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Die versklavte,

schwarze Göttin
von Khola Maryam Hübsch

Wie sich im Anhimmeln von Schönheitsikonen die Abgründe einer ganzen Generation manifes-
tieren und wie man doppelmoralisch die entblößte Frau hofiert, während die verhüllte drangsaliert
wird. Freiheit kann dort verborgen sein, wo der oberflächliche Blick nicht hingelangt.

72 LICHTBLICK
Titel: Ikonen - Götzen der Moderne

Necla Kelek darf sich freuen

O h, sorry, falscher Film, so geht es nicht – das


ist übertrieben. Das können wir nicht bringen,
das bringt keinen Gewinn, das wird nicht akzeptiert
– bitte ersetzen Sie im eben gelesenen Absatz, ers-
te Zeile, schwarz mit Türkin und verbieten am Ende
anstelle von Germany´s next topmodel das Kopftuch.
Sache geritzt, das geht selbstverständlich. Das lesen
wir 1000fach in den Feuilletons deutscher Zeitun-
gen – das ist Integrationspolitik. Politiker wollen Rechte
muslimischer Frauen stärken, schreibt die FAZ auf der
Titelseite , ja, wir haben was erreicht, jubeln Kopf-
tuchverbieter und möchtegern Musliminnenbefrei-
er. Necla Kelek darf sich freuen, tut sie aber nicht, es
gibt noch viel zu tun. Unterm-Schleier-Aktivisten pla-
katieren undercover die Innenstädte Deutschlands
mit einer blaugeschlagenen Pippi-Langstrumpf und
dick gedruckten Koranversen, die angeblich den Be-
weis dafür antreten sollen, dass die Unterdrückung
der Frau dem Wesen des Islams inhärent ist. Schließ-
lich kann man nicht tatenlos zusehen, wie Männer
Frauen zwingen, das zu tun, was Männer wollen –
ohne dass die Frauen es merken.

Dem männlichen Blick ist gedient

R eveal the Goddess in you – Erwecke die Göttin in


dir haucht uns Germany´s next topmodel im neus-
ten Werbespot entgegen. Sei jung, hübsch und sexy
und die Welt liegt dir zu Füßen. Tausende von hoff-
nungsvollen Mädchen pil-
gerten zu den Castings, um „Tausende von hoffnungsvollen
ihrer heidnischen Göttin Mädchen pilgerten zu den Castings,
Heidi zu huldigen und um

Quelle: iStockPhoto
so zu werden wie sie meint um ihrer heidnischen Göttin
zu sein: Schönheitsikone,
erotisch und begehrens- Heidi zu huldigen und um so

S
wert. Verehrt und angebe-
ie ist schwarz, sie ist willig, sie ist bemitlei- tet. Physische Attraktivität
zu werden wie sie meint zu sein:
denswert - eine Sklavin. Ja es gibt sie, auch als sinnstiftendes Element, Schönheitsikone “
heute noch, mitten in Europa, im hochzi- wer schön ist, ist göttlich
vilisierten, demokratischen Abendland, wo glücklich – nein, wer von anderen als schön erkoren
die Würde des Menschen unantastbar ist. Es ist ein wird, meint glücklich zu werden. Und ist dabei so
Skandal. Ihr Körper wird benutzt, verkauft, instru- wenig göttlich wie nie zuvor. Dem männlichen Blick
mentalisiert für die Interessen einiger wildgeworde- ist bestens gedient.
ner Fanatiker. Sie wird unter dem Deckmantel einer
menschenverachtenden Ideologie unterdrückt, und Laszive Schönheiten überall
hat nie gelernt sich zu wehren, weil sie schon immer
entsprechend indoktriniert und sozialisiert wurde.
Sie braucht unsere Hilfe - wir müssen sie befreien!
Verbieten wir Germany´s next topmodel.
I mmer wieder lächeln uns makellose Gesichter mit
aalglatten Körpern an, ihre Botschaft ist ebenso
ecken- und kantenlos wie sie selbst: Werde schön wie
ich und du hast dein Lebensziel erreicht oder je nach

LICHTBLICK 73
Geschlecht das Pendant für Männer: Besitze so etwas Selbstinszenierung, unreifes Profilieren und sich An-
Schönes wie mich und du wirst wahrlich zufrieden biedern sowie egoistisches Ellenbogendenken – das
sein. Das ökonomisch Praktische daran: Ins Ziel kann waren nur einige wenige Macken der Anwärterinnen
man nicht gelangen, die zur Perfektion retuschierte in der Castingshow der vordergründig Schönen. Wen
Scheinwelt muss Illusion wundert es; das einzige bisherige Ziel im Leben der
„Verkümmerte kleine Opfer bleiben und kann daher Kandidatinnen scheint das Streben nach dem Thron
ewig als Projektionsfläche des Supermodels zu sein. Das manifestiert sich un-
Fegefeuer der
einer Welt im der eigenen Sehnsüchte ter anderem darin, dass sich die möchte-gern Man-
und Aufstyle- nequins so sehr vor der Vorstellung, nicht die Auser-
Eitelkeiten . Ohne Körper, Optimier ungsversuche wählte zu sein, fürchten, dass Heultattacken nach der
fungieren. Wer meint, Selektion mindestens das abschließende Ritual einer
Hülle und Fassade ziemlich sich dieses primitiven jeden Sendung sind. Spätestens nach diesem Blick
unansehnlich“ Einflusses entziehen in die Tiefen menschlicher Hässlichkeiten, wird klar,
zu können, erhaben dass wir hier sehr unreife Seelen vor uns haben. Ver-
zu sein über die Persuasionsmechanismen, die kümmerte kleine Opfer einer Welt im Fegefeuer der
die Omnipräsenz der sich räkelnden Schönheiten Eitelkeiten. Ohne Körper, Hülle und Fassade ziem-
freisetzten, ist bereits völlig kontaminiert und lich unansehnlich. Wahrlich, wir haben den Menschen in
chancenlos verloren. schönstem Ebenmaß erschaffen. Wirkt er dann aber Böses, so
verwerfen wir ihn als den Niedrigsten der Niedrigen (Heiliger
Moderne Sklaverei? Koran 95:5-6).

K omisch ist es ja schon. Wenn eine Schauspie-


lerin wie Julie Delpy sich darüber empört, dass
Postfeministischer Albtraum

Frauen von unserer Konsumgesellschaft unter Druck gesetzt


werden, indem man ihnen vorschreibt jung und schön zu sein
und das als eine andere, moderne Form der Sklaverei be-
D ie Quoten für solche Werbeformate steigen
genauso wie die Bewerberzahlen kontinuierlich.
Der Zuschauer mag es, Charakterschwächen zu sehen,
zeichnet, dann wird darüber zwar in dem einen oder eingenommen vom wohligen, pharisäischen Gefühl,
anderen Blättchen berichtet. Mehr aber auch nicht. nicht so zu sein wie die Entblößten in der Castingshow
Sind es nicht ewig schnoddrige Kulturpessimisten, – denn dann fühlt er sich wohl in seinem eigenen Sumpf,
die meinen die Gegenwart sei einem Schönheitswahn die anderen sind schließlich noch schlimmer. Und
verfallen? Letztlich haben sich Menschen schon zu al- Fleischbeschau ist der ideale Zusatz eines gelungenen
len Zeiten nach Schönheit, Attraktivität und Jugend Trashmenüs für den Geist am Abend. Das wissen die
gesehnt. Und auch der Islam lehrt: Gott ist schön, er Macher und selektieren ihre Mädchen nach genau
liebt die Schönheit. diesen Kriterien, ein bisschen Zickenkrieg kombiniert
mit langen Beinen und viel Haut, so bekommt man
Die Abgründe menschlicher Unschönheiten alle vor die Mattscheibe. Dass völlig nebenbei eine
ganze Generation junger Mädchen den männlichen

F ragt sich nur, was die Schönheit eines Menschen


ausmacht. Und ob es schön ist, wenn man Kör-
perlichkeiten bis ins Obsessive präsentiert, zur Schau
Blick einübt, sich an die Vermessung und Verdatung
von Körpermaßen gewöhnt und so quasi en passant
patriarchalische Strukturen internalisiert, wie die
stellt und vermarktet – und dabei eine Gesellschaft Medienwissenschaftlerin Tanja Thomas kritisiert, regt
generiert, für die Oberflächlichkeiten nicht nur ein nicht mal Emanzipationseliteeinheiten noch wirklich
Ausmaß an Relevanz einnehmen, das zerstörerisch auf. Schließlich haftete schon der PorNo Kampagne
kontraproduktiv ist, sondern sogar sinnstiftend des Dinos Alice Schwarzer der antiquierte Geruch von
wirken. Ganz abgesehen davon, dass Formate wie Zensur und Prüderie an. Die postfeministische Frau
Germany´s next topmodel Abgründe menschlicher von heute hat vollends verinnerlicht, dass ihr Körper
Unschönheiten aufreißen, die nicht gerade von er- ihr Kapital ist. Die Abwehr der jüngeren Generation
strebenswerten moralischen Eigenschaften strotzen. gegen die realitätsfremde, männerfeindliche Paranoia
Zickenterror, Lästerattacken, peinlich zwanghafte des alten Radikalfeminismus ist ja schön und gut, aber

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titEl: iKonEn - götzEn dEr ModErnE

wenn die Frau von heute nicht einmal bei Klassikern Minute, in der man in der Pariser Innenstadt nicht
der Emanzipationsgeschichte einen Aufschrei dazu genötigt wird, weibliche Geschlechtsmerkmale
loslässt und einfach nur indifferent zusieht, dann mehr oder weniger offensiv zu betrachten. Dennoch
belegt diese Laissez-Faire Haltung, dass sexistische ist die verhüllte Frau Objekt der empörten Debatten
Mythen sich mittlerweile so massiv ins Bewusstsein und nicht die entblößte.
eingeschlungen haben, dass frau ihnen längst hörig
ist und gerade deswegen zeitgleich naiv frönt, Das Selbstbestimmungsrecht der Frau
emanzipiert und frei zu sein. Der Frauenüberschuss
in Steinmeier Kompetenzteam und eine
Bundeskanzlerin reichen als vordergründiger Beweis
für die Emanzipation der Frau. Castingshow hin
N och komischer ist, dass auf der einen Seite mit
dem Selbstbestimmungsrecht der Frau argu-
mentiert wird: Wenn sich 16jährige freiwillig unter
oder her. den voyeuristischen Blicken einer ganzen Fernseh-
nation ausziehen und in ein Rosenbett räkeln wie bei
Germany´s next topmodel, dann tun sie das ja freiwil-
Die andere Schönheitskönigin lig, es zwingt sie doch keiner. Mein Bauch gehört mir,
war schließlich die Kampfparole der altvorderen

O der man macht es wie in Saudi-Arabien, dort


wurde jüngst die moralische Schönheitskönigin
gekürt, bei der man anhand von psychologischer,
Oberemanzipierten. Aber wenn Musliminnen ein
Selbstbestimmungsrecht über ihren Kopf fordern,
gilt das nur als Argument gegen die Verschleierung:
sozialer und kultureller Untersuchungen festzustel- Schließlich könnte durch die Erlaubnis, den Schleier
len glaubte, dass sie innere Schönheit besitze. Auch in der Schule oder das Burkini im Schwimmbad zu
eine Idee, wenngleich man darüber rätseln darf, wie tragen, Druck ausgeübt werden auf diejenigen Mus-
innere Schönheit gemessen wird. Ist innere Schön- liminnen, die sich nicht verschleiern wollten (siehe
heit so plakativ, dass man sie ausstellen kann? Die Kopftuch-Spezial). Man wird den Eindruck nicht
Menschenmasse scheint das zu lieben, was sie grei- los, dass erstaunlich viele Männer für eine angebli-
fen kann, was sie sehen kann, was quantifizierbar ist che Frauenbefreiung kämpfen, wenn es um musli-
und vor allem: was vorzeigbar ist. Der Mensch bleibt mische Verhüllung geht, auch wenn sie noch so frei-
ein soziales Wesen, keine Frage – Und jeder hat ein willig getragen wird. Wen wundert es da, dass sich
Ziel, nach dem er strebt; wetteifert daher miteinander in guten niemand bzw. kein Mann der armen Opfer des Mo-
Werken (Heiliger Koran 2:149). Aber wahre Glückselig- delbusiness annimmt. Da ist die Frau dann plötzlich
keit (20:131) ist unabhängig von der Anerkennung ganz dem modernen Frauenbild gemäß selbst für
Außenstehender: Genügt Allah nicht für Seinen Die- sich verantwortlich. Mein
ner?(39:37). Körper gehört schließlich Ein bisschen Zickenkrieg
mir, auch wenn ich noch kombiniert mit langen Beinen und
Substitutionsdebatten so kopflos bin. Mann freut
sich. viel Haut, so bekommt man alle
K omisch ist es ja schon. Wenn in Paris dieser
Tage ein überdimensional großes Werbeplakat
an fast jeder Metro-Station hängt, das eine nackte
Arbeitsalltag im Mode-
business
vor die Mattscheibe – und völlig
nebenbei gewöhnt sich eine ganze
Frau zeigt, die mit Mühe ihre Scham bedeckt und Generation junger Mädchen an den
Millionen Augen von Nutzern der öffentlichen Ver-
kehrsmitteln keine Chance haben, diesem Blickfang
auszuweichen, dann nimmt man das stillschweigend
D a hilft es auch nichts,
dass die jüngst prä-
mierte Dokumentation Pic-
„männlichen Blick“
hin. Debattiert wird stattdessen über ein Burka- ture me einen Blick in die Abgründe des Modelbusi-
verbot (siehe Kopftuch Spezial), da man es nicht ness wagt und entlarvt, dass sexuelle Übergriffe in
tolerieren kann, dass Frauen ihren Körper und ihr der Modeindustrie an der Tagesordnung sind. Die
Gesicht bedecken. Zwar kann man tagelang in Pa- meist männlichen Fotografen sind eben auch nur
ris unterwegs sein, ohne auf eine Burkaträgerin zu Menschen, so kann es schon hin und wieder mal
stoßen – und es vergeht im Sommer praktisch keine vorkommen, dass eine 15jährige sich vor dem Fotos-

Quelle: iStockPhoto
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hooting erst ausziehen muss und hinterher vergewal- Menschen – ihnen vergeht regelrecht die Lust. Se-
tigt wird. Da kann Heidi Klum noch so euphemistisch xualwissenschaftler wie Peter Fiedler gehen soweit,
darüber schwadronieren, wie selbstverständlich es sei, Tabus zu fordern, da sie eine notwendige Voraussetzung
sich als Model vollständig zu entkleiden und entsetzt für eine Kultur der Lüste seien. Diejenigen, die sich, wie
suggerieren, jemand, der sich aus Schamgründen da- der Koran beschreibt ihr Gelüst zum Gott nehmen
bei anstellt, wie die eine oder andere Topmodel-Kan- (45:24) sind am Ende ob des Overkills nicht einmal
didatin, sei verklemmt und mehr fähig, wirkliche Lust zu empfinden. Mit Burkat-
„Die kontinuierliche prüde. Genau diese offen- ragenden Frauen wäre das wohl nicht passiert.
Enttabuisierung der Sexualität, siv verbreitete Einstellung
ihre Dauerpräsenz in der führt dazu, dass sexuelle Innere Freiheit
Übergriffe von Männern
Öffentlichkeit, in der Werbung
und in den Medien hat natürlich
gegenüber Minderjähri-
gen in der Modelbranche
akzeptierter Arbeitsalltag
D as allzu natürliche Bedürfnis, nackte
Haut zu bedecken gilt als prüde, ver-
klemmt, hoffnungslos anachronistisch
Einfluss auf das
einen sind – die Grenzen zwi-
schen Arbeit, sexueller
– und das im günstigsten Falle. In
der Regel folgt der Vorwurf nicht
Liebesleben der Menschen“ Belästigung und sexuellen
Übergriffen sind fließend,
integrationswillig zu sein, fana-
tisch und unterdrückt oben-
sagt die Macherin des Film, Sara Ziff, ein erfahre- drein. Freiheit bedeutet
nes Model. Dass diese Erkenntnis als Skandal gefeiert aber auch, frei zu sein
wird und für Entrüstung sorgt, kann nur verwundern vom Blick der Anderen,
– was erwartet man denn? Sexuelle Übergriffe dürf- von einem zudringli-
ten nur die Spitze des Eisberges darstellen. Was in chen, sexualisieren-
den Köpfen all der Männer passiert, deren Job darin den Starren. Frei zu
besteht, tagtäglich erotisch posierende Frauen fach- sein, sich anhand
männisch zu begutachten, wird einfach ausgeblendet. von Äußerlich-
Sicher wird nicht jeder handgreiflich, aber was pas- keiten zu messen
siert in der Phantasie, wie sehr belastet das tausend- und bewerten zu
mal-gesehen-haben die eigene Beziehung und das lassen. Nacktheit
Liebesleben? Sind solche Männer völlig abgestumpft kann eben auch
und unsensibel für jegliche weibliche Reize geworden ein Zeichen von
oder ist die Erwartungshaltung ob der Omnipräsenz Unterdr ückung
der immerschönen Mannequins ins Unermessliche sein, von billiger
gestiegen? Zu meinen, die Männer der Branche seien Käuflichkeit, die
erhaben über solche Gefühle ist mehr als nur naiv – es davon zeugt, wie
wird ganz offensichtlich darüber hinweg geheuchelt, wenig man ein Ge-
denn wenn die Modebranche nicht von der potenten fühl für seine eigene
Wirkung der laszive posierenden Schönheitsgöttinen Würde besitzt. Weibli-
wissen würde, würde niemals soviel Kapital in das che Nacktheit versklavt
rentable Business gesteckt. sich dem männlichen Blick.
Wer das Recht auf Nacktheit
Für eine neue Kultur der Lüste verteidigt, der darf dem Recht
auf Verhüllung nicht abschwören.

W as für den professionellen Fotografen gilt, gilt


in einer Zeit der allgegenwärtig reizüberfluten-
den Bilderwelten für jedermann. Die kontinuierliche
So manche scheinbare Göttin ist in
nichts anderes als eine Sklavin und um-
gekehrt.
Enttabuisierung der Sexualität, ihre Dauerpräsenz in
der Öffentlichkeit, in der Werbung und in den Medien
hat natürlich einen Einfluss auf das Liebesleben der
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