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Newsletter Februar 2011

Ausgabe 71

Liebe Leserinnen und Leser,

am Jahresanfang standen zwei Greenpeace-interne Veranstaltungen für uns auf dem Pro-
gramm: das Greencamp am Werbellinsee und unser Perspektiventreffen auf Burg Traus-
nitz. Aber auch die inhaltliche Arbeit geht 2011 weiter – mit einem Projekt für Ökostrom
in Regensburg, einem Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien sowie einer
Menschenkette in Baden-Württemberg. Außerdem wollen wir in dieser Ausgabe von der
erfolgreichen Multivisionsshow „Arktis“ berichten.

► Anti-Atom-Menschenkette am 12. März 2011


► Ökostrom für Regensburg
► BüfA Regensburg – Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien ist
gegründet
► Greencamp 2011 am Werbellinsee
► Perspektiventreffen 2011 auf Burg Trausnitz
► Multivisionsshow „Aktis – Schatzkammer des Nordens“

Anti-Atom-Menschenkette am 12. März 2011


Zwei Wochen vor der Landtagswahl soll in
Baden-Württemberg ein spektakuläres Si-
gnal gegen den Atom-Deal gesendet wer-
den: „Auf Atomkraft setzen? Nicht mit uns!“
Mit zigtausenden Menschen aus dem ganzen
Bundesgebiet soll am 12. März eine große
Aktions- und Menschenkette zwischen der
Landeshauptstadt Stuttgart und dem AKW
Neckarwestheim gebildet werden.

Hier die Bus-Abfahrtszeiten für alle, die mit


dabei sein wollen:
- Passau (Passau Süd, Schönauerweg 6):
05.00
- Straubing (Frauenhoferhalle am Hagen Parkplatz): 06.00
- Neutraubling (IKEA): 06.30
- Parsberg (AS Parsberg, re. Richtung Stadtmitte, nach 200 Meter li. Pendlerparkplatz,
Höhe Mercedes Arnold): 07.15

Der Fahrpreis (25,00 Euro pro Person, 20,00 Euro für Schüler und Studenten) soll mög-
lichst schnell überwiesen werden an: Ulrike Bartlog, Sparkasse Niederbayern Mitte, BLZ
74250000, Konto 110301124.

Anmeldung: Ulrike Bartlog, Tel.: 08733/667, ulrikebartlog@freenet.de.


Weitere Informationen unter www.anti-atom-kette.de.
JF

Ökostrom für Regensburg


Die Greenpeace-Gruppe Regens-
burg startete mit Unterstützung
der Kreisgruppe Regensburg des
Bund Naturschutz und dem SA-
MOS e.V. Regensburg das Projekt
„Ökostrom für Regensburg“.

Ende Januar 2011 erhielten 150


Regensburger Unternehmen und
Einrichtungen ein Schreiben von
uns, in dem darauf hingewiesen
wird, dass durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter nicht nur eine Menge CO2 oder
Atommüll eingespart wird, sondern Kundinnen und Kunden sowie der Gesellschaft der
eingeschlagene klimafreundliche und nachhaltige Weg aufgezeigt wird.

Unter der Internetadresse www.oekostrom-fuer-regensburg.de ist ein Verzeichnis der Re-


gensburger Einrichtungen und Unternehmen abrufbar, die „echten“ Ökostrom beziehen.
Die ersten Rückmeldungen sind dort bereits veröffentlicht.

Kennen Sie ein Unternehmen oder eine Einrichtung, die "echten" Ökostrom bezieht oder
vertreten Sie selbst ein Unternehmen oder eine Einrichtung mit "echtem" Ökostrom? Hier
erhalten Sie unser Schreiben mit Rückmeldebogen für diese Aktion, das Sie auch gerne
weitergeben können.

JF

BüfA Regensburg – Bündnis für Atomausstieg


und erneuerbare Energien ist gegründet
Seit kurzem gibt es in Regenburg
ein Bündnis, das eine Vernetzung
und eine bessere Kooperation bei
Anti-Atom-Aktivitäten einzelner Or-
ganisationen und Parteien ermögli-
chen soll. Die Initiative war im
Herbst 2010 von den Regensburger
Grünen ausgegangen, die zu einem
Vernetzungstreffen eingeladen hat-
ten (Wir berichteten in Ausgabe 69). Nach zwei Vorbereitungstreffen wurde nun beim
dritten Treffen am 17.02.2011 nach ausführlicher Diskussion eine gemeinsame Grund-
satzerklärung einstimmig beschlossen und damit das Bündnis gegründet.

Das Bündnis hat den Namen BüfA Regensburg - Bündnis für Atomausstieg und Er-
neuerbare Energien. Ausschlaggebend für die Einigung auf diesen Namen war, dass es
im Umfeld des AKW Isar 1 auch in Landshut und in Freising bereits ein "Bündnis für
Atomausstieg - BüfA" gibt. Mitglieder des BüfA Regensburg sind nicht Organisationen,
sondern einzelne Personen, die aber natürlich in Organisationen und Parteien verwurzelt
sein können und damit eine Vernetzung gewährleisten. So sind in diesem Bündnis bisher
beispielsweise Mitglieder von Greenpeace, Bund Naturschutz, attac, Bündnis 90/ Die Grü-
nen, SPD, Die LINKE, ÖDP, Jusos und Grüne Jugend vertreten. Aus der Greenpeace-
Gruppe Regensburg arbeiten Karl Bierl (Energie-AP) und Jürgen Friedmann (Öffentlich-
keitsarbeit) im Bündnis mit.

Als Sprecher des Bündnisses wurden für die Dauer eines Jahres gewählt: Karl Bierl, Ener-
gie-AP der Greenpeace-Gruppe Regensburg und Ludwig Simek, Mitglied bei Bündnis 90/
Die Grünen. Die Kommunikation der Mitglieder erfolgt über eine gemeinsame Mailing-Lis-
te. Eine Neuaufnahme kann persönlich bei den monatlichen Treffen erfolgen, oder auf
Empfehlung bzw. mit Bestätigung eines Mitgliedes erfolgen.

Zu den ersten gemeinsamen Aktivitäten des BüfA Regensburg zählt die Kooperation bei
folgenden Aktionen:

 Samstag, 12. März 2011: Menschenkette zwischen AKW Neckarwestheim und


Stuttgart. Hierzu gibt es eine Busmitfahrgelegenheit aus Regensburg.
 Samstag, 19. März 2011, 19 Uhr: Stromwechselparty der Grünen Jugend im
Regensburger Brandlbräu.
 Ostermontag, 25. April 2011: Tschernobyl-Gedenktag mit Aktionen an allen
AKW-Standorten, auch am AKW Isar1.

Das nächste Treffen des Bündnisses, das für alle Interessierte offen ist, findet am Don-
nerstag, 24.03.2011 um 19.30 Uhr im Nebenzimmer des Gravenreuther, Hinter der Grieb
10, statt.

Auch auf Facebook ist BüfA Regensburg präsent.

KB

Greencamp 2011 am Werbellinsee


Das diesjährige „Greencamp 2011“
(Jahrestreffen aller deutschen Green-
peace-Mitglieder) fand vom 11. bis 13.
Februar am herrlich, idyllischen Wer-
bellinsee statt.
Als Tagungsgelände diente die euro-
päische Jugenderholungsstätte (das
ehemalige FDJ-Lager) direkt am Seeu-
fer.
Das Gelände war sehr weitläufig und
die verschiedenen Tagungshäuser rela-
tiv weit voneinander entfernt, so dass
trotz des leckeren veganen Essens die
Tagungsgäste richtig Fit und in Form
blieben. Tatsächlich blieb dem tapferen
Teilnehmer fast keine freie Minute zwi-
schen all den verschiedenen inter-
essanten Workshops, Vorträgen, Plenumssitzungen und Freizeitveranstaltungen. Den An-
fang am Freitagnachmittag machte der bekannte Prof. Dr. Welzer. Seinen Vortrag hielt er
zum Thema „Denn sie tun nicht was sie wissen - Warum Umweltbewusstsein und Han-
deln verschiedene Dinge sind“. Anschließend folgte eine sehr anregende Talkrunde in der
die Vorteile einer positiven Aufklärung in Bezug auf die Umweltprobleme unserer Zeit er-
örtert wurden.
Abends folgten dann Expertensprechstunden sowie die ersten Workshops über aktuelle
Greenpeace-Themen wie z.B. „Vattenfall - Skandalkonzern“ oder „Frisch auf den Müll -
Lebensmittelverschwendung“. Es wurden auch organisatorische Greenpeace-Themen er-
örtert wie z.B. „Kampagnenplanung“ oder „Kooperationen mit anderen Organisationen“.
Ich besuchte einen Vortrag über die Aktionen der verschiedenen europäischen Greenpea-
ce-Gruppen, die alle ihren eigenen Weg gefunden haben um auf die Umweltproblematik
hinzuweisen. England, Frankreich, Niederlande und Skandinavien waren vertreten, wobei
die lustigen Aktionen der Niederlande besonders viel Aufmerksamkeit erregten. Es stellte
sich heraus, dass Deutschland in Europa die meisten ehrenamtlichen Mitglieder hat.
Bei Einbruch der Dämmerung fielen die Temperaturen stark ins Minus, so dass wir uns an
mehreren Feuerstellen und mit heißen Waffeln und Bio-Bratwurst erwärmten.
Meine Tochter hatte an allen 3 Tagen
auch sehr viel Spaß, da die Kinderbe-
treuung sehr kompetent und zuverläs-
sig organisiert war. Vor allem die
Schwarz-Gelb Disco am Samstagabend
hatte es ihr sehr angetan.
Der Samstag begann zunächst mit
Greenpeace-Arbeit. Ich besuchte das
Seminar „Mit Energie durchs Jahr
2011“. Die Landtagswahl in Ba-
den-Württemberg, AKW-Laufzeitver-
längerung, 25 Jahre Tschernobyl, Cas-
tor nach Gorleben und der Vattenfall
Skandal in der Lausitz waren hier The-
men. Sehr großen Zuspruch fanden
auch die Seminare „Greenpeace - Das
Recht auf Aktion mit Rechtsanwalt Michael Günther sowie „Zum Klimaschutz motivieren -
Soziale Milieus als Zielgruppe in der Kommunikations- und Bildungsarbeit“.
In der kurzen Mittagspause machte unsere Gruppe einen Spaziergang am Seeufer ent-
lang und erholte sich im dichten Spreewald. Man erfuhr sehr viele Informationen in kurz-
er Zeit, so dass ein wenig Entspannung notwendig war.
Nachmittags besuchte ich einen Öffentlichkeitsarbeit-Workshop bei dem auch die sozialen
Medien wie „Facebook“ und die Möglichkeit diese Medien bei Greenpeace einzusetzen
eine Rolle spielte. Es standen noch andere Seminare wie z.B. „Hot Wheels - Klimakampa-
gne – 30 %“ oder das „UN Jahr der Wälder“ sowie „Lebensmittelverschwendung in
Deutschland“ im Angebot.
Das Abendprogramm war wieder sehr vielfältig und interessant. Der „Wally Award“ wurde
an die beste Gruppenaktion vergeben. Der sehr originelle Film von „Greencamp TV“ wur-
de vorgestellt und es gab eine Auktion von selbst gebastelten Greenpeace-Taschen bei
der über 1000 € eingenommen wurden. Spät in der Nacht begann dann die Disco Party
„Schwarz-Gelb“ bei der viele bis 5 Uhr in der Früh ausgelassen das Tanzbein schwangen.
Am Sonntag waren wir alle dann doch recht erschöpft. Der Grund war sicherlich die kurze
Nacht aber auch die große Menge an Informationen und Erkenntnissen die wir in kurzer
Zeit aufgenommen hatten. So beendeten wir am Sonntagmittag das Greencamp 2011 für
die Gruppe Regensburg und fuhren sehr beeindruckt mit viel neuem Wissen nach Hause.
Das nächste Camp im Juni 2012 werden wir nicht verpassen.

AZ

Perspektiventreffen 2011 auf Burg Trausnitz


Am 4. Februar trafen wir uns auf Burg Trausnitz – einer
Höhenburg aus dem 13. Jahrhundert im Landkreis
Schwandorf – zu unserem Perspektiventreffen. Traditio-
nell treffen wir uns
am Jahresanfang, um
aus das vergangene
Jahr zurückzublicken,
Pläne für das aktuelle
Jahr zu entwickeln
und unsere Koordina-
toren zu wählen.
Durch die Rückblicke unserer Themenansprechpartner
und Koordinatoren riefen wir uns in Erinnerung, wie ak-
tiv wir 2010 waren. Durch die engagierte Mitarbeit der Teilnehmer haben wir uns wieder
sehr ehrgeizige Projekte für 2011 vorgenommen.

Aber auch das Miteinander kam nicht zu kurz, sei


es bei gemeinsamen Spaziergängen oder Gemein-
schaftsspielen am Abend. Für alle, die noch etwas
Zeit hatten, gab es am Sonntag noch eine Wande-
rung zum Trinkwasserspeicher und der Trausnitz-
talsperre.

JF

Multivisionsshow „Arktis – Schatzkammer des Nordens“


Am Dienstag, 18. Januar 2011 zeigte Green-
peace im Kulturspeicher Regensburg, Bru-
derwöhrdstraße 15 die Multivisions-Show
des Fotografen Bernd Römmelt "ARKTIS -
Schatzkammer des Nordens".

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Der


Saal des Kulturspeichers war mit über 300
Teilnehmenden voll besetzt. Seit vier Jahren
war der studierte Ethnologe mit seiner Ka-
mera im Auftrag von Greenpeace im Norden
unterwegs, um das Naturparadies Arktis zu
dokumentieren, bevor es aufgrund des Kli-
mawandels verloren geht. Eine besonders bedrohte Tierart ist der Eisbär, dessen Lebens-
raum mit dem schmelzenden Packeis verloren geht. Mit wunderschönen Natur- und Tier-
aufnahmen und spannenden live erzählten
Geschichten nahm der Fotograf Bernd Röm-
melt die Zuschauer mit auf eine abenteuerli-
che Reise durch die Arktis, untermalt mit
Musik von Kai Arend. Für alle Anwesenden
war es ein einmaliges Erlebnis. Zum Ab-
schluss seiner beeindruckenden Multivisi-
onsshow wies Römmelt eindringlich darauf
hin, dass jede/r Einzelne durch ein persönli-
ches klimagerechtes Verhalten dazu beitra-
gen kann, der Zerstörung der Arktis entge-
genzuwirken und den Lebensraum der be-
drohten Tierarten wie z.B. dem Eisbär zu er-
halten.

Alle, die sich bei der Multivissionsshow Arktis zu unserem Newsletter angemeldet haben,
dürfen wir an dieser Stelle herzlich begrüssen!

JF

Diesen Newsletter bekommen 601 (+6) Abonnenten.

Erscheinungstermin dieser Ausgabe: 27. Februar 2011

Verantwortlich für die einzelnen Beiträge sind die jeweils mit Namenskürzel (z.B. JF) ge-
nannten Autoren.
Gesamtproduktion: Jürgen Friedmann (JF)

Über Anregungen freuen wir uns unter newsletter@greenpeace-regensburg.de

Wenn Sie unseren Newsletter nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie uns bitte.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Friedmann
Greenpeace-Gruppe Regensburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Greenpeace-Gruppe Regensburg - Taubengäßchen 1 - 93047 Regensburg – 0941/51998