DerFuerst_DerDieb_DieDaten

Der Fürst.

Der Dieb.

Die Daten.

TATSACHENBERICHT von HEINRICH KIEBER

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INHALT

Seite

Vorwort Urheberrechte / Hinweis / Erklärung / Abkürzungen Kapitel:
K1 K2 K3 K4 K5 K6 K7 K8 K9 1997 – ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS Zimmer unter den Alten Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Ein Kübel voll Schweineblut Die Welt des schmutzigen Geldes Heiligsprechung unter Vollnarkose Dicke Post für Hans-Adam Wenn Herr KIEBER eine Reise tut Chaos-Tage ohne Ende

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9 97 101 124 133 152 167 196 252 274 284 296 318 323 335 370 384 388 398 408 425 452 479 2

K10 Heinrich! Mir graut's vor Dir! K11 Die Polizei – Dein Freund & Helfer ! K12 Holländischer Käse K13 Ein Essen für Sechs Euros K14 Weisswein und Rotes Blut K15 Heinrich's Tod in Utrecht K16 Vier mal 9 mm K17 Explosives Gutachten und Freies Geleit K18 Ach wie gut das niemand weiss.... K19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe K20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam K21 Blutspur auf dem Rheindamm K22 Es muss sich was ändern, damit... K23 Überraschung! Überraschung!

K24 Führt die Todesstrafe wieder ein K25 Der Feind hört mit K26 Gnade im Sonderangebot K27 Blaue Flecken und Herzinfarktsymptome K28 Listen, Listen - wer hat noch keine? K29 Zürcher Geschnetzeltes K30 Afrikanische Hitze K31 D A V I D K32 My BIG Brother is watching YOU! K33 Skandal! Skandal! Wirklich, der Skandal? K34 Handbuch! Handbuch! Wer will noch eins? K35 Gib mir Deine Kohle! K36 Letzter Akt! Vorhang auf für .....

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EPILOG

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INTERNETLISTE

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Vorwort Geschätzte Leserin, Geschätzter Leser Was haben wir in den vergangenen Monaten nicht alles über den „grössten Steuerskandal Deutschlands - die Liechtenstein-Affäre - die grösste Sensation 2008‚ weltweit lesen können. Jede und jeder hatte dazu etwas zu sagen. Die Steuerfahndung, der BND, Finanzminister Peer Steinbrück, Kanzlerin Angela Merkel, Parteien von rechts bis links, diverse sonstige Behörden, die Medien, ja selbst ein Bischof und natürlich Fürst Hans-Adam und sein Clan, plus seine Regierung in Liechtenstein und die LGT Banken- und Treuhandgruppe. Pünktlich zum Karneval 2008 brach eine weltweite FasnachtsSchnitzeljagd nach tausenden Steuersündern aus. Völlig zu Recht, wie auch die solide Mehrheit meint. Zu einer anderen Hetze, ganz nach seinem Geschmack hat Hans-Adam schnell geblasen: die auf den Dieb, den Bankdaten-Terroristen, wie die hohen Finanz-Herren aus Vaduz ihn nun nannten. Der Dieb, ja der war ich. Der kleine Tropfen Öl, na ja, vielleicht waren es doch ein paar Gallonen, die ich in das nur scheinbar lupenreine Trinkwasser des Fürstenhaushaltes sowie der Liechtensteiner Regierung geworfen hatte, hat unglaubliche Wellen geschlagen. Für viele Menschen ist es schon erstaunlich, ja geradezu faszinierend beobachten zu können, mit welcher multimedialer Kraftanstrengung Hans-Adam und seine MarionettenRegierung geradezu paranoid und krankhaft ständig damit beschäftigt sind, die Weltöffentlichkeit und insbesondere auch das eigene Volk zu täuschen, bzw. einer fortdauernden Gehirnwäsche zu unterziehen. Beim Volk den Hasspegel auf mich ja extrem hoch zu halten. Damit der Fokus immer schön auf den ‚bösen, bösen‚ Kieber bleibt. Und niemand wirklich einmal richtig der Sache auf den Grund geht und in Frage stellt. ERSTENS über die Art und Weise wie die Hohen-Finanz-Herren in Liechtenstein ihre oft schmutzigen Bank/Treuhand-Geschäfte tätigen, bzw. ausgeführt hatten.
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Und ZWEITENS über die Wahren Gründe seitens des Datendiebs und die Wahren (illegalen und durchaus kriminellen) Handlungen von Hans-Adam und seiner Regierung in der ganzen Angelegenheit ‚der Fürst- der Kieber-die Daten‚ . Zu dem was in den verschiedenen Medien berichtet wurde, kann ich nur in ganz, ganz wenigen Fällen meine Zustimmung geben. Über vieles habe ich bloss den Kopf schütteln können. Oft musste ich auch schmunzeln, denn ganz ohne Humor lässt sich dieses eher traurige Multi-Akt-Drama nicht durchstehen. Ein paar Seiten in einer Zeitung oder ein TV-Interview reichen einfach nicht aus, um die wahren Hintergründe, die zu dieser einmaligen Sensation führten, aufzuzeigen. Knallharte Hintergründe, deren Veröffentlichung Hans-Adam und seine Vasallen unbedingt verhindern wollen. In diesem Buch, meinem Buch, gebe ich euch einen sehr tiefen und detaillierten Einblick in die Umstände, wie es geschehen konnte, dass das was 1997 mit meiner Folter tief im südamerikanischen Kontinent begonnen hatte, elf Jahre später mit der öffentlichen Zündung der deutschen Datenbombe endete. Wie es soweit kommen konnte, dass z.B. Leute wie Klaus Zumwinkel live im Frühstücksfernsehen abgeführt wurden. Es ist eine bewegende Geschichte, bitter für alle Seiten, obendrein oft peinlich. Ich kann enthüllen wie Hans-Adam seine heiligste aller heiligen Kühe, die LGT Gruppe, krampfhaft schützte und seinen mittelalterlichen Herrschaftsanspruch verteidigte. Wie er sein Geld, seine Macht und Position als Staatsoberhaupt missbrauchte, um mit Hilfe der Marionetten-Regierung in Vaduz die Veröffentlichung der Daten zu verhindern und sie alle nicht davor zurückschreckten, dafür Methoden anzuwenden, die meilenweit entfernt von Gut und Böse waren. Natürlich kriege auch ich mein Fett im Buch ab. Ehrenwerte Personen gibt es in dieser Geschichte wenige. Ich bin zuversichtlich, dass jeder von euch am Ende des Buchs ein eigenes, komplettes Bild über diesen Skandal machen kann. Nun denn, ich wünsche euch reichlich Lesevergnügen. Vielen Dank Heinrich Kieber Washington, D.C. Valentinstag, 15.Februar 2009
PS Am Ende des Buches findet ihr eine Liste mit interessanten Internetwebseiten. 5

Urheberrechte/ Hinweis / Erklärung / Abkürzungen

Urheberrechte © Heinrich Kieber 2009 Alle möglichen Rechte (Copyright) zu diesem Buch und den Fotos / Zeichnungen liegen ausschliesslich bei Heinrich KIEBER. Das Buch darf nur für den PRIVATEN Gebrauch verwendet werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung vom Rechteinhaber darf für KOMMERZIELLE Zwecke aus diesem Buch nichts kopiert, weitergegeben, veröffentlicht, zitiert oder anderweitig verwendet werden.

Hinweis Für dieses Buch habe ich so oft wie möglich Originaltexte verwendet. Alle Originaltexte haben als Unterscheidung zur restlichen Niederschrift links und rechts einen b r e i t e r e n Seitenrand, sind also als Textblock beidseitig nach innen verschoben. Kurze Originalzitate haben jeweils am Anfang das Zeichen OZA- und am Ende das Zeichen -OZE. Bei dem in Buch genannten BANKDIREKTOR handelt es sich um Herrn Dr. Pius Schlachter der LGT Bank. Bei dem in Buch genannten PROFESSOR handelt es sich um den Kriminalpsychologen Herrn Dr. Thomas MUELLER. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr oft kurze Anmerkungen. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm.: “ an. An wenigen Stellen musste ich – von Dritten angeordnet - aus rechtlichen Gründen und in einigen Fällen aus Sicherheitsüberlegungen
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diverse Originalnamen und/oder Originalindizien abkürzen oder ganz umbenennen. Auch musste ich Textstellen ganz oder teilweise weglassen, was dann mit dem Zeichen ‚OT Entfernt‚ gekennzeichnet ist. Alle erwähnten Plätze, Städte, Länder, Sachdetails und Zeitangaben entsprechen den wahren Örtlichkeiten oder Gegebenheiten. In meiner nächsten, kommenden Veröfftenlichung werde ich eine unzensierte Version frei vorlegen können.

Erklärung zu Zeichnungen, Fotos und dem Diagramm Die drei Bleistiftzeichnung im Buch sind Originalabdrucke von Handzeichnungen, die ich im September 1997 für das Landgericht Vaduz habe anfertigen lassen. Alle Fotos in diesem Buch (Ausnahme Titelseite) sind Originalabzüge von den Fotos die ich im Dezember 1997 (Kette und ich) oder Februar 1998 (Turmnachbau) für das Gericht habe herstellen lassen. Die abgebildete Person auf den Fotos bin ich selber. Alle Fotos wurden von meinem Vater Alfons erstellt. Wie tief die Wunden (zwei runde Verbrennungspunkte und horizontale Schürfwunde) waren, kann man auf einigen Fotos noch sehr gut sehen, obwohl die Wunden damals schon neun Monate alt waren und auch medizinisch behandelt wurden. Das Drei-Seiten-Diagramm wurde an Ostern 1998 von mir für das Gericht angefertigt. Der Originaltitel: "Psychogramm vom Opfer - Grafik über den Psychoterror und die seelische Grausamkeit während der Gefangenschaft".

Abkürzungen (in alphabetischer Reihenfolge) AVOR BAK DB DL / LF = Arbeitsvorbereitung (fürs Scannen von Treuhanddokumente) = Belegartenkatalog (Index zu jedem Treuhanddokument) = Drittbegünstigter (einer Stiftung) = Durchlaucht / Landesfürst Hans-Adam
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EB FL IT KKZ KYC LG LR LTV NGO’s OG OGH OT

= Erstbegünstigter (z.B. einer Stiftung) = Fürstentum Liechtenstein = EDV / IT Abteilung = Kriegskommandozentrale (in Vaduz) = (Englisch) Know Your Customer („Kenne Deine Kunden‚Profile) = Landgericht Vaduz = Landrichter = LGT Treuhand Vaduz (alte firmeninterne Abkürzung) = Nicht-Regierungs-Organisationen = Obergericht Vaduz = Oberster Gerichtshof Vaduz = Originaltext

OT Entfernt = Weggelassene Textstellen (siehe unter Hinweis) OZA-OZE RA SR STA StGB StPO UR VR WB ZB = Start Original-Kurzzitat = Ende Original-Kurzzitat = Rechtsanwalt / Rechtsanwälte = Stiftungsrat (einer Liechtensteiner Stiftung) = Staatsanwaltschaft / Staatsanwalt / Staatsanwältin = Strafprozessgesetzbuch = Strafprozessordnung = Untersuchungsrichter oder- richterin = Verwaltungsrat (bei Liechtensteiner Anstalten, AG’s) = Wirtschaftlicher Berechtigter (z.B. einer Stiftung) = Zweitbegünstigter (z.B. einer Stiftung)
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Kapitel 1

1997 - ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS

SWISSAIR Flug Nr. SR 143, von Buenos Aires nach Zürich, 30 Minuten seit Take-Off, C-Class, 1. Reihe rechts, Fensterplatz. Ein Mann sitzt zittern, schwitzend und mit sehr ängstlichen Augen unruhig auf dem ihm gerade neu zugewiesenen Platz. Nicht nur ist sein Verhalten äusserst verdächtig (Gott sei Dank waren dies noch die "Vor 9/11"Zeiten, sonst hätte er es gar nicht bis in das Flugzeug geschafft), nein, er hat auch noch seltsame, blutbesudelte, weisslich-gelbe Stofffetzen um seinen Hals und die beiden Handgelenke gewickelt. Seit dem Abflug hat er nicht aufgehört zu weinen. Sonst eher eine Plaudertante, konnte er praktisch fast nicht mehr sprechen. Es reichte aber aus, dem netten Steward in der Economyklasse, der sich Sorgen um ihn machte, zu erzählen, dass er vor Jahren selber 5 Jahre lang mal bei der SWISSAIR gearbeitet hatte und damit ein Flugzeug, diese Flugzeug irgendwie Heimat für ihn bedeutete. Damit er sich besser, vor allem in Ruhe erholen konnte offerierte der Steward ihm einen Sitz in der praktisch leeren Businessklasse bis zum Zwischenstopp in San Paulo. Klar erkennbar war es, dass der Passagier Furchtbares durchgemacht haben musste. Dieser Passagier war ich. Je weiter ich weg von Argentinien war, desto besser ging es mir und desto weniger glaubte ich, dass mir noch mehr Leid & Terror zugefügt werden konnte. Ich war sehr abgekämpft, leiblich und vor allem psychisch. Wie in Trance erlebte ich die Ankunft am Mittwoch, den 9. April 1997 morgens früh um 06.15 Uhr in einer sauberen, heilen Welt namens Airport Zürich. Auch der Gang durch die Passkontrolle, die Gepäckausgabe und der Zoll. Ich versuchte einige Leute telefonisch zu erreichen, um sie eindringlich zu bitten, mich am Flughafen abzuholen. Doch waren sie entweder schon bei der Arbeit oder einfach nicht erreichbar. Mit dem Zug fuhr ich dann via dem Zürcher Hauptbahnhof nach Sargans im Schweizer Rheintal und von dort mit dem Linienbus zur Haltestelle des Spital Vaduz, wo ich um 09.10 Uhr eintraf. Mit samt meinem Koffer und den Taschen schleppte ich mich ins Spital. Der untersuchende Arzt Dr. M. Moser verfasste folgenden Bericht: Datum: 10.04.1997 / Zeit 09.20 Uhr Diagnose / Behandlung Kieber Heinrich / 30.03.1965 / Meldina 312 / FL-9493 Mauren
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Angaben des Patienten: Der Pat. ist heute Morgen am Flughafen Kloten/ZH aus Argentinien angekommen. Laut Bericht hat er dort einen Freund besucht, den er in Spanien kennen gelernt hat. Der Freund habe ihm noch Geld geschuldet, deshalb wollt er dies in Argentinien eintreiben. Dort angekommen sei er jedoch eingesperrt und am rechten Bein angekettet worden. In Todesangst habe er mehrmals versucht, sich das Leben zu nehmen (siehe Bericht). Gegen Bezahlung eines Lösegeldes sei er schliesslich freigelassen worden. Die Wundversorgung sei durch einen Laien auf der Hazienda des Freundes vorgenommen worden. Beschreibung der Verletzungen: 1. Im Bereich des rechten Handgelenkes, volarseitig, in der mittleren Handgelenklinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde verheilt, es liegen drei Nähte in sito. Die Wunde ist zum Teil mit weisslichem Wundpuder verklebt. Im Bereich der Finger keinerlei Sensibilitätsstörungen oder motorische Ausfälle. 2. Im Bereich des linken Handgelenks, volarseitig, im Bereich der mittleren Handgelenkslinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde ist leicht entzündet, mit gelblichem Sekret bedeckt, drei in sito liegende Wundnähte, die aus Zahnseide oder irgendeinem, bei uns nicht verwendeten Material bestehen. Die Sensibilität im Bereich der Langfinger unauffällig. Der Daumen und der Daumenball jedoch deutlich mit herabgesetzter Sensibilität. Hier ist die Zweipunktdiskriminierung nicht möglich. Die Motorik der Langfinger ist ebenfalls nicht beeinträchtigt. Der Daumen kann operiert werden. Die Kraft der Oppositionsbewegung ist jedoch herabgesetzt (schmerzbedingt?). Das Spreizen der Finger ist unauffällig. Die Sensibilität im Bereich des Handrückens und der Handinnenfläche ist unauffällig. 3. Unterhalb der Fossa interjugularis findet sich eine 7 cm lange Wunde, rechts lateral davon eine oberflächliche ca. 3 cm lange Wunde. Die Wunden sind mit weisslichem Puder verklebt, es liegen einige Nähte in sito. Der Patient gibt an, bei seiner Verletzung sei die Wunde so tief gewesen, dass aus der Luftröhre Luft nach aussen entweichen konnte. Derzeit ist jedoch diesbezüglich keinerlei (Atmungs-) Beeinträchtigung festzustellen.
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4. An der linken Halsseite, am Vorderrand des Musculus dernoclaidum mastoideus im mittleren Drittel, eine ca. 3 cm klaffende Wunde. Die Wunde ist ebenfalls mit weisslichem Puder verklebt, eine Naht am Wundrand noch in der Haut vorhanden. Die Wunde befindet sich direkt oberhalb der Carotis!! 5. Im Bereich des rechten Unterschenkels lateral, dorsalseitig, drei etwa ein Zentimeter im Durchmesser messende Krusten. Ansonsten hier nichts zu sehen. Neurostatius: Der Patient ist grob neurologisch unauffällig. Er ist klar zu sich, seiner Person, zeitlich und örtlich orientiert. Keine Hinweise auf eine Psychose. Der Patient ist doch sehr agitiert, was auf den Schlafmangel und die Erlebnisse der vergangenen Tage zurückzuführen ist. Diagnose: Schnittwunde im Bereich beider Handgelenke volarseitig, unterhalb der Incisura interjuguleris, sowie im Bereich der linken Halsseite. Behandlung: Entfernen der Wundnähte, reinigen aller Wunden, Beta-isotoner-Verbände. Der Pat. ist Tetanusgeschützt. Eine Wundkontrolle ist am Samstag, den 12.04.1997, vorgesehen. Mit freundlichen Grüssen Dr. M. Moser , Assistenzarzt / rb (Anhang: 4 Fotos der Verletzungen) Nach der Arztuntersuchung, wobei auch Fotos von allen Verletzungen gemacht wurden, kamen die zwei Liechtensteiner Kriminalbeamten Hr. Büchel und Hr. Kindle zu mir ins Spital. Ich schilderte ihnen aufgeregt die Erlebnisse der letzten zwei Wochen. Je mehr ich ins Detail ging, umso so grösser wurden ihre Augen, ebenso wie ihr Entsetzen. Wir vereinbarten, dass ich am nächsten Tag zu ihnen (Kripo) kommen soll, um eine umfassende Anzeige auf Tonband zu machen. In einem Gästezimmer von Freunden in Vaduz konnte ich den bitter nötigen Schlaf – mit Hilfe von kleinen, ärztlich verordneten Pillen – für fast 24 Stunden lang nachholen. WAS IN ALLER WELT IST IN ARGENTINIEN PASSIERT? Am nächsten Morgen wurde ich von den Kripobeamten im Polizeigebäude empfangen und in ein Sitzungszimmer gesetzt. Dort wurde ich mit ausreichend leeren Tonbandkassetten versorgt und man bat mich meine Anzeige auf Band zu sprechen.
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Beginn Originaltext (OT) meiner Anzeige: Anm.: Ich bitte die Leser zu Berücksichtigen, dass ich zum Zeitpunkt meiner Aussage/Anzeige noch sehr stark unter dem Schock des gerade erlebten stand und meine gesprochenen Worte eins zu eins in die Niederschrift übernommen wurden. Daher die oftmals sehr langen Sätze, die wenigen unfertigen Sätze, Wort- oder Satzwiederholungen und verkehrte Satzaufbauten. Weitere Details, die ich zusätzlich zur Tonbandaussage in schriftlicher oder mündlicher Form bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft (STA) und dem Untersuchungsrichter (UR) gemacht habe, sind auch integriert im OT wiedergegeben. Guten Tag Heute ist der 11. April 1997 und ich bin hier in einem Sitzungszimmer der Landespolizei Liechtenstein um meine Aussage auf Band aufzunehmen. Diese Aussage soll gleichzeitig Dokument für mich und Anzeige gegen die Täter sein und ich werde in Hochdeutsch sprechen, was die Abschrift meiner Aussage erleichtern wird, und auch damit ich eine gewisse Distanz zu dem Geschehenen machen kann. Mein Name ist Kieber Heinrich, geb. 30.03.1965 in Mauren, Bürger von Mauren, z. Z. nicht angemeldet im Land, da ich mich Ende November letztes Jahr (1996) von Mauren wieder nach Australien abgemeldet hatte, wo ich auch ursprünglich hin wollte, aber noch ein paar persönliche Sachen und Angelegenheiten in Europa erledigen wollte, bevor ich wieder zurückgehe. Jetzt mache ich noch ein paar Angaben zu Namen der Personen, die involviert waren bei dieser Entführung und Geschehnissen, das wären: Ich selber natürlich, dann als Organisatoren die zwei Personen, der Spanier Mariano Marti-Ventosa Roqueta aus Barcelona und Herr Helmut Roegele und sein Frau Salud Hidalgo, beide aus Sant Pol de Mar, nördlich von Barcelona, Katalonien, Spanien. Ich werde später dann die genaue Abschrift und Daten, die ich zu diesen Personen habe, auf einem Blatt vermerken. Zur Vorgeschichte: Den besagten Mariano kenne ich seit ursprünglich 1981, weil er der Freund von einer Deutschen war, die Helga heisst und mit deren Tochter Ruth besuchte ich damals in die Schweizerschule in Barcelona. Aber erst 1992/1993, um die Jahreswende, als ich zufällig das erste Mal aus Australien zurück war, um in Bern auf der australischen Botschaft meine Niederlassungspapiere zu
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regeln, erfuhr ich, dass Mariano und seine Freundin Helga in Zürich waren wegen irgendeinem komischen Geschäft, das sie da hatten, und da habe ich sie natürlich besucht, weil ich sowieso 2 bis 3 Monate warten musste bis meine Papiere für Australien geregelt waren, im Zuge dieses Wiedersehens hat mich Mariano dazu überredet, dass ich ihm einen Kredit von ca. CHF 240'000.-gewähre, den er mir zu 12 % verzinsen wollte; was ich auch gemacht habe, weil ich wusste, Mariano hat Gutsbesitz in Spanien und ein riesiges Boot und das Übliche halt, was man sich als geistige Absicherung nimmt. Ich habe natürlich auch ein Dokument über diese Schuld, das er mir gegeben hatte. Ich ging dann ungefähr im März 1993 nach Australien zurück und wartete seit damals auf die Rückzahlung dieses Darlehens. Ich hatte viel Briefkontakt mit Mariano, hin und zurück von Australien, auch von Neuseeland aus und er versprach mir immer, dass er zahlen wird, im Moment aber kein Geld hatte: "Liquiditätsprobleme", dies und das und jenes und ich habe natürlich nur geduldig gewartet. Ich habe nie gross gedrückt, denn ich wusste, dass er fast alle seine Besitztümer im Namen seiner Frau oder Söhne hatte, wie es in Spanien üblich ist, damit die Steuerbehörden oder andere Kreditoren nichts wegnehmen können. Also, wenn ich Druck gemacht hätte, dann hätte ich sicher NIE etwas erhalten. Ich kam dann Mitte 1995 das erste Mal wieder nach Europa, nach Spanien zurück, weil ich mich um meine Schuld, also um die Schuld, die er gegenüber mir hat, kümmern wollte, und ich wurde dann vertröstet, ja, vielleicht in diesem Jahr (1995) oder eben im nächsten Jahr bekäme ich mein Guthaben sicher zurück. Ich blieb dann ein Weilchen in Spanien, habe auf seinem Boot gewohnt, das ich übrigens zeitweise, das heisst vom September 1995 bis Ende September 1996 sogar als Garantie vollständig besass, aber nur Ärger mit ihm und dem Boot hatte. Mit der Zeit merkte ich, dass Mariano nicht fähig war, mir die Schuld zurückzuzahlen, ohne dass er irgendwo eine Hypothek aufnimmt oder was immer er herbeizaubert. Zu Herrn Helmut Roegele ist zu sagen, dass ich den auch schon länger kenne und dass wir im letzten Jahr ein Immobiliengeschäft gemacht haben, womit er nachher nicht zufrieden war und eine erfolglose Anzeige in Spanien gegen mich erstattet hatte, die auch zu einer Aussage seinerseits führte und dann aber stillgelegt
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Ich hab mich darüber zwar gefreut. von der er mir früher viel erzählt hat. meiner Mutter. seit ich ihm das Darlehen gegeben habe und ich eigentlich nicht mehr geglaubt habe. Ein Flug Zürich-Frankfurt-Buenos Aires direkt. Ich habe meinen Freunden oder Familie. Ich soll doch bitte rüberkommen und dort könnte ich es auch kriegen. überweisen würde. Wie ich dann meine Tasche gerichtet habe mit Kleider dementsprechend für Herbstwetter. das ist halt im Leben. dass ich in der 3. Dort. dann kann ich auch nichts machen. so habe ich mir gedacht. und wenn er zahlt dann ist gut.gekauft habe. dass er alles bezahlen werde und 14 . CHF 1500. die er gegenüber mir hat. dass er mir jetzt seine Schuld zurückbezahlen könnte und zwar hätte er auf seiner Hazienda (also Farm) in Argentinien einen Hypothekarkredit beantragt. ich ging einfach für einen Monat. seine Farm besuchen und dann bei derselben Bank. mit Rückflug Buenos Aires-FrankfurtZürich am 21. wollte ich ihn besuchen. das sagte er mir im Februar so. 25. wo er mir hoch und heilig schreibt. So kam es. für den Dienstag. so im letzten Fax. d. nicht viel darüber erzählt. Ich hätte aber die Möglichkeit für eine Gebühr den Rückflug auf ein anderes Datum zu ändern. es soll dann ja noch warm sein. in die Ferien. dass er am 1. den er mir gegeben hat. weil es Aussage gegen Aussage war. wo auch seine drei Söhne mit deren Frauen und Kinder auf der Farm wohnen. dass man nicht alles haben kann. weil er gewisse Änderungen auf der Farm vornehmen wolle und die Kreditsumme um seine Schuld gegenüber mir erhöht hatte. die den Kredit auszahlt auch ein Konto eröffnen könnte und er mir die Schuld. März. Helmut Roegele (wie auch Mariano Marti-Ventosa Roqueta) hatte akute flüssige Geldsorgen und Helmut musste dringend eine seiner Wohnungen um jeden Preis verkaufen. wenn er nicht zahlt. am 1. mit Zinseszinsen und Kosten.h. April. Woche März tatsächlich ein Ticket am Flughafen Zürich mit der Lufthansa für ca. April 1997 fest gebucht. trotzdem aber wollte ich Argentinien und seine Farm kennen lernen. obwohl über 4 Jahre verstrichen sind. damit er mich bezahlen kann. was ich machen würde. April die Unterschrift bei der Bank in Argentinien tätigen würde und ich doch ganz gerne rüberkommen könnte. dass es noch was kommen wird.wurde. Am Anfang dieses Jahres als Mariano mir erzählt hat.

ich fahre gerne mit dir mit dem Auto runter. das er nach Argentinien mitgebracht hatte. 15 . das ich Bar auf mir hatte. (ungefähr CHF 8000. Mariano wollte eigentlich. noch in Buenos Aires herumgefahren um eine anständige Werkstatt zu finden. weiterfliege oder weiterfahre nach Bahia Blanca. dass er eine Überraschung für mich habe. Mariano ist dort . — in Schweizerfranken und US$ 1‘500. eigentlich nur vom Hoteleingang aus und am Abend kam dann Mariano. der am kommenden Sonntag stattfand. Die Zylinderkopfdichtung war angeblich geplatzt und es kam Wasser heraus. Ich habe dann den ganzen Tag gewartet und schaute mir Buenos Aires ein wenig an. ja fast keine Haare mehr. März kam ich um 07. Geburtstag.30 Uhr früh Lokalzeit in Buenos Aires an. Das liegt eine Stunde Flugzeit.weil seine nicht-geschiedene. angeblich am selben Tag nach Spanien fliegen würde. die nicht zu teuer war für ihn und die fanden wir auch. wobei ich darauf tendierte. Ich aber sagte zu Mariano. dass ich schon an jenem Tag. Warum sollte ich jetzt mit dem Flugzeug fliegen? Ich hatte ja Zeit. mich abholen. den 26. der mit leicht rötlichen Haaren. die Mutter seiner Kinder. Mariano sprach auch von einem Empfang für mich wie für einen "König" und er sagte auch. ich musste ja nicht pressieren um auf die Farm zu kommen und so kam es. wie üblich ganz gut gelaunt und hektisch und erzählte mir von dem Problem mit seinem alten Mercedes Coupe. weil ich wusste. Ich bin im Hotel angekommen und mir wurde vom Türsteher mitgeteilt. dem Mittwoch. daran. —) mitgenommen.ich mir keine Sorgen machen solle und so weiter und so fort. erste Frau. der kaputt war. ein blauer SLC-Type mit Argentinischem KFZ-Nr. Carmen. mein 32. Am Dienstag war Abflug und am Mittwoch vor Ostern . fuhr in das Hotel SALLES in Buenos Aires. Also sind wir am Abend. damit ich die Landschaft ein wenig sehen kann und er müsste nicht alleine fahren. bevor es dunkel wurde. dass ich diese Nacht von Mittwoch auf Donnerstag doch in Buenos Aires im 2-Bett-Hotelzimmer blieb. dass es sich um meinen Geburtstag handeln sollte.wie er mir am Telefon vorher gesagt hatte . 500 km südlich von Buenos Aires und dort würde sein Sohn Marco. Ich habe meine Ausweispapiere und dummerweise auch noch mein Reisegeld. so glaube ich. dass Mariano und seine Frau gerade zur Tür hinausgegangen sind.

entgegen dem was Mariano mir gesagt hatte. was ich ungewöhnlich fand. Ich musste also kein eigenes Zimmer buchen oder im Hotel einchecken. sobald das Auto fertig repariert sei. dieser leicht Rothaarige. er bezahlte es mit seiner goldenen Kreditkarte von der Banco Santander oder Banco Atlantico. beide aus Spanien. weiche. Er hat sich verabschiedet und hat gesagt sein Sohn. obwohl er sich als Mario ausgab. Marco. Während der Gepäckausgabe kam schon der Sohn von Mariano. Das Auto. Er fuhr mich dorthin.30 Uhr oder sogar erst 21. er würde mir sogar das Ticket für den Flug von Buenos Aires nach Bahia Blanca bezahlen. den anderen Sohn.15 ab dem Inlandsflughafen in Buenos Aires. dass er Marco war. da ich ja nichts vermutete.10 Uhr oder 19. aber im nachhinein wusste ich ja. so glaube ich. blaue Reisetasche hinten hinein 16 . das Ticket akzeptiert und wir haben nachgeforscht wann ein Flug ist. den es gibt. gebucht hatte. Am Nachmittag hat er wieder gesagt.im Nachhinein weiss ich jetzt natürlich schon weshalb ich am Abend fliege sollte . Er wollte unbedingt. sondern einen Fiat 600 oder Seat 600. sogar mit noch den alten Kennzeichen aus Barcelona.welches Marino schon die Tage vorher belegt bzw. weil er sonst nie Leute so einlädt oder nie etwas ausgibt in diesem Stil. Am Donnerstag assen wir zusammen Frühstück und Mittagessen und waren damit beschäftigt in die verschiedenen Garagen zu fahren um sein Auto reparieren zu lassen. dass ich am Abend fliege . Mit meinem mitgenommenen Gepäck kam ich dann abends um 20. um 19.. das sie auch aus Spanien als Haushaltsgut mitgebracht haben. kaufte das Ticket .und der Abflug war. Ich hatte noch einen Adressenaustausch mit einer Nachbarin.ohne Name . Mariano käme dann in den nächsten Tagen runter. Der kleine Wagen stand draussen auf dem Flughafenparkplatz: wir haben meine grosse. Marco.-. als die Söhne nach Argentinien ausgewandert sind. die neben mir im Flugzeug sass. „Marco‚ fuhr nicht den Bronco. Ich habe dann.00 Uhr in Bahia Blanca zum ersten Mal in meinem Leben an. Ich hatte kurze blaue Hosen (Jeans-Shorts) und ein T-Shirt mit kurzen Ärmeln an. er ist ungefähr gleich alt wie ich.für ungefähr US$ 68. einen grossen amerikanischen braunen Ford. er werde mich in allen Ehren empfangen und ich solle dann warten.

wo doch sonst alles immer offen gelassen wird. die ungefähr 15 km von dem Dorf Saavedra entfernt liegt. dass auf einer so grossen Farm. Wir fuhren die letzten 150 Meter auf Gras und im Wagenscheinwerferlicht konnte ich dann einen runden Turm erkennen. ich glaubte es neben einem Schopf. Irgendwann fuhren wir rechts von der geteerten Strasse weg auf einen breiten weissen Sand-. die ich gesehen habe. Die Fahrerwagentür blieb offen. weil ich auch nichts dergleichen erwartet habe. Auf den letzten Metern bevor wir mit dem Auto anhielten. wo auch meine Dokumente und mein Geld und alles drin war. im Nachhinein ist es natürlich komisch. Gesteins.abfuhren . Ich konnte mir natürlich die Schilder. bevor wir zum Haupthaus fahren. Wir fuhren also von dem Parkplatz beim Flughafen in Bahia Blanca weg. Ich nahm auf dem Beifahrersitz Platz und geplant war. wo niemand oder fremde Menschen weit und breit sind. sagte mir Marco. die Strecke. etc. sogar ein Stück über eine Wiese und während dieser gut dreiviertel bis 1 Stunde Fahrt redeten wir über das Leben auf der Farm etc.oder Geröllweg. Der Motor wurde abgestellt. an dem wir links davor anhielten. Ich bin aber nicht sicher. die ca. irgendeine Türe geschlossen werden muss.gestopft und meine Anzugtasche. dass es ein kürzerer Weg wäre. nichts ahnend und dann ging es los: 17 . Ich habe mich nicht darüber gewundert. konnte ich noch weiter vorne rechts ein anderes Auto parkiert erkennen. von Bahia Blanca Richtung Saavedra und dann zur Farm. Die Farm heisst "Estanzia San Francisco" und der Haupteingang der Farm sollte eigentlich über die Strasse "Camino de la Ermita" erreicht werden. Bevor das Wagenlicht ausging. ich sass im Auto. Baracke zu sehen. 90 bis 100 km lang ist. was nachher geschehen ist. Marco sprang aus dem Auto. also eine kleine Halle oder ein kleines Gebäude. ob dies ein Schopf war. Als wir dann endlich – es war schon stockdunkel . auf den hinteren Sitz geworfen. nicht alle merken. also nicht geteert. sagte Marco. wenn wir den hinteren Teil der Farm anfahren und nicht den Umweg über das Dorf Saavedra machen und dann von dort auf die normale Zufahrtsstrasse Richtung Haupteingang der Farm fahren würden. schon auf dem Farmgrundstück. gleich in Angriff zu nehmen. dass er noch eine Türe schliessen müsse. Das Wagenlicht war aus.

die auf mich gerichtet war. wie vermutlich jeder der so was nicht erwartet hat. lag. wegzudrücken. Dadurch gab es eine triefe Schramme. eine Art Skimütze. dass es ein solcher Apparat ist. warum das 18 . Ich konnte trotzdem noch auf den Boden runter schauen und wurde zuerst über Gras und dann über Beton in einen Raum geschleppt und gezogen. Sie stülpten mir einen weiss-gelblichen Sack über den Kopf. wo das Licht brannte. wie ich später sah. die Beifahrertür aufrissen. sie natürlich schlugen zurück. wobei der Zement ziemlich dick zwischen den Natursteinrillen aufgetragen wurde. Ich natürlich. worin man Getreide abfüllt. Ich konnte einem von den Dreien einen Fausthieb verpassen. also 90 Grad horizontal herausragte. konnte ich auf der linken Seite einen Elektroschweissapparat erkennen. mich nicht umzubringen. eine alte. eher kleinen Stücken.Auf einmal kam von hinten ein maskierter Mann mit einer Pistole in der Hand zum Fahrersitz. Ich wurde dann bäuchlings auf eine Matte oder Bett geworfen. Aber das hat mir nicht viel geholfen. wobei das Magazin seitlich. war das nicht so einfach. da passiert noch was. wobei dann meine Brille über dem Nasenbein zu Bruch ging und ich die Brille verlor. die in Zement rundherum eingelegt waren. Ich habe sie angefleht. der drückt noch ab und ich bin tot. weil dann zwei andere Männer mit Maskierung. und nicht wie normal von unten eingesteckt war. Sie zerrten mich brutal aus dem Wagen und da ich ja ziemlich kräftig gebaut bin. die man bei solcher Apparatur verwendet. Beim Eintritt in diesen Raum. ich wusste. mit der Pistole auf mich gerichtet. die Hände wurden mir hinten mit einer dicken Schnur fest übereinander zusammengebunden und zwei oder eineinhalb der drei Personen setzte sich dann auf mich und ich habe gezittert wie Laub im Herbst und um mein Leben gebeten. habe im Schock reflexartig den Pistolenlauf mit meiner Hand umschlossen und versucht die Pistole. Ich wusste nicht. Einer von denen hatte eine deutlich erkennbare Maschinenpistole. setzte sich und forderte mich. blutrünstig auf sofort hinauszugehen. es sich um einen Getreidesack oder ähnliches handelt. weil ich dachte. Der Raum war bestückt mit Naturstein in verschiedenartigsten Formen. wobei. weil obendrauf die Gesichtsschutzmaske. wo dann auch das Blut zu fliessen begann.

als die Brille beim Wegschlagen zerbrochen wurde und dadurch einen Schnitt in das Fleisch gemacht hatte. dass ich anfange zu schreien und das es jemand von den Angestellten oder den Leuten. samt dem Socken. da die Nase stark blutete. die Funken. hörte ich wie der Elektroschweissapparat in Betrieb gesetzt wurde. überfielen. darum möchte ich hier auch noch hinzufügen. weil der Turm nicht weit weg vom Hauptwohnhaus der Farm liegt und sie vermeiden wollten. den sie mir vor dem Haus in den Mund gestopft hatten. hören könnten. d. der Sohn von Mariano. sie müssten mir dem den Knäuel. abgezogen. Mir wurde dann der rechte Schuh. „Marco‚. die dort auf der Farm wohnten. Marke Timberland. wieder wegnehmen. wurde mir der Sack vom Kopf weggenommen und sie tupften das Blut in meinem Gesicht mit einem schmutzigen Lappen weg und ich glaube. Heute weiss ich. damit sie mich nicht umbringen.alles geschehen sollte. die so ein Elektroschweissapparat abgibt. gelegt wurden. also Textilstoffteile auf mein rechtes Bein. hatten doch zwei Stellen an meinem unteren Schenkel an der Wade verbrannt. Es wurde kein Wort gesprochen während der 19 . Der weisse Sack über meinem Knopf hatte sich rot verfärbt und da haben sie sehr wahrscheinlich gedacht. dass ich eigentlich die ersten Sekunden dachte. dass mir ein Eisenstück an mein rechtes Bein oberhalb der Ferse angeschweisst wurde und obwohl sie mir schützende Tücher auf mein Ober. Währenddessen haben sie mir auch den Knäuel wieder aus dem Mund genommen. Opfer anderer Verbrecher wurden. Es war dann aber so. Sie hoben meinen Kopf und unterlegten ihn mit einem Kissen. Während mir Tücher. da ich sonst eventuell nicht atmen konnte.und Unterbein gelegt hatten. Ich dachte an grausame Folter oder so und hab nur um mein Leben gefleht. die man heute noch sehr gut erkennen kann. sondern es war Blut aus einer Wunde ausserhalb des Nasenflügel. weil ich ja kurze Hosen an hatte. Ich zitterte und nachdem sie ihre Schweissarbeit erledigt hatten. die dadurch entstanden war.h. damit ich vermutlich nicht schreien konnte oder so. die die Farm oder wem immer das Gebäude gehörte. es war nicht Blut aus der Nase. das ja frei war. und ich. warum sie mir überhaupt einen Knäuel gegeben haben. Ich spürte auch wie sie eine zusammengefaltete Decke auf meine Beine legten. dass wir.

der zum Schloss gehört. mein Münzportemonnaie . ich nehme an. sondern war 2 bis 3 cm offen. warum. Ich zitterte noch lange und hatte Angst und dachte nur warum. bevor sie gegangen sind. die ich nicht erkennen konnte. wo es an die Turmwand angeschraubt war. es war das Endstück eines Rohres mit einem Gewinde daran. Das Eisenstück war nicht rundherum geschlossen.: Alle Zeichnungen wurden für das Landgericht Vaduz angefertigt. warum. Mario gerufen. dort wo zwei Gliedstücke. schwere Metalltür wurde zugeschlagen.— in kleinen Noten hatte. weil sie ja maskiert waren. ein Riesenlärm und das Licht brannte noch. mit Gesicht zur Wand. wo ich ungefähr US$ 180. das ich an der Anzugstasche befestigt hatte. der das alles gemacht hat mit seinen Gehilfen. und dann ein weiteres Gliedstück auf die zwei Gliedstücke darauf geschweisst und an diesem dritten Gliedstück hängte dann eine zwei bis drei Meter lange. der um mein Bein war. Anm. Ja. ich habe nur zwei Mal den Namen Mario. In Zeichnung auf der nächsten Seite und der Zeichnung auf Seite 42 hat die Zeichnerin aus praktischen Gründen den in meiner Aussage beschriebenen Kasten mit dem Stromzähler und der Steckdose (für das Elektroschweissgerät) weiter unten an die Wand skizziert. Es wurde eine schwere Kette an mein Bein geschweisst und unter dem Ring. wo die Dokumente drin waren. Eine braune. ein Stoffstück unterlegt und auf meine Haut darunter ein schwarzes Gummistück und dann die kalte Kette.und auch einen kleinen goldfarbenen Schlüssel. Ich drehte mich nach einer Weile um und habe den Raum liegend angeschaut. weil ich nicht wusste. schwere Stahlkette. je eins links und rechts auf den Ring geschweisst wurden. also Rillen für ein Gewinde. die an der Wand eingelassen war. habe ich gespürt wie sie meine Hosentaschen leerten. in der Annahme. anstelle weiter oben. vermutlich vorher schon. Erst nach weiteren zwei Stunden getraute ich mich aufzustehen und musste Folgendes feststellen. ob noch jemand im Raum ist. Obwohl die Verbrecher schon ein Weilchen den Raum verlassen hatten und ich ja auf dem Bauch lag. traute ich mich nicht umzudrehen. Es war ein Stück von einem Rohr. dass es sich ja um Mario handelte. obwohl es ja der Marco war und nicht der Mario. 20 .ganzen Angelegenheit.

21 .

weil sonst das Stück umkippen würde. wo links ein Waschbecken eingemauert ist mit Sims und unter dem Sims an der Aussenwand des Waschbecken konnte ich ein verschobenes. es ist ein Wasserturm. wenn man darauf etwas schreiben oder essen wollte. sehr feucht und kalt und wenn man bei der Türe hinein kommt war links mein Feldbett.h. wie so ein Mini-Mini-Sekretär mit einem Fach. der das gekochte Wasser. wurde die Wand und der Boden im 90 Grad Winkel. d. Die Wasserspülbetätigung war eine Schnur. wo man Holz hinein gibt und es ist ein so genannter Wasserofen. wo links ein schmutziges WC mit einem losen. 22 . das sich zur Hälfte im Raum befand und zur anderen Hälfte in der Wand verschwand und unten wieder heraus kam. schwarzen Ofen stand ein kleines Möbelstück. schwarzem WC-Deckel war. Vorbei an diesem Waschbecken konnte ich in einen Raum. Neben meinem Feldbett an der Wand war ein Fenster in der Grösse eines normalen Fensters mit zwei Flügelfenstern zum Öffnen. weil es am Wassersystem angeschlossen ist damit man Heisswasser produzieren kann und gleichzeitig kochen kann. dass es mit flüssigem Klebstoff schon mehrmals repariert worden. das man mit der Tür schliessen konnte und das vierte Bein war gebrochen. Oberhalb des Ofens ist ein ca. die Wand und der Boden braun angemalt. nicht angeschraubten. Vor allem das Abflussrohr. rechteckiges Herstellerkennzeichen erkennen. 50 Liter grosser. Neben dem schmutzigen. Weiter nach rechts schwingend im runden Kreis sieht man dann einen Durchgang ohne Türe. Sonst war alles weiss in diesem runden Raum und in diesen zwei Nebenräumen. Rechts davon ist eine Dusche in die Wand eingelassen. silberner Wasserbehälter. Es war alles ziemlich schmutzig. die herunter hing und am Ende 2 bis 3 Knoten hatte. dieser Durchgang führt zu einem kleinen Gang. sodass man es entweder an die Wand oder an den Ofen anlehnen musste. eine schwarze Plastiknylonschnur.Den Raum beschreibe ich wie folgt: Es ist ein runder Raum. Am Kopfende des Bettes war ein alter Ofen ohne Türchen für die zwei Stellen. also links und rechts. die Duschvorrichtung kam aus der Wand heraus und dort wo sich der Wasserstrahl verbreiten kann. sehen. dann auffangen sollte. oberhalb der Wasserbehälter für das WC.

Es war also unmöglich dort auch hinauszugelangen. ich vermutete auch. in meinem Raum. die man zum Dachbauen nimmt. an die Wand geschraubt ein Spiegelschrank mit einem kleinen Abstellfach darunter. als man den Turm baute. trotzdem waren auf der rechten Seite des Waschbeckens. Es war ein Lattenrost aus braunem Metall und war zu. Der Wasserablauf der Dusche ist ohne Gitter im Boden und rechteckig. Das Fenster im Gang. ein Ausbruchgitter. dass die Kettenvorrichtung. und an dem Fenster vor dem grossen Waschbecken und dem kleinen Fenster im Badezimmer wurden von aussen an die Gitterroste Wellbleche. Und darüber. damit ich vom Bett bis zum WC gehen konnte. ausserhalb dieses Fensters war ein Lattenrost. obwohl ich in kurzen Hosen war und im kurzen Hemd. Nachdem ich alles inspiziert hatte und feststellen musste. Ich hatte riesige Angst und betete und eigentlich war mir nicht kalt. dass die Kette fest in der Wand eingemauert war. im so genannten „Badezimmer‚. Draussen am Fenster war noch ein Metallgitter. weder für das erste noch das zweite Waschbecken oder die Dusche oder das WC. es gab kein Wasser. das aber sicher schon vorher dort war. dass es genau reichte. die an der Wand war. der geschlossen war. Es war alles sehr schmutzig und dreckig. damit man nicht herausschauen kann oder andere Leute nicht hinein schauen konnten. oberhalb meines Bettes. alles sehr dreckig. Es gab drei Fenster. Ich konnte nur schräg hoch in den Himmel durch einen Schlitz schauen und sonst sah ich nichts von diesen zwei kleinen Fenstern. zwischen dem Badezimmer und dem Hauptraum war mit zwei Kippfenstern versehen. erst frisch 23 . viel kleiner als das im Zimmer wo ich schlief.Gegenüber der Dusche war ein Spülbecken mit je Kalt. ein Fenster. Im WC war nur eine Füllung im Tank der WC-Spülung vorhanden. zugeschnittene Wellbleche mittels Draht befestigt. Die Eisenkette wurde so angelegt.und Warmwasserhähnen separat angebracht. ein hellblaues Handtuch und eine neue Seife in der Seifenschale. Das Wasser funktionierte nicht. nur bei ungefähr die Grösse eines A4-Blattes im Lattenrost konnte man die Latten verstellen und man konnte dann etwas hinausschauen. wie schon beschrieben.

Schränken und anderem Zeug. und legte mich schlafen. womit ich einen Wächter oder wen auch immer erschlagen konnte oder verletzen würde.gemacht wurde. darum gab es überall Stellen mit diesen Abzeichnungen mit ehemals vorhanden Regalen. weil man die alte Farbe darunter sah und auch die riesengrossen Löcher von Schrauben mit Dübeln. wo man die Hand drauflegt. die weiss gemalt war und das Geländer. 24 . dass Regale und Aufhängevorrichtungen. dass man überall im runden Raum. die in diesem Raum offenbar früher vorhanden waren. weggeschraubt wurden. Vermutlich wollten sie. ist braun gemalt. Ich legte mich dann ins Bett auf mein Kissen. alles aus Beton. An vielen Stellen konnte man sehen. Ich muss auch sagen. dass ich nichts wegnehmen konnte. weil es weiss gestrichen war und auch die ersten Kettenglieder von der Wand mit weisser Farbe überzogen waren. die ich regungslos auf dem Kissen lag. das einen riesengrossen Blutfleck vorwies von den Stunden. der übrigens auch auf der gegenüberliegenden Seite meines Bettes eine Rundtreppe in den oberen Stock hatte.

25 .

als würden 50 Schlösser daran sein. Den ganzen Tag habe ich kein Essen erhalten. auf mein Kissen und zwar auf den Blutfleck auf dem Kissen. Mit einem Tritt. 26 . und ein Geknalle und sehr laute Geräusche. ein silberner mit einem langem Lauf. mittags hörte ich ein Auto. weil mir meine Uhr auch weggenommen wurde. die leicht gebückt wie beim Skifahren mit gespreizten Beinen und einer Pistole. auf mich gerichtet vor der Tür standen. dass er den Blutflecken meinte und ich sagte dass es das Blut von gestern Abend war. in dem Fall. vermummt. Er deutete ohne Worte an. ich solle mein Kopf unter das Kissen begeben und mit den Oberarmen und Händen von aussen das Kissen an meinen Kopf drücken damit ich nicht sehe wer kommt oder was sie tun. Ich vermutete. es war ein Diesel. die mir alt erschien und einem Revolver. sodass ich mehr erschrak: ich sah zwei Männer. das Zeitgefühl ging mir auch weg.Freitag vor Ostern. der mir neu erschien. Ich lag noch auf dem Bett und bekam Herzflattern. vermutlich wurde die Türe immer so aufgeknallt. Ich lag seitlich gekauert auf dem Bett und von draussen hörte ich laut Schlösser öffnen. jedoch so ca. Einer kommt auf mich zu und deutet mit dem Revolverlauf oder Pistolenlauf.

dann ein Schlag an die Türe. Ich konnte mehr oder weniger schlafen in der Nacht von Freitag auf Samstag. oder wenn ich ausschlagen würde. Ich musste dann immer öfters im Tag mich nach links um meine eigene Achse drehen damit sich die Kette wieder entwindet. Es wurde dann von einem der Männer in Spanisch gesagt. falls ich versuchen sollte zu fliehen oder sonst was machen würde. kein Wort zu mir und dann gingen sie wieder. Wenn man in einer solchen Situation ist und lange Zeit zum Denken hat.Ich tat es und spürte den Revolverlauf auf meinem Kopf. die sie mit Schnellklebstoff zusammengeflickt hatten und Schreibpapier 27 . dass es eine Windwassermühle sein musste. sie mich ohne Skrupel umbringen würden. die Fenster nochmals inspiriert und festgestellt. dann kommt automatisch der Fluchtgedanke. Ich weinte oft und betete wieder und fragte mich warum.00 Uhr abends. Ich hörte meistens ein Auto heranfahren. Ich hatte Angst und zitterte andauernd. als es ein wenig hell wurde. Ich weinte und weinte und weinte. was für mich bedeutete. dann die Türschlösser geöffnet. sie kontrollierten das andere Ende der Kette um zu schauen. dass ich. der sich wie immer in den folgenden Besuchen so abspielte. Wenn der Wind ein wenig kam. Die verfluchte Kette war aber nicht so leicht loszukriegen. dann setzte sich die Wasserpumpe in Bewegung. weil ich meine Fenster offen hatte. Kontrolle der Kette. dass es unmöglich sein wird durch diese Fenster ohne Werkzeuge oder andere Hilfsmittel zu entkommen. bekam ich wieder Besuch. innerhalb dieser 3 kleinen Raumebenen. was dann zu einem kürzeren Radius meiner Bewegungsmöglichkeit führte. Waffen. Samstag früh bekam ich wieder Besuch. aber ich hatte sowieso keinen Hunger. Sie kontrollierten die Kette und hoben mein Bein und rüttelten daran. hat sich dauernd die Kette verdreht. Ich habe dann. was mich noch mehr ängstlich machte. Am selben Tag. ob ich nicht was gemacht habe. das spürte ich. Riesenlärm. wenn man es so nennen kann. Ich glaube auch. an jenem Freitag. ich schätze so um 22. Beim Laufen. warum nur? Sie haben mir am Freitag nichts zu essen gegeben. sie brachten mir meine Brille. Die Männer gingen und dies nicht ohne dass sie die Tür mit einem Riesenschwung zuknallten. meistens ein Diesel.

Es kam dann so. die ich mir in Frankfurt am Flughafen gekauft hatte. da ich doch dachte. aufzuräumen. Ich versuchte dann den SPIEGEL Nr. war. wo ich mich befand.mit Schreiber und die zwei Nachrichtenmagazine. den dieser Mann in der Hand hielt. die fing mit 01 80 an und die war eigentlich nur 3 bis 4 Nummern anders als die Nummer meines besten Freundes in Zürich. Dann gab es noch eine Werbung im SPIEGEL Nr.w. einer Mobiltelefonfirma. Es kam wieder zu Morddrohungen von einem der Bewacher auf spanisch und wieder mit den Angaben. ich soll ja nicht versuchen zu fliehen. die mich sehr traurig stimmten wie z.B.s. die auch 01 865 u. die dort eingegeben war. 28 . 13 von diesem Jahr und die rosarotfarbene Financial Times. da sie ja mir was zum Lesen brachten und auch Früchte und altes Brot bei diesem Besuch am Morgen. mit einem abgebildeten Mobiltelefon und eine Nummer im Display : die Nummer. 13 als Abwechslung zu lesen und musste an die Story der Entführung des Hamburgers Industriellen Reemtsma denken und es gab auch sonst in diesem SPIEGEL einige Seiten. den hätte ich gerne gehabt um den Saustall. das eine war der SPIEGEL Nr. weil ich sonst tot bin. 13 von einer Telefongesellschaft. dass ich mehr oder weniger beruhigt war. sie seien ein wenig human. gab es eine Werbung einer Autofirma mit einem Besenfresserzitat und der Besen.

an 29 .was hätte ich bloss gegeben damit ich ihn anrufen könnte. Es ist auch zu sagen. wie sich Leute. Tropfen aus der Wasseranlage kamen. Es wurde mir eine Notiz hinterlegt. auch wenn die Minute 690 Mark kosten würde. Ich habe alles über die Tage verteilt gelesen ausser ein paar Artikel: z. aber auf Faxpapier gedruckt war. Darauf stand auf Spanisch. wofür. Später musste ich auf das WC und spülte das WC. vor allem am nächsten Tag. falls ich dummes Zeug vorhatte. Ich hatte einen weissen Plaststuhl. den habe ich noch vergessen zu beschreiben. so wie man sie für Gartenstühle verwendet. einer der über Selbstverletzungen geschrieben war. Ich bat ihn dringend. das ich besass. als wäre dieses ein Fax von Übersee gewesen. die mit Schreibmaschine geschrieben worden war. ob er sich nicht schäme mich als Freund dort so zu haben. Ich nehme an. Ich öffnete das kleine Look-Out wie man auf Englisch sagt. Ich schrieb warum. also dieser kleine Lattenrost vom Hauptfenster. mich zu besuchen damit wir darüber reden könnten. Der Preis pro Minute war dort in der Anzeige 69 Pfennig. Selbstverletzungen am eigenen Fleisch zutun. auch in diesem Raum. ich habe mir gedacht. Zu jenem Zeitpunkt schrieb ich noch normal mit dem mir verteilten Papier und Kugelschreiber an Mariano. dass ich Angaben machen soll über meine Geschäfte oder vor allem über mein Vermögen. Ich sass auf dem weissen Plastikstuhl. aus welchen Gründen auch immer. Wie befohlen verdeckte ich mein Gesicht damit ich nichts sehen konnte und wie üblich wurde mir die Pistole auf den Kopf oder auf die Brust gedrückt. Es sollte so aussehen. von Europa. Die Hände konnte ich ein wenig waschen indem ein paar kl.B. ich hätte ihn so gerne jetzt angerufen. wie viel und was das alles bedeuten soll. den ich verschieben konnte und sah ein paar Bäume vor mir und rechts davor einen künstlich aufgehäuften Erdhügel in dieser Waldlichtung und weiter weg sah ich dann die gelbe Wiese mit ein paar Kühen. dass die Financial Times in solchen Situationen nicht das geeignete Lesemittel ist über Geld und Kurse nachzulesen. sie haben es mit dem Faxgerät des Hauses kopiert. Die Zeitung habe ich dann nur als Tischdecke für das schmutzigen kleinen Möbelstücklein verwendet. Ich schrieb ihm. Am Nachmittag desselben Tages bekam ich wieder Besuch.

Müde und mit der schweren Eisenkette an meinem rechten Bein. wohin ich dann rennen sollte.meinem Geburtstag am Sonntag.. schlief ich im Bett mit den zwei Decken ein. Ich war traurig für mich selber. für meine Familie und für seine Familie auch. März. Den Brief den ich an Mariano geschrieben habe.03. damit ein Ecken des Briefes noch in meinem Raum lag und ich so sehen konnte. weil ich ja nicht wusste wo Sicherheit für mich sein könnte. aber wie konnte ich flüchten. Ich wachte früh auf und dachte an Flucht. links rechts oder wohin. 30. ich kannte die Farm nicht und war in der Nacht gekommen. mein 32. 30. weil ich keine Besuche mehr erwartete und dadurch für mich selber alleine sein konnte. habe ich unter der Türe so durchgesteckt. Falls ich je aus diesem Turm raus kommen sollte. Ich hoffte auf eine ruhige Nacht. wann und ob er weggenommen wurde. Ich ass einen Apfel und das alte Brot und war ein wenig beruhigt an jenem Tag. also ist es sehr schwierig. zu kommen. Geburtstag. Sonntag. Ich hätte ja in die falsche Richtung rennen können 30 .

also wollte ich. Wer sollte mich je da finden? Ich bekam auch Panik. da würden sie mich auf 100 km auf dem freien wohl Feld sehen. dass es auf einer solch grossen Farm eine Leiche loszuwerden kein Problem wäre. Also dachte ich mir gut. und ich befürchtete. stachen sehr fest auf meine Ferse. aha. Auf einmal bekam ich grössere Angst: Nach einer halben Stunde hatte ich meine Meinung geändert und sagte zu mir. ich werde mit dem Versuch. es mit Seife probieren. wie konnte ich die Kette lösen. wer weiss. seifte meinen nackten Fuss samt dem Eisenring ein und nahm auch das Tuch und das Gummiband unter dem Eisenring weg und versuchte mit aller Gewalt den Eisenring über meinen Fersen und Vorderfuss zu stülpen. die dieser Ring hatte. wenn man verheiratet ist oder Leute die verheiratet sind und sie den Ehering loswerden wollen. Ich erinnerte mich. was noch passiert. aber wenn man eingesperrt ist. in der Nacht weg. wenn ich es jetzt versuche. die Kette mit Wasser und Seife über meinen Fuss zu ziehen. Ich war traurig. weil ich keine genauen Angaben gemacht habe. warten. wo ich mich leicht verletzte. also dieser Eisenring war ja nicht ganz geschlossen und die dementsprechenden Ecken. Meine Nerven lagen frei. dass man. dass die Kette so angemacht wurde. dachte ich mir. Ich zog so meinen rechten Schuh aus und auch den Socken und da ich kein fliessend Wasser hatte. weil sich die Seife auch in den feinen Rillen des Gewindes festgesetzt hatte. Da ich ja eine Seife hatte. der Verschluss. weil ich die Seife nicht vollständig vom Ring entfernen konnte.und dann 30 km lang in der Wildnis herumirren. was mir nicht ganz gelang. denn selbst mit Seife ging es einfach nicht. Die Kette. Es ging aber nicht. ich war verzweifelt. wenn schon. weil ich realisierte. ich werde warten bis es Abend ist. das ging also nicht. dann denkt man sowieso an Flucht. benützte ich ein wenig Wasser von der WC Schlüssel. und zudem hatte ich auch realisiert. Ich war traurig und weinte und trocknete meinen eingeseiften Fuss mit dem Handtuch ab und war sehr bemüht den Stahlring auch von der Seife zu befreien. dass wenn bei 31 . es ist besser. weil während dem Tag wegzuspringen. Ich weinte. was mein Tod bedeutete. dass es für ewig war. wo ich jetzt noch mal hinging. weil ich an meine Familie dachte und dass mich keiner so schnell vermissen würde.

Ich hatte Angst. Tür aufgeschlagen. wenn kein Wasser vorhanden ist. mit Urin oder mit was. Die für das Landgericht Vaduz nachgebaute Kette samt „Mauerstueck“ befindet sich heute im Keller des Landgerichts. und erkennen. die von Funken beim Anschweissen der Kette herstammen. dass ich meine Füsse gewaschen habe. Es war Lärm mit Autos. den ich die Nacht zuvor unter die Tür gelegt hatte dann weg. 32 . Spät abends am Sonntag bekam ich wieder Besuch. Ich hatte Riesenangst. Aber dann war das Problem. dass sie mich dafür foltern werden oder anderswie bestrafen würden.: Auf den 2 Fotos (nächste und übernächste Seite) kann man sehr gut die 2 eingebrannten Stellen an meiner rechten Wade erkennen. Sie nahmen den Brief. im „Argentinien-Akt“. sie würden mich fragen mit was. dass es dort Seife daran hat und dann vielleicht erkennen oder erraten. Auf dem 2. was ich vorgehabt hatte. Ich blieb den ganzen Vormittag im Bett. brachten mir Kaltes zum essen und zum trinken Wasser. Anm. wenn sie es entdecken würden. Sie gingen dann aber wieder.einer Kontrolle die Wächter nicht die Dümmsten sind. falls sie die Seifereste entdecken würden und ich dachte mir. Die Kette wurde kontrolliert. Foto ist auch die noch nicht verheilte horizontale Schürfwunde wunde der Kette gut sichtbar (2-3 cm oberhalb meines rechten Daumens). Revolver auf Kopf und kein Wort. dann würde ich sagen.

Das war kein gutes Zeichen. Ich war mir auch bewusst. wie ich ihn gebeten habe an meinem Geburtstag. Ich weinte und war traurig. falls ich überhaupt von der Kette wegkommen sollte. Mariano kam doch nicht. weil sie mir nicht nur meine Freiheit genommen hatten. Nervös schlief ich ein. Der Fluchtgedanke ist dabei gestorben. ich dann weiterhin nicht aus dem Raum flüchten konnte. 33 . sondern auch meine Fluchtmöglichkeit. da die Fenster so zugenagelt waren. In der Nacht hörte ich oft Schüsse und auch Hunde. aber wohin sollte ich auch flüchten.Das WC füllte sich ohne dass ich es spülen konnte und auch tagsüber war der Raum gefüllt mit dem Lärm von der Wasserpumpe draussen. also war es aussichtslos.

März. um die Zeit totzuschlagen. hoffte auf baldige Freilassung. wie er es sich aneignen kann. 31. Montag. Der Tag ist ja sehr. etc. Es ist der Geburtstag meiner Mutter. weil ich nicht mehr soviel weinen konnte. sie ist 60 Jahre alt geworden. um auf einen anderen Gedanken zu bekommen. Diesmal etwas unterwürfiger. Ich weinte wieder. sehr lang.Am nächsten Tag. hoffte auf seinen Verstand. 34 . denn man muss ja etwas tun. aber weniger. Ich las den SPIEGEL nochmals. etc. offeriere ihm mein ganzes Geld und schreibe auch. Bitte ihn zu kommen. Ich schreibe wieder an Mariano.

mit einem Stromschlag erledigen könnte. ich wusste sie war von ihm. Wie üblich ein Auto. kam ein Stromkabel aus der Wand heraus in einen kleinen Kasten mit drei runden Sicherungsknöpfen und dann in einen grauen Kasten führt. dann unterschreibt man alles. Die Notiz von Mariano. Es kam auch der Gedanke an Mord. wo sie vermutlich meine späteren Geldzahlungen rechtfertigen wollten. denn es waren Forderungen an mich. man will nur lebendig aus der Sache wieder herauskommen. weil ich nicht nahe genug an die Waffe gekommen wäre. das ich nicht sehen konnte von der kleinen Fensteröffnung aus. Wenn man bei der Türe herein kommt. absurde Forderungen an mich. die ich hatte. aber wie.An diesem Montag bekam ich Vormittags wieder Besuch. Rechnung in „Anführungszeichen‚. Ich meine den Mord an Wächtern um hier herauszukommen. es ist zwecklos. welches Kabel wo zu was führte und zudem dachte ich. dass es Mariano's Stil war. wie ich John F. dass Mariano angeblich für wichtige Geschäfte nach Europa zurückkehren musste. aber sie wurde nie von ihm unterschrieben. der Strom wie eine Erdung an mir vorbeigehen. ich soll schreiben. Es war sogar.und ausschalten kann. ich bin mir nicht mehr sicher. Auf der Notiz stand. wenn sie zur Tür hereinkommen. dass darin stand. wenn sie mir gesagt hätten. ob ich eventuell die Wächter. Wieder Waffen. wo man die elektrische Wasserpumpe ein. damit ich meine Hand hätte anlegen können 35 . Ich habe mir überlegt. Sie brachten Essen und eine Notiz von Mariano. was aber nicht so einfach sein wird. Wenn nicht ein Stromschlag dann vielleicht die Waffe entnehmen dachte ich mir. Sie legten mir Rechnungen vor. Ich habe sie im Detail nicht gelesen. man unterschreibt einfach alles. weil ich mich mit Strom nicht gut auskenne und nicht gewusst hätte. wieder vermummt und wieder Morddrohungen. mit einer Kette am Bein würde evt. Ich hätte auch unterschrieben. ein Dieselfahrzeug. Bin mir aber nachher unsicher geworden. dass die Zeit auslaufe und es wurde Besuch aus Europa angekündigt. links oben an der Wand. Ich wusste aber und konnte an der Art und Weise wie es geschrieben war. Es ist egal. Neben dem Stromkabel war auch ein Stromzähler der Marke ABB von 1992 mit dem Zählerstand von entweder 2030 oder 3020. erkennen. Kennedy ermordet hätte. weil wissen Sie. wenn man in Gefangenschaft ist.

wobei ich nicht wusste. dass man lebend aus dieser Gefangenschaft herauskommt. eigentlich frieren sollte. Ich bekam wieder Besuch mit denselben Vorzeichen wie Lärm. Der Gedanke an eine Schlägerei kam auch. Reinigungsutensilientasche mit. Jeder der so was miterlebt hat. sonst gaben sie mir nichts und es gab auch keine Antwort auf meine Bitten. Wenn man sich in Händen solcher Verbrecher befindet. ziemlich hoch war. dann macht man sich sicherlich Gedanken. das Auto. Brot und Früchte und sogar meine blaue Jacke gebracht. hatte ich einfach keine Kraft oder war zu dumm dazu. kein Schaum. also meine Badeutensilien. Wasserwindmühle. dass ich während des Tages. wovon man heute noch die Schürfwunden erkennen kann. die Türe und Morddrohungen. die ich im Brief davor formuliert hatte. mit einer Fingernagelreinigungsvorrichtung. für andere Möglichkeiten. womit ich das verdiente oder was ich getan hatte. weil die Sonne nur ganz klein. weil sie vermutlich vermutet hatten. wenn man selber nicht in einer solchen Lage war. Auch begann der Stahlring in der Nacht zu kratzen. Zu meiner Überraschung brachten sie auch mein kleines Necessaire. wird vermutlich zugestehen. Ich selber war sehr schmutzig. also der ganze Raum immer im Schatten war. diesmal sehr gründlich und knallten die Türe beim Hinausgehen zu und verriegelten sie mit massivem Lärm. ein paar kleine Seifen von Hotels. 36 . die Waffen. was sicher mein Tod bedeutet hätte. was wie folgt beinhaltete: Es war eine Hygienetasche und es war ein Nagelklipser drin. wenn ich nicht im Bett bin. Bei jener Visite wurde mir wieder Essen. Sie checkten wieder die Kette. dies ist nicht sehr hilfreich. weil ich fast eine Woche in derselben Kleidung gesteckt habe und die Luftfeuchtigkeit in diesem Wasserturm. Für einen Rest. ist es vermutlich nicht so einfach für Aussenstehende nachvollziehbar: wie und warum ich das. Wisst ihr. Es gab auch erste Schläge auf meinen Kopf. was ich später tat. wie stehen die Chancen. aber einen gegen zwei oder drei und ich dann noch angekettet.und ich kein Tumult riskieren wollte. dass es zum ersten Gedanken an möglichen Selbstmord kommt. machte und wie und warum ich dazu kam. ein Rasiermesser von der Marke Gillette.

Ich wickelte sie je in ein Stück Zeitungspapierchen hinein und steckte eine Klinge in die vordere. Münztasche von meiner kurzen Jeanshose und die andere habe ich mir in die linke Po-Hosentasche gesteckt. welche Seite das Messer und welche Seite nur diese angehefteten oder angeschweissten kleine Metallstreifen waren. was auch eine sexuelle Folter beinhaltet hätte. Ich tat es mit der Fingernagelreinigungsvorrichtung am Nagelknipser. wann ich sterben wollte oder nicht. falls ich dies und dies erfülle. Es ist nämlich so. Dann ist er vielleicht in meinen Augen ein Feigling oder dumm. weil wegen einer Freundin oder anderen zerbrochenen Beziehungen oder eines verlorenen Arbeitsplatzes sollte man sich nicht umbringen. dass ich dort realisieren musste. ich konnte noch selber bestimmen. 2 cm und ca. eine Breite von 0. dass sie mir nicht nur meine Freiheit. wenn sich jemand wegen einer verlassenen Freundin oder eines verlorenen Arbeitsplatzes in Freiheit vor den Zug wirft oder sich sonst irgendwie umbringt. Aber in einer Gefangenschaft sieht die Sache ganz anders aus. waren die Folgenden: Ich hatte Todesangst auszustehen unter diesem psychischen und sonstigem Terror. weil sie es auch in zweideutigen Andeutungen so gemacht hatten.h. heraus zu nehmen. und ich habe nie von den Entführern gehört. Ich hatte auch Riesenangst vor Folter. was einem noch übrig blieb war die Macht über Leben und Tod d. so hätte ich doch noch eine Möglichkeit mit der rechten Hand auf den Rücken gebunden in die linke Potasche zu greifen und das Messerchen. ich dann freikomme. Ich bin selber kein Feigling und möchte hier sagen. rechte kl.Die Gründe warum ich an Selbstmord gedacht habe. ich vermutete. die Macht über sein eigenes Leben d. Ich brach die zwei Klingen heraus. dass. das eine Länge von ca. sondern auch meine Fluchtmöglichkeiten genommen hatten und das Einzige. falls sie mich foltern oder sonst was mit mir machen würden oder nur meine Hände gefesselt auf den Rücken binden würden.h. Der Grund darin liegt da. die in dem Wegwerf-Giletterasierapparat darin waren. So entschied ich mich die zwei kleinen Rasierklingen. heraus zu nehmen und vielleicht dadurch die Schnur um meine 37 . Während der ganzen Zeit sagten sie das nicht. lernte mit verschlossenen Augen wie ich ohne mich zu schneiden erkennen konnte.5 bis 1 mm hatte. es ist anders.

aber auf der anderen Seite war die Leichtigkeit mit der er mich 38 . zu widersetzen. warum mich Mariano freilassen sollte. Das WC war verstopft und Mücken und anderes Zeug verbreiteten sich in meinem Raum. dass ich von seiner Geldschuld nichts mehr haben wollte. Ich möchte hier auch hinzufügen. wobei ich natürlich auch sagte. die sie mir ja nicht konkret gestellt hatten. da ich glaubte. dass es selbst nach meinen Zahlungen keinen Grund geben würde. Ich dachte ich kannte Mariano gut. Aber ich war mir sicher. Natürlich ausser sie kämen mir zuvor und davor hatte ich natürlich wieder Angst. Ich schrieb wieder an Mariano. selbst wenn es Mordbefehle wären. er war ein Farmknecht. ich glaubte es nicht. Also Mariano müsste sich nicht mal die Finger selber schmutzig machen. also den Rest der Vorrichtung zum Rasieren habe ich in altes Brot rein gesteckt. erfüllen würde. wäre eventuell eine letzte Masturbation an Gedanken an die letzte Frau die ich lieben durfte. dass sie es mir wegnehmen könnten. er würde im Effekt jemanden umbringen lassen. Den Rest der Klinge. Abgesehen davon ist er ein riesiger Feigling. mich freizulassen. weil im späteren Gespräch einem der Bewacher. Das war das Letzte was mir blieb. aber ich hatte nur dies und ich wollte nicht. Ich überlegte mir dann. dass in Argentinien ein Menschenleben nicht viel wert hat und dass es für die Angestellten nicht möglich war sich den Befehlen des Gutsherrn. was kann ich mir selber noch Schönes machen. Die Lage wurde auch sonst unangenehm. ich alleine entscheide. was dann passieren würde. aber ich kannte ihn zumindest so gut: er würde nie einen Mord planen. da mich diese Geldschuld in diese Lage gebracht hatte. Ich überlegte mir auch. wann ich sterben will oder nicht. Ich bin ein lebensfroher Mensch und sonst nie depressiv oder sonst was. Sicher gebe es Gründe. sagte dieser auch. Komischerweise fühlte ich mich nach den getätigten Dingen mit der Rasierklinge besser. dass ich gedacht habe. Lassen sie mich frei. wobei ich jedes Mal immer unterwürfiger wurde.Hand oder sogar meine Blutvenen aufzuschneiden. und ich flehte ihn an. was mir in den Sinn kam. davon schrieben sie aber nichts. wenn ich ihre Bedingungen. bevor ich diese Welt verlassen sollte und das Einzige.

und ich bekam sofort Herzflattern. meine Träume. wie Heirat. Familie. dass Morgen der letzte Tag sei und dass die Zeit zu Ende gehe. was sie verlangen. Es wäre anders gewesen. Ich will einfach auch Dinge erfüllen. ohne seine Unterschrift darauf. Am Montagnachmittag. 1. Ich glaubte durchzudrehen. Er glaubte mir nicht oder sie glaubten mir nicht in Bezug auf mein Geld und wie man es transferieren könnte oder meine einzige geschilderte Möglichkeit wie ich an das Geld kommen könnte und er sagte auch. wurde mir wieder zugesteckt. konnte aber nicht. Wir haben immer noch Montag. bekam ich wieder Besuch. Ich war traurig und glaubte. obwohl mein Geist ganz scharf blieb. Die Türe wurde wieder massiv aufgeschlagen und die Waffe an den Kopf gehalten und die Kette wieder kontrolliert. Dienstag. Da ist die Lage komplizierter. dass man alles macht. ich will hier raus und das Geld ist mir nicht wichtig. die Argentinier oder die Latinos im Generellen. wo kein Mensch genau weiss. dass ich hier nie rauskommen werde. der sich ankündigte. wenn er mich in Spanien oder in Vaduz entführt hätte und mich gefangen genommen hätte. Ihr müsst verstehen. sondern sagte nur. weil man Ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist. Ich will hier nur heil rauskommen und werde niemand etwas sagen.auf der Farm verschwinden hätte lassen können viel grösser und das beunruhigte mich. Das Essen ist wieder kalt gewesen. wie z. wo ich bin und da gibt es mögliche Unfälle oder da ist einfach die Leichtigkeit eines solchen Vorhabens viel grösser und dadurch auch viel präsenter im Kopf von Mariano. Eine Notiz von Mariano mit Schreibmaschine geschrieben. Ich überzeugte mich davon selbst. Ich versuchte zu schlafen. Mein ganzer Körper schmerzte und ich hatte eine unruhige Nacht hinter mir. Auf einer grossen Farm. dass er gar nicht darauf eingehen sollte.B. wartete 39 . dass ich kein Rachemensch bin. Das war alles. Geburtstag meiner Mutter und ich musste ihn in den Briefen immer ständig davon überzeugen. April. nehme ich an. spät. Ich schrieb so. Kinder und ein ruhiges Leben führen. Wieder der Lärm eines Wagens.

Entweder du machst es uns als Überweisung oder du wirst hier einen "Unfall" erleiden. Helmut schrie mich auf Spanisch an und dann auf deutsch und er sagte: "Ja. Er sagte: „Wir kriegen dein Geld sowieso. dass der silberne Revolver mit Patronen in der Trommel voll geladen war. dass ich bald soweit kommen könnte. Aber von hier aus konnte ich ja niemanden erreichen. meinen Freunden.B. Schritte und zu meiner völligen unglaublichen Überraschung stand da Verdammt noch Mal dieser Verbrecher Helmut Roegele mit seiner Frau Salud Hidalgo und zwei Wächtern mit gezogenen Revolvern und Pistole vor mir im Raum. Ich begann erst dann zu realisieren. Ich liess alles nochmals durch meinen Kopf gehen und es widersträubte mir. Ich begab mich wieder in die übliche Position. ich kontrollierte die Rasierklingen in meinen Hosen und merkte mir wieder auf welcher Seite die scharfe Klinge war.aber ab. einen "Reitunfall" oder von einem "hohen Baum fallen" und der Arzt wird dies als Unfall bestätigen und mit den Rechnungen. ohne dass ich meiner Familie. Die zwei Wächter waren maskiert und mit Waffen. Es war mir sehr kalt. Ich möchte noch anfügen. sondern du wirst z. So geschah es. das Gesicht unter das Kissen und die Hände und Oberarme vor meinem Gesicht. Ich hörte mehrere Personen. jetzt können wir Dir das antun." Ich kniete auf vom Bett und kniete vor ihm auf dem kalten Boden mit meinen kurzen Hosen und sagte: „Ich habe Euch doch nichts getan und ich flehe um mein Leben." Die Worte von Helmut waren sicher ein grosser Teil des Auslösungsprozesses. Er sagte wortwörtlich: "Ermordet wirst du hier sicher nicht. was ich mir dann später angetan habe. daran zu denken." Er sagte es in vollem Ernst. Helmut und seine Frau nicht. Sie kamen in sehr gepflegtem Stil daher. die du in Gefangenschaft unterschrieben hast oder mit den 40 . eingekauert unter meine Bettdecke. Ich zitterte am ganzen Körper am ganzen Leib. mir selber das Leben zu nehmen. dass ich gehe. wir sind nicht so blöd und machen uns die Hände schmutzig. dass wahrhaftig Helmut Roegele und Mariano das alles ausgeheckt hatten. meinen besten Freunden und der Welt ADIOS gesagt hätte. Es kann ja nicht sein. dass ich bei einem dieser Besuche beim Wächter klar erkennen konnte. dass ungefähr am Mittag wieder Besuch kam.

Mariano schuldet mir sogar viel und das weiss er und Helmut ganz genau. Er hat es mit einer solchen Deutlichkeit gesagt. zu gestalten. weil ich so zitterte und ich mich erst beruhigen musste. Sie machte noch den Kommentar auf spanisch.‚ Die Erben wären mein Vater Alfons Kieber oder meine Mutter Maria. dass ich meine genaue Unterschrift mache und nicht eine schusslige. die darauf folgten möchte ich nicht wörtlich wiederholen." Sie forderte ihren Mann auf. Ich musste also zuerst auf der Zeitungen. das ich erst gar nicht gelesen hatte. zuerst 2 bis 3 Mal meine Originalunterschrift üben. aber das tat er nicht. Ich unterschrieb aber. wieso dachten die ich hätte so viel Geld und zweitens wie konnten sie mir so was unterschieben. da ich ihnen doch absolut gar nichts schulde! Im Gegenteil. dass die Frau von Helmut sich aufgeregt hat und geschrienen hat: "Willst du sie nicht lesen?" Ich habe geantwortet: "Ich kann es nicht. 41 .Schuldanerkennungen werden wir gegen deine Erben losgehen. Peseten von Mariano und ich dachte nur. dass ich keinen Anlass dazu hatte. die ich als Tischdecke benutzte. das ist mein Ende. an seinen Worten oder den möglichen Taten seiner Mittäter zu zweifeln. auf keinen Fall. die sicherlich jedem eingefahren wäre. was dann dazu führte. weil ich sie nicht ganz verstehen konnte. Dann im vierten Anlauf unterschrieb ich auf das Papier von Helmut. wenn man so sagen kann. Erstens. dass ich halt noch weiter leiden muss. Er legte mir zwei Rechnungen vor um die Transaktionen wohl ein wenig legaler. ich wurde genau beobachtet und Helmut hat darauf geachtet. dass ich nur soviel Geld. es mir vorzulesen. Die massiven Drohungen. Ich habe die Postenaufstellung nicht gelesen. aber es war einfach eine massive Drohung. Ich las nur eine Forderung von 80 Millionen Peseten von ihm und eine Forderung von 150 Mio. seine Frau. da ich nicht verheiratet bin und keine Kinder habe. weil sie mir nicht glaubten.

42 .

wohin das Geld zu überweisen war. was ich bis anhin erlebt habe. kein Mensch hat von Freiheit gesprochen. ich hätte Aussagen zu meinem Vermögen. habe. in der Aufregung fällt mir jetzt der Inhalt nicht mehr ein: es hatte aber zu tun mit Angaben über Vermögen oder so. Da schrieb ich einfach den Überweisungsauftrag und liess dann den Platz leer damit Helmut oder Mariano dies selber einfüllen konnten. dass das das Wenigste oder das Einfachste in deren Augen war oder das weniger Schlimmste in deren Augen. den Artikel sehen würde und mich beschuldigen würde. Ich erinnere mich dann an einen Sonntagsartikel oder einem Samstagartikel in dem Magazin vom 43 . ich auf einen speziellen Artikel gestossen bin. dass ich – als ich die Financial Times im Kerker gelesen hatte. weil sie mir noch keine Angaben dazu gemacht haben.wie ich dem Mariano aus dem Kerker geschrieben habe. obwohl ich ja nicht wusste. Ich bekam wieder eine Panik und riss den Artikel aus dem Blatt und zerkaute den ganzen Artikel und ass ihn auf. einen ersten. handgeschriebenen Brief an Herrn Bankdirektor Bröll der BAWAG in Österreich in Feldkirch auf. Sie wollten noch mehr Tortur und er hat es auch so ausgedrückt. da ja die normale Haft. Es lag einfach in der Luft. nach Erfüllung der Bedingungen und sie hätten mich ohne Probleme Monate so halten können. weil ich nicht "Good Bye" und "Auf Wiedersehen" zu meiner Familie. wenn man es als normal bezeichnen kann. auf Grund der Worte. meinen Freunden und allen Leuten. in meiner Angst. die ich kenne und die mich geliebt haben. wie im Artikel verwendet wurde. der auch Englisch kann. dass meine Situation hoffnungslos war. ohne grosse Folter. ohne dass mich je jemand gefunden hätte. dass Helmut. nicht ohne einen weiteren Besuch am Abend anzukündigen und ich setzte. erzwungenen und vordiktierten. "verfälscht". da ich ja leben möchte. was mich gezwungenermassen zu der Annahme brachte. die ich bis anhin durchgemacht hatte. Sie sind dann schon nach 20 Minuten gegangen. Ich war traurig. Da kommt mir wieder in den Sinn. hätte sagen können. Wiederholt hatten sie ja nie von Freiheit gesprochen. dass ich noch gefoltert werden sollte. Ich spürte. Ich schrieb ein normaler Brief an ihn und bat um Überweisung mit dem nötigen Codewort. wohin es überwiesen werden soll. und dass mein Ende nah war.

dass sie mich töten werden. ob es DAS wirklich schon war. Nebst dem Verlust und nebst dem Nichtbezahlen seiner Schuld dazu. sehr traurig. die ich sehr geliebt habe. die Dinge im Leben erlebt haben und die sich dann schon in gewissen Altersstufen gefragt haben. CHF-Forderung "enttäuscht" sein würde und er sicher schon das Geld in Gedanken ausgegeben hat. an diese Summe. um zu sterben. Teklanika nennen. Ich musste mich dann auch wahrhaftig. Damit ich sicher war. meine Familie. dass ich auch genug Stunden habe.Park in Alaska sagten wir uns. wenn ich verblute. meine eigene "zukünftige" Familie. Ich war mir sicher. die Sonne. Ich schrieb den handgefertigten Brief an Herrn Bröll zu Ende. vor allem Mariano mit seiner 1. dass sie mir nicht glauben werden. auf Besuch war.5 Mil. ich könnte mir eigentlich auch am Abend nach dem letzten üblichen Besuch das Leben nehmen. dann werden wir es. es waren eineinhalb Seiten. Ich dachte mir. und unterschrieb ihn korrekt. Auf dem Brief waren auch die genauen Angaben des Kontos und des Lösungswortes darauf. musste ich annehmen. Da ich auch vermutete. Ironischerweise hiess das Lösungswort Teklanika und das ist ungefähr der Name eines Flusses in Alaska. ob es das schon war. als 32-jähriger Mann plus zwei Tage selber fragen. Meine Sinne waren sehr geschärft. So ist er und er wird bestimmt böse. dass beide Verbrecher. Das machte mich sehr.Tagesanzeiger in Zürich. Ob ich nie mehr das Licht. wegen der tatsächlichen Höhe meines Vermögens. Die Zuhörer mit schwachem Herz sollten jetzt nicht weiterhören und die anderen bitte ich um Verzeihung. wenn es ein Mädchen werden sollte. wo ein Journalist ein Buch geschrieben hat "Das war es also" und er Leute interviewt hat. falls ich zu detailliert vorgehe. weil uns dieser Name sehr gefallen hat. Mir 44 . Im Denali-National. wo ich 1989 mit meiner damaligen Freundin. falls wir eines Tages heiraten werden und ein Kind haben sollten. weil er nicht im Geringsten so nahe an das Geld kommt. Helmut und Mariano. Frau und Kinder erleben werde. Und ich war nun dort in dem Raum und musste Teklanika schreiben und nachher meinen eigenen Tod bestimmen. Vaduz. die er sich erwünscht hat von mir und als Profit aus dieser Operation schlagen wollte. Von späterer Freiheit sprach ja niemand.

weil ein Abschiedsbrief. fünfmal mit schräg. Ich hatte natürlich selber nie Erfahrung mit einem Selbstmordversuch. weil doch die Worte von Helmut und seiner Frau und die Andeutungen der Wächter. Ich legte mich also auf mein Bett und nahm zuerst mit der rechten Hand die rechte Klinge aus der vorderen Münztasche meiner kurzen Hose und ohne dass ich grossen Schmerz empfand. Ich zog meine Jacke aus. dass ich gegen die Wand rennen könnte. die ich an hatte und legte mich auf das Bett. da war ich mir sicher. Ich hatte keine Zeit mehr und wollte auch nicht einen Abschiedsbrief schreiben. Ich stand auf vom weissen Plastikstuhl mit all meinen Sinnen sehr geschärft und auch die Augen wie ein Adler geschärft. ob das funktioniert. Natürlich habe ich mir auch gedacht. Beim 5. warum auch. wenn ich tot bin. Das Blut floss nicht gleich und nicht so wie ich es mir erdacht hatte und gar nicht so wie es im Film immer ist. mit der 2. Ich wollte mit einer frischen Klinge. weil kein Blut mehr kommt oder das Gehirn stirbt. viermal. schnitt ich mit der rechten Hand einmal. dem schräg angesetztem kleinen Messer in das linke Handgelenk. und bin auch sonst kein Mediziner. Meine Gefühle dazu waren natürlich die Ausschlaggebenden und meine Eindrücke und nicht deren die draussen frei herumlaufend konnten. dass es mit Handgelenken aufschneiden genügen sollte und dann das Blut fliessen sollte und einfach der Herzstillstand eintritt. Mal machte es "SSSSch".kam dann die Angst. aber die Rasierklingen schienen mir schon sauberer und schärfer als das Glas. wobei natürlich meine eigene ANSICHT darüber wichtiger und vor allem die ECHTE ist. als nur diese in deren Augen "einfache Gefangennahme". wobei ich vermutlich eine Vene oder einen Nerv angeschnitten hatte. Klinge. zweimal. sie einen Brief an meine Mutter oder meinen Vater nicht übergeben werden würden. aber mit der Kette am Fuss kann ich nicht genug Anlauf nehmen und zudem war ich mir nicht sicher. die linke Hand aufschneiden. Auch die Glasscheiben habe ich mir vorgestellt als Selbsttötungswaffe. dass es mir noch schlechter ergehen sollte und dass ich noch leiden musste. weil kein Blut mehr kommt. darum hätte es auch keinen Sinn gemacht einen zu schreiben. Ich dachte einfach. Ich war ja der Gefangene und nicht sie. dreimal. dass ich vielleicht nachher keine Gelegenheit dazu hätte über mein Leben selbst zu bestimmen. So dachte ich jedenfalls. 45 .

nicht sterben konnte. wie ich es vermutet hatte. die Klinge aus dem Papier auswickeln. dass es einfach war. den ich je in meinem Leben gehabt hatte. sondern im Gegenteil. zusammennehmen musste. und ich dadurch in eine Lage kam. solche Verletzungen beifügen konnte. Ich will noch jetzt dazu sagen. wäre es einfacher und schmerzfreier erledigt gewesen und viel schneller. damit ich mir solchen Schaden. wo ich feststellte. Ich musste aber sterben. Wieder machte es "SSSSch". das Bedürfnis es abzubrechen. Ich war bereit zu sterben und auch hatte ich nicht eine Sekunde lang. ich wollte sterben. so musste ich wieder aufstehen mit der rechten Hand nach hinten in die linke Po-Tasche greifen. man muss seinen ganzen Mut aufbringen um sich selber das Leben so zu nehmen. aber das hatte ich ja nicht. was sie für mich getan hatten und ich bat Gott um Verzeihung auch für das was ich getan hatte und dass er mich bitte in den Himmel nimmt und mir meine Familie verzeihen werde. die noch in meiner linken Hand. es gab keinen Weg zurück. dass sie mich umbringen werden und mich dadurch zum Selbstmord getrieben hatten. zwischen den zwei Fingern blutverschmiert klebte. Ich lag wieder auf dem Bett und legte die Hände auf den Boden damit das Blut auch gut fliessen konnte. dass das Blut nicht so floss. auf dem Rücken. das Blutfliessen ohne Hilfe von Aussen nicht gestoppt werden kann. Ich dankte Gott und noch anderen Leuten für das. nur vielleicht einen kleinen. Zudem musste ich leider wiederum feststellen. ich wusste. dass wenn diese durchtrennt oder massiv angeschnitten ist. weil die Täter mich überzeugt hatten. Komischerweise verspürte ich keinen Schmerz. und dann zwei. nahm ich mit der rechten Hand weg und setzte mit dieser Hand zum hoffentlich finalen brutalen Schnitt in die linke Halsschlagader an. Die zweite Rasierklinge. nachdem ich die Hände aufgeschnitten hatte. brennenden Stich in meinen Händen.musste aber feststellen. Wenn ich eine Pistole gehabt hätte. Es ist falsch zu glauben.bis dreimal mit schräg angesetztem Messer tief in das rechte Handgelenk schnitt. dass ich SO nicht sterben werde. Die kleine Klinge bohrte sich links ca. in die linke Hand geben. die komischerweise nicht geschmerzt hat. dass ich ja auf dem Bett lag. dass ich all meinen Mut. unterhalb des Unterkiefers ins Fleisch und beim Herunterschneiden versuchte ich den Druck auf die Klinge zu 46 .

0. Minuten. Wie sich jetzt (Anm. was ich noch konnte.: später im Spital Vaduz) herausstellte. dass Gott mich zu sich nehmen würde. Es strömte sehr viel Blut heraus und floss herunter. Ich wollte aber ganz sicher gehen und setzte das Glas nochmals links.. das sollte genügen. Ich wollte sterben. die Spitze versetzte ich nach links und – nach einer Drehung des Glasstücks . auf das Glasmesser drauf. ein wenig von mir ausgesehen nach links. dass es die Luftröhre war und dachte. bzw.erhöhen. Fenster. dass sie mich umbringen würden oder 47 . Ich nahm eine Decke vom Bett. dass längste Stück mit dem spitzigsten Spitz aus und legte mich wieder hin. damit es einen Stich gibt. es ist möglich wieder aufzustehen. stand ich wieder vom Bett auf und glauben Sie mir. umwickelte die Decke um meine rechte Faust und schlug in beide kl. links und rechts von meinem Hals und in meine Haare. holte mit dem Arm aus und schlug mit voller Wucht.. so war ich überzeugt. Ich legte die Arme wieder hinunter auf den Boden und hoffte. ein. Ich legte die Glasspitze darauf an und hielt mit der linken Hand das Glas fest und mit der rechten Hand machte ich eine Faust. wenn sich Blut in die Lungen füllt. in einer Form eines Dreiecks. Ich vermute. seine "eigene Kehle" durchzuschneiden. Auch hatte ich jetzt tiefe Schnitte am linken Daumen und Zeigefinger. habe ich die Hauptschlagader um ca. dass ich dann so sterben konnte. Ich suchte mir ein Stück. aber am stärksten spürte ich ihn an der kleinen Mulde am Halsansatz. Es war ein Riesenkrach und die Scheiben flogen überall herum. hielt ich in meiner linken Hand. Es gab einen starken Schnitt in meinen Hals und ich hörte auch Luft entweichen. dem heftig schlagenden Puls in der „Halsgrube‚.schlug nochmals zu und liess das Glas danach auf meinen Bauch fallen. So. obwohl man beide Handgelenke zerschnitten hat und wenn man auch ohne grossen Erfolg versucht hat. so dass ich die tief irgendwo darunter liegende Haupthalsschlagader zerschneiden kann.4 cm verpasst. Da ich sicher war. die oberhalb von meinem Bett waren. Verdammt noch mal. So stand ich. Das Glas. die mir wie Sekunden erschienen vergingen und der Tod wollte nicht kommen. zwischen Daumen und den anderen Fingern und mit der rechten Hand suchte ich nach den Pulsadern. Ich konnte links und rechts von der Halsgrube dort den Puls stark spüren..

ich weiss nicht welcher. weil 48 . ich dachte. ich konnte die Vögel klar hören und die Decke des Zimmers gut beobachten und ich konnte auch meine Zehen bewegen und ich verstand nicht wie so was möglich war. weil sie vielleicht mein Schreien gehört hatten oder nicht. er solle mir verzeihen und mich zu ihm aufnehmen. Später dann kam der Knecht zu meinem Bett. als sie mich gesehen haben in dieser Blutschweinerei. Ich spürte. weiss Gott wen. ohne dass ich es wollte. und fragte: "Warum. also den Mariano informieren. sie müssten den Papa. hatte ein Mobiltelefon und hat sofort. Es war komisch. der kam nicht. in unserer Schule. mir mit einem Handtuch meine Halsverletzung und die Hände eingewickelt. dass es mir nicht gelungen ist meinem Leben ein Ende zu setzen. Ich lag da. aber dafür kamen die Wächter. warum. Ich hörte auch. dass der eine habe sich umgebracht. ich weiss es nicht.20 Minuten und wartete auf den Tod. komischer Weise keinen grossen Schmerz. irgendwo hin. denn ich lag nochmals ca. die aussah wie auf einem Schlachthof. die Augen und die Ohren oder so. das heisst der Unterteil von meinem Kiefer war wie gelähmt und mein Herz pumpte wild daher und die Lunge oder der Magen füllte sich mit Luft und die Laute waren so wie eine Kuh schreit. Ich wartete auf den Tod und wartete und wartete und betete zu Gott. das war dann der Sohn Mariano's. Sie haben sofort die Handtücher oder das Handtuch aus dem Badezimmer geholt und der eine Sohn. aber es war nicht dementsprechend. es müssten langsam die Sinne nachlassen. Mario. komische Laute von sich zu geben. sie die Kapuzen abgenommen haben und die Waffen weggeschmissen. weil sie. mit Waffen in denen Händen und der eine. hast du das getan?‚ Ich sagte nur. vielleicht 15 . 1015 Minuten so da. angerufen und einer sagte noch. der Vollidiot oder versucht sich umzubringen und dann ging das Gerenne los. "der verdammte Sauhund" hat sich umgebracht. eigentlich. nein ich sagte nichts. Sie haben noch kurz. ich wollte nur alleine gelassen werden. Ich war nicht bewusstlos und ich hörte die Tür aufgehen und sah zwei vermummte Gestalten dort. konnte aber noch durch die Nase und dieses Loch atmen. wie wir es in der Schule gelernt hatten. und einer von beiden schrie dann.zuerst foltern würden und davor hatte ich Angst. Mario. ich habe ihn dann erkannt. Und habe vielleicht geflucht. Dann auf einmal fing der Körper selber an.

der Knecht kam zu mir und sagte: ‚Enrique. Dies war natürlich ein Problem und da ich jetzt weiss. Dann haben sie mir das Hemd vom Leibe gerissen. dass einer der Söhne dann wie verrückt ins Dorf gefahren ist und bei der Apotheke Verbandszeug. aber sie gingen nicht darauf ein. Sie schleppten mich über den Boden oder noch besser gesagt schleiften mich über den Boden samt Kette auf die andere Seite und legten mich hin. das andere war ja nur ein Schaumstoff mit einem Stoff überzogen. sodass ich dann so eingeknickt auf dem Bett sass und diese Handlung mit mir geschehen liess. Sie schmierten die Glasscherben weg und hoben auch noch den vorhandenen Fensterrahmen links und rechts auf der Fassung und brachten das ganze Fenster mit den zerbrochenen Scheiben ins Freie. gleich totschlagen sollen oder ob sie mir helfen sollten. und ein Knecht hat in Argentinien sowieso nichts zu sagen. hingelegt. er hat nur gesagt. unter die Steinwendeltreppe. denn früher oder später wäre ich mit dem Blutverlust sowieso gestorben. Ich habe dann nichts gesagt und sie haben eine zweite Matratze eine alte. das haben sie auch gemeint. Jetzt hatten sie natürlich ein Problem. Es gab Diskussionen über was zu tun war. dass sie darüber referiert haben. ich soll ihn auf Spanisch "den Vogel" nennen. Tetanusspritze.sie nicht wussten wie mit der neuen Lage umzugehen. dass ich noch die Kette am Bein hatte. Man darf nicht vergessen. Darum hatten sie mir auch geholfen. sonst hätten sie mich sterben lassen. Er war ja nur der Handlanger. Nadel und weiss Gott was. Ich wollte oder stammelte etwas von Spital oder Arzt. Sie richteten meinen Körper auf und die Beine schoben sie von Richtung Bett auf den Boden. geholt hat und auch Gaze. d. dass sie nur für das Geld. echte Matratze. sie sind wie Leibeigene bei diesem Gutsherrn Mariano. Dann hatten sie einen Knecht beauftragt. so geldscharf waren die und mich natürlich für das Geld "operiert" hatten.h. Ich konnte mich selbst nicht mehr bewegen und war in Ekstase oder so. wo ich jetzt mein Bett hatte. Infusion. Sie hatten einen halbtoten Gefangen und kein Geld. die Hose behielt ich an. und ich weiss heute. Dieser Stoff wird da zum 49 . da bin ich mir ganz sicher. ich kenne seinen Namen nicht. vom oberen Stock die Treppe hinunter geschleift und sie gegenüber von der Wand. ob sie mich sterben lassen sollten. Ich lag dann dort. ich muss dich jetzt‘ nähen.

verdammten. den ich je in einem Mann oder Menschen gesehen habe: „Heinrich. Später bekam ich dann Besuch vom Sohn Marco. wo sie jeweils die Reste der Kühe oder der Kuh. wie zu einer Infektion oder Lungenentzündung oder so. als ich wieder zu normalen Gedanken kam und dort lag. kühlen. Der Sohn Marco. Ich blieb dann eingedeckt liegen und der Knecht kniete sich einmal links. weil ich dachte. Die Kette blieb noch daran. sagte mir auch. Marco sagte ganz kalt mit dem kältesten Blick. Nachdem er den Hals zusammengenäht hatte. weil wir können auf keinen Fall einen Arzt hierher kommen lassen oder dich ins Spital bringen. dass ich um die Gegend der Verletzungen sowieso schon so sehr. wenn ich das so sagen darf. damit sie keine 50 .‚ Nämlich selbst in Argentinien ist die Polizei auch reaktionsfähig und nicht dumm. sie natürlich keinen Arzt rufen könnten und ich dann im Ofen verbrannt würde. Der Unfall passierte so ungefähr um 14:00 Uhr / 14:30 Uhr. meinem Leben ein Ende zu machen. da es ihn doch Mühe kostete die Nadel durch meine Haut zu stecken. ich vermute. kalten. die Haut. wenn nicht. verfluchte ich es. zusammen zunähen. einmal rechts unter der Wendeltreppe in die Ecke und fing an beim Hals. falls ich nicht.Verbinden gebraucht. aber sicher schon sehr betäubt war. mein Selbstmordversuch. ich weiss den medizinischen Ausdruck nicht. entweder heisst es. du musst selbst gesund werden hier. dreckigen. weil ich um einen Arzt beim Knecht gebeten hatte. nähte er vier Stiche auf das linke Handgelenk und drei Stiche in die rechte Hand. der Rothaarige. denn ich wollte doch von dieser Situation rauskommen und jetzt war es noch schlimmer. falls es zu Komplikationen kommen könnte. die sie pro Monat für den Eigengebrauch schlachten. Ich weinte nur. aber immer noch in diesem scheiss. verbrennen. Sie haben dort einen grossen Ofen. dann müssen wir dich umbringen. weil du sonst die Polizei rufen würdest und das ganze Unternehmen samt der Hazienda in Gefahr bringen würdest. da heisst ich die Nadel nicht spürte. Jetzt lag ich zwar halbwegs verpflegt. schmutzigen Verliess und immer noch die Kette am Bein und es hatte sich nichts geändert. dass ich es nicht geschafft hatte. Es gab natürlich keine Betäubungsmittel und zudem habe ich gar nichts gespürt. Alles wurde mit Gaze verbunden und ich blieb dann unter der Decke ohne Hemd auf einem Kissen aus Kunststoffwolle liegen.

dass der Flüssigkeitsdruck so stark war. da es früher oder später zu Funden meiner Gebeine kommen könnte. dass ich links sieben Einstiche mit der blöden Scheissnadel links und zwei oder drei Einstiche rechts im Unterarm bekam. Dummerweise. so gut wie ich es selbst in der Hand hatte. konnten sie keine vernünftige Vene finden.Restspuren hinterlassen. Sowieso. weil ich mich ja nicht waschen und die Wäsche auch nicht wechseln konnte. ich musste soviel Blut verloren haben. sondern in die Haut dazwischen und es bildeten sich Schwellungen in der Haut. Ich musste ihn darauf hinweisen. wie man heute noch an den Unterarmen links und rechts erkennen kann. d. Da lag ich nun wie ein halbtoter Hund an einer Kette und schmutzig war ich auch noch dazu. dass ich nicht an den Verletzungen einer Entzündung gestorben bin. Sie haben auch die Flasche mit der Infusion so hoch über mir an die Wand genagelt und aufgehängt. Am Abend spät kamen sie mit einer Infusionslösung. weil man sie nicht über die Kette ausziehen konnte. Und nicht wie es sein sollte mit kleinen Tropfen. dass sich die Venen im Unterarm links und rechts nicht deutlich zu erkennen gab. Mich wundert es heute. die Infusionslösung ging nicht in eine Vene hinein. 51 . Ein Vergraben käme nicht in Frage. Ich war natürlich nicht gerade fröhlich über solche Nachrichten und was mich natürlich anstrengte selbst gesund zu werden. So kam es. weil sie zuwenig mit Blut gefüllt war. denn dem Knecht seine Hände sahen schwärzer und dreckiger als die eines Kaminfegers aus. dass die Nadeleinstiche nicht korrekt sind und er versuchte es dann bis zu 10 Mal oder so und dann haben wir gesagt. weil ich soviel Blut verloren hatte. dass die Lösung wie aus einem voll offenen Wasserhahnen sprudelte. lassen wir es lieber sein. Die Unterhosen und Hosen konnte ich nicht wechseln. wobei ein Ofen mit so hoher Temperatur nichts übrig lassen werde von mir.h.

der vor mir auf dem Stuhl sass und mich beobachtete. ich dachte es sei die Luftröhre. bis zu meinem Besuch bei Herrn Dr. dass das Blut durch die Schaumstoffmatratze floss und dann auf die Federn und auf das Bettgestell durchtropfte. das auch durchblutet war. Moser im Spital Vaduz selbst geglaubt. Auch wurden alle Scherben aufgeräumt und die Fensterrahmen aus den Angeln genommen und weggenommen. die Öffnung in der Speiseröhre. Mir tat alles weh. oder ob die Bewachung und Beobachtung wirklich dazu da war. es war der Knecht. Ich habe bis gestern. räumten sie mit grosser Gründlichkeit die andere Raumseite auf und nahmen die andere Matratze weg. ich weiss nicht. Von nun an hatte ich einen ständigen Bewacher. Das Bettgestell. aber er hat mir gesagt dass die vordere Röhre die Luftröhre ist. das habe ich gesehen.Währenddem ich gepflegt oder behandelt wurde. ob die Angst grösser war. es sei die Speiseröhre und es wäre die Luft vom Magen herausgekommen. aber sie sagten nein. wie sie mir jetzt sagten. ob ich nicht doch sterben würde. dass es die Speiseröhre ist.h. um zu schauen. dass ich mir noch einmal was antun könnte und sie dadurch das Geld nicht erhalten könnten. jetzt 52 . d.

dass sie doch entschieden mich gleich zu beseitigen. Spät am Abend. Ich lag nur bewegungslos da und schaute mit meinen Augen unter den Lidern hervor und sah wie Mario mit seinem grossen. ich wollte entweder nur Tod oder lebendig aus diesem Haus. d. aus diesem Raum. wegen dem Loch in der damals noch Speiseröhre.h. Ich wollte auch nicht schlafen. es tat mir alles weh. die jetzt offen blieb. doch nicht zum Schluss gekommen sind. Pedro. sodass mein Gesäss im Loch lag und ich dann mit den Rippen auf einer gewissen Kante lag und dazu mir der ganze Rücken und der ganze Körper schmerzte. wie ich noch glaubte. ich weiss nicht wieso. und ich nicht weiss. weil ich mit einem Auge. ob er auch informiert war. aber ich habe in einmal in Spanien kennen gelernt. weil mir nur die Haut zugenäht wurde. Sie sorgten sich um mich. Mario und Marco. Ich hatte auch Riesenangst als der Knecht mein Hals zugenäht hatte und dann. hatte ein Riesenloch in der Mitte. Logischerweise mussten sie mich ja aufpäppeln damit ich die Kohle organisieren konnte und wegen meines miserablen Zustandes und ob wirklich keine Gefahr bestand. ich wollte auch nicht mehr fliehen. hatten sie mich trotzdem in der Kälte gelassen. die sie mir untergelegt haben. Ob Mariano mit seinen Söhnen. ich hatte Angst wegen der Öffnung. hinüber zur Tür geschaut habe. dass ich fliehen konnte. was ich denken soll. langen Messer an meiner Kehle die Schnüre vom Nähen abtrennte.weiss ich auch nicht. den ich nie gesehen hatte. Obwohl ich mich in so schlechtem Zustand befand. Im oberen Stock hat der Knecht im Bett geschlafen oder er beobachtete mich. dass sie mich wegen meinen schweren Verletzungen und der Gefahr. dass Mariano mit seinen drei Söhnen. Sehr. aus diesem Land weg. weil die Matratze. Ich hatte solche Angst und ich glaubte fest. dem linken. sie haben die Tür nicht mehr zugeschlossen und vor mir auf dem Stuhl oder zeitweise auch neben den Stuhl der Bewacher sass. der anwesende. ich konnte sowieso nicht schlafen. ich habe ihn dort nie gesehen. Egal. unmaskierte Mario mit seinem Messer das Ende der Schnur durchtrennte. aus dieser Geschichte. dass ich nicht durchkommen könnte oder was immer. wobei der dritte Sohn. sehr spät am Abend kamen dann überraschend der Verbrecher 53 . dass er mir im Effekt die Kehle durchschneiden könnte um diesem Drama und diesem Problem ein Ende zu machen. Ich hatte immer noch das Gefühl.

Denn sie hatten sich nun auf das eingelassen. dass er sich nicht die Hose verbrannte. damit ich hier herauskomme natürlich nachdem ich Ihre Bedingungen. der noch ein wenig menschlich auf mich wirkte und meine Tränen kamen mir in die Augen und ich flehte sie an. sie verstehen es schon.h. weil ich mit einem Auge auf den Bewacher schaute und aufpassen musste. April.Helmut und seine Frau zu meinem Bett. mich nicht alleine zu lassen und hier wie ein Hund verrecken zu lassen. Ich flehte Helmut Roegele an. warum Mariano mich nicht in ein Spital bringen wolle. weil er vor dem Stuhl einen Gaskocher aufgestellt hatte und vor mir eingenickt war und die Beine und damit seine Hosen ziemlich nah am Feuer dieser Gasflamme gestreckt hatte. dass sie angeblich von dem Ganzen zuvor nichts gewusst hätten. die nicht verschlossen wurde. Zweitens habe ich immer die Tür beobachtet. was ich habe und keinen Pfennig mehr. ihre Geldforderungen bezahlt hätte. dass er ist der Einzige von dieser Bande hier. 2. dass es zu einer Kurzschlussreaktion kommen könnte von Seiten der Verbrecher und dass sie in der 54 . dass wenn ich nicht an meinen Verletzungen oder einer Vergiftung oder Entzündung von den dreckigen Händen des Knechts sterben werde. dass ich sicher hier in dieser Kälte und bei dieser Luftfeuchtigkeit an einer Lungenentzündung sterben werde.h. nur weil ich versuchte. d. Ich lag ja nicht mehr auf einem Gestell. weil ich vermutete und überzeugt davon war. Ich erzählte ihnen von den missglückten Infusionseinführungen. war dass sie mir geglaubt haben. da ich fälschlicherweise dachte. aber sie wollten es nicht machen. sondern nur noch auf der nackten Matratze auf dem Boden. erst nach dem Nachtessen wurde es ihnen erzählt und sie hätten sich angeblich sehr aufgeregt und verstanden nicht. da ich sonst schon schwach war. Sie versprachen mir. d. Mittwoch. Das Einzige das es wirklich zu jenem Zeitpunkt bewirkt hat. diese Herren und Verbrecher und sie wollten auf keinen Fall jetzt ohne einen Pfennig Verdienst diese Lage beenden. dass ich nur das habe. Sie schworen mir und sagten auch. dass sie sich um mich kümmern würden und ich solle so schnell wie möglich gesund werden. mich umzubringen. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.

weil die ganze Familie Marti-Ventosa Roqueta Feiglinge sind. um dieser unvorhergesehen Wendung. peinliche Situationen. die Möglichkeit war sehr. dass mit diesen kleinen Korrekturen. Wobei sie es nicht selber machen würden. sie mich erschiessen oder umbringen müssten. am Mittwoch morgen kam Marco und sagte mir. Für den Urin war es kein Problem. denn da konnte ich in eine leere Mineralwasserflasche aus Plastik meine Blase entleeren und auf die Toilette musste ich im Moment nicht gehen. nehme ich an. überleben würde. Nochmals. dass ich. ich konnte nicht glauben. sehr gross. Der Knecht blieb die ganze Zeit bei mir. die dir von hinten in den Rücken fallen und dies vermutlich einfach ihren Angestellten übertragen würden. die der Knecht an mir verübt hatte. und es gab auch einige. weil ich nicht glauben konnte. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. Es waren solche Leute. weil ich ja noch angekettet war und wieder in der Scheisse des Kerkers drin war. mit der Begründung. Obwohl sie mir auch noch eine Tetanusspritze in den Hintern geschossen haben und noch eine andere Spritze. Zudem war ja mein seelischer Zustand auch nicht der Beste und das heisst es war eigentlich eine sehr verrückte Lage. ein Ende zu bereiten. wenn ich nicht selber gesund werde. da ich ja sowieso nicht viel gegessen hatte. dass es passieren würde. dass an der Aussenseite der Stahltüre offenbar extra für diese Gefangenschaft mehrere zusätzliche Riegel mit Schliessvorrichtung daran angeschweisst wurden. Ich blieb dann den ganzen Tag im Bett liegen und dauernd kamen Leute und fragten nach meinem Bewusstsein. Mir ist dann auch aufgefallen. ich könne meine Hände. weil sonst alle im Knast oder wo immer landen würden. Tag und Nacht. Auch bat ich um einen Arzt oder um ein Spital. Mein Hals war ganz starr.Nacht kommen und mich erschiessen. meine Arme und nichts bewegen. Das Herz und das Hirn waren sehr geschärft. die ihr Verbrechen genommen hatte. die sie beim Arzt im Dorf oder sonst wo gekauft hatten. Ich weiss nicht auf wessen Treiben hin entschieden wurde. dass sie mich verlegen würden und zwar aus diesem Raum heraus und in einen anderen Keller. nach meinen Gefühlen und ich sagte. dass das so heilen würde. wo ich auf den Stuhlgang musste und ich mich aber schämte. dass man mich beseitigen muss. dass ich 55 . dass es lebensnotwendig für den Erhalt der Einheit und den Erhalt dieser Farm ist.

die als meine Freunde gelten oder galten. dass ich mal rauskomme. die Infusionslasche. ja das hat der Heinrich sich selber beigebracht. denn falls es zur Anklage kommt. die sie ja nicht gut brauchen konnten. dass es keinen einzigen Arzt in Argentinien oder sonst wo gibt. ich mir das Leben nehmen würde und zudem ist dann die grosse Frage hier. sofort verstehen würden oder sofort die Hand ins Feuer legen würden. als ich dort auf dieser Matratze auf dem Boden unter der Rundtreppe lag. Ich weiss z. dort eine Stelle gibt. wo sie den Nagel eingeschlagen haben damit man die Infusionsflasche aufhängen kann. weil ich eben in Gefangenschaft war und sie es nicht riskieren konnten. dass ein Arzt mich aufsucht. der mich vom 1. dass ich mir nie selber ohne diese zwingenden Massnahmen oder Umstände unter denen ich mich befunden hatte. Zudem müssen jetzt beim betonierten Treppengeländer von dieser Rundtreppe zwei bis drei Löcher in die Betonmauer eingehämmert sein. grauen Betongrund ist die Form einer Maus oder einer Ratte. einer ganz Kleinen. weil der Arzt ja vermutlich dann zur Polizei gegangen wäre und weil er vermutlich auch die Verletzungen oder die Kette gesehen hätte. wenn die. die es hinterlässt auf dem dunklen. als ich mir solche Verletzungen zufüge und ich weiss ganz genau.für mich selber. April an bis ich zu meiner Abreise aus Argentinien gesehen hat. warum holten sie denn keinen Arzt oder haben mich ins Spital gebracht. Zudem kann jeder ganz klar erkennen warum. Mariano und Kompagnon. obwohl mich alle Leute die mich kennen.B. ich mir soviel wie möglich merken muss von den Details dieses Gefängnisses. wenn ich dachte. 56 . wo der weisse Verputz und die Farbe weggebröckelt ist und die Form. weil er depressiv war. sie sagen würden. die.

Helmut hatte schlechte Karten. Alle Spuren 57 . weil er selber mit seiner Frau auf dieser Farm. glaube ich. weil es wieder Komplikationen gab. Ich musste also vier bis fünf Stunden auf diesem Stuhl warten und das Zimmer wurde ganz. dass ich in der Nacht oder im Dunkeln oder ganz geheim in ein Zimmer in diesem grossen Haus eingeschleust werde. dass Helmut und Mariano sich zugehend uneinig wurden. vor allem die Frauen. wie der Weiterverlauf dieser Angelegenheit sich entfalten sollte. dass die restlichen Familienangehörigen. weil er ein Hauptinitiator zusammen mit Mariano von dieser Angelegenheit ist und dann natürlich selber verantwortlich ist für die Lage. wo ich besser genesen kann. Die Komplikationen gab es daraus. in der er glaubte sich zu befinden. Ja. wobei ich ihn hier nicht in Schutz nehmen möchte. nicht informiert waren. dass ich aus dem kalten Keller in das Haupthaus verlegt werden sollte.Auf jeden Fall haben sie dann entschieden. das Problem lag daran. und sie mussten es also so herdrehen. ganz leer geräumt. dem Mariano und seinen Söhnen und der ganzen Angelegenheit ausgeliefert war. Ich konnte mich mit meiner letzten Kraft und mit Hilfe von ihnen dann vom Bett aufstehen und trotzdem musste ich wieder vier bis fünf Stunden auf dem weissen Stuhl in dem leer geräumten Raum warten.

wegzurennen. so Angst. sie hätten mir meine Schuhe und meine Socken ausgezogen . die mich 58 . haben sie eine Eisensäge gebracht. Der Knecht war auch da und hat mich beruhigt und hielt den Eisenring fest und abwechslungsweise haben sie dann die Kette oder den Eisenring aufgesägt. Ich natürlich. der zum Badezimmer geht. in meiner Elendsverfassung. dass ich mir vorstellen konnte. Mir sagten sie. dass sie wieder versuchen würden etwas mit mir zu machen. so sprang der Marco weg und brachte eine Handeisensäge und ich habe mein Fuss nicht gesehen. Sie haben mir dann Tee gemacht und nicht die Fusssohlen verbrannt und ich trank ihn NICHT. Ich musste leider wieder Angst haben. nein. den sie vorher ausgezogen hatten. und ich war so geängstigt. wie noch nie in meinem Leben während der ganzen Geschichte. haben sie den Gaskocher aufgestellt und heisses Wasser gekocht. dass ich mir so was zugetan habe und dass ich die ganze Organisation auf den Kopf gestellt hatte. Sie zogen mir meinen Socken und meinen Schuh wieder an. dass sie mir nicht weh tun. Den Eisenschneider konnten sie dann nicht verwenden. dass ich nach einer Woche an dieser Kette. vor dem Abtrennen. Natürlich. da ich nicht mehr auf den Füssen stehen könnte. glaube ich. damit ich nicht wegflüchten könne. denn mein Körper war ganz auf Alarm eingestellt. die sie dann nicht benutzen konnten. auf jeden Fall war es eine grüne. 24 Stunden lang.wurden soweit wie möglich entfernt. bevor ich gehen konnte. Sie waren böse. In diesem Zwischenraum. dass es ganz feige Leute sind. es war. glaubte eher an einen Trick. dass man die Füsse in kochendes Wasser stellt und dadurch die Fusssohlen aufschwollen und natürlich keine Möglichkeit für mich bestehen würde. sie zogen mir beide Schuhe und den Socken aus und steckten meine Füsse unter die Bettdecke. Es war für mich eine grosse Erlösung. weil ich ja dafür unbeweglich liegen bleiben musste und habe nur gehofft. endlich frei war. elektronische Eisensäge. weil es keinen Strom gab.weil sie vielleicht meine Fusssohlen verbrennen wollten. eine grüne "Black and Decker". dass dies ab und zu bei solchen Situationen sein muss. Ich hatte solche Angst. weil der Strom ausgefallen war. dass sie mit dem Eisenschneider vielleicht mein Bein abhacken könnten. aufpassen was geht und weil ich eben wusste. weil ich dachte.um die sie sich eine ganze Woche nicht gekümmert hatten.

dass ich vielleicht. wo mich Herr Helmut und seine Frau und die zwei Bewacher zum ersten Mal besucht haben. ich bin mir nicht mehr sicher. als dass ich mich hätte beruhigen können. denn ich hatte solche Angst. dass ich am Tag zuvor oder waren es zwei Tage. der Deutsche – Helmut . dass das alles ist und wenn dann der Lügendetektor das herausfände. was genau geschehen wird und mich falsch informierten. so einfach machen wir es dir nicht.habe einen Lügendetektorapparat organisieren können und sie werden mich daran anschliessen und wenn sie mir Fragen stellen würden über mein Vermögen und es nicht stimme. als mir die Kette gelöst wurde. an dem Tag. dass man ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist und dass sie wie sie es mit mir gemacht haben. einen grausamen Unfall erleben lassen. ist es wahrscheinlich besser.h. dass ich beim Flehen um mein Leben und wo ich gemerkt habe. was los ging. dass ich gesagt habe. und ich dadurch mehr Angstzustände bekam. Am Schluss konnte ich keinem von allen Leuten mehr trauen und war sehr traurig darüber. Ich sass also." Ja. dass an dem Besuch. 59 . mich dauernd in der Unwissenheit liessen. dann sollen sie mich. mir gut zulächeln würden. wo ich diese drei Stunden auf dem Stuhl auf die Verlegung wartete. bewusst. mich bitte mit der Pistole erschiessen und daraufhin hat Helmut gesagt: "Nein. ob es schon Dienstag. erschiesst mich oder anstelle man fälschlich schon in solcher Lage ist.eigentlich nur von hinten umbringen. wo du noch lange halb tot bei Bewusstsein sein bleibst und dann stirbst. weil dauernd der Sohn Marco oder Mario immer rein kamen und raus gingen und geflüstert haben mit meinem Knecht und ich wusste nicht. Meine Nerven wurden wieder auf das Äusserste gespannt. d. wenn sie mich umbringen. Dies war ein grosses Problem. das war kurz vor meinem Selbstmordversuch. das ist mir noch in den Sinn gekommen. denn wenn man schon in Gefangenschaft ist. auf dem Stuhl und wartete nochmals weitere drei Stunden. dann finde ich. ich dann gefoltert werde. Mittwoch oder Donnerstag war. bedingt durch meine Gemütslage und meine Nerven beim Lügendetektor versagen werde und dass dieser vielleicht falsch reagieren würde. Einmal sagten sie. sie glauben mir nicht. das was ich habe. wenn man direkt konfrontiert wird und es wird gesagt. Ich konnte es nicht glauben. wir werden dich einem grausameren Tod. Jetzt kommt mir noch in den Sinn.

sie vermuteten. weil ich nicht die Wahrheit gesagt hätte und nicht deshalb‚ weil sie mit der Folter gedroht hatten. weil "die Söhne von Mariano". Also ich konnte auch nicht etwas in meine Hand nehmen oder so. wenn man es so nennen darf. versuchen sie halt an jeder Hoffnung.einem Kuvert. dass wenn gefangene Leute oder so westliche Gefangene über längere Zeit gefangen sind. sie haben nur die Befehle ausgeführt von Mariano. nämlich dass wenn ich zitterte. wenn man es so nennen kann. weil ich Angst hatte. ich habe es zuerst gar nicht gesehen . dass ich das 60 . ist es immer er selber." Ich weiss genau. allem Positiven. wie Sie und ich zusammen und dass wir uns nie fähig sehen. man versucht sich daran anzuhängen und das Menschliche zu sehen und man wünscht sich. sie wussten angeblich nicht genau. die angeblich wirklich nichts wussten. dies ist alles was ich habe. dass es doch so Leute sind. und ich will hier nur raus. sie zitterten einfach so stark. warum wir warteten. Zudem wussten sie ganz genau. Er sagte mir heuchlerisch: "Entschuldigung Heinrich. weil ich einfach nicht wusste. dass ich am Ende meiner Nerven war und dadurch noch mehr Angst hatte. wo man meine ganze Hand und beide Arme stark zitterten und ich konnte es nicht stoppen. wenn Mariano so was sagt. dass. Das ist die Ironie darin. dass ich so Angst hätte. aber vielleicht würde durch meine Situation das Resultat des Lügendetektors anders herauskommen und ich dadurch gefoltert werde. warum‚ was. sie würden mir nicht glauben. so etwas anderen Menschen anzutun.weil ich wusste ja. wollten. darin war ein Brief. Ich wartete und wartete und mir wurde schlecht. Geld und so. Ich habe dann wieder geweint und gesagt. Die Söhne von Mariano eben. dass sie zitterten. dass ich die Wahrheit sage. Er war der Menschlichste von allen. Es kamen sehr oft Momente. dass ich es nicht verstecken konnte und dummerweise zitterte ich um mein Leben und zitterte. ich habe ja nicht mehr Geld. Auf einmal kam der Täter Helmut herein – mit etwas. er schiebt gerne die Schuld auf andere Leute. wieso. Sie wiederum nahmen genau das Gegenteil an. Der Knecht hat mich versucht zu beruhigen. wir konnten dich nicht früher verlegen wegen den Söhnen von Mariano. und ich habe schon mal gehört und ich weiss. wenn sie mir wieder falsche Informationen gaben und mir Angst machten. jedem positiven Gedanken eines der Bewacher oder der Verbrecher.

dass sie mich in Sicherheit bringen würden. aber in Wirklichkeit würden sie mich umbringen. die heisst "Maritim Compania Naviera S. das Sparbuch in dem das Geld verbucht war. was mir vorgelegt wird. dem Knecht und dem einen Sohn von Mariano. jeweils der Marco oder Mario." Wiederum musste ich mit Hilfe der zwei Wächter. die darauf waren. das der Firma gehört. weder ich noch die andere Seite. weil wir alle noch nicht wussten. damit es nicht verzittert ausschaute. Ich habe es gemacht und dann habe ich die Unterschrift auf ein maschinen geschriebenes Papier gesetzt. das Buch selber erforderlich war. wie ich erkennen konnte. Kontos wohin das Geld hinkam. das. Ich sagte: "Klar. dass es in dem spezifischen Fall. Sie haben mir unter die Arme gegriffen und mir das kleine Möbelstück gebracht. Marco. aufstehen.A. Der andere Sohn von Mariano. die würden mir nur sagen. die ich selber nicht wusste. alles war eigentlich schon weg und ich musste dort auf der Rückseite des Kuvert wieder meine Unterschrift üben. Ich habe den Fax und den Brief unterschrieben und vielleicht hätten sie ja Glück gehabt und hätten das Geld so gekriegt.unterschreibe. Ich habe es unterschrieben und dann musste ich wieder warten und wieder warten und der Knecht stand immer neben mir und machte einen Kreis um mich herum und machte mich ganz nervös. wo die rosarote Zeitung schon weg war. die ist auch Besitzerin der Hazienda "Estanzia San Francisco". ungefähr die Abschrift von meinem handgeschriebenen Brief war. Ich glaube eine Überweisung würde auf ein Konto in Spanien gemacht. also der Farm San Francisco und das andere Konto war ein Geschäftskonto von Helmut Roegele." oder so ähnlich. wie ich das Geld bei der BAWAG hatte. Ich habe gedacht. ich unterschreibe alles. den Letzten. 61 . es ist mir Wurst. waren eben Angaben mit Bankkonten und so. einer Briefkastenfirma von Panama und es ist dieselbe alte Briefkastenfirma aus Panama. den ich geschrieben habe an. wie es von mir aufgesetzt wurde. den an Bankdirektor Bröll in Feldkirch und die zusätzlichen Angaben. kamen abwechslungsweise zur Tür herein und flüsterten und standen drinnen vor der Tür und öffneten die Tür ganz wenig und schauten hinaus was vor sich ging und was nicht vor sich ging und so.

das übrigens nicht weit weg liegt. Ich sagte das im Auto zu Helmut. ich wusste ja nicht wie weit und wo dieser Wasserturm war oder wie viele Wassertürme es auf dieser Farm gibt. damit ich den Weg vom Wasserturm zum Haupthaus nicht sah. dass Dunkelheit der Tod bedeutet. weil Mario. als es dunkel wurde. Es war das erste Mal. jetzt haben sie den Helmut auch überrumpelt oder sie spielten mir alle etwas vor und weil Helmut offensichtlich ohne zu lügen erkannt hat. es 62 .Schlussendlich. ein Amerikaner. ein grosser Jeep. Trotzdem wurde es dann dunkel und endlich kam Helmut wieder und hat gesagt. ich dachte. Es war eine Fahrt von. der den Wagen fuhr. Dies hat er mir zum ersten Mal gesagt. Ich bin bei Dunkelheit auf die Farm gekommen und bin überfallen worden. Ich glaube es war auch sein Dienstwagen. Meine rechte Hand hat mir so weh getan und ich habe die Hand von Helmut gehalten. Die Skimütze war nicht ganz dicht. ich weiss nicht. er fahre einen Umweg damit die Angestellten und die Frauen vom Haupthaus mich nicht erkennen oder sehen würden. dass ich halbwegs laufen konnte und wäre eigentlich nach vorne hingefallen. und ich wusste Dunkelheit. er würde mich zum Haupthaus begleiten. also Arbeitsauto. das hat kein gutes Omen. Sie stülpten mir eine dieser Skimasken über den Kopf und halfen mir auf die Beine. und da mussten sie mich angestrengt auffangen. weil ich wusste. mich nicht in der Dunkelheit zu verlegen. wie ich später erkennen konnte und sass in der Mitte. war nicht die normale Route gefahren. also mussten sie mir aus einer Tasche. Rechts von mir sass Helmut und links wurde das Auto von Mario gesteuert. du bist schon hierher gefahren. Ich hatte solche Angst. worin sich ein Leintuch befand. pass auf. er solle sich beruhigen. denn ich habe darum gebeten. wohin fährst du? Warum fährst du so? Wo fährst du hin?" Ich hatte solche Angst. vermutlich aus Blutmangel oder so." Ich habe wieder Angstzustände bekommen. die sie hatten. dass es nicht derselbe Weg ist und Mario nur sagte. dass er nicht einen falschen Weg fährt. ich dachte. sie würden mich an eine Waldlichtung fahren und ich hätte eine Kugel im Kopf. Ich habe die Hand von Helmut ganz fest gedrückt und ich bat Helmut auf Deutsch: "Du kennst den Weg. das weisse Leintuch um meinen Kopf wickeln. weil ich über 100 kg schwer bin. Ich wurde in ein Auto gebracht. weil ich hörte wie Helmut zu Mario auf Spanisch sagte: ‚Ja.

Ich habe darum gebeten: "Nur eine Kugel im Kopf. aber ich wusste nicht. Ich wurde die Treppe hoch und dann in ein Zimmer gebracht. Ich wurde an der Hand unterstützt." Wahrhaftig. dass genau dieses Thema mich sehr beängstigte. dass er in einem solchen Haus gewohnt hat oder solch ein Badezimmer gesehen hat.kam mir länger vor als es war. hinter der Türe war ein Gang und von diesem Gang aus ging eine Tür in ein Zimmer. Er hat eine Frau und vier Kinder. Das Zimmer war durch eine Tür zu betreten. bitte eine Kugel in den Kopf. Ich habe aber das Wort Folter nicht mal in den Mund genommen. weil sie wissen würden. ich glaube. Das Zimmer. drei bis vier Minuten. dass ich vor irgend etwas sehr viel Angst hatte. Ich war sehr beruhigt für den Moment. weil es dumm ist die Leute auf Ideen zu bringen. Ein Tisch. denn ich konnte ein kleines drei mal zwei Meter grosses Kinderschwimmbecken auf der Wiese erkennen. weil im Zimmer meine blaue Tasche war und meine Anzugtasche. vermutlich original eine andere Farbe. Ich konnte dann sehen. war auch bei mir und für ihn. die andere Tür in mein Zimmer und noch ein Badezimmer und ein weiteres Zimmer. mein Bewacher. dass wenn sie mich erschiessen. Auf 63 . auch Kinderspielzeug. ein Gartenstuhl mit rundem Tisch aus Metall und zwei Stühlen. Bitte lasst mich als Mensch sterben und nicht als ein Schwein oder eine Kuh. Ich habe Helmut gebeten. Der Knecht. war es das erste Mal. gross gebaut und mit sehr viel Holz. Es war ein Haus aus den 30er Jahren. einer ohne und einer mit. glaube ich. die sie vielleicht im Moment gar nicht hatten oder an die sie gar nicht dachten im Moment und wenn sie merkten. ich war beruhigt. weil ich selber nicht gut laufen konnte und durch eine Tür in das Hausinnere gebracht. falls es soweit ist. die andere Tür in ein Badezimmer. er hat das Auto angehalten und dann wurde mir das Leintuch vom Kopf abgewickelt und die Mütze auch. wo ich war. nur bitte keine Folter. wie er mir sagte. dann würden sie mich extra damit foppen oder mich ängstlich machen. mehr nicht mit seinen Umwegen. weil er sehr arm ist. was ich glauben sollte und was nicht. sie haben mich so viel irregeführt. war mit zwei Einzelbetten aus schönem Holz belegt. aber ich schätze so ca. aber dann mit brauner Farbe dick übermalen mit einem Stuhl und einem weiteren Stuhl ohne Armlehnen oder beide mit Armlehnen.

Beide Zimmerfenster waren wie alle Zimmer im Haus mit Eisengitter zugemacht. das Zimmer hat eine Decke von mindestens 2. Mir tat alles weh und im Spiegel sah ich aus <wie Leute ausschauen. der Rest des Bodens im Zimmer war mit Holz belegt. Er hat dann alles. Auf jeden Fall habe ich das Wasser immer ausgeleert. Der Verband wurde gewechselt und ich wurde ins Badezimmer geführt und dem Knecht wurde aufgetragen mich zu waschen. wenn der 64 . weil der Bewacher immer bei mir bleiben musste und ich war ja sehr stinkig und dreckig und meine Haare waren von der Halsverletzung voll vom Blut verklebt. Mir wurde das Essen auf verschiedenen Tablaren gebracht. vom getrockneten Blut. Der Schrank selber war mindestens 2. Ich konnte mich natürlich nicht selber waschen und sie liessen mich in Bezug auf das Geld einen halben Tag in Ruhe. Zwischen den zwei Betten war ein weisser. worauf man Sachen abstellen konnte. Ich sass nackt in der Badewanne mit halbvollem. wo ich schlief.5 Meter oder drei Meter Höhe. ausser meinen Händen und dem Hals. warmen Wasser und rote Farbe floss überall herunter. Das Zimmer hatte zwei Fenster. gegen Diebe und sonstiges Zeug. Dann gab es einen grossen Schrank. Das Zimmer war ein Eckzimmer des Hauses. mit Sicherheit. es war Donnerstag. nur so dünn war ich nicht.5 Meter grosser Teppich. darauf einem Teller.5 Meter mit drei oder vier Türen. original gebaut. wo das Fenster in der Mitte ist. was nicht eine peinliche Situation für mich war. Auf jeden Fall konnte ich am Donnerstagabend früh ins Bett. waren an der Wand. gründlich mit Seife gereinigt und ich konnte aus meinem eigenen Gepäck frische Unterwäsche und ein Pyjama anziehen. aber ich traute ihnen nicht. schön angerichtet von der Köchin und mit Wasser. Ich hatte im Boden der durchsichtigen Plastikflasche. vielleicht. einer zweiten Tischplatte nach hinten. Der Verband wurde gewechselt. dann ein braunes. dass ich mich erholen konnte. Ein gelbes. ich wusste also nicht. alter ein Meter mal 1. angestrichenes Holztablar. es war sehr hoch. im Wasser weisses Pulver gesehen. links und rechts Bücherregale eingelassen. ob sie mich so umbringen wollten oder ob sie mich so betäuben wollten. ich weiss nicht.dem Tisch hatte es ein kleines Regal fest montiert. wenn sie im KZ waren. In der Wand vor meinem Bett. Es gab peinliche Situationen. Eines in eine Richtung und das andere in die andere Richtung.

der aussen steckte. alle Anrufe wurden von Marianos Telefon. seinem Mobiltelefon. und ich will nicht daran denken. dass ich ein 65 . weil wir ja 5 Stunden hinter Europa sind. Zeit. Ich wollte nur heil hier raus und wenn es vielleicht länger gedauert hätte. wie es im Fax stand. Also.Knecht nicht da war. dass ihnen. ob es dann so gemacht werden könne. ich hatte sowieso keine Fluchtgedanken mehr gehabt. er hat es mir so gesagt. Marianos Mobil-Nummer ist von Europa aus ist 0054 68441800. das ist die Mobilnummer von Mariano und von diesem Mobil aus haben wir dann die Gespräche geführt. sag es niemandem. Wobei natürlich immer alle Türen. sie wollten bloss feststellen. Übrigens. ich hätte ja nicht gewusst wohin ich fahren sollte. wenn die Telefonrechnung kommt. Es hiess also am Donnerstagabend. Sie glaubten mir jetzt. warum ich hier bin und so. daran will ich nicht denken. Uhrzeit und Dauer und Gesprächskosten erscheinen wird. ob es stimmt weiss ich nicht. was für Konsequenzen es gehabt hätte. wenn ich ein Auto geschnappt hätte und sie mich wieder geschnappt hätten. dass bei den Abrechnung die ganzen Nummern. etwas ganz anderes erzählt wurde. wenn sie das Fax an die Bank in Feldkirch schickten. also den Bewachern. ob es so in Ordnung sei. zuerst meine Zimmertüre mit lautem Knalle und dem Schlüssel abgeschlossen wurde und dann die nächste Türe vom Gang in die restlichen Räume des Hauses ging. Aber wie gesagt." Er ist zwar oft zu mir gekommen und hat geflüstert. sonst legen wir dich um. sie wollten zuerst den Fax schicken und ich hatte die Nummer nicht. Also am Donnerstagabend ging ich ins Bett und der Knecht hat im selben Raum über mich gewacht und mir dauernd gesagt: "Mach keinen Blödsinn. Er hat nicht mit mir gegessen. hätte ich vielleicht ohne Kette eine bessere Möglichkeit gehabt. Ich sollte anrufen und fragen. wegzukommen. Aber trotzdem. dass er in Argentinien hat. die sie mich gezwungen haben zu führen. dass wir am Freitag früh aufstehen müssen. zeitlich gesehen. dass Mariano's Söhne den Bewachern und einigen Mitbewohners gesagt haben. er ging nach unten und hat mit dem Personal gegessen. dass wie in den meisten Ländern. die man angewählt hat mit dem Datum. ausgeführt und ich bin sicher. wurde immer abgeschlossen mit einem Schlüssel. weil ich doch nachher näher an den Autos war und näher im Hauptgebäude. sag es niemandem und er hat mir erzählt.

00 Uhr wurde ich geweckt und musste humpelnd unterstützend von den Wächtern mit Helmut zusammen ins Freie gehen. weil ich wollte nichts riskieren. Ich glaube. künstlichen Tagesdecke bedeckt. Ich habe dann gefragt. Grüss Gott. wo sie mich festnehmen würden und für die Zeit danach. Freitagmorgen. Er käme erst später. ich nehme an." Ich ging also zu Bett. Ich konnte ein Fenster für die frische Luft öffnen. sonst sei ich ein toter Mann. wieder sehen kann und mein Leben als wiedergeborener 32-jähriger Mann von vorne anfangen kann. weil sie vermuteten oder wussten. Sie haben genau aufgepasst. Die Fenster waren von aussen grün gestrichen und braun von innen. ich sei in Buenos Aires. weil sie sind wie Leibeigene und er hat vier Kinder und eine Frau zum Pflegen und das ganze Zeug und ich wusste nicht. die Sekretärin hat das Telefon abgenommen. Sie haben dann. und ich habe gesagt: "Ja. dass ich noch einmal mein Land Liechtenstein. befahlen mir. Es war ein gutes Bett mit weissen Kissen und Laken und ich habe zwei Decken über mir gehabt und beide Betten waren mit einer violetten. ich wollte nur meine Sachen erfüllen und was sie von mir verlangten und bat: "Lasst mich frei. dass ich keinen Fehler machte und ich solle ja nichts verraten. ob Herr Bröll da sei und das wurde verneint. dass ich zu allem fähig wäre und sehr kampffähig sei und so weiter und dadurch müsste äusserste Vorsicht angewendet werden zu dem Zeitpunkt. schon zu diesem Zeitpunkt. es war die erste Nacht in diesem Bett. wenn er mir das in angeblicher Vertrautheit erzählte. es war dort zwischen 09:30 Uhr oder 10:00 Uhr angerufen und mit einer fröhlichen Miene nach Feldkirch telefoniert. Ich wollte nichts Persönliches wissen. da ist Kieber Heinrich aus Argentinien. ich solle einfach sagen. dass er sich nicht den Befehlen von Mariano widersetzen kann. Er erzählte mir auch. morgens um 03. Ich 66 .Terrorist sei und. Der erste Freitag im April. ob es gut für mich ist oder nicht." Helmut und die mich gefangen genommen haben. Ich habe dann. dass der Empfang vom Mobiltelefon im Freien natürlich besser sei als im Haus drinnen. Das Holz war abgeschmirgelt und die Fenster hatten Fliegengitter. den Fax nach Feldkirch abgeschickt. meine Familie und Freunde.

Sie hatten ihn nicht gelesen. die vermummt früher in meinen Kerker stürmten. weil er an Direktor Bröll gerichtet war. weil ich Angst hatte. Er war also immer Kopf an Kopf mit mir. Helmut verlangte dann vom Waffenhalter. wie im Fax gewünscht gehe? Und Herr Bröll hat gesagt. Einer der Söhne setzte also den kalten Lauf an meine Kopfrückseite. die Knarre immer einem der Söhne von Mariano. Ich bin dann wieder ins Zimmer gebracht worden und legte mich auf mein Bett und hoffte. denn jedes Mal. die mir aufgezwungen wurden. Helmut würde mir nicht 67 . zog er sie aus seiner Tasche. eine Pistole an meinen Hinterkopf gedrückt. Während dem Telefongespräch mit dem Mobil habe ich ja immer das Telefon so abgewinkelt von meinem Ohr gehabt damit es Helmut auch verstehen konnte auf Deutsch. Ich habe Herrn Bröll. dass jetzt alles ein gutes Ende nehmen würde. Diese hatte ich vorher noch nicht zu Gesicht bekommen. Herr Bröll hat mir erklärt. rechten Seite. Es muss die von Helmut oder seiner Frau gewesen sein. Dies weil es Helmut ja nicht selber machen konnten. teilweise blanker Stahl. Es war eine kleine. Dann hat sie gesagt. also Anruf nach Europa. teilweise braun. man kann nur was abheben oder verschicken kann. vorne auf meine Stirn zu setzten. den Lauf gerade. und ich habe gefragt. was gesprochen wird. ob es so. und mit dem Codewort. wenn ich mit dem Sparbuch komme oder jemand anders. Aber während jedem Telefongespräch. wenn ich jetzt mit Herrn Bröll Hochdeutsch sprechen würde. Auch wurde mir bei allen Telefonaten. ausser er wäre einer von diesen gewesen. Einmal hielt einer der Söhne die Knarre an meine linke Schläfe. weil er ja immer ständig sein Ohr mit am Mobiltelefon hatte. ja er. Ich glaube eine Stunde später haben wir angerufen und Herr Bröll war dort. was gesagt wurde. ich soll in einer Stunde nochmals anrufen. ob sie das Fax erhalten und gelesen haben. was Helmut aber sofort energisch ablehnte. Eher eine Ladypistole. diesen hatte ich nie mit einer Waffe gesehen. wenn er zu mir ins Zimmer kam. es geht nicht so. um mitzubekommen. Nie dem Knecht. da wir ja sonst immer in unserem Dialekt reden.fragte. die Pistole halten. dass es verdächtigt sein würde. Ich habe natürlich dem Helmut vorher gesagt. leider nicht. überreichte er. in seinen Kopf fliegen. aus Angst. der Sohn könnte abdrücken und die Kugel würde ja durch meinen Kopf aus der meiner anderen.

wer es war. Er hat dann mit Helmut am Telefon gesprochen. Nur ich und die Bank wissen das Codewort. den ich an Mariano am Sonntag oder am 31. Vorher haben wir gesagt. sie glaubten mir jetzt ein wenig mehr nach meinem Selbstmordunfall. nein wir haben gesagt. nur nicht zwischen 9. da wusste natürlich Herr Bröll nicht. dass wir später nochmals anrufen würden. den kennen Sie sicher auch vielleicht. Mittlerweile natürlich auch Helmut und Mariano. also auch wenn jemand das Buch findet. wo ich Mariano das ganze Geld angeboten habe." Er hat gesagt. was ich natürlich nicht gesagt habe. das Buch ist bei dieser Person und diese Person ist immer. Ich habe dann den Verbrechern gesagt. Ich habe geschrieben. ich weiss es ganz genau. Die Leute denken natürlich nicht so und dann habe ich gesagt. schrieb ich dies und es ist auch die Wahrheit. wo das Sparbuch ist und das Sparbuch hatte ich. Abgesehen davon. würde am kommenden Montag jemand erscheinen und Herr Bröll sagte. weil man braucht ja ein Codewort dazu. Sonst ist er oft unterwegs. weil sonst würde ich es in einer solchen Lage nicht schreiben. das an den Überbringer lautet. Ich glaube. Sie haben nicht mehr an jedem Wort gezweifelt. ungefähr um Mittagszeit.glauben und so. wo Martin stempeln gehen muss. dass das Buch abgeholt werde und falls alles gut gehen würde.00 Uhr. sie noch reinzulegen. Frau Türtscher dort und die wisse über den Fall auch Bescheid. ich hätte es in Vaduz bei einem Bekannten von mir und der heisst Martin OT Entfernt. geschrieben habe.03. Alle 14 Tage Dienstags. kommt man gar nicht auf die Idee. und dann haben wir aufgehängt. wir würden es organisieren.03. lokale Zeit in Vaduz. das könne er nur mir sagen. weil er seine Arbeit 68 . Es wäre ja purer Selbstmord in einer anderen Form. erklären sie einfach generell was es auf sich hat mit solchem Typ von Sparbüchern in Österreich. ist eben dieser Tag. gebeten: "Bitte erklären Sie DAS meinem Bekannten hier. wenn man in einer solchen Lage ist. Ich habe mich bei Herrn Bröll bedankt und wurde wieder ins Zimmer geführt. Ich sagte. das ich gesagt habe. oder am 30. ist immer am ersten Dienstag des Monats. dann habe ich ihn gebeten. im Brief. in der Wohnung zu Hause. sonst kann man kein Geld abheben. weil ich es nicht eingeschlossen habe. dass er dort sei.30 Uhr und 11. muss man ein Codewort haben. dann wäre aber seine Sekretärin. weil ich ja wirklich sterben wollte.

Sie mussten sich nur noch einig werden. Es war Freitag. Das Gespräch mit Martin hat also stattgefunden.00 Uhr nachmittags in Europa einen Versuch gemacht. Martin sagte noch: „Am Besten rufst Du mich am Abend an. das Erste. habe ich schon vermutet. der nachher Mariano benachrichtigte. den 01. sie konnten es nicht begreifen. sei sein Bruder aus Deutschland mit deren Kinder und Frau nach einem längeren Aufenthalt für die Osterferien abgereist. Martin sagte. Er müsse viel Wäsche waschen und er hätte nicht vor.das weiss Martin natürlich noch nicht. wenn Du für eine Übergabe etwas organisieren willst. Ich kenne Martin schon seit ewig. hatte ich auch geschrieben in jenem Brief. es war 10. Hier ist die Geschichte natürlich normal.zu meiner grössten Freude war er zu Hause und hat das Telefon abgenommen. wie geht es denn so? Ich bin hier in Argentinien.‚ Vorher habe ich ihm eben gesagt. Zu meiner grössten Freude. Sie haben mir meine Uhr zurückgegeben. ich glaube. informiert. 12. denn so wenig zu Hause sei. nein. gerade gestern Donnerstag. in Argentinien. dass er keinen Kompromiss eingehen würde und er jedem misstraut und so hoffte ich. April. dass er im schlimmsten Fall erst wieder am 14. Ich konnte die Uhrzeit ablesen. warum ein erwachsener Mann. aber für die da drüben in Argentinien. ich habe ihn noch nicht gesehen oder mit ihm darüber gesprochen . Martin hat noch Kunden oder geht andere Leute in Österreich besuchen und so. ja. gehst du die nächsten paar Tage weg?" Helmut hat immer zugehört. Mariano musste also Helmut vertrauen. der dritten Dienstag in dem Monat. April. ich habe mich noch nie so darüber gefreut . der Martin. Somit war Helmut. und ich wollte dich nur fragen. schon aus meiner Jugend.verloren hatte in Liechtenstein. wen sie schicken wollten. Ab und zu habe ich ihn besucht und ich kann meine Sachen bei ihm unterstellen.00 Uhr mittags. Ich habe gesagt: "Martin. wegen einem Dokument. Wir müssten es versuchen und da der erste Dienstag im Monat schon vorbei war. Da ich Mariano gut kannte. Wir haben dann am Freitag morgen. Ich habe gesagt. die Bank war auch informiert. nein. das kommende Wochenende wegzugehen. zu Hause sein musste.00 Uhr morgens in Argentinien und da war es ungefähr 03. dass 69 . Interessanterweise versteht natürlich keiner von Marianos Seite Deutsch. in Buenos Aires. dass ich jemanden vorbeischicken werde.

. machte die erste Tür im Zimmer auf. weil er ja nicht nur die Hälfte von dem erpressten Geld erhalten sollte. Ich hatte vorher Schreie unten im Haus gehört.-). vor allem seine Frau Salud hat natürlich gesehen. dass sich die Lage jetzt besserte. noch was übrig bleibt. Peseten (ca. CHF 800‘OOO. wer wie viel kriegen sollte von meinem Geld. Franken und mir würde nach dem ganzen Drama. mein Gott. Mariano und meine Frau. Dann auf einmal klopfte es wieder. wer wie viel bekommt. jetzt haben die auch noch miteinander gestritten. ist dadurch zwischen den Verbrechern ausgebrochen. hoffentlich gibt es da nicht noch mehr Drama. er wollte zu mir rüberkommen. Also haben sie vermutet. weil ich dachte. Der Bewacher stand auf. wir haben uns gestritten. Ich hatte wieder mehr Angst bekommen. die dann das Sparbuch abholen musste und es zur Bank brachte. zum anderen Zimmer und ich sah Helmut hereinkommen. Ich wollte nur meinen Frieden. der Knecht. oder hat nachgerechnet. Ab und zu kam der Bewacher mit Ach und Krach herein und wollte irgendetwas. Denn ursprünglich wollte ja Helmut 80 Mio. und stellte natürlich fest.sie auf einen gemeinsamen Nenner. auf eine gemeinsame Person kommen könnten. wie ich später erfahren habe. Ich war in meinem Zimmer eingesperrt und lag meistens auf meinem Bett und war nur froh wenn ich von meinem Bett aus die Sonne und die Vögel und den blauen Himmel aus einem ganz geöffneten Fenster sehen konnte und hoffte." Ich dachte. ich kann nur geben.5 MIO. ich hätte vermutlich zwei bis drei Mio. drängte ihn wieder weg nach aussen. Lasse dich nicht einschüchtern. weitere Bänder etc. damit ich noch mein Essen kaufen könne oder sie würden mich umbringen. das wollte ich nicht. also ich. also lautes Schimpfen. sondern auch die CHF 250‘OOO. dass Mariano mehr bekommen würde. was ich habe und ihr müsst euch selber einig werden. Helmut sagte zu mir: „Heinrich. Peseten (ca. jetzt werden sich die scheiss Verbrecher nicht einig." Der Streit. ich weiss nicht. aber der Bewacher.-) und Mariano wollte 150 Mio. Dann ging er in den Gang hinaus. Dann geschah folgendes. Die Wunden verheilten. weil ja von meinem Geld 50 Prozent an Helmut und 50 Prozent an Mariano zugeteilt war. man hätte es nicht geglaubt. Aber Helmuts Seite. Ich habe zu Helmut gesagt: "Schau. der kein Deutsch versteht. CHF 1. Helmut kam zu mir und sagte auf Deutsch.70 .

geschenkt." Ich konnte nicht viel tun. Also erhielt Mariano nicht nur dieselbe Summe wie Helmut. was den Tod meines und des Deutschen und seiner Frau beinhalten könnte. ein Manipulant. dann hätten sie mit mir vermutlich einen Deal gemacht.bis CHF 260'000. es hat Krach gegeben. dass er angeblich kurz davor war Helmut. wenn Mariano so weit geht und die Deutschen auch noch einsperrt und dann müsste er alle drei beseitigen. ich verhandle mit 71 . Aber ich war mir gar nicht so sicher. dass Mariano ein so sturer Mensch sei. weil sie Angst hatten. weil ich wusste oder weiss. ich hatte ihnen alles anvertraut. ich hatte alles getan. sie mussten sich nur auf eine Person einigen. weil ich dachte mir. sondern auch obendrein CHF 250000. Helmut wurde also aus meinem Zimmer rausgedrückt und eine halbe Stunde später kam der Sohn von Mariano herein. da er mir mein Darlehen von 1993 nicht mehr zurückbezahlen „musste‚. Mario. Auf jeden Fall. Das wollten sie natürlich nicht. . wenn er das Codewort und das Sparbüchlein habe. bitte werdet einig. dass falls sie die Deutschen einsperren müssten. ja. bitte. wer es holen musste oder ich könnte auch Martin sagen. wenn sich die scheiss Verbrecher nicht einigten. Und dies wusste Helmut.von der Schuld an mich gratis bekommen sollte. mit seiner Frau. mache keinen Streit. er solle mit dem Büchlein nach Feldkirch gehen und die Banküberweisung machen. den Deutschen. ich bin in einer Lage. und sagte zu mir: "Heinrich. ich habe gefleht: „Bitte. dann würde Mariano noch mehr unter Zugzwang kommen und müsste vermutlich eine Radikallösung suchen." Er sagte wahrhaftig. hat der Sohn gesagt und nachher auch Marco. Sein Sohn hat mir vorgeschlagen. Ich habe gesagt. wir würden nur drei Viertel überweisen lassen von dem was ich habe und ich könnte den Rest behalten. Dadurch sahen Helmut und seine Frau ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Fangpraemie und wollten vermutlich mehr. Wollte. Ich habe gesagt. falls es zu einer Einsperrung kommt von den anderen. schau. bzw. auch in den Turm einzusperren um mit mir einen Deal einzugehen. weil sonst zu viel gegen ihn in der Hand wäre. schau. sonst gibt es am Schluss noch mehr Blut.. das würde nicht passieren oder Martin würde mit meinem Geld abhauen. wo das Geld zu holen war. die ja auch hilflos waren und nichts zu sagen hatten auf der Farm. Ich war nicht erfreut über eine solche Wende.

weil später. Es ist alles wieder OK. ich wollte nur das.‚ Mittlerweile haben sich die zwei Parteien. Durch die ganze Geschichte haben wir natürlich den Anruf an Martin am Freitagabend verpasst. Ich sagte: "OK. Die Sache hat sich dann beruhigt. das Spiel." Ich wollte auch nicht zu viel diskutieren. da Liechtenstein ja fünf Stunden voraus ist. ich wollte keine Geheimnistuerei. Ich wollte nicht in das Spiel eintreten. auf den. mussten wir wieder früh aufstehen. vergangene Woche.00 Uhr bis 10. Ich wollte gar nicht darauf eingehen. hier in Liechtenstein in Vaduz auf seine Nummer. und so weiter. Aber Martin nahm nicht ab und von diesem Zeitpunkt an. dass mir gerade in den Sinn kommt. Ich habe zu Helmut gesagt. Ich möchte hier noch anfügen. ich glaube. du hast ja das Mobiltelefon in der Hand. was er machen muss oder wer kommt. aber da wir alle glaubten. Er heisst Peter Kroschel. beruhige dich. Ich musste also mit ihm um mein Leben. Freitag Nacht gingen wir alle aufgeregt ins Bett und am Samstag. Wenn Martin das Telefon abnimmt. Gewalt über mich hatte Mariano. den Schwager von Helmut geeinigt. Auf der anderen Seite stand die Frau von Helmut und sagte: "Heinrich. der Knecht. so dachten wir.00 Uhr oder so und von 05. Wir haben nur wegen Geld gestritten und so". also komme nicht jedes Mal zu mir ins Zimmer mit dem dazugehörenden Drama. weil ich ja freikommen wollte: "Helmut. am Nachmittag. jemand klopfte an der Türe. 10 Uhr morgens europäischer Zeit. was hat der andere gesagt. da habe ich dann spüren können. wo sie mir nachsagten. wo wer hat. voller Name Karl-Heinrich Peter Kroschel aus Ochsenhausen in 72 . um meine Freilassung verhandeln. haben wir jede halbe Stunde probiert. dann kommt der andere zu mir. April Mariano's Geburtstag war.dem der Gewalt über mich hat. war nicht im Raum mit mir und ich ging leise zur Türe. Am Freitagabend wurde mir das erste Mal gutes Essen gebracht. Der Bewacher. OK. Sie sollten das Geld haben und mich wieder frei lassen. um 05. dass am 6. er bleibt am Wochenende zu Hause.00 Uhr haben wir versucht Martin anzurufen. ich wollte nur meine Freiheit. wie er mich "liebt". dann hängst du einfach gleich wieder auf und springst zu mir und dann kann ich mit ihm reden und ihm sagen. Auf jeden Fall. was hat oder einer kommt zu mir und fragt. wir rufen einfach am Samstag nochmals an. wissen Sie. Mariano und Helmut.

jede halbe Stunde. es wäre ein Codewort gewesen für meine ganze Gefangenschaft und der Situation hier. als du mit Martin früher telefoniert hast. „Dieser Herr kommt also vorbei und ich würde dich bitten Martin." Also ich habe bis anhin noch nicht vom Bankdokument gesprochen mit Martin. wenn ich mit Martin wieder spreche. bei dir abgeholt hat. Peter. was denkst du. Peter Kroschel's Sohn Jürgen aus Ulm. dass es vielleicht nur ein Codewort war. sondern nur Dokument. so sollte ich Martin sagen. Das durfte doch nicht wahr sein. Und das Wort "Dokument" ein Stichwort / Codewort zwischen dir und Martin war. der Martin würde jetzt 73 . klingelte und er nahm nicht ab. von Deutschland aus nach Buenos Aires fliegen und das Dokument mitbringen und ich selber sei noch im Norden von Argentinien an der Grenze zu Brasilien und würde dann auch am Mittwoch in Buenos Aires ankommen. ein grosser Schlanker . Mir wurde gesagt. angerufen. er solle es herausholen und es ihm übergeben. ist pensionierter Arzt und mit der Schwester von Helmut und diese heisst Isolde. und sie haben auch Kinder. verheiratet. bitte. Wir glauben. also alles in einem kurzen Wort zu beschreiben.‚ Was natürlich eine Lüge war. Wir haben am Samstag den ganzen Tag. aber ich müsste dann sagen. weil ich es für gewisse Sachen brauchen würde. der würde dann am kommenden Mittwoch. Es war dann bei euch in Europa abends. überbringen. da kam Helmut herein und sagte zu mir: "Wir sind ganz nervös. das Dokument. Zudem habe ich zu Helmut gesagt: "Überlege doch bitte. das sein Vater. hier ist der Heinrich. Mariano auch und so. was wir von dir glauben sollen. ja. bei uns Nachmittag.wie mir gesagt wurde . das musste ich dem Bankdirektor später auch genau buchstabieren.das Bankdokument gibst. wir haben jetzt jemanden gefunden und zwar kommt ein Herr. Es klingelte.Deutschland. Dessen Sohn Jürgen. Ich flehte Helmut an: „Nein. Dort würde mir der Jürgen das Kuvert. Dieser Kroschel wohnt in Ochsenhausen oder in Ulm oder irgendwo. weil wir wissen nicht. glaube ich. ein Deutscher. er heisst Peter Kroschel. der gerade zufällig in der Gegend von Liechtenstein ist. solle ich ihm Folgendes sagen: "Martin. bitte nicht!‚ Wie hätte ich es auch machen sollen in einem Wort? Wenn sie gedacht haben.‚ Ich hatte ja Martin am Telefon bis anhin am einzigen Anruf nicht Bankdokument gesagt. dass du dem Herrn.

weil der Martin hat doch gesagt. war es schwierig.00 Uhr abends oder so. dass es dann ja stimmen muss. dann würde er trotzdem das Telefon abnehmen. nein. er müsse nicht wegen mir in Vaduz bleiben. wieso nimmt er nicht ab? Es kann doch nicht sein. Ich habe dann das Leben von Martin durchgedacht und diskutiert. europäische Zeit. bitte. Ich habe solche Angst gehabt.und wenn es so wäre. wenn es so wäre. dieser Martin ist ein Bekannter von mir. Sie haben mir nicht mehr geglaubt. Für die Leute. Es war furchtbar. das Geld von mir. da war bei uns ja noch 22. er bliebe zu Hause. bitte. April geboren und der kommende Sonntag dann war ja seiner.das habe ich dummerweise auch noch gesagt. weil den ganzen Samstag wir es versucht haben Martin zu erreichen. Martin war die ganze Nacht nicht zu Hause. damit "bestätigte" ich noch ihre falsche Theorie . könne er nach Afrika gehen oder nach Australien übers Wochenende. wenn es ihm gefalle. ich habe solange gefleht. wo ich bin und würde das Flugzeug besteigen und nach Argentinien kommen?" Sowieso würde er auch. selbst die Verbrecher konnten das gar nicht begreifen. so scheint es mir. Und nicht das Schwein. bis Helmut es mir geglaubt hat. Und wahrhaftig. Meistens blieb er zu Hause oder. weil er dann selber denken musste. weil dieses Vorhaben habe ich vom Knecht erfahren. Ja. er ist am 06. kein Säufer. Auf jeden Fall wurde es dann schlimmer. er ist nicht ein Sklave von mir. bitte. dass wenn einer so viel fleht und wieder so um sein Leben auf den Knien bittet. er würde doch nicht das Telefon nicht mehr abnehmen. er ist keiner der abends in Bars herumhängt. das sie vor hatten aufzuspiessen. ein kleines Schweinchen braten. Sie haben wieder Morddrohungen gemacht und gesagt: "Wir werden dich am kommenden Sonntag aufspiessen". nur weil ich angerufen hätte. es könnte sein. Und wir haben uns gefragt. sie glaubten ich plane ein Befreiungskommando oder so etwas. die nicht in derselben Situation waren wie ich. er ist nicht von mir abhängig. im Gegenteil. dann habe ich aber zu Mariano und Helmut gesagt. Wir haben die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag. probiert. die haben keine Ängste durchgemacht. weil sie ja in Freiheit sind. Das ist eine ganz andere Sache. weil ja Marianos Geburtstag ist.wissen. . Sie sind den ganzen Tag frei herumgelaufen und haben sich auf Millionen von Peseten gefreut. und wo konnte er bloss sein und er hat 74 .

am Samstag. die wir vom Schwager bekommen haben und dann sagte ich: "Hier ist Kieber Heinrich. aber ich habe von der Auskunft ihre Nummer erhalten. Helmut Wohlwend hat mir dann seine Tochter an das Telefon gegeben und die Tochter hat mir die Nummer herausgesucht und ich habe dann gewartet und gewartet und gewartet am Telefon in meinem Zimmer. den Peter Kroschel in Deutschland und der Schwager sollte bei der Schweizer Auskunft abklären. was hier 75 .doch gesagt. Ich rief nochmals an und dieser Helmut Wohlwend von Balzers. ja. und ich habe mir gedacht. Bitte können Sie mir die Nummer von Sigi Wohlwend. vielleicht heisst er Siegfried oder Sigmund. sondern es gäbe nur einen Helmut Wohlwend und der sei noch Anwalt und da dachten sie. dass der Lehrer Sigi Wolfinger heisst. ich müsse eine Lösung finden. entschuldigen Sie 1000 Mal. Übrigens konnten wir dann schon von meinem Zimmer aus telefonieren. wenn ich sie störe. es ist vielleicht eine Abkürzung. es war schon 22. Dann haben wir. der sagte. Die Linie wurde unterbrochen. so anrufen und ich solle solche späten Telefongespräche unterlassen. dass der Mobilkontakt in meinem Zimmer funktioniert. Anwalt. ob Martin weggegangen ist oder was immer. nein. weil mein Zimmer ein Eckzimmer war. es gäbe keinen Sigi Wohlwend. so. wenn der wüsste. das ist der Sigi Wolfinger. es muss der Sigi Wolfinger sein. wie Helmut Roegele mir gesagt hatten. wie die Nummer des Sigi lautet. weil wir festgestellt haben. er bleibe dort. es tut mir leid. Auf jeden Fall war es dann so. es wäre eine Täuschung. geben?" Er sagte: „Nein. ja. trotzdem diesen Helmut Wohlwend angerufen. Also es war furchtbar. dass ich sagte. aber ich habe ein dringendes Bitten. Eine halbe Stunde später wurde Helmut wieder von seinem Schwager angerufen und Helmut kam dann zu mir und sagte.30 Uhr oder 23. die Nummer. dies ist ein Lehrer in Balzers. Ich rufe aus Buenos Aires an." Ich konnte mich nicht mehr erinnern in den Ängsten die ich hatte. Ich habe gesagt. ich rufe den besten Freund von Martin an: Sigi Wohlwend.‚ Dann sagte ich: "Ja. aber der weiss sicher. es war furchtbar. sonst werde er ganz "grantig". ich habe jedoch die Nummer nicht bei mir. dass ich störe.00 Uhr abends. glaube ich. ein Trick von mir gewesen und ich hätte nur "meinen" Anwalt anrufen wollen. ich solle die Nummer 38 so. Helmut hat vom Mobil aus seinen Schwager angerufen.

damit sie nicht böse wurden. Ich habe nachher sofort Sigi angerufen und er hat das Telefon am Samstagabend abgenommen. Ich sagte ihm. wenn er was höre. das war nur ein Code von Dir. haben sie das gemacht. machten. Es war natürlich 76 . nehme ich an. dass er am Freitagnachmittag kommen würde. dann würde er nicht so reden und ich habe mich 1000 Mal bedankt. weil der Martin hätte ihn am vergangenen Donnerstag oder Freitag in Balzers besucht und Martin habe zu ihm gesagt. leider nur vorläufig.. nur mit der Haut und kein Fleisch gebracht. er solle zu Hause bleiben. die bald kommen würde. Sie haben ein kleines Schwein geschlachtet zu Ehren Mariano's Geburtstag und zu Ehren der grossen Geldsumme. mich selber mit der rechten Hand ein wenig waschen im Badezimmer ohne dass ich in der Badewanne in die Hocke gehen musste. als hätte ich etwas gegessen und die Haut vom Schwein ein wenig verschnitten damit es nicht so aussah. wie sie ein Feuer auf dem Erdgrill auf einem Wellblech. weil ich nirgends aufstützen konnte mit den schmerzenden Handgelenken. und weil er nichts darüber gesagt hätte. weil der Heinrich versucht habe ihn jede halbe Stunde anzurufen. ich konnte schon ein wenig selbständig im Zimmer laufen.‚ er ass das ganze Fleisch von dieser kleinen. Es war eine Schweinerei. Trotzdem habe ich ein wenig herumgestochert.lief. Ich habe das Telefongespräch mit Sigi beendet und Helmut und dadurch Mariano waren sehr beruhigt über die Aussage von Sigi.. April kam. Sie haben es mir auf einem Tablar serviert und fünf Tonnen Brot dazu und „Einen Guten‚ gewünscht. als hätte ich nichts angefasst. dass ich ihn dringend sprechen müsste. werde er es ihm sagen. Sigi fand es komisch. er wird schon zurückkommen. Ihn wurmte es auch. zarten Sau und mir gab er den Kopf und die Haut. dass ich aus Buenos Aires anrufen werde und Sigi hat gesagt. mir haben sie nachher den halben Kopf von dem Schwein. dass das Fleisch auf den Backenknochen. aber gekommen sei er nicht. Ich hatte nichts gegessen. Ich konnte durch das Fenster nach draussen sehen. so nennt man das. ich fand es eine Beleidigung. der Geburtstag von Mariano. aber das war nicht mehr da. ich weiss nur. Den Kopf konnte man sowieso nicht essen. dass er weggegangen ist. Auf jeden Fall waren sie mir wieder böse und glaubten mir nicht und sagten wieder. Sonntag der 06. So ein verdammter . Wir dachten. das Beste wäre.

wüsste Mariano sofort um was es ginge und er würde alle umbringen. welches sicher nicht 500 Polizisten hat. würde das Polizistenauto verbrennen oder die Polizisten erschiessen und mich dazu! Ich bin überzeugt davon. zwei oder drei Dorfpolizisten und wenn die kommen würden und ich bin heute noch davon überzeugt. dass mir keiner irgendein Befreiungskommando schickt. weil ich nicht wusste. die Sache verdächtig vorkam. Mir ging es dann wieder besser. Cola haben sie mir einmal gebracht.keiner. ich weiss nicht mehr. ach ja. immer haben sie mich gefragt. dass es mir besser ging. Es waren alle froh. aber aufgrund der allerdings komischen Anrufe. Ich dachte. Ich versuchte Helmut zu beruhigen. Ich habe 32 Tabletten von denen geschluckt. Es kam 77 . wie es mir geht und so. Das Wasser habe ich nicht getrunken. wenn die gekommen wären. obwohl Dienstag kein "Stempeltag" wäre. dass jemandem in Europa evt. Ich habe nur gebetet. Hähnchen und Brot und wieder das Wasser mit dem komischen. nach meinen Berechnungen. der Verband wurde mir mehrmals gewechselt. was es ist. Faxe konnte ich nicht ausschliessen. Ich habe nichts getrunken. gegeben. Diese Tabletten haben mir sicher auch gegen irgendeine Erkrankung geholfen. weissen Pulver unten am Boden. Sie haben mir später am Abend besseres zum Essen gegeben: Salat. der erste Donnerstag im April. also wirklich. von diesem Antibiotikum "Antinags" oder so ähnlich heisst es. Er hat dann gesagt. sicher. die haben vielleicht einen. alle 6 Stunden eine. Bevor er in den Knast gehen würde. dass Martin sicher am Montag kommt. Martin Besuch von der Familie mit zwei Kindern hatte. es wäre selbstmörderisch und mörderisch. denn es wäre sinnlos. Ich musste auch seitlich verlegt werden und sie haben mir 500 ml Tabletten oder mg. Ich habe zu Gott gebetet. dass die Putzfrau jeweils Dienstags kommt und da ja über Ostern bis zum vergangenen Donnerstag. sicher die Putzfrau kommen musste. oder seine Farm verlieren. dass er am Dienstag da ist. sicher und Helmut musste dann Mariano beruhigen und mich wundert es heute noch. dass Mariano darauf eingegangen ist. dass niemand eine solche Organisation planen würde. dass ein Familienangehöriger von Helmuts Seite das Geld abholte. da kann ich meine Hand ins Feuer legen. Ich hatte wieder Gründe gesucht und mir versucht zu bestätigen. Suppe. Da Saavedra ein kleines Dorf ist.

Den habe ich seit er mich am Inlandflughafen in Buenos Aires auf den Flug nach Bahia Blanca zu seiner Farm abgesetzt hat. der Heinrich hat uns angelogen. die eine Schreinerei haben. gross. ich rufe gleich nochmal an". dass er genau wisse. dass er sich auf eine Einzelperson. dass ein Peter Kroschel.zu Situationen. Ich konnte mir natürlich nichts anmerken lassen. der die Farm leitet. hoffentlich machen sie nicht so was und darum habe ich nach dem Sohn gefragt. dass am Sonntagabend in Argentinien. denn sobald der Gesandte von Helmut. seit diesem Abend. wo ich dem Knecht gesagt habe. Und Mariano verstand ja kein Deutsch. nie mehr gesehen. dass wir fast jede halbe Stunde in den letzten 48 Stunden probiert hatten. die nur dem Helmut vertraut ist. dass da noch was gedreht wurde und der andere den anderen betrügt und ich bin nachher der Not leidende "Tote". bitte rufe nach dem Sohn von Mariano. Er hat mir bestätigt. nachdem wir wieder jede halbe Stunde den Versuch gemacht haben nach Vaduz zu telefonieren. Peter Kroschel. eingelassen hatte. ca. was ich mit Helmut vereinbart hätte. Helmut sprang in mein Zimmer und sagte: "Jetzt ist er zu Hause. Ich rief nach dem Sohn und habe Marco gesagt. sobald er den Code mit dem Sparbuch in der Hand hatte. er ist der Jüngere. der Mario. ob die wussten was hier abläuft. Ich habe Mario gefragt. bis er seinen Anteil vom Verbrechen erhielt. wie es mir aufgetragen wurde. Ich habe gesagt: "Super. dem Mario. 78 . ob er wisse was hier ablaufe. dass er zwei Tage im Tirol bei seinen Bekannten war. er alleiniger Besitzer vom ganzen Geld war. weil ich wissen musste. als Beauftragter. der feige Hund. ist auch der. Ich wollte ja nicht. ihn anzurufen. So kam es dann.‚ Dann habe ich ihm gesagt. in diesem Falle. was nun geschehen sollte und ob es Mariano auch wisse. da war nicht genug Geld darauf und ich hätte das Gegenteil nicht von meinem Zimmer aus beweisen können. nein dem Mario. Martin erzählte. ganz unangekündigt. Der einzige Grund ist. Ich habe nur gebetet. graue Haare. 22. also auf eine Person. dass die keinen extra Deal machen oder Helmut auf die Idee kommen könnte und sagen könnte.30 Uhr. Martin prompt das Telefon abgenommen. Mariano selber wollte ja nicht kommen. Mariano hätte natürlich Helmut und seine Frau hier in Gewalt haben können.30 Uhr oder 00. Auf jeden Fall wusste Mariano um was es ging und ich kann nur annehmen. Ich habe gedacht.

ob er genau wusste. was drin ist. in dem Zimmer in dem Schrank hängt eine gelbe Regenjacke.00 Uhr in Europa und ich dachte.00 Uhr. dass vielleicht um 13. mache die Brusttasche auf. da ist ein rotes Büchlein drin. weil Helmut es nicht wollte. aber noch nie getragen habe. da es zu verdächtig sei. Ich bin mir nicht sicher. weil damit der Helmut von Martin am Telefon mithört. holte die Jacke raus und ich habe extra nicht gesagt. das muss die 79 . meines Sparens. denn 08. Ich bin wach geblieben und habe die Stunden gezählt und habe gedacht. Ich sagte zu Martin: "Bitte stecke es in ein Kuvert und am Montag kommt dieser Peter Kroschel und holt es ab und gibt es seinem Sohn Jürgen und dieser Jürgen kommt dann per Flug von Deutschland am Mittwoch nach Argentinien und gibt es mir". per Fax nach Argentinien sandte. Was steht vorne drauf?" BAWAG. ich konnte dies nicht definitiv wissen.00 Uhr plus fünf Stunden gibt 13. wann es ihm passen würde. Ihm wurde es aufgetragen und er hat es gemacht. dass alles so gut ging. aber ich wäre froh. was findest du? Ja. dass es so passierte: Herr Kroschel musste nach Feldkirch gegangen sein und als Beweis wollte dann Helmut und Mariano. Er kann immer noch alles abstreiten. Wir haben die Bank nach dem letzten Gespräch von Freitagnachmittag mit Herrn Bröll nicht mehr angerufen. es ist ein Banksparbuch.vorbeikommen werde und ich fragte Martin. Sie hängt in einer weissen Schutzhülle". die ich mir letztes Jahr gekauft habe. Ich habe zu Martin bei diesem Gespräch – immer mit Helmuts Ohr auch am Telefon – gesagt: "Gehe in dein Gästezimmer. er wusste bestimmt nicht. dass dies die Stunde ist. Martin sagte: "Gar kein Problem".30 Uhr der Typ schon in Feldkirch ist. Und dann war Helmut sehr erleichtert. gut. Ich nehme an. In dieser Sonntagnacht haben wir "alle" wieder einmal gut geschlafen. was da läuft. Aber trotzdem war er Mitläufer und er muss für seine Taten die Verantwortung stehen. Er sagte. meiner Intelligenz verlieren werde und jetzt wird es übergeben. wo ich mein Vermögen verlieren werde. was drin ist. wenn man ihn Einvernehmen würde oder so. die er auf die Konten gemacht hatte. dass ich eingesperrt war – aber. Das wurde Herrn Kroschel so aufgetragen. Er ging hin. am Montag um 01. wo ich die Früchte meiner Arbeit. ich nahm an.00 Uhr war ich bereits wach in Argentinien. Am Montagmorgen um 08. Ich habe zu Martin gesagt: "Bitte. dass die Überweisung.

dass sie sich geeinigt haben. das hat mir Helmut gesagt. Am Nachmittag um ca. 15. damit ich überhaupt noch . Mariano dieses Geld behalte könne. ca.in US$ Noten. ich wusste immer noch nicht.und ca. den Fax nach Argentinien zu schicken und so. Denn wenn ich nach massiven Drohungen seitens Mariano und Helmuts Clique wieder überzeugt war. das muss jeder verstehen. machten sie. CHF 8000. Peter Kroschel ging auf die Post. wenn er. Mich würde es nicht verwundern. Der Fax im Haus von Mariano hat die Nummer 0054 9239 1287. US$ 1 ‘500.00 Uhr europäische Zeit kam Helmut in mein 80 ... bringt mich gleich mit einer Kugel um. Die Bank hätte sich geweigert. machten sie 52 Prozent für Helmut und 48 Prozent für Mariano. Am Telefon mit ihm war ich ganz kalt und habe schnell die Anordnungen durchgegeben und die nötigen Fragen gestellt. Ich wusste. Das Geld wurde vom Konto weggenommen und die Überweisungen gemacht. Beim zweiten Anruf kann man faxen. ich war mir nicht sicher. sodass ich positive denke. die nicht weit weg ist und versuchte das Fax von dort zu senden. alles erledigt und die Bank hat sich dann geweigert. dass ja mein Reisegeld in Bar. sagen können.00 Uhr bis 16..manchmal in gute Stimmung zurückbringen mussten.Polizei wissen. Mir soll er einen Teil davon geben. ich weiss nicht. haben sie natürlich auch nur darum gesagt. das ich bei mir hatte. Sie mussten ja "freundlicher‘ mit mir umgehen. Bis anhin. Bröll etwas vermutet hatte. was sie mir positives gesagt hatten. ob sie mich freilassen würden. Diese Nummer muss man zuerst anrufen und sagen. ich habe es nicht freiwillig gemacht. das Wenige. sie bringen mich um. ob ich mich am Telefon komisch angehört habe. man solle das Faxgerät in Betrieb einstellen. so glaube ich. Montagnachmittag in Europa.. hätte ich ja auf stur stellen können. Peter Kroschel hat. Die Bank hat sich aber nicht bereit erklärt. aber ich musste ja. dies zu faxen. Helmut und Mariano und um es nicht offensichtlich Halbe-Halbe zu machen. da ich ihn persönlich kenne.um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen . damit ich alles schön mache. weil ich weiss nicht<. ihr kriegt kein Geld von mir. Mariano ist eigentlich nur darauf eingegangen. das ist auch die Telefonnummer der Hazienda. dass er. was sie von mir verlangt haben. glaube ich. weil Helmut argumentiert hat.‚ haben sie mir gesagt. weil sie mich . Dass es ihm komisch vorkam.

die er mir schuldet. kann ich ja wieder in den Kerker gehen. dass ich nicht mehr Geld besitze und dass sie zuerst vermutlich dachten. dass sie mir jetzt nicht mehr geglaubt haben. der hat sich einen schönen Schnitt daraus gemacht. der wieder auf die Hausnummer angerufen hat. wenn 81 . damit ich das alles mache und wenn ich dann wieder gesund bin. bis Herr Kroschel die Überweisungsbelege auf die neue Faxnummer in Saavedra geschickt hatte und jemand musste sie dort holen gehen. bevor sie geschlossen haben. Er dachte. Helmut hat. dann müssen sie es schnell machen. sie haben mir die Faxüberweisung nie gezeigt. Sie können mich ja immer noch foltern oder mir Angst machen oder dann wieder einsperren. am Montagnachmittag wieder anrufe und Herrn Bröll verlange und mich für die ganze Transaktion bedanke. Nicht nur die Hälfte meines Geldes hat er genommen. Nur ich wurde immer nervöser und unruhiger und zitterte. Ich habe die Überweisungen nie gesehen. was Mariano natürlich wieder sehr misstrauisch stimmte. Und nur mit genau dem Teil von Helmut Roegele's Überweisungen und nicht den von Mariano. eine andere Faxnummer gegeben und zwar die Faxnummer von einem Telefondienst im Dorf von Saavedra. Vor allem Mariano. weil ich dachte. Ich war dann nicht mehr der Wichtigste nachdem das passiert war und sie haben Herr Kroschel. Ich hätte mich nicht gewundert.. wenn sie mich jetzt umbringen oder umlegen wollen. um die Bank "zu beruhigen". Auf jeden Fall war ich ganz nervös . Er kam ins Zimmer und erzählte. Ich habe dann angerufen und Herrn Bröll hat abgenommen und ich habe ihm gesagt: „Vielen Dank Herr Bröll. sondern auch die Geldschuld. wenn sie mich nur aufgepäppelt hätten. Die Zeit verging an dem Montag und alle waren sichtlich erleichtert oder „Happy‚...Zimmer. wenn keine Lebensgefahr wegen den Verletzungen mehr besteht. dass dummerweise nur der obere Teil des Fax angekommen sei. mir aufgetragen bzw. was wir haben und dann können wir ja immer noch. weil sie meine Kohle gekriegt hatten. er hätte nichts gekriegt. mich gezwungen. wir nehmen das. Ich vermutete. Wir mussten also noch länger warten. kann ich vergessen.. Sie haben genug Andeutungen gemacht. Nur davon gesprochen. ich erzähle es Ihnen dann.alle anderen waren Happy.. den Herr Kroschel geschickt habe. es war wieder ein Drama. dass ich die Bank am Nachmittag.

überhaupt nichts gesehen habe. bis seine Bank in Spanien was sehr lange dauern kann . nachdem ich schon fast 1 1/2 Wochen oder über 10 Tage eingesperrt war . Am Dienstag haben sie mich dann aus dem Zimmer gelassen und einen bewachten Rundgang gemacht. dass Mariano sich mit einer Fotokopie der Überweisung zufrieden gab. wie er mir erzählt hatte. Da habe ich mir gedacht. Dies hat dann der Bewacher verstehen können. Mariano hatte Angst – keine Ahnung warum . er würde sicher warten. Ich hatte gedacht. Ich habe mich dann immer aufgeregt. Sie haben deshalb verboten. Und er. oh je.‚ Mariano hat dann zeitweise an diesen Tagen entweder Helmut alleine oder Helmut samt seiner Frau oder nur seiner Frau Besucherverbot für mein Zimmer erteilt. sondern dass ich ihm auf Spanisch antworte und ich nichts dafür kann. dass ich nichts mit ihm habe. der Bewacher immer. Ich habe den Sohn von Mariano.ich wieder nach Hause komme. Mariano war immer informiert.bestätigt. jetzt machen sie wieder so ein Spiel. also keinen Deal hinter dem Rücken machen will. weggerannt und zu Mariano gegangen ist und ihm alles erzählt hatte. Marco. ausser aus dem Fenster raus. vielleicht haben sie einen Kurzschlusseffekt und bringen mich doch um. nachdem Helmut oder seine Frau . sofern ich gehen könne. Was mich am Meisten verwundert hat ist.welche nicht gut deutsch spricht und ich nur spanisch mit ihr rede . ob Mariano mich besuchen kommt oder was er vorhat. wenn ich am Dienstagnachmittag verdufte. weil Helmut immer mit mir Deutsch gesprochen hat und ich habe dann spanisch geantwortet. damit es mein Bewacher auch hört und damit sie sahen. dass es am Besten sei.dass ich etwas mit Helmut aushecken könnte. im Moment wisse er es nicht.und das 24 Stunden. wenn Helmut nicht auf Spanisch mit mir sprach. Auf jeden Fall zu meiner Verwunderung bin ich dann eingeschlafen und am Montagabend konnte ich nicht gut schlafen und habe immer zur Tür geschaut. vor allem im zweiten Zimmer. sie müssen da noch schauen. gefragt. dass sie das Geld erhalten 82 . dass ich mit Helmut auf Deutsch spreche. ob nicht doch noch einer kommt und mir die Kehle durchschneidet.mich besucht haben. Darauf sagte er. Zu meiner Überraschung haben sie dann Helmut Fluginformationen einholen lassen. ohne dass ich viel bzw. weil er und sein Clan kein Deutsch verstanden. Und sie haben mir gesagt.

und das müssen Sie mir bitte glauben. Ich würde nie. Damit will ich sagen. mich zu beseitigen. dass Helmut mich bis zu meinem Flug begleitet und ich abhauen soll. denn das Land ist so korrupt und kompliziert. oder das Andere passiert. Ich vermute. ich kann es nicht sagen. Das haben sie mir durch die vielen Details. Aber man denkt halt anders.:Es war vermutlich naiv von mir zu denken. nicht normal und oft nicht logisch. Aber oft doch sehr logisch. Ich wollte immer mit Mariano sprechen. Ich kann nur sagen. dass ich mit meinem Selbstmordversuch denen vor Auge geführt habe. Es wäre entweder das Eine. aber er kam nicht. wenn man in Gefangenschaft ist. die ich auf diesen sieben Kassetten darauf gesprochen habe. Einmal hat mir der Wächter gesagt . mir gleich nach dem Unfall mit einem kalten Blick gesagt wurde.haben. Ich weiss es nicht . nachdem ich das Geld bezahlt habe. eben Freiheit. indem es notwendig wäre.B. Sie wussten ja von meinen Aussagen. Wie z. Auf jeden Fall kam es so. von meiner Angst. vernichten müssen. wenn ich nicht tue was sie wollen. dass es in den Köpfen von denen war. welche ich jetzt habe.der Vogel . weil ich auf keinen Fall ein Spital oder einen Arzt aufsuchen darf. dass ich heute hier sitzen kann und mein Herz normal schlägt und mir nur die Hände und der Hals weh tun. Ich hatte 83 . dass. dass ich noch denke er würde kommen und mit mir sprechen. zur argentinischen Polizei gehen. dass sie die Möglichkeit hätten. Wahrscheinlich war er zu feige und hat immer seine Söhne vorgeschickt. Das habe ich dann auch gemacht. ich würde ihm eine kleben oder ihn ermorden oder ich weiss auch nicht. die Möglichkeit auch ausnützen werden. wenn ich auch die Möglichkeit gehabt hätte. Sie hätten nämlich kein Problem gehabt. ständig bewiesen und auch mir vor Augen geführt. Am Dienstag haben sie mich gebeten meine Sachen zu packen. mich umzulegen und irgendwo zu verstecken.nein. es hätte auch ebenso gut das andere passieren können. dass sie abgesprochen hatten. nachdem was sie mir alles angetan hatten. Es geht einfach nicht anders. wenn ich jetzt nicht selber gesund werde. Beides hatte die gleich grosse Chance. hat vielleicht auch damit zu tun. was überhaupt hier passiere. oder vorher. Es war immer ein Kopfproblem. die ich hatte. dass es mir passieren könne. Vermutlich hatte er Angst. dass sie mich umlegen müssen oder verbrennen bzw.

das ich noch nie zuvor gesehen hatte. nimm mich mit. könnte es nicht sein. Ich weiss nicht. Auf jeden Fall traute ich niemandem mehr dort in Argentinien. wenn Dir noch etwas an mir liegt. Ich weiss alles. ich hatte so viel Heimweh gekriegt. färbt es nur negativ auf mich ab. in einem Grab oder Ofen in Argentinien. weil ich ja noch nicht von dieser Welt gehen konnte. jeder hat seine Fehler. dass ich jetzt noch lebe. was ich vielleicht selbst in die Hand genommen hätte. wo einem doch alles andere. aber ich bin nicht deprimiert. Klar ist das Geld weg. Vor allem die dummen Leute. Selbst wenn ich als Toter nach Mauren gekommen wäre. ich kann ja wieder arbeiten und bin gesund. Aber das Gefühl der Freude. wie sie heissen und wo sie wohnen.da ich ja wirklich hätte tot sein sollen . dass ich noch LEBE . Ich vertraue der Liechtensteiner Polizei und der Justiz. 84 . Ich war nicht immer ein guter Mensch.ist viel grösser als die Trauer über das was mir angetan wurde. bevor ich überhaupt eine Zeugenaussage machen könnte. Das konnte nicht das Ende sein. wo ist der Hass? Ich hatte damals keinen Hass. Der Hass kommt vielleicht heute oder jetzt oder seitdem ich frei bin. ich wollte nur Helmut sagen. Liechtenstein lässt mich nicht verhungern. Ich will mich gar nicht mehr damit befassen. löst dann doch einen Prozess aus. vor allem die negativen Dinge nicht mehr interessieren. was sie sich dabei gedacht haben. die bestimmt das tut. Ihr werdet vielleicht fragen. da ich weiss.solche Angst. dass sie mich im Effekt erschiessen würden. Ich sehe vieles in einem anderen Licht. aber das ist mir im Moment nicht wichtig. Wenn ich mich mit Helmut oder Mariano näher befasse. ohne mich von allen zu verabschieden. nachdem was vorgefallen ist. Ich weiss. dass ich schon als 32-Jähriger ein Grab mit einem Kreuz bei der Maurer Kirche habe. aber ich verdiene es wieder. Nur Dank der Differenz zwischen den Gefühlen kann ich jetzt noch als gerader Mann aufstehen und mein Leben weitermachen. Ich will nicht mehr reisen. Darum ist die Freude noch viel grösser. Klar empfindet man riesigen Hass und ich würde vielleicht dasselbe denen antun. sehe viele kleine Freuden und würde auch nicht mehr weggehen. Ich kenne sogar ein wenig ihre Lebensgewohnheiten. Aber was eben den Wandel oder das so nahe am Tod gewesen zu sein.

ein Riesending mit einem gewaltigen Motor und zwei Türen vorne und hinten eine Heckklappe und hinten mit einer kleinen Bank und vorne mit zwei grossen Sitzen. Er alleine mit meinem Koffer. Aber ich nehme an. Es hatte einen braunen Teppich und ein argentinisches Kennzeichen.und US 200. Dann hiess es. meine Sachen hatte ich gepackt. was sie von mir verlangt hatten und dann meine Koffer gepackt. was 85 . Dann habe ich noch gehört. Ich kann nur aus meinen kleinen vier Wänden das beschreiben. die Schuhe geputzt und die letzte Bandage um den Hals und die Hände gemacht und das Zimmer nochmals angeschaut.00 Uhr. von meinem eigenen Geld Fr. Er hatte dieses Fahrzeug zu der Zeit gekauft. dass sich die Sache ein wenig gewendet hat. dadurch dass Helmut und Mariano sich in die Haare gekommen sind und Helmut nun auch um sein Leben gebangt hat oder auch nicht. wenn ich in Zürich ankomme. 100 km weit weg. Er hat mir meinem Pass hingeschmissen und die Wunde angeschaut und ist dann wieder gegangen. weil ich gesagt habe. meine Ausweise hatte ich nicht gesehen. Er hatte noch zwei Wächter dabei. ob das alles nur vorgespielt war. 3000.. Die Farm hat er auch nicht länger als seit 1991. Nach dem Mittagessen am Dienstag. Ich wollte es aber nicht zeigen. Wir sind dann alle in den Ford Bronco eingestiegen. das ist ein USFordmodel. Ich wusste noch immer nicht. Mariano kam dann eine halbe Stunde bevor ich das Zimmer verliess zu mir und hat nicht viel gesagt. ca. als er die Farm gekauft hatte. Dann haben sie mir gnädigerweise. damit ich etwas hatte. Ich weiss aber nicht. hatte frische Unterwäsche und Hosen an. Helmut und seine Frau wollten auch weg von dort. . Auf jeden Fall habe ich gedacht. Alles was sich ausserhalb abgespielt hat. weil sie vermutlich Streit hatten. das ist ein zu einfacher Abgang. da sie wohl Angst hatten ich würde versuchen Mariano mit meinen Händen zu erwürgen oder so. ob sie mich wirklich gehen lassen werden. Mariano würde uns – Verbrecherehepaar Roegele und mich . was ich selber erlebt habe. die müssten noch irgendwo sein. Ich habe einfach wie apathisch das gemacht.zum Flughafen fahren ca.Auf jeden Fall habe ich meine Sachen gepackt.gegeben. 13. dass ich kein Geld mehr habe. kann ich nicht richtig beurteilen. glaube ich. Dies ist auch nur mein Eindruck. Ich konnte es einfach nicht glauben. wie Mariano seinen Sohn fragte. das kann nicht sein.

Vielleicht wollte er mich.der schnellste bzw. Wir fuhren und fuhren. Es war so heiss und staubig. weg von den Hausangestellten und seiner Frau Carmen neu irgendwohin verschleppen und umbringen. dasselbe was ich heute hier bei der Polizei anhabe. dass es ein „lustiges Ferienabenteuer‚ für mich war. Links ging es dann über das Dorf Saavedra und dann auf die Nationalstrasse und rechts ging es über Grenzstrassen zwischen den Farmen auf die Nationalstrasse. kleine. der oft auf der Farm war. Vielleicht brauchten sie das zum Erklären. Wieso ist er nach rechts gefahren? Da bekam ich Angst.000 Einwohnern. Weisses Auto. spare er ca. Bahia Blanca ist ein Dorf von ca. Ich hatte kein Ticket von Bahia Blanca nach Buenos Aires. Wir sind dann losgefahren. Aber es hat sich dann herausgestellt. Wir gingen gleich zum Flughafen. dass es die Strassenarbeiter mit Baumaschinen waren. dass man links fahren solle. Auf einmal sah ich ein kl. die spinnen ja vollkommen. Mit Hilfe vom Roegele. Weil auf dem Weg von der Farm bis zum Flughafen hätte noch ein Unfall oder alles 86 . warum wieder das ganze Drama. Roegele machte dann ein Scheisskommentar und sagte dass jetzt die letzte Stunde für mich geschlagen hat. Obwohl der Sohn sagte. Ich dachte sofort dies könnte die Söhne von Mariano sein. 100. mit langen Hosen. weisse Auto ist dann Richtung einer anderen Farm gefahren. Weit vor uns sah ich eine Strassenblockade und ich habe wieder gezittert und gedacht das ist das Ende. Wenn er nach rechts fahre. die die Strasse neu planiert haben. Ich war erst da ziemlich sicher. Und nach ca. dass Mariano. damit ich nicht auf dumme Ideen komme. dass ich nicht sterben werde oder sicher. ist Mariano nach rechts gefahren. Vor uns tauchte ein weisses Auto auf. dass mir nichts passieren würde. Ich sagte kein Wort und war froh um jeden Meter. Ich hatte nur das Bargeld und mein Gepäck. Auf jeden Fall sind wir dann alle eingestiegen und zu aller Frechheit wollten sie noch ein Foto mit mir machen. ob er dann links oder rechts fahren soll. einfachste Weg aus der Farm ist und wenn er das Haupttor verlassen habe. Einbandagiert. Mich wunderte es. seinen Sohn nach dem kürzesten Weg fragen musste. 15 oder 18 km. den ich von dieser Farm hinter mir liess. Dann lieber eine Kugel. einer Stunde kamen wir in Bahia Blanca an. Sie mussten den Angstpegel hoch halten. Aber das andere.

mit richtigen Namen und eigener Passnummer und so. Wir steigen in ein Taxi und fuhren zum Hotel. Verbrecher Roegele sass auf der anderen Seite des Ganges mit seiner Frau neben mir. würden sie mir glauben oder nicht. Ich sagte auch nichts. Ich wollte nur weg von diesem Land. Die Lufthansa fliegt am Montag. Alle gingen aufs Zimmer und ich musste mir neues Verbandsmaterial kaufen. Sie haben zwar Polizisten im Flughafen. weil ich Angst hatte. Helmut sagte zu mir. Wir sind dann am Abend in Buenos Aires angekommen. Es war schon ein wenig dunkel. seiner Frau und sich . Für mich wurde auch ein Lufthansaflug reserviert. aber was sollte ich jetzt tun. ich wolle Rache üben. Ich wusste nicht. in welchem ich schon bei meiner Hinreise war – Salles. stumm. April ja fix den Rückflug original gebucht hatte. vom ganzen Kontinent und einfach nach Hause. -. folgen.so glaube ich.mir. Ich wollte ihm natürlich nicht die Hand drücken. Mittwoch und Freitag . hat man keine Energie mehr. das kostet pro Person USD 68. ich weiss nicht. Ich konnte im Flugzeug nach Buenos Aires nur weinen. dass sie mir evtl. Helmut und seine Frau hatten ein Doppel. ich wollte auch niemanden sehen. dass ich das selbst kaufen gehen solle. Mariano hat sich dann verabschiedet.Mögliche passieren können. eher LAPA von Bahia Blanca nach Buenos Aires. Wir haben gewartet.und ich ein Einzelzimmer. Nachdem was geschehen war. vier Apotheken bis ich das gefunden hatte. drei. was ich brauchte . Das überraschte mich sehr.die anderen hatten es nicht. aber ich war auf der Warteliste. Ich hinterliess nur den Eindruck. zwei. Mein ursprüngliches Lufthansaticket hätte dann geändert werden können. obwohl der Flug ausgebucht war. Ich bin dann zum Hotel raus und dachte. Ich ging zum Schein in ein. dass ich auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause wollte.das Ticket bezahlt. Ich glaube wir flogen mit LAPA oder LACA. Helmut hat mit seiner Kreditkarte. uns allen drei . Vielleicht halten sie mich für verrückt und stecken mich in eine psychiatrische Klinik. Dort habe ich mich eingeschrieben. Als ich dann sicher war. das Mariano für uns reserviert hatte. mehr oder weniger freundlich. dass mir keiner 87 . Wir haben am Dienstag für den nächsten Tag reserviert. ob es eine Goldene war. da ich am 21. er könnte meinen. Es war dasselbe Hotel. Ich wollte aber nicht gehässige oder aufmüpfig erscheinen.

dass es evtl. zuerst die argentinische Auskunft angerufen und darum gebeten. zur Hauptstelle der staatlichen Telefongesellschaft von Argentinien gegangen. Ich hoffte.30 Uhr oder 21. dass es schnell geht damit Roegele nichts merkt. Es kann schon sein. in nur einer Seite – die würden die Situation nicht auf Anhieb kapieren. dass es eine Faxnummer in Innsbruck war. Die Auskunft in Wien sei um diese Zeit nur sehr knapp besetzt und sie müssten deshalb zurückrufen.folgte. dass die Nummer nicht stimmen konnte. Und dann hat sie nochmals nachgeschaut und gesagt.aber ich wollte ja Feldkirch haben. und zudem war Herr Direktor Bröll der Einzige. auch von der BAWAG . 512 ist nicht Feldkirch. dass ich diese Nummer erhalten habe und wenn es eine falsche Adresse ist. ich kann es nicht der Polizei in Liechtenstein oder Österreich schreiben. 43 aus.00 Uhr morgens. Vielleicht ist es 5522. die zurückgerufen hat. habe ich Leute gefragt. Innsbruck war. Der Mann an der Kasse der Telefongesellschaft hat mir nämlich eine alte Liste gezeigt. Ich habe dann nochmals die Auskunft angerufen und habe die Faxnummer von Wien erhalten. Ich habe mit zitternder Stimme darum gefleht. wurde mir mitgeteilt. Auf jeden Fall habe ich den Brief fertig geschrieben und darauf vermerkt.00 Uhr oder 02. dass sie mir zwei Blatt Papiere oder ein Blatt und einen Kugelschreiber geben sollen und ich musste die Faxnummer von Feldkirch erfragen. dass sie mir die Faxnummer von der BAWAG in Feldkirch geben. sollen der Empfänger dieses Fax ihn an die BAWAGZentrale in Wien oder Herrn Bröll in Feldkirch weitersenden. Ich bin dann sofort. Ich hatte der Frau gesagt. mit einer Eins. evt.das ich so lange weg bin. dass es schon stimme und dies eine Faxnummer sei. wo ich einen Fax senden könne. Also habe ich von der Kabine Nr. Dort im Erdgeschoss gab es eine Möglichkeit ins Ausland zu Telefonieren oder zu Faxen. 01. in Europa Mittwoch. welche sich im untersten Stockwerk vom Hauptgebäude der Telefongesellschaft von Argentinien. Dann kam der Rückruf und sie gaben mir eine Nummer mit der Vorwahl 512 und ich wusste. auf der Innsbruck mit 512 aufgeführt war. dass es nicht sein kann. Und es konnte schon sein. mit dem Wenigen das ich ihm geschrieben habe. dachte ich mir. der den Zusammenhang erkennen könnte. Dann habe ich die Nummer gewählt und die zwei A4-Blätter der dort arbeitenden 88 . Ich dachte mir.00 Uhr. es war dann Dienstag um 20.

dass es einen Swissairflug am Mittwoch morgen gibt. und zwar der um 9. Ich wusste.A.in die Hand gegeben. Dann kam aber kein Fax-Ton sondern eine männliche Stimme. Ich war so nah am Ziel und ich wollte nur noch weg. Wir gingen dann ins Hotel und ich konnte in der Nacht nicht schlafen. dass Helmut evtl. Auch hatte ich aus dem Geld noch Telefonkarten gekauft. ich solle an die jetzt gewählte Nummer die Ziffern. Sie wollten mich nicht aus den Augen verlieren. Ich habe nicht viel gemacht und gesagt. die Liste von meinen geführten Gesprächen verlangen würde. warum ich auf einmal US$ 45 weniger hatte. Es war dann tatsächlich die BAWAG in Wien. Interessant war. Sie sagten nur. Es ist mir zwar komisch vorgekommen. anhängen.Frau . Die Binde. . Es sei seine Idee gewesen. Die Frau gab mir dann den Hörer in die Hand und ich habe dann gesprochen. Da dachte ich mir. Er sagte mir. ich glaube es waren 2490 oder 2480. ich solle zum Essen mitkommen. Die Lufthansa würde erst am 89 . Ich hatte Angst. Aber ich nahm dann an. Ich hatte den Fax geschickt und bin nachher gleich zurück zum Hotel gegangen und schon waren Helmut und seine Frau beim Eingang des Hotels und hatten gefragt wo ich gewesen wäre und was ich gemacht hätte. das kann doch nicht wahr sein. Ich bin dann mit essen gegangen. Aber ich hatte ja nur noch US$ 155. Also habe ich es gemacht. dass ich erst eine normale Telefonnummer anwählen und dann diese Nummer anhängen musste. Und es war eine Faxnummer und es hatte funktioniert. Sie haben dann aber nicht nachgefragt. denn ich hatte für das Fax US$ 27 bezahlt und ich hatte US$ 200 bei mir gehabt. falls ich meine Mutter oder jemanden anrufen könnte. Ich hatte Angst. dass sie die ganze Schuld Mariano zuschieben wollten.40 Uhr. Denn vom Hotel aus wollte ich nicht anrufen. da ich befürchtete.in der Telefongesellschaft in B. dass Helmut auf die Idee kommen könnte und meine Geldtasche verlangen würde und ich könnte nicht erklären. weil ich für die Telefonkarten US$ 18 und Fax US$ 27 bezahlt hatte. dass es sich vermutlich um einen Telefoncomputer handelte. Da sagte ich. was macht denn ein Arbeiter der BAWAG um 02:00 Uhr nachts? Es war soviel ich weiss der Nachtwächter und ich habe ihn nur um eine Faxnummer gebeten. Es sei seine Sache. die ich kaufte kostete nur US$ 3 also müsste ich ja von diesen US$ 200 noch US$ 197 haben.

ich solle ein Rückflugticket. er bringe mich in Sicherheit und ich sagte. Er bejahte. Und habe das Flugzeug bestiegen. nur Hinflug. das mir angetan wurde. Ich bin weit weggelaufen und habe eine Telefonzelle gefunden und habe dann eine Nummer gewählt und prompt hat jemand abgenommen und ich wurde mit Herrn Bröll verbunden. Ich habe nur geweint. In Vaduz bin ich mit dem Reisegepäck direkt ins Spital gegangen. Er sagte. habe mich rasiert und ich habe meine letzte Binde selber gemacht.00 Uhr. dass ich schon halb in Sicherheit bin.00 Uhr aufgestanden oder 04. mit welcher ich später im Vaduzer Spital aufgekreuzt bin. ob er meinem Fax erhalten habe. Es hatte noch Platz und kostete US$ 1'600. dass Sie in vollem Bewusstsein sind. habe ausgecheckt und für mein Hotelzimmer bar bezahlt (US$ 70). Moser hat mich angeschaut. Ich bin ohne Probleme durch die Passkontrolle gegangen und habe einen Stempel bekommen. Herr Dr. Dann hat der Swissairangestellte mir einen besseren Deal vorgeschlagen und zwar. vor allem Mariano Marti-Ventosa Roqueta und auch Helmut Roegele und Bande ihre Strafe erhalten werden. Man kann niemandem mehr trauen im Land. Die Telefonkarten waren sehr schnell aufgebraucht und ich konnte nicht mehr mit Herrn Bröll sprechen. Ich bin dann schon um 05. Ich wollte nicht noch warten. Ich bin dann sofort ins Hotel zurück. der vor dem Hotel stand.00 Uhr oder 03. So wie es Gott oder die Justiz vorgesehen hat. Es hatte ein Nachtportier. kaufen: das kostete nur US$ 1'118. alles zusammen! Ich war nur froh. dass für das menschliche Verbrechen. Das sind fast CHF 2'500. und dass ich jetzt nicht weiss. Ich hoffe. Ich danke allen für ihre Hilfe. ob ich doch noch 90 . Ich habe ihn gefragt. Ich habe also genügend CHF für diesen US$-Betrag umgetauscht und das Ticket bezahlt. wird sich zeigen. Aber ich spürte von ihm Vertrauen. Ich war schon früh am Flughafen und habe nach dem Swissairflug gefragt. obwohl ich gar nicht mehr zurückkehren wollte. geweint und geweint. dass es ein schwerer Schlag für mein Leben war. Ich habe den Sammelbus genommen. die sie mir entgegengebracht haben und ich möchte auch bitten. es ist so korrupt. Also habe ich meine Sachen gepackt. Ich wollte nur weg. Jetzt ist die Geschichte zu Ende und was weiter geschehen wird. dass ich überlebt habe. ich weiss es nicht mehr genau und bin aus dem Hotel raus gegangen.Nachmittag fliegen. dieselbe.

als die‚ die ich dann im WC-Raum abgeschraubt habe). dass ich es mit angespannter Kette gerade noch berühren konnte). Ende Originaltext (OT) meiner Anzeige. dass mich dann die Gedanken oder die Erinnerung an die Geschichte sich wieder aufwärmen. Ich habe mir während der Gefangenschaft auch Gedanken darüber gemacht. und 21. Ich schraubte die Birne raus.K. es war eine 40 Watt aus mattem Glas (evt. wenn ich ein normales Leben führe. habe ich der Polizei weitere Angaben über die Gefangenschaft in einem Schreiben überbracht: A) Glühbirne. quasi auf der gerundeten Aussenwand des Turms. auch eine 60 Watt. ist ein Licht links oben montiert. aber vielleicht kommt es später. Zahnfleisch Ein anderes Detail des Kellers (Wasserturm). war eine 60 Wattbirne aus klarem Glas in der einfachen Fassung drin. Am 17. H. Jene vom WC-Raum . dort wo das grössere Waschbecken installiert ist. Sie ging zu Bruch und ich musste sie mit einer der 2 anderen Birnen tauschen. in den schönen. Ursprünglich. Im runden Raum ist ein Licht links oben. sind die 3 Glühbirnen. warmen und sonnigen Aprilnachmittag. April 1997. Wie um tonnenschwere Felsen erleichtert schritt ich aus dem Polizeigebäude Vaduz hinaus. wie ich ein Hinweis meines "dortgewesenseins" 91 . aber auf jeden Fall eine schwächere Birne. Notiz.oberhalb des kleinen hölzernen Spiegelkästchens. 11.brachte ich in den runden Turmraum weil sie die Stärkste war und jene vom Durchgangsraum schraubte ich in den WC-Raum . Im Durchgangsraum (vom rundem Raum zum WC-Raum). Nach der erforderlichen Anzeige (auf Tonband) und der weiteren Detailangaben zum Verbrechen war ich sehr befreit. wollte ich nicht 24 Std. d. im Dunkeln sitzen. während meinen ersten Tagen. Im Moment sehe ich das zwar nicht so.irgendwie Depressionen erhalten werde.4. Vielen Dank für alles. wo ich gefangen gehalten wurde.h.auch aus klarem Glas . gleich beim Eintritt durch die Türe (so hoch.

HEINRICH KIEBER aus Liechtenstein seit dem Donnerstag vor Ostern 1997 gefangen gehalten bis zum Tag meiner Freilassung oder Todes. dass ich so was tue. Somit verschwand meine kleine Notiz in tausend Stücke Ein anderes Erlebnis hatte ich mit meinem Zahnfleisch: Die Täter geben mir sehr wenig zu Essen. war (weil der Geburtstag meiner Mutter) 92 .3. ob es der 01.hinterlassen kann. dass es damit zusammenhängt. Mit ein Grund kann auch die hohe Luftfeuchtigkeit und die dauernde Kälte sein. 4 cm langen Eisenstützen gestellt. April war. dass wenn die Verbrecher vielleicht auch darauf kommen könnten.3. April als den Tag genannt. von dem ich noch weniger ass. April oder der 02. Ich vermute. dann möchte ich nicht an die daraus resultierende Strafe denken. Ich kam auf die Idee eine kleine Notiz auf Spanisch irgendwo zu verstecken . Zwischen dem Beckenboden und dem Eisenstück hätte die Notiz gut rein gesteckt werden können. Dies müsste ein Arzt oder Zahnarzt bestätigen. Ich weiss nur ganz genau. tat mir mein Zahnfleisch so weh. Als ich dann später einen Apfel (grüner) essen wollte und natürlich beissen musste. dass ich dachte. weil ich auf einmal Angst bekam. Ich schrieb sogar auf einen kleinen Zettel (Papier und Schreibzeug hatte ich ja) ein Text mit folgendem Inhalt : HIER WAR ICH. dass ich über eine so ungewöhnlich lange Zeit nichts gebissen habe. B) Genauer Tag In meiner Tonbandaussage habe ich. die Zähne bleiben im Apfel stecken. Es kam vor. wo ich die grösste Todesangst empfand und mir (auf Grund der aussichtslosen Situation in der ich mich befand) das Leben nehmen wollte. dass es nicht am Sonntag 30. so mag ich mich erinnern. den Dienstag 01. Ich rechne die Tage hin und her und bemühe meine Erinnerung so stark es geht: ich kann aber heute nicht ganz genau sagen. Ich tat es nicht. und zwar war das grosse Waschbecken im Durchgangsraum unten auf zwei aus der Wand herausragenden ca.Möglichkeiten gab es dazu sehr viele. war (weil mein Geburtstag) und nicht am Montag 31. und es dann finden würden. dass ich im Turm über 24 Stunden nichts zu mir nahm (ausser eventuell ein Schluck Wasser aus der Flasche). Ich hätte auch eine gute Stelle gefunden.

Eine Kopie wurde mir gegeben. (alle 1997). wo ich etwas berichtigen musste. wirklich wie ein Wunder konnte die BAWAG die Gelder in allerletzter Sekunde zurückholen. ging ich wieder zur Polizei.und ich die Tage bis zum 31. Durch den Schock des getriebenen Selbstmordes entstand wie eine Lücke in meinem Gehirn. Kaufvertrag zwischen Helmut Roegele und mir vom Oktober 1996 (worin er richtigerweise schriftlich bestätigt hatte. den notariell beglaubigten Immobilienverkauf.00 Uhr / 4. die Faxe von Mariano.3. Dann wäre 93 . welche bei anderen Banken eingerichtet waren. Donnerstag im April) im neuen Gefangenenzimmer im Haupthaus verbracht habe. und noch nicht auf die Bankkonten der zwei Verbrecher weitergeleitet wurde.3. mittels Strichlein gezählt habe. riesengrosses Glück. womit er mich nach Argentinien lockte.2. Es gab nur ganz wenige Stellen. Dann wurde die Abschrift als Anzeige angenommen. Bröll zum Ersten mal anzurufen.1.2. dass ich die Nacht vom -Donnerstag nach Ostern (1. weil ich sehr früh am Freitagmorgen (ca. Auf Grund meines Fax an die BAWAG wurde die Bank sofort aktiv und versuchte fieberhaft die schon eingeleiteten Banküberweisungen an die Verbrecher Helmut und Mariano zu stoppen. Das Geld war schon von der BAWAG weg und sogar schon ausserhalb Österreichs. Am 21.. Was wurde aus meinem Sparbuch? Ich hatte Glück. den Hr.4. Es war also pures Glück.1993. 9. was den genauen Monatstag betrifft.00 Uhr morgens) gezwungen wurde. Die Behörden machten für sich Kopien von allem und die Originale bekam ich später wieder zurück. weil es bei noch auf einem Konto bei ihrer Korrespondenzbank im Ausland lag. Dies nur darum. Wie ein Wunder. datiert vom 31. Selbstverständlich habe ich in den in Folge der Polizei und den Untersuchungsbehörden alle Dokumente und Beweise im Original überlassen: wie zum Beispiel dem beglaubigten Darlehensvertrag zwischen Mariano Marti-Ventosa Roqueta und mir vom 6. Wieder sicher bin ich mir aber ganz. + 12. nachdem die Verbrecher den Fax nach Feldkirch gesendet hatten. 3. Dort wurde mir eine Abschrift der Tonbandaussage vorgelegt.bzw. dass er die ganze Kaufvertragssumme für die Wohnung in BAR und vor der Unterzeichnung erhalten hatte). so dass ich eventuelle Fehler oder Missdeutungen korrigieren konnte. dass weder Helmut noch Mariano zufällig ihre Bankkonten nicht auch bei der Korrespondenzbank der BAWAG in Spanien hatten.

rückgängig machen können. warum die dicke Kohle noch nicht angekommen war. Es war dann. Meine Familie stand wegen den Telefonaten unter einem grossen Schock und es dauerte lange. nicht er. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. Die Telefonnummern hatte sie ja von mir schon in der Gefangenschaft abverlangt. Und nun war er auf Helmut (in Europa) angewiesen. dass der Bankkontobesitzer (ich) eine Anzeige gegen ihn und andere bei der Polizei erstattet hatte. Ich konnte es immer noch nicht glauben. bis sie sich davon erholen konnten. meine Gefangennahme. Hätten sie mich in Argentinien nur 24 Stunden länger gefangen gehalten. Er war ja weit weg. Seine Frau und Mariano riefen auch bei ihnen an. da es ja seine Farm. dass ich der Verbrecher wäre. Dem Helmut wurde hörbar schlecht und er leierte etwas von dem Wohnungsverkauf und behauptete. weil nur ein Gericht in Spanien die definitive Gutschrift auf die Konten der Beiden verhindern hätte können. Meine Mutter und meine Tante sollten mir ausrichten. Nicht nur bedrohte er sie beide mit schweren Konsequenzen. dass er nun in der tiefen Scheisse steckte. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. Helmut war 94 . hatte er mehrere Male bei der BAWAG in Feldkirch angerufen und wurde dort auf die Rechtsabteilung der Bank in Wien verwiesen. Bröll die Gute Nachricht brachte. als er erfahren konnte. Mariano hatte wegen der Anzeige weniger Angst. Beide hatten sicher einen 99-prozentigen Herzinfarkt. dass meine Mutter (und Tante) aus Spanien kommen. Man kann sich die langen Gesichter der Verbrecher gar nicht vorstellen. als sie erfolglos bei ihren Banken nachgefragt haben mussten. Ich hatte die Polizei in Vaduz immer über jede Bedrohung und Belästigung informiert. Es war wie in einem Traum. Helmut musste schnell handeln. als ihnen ihre Bank mitteilte. wäre das Geld auf ihren Konten gelandet. um seinen Anteil der Beute doch noch zu bekommen. so konnte er mit ihnen auf Spanisch reden. Er bekam Panik und belästigte zuerst meine Mutter und meine Tante in Spanien per Telefon. bzw.er zu spät gewesen. Da Helmut ja Deutsch konnte. dass nix eingetroffen war. als mir Dir. sein Kerker. Beide haben sicher vor Wut gekocht. Nachdem was sie alles an operativer Logistik. Erpressung und Folter erfolgreich zu machen. Es war schon eine verrückte neue Situation für die beiden Folterer. um meine Entführung. Zuerst hatte Mariano die volle Kontrolle über alles (in Argentinien). sein Gebiet war. Er hatte natürlich sofort gemerkt. Die Telefongespräche mit ihm wurden aufgezeichnet. Ich konnte es nicht glauben. Mariano wusste. dass sie mich umbringen würden. an Brutalität und Waffengewalt ausüben mussten.

Das heisst. bzw. wenn ich tot wäre und dann irgendjemand – z.was die abgepressten Zahlungen betraf . was für eine schwere Gefängnisstrafe sie zu erwarten hätten. dass er . indem er den Betrag auf seinem eigenen.plus Zinsen. mit dem ich nie in meinem Leben je etwas zu tun hatte.aber mit seiner Frau wieder zurück in Spanien und konnte sich klar vorstellen. ungeachtet ihrer Drohungen es trotzdem wagen die Zahlungen bekämpfen. Banküberweisungen und bankenseitigen Bestätigungen locker beweisen konnte. Vertrag. er musste auf Teufel komm raus versuchen.-. hochgefährlich. Mariano schuldete mir seit 1993 CHF 245'000.dank der BAWAG . die Zahlung an ihn als rechtmässig erscheinen lassen. Dasselbe würde passieren. Im Moment konnte er keinen Gedanken darin verlieren.B. dass sie damit durchkommen. b) Die ungefähr gleichgrosse Zahlung an Mariano und c) die "Zahlung" an seinen Schwager! Kroschel hatten sich nämlich den übrig gebliebenen Restbetrag meines Sparbuches. Ich war richtigerweise in der Position.was ich mit dem Notarvertrag beweisen konnte. warum er rund CHF 400'000. würden sie die Schriftstücke aus Argentinien "vorlegen" und hoffen. bis er als Mittäter in den Kreis der Verbrecher aufgenommen wurde.die extrem verdächtige Auflösung meines Sparbuches hinterfragen würde.von mir bekommen hatte.nun bekommen hätte sollen. Kroschel war ein Mann. Wie detailliert ich die Anzeige erstattet hatte. dass er ein massives Problem damit hatte. Mit einer Anzeige war die Situation für Helmut & Co. dass man mir während der Gefangenschaft zwar diverse Pseudorechnungen. was ich mit den dazugehörigen Quittungen. Man erinnere sich. welches Recht alle Drei hatten.einfach in den eigenen Sack gesteckt. wusste er noch nicht..eine "berechtigte" Grundlage auf Papier haben. neuen Konto bei der BAWAG gutschreiben liess. 95 . bzw.eigentlich 3 Probleme hatte: a) Die Zahlung an ihn. Er musste also in erster Linie das Motiv (die Beute) bekämpfen. Helmut wollte seinen Schwager damit für seine "Umstände" belohnen. Anerkennungen für beide Überweisungen zur Unterschrift vorgelegt hatte. . zu erklären. den ich nie in meinem Leben je getroffen hatte. Sie wollte damit . wo ich nebst dem Helmut und dem Mariano auch dem Kroschel die absolut berechtigte Frage stellen konnte.-. auch nur einen einzigen Franken von meinem Geld zu nehmen. um die CHF 10'000. Er hatte aber sofort richtig kombiniert. Helmut hatte keinen einzigen Franken aus dem Wohnungskauf zu Gute . Denn sollte ich nach meiner Freilassung. Die Banküberweisungen sind ja für immer dokumentiert.für alle Fälle . meine Familie oder die Bank .

im Gegenteil. dass die Verbrecher vor einem Kriminalgericht absolut keine Chance haben. wie die Verbrecher an mein Sparbuch.Ich bin ja selber kein Jurist. Mariano mir seit März 1993 (und dies heute immer noch) über CHF 245'000. — plus 12 Prozent p. Zinsen schuldet. eine Analogie des klassischen Deliktes von schwerer Entführung. nie und nimmer und nochmals NIEMALS!!!! 96 . sich aus der Sache herauszureden.— den Tätern Helmut Roegele und Mariano Marti-Ventosa Roqueta hätten überlassen sollen.a. niemals. Niemals. niemals. Es gab überhaupt keine ökonomische Grundlage dafür. schwerer Freiheitsberaubung und schwerer Erpressung und Nötigung etc. Abgesehen davon. das Codewort des Kontos bei der BAWAG kamen. niemals. die Beute fast 50-50 aufteilten. Daher war ich und bin heute noch zu 1000 Prozent überzeugt. aber die knallharten Fakten lagen im meinem Fall "sternenklar" vor. warum ich in Argentinien jeweils mehr als CHF 400'000. war die ganze Konstellation. dass die Verbrecher überhaupt kein Geld oder sonstiges von mir zu erhalten hatten.

Als ich mich später vom Wirt des „Blockhus‚ verabschiedete. Dennoch. Ich hatte immer noch die frischen Vaduzer Bandagen an den verletzten Körperstellen und das Bild. selbst der Fussmarsch in der Abenddämmerung vom Hauptbahnhof via Hechtplatz zum Haus Schiffländi Nr. brachte etwas emotionale Erleichterung. Als sie mich dann so sah. dem 12. konnte nicht surrealer sein. Die kommen nur alle drei oder vier Jahre zu ihm und ausgerechnet an diesen Tagen war es wieder soweit. Ich habe ihm nur sagen können. Ich war immer noch müde und zutiefst traurig. 4 war mir nicht ganz geheuer. im Dachstuhl des Gourmets Restaurant "Blockhus" hatte ich vom Wirt Pierre seit ein paar Monaten ein möbliertes Zimmer im Dachstuhl angemietet. alleinerziehende Deutsche Mutter arbeitete im Schauspielhaus oben am Heimplatz. ein 97 . ging die Reise abermals nach Vaduz. Dort. das ich in einer der verglasten Telefonkabinen auf dem Bellevueplatz in Zürich abgab. um meine wenigen Sachen zu holen. die weit weg von Zürich wohnte. Ein Treffen mit ihm war deshalb nicht möglich.Kapitel 2 Zimmer unter den Alten Am nächsten Tag. Die Passanten begannen schon mich anzustarren. blieb mir nur die Möglichkeit. Da ich aber auch nicht alleine irgendwo hausen wollte und ein Aufenthalt im Spital nicht notwendig und angebracht war. Aus Schamgefühl wollte ich nicht bei meinem Vater und meiner Stiefmutter in deren Haus leben. All meine Träume waren zerstört. Es war schon spät am Abend. obwohl ich doch gerade der Hölle entkommen war. Ein Anruf bei meiner Exfreundin. Nach meiner letzten Nacht im Zimmer in Zürich. die ich vor zwei Monaten kennen gelernt hatte. konnte sie erst ihre Verwunderung. Ich wollte unbedingt mit einem meiner damaligen Freunde reden. Unter anderen Umständen wäre vielleicht was aus uns geworden. dann ihren Schock und später ihre Abneigung nicht verbergen. Leider hatte mein Freund gerade seine Eltern zu Besuch. der in der Nähe des Flughafens wohnte. Mein bisheriges Leben wurde durch gewalttätiges Drücken der "RESET-Taste" aus den Fugen geworfen. fuhr ich mit dem Zug zurück nach Zürich. dass ich zurück aus Argentinien sei und es mir nicht gut gehe. Schade! Wir hatten uns sehr gut verstanden. als ich einen Freund. endlich erreichen konnte. April. Die nette. traf ich per Zufall im Restaurant unten eine Frau wieder.

der Staat bot es mir an. links und rechts. Martin in der Dr. Sechs Jahre später. Dort wurde für warmes Essen und reine Wäsche gesorgt. Etwas älter als ich und mit grossen zwischenmenschlichen Problemen überladen. Ich durfte aber kommen und gehen wann ich wollte und war auch vom obligaten Meldesystem in Bezug auf die Menueauswahl befreit. Zumindest für die erste Zeit. Mit der Zeit lernte ich sie alle persönlich kennen. dass ich jeweils am Abend dank der frühen Gute-Nacht-Stunde meiner Mitbewohner.sowie Abendessen wurden in zwei Schichten serviert. Toll war. wo sie sich kurz davor das Leben genommen hatte. eigener Herr über die TV-Fernbedienung und somit den Fernseher war. Angemietet und neu möbliert wurde diese Wohnung für mich durch die Bank des Fürst von Liechtenstein – Hans-Adams LGT Bank. wobei ich meine Erlebnisse in Argentinien nicht mit ihnen teilte. wenigstens einmal sich das Leben in einem Altersheim genau anzuschauen. Ich fügte mich in den geordneten Rhythmus des Altersheims stillschweigen ein. Schädler-Strasse ein. Ich kannte sie aus meiner Kindheit in Schaan. Ich habe sie anschliessend nie wieder getroffen. A. Das Essen war erstklassig und die sprichwörtliche Friedhofsruhe war schon wieder wohltuend. Sie wurde hier in Sicherheit vor ihrem gewalttätigen Ehemann untergebracht. in das Betreuungszentrum St. im Juli 2003. Meine beiden Nachbarn. Aussicht auf blühende Wiesen. schön möbliert und mit eigener Dusche ausgestattet. Ich kann nur jedem empfehlen. trotz meines verzigfache Energieüberschusses im Vergleich zu den Mitbewohnern. Stundenlange Diskussionen mit den 70-80-Jährigen waren sehr aufschlussreich und spannend. Wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen. Mit Sack und Pack zog ich also nach Eschen im Liechtensteiner Unterland. wo ihre beiden Söhne mit mir in die Schule gegangen waren. nicht teilen wollte. Ihre liebenswerte Eigenart kam unter tragischen Umständen wieder in mein Bewusstsein. Mein Zimmer war im unteren Stock. Das heisst. zog ich ausgerechnet in jene frisch gestrichene 1-Zimmerwohnung im Mehrfamilienhaus am Buchenweg 1 in Vaduz ein. Frühstück und Mittag. waren auch keine echten Rentner. 98 . Drei Zimmer weiter war eine freundliche und liebenswerte italienische Dame für kurze Zeit auch Gast im Altersheim. die ab und zu von gefrässigen Huftieren abgegrast wurden.kleines Zimmer im Altenheim übrig. Das Leben im Altersheim war voller Überraschungen. ich versichere Euch.

Nicht das es an Geld je mangelt. viel nachzudenken. wie ich es tat.ihr werdet ganz anders über alte Menschen und speziell euer eigenes "älter werden" nachdenken. tagaus anspruchslos auf den unvermeidbaren Sensenmann warteten. Viele von ihnen würden Jahre später noch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen. Da hatte ich oft Angst vor deren Reaktion. aber auch in einem so reichen Land wie Liechtenstein ist das Seniorenheim ein (geistiges) Abstellgleis für viele alte Bürger. Ganz anders war dies mit jenen. die sich beruflich mit dem "Ausgang meiner Argentinienvisite" befassen mussten. Gallen. Weil mein Schmerz ja fast unfassbar war. Schon wenige Tage nach meiner Anzeige bei der Polizei in Vaduz begann ich. Nach und nach traten also immer mehr neue Leute in mein Leben. die keine eigenen Familienmitglieder mehr haben oder deren eigenes Fleisch und Blut den "Wir-besuchen-die-Alten-NIE" – Bazillus pflegen. Nach gründlicher medizinischer Prüfung aller Verletzungen überwies sie mich an einen Spezialisten beim Spital St. wie man "erfolgreich" die Hauptblutader am Handgelenk durchtrennt: nämlich tief und parallel zum Arm und nicht quer. Erstaunlicherweise hatte ich überhaupt keine Mühe. mit mir vorher unbekannten Menschen ausführlich über das Ertragene zu reden. Ich verbrachte die Tage damit. Eine äusserst kompetente und mitfühlende Person. mich wieder aufzufangen und mein Kampf gegen die Täter zu organisieren und aufzunehmen. Silvia Rheinberger aus Vaduz. wird oft untersucht. Ganz zu schweigen von dem Stigma einen Selbstmordversuch gemacht zu haben. wie viele der Bewohner tagein. Zum Glück war keine 99 . Meine Hausärztin. ob die Nervenstränge wieder zusammenwachsen und keine Schwächung der Empfindsamkeit zurückbleibt. die mir nahe standen. Vor allem für jene. umfassende Schriftstücke mit mehr Details und Erklärungen zu den Tätern zu verfassen und sie den Behörden zu übergeben. Da war die Ärztin Dr. Ich hatte immer noch Schmerzen im Hals und an beiden Handgelenken. Mein vorher sehr gutes Gedächtnis und meine Konzentrationsfähigkeit haben unter der Tortur und dem Stress der letzten Wochen stark gelitten. Nach solch messerscharfen Schnitten am Handgelenk wie ich sie hatte. Gott sei Dank hatte ich im Kerker in Argentinien auch keine medizinische Kenntnisse darüber. insbesondere mit den Untersuchungsbehörden. Es war traurig mit anzusehen.

Dadurch dass ich Rechtshänder bin. da ich motorisch automatisch mehr Druck und Kraft mit der rechten Hand ausübte. Heute noch empfinde ich nur beim Fingernagelschneiden an der linken Hand ein kleines Kribbeln in den Fingern und im Handgelenk. war der Schnitt an meinem linken Handgelenk etwas tiefer. Erst zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Argentinien war ich innerlich so weit. Sie waren sehr mitgenommen von der ganzen Geschichte und versicherten mir – falls erforderlich – mir finanziellen und sonstigen Beistand für den juristischen Kampf um die Gerechtigkeit zu leisten.neurologische Operation nötig. Und die anderen. Es wurden somit die durchlaufenden Nervenstränge mehr in Mitleidenschaft gezogen. Ich glaube. es gibt zwei Gruppen von Opfern: jene die nach grausamen Erlebnissen nur schweigen können und oft einsam und depressiv werden. zu denen glücklicherweise ich gehöre. auch meinen Vater und die Stiefmutter persönlich für etwas längere Zeit zu treffen. 100 . die sich LAUT und STARK äussern können.

Ich erkannte sofort. Über diesen Bescheid war ich sehr erfreut. der STA und von mir gefüllt. Das weitere Verhalten der Staatsanwaltschaft (STA) in Vaduz spielte eine massgebliche Rolle. Der meinem Fall zugewiesene Untersuchungsrichter (UR) war der Landrichter Dr. Ich war heilfroh. Dies war deshalb der Fall. die Staatsanwältin Alma Willi aus Balzers. Als erste Amtshandlung hatte sie gerichtlich feststellen lassen. die nach Strafgesetzbuch jeweils pro Delikt eine Maximalstrafe zwischen fünf und zehn Jahren Gefängnis vorsehen. Freiheitsberaubung. Freiheitsberaubung u. Meier sehr wichtig. Als ich ihn zum 1. B. Meier war ich etwas nervös.Kapitel 3 Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Eine weitere Dame. ein Österreicher. zusätzlich zu meiner ausführlichen. Hirn (mit solchem Nachnamen muss man ja ein RA werden). schwere Nötigung.). also die Entführung. schwere Erpressung und schwere Nötigung zusammen mit der unberechtigten Annahme oder Übernahme meines Sparbuchs in VADUZ durch den Mittäter Kroschel. sowie der 101 . sollte für die ersten paar Jahre meine ganze Hoffnungsträgerin sein. Ich hatte mich sogleich als so genannter Privatbeteiligter. dass Liechtenstein in diesem Fall (Aktennummer 10 Vr 101/97. Nie sollte ich mich in ihm täuschen. Körperverletzung. dass er äusserst qualifiziert war. Aufgrund der massiven Schwere der Taten (schwere Erpressung.s. die ich auf Tonband bei der Polizei Wochen zuvor ausgesagt hatte. am Strafverfahren (101er) gegen die diversen Täter beteiligt. Ferner unterstütze mich auch der geachtete Rechtsanwalt (RA) Dr. war es für den UR Dr. Bei der ersten Vernehmung durch den UR Dr. irgendein der vielen wichtigen Details. Alles lief aber gut. ein rechtsmedizinisches Gutachten bezüglich aller Körperverletzungen erstellen zu lassen. Mal treffen konnte. zu vergessen oder zu verwechseln. Paul Meier. an Details nicht zu überbietenden Wiedergabe des brutalen Verbrechens. weil das Verbrechen als geschlossene Tat angesehen werden konnte. was mir als Opfer einige Rechte gibt. der eine Kanzlei in Feldkirch und in Vaduz hatte.w.kurz der „101er‚) eine juristische Zuständigkeit besass. warum sich ein anderes Unheil ab dem Jahr 2002 zusammenbrauen würde. Landgericht Vaduz. war meine Akte schon mit vielen Schriftstücken seitens der Polizei. dass er ein offenes Ohr hatte. da ich Angst hatte.

An der Beugeseite des linken Handgelenkes war eine quer verlaufende. brustbeinnahe. Dr. 5 cm lange. welche im Bereich des hinteren Narbenendes schwalbenschwanzartig gespalten war. Juni 1997 besucht. 4. Dr. Umach hat mich dann im Altersheim in Eschen am 25.: Das Kapitel Eins (I. befragt und untersucht.5 cm lange. war voll orientiert. war eine weitere v-förmig gestaltete 3 cm lange Narbenbildung über den rechtsseitigen Halsweichteilen gegeben.5 cm gegeben.Faktenlage zu der versuchten Erpressung.)<. Österreich. Etwas handflächenwärts dieser Narbe war eine umschriebene Druckempfindlichkeit mit elektrisierendem 102 . Paul Umach. Etwa in der Mitte der Narbe war eine weitere 3 cm lange. ebenfalls von hinten oben nach vorne unten über dem Vorderrand des Kopfnickermuskels verlaufend.) bis zur erste Hälfte von Kapitel Drei (III. knapp unterhalb derselben eine weitere 1 cm lange Narbe nach rechts oben abzweigend.. meine Schilderungen aus der Anzeige und die Angaben des Spital Vaduz. von links oben nach rechts unten verlaufende. seines Gutachtens beinhalten eine Zusammenfassung des Auftrages des UR.Bei der klinischen Kontrolluntersuchung befand sich Heinrich Kieber in gutem Allgemein. Knapp oberhalb der beschriebenen Narbe eine weitere 6 cm lange. Seine Wahl fiel auf den ausgewiesenen Univ. etwas unregelmässige rote und verdickte Narbenbildung festgestellt. Diese Narbe dem Aspekt nach vorne unten seichter auslaufend. Im Bereich der Drosselgrube wurde eine leicht geschwungen verlaufende. quer über dem Kopfnickermuskel verlaufend. voll kommunikationsfähig. war eine 6 cm lange. Sein Gutachten gebe ich im OT hier wieder: Anm. Oberhalb des Schüsselbeines rechts. etwas verbreiterte und rot gefärbte Narbenbildung gegeben mit den deutlichen Spuren von vier Nähten. 1. verdickte rote Narbenbildung gegeben. Facharzt der Gerichtlichen Medizin in Innsbruck. unregelmässig gestaltete Narbe quer nach links abgehend. An der linken Halo-Vorderseite. (III. beginnt der Originaltext ab der Mitte des III. Da all dies schon in diesem Buch erwähnt ist.).und Ernährungszustand. eher strichförmige Narbe. In gerader Verlängerung nach unten rechts der erstgenannten Narbe ist eine gleichartige 1 cm lange Narbe im Abstand von ca. Kapitels.

An der Beugeseite des rechten Handgelenkes. welcher von ihm angegeben wird. so sollen die Verletzungen am rechten Unterschenkel mit der Tathandlung 103 . eine Zuordnung auf Tage genau zu treffen. als das Abspreizen nur unzureichend möglich ist im Vergleich zu rechts. 20 cm über der Fersensohle lokalisiert. etwas verbreiterte Narbenbildung mit den Spuren nach drei Wundnähten. war eine etwa 8 mm messende. eine 5 cm lange. jedoch ist es auszuschliessen.ausstrahlenden Schmerz in die beugeseitigen Langfinger gegeben. Sowohl nach dem dortigen Befund als auch dem jetzigen Narbenbefund ist davon auszugehen. war eine rundliche. dass bei Heinrich Kieber Narbenbilder vorliegen. etwas innerhalb davon eine gleichartige reiskorngrosse Narbe. quer verlaufend. Unterhalb dieser Narbe in einer mittleren Höhe von 26. zwischen 30 und 31 cm über der Fusssohle gelegen. Die Sensibilität im Bereich der Finger und der linken Hand ungestört. wie von Kieber berichtet. jetzigen Narbenbildern eine oder mehrere wesentlich früher zustande gekommen wären als in der letzten Märzwoche 1997.5 cm über der Fersensohle. Die Verletzungen sind im Ambulanzbericht des Krankenhauses Vaduz beschrieben und auch lichtbildmässig dokumentiert. IV. Es ist natürlich nicht möglich. 1. dass die Verletzungen des Heinrich Kieber tatsächlich in jenem Zeitraum zustande kamen. Folgt man den Angaben des Heinrich Kieber. die Beweglichkeit des Daumens insofern eingeschränkt. Nach den Unterlagen ist festzustellen. im Durchmesser 1 cm haltende bräunliche Narbenbildung mit strahlig-narbiger Oberfläche gegeben. welche als Folge angeblich verschiedener Tathandlungen und Ereignisse eingetreten sein sollen. Die Beweglichkeit der Langfinger ungestört. An der hinteren Aussenseite des rechten Beines. An der hinten Aussenseite der rechten Wade. Sensibilität und Motorik im Bereich der rechten Hand und der Finger rechts nicht gestört. oval gestaltete bräunliche Narbenbildung mit strahliger Oberfläche gegeben. dass von den bei Heinrich Kieber befundenen Verletzungen bzw. war eine praktisch horizontal verlaufende. rote.3 cm lange und bis 3 mm breite rötlich-braune Verfärbung der Haut ohne Veränderung der Hautstruktur wie nach abgeheilter Hautabschürfung gegeben.

Somit können diese Verletzungen am rechten Unterschenkel zum einen auf Verbrennungseinwirkung durch möglichen Funkenflug beim Schweissen. während die unterste quer verlaufende Narbe ihrer Struktur nach für eine oberflächliche Hautverletzung im Sinne einer Hautabschürfung spricht und durchaus mit jener Kanteneinwirkung der angebrachten Metallmanschette in Zusammenhang gebracht werden kann in der Form. sind als Narben nach Schnittverletzungen 104 . Die zurückgebliebenen Narbenbildungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind typisch für die Zufügung sog. wobei am linken Handgelenk offenbar auch der Mittelnerv etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde mit den vorübergehenden Sensibilitätsstörungen im Bereich des Daumens und der Finger und der minimalen Bewegungseinschränkung. beide etwa 6 cm lang. schräg von hinten oben nach vorne unten verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel. die zurückgebliebenen Narbenspuren zeigen. Die an der linken Halsvorderseite gelegenen etwa quer bzw. dass die beschriebenen Narben im knienahen Bereich des rechten Unterschenkels eindeutig auf Hitzeinwirkung zurückzuführen sind und es sich um sog. diese aber nicht überschritt. Aus derart angelegten Pulsaderschnitten kommt es nicht zu schweren Blutungen und insbesondere nicht zu solchen. Verbrennungsnarben handelt. welche lebensbedrohlich wären. Diese Verletzungen sind in ihrer Gesamtheit wohl noch als solche medizinisch an sich leichten Grades anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit.durch Dritte in Zusammenhang stehen. Pulsaderschnitte im Rahmen von Suizidversuchen. dass eher unkundige Wundversorgung primär stattgefunden hat. welche an die 24-Tage-Grenze wohl heranreichte. Die Narben sind jung. da bei dieser Schnittführung grosse arterielle Gefässe nicht getroffen werden und somit der Blutverlust in engen Grenzen bleibt. was auch aus dem Arztbericht des Krankenhauses Vaduz unschwer abzuleiten ist. zum anderen durch Einwirkung der beschriebenen Metallmanschette zur Kettenanlage am rechten Bein zurückgeführt werden. Die Verletzungen am Hals können von verschiedenen Tathandlungen herstammen. wie dies von Kieber auch berichtet wird. Nach dem Narbenbild ist festzustellen.

sodass durch eine Sticheinwirkung hier sehr leicht eine Eröffnung der Luftröhre möglich ist ohne relevante Verletzung benachbarter Organstrukturen. mit welchem nicht so weit in die Tiefe geschnitten werden kann. dass diese Verletzungen oder ein Teil 105 . Auch die v-förmige Verletzung etwas rechts der genannten Narbengruppe oberhalb des rechten Schlüsselbeins wäre als Glassplitterverletzung durchaus möglich. Zusammenfassend sind die gegenständlichen Verletzungen des Heinrich Kieber nach dem eigenen Untersuchungsbefund und in Beachtung der Unterlagen des Krankenhauses Vaduz junge Verletzungen. welche durchaus in dem in Rede stehenden Zeitraum 26. wobei der Schnitt von hinten oben nach vorne unten geführt wurde. Auch hier wurden offensichtlich entscheidende tiefer liegende Strukturen nicht erwischt. Eine mehrläufige Narbe befindet sich bei Heinrich Kieber direkt über der Drosselgrube mit unregelmässiger Gestaltung. typisch. 3. so würde sich daraus nicht nur das unregelmässige Narbenbild über der Drosselgrube erklären. den Splitter wieder etwas herausgezogen und gedreht und nochmals hineingestossen zu haben. Diese Schnittführung ist für einen Rechtshänder. Natürlich sind die von Heinrich Kieber verwendeten Klingen eines Einwegrasierers diesbezüglich nur ein bedingt taugliches Mittel. allerdings zu oberflächlich. Der Schnitt war aber über der Halsschlagader lokalisiert.gedrückt bzw. dass es auch zu einer entscheidenden Verletzung eines arteriellen Gefässes kommt. bei dem es sich offensichtlich um Bronchialschleim gehandelt hat. 1997 entstanden sein konnten. V. Die über der Luftröhre hier liegenden Weichteile sind dünn. 97 bis 2. hier ein dreieckiges Stück eines Glassplitters eines Fensterglases angesetzt und hinein. welcher sich durch Halsschnitte vom Leben zum Tod befördern will. hineingeschlagen zu haben. etwa an jener Stelle. Auszuschliessen ist. 4. dass er Luft heraus pfeifen gehört habe und auch eine Art Schleim gespürt habe. Wenn Heinrich Kieber nun angibt. wo auch bei einem therapeutischen Luftröhrenschnitt durch die Weichteile eingegangen wird.anzusprechen. um einen direkten Zugang zur Luftröhre zu erreichen. sondern auch die Angabe des Verletzten erklärbar sein.

Bei jenen zwei an der linken Halsseite mehr oben gelegenen. welche an die 24-Tage—Grenze wohl heranreichte. Diese Verletzungen sind insgesamt noch als medizinisch an sich leichte Körperverletzungen anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. Bei einem solchen Vorgehen ist auch eine Anspiessung der Luftröhre. Eine Selbstheilung der Luftröhrenverletzung ohne weitere operative Massnahmen ist möglich und nicht ungewöhnlich. welche Heinrich Kieber von fremder Hand zugefügt wurden. schräg verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel handelt es sich um Zustände nach Schnittverletzungen eher oberflächlicher Art. wenn auch nicht sehr kundig. Die im Bereich der Drosselgrube zurückgebliebene unregelmässige. diese aber nicht überschritt. Jene Verletzungen. wobei die Schnittrichtung von hinten oben nach vorne unten anzugeben ist. zwanglos möglich. zumal offensichtlich ja die Weichteilwunden selbst mit Nähten.derselben wesentlich früher als in diesem bezeichneten Zeitraum entstanden wären. ohne dass die Glasscherbe jeweils aus der Wunde ganz herausgezogen wurde. Die weitere Narbe an der Halsseite 106 . sind diese am rechten Unterschenkel lokalisierten. welche hier sehr oberflächlich unter den Weichteilen liegt. Die Verletzungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind Schnittverletzungen. wobei von einem mehrfachen Einstechen mit verschiedener Richtung der Glasscherbe ausgegangen werden kann. Diese Verletzungen konnten durchaus durch eigene Hand mit einer Rasierklinge zugefügt worden sein. wie sie nach primär etwas tiefer reichender Hautabschürfung zurückbleibt und ist der Lokalisation und Form nach durchaus möglich als Einwirkung des oberen Randes der behaupteten Metallmanschette. versorgt wurden. wie von Heinrich Kieber geschildert. dass nämlich die Spitze einer Glasscherbe hier eingestossen wurde. Es handelt sich dabei um drei Verletzungsmerkmale. die am weitesten am Unterschenkel unten gelegene Verletzungsmarke ist eine solche. wie sie von Kieber beschrieben wurde. welcher ihrer Art und Lokalisation nach typisch für Suizidversuche sind mit anschliessender eher laienhafter Wundversorgung. mehrfach geschenkelte Narbenbildung wäre zwanglos erklärbar durch ein Vorgehen. wie sie typischerweise nach Verbrennungen auftreten.

1997. dass seine Hände gebunden seien. dass das befundene Narben. Als Opfer hat man immer Angst. Innsbruck. Alles ging sehr langsam voran. 16. dass die STA an der Anklage arbeiten würde. ohne dass hier relevante bzw. Paul Umach. Unglaubliches passierte. Sie war sehr kurz angebunden. Dialoge mit dem Opfer waren nicht ihre Stärke. Im Gegensatz zum UR Dr. Leider nutzte die STA ihre Macht zur Nachforschung nicht aus. Drei bis vier Mal pro Monat habe ich. die Leute würden einem nicht oder nur teilweise glauben. 7. beim UR angeklopft und höflich gefragt. Ich hatte immer Respekt und Anstand vor den Behörden gezeigt 107 . (gez. da es an der Glaubhaftigkeit meiner Anzeige und all meiner Aussagen seitens der Polizei und dem Gericht in Vaduz absolut nie Zweifel gab. tiefer reichende und schwerwiegendere Verletzungen entstehen. er könne faktisch nur auf Antrag oder Anweisung der STA handeln. Ich nahm meine Rolle als Privatbeteiligter sehr ernst und nutzte 100fach die Gelegenheit. hatte es nie für notwendig angesehen. Er sagte mir. bestätigte mir aber. mit mir persönlich zu reden. um der so genannten Wahrheitsfindung zu dienen. Es ist die dienstliche Pflicht der STA. dessen Bürotüre immer für mich offen stand.) Dr. In den verbleibenden Monaten des Jahres 1997 war ich praktisch ein Dauerbesucher beim Landgericht Vaduz gewesen. den schweren Beschuldigungen juristisch auf den Grund zu gehen und mittels der gesetzlichen Macht und den weitreichenden Hilfsmitteln hat die STA die Möglichkeit dazu. STA Alma Willi. habe ich mit ihr in der Zeit nur einmal kurz zwischen Tür und Angel reden können und dies auch nur per Zufall. als die anklagende Behörde. ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.rechts oberhalb des Schlüsselbeins wäre ebenfalls durch Einwirkung einer Glasscherbe erklärbar. so will es die Strafprozessordnung (StPO). Meier. P.und Verletzungsbild aus gerichtsmedizinischer Sicht durchaus mit den Schilderungen des Heinrich Kieber in Einklang gebracht werden kann. Als ich dann eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachtens erhalten hatte. da sich ihr Büro damals noch in demselben Gebäude wie das Landgericht befand. Insgesamt ist festzustellen. oft ohne Termin. wie der Stand der Dinge sei. Ich hatte eigentlich soweit Glück.

um die alle (wieder) Milde zu stimmen. Wegen Geldwäschereivorwürfe. dass der Hauptzuträger des BNDs (aus Quellen von 1997 und 1998) selber kein "vorbildlicher Treuhänder" war. Auch der Inhalt der berühmten CD vom Treuhandbüro "Dr. Es folgten massenhafte Steuer-Strafuntersuchungen und seitenweise negative Berichte in den deutschen Medien. 1996 hatte ein Mitarbeiter Batliners die CD mit nach Hause genommen. Die hohen FinanzHerren hatten das Glück. Justiz und die Kripo) in seinem Land in personeller als auch technischer 108 . da er in verdächtige Geldverschiebungen und Aktionen im Ländle verwickelt war. wo die ultimativen. Er erkannte an. Auf einmal war das kleine Liechtenstein nicht nur in aller Munde sondern auch in Verruf geraten. Dr. Selbst Hans-Adam war gezwungen öffentlich seinen "sauberen Finanzplatz" zu verteidigen. Wir in Liechtenstein wussten. direkt oder über die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) oder der FATF (Financial Action Task Force). Batliner" aus Vaduz sorgte für reichlich Aufsehen. Zu Hause aber lachten sie hinter vorgehaltener Hand: "Fast hätte es uns erwischt!". Dazu muss man folgendes wissen: Gerade ab dem Jahr 1997 kam das Land Liechtenstein immer stärker unter Beschuss von diversen Europäischen Staaten und den USA. Der Druck stieg auch mit dem exklusiv für die damalige deutsche Regierung eigentlich als vertraulich klassifizierten BND-Bericht von 1999 über die kriminellen Netzwerke der Liechtensteiner Finanzwelt. was dem BND 1997 nicht gelang. und ihm daher für das vollständige Bild fehlte: einen tiefen Einblick in die "Dunkelkammer" der betroffenen Banken und Treuhänder. dass die Ausstattung der Untersuchungsbehörden (STA.und mit dieser für mich wichtigen Aussage seitens der STA war ich mehr als zufrieden. schickte den Liechtensteiner Regierungschef samt Gefolge nach Berlin. Billigung und Förderung von Steuerbetrug und –hinterziehung. Diese schimpfte öffentlich über den BND und Deutschland sowieso. später gelangte sie in die Hände der Medien und der deutschen Behörden. Unterstützung der organisierten Kriminalität und generell als Steuerparadies. beweiskräftigen Dokumente lagern! Diese "Unvollständigkeit" sollte dem BND Jahre später nicht mehr passieren.

All dies hauptsächlich zum Gefallen der ausländischen Behörden. die Herren Marxer & Ritter etc.Hinsicht schon lange nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprach. dass praktisch keine Zeit da war für die Arbeit an den anderen bei Gericht oder STA liegenden Fällen wie der meine. Dr. Wenn man es genau nimmt. Erst Jahre später wurden neue – angeblich von den Finanzmachthabern unabhängige – Aufsichtsbehörden geschaffen.) abgeführt. Was das Ausland nicht mehr mitbekommen hatte. Ich habe im Jahr 1997 (bis Ende 2002) Hunderte 109 . Wie in einem Fasnachtsumzug wurden diverse Persönlichkeiten aus Liechtenstein (z. grosse Untersuchungsberichte angefertigt und noch grössere Prozesse angekündigt. um das Böse im Ländle auszurotten. staatlichen Organisationen und den lästigen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO’s). SPITZER hat aufgeräumt" jubelte Hans-Adam. Wir in Liechtenstein verurteilen prinzipiell keine Banker oder Treuhänder nur weil sie Geldwäscherei fördern oder billigen oder Steuerbetrug und hinterziehung aktiv unterstützen. Kurt Spitzer aus Österreich sowie mehrere ausländische Spezialisten mit grossem multimedialem Pomp von Hans-Adam persönlich angestellt und dirigiert. Denn schlussendlich wurde niemand aus der Gruppe der Beschuldigten Banker und Treuhänder je rechtsgültig verurteilt (abgesehen von kleineren Vergehen). "Dr.B. dass ich als Opfer (nicht nur in der Rolle als Privatbeteiligter am Prozess) alles nur denkbare und Menschenmögliche gemacht habe. Treuhand. Auch wurden neue Sorgfaltspflicht. In aller Eile wurde Anfang 2000 ein Sonderstaatsanwalt. "Das (verfluchte) GELD" hatte eben IMMER Vorrang!! Ohne Übertreibung kann ich fest behaupten. um dem ständigen Druck vom Ausland entgegenzuwirken: zum Beispiel die FIU (Financial Intelligence Unit) im März 2002 oder im Mai 2004 die FMA (Finanz Marktaufsicht). der STA und der Regierung hatten zur Folge.und Bankendokumente beschlagnahmt. Es wurden Büroräume durchsucht. Im Gegenteil. habe ich die Arbeit der STA getan.und andere Finanzgesetze erlassen. All diese hektischen Aktivitäten über Jahre hinweg seitens der Justiz. gar (kurzzeitig) verhaftet und später auch angeklagt. um der STA und dem UR bei ihrer Arbeit zu helfen. die Regierung in Vaduz musste Jahre später nach praktisch geheimen Verhandlungen sehr hohe Entschädigungssummen an sie auszahlen. war die Realität.

s. warum die STA nicht einmal via Interpol die Argentinier zumindest bitten konnte.09. Ich habe eine Serie von verschiedenen Fotos davon gemacht um die in meiner Anzeige bei der Polizei gemachten Angaben bildlich zu unterstützen. In der Fotomappe waren Fotos mit mir in diversen Situationen während der Gefangenschaft nachgestellt. unter Aufsicht von Interpol Argentinien.von Seiten niedergeschrieben. 1. dass eine solche Reise. geklebt. dass ausländische Strafverfolgungsbehörden in ein anderes Land reisten. durchführbar wäre. Diese Foto-Mappe 110 . Da niemand in Argentinien nachschauen gehen wollte. Genau nach dem Spruch "ein Bild sagt mehr als Tausend Worte" hatte ich schon im August 1997 den Auftrag für 3 Kohle-Zeichnungen gegeben und sie am 01. Leider war eine solche Reise (mit mir oder ohne mich) nicht machbar. um einen Tatort anzusehen. den Turm und die Farm wenigstens zu besuchen und zu inspizieren. Ich war sehr enttäuscht. an dem wohl ausgetauschten neuen Fenster u. Es wäre nicht das erste Mal. entschloss ich mich einen professionellen Nachbau in Auftrag zu geben.5 x 1 Meter gross. dass die Justiz sich zum Tatort nach Argentinien begibt.12. zu finden sein. fotografisch und im Modell den Tatort nach Vaduz gebracht.5 cm dicken Holzplatte.1997 mit Fotomappe und Begleitschreiben dem UR überreichen. 1x für UR.1997 zusammen mit einem Begleitschreiben dem UR übergeben. Über 1000 Franken habe ich dafür bezahlt. Meier die Möglichkeit nach einer Reise zum Tatort zu erfragen. Kurz vor Weihnachten 1997 hatte ich auch das 1:1 Modell des Eisenfussrings und Eisenkette samt Mauerstück fertig und am 21. Dies habe ich alles dem UR geschrieben. Nicht das ich nochmals im Kerker auf der Farm lande. Das Modell war auf einer ca. Zudem verstand ich es auch nicht. immer noch Blutspuren von mir zu finden. Da ich nicht verlangen kann.w. Abgesehen davon müssten noch die Spuren der Kette (an der Wand). habe ich bildlich. Hirn. Ich war im Glauben. Im Februar 1998 war Nachbau des Kerkers (mit jedem kleinsten Detail) als dreidimensionales Modell fertig. 1 x für STA und 1 x für meinen RA Dr. Die STA hätte es nicht bewilligt. Kriminalspezialisten sollten in der Lage sein. Fotos gemacht und Modelle bauen lassen. Selbst wenn die Täter den Gefängnisturm mit einem Hochdruckreiniger gereinigt hätten. Akten angefertigt. Alles jeweils in dreifacher Form. 0. Am Anfang war ich sogar naiv genug in einem Schreiben an den UR Dr. Nur unter höchstem Polizeischutz natürlich.

und dem obligatorischen Blick auf die ON-Liste (Akteninhaltsverzeichnis) des 101er.08.mit exakten schriftlichen Hinweisen und Querverweisen auf die jeweilige Zeile aus der Anzeige. So zum Beispiel als ich mit einem Freund einen Kinofilm der US-Regiebrüder Ethan und Joel Coen mit dem Titel FARGO im Freiluftkino in Vaduz ansehen wollte (es war im Sommer 1997 oder vielleicht auch 1998). Ich habe mir seit dieser Zeit nie wieder einen Gewaltfilm angesehen. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Der nächste Eintrag auf der darunter liegenden Zeile war: (Eingang) "Schreiben von H. Obwohl ich weiss.mehr dazu später im Buch. Selbst Jahre später. als Opfer einen Input zur (geplanten Vernehmung) 111 . schaffte ich es zwar etwas länger sitzen zu bleiben.1997".1997. 11. wurde mir Kotzübel und ich musste von der Sitztribüne fliehen. Die tiefen seelischen Narben verursachten aber einiges an Nebeneffekten. zum Glück hatte ich aber meinen Humor nach meiner Rückkehr aus Argentinien nicht ganz verloren. das Horrorjahr 1997 wäre bald vorüber. wo die zwei Amateurkidnapper die Frau des Autoverkäufers aus ihrem Haus entführen wollten. worüber ich mich am meisten massiv ärgern sollte: A) Dass der Haupttäter vernommen wurde – ohne dass das LG mich oder meinen RA informierte hatte und mir daher die Möglichkeit genommen hatte.2. Ich konnte mich nicht gleich entscheiden. Ich war natürlich auch jeden Tag froh. hatte ich am 17. Meier. die Gewaltszenen sind einfach noch immer zu viel für mich. dass ich noch lebe und noch nicht in Depressionen verfallen war. da wurde ich eines besseren belehrt. Mein Leben drehte sich nur um den 101er Akt! Alles andere war nebensächlich. dass es Schauspieler waren. Als jene Szene gezeigt wurde.1998 fertiggestellt und dem UR gebracht. blieb mein Herz stehen und der Atem stocken: gemäss Eintrag gab es eine Beschuldigteneinvernahme von Helmut Roegele hier in Vaduz am 11.08. als die (seelischen) Narben etwas verwachsen waren und ich den Film bei einem Freund per Zufall auf DVD sehen konnte. Kieber v. Auf einer meiner Gänge zum UR Dr. Gerade als ich dachte. Das 3D-Modell musste ein trauriges Ende nehmen .

Ich bin ja kein Jurist. ich ziehe das geschriebene Wort vor. Sie konnten ja sehen und selbst erleben. was ich beim Lesen dieses Schriftstücks durchgemacht hatte. Meier war. Zuerst war mir aufgefallen. was sie mir angetan hatten. war für mich rückblickend keine Überraschung. sondern als Zeugin!?!? Völlig unverständlich für jeden Juristen. dass die STA nur die Vernehmung von Helmut verlangt hatte und da seine Frau. die mit ihm in Vaduz gegenwärtig war. Sofort verlangte ich eine Kopie der Vernehmung. Salud "praktischerweise" anwesend war. in den Gängen des LG im August 1997 (ohne Vorwarnung oder Betreuung) begegnet.11. wäre ich wahrhaftig dem Helmut Roegele samt seiner Frau. was es wohl in mir ausgelöst hätte. den Tätern das selbe zu wünschen. wenn ich nur daran denke.. um ein Schreiben von mir in den Akt einfügen zu lassen. Der UR Dr.von Helmut Roegele zu machen (was ich als Privatbeteiligter am Prozess hätte machen dürfen) oder B) Dass ich offenbar einem "explosivem Schock" knapp entgangen bin. Das sich Helmut & Co. Ich bin zwar absolut kein Mensch der Gewalt. überhaupt auf den Weg nach Vaduz trauten. dass die Frau von Helmut Roegele. Es läuft mir heute noch – bald 12 Jahre später . ich hätte ihn und seine Frau vermutlich glatt platt gemacht. aber zum minimalen Verständnis einer Strafuntersuchung gehört die Vernehmung aller Beschuldigten. meinen Peinigern & Folterern. Meier sagte mir. weil ich ja am selben Tag (08. lange hinziehen würde. sie selber gerne eine Zeugenaussage machen wollte. Wie praktisch<. NICHT als Beschuldigte einvernommen wurde. Obwohl ich ihre Taten im Detail aufgezeigt hatte und sie einen grossen Teil der Verantwortung der Taten übernehmen müsste.eiskalt den Rücken runter.1997) im Büro des UR Dr. Aber selbst als gut erzogener und intelligenter Mensch wäre mein Verlangen einfach nicht Unterdrückbar gewesen. Ohne zu Übertreiben. (All die Jahre habe ich immer jedes Schreibstück etc. persönlich bei Gericht abgegeben und nie per Post versandt). Zumindest symbolisch. Ich kann es nicht in Worte fassen. Ich verfluchte alle im Land. dass die Behörden in Liechtenstein offenbar nicht gross handelten und die Sache sich lange. 112 .

Wenn ich heute so zurück denke. In seiner Aussage bestätigte Helmut sogar. um hinten in der Mitte meiner Wade zu landen und sich dort einzubrennen? Verdammt noch mal – völliger Mist. insbesondere aus monetärer Sicht. Alles kompletter Unsinn. ging Mariano in kellertiefe Deckung. Sehr erbost über seine misslungene Erpressung. indem ich angeblich zu nahe stand als ich einem Farmknecht beim Schweissen "zugeschaut" hätte. zwischen meinen Beinen hindurch sausen und dann eine 180 Grad-Drehung machen. Wie soll dies gehen? Physikalisch gar nicht möglich: Wie kann ein Schweissfunke über mehrere Meter hinweg horizontal fliegen. bin ich emotional in ein tiefes Loch gefallen. Völliger Mist.B. die ganze vorher angeblich von mir "genehmigte" Geldtransaktion zu stoppen obwohl doch alles so makellos "freiwillig" gewesen sein soll. meine runden Verbrennungen auf der Rückseite (!) meiner rechten Wade dadurch geholt. In einer schriftlichen Eingabe an das LG Feldkirch hat Helmut behauptet. Niemand! Er erklärte weiter. warum ich. dass er zwar in Argentinien gewesen sei. hätte eine langjährige psychiatrische Betreuung abgebrochen und vor der Psychiatrie „auf der Flucht‚. sobald ich (in Buenos Aires) alleine war. die Sache mit dem Geld sei aber "freiwillig" geschehen. Er bejahte. er solle im Detail erklären. Es dauerte einige Wochen. In der Zwischenzeit waren die Täter auch nicht untätig. ich sei ja medizinisch bestätigt geistesgestört. Man kann es fast nicht glauben: Niemand hatte von Helmut gefordert.Als ich die an den Haaren herbeigezogenen Antworten von Helmut auf die Fragen des UR gelesen hatte. die schwere Körperverletzung etc) abwehren. verzweifelt versuchte hatte. dass er keine Erklärung dafür hatte. dass er (mit anderen) "ein wenig Druck" auf mich hätten ausüben müssen. dann 113 . Aber Helmut war ja gezwungen Phantasie-Antworten zu geben. ich hätte z. was er mit "ein wenig Druck ausüben" gemeint hatte. bis ich mich von diesem Schock erholt hatte. Nie im Leben war ich je in oder runter einer Psychiatrischen Behandlung. Und spätestens hier hätte die STA massiv nachhacken sollen. die Verletzungen seinen ein "Unfall" gewesen. er musste ja seinen angeblichen Anspruch auf die Hälfte der Ausbeute der schweren Erpressung irgendwie untermauern und auch irgendwie die noch schweren Anschuldigungen (die schwere Nötigung. die Freiheitsberaubung. Es war wie eine zweite Folter.

‚warte‚ ich – wohl vergebens – auf seine Rückzahlung des Darlehens. wo er lebte. Um dort zu sein. auf Grund diverser polizeilicher Vernehmungen in Deutschland. Ein ganzes Jahr lang (von September 1995 – September 1996) gehörte das Boot mir. Er wollte das Boot unbedingt wieder haben. Zu meiner grossen Bestürzung wirkten sie massiv auf die Behörden in Spanien ein (die natürlich vorher nichts von deren Verbrechen in Argentinien wussten) und erwirkten am 25. Österreich.. Ich bin 1995 extra wegen seiner Geldschuld mir gegenüber (bzw.a. Kaufangebote hate ich einige. 114 . Das NICHT-Bezahlen der Schuld) nach Barcelona gezogen. ist sein kriminelles Glanzstück.wünsche ich mir.. dass in Barcelona Helmut vehement. im Jahr 2009. versucht hatte. weil er mir ständig in den Ohren lag und behauptetet. den Eingang dieses Schreibens in den dortigen Akt zu verhindern. Zeitweise lebte ich auf dem Boot im Hafen. im nächsten Monat‚.. die ‚nächste Woche‚. worin ich zusammengefasst die Verbrechen der Täter schilderte und den Grund erklärte. habe ich den zuständigen Richter in Barcelona ausfindig gemacht und ihm auf Spanisch einen 3seitigen Fax gesendet. schlussendlich ohne Erfolg. und dies völlig zu unrecht. die das Boot seit Jahren besass als Sicherheit für das Darlehen überschrieben. Helmut und seine Frau aber wurden sich der zu Recht schweren Beschuldigungen sehr rasch bewusst (u. Wie er mein Boot ohne die Firmenaktie und ohne meine Unterschrift als Direktor Jahre (nach dem Argentiniendrama) später verkaufen konnte. Sobald ich durch meinen eigenen Rechtsanwalt in Spanien von dem internationalen Haftbefehl via LG Vaduz erfahren hatte. Heute noch. Auf meinen ständigen Druck hin hat er mir dann im September 1995 alle Aktien der spanischen Einzelf irma. werde er mir sicher das Darlehen samt Zins zurückbezahlen. Spanien und Liechtenstein) und musste daher rasch handeln. Der Grund warum ich es nicht verkaufte. ich hätte die Yacht (Holzboot) ANALIA verkauft. Erst einige Jahre später habe ich erfahren können. Ich wurde auch als einziger Direktor der Firma nominiert und registriert. meine Position im Strafverfahren gegen sie in Liechtenstein zu "schwächen". war. Mit dem Boot hatte ich mehrheitlich nur Ärger. Er und seine Frau suchten dringend und verzweifelt nach einem Mittel. dass die spanischen Behörden einen internationalen Haftbefehl gegen mich ausstellten. warum ich derzeit nicht nach Spanien kommen konnte. Mai 1997 (also knapp sechs Wochen nach Argentinien).

Und ich glaube alle meine Leser und Leserinnen können nachvollziehen. was für ein "Segen" für die Täter. weil ich selber NICHT mehr nach Spanien gehen wollte und konnte.Ja. aber ich rannte vor niemanden weg. da ein möglicher Zivilprozess um das Geld voraussichtlich beim LG in Feldkirch stattfinden würde und der internationale Haftbefehl mich daran hindern könnte. Natürlich war es mir absolut nicht angenehm. Ich war sehr erfreut. Um zu verhindern. Die Gelder blieben bei der BAWAG Bank. Die Täter kamen dadurch in radikalen (juristischen) Zugzwang. Die taktisch agierenden Täter hatten immer darauf gehofft. eigentlich Sekunde gelungen ist. dass ich nach diesen abscheulichen Erlebnissen sicherlich KEINE Lust hatte. meine Energie. einen angeblichen Rechtsanspruch auf seine "Hälfte der Beute" beim LG in Feldkirch. was damit geschehen sollte. was sich der "Bote" Peter Kroschel einsteckte) schon bei der spanischen Korrespondenzbank der BAWAG in Madrid lagen. der sich darum kümmerte. zumindest symbolisch immer darauf hinzuweisen. Hirn hatte 115 . Aber die absolute Priorität Nr. viele Jahre seit dem 9. der Internationale Haftbefehl. Um es eindeutig richtig zustellen: Der Haftbefehl war nur deshalb ausgestellt worden. meine Kraft und Zeit auf dieses Ziel konzentriert. da die Gelder (mit Ausnahme dessen. mussten sie ihren angeblichen echten Anspruch auf die nun blockierten Gelder schnell anmelden. dass dies der Bank gelang. Ich habe all mein Denken. um mich persönlich zu verteidigen und somit die Verfolgung ihrer schweren Verbrechen beim LG Vaduz für Jahre hinaus ins Stocken geraten würden oder gar eingestellt würden. dass die BAWAG Bank in Österreich den Diebstahl meines Gelds durch Rückabwicklung der Transaktion in sprichwörtlich allerletzter Minute. dort selber aufzutreten. Österreich oder irgendwo sonst anzumelden. ins Land des Folterers Helmut zu gehen. April 1997 war für mich die Verfolgung und Bestrafung aller Täter. 1 (eigentlich die Einzige) für viele. Wiederum erhofften sie sich einen Vorteil. Mein in Liechtenstein beauftragter RA Dr. Und schon konnten sich die Täter nicht mehr mit ihren Lügengeschichten zusammenhalten: Mariano hat erst gar nicht versucht. dass ihre Verbrechen durch sie selber "bestätigt" werden würden. dass ich ja der Luzifer sei. Damit versuchten sie. Helmut Roegele und seine Frau waren sich um die Konsequenz eines "Nicht-Handelns" sehr bewusst und engagierten einen RA in Feldkirch. dass ich nach Spanien komme. Ich engagierte einen Rechtsanwalt in Spanien. bis ein Gericht entscheiden würde. einen internationalen Haftbefehl zu haben. Wahrhaftig unglaublich.

116 . während das Velo alleine weiterrollte. Ich landete – mit dem Hintern zuerst – in der Mitte der stark befahrenden Hauptstrasse. Wäre ich in Feldkirch gelandet. Mein RA Dr. Ein Krankenwagen musste her und sie wollten mich ins nahe liegende Spital nach Feldkirch fahren.Schweizer Franken: ging alles in meine Kriegskasse. aber ein Personenwagen aus der Gegenrichtung machte kurzen Prozess mit dem Velovorderrad. (Nein. wie lange ich im Spital liegen muss.auch eine Kanzlei in Feldkirch und konnte somit für mich in der Zivilsache dort auch tätig werden. "NEIN. 22'000. Hirn hatte die Gelegenheit für Schadenersatz beim österreichischen Hersteller der Schraube gesehen und prompt zahlten sie ohne grossen Streit ca. Die dicke Schraube. Ich gehe nur ins Spital Grabs. der Sitz brach weg und ich war für Sekunden in der Luft gehangen. Der Lastwagen hinter mir konnte gerade noch ausweichen. das Schicksal würde uns erst Jahre später enger zusammen führen). die den Sitz an der Sitzstange festhält war urplötzlich während der Fahrt abgebrochen. Zu Beginn des neuen Jahres 1998 zog ich in eine möblierte 1-Zimmer-Anliegerwohnung ins das schöne Balzers.". ich suchte und fand Kontakt ausserhalb meines üblichen Kreises von: "UR – (STA) – RA – UR – (STA) – RA -UR <. NEIN" rief ich. wenn man einen internationalen Haftbefehl am Hals hat: Im Sommer 1997 hatte ich einen Mountainbikesturz auf der Essanestrasse in Eschen. Aus den ursprünglichen geplanten "paar Monaten" im Altersheim wurden es schlussendlich über acht Monate. im Liechtensteiner Oberland ein. Ich musste aber für 9 Wochen tagsüber ein massgefertigtes Spannkorsett tragen. Gut für die Haltung. Wer weiss. in der Schweiz auf der anderen Rheinseite. Hans-Adam hatte nicht an der Schraube gesägt. die Täter davon erfahren und nach meiner Auslieferung von Österreich nach Spanien geschrien. Ich traute mich wieder etwas mehr unter die normalen Menschen. Da war mir die Schweiz schon lieber! Ich hatte Glück. hätten evt. Keine Operation notwendig. es war nur ein kleiner Bruch am Ende des Steissbeins und eine Verstauchung der unteren Wirbelsäule. Was man so alles bedenken muss.

Eine Originalkopie des Schemas findet ihr auf den nächsten drei Seiten. erstelle ich zum ersten Jahrestag meiner Folter eine schematische Darstellung (Psychogramm/Diagramm) und hatte es am 10.04. Um vor allem den grossen psychologischen Stress und die durchgemachte Todesangst während der Gefangenschaft aufzuzeigen. (Bitte Buch nach links drehen) 117 .Nicht das ich meinen Fokus änderte.1998 dem UR für den Akt gebracht.

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unter die Lupe und stellte eine ausführliche schriftliche Mappe zusammen. Andererseits hatte ich auch die Befürchtung. dass ich überhaupt einige Aussagen der Täter hatte. Ich sprach ihn an und erklärte ihm wer ich sei und referierte kurz über meinen Fall. dass er meinen Fall sehr gut kennen würde und sich damit stark befassen würde. als der frische und neue Leitende Staatsanwalt. Widersprüchlichkeiten nicht nur zwischen den Aussagen der diversen Täter. Herrn Frank HAUN zugeteilt. Während der LIGA (Liechtensteinische Industrie & Gewerbe Ausstellung) im Jahr 2000. Mit der Zeit war ich eher froh. die über 1. dass mein Fall weg von der Willi war.Ich verfiel in eine noch grösser Schreibwut und nahm jede einzelne Aussage. dass er an der 121 . Einerseits war ich froh.10. als ich ihn mehrmals zufällig entweder in den Gängen des Gerichtsgebäudes oder auf dem Platz davor in den Jahren 2000 bis 2002 traf. wo er anlässlich seiner Anstellung ein Interview gab. sondern auch jene Widersprüche in den zu verschiedenen Zeiten gemachten Aussagen derselben Person. sah ich ihn per Zufall am Messestand des Radio L (Radio Liechtenstein). Dadurch. versicherte er mir. dass sie sich immer und immer wieder widersprochen hatten. Wie sie so sind. ein junger. schlimmer wäre es gewesen. eher unerfahrener Jurist aus Österreich mit meinem Fall überfordert sein könnte. dass Herr Haun. Neuen Optimismus in Bezug auf die Arbeit der STA in meinem Fall hatte ich erlebt. In der Folge wurde die STA Willi vom Fall abgezogen und dem ebenfalls neu angestellten Staatsanwalt. in den nächsten Tagen der Sache nachzugehen und mir zu berichten. der Österreicher Dr. Er bestätigte mir. die nichts als kostbare Zeit ungenutzt verstreichen liess. Meine ursprüngliche Befürchtung verflüchtigte sich. und dies zum letzten Mal im Januar 2002. die Juristen und Staatsanwälte: immer hektisch erscheinend und kurzgebunden. Er zeigte sich sehr interessiert und versprach mir. konnte ich deren Lügengeschichten einfach und klar den Behörden aufzeigen. Darin zeigte ich dem UR und der STA die unzähligen Widersprüche auf.6 Kilogramm (!) wog. die ich von den Tätern hatte.2000 habe ich ihm einen zehnseitigen Brief mit einer wirklich kurzen Zusammenfassung aller Ereignisse zukommen lassen. Schon am 18. Später. wenn sie nichts gesagt hätten. Robert Wallner seine Arbeit in Vaduz aufnahm.

Für einen sehr niedrigen Mietzins von CHF 700. diese für mich sehr wichtigen Worte! Es war ein schöner Wintertag. Ganz wie sich dies der Verbrecher Roegele wünschte. Er wollte auf Grund internationaler Vereinbarungen bezüglich der Übernahme von Strafverfahren (via Eurojust oder so ähnlich). In meinem Privatleben ging es auch wieder bergauf. Ich wusste immer und es ist heute noch so. die pikanterweise wiederum die finanziellen Mittel dafür aus Schwarzgeldkonten einer Stiftung aus Liechtenstein erhielt. Ich erinnere mich sehr genau an seine. dass bei einer Gerichtsverhandlung über die Taten in Argentinien die Täter sich NIE. die einem Deutschen aus der Nähe von Hamburg gehörte. erfuhr niemand. NIE aus der Verantwortung herausreden können! Zu jener Zeit hatte der UR Meier in seinem zweiten Versuch wieder keinen Erfolg. zum zweiten Mal Spanien dazu bewegen (übrigens mit meiner vollen Unterstützung).pro Monat konnte ich einziehen. und ich fuhr mit dem Mountainbike an den Rhein und war voller Zuversicht. Ich lernte meinen neuen Wohnort Balzers besser kennen und erlebte dort sowie im Nachbarort Triesen neue. Und weshalb sie auch nie ein Rechtshilfegesuch oder einen "Auslieferungsantrag" an Liechtenstein stellten. Somit blieb der Haftbefehl aus Spanien aufrecht. Dem Gericht in Spanien war seit dem Spätsommer 1997 mein Aufenthaltsort bekannt und sie hatten auch eine Adresse von mir in Liechtenstein. Auf diesem Weg hier grüsse ich sie alle ganz herzlich. Der Neubau mit sieben Wohnungen wurde von einer Liechtensteiner Aktiengesellschaft (AG).. Nichts geschah von Seiten der spanischen Justiz.Anklageschrift gegen die Täter arbeite und diese in drei bis vier Monaten fertig sein sollte. Im Mai 1998 zog ich in eine 3-Zimmer-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus (MFH) in der Neue Churerstrasse 27 in Balzers um. wenn 122 . Warum Spanien den Fall nicht abgeben wollte. dass bald ein Kriminalgericht in Vaduz über die Täter (falls sie denn zur Verhandlung erscheinen sollten) zu Gericht sitzen würden. Ich kannte den Direktor der AG gut und er machte mir ein super Angebot. ist unerklärlich. Von meinem Drama in Argentinien sowie dem juristischen Kampf wussten sie alle nichts. NIE. meinen Fall dort an das LG Vaduz abzutreten. der REAL INVEST AG gebaut. wunderbare Freundschaften.

die wiederum persönlich mit dem Direktor der besagten AG seit langem befreundet war. 123 . Ich richtete meine Wohnung mit meinen eigenen. Mein Einzug in dieses MFH-Haus an der Neue Churerstrasse würde – rückblickend – eine schicksalhafte Rolle spielen. leeren Wohnungen zu führen. Die noch freien Wohnungen sollten an Kunden verkauft werden. Mehr dazu etwas später. Unter mir war einige Monate vor mir eine junge Person eingezogen. die Anlage im Schuss zu halten und Kaufinteressenten durch die schönen. Meine Aufgabe bestand darin.ich "ein Auge" auf das seit Fertigstellung fast leer stehende MFH halten würde. Die Person arbeitete seit Jahren bei der Treuhand der LGT Gruppe in Vaduz. geschrieben und gedruckt. Darin hatte ich auch ein kleines Büro eingerichtet und dort fast täglich für meinen Kampf recherchiert. neu gekauften IKEA Möbeln ein.

In der Folge wurde eine Zivilklage um das Geld beim LG Vaduz im Januar 2000 eingereicht. selber – wie ich – entrüstet erleben müssen. Dennoch blieb die Sperre aktiv und Helmut wurde auferlegt. wurde – mangels Rechtsanspruch . hatte mein RA zu mir gesagt. Sehr unangenehm für ihn und seine Truppe (Frau und Schwager) war. Und ich war eigentlich hoch erfreut über die Forderung des Gerichts in Österreich. Der RA von Helmut in Vaduz entpuppte sich als sehr skrupellos (Er vertrat ihn auch im Strafprozess). Nicht vergessen. die im Sommer 1999 definitiv gerichtlich gesperrten Gelder seien ihm sofort auszuzahlen. dass 124 . dass erst dann das gesperrte Geld freigegeben wird. unrechtmässig an meine gesperrten Gelder zu kommen. dass die anderen Täter (Farmbesitzer Mariano und Söhne) sich seit der missglückten Erpressung nicht mehr ans Tageslicht getraut hatten.vom LG Feldkirch sowie dem Oberlandesgericht Innsbruck niedergeschmettert. dass die Akten aus dem Strafprozess gegen Helmut Roegele & Co. Den heuchlerischen Antrag von Helmut. wenn ein rechtsgültiges Zivilurteil in Bezug auf die Gelder aus Vaduz vorliegt. denn fast wäre es dem Täter Helmut etwas später auf Grund eines Formfehlers gelungen. Für sie darum sehr unerfreulich. die schreiende Logik daraus. den Kampf um das Geld erbittert weiterzuführen. weil diese Tatsache auch indirekt beweist. Mein RA hatte dann sofort umfassend eine Klagebeantwortung abgefasst und beantragt. Also beim LG in Vaduz. eine Zivilklage im Wohnsitzland der anderen Partei (ich) einzureichen. Ich. mussten sie mit allen möglichen Mitteln bekämpfen. es war ein Zivilprozess. Das wird ja interessant. auf meiner Seite mit RA Hirn. Vermutlich haben auch einige meiner Leser. in Österreich liegenden Gelder. war es für Helmut sehr wichtig. dass ihre ganze Version eine Lüge war. alles auf dem Spiel. (101er) zugezogen werden. kein Strafprozess! Trotzdem stand für Helmut & Co. Über meine Vorstellungskraft hinaus sollte sich dieser Zivilprozess auch massgeblich an meiner steigenden Wut über die Aktionslosigkeit der Justiz im Argentinienfall entwickeln.Kapitel 4 Ein Kübel voll Schweineblut Ich war natürlich auch sehr aktiv an der Front um meine. Um seine angebliche Unschuld in Argentinien (vor allem aus taktischer Sicht) zu untermauern. All die massiven Beweise gegen sie. weil er nie und nimmer einen solchen Prozess gewinnen konnte. sah der Sache sehr zuversichtlich entgegen. die schon mal zum Gericht "springen" mussten. Erfreut deswegen.

Uwe Oehri zugewiesen. Es sei sehr parteiisch und seine richterliche Würdigung vorgebrachter Beweise oft abstrus. Ein Erscheinen von Helmut (oder auch mir selber) war von Gesetztes wegen nicht zwingend erforderlich. Je näher der Termin kam. ich könnte mich nicht 125 . mit dem ich seit April 1997 alleine leben musste. Ich hatte viele unruhige Nächte vor dem wichtigen Termin. vergessen hatte. meine Folterer persönlich und leibhaftig wieder zu sehen und den daraus unbeschreiblichen Konsequenzen für mich und andererseits der euphorischen Freude darüber. Ich habe der STA und dem UR über die Möglichkeit von Helmuts Erscheinen geschrieben und verlangt. Auch habe ich gebeten. Nicht wegen dem Inhalt des Zivilprozesses. da waren wir. leider nicht dank "gerechter Urteile" – eher wegen des Gegenteils: Es lagen schon damals einige Beschwerden bei der Justiz über ihn vor. dass sie eine Neuvernehmung von Helmut wegen seiner unzähligen Widersprüche durchführten und ausserdem eine Erstvernehmung seiner Frau. Mein monumental aufgestauter Hass auf meine Peiniger. Der RA von Helmut hatte die Information über das mögliche Erscheinen des Ehepaares bis zur allerletzten Minute zurückbehalten. wirklich in Betracht ziehen sollte. dass die STA bitte eine Verhaftung der beiden wegen "Fluchtgefahr und/oder Verdunkelung" wirklich. Nach zwei Tagessatzungen (nur in Anwesenheit der Rechtsanwälte) im Februar und Mai 2000 wurde die Hauptverhandlung der Zivilsache auf den 20. Angst vor mir selber! Angst. Ich hatte solche Angst. LR Oehri ist ungefähr in meinem Alter. umso aufgewühlter wurde ich. Eben die Beiden. würde auf seine Quelle treffen. Wie im Delirium schwankte ich einerseits zwischen der nackten Furcht. ER war im Land "berühmt". Dies kümmerte mich nicht gross.Recht haben und Recht bekommen zwei fundamental verschiedene Dinge sind. ich aber wollte unbedingt persönlich dort anwesend sein und mich nicht nur durch meinen RA vertreten lassen. Man muss es sich vorstellen: Es würde das ERSTE Aufeinandertreffen von uns beiden seit Argentinien sein. Mein RA aber schon. denn ich hatte da keine Bedenken. mein RA und ich. uns zu 1000 Prozent bombensicher. Der Zivilprozess wurde dem Landrichter Dr. Ich kannte ihn nicht persönlich. Nicht dass ich die Mittäterschaft von Mariano & Co. dass Helmut (als Kläger) diesen Prozess hochgradig verlieren würde. dass dies die Gelegenheit sein würde. bei der die STA endlich Helmut und seine Frau in die Mangel nehmen konnte. der Täterin Salud. Juni 2000 festgesetzt.

Sie konnte mir keine klärende Antwort geben.beherrschen und würde etwas Dummes tun. wenn ich die Folterer sehen würde. schreiben. Ich schilderte meine Ängste vor einem Zusammentreffen und dass ich einfach ausserstande sei. ich musste mich beherrschen. Mit Hilfe des katholischen Pfarrers von Vaduz wollte ich ihn während einer Sitzung mit dem Pfarrer in ein heimlich aufgezeichnetes Schuldgeständnis locken. das ich ohne Probleme vom "Onkel Herbert" (der Besitzer der Malbuner Spezialitäten) hätte organisieren könnte. Ich entschied mich dem Gericht einen Brief zu schreiben. vor allem in Justizkreisen schon lange herumgesprochen hatte. bzw. Er bedankte sich für mein Schreiben per Telefon und sagte. meinen Stress zu mildern. keine fliegenden Kugeln. Wobei ich zum Schein auf ein fiktives "Versöhnungsangebot" eingehen würde. als Einzelrichter in dieser Sache. dass ich bei einer Jurastudentin. dass es nicht angebracht wäre. Dann hatte ich die Idee mit dem Blut. zu garantieren. Zuerst dachte ich mir eine raffinierte Falle für Helmut aus. die beim LG Vaduz das Praktikum absolvierte. B. ob ein Kübel davon. da sich dieser aussergewöhnliche Fall im kleinen Liechtenstein. dass ich das ganze Thema "Folter in Argentinien" mit der Zeit hätte verarbeiten können. Nein. wenn ich als Beklagter dem zugeteilten Richter direkt anschreiben würde. ich konnte ja nicht feststellen. So verzweifelt war ich. Ich verwarf diesen Plan. um eine mögliche Konfrontation zu entschärfen. Er war mit dem 101er Fall vertraut. Blut. nachfragte. Ich wollte keine Gesetzwidrigkeit machen und auch nichts. um auf diese ausserordentlichen Umstände hinzuweisen. Was habe ich mir in den Tagen vor dem grossen Tag alles ausgedacht. Nein. weil mir bewusst wurde. So richtete ich den Brief an Dr. Ich 126 . ich durfte unter keinen Umständen "Hand an Helmut oder seiner Frau legen". ihn zur Strecke zu bringen. Und zudem Helmut ein ganz gerissener Delinquent ist. Man konnte ja nicht feststellen. Ich ging sogar so weit. kam ich zum Schluss. was den Bemühungen der STA oder UR im 101er zuwiderlaufen würde. dass er alles tun werde. Nach Absprache mit meinem RA. Marxer. Polizei oder Schutzpersonal) gebeten. gemäss StGB eine grobe Tat wäre. dass ich aus Zorn mich nicht hätte beherrschen können. den Landesgerichtspräsidenten. sehe ich die vielen Narben und denke an das furchtbar Erlittene. Ich wusste. dass ich nicht ausflippe. jeden Tag seit April 1997. Ich wusste. Zuerst wollte ich dem LR Oehri. Daher hatte ich ihn um die Anordnung von Vorsichtsmassnahmen (z. jedes mal wenn ich aufstehe.B.

Ein Traum! Es ist jene Hose. Ich kannte sie flüchtig. Also. da ich mit raschen Kopfbewegungen der Spucke ausweichen konnte. Ich und mein RA sassen am grossen U-förmigen Tisch gegenüber von Helmut und seinem RA. wo ich vor dem Gerichtsgebäude auf die Folterer lauerte und ihnen dort einen Kübel voll warmem Schweineblut ins Gesicht schleuderte. dass es niemand ausser uns hören würde und zudem sprach sie natürlich auf Spanisch: "Wir hätten dich gleich im Kerker umlegen sollen". Ich war felsenfest überzeugt. Die Beiden Polizisten hinter Helmut. wobei sie kein einziges Mal traf. die ich im Kerker anhatte und seit dem Umzug ins Eckzimmer auf der Farm in meiner Tasche ausgetrocknet aufbewahrte. Ich sah sie vor dem Gerichtssaal im Gang stehen. bis nichts mehr davon ersichtlich ist. zurück zum Showdown beim LG Vaduz. bis Frau Salut einen bissigen Spruch losliess. Wer weiss. eines Tages kann ich sie doch noch den Tätern "zum Frass vorlegen". die STA wird bald in Aktion treten. Es ist. arm in arm. Ich antwortete auf Spanisch: "Du Hure". Der Richter mit Sekretärin zwischen uns allen. wir sind ja ein kleines Land. Ich war überpünktlich vor Ort und wartete draussen auf meinen RA. wie meine Narben. Mein RA versuchte so gut es ihm gelang. uniformiert und normal bewaffnet. Oder ein anderer Traum: Ich stopfe die stark blutverschmierten kurzen blauen Jeanshosen den Zwei in den Hals. Wie noch nie im Leben beherrschte ich mich. rechts von mir. aber erst dann. verstaut tief unten in einer Box. Die Sicherheitslösung des Gerichtspräsidenten bestand aus zwei Landespolizisten. Das ging gut. Ja.malte mir das Bild aus. Nie mehr geöffnet seit April 1997. ein Symbol für meine Gefangenschaft und das Erlittene. bei mir. drei Meter 127 . Ständig dachte und sagte ich zu mir: "Warte ab Heinrich. Zu unserem Erstaunen. Nach Ankunft in Liechtenstein habe ich sie in einen Plastiksack der COOP Ladenkette ungewaschen umgepackt und mit Klebeband luftdicht verschlossen. erlaubte es der LR Oehri der Frau von Helmut in den Saal zu kommen und ca. Und sie spuckte mich 3 Mal an. mich abzulenken. du wirst deine Gerechtigkeit erhalten". und ich habe sie heute noch. Mein Herz drohte zu explodieren und ich konnte nicht mehr atmen. fast 12 Jahre später. Helmuts RA kam kurz darauf und dann< er und sie. als sie sicher war. dass nun endlich die STA die Hände aus dem Sack genommen hatte und eine Verhaftung der Beiden nach der Verhandlung angeordnet hatte.

wie es "denn genau" gewesen war und er dann – auf Deutsch – die "korrigierte" Antwort dem LR gab. die ganze Zeit im Saal präsent zu sein. Bescheid wusste. trotz Proteste seitens meines RA. Ich hoffte so sehr. Ich wartete auf das. der LR Oehri. er wollte meine Beweise und Argumentation in der Verhandlung nie fertig anhören und unterbrach ständig meinen RA und auch mich. was jetzt geschehen wird. Ich brachte fast kein Wort aus mir heraus – und das will was heissen! Nach mehreren Stunden war die Tortur vorüber. Auch wurden praktisch alle meine Anträge auf Beweisaufnahme von ihm abgelehnt. Mein Anwalt machte sich grosse Sorgen. In einem Liechtensteiner Zivilprozess ist ein Einzelrichter wie Oehri praktisch narrenfrei. Obwohl ja der Zivilprozess nur daraus resultierte. Ich musste mich so brutal unter Kontrolle halten. warum die Polizisten hier seien. erlaubt es ihr. wenn deren Aussage dran ist. Aber nein. Zeugen werden nur dann in den Saal gerufen. Ich merkte schon. und mit massiver Verzögerung beantwortet. Für mich war die Anwesenheit der Folterer unerträglich. Mir wurde sehr heiss und ich bekam von dem Gesprochenen schnell nicht mehr viel mit. Der LR war zum Schrecken von mir und meinem Rechtsanwalts seit Prozessbeginn sehr auf Seiten von Helmut. auf Spanisch bei seiner Frau nachfragen konnte. als ich meine Antworten auf seine Fragen und die des RA von Helmut gab. in der ich mich mit den "Klägern" befand. wenn er sich in seiner Aussage gerade widersprochen hatte. Es war grausam! Dir Frau von Helmut versuchte mich aus der Fassung zu bringen. Er war an einer Vollzulassung nicht interessiert. indem sie mich wie eine Irre ständig anstarrte. Den LR Oehri interessierte das einen feuchten Scheissdreck. was er als Beweise "würdigen" möchte oder eben nicht. Warum? Sie war ja nicht die Klägerin sondern eine Zeugin von Helmut. Sie fragten sich auf Spanisch. Platz zunehmen. die sich vor seinen Augen abspielte. dass die Erpressung von Helmut (zumindest) finanziell keinen Erfolg hatte. erlaubte es sogar. um ihn 128 . dass jetzt die STA im Gerichtskorridor auftauchen würde und den beiden. dass Helmut. einen Haftbefehl unter die Nase reiben würde. Der LR Oehri hat meinen Antrag auf Zuziehung der Gerichtsunterlagen des Argentinienfall (101er) nur sehr widerwillig. mit Gesicht zum Richter.von mir. oder zumindest Helmut. an der Wand. vermutlich ganz seltene Konstellation. obwohl er ja über diese ausserordentlichen . LR Oehri. Er genoss es augenscheinlich die ganze Tragödie. dass das Verbrecherehepaar wegen der zwei Polizisten stark irritiert war.

Ersteinvernahmen der Täter vollbracht hatte. Man konnte keine Einvernahme "organisieren". Vor jeder Verhandlung informierte ich wiederum schriftlich die STA und den UR und hatte abermals gebeten. Das ergibt doch keinen Sinn. ob die STA sie zur Einvernahme vorgeladen hat. Und jedes Mal haben Helmut und seine Frau mich mit bissigen Randbemerkungen zur Weissglut gebracht. LR Oehri brachte es ausserdem fertig. ob die STA nun endlich die erforderliche Neu. die Gelegenheit zu nutzten. Wir werden ja später im Akt lesen können. auch mein Anwalt staunte darüber. Ich steigerte mich in einen Wutanfall hinein und mein RA hatte wirklich Mühe mich zu beruhigen. sagte er mir. dass. dass sie nicht in Liechtenstein. endlich aktiv zu werden und eine Überführung der Täter in Untersuchungshaft anordnen. immer noch vor dem LR Oehri. obwohl ich auf glühenden Kohlen sass. Aber nichts geschah. Alle Beteiligten merkten sofort. geschweige denn ansprach. Sie hatten Angst (vor einer Verhaftung oder Ähnlichem) und hatten sich ein Hotel in Feldkirch. Er hatte seine Amtsgewalt geschickt genutzt. Auf meinen Verweis hin. dass eine der längsten Verhandlungen sogar ohne meinen RA stattfinden konnte.10. um 129 .2000 und später auch einer Streitverhandlung im April 2001. ohne dass irgendjemand sie anhielt. Deren Antwort: Lassen Sie uns unsere Arbeit so machen. Es kam zur zweiten Verhandlung am 19. Ich habe nach aussen hin nicht mehr darauf reagiert. Bevor ich selber abklären konnte. dass die persönliche Anwesenheit meiner Foltere während der Gerichtsverhandlungen mich absolut starr und aktionslos machte.bzw. Ich verstand nichts mehr. kontaktierte mich die STA via Telefon. dass die STA dann eben einen internationalen Haftbefehle gegen ihn ausstellen würde und die Auslieferung beantragen würde. Da ansonsten beide wieder ins Ausland verschwinden würden und deren Auslieferung langwierig und komplex sein würde. ja nicht einmal in der nahen Schweiz übernachtet hatten. Am selben Tag habe ich herausgefunden. wie wir es für richtig halten. Ich musste still sitzen. er nie wieder in Liechtenstein auftauchen würde. in Österreich gebucht. wenn Helmut von der ihm ja bald zu präsentierenden Anklage der STA wegen Argentinien erfahren würde. aber sie würden dies zuverlässig nachholen.anschliessend abzuführen. widersprach ich. dass beide einfach so aus dem Gebäude laufen konnten. sagte man mir.

mittels Paragraphenreiterei und Ausnutzung von Fristen. eine "Zeugin". Bei dieser Verhandlung brachte Helmut sogar einen (gekauften) Zeugen aus Spanien mit. ständig im Gerichtsaal präsent sein konnte. als Zeugin für Helmut zur Verfügung stehen würde. Ich bin mir ganz sicher. noch heute einen Wutausbruch und Nervenzusammenbruch auslösen und die Haare 130 . weil ständig die zwei verdammten Folterer zwei. Das ist doch fundamentalstes Zeug jeder Gerichtsverhandlung. wieder hatte der LR Oehri es zugelassen. dass mein RA teilhaben konnte (der Grund dafür war. Wie bitte? Die Erwähnung ihres Namens dürfte bei vielen ihrer ehemaligen über 1000 deutschen Kunden. Eigentlich konnte ich mich auf nichts konzentrieren. Dieser bestätigte übereifrig alle Angaben des Klägers. ohne Rechtsbeistand. weil seine Zeugin ja den ganzen Prozess hautnah mitbekommen hatte und dadurch ihre eigenen Aussagen dementsprechend hätte modellieren können. vor allem jenen aus dem süddeutschen Raum.gebeten hatte. ganz ausserordentliche Umstände bei diesem Zivilprozess waren und LR Oehri. Um mich zu plagen! Was hatte ich dem Oehri angetan? Nichts! Ich habe mich so. Verflucht noch mal. buchstäblich eine Minute vor Verhandlungsbeginn zu verhindern. sodass ich deswegen noch mehr in Wut gerate. der mich schon bisher im Verfahren ständig genötigt bzw. eine Minute länger und ich hätte mir alle Knochen meiner eigenen Hand gebrochen. Ich konnte meine Gedanken nicht auf das Wichtige konzentrieren. Des Weiteren wurde von Helmuts RA angekündigt. LR Oehri nickte nur eifrig in Richtung Kläger. da meine eigenen Mitteln zu Ende gingen). dass die Frau von Helmut. so stark zusammengerissen. Man muss sich das mal vorstellen: Ohne Übertreibung kann ich wirklich sagen. Und dann war ich noch alleine. nicht nur um dem Kläger einen Vorteil zu geben. Ich. dass es ganz. so fest hatte ich meine Hände zusammengepresst. Warum hat er dies erlaubt? Eine Zeugin im Verfahren hat absolut nichts im Saal zu suchen. war ausserstande den Zeugen richtig zu befragen. weil ich bei Gericht um Verfahrenshilfe .Uebernahme der Anwaltskosten . Frau Rita Hauser aus Rorschach am Bodensee. jedes Mal die Sache noch ein Stück schlimmer machen konnte. Er hatte dies bewusst so gewollt. solange sie nicht selber dran ist mit der Aussage. gedemütigt hatte. ohne mein Anwalt im Saal. dass eine Schweizer Treuhänderin. drei vor meiner Nase sassen. dass der LR Oehri dies zugelassen hatte. Diese waren komplett diametral zu dem was im öffentlich-rechtlichen (!) Notarvertrag über den Wohnungskauf stand. weil ich fortwährend an Argentinien denken musste.

Erst im erzürnten Streit um ihre Person als Zeugin. Helmut erzählte mir aber im Jahre 1996 (dem Jahr des Wohnungskaufs). verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert zu werden. dass er eine Art langjähriger Geschäftspartner der Treuhänderin Hauser ist. er musste etwas aus ihren vergangenen gemeinsamen Geschäften wissen. die sie gar nicht wissen konnte.(sofern sie noch welche haben) "wie elektrisch geladen" zu Berge stehen lassen. dass ich einen Teil des Kaufpreises für die Wohnung an sie ausbezahle. machten nun aber wieder Geschäfte zusammen.und Internetmedien berichteten ausführlich darüber. Darin warnte ich LR Oehri vor der äusserst zweifelhaften Zuverlässigkeit einer möglichen Aussage seitens der Treuhänderin Hauser. habe ich für das LG Vaduz ein Schreiben aufgesetzt und öffentlich bekannte Dokumente beigelegt. Die beiden hatten sich zwar zerstritten. Sie soll ihre Kunden um über 70 Millionen CHF betrogen haben. da sie ihm als Gegenleistung für frisches Geld (für ihren angeblichen juristischen Kampf gegen eine US-Bank in Lugano) eine hohe. kam mir ihre Geschichte sehr. fast zu spät. fette Geldsumme versprochen hatte. Interessanterweise traute sie sich selber nicht nach Vaduz zur Zeugenaussage. Der Grund dafür lag darin. dass sie befürchtete. Meine Einwände gegen 131 . Als ich erfuhr. Nach einem Telefongespräch mit ihr im Jahr 1996. Sie liess sich nur schriftlich per Rechtshilfegesuch aus Liechtenstein an die Schweiz mit Hilfe eines Richters in Rorschach zur protokollierten Aussage bewegen. dass sie eindeutig über Dinge berichte. Er wollte ursprünglich. Die Print. Nach weiteren Abklärungen in Schweizer Bankenkreisen. dass sie Helmut als Zeugin für Vaduz "helfen" sollte. Offenbar hatte Helmut sie "in der Hand". Er verletzte meine Rechte im Verfahren mehrmals. Dies hatte den LR Oehri aber gar nicht gestört. dass er ein oder mehrere Tage vor ihrer terminierten Aussage beim Gericht in der Schweiz extra von Spanien zu ihr nach Hause gereist sei und sie genau instruiert habe. Ausgerechnet sie! Frau Rita Hauser war seit Mitte der 90er in einen grossen Anlage-Betrugsskandal verwickelt und von der Schweizer Justiz seit 1994 strafrechtlich verfolgt. hatte sich Helmut verplappert und bestätigt. Ihre Zeugenaussage wurde vom LR Oehri mit Jubel in den Zivilprozess assimiliert und er merkte nicht einmal. sehr anrüchig vor. dass ihr – wenn es publik gemacht würde – sehr schaden würde. in Liechtenstein. Ich kannte sie nicht. oder gewesen war. annullierte ich. eine mögliche Zahlung an sie. Obwohl es nur ein paar KM zwischen Rorschach und Vaduz sind.

Man stelle sich dies vor. sich der Verantwortung seiner schweren Verbrechen in Argentinien zu entziehen. Was soll ich da noch sagen?!?!? Mein RA war ausser sich. Keine Verhaftung! Keine Einvernahme! Nichts. Wieder schlief die STA. dass ich mich auf die Angaben und diesbezüglichen Aussagen seitens der STA verlassen musste.die Glaubwürdigkeit dieser Treuhänderin wurden erst gar nicht vom LR Oehri zu Kenntnis genommen. Aber ich bin doch nur zum Narren gehalten worden. dass die Staatsanwaltschaft schon das richtige tue. Eine Nicht-Öffentliche Obergerichtsverhandlung war für den Oktober 2002 anberaumt. zu schreien. "Danke" für den unerwarteten Sieg für Helmut. er wurde noch dafür belohnt! Was für ein beissender. als Frau Hauser in der Schweiz angeklagt wurde und die STA 10 Jahre (!) Haft verlangte. Nun gut. Demzufolge waren sie bei jedem Besuch selbstbewusster aufgetreten. vielleicht war ich zu naiv. Sie hat die Autorität. Punkt. dass ihnen hier in Liechtenstein im 101er-Verfahren offenbar nichts passiert. Was für ein Hohn musste ich erdulden. erhielt er ALLES. danke für dieses äusserst "gerechte Urteil". Helmut & seine Frau haben schnell gemerkt. weil ich fest im Glauben war. Das Urteil in erster Instanz in meinem Zivilprozess wurde im Oktober 2001 gefällt: Ich verlor den Prozess. Wieder. der Richter irre sich oder sei inkompetent die komplexe Sachlage richtig zu beurteilen. 132 . Und ich Idiot habe mich zurückgehalten. Ich kann es heute immer noch nicht fassen. Natürlich bin ich mit dem Urteil vom Erstgericht sofort in Berufung gegangen. dass sie hart an der Arbeit sind. weil ich fest im Glauben war und auch im Glauben gelassen wurde. Im Januar 2006 wurde sie mit medialer Begleitung dann wegen gewerbemässigen Betrugs und Geldwäscherei zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Aber dennoch die Aussage mir gegenüber. Nicht nur hatte es den Helmut bis heute geschafft. die vor Gericht verlieren. Wie Recht ich aber hatte. wieder und wieder<. es ist immer einfach für diejenigen. über mich als Mensch und über mein Vermögen. zeigte sich später. er hatte so etwas noch nie erlebt. vor allem gefühlsmässiger Schock für mich und "Verbrecher-Sieg" für ihn: Anstelle die in Südamerika erpresste Summe mit dem anderem Verbrecher Mariano teilen zu müssen. Ich weiss. nein. Aber hier war es ganz anders. Aber zu meiner Verteidigung muss anerkannt werden. Darum hier an dieser Stelle eine grosses "Dankeschön" an den LR Uwe Oehri. Sie war die Behörde.

Das neue Gebäude – im Städtle 28 . Die LGT Treuhand residierte im Städtle 18 und wenn ich mich nicht irre. wie die Person mir in der Tiefgarage sagte: "Du solltest mal wieder was Sinnreiches tun und nicht nur hier zu Hause herumhängen". Auf dem unterirdischen Weg dorthin kann man praktischerweise auch in die Gebäude und Büros der Staatsanwaltschaft. gegenüber dem traditionellen Feinschmecker Restaurant der Familie REAL. dass im Herbst 2000 die LGT Treuhand (die Treuhandfirma des Fürstenhauses). Die Person meinte auch. dass ich mit meiner diversifizierten Ausbildung und Beherrschung mehrerer Fremdsprachen ideal für das Projekt bei der LGT Treuhand wäre. die Wege in Vaduz sind eben auch "Strassen-Parkmässig" sehr kurz. Die 133 . die im selben Haus in Balzers wohnte wie ich. Die Person wusste ja nichts von Argentinien und meinem Kampf. Die LGT Treuhand plante für den Frühling 2001 einen Umzug in ein super modernes Bürogebäude. (später auch zu) der FMA und FIU gelangen. dass ich mich langsam aber sicher wieder in die normale Welt begebe. wo diverse Läden einziehen sollten. eine Welt bestehend aus guter Arbeit. wurde es Zeit. liebe Freunde und sinnvolle Freizeit ! Der Zufall wollte es. deren Zufahrt sich in der öffentlichen Parkebene des ersten Untergeschoss (UG) befindet.Kapitel 5 Die Welt des schmutzigen Geldes Nun zurück in meine andere Weltordnung. Die LGT zahlte den fast 10 Millionen CHF teuren Innenausbau selber und hatte einen langjährigen Mietvertrag in der Tasche. Trotz der sich Jahr für Jahr anhäufenden starken psychologischen Schläge für mich und den einigen nur mit dem Kampf für die Gerechtigkeit ausgefüllten Jahren. Der Ausbau beinhaltete sogar einen begehbaren Panzerschrank im dritten Stock sowie eine spezielle. von aussen nicht erkennbare Panzergarage. Die Parkebene zweites UG ist öffentlich und hat eine befahrbare Verbindung unter dem Kunstmuseum hindurch zur Parkgarage der Vaduzer Post. der Arbeitgeber derjenigen Person. aus Vaduz dringend geschultes Personal für ein kurz zuvor fertig geplantes Projekt brauchte. war es das ehemalige alte Postgebäude in Vaduz. waren alle oberen drei Stockwerke exklusive für die Treuhand reserviert. Mit Ausnahme des Erdgeschosses.gehört der Gemeinde Vaduz. gleich neben dem Kunstmuseum Vaduz. Ich erinnere mich noch genau.

via Tiefgarageneinfahrt bei der Post ungesehen bis zur LGT heranfahren. Dadurch können jene Kunden. so erinnere ich mich) angeeignet und war für den 134 . UG und dem 2. Die Connex AG hatte sich gute Fertigkeiten mit der Digitalisierung von Bankkundendaten (u. dort wo das grosse Schild "LGT Treuhand" hängt. Kurz vor der Ankunft beim LGT Treuhand Gebäude nehmen sie Kontakt mit ihrem Kundenbetreuer auf.Verbindung zwischen den Parkgaragen der Post und der LGT ist auf Betreiben der LGT bautechnisch geöffnet. Dr. Nicola Feuerstein hatte eine fortschrittliche Vision "vom Papierlosen Büro". UG. logisch! Man darf aber diejenigen Treuhandkunden nicht vergessen. Man will damit nicht in Verbindung gebracht oder davor gesehen werden. die Türe fast noch in der Kurve der Tiefgarageneinfahrt zwischen dem 1. die in das Bürogebäude der Treuhand führt. Erst dann konnte man intern die andere kleinere Panzertüre. hinter ihm wieder vollständig geschlossen war. Er wollte ein modernes Arbeitsumfeld für alle damals ca. um dann rechts vom öffentlichen Lift/Treppe durch das von Geisterhand automatisch geöffnete Panzertor hinein auf den Abstellplatz zu fahren. Das Angebot von XEROX Schweiz AG bekam den Zuschlag. Verrückt und Genial! Wer plant und baut schon eine Türe in der Kurve einer Tiefgarageneinfahrt.). Der Kunde sollte im Wagen eingeschlossen sitzen bleiben.B. bis das Tor.a. 80 ständigen MitarbeiterInnen schaffen. angeordnet worden. Die Kunden kennen die diversen Türen. Ich persönlich fand die Panzergarage im JamesBond-Stiel sehr aufregend. die ihre dicke Kohle in BAR im eigenen Auto oder im Mietwagen nach Vaduz kutschieren. dem so genannten "eDoc"-Projekt. Der neue Chef der Treuhand. Die beinhaltete wegen der begrenzten Aufbewahrungskapazität im neuen Gebäude (im Städtle 28) in der Zukunft so wenig Akten und Dokumente wie möglich in den Schränken der Kundenbetreuern oder SachbearbeiterInnen liegen zu haben. öffentliche Tiefgarage (1. die Firma CONNEX AG. bzw. Kein Kunde setzt seinen Fuss via den Haupteingang auf Ebene Grundgeschoss (Schlossseitig) in die Treuhand. die sich noch mit dem eigenen Auto nach Vaduz trauen. z. Diese wiederum engagierte einen Subunternehmer aus Chur im Bündnerland. elektronisch entriegeln. dann fahren sie in die normale. Was braucht eine Treuhand eine Panzergarage? Eine Bank: ja. mittels einer verstecken Kamera immer kontrollierund steuerbar. Eine weitere Besonderheit: die diversen verdeckten Eingänge zur Treuhand. UG. der CS oder UBS in Zürich.

waren mir aber die "Finessen" des heimischen Finanzsektors absolut bekannt. auch kennt im kleinen Vaduz jeder jeden.. In Juristen. fachkundige Mitarbeiter angeheuert werden. die in der treuhandeigenen Rechtsabteilung tätig waren. die speziell für die Unterschiedlichkeit von Treuhandunterlagen (um-)programmiert wurde. 60-80 %) gab und es eine auf ca. ob ich die Erwartungen für einen solchen Job erfüllen konnte. konnte die LGT Treuhand nicht auf den bestehenden Mitarbeiterpool für das Projekt zurückgreifen. Ich kannte flüchtig mehrere Mitarbeiter. Die XEROX lieferte die Maschinen und die Connex AG war für das Personal zuständig. der mir immer noch zu denken gab. Die zu verwendende Software und Plattform war die DOCUWARE. dass wenn ich nicht offen mit der LGT bin. Obwohl ich es bis anhin in meinem Privatleben in Liechtenstein gut "verstecken" konnte. drei bis vier Monate befristete Stelle war. die bei der LGT Treuhand arbeiten. Als ein aufgeweckter. immer mit offen Augen (und ich kann auch sagen "langen Ohren" – nicht zu verwechseln mit „langen Fingern‚) durchs Leben fliegender Liechtensteiner.. Eine Dokumenten-Verwaltungs-Datenbank. Es mussten eigens rund 30 neue. Da das normale Kundentreuhandgeschäft weiterlaufen musste. In der zweiten Woche im Oktober 2000 habe ich einen Mitarbeiter 135 . dass es die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit (zwischen ca. war mir ganz klar. Der Reiz für mich bei diesem Job lag daran. abgesehen vom einem "Bombenlohn". alle Dokumente der aktiven und passiven Mandate der LGT Treuhand einzuscannen und einem neu zu schaffenden Treuhand spezifischen Index (dem benannten Belegartenkatalog = BAK) zuzuordnen. Da meine 100-prozentige Konzentrationsfähigkeit in Argentinien gelitten hatte. Alle potentiellen zukünftigen Teammitglieder mussten sich einer strengen Sicherheitsprüfung seitens der LGT Gruppe unterziehen: schliesslich ging es um hochgeheime und ultimative Kundenunterlagen tausender Stiftungen. sie es kurz nach meiner Anstellung sowie erfahren würde. Nach ein paar kurzen Telefonaten und Abklärungen sah ich eine hypothetische Möglichkeit mich bei der LGT via der CONNEX AG zu bewerben. Anstalten und anderer Gesellschaftsformen Liechtensteiner Briefkastenfirmen. Natürlich war da auch mein internationaler Haftbefehl aus Spanien.und Gerichtskreisen war mein Fall sehr präsent und oft diskutiert worden.oder Treuhandsektor gehabt.. Ich hatte noch nie eine Arbeitsstelle im Banken.Auftrag bestens gerüstet. war ich mir nicht sicher. Auch solche.

Die Liechtensteiner Justiz entschied sich schlussendlich gegen eine Auslieferung der beiden nach Deutschland. Die nun von Seiten Hans-Adams im Frühling 2008 geäusserte Behauptung. für die Mitarbeit im laufenden Projekt e-Doc / DOCUWARE bewerben möchte. über die zwei (Schweizer?) Treuhänder. Der Oberste Gerichtshof in Vaduz konnte eine Trennung (im Falle einer Auslieferung) von ihren Familien (mit Schulpflichtigen Kindern) den zwei gut in Liechtenstein integrierten Treuhändern NICHT zumuten. und auch heute noch. dass die Anschuldigungen seitens der Täter weder Hand noch Fuss hatten. Ich erinnerte mich damals auch. aus humanitären Gründen.a. Sie baten mich nur. Am vierten Tag wurde ich angerufen und gebeten wiederum ins Büro zu kommen. Die vorgeworfenen Taten lagen u. dass ich mich evt. die mitsamt Familien in Liechtenstein lebten und je einen internationalen Haftbefehl eines Berliner Gerichts (ich glaube es war vom Gericht Tiergarten oder Tempelhof) am Hals hatten und Deutschland deren Auslieferung von Liechtenstein verlangte. Und sie mündlich auf dem Laufenden zu halten. Ich musste diese Unterlagen für drei Tage in den Händen der Rechtsabteilung lassen. der LGT) keine Aufregung. niemanden in der Firma davon zu erzählen. dass seit dem Jahr 1999 in den Medien (sporadisch in Liechtenstein und mehr in Deutschland) immer wieder Berichte auftauchten. und dies war für Deutschland empörend. wenn gegen "Mitarbeiter" internationale Haftbefehle bestehen. Nach Prüfung und Durchsicht der Faktenlage durch die Leitung der Rechtsabteilung stelle der internationale Haftbefehl kein Problem für sie dar. Sie erkannten . sind die zwei bekannten Treuhänder im Treuhandgeschäft in Liechtenstein tätig. Die LGT Treuhand hatte also eine Woche bevor ich dann am 16. Ich erwähnte. die LGT wusste "von nichts" – 136 . Daher bedeutete es für die Liechtensteiner Finanzwelt (incl. im Detail Kenntnis über meine "juristischen Angelegenheit". Hauptsächlich. so wurde mir mitgeteilt. was ich dann stets tat. Oktober 2000 via Connex AG die Arbeitsstelle antrat.jener Abteilung angerufen und um ein Treffen gebeten.im Rahmen des Möglichen . In einem Kundensitzungszimmer zeigte ich alle Unterlagen zu Spanien und Argentinien und erläuterte ohne Ausnahme den Stand der Dinge. im Bereich des (Steuer-)Betrugs und anderer schwerer Delikte. Während jener Zeit. Ich wurde gebeten doch am nächsten Tag in die Treuhand zu kommen.auch.

moderneren Arbeitsweise nicht abgeneigt.entspricht NICHT der Wahrheit. alle von ausserhalb. Wie alle neuen Mitarbeiter musste auch ich einen aktuellen Strafregisterauszug (ausgestellt vom LG Vaduz) vorlegen. da ich keine Vorstrafen hatte. Natürlich steht es der LGT Treuhand frei. interne Aktenvermerke) dem Kunden: die LGT Treuhand bewahrt sie nur für ihre Kunden auf. tragen. man müsse die jeweiligen Kunden (also die Begünstigten der Stiftungen. Weder dort noch anderswo! Schon mein erster Arbeitstag war sehr spannend und ich lernte den Vertreter der XEROX (Schweiz) AG und den Boss der Connex AG persönlich kennen. Vor allem unter den älteren. die für das e-Doc-Projekt nötig waren. die einen Haftbefehl ausstehen haben. Anstalten etc. aber nur im verwinkelten Keller zweier (nur oberirdisch) miteinander verbundener Gebäude.B. Die Idee der Container wurde schnell verworfen. wie z. einer 137 . vorhanden war. Aber ich verstehe ihn.B. ob sie einer Digitalisierung ihrer Kundendaten zustimmten. Viele Kundenberater waren zwar der beabsichtigten neuen. würde man sie den fragen. nämlich. teils auf dem Gemeindeparkplatz hinter dem (alten) Bürogebäude aufzustellen und jeweils mit Sicherheitspersonal zu bestücken. lag daran. Im Übrigen war die ganze Idee des papierlosen Büros von Dr.) anfragen. bei Peter Meier herrschte die Meinung vor. Das heisst. wo die grossen Scanner stehen würden. vertraten aber die Meinung. wie sie die internen Geschäftsabläufe organisiert. da er unbedingt die Realität verheimlichen möchte. es gab schon Platz. gehören alle Dokumente (mit wenigen Ausnahmen wie z. Rechtlich gesehen. Der ursprüngliche Plan der LGT Treuhand war. hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. dass die LGT Leute in ihrer heiligsten aller heiligen Abteilungen einstellt. Dass man überhaupt auf die Container kam. drei bis fünf grosse Schiffscontainer oder dergleichen teils auf dem firmeneigenen. Die neuen Mitarbeiter. langjährigen Kundenbetreuern. Feuerstein nicht ganz unumstritten. dass alle Büros im alten Gebäude ja schon vom bestehenden Mitarbeiterstab belegt waren und einfach kein Platz für die bis zu 30 Personen. Dieser war natürlich "Ohne Eintrag". dass die grosse Mehrheit ihrer Kunden. würden dann unter strenger Aufsicht die nötige und zeitraubende Vorarbeit zum Scannen erledigen und dann die ganze Kundenmappe jeweils in den Container.

Batliner. Seine "neuen Wege" waren nicht nach jedermanns Gusto. War er nicht. Die Leitung der LGT Treuhand entschied sich. bestehend aus der Leitung der Treuhand und externen Beratern. Engagement und Moralverstellung nicht grösser hätte sein können. nichts anders übrig: wir richteten es uns in den circa acht Kellerräumen. Dies vor allem aus Angst. ob der gut sichtbare Pilz an gewissen Wänden mit nördlicher Ausrichtung gefährlich sein könnte. dass die Kundendaten elektronisch. der extra dafür mit alten LGT Büromöbeln ausgestattet wurde. dass sie entweder die neuen Methoden akzeptieren oder sich halt anderweitig (nach Arbeit) umschauen müssten. Die Wände waren sehr feucht und der über die Jahre angesetzte Staub in den Akten war auch nicht gerade ein Segen für unsere Lungen. Alter. etwas zu hastig geplant und daher mit einigen Denkfehlern behaftet. welches nebenbei das erste Treuhandbüro in Liechtenstein war. aber der jungen Mitarbeiterin. Dr. sich von diesen Räumen fernzuhalten. verteilt auf die zwei Gebäude. ganz zu schweigen von der Luftqualität. da das ganze Projekt fertig sein musste.Digitalisierung NICHT zustimmen würde. Dazu muss man auch wissen. dass Dr. wurde empfohlen. dem e-Doc-TEAM. Einige Damen verlangten nach Tests. Feuerstein damals erst kürzlich zum Chef der LGT Treuhand ernannt wurde und er von ausserhalb der LGT Gruppe kam. bevor die Treuhand im Frühling 2001 in das neue Gebäude einziehen würde. die Kunden erst gar nicht zu fragen und teilte dem Rest der noch besorgten Kundenberater mit. Jeweils in einem eigenen Raum standen die zwei Monster-Scanner von XEROX. die schwanger war. Darum blieb uns. Schweizer und Österreicher deren Unterschied in Ausbildungen. um zu klären. Der eigentliche Start war durch das Projektteam. Immer zwei bis vier Mitarbeiter teilten sich einen Raum. Wir waren eine bunt gemischte Truppe: Liechtensteiner. Man erinnerte sich noch sehr gut an die Katastrophe resultierend aus dem CD-Diebstahl im Treuhandbüro Dr. zentral auf CDs oder DVDs speicherte. so gut wie es eben ging ein. Der Zeitfaktor spielte auch eine Rolle. Schon kurz nach dem Start unserer Arbeit sollte sich der Aufenthalt in den Kellern (ich schätze mal gebaut in den 60er Jahren oder gar früher) für einige von uns gesundheitlich negativ auswirken. Länger als drei bis vier Stunden am 138 . da die zu erledigenden Aufgaben höchste Konzentration abverlangte. Die meisten arbeiteten in Teilzeit.

in der die LGT Treuhand mit ihren Kunden kommunizierte. Heft. die Arbeitsvorbereitung. Englisch. Über den ganzen Zeitraum des Projekts wurde an den Personaleingängen der Treuhand externes Sicherheitspersonal postiert. und dies war auch ein Hauptfaktor der sich anbahnenden massiven Zeitverzögerung. war sicher nicht die Arbeit auch noch nach Hause zu nehmen. Um diese dritte Stufe überhaupt fachgemäss auszuführen. dass sich im Leben einer Stiftung unzählige verschiedene Arten von Belegen.Stück mit voller Achtsamkeit war nicht drin. Dort wurde der Akt von allen Büro-.h. dass die nun eingescannten Dokumente 1. Das Problem bestand darin. Der moderne Scanner hasst alles was nicht die Norm ist. Die LGT Treuhand hatte Kunden aus aller Welt. im Computersystem "zusammen blieben". Die Arbeit war für mich an und für sich sehr interessant. – das Wichtigste – gemäss dem BAK vollständig indexiert wurden. Kundendossiers mitlaufen lassen. Viele Dokumente waren sehr alt oder für die AVOR äusserst knifflig. Daher war es ideal wenn wir diese Sprachen mehr oder weniger beherrschten. von wem. das uns jeweils beim Eintreten oder Verlassen des Gebäudes kontrollierte. Spanisch und Italienisch waren die üblichen Sprachen. Briefen und auch Grusskarten (der Kunden) oder sonstiges ansammeln. in unseren Taschen nachschauten ob wir evt. Das letzte was wir nach stundenlangem Aktenwälzen noch machen wollten. also nicht geteilt wurden oder in den Weiten der "Bits und Bytes" verloren gingen. Aber mit ausreichend Gründlichkeit und Frohsinn schafften wir es tagein. Es gab 139 . der richtigen (original) Mandatsnummer zugeteilt wurden und 3. Stapelweise holten wir die Kundenakten in den kleinen Büros der Kundenberater ab und führten strenges Protokoll über was. Wir konnten darüber nur lachen. Wir sassen "da unten" im Keller und die Creme de la Creme der Kundenberater plus deren Sachbearbeiterinnen "oben". 2. Deutsch. wann und warum weggetragen wurde.und sonstigen Klammern befreit um dann stapelweise – wenn es geht ohne ein Blatt zu verlieren – in den Scanner gefüttert zu werden. Der Hauptteil meiner Verantwortung lag darin sicherzustellen. d. tagaus. musste ich und meine dafür geschulten Teammitglieder ALLE einzelnen Dokumente durchlesen und dann entsprechend dem BAK-Index abschliessend unter der Mandatsnummer elektronisch speichern. Jeder Akt gelangte in die so genannte AVOR. Französisch.

wieso und wie hoch als Begünstigter von dem Vermögen profitieren kann. Prinzipiell bleibt er (und andere die er benennen kann) Kraft dem so genannten Beistatut Begünstigter der Stiftung und somit aller Gelder und sonstigen Aktiven. wer. eine rechtlich eigenständige Liechtensteiner Stiftung aus. Der Stiftungsrat eröffnet im Namen der Stiftung dann die Bankkonten. die der Stiftung gehören.B. eben der eher Superreiche und/oder Übervorsichtige wählt z.B. hier ein paar kurze. Der Treuhandkunde. Dies natürlich auf hoch komplizierten und raffinierten Umwegen. indem er diese durch die Treuhand gründen lässt. Bilder. oder solche. sodass ein direkter (offener) Bezug zwischen ihm und der Stiftung (z. Der Treuhandkunde transferiert sein Schwarzgeld auf die Konten der Stiftung. dass ein Treuhandkunde eine grössere und intensivere Beziehung zu seinem Kundenberater hat. Beim Bankkunden ist alles Schwarzgeld ist im Namen des Kunden auf seinem eigenen Konto gelagert. die zu 100% bei der Bank zurückbehalten und dort gelagert wird.beim Finanzamt. Der reine Bankkunde in Liechtenstein hat ein oder mehrere Konten direkt bei der Bank selbe. Oft ist es so. als ein „normaler. vereinfachte Erläuterungen: Der Treuhandkunde ist im Vergleich zum reinen Bankkunden ein sehr komplexes Wesen. dass die Stiftung direkt oder mittels unterliegenden Offshorefirmen (andere rechtlich eigenständige Gesellschaften aus Liechtenstein oder anderen Steuerparadiesen wie z. Anstalt oder AG in Liechtenstein besitzen oder wenig Wissen darüber haben. wann.B.solche Akten. einfacher‚ direkter 140 . erhält Auszüge. Das Beistatut einer Stiftung hält fest. von offizieller deutscher Seite aus) nicht nachvollzogen werden kann. neben den meist beträchtlichen Bankkonten auch Immobilien. Yachten und dergleichen besitzt und kontrolliert. Patente. Also der berühmte "Paper-Trail" (nahtlose Nachvollziehbarkeit jeder Transaktion) geköpft wird. die keine Stiftung. Nicht das der eine Bankauszug versehentlich beim Kunden oder schlimmer beim Nachbarn in Deutschland im Briefkasten landet. Panama oder den Britischen Jungfrau Inseln). Generell kann gesagt werden. Für diejenigen unter den Lesern. All diese "Besitztümer" einer Stiftung produzieren eine Flut an Papier. das wiederum im Akt landet. die nur 80 – 100 Einzeldokumente (mit jeweils einer oder mehr Seiten) hatten. Belege oder sonstige Bankkorrespondenz. die bis zu 300 hatten. Oder – oh Schreck .

die längste Luxusreise. Unabwendbar bekam man den Eindruck. die die Villa in Sardinien betreut etc. die neuste Anschaffung. Eines hatten aber alle gemeinsam: "Sie zahlen für ihre Vermögen in diesen Gesellschaften KEINE Steuer zu Hause!" Dieses Kundenverlangen. Dollars". d. noch besser – hier ist ein PEP (Politisch exponierte Persönlichkeit). in den internen Aktenvermerken wieder. dass jedes Dokument zumindest ein Mal genau einer der Untergruppen zugeordnet werden musste. zwischen der Stiftung und der Bank wo die Konten sind oder der Stiftung und einer Immobilienfirma. Der BAK war in 12 Hauptgruppen und diese in rund 120 Untergruppen eingeteilt. Mit der Zeit war diese Art von Schreiben eher langweilig zu lesen. Kinder oder sonstige Familienmitglieder.h. Denn viele Kunden erzählten ihren Kundenberatern auch im Detail wie es "zu Hause" oder "im Geschäft" zu ging. Euro". interne Familienstreitigkeiten und Versöhnungen. 141 . könnte ich ein dickes zweites Buch auflegen. vor allem wenn es Auswirkungen auf das jeweils aktuelle Beistatut hatte. Daher hat jede Treuhandfirma (speziell wenn es eine Treuhandabteilung einer Liechtensteiner Bank ist) die höchste Sicherheitsstufe im Umgang mit den Kundendaten. das grösste Konto? "Oh< hier ist einer mit 8 Mio. Am Anfang war es noch ein Wettrennen: Wer hat den Akt mit dem dicksten Fisch. Alleine aus den Tausenden verschiedenen oft skurrilen Geschichten. die sich im Leben der Begünstigten abspielten. Und was wir da alles zu lesen hatten! Die geschäftsbedingte Korrespondenz (z.) hatte schon an und für sich grosses Volumen im Akt. Endlos die Beispiele und all dies fand sich u. hier jemand aus dem Umkreis eines Ex-Diktators" etc.". "Und dieser mit 150 Mio. der letzte Trick um an mehr Geld zu kommen. sie sollte es haben. Das bedeutet. "Aha< hier ist einer mit 28 Mio.B. dass wir als Treuhand aus dem Leben des Kunden oft mehr wussten als seine Frau. << "Nein. Mit der Zeit wurden wir in unserem Team beim Indexieren der Dokumente immer besser und schneller.Bankkunde. dort ein Sportler. stand immer prominent am Anfang jeder Kundenbeziehung und wurde auch als Verkaufsargument für eine Gesellschaft aus Liechtenstein verwendet. keine Steuern bezahlen zu müssen. Berichtet wurde über Ängste und Bürden.a. und den Weg via Vermerk in den Akt fanden.

worauf stand: 142 .h. Sie hatte ein Bankvermögen von mehreren Millionen Euro. Oder Der angriffslustige Kunde.Da war z. Oder Ein heissblütiger Kunde. gleich neben der Apotheke Hasler. solange sie diesen Freund hat. dessen Tochter als Zweitbegünstigte im Beistatut nominiert war (d. auf der anderen Seite des Rheins. Oder Der überängstliche Kunde. ein rassistischer Kunde. Der Stiftungsrat tat was ihm "befohlen" wurde. der eine geheime Zweitehefrau samt Kind im Ausland hat und im Falle seines Todes will. seine Frau und Kinder als Zweit-. der noch nach seinem Tod "Die Rache ist MEIN" inszeniert haben möchte. dass die Tochter nun einen "Weissen" als Freund hat und wieder in die Begünstigtenliste eingetragen werden soll. Dritt. Er hatte auch ein versiegeltes B5 -Kuvert seinem Kundenberater übergeben. in Vaduz sollen sich deutsche Steuerfahnder herumtreiben und Autos mit deutschen Kennzeichen in den Tiefgaragen der diversen Geschäftsgebäude fotografieren. Zu Lebzeiten hat er den Stiftungsrat instruiert. Der Vater gab dem Stiftungsrat den Auftrag.B. Auf den ersten Blick erschien seine Stiftung ganz normal. nimmt den Linienbus nach Vaduz und trifft sich mit seinem Kundenberater für eine Geldübergabe oder – auszahlung jeweils vor der Toilettentüre im unteren Stockwerk des Restaurants Amman. folgende Vereinbarung mit der LGT Treuhand getroffen hatte: Er parkiert sein Fahrzeug in der Schweiz. der aufgeschreckt durch Medienberichte. Seine Familie wusste nichts von dem Geld in Vaduz. eben ihr Vater. stirbt). Jahre später findet sich ein Vermerk.und Viertbegünstigte zu führen. Und sich dann sofort danach die Wege trennen sollen. dass das gesamte Vermögen dieser Frau im Ausland zufallen soll und nicht an die „heimische‚ Ehefrau. wenn der Aktuelle. Diese hatte aber einen Schwarzafrikaner als Geliebten. im Normalfall wird sie dann Erstbegünstigte. seine Tochter im Beistatut zu streichen.

weil das Stiftungsvermögen gemäss seinen letzten Instruktionen gleichzeitig auch weg von der LGT Bank hätten gehen sollten. Der einzige (ausserhalb der LGT 143 . Als Grund gab der Kunde in hässlichen Worten an. da sie vom Erstbegünstigten (dem Mann) zu seinen Lebzeiten niedergeschrieben wurde und dem Stiftungsrat vor seinem Ableben zur Aufbewahrung übergeben wurde. als letzte rechtsverbindliche Instruktion an den Stiftungsrat hiermit anordnet. gerade Millionäre geworden zu sein. Dies darum.1998". Was für ein Schock dies wohl für seine Frau und Kinder auslösen wird. Seine Kinder seien auch nicht ehrlich gewesen. dass das ganze Vermögen der Stiftung unverzüglich an die "so-und-so" ausbezahlt werden soll und die Stiftung dann gelöscht werden soll. So kann auch "Kundenpflege" betrieben werden. Im Schreiben aus dem Kuvert stand. Also nach seinem Tode. stammte nicht aus seinem Familienkreis. Ein Mitglied meines Teams in der AVOR öffnete aus Versehen dieses Kuvert und bereitete es zusammen mit dem Umschlag zum Scannen vor. In diesem Fall soll dann das versiegelte Kuvert in Anwesenheit der Familie geöffnet und vorgelesen werden. In dem dazu gehörenden Vermerk stand. XY zu öffnen – siehe Aktenvermerk vom xx. Zudem zählt das Vermögen in der Stiftung rechtlich gesehen nicht zum Erbe des Verstorben. Die schriftliche Instruktion im versiegelten Kuvert (na ja. Die erwähnte Person. die das ganze Geld bekommen soll. Was gewöhnlich viel Begeisterung bei der ahnungslosen Familie auslöst. zu einer Bank in der Schweiz. speziell wenn sie Minuten zuvor noch erhofften. dass sobald die LGT gesicherte Kenntnis über sein Ableben hatte. Es ist nicht ungewöhnlich."Nur im Todesfall von Hr. Die LGT hat es aber immer lieber.xx. Nach Absprache mit dem Kundenberater musste ich diese Instruktion aus der Computerdatei löschen und das Original vernichten. dass Ehefrauen und Kinder erst nach Ableben des Stifters von der Existenz einer Stiftung in Vaduz erfahren sollen. seine Frau hätte mit dem Herrn XY und mit dem Herren XZ ein jahrelanges Verhältnis gehabt. der nun verstorbene. jetzt war es nicht mehr versiegelt) ist rechtsgültig. dass Erstbegünstigte wünschen. wenn nachrückende Begünstigte als Kunden von der Treuhand betreut werden und auch die Gelder bei der LGT Bank bleiben. dass er. Ich hatte dann den Akt auf dem Bildschirm. diese unverzüglich die Witwe und Kinder gemäss üblicher Prozedur kontaktieren und nach Vaduz oder Zürich einladen sollte.

Transaktionen und damit deren Zusammenhänge schnell zu erkennen (wir mussten ja jedes Blatt lesen. sprich Mandate über Jahre betreute.um es grausig auszudrücken . als wenn die Kundenberater in ihren selbst angefertigten oder angeordneten internen Aktenvermerken schwarz auf weiss. dass die LGT (!) so viele "Leichen im Keller hatte". Nein. alle Abläufe. der vom ursprünglichen Plan wusste. wo buchstäblich sofort erkennbar war. oft etwas in der speziellen Treuhandsprache verschleiert. Nach dem "Aktenstudium" tausender deutscher Kundendossiers fühlten wir uns in meinem Team wie abgeklärte Psychologen. Wirtschaft oder aus aktuellen oder vergangenen Gerichtskriminalfällen. der uns allen aus den Medien bekannt war. die über illegale Aktionen Auskunft geben. Worauf wir alle aber vor Seiten der LGT nicht vorbereitet wurden. Was mich besonders überrascht hat. dass Steuerhinterziehung im Heimatland des (ausländischen) Bank. waren jene Kundenmandate. Schade für die Gläubiger. dass es bei mindestens der Hälfte aller Mandate – würden 144 . war die Tatsache. Da wir in unserem Team den gesamten Akt nach dem Scannen vor uns auf dem Bildschirm abrufen konnten. die als Begünstige hinter einer solchen Briefkastenfirma stehen. Bemerkungen und Erklärungen protokollieren. Zum Beispiel hatte ich einen Akt vor mir. Nicht dass ich die Personen. Was kann es dümmeres geben.B.der Kunde selber.oder Treuhandkunden in Liechtenstein absolut kein Strafbestand oder Vergehen ist. Es ist ja allgemein bekannt.Treuhand). aus der Politik. weil wir einen sehr tiefen Einblick in die Seele und "Sorgen" des Reichen Deutschen erhalten hatten. Der würde ja aber dann schon tot sein. Natürlich tauchte ab und zu ein Name in den Unterlagen als Begünstigter auf. deren Begünstigte ungefähr zur selben Zeit im Zusammenhang mit einer grossen europäischen Firmenpleite standen. manchmal ganz klar. war . dachten wir uns. "Aha!". persönlich kannte. die eindeutig über das "normale Mass" (wenn ich mal so sagen kann) der reinen Beihilfe zur Steuerhinterziehen hinausgehen. sagten wir uns – die Kohle hier in Vaduz hatte man mal wieder nicht entdeckt". Die vier oben kurz veranschaulichten Beispiele waren für uns damals eher Anlass für riesiges Gelächter. Wir im Team wären dank unserer Erkenntnisse jede Wette eingegangen. um es einem Index zuordnen zu können). Hinweise. dass sehr unsaubere Geschäfte getätigt wurden und werden. war es uns möglich. sei es z.

sie öffentlich bekannt gemacht . ein solches Reputations-Risiko eingehen würde. die illegale Geschäfte tätigen und dies auch unter Mithilfe oder Tolerierung der LGT Treuhand und der LGT Bank. gedacht. dass.w. Dr. Nach den immer wieder aufkommenden Skandalen. Aber die LGT ? ? ? !!!! Nie hätte ich und andere im meinem Team. Wir wussten alle. als ultimativer Besitzer der LGT Gruppe. die mit der Liechtensteiner Finanzlandschaft vertraut waren. dass Hans-Adam.s. Dr.99 Prozent NICHT in Liechtenstein beginnen. das Letzte mal im Februar 2009. böse Überraschungen" geben würde. die Serica Bank oder First Advisory (ehem. u. die Russen nicht gerne bei der LGT als Kunden gesehen werden. damals und heute die Schwarzen Schafe im Treuhand."böse. auf Grund der sehr lahmen Anwendung der eigentlich guten Sorgfaltspflicht und anderer bestehender Gesetze. . Um diese Kundschaft kümmert sich speziell in Vaduz zum Beispiel die Sinitus Treuhand. sollte eine Leiche unerwartet an die Oberfläche gelangen. wer immer schon. Etwas Besseres fällt denen nie ein. die Öffentlichkeit (Medien etc) nie die vollständigen Unterlagen zu einem solchen Fall 145 . Batliner). deren Enthüllung zu 99. Sie ändern zwar oft ihren Firmennamen. aber man findet sie dennoch alljährlich in irgendwelchen Untersuchungsberichten diverser ausländischer Strafverfolgungsbehörden vom "around the Globe" wieder. Weil sie natürlich wissen. indem er Kunden in seinen Büchern stehen hat.B. es war und ist ja Allgemeinwissen im Ländle.und Bankenbusiness sind. Was soll jetzt als Entschuldigung für die LGT herhalten? ° Dass viele dieser Mandate vor dem Inkrafttreten der strengeren Sorgfaltspflichtgesetze angenommen wurden? Diese lumpige Ausrede wurde in den vergangenen Jahren immer und immer wieder von Liechtenstein verwendet. Dies bewusst und unbewusst. weiss man doch: "Irgendwann fliegt andauernd etwas auf!". Mein Gott. dass z.

B. wie ich in den folgenden Kapiteln beweisen kann. wenn die Tat in der Zeit davor passierte. Quasi sei eine Strafverfolgung (wegen der Geldwäscherei) aus Liechtensteiner Sicht leider nicht mehr möglich. Abgesehen davon. wo noch die schwachen Sorgfaltspflichtgesetze galten. dann könnte es mit diesem Material die Liechtensteiner um Hilfe bitten. also der Kunde weiterhin illegale Geschäfte mit oder ohne Wissen der LGT getätigt hatte oder noch tätigt. Die einfache Steuerhinterziehung meine ich damit gar nicht.B. sehr. ist Liechtenstein in der Interpretation was eine Straftat ist und was nicht. wäre nach dem Wortlaut des Gesetztes auch dann eine Strafverfolgung. Deswegen kann die betroffene Bank oder Treuhandfirma behaupten. 146 . Eben. ° Das auf Grund der Auffassungsgabe der LGT über das was "kriminell" ist und was nicht. auch wenn es detaillierte Kenntnisse über die übelsten Straftaten erlangt. dann muss diese Formel herhalten: "Was bei denen im Ausland als kriminell gilt. Korruption oder Betrug auch geahndet werden. weil die den Bankvermögen zugrunde liegenden (Erst)Straftaten (z. Und da in Liechtenstein eine Einzelstraftat wie z. Dies darum. also Liechtenstein den Vorfall oder Skandal für die Medien "zurückdatiert". Auch wenn es um andere Vorwürfe aus dem Ausland geht. da die Fristen in Liechtenstein dafür abgelaufen wären. Streng genommen macht dies keinen Unterschied. Korruption. ausnahmslos im Ausland begangen wurden und dort die Fristen praktisch in allen bekannten Fällen noch nicht abgelaufen waren.haben wird. dass die meisten Straftaten (der LGT Kundschaft) im Zeitraum der neuen. hätten sie bloss! Liechtenstein agiert praktisch nie von sich aus. Hätte bloss das Ausland mehr Glück und könnte viel öfter selber auf Unterlagen über eine Verbindung zwischen einer Straftat in ihrem Land und einem Vermögen in Vaduz stossen. keine "Leichen" erkennbar waren oder sind? Haben die in Vaduz mit der ersten Ausrede keinen Erfolg. dass die schmutzigen Geschäfte der Stiftung oder Anstalt etc. Betrug). Egal ob das Mandat noch aktiv ist. müsste man in Vaduz der Sache auch nachgehen. angeblich aus einer Zeit stammen. muss nicht unbedingt bei uns so sein". strengeren Sorgfaltspflichtgesetzte vollbracht wurden. sehr flexibel. oder zumindest eine Strafuntersuchung zu beginnen.

ob ich mitgehen wolle. Schon nach einem Monat hatten zwei junge Mitarbeiter keine Lust mehr. dass er "von nichts" wusste. "dumme Fragen" zu stellen. wie bei vielen anderen Betrieben wurden Mitarbeiterausflüge in die Schweiz oder nach Österreich durchgeführt.naiv genug waren wir ja – mit Fragen über solche Kunden bedrängte. Prinz Maximilian N. Die LGT Führung hatte nicht nur mir gesagt. Beide Teammitarbeiter wurden durch Neue ersetzt. Ich war nicht der Einzige aus dem Team der die Leitung der Treuhand bei der wöchentlichen Sitzung . Sie kündigten und mussten sofort gehen. Uns wurde schnell klar gemacht. hatte sogar ein heisses Streitgespräch mit dem Dir. der LGT Bank oder jeder anderen Treuhand oder Bank jetzt nicht verdammen. Feuerstein über die falsche Moral der LGT im Allgemeinen und der Liechtensteiner Finanzwelt im Bezug auf die schmutzigen Mandate. Im Befehlston wurde uns gesagt: Dokument lesen – Dokument indexieren – und die Klappe halten! Basta. Für sie ist es ein Job wie jeder andere auch. Schlussendlich trägt die Leitung die Verantwortung. wenn man auf die "Räume mit den Leichen" stossen sollte. eben HansAdam und seine Familie.° Das intern eine Art Dogma gilt: "Reden ist der schnelle Tod". Man kann also festhalten. Das Arbeitsklima bei der Treuhand war sehr gut. "Schweigen ist pures Gold". Januar 2003 – siehe Kapitel 7. einschliesslich "die blinde Kuh dazu" und man ist vollkommen? Dies war leider die Wahrheit. Wegen dem Haftbefehl. Man darf aber die einfachen Mitarbeiter bei der LGT Treuhand. dass man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen soll. wurde ich von der Rechtsabteilung gefragt. Ausdrücklich nicht mehr seit dem 7. Sein Bruder. egal ob mit 147 .M. Einer von ihnen. wurde dann auf den Stuhl des Vorstandsvorsitzenden beordert und der neue CEO wurde der zweitälteste Sohn von Hans-Adam. solches mitzumachen. Ein Ausflug in die Schweiz. dass es nicht unsere Aufgebe sei. dass sich Hans-Adam nicht damit herausreden kann. Prinz Philipp Erasmus war bis im Sommer 2006 der CEO der LGT Gruppe. es war ein Jurastudent. zusammen mit den Besitzern der Gruppe. Sobald ein Betriebsausflug ins Ausland bevorstand.

alten Mandate via AVOR zum Scannen zu bringen und zu indexieren. wird man gleich weiter gelassen. wie ich. im Städtle 18. um auch die inaktiven. Das Projekt e-Doc. Ein Jahr zuvor erhielt er die Diagnose Krebs. Manchmal bin ich auch in die Kanzlei meines RA nach Feldkirch gefahren. war kein Problem. Mit Mühe und Not schafften wir es im Keller. Bei einem Betriebsausflug meines Teams nach Feldkirch bin ich einfach mit dem eigenen Auto via meiner Heimatgemeinde Mauren über die kleine Grenze dort nach Österreich gefahren. den Heimatort Mauren eingetragen. Das alte Bürogebäude. Es wurden mir auch nie irgendwelche Verordnungen oder Reiserestriktionen von Seiten Liechtenstein auferlegt. Ich hatte nie eine sehr innige Beziehung zu ihm.Firma oder Privat. Ein Grenzbeamter steigt zwar in den Bus ein. Der Umzug stand vor der Türe. Er war sehr bekannt und beliebt in Liechtenstein. wirft einen Blick auf die ID-Karten oder Pässe und das war’s auch schon. auf allen Bühnen verbrauchte viel meiner Energie.B. Es war keine Zeitreserve mehr vorhanden. Hat man darin. Wird man aber angehalten. März 2001 offiziell zu Ende. nicht miterleben musste. wollen sie die Identitätskarte sehen. dass er all dies was in 2003 und später passiert ist. sofern es die extern angeheuerten Mitarbeiter betraf. Sind die Grenzbeamten überhaupt präsent. aber seit meiner Rückkehr aus Südamerika sahen wir uns regelmässig. Jeden Monat drei oder vier Mal. trotzdem habe ich bei der LTG immer volle Leistung gebracht und meine Vorgesetzten lobten mich sehr. war am 31. Wir gingen essen oder einfach einen Kaffee trinken. dann winken sie einen oft durch. Die Grenze ist von Balzers bis nach Ruggell offen. Auch fuhr ich oft mit dem Linienbus über die grosse Grenze Schellenberg / Feldkirch nach Österreich. Ferienansichtskarten der Kunden). Ich bin auch heilfroh. Schon kurz nach Argentinien verdrängte ich die eigentlich kleine Gefahr wegen des Haftbefehls dort Ärger zu bekommen. Einen emotionalen Dämpfer war der unerwartete Tod meines Vaters Anfang 2001. Mein gleichzeitiger Kampf gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. da die Benutzung dieses abgelegenen Grenzübergangs "als einer aus Mauren" den Beamten logisch erschien. Ich bin in meiner Freizeit oft mit dem Mountainbike oder dem Auto in die Schweiz gefahren. fristgerecht die aktiven Mandate einzuscannen und die Papierakten von Unnötigem zu befreien (z. gehörte nicht der Treuhand und wurde von den Besitzern schon weitervermietet. 148 .

Die Direktion hatte logischerweise Zugriff auf alle Mandate. Ich durfte die dafür notwendigen Unterlagen in Eigenregie herstellen und auch jeweils die neuste Version des BAKs. Natürlich hatten wir den Inhalt der fast 4000 Mandate nicht auswendig im Kopf abrufen können. Dies galt auch für die Mitarbeiter der IT-Abteilung. einschliesslich der Direktion sowie jene Vorstandsmitglieder der Treuhand. als wir auf Anhieb Details aus Stiftungen erzählen konnten. Bei den aktiven Mandaten wurden alle Papierdokumente. Trotzdem waren die Treuhandmitarbeiter fortwährend erstaunt. die intern Zugriff auf die elektronischen Kundendateien wünschten. ein Fachmann und ich wurden per 29. von wenigen Ausnahmen abgesehen. in gefrässigen Papiervernichtungsmaschinen 149 . Interessanterweise hatten wir drei. hatte ständig den vollen Zugriff. obwohl ich die Firma seit mehr als sieben Jahren verlassen habe. Oder die heiklen Mandate. Das heisst. erinnere ich mich bildlich noch immer seitenweise an Hunderte von Stiftungen und deren wahnsinnige Geschichten. Der Kern des Problems lag darin. oft heiter und äusserst abwechslungsreich. im Umgang mit dem neuen System geschult. Die Sachbearbeiterin auf diejenigen. die sie selber betreuten.bis dreitägigen Lehrgänge mit jeweils einer bis drei Personen pro Gruppe bei mir in Vaduz absolvierten. Die Schulung wurde mir aufgetragen. da jeder und jede seine/ihre eigene Vorstellung davon hatte. mittendrin als Allrounder und Problemlöser für alle. die sie betreuten. Schon seit Anfang des Jahres 2001 wurden systematisch alle Treuhandmitarbeiter. die sich seit Jahren mit dem Kunden austauschten. Die von Klaus Zumwinkel fällt mir da gerade ein. Meine Kurse waren sehr beliebt. Ich war sehr stolz darauf. Sicherheitstechnisch waren wir auf den neusten Stand. Es dauerte über 12 Monate bis alle der fast 100 Mitarbeiter aus Vaduz. Heute noch. März 2001 von der LGT direkt übernommen und wir alle bekamen unbefristete Arbeitsverträge. die auffällig noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt sind. eine Jurastudentin.Drei aus meinem Team. Zürich und Lugano die zwei. in welchem Index ein Dokument abzuspeichern sei. als die eigentlichen Kundenbetreuer. ein unglaubliches mentales Lexikon über mehr Mandate in uns gespeichert. dem Belegartenkatalogs. die verbliebenen aus dem e-DocTeam. Und ich. ALLE Mitarbeiter auf eine LINIE zu bringen. die Kundenberater hatten nur Computerzugriff auf jene Mandate. Zugriffsmässig wurde das neue System analog dem Alten ausgelegt.

Mein Schlüssel öffnete mir fast alle Türen. dass ab und zu aus juristischen Gründen alte Geschichten exhumiert werden mussten. wurden im alten Gebäude (mit Zugang von Aussen durch eine Stahltüre) auf drei Kellerräume verteilt aufbewahrt. chaotischen alten Archivierungszustand finden würde. hätten auch selber dorthin gehen können. sich bündelweise die verrücktesten Mandate durchzulesen. haben wir im begehbaren Panzerschrank im 3. 1000 Grad heisse Flamme werfen. wo ich Stunden im Keller Akten von links nach rechts. eine kleine Seitenöffnung im Ofen benutzten und dort die Papierschnitzel direkt in die. Bei Wechsel des Treuhänders wird nicht immer die ganze Mappe dem neuen Treuhänder übergeben. wurden sie von eigenen Mitarbeitern per Firmenwagen in die Müllverbrennungsanlage Buchs. Die Schlüssel dafür hatte ich auch. diese Akten auch auszusortieren. Die dicken Mappen der inaktiven Mandate. Die Stiftungen lebten ja oft weiter. Der Zugang dazu wurde elektronisch gesichert. 150 . Manchmal wurde ich von Kundenberatern oder gar vom Direktor gebeten. von oben nach unten und von hinten nach vorne bewegen musste. ca. um endlich an eine gesuchte Stiftung zu kommen. Wir hatten keine Zeit mehr. Dort gibt es einen speziellen Dienst. die ja aus Zeitmangel nicht eingescannt worden waren. eine bestimmte Seite oder einen Sonderfall aus einem alten Akt herauszusuchen. In Plastiksäcke abgefüllt. der vor allem von Banken und den Treuhändern gerne in Anspruch genommen wird. In "Null Komma Nix" sind verfängliche Dokumente in Rauch aufgegangen. Insbesondere passierte dies dann. Schweiz gefahren. Die LGT mietete diese Räume weiterhin. Das jemand danach fragte. Der Zugang zu allen internen und externen Türen im ganzen neuen Gebäude war mittels elektronischen Schlüssels geregelt. natürlich mit Ausnahme des Chefs. zusammen mit einem Mitarbeiter der Anlage. dass es häufig berauschend war.zum Verschwinden gebracht. Ich gestehe. Aber sie wussten. Das Set jener Dokumente. Nach Voranmeldung kann man. wenn mein Auftrag darin bestand. Es gab Tage. die nicht verbrannt werden sollten. so glaube ich. aber bei anderen Treuhändern. dass ich 100 Mal schneller den Akt im dort vorherrschenden. einen bestimmten alten Akt in jenen Kellerräumen heraus zu graben. Stockwerk des neuen Büros pingelig genau und sauber eingelagert. nicht bei uns. lag daran. Die Kundenberater.

Dieser Stiftung gehört alles was Hans-Adam und sein Clan besitzt. die klar der Familie zuzuordnen sind. Dies war für ihn nicht zwingend oder logisch notwendig. Ab und zu versuchte einer aufzutrumpfen. Beim Feierabendbier oder Cola wurde zwanglos über die neusten Mandate oder Skandale geredet. das auch die Mutter aller Stiftungen. Mal geizen sie und manchmal sind sie generös. Unterhaltsam wurde es dann. umso weniger regte ich mich über einzelne. dunkle Kellerräume bei den aktiven Mandaten dank des neuen Systems nicht mehr notwendig. Gegenseitig wurde man ausgequetscht um in Erfahrung zu bringen. Die über 29 bei uns verwalteten Gesellschaften. die jetzt bei anderen Treuhändern oder einer anderen Bank arbeiteten. beinhalteten im Vergleich zu anderen superreichen Kunden nichts Aussergewöhnliches oder Spektakuläres.Zum Glück waren solche Anstrengungen und Trips in alte. die "Fürst von Liechtenstein Stiftung" verwaltet. als verschwiegener und äusserst auf Diskretion bedachter Führer. war auch wie ein Statussymbol. Er hätte die Mandatsleitung auch an jenes. eher geheime Büro mit Sitz an der Herrengasse in Vaduz. nein! Bei der Fürstlichen Treuhand. 151 . Die Welt der Treuhandmitarbeiter in Liechtenstein ist klein. vertraute den Leute seiner LGT Treuhand so sehr. dass diese Persönlichkeiten bei seiner Firma Kunden sind oder jene Millionen bei seiner Firma verwaltet werden. Es sind Menschen wie du und ich. Man kennt sich. dass die meisten der persönlichen Stiftungen der Mitglieder der Fürstenfamilie auch bei der Treuhand verwaltet wurden. wenn man auf ehemalige Arbeitskollegen traf. Hans-Adam. etwas Leichengeruch hatte die eine oder andere Stiftung schon. Bei der LGT zu arbeiten. indem er erzählt. Je länger ich bei der Treuhand arbeitete. Mal streiten sie. heisse Mandate auf. delegieren können. Berufsbedingt hatte ich alle Akten dieser Stiftungen durchgelesen und indexiert. wo mehr Leichen verwaltet werden. wo es nur besser sei. Man arbeitete nicht bei einer x-beliebigen Treuhandbude. Na ja.

die Arbeitsstelle bei Treuhand zu kündigen. schwerer Erpressung. ich war so felsenfest davon überzeugt. Dass Gerechtigkeit geschehen werde und ich meine ganze Energie auf diese kommenden wichtigen Wochen 152 . dass sich irgendetwas drastisch an den über die Jahre hinweg vorgezeichneten Pfaden ändern würde. Damit meine ich nicht eine Richtungsänderung wonach ich die STA und das LG Vaduz links liegen lassen würde und selber Hand an die Verbrecher legen würde. Obwohl es für mich absolut keine Anzeichen gab. wie schon lange nicht mehr. dass in diesem Jahr 2002 die anspruchsvolle Anklage wegen schwerer Entführung. Dies war wohl der Anfang vom Ende meines ehrlichen Kampfes um die Gerechtigkeit. Meine Arbeit bei der LGT Treuhand erfüllte mich sehr und ich hatte. Deswegen hatte ich mich entschlossen. Sogar in Sachen Herzblatt hatte ich Glück und wunderschönen Zeiten erleben können. Ein dicker Kuss nach Zürich . das Gefühl ein normales. ja eigentlich von Seiten der STA überzeugt worden. Natürlich. dass ich mich zumindest gedanklich mit "ebenbürtiger" Rache – auch als Teil meiner eigenen Therapie – auseinandersetzten musste.-). Nötigung und Körperverletzung stehen und ein Kriminalgericht einberufen würde. muss sich mein Unterbewusstsein vorerst unbemerkt schleichend in eine andere Richtung orientiert haben. nachdem was ich in Argentinien durchstehen musste. Beharrlich hielt ich den UR Dr. eben rücksichtslose Rache ausüben würde. genährt von meinem unerschöpflichem Optimismus und dem Glauben.KAPITEL 6 Heiligsprechung unter Vollnarkose Das Jahr 2002 begann eigentlich wie jedes der fünf vorhergehenden Jahre. dass die Gerechtigkeit siegen wird und dies das Jahr sein wird. schwerer Freiheitsberaubung. Paul Meier und die STA über die allerdings immer weniger werdenden Neuigkeiten in Sachen Argentinien oder Spanien auf dem Laufenden. kann jeder wirklich nachvollziehen. Ganz im Gegenteil. Nie habe ich aber Anlass dazu gegeben. um mich zu 1000-prozentig darauf zu konzentrieren. in dem die Verbrecher vor ein Kriminalgericht gestellt werden. was sich im Oktober 2002 abspielen werde. wenn auch nicht optimales Leben zu führen. Dem Rechtsdienst der LTV erzählte ich dann voller Zuversicht. dass dies mein ausgewählter Weg zur Gerechtigkeit sein oder werden sollte.

einfach hineinzuschreiben. 153 . unter Einhaltung der 3-monatigen Kündigungsfrist auf den 30. Man kann heute feststellen. setzte ich folgendes Schreiben auf und sendete diese am 29. dass dafür meine ganze Energie gebraucht wird und ich darum die Arbeitsstelle fristgerecht. Vaduz. dass ich unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende November 2002 die Firma verlassen wollte. Meine Hauptaufgabe bei der Treuhand war erfüllt: alle Mitarbeiter waren auf dem neusten Stand der internen Schulung und auch alle dazu notwendigen Unterlagen waren up-to-date. Mit meinen jungen 37 Jahren sehe ich noch die Kraft und Möglichkeit meinen Wissens-Horizont im grösseren Stil zu erweitern. Z. das wollte ich auch nicht. An die Geschäftsleitung der LGT Treuhand AG. wie ich meine Freizeit sinnvoll mit persönlicher und beruflicher Weiterbildung ausfüllen kann. die neues Wissen vermitteln und die Persönlichkeit formen.das gilt auch für mich..und Monate konzentrieren wollte. In den letzten Wochen habe ich mir Gedanken gemacht.08. Nach reifer Überlegung bin ich zum Schluss gekommen. Sie waren enttäuscht. ° alle MitarbeiterInnen sind bis ins Detail geschult. schwierigere Sprachen zu erlernen und auch Kurse/Schulen zu besuchen.B. empfahlen sie mir.. ° Der neue BAK ist in Kraft.. dass ich mich ausserhalb der Firma weiterbilden möchte. dass mein Aufgabengebiet (e-doc) eine gute Eigendynamik entwickelt hat: ° das e-doc-Organisation steht. neue. Nicola Feuerstein. Ich sagte ihnen. Es ist mir nicht leicht gefallen! Auflösung des Dienstverhältnisses. Da ich natürlich nichts im Kündigungsschreiben über meinen juristischen Kampf erwähnen konnte und wollte. den 29. Denn rein gar nichts schreiben. Sehr geehrte Herren der Geschäftsleitung... Niemand ist unersetzbar . dass ich gehen wollte und versuchten mich zum Bleiben zu überreden. Sehr geehrter VR Werner Orvati. quasi nur einen Einzeiler. Der diesbezügliche Markt ist sehr gross und die Auswahl keine leichte Aufgabe. August 2002 Sehr geehrter Herr Dr. Der errechnete Zeitaufwand für die in Frage kommende Neuorientierung ist beachtlich.2002 dem Personaldienst der LGT. Nach Absprache mit ihnen.. November 2002 kündige.

Meine Wohnung wurde von einem netten italienischen Ehepaar mit zwei Kindern. VR Werner Orvati. Hiermit möchte ich auch meinen Dank speziell an Dr. Und war abermals zusätzlich im Dezember 2002. in der ich seit Jahren wohnte) endlich Käufer gefunden worden waren. oder ich wäre (ohne Kündigung) ins "Ausland abgetaucht" ist falsch und eine Lüge. Alle Mitarbeiter der LGT Treuhand waren über meine Kündigung erstaunt und viele fanden es schade. dass für die noch nicht verkauften Wohnungen (also auch diejenige. Pius Schlachter. bis Ende November 2002 durch. die LGT Treuhand hätte mir gekündigt. Sie kündigten mir deshalb und wir vereinbarten. nach dem Ausbruch des Skandals Mitte Februar 2008. März 2008 gemachten Behauptung. wie mein Ex-Chef einmal sagte. Ich arbeitete noch die vollen DREI Monate der Kündigungsfrist.) Heinrich (HENRY) Kieber Die nun von Hans-Adam und anderer diversen Liechtensteiner Seiten im Februar. Ich war. Dr. Ob Sie nun die Stelle neu besetzten oder die Aufgaben auf bestehende MA verteilen. Ich wünsche allen gute Geschäfte und vor allem Gesundheit.° Die Bereinigung der MAN ist voll im Gang ° Die e-doc-Unterlagen sind up-to-date. dass ich für fast 2 Jahre Teil dieser LGT Familie sein durfte. sie könnten in ihrer jetzigen Mietwohnung noch bis Ende Februar 2003 154 . Glück und Zufriedenheit. Wolfgang Bösch aussprechen. dass die Übergabe nach Ihren Wünschen und Vorstellungen über die Bühne geht. Auch im Sommer 2002 wurden alle Bewohnern des Hauses Neue Churerstrasse 27 in Balzers von der neuen Hausverwaltung informiert. dass ich spätestens bis Ende Dezember 2002 ausziehen werde. Nicola Feuerstein. berufsbedingt viermal zurück ins Büro zur Unterstützung in Sachen e-Doc gerufen worden. für den Eigengebrauch gekauft. (gez. Auch allen Anderen danke ich für das Vertrauen und für den gezeigten Führungsstil. Es sieht einfach für sie besser aus. Sie sagten. Natürlich kann ich deren Entstellung der Wahrheit nachvollziehen. selbstverständlich werde ich bis zu meinem letzten Arbeitstag zu 100 % mithelfen. das schon lange in Liechtenstein wohnte. ein aufgeweckter "bunter Hund".

Oktober war nicht-öffentlich. dass sie jetzt definitiv wegen Argentinien einvernommen werden sollten und dass die Anklage druckfrisch kommen würde. dass es jetzt endlich. habe ich sofort den Staatsanwalt Haun angerufen. Dies war besser so – für mich. er könne das für mich tun. In der Hektik und da emotional zu aufgewühlt hatte ich das Deckblatt nicht gleich gelesen. Meier die Kopien der Einvernahme des Ehepaars Roegele holen. dass es im Oktober 2002 wohl die letzte Möglichkeit wäre. Ich war sehr erleichtert und dankte ihm tausendmal dafür. Im Gang traf mich der Schlag! Es war eine Aussage von Helmut und seiner Frau im 140er. Über eine mögliche angeordnete Inhaftnahme konnte er mir aus beruflichen Gründen leider nichts verraten. gar kein Problem. denn ich wusste ja. dass Haun schon zu Mittagessen gegangen sei. Sie gab mir eine Kopie in die Hand. Er sagte sogar. Ich musste mich beruhigen. Ich musste mich beruhigen! Ich musste mich verdammt noch mal beruhigen! Mir wurde ganz schlecht! Aber warum hat er mich angelogen? Warum hat er 155 . Und auch ohne Beisein der Parteien. Helmut und seine Frau wegen Argentinien festzunehmen und endlich richtig einzuvernehmen. endlich vorwärts ginge. Helmut Roegele nochmals und seine Frau erstmals als Beschuldigte wegen Argentinien durch den UR befragen zu lassen. Eine Männerstimme sagte mir über die Gegensprechanlage. Ich machte mir wiederum keine Sorgen. dem (Spanien-) Fall in Vaduz gegen mich und nicht eine Einvernahme im 101er. Die Obergerichtssitzung am 03. da beide vermutlich zur Verhandlung nach Vaduz kommen würden. Die Anklage würde dem Paar dann ausgehändigt. Das Ehepaar war im Oktober zur nächsten Runde im Zivilprozess angereist. Sie wurden deswegen überhaupt nicht einvernommen. Ich dankte dem Staatsanwalt wie immer für seine Mühe und er hat mir wortwörtlich zugesagt. Es war ein oder zwei Minuten vor 12 Uhr Mittags. Ich war ausser mir! Mein Zorn war nicht zu bändigen! Ich rannte sofort quer durch Vaduz zum Haus der STA rüber und klingelte. dem (Argentinien-) Fall gegen Helmut & Co. Circa zehn bis 14 Tage später wollte ich bei der Sekretärin des UR Dr.bleiben und dass sie einen Umzug in ihre neu gekaufte Wohnung im Januar/Februar 2003 planten. Ich teilte ihm mit. Als im August 2002 der Termin für die Obergerichtsverhandlung in der Zivilsache bekannt gegeben wurde.

dass das Gericht mir die Post direkt schickte. Nur Gott weiss genau. er ist nicht dazu verpflichtet mir Auskunft darüber zu geben. Ich war sprachlos. Es genügt. Einige Tage später kam das Urteil des Obergerichtes vom 3. wenn er in Wahrheit nichts getan hat? Er hätte es nicht sagen müssen. bekam ich eine Abholaufforderung der Post in Balzers. konnte ich es so organisieren. er würde Helmut & Co. warum sie einen Fall einstellt. Die STA muss gemäss Gesetzt niemandem den Grund angeben. Meier. dass die spanische Justiz zwei mal die Bitte (offizielle Anträge) des UR Dr.10. Obwohl ich einen RA hatte. Meier 156 . mich verbissen wegen Barcelona verurteilt sehen möchte.11. Dieses Buch wird bei der STA verwahrt. Mir wurde übel und ich konnte die Zeilen in der Anklage nicht klar lesen. Ich rief dann sicher 30 Mal die Büronummer von STA Haun an. Immer ohne Erfolg. Die Anklage war mit 7. Meine Augen begingen zu schimmern und der Kopf wurde schwer.11. oder 9. vom Teufel geritten. am 8. Darin musste er mir auf Anordnung des STA Haun mitteilen. Ich ging mit meinem RA sofort wieder in die Berufung.02 per Post zu mir nach Hause: Verloren. Das andere Kuvert enthielt einen zwei Seiten langen Brief vom UR Dr. Für mich war die Welt am Ende! Die Scheiss STA! Warum keine Anklage im 101er? Warum der 101er eingestellt? Was heisst ohne Grund? Warum ich angeklagt? Wie konnten sie nur? Diese Lügner.02 datiert und von STA Haun unterschrieben. wenn die STA in ihrem eigenen. dieses mal an den Obersten Gerichtshof in Vaduz. Der eine Umschlag enthielt eine fixfertige Anklage (140er) gegen mich (Wohnungskauf in Spanien 1996). Ich musste zwei dicke Kuverts (per Einschreiben) vom Gericht aus Vaduz abholen. Einiges deutet auf ein falsches Spiel der STA hin: Fakt ist. warum STA Haun.02. Jedes Mal wurde ich von einer Sekretärin dort vertröstet und aufgefordert am nächsten Tag anzurufen. nicht-öffentlichem "Fallbuch" die Gründe einträgt.gesagt. Ohne Angabe von Gründen. datiert auch vom 7. Ein weiterer Tiefschlag. dass die STA das Strafverfahren (101er) gegen alle Beteiligten im Argentinienfall eingestellt hatte. Im November 2002. mit der Anklage in die Mangel nehmen. was läuft und was nicht. Er war der Staatsankläger. er könne das für mich tun. es ginge vorwärts.

siehe nächstes Kapitel) gegenüber der ganzen Justiz gegenüber immer korrekt und anständig verhalten hatte. abgelehnt hatte. Für ihn war es lebensnotwendig. Das wäre das "Logischte" gewesen. Weder hatte ich die Fassung verloren noch mich beschwert. Es bestand also nie ein Antrag von irgendwelcher Seite an die STA in Vaduz. Trotzdem war Herr Haun scharf auf eine Anklage gegen mich. Meine Unterlagen. Ein weiteres Faktum ist: Der Kläger in Spanien. Obwohl dies so war. hätte sich die ganze Sache in Barcelona (Wohnungskauf) und in Argentinien nach der Version von Helmut ereignet. hat nie ein Gesuch gestellt oder den Wunsch gegenüber der Justiz in Liechtenstein oder in Spanien geäussert. wurde ich von Seiten des LR Oehri und speziell seitens der STA wie der letzte Dreck behandelt. Er und sein RA in Vaduz kannten seit Sommer 1997 mein offizielle Adresse. dass der Haftbefehl gegen mich aufrechterhalten blieb. Rückblickend weiss ich ganz genau warum man dies so wollte: Ich wurde der Liechtensteiner Justiz immer lästiger. nämlich das LG Vaduz in Liechtenstein. Eine solche Möglichkeit würde das entsprechende europäische Abkommen ausdrücklich vorsehen. Nie wurden sie aber gewürdigt! 157 . es wäre logisch gewesen. Erst dann wurde mir langsam bewusst. dass er eine Strafverfolgung meinerseits wegen des Wohnungskaufs 1996 in Barcelona hier beim LG Vaduz haben möchte. die zum Himmel schreienden Beweise werden einfach nicht gelesen! Und wenn dann nur oberflächlich. könnte mein Kampf um eine Strafanklage gegen die Täter aus Argentinien beeinträchtigt werden. dass sich der LR Oehri mit dem STA Haun ständig abgesprochen haben musste und dass sie auch die Entwicklungen in beiden hängigen Gerichtsfällen (Zivil und Straf) in Vaduz gemeinsam orchestrierten. Ja. Denn nur wenn ich weiterhin in meiner juristischen Verteidigung geschwächt und persönlich in meiner Mobilität eingeschränkt bliebe. dass die Spanier nicht auf die Idee kommen würden. die schwerwiegende juristische Konsequenzen für mich bedeuteten (ganz zu schweigen von den Demütigungen).um die Abtretung des Falls an das Gericht des ständigen Wohnsitz des Beklagten. Obwohl ich mich (bis zur "dicken Post" an Hans-Adam im Januar 2003 . wenn sich der LR und vor allem die STA von Anfang an etliche offenkundige Fehler leisteten. der Verbrecher Helmut Roegele. hatte Helmut das ureigenste Interesse daran. ein Strafverfahren wegen des Wohnungskaufs in Vaduz durchzuführen. Da dies nicht der Fall war. ihren Fall nach Vaduz abzugeben.

CHF 400'000. Wo sind seine Bemühungen vermerkt? Nichts hat er gemacht.-. Es ist halt billiger für das Land und besser für seine Reputation. Vorher hatte der Schwager. nicht überprüft? Es hätte auch Liechtenstein nichts gekostet. Helmut war mit der verlogenen "Wohnungskauf"Geschichte ja bekanntlich erfolgreich. Nichts was der Wahrheitsfindung dienlich war. Weder Mariano noch der Schwager hatten seit Argentinien nie auch nur eine Sekunde lang einen Anspruch auf "ihren Teil" der bei der BAWAG liegenden Gelder gemacht und beide sind um Untergrund verschwunden. vor allem einem Staatsanwalt. Blutproben von meinem Blut im Turm festzustellen.Was die Einstellung des 101er Strafverfahrens betrifft. geradezu ins Auge: Wo ist die wirtschaftliche Grundlage für die Behauptung des Verbrechers Helmut. in dem ich gefangen gehalten wurde. Gemäss StPO muss die STA sogar Anklage erheben. "quasi aus Spass am Geldverteilen" ihm ca. Und warum hat man meine anderen Angaben zum Inneren des Turm. Die Hürde für eine Anklageerhebung durch die STA ist laut Strafprozessordnung gar nicht hoch. überlassen wollen??? Das ist eine völlig absurde Behauptung seitens der Täter. ich hätte f r e i w i l l i g. so hat eigentlich der STA Haun nichts gemacht. das Verfahren gegen die Verbrecher ohne Grund einstellen zu können.. obwohl die Verbrecher vermutlich schon alles gereinigt hatten. Ob dann ein Kriminalgericht die Täter verurteilen würde. CHF 10'000. Es wäre sicher kein Problem für deren Spezialisten gewesen. siehe nächstes Kapitel): Wenn man den Akteninhalt des 101er ansieht.03" mitgeteilt habe. die "niemand sich einfach nur ausdenken kann" und abgesehen vom Gutachten des Gerichtsmediziners. Wenn da ein halbwegs normal funktionierender Staatsanwalt keine starken Gründe für eine Anklageerhebung sieht.und dem Schwager von Helmut ca. ist eine ganz andere Sache. hat er den falschen Beruf ausgewählt. dem Komplizen Mariano ca. Abgesehen von den im Detail nicht zu überbietenden Schilderungen zur Entführung. Eine Spurensicherung am Tatort in Argentinien hätte ohne Probleme durch Interpol Argentinien bewerkstelligt werden können. CHF 400'000. möchte ich auch noch Folgendes schreiben (was ich übrigens auch Hans-Adam auf eine Tonkassette als Beilage zum "Brief vom 7. Und wenn in meinem Fall die 158 ..1. Herr Kroschel nach meiner Anzeige eiligst auf seinen Anteil "verzichtet". In meinem Fall waren die involvierten Staatsanwälte nicht dumm. springt ein weiterer Beweis jedem. Freiheitsberaubung und Gefangenschaft in Argentinien. rein gar nichts! Er hat nur all seine Kraft auf das Ziel gesetzt.überweisen bzw.

Erstens geht das nicht und zweitens fehlt der Justiz naturgemäss die eigene. dass ich als Privatbeteiligter an diesem Verfahren unbedingt einen Antrag auf Fortsetzung des Strafverfahrens bei Gericht innerhalb der 14-Tage-Frist stellen sollte. Auch der hinterlistige. eine Anklage in Argentinien voranzutreiben. er helfe mir! Ich verlangte nie. ob das Strafverfahren wieder fortgesetzt würde und wenn ja. Das Obergericht würde dann entscheiden. die Leute zur Rechenschaft zu ziehen. meinte er. Ich war so naiv zu glauben. er kann es nachvollziehen. dann weiss ich nicht was der Gesetzgeber verlangt. Gegen die Anklage habe ich postwendend und fristgerecht schriftlich Einspruch erhoben. Ich fuhr sofort zum UR Dr. STA Haun sagte mir einmal am Telefon. Was mein Blut zum kochen brachte. Ich finde es auch eine absolute heuchlerische Berufsauffassung wenn derselbe Staatsanwalt mir seit mehreren Jahren in der Causa Argentinien vorgibt die Anklage sei bald fertig geschrieben. dass die STA und Justiz den Fall zum Kriminalgericht bringen würde. Der Privatbeteiligte (also ich) könnte dann Anträge an den UR 159 . Haun wusste ganz genau. dass ich nie die finanziellen oder kräftemässigen Möglichkeiten hatte. war – der nun rückblickend klar ersichtliche. der mich emotional hart treffen sollte. Nicht mal eine ordentliche Einvernahme der Beschuldigten und Vorenthaltung derer Widersprüche hatte man bewerkstelligen können. sprich einem Kriminalgericht zuzuführen. So hat er mir meine letzte Möglichkeit geraubt. ja er verstehe was ich durchgemacht habe. Die Chance auf Weiterführung des Strafverfahrens sei sehr gut. ja er verstehe das. In Wahrheit wollte er mir nie helfen. dann ohne die STA.Beweise für eine Anklage nicht ausreichen. Abgesehen davon. Er hat mir aber Mut gemacht und gesagt. persönliche Erfahrung dafür. Ich habe nur wieder und wieder und wieder schriftlich und mündlich gebeten. unehrliche Umgang der STA mit meiner Folter. die Verbrecher der gerechten Strafe. dass ich nochmals zehn Jahre auf die Gerechtigkeit hätte waren müssen. Er war auch betrübt über die Einstellung. exakt gleichzeitig terminierte Versand der zwei Umschläge (Anklage 140er & Einstellung 101er). zeigt die deutlich zynische Geistesrichtung der STA. ich war ihm ein zu lästiger Fall. Meier in sein Büro. diese aber nie produziert. Anschliessend erhebt derselbe Staatsanwalt Anklage gegen mich (was man doch wirklich einem anderen Staatsanwalt hätte überlassen können). dass die Justiz alles im Detail nachlebt. Ich habe auch nicht um Mitleid gebeten.

Es waren glattzüngige Behauptung zu sagen. Einem Vertrauten aus der Rechtsabteilung hatte ich von den Horrornachrichten erzählt. der Leichen. Somit fand meine Arbeit in der Welt der dicken Koffer voller Geld. die Regierung und die hohen Finanz-Herren über all die Jahre hinweg immer wieder dem Ausland versichern konnten. Korruption. als benannter Subsidiarankläger einbringen und erheben. Oder vergleicht man die Jahresstatistik der gesetzlich vorgeschriebenen Geldwäscherei-Verdachtsmeldungen von Seiten der Banken. Obwohl wir doch alle in Vaduz wussten. Nimmt man die wenigen Gerichtsurteile unter die Lupe. Geldwäscherei.machen oder gar selber eine Anklage. die im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen. Da ich schon gekündigt hatte. dass sie die Schwarzen Schafe im Rhein ersäuft hätten. Treuhänder und anderer Organe mit dem Total der verwalteten Vermögen aller Liechtensteiner Banken zum jeweiligen Zeitpunkt. die einheimischen Banken und Treuhänder immer verschont und geschützt haben. Die STA ist aus dem Spiel. aus der Schweiz) viel mehr 160 . Was mich aber mehr und mehr erstaunte. Betrug etc. dann war die Anzahl der Meldungen geradezu lächerlich. in Liechtenstein gefällt worden waren. der schmutzigen Geschäfte. dass die Justiz und praktisch der ganze Finanzsektor ständig im Abwehrkampf gegen die bösen. dass die hohen Finanz-Herren. Ende November 2002 gab es dann eine kleine Abschiedsparty im grossen Pausenraum der Treuhand und es wurde mir eine schöne Abschiedskarte mit kleinen Geschenken überreicht. November 2002 einen siebenseitigen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung für den Fall 101 gestellt und am gleichen Tag für beide Fälle (101er &140er) einen Antrag auf Verfahrenshilfe gestellt.B. Bei so vielen Milliarden Schweizer Franken und den damit einhergehenden Banktransaktionen müssten in Wahrheit schon aus vergleichbaren Erfahrungswerten (z. war mit welchem Selbstbewusstsein. wünschte man mir Alles Gute und viel Zuversicht. dass hier alles lupenrein war. Dass sie die Besten sind. Es waren die letzten Wochen meiner Arbeitszeit bei der LGT Treuhand. dass dies fette Lügen waren. Also hatte ich am 22. Damit ich weiterhin professionellen Beistand durch meinen RA erhalten konnte und bezahlen konnte. kann man klar erkennen. ja fast schon Leichtigkeit Hans-Adam. kriminellen Kunden gewesen wären. der Machtkämpfe und der offener Gier ein Ende.

selbst erfundenen "Heiligsprechung" der hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein überdrüssig. Jeder Finanzanalytiker wusste dies. sodass die Pflicht zur Meldung umgangen bzw. Wegen des enormen emotionalen Stresses bekam ich im November auch zusätzlich gesundheitliche Probleme: Schmerzen im oberen Bauchbereich. Ein Besuch bei meiner Hausärztin Dr. er stülpt sich immer die passende Maske über. Es wäre meine erste Vollnarkose in diesem Leben. verhindert werden kann. Hans-Adam. Erpressung und mir geraubtes Geld regierten. die Kunden der LGT Treuhand waren oder sind. Mit der Statistik wollte Liechtenstein natürlich dem Ausland weiss machen. Meine Operation war für den 20. dass ich nie wieder aus der Narkose aufgewacht wäre. Alle meine Freunde und Bekannten und die im Spital wunderten sich. die Regierung in Vaduz und einige der Leser.12. Verwundert hatte es aber keinen der einheimischen Analytiker. Eine Operation wäre nur unter Vollnarkose machbar. stellvertretend für die Finanzwelt von Liechtenstein. der ich nie entkommen konnte. warum ich so kurz vor Weihnachten unters Messer. Als ehemaligen LGT Treuhandmitarbeiter konnte ich solche Tricks schwarz auf weiss in den Akten nachlesen. dass der Finanzplatz sauber sei und die Kontrolle funktionierte. 161 . Ob man da wieder aufwacht? OK. Gallensteine hatte ich zwar keine. eine Operation durchführen zu lassen. in der Folter. Sie empfahl mir. aber der Schmerz kam mitten in der Nacht und dies schnell und heftig.Verdachtsmomente vorhanden sein und gemeldet werden. Hans-Adam. dann verformte sich dieses Erstaunen in eine steigende Desillusionierung. überhaupt ins Spital wollte. Mehr darüber in den folgenden Kapiteln. Ich hatte Angst davor. oder 21. für mich waren dieses Jahr wahrhaftig keine Weihnachtsfeiern geplant. Je nach dem ob er entweder ausländische Regierungsvertreter. wünschen sich jetzt vermutlich. Mir war das egal. Rheinberger in Vaduz brachte keine grosse Linderung. Wenn ich in meine andere Welt wechselte.02 geplant. Schnell wurde ich der andauernden. Die Liechtensteiner Finanzwelt hat ausgefeilte Tricks entwickelt. eine Welt. gebetsmühlenartigen. Die Entfernung der Galle. ist ein Meister der verschiedenen Masken. Behörden oder die Medien vor sich hat oder wichtigen Kunden eine Privataudienz gewährt.

Verflucht noch mal. Ich hatte dann 14 Tage Zeit. alleine weiterkämpfen musste – das Leben schwer zu machen. da ich ja den Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung (101er) vom 22. dann war und ist man in Vaduz schnell bei der Sache.11. mir Verfahrenshilfe im Argentinienfall zu gewähren. einen kommenden denkbaren Kriminalgerichtsfall ohne einen Profirechtsanwalt an meiner Seite als "Kläger" durchzuführen. Meier ein. mich weiterhin zu ärgern. und daher als Subsidiarankläger "selbst zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung in der Lage sei". Wie soll ich. Unglaubliche Frechheit! Ich bat den UR um Rat. war das Ziel alle 162 . Wo solches und anderes Verhalten seitens der Staatsanwaltschaft bei gepeinigten Opfern hinführt. um mir – der nun ohne die STA. konnte mal bald sehen. was ich dann auch später am 26. Mir wurde immer klarer. Ich hatte keine Kraft mehr dafür.12. dass die STA alles versucht hat. all meine Arbeit nichts genützt hatte. konnte sie es nicht lassen. Sie legte am 12. fähig sein. als Laie. Irgendwann hat alles ein Ende.02 erledigt hatte. Was für Quatsch. obwohl die STA aus dem Spiel sei. Aber dann wieder die STA. Je mehr ich über die Einstellung des 101er nachdachte. Was für Schwachsinn. Man erkennt. dass all meine Schreiben an die Justiz und die STA. um gegen diese Beschwerde eine Gegenäusserung zu machen. meine Wut und mein Hass. keine Kraft mehr Briefe aufzusetzen. Das war immerhin somit geregelt.02 für beide Fälle vom UR bewilligt. die eh keiner liest! Und das war auch Teil des Problem: keiner liest es. Aber meine Wege zu ihm waren auch schon ausgelatscht. Obwohl sie nichts mehr mit dem 101er zu tun hatte und ihre Bücher geschlossen hatte. aber wenn es ums dicke Kohle geht.02 auch selber geschrieben hätte. Leider hatte ich niemanden ausser dem UR. dachte ich mir. möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten: Die STA argumentierte auf vollen fünf Seiten. Briefe. Was mich noch am leben hielt.02 Beschwerde gegen den Beschluss des UR Dr.Mein Antrag auf Verfahrenshilfe wurde am 04.12. Ich war und bin sicher auch nicht vollkommen fehlerfrei. keinen kümmerte es. um so grösser wurden meine Enttäuschung. Er sagte. warum ich keine Verfahrenshilfe bekommen sollte. dass ich keine Verfahrenshilfe brauchen würde und erhalten sollte. habe sie trotzdem die rechtliche Möglichkeit ihren "Senf" weiterhin dazuzugeben.12. den ich um Rat oder Hilfe bitten konnte. Deren zynische Logik. Und all ihre Fehler und Unzulänglichkeiten. meine Trauer.

so war mir voll bewusst. mir endlich zuzuhören. Ich verkaufte mein Auto.am Verbrechen Beteiligten zur gerechten Strafe zu führen. löste den ganzen Haushalt auf. dass ich im Aufwachzimmer meinen "Plan" ausplappern würde. ich dachte auch an die tausenden Kunden. war schon "beängstigend und faszinierend". deren Leben ich aus den Aktenvermerken kannte. Wie greifbar ich dies auf meine Situation beziehen konnte. Koste es was es wolle! Koste es was es wolle! So fasste und formulierte ich einen Plan und entschied mich als letzten Strohhalm bei Hans-Adam um Hilfe zu bitten. Mit den neuen Eigentümern der Wohnung konnte ich vereinbaren. hatte ich ein Machtinstrument in den Händen. löschte 163 . womit ich sie alle zwingen konnte. sich immer wieder zu fragen. Die nächsten paar Kapiteln in meinem Buch werden für Klarheit schaffen. Es waren äusserst schwierige und verrückte Wochen für mich. Ich konnte mir gut vorstellen. die ja nichts dafür konnten. Die Vollnarkose war eine neue Erfahrung und meine grösste Angst dabei war. was die über die finanziellen Konsequenzen hinausgehenden Auswirkungen sein könnten. Januar 2003 übergeben musste. Zufällig las ich zu jener Zeit auch irgendwo einen Spruch von KANT: "Er fordert den Einzelnen auf. Wie bei so vielem in meinem Leben spielte der Zufall wieder eine grosse Rolle. Trotz der inneren Hektik ging ich ins Spital Vaduz und wurde erfolgreich operiert und am 22. verschenkte meine Möbel. wie weit die eigene Freiheit – auch die zum Bösen – gehen darf. Bezeichnenderweise dachte ich dabei nicht nur an meine ehemaligen Arbeitskollegen. Ich musste viele Entscheidungen treffen: Was soll mit dem Datenband geschehen? Was mit den kiloschweren Originaldokumente? Wohin damit ? Soll ich es nutzten? Wie? Wann? Gesundheit: Wird die Operation gut verlaufen? Neue Wohnung: Noch nichts gefunden. dass ich in den Besitz aller Kundendaten der LGT Treuhand gelangt war. dass ich alles sauber gereinigt erst am 06. Mit den Daten.02 entlassen. Nein. ohne die Freiheit der Anderen zu beschädigen". Wohin umziehen? Daten? Welche Daten? Ach ja. bis anhin habe ich Euch noch nicht geschildert.12.

01. Ich erinnerte mich.01.meine Bankkonten. bis zu 164 . ob ich den Brief an Hans-Adam (siehe nächstes Kapitel) schlussendlich bei der Post aufgeben würde. Januar 2003. Ich erzählte meinen Freunden. Dr.01. Am Dienstagmorgen. hatte ich bis anhin bei mir zu Hause aufbewahrt. Ehrlich gesagt war ich nicht ganz sicher. Das 3-D-Modell des Kerkers. Sie kannte mich seit meiner Kindheit im Gamander in Schaan. Januar 2003 für drei Monate oder so Ferien im Ausland machen würde. wie der UR. Ich hatte grosse Skrupel. Punkt 11 Uhr hinauf zum Schloss an Hans-Adam zu überbringen. es spätestens bis zum 08. gefüllt mit weiteren Akten und gab es am 04. Ich kannte seine Familie sehr gut. Das Modell verpackte ich zusammen mit einer Schuhschachtel (die ich auf die Holzplatte festklebte). Gerne hätte ich auch Hans-Adam den originalgetreuen Nachbau der Eisenkette. Januar 2003. um mein letztes Konto dort aufzulösen. mit Ausnahme des Kontos bei der auch nun berühmten LLB (Liechtensteinische Landesbank). dass alles soweit kommen musste. war ich um 09:35 in der LGT Bank in Vaduz. Seine Mutter. Als Beilage zum Brief habe ich noch einige Kopien der Gerichtsakten beigelegt. die Wohnung zu reinigen und übergabebereit zu machen. All die Jahre über.2003 am Schalter einen Kontoauszug abholte. Dann ging es mit dem Linienbus weiter in meine Heimatgemeinde Mauren. Der UR war mit den Fotos davon und dem damaligen Begleitschreiben vorerst zufrieden und fügte er sie in den Akt ein. den 7. samt Ring und Mauerstück zukommen lassen. wie man das 3-D-Modell in einem Kriminalprozess verwenden könnte. der externen Harddrives und den DVD’s). wo ich noch am 03. im Liechtensteiner Unterland. Der Brief und die Kassette waren fein säuberlich abgepackt. dass ich ab dem 7.2003. Weihnachten 2002 und die Neujahrstage verbrachte ich damit. Meier und ich uns 1998 bildlich vorstellten. Mit dabei hatte ich einen grossen Koffer (mit wenigen Kleidern und viel Originaldokumente drin). Ich schlief viel und ging alles im Kopf noch mal durch. Natürlich war ich sehr traurig. dass ich 1998 für das Gericht habe bauen lassen. Fürstin Gina hatte eine spezielle Beziehung zu mir. Aber dieses Beweisstück lagerte (und lagert heute noch) im Keller beim LG Vaduz.2003 dem Taxiunternehmen Gabor mit dem Auftrag ab. einen kleinen Koffer und meine Computertasche (mit dem Tape. Der Stichtag für mich war der 7.

Langsam und schleppend war ich an der Bushaltestelle "Gemeindeverwaltung" in Mauren ausgestiegen. bezahlte ich die Gebühr von ca.Ihrem Tod Ende der 80er hielt ich schriftlich Kontakt mit ihr. beim (heutigen) Landesmuseum am Nachmittag auf sie warten. CHF 25. Ich konnte bei Bekannten von ihr in Schaan eine Weile bleiben. Das machte das alles nicht einfacher. Erst mit der unwiderrufbaren Aufgabe des dicken Briefes am Schalter bei der Post in Mauren würde das Unheil seinen Lauf nehmen. Am Grab meines Vater hielt in inne und nahm Abschied von ihm. Aber selbst wenn ich dies nicht hätte stoppen können. Fürstin Gina kam angefahren. Sie sagte. Ich vergesse nie die grosse Freude die sie hatte. Während der Vorweihnachtszeit habe ich auch einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen der LTV im Dorf getroffen oder sie kamen mich im Spital besuchen. Unbestritten war ich ein starker Anhänger der Monarchie. Ich war mir relativ sicher. bis ich dann eine kaufmännische Ausbildung anfing und eine eigene Wohnung hatte. Als ich einmal Anfang 1983 in Zürich strandete. hinten bei den Gräbern. Es war schon seltsam: Ich fühlte gleichzeitig eine ungeheuere Traurigkeit und auch Erleichterung darüber.für die eingeschriebene Express-Lieferung zu Hans-Adam auf sein Schloss Vaduz. dass der Argentinienfall wieder oben auf dem Stapel landen würde. wäre in jenem Paket nichts was mir hätte Ärger einbringen können. Vom Friedhof aus. sie sei in zwei Tagen in Zürich und ich solle auf der Rückseite des HB Zürichs. dass ich nie wieder nach Liechtenstein oder an sein Grab zurückkommen könnte. ich glaube es war zwischen 11 und 12 Uhr. Er würde den dicken Umschlag noch am selben Tag erhalten. Ich zog die Koffer hinter mir her hoch zum Friedhof. Dort angekommen.. kann man eine Steintreppe hinunter Richtung Post laufen. rief ich sie an. Und wahrhaftig. Bis anhin ging alles gut. Mit ihrem VW Jetta und wie immer voller Freunde am Leben. Sie hatte so ein grosses Herz. Jede Sekunde bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich den Lauf der Dinge anhalten können. Hans-Adam kannte ich auch aus jener Zeit persönlich. als ich ihr in meinen Teenagerjahren selbst gemachten Apfelstrudel im Winter im Schnee zu Fuss über den Fürstenweg von Schaan ins Schloss brachte. Ich hatte noch einen zweiten Brief 165 . Niemand bei der LGT Treuhand hatte den Diebstahl des Datenbandes bemerkt. Der Transport des Kerkermodells zum Schloss hatte ich zwar schon organisiert und bezahlt. Zumindest für einige Jahre nicht mehr.

all meine Koffer festhaltend und ass etwas kleines. dass ich unter allen Umständen an meinem Antrag zur Weiterführung der Strafuntersuchung gegen Helmut & Co. Berlin. Hauptstadt Deutschlands. um die Zeit bis zur Zugabfahrt nach Berlin totzuschlagen. 166 . komme was wolle. Dort. Ich wartete auf den Linienbus nach Feldkirch. Da angekommen. Ich bat ihn höflich. Meier. Ich kaufte mir für die kommende Zeit genug Euros und nahm den Zug nach München. in einem alten.abgeschickt. der mich zum Bahnhof bringen sollte. 140er und im Akt des Zivilverfahrens abzulegen. Darin schrieb ich ihm kurz. diese Unterlagen zu kopieren und im 101er. lief alles genau nach Plan. die ich aus Spanien per Post erhalten hatte und selber ins Deutsche übersetzt hatte. Im Brief waren auch neue Beweise. An UR Dr. festhalten wollte und würde. staubigen aber gemütlichen Imbissrestaurant gegenüber dem Hauptbahnhof sass ich in einer Ecke.

Mein restliches Blut hatte den Siedepunkt erreicht. Während des ganzen Monats Dezember 2002 feilte ich am Text des Briefes und an den Worten für die Kassette. ich habe meine Hausaufgaben gut gemacht. deren explosive Legierung die hohen Finanz-Herren mit ihrer gigantischen. sondern auch die Macht. aus dem Brief. Es war mir klar. Sozusagen eine Art Fürstentum Liechtenstein-Neutronenbombe. ausgeprägten Liechtensteiner Geldgier. Ich musste auf alle möglichen Gegenschläge seitens Hans-Adams vorbereitet sein. was ich in den vorhergegangenen Jahren erleiden musste. mich an Hans-Adam zu wenden. weil es mir wichtig und richtig erschien. Für ganz wenige Stellen im Brief wurde mir aus verschiedenen rechtlichen Gründen und vereinzelt auch wegen Sicherheitsbedenken aufgetragen Originaltext/-Worte mit dem nachstehenden Ausdruck zu ersetzt: OT Entfernt. um Krieg gegen mich zu führen. den Dampf gehörig abzulassen. Ich hatte alles bis ins kleinste Detail nachgeforscht. ihm einen Brief zu schreiben. dass ich mit dem Absenden des Briefes eine Sprengladung scharf machen würde. Gewiss. Die gesprochenen Worte auf der Kassette beinhalteten praktisch identisch das Thema unter Punkt I. überlegt und ausgearbeitet.: “ an.Kapitel 7 Dicke Post für Hans-Adam Es war wirklich kein einfacher Entschluss. Ausserdem hatte ich zusätzlich eine persönliche Tonbandkassette besprochen und dem Brief beigelegt. nebst dem gedruckten Wort auch in akustischer Form meinen Standpunkt. Ich war ja. Ignoranz und Machtbesessenheit vor Schreck erstarren lassen würde. insbesondere die grosse Frustration zu darzulegen. dass ich zu einem späteren Zeitpunkt die unverdeckte Version dieses Briefes veröffentlichen kann. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr kleine Anmerkungen im Brief. Arroganz. 167 . wie immer. Ich war aber in höchster Wut über all das. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm. Ich bin sicher. Er hingegen hatte alle nur vorstellbaren staatlichen sowie privaten Mittel zur Verfügung. Er hat nicht nur unbegrenzte Geldmittel in Milliarden Höhe und viel Macht. „die Macht zu missbrauchen‚! Der Originalbrief an ihn hatte über 38 Seiten. nur eine Ein-Mann-Truppe. Es hat sich alles aufgestaut und nun war es Zeit.

11 Uhr per Kurier für Sie im Schloss an. ohne Umschweife kurz und bündig aufzuschreiben. Was immer jetzt in der Folge geschieht. was ich mitteilen möchte. wenn Sie wirklich die Zeit aufbringen würden. Hans-Adam der II. ich lege daher alle Briefe der letzten 15 Jahre gebündelt bei.03 um ca. innerhalb weniger Tage werden Sie mich hassen. Ich bedanke mich für Ihre Antwort. So sehr hassen. Ich habe Ihnen einen Grussbrief im Januar 2002 auf das Schloss gebracht und auch ein Glas einer Ihrer Lieblingskonfitüre – schwarze Kirschen.oder Grussbriefe von der Fürstenfamilie aufzubewahren. dass selbst bei Ihnen . von und zu Liechtenstein und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein. Am nächsten Tag wird diese Wut sich immens steigern. ich bin es nicht mehr würdig Antwort. die SIE jetzt nun und morgen haben werden.01. sehr Leid. will auch ich versuchen. dass mir im März/April 1997 in Argentinien angetan wurde und mein Handeln und Denken massiv geändert hat. niemand – auch Sie Fürst Hans-Adam – wird mich verstehen können. Es tut es mir sehr. in den darauf folgenden 12 Stunden wird eine Wut aufkommen. Beiliegend zu diesem Brief hier finden Sie alle Unterlagen über ein brutales Verbrechen. Dieses Schreiben hat zehn Themenpunkte. 168 .einem visionären Staatsmann und sehr guten Fürsten . Und um einen Weg aus diesem schwarzen Loch zu finden – muss man mich verstehen! Ich habe ein Gewissen und in diesem Fall ein sehr Schlechtes. alles selber bis zum Schluss zu lesen. dass es alle sehr hart trifft und noch härter treffen kann. studieren.D.kieber heinrich – liechtensteiner staatsbürger . Ein zweites Paket mit weiteren Dokumenten kommt Morgen. den 08.im Januar 2003 An unseren regierenden Fürsten S. So wie man Ihre direkte Sprache kennt. mir den Tod zu wünschen: die Macht und das Geld dazu haben Sie ja – fehlt nur noch der Wille. Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit und wäre Ihnen sehr dankbar. Denn innerhalb der kommenden 2 Stunden werden Sie erschrecken.das heimliche Verlangen aufkommen wird. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. wenn man nicht die umfassenden Unterlagen. Aber.

habe ich für Sie Vollmachten (vermutlich bräuchten Sie gar keine) für die volle Aktensicht beigelegt.Nein. die ich in Argentinien erleiden musste. kieber beilagen: erwähnt Die Zeichnungen auf den jeweiligen Rückseiten der zehn Themen sind Fotokopien der drei Kohle-Bilder aus dem 101er Akt. ich bin nicht verrückt! Trotz Ihrem Hass auf mich bitte ich Sie um Vergebung. Eine kurze Zusammenfassung mit meinen konkreten Klagen habe ich mittels meines Rechts auf freie Meinungsäusserung auf beiliegende Kassette (Seite A) gesprochen.2000. liegt in der Unfähigkeit / Weigerung der FL-Staatsanwaltschaft Anklage gegen die bekannten Täter zu erheben. Meine Antriebskraft zu tun. Zusammengefasst erkennt man meine Motive in der Tonbandaussage* von meiner Anzeige bei der FL-Polizei vom April ’97 und in meinem Schreiben* an den Hauptverbrecher vom 24. der Todesangst und in dem Schmerz der Folterung. dass ich von der FL-Justiz. Ich bin ein intelligenter Mensch und mein Handeln ist mir sehr bewusst. Ich bitte Sie. * = Kopie Beiliegend. Da meine Aufführungen diesbezüglich über 400 Seiten füllen würden und ich schon in den letzten sechs Jahren hunderte Seiten voll von Anträgen. (gez. die ich zu selber zu Hause hatte. liegt daran. der Demütigung. Analysen und Aussagen etc. elektronische Kopien erstellt und übergebe Ihnen als Beilage (zu diesem Brief und im Paket) alle meine Papierkopien. die ich extra dafür zeichnen lies. Ich habe von allen Unterlagen. 169 . an die Justiz geschrieben habe. insbesondere von der Staatsanwaltschaft trotz der erdrückenden Beweise und massiver Widersprüche seitens der Beschuldigten billig im Stich gelassen worden bin. die Kassette abzuspielen und mehrmals abzuspielen und zuzuhören! Danke. liegt in der Erniedrigung. Meine Antriebskraft zu tun was ich getan habe. Dass SIE Durchlaucht diesen Brief samt den Unterlagen in den Händen halten.) h.02. was ich tun werde.

Mein Fall ist komplizierter als jene Fälle. wer mir helfen kann. dass ich mit nun solchen Mitteln meinen Fall in der ‚Prioritätenliste‚ nach vorne katapultieren musste. Durchlaucht. ein kleiner Mann. Wie so oft hat sich auch hier gezeigt. Ein lästiger Fall. dass der Hass auf die Verbrecher mich in meinem Tun leitet. Die Justiz musste wohl Prioritäten setzten. dass man mich einfach im Glauben lassen wollte. Nach der grössten Demütigung. kann ich es nicht abbauen. dass wenn es um materielle Dinge (sprich GELD) geht oder wenn das Ansehen unseres Landes gefährdet ist. ist absurd. Mein Fall wurde einfach immer wieder nach hinten geschoben. Deutschland und Argentinien. warten. mit Tätern aus Spanien. wenn das Opfer ein niemand ist. Spitzer einsetzen. So mussten Sie ja u. Vaduz & Feldkirch. der mich im grossen Stil der Richter Uwe Oehri bewusst ausgesetzt hat. dort wo die Haupttat geschah. Aber nichts geschah. Seit langem frage ich mich. dass die Staatsanwaltschaft endlich etwas macht. warten. da sich dort die Gesellschaftsstrukturen im Stadium der Auflösung befinden. Ich. mit Tatorten in Argentinien. den Sonderstaatsanwalt Dr. mit einem Schmerz und Hass so gross wie der Ozean. Rückblickend bin ich überzeugt.I. dann. Obwohl ich nicht will. Ich will nicht das Recht beugen oder gar etwas zu meinen Gunsten erzwingen. dann ist man fix und schnell. indem er meine Folterer (Herr und Frau R. die mit dem Finanzplatz Liechtenstein zu tun hatten/haben. es würde etwas geschehen.) wie Sieger über meinen 170 . Nach Argentinien zu gehen.a. ja dann muss man warten. In den vergangenen sechs Jahren hatte die FL-Justiz viele aufgestaute Strukturprobleme zu bereinigen. Gerechtigkeit Einschliesslich an meine Ausführungen auf der beiliegenden Kassette bitte ich Sie. die ich im Kerker in Argentinien erfahren musste. Fast sechs Jahre habe ich jeden Tag gewartet. Wenn es ums Blut geht. als Oberste Instanz unseres Staates mir Gerechtigkeit zu ermöglichen. Es ist traurig und geradezu ironisch. um Anzeige/Anklage zu erheben. dass mir wohl niemand im FL helfen will. Mit der Zeit kam auch mir die Einsicht. hat mich vor allem die gemeine Demütigung.

was. Burkart HIRN) war der Landrichter Dr. dann wären sie zu einem anderen Urteil gekommen. Hätten sich die Richter die Mühe gemacht. zu Mitteln greifen lassen. Ein Mal sogar. dass ich nicht gewonnen habe. nicht. Durchlaucht. komplizierter. sprich Vorverurteilung. Alle Beteiligten wissen. das Zivilgericht entschieden hatte. warum die Richter oder die STA dies oder jenes unterlassen haben zu tun. so wie er mir sagte. ich sei nur beleidigt. Es würde mich nicht wundern. stattfand. Daran ändert auch ein erstes Urteil zugunsten der Verbrechers Helmut R. weil dies der LR U. die dem UR zu beauftragen hat. Die STA wusste immer vor mir wie wann. Der Einzige. wenn durch den ständigen Informationsaustausch zwischen den Richtern im Zivilverfahren und der STA eine Art Absprache. Wallner zugeteilt bekam. derer ich mich schäme. Denn es ist nicht zu verkennen. Sie sind ein bekennender Anhänger der Selbstbestimmung. dass ich nie und nimmer beweisen kann. Viel früher. Aber so einfach ist das nicht. dass ich selber für eine gerechte Verurteilung der Verbrecher sorgen 171 . Oehri so wollte. Die STA ist ja die.Geist und Körper hat auftreten lassen. obwohl sie mit dem Zivilprozess gar nichts zu tun hatte. DREI mal musste ich diese zusätzliche Demütigung ertragen. Haun einen Haufen Arbeit erspart. Ich habe diese Selbstbestimmung in mich aufgenommen und erkannt. Die betroffenen Richter werden sagen. Paul MEIER. Insbesondere hat sich der Staatsanwalt F. vielen Widersprüche der Kläger samt deren ‚Zeugen‚ wirklich zu lesen und zu analysieren. Mir geht es nicht um das Geld! Das gesperrte Geld in Feldkirch ist und bleibt mein Eigenes. kurz nachdem er den Fall vom Oberstaatsanwalt Dr. Ich bin ein niemand. Seitdem sind über zwei Jahre vergangen. Und damit ist Liechtenstein ein teurer. dass er mich verstehe und er an der Anklage arbeite. dass er in ca. der zu mir stand (nebst meinem Anwalt Dr. langwieriger Fall erspart geblieben. zwei Monaten die Anklage erheben kann. die Beweise und vielen. dass durch das Urteil in der Zivilsache die STA „praktischerweise‚ den Fall 10 Vr 101/97 elegant killen konnte. sagte er mir am Telefon. Aber ihm waren ja die Hände gebunden. ohne meinen Anwalt. wo. In früheren Telefongesprächen und einmal persönlich im Gerichtsgebäude sagte mir Haun ständig. R.

. aber eines ist für mich klar: Wenn Akt 10 Vr 101 /97 so enden und 10 Vr 140 /97 so starten soll. Ich will nicht. analog zu anderen Fällen. wir brauchen Monate. dann ewige Zeit! Verdammte lange sechs Jahre habe ich gewartet. auch nur einen EURO von meinem gesperrten Geld in Feldkirch ausbezahlt (offiziell oder im geheimen) erhalten sollten. Ich habe in Liechtenstein all meine Strukturen aufgelöst: meine Arbeitstelle hatte ich gekündigt. Ich bin jetzt in Deutschland.. ohne dass ein Sonderstaatsanwalt und/oder ein ausserordentliches Richtergremium in den Fällen nach neuer Untersuchung ein neues abschliessendes Urteil fällen konnten. + Co. unabhängiges Richtergremium zu ernennen. dass mir die USA sowie Deutschland helfen werden. das sich dem Zivilfall annimmt. Auf Grund der besonderen Umstände kann und werde ich nur bis Ende Januar 2003 warten. ob überhaupt was gemacht wird.. Sie und Ihre LGT können ja gar nichts dafür. Ich bitte Sie daher. der sich intensiv mit dem ganzen Fall befasst und die Befugnis erhält. aus der Mietwohnung bin ich ausgezogen und meinen Hausrat aufgelöst.. dass Sie nun doch involviert werden... wie es sich Haun jetzt erdacht hat und wenn die schlimmsten Verbrecher R. gemäss dem Gesetz zu agieren und ein ausserordentliches. dann werde ich mich für Hilfe an die USA und Deutschland wenden. einen Sonderstaatsanwalt zu ernennen. Wenn ich etwas nicht habe.w. Dass der Zeitpunkt auch noch mit Ihrem erbittertem Abstimmungskampf über die neue Verfassung im FL und der Neuorientierung Ihrer LGT Gruppe in 172 . gehofft und meine ganze Energie in die Verfolgung der Verbrecher gesteckt – es soll jetzt keiner kommen und sagen. um zu erfahren. Mit all meinen sozialen Kontakten habe ich gebrochen u. dass ein Unglück über die LGT und FL-Finanzwelt hereinbricht. Warum ich der festen Überzeugung bin. . Das Schicksal will es. zeige ich Ihnen in den folgenden Kapiteln im Brief auf.muss.. Ich habe nichts mehr zu verlieren.s..

Es gibt aber keinen ‚passenden‚ Zeitpunkt. Wenn der Staat Liechtenstein mir wirklich hilft. seinen Bürgern gemäss dem Gesetz und den Auslegungsmöglichkeiten des Gesetztes zu Gerechtigkeit zu verhelfen. Bitte beschränken Sie den Personenkreis bei der LTV und LGT auf das absolute Minimum.: Es folgt eine Beschreibung der Umstände. Ich weiss auch. LGT Treuhand Anm. Meine ehemaligen Chefs und MitarbeiterInnen können nichts dafür. alles in meiner Macht und Unmacht stehende zu tun. Vielen Dank. als das Selbstbestimmungsrecht in die Hand zunehmen und sich an Andere (in diesem Fall andere Länder) zu wenden. II. Dann…. keine personellen Konsequenzen bei der LTV zu ziehen.. Ich bin mir bewusst. tut mir leid. Ich bitte Sie. dass eine Katastrophe über die LGT.Backup-Tape (Anm. dann gut. alles. III. dass ich bei seiner LGT Treuhand arbeitete und später selber kündigte: OT Entfernt. DLT. Wenn der Staat aber nicht fähig ist. wenn ich meine Folterer der verdienten Strafe zuführen kann. Ich bin fest entschlossen alles.Deutschland zusammen fällt. Diesen Preis bin ich gewillt zu bezahlen. Herbert Batliner in den Medien. wer alles von diesem Drama in der LGT-Gruppe erfahren soll. So kann keine Unruhe entstehen und mit Gottes Hilfe wird das Unglück abgewendet. Es liegt natürlich in Ihrem Ermessen. Dr. dass Sie ihm helfen können. dann bleibt dem Bürger nichts anderes übrig. von denen er glaubt. Dort hatte ein ehemaliger Mitarbeiter vor Jahren eine CD-Rom mit 173 . seine Kunden und Liechtenstein hereinbrechen kann.: Das vollständige Kunden-Datenspeicherband) Im vergangenen Jahr erschienen immer wieder neue Artikel über die Probleme von Dr. dass ich am Ende die Zukunft für mein Leben verloren habe. wie es dazu kam. um meine Folterer zur Strecke zu bringen.

die ich im Punkt I. Jede Nacht wird bei der LTV im Serverraum (2. Irgendwann im letzten Jahr habe ich zufällig mitbekommen und erkannt. Zu meiner völligen Überraschung stellte sich heraus. Aus den Gründen. alle Programme und alle Daten (MASTER + DOCUWARE). da DocuWare ein so genanntes selbsttragendes Archiv ist und daher keine spezifische DocuWare-Software (Zugang) zum Lesen der Daten erforderlich ist. Ich wusste auch nicht. Zum Zeitpunkt der Entnahme. Die Bänder werden üblicherweise mehr als 1 x für diese Aufgabe verwendet. sprich Diebstahl des Bandes wusste ich aber noch nicht ob ich die Daten je missbrauchen würde. Vermutlich schon. 300 Mio. Die deutschen Steuerbehörden haben in der Folge mehrere hundert Steuerstrafprozesse eröffnet und nach eigenen Angaben bis heute ca. Nicht ganz einfach. 400 Gesellschaften entwendet und dem SPIEGEL zugesandt. dass die Backup-Daten nicht verschlüsselt auf dem Tape gespeichert wurden. wenn man solche Daten in den Händen hält. Auch unter uns Mitarbeitern bei der LTV wurde darüber diskutiert. habe ich ein solches DLT-Tape an mich genommen. wie relativ leicht es wäre an eines der zwei täglichen Tages-Backup DLT-Tape der LTV zu kommen.und Strafsteuern einkassiert. (DM) an Nach. externes DLT-Laufwerk gekauft um die Daten überhaupt lesen zu können. wenn es in der LTV passieren würde? Jemand hat gesagt. Da alle DLTTapes der LTV eine fortlaufende Serienproduktionsnummer des 174 . OT Entfernt. (Gerechtigkeit) erklärt habe. ob die Daten verschlüsselt sind. Ich habe dann ein gebrauchtes. Im DocuWare auf dem Tape sind über 1'159'000 Mandatsspezifische (Kunden-) Dateien gespeichert.Angaben über sein Kunden sowie deren Vermögenswerte von ca. aber mit der verwendeten BackupSoftware OT Entfernt kann man die Daten lesbar machen. so dachte ich mir.OG) via CP360-62 das komplette System. sprich gespeichert. Aus dem Inventory DOCUWARE sind alle Dateien im TIFF-Format mit MS-Software lesbar. Was wären die Konsequenzen. welch ein Instrument dies wohl wäre. Das Tape (aus CP TL891) wird dann jeweils von der IT Abteilung beschriftet und im kleinen Datentresor aufbewahrt. auf Raid5-Bereich 2 (f:SQL_Backup) gesichert.

175 . dass ich sehr wohl dort gearbeitet habe. Zum Raum G1346 wurde ich jeweils auf Grund meiner Arbeit hineingelassen. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend aufgerundet. ich hätte nie dort gearbeitet. Anm. habe ich aber vorher entfernt. wie z. ORIGINAL-DOKUMENTE: Wenn es zu der Notwendigkeit kommt. . dass Ihnen das TAPE mit folgender Serie-Nummer fehlt: 122054 SH207F822 86. OT Entfernt B) Unterlagen über EIN.oder AUSzahlungsausführungen des UFF.oder EINzahlungsbelege (BX= Belegexemplar) vom Kassenschalter der LGT (vereinzelt von Fremdbanken) mit zusätzlicher Empfangsunterschrift (und Fingerabdrücke) des wirklichen Wirtschaftlichen Berechtigten. OG // Raum G1851.und IBEX-Trust an 26 externe Stiftungen zwischen Dezember 1988 und Dezember 2000. um die Verbrecher zu bestrafen.OT Entfernt. Dies aus strategischen Gründen (siehe auch am Ende dieses Buchkapitels). habe ich zum Beweis. s sind drei Arten von Originalen: A) AUS.-. bis zu welchem Tag ich alle Daten hatte. der angibt. können Sie feststellen. UG). Der Datums-Kleber. Total in CHF 6'784'183'000.Herstellers auf der Rückseite haben. Aufgeteilt in Total in CHF: Auszahlungen CHF 334'203'000. Und Städtle 18: Raum 704/705 A + B. sodass man nicht genau feststellen konnte. obwohl ich mit Arbeitsvertrag und Lohnzahlungen (ganz abgesehen vom DLT-Tape selber) es widerlegen kann. 1. Sie stammen aus dem Städtle 28: div. gezielt Originaldokumente ‚ausgeliehen‚.// Einzahlungen CHF 212'331'000. die interne ITMarkierungen.: Ich habe dem Brief Fotos des DLT-Tapes beigelegt.B. 3. wird vielleicht die LGT zu Behaupten versuchen. von welchem Tag das Back-UpTape stammt. worauf klar die Seriennummer und andere Details ersichtlich waren. Archive (Raum G1346. wo ich die Hilfe der USA oder Deutschland oder anderer betroffener Länder erbeten muss.

Bank. Bilder etc. OT Entfernt etc. 176 .). Alle diese oben genannten 3929 (Schwarzgeld)-Briefkastenfirmen haben / hatten genau 8655 verschiedenen Einzelbankkonten. Auftraggeber.).7 Milliarden(!) CHF zwischen Dez. Barein. Nach erfolgreichem Abschluss werde ich Ihnen alle Originaldokumente vollumfänglich retournieren. Wirtschaftliche Berechtigte [WB oder BO].B.: Auch hier habe ich Fotos (von ausgewählten Einzeldokumenten) im Brief beigelegt. Die LGT Bank fungierte als Gelddrehscheibe und die LGT Treuhand stellte ihr Fachwissen für die Abwicklung über die 2 genannten Trusts zur Verfügung.u. Beistatuten.u. von Total 3929 verschiedene Gesellschaften (Stiftungen.s. AG.und andere Vermögenswerte (Immobilien.C) Diverse Originale mit Kundenunterschrift. Übersicht Kunden und deren Vermögen Nach Auswertung aller Daten aus dem DLT Tape. sondern von anderen Liechtensteinischen Treuhandfirmen. Es sind keine Wertdokumente (wie z. der für die Gewinnausschüttung von über 6. Anm. Inklusive die mehreren hundert Mandate der LGT Treuhandbüros in Zürich & Lugano (sowie der OT Entfernt).).B. 1988 und Dez. Sowie Kopien von über 105 (Leichen-) Mandate aus dem alten Vaduzer Archiv. Schiffe. die in Vaduz registriert sind. besitze ich alle Unterlagen über Gründungen. 2’150 Einzeldokumente: 85 % davon im Format DIN A5. Anstalten. LGTSorgfaltspflichtdokumente. 2000 faktisch eine geheime Doppelbuchhaltung führte. Aktenvermerke u. Es waren ca. Bei den Dokumenten unter „B)“ handelt es sich um einen grossen Europäischen Konzern. Transfers. Patente. LTV. Trust etc. IV. Davon 7834 Bankkonten bei der LGT Bank und 821 Bankkonten bei Fremdbanken (z. Über den Inhalt dieser Originale möchte ich vorerst nichts sagen. Aktienzertifikate oder Zessionen) darunter. Alle Originale (A. um diese kolossale Summe an diverse Personen via 26 verschiedene Stiftungen über komplizierte Umwege steuerfrei zukommen lassen zu können. der Rest A4. Auszahlungen.w. Jene Stiftungen wurden aber nicht von der LTV verwaltet.B + C) dienen nur zur Beweiskraft.

bei LGT Bank und CHF 1'842'733'000. Frankreich über 195. 1 x ging es um eine Umgehung des US-Embargos gegen den IRAK. die immer höher ist). 41 aus den OT Entfernt. Südamerika über 135. Das Total aller Stiftungen u. Genau 5828.s. Eine Auswahl: Deutschland über ca.. U. Italien über 390.). Gemäss internen Angaben wollten diese 207 Interessenten Total CHF 517’000’000.. Besuch/Gespräch nicht eine Kundenbeziehung mit der LGT eingegangen sind. Anm.. Russland) über 150.-(davon 8'023'504'000. 1988 bis Dez. mehrheitlich natürliche Personen sind / waren für diese 8655 Einzelbankkonten der 3929 Gesellschaften als Erstbegünstigte / Wirtschaftlichen Berechtigten registriert.: Es folgte eine vollständige Länderliste (Total 82 verschiedene Ländern) mit der jeweiligen Anzahl von Stiftungen.bei Fremdbanken). Anstalten u. Davon waren 68 aus OT Entfernt. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend CHF aufgerundet. Beneluxländer über 230. oder 2. (nicht die Anzahl involvierten Personen.-. Schweiz über 700.B.s.bei Fremdbanken). die aber nach dem 1. Spanien über 220. Zusätzlich habe ich in verschiedenen Listen genaue Personenangaben (Aktenvermerke) über weitere total 207 Interessenten gefunden.und IBEX-Trust über die LGT Gruppe zwischen Dez. die für den UFF. Höchststand gemäss Unterlagen: CHF 9'866'237'000.auf Konten bei der LGT Bank und CHF 1'478'548'000.Ein/Auszahlungen. 18 aus OT Entfernt und der Rest aus diversen Ländern. In 46 Fällen sind Politisch Exponierte Personen (PEP) involviert. (Siehe "Original-Dokumente" unter Punkt IV. 2000 gelaufen sind. USA über 600 . Osteuropa (incl. über 450. Kanada über 280.K. 1400 Stiftungen/Anstalten etc. 56 aus der OT Entfernt. Hier nicht eingerechnet sind die CHF 6'784'183'000.-.‚Schwarzgeld‚ als Neukunden bei der LGT deponieren. nach Deutschland und nach Österreich haben.w. 177 .w.(davon liegen 5'682'296'000.Aktueller Stand der Bankvermögenswerte aller obigen Konten (2001/02): CHF 7'160'844'000. Österreich über 350. Skandinavischen Länder über 195. und daher einmal in der Zählung Deutschland und einmal in der Zählung Österreich erschienen. weil es einige Gesellschaften gibt... aller Länder ist grösser als die Zahl „Total Gesellschaften“ (3929). die eine Verbindung z.

sei es weil der Settlor. WB/BO. amerikanische Lupe) genommen. oder grössere Zahlungen an US-Personen im Ausland getätigt wurden oder Transfers über die USA liefen. die sich gegenüber den US-Behörden (IRS) nicht Offenlegen wollen und dennoch US-Aktien und/oder insbesondere US-Immobilien weiterhin halten oder neue erwerben wollen. Bei allen involvierten Gesellschaften ist eine Verletzung u. oder andere Nationalitäten besitzen und mit Iran.a. die im Gutachten von OT Entfernt. Zwei Personen sind Doppelbürger und als PEP zu deklarieren.08. Auch habe ich auf dem Tape interne Schriftsätze gefunden. Ich bin mir aber sicher. Ich behaupte nicht. Beirat etc. die ganz deutlich die Wege aufzeigen. die selber Iraner.h. des IRS-Code 1957 und im geringeren Masse Code 1956 festzustellen. um so US-(Steuer)-Gesetze umgehen zu 178 . werde ich mich zuerst an die USA wenden. Protektor.OCT). werden sie genauer unter die Lupe (d.. Irak oder anderen terrorismushelfenden Staaten Geschäfte machen. US-Bürger oder Greencardholder ist. dass bei denjenigen Kunden der LTV. US-Gesetzes-Verletzungen zum Vorschein kommen werden. USA Wenn mir Liechtenstein nicht helfen kann. wie die Kundenberater der LTV die Kunden (alle Nationalitäten) beraten können. dass fast alle Gesellschaften gegen die US-Gesetzesvorlagen (IRS-Codes etc. obwohl keine PEP-Formulare ausgefüllt wurden. In den über 645 Gesellschaften der LTV hat es Verbindungen mit den USA.2002 erwähnt sind.Y. Iraker sind oder aus anderen arabischen Ländern kommen. Zudem kann man feststellen. Warum glaube ich. wenn die Tat im Ausland geschah und keine der Involvierten Personen US-Bürger ist.) verstossen haben... die einer Verurteilung von Tätern selbst dann ermöglicht. Zudem gibt es den US Patriot Act of 2001 (26. meine Folterer zu gerechten Strafen zu verurteilen. ohne dass es zu einem Mandat kam. Zusätzlich sind weitere 41 Personen aus den USA als Interessenten bei der LTV registriert. vom 30. alle N. dass die Amerikaner mir helfen werden? In den USA gibt es spezielle Gesetzte.V. dass die LGT (bewusst) irgendetwas mit Terrorismusfinanzierung oder dergleichen zu tun hat. Bei drei Gesellschaften sind nach meinen Daten PEPIndikatoren da.

Es gibt/gab also Kundenbeziehungen mit Status ‚US-Persons‚ mit US-Aktientiteln im Depot.03. mit dem LAJOFP (Long Arm Jurisdiction Over Foreign Persons) verfolgen. obwohl die erforderliche Dokumentationspflicht (W-9. obwohl der Kunde OT Entfernt hat oder die LGT gemäss QI-Vertrag zwischen LGT & IRS ‚vergessen‚ hat.a. kann man Verstösse feststellen und es wird die IRS interessieren. Verletzungen des (QUALIFIED Intermediary Status) QI-Status: Die US Steuerbehörde IRS hat die Liechtensteinischen „KenneDeine-Kunden‚. weil die 179 .: ° bei 38 Stiftungen/ Anstalten noch nach der Ablauffrist vom 31. ° Es eine kleine Anzahl Stiftungen/Anstalten (Simple/Grantor) gibt.können.01 das Gesuch für den Banken-QI-Status eingereicht und konnte ab diesem Datum provisorisch als QI handeln. Nach den ersten 2 Jahren wurde der QI-Status nochmals um 2 Jahre – bis Ende 2004 verlängert. Solches Vorgehen der involvierten Stiftungs (SR). Nun. Dadurch unterläuft/verhindert die LGT automatisch die erforderliche.2001 der Kauf von US Aktien erfolgte. nach Durchsicht aller Mandate mit QI-Angelegenheit die ich gefunden habe. W-8IMY oder W8BEN incl. wo der Wirtschaftliche Berechtigte US Steuerbürger ist.B. die gemäss QI-Vereinbarung hätten registriert sein müssen – es aber nicht sind. externe US-Buchprüfung für den QI Status. Die LGT hat am 07.12. sporadisch.02. dies mit einer Panama Gesellschaft zu tun.01.01 bewilligt und zugestimmt und dem Land rückwirkend auf den 01. Also die eingesetzten SR/VR Geschäfte im Namen der Stiftung im Heimatland des Wirtschaftlichen Berechtigten tätigen: wo wir doch alle wissen. ° Bei einigen neuen Stiftungen/Anstalten der LTV im Kundenauftrag nach dem 01. dies zu tun.2001 durch die LGT oder Fremdbank US-Aktientitel gekauft wurden.01 den QI Status erteilt. Diverse Beratungen bei einigen Kunden stehen eigentlich auch im Gegensatz zu der heiligen Devise der LTV: ‚Keine Geschäfte mit dem oder im Steuerdomizil des Kunden‚.Regeln (KYC-Rules) am 28. dass z. dass solche Aktivitäten wegen der Aufdeckungsgefahr hoch riskant sind. Hauptsächlich wird empfohlen. beglaubigter Passkopie pro WB) nicht erfüllt waren.01.oder Verwaltungsräte(VR) könnten die US-Behörden u.

eine Benachteiligung der Gläubiger durchsetzen konnte. eine Deutsche Zuständigkeit ergibt sich auch dadurch. Diese hier auflisteten Beispiele sind nur eine Auswahl von vielen mehr. VI. Beispiele: ° hat die LGT eine Struktur angeboten (damit sie nicht selber in die Schusslinie gerät aber dennoch mitverdienen kann). ~ oder das Mitglieder aus dem Familienkreis des früheren Diktators OT Entfernt Gelder bei der LGT liegen haben. ~ wie ehemalige und tätige ausländischer Hohe Beamte so solch grosse Vermögen kommen.. Warum sollte mir Deutschland helfen? Ich bin sicher. Deutschland Will mir Liechtenstein nicht helfen. dass die/der WB selber in US-Crimes verwickelt waren oder es wurden Zahlungen getätigt. D.Prüfung nur für solche Konten gemacht werden kann. wie viel Geld und andere Werte bei der LGT Treuhand verwalten lassen.. wo man verschiedenste Gesetzesverstösse feststellen kann. wo der WB als ehemaliger Firmenbesitzer. Keine Registrierung = Keine Prüfung! Das würde den USA sehr sauer aufstossen! US-Verbrechen: Eine Auswahl von 6 Stiftungen der LTV zeigen gemäss AV. ° oder es werden Kundenbeziehungen aufrechterhalten. obwohl der Kunde wegen einem 50 MIO US$-Betrugs-Scam auf der Internationalen Watchliste steht. wo USPersonen als WB/BO registriert sind. da der 180 . meine Foltere hinter Gittern zu bringen. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. Insbesondere kommt auch die die Organhaftung (seitens SR & VR) bei vielen Mandaten ins Spiel.. die US-Strafprozessen zuwiderlaufen.h. ~ welche ausländische. ° Die Amerikaner wird auch interessieren. diktatorische Herrscherfamilien wo. die er in den Konkurs getrieben hat. so wende ich mich nach den USA an die Deutschen um Hilfe.

w) erstaunliches hervorgebracht (24 Treffer). Vermögen. bilden die grösste Gruppe der LTV-Mandate (Aktive. der der Korruption beschuldigt wird. die sich als illegale Preisabsprachen bzw. ~ Ein höherer OT Entfernt aus OT Entfernt hatte eine Stiftung bei der LTV. die von ihrem Umfeld her (gemäss Gründungsaktenvermerk [z. die in Deutschland ihr Steuerdomizil haben) und die zusammen über 3 Milliarden CHF Bankvermögen haben. hat ein Check von Kunden. mal grosse Summen auf den Konten! Sind dies etwa OT Entfernt gelder? Einige aus Deutschland politisch wie wirtschaftlich heikle Mandate.B. Abgänge oder Löschungen). spiegel. ~ Ein Kunde der LTV ist Mitglied der OT Entfernt OT Entfernt Alle hatten bzw. hatte eine Stiftung bei der LTV. bei politikus. haben mal kleine. die als Off-Shore-Company für die mit politischem Klagelied in Konkurs gegangene PHILLIP HOLZMANN AG galt und US-Geschäfte tätigte.Haupttäter im Argentinienfall.de u. in diversen Internetdatenbanken (z. mit den Total über 2800 Erstbegünstigten (mit Deutschem PASS oder Nicht-Deutsche. Ehepartner] oder späteren AV’s) etwas mit der Politik oder Wirtschaftspolitik zu tun haben könnten. der Verbrecher Roegele ein Deutscher ist und der Lösegeldabholer Kroschel auch! Die 1409 Briefkastenfirmen. Beispiele: ~ eine Gesellschaft. Bestechung herausstellten (Gemäss AV) 181 . ~ Ein Mitglied der deutschen OT Entfernt-Stiftung ist Kunde bei der LTV.s. Fünf Beispiele: ~ ein Familienmitglied eines Anwaltes der OT Entfernt hat eine Stiftung der der LTV (Adresse des Anwalts stimmt mit der Adresse des EB im Formular überein) ~ eine ehemaliger Kommunal OT Entfernt. Abgesehen von den wenigen deutschen PEP’s.B.de. die als solche deklariert sind. Beruf. die der LTV klar bekannt sind.

~ Selbst der Französische Ölkonzern ELF. ~ Auch im SPIEGEL Nr. Eine ähnliche Einrichtung. die als Eigentum OT Entfernt identifiziert wurde.6 MIO via Deutschland.2002 las ich ein Artikel (Seite 124+126) über div. die im Zusammenhang mit der Ölexploration stehen.11. dessen OT Entfernt der OT Entfernt in Deutschland seit Jahren ein Skandal ist und neuerdings gemäss dem OT Entferntartikel in OT Entfernt auch die FL-Justiz beschäftigt. dass die Zahlung eindeutig als Bestechungsgeld zu werten sei.~ Eine eigene LTV-Gesellschaft tätigte eine Zahlung von etwas über DEM 5. Der in mehreren AV’s offen geschilderten Hintergrund der Einzahlungen und Verwendungszweck der Auszahlungen werden OT Entfernt als massiv rechtswidrig eingestuft. ~ Über eine BVI-Company der LTV wurde eine Zahlung von US$ 10 MIO im Zusammenhang mit der ABB (Asea Brown Boveri) getätigt. ~ Der OT Entfernt Mann OT Entfernt hat seine Stiftung (die OT Entfernt Stiftung) bei der LTV via der im OT Entferntskandal federführenden OT Entfernt -Stiftung (bei OT Entfernt) über ein Konto bei der Fremdbank OT Entfernt gefüllt. ~ den (politischen wie wirtschaftlichen) Chef einer der grössten Deutschen Staatsfirmen und Arbeitgeber und Inhaber einer sehr vermögenden LTV-Stiftung will ich hier erst gar nicht namentlich erwähnen. wurde vor Jahren bei OT Entfernt ‚gefunden‚. Im AV schrieb der KB. 47 vom 18. die ‚ OT Entfernt -Stiftung‚. Diese Zahlung ist als Bestechung leicht zu erkennen (da im AV schlecht verschleiert vermerkt). dubiose Zahlungen rund um das Kirch182 . die ganz offensichtlich dazu diente Korruptionsgelder zu verteilen und zu waschen. Sind diese Gelder auch OT Entfernt gelder? ~ Des weiteren gibt es ein OT Entfernt Schwarzgeldkonto der OT Entfernt. hat in den 90er bei der LTV eine Holding einrichten lassen. indem sie mehrere Rechtshilfegesuch nach Deutschland versandt hat.

Subventionsbetrug (OT Entfernt). den die LTV betreut(e) bzw. deren einzige Aktiva verschieden grosse Aktienpakete von an der Börse in Deutschland kotierten Gesellschaften sind. solche LTV-Stiftungen.die USA). Geldwäscherei (OT Entfernt). deren richtige & korrekte Interpretation der Aktenvermerke (Avs) und Zahlungsabläufe verschiedenste Gesetzesverstösse aufzeigen. passt genau in das Schema der im Artikel aufgeführten Verschleierungstaktik. Oft dienten solche Transaktionen zur Vertuschung und Verschleierung der vom (Börsen-)Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungspflicht bei Überschreitung eines definierten Prozentsatzes bezüglich Besitz von Aktien oder Börsenkapital oder bei vorgenommenen Aktienkkapitalschnitten. Kreditbetrug (OT Entfernt ). Auch viele andere Mandate zeigen offen Kriminelle Handlungen: z. Aber die hastig gewünschte und dann ausgeführte Banküberweisung von über 2 MIO CHF (ausgerechnet in das Steuerdomizilland des WB .Imperium in Deutschland. ~ Der extremste wirtschaftlich kriminelle (deutsche) Fall.B. Manche der durch die LTV im Namen der Stiftung ausgeführten Transaktionen sind gelinde gesagt nicht gerade Kleinaktionärsfreundlich und verstossen eindeutig gegen diverse Gesetze. half abzuwickeln. Z. Es gibt hunderter weitere Deutscher Mandate. Ich habe mich an ein Dokument (‚Checkliste aussergewöhnlichen Transaktionen‚) mit Hinweis auf den Kirch Komplex eines Mandats auf dem Tape erinnert: der Name des WB steht zwar nicht im Artikel des Magazins. 183 . Mit dieser OT Entfernt wurde OT Entfernt. Korruption (OT Entfernt) Schmiergeldzahlungen und Bestechungen (OT Entfernt). ist jenes Mandat wo massive OT Entfernt sgelder auf ganz präzis ausgefeilten Wegen über mehrere Gesellschaften hier in Vaduz und in OT Entfernt an OT Entfernt OT Entfernt (und anderen Personen in dessen Umkreis) des grossen Deutschen OT Entfernt OT Entfernt gezahlt wurden. Gläubigerbetrug (Mandats-Nummern: OT Entfernt). die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen.B.

Dank dem Hauptverbrecher Helmut R. Ich bin mir der grossen Gefahr bewusst. Auf dem Band findet man auch Aktenvermerke und Schulungsunterlagen für die Kundenberater. alle Daten auszuhändigen und um deren Hilfe zu bitten. Falls ich in eine Kontrolle gerate. hoffentlich sicher. zeigt auch das NSL-Gutachten vom Sommer 2002. Ich kann mich aber nicht 24 Stunden verstecken. denn wäre ich nicht nach Deutschland gegangen. VII. so habe ich keine andere Wahl. Die Problematik einer FL-Stiftung im (deutschen) Steuer.Des weiteren haben sich namentlich 68 Personen aus Deutschland als Interessenten bei der LTV gemeldet. habe ich den Schritt gemacht. werde ich versuchen in eine US-Einrichtung (Botschaft oder Konsulat) zu gelangen. 184 . habe ich ja die Probleme mit Spanien. was dem vom Deutschen Fiskus festgestellten „Durchgriffsrecht‚ des WB/Stifters bei einer Stiftung mit Mandatsvertrag (STMM) entgegengesetzt werden kann: nämlich die STOM (Stiftung OHNE Mandatsvertrag). Obwohl gerade Deutschland als EU–Land eine „Gefahr‚ für mich darstellt. Ich versuche es zu vermeiden. Selbstverständlich werden Sie verstehen. Gelingt mir das nicht. dass ich unter den nun vorliegenden Umständen nicht in Liechtenstein oder in der Schweiz auf eine Lösung warten kann. Wie die LTV in Zukunft mit Deutschland Kunden Geschäfte machen will. dass ich evt.und Strafrecht zeigen die Ausführungen von Dr. ohne dass es zu einem Mandatsvertrag kam (gemäss AV). in Deutschland in eine Polizeikontrolle geraten kann. die auch auf dem DLT-Tape gespeichert sind. Schutz-Identität Durchlaucht Fürst und Erbprinz. Rainer Spatscheck aus München. wobei bei Ausländern meist ein Computercheck durchgeführt wird und die Deutschen versuchen würden mich festzuhalten. bin ich. als die Deutschen über meinen wirklichen Grund des Aufenthalts aufzuklären. wenn Sie nun diesen Brief in den Händen halten. schon in Deutschland angekommen. so würde gar nichts mehr gegen die Verbrecher geschehen.

Um diesem Desaster zu entgehen gibt es nur eine Möglichkeit! Es tut mir Leid. dass Sie es in der Hand haben. Archivar oder Bote etc. Man wird Ihnen sicher raten. Nach Ende. Bedingungslos vom Urteil oder Bericht bin ich dann bereit mich mit einer Vertrauensperson von Ihnen in Deutschland zu treffen. bis ich erfahre. Bericht ein unabhängiger Staatsanwalt und unabhängiges Richtergremium gekommen sind. dass der Chef der FL-Wirtschaftspolizei (EWOK) in Vaduz – die in diesem Fall sicherlich die Führung der Untersuchung haben möchte . Kieber abgeholt oder er lässt es abholen oder gibt telefonisch an wohin es weitergeleitet werden soll‚. dies zu verlangen. Dieses Kuvert bitte wiederum in ein neutrales grosses A4 Kuvert geben. dass ich alle meine Verbindungen nach FL aufgelöst habe und weder dort noch arbeite noch wohne. zu welchem Urteil bzw. Abgesehen davon. Selbst wenn alle Vorsicht geboten wird – irgendjemand (Sachbearbeiter. Sie kennen ja die Passdaten. aber nur mit einer neuen temporären Schutz-ID werde und kann ich zum Schutz von Liechtenstein. Bitte beachten Sie aber. wer davon erfährt. möchte aber darauf hinweisen. Da der Name und das Geburtsdatum zufällig gewählt wurden. werde ich Ihnen beide Pässe zurückgeben. Sekretärin. liegt daran. Ich bitte Sie daher mit beiliegenden Fotos von mir zwei gleichnamige FL Pässe auszustellen. sofort die Polizei einzuschalten.ein DEUTSCHER ist. Vor Ihnen verstecken kann und will ich mich ja mit diesem neuen Pass nicht. wenn einer unbrauchbar wird oder verloren geht. dass ich einen Reserve-Pass brauche. Zudem kann ich mit der Zusendung der neuen Pässe erkennen. welches auch immer. 185 . dass Ihnen an der Lösung etwas liegt. Auf diesem A4-Kuvert vorne bitte folgende Aufschrift anbringen: ‚Wird von Hr.) in der Justiz oder bei der Polizei in Liechtenstein oder sonst wo würde es ausplaudern. Er hätte sicherlich Interesse zumindest an den Deutschen Datenmenge. um einen Weg aus der drohenden Katastrophe zu finden. Ich bitte Sie beide Pässe in einer Hülle in das beigelegte beschriftete Kuvert einzupacken und fest zuzukleben. Das ich um 2 Pässe bitte. gibt es keine Verwechslung mit einer echten Person. der LGT und der tausenden Kunden aus aller Welt so lange in Deutschland warten.

Geschäftsführer oder Sekretariat. Diese soll damit entweder nach Feldkirch fahren und dort bei UPS Austria (Freecall Austria 0810-xxxxxx) abgeben. Nachforschungen meinerseits ergaben aber. D. Januar 2003 in Frankfurt sein. Ich bat ihn um 186 . Ausländern jederzeit per Dekret die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft zu verleihen.2003. sogenannte Identitätskarten von Hans-Adam verlangen. soll man bitte das Kuvert gemäss seinen Angaben weiterleiten. das ein Kuvert für einen Kunden per UPS oder Kurier ankommen wird. Bockenheimer Landstrasse 107. so nehme ich an. z. Anm. Ich wusste aber. grosse Familie) zu verteilen. Falls evt. Empfänger ist die LGT Niederlassung Frankfurt*. man braucht auch keinen Ausweis vom Abholer einzusehen. Sollten die Pässe nicht bis am Montag. dass Hans-Adam selber (!) schnell Liechtensteiner Pässe drucken kann. den 13. dass Sie andere Pläne zur Lösung dieser Situation verfolgen. Die LGT Frankfurt sollte natürlich NICHT eingeweiht werden. sichere Identität während meines Aufenthaltes in Deutschland) auch ausgereicht hätten. Inhalt: Dokumente.01. Man soll nur telefonisch (0049 69 xxxxxxxx) mitteilen. da sie eigentlich für meine Zwecke (eine andere.Hd. Dies kann bis zu 14 Tage dauern.01. damit es spätestens am Montag. oder ein Kuvert zwar ankommen. Hans-Adam hat nämlich das absolute Recht. 14 Uhr dort ist. (Bitte nicht mit der UPS Schweiz senden. da dann der Zoll Einblick nehmen könnte) oder die Vertrauensperson soll das Kuvert persönlich in Frankfurt abgeben. Dann muss ich keine Rücksicht mehr nehmen und werde sofort Hilfe bei den Amerikanern erbeten. übergeben. aber im grossen A4-Umschlag.Ich bitte Sie das Kuvert einer Vertrauensperson zu übergeben. Kosten zu Lasten der LGT Deutschland. unabhängig von der Regierung. aber kein oder nur ein Pass drin ist. dass die ID-Karten für Liechtensteiner Bürger von einer Spezialfirma in der Schweiz hergestellt werden und das Liechtensteiner Passamt sie von dort per Post bestellt. Herr Kieber anrufen sollte. Wenn evt. * = ab dem 07.60325 Frankfurt.: Ursprünglich wollte ich in diesem Punkt zwei einfache.03 ist das Büro wieder besetzt. jemand kommt und nach dem Kuvert für Herrn Kieber fragt. soll man es einfach ohne UPS-Umschlag. den 13. Oder nach seiner Wahl (wovon er auch rege Gebrauch macht) Liechtensteiner Diplomatenpässe (zu 95 % exklusiv an seine eigene.

7 GB) gebrannt. da ich nicht zu 100 Prozent ausschliessen kann. VIII. Den Computer. alle brauchbaren kundenspezifische Dokumente komplett und verschlüsselt ins Internet zu stellen. um eine Identifizierung und History zu ermöglichen. Die 4 DVD’s* habe ich auch mitgenommen und sie werden sicher aufbewahrt. ist klein. Die 2 Externen Harddisks* habe ich auch 187 . Von dieser Version habe ich aber abgesehen. also 256 Bits nach AES-Standard) vor fremdem Zugriff absolut sicher. den ich für diese Vorgänge verwendet habe. Mit zu viel Zeit.com‚ bieten solche Dienste an. Sie kostet nicht viel. Eine 20 GB Festplatte reicht mehr als nötig aus. wer weiss auf welche „dummen“ Gedanken er und seine Truppe hätte kommen können. dass die involvierten ITSpezialisten evt. da es als zusätzliches Laufwerk erscheint. Die Daten auf diesen 2 externen Festplatten* sind mittels eines Verschlüsselungsprogramms (ähnlich dem Crypto-Suite von BHV. war zu keiner Zeit am Internet angeschlossen. die notwendig sind. dass je etwas ins Netz gelangen konnte oder Viren oder Spione sich eingenistet haben könnten. Ich habe mir 2 solcher ‚PocketDrives‚ gekauft. Sie werden getrennt und werden sicher verwahrt. Einfacher und sicherer ist eine externe Harddisk (Festplatte). Den Termin „13. Internetfirmen wie z. Die grosse Datenmenge wäre technische kein Problem gewesen.01. Datensicherheit Meine erste Idee war. somit ist ausgeschlossen.B.03“ habe ich bewusst gesetzt. Das Tape und all die Originaldokumente habe ich nach Deutschland trotz des hohen Risikos mitgenommen. Das Original-LTV-DLT-Tape habe ich so belassen wie es ist (keine Verschlüsselung). Zusätzlich habe ich mir dieselben Daten auf vier DVD-Rom’s* (je 4. OT Entfernt. handlich und einfach zu bedienen.zwei normale Pässe. Vermögens.und Geschichtsdaten zu speichern. ‚xdrive. beim Installieren dennoch Einsicht in die Daten nehmen könnten. da ich Hans-Adam nicht zu viel Zeit geben wollte. diesen ersten Schritt zu machen. um von allen Gesellschaften jene Kunden-.

Sie haben nichts miteinander gemein. wo er und Mitglieder seiner grossen Familie persönlich Wirtschaftlich Berechtigte sind. die zu Ihrer fürstlichen Familie gehören (Schwester. Damit kann ich zu 100 Prozent ausschliessen. Die DREI ersten Komponenten sind einfacher Natur. dass ich all jene privaten Mandate der Treuhand. falls er/sie überhaupt es als solche erkennt. * = Auf diese Datenträger habe ich jene Mandate. ist unmöglich. Kinder etc. Denn der Auswirkungen einer möglichen ultimativen Katastrophe bin ich mir bewusst: Immense Imageschädigung der LGT Gruppe weltweit . der LGT als Gruppe.mitgenommen. noch ohne mein Dazutun die Daten lesen. Meine Sicherheit Grundsätzlich möchte ich bekräftigen. zu den Daten gelangen kann. die . IX.Eröffnung tausender Strafsteuerverfahren gegen die 188 . Niemand kann jetzt ohne mein Dazutun weder an das Tape. die Originaldokumente.) sowie jene Mandate. Das jemand nur schon 2 Komponenten ohne meine Angaben in den Händen halten kann. nicht aus dem DLT-Tape rüberkopiert. schlussendlich wirklich zu lesbaren Daten zu kommen. dass wenn jemand – was eigentlich unmöglich ist durch widrige Umstände Kenntnis von einer der 3 ersten Komponenten erhält. Wobei DREI der 4 Komponenten nichts mit Software oder hochtechnischem Zeug zu tun haben. die Prinz Philipp sowie seinen Schwiegereltern zugeordnet werden. dass das Hans-Adam etwas besser schlafen könnte. die DVD’s* oder 2 Externen Harddisks* kommen.in der richtigen Reihenfolge .es ermöglichen. nicht auf dem im Brief beschriebenen Datenträgern gespeichert hatte. den tausenden einzelnen Kunden und dem Finanzland Liechtenstein Schaden zuzuführen. wenn er weiss. Anm. Die VIERTE Komponente ist natürlich der 256 Bits-Verschlüsselungs-Schlüssel. Es sind VIER voneinander unabhängige Hürden zu nehmen: es braucht VIER unterschiedliche Komponenten. Sie werden auch getrennt und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.: Irgendwie dachte ich mir. dass ich kein Interesse habe.

Externe Harddisk und die DVD’s) oder auf einzelne Datenträger gewähren kann.Kunden .B. Verbrechen. auf Alles (DLT-Tape. obwohl räumlich / geographisch getrennt. Ich aktiviere einen vorbereiteten zeitlich programmierbaren E-Mail-Versand. Ein kleiner Teil des Schutzes der LGT (Daten) und Liechtensteins ist auch mein Schutz (sollte mir diese Schutz-ID verweigert werden.s. dann muss ich keine Rücksicht nehmen und werde selber mit den Daten samt den Originaldokumenten mich bei den Amerikanern melden). Und das alles wegen einer handvoll Verbrecher aus Deutschland.Die vielen Möglichkeiten der Amerikaner will ich erst gar nicht erwähnen u. 1. Oehri. so nützt es Ihnen auch nichts. da ohne Zweifel viele der grossen Vermögen unrechtmässig erworben wurden (Korruption. denn ich habe es so eingerichtet. Privat schnappen wollen. aber die Verantwortung trägt die FL-Staatsanwaltschaft. Spanien und Argentinien. so müssen Sie wissen. dass ich ohne meine physische Präsenz Dritten den Zugriff wahlweise. In 189 . 2.Rufschädigung des Finanzplatzes Liechtenstein Verlust von Kundengeldern in Milliardenhöhe Schadensersatzklagen gegen die LGT (analog wie bei Batliner) Einleitung verschiedener Strafverfahren. Sollte dies alles nichts bringen und mich nicht schützten. Oder sollte man mir bei diesen zwei Gelegenheiten (Schutz-IDAbholung) oder bei einem späteren Treffen eine Falle ‚privater Natur‚ stellen..politische Konsequenzen einiger OT Entfernt-Parteien . politische Karriere) . der Auslöser werde ich sein. so teile ich Ihnen mit. Betrug. also Sie mich z.) Gravierende Konsequenzen für viele einzelne Kunden (Job. Sicherlich. Originaldokumente. Dann übergebe ich eine Harddisk sofort und führe die deutschen Steuerbeamten zu den Originaldokumenten.. dass ich mich sehr gut zu wehren weiss. . Insiderhandel etc. zusammen mit den Verbrechern.w. dass ich jeweils für diese und andere Zeiten die zweite externe Harddisk bei mir tragen werde. Sollte man mir während meiner Entgegennahme des Kuverts mit der Schutz-ID oder bei einem späteren Treffen eine Falle stellen. LR U.

info@scmp. info@lemonde. wirtschaft@myfaz. stworld@cyberway.com (to the editor of the South China Morning Post. was ich habe und meine Gründe warum es tue. Coats or 2nd in charge MR Terry.Minuten nach dem kritischen Zeitpunkt die Möglichkeit habe. money.erhalten auch eine zweite E-Mail.com. editor@sundayherald.de (für Dr. Philippe.R.net (FAZ.de (D).fr (to Boris Razon. dessen Versand-Zeitpunkt auch programmierbar ist.gov (for the US-Ambassador in Berlin MR Daniel R. letters@iht.com (UK). SIN). D). info@bka.sg (The Straits Times.UK). August Hauning).uk (UK). cmeier@gujba.co.fr (Fr).bund.de.de (für Finanzminister Hans Eichel).de (für Stefan Aust).com (Intern.it.com (Gruner+Jahr. SIN). D). synd. radaktion@profil. Darin teile ihnen zusätzlich mit.editor@guardianunlimited. Washington Post. poststelle@bmf. business@ thetimesco. zentrale@bundesnachrichtendienst. Die Behörden in den USA und Deutschland sowie Der SPIEGEL = die ersten 5 Adressen in obiger Liste . Fr). um versehentliches Senden zu 190 . wie sie über die 4 Komponenten direkt an die (lesbaren) Tapes und die Originaldokumente kommen: die USA an die erste externe Harddisk und Originaldokumente.Snell).com. info@bild. CH). US) redaktion@nzz. spiegel@spiegel. D). Zudem habe ich noch eine Sicherheitsstufe (Schlüssel der verschlüsselten zweiten E-Mail) eingebaut.) patrikdaniel@sph.sorgi@lastampa.com (Financial Times UK).sg (The Business Times. Wolfgang Kaden. HK) marcello.at (für Dr. dass ich bis zu „xy‚.de (für Dr. Die Liste der Empfänger sind: askDOJ@usdoj. Der Zeitpunkt des Abschickens beider E-Mails habe ich so gewählt. die Deutschen Behörden an die zweite externe Harddisk und der Spiegel an die 4 DVD’s. die E-Mails zu stoppen.Reclus@ lefigaro.t-online. aizenmann@washpost.uk (The Observer. Robert Buchacher. mm_redaktion@managermagazin. Harald Tribune).com (for Nurit Aizenmann.admin@ft. OES.einer ersten E-Mail (Text in Englisch und Deutsch) beschreibe ich wer ich bin.ch (für Hugo Bütler.

Sie müssen es selber abwägen. Auf der einen Seite verstehe ich ganz klar. dann werde ich zum Bluthund von Liechtenstein. Die Formel ist einfach: Werde ich während ich auf einen Schlussbericht eines Sonderstaatsanwaltes und eines Richtergremiums warte und das Resultat bei einem Treffen in Deutschland vorgelegt bekomme. X. Sie alleine haben es ab jetzt in der Hand. WIE WEITER & Kontaktmöglichkeit Ich bitte Sie und Ihren Erbprinzen die Angelegenheit nicht einfach wieder den alten Behörden zu delegieren – das führt zu nichts! Ich bin aber auch nicht in einer Position. nicht in Ruhe gelassen.unterbinden. aber was habe ich zu verlieren? Habe ich nicht heute schon alles verloren? Muss eine solche Katastrophe passieren. Dort wo all Ihre 191 . Ihnen mitzuteilen. die Sie in den Händen halten erfahren soll. wer wie viel von diesen Unterlagen. Jede zusätzliche Person ist eine Person mehr. wer involviert werden soll. dann sollen wenigstens all die verschiedenen Länder (gemäss Liste unter Punkt IV. Es widerstrebt mir sehr. aber mit Ihnen sind es jetzt zwei Personen (Sie und ich) die von diesen Unterlagen erfahren haben. wenn Sie sofort den Henker rufen. die meine Wandlung zum Rächer auslösen kann. an wenn Sie sich wenden sollen. Mein Anwalt ist nicht informiert. und die Vorstellung der Kettenreaktion ist grausam.) ihre (Steuer-) Gerechtigkeit bekommen!! Amen und Ende. Wenn ich schon keine faire und rechtsstaatliche Gerechtigkeit bekomme. Das Bedeutet. Der verwendete Provider ist aus Taiwan und ist daher (frei von fremdstaatlicher Kontrolle) völlig unabhängig. Das nötige LOGIN Wort der E-MailAdresse ist ganz in Ihrer Nähe: Ich bitte Sie in die Schatzkammer in Ihrem Rundturm im Schloss zu gehen. Ich habe eine sichere und einfache Kommunikationsmöglichkeit übers Internet eingerichtet. bis man in Liechtenstein zum Minimum von Grundrechten kommt? Offensichtlich JA.

Liechtenstein hat eine letzte Möglichkeit. Pius Schlachter oder. Später werde ich Ihnen sofort mitteilen. da ich sicher gehen will. wenn Sie dann das LOG-IN Wort in der Schatzkammer lesen. beim welchem Provider (Homepage) die E-MailAdresse eingerichtet ist. Im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses (wo er sich als Musiker darstellt) des Maler Gerard DOU ist im Innenrahmen des gegenüberliegenden Metallgitters (an welche die verschiedenen anderen Bilder aufgehängt sind) habe ich selber das LOGIN Wort angebracht. Ich habe dies alles so gemacht. das PASSWORT und den PROVIDER (alles in Kleinbuchstaben eingeben). die Inkompetenz und Selbstherrlichkeit gewisser Staatsanwälte und Richter ein und für allemal zu korrigieren. wenn Sie es wünschen. die Ihnen nicht würdig ist. mit dem Erbprinzen Alois. fahrbare Metallrahmen trägt die Nummer 49/51). aber auf Grund der speziellen Umstände gibt es keine andere Lösung. Somit haben Sie das LOG-IN Wort. dort 1x klicken. das Ihnen persönlich. als erstes einfällt. dass Sie mit hinein gezogen werde. Es tut mir ausserordentlich Leid. Sie werden es sofort erkennen: das Wort (mit 2 Zahlen) hat nichts mit den Bildern oder dem Rahmen zu tun.kostbaren Bilder hängen. Dann haben Sie das LOGIN Wort. Aber es ist zum Schutz IHRER Daten. Ich will nicht zum Mörder werden. im Gegenteil. Linie das Kästchen ‚E-Mail‚. Im E-MailAccount auf der linken Seite bitte auf *Draft* (rot) 1x klicken. Auch dass ich Sie zu einer Kommunikation bitte. Das dazugehörende PASSWORT ist jenes Wort. Auf der Homepage des Providers finden Sie auf der 1. Im Grunde bin ich mir aber auch bewusst. (Falls das Selbstbildnis im Lager umgehängt worden ist. unberechtigterweise verlange ich von Ihnen die Schutz-ID. Im Draft ist eine Mail mit Header „Documents‚ gespeichert. ich weiss. Durchlaucht Fürst Hans-Adam. darauf klicken und Sie finden meine Meldung. der hängende. dass Sie und Ihre Berater. Ich hatte keine andere Wahl. dass Sie wirklich mich versuchen zu verstehen. Sehr geehrter Fürst und Erbprinz. Bei der nächsten Seite das LOGIN Wort und das PASSWORT eingeben. 192 . entweder mit Dr. Ein Treffen kann nur in Deutschland stattfinden.

Liechtenstein und mich 2003 bringen sollte. ausgerechnet in Hans-Adams persönlicher Schatzkammer den Hinweis für das Passwort für die vorher eingerichtete Internetkommunikation zu hinterlassen. wo ich den Kleber anbrachte.höchstwahrscheinlich alles daran setzten werden. Liechtenstein. in der Hektik des Dramas ist meine Metamorphose Zweideutung dem Hans-Adam und all jenen. Ich wählte dieses eher abnorme Art einen Hinweis anzubringen aus. Auch schäme ich mich obigen Brief an Hans-Adam geschrieben zu haben. 193 . Natürlich schäme ich mich (auch als Liechtensteiner) heute noch. So. mich zu vernichten. die mit ihm später im Raum vor dem Bild standen. ein DLT-Tape geklaut zu haben auch wenn es nur eine „Kopie‚ der Kundendaten darstellt. nicht aufgefallen. weil es für ihn einen Schreckschuss sein würde. Dieser Rundturm (vom Dorf unten aus gesehen. Dies alleine schon deshalb. habe ich selber den Startknopf für das ‚letzte Kapitel‚ gedrückt. Aber eben. dass es psychologisch hoch riskant war.: Mir war klar. Entschuldigen Sie meine Fehler und vergeben Sie mir. Hochachtungsvoll H. weil dies der einzige für mich logische Weg war. hatte für die ganze Sache eine ausdrückliche Bedeutung. Dieser Hinweis in der „Schatztruhe“ Hans-Adams soll nach meiner Rückkehr noch zu wilden Diskussionen führen. Ich verstecke mich nicht einfach irgendwo und warte gemütlich bis was geschieht – NEIN! Da der Staat mit seiner Staatsanwaltschaft nicht Handeln wollte. wo seine kostbarsten Bilder hängen. das war also DER BRIEF. der Hans-Adam selber nachsehen würde. Anm. dass „ ein Fremder“ ausgerechnet in jenem Bunker. der dicke. wo ich mit absoluter Sicherheit vorauserahnen konnte. mich selber. dass ich solche Methoden anwende. der eine ungesunde Kettenreaktion und äusserst stürmische Zeiten für Hans-Adam. Mit meiner Abreise aus Liechtenstein gibt es für mich keinen Weg zurück. etwas gemacht hatte. in der seine monströse Kunstsammlung fachgerecht und absolut sicher verwahrt wird. Auch der ausgewählte Platz.K. dass ich durch meinen jetzigen Aufenthalt in Deutschland alles riskiere: die LGT. Der Brief an Hans-Adam ist hier zu Ende. runde linke Teil der Schlossmauer) wurde in den 90er Jahren mit Tonnen von Beton ausgegossen und beinhaltet mehrere Stockwerke. Sie selber können erkennen. nämlich im eigenen Blickwinkel des Selbstbildnisse des Malers Gerard DOU.

a. es nicht mitzuteilen. kläglichen „Desaster Management‚. böse und kriminelle Kieber hat die Daten gestohlen. mal „quergetaucht‚. war – damals wie heute . Was konnten sie nicht alles den Medien seit Februar 2008 „erzählen‚? Der hochintelligente. sei es bezüglich der Briefkastenfirmen (Stiftungen. wie passte es Liechtenstein schön ins Bild. etc. Die ausländischen staatlichen Behörden wollen u. Wie ich vermutete hatte.rein strategischer Natur. August 2002) entwendet hatte. schon einige Zeit vor diesem Datum entdeckt hatte. egal ob als Totalzahl oder pro erwähntem Land.mehr über die Beiden in den folgenden Kapiteln). Das Hans-Adam und seine LGT natürlich vehement versuchen vor allem die Zahl betroffener Kunden (insbesondere der Deutschen) „kleinzureden‚. jener genaue Tag wann ich mir das Back-Up-Tape angeeignet hatte. der LGT noch "dem Professor" und ‚den Bankdirektor‚ (Dr. im Buch aufklären. Wobei ich aber zugeben muss. sind die faktischen. der Aufteilung der Begünstigten (Erst.). mal den Gärtner. mal „aufgetaucht‚. Der Hauptgrund dafür. Ich möchte hier und heute die Gelegenheit auch nutzten und folgendes klarstellen: Alle im Brief an Hans-Adam genannten Zahlen. 194 . hätte angeblich mal die LGT Bank. mal den Hans-Adam erpresst und hätte von Hans-Adam zwei Pässe für die „Flucht‚ verlangt. Wüssten sie das genaue Datum. Januar 2003 nicht geschrieben hatte und auch später im 2003 weder ihm. wurde der Diebstahl von der LGT Treuhand nicht bemerkt. sei mal aus Liechtenstein „abgehauen‚. dass ich das Back-Up-Tape zeitlich NACH meiner Kündigung (vom 29. Ich konnte auch feststellen.Was ich aber im berühmten Brief an Hans-Adam vom 07. dass es eine ständige wiederkehrende Chance war. da man seit Februar 2008 nun unzählige Varianten dieser Zahlen in den Medien nachlesen kann. dass ich die reine Möglichkeit ein Tages-Back-Up-Tape zu entwenden. mal den Teufel. Anstalten. welche Daten/Dokumente nicht auf dem Band sind. Oh.oder Zweitbegünstigte). dann könnten sie exakt feststellen. mal „untergetaucht‚. richtigen Zahlen! Ich erwähne dies deshalb. liegt in der Natur ihres versuchten. war der Zeitpunkt. Thomas Müller & Dr. verraten hatte. in Bezug auf verwaltete Geldsummen und so weiter. aus taktischen Gründen die genaue Zahl nicht bekannt geben. Exklusive kann ich erstmal in dieser "Tragödie ohne Ende" hier. Pius Schlachter . mal die LGT Treuhand.

w. Selbst der leitende Staatsanwalt Dr. Meine Leser können nun die Fortsetzung der wahren Geschichte weiter schwarz auf weiss lesen. eines Tages behaupten werden. als es sich dann über fünf (!) Jahre später. Die Reaktion auf meinen Brief von Hans-Adam und der von ihm befehligten Regierung und der von ihm indirekt kontrollierten Justiz und Polizei kann ich Euch Lesern in den nun folgenden Kapiteln in messerscharfem Detail berichten. Ich will mein Verhalten nicht schönreden. im Februar 2008.) erpresst. Das Datenmaterial in seinen Händen war ja im Januar 2003 viel aktueller und brisanter. Robert Wallner durfte nur genau die Worte wiedergeben. In der Tat habe ich nie weder Hans-Adam. „Fluchthilfe‚ oder ähnliches verlangt. Ich habe nie Geld oder andere Vorteile (Fluchthilfe etc. u. wie ich sie in den bisherigen Kapiteln im Buch Wort für Wort niedergeschrieben habe. verlangt oder erhalten. Dass diese meine Aussage 100% der Wahrheit entspricht. 195 . die Regierung oder zumindest die LGT um massenhafte Millionen erpresst. wird auch klar von denen in Vaduz bestaetigt: nie wurde solches behauptet. Einige Journalisten. die der Sache etwas tiefer nachgingen. Was nicht heisst. die zuvor unter allen betroffenen in nächtlichen Krisensitzungen in Vaduz abgestimmt wurden. Meine Beweggründe (die Daten zu entwenden. den Brief an Hans-Adam zu schreiben und dann nach Deutschland zu reisen) waren genau so. Und er wäre samt der Pässe für die angebliche „Flucht‚ untergetaucht. Ich habe weder von Hans-Adam noch von anderen je Geld. Der wahre Inhalt dieses Briefes und die ganze Vorgeschichte dazu wurden auf Befehl von Hans-Adam im Februar 2008 von Seiten Liechtensteins bewusst vollständig unterdrückt. explosiv uns allen offenbarte.hat ihm lange Briefe geschrieben. erschien die ganze Geschichte unlogisch: Wäre der Kieber kriminell wie die hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein behaupteten. Definitiv habe ich verschiedene Gesetze mit meinem Handeln gebrochen. die Regierung noch die LGT erpresst. je nach dem wie es ihnen in ihrem Krieg gegen mich passt.. dann hätte er doch den Hans-Adam.s. dass sie es evt.

diese sind kursive geschrieben und fangen wie immer mit „Anm. Schlachter oder dem Professor Dr. Diese Details hatte ich nach meiner Heimkehr nach Liechtenstein direkt oder auf Umwegen erfahren können. tröpfchenweise ab und zu einen richtigen Tipp und Originale oder Kopien von Dokumenten zu bekommen. Und wiederum vom Bankdirektor Dr. kleine Beamte oder Leute in verschiedenen Stellen bei der Landesverwaltung oder Justiz. beim Versuch die sich anbahnende Katastrophe abzuwenden. Thomas Müller. Holland und zurück ins Rheintal. Auch Angaben zu all dem was ich im Ausland (also Deutschland & Holland) über die zeitgleichen Aktivitäten deren in Vaduz in Erfahrung bringen konnte (entweder durch den Professor/den Bankdirektor oder durch meine eigenen Nachforschungen). Oder aus Gerichtsakten und auch aus mir anonym zugespielten* internen. Unter VADUZ ist umschreiben was weit weg in Vaduz Hans-Adam und sein Liechtenstein an legalen und insbesondere illegalen Anstrengungen an den Tag gelegt hatten. 196 . In diesem Kapitel bis und mit Kapitel 16 schildere ich unter den drei abwechselnden Zwischentiteln BERLIN / VADUZ / AMSTERDAM die turbulenten. * = es gab immer wieder mutige. oft gefahrvollen und sehr stressigen Zeiten während meiner Reise quer durch Deutschland. als er mir eine Privataudienz auf Schloss Vaduz gewährte und wir intensive über die Affäre diskutiert hatten. habe ich bei wiederum erklärende Anmerkungen angebracht. Aus verschiedenen Quellen: Z.KAPITEL 8 Wenn Herr Kieber eine Reise tut. Alle Episoden sind für den besten Überblick chronologisch niedergeschrieben. von Hans-Adam selber. geheim geführten Aktenvermerke der von den Hohen-Finanz-Herren im Januar 2003 eingerichteten „Kriegs-Kommando-Zentrale‚.B. die über die Jahre hinweg meinen Kampf mit ansehen mussten und die anhaltende Ungerechtigkeit nicht auch mit unterstützen wollten. Unter BERLIN und AMSTERDAM könnt ihr nachlesen was meine eigenen Aktivitäten waren und was ich während den vielen heimlichen und komplizierten Treffen mit den zwei Gesandten von Hans-Adam erlebt hatte. Daher hatte ich das Glück. Dort wo es mir für meine LeserInnen hilfreich erscheint. die KKZ.:“ an.

erst in Deutschland dann in Holland waren. Und sie dann.Um auf idealer Weise nebst der geographischen auch die innerliche Distanz und fundamentale Diskrepanz zwischen mir und denen in Vaduz hervorzuheben. wie der offenbar deutliche automatische Trieb von den Hohen-Finanz-Herren aus Liechtenstein in Aktion getreten war. habe ich alles unter dem Titel BERLIN und Amsterdam wie bisher in der Ersten Person und alles unter dem Titel VADUZ in der Dritten Person geschrieben (mit Ausnahme von etwaigen Anmerkungen). sobald sie merkten. Das kleine möblierte Zimmer in Berlin hatte ich schon im Dezember 2002 via dem Internet gefunden. Ich nannte mich nicht mehr Heinrich. Handlungen vorgenommen hatten. die nicht nur viele Gesetzte aus Liechtenstein schwer verletzten. meine 197 . Rückblickend war es nicht nur für mich sehr interessant und allgemein aufschlussreich zu erkennen. Meine Vermieterin war die Daniela. Dieser Name war ab jetzt tabu. Ich nahm mir ein Taxi zu meiner neuen Unterkunft in Berlin Mitte. wo ich euch vor allem diese Episoden nicht nur im Rückblick sondern auch mit äusserst vielen Detailangaben schildern kann. Diese Mal hatte ich aber keine grossen Erinnerungen an die Stadt. sondern auch zahlreiche Deutsche. Holländische & Internationale Gesetzte und Vereinbarungen. Es war kalt und die Menschen dort waren nicht gerade Gesprächsfreudig. Ich war schon einmal hier – 1987. dass ihre geheiligten Kühe wirklich in Gefahr gekommen waren. Nunmehr war es das Berlin im Jahr 13 nach der Wiedervereinigung. Januar 2003 Ankunft im Hauptbahnhof Berlin. um die für sie so wichtigen Geldgeschäfte zu schützen. Man kann sich gar nicht vorstellen wie hochgradig und hektisch die Aktivitäten von Hans-Adam und seiner Truppe in Vaduz und meine eigenen. Na ja. Was es so aufklärend spannend macht. Viel Spass beim Lesen ! BERLIN 7. ist die einmalige Situation.

wie sich rasch herausstellte. im 2. wie abgemacht.alles was natürlich auf Heinrich Kieber lautete – hatte ich für die Reise von Feldkirch nach Berlin umsichtig tief in meinen Taschen vergraben. warum im Winter? Berlin. wenn es bitter kalt in Berlin wird und die Kosten wegen der Heizung steigen. oder 3. die eine relative günstige Mietwohnung ihr "eigen" nennen konnte. woher ich komme.diversen Ausweise (Pass. Ecke Geisbergstrasse. In all den Jahren „auf Arbeitssuche‚ hatte sie sich aus Kostengründen eine extreme Art von Knauserigkeit angeeignet. sowie noch kleineren nach hinten raus und einem grünen. ID-Karte und Führerschein) . Sie war eine derjenigen Glücklichen in Berlin. 198 . es hiess. was ich tue. Was ich auch gleich am 1. Sie wohnte in einer klassischen Altbauwohnung an der Ansbacherstrasse (um die Hausnummer 60/62/64 rum). bar bezahlt hatte. Stock. schlief ich in meiner ersten Nacht in Berlin in einem grossen Bett mit fein duftender Wäsche ein. vermietete sie das zweite. Tag. her kommend war das Haus auf der rechten Strassenseite. Sie war schon fast 10 Jahre in dieser Endlosschleife. warum Berlin. Oder sie wog den offenen Tee aufs Gramm genau ab. Daniela war eine etwas verrückte Henne. etwas verwildertem Innenhof. In einem alten. in der Nähe des berühmten KaDeWe Kaufhaus. Im Winter. Am späteren Nachmittag war ich also dann bei Daniela mit Sack und Pack eingezogen. das schöne Berlin. So zählte sie wahrhaftig die Cornflakes fürs Frühstück ab. kleinere Schlafzimmer. Vom Wittenbergplatz. Wir hatten ja zuvor nur 2. Jeweils in den Wintermonaten. es sei sehr schön dort im Sommer. Sie stellte viele Fragen über die Schweiz. Ich hatte ja schon einmal davon gehört. Es war eine bedeutende Nacht: meine erste Nacht seit 5 Jahren und 261 Tagen ausserhalb Liechtensteins. 3 Mal per Email und mittels eines einzigen Telefonanruf Kontakt. Nervös über alles was jetzt passieren würde. wie sich Langzeitarbeitslose in Deutschland den Lebensinhalt speziell danach ausgerichtet hatten. Nun gut. vor allem in diesem Winter war Berlin grausig anzusehen. Mein Zimmer war sehr sauber und kostete mich 300 Euro pro Monat. aber gut erhaltenem typischem Berliner Mehrfamilienhaus mit kleinen Balkonen nach vorne.

entschied sich der Schlossherr vorerst niemanden ausserhalb der Familie zu informieren. Alois war nicht nur sehr stark mit dem Endkampf der im März 2003 bevorstehenden Volksabstimmung um die neue Verfassung beschäftigt. dass nun nur zwei Personen. dass dies alles entweder ein Dummer Streich oder ein Irrtum von Kieber sein musste. Da im Brief erwähnt war. Da der Brief ausgiebige Schriftstücke enthielt. Hans-Adam. Eine der zwei Sekretärinnen von Hans-Adam öffnete den Brief und konnte sich keinen Reim daraus machen. dass das 3D-Modell für das Gericht hergestellt worden war. entschloss er sich doch die Landespolizei zu 199 . Januar 2003 Wie von Kieber beauftragt. zusammen mit seinem Erstgeborenen. Der Diener nahm das Paket an und übergab es Hans-Adam: obwohl dieser lesen konnte. Die ganze Nacht hindurch wurde über dem Brief gebrütet und sie versuchten sich einzureden. HansAdam und Kieber von der Sache wussten. VADUZ 8. VADUZ 9. Dass er ihnen einen wilden Brandbrief schreiben würde. sondern auch mit den Vorbereitungen für die in den nächsten Tagen alljährlichen stattfindenden Empfang des ausländischen Diplomatischen Korps auf Schloss Vaduz. waren dies für Hans-Adam und seinen Sohn mehr verwirrend als aufklärend. Januar 2003 Mangels steigender Unklarheit was Kieber mit all dem meinte und da Hans-Adam als Staatsoberhaupt ja immer auf seine eigene Polizei zurückgreifen konnte. fuhr das Taxiunternehmen Gabor mit dem rissen Paket um 11:35 beim Schlosstor vor. erschien als total undenkbar.VADUZ 7. Januar 2003 Kiebers dicker Brief war auf Schloss Vaduz am Nachmittag angekommen. riss er die angeklebte Schuhschachtel voll mit Gerichtspapieren weg und lies das 3-D-Modell ohne Hemmungen im Schlossabfall-Container entsorgen. Sie beiden kannten Kieber ja persönlich und wussten daher wer der Absender war. Für die nächsten 24 Stunden wurde das Kuriosum „Heinrich Kieber‚ wiederum unter den ranghöchsten Mitgliedern des Hauses Liechtenstein im Schloss diskutiert.

nicht dumm sei und bekanntlich ein Elefantengedächtnis besitze. 200 . die im Detail über die schmutzigen Geschäfte und Leichen (u. wurden bei ihm streng unter Verschluss zurückbehalten. seinem Bruder Philipp (CEO der LGT Gruppe). Alle vier Herren bestätigten ihm. wer welche Dokumente erhalten hatte). Es war nicht nur die Ungewissheit darüber. dem Gericht und dem Schloss (damit Hans-Adam den Überblick behielt. Piske. Feuerstein versuchte die anwesenden damit zu beruhigen. dass sich grosses Unheil über sie zusammenbraute. Der Rest des Originalbriefes samt Beilagen (ohne das Kerkermodell. als Beilage im Brief) dafür geliefert hat. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht hatte und wenn überhaupt. Bei einem Treffen um 18 Uhr im Schloss zwischen Hans-Adam. wie den Kieber an solch massive Detailkenntnis gelangen könnte. sowie auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine auf CD gebrannte Kopie dem Generaldirektor der LGT Gruppe. Worauf hin HansAdam heftig unterbrach und fragte. zeigte der Hausherr allen anwesenden die vollen Unterlagen von Kieber. Schon alleine die Vorstellung. Auf Befehl von Hans-Adams wurden danach von ausgewählten Einzelstücken Kopien angefertigt. dass es sich bei den von Kieber beschriebenen Vorgängen und exakt aufgelisteten Mandatsdetails tatsächlich um LGT Treuhand. führte zur allmählich Dämmerung bei den Herren.B. dass niemand die Daten der Treuhand mitnehmen kann und Kieber ja keinen Beweis (z. die Herren Piske und Dr.) der LGT Treuhand berichteten.rufen. Bevor aber die von Kieber dem Hans-Adam zugesandten Schriftstücke der Polizei übergeben wurden. dass Kieber – mit seinen offenbar tiefen Kenntnissen aller Daten und Leichen im Keller – angeblich in Deutschland herum irre. Um 11:30 rief Frau Schädler vom Schloss dort an. dass er also die eigentlichen Daten wirklich hatte. Hr. Davon überbrachte die Polizei persönlich jeweils ein Set Kopien auf Papier der STA. dass im Abfallcontainer des Schloss auf das Ende in der ca. ohne die Daten zu haben. 1000 Grad heissen Flamme des Müllverbrennungsanlage im schweizerischen Buchs/SG über dem Rhein wartete) wurden dann von der Polizei abgeholt und ein Register angelegt. Feuerstein erwiderte.a. indem er behauptete. in welchem Umfang. + VI. Punkte V. veranlasste der Schlossherr die Unterlagen zu zensieren: Alle jene Seiten.oder -Bankgeschäfte handelt. seinem Erstgeborenem Alois. dass Kieber lange genug bei der Treuhand gearbeitet hatte. Schlachter von der LGT Bank und dem Chef der Treuhand Nicola Feuerstein (der Exboss von Kieber).

ich vermute aber Piske. Justiz. Dieser sollte sich einen Reim aus der Schriftenflut von Kieber machen und hauptsächlich die KKZ beraten. der Kripochef Herr Jules Hoch.: Was immer das heissen mag. jegliche unter dem Schirm der KKZ möglicherweise gewonnene Erkenntnis über die Geschäfte seiner LGT Gruppe im Sinne der rechtsstaatlichen Aufgaben zu verwenden. im Prinzip rechtswidrige und beispiellose Massnahme hatten die Betroffenen nichts einzuwenden. Thomas Müller aus Wien) waren der weitere Personenkreis im KKZ. STA und Polizei) zu beschneiden. einer Kriegserklärung gegenüber dem "ganzen" Land Liechtenstein gleich kam. in Anwesenheit vom Erbprinz Alois. Anm.Wegen der akuten Brisanz der Lage wurde am selben Abend. da allein Kiebers Andeutung.: Nicht mit mir verwandt). Im KKZ hatten federführend Hans-Adam und Erbprinz Alois das Oberkommando. sowie später dann „der Professor‚ (Dr.: Namen mir nicht bekannt. einen TOP Psychologen hinzuzuziehen – Den besten Psychologen Europas . Unter dem Vorwand der Sicherheit für seine LGT Gruppe. Kundendaten aus Liechtenstein mit ins Ausland genommen zu haben. Schlachter und Feuerstein) hatte entschlossen. hatte er ihnen untersagt. dem Regierungschef Hasler und weiteren Teilnehmern (Anm. VADUZ 10. für ihn als Staatsoberhaupt und für das ganze Land. 201 . kurz die „KKZ‚ installiert und mit allen nur erdenklichen Mitteln und Vollmachten von Seiten Hans-Adam ausgestattet. die Aussen. um 20:30 die Regierung in einer Sondersitzung im Regierungsgebäude informiert. Januar 2003 Die KKS. die Truppe der STA (Dr. Gegen eine solche einschneidende. Als allererste Vorsichtsmassnahme hatte Hans-Adam beschlossen. unter dem Vorsitz von Hans-Adam. die öffentliche Dienstpflicht der mit staatlichen Aufgaben betreuten Teilnehmer (Regierungschef. Angeblich soll sich die STA Alma Willi sehr betroffen gezeigt haben. Diese Sitzung verlief sehr chaotisch.und Justizministerin Frau Rita Kieber-Beck (Anm. Sie machte sich angeblich Sorgen um Kieber. Haun und Willi) sowie die Führung der LGT Bank und der LGT Treuhand. Robert Wallner.und Aussenministerin. Es wurde dort sofort eine Kriegskommandozentrale. Regierungschef Herr Otmar Hasler.

Er versprach. wo er sich versteckt hielt. Man glaubte ihm nicht. wo seine Post seit Anfang Januar ’03 umgeleitet wurde. dritte Person ruckzuck mit einem unmarkierten Liechtensteiner Polizeiwagen (VW Bora) ins 110 Km entfernte Zürich geschickt und die Strasse/Wohnung wo die besagte Dame wohnte.wie am Besten an Kieber und vor allem an die Daten gekommen werden kann. Da gab es aber ein grosses Problem. am nächsten Tag nach Vaduz zu reisen. ordnete Hans-Adam an.1. Des Weiteren hatten die Handlanger von Hans-Adams in Erfahrung bringen können. Eine juristische Hürde sozusagen. Er wollte lieber mit dem eigenen Auto anreisen. Juli 2001 zwischen der 202 . Er schlug Hans-Adams Angebot dankend aus.03 .: Alle drei Massnahmen brachten nichts. Dieser „Professor‚ wurde sofort im Ausland kontaktiert und man hatte Glück. er konnte den Auftrag annehmen. sondern in Berlin war und meine Stiefmutter für mehrere Wochen nach Asien abgereist war. das Postfach in Mauren. da ich mein Mobiltelefon nach meinem letzten Anruf (am 7. Dies war dem HansAdam egal! Es wurden zwei Liechtensteiner Polizeibeamten. da sie in Zürich wohnte und auch noch Schweizerin war.1. Es wurde auch eine zeitlich unbefristete Rund-um-die-Uhr Objektüberwachung seines Elternhauses im Mauren ab 16 Uhr angeordnet.03 um 10:06 an meine Hausärztin) abgeschaltet hatte und die SIM-Karte vernichtet hatte. In deren paranoiden Besessenheit herauszufinden. den 13. dass Kieber eine Art Freundin hatte. sich per Privatflugzeug nach Altenrhein in die Schweiz fliegen zu lassen und dort von einem Fahrer der Regierung am Flughafen abgeholt und sofort auf Schloss Vaduz chauffiert zu werden. die Mobiltelefonanschlüsse von Kieber und seiner Stiefmutter sofort abhören zu lassen. Kieber würde sich dort im Haus versteckten. Anm. Illegal daher. die besagte Dame überwachen zu lassen. da eine solche verdeckte Polizeioperation der Liechtensteiner in Zürich sicher nicht durch den Polizeikooperationsvertrag vom 9. Es wurde vermutet. zudem nicht in Mauren. plus eine weitere. bis Montag Mittag.im Grunde illegal – überwacht. dass er wirklich nach Deutschland abgereist war. Die KKZ hatte keine Zeit und Lust auf die im Gesetzt vorgeschriebenen Richterbeschlüsse zu warten und es wurde von oberster Stelle befohlen. zu leeren und dann zu überwachen.

zu jammern. die zwei Vaduzer Polizisten aus juristischen Gründen NICHT hätten auf mich zugehen können. Thomas Müller erreichte Vaduz schon in aller Frühe. alle Beilagen. Kieber hatte lediglich im DOCUWARE (e-Doc) Projekt gearbeitet. Die Schweiz mag es auch gar nicht gerne. Aber es hat mit der Tatsache zu tun. Januar 2003 Der Professor Dr. da man unter den normalen Kunden auch sehr viele exponierte habe. falls ich dort anzutreffen gewesen wäre. Er hatte aber Zugang zu allen Daten. Der Professor erkannte sofort. wenn ausländische Polizei ihre Bürger in der Schweiz überwacht. elektronisch wie auf Papier. Zwischen 16 und 18 Uhr wurde unter Mithilfe des Leiters der ITAbteilung ein Inspektion des alten Arbeitsplatz von Kieber bei der LTV durchgeführt. Anm. nichts und niemanden je etwas zu sagen. Wer diese waren. die Besten der Besten zum Lösung des Problems verpflichten konnten. Anm.: Herkunft und Funktion der „dritten Person“ wurde mir nie ganz verraten. Er verstand und versprach sein Beste zu tun. Die Sache wäre höchst delikat. daher eine dritte. Ihm wurde insbesondere eingehämmert. wo er alle Unterlagen über und von Kieber (zensierter Brief. Hans-Adam und sein Erstgeborener fühlten sich nun etwas entlastet.Schweiz und Liechtenstein gedeckt war. Unten im Dorf war aber das Gefühl einer 203 . war ein Termin mit dem Regierungschef Hasler unten im Regierungsgebäude der nächste Stopp. als würde die Welt untergehen können. Fazit und Kommentare der IT-Spezialisten: Kein Material von Kieber gefunden. Kieber hätte kein Fachwissen. dass.: Wie man sich später täuschen würde. „neutrale“ Person vermutlich versucht hätte mich bis zum Eintreffen der vermutlich herbeizurufenden Schweizer Polizei irgendwie „festzuhalten". Nachdem er von Hans-Adam auf Schloss Vaduz empfangen wurde und mehr oder weniger aufgeklärt wurde. dass Hans-Adam als auch die Regierung äusserst angespannt waren und nicht aufhören wollten. den 101er & 140er Akt) praktisch ohne Unterbruch für die nächsten 48 Stunden studierte. wurde dem Professor natürlich nicht gesagt: das liebe Bankengeheimnis. VADUZ 11. da sie überzeugt waren. Dann wurde er buchstäblich in eine Art Abstellkammer gesetzt.

All dieses Verhalten seitens der IT-Abteilung (was ich menschlich nachvollziehen kann) würde aber folgenschwere Konsequenzen für alle an diesem nun sich entfaltenden Drama haben: Das Vertrauen von Hans-Adam und der Regierung in die IT-Abteilung der LGT Treuhand wurde in der Folge sehr stark strapaziert. dass dies nicht notwendig wäre. Anwesend war Herr Feuerstein und der Leiter der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Hans-Adam und seine Regierung mussten sich ja auf die den Aussagen der IT-Leute zu 100 % verlassen können. Meine Angaben im Brief waren ja deutlich genug.: Der IT-Abteilung war es äusserst peinlich. Berlin. Berlin ! Ich weiss jetzt nicht mehr ob der Spruch des regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit „Berlin ist 204 . ob ich einen habe oder nicht. weil sie wussten.Erleichterung bei der Regierung noch nicht angekommen. driftete eher zur Meinung. Anm. . Die IT-Abteilung. wie zum Beispiel eine Kopie der Daten. HansAdam und die Regierung mussten sich auf die Aussagen seitens der ITAbteilung irgendwie verlassen können. Zudem war es in der Tat kein Problem einzelne Mandate für eine Kopie des DLT-Tapes wegzulassen. blind davon „Kalt erwischt“ worden zu sein. Kommentare & Vermutungen am Ende der Sitzung: Es fehle der Datumskleber auf dem fotografierten DTL-Band (Tape). Januar 2003 Die Kälte und Berlin. Sie versuchten fälschlicherweise mein Computerwissen klein zu reden und auch sonst unlogische Kommentare abzugeben: wie die mit dem DVD-Brenner. Zwischen 18:15 und 20:30 wurde wiederum eine KKZ Sitzung bezüglich der Daten einberufen. Kieber habe gar keinen DVD-Brenner. die LGT Gruppe. Das Herauslassen der privaten Stiftungen der Mitglieder der Familie von Hans-Adam auf den Extra-DatenSpeicher sei gar nicht möglich. seinem goldenen Esel. Fazit. dass offenbar ein Tages-BackUp-Tape (das Datensicherungsband) ihnen irgendwann im 2002 „abhanden“ gekommen war und sie all die Monate nichts davon gemerkt hatten. im Brief an Hans-Adam beigelegt. Ich hatte ja KEINEN Beweis. wie man in Liechtenstein wirklich die heissen Finanzgeschäfte abwickelte. Kieber habe wohl leeres Band mitgenommen. BERLIN 8. da Kieber den Deutschen aufzeigen und beweisen könnte. Brrrrrr. Die Regierung dagegen war in Panik. da ich der Überzeugung war.12. Sie konnten doch gar nicht wissen. dass ich die Daten nicht hätte. dass es mit dem „guten Ruf‚ Liechtensteins vorbei sei werde. Hans-Adam hatte hauptsächlich Angst um seine sprudelnde Geldquelle.

bis zwei davon zu ihr nach Hause kamen und den Libanesen besuchten. So hatte ich jedenfalls gedacht. ich kenne keine Stadt der Welt. Sie hatte ursprünglich keine Skepsis mehr. sie glaubte mir. dass er etwas mit Terrorismus zu tun hatte. erklärte sie mir. Warm verpackt waren wir um die die Mittagszeit aufgebrochen. aber sexy‚ schon damals galt. konnte ich an allen Ecken sehen. Überall musste gespart werden. Sie hätte vor 2 Jahren einen Libanesen als Untermieter wie ich gehabt und sie schöpfte den Verdacht. mit ihr im nahen Park des Zoologischen Gartens spazieren zu gehen. die – zumindest im Winter – soviel Hundekot auf den Bürgersteigen liegen hat wie Berlin. so dreckig waren sie. Was immer ich ihr erzählt hatte. sagte sie mir. Und der Hundekot! Meine lieben Berliner. Auf jeden Fall hatte sie die Beamten solange bearbeitet. Ich hörte ihr geduldig zu und hackte nach: Ja. Konnte ich nachvollziehen: etwas paranoid erschien sie mir ja auch. Sie würde mir gerne die Sehenswürdigkeiten Berlins zeigen. Gut für ihn. Mist für mich! Was würde sein wenn die Daniela irgendwas über mich zusammen spinnt und das letzte was mir jetzt noch fehlen würde. Als hätte ich nicht schon genug Action im Leben konnte sie mich überreden. Ich habe mich im kleinen Zimmer eingerichtet und versuchte so wenig wie möglich mit der Daniela zu kommunizieren. und was dann? Sie schilderte mir. Der Libanese war kein Terrorist. 2 Stunden am Nachmittag. Der Berliner Menschenschlag ist sehr erfrischend. von der Handvoll öffentlicher Hallenschwimmbäder waren mehr als die Hälfte aus Kostengründen oder mangels Unterhalt geschlossen. Daniela fragte mich „dicke‚ aus und naturgemäss konnte ich ihr nichts von meinem wirklichen Leben erzählen. Da sind die Schweizer Hundebesitzer erstklassig. dass sie halt ein paar eher private Fragen stellen müsse. Um gegen den Stress anzukämpfen wollte ich einmal schwimmen gehen. Dass die Deutsche Hauptstadt pleite war. Aber plötzlich. Sie war sich sicher. dass sie mit dem Berliner Verfassungsschutz in Kontakt getreten war und diese ihr zuerst nicht glaubten. der Rest hatte irreale Öffnungszeiten von 1-2 Stunden am Morgen und evt. Dies muss ihr wohl etwas suspekt vorgekommen sein. wobei sie sich als Mitarbeiter der Ausländerbehörde ausgegeben hatten. war ein Besuch vom 205 . und da wurde ich hellhörig.pleite. Die Stadtbusse sehen aus. Die Berliner Leute selber. dachte ich. dass er ihr über sein Leben eine Lügengeschichte auftische. als wären sie gerade von Hindukusch her angereist. die sind wirklich nett.

Nun wusste ich. musste ich eine passende Bank mit passendem Tresorfach dafür suchen. die Kundenfächer selber wurden von der Bankseite aus elektronisch geöffnet und nur von Kundenseite aus mit einem Schlüssel. Mein Plan war. Nicht weit weg von Danielas Wohnung. um meinen raschen „Abschied‚ vor ihr nicht verdächtig erschienen zu lassen. Mich beruhigte dies ganz und gar nicht. akuteres Problem lösen: Da ich ja meinen Laptop. Ein Test ergab. Er bescheinigte ihr. Ideal wäre die Filiale der Berliner Volksbank AG an der Budapester Strasse gewesen. mich beim Besuch zu begutachten. in den Taschen. Aber die elektronische Verriegelung und damit die elektromagnetische Strahlung machten mir Sorgen: ich habe gehört. die Kopien davon sowie die 2 kleinen Externen Harddisk nicht ständig auf mir tragen konnte und auch nicht mehr im Zimmer aufbewahren wollte. dass ich meinen ganzen Laptop etwas quer gestellt hinein schieben könnte. Ich erfuhr dies. war es ein Lehrer oder ein Pädagoge) trinken würden. ob ich eventuell eine Gefahr für sie und/oder Deutschland sei. weil er mich in der Küche an die Seite genommen hatte und mir es erzählte und zum Schluss bemerkte. dass ich OK sei. Leider war deren Tresorraum eine der neueren Bauweise: d. Es stellte sich heraus. um herauszufinden. bat sie mich mit ihr ein Stockwerk tiefer zu gehen. umso heisser wurde es mir. in der Nähe des Eingangs des Zoos. Vorher musste ich aber ein anderes. Als wir dann nach Hause zurückgekommen waren. sodass ich sogar schwitze. Scheisse und Merde zusammen.h. hatte ich auch jetzt meine elektronischen Datenspeicher auf mir. dass die Daniela ab und zu spinnt. zumindest 4-6 Wochen bei dieser Adresse zu bleiben. nun hatte ich ein weiteres Problem. dass sie ihn vorher beauftragt hatte. Am Freitag war ich in aller Früh schon losgefahren um bei diversen Banken nachzufragen. dass ich mich jetzt schon auf eine Suche nach einer anderen Unterkunft machen musste und auch einen guten Grund finden musste.Verfassungsschutz! Je länger wir da in der Kälte spazierten. das DLT-Tape. ob sie freie Tresorfächer zu vermieten hätten. das solche Strahlung 206 . wo wir Tee bei einem langjährigen Nachbar (wenn ich mich nicht täusche. und noch Platz für den Rest da wäre. Wie bei meinen Erkundungsausflügen kreuz und quer durch Berlin in den letzten Tagen. All die Daten bei ihr zu Hause. Die kiloweise Papierdaten waren aber im blauen Handkoffer im Schrank im Zimmer verschlossen.

Freundlich begleitete man mich bis zur Türe. Ich musste unbedingt eine Lösung für eine Berliner Adresse finden. 7.den Daten auf dem DLT-Tape. Bei der 7. also keine Karte für die Geldautomaten oder ähnlichem haben wollte. 50 Postschliessfächer. dass ich mir eine solche Wohnsitzbestätigung holen würde und morgen wieder kommen würde. den Namen Heinrich Kieber zu verwenden. zumindest nicht bis Jahresende. die eine Art ‚Postfächer‚ an Private vermietete. Oder? Die Bank aber forderte von mir eine Wohnsitzbestätigung aus Berlin. gefundene Filiale wäre auch ideal gewesen. Ich mietet mir ein Fach und bezahlte die Gebühr bis Ende März '03 im Voraus in Bar. ehemaligen Quartierladen. dass diese Art von Konto keinen Postversand generierte. musste ich meine Liechtensteiner Identitätskarte vorlegen. Diese Bank kam also nicht in Frage. Ich konnte ja schlecht die Adresse von Daniela verwenden. Dieses Mal klappte es mit meinem Reisepass. von wo nur die Miete für das Tresorfach abgebucht würde. Vorher könne man mir kein Konto und Schliessfach anbieten. dass ich gerade aus der Schweiz hierher gezogen wäre. Meine Erhebungen ergaben. der Polizei „zu melden‚. Ich erklärte dies dem braven Bankangestellten und gab die Geschäftsadresse der privaten Postfachfirma als meine Wohnhausadresse und die zweistellige Zahl meines neuen Postfachs als meine Wohnungsnummer aus. stand im Liechtensteinischen Pass KEINE Wohnadresse. Ich hatte keine Angst. dass die Berliner Sparkasse noch ältere Filialen hatte. den CDs oder auf den externen Harddisks eventuell schaden könnten. klappte es mit dem Kontoeröffnung. wo noch altehrwürdige Tresorräume verwendet würden. Und mein Plan sah nicht 207 . Die 6. z. da ich denen ja geschildert hatte. Die Berliner Sparkasse hätte ja keinen Grund gehabt. unechten Wohnadresse zu überzeugen.h. Filiale wurde ich fündig. die man von Aussen her Tag und Nacht erreichen konnte. Zudem wusste ich. Eine halbe Stunde später stand ich vor der ausgewählten Filiale Nr. Eine Internetsuche ergab.B. ausgerechnet mich bei den irgendwelchen Behörden. worin meine alte Adresse aus Liechtenstein notiert stand. D. sagten sie mir. Ein Rest von Bankgeheimnis war doch wohl in Deutschland noch vorhanden. Im Gegensatz zum Deutschen Pass. Ein älteres Ehepaar führte das Geschäft in einem kleinen. Sie hatten ca. Es bedurfte geschickter Überredungskunst um ihn von meiner neuen. dass es eine kleine Firma in Berlin Wedding gab. Da ich ja nur ein einfaches Sparkonto. Ich verabschiedete mich mit der Lüge. aber um ein Konto zu eröffnen. Ich fuhr per Taxi an die angegebene Adresse.

auch für unterwegs immer einen Ausweis. die ich mitgenommen habe. obwohl sie – dank ihrer vielen freien Zeit – ständig Vorschläge für den Besuch von Berliner Sehenswürdigkeiten machte. Schlüssel verliert. dann muss man der Bank ein neues Schloss bezahlen). zusammen mit allen meinen persönlichen Papieren. Von den vielen hektischen Fussmärschen durch Berlin hatte ich mir rund um die Fussfessel. U-Bahn oder Linienbus.und Bankdaten. Jetzt war ich sicher. denn wenn man den 2. Am Wochenende unternahm ich eine Monstertour kreuz und quer durch Berlin. ich weiss es nicht mehr genau). Daniela liess mich zum Glück alleine.vor. Man wusste ja nie. denn schnellsten Weg dorthin via Ringbahn. Im Notfall auch per Taxi. ja nach dem. um sicherzugehen. wie die genaue Adresse der USBotschaft oder des Deutschen Finanzministerium. dass ich während deren Öffnungszeiten immer Meilenweit davon weg war. dort wo die Winterstiefel sich oben an der Haut schürften. Ich bekam zwei Schlüssel. Nicht auszudenken: ich gerate in eine Kontrolle mit keinem oder ungültigen Fahrschein und würde mangels Ausweis bei der Polizei landen. war es eine Wochenfahrkarte. Ich zahlte ca. Ich notierte mir wichtige Punkte. waren im Handkoffer mit einem kleinen Bügelschloss abgesichert. als ich Sonntagabend heimkehrte. dass ich dann noch in Berlin wäre. von wo ich aus starten müsste. Erleichtert legte ich die lange Strecke von der Bank zurück zur Wohnung von Daniela zu Fuss ab. Die paar Kilos an Treuhand. Ich wickelte den Laptop in ein Küchenhandtuch und verstaute es zusammen mit den anderen Datenträgern (mit Ausnahme einer der zwei externen Harddisks). einen ringformähnlichen Ausschlag geholt. Ungern entschloss ich mich deshalb. Daniela empfahl mir in einer der massenhaften vorhandenen Apotheken (kein Land hat so viele wie 208 . Besser irgendein Ausweis. Einen legte ich wie immer in solchen Fällen direkt in das Tresorfach hinein (nicht empfehlenswert. wo Heinrich Kieber drauf stand (mit Ausnahme des Passes) im Tresorfach. dass mir zumindest keine „elektronische Datenpanne‚ bei der Daniela passieren könne. als keiner. Den Pass brauchte ich ja um mich beim nächsten Bankbesuch ausweisen zu können. Ich kaufte mir eine Monatsfahrkarte (evt. von irgendjemand vom Hauptsitz aus Vaduz auf Besuch in Berlin erkannt zu werden. meinen Reisepass auf mir zu tragen. Ich suchte das Gebäude wo die LGT in Berlin eingemietet war auf. Um nicht evt. 250 Euro auf das Konto ein. In meiner Situation war es besser immer einen gültigen Fahrschein zu haben. Ich war sehr müde.

sagte ich zu meinem Spiegelbild. auch das noch. schrie ich höflich zurück. Sicher ist sicher. dass man die Badewanne zu 4/5 mit eiskaltem Wasser füllen musste. „Es ginge mir nicht so gut‚. wo das KKZ alle relevanten Unterlagen zu Thema „Heinrich Kieber‚ aufgeschichtet hatte. Natürlich hatte ihm niemand weder einen Einblick in die echten Treuhand/Bank-Daten (diese Daten hatte die Regierung logischerweise selber auch nicht). Korruption etc. Aber Hallo. Hastig ging ich also raus aus der Wohnung. raus aus dem Raum. die sein eigenes Land (Österreich) betrafen. schwang ein Badetuch um meine Hüfte und holte noch schnell meinen blauen Handkoffer aus dem Zimmer und schleppte ihn mit ins Badezimmer. Wir schauten gemeinsam noch etwas TV und dann ging ich zu Bett. Januar 2003 Der Professor kam nach 2 Tagen Studium am Sonntag mit schwerem Kopf für eine kurze Mittagspause aus der Kammer gekrochen. um nicht verbrüht zu werden. Ebenso würde er später auch NIE auch nur ein einziges Mandat je zu Gesicht bekommen. noch eine Kopie von deren Schilderungen. rein in die nächstgelegene Apotheke. „Nein Danke‚. wie Kieber sie beschrieben habe. dass sie nur schnell Tabak und Zigarettenpapier (kam günstiger) kaufen gehe und fragte. Jene „schmutzigen‚ Mandate. Mann oh Mann. vermutlich schon bald mehr als Gläubige) Essigsaure Tonerde in Flüssigform zu kaufen und die roten Schrammen damit einzureiben. Nicht das das Wasser daraus zu kalt war.Deutschland. wo kämmen die da hin. Der Warmwasserboiler im Badezimmer wurde vermutlich noch zu Hitler’s Zeiten gebaut. hätten ihn schon brennend interessiert. Zurück daheim. nööö – es war so kochend heiss. sicher mehr als Kirchen. rief Daniela mir aus der Diele zu. dachte ich mir. als ich mich spontan entschied ein heisses Bad zu nehmen. gewährt. Die kommende Woche würde ja streng werden. schlüpfte ich in mein Pyjama und Daniela hatte mir eine Tasse Tee angeboten. Frisch gewaschen und durchweicht. VADUZ 12. unter die Nase reiben würde. ob sie auch Kondome mitbringen soll. Man weiss ja nie. 209 . Jetzt war es wirklich Zeit für mich eine andere Unterkunft zu finden. wenn Liechtenstein einem ausländischem und auswärtigen Professor auch noch den Beweis von Kiebers Anschuldigungen in Bezug Geldwäscherei.

um von Professor zu erfahren. ob sie die Pässe überhaupt erstellen sollen. Stattdessen begab ich mich auf schnellstem Weg zu einem Internetcafé. die er dem Brief beigelegt hatte. Ohne Frühstück. wo ich fieberhaft im Netz nach Angebote für ein möbliertes Zimmer suchte. Den „Fahrplan‚. eingeweihtem Personal aus dem KKZ.01. Der Professor erwiderte. Somit hatten sie keine Zeit viel nachzudenken. aber immerhin nach einem selbst gemachten Tee. verabschiedete ich mich bei Daniela mit der Bemerkung. zwei Pässe mit den gewünschten falschen Namen und mit 2 der 4 Passfotos von Kieber.1. Aus reinem . wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen sollte. Termin“ (14. Da es Sonntag war.Hans-Adam rief mehr als 4 Mal in der Kammer an. Beide wurden über die ganze Angelegenheit ausführlich informiert. versuchte man es zuerst mit eigenem.) zuzulassen. erklärte er Hans-Adam am Telefon. dass er sich seit Monaten für dieses Bühnenstück vorbereiten konnte.) und dem „1. 2008 inkorrekt behauptet. BERLIN 13. Ein Bankdirektor der LGT Vaduz soll mit ihm am 13.Selbstschutz wird von HansAdam und Liechtenstein seit Feb.03 nach Frankfurt fahren. ob er sich schon einen Bild machen konnte. Schlussfolgerungen ziehen konnte und jetzt Empfehlungen abgeben könnte.: Ich lag richtig in meiner Planung. ich würde eines der vielen Museen besuchen gehen. Man holte eine Passamtperson um 10 Uhr aus der verdienten Sonntagsruhe und bewerkstelligte die Herstellung der zwei Pässe rasch und problemlos.nachvollziehbarem . nur ganz wenige Tage zwischen der Briefankunft auf dem Schloss (7. dass sie angeblich keine Pässe ausgestellt hatten. Als Fahrer soll die rechte Hand von Hans-Adam. Ich musste eine Unterkunft für spätestens 210 . Januar 2003 (vormittags) Wieder hatte ich eine Nacht in Berlin überlebt.1. dass das Problem sehr tief liegen würde. herstellen zu lassen. Der Vorteil für Kieber war. Auf Anordnung von Hans-Adams wurde das KKZ beauftragt. zum Schein auf Kiebers Angebot einzugehen und zwei neue Pässe herzustellen und in einem Umschlag am Montag zur LGT in Frankfurt zu bringen. Dies misslang auf Grund technischer Unkenntnis in Bezug auf Bedienung der Passmaschine. wurde von Kieber sehr präzises im seinem Schreiben festgehalten. Anm. Der Professor empfahl. Herr Gilbert Kaiser fungieren.

Etwas Mut dazu brauchte ich schon. Auch sie musste Untervermieten. 211 . Ihre bisherige Mitbewohnerin habe sich letzte Woche klammheimlich aus dem Staub gemacht und sei ihr aber noch 2 Wochen Miete schuldig. dass der Überraschungseffekt mir dienlich sein könnte. das ganze. rechnete ich ihr vor. Dies gefiel ihr. ein Anruf kann nicht Schaden und bis jetzt gab es ja noch keine Tote in diesem Drama. also eine Frau. jetzt schon mal die Strasse aufzusuchen. dachte ich mir. Ich nahm den Bus zurück ins Zentrum von Berlin und setzte mich in ein Café. Ich erzählte ihr. ungefähr immer zur selben Zeit das Mittagessen von der Küche bestellt. ich sei auf Besuch aus der Schweiz hier und Berlin sooo schön finde. dass Hans-Adam. sodass sie ihre eigenen Mietkosten reduzieren konnte. Ich versuchte mir vorzustellen. 40 Minuten war ich dort angelangt.sehr schön. Heute ging es ihr nicht mehr. kein Mann. da sie gleich zur Arbeit müsse und erst sehr spät abends heimkehren würde. von wo ich die Berliner Welt zwischen 10 Uhr und 12 Uhr vor meinen Augen vorbeiziehen lies. Ich fand ein Angebot. das Zimmer doch morgen. was die in Vaduz jetzt wohl alles machen. Aus heiterem Himmel entschloss ich mich einfach mal beim Schloss Vaduz auf die Zentrale anzurufen. Es sei ja billiger als im Hotel zu wohnen. Etwas Schnee lag auf dem Fussweg. Die Monatsmiete für mein Zimmer war 380 Euros. dass ich gerne noch 4-8 Wochen hier bleiben möchte und daher ein Zimmer suche. in der Ecke. Eine nette junge Stimme nahm den Hörer ab. Es war eine ruhiges Quartier und das Mehrfamilienhaus am Ende. Ich notierte mir die Strasse und entschied für mich. Ich begriff. „Zimmer zu vermieten‚ oder „Mitwohnzentrale‚ etc.Morgen Abend finden. Und da sie viele charmante Schweizer kenne. Dienstag in der Früh anschauen zu kommen. im Garten und auf der Strasse. sodass ich am nächsten Tag keine Zeit verlieren würde. wo ab sofort ein kleines möbliertes Zimmer offeriert wurde. Es war schon komisch. Da ich solches im Brief nicht angekündigt hatte. Es hatte grosse Fenster und alte Bäume im Garten . Treppe runter und Rechts sein. Ich würde meine Miete pro Monat im Voraus bezahlen. Ich tippte in die Suchmaschine ein: „Untermieter gesucht‚. offerierte sie mir. In ca. Ich wusste. Gemäss Klingel musste es die Wohnung im Erdgeschoss. Sie wohne in der Nähe der Kirche zum Heiligen Kreuz. Ich notierte die Nummer und rief auch gleich von einer Telefonzelle aus an. Petra suchte eigentlich eine Untermieterin. wenn er im Schloss war.

Sollte dies klappen. was wir am Telefon hier besprechen: Man wisse ja nie. Wenn ja.h. dass ich nicht mehr aufs Schloss anrufen solle. eine Person. ob ich mit Hans-Adam sprechen konnte. was mir sehr gelegen kam. das Kuvert an meine neue. ob ein Kuvert für mich da wäre. solches von ihm zu hören. Nach kurzer Wartezeit stellte sie mich zu Hans-Adam durch. dass ich nicht allzu lange telefonieren möchte. was ich postwendend 3 mal bejahte. um zu erfahren. dies mit seiner Grossfamilie pünktlich und gemeinsam einzunehmen.Er legt grossen Wert darauf. also zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht. nannte meinen Namen und fragte. Er fragte mich 3 mal ob ich die Daten gut versteckt hätte. Ich fuhr auf Umwegen mit Bus und Bahn wieder nach Hause. da ich nicht wusste. ob vielleicht eine Fangschaltung installiert wurde. vielleicht würde ja jemand mithören. Ich sagte ihm schnell. Man kann sich heute nicht auf alle Verlassen. er war sehr besorgt über die Geschichte. dass ich in Deutschland war. Das ganze Gespräch dauerte nur 2-3 Minuten. mein Fach leeren kommen. Er sagte mir. private Postfachadresse in Berlin zu senden. wo mein Berliner Postfach im Erdgeschoss liegt. sollte ich am nächsten Tag ausziehen. für ein paar Tage ausgiebig beobachten und dann zu einer Zeit. Ich packte meine sieben Sachen zusammen. dass keine Fangschaltung da sei und wir aber vorsichtig sein müssten. dann würde ich den Auftrag geben. Daniela war nicht da. Er war erstaunlicher Weise nicht all zu böse. Ich erwähnte. Ich war eher erstaunt. Mir würde später eine andere Möglichkeit zum Telefonieren mitgeteilt werden. die ich im Brief erwähnt hätte. dass letztmöglich jemand mithören würde. wo ich sicher sein könnte. aber eben: Ich war froh. dass er überhaupt mit mir sprach und ich glaubte. dass ich gemäss den Angaben in meinem Brief vorgehen sollte und er die Pässe ausgestellt hatte. dies sei der Anfang einer Lösung und nicht der Anfang vom Ende. dass eigentlich niemand unterwegs war. wer mithöre. Dann würde ich nämlich die LGT in Frankfurt anrufen. Dann könne ich mit ihm sicher reden. Ich hörte. Ungeduldig stampfte ich zwischen den Telefonkabinen auf dem Wittenbergerplatz hin und her. Ich rief also vor dem Mittagessen an. wie die Sekretärin auffallend perplex über meinen Anruf war. d. Er sagte mir. um schneller bereit zu sein. Darauf hin konnte ich nur ein starkes Seufzen hören. Er sagte auch. würde ich zuerst das Gebäude. um die Zeit bis 14 Uhr totzuschlagen. Er sagte weiters. sagte er zum Schluss. Ich solle aber vorsichtig sein und nicht über die Daten reden. Ich begriff diese Gerede über „Mithören‚ nicht ganz. 212 .

) und C) insbesondere die Ausführungsgefahr. Es wäre A) die Fluchtgefahr gegeben. Um auf alle Seiten abgedeckt zu sein.oder Betriebsgeheimnis zu Gunsten des Auslandes. Der Haftbefehl sollte aber noch nicht im Polizeisystem aktiviert werden. Die Grundlage für einen Haftbefehl wäre eben die versuchte Datenunterdrückung & der Datendiebstahl. war der Professor mit dem Aktenstudium endlich fertig.: Welch Ironie dieses Gesetzeswortlauts: Im Gegenteil. wenn ich z. da Kieber die Wohnung im FL aufgelöst hatte.B. bei Staatsanlässen wird das anderen Kennzeichen. Ich wurde in der Folge später auch nie wegen Erpressung angeklagt und logischerweise auch nie dafür verurteilt. Ausgiebigen Schlaf konnte er aber nicht erleben. Anm. 213 . da er dies detailliert im Brief an Hans-Adam angedroht hatte. „pro forma‚ einen Internationalen Haftbefehl zu beschliessen. Das Gesetzt macht da ganz klar einen Unterschied. Um 07 Uhr war er schon wieder in der KKZ. Kaiser und der Bankdirektor von Vaduz aus mit dem Diplomatenstaatswagen des Hans-Adams (dunkler Audi A8 mit Wechselkennzeichen FL 6333. um die Wahrheit der „schmutzigen Geld-Geschäfte“ in Liechtenstein zu offenbaren. Noch viel früher in der Nacht. wo er zusammen mit dem eintrudelnden Regierungschef Hasler die erste von vielen Tassen Kaffee oder Tee tranken.: Wie die UR richtigerweise festgestellt hatte. Frau Netzer wurde beauftragt. Der Bankdirektor und die rechte Hand Hans-Adams trafen in Frankfurt ein und nahmen sich zwei Zimmer im Hotel Palmenhof in der Bockenheimer Landstrasse. ich war auf einer Mission ins Ausland gegangen. war mein Brief eine versuchte Nötigung und KEINE Erpressung! Eine Erpressung wäre es dann. Die Untersuchungsrichterin. Januar 2003 (vormittags) In aller Herrgottsfrühe fuhren Hr. B) eine Verdunkelungsgefahr gegeben. einen neuen Akt gegen Kieber anzulegen. Geld im Austausch für die Daten verlangt hätte. die damit zu erklären sei.VADUZ 13. dass er – auf freiem Fuss gelassen – die Ermittlung der Wahrheit erschweren werde (Anm. die Nötigung des Staatsoberhauptes Hans-Adams und – was aus Liechtensteiner Sicht am Schlimmsten war . FL 1 angebracht) Richtung Frankfurt los. Mit dabei hatten sie ein dickes Kuvert mit Handschriftlichem Schreiben von Hans-Adam für Kieber und den zwei Pässen. um 03 Uhr morgens erst.das Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. orderte das KKZ das Landgericht Vaduz an.

sich mit dem Dieb einigen zu können und somit ein Aufsehen mit einem Strafprozess und auch Schädigung des Rufes verhindern zu können. bereinigen konnten. der sich höchstwahrscheinlich im Ausland aufhielt. da man es der Bank oder Treuhand überlassen wollte. dann die Behörden aktive werden können. da der Diebstahl von Daten in Liechtenstein kein Offizialdelikt sondern ein Antragsdelikt ist und das bedeutet. dass jemand hier sei. offenbar erfolgreich. Januar 2003 (nachmittags bis in die Nacht) Endlich. lag darin. Das hat oft gut geklappt. Eine Datendiebstahlanzeige in meinem Fall lag aber nicht vor. ob ein Kuvert für mich da sei.oder Treuhanddaten) geht.wenn möglich . diverse Handynummern sowie zwei Festnetzanschlüsse von Personen zu überwachen. Ich rief die Nummer der LGT Frankfurt an. Es ist in Liechtenstein kein Geheimnis. Er habe einen Umschlag von Hans-Adam für mich dabei. Der Bankdirektor Schlachter nahm den Hörer in die Hand. wo es nie zu einer Anzeige kam. Ich 214 . Der Hintergrund des Gesetzgebers. der mich sprechen möchte. Der Vorwurf des Datendiebstahls hätte gar nicht als Grundlage für den Haftbefehl herhalten dürfen.Das Liechtenstein (über die KKZ) immer dann alle gesetzlichen Richtlinien und Vorschriften einfach zum Fenster raus schmeisst. die Uhr zeigte Punkt 14 Uhr. dass die Bewohner der Gebäude anwesend wären. zeigte sich auch in diesem Fall wieder. instruierte das KKZ das Landgericht ein paar Hausdurchsuchungsbeschlüsse. auf die er vielleicht anrufen würde. Im KKZ wurde weiters folgendes entschieden: Um der Person des Kieber aufzuspüren. BERLIN 13. Zudem wurde beschlossen. Die Razzien sollten aber . da die betroffenen Firmen (3 Treuhandfirmen und 1 ausländische Bank) mit „Zahlungen“ die Sache selber. dass niemand davon etwas erfährt und keine nötigen Gerichtsbeschlüsse gezeigt werden müssen. Die Angestellte dort sagte mir. dass in den Jahren 1994 bis 2004 (die Batliner CDs und meine LGT Daten ausgenommen) es 4 weitere. Nur für den Fall. Ich sagte meinen Namen und fragte. wurde angeregt. einen Datendiebstahl nur als Antragsdelikt zu klassifizieren.so ausgeführt werden. wenn auch kleinere Fälle von Datendiebstahl gegeben hatte. dass man sich für eine oder mehrere Razzien in Liechtenstein allzeit bereithalten sollte. auch „pro forma‚ anzufertigen. nur wenn die Bank oder die Treuhand es selber wollen und sie einen Datendiebstahl bei der Polizei anzeigen. wenn es ums eigene Geld (Bank.

ja das wäre logisch. Ich äusserte den Wunsch. sprich von HansAdam schnell „geschnappt‚ zu werden. mit ihm weiter zu telefoniere. um was es sich handle. erzählte ich der Empfangsdame. dass ich einen Telefontermin mit einem hohen Bankdirektor der LGT Vaduz. Da hatte ich eine Idee. Die Dame dachte. Er sagte. sprich nicht akut. hätte. Ich musste ihm aber diesbezüglich glauben. vollständig und richtig zu lesen. der jetzt in der LGT Frankfurt sei. dass ich wirklich in Berlin sei. ob er den keine Telefonnummer auf dem Display sehe würde. Nein. dass er angeblich absolut KEINE Ahnung habe.müsse ihn aber selber abholen. nein – versicherte er mir. da ich ja von einer öffentlichen Telefonzelle anrief (was er als erstes von mir erfahren hatte). Zu meinem Erstaunen erläuterte er mir. dass wir am Telefon sehr vorsichtig sein müssten. Noch nach Luft ringend. ob er wüsste was in dem Kuvert sei. ich sei wohl ein etwas wirrer Kunde und rief die LGT Frankfurt an. Da stand kein Wort darin. Ich wurde dann mit dem Bankdirektor verbunden und damit gab es dann absolut keinen Zweifel mehr: ich war in Berlin! 215 . Etwas riskant. in diesem Fall den Brief vom 7. oder „Daten‚ u.1. sondern in Berlin! Er glaubte mir es nicht. meine Schreiben. Das sei alles gewesen. Ich rannte so schnell es ging zur neuen Niederlassung der LGT in Berlin am Kurfürstendamm Nr. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen.s. Ich regte mich auf. Er sei am Sonntag aufs Schloss gerufen worden und ihm sei aufgetragen worden. Mir kam dies sehr suspekt vor. 36. erwähnen. einen Gefallen für den Hans-Adam zu tun. dass ich in Berlin war. das Kuvert mir persönlich zu übergeben.w. ich würde in 10 Minuten wieder anrufen. Er verlangte den Beweis. er wüsste es nicht und möchte und musste es nicht wissen. Er wiederholte zudem mehrmals. Ich schlug dem Bankdirektor auch vor. Ich fragte ihn. dass er vom Hans-Adam persönlich beauftragt worden sei.03. Ich dachte nur: Mist. das ich in Frankfurt sein würde! Ich fragte den Bankdirektor. kalkulierbar. wie ich beweisen konnte. aber dass es auch keinen Sinn machen würde. er verneinte dies. Ich sagte ihm. Ich sagte. Hans-Adam am Abend selber anrufen zu können. NEIN. Er wüsste nicht um was es gehe. dass man hier wohl alles selber machen musste. Ich erklärte ihm. wenn er ja nicht im Bilde war. dass ich nicht in Frankfurt war. Ich war schon etwas sehr verwirrt über diese Aussage. Wir dürften keine Details oder Worte wie „LGT‚. wieder einmal haben sie es nicht fertig gebracht. aber in diesem Stadium des ganzen Dramas war für mich die Gefahr. was man ihn gesagt hätte. Er erwiderte.

Der Bankdirektor erzählte mir. da es utopisch war. Ich suchte ein Internetcafé auf und schickte von meinem alten Emailkonto aus dem Hans-Adam und seinem Sohn Alois eine Email aufs Schloss Vaduz. was wirklich los war. mir zu sagen. die schnell verbraucht waren. dass ich ihn gestern aufs Schloss angerufen hatte: typisch Hans-Adam – immerzu bestrebt. Ich hatte um Bedenkzeit gebeten und sowieso musste ich das Telefonat oft unterbrechen und die Nummer neu anwählen. da meine abgeschätzte Ankunft in Hannover erst spät in der Nacht erfolgen würde und ich mich dort sowieso nicht sicher fühlen würde. dass ich nicht in Frankfurt war und entschuldigte mich für die "Missverständnisse". In einem späteren Telefonat wurde mir gesagt. den Bankdirektor über den Sinn und Zweck seiner Reise aufklären sollte. In derselben Minute widerrief der Bankdirektor die Aussicht. er hätte ja auch das Kuvert. Ich schlug vor und bat ihn auch. Ich erwiderte: Wenn Hans-Adam mit mir sprechen wollte. Der Bankdirektor sagte mir dann. Ich konnte diesem Plan nicht zustimmen. Ich hatte darin mein Unverständnis darüber dargelegt. machte mir schon zu schaffen. dass Hans-Adam mich sprechen möchte und ich ihn aufs Schloss anrufen sollte. Ich lehnte dies ab. mit dem von mir gewünschten Inhalt. Das Email hatte ich 3 Mal 216 . dass ich aufs Schloss anrufen könnte. Die angebliche Unkenntnis seitens des Bankdirektors darüber. Mir wurde gesagt. erinnerte ich mich. fragte ich. dass der Feinde. so könnte er doch die LGT in Berlin anrufen. dass ich ihn. Wer garantierte mir. Der Bankdirektor schwieg dazu und hatte stattdessen vorgeschlagen. dass man sich in Berlin treffe würde. um so weniger erschienen mir seine Verschläge einleuchtend. dass es keine Falle sei. einen strategischen Vorteil zu behalten. Ich hatte nochmals vorgeschlagen. dass er offenbar frustriert war. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. da die Leitung dorthin nicht gesichert war. da ich Telefonkarten mit einem Wert von 5 oder 10 Euros gekauft hatte. Je mehr ich mit dem Bankdirektor kommuniziert hatte. mir aus Frankfurt entgegenzufahren. sprich nicht abhörsicher war und die Gefahr bestand. Ich lag mit einer meiner Vermutungen wieder richtig: Hans-Adam hatte seine „Soldaten‚ nie ganz aufklärt und niemand gesagt. dies würde nicht gehen. die Deutschen mithören könnten. dass er mit Hans-Adam in der Zwischenzeit telefoniert hätte und dieser ihm nun aufgetragen hatte. ihm in einem Ferngespräch gerade heraus über das Drama zu berichten. dass nun Hans-Adam mich persönlich sehen möchte und wir alle uns am Abend noch in Hannover treffen sollten.

dass ich es ihm persönlich unter vier Augen in Berlin erklären könnte. Der Bankdirektor versuchte mehrmals auf verschiedene Art und Weise in Erfahrung zu bringen. auch noch zu dieser dunklen Stunde. sfl@sfl. dachte ich mir. die Datensicherung hier in Berlin.li) gesandt. dass ich mich mit dem Bankdirektor noch heute treffen würde. office@fuerstenhaus. erklärte ich ihm. dass Hans-Adam grossen Wert darauf lege. Des Weiteren wurde mir erklärt. auf der Suche nach neuen. Er wiederum. die ich mir notierte. erwiderte ich. Dabei wechselte ich immer den Standort und rannte dafür wie ein geköpfter Hahn kreuz und quer im Zentrum von Berlin herum. Dies trotz der Gefahr. muss jeweils telefonische Rücksprache mit Hans-Adam führen und sich sein „OK‚ zu holen. Bis spät in die Nacht hatte ich mehrere Anrufe an die LGT Frankfurt gemacht und mit dem Bankdirektor gesprochen. So.li. lachte ich laut: Ich würde sicherlich kiloweise Unterlagen und Datenträger jetzt mit mir in Berlin herumschleppen. post@sfl. dass wenn jemand die wirklich Strassenadresse ausforschen würde. hatte der Bankdirektor mich höflich gefragt. Ich war erleichtert. Na klar. so wie er mir erläuterte. so. ich schon lange wieder weg über alle Berge sei. Ich sagte ihm auch. wo ich die Unterlagen aufbewahrt hatte. Ich sollte nun den Zug um 19:56 von Berlin nach Köln nehmen: dort würde er. Dies um zu verhindern. Mir wurde auch eine Liechtensteiner Handynummer mitgeteilt. „frischen‚ Telefonzelle. Er 217 . Er sagte mir. Ein paar Mal wurde heiss diskutiert und der Frust von Seiten des Bankdirektors war nicht zu überhören: „Enttäuschung‚ in Vaduz darüber.an die öffentlich bekannten Emailadressen (a. der Bankdirektor auf mich warten und ich würde nur so mit dem Hans-Adam telefonieren können. Dies von der LGT Köln aus über eine abhörsichere Leitung. Es war die Nummer eines Handys worauf ich Hans-Adam persönlich anrufen könnte. Es wäre ein komplexes Thema. dass sie mich elektronisch lokalisieren konnten. dass über die IP-Adresse meiner versandet Email der Standort des Internetcomputers herausgefunden werden könnte. Aber ich wusste. dass ich nicht in Frankfurt war. dass er in der Zwischenzeit wieder mit Hans-Adam gesprochen hatte und dieser ihn nun über die Lage informiert hätte.li.li.liechtenstein@sfl.li oder mail@sfl. wie ich es geschrieben hätte. Ob ich die Unterlagen auf mir oder mit mir hätte. dass offenbar Hans-Adam den Bankdirektor aufgeklärt hatte. Danach rief ich wieder den Bankdirektor an und erzählte ihm vom Email. Natürlich nicht! Sie wären gut versorgt.

dass er die Daten zurück haben muss. Oder b) sie allen Ernsten wünschten. ohne das von Deutscher Seite (Bankvorsitzender. dass sie sicher in einem Schliessfach waren.einen Vorstandsvorsitzenden eines Deutschen Bankkonzerns aus dem Bett zu holen und zum Öffnen einer seiner Filialen zu bewegen. die Filiale noch heute Abend öffnen zu lassen.. Ich entgegnete. Was ich nicht wusste war. Um meiner ausgefeilten Sicherheit in Bezug auf die Daten etwas mehr Betonung zu geben. Sicherheitspersonal etc. dass Hans-Adam Macht und Milliarden hat.) irgendjemand die Sache sehr höchst suspekt vorkommen würde. So einen Blödsinn dachte ich mir. sagte ich. nahm der Bankdirektor dies als gesicherte Information an und behauptete weiters. Ich konnte mein Gelächter nicht mehr unterdrücken.. muss. Als ich dann weiters erwähnte. Zudem fragte ich den Bankdirektor ob er und die in Vaduz wohl verrückt geworden seien: a) wie sollte – wiederum rein hypothetisch – eine solche Aktion über die Bühne gehen. hatte ich dem Bankdirektor in Erinnerung gerufen. Er stammelte nur ständig. dass wenn Hans-Adam wisse würde. versuchte er mir weiszumachen. Man hatte ja noch gar nichts in Sachen Argentinienfall gemacht. Sowieso würde eine Datenübergabe für mich gar nicht zu Frage stehen. dass in der Nacht nicht zugänglich sei. fragte ich den Bankdirektor. Filialleiter Mitarbeiter. Da ich die offensichtliche Dummheit dieser Idee dem Bankdirektor nicht schnurgerade ins Gesicht schleudern konnte.schilderte mir. aber höflich. er die Mittel und Wege hätte. damit dort Mitten in der Nacht ein Safe geleert werden konnte . ich würde euch die Daten jetzt schon zurückgeben. dass Hans-Adam in den Telefonaten mit ihm sehr besorgt über die Daten geäussert hatte. dass ich das Fach leeren sollte und mit all den Daten und Papieren quer durch Deutschland per Zug zu ihm reisen musste. wie dies den geschehen sollte? Es sei jetzt Montagabend.ist absolut unmöglich und reine Phantasie. fragte ich ihn künstlich erstaunt. es ist jetzt fast 20 Uhr und es ist mir durchaus ganz klar. weil er 218 . um welche Bank es sich handelte. Obwohl ich nie erwähnt hatte. dass es sich um ein Schliessfach bei einer Bank handeln würde. dass er nur darum ständig nach den Daten fragte. muss. alle Geschäfte sind zu. dass Hans-Adam die Pässe heute Nacht übergeben würde und im Gegenzug heute Nacht gerne die Daten zurück hätte.. dass seine LGT den Verlust des DLT-Bandes sowie der Originaldokumente ja nicht einmal gemerkt hatten. aber bitte – dass er die Autorität hat – rein hypothetisch . Wie kommt ihr da auf die Idee.

da ich nur noch wenig Guthaben auf der Telefonkarte hatte. Null Euro Guthaben und die Verbindung war tot. dass ich ihm am Telefon in 20 bis 30 Minuten wohl als Schlecht-Nacht-Geschichte die Ereignisse der letzten sechs Jahre erzählte. Auch das noch. der LGT und Liechtenstein bedankt hätte und nun keine nächtliche Reise von mir irgendwohin verlangen würde. Ich bat ihn. Er müsste wieder Meldung nach Vaduz machen. dass er am nächsten Tag nach Berlin kommen sollte. mich aber für seine Geduld und angebotene Lösungshilfen bedanken würde. erzählen könne. donnerte ich – ein langer Fussweg nach Hause stand mir bevor. Ende. ihn in 20 bis 25 Minuten wieder anzurufen. Aus. Hans-Adam mitzuteilen. Ich hatte den Bankdirektor gewarnt. Der Bankdirektor fragte mich ob ich ihm nicht mehr über die ganzen Umstände. Amen. Ich wartete. Ich sagte auch. Ich musste das Gespräch kurz halten. Ich dachte zuerst. Schluss. ich hatte mich verhört. dass ich nun nicht genau wusste wo ich war und wie weit die nächste U-Bahn. Dann erkannte ich. Ich wollte nun auflegen. er sei auf Anordnungen von Hans-Adam angewiesen. dass er dies nicht alleine entscheiden könne. die zu diesem Drama geführt hatten. erklärte ich ihm. Zum Glück hatte ein Internetcafé noch offen: ich konnte günstige Telefonkarten kaufen. dass ich am Ende meines Lateins sei.oder Bussstation entfernt war. dass ich unter Umständen nicht mehr anrufen könnte. so spät.herausfinden wollte. wo alle müde und gleichzeitig angespannt waren. dass Hans-Adam mir für meine Loyalität gegenüber seiner Familie. Halt. Es war jetzt 20. Ich schlug nochmals vor. jetzt wollte er. wo ich zu dieser späten Stunde noch Telefonkarten kaufen könnte. dass ich hundskaputt war und keine Reise mehr irgendwohin machen würde. Der Bankdirektor bat mich. dass ich jetzt NICHT an das Schliessfach konnte. Jetzt. Er sagte mir. aber der Bankdirektor bat mich nochmals in einem Augenblick anzurufen. Was ich dann auch tat. Nur sein Wort gelte für ihn. Er sagte. der noch um diese Zeit geöffnet hatte. ob ich sie überhaupt hatte. Punkt. Einen Tag später könnte ich aber an die Daten kommen. Ich hatte eine neue Telefonzelle erspäht und wählte die Nummer in Frankfurt. nach zehn oder mehr Telefonaten. dass es kein Banktresorfach sei und ich unmöglich heute Nacht an die Daten kommen könnte. Es war nichts zu finden. da ich nicht wüsste. Wir könnten uns um 10 oder 11 Uhr treffen. Weit weg brannte noch Licht in einem Geschäft. Um dem Unsinn ein Ende zu machen. Dann ein Klick. 219 . Ich suchte verzweifelt nach einem Kiosk. was immer das war.35 Uhr. Ich erklärte nochmals.

man sei erbost. Der Bankdirektor schimpfte mit mir. um deren Psychospiele nicht zu durchschauen. Man glaubte mir nicht (ohne mir zu sagen. Eine UBahnstation war auch schnell gefunden der Zug war aber schon weg. Höflich hatten wir uns dann verabschiedet. man sei mir böse.30 Uhr in der Früh wieder telefonisch kontaktieren würde. dass sie eine Falle planten. dass ich ein Schliessfach hatte? Ich mag zwar ab und zu verrückt sein. Hannover oder Köln komme. Er sagte. So blieb nur ein Fussmarsch um nach Hause zu kommen. um mich auf die Palme zu treiben. Sie wollten. Nach zehn Minuten war ich an einer einsamen Telefonzelle vorbei gekommen. Für „Gute Nacht‚ reichte die Zeit noch aus und ich ersuchte ihn auch bis 10 Uhr morgens eine Nachricht bei der LGT in Berlin für mich zu hinterlassen.‚ 220 . dass ich sicher war. Er sagte. Fuck! Das war wieder so ein Trick. sagte ich mit immer schwächer werdender Stimme. Warum wollten die einen Beweis. Klack – die Linie war tot. Ich müsse jetzt auflegen. dass ich ein Schliessfach hatte. er würde es versuchen. Ich rannte nochmals zum Internetcafé und kaufte eine weitere Telefonkarte für den nächsten Tag. besser den Bankdirektor nochmals anrufen. dass es in Vaduz heftig zuginge.w. er solle einfach nach Berlin kommen. diesmal von derselben öffentlichen Telefonkabine aus. aber nicht genug. Nun gut. Ich war mit den Nerven am Ende und wiederholte meine Bitte. Der Ton hatte sich beachtlich verschlechtert.‚ „Gute Nacht Herr Kieber. dass ich angeblich nicht jetzt an die Daten kommen könnte u.Ich telefonierte. zum letzten Mal mit dem Bankdirektor in Frankfurt. Die Uhr zeigte 22. dass ich ihn am nächsten Tag um 07. Ich fasste es nicht.15 Uhr.s. dass ich mit dem Schliessfachschlüssel sofort nach Frankfurt. „Gute Nacht Herr Bankdirektor. was man mir den nicht glaubte). da die Telefonkarte nur noch zehn Sekunden Gesprächsguthaben anzeigen würde. dachte ich. Ich erklärte nun. Ich herrschte ihn an nach Berlin zu kommen. Ich solle einen Beweis liefern. dass ich nicht in Frankfurt sei. Könnte aber nichts garantieren. Man vereinbarte. Er war noch wach und in der Frankfurter Niederlassung.

Dort. dass er persönlich grossen Wert auf ein Zustandekommen eines Treffens zwischen dem Bankdirektor und Kieber legte. Hans-Adam hatte den Auftrag gegeben. herauszufinden. Ausserdem sollte ihm gesagt werden. Denn alleine die Tatsache. war in den Augen von Hans-Adam Sprengkraft genug. falls dieser es versuchen sollte.VADUZ 13. Es wurde sehr fieberhaft zwischen dem Schloss. wo alle Behörden und die USBotschaft waren. dass Kieber wahrhaftig in Deutschland und zudem auch schon in Berlin war. da der Fürs die Sache mit ihm besprechen müsse. deren Liechtensteiner Nummer Kieber heute mitgeteilt werden sollte. Die Liechtensteiner Telekom erhielt von der KKZ den Befehl. Die Sache war sehr delikat. dass er ihn direkt im Schloss anrufen könne. Er erhielt dann von seiner Sekretärin auch das Email von Kieber aus Berlin. dass das Ziel nun war. Die Lage sei jetzt anders und komplizierter. dass es die Nummer war. dass sie alle auf Zeit spielen sollten. der weit reichende Kenntnissen über das Geschäft „im Kopf‚ gespeichert hatte. um eine eigene Reise nach Deutschland ins Auge zu fassen. Dann würde er mit dem Kieber reden und zwar nur über eine gesicherte Leitung nach Vaduz. da man nicht erwartet hatte. dass er nicht über das 221 . Er hätte dem Bankdirektor auch gesagt. sich vorerst keine Anrufe von Kieber auf sein Schloss durchstellen zu lassen. dass Kieber nicht nach Hannover kommen könne oder wolle. Das KKZ hielt fest. Ihm wurde aber im Verlauf des Abends gesagt. Januar 2003 (nachmittags bis spät abends) Seit dem Mittagessen rief der Bankdirektor mehrmals Hans-Adam und die KKZ an. Der Professor sagte ihm. der Regierung und den anderen Mitgliedern des KKZ kommuniziert. Er sagte dem KKZ. Hans-Adam erklärte. Sie glaubten dem Schreiben von Kieber ja nicht. in der Hauptstadt des „Feindesland" herumirrte. wie Kieber sich bei der LGT in Berlin verhalten hatte und was er dort den Mitarbeitern sonst noch gesagt hatte. den Bankdirektor mit dem Kieber zusammenzubringen. auf der er Hans-Adam persönlich anrufen könne. alle Anrufe auf diesem Handy aufzuzeichnen. um den Wünschen und der Autorität des Hans-Adams entsprechen zu können. man solle Kieber mitteilen. um über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten und weitere Befehle vom Fürst zu erhalten. Hans-Adam wurde aber von Seite des KKZ empfohlen. dass ein ehemaliger Mitarbeiter der LGT. Hans-Adam erhielt ein Handy der Polizei.

dass der Bankdirektor sich für eine Reise nach Berlin am nächsten Tag vorbereiten sollte. bei welcher Bank dies wäre. Hannover oder Köln reisen würde und er. falls er sie denn hätte. konnte ich leider nie ganz in Erfahrung bringen. Hannover oder Köln gereist und sie hätten mich dort in Empfang genommen und irgendwie festgehalten. Man kam zu dem Schluss. in einem Postfach oder in einem Schliessfach bei einem Bahnhof oder Flughafen versteckt waren. dass Hans-Adam in Deutschland nun mit den vorgeschlagenen Treffen oder dem Mitten-In-Der-Nacht-Tresor-Öffnen Aufsehen erregen wollte. Hans-Adam wurde informiert. Der Bankdirektor meldete zurück. Hans-Adam regte an. da dies Hans-Adam offenbar nicht wollte. an das Schliessfach zu kommen.: Um was für welche Art von Vollmacht es sich dabei handelte. Er. dass Kieber dankbar für seine Unterstützung sei und er nichts Böses wolle. Wäre ich nach Frankfurt. dass der Bankdirektor ein dickes A4 Kuvert mit dem von ihm gewünschten Inhalt und einem handschriftlichem Vermerk des HansAdam für ihn hätte. dass er abwarten wollte. Hans-Adam dann weitere Anweisungen. ob die Daten evt. Er wäre Hundskaputt und müsste nun ins Heim ins Bett. Hans-Adam wollte wissen. Kieber hätte gesagt. verrückt aber hoch intelligent. dass die Daten sicher in einem Schliessfach versorgt wären. 222 . Man konnte davon ausgehen. dass Kieber eben Kieber sei. Hans-Adam sagte dem KKZ. hätten sie versucht.Telefon über die Daten sprechen möchte. eine Vollmacht zu Gunsten des Bankdirektors in Vaduz erstellen zu lassen und ihm per Fax ins Hotel Palmenhof zu senden. Hans-Adam wurde noch ungeduldiger. dass Kieber ihm gesagt hätte. Wohl eine Art gefälschte GeneralVollmacht von mir für den Bankdirektor für alle Schliessfächer in Deutschland. dass er sich nicht vorstellen könnte. Anm. ob Kieber nicht doch noch nach Frankfurt. Es solle dem Kieber gesagt werden. dass er die Daten gut und vor allem sicher versteckt hatte. mithilfe der Vollmacht. Der Liechtensteiner Fürst wurde sehr ungeduldig. warum ein Treffen nicht möglich war und wo die verdammten Daten waren. geben würde. Sicherheitshalber wurde entschlossen. wie und was nun geschehen soll. dass sein Bankdirektor mit Kieber später das Fach gemeinsam leeren sollte. dem Kieber zu fragen. Nach Beratung gab Hans-Adam die Order. für heute kein Treffen mehr zu verlangen. Das KZZ entschied sich. Es wurde darüber gegrübelt. Hans-Adam hätte dann die Macht den Vorsitzenden jener deutschen Bank anzurufen und zu arrangieren.

wenn man zu ihm nach Berlin komme. Nach erfülltem Auftrag meldete sich der Bankdirektor wieder beim Hans-Adam. Der Bankdirektor würde am Dienstagmorgen einen Flug von Frankfurt zurück nach Zürich nehmen und nach Hause kommen. ob er dem Bankdirektor vertrauen könne. dass man seinen Brief vom 7. sagte der Bankdirektor. Nach erneuter Beratung zur späten Stunde. morgen mit den Daten nach Köln zu kommen. Er habe nie vorgehabt. dass er am 13.s. er würde sogar so lange in Deutschland bleiben. Alle waren nun der Überzeugung. Zum persönlichen Eindruck über Kieber befragt. Der Bankdirektor sollte ihm sagen.50 Uhr mit Kieber gab.Der Bankdirektor wurde gefragt. dann aber korrigiert und gesagt. Darin stehe nichts davon. was darin aufbewahrt wurde. nach Frankfurt zu kommen. Dem 223 . Dass er irgendwelche Daten im Austausch gegen die Schutzidentität aushändigen würde. würde am Dienstag früh um 07. Kaiser müsste dann per Flugzeug von Berlin nach Zürich heim fliegen. im Gegenteil. dass der Hans-Adam enttäuscht war. Dieser würde von Frankfurt nach Berlin fahren. wie Kieber sich das vorstellte. Kieber fordere. er sicherlich Angst hätte und verzweifelt sei.35 Uhr und 20.1. habe er nie zugesagt oder geplant. Kieber sei sich auch nicht sicher. Der Bankdirektor bestätigte. sondern sich die Schutz-Identität irgendwo in Deutschland nachsenden zu lassen. dass Kieber nicht in Frankfurt war. Das A4 Kuvert würde bei Herrn Gilbert Kaiser im Diplomatenwagen bleiben. Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. dass Kieber die Daten nicht in der Nacht holen konnte. weil er nicht in Frankfurt sei. Es ginge ja auch nicht um Millionen (für ihn). dass es ein weiteres Telefonat zwischen 20. entschloss man sich im KKZ Druck auf Kieber zu machen. Der Professor empfahl Hans-Adam Kieber weiterhin Hilfe anzubieten.2003 nochmals genau lesen solle. Aber nicht so. sich mit Kieber in Berlin zu treffen.w. Später erteilte Hans-Adam den Auftrag. ob er im Hintergrund vielleicht Zuggeräusche oder Flughafengeräusche gehört hatte. dass Kieber wohl weinend in Berlin stehen würde.25 Uhr das Flugzeug von Zürich nach Berlin nehmen und den Wagen von Kaiser übernehmen. dass es das Schliessfach wirklich gab. Er brauche ja die Schutz-ID nicht um unterzutauchen. Es müsse alles ein Missverständnis sein.01. Man war sich nur nicht ganz im Klaren.03 in Frankfurt sein würde. es ginge um was ganz anderes. bis Gerechtigkeit geschehen sei. nein besser sei es. Darin habe ihm Kieber zuerst offeriert. dass Kieber in Berlin war u. Herr B. Er verneint dies. Kieber verstehe die Aufregung von Hans-Adam nicht.

müsste er mit dem HansAdam verhandeln. Der Bankdirektor erzählte. wie zuletzt abgemacht. mit den Daten natürlich.15 Uhr vor der LGT am Kurfürstendamm auf mich warten würde und ich einsteigen solle. Ich entschuldigte mich für all die Hektik vom Vortag. Was sollte das ganze nun wieder. Und wer garantiere mir. heute schon wieder heim in die Schweiz fahren müsste – „dringende Geschäfte‚. Irrsinnig! Und unter welchem Namen sollte ich die hunderte von Kilometer im Wagen mitreisen. Würde Kieber diese Variante nicht annehmen. bis ich alle Daten und Papiere eingesammelt hatte. Die Schutzidentität (die 2 Pässe) würde der Fahrer ja dann haben. dass ich JETZT wieder nach Hause fahren würde. Und es wäre keine Falle. Der Diplomatenwagen werde dann auf schnellstem Weg nach Vaduz fahren. was ich den in den letzten Tagen in Berlin so gemacht hätte. behauptete ich. BERLIN 14. beunruhigte mich sehr. Januar 2003 (in aller Herrgottsfrüh) Schon vor sechs Uhr war ich aus dem Bett raus. Er instruierte mich auch. dass sich Hans-Adam die ganze Sache mehrmals überlegt hätte und mir anbieten würde. Ich notierte sie. dass ich in Vaduz nicht im Gefängnis landen würde? Alles sei geregelt. Offenbar wäre dies der Wunsch Hans-Adams. Die Nachricht.30 Uhr rief ich. dass es wohl dass Beste wäre. den Bankdirektor an. versuchte er mich zu beruhigen. dass er von Hans-Adam zurückbeordert worden war. da 224 . Ich hatte gleich nachgeschoben. Während eines schnellen Frühstücks hatte sie mich wieder darüber ausgefragt. Ich hatte nicht viel Zeit und sagte. Um Zeit zu gewinnen. schon bezahlte Monatsmiete natürlich behalten könne. dachte ich mir. Und was ich heute vorhätte. Pünktlich um 07. Es wäre zudem ein Diplomatenwagen. Daniela war leider auch schon aufgestanden. dass sein eigener Chauffeur mit dem dunklen Audi A8 heute in Berlin um 12 Uhr oder 12. fragte ich ihn. Warum um Himmels Willen glaubte Vaduz. Ich sagte ihm. ihn ab jetzt auf seiner Handynummer anzurufen. wenn er wie befohlen nach Hause zurückkehrte. dass ich mindestens zweieinhalb Stunden brauchte. dass sie die nicht voll genutzte. wo mich Hans-Adam auf seinem Schloss empfangen werde und das weitere Vorgehen besprochen und Lösungen gefunden werden könnten.Kieber sollte dieses erst am nächsten Tag in der Früh mitgeteilt werden. dass ich leider evt. eine Kontrolle unmöglich.

Ich könne diesbezüglich nichts versprechen. als ob ich alles genau inspizieren würde. Ich musste schnell nachdenken. nachdem ich die Miete für 4 Wochen bezahlt hatte. erzählte er mir. Sie war eine sehr hübsche Frau. mir meine zwei Koffer geschnappt. ihr die Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt. Weil keine Zeit dazu vorhanden war. die paar Stockwerke in Riesenschritten hinauf gesprungen. obwohl es für mich sowieso schon vor Eintritt klar war. Daneben eine Kommode und einen Stuhl. dass ich in zehn Minuten wieder anrufen würde. in den fürstlichen Wagen einzusteigen. Frische Bettwäsche hatte Petra säuberlich gefaltet aufs Bett gelegt. Sie zeigte mir das Zimmer und ich tat so. Ist schon OK. ja nehmen musste. Eine nackte Matratze ohne Bettgestell lag auf dem Boden.sie sich in drei separaten Schliessfächern befänden. Sie arbeitete als Innendekorateurin beim französischen Edelkaufhaus Lafayette in der Friedrichstrasse. dass ihr Freund. Ich hatte etwas von „Flugzeug geht in 90 Minuten‚ gemurmelt. Was der Bankdirektor nicht wusste war. da ich noch vor 10 Uhr bei der neuen Vermieterin Petra aufkreuzten musste. Daniela war zu Hause. dass sie evt. Als ich ihn wieder in der Leitung hatte. erwiderte ich ihr. einen Mann als Untermieter nehmen würde. Mein Zimmer war klein im Ausmass. sie auf die Wange geküsst 225 . Sie verabschiedete sich und ich war wie ein Wirbelwind zurück in die Ansbacherstrasse gedüst. so um die Mitte Zwanzig. Zum Schluss flehte mich der Bankdirektor nachdrücklich an. Ich unterbrach den Bankdirektor in seiner langen Rede und sagte. dass ihr Freund dies gar nicht mochte. Was ich nicht tat. Ich würde aber dort sein. Dann hätte ihr Freund sicherlich keine Bedenken mehr. erwiderte ich. erst mal einziehen und dann werden wir schon sehen. Ich ging zur Wohnung von Petra. dass ich unter enormem Zeitdruck stand. Es könnte also sein. aber mit hoher Decke. Sie solle ihn täuschen und einfach behaupten. Badezimmer und Küche würden gemeinsam benutzt werden. scherzte ich. Sie gab mir auch schon gleich die Schlüssel.15 Uhr anrufen sollte. Sie habe ihm nicht gesagt. Sie erwähnte aber noch. beteuerte ich. dass ich wäre eine Frau. dass ich es nehmen würde. ein Elsässer (der irgendwo anders in Deutschland lebte und an einer Uni studierte) sehr eifersüchtig sein könne. dass er inzwischen wieder mit dem Hans-Adam telefoniert hätte und ich HansAdam um 10 Uhr oder 10. Er bat mich ihn um 09:00 Uhr wieder anzurufen.

226 . Kieber nach Vaduz zu bringen. dass der Bankdirektor nun nach Hause beordert worden sei. Er sei enttäuscht. in dem ich die Ereignisse der letzten 48 Stunden aufgeschrieben hatte und kundtat was ich davon hielt. flog mit dem 07. dass ihm der Schutz der Daten wichtig sei und daher auch die Schutz-Identität dringend notwendig sei. dass er denke. dass Kieber ihn um 07. Er hätte dies ja alles im Brief geschrieben. Die Daten sollten dann vom Bankdirektor. Ich suchte eine noch nie von mir verwendete Telefonzelle gegenüber einer Kneipe. Ich habe sie nie wieder gesehen. dass er Loyalität wahre. Es täte im Leid. Die Koffer hatte ich in das Zimmer geschleudert. Der Bankdirektor und Herr Kaiser checkten aus dem Hotel in Frankfurt aus und der Bankdirektor lies sich bei der LGT Frankfurt absetzten. Herr B. ganz abgesehen davon. Kaiser fuhr mit dem Audi nach Berlin. Mit dem Taxi war ich zurück in Petras leere Wohnung gefahren. Das Resultat druckte ich mir aus und steckte es in ein neues Kuvert.50 Uhr beim KKZ und berichtete. er sei halt in Berlin. Für alle Fälle setzte ich ein Schreiben in einem Internetcafé ein Schreiben am Computer auf. Es war jetzt schon nach 09:30 Uhr. Der Bankdirektor meldete sich um 7. Januar 2003 (vormittags) Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. geprüft werden. An der Theke wartete ich und beobachtete die Telefonzelle.und ihr Alles Gute gewünscht. wie weiter vorzugehen sei.25 Uhr Flug von Zürich nach Berlin. Kieber habe bewiesen. weil sich dort alle Ministerien und auch die US-Botschaft befinden. dass ihn in Frankfurt eine Falle erwarte.30 Uhr angerufen hatte. Im KKZ wurde beraten. Seine Rückreise nach Zürich per Flugzeug und Vaduz per Limousine hatte er sich für den Nachmittag organisiert. mit Diskretion agiere und die Daten schützen kann und dies auch tut. Eine Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin nach Frankfurt sei Kieber einfach zu riskant. dass er nicht in Frankfurt sei. VADUZ 14. der dann schon wieder nach Vaduz zurückgekehrt sein würde. Es müsste auf Teufel komm raus versucht werden. die Türe zugeknallt und war mit demselben Taxi wieder zurück nach Berlin-Mitte gehetzt. Man muss Kieber zugute halten. Ich musste mich auf den Anruf an Hans-Adam geistig vorbereiten.

sich auf keinen Fall auf längere Diskussionen mit Kieber einzulassen. dass es das Beste wäre. sodass „psychologisch‚ Zeit gewonnen werden könne. dass dies die letzte Möglichkeit sei. Von Experten liess sich Hans-Adam nur ungern instruieren. dass Kieber die Daten sicherlich aus den Schliessfächern in Berlin rausholen und auch Hans-Adam anrufen würde. wenn das Telefon nicht funktioniert. Gesagt. Ich war nervös und auf einmal dachte ich. Das Telefon war OK. Besser war es. beim nächsten Anruf von Kieber ganz klar zu machen. wenn Kieber mit Hans-Adam direkt reden könnte. Es wurde ihm auch empfohlen. Der Bankdirektor verdeutlichte. dass es das letzte Angebot von Hans-Adam sei. Sicherheit und Diskretion von Kieber appelliert werden. HansAdam müsse gegenüber Kieber auf ein „hohes Podest‚ gehoben werden. das Telefon zu testen. dass es sich um einen „wichtigen Auftrag‚ von HansAdam handele. Nach reiflicher Überlegung entschloss man sich. Es müsse eindringlich stärker an die Loyalität. seinen Chauffeur samt eigenem Wagen nach Berlin zu schicken. Januar 2003 (vormittags) Ich schlürfte sicher mindestens fünf Kaffeetassen leer und hielt die Telefonzelle immer unter Beobachtung. Kieber zu sagen. dass er ganz sicher wäre. was ist. Inzwischen hatte sich der Bankdirektor wieder bei Hans-Adam gemeldet und berichtet. das Telefon nicht gleich abzunehmen und Kieber ein zweites Mal anrufen zu lassen. die Karten 227 . dass Kieber ihn nicht mehr angerufen hatte. Kieber klar zu machen. dass er in diesem Sinne schon mit Kieber gesprochen habe. Hans-Adam wurde empfohlen. Einwände von Kieber sollten übergangen werden. Man teilte ihm mit. dass es taktisch gelungen sei. getan. Er war schon immer sehr „Beratungs-Resistent‚. Er würde es ihm aber nochmals mitteilen. BERLIN 14. Aus psychologischen Beweggründen könnte HansAdam auch erwägen. dass dieser am sichersten im Diplomatenwagen sei und der Chauffeur ihn wohlbehalten nach Vaduz bringen würde. Kieber müsste den Eindruck erhalten.Der Bankdirektor wurde unterwiesen. Der Bankdirektor versuchte Hans-Adam zu beruhigen. Er sollte klar zum Ausdruck bringen. indem er berichtete. dass er es nicht nötig habe mit ihm zu diskutieren.

Die Uhr über der Theke zeigte 09. S. Ich habe natürlich Angst gehabt. wie ein Bauer das Schwein. schrie.. 10:22:29 bis 10:33:22 Uhr: Begrüssung. Es tue ihm sehr leid. Aber Sie müssen mich verstehen. dass er bös war. Es klingelte. Darum bin ich nicht selber hingegangen und habe angerufen. Ich habe ja geschrieben. dass jemand nach Frankfurt komme. fluchte und schob ihn einfach weg. Protokoll des Gespräches zwischen S.58 Uhr: Zeit zu gehen. Mit zitternden Fingern wählte ich die Liechtensteiner Handynummer. Er habe nicht erwartet. Der Nachteil war halt. K: Ja. Januar 2003. Es tut mir wirklich leid. Ich beruhigte mich wieder und kehrte zurück zu meiner nächsten Kaffeetasse. Diesmal klappte es. da. dass Dr.D. nicht informiert wurde. dass alles schief gelaufen ist. Später hiess es dann. wer weiss wie lange der Telefonieren will. Ich rannte auf ihn zu. Ich wählte ein zweites Mal. ich solle einen Beweis bringen und so Ich dachte mir.. Das KKZ hat dieses Gespräch aufzeichnen lassen und eine Abschrift angefertigt. LF: Das war mir zu heikel. KIEBER entschuldigt sich. schimpfte ich. Hatte ich die richtige Nummer? Ich wartete und versuchte den Herzschlag runter zu bringen. dachte ich. dass ich ihn entweder anrufe oder selber hole. Ohne Hektik ging ich auf die Telefonzelle zu. das verstehe ich schon. Ich habe das nicht verstanden. tauchte ein Passant auf und nahm Kurs auf die Kabine. Gerade als 10 Uhr immer näher rückte. Leider verspätet. Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein (LF) mit Heinrich KIEBER (K) am Dienstag den 14. und dann war Dr.. dass (keine Fortsetzung dieses Satzes) Es wurde dann immer länger und (kein Fortsetzung dieses Satzes) K: Ich habe nicht verstanden. Es tue ihm leid. Ich erkannte seine Stimme sofort. S. Scheisse. Es tue ihm leid. Was nun wieder. Verärgert ging dieser seiner Wege. Niemand nahm ab. Wiederum kann ich meinen Lesern hier ein Originaldokument vorlegen. Ich wollte nicht. dass da .auch. das kann doch nicht im Interesse von unseren Landesfürsten sein. Er habe nicht verstanden. dass ich mitten in der Nacht einen Safe 228 . weil ich nicht da war und ich verstehe das schon.

mein Auto mit meinem Fahrer. LF: Sie müssen sich ganz genau an die Instruktionen halten. Warum soll ich zurückkommen? Das verstehe ich nicht. aufklären. äh . Ich weiss aber nicht. Es gibt keine andere Möglichkeit. Und das wurde dann fallengelassen. Sie sicher hierher nach Liechtenstein zu bringen.. ja.. K: Ich weiss. LF: Man weiss nie. darum habe ich (keine Fortsetzung des Satzes) LF: Darum habe ich auch das Auto geschickt. Ich verstehe nun nicht.. das kann ich mir nicht vorstellen. Damit wir dieses Problem gelöst haben. Über die österreichische Grenze. LF: Das ist die einzige Möglichkeit. Es gibt keine andere Möglichkeit. Ja. LF: Ich habe das genau studiert. Gut. Ich solle den Dr. ich weiss. der Fahrer steht bereit. Das sollte problemlos passieren. Ich kann es Ihnen im Einzelnen nicht erklären. ob ich einsteigen kann. Darum habe ich nicht begriffen. Das ist die einzige Möglichkeit. Der Chauffeur ist auch nicht instruiert. Das ist ja wirklich ein grosser Aktenstoss.. Warum soll man mich verschonen? Wenn Sie sich jetzt. Das kann ich Ihnen jetzt nicht genauer erklären. ich werde auf jeden Fall dort sein. K: Ja. K: Ja.. ich. ich weiss. ja. Was ich alles gemacht habe. Durchlaucht. Ich habe auch nicht begriffen. K: Ja. 229 . K: Ja. nur rein hypothetisch in meine Lage versetzen. dass das eine sehr heikle Sache ist. ja. Ich habe Ihnen doch geschrieben. (keine Fortsetzung des Satzes). den Sie mir da geschickt haben. Er hat es ja aber bei sich gehabt. dass wir das lösen. dass. wer da alles mithört. Sie wissen. Ich habe mir Ihre Unterlagen durchgelesen. weshalb es wegen der 500 km gescheitert hat. Sie wissen ja. wenn Sie sich in das Auto setzen und hier her kommen. äh. kann doch nicht mit meiner Person meiner ID in der Nacht durch Deutschland fahren. Kein Problem. das tut mir leid. Das sage ich ihnen. wie Sie wissen umgestellt. Er hat die Instruktion. Ich hab‘ das nicht begriffen. LF: Also wir haben jetzt. S. ja. K: Ja.. sicher. Sie können Ihr Ziel nur erreichen. kann doch nicht ‚ äh über das Telefon. Das ist ein Drama. ich . ich weiss.öffnen soll. das ist ein Drama. ich.

K: Haben Sie das E-Mail gelesen? Das wo ich Ihnen geschickt habe. Ich bin auch über die österreichische Grenze hierher gefahren. kein Problem. Ich werde sicherlich dort sein. er war informiert . uns daran zu halten. dass alles gerecht abläuft. LF: Schauen Sie. Sie haben da vieles mitgemacht und jetzt müssen wir schauen.. LF: Das E-Mail konnte ich noch nicht (Satz nicht beendet) Es ist nicht mein Büro... Setzen Sie sich dort ins Auto und kommen Sie zu mir. warum sollten Sie warum Sie wissen ja warum sollten Sie? LF: Schauen Sie. welches ich immer nehme für eine offizielle Sache. Wir haben jetzt im Rahmen des Möglichen. kein Problem. LF: Sie können nur so ihr Ziel erreichen. Sonst habe ich immer den roten 230 . Darum habe ich mich ja in die Höhle des Löwen begeben. es ist das Auto.. ja. wissen Sie. K: Ja. warum sollten Sie mit mir Gnade walten lassen. dass Ihnen in Ihrer Sache Gerechtigkeit widerfährt. Ich habe ja unverbindlich geschrieben. ich wusste nicht. natürlich auch in meinem eigenen Interesse. Hier ist nur eine relative Sicherheit. Was wird mich erwarten. wenn er kommt. Warum.. Ich weiss nicht.er war nicht informiert. Er fährt Sie zu mir aufs Schloss und dann besprechen wir im Einzelnen die nächsten Schritte. um auch Sie nicht zu exponieren und um mich nicht zu exponieren. K: Ja. In Ihrem eigenen Interesse. es gibt wirklich nur eine Möglichkeit.. Wissen Sie.LF: Ja. wo Sie sich sicher fühlen können. Ich kenne die Probleme. K: Ja. im Interesse des Landes. Ich habe mich im Rahmen des Möglichen und der Beschränkungen hier erkundigt und was für Möglichkeiten es hier gibt. Ich konnte noch nicht — Sie kennen die Probleme.. Sie haben ja keinen Grund Sie wissen ja ganz genau. Warum. Ich möchte und Sie möchten es auch. auch im Rahmen der von Ihnen gestreckten Grenzen. Es war verwirrend. er war ein Vertrauensmann. haben wir versucht. Was ist es für ein Auto? LF: Ja. Das ist wirklich der einzig sichere Ort. K: Ja. Sie kommen zu mir her. dort ins Auto zu steigen. ja ich weiss. ja. ob ich es schaffe. es ist der schwarze Audi. warum. (Kurzes Gespräch über die Farbe). Ich wusste nicht.

231 . Geben Sie mir einen Grund. LF: Schauen Sie. Jetzt haben wir diesen Audi gekauft und nicht mit FL 1 sondern mit der Nummer FL 6333. Sie kommen jetzt zu mir her und besprechen das im Einzelnen. Da werde ich auch schauen. LF: Ich gebe ihnen Recht. Drum kommst so weit. wie man das macht. Ich habe keinen Ausweg gefunden. dass ich wieder grösste Scheisse gebaut habe. das ist ein Problem. Ja. zumindest nicht genügend fähige.Pkw. Wenn es um kompetente Leute. es hat keinen Sinn.. Es gibt auch andere Fälle. den kleinen. Wir haben nicht genügend Leute hier. weshalb ich nicht abgeführt werden sollte. Was ist dann? Und was ist dann? Was ist dann? Ich kann ja nicht nach Hause. K: Ja. Wir werden schauen. Bequem und hat alles was Sie haben wollen. wo die Sachen hier liegen. wie wir das beschleunigen. wie .. wir können Stunden miteinander sprechen. Man hat 6 Jahre lang nichts gemacht. LF: Schauen Sie. ich hab geschrieben und geschrieben und Arbeit gehabt. das regle ich für Sie. wo man einfach geschaut hat. K: Ich habe mir auch Gedanken gemacht. dass Sie eine gute Unterkunft haben. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. ich werde abgeführt. LF: Ein Gespräch mit mir. Sie setzen sich ins Auto und kommen zu mir hier aufs Schloss und regeln dass. Dann werden wir die Einzelheiten auch von der juristischen Seite ganz genau Punkt für Punkt durchgehen. Das ist kein Problem. wenn‘s ums Geld geht ist man schnell und wenn‘s ums Blut geht. was soll ich Sie belästigen<(weitere undeutliche und hektische Wort. man hat 6 Jahre gemacht. Das ist alles kein Problem. (KIEBER weint erneut). dann hilft man keinem..... ich weiss wir können nicht Wochen miteinander sprechen. K: Ja. nicht verständlich). Ich bin mir bewusst. Ich hab ein Modell gebaut und ausser Paul MEIER und mein Anwalt. Ich habe ja nichts mehr (Kieber weint und spricht noch einige nicht verständliche Worte). wie das weitergehen soll in Liechtenstein. K: Ja.. K: Was wird mich erwarten? Was wird mich erwarten? Das ist die Frage. Warum sollte ich nicht abgeführt werden.

Sie haben ja sonst keinen Ausweg. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen. Sonst können Sie ja nichts erreichen. LF: Das ist dann ein Problem. Ich will nur Gerechtigkeit.. dass das für Sie selber der beste Weg ist. Ich entschuldige mich für die Umstände. Steigen Sie jetzt ein-. 886 Nein. K: Ja. Kommen Sie her. 232 . (Unterbrechung des Gespräches. Anmerkung: KIEBER war während des gesamten Telefongesprächs sehr nervös.LF: Es ist ja kein Haftbefehl gegen Sie da. Aber da können Sie nichts dafür. Ich gebe Ihnen den Befehl. dann können wir das durch besprechen. das können wir dann auch im Einzelnen besprechen. kommen Sie her. was für Probleme Sie jetzt haben. Vertrauen Sie mir. Sie wissen. Ich bin in Zugzwang. da die Wertkarte des KIEBER aufgebraucht ist) Fortsetzung des Gespräches: K: Entschuldigen Sie. Anm. Instruktion K: Ich danke Ihnen 1OOO-maI. Er wiederholte sich fortwährend und fand nur schwer zu einem Gesprächskonzept. Ich bin nicht sicher hier will ja keine 30 Millionen. LF: Richtig. K: Ich habe ja immerhin gegen Sie. ich bin in Zugzwang. Dann kann ich Ihnen auch das Drumherum erklären. wenn der Wagen dort ist.: Die obige Anmerkung stammt von der KKZ. Dann haben wir Zeit. LF: Ich sage Ihnen. psychisch sehr angespannt. habe ja immerhin gegen Sie Sie wissen ja. Sie sollen Sie ja auch bekommen. Dann können wir wirklich das in Ruhe überlegen. entspannen Sie sich und . Sie müssen ja erkennen. die Karte ist so schnell fertig. Sehen Sie die Nummer auf dem Display. das ist die einzige Möglichkeit die Sie haben. Dann haben Sie ja immer noch die Möglichkeit sich zu entscheiden. Auf Grund dieses Zustandes sprach er undeutlich und vollendete oftmals nicht seine angefangenen Sätze. Hier können wir die Probleme lösen. nein? Ich werde auf jeden Fall dort sein. die das abgehörte Gespräch niedergeschrieben hat.. Ich kann jetzt nicht mehr. hektisch und emotional bzw. Ich will ja keinen Euro. was ich gemacht habe. Setzen Sie sich ins Auto.

Ich dachte.: Man darf nicht vergessen. Ich stand sicher noch 20 Minuten in der Telefonzelle und wusste weder ein noch aus. wieder nach Hause zurückkehren würde? Vor allem. Gerechtigkeit im Fall Argentinien. nachdem ich einen solchen Brief an Hans-Adam geschickt hatte. So hatte ich Hans-Adam noch nie reden hören. dass alles was sie mir gesagt hatten. dass es keine Sinn hatte. gut. dass ich nichts über ein KKZ und deren Aktivitäten wusste. dass zu diesem Zeitpunkt nur Hans-Adam in vollem Umfang und der Bankdirektor im limitierten Umfang im Bilde waren.Also GUT! Das zweite Telefonat mit Hans-Adam war überstanden. Offenbar hatte Hans-Adam erkannt. Hans-Adam hatte ja am Telefon bestätigt. Für die nächsten 30 Minuten lief ich ziellos in Berlin-Mitte herum und versuchte mir einen Reim auf das Gespräch mit Hans-Adam zu machen. ich kam zu dem Schluss. in den Wagen zu steigen‚ hatte schon ein seltsames Gefühl in mir hinterlassen. dass ich in der Sache (Argentinien) Gerechtigkeit bekommen würde. dann hätte sich nichts geändert. NEIN. dass mir nichts angetan werden würde. der Ausdruck von Hans-Adam am Telefon „Ich befehle Ihnen. dass Hans-Adam und der Bankdirektor mich nicht verstanden hatten oder verstehen wollten. Ich war erleichtert. Obwohl. Offenbar hatten sie den vollen Ernst der Lage nicht begriffen. dass da vieles falsch gelaufen war in Liechtenstein. Oder doch? Oder nicht? Ich werde nicht. Ich war wie gespalten: Einerseits dachte ich. ich KANN nicht. damit sie mich nach Hause locken konnten. NEIN. Er „befiehlt‚ mir nach Hause zu kommen? So oder so. Ich konnte mir sehr gut vorstellen. dass ich. 233 . Nur ein Dummkopf würde jetzt zurück nach Hause fahren. steige ich in den Wagen. nicht wahr sein könnte und sie nur mit mir „freundlich‚ reden mussten. mir mit Drohungen zu kommen. nachdem was ich alles in den letzten fünf Jahren durchgemacht und erlebt hatte. Und niemand gab mir eine Garantie. NEIN. Sie hatten keine andere Wahl. Wenn ich jetzt nach Hause gehen würde. Mit schnellen Schritten machte ich mich auf und davon. dann wieder: Nein – niemals. Er hatte sich also der Sache angenommen und erkannt. ich darf nicht. Wie konnten die in Vaduz nur glauben. Solange ich nicht heimkehren würde. solange würden sie mit mir reden müssen. Anm. Oder? Mal sehen.

Nur wenn Kieber die Rückreise nicht antreten würde. Hr. dass er leicht zu knacken sei. nachdem Kieber in den Wagen eingestiegen sei. Kieber würde in den Wagen steigen und mit den Daten nach Hause kommen. abhörsicheres Telefon im Staatswagen hatte. Kaiser buchte sich einen Flug nach Zürich. Er wurde nochmals instruiert. Warum sollte er die „gut funktionierende‚ Kontaktmöglichkeit zwischen ihm und Kieber unterbinden? Dann kam ihm in den Sinn. Es wurde im KKZ beschlossen. Herr B. B. Er sollte sich uninteressiert zeigen und sehr diskret verhalten. Die Experten im KKZ zeichneten nun ein Bild von Kieber. nein – insbesondere darum. keinen Anruf mehr auf dem Handy entgegenzunehmen und für Kieber nicht mehr erreichbar zu sein. Aber Hans-Adam war damit nicht einverstanden. mit diesem Telefon nochmals Hans-Adam anzurufen. dass er ja ein fest eingebautes. solle man ihm die Chance geben. über das was er dem HansAdam angetan hatte. fuhr mit dem Wagen in die Stadt und rief über das Autotelefon auf dem Schloss an. worin sie zum Schluss kamen. Es wäre besser keinen „offiziellen‚ Kontakt mehr zwischen dem Dienstwagen auf deutschem Gebiet und Vaduz herzustellen. Er wäre emotional am Ende. zeigte. Er sollte insbesondere auf den Inhalt des Kuverts achten und müsste verhindern . Januar 2003 (nach dem Telefongespräch mit Hans-Adam) Hans-Adam war sich nach dem Telefongespräch mit Kieber sicher. Hr. Wenn Kieber im Wagen sei. sich gegenüber Kieber nur auf den Auftrag des Hans-Adam zu beziehen und ansonsten sich auf keine Gespräche mit ihm einzulassen. dass in wenigen Stunden der ganze Spuk vorbei sein würde. Diesbezüglich gab es dann vor allem aber Bedenken von Seiten der Regierung. B. dem Hans-Adam zu empfehlen. Die beiden tauschten kurz ein paar Worte aus und Kaiser übergab ihm das dicke Kuvert und die Wagenschlüssel. Der Audi A8 kam in Berlin an.wie besprochen . und der Fahrer Richtung Vaduz abgefahren sei. sollte der Fahrer sich telefonisch in Vaduz melden. Kaiser parkte den Wagen vor dem Ankunftsterminal am Flughafen. war schon mit einer Maschine aus Zürich gelandet und wartete auf ihn. erreichte das Zentrum Berlins und parkte den Wagen genau vor der LGT 234 . Nicht nur wegen dem Erlittenem in Argentinien.dass Kieber direkten Zugriff darauf hatte.VADUZ 14. weil er Gutes von Bösem unterscheiden konnte und schon jetzt starke Symptome von Reue. Er soll pünktlich laut Auftrag abfahren.

Also die im dicken Brief vom 7.Niederlassung am Kurfürstendamm. Wenn Hr. Herr B. der mit seiner lieben Mutter im Vorarlberg lebt. Das ist dem einheimischen Baugewerbe sehr sauer aufgestossen – obwohl sich öffentlich niemand traut. Es wurde mir nicht gesagt. Ich schritt mehrmals im grossen Rechteck um den Audi herum. ist dem Hans-Adam in Bezug auf Diskretion das einheimisches Personal immer etwas suspekt geblieben.1. Schon von Weitem konnte ich den Audi A8 mit Liechtensteiner Kennzeichen erkennen. Aber halt. da er oft nach der Arbeit im Schloss runter ins Vaduzer Städtle kam und ein Feierabenddrink im Geschäft meines Onkels Guntram (der Hermann meiner Tante) zu sich nahm. Ich kannte ihn persönlich. Januar 2003 (11:30 – 13:00 Uhr) Ich fuhr in meine neue Unterkunft. dass Kaiser nicht der Fahrer sein würde.: Die meisten Angestellten auf dem Schloss sind Ausländer. wo ich die externe Harddisk mit all den Daten der ganzen Treuhand aus dem Koffer holte und in meiner Manteltasche verstaute.und Innenrenovation des Schlosses hat er zu 90 Prozent an ausländische Firmen gegeben. sagte ich zu mir. Viele aus Österreich. ob es eine Falle sein könnte. um heraus zu finden. Ich setzte meine eigenen Schutzmassnahmen in Gang. es ist Herr B. Er ging den ihm aufgetragenen Plan nochmals im Kopf durch und wartete darauf. Auch die Aussen. Im Gegensatz zu seinen Eltern. Es sass jemand im Wagen. Aus zwei Gründen: Hans-Adam ist sehr. BERLIN 14. im Wagen sitzt. wo ist dann der Herr Kaiser? Ich wusste von den vielen Telefonaten mit dem Bankdirektor. wo die LGT das Büro hatte. einen Moment mal. Ich schlich mich an jenen Strassenabschnitt des Kurfürstendamm heran. Vielleicht versteckte sich Kaiser im Wagen oder in den Büros der LGT. an Hans-Adam geschilderte Massnahme unter Punkt IX. es zu beklagen. ist ein feiner (Jung-)Geselle. Anm. na sagen wir es mal so: „kostenbewusst“. Ausländisches Personal kommt ihn nur halb so teuer wie Einheimisches. B. einige aus der Schweiz und sogar aus Brasilien. dass Kaiser mit ihm in Frankfurt war. Er ist noch misstrauischer als ich. Irgendwelche Berliner 235 . Aha. früher als abgemacht aufzukreuzen. was jetzt geschehen soll. Dies ist aber nicht der Hauptgrund. Es ist immer besser.

Er war etwas erstaunt und drückte aber ohne Diskussion die entsprechende Taste. Ohne auf die Einladung von Hr. So. Er was aber eher nicht erstaunt. Ich sagte zu mir. damit alle Türen abgeschlossen sind. Ich fragte ihn. ob er genau wisse. war sehr erschrocken und mehr als etwas verlegen. B. dass ich meine Schutzvorkehrungen aktiviert hatte und daher keine Überraschungen haben möchte. waren aber menschenleer. fragte ich. dass Hr. Der Motor des Audi war im Leerlauf. Mein Puls stieg und trotz der Kälte begann ich zu schwitzen. 236 . Dann blieben nur die Wohnungen und Büros auf beiden Seiten des Kurfürstendamm. warum ich hier sei. Blieb stehen und sah. Ich knallte die Türe sogleich zu und bat ihn sofort die Zentralverriegelung zu betätigen. Herr B. dann jetzt. riss ich die Türe auf und sprang auf den Sitz. fuhr es mir gleich durch den Kopf. Wie ein Marktschreier röhrte ich mehrfach schnell nacheinander. zu warten. schaute rechts und links. Er erwiderte überzeugend er habe „Keine Ahnung‚. dieser sei mit dem Flugzeug nach Zürich zurückgeflogen. wiederholte ich. dass er keinen Kunden vor sich hatte. Aber wo ist Kaiser. Ich setzte zum Sprint an und blieb hinter dem Audi abrupt stehen. Wenn sie zuschlagen. Alle parkierten Wagen. dass es freie Sicht auf den Audi hätte. ein LGT Kunde. Dafür hätte die LGT ihre eigene Wagenflotte und Fahrer. OK – ich riskiere es. die diese Bedingung erfüllten. zur Türe und den Fenstern des Treppenhauses des Gebäudes wo die LGT drin war. so einen Kunden murmelte ich. Er erkannte mich sofort. Totenstille im Wagen. am Telefon war. ob man mich beobachtete. Er beendete das Gespräch.Polizei? Oder gar Privatschnüffler? Andere Autos mit ausländischem Kennzeichen? Ich vermutete. In meiner linken Manteltasche hielt ich die externe Harddisk mit meiner Hand fest umklammert. Er sagte. B. dass ein mobiles Überwachungsteam sich so positionieren würde. heute früh mit dem Flugzeug nach Berlin zu fliegen und einen Kunden der LGT per Auto wieder nach Vaduz zu fahren. Aha. HansAdam habe ihn gestern spät am Abend beauftragt. bemerkte ich. dass er gekommen war. Ich ging zur Beifahrertür und klopfte an die Scheibe. dann nach oben. während ich die Aussenwelt beäugte. Und wo ist der Bankdirektor? Von einem Bankdirektor wüsste er nichts. Ich bedankte mich. Ich wartete weiter ab. Selbst auf dem Gehsteig niemand. keine Seele war zu sehen. Ich lief auf der gegenüberliegenden Strassenseite zwischen den Schaukästen und Bäumen in Richtung LGT. Nichts bewegte sich. Da hatte ich keine Chance herauszufinden. Er bewegte den Kopf nicht und starrte nur nach vorne. kein Mensch weit und breit. Blödes Gespräch.

Zeit um die wahren Probleme zu lösen. dass ich den Pass nicht in die Hand nehmen dürfte. Ich wusste. Da war er! Der Pass. Trotzdem. Der Gedanke an solche Pläne von Hans-Adam mag nur auf den ersten Blick weltfremd sein. Allerdings nur. Er drückte wieder die Zentralverrieglungstaste und ich stieg aus und nahm den Weg hinten. Mit einem Foto von mir. dass Hr. Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Ich wusste es. dass die Türen geschlossen wurden. die Schutz-ID. Sie hatten damit Zeit und Sicherheit erzielt. B. Ich konnte noch die letzten drei Zahlen der Passnummer erkennen: 212. mir etwas zu zeigen. Sofort konnte ich erkennen. dachte ich mir. Herr B. nichts. da kann auch ein Hans-Adam ganz neue Wege gehen (wie sich fünf Jahre später zeigen sollte). Er sagte dann zu mir. um das Heck des Wagens herum. Die ca. wenn ich mit ihm im Wagen zurück nach Hause fahre. dass er von Hans-Adam beauftragt worden sei. Herr B. Herr B. Mit dem Pass sei ich Herr Ulrich Meier aus Liechtenstein und sollte keine Angst haben. falls wir auf der langen Strecke von Berlin bis an die Grenze Österreich / Liechtenstein aufgehalten. Ich aber dafür aus dem Wagen steigen müsste und bitte vorne rum um den Wagen vor die Fahrertüre kommen soll. sagte aber gleich. Hallo! Ich war ja nicht mehr im Wagen. kein Ansturm weit und breit. sodass ich ihn aus Zorn keine runterknallen könnte. dass er den Auftrag habe. da mir fix der Gedanke kam. wenn Hans-Adams Schläger zuschlagen. es war eine Falle. mir diesen Pass „auszuleihen‚.1963. Ich stieg aus und hörte ein „Klack‚ und alle Türen waren verschlossen. dass es ein Liechtensteiner Reisepass war. lies das Fenster noch ein Stück runter und sagte. Dann hörte ich das Geräusch eines automatischen Fensters. keine Gefahr für mich darstellte. Dies erschien mir dann etwas suspekt.06. Kommen die Bullen etwa? Ruhe. Nein. da ich selber vor wenigen Minuten verlangt hatte. Der Pass lautete auf den Namen Ulrich Meier. Der starke V8 Motor lief ja ständig. Dort hinein müsste er auch alle Unterlagen und 237 . Spinnt er jetzt? Scheisse. hielt etwas in der Hand und presste es an die Scheibe. 750 Kilometer würden wir leicht in sechseinhalb Stunden abspulen. Aber hier ging es um ein Milliardengeschäft. Er hatte sich eingeschlossen.Ich erkannte sofort. sie würden den Pass wegen den Daten ausstellen. bzw. kontrolliert würden. geboren am 18. er könnte mich auf Befehl seines Herrn mit Vollgas vor dem Wagen überfahren und es dann als „Unfall‚ verkaufen. Er würde den Pass während der Fahrt in einem abschliessbaren Koffer verwahren. sie würden es tun.

Herr B. sobald er in Vaduz angekommen sei. Er nickte mit dem Kopf und machte ein Handzeichen. Dann immer gerade aus. die ich von der LGT mitgenommen habe. Ich schüttelte nur den Kopf. wusste also mehr als er zugeben wollte. Erst nach zwei. Ich rannte wie vom Teufel verfolgt davon. Ohne Pass keine Heimreise. 238 .‚ Du kennst die Leichen im Keller. Immer nur gerade aus. dass die Daten sicher seien. in die erste Seitenstrasse die ich finden konnte. dass ich wieder in den Wagen steigen möchte.Datenträger. Ich schilderte ihm kurz was geschah und schimpfte mit ihm. Ich verabschiedete mich mit dem Versprechen. also war er entweder schon gelandet oder noch gar nicht abgeflogen. Er erwiderte. Ich müsste zuerst wieder nachdenken. ob ich sicher nicht mitkommen wollte. damit Deutschland. Es klingelte. Herr B. Der Motor war noch an. drei Kilometern musste ich atemlos anhalten. die USA und all die anderen Länder Eure schmutzigen Geschäfte nicht erfahren. sondern nur für eine Heimreise unter ihrer Beaufsichtigung ausgestellt wurde. dass mir die Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. Ich drückte ihm den Brief in die Hand und bat ihn diesen HansAdam persönlich zu übergeben. war konsterniert und meinte nur. es gebe keine weitere Gelegenheit und ich würde den guten Willen von Hans-Adam sehr strapazieren. entschuldigte ich mich sogleich für den Ausraster und sagte. ich einen Brief für Hans-Adam geschrieben habe und leider NICHT mitkommen könne. dachte ich mir. dass ich an einer Lösung arbeiten würde und ich mich bei Hans-Adam und allen bedankte. Aha. Im Wagen sagte ich zu ihm. Herr B. Ich schrie ihn an. dass er nicht in Berlin war und vor allem darüber. Ich liess ihn fast gar nicht zu Wort kommen. Wo gab es eine Telefonzelle? Dort war eine! Ich rief den Bankdirektor auf seinem Handy an. fragte mich dann besorgt. Ohne Unterlagen keinen Pass. ihn bald wieder anzurufen. ich solle vorne um den Wagen zur Beifahrerseite kommen. tobte ich am Hörer. Ich lief natürlich hinten rum. dass alles gemäss den Anordnungen von Hans-Adam geschehen sei. Nachdem ich mich wieder besonnen hatte. legen. so die Order von Hans-Adam. ob ich denn die Daten nicht mitgebracht hätte? Ich deutete ihm an. Worauf ich noch wütender wurde und schrie: Welch guter Wille? Mir gegenüber? Scheiss guter Wille! Alles was ihr macht ist nur deswegen.

da sie eher der Meinung waren. Der Professor meinte aber. Und er hatte gesagt.15 Uhr abfahren. kurz mit ihm gesprochen und ein Schreiben für Hans-Adam abgegeben hatte. Wenn Kieber sich dazu entscheiden sollte. 239 . dass er nicht mitfahren wolle oder könne. Niemand ausser Hans-Adam mochte laut aussprechen. Aufruhr in der KKZ! Herr B. sobald dieser heimischen. Falls im Falle einer Falle Kieber keine sofortigen Reaktionen/Aktionen geplant haben sollte. Wir könnten ihn ja nicht auf ewig hinter Gitter sperren. Auch die Möglichkeit. Man erhoffte sich endlich ein Ende des Dramas. dass dafür später noch Zeit sei. dass wir ihn ins Gefängnis werfen könnten. schloss der Professor seinen Ausführungen. sehr misstrauisch sei und bewiesen habe. in den Wagen einzusteigen. er verstehe nicht. hiesse dies noch lange nicht. hatte ihm den Pass durch die Scheibe gezeigt. dass Kieber zwar gekommen sei. was mit Kieber geschehen sollte. antizipiert und ergründet haben. dass Kieber die Daten gar nicht hatte. hoch anrechnen. um sich nach Hause chauffieren zu lassen. Liechtensteiner Boden unter seien Füssen hätte.VADUZ 14. Zudem warnte der Professor. Er werde um 12. Um 12. Vertreter der LGT verlangten aber das Kieber sofort nach Grenzübertritt von einem Polizeikommando überwältigt werden sollte. Herr B. Mit dem Hinweis. dass er zu hoch komplizierten Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf die Daten fähig war. hatte gerade via Autotelefon mitgeteilt. führte der Professor weiter aus. dass Kieber sehr. Sollte er die Daten den haben ! Eines sei ganz sicher. Die Vertreter der LGT beeindruckte dies nicht gross.10 Uhr rief der Bankdirektor in Vaduz an. würde Kieber jetzt nicht mehr sehen. dass er nicht später noch Aktionen umsetzten würde. warum er nicht in Berlin sei. ihm alles abgenommen werden und er in das Gefängnis nach Vaduz überstellt werden sollte. Herr B. dann würde er auch jede nur erdenkliche Möglichkeit. dass in diesem Fall Kiebers Rache das Vorstellungsvermögen der KKZ übersteigen würde. Man sollte Kieber seinen Mut und die Entscheidung nach Hause zurückzukehren. die wir auf unsere Seite im Kampf gegen ihn besitzen. Januar 2003 (11:30 – 14:00 Uhr) Alle Mitglieder der KKZ trafen sich im Regierungsgebäude und waren nervös. Kieber habe ihn gerade angerufen und gesagt.

Kieber in Berlin aufzuspüren und überwachen zu lassen. Hans-Adam. Es sollte doch möglich sein. Selten hatte man ihn so fluchen hören. oder man in Erfahrung gebracht hätte. dass ihm bis heute niemand mit Sicherheit sagen konnte. wo sie sich befinden finden. Der Professor hakte nach: Wie denn? Mit Hilfe der Deutschen? Ein Amts. insbesondere der Treuhand. Es gibt ja schliesslich private Firmen. rein gar nichts erfahren. Der Professor. Vielleicht um ihr eigenes Versagen zu schmälern. warfen die Vertreter der LGT die Schlussfolgerung in die Runde. Hans-Adam jedoch war sehr fuchsteufelswild. Es zeigten sich die ersten Risse in der durchs Schicksal zusammengewürfelten Gruppe in der KKZ. die Justiz und die Polizei rieten von solchen Massnahmen dringend ab. verdeutlichte Regierungschef Hasler. Deutschland darf nichts. nein – natürlich nicht. Herr B. Was sollte das alles. Enttäuschung machte sich breit. Es müsste doch sicher etwas in dieser Richtung in Berlin geben. Nicht vorzustellen. Der Liechtensteiner Staat lässt einen eigenen Bürger in Berlin kidnappen und illegal „nach Hause bringen‚. Offen wurde über unorthodoxe Massnahmen diskutiert. könnte man ihn samt den Daten „nach Hause befördern‚. dass Kieber darum nicht in den Wagen gestiegen sei. fragte sich der Bankdirektor. Wenn die Daten und die Art und Weise. dass es hier um die Grundexistenz gehe. die LGT und die Regierung konnten dies zwar nachvollziehen. bemerkte der Professor.warum ihm die gezeigte Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. Nichts offizielles. Kein Staat darf etwas davon erfahren. Der Professor. die dann aushelfen. weil er in Wahrheit die Daten gar nicht hatte! Aha. wenn der Staat nicht kann. seiner Marionettenregierung und der LGT.22 Uhr von Berlin ohne Kieber und vor allem ohne Daten Richtung Vaduz ab. Weniger von Seiten der Justiz und der Polizei. wenn dies dann an die Öffentlichkeit gelangen würde. Sobald er zu den Daten gehen würde. die Justiz und die Polizei lehnten jede Gewaltanwendung kategorisch ab. ob nun Kieber die Daten hat oder nicht. Entschlossen aber von Seiten Hans-Adams. interessante Hypothese. erwiderten alle anderen im Raum. Wie konnten sie nur glauben.oder Rechtshilfegesuch? Interpol? Nein. jammerten aber. wie wir hier Geschäfte tätigen ausländischen Behörden im Detail bekannt gemacht würden. dass Kieber jetzt nach Hause kommen würde. fuhr um 12. Nicht nur sie sondern auch viele tausend Kunden würden Probleme bekommen. dann müssten wir hier dicht machen! Die Zukunft des Landes stehe auf dem 240 .

dass Kieber einen Mitgliederausweis besass und 1999 zwei Bücher. Januar 2003 (nachmittags) Die Polizei verfasste einen weiteren schriftlichen Bericht über die ausgedehnten Überwachungs. BERLIN 14. Dort angelangt. geneigt sein könnte. waren sich alle einig. alle Internetseiten. mithören würde. dachte ich mir.Staatsbürgern 100 Prozent Loyalität erwarten. Man beschloss sich von nun an jeden Tag mindestens einmal zu treffen. Hans-Adam befürchtete anscheinend.B. Selten von den Ausländischen. musste er einen deutschen Staatsbürger gemeint haben. der auch noch Polizist war. nämlich das Strafgesetzbuch(!) und die Strafprozessordnung(!) ausgeliehen und erst nach langer Zeit wieder zurückgebracht hatte. heim in Petras Wohnung. dass eine Person. Hans-Adam konnte sich nur von den eigenen – wenn auch nicht von allen . Zudem wurde auch entschieden. konnte ich nicht einschlafen. herauszufinden. Januar 2003 (nach Abfahrt des Diplomatenwagens) Was nun? Ich wusste es nicht. nahm ich eine heisse Dusche und legte mich flach. Jetzt kam mir in den Sinn. die von der Angelegenheit wussten. Am besten ginge ich schlafen. mit all jenen Personen. die er in der Bibliothek angeschaut hatte. Klar. Regierung. Obwohl ich todmüde war. LGT (das Schloss ausgenommen) sollten unter Androhung schwerer Konsequenzen (z. sofortige Kündigung) die mitwissenden Angestellten zu äusserster Verschwiegenheit verpflichten. Zudem wären die Daten für Deutschland ja hochinteressant. dass dieser Deutsche. was aus technischen 241 . aus den früheren Fehlern zu lernen und eine Liste anzufertigen.oder Nachforschungsmassnahmen für Hans-Adam. Polizei. da die Gespräche über das Handy von den Bullen abgehört würden und dies Hans-Adam im voraus wusste. VADUZ 14. Die Führungspersonen jeder Einheit der Justiz. Es wurde bei der Landesbibliothek Vaduz in Erfahrung gebracht. als er mich im Telefongespräch am Montag kurz vor Mittag warnte. der dort als Experte für die FL-Polizei arbeite. Auch wurde fieberhaft versucht. welche Person Hans-Adam gemeint hatte. an die Daten ran zu kommen. es könnte sein.Spiel. die ich im Brief erwähnt hatte.

So konnte es nicht weiter gehen. Gegen späten Abend traf der Chauffeur Herr B. Die später dann erfolgte illegale Durchsuchung wurde sogar so orchestriert. Die Art von Verbindung wie ich es im Brief vom 07. das wusste Kieber selbst noch nicht.03 unter Punkt "X. Nein.: Unglaublich aber wahr: Das KKZ ordnete die Durchsuchung von zwei bewohnten Wohnungen in Balzers an. Hans-Adam wurde sofort aufgesucht.Gründen nicht gelang. da er erkannte. Auch wurden all seine alten Bankkonten bis ins kleinste Detail auf Jahre zurück ausgeforscht und dokumentiert. nur was. BERLIN 15. dass er unter Zugzwang stehe. dass es besser war. obwohl ich nie dort gewohnt habe und es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den Wohnungen oder der LGT gab. Anm. beschloss das KKZ weiter. Er erhielt den Brief von Kieber. Dafür musste ich die nächste Stufe der vorbereiteten Kommunikationsmöglichkeit aktivieren. Der Wagen war weg und nichts hatte sich geändert. mit dem Audi auf Schloss Vaduz ein." beschrieben hatte. Kieber könne nicht einfach sagen: „Schwamm drüber – hat halt nicht geklappt‚. weil sie nicht anwesend waren. Abstand zu nehmen und Zeit zu gewinnen. Dann war er wieder besorgt. rund um den Globus diese Art Kunden entlarvt werden. Hans-Adam war nach der Lektüre erleichtert. die am 13. Damit die Angelegenheit im Ländle selber nicht so bekannt wurde. wie Woche um Woche. Kieber müsse etwas machen. Anm.01.01.03 befehligte Razzia von zwei Wohnungen und dem Haus von Kiebers Stiefmutter erst gegen Ende Januar oder Anfang Februar 2003 durchzuführen.: Dazu kann ich nur sagen: hätte die Liechtensteiner Justiz nur halb soviel Energie für die Entdeckung der Bankdaten von schlimmen Kunden verwendet wie für die „Ausgrabung“ meiner wenigen Bankunterlagen. Januar 2003 Immer noch müde stand ich trotzdem schon um 06. dann müsste sie seit 2008 nicht hilflos zusehen. Eine Woche sollte reichen.00 Uhr morgens auf. Obwohl 242 . dass eine von Kiebers Prioritäten vorerst die Sicherheit der Daten und damit die der Liechtensteiner Finanzwelt war. Natürlich war die Durchsuchung ohne brauchbares Ergebnis. Nach reiflicher Überlegung kam ich zum Schluss. da Kieber ihm weiter schrieb. dass die Bewohner nichts davon merkten.

obwohl er am 14.01. Mit der Auswahl von „www. warum 243 . dass ich unbedingt erreichen wollte. dass es besser sei.01.03. war ja. Die ersten zwei Säulen hatte ich ja schon in starke Vibrationen gesetzt.catholic. Selbst bei der Auswahl des Internetproviders für das gemeinsam zu benutzende Emailkonto hatte ich mir vor der Abreise aus Liechtenstein den Kopf zerbrochen. Das Konto hatte ich schon im Dezember 2002 eingerichtet. Im Text wiederholte ich die Begebenheiten der letzten 48 Stunden und meine Gründe. Der Grund warum ich ein „codiertes‚ Kennwort ausgerechnet im sichersten Raum im Schloss Vaduz angebracht hatte. Da ja beide Seiten dasselbe Emailkonto verwenden würden. dass es ohne den klassischen Emailversand praktisch unmöglich oder zumindest sehr. Die drei Säulen von Hans-Adam bestehen aus Geld. dass sich Hans-Adam persönlich mit dem Fall befasste. Klare Hinweise auf das LOGIN-Wort und damit auf das Passwort hatte ich ja schon im Brief vom 07.ich es darin präzise geschilderte hatte. Bevor ich dies aber tun konnte. die praktisch jedes Missverständnis ausschliessen würde. würde kein Email versandt werden. ob die in Vaduz diesen Punkt auch richtig lesen und interpretieren könnten. hatte ich in einer ersten Email im Ordner „Entwurf‚ gespeichert.03 geschrieben.01. Instruktionen wie das Konto von mir und Hans-Adam verwendet werden sollte. absolut nicht.03 geschrieben wurde. hatte ich bedenken. formulierte ich eine neue Nachricht für ihn und speicherte sie im Entwurf-Ordner. Ich musste ihm nur noch den Namen der Webseite mitteilen. Auf die Idee kam ich. weil meine Recherchen ergeben hatten. eine Wortkombination zu finden. wenn auf schriftlichen Weg kommuniziert würde und zwar so lange bis wieder ohne Drohungen und Schimpfen miteinander geredet werden konnte. die IP-Adresse (und damit den genauen Computerstandort) herauszufinden. Für die letzte Säule erschien mir die Webseite einer katholischen Organisation mit Sitz und Server in den USA als ideal. sehr schwierig sein würde. Es war nicht einfach. fand ich. Mit dem Thema „Frankfurt‚ hatte es ja nun gar nicht geklappt. Dies aus taktischen Gründen. Macht & Kirche (Glaube). Obwohl ich den direkten Kontakt nicht scheute. sondern nur jeweils der neue Text im Ordner „Entwurf‚ abgespeichert werden. Mit einem Trick deponierte ich den fertigen Text mit Datum 15.org‚ wollte ich auch im Unterbewusstsein an das starke Dogma von Hans-Adam appellieren.

er bei der LGT gearbeitet hatte und er eventuell alle Daten der LGT Treuhand hatte. dass ich andere Wege gehen müsste. altes ein. so würde ich mich zurückziehen.03 ein Mal pro Tag bei der LGT in Berlin anrufen würde. Der Auftrag sollte aber sehr vorsichtig erteilt werden. den 21. Auf keinen Fall dürfe er angesprochen werden.03 warten könnte. Januar 2003 Die KKZ kam zusammen und diskutierte das weitere Vorgehen. Um jede Unklarheit auszuschliessen.ich nicht in den Wagen eingestiegen war. Sollte bis dahin nichts gehen. Da die KKZ ja genügend Anhaltspunkte über den Aufenthalt von Kieber besass. wurde beschlossen. musste ich ein Datum festlegen. worin ich den Namen der gesuchten Homepage (Webseite) preisgab: www. man dürfte der Spezialfirma auf keinen Fall mitteilen. dass Kieber Liechtensteiner sei. anzuheuern.01. um in Erfahrung zu bringen. Die LGT Treuhand konnte immer noch keine felsenfesten Beweise vorlegen. Ausserdem schrieb ich.01.B. so würde ich mich simultan an die Deutschen und die Amerikaner wenden. Um nicht ewig hier in Berlin herumhängen zu müssen. also Freitag. Es soll nur gefordert werden. VADUZ 15. Ich schloss das gemeinsam zu nutzende Emailkonto und loggte mich in mein eigenes.org. eine private Firma. dass ich akzeptiere würde. dass ich nur bis Ende Januar. ihn beschatten müsste und ein Verhaltens.catholic. die sich auf das Aufspüren von Personen und Güter spezialisiert hatte. Kurier oder Weiterversand) im Sinne hätte. So weit – so gut. Ich erklärte. Nach erfolgreicher Identifikation sollte die Firma 244 . Dann sollte er im Gegenzug aber auch akzeptieren. den 31. diese nicht selber abholen würde. Er als Psychologe war naturgemäss dagegen. Der Professor distanzierte sich nochmals von jeglicher Anwendung von Gewalt. Ich schrieb. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht. ob ein Umschlag für mich angekommen sei. dass man Kieber ausfindig machen sollte. falls Post da sein würde. Sollte es nur die kleinste Andeutung einer Falle geben. sondern eine andere Lösung (z.und Bewegungsmuster erstellt werden sollte. dass ich. Von diesem Emailkonto schrieb ich an die drei bekannten Emailadressen von Hans-Adam eine höfliche Mail mit einem Einzeiler. schrieb ich ganz deutlich. wenn Hans-Adam nun die Schutz-ID nicht mehr hergeben will. dass ich ab nächsten Dienstag.

01. Er bat sie sofort aufs Schloss zu kommen. Kontakt mit den Zwischenmännern wäre nur über das Schweizer Telefon. Gemeinsam fuhren sie zum Schloss. Die Email Kieber's mit dem Namen der Webseite kam drei Mal auf Schloss Vaduz an. wäre es zweckdienlich. Die Kernmitglieder der KKZ. Herr Kaiser öffnete die schwere Türe zur betonierten 245 . Man erinnerte sich an irgendwelches Zeug. dass Liechtenstein der Auftraggeber war.01. war der Professor mit diesem Plan einverstanden. Das Sekretariat des Schlosses sendete um 14.32 Uhr eine Kopie der Email zur Polizei und eine an das KKZ. Damit keine Rückschlüsse möglich waren.03 erwähnt hatte. kamen zu einer weiteren Sitzung zusammen. Es wurde gerätselt ob Kieber vielleicht doch in den Bilderbunker gelangt war und ob er etwas hinterlassen oder platziert haben könnte. dass Kieber in diesem Zusammenhang im Schreiben vom 07.sofort Rückmeldung an den Auftraggeber machen. Kieber könnte unmöglich im sichersten und wertvollsten Raum des Schlosses ein Hinweis angebracht haben. Auch sollten dafür keine Anrufe oder Emails aus Liechtenstein gesendet werden. Weder die Sekretärin von Hans-Adam noch Alois selber nahmen sie vorerst ernst.oder Emailnetz erlaubt. Deswegen hatte Hans-Adam auch nicht nachgeschaut. Das KKZ rief Hans-Adam auf dem Schloss an und bat ihn doch nachschauen zu gehen. VADUZ 16. Januar 2003 Im Protokollzimmer der KKZ wurde die Email ausgedruckt und fein säuberlich protokolliert. Und ob es gefährlich sein könnte. Da keine Massnahmen mit Gewaltanwendung erteilt worden waren. wenn die LGT über einen Firmenanwalt aus Belgien.03 zum ersten Mal gelesen hatte. Der Kripochef nahm sich einen bewaffneten Beamten mit und holte dann Hasler mit einem unmarkiertem Polizeiwagen wieder vom Regierungssitz ab. als er davon im Brief vom 07. genauer aus Brüssel den Auftrag erteilen würde. Hans-Adam telefonierte mit dem Regierungschef Hasler und dem Kripochef Hoch. ohne Hans-Adam und seinen Sohn. dachten sie sich. Er und sein Sohn Alois wollten aber nicht alleine in ihren eigenen Bilderbunker gehen.

Ja genau. 49/50 auch. Gemäss den Angaben von Kieber sollte sich im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses des Malers Gerard DOU ein Hinweis verstecken. der „Täuschung“ gefiel mir sehr als Metamorphose. dass Kieber sehr wohl alles äusserst penibel geplant haben musste. Sie alle liefen die Treppe hoch ins Freie und runter zum kleinen „Bürokomplex‚.catholic. Die im Raum nicht anwesenden Mitglieder des KKZ wurden später über den Stand der Dinge informiert. die an die Schlossaussenmauer grenzenden Räumlichkeiten. erwiderte Hans-Adam. Diese Kunst der “Verschleierung. Anm. Alles schien normal zu sein. Dou gilt als Begründer der Leidenden Feinmalerei – Leiden mussten hier in dem aktuellen Drama alle. Langsam begriffen alle im Raum. die Hans-Adam als seine Geschäftszimmer benutzt. dem sofort das Wort „Hochzeitsreise‚ einfiel. Aber das besondere für mich im Bild von Dou im Besitzt von Hans-Adam war. Das Bild wurde schnell gefunden. woraus Hans-Adam das LOGIN-Wort und auch das Passwort erraten könnte. 246 . Hasler. Sicherlich. Somit hatten sie nun das LOGIN-Wort „mexico67‚ und das Passwort „hochzeitsreise‚. Zuerst inspizierten sie die elektrische Anlage gleich rechts neben dem Eingang. worauf „Mexico 67‚ stand. Die Sekretärin loggte sich auf www. So war es sein Sohn Alois.org ein. Hans-Adam.: Auch der Hinweis auf den Maler Gerard DOU war speziell von mir ausgesucht worden. im Jahre 1967 waren er und seine Frau Marie auf ihrer Hochzeitsreise in Mexiko.Schatzkammer im Rundturm im Beisein von Hans-Adam. gespeichert im Entwurf-Ordner. da sie jetzt schon mal eine Woche Zeit gewinnen konnten und der Professor kam auch zu dem analytischen Schluss. Die Verbindung zwischen dem Leben des Maler Gerard Dou. dass Dou sich selber als Musiker zeichnete und damit seinen wahren Beruf (Maler) verschleierte. Mit Hilfe des Punkt "X. Alois." aus dem Brief von Kieber fanden sie seine erste Mitteilung. Hoch und dem Beamten. Hans-Adam und Alois waren schockiert: ein 4 cm x 1 cm langer Kleber war dort angebracht. Der Metallrahmen Nr. Grundsätzlich waren alle etwas erleichtert. brachte kein Wort mehr heraus. dass Kieber vor Ende Januar 2003 nichts unternehmen würde. diesem Bild und des sich abspielenden Dramas erkannten weder HansAdam noch seine Truppe nicht. es war nicht von soooo grosser Bedeutung.

freundlich und lächelnd. Niemand hätte im Traum erraten. das Brandenburger Tor. Hauptsache war . dass sie mir auch Böses antun konnten. dass sich fürchterliches mit mir. dass im Unterschied zu den vorhergegangenen sechs Jahren Liechtenstein nun gezwungen war. Was mich antrieb war der „beruhigende‚ Gedanke. um zu beobachten. Jeweils fürs Wochenende fuhr sie ins Elsass zu ihrem Freund und ich hatte die ganze Wohnung für mich allein. wie immer. Ich stellte sehr schnell fest. Diese Tatsache alleine war schon eine Tröstung für mich. Mit dem Bus. wartete in der Schlange vor dem Schalter bis ich an der Reihe war. der Bahn oder zu Fuss entdeckte ich andere schöne Teile der Grossstadt. Um eventuelle Verfolger zu verwirren. Den Kiez. ob die von der LGT oder andere Ausschau nach mir hielten. Obwohl ich wusste. wann immer es die Räumlichkeiten erlaubten. der Berliner Schlag. um mich abzulenken. die Museen. Januar 2003 Ich hatte mir eine Verschnaufpause gegönnt. Ich notierte mir den ausgewählten Weg dorthin jedes Mal genau. etwas zu tun. war dies mir „scheiss egal‚. Nur ein Mal die Woche besuchte ich meine Bank. Ich vermied in die Nähe der LGT Berlin oder in die Ansbacherstrasse zu gehen. Ich durfte sie sogar einmal bei ihrer Arbeit im Luxuskaufhaus Lafayette besuchen. die grossen geschichtsträchtigen Plätze. – 20. Meine Situation war schon paradox. mich in eine Ecke zu stellen. Ich war. fühlte ich mich sicherer hier in Berlin als in Liechtenstein. Obwohl ich eigentlich im totalen Stresszustand war.BERLIN 16. um später denselben Weg nie mehr zu nehmen. ob irgendwas bis zur Presse durchgesickert war. Und meiner früheren Vermieterin Daniela wollte ich auch nicht wieder über den Weg laufen. begab ich mich täglich in eine andere Bank(Filiale) irgendwo in Berlin. stellte dann triviale Fragen und versuchte nachher. die ich dringend benötigte. dass meine Sachen bei ihr nicht in Gefahr waren. um mich und wegen mir abspielte. Ich durchforschte die Schweizer Medienlandschaft. Ab und zu besuchte ich ein Internetcafé. So 247 . Meine Vermieterin Petra war sehr angenehm. Mit der Zeit lernte ich die Berliner Strassen und Besonderheiten gut kennen.sie machten irgendwas. die man von aussen nicht einsehen konnte. Man wusste ja nie. Dort wo ich die Daten im Safe hatte.

dass er keine Uhr habe. war die Tatsache. dass hier etwas faul war. auf ihn zu. wo ich mich befand. wusste ich. Unerwartet rannte ein kreuzdumm gekleideter Jogger sehr nahe an meinem Körper vorbei. einstieg und dann in meine Richtung schaute. Sofern ich dies erkennen konnte. Niemand war im Wagen. Dann aber löste ein Auto einen Blitzgedanken bei mir aus. Ich dachte. etwas älterer Mann aus einem Hauseingang trat und auch im Wagen verschwand. definitiv nicht. rannte ich einfach los. Ich beobachtete vor allem die parkierten oder langsam fahrenden Wagen. ob er wisse wie spät es sei und er erwiderte. Der Jogger lief schnurgerade auf den VW Transporter zu und stieg hinten ein. Aber der Zufall. Ich stellte mich vor einen Laden und drehte mein Gesicht zum Schaufenster. sagte ich. Mit weit geöffnetem Mund beobachtete ich dann wie ein weiterer. was für ein Idiot. dass in der Millionenstadt Berlin innerhalb von wenigen Stunden derselbe auffällige Wagen genau dort war. Ich liess mir nichts anmerken und anstelle in die nächste zufällig ausgewählte Bank zu gehen. Verwirrung war. Viele Schweizer Dörfer und Gemeinden fuhren genau so einen als Kommunalwagen (Werkshofwagen). Ich war stets übervorsichtig und beobachtete was um mich herum geschah. Er drehte sich um und schaute mich an. Hans-Adam lässt mich beschatten und man hatte 248 . In der Glasspiegelung konnte ich einen fetten Mann sehen. Spontan. der die Beifahrertüre öffnete. mich anzugucken und ich halt „zurückstarrte‚. Nun befand ich mich aber in Dahlem. Er erschrak und blieb wie versteinert stehen. ich sei in den Tresorraum der Bank gegangen.würden eventuelle Beobachter denken. bei bald Minustemperaturen hier mitten in Berlin so gekleidet joggen zu gehen. Was mich nun sehr stutzig machte. war es ein Berliner. Nicht das ich behaupte übernatürliche Fähigkeiten zu besitzen oder „James Bond‚ zu sein. Verdammt noch mal – fluchte ich. Dem Dialekt nach zu beurteilen. ohne gross vorher nachzudenken. Der VW war in einer Seitenstrasse geparkt. Ein alter VW LT Transporter in orange-gelber Farbe. begab ich mich auf die andere Strassenseite. Nie war etwas Besonderes zu bemerken. Dahlem und Wedding sind ein gutes Stück voneinander entfernt. Und zwar in Wedding. dass ich genau diesen Wagentyp mit der ungewöhnlichen Farbe schon früher am selben Tag gesehen und anscheinend im Unterbewusststein registriert hatte. kann keiner sein. OK. Ich fragte ihn. Schönen Tag noch. Der Wagen hatte ein Berliner Kennzeichen. Als der Jogger nicht aufhören wollte. ist und bleibt immer Trumpf.

oder ob sie gar mit ihm im Januar Kontakt hatten. ob sie etwas wussten. ob ich den Wagen schon mal anderswo früher gesehen hatte – erfolglos. Keiner war mir gefolgt. Man hatte ihr zwar nicht gesagt. Gott sei Dank. dass sie mich gefunden hatten.mich gefunden. Einer der Tricks war. Die Tatsache. Dazu bräuchte man aber seine Adresse oder Kontaktnummer im Ausland. Mir wurde schlecht und ich brach alle geplanten Aktivitäten für diesen Tag ab. verwirrte mich nicht so sehr. Aus all den Observationen und weiteren Befragungen (auch von anderen Personen) waren dann schlussendlich keine brauchbaren Ergebnisse zu vermelden. dass Kieber in Gefahr sei und man ihn dringend warnen müsste. – 21. Die 249 . Ich traute mich erst im Dunkeln wieder nach Hause. Da konnte ich nur den Kürzeren ziehen. dass die beauftragte Schnüfflerfirma aus Belgien Erfolg hatte. Sie wurde aufgefordert. die engsten Freunde von Kieber in Liechtenstein sorgfältig anzugehen und unter Anwendung von Tricks aus der Psychologiekiste herauszufinden. dass ich die Verfolger entdeckt hatte. Ich fuhr mit der Ringbahn sicher mindestens eineinhalb Stunden im Kreis herum. es wurde verbreitet. Erstaunlicherweise wurde ihr mehr oder weniger reiner Wein eingeschenkt. es wurde ihr aber gesagt. Aber was wussten sie? Wo ich wohnte. VADUZ 17. dass Kieber Hans-Adam einen bösen Brief geschrieben hatte. sich bei der Polizei sofort zu melden. falls Kieber sie kontaktieren würde. Januar 2003 Das KKZ beschloss. sozusagen einen ‚Vaduzer Riesling‚. Es war ja ein Kampf zwischen meiner Wenigkeit und der geballten Geldmacht aus Liechtenstein. wo die Daten waren? Ich rekapitulierte meine Aktivitäten der letzten Tage und versuchte fieberhaft mich zu erinnern. dass Kieber behaupten würde. Sie konnten Kieber auf Grund der ihnen per Email zugesandten Fotos identifizieren. dass er die Daten hätte. Stets mit erneuertem Fahrschein. wo nötig. Gute Nachricht aus Deutschland: die KKZ meldete Hans-Adam. Ich entschloss mich. Eine meiner besten Freundinnen wurde von der Polizei zur Seite genommen und ausgefragt. vorerst meinem Feind in Vaduz nichts darüber zu berichten. Ich konnte mich natürlich nicht erinnern.

dass wenn alles Verhandeln mit Kieber schief gehen würde. Je länger der Professor mit den anderen aus der KKZ über diesen Fall diskutiere und sich beriet. Leider musste die KKZ des Weiteren berichten. Auf Grund des „Feindkontakts‚ musste sich die Verfolgertruppe zurückziehen und hatte deshalb Kieber aus den Augen verloren. wörtlich. Was so beruhigend in den Hinterköpfen der meisten Mitglieder des KKZ war. In der Hitze der Debatte fielen auch symbolische Worte wie: „Wir müssen Kieber umlegen‚. Feuerstein. ihn wiederzufinden. versicherte Hans-Adam. wo Kieber die Daten aufbewahren und wo er wohnen würde. sich mit moralischer Unterstützung von der Regierung. bei dem Kieber einer der Verfolger persönlich angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt hatte. dass weder die Belgier noch deren Deutsche Partner wissen. dass er von den Kosten nichts hören wollte. hatten sich gelohnt. Schon am dritten Tag war man erfolgreich. um Kieber in Deutschland mit Hilfe von Privatfirmen festzuhalten und nach Liechtenstein zu verschleppen. „Anwendung von Stasimethoden verlangte‚. Hans-Adam war mit diesem Zwischenbericht sehr zufrieden und wollte nochmals versichert haben. dass deren Deutsche Partner aber ausgesagt hatten. Alle dachten nun. da Geld absolut keine Rolle spielte. Es hätte auch einen Zwischenfall gegeben. dass vor allem der Exboss von Kieber. und die anderen Herren der LGT. Die beauftragte belgische Firma bestätigte. man ihn auch mit harten Methoden habhaft werden könnte. um so mehr wurde er stutzig und erkannte als Psychologe. als „Oberkommandierender‚ hatte Mühe seine Truppe auf eine 250 . auf einen gefährlichen Weg einschwenkten. Die Stimmung innerhalb des KKZ stieg merklich. dass man noch nicht herausgefunden habe. um was es in Wirklichkeit ginge. „Er muss Mundtod gemacht werden‚.grossen (finanziellen) Auslagen. Dr. Man sei sich aber ganz sicher. dass sie einen grossen taktischen Vorteil hatten. HansAdam. war die Vorstellung. Dank der Verfolger. als er lautstark nach. dass Kieber nichts gemerkt hätte. um an 23 Internetcafés rund um das Zentrum von Berlin strategisch nach Kieber Ausschau zu halten. Diese Zusicherung wurde ihm vom Regierungschef Hasler erteilt. In den vergangenen Tagen musste Feuerstein mehrfach zur Besonnenheit aufgerufen werden. Wie so oft in dieser Affäre.

dass neue Ideen für eine Lösung nur vom Professor als Spezialisten kommen sollten. dass Kieber gute Gründe hatte. den 21.03 in das Emailkonto gestellt werden sollte. 251 .Linie zu bringen. Der Professor wurde beauftragt. der dann als Mitteilung am nächsten Tag. auf keinen Fall seinen Exboss als Mediator oder Schlichter für dieses Drama zu ernennen. einen Text vorzubereiten.01. als dieser ihn im Brief gebeten hatte. Hans-Adam entschied. Er begriff.

Himmel und Hölle noch mal. Kontrolle ist besser. kam mir ein altes Sprichwort in den Sinn: „Vertrauen ist gut. Nein. mit Ihnen eine Transaktion durchzuführen. Ich öffnete das gemeinsame Emailkonto und fand nachstehende Nachricht für mich im Entwurfs-Ordner: Ich wurde beauftragt. Ich war neugierig. dass sie in Berlin Verfolger auf mich angesetzt hatten. Nicht zu fassen! Schon beim zweiten Anruf brach die schöne Scheinwelt zusammen (siehe auch „Vaduz 22. Nicht nur. fluchte ich schon wieder. Januar 2003‚). grübelte ich. Ich war schon um fünf Uhr auf den Beinen und im winterlichen Berlin unterwegs. Mein Auftrag besteht lediglich darin. sie könnten mich übertölpeln. Wartet nur. warum und eventuell etwas wusste. Diese Mistkerle. dachte ich mir schon die ganze Nacht hindurch. diese Transaktion abzuwickeln. Zum Glück gab es einige Bäcker. wer dort wo. Januar 2003 Dienstag! Ein Tag der Wahrheit. Bevor ich die LGT am späteren Nachmittag anrufen würde. Ein Anruf bei der LGT Berlin kam also nicht mehr in Frage. was. Diesbezüglich enthalte ich mich jeglichen Kommentars. Wenn ich etwas in den letzten fünf Jahren gelernt hatte. dachten wohl. Mir lief es kalt den Rücken runter.KAPITEL 9 Chaos-Tage ohne Ende BERLIN 21. es war eine Falle! Was nun. In diesem Zusammenhang wurde ich sowohl über die Hintergründe als auch über die bisherigen Versuche informiert. um herauszufinden. ja nicht einmal ins Zentrum von Berlin gehen durfte. Ich fuhr mit der Bahn an die südliche Stadtgrenze von Berlin und suchte ein Internetcafé auf. was sich in Liechtenstein so zutragen würde. die schon früh ihre Ware an die Kundschaft verkauften. Es wurde mir noch kälter als es sowieso schon war. Das bedeutete. dann dass man in einer solchen Situation zuerst immer den Kopf klar bekommen muss und nicht gleich gegen die nächste Wand rennen darf. sie mussten auch noch das halbe Liechtenstein umgraben. dass ich auf keinen Fall in die Nähe der LGT. die von Ihnen 252 . welche von gegenseitigem Interesse getragen ist. Ich konnte der Sache nur auf den Grund gehen. indem ich zufällig ein paar Bekannte und Freunde dort anrief.

s. dass dies vom Professor Dr. um die Kontrolle zu haben. Ich zweifelte an meinem Geisteszustand. Warum konnte ich nicht ins Emailkonto rein? Das LOGIN und das Passwort stimmten. Schuldzuweisungen etc. da ich immer nervöser wurde. Garantiert hatte Hans-Adam angeordnet. „Wir suchen eine gemeinsame Lösung‚ u. die technisch so ausgerüstet waren. Ich versuchte mich ins Emailkonto einzuloggen. Anm.) habe ich kein Interesse. Diesmal ging ich dafür in einen Buchladen. Ich überlegte lange. Aber. Thomas Müller geschrieben wurde. Die Katholiken von www. was die Vor. dass überhaupt ein Professor angeheuert wurde.org gehörten 253 .gewünschte Transaktion vorzubereiten und in beiderseitigem Interesse sauber durchzuführen. dass gleichzeitig von zwei verschiedenen Terminals aus dasselbe Emailkonto benutzt werden konnte. aber – die Superschlaumeier in Vaduz! Auf einmal wusste ich. dem Hans-Adam eine diesbezügliche Nachricht im Emailkonto zu hinterlassen. Im Gegensatz zum Gegner hatte ich nur mich selber. verspottete ich sie: Sie spielten auf Kooperation. Ich entschloss mich. fragte ich mich. Ich verschwand in der Masse von Fussgängern in Richtung Bahnhaltestelle. dass es wenige Emailprovider gibt. Geben Sie mir die weitere Vorgehensweise für die Transaktion bekannt. Details. Ich wusste. – alles Quatsch und fauler Käse. Ich wusste ja auch nicht.und die Nachteile wären. das musste es sein.catholic. mein eigenes Drehbuch war ja auch nicht gerade des Himmels würdig. Fast drei Stunden lang versuchte ich es. Dies alles ergab keinen Sinn. „Wir helfen dir‚. Die Angestellten vom Buchladen wunderten sich schon. im gemeinsamen Emailkonto ständig eingeloggt zu bleiben. Meine Hirnmasse gegen alle anderen. Aus Höflichkeit kaufte ich am Ende ein Kochbuch (ich habe es heute noch). Na ja. Noch schneller verliess ich das Internetcafé. War ich nun wahnsinnig geworden. An weiteren Hintergrundinformationen (Namen. was im Ländle so vor sich ging.w. die da offenbar Böses erwogen. Klar. was der Grund für das Problem sein könnte. dass ich die Verfolger erkannt hatte und auch wusste. Schnell loggte ich mich wieder aus dem Emailkonto aus. Aha.: Ich wusste natürlich zu jenem Zeitpunkt nicht. wenn ich denen in Liechtenstein mitteilen würde. sind nicht Teil meines Auftrages und deshalb unerheblich. Klappte nicht. ehrlich gesagt.

Um 14.30 Uhr wieder aktiv. alten Emailkonto aus zwei Mal die folgende Meldung an HansAdam eigene Büro-Emailadresse.nicht dazu. die Ordner sehe ich nicht. dann über zwei Vorkommnisse reden möchte. Am Terminal liegt es nicht. So sah ich es für angebracht. da ich schon an 4 verschiedenen es versucht habe. VADUZ 22. Kann es sein.h. würde er eine Konfrontation mit katastrophalen Folgen provozieren. als Petra mich zu einem gemeinsamen gekochten Nachtessen einlud. Es war kein neuer Text für mich gespeichert. Um 07. dass er wisse. Kieber schrieb. Vielen Dank und mfg h. Mit der erhofften Sicherheit. Durchlaucht Ich habe die Nachricht im anderen E-mailaccount heute Morgen gelesen. 254 . konnte ich den Tag endlich vergessen und war froh. Er hatte sie erkannt.k.48 Uhr wurde sich schon in das Emailkonto eingeloggt und ein drei Seiten langer Text von Kieber vom Vortag gefunden. sollte er wieder Verfolger sehen. dass man diese Schnüffler sofort abziehen sollte. Erst spät in der Nacht hatte ich den formulierten Text fertig und stelle ihn in den Entwurfsordner. wiederum von meinem eigenen. aber die Anzeige bleibt BLANK: d. dass ich nichts davon wusste. Januar 2003 Das KKZ war pünktlich ab 07. Darin schrieb Kieber. denn ab 16 Uhr war das Login von meiner Seite aus wieder erfolgreich. von denen er fest glaubte. ansonsten kann ich nichts hineinschreiben. dass er sich zuerst für die Nachricht bedankte. klares Wasser einzuschenken und dem Hans-Adam ein paar Dinge zu erzählen. wie immer höflich aber bestimmt. 4 Stunden versuche ich eine neue Mitteilung einzugeben.37 Uhr schickte ich deshalb. Offenbar hatte man in Vaduz diese Email gleich begriffen. dass mir niemand bis zur Wohnung gefolgt war. dass Sie oder der andere Herr das Emailaccount ständig offen haben? Bitte jeweils immer ausloggen. Ich kann zwar das E-mailaccount aufrufen. Er verlangte. dass Privatdetektive in Berlin auf ihn angesetzt worden waren. die ihn offenbar sehr beunruhigten. Seit ca. Er warnte sie.

dass dabei ständig nach seiner Adresse im Ausland gefragt würde.03. gegeben hatte. Alle meine Freunde hielten dicht. Der Professor war da wohl am Besten geeignet. Er befahl diejenigen in Liechtenstein zu finden.03 ausdrücklich darum gebeten hatte – im Interesse von allen wenigen Beteiligten und Informierten . dass man es „gut‚ mit ihm meine. sollte man ihm die Hand ausstrecken und nochmals eine letzte Chance geben. dass die Polizei mehrfach diskret aber abnötigend bei Bekannten und Verwandten nach ihm geforscht hatten. dass Liechtenstein ihn an die Deutschen „verraten‚ würde. seinen 255 . der "1000 Km" weit weg in Berlin war. was verlangt wird. was einer Bekanntmachung des sich anbahnenden Dramas gleich kommen würde. Rund um blasse Gesichter im der KKZ. wenn er nicht das tue. den 24. herausfinden. was für eine Tölpelfirma man da in Berlin angeheuert hätte. Niemand traute sich vor und wollte derjenige oder diejenige sein. was wir hier in Vaduz unternommen hatten. die mit Kieber Kontakt hatten. ja verkaufen würde. Harte Worte. die Situation neu zu beurteilen. dass es mehrere Krisensitzungen der Regierung mit HansAdam und Co. Zuerst sollte man Kieber etwas Angst einjagen. dass Kieber nun noch misstrauischer geworden wäre und es schwieriger sein würde. dass das Gegenteil geschehen war. Hans-Adam wurde aufgeklärt und er bekam einen seiner seltenen öffentlichen Wutanfälle. Er fragte. Der Professor war beauftragt worden. Kieber wisse auch. Dann Stille wie auf einer Beerdigung. habe er in Erfahrung bringen könnten. dass dies ihn nicht überraschte. Aber Zuckerbrot und Peitsche wären erstklassig in der jetzigen Situation. Er wisse nun.alles zu unterlassen. Er schrieb sogar. Hans-Adam entschloss sich daher. einer von ihnen sei ein Maulwurf.01. die die Bad News dem Hans-Adam überbringen würde. Kieber bat auch um ein Treffen am Freitag.Obwohl er im Brief vom 07. wenn Kieber schon beim ersten und offenbar einzigen Kontakt deren Mission entdeckt hatte. Er ging sogar soweit.01. Trotzdem sei er zu triefst geschockt. indem man ihm androht. Man fand die Personen nicht. dass er die Anwesenden beschuldigte. da ja jeder seine eigenen Ziele verfolgen würde. wie konnte Kieber. Dieser kam zum Ergebnis. Grrrrrrrrr. dass es offenbar zu einer Anzeige gekommen sei und eine Art Krieg gegen ihn geführt würde. ihm ihre Position glaubhaft verkaufen zu können. Jemand musste es aber tun. Damit sich Kieber dann wieder beruhigen würde und als Zeichen. Er schrie.

sondern nur eine kurze Botschaft hinterlassen. haben sie meinen obigen text noch nicht gelesen.01.um keine missverständnisse aufkommen zu lassen. auf Kieber zu warten und ähnlich wie es der andere Fahrer.03 17 Uhr 01 . ich danke für baldige antwort. danke H. 24. als der Herr Kaiser den Staatswagen in Bewegung setzte. keine Reaktion oder Antwort von Hans-Adam. Kaiser soll aber Kieber nur dann mitnehmen. um es später wieder finden zu können. BERLIN 22. Meist handelte es sich dabei um von Immigranten geführte Call-Center in einem alten Berliner Laden oder Schuppen. bzw. Januar 2003 Seit meinem Erlebnis mit den "Schnüfflern" war ich noch achtsamer geworden und wählte meine Wege von und zu Petras Wohnung immer neu aus. Um 17. Dem Kieber sollte man aber nichts davon im Netz schreiben. hier vorzumerken.K. notierte ich mir die Adresse in einem kleinen Buch. ich bitte sie. Mein Text vom Vortag war immer noch da. ihn mit einem Pass zu einer Heimreise zu ködern. Um 16. Zur Info: bitte markieren und drucken Sie jeweils meine texte und behalten sie sie auf .55 Uhr schaute ich wieder ins Emailkonto. Kaiser hatte den Auftrag um ca.Chauffeur mit dem Staatswagen am nächsten Tag in der Früh schon wieder nach Berlin zu schicken. gemacht hatte. die von aussen nicht als solche zu Erkennen waren. Er hatte das Kuvert mit dem „falschen‚ Pass bei sich und auch sonst war alles so wie sein Boss es gewünscht hatte. mir eine antwort gegeben. Um 18. 18 Uhr vor der LGT in Berlin zu parken.. ich werde morgen . ein treffen für kommenden freitag. wenn dieser ihm 256 .01 Uhr ergänzte ich meinen alten Text mit folgender Mitteilung: 22. Während meiner Wanderschaften durch Berlin fand ich mehr und mehr ausgezeichnete Internetstationen. Januar 2003 (A) Es war noch dunkel und die meisten schliefen noch.wie ich sehe.01. VADUZ 23. Sobald ich ein solches Geschäft fand.10 Uhr ersetzte man Kiebers Drei-Seitentext mit einem Einzeiler von Hans-Adam.um 10 uhr wieder hier hinein schauen. Herr B.

09:00 Uhr. dachte ich mir. dass Hans-Adam wieder mit mir reden wollte. sofern dies notwendig und erwünscht war. wann ich ihn Anrufen sollte: 09.36 Uhr. Aber. steht für Fürst. Anm. Wenn alles klappte. Dies obwohl ich in meiner Mitteilung vor seiner Nachricht im Emailkonto klar geschrieben hatte.01. bitte schreiben sie. Nervös wählte ich jeweils die Nummer.2003. wenn man seine Termine nicht einhält.03 10:25 Ich war froh. ich schrieb doch gestern.00 Uhr und 14. der Hans-Adam wird ja fuchsteufelwild. 23. nach 10 uhr wieder hier hinein sehen kann.01. brachten sie es nicht fertig.00 Uhr. dass ich erst um 10. Geschriebenes wirklich zu lesen! Oh mein Gott. 257 .00 Uhr wieder reinschauen würde. Ich schrieb ihm zurück: Sorry. es war ja nicht meine Schuld.: F. Donnerstag.15 Uhr ins Emailkonto ein. danke 23. dass ich erst ca. sodass ich lange mit ihm reden konnte.30 Uhr aufgestanden. wenn er nicht lesen konnte.12 Uhr. ob sie grundsätzlich kommen oder nicht. es ist jetzt 10:25. Meine Mitteilung war noch gestern Abend gelöscht und mit folgendem Einzeiler ersetzt worden: F. Dies war ein gutes Zeichen. wenn es nicht klappt. Ich rannte aus dem Internetladen raus und kaufte mir für 40 Euro genug Telefonkarten. dann würde Kaiser am Nachmittag in Berlin eintreffen.zumindest ansatzweise die Daten zeigen würde. Ich fuhr direkt zu einem der Internetanbieter von meiner langen Liste und loggte mich um 10. erwartet ihren Anruf unter 00423 xxx xxx. Der Audi A8 kam gut voran. 14. Man beachte den von Hans-Adam geforderten Zeitpunkt. ich bin erst jetzt ins internet gekommen. Insgesamt telefonierte ich drei Mal mit ihm an diesem Tag: um 10. Wie so oft in der Vergangenheit und in den kommenden Monaten. BERLIN 23. ich rufe jetzt trotzdem an. Januar 2003 (Teil 1) Ich hatte verschlafen und war erst um 09.

Er sagte. die ich schon am 14. Merkwürdigerweise ging Hans-Adam darauf gar nicht ein. ich hätte mich verhört. dass mich dies nicht im Geringsten verwundern würde. würde er höchstpersönlich dafür sorgen. Er war merklich künstlich angestrengt höflich. Er erklärte mir nochmals. dass ich weder Liechtenstein. als Multimilliardär eine solche Katastrophe locker überstehen würde und seine Familie schon ganz andere Krisen überlebt hätte. Banken. Ich versuchte ihm nicht zu versprechen.und Treuhandkreisen wäre man sehr besorgt über die ‚Daten‚ und mich natürlich auch. dass es keinen Haftbefehl gegen mich gäbe.01. ich vergass. oder wo auch immer. Denn sollte nach einer Verhaftung durch die Deutschen seine reiche Kundschaft massiven Ärger bekommen. die STA und andere der Inkompetenz und Lüge zu bezichtigen. Und die Daten. Entweder ich würde mit den ‚Unterlagen‚ heute Abend um 18:00 in den Wagen einsteigen oder er und die Liechtensteiner Regierung müssten den Deutschen sagen. Er versicherte mir aber. Ich erwiderte. Leider aber nicht! Hans-Adam wiederholte seine zwei Varianten. fragte ich. Ich dachte zuerst. In Regierungs-. dass es besser für mich wäre. dass ich mehr Zeit für das Sammeln der Unterlagen 258 .Es war ja dieselbe Nummer. so wie es Hans-Adam wollte. dass ich auch nach Absitzen einer jahrelangen Haftstrafe in Deutschland. Mann oh Mann. Er bemerkte hochmütig. dass weder die Deutschen noch die Amis oder ein anderes Land Interesse an den Daten hätten. Ist es Euch egal. Treuhand oder andere "verräterische" Worte im Gespräche nennen würde. Er könne mich aber verstehen. dass ich letzte Woche nicht in seinen Wagen eingestiegen war. wenn sie in die Hände der Deutschen und Amis kommen? Uppps. Er palaverte etwas darüber. dass es nur die zwei Varianten gäbe. dass ich keine solchen Wörter in den Mund nehmen sollte. Bank. wo ich sei. Jeden einzelnen Anruf nahm er schon nach dem ersten Klingeln ab. Es sei eben nicht gerade förderlich von mir gewesen. dass er selber. Die Staatsanwaltschaft wäre sehr verärgert. dachte ich mir – der Hans drehte jetzt völlig durch. warum es die Anzeige gab. darauf zu achten. auch noch in Vaduz für lange Zeit ins Gefängnis müsste.03 angerufen hatte und daher nahm ich mir vor. dass es nur zwei Varianten gäbe. Er meinte abschliessend. dass die Zeit für eine gute Lösung ablaufen würde. Hans-Adam sagte. Hans-Adam verdeutlichte mir. indem ich sagte. dass ich beim Auto sein würde. dass er nachvollziehen könnte. Er behauptete auch zu wissen. wenn ich die Daten jetzt vernichten würde.

Vor allem wie er es ausdrückte. dass Hans-Adam offenbar von irgendjemand angeleitet worden war. Der Fahrer Kaiser meldete sich über das Autotelefon. Januar 2003 (Teil 2) Ich fand die Mitteilung von Hans-Adam und schrieb um 16. Er ging auch darauf nicht ein. scherzten sie. Ich merkte. verabschiedete ich mich und sagte noch. wenn er in Berlin angekommen sei. bitte warten sie wenigstens bis morgen nachmittag. kam mir komisch vor. Alle waren mit ihm einverstanden. Er würde gut vorankommen und würde sich wieder melden. alle unterlagen bringe ich bis zum vereinbarten zeitpunkt nicht zusammen. Als ich merkte. BERLIN 23. die Drohung hätte gewirkt.22 Uhr zurück: ich habe ihre mitteilung gelesen. Fahrzeug und Fahrer stehen bereit. dass auf keinen Fall irgendjemand irgendetwas den Deutschen sagen würde. VADUZ 23. Nach dem letzten Telefonat lies Hans-Adam um 14. weil es ja auch eine rundweg neue Lage für ihn war.00 Uhr mit Unterlagen am vereinbarten Ort. Sonst könne man sich ja gleich selber erschiessen. dass weder er noch ich im Gespräch weiterkamen. danke für das verständnis 259 . dass ich mich via Internet in wenigen Minuten melden würde. Bei Nichtbefolgen tritt unverzüglich die zweite Option in Kraft. dachte ich mir. sind klar: Erscheinen bis 18. dass Kieber nun gebrochen sei. OK. Obwohl die Gespräche zwar aufgezeichnet worden waren. Januar 2003 (B) Das KKZ wurde über den Inhalt der drei Telefonate von Hans-Adam selber informiert. vielleicht redete er so. Der Professor bekräftigte seine Analyse.bräuchte. Bis anhin war sein Imperium nie in eine solche Situation geraten. Natürlich war allen in Vaduz klar. war der Inhalt erst einige Stunden nach dem eigentlichen Anruf fürs KKZ abspielbar. Es klang gar nicht nach ihm.40 Uhr folgenden Text ins Emailkonto schreiben: Vorgaben des F.

notfalls nur mit Teilunterlagen! Rufen sie F. Ich überlegte lange. wie es sonst so üblich ist. meinten alle. was ich machen sollte. ob überhaupt Hans-Adams Staatskarosse wieder in Berlin aufkreuzte. Ich schlich mich nach Hause und setzte mich im Dunkeln ins Zimmer.41 Uhr antwortete: Vorgabe des F. Ich hatte die dunkle Befürchtung. dass ein Haftbefehl auf mich zu Hause wartete. Ich entschloss ihn nicht mehr anzurufen. Niemand war im Wagen. Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen sehen. Kieber hatte ja auch kein einziges Dokument als Beweis geliefert. Unter Druck konnte ich erstaunlicher Weise gut funktionieren. dachte ich. dass ich auch jetzt auf keinen Fall in den Wagen steigen würde. der schnurgerade vor der LGT vorbeifuhr. wer hier der Herr im Ländle ist. Ich hatte Angst.00 Uhr. Sofort wurden die Regierung und die Justiz auf den neusten Stand gebracht. Jetzt zeigen wir dem Kieber mal so richtig. Alle Beteiligten ausser dem Professor waren in einem Rausch nach Rache. der dunkle Audi A8 war fast an derselben Stelle wie letzte Woche parkiert. ich werde morgen 13 uhr (dreizehn uhr) hier wieder mich melden. Ja. Gerade hätte die IT-Abteilung von der Treuhand berichtet. Ja nickten sie alle in der KKZ.bitte informieren sie die dame ihres büros (LGT) hier. obwohl HansAdam das Gegenteil behauptete. Ihre Brummschädel waren 260 . VADUZ 23. um 18 Uhr zur LGT in Berlin zu gehen. Januar 2003 (C) Spät am Nachmittag erreichte Hans-Adam auf Schloss Vaduz ein wichtiger Anruf der LGT Bank. danke Worauf er mit folgender Mitteilung um 16. Wahrhaftig. Ich duckte mich fest in den Bussitz und stieg erst an der allerletzten Haltestelle aus. Ich studierte den Busfahrplan von Berlin und stieg in jenen Linienbus ein. Mir war das Risiko zu gross. Was nun. Hans-Adam war ausser sich vor Freude und Hass zugleich. schwelgten sie im süssen Sieg. dass sie den in den letzten Tagen geäusserten Verdacht als Tatsache bestätigen könnte: Kieber hätte die Daten NICHT! Kieber konnte sie nicht haben. bleibt bestehen: Treffpunkt 18. unverzüglich an! Mir war von Anfang an klar.

wurde mir klar. dass Vaduz sehr bewusst vermied. Um 19. irgendeinen Zusammenhang mit Bankdaten oder der LGT zu erwähnen. den Kieber zum Abschuss freizugeben. warum Liechtenstein 261 . Fingerabdrücke folgen. Anm. Man bedachte. an. ° Foto von Kieber liegt bei. Zahn um Zahn. dann folgende Punkte (mit allen Ausrufezeichen und Unterstreichungen) aufgelistet: SEHR DRINGEND ! ° Warnung: Kieber könnte bewaffnet sein! Er könnte geistesgestört sein! ° Kieber hat schon einen Haftbefehl im SchengenSystem. Im Falle einer Verhaftung von Kieber.55 Uhr kam in Wiesbaden (BKA) und in Madrid eine offizielle Meldung / Warnung aus Vaduz an.verschwunden. bitte Interpol Vaduz sofort verständigen. Es wurde beschlossen. traf mich der berühmte Schlag. eine Meldung an Interpol Wiesbaden und Madrid zu senden. Vielen Dank für Ihre Kooperation. als ich diese Meldung diversen Polizei. Und hier. Richtig gemeldet war. liebe Leserinnen und Leser wird es wieder sehr interessant! Hans-Adam ordnete das Interpolbüro in Vaduz. Was für ein Scheiss. dass in die Liechtensteiner Polizei integriert ist.und Justizbehörden im Ausland zeigen konnte. dass er sich in Berlin aufhalte. ° Gemäss Information ist ein hohe Gewaltbereitschaft vorhanden. Geistesgestört war ich auch nicht. Er kommuniziere über öffentliche Telefonzellen und Internetcafés. dass ich einen Berufspilotenschein für Flugzeuge und einen Schein für Helikopter besass.: Als ich das Original und andere damit zusammenhängende Dokumente ab dem Spätsommer 2003 zum ersten Mal lesen konnte oder als Kopie inoffiziell erhalten hatte. ° Interpol Vaduz hat Hinweise. Aber erst Jahre später. Auge und Auge. Nie im Leben besass ich eine wirkliche Waffe. Im Schreiben (in Englisch) wurden zuerst die allgemeinen Personendaten von Kieber genannt. Sein genauer Aufenthaltsort ist nicht bekannt. dachte ich mir. Und Gewalt ist nun wirklich nicht mein Ding. ° Kieber ist vermutlich bewaffnet! ° Kieber kann Flugzeuge und Helikopter fliegen.

Kaiser rief dann zehn Minuten später in Vaduz zurück und meldete. ja fast um einen „Terroristen“ („kann Flugzeuge fliegen“) handeln würde. geistesgestört. 18. dass man quasi Kieber zuerst an. so müsste er die Berliner Polizei unverzüglich anrufen und mitteilen.schwarz auf weiss gelogen hatte. er solle die Augen offen halten. sehr schnell: Mit den Worten „bewaffnet. dass er die nächstgelegene Polizeidienststelle gefunden hätte. Hans-Adam beschloss zusammen mit der Regierung. hohe Gewaltbereitschaft“ sollte der Eindruck beim BKA und in Madrid erweckt werden. Sollte er Kieber kommen sehen. Dann sollte er wie geplant um ca. Um 19. Die ausländischen Experten fanden den Hintergedanken für solche massive Falschinformationen (bewaffnet. immer den Wagen beobachtend und die Nummer der Polizei griffbereit. dass ich fliegen kann.00 Uhr rief er via Autotelefon auf dem Schloss an und vermeldete das Misslingen dieser Massnahme. sie wäre sogar in derselben Strasse. der irgendwo im Grossraum Berlin im Auto sitzend auf weitere Instruktionen wartete. Man rief Kaiser. wie die Telefonnummer einer dem LGT Büro nahe liegenden Polizeistelle ist. privaten Zwecke missbrauchten. Er sollte sich in ein Restaurant oder Café setzen von wo aus er den Wagen und die unmittelbare Umgebung gut beobachten könnte. 17. Auch wurde deutlich. Kaiser wartete noch bis ca. Die Lage hätte sich drastisch verändert. dass Hans-Adam und seine Regierung das Interpolbüro in Vaduz für ihre individuellen. Für die Profis war schnell ersichtlich.oder besser erschiessen würde und erst dann Fragen stellen würde. 142. wurde ihm zum Abschied gesagt. Also dann. den Deutschen etwas mehr „unter die Arme‚ zu greifen. kombiniert mit dem Hinweis. dass dieses offizielle Schreiben von Interpol Vaduz sehr unprofessionell und entgegen den Vorschriften war. geistesgestört und gewaltbereit). Man bestätigte mir. Er sollte sich kundig machen. dass man sich die günstige Gelegenheit nicht nehmen lassen wollte. dass es sich hier um einen sehr gefährlichen Mann. Er durfte sich ein Hotel in Berlin suchen und sollte am nächsten Morgen in der Früh wieder nach Hause fahren. aber die Türen nicht abschliessen. auf dem Autotelefon an. 262 . wo genau am Kurfürstendamm sich die international gesuchte Person mit Namen Kieber Heinrich aufhalte.45 Uhr.00 Uhr aussteigen. dass man sich in Liechtenstein offenbar erhoffte. Aber Kieber war dann weit und breit nicht zu sehen. Am Kurfürstendamm Nr.30 Uhr den Wagen vor der LGT Berlin parken und kurz vor 18.

damit es‚ wenn es zu Verhaftung kommt. tief durchatmen. die sie glauben zu haben‚. BERLIN 24. wie ich jetzt sehe‚ ist mit einer Hilfe aus meinem Heimatland nicht mehr zu rechnen. Es war nicht einfach für mich. spätere Erklärungen. sicherlich wurde das Gespräch aufgezeichnet und dient für evt. jetzt dämmerte es mir: „Die Daten die sie glauben zu haben‚. Die in Vaduz glaubten mir also nicht! Natürlich. Es war ein besondere Satz von ihm: „Die Daten. war meine letzte Hoffnung diese stirbt zuletzt. die Berliner Bullen würden gleich vor meiner Haustür stehen. sollte ich besser vernichten. ich war dumm dies zu glauben — aber eben unser F. Sonst würden sie doch nicht so cool daherreden. das ich das Tape zu mir genommen habe — war ein Fehler.. dass beim gestrigen Telefongespräch mit mir in diesem detail und Klarheit geredet wurde. dazu möchte ich wie folgt sagen: A) wenn auch nur der kleinste Zweifel vorhanden war. der F.40 Uhr schreibt Hans-Adam die ultimativen Worte: Die gesetzte Frist ist abgelaufen. Darum lief die 2. ich wurde vorverurteilt wie ich es schon kannte. keine weiteren Probleme für mich gibt. dass ich die Daten vom Tape lesbar machen konnte. Variante aktiviert. Oh mein Gott. dass musste es sein. Was meinte er wohl damit? Oh – NEIN. Ich hatte so ein komisches Gefühl. dann hätten 263 . sagte im gestrigen Gespräch (sinngemäss) "die Daten. ich möchte zum Schluss noch folgendes sagen: ich bin mir sicher. Variante zwei läuft. Tief durchatmen. Januar 2003 Im Hinterkopf störte mich irgendetwas am Gespräch mit Hans-Adam. einen klaren Kopf zu behalten.. dann kann man jetzt nichts mehr machen.VADUZ 24. die ich angeblich habe".40 Uhr schrieb ich Hans-Adam folgenden Text: Sehr geehrte Damen und Herren Obwohl ich gestern um die Frist bis heute Nachmittag bat — haben sie die 2. Ein Desaster. Im Gegenteil. Variante nun?! Ich befürchtete. Um 12. Januar 2003 (vormittags) Um 08. um sich später abzusichern.

Langsam aber sicher begriff ich. vermutlich haben auch seine Berater ihm geraten mir einzureden.. 264 . ein schwachköpfiger Witz war. B) wieso soll ich die Daten jetzt vernichten. falls sie ein Schlusswort eingeben möchten. ich glaube ihm aber nicht (vermutlich haben ihn seine Berater dazu bewogen sich so zu äussern). dass die Bekanntgabe der Daten der tausender von Kunden ihm nichts aus macht. dass weder das eine noch das andere land wirklich Interesse an den Daten haben könnte. Wohin sollte ich auch gehen. steht dies ihnen frei. ich glaubte — fälschlicherweise — dass mir mein F.. nun bin ich aber soweit: gehe ich unter — geht teilweise Liechtenstein mit mir. dass es wohl besser wäre. gestern sagte. dass die in Vaduz endlich den Durchblick erlangen würden und sich wieder melden würden. dass ich nicht im kopf hatte. da sie sich ja gegen mich entschieden haben. soweit zu den Daten. Natürlich war ich aus Berlin noch nicht raus. als er sagte. ich werde in den nächsten tagen noch 1 mal hier hineinschauen. ich besitze genau die Daten darüber. die gegen mich waren. wenn ich aus Berlin wegginge. die Daten zu verwerten. ich danke denen‚ die mir glaubten und verwünsche jene. kein Land hätte Interesse an den Daten. 5 10 ‚ 20 oder 30 willkürlich ausgewählte MAN-Nummern nennen können und ich hätte ihnen die dazugehörigen Daten der MAN auf CD gebrannt und zukommen lassen. ich bin kein Mörder. musste sowohl mir als auch ihm von Anfang an klar sein. alles kann man überleben — so wie es der F. ich werde nicht mehr mit ihnen kommunizieren. er ist sich wie ich und alle Mitwisser des Flächenbrands voll bewusst. diese Auffassung entspricht nicht der Wirklichkeit. helfen kann. ich bin nur ein kleiner fisch mit einem dicken „Datenbuch‚. Dass die Behauptung von Hans-Adam.sie mir aus der bandbreite der Mandats-Nummern (wie ich sie im Brief beschreiben habe) 1. dass er wirklich es so meinte. ich bin aus Berlin jetzt raus und werde meinen weg suchen‚ um das schlimmste zu verhindern. die ich im Brief geschildert habe. Ich kam mir sehr verlassen vor und meine letzte Hoffnung war. da wo mein eigenes land mich bei den Behörden hier preisgibt??? Ich muss ehrlich sagen.

dass er es tut -OZE.15 Uhr und 16. OZA.-V. für die „armen Verbrecher" Helmut Roegele. wobei er versicherte. Er sei sehr gefährlich. da er zu viel wusste – auch ohne das Datenmaterial zu besitzen. etwas zu tun. speziell in Hauns Büro. seine Frau Hidalgo und seinen Schwager Karl-Heinrich K. dass Kieber bald in Berlin oder sonst wo gefasst würde. jubelten sie. das grosse Staatsoberhaupt. Darin bat Liechtenstein die zwei Länder. Bei der STA. dass es wieder einmal an der Zeit wäre. Er habe zwar bis heute noch nie jemanden bedroht und auch sonst nie Gewalt angewendet. dass er und auch die ganze heimische Bankenwelt dies schon überleben würden. Mehr als das! „Wenn schon – denn schon‚. Die Truppe war lediglich enttäuscht darüber. dass Kieber auf dem Weg zu ihnen sei und ihnen schlimmes antun würde. Interpol Vaduz wurde um 15. So viel konnte Kieber gar nicht wissen. nicht mehr mit der Causa Kieber zu belästigen und ihm daher das letzte Schreiben vorerst nicht vorzulegen. denn es könnte sein. sagte mach sich im KKZ und befand. aber Interpol Vaduz gehe davon aus. Und ohne Material. Man loggte sich zwar noch einmal ins Emailkonto ein. Die Daten sind sicher. Niemand knackt unsere Tresore. wer sollte da dem Kieber ein einziges Wort glauben.00 Uhr befohlen. dass man Kieber am Vortag den Deutschen nicht bei der ersten Gelegenheit auf dem Tablett hatte servieren können. Einige Stimmen wurden zwar laut. druckte die Mitteilung von Kieber von 12. zu warnen. Die Freude war unmessbar.doch bitte die Roegele’s & Co.VADUZ 24. Hans-Adam äusserte sich dazu später am Tag. da sie befürchteten. nochmals eine dringende Meldung nach Wiesbaden und Madrid zu senden. Januar 2003 (nachmittags) Das KKZ war den ganzen Tag berauscht anlässlich des Siegs über Kieber.40 Uhr auf Papier und löschte den Text ohne eine Antwort zu hinterlassen. rieb man sich schon mal die Hände und hoffte. Hans-Adam. 265 . Nach kurzer Beratung mit dem Professor entschloss man sich. beruhigte man sich gegenseitig. sowie den Spanier Mariano M. dass Kieber in den Händen der Deutschen dennoch Schaden anrichten könnte.

BERLIN 25. eine Kopie der Daten als Beweis dem Hans aufs Schloss zu schicken. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. dass ich den drastischen Schritt. mit Heimatgefühlen. versicherte den Anwesenden. Kieber selber dingfest zu machen. die LGT Treuhand. als Topfachmann und einzige Psychologe. Sie mussten doch wissen. dass ich die Daten hatte.Gewisse Mitglieder des KKZ. dass Kieber. Warum auch? Wenn er Zweifel an meinen Angaben gehabt hätte. Und wenn er wirklich Skepsis gehabt hätte. warum hatte er mich dann am Telefon nicht direkt gefragt? Vielleicht war dies wieder so ein Psychospiel von denen in Vaduz. Eventuell wollten sie mich nur unter Druck setzten. im Delirium vom hohen Ross nicht mehr runterzukriegen. Ein hochriskantes Manöver. die Daten auszuhändigen. einfach NICHT machen konnte. Aber dennoch. Der Grund: Ich war ja selber ein Bürger Liechtensteins. vermutlich hatte Hans-Adam so gute Berater. entdeckt hatte. Sie hätten doch alles Recht der Erde dafür. 266 . es war ja seine eigene Firma.01. Ich war sicher. an Hans-Adam reichen würden. mutmasste ich. Vertreter der Polizei. dass man schon in den zwei Wochen. meiner Meinung nach. dass Kieber sicher nicht untertauchen würde. hätte der wieder unbegreifliches Glück und könnte auf nimmer Wiedersehen abtauchen. Ich wusste nicht mehr ein noch aus. Daten oder keine Daten – das spielte keine Rolle. Angst? Ich? Jetzt? Mein Begriff „von wirklich Angst haben‚ war im März und April 1997 neu definiert worden. eine Kurzschlusshandlung beschliesst und sich den Amis oder Deutschen anvertraut. So wie man Kieber kenne. Januar 2003 Am Samstag wachte ich schweissgebadet und mit Kopfweh auf. verschärften den Ton und schwadronierten darüber. sodass ich Angst bekam und schnell nach Hause kommen würde. Er könnte nun allerdings nicht ausschliessen. von dem Handeln des KKZ in die Enge gedrängt. Der Professor. dann könnte er ja runter ins Tal gehen und selber nachschauen. dass meine sehr präzisen Angaben bezüglich der Daten im Brief vom 07. Nie kam mir in den Sinn. als hätte Godzilla mir eine runtergeknallt. dass sie doch einen Versuch unternehmen sollten. – 30. der Justiz und der Professor distanzierten sich sofort von solchen Gedanken.

Da neben der Fastfoodbude praktischerweise ein türkischer Coiffeur & Barbier war.R. packte sie zusammen mit meinem Pass in die Manteltasche und fuhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln so nahe wie möglich an die US-Botschaft in die Neustädtische Kirchstrasse Nr. den ich je erlebt hatte. Suell meine Lage und bat um Hilfe. Wenn sie mit dem Feuer spielen wollten. was mich ablenken würde. 4-5. Ein Schwimmbad hatte offen und ich schwamm mindestens 60 Minuten und konnte meine Gedanken dabei wieder reinwaschen und ordnen. Der Sonntag war einer der einsamsten. Sport war immer gut dafür. wegen meiner früheren Vermieterin Daniela. ihren Freund besuchen zu gehen. Hr. dass einige in Vaduz derzeit 267 . Hungrig wie ein Bär nach dem Winterschlaf würgte ich nach dem Schwimmen einen feinen Kebab runter. Würden die Amis ohne vorherigen Kontakt (Telefon. fragte ich mich. nein weglaufen bringt nichts. Ich nahm die externe Harddisk. dass ich den nahe liegenden Wittenberg Platz ja vermeiden musste. Ich verabschiedete mich von Petra. konnte Gutes von Bösem auseinander halten. die sich gerade aufmachte. handgeschriebenen Brief auf Englisch vor. „9/11‚ war ja noch sehr frisch in den Köpfen. Dann kam mir in den Sinn. meine Geschichte verstehen. Nach dem Frühstück änderte sich meine Meinung schlagartig: nicht aus Berlin raus. Auf einmal war ich mir meiner Mission nicht mehr sicher. Ich notierte mir die Öffnungszeiten für Besucher/Antragsteller und nahm den Bus zum Zoologischen Garten. Coasts und seinem Vize T. Es musste etwas her. Ob dies ein Zeichen war. Ich schlenderte an der Botschaft vorbei und versuchte so gut es geht keine Aufmerksamkeit bei den Polizisten zu erwecken. Bitte Schön! Ich setzte mich an meine kleine Kommode im Zimmer und bereitete einen vier Seiten langen. Darin schilderte ich dem US-Botschafter in Berlin. in der Wilhelmstrasse. Auf einmal stand ich in der Strasse. war die Gewissheit. D. Emails).R. War schwer Bewacht die Bude. Ich spazierte den ganzen Tag herum. verstehen wollen? Hätten sie genügend Zeit für mich? I didn’t know! Ich könnte ja später wieder kommen. machte ich mich 35 Minuten später frisch geschnitten und sauber rasiert auf den Heimweg.ein Monarchist durch und durch. Was mir etwas Tröstung gab. in der auch das Finanzministerium ist.

Dann wählte ich Daten aus fast allen Kundendossiers aus und brannte diese unverschlüsselt und unkomprimiert auf vier neue CDs mit jeweils 700 MB Speicherplatz. Ich schloss die externe Master-Harddisk. 800m Meter davon entfernt absetzten liess. Ich entnahm ihn und fuhr mit dem Taxi in Richtung Wohnung. + VI. Anm. wobei ich mich ca. welche und wie viel interne Dokumente in meinem und nun im Besitz der ausländischen Strafverfolgungsbehörden sind. mit oder ohne Mitwirkung der LGT Gruppe). Erst dann konnte ich die Daten lesen. Sicher ist Sicher. um die in Vaduz zu überzeugen. Ich inkludierte alle PEP-Mandate sowie auch ca. brennen sollte.: Mit Absicht hatte ich keine der massenhaften INTERNEN. Januar kam und ich stand schon als erster Kunde vor der Berliner Sparkassenfiliale. an welchem Datum ich 2002 das Back-Up-Tape entwendet hatte und sie anhand solcher Dokumente den Tag sehr genau hätten errechnen können. oder nach der Grösse der Vermögen. Da ich reichlich Zeit hatte. Was den Letzteren immer noch zum strategischen Vorteil dient. da ich nicht preisgeben wollte. Der 27. Für eine gute Weile musste ich die Software für die Entschlüsselung laufen lassen. wo ich meinen Laptop im Safe verstaut hatte. nicht mandatspezifischen Dokumente auf die CDs kopiert.auch kein leichtes Leben hatten. Die Frage war nun. Das sollte genügen. 10 Prozent der Gesamtmenge aller Kundendaten auf die CDs brannte. Nach langem Grübeln entschloss ich mich am Montag. 268 .und Deutschen Kunden). fand ich es genüge. wie viel von den hunderttausende Dokumenten ich als Beweis auf externe Datenträger. wenn ich ca.03 an Hans-Adam unter Punkt V. eine eins zu eins Kopie des DLT-Tapes. Ich hätte nach Mandatsnummer oder dem Alter des Mandats gehen können. die ich im Brief vom 7. oder nach einer eigenen Liste der dicksten Leichen im Keller oder PEPs (Politisch exponierte Persönlichkeiten oder Parteien). Bis heute weiss niemand in Vaduz.1. die ich irgendwie nach Vaduz befördern musste. geschildert hatte. einen Beweis nach Vaduz zu liefern. Darin waren auch alle jene Mandate (von US. 25 Prozent aller Leichen (Mandate mit erkennbarem kriminellen Hintergrund. an den Laptop an.

Viele Möglichkeiten hatte ich ja nicht. obwohl relative neu. Ich fuhr mit dem Lift 269 . Per Einschreiben die Ware versenden? Zu grosses Risiko.Das Total der Daten auf den vier CDs erreichte dann genau 1. die Daten auf den CDs zusammen mit Instruktionen Hans-Adam zukommen zu lassen. Eine Frau Namens Frenkel gab mir die Öffnungszeiten bekannt und ich bedankte mich brav. Und zwar eingegliedert in eine Rechtsanwaltskanzlei oder ähnlichem. Nach Vaduz zu reisen? Logischerweise NIE.590 Gigabyte. wer der nicht residierende Botschafter von Liechtenstein in Deutschland war. in Berlin – 10117. Aber die Tatsache. Es war ein nicht gerade schönes Bürogebäude. Hatte sich ja gezeigt. Bevor ich dort aufkreuzen wollte. ohne die Daten und natürlich mich selbst in Gefahr zu bringen. Das kleine Liechtenstein hatte ja eine eigene Botschaft in Berlin. Jemand von dort nach Berlin zu beordern? Keine gesunde Idee. Ich hätte diese vier CDs auch aus Sicherheitsgründen verschlüsseln können. Erst viele Monate später. als Liechtenstein eine Villa in bester Lage in Berlin kaufte. dass hier die Botschaft Liechtensteins angesiedelt war. sodass er mittels einem seiner Computer im Schloss die Dateien ohne Probleme öffnen könnte. wenn ich von meinem Plan überhaupt nichts im Voraus erzählte. musste ich in meinem Denken und Handeln berücksichtigen. musste ich die Umgebung genau inspizieren. In der Mohrenstrasse 42. Ich rief die Botschaft an und meldete mich unter dem Namen Sebastian. dass noch mehr Zeit verloren ging und unvorhergesehene Störungen erst gar nicht aufkommen konnten. da ich vermeiden wollte. Zudem würde eine solche Sendung über den Schweizer Zoll gehen. dass die von der Botschaft nichts von dem Drama der vergangenen 14 Tage wussten. Schliesslich fand ich eine Lösung. die CDs sicher bei Hans-Adam abzuliefern. Ich erinnerte mich. da das Paket verloren gehen könnte. Nicht. dass sie meine Entwendung des DLT-Tapes und somit den Besitz der Daten offenbar kategorisch abgelehnt hatten. entschied mich aber dagegen. Ich war mir ganz sicher. Er wohnte noch im Ländle. Am Besten wäre es. was auch nicht wünschenswert war. Zudem hatte ich ja vor. Das grösste Problem für mich war. verschlüsselte Daten mittels mitgelieferter Entschlüsselungssoftware lesbar zu machen. dass ich an der Fähigkeit der IT-Abteilung der LGT gezweifelt hätte. Eine kleine Tafel informierte die Passanten. siedelte er um.

S. An S. aber ich war schon auf dem Sprung hinaus. ohne Ankündigung bei der Botschaft abzugeben.D.01. gemäss seinen Wünschen auszuführen. einen brannte ich auf CD. Mohrenstr.in die angegebene Etage und schaute mich um. Ich vermerkte lediglich.01. rein. dass ein Umschlag mit Daten S. Mohrenstrasse 42 .D. abgegeben worden ist. In der Beilage erhalten Sie einen Umschlag. dass gerade 270 .D. Ich entschloss mich. den 29. ging ich in ein Internetcafé und schrieb von meinem eigenen Emailkonto aus aufs Schloss.D. dass ich den Auftrag hätte.An die Liechtensteinische Botschaft z. Ich danke viel Ihnen vielmals und verbleibe mit freundlichen Grüssen H. eine Abholung per Gesandten nicht wünscht. der für unseren Fürsten. Rauf. F. raus .alles innerhalb von 2 Minuten. das Schloss in Vaduz oder die persönliche Handynummer S. dass Hans-Adam die Ware bekommen würde. Dieses Kuvert verklebte ich mit breitem Paketklebeband und steckte es in ein grösseres Kuvert. 42.D. 10117 Berlin. dieses Paket hier abzugeben und sie zu bitten. Auf der Rückseite: H.Sehr geehrte Frau Frenkel. Liechtenstein. Darauf notierte ich: FL-Botschaft. Schloss Vaduz. Fürst Hans-Adam. Vielen Dank und auf Wiedersehen. 9490 Vaduz. die Weiterleitung an S. Frau Frenkel. Ich begab mich zu dieser Adresse und fuhr mit dem Lift hoch.Persönlich/Vertraulich.2003 . Sie kam und ich sagte ihr in wenigen Worten. runter.Kieber. Anschliessend brachte ich den Laptop zurück in den Banksafe. Ich betrat das Büro und fragte nach Frau Frenkel. einen von Hand. Sie wollte noch was fragen. den 28. Keine vielen Sätze. Am Dienstag. 00423 xxx xx xx gleich anzurufen und mitzuteilen. fertigte ich zwei Briefe an. Hans-Adam der II. Am Mittwochmorgen packte ich die CDs in ein Kuvert und schrieb mit dickem Filzstift drauf: Bitte Aushändigen . Frau Frenkel. Wenn S. bitte ich auf jeden Fall den Umschlag mit Diplomatenpost nach EL zu versenden. Ich entfernte mich so schnell es ging von der Botschaft. Alles OK. die CDs spätestens am Mittwoch.01. H. Um ganz sicher zu gehen. Kieber.10117 Berlin . Die würden auf ihren Anruf warten. täuschte ich vor.D. da die Daten unverschlüsselt sind. Ich bitte Sie. das Fürstenhaus gleich anzurufen. Es sind Datenträger im Umschlag.K. Ich bitte Sie. Hd. bestimmt ist. 28.

Petra hatte ihrem eifersüchtigen Schatz erzählt. 271 . Mit der Zuversicht. Januar 2003 Mit einer Mischung aus Angespanntheit und Verdrängung ging man in Vaduz mangels neuer Nachrichten in der Causa Kieber dem gewohnten Gang der Dinge nach. ob meine Email wirklich aus Berlin kam. würde dem Hans-Adam noch nie da gewesene Macht verleihen. Hans-Adam hatte mehrfach damit gedroht. Eine neue Verfassung. Insbesondere in Sachen Richterernennung. und -bestätigung. OZA. Es hatte natürlich einen Grund. der Auflösung des Parlaments. Unangenehme Nachrichten gab es aber dann bei Ankunft. die einseitig von ihm erwünscht wurde und von seinen eigenen Experten formuliert wurde. begab ich mich erleichtert auf den Heimweg. etwas anderes zu suchen.Datenmaterial für Hans-Adam bei der FL-Botschaft in Berlin abgegeben worden war. Die Abstimmung war für März 2003 geplant. dass ich noch bis zum Montag. er solle sich gleich darum kümmern.org verwendet hatte. Februar bleiben konnte. VADUZ 25. dann Microsoft nennen könnte -OZE. Was konnte ich da noch erwidern? Ich erreichte. nachzuprüfen. den 03.mit Sack und Pack (Familie und Bilder) nach Wien auswandern würde -OZE. Ich war mir sicher. da die Daten unverschlüsselt wären. Er sei sehr beunruhigt darüber und Petra bat mich darum. dem Notrecht und anderen grundstaatlichen Pfeiler wurde heftig im Land gestritten. dass der Ball wieder bei Hans-Adam lag. er OZA. Dank der IP-Adresse könnte er dies herausfinden. Er sagte auch. dass ich etwas anderes finden würde. dass ich bei ihr in Untermiete war. Ich wollte dieses mal Hans-Adam die technische Möglichkeit geben. warum ich für diese Mitteilung nicht das gemeinsame Emailkonto auf catholic. Den Namen „Liechtenstein‚ nehme er ja mit (nach Wien). – 30. dass – falls er nicht die Mehrheit der Stimmen bekommen würde. Bitte.dass sich das Ländle seiner Meinung nach. The Show must go on! Hans-Adam und seine Familie waren in der Endphase des erbitterten Abstimmungskampfs über die neue Verfassung für Liechtenstein.

Ich selber war ja ein Monarchist. solange er die Fiktion der aufziehenden. Man wartete. die Leitung sei relativ sicher. solle der Botschafter den Diplomatenkoffer als Transportmittel für die Daten verwenden. Dann aber am Mittwoch. Alois ordnete an. nicht. ob er Kieber gesehen hätte.Kieber‚. Hans-Adam hatte immer schon eine hinterlistige. solange konnte er sich einem Sieg sicher sein.Die Befürworter und Gegner waren in ungefähr zwei gleichgrosse Lager geteilt. sehr perfektionierte Strategie. erlebten blanken Horror. Gemäss Frau Frenkel soll es sich um einen "Kurier" gehandelt haben. Es wurde nichts gefunden. Ich verbinde vor allem wunderschöne und persönliche Erinnerungen mit den 1989 verstorbenen Eltern von Hans-Adam. den 29. die den Umschlag abgegeben habe. Man verneinte dies. in den Köpfen vor allem der älteren Bevölkerung frisch hielt. Man kenne die Person. Ein Diplomatenkoffer kann von Deutscher Seite aus nicht inspiziert werden. Er fragte. Am Montag. stellte die Sekretärin im Schloss den Anruf zum Bürotisch von Erbprinz Alois durch. Fürst Franz-Josef und Fürstin Gina. Er habe ein versiegeltes Kuvert für Hans-Adam in den Händen. Dieser fragte den Botschafter. Er wusste.01. Und dazu einen handgeschriebener Brief. Auf Grund der ihr bekannten Sachlage. Trotzdem erlebte die Mehrheit der Liechtensteiner wie anmassend und verletzend Hans-Adam mit einigen Bürgern und demokratisch gewählten Politikern umging. ob Hans-Adam anwesend sei. die sich offen gegen die neue Verfassung stellten. rief der Liechtensteiner Botschafter aus Berlin an. bis die Bewohner nicht anwesend waren. Beide waren ein ganz anderer Menschenschlag. Auf der Rückseite stehe „H. keine zehn Minuten nachdem auf Schloss Vaduz eine neue Email von Kieber geöffnet und gelesen wurde. 272 . um seine (politischen) Gegner mit Worten zu verletzen. Man bat ihn diesen am Telefon vorzulesen. exekutierte man eine Razzia in zwei Wohnungen in Balzers.01. den 27. die wie ein Hurrikan über die Menschen herabstürzen würden sobald das Blaue Blut abzieht. Um eine mögliche Kontrolle zu vermeiden. Wirkliche Gegner waren es aus seiner Sicht ja eh nicht. den Umschlag NICHT zu öffnen und bat den Botschafter so schnell wie möglich die Ware persönlich nach Vaduz zubringen.. bösen Wolken am Himmel über Liechtenstein. Er las ihn vor. Insbesondere die. Hans-Adam kalkulierte sehr clever. was dieser verneinte.

Einige Mitglieder des KKZ gerieten kurzzeitig in Panik. Er wurde weder von HansAdam noch vom KKZ je aufgeklärt. Als gebildeter Mann konnte er sich schon einiges nahe der Wahrheit selber vorstellen. Die CDs wurden im Schloss vom Botschafter abgegeben und vom Sekretariat bis auf den nächsten Tag in einem Safe eingeschlossen.Bei nächster Gelegenheit wurde Hans-Adam von seinem Sohn informiert. dass es sich um die eigene Botschaft und nicht die der Amis handelte. Es folgten ein paar klärende Telefonate zwischen dem KKZ. 273 . dem Büro des Regierungschefs und dem Schloss. den 30. Er wunderte sich etwas über die grosse Aufmerksamkeit. Erleichtert. wurde der Botschafter von Chauffeur Kaiser abgeholt und direkt aufs Schloss gefahren. die er da erleben durfte. Es wurde eine Sitzung des KKZ für Donnerstagmittag. Weiterhin wurde gesagt. dass Kieber angeblich CDs mit LGT-Kundendaten der US-Botschaft gegeben hätte und die Amis sich nun gemeldet hätte. warteten alle gespannt auf den nächsten Tag und was ihnen Hans-Adam berichten würde. Bis dahin sollte der Botschafter angekommen sein. Nach Ankunft in Zürich am Donnerstag. anschliessend die Mitglieder des KKZ. dass die Daten echt seien. dass man davon ausgehen müsste.01. da sie in der Hektik etwas missverstanden hatten. 13 Uhr anberaumt. weil Hans-Adam selber beim Öffnen der Datei anwesend sein wollte. Irgendjemand hatte gesagt.

Mit jedem Klick. dass Kieber ihm anstelle der behaupteten Daten einen Computervirus. sich die Dokumente auf der CD anzusehen. Diese brachte das Paket in ihre Spezialabteilung unten im Polizeigebäude. rief man die Kriminalpolizei zu sich. da er ausser Lande war. kein Sprengstoff drin. Januar 2003 Zu ungewöhnlich früher Stunde waren Hans-Adam und sein Sohn in ihren Büros schon sehr aktiv. Der Bankdirektor konnte nicht anwesend sein. dass man die CDs aufs Schloss bringen sollte. Kein Virus. Ich erfuhr davon per Zufall.: Hans-Adam wusste bis zum Spätsommer 2003 nicht einmal. dass seine Polizei Ende Januar 2003 irrtümlicherweise die Original-CDs behielt und diese seit damals in ihrem Safe aufbewahrte und er nur eine Kopie erhalten hatte. eine Briefbombe geschickt haben könnte. oder noch schlimmer. Doch es gab ein Missverständnis zwischen der Sekretärin vom Schloss und dem ranghohen Beamten. Hans-Adam kam auf die übergeschnappte Idee. Er stelle also die Kopien her und fuhr sie hoch zum Schloss. Ein Virencheck wurde durchgeführt: alles clean. Er untersagte er seiner Polizei. als ich im Spätsommer 2003 einen diesbezüglichen kleinen Vermerk der Polizei in einer anderen Aufzeichnung gefunden hatte. Er verstand es so. Da weder er noch sonst jemand aus seiner Familie sich die Finger verbrennen wollten. VADUZ 31. Anm. Nein.KAPITEL 10 Heinrich! Mir graut’s vor Dir. Hans-Adam verlangte dann sofort. Es wurde die erste CD in das Laufwerk gelegt. Während eines Telefongesprächs mit dem Schloss öffnete man unter strengen Sicherheitsvorkehrungen das kleine braune Paket. dass die gelieferten CDs gerade erst frisch von der Kripo gebrannt worden waren. nur vier brandneue CDs. dass er eine originalgetreue Kopie der CDs brennen und diese zum Schloss bringen sollte. Er wollte von den Original-CDs eine Kopie erstellen und diese der LGT zur Prüfung geben. Die Originale würde er dann (ungesehen) bei der Kripo im Safe lassen. Kieber habe die Daten nicht. Oben im Schloss hatte niemand bemerkt. Im Hinterkopf der Hochwohlgeborenen muss es wohl immer noch das Hirngespinst gegeben haben. Ich kopierte diesen Vermerk und schickte es mit einer Kurznotiz Anfang September 2003 Hans-Adam zur Kenntnisnahme ins Schloss. mit jedem Öffnen einer Datei 274 .

anzuschauen. nur eine auf dem Schloss neuerstellte Kopie der CDs auf einem Computer des KKZ öffnen zu lassen.wurden die Gesichter länger. Nicht unbedingt ganz nachvollziehbar. nichts in Sachen inoffizielle oder offizielle Jagd und Hetzte auf Kieber zu unternehmen. Die Magensäure musste sich hoch gefressen haben. als ihm und seinem Sohn klar wurde. da er Angst hatte. Man schlug dem Hans-Adam vor. dass er von seinen Untergebenen im Land und der Führung der LGT komplett falsch informiert worden war. durfte die CDs im Detail inspizieren. Es dauerte einige Stunden. bis man sich auf dem Schloss wieder beruhigt hatte. Die anderen Mitglieder des KKZ wollten nicht glauben. nicht bei der LGT Treuhand. was es wollte. solange man mit ihm reden könnte und solange man nicht zu 100 Prozent sicher war. Insbesondere die LGT musste natürlich mit eignen Augen sehen. den Hans-Adam zu sich rief. Die genauen ersten Worte sind nicht überliefert. Es muss eine sehr absurde Situation für sie gewesen sein. weil Kieber die Daten hatte. Der Professor. Besonders mit Leuten wie Kieber. Psychologischer Beistand war jetzt gefragt. Drei Stunden später beschloss er. dass Kieber die Daten hatte. dass er keine Daten habe. Der Professor war der Erste. die Augen grösser. was ihnen abhanden gekommen war. wo Blaublut machen konnte. die LGT sei nicht in der Lage. das letzte Wort. dass sie seit sie Kieber in Deutschland via Interpol „zum Abschuss‚ freigegeben hatten. Hans-Adam war zuerst dagegen. aber HansAdam wünschte sich in die Zeiten Napoleons zurück (übrigens erst dank diesem Kaiser ging es mit den „von Liechtensteins‚ steil bergauf). Aber nur eine Person aus dem KKZ. er wagte zu bemerken. Es war aber kein Schütteln. konnte sein Kopfschütteln nicht verbergen. Die anderen Anwesenden durften aus gutem Grund nur 275 . die vier CDs gemeinsam bei der LGT Bank. der Druck im Kopf stärker. Von diesem Zeitpunkt an hörte Hans-Adam ein wenig mehr auf den Professor. jedoch hatte er. ER HATTE DIE DATEN! ER HATTE DIE DATEN! Der Mistkerl hatte die Scheissdaten! TONNENWEISE! Augenblicklich wurde Hans-Adam bewusst. nein. wie immer. Sie baten einen Blick darauf werfen zu dürfen. an ihrem Grabstein meisselten. die Daten ohne grosses Aufsehen auf ihren eigenen PCs zu laden. die dorthin von der LGT gesandt worden war. der die Daten selber nie einsehen durfte (und auch in dieser Situation nicht zu Gesicht bekam). dass er sie doch gewarnt hatte.

Hoppla. übermässig auf die IT-Leute einzudreschen.: Achtung! Man rechne: In Berlin abgegeben: 1. ihn in Berlin zu vermuten oder gar zu suchen. dass einzelne Personen aus der Kripo später die Daten in der Tat gemustert hatten. Es machte keinen Sinn. Man war sich in Vaduz sicher. Warum sollten sie auch nicht? Man kann ruhig sagen. Etliche Varianten wurden diskutiert. namentlich die der Justiz. Und darüber noch nachschoben. beim KKZ angelangt: 1. dass man meldete. keine neue Meldung in Sachen 276 . Die Hinweise. Man hätte die Städte verwechselt. und sein Schwager) angeblich in "Lebensgefahr" seien. Die LGT Person errechnete das Total der gesamten gespeicherten Datenmenge auf 1. man hätte Kieber verhaften können und es daher keine Anhaltspunkte mehr gäbe. indem man schreiben würde dass Kieber nicht in Berlin sondern in Basel sei. geistesgestört und mit hoher Gewaltbereitschaft gebrandmarkt hatten. Er wusste ja nicht. Die KKZ beriet was man tun könnte.B.590 GB. wären falsch gewesen.Dinge sehen. Wo sind die denn hin? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Hans-Adam muss angeordnet haben. worin man die erste und zweite Meldung korrigierte. um zu verhindern. Die Wahrscheinlichkeit das Deutschland Kieber aktiv suchen würde. dass die deutsche Polizei eine in deren Augen sicher „seriöse‚ Meldung mit solchem Inhalt nicht einfach links liegen lassen würde. Ich kann auch berichten.287 Gigabyte. dass die Polizei eine eigene Kopie im Safe schlummern hatte. dass allen Anwesenden kotzübel wurde. die Interpol Vaduz erhalten hatte. hatte Liechtenstein selber massiv gesteigert.flüchtig einen Blick auf die heisse Ware werfen. dass fremden Augen. indem es Kieber als bewaffnet. die seiner Meinung nach schlimmsten Mandate für die neue Kopie wegzulassen. Diese waren verblüfft und geschockt. dass die deutschen Behörden Kieber finden würden.obwohl auf jeden Fall alle auf seiner Seite waren . wobei auf einer Skala unten die Polizei. die sie prinzipiell nichts angehen. Anm. Man holte sich die Verantwortlichen der IT-Abteilung. da fehlen ja 0.287 GB. Oder ein anderer Vorschlag war. könnte man nach Deutschland eine neue Interpolmeldung senden.303 GB. Er wollte Verhindern. dass deutsche Bürger (Helmut R. Polizei und Regierung . also über 300 MB. Am Ende wurde beschlossen. Z. in der Mitte die Justiz und an der Spitze die Regierung zusammen mit der LGT einzugliedern waren.

02. die der neuen Lage entsprach. 03. nun war es so. Langsam aber sicher sank die Erkenntnis in den Köpfen. selbst bei HansAdam. dass Kieber mit seiner Argumentation zu Gunsten einer Schutz-ID eigentlich Recht hatte. Ein anderes. Alles abgewogen. sondern im Gegenteil. dass ausgerechnet mein Pass oder die ID am Flughafen durch das Lesegerät gezogen würden und dann das Chrom der Handschellen blitzen würde. 11:30 BERLIN 31. damit er nicht noch aufgewühlter würde. weil man befürchtete. Der Professor wurde beauftragt. Dies darum.w. zu sagen. Man kam zum Schluss.Kieber an Interpol Wiesbaden oder sonst jemanden in der EU zu senden. ca. dass die Schnüffler nicht zurückgepfiffen worden waren.s. Nach einem sehr langen und harten Tag ordnete Hans-Adam an. Hirn verbrennendes Gefühl machte sich innerhalb des KKZ breit.04 Uhr in das Emailkonto zu stellen. Das ursprüngliche Ziel aber bleibe weiterhin bestehen: die Daten und den Kieber sicher nach Vaduz bringen. dass sie ihm „zu Hilfe‚ eilen mussten. Grenzüberschritt zu 277 . Weitere Infos hier am Montag. was Liechtenstein wohl alles mit der „Variante 2‚ ausgelöst hatte. Aber wohin nur. Ich ging die Liste der Länder durch. Man entschloss sich. koste es was es wolle. Schweiz? Nein. Vor ein paar Tagen noch wollten viele den Kopf von Kieber rollen sehen. dass eine erneute Meldung nur die Aufmerksamkeit auf den Fall lenken würde. Januar 2003 Den ganzen Tag zerbrach ich mir meinen Kopf darüber. Ich vermutete. zu nah an Liechtenstein. weiter im Solde Hans-Adams stehen würden. ein. eine Strategie zu entwickeln. den folgenden Text um 20. Berlin zu verlassen. wieder mit Kieber zu reden. ihm aber nichts über Interpol u. dass Kieber im Moment sicherlich sehr gut auf sich selber aufpassen konnte und einem Zugriff der deutschen Behörden zu entgehen wusste. mit all den Daten und Papierdokumenten? Ich konnte keinen internationalen Flug buchen. die ich auf dem Landweg erreichen könnte: Österreich? Nein. da ich wusste. entschloss ich.2003. dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein würde. Material ist angekommen. um mich zu finden und mich dann den deutschen Behörden zu übergeben.

Frankreich? Nein. Leider kein Angebot für eine Mitfahrgelegenheit nach Holland. wo private Kfz-Besitzer Mitfahrer für bestimme Strecken und Tage suchten (Mitfahrzentrale oder Mitfahrgelegenheit). Ich fand keinen Anbieter. Schnell fand ich eine passende Unterkunft. Oder mit dem Zug bis an die Grenze zu fahren und dann weiter schauen. dass alle Firmen vor der Abfahrt genaue Angaben zum Passagier einsammeln und speichern mussten. auch keine Alternative. zu lange Fahrt (und mir war schon kalt genug in Berlin). trug ich mich unter einem Pseudonym als suchender. nicht mein Favorit. Warum nicht? In Amsterdam war ich noch nie. ob es mir den soooo gut in Berlin gefallen würde.riskant. Ich schrieb an drei Angebote und suchte dann nach einer Wohngelegenheit im Netz. Holland? Ja. Per Zufall stiess ich auf Webseiten. klar – ist ja eine grosse UniStadt. Lag nahe an der Grenze. zahlender Mitfahrer ein. Polen oder sonst wo in den Osten? Nein. heute am späten Abend nochmals ein Internetcafé aufzusuchen und nachzuschauen. jetzt im hässlichen Winter? Nach dem Essen suchte ich eine Internetbude aus meiner Liste aus. Für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam ab der ersten Februarwoche 2003. ob ich Erfolg hatte. vor allem Münster. kurze Teilstrecken mit so genannten Kaffeefahrten innerhalb Deutschlands zu buchen. dass ich ein anderes Zimmer in Süden Berlins gefunden hätte und am kommenden Montag ausziehen würde. Ich lud Petra zum Abendessen ein und wir gingen in ein vor ihr gewähltes Restaurant. Dazu zählten auch die Nationalität und die Nummer des Reiseausweises. Da keine aktuellen Angebote für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam vorhanden waren. Haufenweise in andere deutsche Städte. Ich entschloss mich. 278 . am Ziel auszusteigen und einfach die Rückfahrt nicht mehr anzutreten. Ich recherchierte im Internet nach den Transportmöglichkeiten dort hin. Holland. Günstig und schnell könnte ich mit den Busgesellschaften fahren. Eine Möglichkeit wäre. Gepäck: ein grosser und ein kleiner Koffer. Aha. Ein kurzer Blick auf die Landkarte und Münster sollte es sein. Sie freute sich für mich und fragte nach. der diese Regel nicht auf der Firmenwebseite hatte. nach Schweden? Nein. Nordwärts. Ich sagte ihr. Eine eigens dafür neu eröffnete Emailadresse sollte als Kontaktmöglichkeit zu mir dienen. Leider war es Vorschrift. Das schien mir die beste Lösung zu sein. die regelmässige Touren von Berlin nach Amsterdam anboten.

dass ich auch zum Treffpunkt kommen würde und er nicht verarscht würde. wenn er dann das Fahrgeld schon tags zuvor erhalten hätte. Der Erste wollte die Kohle jetzt gleich. Sie sei dann in München. Sie musste nach München gehen und in den harten Zeiten einer Uni-Studentin. Ich schrieb Hans-Adam nichts zurück. wie kann ich den sicher sein. im Internet nach. dass ich das Richtige getan hatte.00 Uhr las ich die Mitteilung von Hans-Adam. Ich hatte ja Zeit bis Montagmittag. dass sich jemand so schnell meldete.. ist jeder Euro nicht ausgegeben. Sie war froh. Samstag schon abreisen würde. Super. da sie das Angebot erst vor ein paar Stunden ins Netz gestellt hatte. nähe Bahnhof Zoo abzuholen. bei ihrer Familie. Der Eine würde schon am Sonntagabend von Berlin losfahren und der Andere am Montag um die Mittagszeit. Ich rief beide an. den 01. hinter Gitter zu bringen. Er hängte das Telefon einfach auf.3. noch vor der Abfahrt haben. Der Fahrkostenanteil war so um die 30-40 Euros. Ich notierte mir ihre Telefonnummer und rief gleich an. Die 170 Euro müsste ich auf ihr Konto bei einer Sparkasse in München einbezahlen.02. ob ich Erfolg mit der Mitfahrgelegenheit hatte. Februar 2003 Moralisch gefestigt. Ich wandte ein. 23. Um ca. dass ich meinem Ziel. der ihr kleines möbliertes Zimmer in einer WG für den ganzen Februar 2003 für 170 Euro mieten möchte. einer gespart. Jetzt nur noch die Fahrt dorthin. Auf meine 279 . Bei Ankunft in Münster sollte ich an der Haustüre klingeln und man würde mir die Schlüssel geben. mich am Montag pünktlich um 12 Uhr vor dem Beate Uhse Sexladen.Eine Iris aus Münster suchte jemanden. Tausend Dank! Ein Problem weniger. BERLIN 1. Meine Hoffnung stieg. wieder etwas näher gekommen war. damit er sicher gehen konnte. die verdammten Verbrecher Roegele & Co. schaute ich schon morgens früh am Samstag. liess seinen Text stehen. Ich musste einen guten Eindruck bei ihr hinterlassen haben. Zwei der drei Kontaktierten hatten geantwortet. Sie vertraue mir. dass sie morgen. Wenn auch nur in mikroskopischen Schritten. Der Zweite war sehr freundlich und sagte mir zu. dass er zum Treffpunkt kommen würde. Ich schlief beruhigter wenn auch zu später Stunde ein. Mann. sagte ich. da sie sogleich zusagte aber erwähnte. war ich dann wieder erleichtert.

und auch auf Grund der Möglichkeit. wollte ich auch körperlich am Ball bleiben. dass heute die Eröffnung eines neuen Fitnesstempel sein würde. Es würden nur er und ich im Wagen fahren. Wobei jeder seine diesbezüglichen Möglichkeiten nutzt. hatte ich wieder Zeit. ° alle Beteiligten suchen nach dem besten Weg. Ich hatte irgendwo gelesen. ° ich bin nun in der Situation. ob sein Auto gross genug für meine 2 Koffer wäre. Genau um 14. und dann alles auf den zwei Stockwerken benutzten. sagte er „Null Problemo‚. dass er wieder vorschlägt. Ich suchte ihn auf und konnte für ca. wo ich .verstehen sie sicher. dass ich nach Vaduz kommen sollte.nur die Zeit wird knapp. Nebst der geistigen Fitness. Gerne wäre ich hier geblieben.wie so oft in meinem Leben . B) wir finden einen Weg aus dem Drama: ° das ich nicht zurückkehren kann . ich habe ihre Nachricht erhalten. Der Abschied von Berlin war nicht einfach. 280 . ° abgesehen von den unrechtmässig entwendeten Daten bin ich als unschuldig anzusehen‚ solange bis das Gegenteil bewiesen ist. dass ich reisebedingt in den kommenden Tagen nicht ins Netz kann. nicht das ich mich davon scheue . dachte ich. A) wir lassen die Situation wie sie jetzt ist: ° sie helfen aktiv mich zu fassen. ihm eine Nachricht zu schreiben. ° ich versuche das .alleine grundsätzliche Entscheide fällen muss. An der Hasenheide am Herrmannplatz. um den Schaden für sich selber so klein wie möglich zu halten. es wäre besser. mich dem Thema Hans-Adam zuzuwenden.nein . 20 Euro eine Tageskarte kaufen.Frage hin. Sehr geehrte Herren.so lange es geht . Um zu vermeiden. Da meine Abreise und die neue Bleibe geregelt waren.zu verhindern. empfand ich stets als eine Art Sicherheit. auf Grund der nun vorliegenden Lage möchte ich folgendes mitteilen: wir haben 2 Möglichkeiten. Ich konnte mich mittlerweile gut in der Stadt bewegen und dass die Amis und die deutsche Regierung hier waren.11 Uhr drückte ich die Entwurfsspeichertaste im Emailkonto.nachdem nun alles offiziell und amtlich ist .

FebruarMonatshälfte hier wieder melden kann. natürlich bin ich mir bewusst. bevor es zu einem 4Augengespräch gekommen ist. versuche ich samt den Unterlagen (die Originaldokumente machen mir zu schaffen) dies zu ändern. sollte für alle wieder grösstmögliche Klarheit herrschen.02. N. Bei Variante B) kommt es drauf an. bitte Text markieren und für sie ausdrucken. den 02. dass nur ein sehr. Sie war an diesem Wochenende nicht weggefahren.B. dass ich mit den Daten unter keinen Umständen (mit einer Ausnahme) etwas unternehmen werde. H. was ihr und mein Ziel ist. Löschen sie dann bitte einfach diesen ganzen Text. sehr begrenzter Kreis von Menschen dieses Emailaccount samt Passwort kennen.° ich habe nichts mehr zu verlieren! es klingt zwar wie ein Spruch aus einem billigen Film. oder? Mit diesem Text. gab es noch das letzte gemeinsame Frühstück mit Petra. dass ich mich erst in der 2. meine Anwesenheit in diesem Land (Deutschland) hier offensichtlich IHR grösstes Problem darstellt.wenn ich meine Situation anschaue . dass sie einen solchen Anlass als Gelegenheit für das Ziel von Variante A) missbrauchen könnten. Da u. Bei Variante A) bitte ich Sie nichts mehr hier hineinzuschreiben.a. aber ich möchte nicht mehr über das Telefon oder hier Tagelang kommunizieren. aber . nicht mal das Sie die „Variante A)‚ wählen oder wünschen. Ich hoffe Sie können dies alles nachvollziehen und ich verspreche Ihnen. Danach 281 . Am Sonntag. ° in diesen Tagen schwanke ich zwischen einer Art flucht nach vorne (was nicht beinhaltet. dass man dann ein Treffen mit einem wirklich Informierten organisieren kann. K. nach Hause zu kommen) oder einer Flucht nach hinten. Auch hoffe ich. so glaubte ich.. um unter 4 Augen zu sprechen. Es kann also sein.trifft dies genau zu. meine Hoffnung ist es zurzeit.

präzise als die Glastüre der Sparkasse sich für Publikum öffnete. Ein Bett.suchte ich den Sexladen auf.sowie Zimmerschlüssel für mich hinterlegt. den 03. verstaute ich alles tief unten in den Taschen. Ich nickte und er zeigte mir das Zimmer von Iris. Er setzte mich in Münster vor dem Haus mit der Adresse von Iris ab. das aus alten Holzteilen 282 . sodass ich am Montag ohne Verzögerung den Treffpunkt finden würde. Von dort bestelle ich mir ein Taxi. Das Fenster war genau auf der Höhe der Bahnlinie. ob ich „Gerhard‚ sei. musste ich nicht lange warten. auf der Dammhöhe verlegt war. 500 Meter entfernt. stand ich schon davor. Der Computer verschwand in einer gepolsterten. schwarzen Laptoptasche aus Leder. Die Fahrt ging sehr zügig voran und mir lag nicht viel an tiefen Gesprächen. Man hätte mich von einem der wenigen Touristen. die um diese Jahreszeit in Berlin herumspazierten. ein Tisch.02. Petra war schon arbeiten gegangen. bis mein Fahrer an der Strassenseite vor dem Beate Uhse Laden anhielt. Sie hatte einen Zettel mit der Bankverbindung und einen Wohnungs. Einer der Mitbewohner war zu Hause und fragte mich. nicht unterscheiden können. Ich löste mein Konto auf. um ganz sicher zu gehen. spülte das Geschirr in der Küche ab. Ich schleppte die Koffer um die Ecke zu einer kleinen Berliner Kneipe. Ich sah mich im Zimmer um. Auch rief ich den Fahrer nochmals an. ein kleiner Fernseher sowie ein Bücherregal. Alles beim Alten. Der Bahnhof war ca. Ich räumte mein Zimmer auf. Small Talk war OK. Es war der einzige Tag. Dort angekommen. schrieb ein Abschiedsgruss an Petra und liess die Haustüre hinter mir zufallen. Wieder zu Hause. Am Montag. an dem ich Berlin etwas entspannter geniessen konnte. Klar. Den Laptop und die anderen Sachen verstaute ich in einen roten Baumwollsack einer Bäckereikette aus Berlin. die hinter dem Haus. die Wohnung lag im dritten oder vierten Stock und kein Lift. grösser als in Berlin aber wiederum ohne Beine. leerte den Safe und gab die zwei Safeschlüssel zurück. das mich zum Treffpunkt bringen sollte. dass er morgen auch fährt. Er half mir beim Einladen und ich bezahlte den gewünschten Anteil an den Fahrkosten in bar. Vorbei an Mülltonnen zog ich mein Gepäck hinter mir her zum Hauseingang. Ich bedankte mich und er verschwand im Verkehr.

283 . kräftig über mich selber zu fluchen. Immerhin alles schön sauber. Ich drehte den dazugehörenden. die einem anstrengender erscheinen. antiken Schlüssel zwei Mal um und inspizierte das Bad (dreckig).zusammengehämmert war. hätte aber sowieso nicht angerufen. Dank der hohen Konzentration junger Studenten in der Stadt war die Anzahl von Internetmöglichkeiten blendend. besser als gar kein Schloss. die im früheren Leben einer Explosion zum Opfer gefallen worden sein musste. Ein Spaziergang durch die Einkaufsmeile von Münster brachte etwas Erlösung. Eine Pizza und Cola fühlte den Magen schnell auf. sprich die Auseinandersetzung mit Hans-Adam. dass alles LGT Datenmaterial gut verstaut war. die Küche (noch schlimmer) und schimpfte über mich. Ich packte meine Kleider aus und versicherte mich. Im Winter sehen alle deutschen Städte nicht sehr einladend aus. Es war schon nach 17 Uhr als ich dann diese Nachricht aus Vaduz lesen konnte: Erwarte Anruf unter bekannter Nummer heute um 17:00 Uhr. Ich hatte ja dem Hans-Adam berichtet. Das Türschloss war eher primitiv. dass ich in eine solche Lage geraten war. Nicht dass mein üblicher Ärger. Aber in solch Situationen sind es oft ganz triviale Dinge. Ich hatte Hunger.mich eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder melden würde. Nun gut. Dennoch. Holz aus einer Kiste. Anlass genug sein sollte. Aber nur hinsichtlich meines grossen Hungers. Diesen Termin hatte ich verpasst. dass ich – reisebedingt .

Da Münster eine kleine und somit überschaubare Stadt war. da ich hier sicher sein konnte. Ich machte mich auf den Weg zur Sparkasse in Münster. Sie hatte ein Konto bei einer Sparkasse in München aufgeschrieben. Stundenlang beobachtete ich die wenigen Studenten. Ich kaufte mir einen Kaffee und ein Stück Kuchen. setzte mich ins Foyer. Am Ende war die Kohle auf dem Weg nach München. einen Schalterangestellten zu überzeugen. Es war dann auch eine Mammutanstrengung die 170 Euro in Münster auf ein Konto der Sparkasse in München einzuzahlen. wollte ich von hier aus keine Email schreiben.KAPITEL 11 Die Polizei. Mein Plan war es ja. Sie bedankte sich. Dort auf dem Gelände gab es verschieden Kantinen und Cafeterias. Bis anhin waren es für mich nur Gerüchte. dass keine Staatskarossen aus Vaduz auf mich lauerten. geschichtsträchtige Stadt mit einer sehr alten Universität. Keine Wurzeln zu schlagen. Ich erinnere mich noch genau an den feinen Kuchen. Ich musste zwei dicke Formulare ausfüllen und eine Gebühr von ca. dass ich angekommen und alles OK sei. Dass es trotzdem zehn lange Tage hier werden würden. dass ich mein Wort gehalten hatte und auch für die Einzahlung der Miete. Bloss nicht. Erst nach drei Anläufen in derselben Bank gelang es mir. die Holztische und dunklen Stühle. Wie diffizil und unfreundlich einige Banken in Deutschland seien. 35 Euro bezahlen. Ich rief sie von einer Telefonzelle an und sagte ihr. Sie kenne die anderen auch nicht so gut. vor allem aber keinen Anruf machen. dass ich das Geld unbedingt überweisen musste. Sparkasse ist eben nicht gleich Sparkasse. da die Leute kommen und gehen. Und meine Miete war bis Ende Februar 2003 bezahlt. Meine diesbezüglich eigenen Erfahrungen in Berlin waren eigentlich gut. war für mich nur ein Streckenposten auf dem Weg nach Amsterdam und eine kleine Oase der Ruhe. Schreckenszenarios die offenbar jeder Deutsche zu erzählen wusste. Ich fragte sie. Horrorgeschichten. Die einzige langjährige Mitbewohnerin sei auch verreist. hier in Münster keine Ferien zu machen. ob ich nicht einfach die 170 Euro ihrem Mitbewohner übergeben könnte. die zu dieser Zeit offenbar eine 284 . Anschliessend spazierte ich in Richtung Uni. Ich hatte ja kein Konto in Münster. dein Freund und Helfer Diese schöne. hätte ich mir am ersten Tag auch nicht erträumt. jammerte sie hurtig. Am nächsten Tag musste ich der Iris die Miete bezahlen. Jeden Monat entdeckte sie auf dem Weg zum Bad oder in die Küche neue Gesichter.

ohne etwas hineinzuschreiben würde das mögliche Risiko ganz beseitigen. Ein schönes Gefühl. nicht weniger. drängte sich sofort die Realität wieder auf. der Bundesgrenzschutz stationiert war. Was hatte ich aber mit denen zu tun? Ein Tag. Auf jeden Fall war es in jener Stadt. Nur Nachschauen. Da ich nur gute Erfahrung damit gemachte hatte. dass ich dafür von Münster wegging. die auf mich wartete. fühlte ich mich prächtig. Ich musste mich sehr anstrengen. Für mich war dieser Augenblick doch wie Ferien. Ich fand folgendes Angebot: Ein Mann offerierte eine Mitfahrgelegenheit für vier bis fünf Mal pro Woche für die nächsten Monate. Der Ausblick war auf den parkähnlichen Garten der Uni. was sich in den Köpfen derjenigen in Vaduz abspielte. Ohne Gewähr). Zuerst wollte ich dies an einem Computer in Münster machen. Eine Art kreisförmige Zufahrtsstrasse mit ein paar Geschäften auf der Rechten Seite. wenn ich antworten oder gar telefonieren musste? Die beste Lösung war. evt. Im Moment. Ich tippe auf Osnabrück. suchte ich im Internet nach einer Mitfahrgelegenheit in eine der grösseren oder kleineren Städte im Umfeld von Münster (Ich kann mich noch so sehr anstrengen: ich bin mir heute – im Rückblick . Bielefeld oder gar eine andere Kleinstadt war. dass er in Münster (oder im nahen Umland von Münster) lebte und 285 .Pause hatten. Keine. dessen Anfang verrückter nicht hätte sein können. Ich verbrachte auch viele Stunden im Bahnhof Münster. wurde immer stärker. Nachsehen. wo ich einen Tag verbrachte. Abfahrt war jeweils früh am Morgen und Rückfahrt am späten Nachmittag. Hamm. Da ich in Münster sozusagen inkognito war. um abgelenkt zu bleiben. eine Art Regionalkommando. Keine Befehle. Er erzählte mir. ob es dann Osnabrück. keine Staatskarre. Keine Fragen wo die Daten sind. Keine Drohungen. Nicht mehr. Das Bedürfnis. In der Mitte die Taxis. Keine. Keine Appelle. wo mir dies nicht gelang. Keine Telefonate mit Hans-Adam. verdrängte es aber gleich wieder.nicht mehr ganz sicher. Dann wurde ich wieder von den Gedanken eingeholt und ich stellte mir vor. Was aber. das sich parallel zu meinem entfaltete. zu erfahren ob man mir wieder eine Nachricht im Emailkonto hinterlassen hatte. Es war wie ein anderes Leben. meinen Standort preiszugeben. Der Vorplatz war schön gestaltet. wo eine grössere Polizeistelle.

Ich gab ihm meine Adresse und er sagte. Nicht umgekehrt. Ich weiss. Zum Glück war es drinnen so dunkel wie draussen. Hatte etwas zu tun mit Grenzschutz. Aber es war doch ich der Bruno zuerst kontaktiert hatte. Was er den so mache. Er. er bejahte dies. Ehrlich. Ich ahnte ja nichts von dem was kommen sollte. Für ein paar Euro könnte man mit ihm mitfahren. ob er der Bruno sei. es mag für euch Leser absurd klingen. die vielen Schweissperlen auf meiner Stirn. Mein lieber Vater. eventuell mobilem Grenzschutz. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr und eingekleidet wie für einen Trip auf einen Schweizer Gletscher. Wir plauderten so daher und er fragte mich. stoppte vor meiner Nase. nennen wir ihn mal ‚Bruno‚. dass es ein deutsches Fabrikat war. der an der Strasse zu dieser ungemütlichen Zeit stand. Grau oder Blau. Wir redeten über Verbrecher. Er fuhr sehr. Ich wusste ja. Drogen und die kläglichen Löhne bei der Polizei. wie mein Blut das Gesicht verliess und tsunamihaft runter in die Beine entkam. dass er am nächsten Tag (es muss so um die 05. Vielleicht wussten sie. Ich stieg in seinen Wagen ein.täglich zur Arbeit nach „Osnabrück‚ pendelte. ich glaubte. Sonst hätte er gesehen. sagte ich. Tausend Gedanken schossen durch mein fast blutleeres Hirn. woher aus der Schweiz ich komme. fragte ich. dass ich voll in eine Falle gelaufen war. Nicht zu vergessen. Ein VW Passat Kombi oder ein Opel Kombi. Ich war ja auch der einzige Mensch weit und breit. Dunkle Farbe. Ich fragte ihn. Er konnte mich also nicht kennen. seinen Kindern und sogar seiner Arbeit. sehr früh jeweils von zu Hause ab. erinnerte ich mich blitzartig. Er erzählte. Ich erzählte von Zürich und dass ich auf Besuch in Münster sei und mir die Stadt Osnabrück anschauen möchte. dass er seine Variante 2 aktiviert hatte. da fährt der deutsche Polizist in seinem Wagen mit einem falschen 286 . Super. fragte ich. dass ich in Münster war. Und er erzählte mir von seiner Familie.30 Uhr oder 06. dass er seit Jahren bei der Polizei arbeitete. stand ich in der Kälte am Strassenrand gegenüber dem Haus wo ich wohnte.00 Uhr gewesen sein) abholen würde. Schmuggler. evt. als würden mich ein Hirnschlag und ein Herzinfarkt gleichzeitig treffen. Die Fahrt muss zwischen 30 und 50 Minuten gewesen sein. Wann geht es los. Polizei? Polizei! Flink hatte ich das Gefühl. Ich glaube mich zu erinnern. ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen. aber es war Krieg zwischen mir und Hans-Adam. dachte ich mir. Er habe einen guten Rang erreichen können.

Jetzt wurde mir ganz heiss. dass ich sein schönes Angebot ablehnte. Es gab nicht viele Parkplätze hinter dem Tor. wieder einmal Glück gehabt. Eher eine Verschachtelung von verschiedenen Bauwerken. Gleich nach Eintritt stand ich in einem Gang. Er wollte sogar die paar Euro. Er grüsste sie und erhielt den Gruss erwidert. Es kam noch schlimmer: Als wir schon im Stadtpendlerverkehr von Osnabrück steckten. So genau konnte ich es nicht sehen. Er schritt auf eine Treppe zu. Sicher aber ein Gruppenleiter. modernes Gebäude. eine Stufe darunter. Ich überlegte mir schon. Er hielt vor einem grossen Tor und nachdem es sich geöffnet hatte. man wird mich verhaften.„Touristen‚ aus der Schweiz durch die Gegend. da es noch nicht genug hell war. Da ich nicht unhöflich sein wollte und keinen Verdacht aufkommen lassen wollte. evt. Da er einen hatte. offerierte er mir auf einmal einen Kaffee in seinem Büro (!). Wir stiegen aus und ich lief ihm hinterher. eng und verwinkelt wie bei einer Burg oder so ähnlich. in Münster brisante Daten stapelte und plaudert mit ihm über Vergleiche von deutschen und schweizerischen Polizeitaktiken. die entweder aus Beton oder Steinen geformt war und ein einfaches Eisenstangendesign als Treppengeländer hatte. er war kein Kommissar.‚ Aber Nein. sagte ich diesmal zu. einer der in Wahrheit heiss gesucht wurde. Es war ein wenig heller draussen geworden. Daher verwunderte es ihn schon. Es ist eine Falle. Ich musste dort warten und er holte mir einen Kaffee vom Automaten. was ihn erstaunte. das stand fest. Er fragte nochmals und bemerkte zum wiederholten male. Es war definitiv kein neues. dass er einen höheren Rang/Funktion bei der Polizei ausüben musste. Ich lehnte das Angebot ab. Ich glaube aber. sein 287 . Als nächstes erwartete ich seine Einladung. dass ich mit ihm am späteren Nachmittag auch zurück nach Münster fahren könnte. „Nehmen sie doch bitte Platz und nennen sie uns ihren Namen und Anschrift. Ein Publikumseingang war es nicht. An der Aussenmauer waren einige Polizeitransportwagen parkiert. Es kamen uns uniformierte Polizisten entgegen. dass keine anderes Geschäft offen hatte. So wie er es gesagt hatte. Er zeigte mir den Weg aus dem Labyrinth im Innenhof und verabschiedete sich. bedeutete dies für mich. ob und wie ich aus dem nun langsamer rollenden Fahrzeug springen sollte. sah ich eine Art Innenhof. dachte ich mir und mir wurde noch schlechter. Ich bedankte mich und versuchte meine flatternde Nervosität zu verbergen. Es war noch so früh. Wir fuhren auf ein älteres mehrstöckiges Gebäude zu.

dann hätte mal wieder alles super geklappt. zahlte ich ihm die Hälfte des Fahrpreises schon mal gleich. Ich traf ihn an der Uni und um sicher zu gehen. Er hatte keine Ahnung. Ich musste ihm versprechen. Ein Student aus Münster plante für Mitte Februar eine Reise nach Amsterdam. Um die Mittagszeit fand ich eine Gelegenheit ins Internet zu kommen. sagte ich zu mir. Da fragte niemand nach Ausweisen oder wollte dein Gepäckinhalt inspizieren. Jetzt noch eine Unterkunft in Amsterdam suchen. Von Deutschland aus wurden Fahrten bis nach Madrid oder gar Moskau angeboten oder gesucht. den Polizisten. dass er den Zehner erhält und drückte ihn fest in die Hand. dann mit einem Linienbus rüber und auf der anderen Seite mit dem holländischem Zug weiter. Sie wurde von den Deutschen rege genutzt und war praktisch immer billiger als mit dem Bus oder dem Zug. auch hier kontrolliert zu werden. kurz nach Mittag in seinem Büro an und sagte. Mit einer Tasse heisser Schokolade und einem belegten Brötchen war die Welt wieder in Ordnung. dass ich schon jetzt nach Hause fahren würde und zwar mit der Regionalbahn. Ich war noch nie in Amsterdam City und suchte im Internet 288 . Ich wusste. nicht entgegennehmen. dass er mich mitnehmen würde. Er erschien mir vertrauenswürdig. Wie neugeboren bummelte ich in Osnabrück durch die mir unbekannten Strassen. Die einzige und letzte Lösung. Mit den Datenträgern und den Dokumenten. Ich blieb noch eine Weile dort und beobachtete die Kundschaft.Fahrgeld. Ergebnis: Keine neue Nachricht. Die Gelegenheit mit dem Zug via Enschede nach Amsterdam zu fahren.Amsterdam waren aber sehr dünn gesät. Er wünschte mir noch eine schöne Zeit in Deutschland. die internationalen Züge von mobilen Grenzbeamten kontrolliert werden. dass ich ihn im Büro anrufen würde. Die Angebote für Münster . wie ERFREUT ich war. Die Möglichkeit mit der Regionalbahn bis an die Grenze zu fahren. Zurück in Münster verbrachte ich die Tage mit dem neuen Thema: Holland und die Reise dahin. Ich rief Bruno. dass trotz der „offenen EU-Grenzen‚. Ich bestand aber darauf. Auch gut. Aber das Restrisiko. kam für mich nicht in Frage. wäre machbar gewesen. blieb bestehen. Zu viel Geld in Deutschland und zu günstige Drogen in Holland. sollte ich doch noch mit ihm nach Hause fahren wollen. Endlich fand ich ein geöffnetes Café. dass ich gehen durfte. Gleichwohl hatte ich Erfolg. Touristen hilft man doch gerne in Deutschland. sagte er zum Abschied. war die mir schon bekannte Art und Weise: die gute alte Mitfahrgelegenheit.

Seine Freundin und er fuhren nur fürs verlängerte Wochenende weg. Jane und ihr Mann erwarteten mich am 14. Wie abgemacht. die für das KKZ arbeitete. VADUZ Erste Monatshälfte Februar 2003 Das gemeinsam benutzte Emailkonto wurde jeweils am Wochenende. Ich erwiderte die Frage mit der Gegenfrage ob dies das Auto sei. Das ist aber günstig. Ja. Er fragte mich. Die unsichtbare Grenze war in der Mitte der Autobahn und niemand hat uns aufgehalten. druckte ihn aus und 289 . fragte ich. In Holland würde ich mich Claudio nennen. stand ich zuverlässig um 10 Uhr am Bahnhof Münster. 11. Donnerstag.nach einem günstigen Bed & Breakfast. Ich konnte nicht weggehen und ihn anrufen. der 13. wartete auf den Fahrer.30 Uhr.02. Ich durfte vorne Platz nehmen. Der Kofferraum war praktisch leer. Am Sonntag (02. Endlich. vier bis fünf Mal pro Tag kontrolliert. wenn das Sekretariat oben im Schloss nicht besetzt war. Wir stoppten 2. die entweder zu teuer oder mitten in der Stadt waren.02. um 11. Das B&B hiess Flowergardens und war in der Margrietstraat zu finden. sicher – war seine Antwort. beschwerte ich mich laut. Für Langzeitgäste nur 21 Euro pro Nacht. Mist noch mal.) fand man den längeren Text von Kieber.: Hans-Adams Geburtstag).45 Uhr.10 Uhr. incl. Ihre Musikauswahl während der Fahrt traf meinen Geschmack oft. Wir verstauten meinen grossen Reisekoffer und den Rest packten wir hinten auf die Sitzbank. Ein attraktiver Name. mit schon zwei Leuten drin vor meinen Füssen an.30 Uhr hielt ein alter. 10. Frühstück. Und so war’s auch. Sicher. mit dem wir nach Amsterdam fahren würden. Beide waren ein sehr aufgestelltes Paar. Aber hat es da noch Platz für mein Gepäck.02. ob ich Claudio sei. Nicht viel Gepäck dabei. 3 Mal für Benzin und kleine Snacks. von einer Person unten in Vaduz. denn dann würde ich ja nicht auf dem abgemachten Platz stehen und er würde mich nicht sehen und ohne mich wegfahren. Wo blieb der nur. Ja. Ich reservierte das Zimmer für erstmals 2 Monate. den er am Tag zuvor abgespeichert hatte. Immer noch kein Fahrer in Sicht. roter Ford Fiesta. stiess ich auf eine schöne Webseite eines B&B in Monnikendam. 10. Februar 2003 in Monnikendam (Wieder dieser 14. wo ich zwei bis drei Monate bleiben könnte. Nach Durchsicht von etlichen B&Bs.

Man war sich einig. dass die beschriebene Möglichkeit „A)‚ (siehe ‚Berlin 1-3. Hinsichtlich des restlichen Textes. Teile des KKZ tauchten wieder in alte Ideen ab: Es müsse doch möglich sein. Der Professor schüttelte seinen Kopf. wie man es zu deuten hatte. weil dies das letzte Land wäre. Einige mutmassten. hob Hans-Adam hervor. Kieber hatte ja die Daten und wenn die in die falschen Hände. bis ein solches stattgefunden hatte. dass er eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder Kontakt aufnehmen könnte. dass er offenbar von sich aus entschied.lieferte ihn beim Portier im Schloss ab. um weit weg abzuhauen oder gar Gespräche mit den Deutschen oder den Amis zu beginnen. Andere auf Skandinavien oder auf ferne Länder wie Südafrika. Er würde für ein solches Gespräch zur Verfügung stehen. Ihm machten Kiebers Sätze „ …alleine grundsätzliche Entscheide zu fällen… die Zeit wird knapp‚ grosse Sorgen. bekam er als Antwort. Kiebers letzter Text wurde in seine Einzelteile zerlegt. das Land zu wechseln und sich auch sorgen wegen der mitgeschleppten Dokumenten machte. Quasi ein Selbstzerstörungsplan plus grossem Knall. Natürlich den Knall beim Hochgehen der Datenbombe. da er ja versprochen hatte. Die einen tippten auf Spanien. dann Gnade uns Gott. nichts mit den Daten zu machen. wohin er wohl reisen würde. fragte Hans-Adam. wegen der Daten.Februar 2003‚ ) niemand mehr hier als eine Lösung des Problems betrachtete. Und schloss mit der 290 . geraten. dass Kieber mit dem Hinweis. wo man in vermuten würden. dass wir uns den Kieber schnappen. Es wurden wilde Spekulationen darüber angestellt. sprich deutsche oder amerikanische. Besser als Kieber kann keiner auf die Daten aufpassen. sagte er. Kieber wusste ja nichts von dem Missgeschick mit den Interpolmeldungen. resümierte der Regierungschef. waren sich alle Anwesenden nicht einig. Er deutete dies als ein Zeichen für hohen Stress und eventueller Selbstmordgefährdung. daher war man in Vaduz aber erleichtert. Am Ende der Sitzung berief sich der Professor auf seine jahrelange Berufserfahrung und beruhigte damit die Anwesenden. wenn Kieber zu einem von ihm gewünschten Vier-Augen Gespräch erscheinen würde. x-mal analysiert. nur Zeit für sich gewinnen wollte. verschiedene Mutmassungen darüber angestellt und wieder verworfen. Welchen Knall. unter „B)‚ (siehe wie oben). Bis dahin sei man ja sicher. Am Montag traf mach sich wieder zu einer KKZ-Sitzung. Die Gelegenheit wäre doch dann gegeben.

Das KKZ versuchte den Standort des Computers via der am Entwurf (manchmal) elektronisch angehängten IP-Adresse herauszufinden. Es war ja meine Idee für die Kommunikation ein Emailkonto zu haben. Man hatte mich daher am 01. dass wir dadurch keine Emails versenden müssen.: Ich weiss schon. sondern die IP-Adresse wo der nächstgelegene Server des Providers physisch stand. Diese schlechte Nachricht wurde per Telefonkette weitergemeldet.wenn überhaupt . 291 . war mein anderer Hintergedanke: Ich wusste. mit Hilfe von Internetspezialisten zumindest die richtige Stadt. Für solche Spiele sei er bei allem bezahlten Geld nicht zu haben. Ja – rief man ihm aus dieser Ecke zu. ob Kieber um 17 Uhr anrufen würde. Hans-Adam fragte nach. Köln. Sicherlich hätte das KKZ die Mittel und Wege gehabt. Was ich ihm nicht erzählte. In diesem Fall in der Stadt Köln. Als Begründung gab ich im Brief an Hans-Adam an.02. Ja. die evt. Das KKZ forschte nach und kam mit der erstaunlichen Auskunft zurück. dass Kieber in Köln gewesen sein muss. fragte Hans-Adam mehrmals.02.in Richtung LGT und Hans-Adam schauend – dies natürlich nur nach einer Zusicherung von Seiten Hans-Adam. Z.die IP-Adresse des Terminals wo der Text eingetippt wurde. ob man den letzten genauen Standort von Kieber irgendwo stichhaltig festlegen könnte.03 hatte ich in Berlin an einem Computer eines Internetcafés eine Nachricht im gemeinsamem Emailkonto geschrieben und wie immer nur im Entwurfsordner gespeichert.B. dass bei einer Abspeicherung eines Textes im Entwurfsordner NICHT .Bemerkung ab . Dies alles ergab keinen Sinn. Um es an diesem konkretem Beispiel aufzuzeigen: Am 01. warum die in Vaduz damals auf Köln gestossen sind. In Köln? Was macht Kieber in Köln. In einer Stadt. am falschen Ort landen oder auf dem Weg zum Empfänger von unerwünschten Mitlesern gesehen werden könnten. von wo genau aus er die letzte Meldung geschrieben hatte.03 in Klön vermutet. während der Zeit wo ich in Deutschland war. dass die gespeicherte IP-Adresse eine Nummer eines Computers hatte. dass keine Falle für Kieber geplant werde. Anm. Kieber rief nicht an. wunderte man sich. aber – wie das KKZ in einem Aktenvermerk richtig erkannte – wurde. abgespeichert wird.B. von der von mir benutzte Computerterminals stand. der in der Stadt Köln stand. zu finden. Deren Nachforschungen ergaben. dass wir gemeinsam nutzten. z. Wieder fingen die wilden Spekulationen an. verabschiedete man sich aus der Runde. in der ich nie gewesen bin. Lasst uns abwarten und schauen.

um 16. Weiters steht Kieber im Verdacht. LGT und Hans-Adam) nicht versucht. da man ansonsten der deutschen Polizei den Sachverhalt hätte mitteilen müssen -OZE.in Absprache mit allen Beteiligen (Polizei.10 Uhr an die Schweizer Polizei (RIPOL und Interpol Bern) folgenden Ausschnitt: Sachverhalt: 1. im Jahre 2002 in Vaduz. das Landgericht Vaduz an. Nach hier vorliegenden Erkenntnissen muss jedoch aufgrund seiner aktuellen psychischen Verfassung von einer hohen Gewaltbereitschaft ausgegangen werden. eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden.01.02. Auftragsgemäss schrieb das Interpoliere Vaduz am 10. im Januar 2003 vom Ausland aus durch gefährliche Drohung. dass andere Länder von einem Liechtensteiner Haftbefehl erfahren würden. Kieber Heinrich steht im Verdacht. zu weiteren Handlungen zu nötigen versuchte. Justiz. wodurch seine damalige Arbeitgeberin Kundengelder verlieren werde. da dies nur wieder deren Aufmerksamkeit erhöhen würde.. zu verhindern. als damaliger Angestellter Unterlagen seiner Arbeitgeberin. ordnete das KKZ. wollte man keine Mitteilung über diese Änderung an Deutschland oder Spanien machen. Was absolut nicht erwünscht war. dessen (inaktiven) Haftbefehl vom 13.OZA. dass Kieber Heinrich b e w a f f n e t ist! Kieber ist bisher nicht gewalttätig in Erscheinung getreten. aufgrund der neuen Lage. dass er nur für Liechtenstein und die Schweiz gelte. nämlich durch die Behauptung.03 so abzuändern. Man wolle nicht. Nach den Ereignissen in Vaduz am 31. mit dem Vorsatz unterdrückt zu haben. er werde die von ihm unter Ziffer 1 erlangten Unterlagen Dritten übergeben. dass jene im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts.01. 2. Am 06. Zusatz Interpol Vaduz: Es kann nicht ausgeschlossen werden.02. Regierung. die genauen Örtlichkeiten (von Kieber) zu ermitteln. 292 . sohin durch Drohung mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz. einer juristischen Person liechtensteinischem Rechts mit Sitz in Vaduz/FL. nach Auftrag von Hans-Adam.

Wiederum konnte Vaduz der Versuchung nicht widerstehen, gefälschte Angaben zu machen („bewaffnet, hohe Gewaltbereitschaft‚ und auch den kleinen „Terroristenhinweis‚: „kann Flugzeuge fliegen‚), wohl als Ermutigung an die Schweizer zum Abschuss von Kieber. Anm.: Einigen Lesern ist sicherlich aufgefallen, dass im Gegenteil zu der Interpolmeldung nach Wiesbaden und nach Madrid (vom 23.01.), wo nichts über den Sachverhalt geschildert wurde, die Liechtensteiner den Schweizern sehr offen über den Tatbestand schreiben. Dies aus zwei Gründen: 1. Logischerweise musste man bei der Meldung vom 23.01.2003 verhindern, dass deutsche oder spanische Behörden erfahren, dass jemand Bankdaten über deutsche und spanische Kunden in Liechtenstein gestohlen hatte und damit (in Deutschland) herumirrte. 2. Konnte Vaduz gegenüber der Schweiz etwas freimütigerer sein, da man in dieser Branche ja im gleichen Boot sass. Es war jedem Schweizer Polizisten klar, dass mit den Angaben über den Sachverhalt eine Bank oder Treuhandfirma gemeint war. Man konnte sich in Vaduz auf die Verschwiegenheit der Schweizer verlassen, sollten sie Kieber samt Daten festhalten können. Auch wäre eine Überstellung von Kieber als Gefangener von der Schweiz nach Liechtenstein eine reine Formsache. Wie immer hatte das letzte Wort der Hans-Adam. Als er über den neusten Stand der Dinge unterrichtet wurde, bemerkte er, dass die Ausschreibung (zur Verhaftung) im Schweizer Polizeisystem (RIPOL) absolut nicht ideal für seine Sache wäre. Hans-Adam befürchtete, dass u.a. die Schweizer Behörden aus politischen Gründen Interesse an gewissen Daten von Kunden aus Drittländern haben könnten. Um eine bessere Kontrolle zu haben, ordnete Hans-Adam die Landespolizei an, den Schweizer Behörden mitzuteilen, dass Vaduz nur die passive Ausschreibung in der Schweiz wünschte. Was am 11.02. dann auch geschah. Bei dieser Art der Ausschreibung würden die Schweizer, sofern sie über Kieber stolpern sollten, nur dessen Aufenthaltsort nach Vaduz melden, ihn aber nicht verhaften. Dies aber auch nur, sofern die Schweizer nicht erkennen würden, dass Kieber auch im SchengenSystem vermerkt war, was genau Vaduz sich insgeheim erhoffte und mit dieser „Zurückstufung‚ auch erzielen wollte.
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Auch am 06.02. stellte die LGT Treuhand ohne Konsultation mit HansAdam den Antrag an das LG Vaduz auf die strafrechtliche Verfolgung Kiebers wegen Datendiebstahls. Am 10.02. (oder am 18.02 – verschiedenen Dokumente nennen beide Tage) informierte das Landgericht das Schloss Vaduz darüber und unterbrach den oben genannten Antrag vorläufig, da Hans-Adam mit der Anzeige von Dr. Feuerstein „im Namen‚ der LGT Treuhand gar nicht einverstanden war, mit dem Resultat, dass später, am 02.07.03 die Anzeige zurückgezogen wurde. Eine Verurteilung in Sachen Datendiebstahl war also nicht erwünscht. Der Professor und der von einer längeren Auslandsreise heimkehrende Bankdirektor trafen sich in mehreren Sitzungen, da der Professor noch mehr über das Wesen von Kieber erfahren wollte und der Bankdirektor diesen ja persönlich kannte. Dem Bankdirektor wurde von beiden Seiten eine besondere Rolle zugeteilt. Von Seiten Hans-Adam, da er ihm vertrauen konnte und von Seiten Kiebers, da dieser ihn im Brief vom 07.01.03 als einen der zwei möglichen Gesprächspartner namentlich genannt hatte und daher Kieber ihm offenbar traute. Je mehr der Professor über Kieber erfuhr, umso mehr empfand er es als eine Herausforderung, der Sache auf den Grund zu gehen. Er musste ihn kennen lernen. Er erkannte, dass es nicht einfach sein würde, die Psyche von Kieber richtig zu verstehen. Der Professor und der Bankdirektor stellten sich auf komplizierte und lange Diskussionen mit Kieber ein, um an das gewünschte Ziel von Hans-Adam zu kommen. Inzwischen war es in den Justizkreisen von Vaduz kein Geheimnis mehr, dass sich seit Anfang Januar offenbar Dramatisches zwischen Kieber, Hans-Adam und seiner Regierung abspielte. In dieser spannungsgeladenen Zeit wagte niemand offen Partei zugunsten Kieber zu ergreifen. Natürlich war die grosse Mehrheit, vor allem diejenigen, die keine Detailkenntnisse hatten, auf der Seite des „armen‚ HansAdam. Ein weiteres wichtiges Ereignis in der Saga Kieber passierte am 14.02.03 beim Oberbersten Gerichtshof in Vaduz. Da entschied das Gericht im Zivilstreit um die in Österreich blockierten Gelder in einer nicht294

öffentlichen Sitzung, dem Revisionsantrag von Kieber nicht Folge zu leisten und das Urteil der unteren Instanz zu bestätigen. Anm.: Obwohl mein Anwalt exzellente Gründe in der Revision darlegte, waren meine Chancen dafür auf Null geschrumpft, nachdem ich seit Januar 2003 das Land in den Schwitzkasten genommen hatte. Meine berechtigten Vorwürfe auch gegen die Justiz im Brief und auf der Tonkassette (07.01.03) sind logischerweise bei den Betroffenen nicht gut angekommen. Diesen Beschluss vom 14.02.03 reichte der RA von Helmut Roegele sofort beim Bezirksgericht Feldkirch ein. Dieses Gericht fällte dann am 26.02.03 einen Vollstreckbarkeitsbeschluss. Am gleichen Tag entschloss man sich, die am ursprünglich am 13.01. geplante Razzia des Elternhauses von Kieber durchzuführen. Es ging nicht darum, Kieber selbst dort zu finden. Man erhoffte sich die Daten oder den Computer von Kieber dort vorzufinden. Die Suche ergab nicht das erwünschte Resultat. Alle im KKZ waren über die neuen, erledigten Aktivitäten von Polizei und Justiz voll zufrieden. Man musste nur sicherstellen, dass Kieber nichts davon erfahren würde. Um dies sicherzustellen, wurde nochmals allen Beteiligten mehr oder weniger freundlich eingehämmert, dass es als (Landes-)Verrat angesehen würde, wenn jemand Kieber etwas davon erzählen würde.

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KAPITEL 12 Holländischer Käse AMSTERDAM Hurra, hurra - Holland ich war da. Ich war sehr erleichtert. Bei so vielen Kilometer zwischen mir und Liechtenstein fühlte ich mich besser. Warum genau wusste ich nicht. Ich war ja nicht auf einer Flucht. Ich glaubte auch, dass ich mich in Amsterdam unauffälliger in der Menschenmenge bewegen könnte, als in Berlin. Man liess mich beim Hauptbahnhof aussteigen. Ich wollte das bunte Leben von Amsterdam rund um den Bahnhof auf mich einwirken lassen. Hier müsste es sich eine Weile aushalten lassen, da war ich mir sicher. Ich stieg in eines der vielen wartenden Taxis ein und liess mich nach Monnikendam fahren. Nach 20 Minuten stieg ich aus dem Taxi und stand vor einem der typischen holländischen Reihenhäuschen. Ein Schild an der Wand bestätigte mir, dass ich vor dem Flowergarden B&B stand. Alles niedlich und sauber, wenn auch sehr klein. Ich klingelte und eine schlanke Dame öffnete die Türe. Claudio? Jane?, Ja – Ja. Herzlich Willkommen, Haaartelijk welkom en Holland, willkommen in Monnikendam, willkommen im Flowergarden. Sie führte mich eine schmale Treppe hoch in den ersten Stock des Hauses. Ich bekam das Zimmer Nr. 3, mit dem grossen Einzelbett, einem Schminktisch, der später als Bürotisch dienen sollte, einem Stuhl, Spiegel, einem Ventilator einem eingebautem Wandschrank. Rechts neben mir waren die Gästezimmer Nr. 1 und 2, eines mit zwei Einzelbetten und das andere mit einem grossen Ehebett, beide mit etwas mehr Platz. Auf dem Gang befand sich eine Dusche mit WC. Alles trotz des Alters sehr gut im Schuss. Schriftliche Instruktionen klebten an den Wänden: bezüglich Benutzung der Dusche und allgemeine Pflegehinweise. Ein Blick von meinem Zimmer aus in den Garten erklärte den Namen des B&B: ein paradiesischer Garten, eher die englische Art. Es blühten schon ein paar Blumen. Im Sommer würde dies aber ein Meer an Farben geben, sagte ich zu mir. Ich konnte meine Sachen auspacken, bevor ich wieder runter ging, um die Formalitäten zu erledigen. Na ja, da war nicht viel Formelles zu tun. Bezahlen würde ich immer in bar einen Monat im Voraus. Ausweise wollte hier niemand sehen. Unten, da waren die Diele, die Küche und
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die Stube mit Blick zur Strasse hinaus. Am anderen Ende der Stube stand ein grosser, runder Tisch mit schweren Stühlen. Dort dürfte ich das Frühstück einnehmen, sagte Jane. In meiner Zimmermiete war das Frühstück auch inbegriffen. Zwischen 07.30 Uhr und 08.30 Uhr wurde es serviert: Englisch Breakfast Tea oder ab und zu mal heisse Schokolade, Toastscheiben, dazu Butter und Konfitüre, ein paar Scheiben holländischer Käse und dünnen Wurstaufschnitt. Sieben Mal die Woche. Ich war froh, auf Anhieb eine gute Unterkunft gefunden zu haben. Monnikendam ist ein reizendes Dorf, mit einem Hafen, einer kleinen, auf Touristen ausgerichteten Geschäftsmeile und endlosen Kanälen. Es war ruhig und Amsterdam trotzdem gut erreichbar. Nur 13 Kilometer weit weg. Ich konnte zwischen dem Linienbus, der von frühmorgens bis spät in die Nacht regelmässig verkehrte, oder dem Fahrrad wählen. Sobald das Wetter besser und ich mich in der Gegend mehr auskennen würde, könnte ich von einem Bekannten von Jane, der auch in Monnikendam wohnte, für eine kleine Gebühr einen holländischen Drahtesel mieten. In der ersten Woche versuchte ich, eine Bank für eine Schliessfachmiete zu finden. Leider war es in Holland gar nicht einfach ein Bankkonto zu eröffnen, das die Voraussetzung für eine Safemiete war. Als nicht EUBürger und ohne Aufenthaltsbewilligung in Holland war es mir unmöglich, ein Konto zu eröffnen. Egal, dachte ich mir. Ich war zuversichtlich, dass wenn ich den Laptop, das DLT-Tape, die anderen Datenspeicher und Papierdokumente gut im kleineren Koffer verstaute und abschliesse, niemand an sie ran könnte. Den Koffer verstaute ich ganz hinten im eingebauten Kleiderschrank im Zimmer. Obwohl Jane täglich mein Bett machte, hatte ich nichts zu befürchten. Sie war immer diskret und höflich. Aber wenn sie etwas störte, dann hielt sie auch nicht hinter dem Berg zurück. Ich erzählte ihr, dass ich etwas länger als üblich hier bleiben wollte, da ich von hier aus diverse Tagesausflüge in alle Ecken von ihrem schönen Land machten wollte. Amsterdam war so anders als Berlin. Zuerst einmal die Horden von Touristen, schon im Februar. Dann die Häuser und das Leben am und auf dem Kanal. Ich hatte noch nie so schöne Innenstadtgebäude gesehen. Einige der mehrstöckigen Bauwerke waren vor ein, zwei oder gar drei Jahrhunderten gebaut worden und standen immer noch prachtvoll da.
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Die alte Aktienbörse ist sogar noch älter, sie ist aus dem Jahr 1611. Und dann die vielen Grachten mit den Hausbooten. Ich absolvierte alle erdenklichen Touren, die man als Tourist machen konnte. Die Kanalfahrten, Besuch des Seefahrermuseums, das Rijksmuseum, das Museum der holländischen Maler. Die Mischung von Kulturen aus allen Ecken der Erde drückte sich auch in der immensen Auswahl von verschiedenen Restaurants aus. Stundenlang konnte ich in den Strassen umherlaufen, immer mit dem Stadtplan in den Händen. In Amsterdam gab es mindestens so viele Internetmöglichkeiten wie es Apotheken in Berlin gab. Mit der Zeit liebte ich diese phantastische Stadt immer mehr. Sobald man sich nämlich von den städtischen Hauptwanderrouten der Touristen entfernte, entdeckte man schnell die ruhigen, oft entvölkerten Strassen und Parks.

AMSTERDAM 17. Februar 2003 Nach einem schönen Wochenende voller Sehenswürdigkeiten, war wieder die Zeit gekommen, wo ich mich bei Hans-Adam melden sollte. Montags war immer ein guter Tag für einen Neuanfang. Ich schrieb ihm eine kurze Nachricht ins Emailkonto. Ich wünschte ihm nachträglich alles Gute zum Geburtstag und bat um Entschuldigung, dass ich Anfang Februar nicht angerufen hatte. Ich erwähnte mit keinem Wort, wohin ich verreist war. Ich fragte aber nach der Schutz-ID. Ich wiederholte meine Gründe warum ich glaubte, eine Schutz-ID für die Zeit bis zu meiner Rückkehr sei dringend notwendig. Ich war überzeugt, dass schon am gleichen Tag eine Antwort aus Vaduz kommen würde. Leider war dem nicht so.

VADUZ 18. Februar 2003 In der KKZ machte mach sich Sorgen, weil Kieber sich noch nicht wieder gemeldet hatte. Taktisch wurde so vorgegangen, dass, sobald er sich melden würde, man einen Tag mit der Antwort warten würde. Um Kieber nicht offenbaren zu müssen, dass Hans-Adam und die Regierung wie auf Nägeln sitzend auf Nachricht warteten. Hans-Adam hatte nochmals rigoros festgelegt, dass unter keinen Umständen die gedruckten Pässe Kieber überlassen werden sollten. Er,
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wie auch die Hälfte des KKZ, befürchtete, dass Kieber heimlich Verhandlungen mit dem Feind aufgenommen hatte und den Pass gegen sie verwenden könnte: als Beweis, dass man in Vaduz auch zu allen Mitteln greife, um wieder an die Daten kommen.

AMSTERDAM 18. Februar 2003 Mein neues Zuhause behagte mir sehr. Es war die ideale Rückzugsmöglichkeit. Während des Tages schwirrte ich in der quirligen Stadt herum und abends genoss ich die Friedhofsruhe in Monnikendam. Alles, was man zum Leben brauchte, konnte man dort finden. Gemüseladen, Bäckerei, Spazierwege, Kirche und auch ein Autohaus. Auto? Ja warum nicht, dachte ich mir und besuchten den Händler. Ich könnte mir einen alten Volvo kaufen. Damit wäre ich etwas flexibler. Müsste nur aufpassen, nicht in eine Kontrolle zu geraten. Leider hatte die Holländische Regierung ein Gesetz erlassen, dass praktisch nur im Lande wohnhafte Personen ein Auto mit Holländischem Kennzeichen kaufen und fahren dürfen (Ausgenommen Mietwagen natürlich). In der Vergangenheit, als dies noch keine Vorschrift war, wurde offenbar diese Gesetzeslücke von zu vielen zweifelhaften Gestalten missbraucht und nun fahren zigtausend Kisten mit holländischen Kennzeichen in ganz Europa herum, ohne Steuern oder Abgaben zu bezahlen. Somit war das Thema Automobile auch gleich wieder gestorben. Am Nachmittag suchte ich eine Internetstation auf. Aus dem Osten war nichts Neues zu lesen. Erst kurz vor 19:30 konnte ich folgende Nachricht lesen: In der ID-Frage gibt es wie kommuniziert keinen Spielraum. Erwarten Anweisungen für das von ihnen vorgeschlagene VierAugen-Gespräch. Aha, dachte ich mir, sie sind immer noch stur in Sachen ID. Wollten die Schutz-ID nur für eine „begleitete‚ Heimreise zu Verfügung stellen. Wirklich ein enger Spielraum. Was mich auch verwunderte, war, dass sie nicht nachgefragt hatten, wohin ich den nun verreist sei. Ich war zu müde um zu überlegen, was ich jetzt wieder schreiben sollte. Besser war es, wenn ich nach Hause ginge und mir über Nacht Gedanken machte.
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VADUZ 19. Februar 2003 (1) Man fand die neuste Nachricht von Kieber, die er am morgen um 08.16 Uhr abgespeichert hatte. Kieber bedanke sich für die letzte Nachricht und war allgemein verärgert, dass die Schutz-ID ihm nicht für eine Zeit ausgeliehen würde. Er wäre frustriert und beklagte sich darüber, dass wenn man nur einen Bruchteil der Energie und Arbeitsstunden, die man jetzt in die Lösung des aktuellen Problems steckte, in seinen 101er und 140er Gerichtsfall investiert hätte, wäre es nie so weit gekommen. Er befände sich nun ist einer Situation, in der er nicht viele Optionen hätte. Er habe keine andere Wahl als sich um andere Papiere zu bemühen. Er wüsste zwar nicht wie und wo, aber er würde solange suchen, bis er sie finden würde. Es dauerte ihm alles zu lange. Er könnte ja unmöglich als H.K. hier auf eine Lösung warten. Er vermutete auch, dass Hans-Adam dies wohl so wollte. Damit er kriechend nach Hause zurückkehren würde. Kieber wäre sich im Klaren darüber, dass die in Vaduz den längeren Atmen hätten. Da er weiters vermutete, dass man nur Zeit gewinnen wollte, setze er eine Frist bis Ende Februar 2003, den 28.02.03. Sollte bis dann keine Lösung in Bezug auf eine temporäre Schutz-ID gefunden werden, dann gäbe es keinen Sinn weiterhin zu kommunizieren. Am Schluss seines Schreibens entschuldigte er sich dafür, dass er keine besseren Nachrichten übermitteln konnte. Man rätselte wie nach jeder Botschaft von Kieber, was er nun wieder damit meinte. Die im Raum Anwesenden blickten hoffnungsvoll in die Augen vom Professor. Wie üblich, wurde jeder einzelne nach dessen Mutmassungen gefragt. Kieber sei sicher noch in Berlin, sonst hätte er uns doch geschrieben, wenn er Deutschland verlassen hätte. Oder, Kieber sei schon in Verhandlungen mit den Amis und schreibe nur um selber Zeit zu gewinnen und um keinen Verdacht zu schöpfen. Oder, Kieber redet schon mit den Deutschen über die Daten. Hans-Adam beauftragte wiederum die KKZ herauszufinden, von wo aus Kieber diesmal die abgespeicherte Nachricht geschrieben hatte. Nach ca. 35 Minuten kam die Antwort zurück: Frankreich. Wo in Frankreich, fragte der Schlossherr. Leider wäre dies nicht zu ermitteln, wurde ihm gesagt.

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Frankreich? Aha, in Frankreich, machte die Feststellung die Runde. Oh Gott, Frankreich! Dabei dachte Feuerstein laut über den sehr grossen Treuhandkunden aus Frankreich nach, der seit Jahren fast eine halbe Milliarde Euro in verschiedenen Stiftungen und anderen Gesellschaften gebunkert hatte. Ja, ja – meinte Hasler, wir haben keine Zeit um jetzt an einzelne Kunden zu denken. Wir müssen handeln, beendete er laut seine Gedanken. Der Professor regte an, dass man den Bankdirektor auf ein Treffen mit Kieber vorbereiten sollte. Nach Einholen des Einverständnisses von Hans-Adam, informierte man Kieber: Zwecks Lösungsfindung kontaktieren Sie heute um 1700 die Ihnen bekannte Kontaktperson unter der Nr. OT Entfernt

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (a) Ich verbrachte die meiste Zeit dieses Tages im Foyer des Hotels Victoria am Damrak, gegenüber dem Hauptbahnhof. Dort konnte ich mich in einem Klubsessel an ein grosses Fenster setzen und die vorbeiziehende Welt draussen beobachten. Oder in der Brasserie des Hotels, wo ich näher am Geschehen sitzen konnte. Knipsende Urlauber, andere Fussgänger wie Immigranten aus allen Herren Länder, Bettler, Drogenabhängige und die Taschendiebe. Alle zwei Stunden ging ich nachsehen, ob Vaduz endlich mit positiven Meldungen aufwartete. Je mehr ich versuchte, mich in deren Lage hineinzudenken, desto mehr kamen mir die Zweifel, ob es überhaupt Hans-Adam sei, mit dem ich im Netz „plauderte‚. Angriffslustig nachfragen, ja das wäre am Einfachsten, sagte ich zu mir. Es war mir natürlich klar, dass ich keine ehrliche Antwort erwarten konnte. Aber immerhin, besser als keine Antwort. Ich fand es auch zweckmässig, wenn ich Hans-Adam mit diversen Fragen beschäftigt halte. Beim dritten Internetbesuch entdeckte ich die jüngste Nachricht aus Vaduz. Sie wollten, dass ich den Bankdirektor direkt auf seinem Handy anrufe. Er war derjenige, den ich in meinem Schreiben als Vertrauensperson erwähnt hatte. Na endlich, schoss es mir durch den Kopf. Dieser Kurs war der einzige Richtige. Bei der Auswahl einer
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Vertrauensperson war ich sehr vorsichtig vorgegangen. Nebst dem Bankdirektor hatte ich den Erstgeborenen, Alois, angeführt. Obwohl ich stark vermutete, dass Hans-Adam seinen Alois nicht zu Diskussionen mit mir senden würde. Dazu sind sie zu schreckhaft. Aber ganz genau wusste man ja nie. Hans-Adam lässt die Drecksarbeit lieber von der „Dienerschaft‚ oder über Mittelsmänner erledigen, um es mal salopp auszudrücken. Das hatte den Vorteil, nebst vielen anderen, dass er und seine Familie nie direkt überführt werden können. Den Bankdirektor hatte ich mir als mögliche Diskussionsperson ausgewählt, da er – obwohl Banker – eine hohe emotionale Intelligenz hatte und ich ihn aus meiner Anfangszeit bei der LGT Treuhand persönlich kannte. Ein ausserordentlicher Mensch. Ich formulierte die nachstehende Antwort: Danke für die Nachricht, die Nummer habe ich noch von Früher. Zuerst mochte ich fragen, ob hier in diesem Emailaccount mit mir aus einem Haus im Gewerbeweg (neben Passamt) in der Herrengasse (Anm.: das wäre dann das Polizeigebäude gewesen), im Städtle (Anm.: LGT) oder in der Fürst-Franz-Josef-Strasse (Anm.: Schloss) kommuniziert wird? Danke für eine Antwort. Ich bin froh, dass jene Person, mit der ich schon im anderen Land so oft telefoniert hatte nun wieder da ist. Ich kann aber ihn nicht anrufen: bitte verstehen sie, dass durch einen Anruf sie den Anruf eventuell zurückverfolgen können. Ich nehme an, dass er mir am Telefon vermutlich auch erklären will und muss, warum eine Schutz-ID nicht möglich ist. Ich weiss, dass es unter normalen Umständen nicht möglich ist - wenn man aber wollte, dann ginge es schon. Über die anderen möglichen Lösungsvorschläge, die sie haben, kann man auch hier im Emailkonto schreiben. Durchlaucht, Ende Februar sind es 6 Wochen und 4 Tage seit dem 13.01.2003. Wir alle hatten sehr viel Zeit, um über alles nachzudenken etc. Darf ich was fragen? Haben / konnten sie wirklich sich die Zeit nehmen und die Unterlagen zum Fall 10 Vr 101/97 lesen? Konnten sie das? Ich glaube auch, dass sie von den zuständigen Behörden (STA etc.) nicht im ganz informiert worden sind - alles belastende über mich hat man ihnen wohl voll erzählt - die Fehler der Behörden in Akt 101er u. 140er wurden sicher verschwiegen. Vielleicht
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wäre es gut, wenn sie meinen langen Brief, den sie mit dem 1. Paket erhalten haben - jetzt nochmals lesen könnten - vielleicht sehen sie es nun in einem anderem Licht. Mehr kann ich leider nicht schreiben - ich habe auch kein Rezept für eine Lösung. Ich habe / hatte auch keinen PLAN ‚X‚ wenn dies oder jenes geschieht. Alles ist schief gelaufen und ich empfinde irgendwie auch das Ende nahen. Es kommt wohl der Punkt, wo sie das tun müssen, was sie entscheiden werden und ich dasselbe. Vielen Dank für ihre Zeit und es tut mir wirklich leid, dass Ausgerechnet ich - ein grosser Fan ihrer Familie - dies tue. Ich schaue heute (19.02.03) nochmals um ca. 18 30 nochmals rein: ansonsten morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 19. Februar 2003 (2) Jede Zeile wurde aufmerksam gelesen und interpretiert. Der Professor merkte an, dass Kieber offenbar sehr deutlich mit sich selber kämpfte. Und auch Anzeichen grosser Reue zeigte. Diese Indizien müssten für die Ziele von Hans-Adam ausgenützt werden können. Man musste ihm unbedingt die Angst vor einer Falle nehmen. Hans-Adam wollte, dass keine Lösungsvorschläge mehr übers Telefon oder das Netz mitgeteilt würden. Wo bleibt da sonst die Diskretion, die Verschwiegenheit und die Vorsicht, ermahnte er sie alle. Nach kurzer Diskussion einigte man sich auf folgende Antwort an Kieber: Telefonat dient lediglich der Vorbereitung des von ihnen gewünschten Vier-Augen-Gesprächs mit Vertrauensperson. Mögliche Lösungsvorschläge werden aus verständlichen Gründen nicht am Telefon oder im Netz diskutiert. Zusicherung, dass bei Organisation und Durchführung des Treffens mit Vertrauensperson keine Fallen gestellt werden. Vorschlag für Organisation des Vier-Augen-Gespräch bis morgen Donnerstagmittag.

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (b) Meine Antwort kam dann prompt:
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Danke für die Nachricht. Es wurden zwar keine meiner Fragen beantwortet. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob ein Gespräch die Lösung bringen würde. Ich kann mir auch mit der grössten Mühe nicht vorstellen, was sie vorschlagen könnten: Die Verbrecher von Argentinien werden wohl nie durch ein Gericht meiner Heimat verfolgt werden. Die Schutz-ID ist also nicht machbar. Gegen mich läuft alles... Ein Treffen, ohne dass eine Schutz-ID gegeben wird - macht keinen Sinn für mich. Danke für die Zusicherung: logischerweise würden sie mir aber auch nie sagen, wenn sie ein Falle organisieren. Ich bitte sie mir wenigstens in Andeutungen hier hinzuschreiben, was für welche Lösungsansätze es wären. Ich melde mich wieder morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 20. Februar 2003 Die letzte Meldung von Kieber lag schon frisch ausgedruckt auf dem Tisch im Sitzungszimmer des KKZ. Nun gut, dachte man sich in Vaduz. Bis zu einer Antwort hätten sie ja noch über zweieinhalb Stunden Zeit. Es müsste nur eine neue Nachricht vor 11 Uhr eingegeben werden, sodass Kieber nicht denken würde, die in Vaduz hätten ihn abgeschrieben. Die morgendliche Sitzung des KKZ wurde dazu genutzt, eine offene Diskussionsrunde zu starten. Sehr zum Frust des Professors, der Polizei und der Justiz, stimmten einige von der LGT und der Regierung wieder ein tot geglaubtes Lied an: Man sollte Kieber so schnell wie möglich dingfest machen. Ohne auf „fremdstaatliche Hilfe‚ angewiesen zu sein. Ohne Zweifel stand fest, dass Liechtenstein aufgrund internationaler Vereinbarungen und Mitgliedschaften schon lange hätte Genaueres dem Ausland mitteilen müssen. Mit dem Resultat, dass Kieber nicht in Vaduz sondern in Spanien gelandet wäre, was - verständlicherweise - das Staatsoberhaupt HansAdam ausdrücklich nicht wünschte. So waren die Gegner solcher Ideen schon etwas Sprachlos, als die Befürworter ein fertiges Konzept auf den Tisch legten. Schliesslich standen die höchsten Staatsinteressen auf dem Spiel. Man könnte doch Kieber mit der Zusage einer Aushändigung der
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Schutz-ID ködern und ihn für ein Gespräch nahe an die französischschweizerische Grenze einladen. Z.B. nach Strassburg oder besser noch nach Mulhouse. Psychologisch müsste ihm dies aber so verkauft werden, dass er glaubt, es sei seine Idee gewesen, dorthin zu kommen. In Strassburg müsste der Bankdirektor Kiebers Vertrauen in ihn festigen und herausfinden, ob er die Sicherheitsmassnahmen, wie er sie im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, wieder in die Wege gleitet hatte. Vielleicht hätte er gar keine solcher Massnahmen aktiviert. Möglicherweise blufft er nur. Ja, sicher, sicher, erwiderte der Professor, wurden wir nicht gerade selber überrumpelt, als sich herausstellte, dass er die angeblich nicht entwendbaren Daten in der Tat hatte? Er konnte als Experte nicht ganz ausschliessen, dass Kieber nur aus schlauen Überlegungen so explizit auf seine eigenen Schutzvorkehrungen hingewiesen hatte. Ihn würde es aber ganz und gar nicht verwundern, wenn er im Gegenteil, grössere und bessere Vorkehrungen organisiert hat, als er uns mitgeteilt hatte. Er würde dies lieber nicht testen wollen. Die Befürworter radikaler Massnahmen hatten einiges an Arbeit in das Manuskript gesteckt und wollten es darum fertig diskutieren. Für die Ausführung hatte man verschwiegene Dritte zur Hand. Nein, keine Schnüffler. Man könnte auf gewisse Kreise zurückgreifen, die aus innerlicher Überzeugung mithelfen würden. Natürlich gegen entsprechend fettes Geld, wegen dem allgemeinen hohen „Risiko‚. Der Plan sah Folgendes vor: Sobald der Bankdirektor überzeugt war, dass Kieber ihm voll vertrauen würde und dieser keine Massnahmen getroffen hätte und er wisse, wo Kieber die Daten aufbewahre, dann, erst dann soll er Kieber in die Tiefgarage seines Hotels führen, um ihm die angeblich dort im Mietwagen verstaute Schutz-ID aushändigen zu können. Bevor Kieber merken würde, was los ist, wäre er schon von einer Gruppe starker Männer überwältigt und ruhig gestellt worden. Ein Abtransport über einen nicht bewachten, nicht besetzten Grenzübergang mit einem Auto mit Schweizer Kennzeichen sei absolut kein Hindernis und man hätte dann freie Fahrt für die drei bis vier Stunden bis nach Liechtenstein. Sollte Kieber, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit in die Garage kommen wollen, so könne man auch ohne Probleme die
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Festnahme im Hotelzimmer vom Bankdirektor organisieren, indem man dort auf die beiden wartete. Man sei sich zu 1000 Prozent sicher, dass Kieber, zurück in Vaduz, voll kooperativ wäre und sofort mitteilen würde, ob er noch evt. Kopien, z.B. in Berlin gelassen hätte oder schon mit fremden Staaten gesprochen hätte. Sollte sich Kieber immer noch unbelehrbar zeigen, so könnte man ihn mit der Auslieferung nach Spanien drohen. Egal, das Spanien dies nie verlangt hatte. Da das ganze Konzept ohne die Mitarbeit und ohne Absprache mit dem Bankdirektor erstellt worden war, lehnte dieser es kategorisch ab, Komplize einer solch illegalen Aktion zu werden, wäre sie auch noch so gerechtfertigt. Hans-Adam und Alois gefielen diese Zukunftspläne auch nicht. Der Skandal wäre unvorstellbar, erinnerten sie die Anwesenden, wenn es später an die Öffentlichkeit kommen würde. Sie schimpften auch mit den Erfindern des Konzepts: Was wäre, wenn Kieber sich vehement gegen einen gewaltsamen Zugriffsversuch wehren würde? Wollte man ihn halb totschlagen? Nein, auf keinen Fall. Auch daran hätten sie gedacht, sagte Feuerstein. Es gäbe hochwirksame Beruhigungsmittel in Spritzenform, die innerhalb von Sekunden ihre volle Wirkung entfalten würden. Kieber hätte gar keine Chance, da er keine eigene Kraft mehr hätte, sich zu wehren. Die Dosierung könnte so abgestimmt werden, dass er erst wieder nach zwei, drei oder vier Stunden zu sich kommen würde. Die Methode sei medizinisch abgesichert und Kieber würde keine bleibenden Schäden davontragen. Spuren der Droge würden zwar im Blut noch lange nachweisbar sein, aber der Plan sehe ja nicht vor, dass Kieber die Gelegenheit für eine „Beschwerde‚ oder Arztvisite habe. Dem Professor wurde es zu viel. Er verabschiedete sich von der Runde und sagte, dass er frische Luft atmen gehen müsste. Wenn sie Glück hätten, dann käme er vielleicht wieder zurück. Dem Bankdirektor wurde auch ganz bange. Da fiel ihm etwas ein, was einem Banker normalerweise beim Aufstehen immer als erstes in den Sinn kommt: das liebe Geld. Moment mal, sagte er, warum das Geld nicht dem Kieber anbieten, anstelle es dubiosen Gestalten (‚die Gruppe starker Männer‚) nachzuwerfen. Geld gegen Daten, das könnte die Lösung sein. Man wäre ja heilfroh, wenn dem so wäre, erwiderte Hans-Adam. Aber darum geht es Kieber
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doch gar nicht. Er hat nie ein Wort davon gesagt. Hier haben wir es leider nicht mit einem klassischen Fall zu tun, fasste Hasler, fast schon wehmütig, zusammen. Der Liechtensteiner Weg, wo Geld alle Wunden heilt, funktioniert eben nicht immer, erwiderte der Bankdirektor. Trotzdem, lasst es uns versuchen, ermunterte das Staatsoberhaupt. Von einem chaotischen Tag blieben dann nur noch folgende kurze Zeilen für Kieber übrig: Die in ihrem gestrigen Mail von 10:33 angedeuteten alternativen Lösungsvarianten werden nur in persönlichem Treffen mit Vertrauensperson besprochen. FL-ID-Variante definitiv nicht möglich. Manchmal kann aber Geld Probleme lösen. Besprechung dieser Variante mit Vertrauensperson persönlich und nicht über Internet und Telefon.

AMSTERDAM 20. Februar 2003 Ich wusste es. Ich wusste es! Früher oder später – wie immer bei solchen Leuten – bildeten sie sich ein, mit Geld alle Probleme lösen zu können. Tja, in meinem Fall hatten sie falsch gedacht. Sie begriffen es immer noch nicht. Ich war eher erbost, dass sie mir Geld offerierten, anstatt ihre eigenen (Justiz-)Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Dann wieder konnte ich sehen, dass es eben der einfachste Weg für sie war. Ich wollte aber kein Geld. Nie und nimmer. Ich war auf das Ziel fixiert, die Verbrecher Roegele & Co. hinter Gitter zu bringen. Koste was es wolle. Ich blieb in meiner Antwort ehrlich und versuchte meine gefühlte Wut nicht zum Ausdruck zu bringen. Was mir gegen Ende nicht so gut gelang. Mit der unbehaglichen Gewissheit, dass meine Zeilen ein paar neue Wutanfälle in der Heimat auslösen würden, schrieb ich folgendes und drückte dann die Speichertaste: Tja - da bin ich aber überrascht worden! Wenn man all meine Unterlagen gelesen hat, dann weiss man, dass ich NIE um GELD gebeten habe. Ist dies ein Versuch mich in einen Gelderpresser zu wandeln? Damit es später besser in die ‚Geschichte‚ passt: sollte die Katastrophe eintreten?!? Ich bin kein Erpresser.
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Die Verurteilung der Folterer wäre meine Erlösung. Sicherlich Geld macht das leben leichter, ich gebe auch zu‚ dass ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, Ersatz für den finanziellen Schaden, den ich durch das Urteil im 2002 in der Zivilsache gegen den Hauptverbrecher aus Argentinien erlitt, nämlich die über eine Million CHF (blockiertem Geld, Anwaltskosten von 5 ½ Jahren etc.) zurückzufordern. Aber wie sie ja wissen, habe ich nie ein Wort davon erwähnt. Ich habe mit meinem Handeln auf die unrechtmässige Behandlung meinerseits durch die Justiz hingewiesen. Meine Ziele habe ich leider nicht erreicht! Ich hatte so gehofft (selbst wenn sie es nicht glauben), dass der Fürst etwas bewegen kann: natürlich habe ich in den letzten Wochen auch erkennen müssen, dass er es nicht einfach hat und wohl so handeln muss, wie er es sieht. Ich verstehe ihre Seite ganz und gar - wie sie ja wissen, bin ich nicht dumm (um es so auszudrücken). Ich kann mich sehr gut in ihre Lage versetzten (was man allgemein mit analytischem Denkvermögen betitelt). Ich nehme an, dass auch sie sich mehr oder weniger in meine Lage versetzten können und auf Grund der Vorkommnisse der letzten 6 Wochen verstehen und nachvollziehen können, dass ich übervorsichtig und extrem misstrauisch geworden bin... Ich sehe die Teamsitzungen der involvierten Behörden vor mir, wo die vorherrschende Meinung gilt, dass sie mich schon kriegen werden - dies sind die Ihnen, Durchlaucht doch schuldig - oder? Apropos Meinungen: sollte die Meinung vorherrschen, dass ich nie und nimmer die Daten verraten könnte, da ich sonst ja nichts mehr in der Hand hätte, dann irren jene Leute, die dies proklamieren: abgesehen davon, dass ich nur ein paar Tage hintereinander mich mittels meiner immer noch frischen Erinnerungen und den Unterlagen aus dem 101er die erlittene Folter in Argentinien vor Augen halten muss - um in eine solche Wut zu geraten, dass ich keine Probleme habe den involvierten Staaten ein DVD zu senden, hat ja der Besitz aller Daten für mich auch keinen ‚nutzten‚ gebracht, da ich ja nichts damit erreicht habe: mir sind die Ideen ausgegangen. Aber solange wir noch miteinander kommunizieren, muss es eine Lösung geben. Wenn ich nur zu 100 % sicher wäre, dass ein 4Augen-Gespräch keine Falle ist.
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VADUZ 21. Februar 2003 Mist, den Plan Kieber Geld zu offerieren war ihm in den falschen Hals geraten, lästerte man im KKZ schon zu früher Stunde. Und die Drohung am Ende, was sollte das wieder heissen? Man war wieder am Anfang des Problems. Jede Debatte unter den Mitgliedern des KKZ, die hin und her Schreiberei mit dem Kieber, alles für nichts und wieder nichts. Kieber erschien ihnen abermals wie ein Buch mit sieben Siegeln, schlimmer noch, eines mit 7000. Alle sahen ein, dass nur ein Gespräch mit Kieber sie aus der verfahrenen Situation führen konnte. Hans-Adam befahl, alle Pläne und Konzepte einzufrieren und abzuwarten, was das Meeting mit Kieber an neuen Erkenntnissen bringen würde. Der Professor war derselben Meinung. Die KKZ stellte folgende Mitteilung ins Netz: Sie haben Recht. Kommunikation ist die Voraussetzung einer Lösung. Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch dient zur Lösungsfindung. Es gibt keine Fallen, sie bestimmen Ort, Zeit und Vorgehensweise für dieses Gespräch mit der Vertrauensperson.

AMSTERDAM 22. Februar 2003 Nach langem hin und her, konnte ich meine Befürchtungen etwas dezimieren und entschloss mich das Experiment „Treffen‚ durchzuziehen. Schlussendlich war mir klar, dass ich ohne Diskussionen meine Ziele nicht erreichen konnte. Um Hans-Adam und seine, meiner Vermutung nach gross angeschwollene Beratertruppe, so lange wie möglich im Bezug auf Holland zu täuschen, setzte ich wieder auf die Verwirrungstaktik, indem ich ein Treffen im hohen Norden andeutete. Ich konnte es mir nicht verkneifen, einen Hinweis in Sachen Sicherheitsvorkehrung mitzuliefern. Folgender Text war das Resultat meiner Gedanken: Also, einen Versuch will ich wagen .... obwohl alles dagegen spricht. Könnte sich Dr. S. MO + DI, den 3. + 4. März 03 oder DI + MI, den 4. + 5. März freihalten? Es ist für mich erst zu jenen Tagen möglich, weil ich noch einiges vorbereiten muss, was sie
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sicher verstehen. Das Treffen findet in einem der Skandinavischen Länder statt. Welches Land es ist, kann ich erst später mitteilen. Ich bitte aber um folgendes: Dr. S. soll eine Schriftkopie meiner Tonbandaussage bei der Kripo vom 11.04.1997 über die Ereignisse in Argentinien erhalten, sowie eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachten. Er möge beides intensiv lesen. Ich möchte nämlich nicht, dass er ohne meine Motive zu kennen, mir gegenüber steht. Falle: ich bin mir bewusst, dass sie durchaus eine (erfolgreiche) Falle vorbereiten könnten. Daher bleibt mir auch nichts anderes übrig, einen automatischen Mechanismus vorzubereiten, wo sichergestellt ist, dass ein paar Länder und 3 Medien alle Daten auf einmal erhalten, sollte ich nicht frei bleiben. Ich nehme an, dass sie dies verstehen. Ich melde mich wieder anfangs nächster Woche.

AMSTERDAM 23. - 27. Februar 2003 Die Tage vergingen wie im Flug. Komisch, ich fand keine Reaktion auf meine letzte Nachricht. War wohl zu deftig, dachte ich mir. Aber besser Klartext reden, als die Gegenseite an falsche Sicherheit glauben zu lassen. Dass würde nur die Geburt von Radikallösungen, die mir sicher nicht gut bekommen würden, fördern. Da war ich mir sicher. Oder der Bankdirektor kann nicht Anfang März reisen. Oder „Skandinavien‚ passt ihnen nicht. Oder Hans-Adam hatte andere Probleme. Ich wusste es nicht. Egal, er wird sich sicher wieder melden, sagte ich zu mir. Es war ja noch Zeit bis Anfang März. Am Mittwoch, 26.02. stellte ich denselben Text wie vom 22.02. nochmals in Netz und fügte einen Satz vorneweg, wo ich Hans-Adam fragte, ob er meine Nachricht vom Samstag, den 22.02.03 gelesen habe. Am nächsten Tag, um die Mittagszeit hoffte ich schon eine Antwort zu bekommen. Wieder war nichts. Oje, ich befürchtete, dass etwas schief gelaufen sei muss. Ich konnte es nicht verstehen, dass die in Vaduz offenbar nicht begriffen hatten, dass jeder Unterbruch in der Kommunikation nur zu wilden Spekulationen führen würde. Das galt für beide Seiten. Ich schrieb an Hans-Adam:
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Bitte löschen sie jeweils den Text nach dem sie ihn gelesen haben. Auch wenn sie nichts antworten; damit sehe ich (und umgekehrt auch sie), dass man die Nachricht bekommen hat. Da sie meinen letzten langen Text über Tage stehen haben lassen, nehme ich an, dass sie noch nicht hier in der Emailbox waren. Danke. Diese Tage ohne ihre Nachricht brachten mich auch auf den Gedanken, dass sie eventuell die Meinung bezüglich eines Treffens geändert haben. Dies ist nicht weit hergeholt, da auch ich, wie sie auch, den Umständen entsprechend mehrere ‚Wege aus dem Wald planen‚ muss. Wenn es dem Dr. S. am MO + DI ‚ 3. + 4.03.03 zeitlich gehen würde, dann werde ich ihm am Sonntagabend auf seinem Handy anrufen und die Route durchgehen. Ist dies OK für sie? Hat er die Unterlagen lesen können? Es ist zwar eine idiotische Frage, aber ich stelle sie bewusst trotzdem: sind sie sicher, dass es keine Falle wird? Ich bitte sie, den Dr. S. über die offenen Akten (101er, 140er, neuer etc.) zu informieren und ihm zu erlauben, dass er mich informiert. Auch möchte ich bei dem Treffen erfahren können, was mich zu hause erwarten würde, wenn ich im März 03 samt allen Unterlagen freiwillig nach hause kommen würde? Vielen dank für ihre Mühe und wirklichem Vorhaben, ein Treffen ohne Überraschung zu wollen.

VADUZ 22. - 27. Februar 2003 Rasch sprach sich in den involvierten Kreisen herum, dass Kieber nicht wie vermutet in Frankreich war, sondern irgendwo in Skandinavien oder zumindest auf dem Weg dorthin wäre. Man versuchte den Aufenthaltsort von Kieber zu eruieren. Der Befund sagte, dass die vorletzte E-Mail aus Rotterdam, Holland kam und die Letzte wieder irgendwo aus Frankreich. Dies brachte auch kein Licht in die vernebelte Angelegenheit. Beim Wort Skandinavien zogen nicht nur die LGT und die Regierung die Mundwinkel nach unten. Clever ausgesucht, sagten sie. Kieber wusste offenbar, dass die skandinavischen Länder sehr strenge Steuergesetzte haben und er dort sicher auf offene Türen stossen würde, sollte er sich an die Behörden wenden (müssen). Die LGT Treuhand
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bestätigte, dass mehrere hundert Bürger aus dieser Ländergruppe ihre Kunden waren. Man war verärgert, da man eine Lösung des Problems im „Strassbourg‚-Stil in Skandinavien nicht so einfach durchziehen könnte. Man müsste wieder zuerst die Möglichkeiten eruieren. Die Kluft zwischen den KKZ-Mitgliedern wurde immer grösser. Auf der einen Seite hatten die Vertreter der LGT und die Regierung immer weniger Geduld in der Sache. Hans-Adam und seine Familie hatten als Zerstreuung, wenn dies auch keine herrliche Vergnügungstour war, die laufende, heisse Enddebatte um die neue Verfassung zur Verfügung. Die Abstimmung war auf den 16. März angesetzt. Hans-Adam war auch mehr und mehr frustriert, dass es überhaupt soweit kommen konnte. Das er und seine LGT wegen brutalen Fehlern der eigenen Justiz nun so leiden mussten. In den vergangenen Tagen gab es mehrere längere und private Beratungen zwischen dem Professor und Hans-Adam. Der Professor warnte vor einer Katastrophe, sollte man einem Konzept im Stil „Strassburg‚ zustimmen. Als gebildeter Mann war natürlich auch HansAdam klar, dass man sich auf sehr dünnes Eis begeben würde, sollte man Kieber mit kriminellen Methoden schnappen. Aber die Zeit, die Zeit läuft mir davon, jammerte er zu Recht. Erst nach grosser Überzeugungskunst von Seiten des Professors, fällte er als Staatsoberhaupt einen wichtigen Entscheid. Er befahl, dass sich die Regierung, die Justiz und die Polizei aus der ganzen Angelegenheit zurückziehen mussten und er bis auf Widerruf keine Vorschläge und Randbemerkungen von denen mehr hören wollte. Er erklärte weiters, dass er die dem KKZ mündlich erteilten speziellen Vollmachten annulliert habe und sich der Sache nur noch direkt annehmen würde. Es wäre eine grosse Untertreibung zu behaupten, dass gewisse Kreise in Vaduz nicht hocherfreut über diese Dekret vom Staatsoberhaupt waren. Die Polizei vermerkte am 28.02.03 in einem Protokoll, dass man sich absprachegemäss aus dem Kontakt mit Kieber zurückgezogen hatte und war sichtlich erleichtert. Die Justiz hatte auch genug andere Fälle und wurschtelte wie üblich weiter als wäre nichts geschehen. Andererseits deuteten die Befürworter radikaler Massnahmen, namentlich die LGT und die Regierung, diese Änderung im Kurs gegenüber Kieber als Zeichen von Hans-Adam, dass er doch noch geneigt wäre, ihre Ideen zur
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Lösung des Falls in die Tat umzusetzen. Denn die Justiz sowie die Polizei hatten ihn ja in diese Lage gebracht, durch ihre bewiesene Inkompetenz und offensichtlichen Fehlurteile in Sachen Argentinien und das „Interpoldebakel‚. Als aktuelle Mitteilung liess Hans-Adam am 27.02., am früheren Abend folgenden Text eintippen: Dr. S. wartet ihren Anruf am Sonntagabend. Er hat ihren Fall studiert. Es ist keine Falle. Anm.: Dies war dann auch die allerletzte Mitteilung, die von Seiten HansAdams über dieses System gemacht wurde.

AMSTERDAM 28. Februar 2003 Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich die Nachricht las, dass der Bankdirektor meinen Fall studiert hatte. Nichts hasste ich mehr in den vergangenen Jahren als mit Leuten zu reden, die vorgaben, den Sachverhalt zu kennen, wenn das in Wahrheit nicht der Fall war. Obwohl meine früher gesetzte Frist „Ende Februar 2003‚ abgelaufen war, ohne dass ich die Schutz-ID erhalten hatte, freute ich mich irgendwie auf das Treffen mit dem Bankdirektor. Es waren über sieben Wochen vergangen, seit ich auf meiner Mission gestartet bin. Um überleben zu können, wusste ich, dass ich äusserst flexibel sein musste. Und das war ich immer schon in meinem Leben. Anpassungsfähig wo es nötig und richtig erschien. Als meine letzte Meldung nach Vaduz schrieb ich: Vielen Dank für ihre Nachricht. Ich werde ihn am Sonntagabend sicher anrufen. Ich bitte ihn für die Reise auch eine Badehose (nicht das er verkabelt kommt) und gutes Schuhwerk mitzubringen, sowie sein Handyladegerät. Ich werde am Sonntag um die Mittagszeit nochmals hier hinein schauen. Vielen Dank für ihre Mühe. Ich hatte mich noch nicht festgelegt, wo und unter welchen Umständen ich ihn treffen wollte. Den Hinweis mit der Badehose formulierte ich deswegen, weil ich verhindern wollte, dass die in Vaduz auf die Idee kamen, den Bankdirektor zu verkabeln, um das Gespräch zwischen uns
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aufzunehmen oder einen so genannten Lokalisierungssender an seinem Körper zu verstecken. Ich ging davon aus, dass solche technischen Spielereien batteriebetrieben und voll mit elektronischen Komponenten sein würden. Da gab es nur eines, was diesen Geräten den Saft abdrehte: eintauchen in viel, viel Wasser. Im Schwimmbad oder in einer heissen türkischen Sauna. Heisser Dampf bekommt solchem Schnickschnack sicher auch nicht gut. Natürlich hätte man den Bankdirektor auch mit wasserdichtem Material ausrüsten können. Aber nur mit Badehose bekleidet oder gar splitternackt, da müsste er es schon sehr gut verstecken. Mit dem Hinweis gutes Schuhwerk mitzubringen, wollte ich auf die Möglichkeit einer Wanderschaft zu einem Treffpunkt hinweisen, vielleicht an einem abgelegenen, schwer erreichbaren Ort.

VADUZ Ende Februar / Anfang März 2003 Als hätten die in Vaduz nicht schon genug Probleme (Kieber) und Ärger (der Abstimmungskampf um die Neue Verfassung), tat sich ein neues Grab in Vaduz auf. Ein ehemaliger, langjähriger Angestellter der Liechtensteiner Landesbank (LLB), Herr Roland Lampert, kündigte im Februar aus heiterem Himmel seine Stelle und begab sich auf eine folgenschwere Erpressertour. Nachdem die LLB den wahren Grund für seinen Abschied erkannt hatte und ihn wegen Kontoungereimtheiten sprechen wollte, informierte er im Gegenzug die LLB, dass er im Übrigen über 2300 Datenausdrucke mit einer Vermögensübersicht von über 1300 verschiedenen deutschen Kunden der LLB besitzen würde. Zuerst glaubte man ihm nicht. Bis er den Beweis dafür lieferte. Da die LLB mehrheitlich in Staatsbesitz(!) war (und heute noch ist), wurde – entgegen den aktuellen Beteuerungen aus Liechtenstein - natürlich die Regierung und somit Hans-Adam sofort im Februar 2003 informiert. Nicht schon wieder, man konnte es nicht fassen. War „der Tag des jüngsten Gerichts‚ in Liechtenstein angebrochen, fragte man sich nun in Vaduz. Nachforschungen der LLB ergaben, dass Lampert zwischen August 2000 und Ende Februar 2003 klammheimlich die Daten gesammelt hatte.

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Da ja der Diebstahl von Daten ein Antragsdelikt war, wurden vorerst Polizei und Justiz nicht informiert. Die nicht kleine Unterschlagung von (Kunden-)Geldern wurde zwar auch rasch bemerkt, jedoch weder der Polizei noch der Justiz gemeldet. Die LLB versuchte am Anfang mit der Billigung von Regierung und Hans-Adam alleine, dann mit der geballten Macht der Liechtensteiner Justiz und am Schluss mit Privatdetektiven und millionenschweren Eurozahlungen, die Sache zu bereinigen. Mit einem katastrophalen Endergebnis aus Liechtensteiner Sicht. Anm.: Über diesen Fall, den LLB-Fall, wurde in den deutschen Medien seit 2008 ausgiebig berichtet. Eigentlich nur deswegen, weil jene Gruppe von Kriminellen, die nach der geheimen Verurteilung von Lampert in Liechtenstein an die betroffenen Daten gelangten, selber nun in Rostock vor Gericht stehen. Ich rege meine Leser an, im Internet die Einzelheiten nachzulesen. Einiges macht aber den LLB-Fall in Bezug auf meine Sache sehr interessant. Erst mal die Tatsache, dass es sich zeitlich praktisch parallel zu meinem Fall abspielte und ich daher aufzeigen kann, wie heuchlerisch die Regierung und Hans-Adam agierten. Zudem – was der Öffentlichkeit nicht bekannt ist - wurde versucht, mich mit dem LLB-Fall zu ködern und zu manipulieren (nachzulesen in den kommenden Kapiteln). Da praktischerweise der Professor Dr. Thomas Müller in Vaduz schon seine Zelte aufgeschlagen hatte, fragte die Regierung ihn, ob er ihnen auch im LLB-Fall helfen könnte. Er erkannte die aussergewöhnliche Herausforderung und sagte zu. Hans-Adam bestand darauf, acht zu geben, dass man die zwei Fälle nicht vermischen würde. Von diesem Zeitpunkt an arbeitete der Professor im behördlichen Auftrag der Justiz am LLB-Fall und nur noch im Privatauftrag von Hans-Adam am LGT-Fall. Der Bankdirektor Dr. Pius Schlachter wurde am letzten Samstag im Februar von Hans-Adam und Alois aufs Schloss eingeladen und dort auf seine Mission vorbereitet. Es wurde beschlossen vorerst keine Falle für Kieber vorzubereiten. Erstens fehlten für den Entscheid zugunsten einer Falle die wichtigen Informationen, wie welches Land in Skandinavien? Hatte man Verbindungen dorthin? Hatte man Verbündete dort? Wie lauten die Gesetze dort? Gibt es Spielraum in diesen Gesetzen? Und Zweitens hatte der Bankdirektor seinen persönlichen Wunsch klar zum
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Ausdruck gebracht, kein Komplize einer solchen Sache werden zu wollen. Hans-Adam akzeptierte dies. Er meinte zwar, ein bisschen Einschüchterung, wenn es die Situation bei einem Meeting mit Kieber erlauben würde, wäre schon abgebracht. Nicht zuletzt, um ihm zu zeigen, wie schwer er die in Vaduz beleidigt und verletzt hatte. Wer hier der Herr im Hause ist ! Mal sehen, erwiderte der Bankdirektor. Ihm wurde weiterhin eingetrichtert, dass es das oberste Ziel sei, die Daten zu bekommen und Kieber zu überreden, nach Hause zu kommen. Der Bankdirektor wollte die Gelegenheit dieser privaten Audienz mit Hans-Adam & Erbprinz Alois für eine Debatte über ein bisher nicht angesprochenes Thema nutzten: Sollte man nicht die Kunden warnen? Wie aus einer Pistole geschossen, riefen Hans-Adam und sein Sohn gleichzeitig, NEIN, auf keinen Fall. Warum auch? Es gab keinen Grund. Kieber habe zu keiner Sekunde jemals etwas gesagt oder geschrieben, dass er direkt auf die Kunden zugehen würde. Und mit den ausländischen Behörden hatte Kieber hoffentlich noch nicht geredet. Wenn dem aber so wäre, dann wäre es sowieso zu spät, die Kunden zu warnen. Wie sich der Bankdirektor dies vorstellen würde, fragten sie ihn. Da Kieber ja die komplette Datenbank hatte, müsste man ja extra 50 neue Leute einstellen, um die tausende aktuellen und die hunderte ehemalige Kunden entweder telefonisch oder per Brief warnen. Bitte, Herr Bankdirektor, Sie müssten es doch besser wissen, die Medien würden schon nach dem zehnten Kunden sicher irgendwie Wind davon bekommen. Unser Bankengeheimnis, die Säule unseres Geschäfts, würde implodieren, redete Hans-Adam auf ihn ein. Da half auch nicht der Hinweis des Bankdirektors, welche Konsequenz es für die Kundschaft von Dr.Dr. Batliner hatte, als dieser sie nicht warnte, als eine CD-Rom mit deren Daten gestohlen wurde. Eine CD-Rom die erst lange Zeit später bei den deutschen Behörden landete. Hans-Adam und Alois beharrten auf ihre Auffassung, dass eine Warnung ihrer Kunden zu viel Schaden für ihr gesamtes Geschäft bringen würde. Sollte die Katastrophe eintreten, „wovor Gott uns bewahren soll‚.
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Man versicherte dem Bankdirektor auch, dass, sollte ein Wunder geschehen, und Kieber schon nach dem ersten Treffen nach Hause kommen wollen, ein Anruf von ihm genügen würde und Hans-Adam sein Auto samt Fahrer und Schutzvorkehrungen für Kieber schicken würde. Der Bankdirektor hatte schon vom Sekretariat die Informationen zu allen möglichen Flugkursen von Zürich nach Schweden, Norwegen und Finnland erhalten.

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aber machbare Lösung. Wie würde ich dieses Treffen überleben? Ich verbrachte die Tage damit. Oft in einer Richtung. verwarf ich wieder. das Treffen weit ins freie. Ich kaufte mir ein Tagesticket und fuhr jede einzelne Strecke ab. einen dafür geeigneten Platz in der Stadt Amsterdam zu finden. da man aufgrund der Verkehrsführung in der Stadt schon nach fünf Minuten das Boot und somit mich als begleitenden Fussgänger aus den Augen verlieren würde. was ein Fahrverbot für Autos bedeutete. dass mir niemand mitten in der Stadt am helllichten Tag etwas antun würde. Dafür wollte ich ihn irgendwie ständig in Bewegung halten und dies auch noch mit einer anderen Fortbewegungsart als die meine. Dem nächsten Boot zum Van Gogh Museum folgte ich auf dem Landweg zu Fuss und stoppte die Zeit bis zur Station Leidseplain: knapp 50 Minuten. weil es entweder eine Einbahnstrasse oder die Brücke zu schmal war. kam daher nicht in Frage. Ab dem Hauptbahnhof. dachte ich mir. dass ich derjenige sein müsste. Ich fuhr mit dem Boot zurück an den Ausgangspunkt. dem Central Station East fuhren in regelmässigen Abständen verschiedenen Rundfahrten ab. Bevor es überhaupt zu einem direkten Wortwechsel zwischen mir und dem Bankdirektor kommen konnte. der ihn vorher für eine Zeitspanne von mindestens 30 Minuten im Auge behalten und beobachten musste und nicht umgekehrt. Ich studierte die Grachtenrundfahrten mit dem Kanalbus sehr genau. Davor waren ein paar Haltestellen. Ein Blick auf die Wasserkanäle vor meiner Nase brachte mich auf eine knifflige. Und sowieso wäre man mit dem Auto schnell verloren. flache Land hinaus zu verlegen. da dies nur die Möglichkeit von „Überraschungen‚ seitens der Gegner erhöhen würde. Ideal! Könnte klappen. stand für mich fest. Zudem hoffte ich. Es gäbe für eventuelle Schattenmänner nur zwei 318 . 60 Minuten an der Endstation „Van Gogh Museum‚ an. Mit der roten Linie kam man nach ca. Der Fussweg führte über Strassen und Brücken. rechnete ich mir aus. Die Vorletzte hiess Leidseplain. Ihn in einen Bus oder Taxi einsteigen und irgendwohin hinfahren zu lassen. Das war’s! Eine Kanalfahrt.KAPITEL 13 Ein Essen für Sechs Euros Also gut. Weil ich dann auch auf ein ähnliches Transportmittel hätte zugreifen müssen. Meine ursprüngliche Idee. Die Anonymität der Menschenmenge von Amsterdam war mir da lieber. um Schritt halten zu können.

Zudem hatte ich ja nicht vor. würde er weitere Instruktionen von mir finden. wo ich bin. Das Gespräch sollte sich nur auf folgende Bitte beschränken: Er sollte sich am Montag in die Eingangshalle der grossen St. Sollte ich den Verdacht haben. wenn jemand wie ich das Boot zu Fuss verfolgen würde. den Canalbus verkauft. das Prospektregal aufsuchen und dort ganz oben rechts. hinter dem Stapel des Rundschreibens der Kirchgemeinde. Die Strecke zu Fuss führt so stark im Zick-Zack Kurs durch die Stadt. so könnte ich den Bankdirektor zum Aussteigen an einer Zwischenstation auffordern und ihn dort auf den nächsten Kurs für die Weiterfahrt warten lassen. falls sie mit ihm ins Boot einsteigen würden. Sollte(n) dann die Verdachtsperson(en) auch mit aussteigen und in der Nähe von ihm bleiben und dumm aus der Wäsche gucken. Schräg gegenüber der Kirche sehen Sie am Kanal ein kleines Häuschen. Kaufen Sie sich bitte einen Tagespass für die Rote Linie bis zur Endstation. wüsste ich was die Stunde geschlagen hätte.Chancen uns zu verfolgen. Bitte gehen Sie aus der Kirche wieder raus. Entweder man stieg mit dem Bankdirektor in dasselbe Boot ein. so weit hinten im Boot wie möglich. Ich fand es besser. Dagegen gab es auch ein einfaches Mittel. an der Prins Hendrickkade begeben. dass Begleiter im Boot anwesend waren. Nicholas Kirche gegenüber dem Hauptbahnhof. Im Verlauf der Kanalfahrt werde ich Ihnen weitere Instruktionen zukommen lassen. Ich setzte mich in ein Internetcafé und formulierte: Hallo Herr Direktor. sobald er in Holland war. oder man würde es zu Fuss verfolgen. Wie ich Sie gebeten hatte. Falls ich aber irgend etwas faules sehen oder spüren sollte. Ich hatte die Öffnungszeiten der Kirche kontrolliert und musste nur noch die Instruktionen zu Papier bringen. ich hatte ja die möglichen Schattenmänner oder Kameraden vom Bankdirektor nie gesehen und würde sie daher auch nicht erkennen können. Nehmen Sie den nächst verfügbarem Kurs und setzten Sie sich bitte auf einen unüberdachten Sitz. 319 . Zugegeben. Ein Kreuzschlag vorher wäre vielleicht nicht schlecht. mich dem Bankdirektor vor seiner Kanalfahrt zu zeigen. dass es mir sofort auffallen würde. dass Tickets für Kanalrundfahrten. Er würde nicht erfahren. nur kurz mit dem Bankdirektor am Telefon zu reden. rufen Sie niemanden an und lassen alle Handy ausgeschaltet.

wo ich mich befand. Er nahm gleich ab und war hörbar froh. dass ich mich gemeldete hatte. Ich fuhr deswegen am Sonntag mit dem Zug 20 Minuten nach Haarlem an die Nordseeküste.ist unser Treffen damit zu Ende und ich wünsche keine weiteren Kontakt mit Ihnen oder dem Schlossherrn zu Hause. Dies sah ich als kein Problem an. Bewusst nannte ich keine Namen. Obwohl ich ja datenmässig nichts mehr in Berlin hatte. zur Kirche und steckte fünf der sechs Schreiben fein säuberlich hinter den vorhandenen Stapel. Sodass man dachte. Ich knickte jedes einzelnes Blatt genau so wie der Rundbrief in der Kirche gefaltet war. In einem anderen Internetcafé. Entschuldigen Sie die Umstände. genauer die Politie Centrum. Ich wusste. 320 . Ich kaufte mir eine Telefonkarte und wählte die Handynummer vom Bankdirektor. dass es Teil des Zirkulars wäre. 03. Ob sich alles etwas beruhigt hatte? Er antwortete: alles sei soweit ruhig. Ich wollte aber nicht preisgeben. er zumindest das Land herausfinden könnte. Dort setzte ich mich in ein Touristencafé und ging im Kopf den Plan für die nächsten zwei Tage nochmals durch. schilderte wo die Daten aufbewahrt waren und fügte einen neuen Adressenten dazu: die Polizei der Niederlande. Entweder möchte ich das Treffen oder ich lasse es ganz bleiben. nachdem ich ganz sicher war. passte ich meine elektronische Sicherheitsvorkehrung an die geänderte Situation an. wie es den so im Ländle zu und her und wie es dem Hans-Adam ginge. Ich druckte diese Zeilen aus und kopierte sie sechs Mal. Ich änderte nur den Text in Bezug auf meinen neuen Wohnort und die Adresse in Monnikendam. dass mir keiner über die Schulter schauen konnte. wollte ich die ursprünglichen Empfänger von dort aus der Liste nicht auswechseln. sobald ich am Sonntagabend auf dem Handy vom Bankdirektor anrufen würde. den 1. Ich begab mich am Samstag. dass ich in Amsterdam war. Ich fragte ihn. März 2003. Ich bedankte mich für seine Geduld und entschuldigte mich nochmals für die Umstände. Hans-Adam sei sehr nervös wegen den Daten und der Abstimmungskampf sei immer noch voll im Gange. Das sollte reichen.3. Schönes Städtchen.

Ich wollte überprüfen. ich hätte euch nicht gewarnt. Aber es war niemand am Eingang. dass es nix mit Religion zu tun hatte und weg waren sie. Gut. dass ich etwas davon im Internet gelesen hatte. Er solle bitte spätestens um die Mittagszeit in der Stadt sein. die Anderen staunten. dass es keine Falle wäre. ich stelle die Frage nur. Er sagte. der davon im Voraus erfahren würde. weil mich ein Gefühl überkam. Ob er die Badehose eingepackt hätte und ob er alleine komme. Amsterdam? Amsterdam! rief er aus. Er bedankte sich. Er fragte mich. Ab jetzt. Obwohl mir die letzten zwei Fragen auch sinnlos vorkamen.Ich erzählte ihm. Nicht wahr? bemerkte ich. Ich würde ihn anrufen und dann sagen. Na dann ist es doch wieder Zeit diese schöne Stadt zu besuchen. Er solle sich bitte heute Abend den letzten Kurs oder für morgen früh den Ersten nach Amsterdam buchen. antwortete er zurück. Ich schaute mich schnell um. Ja. Bei mir hatte ich eine der externen Harddisk mit den elektronisch gespeicherten Daten. die Kirche war offen. Bis Morgen Herr Kieber. damit nachher nicht behauptet wird. dachte ich mir. Da wäre er zum letzten Mal auf seiner Hochzeitsreise gewesen. er hätte die kleine Vermutung. da musste wohl ein übereifriger Kirchenpfleger meine Zettel gefunden und gleich festgestellt haben. wo wir uns treffen würden. fragte ich in schnell. Aber. Nur ein paar ältere Damen und zwei Frühaufsteher-Touristen waren in der Kirche. Ja. Montag! Ich fuhr schon mit dem ersten Linienbus von Monnikendam nach Amsterdam. Ich würde von einer anderen Stadt nach Amsterdam kommen. dass meine fünf Blätter weg waren. ja nix mit Skandinavien. Bis Morgen Herr Bankdirektor. wohin die Reise nun gehen sollte. was er denn vermuten würde. Ich lachte und sagte. ob die Kirche auch wirklich offen war. ich sagte ihm. ja hatte gar keinen. Ich musste mir was einfallen lassen. Kein Problem: was war noch mal mein Plan B? Ohh. Die Einen beteten. da ich dem Bankdirektor nicht am 321 . Ich fragte ihn. als ob mich jemand beobachtete. Hätten sie eine Falle geplant. Gar nicht gut war. schob ich hinten nach. Ich erwähnte auch das Inkrafttreten meiner Schutzmassnahmen. dass es nicht in den Norden ginge. Und ob es sicher sei. Ja. betonte ich. dann wäre ich der letzte auf Erden. So ein Mist.

die vom nahen Rotlichtbezirk hoch kamen. Ich behauptete. Die Kundschaft war immer dieselbe: ein paar Touristen. Im Zettel für den Bankdirektor strich ich die Worte Kirche durch und schrieb Hotel Victoria darüber. Man fragte mich. verklebte die Rückseite und notierte den Namen des Bankdirektors vorne rauf. wäre ideal dafür. Was aber wenn wieder einer aufräumen kommt? Besser wäre es. Man konnte aus einer Vielzahl verschiedener Gerichte auswählen. Anstelle schräg gegenüber. In den letzten Tagen hatte sich ein Restaurant als meinen Favoriten entwickelt. aber er würde heute einziehen und in ein paar Stunden kommen. nein. Man gab mir ein leeres Kuvert. Dazu eine Cola Light. Ein feines Essen für unglaubliche 6 Euro. Es hatte nur um die zehn kleinen Tische mit jeweils vier Stühlen. Ich lief die kurze Strecke dorthin und fragte beim Concierge nach. wo ich schon ausgedehnte Ruhezeiten im Sessel verbracht hatte. Ich bestellte mir heute eine frisch zubereitete. ob ich eine Nachricht für einen Bekannten abgeben könnte. Er würde schon raus finden können. ich legte den Zettel rein. wo dies war. schrieb ich Central Station East. Es gab viele von ihnen. falls sie am Telefon mithören würden. Bis zur Mittagszeit waren es noch gute drei Stunden. vom täglichen Drogenkampf gezeichnete Gestalten oder aufgedonnerte Huren. viele Immigranten und oft auch jämmerlich aussehende. Aber wo? Ein Hotel? HOTEL !! Das Hotel Victoria gleich unter dem Hauptbahnhof. eine andere Hinterlegungsmöglichkeit zu finden. Mahlzeit. Zusammen mit fünf Euro händigte ich den Umschlag dem Angestellten aus. schmackhafte Runde mit Reis und Huhn. aber in diesem waren die Köche spitze. ob dieser denn Gast bei ihnen wäre. Ich könnte den letzten Zettel nochmals in der Kirche deponieren. Dies würde dem Gegner einen zeitlichen Vorsprung geben. 322 .Telefon erklären wollte. Ich war schon hungrig und wählte für das heutige Mahl eines der asiatischen Minirestaurants aus. wohin er gehen sollte.

Welches? Er wollte es mir nicht sagen.KAPITEL 14 Weisswein und Rotes Blut Nach dem Essen hatte ich noch Zeit. Er näherte sich der Ticketverkaufsstelle und schaute sich um. dass er alleine hier sei und es keine Falle sei. bestiegen nur fünf weitere Personen das Boot. Ich fragte ihn wo er jetzt wäre. von wo aus ich den Bankdirektor gut beobachten konnte. und dann wollte er zur nächsten Frage ansetzten. sagte er noch schnell. Es erschien mir wie eine Ewigkeit. Er nahm weit weg von den anderen Bootsgästen Platz. Gut. Ich observierte abwechselnd ihn und die Umgebung. Bitte keine Fragen mehr. Ich duckte mich in eine Ecke und musterte die Umgebung. Für den Anruf auf das Handy vom Bankdirektor wählte ich eine etwas versteckte Telefonzelle in einer der schmalen Gassen hinter der Kirche. einen Tee im Hotel Viktoria zu geniessen und eine englischsprachige Zeitung zu lesen. Ja. Mein Puls stieg wieder in ungesunde Höhen. es sei alles in der Nachricht vermerkt. ob er mit jemanden telefonieren 323 . Hallo? Ja? Endlich. Vor allem war ich scharf darauf sehen. so wie ich es gewünscht hatte. Er hielt klar ersichtlich einen weissen Zettel in der Hand. Er war elegant gekleidet und hatte einen beigefarbenen langen. Eine Familie mit Kind und ein Ehepaar. endlich können wir uns unter vier Augen aussprechen. Dann ist ja gut. dünnen Businessmantel an. bis ich ihn sehen konnte. Ich wartete nicht auf seine Antwort und legte den Hörer auf. Als sein Kurs angelegt hatte. Die Stunde der Wahrheit rückte immer näher. Ich lief rasch zu meinem ersten Streckenposten. sagt er. Er sagte in einem Hotel in der Stadt. Niemand folgte ihm. wie er sich ein Ticket kaufte und etwas gelangweilt wirkte. sagte ich zu ihm. er sei auch erleichtert. als er auf die Abfahrt wartete. Ich sah. Es war noch kein Boot da. vor allem die Strassen hinter dem Bankdirektor. erwiderte ich und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten. Auch gut! Ich bat ihn in das Hotel Victoria zu gehen und dort wäre eine Nachricht für ihn beim Concierge hinterlegt. Hallo. Ohne dass ich ihn danach gefragte hatte. wenn er sich in Richtung Canalbus bewegen würde. unterbrach ich ihn.

würde. ihm ein Zeichen zu geben. bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. der mir folgen würde. Ich konnte niemanden sehen. sodass mögliche Kameraden vom Bankdirektor vergebens auf uns an der letzten Haltestelle warten würden. Ich nahm eine Abkürzung und war schon fünf Minuten vor seiner Ankunft am Leidseplein. hätte der Bankdirektor mindestens seinen Kopf um 150 Grad drehen müssen. mich zu sehen. da seine Sicht wegen des Schiffsaufbaus verdeckt war. dass er mir bitte folgen sollte. Ich nahm an. Ich drückte mich an die kalte Mauer des Turms. Das Boot schaukelte an mir vorbei und ich konnte ihn gut sehen. Ich rannte weg vom Kanal. Nach ca. Er drehte sich etwas um und freute sich. 324 . Das Boot legte ab. Auch wechselte er ein paar Worte mit der Crew. Von jetzt an lief ich mit einem guten Abstand dem Boot hinterher. an dem ich zeitlich vor Schiff ankommen würde. Mein zweiter Streckenposten war ein kleines. Es war ein schöner Tag. rief ich ihn beim Namen. dass ich ihn für sieben bis acht Minuten aus den Augen verloren hatte. nur ein leichter Wind. Zudem stand ich auf der anderen Brückenseite. Ich rief ihm zu. Als das Boot unten durch kam. dass er etwas nervös wurde und sich gelegentlich ganz umdrehte. 20 Minuten merkte ich. Am Sockel einer grösseren Brücke. Ich entschied mich für die vorletzte Haltestelle. Das Boot näherte sich. Ich stand gut 150 Meter weit weg. Der Bankdirektor konnte mich auf der Brücke nicht sehen. Nach 40 Minuten war es an der Zeit. Er starrte die meiste Zeit nur nach vorn. Er hatte seine Hände auf die Lehne des Stuhl vor ihm platziert. Die anderen Gäste blieben sitzen. Sein Boot legte an und er stieg aus. dass ich noch da war. Er nickte. Ich winkte ihm zu und deutete an. Um mich zu sehen. Ich verschwand wieder aus seinem Blickwinkel. Natürlich hätte er jetzt telefonieren können. er fragte nach der Uhrzeit oder wie lange die Fahrt bis zur Endstation dauern würde. bis zu einer Brücke. Aber er wusste ja nicht. Kein Regen. Dieser Posten war der einzige. durch ein paar Seitenstrassen hindurch. Er entdeckte mich aber nicht. Bei allen anderen würde ich immer schräg hinter dem Boot mitlaufen. Ihm war dies alles merklich unangenehm. Ich lief im Eiltempo dort hin. burgturmähnliches Gebäude am Kanal mit einem kleinen Café drin.

400 Meter wagte ich mich. verstehe. dass ich mich mit ihm treffen wollte. Ich war erleichtert darüber. Er fragte mich. ob er mir sein Handy geben könnte. Er habe meinen Akt gut studiert. Behutsam schob ich ihn daher in den nahe gelegenen grossen Park und wir spazierten dort fast zwei Stunden. Ich fragte ihn. Gut. Ich wollte ja nicht. entgegnete er flott. Er übermittelte auch die Grüsse von Hans-Adam. ob ich eine gute Unterkunft gefunden hätte. Er sagte nein. drehte ich mich pausenlos nervös um die eigene Achse und auch um den Bankdirektor. wo jetzt die Unterlagen und das 3D-Modell waren.Nach ca. Während wir so redeten. die ich Hans-Adam zugesendet hatte. dass alle in Vaduz extrem bestürzt über meine Geschichte. Er konnte auch nicht verstehen. Aber. erwiderte ich. Es war ausgeschaltete. dass sie noch auf dem Schloss sind. Er sagte. Ich fragte. Ich sagte ihm. um Ausschau zu halten. ob Köpfe rollen mussten. Ich fragte ihn. dass irgendjemand von meinen ehemaligen Mitarbeitern deswegen den Job verliert. Ich nahm die Batterie aus der Rückseite raus und bat ihn beides getrennt in seiner Manteltasche aufzubewahren. wie ich. Natürlich sei Hans-Adam am Anfang sehr erbost gewesen und hätte auch die LGT böse zusammen geschissen. Er erwiderte den Gruss und bedankte sich. Der Bankdirektor bemerkte aber. dass ich angeblich in Rotterdam ein Zimmer hätte. warum die Justiz nicht schon lange Anklage gegen die Verbrecher erhoben hatte. ob nicht doch noch ein Rollkommando andonnerte. dass ich eine der externen Harddisks bei mir tragen würde. er wüsste es nicht. Er erzählte mir. Nein. um mit ihm zu reden. Er fragte. ob er ein anderes Handy habe. nein. Man verstand sich darum besser. er denke. vorerst nicht. ja. dass er ein Schnelldenker war. Ohne Widerrede streckte er mir sein Telefon entgegen. die Verletzungen und Erlebnisse wären und natürlich auch entsetzt über die Fehler der Behörden wären. Da zeigte sich wieder. dass Hans-Adam fundamentale Veränderungen in der Datensicherheit verlangt hätte. Ich wollte mich auf keinen Fall irgendwo hinsetzten. an ihn heranzutreten und schüttelte heftig seine Hand zur Begrüssung. ob die Daten gut 325 . Ich fragte. ob er verkabelt sei und ob er wirklich alleine sei und ich warnte ihn.

klagte er. Ja. Ich fragte nach. Frech antwortete ich. nicht haben konnte und die logische Konsequenz daraus war. nachdem es mir niemand direkt sagen wollte oder konnte. wolle Hans-Adam wissen. sagte ich. Er wüsste doch. dass ich auf die Daten besser aufpassen kann.versorgt seien. betonte ich. Er hatte eine plausible Erklärung dafür. Warum. Ich zuckte nur mit den Schultern. sagte ich wahrheitsgemäss. sagte er. ich selber es gemerkte hätte. man habe in Vaduz weder den Verlust des DLT-Tapes noch das Fehlen von irgendwelchen Originalpapieren bemerkt. warum man offenbar sofort zu den Bullen gerannt sei. dass ich die Daten NICHT hatte. Den Rest vom BackupTape. als die in Vaduz. dass. das heisst. Was für andere Daten ich denn hätte. Er wunderte sich. Der Bankdirektor wollte über die vier CD-ROMs reden. Da man nach einigem Hin und Her davon überzeugt war. erwiderte ich. na dann wollen wir mal HansAdam loben. war es überflüssig und sinnlos bei mir nach den Daten zu fragen. Hans-Adam war halt der Meinung. Ich hätte doch darum gebeten. Ich schlug meine Hände über dem Kopf zusammen. warum um Himmels Willen hätte ich Hans-Adam einen solch gewaltigen Brief zusenden sollen. dass ich sehr gründlich arbeite. dass die Öffentlichkeit davon erfährt. weil mir die Frage zu dumm war. Ich fragte ihn. sonst wäre ich nie darauf gekommen. sagte ich und ergänzte. ob er Recht in der Annahme hätte. dass man in Vaduz froh sein sollte. dass ich selber dies wusste. Sonst wäre heute vielleicht alles ganz anders. wenn ich nur alles vortäuschen würde? Ich sagte auch. dass ich die Daten nicht hätte und nur bluffen würde. dass ich mehr Daten als die auf die vier CD-ROMs gebrannten Informationen hätte. weil mir der Satz von Hans-Adam „die Daten. Aber auch nur. warum es mir niemand einfach ins Gesicht sagen konnte. dass ich soviel Aufwand wegen einer Neuerstellung des Datenaufbaus (die Art und Weise wie ich die Mandate auf den neuen Datenträgern strukturiert hatte) betrieben hatte. die Sie glauben zu haben‚ im Hinterkopf hängen geblieben war. Einleuchtend. alles zu vermeiden. er wurde im Glauben gelassen. Er fragte. dass er einen Kommentar dazu am Telefon abgegeben hatte. Kein Problem. was dazu führen würde. Ja eben. 326 .

fragte er mich. dazu als Ausländer (er ist Österreicher). Ich erzählte ihm dann von Daniela in Berlin und dem Polizisten in Münster. meinte er.Welcher Tag. Ja. erklärte er mir. Da ja unser aller Ziel eine friedliche Lösung wäre. Warum 327 . leider nicht. Zu meinem Schutz. Ich lachte nur. Diskreter Schutz. Ich teilte ihm mit. Er antwortete. Logisch !!!!!!!!! Woran ich die „Beschützer‚ erkannt hätte. Wir beide wussten. spiele dies keine wirkliche Rolle. Nun zuckte er mit den Schultern. Ich fragte auch nach der SchutzID. hätte nicht viel an Gewicht in Vaduz. Ich habe den genauen Tag vergessen. Wie knapp wir da einer Katastrophe entkommen konnten. Er kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Aber sein Wort. fragte er mich. Verdutzt schaute ich ihn an. fragte ich ihn ungläubig. klärte ich ihn auf. die so ins Auge sticht. Er wäre dagegen gewesen. Da würden ganz andere Kreise bestimmen. sagte ich. mit ihm nach Hause zu fahren. die primär ‚zu meinem Schutz‚ da gewesen seien. Falls ich mich aber dazu entschliessen würde. sagte ich betont überzeugend. Ich sei sehr verärgert gewesen über die ständige Zurschaustellung des Passes. man hatte Angst. Nein. welches Tagestape ich besitze. Ich ergänzte. Er erklärte mir. dann würde sie benutzt werden. Der Schutz hätte aber diskret erfolgen sollen. dann läge sie dafür bereit. Ich wechselte das Thema und wollte wissen. dass dies eine fette Lüge war. was gemacht wird. Hätte HansAdam die Leute anständig bezahlt. Ob er sie dabei hätte. wie ein Schweizer Jodler im Trachtenkostüm auf dem Kurfürstendamm. dann könnten sie sich auch ein richtiges Auto leisten und nicht mit einer alten Kiste herumfahren. dass es Privatdetektive gewesen wäre. Nur wenn es euch passt und es euch dienlich ist. Dies sei eine äusserst dumme Idee gewesen. warum man mir in Berlin Privatdetektive oder Schnüffler auf den Hals gehetzt hatte. dass ich die Schutz-ID vielleicht gar nicht mehr brauchen würde. entschuldigte sich der Bankdirektor. HansAdam wäre wohl etwas falsch beraten worden. zog man sich zurück. aber sie mir übergeben wollt ihr nicht. dass mir was in Berlin passieren könnte. Na klar doch. dass man sich in Vaduz nicht den Kopf zerbrechen soll. im Rückblick sicher. Aber da ich sie bemerkt hätte. wiederholte ich seine Worte und klopfte ihm auf den Rücken. Ihr habt eine gedruckt. Unfassbar und typisch Vaduz.

klärte ich ihn auf. Hans-Adam hätte gemäss Verfassung das Recht dazu. dass Hans-Adam in der Vergangenheit oft interveniert hat. Ich war schon etwas beleidigt. Wie bitte. Darum sei auch in den letzten Wochen so vieles schief gelaufen. hatte ich mir mit der Drohung. Ich fragte ihn. Ich konnte sehen. aber im Grunde sprach der Bankdirektor die Wahrheit.auch. sagte ich zu ihm. Und überhaupt. wenn es entweder um seinen politischen oder ökonomischen Vorteil ging. dass er in der Vergangenheit schon oft in Anspruch genommen hatte. Besser so. Alles schlechte Voraussetzungen. viele hasserfüllte Feinde in Vaduz gemacht. 328 . Wir wissen alle. Ein Recht. Ich ergänzte. Wenn auch nur meistens dann. betonte er. fragte ich. Welche versuchte Nötigung. Zudem wüssten mittlerweile Richter und Staatsanwaltschaft. wie der Bankdirektor die Augen verdrehte. um hier Forderungen zu stellen. fragte ich. ich war quer durch Europa ohne sie gereist und hatte bisher Glück und wurde nie kontrolliert. nach Hause zurückzukehren. Er wolle nicht. dass ich sie bei Hans-Adam der Inkompetenz und der Lüge bezichtigt hatte und daher sei von dieser Seite keine grosse Hilfe für mich zu erwarten. dass seine politischen Gegner sehen würden oder erfahren könnten. wäre kein Thema für mich. dass versuchte Nötigung nicht so einfach ausradiert werden kann. Eben der Brief in dem ich von Hans-Adam seine Intervention in die Angelegenheiten des Gerichts fordere. dem Ausland die Daten zu übergeben. bis meine Forderung danach erfüllt sei. ob man die Anzeige wegen des Briefs nicht wieder zurücknehmen könnte. ohne dass man eine unabhängige Untersuchungsperson für den Argentinienfall benannt hätte. als wenn er mir was vormachen würde. Der Bankdirektor sagte dazu nur. und dass wüsste ich. Die Lage in Vaduz sei schwieriger als ich denke. dass er als Staatsoberhaupt wieder in die auf dem Papier unabhängige Judikative eingriff. dass ich solange ausharren würde. Zudem. Der Abstimmungskampf in der Verfassungsfrage hätte den Höhepunkt erreicht und der Landesführer könne im Moment nicht so herumkommandieren. eröffnete er seine lange Rede.

dass ich heute mit ihm hier in einem Park in Amsterdam stehe. dass ich so rasend geworden war. Ich weiss es auch nicht. Wie weiter. antwortetet ich resignierend. Auch dafür. von denen die LGT wusste. dass für mich feststehe. Die Ursache war ganz klar die behördliche Inkompetenz und Lügerei. Ein pensionierter Richter in Liechtenstein. dass mir schon bewusst wäre. da werden alle Augen zugedrückt. Natürlich sei mir bewusst. trennen. sei halt im Ländle legal. sonst würden uns doch alle hören. Aber eben. dass meine Vorgehensweise nicht die feine Art sei. solange niemand mir beweisen könnte. Und auch der Amtsmissbrauch. die Kunden bei der LGT oder in Liechtenstein sind. Amtsmissbrauch. Ja. mit der Lautstärke herunter zu kommen. warum wollte man mir jetzt nicht helfen. Die nächsten 15 Minuten sagte er nichts mehr. aber bei jedem illegalen Geschäft der Banken und Treuhänder in Liechtenstein. Die Gesetze wären im Ländle halt anders als im Ausland. Der Bankdirektor könne mir glauben. hatte einmal zu mir 329 . Ich sagte ihm. unabhängiger Staatsanwalt arbeitete. Ich hätte auch keine Lösung zur Hand. Ich würde ja nicht verlangen. dass ich nicht nach Hause kommen würde. hielt ich fest. Was dort illegal sei. Und zudem auch der dümmste Aussenstehende eine aktive und passive Mittäterschaft der LGT („mitgegangen ist mitgefangen‚) erkennen würde. Amtsmissbrauch? fragte er. dass in diesem Fall es um Gerechtigkeit gehen würde. versuchte er meine steigende Wut zu besänftigen. dass am 101er Fall und am 140er Fall ein frischer. Er musste mich auch bitten. fragte ich.Ich beharrte auf dem Standpunkt. Die Dinge seien nun aber so wie sie sind. sei die Wirkung einer Ursache. Warum. Bei diesem Thema kannte der Bankdirektor kein Pardon. der meinen Fall gut kannte. man solle mir hier bitte keine Lektion in guter Moral und ehrlichem Business erteilen. dass ich viele schlaflose Nächte in Vaduz verursacht hatte. Ich müsse mein Schicksal strickt von den Personen. Ich entschuldigte mich bei ihm. dass HansAdam irgendjemand in den Kerker wirft oder Urteile zu meinen Gunsten abändern sollte. Ich wechselte um auf den Flüsterton um und fand es an der Zeit ihn an die vielen Mandaten zu erinnern. fragte er dann. dass kriminelle Geschäfte im Spiel waren und auch jetzt vermutlich in diesen Minuten immer noch gemacht werden.

Nein. Hirn wüsste von nichts. Nein. Wie weiter. Aha. Leiden sollte niemand wegen mir. Ich hätte mit niemand Kontakt dort und der Rechtsanwalt Dr. Was wäre mit der Witwen und den Waisenkindern. Ich erklärte ihm. klärte ich den Bankdirektor auf. Und zwei. Ob ich diese massiven Schwierigkeiten für die Kunden von Hans-Adam wollte. fragt er fast wie ein Pfarrer. ja – klar sehe ich die Probleme. Und stellte die Gegenfrage. Bei dieser Gelegenheit fragte ich ihn. erwiderte ich. Wer kam auf die Schiessidee mir zu schreiben. Das geliebte Pulver. ob er wüsste. sicher nicht. Das wollte ich nicht. wenn sich ein Kunde umbringen würde? Und zu Hause. Er als Banker würde einen solchen Lösungsvorschlag nur diskret und in einem Gespräch andeuten. jetzt kam es mir wieder in den Sinn. Ob ich das alles bedacht hätte? Ja.gesagt: "Nicht-Handeln ist auch eine Art von Amtsmissbrauch". Es müsste mir doch klar sein. Frankreich und anderswo würde es auch geben. Man würde mir auch nochmals anbieten. nein – natürlich nicht. Ob es das wäre. fragte ich. zum Beispiel in Deutschland. erwiderte ich. Vermutlich würden sich auch ein paar umbringen. hätte man dies nicht im Text geschrieben. in Liechtenstein. Ich fühlte mich in eine Ecke gedrängt. Sondern. was ich wolle. wenn es nach ihm gegangen wäre. Von den Wirtschaftsskandalen gar nicht zu reden. Er versuchte an mein gutes Herz zu appellieren. was der Stand der Dinge in Sachen Zivilprozess sei. Er verneinte dies. ob Geld das Problem lösen könnte? Der Bankdirektor lief rot an und sagte. würde man mich als den grössten Verräter aller Zeiten ansehen. Hans-Adam verdiente ja Millionen mit seiner LGT. 330 . indem er mir vorrechnete. ob ich denn nicht mit meinem Rechtsanwalt Kontakt hätte. Nicht nur finanziell. nein auch emotional. nein. psychologisch. Er antwortete nicht und rieb nur den rechten Daumen über die vier anderen Finger kreisförmig vor und zurück. das geliebte Geld. dass einige Kunden im Gefängnis landen würden. fragte er mich zum wiederholten Male. fragte ich ihn. er würde nur seine Zeit vergeuden. dass das Thema Selbstmord mir sehr sensibel war. fragte er mit dem Hintergedanken. wie viele der Kunden in grosse Schwierigkeiten geraten würden. falls er mir künftig wieder mit der Mitleidstour kommen sollte. Apropos Geld. drei politische Skandale.

sagte er. Ich lief so schnell ich konnte in Richtung Bahnhof. Vermutlich vergraben auf der mexikanischen Halbinsel. Er hätte auch kein Angebot in der Tasche. Keine schlechte Taktik. Aber Danke. Ich hätte doch sicher schon lange nicht gut gegessen. entgegnete er schnell. worauf er nur ein Grinsen von mir erhielt. So. Egal. 331 . Gemäss den Schilderungen vom Bankdirektor würde man jetzt in Vaduz auf meine Heimreise hoffen und nicht allzu böse sein. Für ewig sicher. Aha. Bis dann Herr Kieber. sagte er. Absolut nicht. egal was es kosten würde. riskieren könnte ich es ja. beendete ich dieses Thema. Geld interessiert mich nicht. so fein essen gehen wollte man mit mir. Einem feinen Essen war ich nie abgeneigt. Ich fragte ihn. Ich hatte das Gefühl. dass man in Vaduz offenbar nicht allzu brutal nach meinem Kopf schreien würde. Ich notierte mir die Adresse und ging gleich auf einen Besichtigungstrip. ob er mich zum Abendessen einladen könnte. Er fragte sachte nach. Mann war ich froh. OK. Nein. Ich setzte mich in eines der vielen kleinen Cafés. fügte er an. Ob ich Geld zum Leben brauche. erwiderte ich. Er sollte bitte aber erst 15 Minuten nach mir aus dem Park gehen. Ja dann ist ja gut. nur wenn ich das Lokal aussuchen könnte. dass der Bankdirektor noch mehr mit mir reden wollte oder musste. bei mir gibt es nichts ‚diskret anzudeuten‚. Ich war auch überaus erleichtert darüber. welches das teuerste asiatische Restaurant der Stadt war. sagte ich ihm auch. dachte ich mir. Wir könnten in ein feines Restaurant gehen. Diskretion bis zum Ende. ich solle ruhig ein teures auswählen. dass nichts passiert war. Ich muss euch leider enttäuschen. erwiderte ich. wenn am Schluss niemand zu Schaden gekommen wäre. Er fragte mich. ob ihm Asiatische Küche schmecken würde. er hätte von HansAdam ein Budget erhalten. wo ich den wohnen würde. Ja klar. dass ich ihn um 18 Uhr auf sein Handy anrufen würde.mich mit Geld sicher nach Südamerika zu bringen. ich habe meine eigenen Euros. Ich fragte bei der Touristeninformation nach. Erstmal Luft holen. ich esse sehr gut. "für ewig sicher" wiederholte ich seine Worte. Bis dann Herr Bankdirektor. sagte ich ihm. Ich sagte. um Spesen und andere Kosten zu bezahlen. Ich verabschiedete mich mit dem Hinweis. dachte ich. Es wurde mir ein malaysisches oder indonesisches Restaurant empfohlen.

Ich fühlte mich wohl und nicht bedroht. Es gab gute Ecken in der Umgebung sodass ich das Restaurant vor eintreffen des Bankdirektor eine Weile beobachten könnte. dass ein Unfall passieren könnte und die Feinde wegen eines Systemfehlers oder so die Daten bekommen könnten. aber im oberen Stock eröffnete sich ein prächtig dekoriertes Gastlokal. ja natürlich. Es war 17. Der Eingang versprach nicht so viel. mit Sitz in Basel) schon gemacht hat oder in Kürze abschliessen würde. Aber nein. fragte ich zurück. man befürchtet in Vaduz. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Auf einmal fragte er mich. dieses Schweizer Haus kaufen zu können. dass es am Besten wäre. Ich hatte ein Gefühl. h. mich nach Liechtenstein bringen zu lassen. Der Bankdirektor kam zu Fuss. erwiderte ich . drei andere Gäste anwesend. Man sei in Vaduz sehr stolz. ob ich die Sicherheitsvorkehrungen immer aktiviert halte.15 Uhr. Nach der Vorspeise und zwei Gläsern feinem Wein. dann SIE. quasi als einen Wink mit dem Zaunpfahl. aber er erwähnte entweder dass die LGT Gruppe den Kauf der altehrwürdigen Schweizer Treuhand Gesellschaft (die "STG". Es war kühl geworden und wenn ich mich richtig erinnere. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster. Ich entschied. Man wusste ja nie. Der Bankdirektor erzählte mir auch von den Geschäften zu Hause. wenn ich hier. Er erschien mir auch etwas entlasteter. Warum er dies wissen wollte. wurde seine Zunge etwas lockerer. bei der ich etwas gelöster mit dem Bankdirektor reden konnte. mir mitzuteilen. dass Hans-Adam und seine Gehilfen jederzeit die Macht und die Mittel dazu hätten. versicherte ich ihm. Weit weg von den Anderen. CHF. Um 18 Uhr rief ich ihn an und gab die Adresse durch. Ich sagte. rieselte der Regen ein wenig. Dadurch konnte die Umgebung beobachten. Es waren ausser uns nur zwei. schräg gegenüber dem Lokal auf den Bankdirektor wartete. mehr noch. als Zeichen der Überlegenheit. 332 .wenn es sein muss. D. dass nun alles gut gehen würde. Er sagte.Das Wirtshaus war in einer überschaubaren Ecke der Stadt. Na ja. Es war die erste Gelegenheit. wenn einer hier Fehler manchen würde. Bis er sich entschloss. Der Preis war um die 200 MIO.

Ich schluckte erstmal leer und fragte aufsässig: Wie denn? Nichts leichter als das, fuhr er fort, eine angeheuerte Truppe könnte mich in nullkomma-nichts überwältigen, in den Kofferraum eines Diplomatenwagen stecken und in zehn Stunden wäre ich auf dem kalten Betonboden des Gefängnisses in Vaduz zu finden. Mir wurde kotzübel. Ich dachte, hoffentlich sind meine eigenen Sicherheitsvorkehrungen stabil genug. Er merkte, dass ich nervös wurde und beruhigte mich schnell, indem er sagte, dass diese Lösung angeblich nie ernsthaft diskutiert worden wäre und angeblich niemand dies wollte. Im Gegenteil, alle hofften, dass man mit „mir reden kann‚ und ich freiwillig nach Hause zurück kehre. Ich war immer noch erzürnt und murmelte etwas im Sinne: „Ja, ja versucht’s nur mal mich mit Gewalt in einen Wagen zu packen. Vorher wehre ich mich bis zum letzten Tropfen Blut.‚ Der Bankdirektor hörte mir gar nicht mehr zu, da er schon wieder mit seinem anderen Tropfen, dem Weisswein, beschäftigt war. Morgen sei auch noch ein Tag, kam es aus seinem Mund. Ja, morgen, da sollten wir uns wieder treffen, oder? Ich wollte dies nicht. Er war enttäuscht darüber. Ich sagte, es sei besser wenn er morgen nach Hause fliegen würde und denen dort versichere, dass ich die Daten sicher aufbewahrt hatte. Und das ich nicht nach Hause kommen würde, solange keine wirklichen Anstrengungen unternommen würden, die Fehler von Justiz und STA zu untersuchen. Ich sagte es ihm ungern, aber ich wiederholte, dass ich felsenfest davon überzeugt sei, dass mir Deutschland oder die USA helfen würden. Er schüttelte nur den Kopf. Ist mir egal, was ihr über diese meine Gedanken denkt, es mag zwar sein, dass weder die USA noch Deutschland helfen könnten, sagte ich. Aber eben dieses herauszufinden wäre der einzige richtige Schritt für mich. Entweder räumt Liechtenstein seinen Saustall auf oder eben nicht. Er wollte eine Zusicherung von mir, dass ich mich wieder mit ihm treffen würde, wenn er zurückkehren würde. Klar, natürlich werde ich, sagte ich. Wann er dann wieder kommen wolle. In einer Woche. Gut OK. Passt mir auch. Wir vereinbarten, dass ich ihn am kommenden Freitag oder Samstag auf seinem Handy anrufen werde. Er erklärte mir, dass sein
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Handy nicht abgehört wird. Er schwöre es. Die Behörden seien ja auf Geheiss von Hans-Adam aus dem Spiel draussen. Ich erwiderte kühl, ja, ja – wer’s glaubt wird selig. Er fragte mich, ob ich noch zur so später Stunde eine Heimfahrt nach Rotterdam finden würde. Ja, sagte ich. Die Züge fahren bis spät in die Nacht. Also bis nächste Woche dann. Ja, bis dann. Er bestellte die Rechnung. Er bezahlte und ich bedankte mich für das feine Essen. Mein Abendbrot kostete sechzig Euro. Guten Flug Herr Bankdirektor. Gute Heimfahrt Herr Kieber.

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KAPITEL 15

Heinrich‘s Tod in Utrecht

VADUZ März 2003 (1) Hans-Adam und Alois warteten ungeduldig auf die Rückkehr vom Bankdirektor. Dieser landete am frühen Nachmittag des 04.03. aus Amsterdam kommend in Zürich. Dieses Mal wurde er vom Firmenwagen der LGT Gruppe abgeholt und gleich hoch zum Schloss gefahren. Er berichtete über das Treffen mit Kieber. Ob er die Datenträger gesehen hätte, fragte der Schlossherr. Nein, aber er wäre sich ganz sicher, dass Kieber auf sie aufpassen würde. Und die Papierdokumente, wo sind diese? Er wisse es nicht, erwiderte der Bankdirektor. Und die Schutz-ID, hat Kieber sie wieder verlangt? Ja, aber nur zu Beginn. Kieber hätte die Meinung geändert, schilderte der Bankdirektor, er würde sich überlegen, ob er auch ohne sie leben könnte. Solange er sich an gewisse Grundregeln im Bezug auf Reisetätigkeiten halten würde, würde er es sicher überleben. Kieber würde aber ausrichten lassen, dass, sollte seine Identität im Ausland erkannt werden, und die Aufdeckung der Daten eine Konsequenz daraus wäre, dieses Risiko alleine Hans-Adam und die Finanzbuden in Liechtenstein übernehmen und akzeptieren müssten. Der Bankdirektor sagte auch, dass er denke, selbst wenn man Kieber nun die Schutz-ID anbieten würde, er sie nicht mehr annehmen wolle. Der Bankdirektor hätte im Gespräch mit Kieber den Eindruck erhalten, als würde er es einfach darauf ankommen lassen, ob nun seine Identität entdeckt würde oder nicht. Dass es dem Kieber bald wurscht sein würde, ob ihm nun Vaduz bei diesem Punkt helfen würde oder eben nicht. Hans-Adam bat den Bankdirektor über diese Wahrnehmungen mit dem Professor zu reden, um so ein genaues, momentanes Bild von Kiebers Psyche erstellen und dementsprechend handeln zu können. Nachdem die Polizei und Justiz von Hans-Adam aus dem KKZ ausgeschlossen wurden, musste man nur noch den Regierungschef Hasler und den Professor informieren. Der Professor analysierte die neue Situation und kam zum Schluss, dass Kieber an eine friedliche Lösung glaube, sehr gesprächsbereit wäre und man auf keinen Fall die Kommunikation unterbrechen sollte, wollte man eine mögliche Katastrophe abwenden.
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Vermutlich würde es aber mehrere Gespräche und daher Reisen zu Kieber bedürfen, bis dieser soweit bearbeitet wäre, nach Hause zu kommen. Hans-Adam ordnete an, dass der Bankdirektor weitere Reisen nach Holland in seinem Zeitplanung vorsehen sollte. Vor der nächsten Reise solle er ihn oder seinen Sohn nochmals kontaktieren. Er würde dann genaue Anweisungen erhalten.

Amsterdam März 2003 (a) Ich genoss meine Freiheit in diesem schönen, grossen Land. Obwohl Liechtenstein auch ein wunderschönes Landschaftsbild mit den Bergen, dem Rhein und den Wiesen und Wäldern abgibt, war das neue Leben in Holland für mich sehr attraktiv. Ich wollte und musste mein Monnikendam vor Entdeckung durch Hans-Adam schützen. Deswegen musste ich tief in die Trickkiste greifen, um nach dem Abendessen mit dem Bankdirektor, den Weg nach Hause so gut es ging verschleiern. Fast eineinhalb Stunden brauchte für den Heimweg, aufgeteilt ein Drittel Taxi, ein Drittel Bus und der Rest zu Fuss. Fest im Glauben, dass man in Vaduz das richtige tue, schlief ich beruhigt ein. Ich mietete mir für die nächsten sieben Tage ein Fahrrad und erkundete die nähere Umgebung. Am letzten Tag meiner Fahrradmiete war ich in Amsterdam City zu Fuss unterwegs. In einer der kleinen Seitengassen wurde ich von einem jungen, etwas traurig dreinschauenden Mann auf einer Brücke auf Englisch ruppig aber leise angesprochen. Das man angepöbelt wurde, kam des öfteren vor, vor allem in dem Stadtteil, wo Drogen konsumiert oder verkauft werden. Zu einer Plage wurde die Anmache aber nicht. Dieser Mann wollte weder Drogen verkaufen noch welche kaufen. Er sah aber wie ein typischer Drogenkonsument aus. Zu meinem Erstaunen fragte er mich, ob ich dieses Hollandrad, das er mit einer Hand festhielt, kaufen möchte. Er bräuchte unbedingt Geld. Es war ein schönes Modell. 3-Gang und rabenschwarz. Sah nicht sehr alt oder gebraucht aus. Ob es ihm gehören würde, fragte ich. Ja, sagte er. Wie viel? Fünf Euro. Wie viel? 50?, Nein! Fünf Euro und es ist deins, sagte er. Nachdem ich ihn von oben bis unten genauer gemustert hatte, um zu sehen ob er mir kräftemässig gewachsen wäre, sagte ich zu ihm, dass er ein Dieb sei und dazu ein blöder. Ich sagte ihm, dass jeder doch sofort merken würde, dass er das Velo
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gestohlen haben muss, wenn er es für nur fünf Euro verkaufen würde. Nein Danke, sagte ich. Ich hätte mein eigenes Velo. Verärgert ging er weg und schob das Velo vor sich hin. Ich beobachtete, wie er schon die nächste Person anquatschte und wahrhaftig, nach drei Minuten, vermutlich für die fünf Euro, wechselte das Bike den Besitzer. Der neue, stolze Eigentümer kam an mir vorbei und ich rufte ihm auf Englisch zu, günstig gekauft, das geklaute Fahrrad, Yes? Er starrte mich mit Entsetzten an und entfernte sich in aller Eile mit seinem neuem Besitz. Das Wetter wurde immer schöner und ich mietete mir das Velo für einen weiteren längeren Zeitraum. Oft radelte ich nach Volendam, eine andere Stadt in der Provinz Noord-Holland, die am Ostufer des Markermeers lag, dass wiederum ein Teil des Ijsselmeers war. Volendam liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Amsterdam und war bekannt für feinen (Edamer) Käse. Was für ein Unterschied, biken in Holland war ganz ohne Qual. Alles flach und übersichtlich und viele Radwege überall hin. Ich begann auch mit dem Fahrrad regelmässig nach Amsterdam zu radeln. Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs, an der nördlichen Flussuferseite (Amsterdam Nord) konnte ich mein Velo am Ende des langen Buikslotenweg an geeigneter Stelle stehen lassen und die GratisFähre rüber zum Hauptbahnhof nehmen. Manchmal genoss ich die Überfahrt so sehr, dass ich einfach 30 Minuten lang auf dem Schiff ausharrte und mit hin- und herfuhr. Einmal fuhr ich schon um fünf Uhr in der Früh von zu Hause los und war dann einer der ersten am Pier. Ich kettete mein Velo an eine lange Stahlröhre und nahm die Fähre rüber. Nach ein paar Stunden in der City kehrte ich zum Fahrrad zurück. Aber welches war meines? In der Zwischenzeit waren sicher 200 andere Velos auf dem Platz. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich meines erkannte; fast alle Fahrräder in Holland sehen gleich aus. Auch wünschte ich mir, ich hätte auf die Warnung meines Velovermieters gehört, als dieser sagte, ich solle die Pumpe vom Velo wegnehmen, wenn ich das Velo irgendwo abstellen würde. "Seinen Rat ich nicht befolgte, drum ich auch keine Pumpe mehr vorfinden sollte". Ich plante, den Bankdirektor am Freitag anzurufen. Dieses Mal wieder aus einer anderen Stadt. Leiden, südwestlich von Amsterdam, sollte es sein. Ich war erstaunt, wie billig Zug fahren in Holland war. Wirklich! In 35 Minuten war ich schon dort angelangt. Ich rief ihn um die Mittagszeit an und er schlug vor, da er ja glaubte ich würde in Rotterdam wohnen, dass wir und doch auf halbem Weg treffen könnten, in Utrecht. OK,
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sagte ich. Er hätte sich für drei Tage und zwei Nächte Zeit genommen. Er müsse mir wichtiges sagen. Gut, erwiderte ich und bestätigte ihm, dass ich ihn am kommenden Montagnachmittag auf seinem Handy anrufen würde. Keine Überraschungen, ermahnte ich ihn. Natürlich, keine einzige, meinte er. Am Sonntag sah ich mir Utrecht an. Hauptstadt der Provinz Utrecht. Auch nur 30 Minuten mit dem Zug von Amsterdam Ceentral. Eine Stadt mit vielen historischen Bauten. Vor allem der berühmte gotische Dom mit seinem Kreuzgang und dem freistehenden Turm währen da zu erwähnen. Ich spazierte durch die Strassen und Gassen. Nicht viele Touristen unterwegs. Als Treffpunkt geeignet, erkannte ich. Ich notierte mir die Zugverbindungen und rechnete die benötigte Anreisezeit für Montag aus. In einem Internetcafé aktivierte ich meine „Lebensversicherung‚. Wieder zu Hause abgekommen, prüfte ich mein ganzes Gepäck und verstaute alle Unterlagen und Datenträger behutsam im Handkoffer. Es war noch Zeit für einen kleinen Schwatz mit Jane in ihrem Garten. Mehr und mehr Blumen blühten und sie strahlte deswegen sehr. Meistens war ich der einzige Gast im Haus. Meine Wäsche konnte ich nicht bei ihr Waschen. Im Dorf gab es aber eine Kundenwäscherei, die den Auftrag jeweils zu meiner grössten Zufriedenheit ausgeführt hatte. Für fast alle Handwerksbetriebe in Monnikendam waren dies ruhige Zeiten. Erst im Sommer, wenn die Besucher kommen, dann sollte es hektisch zu und her gehen und die Umsätze steigen. Am Montag, den 10.03. gab es dann die zweite Zusammenkunft mit dem Bankdirektor. Als Treffpunkt hatte ich ihm den Dom vorgeschlagen. Er soll dort bitte pünktlich um 14 Uhr auf mich warten. Von einer verdeckten Stelle aus konnte ich den Platz gut beobachten. Er kam alleine. Ich liess ihn bewusst 15 Minuten einsam dort stehen. Er nahm mehrmals das Handy aus der Manteltasche und blickte auf das Display. Diese Mal hatte ich ihn nicht aufgefordert, sein Handy auszuschalten. Ich lief auf ihn zu und wir begrüssten uns freundschaftlich. Er wollte wissen, ob ich meine Sicherheitsvorkehrungen eingeschaltet hätte. Ich bejahte es und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten.
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Ich unterwies ihn, bitte in Zukunft mich deswegen nicht mehr zu fragen, er solle dies als gegeben annehmen. Für jedes Treffen. Da wir nun schon mal da waren, wollten wir was für die Bildung tun und besuchten den Dom. Wie lasen uns durch die vielen Hinweistafeln durch und waren besonders von den in den Boden eingelassenen Schrifttafeln beeindruckt. Der Dom wurde zwischen dem 13. und 16 Jahrhundert gebaut. Wir konnten lernen, dass Kaiser Heinrich der V. (Heiliges Römisches Reich, Schwiegersohn von Heinrich I. von England) im Jahr 1125 in Utrecht starb. Na dann wollen wir mal hoffen, dass ein anderes Geschlecht, welches das Heilige Römische Reich überleben konnte (die „‚von Liechtenstein‚), nicht dafür sorgen würde, das im Jahre 2003 ein anderer Heinrich – nämlich der Heinrich Kieber - hier in Utrecht seinen Tod finden sollte, betete ich laut vor. Wir lachten beiden darüber. Nun aber zum Business, sagte der Bankdirektor. Als Zeichen des Guten Willens mir gegenüber, so wurde mir erklärt, hätte sich Hans-Adam diskret an vertrauenswürdige Staatsrechtler ausserhalb von Liechtenstein gewandt. Diese sollen prüfen, wie man in dem festgefahrenen Strafverfahren gegen Helmut Roegele & Co. am Besten vorgehen sollte. Hans-Adam würde die Kosten dafür persönlich übernehmen. Er konnte mir die Freude buchstäblich von den Augen ablesen. Ohne die mir unbekannten Akademiker (die erwähnten Staatsrechtler) düpieren zu wollen, sagte ich, wäre es doch am Einfachsten, wenn die STA den Fall wieder öffnen und dann die Anklage erstellen würde. Dazu bräuchte Hans-Adam nur ein paar Telefonate zu führen. Und er müsste wegen mir nicht einmal irgendein Gesetz brechen oder erwürgen. Die Liechtensteiner Strafprozessordnung sieht eine solche Möglichkeit explizit für das Staatsoberhaupt vor. Deswegen hatte ich ihm ja, nebst der Tatsache, dass er der Besitzer der LGT war, Anfang Januar 2003 den Brief geschrieben. Schon mit diesen wenigen Schritten, wäre ich HansAdam auf immer und ewig dankbar, versicherte ich. Die Untersuchung war seit langem fertig, jeder halbwegs zum Denken fähige STA sollte es zustande bringen, binnen kürzester Zeit eine Anklageschrift beim Kriminalgericht in Vaduz einzureichen, betonte ich.
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Ich sagte auch, dass sobald die Anklage für rechtsgültig erklärt würde, ich am nächsten Tag wieder in Vaduz auf der Matte stehen würde. Mit den Daten und allem was dazugehört. Mehr könnte und würde ich nicht verlangen. Ohne der Zukunft vorauszueilen, hob ich weiters hervor, würde nach erfolgter Anklage der Oberste Gerichtshof in Vaduz den zu erwartenden, letztinstanzlichen Entscheid in der Zivilsache ums blockierte Geld aussetzen, um das Urteil im Fall 101er abzuwarten. Der Bankdirektor nickte zustimmend. Ich würde auch Hans-Adam die Kosten ersetzten, versprach ich. Sofern es mir finanziell möglich sein sollte, musste ich nachschieben. Der Bankdirektor holte tief Luft und sagte: Als Zeichen des guten Willen gegenüber Hans-Adam erbitte dieser, dass ich anfangen würde, die Extrakopien, also eine der elektronischen externen Harddisks oder DVDs zu vernichten. Stück für Stück. Ich hatte nicht viel Zeit erstaunt zu sein, denn der Vortrag war noch nicht zu Ende. Auch würde Hans-Adam gerne vom Bankdirektor bestätigt bekommen, dass ich die über 2000 Stück Originalpapierdokumente ebenfalls anfange zu zerreissen. Man könnte mir einen Dokumentenvernichter zur Verfügung stellen oder das Geld zum Kauf dafür geben. Wie bitte, fragte ich ihn entsetzt. Das ich eine kleine Harddisk zerstöre, leuchtet mir ein. Aber ihr wünscht euch, dass Originaldokumente, mit Originalunterschriften der Kunden vernichtet werden? Ihr wollt dies wirklich, erkundigte ich mich. Muss wohl ein Witz sein, sagte ich. Nein, verdeutlichte er. Die Kunden wissen ja nicht, dass ihre Originalpapiere, die ja keine Wertpapiere waren, fast 1000 Kilometer entfernt von dort wo sie sein sollten, waren. Zudem hätte man ja jedes Dokument auch im elektronischen Speicher bei der LGT. Das stimmte. Ich weiss nicht warum, aber mir gefiel der Gedanke überhaupt nicht. Nicht das ich Mühe damit hätte, die über 2000 Seiten in den Papierfresser zu stopfen, aber ich vertrat die Meinung, das die Dokumente dem Kunden gehörten und sie wieder dorthin zurück gelangen sollten, wo sie hergekommen sind. Offenbar hatte sich der Bankdirektor keine solchen Gedanken gemacht. Er runzelte die Stirn und fragte wie die Papiere denn transportiert werden sollen. Es bedarf einiger Überredungskunst, um ihn zu überzeugen, dass er doch die Papiere in Etappen wieder mit nach Hause nehmen könnte. Ich könnte ihm morgen schon einige Stapeln bringen. Kopien jener Dokumente hätte ich ja auch auf meinen elektronischen Datenträgern. Mir wäre es sogar lieber, wenn ich die Papiere loswerden könnte. Immer
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diese Schlepperei, sagte ich. Was aber, wenn er an der Grenze kontrolliert würde und man in seiner Tasche tausende Bank- oder Treuhandpapiere aus Liechtenstein finden würde. Mein Gott, sagte ich zu ihm, er sei doch der weitgereiste Bankdirektor. Wie viel Gepäck er sich für diese Reise mitgebracht hätte, fragte ich ihn. Eine Mappe und ein Handrollkoffer. Das ist doch schon ein guter Anfang, rief ich aus. Er soll seinen Pyjama und die Zahnbürste in die Mappe quetschen und die Papiere in den Rollkoffer. Diesen soll er am Flughafen Schiphol als Gepäckstück aufgeben und nur mit der Mappe als Handgepäck reisen. Soweit ich wusste, wurde in Amsterdam bei aufgegebenem Handgepäck noch keine Extrakontrolle durchgeführt. Der Abflug war also kein Problem. Bei Ankunft in Zürich sei er ja schon fast auf heimischem Boden. Die Schweizer Zöllner würden bei einer Kontrolle keine Fragen zu solchen Papieren stellen. Dem Bankdirektor gefiel die Idee noch nicht so ganz. Mir kam nicht in den Sinn, warum er Angst davor hatte. Er müsse mit Hans-Adam Rücksprache halten. Kein Problem, sagte ich. Wenn er möchte, so könnte er alles schon morgen haben, offerierte ich ihm. Falls alles in seinen Koffer passte, fügte ich hinzu. Er entfernte sich von mir und machte ein Telefongespräch. Nach 20 Minuten kam er zurück und strahlte über das ganze Gesicht. HansAdam sei begeistert von der Idee. Und er schätze meine Fürsorge um die Daten. Bitte, gern geschehen, erwiderte ich. Also gut, ich würde ihm als Zeichen des guten Willens Teile der Daten morgen übergeben. Wo, fragte er. Ich antwortete, lass uns doch in Amsterdam treffen. Von "Rotterdam" wäre es nur eine Stunde mit dem Zug. Der Bankdirektor war damit einverstanden. Ob ich schon eine elektronische Kopie bis Morgen vernichten würde, fragte er höflich. Nur nicht so übereifrig, sagte ich. Eines nach dem Anderem. Morgen gibt es die Dokumente und dann sehen wir weiter. Ich erklärte ihm auch, dass ich es gar nicht eilig hätte. Und ich zum Schluss gekommen sei, dass ich die Schutz-ID wirklich nicht mehr wolle. Ich würde schon ohne sie durchkommen. Wenn die in Vaduz so stur seien und den Vorteil für sie nicht sehen wollen, dann müssten sie eben dieses Extrarisiko selbst tragen. Ich müsste jetzt wieder heim nach Rotterdam fahren, sagte ich zu ihm. Er wollte mich noch zum Abendessen einladen. Ich lehnte dankend ab. Wir verabredeten, uns am nächsten morgen um 11 Uhr in der Lobby des Hotel Marriott, in der
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Stadhouderskade zu treffen. Ich versprach mit den Dokumenten zu kommen. Ich warnte ihn, es solle mir ja keiner folgen. Es sei zwecklos, machte ich im vor, da die Papierdokumente nicht am selben Ort seien, wo die elektronischen Datenträger aufbewahrt würden. Aber nein, niemand würde mir folgen, er sei alleine da, versicherte er mir immer wieder. Und was war dann das ganze Gerede beim ersten Treffen, über gewaltsame Verschleppung und so? Ich solle dies vergessen, bat er mich. Alle nur dummes Geschwätz. Na wollen wir mal hoffen, dass das stimmt, sagte ich als Abschiedsgruss. Auf Umwegen lief ich zum Bahnhof und nahm erst den dritten Zug nach Amsterdam. Ich wechselte mindestens vier Mal den Platz. Keiner zeigte Interesse an mir. Nach Ankunft im Hauptbahnhof in Amsterdam bestieg ich die kleine Fähre rüber nach Amsterdam Nord. Mein Fahrrad hatte niemand geklaut. Aber einen Platten hatte ich. Mist! Zum Glück gab es ca. 300m nordwärts, am Buikslotenweg auf der linken Seite, ein Fahrradgeschäft mit Reparaturstätte. Für ein paar Euro war die Sache geregelt. Ich radelte mit Genuss Richtung geliebtes Heim in Monnikendam. Das Fahrrad durfte ich immer neben dem Schuppen am Ende des Gartens abstellen. Es brannten keine Lichter mehr im Hause. Jane und ihr Mann mussten wohl ausgegangen oder schon zu Bett gegangen sein. Ich verspürte den Drang wieder etwas für meine Fitness zu tun. Monnikendam hatte ein Gemeindehallenschwimmbad. Ein kleines Sportgebäude und leider war das Wasser im 25m Becken nur hüfttief. Etwas ungewohnt, aber zur Muskelbewegung reichte es allemal. Wieder zu Hause packte ich die Papierstapel aus und schaute sie mir nochmals an. Da war Eines mit der Unterschrift von Klaus Zumwinkel. Einer der deutschen PEPs. Wenn der wüsste, was hier vor sich ginge, dachte ich. Ich nahm die Hälfte aller Dokumente aus dem Koffer und legte sie für morgen früh bereit. Wie immer verschloss ich in der Nacht meine Zimmertüre von innen. Am Dienstag, den 11.03. war ich schon um 7 Uhr mit dem Velo unterwegs Richtung Amsterdam City. Schwer bepackt mit einer Plastiktüte, die ich von der Wäscherei in Monnikendam erhalten hatte. Darin waren die Unterlagen nochmals in Einkaufstüten eingewickelt. Es war irgendwie ein lustiges Gefühl, als ich mit Treuhandurkunden wie etwa Verträgen oder internen Aktenvermerken und mit Bankbelegen in Milliardenhöhe die frische Brise der kurzen Kanalüberfahrt zum
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Hauptbahnhof genoss. Ich stellte mir vor, mit welcher Freude ich von jedem Steuerfahnder und jedem Kriminalpolizisten in Holland empfangen würde (auch ohne die elektronischen Datenträger, wo 1000fach mehr Datenmaterial zu finden war). Weihnachten schon im März 2003! Ein Bankett für die Kämpfer gegen Geldwäscherei, Kriminalität und Steuerhinterziehung. Aber offenbar war die Zeit noch nicht reif dafür. Ich nahm mir ein Taxi vom Hauptbahnhof zum Hotel Marriott. Ich war 25 Minuten zu früh da. Ich setzte mich in die Lobby und versuchte, nicht all zu grosse Aufmerksamkeit mit dem langen, dicken Plastiksack zu verursachen. Zu spät. Ein Wachmann sah mich und kam auf mich zu. Er fragte, ob ich Gast wäre, was ich verneinte. Ich sagte, dass ich auf einen Bekannten warten würde. Der Bankdirektor bog gerade um die Ecke. Er musste durch den anderen, kleineren Eingang auf der Vorderseite ins Hotel gelangt sein. Der Wachmann nahm seinen Rundgang wieder auf. Der Bankdirektor war mit seinem geleerten Rollkoffer gekommen. Da ich ihm nicht einfach den Sack so zuwerfen wollte, suchten wir uns eine ruhige Ecke und nahmen Platz. Zuerst drückte ich ihm zwei Bündel mit ca. je 500 Blättern in die Hand und erklärte, dass dies nun die Hälfte der Papiere wäre. So viele, so viele und so schwer, sagte er mit offenem Mund. Er bedankte sich artig, überflog sie schnell und erinnerte sich laut an den einen oder jenen vermerkten Kunden. Dabei machte er Randbemerkungen im Sinne von „oh, nicht dieser‚ oder „was, von dieser Kundschaft auch?‚. Ich erinnerte mich, dass wir eigentlich bis anhin gar nicht gross über die Originaldokumente gesprochen hatten. Selbst beim ersten Treffen wurde ich niemals danach gefragt. Speziell nicht nach der Kategorie von Dokumenten, die ich im Brief an Hans-Adam unter Punkt „III. C)‚ beschrieben hatte. Er berichtete, dass nachdem sie sich in Vaduz vom Schock erholt hatten, spielten die Originaldokumente keine grosse Rolle mehr. Jedes dieser Papierstücke wäre ja ohnehin auch auf dem elektronischen Datenspeicher. Ja genau, erwiderte ich. Was für Papiere sind diese denn, fragt er und zeigte mit dem Finger auf das letzte, kleine Bündel. Ich hielt noch ein kleineres Bündel mit ca. 125 Blatt Papier mit beiden Händen fest, solange bis es der Bankdirektor auch merkte. Er fragte mich: „Und diese Akten?‚ Ich erwiderte scherzend, welche? Er zeigte auf meine Hände.
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Dies sind die Originaldokumente jener Mandate, deren Vermögen politischen Parteien oder Körperschaften davon gehören, so wie ich sie unter Punkt „VI‚. im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, sagte ich. Er kannte alle „politischen Mandate‚ und wusste auf Anhieb um welche "Gruppe" es sich handelte. Die Kundendatenspeichersysteme von Treuhand und Bank sind zwar getrennt. Da er aber selber mehrere Jahre bei der Treuhand gearbeitet hatte, wunderte es mich nicht, dass er die Kunden und die Hintergründe zumindest der heiklen, politischen Mandate im Detail kannte. Trotz der hohen Nummer von fast 4000 Mandaten. Ich übergab sie ihm mit der Bitte, diese dem Hans-Adam persönlich zu geben. Er blätterte sie durch und schüttelte mehrmals den Kopf. Er legte sie vorsichtig zu den anderen Papieren im Koffer und zog den Reissverschluss zu. Als würde er sich selber belehren wollen, meinte er, dass die LGT diese Mandate gar nie hätten annehmen dürfen. Nicht auszudenken, wenn diese Mandate der Öffentlichkeit bekannt würden. Wir wunderten uns gemeinsam, was für Motive die Auftraggeber dieser Mandate hatten, Konten in Liechtenstein zu eröffnen und so viele Millionen zu horten. Aus Steuergründen sicher nicht. Besser keine Fragen dazu stellen, schlossen wir das Thema ab. Er müsse jetzt kurz nach Vaduz telefonieren, sagte er mir. OK, ich würde im Terrace Café des Hotels auf ihn warten, erwiderte ich. Als er 15 Minuten später zu mir kam, war seine Freude über meine Lieferung fast schon verflogen. Er richtete ein Dankeschön von Hans-Adam aus. Dieser würde es hoch schätzen, dass ich mich Kooperative zeigen würde und die Loyalität ihm gegenüber aufrechterhalten würde. Hans-Adam würde fragen, wann er die andere Hälfte der Originalpapiere bekommen könnte. Der Bankdirektor erzählte weiter, dass der Landesführer gerne heute noch hören würde, dass ich einen der Datenspeicher vernichtet hätte. Dies darum, weil er sich Sorgen machen würde, falls mir etwas gestohlen würde. Zum hundertsten Male versicherte ich dem Bankdirektor, dass nichts passieren könne. Die Daten seien in einem Safe aufbewahrt, behauptete ich. Er fragte mich, ob ich schon einen Heimreisetermin im Kopf hätte. Ich sagte ihm, dass ich vieles im Kopf hätte, aber leider noch keinen solchen Termin. Zuerst müssten wir doch abwarten, zu welchem Schluss die Rechtsexperten in Sachen Anklage gegen Helmut Roegele & Co.
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kommen würden. Oder hat Hans-Adam etwas von einer Frist gesagt, fragte ich ihn. Nein, nein, er habe nichts in dieser Richtung erwähnt, aber in Vaduz sei man natürlich der Meinung, je früher ich nach Hause kommen würde, desto besser. Da es schon fast Abendessenszeit war, schlug ich eine Einladung von ihm nicht aus. Wir blieben in der Nähe des Hotels und ich wollte während des Essens kein Wort mehr über die LGT oder Bankengeschäfte im Allgemeinen verlieren. Er erzählte mir von seiner lieben Frau, die ich nie kennen gelernt hatte. Und von seinen gut erzogenen Kindern. Eines Tages, so hoffte ich, würde ich auch Frau und Kinder haben. Das hatte ich aber auch schon vor sechs Jahren gehofft, als ich angekettet in einem feuchten Kerker sass. Er würde noch eine Nacht in Holland bleiben, da er erst für den nächsten Tag den Rückflug gebucht hatte. Ich bedankte mich für seine Gastlichkeit und vor allem für sein Verständnis und die Geduld mit mir. Ich fragte ihn, wann wir uns wieder sehen würden. Er überlegte kurz und antwortete, dass er am Freitag, den 21.03. nach Amsterdam kommen könnte. Gut, sagte ich. Das passt mir sehr. Nicht, dass ich viele andere Termine hätte, scherzte ich. Also, abgemacht, sagte er zum Abschied. Ich solle ihn nächste Woche am 18. oder 19. auf seinem Handy anrufen, sodass wir die Details des nächsten Treffens absprechen könnten. Mach ich doch. Auf Wiedersehen Herr Bankdirektor. Pass auf Dich auf, rief er mir zu. Überzeugt mit der Rückgabe das Richtige getan zu haben, machte ich mich zufrieden auf den Heimweg. Dies nicht ohne die übliche Verschleierungstaktik, was die Streckte anbelangte.

VADUZ März 2003 (2) Während Kieber mit dem Bankdirektor lange Diskussionen über die Daten, Gott und die Welt hatte, war man in Liechtenstein auch wieder aktiv geworden. In einer nicht-öffentlichen Sitzung wurde am 10.03. der Einspruch von Kieber vom 07.11.02 gegen die Anklage im Fall 140er vom Gericht einstimmig abgelehnt. Gleichzeitig wurde beschlossen, das (Verbrecher-)Ehepaar Helmut Roegele und Salud Hidalgo als Zeugen der STA einzuladen.
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Da hat man es. Viele stimmten darum für die neue Verfassung. hatte Lampert noch keinen Beweis geliefert. Lampert forderte u. andererseits war dieser Fall ganz anders. Da der Professor jetzt regelmässig zur Arbeit in Liechtenstein war.. eingeladen würde.a. Vor solcher Art Publizität hatte man und hat man heute noch eine derartige Angst. noch er selbst davon erfahren würden. Die Bürger und Bürgerinnen stimmten ab. verlangte er Geld! Ähnlich wie am Anfang bei Kieber. dass die Medien davon erfahren könnten.in bar und sofort. also für "ihn". dass er die Daten hatte. Die LLB war geschockt über seine Rücksichtslosigkeit. wie der Teufel vor dem Weihwasser. weil sie Angst davor hatten. sollte er insbesondere vom Umstand erfahren. dass er sie für die kommenden acht Wochen mehr als einmal an der Nase herumführten konnte. Mitte März. Seine Künste waren jetzt vor allem an der anderen Front in Liechtenstein gefragt. dass sonst Hans-Adam samt Familie und Kunstbildern nach Wien auswandern würde.in bar aus. dass Kieber explodieren würde.oder überwachbar und zweitens.. Liechtenstein wie in 346 . an dem er für sich und seine Familie über die nächsten hundert Jahre das Sagen in Liechtenstein durch die neuen Verfassung einzementieren lassen würde. Trotzdem konnten sie nicht verhindern. diese unter Verschluss zu halten. Dies holte er in der zweiten Woche im März nach. am 16. war der Tag. CHF 700'000. Die Regierung Hasler hatte grosse Angst. Er befürchtete. Mitte März händigte man ihm dann CHF 100'000. Einerseits wollte man auch die begangenen Fehler im Fall LGT vermeiden. Sein Tag. sodass weder Kiebers RA. Erstens war Lampert noch im Land und daher kontrollier.Hans-Adam wurde wunschgemäss über diese Beschlüsse informiert und er ordnete an. Hans-Adam interessierte dies alles im Moment nur am Rande. Dies begründetet HansAdam in einer kurzen mündlichen Stellungsnahme damit. dass die LLB ihn ständig beschatten lies. mietete er sich ein Zimmer in Triesen. dass man zum Wohle Liechtenstein nichts riskieren dürfte. Der Abstimmungstag war gekommen. 66 Prozent Zustimmung für den Hans-Adam. dass die STA Helmut Roegele & Co. Was Lampert nicht wusste war. was aus Liechtensteiner Sicht kein Problem darstellte. was die komplizierten Gespräche mit Kieber im Ausland stören könnten. Der ehemalige LLB Banker Lampert verlängerte praktisch jede Woche die Liste seiner Forderungen.

Er und sein Sohn Alois kamen an einem Nachmittag zu einem Sechs-Augengespräch mit dem Bankdirektor auf Schloss Vaduz zusammen. dass Deutschland solche Mandate sehr heiss begehren würde. Alois deutete an. Die politischen Gegner waren eingeschüchtert und sollten den Sieg von Hans-Adam über sie seit jenem Tag ständig zu spüren bekommen. Hans-Adam wollte daher abgeklärt haben. Wenn es unserer Sache dienlich sein soll. 347 . dass Kieber nie vorhatte. dass man gewisse alte Ideen aus dem KKZ nichts ganz verwerfen wollte. Der Bankdirektor wurde auch mit anderen Neuigkeiten überrascht. dass niemand in Deutschland Interesse an den Daten hätte. es wäre ein neuer Brief von Kieber. dann müssen wir es in Betracht ziehen. Eine davon war. Dieser dachte zuerst. ohne Schweizer Teilnahme die Dreizimmerwohnung der besagten Dame zu durchsuchen. Nach dem Abstimmungssieg fühlte sich Hans-Adam so stark wie ein Godzilla. wurde Hans-Adam laut. absolut gar nicht. ob Kieber bei seiner Ex-Freundin in Zürich eventuell Datenträger versteckt haben könnte. fragte er. dass man auch in Zürich nicht fündig geworden sei. Ein dicker Brief. hatte HansAdam anderen Grund zur Freude. Etwas verlegen erklärte der Gesandte. bis er nach Hause kommen würde.Bayern: Alles ungewisse. Warum er und nicht die Treuhand die Papiere nun habe. Er nahm die Papiere entgegen und las aufmerksam die Kundennamen und andere Details. Feuerstein am Morgen schon übergeben. Solle er dies als Drohung auffassen. Es sei in der Zwischenzeit gelungen. Kieber wollte nur einen Beweis abgeben. In Zürich. eine glückliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. dass Kieber damit nur zeigen wollte. jede Veränderung des Status Quo ist zu vermeiden. Nein. ob es jetzt nicht besser wäre. fragte er nach. unterzutauchen sondern er sich ganz fest vorgenommen hätte. sich bei den 66 Prozent zu bedanken. Weil HansAdam ihm ja am Telefon erklärt hatte. Dies gefiel dem Landesführer. Der Bankdirektor übergab dann wunschgemäss das Bündel mit den 125 Blatt Papier an Hans-Adam. resümierte er. Er vergeudete nicht viel Zeit damit. Es wurde leider nichts gefunden. auszuhändigen. Die Dokumente hätte er dem Direktor Dr. Die Angst war und ist immer grösser. Der Bankdirektor war sich auch ganz sicher. herauszufinden. Kieber einen der zwei gedruckten Pässe für die paar Wochen. Schon Tage vor seinem Triumph in der Abstimmungssache. Hans-Adam erwähnte im Gespräch.

da man ihre Wohnung erst dann betreten hatte. Ich schaute nie viel Fern. ohne Spuren zu hinterlassen. selten war ich nach 20 Uhr zu Hause. Ich hatte sie nie über das ganze Drama der LGT-Daten aufgeklärt. Ich schimpfte dann mit dem Professor Dr. Verwundern würde es ihn aber nicht. In meinem Zimmer konnte ich einen Deutschen Sender empfangen. Ich war heilfroh. Ich war ein ruhiger und kein lästiger Gast. Der Bankdirektor rapportierte.: Als ich dann selber gegen Ende Oktober 2003 von dieser Aktion erfahren hatte. In dem kleinen Haus konnte man jedes Geräusch hören. anrufen würde. ob denn die betroffene Frau einer Hausdurchsuchung ohne Schweizer Durchsuchungsbefehl zugestimmt hätte. Sie sagte mir auch. oder 19. Ich gehe davon aus.h. war ich sehr empört. Wie abgemacht. Meine eigene Nachforschungen ergaben.Der Bankdirektor erkundigte sich. dass die üblichen Handlanger von Hans-Adam die Wohnung professionell durchsucht hatten. Anm. Er bat um Instruktionen. dass sie zu keiner Zeit von irgendjemand über mich befragt worden sei. mit der Auswahl vom Bankdirektor richtig gelegen zu haben. hätte er sich einen Flug nach Holland für den 21. d. erklärte ihm Alois. Er wusste von der Sache nichts. ich war immer schon kein grosser Glotzengucker. Mit ihm konnte man wirklich von Mensch zu Mensch reden. was er Kieber am Telefon oder beim nächsten Besuch erzählen soll. stieg meine Zuversicht Tag um Tag. Für mich steht fest. 348 . Meine Vermieterin hatte keine Probleme mit mir und ich keine mit ihr. Wäre gar nicht notwendig gewesen. dass sie zu Bekannten in die Ostschweiz abgefahren war. Amsterdam März 2003 (b) Während ich mich schon auf den nächsten Besuch vom Bankdirektor in knapp zehn Tagen freute. dass Hans-Adam sie beschatten lies. T. dass ihn Kieber wieder am 18.3. als feststand. dass meine Ex-Freundin wahrhaftig zum angegebene Zeitpunkt nicht in ihrer Wohnung war. die sie auch ab und zu mal hatte. Ich war die meiste Zeit unterwegs und ging zeitig zu Bett. Müller darüber. schon fest gebucht. Manchmal durfte ich mit ihr und ihrem Mann vor dem grossen TV sitzen und gemeinsam schauten wir uns eine holländische Abendsendung an.

Am 19. Er als Bankdirektor hätte auch andere Verpflichtungen. was er mir mitteilen könnte. vormittags und am 20. Das Gespräch war schon nach 2 Minuten zu Ende. Er schien über etwas verärgert zu sein. Er erzählte weiter.Am 19. Aber was soll’s. dass sie doch endlich begreifen sollen. Er kam mit einer Gegenfrage und wollte wissen. Das Geschäft blühe zu 349 . nicht mehr so freundlich. fragte ich. Dies sei mein Kampf und dies würde immer so bleiben. wartete ich schon seit 9 Uhr auf ihn in der Hotellobby. wenn es ihnen besser gefallen würde. Nein. beendete ich dieses Thema. Er erzählte mir. rief ich den Bankdirektor an. Seltsam. ob man mir schon Neues zum Thema Anklage gegen Roegele & Co. ob ich mit meiner Ex-Freundin Kontakt hatte. was nun wieder los war. sollte ich? Und wer will das wissen? Nein. Er schluckte sicher zwei Mal leer und erzählte. er sei am Freitag um 10 Uhr im Marriott. dann eben ein Einzeltäter.03. Einige würden in Vaduz denken.3. Wir wechselten von der Lobby zum Terrace Café des Hotels. was los wäre. dass ich am 18. sagte ich. Bis dann. sagte ich zu mir. dass ich ein Einzelkämpfer bin und es immer war. nicht angerufen hatte. Morgen würde ich ja sehen können. Ich wollte von ihm wissen. erwiderte er. sein Ton war auch ganz anders. was ich dann auch tat. nichts besonderes. Beim ersten Anruf entschuldigte ich mich. dass ich eine One-Man-Show wäre. dass man in Vaduz wieder ungeduldiger geworden sei. Er erschien auch pünktlich um 10 Uhr. da ich die Aufgabe in meinem Kalender am falschen Tag eingetragen hatte. Ich fragte. Es gab eine kühle Begrüssung. Er war sehr kurzgebunden und sagte nur. es hatte keinen Sinn sich darüber gross den Kopf zu zerbrechen. wie viele Reisen er noch machen müsse. OK. Wie soll ich dies verstehen. Der Bankdirektor schien mit meiner Antwort zufrieden zu sein. um 13 Uhr rief ich den Bankdirektor an. dass er in Vaduz immer betont hätte. dass er überzeugt wäre. dass ich ihr was gesagt oder erzählt haben könnte. Ungeduldig fragte mich der Bankdirektor noch mehrmals während dieses Besuchs. den 21. Ich lachte nur und sagte.03. OK. Er hatte nicht viel Zeit und bat mich einen Tag später anzurufen. jetzt wo doch alles in die Wege geleitete worden sei. dass er leider nichts Neues gehört habe. warum ich nicht nach Hause kommen würde. Am Freitag. Man würde dort nicht verstehen. Zudem würde ich nie andere in Gefahr bringen. Hört sich gar nicht gut an.03. Dies sei unter der Kontrolle von Hans-Adam und dieser hätte ihm beim letzten Meeting nichts Frisches gesagt. sagte ich. sagen könnte.

April wieder nach Amsterdam und würde mir einen der zwei Pässe als Schutz-ID für die Reise nach Hause übergeben. fragte ich ihn. Darum wäre es reine Zeitverschwendung auf einen solchen Beweis zu beharren. Wo sei der Beweis. Er verneinte. dass ich spätestens bis Ende April. da es ja technisch kein Probleme für mich wäre. Er sei unter Druck von Hans-Adam. Ich musste leider eine negative Auskunft geben. ob ich nach Hause zurückkehre. Ich erwiderte. Wie gesagt. zwei Tage verschwindet. Die Antwort darauf wüsste ich ja. Er wäre sinnlos einen Beweis nach Vaduz zu bringen. dann sehe ich kein Problem. Auf Anordnung von Hans-Adam wisse niemand von der LGT ausser seiner persönliche Sekretärin und Herr Piske. bis zum nächsten Besuch eine solche Kopie der Daten zu vernichten. (vom Vorstand der Bank) dass er auf heikler Mission wäre. würde dieser immer ungeduldiger. dass – wenn ich wollte. fünf Wochen. Schliesslich hätte er auch eine Mannschaft zu leiten und das ihm direkt unterstellte Führungsteam würde sich schon wundern. Ob er den Beweis für die Zerstörung bräuchte. erwiderte er. warum er praktisch jede Woche ein. Im elektronischen Kalender der LGT wären seine Besuche als Kundentrips getarnt. mir auf einmal einen Schutz-Pass auszuhändigen. rein theoretisch – mit dem Pass in eine „andere Richtung‚ reise.Hause. so – was hat euch bewegt. oder 3. Hans-Adam lässt nach nachfragen. Ob ich schon eine Ahnung davon hätte. Er argumentierte. wie man mir durch ihn ausrichten lässt. also in ca. Und wie würdet ihr verhindert. dass man wenigstens ein Teil meiner Bitten erfüllt hätte? Ich bleibe lieber hier in Holland und wenn alles so läuft. man brauche ihn auch dort. Ich müsste mich aber auch verpflichten und dies hoch heilig schwören. So. sagte er. wieder in Liechtenstein sein würde. dass ich im April alle Datenträger vernichte und nichts mit auf die Reise nach Hause nehmen würde. Dennoch. und damit Hans-Adam. vor der Zerstörung wieder eine neue Kopie zu machen. Aber ich versprach ihm. dann käme er am 2. dass ich doch innerhalb einer Woche eine Entscheidung treffen könnte. Für mich habe sich nichts geändert. ich kann jetzt nicht nach Hause kommen. in der nahen Zukunft nach Hause zu kommen. ob ich schon einen der elektronischen Datenträger vernichtet hätte. Auch dafür hätte man 350 . als weiteres Zeichen seines Guten Willens könnte er mir folgendes offerieren. jetzt versprechen würde. wann ich nach Hause kommen würde. Wenn ich ihm.

die auf Heinrich Kieber lauteten. Wenn ich nur nicht so misstrauisch wäre. aushändigen. Ich erbat mir Bedenkzeit von ein paar Tagen. Ich war schon ganz gespannt. wie man es mir geschildert hatte.03 im Laufe des Tages nicht in Vaduz eintreffen würde.04. Natürlich müsste ich im Tausch alle meine Ausweise. Aber ich konnte ja mit niemandem reden. dass man sich in Vaduz sicher sei. dass ich die oben genannte Variante A) auswählen würde. dass sie sich offenbar in die Materie. Der Bankdirektor hatte bei diesem Besuch nicht viel Zeit für mich. dass ich es dem Landesführer Hans-Adam hoch anrechnen sollte. Er verdeutlichte. auch „im Vertrauen‚. Wir verabschiedeten uns und ich entfernte mich mit dem üblichen Verwirrspiel in Richtung Menschenmenge. Ich sagte zu mir. fragte ich mich auch ständig.falls ich am 30. was ich hören will. polizeilich als gestohlen melden und die Passnummer in ein internationales Register eintragen lassen. Er schilderte mir. in die Gedankenwelt von mir vertieft hatten.wenn auch nur durch seinen Gesandten – überhaupt redet. ob ich das Angebot annehmen sollte. Der Bankdirektor sagte mir „im Vertrauen‚ (was immer dies bedeutete). den Pass am 01. Und die Daten? Was ist. würde man . Dies würde im Grossen und Ganzen ungefähr meinen Vorstellungen entsprechen.05. Oder vielleicht das Angebot doch nicht annehmen? Würde es nicht eher so sein. Die nächste Minute glaubte ich wieder kein 351 . In den folgenden Tagen überlegte ich. Er war zum Verrückt werden. Keine schlechte Idee. dass sie mir genau dass sagen. dass er mit mir . beendete er deren Theorie. dass ich den Pass als neue Lebensgrundlage verwenden würde. erwiderte ich. Eine Minute lang dachte ich alles passiere so. Um zu verhindern. Ein Abtauchen oder Untertauchen als „Ulrich Meier‚ mit den Daten würde keinen Vorteil für mich ergeben. sagt er. Davon hätte ich nur zwei: A) ich finde eine friedliche Lösung mit Hans-Adam oder B) ich suche die Hilfe bei den Deutschen oder Amis. Mit dem Aushändigen des Passes wollte man mir den Stress der Heimreise nehmen. offenbarte ich ihm. welche Lösung sie dafür gefunden hatten. Er bat mich ihn spätestens in einer Woche wieder anzurufen. erstaunte mich schon und bewies mir. wenn ich – rein hypothetisch – mit Daten und Pass auf Wanderschaft gehen würde? Was er dann zur Antwort gab. dass man in Vaduz alle meine möglichen Optionen studiert hätte.vorgesorgt.

keinen klaren Entscheid fällen. Herr Kieber. Er konsultierte seinen Kalender und bat mich um 13 Uhr anzurufen. um zu frühstücken und wenn Jane das Zimmer machen wollte. gern geschehen. wieder anzurufen. Aber so konnte es auf ewig ja nicht weitergehen.3. die schönen Seiten von Amsterdam zu erkunden und die Freiheit zu geniessen. Sie fühlte meine Niedergeschlagenheit. was man mir gesagt hatte. und 3. Sie zeigte Mitleid mit mir und das Thema war vom Tisch. erwähnte ich im selben Atemzug. Irgendwann musste ich klein beigeben oder sie klein beigeben. sollte es dieser Auftrag wirklich geben. Ich fand auch keinen Gefallen mehr. dass. dass ich an die Existenz eines Auftrages von Hans-Adam an ein Rechtsexpertenteam absolut nicht glauben würde.04. Ich hätte keine Bedenken gehabt mit ihnen zu telefonieren. um 20 Uhr rief ich den Bankdirektor an. Er fragte mich. da zu jener Zeit meine Schwestern und meine Mutter ihren Geburtstag feierten. Danke schön Herr Bankdirektor. Ich sperrte mich für ein paar Tage im Zimmer ein und verliess es nur. ich die Bombe zünden oder sie Gewalt anwenden. Bitte. Ich wollte keinem Druck ausgesetzt werden und im Grunde hätte man mir nichts gezeigt. dass er gerade zu Hause bei seiner Familie angekommen sei. April kommen soll oder nicht. Ich versprach ihn am 1. Als Ausrede erzählte ich ihr von einer unglücklichen Liebe. Ich erzählte ihm dass ich mehr durcheinander als klar im Kopf sei. ob es ein fruchtbares Treffen werden würde. Einen friedlichen Geburtstag wünschte er mir aus heiterem Himmel für den kommenden Sonntag. Er sagte mir. weil ich keine Kraft dazu hatte. ich mich für die Behauptung entschuldigen würde. Ich wäre aber nicht sicher.Wort von dem. Am 28. Ich konnte es nicht. Dies waren in Wahrheit die Möglichkeiten. Um meiner Unsicherheit gleich noch eines drauf zu geben. Ich bat ihn zu kommen. ob er nun am 2. Ich war sehr traurig. 352 . Ich konnte keinen definitiven. Ich behauptete. was in die erforderliche Richtung einer Anklage der Verbrecher aus Argentinien gehen würde.

VADUZ April 2003 (1) Jetzt waren es schon bald ganze drei Monate seit Kieber Liechtenstein mit den Daten verlassen hatte. Besser wäre es. Er hatte dabei an sich selbst gedacht. Natürlich war es aus Sicht Liechtenstein ein massives Problem. Ziel sei es Kieber nach Vaduz zu bringen und dann hätte man ja immer noch die Gelegenheit ihm ein schönes Dankeschön auszudrücken. sein Sohn Alois. Wie so oft in Liechtenstein. man brauchte den Professor um Kieber und die Daten nach Liechtenstein zu bringen. die in Vaduz für ihn gestartet worden seien. d. was einem mit Kieber verbinden würde und nicht was sie trennen würde. Guter Rat in Form einer besten Lösung des Problems war einfach nicht zu finden. Einmal zu Hause angekommen. Trotz seiner guten Entlohnung stellte er mehr 353 . Feuerstein und der Bankdirektor waren mit der Situation gar und gar nicht zufrieden. Piske. mit ihm reden würde. spürte auch dieser ausländische Experte. In diesem Punkt sah man bei Hans-Adam. Unbestritten. Und immer noch keine Heimreise von ihm in Sicht. Kieber sei noch immer extrem misstrauisch. wenn Kieber die Datenbombe zünden würde. Alois. dass es vorerst eine Bedrohung sei und es erst dann ein massives Problem werden würde. dass sich die Herrschenden im Ländle nicht gerne vorschreiben lassen. die Restgruppe in regelrechten Marathonsitzungen oder in einzelnen Gesprächen davon zu überzeugen. neutral aus der Sicht von Kieber. Man müsse daran arbeiten und darauf aufbauen. Regierungschef Hasler. würden die Ideen und Ratschläge vom Professor allenfalls zur Kenntnis genommen. Hasler und Feuerstein konnten erst nach intensiven Gesprächen mit dem Professor endgültig von der Idee. nicht zu glauben. wenn eine völlig neutrale Person.h. Die Restgruppe des KKZ. Hans-Adam. Der Professor erklärte ihnen aber. Nach jeweiligen solchen offenen Gedankenspiele war der Professor beunruhigt. Der Professor hatte wiederum mehrfach darauf hingewiesen. was man von vornherein nicht einhalten würde. Hasler und Feuerstein keinen Spielraum. Der Professor sagte. Abschied nehmen. dass es zwar gegenseitigen Sympathie und Vertrauen zwischen Kieber und dem Bankdirektor gebe. Gewalt anzuwenden. wie man auf heimischen Boden zu agieren gedenke. wegkommen sollte. die (angeblichen) guten Handlungen. dass Kieber schlussendlich aber eher dazu neigen würde. dass man dem Kieber nichts Versprechen soll. Obwohl sich der Professor die allergrösste Mühe gab. dass man von der fixen Idee ein Problem lösen zu müssen.

Diskretion und Autoritätsgläubigkeit zu appellieren. Kieber um Hilfe zu bitten. dessen Meinung gefragt ist. ob den Worten auch die Taten folgen würden. auch klar. Wenn Kieber etwas in den letzten fünf Jahren mit den Liechtensteiner Behörden erleben musste. Aber natürlich. Man wäre es Kieber irgendwie schuldig. Aber er hätte schon ein paar Fragen an Kieber. die Liechtenstein nie zu erfüllen gedenke. als man ihn an seine guten Seiten erinnerte oder sein Schuldgefühl gezielt bearbeitete. mit Blick zu Hasler und der LGT. Man müsste ja dem Kieber nicht alle Details erzählen. völlig realistisch. Mit dieser Aussage von Hans-Adam war der Professor zufrieden. dass man Kieber. Er machte aber. erwiderte Hans-Adam. Kiebers Denkvorgänge seien nicht zu unterschätzen und könnten zur Problemlösung mit Lampert angewendet werden. dass er in seiner Arbeit am aktuellen LLB-Fall (Lampert) begriffen hatte. Ob Hans-Adam die Strafverfolgung der Täter aus Argentinien und die daraus folgenden Konsequenzen wirklich im Sinne habe. aber dennoch eben auch als Täter – beantworten könnte. die nur dieser – zwar mit unterschiedlichen Motiven. ergänzte Hans-Adam. so war die eine endlose Abneigung und gigantische Ignoranz.als einmal die Frage. Der Professor erklärte. um Hilfe in diesem Fall bitten könnte. dass man ihn als Mensch braucht. müsste man ihn für Kieber nicht neu erfinden. sollte dieser die Bombe nicht zünden und nach Hause zurückkehren. sah er darin. Es hatte ja nichts mehr gebracht wieder an Kiebers Loyalität. Auch nicht viel weiter war man gekommen. Und da der LLB-Fall in der Tat existiere. Hans-Adam rief den Bankdirektor zu sich und ordnete ihn an. dass er nicht dazu missbraucht werden könnte. Hilfe? Von Kieber? Der Landesführer wurde hellhörig. Eine dritte Chance Kieber zur raschen Heimreise zu bewegen. als jemand. dem Kieber Hoffnungen zu vermitteln. dass Kieber fühlen würde. Zudem hätte dies den positiven Seiteneffekt. diese Chance mit dem Professor zu diskutieren. Bei einem weiteren Treffen mit Hans-Adam eröffnete der Professor ihm seine neue Strategie. 354 .

da mir ganz klar war. Ich erwähnte dann. dass ich 355 . die Haare waren aber wieder gewachsen. Ende April schien mir einfach zu früh. Dies darum. Wie versprochen rief ich am 1. Er schlug die Hände über seinem Kopf zusammen. als ich von der gegenüberliegenden Strassenseite auf das Hotel zuging. weil ich gleich den Bankdirektor enttäuschen würde. Nach dem Anruf kam ich an einem Coiffeurladen vorbei und sah mich im Spiegel. Ich sah ihn mir zuwinken. Er habe extra den Pass mitgebracht. Ich versuchte das Thema zu wechseln und fragte ihn. Er freute sich über meine „Einsicht in die Notwendigkeit". über das was vor sich ging. ob ich schon Ende April nach Hause kommen könnte. Er sagte. Er bestätigte seine Ankunft für den nächsten Tag und fragte. Oh. In ein. Er fragte mich. für die Horde der Internationalen Steuerhinterzieher. Ich war nervöser als sonst. weil ich nicht mehr sicher sei. ein neuer Anfang.Amsterdam April 2003 (a) Ein neuer Monat. 20 Minuten später verliess ich den Laden mit einem Haarschnitt wie nach dem Einrücken ins Militär. pünktlich um 13 Uhr den Bankdirektor an. Ich lächelte gezwungen. dachte ich mir. was er denn seiner Frau sagen würde. Er war voller Zuversicht und schlug vor. dass ich noch nicht nach Hause fahren würde. Ja. das Ländle hat ja keine Armee. Dienstag. ob er den Schutzpass mitbringen sollte. dass er sie beschränkt informieren konnte. wenn er fast jede Woche nach Holland fliegen würde. Ich sagte. Zwei Monate. er könne die Schutz-ID mitbringen. fragte er erstaunt. dass wir im nahen Park spazieren gehen. der 2. die Datenträger zu vernichten. Ich hätte doch darum gebeten. sagte ich zu mir. Ich erwiderte. ob ich angefangen hätte. Der Bankdirektor hatte schon an einem Fenster im Terrace Café Platz genommen.4. dass das Drama mit den Daten bald zu Ende sei. Das Wetter war ja sehr einladend. zwei oder drei Monaten könnte nicht so viel geändert oder in Bewegung gesetzt worden sein. Ich sagte daher dem Bankdirektor. Nicht dass ich selber irgendwelche Erfahrungen im Militär hätte. Doch ich wollte ihn nicht enttäuschen und sagte nichts am Telefon. bis Ende Mai. selbst wenn Hans-Adam am Drücker sei. Er fragte mich.4. dass ich ja noch Zeit dafür hätte. aber eine kolossale Kaserne. ob ich froh sei. dass ich meinen Mietvertrag um zwei Monate verlängert hätte.

Warum kann man mir den Namen nicht nennen? Ich treffe mich mit niemandem. was er schade finden würde. bemerkte ich. offerierte er mir. Ich bat ihn. Trotzdem sei ich manchmal hartnäckiger als ein alter Esel. Wenn ich damit einverstanden wäre. obwohl er sich auch nur auf die Angaben von Hans-Adam berufen könnte. es nicht auf die Spitze zu treiben. Aber. sehr skeptisch gegenüber Vertretern des Establishments sei. er müsse wohl geisteskrank geworden sein. bitte schön. Es dürfe mir den Namen nicht nennen. wobei meine Hilfe möglicherweise gebraucht werden könnte. dass man in Vaduz langsam aber sicher die Geduld mit mir verlieren würde. der mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen könnte. Er sei wegen einer ganz anderen Geschichte. Heute aber sei ich mir sicher. dann hätte man da jemand zur Hand. konterte ich. über den ich nicht vorher Bescheid wisse. da er selbst erlebt hatte. Man würde aber nachvollziehen können. um mich zu benebeln und Zeit für einen Angriff zu gewinnen. könnte ein Psychologe nach Holland kommen und mit mir reden. ich solle mich nicht so aufführen. wenn ich ihm nicht glauben würde. in meiner jetzigen Lage. fragte ich. Einen Psychofreak also. Wo. Das wäre nichts Neues für mich. rief ich aus. dies sei kompliziert. Und wer soll dies den sein. Anderes Drama? Jetzt? Meine Hilfe? Röhrte ich kopfschüttelnd und legte eine Gang beim Laufen zu. nur um mich nach Hause zu 356 . Er sagte. Ich verlangte. griff ich ihn an. Es wäre ja kindisch. angeheuert worden. dass ich unter massivem psychologischem Druck stehe und es ihn nicht verwundern würde. um weg von solchen übergeschnappten Ideen zu kommen. Das er auch erkannt habe. Dies sollte ja kein Problem sein. Ich sagte ihm auch. wenn ich früher oder später ganz durchdrehe. Aha. die sich momentan in Vaduz abspielte. fügte er hinzu. dass man mit mir am Telefon eigentlich normal reden könnte. dafür wäre er ja da.es gestern noch nicht genau wusste. Es wäre mir klar. Ein anderes schweres Drama. selbst mit Hans-Adam zu sprechen. dass die in Vaduz auch unter Zeitdruck stehen und daher auf absurde Geschichten kommen würden. Der „Psycho‚ wäre eine grosse Hilfe für alle. Der Bankdirektor erzählte mir. dass man die Täter von Argentinien anklagen würde? Ich müsse ihm glauben. wäre der versprochene Beweis dafür. dass ich. Er sagte. dass ich Ende April nicht nach Hause kommen werde. versuchte er die Situation zu retten. wohl wieder so ein Trick.

Dass aber eine Erpressung ausgerechnet jetzt stattfinden würde. dann die LLB. Da war ich selber mitten in einem länderübergreifenden Krimi. Die grösste Knacknuss im LLB-Fall wäre. Die „Konkurrenz‚ schläft wohl nie. was kommt als nächstes. wenn ich ihn sehe. Dieser wäre ein Ex-Mitarbeiter von der LLB und hätte dort Daten von deutschen Kunden gestohlen und würde jetzt seit Februar/März die LLB erpressen. Ob ich einen Roland Lampert aus Vaduz kenne. fragte ich. wobei man den LGT Fall. der Lampert muss wohl sehr starke Nerven haben oder etwas geisteskrank sein. was dies alles mit mir zu tun habe. Ich fragte ihn. Zuerst ein Psychofreak. desto glaubhafter wurde er für mich und umso ernster wurde mein Gesicht. Komisch. Die Abdankung des Landesführers? Ganz und gar nicht. also meinen Fall. aber nein. herauszufinden. dass dies eine Taktik sein könnte. Die Sache sei auch unter strenger Geheimhaltung in Vaduz. dass überhaupt jemand Daten von der LLB gestohlen haben könnte. der sitze gemütlich zu Hause. Würde ich im LLB-Fall helfen. Nicht zu fassen. Geld sei an Lampert schon geflossen. witzelte ich. dann eventuell. ob und wie viele Kopien der Daten er habe. Aber nein. Nein. dass ich niemandem absolut gar nichts davon erzählen würde. meiner Meinung nach. Ich hatte absolut keine Zweifel. Wie bitte? Für einen Moment genoss ich die absurde Situation. Genau dies sei das Kernproblem. Blitzschnell kam mir laut der Gedanke. Dies kam in der Vergangenheit vor und wird immer passieren. Gleich verwarf ich diese Gedanken. vielleicht. erwiderte ich. dann könnte ich mein ramponiertes Image bei der Justiz und der STA in Vaduz sicherlich verbessern. wollte ich nicht glauben.locken. 357 . ob er all die Daten hat. ob der Lampert auf der Flucht sei. die LLB wäre ja das Problem der Regierung. sagte ich. um mir das Gefühl zu geben. Ich müsse ihm versprechen. erwiderte er. hatte also genug eigene Probleme am Hals. Je mehr der Bankdirektor im Detail darüber erzählte. der Aktienmehrheitsbesitzerin der LLB und nicht das Problem von Hans-Adam oder seiner LGT. die er behauptete zu haben. sagte er mir. und da kommt man mir mit einer Story. Ich war ob dieser Antwort sehr erstaunt. als zweitrangig herabstufen würde. in der ich angeblich ähnliches ZUR GLEICHEN ZEIT IN VADUZ abspielen sollte. Ich fragte ihn postwendend. Nein. erwiderte der Bankdirektor. aber man sei sich in Vaduz nicht sicher. dass man keine Zeit und Ressourcen für mich hätte. Ich vergrub mein Gesicht in den Händen.

sagte der Bankdirektor. Ich bat den Bankdirektor aber mir vor einem solchen Treffen etwas mehr Hintergrundinformationen über die Persönlichkeit dieses Professors zu geben. Sowieso. obwohl mir dies alles keinen Sinn mehr ergab. wenn ich nach Hause kommen würde. von mir eine schriftliche Erklärung zu bekommen.Der Bankdirektor versuchte mir eine Heimreise schmackhaft zu machen. meinte er. man mich bitten würde. Dieser habe ihn beauftragt. intern "der Professor" gerufen. Dieser könnte also kommen. Es wäre ja primär keine Hilfe für die LLB. Schickt doch euren Top-Psycho hin. mir schon eher. mit dem Lampert zu reden. Einem Professor würde der Lampert nichts erzählen wollen. war die logische Frage von mir. wenn ich meinen Anteil an der Lösung des LLB-Falls beitragen könnte. dass der Psychologe. fragte ich und fuhr fort: Soll ich den einfach zu Lampert gehen und ihm sagen: „Hallo ich bin der Heinrich Kieber aus Mauren. noch nicht persönlich mit dem Lampert gesprochen hätte. komme gerade von einer „Tour de Daten‚ in Berlin und Amsterdam zurück. worin ich bestätige. Warum nicht. Was ich ja wusste. indem er sagte.‚ Ja ungefähr so. vor allem wie viele Kopien er davon er habe und wo er sie versteckt haben könnte. wie viele Daten. Der kann dies sicher tausendmal besser. dachte ich mir. Vorher musste er mir aber noch eine andere Bitte von Hans-Adam vortragen. das Herkunftsland und die Beziehung zur LGT und Hans-Adam würde ich schon gerne erhalten. Einen Versuch wäre es Wert. meinte der Bankdirektor. sondern fürs ganze Land. sagte ich. sollten wir nicht zuerst unseren Fall lösen? Ich willigte ein. Ich sollte versuchen. erwiderte der Bankdirektor. ich habe auch tonnenweise Daten von einer „Bank‚ gestohlen. fragte ich. Warum das. ich hätte genug andere Probleme. Hans-Adam würde auch froh sein. Weil man noch abwarten wollte. ihm die Erpressung auszureden und herausfinden. dass. Aha. ich hatte keine Zeit oder Energie um der LLB zu helfen. Aber Angaben über die fachliche Kompetenz. Mann oh Mann. habe die Sinnlosigkeit der Handlung erkannt und bin jetzt hier um dich vor einem grossen Fehler zu bewahren. Warum gerade ich. wenn er wollte. Nach dem Spaziergang gingen wir zurück zu seinem Hotel und er lud mich zum Abendessen ein. Den Namen könnte er für sich behalten. mich zuerst einmal mit dem Professor zu treffen. Der Bankdirektor sagte. sagte ich. Die LLB sei ja de facto eine Staatsbank. dass ich 358 .

Um eine bessere Kontaktmöglichkeit zu haben. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Manchmal könnte ich sehr fanatisch sein. Ich wusste. Wir suchten ein Geschäft auf und nach 15 Minuten war ich Besitzer eines neuen Telefons mit Prepaid-Nummer und einem 100 Euro Guthaben. Ich hätte aber mit der Zerstörung noch nicht begonnen. schlug der Bankdirektor vor. am nächsten Morgen um 11 Uhr wieder beim Hotel zu sein. Der Bankdirektor würde gerne ein solches Schreiben morgen mit nach Hause nehmen. erwiderte der Bankdirektor. Ich wollte nun nach Hause. Das Mindeste was ich momentan in dieser Situation für ihn tun könnte. dann könnte ich eine neue persönliche Erklärung darüber für Hans-Adam ausfertigen und er würde dies ihm dann auch überreichen. ein solches Schreiben mit ihm morgen aufzusetzen. willigte ich ein. Hans-Adam wolle einfach etwas in den Händen haben. Zuerst schüttelte ich vehement den Kopf. Das sei schon OK. Hans-Adam würde ja auch aktiv an Lösungswege arbeiten. Er bedankte sich für meine Einsicht und wünschte mir eine gute Nacht. Ich verschwand in den schwach beleuchteten Gassen von Amsterdam. entfiel es mir da. sagte ich. Wenn ich dann die Datenträger vernichtet hätte. nach „Rotterdam‚ gehen und versprach ihm. sagte ich wahrheitsgetreu. Nach dem Essen kam wieder eine neue Idee vom Bankdirektor. Fair für Hans-Adam. Allerdings würde ich es nur für einen kurzen Anruf von ihm zu exakt abgemachter Zeit einschalten. tobte ich. um mich lokalisieren zu können. brüllte er. Ihr wollt dies nur. Ohlala. sodass die in Vaduz nicht immer auf meine Anrufe angewiesen waren. dass ich morgen in eine furchtbare Situation kommen würde. johlte ich ihn an. Solange ich es vor meiner der Heimreise erledigen würde. Vorher schaltete ich mein neues Handy aus und entnahm die SIM-Karte sowie die Batterie. Er war damit einverstanden und offerierte. Dadurch könnte er mich telefonisch erreichen und mich auf dem laufenden Halten. mir ein neues Handy samt SIM-Karte und Guthaben zu berappen.alle Datenträger vernichtet hätte. sei dies kein Problem. ich sollte mir doch eine holländische SIM-Karte für ein Handy kaufen. Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten. Auf gar keinen Fall. sollte ich die gewünschte 359 . Ich versprach ihm. ein holländisches Handy samt Nummer zu kaufen. Komm mir ja nicht mit dieser Tour. sodass am Ende die Verbrecher vor ein Gericht gestellt werden können.

Für den Fall. Dies deswegen. Ich sichere mich immer mehrfach auf allen Seiten ab. weil die Grossbanken eine zentral geführte Kundendatenbank führten. So schnell der Gedanke gekommen war. so wäre die Wahrscheinlichkeit. Ich wählte auch bewusst eine Bank in der französischen Schweiz aus. speziell ab 1997 sehr Vorsichtig geworden bin. Jeder der mich kennt. Mein Plan im 2002 sah vor. Also selbst wenn ich alle Datenträger in Holland hätte vernichten wollen. eine Masterkopie bliebe immer vorhanden. Selbst wenn ich in der Nacht alle Datenträger noch vernichten hätte. Es verstand sich von selber. sehr gering. Erstmals kann ich meinen Lesern ein weiteres meiner Geheimnisse verraten. dass Hans-Adam mir im Verlauf der Konfrontation mit Gewalt die Datenträger abnehmen könnte oder für den Fall. dass ich sie verlieren würde oder sie sonst wie unlesbar geworden wären. Deutschland oder Österreich genannt werden. Zurück nach Amsterdam. dass man deutschsprachige Zeitungen oder News in der französischsprachigen Schweiz lesen würde. stabilen 100 GB Harddisk. Beide Schlüssel durfte ich. eine Kopie würde ja immer noch in der Schweiz bestehen bleiben. Und praktisch alle diese Grossbanken ihren Firmenhauptsitz in der deutschsprachigen Schweiz hatten. erstellte ich Ende Dezember 2002 eine so genannte Masterkopie des Back-Up-Tape auf einer neuen. dass ich das Original DLT-Band. um die jährlich automatisch abgezogene Mietgebühr bis Ende 2008 bezahlen zu können. Für einen Moment dachte ich nach. eigentlich entgegen den normalen Gepflogenheiten. Denn sollte irgendetwas mit mir auf den Reisen 2003 passieren und mein Namen in den Medien in Liechtenstein. Aber 360 . dass ich mit der Zeit. bei der Bank selber deponieren. kann bestätigen. Natürlich konnte ich die Reaktion von Hans-Adam und den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nicht zu 100 Prozent voraussagen. Ich entschied mich auch für eine kleinere Bank und keine Filiale einer Schweizer Grossbank. so schnell ging er wieder weg. Bisher weiss niemand davon. dass ich dies gegenüber Hans-Adam nicht erwähnt hatte oder je erwähnen wollte. ob ich dem Bankdirektor beim Gespräch morgen davon erzählen sollte. Ich eröffnete ein Bankkonto mit genügend finanziellen Mittel.Erklärung für Hans-Adam abgeben. die DVDs und externe Harddisks mit nach Berlin nehmen würde. Diese Kopie zusammen mit verschiedenen anderen Dokumenten bewahrte ich in einem neuen ausschliesslich dafür angemietetes Banksafe in der Westschweiz auf.

Hans-Adam hätte ihm ausdrücklich verboten.wie immer – erwiderte ich. spätestens am 31. ob ich den Pass mal in die Hände nehmen könnte. falls ich nicht hoch und heilig versprechen würde. geschweige denn zu geben. würde völlig unmöglich sein. ergänzte ich. fragte ich. Nachdem der Bankdirektor das Schreiben in seinem Koffer verstaut hatte. die Vollmacht wäre nicht für Hans-Adam. Nein. falls er eine brauche. Man suche nach einem geeigneten Anwalt. Um meine Interessen im Argentinienfall bestmöglich zu wahren. wenn ihr die Anwendung von Gewalt plant. 361 . Und . Hans-Adam hatte ihm diese mitgegeben. Ich habe ihm schon eine in meinem Schreiben vom 7. dass man mir nicht glauben würde. vielen Dank erstmal. fragte ich. Eine Vollmacht für Hans-Adam.03 beigelegt. um meine vollständigen Gerichtsakten lesen zu können. wo er und ich alleine waren. mir den Pass zu zeigen. klar. war alles was ich darauf erwidern konnte. ihn zu fragen. wenn ich überrumpelt würde. dass nichts geschehen würde. Leuchtete mir ein. dann würde man mir es ja nicht auch noch vorher ankündigen. Na dann. Im Zimmer half mir der Bankdirektor die Erklärung für Hans-Adam anzufertigen und zeigte mir eine neutrale Vollmacht. fuhren wir gemeinsam mit dem Lift hoch. fragte ich.1. sagte der Bankdirektor. Er konnte dies nicht erlauben. die Gelegenheit wäre günstig. Nach etwas Gerede. Einen neuen Rechtsanwalt? Ich hatte ja schon einen seit Jahren. sagte ich. Ich solle mit ihm aufs Zimmer kommen. der auch internationale Verbindungen hatte weil die Täter aus Argentinien ja in verschiedenen Ländern leben würden und verschiedene Nationalitäten hatten. sagte der Bankdirektor. Ich unterschrieb die blanko Vollmacht. Was ist. Wie vereinbart traf ich um 11 Uhr im Hotel Marriott ein.03 wieder in Vaduz zu sein. Er versicherte mir. Er wusste. dass dies DIE letzte Kopie sein würde. Die hatte er ja schon. sollte man einen Rechtsanwalt damit beauftragen. Wie heisst der neue Anwalt denn.dann befürchtete ich. Er wisse es noch nicht. sagte ich. Hans-Adam übernehme die Kosten. sagte er. dachte ich mir. Ich wollte lieber nicht in einen Raum. Und jetzt in die Schweiz zu reisen. dass er mit Vaduz telefoniert habe und mir weiteres Positives mitteilen könnte. Besser wäre es einen wirklichen Profi damit zu betreuen.04. dass ich ihn in Berlin leider nur durch die Fensterscheiben des Diplomatenwagen von Hans-Adam hatte sehen können. Der Bankdirektor erzählte mir.

Nicht weil ich in der Lage war. sagte er nur. Irgendwann sollte ich ja wieder in die Schweiz reisen können. dass ich jetzt versprechen würde. dass man mir helfen würde.03 zu Hause zu sein. Nein. weil man mir sagte. Diesmal könne er sie nicht mitnehmen. dass es noch eine Weile dauern würde. Auf Grund geschäftlicher Verpflichtungen würde er mit mir die nächsten zwei Wochen nicht telefonieren können. Wann er die andere Hälfte der Papierdaten mitnehmen wolle. Geht gar nicht. sagte er. Dies hätte Zeit. Er sei aber wieder am 24. um den Professor auf den Besuch einzustimmen und die angefangenen Arbeiten in Sachen Anklage gegen Roegele & Co. Da niemand von der LGT Schweiz etwas wüsste und man alles geheim halten würde. da er nach Ankunft in der Schweiz ein paar Sitzungen habe. Ich könnte diese Datenbombe ganz einfach auslöschen. am 31.Ich stichelte den Bankdirektor und sagte. und 25. Er wüsste jetzt ganz genau. verdrängte ich. Insbesondere war ich froh. am Geertebolwerk 1 gebucht. Ich war mit dem Ergebnis dieses Treffens auch sehr zufrieden. fragte ich ihn zum Abschluss.04. bemerkte er. Ich schlug vor. Es störte mich auch nicht gross. Netter Versuch. Er war mit dem Erreichten zufrieden und wollte nochmals von mir bestätigt haben. Er hätte schon ein Zimmer im Luxushotel „Karl V. bis er dann nach Vaduz fahren würde. April für mich da. bis ich nach Hause kehren würde. indem ich sie einfach später vernichtete. die Papiere doch bei der LGT in Zürich zu deponieren. 362 . weiterzuführen. Drohungen auszusprechen oder sonst wie Druck auszuüben. Während dieser Tage in Amsterdam war ich eigentlich in Hochstimmung. Ich müsste dann nicht so weit von Rotterdam anreisen. Obwohl ich zuerst mit der Datenbombe hatte drohen müssen. mich überkam ein unbeschreibliches Glücksgefühl. dass man in Vaduz einige der eigenen Fehler erkannt und zugegeben hatte und mir nun helfen würde. dass ich nichts vom meiner Masterkopie in der Schweiz erzählt hatte. erwiderte er. wo er die Daten auf keinen Fall bei sich tragen wolle.‚ in Utrecht. Zudem würden die nächsten zwei Wochen in Vaduz genutzt werden. Die Tatsache. dass ich mit der Datenträgervernichtung anfangen würde.

dass es gelingen musste. hätte ihm ein Licht aufgehen sollen. wobei irgendjemand den LGTFall den Medien verraten würde und Kieber sich gezwungen sähe. An der LLB-Front brodelte es sehr. Spätestes bei dem Angebot als Berater in Teilzeit weiterhin für die LLB zu arbeiten. Ein Klacks für die LLB. Der Professor wurde abwechselnd von der Polizei für den LLB-Fall und von Hans-Adam für den LGT-Fall für Ratschläge angegangen. machte sich das Gefühl breit.. Lampert war überrascht. den Professor und den Regierungschef Hasler über die letzte Reise nach Holland aufgeklärt hatte. wenigstens an einer der zwei Fronten erfolgreich zu sein. Der Professor sah diese Gefahr nicht und versprach. Die LLB wandte sich dann Hilfe suchend an Polizei und Justiz in Vaduz. dass ihm ohne grosses Trallala gleich mal CHF 100'000. Auch sollten die restlichen 600'000. Alles aber unter strengster Geheimhaltung.in bar übergeben und zusätzlich andere Versprechungen gemacht wurden. wenn ich mich richtig erinnere).B.CHF seiner Erstforderung bald fliessen. Forderung zu warten. wenn der LLB-Fall zu einer Katastrophe führen sollte und die Daten in Deutschland landeten. Ohne erst auf eine Reaktion von Seiten der LLB auf die 18 MIO.VADUZ April 2003 (2) Nachdem der Bankdirektor die Adligen von Liechtenstein. an die deutsche oder die US-Regierung zu gelangen. dass die Kunden aus Deutschland sofort irgendwie die LLB anrufen würden. Er forderte frech und ohne Umwege. machte er einen weiteren seiner vielen Fehler. Wie z. alles zu tun.. die Annullierung oder Teilannullierung seiner Hypothek bei der LLB. Er wusste. dachte er sich wohl. Er befürchtete. Er schickte einem Dutzend Kunden eine Kopie ihrer Vermögenszusammenstellung bei der LLB per Post (aus der Schweiz. sich den Deutschen anzuvertrauen. weitere monatliche Zahlungen und ein Beratervertrag. Der Landesführer hämmerte dem Professor immer wieder ein. Kieber davon erfahren könnte und sich im Zuge der nachfolgenden Medienschlacht dazu ermutigt fühlen könnte. Lampert erkannte den Wert seiner Sammlung offenbar erst im April. Oder der Rummel um einen LLB-Skandal könnte zu einem Informationsleck in Liechtenstein führen. was in seiner Autorität 363 . die kleine Summe von 18 Millionen CHF. Kieber so schnell wie möglich nach Hause zu bringen.

verteilt in acht kleine Abfallsäcke. legte die unschuldige Harddisk in die Mitte und hämmerte wie wild auf sie ein. Ich borgte mir einen Hammer von Janes Mann und fuhr mit dem Velo zum Hafen von Monnikendam. Als nächstes war eine der externen Harddisk dran. Dort spazierte ich am Ufer entlang und sobald ich weit genug weg von den Häusern war. dank seiner Macht und seinen Verbindungen helfen würde. Zuerst einmal sollte man das nächste Treffen zwischen dem Bankdirektor und Kieber abwarten. Nur ein Wunder würde diese Harddisk wieder zum Leben erwecken. An der Rezeption erkundigte ich mich nach der Zimmernummer des Bankdirektors und rief ihn dann von der Lobby aus an. Gewiss. ab und zu glaubte ich trotz allem dunkle Wolken am blauen Himmel zu sehen. Verpackt in altes Zeitungspapier und Essensreste. Um 17. Das DLT-Tape zusammen mit dem Bankdirektor. Die externe Harddisk würde ich erst vor Abreise vernichten. warf ich sie in Amsterdam City in drei verschiedene Müllcontainer. Ich schlug so fest. Ich vernichtete der Reihe nach jede der vier DVDs. breitete ich ein altes T-Shirt von mir auf der Kanalmauer aus. Am Donnerstag. dachte ich und sammelte alle zerquetschen Elektroteile ein. so hatte ich es mir vorgenommen. dass sogar Teile der Mauer darunter zerbröckelten. Nun hatte ich nur noch die zweite externe Harddisk und das original DLT-Back-Up-Tape.4. 364 . Und Wunder gibt es ja bekanntlich keine.stehen würde. Sicher ist sicher. Ich war überzeugt.30 Uhr betrat ich die kleine Lobby des Hotels Karl V. Würde es nicht doch eine Falle sein? Würde man mir keinen Bären aufbinden? Dennoch. Ich zerstückelte sie in unzählige Einzelteile und warf alle vermischten Bruchstücke. Amsterdam April 2003 (b) Die knapp zwei Wochen bis zum nächsten Besuch aus der Heimat waren wie Ferien für mich. fuhr ich mit der Bahn und dem DLT-Tape nach Utrecht. das Positive dominierte das Negative bei weitem. dass mir Hans-Adam. an verschiedenen Orten rum um Monnikendam und Volendam in den Müll. verteilt auf drei kleine Abfallsäcke. Beides lagerte nun schon seit zwei Monaten in meinem Koffer bei Jane. den 24.

erklärte er mir. salutierte ich ihm. dass dieser mir von neutraler Seite erklären würde. Nicht nur. ob denn der Professor den Argentinienfall so gut kennen würde. offerierte ich ihm und strecke es ihm entgegen. Nein. erwiderte er. dann könnte er es gleich mitnehmen. Ich sah ein paar Schweissperlen auf seiner Stirn. fragte er mich. eine Lösung für ein gemeinsames Ziel 365 . Er vertraue da lieber auf meine Fürsorge um die Daten. sei nicht meine Schuld. Sollte ihm auf der Heimreise etwas zustossen. Ich war etwas überrascht und fragte nach.Er kam im Freizeitlook runter. wenn es nach mir ginge. Jawohl. Ja. Mir wurde dann gesagt. Es waren ja andere Zeiten angebrochen. Lass uns die Stadt etwas ansehen gehen. was die Aufgabe des Professors sein würde. Ich dachte er wäre primär mit dem LLB-Fall beschäftigt. schlug ich vor. Der Bankdirektor lehnte aber dankend ab. Wir bestellten uns ein Taxi und liessen uns ins Zentrum. Warum ich das Band mitgebracht hätte. Nein. Dies gefiel ihm sehr. mich zu treffen. wenn er richtig gerechnet hatte. schlug er vor. das DLT-Tape noch im April zu vernichten. sodass ich von einer neutralen Person 1. seit dem Februar seien sie in der LGT neuerdings verschlüsselt. Das die Daten auf dem BackUp-Tape nicht verschlüsselt waren. seien ja die Daten auf dem Band nicht verschlüsselt. Er könne das Band nicht mitnehmen. Ich erzählte. Nur ruhig Blut. ja noch eine externe Harddisk irgendwo versteckt. dies war mir nun aber egal. Als ich ihm ohne Vorwarnung das DLT-Tape unter die Nase hielt. dass der Professor sich freuen würde. Der Bankdirektor antwortete. Garantiert! Ich versprach ihm. was das ist. bestätigt bekommen würde. was und wo nach meiner Rückkehr geschehen würde. Dies sei zu gefährlich. Friedenszeiten. von welchem Tag im Herbst 2002 das Band stammte. Niemand ausser uns zweien weiss. sagte er. Zudem hätte ich. mit Aussicht auf einen „100jährigen Frieden‚. dass ich die vier DVDs und die externe Harddisk schon zerstört hatte. Der Professor würde eben deswegen kommen. Man könnte es dem Hans bringen. sagte ich. wollte er wissen. Dann würde er zwar in Erfahrung bringen können. fragte ich ihn. sagte er. was man in Liechtenstein im 101er in die Wege geleitet hatte und 2. erschrak er heftig. wäre das Desaster perfekt und. chauffieren. Ich fragte nochmals nach. sagte ich. nein – der will sicher keinen Abfall sehen. wie. wenn er sich nicht irre. das eh nicht weit weg war. Um es gemeinsam zu zerstören. Oder wenn er es wollte. was soll er damit anfangen. um Gottes Willen nicht. Ob er die Überreste davon dann haben möchte.

dass ich in einer ausserordentlichen Lage sei. Der Bankdirektor erwähnte nochmals. Später erzählte er mir. Glücklicherweise hätte niemand von der LGT Frankfurt und Berlin etwas von unserer Tragödie gemerkt. und würde ich einige der Bedingungen von Hans-Adam erfüllen. so. das wäre Prima. erwiderte er. Würde ich nach Hause zurückkehren ohne dass jemand zu Schaden kommt. Mir blieb aber nichts anderes übrig. 366 . dann bin ich damit einverstanden. dass die LGT grossen Erfolg mit Neukunden habe und die Eröffnung der einzelnen Büros in Deutschland gemäss Plan stattfinde. sagte ich zu ihm. dass so etwas nicht nochmals passieren könnte. wenn dieses Drama ein glückliches Ende genommen hätte. Nein. als den Besuch vom Professor abzuwarten. Ich hatte ihm schon beim ersten Besuch gesagt. offerierte er mir ein Zimmer im Hotel Karl V. nein. fragte ich. Ich lehnte ab und sagte. a) eine Back-Up-Tape zu entwenden und b) dies so durchzuziehen. Da es schon spät war. müsste ich nichts befürchten. Ich hatte darauf auch immer wieder dieselbe Antwort. Er konterte immer wieder mit derselben Aussage. Damals und bei jedem späteren Besuch fragte er mir Löcher in den Bauch. fügte er an. wenn es der Sache dienlich sein würde. Zeit für Detailfragen zu verschwenden. fragte ich. ich könne ihn am nächsten Tag. Ich war sehr froh darüber. sagte ich.aufgezeigt bekommen würde. dass ich mit den Details erst rausrücken würde. Es wären da noch ein paar mehr Bedingungen. Also. Um ihn zu beruhigen. Ich gehe davon aus. versprach ich ihm bald die Details offen zu legen. Dieser sollte ja ein Genie sein. Der Professor. jetzt zu Erfahren wo offenbar die Sicherheitslücke sei. wie es mir gelang. Es hätte keinen Sinn. ohne dass die EDV-Abteilung den Verlust bemerkt hatte. Ja. die ich aber besser vom Professor erklärt haben sollte. dass man seit Februar 2003 a) die Daten auf dem Back-Up-Tape verschlüsselt und b) sicherlich jedes Back-Up-Tape keine Sekunde aus den „Augen lässt‚. dann könne ich mein Leben neu beginnen. Solange ich mich benehme und dem Hans-Adam und Liechtenstein helfen würde. Mir war jetzt gar nicht klar. Aber ich müsse mehr über diesen Professor erfahren. Ich wusste was den Bankdirektor seit seinem ersten Besuch auf den Nägeln brennt. was ich davon halten soll. dass es wichtig sei. um 11 Uhr wieder besuchen kommen. Es würden hoffentlich keine unerfüllbaren Bedingungen sein. Ein paar Geheimnisse müsste ich vorerst schon noch behalten. Bedingungen? Welche Bedingungen. so.

04. wäre es denen in Vaduz – Hans-Adam hatte immer die feste Überzeugung. Es wird alles Gut Herr Kieber. Nein. Mai in Amsterdam erfolgen. wie lang so ein Band sein konnte. Dicker Rauch stieg empor und das Feuerchen stank sehr. Ich zündete die unterste Lage an und lies sie brennen. dachte ich. Alle paar Minuten schnitt ich das Band in der Mitte durch und steckte den Abschnitt in ein C5 Kuvert. sodass jeder Einzelne Feuer fing. Erstaunlich. dass mit Geld für ihn alles 367 .Am nächsten Morgen. Schnell stampfte ich heftig auf das Lagerfeuer und löschte es. Nach ca. Dann sammelte ich die verschmolzene Ware ein und packte sie in einen Plastiksack. Dies war schwieriger als ich dachte. Sein Besuch mit dem Professor würde am 12. Am Ende hatte ich 18 fette solcher Kuverts. die aus Richtung Süden kamen. Und mein Gepäck „leichter‚. fünf Minuten sah ich zwei Velofahrer. dass ich mein neues Handy am 30. So gut es ging. Vorher warf ich noch einen Blick in den Sack. Ich war mir nicht sicher. niemals würde irgendjemand daraus irgendwelche Daten lesen können. versuchte ich meine Bewegungsmuster nicht zu wiederholen. das fette Band abzuspulen. Mit einem Holzstecken mischte ich die brennenden Umschläge auf. Auf einem der grösseren Plätze in der City schmiss ich den Sack in einen Abfallcontainer. Ich öffnete das Gehäuse und fing an. An einem Kanal stoppte ich ausserhalb der Sichtweite der wenigen Hausboote. Ich blieb noch eine Stunde in Utrecht und wanderte durch die Stadt. Wieder ein Problem weniger. bevor ich mit dem Zug zurück nach Amsterdam fuhr. ab man mir die Wahrheit gesagt hatte und mir nicht nachspioniert wurde. Hunderte von Metern. Noch waren sie weit weg. Er bestellte sich ein Taxi und ich wartete mit ihm auf der Treppe vom Hoteleingang. und 13. Ich entnahm die 18 Kuverts aus meiner Tragetasche und schichtete sie am Wegrand aufeinander. Wir vereinbarten. Ich blieb sehr wachsam. sagte er zum Abschied. in der Früh begann ich mit der Zerstörung des DLT-Bandes. zwischen 12 und 14 Uhr eingeschaltet lassen würde. Mit meinem Velo fuhr ich in Richtung Amsterdam. mindestens. Da ich jetzt ein Handy hatte. Gute Heimreise Herr Bankdirektor. Für den Bankdirektor war der Glanzpunkt des nächsten Tags meine Meldung über die erfolgreiche Einäscherung des DLT-Tapes.

Ich musste also aufpassen. den Professor zu identifizieren..und ausschalten würde. Es war der Geburtstag der Königin Beatrix. Technisch ist es möglich. Es folgten ein paar Details: ungefähres Alter. um meinen Standort in Monnikendam nicht preiszugeben. Ich musste aber nicht lange warten. er würde mit dem Professor nächste Woche. die SIM-Karte und die Batterie aus dem Gehäuse zu entfernen. dem 30. Sicherheitsgründe? Ist der Mann in Gefahr. Ich stand unter einer Markise eines Cafés in der Haarlemstraat und setzte mein Handy um genau 12 Uhr in Betrieb. Mir genügten die paar Hinweise. dann müsste ich in der Lage sein. Schon nach zehn Minuten rief er an. Wenn ich mich nicht irre. mit Hilfe von bezahlten Spezialisten meine Position in Amsterdam auf ein paar Meter genau zu finden. dass ich innerhalb Amsterdams immer mein Handy ein.erreichbar war – möglich geworden. Wenn die Angaben stimmen sollten. Aber ich hatte keine Probleme damit. war viel los in der Stadt. OK. Auch musste ich für jeden angekündigten Anruf einen anderen. dass der Professor in seinen Diensten steht. Er sagte. Massenhaft Menschen unterwegs. Am nächsten Tag. 368 . Nur dadurch konnte ich vermeiden. sofern ich dies ohne Gefährdung machen könnte. er komme aus dem deutschsprachigen Raum und sei in jenem oder diesem Feld ein Experte. Ich protokollierte ab jetzt jeden „verbrauchten‚ Standort in meinem Taschenkalender (ein früheres Geschenk der LGT an Angestellte). am 12. Nein.04. Ratsam war es auch. fragte ich erstaunt. aber Hans-Adam will nicht. Man kann bei den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nie vorsichtig genug sein. dass er mir den Namen am Telefon aus Sicherheitsgründen nicht nennen könnte. Mai um 10 Uhr auf mich warten. mich mit Hilfe der SIM-Karte geographisch zu lokalisieren. Ich fragte nach Details zum Professor. dass die ganze Welt erfährt. dass ab dem zweiten Anruf eine Leibwache von Hans-Adam auf mich wartete. sagte ich. Ich sollte so nett sein und die restlichen Papierdokumente mitbringen. erwiderte er. trotz ausgeschaltetem Handy den Standort zu identifizieren. Aha. Rein theoretisch hätte der Bankdirektor auch um 13:59 anrufen können und hätte somit eine Stunde und 58 Minuten Zeit gehabt. Dies war mir klar. hatte es aus Kübeln geregnet. da ich nur mein Zimmer in Monnikendam vor einem Zugriff schützen wollte. neuen Standort innerhalb Amsterdams suchen. Er sagte.

Und nicht.Zum Abschluss ermahnte ich den Bankdirektor nur alleine mit dem Professor zu kommen. + 9. aber wenn etwas in Sachen Reise sich ändern sollte. dass sich der Professor als weisser südafrikanischer Söldner entpuppt.. 8. Ich war damit einverstanden. dann könnte er mir es sagen. Wir vereinbarten. Er schwöre es. Mai jeweils zwischen 12 – 14 Uhr eingeschaltet halte. dass ich das Handy am 7. Er würde nicht unbedingt anrufen. 369 . hörte ich von ihm.

rief ich ihn den Bankdirektor an. Ich änderte den Plan und anstatt auf seinen Anruf zu warten. Ich sagte. den 8. Er redete wie ein Trainer auf mich ein und am Ende des 38 Minuten langen Gesprächs war wieder Frieden zwischen uns. erfüllt oder in die Wege geleitet hatte. Meine Gastgeberin wunderte sich schon darüber.5. Demnach würde ich von 13 – 14 Uhr mein Handy eingeschaltet haben. Als es dann klingelte war ich leider nicht mehr in guter Stimmung. dass es mir offenbar gut bei ihr und in Holland gefallen würde. Er hätte nichts Neues für mich und ich hatte nichts Neues für ihn. Ich fasste für den Bankdirektor am Telefon zusammen. bewunderte ein Gehege nach dem Anderen. was alles angeblich in Vaduz schon in die Wege geleitet worden wäre. verabschiedete ich mich schnell. Wieder notierte ich mir den Standort in der Liste der Plätze an denen ich mein Handy eingeschaltet hatte. schien die Sonne prächtig. Ich durchstreifte sicher drei Stunden die weitläufige Anlage. Aber einen Beweis dafür sei man mir immer noch schuldig geblieben. dass man in Vaduz wirklich an einer guten Lösung arbeitete. Zur Mittagszeit setzte ich mich draussen ins Openair-Café. sagte er. Ich weiss nicht mehr warum. Sie freute sich. Ich begab mich in den berühmten Amsterdamer Zoo. dass ich immer noch bei ihr logierte. 24 Stunden später stand ich im Historischen Museum in der City. Ich hatte wieder Zweifel daran. Ich wartete an einem der kleineren Tische.KAPITEL 16 Vier mal 9 mm Amsterdam Mai 2003 Noch 12 Tage bis zum wohl wichtigsten Treffen. dass ich nur das Handy nochmals testen wollte. Ich packte die LGTDokumente schon mal um. so dass ich sie bei Bedarf schnell griffbereit und reisefertig hatte. dass ich aber gerne das Anruffenster um eine Stunde reduzieren möchte. Nie hatten sie so lange einen Gast. Also dann bis morgen. aber auf einmal gefiel mir die Sache ganz und gar nicht mehr. Es wäre mir zwar viel erzählt und berichtet worden. Am nächsten Tag. weit weg von den anderen Gästen. auf den Anruf vom Bankdirektor. Er war überrascht. Der Bankdirektor rief zur vollen Stunde 370 . Ich machte im etwas vor und sagte. dass ich praktisch alles was von mir verlangt worden war. OK.

Herr Kieber! Endlich treffe ich sie. Alle in Vaduz seien zuversichtlich und er würde am Montagmorgen mit dem Professor abfliegen. Nach zehn Minuten wurde es mir aber selbst zu bunt und ich war neugierig auf den Professor. wollte ich nun mein Handeln in diesem Punkt etwas weniger voraussehbar machen. Gegenüber dem Terrace Café nahm ich auf der Kanalmauer. Es gab nicht viele. Einer von ihnen müsste es sein. Heute war der grosse Tag des Kennenlernens. aber – wie bekannt – einige Details preisgeben musste. Ich streckte meinen Arm aus und die Hand in die des Bankdirektors. Er war immer noch etwas verdutzt über die Tatsache. lächelte er und sein Gast stand auf. Bevor er etwas sagen konnte. Zuerst aktivierte ich meine eignen Sicherheitsvorkehrungen und schlich mich dann in die Nähe des Hotel Marriott. sagte er und stand auf. Ich bedankte mich für sein Kommen. Thomas Müller. was der Bankdirektor und sein Begleiter machen würden. der berühmte Professor. Wir redeten zuerst über belangloses Zeug 371 . nahm ich den Linienbus nach Amsterdam und nicht wie sonst üblich das Velo. Es war 9. Ich sah den Bankdirektor. Ich rannte aus der Deckung durch den mehrspurigen Verkehr gerade wegs auf die grosse Glasscheibe des Terrace Café zu. dass ich den richtigen Psycho erraten hatte. Ich wusste damit. Nach dem Anruf suchte ich ein Internetcafé auf und suchte nach dem Professor. drehte ich mich zum Professor runter und nannte seinen Name: Dr. Mit dem Gesicht zu mir gewandt. Ich fand es besser. wenn ich bis 10. sagte ich zu mir. Alle waren Europäer. Keiner hatte eine eigene Webseite. Am Ende hatte ich drei Psychologen auf meiner Liste. Ich wollte sehen.30 Uhr noch nicht aufgekreuzt wäre. 12. Er lächelte und war gleichzeitig überrascht. Mai. Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch und bestellte eine Cola. Da ich für Pünktlichkeit bekannt war. wenn ich diesmal nicht pünktlich erscheinen würde. Ich ging auf sie zu und sobald der Bankdirektor mich erblickte. auf die die Details passten.an. Ihm gegenüber sass ein etwas grösserer Mann mit dem Rücken zu mir. der müsste es meiner Meinung nach sein. Der Bankdirektor sagte schnell zum Professor. hinter einem Baum Platz und beobachtete das Hotel.55 Uhr. Halt. aber aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfolge konnte man einiges im Netz nachlesen.wie abgemacht seinen Namen nicht genannt hatte. hier! Der. Um nicht verschwitzt zur Verabredung zu kommen. dass er mir . der an einem kleinen Tisch sass. Da war er also. dass ich seinen Namen erraten hatte.

scherzte ich. holte er tief Luft und schilderte mir seinen Lebenslauf. Ich redete sicher die ersten eineinhalb Stunden alleine. Er griff in die Tüte und entnahm eine Holzschachtel. die Stadt. Normalerweise. dass ich leider mit niemandem die Torte teilen könnte. dass jemand in Vaduz auffallend gut die Hausaufgaben gemacht hatte. Als ich fertig war. die Kirche. süssen Geste. dass wir alle spazieren gehen könnten. Ich wollte ihn provozieren und fragte nach. Es waren keine Patronen eines Schiesseisens drin. aber dies sollte kein Problem für mich 372 . sondern eine original Sachertorte aus Wien. aber ein Geschenk von Hans-Adam. dass er sich um meinen Fall kümmerte. Die Echte. Nicht schlecht. Er drückte mir die Schachtel in die Hand und sagte. weil ich erkannte.wie das Wetter. Nein lachte er. Die Beste. Ich gab ihm eine extreme Kurzfassung meiner letzten acht Jahre. Ich verzog meine Lippen und schaute nach dem Bankdirektor. als mit einer so schönen. so gross wie ein DIN A4-Blatt und fünf oder sechs Zentimeter hoch. seine Heimat und dann meine Heimat. dachte ich. Der Bankdirektor war mit der Vorstellung des Professors zufrieden und er verabschiedete sich. Ein Geschenk von Hans Adam? Ich wunderte mich. Der Professor trug eine offenbar schwerere Tüte mit sich herum. sagte ich. so hatte ich es nachforschen können. so wird alles enden. Mit nichts besserem hätte man das Eis brechen können. Der Professor war sehr geduldig mit mir. Ich war überrascht. da er uns beiden Zeit für ein Vieraugengespräch lassen wollte. arbeitete er eher mit „Toter Materie‚ (Leblose Opfer von Gewaltverbrechen). Ich öffnete die Schachtel und zu meinem Glück lagen keine vier 9 mm Schusspatronen drin. Dieser zuckte die Schultern und gab an. Es seien ja harte Zeiten momentan. dass ich noch Lebe. Also auf der Lohnliste von Hans-Adam. dass er im direkten Auftrag des Landesführers handle und ihm auch persönlich rapportieren müsste. von nichts zu wissen. stand aber fest. Der Bankdirektor bezahlte wie üblich die Zeche und wir bummelten über den Kanal rüber und dann immer Nordwärts. Ich musste laut lachen. ob er eine Waffe darin hätte. Er nickte nur ab und zu oder brummte ein Ja oder ein Nein. Ich wollte nicht zu lange am selben Ort bleiben und schlug vor. Ich bedankte mich artig und fügte gleich an. Ja. die Menschheit. Er bestätigte mir. Das letzte Mal als ich bei mir nach schaute.

Ständig würde Lampert die Drohung aussprechen. dass er die Daten den ausländischen Behörden verraten würde. dass ich meine Kenntnisse über diesen Fall für mich behalten müsste. Hat er die Daten wirklich. am 8. dass ich schneller als er auf die richtige Antwort der vielen Fragen an Lampert kommen würde. dann ist er nicht nur ein Idiot sondern auch hoch kriminell.5.. Ja. fragte ich den Professor. sagte ich. Er hätte 18 MIO. antwortete er. was Lampert über die „schwierigen‚ Geschäfte der LLB. Ja. sonst wäre er nicht in seinem Haus und im Ländle geblieben. herauszufinden. Wie viel? Achtzehn Millionen Schweizer Franken. Er würde auf keiner Seite stehen. Brand aktuell sei die Verhaftung von Lampert in der vergangenen Woche gewesen. ergänzte er. bekam ich als Antwort und ich dachte wie klein die Welt war: alle wollen nur mit dem blauen Blut reden. Im Prinzip schon. dass er von der Regierung für diesen Fall angeheuert wurde. sondern immer versuchen beide Seiten an einen Tisch zu bringen. Im Gefängnis würde Lampert wie ein wilder Stier wüten. sagte er. fragte ich den Professor. Und welch schwachköpfigen Ansprüche. Wäre das nicht gerade seine Domäne. Der Professor versuchte mir mehr oder weniger überzeugend einzureden. dass ich denen in Vaduz helfen könnte. Wenn dieser 18 MIO. Er bestätigte mir dies und verlangte von mir. also die Leichen im Keller wisse und was er sonst geplant haben könnte. CHF verlangt hat. mit einem Blick als hätte ich einen Kirchenchor hinter mir. dass Lampert sehr geschockt über die Verhaftung gewesen wäre. wiederholte ich langsam die Worte vom Professor. Ich bin nicht Lampert. Ich fragte nach dem LLB-Fall und ob es stimmen würde. Warum er den nicht mit ihm rede. CHF verlangt. Der Professor sagte. Der Lampert wolle mit niemanden ausser Hans-Adam oder seinem Sohn reden. sagte ich.sein. Ich schaute mich um. Ich könnte ja so denken wie Lampert. Vielen Dank für die dornigen Blumen. sagte der Professor. Gemütlich von zu Hause aus Forderungen stellen. fragte ich. Aber man glaube. Dann schilderte er im Detail den LLB-Fall. stellte ich als erstes fest. man hätte ein 373 . dem ich alles gleich verpetzen würde und sagte ihm: Logisch. Der Lampert wurde verhaftet? Wo wurde er verhaftet? In Liechtenstein. sagte ich kopfnickend. da ihm ein solches mögliches Ende in seiner Planung sichtbar nicht in den Sinn kam. wem sollte ich auch etwas verraten. Bei einer fingierten Geldübergabe nähe Triesenberg. Wow! Dieser Lampert muss Nerven haben.

wenn er nur halbwegs Grips hätte. Ich hätte zwar Hans-Adam schon in eine Ecke gedrängt wie noch keiner vor mir. Egal. wie geht es nun weiter? 374 .vollständiges Set bei ihm zu Hause gefunden. dass er. Er. Aha. wenn Lampert die Daten wie beschrieben habe. Man befürchtete bei der LLB und der Regierung. oder. keines von beiden. Nach wochenlanger Analyse der Situation kam man zum Schluss. die man gefunden hat. fügte ich sehr schnell an. ob man ihn verhaften sollte. dass der Professor meine Antwort nicht allzu sehr analysierte. Es wäre mir unbekannt. Ganz anders wäre es natürlich in meinem Fall. Wie bitte. Ein Restrisiko würde immer da sein. Oder nicht. Und was wäre mit eventuellen Komplizen? Nein. dass Lampert nur mit den Daten der deutschen Kunden gewedelt hatte. Es hätte lange Diskussionen gegeben. dass. Ich dachte nämlich dabei an meinen geheim gehaltenen Banksafe in der Schweiz. Ich fragte nach. fragte ich. Mein Fall liege ganz anders. fragte ich. vor allem Daten von grossen russischen Kunden mitgenommen hatte. sagte ich dem Professor. besitze. er aber weiteres. brisanteres Material. Ich antwortete dem Professor. Ich hoffte. Nein. Alles Klar. sagte ich. Aber jede Wirkung hat ihre Ursache. ihn mit Samthandschuhen anzufassen. ich selber hatte ja Liechtenstein mit allen Daten verlassen. dann würde ich persönlich allen empfehlen. Und ob er andere Daten als diejenigen. ginge aber davon aus. um seine Geldforderung erfüllt zu bekommen. dass Lampert eine eigene Sicherheitsmassnahme geplant hätte. die er aus der LLB mitgenommen hatte. Man wisse aber nicht ganz sicher ob dies all die Originalkopien wären. Falls es mit seinem Plan nicht klappt. Er hätte einfach keine Einsicht gezeigt. Nach meiner Meinung gefragt. dass man auf Hans-Adam einreden könnte. dass Lampert alleine agiere. Da hätte ich aber „Glück‚ gehabt. Am Schluss musste man ihn verhaften. ob man denke. solange man nicht sicher sein konnte. meinte der Professor. dass ich den Lampert zwar nicht kenne. hätte auch in diesem Sinne auf Hans-Adam eingeredet. erklärte der Professor. der Professor. sonst hätte man ihn sicher nicht ins Gefängnis geworfen. Hans-Adam würde meine Motive anerkennen. meinte er. ob er weiteres Material hatte. eine Kopie ausserhalb einer Zugriffsmöglichkeit durch die Liechtensteiner versteckt halten würde. Dieser sei doch massiv beratungsresistent. sagte ich.

Eine Denkschrift von mir. im Falle von notwendigen Verhandlungen (bei 375 . Ich erinnerte ihn daran. Hans-Adam wünschte: Die Vernichtung aller Daten. Ich spitze dafür meine Ohren. Aber vorläufig glaubte ich ihm jedes Wort. Ich wollte es glauben. Nach Prüfung der Sachlage würde man eine Anklage gegen Helmut Roegele & Co. dass die Justiz in Liechtenstein angewiesen würde. dass ich an das Gute im Menschen glauben sollte.Der Professor bestätigte mir. Und was wäre mit der Anzeige wegen der Daten. Kein Kunde darf zu Schaden kommen. Vielen Dank. fragte ich. Wo sei der Haken an der ganzen Sache. Aber alles müsse der Reihe nach erfolgen. wie man in Zukunft bei der LGT Gruppe einen Datendiebstahl verhindern kann und. dass ich mit meiner langen Abstinenz vielleicht die eine oder andere gesetzliche Frist verpasst hätte. wie in meinem Fall (101er). Vielen Dank. solange mit einem endgültigem Urteil zu warten. solange die Verjährungsfrist. Und die falsche Anzeige von Roegele gegen mich. Diese würde zurückgezogen oder für nichtig erklärt. worin ich beschreiben soll. Ich wüsste. Leuchtete mir ein. Der Professor konnte dazu nichts sagen. ob der Professor mich anlügen würde. Die Abgabe einer diesbezüglichen Erklärung. nicht abgelaufen wäre. Die Rückkehr nach Liechtenstein. dass es Fristen einzuhalten gäbe. Volle Kooperation in Liechtenstein. könnte Hans-Adam dieses Verfahren einstellen lassen. befürworten und unterstützen. Aber ich kenne die StPO und eine Wiederaufnahme einer Strafuntersuchung kann jederzeit erfolgen. so wie die in Vaduz an mein Gutes glauben würden. Ich bedankte mich tausendmal und konnte mein Glück nicht fassen. Er zählte mir die Bedingungen von Hans-Adam auf. dass Hans-Adam an einer Lösung meiner Anliegen arbeitete. bis eine Kriminalgericht in der Sache Argentinien letztinstanzlich ein Urteil gefällt hätte. Und was ist mit dem blockierten Geld in Österreich? Er habe vom Regierungschef Hasler gehört. berichtete der Professor. fragte ich. Oder ob er von Seiten der hohen Finanz-Herren bewusst angelogen wurde. sollte ich nach Hause kommen und kein Kunde einen Schaden erlitten haben. Da weder Spanien noch der angebliche geschädigte Roegele einen Antrag auf Strafverfolgung an oder in Liechtenstein gestellt hatten. um mich nach Hause zu bringen. sagte ich. Zuerst dachte ich laut nach. Er verstand meine Bedenken und konnte dazu nur sagen. fragte ich.

mir ausdrücklich zu sagen. Ich nahm mir vom Hotel Marriott aus ein Taxi zum Hauptbahnhof von Amsterdam.‚ Ich bedankte mich bei ihm. Der Bankdirektor war wieder zu uns gestossen und sagte zu mir: „Siehst Du. In zweieinhalb Stunden sollte dies machbar sein. Liechtenstein eine mögliche Katastrophe abwenden kann. Ich erkundigte mich. Ich kam an einem Käseladen vorbei und kaufte den beiden spontan ein dickes Stück Edamer Käse für ihren Heimweg. Da kam mir etwas in den Sinn. Pünktlich um 16 Uhr stand ich wieder vor dem Marriott. ob die Batterie des Peilsenders in der Sachertorte noch genug Saft hätte. rauf auf die Fähre und mit dem nächsten Linienbus in Richtung Monnikendam. Vielen Dank. Auf halber Strecke musste ich nur auf einen anderen Bus umsteigen. wann ich den letzten 376 .zukünftigen Datendiebstählen). Sie dachten ja ich würde in Rotterdam leben. Ich fragte nach der Zeit und sagte ja. Zu Hause legte ich mich zuerst mal aufs Bett. Wir verabredeten uns um 16 Uhr am Hotel. Hans-Adam biete mir als Unterstützung für die kommenden Wochen und Monate folgendes an: Sichere Überfahrt von Holland nach Liechtenstein. Dann inspizierte ich die Sachertorte ganz genau. dass er. Die Sachertorte in der Holzschachtel in den Händen. Ich hatte ja genug Zeit. ob ich die restlichen Papierdokumente bringen könnte. schlich ich mit hinten aus dem Bahnhof wieder raus. Ich würde Hans-Adam nicht enttäuschen. dass Hans-Adam ihm aufgetragen hatte. Der Professor fragte. dass mir keiner gefolgt war. Ich überreichte wie in einer Zeremonie dem Bankdirektor unter den wachsamen Augen des Professors die Dokumente. Niemand würde mir ein Haar krümmen. Hans-Adam. Bestellung und Bezahlung eines Rechtsanwaltes. Wieder in Amsterdam angekommen hatte ich erstmal wieder grossen Hunger. Anmietung und Bezahlung einer möblierten Unterkunft in Vaduz. Beide fragten mich. Eine Kebab löste dieses Problem. um auch noch in Rotterdam Signale senden zu können. Als ich sicher war. Oder müsste ich eine neue Batterie für euch kaufen? Wir alle lachten uns krumm. Nicht das da doch was mit "eingebacken" wurde. Ich drehte mich auf den Absätzen um und rannte zu den Beiden. Der Professor erwähnte extra. Bestellung und Bezahlung eines Psychologen. meine Sicherheit und Unverletztheit garantieren würde. Ich lief in Richtung Kanal weg. ich hatte Dich nicht angelogen.

dass es nicht wie beim Lampert geendet hätte. Auf der anderen Seite angelangt.5. wenn ich den Tod im Strassenverkehr finden würde. dass ich diese Harddisk am Tage vor meiner Abreise zerstören würde und hoffte. sah ich den Professor und den Bankdirektor gerade in den vorderen Eingang des Hotels gehen. Halt. Sie drehten sich um und der Professor winkte zurück. Sicher. sie anzulügen behagte mir jetzt nicht. scherzte der Bankdirektor. Ich wurde zu einem Nachtessen eingeladen und um 22 Uhr war Schluss mit den Aussprachen. Wenn ihr wollt. Ich hätte ja alle Datenträger vernichtet. Ich rief ihnen zu und winkte. Als ich über die kleine Brücke schräg gegenüber vom Marriott lief. dass wir alle froh sein können. Dies News würde dem Landesführer sehr gefallen. Prima. Ein kleiner Lieferwagen. heute Nacht schon. sagte ich. Der Bankdirektor nickte nur ständig und meinte zum Schluss. nicht so voreilig. Ich hätte die letzte externe Harddisk noch nicht vernichtet. Schon vor 10 Uhr war ich wieder in der Nähe des Hotels. in seinen Gegenverkehr steuern. der von links kam. Ich sinnierte lange wegen der Vernichtung der letzten externen Harddisk. Was alles in Vaduz passiert wäre und passieren würde. In Gedanken ging ich den heutigen Tag durch und ich war seelenfroh. 377 . Fix und fertig warf ich mich ins Bett. Ich würde ihnen sagen. dass es jetzt schon OK wäre. In dieser Nacht konnte ich sehr tief schlafen. es würde in Liechtenstein ein paar Fragen aufwerfen. Dienstag.Datenträger vernichten würde. musste wegen mir eine Vollbremsung einleiten und massiv nach rechts. den 13. Halt. Sowie was man von mir verlangte. dass sie dies verstehen können. Ohne zu schauen rannte ich quer über die grosse Strassenkreuzung und fast hätte es mich erwischt. vernichten können. dass Hans-Adam diesen Professor ausgewählt hatte. wenn Kieber ausgerechnet am dem ersten Tag nach Vernichtung aller Daten zu Tode gekommen wäre. letzte diesbezügliche Erklärung für Hans-Adam unterschreiben. sagte der Professor. ob er in Anwesenheit des Bankdirektors nochmals die Punkte aufzählen würde. dass ich ihnen leider etwas vormachen müsste. Ich fragte den Professor. Nein. Ich kam zum Schluss. Ich erreichte mein kleines Heim gegen Mitternacht. Er hatte damit keine Probleme und erfüllte meinen Wunsch. Ich entschuldigte mich indem ich beide Handflächen in die Höhe hob. war meine Antwort. dann könnte ich auch schon morgen eine neue.

Oh. Man hätte einen sehr guten Rechtsanwalt. Sie bezahlen ja die Rechnung. sagte der Bankdirektor. Dies wäre eine Hypothese. der Lieferwagen wäre also nicht unsere Lösung gewesen. Dr. dass es ihn aus psychologischer Sicht nicht verwundern würde. dass dies nun mein RA wäre. den letzten Datenträger erst kurz vor der Abreise zu vernichten. sagte ich. Sie waren damit einverstanden. Ich bedankte mich bei ihm für die Hilfe und versprach ihm. Ich hatte den Eindruck. Batliner im Prozess bei die Schadensersatzforderungen von Dr. Den kenne ich. 378 . Mir war dieses Angebot etwas schwammig. Sobald ich diesen Brief fertig hatte. Wenn ich selber bezahlen könnte. dass ich die Kanzlei Müller für nicht gut genug gehalten hätte. Schlussendlich unterschrieb ich trotzdem die Vollmacht und fragte nach der anderen. Ich erzählte ihnen von meinem Plan. dass ich mich bald dazu entschliessen könnte. dass das Zimmer von keinem der beiden benutzte wurde. kombinierte der Professor grinsend. dass sie meinen Worten glaubten. Nicht. Dr. Der Professor fügte hinzu. Was ich dann auch tat. Paul Schockemöhle aus Deutschland. Vielleicht hatten sie sich nur ein Tageszimmer für unser Treffen heute gemietet. Diese Kanzlei hatte Internationale Verbindungen auch nach Spanien und Deutschland. dann hätte ich den optimalen Einfluss auf einen RA. Trotzdem wäre es von Vorteil. Lieber hätte ich die Rechnung selber bezahlt. auch wenn mir das Geld dafür sicher schon sehr schnell ausgegangen wäre. alle Bedingungen zu erfüllen. wenn ich noch einmal einige persönliche Zeilen an Hans-Adam richten würde. zauberte der Bankdirektor wieder eine Vollmacht hervor. ob ich mit diesem RA einverstanden wäre. erwiderte ich. die man erforschen könnte. Wolfgang Müller von der Kanzlei Müller & Partner in Schaan/FL angeheuert. Wir alle begaben uns in ein Hotelzimmer. da ich dann zumindest eine stärkere Mitsprache im Argentinien-Fall haben würde. wenn ich als Garantie den letzten Datenträger nicht vernichten würde. nach Hause zu kommen und das mir bei Ankunft nichts passieren würde. Dieser Punkt war besonderes wichtig. Sie sagten. dort wo ja einige der Täter aus Argentinien wohnen würden. meinte der Bankdirektor. wurde mir weiters erklärt. Der ist gut und vertritt ja prominent den Treuhänder Dr. Diese hatte einen Briefkopf einer Rechtsanwaltskanzlei. Aber ich hätte mich sicher auf einen Abzahlungsplan mit einem RA geeinigt. Ohne mich zu fragen. Ich drückte meine Hoffnung aus.

die es lieber hätten. sagte der Bankdirektor. Eine andere Variante wäre mit einem Privatauto in die Nähe der französisch-schweizerischen Grenze zu fahren. würden Hans-Adam oder Alois schon sicherstellen. Wenn er es empfehle und Hans-Adam es anordne. dass man mich in Vaduz überhaupt zum Lampert ins Gefängnis gehen lasse. Dann bin ich aber beruhigt. Zwei davon wären jetzt im Raum. um eine mögliche Sabotage der Operation „Rückführung von Kieber‚ zu verhindern. wer alles wüsste. Sobald fest stehen würde. Genau. war die Antwort vom Bankdirektor. sagte ich. wie die sich eine Reise von Holland nach Vaduz vorstellen würden. Eine von Hans-Adam favorisierte Lösung wäre ein Flug von einem kleinen Flughafen in Holland nach Zürich oder Altenrhein (auch in der Schweiz). doppelt hält besser. dass er Sandwich für uns kaufen ginge. Ich fragte. erwiderte der Bankdirektor. Die wolle man für später aufbewahren. Natürlich hätte man verschiedene Optionen geprüft. aus dieser Diskussion heraushalten und verliess den Raum. Dies sei eine heikle Sache. Man hätte dies so vereinbart. Regierungschef Hasler und Justizministerin Rita Kieber-Beck. Sabotage? Wer würde eine Sabotage wollen. sagten beide. wenn ich in Spanien anstatt in Liechtenstein landen würde. Die anderen wären Hans-Adam und Alois. Er sagte. dann würde dem nichts im Wege stehen. wann ich konkret heimreisen wollte. Er gäbe Leute in Vaduz. effektiv dazwischenzufunken. dass ich in Holland sei und wer in Liechtenstein auch von meiner baldigen Heimreise Kenntnis hatte. Nur ganze fünf Personen. Der Professor wollte sich. Man könnte dafür eine im EU-Raum registrierte Maschine buchen. Ich weiss nicht. ich weiss nicht warum. fragte ich. Dies bedeutet.die ich früher unterschrieben hatte. Ich schluckte leer und blieb still sitzen. Einen Versuch würde er auf jeden Fall befürworten und anregen. Um auf Lampert zurückzukommen fragte ich ob der Professor denn denke. dort den Wagen zu wechseln und bei einem der unbemannten Grenzübergänge mit einem Fahrzeug mit Schweizer Nummernschild in 379 . Die Anzahl derer hätte sich aber in der letzten Woche verkleinert. dass es Personen aus dem kleinen Kreis derjenigen sein mussten. sagte er.und dem LLB-Fall wussten. die von dem LGT. angesichts was Lampert gemacht hätte. Ich wollte auch wissen. dass niemand auf die Idee kommen würde. sagte ich.

beklagte sich der Bankdirektor. Sie verabschiedeten sich und ich wünschte ihnen eine gute Heimreise. Der Professor konnte nicht definitive sagen. Herr Professor und Herr Bankdirektor. achte auf Lieferwagen und Tschau Herr Kieber". In den kommenden Tagen hatte ich 3 Anrufe vom Bankdirektor und 2 x war der Professor mit an der Strippe. wenn es keine Probleme für alle geben würde. "Halt die Ohren steif. da sonst in der Belegschaft bekannt geworden wäre. Am kommenden Freitag würde er sich mit dem Hans-Adam treffen. rund 1000 Originaldokumente wurden dem Chef der Treuhand. mir wäre es auch lieber. dass 380 . beruhigte mich der Bankdirektor. Zudem würde ich nicht als „H. ein längeres Treffen mit Hans-Adam gegeben hatte und eine Arbeitssitzung zwischen dem Bankdirektor und dem Professor am 20. und 4. wann Kieber zurück nach Vaduz kommen würde. In der Folge wurde der Regierungschef Hasler in der 3. Das wäre ja klar. Feuerstein übergeben. Auf baldiges Wiedersehen.‚ reisen.die Schweiz zu fahren. Gefällt mir nicht.5. um 13:30. bald wieder in Vaduz zu sein. dass Kieber kommen würde. dass es am 16. Dieser bat zwei eingeweihte Mitglieder aus dem Verwaltungsrat der Treuhand ihm behilflich zu sein. mich mit dem Gedanken anzufreunden. am 21. Man konnte keinen Kundenberater oder gar eine Sachbearbeiterin damit beauftragen.5. Ich begann. lehnte ich ab. sagte ich.K. um eine definitive Lösung zu erarbeiten. um 13:05 und 17:30 und am 26. Die Telefonate fanden am 15. Ich wurde darüber informiert. Der Professor kam zurück. Aber er versicherte Hans-Adam. Die restlichen ca. Wir hätten ja noch Zeit. VADUZ Mai 2003 Alle Beteiligten bewerteten des Professors Reise als Erfolg. Ich würde es Hans-Adam und der Liechtensteiner Regierung aber auch nicht leicht machen. Sorry. Maiwoche persönlich konsultiert und unterrichtet. Sie müssten bald zum Flughafen aufbrechen und wir vereinbarten die weiteren Termine. sagte er. um 13 Uhr statt. sie in die jeweiligen Akten im begehbaren Tresor im dritten Stock einzuordnen.

Bescheid wüsste. Bis anhin wusste niemand von der Belegschaft darüber. Da ich äusserst anpassungsfähig bin. dass Kieber nur limitiert über die geplanten. Amsterdam Juni 2003 Während einer Velotour machte ich mir Gedanken über die Zukunft. Er hatte nicht aufgehört zu toben und zu schreien. trafen sich der Bankdirektor und Hans-Adam zu einer Krisensitzung.irgendetwas faul war oder dass Daten entwendet worden waren. wie z. hoffentlich einen guten Job finden. Der Bankdirektor war sich sicher. wüsste. kamen der Professor und der Bankdirektor zu einem Brainstorming zusammen. dass verstärkt auf Kieber einzureden wäre. steckte in einer Sackgasse. der sich mit der Planung der Rückkehr von Kieber befasste. Am 20. schlussfolgerte man.5. Hans-Adam wollte wissen. Sollte ich das greifbare Glück haben und alles ohne „Blutvergiessen‚ 381 . Wie würde wohl mein Leben nach einer Rückkehr nach Liechtenstein sein? Da der Gerichtsprozess gegen Roegele & Co. sicherlich lange dauern würde. über die Schnüffler in Berlin. Weder riefen Kunden aus Russland noch Kunden aus Deutschland an. Die LLB und die Regierung waren beruhigt. Der Gesandte berichtete. teilweise ausgeführten.B. die man am Anfang des Dramas angewendet hatte.5. aber ohne ihm zu drohen. mehrheitlich abgeblasenen Handlungen und Hintergründe. ob Kieber etwas von grobschlächtigen Taktiken. und – wer weiss – vielleicht auch bald eine eigene Familie haben. Auch meldete sich niemand sonst bei der LLB direkt. Mai keine Zeichen von irgendwelchen Katastrophen in Deutschland erkennbar waren. hätte ich keine Mühe damit. da sonst er wieder in ein psychologisches Loch fallen würde und die in Vaduz noch an Weihnachten ins ferne Holland reisen müssten. weil nach der Verhaftung von Lampert am 8. dass Kieber nicht einfach einzuschätzen wäre. Am 16. Lampert bekam einen Anfall im Untersuchungsgefängnis in Vaduz und musste ärztlich betreut werden. nach der Rückkehr erstmal klein anzufangen. Also keine Komplizen. Eines stand aber schon jetzt für mich fest. würde ich mich auf Jahre hinaus in Liechtenstein einrichten. Kieber hätte ständige Wechselbäder in Bezug auf was er denen in Vaduz glauben soll oder nicht. Der kleine Kreis. Hans-Adam ordnete an.

Selber schuld. Ab und zu setzte ich mich in eines der Hotels der Stadt und beobachtete Tee schlürfend was sich vor mir abspielte. Himmel Donnerwetter noch mal. ein paar gekränkten Staatsanwälten. Egal wie er heisst. Ich sass im La Terrasse des Hotels De L’Europe beim Muntplein und las eine ältere Ausgabe des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL. wieso es nicht so kommen sollte. einer der Zwei war definitiv aus Liechtenstein. dann wollen wir mal sehen. als mir Mitte Juni ein Stück Kuchen fast im Hals stecken blieb. Ich hatte ihn schon mehrmals in Vaduz gesehen und mit ihm übers Geschäft im Allgemeinen geplaudert. schwimmen ging. meine Folterer für Jahre hinter Gittern und zu guter Letzt. dass ich dort meine Konsumation 382 . Schweizer dachte ich zuerst. dachte ich mir. Ich erkannte ihn. mit einem beleidigtem. dann müsste ich für alle in Stein meisseln: „Wirklich Schwein gehabt. wer ich bin. Ich hielt mich fit indem ich fast jeden Tag ins Freibad. dass auf der Velostrecke nach Amsterdam war.‚ Ich wüsste nicht. wäre eine Geschichte einer BeinaheKatastrophe. Was übrig bleiben würde. Na. Vermutlich war der Andere ein Kunde. Oft wurden solche Treffen im Ausland abgehalten. Ich drehte mich um und schaute nach ihnen. einem verstummten Treuhandchef. das sass ein Treuhänder von der LLB eigenen Treuhandbude. Oho. keine Kundengelder sind verloren gegangen. Das heisst. aber verzeihendem Landesführer. Rheintaler Dialekt stellte ich dann fest.und ohne die Rache von Hans-Adam oder der hohen Finanz-Herren überstehen. fluchte ich leise. die ein paar Meter weg von mir sassen und mit tiefer Stimme aufeinander einredeten. nach Liechtensteiner Redensart: Kein Kunde ist belästigt worden. gefährlicher ist. dass er wissen könnte. dann würde dies bedeuten. Auf einmal wanderte meine Konzentration. Langsam packte ich den Spiegel in meine Tasche und entfernte mich wie ein geschlagener Hund in Richtung Concierge. einem wieder heiteren Regierungschef. Liechtensteiner Mundart. wo ich darauf bestehen musste. wenn der Kunde sich scheute nach Liechtenstein zu kommen. vorab unbewusst zu einer Konversation zwischen zwei Herren. Aha. ein wieder lebensfroher Kieber. einem erfolgreichen Professor. Ich spitzte meine Ohren. keinen Einnahmeverlust für Hans-Adam. einem beruhigten Bankdirektor. dass niemand zu Schaden gekommen war. Mist. Wenn ich nach Hause komme. Wie hiess er noch mal. strengte ich mein Hirn an.

In einem Computerladen kaufte ich eine neue Harddisk plus RAM und ein Fachmann baute sie ein. dass er nichts von meinem Drama wusste. Das letzte Telefongespräch am 26. entschloss ich mich auch die in meinen eigenen Laptop eingebaute Harddisk und den Arbeitsspeicher (RAM) ganz zu entfernen und endgültig zu zerstören. So 25’(Minuten) am 2. dass ich wieder nach Hause reisen würde. Über den Monat Juni verteilt hatte ich mehrmaligen telefonischen Kontakt mit dem Bankdirektor. Mai brachte den erhofften Durchbruch leider noch nicht. dass ich am 01. Wer hätte das gedacht. aber besser war es auf jeden Fall. um 12:30. dem Professor oder beiden zusammen. der Professor und der Bankdirektor. Jedes Mal wenn sie wieder weg waren. um 13:30. Juni um 13:30. Ich hatte zwar nie Daten von der LGT in meinem Laptop direkt gespeichert gehabt. nicht weniger spannend. bekam ich wieder Zweifel. Es gab immer noch einige Meinungsverschiedenheiten. Da nun feststand. Noch mal gut gegangen. 383 . In den folgenden Kapiteln.bezahlen konnte. schreibe ich wieder im alten Stil. wenn er mich nicht sehen würde. wie man mir es gesagt hätte. um 12:20. Genau 175 Tage nachdem ich Liechtenstein verlassen hatte. Fast ein halbes Jahr lang war ich im Ausland. 10’ am 18. um 13:38 und die letzten 22’ am 26.: Hier endet die im Kapitel 8 angefangene Aufteilung in der Erzählung zwischen mir im Ausland und den Anderen in Liechtenstein. Juli 2003 die Heimreise unter Begleitung antreten würde. aber im Grossen und Ganzen wurde man sich einig. 4’ am 4. Vor der Entnahme kopierte ich ein paar persönlich Dateien auf eine CD-ROM und zerstörte die ausgebauten Teile. ob alles so geschehen würde. sowie der Ersten & Dritten Person. 13’ am 10. Ich war mir zwar sicher. Anm.

Wobei ich auf die schnellste und kürzeste Strecke pochte ohne Begleitung einer offiziellen Liechtensteiner Aufsicht.KAPITEL 17 Explosives Gutachten und Freies Geleit Die in Vaduz Eingeweihten brüteten lange über einer Lösung nach. Die grösste Sorge für Hans-Adam. dass ich mich dann den Deutschen „datenmässig offenbaren‚ würde. wie man mich sicher nach Liechtenstein zurückbringen könnte. dass es einen endgültigen Beweis dafür nie geben würde und zudem meine insider Geschäftskenntnisse auch ohne das Datenmaterial gefährlich werden könnten. Auf keinen Fall wollte ich die Reise mit einer unbekannten Person durchführen. Jetzt ging es um Juristische und Rechtsstaatliche Fragen! Das Problem für Liechtenstein war. Tief in mir war immer die Angst da. hatten mir ja mehrmals zugesichert. Ich glaubte ihnen zu 75 Prozent. Es waren gewaltige Interessen damit verbunden. wenn das offizielle Liechtenstein mich von Amsterdam aus quer durch Deutschland zum Bodensee nach Österreich transportieren würde. Man darf in dieser ganzen Geschichte nie vergessen. Menschen sind schon wegen viel „weniger‚ spurlos verschwunden. musste ich diese Ängste irgendwie unterdrücken. dass ich nicht im Kerker verschwinden würde. Dabei ging es überhaupt nicht um die Frage. vielleicht wäre der Pilot auch in Barcelona gelandet . ohne dass es politische oder juristische Komplikationen mit Deutschland (und im gerigeren Masse mit Holland) geben würde. ob ich den Zusicherungen von Seiten Liechtenstein glauben würde. dass es eine Falle sein könnte. Da sind darauf hoffen konnten. war ihnen bewusst. dass es hier um ein Milliardengeschäft geht. die Regierung und die LGT war natürlich die Gefahr. sobald ich heimischen Boden betreten würde.K. Alle. 384 . würde Deutschland aufgrund des Eintrags im Schengencomputersystem den spanischen Haftbefehl entdecken und eine Weiterreise fuer mich unmöglich machen. Da ich mich aber freiwillige zur Rückkehr entschlossen hatte. dass ich alle Daten und Kopien vor einer Abreise vernichten wuerde. Würden wir in eine (mobile) Zoll.oder Strassenkontrolle kommen. Da ich die Reise mit dem Flugzeug kategorisch ausgeschlossen hatte – wer weiss. der Professor. der Bankdirektor und Hans-Adam.‚ ausweisen. und ich mich als „H.blieb nur der Weg über Land. wie dies alles geschehen sollte.

Nichts regte sich. Erstaunlicherweise erhielt ich nicht vom Gericht eine Reaktion. nur nach Lösungen zu suchen. dass ich aber gerne eine hätte. Es wurde der Regierung empfohlen.08. HansAdam und die LGT. Es müsse doch eine Kopie davon irgendwo an einer 385 . dass es leider keine Kopie für mich gäbe. Wie immer wussten sich Hans-Adam und die Hohen Finanzherren aus Liechtenstein zu helfen. mich von Holland via Deutschland und Österreich nach Liechtenstein zu bringen.6. von Holland nach Liechtenstein via Deutschland und Österreich‚ erfahren. Anm. dass ich alle Datenträger "vernichtet" haette. Eine Woche später kam wieder ein Anruf und es wurde behauptet.03 bat ich bei Landgericht schriftlich um eine Kopie dieses Gutachtens. Sechs Wochen später.09. Aufgrund der Brisanz der Schlussfolgerungen wurde es sofort als Geheimsache abgestempelt und unter Verschluss gehalten.K. Am 13. dass ohne die Verletzung von national und internationalen Vereinbarungen und Bestimmungen es unmöglich sein würde. Liechtenstein und dessen Regierung gewährleisten würden. dass das Gutachten aus dem Archiv verschwunden sei. am 23.Regierungschef Hasler und Hans-Adam wollten von diskreten Experten in einer Art Gutachten mehr zum Problem „Transport H. dass sollte ich nicht nach Hause kommen. Eine Dame aus der Regierungskanzlei rief mich an und teilte mir mit. ohne das Land Liechtenstein in Gefahr zu bringen und mich als Person samt meinem spezifischem Fachwissen zu exponieren. 03 schrieb ich nochmals an das Gericht. In einer Sitzung vom 10.: Das ich über die Existenz dieses Gutachten weiss liegt wie folgt: Einige Wochen nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein im Juli 2003. Darin wurde zuerst daran erinnert. Anm.03 wurde die Expertenmeinung behandelt.: Zum Zeitpunkt des Gutachtens hatte Vaduz ja noch nicht von mir "mitgeteilt bekommen". Weiters wurde festgehalten. Anfang Juni 2003 wurde es in Auftrag gegeben. war mir beim Aktenstudium ein kleiner schriftlicher Aktenvermerk aufgefallen: eine kleine Randnotiz über das oben erwähnten Gutachten. Das offizielle Deutschland (sowie Österreich & Holland) müsse um jeden Preis raus gehalten werden. die eine 100 % Gefahrlosigkeit fuer Hans-Adam. Liechtenstein könne ja Deutschland nicht um Hilfe für den Transport bitten. dann würde schlussendlich Deutschland bestimmt die Daten von mir erhalten und dies wäre ein Desaster für Liechtenstein. Ich erwiderte.

Er wusste nichts von den Zusicherungen seitens Hans-Adams. dass ich nach meiner Ankunft eventuell in U-Haft genommen werden könnte. Einen knappen Monat später. dass hier ein Problem für seinen Mandanten entstehen könnte. Auch sonst wurde er vorläufig eher im Dunkeln darüber gelassen. Als Profi stellte er in meinem Namen einen Antrag auf freies Geleit. Ich wollte nicht locker lassen und schrieb am 13. Mit der Vollmacht von mir hatte er zumindest alle Gerichtsakten einsehen können. in die Materie eingelesen. Als schlauer Rechtsanwalt bemerkte er rasch. denn er wusste nicht wo ich war. Damit sei das Thema beendet. im November '03 erhielt ich dank eines Bekannten aus dem Staatsapparat die Möglichkeit eine Originalkopie des Gutachtens zu lesen. warum ich keine Kopie des Gutachtens erhalten hatte. Freies Geleit ist ein Instrument der Strafprozessordung.03 vom Gericht abgewiesen wurde (was mir niemand im Ausland sagte) und da eine mögliche Anklage wegen des Datendiebstahls drohte (was mir auch niemand im Ausland sagte!). sozusagen nun alten (wie ich dachte) Gegnern bezahlt wurde. sagte ich. wurde mir erklärt. da ich ja seit bald einem halben Jahr unterwegs im Ausland war. Ich hatte aber Glück. Zurück zum Juni 2003 In der Zwischenzeit hatte sich „mein‚ neuer Rechtsanwalt. Dr. dass ich bald nach Hause kommen würde. Ihm wurde gesagt.3. mir eine Kopie des Gutachtens zuzusenden. Wann und wie. dass es nie ein Gutachten gegeben hätte. befürchtete er. Da mein Einspruch gegen die Anklage im 140er am 10.anderen Stelle geben. das Beschuldigten von Seiten der Justiz bestätigt. Elf Tage später wurde mir dann ausgerichtet.03 abermals ans Gericht mit der Bitte. dass diese nicht verhaftet werden. 386 . Dies war umso wahrscheinlicher. Jetzt begriff ich. Obwohl er von meinen. Er konnte nicht mit mir kommunizieren. Man würde ihn nach meiner Ankunft kontaktieren und "aufklären". gemäss Auskunft vom Bankdirektor. darüber durfte er keine Fragen stellen. sondern bis zum Ende eines allfälligen Prozesses auf freiem Fuss bleiben können.10. Wolfgang Müller. Der Name des Verfassers war dunkelblau übermalt worden. was man mit mir vorhatte. Es kam nie eine Antwort.

dass es eine verbindliche Zusage der LGT gebe. wenn kein freies Geleit gewährt würde. dass ich in Holland war. dass ich sicher nicht nach Hause kommen würde. Das Gericht kam zum Schluss.03 genehmigt. Sie wussten nur.03 gestellt und vom Obergericht in Vaduz formell in einer nicht-öffentlichen Sitzung am 16. Eine brillante Schlussfolgerung! Eine Aufhebung des Liechtensteiner Haftbefehls alleine genüge gewiss nicht. wenn ich in Spanien gelandet wäre. Sie mussten es nicht wissen.06. Die am Entscheid beteiligen Behörden wussten aber nicht. Notabene war im Obergerichtsentscheid zum Freien Geleit protokolliert. Ich erfuhr vom Freien Geleit erst nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein. wenn ich nach Hause kommen sollte. die wie immer auch ihren Senf dazu sagen konnte.06. Gültig nur in Liechtenstein. Obwohl die STA es lieber gesehen hätte. Wobei mir der Sinn und Zweck dieser Übung (Freies Geleit) nie ganz durchsichtig erschien.Der Antrag wurde am 04. wurde bei Gericht erkannt. dass ich irgendwo im Ausland war. dass sie auf eine Bestrafung von mir verzichten würden. Die STA. hatte (wen wundert’s) keine Einwände gegen ein freies Geleit. 387 .

wie alles abläuft. Juli 2003 würden er und ich zusammen in einem Mietwagen mit holländischem Kennzeichen frühmorgens Amsterdam verlassen und auf direktem Weg die ca. . 388 . wenn wir irgendwo kontrolliert werden. was ist. einfach alles. Auch dafür hätte man gesorgt. genauer in das Terrace Café kommen.. Ich war mit dem Text zufrieden. wo Heinrich Kieber drauf steht. Mit dem Hinweis. dass niemand weiss. dem 01. Er begriff. Nach einigen Feinabstimmungen wurde mir vom Bankdirektor die gefundene Transportlösung mitgeteilt. 880 Kilometer bis zur Grenze ÖsterreichLiechtenstein fahren. wies aber darauf hin. mir nicht allzu viele Details der Lösung zu verraten. dass man in Vaduz eine Lösung für eine reibungslose Reise zurück nach Liechtenstein gefunden hätte.. spätestens um 18 Uhr zum Hotel Marriott. vor der Abreise in ein weisses Kuvert einpacken. Der Professor würde dort auf mich warten. dass ich die Unterschrift von Hans-Adam kennen würde und daher man nicht versuchen sollte. lies ich mich beruhigen. ID-Karte. dass ich mir keine Sorgen darum machen sollte. Juni. In den sieben Telefonaten im Monat Juni zwischen mir und dem Bankdirektor und/oder dem Professor wurde mir erklärt. Er würde im Hotel zwei Zimmer mieten. Ich bestand auf eine schriftliche Garantie von Hans-Adam. zukleben und ihnen vor der Abfahrt aushändigen. dass ich unter keinen Umständen mich auf ein vernebeltes Abenteuer in Sachen Heimreise einlassen werde.. Führerschein). Ich solle meine sieben Sachen packen und am 30. als er mir den Plan erklärte. steige ich in keinen Wagen ein. dass ich weder Haft noch sonstige psychische oder physische Nachteile zu erleiden hätte. mir eine Fälschung unter die Nase zu reiben. Darin würde er mir als Staatsoberhaupt garantieren. Ich protestierte und sagte.. Ich würde vor Abreise eine handschriftliche Note von Hans-Adam erhalten. Eines für ihn und eines für mich.KAPITEL 18 Ach wie gut.dass ich Kieber Heinrich heiss. bei Ankunft nicht doch noch ins Gefängnis geworfen zu werden. auf seinem Briefpapier mit Stempel und so. dass Hans-Adam ihm eigentlich strengstens aufgetragen hatte. Auf meine Frage hin. wenn ich nicht genau wüsste. Ich müsste alle meine Ausweise (Pass. Am nächsten Tag. sagte er mir.

Dann könnte ich ihn holen und zeigen. sei der geniale Schlüssel. Er könne mir aber nicht sagen.K. Geplant sei. Er sagte. soweit schien mir die Lösung als OK. dann würde unsere Schatten dies sofort mitbekommen und hinter uns aufschliessen. Der Pass soll jedoch in den Händen der Insassen des Zweitwagens. wer die Personen im anderen Wagen seien. Und wir beide erkannten. als wer ich mich denn bei einer möglichen Kontrolle ausgeben sollte.Sollten der Professor und ich in eine Kontrolle in Holland. Eine eventuelle Polizei. er glaube dies nicht. dass es (diplomatisch) befugte Personen seien. dass ich mir keine Sorgen um meine "Identität‚ während der Transitfahrt machen müsste. wenn diese zwar nicht bei mir aber mit uns im Mietwagen gefunden wurden? Ihr würdet nicht alleine sein. soll mir der Pass aber vor Abfahrt gezeigt werden. dass der Professor die Anderen einmal kurz vorher in Zürich oder Vaduz treffen würde.03 in Berlin vor der LGT Niederlassung durch das Wagenfenster gezeigt hatte.oder Zollkontrolle des Koffers sei nicht möglich. seien es Personen aus jenem Kreis.‚ nicht entdecken. die seit Jahren von Hans-Adam mit Liechtensteiner Diplomaten-Pässen ausgestattet werden. Meine Papiere würden versiegelt und sicher in einem Diplomatenkoffer verstaut transportiert. Ich solle dann sagen. sagte der Bankdirektor. dass mir der Pass mit Namen „Ulrich Meier‚ nicht persönlich für die Rückreise ausgehändigt werden dürfe. dann würde man „H. wie schon oft in den letzten Wochen. So wie er es mitbekommen habe. ob es Diplomaten aus dem Liechtensteiner Corps seinen. Der Bankdirektor wusste schon. konterte ich schon der Frage. Bevor er den logischen zweiten Teil des Plans weiter erklären konnte. Nun gut. den der Fahrer von Hans-Adam mir am 14. Sollten der Professor und ich durch ausländische Beamte aufgehalten werden. Eine clevere Lösung. 389 . Ein Zweitwagen mit zwei Passagieren würde unserem Auto ab dem Hotel in Amsterdam folgen. Und was würde mit meinen Papieren geschehen.01. bleiben. der uns immer mit Abstand und in Sichtweite nachfahren würde. dass ich meinen Pass im anderen Wagen hinter uns eingepackt hätte. Der Liechtensteiner Pass. sagte ich. Klar sei aber. Um mich zu beruhigen. was jetzt meine nächste Frage sein würde und sagte. damit er sie dann in Amsterdam wieder erkennen könnte. wie viel Wahrheit im Spruch „Geld regiert die Welt‚ liegt. Ich fragte. Sonst würde ich es wieder nicht glauben. Deutschland oder Österreich geraten. Hans-Adam und die Regierung in Vaduz haben aber darauf bestanden.

Ich machte mir eine Liste der Pro und Contra. 9 Mio. dass ich die letzte externe Harddisk mit den Daten vor der Abreise vernichten würde. wo ich übernachtete. Euro ausbezahlt. Ich hatte dem Duo Professor und Bankdirektor versprechen müssen. Trotz aller Ehrenworte seitens des Professors und des Bankdirektors war ich mir nicht ganz sicher. konnte dies alles NICHT ohne die Zustimmung von Hasler und Hans-Adam geschehen. aber schmerzlos. Hart hämmernd. im selben Hotel wie der Professor zu verbringen. Was nicht verwunderlich ist.Wenn es um die heiligste Kuh aller Kühe in Liechtenstein geht. Zudem waren fast sechs Monate vergangen. mich auf dem Heimweg in Deutschland zu „verkaufen‚. dann sind Hans-Adam und seine Regierung sofort bereit. Da die Mehrheitsaktionärin der LLB das Land Liechtenstein ist und diese Beteiligung durch die Regierung (!) kontrolliert wird. Die Idee. Ich wollte aber den steigenden Enthusiasmus vom Professor nicht unnötig eindämmen und sagte dem Treffen im Terrace Café zu. ihre eigene sowie internationale Gesetzte zu brechen. Ich wusste zu viel und das war meine Versicherung. Selbstverständlich kam mir die von Liechtenstein orchestrierte Lösung für meinen sicheren Transport von Holland via Deutschland nach Hause auch ganz gelegen.im Rückblick . Dort hat die LLB über Jahre hinweg Erpressern ca. wenn man sich jetzt . seit ich Liechtenstein verlassen hatte. Meine gepackten sieben Sachen liess ich aber bei Jane in ihrem B&B in Monnikendam. dass ich freiwillig nach Hause zurückkehren wollte. gefiel mir nicht so gut. Ich vernichtete den letzten Datenspeicher im Juni auf dieselbe Art wie sein Zwillingsbruder. Ich hatte ja bis Ende Juni 2003 das Zimmer dort bezahlt und konnte ohne weiteres eine extra Nacht bleiben. ob es nicht dennoch eine Kurzschlusshandlung auf deren Seite geben würde. Mittels. Nach reiflicher Überlegungen kam ich zum Schluss.und Strohmänner angeheuert. Wobei ich nochmals betonen möchte.die gefundene Lösung für den LLB-Fall anschaut. die Nacht zum 1. Spitzel auf die Erpresser angesetzt und so weiter. 390 .7. Es wäre das erste Mal. Lange Monate in denen alle Seiten sich beruhigen konnten und die Sache mit der nötigen Distanz betrachten konnten. dass ich unter Zwang niemals heimkehren würde. dass sie wissen würden. Nach monatelangen Diskussionen mit den Gesandten von HansAdam war es allen Beteiligten klar. dass es Liechtenstein nicht riskieren würde.

dass es bald zu Ende war. dass er sich verabschiedete. da es auf der Rückseite die Krone aufgedruckt hatte. Ich rannte hoch in mein Zimmer. Er war ausser Sichtweite. Bis anhin hatte ich bei fast allen Treffen beharrlich darauf geachtet. Ich verliess das Hotel wieder und schlenderte das letzte Mal in der schönen Stadt herum. schmiss ein paar Handtücher im Badezimmer auf den Boden. dass sie mich evt. dass er. Ich ging hinein und liess mir den kürzesten Haarschnitt den es gibt machen.00 Uhr am nächsten Morgen in der Hotellobby auf ihn warten würde. Er erschien erst nach 18. Sein Zimmer sei in einem anderen Stockwerk. Meine Absicht war ganz und gar nicht. Ich konnte die zu Recht vorhandenen Ängste (siehe ihre Aktivitäten in Berlin!). da sie ja die Zimmer reserviert und bezahlt hatten. mich ohne Zeugen zu erwischen. dass sie einen Zweitschlüssel für mein Zimmer hatten.30 Uhr beim Marriott. wie immer von Hans-Adam spendiert.Am 30. Ich riss die Bettdecke hoch. den Gefängnisschnitt. Wir gingen nochmals die wichtigsten Punkte durch.00 Uhr. Er übergab mir ein zugeklebtes Kuvert. mit Gewalt irgendwo hinschleppen würden. Er bestätigte mir. Ich sagte. mit dem Hintergedanken. Er gab mir meinen Zimmerschlüssel. Ich sagte. einfach nicht aus meinem Kopf löschen. dass ich es erst später öffnen würde und steckte es behutsam ein. Nach einem letzten feinen Essen in meinem Lieblingslokal lief ich zurück ins Hotel und wartete auf den Professor. länger als er im Café bleiben zu können. Endlich war er so müde. dass sie in der Öffentlichkeit stattfanden. ich um 07. den Lift hoch zu den Zimmern nahm. benutzte die Seife. Ich war mir ganz sicher. dass ich noch die letzte Nacht alleine in der Stadt verbringen möchte und wenn er nichts mehr von mir auf seinem Handy hören würde. fuhr ich frühmorgens mit dem Linienbus Richtung Amsterdam City und war schon um 09. wie angekündigt. Ich versicherte mich. Er lud mich zu einem späten Abendessen ein. Auch darum nicht. Ich nannte ihn den Prison-Cut. 391 . Plötzlich stand ich vor einem alten Barbiershop. Ich bestellte noch eine Cola. hier zu übernachten. Ich erkannte sofort. öffnete eine Packung Chips und goss Wasser in ein Glas ein.06. dass es vom Schloss Vaduz war. weil dies die erste und letzte Möglichkeit wäre. Ich war den ganzen Tag sehr nervös und bereute es. schon so früh in der City zu sein. dass die vom anderen Wagen auch schon in Amsterdam seien und er sie schon getroffen hätte. Wir waren beide sehr aufgeregt und gleichzeitig froh.

Er verneinte es. Er wolle und müsse es nicht wissen.h. mit aufgedruckter Adelskrone und aus weissem Büttenpapier vermutlich. was da drin ist. Ich schlief nicht so gut. Daneben die schnelle Unterschriftsvariante von ihm.D. Jane und ihr Mann bedankten sich sehr für meine Treue und wünschten mir alles Gute. sammelte ich den ganzen Inhalt des Kühlschranks (mit Ausnahme der alkoholischen Getränke) inklusive allem Essbaren (Schokoriegel. Darin befand sich die postkartengrosse Notiz. Eigentlich gar nicht. dass er beauftragt worden sei. Er kam frisch rasiert und parfümiert zur abgemachten Zeit runter und wir stopften unser Gepäck in den praktisch brandneuen Mietwagen der Marke Renault. weil ich am nächsten Morgen schon um 5 Uhr in der Früh von einem Taxi abgeholt werden würde. ob Hans-Adam was dagegen hätte. Erst dort öffnete ich den Umschlag. Nach 20 Minuten kam er wieder.00 Uhr hielt das Taxi in der kleinen Strasse vor dem B&B und 25 Minuten später liess es mich in einer Seitenstrasse in der Nähe des Hotels Marriott wieder raus. Dort. Ich übergab es ihm. Auf jeden Fall super teure Papierqualität. Er bat mich in der Lobby zu warten und er verschwand mit meinem Umschlag. Ohne Kuvert. Nach viereinhalb Monaten als Gast verabschiedete ich mich von meinen Gastgebern am Abend. Pünktlich um 05. Unter dem Logo vom Schloss Vaduz war von Hans-Adam handschriftlich genau das vermerkt. oder zumindest eine geprüfte Fluchtmöglichkeit zu kennen. Unten stand noch zusätzlich: Angenehme Reise. von anderen Menschen umgeben zu sein. Der Professor lachte und bezahlte beide Zimmer und die ca. wartete ich in der Lobby auf den Professor. Noch schnell eine kalte Dusche und das war’s. Amsterdam Ade. Gleichzeitig zeigte ich ihm die gefüllte Plastiktasche. Käsesnacks) ein und packte es in eine Tasche. dass ich praktisch alles ausser Alkohol aus der Minibar abgeräumt hatte. 392 . Chips. Modell Twingo. was man mir angekündigt hatte. ob er wisse. 50 Euro für meine Minibarsammlung. Er sagte mir. Wieder unten. Er bat mich. Es war ein wunderschöner Sommermorgen. Ich machte mich auf den Weg zurück nach Monnikendam. Ich liess meine Koffer unten an der Rezeption stehen und nahm den Lift hoch zum Zimmer. Ich fragte ihn. mich nun nach einem weissen Kuvert zu fragen. Zurück an der Rezeption kam die übliche Frage: Minibar? Verlegen fragte ich ihn. in einem Anfall von „die letzten guten Tage sind vorüber‚.

die Schutz-ID. fiel auch mir der Groschen runter. Den allezeit beliebten Schutz-Pass. Ich versicherte ihm. dass ich ihn sobald als möglich persönlich sehen könne und auf mich ein schönes. Später konnte ich erkennen. Er öffnete eine blaue Dokumentenmappe. Ich erblickte den richtigen Wagen schon als wir noch auf dem Stadtgebiet Amsterdam fuhren. Der Wagen blieb immer vier bis fünf Autos hinter uns. Dank meines grossen Vorrats an Süssem aus dem Hotelzimmer musste ich auch nicht hungern. neu möbliertes Zimmer in Vaduz warten würde. ob ich ja nichts in Holland vergessen hätte.‚ Er beteuerte nochmals. Der Professor selber hatte zwei eigene Handys bei sich. ob alles gemäss Plan abgelaufen sei. wollte Hans-Adam mit mir reden. nein. Wir hatten eine Europastrassenkarte mit uns und der Weg sollte uns ungefähr via Köln. gell?‚ 393 . kleines. Vorher musste ich noch mein Handy samt SIM-Karte abgeben. nein. das wissen wir alle. die mit den Diplomatenpässen. Dann verstaute er den Pass wieder in der Mappe und ging in Richtung Vorderseite des Hotels. Ich hatte keine Probleme damit. Ich erwiderte. Ganz offen schaute ich ständig nach unserem Schatten. dass es ein österreichisches Kennzeichen hatte. Er fragte mich. Es war ein dunkler BMW der 5er Reihe.nach draussen zu kommen. nein. Ich bedankte mich und er nickte nur. Karlsruhe und Stuttgart führen. Der Professor hatte nichts dagegen. Der Herr Professor und der Herr Ulrich Meier stiegen in den Mietwagen ein. Er bat mich die kurvige Einfahrt entlang zu laufen. die abwechselnd während der ganzen Fahrt mindestens alle 30 Minuten klingelten oder vibrierten. den ich noch nie vorher gesehen hatte. grösser als ein DIN A4-Format und zeigte mir den Pass mit meinem Foto drin. Zu meiner Verblüffung. nichts vergessen. Als er mich mit Herr Ulrich Meier begrüsste. Auf halben Weg dorthin stand ein Mann. Er lachte und rief< nein. Sofort rief ich zum Professor: „Aha. Frankfurt. Ich dachte mir nichts dabei. rief Hans-Adam an und fragte. Er fragte auch. es war ja ihr Eigentum. Nach einer Stunde Fahrt. es sind sicher Hans-Adams Verwandte aus Österreich. wie es mir gehe und dass ich mir keine Sorgen wegen der Deutschen machen soll. Nur noch alles in meinem Kopf! Er gab zurück: „Ja. hoffentlich nicht in der Aeulestrasse/Gewerbeweg (dort wo das Gefängnis ist). Die Fahrt war angenehm. kein holländisches Kennzeichen. Das konnte ich sehen.

Ich erinnere mich noch ganz gut daran. Auf halber Strecke entschieden wir zu tanken und kalte Getränke einzukaufen. Das ginge nicht. sagte der Professor. Gemäss Aktennotiz wurde dies (am 1. Österreich grenzt ja an Liechtenstein. nachdem was ich alleine und wir zusammen erlebt hatten. dass ich dem Professor sagte. Im Laden der Autobahnraststätte kauften wir uns Essen und bezahlten das Benzin. Ich sah zwei Männer neben dem BMW stehen. dass ich über 5 Jahren später. in 2008/2009 wirklich dieses Buch mit der wahren Geschichte schreiben würde. aus LGT wurde Banque de la Liberté. Und über Argentinien. in der man alle vorhergegangenen Meldungen und Sachverhalte widerrufen sollte. Der BMW hielt auch. Wir erfanden Pseudonamen für ein imaginäres Buch: aus STA Haun wurde STA Schaum.7. er wisse es nicht und blickte nur stur nach vorne. dass ich jetzt unterwegs war. Der Bodensee war 394 . Der Kreis der Informierten war ja sehr klein. aus Liechtenstein wurde Monaco. ohne die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. dass es unmöglich sein würde. Hätte man mir damals gesagt. Da Hans-Adam telefonisch vom Professor über den Fortschritt der Heimführung auf dem Laufenden gehalten wurde. ordnete er die Vaduzer Polizei an. Ich könne doch ein Buch schreiben. als die meisten Menschen dachten und dass die Datensicherheit in Liechtenstein löchrig wie ein Schweizer Käse war. ich hätte alle für verrückt erklärt. Es war der Mann. einer tankte den Wagen. eine dringende Interpolmeldung nach Deutschland (BKA. sagte er. Um nicht in einer Radarkontrolle gestoppt zu werden. Die Stunden vergingen und wir machten Witze übers Bücherschreiben. Während der Professor uns unaufhaltsam Liechtenstein näherten. der andere lief weg um mit dem Handy zu telefonieren. fuhren wir strikt nach Vorschrift. ein Buch zu schreiben. Wiesbaden) zu senden. der mir in Amsterdam den SchutzPass gezeigt hatte. Vielleicht weil ich mich sichere fühlte.Er sagte. Natürlich könnte ich die Dinge nicht beim Namen nennen. Polizei und Justiz wussten ja nicht. aus Hans-Adam wurde Duke of Full-Pockets.) dann um 15:58 erledigt. spielte sich in Vaduz anderes ab. Dann würde man ja erkennen können. Erstaunlicherweise atmete ich nicht schwerer sondern leichter. dass Liechtenstein knapp einer Katastrophe entkommen war und dass Hans-Adam ganz anders war. Die deutsch-österreichische Grenze kam näher.

Wir überquerten die unsichtbare Grenze der zwei EU-Staaten und dann waren es nur noch ein paar Minuten bis nach Feldkirch. Ich behielt den BMW im Seitenspiegel streng im Auge. wie ich vor fünf Monaten und 24 Tagen hier den Zug nach München genommen hatte. Der Bankdirektor rief den Professor an. Wie als wären die letzten sechs Monate gar nicht passiert. Er beruhigte mich. Endlich am Ziel! JETZT war ich wieder voll in den Händen und unter Gnaden von HansAdam. dass ich unter diesen Umständen wieder durch Feldkirch fahren würde. nach hinten. Er fahre mich nach Vaduz zu der gemieteten Einzimmerwohnung. Kein Problem. Nur die Musik aus dem Radiosender störte etwas. die von Schweizer Zöllnern auf liechtensteinischem Boden kontrolliert und bewacht wird. Man fragte mich. 1. Ich kramte die handschriftliche Botschaft von Hans-Adam aus meiner Computertasche und hielt sie fest. sagte ich.5 Kilometer von liechtensteinischem Boden entfernt. wie ein Kleinkind sein liebstes Spielzeug. Da brauchte man den „Schutz‚ jener aus dem BWM wohl nicht mehr. praktisch windstill. Gleichzeitig stiessen wir beide einen erlösenden Seufzer aus. Es sei keine Falle. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Fast jedes Haus an dem wir vorbeifuhren. dass alles gut gegangen war. bevor es wieder den Hügel runter geht. vorbei am Portier und der Sicherheitskanzel und parkten den Wagen. verlief alles sehr schnell.so schön an diesem Tag. so ruhig war alles. 395 . Niemals hätte ich gedacht. Man winkte uns wie Touristen durch. Etwas zu wild für den Professor schaute ich mit langem Hals ständig nach vorne. genau in der Anhaltebucht der Stadtbusse. wenn wir zuerst zur LGT BANK in der Herrengasse fahren würden. Der Grenzübergang Schaanwald war schon in Sichtweite. ob es OK wäre. Sofort klingelte sein Handy wieder: Das Schloss wusste schon. Richtung Grenzposten. alle kannte ich sie auswendig. Ich erinnerte mich. Dies sollte mich vor jedem Ärger schützen. Es war ja mein Hinterhof. Wir waren nur noch ca. An der Grenze. wo es rechts ein Thai. Auf der Höhe. hielt der BWM an und wurde im Spiegel immer kleiner und kleiner. rechts und links. jede Strasse die wir benutzten. dachte ich. sagte ich. wieder in meiner Heimat zu sein. Wir fuhren in die Tiefgarage.oder Chinarestaurant gab. Die Sonne hoch und stark.

Zudem solle ich mich auch auf ein Vier-Augen-Treffen mit Hans-Adam für nächste Woche Mittwoch. ein Ledersofa mit Glastischchen. fragte er. dass mir nichts passieren würde. Er habe ein Zimmer in Triesen. Ich hatte ja nicht viel Gepäck und nach zehn Minuten war ich schon eingezogen. Vaduz. vorbereiten. Ging leider nicht.7. Es hatte einen kleinen Balkon. war sein Teil der Aufgabe der schwierigste. hätte ich um 10 Uhr einen Termin beim RA Dr. erwähnte er noch. Die Möbel waren brandneu.Zuerst musste ich mich mal richtig strecken. Links. Dies erledigte er so gut wie nur möglich. 2008 hinein). Natürlich darüber schwebend immer der Hans-Adam. Ich wollte die Notiz aber als Andenken behalten. Zu meinem Erstaunen. weg vom Balkon konnte man auf die Wiese vor der Wohnung meines Nachbarn laufen und runter zum Parkplatz.7. Jetzt wäre es ja klar. ihm die persönliche Notiz von Hans-Adam zurückzugeben. Er gab ihn mir. Er gab uns die Wohnungsschlüssel und nannte uns die Adresse: Buchenweg 1. Obwohl der Professor auf der Lohnliste von ihm stand (nebenbei noch bis weit ins letzte Jahr. den 9. Alles gediegen und farblich abgestimmt. Wolfgang Müller. Der Bankdirektor und eventuell er selber würden auch dort sein. Dieser Meinung war ich auch. ebenso Bettwäsche und Handtücher. Nämlich mich zu überzeugen und mir neue Wege aufzuzeigen. der direkt über dem Hauseingang war. Der Professor verabschiedete sich mit der Bemerkung. Er bat mich. dass ich mich erstmals einrichten und ein paar Tage erholen soll. alles beim alten. Der Rest dem Bankdirektor. Ich kannte den Weg und dirigierte den Professor dort hin. 396 . Die Einbauküche war relativ gross und das Badezimmer auch. ein Bett mit Nachtisch. den 4. Der grösste Teil am Erfolg dieser Etappe war dem Professor zuzuschreiben. Ob es mir wieder daheim gefallen würde. Der Bankdirektor kam aus dem Personalausgang auf uns zu und begrüsste uns freundlich. Er war wie ein Ventil zwischen Hans-Adam und mir. mit meinen Ausweispapieren drin. Es war eine kleine eineinhalb Zimmerwohnung. Wenn es mir genehm wäre. Es war so gegen 17 Uhr als wir auf dem Parkplatz vor dem Haus ankamen. erwiderte ich und bedankte mich bei ihm für alles was er getan hatte. Es wäre. Es roch noch frisch gestrichen. Ja. erwiderte ich. einen Kleiderschrank und eine Stehlampe. Es gab einen Esstisch mit vier Stühlen. Am Freitag. hatte er den weissen Umschlag in seinen Händen.

397 . wenn er mit seiner Regierung. deren und meine Worte so umzuformulieren. Dies galt auch für den umgekehrten Weg. dem Bankdirektor und dem Professor über mich sprach. dass Hans-Adam mehrfach eine ganze andere. Es sah ganz danach aus. als ich später. bestialische Sprache verwendete. ganz nach dem Spruch „Zeit heilt Wunden‚. Ich hoffte nun.„Bring mir die Daten zurück! Koste es was es wolle! Mit Kieber oder ohne Kieber. mitbekommen.Während der vielen Debatten in den vergangenen Monaten hatte ich. dass der einzige Auftrag von Hans-Adam an ihn lautete: OZA. die fast sechs Monate meiner Abwesenheit reichen würden. sodass sich auch die zornigsten Gemüter wieder beruhigt hatten. Ich habe meine Meinung über den Professor auch dann nicht geändert. nach meiner Rückkehr erfuhr. ist mir scheiss egal‚ -OZE. dass eine Lösung schlussendlich zustande kommen konnte. überwiegend zwischen den Sätzen horchend. oft direkt. dass. Teil der Aufgabe des Professors war es.

Himmel auf Erden: ein Liechtensteiner Leberkäse. Genau so wie ich ihnen nie zu 100 Prozent trauen konnte. wo sich die Polizei. es würde immer diejenigen geben. Und ein frisches heisses Leberkäs-Brötchen. Wieder zurück in der Wohnung wurde es mir schnell langweilig. Am nächsten Morgen sah die Welt auch wieder gut aus. Ich schämte mich meiner Taten. Ich dachte an Lampert. weil ich wieder daheim war. Es war schön. Die Sonne heizte den Raum trotz heruntergelassenen Rollos heftig ein. Die nette Verkäuferin (er)kannte mich zum Glück nicht. Ich lief über Nebenstrassen bis zum Denner (Einkaufsladen) nach Triesen. So fein.KAPITEL 19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe Ich packte meine sieben Sachen aus und richtete mich gemütlich in meinem neuen Heim ein. war das letzte. Aber vor allem keine Diskussionen mehr und keine schwedischen Gardinen. Es war nicht der richtige weg. sondern weil keine Daten verraten wurden und es somit keine geschädigten Kunden gab.und ausschalten. das Passamt und das Gefängnis befanden. und was für Liechtenstein viel wichtiger war. Was soll’s? Ich hatte eine Entscheidung getroffen. Ich will nicht sagen. Von der langen Fahrt müde. Fast sechs Monate lang unzählige Menschen unzählige Nerven gekostet. Herr Kieber". keine Sicherheitsvorkehrungen. der dort in einer Zelle sitzen würde. Da ich ja kein Auto hatte. Nicht so sehr. dass ich meine Drohungen nicht in die Tat 398 . Es war ein ungewohntes Gefühl. Nein. machte ich mich zu Fuss in Richtung Hauptstrasse. Ein besseres Kopfkissen müsste ich noch kaufen. Die Haltestelle ist auf der Höhe des Gebäudekomplex. Ich inspizierte die ganze Wohnung. das Land wurde von einem politischen Tsunami mit vielen furchtbaren Konsequenzen verschont. dann muss es ja mindestens zwei verschiedene Wege geben. dass ich keine andere Wahl hatte. Der Jahrhundertsommer 2003 war ja voll im gang. zur Bushaltestelle. Ich kaufte Milch. Der Abend war schwül. Brot und Müsli ein. was ich vor dem Tiefschlaf dachte. auch kein Velo mehr. war schon um 19 Uhr Bettzeit. wieder zu Hause zu sein. dass – egal was ich in den 6 Monaten zuvor angestellt hatte – sich ein grosses Gefühl der Erlösung bei den Machthabern breit gemacht hatte. Im Badezimmerspiegel starrte ich mich an. Kein Versteckspiel mehr. kein ständiges Handyein. die mir nicht ganz vertrauen würden. Ich fühlte auch. "Hast es mal wieder geschafft. Ich wusste. Wenn man wählen kann. War ich froh. Keine versteckten Kameras? Mikrofone? Wer weiss.

Ich hätte auch die Hauptstrasse entlang die paar Kilometer ins Dorfzentrum laufen können. Beim Kiosk Schreiber sah ich Jumbo (sein Spitzname) 399 . dass es einen Knall gab. Ja. Von den Anderen traute sich die Hälfte gar nicht mich anzusprechen. Bist ein Kieber. das etwas wusste. ich war halt im Ausland unterwegs. Ich merkte sofort. war mein Onkel Guntram (der Ex-Mann meiner Tante). Im Zentrum angekommen wollte ich bei der Post eine Monatsbusfahrkarte kaufen. dass er etwas wusste. Wenn etwas los war in Vaduz. Niemand sah zu mir rüber. Endlich wieder heimische Backwaren. Ja Heinrich. Der Erste. Ich hatte ihn und seine Freundin Marina immer sehr gemocht. Die Möglichkeit. die gar nichts wussten. Was. dass hoffentlich alles gut gegangen sei. Und ich wollte nicht gesehen und erkannt werden. Grüsse von hier aus an die Beiden. schriftlicher Notiz. seit sie mich das letzte Mal gesehen hatten. war meines Erachtens schon da. Er erzählte mir davon. wartete auf den Bus und beobachtete die vorbeifahrenden Autos. sonst wäre ich auch dort. (Fast) jeder kennt jeden persönlich oder man weiss zumindest wohin mit dem Gesicht. wer. Vogelfrei. der Polizei oder der Führungsetage der LGT mich sehen würde und vor lauter Schreck einen Karambolage auslösen würde? Ich setzte mich auf die Bank im Wartehäuschen. Der Rest wusste nicht ob sie mich verteufeln oder loben sollten. egal wie viel. der mir über den Weg lief. So oder so. ja Heinrich – wo warst du dann. Dank Hans-Adams persönlicher. Ich versprach. dass ich im Januar dem Hans-Adam einen Brief geschrieben hatte. Ich kaufte mir einen Nussgipfel und trank eine heisse Ovomaltine. dass ich wieder da war und dass augenscheinlich keine Katastrophe eingetreten war. etwas von dem Drama wusste oder nicht. gell? Es war für mich ein Einfaches zu erkennen. dass auch etwas ganz anderes sein Gültigkeit hatte: das freie Geleit. Mehr Details wusste er aber dieses Mal offenbar nicht. Ich erkannte die eine oder andere Person. Ohne auf meine Antwort zu warten. rief er voller Freude. dass es lange her war. Er wusste. Da musste ich hin. Diejenigen. sie bald besuchen zu kommen. Aber das halbe Land fährt zu dieser Zeit diese Strasse entlang zur Arbeit. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht. er wusste es immer. wenn jemand von der Justiz. grüssten mich ganz anders und erinnerten sich oftmals erst dann. Ich erblickte die Bäckerei Amman. war erkennbar froh.umgesetzt hatte. das Volk. Ich war frei. sagte er. sonst hätten sie es ja in den Medien gelesen und ich würde am Galgen hängen. Vaduz ist wie ein Dorf in den Bergen.

als mein neuer RA in dieser Sache? Nein. Wolfgang Müller bei ihm gemeldet. dass mich jemand von dort sieht. dass er mich nicht an der Nase herumführe. sagte er. Er bestätigte aber. Herr Kieber. Niemand schimpfte mit mir. dass ich mich nicht gemeldet hatte und auch für alle Belästigungen.7. Hätte sich den nicht der RA Dr. Alle konnten es nicht glauben. seltsam. Ein Besuch beim gescheitesten Mann in der Justiz. dass es seit meiner Abreise im Januar zu keinem Wechsel des Rechtsanwalts gekommen sei. Meier. Ich sagte. Sorry. Von 11:30 bis 12:25 durfte ich mit ihm plaudern. 400 . Im Moment ginge es zeitlich gerade nicht. Nein. Ich fragte natürlich sofort. fragte er. die sie eventuell wegen mir hatten. meine Schwester und ein paar Freunde aus einer Telefonzelle bei der Post Vaduz an. sagte ich zu ihm. erinnerte ich mich. Komisch. wie seine zwei Damen im Vorzimmer. der Akt sei immer noch beim Obergericht. Er sei immer noch der UR in diesem Fall und er würde schwören. Am nächsten Dienstag. Was sollte ich als nächstes tun. Ich entschuldigte mich dafür. Dieser würde in Kürze über meinen Antrag (vom 22. im Büro vom Richter Dr.er wusste nichts. Paul Meier reden? Ja sicher. konnte ich da nur sagen. Sie wieder zu sehen. erinnerte mich UR Dr. G. Mist. Erst als ich mich umdrehte. Seltsam. dass ich wieder zu Hause war. Ich bat ihn jetzt und hier den RA-Wechsel offiziell zu protokollieren. Das war schon mal positiv. Ich rief meine Stiefmutter. fragte ich mich. aber Hallo! Gut. Ich lief rüber zum Gerichtsgebäude. Ich bedankte mich bei ihm. Nein. sehr geschockt. sechs bis acht Wochen sollte es der neue RA Müller aus Schaan sein. Die Treppe hoch und klopfte bei seiner lieben Sekretärin an. Noch dachte ich mir nichts dabei. sagte er. den 8. Er war. Also dann bis nächsten Dienstag. Ich wollte nicht. als sie im Januar von meinem Brief an Hans-Adam hörten. Ohne Termin? Wie immer! Ich versuche es einfach. seit ca. sagte ich. nichts wie weg. nichts dergleichen. Ich erwarb ich eine Telefonkarte. Die war überrascht. der das freie Geleit beschlossen hatte). entscheiden.02) auf Fortsetzung der Strafuntersuchung gegen Roegele & Co. Mislik (übrigens derselbe Richter. ob es im 101er vorwärts gegangen sei. Hirn nicht mehr vertreten würde. Kann ich mit dem Landrichter Dr. Ob mich Dr. dies könne nichts stimmen.11. dass schnurgerade gegenüber die LGT Treuhand war.. hätte er Zeit.

Es folgten mehrere hektische Anrufe und Faxe zwischen der Polizei und der STA. Eines. sollte ich von irgendeiner Richtung aus schon heute zurückkommen.7. war dieses Gerücht gezielt gestreut worden.7. Ich spazierte vom Bahnhof Buchs auf der linken Seite der Einkaufsmeile Richtung Werdenberg. überlegte ich. Meier verlassen hatte. Ich schaute auf und drehte meinen Kopf zum rechten Bürgersteig. sollte ich die Grenze dort überschreiten. Es dauerte nicht lange. wo ich ein Kissen kaufen könnte.In der Zwischenzeit gingen ein paar Gerüchte wie ein Lauffeuer in Vaduz umher. ob die etwas wüssten und formulierte ihre Bedenken. unverständliches Gefasel und dann die Klänge von weggestossenen Stühlen. einreisen würde. als sie hörte. dem Landgericht einen Brief. mich nicht aufzuhalten. wünschte aber. Es war der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Ich nahm den Bus dorthin. auf der Schweizer Rheinseite gab es genügend Auswahl. dass ich erst am 2. Nachdem ich das Büro des UR Dr. das Gericht möge daher das Verfahren gegen mich einstellen.7. Die LGT Treuhand schickte am 2. bis ich die erste von mehreren peinlichen Situationen der kommenden Zeit erlebte. schnellst möglich den Deutschen eine Meldung zukommen lassen. dass ich heute. Im Einkaufszentrum Buchs. um als Vorsichtsmassnahme anzuordnen. Die STA wusste auch nichts Genaueres. nach Vaduz zurückkehren würde. der fluchtartig die Tische eines kleinen Cafés verlies. erreichte schliesslich die Polizei. Gleich als nächstes sollte die Polizei die Ausschreibung im RIPOL von den Schweizern löschen lassen. Erst dann erkannte ich ihn. worin sie den Rückzug ihrer Privatanklage in Sachen Datendiebstahl erklärten und den Antrag stellten. Buchs ist zwar Ausland. dass die Polizei schleunigst die Grenzstelle in Schaanwald anrufen sollte. Wie sich später herausstellte. An der Hand hielt er eine junge Frau. Hunger hatte ich auch wieder. Dort sah ich einen Mann. am 2. Auf der Höhe des COOP Ladens hörte ich zuerst lautes. um mögliche Saboteure im Glauben zu lassen. Die Polizei kontaktierte die STA per Email und fragte nach. Sie sorgten sich um mich. Und ich wollte mein Mittagessen nicht in einem Restaurant in Vaduz einnehmen. 401 . Diese war etwas irritiert. Die Polizei war ja gestern beauftragt worden. ein Falsches. aber weder der Professor noch der Bankdirektor hatte mir untersagt in die Schweiz zu gehen. da ich noch passiv im Schweizer System (RIPOL) ausgeschrieben war.

was ich ihm hätte sagen sollen. Er sagte mir. Ich betrat auch die wunderschöne renovierte Kirche in Mauren. Ich wüsste auch nicht. dass ich ihn überhaupt und wenn doch auch noch so schnell wieder besuchen kommen konnte.. Müller machte. Ich bedankte mich dafür. Es gab da ein Superangebot für ein kleines Kombigerät. da ein Mitarbeiter der Firma in der Nähe von mir wohnen würde. Er wich aus und sagte nur.7. Es war das Nokiatelefon aus Holland. Am Freitag. Auf dem Weg zur Bushaltestelle beim Bahnhof Buchs kam ich an einem TV-Geschäft vorbei..kostete es.Er musste mich zuerst gesehen haben und war wohl geschockt. hatte er mir eine neue SIM-Karte mit Rufnummer von der Telekom Liechtenstein kaufen und aktivieren können. mir mitteilen zu lassen.ärmer und um einen Fernseher reicher. dass er vergessen hätte. schönes Wetter heute. dass es besser war. Zuerst wollte ich aber mit dem Bus in meine Heimatgemeinde fahren und das Grab vom Vater besuchen. Sie war auf meinen Namen registriert. redete ich mit ihm und erinnerte mich. Wir verbrachten den Tag am kleinen Werdenbergersee. Er drückte mir auch eine Kopie des Rückzuges der Privatanklage der LGT Treuhand in die Hand. Dort angekommen. Mit dem Kissen unter dem Arm fuhr ich mit dem Linienbus gleich wieder nach Vaduz. TV und Videorecorder in einem. W. Beide waren Schweizer. Mit dem Bus erreichte ich wieder Buchs und traf mich mit meinem Schatz. dass er mich abholen würde. CHF 300. Da das Handy ja keinen SIM-Lock hatte. den 4. So. hätte ich nie geglaubt. Super. Ich kaufte mir ein Kissen und einen dazu passenden Bezug. 402 . Wieder etwas Positives erlebt. Fünf Minuten später war ich CHF 300. Den Donnerstag hatte ich mit meiner alten Liebe abgemacht. Er wollte wohl eine Konfrontation mit mir vermeiden. sagte ich. Weisser Marmor überall. wie konnte er denn die Nummer auf meinen Namen einlösen. es so zu belassen. Im Auto gab er mir ein Geschenk. gerade als ich mich auf den Weg zum neuen RA Dr.. dass er immer mehrmals in der Woche zum Mittagessen nach Buchs zu seiner Freundin fuhr. Besser so. bog der Bankdirektor mit seinem Wagen in meine Strasse ein. als ich das letzte Mal dort war. Ich bog in die nächste Abzweigung nach links und dann zum Migroseinkaufszentrum. Das TV-Gerät würde man mir am Wochenende ausnahmsweise nach Vaduz bringen können. ohne dass ich dabei war? Man musste sich nämlich dafür ausweisen. Ich erinnerte mich. Sie hatte von nichts eine Ahnung und ich entschied.

Wochen zurück. 403 . extrem minimal in meine Geschichte eingelesen hatte. da er wieder nach Hause. ich würde bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben? Der Bankdirektor schaute verlegen aus dem Fenster. ob Hans-Adam noch nicht mit mir gesprochen hätte. Zu meinem Schrecken erkannte ich bald. wenn überhaupt. Müller sagte. erwiderte ich. Er brauchte auch seine Ruhetage. Wolfgang Müller und legte eine Aktenmappe auf den Tisch. Warum stand da. Die erste halbe Stunde sprach er ausschliesslich mit dem Bankdirektor und widmete mir keine Minute.50 Uhr waren wir schon im grossen Sitzungszimmer der Kanzlei. Kein Wunder. Zehn Minuten später begrüsste uns Dr. Dies ist aber sehr mager. Er durchblätterte die wenigen Seiten im Akt und zeigte mir den Beschluss.Um 09. Dieser konnte meine verschiedenen Gesichtsausdrücke ja schon im Schlaf richtig deuten. die fern der Realität waren. erklärte er mir dann. Ich war absolut nicht auf so etwas vorbereitet und anstatt ihm zu antworten. Aha. tadelte Müller mich und meinte. dass seine Mappe über mich so dünn war. dass sich mein Vater im Grab umdrehen würde. dass er es nicht so gemeint hätte. Dies sei jedoch alles nur eine Formsache. erst nächste Woche. starrte ich den Bankdirektor an. dachte ich gleich. die Beziehung startete auf dem linken Fuss. Nicht nur stellte er Fragen. dass er sich. Sehr zum Erstaunen des Bankdirektors. erlaubte ich mir ihn zu unterbrechen. Ich stand auf und lief die Treppe hinunter zum Ausgang. Draussen sass ich auf der steinernen Treppe und beobachtete den Verkehr auf der Schaaner Hauptstrasse. Ich kam aus dem Staunen nicht raus und rechnete die Tage. Müller fragte mich. wüsste er was ich dem Blaublut angetan habe. Ich bedankte mich für sein Zeit und die Annahme des Mandats. Nein. Der Professor konnte leider nicht kommen. deren Antworten er eigentlich wissen müsste. OK. nach Österreich gefahren war. Er schilderte was in den letzten 4 Wochen alles passiert sei und als er dann anfing von einem erfolgreichen freien Geleit zu erzählen. konnte ich da zuerst nur stammeln. Man kann sagen. Er hätte dies in weiser Voraussicht Anfang Juni beantragt. hätte er die Akten studiert. Nach fünf Minuten kam der Bankdirektor raus und bat mich wieder herein. Er kam auf Schlussfolgerungen. Man hätte die Anzeige wegen der Nötigung noch nicht zurückgezogen. Nach bald 35 Minuten wandte er sich direkt an mich. Ich sollte mir weiters keine Gedanken machen. und wohl ganz im Sinne des wirklichen Auftraggebers (Hans-Adam). Seine Hauptaufgabe hatte er ja soweit erfüllt.

Ja gilt die Notiz denn nicht mehr. Hans-Adam hätte dies auch dem RA am Telefon versichert. wenn da steht. dass ich unter Umständen im Gefängnis landen könnte? Sonst hätte ja RA Müller kein freies Geleit beantragen müssen. Man überredete mich aber zu bleiben. Meier noch nicht als mein neuer RA im 101er gemeldet hätte. Eines nach dem Anderen. fragte ich. Wie bitte? Gnade vor was? Rache? Das höre ich zum ersten Mal. prinzipiell sei er natürlich für mich da. da er ja schlussendlich aus der Kasse von Hans-Adams bezahlt würde. doch. P.Aber seine Antwort genügte mir nicht. alles nur rein juristische Formsache. Ich war völlig perplex. Der Bankdirektor wurde wieder etwas griesgrämiger. Aber. Sein Mandat beschränke sich aber auf die juristischen Konsequenzen meines Briefes vom 7. dass die Notiz eine Geste von Hans-Adam gewesen. Und das mit dem „bis zum Urteil auf freiem Fuss bleiben‚ soll ich nicht wortwörtlich nehmen. Ich wandte mich deshalb an Dr. dass sich alles aufklären würde. Der Bankdirektor rechtfertigte. Natürlich.1. Ich bedankte mich artig beim ihm. stöhnte ich. dass er es im Gespräch mit Hans-Adam so verstanden hätte. Und warum hier im Beschluss suggeriert wird. Mir wurde schlecht und ich musste die Toilette aufsuchen. Und warum musste ich sie dann zurückgeben? Hans-Adam wollte solch ein Schriftstück nicht im Umlauf haben. dass ich sowieso freies Geleit hätte. Und was war mit dem Zivilverfahren? Er war ehrlich sehr überrascht: Von einem 101er oder dem Zivilverfahren hätte er zwar am Rande gehört. dass es sich hier um einen sehr aussergewöhnlichen Fall handeln würde und die Interessen aller berücksichtigt werden müssten. Innerlich wurde ich schon wieder wütend: „Am Rande gehört?‚ Beide Fälle sind im Detail als Beilage meines Schreibens an Hans-Adam geschildert. Müller mit der Frage. immer. fragte ich entsetzt. Der Bankdirektor entschärfte die Lage. indem er sagte. Ich fragte den Bankdirektor für was dann die persönliche Notiz von Hans-Adam gewesen sein soll. dass dieser Gnade vor Rache walten liesse. Als ich zurückkam weinte ich und wollte gehen. Was soll das wieder bedeuten. Ich fragte den RA ob er sicher meine Interessen vertreten würde. Er erklärte. Zum Abschied drückte er mir fest 404 . Müller sagte. sagte ich. Nichts würde mir geschehen. sonst wäre ich doch nie mit dem Professor im Wagen nach Hause gefahren. war die banale Auskunft darauf. warum er sich beim UR Dr. an Hans-Adam. war die Antwort.

pro Monat) war schon grosszügig genug. wie mein analytisches Denkvermögen wieder überdrehte. Die Übernahme der Mietkosten (ca. Dieser lehnte dankend ab. Ich hätte Anspruch auf 250 bezahlte Wochenarbeitstage. dass sich nach so vielen monatelangen Diskussionen mit dem Bankdirektor und dem Professor alles in Luft auflösen sollte.die Hand und beglückwünschte mich zu meinem klugen Entscheid. wie in dieser Sache weitergefahren werden soll. sagte ich. Er fuhr mich nach Hause und verabschiedete sich ins Wochenende. Ich hatte also mehr als genug für meinen bescheidenen Lebensunterhalt. Wir verloren daher keine Worte mehr über juristische und andere Kämpfe. ob sich alles so abspielen würde. könnte die Firma die Wohnung für anderes Personal benutzen. Am Wochenende kamen mir die ersten Zweifel auf. dass ich ab sofort bezugsberechtigt wäre. Am 4. dass ich die Miete selber bezahlen wolle. Mein kalkulierter Durchschnittslohn war CHF 3'840. also ein gutes Jahr lang. Nach diesem eher bemerkenswerten Meeting fuhr mich der Bankdirektor nach Vaduz. wie man es mir im Ausland erzählt hatte. Die Polizei war immer noch nicht voll im Bilde und offenbar hatte mich weder sie noch jemand von der STA schon gesichtet. ob sich in Vaduz in den letzten paar Monaten alles so abgespielt hatte. Nein. sagte ich. Schlimmer noch. CHF 750. Ich merkte. Bei der ALV wurde mir mitgeteilt. Daher bat sie um ein Treffen mit der STA und der Justiz. Nein. Kein Problem. Als Beweis für meine Bemühungen einen neuen Job zu finden. 70 Prozent des Durchschnittslohns der letzten fünf Jahre betragen.und damit sehr hoch.. Mein Arbeitslosengeld würde ca. Wenn ich dann eines nicht allzu fernen Tages ausziehen würde. freiwillig nach Hause zurückzukehren. Ich sagte zum Bankdirektor. Stempelgeld beantragen. müsste ich meinem zugeteilten Sachbearbeiter fünf Bewerbungen pro Monat vorlegen. es konnte nicht sein. Angeblich soll ich wieder nach Liechtenstein eingereist sein. der jedes zweite 405 . Er war immer noch angespannt. Nochmals tausend Dank dafür. wie man es mir im Ausland bunt ausgemalt hatte. dass die LGT mir auch noch Brot und Butter bezahlt. verfasste die Polizei eine Randbemerkung. undenkbar.7. zur Arbeitslosenversicherung (ALV). Ich wollte nicht. Die LGT habe ja die Möbel gekauft und der Mietvertrag läuft auf ihren Namen. um zu besprechen. Und ich war keiner.

Wie abgemacht stand ich am Dienstag. dass die Audienz bei Hans-Adam mir den nötigen Durchblick bringen würde. umso weniger gefiel mir die Ausführung. Anton‚. war ich nur deswegen verwirrt. Für Montag. Wenn überhaupt. Die Aussicht war atemberaubend.. Der UR erläuterte ihm schnell die Sachlage im 101er Gerichtsfall. Eine schöne Abwechslung würde mir ein Ausflug in die Berge geben. da ich erst seit vier Tagen wieder daheim war und den vollständigen Überblick noch nicht hatte. den 7. aber in Bezug auf die Lösungswege stellte ich sicher.7.oder dritte Wort falsch verstanden hatte.7. den 8. Zum Glück wurde mir am Samstagnachmittag der Fernseher geliefert. so kam im zum Schluss. Ich durchquerte Wiesen und etliche Wald. dass wie alle dasselbe darunter verstehen.. dass das Obergericht sehr bald meinem Antrag zur Fortsetzung der Strafuntersuchung befürworten würde. sagte ich.und Feldwege bis ich in Triesenberg angelangte. Meier auf der Matte. ich ging jede Aussage. Im Gegenteil. Das wäre zu begrüssen. wäre es besser zuerst einen Brief zu schreiben und die Reaktion abzuwarten. Roland Müller (Partner/Rechtsanwalt in der Kanzlei Müller) wegen einer anderen Sache gerade beim UR im Büro war. Von dort ging es mit dem Bus wieder heim. Ich war mir sicher. Also ab ging es mit dem Bus nach Malbun. Welch Kontrast zur holländischen Landschaft. dem Liechtensteiner „St. dass sie die Strafuntersuchung 406 . schon vorher würde die STA ihn informieren. dann runter nach Steg und durch einen kleinen Tunnel auf die Westseite des Höhenzugs. Dies brachte etwas Ablenkung. Natürlich hatten wir selten dieselbe Meinung. Trifft sich gut. die Beine hoch legen zu können. wann man die Anklage im 101er erheben würde. Dr. hatte sich niemand angemeldet und ich hatte auch keine Termine. ob ich in den sauren Apfel beissen und STA Haun direkt anrufen sollte. Ich überlegte lange. Aber. erwiderte ich. Das ganze Rheintal lag einem zu Füssen. fuhr ich fort. Nach einem langen Tag war ich froh. Ich bat ihn doch für das kurze Gespräch mit dem UR zu bleiben. Der Zufall wollte es. Als UR im 101er wäre er überaus zuversichtlich. dass der Neffe vom RA Wolfgang Müller. Nachfragen. jedem Versprechen von Seiten des Bankdirektors und HansAdam gründlich auf den Grund. pünktlich um 11 Uhr beim UR Dr. Je mehr ich darüber nachdachte. Gerne willigte er ein. Ich wanderte eine Runde im Kreis. Wahrscheinlich.

Das würde viele erleichtern. Er müsse jetzt gehen und beendete das Telefonat. seinen Onkel zu bitten. Und wenn es geht. dass ich morgen um 9 Uhr ins Schloss kommen kann. fragte ich. wieder aufgenommen habe und eine Anklage einreichen würde. Er sagte auch. Wird schon noch kommen. rasch seine Rechtsvertretung von mir in diesem Fall formell abzuschliessen. Warum? Warum sollte ich Missverständnisse mit ihm haben. was Hans-Adam für mich getan hätte und keine Angst haben soll. Noch hätte der UR aber nichts in diese Richtung von der STA gehört.gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. versicherte ich beiden. Der Dr. 407 . Am Nachmittag rief der Bankdirektor auf meinem Handy an und teilte mit. soll ich wegen allfälligen Meinungsverschiedenheiten nicht gleich aufbrausen. Dann müsste ich ja nicht selber als Subsidiarankläger fungieren. Dies wäre nur ein guter Tipp von ihm. Roland Müller versprach mir. antworteten beide Juristen. dass ich nie vergessen soll.

Er hatte auch seit Jahren Kenntnis von meinem Argentinienfall. mit weissem Hemd und blauer Jeans bekleidet. zu ihrem Schloss. Es war jetzt 15 Minuten vor 9 Uhr. mich zum Schloss zu fahren. den langen Fürstenweg von Schaan nach Vaduz durch den Wald. im Sommer wie im Winter. die Richtung Tal ausgerichtet sind. Bis zu ihrem Tod 1989 hatte ich schriftlichen Kontakt und besuchte sie ab und zu. Zum meiner Verwirrung kam die rechte Hand von Hans-Adam. dem Staatsoberhaupt und Landesführer. Normalerweise wird ein Besucher alleine durch das Tor und dann runter zu alten Holzbrücke gelassen. Ich klopfte ans Fenster des kleinen Portierhäuschen. Je nach dem. Der schnellste Weg hinauf zum Hans wäre die Abkürzung durch den Wald unterhalb vom Schloss. Und das ging nicht. wurde mir gesagt. Das schwere Portal öffnete elektronisch und ich schritt ihm entgegen. Fürstin Gina. was für einen Termin man mit dem Blaublut hatte. Frisch geduscht und rasiert. vorbei an der Rückseite des Regierungssitzes und dem Restaurant Real. Beim grossen Eisentor des Schlosses angekommen. erkannte ich. Von dort sind es nur ein paar Schritte. Er war immer eine hilfsbereit Seele . Er und seine nette Frau. war ich marschbereit. bis zu den Büroräumen oder rechts um die Kurve in den Innenhof der Burg. In meiner Kindheit und Jugend hatte ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Hans-Adams Mutter.. drehte er seinen Wagen um und wünschte mir viel Glück. Dann würde ich aber verschwitzt ankommen. Gilbert Kaiser den Kieselweg auf der anderen Seite des eisernen Tors hoch gelaufen. Ich war nicht zum ersten Mal auf Besuch im Schloss. Besser den Bus ins Zentrum nehmen und meinen Onkel Guntram bitten. vorbei an den Kanonen. Der heutige Besuch war natürlich anders. DAS Vier-Augen-Gespräch mit Hans-Adam dem II. Man wollte wohl bei mir von nun an auf Nummer sicher gehen. Am Abend zuvor hatte ich mir bei meiner Nachbarin ein Bügeleisen ausgeliehen. Man erwartete mich schon. die ab 408 . Ich kannte Kaiser seit einigen Jahren persönlich. Oft backte ich ihr meinen köstlichen Apfelstrudel und lief zu Fuss.KAPITEL 20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam Der wohl wichtigste und schwierigste Tag meiner letzten sechs Jahre war gekommen.

Endlich. dass mich die Blaublüter bis zum bitteren Ende gejagt hätten. strich Hemd und Hose glatt und versuchte meine Nervosität zu unterdrücken. Auf dem Weg zum Büro erzählte er mir.1. Franz Josef II. gehören zum treuesten Mitarbeiterstab der von Liechtenstein. dass er gleich gekleidet war wie ich: weisses Hemd und eine blaue. dass ich zu meiner Verteidigung sagen konnte. Da erst erkannte ich. Die dunkle Holztüre öffnete sich und auf seine charakteristische Art & Weise kam Hans-Adam zwei Schritte auf mich zu und drückte meine Hand. Ich murmelte etwas verlegen und fragte ihn. nicht zu vergessen die Gefahr für die Kunden. ich weiss. jeans-artige Hose. Ich war mir nicht mehr sicher. Man wäre sehr besorgt um die Reputation der Familie und der LGT gewesen. ob ich weiter laufen oder umkehren und raus rennen sollte. Keiner pisst ungestraft denen ans Bein (Kaisers Worte). erwiderte ich. ich hatte in Wirklichkeit keine Wahl. ob Hans-Adam gut gelaunt wäre. Kaiser begleitete mich bis ins Vorzimmer. dass ich noch ein paar Minuten warten müsste. Dann wäre Durchlaucht empfangsbereit. Mir wurde gesagt. Die Möbel waren noch aus Zeiten seines Vaters. hätte ich diese Übeltat nicht überlebt. Er drehte sich um und ich folgte ihm. Mir war bewusst. Jetzt wieder.und zu mit im Schloss arbeitete. Es sei ja alles noch mal gut gegangen. wenn ich die Daten verraten hätte. dass ich so viele Monate schlaflose Nächte hier im Schloss produziert hatte. Da musste ich durch und damit Basta. wo die zwei Sekretärinnen am Computer sassen. jeder auf einem der Sofas. in dem er auch die ausländischen Gäste und ab und zu die Medien zu Gesprächen empfängt. freute ich mich zu hören. dass Hans-Adam mich die ersten 30 Minuten definitiv beschimpfen wird. dass man es mir sehr übel genommen hätte. die Farbe der Adeligen. Ich stülpte meine Hemdsärmel wieder runter und knöpfte sie zu. Ich weiss. Aber. Blau. Er wurde noch deutlicher und sagte wortwörtlich. war das wenige. Diesen Satz untermauerte er bildlich indem er langsam mit dem Daumen seiner rechten Hand von ganz links bis ganz rechts entlang seiner Kehle fuhr. dass es kein Witz war. Dann wurde er ernst und sagte. endlich bist du wieder da. Er beschwerte sich. Wir nahmen. im 90° Winkel zueinander Platz. 409 . Die Aussprache fand im jenem Raum statt. rief er mir zu. Mir wurde sofort klar. reichlich Hektik hier in den Haushalt gebracht hätte. dass ich ab dem 7. Ich begrüsste ihn stürmisch und bedankte mich 10'000 Mal für die Audienz.

seinen Erfolg bei der Abstimmung im März. Ihm sei gesagt worden.Er wirkte nicht nur gelöst. Er lachte freimütig – dies war für mich ein gutes Zeichen – und sagte. bei dem ich sicher war. Gern geschehen. Keine Schimpftiraden. nach dem Wohlbefinden seiner Frau. Der Gesundheitsstand seiner Schwiegertochter gab Anlass zur Sorge in letzter Zeit. über den ehemaligen CEO der LGT Gruppe. Wir redeten über die Richter. seiner Kindern und den Enkelkindern zu fragen. Ich. sagte er. mit offenen Augen und Ohren. die Daten. Er wollte mehr über die näheren Umstände des Diebstahls erfahren. sagte er. dass er vor sich auf dem Salontisch eine Mappe liegen hatte. aber eine solche Notiz hätte er noch nie ausfertigen lassen und unterschrieben müssen. dass ich den Kniff noch nicht im Detail verraten hätte. erwiderte er. Aber zuerst wolle er wissen. Die Torte. seine Beteiligung an der Firma Ricetec. sagte er. Ich erzählte ihm die Vorgeschichte dazu und dass ich unbedingt einen Mechanismus finden musste. Sie war dicker als diejenige beim RA Müller. Er war auch nicht gerade ein Gesprächsschnellstarter. ja. Der Professor hatte ihm dies empfohlen. wie und warum ich ausgerechnet einen Hinweis in seiner Bilderkammer hinterlegt hatte. Ich sah. sonst hätte ich die Gelegenheit. Er hätte schon vieles in seinem Leben gemacht. Ich dachte es wäre immer eine gute Idee. dass ich immer mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend ziehe. dass ich so viele Detailkenntnisse über seine Belange hatte. die mit Heinrich Kieber markiert war. Ich bedankte mich für die Notiz. sehr viel lese und mich die Familie Liechtenstein immer schon fasziniert hatte. Stille. Ich erwiderte. die Justiz im Gesamten. Es wäre auch für ihn ein Novum gewesen. er war es auch. die LGT. das Datenband zu entnehmen wohl nie erspäht. dass er selbst agieren musste und nicht wie immer einfach alles ohne es zu lesen 410 . was als nächstes passieren würde. Die meisten Liechtensteiner wüsste nur ein Zehntel davon. Allen gehe es gut. Ich bedankte mich für die Sachertorte. Hans-Adam war überrascht. kam es mir in den Sinn. den Hans-Adam vor vielen Jahren wegen (ABB-) Insidertrading (illegaler Handel mit ABB Aktien) schassen musste und über seinen Bunker wo die kostbaren Bilder aufbewahrt werden. sonst immer eine grosse Klappe. Keine Ursache. die Kunden. die STA. Mit dem Stichwort Professor gewann unsere Unterredung an Fahrt. war ganz still und wartete ab. Die feine Torte.

ob es wirklich keine personellen Konsequenzen für meine ehemaligen Mitarbeiter gab. sagte ich. die richtigen Fragen an Lampert zu stellen oder zumindest für die Polizei zu formulieren. fragte ich ihn. eher eine günstige Verkettung von Unachtsamkeiten seitens der LGT Treuhand. Kieber hätte die Daten nicht. Er erzählte davon. unter Aufsicht vollständig zerstört worden waren. geliefert hätte. dass er strengere Sicherheitsvorkehrungen angeordnet hatte.weiterdelegiere. Erst später fiel mir auf. dass mein langer Brief. Er erzählte mir auch. Ich bat ihn meinen Beitrag nicht zu überschätzen. wie ich mir ohne Gewalt Zugang zum Bunker verschafft hatte. hätte er nicht 411 . fragte er mich als nächstes. versprach ich ihm. Hoffentlich sei niemand entlassen worden. mein Input wäre wichtig und Teil meiner eigenen Rehabilitation. dass er auch nicht danach gefragt hatte. Zusammen. Einmal hiess es. dass es mir gelingen würde. Ich würde schon morgen damit beginnen. antwortete er. In Bezug zum DLT-Band. sagte er. sagte er und hob den Zeigefinger. wie in Zukunft so etwas verhindert werden könnte. sagte er. er denke. dass er schon herausgefunden hatte. Ich hätte ja vom aktuellen Drama bei der LLB gehört. Wann er diese haben möchte. wie es zu Missverständnissen innerhalb der LGT gekommen wäre. fragte ich ihn. So schnell es ginge. dass ich da eine Hilfe sein könnte. Er sagte mir. Ich erzählte ihm die Details. Nein. Aber natürlich erwiderte ich. dass es kein grosser Trick war. Warum ich keinen Beweis als Beilage in meinem Brief vom 7. Er würde aber lügen. würde das die LGT wieder an die Spitze in Sachen Datensicherheit katapultieren. Er erwarte in Bezug auf seine LGT schon eine gut formulierte Denkschrift (Analyse) von mir. sagte er mit Unterstützung seiner Arme. Unbewusst nannte ich das genaue Datum nicht. Ich fragte ihn. Er beschrieb mir. Er bestätigte. Ich entschuldigte mich für die Ungenauigkeit meines Schreibens. dass niemand zur Rechenschaft gezogen worden sei. mit den vielen Details ausreichen würde. Diese Lücke sei jetzt geschlossen. die ich für ihn in Berlin abgegeben hatte. dass die Datenträger. mit meiner noch abzuliefernden Analyse. nein. Nun ja.1. nie im Leben würde ich irgendwo einbrechen oder so. antwortete er mir. Ich hätte halt gedacht. Ja! Inwiefern man denken würde. dann hiess es er hätte sie doch und so weiter.

aber auf dem DLT-Band natürlich vorhanden waren. sei es als Begünstigte oder z. Feuerstein. Nein.B. eine Trennung solcher Mandate von der Masse sei nicht möglich. je in Gefahr gewesen waren. wäre alles viel leichter für mich gewesen. dann kopiert man sie einfach nicht rüber. nichts sei einfacher als das. da nichts passiert sei. Er bedankte sich ausdrücklich dafür. müsse man aber wieder in die Zukunft blicken. ja die Daten. teile er mir mit. wie ich es in meinem Brief an ihn vom 7.1. Warum ich ausgerechnet nach Holland weitergefahren bin. Ob ich mich versichert hätte. dass alle Datenträger unwiderruflich zerstört sind.mit dem Gedanken gespielt. All diese Mandate wären nicht auf den zwei externen Harddisks und den vier DVDs gespeichert gewesen. erlaubte ich mir zu erwähnen. dass er und die LGT dieses zusätzliche Risiko tragen müssten. sagte er wortwörtlich. sagte er. Das Geschäft laufe ausgezeichnet. 412 . geschildert hatte. Ich war sehr erstaunt darüber und erklärte ihm. Nachdem ihre berühmte Option 2 oder Variante 2 in Kraft getreten war. fragte er weiter. dass ich dem Bankdirektor gegenüber so beharrlich war und er deshalb die Papieroriginale wieder mit nach Hause genommen hat. sagte ich. Ich hätte ihn aber per Emailkommunikation darauf hingewiesen. Jetzt. kann auch nie dort gefunden werden. Es wäre so gewesen. Warum ich in Berlin nicht in seinen Wagen eingestiegen bin. sagte ich. Hätte man mir die Schutz-ID in Berlin überlassen. Wenn man eine Kopie von einem Datenstamm herstellt und man diverse Dateien nicht in dieser Kopie (auf neuem Datenträger) haben möchte. Ich konnte nicht. Ja. erwiderte ich. mit den Originalpapieren und den Datenträgern kreuz und quer durch Europa zu reisen. die ihm gesagt hätte. Das Risiko war enorm. Insbesondere dachte er an Dr. Was nie rüberkopiert worden war. sagte ich. ob die Daten der Mandate seiner grossen Familie. dass eine so frühe Rückkehr ein anderes Resultat gebracht hätte. fragte er mich. Anstelle man sie in den Reisswolf stopfte. Nicht dass sie jemand finden würde und die Daten rekonstruiert. Er konterte mit der Diagnose der IT-Abteilung der LGT Treuhand. im Stiftungsrat. In Berlin konnte ich nicht mehr bleiben. Gott sei Dank wäre ich die los. Ich wäre mir sicher gewesen. als wir es jetzt erlebt hatten und erleben würden. Er fragte mich. Er war mit meiner Antwort merklich zufrieden.

formulierte er es bildhaft. er es einmal und nie wieder in Worte fassen würde und es unter uns bleiben würde. ob ich diesbezüglich ein paar Anekdoten erzählen dürfte. Nachdem er tief Luft geholt hatte. dass man sich mit dem Gedanken befasst hatte. Trotzdem war seine Antwort glasklar: Obwohl er als Katholik Gewalttaten wie Kidnapping oder ähnliches ablehnen würde. Ich nickte beipflichtend. Ich fragte vorsichtig. was immer er jetzt dazu sagen würde.Ja. dass er als Landesführer. Offenbar fühlte er sich sehr (selbst-) sicher und es war ihm auch bewusst. sagte ich ihm. überhaupt auf solche Fragen eine Antwort zu formulieren. im Rückblick hätte er mir den Schutz-Pass in Berlin übergeben sollen. bereute ich sie gestellt zu haben. Und der Zwischenfall in Berlin mit den Privatdetektiven wäre nicht seine Idee gewesen. hätte ich ihm mit meinem Handeln nur zwei Optionen offen gelassen. Ich konnte ihn verstehen. Er hielt inne und dachte nur kurz nach. Nie im Leben würde ich ihm deswegen Vorwürfe machen. Gerne. er habe heute für alles ein offenes Ohr. ob es stimme. wohl noch nie in eine solche Lage geraten war. legte ich noch eines drauf und illustrierte ihm mein Aufeinandertreffen mit den angeheuerten Schnüfflern in Berlin. wie ich mit den Angaben zu knapp 4000 Treuhandgesellschaften mit einem kombiniertem Bankvermögen von mehr als 7 Milliarden CHF in Berlin herumrenne. dass sein Geschäftsimperium einen Schaden erleiden 413 . die in soweit bringen würde. sagte Hans-Adam. Ich hätte an seiner Stelle vermutlich dasselbe getan. sagte ich etwas gedrückt. mich mit Gewalt nach Hause zu holen. Und über den Polizisten aus Münster/Osnabrück. Ich berichtete ihm über meine Vermieterin Daniela in Berlin. Ich fragte ihn. um nicht den Eindruck zu hinterlassen. Uns allen hier in Vaduz kam die Vorstellung. Oder mich ganz zu beseitigen. Man sah es ihm geradezu im Gesicht an. Nie würde er es zulassen. ihre Ängste ich könnte ein Terrorist sein. wie der Beginn des letzten Abendmahls vor.. dass. geben könnte. sagte er mit grosser Erleichterung. Ich war mir sicher. dass ich ihm offen und direkt solche gangstermässigen Pläne unterstellen würde. Der Bankdirektor und sein Gilbert Kaiser hätten sich diesbezüglich klar geäussert. als Mensch. Da Hans-Adam sein Glück fast nicht fassen konnte. dass wir alle nochmals mit einem dicken veilchenblauen Auge davongekommen waren. Sofort nachdem ich diese Fragen artikuliert hatte. dass er mir darauf keine ehrliche Antwort geben würde. fügte ich fix dazu.

dass was im Ausland als kriminell gelten würde. erwiderte er. schloss er seinen Vortrag dazu. Ich sagte auch. Wie blöd von mir. fuhr er fort. Als würde ich eine solche Massnahme auch noch selber befürworten. Ich fragte ihn. dass ich weder ihn noch die LGT kritisieren wolle. den Schuldigen aus der Welt zu schaffen. dann lasst uns nur hoffen. Hans-Adam erklärte dazu. dachte ich. bat ich ihn. ob man mittlerweile so klug gewesen wäre und sich jener Mandate entledigt hatte. erwiderte ich. Da ich spürte. Besser in dieser Richtung nicht tiefer bohren. Das Dümmste was ich dazu sagen konnte.würde. Wobei er sich keine Mühe gab zu verbergen. bei der LGT nicht nur Leichen gefunden zu haben. stellte ich in Gedanken fest. Aber wären die Daten wirklich verraten worden. die davon am schwersten Betroffenen ihr Recht. mir das 3-D-Modell des Kerkers in Argentinien zurückzugeben. auch andere Mitarbeiter des Projekts e-Doc aus allen Wolken gefallen wären. Ich schilderte. wagte ich mich vor und erwähnte seine Leichen im Keller. Um das Gespräch weg von solchen Horrorszenarien zu bringen. sondern auch aktive Mandate identifizieren konnte. dass ich schon verstehen müsse. Er äusserte sich dahingehend. ich verstehe ganz – kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen. Na. nicht automatisch bei uns so sei. wenn dem so sei. Schliesslich waren wir zwei alleine im Raum.als wir die vielen Mandate mit kriminellem Hintergrund gefunden hätten. Dass nicht nur ich. Dies sei eine rein theoretische Frage. war die kurze Antwort. dass er selber nie alle Mandate persönlich kennen könnte. dann wäre eine solche drastische Massnahme – von wem auch immer durchaus evident. in die eigenen Hände nehmen würden. dass wenn der Schaden gross wäre. Seine Sippe. Der 414 . Nein. meinte ich frech. Sein Bruder aber schon. wen er mit den Schwerstbetroffenen meinte. Natürlich sei es klar. da ja keine Daten verraten worden waren. wie erstaunt ich gewesen war. dass man mit ihm wirklich Klartext reden konnte und ich das Gespräch von meinem Handeln wegleiten wollte. sagte ich. hörte er dann auch von mir: Aha. dass die Daten nie den ausländische Behörden in die Hände fallen. die im starken Kontrast stand zu dem gängigen Bild was die (Finanz-) Welt von der LGT hatte und die LGT selber pflegen würde.

sehr betroffen. Aber nein. wie er damit umgehen sollte. ich hätte einen Dachschaden davongetragen. sagte er in Anspielung auf die verbittert geführte Auseinandersetzung im Abstimmungskampf um die neue Verfassung.UR Dr. Ich fragte ihn vorsichtig. Er war dann auch über den Schock. Oft hätte er sich dies in der Vergangenheit aber gewünscht. Böse hatte er sicher nicht gemeint. dachte ich. stünde in einem anderem Buch. die habe er entsorgen lassen. dass die STA die ganzen Jahre hindurch stets eine andere Ausrede gesucht und gefunden haben muss. den seine Antwort im mir auslöste. Grausam was mir dort angetan worden war. dass es nicht zum Gericht gebracht wurde. nicht wahr? Ich würde ihm Leid tun. antwortete er. Man wusste nicht wohin damit im Schloss. Die STA hätte ohne Schwierigkeit Anklage erheben können. sagte Hans-Adam. Das Modell wäre ein wichtiges Beweisstück. Er führte weiters aus. erzählte er mir. sagte er. aber in der Anfangsphase wäre man sehr wütend auf mich gewesen. warum der neue RA Müller noch nicht beim Gericht in diesen zwei Fällen vorstellig geworden sei. Von diesem Spanier Ventosa und dem Deutschem. Mich traf es sehr. wie ich diese wortwörtliche Aussage von ihm deuten sollte. für den Gerichtsprozess. Er kenne Südamerika gut. 415 . Abscheuliche Dinge passieren da immer wieder. Ich sagte. Er wisse es nicht mehr. sagte er wieder. Egal. um im 101er nicht vorwärts zu kommen. Er selber sei leider kein Jurist. Meier hätte mir gestern gesagt. Ich stimmte vollkommen mit ihm überein. dass ihm seine Experten auch bescheinigt hätten. die grosse Schachtel. Roegele heisst er. Ich dachte zuerst es wäre ein blöder Scherz von ihm. Mir kamen die Tränen und er wusste nicht. dass mir Unrecht geschehen war. Wie konnte er es da wegwerfen? Warum man es nicht runter zum Gericht habe bringen können. leider nicht. Meinte er damit. Ob das Kriminalgericht in der Folge die Täter verurteilt hätte. sagte er. Wenige Menschen hätten solchen Terror ohne einen psychischen Schaden überlebt. dass er den 101er und der 140er selber studiert hätte. Er bestellte Papiertaschentücher bei seiner Sekretärin. oder meinte er ich hätte keinen. Ich wusste nicht genau. Ach ja. Um die Stimmung wieder zu heben. sagte ich. fragte ich. Es tue im Leid.

Die Tonbandkassette voll oder das Digitalaufnahmegerät hatte keinen Saft mehr.. entschuldigte sich und verliess den Raum. Ich hatte eher das Gefühl. Er erzählte mir. Noch bis Anfang dieser Woche hätte er Gespräche deswegen geführt. Ihm sei es angeblich nicht gelungen. Dann kam mir der Gedanke. die Justiz davon zu überzeugen. dass er das Ventil braucht. Ich erschrak. Ich sass da und dachte über das bisher gesprochenen nach. sagte er. Er würde gerne jetzt über meine Zukunft reden. professionelle Berufsauffassung. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzen wollte. der Justiz eine gewisse Lösung anbieten. ihn bitte ausreden zu lassen. Ich müsste es von der positiven Seite sehen. Wegen der ganzen Angelegenheit hätte sich bei der Justiz und der STA ein gewisser Level an Ressentiments (Groll. hier und jetzt in Vaduz zu beenden. dennoch führe kein Weg daran vorbei. um der angestauten dicken Luft die Gelegenheit zu geben. erklärte er mir buchstäblich. Seit wann wäre die Anklage im 140er rechtskräftig? Warum wurde mir nichts davon gesagt? Warum wurde mir von seinen zwei Gesandten etwas ganz anderes in Holland aufgetischt? Als er merkte. Es vergingen zwei oder drei Minuten. Er stand auf.Auf einmal piepste es aufdringlich aus Richtung des alten Schrank oder der Kommode nahe dem Kasten. Darum der Piepston. Unter kontrolliert würde er mit „minimalem Schaden für mich‚ meinen. Ein Ablassventil sozusagen. Ich konnte nicht mehr ruhig sitzen bleiben und bombardierte ihn mit Fragen. Das wäre wünschenswert. Er müsse den involvierten Parteien. würde man die neu dazu gekommenen Straftaten. die Affäre ein für alle mal. Diese Hass sei zwar keine ideale. dass man den 140er Gerichtsfall und die Strafuntersuchung im Zusammenhang mit meinem Brief an ihn einstellt. Als er merkte. erwiderte ich. Hass) mir gegenüber aufgebaut. ergänzte er. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzte. 416 . kontrolliert entweichen zu können. unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. Er war noch nicht fertig mit der Ausführung seines Plans. wobei sie ihr Gesicht nicht verlieren. um seine angestaut Pressluft loszuwerden. Da die Anklage im 140er rechtskräftig wäre. dann kam er wieder rein und setzte sich auf seinen Platz. wie die versuchte Nötigung seiner Person mit dem 140er zusammenlegen und alles in einem raschen Verfahren gerichtlich abschliessen. dass er womöglich das Gespräch heimlich aufzeichnen lässt. dass er folgenden Plan habe.

könne ich ein mildes Urteil erwarten. Dies leuchtete mir ein. oder wir könnten die in Spanien vorgeworfene Tat bei unserem Gericht selber behandeln (dem 140er) und das Resultat an die Spanier übermitteln. Aufgrund der Vereinbarung mit der spanischen Justiz würde das Gericht in Barcelona unser Urteil anerkennen und somit den Fall dort schliessen. sagte er. nach so vielen Jahren. Mein Vorstrafenregister beim Gericht sei ja leer. fragte ich ihn. das Endresultat wäre dasselbe. welches Resultat würde er sehen. nicht wahr. dass er die Justiz von einer Einstellung der Verfahren nicht überzeugen konnte. Tatsache wäre auch. dass ich keinen Schaden für ihn und Liechtenstein verursacht hätte. Was bedeuten würde. Er hätte dies mit seinen Experten auch bedacht. sagte er und fügte folgende Argumentation an: Wir hätten hier zwei Optionen. Warum. Wir könnten die Spanier nochmals anfragen. Ende des Jahres. wenn vorher alle anderen Fälle juristisch abgeschlossen waren. Da ich mich vehement gegen die Beschuldigungen im 140er wehren würde. warum er sagt. dass endlich. Da der Plan vorsah. a-b-e-r. Insbesondere weil die verurteilungssüchtige STA mit einem möglichen Freispruch nicht zufrieden sein wird. fragte ich. Er habe das Gericht und die STA angewiesen. erwiderte er zu meinem erstaunen. Meine eigene Position in der Verfolgung der Täter von Argentinien würde immens an Stärke gewinnen. wenn er doch Kraft der Verfassung jedes Gerichtsverfahren in Liechtenstein eröffnen. ihn bitte ausreden zu lassen. sagte ich entsetzt und schüttelte den Kopf hin und her. den 140er mit den neuen Vorwürfen zusammenzulegen. auch der spanische Haftbefehl gegen mich aufgehoben würde. würde sich dieser Fall über Jahre durch alle Instanzen ziehen. Er wisse dies alles. ob die den bei Gericht in Barcelona hängigen Fall an uns abtreten würden. fragte er mich und fuhr fort. freiwillig nach Hause gekommen war und Reue gezeigt 417 . sodass alles am Ende dieses Jahres erledigt sein würde. Aber. Unmöglich! Und sowieso. Sie wollen doch das alles rasch hinter sich bringen. wiedereröffnen oder einstellen kann. Zudem würde ich nicht verstehen. diesem Fall nun die höchste Priorität zu geben. Ich befände mich in einer aussergewöhnlich optimalen Lage. ohne auf meine Antwort zu warten.unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich.

sagte er. Es komme aber darauf an. hätte nichts von dem verstanden.1. auf die ultimative Wahrheit zu pochen. Natürlich. was mir konkret im Gericht dazu dann vorgeworfen würde. Recht haben und vor Gericht Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe.) schuldig bekenne. was ich anprangert hatte. sagte ich. stellte ich fest. Aber unter keinen Umständen. Ja. Und wie man sich die Anklage im 101er vorstellen würde. Ein undurchdachtes „sich schuldig bekennen‚ könnte schwere Konsequenzen für mich haben. Ich widersprach scharf. Alles sei mit ihm so diskutiert worden. Das ergibt doch alles keinen Sinn! Nach über sechs Jahren Widerstand gegen die falschen Behauptungen. Ich musste zehn Mal leer schlucken. würde er sofort vorstellig werden. wenn ich mich zu allem schuldig bekenne. Es wäre doch absurd. was selten vorkam. wenn ich mich bei der Gerichtsverhandlung nicht gross äussern würde. sagte er. dass ein Schuldbekenntnis im 140er absolut keinen Einfluss auf eine Anklage im 101er hätte. fragte ich ihn. könnte ich mir wage vorstellen. vorgelegt würde. Weiss mein neuer RA davon. Dies alles würde das Gericht berücksichtigen müssen. fragte ich ihn und entschuldigte mich sofort für diese Frage. Ich war. Der Grund dafür waren die Fehlurteile der Justiz hier. Es wäre mir bewusst. könne dies alles nur reibungslos und in einer überschaubaren Frist passieren. Hans-Adam hatte auch darauf eine Antwort. Seine Rechtsexperten wären der Meinung. wenn ich mich im 140er ohne weiteren Kommentar für schuldig bekennen würde und im nächsten Atemzug eine Anklage gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. soll ich aus heiterem Himmel eine 180°-Drehung machen und mich ohne Kommentar einfach schuldig bekennen? Wer das von mir verlangen würde. Wie bitte? Ich musste erst die Worte verdauen. fragte ich ihn dann. 418 . Am Besten sei es. sprachlos.hätte. Ob hier alle verrückt geworden wären. sagte ich. Beide Fälle wären juristisch getrennt behandelbar. so empfahlen es ihm angeblich seine Experten. belehrte er mich. dass meine Karten im Moment nicht gut sind. auf keinen Fall würde ich mich im 140er schuldig bekennen. Der Anwalt von Helmut würde sich doch kaputtlachen und die Anklage in der Luft zerreissen. Sollte dies nicht der Fall sein. Und manchmal mache es doch keinen Sinn. Das ich mich im Bezug auf die neuen Vorwürfe (resultierend aus dem Brief an ihn vom 7.

dass man mich ins Gefängnis werfen würde und ich nie die Zeit. dass nicht nur er aufgrund meines gestörten Verhältnisses zur STA und der Justiz eine ganz kleine Erfolgsaussicht sehen würde. Ich sah ihn mit ganz offenen Augen an und fragte. die Verbrecher ihre verdiente Strafe hier in unserem Land erhalten würden. Jetzt wäre mir auch klar. über mich und über seinen Komplizen Mariano M. begriff ich die Bedeutung des Satzes im Beschluss zum Freien Geleit: „Der Antragsteller kann bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben. was er damit meine. noch schlimmer Helmut würde alles bekommen.Und was ist mit dem blockierten Geld. Ich sagte ihm. Er offenbarte mir. Er versprach mir dass er sofort nach Abschluss einer erfolgreichen Strafverfolgung auch helfen würde. mit dem er die Beute nicht mehr teilen müsste. stand auf und lief zur Türe. wenn mich das Gericht. Was würde passieren. warum mich ein Gericht zu einer Haftstrafe verurteilen sollte. R. Auch dazu hatte er sich eine rechtliche Meinung einholen lassen. dass er mich mit Versprechen nach Hause gelockt hat. 419 . in der ich diese Frage beendet hatte. Nein. wie dies alles praktisch ablaufen sollte. die wichtige Anklage gegen die Verbrecher mitzuerleben. nach einem sensationellen Schuldbekenntnis ins Gefängnis wirft? In der Sekunde. Ich erkannte sofort. Würde ich mich im 140er schuldig bekennen. Diese Worte waren zu viel für mich.-V. Dank dem Urteil vom Gericht in Vaduz könnte er einen doppelten Sieg feiern. bedeute dies automatisch. wenn ich endlich über die Kombination Argentinien und Liechtenstein hinweg kommen würde.‚ Ich schilderte Hans-Adam meine Befürchtung. worauf er hinaus wollte. dass ich es ihm nicht übel nehme. sagte er. Koste es was es wolle. Zudem hätte er Mittel und Wege zur Hand. Ich entschuldigte mich höflich. Hans-Adam wurde etwas ungeduldig. jetzt auf Paragraphenreiterei zu pochen. warum der neue RA Müller nicht für die Fälle 140 und 101 nominiert worden war. Auf dem kurzen Weg dorthin bedankte ich mich nochmals für seine Mühe. Weiters fragte ich ihn. Gnade und sein Verständnis. Er sehe nicht. Es würde keinen Zweck haben. die Gelder durch ein Zivilverfahren am Wohnort von Helmut wieder zurückzuholen. dies zu verhindern. die er jetzt offenbar nicht einhalten konnte oder wollte. fragte ich. Es wäre doch das Beste. Kraft und Chance hätte. dass meine Folterer das Geld bekommen. fügte ich konsterniert bei.

der dann Daten mitgenommen hatte. Das würde doch zeigen. Er konnte ja wirklich nichts dafür. dass das angestrebte Ziel. Spanien und Argentinien. Für Spanien und vor allem Deutschland sehe er keine solchen Probleme. Weil wir da auf zu starke Widerstände treffen würden. Ich begriff nichts mehr. Ich setzte mich wieder. dass unser System nicht das schnellste wäre. Vorher sagte er noch. rief er. Das waren Deutschland. Er habe nach sorgfältiger Prüfung festgestellt. Sollte ich jetzt rausgehen oder sollte ich bleiben.Herr Kieber. dass er selbstverständlich seine Zusagen und Versprechungen halten würde. Dieser stand auf und ging raus. Die meiste Zeit wurde ja bei der Liechtensteiner Justiz vergeudet. Ich sollte ihn einfach mal fertig ausreden lassen. was 1996 in Spanien und 1997 in Argentinien passiert war. zitierte er die Worte der Experten. b-l-e-i-b-e-n sie hier. dass die Mühlen der Justiz in Argentinien sehr langsam mahlen würden. rechnete er mir laut vor. Besser ich bleibe. Mit der Verpflichtung der besten Rechtsanwaltskanzleien vor Ort wären die Täter schon mit einem Bein im Gefängnis. dachte ich. ihm etwas vorzuwerfen. dass das Einsetzten oder Bestellen eines Sonderstaatsanwaltes sowie die Benennung eines ausserordentlichen Richtergremiums in LIECHTENSTEIN kein Vorteil (für mich) bringen würde. Mir war die ganze Situation peinlich. Hans-Adam sagte. Seine Experten kamen zum Schluss. die Verbrecher von einem Kriminalgericht erfolgreich verurteilen zu lassen. Natürlich wäre dies alles mit enormem finanziellem Aufwand verbunden. sagte er. Sonst würde er sie erst gar nicht aussprechen und überbringen lassen. Seit der Anzeige sind über sechs Jahre vergangen. wer war ich. Selbst im Hinblick auf seine LGT. Ein ehemaliger Mitarbeiter. die absolut keine saubere Weste hatte. viel besser in den Wohnsitzländern der Täter erreicht werden könnte. Warum. Ich stand für ein paar Sekunden still und dachte blitzschnell nach. Herr Kieber. er würde auch anerkennen. was den Plan betreffen würde. dem vertraut wurde. dass ich 420 . die Beweislage exzellent. Die Sekretärin klopfte an die Türe und meldete einen Anrufer für HansAdam. Die Straftaten seien Offizialdelikte und sehr gut dokumentiert. Ich konnte ihm da nur leise und kopfnickend zustimmen. Hans-Adam sagte. Der genaue Aufenthaltsort der Täter könnte gegebenenfalls mit Hilfe von privaten Ermittlern ausfindig gemacht werden. stellte er gleich selber die Frage.

sagte er und erklärte mir: Selbst wenn meinem Antrag auf Fortführung der Strafuntersuchung stattgegeben würde. dass wenn ich alle weiteren Forderungen von ihm erfüllen würde. sagte ich. sollte ich im 140er ein Schuldbekenntnis abliefern. sagte ich zu mir selber. rief ich. die ich je von ihm gehört hatte: Er. dass man nachher immer noch zu mir stehe würde und der Gerechtigkeit ihren Erfolg bringen würde? Von dem blockiertem Geld in Österreich kann ich mich endgültig verabschieden. fragte ich idiotisch. fragte ich. Denkbar. Oder würde das Land Liechtenstein die Kosten übernehmen. Ob das Ausland die Täter nach Liechtenstein ausliefern würden. eine Anzeige bei den Bezirksgerichten des Wohnorts jedes einzelnen Täters einzureichen. Er hat sicher nur Topakademiker um Rat gefragt. Meine restlichen eigenen Mittel würden nie und nimmer ausreichen. wer garantiere mir. nein. dass er Recht hatte. könnte er der Justiz den Auftrag geben den 101er Gerichtsfall an die Justiz der betroffenen Länder abzutreten. wie es von ihm gewünscht wird. stehe in den Sternen. Natürlich wäre es mir freigestellt. diesem Plan zuzustimmen. jubelte er. Er holte tief Luft und lieferte die bedeutendste Antwort. Er erkenne an. er wisse dies. Ich sei zwar länger als 421 . dass die Täter freiwillig vor dem Kriminalgericht erscheinen würden. Was er als sehr wünschenswert empfinden würde. Oder. Besser wäre es doch zumindest parallel dazu. sagte er. wie zum Beispiel ein Pauschal-Schuldbekenntnis der zusammengelegten Vorwürfe. Haftbefehle für die Täter wären dann der nächste logische Schritt. Der Plan wäre durchführbar. So wie die Lage sich heute zeige. dass ich alle bisherigen Forderungen erfüllt hatte. das meine er ja gerade. Langsam verstand ich die Erläuterungen von Hans-Adam. Ja. erzählte ich ihm. um gleichzeitig in mehreren Ländern Topanwaltskanzleien zu bezahlen. dass im 101er ja noch der Entscheid des Obergerichts ausstehen würde.würde dies nicht bedeuten. wer versichere mir. Als er zurückkam.mir die Angelegenheit doch ein paar Minuten durch den Kopf gehen lassen soll. garantiere es mir. Das dauert sicher wieder zu lange. Wer garantiere mir. oder – was von Anfang an der Fall hätte sein sollen – die STA in Vaduz die Anklage erhoben hätte . und wenn ich mich zudem so verhalte. Ja. Nein. Johann Adam II. Wenn ich es wünschte. sagte ich zu ihm.

Er versichere mir. nein. wer sollte mich dazu befragen. dass ich kein Erpresser wurde. Er würde es sehr ungern sehen. Ohne. Ich wunderte mich über diesen Wunsch und sagte. Das Wort von Hans-Adam hat soviel Bedeutung für uns Untertanen. OZA- Er gebe mir sein Wort dafür. für mein Leben sowieso. Er forderte mich auf. Er bat mich auch. Und Hans-Adam war keiner. Nicht dass ich dachte. keine Details zu den Mandaten der LGT preiszugeben.ertragbar im Ausland geblieben. ganz im Gegensatz zu Lampert. Ob ich dies schriftlich haben könnte. wenn er dies glaubte. dann der Papst und gleich danach er. er wäre wirklich an dritter Stelle: zuerst Gott. witzelte ich ohne eine Antwort zu erwarten. Mir sein Wort. Er war mehr. Es habe ihn auch stark beeindruckt. Er gebe mir sein WORT -OZE Ich war wie gelähmt. Mir reichte es. aber ich hätte mein Versprechen gehalten und niemanden verraten. um eine Strafanzeige gegen die Verbrecher in meinem Sinne voranzubringen. Er habe sehr gute Regierungskontakte nach Spanien und Deutschland. die höchste Instanz im Lande. niemandem von unserem Gespräch etwas mitzuteilen. Unser Staatsoberhaupt. 422 . wie – auf Deutschland umgelegt – das Wort von Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel und Bundespräsident Herr Horst Köhler zusammen. mein Staatsoberhaupt gab mir sein Wort. dass er alles was in seiner Macht stehe unternehmen werde. Um es für meine deutschen Leser und Leserinnen symbolisch aufzuzeigen. Gab mir sein Wort. W-O-R-T. Seine Institution war höher. Als Dank für meine Loyalität übernehme er auch ohne zeitliches oder betragsmässiges Limit alle Kosten die in diesem Zusammenhang anfallen würden. Sein Wort. Ein Ehrenwort kommt von einem Ehrenmann. wenn Aussenstehende wie die Justiz oder die STA von unserem Gesprächsinhalt erfahren würden. dass ich die zwei ausserordentlichen Politiker und Menschen mit dem Charakter eines Hans-Adam vergleichen will. Es war kein Ehrenwort.

Er musste auch lachen. er wisse dies nicht genau. dass das Gespräch länger gedauert hatte. dass ich etwas wacklig auf den Beinen war und bot mir an. dass ausgerechnet der STA Haun für die Strafuntersuchung der neuen Vorwürfe eingesetzt wurde. wichtige Geschäfte warteten auf ihn.Der erste Schritt in diesem Plan wäre meine Einvernahme morgen beim Untersuchungsrichter. Hans-Adam sagte. Er müsse sich leider verabschieden. Ich wollte. Hans-Adam meinte. dass ich den Haun ignorieren solle. antwortete er. Wieder ausserhalb der Schlossmauern. dass ich morgen um 9 Uhr einen Termin beim Untersuchungsrichter habe. Nun. Aha. ob nun alle Datenkopien vernichtet seien und ich keine mehr hätte. von Kaiser nach Hause gefahren zu werden. als ursprünglich geplant war. ich fange morgen bei der LLB an. bog ich links ab und nahm den Weg runter durch den Wald ins Städtle nach Vaduz. Natürlich konnte (und kann) ich nicht in seinen Kopf hineinschauen. dass ich ihn jederzeit anrufen könne. Und er wünschte mir für die Arbeitssuche alles Gute. Ich erzählte ihm. Ich lehnte dankend ab und wollte lieber an der frischen Luft runter ins Dorf laufen. Auf halber Strecke des Fusswegs setzte ich mich auf den Rand eines Brunnen. Dort sei ja eine Stelle frei. Ansonsten wäre ja der Professor auch noch für mich da. scherzte ich. Mir einer einzigen Ausnahme. dass ich Gerüchte gehört hatte. sagte ich. Als er mich fragte. Hans-Adam sah wohl. wenn mich etwas bedrücken sollte. merkte ich. ich musste nachdenken. Er erwähnte noch. dass er und ich sehr verschwitzt waren. würde aber aufgrund der Vorgeschichte mit mir übereinstimmen. 423 . Er glaubte es mir. Er betonte aber. Untersuchungsrichter? Morgen? Ich wüsste von nichts. Als wir beide aufstanden. In der ganzen Diskussion von 1 Stunde und 50 Minuten hatte ich ihm gegenüber immer die Wahrheit gesagt. dieser hätte nichts zu sagen und stelle kein Hindernis für mich dar. musste ich ja sagen. Er bat mich ihn auf dem Laufenden zu halten. dass er davon ausgehe. dass ich mich bei keiner Bank oder Treuhand bewerben würde. Er schaute auf seine grosse Armbanduhr und mit einem Seufzer sagte er. Ich durfte den Weg zum Tor alleine hoch laufen. sagte ich und zuckte mit den Schultern. dass dies mir gegenüber nicht fair wäre. Mit einem Schmunzeln sagte er.

wie so vieles in den letzten 10 Jahren. sagte ich. Super sagte ich. Ich weiss nicht warum. 424 . aber diese Nummer wurde mir nie mitgeteilt. Er fragte wie es gegangen sei. Eigentlich wollte ich den Professor auch anrufen. Er war froh. Am Abend notierte ich. logischen Verdacht gehabt hätte. dem Professor meine Grüsse auszurichten. dass ich als eine Art Selbstschutz eine Kopie für mich behalten hatte. Vielleicht wollte der Professor dies nicht. dass die ganze Familie wieder an einem Tisch sass. dann muss sich diese Befürchtung innerhalb weniger Wochen oder Monate in Luft aufgelöst haben. die Details vom heutigen Gespräch mit Hans-Adam in meinem Taschenbuch. Der Kontakt war ausschliesslich über den Bankdirektor möglich.Aber selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt noch den kleinsten. wie er es in den Monaten und Jahren die folgten. Zu Hause angekommen. Schön für sie. Aber seine echte Nummer hatte ich ja nicht. dass er. Er kündigte an. rief ich den Bankdirektor auf dem Handy an. gezeigt hatte. ebenso wie der Professor im August/September in die Ferien verreisen würde. sonst hätte er sich nicht so benommen. So bat ich diesen.

Warum auch? Gemäss Hans-Adam wäre ja alles nur eine Formsache. da sie mich fragte.. Wirklich filmreif. Auf die Hälfte der Fragen gab ich dem Wunsch von HansAdam und der LGT entsprechend keine Antworten. Ich hatte mich nicht auf die Befragung vorbereitet. dass die Katastrophe nicht eingetreten war.KAPITEL 21 Blutspur auf den Rheindamm Am nächsten Tag. den 10. dass sie eine Untersuchungsrichterin geworden war.oder Kriegkommandozelle und von Abhörmassnahmen zu berichten. dass meine Abenteuer in Berlin und Holland die schrillsten waren. Ich erkannte sofort. Ich wusste nicht. Weil es Fragen nach den (technischen) Details zum Datendiebstahl oder grob zum Inhalt der Daten selber waren.7. sass ich pünktlich um 9 Uhr bei einer Untersuchungsrichterin im dritten Stock des Gerichts. ob die ihr vorliegende Kopie meines Briefs vom 7. Auch hatte ich Glück und konnte fast immer die richtigen Fragen stellen. waren die Zungen meiner ehemaligen Gegenseite locker. dem 3-D-Modell und der dicken Schachtel mit den Kopien von Gerichtsunterlagen zum Argentinienfall dem Hans-Adam Anfang Januar hatte habe zukommen lassen. dass mehrere Seiten fehlten. Am Empfang fragte ich den Schalterbeamten. traute ich meinen Ohren nicht. Liechtenstein ist ein kleines Land. Sie zeigte mir die Kopie. so vollständig sei.. Irgendetwas musste der jungen UR aufgefallen sein. Weil alle so erleichtert waren. sobald ich einen Verdacht schöpfte oder mich etwas stutzig machte. entschloss ich mich. Es war das Gefühl einer Befreiung für sie. Daher gratulierte ich ihr erstmals. den 11. von einer Krisen. was ich nebst der besprochenen Kassette. dass Hans-Adam hinter der Schrumpfung des Umfangs stecken musste. Als sie aber anfing aus dem Nähkästchen zu plaudern. Spontanbesuche sind oft kein Problem. Eine schöne Frau. ob Herr Hoch da wäre und eventuell Zeit für mich hätte für ein kurzes 425 . Am Freitag. Sie konnte von aberwitzig wechselnden Haftbefehlen. Ich kannte sie von meiner Jugend in Schaan. beim Polizeichef Jules Hoch vorbei zu gehen. was sich da in Vaduz zugetragen hatte. Nach Abschluss der Einvernahme wollte die UR mir über ihre Sicht der Dinge erzählen.1. Also sagte ich zu ihr.7. Zuerst dachte ich. dass dies alles war. Wie so oft in den folgenden Monaten. Ich lief die paar Hundert Meter von meiner Wohnung rüber zum Polizeigebäude. Da die Justiz diese Kopie vom Schloss erhalten hatte. Zimmer 23. war mir gleich klar.

nachzudenken. Anm. was wohl seinem Papa als erstes zur Wort. sagte Hoch zum Schluss. auch hier wieder auf eine allgemeine Erleichterung zu stossen. Hoch bedankte sich und fragte wie es mir ginge. Ich schilderte ihm meine Einvernahme bei der UR. Ich war froh. Zu Hause angekommen. sagte Hoch.: Hoch erzählte mir natürlich nichts von den diversen Handlungen. Darum war es sein Erstgeborener. als sie alle im Schloss vor dem Kunstgemäldebunker standen. Hochzeitsreise. Er verneinte. Langweilig wurde es denen hier mit meinem Treiben nicht. der Zeit hatte. war Hans-Adam zuerst sprachlos und dann sehr erzürnt. war dann das richtige Resultat. Blendend. Ich bedankte mich und versprach mich in Zukunft zu benehmen. Ich äusserte mich auch zum möglichen Interessenkonflikt. Er erzählte mir. wie aus einem Horrorfilm gewesen sei. dass ich am Mittwoch eine Audienz mit Hans-Adam auf dem Schloss hatte und ich mich dort auch entschuldigt hatte. Ich erzählte ihm. was sie dort erwarten würde. Für mich nicht ganz überzeugend. Hans-Adam hatte Angst gehabt. ich hätte ihm seine kostbarsten Bilder verätzt. als er mir auf der Treppe herunter entgegen kam. ob er wirklich zu 100 Prozent meine Interessen vertreten würde.und Zahlkombination einfallen würde. das ich nach meiner Abreise verursacht hätte. einem Kriegsstab oder so etwas. dass ich a) überhaupt einen Hinweis anbringen konnte und b) es niemand gemerkt hatte. Ich fragte ihn ob er etwas über Haftbefehle wüsste. Er habe gehört. da ich immer noch Bedenken hatte. Er bat mich mit in sein Büro zu kommen. mein lieber Kieber.Gespräch. Ich sagte zu ihm. 426 . Niemand wusste. Das Gespräch dauerte exakt von 11:00 bis 11:55. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ausser den Kurzkommentaren der UR auch nicht mehr über das KKZ. zu denen er vom KKZ beauftragt worden war. wenn er quasi von meinem Gegner nicht nur bezahlt sondern offenbar auch instruiert wurde. Man telefonierte herum und liess mich dann durch die doppelte Sicherheitstüre hindurch. dass es eine surreale Situation. erwiderte ich. Herr Kieber. übermalt oder zerschnitten. dass ich wieder im Land sei. schrieb ich meinem RA Müller einen Brief. dass ich deswegen heute persönlich gekommen wäre. Als man den Hinweis gefunden hatte. In einem freundlichen Ton schilderte er mir das Chaos. Ich möchte mich bei ihm und seinem Team für den Stress entschuldigen.

wird Herr Rechtsanwalt Dr. Ab und zu fuhr ich ins schweizerische Sargans oder sogar bis nach Chur hoch. mit welchen die ausländischen Titel für vollstreckbar erklärt wurden und die Exekution bewilligt wurde. FL9496 Balzers. schrie ich. machte ich einen Veloausflug bis an die österreichische Grenze.Am Wochenende konnte ich mein altes Fahrrad. Ich bedankte mich für ihren Anruf und fuhr fuchsteufelswild mit dem Velo vom Rheindamm runter ins nächste Dorf. fragte ich. das ich eigentlich einem Bekannten geschenkt hatte. dass irgendjemand eine Story über die vergangenen sechs Monate gedruckt hatte. Abt. Es sei ein Edikt publiziert worden. wieder abholen. zuletzt in Neue Churerstr. Ich würde in der Zeitung stehen.7. die Zeitung zu lesen. WAS. An Herrn Kieber Heinrich. OT Entfernt. erreichte mich ein Anruf einer Bekannten auf meinem Handy. zuzustellen. a. bis sie selbst auftritt oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. sind in der Exekutionssache Roegele Helmut vd: Heinrich Concin u. den 16. Rechtsanwälte in Bludenz gegen Kieber Heinrich die Beschlüsse vom 26. Burkhard Hirn. sagte sie. der sie auf ihre Gefahr und Kosten vertreten wird. Gilmstr. Am Mittwoch. Mein Blut begann zu kochen. Ich genoss es auf den Rheindamm rauf und runter zu radeln. ein solches Drama publik zu machen. Dann kam mir in den Sinn. Ich befürchtete. Warum? Wieso. 2003. 2003 427 . Ich war so nervös. Dort kaufte ich mir die Zeitung. Schliesslich überleben beide Publikationen seit Jahrzehnten nur dank des dicken Zuschusses aus der Staatskasse. dass ich mich erst wieder auf dem Rheindamm traute. 2. Folgendes war mit dem Titel EDIKT abgedruckt. 6800 Feldkirch zum Kurator bestellt. 2.. dass keine der zwei Liechtensteiner Zeitungen wirklich Interesse haben könnte. 6. 27. Gerade als ich umkehren wollte. Bezirksgericht Feldkirch. am 18. Da der Aufenthalt der oben genannten Person unbekannt ist. Damit war ich wieder mobil. 5. Beide Zeitungen sind das Organ einer der zwei Volksparteien. Irgendetwas von einer Exekutionssache mit einem gewissen Herrn Helmut Roegele. nach Ruggell. Im Liechtensteiner Vaterland.

In meiner Wut konnte ich mich nicht mehr beherrschen. was denn los sei. Man hätte hochkarätige Anwälte für meine Sache eingespannt. Es war schon nach 16 Uhr und ich wollte noch den Bankdirektor in seinem Büro antreffen. Was für ein Urteil vom 23. dass es in Bezug auf das blockierte Geld schon zu spät sein könnte. Ich hyperventilierte stark. Und auch ich selber erkannte mich nicht mehr. Ich zeigte ihm den Artikel und fluchte über alle. verdammt. Alles nur Lug und Trug. zum ersten und letzten Mal. Zu Recht. Ich fluchte die ganze Zeit. Meine beiden Knie bluteten stark. man glaubte es kaum. Ich drückte die Pedale so schnell es ging.: Da mein alter RA HIRN nicht mehr für mich beim Gericht in Feldkirch tätig war. Der arme UR. Aus einem Zeitungsinserat muss ich erfahren. Ihm vertraute ich immer ganz. Ich 428 . dass es ein paar Meter schwarze Gummispuren gab. sodass er. neben sich sein Velo. den nie hatte er mich so gesehen. Ich war froh. Wer weiss. Paul Meier dort. Dann. musste das Gericht diese Anzeige publizieren.2. Er war über meinen Zustand sehr erschrocken und fragte nach. Was ihm dann gelang. Er war sehr bemüht mich zu beruhigen. Und. dass ich ausgerechnet ihn getroffen hatte. Ich hätte alles gemacht. Ich war kurz vorm Explodieren. Ich fing an zu schluchzen. verplapperte ich mich ein wenig. Es sass der UR Dr. ich sei verrückt geworden. was man von mir verlangt hätte. Ich warf mein Velo auf den Boden und ging zu ihm. Und was jetzt. Niemand hätte mir davon etwas gesagt. auf Höhe des Schaaner Sportplatzes sitzen. er musste wohl gedacht haben. Ich musste sofort nach Vaduz. also das Gespräch nicht in einem offiziellen Rahmen stattfand. Ich bat ihn um Verzeihung. Erst vor einer Woche hätte ich Hans-Adam alles Mögliche zugestanden. schrie ich. ballte meine Fäuste und sagte etwas im Sinne: Ich wusste es! Ich wusste es! Euch kann ich es auch noch zeigen. die Justiz. Ich bremste so stark. da sie keine rechtsgültige „“Adresse“ meinerseits mehr hatte. schrie ich in den Himmel.2003? Wieso exekutierbar? Das letzte Wort in der Zivilsache war doch noch nicht gesprochen. Ich stolperte und fiel ungebremst auf die geteerte Rheindammstrasse. ich konnte es nicht glauben. wen sah ich auf einer Bank beim Rheindamm. dass alle ihr Gesicht nicht verlieren würden. kreischte ich. Verdammt. konnte ich ihm mehr Details erzählen. seine Regierung. verdammt noch mal. sagte ich. Wir redeten über die Angelegenheit und da wir nicht in seinem Büro waren. was ich in der LGT Bank angestellt hätte. seine LGT und ihr.Anm.

Wo denn. fragte er mich auf einmal folgendes: Ob die LGT oder Hans-Adam mir nicht angeboten hätten. Was ich damit gemeint hätte. Ich war felsenfest davon überzeugt. Also in beiden Fällen wäre die Antwort dieselbe. Zweitens müsse ihm doch klar sein. schoben wir beide unsere Velos neben uns her. Ja. euch könnte ich es auch noch zeigen. sagte ich. Erstens habe ich keine Kopie mehr. Die sind ja alle paranoid mit diesem Thema. sagte ich. dass selbst wenn ich eine hätte. Das blockierte Geld ist meines. ich sagen müsste. Bei der nächsten Abzweigung verabschiedete er sich von mir und radelte fort. Ich plante ganz früh am nächsten Morgen mit dem Bus zum RA Müller zu fahren und ihn wegen des Edikts zu fragen. Als das Thema wieder auf den Zeitungsartikel kam. wo ich eine Kopie der Daten versteckt halte. Es wäre rechtlich unmöglich. Ich erzählte ihm. Rein aus Sicherheitsgründen. sagte ich. Drittens wäre das Internet der letzte Ort wo ich eine Kopie herumfliegen lassen würde. Ich war aber nicht darauf eingegangen. Nicht der Rede wert. nicht wahr?‚ meinte er. am Freitag der Polizeichef. Aus heiterem Himmel erwähnte er beiläufig. Wie bitte. dann sind sie halt verloren. dass es eine Falle wäre. fragte ich frech. als ich geschrien habe. sagte er. Wenn die Gelder in Österreich verloren sind. 429 . er wisse dies. wie das Gespräch mit Hans-Adam abgelaufen war. Es wurde eine frühe Nacht für mich. meinen finanziellen Schaden. irgendwann zu vergüten. Typische Liechtensteiner Denken – mit Kohle jeden Ärger aus der Welt schaffen. erwiderte der UR. als ich im Ausland war. da ich sicher war. Er grinste dabei. was ich alles in Berlin und Amsterdam erlebt hatte. Warum auch. Da meine beiden Knie noch sehr schmerzten. den ich seit der Barcelonageschichte erlitten hatte.schilderte ihm. diese Frage nicht mehr zu stellen. sagte ich. dachte ich. dass mir einmal eine Art Geld für eine organisierte Flucht angeboten wurde. Zudem hatte ich nie um Geld gefragt und würde solches nie annehmen. Es wurde Zeit für ihn nach Hause zu gehen. fragte er mich. „Im Internet. Denn schon letzte Woche wurde ich mehrfach gefragt: am Donnerstag die Untersuchungsrichterin. dass er sich vorstellen könnte. dass es der Verbrecher Helmut es bekommen könnte. Unter schwachen Schmerzen setzte auch ich mich aufs Radl und fuhr gleich nach Hause. Daher bitte ich euch alle. dass ich keine habe. um mich nachher als Erpresser abzustempeln. Ich musste lachen.

Er zeigte auf den Schlüssel in seiner Hand und meinte. Ich schnappte mir die Badehose und fuhr mit dem Velo zum Rhein. sagte ich. Ich war schon um 08. Ich hätte die Idee. ohne Schlüssel. erhielten sie die Zweitschlüssel. Da sie die offiziellen Wohnungsmieter waren. dass der Bankdirektor auf seinem Weg zur Arbeit durch Schaan fahren könnte. Offenbar hatte er Bruchstücke von einem Drama Anfangs Januar erfahren. sagte ich und fragte. dass er ja kein Mandat von Hans-Adam oder der LGT für die blockierten Gelder bekommen hatte. klärte er mich auf. Gute Idee. Dort tummelte sich auch ein alter Bekannter von mir. erwiderte ich. RA Müller konnte sich aus der Affäre ziehen. Er war sichtlich geschockt und begleitete mich zu Müller.. Zehn Minuten später war er angekommen. Sollte die fertige Schrift in die falschen Hände gelangen. was jetzt wirklich alles passieren würde. 430 . Ja aber Hallo. dass ich mit der Grundstruktur der gewünschten Denkschrift angefangen habe. Man müsste halt abwarten. Der Bankdirektor sah ein. Um die Mittagszeit rief die Bank noch einmal an und verschob den Besuch auf 16:00. Firmen oder Zeitabschnitte zu benennen. Ich liess mich auf keine Diskussion ein und verliess diesen Rheinabschnitt. Ich erzählte ihm. wie er durch die Haustüre kommen konnte. Für den Notfall. indem er sagte.00 Uhr am Donnerstag. Ich bedankte mich bei allen und wünschte einen schönen Tag. dass dies ein Versäumnis war. Er müsse mit mir einiges besprechen. Dieser hatte wiederum enge Freunde im Regierungsamt. ob dies der Dank für mich wäre. Nein. bestätigte er mir. wüsste ich nicht.Gesagt. wo ich die bestellten Kopien vom 101er beim Gerichtssekretariat abholte. Am nächsten Tag. Er gab dem RA Müller die Order..7. Um 16. Ich wusste. rief die Sekretärin vom Bankdirektor an und kündigte seinen Besuch bei mir zu Hause an. würde nichts geschehen. Freitag.10 Uhr stand der Bankdirektor vor meiner Wohnungstüre und klopfte. Ich nutzte die Zeit und begab mich zum Landgericht. sozusagen. dass ich doch wüsste. der Sache nachzugehen. darin keine Namen.7. getan. dass sie den Zweitschlüssel für unten und oben haben. Kein Problem für mich. bestätigte ich die neue Zeit. Daher rief ich ihn auf seinem Handy an und bat ihn mich kurz bei der Post zu treffen. den 18. den 17. Er fragte wie es mir gehe und ich sagte so lala. Ich zeigte ihm das Edikt und fragte. bei der Post in Schaan.

Schönes Wochenende Herr Bankdirektor. so wäre man froh. Diverse Leute der Treuhand hätten mich aber mehrmals mit dem Velo in der Umgebung der LGT Treuhand gesehen. sondern einfach in eine andere Richtung weglaufen würde. mein Kommandant. dass alles gut werden würde. sagte ich. nicht in die Nähe der Treuhand zu gehen. den Professor und die getroffenen Abmachungen eingeweiht. Im Brief an den Bankdirektor drückte ich (im Vertrauen) mein Befremden über einiges. Ich verfasste einen Brief an den Bankdirektor und einen an RA Müller. Ihnen auch. Drei oder viermal die Woche absolvierte ich ein Krafttraining dort. Keiner bedrängte mich mit Fragen. Auch das Ehepaar. Hans-Adam wollte dies nicht. sollte ich irgendwo auf einen ehemaligen Arbeitskollegen der Treuhand. Den einzigen Termin. wurde ich wieder Mitglied beim OLO’s GYM in Triesen. Zum Abschied sagte er mir. Ausser wenn ich im Linienbus von hier z. wäre es durchaus möglich gewesen. zum Beispiel dass ich einfach nicht verstehe. Niemand hatte sich bei mir angemeldet. insbesondere Dr. zu Befehl. warum man in der Angelegenheit der blockierten Gelder 431 . So wie die Dinge langen. das meine alte Mietwohnung gekauft hatte.B.Er hätte noch ein anderes Anliegen. Feuerstein und den Rest der Geschäftsleitung der LGT Treuhand nicht über seine Reisen ins Ausland. Feuerstein treffen. dass ich bald keine Stelle mehr antreten könnte. In Zukunft werde ich zu den Büroöffnungszeiten das Zentrum von Vaduz meiden. Auch besuchte ich meine alten Nachbarn in Balzers. Ja. Niemand aus diesem Hause hatte etwas mitbekommen. Höchstens in der Gefängnisküche. dann durchquere ich das Zentrum. Die letzten zwei Wochen im Juli 2003 waren besuchsmässig sehr ruhig. hatte sich gut eingelebt und war sehr glücklich dort. Meine einzige Waffe war das Schreiben. Ehrlich gesagt. Um fit zu bleiben. wenn ich keine Diskussion anfangen würde. Man hatte ja den Dr. nach Buchs fahren würde. Er bat mich deshalb. Auch wussten sie nichts von meiner Heimkehr. Ich konnte ihm die erforderlichen fünf schriftlichen Bewerbungen vorlegen. Herr Kieber. Ausserdem. Von meinen neuen Nachbarn in Vaduz lernte ich einige besser kennen. Ich solle ihnen vertrauen und aufhören so misstrauisch zu sein. steige aber nicht aus dem Bus. den ich hatte war der Pflichtbesuch beim Sachbearbeiter der ALV. hatte ich mich nicht gross angestrengt. Alle waren ohne Erfolg. was sich seit meiner Rückkehr abgespielt hatte aus.

oder Betriebsgeheimnisses zugunsten des Auslands. Ich bat den RA. insbesondere Deutschland und die USA (§124).7. fragte ich. aber es ihn auf der anderen Seite offenbar nicht allzu gross stören würde. Ich sei deswegen zu bestrafen. Mit welchem Kenntnisstand er mich verteidigen würde? Mit einer fliegenden Durchsicht des dicken Aktes einen Tag vor dem Prozess. wenn er mir als Subsidiarankläger bei der Ausfertigung der Anklage helfen würde. dass ich verwundert wäre. wie Hans-Adam auf einer Seite mir massiv helfen würde. wenn er bis jetzt noch nicht einmal die Akte studiert hatte. wie der RA Müller für mich im kommenden Prozess (140er) kämpfen wollte. 106). 105. Am gleichen Tag war auch die magere acht Seiten lange Anklageschrift mit den Vorwürfen im Zusammenhang mit meinem Schreiben an HansAdam fertig. ganz entgegen den Erwartungen und Beteuerungen. dem Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. In Liechtenstein formuliert die STA in der Anklage keinen Antrag auf die von ihr gewünschte Strafe. Dieses Thema schloss mit den Zeilen. was allgemein erwartet wurde. Im Brief an RA Müller befasste ich mich vor allem mit den Fall 101er. dass man es doch lieber zuerst einmal beim Liechtensteiner Gericht versuchen sollte. Ich würde langsam den Verstand verlieren. wegen dem Verbrechen der Gewalt und gefährliche Drohung gegen den Landesfürsten (§ 249 StGB).noch nichts unternommen hatte. Ich war von der Argumentation von Hans-Adam noch nicht ganz überzeugt. Beide Briefe lieferte ich persönlich am 31. Die STA würde ja sicher keinen Auftrag von Hans-Adam bekommen. Ich würde nicht verstehen. Zu unserer (Bankdirektor. Ich wäre der Meinung. dass ich insofern wieder Hoffnung habe. die Verbrecher zur gerechten Strafe zu bringen. bei den Büroadressen der Herren ab. RA Müller und ich) Fassungslosigkeit wurde ich. sollte das Obergericht meinem Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zustimmen. Ich schilderte im Brief weiters. Es wäre ein wichtiger Bestandteil meines Kampfes der letzten sechs Jahre. wenn einer der Verbrecher mit einem Sack voll Kohle für seine Taten auch noch belohnt würde. 432 . da man jetzt den RA Müller für die blockierten Gelder angeheuert hatte. dem Vergehen der Datenbeschädigung (§126) und dem Vergehen der Urkundenunterdrückung (§229) angeklagt. dem Verbrechen der schweren Nötigung (§15. dann wäre ich froh.

Meinen aufmerksamen Lesern können sicher auch auf den richtigen Namen des STA tippen. als ich trotzig kundtat. Dies war wohl eines der notwendigen Ventile. Mein Gott. abwechselnden Akteuren. Er empfahl 433 . wer den sonst. dass man der Justiz ein Ventil geben müsste. sei noch lange nicht dasselbe. wären sie an meiner Stelle gewesen. Aus psychologischer Sicht ein total falscher Schritt. Ja. machte sich grosse Sorgen um mich. dass dahinter ein ganz fieser (Rache)Plan stand. Warum konnte man nicht einfach einen "unvorbelasteten" Ankläger nehmen? Langsam begriff ich. Ende. was schlussendlich zu einer möglich Verurteilung gelangen würde. Dieser Umstand war äusserst unerträglich für mich. Was in einer Anklage stehen würde. wenn Hans-Adam mich unverkennbar zum Schlachthof führen lässt und mir gleichzeitig seine universelle Hilfe anbietet. HAUN. Dies sei so üblich. dass die allermeisten Menschen. dass ich nie freiwillig zu der Verhandlung gehen würde. Über die Anklagepunkte selber und das ausgerechnet Haun diese vertreten soll. Jeder wollte zum Schuss kommen. Liechtenstein und die LGT wegen ihm durch mich seit Januar 2003 (unter der Berücksichtigung des Datendiebstahls eigentlich schon sein 2002) mitmachen mussten! Warum? Warum. Nachdem was ich alles wegen ihm seit Jahren ertragen musste! Noch schlimmer: Nachdem was Hans-Adam. als er mir sagte. sodass sie Luft ablassen könnte. diagnostizierte er aus der Ferne. es auch als sehr verletzend und demütigend empfunden hätten. Der Professor wurde telefonisch über den sich verschlimmernden Zustand von mir informiert. beteuerte mir. der dieses Anklage geschrieben hatte und sie vor Gericht vertreten möchte. Speziell dann. warum mussten sie mich immer noch quälen? Hatte ich mich nicht genug unterworfen? Was ich noch nicht begriffen hatte. Er war entsetzt. fragte ich. als Jurist. Der RA. Ich bin mir sicher. Mit verschiedenen. was Hans-Adam meinte. Mit meinem RA und dem Bankdirektor diskutierte ich ausgiebig die Anklage. dass ich keine Angst wegen der vielen Einzelvorwürfen haben sollte. war die Tatsache. Zudem stellte ich die berechtigte Frage. der immer schon eine feine Antenne für meine Gefühlslage hatte. damit die Verbrecher vor ein Kriminalgericht kommen. wie das Gesamtbild noch stimmen könnte. Warum ausgerechnet ER? Man hatte andere Staatsanwälte bei der Staatsanwaltschaft. solange Haun dort sei. Der Bankdirektor.

fragte ich. Da 434 . Man hätte also fristgerecht einen Einspruch erwirken können. die am 25. angeklagt werden soll. Sicher ist. jammerte ich. dass ich überhaupt nicht belangt würde. dass dieser mich anrufen soll und einiges klären soll. Nach über sechs Jahren konnte mein Folterer Helmut Roegele sein Glück nicht fassen und seine erpresste.7.dem Bankdirektor Hans-Adam zu bitten.. dass eine Frist verpasst worden wäre. dass es furchtbare emotionale und psychische Konsequenzen für mich haben würde. Zu spät? Zu spät. Ich weiss nicht. Er wusste von der Anklage. Helmut Roegele. Er erzählte mir. dass ich den Haun ignorieren sollte. Nicht nur konnte er sich auf fast 900'000. von Haun und der abgelaufenen Frist. RA Müller meldete sich wieder. nein. fragte ich. quasi ‚abgefolterte‚ Beute abkassieren. Am frühen Abend bekam ich einen Anruf von Hans-Adam.w. Und warum Haun.03 abgelaufen wäre.CHF freuen. schrie ich.s. als sie davon erfahren hatten. Nachvollziehbarerweise tobte ich wie ein Wildschwein. Bevor dieser aber mich anrief wurde mein Zustand noch unerträglicher. Ich fragte ihn. WAS. er musste auch keinen einzigen Franken mit einem seiner Komplizen teilen. Natürlich schmerzte mich dieses Ende sehr. wohin es noch führen würde. dass ich die Anklage nicht als fehlerfrei ansehen soll. Selbst beim blockierten Geld sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Er entschuldigte sich und meinte nur. Ich konnte es nicht fassen. Er wiederholte. Alles würde gut werden. wenn mir schon in Holland felsenfest versprochen wurde. wenn ich all seine Forderungen erfüllen würde. dass es zu spät sei. Was für eine Frist. was in den Köpfen derjenigen in Liechtenstein vorgegangen war. Es wäre eine 14Tage-Frist gewesen. Nötigung u. Die Gelder wären nun in Reichweite des Täters aus Argentinien. was das alles bedeuteten soll und vor allem. dass er mir dies mir beim Besuch auf dem Schloss ausführlich erklärt hätte. Es war wie eine zweite Folter für mich. Seine Nachforschungen in Bezug auf die Gelder in Österreich hätten ergeben. Er sagte zu mir. warum ich überhaupt wegen Drohung. Die nächsten paar Tage verbarrikadierte mich in meiner Wohnung und brütete darüber. dass es allen direkt oder indirekt Beteiligten klar sein musste. schrie ich ihn am Telefon an und entschuldigte mich gleich für den Ton.

hier musste ich beiden Augen zudrücken. Je mehr ich über die ganze Sache nachdachte. dass er davon überzeugt wäre. Wallner. besser gesagt wohl die Unantastbarkeit der STA. Ich wies ihn nochmals darauf hin. Hier musste ich Rücksicht nehmen. dass ich bei einer Verhandlung anwesend sein würde. den ganz klar voreingenommenen Haun als Kläger zu bestimmen. wäre schon sehr niederträchtig. dass ich bei der Justiz in Vaduz nie eine wirkliche Chance haben würde. Ob das Kriminalgericht auf die Anklage mit Strafurteilen folgen würde. kann niemand voraussagen. sodass zumindest eine Anklage angenommen würde. sagte ich. sagte ich. Er habe mit dem Chef der STA. Ich weinte und fragte. dass eine Anklage ja kein Urteil sei. Nach allem. was schon passiert war. Ich fragte ihn. kann es doch nicht der Wille von der Leitung der STA sein. dass das Gericht meine Subsidiaranklage annehmen würde. da sollte ich dankbarer sein.wüsste er aber mehr als ich. Dass man aber extra den Haun dafür nominieren würde. schliesslich vertritt sie ja die Anklage. sich mit der STA nicht allzu sehr anzulegen. ich könne nicht garantieren. Ich 435 . Robert Wallner mehrfach gesprochen. Aber. dann hätte er doch dafür keine Macht missbraucht. warum er nicht die ihm durch die Verfassung zustehenden Rechte benützen würde. Ich bräuchte sie schliesslich noch wegen der Spaniensache. Klar kann eine STA nicht "neutral" sein. Er bat mich. nicht allzu sehr darüber nachzudenken und mich stattdessen auf den mit ihm vereinbarten Fahrplan zu konzentrieren. dass es besser wäre. Ich versprach ihm dies. Er würde sich der Sache Haun nochmals annehmen. beendete ich meinen Vortrag. Dieser wäre von ihm beauftragt worden. Er bedauerte zu sagen. das kommende rechtsgültige Urteil persönlich den Spaniern zu übermitteln. Wenn er erlauben würde. dass Haun die Anklage vertreten würde. wiederholte ich Hans-Adams Worte. versprach mir Hans-Adam und sagte auch. aber das ist einfacher gesagt als getan. ein kurzes Schreiben an Dr. Ignorieren. desto verwirrter war ich. Diesem Hinweis folgend verfasste ich dann am 5. da sollte ich kooperativer sein. ignorieren. wenn es sich als wahrhaftig herausstellen sollte. so wollte ich ihn wissen lassen.8. Bei allem Verständnis für die Unabhängigkeit. ob er ganz sicher wäre. dem Oberstaatsanwalt Dr. Darin "bedankte" ich mich im Voraus für seine Mühe. sodass jene das seit Jahren liegende Verfahren dort einstellen und den Haftbefehl löschen können. eine Anklage im 101er rechtsgültig vorlegen zu können.

das stand fest. Aber eben.verlor den Überblick.von ganzen Herzen danken. So kam ich zum traurigen Schluss. Anträge. Ich habe einfach keine Kraft und Energie mehr. Auf einmal hatte ich grosse Angst. Insbesondere möchte ich dem UR Dr. 140er und das Zivilverfahren eingereicht hatte. Insbesondere die letzten vier Worte hätten beim Gericht diverse Leute aufmerksam machen sollen. verfasste ich eine kurze Mitteilung an das Gericht. Wie fast immer in den letzten sechseinhalb Jahren. Ich stellte den Antrag auf Rücknahme meines Antrags vom 22. Eine nochmalige Demütigung würde ich nicht ertragen können. die er sich sicher genommen hätte . Am 08. ein zutiefst verbittertes. dass der UR Dr. enttäuschtes Opfer Dies waren überhaupt meine allerletzten Zeilen. die ich dem Gericht geschrieben hatte. Heinrich Kieber.02 in Sachen Fortsetzung der Strafuntersuchung. mich von dem Einreichen des oben genannten finalen Antrags abzubringen. Ich muss dazu sagen. dann könnten die Verbrecher wiederum 436 . Er redete wie ein Irrer auf mich ein.08. der den „Deckel‚ auf diese Akt 10 Vr 101 / 97 – der mein ganzes Leben in den letzten 6 1/ 2 Jahren bestimmt hat – zuschlägt. Beweismappen. Paul MEIER für seine jahrelange Arbeit und dem Oberrichter Dr. Mit diesem Schreiben bin wenigsten i-c-h selber derjenige. Ich habe auf ganzer Linie versagt und resigniert. eine mögliche weitere Demütigung nach neuerlichem jahrelangem Kampf vor Gericht zu bewältigen ohne dabei am Ende komplett durchzudrehen. dass der ausstehende Obergerichtsentscheid im 101er negativ ausfallen könnte.11. wenn ich all dem ein Ende setzte. Antworten und was ich sonst noch alles für den 101er. wurden meine Notizen. „hätten‚. das Gegenteil erwarteten. oder wenn dann nicht richtig oder vollständig gelesen. Obwohl der UR und mein RA. Gerhard MISLIK für seine Mühe und Zeit. beide juristische Experten. dass es besser wäre. Wenn ich dies tun würde. es nicht zu tun. Paul Meier fast eine Stunde lang versucht hatte. Ausdruck meiner damaligen persönlichen Verfassung zeigen deutlich die letzten elf Zeilen jener Mitteilung ans Gericht. Schreiben. Analysen. überhaupt nicht.

Er warnte mich. so wie es mir Hans-Adam versprochen hatte. Nicht zu vergessen die überraschten Gesichtern der Täter. Was nun wieder. war mein letztes Wort. sollte ich diesen Antrag stellen. Er machte einen letzten Versuch und fragte mich. wo ich es radikal gemacht habe. dass nicht alle Richter so wie der LR Uwe Oehri wären. selbst wenn das Obergericht mir den Status als Subsidiarankläger erlauben würde? Dr. wusste ich zu berichten. dass ich ein Gefühl der Erleichterung hatte. sie wussten und wissen es bis heute nicht. an Hans-Adam und die LGT wären jetzt sicher angebracht.und Energieverschwendung mehr mit der Justiz hier. Endlich wusste ich wo ich stand. Gerade als Privatbeteiligter am Prozess. sagte ich. Aktenmappe zu. es nutzte nichts. Ich muss gestehen. Er versuchte mich davon zu überzeugen. Aber eben. leider oft nur zu ihren Gunsten. Welche Chance hätte ich da. ist man 437 . Netter Versuch. Keine Zeit.einen Sieg über mich verbuchen. Jetzt. erinnerte ich ihn. Was das war. deren Widerstand gegen eine Kriminalverhandlung im 101er sich wie ein roter Faden durch die ganzen letzten sechseinhalb Jahre zog. dass ausgerechnet dieser Oehri den Vorsitz des Kriminalgerichts inne hat. dass sobald der Antrag die Runde gemacht hätte. sagte ich. Meier versuchte es hartnäckig. dass können mein Folterer Helmut und seine Kinder in diesem Buch nachlesen. Insbesondere die STA. Widerwillig nahm er meinen Antrag an. sagte ich. ich nie wieder das Verfahren in Liechtenstein eröffnen könne. was alles im Hintergrund. Meier meinte dann. die ja einen Anwalt in Vaduz hatten. Die Täter dachten sicher. Es gäbe noch die Möglichkeit eines Verfahrens im Wohnsitzland der Täter. nicht wenige bei der Justiz froh waren. rief er mich sofort an und war entsetzt. zumindest von Helmut Roegele & seiner Frau. Ein fettes „Dankesschreiben‚ zusammen mit einem "Spendenscheck" von Helmut & Co. sagte er. Das wäre mir klar. endlich den 101er losgeworden zu sein. Helmut? Nachdem mein RA Müller eine Kopie meines Antrages vom 8. abgelaufen war. ich muss verrückt geworden sein. ob mein RA Müller davon wüsste. Ich reiche den Antrag hiermit ein. Ich konterte mit der Tatsache. ich soll die Argentiniensache in Liechtenstein vergessen. Gemäss Gesetzt kann ich den Antrag auch ohne meinen RA einreichen. erhalten hatte. bedeutet Fall geschlossen. Glaubst Du nicht auch. Ich sagte nein.8. dass er den Antrag von Müller mitunterschrieben haben wollte. Zuerst reden alle auf mich ein. Klar war mir auch.

mit der Betonung auf Bösen. Er hätte leider wieder schlechte Nachrichten für mich. dem Regierungschef Hasler und 438 . Hans-Adam sagte gleich. Wie bitte? Ich glaubte es nicht. aber er habe mir ja gesagt. Hassen die mich so sehr. Bei aller Liebe.entsetzt. fragte ich ihn. sagte ich. und korrigierte mich gleich: Bei allem Bösen. sagte er mir. Auf Wiederhören Herr Kieber. dann könnte er sicherlich innerhalb der nächsten Stunde zurückrufen. Danke und Auf Wiederhören. dass ich ihn jederzeit anrufen könnte. die Täter von Argentinien vor ein Gericht zu bringen. Hans-Adam war auch erstaunt. zumindest hinterliess er bei mir diesen Eindruck. Er würde sich dieser Sache auch annehmen. Sollte ich mit Polizeigewalt in den Saal gebracht werden. fragte ich sarkastisch. dass mich keine 100 Pferde in den Saal bringen würden. niemand will mir Böses. würde ich kein einziges Wort sagen. Ich entschuldigte mich für die Anspruchsnahme seiner kostbaren Zeit. dass es an der Zeit wäre. Ich bedankte mich für den Anruf. Er wäre seit mehreren Jahrzehnten Anwalt. Nein. wenn mich etwas bedrücken würde. Tausend Dank. was durchaus möglich wäre. dass ja Gegenstand der Kriminalverhandlung sein würde. dass der LR Uwe Oehri meinen Fall beim Kriminalgericht verhandeln möchte. wenn Oehri diesen Fall behandeln würde. Für mich war das Fass voll. So entschloss ich. Hans-Adam hatte Recht. er hätte gehört. zu Recht der Inkompetenz und der Entwürdigung überführt hatte. Nie hätte er ein solches Mass an Interessenkonflikt angetroffen. da ich als Angeklagter anwesend sein muss. Ca. versprach er. dass er auch keinen Sinn darin sehen würde. Wenn es dringend wäre. das stimme. Ich erzählte ihm. Ja. Er sagte. Und immer nur das von Hans-Adam versprochene Fernziel. Ich wählte sofort die Nummer vom Schloss und bat beim Sekretariat mit Hans-Adam verbunden zu werden. Ich musste meine Verbitterung unter Kontrolle bringen. mit Freundlichkeit kommt man viel weiter im Leben. wenn Oehri und Haun mir gegenüber stehen würden. Ich bat darum. wenn er als Richter im Zivilstreit amtete und mir dort einen enormen Schaden zugefügt hatte und ich ihn in dem berühmten Schreiben. Auf Wiederhören Landesführer. 40 Minuten später rief er an. Was denn wieder? Ist Helmut Roegele gestorben. das habe ich nicht verdient. nicht aus den Augen lassen. Wie könnte Oehri den Fall behandeln. Müller war auch erstaunt. Ich erzählte ihm vom Vorhaben des LR Oehri. Er wäre nicht im Hause.

fragte ich. Ganz logisch erschien mir diese Aktion jedoch nicht. wählte er das GECCO in Buchs/SG aus. nachlesen. dass Hans-Adam offenbar mit dem Präsidenten des Obergerichts. Ich sass zum Glück mit dem Rücken zu ihm. Damit wir nicht zusammen in Liechtenstein gesehen wurden. Der Bankdirektor konnte ihn diagonal über meine linke Schulter sehen. dass er persönlich nicht im Stande wäre. ob ich mit Hans-Adam über den Oehri gesprochen hätte. Ja. Warum. lieferte ich beide Briefe bei der Regierungskanzlei im Regierungshaus ab. Er sei in dieser Sache aktiv geworden und wollte gerade in meinem Namen einen Antrag auf Befangenheit des LR Oehri stellen. Darin entschuldigte ich mich für die turbulenten Zeiten. Am 18. Warum der Aufwand. nichts mit der Verhandlung zu tun zu haben. Es war aber im Juli oder August 2003.dem Liechtensteiner Botschafter in Berlin ein paar kurze Zeilen zu schreiben. Warum nahm sich der Oehri die Mühe aktenkundig seine Befangenheit zu erklären? Er. In der Folge wäre LR Oehri aufgetragen worden. sondern ihm bei der nächsten Gelegenheit in Vaduz übergeben. Ein paar Tage später rief mich RA Müller wieder an. Ich bedankte mich für die News.8. die ich verursacht hatte. Somit wäre der Weg frei für einen unvorbelasteten Richter in dieser Sache.08. sich selber für befangen zu erklären. Ich wurde nervös. kam nicht um unseren Tisch herum. fragte ich mich. sagte ich. den Vorsitz zu übernehmen. Ein kleiner Erfolg. Zusammen mit drei weiteren Personen. Vor Einreichung des Antrags habe er vom Gericht erfahren. ein Gourmetrestaurant. als Präsident des Kriminalgerichts hätte doch einfach von Anfang an „entscheiden‚ können. Auf zynische Art und Weise macht er meine Befürchtungen lächerlich und erklärt sogar. Der Brief für den Botschafter wurde aus Vorsicht nicht nach Berlin gesandt. Ausgerechnet an jenem Tag speisten zwei Tische schräg hinter uns der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Das Lokal war klein und jeder der das Lokal verlassen wollte oder auf die Toilette musste. Die Antwort dafür konnte ich in seiner Befangenheitserklärung vom 27. Hr. Er hatte mich zum feinen Essen eingeladen. Er fragte gleich. Das genaue Datum hatte ich leider nicht festgehalten. Nun wieder zurück zu etwas heiterem: Eine weitere peinliche Situation erlebte ich ausgerechnet mit dem Bankdirektor. weil ich 439 . Max Bizozzero telefoniert haben muss und seinen Unmut über die Einsetzung von LR Oehri in diesen Fall kundtat.

lange nicht gesehen. Im Rückblick auf jenen Staatsfeiertag kann man heute wohl eine gewisse Ironie erkennen. Er fing an mit ihm zu reden und erblickte mich. spendiert vom Haus Liechtenstein. Jetzt. Kurz darauf konnte ich in den Besitz einer 440 . Ich nutzte die Tage um viel Sport zu treiben und mit dem Velo hatte ich schon über 1100 km abgeradelt. dass seine Verhandlung im November stattfinden soll. Ich hatte meine eigenen Probleme und sowieso keine Zeit für Andere. Gut. eine Menge Ärger bereitet hatte. Ich hatte vom Gerichtspersonal gehört. Wie es ihm wohl gehen würde. ein so guter Mensch. Dann kam. dass er es weiss. Zum Gedenkgottesdienst auf der grossen Wiese unterhalb des Schlosses und zur anschliessenden Verköstigung vom Volk und Touristen. begrüsste ihn und fragte.doch dem IT-Chef. Ich bat ihn um ein Vier-Augen-Gespräch vor der Verhandlung. Ab und zu kam mir der Lampert in den Sinn. dass er offenbar dachte. als ich hinter dem Rücken von Hans-Adam auftauchte. Ich stand auf. Und dir.08. wie es ihm gehe. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen. Diese Mal achtete ich darauf. Meine Wege kreuzten sich auch dieses Mal mit denen des Blaubluts. Der Bankdirektor beruhigte mich. lief die Kamera. In seinem Fall kam man nicht voran. Ende August schrieb ich Hans-Adam einen Brief indem ich meine Gedanken über meine Gerichtsverhandlung schilderte. Nicht wie im August 2001. Er bemühte sich sehr seinen verständlichen Frust auf mich zu unterdrücken und seine Verwirrung darüber zu verbergen.2001 einige Minuten über den Staatsfeiertag berichtet. den Bankdirektor mit mir essen zu sehen. Nach ein wenig Plauderei merkte ich. Oft fuhr ich hinter dem Gefängnis vorbei auf eine geteerte Feldstrasse die zum Rhein führte. Der IT-Chef stand auf und erkannte den Bankdirektor. auch zum Schloss zu pilgern. die irgendwann im Oktober stattfinden sollte. 2003. stelle sich Lampert stur und wollte mit niemandem reden. Ausgerechnet. sagte er. fragte ich mich. was kommen musste. Die letzten Tage im August 2003 waren ruhig. Die meisten waren in den Ferien und Mitte August feierten wir den Staatsfeiertag. dass man auch auf mich zukam). fragte er mich. ich würde nicht wissen. Meine Dienste wurden nicht gebraucht (erst 2005 wurde es so heiss. Das Schweizer Fernsehen hatte in der "10vor10" Sendung vom 15. Aber man beachtete sich einfach nicht gross. nicht die Wege von Hans-Adam oder seinem Erstgeborenen zu kreuzen.

Nicht. In einem kurzen Schreiben teilte ich dies dem Hans-Adam mit. nie hat man Ruhe. nach einem Besuch beim Landgericht wieder nach Hause kam und meinen Briefkasten öffnete. Hatte es vielleicht mit dem Schreiben vom 13. Ich rannte hoch in meine Wohnung und las den Zettel nochmals. aber von Hans-Adam bezahlt 441 . wer dies war. Das einzige. Dies war aber unmöglich. Darin war die Rede davon. der zwar für mich intervenierte. um herausfinden. dass er meine 4 CDs auf dem Schloss komplett vernichtet hätte. Ich hatte absolut nichts bei mir oder in meinen Sachen. genauer am Dienstag. Denn nur wenn ich wusste. kam ich beim zweiten Blick zum Schluss. wäre wenn sie einen Hinweise auf meinen Safe ich der Schweiz finden würden. anbandeln.Notiz der Vaduzer Polizei gelangen. fluchte ich. Mist. was mir Ärger bereiten würde.08. den 9. dass sie meine vier CD-ROMs von Berlin im Safe aufbewahrten. wenn auch nicht so ausgeprägt wie vorher. was in diese Richtung zeigte. konnte ich analytisch die Motive erforschen und den wirklichen Grund dieser Information herausfinden. Eine ganz andere Art von Herzklopfen erlebte ich. Der Grund dafür lag dran. die den Zettel geschrieben hatte. Und dieser war ja vor deren Zugriff geschützt. würden mich offen warnen und mir die Information ins Gesicht sagen.9. dass die Polizei meine 4 CDs hatte. als ich eines schönen Morgens. wer mir diese Worte zugesteckt haben könnte. als ob die Person. auf meiner Seite stand. Und RA Müller. dass er mir ja während der Audienz gesagt hatte. All die wenigen. Darin lag ein gefalteter Zettel mit einem Text in Computerschrift und in Grossbuchstaben. dass ich etwas zu befürchten oder zu verstecken hätte.. dass eigentlich das Gegenteil der Fall war. Ich strengte mich sehr an. zu tun. die wirklich auf meiner Seite standen. wenn jetzt in den Unterlagen stand. Auch konnte ich wieder mit meiner alten Liebe. Offenbar muss es da ein Missverständnis geben. Es waren exakt sieben Zeilen: KIEBER! Lass Dich nicht klein kriegen! Pass auf den 10 Vr 140 97 auf! Du wirst reingelegt! Sag nicht zu allem Ja und Amen! Deine Unterkunft wird abgehört! Dein Mobiltelefon auch! Mir wurde schlecht. Nur im Kopf. in dem ich das Gericht um eine Kopie des Gutachtens gebeten hatte (siehe Kapitel 17)? Oder hatte ich zu viele Fragen gestellt? Denn obwohl es auf den ersten Blick es so aussah.

In meiner Gegnerschaft gab es Leute. Ausserdem würden sie mich dann nicht ständig demütigten und weiterhin auf mir herumhackten. Aus meiner Sicht waren sie keine Gegner mehr. Gegen A) sprach. war mir schnell klar. die mich keine Minute aus den Augen lassen wollten und alles über mein Tun und Denken sammeln wollten. Für A) sprach. war die teilweise krankhafte Kontrollsucht derer. wie ich herausfinden könnte. Dazu würde ich immer noch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit haben. Ich versetzte mich in die Lage der Lauscher. Ich plante einen Test in den nächsten Wochen 442 . die die angebotene Lösung von Hans-Adam nur widerwillig akzeptierten. ob ich eine weitere Datenkopie hatte. ob man mich in der Wohnung abhören würde. dass sich langsam aber sicher abzeichnende aggressivere Verhalten mir gegenüber. Die isolierte Tatsache. dass es aus ihrer Sicht meine Gegner waren. ich hatte ja Frieden mit ihnen geschlossen und dieser Friede wurde mir auch permanent von ihnen verbal bestätigt. zu vermuten. wie ich herausfinden könnte. ob mein Leben abgehört wurde. falls es welche gab. Warum ich überhaupt abgehört werden würde. Es gab sogar zwei Theorien. Ich schreibe hier bewusst von Gegnerschaft. B) Sie suchten nach neuem Belastungsmaterial. dass jeder halbwegs intelligente Gegner vermuten konnte. Ich hatte mittlerweile erkannt. Was für B) sprach. Dazu war er zu seriös. Sie wussten ja nichts davon und ich konnte jetzt im Moment diese letzte Kopie nicht vernichten. um einen Treffer zu landen. wo ich sie versteckt haben könnte. dass ich noch eine komplette elektronische Kopie von Kundendaten plus diverse Geschäftsunterlagen in einem Safe in der Schweiz gebunkert hatte. würde so etwas nie tun. mit elektronischen Mitteln die Wahrheit herausfinden. Das bedeutete. dass einige hier in Vaduz nicht am selben Strang zogen.wurde. Nach ein paar Brainstormings (‚Hirnzellenkochen‚) kam mir eine einfache Idee. war für mich kein ideologisches Hindernis für einen dauernden Frieden. Denn es ergab doch keinen Sinn. dass ich eine Datenkopie besass und sich gleichzeitig liessen sie ein Versprechen nach dem anderen platzen. dass ich eventuell eine Kopie zurückbehalten hatte und er/sie deswegen herausfinden musste. wenn überhaupt. A) Sie wollten herausfinden. War mein Handy nicht von der LGT gesponsert und mit neuer SIM-Karte ausgestattet worden? Ich selber war ja kein grosser Technik-Freak und konnte daher schwer. Lange überlegte ich.

dass ich mich schuldig bekennen sollte und vor dem Kriminalgericht so wenig wie möglich sagen sollte.30 Uhr im Saal 1 beginnen. Er hatte und hat immer noch die absolute Kontrolle über jeden Richter. Im 140er z. entschied ich. dass ich von ihrer illegalen Operation wusste. Sonst hätte ich mich ja gleich in die Mitte des Raums stellen können und schreien „ihr könnt mich alle mal kreuzweise – ich grüsse die Lauscher‚. die mich noch mehr zur Verzweiflung trieben. nur die eigentliche Verhandlung selber als nicht-öffentlich deklariert werden kann. Wieder passte dies dem LR Oehri (im Zivilstreit) nicht. Hans-Adam und die LGT die Angelegenheit als zu sensibel für die Ohren der Allgemeinheit befanden. Dank der 443 . fand ich Quittungen von über CHF 35'000. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es dauerte nicht lange. Und wen wundert’s noch. Da ich dieser Fremdsprache selber mächtig war. die von Seiten der argentinischen Bande geliefert wurden.03 um 08.9. Permanent hatte das Landgericht meinen Antrag (basierend auf die mir gewährte Verfahrenshilfe) auf Übersetzung jener spanischen Dokumente. organisierte ich mehrere Besuche zum Aktienstudium beim LG. weil streng nach dem Gesetzt ein solcher massiver Eingriff in meine Privatsphäre nur während einer gerichtlichen Untersuchung erlaubt ist. ohne Begründung abgewiesen. hatte ich so gut es ging diverse Unterlagen selbst übersetzt.B. Dieser würde am 22.. bis ich wieder auf Belege gestossen war. Die „Sicherheit‚ des Landes würde riskiert werden. es waren ausschliesslich solche. Am 10. Im Prinzip wären die Anklageverlesung und die Urteilsverkündung immer öffentlich. dass nach Buchstaben des entsprechenden Gesetz. Der RA von Helmut Roegele nutzte die alleine vom Liechtensteiner Staat bezahlten teuren Übersetzungen im Zivilverfahren gegen mich. Da ich ja viel freie Zeit hatte. Da spielte es keine Rolle. STA Haun hatte für diese horrende Summe Dokumente aus Spanien ins Deutsche übersetzten lassen. Natürlich hatte ich auch nichts dagegen. Wegen dem Abhören des Handys redete ich am besten mit dem UR Paul Meier.. einen Trick. erhielt ich die Vorladung zum Prozess. Hans-Adam verlangte ja von mir. die mich entlasteten. da die Regierung.durchzuführen. Illegal darum. das Publikum auszusperren.10. Eine weitere Arbeit für mich war das genauere Studium der 140er Anklage. sodass sie nicht merken würden. Ich wollte meine Wäsche auch nicht für alle sichtbar geschrubbt haben.

ich konnte hierzu auf keinen Fall einfach JA sagen. fragte seine Sekretärin. Daher fand er es besser. Sie können alles von mir verlangen. Er hätte eine Kopie davon in seiner Mappe. STA Haun hatte praktisch Wort für Wort die Lügen von ihm und seiner Frau in die Anklageschrift übertragen. Je mehr ich in der ausgefertigten Anklage las. Ich würde doch vor jedem Gericht auf dieser Welt. wenn ich mich zu dieser formulierten Anklage ohne massiven Protest für schuldig erklären würde. dass ich unmöglich ohne mich wenigsten minimal verteidigen zu können. die mir das Richtergremium während der Verhandlung stellen konnte. dass ich ihn immer kontaktieren dürfte. Ich wies ihn auf die gefährliche Konsequenz hin. Ob es dringend wäre. einfach Ja sagen könnte. ich bekenne mich schuldig‚ würde ich selber.‚ Er müsse dies bitte verstehen. wo immer wir es schaffen würden Helmut Roegele und 444 . nur das nicht. wenn es sein muss unter fadenscheinigen Gründen. dass die Täter von Argentinien mein Schuldbekenntnis garantiert weiterverwenden würden. Ich könnte ja auch nicht sagen: „Eigentlich bin ich nicht schuldig. Eine völlig absurd aufgebaute Erzählung..neuen Verfassung konnte er jeden von ihnen. man stelle sich das vor. mit einem Schlag als Gewissheit für immer und ewig einbetonieren.30 Uhr rief er mich dann auf meinem Handy an. war die möglichen Fragen. Was er natürlich nicht unter Kontrolle hatte. um exakt 10. sagte man mir. Er wäre ausser Landes. nein. unterbrach er mich auf halber Strecke. Abgesehen davon. Es war mir peinlich.9. ihn alle zehn oder 14 Tage anzurufen. aus dem Amt entheben. wenn ich mich sternenklar für schuldig bekennen würde und somit die Anzahl der möglichen Fragen drastisch reduzieren würde. Wiederum musste ich unser Staatsoberhaupt mit einem Anruf belästigen. Er konnte meinen Bedenken folgen. Ich sagte. wäre es geradezu hirnverbrannt. nein . Die Anklageschrift hätte genauso gut aus der Hand vom Täter Helmut Roegele stammen können. Ich erzählte ihm die Details von der 140er Anklage. Mit dem verlangten „ja. desto grösser wurde meine Abneigung gegenüber einem MEA CULPA. bekenne mich aber schuldig. Das Gespräch dauerte genau 24 Minuten und 31 Sekunden. die Dichtung von Helmut & Co. Nein erwiderte ich. die Grösstenteils auch in der Abwehrstrategie von Helmut und seiner Komplizen für den 101er Fall und dem Zivilverfahren zu finden war. Aber nach jedem Anruf sagte er mir. den 12. Am Freitag. dass die vorgeworfene Tat (Wohnungskauf) nicht zutraf. Nein.

als geisteskrank abgewiesen werden.seine Komplizen vor ein Kriminalgericht zu bringen. ich würde wieder zu viel nachdenken. aufs Schloss und gab ihn beim Portier ab. Meine Wahrnehmung. Ich informierte ihn. Wieder ein Tiefpunkt in meinem Leben. was der Verbrecher Helmut Roegele von mir nun offiziell plündern durfte. Hoffnung zu schöpfen. Am 23.9. Diese Nachricht erfreute mich sehr. dass ich zwei Personen mit zur Verhandlung nehmen könnte. Ich glaubte ihm. funktioniert die Eurojust als Drehscheibe der verschiedenen Gerichtsbarkeiten innerhalb Europas. Viel mehr als das.sein. dass ich erfahren hatte. erklärten die Müllers. dass es Helmut Roegele inzwischen gelungen sei. egal wie stark mein Anwaltsteam wäre. Er beherrschte die spanische Sprache und hatte in Spanien via einer Topanwaltskanzlei dort für mich interveniert. Nach Abschluss würde man das Urteil auf offiziellem Weg via Eurojust in Holland bekommen. dass er den grösseren Überblick als ich hatte.-. den Bankdirektor mitnehmen zu können. Die Kanzlei Müller musste mir leider auch mitteilen. Wiederum konnte er mich beruhigen. Am nächsten Tag schrieb ich Hans-Adam wieder einen Brief und bedankte mich für seine Worte. Zudem hatte ich auch Angst vor dem Resultat der kommenden Verhandlung. Egal wie erdrückend unsere Beweise sind und.9.. Den Zettel in meinem Briefkasten erwähnte ich im Schreiben aber nicht. im Gegensatz zu seiner. Hans-Adam meinte. den 16. Ich fragte. Wenn ich mich beim Gericht im 140er schuldig 445 . dass die dort hängige Sache bald in Vaduz vor dem Landgericht behandelt würde. sahen auch eine positive Seite. Ich konnte dazu nichts mehr sagen. Leider sei ihnen die Auskunft verwehrt worden. Als es vor mehr als sechs Jahren blockiert wurde. Die Kanzlei Müller. waren es über CHF 825'000. Man hätte dies verhindern können. wie viel am Ende auf dem Konto lag. Da war es immer besser. dank seiner (Hans-Adams) finanziellen Supermacht. Ich bat ihn um sein Einverständnis. typisch Juristen. Es wurden den spanischen Behörden mitgeteilt. ich wollte auch nichts mehr sagen. warum mir das Gericht in Österreich die Differenz nicht zurückgegeben hätte. Ähnlich wie bei Interpol. Den Brief brachte ich persönlich am folgenden Dienstag. Mit den Zinsen müsste es heute weit über 920'000. Alles würde gut werden.. hatte ich einen Termin mit dem Neffen vom RA Müller. an die Gelder in Österreich zu kommen. war ja durch den jahrelangen Kampf geschwächt.

höchstpersönlich herkarren. dass ich. war meine lapidare Antwort darauf. dann könne man dem Gericht auch mitteilen. dann müsste ich ein klares Schuldbekenntnis abliefern. gefälligst die Klappe halten soll. Ich war so erschrocken. wie kam der überhaupt auf die Idee mich anzurufen. da ich ja so schwachköpfig gewesen wäre. Diesem Antrag hatte das Obergericht stattgegeben. mich zu 10000 Prozent schuldig zu bekennen. Diese miese Kreatur erpresste mich. mich persönlich zu kontaktieren. vorladen.10. falls ich ein Schuldbekenntnis ankündigen würde und am 21. Er sagte ganz cool. was seinen Auftritt als Ankläger betreffe. dann würde er beantragen. schrie ich ihn ohne gross zu überlegen an. Nicht mehr. Ansonsten er Helmut und das ganze spanische Pack zur Feier einladen würde. die Verhandlung zu verschieben und dann Helmut Roegele & Co. irritierte mich stark. Er fackelte nicht lange. Seinen Namen und seine Stimme zu hören. bis mein rechter Daumen schmerzte.bekennen würde.) auf die schlaue Idee kommen würde auf „nicht schuldig‚ zu plädieren. Nichts. würde er das Ehepaar Helmut Roegele & Salud H. abgelesen haben. bis meine mündlichen und schriftlichen Beschwerden über Haun als Vertreter der Anklage auf seine Ohren trafen. Dieser war so gekränkt und beleidigt. Dieser Sauhund. Ich dachte nur. dass ich zuerst seine giftige Drohung gar nicht fassen konnte.8. als er mich anrief. Zudem drohte er mir. Es dauerte nicht lange. Ich drücke mit solcher Kraft und Repetition auf die Ausschalttaste meines Handys. dass ich aufgefordert worden war. wurde mir klar. ob ich mich schuldig bekenne. Ja. meinen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zurückzuziehen. Nada. zur Verhandlung am 21. dachte ich mir. Und sollte ich mich nicht schuldig bekennen. dass er es für korrekt hielt. (10. Er erpresste mich. Von Einsicht in die eigenen Fehler absolut keine Spur. Er darf so etwas nicht machen. Der hat sich gar nicht geändert. Wenn sie meinten. Erpressung! Er wusste inzwischen. hier her zu kommen. Er erwarte bis spätestens zwei Wochen vor der Verhandlung eine Nachricht von meinen Verteidiger. Wenn ich dies nicht wollte. feixte er. 446 . Das wäre doch ein Spektakel. Das macht er nicht. Unmöglich. Die Nummer muss er von meinem Briefkopf aus dem Schreiben an seinen Chef vom 5. dass die „Schuld‚ gegenüber Helmut Roegele in der Zwischenzeit beglichen wurde. Null. Die würden sich hüten. wiederholte er schon wieder. dass ich mich dazu weigerte und mich wegen seiner kommenden Präsenz in der Verhandlung beschwert hatte. Er wusste ferner. lachte er gemein. Er brüllte wie ein Pavian.

Noch nie war eines meiner Schreiben so schnell beim Empfänger. Ich war sehr betrübt über diese Geschichte. hatten sich der Bankdirektor und der Professor für einen Besuch bei mir zu Hause angemeldet. antworteten sie. Aha. Dr. Natürlich lassen wir uns nicht erpressen. Ich fragte die beiden Besucher. Wenn mein Handy abgehört wurde. Nein. 447 . er hatte sicher Rückendeckung für eine solche Wortwahl mir gegenüber. fragte ich offen. dass ich mir nicht drohen lasse. Vielleicht wollte man es so. dann wüsste Haun dies sicher auch. Trotzdem verfasste ich sofort einen neuen Brief an Hans-Adam. habe wieder ein Teilstück eines anscheinend grösseren Plans erfahren. Ich tat es und teilte ihm unmissverständlich mit.Zuerst musste ich ihnen von einer grausigen Nachricht erzählen. Dann sagte der Bankdirektor etwas erstaunliches. desto weniger verstand ich die Situation. dachte ich mir. sondern der Bankdirektor an. hätte man für ihn in Liechtenstein keine Aufgabe mehr. Ich musste dem Bankdirektor versprechen. Wallner oder der Justizministerin Rita Kieber-Beck zu riskieren. Das heisst. Ich hatte in einem alltäglichen Gespräch unter Nachbarn erfahren. wie sich Haun so aufführen konnte. pflichtete er mir bei. die 1997 meine kurzzeitige Nachbarin im Altersheim von Eschen war. Ich flehte ihn an. Haun habe vom Leben doch keine Ahnung und nachdem alles über die Bühne gegangen wäre. diesem Haun eine auf die Rübe zu knallen. Ich erwischte gerade noch den Schlosspförtner bevor er Feierabend machte und bat ihn den Brief gleich ins Schloss zu tragen. ohne einen Rüffel von seinem Boss. dass ich mich nicht erpressen lasse. was ich durchwegs als glaubhaft schluckte.Je mehr ich darüber nachdachte. Schon gar nicht vom einem wie Haun. leuchtete es mir ein. Versprochen? Versprochen! Am 3. dass es jede Dame war. Am nächsten Morgen rief mich nicht Hans-Adam. Um mir Angst einzujagen. Ich begriff nicht. Er bat mich nochmals die genauen Worte von Haun zu wiederholen. Es stelle sich heraus. Ob den nun alle durchgedreht wären. Unsere Unterredung dauerte von 11:00 bis 12:15. dass ich keine Dummheit begehe und beim Haun oder sonst irgendjemanden bei der STA Radau machen würde. dass meine Vormieterin. ob sie davon wussten. Im Schreiben gab ich im genauen Wortlaut den Anruf von Haun wieder und teilte Hans-Adam mit.10. ein zutiefst traurige und vom Leben geschundenen Italienerin sich in dieser Unterkunft kurze Zeit vor meiner Ankunft das Leben genommen hatte.

Dies muss ich akzeptieren. das ich dadurch seine DL und Andere unverschuldet in eine schwierige Lage gebracht habe. was ich damit anstellen werde. Was gäbe es da noch zu 448 . Zum Thema „Landesfürst‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Ich bekenne mich schuldig.Hauptsächlich drehte sich die ganze Diskussion um die bevorstehende Verhandlung. alles mit ihm zu besprechen. schäme mich dafür sehr – insbesondere als bekennender Monarchie-Fan . als ich die Unterlagen bzw. Kurz festhalten möchte ich nochmals. Aus h e u t i g e r Sicht. sollte ich zu beiden Teilen folgendes und nicht mehr sagen: Zum Thema „Roegele‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Die Liechtensteiner Justiz hat in einem Zivilverfahren schlussendlich rechtsgültig nicht meiner. Da noch zwei Termine mit meinem RA Müller geplant waren. Die juristische Beurteilung liegt selbstverständlich nicht bei mir. übergeordneten Gründen . Ich befand mich in einer äusserst destruktiven Situation und meine Motive habe ich in besagten Unterlagen vollumfänglich und vollständig dargelegt. Teil 1) betraf den Wohnungskaufs in Barcelona und Teil 2) betraf die Daten und den Brief an Hans-Adam. sowie sich die Dinge für meine Zukunft präsentieren. hätte ich noch genügend Zeit. Mehr kann ich dazu nicht sagen. die ich da schlucken musste. Juli dieses Jahres verweisen. dass ich zum Zeitpunkt. mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht habe. Ich bedauere es ausserordentlich. den ich nach der Anklagevorlesung ablesen sollte. Januar dieses Jahres aufgesetzt und geschrieben. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Die Anklage war in zwei Teile gespalten. Hier möchte ich auch auf meine Einvernahme bei der Untersuchungsrichterin am 10. Sobald ich das Wort hätte. ich griff Feder. Manche greifen zu Gewalt.formell juristisch schuldig. den Brief vom 7. eine Kassette besprochen und zusammen mit verschiedenen Beilagen seiner DL nach Hause geschickt zu haben. Es wurde mir ein Text vorgelegt. sagten sie. bekenne ich mich – aus verschiedenen. Es war eine bitte Pille.und bereue es aufs tiefste. elektronischen Datenträger an mich genommen habe. sondern der Version des Klägers glauben geschenkt.

hätte ich nie geglaubt. Endlich. Als ich in Berlin und Holland war. dass ich keine Namen oder Orte erwähnen würde. dass ich nur ihm die fertige Arbeit übergeben sollte. dass es für Hans-Adam auch nicht einfach war und ist. meine Gedanken darüber zu lesen. fragte er. kauften uns eine feine Schweizer Servalat (Bratwurst) und ein Bürli (Brötchen) und setzten uns draussen vor den Fussballplatz des FC Buchs. ich könnte wieder von den Leichen schreiben oder über sonst etwas. über alle möglichen Themen. Ja. Ob er eine Kopie davon haben könnte. dass Hans-Adam Angst hat. Er fragte mich noch. dann kann man die zweite Etappe in Angriff nehmen. dass er ihm dann eine Kopie überlassen würde. sagte ich. Wir redeten offen. am Tag der Gerichtsverhandlung zu kommen. Er meinte. er wird mit meiner Arbeit zufrieden sein. Gute Idee. alles würde alles anders rauskommen. erwiderte ich. endlich den Tätern aus Argentinien an den Kragen gehen. Wenn ich nichts zur Verteidigung sagen darf? Nachdem der Bankdirektor gegangen war. sagte ich zum Schluss.besprechen. Aus seinen Schilderungen wurde mir dann auch bewusster. Ich denke. sagte ich zu ihm. Weil es doch so aussieht. Die sei bald fertig. fragte ich. wie weit ich mit der Denkschrift wäre. Obwohl ich dem Hans mehrmals erklärt hatte. was ihn. schlug der Professor vor. dass es sich schlussendlich als der richtige Weg herausstellen wird. Zum Beispiel den 101er. zählte ich auf. dass ich derjenige sein würde. sagte ich. Es würde ja bald alles zu Ende sein. dass evt. dass ich über mich selber verärgert wäre. RA Müller versicherte mir mehrmals. Ich erwähnte. dass wir in die Schweiz fahren und dort Mittagessen gehen. Ich musste ihn aber enttäuschen. dass ich keine Angst haben sollte. Warum. noch vor dem Gerichtstermin mit Hans-Adam ein VierAugen-Gespräch halten zu können. mehr als üblich. Wir fuhren mit seinem Wagen über den Rhein nach Buchs. wenn der Text mir zwingend vorgegeben wird. Ich bedankte mich für seine Bemühungen und brachte auch meine Hoffnung zum Ausdruck. Ihr habt mich dazu clever überredet. Er würde aber sicher telefonieren. Für ihn als Psychologe wäre es sehr interessant. Ich befürchtete auch. da mir Hans-Adam bei der Audienz gesagt hatte. sein Land oder die LGT diskreditieren würde. als wir es in Holland besprochen hätten. Ich denke. Der Professor konnte nicht versprechen. Der Professor würde diesen Wunsch auch unterstützen. der Haun als Überraschungseffekt 449 . Das hoffte ich zumindest und ich wäre mir sicher. der den Deckel zumacht.

sagte ich. dass darin etwas mich entlastendes stehen könnte. Er instruierte mich auch. Er las es durch. besser gesagt zu antworten. RA Müller meinte dazu. dass mein RA trotzdem noch einen Freispruch beantragen kann. Da man sich ja auf einen Schuldbekenntnis geeinigt hatte. Muss mir wohl entgangen sein. Wenn die STA etwas fragen würde und ich nicht antworten möchte. verlangte ich. Nicht das noch was schief ginge. Freispruch? fragte ich erstaunt. diesem Prozess beizuwohnen. fragte ich. was mir eingetrichtert wurde. sagte er. Ich zeigte ihm das Blatt. Bei Gericht würde nicht viel geredet. Aber dann wäre ich ja vorbestraft. dann soll ich auf ihn 450 . das wäre doch klar. er würde dieses Spektakel nicht verpassen wollen. Er würde die Sache abklären. Selbst wenn er im Endstadium einer furchtbaren Krankheit wäre. um über herausholen zu reden. Ich solle endlich aufhören mir den Kopf zu zerbrechen. Nein. eingeladen hatte. fragte ich. zumindest was den Brief von mir an Hans-Adam angehen würde. Er wisse es nicht. Ihm etwas passieren? Nichts würde ihn dran hindern. Wallner? Warum kommt die STA mit Doppelbesetzung. Müssten wir nicht zuerst die Verhandlung abwarten. ob er mir helfen kann. erwiderte er. sagte er.Helmut Roegele & Co. RA Müller sagte mir auch. sagte ich ihm. Ja. Gemäss Gerichtssekretariat wären von Klägerseite nur Haun und Dr. nur das vorzulesen. Er wusste von keinem solchem Gutachten. Ich erwähnte. dass Haun Massnahmen getroffen habe. dass ich den Text auf ein Blatt Papier ausgedruckt habe und mit ins Gericht nehmen würde. das geheime Gutachten (siehe Kapitel 17) zu organisieren. Er habe aber gehört. formulierte er es elegant. fragte ich. Wenn ich die Schnauze halten muss. meinte er. anders ginge es nicht. würde ich nach seiner Berufserfahrung und unter den speziellen Umständen dieses Falles mit einer Bewährungsstrafe davon kommen. falls ihm etwas passieren sollte. Was herausholen. Mehr konnte er nicht für mich herausholen. versuchte ich klarzustellen. für den Fall. Wallner angemeldet. dass ich zu nervös werde und den Text vergesse. Aber er sei doch mein Verteidiger. dass er diesbezüglich keine Hinweise bei Gericht gesehen habe. Ich fragte Müller auch. gilt dies doch nicht für ihn. dass er ja auf Freispruch plädieren würde. Alles unter Kontrolle. Ich zeigte ihm die Randbemerkung in der Aktennotiz. Das hätte er schon zu Anfang gesagt. Dr. Ich sagte ihm. Ich hatte immerzu nur schuldig. Leider ja. schuldig und nochmals schuldig in den Ohren und vergass vollständig. er müsse reden wie ein Kirchenprediger zu Ostern.

war ich noch einmal beim Landgericht. um kurz diverse Akten einzusehen. 451 . erfahrenen RA hatte.10. sagte ich. habe ich damit keine Probleme. dass ich. zu erzählen. ihm von dem Zettel oder den vielen Ungereimtheiten. meinte er nur. dass ich nach der Urteilsverkündung auf keinen Fall vergessen soll. da ich eines sicher wusste: Er war 1000-mal pflichtbewusster Hans-Adam gegenüber als mir. bemerkte ich. Ich hatte mir für diese Forderung von ihm sehr viel Mühe gegeben. worin ich euch das Resultat meiner von Hans-Adam geforderten Denkschrift zeige. Ich war auch schwer enttäuscht. fragte ich. Er erinnerte mich auch daran. die sich langsam aber sicher herauskristallisierten. Ich vertraute mich aber Müller nicht an. dafür sei er ja da. die Akten selber studierte.10. Morgen wird alles gut. Aha. Ich war nahe daran. das mit dem Ventil hat sich also auch schon herumgesprochen. war meine Denkschrift fertig und eine Kopie brachte ich dem Auftraggeber. dass ich so einen ruhigen. Das Wochenende vor dem Prozess war ruhig. Er hatte Zeit für mich und ich besuchte ihn. Warum das. dass Hans-Adam keine Zeit mehr für ein kurzes Gespräch mit mir vor der Verhandlung hatte. mich für das Urteil bei den Richtern zu bedanken. beruhigte er mich. Am 14. schiebe ich noch ein Kapitel dazwischen. Am Montag vor der Verhandlung war ich ganz nervös und hatte auf einmal 1000 Fragen an meinen RA. Wegen des „Ventils‚. Was ja klar war. wie ich es immer in den letzten sechs Jahren gemachte hatte (mit oder ohne RA). Solange ich dem Haun keinen Handkuss geben muss. Am 17.verweisen. Ich war froh. Hans-Adam persönlich nach Hause. Mein RA Müller hatte sich in der Zwischenzeit damit abgefunden. Bevor ich aber meinen Lesern die Geschichte über die Gerichtsverhandlung erzähle. Als Wertschätzung gegenüber dem Hohen Gericht und den Richtern.

die von aussen kommt. Lampert. Es ist die ständig rasant sich verändernde globale Welt. . EINLEITUNG Geschätzte Leserin. Dieser Satz (geborgt aus dem Roman Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa) war auch der Titel meiner Denkschrift. Unter dem Hinweis auf einen "z. Was ist geschehen? Die Antwort lautet „ w o r k p l a c e v i o l e n c e “. Dieser englische Überbegriff umschreibt die Gefahr. damit . R. die ich vier Tage vor dem Gerichtstermin im Oktober 2003 fertig verfasst hatte. Das Resultat waren meine Gedanken zum Phänomen „Workplace Violence‚ (Verbrechen am Arbeitsplatz). . abenteuerliche Szenarien und hektische Umstände sind diesem Denkbericht vorausgegangen. Bei dem Hinweis auf das Massaker im Kantonsparlament Zug (Schweiz) beziehe ich mich auf die mörderische Tat vom Hrn. zum Schaden des Arbeitgebers aktiv zu werden. Anm. Normal hiess einst (und 452 .10. den 17.KAPITEL 22 Es muss sich was ändern. Als meinen Beitrag zur Versöhnung hatte ich mich so gut es ging bemüht. . mit speziellem Blick auf die Banken. wie es ist.: Der Inhalt selber entspricht Wort für Wort dem Original. Es ist nicht jene Gefährdung. Knapp drei Monate hatte ich daran gearbeitet. Leibacher im September 2001. . es so bleibt. die mehr und mehr entseelt und habgierig erscheint und durch übermässiges Regulieren des privaten sowie öffentlichen Bereiches dem Mitbürger das Gefühl der Ohnmacht verleiht und ihn versucht in ein Korsett des „Normalen‚ zu zwängen. in Haft sitzenden XY" beziehe ich mich auf Hrn. Aber eben. . Vom Ergebnis druckte ich zwei Kopien: eine für mich und eine für den Auftraggeber Hans-Adam. ein kurzes Werk zu schreiben. Geschätzter Leser. die jede Firma treffen kann.& Treuhandwelt in Liechtenstein. Wenn sich Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichsten Gründen dazu Entscheiden. Am Freitag. sondern die von innen kommende. Zt. brachte ich seine Kopie hoch zum Schloss. F. Wahrlich stürmische Monate mit vielen bangen Momente. Dieses Phänomen werden wir verstärkt in der Zukunft erleben können.

dass einige meiner 453 . Die Aufteilung in Kapiteln habe ich wie folgt vorgenommen: ° Abkürzungen / Erläuterungen. was der aktuellen (!) Norm entspricht. die kämpfen wollen. wollen keine Opfer bringen. Gebäude aber auch Arbeitskollegen sowie Vorgesetze) und die weichen Faktoren (sensible Daten). Arroganz und den Egoismus ist verloren.Buchhaltung ° die 50 % Katastrophe ° Schlusswort. diejenigen. übertrieben gesagt. Zur Wirklichkeit gehört aber auch. Die Wertvorstellungen und ethischen Prinzipien vieler Menschen haben sich unter anderem dadurch verändert. Dies mit dem Ziel Veränderungen auszulösen und nicht nur luftleere Interpretationen zu produzieren.als weiteren Teil meines Beitrages anzusehen. Es gibt nur einen Konkurrenzkampf beim Stehlen. Es kann sein. als Laie . mitmachen zu können. Diejenigen. eine Vorschrift. dass viele Menschen. die nur den Niedergang und Verfall erwarten. kennen die Situation nicht. und dies ist ein Richtmass. wollen nicht kämpfen. die die Situation kennen. Die vorliegende Niederschrift ist – nebst meinen mündlichen Angaben zum Thema . Aus aktuellem Anlass und quasi aus erster Hand. denken. (Bank)Überfälle sind in unserer Region ja praktisch ausgeschlossen oder zumindest sehr selten.E D V . Der Kampf gegen die Ignoranz. diejenigen. habe ich – der Verfasser. Diejenigen. ° Neuanstellung von Mitarbeitern ° Täterprofile / Tätervorgehensweise ° Verbesserte Sicherheit: Allgemein . die gebildet sind. weil jeder hofft. ein Gebot.versucht in meinen Überlegungen und meiner Analyse ein breites Spektrum von möglichen Themenkreisen rund um die Datensicherheit bei Banken. sondern das. potentielle Ziele für eine destruktive Absicht eines Mitarbeiters oder Mitarbeiterin sind die harten Faktoren (Einrichtungen. keine GerechtigkeitsDemokratie gibt.heisst es heute noch oft) gerade nicht das Gewohnte. dass es.und Treuhandunternehmungen hier auf Papier zu bringen. Weitere Ausführungen meinerseits erfolgen nicht. die Angelegenheit optimal für alle Aufzuarbeiten. sind stockdumm. die Opfer bringen wollen.

werden Sie keine Namen. Es werden sich gewisse Beteiligte beim Lesen leicht selber erkennen können. verlagert hat. Orte oder Dergleichen finden.„Problem-Lösungs-Gedanken‚ sich bereits in der Umsetzungsphase befinden oder sogar schon verwirklicht worden sind. Vielen Dank. Die Anonymität für Alle (!) ist eine gut gewählte Form und bietet zudem Schutz. Es versteht sich von selbst und wurde auch dem Verfasser ausdrücklich vom Auftraggeber zugesichert. bzw. dass nichts aus der vorliegenden Denkschrift gegen ihn oder andere in straf. seine Drohung wurde aber noch nicht umgesetzt Die 100%-Katastrophe = die Daten wurden verraten oder verwendet. dies ist vom Verfasser so gewollt.oder zivilrechtlicher Form jemals verwendet wird. In diesem „Bericht‚ – der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt . bedingt durch die ständig steigenden Anforderungen insbesondere von Seiten möglicher neuer MA.trotz aller Anstrengungen – der 454 . Abkürzungen / Erläuterungen T–A = Täter Typ A T–B = Täter Typ B T– C = Täter Typ C EDV = EDV–Abteilung. die Sabotage wurde ausgeführt Neuanstellung von Mitarbeitern Während sich der Fokus auf eine verbesserte. KB = KundenberaterIN SB = SachbearbeiterIN MA = MitarbeiterIN. HR = Personalabteilung Workplace Violence = existenzielle Gefahr für die Firma Die 50%-Katastrophe = die Daten oder Sabotageeinrichtung sind in der Hand des Täters. verfeinerte und umweltschonende Technik rund um den gesunden und modernen Arbeitsplatz. sind vielleicht .

Ein Hinweis sollte im Fragebogen oder im persönlichen mündlichen Gespräch nicht fehlen. aus seiner (meistens öffentlich zugänglichen) Steuererklärung. Gemeinderegister u.s. bei Behörden im In. die noch nicht rechtsgültig/ rechtskräftig erledigt sind? Wenn ja: Was sind die Vorwürfe an Sie? ° Hatten Sie früher Verurteilungen.B. bedarf es nebst dem aktuellen Strafregisterauszug . die über jeden Mitbürger gespeichert ist.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren* gegen Sie eröffnet? Wenn ja: Was waren die Vorwürfe an Sie? Wie endete(n) das/die Verfahren? Durch Einstellung? Warum? Durch Verurteilung? Wie lautete das/die Urteil(e)? ° Läuft gegenwärtig gegen Sie im In. relativ leicht an 455 . Um schon potentielle Täter aller Couleur aus dem Kreis möglicher Kandidaten für eine offene Stelle so gut wie es geht herauszufiltern.das zudem von j e d e m Land vorgelegt werden sollten.oder strafrechtliche Folgen nach sich ziehen‚. ansonsten die speziellen obigen Fragen nicht die gewünschte Wirkung haben: „Jegliche Falschangabe k a n n zur sofortigen/fristlosen Kündigung führen und unter Umständen zivil. die auf den von Ihnen vorgelegten Strafregisterauszügen nicht mehr erscheinen oder vermerkt sind? Wenn ja: welcher Art waren diese Strafregistereinträge? ° Kamen Sie je in den Genuss einer Generalamnestie oder Begnadigung? Wenn ja: Was waren es für Vorwürfe an Sie? Wie lautete das ursprüngliche Urteil? * = ausgenommen Verkehrsdelikte.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren*. wo der Bewerber in den letzten 10 Jahren gelebt(!) und/oder gearbeitet hat – und den üblichen standardisierten Fragen (schriftlich in Formularen oder protokollarisch(!) mündlich) weiterer Fragestellungen. so besteht heute mit der Datenflut. die Möglichkeit. Zweifelt man an den Angaben des Bewerbers. z.feinen Instinkt und Sensibilität für das Individuum selber etwas zu kurz gekommen.und Ausland. die wie folgt lauten könnten: ° Wurde je im In.w.

in dem er zum Beispiel durch systematische Fragen oder Bitte um Unterlagen den neuen MA für sich „instrumentalisiert‚. Mit dem Resultat.will dem Älteren nicht „widersprechen‚. klar kommuniziert welche Rechte andere MA haben. Durch gezielte Fragen kann man aber einiges Erfahren.und Vorgehensweise haben die drei Arten gemeinsam. wenn ein neuer MA für einen sensiblen Bereichen zu einem bestehenden Kreis von alten MA (aller Abteilungen) stösst. Viele.. dass der neue MA sensible Fragen beantwortet oder gar Unterlagen (Original oder Kopien) aushändigt. mit denen wir hier in unserer Gesellschaft wohl am ehesten konfrontiert werden. aber nicht alle Aspekte in Bezug auf Verhaltens. Ein rechtschaffener Bewerber wird diese Vorsichtsmassnahme verstehen und keine Einwände haben. die Unterlagen brauche ich jeweils…“ u. der Fragende ist ja viel länger als ich im Betrieb tätig und wird schon Recht mit seiner Argumentation haben. die in empfindlichen Bereichen arbeiten werden. Da er denkt.. Täterprofile / Tätervorgehensweise Aus der Vielzahl von möglichen Täterprofilen habe ich drei Typen ausgewählt. Ein möglicher Täter (alter MA) – der durchaus n i c h t in derselben Abteilung wie der neue MA arbeiteten muss . Freiwillig wird wohl kaum ein neuer MA Angaben zu seinem – falls vorhandenem – „belastetem Verhältnis‚ mit der Justiz machen.w. Vermutlich verwendet er eine Redensart die so lauten kann: „….kann sich diesen Umstand zu nutze machen. sich über ihre Arbeit im Detail zu „informieren‚. das wurde mir immer mitgeteilt…“.s. Ein spezielles Thema ist auch „umgekehrte Verhältnis‚. Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen! Weitere Angaben dazu können Sie auch unter dem Abschnitt „E D V“ im Kapitel *Verbesserte Sicherheit* nachlesen.aussagekräftige Informationen zu kommen – vorausgesetzt man kann sie richtig interpretieren. Das MOTIV . dass man neuen MA. Was sie unterscheidet ist das alles antreibende MOTIV. Oder der neue MA – den organisatorischen Abläufen noch nicht ganz vertraut .ausschlaggebend für alles Handeln seitens des Täters u n d auch der dann später betroffenen Firma und evt. eingeschalteten Behörden! Das 456 . Daher ist es wichtig.

entweder weil er (!) es vorerst so will o d e r weil er – evt. unter einer psychischen Verhornung leidet – eine verminderte Fähigkeit oder Bereitschaft. Es gibt aber auch solche Täter. wo er Entscheidungen (z. Und ob der menschliche Geist (des Täters) sich selber verstehen kann – das ist eine philosophische Frage<< Leider kann im normalen Berufsleben die Psyche allfälliger potentieller Täter mittels Früherkennungsprogramme (Annahme prädikativer Symptome) präventiv nur schwer erkannt werden. an das Innere des Täters mit speziellen psychoanalytischen Methoden ran zu kommen. die sich nicht gleich in eine der 3 Kategorien einteilen lassen. ° die Täter auch oft Opfer ihres Umfeldes sind. Vielleicht wäre es das Beste. ° die Täter evt.MOTIV . Dieses „Problem‚ löst sich aber meistens von selber: Des Täters Persönlichkeit (was er wirklich will) offenbart sich spätestens dann.ist eng mit der Psyche und der geistig-moralischen Haltung des Täters verbunden. dass jeder seine eigenen Gründe hat. (Gefühle zu empfinden). ° die wenigsten Täter haben wirklich böse Absichten (aus seiner eigenen Sichtweise). ° jeder Täter wohl die Nähe zu seinem Thema braucht. wenn er an dem Punkt gelangt ist. Auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit hat er Zugriff auf mehr oder weniger sensible Daten (Kundendaten). sprich GELD fixiert. Forderungen) treffen muss. Beschränkt durch seiner eigene Intelligenz sich nicht klar ausdrücken kann.B. Denn. Ohne die Täter zu beschönigen steht leider fest: Das Schlimme im Leben ist. oft auch Zuneigung. Die drei Typen sind: ° Typ A kurz T-A ° Typ B kurz T-B ° Typ C kurz T-C Der Typ A (T-A): Dieser Tätertyp ist rein auf einen wirtschaftlichen Vorteil. Gutes von Böse zu unterscheiden. 457 .

Die Gründe seiner Motivation können vielfältig sein. in der EDV) erheblichen Schaden anrichten. Dies innerhalb oder ausserhalb der Firma. m i t der Firma (falsche Behandlung. die in den moralischen Vorstellungen und juristischen Realitäten der Gemeinschaft – im Vergleich zu seinen echten Motiven . . er kann durchaus Frau und 458 . denn ein etwas cleverer Typ dieses Täters könnte auch versuchen. hat er dem möglichen finanziellen sowie ideellen Schaden der Firma ein „Preisschild‚ verpasst und seine geldmässige Forderung dementsprechend ausgerichtet. unberechtigterweise und kriminell an viel Geld zu gelangen. übergangene Beförderung etc. Andere MA derselben Firma als wirkliche Gehilfen sind im Vergleich zu Komplizen ausserhalb der Firma aber eher unwahrscheinlicher. da eine „verbrecherische Verbindung‚ unter beruflichen MA (auf diesem tieferem Niveau. Das aktuelle (aus präventiver Sicht) bestehende soziale Umfeld verrät leider wenig über einen potentiellen Täter dieses Typs aus. Es muss nicht ein gesellschaftlicher Einzelgänger sein.s. nicht ausser Augen lässt. kommt nicht klar mit der Tatsache „<Kunden sind reich. in Chefetagen kann dies schon anders aussehen) psychologisch eine höhere Hürde darstellt als eine zwischen privaten Bekannten/ enge Verwandten. ich bleibe arm<‚ . Mobbing. Schulden aller Art. Da Geld sein Ziel ist. er kann sowohl in intakten als auch gestörte soziale Netze leben. oder er kann durch seine innerbetrieblichen Kenntnisse der Firma mit Umsetzung seiner Sabotagedrohungen (z.B. Je nach der psychischen Verfassung und Intelligenz des Täters kann entweder er selber oder sein Komplize die Idee und das Konzept zur Tat erarbeitet sowie die Federführung übernommen haben. Wenn man das Ziel des Täters. in Haftsitzende XY. Und dies im vollen Bewusstsein der Scheinheiligkeit seiner Argumente! Es besteht auch durchaus die Gefahr bei diesem Tätertyp. Geld für aufwendigen Lebensstil. u.als weniger verwerflich angesehen werden. seine wahren Motive durch solche zu vertauschen. Geltungssucht.die er „zu verraten‚ droht. dass er Komplizen hat.) entstanden sein – nur vorgeschoben ist.B.Tätertyp ist der z. dass der angegebene Grund – sollte das vom Täter behauptete oder angedeutete Motiv angeblich aus einem Konfliktthema z. kann es durchaus sein.w. Ein Beispiel für diesen – kein altruistischen . Zt.

Wenn es im gelingt.um mehr Zeit zu gewinnen – sich Krank melden. Sabotage. sozusagen „aus heiterem Himmel‚. Dieser Tätertyp arbeitet n i c h t unbedingt nach dem Zufallsprinzip. wird er . damit liesse sich Geld machen.h.nach meinem Wissensstand .sogar Kinder haben (Geldgierige Menschen lassen sich davon nicht immer behindern). wann und wie sein Datendiebstahl oder seine Sabotageeinrichtung bemerkt wird. ohne dass es von Dritten in der Firma bemerkt wird. Ist sich dieser Täter nicht sicher.) gefasst. Es ist also n i c h t so. danach . ob. sind viele Varianten möglich und diese stark von bestimmenden Faktoren anhängig. er beschliesst höchstwahrscheinlich zuerst den Plan und führt ihn konsequent aus. Kündigung) aus der Firma betrifft. Was seinen „Abgang‚ (Austritt. Bei 459 . dass er „per Zufall‚ auf irgendetwas in der Firma als Droh.war der Täter wenige Woch