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HSG Rheydt-Geistenbeck

Konzept für die


Handballjugend
der
HSG Rheydt-Geistenbeck
HSG Rheydt-Geistenbeck

1. Einleitung

2. Ziele
2.1 Sportliche Ziele
2.2 Soziale Ziele

3. Konzeptverwirklichung
3.1 Gezielte Entwicklung des Breiten-/Leistungssport
3.2 Talentsichtung und Talentförderung in Schulen
3.3 Trainerkonzept
3.4 Ausbildungs- und Trainingskonzept

4. Handballspezifische Ausbildung

5. Finanzierung
HSG Rheydt-Geistenbeck

1. Einleitung

In den letzten Jahren war bei der HSG (Spielgemeinschaft für


die Jugend des HSV Rheydt sowie TV Geistenbeck) keine
einheitlichen Linie in der Trainingslehre der
Jugendmannschaften zu erkennen, was dazu führte, das
immer weniger Kinder am Trainingsbetrieb teilnahmen, die
Anzahl der Mannschaften rückläufig war und die vorhandenen
Trainer keine richtige Ausbildung hatten und daher den
Kindern zu wenige oder falsche Inhalte vermitteln konnten.
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1. Einleitung
Erst in der letzten Zeit - auch bedingt durch diverse Teilnehmen an
Fortbildungsmaßnahmen im Kreis wie auch C – Lizenz Teilnahmen -
erkannten wir nach und nach die Notwendigkeit, dem Trainerwesen und
damit verbunden der Betreuung und Weiterentwicklung der Kinder einen
Leitfaden an die Hand zu geben Ebenfalls erkannten wir, das dieser
Leitfaden, der sich am DHB – Jugendkonzept orientiert, durch die
Einführung eines Jugendkoordinators vermittelt und überwacht werden
sollte. Dieses geschieht in Form von regelmäßigen Treffen, internen
Weiterbildungsmaßnahmen und an der Überprüfung des Konzeptes im
Training durch den Koordinator.
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1. Einleitung

Ein Konzept ist eine Basis, auf die der Jugendhandball in der HSG
aufgebaut werden soll.

Ein Konzept ist ein Ziel. Ziele erfordern Arbeit und Motivation

An einem Konzept kann man sich messen lassen. Mit einem
Konzept wird eine begonnene Arbeit gesichert und ausgebaut.

Mit einem Konzept kann man sich identifizieren.


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1. Einleitung
Um im Wettkampf- und leistungsorientierten System bestehen zu können, ist es
wichtig das alle Jugendtrainer, dieses Konzept als Rahmen für ihr eigenes Training
sehen!

Wenn alle Jugendtrainer sich an diesem ganzheitlichen Konzept orientieren und


die Ausbildung der Kinder zu teamfähigen Allroundern im Vordergrund steht, wird
so eine Trainingsgestaltung erreicht, die wie ein Zahnradsystem ineinander greift
und aufeinander aufbaut.

Das bedeutet für alle Trainer aber den Verzicht auf ausschließlich
ergebnisorientierte Jugendarbeit!
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1. Einleitung
Ein langfristiger, entwicklungsorientierter und vor allem ganzheitlicher
Trainingsaufbau macht mit Sicherheit viel mehr Arbeit, ist aber die unverzichtbare
Grundlage für späteres, im Regelfall ab der B-Jugend, Leistungsdenken:

Nur wer optimal seinem biologischem Alter gemäß trainiert wird, entwickelt eine
umfassende Spielfähigkeit Nur wer angeleitet wird auszuprobieren und zu
experimentieren, wird spontan und kreativ spielen lernen.

Nur wer Fehler als „Entwicklungsmöglichkeiten“ kennen lernt und mehrere


Lösungsvorschläge aufgezeigt bekommt, lernt schnelles abwägen und entscheiden
Nur diese Kinder können später ein breites Aktionsrepertoire entwickeln und zu
Spieler-Persönlichkeiten heranwachsen.
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1. Einleitung

Die Absprachen und Durchführungen solcher Trainingseinheiten erfordern


am Anfang sehr viel Arbeit, Fingerspitzengefühl und Vorbereitung seitens
der Trainer.

Auf lange Sicht aber lohnt es breit gefächerte Spielerpersönlichkeiten


auszubilden und hervorzubringen.
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2. Ziele

Wir wollen eine Jugendabteilung aufbauen, die


sowohl im weiblichen als auch im männlichen
Bereich mittel- und langfristig Basis für unsere
Seniorenmannschaften darstellt.
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2. Ziele

Wir möchten leistungsorientierten Handball


betreiben, ohne dabei die ganzheitliche Ausbildung
der Kinder und Jugendlichen und die sozialen
Aspekte der Vereinsarbeit aus den Augen zu
verlieren.
Vor allem soll den Kindern und Jugendlichen der
Spass am Handballsport vermittelt werden.
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2. Ziele

Basis der gesamten Jugendabteilung ist die bei den


Mini‘s und der E-Jugend geleistete Arbeit. Hier
sollten pro Jahrgang soviel Kinder wie möglich an
den Verein gebunden werden, da
erfahrungsgemäß in den oberen Jahrgängen noch
Abwanderer in andere Sportarten zu erwarten sind.
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2. Ziele
Auch den bislang weniger talentierten Kindern und
Jugendlichen soll durch das Bilden von zweiten und
dritten Mannschaften, in ihrer Altersklasse eine
Spielmöglichkeit verschafft werden. Allen zu den
Spielen erschienenen Spielern sollte eine
angemessene Spielzeit eingeräumt werden.
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2.1 sportliche Ziele

Verbesserung der sportlichen Situation in der HSG.


Langfristig Besetzung aller Altersklassen von der E- bis zur A-Jugend sowohl im
weiblichen als auch im männlichen Bereich.
Talentförderung
Teilnahme am Spielbetrieb
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2.2 soziale Ziele

Hilfsbereitschaft (z.B. Vereinsarbeit als Zeitnehmer, Schiedsrichter etc.)


Rücksichtnahme (Integration auch schwächerer Spieler)
Teamfähigkeit (Unterordnung eigener Interessen)
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2.2 soziale Ziele

Das Erreichen dieser Ziele hängt im wesentlichen vom Engagement


und dem Verhalten der Jugendtrainer ab.

Alle Jugendtrainer

sollten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein.


sollten sich als Helfer der Kinder und Jugendlichen verstehen
sollten die Kinder und Jugendlichen nicht für eigennützige Zwecke und
Vorstellungen (Ergebnishandball) instrumentalisieren.
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3. Konzeptverwirklichung

3.1 Gezielte Entwicklung des Breiten- und Leistungssports


Besetzung aller Mannschaften im Jugendbereich.
Mehrere Jahrgangsmannschaften werden angestrebt , um auch den weniger
begabten Spielern die Möglichkeit zu geben, sich sportlich zu betätigen und zu
entwickeln.
Gezielte Ausbildung der Trainer, Teilnahme an Lehrgängen ermöglichen.
Eine Teilnahme an den HVN Spielklassen sollte das Ziel sein.
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3.1 Gezielte Entwicklung des Breiten- und


Leistungssports

Enge Bindung des Jugendbereichs an den Erwachsenenbereich, damit den


Heranwachsenden die Möglichkeit gegeben wird, an Vorbildern zu lernen.
Unsere Jugendarbeit muss so intensiv sein, dass eine Aufstiegsmöglichkeit bis in
die erste Mannschaft möglich ist.
Kooperationen mit anderen Sportarten wie Leichtathletik/Turnen anstreben.
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3.2 Talentsichtung und Talentförderung in Schulen

Eine enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Schulen sollte in Zukunft angedacht,
bzw. realisiert werden.
Durch die Arbeit an den Schulen soll den Kindern der Handballsport näher
gebracht werden, sowie an den weiterführenden Schulen Talentsichtung und
Talentförderung betrieben werden. Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist
wichtig, um leistungsorientiert (mit einer hohen Anzahl an Kindern) arbeiten zu
können.
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3.2 Talentsichtung und Talentförderung in Schulen


Mit Hilfe der Talentsichtung und Talentförderung bereits im frühen Alter, sowie Förderung
des Breitensportfaktors werden folgende Ziele erreicht:

Die Jugendlichen bekommen sportliche sowie soziale Ziele vermittelt.


Die Teamfähigkeit wird herausgebildet und gleichzeitig das individuelle
Durchsetzungsvermögen gestärkt.
Das Fernhalten schädlicher Einflüsse kann bewirkt werden, beispielsweise unter
dem Motto

„Keine Macht den Drogen“ .


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3.3 Trainerkonzept

Ein Trainerkonzept ist äußerst relevant. Den Jugendlichen müssen neben den
erforderlichen handballerischen Grundlagen, psychische Kraft, moralische
Grundwerte und soziales Verhalten auf der Basis von „Fair- Play“ vermittelt
werden. Dieses Erreichen wir vorwiegend durch erfahrene und starke
Persönlichkeiten aus den Reihen unseres Vereins.
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3.3 Trainerkonzept

Hier das Konzept für den zukünftigen Aufbau:


Gewinnung von ehemaligen oder noch aktiven Spielern/Spielerinnen als Trainer
und Betreuer für die Kinder und Jugendmannschaften.
Ein Jugendkoordinator wird eingesetzt, dieser arbeitet stark mit den Trainern
zusammen.
Alle Mannschaften werden nach Möglichkeit mit zwei Trainern/Betreuern besetzt.
Dadurch ist eine optimale Betreuung gewährleistet.
Eine adäquate Ausbildung aller Trainer soll ermöglicht und gewährleistet werden.
Alle Trainer arbeiten nach diesem Konzept, welches die optimale Ausbildung der
Kinder fördern soll.
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3.4 Ausbildungs- und Trainingskonzept


Ziel des neuen Konzeptes, muss es sein, „komplette Spieler“ auszubilden.
Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer langfristigen und
entwicklungsorientierten Ausbildung.
Sicherlich ist ein kurzfristiger Erfolg reizvoll, jedoch sollte der Grundstein in der
langen intensiven Ausbildung liegen.

Voraussetzungen für eine optimale Ausbildung sind:


Optimale Ausstattung an Trainingshilfen und Materialien
Die Umsetzung des Trainingskonzept in Anlehnung an das DHB-
Rahmentrainingskonzept.
Angebot von zwei Trainingseinheiten pro Woche ab der D-Jugend
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4.Handballspezifische Ausbildung

Die Trainingsinhalte der HSG, angelehnt an ein allgemeines


Trainingskonzept für Vereinsjugendarbeit:
So oder ähnlich sollte unser Jugendkonzept aussehen, das sich am
Rahmentrainingsplan des DHB orientiert. Natürlich muss es von Mannschaft zu
Mannschaft individuell angepasst werden. Hierbei bietet der Koordinator den
Trainern seine Hilfe an.

WICHTIG: Es geht nicht darum, dass der Koordinator alles besser kann und weiß,
sondern darum, dass man von außen vielleicht Möglichkeiten und Dinge sieht, die
man von innen nicht mehr wahrnimmt. Ein Versuch soll es zu Gunsten der Jugend
allemal wert sein.
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4.Handballspezifische Ausbildung
Folgende Prinzipien sind in jedem Altersbereich zu beachten:
ballorientierte Deckung
jedem (!!) Spieler eine möglichst gute Grundausbildung auf jeder (!!) Position
verschaffen
Gymnastik und Kräftigung gehört in jedes Training
Koordination (z.B. mit mehreren Bällen, Reifen, Luftballons, Tennisbällen . . . .)
gehört in jedes Training
ein "Star" bringt den kurzfristigen Erfolg, nimmt aber dem Rest des Teams meist
den Spaß und die Chance auf eigene Entwicklung
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Daher:
Jugendtraining darf nie ein
abgeschwächtes
Erwachsenentraining sein!
Handballerlebnis geht vor
Handballergebnis !!
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5. Finanzierung

Die HSG versucht, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten an der


Finanzierung des Konzeptes mitzuarbeiten durch:

Spielfest
Turnier der Stammvereine
Ausschank
Torsponsoring o.ä.
Turnier
Steigende Mitgliederzahlen
Verminderung der Strafen
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Trainingsinhalte (grob) für die einzelnen Jahrgänge.


Alter Trainingsinhalte Deckungsformationen Angriff
Minis Reaktionsfähigkeit Manndeckung Lieber verlieren und
Gleichgewichtsfähigkeit die Kinder wollen den Ball und die ganze Mannschaft
Beweglichkeit nicht in ein Schema gepreßt spielt, als durch einen
Koordinationsparcours werden Spieler gewinnen,
kaum handballspezifische NIE DEFENSIV!!! aber der Rest des
Aufgaben, Schlagwürfe, Teams bekommt
keine Sprungwürfe keinen Ball
minimales Üben, sehr viel
Spielen

E-Jugend Differenzierungsvermögen Manndeckung (keine keine


Schlagwürfe, Beginn mit Einzelmanndeckung), entweder positionsspezifischen
Laufwürfen und ab der Mittellinie oder über das Einsätze
Sprungwürfen ganze Feld jeder spielt überall
Fallen lernen Übergang zur 2.Linienabwehr keine Spielzüge
einfache Täuschungen kein Freiwurfblock
Paß- und Lauftäuschungen
viel mehr spielen als üben
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D-Jugend Rhythmusfähigkeit Manndeckung keine


Schnellkraft 2. Linienabwehr positionsspezifischen
Schnelligkeit Einsätze
Langzeitausdauer Stoßbewegung
(Aerobe Ausdauer) keine Spielzüge
Koordinationsparcours kein Freiwurfblock
Täuschungen taktische Mittel:
Prellen und Passen Doppelpässe
festigen Sperren
Schlagwürfe festigen,
Laufwürfe, Sprungwürfe
mehr spielen als üben
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C-Jugend Schnellkraft Manndeckung (keine weiterhin auf


Kurzzeitausdauer Einzelmanndeckung) mannschaftliche
Maximalkraft 2. Linienabwehr Ausgeglichenheit achten
Kraftausdauer einfache Ansätze
Wurfvarianten festigen ("Außeneinläufer"),
Sprungwurfvarianten Sperren mit und ohne
Täuschungen festigen Absetzen
und beschleunigen Doppelpässe
Ballsicherheit erhöhen Wechsel
weniger spielen als üben Stoßbewegung
Gegenstoß 1. Welle
Beginn 2. Welle
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B-Jugend Schnellkraft Regelgerechtes Korrektes Stoßen


Kurzzeitausdauer Deckungsverhalten – Gegenstoß 1. Welle
Maximalkraft alle Formen sind erlaubt Gegenstoß 2. Welle
Kraftausdauer Positionswechsel
Wurfvarianten festigen Einläufer von Außen
Sprungwurfvarianten Auflösen von
Täuschungen festigen verschiedenen
und beschleunigen Positionen
Ballsicherheit erhöhen Sperre mit Absetzen
weniger spielen als üben Dynamik!

A-Jugend Schnellkraft Regelgerechtes Gegenstoß 1. Welle


Kraftausdauer Deckungsverhalten – Gegenstoß 2. Welle
Maximalkraft alle Formen sind erlaubt Gegenstoßkonzept
Varianten aller Würfe Auflösen
und Täuschungen Einlaufen
Ablauf aller Varianten wenige komplexe
unter "Streß" "Spielzüge"
Ballsicherheit erhöhen Dynamik erhöhen
Streßfestigkeit erhöhen
mehr üben als spielen