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Die Entwicklung von

Atommodellen
Gliederung
1. Entstehung des Atombegriffs
2. Das Dalton‘sche Atommodell
3. Das Atommodell von Thomson
4. Rutherfords Streuversuch
5. Das Rutherford‘sche Atommodell
6. Das Bohr‘sche Atommodell
7. Bestätigungen für das Bohr‘sche
Atommodell
8. Schwächen des Bohr‘schen Atommodells
1. Die Entstehung des Atombegriffs in der
Antike
• Atomvorstellung Demokrits:
• Materie besteht aus
• „Nur scheinbar hat ein Ding kleinsten, unteilbaren
eine Farbe, nur scheinbar ist Teilchen -> Atome
es süß oder bitter; in • Atome unterscheiden sich
Wirklichkeit gibt es nur Atome
und den leeren Raum.“ – in Form, Größe und
Demokrit (ca. 400 v. Chr.) Gewicht voneinander
• Grundsubstanz für alle
existierenden Stoffe
• Philosophische Spekulation
2. Das Atommodell von Dalton (1803)

Kernaussagen:
• Atome eines Elements sind kleinste, unteilbare
Kügelchen mit homogener Massenverteilung
• Atome eines einzelnen Elements sind untereinander
gleich
• Atome zweier versch. Elemente unterscheiden sich
voneinander in ihrer Masse
• Atome sind unzerstörbar, können weder vernichtet noch
erzeugt werden
• Bei einer chem. Reaktion verbinden sich mehrere Atome
untereinander zu einem Molekül
2. Leistungsfähigkeit und Grenzen des
Dalton‘schen Atommodells

Übereinstimmung mit der Grenzen des Modells


Erfahrung

• Gasgesetze Nichtdeutbarkeit folgender


• Gesetz von der Erhaltung Erscheinungen:
der Masse • Elektrische + magnetische
• Gesetz der konstanten Erscheinungen
Proportionen • Elektrolyse
• Gesetz der multiplen • Photoeffekt, Glühemission
Proportionen
3. Das Atommodell von Thomson (1903)

• Kernaussagen:
• Atome sind nicht unteilbar
• Atome bestehen aus homogener
Materiekugel
• Positive Ladung und Masse ist
kontinuierlich über das ganze Atom
verteilt
• Negativ geladene Teilchen (Elektronen) Das Rosinenkuchen-
sind darin eingebettet wie Rosinen in Modell
einem Kuchen-> Rosinenkuchen-Modell
• Atom besteht aus gleichviel positiv wie
negativ geladenen Elektronen
3. Leistungsfähigkeit und Grenzen des
Thomson‘schen Atommodells

Übereinstimmung mit der Grenzen des Modells


Erfahrung

• Ionisierung von Atomen Nichtdeutbarkeit folgender


• Nachweis von Erscheinungen:
Photoeffekt, • Radioaktivität
Glühemission • Elektrische Neutralität der
Atome
4. Streuversuch – Aufbau und Durchführung
Goldfolie
Zinksulfidschirm

abgelenktes Lichtblitze
-Teilchen

-Strahlung

Bleiblock

Lochblende

radioaktives Radiumpräparat
Streuversuch - Animation

Zinksulfidschirm
Goldfolie

Bleiblock
mit Radiumpräparat

Lochblende

Animation-Start
4. Interpretation und Schlussfolgerungen
• Ablenkung der Alpha-Teilchen und Winkelverteilung
- Sehr kleines Massezentrum im Atom, welches
elektrisch geladen ist
• Die meisten Teilchen passieren Goldfolie ungehindert
- Zwischen Kernen muss großer Freiraum bestehen

• Rutherford entwickelt Gleichung, um Streuung der


Alpha-Teilchen zu berechnen
- Aus ihr geht hervor, dass das reflektierende Objekt
im Atom positiv geladen ist
Nagaokas planetarisches Modell
5. Das Atommodell von Rutherford (1911)
Kernaussagen:
• Die Masse des Atoms ist nicht
gleichmäßig verteilt, sondern im
Atomkern konzentriert
• In der Atomhülle befinden sich die
negativen Ladungen, der Atomkern ist
positiv geladen
• Beide Ladungen sind gleich groß,
sodass das Atom nach außen elektrisch
neutral ist
• Die Abmessungen des Atomkerns sind
klein gegenüber denen der Hülle
• Die Elektronen umkreisen den
Atomkern
5. Das Rutherford‘sche Atommodell
5. Leistungsfähigkeit und Grenzen des
Rutherford‘schen Atommodells
Vorteile des Modells Nachteile des Modells

• Ermöglicht die Erklärung • Stabilität der Atome kann


der Ergebnisse der nicht erklärt werden
Streuversuche • Entstehung von
• Beschreibt richtig die Spektrallinien kann nicht
Masse- und erklärt werden
Ladungsverteilung im Atom • Ein fester Atomdurchmesser
ist nicht erklärbar
• Keine Ableitungen zur
räumlichen Verteilung der
Elektronen möglich
6. Das Bohr‘sche Atommodell
6. Das Bohrsche Atommodell
 Niels Bohr entwickelte 1913 das
Rutherfordsche Atommodell weiter
• Modell ist vergleichbar mit dem
Planetensystem
 Annahme: Elektronen fliegen auf
ähnlichen Kreis- oder Ellipsenbahnen um
den Kern
• Problem: im Kreis bewegte Ladungen
strahlen elektromagnetische Wellen ab
6. Das Bohr‘sche Atommodell
• Bohr löste Problem durch seine Postulate
 Elektronen bewegen sich auf Bahnen
und Übergänge zwischen den Bahnen
sind nur in Sprüngen möglich

• Mit klassischer Physik nicht erklärbar

• Ein Postulat (von lat.: postulatum =


„Forderung“) ist ein Grundsatz, den man
akzeptieren kann oder nicht.
6. Das Bohr‘sche Atommodell
1. Bohrsches Postulat:
Das Elektron kreist um dem Atomkern auf einer
Quantenbahn, die durch einen ganz bestimmten
diskreten Energiewert En1 gekennzeichnet ist. Es
strahlt bei dieser Kreisbewegung keine Energie ab.
Für die Bewegung auf einer Quantenbahn gilt die
Quantenbedingung:
Das Produkt aus dem Umfang 2πr der Kreisbahn
und dem Impuls mv des Elektrons muss ein
ganzzahliges Vielfaches des Planckschen
Wirkumsquantum h sein:
2πr · mv = n · h
• Die Zahl n = 1; 2; 3;.... heißt Quantenzahl.
6. Das Bohr‘sche Atommodell
• Auf verschiedenen Quantenbahnen
befindet sich das Elektron in jeweils
anderen Energiezuständen

• Grundzustand: Bahn mit der Quantenzahl


n=1

• Atom kann Energie absorbieren und in


angeregten Zustand übergehen
 Bahn mit einer höheren Quantenzahl n2
 Nach kurzer zeit fällt spontan zurück
6. Das Bohr‘sche Atommodell
6. Das Bohr‘sche Atommodell
2. Bohrsches Postulat
Die Energie des Atoms ändert sich nur,
wenn das Elektron die Quantenbahn
wechselt.
Geht das Atom von einem Zusatnd
höherer Energie En2 in einen Zustand
niedriger Energie En1 über, so emittiert es
ein Photon der Energie
h · f = En2 – En1.
6. Das Bohr‘sche Atommodell
6. Das Bohr‘sche Atommodell
6. Das Bohr‘sche Atommodell
Für die Wellenlänge λ der Linien im
Wasserstoffspektrum gilt:

• Siehe Tafel xD

R = 1.10 · 10^7 m^-1 ist die Rydberg-


Konstante
n2 ist die Quantenzahl des Ausgangsniveaus
n1 ist die Quantenzahl des Endniveaus.
7. Bestätigungen für das Bohr‘sche
Atommodell
Größe der Atome
• Ableitung der Größe von Atomen aus allgemeinen
Annahmen

Spektrale Übergänge
• Rydberg-Formeln können abgeleitet werden, physikalische
Bedeutung wird klar
• Lassen ein einleuchtendes Bild der Vorgänge im Atom
entstehen
Der Franck – Hertz – Versuch (1913)

K : Kathode
G: gitterförmige Zwischenelektrode
A: Auffangelektrode
Der Franck – Hertz – Versuch (1913)
8. Schwächen des Bohr‘schen
Atommodells
• Postulate werden durch keine grundlegende
Prinzipien sondern durch ihren Erfolg
gerechtfertigt
• Widerspruch zur Elektrodynamik
• Kreis- und Ellipsenbahnen von Bohr
kommen in der Realität nur als klassischer
Grenzfall vor
• Bohrs Modell beschreibt das Verhalten von
Wasserstoffatomen und von Ionen mit nur
einem Elektron  Mehrelektronensysteme
werden nicht erfasst
8. Schwächen des Bohr‘schen
Atommodells
• Wasserstoffatom in Bohrs Modell müsste
eine flache Scheibe sein
• Chemische Bindungen können nicht
erfasst werden
• Aufspaltung vieler Spektrallinien unter dem
Einfluss von Magnetfeldern (Zeeman-
Effekt) kann nicht erklärt werden
• Die Vorstellung einer definierten Bahn
verletzt die 1927 von Werner Heisenberg
entdeckte Unschärferelation
• Quantisierung des Drehimpulses nicht
erklärbar
Quellen
• http://www.quantenwelt.de/atomph • Tanja Reimbold, Abiturwissen
ysik/modelle/bohr.html Physik, Stuttgart 2009
• http://de.wikipedia.org/wiki/Bohrsch • Autorenkollektiv, DUDEN
es_Atommodell Abiturwissen Physik, Mannheim
• http://www.zum.de/Faecher/Materia 2007
lien/beck/chemkurs/cs11-7.htm
• Wilfried Kuhn, Physik 2,
• http://www.leifiphysik.de/web_ph12 Braunschweig 2000
/geschichte/10atomvorstellung/ato
m.htm
• http://cynthiondesign.com/historyof
earlymodernphysics/atomicmodels.
html
• http://www.quantenwelt.de/atomph
ysik/modelle/rutherford.html
• http://www.chemgapedia.de/vsengi
ne/vlu/vsc/de/ch/13/vlu/analytik/aas
/atombau.vlu/Page/vsc/de/ch/13/pc
/analytik/aas/aas4_fhv.vscml.html

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