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Hausbesuch

Ein Blick zurück auf 175 Jahre Familientradition
Gasthof Robben feiert Jubiläumsjahr - Leckeres Essen vom Migrat
Von Bernd Wiggermann „Seit 1975 haben wir uns der Gastronomie verschrieben“, sagen Hermann und Marianne Robben. Vor genau 30 Jahren haben sie den Gasthof Robben in Hebelermeer übernommen. Das Jubiläum soll im Juni mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden. Mit viel Einfallsreichtum und unternehmerischer Zielstrebigkeit hat das Ehepaar aus der einfachen Gaststube von einst eine regelrechte Erlebnisgastronomie mit edlem und elegantem Ambiente aufgebaut. Robben schon mit 13 Jahren verloren – von ihnen konnte sie also nur wenig erfahren. „In dem Alter hat man sich noch nicht für die Familiengeschichte interessiert“, erzählt sie etwas nachdenklich. Erst die Suche in Archiven brachte handfeste Hinweise in Form einer Konzession aus dem Jahr 1846. Aus weiteren Nachforschungen ging hervor, dass der Gasthof mindestens 175 Jahre alt sein muss. Andere wertvolle Erinnerungen, alte Fotos etwa, sind weitgehend verschollen. „Als ich ein Kind war, lagen viele Kisten mit alten Bildern oben auf dem Dachboden“, erinnert sich die Gastwirtin. Ein paar Schwarzweißfotos von damals sind aber zum Glück erhalten geblieben. Eines zeigt Mariandes Gasthofes ist dem heutigen Erscheinungsbild schon deutlich ähnlicher. Den Automodellen nach, die darauf zu sehen sind, muss sie um das Jahr 1960 entstanden sein. Der damals noch integrierte Kolonialwarenladen ist freilich längst verschwunden.

Mehr als Essen und Trinken
Überhaupt hat sich der Gasthof unter Hermann und Marianne Robben stark verändert. Durch die großzügigen Anbauten ist inzwischen Platz für über 360 Personen. Die können auch in einem der komfortablen Hotelzimmer übernachten. Insgesamt stehen 25 Betten bereit. Viele der Baumaßnahmen hat die Familie Robben selbst vorgenommen, besonders die Innenausbauten. So entstand 1982 auch die erste von drei Kegelbahnen. Bereits Die heutige Gaststätte Robben hier zeichnet sich ab, dass den Kunden mehr geboten werden sollte, mehr als Essen und Trinken eben. „Wir haben uns unser Publikum erarbeitet“, erzählt Hermann Robben nicht ohne Stolz. In der Tat haben sich die beiden einiges einfallen lassen. So organisieren sie auf Wunsch Planwagenfahrten, Fahrrad- und Boßeltouren oder auch einen Besuch bei der Meyerwerft oder dem Moormuseum. Wer möchte, kann sich außerdem komplette Menüs, kalte Büffets und Spezialitäten nach Hause liefern lassen. Der Restaurantbetrieb ist ohnehin eine der großen Stärken des Gasthofes Robben. Äußerst beliebt und weiträumig bekannt ist zum Beispiel das „Essen vom heißen Stein“. Die neueste kulinarische Attraktion ist das Essen vom „Migrat“, einer Spezialität aus Südamerika. Dabei werden mehrere Fleischspieße an einem be- Feierlich geschmückt warten die Räumlichkeiten auf die Gäste sonderen Grill warmgehalten. Dazu gibt es exotische Beilagen wie „Gaucho-Kartoffeln“. als Essen Die abenteuerlich anmutende Mehr Konstruktion ist übrigens ebenfalls Marke Eigenbau.

Auf geschichtlichen Spuren

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Essen vom Migrat

& Trinke n

Die Großeltern von Marianne Robben Die Gastwirtschaft hatte zuvor schon den Eltern, Großeltern und Urgroßeltern von Marianne Robben gehört, die damit eine lange Familientradition fortsetzt. Wie weit die Geschichte des Gasthofes tatsächlich zurückreicht, weiß aber nicht einmal sie ganz genau. Es gibt einige alte handschriftliche Dokumente, aus denen allerdings kaum etwas Brauchbares hervorgeht. Ihre Eltern hat Marianne ne Robbens Großeltern, ernst und fromm in die Kamera blickend. Auf einem anderen sind Familienmitglieder in geselliger Runde vor dem Haus versammelt. Diese Bilder erwecken sofort den Eindruck, dass nicht nur die Fotografie, sondern auch der Gasthof selbst noch in den Kinderschuhen steckte. Hier ist noch keine Spur von Eleganz, eher von Bodenständigkeit. Eine spätere Aufnahme

Die nächste Generation
Der Gasthof Robben wird wohl auch zukünftig in Familienbesitz bleiben, und damit schon in der fünften Generation. „Unser Sohn will weitermachen“, freut sich Marianne Robben. Unterdessen darf man gespannt sein, was sich die findigen Gastronomen aus Hebelermeer als nächstes einfallen lassen. Einige Ideen haben sie noch auf Lager, so viel sei verraten.

Fleischspieße in verschiedenen Sorten Die Südamerikanische Spezialität unseres Hauses Als Vorspeise beginnen Sie mit einem reichhaltigen, frischen Salat. Danach bekommen Sie drei Spießvariationen Ihrer Wahl mit Rind-, Schweine-, Lamm-, Puten- oder Hähnchenfleisch. Eine Besonderheit dieser Spezialitäten ist das Warmhalten des Fleisches am Magrat-Grill direkt am Tisch. Dazu reichen wir als Beilage „Gaucho-Kartoffeln“ und Gemüse der Saison. Zu den Speisen empfehlen wir folgenden Wein: Cardeto Rupestro, Italien

Essen vom Migrat
Erleben Sie die südamerikanische Spezialität unseres Hauses! Fleischspieße in verschiedenen Sorten. Öffnungszeiten: Tägl. ab 11 Uhr durchgehend montags und donnerstags ab 17 Uhr • mittwochs Ruhetag 49767 Twist • Hebelermeer 31 • Telefon: 0 59 35/2 18

Zwei Bilder aus längst vergangenen Tagen

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