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Umweltbericht 2010

Druckpapiere und Zellstoff

Zellstoffwerk Östrand

Papierfabrik Ortviken

Papierfabrik Laakirchen

Papierfabrik Aylesford
Zellstoff- und Druckpapierfabriken
der SCA im Überblick
Zellstoffwerk Östrand
Papierfabrik Ortviken
Papierfabrik Laakirchen
Papierfabrik Aylesford

SCA Forest Products Organisation 2010 Inhalt


Vorwort des Geschäftsführers 3
SCA Forest Products
Die CO2-Bilanz von Magazinen im Vergleich 4
Geschäftsbereiche Zellstoffwerk Östrand 14
Aylesford Papierfabrik Ortviken 16
SCA Laakirchen SCA Östrand SCA Ortviken
Newsprint 50%
Papierfabrik Laakirchen 18
Papierfabrik Aylesford 20
Aylesford
SCA
SCA Skog
Laakirchen SCA Timber SCA Transforest SCA R&D Centre
Newsprint 50%
Umweltdaten 2010 22
Kontakt 24
Ruhigen Gewissens lesen

Wir leben in einer Welt, in der die Print-Medien und die


elektronischen Medien um die Aufmerksamkeit der Leser
und um das Geld der Anzeigenkunden wetteifern. Um-
weltdaten sind in diesem Wettbewerb ein Argument.
Wer ist nicht schon einmal aufgefordert worden,
e-Tickets oder Online-Banking zu nutzen, um Papier
zu sparen und die Umwelt zu schonen? Wer dieser Auf-
forderung folgt, trägt auf jeden Fall zur Rentabilität der
Firmen bei, die solche Aufforderungen verschicken. Na-
türlich wird es für solch ein Unternehmen billiger, wenn
die Kunden ihre Tickets selbst ausdrucken und dann auch
noch in der Online-Bank bezahlen – so findet das Geld
vollautomatisch seinen Weg direkt in die Buchhaltung
des Unternehmens.
Und die Umwelt? Elektronische Kommunikation ist
keineswegs folgenlos. Zur Herstellung von Computern,
Servern, faseroptischen Komponenten und anderen Ge-
räten sind viele Ressourcen nötig, zum Teil beschränkt
verfügbar, wie beispielsweise in Batterien und Sensorbild-
schirmen verwendete seltene Metalle.
Zudem verbraucht elektronische Kommunikation
Strom in nicht eben geringen Mengen. Vor etwa einem
Jahr konnten erstaunte Zeitungsleser den Erwerb einer
ehemaligen Papierfabrik in Finnland durch das Interne-
tunternehmen Google verfolgen. Der Grund: Um all die
Millionen Nutzer von Suchmaschinen und Google-Map
bedienen zu können, muss Google in aller Welt Server-
hallen einrichten. Diese Serverhallen müssen mit einem
stabilen Dach, großzügig dimensionierten Stromleitungen
und guter Wasserversorgung zur Kühlung der Server
ausgestattet sein – eben genau der Ausrüstung, die auch
Papierfabriken haben.
SCA hat sich an einer vom Branchenverband Sveriges
Tidskrifter initiierten Studie beteiligt, in der die Klima-
folgen eines Print-Magazins mit denen einer Online-Zeit-
schrift verglichen wurden. Das Ergebnis ist interessant.
Ein Zeitschriftenleser belastet das Klima ziemlich gleich
stark, ungeachtet ob er auf Papier oder auf einem Bild-
schirm liest. Und – das ist ebenfalls erwähnenswert – die
Klimabelastung ist gering. Ein Jahr Zeitschriftenlektüre
– ob Print- oder Online – verursacht dieselbe Menge CO2
wie eine vier Kilometer lange Autofahrt.
Wir haben diese interessante Studie zum Ausgangs-
punkt unseres Umweltberichts 2010 genommen. Da sie
mit Lebenszyklusanalysen arbeitet, werden alle Glieder
der Veredelungskette berücksichtigt – obgleich die Studie
in erster Linie auf die Klimaauswirkungen fokussiert.
Wir wünschen Ihnen eine nutzbringende Lektüre und
stellen fest, dass es möglicherweise Gründe geben mag,
Alternativen zur Verwendung von Papier zu wählen Ulf Larsson
– Klimarücksichten gehören jedoch nicht dazu. Geschäftsführender Direktor SCA Forest Products

Umweltbericht 2010 3
Online oder Print?
CO2-Bilanzen im

4 Umweltbericht 2010
Vergleich
Ein in Schweden auf Papier des SCA-Werks
Ortviken gedrucktes Magazin und ein ebenfalls
in Schweden publiziertes Online-Magazin
haben exakt dieselben Klimaauswirkungen
– und diese sind minimal.

er ein Jahr lang regelmäßig vanter Gase im Zentrum der Analy-


ein Magazin liest, sei es in sen. Das wichtigste Treibhausgas ist
Printausgabe oder auf dem Computer- das Kohlendioxid, aber auch andere
Bildschirm, verursacht ungefähr so viel Gase tragen zum Treibhauseffekt bei,
Treibhausgase wie eine vier Kilometer manchmal in weit größerem Ausmaß.
lange Autofahrt oder die Produktion Die Treibhauseffekte der anderen Gase
der Fleischeinlage für einen kleinen werden in der Studie als Kohlendioxid-
Hamburger. Zu diesem Ergebnis kommt Äquivalente dargestellt.
eine Studie des Forschungsinstituts Der grundlegende und in der
Innventia im Auftrag des Verbandes Regel schwierigste Teil einer Lebens-
der schwedischen Zeitschriftenverleger zyklusanalyse ist die Definition des
(SMPA), an der neben der Recycling- zu analysierenden Systems. Bei der
organisation Pressretur, dem Logis- Analyse zweier Produkte ist es beson-
tikunternehmen Posten Meddelanden ders wichtig, die Systemgrenzen so zu
und der Druckerei Sörmlands Grafiska setzen, dass Vergleichbarkeit entsteht.
auch SCA teilnahm. Die Innventia-Studie geht vom Leser
Im Rahmen der Studie führte aus – genauer gesagt vom Leser eines
Innventia Lebenszyklusanalysen für Print-Magazins im Vergleich zu dem
ein Print-Magazin und eine Online- eines Online-Magazins.
Zeitschrift durch. Analysiert wurden
lückenlos alle Inhaltsstoffe der verwen- Bei dem gewählten Print-Magazin
deten Produkte, von der Rohstoffver- handelt es sich um ein typisches Hoch-
sorgung über Produktion und Lektüre glanzmagazin, gedruckt in Schweden
der Magazine bis hin zur Entsorgung. auf Papier des Werkes Ortviken. Es
Sämtliche in dieser Kette entstehen- erscheint in elf Ausgaben pro Jahr, da-
den Umweltauswirkungen wurden von ein Doppelheft. Im Durchschnitt
berücksichtigt, darunter der Gebrauch wird solch ein Magazin 40 Minuten
endlicher Ressourcen, aber auch Ver- gelesen und jedes Heft findet 3,23
säuerungs- und Überdüngungseffekte. Leser (Quelle: Sifo Research Internati-
Das vornehmliche Ziel der Studie onal). Je mehr Leser, desto geringer ist
war die Erstellung der CO2-Bilanz.
Daher stand die Emission klimarele-
der durch das Heft verursachte relative
CO2-Ausstoß. j
Umweltbericht 2010 5
Im zweiten Beispiel geht die Studie
von einem Leser aus, der die gleiche
Zeit – 40 Minuten – mit der Lektüre ei-
nes Online-Magazins verbringt, verteilt
auf drei Website-Besuche pro Monat.
Der Leser verwendet einen Laptop mit
ADSL-Modem und druckt monatlich
zwei Seiten auf Papier aus. Im Falle des
Lesens des Online-Magazines nehmen
die Klimafolgen zu, je mehr Zeit er
(oder ein anderer Leser) vor dem Bild-
schirm mit der Lektüre verbringt und je
mehr Artikel er ausdruckt.
Papier wird aus Holzfasern herge-
stellt; entweder aus Frischfasern direkt
aus dem Wald oder aus rückgewonne-
nen Altpapierfasern. Zur Herstellung
des in der Studie zugrunde gelegten
LWC-Papiers kommt im Werk Ortvi-
ken Fichten-Holzstoff sowie Sulfatzell-
stoff aus dem Zellstoffwerk Östrand
zum Einsatz, jedoch kein Altpapier.
Zwar gehört Schweden zu den Vorrei-
tern im Bereich Altpapierrückgewin-

EIN GUTES Gutes Jahr für Produkte aus


nachhaltiger Forstwirtschaft
Die FSC-Prüfung 2010 der SCA- Kürze der Zeit noch nicht alle An- Forstwirtschaft gemäß PEFC (Pro-
Forstwirtschaft verlief äußerst er- weisungen und Richtlinien des neuen gramme for the Endorsement of
folgreich. Standards voll umgesetzt hatte. Forest Certification schemes) zerti-
Früher festgestellte Mängel Rohstoffe aus den FSC-zertifizier- fizieren lassen. Da PEFC-Produkte
waren beseitigt und die Prüfer des ten Wäldern der SCA kommen in der auf einigen Märkten ganz speziell
Unternehmens SGS Qualifor bestä- Herstellung von FSC-zertifizierten nachgefragt sind und um den Trans-
tigten, dass Arbeitsweisen, Verfah- Produkten zum Einsatz. Die Nachfra- portbedarf zu mindern, hat sich die
ren und interne Kontrollen der SCA- ge nach Produkten aus nachhaltiger SCA Laakirchen AG sowohl gemäß
Waldwirtschaftstochter SCA Skog Forstwirtschaft steigt stetig, und SCA FSC als auch gemäß PEFC Chain-
hohen Standards entsprechen. ist weltweit der führende Lieferant von of-Custody-zertifizieren lassen und
Erstmals wurde gemäß eines am FSC-zertifizierten grafischen Papieren, bietet somit Produkte nach beiden
1. Juni neu eingeführten schwedi- Zellstoffen und Vollholzprodukten. Standards an.
schen FSC-Standards geprüft. Die Die meisten österreichischen und
Prüfer bemängelten einige Kleinig- deutschen
Waldbesitzer haben ihre 2009 2010
keiten, die sämtlich darauf zurück- Prozent der
zuführen sind, dass SCA Skog in der Gesamtliefermenge
Liefermengen FSC-zertifiziertes LWC-Papier von SCA Ortviken 25% 27%
Liefermengen FSC-zertifiziertes Zeitungsdruckpapier
von SCA Ortviken 5% 16%
Liefermengen FSC-zertifizierter Zellstoff von SCA Östrand 55% 53%
Liefermengen FSC-zertifiziertes SC-Papier von SCA Laakirchen 12% 13%
Liefermengen PEFC-zertifiziertes SC-Papier von SCA Laakirchen 6% 9%
Liefermengen FSC-zertifiziertes Zeitungsdruckpapier
von Aylesford Newsprint – 36%

6 Umweltbericht 2010
nung, aber da das Land dünn besiedelt des Online-Magazins genutzten Roh- wenig CO2 aus, da das Werk – unter
ist, sind die Altpapiermengen begrenzt. stoffe zu erhalten. Server, Computer, anderem zur Dampferzeugung für die
Im SCA-Werk Laakirchen in Österreich Kabel und andere Ausrüstung erfordern Trockner – nahezu ausschließlich Bio-
hingegen sowie auch bei Aylesford viele verschiedene Materialien, einige masse einsetzt.
Newsprint in Großbritannien, des- davon – so genannte Seltenerdmetalle
sen Eigentümer SCA zur Hälfte ist, beispielsweise – werden nur an wenigen Ein energieintensiver Produktions-
kommen große Mengen Altpapier zur Orten der Welt gewonnen. Im Bereich abschnitt ist die Trennung der Holz-
Herstellung von SC- beziehungsweise Bergbau- und Metallindustrie werden fasern im Raffineur. Im SCA-Werk
Zeitungsdruckpapieren zum Einsatz. aber deutlich weniger umfassend Klima- Ortviken stammt die hierfür verwendete
Berücksichtigt wurden in der Studie daten erhoben. Elektrizität aus dem schwedischen
auch Forstwirtschaft und Transporte, Den Großteil der CO2-Emissionen öffentlichen Netz, das vorrangig mit
die jedoch, wie sich zeigte, die Klima­ verursachen, beim Print- und beim Wasserkraft und Kernkraft gespeist
bilanz nur gering beeinflussen. Online-Magazin, verschiedene Schritte wird, beides Energiegewinnungsarten,
Während sich die Rohstoffe der Pa- der Herstellung. Beim Print-Magazin ist die kein Kohlendioxid freisetzen. CO2-
pierherstellung einfach auflisten lassen, dies vorrangig die Papierproduktion. Emissionen verursacht allein der bei
ist es deutlich schwieriger, Daten be-
züglich der für Produktion und Lektüre
Das Werk Ortviken stößt, verglichen
mit Papierfabriken in aller Welt, extrem
Verbrauchsspitzen in Schwedens Netze
eingespeiste, aus fossilen Brennstoffen
j
CO2-Bilanz eines Online-Magazins, verschiedene CO2-Bilanz eines Print-Magazins, verschiedene
Szenarien Szenarien
GWP (kg/CO2-Äquivalente)
0 1 2 3 4 5 6 7 0 1 2 3 4 5 6 7
Basisszenario Basisszenario
Nordische Elektrizität 100% Postvertrieb
Europäische Elektrizität Mit Beilagen & DVD
Geringe Nutzung* Zusätzliche Seiten*
Starke Nutzung* Nordische Elektrizität
1/3 Nitrogentrifluorid Europäische Elektrizität
Kein Nitrogentrifluorid Ein Leser je Ausgabe
Ohne redaktionelle Arbeit Fünf Leser je Ausgabe
Ohne redaktionelle Arbeit
*Die Berechnungen bauen auf zehn, beziehungsweise 300 Minuten Lektüre
auf, während das Basisszentario 40 Minuten Lektüre zugrunde legt. *Berechnet ausgehend von 200 Seiten gegenüber 120 Seiten in der
Normalausgabe.
Das Treibhauspotenzial, GWP (Glowal Warming Potential) für das Lesen
eines Online-Magazines innerhalb eines Jahres unter verschiedenen Das Treibhauspotenzial (GWP) für das Lesen eines Print-Magazines
Voraussetzungen. innerhalb eines Jahres unter verschiedenen Voraussetzungen.

Umweltbericht 2010 7
erzeugte Importstrom. Er macht je- zinen gleichermaßen auswirkt, wären
doch nur einen geringen Anteil aus. Da die absoluten Werte des CO2-Faktors
der Energieverbrauch insgesamt erheb- bei der Betrachtung von Magazinen in
lich ist, andere Prozesse der Papierher- anderen Teilen Europas zwar höher,
stellung jedoch nur geringe Kohlen- die Relation zwischen dem Printma-
dioxidemissionen verursachen, steht gazin und dem Online-Magazin bliebe
dieser kleine Anteil Importstrom für jedoch gleich.
den größten Anteil des Kohlenstoff- Im Fall des Online-Magazins macht
Fußabdrucks der Papierproduktion. die Herstellung des Computers, der zur
Sowohl beim Print- als auch beim Lektüre dient, den größten Umwelt-
Online-Magazin hängen die Klima- faktor aus. Die Fertigung von Servern,
folgen fast ausschließlich von der Kabeln und anderer zur Produktion
Menge der fossilen Brennstoffe ab, und Verbreitung des Magazins be-
die zur Erzeugung von Prozessenergie nötigten Ausrüstung tragen nur ge-
benötigt werden. Während in Schwe- ringfügig zu den Klimaauswirkungen
den in großem Maße Wasser- und bei, da das Online-Magazin anteilig an
Kernkraftstrom in den Netzen fließt, der enormen internationalen Interne-
erzeugen andere europäische Länder tinfrastruktur nur einen kleinen Teil
ihren Strom aus fossilen Brennstoffen – nutzt. Bei der Herstellung von Com-
Erdöl und Naturgas etwa. Aus diesem putern entsteht Kohlendioxid. Zudem
Grund ist der CO2-Faktor elektrischer werden Chemikalien eingesetzt, die
Energie in Schweden niedriger. Da sich ebenfalls deutliche Auswirkungen auf
dies jedoch auf den Klimaeffekt von
Print- beziehungweise Online-Maga-
das Klima haben. Die Wiedergabe des
Online-Magazins auf dem Bildschirm j
SCA-Wälder binden alljährlich 2,6 Millionen
Tonnen Kohlendioxid
Mit 2,6 Millionen Hektar Waldflä- her als das Einschlagsvolumen. Das zuwächst. Ein gut bewirtschafteter
che in Nordschweden ist SCA Eu- bedeutet ein von Jahr zu Jahr wach- Wald legt hingegen ein größeres
ropas größter privater Waldbesitzer. sendes Volumen lebender, wach- Wachstum an den Tag und bindet
Bei der Bewirtschaftung der Wälder sender Baumbestände. Die Wälder daher mehr Kohlendioxid als ein
werden langfristige Ziele zugrunde der SCA nehmen damit jährlich 2,6 naturbelassener Wald.
gelegt und der biologischen Vielfalt Millionen Tonnen Kohlendioxid auf Holz aus nachhaltig bewirtschaf-
Respekt gezollt. Mehr als 10 Prozent – dies ist netto gerechnet, also die teten Wäldern kann zudem noch
der bewirtschafteten Waldflächen genutzten Bäume sind darin nicht anderweitig zur Abmilderung des
sind vom Einschlag ausgenommen, enthalten! Diese Menge übersteigt Klimawandels beitragen. Holzpro-
um gefährdeten Tier- und Pflanzen- das Gesamtvolumen aller durch dukte können Materialien mit weit
arten Lebensraum zu bieten. Jeder die industrielle Produktion und die höheren Klimaauswirkungen wie
zehnte Baum wird dem natürlichen Transporte von SCA Forest Products Kunststoffe, Beton oder Aluminium
Absterben überlassen, um auf diese verursachten Kohlendioxidemissio- ersetzen. Ernterückstände aus Wäl-
Weise Nahrung und Nistplätze für nen. Hätte die Innventiastudie diese dern und Restprodukte der indust-
Insekten, Spechte und holzabbauen- Kohlenstoffbindung anteilig bei der riellen Verarbeitung können anstelle
de Pilze bereitzustellen. Berechnungen der CO2-Bilanz der fossiler Brennstoffe in der Energieer-
Bäume nehmen beim Wachsen Papierherstellung berücksichtigt, zeugung zum Einsatz kommen.
Kohlendioxid auf. Mittels Photo- wäre der Kohlenstoff-Fußabdruck Zudem können Papierprodukte
synthese entzieht der Baum der Luft des Print-Magazins noch um 40 mehrfach wiederaufbereitet werden,
Kohlendioxid und nutzt es zum Auf- Prozent geringer ausgefallen. bis die abgenutzten Fasern schließ-
bau seiner Holzfasern. Entsprechend Der Beitrag von Urwäldern zum lich ein letztes Mal in der Energieer-
der Nachhaltigkeitsphilosophie des Klimawandel ist weder positiv noch zeugung Gutes tun.
Unternehmens ist der Zuwachs in negativ. Jedes Jahr stirbt und verrot-
den SCA-Forsten um 20 Prozent hö- tet ebenso viel Biomasse, wie neue

8 Umweltbericht 2010
Verwertung vor Entsorgung
Im Werk Laakirchen wird Pa- an einem zirkulierenden Wirbel- Zementindustrie ist die Asche als
pier auf der Basis von Primärfa- schichtkessel mit nachgeschalteter Zuschlagstoff begehrt.
sern (Holz) oder Sekundärfasern Rauchgasreinigung. Der entste- Faserhaltige Rückstände wer-
(Altpapier) sowie Zellstoff und hende Dampf erzeugt Strom oder den in der Ziegelindustrie zur Po-
Füllstoffen produziert. In bei- kommt als Niederdruckheizdampf rosierung verwendet.
den Produktionsprozessen fallen in den Papiermaschinen zum Ein- Die Grafik zeigt den Weg der
Reststoffe wie Rinde, Rejekte satz. Verbleibende Asche wird an Reststoffe zur Wiederverwertung.
und Faserreste an. Fasern, die zur die Baustoffindustrie abgegeben. In Summe werden mehr als 99 %
Papierherstellung nicht mehr ge- In einem aufwändigen Genehmi- der Massenreststoffe wiederver-
eignet sind, dienen zur Erzeugung gungsprozess wurde ein handels- wertet, womit das Papier bei SCA-
von Energie. fertiges Produkt („Cinerit“) entwi- Laakirchen praktisch abfallfrei
Zur effizienten Energieerzeugung ckelt, das beim Bau von Dämmen produziert wird.
beteiligte sich die SCA Laakirchen Verwendung findet. Auch in der

Abfallverwertung bei SCA Laakirchen 2010

104 000 Tonnen Faserrückstände 58 000 Tonnen Rinde 4 000 Tonnen Rejekte

71% 74%
26%

Wirbel- Asche
schichtkessel
Rejekte
Fasern

29%

Asche
„Cinerit“

Ziegelindustrie Baustoff-
industrie Asche

Umweltbericht 2010 9
erfordert Ausrüstung wie zunächst den handel verkauft. Per Post geschickte
Computer, aber auch Modems, Kabel Magazine verursachen etwas weniger
und andere Geräte, die Strom ver- CO2, da keine Restmengen entste-
brauchen und so Kohlendioxid-Emis- hen, während beim Handelsvertrieb
sionen verursachen. Die Menge der nicht immer alle Exemplare verkauft
Emissionen ist vorrangig abhängig werden, also auch die Emissionen
davon, wie lange der Leser die Website von Rücksendungen und makulierten
besucht. Exemplaren berücksichtigt werden
müssen. Der Zeitschriftenvertrieb steht
Die Produktion der redaktionellen für etwa 10 Prozent der gesamten
Inhalte ist für beide Magazine gleich. CO2-Emissionen, also etwas mehr als
Ein Redaktionsteam mit etwa 15 Per- die redaktionelle Arbeit.
sonen reist im Dienst rund 206 000 Die Analyse des Online-Magazins
Kilometer, per Bahn, per Auto oder baute, wie bereits erwähnt, auf der
Flugzeug. Im Laufe eines Jahres ver- Annahme auf, dass der Leser im
braucht die Redaktion rund 11 676 Durchschnitt zwei Seiten pro Ausgabe
kWh Strom zur Erstellung von Text ausdruckt. Dies verursacht etwas we-
und Bildern für das jeweilige Magazin. niger als 10 Prozent des Kohlenstoff-
Bei der Berechnung des Energiever- Fußabdruckes der Online-Ausgabe.
brauchs wurde die Verteilung der Generell gilt: Je mehr Ausdrucke
Energieerzeugungsquellen in Schwe- gemacht werden, desto unvorteilhafter
den zugrunde gelegt. Die redaktionelle fällt die CO2-Bilanz der Online-Ausga-
Arbeit trägt in beiden Fällen deutlich be aus.
(mit etwa 10 Prozent) zum CO2-Aus-
stoß bei. Der Druck des Print-Maga- Print-Magazine werden zu einem
zins hat dann im nächsten Schritt et- hohen Anteil wiederverwertet. Auch
was weniger Anteil an der CO2-Bilanz der Recyclingprozess verursacht CO2-
als die redaktionelle Arbeit. Emissionen, primär durch Transporte.
Der Druck eines Magazins verursacht geringere
CO2-Emissionen als die redaktionelle Arbeit. In Schweden werden die meisten Andererseits ermöglicht das Recycling
Print-Magazine im Abonnement die Wiedervertung der Fasern, wodurch
vertrieben, das heißt, sie werden von bei der Herstellung neuer Magazine
der Post ausgeliefert. Ein kleinerer Energie gespart wird. Zusätzlich
Teil, 9 Prozent, wird im Zeitschriften- werden fossile Treibstoffe eingespart,

Neuer Kalkofen senkt fossilen CO2-AusstoSS


um 80 Prozent
SCA Östrand investiert 55 Millionen
Euro in einen neuen Kalkofen, einen
Teil des chemischen Rückgewinnungs-
prozesses.
Zwei ölgefeuerte Kalköfen werden
durch einen großen Ofen ersetzt, der
mit Biobrennstoffen oder Holzpellets
der Fabrik SCA Bionorr in Härnö-
sand befeuert wird. Die Investition
wird den Ölverbrauch von SCA
Östrand um 17 000 Kubikmeter
jährlich mindern und somit die CO2-
Bilanz des Kraftzellstoffs Celeste um
80 Prozent verbessern.
Der neue Kalkofen wird Ende
2011 in Betrieb genommen.
Der neue Kalkofen reduziert den Ölverbrauch des Werks Östrand um 17 000 Kubikmeter
pro Jahr.

10 Umweltbericht 2010
weil Faserreste, die so abgenutzt sind, selparameter durch und untersuch- Die Studie kommt zu dem Er-
dass sie sich nicht mehr für die Papier­ te, wie sich die Bilanz ändert, wenn gebnis, dass die Klimabilanz beim
herstellung eignen, in der Energieer- eine Grundvoraussetzung verän- Lesen eines Print-Magazins und einer
zeugung eingesetzt werden. Beides dert wird. Die Faktoren, die die Online-Zeitschrift ungefähr gleich ist;
senkt CO2-Emissionen. CO2-Bilanz am stärksten verändern etwa ein Kilogram pro Jahr gemessen
Die Analyse legt zugrunde, dass sind beim Print-Magazin die An- als Kohlendioxid-Äquivalent. Daraus
auch das am Drucker verwendete zahl der Leser sowie beim Online- lässt sich nach Auffassung der Autoren
Papier recycled wird. Daten über das Magazin die Länge des Besuchs auf folgern, dass die Klimafolgen des Ma-
Recycling von Heimcomputern lagen der Website sowie die Menge der gazin-Lesens generell gering sind – sie
jedoch nicht in ausreichendem Maße ausgedruckten Texte. entsprechen ungefähr einer Autofahrt
vor. Bei elektronischen Komponenten von vier Kilometern oder der Produk-
sind generell zusätzliche Umweltas- Weitere wichtige Faktoren für tion von zehn Eiern.
pekte zu berücksichtigen, etwa die die CO2-Bilanz, sowohl für die Her- Nehmen Sie sich die Zeit, lesen
Verwendung endlicher Ressourcen stellung von Papier als auch für die Sie eine Zusammenfassung des
und das Risiko von Verschmutzungen Benutzung von Computern, sind die Berichts unter http://www.sca.com/en/
durch gefährliche Chemikalien, die Zusammensetzung der Energiequellen publicationpapers/Environment/Read-
unkontrolliert in die Umwelt gelangen. in der Elektrizitätserzeugung sowie die with-a-clear-conscience/ U
In der Studie führte Innventia für die Herstellung von Computern
eine Sensitivitätsanalyse der Schlüs- verwendeten Chemikalien.

Wasser nachhaltig nutzen


Sauberes Wasser ist in vielen Prozess- und Kühlwasser, das aus sicher, dass diesen Anforderungen
Teilen der Welt ein begrenztes Gut. nahegelegenen Flüssen entnommen nachgekommen wird.
Seit sich Kohlendioxid-Bilanzen als wird, darf bei seiner Rückführung Aylesford Newsprint liegt in
effizientes Maß für die Umweltaus- keine Schäden verursachen. In einer Region mit Wasserknappheit.
wirkungen von Industrien erwiesen Laakirchen sind die Anforderungen Daher gehört die Reduzierung der
haben, wird versucht, ein ähnliches an die Wasserqualität besonders benötigten Wassermengen zu den
Maß für die Auswirkungen der hoch, da das Werk an einem der wichtigen Umweltzielen. Zugleich
Industrie auf die Wasserversorgung besten Fischgewässer Österreichs muss sichergestellt werden, dass
zu finden. Der Water-Footprint ist, gelegen ist. Moderne Abwasserklä- abgegebenes Wasser das aufneh-
ähnlich dem Carbon-Footprint, rungsprozesse mit biologischer Klä- mende Gewässer möglichst wenig
eine Lebenszyklusanalyse einer rung und Ozonbehandlung stellen beeinträchtigt.
Ressource – in diesem Fall, Wasser.
Während es bei den Klimaga-
sen keinen Unterschied macht,
wo auf dem Globus sie reduziert
werden, ist Wasser stets ein lokales
Anliegen. In Gegenden mit Wasser-
knappheit ist die Einführung von
Verbrauchsbegrenzungen wesent-
lich wichtiger als in wasserreichen
Gegenden. Wasserknappheit in
einem Teil der Welt kann nicht mit
Wassersparen an einem anderen
Ort bekämpft werden. Daher wird
der Wasser-Fußabdruck in seiner
heute gültigen Definition in der
Papierindustrie nicht als Umwelt-
parameter verwendet.
Die SCA-Werke Ortviken,
Östrand und Laakirchen sind in
Regionen mit Wasserüberschuss
angesiedelt. Das Augenmerk liegt
daher auf der Wasserqualität.

Umweltbericht 2010 11
Das Zellstoffwerk Östrand erzeugt aus-
reichend Überschusswärme, um einen
Teil ins örtliche Fernwärmenetz einspeisen
Effektive Energiesysteme zu können.

In den Papier- und Zellstoffwerken sowie aufbereitete Fasern ein. Die Aufschlussverfahren wird die Zel-
der SCA hat das Thema Energie- Herstellung von Fichtenholzschliff lulose von den anderen Substanzen
verbrauch seit vielen Jahren hohe erfordert ansehnliche Mengen Ener- getrennt. Letztere werden in einem
Priorität. Zum einen, weil Energie gie. Für die Aufbereitung der rück- Sodarückgewinnungskessel wieder
eine wichtige Komponente der Um- gewonnenen Fasern ist im Vergleich zugänglich gemacht. In diesem Pro-
weltauswirkungen des Unternehmens dazu weniger Elektrizität nötig, da zess wird Hochdruckdampf erzeugt,
ausmacht, zum anderen, weil Energie die Holzfasern in früheren Papier- der zunächst für die Gewinnung
einen bedeutenden Teil der Betriebs- herstellungsprozessen bereits gelöst von umweltgerechter Elektrizität
kosten verursacht. So sind etwa die wurden. SCA Laakirchen konnte den und anschließend zum Trocknen des
Stromkosten des Werks Ortviken Altpapieranteil am verwendeten Roh- Zellstoffs verwendet wird. Zusätzlich
höher als die Kosten für den verar- stoff erhöhen und stellt seit einigen liefert das Werk Östrand Überschuss-
beiteten Rohstoff Holz. Jahren stetig zunehmenden Mengen wärme an das örtliche Fernwärme-
Die SCA Laakirchen bezieht einen der Qualität GraphoVerde her, eine netz – in der Sulfatzellstoffherstellung
großen Teil ihrer Energie aus einem hochwertige Papierqualität mit über wird also mehr Energie erzeugt als
mit Erdgas befeuerten Gasturbinen- 50 Prozent Recyclingfasern. für den Prozess benötigt wird.
Heizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kop- Auch Aylesford Newsprint Ltd. SCA Östrand stellt auch CTMP
pelung = KWK). Naturgas ist als Bezieht Elektrizität und Dampf aus her. In diesem Prozess ist Elektrizität
Brennstoff vorzuziehen, da es einen einem naturgasbetriebenen Wärme- für die Bereitung des Holzschliffs
geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck kraftwerk. In der Zeitungspapier- nötig. Insgesamt ist SCA Östrand in
als Öl und einen deutlich niedrigeren herstellung des Werks kommen Bezug auf thermische Energie autark
als Kohle hat. SCA Laakirchen bezieht ausschließlich rückgewonnene Fasern und in Bezug auf Elektrizität weitge-
auch Strom aus dem öffentlichen zum Einsatz, daher liegt der Energie- hend autark.
Netz, das in Österreich sowohl mit verbrauch in Aylesford niedriger als in Alle SCA-Werke engagieren sich
Wasserkraft als auch durch Gas- sowie den Werken Ortviken und Laakirchen. systematisch für Energieeinsparun-
Kohlekraftwerke beschickt wird. Das Zellstoffwerk Östrand stellt gen. Mit einem Effizienzprogramm
Zustäzlich betreibt SCA Laakirchen völlig chlorfrei gebleichten Sulfat- (ESAVE) konnten innerhalb von sie-
ein eigenes Wasserkraftwerk im Fluss zellstoff (TCF) her. Der Holzroh- ben Jahren (seit 2003) der Verbrauch
Traun. stoff besteht etwa zur Hälfte aus von Wärmeenergie um 1 415 GWh
Zur Herstellung seiner SC-Papiere Zellulose, zur Hälfte aus anderen und der Verbrauch von Elektrizität
setzt SCA Laakirchen Holzschliff Holzsubstanzen. Im chemischen um 693 GWh gesenkt werden.

12 Umweltbericht 2010
SCA_Enviro_2010_deutsch 26.05.2010 8:26 Uhr Seite 12
SCA_Enviro_2010_deutsch 26.05.2010 8:26 Uhr Seite 12

Nachhaltig und qualitativ hochwertig:


SCA_Enviro_2010_deutsch 26.05.2010 8:26 Uhr Seite 12

Zellstoffe und Druckpapiere von SCA


Nachhaltig
Nachhaltigundundqualitativ hochwertig:
qualitativ hochwertig:
Zellstoffe und Druckpapiere von SCA
Zellstoffe und
Nachhaltig undDruckpapiere von SCA
qualitativ hochwertig:
Zellstoffe und Druckpapiere von SCA ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
Sulfatzellstoff, unter anderem für die Herstellung
PAPIERFABRIK ORTVIKEN PAPIERFABRIK ORTVIKEN von Druck- und Büropapieren, Tissue- und
LWC-Papiere vorrangig für Magazine Aufgebessertes Zeitungsdruckpapier für Beilagen Hygieneprodukten
und Drucksachen und andere Werbe-Drucksachen

ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
Sulfatzellstoff, unter anderem für die Herstellung
Sulfatzellstoff, unter anderem für die Herstellung
PAPIERFABRIK ORTVIKEN PAPIERFABRIK ORTVIKEN von Druck- und Büropapieren, Tissue- und
PAPIERFABRIK ORTVIKEN PAPIERFABRIK ORTVIKEN von Druck- und Büropapieren, Tissue- und
LWC-Papiere vorrangig für Magazine Aufgebessertes Zeitungsdruckpapier für Beilagen Hygieneprodukten
LWC-Papiere vorrangig für Magazine Aufgebessertes Zeitungsdruckpapier für Beilagen Hygieneprodukten
und Drucksachen und andere Werbe-Drucksachen ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
und Drucksachen und andere Werbe-Drucksachen Sulfatzellstoff, unter anderem für die Herstellung
PAPIERFABRIK ORTVIKEN PAPIERFABRIK ORTVIKEN von Druck- und Büropapieren, Tissue- und
LWC-Papiere vorrangig für Magazine Aufgebessertes Zeitungsdruckpapier
Zeitungsdruckpapiere für Beilagen
von hoher Qualität und ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
Hygieneprodukten
und Drucksachen undmit guterWerbe-Drucksachen
andere Verdruckbarkeit CTMP-Holzstoff unter anderem für die Herstellung
von Tissueprodukten und Wellkartonrohpapier

PAPIERFABRIK ORTVIKEN
PAPIERFABRIK ORTVIKEN ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
Zeitungsdruckpapiere von hoher Qualität und ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
Zeitungsdruckpapiere von hoher Qualität und CTMP-Holzstoff unter anderem für die Herstellung
mit guter Verdruckbarkeit CTMP-Holzstoff unter anderem für die Herstellung
mit guter Verdruckbarkeit von Tissueprodukten und Wellkartonrohpapier
von Tissueprodukten und Wellkartonrohpapier
PAPIERFABRIK ORTVIKEN
Zeitungsdruckpapiere von hoher Qualität und ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
mit guter Verdruckbarkeit CTMP-Holzstoff unter anderem
ZELLSTOFFWERK für die Herstellung
ÖSTRAND
PAPIERFABRIK LAAKIRCHEN PAPIERFABRIK AYLESFORD von Tissueprodukten und
Hochabsorptionsfähiges Wellkartonrohpapier
Material unter anderem
Superkalandrierte Tiefdruck- und Offsetpapiere Zeitungsdruckpapier von hoher Qualität aus für die Herstellung von Damenbinden und anderen
100% Recyclingfasern Hygieneprodukten

UNSERE GESCHÄFTSPOLITIK
ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
PAPIERFABRIK LAAKIRCHEN PAPIERFABRIK AYLESFORD ZELLSTOFFWERK ÖSTRAND
PAPIERFABRIK LAAKIRCHEN PAPIERFABRIK AYLESFORD Hochabsorptionsfähiges Material unter anderem
Superkalandrierte Tiefdruck- und Offsetpapiere Zeitungsdruckpapier von hoher Qualität aus Hochabsorptionsfähiges Material unter anderem
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UNSERE GESCHÄFTSPOLITIK
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12 Umweltbericht 2009 Die allgemeinen
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■ Fortlaufend die Umweltauswirkungen ■ Der Gesundheit und Sicherheit unserer und Ziele der SCA befolgen und erfüllen
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12
12 Umweltbericht 2009
Umweltbericht 2009

12 Umweltbericht 2009
Umweltbericht 2010 13
Zellstoffwerk Östrand

Energie-Selbstversorgung groß geschrieben

Störungen in der Sulfatzellstoff-Herstellung stellten die Mitarbeiter in Östrand vor eine


Menge Herausforderungen. Ein starkes Augenmerk auf den Umweltschutz verhinderte
negative Auswirkungen.

Zahlen und Fakten

Zellstoffwerk Östrand
Sulfatzellstoff
408 913 Tonnen
CTMP
88 461 Tonnen
Airlaid
1175 Tonnen
Anzahl Mitarbeiter
387
Managementsysteme
ISO 14001, ISO 9001, EN 16001,
FSC Chain of Custody

14 Umweltbericht 2010
Zellstoffwerk Östrand

„Dank des Engagements der gesamten


Belegschaft konnten die Auswirkungen einiger
Produktionsstörungen auf die Umwelt minimiert
werden.“
Ingela Ekebro, Werksleiterin SCA Östrand

Mit 498 540 Tonnen erreichte die Produktion der Marken Gerüche. Die beiden anderen Fälle standen im Zusammen-
Celeste und Star Pulp ihren zweithöchsten Stand in der Ge- hang mit ungeplanten Stopps im Sodarückgewinnungskes-
schichte des Werkes Östrand. Erfolgreich war insbesondere sel und mit der Wartung des Geruchsreduzierungssystems.
die Herstellung von chemisch-thermo-mechanischem Holz- Fünf Nachbarn beanstandeten Faserrückstände auf
stoff (CTMP). Die Jahresproduktion erreichte zum vierten parkenden Autos und sieben Beanstandungen über Staub
Mal in Folge Rekordvolumen, zudem konnten drei Mo- aus Kalköfen und Brennern wurden registriert. Gegenmaß-
natshöchstleistungen erzielt werden. 2010 wurden 5 500 nahmen wurden umgehend ergriffen, darunter häufigere
Tonnen mehr CTMP produziert als im Jahr 2009. Wartung und mehr Kontrollen.
Weniger vorteilhaft verlief hingegen die Sulfatzellstoff- Am 23. und 24. November verhandelte der Umweltge-
herstellung. Mit 409 000 Tonnen verfehlte man den bishe- richtshof den Antrag der SCA Östrand auf Erteilung einer
rigen Produktionsrekord um rund 10 000 Tonnen. Proble- neuen Produktionserlaubnis. Der Antrag wurde am 16. Fe-
me in den Kochern, der Eindampfanlage und im Kalkofen bruar 2011 gemäß dem schwedischen Umweltgesetz positiv
waren der Grund. beschieden. Die zulässige Produktionsmenge wurde auf
Im August wurde der Brenner des Dampfkessels auf maximal 660 000 Tonnen Zellstoff erhöht, davon 550 000
den Betrieb mit Holzpellets statt Öl umgerüstet. Die Elek- Tonnen Sulfatzellstoff und 110 000 Tonnen CTMP. Die
trizitätserzeugung in der Dampfturbine stieg verglichen neue Produktionserlaubnis sichert die Voraussetzungen für
mit dem Vorjahr um 4%. Der Anteil der extern bezoge- stetig fortschreitende Produktivitätsverbesserungen und
nen Energie sank um 8%. Die Kraftzellstoffherstellung eine langfristige schrittweise Produktionssteigerung.
ist in Bezug auf elektrische Energie autark. Insgesamt, die Im Frühjahr begannen die den Bau des neuen Kalkofens
CTMP-Herstellung eingerechnet, versorgt sich das Werk vorbereitenden Bodenarbeiten. Im August schlossen die
Östrand zu 88% selbst mit Strom. Das Werk Östrand lie- Fundamentarbeiten an. Der Boden des Baugeländes wurde
ferte 96 GWh Überschusswärme an das örtliche Fernwär- umfassend saniert, und ein Spezialist für die Entsorgung
menetz, 19% mehr als im Jahr zuvor. von Sondermüll verbrachte beachtliche Erdmengen auf eine
In vier Fällen beanstandeten Anrainer Geruchsbelästi- Sondermülldeponie.
gungen. In zwei Fällen waren kurzzeitig Starkgase, die nor- Ende des Jahres konnte ein neuer Terpentintank in Be-
malerweise im Kalkofen 2 verbrannt werden, an die Luft trieb genommen werden, dessen Vorgänger im Jahr zuvor
entwichen. Beim Übergang vom Kalkofen ins System zur durch einen Brand zerstört worden war.
Geruchsreduzierung entwichen die Gase für etwa eine Mi- Die regelmäßigen Kontrollen der Luftemissionen erga-
nute ins Freie, genug Zeit zur Verbreitung unangenehmer ben keine schwerwiegenden Beanstandungen.

Umweltziele 2009 – 2011 Fortschritte und Zielkontrolle 2010

■ Wichtigstes Umweltziel 2010 war die ausnahmslose Einhal-


■Keine Überschreitungen von tung von Richt- und Grenzwerten. Dank eines starken Um-
weltengagements der gesamten Belegschaft konnte
Richt- und Grenzwerten im SCA Östrand dieses Ziel erreichen.
gesamten Jahr.
■ Das Ziel, den Ölverbrauch in der Dampferzeugung auf
4 500 m3 zu senken, konnte nicht erreicht werden. Gründe
dafür waren vorrangig ein hoher Feuchtigkeitsgrad der zur
Dampferzeugung eingesetzten Rinde sowie Produktionsstö-
rungen in der Sulfatzellstoffherstellung, die auch die Dampf-
erzeugung im Sodakessel beeinträchtigten.

Umweltbericht 2010 15
Papierfabrik Ortviken

Produktionsrekorde und Fokus auf die Energie

Die Papierfabrik Ortviken produzierte im Jahr 2010 mehr Papier als je zuvor. Zugleich
reduzierte sie ihren spezifischen Energieverbrauch, steigerte die Dampfrückgewinnung
und führte Energiespar- und Lärmschutzmaßnahmen durch.

Zahlen und Fakten

Papierfabrik Ortviken

Zeitungsdruckpapier und
aufgebessertes Zeitungsdruckpapier
369 302 Tonnen
LWC-Papier
507 131 Tonnen
Anzahl Mitarbeiter
870
Managementsysteme
ISO 9001, ISO 14001, EN 16001,
FSC Chain of Custody

16 Umweltbericht 2010
Papierfabrik Ortviken

„Die Produktion hat im letzten Jahr rasant


zugenommen, parallel dazu ist es uns gelungen die
Feststoffemissionen zu senken.“
Kristina Enander, Werksleiterin SCA Ortviken

Eine Kältewelle zu Anfang des Jahres 2010 trieb die Im Jahresverlauf gingen eine Reihe Lärmbelästigungs-
Strompreise in die Höhe. Die Papierfabrik Ortviken muss- beschwerden von Nachbarn ein. Die meisten hatten ihren
te seine Holzstoffproduktion an die hohen Energiekosten Grund in einer von einem Sauerstofflieferanten verwende-
anpassen, darunter litt die Dampferzeugung. Das wiederum ten beschädigten Pumpe. Die Pumpe wurde repariert. Ins-
führte im Januar und Februar zu höherem Ölverbrauch. gesamt 21 Klagen über sieben verschiedene Typen von Stö-
Ein erneuter Kälteeinbruch zum Jahresende hatte ein weite- rungen wurden verzeichnet. Alle wurden überprüft und es
res Mal denselben Effekt. wurden, sofern möglich, Maßnahmen zur Abhilfe ergriffen.
Trotz dieser schwierigen Ausgangslage gelang es, den Folgende Lärmschutzprojekte führte SCA Ortviken durch:
Ausstoß an fossilem CO2 auf dem Niveau von 2009 zu • Die Lärmschutzeinheit auf dem Dach der Vakuumpumpe
halten. Die Dampfrückgewinnung in der neuen Holzstoff- der PM2 wurde repariert.
anlage trug dazu bei, den Bedarf externer Biobrennstoffe
zu reduzieren. Aufgrund der oben genannten Kälte wurden • Kühlung der Sicherheitsventile auf dem Dampfdom von
zwar die gleichen Ölmengen verbraucht wie im Vorjahr, Kessel 3
aber die neue Anlage sorgte immerhin dafür, dass der Öl- • Justierung der Dampfstrahlkältemaschine von LWC1
verbrauch nicht stieg.
• Installation von Abzugshauben auf dem Dach der neuen
Energie war im Jahr 2010 eines unserer wichtigsten An-
Produktionsanlage für Holzstoff
liegen. Ein Energiesparprojekt zielte darauf ab, den Durch-
satz der Rindenpressen zu steigern und zugleich einen • Anpassung der Turbine zur Reduzierung von Dampf über
gleichmäßigen Trockengehalt des Rindenmaterials zu erzie- Dach zu Zeiten geringen Dampfbedarfs
len. Beabsichtigt war, die Verbrennung im Dampfkessel zu • Die Sicherheitsventile für Frischdampf der Holzstofflinie
verbessern und auf diese Weise den Ölbedarf zu senken. 6 wurden an ein Geräuschunterdrückungssystem
Im Herbst führte eine Panne im der Vorklärstufe der Ab- angeschlossen.
wasserreinigung einige Tage lang zu überhöhten Abwasser-
• Installation einer Einbaupumpe für Sauerstofflieferungen.
emissionen. Die Richtwerte für CSB wurden überschritten.
Als Folge daraus fielen die Emissionen für das Gesamtjahr Wie üblich unterhielt die Werksleitung das ganze Jahr über
2010 höher aus als im Vorjahr. Erfreulich ist jedoch, dass regelmäßige Kontakte über Umweltthemen mit den zustän-
der Phosphorablauf erneut zurückgegangen ist. digen Behörden.

Umweltziele 2009 – 2011 FORTSCHRITTE UND ZIELKONTROLLE 2010


■ Der Ausstoß fossilen Kohlendioxids blieb 2010 auf demselben
■ Reduktion der Emissionen fossilen Niveau wie 2009, obgleich der Jahresbeginn und das Jahresende
Kohlendioxids um 40% im Vergleich zu 2008. sehr kalt waren. Seit dem Vergleichsjahr 2008 beträgt die Reduk-
tion rund 8%.
■ Senkung des Abwasseranfalles auf maximal ■ Nach einem, in Bezug auf den Abwasseranfall mit 31 700 m3/
32 000 m Tag.
3/ Tag guten Jahr 2009, nahm der Abwasseranfall 2010 auf 34 600
m3/Tag zu. An der Analyse der Ursachen für diese Zunahme
wird gearbeitet. Das Projekt Susp70 ist einer der Versuche, den
■ Im Laufe des Jahres 2010 sollen alle Abwasseranfall zu reduzieren. Es zielt darauf ab, bis Ende 2011
Mitarbeiter die Umweltfortbildung mit der so Feststoffemissionen (Fasern) in die Abwasserklärung um 70 Ton-
genannten „grünen Karte“ abgeschlossen nen pro Tag zu reduzieren. Dieses Ziel wurde bereits 2010 er-
haben. reicht. So wurde nicht nur die Belastung der Kläranlage gesenkt,
sondern auch der Bedarf an Chemikalien.
■ Im Laufe des Jahres 2010 wurde eine Umweltfortbildung für alle
Mitarbeiter des Werks Ortviken abgeschlossen. Sie thematisierte
was jeder, nicht nur im Arbeitsleben sondern auch privat, zur
Minderung von Umweltfolgen tun kann.

Umweltbericht 2010 17
Papierfabrik Laakirchen

Beständigkeit unter schwierigen


Rahmenbedingungen

Die Papierqualität GraphoVerde, hergestellt mit mehr als 50% Recyclingfasern,


behauptete sich gut auf dem Markt. Doch die gleichmäßige Versorgung mit
Altpapier stellte die SCA Laakirchen vor neue Herausforderungen.

Zahlen und Fakten

SCA Laakirchen AG
SC-Papier
521 306 Tonnen
Anzahl Mitarbeiter
538
Managementsysteme
ISO 14001, ISO 9001, OHSAS 18001,
PEFC Chain of Custody,
FSC Chain of Custody

18 Umweltbericht 2010
Papierfabrik Laakirchen

„Nachhaltigkeit bedeutet für mich, bei der


Energieerzeugung und in der Papierherstellung mit
endlichen Ressourcen hauszuhalten. Wir setzen diese
Vision um, indem wir erneuerbaren Rohstoff verwenden
und umfassend recyceln.“
Mark Lunabba, Vorsitzender des Vorstands, SCA Graphic Laakirchen

Im Jahr 2010 zogen aufgrund einer allgemein besseren Wirt- – schwieriger. Zudem wirkte sich der feuchte Sommer auf die
schaftslage die Rohstoffpreise an, während eine Erhöhung der Altpapierqualität aus, wodurch der übliche herbstliche Weiße-
Papierpreise auf dem Markt noch nicht durchgesetzt werden abfall in den Rohstoffen in diesem Jahr deutlicher ausfiel. Stär-
konnte. Dadurch verschlechterte sich die Ertragslage deutlich. kere Bleiche und der Einsatz weiterer Hilfsmittel gleichen dies
Dank ihres breiten Produktportfolios und langjähriger guter zwar aus, sodass der Endkunde davon nichts mehr merkt, aber
Kundenbeziehungen konnte die SCA Laakirchen dennoch die die intensivere Bleiche belastet die Abwässer stärker. Insgesamt
Auslastung ihrer Kapazitäten sicherstellen und 521 306 Ton- entstehen zusätzliche Kosten; zuerst für die Bleiche und dann,
nen superkalandriertes (SC) Papier ausliefern. Frühzeitig einge- um das stärker belastete Abwasser wieder zu reinigen, bevor
leitete Effizienzprogramme milderten zudem die Auswirkungen es in den Vorfluter eingeleitet wird. Um dieser Situation für die
der Kostenschere. Zukunft vorzubeugen, werden die Prozesse weiter optimiert.
Weiterhin wird die mit besonderer Rücksicht auf Um- Bereits 2011 soll zudem die Altpapierlagerkapazität erweitert
weltaspekte entwickelte Papiersorte Grapho Verde vom Markt werden, damit rechtzeitig ausreichende Mengen Altpapier von
gut angenommen. GraphoVerde machte 2010 17,5% der guter Qualität bevorratet werden können.
ausgelieferten Papiermenge aus. Im Rahmen der Jahrestagung Steigenden Energiekosten steuert die SCA Laakirchen mit
der Tiefdruckvereinigung ERA (European Rotogravure Associ- einer nachhaltigen Reduzierung des Stromverbrauchs entgegen.
ation) in Zürich wurde SCA Graphic Laakirchen für Grapho­ Dieses strategische Energiemanagement verbessert nicht nur die
Verde in der Kategorie Innovationen ausgezeichnet. Wettbewerbsfähigkeit sondern auch die Umweltfreundlichkeit
Grapho Verde wird mit einem hohen Anteil Recyclingfa- des Unternehmens. Seit 2008 wurden in Laakirchen über 230
sern hergestellt. Die SCA Laakirchen bemüht sich stetig und Energiespar-Vorschläge bearbeitet und viele davon umgesetzt.
für alle ihre Produkte um eine Erhöhung des Recyclinganteils Ein großer Teil der Energie wird zum Antrieb von Kreisel-
am Rohstoff. Um dies zu ermöglichen, war ein Ausbau der pumpen verwendet. Durch Pumpentausch sowie verschiedene
Deinkinganlage zur Altpapierverarbeitung notwendig. Mit ei- Optimierungen wie Drehzahlregelung oder Laufradanpassung
ner Erhöhung des Bleichturms und einer Erweiterung der Flo- wurden in den letzten drei Jahren mehr als 30 Pumpen moder-
tation wurde der Ausbau 2010 abgeschlossen. Somit steht der nisiert. Die so erzielten Einsparungen entsprechen dem Ener-
Erreichung der vollen geplanten Produktionskapazität nichts gieverbrauch von etwa1200 europäischen Haushalten.
mehr im Wege. Durch den Einsatz eines größeren Anteils rück- Auf beiden Papiermaschinen konnte in den letzten drei
gewonnener Fasern sinkt der Energiebedarf der Papierproduk- Jahren der Strombedarf im Vakuumbereich um rund 20% ver-
tion, was letztendlich zu geringeren CO2-Emissionen führt. ringert werden. Mit umfangreichen und detaillierten Vakuum-
Die hohe Recyclingquote stellte SCA Laakirchen allerdings messungen an der PM 10 wird derzeit an einer Energiebilanz
auch vor Herausforderungen. Im Sommer ist das Aufkommen gearbeitet, um die Effizienz der Anlage weiter zu erhöhen.
von Altpapier aus Haushaltssammlungen aufgrund der Ur- Insgesamt konnten innerhalb der vergangenen drei Jahre
laubszeit geringer. Daher wird die Versorgung – insbesondere, Energieeinsparungen realisiert werden, die dem Jahresver-
wenn in der Produktion mehr Altpapier zum Einsatz kommt brauch von 6500 europäischen Haushalten entsprechen.

Umweltziele 2009 – 2011 Umweltziele 2010 und Kontrolle


■ Die bei SCA Laakirchen durchgeführten Pilot-Versuche zur
■ Erweiterung des Altpapier-Ballenlagers zur
Optimierung der Schwebebettreaktoren waren überaus er-
Bevorratung von Altpapier guter Qualität und
folgreich und zeigten Potenziale zur Leistungssteigerung. Im
damit Verringerung von Bleichmitteleinsatz und
Großversuch wurden diese Potenziale an den bestehenden
Komplexbildner in Phasen geringerer Rohstoffweißen.
Anlagen getestet und Möglichkeiten zur Realisierung gefun-
■ Festlegung und Überwachung von neuen den. Die Ergebnisse wurden in einer von SCA Laakirchen
Grenzwerten zum Einsatz von phosphonathaltigem mit betreuten Bachelorarbeit dokumentiert.
Komplexbildner. Dadurch soll die sichere Einhaltung ■ Der Rückwasserturm in der Schleiferei wurde als Puf-
der genehmigten Phosphor-Ablauffracht gewährleistet ferspeicher für die Werksheizung verwendet, wodurch im
werden. Berichtsjahr 2782 MWh Wärmeenergie eingespart werden
konnten.
■ Weitere Verringerung des spezifischen Energie-
verbrauchs durch die Optimierung von Pumpen und
Vakuumanlagen an den Papiermaschine

Umweltbericht 2010 19
Papierfabrik Aylesford

Schwere Zeiten für die Altpapiersammlung

Das Jahr 2010 brachte erhebliche Schwierigkeiten. Aylesford Newsprint stand hohen
Rohstoffkosten einerseits und niedrigen Verkaufspreisen andererseits gegenüber.

Zahlen und Fakten

Aylesford Newsprint
(Joint-Venture 50%)
Zeitungsdruckpapier
375 941 Tonnen
Anzahl Mitarbeiter
344
Managementsysteme
ISO 14001, ISO 9001, OHSAS 18001,
FSC Chain of Custody

20 Umweltbericht 2010
Papierfabrik Aylesford

„Hohe Kosten für Rohstoffe und Energie lassen sich


schlecht beeinflussen. Daher verstärken wir unsere
Anstrengungen in Bereichen, die wir kontrollieren
können: Effizienz, Produktivität und Umweltleistung.“
Bengt Blomberg, Geschäftsführer Aylesford Newsprint Ltd.

Der Altpapiermarkt in Großbritannien bot 2010 sinkende Umweltziele nicht erreicht werden konnten. Auch die Sicher-
Angebotsmengen bei zugleich steigender Nachfrage von Seiten heitsleistung wies Mängel auf. Vierzehn Ausfalltage aufgrund
der Papierhersteller. Zusätzlich wurde ein Drittel allen einge- von Unfällen von Mitarbeitern oder Zulieferern mussten
sammelten Altpapiers nach China verschifft. Das Resultat: verzeichnet werden.
steigende Preise und schlechtere Qualität, da die Recyclingun- Auf der positiven Seite ist zu nennen, dass das Lean Excel-
ternehmen auch für schlechte Qualität Käufer finden konnten. lence Programm gute Fortschritte machte. Der Zeitungspa-
Leidlich gute Qualitäten waren in einem aggressiven Markt piermarkt war stark und der Bereich Produktdiversifizierung
heiß umkämpft. wurde weiter verfolgt. Auch beim Recycling von Prozess-
Da die Konkurrenz auch 2011 hart bleiben wird, arbeitet rückständen kam das Papierwerk Aylesford deutlich voran.
Aylesford Newsprint intensiv daran, ein System zur Quellen- Auf diese Weise wurden die Deponie-Mengen verringert, und
trennung in der Altpapiersammlung voranzutreiben. Zugleich in einigen Fällen konnten sogar zusätzliche Einkünfte erzielt
wird man in die Steigerung der Kapazität der eigenen Papier- werden.
sortierung investieren. Die Verleihung des FSC (Forest Stewardship Council)-
2010 war das erste Jahr, in dem Aylesford Newsprint keine Zertifikats Ende 2009 öffnete Aylesford Newsprint neue
Elektrizität seines hauseigenen Kraftwerkes an SCA Packaging Märkte. Papiervertriebe und Katalog-Verlage interessieren
Hythe abgab, da die Verpackungsfabrik 2009 geschlossen sich besonders dafür, dass die gelieferten Produkte sämtlich
worden war. So konnte Aylesford Newsprint ein besseres das FSC-Logo tragen. Diese neuen Märkte werden für den
Gleichgewicht zwischen Verbrauch und Erzeugung erlangen. Erfolg von Aylesford Newsprint im Jahr 2011 und danach
Unter anderem wurde der Dampf besser genutzt. sehr wichtig sein.
Die Schlammverbrennung konnte dank günstigerer Das Hauptaugenmerk liegt 2011 auf der Erreichung
Schlammqualität verbessert werden. Auch wurden neue Ab- gesetzter Produktionsziele, auf weiteren Kostensenkungen
nehmer für Asche als Sekundärprodukt gefunden. Auf diese und darauf, wieder ein unfallfreier Arbeitsplatz zu werden.
Weise kann die Schlammverbrennung zur Erzeugung von Außerdem wird Aylesford Newsprint Effizienzverbesserungen
Prozessdampf um 50% gesteigert werden, was den Naturgas- anstreben und seine Umweltfolgen weiter mindern. In diese
verbrauch bedeutend reduziert. Anstrengungen, unsere Vision umzusetzen und Zeitungspa-
Das Jahr 2010 brachte jedoch auch Enttäuschungen. So pier von höchster Qualität zu fertigen, bindet Aylesford
blieb die Produktionsleistung hinter den Erwartungen zurück. Newsprint alle Mitarbeiter aktiv ein.
Das löste einen Dominoeffekt aus, der dazu führte, dass einige

UMWELTZIELE 2011 FORTSCHRITTE UND ZIELKONTROLLE 2010


■ Das Ziel, mindestens 80% der Prozessrückstände zu
■ Recycling von mindestens 82% des verwerten, wurde knapp verfehlt. Aylesford Newsprint ver-
Restmülls. wertete 79% aller Prozessrückstände.
■ Das Ziel, 65% des Restmülls zu recyceln, wurde erreicht
■ Recycling von Asche zu 100 %. und überschritten, der Restmüll wurde zu 75% recycelt.

■ Einrichtung einer Verwertungsschiene für ■ Unter dem Slogan „Bin-it-right (In die richtige Tonne)“
Rejekte aus der Altpapieraufbereitung wurde im Juli eine Abfall-Woche durchgeführt. Hauptziel
war es, unter Mitarbeitern und Zulieferern das Bewusstsein
für die Wichtigkeit einer besseren Mülltrennung zu steigern.
■ Trotz großer Anstrengungen konnte das Ziel, den spezi-
fischen Energieverbrauch der Papiermaschinen zu senken,
aufgrund schlechter Laufeigenschaften nicht erreicht wer-
den. Aylesford Newprint konnte hingegen den spezifischen
Energieverbrauch in der Faseraufbereitungsanlage senken,
allerdings weniger als erhofft.

Umweltbericht 2010 21
Der Umweltbericht 2010 in Zahlen

Produktion, Energie, Östrand Ortviken Laakirchen Aylesford



Emissionen und Abfälle 2010
2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009

Produktion kTonnen 499 487 876 829 521 519 376 382 2,272

Energie
Elektrizität
Eigene Wasserkraft GWh 0 0 0 0 14 17 0 0 14
Kraft-Wärme-Koppelung GWh 439 423 55 75 428 411 336 351 1,258
Stromnetz GWh 57 63 2 007 1 886 192 220 18 7 2,274

Gesamt GWh 496 486 2 062 1 961 635 648 354 358 3,547

Brennstoffe
Biobrennstoffe TJ 12 872 12 419 2 505 2 691 0 0 368 231 15,745
fossile Brennstoffe TJ 1 122 1 008 542 514 4 289 4 264 4 260 4 634 10,213
Elektrokessel TJ 0 0 51 157 0 0 0 0 51
Gesamt TJ 13 994 13 427 3 097 3 362 4 289 4 264 4 628 4 865 26,008
davon Kraft-Wärme-Koppelung 1 850 1 782 242 333 2 230 2 306 4 621 2 885 8,943

Emissionen
in die Luft
NOx als NO2 Tonnen 641 640 196 220 222 184 239 314 1,298
SO2 Tonnen 380 362 55 41 0 0 4 8 439
Staub Tonnen 52 50 36 38 0 0 6 5 94
CO2 fossil kTonnen 82 75 39 37 240 239 239 260 600
CO2 biogen kTonnen 1 324 1 298 250 269 0 0 35 22 1,609
CO2 fossil, aus dem Stromnetz kTonnen 3 97 41 9 15
in das Wasser
CSB Tonnen 5 792 5 302 3 805 3 188 1 058 997 899 840 11,554
BSB Tonnen 452 515 130 92 53 36 27 34 662
Feststoffe Tonnen 148 81 291 164 47 27 94 87 580
AOX Tonnen 5,4 7,9 4 2 0,2 0,2 0 0 9,6
P Tonnen 16,0 15,0 3,3 3,2 3,3 3,5 2,4 1,9 25
N Tonnen 124,0 126,0 77,3 65,0 4,3 4,9 22,5 8,3 228,1
Abwassermenge Mm3 13,35 14,47 12,62 11,56 7,39 7,29 5,27 5,30 38,63

Abfälle
Deponie Tonnen 52 31 376 596 0 11 292 11 094 11,720
Verwertung Tonnen 53 900 79 270 40 398 41 195 170 342 155 232 46 175 160 231 310,815
gefährliche Abfälle Tonnen 575 557 275 270 92 92 46 624* 27 452 47,566

*Die Zunahme gefährlicher Abfälle im Vergleich


zum Vorjahr (2009) ist auf eine Änderung der
Klassifikation für Flugasche zurückzuführen.

22 Umweltbericht 2010
Spezifische Emissionen je Tonne Zellstoff und Papier

Zellstoffwerk Östrand (kg/t, m3/t) Papierfabriken – fossile CO2-Emissionen (kg/t)


180 700

160 600
140
500
120
400
100

80 300

60 200
40
100
20
0
0
2006 2007 2008 2009 2010 2006 2007 2008 2009 2010
CO2 fossil CSB Abwasser Ortviken Laakirchen Aylesford
Die CSB-Emissionen des Werks Östrand nehmen ab, aber der CSB-Ausstoß eines Die Papierfabriken Laakirchen und Aylesford erzeugen effizient Elektrizität und Dampf auf
Sulfatzellstoffwerks ist dennoch höher als der einer Fabrik, die mechanischen Holzstoff Naturgasbasis. Das Werk Ortviken verwertet Elektrizität aus Biobrennstoffen und stößt
produziert oder Recyclingfasern aufbereitet. daher sehr geringe CO2-Mengen aus.

Papierfabriken – CSB-Emissionen (kg/t) Papierfabriken – Abwassermengen (m3/t)


5,0 16

4,5 14
4,0
12
3,5
10
3,0

2,5 8

2,0 6
1,5
4
1,0
2
0,5

0 0
2006 2007 2008 2009 2010 2006 2007 2008 2009 2010
Ortviken Laakirchen Aylesford Ortviken Laakirchen Aylesford
Die Papierfabrik Ortviken verwendet für seine TMP-Herstellung ausschließlich Frisch- Papierfabriken setzen in ihren Prozessen sehr viel Wasser ein. Ist reichlich Wasser
fasern. Frischfasern verursachen höhere CSB-Werte als rückgewonnene Fasern. Auch vorhanden, ist es wichtiger, auf die Sauberkeit der Abwässer zu achten, als die Ge-
die Bleiche ist ein wichtiger Faktor. samtwassermenge zu begrenzen. Bei Wasserknappheit muss der Gesamtverbrauch
höchste Priorität haben.

GLOSSAR

Emissionen in die Luft Fossiles Kohlendioxid – CO2 Biochemischer Sauerstoffverbrauch – BSB


Diese Emissionen umfassen die direkten Emissio- Das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe Der BSB ist ein anderes Verfahren, um die Sauer-
nen der Werke. Die Emissionen aus der Elektri- entstehende Kohlendioxid verursacht eine CO2- stoffmenge zu messen, die beim biologischen Abbau
zitätserzeugung der öffentlichen Netze werden Nettozunahme in der Atmosphäre. leicht abbaubarer organischer Substanzen innerhalb
separat angegeben. Biogenes Kohlendioxid- CO2 eines bestimmten Zeitraums verbraucht wird.
Stickoxide – NOx Kohlendioxid aus Biomasse ergibt keine Nettozu- Schwebstoffe
Die Verbrennung von Heizöl verursacht höhere nahme von CO2 in der Atmosphäre. Schwebstoffe sind ungelöste Partikel wie Faser-
NOx-Emissionen als die von Biobrennstoffen. rückstände und Bioschlamm.
Kohlendioxid – CO2 gesamt
Schwefeloxid – SOx Die Gesamtsumme fossilen und biogenen Kohlen- AOX-Chlorverbindungen
Die Verbrennung vor allem von Öl verursacht SO2- dioxids. Die Quelle hierfür ist die Frischwasseraufbereitung
Emissionen. Daneben treten auch kleinere Mengen und nicht der Produktionsprozess, der völlig
Fossiles Kohlendioxid – Netzstrombezug
anderer Schwefelverbindungen auf, die in dieser chlorfrei ist.
Berechnet aus dem Energiemix eines jeden Landes.
Zusammenstellung jedoch zu SO2 umgerechnet Phosphor – P
wurden. Dazu gehören auch die minimalen Mengen Phosphor ist ein für Pflanzen notwendiger Nährstoff.
schwefelhaltiger, organischer Substanzen, die den Emissionen an das Wasser Eine zu hohe Phosphorkonzentration kann
unangenehmen Geruch beim Zellstoffwerk Östrand Chemischer Sauerstoffverbrauch – CSB zu Überdüngung führen.
verursachen. Der CSB ist ein Maß für den Sauerstoffverbrauch,
Stickstoff – N
Staub den der chemische Abbau organischer Substanzen Auch Stickstoff ist ein Nährstoff, der bei Überschuss
Rauchgase enthalten gewisse Mengen staubförmi- verursacht. zu erhöhter biologischer Aktivität führt.
ger Asche

Umweltbericht 2010 23
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