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Projektmanagement

Projekte erfolgreich initiieren,


planen und umsetzen

Verwaltungsakademie Vorarlberg, 6. April 2011


Dr. Stefan Hagen
Agenda

1.  Vorstellungsrunde und


Erwartungen

2.  Rahmenbedingungen in Landes-


und Gemeindeprojekten

3.  Projektmanagement Grundlagen

4.  Typischer Projektablauf

5.  Methoden der Projektplanung

6.  Methoden der Projektsteuerung

7.  Erfolgsfaktoren der Projektarbeit

2
Projektmanagement in
der Landesverwaltung
Projektmanagement-System

Richtlinie für die Projektmanagement- Formulare und


Projektarbeit Handbuch Arbeitsbehelfe

Personal- Projektdatenbank Koordinationsstelle


entwicklung im Intranet für die Projektarbeit

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Spezifische Rahmenbedingungen

Aufgaben-
bedingte Vielfalt
Funktional- Politische
hierarchische Legitimation und
Strukturen Einflussnahme

Spezifische
Rahmenbedingungen
in öffentlichen Interessens-
Öffentlichkeits-
Verwaltungen verbände im
wirksamkeit
Umfeld

Hierarchisierung
d. Rechtssicherheit
Entscheidungs- & Vollständigkeit
wege

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Spezifika & Spannungsfelder
in öffentlichen Verwaltungen
Auszüge aus einer Studie der Universität Zürich (Rüegg/Moser 2002)

•  Verwaltung hat heterogene organisatorische Einheiten mit


heterogenen Aufgabengebieten und dadurch auch mit
unterschiedlichen Kulturen
•  starke Abgrenzung der einzelnen Bereiche / Abteilungen
•  Politik legitimiert  Verwaltung erarbeitet Lösungen
•  Politik wird zunehmend personalisiert  Erfolge + Misserfolge
werden den Personen zugeordnet (offensive Medienlandschaft)
•  Hierarchisierung der Entscheidungswege
•  „Mut zum Provisorischen gewinnt aufgrund zunehmender
Komplexität an Bedeutung (Pareto Prinzip 80/20)

Lösungsansätze?
6
PM Grundlagen
Bedeutung von PM

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Typische Projektarten

•  Bauprojekte / technische Projekte


•  Leitbildprojekte, konzeptive Projekte, politische Projekte
•  IT-Projekte
•  Organisationsprojekte
•  Investitionsprojekte (Bau, Anlagenbau etc.)
•  Machbarkeitsstudien / Vorprojekte
•  Instandhaltungsprojekte, Großreparaturen
•  Großveranstaltungen
•  …

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Projektwürdigkeit

Aufgabe

Komplexität?
Neuartigkeit?
Linie Teamarbeit Projekt
notwendig?

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Der Komplexitätsbegriff

Relativ komplexes System Komplexes System


Kompliziertheit

Veränderlichkeit / Dynamik
(= Art der Zusammensetzung)
ist abhängig von:

Anzahl + Verschiedenheit der


Elemente;
Anzahl + Verschiedenheit der
Beziehungen zwischen den
Elementen

Komplexität
(= Veränderlichkeit im Zeitablauf
ist abhängig von:

Vielfalt der Verhaltensmöglichkeiten


der Elemente;
Veränderlichkeit der
Wirkungsverläufe zwischen den
Elementen Einfaches System Kompliziertes System

Anzahl / Vielfalt der Systemelemente

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Wie gehen Menschen mit
Komplexität um?

Prof. Dr. Peter Kruse

http://www.youtube.com/watch?v=m3QqDOeSahU

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Warum Projektmanagement?

„Warum gibt es Projektmanagement?


Die einfachste Antwort lautet:

Projektmanagement ist notwendig, weil es


Aufgabenstellungen für Organisationen gibt,
die nur durch Projektmanagement effizient
lösbar sind.

HEINTEL, Peter/KRAINZ, Ewald E. (2000).


Projektmanagement. Eine Antwort auf die
Hierarchiekrise? 4. Aufl. Wiesbaden: Gabler.

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Abgrenzung

Arbeits-
Linienarbeit Projektarbeit
gruppe

keine bis geringe


mittlere Komplexität hohe Komplexität
Komplexität

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Was ist ein Projekt?

•  neu (keine Routineaufgabe)


•  inhaltlich und organisatorisch komplex
•  eindeutige Zielvorgabe
•  zeitlich begrenzt (Beginn und Ende)
•  begrenzte, klar definierte personelle, finanzielle und sachliche
Ressourcen
•  Teamarbeit (abteilungs- bzw. dienststellenintern, abteilungs-
bzw. dienststellen-übergreifend)

Richtwerte:
•  interner Personalaufwand: > 1 Monat (ca. 160 Arbeitsstunden)
•  externe Projektkosten : > € 15.000

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Von der Idee zur umgesetzten
Lösung

Vorher

Nachher

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7 W-Fragen des
Projektmanagements
1.  Wo stehen wir?
2.  Warum machen wir das Projekt?
3.  Was soll konkret erreicht werden?
4.  Wer ist involviert?
5.  Wie können wir die Ziele erreichen?
6.  Bis wann?
7.  Wieviel?

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Projektablauf

Projektbeginn Projektende

Vorprojekt- Planungs- Abschluss- Nachprojekt-


Realisierungsphase
phase phase phase phase

Projektauftrag Projektdetailplanung Projektziele Projektorganisation


unterzeichnet abgeschlossen erreicht aufgelöst

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Projekt + Management = Projektmgt.

Projektmanagement

Vorprojekt- Planungs- Abschluss- Nachprojekt-


Realisierungsphase
phase phase phase phase

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Projektmanagement

Projektmanagement ist ein


systematischer Prozess zur
Führung komplexer
Vorhaben.

Es umfasst die Organisation,


Planung, Steuerung und
Überwachung aller Aufgaben
und Ressourcen, die
notwendig sind, um die
Projektziele zu erreichen.

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Anforderungen ProjektleiterIn

Sozialkompetenz Führungskompetenz

Methodenkompetenz Fachkompetenz

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Aufgaben ProjektleiterIn

•  leiten, führen
•  planen
•  steuern, kontrollieren
•  entscheiden
•  koordinieren
•  dokumentieren
•  informieren, kommunizieren
•  motivieren

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Risiken / Unsicherheiten minimieren

Vorprojekt- Planungs- Abschluss-


Realisierungsphase
phase phase phase

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Anforderungen an das
Projektmanagement
Andorderungen an das PM

öffentlichkeitswirksame
Großprojekte / Programme

Bauprojekte /
technische Projekte
Leitbildprojekte

politische Projekte

Vorprojekte

Arbeitsgruppen

Machbarkeitsstudien

Komplexität und Umfang des Projekts

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PM-Erfolgsfaktoren

•  Projektwürdige Aufgabenstellung!

•  Projektauftrag

•  Machtpromotoren

•  kompetentes Projektteam (insbesondere Projektleiter/-in)

•  zeitliche Freistellung

•  Projektkommunikation / Projektmarketing

•  effizientes Sitzungsmanagement

•  ...

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Methoden der
Projektplanung
Hauptaufgaben in der
Vorprojektphase
•  Situationsanalyse
g e n!
Fr a
•  Projektzielsetzung 7 W-
•  Kontextanalyse
•  Aufwandsschätzung
•  Projektorganisation
•  evtl. Regierungsbeschluss
•  Projektauftrag
•  Projektdatenbank

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Kritischer Erfolgsfaktor

„Der spätere Erfolg eines Projekts


wird wesentlich bereits am Beginn
bestimmt.

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Situationsanalyse

•  Unter Situationsanalyse wird die systematische


Durchleuchtung einer als problematisch empfundenen
Situation oder eines im Projektauftrag angegebenen
Sachverhaltes zu Beginn eines Projekts verstanden.

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Situationsanalyse /
Problemdiagnose

„Das Problem zu erkennen ist


wichtiger, als die Lösung zu
erkennen, denn die genaue
Darstellung des Problems führt
zur Lösung.
Albert Einstein

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Manche Situationen sind anders…

…als sie auf den ersten Blick scheinen.

Einfach nur schnell ein


Mal kurz frische Luft
Loch bohren?
schnappen?

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Kontextanalyse

•  zeitlich
Was ist vor dem Projekt passiert? Was
passiert nachher?

•  sachlich
Welche sachlichen Faktoren beeinflussen
das Projekt?

•  sozial
Welche Personen / Personengruppen
beeinflussen das Projekt? Welche
Anspruchsgruppen hat das Projekt?

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Zeitlicher Projektkontext

Projektstart

Was ist vor Beginn


des Projekts Was wird nach Beendigung
passiert, was das des Projekts passieren?
Projekt in irgend
Projekt
Folgeprojekte?
einer Form
Folgekosten? etc.
beeinflussen
könnte?

Projektende

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Sachlicher Projektkontext
Übergeordnete Ziele und
Strategien
Finanzieller
Rahmen Projekt A

Entwicklungs- Projekt B
konzept XY Projekt

Gutachten YZ
Veranstaltung XY
Rechtliche
Rahmenbedingungen

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Sozialer Projektkontext
Zielgruppe/Kunden des
Projekts
Auftraggeber
Politiker

Projektleiter, Steuerungs-
Projektmitarbeiter Projekt gremium
etc.

Anrainer Externe Spezialisten/


Dienstleister
...

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Erfolgsfaktor Projektzielsetzung

„Kein Projekt ohne klare


Ziele und Ergebnisse.

WARUM
mache
WAS so n wir d
ll konk as Proj
ret erre ekt?
icht we
rden?

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Zieldefinition

Projektziel ist es, bis Oktober 2012 ein Haus zu bauen.

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Dreieck der Projektziele

Inhalte / Umfang
Welche konkreten Ergebnisse sollen erreicht werden?
Welche Qualität sollen diese Ergebnisse aufweisen?

Qualität

Kosten Zeit
Wie hoch ist das Projektbudget? Wann müssen die Ergebnisse
Welche Personalressourcen stehen spätestens vorliegen?
zur Verfügung? Welche Meilensteine sind einzuhalten?

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Projektziele sollten möglichst…

•  verständlich,
•  messbar,
•  kontrollierbar,
•  zeitgebunden und
•  erreichbar sein.

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Methode 1:
Zieleplanung / Zielesystem

Projektgesamtziel

e
Nicht-Ziel
lte
Nicht-Inha
Teilziele

messbare Ergebnisse / Produkte

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Methode 2:
IOOI Zieleplanung
WAS? WARUM?

INPUT Projekt OUTPUT OUTCOME IMPACT

finanzielle, geförderte unmittelbar messbarer mittel- bis


personelle und Projekte, messbare Projektnutzen langfristige
sachliche Maßnahmen, Projekt- für die Wirkungen
Ressourcen Schwerpunkte ergebnisse jeweiligen
Zielgruppen wider effects
project budget on the
technical direct effects organization or
results of the of the project the society
project

Zeitverzögerung
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Projektorganisation
WER is
t beteil
Projekt-
auftraggeber igt ?
(PAG)

Lenkungsausschuss
(LA)

Projekt-
leiter (PL)

Projektteam- Projektteam-
mitglied mitglied (PTM)

Projektteam

Projektteam- Projektteam-
mitglied mitglied

Projektteam-
mitglied

Externe
Beteiligte

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Projektstrukturplan (PSP)

•  zentrales Planungsinstrument im Projektmanagement

WIE?
•  beantwortet Frage nach dem „WIE im Projekt

•  Strukturierung in mehrere Ebenen


•  Projekttitel
•  Teilaufgaben (TA)
•  Arbeitspakete (AP)

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Projektstrukturplan

1. Ebene Projekttitel

2. Ebene 1 PM 2 TA 3 TA 4 TA 5 TA

3. Ebene 1.1 AP 2.1 AP 3.1 AP 4.1 AP 5.1 AP

1.2 AP 2.2 AP 3.2 AP 4.2 AP 5.2 AP

1.3 AP 2.3 AP 3.3 AP MS 3 5.3 AP

1.4 AP 2.4 AP 3.4 AP 4.4 AP 5.4 AP

… … … … …

MS 1 MS 2 MS 4 MS 5

PM = Projektmanagement
TA = Teilaufgabe
AP = Arbeitspaket
MS = Meilenstein

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Meilenstein- und Phasenplan

WANN?

Projektmanagement

Information & Kommunikation

Vision & Bürgerbet. / Ideen-


Bau- Aus-
Analyse Funktions- Nutzungs- wettbew. Bau Absch.
planung schreibungen
programm programm (Archit.)

Analyse OK
Budget verabsch.

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PSP-Richtwerte

•  5-10 logische Teilaufgaben

•  5-10 Arbeitspakete pro Teilaufgabe

•  Arbeitspakete:
•  1 Verantwortlicher
•  Mitarbeit: < 8 Personen
•  Arbeitsaufwand: < 1 Monat (ca. 160 h)
•  Bearbeitungsdauer: < 3 Monate

•  5-7 Meilensteine

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Termin- und Meilensteinplan

•  Festlegung von Meilensteinen und deren geplante Eintrittsdaten:


„Wann müssen die diversen Meilensteine abgeschlossen sein?
•  Ermittlung von logischen Verknüpfungen zwischen den
Arbeitspaketen:
„Welche AP müssen abgeschlossen sein, bevor das AP beginnen
kann?
•  Bearbeitungsdauer je Arbeitspaket (in Tage oder Wochen):
„Wie lange wird die Erledigung des AP dauern?
•  Auslastungsgrad der beteiligten Personen berücksichtigen
•  nicht zu optimistisch planen (Puffer einplanen
•  Urlaubs- und Abwesenheitszeiten berücksichtigen
•  gegebenenfalls: Reduktion der Bearbeitungsdauer durch Zuteilung weiterer
Personalressourcen zu einem AP
•  Feinabstimmung und Überarbeitung:
„Ist der Terminplan realistisch? Müssen sonstige Fixtermine
berücksichtigt werden?

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Balkenplan

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Aufwandsschätzung

WIE VIE
Projektbudget
L?
(→ Aufwandsschätzung)

Interne Projektkosten Externe Projektkosten

Arbeitsaufwand je Mitarbeiter Beratungskosten


X Materialkosten
Stundensatz (inkl. 32 % Reisekosten
Verwaltungsgemeinkosten) Druckkosten
etc.

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Kosten- und Ressourcenplan

•  Überarbeitung der Aufwandsschätzung des Projektauftrags:


„Ergeben sich aus dem detaillierten PSP weitere Aufwände,
die bisher nicht geplant waren?
•  interne Personalkosten: Stundenaufwand mit jeweiligen
Stundensätzen multiplizieren
•  externe Projektkosten je Arbeitspaket bzw. in Summe
•  Beratungskosten
•  externe Dienstleistungen
•  Veranstaltungskosten
•  Materialkosten
•  Reisekosten
•  Druckkosten
•  Sonstige Kosten

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Risikoanalyse

1 2 3

Risiken identifizieren Risiken bewerten Gegenmaßnahmen

-  Erfahrungswerte -  Risiko vermindern


Wahrscheinlichkeit
-  Gruppendiskussion -  Risiko vermeiden
-  Brainstorming B A -  Risiko versichern
-  Kontextanalyse -  Auftraggeber
-  … informieren
C B -  …

Auswirkungen

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Risikoarten

•  Akzeptanzrisiken
Lösung wird von Betroffenen abgelehnt
•  Qualitätsrisiken
Ergebnis entspricht nicht der geforderten Qualität
•  Auslastungsrisiken
Personalressourcen sind nicht in ausreichendem
Maße verfügbar (z.B. zeitliche Überlastung,
Krankheit, vorrangige Linienarbeit)
•  Kostenrisiken
Projektbudget reicht nicht aus
•  Terminrisiken
Terminvorgaben können nicht gehalten werden

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Erfolgsfaktor Kommunikationsplan

„Die Projektkommunikation (auch


Projektmarketing) bestimmt in
hohem Maße über Erfolg oder
Misserfolg eines Projekts.

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Ein Kommunikationsplan regelt…

•  wer (Anspruchsgruppen),
•  wann (Zeitpunkt, Rhythmus)
•  welche Informationen (Inhalt),
•  in welcher Form (Medium)

erhalten soll.

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Projektauftrag

•  Projektname, Projektnummer oder Aktenzahl


•  Projektbeginn und -ende
•  Projektziele, Nicht-Projektziele
•  Beschreibung des Ist-Standes
•  Mitglieder eines allfälligen Lenkungsausschusses
•  Projektleiter und Projektteam
•  Hauptaufgaben, Projektphasen
•  geplante interne Projektkosten (z.B. Personalaufwand)
•  geplante externe Projektkosten (z.B. Beratungskosten,
Materialkosten)
•  sonstige Ressourcen
•  Unterschrift des Auftraggebers und des Projektleiters

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Methoden der
Projektdurchführung
Fragen, die für jede Sitzung
unbedingt zu klären sind
•  Braucht es die Sitzung wirklich? Oder gibt es vielleicht effizientere
und effektivere Wege (z.B. Einzelarbeit, Zweier-Gespräche, kleinere
Teams, Arbeitsaufträge etc.)

•  Welche Ziele / welchen Zweck verfolgt die Sitzung (Entscheidung,


Information, Lösungen)?

•  Welche Personen sind notwendig, um die Sitzungsziele zu


erreichen?

•  Wurden die Teilnehmer ausreichend über die Inhalte und Ziele der
Sitzung informiert?

•  Ist eine weitere Vorbereitung der Teilnehmer notwendig, um die


Sitzung möglichst effizient zu gestalten?

•  Wer moderiert die Sitzung? Sind die Rollen für jeden klar?

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Grundmodell für Sitzungen /
Workshops

3. Visualisierung

2. Logische
1. Inhalt 4. Vortragender
Struktur

roter Faden

5. Medien

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Grundregeln für effiziente Meetings

•  PÜNKTLICHKEIT (am Beginn und am Ende)


•  Kein Meeting ohne AGENDA (die vorab versandt wird)
•  Jeder Punkt auf der Agenda wird in 3 SCHRITTEN bearbeitet:
•  Informationen austauschen
•  Entscheidungen fällen
•  Nächste Schritte / Verantwortlichkeiten festlegen

•  Jedes Meeting hat einen definierten MODERATOR


•  Am Ende jedes Meetings werden NÄCHSTE SCHRITTE schriftlich
festgehalten

20-40 % 20-60 % 20-40 %


Vorbereitung Meeting Nachbereitung

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Checkliste: Wie kann ich die
Effizienz eines Meetings messen?
•  Wurde die Agenda zuvor verteilt? •  Wurden die Ergebnisse am Ende
•  Waren die Themen und Ziele des zusammen gefasst?
Meetings klar? •  Wurden die weiteren Schritte und
•  Waren die Handouts / Unterlagen Verantwortlichen schriftlich
schon vor dem Meeting festgelegt? → Wer macht was bis
wann?
verfügbar?
•  War der Besprechungsraum •  Führte der Moderator die Sitzung
zur Zufriedenheit der Teilnehmer?
richtig gewählt und ausgestattet?
•  Wurde pünktlich begonnen? •  Wurden die zuvor definierten
Sitzungsziele erreicht?
•  Wurde die Besprechung
•  Wurde das Protokoll der Sitzung
rechtzeitig beendet?
zeitnah nach der Sitzung
•  Nahmen die Anwesenden aktiv an verschickt?
der Sitzung teil?

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Inhalte einer Agenda

•  Titel der Sitzung


•  Datum, Ort, von/bis
•  Teilnehmer/innen
•  Ziele der Sitzung
•  zu treffende Entscheidungen

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Inhalte eines Ergebnisprotokolls

•  Titel der Sitzung


•  Datum, Ort, von/bis
•  Teilnehmer/innen
•  entschuldigt / nicht entschuldigt
•  Ziele der Sitzung / Agenda
•  Ergebnisse
•  Weiteres Vorgehen (Was? Wer? Bis wann?)
•  ergänzende Dokumente / Fotoprotokoll etc.

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Kreativitätstechniken:
Brainstorming
•  Quantität vor Qualität - Je mehr Ideen desto besser.
•  Wer seine Ideen schnell äußert, steckt andere an.
•  Ideen nicht schon im Kopf prüfen, ob sie "gut" sind.

•  Kein „Urheberrecht einzelner („Das war meine Idee. )


•  Es gibt keine Gewinner und Verlierer.

•  Verbot von Beurteilung und Kritik


•  Killerphrasen sind Ideenkiller.
•  Auch keine körpersprachliche Kritik (Nase rümpfen, Kopf schütteln
usw.) äußern.

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Rolle des Moderators beim
Brainstorming
•  die Gruppe an das Problem / Thema heranführen
•  auf die Einhaltung der Brainstorming-Regeln zu achten
•  stille Teilnehmer zu aktivieren, dominierende zu dämpfen
•  durch Reizfragen nachlassende Ideenflüsse wieder zu
stimulieren
•  darauf zu achten, dass sich die Gruppe nicht vom Thema
entfernt
•  das Ende der Brainstorming-Sitzung anzusagen

•  Dauer eines Brainstormings: 5-30 Minuten

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Kreativitätstechniken:
Brainwriting / 635 Methode
•  Problem wird definiert
•  6 Teilnehmer generieren 3 neue Ideen gleichzeitig
•  Die Blöcke wandern im Kreis zum Nachbar
•  Der Nachbar Vervollständigt bzw. Ergänzt die Ideen des
Vorgängers.
•  Tauschzyklus wird solange wiederholt bis jeder Teilnehmer die 6
Blöcke durchgearbeitet hat.
•  Lösungen und Schlussfolgerungen werden kreiert.
•  Die Ideen werden im Dialog diskutiert, ausgewertet und dem
Problemfeld angepasst.

Vorlage für 635-Methode

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Kreativitätstechniken:
Mindmapping
1.  Das Thema (zentrale Aussage, Hauptthema oder Grundidee) wird
in das Zentrum des Blattes gestellt, von dem sich die Gedanken in
alle Richtungen entwickeln - verzweigen können = "gehirngerechtes
Arbeiten

2.  Ausgehend davon strahlen die nächsten Gedanken, Fakten und


Informationen ab, die um die Hauptaussage angeordnet werden.

3.  Es wird alles aufgeschrieben, was einem einfällt. Mit Hilfe dieser
Schlüsselworten, Assoziationsworten und Bildern werden Daten
gemerkt und kummuliert. Und vor allem müssen sie auf den Punkt
formuliert sein.

4.  Die Aussagen, Assoziationen werden nun durch Linien verbunden


und mit Stichwörtern versehen.

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„Informationsknotenpunkt
Projektleiter/in

Lenkungs-
Auftraggeber
gremium

Projekt-
Politiker Externe
leiter/in

Teammitglied Teammitglied …

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Information und Kommunikation

•  Projekt- und Arbeitssitzungen


•  e-Mail, Telefon, Projektwebseite
•  Zwischenberichte, Statusberichte
•  Protokolle, Aktennotizen
•  …

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Leistungsfähigkeit - Spannung

hoch

Leistungs-
fähigkeit/
Produktivität konstruktive destruktive
Spannung Spannung

niedrig Grad der hoch


Spannung

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Projektcontrolling –
kontinuierlicher Soll-Ist-Vergleich
•  Aufgaben, Leistungsfortschritt
•  Termine, Meilensteine
•  Kosten, Arbeitsaufwand
•  Stimmung, Akzeptanz (innen und außen)

Qualität

Kosten Zeit

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Controlling-Maßnahmen

•  Leistungsfortschritt zu gering
–  höherer Ressourceneinsatz, zusätzliche ProjektmitarbeiterInnen
–  Wechsel Teammitglieder
–  Intensivierung Leistungsfortschrittsmessung

•  Terminüberschreitung / Zeitdruck
–  höherer Ressourceneinsatz, zusätzliche ProjektmitarbeiterInnen
–  Zukauf weiterer Ressourcen
–  paralleles Arbeiten (soweit möglich)
–  nicht wertschöpfende Tätigkeiten minimieren

•  Kostenüberschreitung
–  Intensivierung Kostenkontrolle
–  frühzeitige Kommunikation an den Auftraggeber
–  Beantragung Budgeterhöhung
–  Qualität auf das unbedingt Nötige beschränken
–  nicht wertschöpfende Tätigkeiten minimieren

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Leistungsfortschrittsmessung

•  Erledigt / nicht erledigt (Arbeitspakete,


Ergebnisse, Meilensteine)
•  0 – 50 – 100 % Methode
•  Schätzung der notwendigen Restleistung
•  Einbeziehung des Teams

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Projektdokumentation

•  Projektgrobplanung •  To-Do-Listen
•  Projektauftrag •  Präsentationen
•  Projektdetailpläne (PSP, •  Mindmaps
Balkenplan, Kostenplan,
Personaleinsatzplan, •  Informationsquellen
Arbeitspaket-Beschreibungen, •  Verträge
Aufgabenlisten etc.)
•  technische Dokumentation von
•  Projekthandbuch
Projektergebnissen
•  Aktennotizen
•  Projektabschlussbericht
•  Protokolle
•  Lessons Learned
•  Statusberichte /
Projektfortschrittsberichte •  …

73
Erfolgsfaktoren im
Projektmanagement

Studienergebnisse
PM-Erfolgsfaktoren

75
Was bringt Teams zum Scheitern?

76
Erfolgsfaktoren

77
Ursachen für das Scheitern von
Projekten

78
Ursachen für das Scheitern von
Projekten

79
http://pmlehrgang2010.wordpress.com/

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Kontakt

Dr. Stefan Hagen

Hagen Management GmbH


CAMPUS Dornbirn
Hintere Achmühlerstraße 1
6850 Dornbirn

T +43 (0)5572 401 011


office@hagen-management.at
www.hagen-management.at

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