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Evolution

Synthetische Evolutionstheorie=Moderne Selektionstheorie, die alle Erkenntnisse der


Naturwissenschaften mit einbezieht, z.B. Genetik. (Also Darwin +moderne Wissenschaft).
Evolutionsfaktoren=Mutation, Rekombination, Selektion, Isolation, Gendrift, Variabilität, Adaptive
Radiation

Isolation=Population wird aufgeteilt (getrennt). Neue Artenbildung möglich. Unterbindung der


Panmixie zwischen Individuen oder Populationen einer Art.
Allopatrische Artbildung=Eine Population wird räumlich, zufällig in zwei Teile zerrissen (geografische
Isolation). Eine Fortpflanzungsbarriere entsteht und es entstehen zwei Arten durch unterschiedliche
Evolution, die keine fruchtbaren Nachkommen miteinander zeugen können (reproduktive Isolation).

Parapatrische Artbildung=Population lebt in einheitlichen Lebensbedingungen, jedoch ändern sich


die Bedingungen und somit auch der Selektionsdruck. Es kommt zu unterschiedlichen Anpassung
innerhalb der Population, sodass eine Hybridzone entsteht (Paarung möglich, aber Nachkommen
steril). Die Hybridzone entwickelt sich weiter (oder stirbt), sodass zwei neue Populationen entstehen.
Aus einer Population werden also zwei Teilpopulation, da sich die Lebensbedingungen änderten und
somit auch der Selektionsdruck.

Sympatrische Artbildung=Einzelne Individuen einer Population werden durch Mutationen schlagartig


von der Restpopulation reproduktiv isoliert (keine Fortpflanzung möglich). Verdopplung der
Chromosomensätze führen dazu, dass sich Diploide (doppelte Chromosomensatz/normal) nicht mit
Polyploiden (mehr als 2 Chromosomensätze/mutiert) paaren können.

Isolationsmechanismen:
Geografische Isolation=räumliche Trennung von Populationen, die dazu führt, dass der Genfluss
innerhalb einer Population unterbunden wird.
Reproduktive Isolation (Fortpflanzungsisolation)=Individuen zweier Populationen paaren sich nicht
mehr, obwohl sie nicht (mehr) räumlich getrennt sind.
Ökologische Isolation=Population lebt im gleichen Gebiet, ist aber in verschiedene ökologischen
Nischen angeordnet.
Ethologische Isolation=Population lebt im gleichen Gebiet, aber paaren sich nicht durch
unterschiedliche Paarungszeiten/Balzverhalten.
Mechanische Isolation=Keine Paarung mehr möglich durch unterschiedliche Fortpflanzungsorgane.
Gameten-/Zygotensterblichkeit=Trotz Paarung/Befruchtung wächst kein Embryo heran.
Gameten=haploide Geschlechtszellen, z.B. Eizelle und Spermium.
Zygote=diploide Zelle, durch Verschmelzung zweier haploider Geschlechtszellen, Bsp.
Eizelle+Spermium=Zygote

Adaptive Radiation=Aufspaltung einer Population in viele verschiedene Rassen und Arten (Radiation)
als Folge der Anpassung (Adaption) an verschiedene ökologische Nischen.

Mutation=sprunghafte Veränderung des Erbmaterials.


Mutante=Träger einer Mutation.
Mutationsrate=Anzahl der Mutationen pro Gen und Generation.

Rekombination=Neukombination von Erbanlagen bei sexueller Fortpflanzung.

Gendrift=Veränderung von Genhäufigkeiten durch zufällige Auswahl von Genotypen.

Variabilität=Unterschiede im Phänotyp!

Selektion!!
Selektion=Veränderung der Genhäufigkeiten einer Population als Folge unterschiedlicher Fitness
bestimmter Individuen in einer gegebenen Umwelt. Umwelt selektiert die raus, die nicht am besten
an die Umweltbedingungen angepasst sind.

Selektionstypen:
1.Transformierende Selektion=Selektion, die zu einer Verschiebung des Anpassungsoptimums führt
z.B. bei Umweltänderungen  z.B. Klimaänderung Schnee neue Tarnfarbe
Bsp.: Industrie-Melanismus: Hellpigmentierte Birkenspanner (Schmetterling) passten sich in England
im 19. Jhdt. an die durch Umweltverschmutzung (Ruß) dunkler gewordenen Stämme an. Fressfeinde
sorgten durch dynamische Selektion dafür, dass nur dunklere Varianten überlebten.

2.Stabilisierende Selektion=Erhaltung eines Anpassungsoptimums  alle Abweichungen vom


Anpassungsoptimum werden selektiert, z.B. alle Abweichungen von einer perfekten Tarnfarbe
werden bevorzugt Opfer von Raubtieren.  

3.Disruptive Selektion=Selektion in  Richtungen zweier neuer Anpassungsoptima.


 Die Selektion fördert die Entstehung  zweier neuer Phänotypen, z. B. zwei verschiedene
Wuchshöhen von Gräsern durch bestimmte Weidetiere.
Selektionsformen:
Natürliche Selektion=“Survival of the fittest“; Fitness=Maß für die Fähigkeit Gene in die nächste
Generation einzubringen=> fittest=“am besten angepasst“
Sexuelle Selektion=Selektion durch Sexualpartner, meist Weibchen. Erbanlagen, die von dem
Sexualpartner bevorzugt werden, werden weitergegeben.
=>Sexualdimorphismus=Die Unterscheidung von Männchen und Weibchen im Tierreich bei ihren
sekundären Geschlechtsmerkmalen (meist Aussehen). Bsp. Männchen=“hübsch“; Weibchen wählt
das „hübscheste“ Männchen aus.
Künstliche Selektion=Selektion durch den Menschen. Mensch züchtet Tiere so, dass gewünschte
Erbanlagen weiter vererbt werden.

Endemit=Art, die nur auf einem kleinen Raum vorkommt. Endemit bezeichnet Tier oder Pflanzen, die
nur in einer bestimmten, räumlich klar abgegrenzten Umgebung vorkommen. Diese sind in diesem
Gebiet endemisch.

Tarnung=Ist ein Evolutionsbedingter Schutzmechanismus um Feinde in die Irre zu führen. (Tarnung,


in der Verhaltensbiologie auch als Krypsis bezeichnet, ist bei Tieren der Vorgang oder Zustand, der
darauf abzielt, irreführende Signale an ein anderes Lebewesen zu senden.)
Somatolyse=Gestaltsauflösung durch optische Zerlegung der Körperoberfläche (Bsp. Zebra, Giraffe).
Mimese=Nachahmung bestimmter Gegenstände.
Mimikry=Scheinwarntracht; harmlose Tiere ahmen die Warntracht wehrhafter Tiere nach.

Co-Evolution=2 Arten die sich zusammen entwickeln und in so einer gegenseitigen Anpassung leben.
Koevolution, auch Coevolution, bezeichnet im Rahmen der biologischen Evolutionstheorie einen
evolutionären Prozess der wechselseitigen Anpassung zweier stark interagierender Arten
aufeinander, der sich über sehr lange Zeiträume in der Stammesgeschichte beider Arten erstreckt.
Folglich ist der Begriff auf Artenpaare beschränkt, bei der beide Arten einen starken Selektionsdruck
aufeinander ausüben.
Kommt vor in:
- Symbiosen
- Räuber-Beute Beziehungen
- Wirt Parasiten Beziehungen

Evolution=Veränderung des Genpools einer Population (nach Synthetischer Evolutionstheorie).


Population=Gruppe von Individuen, die zur gleichen Zeit in einem abgegrenzten Raum (Biotop) leben
und sich untereinander fortpflanzen.
Genpool=Gesamtheit der Allele einer Population.
Panmixie=alle Individuen (einer Population) können sich beliebig paaren („jeder kann mit jedem“).

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