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Die Artikel im Deutschen

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Die Artikel im Deutschen Das Geschlecht deutscher Substantive für DaF-Lerner 01.07.

2008 Judith Weibrecht Maskulin (m), feminin (f) oder neutrum (n)? Der, die oder das? Die Artikel im Unterricht "Deutsch als Fremdsprache" (DaF) Mit einigen Tricks ist den Artikeln der deutschen Sprache beizukommen, auch und gerade als Teilnehmer eines Sprachkurses "Deutsch als Fremdsprache". 1. Das biologische oder natürliche Geschlecht Hier verhält sich die Grammatik ganz logisch: Der Kater, die Katze. Der Hund, die Hündin. Der Fuchs, die Füchsin (Tiernamen). Die Tante, der Onkel, die Mutter, der Vater (Verwandtschaftsbezeichnungen). Die meisten Berufsbezeichnungen bilden ihre weibliche Form mit der Endung -in, manche bekommen auch noch einen Umlaut. Also z. B. der Koch, die Köchin, der Architekt, die Architektin, der Lehrer, die Lehrerin und auch der Schüler, die Schülern, der Kursteilnehmer, die Kursteilnehmerin. 2. Genus nach Sachgruppen bzw. Bedeutung 2.1 Ein großer Bereich darin sind alle möglichen Zeitbegriffe (m) - Tage: Sind im Deutschen maskulin (der Montag, der Dienstag ...) - Monate ebenfalls (der Januar, der Februar ...) - Jahreszeiten verhalten sich genauso (der Frühling, der Sommer, der Herbst, der Winter) - Tageszeiten sind ebenfalls männlich: Der Morgen, der Mittag, der Abend etc. Einzige Ausnahme: die Nacht! 2.2 Wetter bzw. Niederschläge und Himmelsrichtungen (m) - Himmelsrichtungen: Der Norden, Süden, Osten, Westen. - Winde und Niederschläge: der Regen, der Schauer, der Schnee, der Wind, der Reif, der Nebel. - Automarken: der Ferrari, der Mercedes, der VW ... Alle Nomen aus dieser Gruppe sind ebenfalls maskulin. 2.3 Starker Alkohol (m) - Starke Alkoholsorten sind alle männlich: der Sekt, der Wein, der Schnaps, der Whisky, der Cognac, der Wodka ... Achtung: das Bier! 2.4 Viele Bäume und viele Blumen (f) Die meisten Bäume (die Birke, die Tanne, die Buche) und Blumen (die Nelke, die Rose, die Gladiole) sind feminin. 2.5 Farbnamen Farbnamen sind Neutra: Das Rosa, das Himmelblau, das Froschgrün etc. 3. Das Geschlecht der Substantive nach Endungen Um sich diese besser merken zu können, empfiehlt es sich, aus den Endungen als kleine Merkhilfe Wörter zu basteln. 3.1 Feminine Endungen Die Heitungkeiteischaftion: Das bedeutet, alle Nomen mit den Endungen -heit, -ung, -keit, -ei, -schaft und -ion sind feminin. Also z. B. die Freiheit (-heit), die Fröhlichkeit (-keit), die Bäckerei (-ei), die Mannschaft (-schaft), die Nation (-ion). Hierher gehören außerdem alle Nomen auf -tät (die Nationalität), -ung (die Rechnung), -ie (die Harmonie), -ik (die Musik), -ur (die Kultur), -itis (die Brochitis). Und viele Wörter, die auf -e enden, also z. B. viele Gemüse- und Obstsorten, wie: die Kirsche, die Tomate, die

das Autolein). männliche Personen Feminina (weiblich. Viele Nomen auf -el sind ebenfalls männlich: der Zettel. das Tanzen. Niederschläge. der Frühling (-ling). das Amalgam (-am). Monate. Auch Substantive mit -t. sind meist feminin.2 Maskuline Endungen Der Iglingorismus: Alle Substantive mit den Endungen -ig. der Mantel. -um sind sächlich und haben den Artikel das. Artikel „die“) sind: Schiffe.3 Sächliche Endungen Das Tumchenamentum: Die Substantive auf -tum. weil es a) eine Jahreszeit ist oder b) auf -ling endet. Das Altertum (-tum). der Apfel (aber: die Gabel!). B. der Stiefel. -ismus sind männlich: Der Honig (-ig). die Fahrt. der Motor (-or). z. geboten bei Name (der!) und Käse (der!).Banane. Jahreszeiten. desto „sicherer“ ist sie. Alkoholische Getränke. das Lachen. Auch substantivierte Infinitive gehören hierher. Motorräder. die Orange etc. das Mädchen (-chen ist schlicht und ergreifend ein Diminutiv. 3. Einige Regeln über die Wahl des Artikels Diese Regeln sind hierarchisiert: je weiter oben im Schema sich eine Regel befindet. -chen. B. Artikel „das“) sind: Sprachen. der König (-ig). der Kommunismus (ismus) sind alle maskulin. -ent. Vorsicht ist u. das Firmament (-ent). Leider gehören nicht alle Substantive auf -e hierher. weibliche Personen Neutra (sächlich. -ling. Manche dieser Nomen fallen auch in zwei Sparten: Frühling ist maskulin. Luftschiffe. -am. a. also das Singen. auch -lein gehört hierher und braucht den Artikel das. die aus einem Verb gebildet wurden. der Meerrettich). Artikel „der“) sind: Tage. Städte Maskuline mehrsilbige Wörter mit den Endungen: Lehr-er Feig-ling Lux-us Mot-or Blick(ohne Endung) Kund-e und andere Wörter der n-Deklination => unten Feminine mehrsilbige Wörter mit den Endungen: Tass-e Freund-in Frei-heit Wirklich-keit Freund-schaft . das Museum (-um). und viele auf -er und -ich (der Koffer. 3. Länder. -or. Autos. z. Semantische Kategorien Maskulina (männlich.

Nachkomme. Kunde. dem Elefanten Genitiv: des Bauern. Kollege. Insasse. Geselle. die Elefanten Akkusativ: die Bauern. der Elefanten Zur sogenannten „n-Deklination“ gehören: Maskuline Substantive auf –e. Junge. des Elefanten Plural Nominativ: die Bauern. . Schöffe. Neffe. Beispiele: Bote. den Elefanten Dativ: dem Bauern. Erbe.Zeit-ung Toler-anz Ess-enz Mus-ik Nat-ion Pie-tät Nat-ur Dos-is Mecker-ei Schokol-ade Neutrale mehrsilbige Wörter mit den Endungen: Tisch-chen Tisch-lein Deriv-at Jogg-ing Kli-ma Muse-um Abonne-ment Niv-eau Mott-o Und auch die mit der Vorsilbe: Ge-tränk Einsilbige maskuline Wörter Kor-b Mun-d Ru-f Ta-g Dru-ck Ty-p Ti-sch Rau-ch Rei-s Ru-ß Ha-lm (l+ Konsonant) n-Deklination Die Deklinationsliste: Singular Nominativ: der Bauer. Genosse. etc. Laie. Sklave. Zeuge. die Lebewesen bezeichnen. der Elefant Akkusativ: den Bauern. Gatte. die Elefanten Dativ: den Bauern. den Elefanten Genitiv: der Bauern. Gefährte.

Den Feministinnen verdanken wir Formen wie Bürokauffrau. Wille. etc. Funke. wo dies umgekehrt zu sein scheint: die Hexe => der Hexer. Beispiele: Bulgare. die Kusine. der Kater . -at. Rabe. der Hengst. die Witwe. etc. etc. selbst bei solchen: Der Landamann => die Landamännin (Schweiz). Paläontologe. Genitiv: des Herzens Regeln für das Geschlecht deutscher Wörter Wir unterscheiden im Deutschen zwischen dem A. Finne. Narr. Bulle. dass normalerweise zuerst die Maskulinform besteht und davon die Femininform abgeleitet wird. Für manche Fremdwörter haben wir die Ableitungen: der Friseur => die Friseuse. etc. etc. die Schwester. Demokrat. Es gibt einige wenige. Maskuline Substantive mit konsonantischem Auslaut (auch einige Einsilbler). Bär. die Katze . Bürokrat. Geologe. Auch hier meist Berufsbezeichnungen. das Fohlen. das Ferkel . Pole.. Prolet. Buchstabe Ganz was Eigenes ist das Herz Nominativ: das Herz. Kandidat. die Amme. das gemeint ist. Amtmann => Amtmännin. -et. Diplomat. etc. Philosoph. Prophet. der Neffe. Glaube. etc. der Stier. Beispiele: Bauer. Schwede. der Kaufmann => die Kaufmännin. Patriot. die Färse. Also: der Vater. der Arbeiter..und auch Tiere: Affe. Fürst. Däne. Automat. Pädagoge. die Hexe. Chirurg. die Hure => der . etc. Absolvent. das Kalb. Artist. ist. Christ. etc. der Soldat => die Soldatin. Russe. (es gibt gar nicht so viele cetera) Maskuline Angehörige verschiedener Völker. etc. Dissident. natürlichen Geschlecht und B. . Löwe. Gedanke. Und: Doktorand. und: die Mutter. Nachbar. der Pate. Akkusativ: das Herz. Ökonom. Landfrau. Optimist. etc. der Bruder. Mensch. Astronom. der Schwule. Athlet. der Witwer. Held. die Kollegin. Stenograph. die Kuh. Zar.. Hält die deutsche Sprache keine eigene Femininform bereit. Demonstrant. Katholik. die Ministerin .. Beispiele: Diamant. Akkusativ: den Namen. Falke. Elefant.. die Stute. Psychologe. Präsident. Bandit. Hase. -ent. der Direktor => die Direktrice (heute auch üblich: die Direktorin). Dativ: dem Herzen. Pilot. Genitiv: des Namens Beispiele: Friede. Planet. wird diese mit dem Suffix (der Nachsilbe) -in gebildet: die Arbeiterin. Emigrant. die Tante. das Kitz. die Fernfahrerin. Maskuline Fremdwörter auf –ant. Das natürliche Geschlecht wird bestimmt durch das Geschlecht der Person oder des Wesens. Polizist. Dativ: dem Namen.. A. Prinz. dem grammatischen Geschlecht. Grieche. Diese Ableitung gelingt immer. Agronom. der Onkel. Vagabund. -om. Konsonant. unabhängig von den grammatischen Regeln. und: das Kind. Kommunist. auch diese bezeichnen in der Mehrzahl Lebewesen. und Berufsbezeichnungen auf –oge: Biologe. Franzose. Einige Maskulina auf –e erhalten zusätzlich im Genitiv ein –s also: Nominativ: der Name.. Chinese. Interessant ist hierbei. Referent..

Beispiele: Verb => Nomen: wohnen => Wohnung (feminin) Verb => Nomen: springen => Sprung.Hurer. Dass das Weib Neutrum ist. die zur Klassifizierung von Substantiven . die Ziege. Kurios ist. dass es einmal sowohl die Maskulin.männlich. der Bison (auch: das). weil Alkohol nur was für Männer ist. Bei manchen dieser Wörter hilft die Etymologie bei der Bestimmung des Geschlechts. männlichen Geschlechts sind. das Rind. der Bär. der Hase. die Witwe => der Witwer.(maskulin) Verb => Nomen: schreien => Geschrei (neutrum) Verb => Nomen: essen => Essen (neutrum) Adjektiv => Nomen: schön => Schönheit (feminin) Adjektiv => Nomen: jung => Jüngling(maskulin) Adjektiv => Nomen: groß => Größe (feminin) Adverb => Nomen: heute => Heute (neutrum) Verb => Nomen: meckern => Meckerei (feminin) Nomen => Nomen: Bäcker => Bäckerei (feminin) daher auch: Türke => Türkei Nomen => Nomen: Bank => Bänkchen (neutrum) hierher gehört auch das Mädchen. die Lauer. die von Verben gebildet sind. ist auf eine völlig rätselhafte Herkunft. Dies tritt auf. also arbeiten => der Arbeiter. Bei den Tiernamen bleibt dabei oft unerklärbar. der Grieche.sowohl was Marken. B die Bismarck. die Katze. ist darin zu sehen. das andere mal nicht. Warum heißt es: das Pferd. der Löwe. die nicht durch ihr "Wesen" geschlechtlich festgelegt sind. Damit wären wir bei dem grammatischen Geschlecht. huren und schlampen" gibt. dennoch gibt es eine Reihe von Maskulina auf -e: der Kunde. also kaufen => der Kauf.als auch die Femininform gibt. Autos sind . Aber das hat seine Gründe. und von diesen die männliche und weiblich Form des Täters genannt werden können. die Gämse. dass Nomen mit der Endung -er. auch wenn der Namengeber ein Mann war. Ob das so ist. dass es keinen Hebammer und keinen Ammer gibt. Kurz-Tutorial: Die Geschlechter des Deutschen Das Geschlecht (Genus) ist eine Kategorie. Und so ist es bei allen Wörtern. das Ziel Wörter mit der Endung -e sind meist feminin. dass die Schlampe negativer betrachtet wird als der Schlamper und die Schlamperin. ist fraglich. wenn es sich um Nomen (Substantive. der Bote. dass diese Nomen nicht von den Verben abgeleitet wurden. dass es zwar die Nutte. Hierzu kann man zum eigenen Vergnügen die Artikel in den etymologischen Wörterbüchern befragen. Dass es dabei immer auch Ausnahmen gibt. Und doch gibt es das Spiel. die durch Ableitungen mittels Präfixen (Vorsilben) oder Suffixen oder durch Weglassen der Endung aus anderen Wortarten entstanden sind. Ebenso sagt eine andere Regel. Man muss also annehmen. der Russe. Bei anderen wird durch die Semantik (die Bedeutung) das Geschlecht festgelegt. Es gibt aber auch kein Verb "*witwen" und doch gibt es davon das männliche und das weibliche Nomen. der Hase. das Kamel. Dies wird in der untenstehenden Tabelle in den ersten drei Feldern dargestellt. Verlassen kann man sich nicht darauf. aber keinen Nutter gibt. Alkoholika sind bis auf das Bier maskulin. z. warum die Gattungsbezeichnung das jeweilige Geschlecht hat. der Elefant? Niemand weiß es! In diesen Fällen muss der richtige Artikel mit dem Wort gelernt werden. ebenso das inzwischen so gut wie ausgestorbene Fräulein und die Hunde besitzenden Herrchen und Frauchen. maskulin sind. die Dauer. Wetterphänomen sind auch meist Maskulina. dass es die Verben "hexen. das aus Magd => das Mägdchen entstanden ist. sondern umgekehrt. Hauptwörter) handelt. von Ausländern im Deutschkurs. über die keine Übereinstimmung besteht. So heißt eine Regel. die aus Verben durch das Abtrennen der Infinitivendung entstanden sind. Der Grund für dieses Phänomen. während es logisch scheint. Motorräder und Schiffe sind weiblich. dass Nomen. als auch Typen angeht . B. von den Deutschen in der Kindheit durch Imitation und während der Schulzeit als vorhandene Festlegungen. Die Verben "*nutten und *ammen" dagegen gibt es nicht. Wodka (das Wässerchen) wird der Wodka. selbst la grappa wird deutsch der Grappa. die Verben von den Nomen. zurückzuführen. bis auf das Gewitter. macht die deutsche Sprache so interessant. Dennoch gibt es die Trauer.

die Brandenburg (ein Bundeswehr-Schiff)) Zigarettensorten (die Marlboro) Neutra Hotel-. alt -> das Alte. dass Personennamen männlichen Geschlechts und Personennamen weiblichen Geschlechts im Deutschen getrennten Klassen angehören.und Flugzeugnamen (die Boing. die Tage der Woche (der Dienstag) Himmelsrichtungen (der Osten). die sich keiner der beiden Gruppen zuordnen lassen. In Bezug auf das Genus lassen sich einige grobe Richtlinien ausmachen. glauben -> der Glaube) Feminina Zahlen (die Zwei. Aus diesem Grunde spricht man von einem männlichen (Maskulinum) und einem weiblichen (Femininum) Geschlecht. das Genus zu bestimmen. der Nebel) Automarken (der Porsche. Die Sonne. das Eisen) Feminina Substantive. das Blümchen) Vezi si in limba romana. die Fünfundfünfzig) Schiffs. Am einfachsten ist es. schön -> das Schöne. Cafe-. die hier vorgestellt werden. das Gold. das Kätzchen.dient. laufen -> das Laufen. die Sicherheit. die Monate (der April). die einen Einfluss auf das Genus nehmen können: die Bedeutung und die Form: Bedeutungs-Regeln Maskulina Jahreszeiten (der Sommer). Auffällig ist. sehen -> das Sehen) substantivierte Adjektive (rot -> das Rote. der VW. die Sichtbarbarkeit) Neutra substantivierte Infinitive (schlafen -> das Schlafen. die auf -eit enden (die Eitelkeit.wie im Englischen .überhaupt keine Genera vorhanden sind. der Fiat) Formale Regeln Maskulina Substantivierte Verben ohne Endung (gehen -> der Gang. oder Kinonamen (das Atlon (ein Hotel-Name) das Sacher (ein Nam für ein Cafe)) Bezeichnungen für chemische Stoffe (das Aluminium. die keine Personennamen sind. ist es oft schwer. Dies liegt daran.das Neutrum. backen -> das Backen. bilden eine dritte Gruppe . In Bezug auf Substantive. Substantive. Der Regen). Der Genus eines Wortes muss daher beim Lernen der Vokabel mitgelernt werden. der Schnee. die Niederschläge (der Regen. http://ro. dass in anderen Sprachen die Genera anders zugeordnet sind oder aber . wenn man sich beim Lernen einer Vokabel innerlich den Artikel vorsagt (Das Auto.wikibooks. schießen -> der Schuss. bleibend -> das Bleibende) Substantive mit der Endung -chen oder -lein (Diminutivformen) (das Bächlein. Es gibt zwei Merkmale.org/wiki/Germană/Gramatică/Substantive .

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