Sie sind auf Seite 1von 13

VERORDNUNG DER GRÜNDUNGSSTUDIENKOMMISSION

DER PÄDAGOGISCHEN HOCHSCHULE OBERÖSTERREICH

über Richtlinien zum Verfassen einer Bachelorarbeit

Jahrgang: 2007

Verordnung Nr.: 21

Beschlossen am: 30. 05. 2007

Aufgrund des Bundesgesetzes über die Organisation der Pädagogischen Hochschulen und ihrer Studien (Hochschulgesetzes 2005), BGBl. I 30/2006 vom 13. März 2006 und der Verord- nung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur über die Grundsätze für die nähere Gestaltung der Curricula einschließlich der Prüfungsordnungen (Hochschul- Curriculaverordnung – HCV), BGBl. II/495 vom 21. Dezember 2006 wird verordnet:

Richtlinien zum Verfassen einer Bachelorarbeit

Diese Verordnung tritt mit 1. Oktober 2007 in Kraft.

OStR. Dr. Peter Starke, eh. (Vorsitzender)

2

Richtlinien zum Verfassen einer Bachelorarbeit

Inhaltsverzeichnis

 

Seite

1 Allgemeine und Spezielle Prüfungsordnung

2

2 Von der Idee zur Bachelorarbeit

2

2.1 Fragestellung entwickeln

2

2.2 Thema vereinbaren

2

2.3 Weitere Arbeitsschritte

2

3

Kriterien einer Bachelorarbeit

3

3.1

Umfang und Form der Arbeit

3

3.2

Aufbau der Bachelorarbeit

3

3.3

Gliederung des Textteiles

4

3.4

Zitierweise und Literaturverzeichnis

5

3.4.1

Zitieren im Text

5

3.4.2

Quellenangaben im Literaturverzeichnis

6

3.5

Hinweise für empirische Arbeiten

7

3.6

Sprachlicher Ausdruck, grammatische und orthografische Richtigkeit

7

3.7

Beurteilungskriterien

8

4 Zeit- und Projektmanagement

8

5 Andere Formen wissenschaftlicher Arbeiten

9

5.1 Seminararbeit

9

5.2 Protokoll

9

 

5.3 Referat

9

5.4 Exposé

10

6 Literaturhinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten

10

7 Adressen für Internet-Recherchen

10

8 Weitere hilfreiche Adressen

11

3

1 Allgemeine und Spezielle Prüfungsordnung

Beachten Sie grundsätzlich vor der Fächerwahl für die Bachelorarbeit die Prüfungsordnung, deren Bestimmungen vom Datum des Studienbeginns abhängen. Die Bachelorarbeit (BA) dient vorrangig dem Nachweis der ausbildungsspezifischen Kompe- tenzen. Das Thema muss umfassend sein und einen Bezug zu wissenschaftlicher Theorie und beruflicher Praxis als LehrerIn vorweisen. Die Themenstellung für Bachelorarbeiten hat dem modularen Aufbau der Curricula zu ent- sprechen und hat studienfachbereichsübergreifend zu erfolgen. In begründeten Fällen können davon abweichende Regelungen von der zuständigen Institutsleitung genehmigt werden. Bachelorarbeiten sind Einzelarbeiten. Mehrere Bachelorarbeiten können zueinander in einem fachlichen Zusammenhang stehen, jedoch müssen die Bearbeitung und die Beurteilung unab- hängig voneinander erfolgen können. Die Curricula haben einen Abgabetermin für die Bachelorarbeit vorzusehen, der eine ange- messene Begutachtungszeit einräumt. Die Betreuung der Bachelorarbeit hat durch wissenschaftlich und fachlich ausgebildetes Lehrpersonal zu erfolgen. Im konkreten Fall bedeutet dies einen akademischen Abschluss mindestens auf dem 2. Bologna-Niveau (Master/Magister).

2 Von der Idee zur Bachelorarbeit

2.1 Fragestellung entwickeln

Bevor mit der eigentlichen Arbeit begonnen wird, verfassen Sie ein Konzept, das als Grund- lage für die Erstbesprechung mit den möglichen betreuenden ProfessorInnen dient. Es sollte folgende Punkte enthalten:

Was speziell interessiert mich an dem Thema?

Welche Fragen habe ich?

Warum will ich mich mit diesem Thema beschäftigen?

Was weiß ich bereits?

Von welchen Annahmen gehe ich aus?

Was möchte ich bearbeiten?

Wie möchte ich vorgehen?

Welche Literatur habe ich bereits zum Thema gefunden/gelesen?

2.2 Thema vereinbaren

Das Thema der Bachelorarbeit muss aus zwei der vier möglichen Studienfachbereiche ge- wählt werden und einen Bezug zu wissenschaftlicher Theorie und beruflicher Praxis als

LehrerIn haben. In begründeten Fällen können davon abweichende Regelungen von der zu-

werden.

ständigen

Institutsleitung

genehmigt

1. Humanwissenschaften

2. Fachwissenschaften/Fachdidaktik

3. Schulpraxis

4. Ergänzende Studienveranstaltungen

4

Wählen Sie aus zwei Bereichen je einen Professor/eine Professorin zur Betreuung, die mindestens einen akademischen Abschluss auf dem 2. Bologna-Niveau (Mas- ter/Magister) vorzuweisen haben.

Zeitvorgabe: Termine zur Einreichung des Themas und Abgabe der Arbeit ent- nehmen Sie dem jeweiligen Vorlesungsverzeichnis

Einreichung des Themas mittels Formblatt

2.3 Weitere Arbeitsschritte

Literaturrecherche

zentrale Fragestellungen erarbeiten

eine Grobgliederung verfassen und den BetreuerInnen vorlegen

Recherchieren, Daten erheben, auswerten, interpretieren, (schul-)praktische Umsetzungen erproben

Feingliederung erstellen

Bachelorarbeit schreiben: Es ist sinnvoll, die unter Punkt Recherchieren be- schriebenen Aktivitäten immer gleich zu verschriftlichen

Erstfassung bzw. erste Teile der Arbeit den BetreuerInnen zur Rückmeldung vorlegen und unter Berücksichtigung der Rückmeldungen weiterarbeiten

einen Kollegen/eine Kollegin um kollegiales Feedback bitten

Arbeit fertig stellen

Arbeit Korrektur lesen: Achtung auf Argumentation, Sprachstil, Recht- schreibung, Quellenangaben

Bachelorarbeit binden (nicht spiralisieren!)

drei Exemplare in fest gebundener Fassung und auf CD-Rom nach Möglich-

keit im Dateiformat*.pdf im Prüfungsreferat abgeben und ein weiteres Exemp- lar selbst verwahren (Positiv beurteilte Bachelorarbeiten sind vor der Verleihung des Akademi- schen Grades der Bibliothek der PH zur Verfügung zu stellen und von dieser zu veröffentlichen.) Abschluss der Bachelorarbeit mit einer Defensio: Diese erfolgt vor einer Kommission, bestehend aus 2 BeurteilerInnen und 1 Vorsitzenden, der/die von den InstitusleiterInnen bestellt wird. Vorraussetzung für die Defensio ist ein positives Gutachten über die Bachelo- rarbeit.

3 Kriterien einer Bachelorarbeit

3.1 Umfang und Form der Arbeit

Jede Bachelorarbeit ist im DIN-A4 Format mit einem Textverarbeitungssystem abzufassen.

Schriftart: Times New Roman, Arial

Schriftgröße: 12 pt

Überschriften mit größerer Schrift und/oder Fett- bzw. Kursivdruck

Zeilenabstand: 1 ½

Seitenränder: Einzug linker Seitenrand 3 cm

Gesamtumfang der Arbeit: 60 Seiten

5

Tabellen und Abbildungen sind fortlaufend zu nummerieren und mit einem Titel bzw. einer Legende zu versehen. In diesem Falle ist nach dem Literaturverzeich- nis auch ein Abbildungsverzeichnis beizufügen.

Teile der Bachelorarbeit können auch in anderer als in Textform (etwa in Form von Videos, Lernprogrammen, DVDs oder CDs, formalen Sprachen etc.) gestaltet werden. Der Umfang und die Form der gesamten Arbeit sind in diesen speziellen Fällen mit den betreuenden Pro- fessorInnen zu vereinbaren.

3.2 Aufbau der Bachelorarbeit

Titelblatt: Thema, Themensteller/innen, Name des Verfassers/der Verfasserin, Zu- ordnung zu den Studienfachbereichen, Ort, Datum der Abgabe

Eidesstattliche Erklärung mit Unterschrift

Abstract

Vorwort (fakultativ, wird nicht beurteilt): Will man persönliche Motive und Umstän- de der Arbeit näher beschreiben, das Thema in einer literarischen Form (Gedicht, Ge- schichte) einleiten, jemandem Dank sagen, so kann dies vor das Inhaltsverzeichnis als Vorwort gestellt werden – es wird nicht mitnummeriert.

Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben Die inhaltliche Gliederung gibt den roten Faden der Arbeit wieder und hilft LeserIn- nen sich zu orientieren. Kapitelüberschriften sind mit denen im Text identisch und mit einer Seitenzahl versehen.

Gliederungssystem wird das

Als

Dezimalklassifikationssystem

empfohlen:

1

1.1

1.1.1

1.1.1.1

2

2.1

Der Inhalt soll logisch aufgebaut sein. Anstelle vieler kurzer Kapitel sollen weniger, aber dafür umfangreichere Kapitel mit entsprechender Untergliederung (maximal 4) erstellt werden.

Textteil mit Seitenangaben

Alphabetisch geordnetes Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis gibt Aus- kunft über sämtliche (!) Quellen, die für die betreffende Arbeit relevant waren. Alle Werke sind nach Autorennamen alphabetisch geordnet angeführt (siehe dazu die Hin- weise unter 3.4 Zitierweise und Literaturverzeichnis).

Anhang: Materialien z.B. Fragebögen (Vorlagen), Interviewleitfäden, Arbeitsblätter, Beobachtungsbögen etc. werden im Anhang beigegeben.

3.3 Gliederung des Textteiles

Einleitung Die LeserInnen sollen einen Einblick gewinnen können, was sie beim Lesen der Ar- beit erwartet. Die Einleitung enthält eine Begründung der Themenwahl (Motive, Aus- gangslage), stellt die erkenntnisleitenden Interessen, die Forschungsfragen und die Ziele der Arbeit vor. Außerdem werden die verwendeten Methoden des Vorgehens und der Aufbau der Arbeit skizziert. Zu Beginn und während der Arbeit ist es sinnvoll,

6

Stichworte zur Einleitung zu notieren. Die Einleitung selbst wird üblicherweise erst am Schluss ausformuliert.

Hauptteil Zu Beginn der Arbeit sind die zentralen Begriffe des Themas eindeutig zu definieren. Eine reine Auflistung von Definitionen aus Lexika genügt nicht. Begriffsdefinitionen werden vielmehr durch die Auseinandersetzung mit der aktuellen Literatur gewonnen. Mit der Festlegung der Begriffe deklariert man indirekt das Wissenschaftsverständnis und es werden die hinter den Begriffen stehenden Theorien, Menschen- und Weltbil- der übernommen. Das sollte auch explizit in der Arbeit reflektiert werden.

Anschließend sollen argumentativ bestehende Theorien bzw. dokumentiertes Praxis- wissen zur Fragestellung vergleichend kritisch erläutert, zusammengefasst und kon- krete Schlussfolgerungen für die pädagogische Arbeit gezogen werden. Bezieht man konkrete Beispiele aus der pädagogischen Praxis ein, dann sind die theoretisch erarbei- teten Erkenntnisse zur Analyse und Reflexion der Praxis einzusetzen - eine beschrei- bende Dokumentation alleine ist zu wenig.

Um den Argumentationszusammenhang sichtbar zu machen, können einzelne Arbeits- und Gedankenschritte beschrieben werden. Übergänge zwischen den einzelnen Kapi- teln sollen dazu genützt werden, den LeserInnen zu erklären, was nun warum gemacht wird („roter Faden“).

Für eigene Argumentationen verwendet man den Indikativ, für indirekte Zitate von anderen AutorInnen den Konjunktiv.

Beispiel Posch und Altrichter (1998, S. 340) behaupten, das Interesse an Forschungser- gebnissen aus der Praxis sei im Allgemeinen sehr viel höher als vermutet.

Der Schreibstil soll möglichst verständlich sein, die Argumentation nachvollziehbar, die Daten und Aussagen müssen eindeutig belegt sein. Es sind weniger die persönli- chen Meinungen, Vorlieben oder Einschätzungen als vielmehr die Begründungen für Meinungen von Bedeutung. Es muss immer klar erkennbar sein, auf welche Grundla- gen sich Behauptungen beziehen.

Schluss Am Schluss der Arbeit steht eine Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen der Arbeit, welche Schlüsse allgemein gezogen werden können, welche konkreten Konse- quenzen für zukünftige Tätigkeiten abgeleitet werden, welche Fragen offen geblieben sind und einer weiteren Analyse bedürfen. Um den Bogen der Arbeit zu schließen, sollte auf die in der Einleitung aufgeworfenen Fragen eingegangen und die nunmehri- ge Sichtweise und Gesamteinschätzung der Thematik abgegeben werden.

3.4

Zitierweise und Literaturverzeichnis

3.4.1

Zitieren im Text

Wissenschaftliches Arbeiten weist sich u.a. dadurch aus, dass sämtliche (!) Gedanken, die aus anderen Quellen für die Arbeit übernommen werden, zum Zwecke der Nach- prüfbarkeit und Vertiefung als solche kenntlich zu machen sind. Hierbei gilt:

7

Das wörtliche Zitat ist in doppelte Anführungsstriche zu setzen.

Zitate innerhalb eines Zitats werden durch einfache Anführungsstriche gekennzeich- net.

Wird ein Zitat nur teilweise übernommen, sind die fehlenden Passagen mit (…) zu er- setzen.

Rechtschreibfehler, alte Rechtschreibung und Hervorhebungen durch den Autor/die Autorin sind zu übernehmen. Ein offensichtlicher Fehler kann durch (sic!) oder (!) ge- kennzeichnet werden.

Eigene Ergänzungen bei evtl. Unklarheiten sind durch eckige Klammern als Anmer- kung des Verfassers/der Verfasserin deutlich zu machen und dazu mit dem Hinweis d.V. (der Verfasser/die Verfasserin) oder aber den Initialen des Verfassers/der Verfas- serin zu versehen.

Eigene Hervorhebungen (Unterstreichungen, Fettdruck, etc.) müssen in den Anmer- kungen durch den Hinweis „Hervorhebung durch d.V.“ als solche kenntlich gemacht werden.

Wird eine Stelle nicht aus der Originalliteratur zitiert, sondern aus einem anderen Buch (Sekundärliteratur) übernommen, so ist die Anmerkung mit „zit. n.“ (zitiert nach) einzuleiten.

Der Beleg des Zitates erfolgt unmittelbar an der übernommenen Stelle, meist am Ende in Klammern. Stellt das Zitat einen vollständigen Satz dar, dann ist das Satzzeichen (Punkt, Aus- rufungszeichen, Fragezeichen), das den Satz beendet, vor die Anführungsstriche zu setzen. Besteht das Zitat nicht aus einem vollständigen Satz, dann wird das Satzzeichen hinter die Klammern des Belegs gesetzt.

Der Beleg des wörtlichen Zitats muss enthalten: Nachname(n) des Autors/der Autorin/der AutorInnen Erscheinungsjahr des betreffenden Werkes, Seitenangabe des Zitats.

Beispiele Ein zentraler Maßstab von Bildung ist für Hartmut von Hentig die Fähigkeit und der Wille sich zu verständigen: „Unser Leben hängt von vielerlei klugen Künsten ab – von kluger Poli- tik, von kluger Wirtschaft, von kluger Wissenschaft. Aber wohl am meisten von einer klugen Verständigung unter den Menschen!“ (Hentig 1996, S. 85)

Lorenz von Stein urteilte später, die Volksschule sei schon vom 15. Jahrhundert an weit wich- tiger für die geistige Entwicklung geworden als alle Universitäten, Gymnasien und gelehrte Literatur, so „(…) dass nunmehr der Platz eines jeden Volkes in der Weltgeschichte nicht mehr in den Leistungen seiner Gelehrten, sondern in der Breite und Höhe seines Volksschul- wesens gegeben ist“ (Stein zit. n. Friedeburg 1989, S. 22).

Gedanken, die nicht wörtlich, sondern nur sinngemäß aus anderen Quellen übernommen und mit eigenen Worten zusammengefasst wurden, sind nach den gleichen Richtlinien kenntlich zu machen. Es entfallen die Anführungszeichen und der Beleg ist mit (Vgl.) einzuleiten.

Beispiel Hentig meint, Bildung hänge u.a. von einer klugen Verständigung unter den Menschen ab. (Vgl. Hentig 1996, S. 85)

8

3.4.2 Quellenangaben im Literaturverzeichnis

Die Literaturliste gibt Auskunft über sämtliche Quellen, die für die betreffende Arbeit rele- vant waren. Im Literaturverzeichnis sind alle verwendeten Materialien nach Autorennamen alphabetisch geordnet anzuführen. Innerhalb der verschiedenen Wissenschaften, aber auch innerhalb der Erziehungswissenschaften gibt es mehrere Zitationssysteme. An der PH OÖ. wird in der Regel folgendes Schema vorgeschlagen:

Nachname des Autors/der Autorin, Vorname des Autors/der Autorin: Titel der Arbeit (vollständig mit Untertitel). Quelle

bei Monografien: Erscheinungsort: Verlag Erscheinungsjahr des betreffenden Werkes (bei mehreren Werken desselben Autors/derselben Autorin im selben Jahr mit a, b, c unterscheiden)

bei Sammelwerken: In: Autor(en) Vorname abgekürzt Nachname (Hrsg.): Titel. Er- scheinungsort: Verlag Erscheinungsjahr des betreffenden Werkes, Seitenangabe

bei Zeitschriften: Name der Zeitschrift Jahrgang (Erscheinungsjahr des betreffenden Werkes) Nummer der Ausgabe, Seitenangabe

bei Internetquellen: Internetadresse, Datum des Abrufs [in eckigen Klammern] Mindestvoraussetzung für die Aufnahme von Internetbeiträgen in die Bibliographie ist, dass Autor und Titel angegeben sind. Informationen, die diesen Anforderungen nicht genügen, können in begrenztem Umfang verwendet werden, sind jedoch nur als Fußnote anzuführen.

o

Autor und Titel

o

Datum, an dem die Datei ins Netz gestellt bzw. revidiert wurde (wenn vorhan- den).

o

Angabe der URL (Uniform Ressource Locator) in der Form, in der die Inter- net-Adresse in der Leiste erscheint.

o

Datum, an dem Sie die Datei benutzt haben

bei Audiovisuellen Medien: Autor/Autorin: Titel. Art des Mediums. Erscheinungsort:

Verlag bzw. Produzent/Produzentin Erscheinungsjahr

Beispiele Monografien Altrichter, Herbert/Posch, Peter: Lehrer erforschen ihren Unterricht. Bad Heilbrunn/Obb.:

Klinkhardt 1998 3 , S. 257 – 284 Born, Arnim/Oehler, Claudia: Lernen mit ADS-Kindern. Ein Praxishandbuch für Eltern, Lehrer und Therapeuten. Stuttgart: Kohlhammer 2003 Oelkers, Jürgen: Wie man Schule entwickelt. Eine bildungspolitische Analyse nach PISA. Weinheim: Beltz 2003 Beiträge in Sammelwerken (Handbücher) Zinnecker, Jürgen: Schul- und Freizeitkultur der Schüler. In: W. Helsper/J. Böhme (Hrsg.): Handbuch der Schulforschung. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2004, S. 501 – 525 Zeitschriften Reh, Sabine: Abschied von der Profession, von Professionalität oder vom Professionellen? Theorien und Forschungen zur Lehrerprofessionalität. In: Zeitschrift für Pädagogik 50 (2004) 3, S. 357 – 372 Internet Brügelmann, Hans: Heterogenität, Integration, Differenzierung – Befunde der Forschung, Perspektiven der Pädagogik. Einführungsvortrag zur Jahrestagung der Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe in der DGfE (27. 9. 2001). http://www.uni-siegen.de/~agprim/brue-gsf-hall.vortrag.pdf [15. 04. 2005]

9

Graf, Dietmar: Das Internet – zum Zitieren geeignet (16. 11. 2000). http://www.uni-giessen.de/biodidaktik/vdbiol/zitieren.htm [20. 05. 2005] Ilsemann, Cornelia v.: Individualisierung von Bildungsgängen – Umgang mit Heterogenität (20. 2. 2004). http://www.boell.de/de/01_event/2805.html [20. 05. 2005] Stiegler, Barbara: Gender Mainstreaming (Dez. 2001). http://www.fes.de/gender/gm.htm [20. 05. 2005]

3.5 Hinweise für empirische Arbeiten

Ausgangspunkt sind klar formulierte Fragestellungen/Hypothesen

fehlerfreie Anwendung geeigneter Untersuchungsinstrumente

Auswahl einer qualitativ und quantitativ geeigneten Stichprobe; rechtzeitig Erlaubnis einholen

korrekte Datenauswertung und Interpretation

übersichtliche Darstellung der relevanten Ergebnisse

Fragebögen, Beobachtungsbögen, Interviewleitfäden, Arbeitsblätter etc. kommen als Vorlagen in den Anhang. Die ausgefüllten Fragebögen, Transkripte von Interviews etc. müssen mindestens 5 Jahre aufgehoben werden, werden aber dem Anhang nicht beigegeben. Im Text werden die Ergebnisse der Befragungen dargestellt und interpre- tiert. Zudem wird auf die Vorlagen im Anhang verwiesen.

3.6 Sprachlicher Ausdruck, grammatische und orthografische Richtigkeit

Klarheit der Formulierung, Textzusammenhang und adäquate Wortwahl

In den Arbeiten sind von beiden BegutachterInnen Verstöße gegen die grammatische und orthografische Richtigkeit anzuzeichnen

Mehrere schwere Fehler bewirken eine Verschlechterung der Note. Besonders schwerwiegende und/oder gehäufte Verstöße gegen die Sprach- und Schreibrichtigkeit schließen eine positive Beurteilung aus

Gender gerechte Formulierungen sind anzuwenden (siehe Richtlinien)

3.7 Beurteilungskriterien

Die in 3.1 bis 3.6 festgelegten Kriterien gelten für Bachelorarbeiten an der PH OÖ, sofern mit den betreuenden ProfessorenInnen in konkreten Fällen keine anderen Kriterien vereinbart wurden. Die einzelnen Kriterien haben für die Beurteilung unterschiedliche Wertigkeit. Dies hängt u.a. auch von der Gewichtung durch die BetreuerInnen ab. Studierende, die eine sehr eigenständige Entwicklung eines durch Sekundärliteratur relativ unbearbeiteten Themas vor- legen, können einen Beurteilungsbonus erhalten.

Die Beurteilungskriterien ergeben sich zum einen aus der Beachtung der in 3.1 bis 3.6 ange- gebenen Kriterien des Abfassens von Bachelorarbeiten, zum anderen aus folgenden inhaltli- chen Anforderungen:

ausgewogene Berücksichtigung des Wissensstandes des Fachbereiches/ bzw. der Fachbereiche zum Thema

differenziertes Problembewusstsein und daraus hervorgehende präzise Fragestellungen

Klären von Begriffen und Einführung von Definitionen

Verortung des Themas in der Breite der aktuellen Bildungs- bzw. Forschungsdiskussi- on

stringente Gliederung der Arbeit und Darstellung eines „roten Fadens“

10

eigenständige, kohärent aufgebaute Argumentationsstruktur und selbstständige Ur- teilsbildung

sprachlich-stilistische Eigenständigkeit

differenzierte und klare sprachliche Darstellung

kritisch-selektiver Umgang mit den dem Forschungsstand entsprechenden Quellen

systematische, kontinuierliche Vernetzung von Theorie und Praxisreflexion

klare Ausweisung des Berufsfeldbezuges, bei berufsbegleitenden Studien (Berufspä- dagogik) muss dieser Teil Elemente der Selbstevaluation der eigenen Berufspraxis enthalten

Offenlegung und Begründung der Methodenwahl

korrekte Anwendung der gewählten Methoden

Der angefügte Selbstbeurteilungsbogen kann als Hilfestellung u.a. für das Beurteilungsge- spräch verwendet werden.

Defensio Die Bachelorarbeit ist mit einer Defensio abzuschließen. Diese erfolgt vor einer Kommission, bestehend aus 2 BeurteilerInnen und 1 Vorsitzenden, der/die von den InstitutsleiterInnen be- stellt wird. Vorraussetzung für die Defensio ist ein positives Gutachten

4 Zeit- und Projektmanagement

Machen Sie sich einen Zeitplan. Überlegen Sie dabei Folgendes:

Wann will ich mein Thema mit den betreuenden ProfessorInnen vereinbaren?

Wie viel Zeit benötige ich vorher für die Erstellung eines Konzeptes?

Wann wird mit der Arbeit begonnen?

Wann beginne ich mit der Literaturrecherche? Wie gehe ich damit um, wenn wichtige Bücher bereits ausgeliehen sind?

Wann möchte ich mit der Datenerhebung beginnen und wie gehe ich dabei am besten vor? (Schulbesuche? Praktische Umsetzungen während des Blockpraktikums? Schrift- liche Befragungen?)

Was benötige ich an Vorarbeiten, um die geplanten Datenerhebungen sinnvoll durch- führen zu können? Wer ist wann über geplante Erhebungen eventuell zu informieren? (LSR, DirektorInnen, …)

Wann wird die Grobgliederung des Inhaltes vorgelegt?

Wann lege ich erste Kapitel für eine Rückmeldung vor? (Ausreichend Zeit für die Pro- fessorInnen einrechnen!)

Wann bitte ich eine/n Kollegin/en um ein kollegiales Feedback?

Wann beginne ich mit dem Korrekturlesen? Wer kann mich dabei unterstützen?

Wann will ich die Arbeit abgeben? Wie viel Zeit muss ich zum Korrigieren, Layoutie- ren, Drucken und Binden einrechnen?

5 Andere Formen wissenschaftlicher Arbeiten

5.1

Seminararbeit

Die Seminararbeit ist zunächst ein Nachweis, dass Inhalte eines Seminars anhand eines Prob- lems oder einer bestimmten Aufgabenstellung dargestellt, mit verschiedenen Theorien in Verbindung gebracht und selbstständig kritisch bearbeitet werden können.

11

Die Darstellung aktueller Forschungsergebnisse, die Auseinandersetzung mit einschlägiger Literatur, das Einbringen eigener, argumentativ gestützter Meinungen und Stellungnahmen charakterisieren eine Seminararbeit. Damit kann sie als Vorübung für das Verfassen einer Bachelorarbeit angesehen werden, zumal auch die Seminararbeit grundsätzlich den inhaltli- chen und formalen Gütekriterien einer Bachelorarbeit genügen muss. Zweckmäßig werden zu jenen Themen Seminararbeiten verfasst, die auch inhaltlich bereits auf die spätere Bachelo- rarbeit Bezug nehmen und damit eine konkrete Vorarbeit für die Abschlussarbeit darstellen können.

5.2 Protokoll

Ein Protokoll hat die Funktion, als „Ur- bzw. Erstschrift“ eine bestimmte Realität möglichst exakt wiederzugeben und bekommt damit den Charakter eines Dokuments. Die Arbeit des Verfassers/der Verfasserin eines Protokolls besteht in der Darstellung von „Beobachtetem“. Sie enthält sich der persönlichen Stellungnahme oder Interpretation. Der Verfasser/die Ver- fasserin stellt damit unter Beweis, wie exakt er/sie einen Vorgang beobachten, eine Äußerung aufnehmen und wiedergeben bzw. zusammenfassen kann.

5.3 Referat

Das Referat hat in der Regel die Aufgabe, Inhalte einschlägiger Literatur in Kurzfassung Zu- hörern in einer didaktisch aufbereiteten, zumutbaren Präsentationsform vorzutragen. (Gliede- rung, Ordnung, Prägnanz, verständliche Sprache sind bereits bei der Abfassung des Referates zu berücksichtigen!)

Im strengen Sinn eines Referates enthält sich der/die Referierende der eigenen Stellungnahme und beschränkt sich auf die zusammenfassende Reproduktion der vorgefundenen Aussagen. Häufig schließt aber eine persönliche Stellungnahme den Vortrag ab und weitet damit das Referat zu einer sinnvollen Übung aus, sich mit einem literarisch vorgegebenen Inhalt auch auseinanderzusetzen und die eigene Stellungnahme in einem eventuell anschließenden Ge- spräch diskursiv einzubringen. Wird das Referat auch schriftlich vorgelegt, so nimmt diese schriftliche Arbeit den Charakter einer Seminararbeit an. Wie für diese besteht auch für das Referat die Pflicht zur Zitation und Literaturangabe. Wird auch die eventuell anschließende Diskussion dokumentiert, erhält dieses verschriftlichte Referat zusätzlich Charakterzüge eines Protokolls.

5.4 Exposé

Das Exposé zu einer wissenschaftlichen Arbeit dient einer ersten Selbstvergewisserung über das Vorhaben selbst und der Kommunikation und dem Austausch zwischen Betreu- er/Betreuerin und der wissenschaftlich arbeitenden Person.

Ein Exposé enthält folgende Elemente:

(Forschungs-)Fragestellung

Erkenntnis- und Praxisinteresse, pädagogische Relevanz der Fragestellung

eventuell Hypothesen

Angaben zur Methode

Welche Ergebnisse werden erwartet?

Was ist das Ziel der Arbeit?

eine erste Gliederung der Arbeit, so wie sie sich aus dem vorherigen Abriss ergibt

12

Zeitplan

6 Literaturhinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten

Altrichter, Herbert/Posch, Peter: Lehrer erforschen ihren Unterricht. Bad Heilbrunn/Obb.:

Klinkhardt 1998 3 , S. 257 – 284 Becker, Howard S.: Die Kunst des professionellen Schreibens. Frankfurt: Campus 1984, S.15 – 45 Eco, Umberto: Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Heidelberg: UTB für Wissenschaft 2003 Karmasin, Matthias/Ribing Rainer: Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Seminar- und Bachelorarbeiten sowie Dissertationen. Wien: WUV 2002 Nicolini, Maria: Sprache Wissenschaft Wirklichkeit zum Sprachgebrauch in inter- und transdisziplinärer Forschung. Wien: bm:bwk 2001 Schrattenholzer, Elisabeth: Das Wort und die Tatsachen oder Was nehme ich, wenn ich wahrnehme? Wien: Wiener Frauenverlag 1993 Stigler, Hubert/Reicher, Hannelore (Hrsg.): Praxisbuch Empirische Sozialforschung in den Erziehungs- und Bildungswissenschaften. Innsbruck/Wien/Bozen: StudienVerlag 2005

7 Adressen für Internet-Recherchen

Allgemein

www.buchhandel.de

www.DeutschesFachbuch.de

www.infoball.de

http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/suchmaschinen

Erziehungswissenschaft Düsseldorfer Virtuelle Bibliothek Erziehungswissenschaft http://www.ub.uni-duesseldorf.de/fachinfo/dvb/faecher/erz DIPF (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung) http://www.dipf.de/datenbanken.htm

Erziehungswissenschaft im Internet

http://www2.erzwiss.uni-hamburg.de/Kontakte/Link1.htm

Virtuelle Bibliothek mit Themenschwerpunkt Integration http://bidok.uibk.ac.at

The WWW Virtual Library Education http://vlib.org/Education

Soziologie

http://www.uni-bamberg.de/sowi/soziologie-ii/links/links1.html

Psychologie

http://www.psychologie.de/phplinks

13

8 Weitere hilfreiche Adressen

Forschungshomepage der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at Anleitung zum Planen einer Forschungsreise