aber auch zur
Bezeichnung der übrigen zwei Zeitstufen, der Vergangenheit und der Zukunft gebraucht werden. Das
Präsens dient:
• zur Wiedergabe eines gegenwärtigen Geschehens (die Hauptbedeutung)
• zur Wiedergabe eines allgemeingültigen Vorgangs (allgemeine Feststellungen, Sprichwörter usw.):
Moskau ist die Hauptstadt Russlands
• zur Wiedergabe eines zukünftigen Geschehens (namentlich im umgangssprachlichen Gebrauch),
meist in Verbindung mit entsprechenden Zeitangaben.
• zur Wiedergabe eines vergangenen Geschehens bei lebhafter, anschaulicher Schilderung, im
Wechsel mit dem Präteritum (das Präsens der belebten Erzählungen): Während ich so in Andacht
versunken stehe, höre ich, dass neben mir jemand ausruft...
Das Präsens wird von dem Infinitivstamm mittels der Personalendungen gebildet. Alle Verben (außer sein,
werden und den Verben praeteritopraesentia) weisen dasselbe System der Personalendungen auf.
Die schwachen Verben, deren Stamm auf t, d, chn, dn, ffn, gn, tm auslautet, bekommen die
Personalendungen -est und -et: leitest, wartet, redest, zeichnet. Auch starke Verben auf d bzw. t mit i(ie) bzw.
ei im Stamm erhalten die gleichen Personalendungen: bietet, bindest, bittet, findest, gleitet, leidest, meidet.
Die Verben mit einem Zischlaut im Auslaut (s, ss, ß, z, tz) haben in der 2. Person Singular Doppelformen.
Dazu gehören die Verben: blasen, essen, genesen, genießen, gießen, hassen, heißen, heizen, lassen,
messen, preisen, rasen, reizen, reißen, schießen, sitzen, stoßen u.a. (du ißt - issest, du genießt - genießest).
Die kürzeste Form ist gebräuchlicher.
Die starken Verben mit a im Stamm (außer schaffen) bekommen in der 2. und 3. Person Sg den Umlaut:
bläst, trägst, fängt... Den Umlaut bekommen auch die Verben laufen, saufen, stoßen: läuft, stößt, säuft.
Die meisten starken Verben mit dem Stammvokal e verändern in der 2. und 3. Person Sg das e zu i bzw ie:
brichst, hilfst, befiehlt. Auch die Verben erlöschen und gebären haben in der 2. und 3. Person Sg ein i(ie): sie
erlischt, gebiert (auch: gebärt).
Starke Verben, deren Stamm auf t auslautet und deren Stammvokal a bzw. e sich in der 2. und 3. Person Sg
verändert, bekommen in der 2. Person Sg die Personalendung -st, in der 2. Person Plural -et, in der 3.
Person Sg verschmilzt die Personalendung mit dem Stamm -t: braten, halten, raten, fechten, flechten,
gelten, schelten, treten (hältst, hält, flichst, flicht).
Merke: Die Verben nehmen und treten verändern das lange e zu einem kurzen i: nimmst, trittst.
Manche starken Verben verändern in der 2. und 3. Person Sg ihr Stamm -e nicht: bewegen, heben,
genesen, weben u.a. Dies gilt auch von den unregelmäßigen Verben gehen und stehen. Das Verb laden hat
in der 2. und 3. Person Sg Doppelformen: du ladest - lädst; er ladet – lädt
Das Präsens der Verben praeteritopraesentia (dürfen, könne, mögen, müssen, sollen, wollen, wissen).
Das Präsens der unregelmäßigen Verben (sein, haben, werden, tun)
Das Präteritum (Imperfekt) dient zur Wiedergabe von vergangenen Handlung, einem Bericht (die
Hauptbedeutung). Die Vorgänge können dabei zu gleicher Zeit geschehen oder aufeinander folgen.
Im Präteritum erhalten die Verben Personalendungen, die 1. und die 3. Person Sg ausgenommen (ich sagte,
du sagtest, er sagte)
Die Personalendungen werden dem Präteritumstamm beigefügt. Der Präteritumstamm der schwachen
Verben wird aus dem Präsensstamm und dem Suffix -(e)te gebildet. Das Suffix -ete bekommen die
schwachen Verben, deren Stamm auf t, d, chn, dn, ffn, gn, tm auslautet: wartete, zeichnete.
Der Präteritumstamm der starken Verben wird mit dem Ablaut gebildet: kommen - kam, schreiben - schrieb,
fahren - fuhr, laufen - lief usw.
Die Modalverben bilden der Präteritumstamm mit dem Suffix -te und verändern den Stammvokal (außer
sollen und wollen): dürfen - durfte, können - konnte, sollen - sollte, wollen – wollte
Die unregelmäßigen Verben haben folgende Präteritumstamm: sein - war, haben - hatte, werden - wurde,
stehen - stand, gehen - ging, bringen - brachte, tun – tat
Das Präsens und das Präteritum sind einfache Zeitformen, d.h. sie werden durch eine Verbalform
ausgedrückt. Die übrigen vier Zeitformen werden aus zwei oder mehr Verbalformen gebildet. Zur Bildung der
zusammengesetzten Zeitformen dienen die Hilfsverben haben, sein, werden. Das Vollverb steht in einer
infiniten Verbalform: im Partizip II oder im Infinitiv.Das Perfekt. Das Perfekt bezeichnet gleichfalls einen
Vorgang in der Vergangenheit. Es steht in kurzen Berichten, Mitteilungen (daher oft im Gespräch, im Dialog),
bei der Feststellung von Tatsachen, oft auch zum Hervorheben eines Gedankens, der besonders wichtig ist.
Das Perfekt bezeichnet häufig eine vergangene Handlung, deren Folgen für die Gegenwart von Bedeutung
sind.
Das Perfekt wird mit dem Hilfsverb haben/sein im Präsens und dem Partizip II des entsprechenden Verbs
gebildet. Die Mehrheit der Verben wird mit haben konjugiert. Hierzu gehören:
• alle transitiven Verben
• alle reflexiven Verben
• alle unpersönlichen Verben
• Modalverben
• viele intransitive Verben: a) Verben, die einen Zustand, ein Gefühl, einen Vorgang in seinem Verlauf
ausdrücken b) die Verben, die mit einem Dativobjekt gebraucht werden und keine Bewegung
ausdrücken c) Verben, die einen festen Anfangs- und Endpunkt bezeichnen.
Mit sein:
• intransitive Verben, die eine Bewegung oder den Übergang von einem Zustand zu einem anderen
bezeichnen
• begegnen, passieren, geschehen, bleiben, gedeihen, gelingen, mißlingen, glücken, sein, werden
Das Plusquamperfekt. Das Plusquamperfekt bezeichnet einen Vorgang in der Vergangenheit und wird in der
Regel relativ gebraucht. Es drückt die Vorzeitigkeit in der Vergangenheit aus; dabei dient das
Plusquamperfekt meist zur Bezeichnung eines Vorgangs, der erst erwähnt wird, nachdem andere zeitlich
später geschehene Vorgänge genannt worden sind. Die Geschehnisse werden somit in einer anderen
Reihenfolge geschildert, als sie tatsächlich vor sich gegangen sind: Ich war wie zerschlagen, ich hatte seit
dem vorigen Morgen nichts gegessen.
Diese Regel gilt nicht für Satzgefüge mit Nebensätzen, die durch nachdem, als, seit(dem) eingeleitet
werden, wenn der Nebensatz dem Hauptsatz vorausgeht. In diesem Fall wird der früher geschehene
Vorgang (im Plusquamperfekt) auch zuerst genannt: Als er seine Rede beendet hatte, zogen die Delegierten
an der Tribüne vorüber
Das Plusquamperfekt wird mit dem Hilfsverb haben/sein im Präteritum und dem Partizip II des
entsprechenden Verbs gebildet.
Bei der Bildung des Perfekts und des Plusquamperfekts der Modalverben sind folgende Regeln zu beachten:
• Tritt zum Modalverb im Satz ein anderes Verb im Infinitiv, so wird die starke Form des Partizips II
gebraucht: Dein ganzes Leben hast du schwer arbeiten müssen
• Tritt zum Modalverb kein anderes Verb im Infinitiv, so wird die schwache Form des Partizips II
gebraucht: Er hatte schon am folgenden Tag aus der Stadt gemußt
Das Futur I und das Futur II. Das Futur I bezeichnet eine zukünftige Handlung. Im relativen Gebrauch
bezeichnet das Futur I die Gleichzeitigkeit. Es wird mit dem Hilfsverb werden im Präsens und dem InfinitivI
des entsprechen Verbs gebildet: Du kannst ganz ruhig schlafen. Ich werde dich wecken
Das Futur II bezeichnet gleichfalls eine zukünftige Handlung und wird relativ gebraucht. In Verbindung mit
dem Futur I oder mit dem Präsens drückt es die relative Zukunft aus: Nachdem ich den Doktor gemacht
haben werde, suche ich im Ausland eine mir zusagene Stellung
Das Futur II wird immer häufigen durch das Perfekt verdrängt, das in Verbindung mit dem Futur I bzw. dem
Präsens die relative Zukunft bezeichnet: Jetzt lass ich dich nicht mehr los, bevor du mir nicht alles gesagt
hast

Die Kategorie des Modus. Der Imperativ


Der Modus ist ein besonderes grammatisches Mittel, das das Verhalten des Redenden zur Realität der
Aussage ausdrückt. Man unterscheidet drei Modi:
• den Indikativ (ist der Hauptmodus der Aussage, er ist ein neutraler Modus. Er wird gebraucht, wenn
die Aussage als wirklich vorgestellt wird)
• den Imperativ (ist der Modus der Aufforderung. Der Imperativ ist nicht nur eine Befehlsform. Er
drückt auch eine Bitte, einen Rat oder ein Verbot aus)
• den Konjunktiv (stellt die Aussage als nicht wirklich dar. Er bezeichnet eine irreale mögliche oder
unmögliche Handlung)
Der Imperativ dient zum Ausdruck eines Befehls, einer Aufforderung, eines Verbots, einer Bitte, die an die
angeredete Person gerichtet werden.
Der Imperativ hat vier Formen. Drei davon gelten für die zweite Person im Singular bzw. im Plural und die
vierte Person schließt außerdem noch den Redenden ein. Der Imperativ wird aus dem Präsensstamm
gebilden, dabei bekommt die Form des Singulars die Endung -e: lern-e! arbeit-e! entschuldig-e! frag-e!
schäm-e dich! lauf-e!
Bei den starken Verben und in der Umgangssprache auch bei den schwachen tritt häufig die endungslose
Form auf: bleib! lauf! geh weg! steh auf! schäm dich! hör auf! sag!
Ohne -e bilden den Imperativ des Singulars nur:
• die Verben, die den Stammvokal e zu i bzw. ie verändern: gib! hilf! lies! sieh zu! nimm dich
zusammen!
• die Verben kommen und lassen: komm! laß!
Die Formen des Plurals entsprechen der 1., 2. bzw. 3. Person Plural des Präsens Indikativ, dabei wird im
ersten und dritten Fall das Personalpronomen dem Verb nachgestellt und im zweiten überhaupt nicht
gebraucht: bleiben wir! bleibt! bleiben Sie! gehen wir mit! geht mit! gehen Sie mit! beeilen wir uns! beeilt
euch! beeilen Sie sich!
Die Imperativform mit wir drückt eine Aufforderung an eine oder mehrere Personen aus, wobei auch der
Redende mit eingeschlossen wird. Die Form mit Sie ist die Höflichkeitsform des Imperativs, sie kann sowohl
an eine als auch an mehrere Personen gerichtet werden.
Die Imperativsformen des Verbs sein lauten: sei! seien wir! seid! seien Sie!
Die Modalverben bilden keinen Imperativ, das Verb lassen ausgenommen: laß! laßt! lassen Sie! lassen wir!
Bildung des Imperativs
• Schwache und starke Verben: Singular (sag-(e)! mach-(e)! fahr-(e)!) , Plural (sag-t! sag-en wir!
mach-t! mach-en wir! fahr-t! fahr-en wir! schreib-t! schreib-en wir!), Höflichkeitsform (sag-en Sie!
mach-en Sie! fahr-en Sie! schreib-en Sie!)
• Starke Verben mit dem Stammvokal -e-: Singular (nimm! gib! lies!), Plural (nehm-t! nehm-en wir!
geb-t! geb-en wir! les-t! les-en wir!), Höflichkeitsform (nehm-en Sie! geb-en Sie! les-en Sie!)
• Schwache Verben mit dem Stamm auf d, t, bn, dn, gn, ebt, fn, dm, tm: Singular (bad-e! wart-e! ebn-
e! ordn-e! begegn-e! zeichn-e! öffn-e! atm-e!), Plural (bad-et! bad-en wir! wart-et! wart-en wir! ebn-et!
ebn-en wir! ordn-et! ordn-en wir! begegn-et! begegn-en wir! widm-et! widm-en wir!), Höflichkeitsform
(bad-en Sie! wart-en Sie! ebn-en Sie! ordn-en Sie! begegn-en Sie! widm-en Sie!)
• Besondere Fälle: Singular (sei! werde! laß! komm!), Plural (sei-d! sei-en wir! werd-et! werd-en wir!
laß-t! lass-en wir! komm-t! komm-en wir!), Höflichkeitsform (sei-en Sie! werd-en Sie! lass-en Sie!
komm-en Sie!)

Die Kategorie des Modus. Der Konjunktiv (Präsentischer und präterialer


Konjunktiv. Die Bedeutung vom Konjunktiv)
Der Modus ist ein besonderes grammatisches Mittel, das das Verhalten des Redenden zur Realität der
Aussage ausdrückt. Man unterscheidet drei Modi:
• den Indikativ (ist der Hauptmodus der Aussage, er ist ein neutraler Modus. Er wird gebraucht, wenn
die Aussage als wirklich vorgestellt wird)
• den Imperativ (ist der Modus der Aufforderung. Der Imperativ ist nicht nur eine Befehlsform. Er
drückt auch eine Bitte, einen Rat oder ein Verbot aus)
• den Konjunktiv (stellt die Aussage als nicht wirklich dar. Er bezeichnet eine irreale mögliche oder
unmögliche Handlung)
Der Konjunktiv bezeichnet eine irreale mögliche oder unmögliche Handlung. Die Zeitformen werden ihrer
Bildung nach in zwei Gruppen eingeteilt: den präsentischen (Präs, Perf, Fut) Konjunktiv und den präteritalen
(Prät, Plusquamperf, Konditionalis) Konjunktiv.
Die Bedeutungen von Präs. Konjunktiv im selbstständigen Satz.
• in den Lösungen, in der poetischen Rede. Es lebe die Freiheit (in dieser Bedeutung tritt meistens im
Satz das formale Subjekt auf, um die Bedeutung zu verstärken. Das formale Subjekt kann nur in der
1. Position gebraucht werden aber dabei hängt die Form des Prädikats vom nichtformalen Subjekt
ab). Es verwirklichen sich alle unsere Wünsche.
• im indirekten Befehl (der Befehl der dritten Person). Er bringe mir das Buch – пусть он принесет
мне книгу.
• in wissenschaftlich-technischen Hypothesen, in wissenschaftlicher Literatur, in Anweisungen. Der
Winkel ABC sei dem Winkel gleich – пусть угол АВС равен…
• in medizinischen Rezepten. Man nehme diese Arznei 3mal pro Tag nach dem Essen ein. Это
лекарство следует принимать …
• in den Kochrezepten. Man nehme 3 Eier... die vorbereitete Ente brate man 40 Min. Als syntaktische
Konstruktion kann man Infinitiv gebrauchen.
• als eine besondere Form vom Präs. Konjunktiv gilt Präs. Konjunktiv des Verbs sein + Partizip II
einiger transitiver Verben. Die gebräuchlichsten von ihnen sind erwähnen, betonen, hervorheben. Es
sei erwähnt, betont, hervorgehoben... Diese Konstruktionen übersetzt man следует + Infinitiv I
Würden Sie beiseite treten? (Не могли бы вы отойти в сторонку?)
Er zeige mir die, dass er Krank war, beweisenden Unterlagen vor. (Пусть он покажет документы,
подтверждающие, что он был болен).
Es gehen alle unsere Wünsche in Erfüllung! (Пусть сбудутся все наши мечты!)
Man überquere bei rotem Licht die Straße nicht. (Нельзя переходить улицу на красный свет)
Es sei die Wichtigkeit dieses Ereignisses betont. (Следует отметить важность этого события)

/Der Konjunktiv zum Ausdruck einer irrealen Möglichkeit/


In den irrealen Konditionalsätzen, in den einfachen Sätzen mit einer irrealen Bedingung. Das Prädikat in
diesen Sätzen wird ins Russische mit der Partikel бы übersetzt. Zum Ausdruck dieser Bedeutung werden 4
Formen vom K gebraucht:
Plusquamperfekt, KonditionalisII zum Ausdruck der Vergangenheit
Präteritum, KonditionalisI zum Ausdruck der Gegenwart und Zukunft
Hättest du jetzt Zeit, könnten wir ins Theater gehen. Würdest du jetzt Zeit haben, würden wir ins Theater
gehen können. (Если бы у тебя сейчас было время, мы могли бы сходить в театр)
Wärest du gestern zu Hause geblieben, hättest du die negativen Folgen vermeiden können. Würdest du
gestern zu Hause geblieben sein, würdest du die negativen Folgen vermeiden können haben. (Если бы ты
вчера остался дома, ты бы смог избежать негативных последствий)

/Der Konjunktiv bei der Übertragung der indirekten Rede/


Die indirekte Rede ist die Wiedergabe der Aussage der 3. Person. In diesen Sätzen drückt der Konjunktiv
eine reale Handlung aus und dient einfach dazu, um zu zeigen, dass die Aussage der 3. Person gehört.
In den konjunktionalen Sätzen mit der indirekten Rede gebraucht man neben der Form Konjunktivs aus die
Form Indikativs:
Er sagt, dass er nicht versteht (Indikativ)
Er sagt, dass er nicht verstehe od. verstände (Konjunktiv)
In den konjunktionslosen Sätzen gebraucht man nur den Konjunktiv:
Er sagt, er verstehe (verstände) nicht
Wenn der Satz ein Befehl enthält, gebraucht man das Modalverb sollen:
Der Vater sagt dem Sohn, dass er nach Hause gehen muss
Der Vater sagt dem Sohn, er sollte nach Hause gehen
In diesen Sätzen gebraucht man 6 Formen:
Plusq., Perf - Vorzeitigkeit
Pres, Prät - Gleichzeitigkeit
FutI, KondI - Nachzeitigkeit
/Der Gebrauch des Konjunktivs in irrealen Vergleichsätzen/
Irreale Vergleichsätze (Komporativsätze) antworten auf die Frage wie? und werden durch die Konunjktionen
als ob, als wenn und als eingeleitet, die gleich übersetzt werden „как будто бы“. Unterschied zwischen ihnen
besteht in der Wortfolge:
als ob, als wenn:
haben die Wortfolge eines gewöhnlichen Nebensatzes (Sie benimmt sich, als ob es nichts passiert wäre).
als:
der konjugierte Teil des Prädikats steht nach der Konjunktion, dann kommt das Subjekt und der
unkonjugierte Teil des Prädikats steht in der letzten Position (Sie benimmt sich, als wäre es nichts passiert).
In diesen Sätzen gebraucht man:
Plusquamperfekt K und Perfekt K zum Ausdruck der Vorzeitigkeit (Vergangenheit):
Sie sieht so aus, als ob sie die Prüfung bestanden hätte (как будто бы сдала)
Sie sieht so aus, als habe sie die Prüfung bestanden
Präteritum K und Präsens K zum Ausdruck der Gleichzeitigkeit (Gegenwart):
Sie benimmt sich so, als wenn sie nichts verstände(как будто ничего не понимает)
Sie benimmt sich so, als verstehe sie nichts
Fut I K und Kond I K zum Ausdruck der Nachzeitigkeit (Zukunft):
Sie benimmt sich so, als ob nicht passieren werde (как будто ничего не произойдет)
Sie benimmt sich so, als würde nichts passieren
Konjunktiv in den irrealen Konsekutivsätzen
Die irreale KS werden durch 2 Konjunktionen eingeleitet: als dass, so...dass (so ist das Korrelat und steht
meist im HS).
Man gebraucht 6 Formen des Konjunktivs:
Plusq, Perf
Prät, Präs
FutI, KondI
In den Sätzen dieser Art steht meistens das Modallverb im Konjunktiv
Es ist jetzt zu spät, als dass man sie besuchen könne/könnte (, чтобы к ней пойти)

Die Kategorie des Genus. Das Vorgangspassiv


Das Genus ist die grammatische Kategorie. Sie bezeichnet die Richtung der Handlung, d.h. sie gibt an, ob
die Handlung vom Subjekt des Satzes ausgeht (und auf das direkte Objekt gerichtet ist) oder ob sie auf das
Subjekt gerichtet wird. Das Genus ist nur transitiven Verben eigen. Man unterscheidet zwei Genera:
das Aktiv und das Passiv.
Das Aktiv weißt darauf hin, dass die Handlung von der Person bzw. dem Ding ausgeht, welche im Satz als
Subjekt auftreten.
Das Passiv weißt darauf hin, dass die Handlung auf die Person bzw. das Ding gerichtet wird und nicht von
ihnen ausgeht. Im Satz treten sie als Subjekt auf.
Im Passiv werden nur die transitiven Verben gebraucht.
Merke: Einige transitive Verben werden im Passiv nicht gebraucht: erhalten, behalten, enthalten, haben,
bekommen, wissen, besitzen, kennen, treffen, erfahren, kosten (стоить), interessieren
Das Passiv weißt dieselben Zeitformen und zwei Formen des Infinitivs auf, wie das Aktiv. Alle 6 Zeitformen
des Passivs sind zusammengesetzte Verbalformen (Sie werden mit dem Hilfsverb „werden“ in der
entsprechenden Zeitform des Indikativs und dem PartII des Vollverbs gebildet). Im Perfekt, Plusquam. und
FutI Passiv wird die alte Form des PartII von „werden“ „worden“ gebraucht.
war gefragt worden
Mit den Modalverben gebraucht man Infinitiv-Passiv. Der Inf-Passiv wird mit dem Hilfsverb „werden“ im Inf-
Aktiv und dem PII des Vollverbs gebildet:
die Frage muss beantwortet werden
Mau unterscheidet ein-, zwei- und dreigliedrige Passivkonstruktionen. Eine subjektlose Passivkonstruktion ist
eingliedriges Passiv:
Es wurde getanzt (unpersönliches Passiv)
Das Passiv wird meist gebraucht, wenn im Satz nicht die Handlung der Person bezeichnet werden soll,
sondern das Objekt der Handlung. Einen Hinweiß auf den Urheber der Handlung enthält solcher Satz nicht
(zweigliedriges Passiv):
Der Plan wurde erfüllt
Seltener kommen die Sätze vor, in denen neben dem Objekt der Handlung auch die handelnde Person
bezeichnet wird. In diesem Fall spricht man von dem dreigliedrigen Passiv:
Der Plan wurde von den Arbeitern erfüllt
Der Urheber der Handlung wird im Satz durch eine präpositionale Gruppe mit von bzw. durch bezeichnet.
Von gebraucht man, wenn der Urheber der Handlung als aktiv handelnde Person gedacht wird. Durch
gebraucht man, wenn der Urheber der Handlung diese nicht besonders zielsicher hervorruft:
Durch ein außerordentlichew Welterreignis wurde... erschüttelt
/Das Zustandspassiv (Bildung und Gebrauch)/
Das Zustandspassiv (Stativ) drückt im Unterschied zum Vorgangspassiv keinen Prozeß, keine Handlung,
sondern einen Zustand als Resultat eines Prozesses aus:
Passiv: das Fenster wird geöffnet, der Brief wird geschrieben
Stativ: das Fenster ist geöffnet, der Brief ist geschrieben
Intransitive Verben und auch transitive, die die Dauer der Handlung bezeichnen, bilden kein Stativ.
Zustandspassiv bilden nur die V, die das Erlebnis der Handlung während der bestimmten Zeit nennen. Das
Stativ wird aus den entsprechenden Zeitformen des Hilfsverbs sein und dem PartII eines transitiven Verbs
gebildet.
Das Stativ hat dieselben Zeitformen wie das Passiv, aber nur 3 sind gebräuchlich: Präsens, Prät und FutI:
Der Tisch ist gedeckt
Der Tisch war gedeckt
Der Tisch wird gedeckt sein

Funktionsverben
Eine wachsende Zahl von Verben der deutschen Sprache geht relativ feste Verbindungen mit Substantiven
ein und verliert dabei fast völlig seine ursrpüngliche Bedeutung. Bedeutungsträger wird das Substantiv des
Funktionsverbgefüges.
Vor allem Texte der Medien, der Wissenschaft und der Technik sind davon geprägt. Zumeist gibt es ein
einfahes Verb, das in seiner Bedeutung dem Funktionsverbgefüge entspricht und stilistisch gelungener ist.
Wir vergleichen:
Er stellt das Problem zur Diskussion.
Er diskutiert das Problem.
Karla brachte ihren Ehemann in Verlegenheit.
Karla machte ihren Mann verlegen.
Aber bereits das erste Beispiel zeigt, dass zwischen Funktionsverbgefüge und einfachem Verb keine
Synonymität besteht, sondern doch stilistische und sogar Bedeutungsunterschiede existieren. So verweist
ein Problem zur Diskussion stellen auf den Anfang eines Geschehens, dagegen ein Problem diskutieren auf
das Geschehen selbst.
Funktionsverbgefüge treten auf als
Präpositionalphrasen (zur Diskussion stellen)
Akkusativphrasen (Sorgen bereiten)
Funktionsverbgefüge können weder direkt erfragt noch durch ein Attribun erwitert werden; sie sind auch nicht
durch ein Pronomen ersetzbar. Funktionsverbgefüge sind also teilweise oder ganz lexikalisiert.

Gebrauch des Infinitivs mit/ohne zu


Der Infinitiv steht ohne zu in folgenden Fällen:
1. nach den Modalverben und dem Verb lassen.
Die Touristen wollen eine Rundfahrt durch die Stadt machen.
Der Lehrer lässt den Schüler den Text lesen.
2. nach den Verben der Bewegung wie gehen, fahren, laufen.
Wir gehen Bücher kaufen.
Die Kinder fahren baden.
3. nach den Verben hören, sehen, fühlen.
Wir hören die Mädchen singen.
Ich sehe den LKW fahren.
4. nach Verben lehren, lernen, helfen schwankt der Gebrauch der Partikel zu.
a) Bei lehren, lernen hängt es davon ab, ob der Satz mehrere Wörter enthält.
Ich lerne Klavier spielen.
Ich habe heute morgen nach dem Frühstück 2-3 Stunden Klavier zu spielen gelern.
b) Bei helfen – ob man einfach beisteht oder etwas selbst erfüllt:
Ich helfe meiner Mutter, das Zimmer in Ordnung zu bringen (Ich bringe es selbst in Ordnung).
Ich helfe dem Jungen, auf den Zaun zu klettern (Ich stehe nur bei).
Der Infinitiv steht mit zu:
1. nach den meisten Verben: beginnen, beschließen, versprechen, vorschlagen, bitten, scheinen, glauben,
vergessen, empfehlen, pflegen, befehlen, verbieten u. a. m.
Das Mädchen beschloss, den Brief zu beantworten.
2. nach den prädikativen Adjektiven stolz, glücklich, froh, überzeugt, bequem u. a.
Es ist immer interessant, etwas Neues zu erfahren.
3. nach einigen abstrakten Substantiven wie der Gedanke, das Glück, der Freude, der Wunsch, die Absicht,
die Möglichkeit.
Ich habe den Wunsch, nach Australien zu fahren.
Der Infinitiv kann mit seinen näheren Bestimmungen eine Infinitivgruppe bilden und steht in dieser meist mit
zu:
Die Mutter bat den Sohn, sich in der Schule mehr anzustrengen.

Satzverbindungen. Konjunktion in den Positionen 0 und 1


Der zusammengesetzte Satz besteht aus zwei oder mehreren Sätzen, die eing miteinander verbunden sind.
Jeder Elementarsatz hat ein eigenes Subjekt und Prädikat. Man unterscheidet zwei Arten der
zusammengesetzten Sätze: die Satzreihe, wo die Elementarsätze beigeordnet sind, und das Satzgefüge, wo
ein Elementarsatz dem anderen untergeordnet ist.
Die Satzreihe werden durch folgende Konjunktionen und Konjunktionalverbindungen eingeleitet:
• die die Wortfolge nicht beeinflussen (die in der Position 0 stehen): und, aber, denn, oder,
entweder...oder, sowohl...als auch, sondern, nicht nur...sondern auch
• die die Wortfolge beeinflussen (die in der Position 1 stehen): bald...bald, halb...halb, teils...teils, zwar,
sonst, außerdem, trotzdem, dann, darum, deshalb, deswegen , daher, also, so, folglich,
infolgedessen, demnach, insofern, trotzdem, dennoch, allerdings, indessen, daraufhin, inzwischen
In der Satzreihe können die Elementarsätze auch ohne Bindeelemente verbunden sein:
Der Lehrer betritt die Klasse, die Schüler stehen auf, sie grüßen ihren Lehrer
Das Satzgefüge ist ein zusammengesetzter Satz, der mindestens aus zwei Elementarsätzen besteht, einem
HS und einem NS. Der NS ist dem HS untergeordnet und erfüllt in der Regel die Funktion eines Satzgliedes
des HS.
Der NS wird durch unterordnende Konjunktionen (daß, da, weil, wenn...) sowie durch Relativpronomen (der,
welcher, wer, was...) und Relativadverbien (woran, wo, wohin...) eingeleitet.

Nebensätze: allgemeine Regeln


Dem Sinne nach sind die Nebensätze keine geschlossenen Sätze. Sie sind vo Hauptsätzen abhängig und
werden getrennt nicht gebraucht. Obwohl sie grammatisch abhängig sind, haben sie das Subjekt und das
Prädikat. Wenn im Satz die Handlung dieselbe Person erhielt, wird das Prädikat nicht nur im HS, sondern
auch im NS gebraucht:
Er sprang in den Fluss, als er die Hilferufe hörte
Das finite Verb steht gewöhnlich am Ende des NS. Die übrigen Satzglieder finden sich zwischen dem
Einleitungswort und dem finiten Verb ihren Platz nach den gleichen Prinzipien, die auch die Wortfolge im
Hauptsatz bestimmen:
Ich weiß, dass diese Schülerin immer früh aufsteht
Die NS können nicht nur dem HS folgen, sondern auch ihm vorangehen. In diesem Fall steht das konjugierte
Teil des Prädikats nach dem Komma. Im NS stehen Pronomen am Anfang des Satzes nach der
Einleitungskonjunktion:
Wenn dir die Wohnung nicht gefällt, brauchst du sie nicht zu nehmen
Wenn das Subjekt ein Pronomen ist und es im Satz Dat- oder Akk-Objekte gibt, dann folgten sie ihm:
Bevor ich es dir endgülitg sage, muss ich es mir genau überlegen
Die Nebensätze können zueinander oder zu einer Infinitivgruppe gehören:
Er ärgerte sich, weil sie ihn nicht begrüßte, als er ankam

Temporale Nebensätze
Der Temporalsatz gibt an, wann das Geschehen des HS vollzieht. Der NS kann dabei Gleichzeitigkeit eines
Geschehens mit dem Geschehen des HS oder Vor- bzw Nachzeitigkeit im Verhältnis des NS zum HS
bezeichnen.
Gleichzeitigkeit
• Dauer eines Geschehens
während
Während ich in Berlin studierte, ging ich oft ins Theater
Der Konjunktion solange bei durativen Verben entspricht bei perfektiven Verben die Konjunktion bis
solange
Wir schauten aus dem Fenster, solange der Zug hielt
bis
Wir schauten aus dem Fenster, bis der Zug abfuhr
Der Konjunktion seit(dem) zum Ausdruck der Gleichzeitigkeit steht nur bei durativen Verben (im
Präs. und Prät)
seit(dem)
Seitdem ich ihn kenne, (seitdem) ist er Nichtraucher
Seitdem sie auf dem Lande wohnte, ging ihr besser
• Zeitpunkt eines Geschehen
a) Einmaliges Geschehen in Gegenwart und Zukunft
wenn
Die Unterrichtsstunde ist (dann) zu Ende, wenn das Klingelzeichen ertönt
b) Wiederholtes Geschehen in allen Zeitformen
wenn
Er klingelt immer bei mir, wenn er zur Arbeit geht
Vorzeitigkeit (Präs, Fut - Perfekt; Prät - Plusqm)
• Einmaliges Geschehen in Gegenwart und Zukunft
wenn, nachdem
Wenn/nachdem wir den Gipfel erreicht haben, machen wir Rest
• Einmaliges Geschehen in der Vergangenheit
als, nachdem
Der Anruf kam, als/nachdem sie das Haus verlassen hatte
• Wiederholtes Geschehen in allen Zeitformen
wenn
Wenn ich aufgestanden bin, mache ich immer erst zehn Minuten Gymnastik
Der Konjunktion seit(dem) steht nur bei perfektiven Verben (im Perf. oder Plusqm)
seit(dem)
Ich fahre, seit das Semester begonnen hat, nur einmal im Monat nach Hause
Nachzeitigkeit
bis
Er blieb in Deutschland, bis er mit dem Studium fertig war
Bis er abreiste, haben wir uns täglich getroffen
bervor, ehe
Bevor er abreiste, besuchte er noch seinen Professor

Kausalsätze. Subjektsätze
Kausalsätze (причинные) antworten auf die Fragen warum? weshalb? aus welchem Grunde?
Die Kausalsätze sind Vorder- oder Nachsätze. Sie sind stets konjunktionale Sätze und werden durch 3
Konjunktionen eingeleitet: da, weil, zumal.
Die Stellung des Nebensatzes im Satzgefüge kann verschieden sein. Das hängt von der Konjunktion ab. Die
Konjunktionen da und weil übersetzt man gleich «так как». Der Unterschied besteht in der Position der
Nebensätze, die durch diese Konjunktionen eingeleitet werden. Der NS mit da nimmt die Vorposition ein. Die
weil-Sätze sind immer die Nachsätze:
Da ich das Buch nicht mitgenommen habe, muss ich zurück
Ich muss zurück, weil ich das Buch nicht mitgenommen habe
Die Konjunktion zumal, übersetzt тем более что, bezeichnet einen zusätzlichen Grund und die Konjunktion
selbst wird betont, was im Deutschen selten vorkommt:
Bei solchem Wetter bleiben wir lieber im Hotel, zumal unsere Ausrüstung nicht gut ist
In der Antwort auf eine direkte Frage wird nur weil gebraucht:
Warum ist er nicht gekommen? – Weil er krank ist
Subjektsatz
Der Nebensatz tritt alternativ zu einem Substantiv im Nominativ auf. Die Subjektsätze sind Hinzufügungen zu
einem Korrelat im HS. Das Korrelat ist das, es oder ein bedeutungsarmes Substantiv, das ähnlich wie ein
nominalisiertes Verb fungiert (die Tatsache). Subjektsätze antworten auf die Fragen wer? was? Der
Verbindung nach: konjunktionale (dass, ob), relative (Rel. Pron: was, wer). Die Subjektsätze sind meist
Nachsätze (aber sie können auch in der Vorpositon stehen, fast nie in der Zwischenposition).
Mich enttäuscht (es/ das/ die Tatsache), dass er nicht gekommen ist
Es enttäuscht mich, dass er nicht gekommen ist
Es ist kaum zu glauben, was du mir erzählt hast

Konditionalsätze (reale und irreale)


Die Kondizionalsätze drücken die Bedingung aus, unter welcher die Handlung des HS geschehen konnte
oder geschehen kann. Die Konditionallsätze antworten auf die Fragen: in welchem Falle? unter welcher
Bedingung?
Der Verbindung nach unterscheidet man konjunktionale und konjunktionslose Konditionalsätze. Die
konjunktionalen Konditionalsätze werden durch die Konjunktionen wenn und falls eingeleitet.
In den konjunktionslosen Konditionalsätzen steht das finite Verb an erster Stelle. Der HS enthält oft die
Korrelate so oder dann:
Habe ich Geld, kaufe ich...
Die Kondizionalsätze bedienen die Gegenwart und die Zukunft. In der Vergangenheit sind nur die irrealen
Kondizionalsätze möglich. Das Prädikat steht im KonjunktivII. Im Deutschen ist es sehr schwer, die
Temporal- und Bedingungssätze mit der Konjunktion wenn zu unterscheiden. Die Nebensätze mit falls sind
eingeutig konditionall, die Nebensätze mit wenn sind nicht eindeutig konditionall, sie sind den
Temporalsätzen nah:
Wenn ich das Stipendium bekomme, kaufe ich mir als Erstes ein Fahrrad
Die besonderen Typen der Bedingungssätze
Der Gebrauch „dass“ ist nicht obligatorisch und im HS wird so (selten dann) gebraucht:
angenommen (допустим)
Angenommen, dass der Angeklagte die Wahrheit sagt, so muss er freigesprochen werden
Angenommen, der Angeklagte sagte die Wahrheit, so muss er freigesprochen werden
vorausgesetzt (предположим, что)
Vorausgesetzt, dass ich den Zug erreiche, (so) komme ich morgen
Vorausgesetzt, ich erreiche den Zug, so komme ich morgen
es sei denn (при условии)
Ich gehe nicht zu ihm, es sei denn, dass er mich um Verzeihung bittet
Ich gehe nicht zu ihm, es sei denn, er bittet mich um Verzeihung
gesetzt den Fall (в том случае)
Gesetzt den Fall, dass Herr H. unser Chef wird, so/dann gibt es viel Ängste im Büro
Gesetzt den Fall Herr H. wird unser Chef, so/dann gibt es viel Ängste im Büro
unter der Bedingung (при условии)
Unter der Bedingung, dass dein Onkel für den Kredit bürgt, können wir bauen, sonst nicht
im Fall (в случае)
Im Fall, dass die elektrischen Leitungen nicht erneuert werden, miete ich diese Wohnung nicht
Die Konditionalsätze gliedern sich in reale und irreale Konditionalsätze. Die realen KS drücken eine reale
Bedingung aus, die vom Sprechenden als etwas Reales, etwas wirklich Existierendes dargestellt wird:
Sie brauchen mich nicht zu nehmen, wenn Sie Angst haben
Im Satzgefüge mit dem irrealen Konditionalsatz wird sowohl die Bedingung als auch deren Folge als etwas
nicht Reales, etwas bloß Mögliches, Erwünschtes, Vorausgesetztes oder Unmögliches darstellt:
Hätte ich die Zeit, ginge ich ins Theater
In den realen Konditionalsätzen wird der Indikativ gebraucht.
In den irrealen – KonjunktivII. Das Prädikat in diesen Sätzen wird ins Russische mit der Partikel бы
übersetzt. Zum Ausdruck dieser Bedeutung werden 4 Formen vom K gebraucht:
Plusquamperfekt, KonditionalisII zum Ausdruck der Vergangenheit
Präteritum, KonditionalisI zum Ausdruck der Gegenwart und Zukunft
Hättest du jetzt Zeit, könnten wir ins Theater gehen. Würdest du jetzt Zeit haben, würden wir ins Theater
gehen können. (Если бы у тебя сейчас было время, мы могли бы сходить в театр)
Wärest du gestern zu Hause geblieben, hättest du die negativen Folgen vermeiden können. Würdest du
gestern zu Hause geblieben sein, würdest du die negativen Folgen vermeiden können haben. (Если бы ты
вчера остался дома, ты бы смог избежать негативных последствий)

Konzessivsätze. Konsekutivsätze
Der Konsekutivsatz (Folgesatz) drückt die Folgen der Handlung des HS aus. Die KS antwortet auf die
Fragen: wie? in welchem Maße? bis zu welchem Grade? mit welcher Folge? Die KS sind stets Nachsätze.
Nach der Art der Verbindung mit dem HS sind Konsekutivsätze konjunktionale Nebensätze, sie werden
eingeleitet durch die Konjunktionen so dass, dass, als dass.
Die KS beziehen sich in der Regel auf Adjektive oder Adverbien, die im HS als Prädikativ bzw. als
Adverbialbestimmung auftreten. Meist werden sie durch so, genung, zu verstärkt, die als Korrelate zu
betrachten sind:
Es herrschte solch eine Kälte, dass die Tiere im Wald erfroren.
Ist der Konsekutivsatz durch die Konjunktion dass eingeleitet, so enthält der HS das Korrelat so (selten
genug):
Er war so müde, dass er in den Kleidern einschlief
Ist der KS durch die Konjunktion so dass eingeleitet, so enthält der HS kein Korrelat:
Er saß zusammengekrümmt, so dass sein Gesicht nicht zu sehen war
Die Konjunktion als dass(хотя) dient zur Einleitung von Konsekutivsätzen, die eine negative oder eine irreale
Folge der Handlung des HS ausdrücken. Als Korrelate stehen im HS genug oder zu:
Jetzt lag das Vergangene zu weit zurück, als dass es noch weh tat
Ich weiß nichts übrig, als dass sie zu ihrer Mutter nach Berlin ziehen wollte
Konjunktiv in den irrealen Konsekutivsätzen
Die irreale KS werden durch 2 Konjunktionen eingeleitet: als dass, so...dass (so ist das Korrelat und steht
meist im HS).
Man gebraucht 6 Formen des Konjunktivs:
Plusq, Perf
Prät, Präs
FutI, KondI
In den Sätzen dieser Art steht meistens das Modallverb im Konjunktiv
Es ist jetzt zu spät, als dass man sie besuchen könne/könnte (Сейчас слишком поздно, чтобы к ней
пойти)
Die Konzessivsätze (Einräumungssätze).
Der Konzessivsatz fungiert im Satzgefüge als Adverbialbestimmung der Einräumung und antwortet auf die
Frage trotz welchen Umstandes? wessenungeachtet? und drückt eine Bedingung aus, trotz welcher die
Handlung des HS vor sich geht. Der Stellung nach können die KS Vorder-, Zwischen- oder Nachsätze sein:
Obwohl die Arbeit schwer ist, muss sie geschafft werden
Die konjunktionalen KS glieder sich ihrer Bedeutung nach in zwei Gruppen. Zur ersten Gruppe gehören die
KS, die durch die Konjunktionen obwohl, obgleich, obschon, obzwar, wenngleich, wiewohl, trotzdem
eingeleitet werden.
Zur zweiten Gruppe gehören die KS, die durch die Konjunktionen wenn (meist mit der Partikel auch), auch
wenn eingeleitet werden:
Die kann Karlchen einholen, auch wenn sie zweimal so schnell fährt

Objektsätze. Objektsätze mit der indirekten Rede


Der Objektsatz (Ergänzugnssatz) erfüllt im Satzgefüge die Funktion eines Objekts und hängt vom Prädikat
oder vom prädikativ gebrauchten Adjektiv des Hauptsatzes ab. Antwortet auf die Fragen wen? was? wem?
wessen? worauf? wofür? womit? u.a. Sie werden eingeleitet: durch Konjunktionen das, ob und wie; durch die
Relativadverbien womit, wofür, wo, wohin u.a. und Relativpronomen: wer, was, der, welcher u.a.
Die Objektsätze sind meist Nachsätze, sie können jedoch Vordersätze oder auch Zwischensätze sein:
Sie hat mir geschrieben, dass ihr älterer Bruder geheiratet hat
Wo er dort ist, habe ich nicht herausgekriegt
Er wandte an, was er gelernt hatte, bei der Arbeit
Nach der Art der Verbindung mit dem HS unterscheidet man konjunktionale, relative und konjunktionslose
Objektsätze:
Die konjunktionalen Objektsätze werden durch Konjunktionen daß, ob und wie eingeleitet. Im HS können
dabei verschiedene Korrelate gebraucht werden, vor allem die mit da zusammengesetzten
Pronominaladverbien (damit, dafür, darauf, darüber ...) und die Demonstarativpronomen es, das:
Ich interessiere mich dafür, ob er in diesem Film spielen wird
Die relativen Objektsätze werden durch Relativpronomen bzw. Relativadverbien eingeleitet. Als Korrelate
treten im HS die Demonstrativpronomen es, der, derjenige im entsprechenden Kasus sowie
Pronominaladverbien auf:
Ich wußte nicht, wem das Haus gehörte
Der Lehrer fragte, wann die Novelle verfaßt worden ist
Die konjunktionslosen Objektsätze haben die Wortfolge eines selbständigen Satzes. Sehr oft enthalten sie
die indirekte Rede:
Die Eltern sagen, sie werden/würden nie die Hoffnung verlieren
Die indirekte Rede ist die Wiedergabe der Aussage der 3. Person. In diesen Sätzen drückt der Konjunktiv
eine reale Handlung aus und dient einfach dazu, um zu zeigen, dass die Aussage der 3. Person gehört.
In den konjunktionalen Sätzen mit der indirekten Rede gebraucht man neben der Form Konjunktivs aus die
Form Indikativs:
Er sagt, dass er nicht versteht (Indikativ)
Er sagt, dass er nicht verstehe od. verstände (Konjunktiv)
In den konjunktionslosen Sätzen gebraucht man nur den Konjunktiv:
Er sagt, er verstehe (verstände) nicht
Wenn der Satz ein Befehl enthält, gebraucht man das Modalverb sollen:
Der Vater sagt dem Sohn, dass er nach Hause gehen muss
Der Vater sagt dem Sohn, er sollte nach Hause gehen
In diesen Sätzen gebraucht man 6 Formen:
Plusq., Perf - Vorzeitigkeit
Pres, Prät - Gleichzeitigkeit
FutI, KondI - Nachzeitigkeit
Die Objektsätze fallen in ihrer Form oft mit Subjektsätzen, seltener mit Attributsätzen zusammen,
unterscheiden sich aber von diesen durch ihre syntaktische Funktion im Satzgefüge. Das gilt sowohl für
relative als auch für konjunktionale Sätze:
Wer mithelfen wollte, das gesteckte Ziel zu erreichen, mußte unter diesen besonderen Umständen
besondere Leistungen vollbringen (Subjektsatz)
Wer dazu nicht bereit war, dem stand es frei zu gehen (Objektsatz, der einem Dativobjekt entspricht)
Ob sie zufrieden sind, ist mir gleichgültig (Subjektsatz)
Er fragte mich auch, ob ich nicht wiederkäme (Objektsatz)
Die Sache mit Xaver erregte in mir Bedenken, ob wir nicht vielleicht in eine ganz schlimme Zeit eingetreten
seien (Attributsatz)

Modalsätze. Infinitivkonstruktionen anstatt... zu, ohne... zu/


Modalsätze (Adverbialsätze Art und Weise) antworten auf die Fragen wie? auf welche Weise? auf welche
Art? kennzeichnen den Verlauf der Handlung des HS oder beschreibt die Umstände der Handlung des HS.
Modalsatz steht meistens in der Nachposition (manchmal in der Zwischenposition). Dem Einleitungsmittel
nach unterscheidet man: konjunktionale Modalsätze und relative Modalsätze
Konjunktionale MS werden durch Konjunktionen indem, ohne dass, anstatt dass und dass eingeleitet.
Relative – durch Relativadverb, und zwar wobei.
In den MS mit dass gibt es immer das Korrelat dadurch im HS (sie sind den Kausalsätzen nahe):
Er wurde daduch bekannt, dass er viele Arbeiten schuff, die zur Revolution in dieser Wissenschaft führten
Die Konjunktion ohne dass leitet die Sätze ein, deren Handlung nicht stattgefunden hat. Diese Konjunktion
enthält in sich eine Verneinung, darum gebraucht man auch im Russischen die Verneinung. Wenn ihm im
Russischen „никто, ничто“ entspricht, dann gebraucht man im Deutschen „jemand, etwas“. Die Subjekte im
Satzgefüge mit einem MS mit ohne dass bezeichnen verschiedene Personen. Wenn in den beiden Teilen die
eine Person ist, dann gebraucht man die Inf-gruppe mit ohne...zu, die als Partizipialkonstruktion mit
Verneinung übersetzt wird.
anstatt dass (вместо того, чтобы) – verschiedene Personen:
Anstatt dass er seine kranke Mutter besucht, kommt sie selbst zu ihm.
Wenn gleiche Person im HS und NS ist, dann gebraucht man die Inf-gruppe mit statt...zu.
Die Konjunktion indem hat keine Übersetzung und keine Äquiwalente. Dieselbe Person im HS und NS und
der NS bezeichnet die zusätzliche Handlung zu der Handlung, die durch das Prädikat des HS ausgedrückt
ist. Der NS mit indem übersetzt man als Partizipialkonstruktion.
Relativadverb wobei (посредством):
Er verzichtet seit 3 Jahren auf alles, wobei er viel Geld spart

Finalsätze. Infinitivkonstruktion um... zu


Finalsätze antworten auf die Fragen mit welcher Absicht? zu welchem Zweck? mit welchem Ziel? und
werden durch Konjunktionen damit, dass eingeleichtet. Sie werden gleich übersetzt „чтобы“.
Finalsätze mit damit nehmen alle Positionen im Satzgefüge ein. Mit dass – immer Nachposition. Die
Subjekte im Satzgefüge mit dem Finalsatz bezeichnen immer verschiedene Personen. Wenn dieselbe
Person gemeint ist, dann gebraucht man einen einfachen Satz mit der Infinitivkonstruktion um...zu.
Wir gehen ins Labor, um uns dort ein Tonband anzuhören

Zwischen dass und damit gibt es einen Unterschied. Die Sätze mit damit sind sowie nach dem
Einleitungsmittel als auch nach dem Sinne final. Die Sätze mit dass sind nur nach dem Einleitungsmittel
final, dem Inhalt nach sind sie Objektsätze.
Im Nebensätzen steht das Prädikat meistens im Präsens oder Präteritum.
Wir setzen alle Kräfte ein, damit der Frieden ein der ganzen Welt siegt
Wenn wir 2 einfache Sätze in ein Satzgefüge verbinden, dann fallen die Modalverben aus. Können, wollen
und dürfen sind Ausnahmen.

Relativsätze
Relativsätze sind keine besodere Art der Nebensätze. So nennt man diese Sätze nur wegen der
Einleitungsmittel:
durch die Relativpronomen der, welcher (veraltet):
Dieses Auto, das mit großen Kisten beladen war, fuhr an uns vorüber

Kasus Singular Plural


m n
Nom der das die die
Gen dessen dessen deren, derer deren, derer
Dat dem dem der denen
Akk den das die die

durch die Relativadverbien wo, wohin, warum, wie, womit, worüber...


das Buch, wofür er sich interessiert, ist...
Relativsätze können Attribut-, Objekt- und ... nebensätze sein

Attributsätze
Der Attributsatz erfüllt im Satz die Funktion eines Attributs, steht immer nach dem Wort im Hauptsatz, nach
dem er abhängig ist, d.h. dass er entweder in der Zwischen- oder in der Nachposition stehen kann.
Fragen: welcher? was für ein?
Die Kontrollarbeit, die wir am Montag geschrieben haben, war nicht schwer
Dem Einleitungsmittel nach unterscheidet man folgende Arten der Nebensätze:
1) Die relativen Attributsätze
a) durch die Relativpronomen der, welcher (veraltet):
Dieses Auto, das mit großen Kisten beladen war, fuhr an uns vorüber

Singular Plural
Kasus
n
m

Nom der das die die


Gen dessen dessen deren, derer deren, derer
Dat dem dem der denen
Akk den das die die
In relativen Attributsätzen, die sich auf ein Personalpronomen des HS beziehen, kann dieses
Personalpronomen nach dem Relativpronomen nochmals genannt werden, wenn sie in der Person nicht
übereinstimmen:
Und wir, die wir ohne Arbeit und am Hungern sind, wird es auch für uns wieder
Beschäftigung geben?
b) durch die Relativadverbien wo, wohin, warum, wie, womit, worüber...
das Buch, wofür er sich interessiert, ist...

2) Die konjunktionalen Attributsätze werden eingeleitet durch die Konjunktionen daß, ob


die Frage, dass du kommst, ist entschieden
ich weiß nicht, dass du zu mir kommst
die Frage, ob du kommen darfst, ist noch nicht entschieden
3) konjunktionslose Attributsätze kommen ziemlich selten vor (in der Literatur):
Im Verlauf des Gesprächs fragte er, ob Francisco nicht auch das Gefühl habe, er sollte eigentlich mehr für
seine Familie tun

Vergleichsätze (reale und irreale)


Der Vergleichsatz spielt im Satzgefüge die Funktion einer Adverbialbestimmung des Vergleichs und
vergleicht die Handlung des HS mit der des NS. Der Komporativsatz antwortet auf die Frage wie?
Ihrer Bedeutung nach gliedern sich die VS in reale und irreale.
Die realen VS werden durch die Konjunktionen wie, als, je...desto, je...um so eingeleitet. Diese Sätze werden
wiederum in zwei Gruppen eingeteilt:
die realen VS der Gleichheit
die realen VS der Ungleichkeit
Die realen VS der Gleichheit werden durch die Konjunktion wie eingeleitet. Im HS steht dabei oft ein Adverb
bzw. ein prädikatives Adjektiv im Positiv (meist mit dem Korrelat so):
Die Fußballspieler spielen so gut, wie es der Trainer erwartet hatte
Die realen VS der Ungleichheit werden eingeleitet durch die Konjunktion als. Im HS steht gewöhnlich ein
Adverb bzw. ein Adjektiv im Komparativ:
Die Fußballspieler spielten besser, als der Trainer es erwartet hatte
Eine besondere Abart der realen Komparativsätze bilden die sogenannten Proportionalsätze. Sie drücken
eine gleichmäßige Steigerung aus und werden eingeleitet durch die mehrteiligen Konjunktionen
je... desto, je... um so, wobei je im NS, desto, um so im HS stehen. Beide Sätze enthalten in der Regel ein
Adjektiv bzw. ein Adverb im Komparativ. Die Proportionalsätze sind meist Vordersäzte:
Je mehr du deutsch liest, desto (um so) reicher wird dein Wortschatz
Irreale Vergleichsätze (Komporativsätze) antworten auf die Frage wie? und werden durch die Konunjktionen
als ob, als wenn und als eingeleitet, die gleich übersetzt werden „как будто бы“. Unterschied zwischen ihnen
besteht in der Wortfolge:
als ob, als wenn haben die Wortfolge eines gewöhnlichen Nebensatzes
(Sie benimmt sich, als ob es nichts passiert wäre)
als der konjugierte Teil des Prädikats steht nach der Konjunktion, dann kommt das Subjekt und der
unkonjugierte Teil des Prädikats steht in der letzten Position
(Sie benimmt sich, als wäre es nichts passiert)
In diesen Sätzen gebraucht man:
Plusquamperfekt K und Perfekt K zum Ausdruck der Vorzeitigkeit (Vergangenheit):
Sie sieht so aus, als ob sie die Prüfung bestanden hätte (как будто бы сдала)
Sie sieht so aus, als habe sie die Prüfung bestanden
Präteritum K und Präsens K zum Ausdruck der Gleichzeitigkeit (Gegenwart):
Sie benimmt sich so, als wenn sie nichts verstände(как будто ничего не понимает)
Sie benimmt sich so, als verstehe sie nichts
Fut I K und Kond I K zum Ausdruck der Nachzeitigkeit (Zukunft):
Sie benimmt sich so, als ob nicht passieren werde (как будто ничего не произойдет)
Sie benimmt sich so, als würde nichts passieren

Die Partikel
Die Partikeln gehören zu den unfkeltierbaren Hilfswörtern. Sie bilden keine Satzglieder, sondern dienen zum
Ausdruck verschiedener Bedeutungsschattierungen eines Satzgliedes oder eines Satzes:
„Haben Sie keinen richtigen Ofen?" — „Nein, nur diesen kleinen Kanonenofen aus einem Flakbunker." (P.
Körner-Schrader)
Allein auch hier bediente sie sich ihres Vorteils nur, um sich zu belustigen, um sich einen guten Tag zu
machen... (J. W. Goethe)
Hans wußte von dem äußeren Leben nur, was in seine Wohnung drang. (A. Seghers)
„Was hast du nur?" stieß er hervor. (W. Bredel)
Man unterscheidet:
1. verstärkende Partikeln: so, zu, gar, sogar, selbst, doch, schon u. a.;
Die Sonne gab eine gar liebe, kindliche Beleuchtung (H. Heine)
Es ist ein so schönes Gefühl! Und es ist ein so wahrhaft deutsches Gefühl! (H. Heine)
Marie sagte: „Schon gut, wenn du durchaus nicht willst, dann nicht." (A. Seghers)
2. hervorhebende Partikeln: gerade, eben u. a.;
Er aber, gerade er, hat sich nicht verändert. (A. Seghers)
„Schorsch", sagte Paul, als die Tür hinter ihr zu war, ...„Diese Nacht mußt du eben noch hier schlafen." (A.
Seghers)
3. elnschränkende Partikeln: nur, erst, bloß, allein, einzig, ausschließlich, noch u. a.;
Ihr Freund Janek hatte ihr erst kürzlich auf dem Tisch mit Kreide die Himmelsrichtungen klargemacht. (A.
Seghers)
Hätte er nur jetzt nicht so gefroren. (A. Seghers)
Becker sah Klemms Gesicht im Fahrspiegel. Es war gutmütig und immer noch jung. (A. Seghers)
4. negative Partikeln: nicht, nicht einmal;
Die beiden Jungen wußten nicht, was sie sagen sollten. (W. Bredel)
Und der alte Göbel, der nicht einmal recht weiß, um was es sich hier handelt, sagt wie immer: „Ja, ja, das ist
der Schrei der Gerechtigkeit". (P. Körner-Schrader)
5. anknüpfende Partikeln: auch, noch, ebenfalls, gleichfalls u. a.;
Er dachte kalt: Wallau und Füllgrabe und ich kommen durch... Belloni kommt vielleicht auch durch. (A.
Seghers)
„Sag, Christine, wie heißt du, Christine?" — „Christine." — „Und wie noch?“ - „Faßler." (J. R. Becher)
6. bestimmende Partikeln: annähernd, etwa, an u. a.;
Es war ein schlichter, an die hundert Jahrealter Bau mit Erdgeschoß und einem Stockwerk. (W. Joho)
Georg erknnnte jetzt etwa zwanzig Meter weg die zwei großen flachen, an den Rändern weißen Steine. (A.
Seghers)
7. anregende (auffordernde) Partikel: mal (umgangssprachlich und mundartlich auch man). Sie steht beim
Imperativ;
Becker unterbrach ihn mit rauher Stimme: „Machen Sie sich man keine Gedanken um mich, Herr von
Klemm." (A. Seghers)
„Also dreh' dich mal um und schlaf'." (W. Bredel)
8. Partikeln, die emotionale und modale Färbung verleihen: denn, doch, ja, mal, nur etwa, nun u. a. Denn
und etwa werden in Fragesätzen gebraucht.
Er griff mir ums Handgelenk und schüttelte mich: „Hast du es denn mit deiner Freundschaft nie ernst
gemeint?!" (J. R. Becher)
„Mein Gott, schläfst du etwa?" rief seine Frau. (W. Bredel)
„Was hast du nur?“ stieß er hervor. (W. Bredel)
Marie nähte und dachte: „Ich werde dem Hans nichts sagen, weil ich's nun mal versprochen habe.“ (A.
Seghers)
Manche Partikeln weisen verschiedene Bedeutungsschattierungen auf und können deshalb zu
verschiedenen Gruppen gezählt werden: doch, etwa, mal u.a.
Es gibt noch einige Partikeln, die rein grammatische Funktionen erfüllen: zu, es, am, aufs, sich.
Zu steht oft beim Infinitiv und stets beim Partizip I in der Konstruktion „das zu lesende Buch“.
Es nimmt als Formwort die Anfangsstellung im Satz ein, wenn der Satz mit dem finiten Verb begonnen
werden soll (satzeröffendes es).
Es herrscht ein Verkehr von mittlerer Regsamkeit, ohne viel Lärm und Gedränge, entsprechend dem nicht
sehr geschäftigen Charakter der Stadt. (Th. Mann)
Am und aufs dienen zur Bildung des Superlativs von Adjektiven (am) und Adverbien (am, aufs).
Sich erfüllt eine wortbildende Funktion beim Verb.
Die Partikeln stammen von Adverbien und Adjektiven (so, nur, schon, eben, mal, bloß, gerade), von
Pronomen (selbst, es, etwa), von Konjunktionen (denn, doch) usw.