Der Fürst.

Der Dieb.

Die Daten.

TATSACHENBERICHT von HEINRICH KIEBER

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INHALT

Seite

Vorwort Urheberrechte / Hinweis / Erklärung / Abkürzungen Kapitel:
K1 K2 K3 K4 K5 K6 K7 K8 K9 1997 – ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS Zimmer unter den Alten Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Ein Kübel voll Schweineblut Die Welt des schmutzigen Geldes Heiligsprechung unter Vollnarkose Dicke Post für Hans-Adam Wenn Herr KIEBER eine Reise tut Chaos-Tage ohne Ende

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9 97 101 124 133 152 167 196 252 274 284 296 318 323 335 370 384 388 398 408 425 452 479 2

K10 Heinrich! Mir graut's vor Dir! K11 Die Polizei – Dein Freund & Helfer ! K12 Holländischer Käse K13 Ein Essen für Sechs Euros K14 Weisswein und Rotes Blut K15 Heinrich's Tod in Utrecht K16 Vier mal 9 mm K17 Explosives Gutachten und Freies Geleit K18 Ach wie gut das niemand weiss.... K19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe K20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam K21 Blutspur auf dem Rheindamm K22 Es muss sich was ändern, damit... K23 Überraschung! Überraschung!

K24 Führt die Todesstrafe wieder ein K25 Der Feind hört mit K26 Gnade im Sonderangebot K27 Blaue Flecken und Herzinfarktsymptome K28 Listen, Listen - wer hat noch keine? K29 Zürcher Geschnetzeltes K30 Afrikanische Hitze K31 D A V I D K32 My BIG Brother is watching YOU! K33 Skandal! Skandal! Wirklich, der Skandal? K34 Handbuch! Handbuch! Wer will noch eins? K35 Gib mir Deine Kohle! K36 Letzter Akt! Vorhang auf für .....

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EPILOG

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INTERNETLISTE

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Vorwort Geschätzte Leserin, Geschätzter Leser Was haben wir in den vergangenen Monaten nicht alles über den „grössten Steuerskandal Deutschlands - die Liechtenstein-Affäre - die grösste Sensation 2008‚ weltweit lesen können. Jede und jeder hatte dazu etwas zu sagen. Die Steuerfahndung, der BND, Finanzminister Peer Steinbrück, Kanzlerin Angela Merkel, Parteien von rechts bis links, diverse sonstige Behörden, die Medien, ja selbst ein Bischof und natürlich Fürst Hans-Adam und sein Clan, plus seine Regierung in Liechtenstein und die LGT Banken- und Treuhandgruppe. Pünktlich zum Karneval 2008 brach eine weltweite FasnachtsSchnitzeljagd nach tausenden Steuersündern aus. Völlig zu Recht, wie auch die solide Mehrheit meint. Zu einer anderen Hetze, ganz nach seinem Geschmack hat Hans-Adam schnell geblasen: die auf den Dieb, den Bankdaten-Terroristen, wie die hohen Finanz-Herren aus Vaduz ihn nun nannten. Der Dieb, ja der war ich. Der kleine Tropfen Öl, na ja, vielleicht waren es doch ein paar Gallonen, die ich in das nur scheinbar lupenreine Trinkwasser des Fürstenhaushaltes sowie der Liechtensteiner Regierung geworfen hatte, hat unglaubliche Wellen geschlagen. Für viele Menschen ist es schon erstaunlich, ja geradezu faszinierend beobachten zu können, mit welcher multimedialer Kraftanstrengung Hans-Adam und seine MarionettenRegierung geradezu paranoid und krankhaft ständig damit beschäftigt sind, die Weltöffentlichkeit und insbesondere auch das eigene Volk zu täuschen, bzw. einer fortdauernden Gehirnwäsche zu unterziehen. Beim Volk den Hasspegel auf mich ja extrem hoch zu halten. Damit der Fokus immer schön auf den ‚bösen, bösen‚ Kieber bleibt. Und niemand wirklich einmal richtig der Sache auf den Grund geht und in Frage stellt. ERSTENS über die Art und Weise wie die Hohen-Finanz-Herren in Liechtenstein ihre oft schmutzigen Bank/Treuhand-Geschäfte tätigen, bzw. ausgeführt hatten.
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Und ZWEITENS über die Wahren Gründe seitens des Datendiebs und die Wahren (illegalen und durchaus kriminellen) Handlungen von Hans-Adam und seiner Regierung in der ganzen Angelegenheit ‚der Fürst- der Kieber-die Daten‚ . Zu dem was in den verschiedenen Medien berichtet wurde, kann ich nur in ganz, ganz wenigen Fällen meine Zustimmung geben. Über vieles habe ich bloss den Kopf schütteln können. Oft musste ich auch schmunzeln, denn ganz ohne Humor lässt sich dieses eher traurige Multi-Akt-Drama nicht durchstehen. Ein paar Seiten in einer Zeitung oder ein TV-Interview reichen einfach nicht aus, um die wahren Hintergründe, die zu dieser einmaligen Sensation führten, aufzuzeigen. Knallharte Hintergründe, deren Veröffentlichung Hans-Adam und seine Vasallen unbedingt verhindern wollen. In diesem Buch, meinem Buch, gebe ich euch einen sehr tiefen und detaillierten Einblick in die Umstände, wie es geschehen konnte, dass das was 1997 mit meiner Folter tief im südamerikanischen Kontinent begonnen hatte, elf Jahre später mit der öffentlichen Zündung der deutschen Datenbombe endete. Wie es soweit kommen konnte, dass z.B. Leute wie Klaus Zumwinkel live im Frühstücksfernsehen abgeführt wurden. Es ist eine bewegende Geschichte, bitter für alle Seiten, obendrein oft peinlich. Ich kann enthüllen wie Hans-Adam seine heiligste aller heiligen Kühe, die LGT Gruppe, krampfhaft schützte und seinen mittelalterlichen Herrschaftsanspruch verteidigte. Wie er sein Geld, seine Macht und Position als Staatsoberhaupt missbrauchte, um mit Hilfe der Marionetten-Regierung in Vaduz die Veröffentlichung der Daten zu verhindern und sie alle nicht davor zurückschreckten, dafür Methoden anzuwenden, die meilenweit entfernt von Gut und Böse waren. Natürlich kriege auch ich mein Fett im Buch ab. Ehrenwerte Personen gibt es in dieser Geschichte wenige. Ich bin zuversichtlich, dass jeder von euch am Ende des Buchs ein eigenes, komplettes Bild über diesen Skandal machen kann. Nun denn, ich wünsche euch reichlich Lesevergnügen. Vielen Dank Heinrich Kieber Washington, D.C. Valentinstag, 15.Februar 2009
PS Am Ende des Buches findet ihr eine Liste mit interessanten Internetwebseiten. 5

Urheberrechte/ Hinweis / Erklärung / Abkürzungen

Urheberrechte © Heinrich Kieber 2009 Alle möglichen Rechte (Copyright) zu diesem Buch und den Fotos / Zeichnungen liegen ausschliesslich bei Heinrich KIEBER. Das Buch darf nur für den PRIVATEN Gebrauch verwendet werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung vom Rechteinhaber darf für KOMMERZIELLE Zwecke aus diesem Buch nichts kopiert, weitergegeben, veröffentlicht, zitiert oder anderweitig verwendet werden.

Hinweis Für dieses Buch habe ich so oft wie möglich Originaltexte verwendet. Alle Originaltexte haben als Unterscheidung zur restlichen Niederschrift links und rechts einen b r e i t e r e n Seitenrand, sind also als Textblock beidseitig nach innen verschoben. Kurze Originalzitate haben jeweils am Anfang das Zeichen OZA- und am Ende das Zeichen -OZE. Bei dem in Buch genannten BANKDIREKTOR handelt es sich um Herrn Dr. Pius Schlachter der LGT Bank. Bei dem in Buch genannten PROFESSOR handelt es sich um den Kriminalpsychologen Herrn Dr. Thomas MUELLER. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr oft kurze Anmerkungen. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm.: “ an. An wenigen Stellen musste ich – von Dritten angeordnet - aus rechtlichen Gründen und in einigen Fällen aus Sicherheitsüberlegungen
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diverse Originalnamen und/oder Originalindizien abkürzen oder ganz umbenennen. Auch musste ich Textstellen ganz oder teilweise weglassen, was dann mit dem Zeichen ‚OT Entfernt‚ gekennzeichnet ist. Alle erwähnten Plätze, Städte, Länder, Sachdetails und Zeitangaben entsprechen den wahren Örtlichkeiten oder Gegebenheiten. In meiner nächsten, kommenden Veröfftenlichung werde ich eine unzensierte Version frei vorlegen können.

Erklärung zu Zeichnungen, Fotos und dem Diagramm Die drei Bleistiftzeichnung im Buch sind Originalabdrucke von Handzeichnungen, die ich im September 1997 für das Landgericht Vaduz habe anfertigen lassen. Alle Fotos in diesem Buch (Ausnahme Titelseite) sind Originalabzüge von den Fotos die ich im Dezember 1997 (Kette und ich) oder Februar 1998 (Turmnachbau) für das Gericht habe herstellen lassen. Die abgebildete Person auf den Fotos bin ich selber. Alle Fotos wurden von meinem Vater Alfons erstellt. Wie tief die Wunden (zwei runde Verbrennungspunkte und horizontale Schürfwunde) waren, kann man auf einigen Fotos noch sehr gut sehen, obwohl die Wunden damals schon neun Monate alt waren und auch medizinisch behandelt wurden. Das Drei-Seiten-Diagramm wurde an Ostern 1998 von mir für das Gericht angefertigt. Der Originaltitel: "Psychogramm vom Opfer - Grafik über den Psychoterror und die seelische Grausamkeit während der Gefangenschaft".

Abkürzungen (in alphabetischer Reihenfolge) AVOR BAK DB DL / LF = Arbeitsvorbereitung (fürs Scannen von Treuhanddokumente) = Belegartenkatalog (Index zu jedem Treuhanddokument) = Drittbegünstigter (einer Stiftung) = Durchlaucht / Landesfürst Hans-Adam
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EB FL IT KKZ KYC LG LR LTV NGO’s OG OGH OT

= Erstbegünstigter (z.B. einer Stiftung) = Fürstentum Liechtenstein = EDV / IT Abteilung = Kriegskommandozentrale (in Vaduz) = (Englisch) Know Your Customer („Kenne Deine Kunden‚Profile) = Landgericht Vaduz = Landrichter = LGT Treuhand Vaduz (alte firmeninterne Abkürzung) = Nicht-Regierungs-Organisationen = Obergericht Vaduz = Oberster Gerichtshof Vaduz = Originaltext

OT Entfernt = Weggelassene Textstellen (siehe unter Hinweis) OZA-OZE RA SR STA StGB StPO UR VR WB ZB = Start Original-Kurzzitat = Ende Original-Kurzzitat = Rechtsanwalt / Rechtsanwälte = Stiftungsrat (einer Liechtensteiner Stiftung) = Staatsanwaltschaft / Staatsanwalt / Staatsanwältin = Strafprozessgesetzbuch = Strafprozessordnung = Untersuchungsrichter oder- richterin = Verwaltungsrat (bei Liechtensteiner Anstalten, AG’s) = Wirtschaftlicher Berechtigter (z.B. einer Stiftung) = Zweitbegünstigter (z.B. einer Stiftung)
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Kapitel 1

1997 - ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS

SWISSAIR Flug Nr. SR 143, von Buenos Aires nach Zürich, 30 Minuten seit Take-Off, C-Class, 1. Reihe rechts, Fensterplatz. Ein Mann sitzt zittern, schwitzend und mit sehr ängstlichen Augen unruhig auf dem ihm gerade neu zugewiesenen Platz. Nicht nur ist sein Verhalten äusserst verdächtig (Gott sei Dank waren dies noch die "Vor 9/11"Zeiten, sonst hätte er es gar nicht bis in das Flugzeug geschafft), nein, er hat auch noch seltsame, blutbesudelte, weisslich-gelbe Stofffetzen um seinen Hals und die beiden Handgelenke gewickelt. Seit dem Abflug hat er nicht aufgehört zu weinen. Sonst eher eine Plaudertante, konnte er praktisch fast nicht mehr sprechen. Es reichte aber aus, dem netten Steward in der Economyklasse, der sich Sorgen um ihn machte, zu erzählen, dass er vor Jahren selber 5 Jahre lang mal bei der SWISSAIR gearbeitet hatte und damit ein Flugzeug, diese Flugzeug irgendwie Heimat für ihn bedeutete. Damit er sich besser, vor allem in Ruhe erholen konnte offerierte der Steward ihm einen Sitz in der praktisch leeren Businessklasse bis zum Zwischenstopp in San Paulo. Klar erkennbar war es, dass der Passagier Furchtbares durchgemacht haben musste. Dieser Passagier war ich. Je weiter ich weg von Argentinien war, desto besser ging es mir und desto weniger glaubte ich, dass mir noch mehr Leid & Terror zugefügt werden konnte. Ich war sehr abgekämpft, leiblich und vor allem psychisch. Wie in Trance erlebte ich die Ankunft am Mittwoch, den 9. April 1997 morgens früh um 06.15 Uhr in einer sauberen, heilen Welt namens Airport Zürich. Auch der Gang durch die Passkontrolle, die Gepäckausgabe und der Zoll. Ich versuchte einige Leute telefonisch zu erreichen, um sie eindringlich zu bitten, mich am Flughafen abzuholen. Doch waren sie entweder schon bei der Arbeit oder einfach nicht erreichbar. Mit dem Zug fuhr ich dann via dem Zürcher Hauptbahnhof nach Sargans im Schweizer Rheintal und von dort mit dem Linienbus zur Haltestelle des Spital Vaduz, wo ich um 09.10 Uhr eintraf. Mit samt meinem Koffer und den Taschen schleppte ich mich ins Spital. Der untersuchende Arzt Dr. M. Moser verfasste folgenden Bericht: Datum: 10.04.1997 / Zeit 09.20 Uhr Diagnose / Behandlung Kieber Heinrich / 30.03.1965 / Meldina 312 / FL-9493 Mauren
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Angaben des Patienten: Der Pat. ist heute Morgen am Flughafen Kloten/ZH aus Argentinien angekommen. Laut Bericht hat er dort einen Freund besucht, den er in Spanien kennen gelernt hat. Der Freund habe ihm noch Geld geschuldet, deshalb wollt er dies in Argentinien eintreiben. Dort angekommen sei er jedoch eingesperrt und am rechten Bein angekettet worden. In Todesangst habe er mehrmals versucht, sich das Leben zu nehmen (siehe Bericht). Gegen Bezahlung eines Lösegeldes sei er schliesslich freigelassen worden. Die Wundversorgung sei durch einen Laien auf der Hazienda des Freundes vorgenommen worden. Beschreibung der Verletzungen: 1. Im Bereich des rechten Handgelenkes, volarseitig, in der mittleren Handgelenklinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde verheilt, es liegen drei Nähte in sito. Die Wunde ist zum Teil mit weisslichem Wundpuder verklebt. Im Bereich der Finger keinerlei Sensibilitätsstörungen oder motorische Ausfälle. 2. Im Bereich des linken Handgelenks, volarseitig, im Bereich der mittleren Handgelenkslinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde ist leicht entzündet, mit gelblichem Sekret bedeckt, drei in sito liegende Wundnähte, die aus Zahnseide oder irgendeinem, bei uns nicht verwendeten Material bestehen. Die Sensibilität im Bereich der Langfinger unauffällig. Der Daumen und der Daumenball jedoch deutlich mit herabgesetzter Sensibilität. Hier ist die Zweipunktdiskriminierung nicht möglich. Die Motorik der Langfinger ist ebenfalls nicht beeinträchtigt. Der Daumen kann operiert werden. Die Kraft der Oppositionsbewegung ist jedoch herabgesetzt (schmerzbedingt?). Das Spreizen der Finger ist unauffällig. Die Sensibilität im Bereich des Handrückens und der Handinnenfläche ist unauffällig. 3. Unterhalb der Fossa interjugularis findet sich eine 7 cm lange Wunde, rechts lateral davon eine oberflächliche ca. 3 cm lange Wunde. Die Wunden sind mit weisslichem Puder verklebt, es liegen einige Nähte in sito. Der Patient gibt an, bei seiner Verletzung sei die Wunde so tief gewesen, dass aus der Luftröhre Luft nach aussen entweichen konnte. Derzeit ist jedoch diesbezüglich keinerlei (Atmungs-) Beeinträchtigung festzustellen.
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4. An der linken Halsseite, am Vorderrand des Musculus dernoclaidum mastoideus im mittleren Drittel, eine ca. 3 cm klaffende Wunde. Die Wunde ist ebenfalls mit weisslichem Puder verklebt, eine Naht am Wundrand noch in der Haut vorhanden. Die Wunde befindet sich direkt oberhalb der Carotis!! 5. Im Bereich des rechten Unterschenkels lateral, dorsalseitig, drei etwa ein Zentimeter im Durchmesser messende Krusten. Ansonsten hier nichts zu sehen. Neurostatius: Der Patient ist grob neurologisch unauffällig. Er ist klar zu sich, seiner Person, zeitlich und örtlich orientiert. Keine Hinweise auf eine Psychose. Der Patient ist doch sehr agitiert, was auf den Schlafmangel und die Erlebnisse der vergangenen Tage zurückzuführen ist. Diagnose: Schnittwunde im Bereich beider Handgelenke volarseitig, unterhalb der Incisura interjuguleris, sowie im Bereich der linken Halsseite. Behandlung: Entfernen der Wundnähte, reinigen aller Wunden, Beta-isotoner-Verbände. Der Pat. ist Tetanusgeschützt. Eine Wundkontrolle ist am Samstag, den 12.04.1997, vorgesehen. Mit freundlichen Grüssen Dr. M. Moser , Assistenzarzt / rb (Anhang: 4 Fotos der Verletzungen) Nach der Arztuntersuchung, wobei auch Fotos von allen Verletzungen gemacht wurden, kamen die zwei Liechtensteiner Kriminalbeamten Hr. Büchel und Hr. Kindle zu mir ins Spital. Ich schilderte ihnen aufgeregt die Erlebnisse der letzten zwei Wochen. Je mehr ich ins Detail ging, umso so grösser wurden ihre Augen, ebenso wie ihr Entsetzen. Wir vereinbarten, dass ich am nächsten Tag zu ihnen (Kripo) kommen soll, um eine umfassende Anzeige auf Tonband zu machen. In einem Gästezimmer von Freunden in Vaduz konnte ich den bitter nötigen Schlaf – mit Hilfe von kleinen, ärztlich verordneten Pillen – für fast 24 Stunden lang nachholen. WAS IN ALLER WELT IST IN ARGENTINIEN PASSIERT? Am nächsten Morgen wurde ich von den Kripobeamten im Polizeigebäude empfangen und in ein Sitzungszimmer gesetzt. Dort wurde ich mit ausreichend leeren Tonbandkassetten versorgt und man bat mich meine Anzeige auf Band zu sprechen.
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Beginn Originaltext (OT) meiner Anzeige: Anm.: Ich bitte die Leser zu Berücksichtigen, dass ich zum Zeitpunkt meiner Aussage/Anzeige noch sehr stark unter dem Schock des gerade erlebten stand und meine gesprochenen Worte eins zu eins in die Niederschrift übernommen wurden. Daher die oftmals sehr langen Sätze, die wenigen unfertigen Sätze, Wort- oder Satzwiederholungen und verkehrte Satzaufbauten. Weitere Details, die ich zusätzlich zur Tonbandaussage in schriftlicher oder mündlicher Form bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft (STA) und dem Untersuchungsrichter (UR) gemacht habe, sind auch integriert im OT wiedergegeben. Guten Tag Heute ist der 11. April 1997 und ich bin hier in einem Sitzungszimmer der Landespolizei Liechtenstein um meine Aussage auf Band aufzunehmen. Diese Aussage soll gleichzeitig Dokument für mich und Anzeige gegen die Täter sein und ich werde in Hochdeutsch sprechen, was die Abschrift meiner Aussage erleichtern wird, und auch damit ich eine gewisse Distanz zu dem Geschehenen machen kann. Mein Name ist Kieber Heinrich, geb. 30.03.1965 in Mauren, Bürger von Mauren, z. Z. nicht angemeldet im Land, da ich mich Ende November letztes Jahr (1996) von Mauren wieder nach Australien abgemeldet hatte, wo ich auch ursprünglich hin wollte, aber noch ein paar persönliche Sachen und Angelegenheiten in Europa erledigen wollte, bevor ich wieder zurückgehe. Jetzt mache ich noch ein paar Angaben zu Namen der Personen, die involviert waren bei dieser Entführung und Geschehnissen, das wären: Ich selber natürlich, dann als Organisatoren die zwei Personen, der Spanier Mariano Marti-Ventosa Roqueta aus Barcelona und Herr Helmut Roegele und sein Frau Salud Hidalgo, beide aus Sant Pol de Mar, nördlich von Barcelona, Katalonien, Spanien. Ich werde später dann die genaue Abschrift und Daten, die ich zu diesen Personen habe, auf einem Blatt vermerken. Zur Vorgeschichte: Den besagten Mariano kenne ich seit ursprünglich 1981, weil er der Freund von einer Deutschen war, die Helga heisst und mit deren Tochter Ruth besuchte ich damals in die Schweizerschule in Barcelona. Aber erst 1992/1993, um die Jahreswende, als ich zufällig das erste Mal aus Australien zurück war, um in Bern auf der australischen Botschaft meine Niederlassungspapiere zu
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regeln, erfuhr ich, dass Mariano und seine Freundin Helga in Zürich waren wegen irgendeinem komischen Geschäft, das sie da hatten, und da habe ich sie natürlich besucht, weil ich sowieso 2 bis 3 Monate warten musste bis meine Papiere für Australien geregelt waren, im Zuge dieses Wiedersehens hat mich Mariano dazu überredet, dass ich ihm einen Kredit von ca. CHF 240'000.-gewähre, den er mir zu 12 % verzinsen wollte; was ich auch gemacht habe, weil ich wusste, Mariano hat Gutsbesitz in Spanien und ein riesiges Boot und das Übliche halt, was man sich als geistige Absicherung nimmt. Ich habe natürlich auch ein Dokument über diese Schuld, das er mir gegeben hatte. Ich ging dann ungefähr im März 1993 nach Australien zurück und wartete seit damals auf die Rückzahlung dieses Darlehens. Ich hatte viel Briefkontakt mit Mariano, hin und zurück von Australien, auch von Neuseeland aus und er versprach mir immer, dass er zahlen wird, im Moment aber kein Geld hatte: "Liquiditätsprobleme", dies und das und jenes und ich habe natürlich nur geduldig gewartet. Ich habe nie gross gedrückt, denn ich wusste, dass er fast alle seine Besitztümer im Namen seiner Frau oder Söhne hatte, wie es in Spanien üblich ist, damit die Steuerbehörden oder andere Kreditoren nichts wegnehmen können. Also, wenn ich Druck gemacht hätte, dann hätte ich sicher NIE etwas erhalten. Ich kam dann Mitte 1995 das erste Mal wieder nach Europa, nach Spanien zurück, weil ich mich um meine Schuld, also um die Schuld, die er gegenüber mir hat, kümmern wollte, und ich wurde dann vertröstet, ja, vielleicht in diesem Jahr (1995) oder eben im nächsten Jahr bekäme ich mein Guthaben sicher zurück. Ich blieb dann ein Weilchen in Spanien, habe auf seinem Boot gewohnt, das ich übrigens zeitweise, das heisst vom September 1995 bis Ende September 1996 sogar als Garantie vollständig besass, aber nur Ärger mit ihm und dem Boot hatte. Mit der Zeit merkte ich, dass Mariano nicht fähig war, mir die Schuld zurückzuzahlen, ohne dass er irgendwo eine Hypothek aufnimmt oder was immer er herbeizaubert. Zu Herrn Helmut Roegele ist zu sagen, dass ich den auch schon länger kenne und dass wir im letzten Jahr ein Immobiliengeschäft gemacht haben, womit er nachher nicht zufrieden war und eine erfolglose Anzeige in Spanien gegen mich erstattet hatte, die auch zu einer Aussage seinerseits führte und dann aber stillgelegt
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April die Unterschrift bei der Bank in Argentinien tätigen würde und ich doch ganz gerne rüberkommen könnte. Ein Flug Zürich-Frankfurt-Buenos Aires direkt. 25.wurde. weil er gewisse Änderungen auf der Farm vornehmen wolle und die Kreditsumme um seine Schuld gegenüber mir erhöht hatte. Ich hätte aber die Möglichkeit für eine Gebühr den Rückflug auf ein anderes Datum zu ändern. damit er mich bezahlen kann. so habe ich mir gedacht. Dort. die den Kredit auszahlt auch ein Konto eröffnen könnte und er mir die Schuld. wo auch seine drei Söhne mit deren Frauen und Kinder auf der Farm wohnen. Ich habe meinen Freunden oder Familie. so im letzten Fax. was ich machen würde. dass er am 1. nicht viel darüber erzählt. Woche März tatsächlich ein Ticket am Flughafen Zürich mit der Lufthansa für ca. dass man nicht alles haben kann. Ich soll doch bitte rüberkommen und dort könnte ich es auch kriegen. dass er alles bezahlen werde und 14 . trotzdem aber wollte ich Argentinien und seine Farm kennen lernen. Am Anfang dieses Jahres als Mariano mir erzählt hat. das ist halt im Leben. wollte ich ihn besuchen. Helmut Roegele (wie auch Mariano Marti-Ventosa Roqueta) hatte akute flüssige Geldsorgen und Helmut musste dringend eine seiner Wohnungen um jeden Preis verkaufen. ich ging einfach für einen Monat. März. dass er mir jetzt seine Schuld zurückbezahlen könnte und zwar hätte er auf seiner Hazienda (also Farm) in Argentinien einen Hypothekarkredit beantragt. es soll dann ja noch warm sein. überweisen würde. die er gegenüber mir hat. April 1997 fest gebucht. dann kann ich auch nichts machen.gekauft habe. in die Ferien. dass ich in der 3. CHF 1500. mit Zinseszinsen und Kosten. So kam es. von der er mir früher viel erzählt hat. wenn er nicht zahlt. d. wo er mir hoch und heilig schreibt. am 1. Wie ich dann meine Tasche gerichtet habe mit Kleider dementsprechend für Herbstwetter. April. meiner Mutter.h. dass es noch was kommen wird. mit Rückflug Buenos Aires-FrankfurtZürich am 21. für den Dienstag. Ich hab mich darüber zwar gefreut. und wenn er zahlt dann ist gut. das sagte er mir im Februar so. obwohl über 4 Jahre verstrichen sind. weil es Aussage gegen Aussage war. seine Farm besuchen und dann bei derselben Bank. seit ich ihm das Darlehen gegeben habe und ich eigentlich nicht mehr geglaubt habe. den er mir gegeben hat.

ich mir keine Sorgen machen solle und so weiter und so fort. wobei ich darauf tendierte. das er nach Argentinien mitgebracht hatte. so glaube ich. Ich bin im Hotel angekommen und mir wurde vom Türsteher mitgeteilt. angeblich am selben Tag nach Spanien fliegen würde.30 Uhr früh Lokalzeit in Buenos Aires an. (ungefähr CHF 8000. Ich habe meine Ausweispapiere und dummerweise auch noch mein Reisegeld. weiterfliege oder weiterfahre nach Bahia Blanca. der mit leicht rötlichen Haaren. Mariano ist dort .wie er mir am Telefon vorher gesagt hatte . — in Schweizerfranken und US$ 1‘500. daran. das ich Bar auf mir hatte. Mariano wollte eigentlich. dass ich diese Nacht von Mittwoch auf Donnerstag doch in Buenos Aires im 2-Bett-Hotelzimmer blieb. Am Dienstag war Abflug und am Mittwoch vor Ostern . Geburtstag. bevor es dunkel wurde. mein 32. 15 . Carmen. noch in Buenos Aires herumgefahren um eine anständige Werkstatt zu finden. Ich habe dann den ganzen Tag gewartet und schaute mir Buenos Aires ein wenig an. weil ich wusste. wie üblich ganz gut gelaunt und hektisch und erzählte mir von dem Problem mit seinem alten Mercedes Coupe. —) mitgenommen. dass er eine Überraschung für mich habe. Ich aber sagte zu Mariano. mich abholen. ja fast keine Haare mehr. eigentlich nur vom Hoteleingang aus und am Abend kam dann Mariano. der am kommenden Sonntag stattfand. Mariano sprach auch von einem Empfang für mich wie für einen "König" und er sagte auch. erste Frau. März kam ich um 07. ich musste ja nicht pressieren um auf die Farm zu kommen und so kam es. der kaputt war. fuhr in das Hotel SALLES in Buenos Aires. den 26. dass es sich um meinen Geburtstag handeln sollte. dem Mittwoch. Warum sollte ich jetzt mit dem Flugzeug fliegen? Ich hatte ja Zeit. ich fahre gerne mit dir mit dem Auto runter. dass Mariano und seine Frau gerade zur Tür hinausgegangen sind. 500 km südlich von Buenos Aires und dort würde sein Sohn Marco. Das liegt eine Stunde Flugzeit. Die Zylinderkopfdichtung war angeblich geplatzt und es kam Wasser heraus. damit ich die Landschaft ein wenig sehen kann und er müsste nicht alleine fahren.weil seine nicht-geschiedene. die nicht zu teuer war für ihn und die fanden wir auch. Also sind wir am Abend. ein blauer SLC-Type mit Argentinischem KFZ-Nr. dass ich schon an jenem Tag. die Mutter seiner Kinder.

-. sobald das Auto fertig repariert sei. den anderen Sohn. weil er sonst nie Leute so einlädt oder nie etwas ausgibt in diesem Stil. da ich ja nichts vermutete. er ist ungefähr gleich alt wie ich. das sie auch aus Spanien als Haushaltsgut mitgebracht haben. das Ticket akzeptiert und wir haben nachgeforscht wann ein Flug ist.15 ab dem Inlandsflughafen in Buenos Aires. „Marco‚ fuhr nicht den Bronco. Er hat sich verabschiedet und hat gesagt sein Sohn.und der Abflug war. Der kleine Wagen stand draussen auf dem Flughafenparkplatz: wir haben meine grosse.30 Uhr oder sogar erst 21. er bezahlte es mit seiner goldenen Kreditkarte von der Banco Santander oder Banco Atlantico. Er fuhr mich dorthin. er werde mich in allen Ehren empfangen und ich solle dann warten. Marco. blaue Reisetasche hinten hinein 16 . er würde mir sogar das Ticket für den Flug von Buenos Aires nach Bahia Blanca bezahlen. Das Auto. sogar mit noch den alten Kennzeichen aus Barcelona. Marco. aber im nachhinein wusste ich ja. kaufte das Ticket . beide aus Spanien. so glaube ich.. Ich hatte noch einen Adressenaustausch mit einer Nachbarin. weiche. Mit meinem mitgenommenen Gepäck kam ich dann abends um 20. Am Donnerstag assen wir zusammen Frühstück und Mittagessen und waren damit beschäftigt in die verschiedenen Garagen zu fahren um sein Auto reparieren zu lassen. was ich ungewöhnlich fand.welches Marino schon die Tage vorher belegt bzw. gebucht hatte. die neben mir im Flugzeug sass. entgegen dem was Mariano mir gesagt hatte. einen grossen amerikanischen braunen Ford.00 Uhr in Bahia Blanca zum ersten Mal in meinem Leben an. Am Nachmittag hat er wieder gesagt.10 Uhr oder 19.im Nachhinein weiss ich jetzt natürlich schon weshalb ich am Abend fliege sollte . obwohl er sich als Mario ausgab. Er wollte unbedingt. Ich hatte kurze blaue Hosen (Jeans-Shorts) und ein T-Shirt mit kurzen Ärmeln an. den es gibt. sondern einen Fiat 600 oder Seat 600. dass ich am Abend fliege . dass er Marco war.ohne Name . um 19. als die Söhne nach Argentinien ausgewandert sind. Während der Gepäckausgabe kam schon der Sohn von Mariano. dieser leicht Rothaarige. Mariano käme dann in den nächsten Tagen runter.für ungefähr US$ 68. Ich musste also kein eigenes Zimmer buchen oder im Hotel einchecken. Ich habe dann.

Baracke zu sehen. Ich konnte mir natürlich die Schilder. Auf den letzten Metern bevor wir mit dem Auto anhielten. weil ich auch nichts dergleichen erwartet habe. Wir fuhren die letzten 150 Meter auf Gras und im Wagenscheinwerferlicht konnte ich dann einen runden Turm erkennen.oder Geröllweg. Ich nahm auf dem Beifahrersitz Platz und geplant war.abfuhren . etc. Irgendwann fuhren wir rechts von der geteerten Strasse weg auf einen breiten weissen Sand-. sagte Marco. sogar ein Stück über eine Wiese und während dieser gut dreiviertel bis 1 Stunde Fahrt redeten wir über das Leben auf der Farm etc. die ungefähr 15 km von dem Dorf Saavedra entfernt liegt. Das Wagenlicht war aus. dass er noch eine Türe schliessen müsse. dass es ein kürzerer Weg wäre. im Nachhinein ist es natürlich komisch. schon auf dem Farmgrundstück. wo auch meine Dokumente und mein Geld und alles drin war. ich glaubte es neben einem Schopf. also eine kleine Halle oder ein kleines Gebäude. gleich in Angriff zu nehmen. auf den hinteren Sitz geworfen. sagte mir Marco. nicht alle merken. Als wir dann endlich – es war schon stockdunkel . wenn wir den hinteren Teil der Farm anfahren und nicht den Umweg über das Dorf Saavedra machen und dann von dort auf die normale Zufahrtsstrasse Richtung Haupteingang der Farm fahren würden. von Bahia Blanca Richtung Saavedra und dann zur Farm. Gesteins. Die Farm heisst "Estanzia San Francisco" und der Haupteingang der Farm sollte eigentlich über die Strasse "Camino de la Ermita" erreicht werden. nichts ahnend und dann ging es los: 17 . ob dies ein Schopf war. wo niemand oder fremde Menschen weit und breit sind. ich sass im Auto. an dem wir links davor anhielten. Ich bin aber nicht sicher. also nicht geteert. 90 bis 100 km lang ist. die ich gesehen habe. bevor wir zum Haupthaus fahren. Der Motor wurde abgestellt. Bevor das Wagenlicht ausging. Ich habe mich nicht darüber gewundert.gestopft und meine Anzugtasche. die ca. Wir fuhren also von dem Parkplatz beim Flughafen in Bahia Blanca weg. Die Fahrerwagentür blieb offen. die Strecke. konnte ich noch weiter vorne rechts ein anderes Auto parkiert erkennen. was nachher geschehen ist. irgendeine Türe geschlossen werden muss. wo doch sonst alles immer offen gelassen wird. Marco sprang aus dem Auto. dass auf einer so grossen Farm.

Ich habe sie angefleht. Der Raum war bestückt mit Naturstein in verschiedenartigsten Formen. Aber das hat mir nicht viel geholfen. die Hände wurden mir hinten mit einer dicken Schnur fest übereinander zusammengebunden und zwei oder eineinhalb der drei Personen setzte sich dann auf mich und ich habe gezittert wie Laub im Herbst und um mein Leben gebeten. wie ich später sah. weil obendrauf die Gesichtsschutzmaske. wobei dann meine Brille über dem Nasenbein zu Bruch ging und ich die Brille verlor. wie vermutlich jeder der so was nicht erwartet hat. Sie stülpten mir einen weiss-gelblichen Sack über den Kopf. wobei der Zement ziemlich dick zwischen den Natursteinrillen aufgetragen wurde. Sie zerrten mich brutal aus dem Wagen und da ich ja ziemlich kräftig gebaut bin. eine Art Skimütze. Beim Eintritt in diesen Raum. worin man Getreide abfüllt. Ich konnte einem von den Dreien einen Fausthieb verpassen. war das nicht so einfach. der drückt noch ab und ich bin tot. die auf mich gerichtet war. dass es ein solcher Apparat ist. eine alte. Ich wusste nicht. wobei. also 90 Grad horizontal herausragte. eher kleinen Stücken. mit der Pistole auf mich gerichtet. es sich um einen Getreidesack oder ähnliches handelt. wobei das Magazin seitlich. habe im Schock reflexartig den Pistolenlauf mit meiner Hand umschlossen und versucht die Pistole. da passiert noch was. mich nicht umzubringen. Ich wurde dann bäuchlings auf eine Matte oder Bett geworfen. lag. die Beifahrertür aufrissen.Auf einmal kam von hinten ein maskierter Mann mit einer Pistole in der Hand zum Fahrersitz. und nicht wie normal von unten eingesteckt war. wo das Licht brannte. setzte sich und forderte mich. wo dann auch das Blut zu fliessen begann. Ich natürlich. ich wusste. die man bei solcher Apparatur verwendet. blutrünstig auf sofort hinauszugehen. warum das 18 . Einer von denen hatte eine deutlich erkennbare Maschinenpistole. sie natürlich schlugen zurück. konnte ich auf der linken Seite einen Elektroschweissapparat erkennen. weil ich dachte. Ich konnte trotzdem noch auf den Boden runter schauen und wurde zuerst über Gras und dann über Beton in einen Raum geschleppt und gezogen. die in Zement rundherum eingelegt waren. Dadurch gab es eine triefe Schramme. weil dann zwei andere Männer mit Maskierung. wegzudrücken.

es war nicht Blut aus der Nase. damit ich vermutlich nicht schreien konnte oder so. die so ein Elektroschweissapparat abgibt. Heute weiss ich. warum sie mir überhaupt einen Knäuel gegeben haben. die dort auf der Farm wohnten. Opfer anderer Verbrecher wurden. Ich dachte an grausame Folter oder so und hab nur um mein Leben gefleht. dass mir ein Eisenstück an mein rechtes Bein oberhalb der Ferse angeschweisst wurde und obwohl sie mir schützende Tücher auf mein Ober. die dadurch entstanden war. da ich sonst eventuell nicht atmen konnte. Ich zitterte und nachdem sie ihre Schweissarbeit erledigt hatten. Währenddessen haben sie mir auch den Knäuel wieder aus dem Mund genommen. die die Farm oder wem immer das Gebäude gehörte. sie müssten mir dem den Knäuel. darum möchte ich hier auch noch hinzufügen.und Unterbein gelegt hatten. weil ich ja kurze Hosen an hatte. Es war dann aber so. überfielen. Mir wurde dann der rechte Schuh. dass ich eigentlich die ersten Sekunden dachte. gelegt wurden. samt dem Socken. weil der Turm nicht weit weg vom Hauptwohnhaus der Farm liegt und sie vermeiden wollten. also Textilstoffteile auf mein rechtes Bein. den sie mir vor dem Haus in den Mund gestopft hatten.h. Es wurde kein Wort gesprochen während der 19 . und ich. abgezogen. Während mir Tücher. hörte ich wie der Elektroschweissapparat in Betrieb gesetzt wurde. die Funken. da die Nase stark blutete. Marke Timberland. „Marco‚. dass wir. hören könnten. d. Sie hoben meinen Kopf und unterlegten ihn mit einem Kissen. wurde mir der Sack vom Kopf weggenommen und sie tupften das Blut in meinem Gesicht mit einem schmutzigen Lappen weg und ich glaube. wieder wegnehmen. dass ich anfange zu schreien und das es jemand von den Angestellten oder den Leuten. damit sie mich nicht umbringen. sondern es war Blut aus einer Wunde ausserhalb des Nasenflügel. die man heute noch sehr gut erkennen kann. als die Brille beim Wegschlagen zerbrochen wurde und dadurch einen Schnitt in das Fleisch gemacht hatte. hatten doch zwei Stellen an meinem unteren Schenkel an der Wade verbrannt. der Sohn von Mariano. Ich spürte auch wie sie eine zusammengefaltete Decke auf meine Beine legten.alles geschehen sollte. das ja frei war. Der weisse Sack über meinem Knopf hatte sich rot verfärbt und da haben sie sehr wahrscheinlich gedacht.

— in kleinen Noten hatte. sondern war 2 bis 3 cm offen. je eins links und rechts auf den Ring geschweisst wurden. wo die Dokumente drin waren.ganzen Angelegenheit. also Rillen für ein Gewinde. und dann ein weiteres Gliedstück auf die zwei Gliedstücke darauf geschweisst und an diesem dritten Gliedstück hängte dann eine zwei bis drei Meter lange. In Zeichnung auf der nächsten Seite und der Zeichnung auf Seite 42 hat die Zeichnerin aus praktischen Gründen den in meiner Aussage beschriebenen Kasten mit dem Stromzähler und der Steckdose (für das Elektroschweissgerät) weiter unten an die Wand skizziert. in der Annahme. mein Münzportemonnaie . Es wurde eine schwere Kette an mein Bein geschweisst und unter dem Ring. das ich an der Anzugstasche befestigt hatte. Ich drehte mich nach einer Weile um und habe den Raum liegend angeschaut. Anm. Obwohl die Verbrecher schon ein Weilchen den Raum verlassen hatten und ich ja auf dem Bauch lag. Eine braune. wo es an die Turmwand angeschraubt war. ob noch jemand im Raum ist. ein Stoffstück unterlegt und auf meine Haut darunter ein schwarzes Gummistück und dann die kalte Kette. warum. vermutlich vorher schon. obwohl es ja der Marco war und nicht der Mario. Ja. Ich zitterte noch lange und hatte Angst und dachte nur warum. weil ich nicht wusste. der das alles gemacht hat mit seinen Gehilfen.: Alle Zeichnungen wurden für das Landgericht Vaduz angefertigt. die ich nicht erkennen konnte. dass es sich ja um Mario handelte. die an der Wand eingelassen war. Erst nach weiteren zwei Stunden getraute ich mich aufzustehen und musste Folgendes feststellen. schwere Metalltür wurde zugeschlagen. wo ich ungefähr US$ 180. ich nehme an. mit Gesicht zur Wand. der um mein Bein war. ein Riesenlärm und das Licht brannte noch. es war das Endstück eines Rohres mit einem Gewinde daran. 20 . habe ich gespürt wie sie meine Hosentaschen leerten. ich habe nur zwei Mal den Namen Mario. Es war ein Stück von einem Rohr. schwere Stahlkette. traute ich mich nicht umzudrehen. der zum Schloss gehört.und auch einen kleinen goldfarbenen Schlüssel. dort wo zwei Gliedstücke. Mario gerufen. anstelle weiter oben. weil sie ja maskiert waren. Das Eisenstück war nicht rundherum geschlossen. bevor sie gegangen sind. warum.

21 .

eine schwarze Plastiknylonschnur. sehen.h. Vor allem das Abflussrohr. weil sonst das Stück umkippen würde. wurde die Wand und der Boden im 90 Grad Winkel. schwarzem WC-Deckel war. die Duschvorrichtung kam aus der Wand heraus und dort wo sich der Wasserstrahl verbreiten kann. Es war alles ziemlich schmutzig. wenn man darauf etwas schreiben oder essen wollte. wie so ein Mini-Mini-Sekretär mit einem Fach. Sonst war alles weiss in diesem runden Raum und in diesen zwei Nebenräumen. die Wand und der Boden braun angemalt. Neben meinem Feldbett an der Wand war ein Fenster in der Grösse eines normalen Fensters mit zwei Flügelfenstern zum Öffnen. silberner Wasserbehälter. es ist ein Wasserturm. schwarzen Ofen stand ein kleines Möbelstück. das man mit der Tür schliessen konnte und das vierte Bein war gebrochen. Vorbei an diesem Waschbecken konnte ich in einen Raum. oberhalb der Wasserbehälter für das WC. Rechts davon ist eine Dusche in die Wand eingelassen. dass es mit flüssigem Klebstoff schon mehrmals repariert worden. Die Wasserspülbetätigung war eine Schnur. sodass man es entweder an die Wand oder an den Ofen anlehnen musste.Den Raum beschreibe ich wie folgt: Es ist ein runder Raum. rechteckiges Herstellerkennzeichen erkennen. wo links ein Waschbecken eingemauert ist mit Sims und unter dem Sims an der Aussenwand des Waschbecken konnte ich ein verschobenes. dieser Durchgang führt zu einem kleinen Gang. die herunter hing und am Ende 2 bis 3 Knoten hatte. weil es am Wassersystem angeschlossen ist damit man Heisswasser produzieren kann und gleichzeitig kochen kann. Am Kopfende des Bettes war ein alter Ofen ohne Türchen für die zwei Stellen. der das gekochte Wasser. nicht angeschraubten. sehr feucht und kalt und wenn man bei der Türe hinein kommt war links mein Feldbett. Neben dem schmutzigen. dann auffangen sollte. 22 . Weiter nach rechts schwingend im runden Kreis sieht man dann einen Durchgang ohne Türe. d. Oberhalb des Ofens ist ein ca. das sich zur Hälfte im Raum befand und zur anderen Hälfte in der Wand verschwand und unten wieder heraus kam. wo man Holz hinein gibt und es ist ein so genannter Wasserofen. 50 Liter grosser. also links und rechts. wo links ein schmutziges WC mit einem losen.

ein hellblaues Handtuch und eine neue Seife in der Seifenschale. damit man nicht herausschauen kann oder andere Leute nicht hinein schauen konnten. ich vermutete auch. Ich hatte riesige Angst und betete und eigentlich war mir nicht kalt. es gab kein Wasser. Es war ein Lattenrost aus braunem Metall und war zu.und Warmwasserhähnen separat angebracht. oberhalb meines Bettes. im so genannten „Badezimmer‚. Nachdem ich alles inspiziert hatte und feststellen musste.Gegenüber der Dusche war ein Spülbecken mit je Kalt. erst frisch 23 . nur bei ungefähr die Grösse eines A4-Blattes im Lattenrost konnte man die Latten verstellen und man konnte dann etwas hinausschauen. Es war also unmöglich dort auch hinauszugelangen. viel kleiner als das im Zimmer wo ich schlief. in meinem Raum. damit ich vom Bett bis zum WC gehen konnte. Der Wasserablauf der Dusche ist ohne Gitter im Boden und rechteckig. wie schon beschrieben. alles sehr dreckig. Das Wasser funktionierte nicht. ausserhalb dieses Fensters war ein Lattenrost. die an der Wand war. weder für das erste noch das zweite Waschbecken oder die Dusche oder das WC. Im WC war nur eine Füllung im Tank der WC-Spülung vorhanden. zwischen dem Badezimmer und dem Hauptraum war mit zwei Kippfenstern versehen. Und darüber. an die Wand geschraubt ein Spiegelschrank mit einem kleinen Abstellfach darunter. Es gab drei Fenster. obwohl ich in kurzen Hosen war und im kurzen Hemd. Die Eisenkette wurde so angelegt. ein Fenster. die man zum Dachbauen nimmt. ein Ausbruchgitter. dass die Kette fest in der Wand eingemauert war. als man den Turm baute. das aber sicher schon vorher dort war. Ich konnte nur schräg hoch in den Himmel durch einen Schlitz schauen und sonst sah ich nichts von diesen zwei kleinen Fenstern. Das Fenster im Gang. Draussen am Fenster war noch ein Metallgitter. und an dem Fenster vor dem grossen Waschbecken und dem kleinen Fenster im Badezimmer wurden von aussen an die Gitterroste Wellbleche. trotzdem waren auf der rechten Seite des Waschbeckens. zugeschnittene Wellbleche mittels Draht befestigt. dass die Kettenvorrichtung. dass es genau reichte. Es war alles sehr schmutzig und dreckig. der geschlossen war.

darum gab es überall Stellen mit diesen Abzeichnungen mit ehemals vorhanden Regalen. dass man überall im runden Raum. die weiss gemalt war und das Geländer. Ich legte mich dann ins Bett auf mein Kissen. weggeschraubt wurden. dass Regale und Aufhängevorrichtungen. Vermutlich wollten sie. das einen riesengrossen Blutfleck vorwies von den Stunden. womit ich einen Wächter oder wen auch immer erschlagen konnte oder verletzen würde. wo man die Hand drauflegt. Ich muss auch sagen. dass ich nichts wegnehmen konnte. die ich regungslos auf dem Kissen lag. 24 . die in diesem Raum offenbar früher vorhanden waren. und legte mich schlafen.gemacht wurde. weil es weiss gestrichen war und auch die ersten Kettenglieder von der Wand mit weisser Farbe überzogen waren. weil man die alte Farbe darunter sah und auch die riesengrossen Löcher von Schrauben mit Dübeln. der übrigens auch auf der gegenüberliegenden Seite meines Bettes eine Rundtreppe in den oberen Stock hatte. ist braun gemalt. alles aus Beton. An vielen Stellen konnte man sehen. Schränken und anderem Zeug.

25 .

Ich lag noch auf dem Bett und bekam Herzflattern. vermummt. Mit einem Tritt. dass er den Blutflecken meinte und ich sagte dass es das Blut von gestern Abend war. Ich vermutete. Ich lag seitlich gekauert auf dem Bett und von draussen hörte ich laut Schlösser öffnen. Den ganzen Tag habe ich kein Essen erhalten. Er deutete ohne Worte an. vermutlich wurde die Türe immer so aufgeknallt. das Zeitgefühl ging mir auch weg. ein silberner mit einem langem Lauf. die mir alt erschien und einem Revolver. als würden 50 Schlösser daran sein. weil mir meine Uhr auch weggenommen wurde. sodass ich mehr erschrak: ich sah zwei Männer. es war ein Diesel. mittags hörte ich ein Auto. der mir neu erschien. und ein Geknalle und sehr laute Geräusche. auf mich gerichtet vor der Tür standen. in dem Fall. 26 . Einer kommt auf mich zu und deutet mit dem Revolverlauf oder Pistolenlauf. jedoch so ca. die leicht gebückt wie beim Skifahren mit gespreizten Beinen und einer Pistole.Freitag vor Ostern. ich solle mein Kopf unter das Kissen begeben und mit den Oberarmen und Händen von aussen das Kissen an meinen Kopf drücken damit ich nicht sehe wer kommt oder was sie tun. auf mein Kissen und zwar auf den Blutfleck auf dem Kissen.

00 Uhr abends. Ich musste dann immer öfters im Tag mich nach links um meine eigene Achse drehen damit sich die Kette wieder entwindet. Sie kontrollierten die Kette und hoben mein Bein und rüttelten daran. dass es unmöglich sein wird durch diese Fenster ohne Werkzeuge oder andere Hilfsmittel zu entkommen. ob ich nicht was gemacht habe. wenn man es so nennen kann. Die Männer gingen und dies nicht ohne dass sie die Tür mit einem Riesenschwung zuknallten. die Fenster nochmals inspiriert und festgestellt. warum nur? Sie haben mir am Freitag nichts zu essen gegeben. meistens ein Diesel. falls ich versuchen sollte zu fliehen oder sonst was machen würde. hat sich dauernd die Kette verdreht. Ich weinte und weinte und weinte. das spürte ich. sie brachten mir meine Brille. Ich hörte meistens ein Auto heranfahren. Es wurde dann von einem der Männer in Spanisch gesagt. ich schätze so um 22. was mich noch mehr ängstlich machte. Die verfluchte Kette war aber nicht so leicht loszukriegen. innerhalb dieser 3 kleinen Raumebenen. kein Wort zu mir und dann gingen sie wieder. Ich konnte mehr oder weniger schlafen in der Nacht von Freitag auf Samstag. sie kontrollierten das andere Ende der Kette um zu schauen. als es ein wenig hell wurde. aber ich hatte sowieso keinen Hunger. weil ich meine Fenster offen hatte. die sie mit Schnellklebstoff zusammengeflickt hatten und Schreibpapier 27 . dass ich. Am selben Tag. was für mich bedeutete. sie mich ohne Skrupel umbringen würden. Wenn der Wind ein wenig kam. Ich hatte Angst und zitterte andauernd. Waffen. was dann zu einem kürzeren Radius meiner Bewegungsmöglichkeit führte. dass es eine Windwassermühle sein musste. Kontrolle der Kette. Wenn man in einer solchen Situation ist und lange Zeit zum Denken hat. dann kommt automatisch der Fluchtgedanke. dann die Türschlösser geöffnet. an jenem Freitag. Ich glaube auch. dann ein Schlag an die Türe. Ich habe dann. dann setzte sich die Wasserpumpe in Bewegung. der sich wie immer in den folgenden Besuchen so abspielte. oder wenn ich ausschlagen würde.Ich tat es und spürte den Revolverlauf auf meinem Kopf. Riesenlärm. Samstag früh bekam ich wieder Besuch. Beim Laufen. Ich weinte oft und betete wieder und fragte mich warum. bekam ich wieder Besuch.

ich soll ja nicht versuchen zu fliehen. sie seien ein wenig human.mit Schreiber und die zwei Nachrichtenmagazine. aufzuräumen. die fing mit 01 80 an und die war eigentlich nur 3 bis 4 Nummern anders als die Nummer meines besten Freundes in Zürich. war.B. Es kam dann so. Dann gab es noch eine Werbung im SPIEGEL Nr. den hätte ich gerne gehabt um den Saustall. wo ich mich befand. die dort eingegeben war. dass ich mehr oder weniger beruhigt war. 13 von einer Telefongesellschaft. gab es eine Werbung einer Autofirma mit einem Besenfresserzitat und der Besen.s. mit einem abgebildeten Mobiltelefon und eine Nummer im Display : die Nummer. Ich versuchte dann den SPIEGEL Nr. die auch 01 865 u. 13 von diesem Jahr und die rosarotfarbene Financial Times. Es kam wieder zu Morddrohungen von einem der Bewacher auf spanisch und wieder mit den Angaben. den dieser Mann in der Hand hielt. da sie ja mir was zum Lesen brachten und auch Früchte und altes Brot bei diesem Besuch am Morgen. weil ich sonst tot bin. die mich sehr traurig stimmten wie z. 13 als Abwechslung zu lesen und musste an die Story der Entführung des Hamburgers Industriellen Reemtsma denken und es gab auch sonst in diesem SPIEGEL einige Seiten. 28 . das eine war der SPIEGEL Nr. einer Mobiltelefonfirma. die ich mir in Frankfurt am Flughafen gekauft hatte.w. da ich doch dachte.

Es ist auch zu sagen. Die Zeitung habe ich dann nur als Tischdecke für das schmutzigen kleinen Möbelstücklein verwendet. mich zu besuchen damit wir darüber reden könnten. aber auf Faxpapier gedruckt war. Es wurde mir eine Notiz hinterlegt. auch wenn die Minute 690 Mark kosten würde. Ich nehme an. Ich schrieb warum. Es sollte so aussehen. einer der über Selbstverletzungen geschrieben war. Am Nachmittag desselben Tages bekam ich wieder Besuch. Selbstverletzungen am eigenen Fleisch zutun. die mit Schreibmaschine geschrieben worden war. Wie befohlen verdeckte ich mein Gesicht damit ich nichts sehen konnte und wie üblich wurde mir die Pistole auf den Kopf oder auf die Brust gedrückt. vor allem am nächsten Tag. Zu jenem Zeitpunkt schrieb ich noch normal mit dem mir verteilten Papier und Kugelschreiber an Mariano. so wie man sie für Gartenstühle verwendet. wofür.was hätte ich bloss gegeben damit ich ihn anrufen könnte. sie haben es mit dem Faxgerät des Hauses kopiert. Ich sass auf dem weissen Plastikstuhl. aus welchen Gründen auch immer. Ich bat ihn dringend. auch in diesem Raum. Später musste ich auf das WC und spülte das WC. von Europa. Ich schrieb ihm. das ich besass. als wäre dieses ein Fax von Übersee gewesen. falls ich dummes Zeug vorhatte. Die Hände konnte ich ein wenig waschen indem ein paar kl. ob er sich nicht schäme mich als Freund dort so zu haben. den ich verschieben konnte und sah ein paar Bäume vor mir und rechts davor einen künstlich aufgehäuften Erdhügel in dieser Waldlichtung und weiter weg sah ich dann die gelbe Wiese mit ein paar Kühen. ich hätte ihn so gerne jetzt angerufen. Ich hatte einen weissen Plaststuhl. dass ich Angaben machen soll über meine Geschäfte oder vor allem über mein Vermögen. Ich habe alles über die Tage verteilt gelesen ausser ein paar Artikel: z. wie sich Leute. wie viel und was das alles bedeuten soll. den habe ich noch vergessen zu beschreiben. Tropfen aus der Wasseranlage kamen. ich habe mir gedacht. Darauf stand auf Spanisch. also dieser kleine Lattenrost vom Hauptfenster. dass die Financial Times in solchen Situationen nicht das geeignete Lesemittel ist über Geld und Kurse nachzulesen. Der Preis pro Minute war dort in der Anzeige 69 Pfennig. Ich öffnete das kleine Look-Out wie man auf Englisch sagt. an 29 .B.

also ist es sehr schwierig. Falls ich je aus diesem Turm raus kommen sollte.meinem Geburtstag am Sonntag.03. links rechts oder wohin. habe ich unter der Türe so durchgesteckt. Den Brief den ich an Mariano geschrieben habe. Ich ass einen Apfel und das alte Brot und war ein wenig beruhigt an jenem Tag. 30. für meine Familie und für seine Familie auch. weil ich keine Besuche mehr erwartete und dadurch für mich selber alleine sein konnte. ich kannte die Farm nicht und war in der Nacht gekommen. Ich war traurig für mich selber. Geburtstag. Ich hoffte auf eine ruhige Nacht. schlief ich im Bett mit den zwei Decken ein. damit ein Ecken des Briefes noch in meinem Raum lag und ich so sehen konnte. weil ich ja nicht wusste wo Sicherheit für mich sein könnte. März. aber wie konnte ich flüchten. mein 32. Müde und mit der schweren Eisenkette an meinem rechten Bein. wohin ich dann rennen sollte. 30. zu kommen. Sonntag. Ich hätte ja in die falsche Richtung rennen können 30 . Ich wachte früh auf und dachte an Flucht. wann und ob er weggenommen wurde..

wenn ich es jetzt versuche. dass die Kette so angemacht wurde. weil während dem Tag wegzuspringen. dass es für ewig war. weil sich die Seife auch in den feinen Rillen des Gewindes festgesetzt hatte.und dann 30 km lang in der Wildnis herumirren. wenn man verheiratet ist oder Leute die verheiratet sind und sie den Ehering loswerden wollen. da würden sie mich auf 100 km auf dem freien wohl Feld sehen. wenn schon. wo ich mich leicht verletzte. und ich befürchtete. dann denkt man sowieso an Flucht. ich war verzweifelt. was mein Tod bedeutete. der Verschluss. benützte ich ein wenig Wasser von der WC Schlüssel. Meine Nerven lagen frei. und zudem hatte ich auch realisiert. also wollte ich. wer weiss. Also dachte ich mir gut. weil ich an meine Familie dachte und dass mich keiner so schnell vermissen würde. es mit Seife probieren. dass es auf einer solch grossen Farm eine Leiche loszuwerden kein Problem wäre. die Kette mit Wasser und Seife über meinen Fuss zu ziehen. warten. Es ging aber nicht. weil ich realisierte. Auf einmal bekam ich grössere Angst: Nach einer halben Stunde hatte ich meine Meinung geändert und sagte zu mir. also dieser Eisenring war ja nicht ganz geschlossen und die dementsprechenden Ecken. dass wenn bei 31 . die dieser Ring hatte. ich werde warten bis es Abend ist. Ich weinte. denn selbst mit Seife ging es einfach nicht. was mir nicht ganz gelang. aha. Ich zog so meinen rechten Schuh aus und auch den Socken und da ich kein fliessend Wasser hatte. es ist besser. Die Kette. in der Nacht weg. was noch passiert. dachte ich mir. wie konnte ich die Kette lösen. aber wenn man eingesperrt ist. ich werde mit dem Versuch. Ich erinnerte mich. Ich war traurig. weil ich die Seife nicht vollständig vom Ring entfernen konnte. weil ich keine genauen Angaben gemacht habe. stachen sehr fest auf meine Ferse. dass man. Ich war traurig und weinte und trocknete meinen eingeseiften Fuss mit dem Handtuch ab und war sehr bemüht den Stahlring auch von der Seife zu befreien. Wer sollte mich je da finden? Ich bekam auch Panik. wo ich jetzt noch mal hinging. Da ich ja eine Seife hatte. das ging also nicht. seifte meinen nackten Fuss samt dem Eisenring ein und nahm auch das Tuch und das Gummiband unter dem Eisenring weg und versuchte mit aller Gewalt den Eisenring über meinen Fersen und Vorderfuss zu stülpen.

Aber dann war das Problem. Auf dem 2. im „Argentinien-Akt“. wenn sie es entdecken würden. Die Kette wurde kontrolliert. mit Urin oder mit was. und erkennen. 32 .einer Kontrolle die Wächter nicht die Dümmsten sind. dass es dort Seife daran hat und dann vielleicht erkennen oder erraten. den ich die Nacht zuvor unter die Tür gelegt hatte dann weg. Revolver auf Kopf und kein Wort. Sie nahmen den Brief.: Auf den 2 Fotos (nächste und übernächste Seite) kann man sehr gut die 2 eingebrannten Stellen an meiner rechten Wade erkennen. falls sie die Seifereste entdecken würden und ich dachte mir. Anm. Sie gingen dann aber wieder. Ich hatte Riesenangst. Foto ist auch die noch nicht verheilte horizontale Schürfwunde wunde der Kette gut sichtbar (2-3 cm oberhalb meines rechten Daumens). was ich vorgehabt hatte. dann würde ich sagen. Ich blieb den ganzen Vormittag im Bett. Tür aufgeschlagen. Spät abends am Sonntag bekam ich wieder Besuch. sie würden mich fragen mit was. dass sie mich dafür foltern werden oder anderswie bestrafen würden. Die für das Landgericht Vaduz nachgebaute Kette samt „Mauerstueck“ befindet sich heute im Keller des Landgerichts. wenn kein Wasser vorhanden ist. Es war Lärm mit Autos. brachten mir Kaltes zum essen und zum trinken Wasser. die von Funken beim Anschweissen der Kette herstammen. dass ich meine Füsse gewaschen habe. Ich hatte Angst.

Das WC füllte sich ohne dass ich es spülen konnte und auch tagsüber war der Raum gefüllt mit dem Lärm von der Wasserpumpe draussen. da die Fenster so zugenagelt waren. sondern auch meine Fluchtmöglichkeit. Das war kein gutes Zeichen. 33 . also war es aussichtslos. Der Fluchtgedanke ist dabei gestorben. In der Nacht hörte ich oft Schüsse und auch Hunde. Ich war mir auch bewusst. Nervös schlief ich ein. aber wohin sollte ich auch flüchten. Ich weinte und war traurig. falls ich überhaupt von der Kette wegkommen sollte. ich dann weiterhin nicht aus dem Raum flüchten konnte. wie ich ihn gebeten habe an meinem Geburtstag. Mariano kam doch nicht. weil sie mir nicht nur meine Freiheit genommen hatten.

hoffte auf seinen Verstand. Ich las den SPIEGEL nochmals. um die Zeit totzuschlagen. sie ist 60 Jahre alt geworden. 31. weil ich nicht mehr soviel weinen konnte. 34 . Ich schreibe wieder an Mariano. Der Tag ist ja sehr. sehr lang. Diesmal etwas unterwürfiger. Ich weinte wieder. etc. März. Bitte ihn zu kommen. Montag. aber weniger. Es ist der Geburtstag meiner Mutter. wie er es sich aneignen kann. offeriere ihm mein ganzes Geld und schreibe auch. denn man muss ja etwas tun. hoffte auf baldige Freilassung.Am nächsten Tag. etc. um auf einen anderen Gedanken zu bekommen.

dass die Zeit auslaufe und es wurde Besuch aus Europa angekündigt. kam ein Stromkabel aus der Wand heraus in einen kleinen Kasten mit drei runden Sicherungsknöpfen und dann in einen grauen Kasten führt. aber sie wurde nie von ihm unterschrieben. Es war sogar. was aber nicht so einfach sein wird.und ausschalten kann. Die Notiz von Mariano. ein Dieselfahrzeug. links oben an der Wand. welches Kabel wo zu was führte und zudem dachte ich. Es kam auch der Gedanke an Mord. wieder vermummt und wieder Morddrohungen. absurde Forderungen an mich. der Strom wie eine Erdung an mir vorbeigehen. dass darin stand. wie ich John F. ich wusste sie war von ihm. Kennedy ermordet hätte. Es ist egal. weil ich nicht nahe genug an die Waffe gekommen wäre. ob ich eventuell die Wächter. dass Mariano angeblich für wichtige Geschäfte nach Europa zurückkehren musste. Ich meine den Mord an Wächtern um hier herauszukommen.An diesem Montag bekam ich Vormittags wieder Besuch. ich bin mir nicht mehr sicher. die ich hatte. Bin mir aber nachher unsicher geworden. Ich hätte auch unterschrieben. dass es Mariano's Stil war. dann unterschreibt man alles. erkennen. Ich habe mir überlegt. denn es waren Forderungen an mich. das ich nicht sehen konnte von der kleinen Fensteröffnung aus. Wenn man bei der Türe herein kommt. ich soll schreiben. Neben dem Stromkabel war auch ein Stromzähler der Marke ABB von 1992 mit dem Zählerstand von entweder 2030 oder 3020. Auf der Notiz stand. Wieder Waffen. Sie legten mir Rechnungen vor. aber wie. wenn man in Gefangenschaft ist. Sie brachten Essen und eine Notiz von Mariano. wo man die elektrische Wasserpumpe ein. wo sie vermutlich meine späteren Geldzahlungen rechtfertigen wollten. Rechnung in „Anführungszeichen‚. man will nur lebendig aus der Sache wieder herauskommen. Ich wusste aber und konnte an der Art und Weise wie es geschrieben war. mit einem Stromschlag erledigen könnte. weil wissen Sie. man unterschreibt einfach alles. wenn sie zur Tür hereinkommen. damit ich meine Hand hätte anlegen können 35 . wenn sie mir gesagt hätten. es ist zwecklos. mit einer Kette am Bein würde evt. weil ich mich mit Strom nicht gut auskenne und nicht gewusst hätte. Wenn nicht ein Stromschlag dann vielleicht die Waffe entnehmen dachte ich mir. Wie üblich ein Auto. Ich habe sie im Detail nicht gelesen.

weil die Sonne nur ganz klein. Zu meiner Überraschung brachten sie auch mein kleines Necessaire. die Waffen. die Türe und Morddrohungen. wird vermutlich zugestehen. ein Rasiermesser von der Marke Gillette. mit einer Fingernagelreinigungsvorrichtung. 36 . Es gab auch erste Schläge auf meinen Kopf. weil ich fast eine Woche in derselben Kleidung gesteckt habe und die Luftfeuchtigkeit in diesem Wasserturm. machte und wie und warum ich dazu kam. wenn man selber nicht in einer solchen Lage war. kein Schaum. hatte ich einfach keine Kraft oder war zu dumm dazu. was sicher mein Tod bedeutet hätte. dass man lebend aus dieser Gefangenschaft herauskommt. also meine Badeutensilien. also der ganze Raum immer im Schatten war. wenn ich nicht im Bett bin. Wenn man sich in Händen solcher Verbrecher befindet. Reinigungsutensilientasche mit. wovon man heute noch die Schürfwunden erkennen kann. Brot und Früchte und sogar meine blaue Jacke gebracht. was wie folgt beinhaltete: Es war eine Hygienetasche und es war ein Nagelklipser drin. Jeder der so was miterlebt hat. sonst gaben sie mir nichts und es gab auch keine Antwort auf meine Bitten. was ich später tat. dass ich während des Tages. Ich selber war sehr schmutzig. Wasserwindmühle. womit ich das verdiente oder was ich getan hatte. für andere Möglichkeiten. wie stehen die Chancen. dann macht man sich sicherlich Gedanken. ziemlich hoch war. ist es vermutlich nicht so einfach für Aussenstehende nachvollziehbar: wie und warum ich das. diesmal sehr gründlich und knallten die Türe beim Hinausgehen zu und verriegelten sie mit massivem Lärm. Bei jener Visite wurde mir wieder Essen. das Auto. wobei ich nicht wusste. Sie checkten wieder die Kette. eigentlich frieren sollte. dies ist nicht sehr hilfreich. die ich im Brief davor formuliert hatte. weil sie vermutlich vermutet hatten. ein paar kleine Seifen von Hotels. Wisst ihr.und ich kein Tumult riskieren wollte. Für einen Rest. Auch begann der Stahlring in der Nacht zu kratzen. aber einen gegen zwei oder drei und ich dann noch angekettet. Der Gedanke an eine Schlägerei kam auch. dass es zum ersten Gedanken an möglichen Selbstmord kommt. Ich bekam wieder Besuch mit denselben Vorzeichen wie Lärm.

wenn sich jemand wegen einer verlassenen Freundin oder eines verlorenen Arbeitsplatzes in Freiheit vor den Zug wirft oder sich sonst irgendwie umbringt. 2 cm und ca. dass. welche Seite das Messer und welche Seite nur diese angehefteten oder angeschweissten kleine Metallstreifen waren. Aber in einer Gefangenschaft sieht die Sache ganz anders aus. So entschied ich mich die zwei kleinen Rasierklingen. falls sie mich foltern oder sonst was mit mir machen würden oder nur meine Hände gefesselt auf den Rücken binden würden. Ich hatte auch Riesenangst vor Folter. dass sie mir nicht nur meine Freiheit. die in dem Wegwerf-Giletterasierapparat darin waren. Dann ist er vielleicht in meinen Augen ein Feigling oder dumm. sondern auch meine Fluchtmöglichkeiten genommen hatten und das Einzige.Die Gründe warum ich an Selbstmord gedacht habe. Ich wickelte sie je in ein Stück Zeitungspapierchen hinein und steckte eine Klinge in die vordere. weil wegen einer Freundin oder anderen zerbrochenen Beziehungen oder eines verlorenen Arbeitsplatzes sollte man sich nicht umbringen.h.5 bis 1 mm hatte. eine Breite von 0. das eine Länge von ca. Ich brach die zwei Klingen heraus. was auch eine sexuelle Folter beinhaltet hätte. Ich bin selber kein Feigling und möchte hier sagen. es ist anders. dass ich dort realisieren musste. Der Grund darin liegt da. lernte mit verschlossenen Augen wie ich ohne mich zu schneiden erkennen konnte.h. waren die Folgenden: Ich hatte Todesangst auszustehen unter diesem psychischen und sonstigem Terror. die Macht über sein eigenes Leben d. was einem noch übrig blieb war die Macht über Leben und Tod d. Münztasche von meiner kurzen Jeanshose und die andere habe ich mir in die linke Po-Hosentasche gesteckt. und ich habe nie von den Entführern gehört. rechte kl. so hätte ich doch noch eine Möglichkeit mit der rechten Hand auf den Rücken gebunden in die linke Potasche zu greifen und das Messerchen. Es ist nämlich so. Ich tat es mit der Fingernagelreinigungsvorrichtung am Nagelknipser. ich vermutete. falls ich dies und dies erfülle. wann ich sterben wollte oder nicht. heraus zu nehmen. ich konnte noch selber bestimmen. weil sie es auch in zweideutigen Andeutungen so gemacht hatten. ich dann freikomme. heraus zu nehmen und vielleicht dadurch die Schnur um meine 37 . Während der ganzen Zeit sagten sie das nicht.

die sie mir ja nicht konkret gestellt hatten. Ich möchte hier auch hinzufügen. Sicher gebe es Gründe. dass in Argentinien ein Menschenleben nicht viel wert hat und dass es für die Angestellten nicht möglich war sich den Befehlen des Gutsherrn. Den Rest der Klinge. dass es selbst nach meinen Zahlungen keinen Grund geben würde. Ich dachte ich kannte Mariano gut. aber auf der anderen Seite war die Leichtigkeit mit der er mich 38 .Hand oder sogar meine Blutvenen aufzuschneiden. dass ich von seiner Geldschuld nichts mehr haben wollte. Das war das Letzte was mir blieb. Aber ich war mir sicher. Komischerweise fühlte ich mich nach den getätigten Dingen mit der Rasierklinge besser. wann ich sterben will oder nicht. sagte dieser auch. da ich glaubte. Ich überlegte mir dann. wenn ich ihre Bedingungen. Das WC war verstopft und Mücken und anderes Zeug verbreiteten sich in meinem Raum. Lassen sie mich frei. dass ich gedacht habe. was mir in den Sinn kam. ich alleine entscheide. was kann ich mir selber noch Schönes machen. Ich schrieb wieder an Mariano. und ich flehte ihn an. Abgesehen davon ist er ein riesiger Feigling. davon schrieben sie aber nichts. Die Lage wurde auch sonst unangenehm. dass sie es mir wegnehmen könnten. wobei ich natürlich auch sagte. wobei ich jedes Mal immer unterwürfiger wurde. er würde im Effekt jemanden umbringen lassen. was dann passieren würde. wäre eventuell eine letzte Masturbation an Gedanken an die letzte Frau die ich lieben durfte. selbst wenn es Mordbefehle wären. da mich diese Geldschuld in diese Lage gebracht hatte. Also Mariano müsste sich nicht mal die Finger selber schmutzig machen. aber ich kannte ihn zumindest so gut: er würde nie einen Mord planen. bevor ich diese Welt verlassen sollte und das Einzige. er war ein Farmknecht. Ich überlegte mir auch. Natürlich ausser sie kämen mir zuvor und davor hatte ich natürlich wieder Angst. erfüllen würde. weil im späteren Gespräch einem der Bewacher. ich glaubte es nicht. aber ich hatte nur dies und ich wollte nicht. zu widersetzen. mich freizulassen. warum mich Mariano freilassen sollte. Ich bin ein lebensfroher Mensch und sonst nie depressiv oder sonst was. also den Rest der Vorrichtung zum Rasieren habe ich in altes Brot rein gesteckt.

wartete 39 . Auf einer grossen Farm. Eine Notiz von Mariano mit Schreibmaschine geschrieben. nehme ich an. was sie verlangen. Ich war traurig und glaubte. spät.B. Es wäre anders gewesen. Ich überzeugte mich davon selbst. Geburtstag meiner Mutter und ich musste ihn in den Briefen immer ständig davon überzeugen. 1. die Argentinier oder die Latinos im Generellen. obwohl mein Geist ganz scharf blieb. dass ich hier nie rauskommen werde. Familie. der sich ankündigte. Wieder der Lärm eines Wagens. Ich versuchte zu schlafen. Ich will einfach auch Dinge erfüllen. Am Montagnachmittag. wie z. wenn er mich in Spanien oder in Vaduz entführt hätte und mich gefangen genommen hätte. dass man alles macht. dass ich kein Rachemensch bin. Ich glaubte durchzudrehen. weil man Ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist. ohne seine Unterschrift darauf. wurde mir wieder zugesteckt. Das war alles. meine Träume. Die Türe wurde wieder massiv aufgeschlagen und die Waffe an den Kopf gehalten und die Kette wieder kontrolliert. Er glaubte mir nicht oder sie glaubten mir nicht in Bezug auf mein Geld und wie man es transferieren könnte oder meine einzige geschilderte Möglichkeit wie ich an das Geld kommen könnte und er sagte auch. wie Heirat. Ich schrieb so.auf der Farm verschwinden hätte lassen können viel grösser und das beunruhigte mich. und ich bekam sofort Herzflattern. Da ist die Lage komplizierter. wo kein Mensch genau weiss. Das Essen ist wieder kalt gewesen. konnte aber nicht. April. Ich will hier nur heil rauskommen und werde niemand etwas sagen. Wir haben immer noch Montag. Kinder und ein ruhiges Leben führen. bekam ich wieder Besuch. wo ich bin und da gibt es mögliche Unfälle oder da ist einfach die Leichtigkeit eines solchen Vorhabens viel grösser und dadurch auch viel präsenter im Kopf von Mariano. Dienstag. dass er gar nicht darauf eingehen sollte. Ihr müsst verstehen. ich will hier raus und das Geld ist mir nicht wichtig. Mein ganzer Körper schmerzte und ich hatte eine unruhige Nacht hinter mir. dass Morgen der letzte Tag sei und dass die Zeit zu Ende gehe. sondern sagte nur.

Ich begann erst dann zu realisieren. einen "Reitunfall" oder von einem "hohen Baum fallen" und der Arzt wird dies als Unfall bestätigen und mit den Rechnungen. dass ungefähr am Mittag wieder Besuch kam. das Gesicht unter das Kissen und die Hände und Oberarme vor meinem Gesicht. mir selber das Leben zu nehmen. Er sagte wortwörtlich: "Ermordet wirst du hier sicher nicht. Ich hörte mehrere Personen. Aber von hier aus konnte ich ja niemanden erreichen. dass ich gehe.aber ab. meinen Freunden. dass ich bei einem dieser Besuche beim Wächter klar erkennen konnte. meinen besten Freunden und der Welt ADIOS gesagt hätte." Er sagte es in vollem Ernst. ohne dass ich meiner Familie. Schritte und zu meiner völligen unglaublichen Überraschung stand da Verdammt noch Mal dieser Verbrecher Helmut Roegele mit seiner Frau Salud Hidalgo und zwei Wächtern mit gezogenen Revolvern und Pistole vor mir im Raum. Es kann ja nicht sein. Helmut schrie mich auf Spanisch an und dann auf deutsch und er sagte: "Ja. dass ich bald soweit kommen könnte. Es war mir sehr kalt. eingekauert unter meine Bettdecke. Helmut und seine Frau nicht. dass der silberne Revolver mit Patronen in der Trommel voll geladen war. Ich möchte noch anfügen. ich kontrollierte die Rasierklingen in meinen Hosen und merkte mir wieder auf welcher Seite die scharfe Klinge war. daran zu denken. Die zwei Wächter waren maskiert und mit Waffen. Er sagte: „Wir kriegen dein Geld sowieso. Entweder du machst es uns als Überweisung oder du wirst hier einen "Unfall" erleiden. Ich begab mich wieder in die übliche Position. Sie kamen in sehr gepflegtem Stil daher. jetzt können wir Dir das antun." Die Worte von Helmut waren sicher ein grosser Teil des Auslösungsprozesses. dass wahrhaftig Helmut Roegele und Mariano das alles ausgeheckt hatten. was ich mir dann später angetan habe. sondern du wirst z. Ich liess alles nochmals durch meinen Kopf gehen und es widersträubte mir. die du in Gefangenschaft unterschrieben hast oder mit den 40 .B." Ich kniete auf vom Bett und kniete vor ihm auf dem kalten Boden mit meinen kurzen Hosen und sagte: „Ich habe Euch doch nichts getan und ich flehe um mein Leben. wir sind nicht so blöd und machen uns die Hände schmutzig. So geschah es. Ich zitterte am ganzen Körper am ganzen Leib.

Ich habe die Postenaufstellung nicht gelesen. Ich las nur eine Forderung von 80 Millionen Peseten von ihm und eine Forderung von 150 Mio. Mariano schuldet mir sogar viel und das weiss er und Helmut ganz genau.Schuldanerkennungen werden wir gegen deine Erben losgehen. Sie machte noch den Kommentar auf spanisch. Ich unterschrieb aber. an seinen Worten oder den möglichen Taten seiner Mittäter zu zweifeln. dass ich halt noch weiter leiden muss. aber das tat er nicht. dass die Frau von Helmut sich aufgeregt hat und geschrienen hat: "Willst du sie nicht lesen?" Ich habe geantwortet: "Ich kann es nicht. es mir vorzulesen. da ich ihnen doch absolut gar nichts schulde! Im Gegenteil. Die massiven Drohungen. Dann im vierten Anlauf unterschrieb ich auf das Papier von Helmut. auf keinen Fall. Ich musste also zuerst auf der Zeitungen. das ich erst gar nicht gelesen hatte. dass ich keinen Anlass dazu hatte." Sie forderte ihren Mann auf. zu gestalten. zuerst 2 bis 3 Mal meine Originalunterschrift üben. was dann dazu führte. die darauf folgten möchte ich nicht wörtlich wiederholen. weil ich sie nicht ganz verstehen konnte. Erstens. ich wurde genau beobachtet und Helmut hat darauf geachtet. die ich als Tischdecke benutzte. weil sie mir nicht glaubten. Peseten von Mariano und ich dachte nur. dass ich meine genaue Unterschrift mache und nicht eine schusslige. weil ich so zitterte und ich mich erst beruhigen musste.‚ Die Erben wären mein Vater Alfons Kieber oder meine Mutter Maria. seine Frau. 41 . da ich nicht verheiratet bin und keine Kinder habe. wieso dachten die ich hätte so viel Geld und zweitens wie konnten sie mir so was unterschieben. dass ich nur soviel Geld. Er legte mir zwei Rechnungen vor um die Transaktionen wohl ein wenig legaler. Er hat es mit einer solchen Deutlichkeit gesagt. wenn man so sagen kann. die sicherlich jedem eingefahren wäre. aber es war einfach eine massive Drohung. das ist mein Ende.

42 .

Sie wollten noch mehr Tortur und er hat es auch so ausgedrückt. nicht ohne einen weiteren Besuch am Abend anzukündigen und ich setzte. wohin das Geld zu überweisen war. der auch Englisch kann. Ich erinnere mich dann an einen Sonntagsartikel oder einem Samstagartikel in dem Magazin vom 43 . weil ich nicht "Good Bye" und "Auf Wiedersehen" zu meiner Familie.wie ich dem Mariano aus dem Kerker geschrieben habe. Sie sind dann schon nach 20 Minuten gegangen. ich auf einen speziellen Artikel gestossen bin. dass ich noch gefoltert werden sollte. die ich bis anhin durchgemacht hatte. die ich kenne und die mich geliebt haben. Da kommt mir wieder in den Sinn. auf Grund der Worte. ohne grosse Folter. Es lag einfach in der Luft. habe. weil sie mir noch keine Angaben dazu gemacht haben. dass ich – als ich die Financial Times im Kerker gelesen hatte. hätte sagen können. Ich schrieb ein normaler Brief an ihn und bat um Überweisung mit dem nötigen Codewort. und dass mein Ende nah war. dass meine Situation hoffnungslos war. den Artikel sehen würde und mich beschuldigen würde. Ich bekam wieder eine Panik und riss den Artikel aus dem Blatt und zerkaute den ganzen Artikel und ass ihn auf. was mich gezwungenermassen zu der Annahme brachte. wenn man es als normal bezeichnen kann. dass das das Wenigste oder das Einfachste in deren Augen war oder das weniger Schlimmste in deren Augen. wohin es überwiesen werden soll. nach Erfüllung der Bedingungen und sie hätten mich ohne Probleme Monate so halten können. ohne dass mich je jemand gefunden hätte. handgeschriebenen Brief an Herrn Bankdirektor Bröll der BAWAG in Österreich in Feldkirch auf. Ich spürte. meinen Freunden und allen Leuten. was ich bis anhin erlebt habe. Wiederholt hatten sie ja nie von Freiheit gesprochen. in meiner Angst. da ja die normale Haft. obwohl ich ja nicht wusste. ich hätte Aussagen zu meinem Vermögen. Ich war traurig. dass Helmut. in der Aufregung fällt mir jetzt der Inhalt nicht mehr ein: es hatte aber zu tun mit Angaben über Vermögen oder so. da ich ja leben möchte. wie im Artikel verwendet wurde. "verfälscht". kein Mensch hat von Freiheit gesprochen. einen ersten. erzwungenen und vordiktierten. Da schrieb ich einfach den Überweisungsauftrag und liess dann den Platz leer damit Helmut oder Mariano dies selber einfüllen konnten.

es waren eineinhalb Seiten. die Dinge im Leben erlebt haben und die sich dann schon in gewissen Altersstufen gefragt haben. Das machte mich sehr. dass sie mich töten werden. Meine Sinne waren sehr geschärft. wegen der tatsächlichen Höhe meines Vermögens.Tagesanzeiger in Zürich. Auf dem Brief waren auch die genauen Angaben des Kontos und des Lösungswortes darauf. wo ein Journalist ein Buch geschrieben hat "Das war es also" und er Leute interviewt hat. CHF-Forderung "enttäuscht" sein würde und er sicher schon das Geld in Gedanken ausgegeben hat. wenn ich verblute. Ich dachte mir. Ich schrieb den handgefertigten Brief an Herrn Bröll zu Ende. meine eigene "zukünftige" Familie. Da ich auch vermutete. Frau und Kinder erleben werde. Ob ich nie mehr das Licht. meine Familie. Teklanika nennen. sehr traurig. Im Denali-National. ich könnte mir eigentlich auch am Abend nach dem letzten üblichen Besuch das Leben nehmen. auf Besuch war. Nebst dem Verlust und nebst dem Nichtbezahlen seiner Schuld dazu. vor allem Mariano mit seiner 1. als 32-jähriger Mann plus zwei Tage selber fragen. Damit ich sicher war. Ironischerweise hiess das Lösungswort Teklanika und das ist ungefähr der Name eines Flusses in Alaska. Mir 44 . dann werden wir es. die ich sehr geliebt habe. ob es das schon war. weil er nicht im Geringsten so nahe an das Geld kommt. Helmut und Mariano. Ich war mir sicher. die er sich erwünscht hat von mir und als Profit aus dieser Operation schlagen wollte. wo ich 1989 mit meiner damaligen Freundin. ob es DAS wirklich schon war. dass beide Verbrecher. an diese Summe. Ich musste mich dann auch wahrhaftig. Von späterer Freiheit sprach ja niemand. falls wir eines Tages heiraten werden und ein Kind haben sollten. Vaduz. dass sie mir nicht glauben werden. falls ich zu detailliert vorgehe. musste ich annehmen. Die Zuhörer mit schwachem Herz sollten jetzt nicht weiterhören und die anderen bitte ich um Verzeihung. Und ich war nun dort in dem Raum und musste Teklanika schreiben und nachher meinen eigenen Tod bestimmen.Park in Alaska sagten wir uns. wenn es ein Mädchen werden sollte. die Sonne. um zu sterben.5 Mil. weil uns dieser Name sehr gefallen hat. und unterschrieb ihn korrekt. dass ich auch genug Stunden habe. So ist er und er wird bestimmt böse.

fünfmal mit schräg. Ich legte mich also auf mein Bett und nahm zuerst mit der rechten Hand die rechte Klinge aus der vorderen Münztasche meiner kurzen Hose und ohne dass ich grossen Schmerz empfand. Ich dachte einfach. und bin auch sonst kein Mediziner. zweimal. Ich hatte natürlich selber nie Erfahrung mit einem Selbstmordversuch. Mal machte es "SSSSch". sie einen Brief an meine Mutter oder meinen Vater nicht übergeben werden würden.kam dann die Angst. da war ich mir sicher. die linke Hand aufschneiden. 45 . dass ich gegen die Wand rennen könnte. mit der 2. dass es mit Handgelenken aufschneiden genügen sollte und dann das Blut fliessen sollte und einfach der Herzstillstand eintritt. Ich war ja der Gefangene und nicht sie. Natürlich habe ich mir auch gedacht. Auch die Glasscheiben habe ich mir vorgestellt als Selbsttötungswaffe. ob das funktioniert. Meine Gefühle dazu waren natürlich die Ausschlaggebenden und meine Eindrücke und nicht deren die draussen frei herumlaufend konnten. Klinge. wenn ich tot bin. weil doch die Worte von Helmut und seiner Frau und die Andeutungen der Wächter. Ich wollte mit einer frischen Klinge. Ich hatte keine Zeit mehr und wollte auch nicht einen Abschiedsbrief schreiben. warum auch. weil kein Blut mehr kommt. die ich an hatte und legte mich auf das Bett. darum hätte es auch keinen Sinn gemacht einen zu schreiben. Ich stand auf vom weissen Plastikstuhl mit all meinen Sinnen sehr geschärft und auch die Augen wie ein Adler geschärft. als nur diese in deren Augen "einfache Gefangennahme". Das Blut floss nicht gleich und nicht so wie ich es mir erdacht hatte und gar nicht so wie es im Film immer ist. weil kein Blut mehr kommt oder das Gehirn stirbt. wobei ich vermutlich eine Vene oder einen Nerv angeschnitten hatte. Ich zog meine Jacke aus. aber mit der Kette am Fuss kann ich nicht genug Anlauf nehmen und zudem war ich mir nicht sicher. aber die Rasierklingen schienen mir schon sauberer und schärfer als das Glas. Beim 5. dreimal. dem schräg angesetztem kleinen Messer in das linke Handgelenk. So dachte ich jedenfalls. weil ein Abschiedsbrief. schnitt ich mit der rechten Hand einmal. wobei natürlich meine eigene ANSICHT darüber wichtiger und vor allem die ECHTE ist. dass es mir noch schlechter ergehen sollte und dass ich noch leiden musste. dass ich vielleicht nachher keine Gelegenheit dazu hätte über mein Leben selbst zu bestimmen. viermal.

die Klinge aus dem Papier auswickeln. dass es einfach war. und ich dadurch in eine Lage kam. Ich will noch jetzt dazu sagen. Wenn ich eine Pistole gehabt hätte. sondern im Gegenteil. das Bedürfnis es abzubrechen. aber das hatte ich ja nicht. zusammennehmen musste. wie ich es vermutet hatte. dass ich all meinen Mut. man muss seinen ganzen Mut aufbringen um sich selber das Leben so zu nehmen. es gab keinen Weg zurück. Es ist falsch zu glauben. Die zweite Rasierklinge. damit ich mir solchen Schaden. die komischerweise nicht geschmerzt hat. wäre es einfacher und schmerzfreier erledigt gewesen und viel schneller. dass sie mich umbringen werden und mich dadurch zum Selbstmord getrieben hatten. so musste ich wieder aufstehen mit der rechten Hand nach hinten in die linke Po-Tasche greifen. unterhalb des Unterkiefers ins Fleisch und beim Herunterschneiden versuchte ich den Druck auf die Klinge zu 46 . weil die Täter mich überzeugt hatten. ich wusste. Ich musste aber sterben. das Blutfliessen ohne Hilfe von Aussen nicht gestoppt werden kann. den ich je in meinem Leben gehabt hatte. Komischerweise verspürte ich keinen Schmerz. auf dem Rücken. nachdem ich die Hände aufgeschnitten hatte. Ich dankte Gott und noch anderen Leuten für das. Zudem musste ich leider wiederum feststellen. brennenden Stich in meinen Händen. in die linke Hand geben. ich wollte sterben. nur vielleicht einen kleinen. zwischen den zwei Fingern blutverschmiert klebte. nahm ich mit der rechten Hand weg und setzte mit dieser Hand zum hoffentlich finalen brutalen Schnitt in die linke Halsschlagader an. dass das Blut nicht so floss. die noch in meiner linken Hand.bis dreimal mit schräg angesetztem Messer tief in das rechte Handgelenk schnitt. Wieder machte es "SSSSch". dass wenn diese durchtrennt oder massiv angeschnitten ist. und dann zwei. nicht sterben konnte. wo ich feststellte. dass ich ja auf dem Bett lag. Die kleine Klinge bohrte sich links ca.musste aber feststellen. solche Verletzungen beifügen konnte. Ich war bereit zu sterben und auch hatte ich nicht eine Sekunde lang. dass ich SO nicht sterben werde. was sie für mich getan hatten und ich bat Gott um Verzeihung auch für das was ich getan hatte und dass er mich bitte in den Himmel nimmt und mir meine Familie verzeihen werde. Ich lag wieder auf dem Bett und legte die Hände auf den Boden damit das Blut auch gut fliessen konnte.

es ist möglich wieder aufzustehen. Fenster. links und rechts von meinem Hals und in meine Haare.erhöhen. die oberhalb von meinem Bett waren. Ich nahm eine Decke vom Bett. Ich legte die Arme wieder hinunter auf den Boden und hoffte. 0. dem heftig schlagenden Puls in der „Halsgrube‚.. das sollte genügen. dass ich dann so sterben konnte.. dass sie mich umbringen würden oder 47 .. holte mit dem Arm aus und schlug mit voller Wucht. zwischen Daumen und den anderen Fingern und mit der rechten Hand suchte ich nach den Pulsadern. Es war ein Riesenkrach und die Scheiben flogen überall herum. Auch hatte ich jetzt tiefe Schnitte am linken Daumen und Zeigefinger. wenn sich Blut in die Lungen füllt. Das Glas. ein wenig von mir ausgesehen nach links. dass Gott mich zu sich nehmen würde. Es gab einen starken Schnitt in meinen Hals und ich hörte auch Luft entweichen. damit es einen Stich gibt. dass längste Stück mit dem spitzigsten Spitz aus und legte mich wieder hin. So stand ich. so war ich überzeugt. Ich wollte sterben. aber am stärksten spürte ich ihn an der kleinen Mulde am Halsansatz. Ich konnte links und rechts von der Halsgrube dort den Puls stark spüren. Ich wollte aber ganz sicher gehen und setzte das Glas nochmals links. Minuten. seine "eigene Kehle" durchzuschneiden. obwohl man beide Handgelenke zerschnitten hat und wenn man auch ohne grossen Erfolg versucht hat. Es strömte sehr viel Blut heraus und floss herunter.4 cm verpasst. umwickelte die Decke um meine rechte Faust und schlug in beide kl. hielt ich in meiner linken Hand. stand ich wieder vom Bett auf und glauben Sie mir. Ich vermute. ein. bzw. Wie sich jetzt (Anm. die Spitze versetzte ich nach links und – nach einer Drehung des Glasstücks . habe ich die Hauptschlagader um ca. So. Ich legte die Glasspitze darauf an und hielt mit der linken Hand das Glas fest und mit der rechten Hand machte ich eine Faust.: später im Spital Vaduz) herausstellte. Verdammt noch mal. Ich suchte mir ein Stück. so dass ich die tief irgendwo darunter liegende Haupthalsschlagader zerschneiden kann. Da ich sicher war. in einer Form eines Dreiecks. die mir wie Sekunden erschienen vergingen und der Tod wollte nicht kommen. dass es die Luftröhre war und dachte. was ich noch konnte.schlug nochmals zu und liess das Glas danach auf meinen Bauch fallen. auf das Glasmesser drauf.

angerufen und einer sagte noch. das heisst der Unterteil von meinem Kiefer war wie gelähmt und mein Herz pumpte wild daher und die Lunge oder der Magen füllte sich mit Luft und die Laute waren so wie eine Kuh schreit. Sie haben sofort die Handtücher oder das Handtuch aus dem Badezimmer geholt und der eine Sohn. aber es war nicht dementsprechend. wie wir es in der Schule gelernt hatten.20 Minuten und wartete auf den Tod. Und habe vielleicht geflucht. also den Mariano informieren. Später dann kam der Knecht zu meinem Bett. ich weiss nicht welcher. die Augen und die Ohren oder so. es müssten langsam die Sinne nachlassen. vielleicht 15 . 1015 Minuten so da. konnte aber noch durch die Nase und dieses Loch atmen. irgendwo hin. weiss Gott wen. mir mit einem Handtuch meine Halsverletzung und die Hände eingewickelt. Ich wartete auf den Tod und wartete und wartete und betete zu Gott. aber dafür kamen die Wächter. und einer von beiden schrie dann. weil sie. Ich lag da. ich habe ihn dann erkannt. in unserer Schule. weil sie vielleicht mein Schreien gehört hatten oder nicht. dass der eine habe sich umgebracht. Ich spürte. er solle mir verzeihen und mich zu ihm aufnehmen. eigentlich. Mario. Ich hörte auch. komische Laute von sich zu geben. der kam nicht. denn ich lag nochmals ca. hatte ein Mobiltelefon und hat sofort. ich dachte. und fragte: "Warum. sie müssten den Papa. ich weiss es nicht. komischer Weise keinen grossen Schmerz. mit Waffen in denen Händen und der eine. ohne dass ich es wollte. Sie haben noch kurz. ich konnte die Vögel klar hören und die Decke des Zimmers gut beobachten und ich konnte auch meine Zehen bewegen und ich verstand nicht wie so was möglich war. ich wollte nur alleine gelassen werden. nein ich sagte nichts. die aussah wie auf einem Schlachthof. als sie mich gesehen haben in dieser Blutschweinerei. dass es mir nicht gelungen ist meinem Leben ein Ende zu setzen. Mario. Dann auf einmal fing der Körper selber an. Ich war nicht bewusstlos und ich hörte die Tür aufgehen und sah zwei vermummte Gestalten dort. "der verdammte Sauhund" hat sich umgebracht. Es war komisch. weil 48 . das war dann der Sohn Mariano's. der Vollidiot oder versucht sich umzubringen und dann ging das Gerenne los. warum. hast du das getan?‚ Ich sagte nur.zuerst foltern würden und davor hatte ich Angst. sie die Kapuzen abgenommen haben und die Waffen weggeschmissen.

Er war ja nur der Handlanger. aber sie gingen nicht darauf ein. Tetanusspritze. und ich weiss heute. sodass ich dann so eingeknickt auf dem Bett sass und diese Handlung mit mir geschehen liess. sonst hätten sie mich sterben lassen. Dies war natürlich ein Problem und da ich jetzt weiss. das andere war ja nur ein Schaumstoff mit einem Stoff überzogen. gleich totschlagen sollen oder ob sie mir helfen sollten. er hat nur gesagt. dass ich noch die Kette am Bein hatte. ich muss dich jetzt‘ nähen. denn früher oder später wäre ich mit dem Blutverlust sowieso gestorben. hingelegt. echte Matratze.sie nicht wussten wie mit der neuen Lage umzugehen. der Knecht kam zu mir und sagte: ‚Enrique. Dann hatten sie einen Knecht beauftragt. das haben sie auch gemeint. Darum hatten sie mir auch geholfen. Dieser Stoff wird da zum 49 . Ich konnte mich selbst nicht mehr bewegen und war in Ekstase oder so. vom oberen Stock die Treppe hinunter geschleift und sie gegenüber von der Wand. ich soll ihn auf Spanisch "den Vogel" nennen. und ein Knecht hat in Argentinien sowieso nichts zu sagen. ich kenne seinen Namen nicht. so geldscharf waren die und mich natürlich für das Geld "operiert" hatten. Ich wollte oder stammelte etwas von Spital oder Arzt. Man darf nicht vergessen. die Hose behielt ich an. wo ich jetzt mein Bett hatte. Sie schleppten mich über den Boden oder noch besser gesagt schleiften mich über den Boden samt Kette auf die andere Seite und legten mich hin. Es gab Diskussionen über was zu tun war. Infusion. dass sie darüber referiert haben. d. dass einer der Söhne dann wie verrückt ins Dorf gefahren ist und bei der Apotheke Verbandszeug.h. Sie schmierten die Glasscherben weg und hoben auch noch den vorhandenen Fensterrahmen links und rechts auf der Fassung und brachten das ganze Fenster mit den zerbrochenen Scheiben ins Freie. dass sie nur für das Geld. Sie richteten meinen Körper auf und die Beine schoben sie von Richtung Bett auf den Boden. Ich habe dann nichts gesagt und sie haben eine zweite Matratze eine alte. Ich lag dann dort. da bin ich mir ganz sicher. unter die Steinwendeltreppe. Nadel und weiss Gott was. geholt hat und auch Gaze. Dann haben sie mir das Hemd vom Leibe gerissen. Jetzt hatten sie natürlich ein Problem. Sie hatten einen halbtoten Gefangen und kein Geld. sie sind wie Leibeigene bei diesem Gutsherrn Mariano. ob sie mich sterben lassen sollten.

dreckigen. Jetzt lag ich zwar halbwegs verpflegt. wo sie jeweils die Reste der Kühe oder der Kuh. Alles wurde mit Gaze verbunden und ich blieb dann unter der Decke ohne Hemd auf einem Kissen aus Kunststoffwolle liegen. damit sie keine 50 . falls es zu Komplikationen kommen könnte. Der Sohn Marco. denn ich wollte doch von dieser Situation rauskommen und jetzt war es noch schlimmer. Der Unfall passierte so ungefähr um 14:00 Uhr / 14:30 Uhr. die Haut. kalten. nähte er vier Stiche auf das linke Handgelenk und drei Stiche in die rechte Hand. Später bekam ich dann Besuch vom Sohn Marco. dass ich um die Gegend der Verletzungen sowieso schon so sehr. ich weiss den medizinischen Ausdruck nicht. Die Kette blieb noch daran. weil ich um einen Arzt beim Knecht gebeten hatte. entweder heisst es. sagte mir auch. Es gab natürlich keine Betäubungsmittel und zudem habe ich gar nichts gespürt. Ich blieb dann eingedeckt liegen und der Knecht kniete sich einmal links. zusammen zunähen. aber immer noch in diesem scheiss. die sie pro Monat für den Eigengebrauch schlachten.Verbinden gebraucht. da heisst ich die Nadel nicht spürte. dass ich es nicht geschafft hatte. weil ich dachte. weil wir können auf keinen Fall einen Arzt hierher kommen lassen oder dich ins Spital bringen. weil du sonst die Polizei rufen würdest und das ganze Unternehmen samt der Hazienda in Gefahr bringen würdest. Sie haben dort einen grossen Ofen. schmutzigen Verliess und immer noch die Kette am Bein und es hatte sich nichts geändert. aber sicher schon sehr betäubt war. verfluchte ich es. dann müssen wir dich umbringen. als ich wieder zu normalen Gedanken kam und dort lag. wenn ich das so sagen darf. der Rothaarige. wenn nicht. falls ich nicht. den ich je in einem Mann oder Menschen gesehen habe: „Heinrich. verdammten. meinem Leben ein Ende zu machen. da es ihn doch Mühe kostete die Nadel durch meine Haut zu stecken. verbrennen. ich vermute. kühlen. mein Selbstmordversuch. wie zu einer Infektion oder Lungenentzündung oder so. Marco sagte ganz kalt mit dem kältesten Blick. Nachdem er den Hals zusammengenäht hatte. sie natürlich keinen Arzt rufen könnten und ich dann im Ofen verbrannt würde.‚ Nämlich selbst in Argentinien ist die Polizei auch reaktionsfähig und nicht dumm. Ich weinte nur. einmal rechts unter der Wendeltreppe in die Ecke und fing an beim Hals. du musst selbst gesund werden hier.

weil sie zuwenig mit Blut gefüllt war.h. 51 . So kam es. Und nicht wie es sein sollte mit kleinen Tropfen. wobei ein Ofen mit so hoher Temperatur nichts übrig lassen werde von mir. so gut wie ich es selbst in der Hand hatte. dass die Nadeleinstiche nicht korrekt sind und er versuchte es dann bis zu 10 Mal oder so und dann haben wir gesagt. dass der Flüssigkeitsdruck so stark war. d. wie man heute noch an den Unterarmen links und rechts erkennen kann. Mich wundert es heute. sondern in die Haut dazwischen und es bildeten sich Schwellungen in der Haut. die Infusionslösung ging nicht in eine Vene hinein. denn dem Knecht seine Hände sahen schwärzer und dreckiger als die eines Kaminfegers aus. dass ich nicht an den Verletzungen einer Entzündung gestorben bin. Dummerweise. Am Abend spät kamen sie mit einer Infusionslösung. weil ich mich ja nicht waschen und die Wäsche auch nicht wechseln konnte. lassen wir es lieber sein. dass sich die Venen im Unterarm links und rechts nicht deutlich zu erkennen gab. Da lag ich nun wie ein halbtoter Hund an einer Kette und schmutzig war ich auch noch dazu. ich musste soviel Blut verloren haben. weil ich soviel Blut verloren hatte. dass ich links sieben Einstiche mit der blöden Scheissnadel links und zwei oder drei Einstiche rechts im Unterarm bekam. Ein Vergraben käme nicht in Frage. Ich war natürlich nicht gerade fröhlich über solche Nachrichten und was mich natürlich anstrengte selbst gesund zu werden. dass die Lösung wie aus einem voll offenen Wasserhahnen sprudelte. Ich musste ihn darauf hinweisen. Sowieso. da es früher oder später zu Funden meiner Gebeine kommen könnte. Die Unterhosen und Hosen konnte ich nicht wechseln.Restspuren hinterlassen. konnten sie keine vernünftige Vene finden. Sie haben auch die Flasche mit der Infusion so hoch über mir an die Wand genagelt und aufgehängt. weil man sie nicht über die Kette ausziehen konnte.

der vor mir auf dem Stuhl sass und mich beobachtete.Währenddem ich gepflegt oder behandelt wurde. d. es sei die Speiseröhre und es wäre die Luft vom Magen herausgekommen. ich weiss nicht. oder ob die Bewachung und Beobachtung wirklich dazu da war. ob die Angst grösser war. dass das Blut durch die Schaumstoffmatratze floss und dann auf die Federn und auf das Bettgestell durchtropfte. um zu schauen. ich dachte es sei die Luftröhre. dass ich mir noch einmal was antun könnte und sie dadurch das Geld nicht erhalten könnten. Von nun an hatte ich einen ständigen Bewacher.h. aber er hat mir gesagt dass die vordere Röhre die Luftröhre ist. das auch durchblutet war. jetzt 52 . aber sie sagten nein. dass es die Speiseröhre ist. räumten sie mit grosser Gründlichkeit die andere Raumseite auf und nahmen die andere Matratze weg. Ich habe bis gestern. Auch wurden alle Scherben aufgeräumt und die Fensterrahmen aus den Angeln genommen und weggenommen. Das Bettgestell. ob ich nicht doch sterben würde. das habe ich gesehen. Moser im Spital Vaduz selbst geglaubt. wie sie mir jetzt sagten. es war der Knecht. Mir tat alles weh. bis zu meinem Besuch bei Herrn Dr. die Öffnung in der Speiseröhre.

es tat mir alles weh. aus diesem Land weg. Spät am Abend. Logischerweise mussten sie mich ja aufpäppeln damit ich die Kohle organisieren konnte und wegen meines miserablen Zustandes und ob wirklich keine Gefahr bestand. den ich nie gesehen hatte. Ob Mariano mit seinen Söhnen. ob er auch informiert war. und ich nicht weiss. sodass mein Gesäss im Loch lag und ich dann mit den Rippen auf einer gewissen Kante lag und dazu mir der ganze Rücken und der ganze Körper schmerzte. weil ich mit einem Auge. dass sie mich wegen meinen schweren Verletzungen und der Gefahr. der anwesende. was ich denken soll. Im oberen Stock hat der Knecht im Bett geschlafen oder er beobachtete mich. die jetzt offen blieb. aber ich habe in einmal in Spanien kennen gelernt. Pedro. doch nicht zum Schluss gekommen sind. dem linken. dass Mariano mit seinen drei Söhnen. hatte ein Riesenloch in der Mitte. hinüber zur Tür geschaut habe. aus dieser Geschichte. dass sie doch entschieden mich gleich zu beseitigen. die sie mir untergelegt haben. ich hatte Angst wegen der Öffnung. Obwohl ich mich in so schlechtem Zustand befand. Ich hatte solche Angst und ich glaubte fest.weiss ich auch nicht. sie haben die Tür nicht mehr zugeschlossen und vor mir auf dem Stuhl oder zeitweise auch neben den Stuhl der Bewacher sass. dass ich fliehen konnte. d. Ich hatte immer noch das Gefühl. weil die Matratze. wegen dem Loch in der damals noch Speiseröhre. langen Messer an meiner Kehle die Schnüre vom Nähen abtrennte. hatten sie mich trotzdem in der Kälte gelassen. ich konnte sowieso nicht schlafen. ich habe ihn dort nie gesehen. ich wollte auch nicht mehr fliehen. ich wollte entweder nur Tod oder lebendig aus diesem Haus. Egal. Mario und Marco. dass ich nicht durchkommen könnte oder was immer. Ich lag nur bewegungslos da und schaute mit meinen Augen unter den Lidern hervor und sah wie Mario mit seinem grossen. sehr spät am Abend kamen dann überraschend der Verbrecher 53 . Sie sorgten sich um mich. ich weiss nicht wieso. wie ich noch glaubte. wobei der dritte Sohn. Ich wollte auch nicht schlafen. aus diesem Raum. dass er mir im Effekt die Kehle durchschneiden könnte um diesem Drama und diesem Problem ein Ende zu machen. Ich hatte auch Riesenangst als der Knecht mein Hals zugenäht hatte und dann. Sehr.h. weil mir nur die Haut zugenäht wurde. unmaskierte Mario mit seinem Messer das Ende der Schnur durchtrennte.

die nicht verschlossen wurde. April. aber sie wollten es nicht machen.Helmut und seine Frau zu meinem Bett. d. Sie versprachen mir. diese Herren und Verbrecher und sie wollten auf keinen Fall jetzt ohne einen Pfennig Verdienst diese Lage beenden. Sie schworen mir und sagten auch. mich nicht alleine zu lassen und hier wie ein Hund verrecken zu lassen. Zweitens habe ich immer die Tür beobachtet. warum Mariano mich nicht in ein Spital bringen wolle. sie verstehen es schon. dass wenn ich nicht an meinen Verletzungen oder einer Vergiftung oder Entzündung von den dreckigen Händen des Knechts sterben werde. da ich sonst schon schwach war. damit ich hier herauskomme natürlich nachdem ich Ihre Bedingungen. dass er ist der Einzige von dieser Bande hier. dass er sich nicht die Hose verbrannte. weil ich vermutete und überzeugt davon war. was ich habe und keinen Pfennig mehr. mich umzubringen. Ich lag ja nicht mehr auf einem Gestell. dass sie sich um mich kümmern würden und ich solle so schnell wie möglich gesund werden.h. dass es zu einer Kurzschlussreaktion kommen könnte von Seiten der Verbrecher und dass sie in der 54 . weil er vor dem Stuhl einen Gaskocher aufgestellt hatte und vor mir eingenickt war und die Beine und damit seine Hosen ziemlich nah am Feuer dieser Gasflamme gestreckt hatte. weil ich mit einem Auge auf den Bewacher schaute und aufpassen musste. war dass sie mir geglaubt haben. Denn sie hatten sich nun auf das eingelassen. dass ich nur das habe. der noch ein wenig menschlich auf mich wirkte und meine Tränen kamen mir in die Augen und ich flehte sie an. Mittwoch. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Ich erzählte ihnen von den missglückten Infusionseinführungen. dass sie angeblich von dem Ganzen zuvor nichts gewusst hätten. da ich fälschlicherweise dachte. d. sondern nur noch auf der nackten Matratze auf dem Boden. 2. Das Einzige das es wirklich zu jenem Zeitpunkt bewirkt hat. ihre Geldforderungen bezahlt hätte. Ich flehte Helmut Roegele an. dass ich sicher hier in dieser Kälte und bei dieser Luftfeuchtigkeit an einer Lungenentzündung sterben werde. nur weil ich versuchte.h. erst nach dem Nachtessen wurde es ihnen erzählt und sie hätten sich angeblich sehr aufgeregt und verstanden nicht.

denn da konnte ich in eine leere Mineralwasserflasche aus Plastik meine Blase entleeren und auf die Toilette musste ich im Moment nicht gehen. sie mich erschiessen oder umbringen müssten. Ich blieb dann den ganzen Tag im Bett liegen und dauernd kamen Leute und fragten nach meinem Bewusstsein. dass es lebensnotwendig für den Erhalt der Einheit und den Erhalt dieser Farm ist. peinliche Situationen. Auch bat ich um einen Arzt oder um ein Spital. meine Arme und nichts bewegen. wenn ich nicht selber gesund werde. dass sie mich verlegen würden und zwar aus diesem Raum heraus und in einen anderen Keller. Obwohl sie mir auch noch eine Tetanusspritze in den Hintern geschossen haben und noch eine andere Spritze. Der Knecht blieb die ganze Zeit bei mir. die Möglichkeit war sehr. sehr gross. am Mittwoch morgen kam Marco und sagte mir. Zudem war ja mein seelischer Zustand auch nicht der Beste und das heisst es war eigentlich eine sehr verrückte Lage. und es gab auch einige. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. nehme ich an. dass ich 55 . die ihr Verbrechen genommen hatte. mit der Begründung. die der Knecht an mir verübt hatte. Das Herz und das Hirn waren sehr geschärft. Für den Urin war es kein Problem. um dieser unvorhergesehen Wendung. ich könne meine Hände. dass man mich beseitigen muss. weil die ganze Familie Marti-Ventosa Roqueta Feiglinge sind. wo ich auf den Stuhlgang musste und ich mich aber schämte. die dir von hinten in den Rücken fallen und dies vermutlich einfach ihren Angestellten übertragen würden. Nochmals. Tag und Nacht. Ich weiss nicht auf wessen Treiben hin entschieden wurde. ein Ende zu bereiten. da ich ja sowieso nicht viel gegessen hatte. Mir ist dann auch aufgefallen. dass das so heilen würde. weil ich nicht glauben konnte. die sie beim Arzt im Dorf oder sonst wo gekauft hatten.Nacht kommen und mich erschiessen. ich konnte nicht glauben. dass an der Aussenseite der Stahltüre offenbar extra für diese Gefangenschaft mehrere zusätzliche Riegel mit Schliessvorrichtung daran angeschweisst wurden. überleben würde. Wobei sie es nicht selber machen würden. weil sonst alle im Knast oder wo immer landen würden. Es waren solche Leute. Mein Hals war ganz starr. dass es passieren würde. nach meinen Gefühlen und ich sagte. weil ich ja noch angekettet war und wieder in der Scheisse des Kerkers drin war. dass ich. dass mit diesen kleinen Korrekturen.

wo der weisse Verputz und die Farbe weggebröckelt ist und die Form. weil er depressiv war. weil der Arzt ja vermutlich dann zur Polizei gegangen wäre und weil er vermutlich auch die Verletzungen oder die Kette gesehen hätte. dass ich mal rauskomme. der mich vom 1. die als meine Freunde gelten oder galten. 56 . die. dass ich mir nie selber ohne diese zwingenden Massnahmen oder Umstände unter denen ich mich befunden hatte. dort eine Stelle gibt. als ich dort auf dieser Matratze auf dem Boden unter der Rundtreppe lag. warum holten sie denn keinen Arzt oder haben mich ins Spital gebracht. die es hinterlässt auf dem dunklen.für mich selber. die sie ja nicht gut brauchen konnten. einer ganz Kleinen. sie sagen würden. Ich weiss z. Zudem kann jeder ganz klar erkennen warum. grauen Betongrund ist die Form einer Maus oder einer Ratte. Zudem müssen jetzt beim betonierten Treppengeländer von dieser Rundtreppe zwei bis drei Löcher in die Betonmauer eingehämmert sein. sofort verstehen würden oder sofort die Hand ins Feuer legen würden. Mariano und Kompagnon. wenn die. denn falls es zur Anklage kommt. dass ein Arzt mich aufsucht. ja das hat der Heinrich sich selber beigebracht. dass es keinen einzigen Arzt in Argentinien oder sonst wo gibt. wo sie den Nagel eingeschlagen haben damit man die Infusionsflasche aufhängen kann. ich mir das Leben nehmen würde und zudem ist dann die grosse Frage hier. die Infusionslasche. weil ich eben in Gefangenschaft war und sie es nicht riskieren konnten. obwohl mich alle Leute die mich kennen. als ich mir solche Verletzungen zufüge und ich weiss ganz genau. ich mir soviel wie möglich merken muss von den Details dieses Gefängnisses.B. April an bis ich zu meiner Abreise aus Argentinien gesehen hat. wenn ich dachte.

Auf jeden Fall haben sie dann entschieden. Die Komplikationen gab es daraus. Ja. und sie mussten es also so herdrehen. Alle Spuren 57 . dass die restlichen Familienangehörigen. in der er glaubte sich zu befinden. weil er ein Hauptinitiator zusammen mit Mariano von dieser Angelegenheit ist und dann natürlich selber verantwortlich ist für die Lage. weil es wieder Komplikationen gab. weil er selber mit seiner Frau auf dieser Farm. das Problem lag daran. vor allem die Frauen. wobei ich ihn hier nicht in Schutz nehmen möchte. dem Mariano und seinen Söhnen und der ganzen Angelegenheit ausgeliefert war. dass Helmut und Mariano sich zugehend uneinig wurden. Ich musste also vier bis fünf Stunden auf diesem Stuhl warten und das Zimmer wurde ganz. nicht informiert waren. wo ich besser genesen kann. glaube ich. Helmut hatte schlechte Karten. ganz leer geräumt. dass ich in der Nacht oder im Dunkeln oder ganz geheim in ein Zimmer in diesem grossen Haus eingeschleust werde. wie der Weiterverlauf dieser Angelegenheit sich entfalten sollte. Ich konnte mich mit meiner letzten Kraft und mit Hilfe von ihnen dann vom Bett aufstehen und trotzdem musste ich wieder vier bis fünf Stunden auf dem weissen Stuhl in dem leer geräumten Raum warten. dass ich aus dem kalten Keller in das Haupthaus verlegt werden sollte.

vor dem Abtrennen. weil es keinen Strom gab. so Angst. dass ich mir vorstellen konnte. auf jeden Fall war es eine grüne. dass sie mir nicht weh tun. 24 Stunden lang. dass man die Füsse in kochendes Wasser stellt und dadurch die Fusssohlen aufschwollen und natürlich keine Möglichkeit für mich bestehen würde. elektronische Eisensäge. damit ich nicht wegflüchten könne. da ich nicht mehr auf den Füssen stehen könnte. bevor ich gehen konnte. die sie dann nicht benutzen konnten. Ich musste leider wieder Angst haben. weil ich ja dafür unbeweglich liegen bleiben musste und habe nur gehofft. und ich war so geängstigt. Natürlich. dass dies ab und zu bei solchen Situationen sein muss. aufpassen was geht und weil ich eben wusste. Ich hatte solche Angst. Sie waren böse. Es war für mich eine grosse Erlösung. glaubte eher an einen Trick. denn mein Körper war ganz auf Alarm eingestellt. sie zogen mir beide Schuhe und den Socken aus und steckten meine Füsse unter die Bettdecke. den sie vorher ausgezogen hatten. dass ich nach einer Woche an dieser Kette. eine grüne "Black and Decker".weil sie vielleicht meine Fusssohlen verbrennen wollten. wie noch nie in meinem Leben während der ganzen Geschichte. weil der Strom ausgefallen war. Sie haben mir dann Tee gemacht und nicht die Fusssohlen verbrannt und ich trank ihn NICHT. endlich frei war. dass sie wieder versuchen würden etwas mit mir zu machen. in meiner Elendsverfassung. glaube ich. haben sie den Gaskocher aufgestellt und heisses Wasser gekocht. sie hätten mir meine Schuhe und meine Socken ausgezogen . so sprang der Marco weg und brachte eine Handeisensäge und ich habe mein Fuss nicht gesehen. Der Knecht war auch da und hat mich beruhigt und hielt den Eisenring fest und abwechslungsweise haben sie dann die Kette oder den Eisenring aufgesägt. Mir sagten sie. der zum Badezimmer geht. es war. weil ich dachte.wurden soweit wie möglich entfernt. haben sie eine Eisensäge gebracht. Sie zogen mir meinen Socken und meinen Schuh wieder an. Den Eisenschneider konnten sie dann nicht verwenden. nein.um die sie sich eine ganze Woche nicht gekümmert hatten. die mich 58 . dass sie mit dem Eisenschneider vielleicht mein Bein abhacken könnten. dass ich mir so was zugetan habe und dass ich die ganze Organisation auf den Kopf gestellt hatte. In diesem Zwischenraum. dass es ganz feige Leute sind. wegzurennen. Ich natürlich.

dass ich am Tag zuvor oder waren es zwei Tage." Ja. Mittwoch oder Donnerstag war.eigentlich nur von hinten umbringen. dass ich beim Flehen um mein Leben und wo ich gemerkt habe. 59 . weil dauernd der Sohn Marco oder Mario immer rein kamen und raus gingen und geflüstert haben mit meinem Knecht und ich wusste nicht. Ich sass also. denn wenn man schon in Gefangenschaft ist. dann finde ich. bewusst. dass an dem Besuch. einen grausamen Unfall erleben lassen. wenn sie mich umbringen. wenn man direkt konfrontiert wird und es wird gesagt. mich bitte mit der Pistole erschiessen und daraufhin hat Helmut gesagt: "Nein. dass man ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist und dass sie wie sie es mit mir gemacht haben. mir gut zulächeln würden. sie glauben mir nicht. was genau geschehen wird und mich falsch informierten. Am Schluss konnte ich keinem von allen Leuten mehr trauen und war sehr traurig darüber. ich dann gefoltert werde. was los ging. ob es schon Dienstag. der Deutsche – Helmut . Ich konnte es nicht glauben. Meine Nerven wurden wieder auf das Äusserste gespannt. wir werden dich einem grausameren Tod.h. das was ich habe. so einfach machen wir es dir nicht. als dass ich mich hätte beruhigen können. wo mich Herr Helmut und seine Frau und die zwei Bewacher zum ersten Mal besucht haben. als mir die Kette gelöst wurde. dann sollen sie mich. denn ich hatte solche Angst.habe einen Lügendetektorapparat organisieren können und sie werden mich daran anschliessen und wenn sie mir Fragen stellen würden über mein Vermögen und es nicht stimme. wo ich diese drei Stunden auf dem Stuhl auf die Verlegung wartete. Dies war ein grosses Problem. ist es wahrscheinlich besser. dass ich vielleicht. dass ich gesagt habe. d. das ist mir noch in den Sinn gekommen. auf dem Stuhl und wartete nochmals weitere drei Stunden. an dem Tag. ich bin mir nicht mehr sicher. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. Einmal sagten sie. dass das alles ist und wenn dann der Lügendetektor das herausfände. wo du noch lange halb tot bei Bewusstsein sein bleibst und dann stirbst. das war kurz vor meinem Selbstmordversuch. und ich dadurch mehr Angstzustände bekam. bedingt durch meine Gemütslage und meine Nerven beim Lügendetektor versagen werde und dass dieser vielleicht falsch reagieren würde. mich dauernd in der Unwissenheit liessen. erschiesst mich oder anstelle man fälschlich schon in solcher Lage ist.

sie haben nur die Befehle ausgeführt von Mariano. sie zitterten einfach so stark. dass ich so Angst hätte. aber vielleicht würde durch meine Situation das Resultat des Lügendetektors anders herauskommen und ich dadurch gefoltert werde. dass ich es nicht verstecken konnte und dummerweise zitterte ich um mein Leben und zitterte. dass. sie wussten angeblich nicht genau. Das ist die Ironie darin. Ich wartete und wartete und mir wurde schlecht. wenn man es so nennen darf. dass wenn gefangene Leute oder so westliche Gefangene über längere Zeit gefangen sind. nämlich dass wenn ich zitterte.weil ich wusste ja. wenn sie mir wieder falsche Informationen gaben und mir Angst machten. weil ich Angst hatte. ist es immer er selber. dass es doch so Leute sind. versuchen sie halt an jeder Hoffnung. dass ich das 60 . allem Positiven. sie vermuteten. dass ich die Wahrheit sage. dass sie zitterten. Ich habe dann wieder geweint und gesagt. Es kamen sehr oft Momente. wo man meine ganze Hand und beide Arme stark zitterten und ich konnte es nicht stoppen. wollten. jedem positiven Gedanken eines der Bewacher oder der Verbrecher. Der Knecht hat mich versucht zu beruhigen. und ich will hier nur raus. wie Sie und ich zusammen und dass wir uns nie fähig sehen. Die Söhne von Mariano eben. Er war der Menschlichste von allen. man versucht sich daran anzuhängen und das Menschliche zu sehen und man wünscht sich. Also ich konnte auch nicht etwas in meine Hand nehmen oder so. ich habe ja nicht mehr Geld. wir konnten dich nicht früher verlegen wegen den Söhnen von Mariano. dass ich am Ende meiner Nerven war und dadurch noch mehr Angst hatte. Auf einmal kam der Täter Helmut herein – mit etwas. Er sagte mir heuchlerisch: "Entschuldigung Heinrich. wenn man es so nennen kann. dies ist alles was ich habe. Geld und so. wieso. er schiebt gerne die Schuld auf andere Leute. wenn Mariano so was sagt. Zudem wussten sie ganz genau. warum‚ was. sie würden mir nicht glauben. und ich habe schon mal gehört und ich weiss. Sie wiederum nahmen genau das Gegenteil an." Ich weiss genau. warum wir warteten.einem Kuvert. darin war ein Brief. so etwas anderen Menschen anzutun. weil ich einfach nicht wusste. ich habe es zuerst gar nicht gesehen . die angeblich wirklich nichts wussten. weil ich nicht die Wahrheit gesagt hätte und nicht deshalb‚ weil sie mit der Folter gedroht hatten. weil "die Söhne von Mariano".

was mir vorgelegt wird. alles war eigentlich schon weg und ich musste dort auf der Rückseite des Kuvert wieder meine Unterschrift üben. ich unterschreibe alles. ungefähr die Abschrift von meinem handgeschriebenen Brief war. die ich selber nicht wusste. es ist mir Wurst. die würden mir nur sagen. weder ich noch die andere Seite. also der Farm San Francisco und das andere Konto war ein Geschäftskonto von Helmut Roegele. das der Firma gehört.A. den Letzten. 61 . aufstehen. jeweils der Marco oder Mario. den an Bankdirektor Bröll in Feldkirch und die zusätzlichen Angaben. den ich geschrieben habe an. die ist auch Besitzerin der Hazienda "Estanzia San Francisco". das Sparbuch in dem das Geld verbucht war. wie ich erkennen konnte. Marco. wo die rosarote Zeitung schon weg war. das. Ich habe gedacht. dass es in dem spezifischen Fall. Ich glaube eine Überweisung würde auf ein Konto in Spanien gemacht." Wiederum musste ich mit Hilfe der zwei Wächter.unterschreibe. einer Briefkastenfirma von Panama und es ist dieselbe alte Briefkastenfirma aus Panama. wie ich das Geld bei der BAWAG hatte. kamen abwechslungsweise zur Tür herein und flüsterten und standen drinnen vor der Tür und öffneten die Tür ganz wenig und schauten hinaus was vor sich ging und was nicht vor sich ging und so. Kontos wohin das Geld hinkam." oder so ähnlich. Sie haben mir unter die Arme gegriffen und mir das kleine Möbelstück gebracht. Ich habe es unterschrieben und dann musste ich wieder warten und wieder warten und der Knecht stand immer neben mir und machte einen Kreis um mich herum und machte mich ganz nervös. dass sie mich in Sicherheit bringen würden. Ich habe es gemacht und dann habe ich die Unterschrift auf ein maschinen geschriebenes Papier gesetzt. die heisst "Maritim Compania Naviera S. die darauf waren. aber in Wirklichkeit würden sie mich umbringen. das Buch selber erforderlich war. Der andere Sohn von Mariano. weil wir alle noch nicht wussten. Ich habe den Fax und den Brief unterschrieben und vielleicht hätten sie ja Glück gehabt und hätten das Geld so gekriegt. Ich sagte: "Klar. waren eben Angaben mit Bankkonten und so. wie es von mir aufgesetzt wurde. dem Knecht und dem einen Sohn von Mariano. damit es nicht verzittert ausschaute.

das hat kein gutes Omen. du bist schon hierher gefahren. ich dachte. dass Dunkelheit der Tod bedeutet. Ich hatte solche Angst. der den Wagen fuhr. weil ich über 100 kg schwer bin. er würde mich zum Haupthaus begleiten. Ich habe die Hand von Helmut ganz fest gedrückt und ich bat Helmut auf Deutsch: "Du kennst den Weg. mich nicht in der Dunkelheit zu verlegen. Ich glaube es war auch sein Dienstwagen. Die Skimütze war nicht ganz dicht. es 62 . ich dachte. Ich sagte das im Auto zu Helmut. das weisse Leintuch um meinen Kopf wickeln. jetzt haben sie den Helmut auch überrumpelt oder sie spielten mir alle etwas vor und weil Helmut offensichtlich ohne zu lügen erkannt hat. er fahre einen Umweg damit die Angestellten und die Frauen vom Haupthaus mich nicht erkennen oder sehen würden. Sie stülpten mir eine dieser Skimasken über den Kopf und halfen mir auf die Beine. weil Mario. ein grosser Jeep. Es war das erste Mal. und da mussten sie mich angestrengt auffangen. Es war eine Fahrt von. damit ich den Weg vom Wasserturm zum Haupthaus nicht sah. also Arbeitsauto. weil ich wusste. worin sich ein Leintuch befand. Ich wurde in ein Auto gebracht. und ich wusste Dunkelheit. sie würden mich an eine Waldlichtung fahren und ich hätte eine Kugel im Kopf. ein Amerikaner. vermutlich aus Blutmangel oder so. ich weiss nicht. das übrigens nicht weit weg liegt. als es dunkel wurde. Trotzdem wurde es dann dunkel und endlich kam Helmut wieder und hat gesagt." Ich habe wieder Angstzustände bekommen. wohin fährst du? Warum fährst du so? Wo fährst du hin?" Ich hatte solche Angst. er solle sich beruhigen. war nicht die normale Route gefahren. Ich bin bei Dunkelheit auf die Farm gekommen und bin überfallen worden. Dies hat er mir zum ersten Mal gesagt. denn ich habe darum gebeten. also mussten sie mir aus einer Tasche. weil ich hörte wie Helmut zu Mario auf Spanisch sagte: ‚Ja. ich wusste ja nicht wie weit und wo dieser Wasserturm war oder wie viele Wassertürme es auf dieser Farm gibt. dass ich halbwegs laufen konnte und wäre eigentlich nach vorne hingefallen. Meine rechte Hand hat mir so weh getan und ich habe die Hand von Helmut gehalten. wie ich später erkennen konnte und sass in der Mitte. die sie hatten. dass es nicht derselbe Weg ist und Mario nur sagte. dass er nicht einen falschen Weg fährt.Schlussendlich. pass auf. Rechts von mir sass Helmut und links wurde das Auto von Mario gesteuert.

was ich glauben sollte und was nicht. Ein Tisch. vermutlich original eine andere Farbe. war auch bei mir und für ihn. Ich habe aber das Wort Folter nicht mal in den Mund genommen. Der Knecht. mein Bewacher. die andere Tür in mein Zimmer und noch ein Badezimmer und ein weiteres Zimmer. bitte eine Kugel in den Kopf. ein Gartenstuhl mit rundem Tisch aus Metall und zwei Stühlen. einer ohne und einer mit. Ich habe Helmut gebeten. Ich wurde die Treppe hoch und dann in ein Zimmer gebracht. ich war beruhigt. auch Kinderspielzeug. denn ich konnte ein kleines drei mal zwei Meter grosses Kinderschwimmbecken auf der Wiese erkennen. drei bis vier Minuten. Das Zimmer. nur bitte keine Folter." Wahrhaftig. weil es dumm ist die Leute auf Ideen zu bringen. weil ich selber nicht gut laufen konnte und durch eine Tür in das Hausinnere gebracht. wie er mir sagte. weil er sehr arm ist. Ich wurde an der Hand unterstützt. war es das erste Mal. weil sie wissen würden. die sie vielleicht im Moment gar nicht hatten oder an die sie gar nicht dachten im Moment und wenn sie merkten. Ich war sehr beruhigt für den Moment. dass wenn sie mich erschiessen. hinter der Türe war ein Gang und von diesem Gang aus ging eine Tür in ein Zimmer. aber ich wusste nicht. dann würden sie mich extra damit foppen oder mich ängstlich machen. Auf 63 . weil im Zimmer meine blaue Tasche war und meine Anzugtasche. Es war ein Haus aus den 30er Jahren. Das Zimmer war durch eine Tür zu betreten. die andere Tür in ein Badezimmer. Er hat eine Frau und vier Kinder. Ich konnte dann sehen. ich glaube. war mit zwei Einzelbetten aus schönem Holz belegt. Ich habe darum gebeten: "Nur eine Kugel im Kopf. wo ich war. dass ich vor irgend etwas sehr viel Angst hatte. dass er in einem solchen Haus gewohnt hat oder solch ein Badezimmer gesehen hat. dass genau dieses Thema mich sehr beängstigte. falls es soweit ist. mehr nicht mit seinen Umwegen. aber ich schätze so ca.kam mir länger vor als es war. sie haben mich so viel irregeführt. Bitte lasst mich als Mensch sterben und nicht als ein Schwein oder eine Kuh. gross gebaut und mit sehr viel Holz. aber dann mit brauner Farbe dick übermalen mit einem Stuhl und einem weiteren Stuhl ohne Armlehnen oder beide mit Armlehnen. er hat das Auto angehalten und dann wurde mir das Leintuch vom Kopf abgewickelt und die Mütze auch. glaube ich.

Auf jeden Fall konnte ich am Donnerstagabend früh ins Bett. es war sehr hoch. warmen Wasser und rote Farbe floss überall herunter. aber ich traute ihnen nicht. original gebaut. ob sie mich so umbringen wollten oder ob sie mich so betäuben wollten.5 Meter mit drei oder vier Türen. Es gab peinliche Situationen. es war Donnerstag. weil der Bewacher immer bei mir bleiben musste und ich war ja sehr stinkig und dreckig und meine Haare waren von der Halsverletzung voll vom Blut verklebt. Mir wurde das Essen auf verschiedenen Tablaren gebracht. Dann gab es einen grossen Schrank. waren an der Wand.5 Meter oder drei Meter Höhe. worauf man Sachen abstellen konnte. Ich hatte im Boden der durchsichtigen Plastikflasche. In der Wand vor meinem Bett. vom getrockneten Blut. gegen Diebe und sonstiges Zeug. darauf einem Teller. Das Zimmer hatte zwei Fenster. wo ich schlief. der Rest des Bodens im Zimmer war mit Holz belegt. ausser meinen Händen und dem Hals. einer zweiten Tischplatte nach hinten. Mir tat alles weh und im Spiegel sah ich aus <wie Leute ausschauen.5 Meter grosser Teppich. Ich konnte mich natürlich nicht selber waschen und sie liessen mich in Bezug auf das Geld einen halben Tag in Ruhe. Zwischen den zwei Betten war ein weisser. was nicht eine peinliche Situation für mich war. wo das Fenster in der Mitte ist. Ein gelbes. schön angerichtet von der Köchin und mit Wasser. das Zimmer hat eine Decke von mindestens 2.dem Tisch hatte es ein kleines Regal fest montiert. wenn der 64 . Der Schrank selber war mindestens 2. im Wasser weisses Pulver gesehen. Ich sass nackt in der Badewanne mit halbvollem. wenn sie im KZ waren. alter ein Meter mal 1. nur so dünn war ich nicht. dass ich mich erholen konnte. ich wusste also nicht. mit Sicherheit. Der Verband wurde gewechselt. Er hat dann alles. Beide Zimmerfenster waren wie alle Zimmer im Haus mit Eisengitter zugemacht. links und rechts Bücherregale eingelassen. Das Zimmer war ein Eckzimmer des Hauses. Eines in eine Richtung und das andere in die andere Richtung. ich weiss nicht. dann ein braunes. Auf jeden Fall habe ich das Wasser immer ausgeleert. Der Verband wurde gewechselt und ich wurde ins Badezimmer geführt und dem Knecht wurde aufgetragen mich zu waschen. angestrichenes Holztablar. gründlich mit Seife gereinigt und ich konnte aus meinem eigenen Gepäck frische Unterwäsche und ein Pyjama anziehen. vielleicht.

sonst legen wir dich um. alle Anrufe wurden von Marianos Telefon. weil ich doch nachher näher an den Autos war und näher im Hauptgebäude. Ich wollte nur heil hier raus und wenn es vielleicht länger gedauert hätte. Aber trotzdem. ich hätte ja nicht gewusst wohin ich fahren sollte. warum ich hier bin und so. er ging nach unten und hat mit dem Personal gegessen. sag es niemandem und er hat mir erzählt. also den Bewachern. etwas ganz anderes erzählt wurde. sag es niemandem. ausgeführt und ich bin sicher. und ich will nicht daran denken. dass wir am Freitag früh aufstehen müssen. wegzukommen. wurde immer abgeschlossen mit einem Schlüssel. Marianos Mobil-Nummer ist von Europa aus ist 0054 68441800. dass wie in den meisten Ländern. Es hiess also am Donnerstagabend. dass Mariano's Söhne den Bewachern und einigen Mitbewohners gesagt haben. Aber wie gesagt. wenn sie das Fax an die Bank in Feldkirch schickten. ob es stimmt weiss ich nicht. Also. ob es so in Ordnung sei. seinem Mobiltelefon. wenn ich ein Auto geschnappt hätte und sie mich wieder geschnappt hätten. sie wollten zuerst den Fax schicken und ich hatte die Nummer nicht. wie es im Fax stand. er hat es mir so gesagt. dass bei den Abrechnung die ganzen Nummern. Wobei natürlich immer alle Türen. weil wir ja 5 Stunden hinter Europa sind. daran will ich nicht denken. zuerst meine Zimmertüre mit lautem Knalle und dem Schlüssel abgeschlossen wurde und dann die nächste Türe vom Gang in die restlichen Räume des Hauses ging. Er hat nicht mit mir gegessen. Zeit. Sie glaubten mir jetzt. zeitlich gesehen. das ist die Mobilnummer von Mariano und von diesem Mobil aus haben wir dann die Gespräche geführt. wenn die Telefonrechnung kommt. was für Konsequenzen es gehabt hätte. Also am Donnerstagabend ging ich ins Bett und der Knecht hat im selben Raum über mich gewacht und mir dauernd gesagt: "Mach keinen Blödsinn. der aussen steckte. die man angewählt hat mit dem Datum. sie wollten bloss feststellen.Knecht nicht da war. Übrigens. dass er in Argentinien hat. ob es dann so gemacht werden könne. Uhrzeit und Dauer und Gesprächskosten erscheinen wird. dass ihnen." Er ist zwar oft zu mir gekommen und hat geflüstert. hätte ich vielleicht ohne Kette eine bessere Möglichkeit gehabt. dass ich ein 65 . ich hatte sowieso keine Fluchtgedanken mehr gehabt. die sie mich gezwungen haben zu führen. Ich sollte anrufen und fragen.

den Fax nach Feldkirch abgeschickt. Freitagmorgen. wo sie mich festnehmen würden und für die Zeit danach. Er käme erst später. morgens um 03. sonst sei ich ein toter Mann. Ich wollte nichts Persönliches wissen. schon zu diesem Zeitpunkt. es war die erste Nacht in diesem Bett. künstlichen Tagesdecke bedeckt. Grüss Gott. Die Fenster waren von aussen grün gestrichen und braun von innen. Ich habe dann. dass ich keinen Fehler machte und ich solle ja nichts verraten." Helmut und die mich gefangen genommen haben. weil sie vermuteten oder wussten. ob es gut für mich ist oder nicht. Sie haben genau aufgepasst. weil sie sind wie Leibeigene und er hat vier Kinder und eine Frau zum Pflegen und das ganze Zeug und ich wusste nicht. ich nehme an. die Sekretärin hat das Telefon abgenommen. Ich 66 . Es war ein gutes Bett mit weissen Kissen und Laken und ich habe zwei Decken über mir gehabt und beide Betten waren mit einer violetten. Ich glaube. Das Holz war abgeschmirgelt und die Fenster hatten Fliegengitter. Er erzählte mir auch. wieder sehen kann und mein Leben als wiedergeborener 32-jähriger Mann von vorne anfangen kann. dass ich zu allem fähig wäre und sehr kampffähig sei und so weiter und dadurch müsste äusserste Vorsicht angewendet werden zu dem Zeitpunkt. weil ich wollte nichts riskieren. meine Familie und Freunde. Der erste Freitag im April. Ich habe dann gefragt. befahlen mir. dass ich noch einmal mein Land Liechtenstein. dass er sich nicht den Befehlen von Mariano widersetzen kann. ob Herr Bröll da sei und das wurde verneint. ich wollte nur meine Sachen erfüllen und was sie von mir verlangten und bat: "Lasst mich frei. Ich konnte ein Fenster für die frische Luft öffnen. dass der Empfang vom Mobiltelefon im Freien natürlich besser sei als im Haus drinnen. Sie haben dann. ich solle einfach sagen. da ist Kieber Heinrich aus Argentinien. ich sei in Buenos Aires.00 Uhr wurde ich geweckt und musste humpelnd unterstützend von den Wächtern mit Helmut zusammen ins Freie gehen. und ich habe gesagt: "Ja.Terrorist sei und. es war dort zwischen 09:30 Uhr oder 10:00 Uhr angerufen und mit einer fröhlichen Miene nach Feldkirch telefoniert. wenn er mir das in angeblicher Vertrautheit erzählte." Ich ging also zu Bett.

Ich bin dann wieder ins Zimmer gebracht worden und legte mich auf mein Bett und hoffte. eine Pistole an meinen Hinterkopf gedrückt. man kann nur was abheben oder verschicken kann. Eher eine Ladypistole. ich soll in einer Stunde nochmals anrufen. weil er ja immer ständig sein Ohr mit am Mobiltelefon hatte. Während dem Telefongespräch mit dem Mobil habe ich ja immer das Telefon so abgewinkelt von meinem Ohr gehabt damit es Helmut auch verstehen konnte auf Deutsch. ausser er wäre einer von diesen gewesen. da wir ja sonst immer in unserem Dialekt reden. vorne auf meine Stirn zu setzten. Einmal hielt einer der Söhne die Knarre an meine linke Schläfe. weil ich Angst hatte. überreichte er. und mit dem Codewort. Sie hatten ihn nicht gelesen. zog er sie aus seiner Tasche. Es war eine kleine. Ich glaube eine Stunde später haben wir angerufen und Herr Bröll war dort. denn jedes Mal. Dies weil es Helmut ja nicht selber machen konnten. Einer der Söhne setzte also den kalten Lauf an meine Kopfrückseite. teilweise braun. der Sohn könnte abdrücken und die Kugel würde ja durch meinen Kopf aus der meiner anderen. wenn ich jetzt mit Herrn Bröll Hochdeutsch sprechen würde. wie im Fax gewünscht gehe? Und Herr Bröll hat gesagt. also Anruf nach Europa. ja er. Es muss die von Helmut oder seiner Frau gewesen sein. was gesagt wurde.fragte. Ich habe Herrn Bröll. wenn er zu mir ins Zimmer kam. um mitzubekommen. Nie dem Knecht. Helmut verlangte dann vom Waffenhalter. was gesprochen wird. die vermummt früher in meinen Kerker stürmten. ob sie das Fax erhalten und gelesen haben. den Lauf gerade. es geht nicht so. weil er an Direktor Bröll gerichtet war. was Helmut aber sofort energisch ablehnte. rechten Seite. dass es verdächtigt sein würde. wenn ich mit dem Sparbuch komme oder jemand anders. Ich habe natürlich dem Helmut vorher gesagt. leider nicht. die mir aufgezwungen wurden. in seinen Kopf fliegen. Er war also immer Kopf an Kopf mit mir. und ich habe gefragt. Diese hatte ich vorher noch nicht zu Gesicht bekommen. dass jetzt alles ein gutes Ende nehmen würde. die Pistole halten. die Knarre immer einem der Söhne von Mariano. Herr Bröll hat mir erklärt. ob es so. diesen hatte ich nie mit einer Waffe gesehen. Auch wurde mir bei allen Telefonaten. Aber während jedem Telefongespräch. Helmut würde mir nicht 67 . Dann hat sie gesagt. aus Angst. teilweise blanker Stahl.

weil er seine Arbeit 68 . was ich natürlich nicht gesagt habe. gebeten: "Bitte erklären Sie DAS meinem Bekannten hier. Die Leute denken natürlich nicht so und dann habe ich gesagt. den kennen Sie sicher auch vielleicht. Frau Türtscher dort und die wisse über den Fall auch Bescheid. Sonst ist er oft unterwegs." Er hat gesagt. wenn man in einer solchen Lage ist. ist eben dieser Tag. wo das Sparbuch ist und das Sparbuch hatte ich. und dann haben wir aufgehängt. muss man ein Codewort haben. wo ich Mariano das ganze Geld angeboten habe. Ich habe mich bei Herrn Bröll bedankt und wurde wieder ins Zimmer geführt. ist immer am ersten Dienstag des Monats. da wusste natürlich Herr Bröll nicht. wir würden es organisieren.03. wo Martin stempeln gehen muss. erklären sie einfach generell was es auf sich hat mit solchem Typ von Sparbüchern in Österreich. weil ich ja wirklich sterben wollte. sie glaubten mir jetzt ein wenig mehr nach meinem Selbstmordunfall. sie noch reinzulegen. Abgesehen davon. Nur ich und die Bank wissen das Codewort. Ich glaube. das könne er nur mir sagen. lokale Zeit in Vaduz. Er hat dann mit Helmut am Telefon gesprochen. dass er dort sei. nur nicht zwischen 9. Ich habe dann den Verbrechern gesagt. nein wir haben gesagt. dass das Buch abgeholt werde und falls alles gut gehen würde. sonst kann man kein Geld abheben. weil sonst würde ich es in einer solchen Lage nicht schreiben.00 Uhr. Alle 14 Tage Dienstags. ich hätte es in Vaduz bei einem Bekannten von mir und der heisst Martin OT Entfernt. den ich an Mariano am Sonntag oder am 31. dann wäre aber seine Sekretärin. ich weiss es ganz genau. würde am kommenden Montag jemand erscheinen und Herr Bröll sagte.30 Uhr und 11. im Brief. oder am 30. schrieb ich dies und es ist auch die Wahrheit. Ich sagte. Ich habe geschrieben. dass wir später nochmals anrufen würden. das an den Überbringer lautet.glauben und so. das Buch ist bei dieser Person und diese Person ist immer. kommt man gar nicht auf die Idee. weil man braucht ja ein Codewort dazu. dann habe ich ihn gebeten. Mittlerweile natürlich auch Helmut und Mariano. also auch wenn jemand das Buch findet. wer es war. weil ich es nicht eingeschlossen habe. Vorher haben wir gesagt. ungefähr um Mittagszeit. in der Wohnung zu Hause. Es wäre ja purer Selbstmord in einer anderen Form.03. Sie haben nicht mehr an jedem Wort gezweifelt. das ich gesagt habe. geschrieben habe.

Hier ist die Geschichte natürlich normal. Ich habe gesagt.verloren hatte in Liechtenstein. Es war Freitag. Sie haben mir meine Uhr zurückgegeben.zu meiner grössten Freude war er zu Hause und hat das Telefon abgenommen. Er müsse viel Wäsche waschen und er hätte nicht vor. schon aus meiner Jugend.‚ Vorher habe ich ihm eben gesagt. Wir haben dann am Freitag morgen. der nachher Mariano benachrichtigte.das weiss Martin natürlich noch nicht. 12. dass ich jemanden vorbeischicken werde. wen sie schicken wollten. informiert. Mariano musste also Helmut vertrauen. Somit war Helmut. wegen einem Dokument. gehst du die nächsten paar Tage weg?" Helmut hat immer zugehört. warum ein erwachsener Mann. sie konnten es nicht begreifen. ja. den 01. wie geht es denn so? Ich bin hier in Argentinien. Ich habe gesagt: "Martin. in Argentinien. zu Hause sein musste. Martin hat noch Kunden oder geht andere Leute in Österreich besuchen und so. denn so wenig zu Hause sei. das Erste. April. der Martin. Sie mussten sich nur noch einig werden. hatte ich auch geschrieben in jenem Brief. nein. Da ich Mariano gut kannte.00 Uhr mittags. Das Gespräch mit Martin hat also stattgefunden. habe ich schon vermutet. der dritten Dienstag in dem Monat. nein. ich habe ihn noch nicht gesehen oder mit ihm darüber gesprochen . dass er im schlimmsten Fall erst wieder am 14. Ich kenne Martin schon seit ewig. wenn Du für eine Übergabe etwas organisieren willst. dass 69 . ich habe mich noch nie so darüber gefreut . ich glaube. Martin sagte noch: „Am Besten rufst Du mich am Abend an. die Bank war auch informiert. das kommende Wochenende wegzugehen. es war 10.00 Uhr morgens in Argentinien und da war es ungefähr 03. aber für die da drüben in Argentinien. dass er keinen Kompromiss eingehen würde und er jedem misstraut und so hoffte ich. in Buenos Aires. Zu meiner grössten Freude. Martin sagte. sei sein Bruder aus Deutschland mit deren Kinder und Frau nach einem längeren Aufenthalt für die Osterferien abgereist. Ab und zu habe ich ihn besucht und ich kann meine Sachen bei ihm unterstellen. und ich wollte dich nur fragen. Ich konnte die Uhrzeit ablesen. Wir müssten es versuchen und da der erste Dienstag im Monat schon vorbei war.00 Uhr nachmittags in Europa einen Versuch gemacht. April. gerade gestern Donnerstag. Interessanterweise versteht natürlich keiner von Marianos Seite Deutsch.

oder hat nachgerechnet. Dann geschah folgendes. drängte ihn wieder weg nach aussen. Peseten (ca. was ich habe und ihr müsst euch selber einig werden. dass sich die Lage jetzt besserte. Ich habe zu Helmut gesagt: "Schau. noch was übrig bleibt. weitere Bänder etc. Der Bewacher stand auf.. wie ich später erfahren habe." Ich dachte. der kein Deutsch versteht. Ab und zu kam der Bewacher mit Ach und Krach herein und wollte irgendetwas. ich hätte vermutlich zwei bis drei Mio. der Knecht. Die Wunden verheilten. Ich hatte vorher Schreie unten im Haus gehört. das wollte ich nicht. wir haben uns gestritten. also ich." Der Streit. dass Mariano mehr bekommen würde. wer wie viel bekommt. weil ich dachte. CHF 1. hoffentlich gibt es da nicht noch mehr Drama. Ich hatte wieder mehr Angst bekommen. jetzt werden sich die scheiss Verbrecher nicht einig. also lautes Schimpfen. zum anderen Zimmer und ich sah Helmut hereinkommen. CHF 800‘OOO.sie auf einen gemeinsamen Nenner. weil ja von meinem Geld 50 Prozent an Helmut und 50 Prozent an Mariano zugeteilt war. ich kann nur geben. Peseten (ca. jetzt haben die auch noch miteinander gestritten. auf eine gemeinsame Person kommen könnten. Ich war in meinem Zimmer eingesperrt und lag meistens auf meinem Bett und war nur froh wenn ich von meinem Bett aus die Sonne und die Vögel und den blauen Himmel aus einem ganz geöffneten Fenster sehen konnte und hoffte. Also haben sie vermutet. machte die erste Tür im Zimmer auf. wer wie viel kriegen sollte von meinem Geld. Franken und mir würde nach dem ganzen Drama. er wollte zu mir rüberkommen. aber der Bewacher. mein Gott. damit ich noch mein Essen kaufen könne oder sie würden mich umbringen. Helmut kam zu mir und sagte auf Deutsch. weil er ja nicht nur die Hälfte von dem erpressten Geld erhalten sollte. Denn ursprünglich wollte ja Helmut 80 Mio.70 . ist dadurch zwischen den Verbrechern ausgebrochen. vor allem seine Frau Salud hat natürlich gesehen. man hätte es nicht geglaubt.-) und Mariano wollte 150 Mio. Dann ging er in den Gang hinaus. und stellte natürlich fest. Helmut sagte zu mir: „Heinrich.-).5 MIO. Lasse dich nicht einschüchtern. ich weiss nicht. die dann das Sparbuch abholen musste und es zur Bank brachte. Aber Helmuts Seite. Dann auf einmal klopfte es wieder. Ich wollte nur meinen Frieden. sondern auch die CHF 250‘OOO. Mariano und meine Frau.

die ja auch hilflos waren und nichts zu sagen hatten auf der Farm. dass falls sie die Deutschen einsperren müssten. schau. dass Mariano ein so sturer Mensch sei. hat der Sohn gesagt und nachher auch Marco. wer es holen musste oder ich könnte auch Martin sagen. wenn sich die scheiss Verbrecher nicht einigten.von der Schuld an mich gratis bekommen sollte. ich bin in einer Lage. wenn Mariano so weit geht und die Deutschen auch noch einsperrt und dann müsste er alle drei beseitigen. den Deutschen. mit seiner Frau. sonst gibt es am Schluss noch mehr Blut. sie mussten sich nur auf eine Person einigen. Sein Sohn hat mir vorgeschlagen. weil sie Angst hatten. Das wollten sie natürlich nicht. weil ich dachte mir. Mario. Ich war nicht erfreut über eine solche Wende. bitte. ein Manipulant." Er sagte wahrhaftig. weil ich wusste oder weiss. Auf jeden Fall. falls es zu einer Einsperrung kommt von den anderen. dann hätten sie mit mir vermutlich einen Deal gemacht. was den Tod meines und des Deutschen und seiner Frau beinhalten könnte. wo das Geld zu holen war. es hat Krach gegeben. Aber ich war mir gar nicht so sicher. schau. auch in den Turm einzusperren um mit mir einen Deal einzugehen. Also erhielt Mariano nicht nur dieselbe Summe wie Helmut. Wollte. dass er angeblich kurz davor war Helmut. und sagte zu mir: "Heinrich. Ich habe gesagt.geschenkt. .. Helmut wurde also aus meinem Zimmer rausgedrückt und eine halbe Stunde später kam der Sohn von Mariano herein. ja. dann würde Mariano noch mehr unter Zugzwang kommen und müsste vermutlich eine Radikallösung suchen. da er mir mein Darlehen von 1993 nicht mehr zurückbezahlen „musste‚. mache keinen Streit. er solle mit dem Büchlein nach Feldkirch gehen und die Banküberweisung machen. ich habe gefleht: „Bitte. Dadurch sahen Helmut und seine Frau ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Fangpraemie und wollten vermutlich mehr. sondern auch obendrein CHF 250000. Ich habe gesagt." Ich konnte nicht viel tun. weil sonst zu viel gegen ihn in der Hand wäre. wenn er das Codewort und das Sparbüchlein habe. das würde nicht passieren oder Martin würde mit meinem Geld abhauen. Und dies wusste Helmut. ich verhandle mit 71 . bzw. wir würden nur drei Viertel überweisen lassen von dem was ich habe und ich könnte den Rest behalten. ich hatte ihnen alles anvertraut. bitte werdet einig.bis CHF 260'000. ich hatte alles getan.

Er heisst Peter Kroschel. jemand klopfte an der Türe.dem der Gewalt über mich hat. wie er mich "liebt". der Knecht.‚ Mittlerweile haben sich die zwei Parteien. wir rufen einfach am Samstag nochmals an. OK. und so weiter. Ich sagte: "OK. vergangene Woche. du hast ja das Mobiltelefon in der Hand. Auf der anderen Seite stand die Frau von Helmut und sagte: "Heinrich. was er machen muss oder wer kommt. wissen Sie. da Liechtenstein ja fünf Stunden voraus ist. voller Name Karl-Heinrich Peter Kroschel aus Ochsenhausen in 72 . April Mariano's Geburtstag war. um meine Freilassung verhandeln. Freitag Nacht gingen wir alle aufgeregt ins Bett und am Samstag. 10 Uhr morgens europäischer Zeit. wo sie mir nachsagten. auf den. Es ist alles wieder OK. weil später. den Schwager von Helmut geeinigt.00 Uhr bis 10. weil ich ja freikommen wollte: "Helmut. Auf jeden Fall. Ich wollte gar nicht darauf eingehen. Ich habe zu Helmut gesagt. wo wer hat. Durch die ganze Geschichte haben wir natürlich den Anruf an Martin am Freitagabend verpasst. beruhige dich. ich wollte keine Geheimnistuerei.00 Uhr haben wir versucht Martin anzurufen." Ich wollte auch nicht zu viel diskutieren. ich glaube. Wenn Martin das Telefon abnimmt. er bleibt am Wochenende zu Hause. also komme nicht jedes Mal zu mir ins Zimmer mit dem dazugehörenden Drama. Der Bewacher. Aber Martin nahm nicht ab und von diesem Zeitpunkt an. was hat der andere gesagt. Ich möchte hier noch anfügen. Ich wollte nicht in das Spiel eintreten. dann kommt der andere zu mir. Die Sache hat sich dann beruhigt. das Spiel. aber da wir alle glaubten. Sie sollten das Geld haben und mich wieder frei lassen. da habe ich dann spüren können. Wir haben nur wegen Geld gestritten und so". dass mir gerade in den Sinn kommt. Am Freitagabend wurde mir das erste Mal gutes Essen gebracht. haben wir jede halbe Stunde probiert. ich wollte nur das. dass am 6. ich wollte nur meine Freiheit.00 Uhr oder so und von 05. mussten wir wieder früh aufstehen. dann hängst du einfach gleich wieder auf und springst zu mir und dann kann ich mit ihm reden und ihm sagen. Gewalt über mich hatte Mariano. Mariano und Helmut. um 05. Ich musste also mit ihm um mein Leben. war nicht im Raum mit mir und ich ging leise zur Türe. hier in Liechtenstein in Vaduz auf seine Nummer. am Nachmittag. was hat oder einer kommt zu mir und fragt. so dachten wir.

Mariano auch und so. da kam Helmut herein und sagte zu mir: "Wir sind ganz nervös. was denkst du.wie mir gesagt wurde . angerufen. ein grosser Schlanker . das sein Vater. hier ist der Heinrich. also alles in einem kurzen Wort zu beschreiben. „Dieser Herr kommt also vorbei und ich würde dich bitten Martin. der würde dann am kommenden Mittwoch.‚ Ich hatte ja Martin am Telefon bis anhin am einzigen Anruf nicht Bankdokument gesagt. weil ich es für gewisse Sachen brauchen würde. aber ich müsste dann sagen. Mir wurde gesagt. der Martin würde jetzt 73 . weil wir wissen nicht. Wir glauben. Und das Wort "Dokument" ein Stichwort / Codewort zwischen dir und Martin war. ist pensionierter Arzt und mit der Schwester von Helmut und diese heisst Isolde. Ich flehte Helmut an: „Nein. der gerade zufällig in der Gegend von Liechtenstein ist." Also ich habe bis anhin noch nicht vom Bankdokument gesprochen mit Martin. wir haben jetzt jemanden gefunden und zwar kommt ein Herr. er solle es herausholen und es ihm übergeben. bitte nicht!‚ Wie hätte ich es auch machen sollen in einem Wort? Wenn sie gedacht haben. klingelte und er nahm nicht ab. von Deutschland aus nach Buenos Aires fliegen und das Dokument mitbringen und ich selber sei noch im Norden von Argentinien an der Grenze zu Brasilien und würde dann auch am Mittwoch in Buenos Aires ankommen. so sollte ich Martin sagen. sondern nur Dokument. Dessen Sohn Jürgen. Peter.das Bankdokument gibst. Es klingelte. bei dir abgeholt hat. bei uns Nachmittag. Dieser Kroschel wohnt in Ochsenhausen oder in Ulm oder irgendwo. Zudem habe ich zu Helmut gesagt: "Überlege doch bitte. ja. Wir haben am Samstag den ganzen Tag. es wäre ein Codewort gewesen für meine ganze Gefangenschaft und der Situation hier. Peter Kroschel's Sohn Jürgen aus Ulm. jede halbe Stunde. was wir von dir glauben sollen. verheiratet. wenn ich mit Martin wieder spreche. Es war dann bei euch in Europa abends. ein Deutscher. als du mit Martin früher telefoniert hast. dass du dem Herrn. und sie haben auch Kinder. das Dokument. überbringen.Deutschland. er heisst Peter Kroschel. dass es vielleicht nur ein Codewort war. solle ich ihm Folgendes sagen: "Martin. glaube ich. das musste ich dem Bankdirektor später auch genau buchstabieren. bitte. Dort würde mir der Jürgen das Kuvert. Das durfte doch nicht wahr sein.‚ Was natürlich eine Lüge war.

probiert. er ist keiner der abends in Bars herumhängt.00 Uhr abends oder so. bitte. Und nicht das Schwein. bitte. er müsse nicht wegen mir in Vaduz bleiben. Ich habe solche Angst gehabt. dass es dann ja stimmen muss. wieso nimmt er nicht ab? Es kann doch nicht sein.und wenn es so wäre. Und wahrhaftig. Ja. er ist nicht ein Sklave von mir. kein Säufer.wissen. europäische Zeit. Sie haben mir nicht mehr geglaubt. weil sie ja in Freiheit sind. so scheint es mir. selbst die Verbrecher konnten das gar nicht begreifen. April geboren und der kommende Sonntag dann war ja seiner. er bliebe zu Hause. Auf jeden Fall wurde es dann schlimmer. er ist am 06. weil der Martin hat doch gesagt. weil ja Marianos Geburtstag ist. dass wenn einer so viel fleht und wieder so um sein Leben auf den Knien bittet. damit "bestätigte" ich noch ihre falsche Theorie . Und wir haben uns gefragt. die nicht in derselben Situation waren wie ich. Meistens blieb er zu Hause oder. Sie sind den ganzen Tag frei herumgelaufen und haben sich auf Millionen von Peseten gefreut. nur weil ich angerufen hätte.das habe ich dummerweise auch noch gesagt. er ist nicht von mir abhängig. das Geld von mir. weil dieses Vorhaben habe ich vom Knecht erfahren. ich habe solange gefleht. ein kleines Schweinchen braten. er würde doch nicht das Telefon nicht mehr abnehmen. dann würde er trotzdem das Telefon abnehmen. das sie vor hatten aufzuspiessen. Ich habe dann das Leben von Martin durchgedacht und diskutiert. und wo konnte er bloss sein und er hat 74 . könne er nach Afrika gehen oder nach Australien übers Wochenende. nein. Für die Leute. wo ich bin und würde das Flugzeug besteigen und nach Argentinien kommen?" Sowieso würde er auch. war es schwierig. Wir haben die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag. bitte. weil den ganzen Samstag wir es versucht haben Martin zu erreichen. die haben keine Ängste durchgemacht. Das ist eine ganz andere Sache. Es war furchtbar. dann habe ich aber zu Mariano und Helmut gesagt. weil er dann selber denken musste. wenn es so wäre. Martin war die ganze Nacht nicht zu Hause. es könnte sein. bis Helmut es mir geglaubt hat. im Gegenteil. dieser Martin ist ein Bekannter von mir. da war bei uns ja noch 22. Sie haben wieder Morddrohungen gemacht und gesagt: "Wir werden dich am kommenden Sonntag aufspiessen". sie glaubten ich plane ein Befreiungskommando oder so etwas. wenn es ihm gefalle. .

glaube ich. es ist vielleicht eine Abkürzung. sonst werde er ganz "grantig". entschuldigen Sie 1000 Mal.30 Uhr oder 23. ich rufe den besten Freund von Martin an: Sigi Wohlwend. er bleibe dort. dass der Lehrer Sigi Wolfinger heisst. und ich habe mir gedacht. dass der Mobilkontakt in meinem Zimmer funktioniert. so.doch gesagt. es wäre eine Täuschung. ich solle die Nummer 38 so. Anwalt. dass ich sagte. was hier 75 . das ist der Sigi Wolfinger. es gäbe keinen Sigi Wohlwend. Bitte können Sie mir die Nummer von Sigi Wohlwend. Helmut Wohlwend hat mir dann seine Tochter an das Telefon gegeben und die Tochter hat mir die Nummer herausgesucht und ich habe dann gewartet und gewartet und gewartet am Telefon in meinem Zimmer. Also es war furchtbar. ob Martin weggegangen ist oder was immer. aber der weiss sicher. nein. vielleicht heisst er Siegfried oder Sigmund. wenn ich sie störe. Die Linie wurde unterbrochen. Ich habe gesagt. ja. ich müsse eine Lösung finden." Ich konnte mich nicht mehr erinnern in den Ängsten die ich hatte. dies ist ein Lehrer in Balzers. es war furchtbar. Ich rufe aus Buenos Aires an. am Samstag. so anrufen und ich solle solche späten Telefongespräche unterlassen. Dann haben wir. Eine halbe Stunde später wurde Helmut wieder von seinem Schwager angerufen und Helmut kam dann zu mir und sagte. es muss der Sigi Wolfinger sein. wie Helmut Roegele mir gesagt hatten. sondern es gäbe nur einen Helmut Wohlwend und der sei noch Anwalt und da dachten sie. Ich rief nochmals an und dieser Helmut Wohlwend von Balzers. aber ich habe von der Auskunft ihre Nummer erhalten.‚ Dann sagte ich: "Ja. trotzdem diesen Helmut Wohlwend angerufen. aber ich habe ein dringendes Bitten. weil wir festgestellt haben. Helmut hat vom Mobil aus seinen Schwager angerufen. der sagte. es tut mir leid. Übrigens konnten wir dann schon von meinem Zimmer aus telefonieren. wie die Nummer des Sigi lautet. geben?" Er sagte: „Nein. es war schon 22. ein Trick von mir gewesen und ich hätte nur "meinen" Anwalt anrufen wollen. ich habe jedoch die Nummer nicht bei mir. dass ich störe. die wir vom Schwager bekommen haben und dann sagte ich: "Hier ist Kieber Heinrich. ja. weil mein Zimmer ein Eckzimmer war. Auf jeden Fall war es dann so. den Peter Kroschel in Deutschland und der Schwager sollte bei der Schweizer Auskunft abklären. wenn der wüsste. die Nummer.00 Uhr abends.

das Beste wäre. Ich sagte ihm. er solle zu Hause bleiben. haben sie das gemacht. nur mit der Haut und kein Fleisch gebracht. dass er am Freitagnachmittag kommen würde. Ich habe das Telefongespräch mit Sigi beendet und Helmut und dadurch Mariano waren sehr beruhigt über die Aussage von Sigi. weil der Heinrich versucht habe ihn jede halbe Stunde anzurufen. So ein verdammter . Sonntag der 06. nehme ich an. dass ich aus Buenos Aires anrufen werde und Sigi hat gesagt. das war nur ein Code von Dir.. wenn er was höre. wie sie ein Feuer auf dem Erdgrill auf einem Wellblech. Trotzdem habe ich ein wenig herumgestochert. Sigi fand es komisch. die bald kommen würde. zarten Sau und mir gab er den Kopf und die Haut. mir haben sie nachher den halben Kopf von dem Schwein. Wir dachten. Ich habe nachher sofort Sigi angerufen und er hat das Telefon am Samstagabend abgenommen.. machten. damit sie nicht böse wurden. Auf jeden Fall waren sie mir wieder böse und glaubten mir nicht und sagten wieder. Sie haben ein kleines Schwein geschlachtet zu Ehren Mariano's Geburtstag und zu Ehren der grossen Geldsumme. Den Kopf konnte man sowieso nicht essen. aber das war nicht mehr da. als hätte ich etwas gegessen und die Haut vom Schwein ein wenig verschnitten damit es nicht so aussah. ich fand es eine Beleidigung. Sie haben es mir auf einem Tablar serviert und fünf Tonnen Brot dazu und „Einen Guten‚ gewünscht. leider nur vorläufig.lief. Es war eine Schweinerei. April kam. dass das Fleisch auf den Backenknochen. aber gekommen sei er nicht. so nennt man das. weil der Martin hätte ihn am vergangenen Donnerstag oder Freitag in Balzers besucht und Martin habe zu ihm gesagt. dass ich ihn dringend sprechen müsste. weil ich nirgends aufstützen konnte mit den schmerzenden Handgelenken. und weil er nichts darüber gesagt hätte. Ich hatte nichts gegessen. dass er weggegangen ist.‚ er ass das ganze Fleisch von dieser kleinen. werde er es ihm sagen. ich konnte schon ein wenig selbständig im Zimmer laufen. dann würde er nicht so reden und ich habe mich 1000 Mal bedankt. der Geburtstag von Mariano. Es war natürlich 76 . als hätte ich nichts angefasst. mich selber mit der rechten Hand ein wenig waschen im Badezimmer ohne dass ich in der Badewanne in die Hocke gehen musste. Ihn wurmte es auch. ich weiss nur. Ich konnte durch das Fenster nach draussen sehen. er wird schon zurückkommen.

Suppe. Ich versuchte Helmut zu beruhigen. Faxe konnte ich nicht ausschliessen. Bevor er in den Knast gehen würde. Ich habe nichts getrunken. Es kam 77 . es wäre selbstmörderisch und mörderisch. sicher die Putzfrau kommen musste. Da Saavedra ein kleines Dorf ist. aber aufgrund der allerdings komischen Anrufe. Sie haben mir später am Abend besseres zum Essen gegeben: Salat. dass Mariano darauf eingegangen ist. der Verband wurde mir mehrmals gewechselt. weil ich nicht wusste. von diesem Antibiotikum "Antinags" oder so ähnlich heisst es. ich weiss nicht mehr. dass jemandem in Europa evt. gegeben. sicher und Helmut musste dann Mariano beruhigen und mich wundert es heute noch. Ich habe zu Gott gebetet. dass es mir besser ging. dass Martin sicher am Montag kommt. wie es mir geht und so. sicher. Das Wasser habe ich nicht getrunken. Ich habe nur gebetet. immer haben sie mich gefragt. Es waren alle froh. oder seine Farm verlieren. zwei oder drei Dorfpolizisten und wenn die kommen würden und ich bin heute noch davon überzeugt. welches sicher nicht 500 Polizisten hat. Ich hatte wieder Gründe gesucht und mir versucht zu bestätigen. ach ja. weissen Pulver unten am Boden. wenn die gekommen wären. denn es wäre sinnlos. die Sache verdächtig vorkam. Mir ging es dann wieder besser. Hähnchen und Brot und wieder das Wasser mit dem komischen. wüsste Mariano sofort um was es ginge und er würde alle umbringen. Diese Tabletten haben mir sicher auch gegen irgendeine Erkrankung geholfen. dass niemand eine solche Organisation planen würde. würde das Polizistenauto verbrennen oder die Polizisten erschiessen und mich dazu! Ich bin überzeugt davon. Cola haben sie mir einmal gebracht. der erste Donnerstag im April. dass die Putzfrau jeweils Dienstags kommt und da ja über Ostern bis zum vergangenen Donnerstag. nach meinen Berechnungen. obwohl Dienstag kein "Stempeltag" wäre. Ich musste auch seitlich verlegt werden und sie haben mir 500 ml Tabletten oder mg. da kann ich meine Hand ins Feuer legen. Ich dachte. dass er am Dienstag da ist.keiner. dass ein Familienangehöriger von Helmuts Seite das Geld abholte. also wirklich. Er hat dann gesagt. dass mir keiner irgendein Befreiungskommando schickt. Martin Besuch von der Familie mit zwei Kindern hatte. Ich habe 32 Tabletten von denen geschluckt. die haben vielleicht einen. alle 6 Stunden eine. was es ist.

dass am Sonntagabend in Argentinien. Den habe ich seit er mich am Inlandflughafen in Buenos Aires auf den Flug nach Bahia Blanca zu seiner Farm abgesetzt hat. Mariano hätte natürlich Helmut und seine Frau hier in Gewalt haben können. weil ich wissen musste. dass er genau wisse. Ich habe gesagt: "Super. der Heinrich hat uns angelogen. bitte rufe nach dem Sohn von Mariano. was ich mit Helmut vereinbart hätte. Ich rief nach dem Sohn und habe Marco gesagt. ob er wisse was hier ablaufe. der die Farm leitet. Martin erzählte.30 Uhr oder 00. gross. also auf eine Person. er alleiniger Besitzer vom ganzen Geld war. dass wir fast jede halbe Stunde in den letzten 48 Stunden probiert hatten. graue Haare. denn sobald der Gesandte von Helmut. ist auch der. Er hat mir bestätigt. die nur dem Helmut vertraut ist. ca. Ich habe nur gebetet. seit diesem Abend. Der einzige Grund ist. dass er zwei Tage im Tirol bei seinen Bekannten war. wie es mir aufgetragen wurde. Ich konnte mir natürlich nichts anmerken lassen. in diesem Falle. Und Mariano verstand ja kein Deutsch. ihn anzurufen. Ich habe gedacht. die eine Schreinerei haben. Auf jeden Fall wusste Mariano um was es ging und ich kann nur annehmen. sobald er den Code mit dem Sparbuch in der Hand hatte. dass er sich auf eine Einzelperson. Ich wollte ja nicht. dem Mario. 22. Mariano selber wollte ja nicht kommen.‚ Dann habe ich ihm gesagt. wo ich dem Knecht gesagt habe. der Mario. nein dem Mario. Martin prompt das Telefon abgenommen. Peter Kroschel. dass die keinen extra Deal machen oder Helmut auf die Idee kommen könnte und sagen könnte. 78 . nie mehr gesehen. hoffentlich machen sie nicht so was und darum habe ich nach dem Sohn gefragt. ich rufe gleich nochmal an".30 Uhr. eingelassen hatte. Helmut sprang in mein Zimmer und sagte: "Jetzt ist er zu Hause. dass da noch was gedreht wurde und der andere den anderen betrügt und ich bin nachher der Not leidende "Tote". nachdem wir wieder jede halbe Stunde den Versuch gemacht haben nach Vaduz zu telefonieren. er ist der Jüngere. bis er seinen Anteil vom Verbrechen erhielt.zu Situationen. ob die wussten was hier abläuft. Ich habe Mario gefragt. ganz unangekündigt. da war nicht genug Geld darauf und ich hätte das Gegenteil nicht von meinem Zimmer aus beweisen können. dass ein Peter Kroschel. was nun geschehen sollte und ob es Mariano auch wisse. der feige Hund. als Beauftragter. So kam es dann.

ich nahm an. per Fax nach Argentinien sandte. dass ich eingesperrt war – aber. Er ging hin. da ist ein rotes Büchlein drin. es ist ein Banksparbuch.vorbeikommen werde und ich fragte Martin. mache die Brusttasche auf. dass vielleicht um 13. wann es ihm passen würde. die ich mir letztes Jahr gekauft habe. Aber trotzdem war er Mitläufer und er muss für seine Taten die Verantwortung stehen. in dem Zimmer in dem Schrank hängt eine gelbe Regenjacke. holte die Jacke raus und ich habe extra nicht gesagt. Sie hängt in einer weissen Schutzhülle". Am Montagmorgen um 08. dass alles so gut ging. weil Helmut es nicht wollte. meines Sparens. wenn man ihn Einvernehmen würde oder so.30 Uhr der Typ schon in Feldkirch ist. Ich nehme an.00 Uhr plus fünf Stunden gibt 13. meiner Intelligenz verlieren werde und jetzt wird es übergeben. Er kann immer noch alles abstreiten. Das wurde Herrn Kroschel so aufgetragen. aber ich wäre froh. dass es so passierte: Herr Kroschel musste nach Feldkirch gegangen sein und als Beweis wollte dann Helmut und Mariano. am Montag um 01.00 Uhr in Europa und ich dachte. da es zu verdächtig sei. Ihm wurde es aufgetragen und er hat es gemacht. dass die Überweisung.00 Uhr war ich bereits wach in Argentinien. weil damit der Helmut von Martin am Telefon mithört. was da läuft. ob er genau wusste. das muss die 79 . dass dies die Stunde ist. gut. was drin ist. wo ich die Früchte meiner Arbeit. was drin ist. Was steht vorne drauf?" BAWAG. ich konnte dies nicht definitiv wissen. wo ich mein Vermögen verlieren werde. Ich habe zu Martin bei diesem Gespräch – immer mit Helmuts Ohr auch am Telefon – gesagt: "Gehe in dein Gästezimmer. er wusste bestimmt nicht. Er sagte. denn 08. Ich bin wach geblieben und habe die Stunden gezählt und habe gedacht. Ich sagte zu Martin: "Bitte stecke es in ein Kuvert und am Montag kommt dieser Peter Kroschel und holt es ab und gibt es seinem Sohn Jürgen und dieser Jürgen kommt dann per Flug von Deutschland am Mittwoch nach Argentinien und gibt es mir". aber noch nie getragen habe. Ich bin mir nicht sicher. die er auf die Konten gemacht hatte. was findest du? Ja. Martin sagte: "Gar kein Problem".00 Uhr. Wir haben die Bank nach dem letzten Gespräch von Freitagnachmittag mit Herrn Bröll nicht mehr angerufen. In dieser Sonntagnacht haben wir "alle" wieder einmal gut geschlafen. Ich habe zu Martin gesagt: "Bitte. Und dann war Helmut sehr erleichtert.

Sie mussten ja "freundlicher‘ mit mir umgehen.. man solle das Faxgerät in Betrieb einstellen.Polizei wissen. ca. Denn wenn ich nach massiven Drohungen seitens Mariano und Helmuts Clique wieder überzeugt war.und ca. da ich ihn persönlich kenne. die nicht weit weg ist und versuchte das Fax von dort zu senden. US$ 1 ‘500. Der Fax im Haus von Mariano hat die Nummer 0054 9239 1287. damit ich überhaupt noch . hätte ich ja auf stur stellen können.. weil sie mich .‚ haben sie mir gesagt.um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen . glaube ich. das ist auch die Telefonnummer der Hazienda. wenn er. damit ich alles schön mache. aber ich musste ja. Peter Kroschel ging auf die Post. ob ich mich am Telefon komisch angehört habe. ich wusste immer noch nicht. Bis anhin. was sie von mir verlangt haben. so glaube ich. das muss jeder verstehen. ob sie mich freilassen würden.. Mariano dieses Geld behalte könne.. ihr kriegt kein Geld von mir. haben sie natürlich auch nur darum gesagt. alles erledigt und die Bank hat sich dann geweigert.manchmal in gute Stimmung zurückbringen mussten. CHF 8000. bringt mich gleich mit einer Kugel um. das hat mir Helmut gesagt. Das Geld wurde vom Konto weggenommen und die Überweisungen gemacht. dass er. den Fax nach Argentinien zu schicken und so. Mich würde es nicht verwundern. Peter Kroschel hat. Bröll etwas vermutet hatte. ich weiss nicht. dies zu faxen.in US$ Noten. Beim zweiten Anruf kann man faxen. das ich bei mir hatte. Diese Nummer muss man zuerst anrufen und sagen.00 Uhr bis 16. dass sie sich geeinigt haben. Mir soll er einen Teil davon geben. Am Nachmittag um ca. sodass ich positive denke. Montagnachmittag in Europa. Ich wusste. Dass es ihm komisch vorkam. Die Bank hat sich aber nicht bereit erklärt. sagen können. Am Telefon mit ihm war ich ganz kalt und habe schnell die Anordnungen durchgegeben und die nötigen Fragen gestellt. sie bringen mich um. Helmut und Mariano und um es nicht offensichtlich Halbe-Halbe zu machen. machten sie. was sie mir positives gesagt hatten. das Wenige. machten sie 52 Prozent für Helmut und 48 Prozent für Mariano. weil Helmut argumentiert hat. 15. dass ja mein Reisegeld in Bar. weil ich weiss nicht<. Die Bank hätte sich geweigert. ich war mir nicht sicher. ich habe es nicht freiwillig gemacht. Mariano ist eigentlich nur darauf eingegangen.00 Uhr europäische Zeit kam Helmut in mein 80 .

dass dummerweise nur der obere Teil des Fax angekommen sei.Zimmer. am Montagnachmittag wieder anrufe und Herrn Bröll verlange und mich für die ganze Transaktion bedanke. Sie können mich ja immer noch foltern oder mir Angst machen oder dann wieder einsperren. kann ich ja wieder in den Kerker gehen. sie haben mir die Faxüberweisung nie gezeigt. Ich war dann nicht mehr der Wichtigste nachdem das passiert war und sie haben Herr Kroschel. Ich habe dann angerufen und Herrn Bröll hat abgenommen und ich habe ihm gesagt: „Vielen Dank Herr Bröll. bis Herr Kroschel die Überweisungsbelege auf die neue Faxnummer in Saavedra geschickt hatte und jemand musste sie dort holen gehen. der wieder auf die Hausnummer angerufen hat. die er mir schuldet. dass ich nicht mehr Geld besitze und dass sie zuerst vermutlich dachten. Und nur mit genau dem Teil von Helmut Roegele's Überweisungen und nicht den von Mariano. wenn keine Lebensgefahr wegen den Verletzungen mehr besteht. Vor allem Mariano.. mir aufgetragen bzw. weil sie meine Kohle gekriegt hatten. Helmut hat. wenn sie mich nur aufgepäppelt hätten. wir nehmen das. dass sie mir jetzt nicht mehr geglaubt haben. sondern auch die Geldschuld. den Herr Kroschel geschickt habe. ich erzähle es Ihnen dann. Nicht nur die Hälfte meines Geldes hat er genommen. Ich habe die Überweisungen nie gesehen. Er dachte. mich gezwungen. was wir haben und dann können wir ja immer noch.. weil ich dachte.alle anderen waren Happy. wenn sie mich jetzt umbringen oder umlegen wollen.. er hätte nichts gekriegt. wenn 81 . eine andere Faxnummer gegeben und zwar die Faxnummer von einem Telefondienst im Dorf von Saavedra. Ich hätte mich nicht gewundert. Nur ich wurde immer nervöser und unruhiger und zitterte. bevor sie geschlossen haben. damit ich das alles mache und wenn ich dann wieder gesund bin.. Wir mussten also noch länger warten. um die Bank "zu beruhigen".. Er kam ins Zimmer und erzählte. der hat sich einen schönen Schnitt daraus gemacht. Auf jeden Fall war ich ganz nervös . Nur davon gesprochen. dann müssen sie es schnell machen. es war wieder ein Drama. was Mariano natürlich wieder sehr misstrauisch stimmte. kann ich vergessen. Sie haben genug Andeutungen gemacht. Die Zeit verging an dem Montag und alle waren sichtlich erleichtert oder „Happy‚. Ich vermutete. dass ich die Bank am Nachmittag.

Zu meiner Überraschung haben sie dann Helmut Fluginformationen einholen lassen. Ich habe den Sohn von Mariano. dass ich mit Helmut auf Deutsch spreche. sie müssen da noch schauen. dass ich nichts mit ihm habe. nachdem Helmut oder seine Frau . überhaupt nichts gesehen habe. Und sie haben mir gesagt. Dies hat dann der Bewacher verstehen können. vielleicht haben sie einen Kurzschlusseffekt und bringen mich doch um. bis seine Bank in Spanien was sehr lange dauern kann . wenn ich am Dienstagnachmittag verdufte. wenn Helmut nicht auf Spanisch mit mir sprach. dass es am Besten sei. der Bewacher immer. Und er. also keinen Deal hinter dem Rücken machen will. weil er und sein Clan kein Deutsch verstanden. damit es mein Bewacher auch hört und damit sie sahen.und das 24 Stunden.welche nicht gut deutsch spricht und ich nur spanisch mit ihr rede . Mariano hatte Angst – keine Ahnung warum . dass Mariano sich mit einer Fotokopie der Überweisung zufrieden gab. nachdem ich schon fast 1 1/2 Wochen oder über 10 Tage eingesperrt war . Auf jeden Fall zu meiner Verwunderung bin ich dann eingeschlafen und am Montagabend konnte ich nicht gut schlafen und habe immer zur Tür geschaut. weggerannt und zu Mariano gegangen ist und ihm alles erzählt hatte.ich wieder nach Hause komme. ausser aus dem Fenster raus.‚ Mariano hat dann zeitweise an diesen Tagen entweder Helmut alleine oder Helmut samt seiner Frau oder nur seiner Frau Besucherverbot für mein Zimmer erteilt. ob Mariano mich besuchen kommt oder was er vorhat. wie er mir erzählt hatte. gefragt. sofern ich gehen könne. Ich hatte gedacht. jetzt machen sie wieder so ein Spiel. Sie haben deshalb verboten. dass sie das Geld erhalten 82 . Was mich am Meisten verwundert hat ist. Da habe ich mir gedacht.mich besucht haben. Mariano war immer informiert. er würde sicher warten. Am Dienstag haben sie mich dann aus dem Zimmer gelassen und einen bewachten Rundgang gemacht. vor allem im zweiten Zimmer.bestätigt. sondern dass ich ihm auf Spanisch antworte und ich nichts dafür kann. ohne dass ich viel bzw. im Moment wisse er es nicht. Darauf sagte er. ob nicht doch noch einer kommt und mir die Kehle durchschneidet. Ich habe mich dann immer aufgeregt. Marco. weil Helmut immer mit mir Deutsch gesprochen hat und ich habe dann spanisch geantwortet.dass ich etwas mit Helmut aushecken könnte. oh je.

Am Dienstag haben sie mich gebeten meine Sachen zu packen. von meiner Angst. aber er kam nicht. ich kann es nicht sagen. weil ich auf keinen Fall ein Spital oder einen Arzt aufsuchen darf. die ich hatte. wenn ich nicht tue was sie wollen. Vermutlich hatte er Angst.nein.B. Aber oft doch sehr logisch. dass ich heute hier sitzen kann und mein Herz normal schlägt und mir nur die Hände und der Hals weh tun. zur argentinischen Polizei gehen. dass ich noch denke er würde kommen und mit mir sprechen. Ich würde nie. Es war immer ein Kopfproblem. dass sie mich umlegen müssen oder verbrennen bzw. denn das Land ist so korrupt und kompliziert. Ich weiss es nicht . dass. nicht normal und oft nicht logisch. dass Helmut mich bis zu meinem Flug begleitet und ich abhauen soll. dass sie abgesprochen hatten. Sie hätten nämlich kein Problem gehabt. mir gleich nach dem Unfall mit einem kalten Blick gesagt wurde. die ich auf diesen sieben Kassetten darauf gesprochen habe. vernichten müssen. Ich kann nur sagen. nachdem ich das Geld bezahlt habe. oder vorher. eben Freiheit. nachdem was sie mir alles angetan hatten. Einmal hat mir der Wächter gesagt . wenn ich jetzt nicht selber gesund werde. es hätte auch ebenso gut das andere passieren können. Beides hatte die gleich grosse Chance.der Vogel . Es geht einfach nicht anders. dass ich mit meinem Selbstmordversuch denen vor Auge geführt habe. Ich wollte immer mit Mariano sprechen. Das habe ich dann auch gemacht. oder das Andere passiert. dass sie die Möglichkeit hätten. mich zu beseitigen. was überhaupt hier passiere. ständig bewiesen und auch mir vor Augen geführt. welche ich jetzt habe. Aber man denkt halt anders. Es wäre entweder das Eine. Auf jeden Fall kam es so. Ich hatte 83 . Damit will ich sagen. hat vielleicht auch damit zu tun.:Es war vermutlich naiv von mir zu denken. dass es in den Köpfen von denen war. dass es mir passieren könne. Ich vermute. Das haben sie mir durch die vielen Details. Sie wussten ja von meinen Aussagen. Wie z. indem es notwendig wäre. Wahrscheinlich war er zu feige und hat immer seine Söhne vorgeschickt. mich umzulegen und irgendwo zu verstecken. wenn man in Gefangenschaft ist. ich würde ihm eine kleben oder ihn ermorden oder ich weiss auch nicht. die Möglichkeit auch ausnützen werden. und das müssen Sie mir bitte glauben.haben. wenn ich auch die Möglichkeit gehabt hätte.

dass ich noch LEBE . da ich weiss. Aber das Gefühl der Freude. ich wollte nur Helmut sagen. Das konnte nicht das Ende sein. Aber was eben den Wandel oder das so nahe am Tod gewesen zu sein. Nur Dank der Differenz zwischen den Gefühlen kann ich jetzt noch als gerader Mann aufstehen und mein Leben weitermachen. was sie sich dabei gedacht haben. aber ich verdiene es wieder. wie sie heissen und wo sie wohnen. bevor ich überhaupt eine Zeugenaussage machen könnte. wenn Dir noch etwas an mir liegt. Ihr werdet vielleicht fragen. Vor allem die dummen Leute. jeder hat seine Fehler. nachdem was vorgefallen ist. Auf jeden Fall traute ich niemandem mehr dort in Argentinien. Ich sehe vieles in einem anderen Licht.solche Angst. löst dann doch einen Prozess aus. Ich will mich gar nicht mehr damit befassen.ist viel grösser als die Trauer über das was mir angetan wurde. aber das ist mir im Moment nicht wichtig. dass sie mich im Effekt erschiessen würden. Ich war nicht immer ein guter Mensch. was ich vielleicht selbst in die Hand genommen hätte. Ich kenne sogar ein wenig ihre Lebensgewohnheiten. Ich vertraue der Liechtensteiner Polizei und der Justiz. wo einem doch alles andere. Klar ist das Geld weg. weil ich ja noch nicht von dieser Welt gehen konnte. vor allem die negativen Dinge nicht mehr interessieren.da ich ja wirklich hätte tot sein sollen . Wenn ich mich mit Helmut oder Mariano näher befasse. Darum ist die Freude noch viel grösser. könnte es nicht sein. ich kann ja wieder arbeiten und bin gesund. Ich will nicht mehr reisen. dass ich jetzt noch lebe. Selbst wenn ich als Toter nach Mauren gekommen wäre. färbt es nur negativ auf mich ab. aber ich bin nicht deprimiert. sehe viele kleine Freuden und würde auch nicht mehr weggehen. Der Hass kommt vielleicht heute oder jetzt oder seitdem ich frei bin. Ich weiss alles. Ich weiss nicht. das ich noch nie zuvor gesehen hatte. nimm mich mit. in einem Grab oder Ofen in Argentinien. ich hatte so viel Heimweh gekriegt. 84 . Liechtenstein lässt mich nicht verhungern. ohne mich von allen zu verabschieden. wo ist der Hass? Ich hatte damals keinen Hass. Ich weiss. dass ich schon als 32-Jähriger ein Grab mit einem Kreuz bei der Maurer Kirche habe. die bestimmt das tut. Klar empfindet man riesigen Hass und ich würde vielleicht dasselbe denen antun.

weil ich gesagt habe. wenn ich in Zürich ankomme. Dies ist auch nur mein Eindruck. meine Ausweise hatte ich nicht gesehen. dass ich kein Geld mehr habe. 3000.00 Uhr. ob das alles nur vorgespielt war. was sie von mir verlangt hatten und dann meine Koffer gepackt. Ich habe einfach wie apathisch das gemacht. Mariano kam dann eine halbe Stunde bevor ich das Zimmer verliess zu mir und hat nicht viel gesagt. das ist ein USFordmodel. weil sie vermutlich Streit hatten. Ich wusste noch immer nicht. ein Riesending mit einem gewaltigen Motor und zwei Türen vorne und hinten eine Heckklappe und hinten mit einer kleinen Bank und vorne mit zwei grossen Sitzen. Wir sind dann alle in den Ford Bronco eingestiegen. Alles was sich ausserhalb abgespielt hat. 13.Auf jeden Fall habe ich meine Sachen gepackt. von meinem eigenen Geld Fr. Ich wollte es aber nicht zeigen. Dann haben sie mir gnädigerweise. Er hatte noch zwei Wächter dabei. ca. dadurch dass Helmut und Mariano sich in die Haare gekommen sind und Helmut nun auch um sein Leben gebangt hat oder auch nicht. die Schuhe geputzt und die letzte Bandage um den Hals und die Hände gemacht und das Zimmer nochmals angeschaut. Ich kann nur aus meinen kleinen vier Wänden das beschreiben. da sie wohl Angst hatten ich würde versuchen Mariano mit meinen Händen zu erwürgen oder so. Ich weiss aber nicht. Aber ich nehme an. Dann habe ich noch gehört.gegeben. kann ich nicht richtig beurteilen. Er hatte dieses Fahrzeug zu der Zeit gekauft. damit ich etwas hatte. ob sie mich wirklich gehen lassen werden. dass sich die Sache ein wenig gewendet hat. das ist ein zu einfacher Abgang. wie Mariano seinen Sohn fragte. 100 km weit weg. Es hatte einen braunen Teppich und ein argentinisches Kennzeichen. . was ich selber erlebt habe. Helmut und seine Frau wollten auch weg von dort.. meine Sachen hatte ich gepackt. Auf jeden Fall habe ich gedacht. Ich konnte es einfach nicht glauben. was 85 . Er hat mir meinem Pass hingeschmissen und die Wunde angeschaut und ist dann wieder gegangen. Nach dem Mittagessen am Dienstag.zum Flughafen fahren ca. das kann nicht sein. hatte frische Unterwäsche und Hosen an. Er alleine mit meinem Koffer. Dann hiess es. als er die Farm gekauft hatte.und US 200. die müssten noch irgendwo sein. Mariano würde uns – Verbrecherehepaar Roegele und mich . Die Farm hat er auch nicht länger als seit 1991. glaube ich.

Ich sagte kein Wort und war froh um jeden Meter. Ich hatte nur das Bargeld und mein Gepäck. seinen Sohn nach dem kürzesten Weg fragen musste.der schnellste bzw. dass es ein „lustiges Ferienabenteuer‚ für mich war. Aber das andere. die spinnen ja vollkommen. Vielleicht wollte er mich. dass Mariano. Vielleicht brauchten sie das zum Erklären. dass es die Strassenarbeiter mit Baumaschinen waren. den ich von dieser Farm hinter mir liess. kleine. Bahia Blanca ist ein Dorf von ca. warum wieder das ganze Drama. Dann lieber eine Kugel. Ich war erst da ziemlich sicher. Und nach ca. Wenn er nach rechts fahre. Auf jeden Fall sind wir dann alle eingestiegen und zu aller Frechheit wollten sie noch ein Foto mit mir machen. Weisses Auto. Obwohl der Sohn sagte. einfachste Weg aus der Farm ist und wenn er das Haupttor verlassen habe. ob er dann links oder rechts fahren soll. 100. Wieso ist er nach rechts gefahren? Da bekam ich Angst. Ich dachte sofort dies könnte die Söhne von Mariano sein. die die Strasse neu planiert haben. Wir fuhren und fuhren. einer Stunde kamen wir in Bahia Blanca an. Vor uns tauchte ein weisses Auto auf. dass ich nicht sterben werde oder sicher. Links ging es dann über das Dorf Saavedra und dann auf die Nationalstrasse und rechts ging es über Grenzstrassen zwischen den Farmen auf die Nationalstrasse. dass man links fahren solle. Mit Hilfe vom Roegele. mit langen Hosen. Es war so heiss und staubig. ist Mariano nach rechts gefahren. Ich hatte kein Ticket von Bahia Blanca nach Buenos Aires. spare er ca. dass mir nichts passieren würde. Wir sind dann losgefahren. Einbandagiert. 15 oder 18 km. Sie mussten den Angstpegel hoch halten. Roegele machte dann ein Scheisskommentar und sagte dass jetzt die letzte Stunde für mich geschlagen hat. Mich wunderte es. dasselbe was ich heute hier bei der Polizei anhabe. damit ich nicht auf dumme Ideen komme.000 Einwohnern. Wir gingen gleich zum Flughafen. Auf einmal sah ich ein kl. der oft auf der Farm war. Weil auf dem Weg von der Farm bis zum Flughafen hätte noch ein Unfall oder alles 86 . weisse Auto ist dann Richtung einer anderen Farm gefahren. Aber es hat sich dann herausgestellt. Weit vor uns sah ich eine Strassenblockade und ich habe wieder gezittert und gedacht das ist das Ende. weg von den Hausangestellten und seiner Frau Carmen neu irgendwohin verschleppen und umbringen.

Ich glaube wir flogen mit LAPA oder LACA. dass mir keiner 87 . Helmut sagte zu mir.Mögliche passieren können. Ich bin dann zum Hotel raus und dachte.das Ticket bezahlt.und ich ein Einzelzimmer. Ich hinterliess nur den Eindruck. Ich wollte nur weg von diesem Land. Es war schon ein wenig dunkel. eher LAPA von Bahia Blanca nach Buenos Aires. Alle gingen aufs Zimmer und ich musste mir neues Verbandsmaterial kaufen. aber ich war auf der Warteliste. folgen. Wir haben gewartet. dass ich auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause wollte. mit richtigen Namen und eigener Passnummer und so. Für mich wurde auch ein Lufthansaflug reserviert. da ich am 21. Als ich dann sicher war. Mein ursprüngliches Lufthansaticket hätte dann geändert werden können.die anderen hatten es nicht. vom ganzen Kontinent und einfach nach Hause. Wir haben am Dienstag für den nächsten Tag reserviert. ob es eine Goldene war. er könnte meinen. weil ich Angst hatte. drei. Ich wollte aber nicht gehässige oder aufmüpfig erscheinen. Vielleicht halten sie mich für verrückt und stecken mich in eine psychiatrische Klinik. Mariano hat sich dann verabschiedet. vier Apotheken bis ich das gefunden hatte. Helmut hat mit seiner Kreditkarte. dass sie mir evtl. das Mariano für uns reserviert hatte. stumm. zwei. Wir steigen in ein Taxi und fuhren zum Hotel. Nachdem was geschehen war. obwohl der Flug ausgebucht war. mehr oder weniger freundlich. Verbrecher Roegele sass auf der anderen Seite des Ganges mit seiner Frau neben mir. April ja fix den Rückflug original gebucht hatte. würden sie mir glauben oder nicht. ich wolle Rache üben.so glaube ich. Sie haben zwar Polizisten im Flughafen. das kostet pro Person USD 68. Wir sind dann am Abend in Buenos Aires angekommen. Das überraschte mich sehr. Ich konnte im Flugzeug nach Buenos Aires nur weinen. uns allen drei . Ich wollte ihm natürlich nicht die Hand drücken. Die Lufthansa fliegt am Montag.mir. Ich wusste nicht. hat man keine Energie mehr. Dort habe ich mich eingeschrieben. Mittwoch und Freitag . in welchem ich schon bei meiner Hinreise war – Salles. dass ich das selbst kaufen gehen solle. aber was sollte ich jetzt tun. was ich brauchte . ich weiss nicht. Helmut und seine Frau hatten ein Doppel. seiner Frau und sich . Ich sagte auch nichts. Es war dasselbe Hotel. Ich ging zum Schein in ein. ich wollte auch niemanden sehen. -.

dachte ich mir. Ich hatte der Frau gesagt. Auf jeden Fall habe ich den Brief fertig geschrieben und darauf vermerkt. dass die Nummer nicht stimmen konnte. die zurückgerufen hat. Die Auskunft in Wien sei um diese Zeit nur sehr knapp besetzt und sie müssten deshalb zurückrufen. Dann habe ich die Nummer gewählt und die zwei A4-Blätter der dort arbeitenden 88 . Ich dachte mir. dass es schnell geht damit Roegele nichts merkt. Der Mann an der Kasse der Telefongesellschaft hat mir nämlich eine alte Liste gezeigt. Und dann hat sie nochmals nachgeschaut und gesagt. dass es nicht sein kann. zuerst die argentinische Auskunft angerufen und darum gebeten. dass sie mir zwei Blatt Papiere oder ein Blatt und einen Kugelschreiber geben sollen und ich musste die Faxnummer von Feldkirch erfragen. auf der Innsbruck mit 512 aufgeführt war. in nur einer Seite – die würden die Situation nicht auf Anhieb kapieren. evt. Und es konnte schon sein. 01. Innsbruck war. Ich habe dann nochmals die Auskunft angerufen und habe die Faxnummer von Wien erhalten.aber ich wollte ja Feldkirch haben. wo ich einen Fax senden könne. auch von der BAWAG . Also habe ich von der Kabine Nr. mit einer Eins.30 Uhr oder 21. zur Hauptstelle der staatlichen Telefongesellschaft von Argentinien gegangen. und zudem war Herr Direktor Bröll der Einzige.00 Uhr. es war dann Dienstag um 20. dass es evtl. in Europa Mittwoch. Dann kam der Rückruf und sie gaben mir eine Nummer mit der Vorwahl 512 und ich wusste. dass sie mir die Faxnummer von der BAWAG in Feldkirch geben. 512 ist nicht Feldkirch. der den Zusammenhang erkennen könnte. 43 aus. Ich hoffte. Ich bin dann sofort. Vielleicht ist es 5522.00 Uhr morgens.folgte. sollen der Empfänger dieses Fax ihn an die BAWAGZentrale in Wien oder Herrn Bröll in Feldkirch weitersenden. mit dem Wenigen das ich ihm geschrieben habe. Ich habe mit zitternder Stimme darum gefleht. Dort im Erdgeschoss gab es eine Möglichkeit ins Ausland zu Telefonieren oder zu Faxen. dass ich diese Nummer erhalten habe und wenn es eine falsche Adresse ist.das ich so lange weg bin. dass es eine Faxnummer in Innsbruck war. welche sich im untersten Stockwerk vom Hauptgebäude der Telefongesellschaft von Argentinien. wurde mir mitgeteilt. Es kann schon sein.00 Uhr oder 02. ich kann es nicht der Polizei in Liechtenstein oder Österreich schreiben. dass es schon stimme und dies eine Faxnummer sei. habe ich Leute gefragt.

Sie wollten mich nicht aus den Augen verlieren. Es ist mir zwar komisch vorgekommen. Es sei seine Sache. Interessant war. da ich befürchtete. Ich habe nicht viel gemacht und gesagt. Auch hatte ich aus dem Geld noch Telefonkarten gekauft. warum ich auf einmal US$ 45 weniger hatte. dass Helmut evtl. ich solle zum Essen mitkommen. dass es sich vermutlich um einen Telefoncomputer handelte. ich glaube es waren 2490 oder 2480. Die Lufthansa würde erst am 89 . ich solle an die jetzt gewählte Nummer die Ziffern. Sie haben dann aber nicht nachgefragt. Aber ich nahm dann an. Die Binde. Es sei seine Idee gewesen. Ich hatte den Fax geschickt und bin nachher gleich zurück zum Hotel gegangen und schon waren Helmut und seine Frau beim Eingang des Hotels und hatten gefragt wo ich gewesen wäre und was ich gemacht hätte. Ich bin dann mit essen gegangen. falls ich meine Mutter oder jemanden anrufen könnte. Ich hatte Angst. Es war dann tatsächlich die BAWAG in Wien. dass es einen Swissairflug am Mittwoch morgen gibt. . weil ich für die Telefonkarten US$ 18 und Fax US$ 27 bezahlt hatte. denn ich hatte für das Fax US$ 27 bezahlt und ich hatte US$ 200 bei mir gehabt. dass ich erst eine normale Telefonnummer anwählen und dann diese Nummer anhängen musste. was macht denn ein Arbeiter der BAWAG um 02:00 Uhr nachts? Es war soviel ich weiss der Nachtwächter und ich habe ihn nur um eine Faxnummer gebeten. und zwar der um 9. Ich wusste. Ich war so nah am Ziel und ich wollte nur noch weg. dass Helmut auf die Idee kommen könnte und meine Geldtasche verlangen würde und ich könnte nicht erklären. dass sie die ganze Schuld Mariano zuschieben wollten.in der Telefongesellschaft in B.A. Dann kam aber kein Fax-Ton sondern eine männliche Stimme. die Liste von meinen geführten Gesprächen verlangen würde.40 Uhr. anhängen. Wir gingen dann ins Hotel und ich konnte in der Nacht nicht schlafen. Denn vom Hotel aus wollte ich nicht anrufen.Frau . das kann doch nicht wahr sein. Sie sagten nur. Er sagte mir.in die Hand gegeben. Und es war eine Faxnummer und es hatte funktioniert. Aber ich hatte ja nur noch US$ 155. Die Frau gab mir dann den Hörer in die Hand und ich habe dann gesprochen. die ich kaufte kostete nur US$ 3 also müsste ich ja von diesen US$ 200 noch US$ 197 haben. Da sagte ich. Da dachte ich mir. Also habe ich es gemacht. Ich hatte Angst.

00 Uhr. habe ausgecheckt und für mein Hotelzimmer bar bezahlt (US$ 70). Ich habe den Sammelbus genommen. In Vaduz bin ich mit dem Reisegepäck direkt ins Spital gegangen. Ich hoffe. Jetzt ist die Geschichte zu Ende und was weiter geschehen wird. Herr Dr. ob er meinem Fax erhalten habe. habe mich rasiert und ich habe meine letzte Binde selber gemacht. Ich habe nur geweint. geweint und geweint. die sie mir entgegengebracht haben und ich möchte auch bitten. Ich bin weit weggelaufen und habe eine Telefonzelle gefunden und habe dann eine Nummer gewählt und prompt hat jemand abgenommen und ich wurde mit Herrn Bröll verbunden. dass ich überlebt habe. Man kann niemandem mehr trauen im Land. dieselbe. Ich wollte nicht noch warten. er bringe mich in Sicherheit und ich sagte. Und habe das Flugzeug bestiegen. obwohl ich gar nicht mehr zurückkehren wollte. ich solle ein Rückflugticket.Nachmittag fliegen. Ich bin dann schon um 05. Aber ich spürte von ihm Vertrauen. und dass ich jetzt nicht weiss. ich weiss es nicht mehr genau und bin aus dem Hotel raus gegangen.00 Uhr oder 03. Er sagte. Es hatte noch Platz und kostete US$ 1'600. Ich bin ohne Probleme durch die Passkontrolle gegangen und habe einen Stempel bekommen. ob ich doch noch 90 . kaufen: das kostete nur US$ 1'118. Ich danke allen für ihre Hilfe. mit welcher ich später im Vaduzer Spital aufgekreuzt bin. dass ich schon halb in Sicherheit bin. Ich war schon früh am Flughafen und habe nach dem Swissairflug gefragt. dass für das menschliche Verbrechen. Ich habe also genügend CHF für diesen US$-Betrag umgetauscht und das Ticket bezahlt. Ich habe ihn gefragt. Ich wollte nur weg. Ich bin dann sofort ins Hotel zurück. das mir angetan wurde. Es hatte ein Nachtportier.00 Uhr aufgestanden oder 04. Die Telefonkarten waren sehr schnell aufgebraucht und ich konnte nicht mehr mit Herrn Bröll sprechen. Das sind fast CHF 2'500. dass Sie in vollem Bewusstsein sind. Also habe ich meine Sachen gepackt. es ist so korrupt. wird sich zeigen. Er bejahte. alles zusammen! Ich war nur froh. Moser hat mich angeschaut. der vor dem Hotel stand. So wie es Gott oder die Justiz vorgesehen hat. dass es ein schwerer Schlag für mein Leben war. vor allem Mariano Marti-Ventosa Roqueta und auch Helmut Roegele und Bande ihre Strafe erhalten werden. Dann hat der Swissairangestellte mir einen besseren Deal vorgeschlagen und zwar. nur Hinflug.

brachte ich in den runden Turmraum weil sie die Stärkste war und jene vom Durchgangsraum schraubte ich in den WC-Raum .K. Zahnfleisch Ein anderes Detail des Kellers (Wasserturm). aber auf jeden Fall eine schwächere Birne. Ursprünglich. während meinen ersten Tagen. war eine 60 Wattbirne aus klarem Glas in der einfachen Fassung drin. Sie ging zu Bruch und ich musste sie mit einer der 2 anderen Birnen tauschen. Ende Originaltext (OT) meiner Anzeige. es war eine 40 Watt aus mattem Glas (evt.4.oberhalb des kleinen hölzernen Spiegelkästchens. H.irgendwie Depressionen erhalten werde. Notiz. aber vielleicht kommt es später. 11. warmen und sonnigen Aprilnachmittag.h. wo ich gefangen gehalten wurde. Wie um tonnenschwere Felsen erleichtert schritt ich aus dem Polizeigebäude Vaduz hinaus. dass ich es mit angespannter Kette gerade noch berühren konnte). April 1997. in den schönen. dort wo das grössere Waschbecken installiert ist. wie ich ein Hinweis meines "dortgewesenseins" 91 . und 21.auch aus klarem Glas . Im Moment sehe ich das zwar nicht so. Ich habe mir während der Gefangenschaft auch Gedanken darüber gemacht. im Dunkeln sitzen. wollte ich nicht 24 Std. habe ich der Polizei weitere Angaben über die Gefangenschaft in einem Schreiben überbracht: A) Glühbirne. wenn ich ein normales Leben führe. Im Durchgangsraum (vom rundem Raum zum WC-Raum). Nach der erforderlichen Anzeige (auf Tonband) und der weiteren Detailangaben zum Verbrechen war ich sehr befreit. ist ein Licht links oben montiert. sind die 3 Glühbirnen. Ich schraubte die Birne raus. Im runden Raum ist ein Licht links oben. dass mich dann die Gedanken oder die Erinnerung an die Geschichte sich wieder aufwärmen. Jene vom WC-Raum . gleich beim Eintritt durch die Türe (so hoch. Am 17. Vielen Dank für alles. d. als die‚ die ich dann im WC-Raum abgeschraubt habe). auch eine 60 Watt. quasi auf der gerundeten Aussenwand des Turms.

dass ich über eine so ungewöhnlich lange Zeit nichts gebissen habe. Ich rechne die Tage hin und her und bemühe meine Erinnerung so stark es geht: ich kann aber heute nicht ganz genau sagen. war (weil der Geburtstag meiner Mutter) 92 . Ich weiss nur ganz genau. Ich tat es nicht. Somit verschwand meine kleine Notiz in tausend Stücke Ein anderes Erlebnis hatte ich mit meinem Zahnfleisch: Die Täter geben mir sehr wenig zu Essen. dass es nicht am Sonntag 30. weil ich auf einmal Angst bekam.Möglichkeiten gab es dazu sehr viele. so mag ich mich erinnern. Ich vermute. April war. tat mir mein Zahnfleisch so weh. April oder der 02.hinterlassen kann. und zwar war das grosse Waschbecken im Durchgangsraum unten auf zwei aus der Wand herausragenden ca.3. dass wenn die Verbrecher vielleicht auch darauf kommen könnten.3. Ich hätte auch eine gute Stelle gefunden. von dem ich noch weniger ass. B) Genauer Tag In meiner Tonbandaussage habe ich. und es dann finden würden. Als ich dann später einen Apfel (grüner) essen wollte und natürlich beissen musste. dass es damit zusammenhängt. war (weil mein Geburtstag) und nicht am Montag 31. ob es der 01. Mit ein Grund kann auch die hohe Luftfeuchtigkeit und die dauernde Kälte sein. Dies müsste ein Arzt oder Zahnarzt bestätigen. 4 cm langen Eisenstützen gestellt. Es kam vor. dass ich dachte. April als den Tag genannt. Ich kam auf die Idee eine kleine Notiz auf Spanisch irgendwo zu verstecken . den Dienstag 01. Zwischen dem Beckenboden und dem Eisenstück hätte die Notiz gut rein gesteckt werden können. Ich schrieb sogar auf einen kleinen Zettel (Papier und Schreibzeug hatte ich ja) ein Text mit folgendem Inhalt : HIER WAR ICH. die Zähne bleiben im Apfel stecken. dann möchte ich nicht an die daraus resultierende Strafe denken. dass ich so was tue. HEINRICH KIEBER aus Liechtenstein seit dem Donnerstag vor Ostern 1997 gefangen gehalten bis zum Tag meiner Freilassung oder Todes. dass ich im Turm über 24 Stunden nichts zu mir nahm (ausser eventuell ein Schluck Wasser aus der Flasche). wo ich die grösste Todesangst empfand und mir (auf Grund der aussichtslosen Situation in der ich mich befand) das Leben nehmen wollte.

riesengrosses Glück. die Faxe von Mariano.00 Uhr morgens) gezwungen wurde. Was wurde aus meinem Sparbuch? Ich hatte Glück. den notariell beglaubigten Immobilienverkauf. Durch den Schock des getriebenen Selbstmordes entstand wie eine Lücke in meinem Gehirn. Bröll zum Ersten mal anzurufen. und noch nicht auf die Bankkonten der zwei Verbrecher weitergeleitet wurde. datiert vom 31.und ich die Tage bis zum 31. dass weder Helmut noch Mariano zufällig ihre Bankkonten nicht auch bei der Korrespondenzbank der BAWAG in Spanien hatten.2. (alle 1997). den Hr. welche bei anderen Banken eingerichtet waren. wo ich etwas berichtigen musste. Dies nur darum. Auf Grund meines Fax an die BAWAG wurde die Bank sofort aktiv und versuchte fieberhaft die schon eingeleiteten Banküberweisungen an die Verbrecher Helmut und Mariano zu stoppen. so dass ich eventuelle Fehler oder Missdeutungen korrigieren konnte.4. Das Geld war schon von der BAWAG weg und sogar schon ausserhalb Österreichs. was den genauen Monatstag betrifft. weil es bei noch auf einem Konto bei ihrer Korrespondenzbank im Ausland lag. 3.3. Dann wurde die Abschrift als Anzeige angenommen. Dort wurde mir eine Abschrift der Tonbandaussage vorgelegt. Kaufvertrag zwischen Helmut Roegele und mir vom Oktober 1996 (worin er richtigerweise schriftlich bestätigt hatte. Es war also pures Glück. dass ich die Nacht vom -Donnerstag nach Ostern (1.3. ging ich wieder zur Polizei. wirklich wie ein Wunder konnte die BAWAG die Gelder in allerletzter Sekunde zurückholen.1. Eine Kopie wurde mir gegeben.1993. Es gab nur ganz wenige Stellen. nachdem die Verbrecher den Fax nach Feldkirch gesendet hatten. Selbstverständlich habe ich in den in Folge der Polizei und den Untersuchungsbehörden alle Dokumente und Beweise im Original überlassen: wie zum Beispiel dem beglaubigten Darlehensvertrag zwischen Mariano Marti-Ventosa Roqueta und mir vom 6. + 12.bzw. womit er mich nach Argentinien lockte. Am 21.00 Uhr / 4. Dann wäre 93 . Die Behörden machten für sich Kopien von allem und die Originale bekam ich später wieder zurück. 9.. Wieder sicher bin ich mir aber ganz.2. dass er die ganze Kaufvertragssumme für die Wohnung in BAR und vor der Unterzeichnung erhalten hatte). Donnerstag im April) im neuen Gefangenenzimmer im Haupthaus verbracht habe. mittels Strichlein gezählt habe. weil ich sehr früh am Freitagmorgen (ca. Wie ein Wunder.

Beide hatten sicher einen 99-prozentigen Herzinfarkt. Hätten sie mich in Argentinien nur 24 Stunden länger gefangen gehalten. Meine Familie stand wegen den Telefonaten unter einem grossen Schock und es dauerte lange. Helmut war 94 . Dem Helmut wurde hörbar schlecht und er leierte etwas von dem Wohnungsverkauf und behauptete. Die Telefongespräche mit ihm wurden aufgezeichnet. Seine Frau und Mariano riefen auch bei ihnen an. bzw. hatte er mehrere Male bei der BAWAG in Feldkirch angerufen und wurde dort auf die Rechtsabteilung der Bank in Wien verwiesen. als sie erfolglos bei ihren Banken nachgefragt haben mussten. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. Mariano wusste. Er bekam Panik und belästigte zuerst meine Mutter und meine Tante in Spanien per Telefon. an Brutalität und Waffengewalt ausüben mussten. Es war dann. Ich konnte es nicht glauben. Ich hatte die Polizei in Vaduz immer über jede Bedrohung und Belästigung informiert. Er hatte natürlich sofort gemerkt. sein Gebiet war. Da Helmut ja Deutsch konnte. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. bis sie sich davon erholen konnten. Die Telefonnummern hatte sie ja von mir schon in der Gefangenschaft abverlangt. Und nun war er auf Helmut (in Europa) angewiesen. dass der Bankkontobesitzer (ich) eine Anzeige gegen ihn und andere bei der Polizei erstattet hatte. um meine Entführung. Man kann sich die langen Gesichter der Verbrecher gar nicht vorstellen. Es war schon eine verrückte neue Situation für die beiden Folterer. dass meine Mutter (und Tante) aus Spanien kommen. dass sie mich umbringen würden. dass er nun in der tiefen Scheisse steckte. dass ich der Verbrecher wäre. sein Kerker. Helmut musste schnell handeln. Bröll die Gute Nachricht brachte. Nachdem was sie alles an operativer Logistik. Beide haben sicher vor Wut gekocht. warum die dicke Kohle noch nicht angekommen war.er zu spät gewesen. dass nix eingetroffen war. als mir Dir. Er war ja weit weg. da es ja seine Farm. weil nur ein Gericht in Spanien die definitive Gutschrift auf die Konten der Beiden verhindern hätte können. Ich konnte es immer noch nicht glauben. Mariano hatte wegen der Anzeige weniger Angst. rückgängig machen können. als ihnen ihre Bank mitteilte. nicht er. Zuerst hatte Mariano die volle Kontrolle über alles (in Argentinien). meine Gefangennahme. wäre das Geld auf ihren Konten gelandet. als er erfahren konnte. Erpressung und Folter erfolgreich zu machen. so konnte er mit ihnen auf Spanisch reden. Nicht nur bedrohte er sie beide mit schweren Konsequenzen. Es war wie in einem Traum. um seinen Anteil der Beute doch noch zu bekommen. Meine Mutter und meine Tante sollten mir ausrichten.

wenn ich tot wäre und dann irgendjemand – z. Helmut hatte keinen einzigen Franken aus dem Wohnungskauf zu Gute . würden sie die Schriftstücke aus Argentinien "vorlegen" und hoffen. indem er den Betrag auf seinem eigenen. warum er rund CHF 400'000.eine "berechtigte" Grundlage auf Papier haben.plus Zinsen. Mit einer Anzeige war die Situation für Helmut & Co..B. . Vertrag. bzw. Kroschel war ein Mann. dass man mir während der Gefangenschaft zwar diverse Pseudorechnungen. Denn sollte ich nach meiner Freilassung. dass er ein massives Problem damit hatte. wusste er noch nicht. Wie detailliert ich die Anzeige erstattet hatte. Banküberweisungen und bankenseitigen Bestätigungen locker beweisen konnte.nun bekommen hätte sollen. die Zahlung an ihn als rechtmässig erscheinen lassen. um die CHF 10'000.-.von mir bekommen hatte.für alle Fälle . was für eine schwere Gefängnisstrafe sie zu erwarten hätten. neuen Konto bei der BAWAG gutschreiben liess. bis er als Mittäter in den Kreis der Verbrecher aufgenommen wurde. den ich nie in meinem Leben je getroffen hatte. Mariano schuldete mir seit 1993 CHF 245'000. was ich mit den dazugehörigen Quittungen. er musste auf Teufel komm raus versuchen. wo ich nebst dem Helmut und dem Mariano auch dem Kroschel die absolut berechtigte Frage stellen konnte. b) Die ungefähr gleichgrosse Zahlung an Mariano und c) die "Zahlung" an seinen Schwager! Kroschel hatten sich nämlich den übrig gebliebenen Restbetrag meines Sparbuches. Er musste also in erster Linie das Motiv (die Beute) bekämpfen.eigentlich 3 Probleme hatte: a) Die Zahlung an ihn. Das heisst. dass sie damit durchkommen. Sie wollte damit . ungeachtet ihrer Drohungen es trotzdem wagen die Zahlungen bekämpfen.-.aber mit seiner Frau wieder zurück in Spanien und konnte sich klar vorstellen. Man erinnere sich. hochgefährlich. Die Banküberweisungen sind ja für immer dokumentiert. Helmut wollte seinen Schwager damit für seine "Umstände" belohnen. Im Moment konnte er keinen Gedanken darin verlieren. bzw.was ich mit dem Notarvertrag beweisen konnte. mit dem ich nie in meinem Leben je etwas zu tun hatte. welches Recht alle Drei hatten. Anerkennungen für beide Überweisungen zur Unterschrift vorgelegt hatte.die extrem verdächtige Auflösung meines Sparbuches hinterfragen würde.einfach in den eigenen Sack gesteckt. meine Familie oder die Bank . Dasselbe würde passieren. 95 . dass er .dank der BAWAG . auch nur einen einzigen Franken von meinem Geld zu nehmen. Er hatte aber sofort richtig kombiniert. Ich war richtigerweise in der Position. zu erklären.was die abgepressten Zahlungen betraf .

Niemals. niemals. nie und nimmer und nochmals NIEMALS!!!! 96 . das Codewort des Kontos bei der BAWAG kamen. Es gab überhaupt keine ökonomische Grundlage dafür.a. — plus 12 Prozent p. wie die Verbrecher an mein Sparbuch. dass die Verbrecher vor einem Kriminalgericht absolut keine Chance haben. im Gegenteil. die Beute fast 50-50 aufteilten. schwerer Freiheitsberaubung und schwerer Erpressung und Nötigung etc. niemals. sich aus der Sache herauszureden. Zinsen schuldet. Daher war ich und bin heute noch zu 1000 Prozent überzeugt. Abgesehen davon. warum ich in Argentinien jeweils mehr als CHF 400'000. Mariano mir seit März 1993 (und dies heute immer noch) über CHF 245'000. war die ganze Konstellation. aber die knallharten Fakten lagen im meinem Fall "sternenklar" vor.— den Tätern Helmut Roegele und Mariano Marti-Ventosa Roqueta hätten überlassen sollen. dass die Verbrecher überhaupt kein Geld oder sonstiges von mir zu erhalten hatten.Ich bin ja selber kein Jurist. niemals. eine Analogie des klassischen Deliktes von schwerer Entführung.

dem 12. Dennoch. Es war schon spät am Abend. Ich hatte immer noch die frischen Vaduzer Bandagen an den verletzten Körperstellen und das Bild. Da ich aber auch nicht alleine irgendwo hausen wollte und ein Aufenthalt im Spital nicht notwendig und angebracht war. April. Ein Treffen mit ihm war deshalb nicht möglich. Nach meiner letzten Nacht im Zimmer in Zürich. Die nette. endlich erreichen konnte. obwohl ich doch gerade der Hölle entkommen war. um meine wenigen Sachen zu holen. brachte etwas emotionale Erleichterung. blieb mir nur die Möglichkeit. Leider hatte mein Freund gerade seine Eltern zu Besuch. Mein bisheriges Leben wurde durch gewalttätiges Drücken der "RESET-Taste" aus den Fugen geworfen. 4 war mir nicht ganz geheuer.Kapitel 2 Zimmer unter den Alten Am nächsten Tag. die weit weg von Zürich wohnte. Ich wollte unbedingt mit einem meiner damaligen Freunde reden. All meine Träume waren zerstört. konnte nicht surrealer sein. Die kommen nur alle drei oder vier Jahre zu ihm und ausgerechnet an diesen Tagen war es wieder soweit. Als ich mich später vom Wirt des „Blockhus‚ verabschiedete. das ich in einer der verglasten Telefonkabinen auf dem Bellevueplatz in Zürich abgab. alleinerziehende Deutsche Mutter arbeitete im Schauspielhaus oben am Heimplatz. ging die Reise abermals nach Vaduz. traf ich per Zufall im Restaurant unten eine Frau wieder. konnte sie erst ihre Verwunderung. Ich war immer noch müde und zutiefst traurig. Ich habe ihm nur sagen können. Die Passanten begannen schon mich anzustarren. Ein Anruf bei meiner Exfreundin. dann ihren Schock und später ihre Abneigung nicht verbergen. der in der Nähe des Flughafens wohnte. Aus Schamgefühl wollte ich nicht bei meinem Vater und meiner Stiefmutter in deren Haus leben. Dort. die ich vor zwei Monaten kennen gelernt hatte. fuhr ich mit dem Zug zurück nach Zürich. im Dachstuhl des Gourmets Restaurant "Blockhus" hatte ich vom Wirt Pierre seit ein paar Monaten ein möbliertes Zimmer im Dachstuhl angemietet. Als sie mich dann so sah. Unter anderen Umständen wäre vielleicht was aus uns geworden. ein 97 . selbst der Fussmarsch in der Abenddämmerung vom Hauptbahnhof via Hechtplatz zum Haus Schiffländi Nr. dass ich zurück aus Argentinien sei und es mir nicht gut gehe. als ich einen Freund. Schade! Wir hatten uns sehr gut verstanden.

im Juli 2003. wo ihre beiden Söhne mit mir in die Schule gegangen waren. Mit der Zeit lernte ich sie alle persönlich kennen. Meine beiden Nachbarn. Schädler-Strasse ein. eigener Herr über die TV-Fernbedienung und somit den Fernseher war. zog ich ausgerechnet in jene frisch gestrichene 1-Zimmerwohnung im Mehrfamilienhaus am Buchenweg 1 in Vaduz ein. Das Leben im Altersheim war voller Überraschungen. Angemietet und neu möbliert wurde diese Wohnung für mich durch die Bank des Fürst von Liechtenstein – Hans-Adams LGT Bank.kleines Zimmer im Altenheim übrig. trotz meines verzigfache Energieüberschusses im Vergleich zu den Mitbewohnern. der Staat bot es mir an. Martin in der Dr. waren auch keine echten Rentner. Etwas älter als ich und mit grossen zwischenmenschlichen Problemen überladen. Dort wurde für warmes Essen und reine Wäsche gesorgt. A. Ich kann nur jedem empfehlen. Frühstück und Mittag. ich versichere Euch. die ab und zu von gefrässigen Huftieren abgegrast wurden. Toll war. Aussicht auf blühende Wiesen. Zumindest für die erste Zeit. Mit Sack und Pack zog ich also nach Eschen im Liechtensteiner Unterland. links und rechts. Wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen. dass ich jeweils am Abend dank der frühen Gute-Nacht-Stunde meiner Mitbewohner. Ihre liebenswerte Eigenart kam unter tragischen Umständen wieder in mein Bewusstsein. wenigstens einmal sich das Leben in einem Altersheim genau anzuschauen. Ich fügte mich in den geordneten Rhythmus des Altersheims stillschweigen ein. Drei Zimmer weiter war eine freundliche und liebenswerte italienische Dame für kurze Zeit auch Gast im Altersheim. wobei ich meine Erlebnisse in Argentinien nicht mit ihnen teilte. wo sie sich kurz davor das Leben genommen hatte. in das Betreuungszentrum St. schön möbliert und mit eigener Dusche ausgestattet. Ich durfte aber kommen und gehen wann ich wollte und war auch vom obligaten Meldesystem in Bezug auf die Menueauswahl befreit. Sechs Jahre später. Mein Zimmer war im unteren Stock. nicht teilen wollte. 98 . Das Essen war erstklassig und die sprichwörtliche Friedhofsruhe war schon wieder wohltuend. Ich habe sie anschliessend nie wieder getroffen. Stundenlange Diskussionen mit den 70-80-Jährigen waren sehr aufschlussreich und spannend. Ich kannte sie aus meiner Kindheit in Schaan.sowie Abendessen wurden in zwei Schichten serviert. Das heisst. Sie wurde hier in Sicherheit vor ihrem gewalttätigen Ehemann untergebracht.

Schon wenige Tage nach meiner Anzeige bei der Polizei in Vaduz begann ich. Da hatte ich oft Angst vor deren Reaktion. die mir nahe standen. Viele von ihnen würden Jahre später noch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen.ihr werdet ganz anders über alte Menschen und speziell euer eigenes "älter werden" nachdenken. wird oft untersucht. insbesondere mit den Untersuchungsbehörden. aber auch in einem so reichen Land wie Liechtenstein ist das Seniorenheim ein (geistiges) Abstellgleis für viele alte Bürger. Nach und nach traten also immer mehr neue Leute in mein Leben. Nach gründlicher medizinischer Prüfung aller Verletzungen überwies sie mich an einen Spezialisten beim Spital St. ob die Nervenstränge wieder zusammenwachsen und keine Schwächung der Empfindsamkeit zurückbleibt. Nicht das es an Geld je mangelt. Nach solch messerscharfen Schnitten am Handgelenk wie ich sie hatte. Ich hatte immer noch Schmerzen im Hals und an beiden Handgelenken. Eine äusserst kompetente und mitfühlende Person. Erstaunlicherweise hatte ich überhaupt keine Mühe. die sich beruflich mit dem "Ausgang meiner Argentinienvisite" befassen mussten. Silvia Rheinberger aus Vaduz. Es war traurig mit anzusehen. viel nachzudenken. die keine eigenen Familienmitglieder mehr haben oder deren eigenes Fleisch und Blut den "Wir-besuchen-die-Alten-NIE" – Bazillus pflegen. Ganz anders war dies mit jenen. Gallen. Vor allem für jene. wie man "erfolgreich" die Hauptblutader am Handgelenk durchtrennt: nämlich tief und parallel zum Arm und nicht quer. Da war die Ärztin Dr. umfassende Schriftstücke mit mehr Details und Erklärungen zu den Tätern zu verfassen und sie den Behörden zu übergeben. Meine Hausärztin. Weil mein Schmerz ja fast unfassbar war. tagaus anspruchslos auf den unvermeidbaren Sensenmann warteten. Ganz zu schweigen von dem Stigma einen Selbstmordversuch gemacht zu haben. Zum Glück war keine 99 . wie ich es tat. Mein vorher sehr gutes Gedächtnis und meine Konzentrationsfähigkeit haben unter der Tortur und dem Stress der letzten Wochen stark gelitten. Gott sei Dank hatte ich im Kerker in Argentinien auch keine medizinische Kenntnisse darüber. mich wieder aufzufangen und mein Kampf gegen die Täter zu organisieren und aufzunehmen. Ich verbrachte die Tage damit. mit mir vorher unbekannten Menschen ausführlich über das Ertragene zu reden. wie viele der Bewohner tagein.

es gibt zwei Gruppen von Opfern: jene die nach grausamen Erlebnissen nur schweigen können und oft einsam und depressiv werden.neurologische Operation nötig. war der Schnitt an meinem linken Handgelenk etwas tiefer. die sich LAUT und STARK äussern können. Und die anderen. Heute noch empfinde ich nur beim Fingernagelschneiden an der linken Hand ein kleines Kribbeln in den Fingern und im Handgelenk. zu denen glücklicherweise ich gehöre. da ich motorisch automatisch mehr Druck und Kraft mit der rechten Hand ausübte. 100 . auch meinen Vater und die Stiefmutter persönlich für etwas längere Zeit zu treffen. Ich glaube. Sie waren sehr mitgenommen von der ganzen Geschichte und versicherten mir – falls erforderlich – mir finanziellen und sonstigen Beistand für den juristischen Kampf um die Gerechtigkeit zu leisten. Erst zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Argentinien war ich innerlich so weit. Dadurch dass ich Rechtshänder bin. Es wurden somit die durchlaufenden Nervenstränge mehr in Mitleidenschaft gezogen.

Über diesen Bescheid war ich sehr erfreut. Bei der ersten Vernehmung durch den UR Dr. der eine Kanzlei in Feldkirch und in Vaduz hatte. an Details nicht zu überbietenden Wiedergabe des brutalen Verbrechens. Als ich ihn zum 1. Der meinem Fall zugewiesene Untersuchungsrichter (UR) war der Landrichter Dr. also die Entführung.Kapitel 3 Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Eine weitere Dame.kurz der „101er‚) eine juristische Zuständigkeit besass. am Strafverfahren (101er) gegen die diversen Täter beteiligt.). Hirn (mit solchem Nachnamen muss man ja ein RA werden). Ich war heilfroh. Paul Meier. ein Österreicher. war meine Akte schon mit vielen Schriftstücken seitens der Polizei. Freiheitsberaubung. warum sich ein anderes Unheil ab dem Jahr 2002 zusammenbrauen würde. Nie sollte ich mich in ihm täuschen. Dies war deshalb der Fall. Ich hatte mich sogleich als so genannter Privatbeteiligter. dass er äusserst qualifiziert war. Körperverletzung. sowie der 101 . zu vergessen oder zu verwechseln.s. Ferner unterstütze mich auch der geachtete Rechtsanwalt (RA) Dr. Meier sehr wichtig. ein rechtsmedizinisches Gutachten bezüglich aller Körperverletzungen erstellen zu lassen. weil das Verbrechen als geschlossene Tat angesehen werden konnte. Alles lief aber gut. B. Mal treffen konnte. Landgericht Vaduz. Das weitere Verhalten der Staatsanwaltschaft (STA) in Vaduz spielte eine massgebliche Rolle. Freiheitsberaubung u. war es für den UR Dr. zusätzlich zu meiner ausführlichen. Ich erkannte sofort. dass Liechtenstein in diesem Fall (Aktennummer 10 Vr 101/97.w. Meier war ich etwas nervös. irgendein der vielen wichtigen Details. die nach Strafgesetzbuch jeweils pro Delikt eine Maximalstrafe zwischen fünf und zehn Jahren Gefängnis vorsehen. was mir als Opfer einige Rechte gibt. die ich auf Tonband bei der Polizei Wochen zuvor ausgesagt hatte. sollte für die ersten paar Jahre meine ganze Hoffnungsträgerin sein. dass er ein offenes Ohr hatte. schwere Nötigung. der STA und von mir gefüllt. Aufgrund der massiven Schwere der Taten (schwere Erpressung. die Staatsanwältin Alma Willi aus Balzers. schwere Erpressung und schwere Nötigung zusammen mit der unberechtigten Annahme oder Übernahme meines Sparbuchs in VADUZ durch den Mittäter Kroschel. Als erste Amtshandlung hatte sie gerichtlich feststellen lassen. da ich Angst hatte.

1. Oberhalb des Schüsselbeines rechts. war eine 6 cm lange. 5 cm lange. befragt und untersucht. unregelmässig gestaltete Narbe quer nach links abgehend.) bis zur erste Hälfte von Kapitel Drei (III. war eine weitere v-förmig gestaltete 3 cm lange Narbenbildung über den rechtsseitigen Halsweichteilen gegeben. Kapitels. Paul Umach. Seine Wahl fiel auf den ausgewiesenen Univ. An der Beugeseite des linken Handgelenkes war eine quer verlaufende. An der linken Halo-Vorderseite. beginnt der Originaltext ab der Mitte des III. ebenfalls von hinten oben nach vorne unten über dem Vorderrand des Kopfnickermuskels verlaufend. voll kommunikationsfähig. quer über dem Kopfnickermuskel verlaufend. war voll orientiert. seines Gutachtens beinhalten eine Zusammenfassung des Auftrages des UR. In gerader Verlängerung nach unten rechts der erstgenannten Narbe ist eine gleichartige 1 cm lange Narbe im Abstand von ca.Bei der klinischen Kontrolluntersuchung befand sich Heinrich Kieber in gutem Allgemein. meine Schilderungen aus der Anzeige und die Angaben des Spital Vaduz. knapp unterhalb derselben eine weitere 1 cm lange Narbe nach rechts oben abzweigend.: Das Kapitel Eins (I. Etwa in der Mitte der Narbe war eine weitere 3 cm lange. 4. Im Bereich der Drosselgrube wurde eine leicht geschwungen verlaufende. von links oben nach rechts unten verlaufende. Facharzt der Gerichtlichen Medizin in Innsbruck. Österreich. Umach hat mich dann im Altersheim in Eschen am 25. Juni 1997 besucht. eher strichförmige Narbe. Da all dies schon in diesem Buch erwähnt ist. welche im Bereich des hinteren Narbenendes schwalbenschwanzartig gespalten war.5 cm lange. Diese Narbe dem Aspekt nach vorne unten seichter auslaufend. brustbeinnahe. Dr. Dr. Sein Gutachten gebe ich im OT hier wieder: Anm.und Ernährungszustand. verdickte rote Narbenbildung gegeben..Faktenlage zu der versuchten Erpressung. Knapp oberhalb der beschriebenen Narbe eine weitere 6 cm lange. (III.).5 cm gegeben. etwas unregelmässige rote und verdickte Narbenbildung festgestellt.)<. etwas verbreiterte und rot gefärbte Narbenbildung gegeben mit den deutlichen Spuren von vier Nähten. Etwas handflächenwärts dieser Narbe war eine umschriebene Druckempfindlichkeit mit elektrisierendem 102 .

rote. etwas innerhalb davon eine gleichartige reiskorngrosse Narbe. Nach den Unterlagen ist festzustellen. etwas verbreiterte Narbenbildung mit den Spuren nach drei Wundnähten. Die Verletzungen sind im Ambulanzbericht des Krankenhauses Vaduz beschrieben und auch lichtbildmässig dokumentiert. Sowohl nach dem dortigen Befund als auch dem jetzigen Narbenbefund ist davon auszugehen. jedoch ist es auszuschliessen. IV. An der hinten Aussenseite der rechten Wade. Sensibilität und Motorik im Bereich der rechten Hand und der Finger rechts nicht gestört. Die Beweglichkeit der Langfinger ungestört. im Durchmesser 1 cm haltende bräunliche Narbenbildung mit strahlig-narbiger Oberfläche gegeben.3 cm lange und bis 3 mm breite rötlich-braune Verfärbung der Haut ohne Veränderung der Hautstruktur wie nach abgeheilter Hautabschürfung gegeben. dass von den bei Heinrich Kieber befundenen Verletzungen bzw. eine Zuordnung auf Tage genau zu treffen. als das Abspreizen nur unzureichend möglich ist im Vergleich zu rechts. so sollen die Verletzungen am rechten Unterschenkel mit der Tathandlung 103 . 1. Folgt man den Angaben des Heinrich Kieber. Es ist natürlich nicht möglich. Die Sensibilität im Bereich der Finger und der linken Hand ungestört. die Beweglichkeit des Daumens insofern eingeschränkt. dass bei Heinrich Kieber Narbenbilder vorliegen. war eine rundliche. welcher von ihm angegeben wird. Unterhalb dieser Narbe in einer mittleren Höhe von 26. eine 5 cm lange. jetzigen Narbenbildern eine oder mehrere wesentlich früher zustande gekommen wären als in der letzten Märzwoche 1997. quer verlaufend. An der Beugeseite des rechten Handgelenkes. dass die Verletzungen des Heinrich Kieber tatsächlich in jenem Zeitraum zustande kamen. welche als Folge angeblich verschiedener Tathandlungen und Ereignisse eingetreten sein sollen. zwischen 30 und 31 cm über der Fusssohle gelegen. war eine praktisch horizontal verlaufende. 20 cm über der Fersensohle lokalisiert.ausstrahlenden Schmerz in die beugeseitigen Langfinger gegeben.5 cm über der Fersensohle. An der hinteren Aussenseite des rechten Beines. war eine etwa 8 mm messende. oval gestaltete bräunliche Narbenbildung mit strahliger Oberfläche gegeben. wie von Kieber berichtet.

die zurückgebliebenen Narbenspuren zeigen. Aus derart angelegten Pulsaderschnitten kommt es nicht zu schweren Blutungen und insbesondere nicht zu solchen. sind als Narben nach Schnittverletzungen 104 . dass eher unkundige Wundversorgung primär stattgefunden hat. was auch aus dem Arztbericht des Krankenhauses Vaduz unschwer abzuleiten ist. Pulsaderschnitte im Rahmen von Suizidversuchen. Die Narben sind jung. wobei am linken Handgelenk offenbar auch der Mittelnerv etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde mit den vorübergehenden Sensibilitätsstörungen im Bereich des Daumens und der Finger und der minimalen Bewegungseinschränkung. Die zurückgebliebenen Narbenbildungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind typisch für die Zufügung sog. da bei dieser Schnittführung grosse arterielle Gefässe nicht getroffen werden und somit der Blutverlust in engen Grenzen bleibt.durch Dritte in Zusammenhang stehen. Die Verletzungen am Hals können von verschiedenen Tathandlungen herstammen. Verbrennungsnarben handelt. Die an der linken Halsvorderseite gelegenen etwa quer bzw. welche an die 24-Tage-Grenze wohl heranreichte. Nach dem Narbenbild ist festzustellen. dass die beschriebenen Narben im knienahen Bereich des rechten Unterschenkels eindeutig auf Hitzeinwirkung zurückzuführen sind und es sich um sog. zum anderen durch Einwirkung der beschriebenen Metallmanschette zur Kettenanlage am rechten Bein zurückgeführt werden. beide etwa 6 cm lang. wie dies von Kieber auch berichtet wird. Somit können diese Verletzungen am rechten Unterschenkel zum einen auf Verbrennungseinwirkung durch möglichen Funkenflug beim Schweissen. welche lebensbedrohlich wären. schräg von hinten oben nach vorne unten verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel. Diese Verletzungen sind in ihrer Gesamtheit wohl noch als solche medizinisch an sich leichten Grades anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. diese aber nicht überschritt. während die unterste quer verlaufende Narbe ihrer Struktur nach für eine oberflächliche Hautverletzung im Sinne einer Hautabschürfung spricht und durchaus mit jener Kanteneinwirkung der angebrachten Metallmanschette in Zusammenhang gebracht werden kann in der Form.

den Splitter wieder etwas herausgezogen und gedreht und nochmals hineingestossen zu haben. Die über der Luftröhre hier liegenden Weichteile sind dünn. welche durchaus in dem in Rede stehenden Zeitraum 26.gedrückt bzw. dass er Luft heraus pfeifen gehört habe und auch eine Art Schleim gespürt habe. hier ein dreieckiges Stück eines Glassplitters eines Fensterglases angesetzt und hinein. 4. 97 bis 2. Auch hier wurden offensichtlich entscheidende tiefer liegende Strukturen nicht erwischt. Wenn Heinrich Kieber nun angibt. dass diese Verletzungen oder ein Teil 105 . etwa an jener Stelle. hineingeschlagen zu haben. dass es auch zu einer entscheidenden Verletzung eines arteriellen Gefässes kommt. Der Schnitt war aber über der Halsschlagader lokalisiert. um einen direkten Zugang zur Luftröhre zu erreichen.anzusprechen. 1997 entstanden sein konnten. Diese Schnittführung ist für einen Rechtshänder. so würde sich daraus nicht nur das unregelmässige Narbenbild über der Drosselgrube erklären. Natürlich sind die von Heinrich Kieber verwendeten Klingen eines Einwegrasierers diesbezüglich nur ein bedingt taugliches Mittel. wo auch bei einem therapeutischen Luftröhrenschnitt durch die Weichteile eingegangen wird. mit welchem nicht so weit in die Tiefe geschnitten werden kann. allerdings zu oberflächlich. Zusammenfassend sind die gegenständlichen Verletzungen des Heinrich Kieber nach dem eigenen Untersuchungsbefund und in Beachtung der Unterlagen des Krankenhauses Vaduz junge Verletzungen. wobei der Schnitt von hinten oben nach vorne unten geführt wurde. Auszuschliessen ist. 3. welcher sich durch Halsschnitte vom Leben zum Tod befördern will. sodass durch eine Sticheinwirkung hier sehr leicht eine Eröffnung der Luftröhre möglich ist ohne relevante Verletzung benachbarter Organstrukturen. Auch die v-förmige Verletzung etwas rechts der genannten Narbengruppe oberhalb des rechten Schlüsselbeins wäre als Glassplitterverletzung durchaus möglich. V. sondern auch die Angabe des Verletzten erklärbar sein. bei dem es sich offensichtlich um Bronchialschleim gehandelt hat. typisch. Eine mehrläufige Narbe befindet sich bei Heinrich Kieber direkt über der Drosselgrube mit unregelmässiger Gestaltung.

versorgt wurden. Diese Verletzungen sind insgesamt noch als medizinisch an sich leichte Körperverletzungen anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. Bei jenen zwei an der linken Halsseite mehr oben gelegenen. welche hier sehr oberflächlich unter den Weichteilen liegt. Die im Bereich der Drosselgrube zurückgebliebene unregelmässige. die am weitesten am Unterschenkel unten gelegene Verletzungsmarke ist eine solche. wie sie von Kieber beschrieben wurde. diese aber nicht überschritt. ohne dass die Glasscherbe jeweils aus der Wunde ganz herausgezogen wurde. welche an die 24-Tage—Grenze wohl heranreichte. Die weitere Narbe an der Halsseite 106 . zwanglos möglich.derselben wesentlich früher als in diesem bezeichneten Zeitraum entstanden wären. Jene Verletzungen. wobei die Schnittrichtung von hinten oben nach vorne unten anzugeben ist. Die Verletzungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind Schnittverletzungen. wenn auch nicht sehr kundig. sind diese am rechten Unterschenkel lokalisierten. wie sie nach primär etwas tiefer reichender Hautabschürfung zurückbleibt und ist der Lokalisation und Form nach durchaus möglich als Einwirkung des oberen Randes der behaupteten Metallmanschette. dass nämlich die Spitze einer Glasscherbe hier eingestossen wurde. welche Heinrich Kieber von fremder Hand zugefügt wurden. welcher ihrer Art und Lokalisation nach typisch für Suizidversuche sind mit anschliessender eher laienhafter Wundversorgung. zumal offensichtlich ja die Weichteilwunden selbst mit Nähten. wie sie typischerweise nach Verbrennungen auftreten. wie von Heinrich Kieber geschildert. mehrfach geschenkelte Narbenbildung wäre zwanglos erklärbar durch ein Vorgehen. schräg verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel handelt es sich um Zustände nach Schnittverletzungen eher oberflächlicher Art. Eine Selbstheilung der Luftröhrenverletzung ohne weitere operative Massnahmen ist möglich und nicht ungewöhnlich. Diese Verletzungen konnten durchaus durch eigene Hand mit einer Rasierklinge zugefügt worden sein. Bei einem solchen Vorgehen ist auch eine Anspiessung der Luftröhre. Es handelt sich dabei um drei Verletzungsmerkmale. wobei von einem mehrfachen Einstechen mit verschiedener Richtung der Glasscherbe ausgegangen werden kann.

Unglaubliches passierte. tiefer reichende und schwerwiegendere Verletzungen entstehen. Es ist die dienstliche Pflicht der STA. die Leute würden einem nicht oder nur teilweise glauben. 16. Drei bis vier Mal pro Monat habe ich. Insgesamt ist festzustellen. hatte es nie für notwendig angesehen.) Dr. Als ich dann eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachtens erhalten hatte. 1997. dass die STA an der Anklage arbeiten würde. er könne faktisch nur auf Antrag oder Anweisung der STA handeln.rechts oberhalb des Schlüsselbeins wäre ebenfalls durch Einwirkung einer Glasscherbe erklärbar. ohne dass hier relevante bzw. habe ich mit ihr in der Zeit nur einmal kurz zwischen Tür und Angel reden können und dies auch nur per Zufall. Im Gegensatz zum UR Dr.und Verletzungsbild aus gerichtsmedizinischer Sicht durchaus mit den Schilderungen des Heinrich Kieber in Einklang gebracht werden kann. da sich ihr Büro damals noch in demselben Gebäude wie das Landgericht befand. so will es die Strafprozessordnung (StPO). In den verbleibenden Monaten des Jahres 1997 war ich praktisch ein Dauerbesucher beim Landgericht Vaduz gewesen. Sie war sehr kurz angebunden. um der so genannten Wahrheitsfindung zu dienen. dass seine Hände gebunden seien. bestätigte mir aber. Alles ging sehr langsam voran. Leider nutzte die STA ihre Macht zur Nachforschung nicht aus. 7. Ich hatte immer Respekt und Anstand vor den Behörden gezeigt 107 . P. Dialoge mit dem Opfer waren nicht ihre Stärke. (gez. Ich nahm meine Rolle als Privatbeteiligter sehr ernst und nutzte 100fach die Gelegenheit. Meier. Ich hatte eigentlich soweit Glück. den schweren Beschuldigungen juristisch auf den Grund zu gehen und mittels der gesetzlichen Macht und den weitreichenden Hilfsmitteln hat die STA die Möglichkeit dazu. als die anklagende Behörde. beim UR angeklopft und höflich gefragt. wie der Stand der Dinge sei. da es an der Glaubhaftigkeit meiner Anzeige und all meiner Aussagen seitens der Polizei und dem Gericht in Vaduz absolut nie Zweifel gab. Er sagte mir. mit mir persönlich zu reden. ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. dessen Bürotüre immer für mich offen stand. oft ohne Termin. Als Opfer hat man immer Angst. STA Alma Willi. dass das befundene Narben. Innsbruck. Paul Umach.

was dem BND 1997 nicht gelang. um die alle (wieder) Milde zu stimmen. Es folgten massenhafte Steuer-Strafuntersuchungen und seitenweise negative Berichte in den deutschen Medien. Diese schimpfte öffentlich über den BND und Deutschland sowieso. Billigung und Förderung von Steuerbetrug und –hinterziehung.und mit dieser für mich wichtigen Aussage seitens der STA war ich mehr als zufrieden. Selbst Hans-Adam war gezwungen öffentlich seinen "sauberen Finanzplatz" zu verteidigen. Die hohen FinanzHerren hatten das Glück. wo die ultimativen. 1996 hatte ein Mitarbeiter Batliners die CD mit nach Hause genommen. Dr. Justiz und die Kripo) in seinem Land in personeller als auch technischer 108 . und ihm daher für das vollständige Bild fehlte: einen tiefen Einblick in die "Dunkelkammer" der betroffenen Banken und Treuhänder. Wir in Liechtenstein wussten. Wegen Geldwäschereivorwürfe. Dazu muss man folgendes wissen: Gerade ab dem Jahr 1997 kam das Land Liechtenstein immer stärker unter Beschuss von diversen Europäischen Staaten und den USA. Auch der Inhalt der berühmten CD vom Treuhandbüro "Dr. da er in verdächtige Geldverschiebungen und Aktionen im Ländle verwickelt war. Er erkannte an. dass der Hauptzuträger des BNDs (aus Quellen von 1997 und 1998) selber kein "vorbildlicher Treuhänder" war. Unterstützung der organisierten Kriminalität und generell als Steuerparadies. beweiskräftigen Dokumente lagern! Diese "Unvollständigkeit" sollte dem BND Jahre später nicht mehr passieren. Der Druck stieg auch mit dem exklusiv für die damalige deutsche Regierung eigentlich als vertraulich klassifizierten BND-Bericht von 1999 über die kriminellen Netzwerke der Liechtensteiner Finanzwelt. schickte den Liechtensteiner Regierungschef samt Gefolge nach Berlin. Zu Hause aber lachten sie hinter vorgehaltener Hand: "Fast hätte es uns erwischt!". dass die Ausstattung der Untersuchungsbehörden (STA. später gelangte sie in die Hände der Medien und der deutschen Behörden. direkt oder über die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) oder der FATF (Financial Action Task Force). Batliner" aus Vaduz sorgte für reichlich Aufsehen. Auf einmal war das kleine Liechtenstein nicht nur in aller Munde sondern auch in Verruf geraten.

All diese hektischen Aktivitäten über Jahre hinweg seitens der Justiz. Wenn man es genau nimmt. die Herren Marxer & Ritter etc. Im Gegenteil. Treuhand. dass ich als Opfer (nicht nur in der Rolle als Privatbeteiligter am Prozess) alles nur denkbare und Menschenmögliche gemacht habe. "Das (verfluchte) GELD" hatte eben IMMER Vorrang!! Ohne Übertreibung kann ich fest behaupten.und Bankendokumente beschlagnahmt. Ich habe im Jahr 1997 (bis Ende 2002) Hunderte 109 . um der STA und dem UR bei ihrer Arbeit zu helfen. In aller Eile wurde Anfang 2000 ein Sonderstaatsanwalt. die Regierung in Vaduz musste Jahre später nach praktisch geheimen Verhandlungen sehr hohe Entschädigungssummen an sie auszahlen. habe ich die Arbeit der STA getan. Wir in Liechtenstein verurteilen prinzipiell keine Banker oder Treuhänder nur weil sie Geldwäscherei fördern oder billigen oder Steuerbetrug und hinterziehung aktiv unterstützen. Erst Jahre später wurden neue – angeblich von den Finanzmachthabern unabhängige – Aufsichtsbehörden geschaffen. um dem ständigen Druck vom Ausland entgegenzuwirken: zum Beispiel die FIU (Financial Intelligence Unit) im März 2002 oder im Mai 2004 die FMA (Finanz Marktaufsicht). Was das Ausland nicht mehr mitbekommen hatte.Hinsicht schon lange nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprach. gar (kurzzeitig) verhaftet und später auch angeklagt. Denn schlussendlich wurde niemand aus der Gruppe der Beschuldigten Banker und Treuhänder je rechtsgültig verurteilt (abgesehen von kleineren Vergehen). der STA und der Regierung hatten zur Folge. dass praktisch keine Zeit da war für die Arbeit an den anderen bei Gericht oder STA liegenden Fällen wie der meine. Wie in einem Fasnachtsumzug wurden diverse Persönlichkeiten aus Liechtenstein (z.) abgeführt. All dies hauptsächlich zum Gefallen der ausländischen Behörden. Kurt Spitzer aus Österreich sowie mehrere ausländische Spezialisten mit grossem multimedialem Pomp von Hans-Adam persönlich angestellt und dirigiert. SPITZER hat aufgeräumt" jubelte Hans-Adam. Auch wurden neue Sorgfaltspflicht. staatlichen Organisationen und den lästigen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO’s). "Dr. Dr. um das Böse im Ländle auszurotten. war die Realität.und andere Finanzgesetze erlassen.B. Es wurden Büroräume durchsucht. grosse Untersuchungsberichte angefertigt und noch grössere Prozesse angekündigt.

12. Zudem verstand ich es auch nicht. um einen Tatort anzusehen. Ich war im Glauben. 1. Hirn. warum die STA nicht einmal via Interpol die Argentinier zumindest bitten konnte. Dies habe ich alles dem UR geschrieben. dass eine solche Reise. Abgesehen davon müssten noch die Spuren der Kette (an der Wand). unter Aufsicht von Interpol Argentinien. Am Anfang war ich sogar naiv genug in einem Schreiben an den UR Dr. Die STA hätte es nicht bewilligt. habe ich bildlich. Im Februar 1998 war Nachbau des Kerkers (mit jedem kleinsten Detail) als dreidimensionales Modell fertig. 1 x für STA und 1 x für meinen RA Dr. Selbst wenn die Täter den Gefängnisturm mit einem Hochdruckreiniger gereinigt hätten. Meier die Möglichkeit nach einer Reise zum Tatort zu erfragen. fotografisch und im Modell den Tatort nach Vaduz gebracht.5 cm dicken Holzplatte. durchführbar wäre. Leider war eine solche Reise (mit mir oder ohne mich) nicht machbar. Ich habe eine Serie von verschiedenen Fotos davon gemacht um die in meiner Anzeige bei der Polizei gemachten Angaben bildlich zu unterstützen.von Seiten niedergeschrieben.w. geklebt. Alles jeweils in dreifacher Form.09. dass die Justiz sich zum Tatort nach Argentinien begibt. Kurz vor Weihnachten 1997 hatte ich auch das 1:1 Modell des Eisenfussrings und Eisenkette samt Mauerstück fertig und am 21.1997 zusammen mit einem Begleitschreiben dem UR übergeben. Das Modell war auf einer ca. Fotos gemacht und Modelle bauen lassen. Ich war sehr enttäuscht. dass ausländische Strafverfolgungsbehörden in ein anderes Land reisten. 0. Da ich nicht verlangen kann. Da niemand in Argentinien nachschauen gehen wollte. Genau nach dem Spruch "ein Bild sagt mehr als Tausend Worte" hatte ich schon im August 1997 den Auftrag für 3 Kohle-Zeichnungen gegeben und sie am 01. an dem wohl ausgetauschten neuen Fenster u.5 x 1 Meter gross.1997 mit Fotomappe und Begleitschreiben dem UR überreichen. Kriminalspezialisten sollten in der Lage sein. den Turm und die Farm wenigstens zu besuchen und zu inspizieren. Es wäre nicht das erste Mal. Diese Foto-Mappe 110 . zu finden sein. Nur unter höchstem Polizeischutz natürlich. entschloss ich mich einen professionellen Nachbau in Auftrag zu geben. Nicht das ich nochmals im Kerker auf der Farm lande. 1x für UR. In der Fotomappe waren Fotos mit mir in diversen Situationen während der Gefangenschaft nachgestellt. Über 1000 Franken habe ich dafür bezahlt. Akten angefertigt. immer noch Blutspuren von mir zu finden.s.

dass es Schauspieler waren. Die tiefen seelischen Narben verursachten aber einiges an Nebeneffekten. Selbst Jahre später. Ich habe mir seit dieser Zeit nie wieder einen Gewaltfilm angesehen. Als jene Szene gezeigt wurde. und dem obligatorischen Blick auf die ON-Liste (Akteninhaltsverzeichnis) des 101er. wurde mir Kotzübel und ich musste von der Sitztribüne fliehen. Auf einer meiner Gänge zum UR Dr. Ich konnte mich nicht gleich entscheiden. Gerade als ich dachte. blieb mein Herz stehen und der Atem stocken: gemäss Eintrag gab es eine Beschuldigteneinvernahme von Helmut Roegele hier in Vaduz am 11. Mein Leben drehte sich nur um den 101er Akt! Alles andere war nebensächlich. dass ich noch lebe und noch nicht in Depressionen verfallen war. So zum Beispiel als ich mit einem Freund einen Kinofilm der US-Regiebrüder Ethan und Joel Coen mit dem Titel FARGO im Freiluftkino in Vaduz ansehen wollte (es war im Sommer 1997 oder vielleicht auch 1998). das Horrorjahr 1997 wäre bald vorüber. Meier. Obwohl ich weiss. worüber ich mich am meisten massiv ärgern sollte: A) Dass der Haupttäter vernommen wurde – ohne dass das LG mich oder meinen RA informierte hatte und mir daher die Möglichkeit genommen hatte. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.08. zum Glück hatte ich aber meinen Humor nach meiner Rückkehr aus Argentinien nicht ganz verloren.1997". 11.mit exakten schriftlichen Hinweisen und Querverweisen auf die jeweilige Zeile aus der Anzeige. als die (seelischen) Narben etwas verwachsen waren und ich den Film bei einem Freund per Zufall auf DVD sehen konnte. die Gewaltszenen sind einfach noch immer zu viel für mich.2. wo die zwei Amateurkidnapper die Frau des Autoverkäufers aus ihrem Haus entführen wollten.1998 fertiggestellt und dem UR gebracht. Der nächste Eintrag auf der darunter liegenden Zeile war: (Eingang) "Schreiben von H. hatte ich am 17. als Opfer einen Input zur (geplanten Vernehmung) 111 . Kieber v. schaffte ich es zwar etwas länger sitzen zu bleiben. Das 3D-Modell musste ein trauriges Ende nehmen . Ich war natürlich auch jeden Tag froh.mehr dazu später im Buch. da wurde ich eines besseren belehrt.1997.08.

Zumindest symbolisch.eiskalt den Rücken runter. persönlich bei Gericht abgegeben und nie per Post versandt). Ich kann es nicht in Worte fassen. sie selber gerne eine Zeugenaussage machen wollte. um ein Schreiben von mir in den Akt einfügen zu lassen. Zuerst war mir aufgefallen. Salud "praktischerweise" anwesend war.von Helmut Roegele zu machen (was ich als Privatbeteiligter am Prozess hätte machen dürfen) oder B) Dass ich offenbar einem "explosivem Schock" knapp entgangen bin. sondern als Zeugin!?!? Völlig unverständlich für jeden Juristen. Meier sagte mir. Es läuft mir heute noch – bald 12 Jahre später . Wie praktisch<.. meinen Peinigern & Folterern. in den Gängen des LG im August 1997 (ohne Vorwarnung oder Betreuung) begegnet. was sie mir angetan hatten. die mit ihm in Vaduz gegenwärtig war. lange hinziehen würde. wäre ich wahrhaftig dem Helmut Roegele samt seiner Frau. Ich verfluchte alle im Land. ich ziehe das geschriebene Wort vor. was ich beim Lesen dieses Schriftstücks durchgemacht hatte. dass die STA nur die Vernehmung von Helmut verlangt hatte und da seine Frau. aber zum minimalen Verständnis einer Strafuntersuchung gehört die Vernehmung aller Beschuldigten. Der UR Dr. was es wohl in mir ausgelöst hätte.11. wenn ich nur daran denke. Sie konnten ja sehen und selbst erleben. Das sich Helmut & Co. dass die Frau von Helmut Roegele. ich hätte ihn und seine Frau vermutlich glatt platt gemacht. Ich bin ja kein Jurist. weil ich ja am selben Tag (08. Meier war. Ich bin zwar absolut kein Mensch der Gewalt. Ohne zu Übertreiben.1997) im Büro des UR Dr. 112 . war für mich rückblickend keine Überraschung. überhaupt auf den Weg nach Vaduz trauten. NICHT als Beschuldigte einvernommen wurde. (All die Jahre habe ich immer jedes Schreibstück etc. Obwohl ich ihre Taten im Detail aufgezeigt hatte und sie einen grossen Teil der Verantwortung der Taten übernehmen müsste. dass die Behörden in Liechtenstein offenbar nicht gross handelten und die Sache sich lange. Sofort verlangte ich eine Kopie der Vernehmung. Aber selbst als gut erzogener und intelligenter Mensch wäre mein Verlangen einfach nicht Unterdrückbar gewesen. den Tätern das selbe zu wünschen.

Es war wie eine zweite Folter. die schwere Körperverletzung etc) abwehren.B. Es dauerte einige Wochen. insbesondere aus monetärer Sicht. bis ich mich von diesem Schock erholt hatte. Sehr erbost über seine misslungene Erpressung. dann 113 . Nie im Leben war ich je in oder runter einer Psychiatrischen Behandlung.Als ich die an den Haaren herbeigezogenen Antworten von Helmut auf die Fragen des UR gelesen hatte. ich hätte z. hätte eine langjährige psychiatrische Betreuung abgebrochen und vor der Psychiatrie „auf der Flucht‚. meine runden Verbrennungen auf der Rückseite (!) meiner rechten Wade dadurch geholt. Wie soll dies gehen? Physikalisch gar nicht möglich: Wie kann ein Schweissfunke über mehrere Meter hinweg horizontal fliegen. Und spätestens hier hätte die STA massiv nachhacken sollen. Er bejahte. In der Zwischenzeit waren die Täter auch nicht untätig. Aber Helmut war ja gezwungen Phantasie-Antworten zu geben. die Freiheitsberaubung. Völliger Mist. die ganze vorher angeblich von mir "genehmigte" Geldtransaktion zu stoppen obwohl doch alles so makellos "freiwillig" gewesen sein soll. ich sei ja medizinisch bestätigt geistesgestört. verzweifelt versuchte hatte. was er mit "ein wenig Druck ausüben" gemeint hatte. um hinten in der Mitte meiner Wade zu landen und sich dort einzubrennen? Verdammt noch mal – völliger Mist. zwischen meinen Beinen hindurch sausen und dann eine 180 Grad-Drehung machen. dass er keine Erklärung dafür hatte. ging Mariano in kellertiefe Deckung. In einer schriftlichen Eingabe an das LG Feldkirch hat Helmut behauptet. er solle im Detail erklären. er musste ja seinen angeblichen Anspruch auf die Hälfte der Ausbeute der schweren Erpressung irgendwie untermauern und auch irgendwie die noch schweren Anschuldigungen (die schwere Nötigung. die Verletzungen seinen ein "Unfall" gewesen. dass er zwar in Argentinien gewesen sei. warum ich. Niemand! Er erklärte weiter. Alles kompletter Unsinn. sobald ich (in Buenos Aires) alleine war. Man kann es fast nicht glauben: Niemand hatte von Helmut gefordert. bin ich emotional in ein tiefes Loch gefallen. die Sache mit dem Geld sei aber "freiwillig" geschehen. Wenn ich heute so zurück denke. indem ich angeblich zu nahe stand als ich einem Farmknecht beim Schweissen "zugeschaut" hätte. dass er (mit anderen) "ein wenig Druck" auf mich hätten ausüben müssen. In seiner Aussage bestätigte Helmut sogar.

. die das Boot seit Jahren besass als Sicherheit für das Darlehen überschrieben. Um dort zu sein. im Jahr 2009. Erst einige Jahre später habe ich erfahren können. Der Grund warum ich es nicht verkaufte. Spanien und Liechtenstein) und musste daher rasch handeln. Wie er mein Boot ohne die Firmenaktie und ohne meine Unterschrift als Direktor Jahre (nach dem Argentiniendrama) später verkaufen konnte. dass die spanischen Behörden einen internationalen Haftbefehl gegen mich ausstellten. Auf meinen ständigen Druck hin hat er mir dann im September 1995 alle Aktien der spanischen Einzelf irma. Mit dem Boot hatte ich mehrheitlich nur Ärger.wünsche ich mir. ist sein kriminelles Glanzstück. Das NICHT-Bezahlen der Schuld) nach Barcelona gezogen. worin ich zusammengefasst die Verbrechen der Täter schilderte und den Grund erklärte. war. Helmut und seine Frau aber wurden sich der zu Recht schweren Beschuldigungen sehr rasch bewusst (u. versucht hatte. dass in Barcelona Helmut vehement.. habe ich den zuständigen Richter in Barcelona ausfindig gemacht und ihm auf Spanisch einen 3seitigen Fax gesendet. Ich bin 1995 extra wegen seiner Geldschuld mir gegenüber (bzw. schlussendlich ohne Erfolg. Mai 1997 (also knapp sechs Wochen nach Argentinien). Zu meiner grossen Bestürzung wirkten sie massiv auf die Behörden in Spanien ein (die natürlich vorher nichts von deren Verbrechen in Argentinien wussten) und erwirkten am 25. Österreich. warum ich derzeit nicht nach Spanien kommen konnte.a. Ich wurde auch als einziger Direktor der Firma nominiert und registriert. Ein ganzes Jahr lang (von September 1995 – September 1996) gehörte das Boot mir.. die ‚nächste Woche‚. werde er mir sicher das Darlehen samt Zins zurückbezahlen. Er und seine Frau suchten dringend und verzweifelt nach einem Mittel. ich hätte die Yacht (Holzboot) ANALIA verkauft. ‚warte‚ ich – wohl vergebens – auf seine Rückzahlung des Darlehens. im nächsten Monat‚. und dies völlig zu unrecht. Sobald ich durch meinen eigenen Rechtsanwalt in Spanien von dem internationalen Haftbefehl via LG Vaduz erfahren hatte. Kaufangebote hate ich einige. den Eingang dieses Schreibens in den dortigen Akt zu verhindern. weil er mir ständig in den Ohren lag und behauptetet. auf Grund diverser polizeilicher Vernehmungen in Deutschland. 114 . meine Position im Strafverfahren gegen sie in Liechtenstein zu "schwächen". Zeitweise lebte ich auf dem Boot im Hafen. Er wollte das Boot unbedingt wieder haben. Heute noch. wo er lebte.

Wahrhaftig unglaublich. Die Täter kamen dadurch in radikalen (juristischen) Zugzwang. Ich war sehr erfreut. aber ich rannte vor niemanden weg. Und ich glaube alle meine Leser und Leserinnen können nachvollziehen. Ich engagierte einen Rechtsanwalt in Spanien. was damit geschehen sollte. Ich habe all mein Denken. viele Jahre seit dem 9. bis ein Gericht entscheiden würde. 1 (eigentlich die Einzige) für viele. Und schon konnten sich die Täter nicht mehr mit ihren Lügengeschichten zusammenhalten: Mariano hat erst gar nicht versucht. da die Gelder (mit Ausnahme dessen. dort selber aufzutreten. Helmut Roegele und seine Frau waren sich um die Konsequenz eines "Nicht-Handelns" sehr bewusst und engagierten einen RA in Feldkirch. dass ich nach Spanien komme. Wiederum erhofften sie sich einen Vorteil. dass ihre Verbrechen durch sie selber "bestätigt" werden würden.Ja. meine Energie. dass ich ja der Luzifer sei. Hirn hatte 115 . einen angeblichen Rechtsanspruch auf seine "Hälfte der Beute" beim LG in Feldkirch. mussten sie ihren angeblichen echten Anspruch auf die nun blockierten Gelder schnell anmelden. Mein in Liechtenstein beauftragter RA Dr. eigentlich Sekunde gelungen ist. zumindest symbolisch immer darauf hinzuweisen. Um es eindeutig richtig zustellen: Der Haftbefehl war nur deshalb ausgestellt worden. was sich der "Bote" Peter Kroschel einsteckte) schon bei der spanischen Korrespondenzbank der BAWAG in Madrid lagen. Damit versuchten sie. um mich persönlich zu verteidigen und somit die Verfolgung ihrer schweren Verbrechen beim LG Vaduz für Jahre hinaus ins Stocken geraten würden oder gar eingestellt würden. Die Gelder blieben bei der BAWAG Bank. weil ich selber NICHT mehr nach Spanien gehen wollte und konnte. dass dies der Bank gelang. da ein möglicher Zivilprozess um das Geld voraussichtlich beim LG in Feldkirch stattfinden würde und der internationale Haftbefehl mich daran hindern könnte. der sich darum kümmerte. April 1997 war für mich die Verfolgung und Bestrafung aller Täter. was für ein "Segen" für die Täter. ins Land des Folterers Helmut zu gehen. einen internationalen Haftbefehl zu haben. dass die BAWAG Bank in Österreich den Diebstahl meines Gelds durch Rückabwicklung der Transaktion in sprichwörtlich allerletzter Minute. Aber die absolute Priorität Nr. Die taktisch agierenden Täter hatten immer darauf gehofft. Österreich oder irgendwo sonst anzumelden. Natürlich war es mir absolut nicht angenehm. der Internationale Haftbefehl. Um zu verhindern. meine Kraft und Zeit auf dieses Ziel konzentriert. dass ich nach diesen abscheulichen Erlebnissen sicherlich KEINE Lust hatte.

116 . es war nur ein kleiner Bruch am Ende des Steissbeins und eine Verstauchung der unteren Wirbelsäule. Aus den ursprünglichen geplanten "paar Monaten" im Altersheim wurden es schlussendlich über acht Monate. Wer weiss. ich suchte und fand Kontakt ausserhalb meines üblichen Kreises von: "UR – (STA) – RA – UR – (STA) – RA -UR <.Schweizer Franken: ging alles in meine Kriegskasse. Keine Operation notwendig. während das Velo alleine weiterrollte. Hans-Adam hatte nicht an der Schraube gesägt. der Sitz brach weg und ich war für Sekunden in der Luft gehangen. die den Sitz an der Sitzstange festhält war urplötzlich während der Fahrt abgebrochen. Wäre ich in Feldkirch gelandet. die Täter davon erfahren und nach meiner Auslieferung von Österreich nach Spanien geschrien. in der Schweiz auf der anderen Rheinseite. "NEIN. Gut für die Haltung. wenn man einen internationalen Haftbefehl am Hals hat: Im Sommer 1997 hatte ich einen Mountainbikesturz auf der Essanestrasse in Eschen. Was man so alles bedenken muss. Ich gehe nur ins Spital Grabs. hätten evt.auch eine Kanzlei in Feldkirch und konnte somit für mich in der Zivilsache dort auch tätig werden. Ich landete – mit dem Hintern zuerst – in der Mitte der stark befahrenden Hauptstrasse. (Nein. Hirn hatte die Gelegenheit für Schadenersatz beim österreichischen Hersteller der Schraube gesehen und prompt zahlten sie ohne grossen Streit ca. Ich musste aber für 9 Wochen tagsüber ein massgefertigtes Spannkorsett tragen. Ich traute mich wieder etwas mehr unter die normalen Menschen. im Liechtensteiner Oberland ein.". das Schicksal würde uns erst Jahre später enger zusammen führen). wie lange ich im Spital liegen muss. NEIN" rief ich. aber ein Personenwagen aus der Gegenrichtung machte kurzen Prozess mit dem Velovorderrad. Ein Krankenwagen musste her und sie wollten mich ins nahe liegende Spital nach Feldkirch fahren. Zu Beginn des neuen Jahres 1998 zog ich in eine möblierte 1-Zimmer-Anliegerwohnung ins das schöne Balzers. 22'000. Die dicke Schraube. Mein RA Dr. Da war mir die Schweiz schon lieber! Ich hatte Glück. Der Lastwagen hinter mir konnte gerade noch ausweichen.

Um vor allem den grossen psychologischen Stress und die durchgemachte Todesangst während der Gefangenschaft aufzuzeigen.Nicht das ich meinen Fokus änderte.04. Eine Originalkopie des Schemas findet ihr auf den nächsten drei Seiten.1998 dem UR für den Akt gebracht. (Bitte Buch nach links drehen) 117 . erstelle ich zum ersten Jahrestag meiner Folter eine schematische Darstellung (Psychogramm/Diagramm) und hatte es am 10.

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Schon am 18. sah ich ihn per Zufall am Messestand des Radio L (Radio Liechtenstein).10. Er zeigte sich sehr interessiert und versprach mir.2000 habe ich ihm einen zehnseitigen Brief mit einer wirklich kurzen Zusammenfassung aller Ereignisse zukommen lassen. Meine ursprüngliche Befürchtung verflüchtigte sich. ein junger. konnte ich deren Lügengeschichten einfach und klar den Behörden aufzeigen.Ich verfiel in eine noch grösser Schreibwut und nahm jede einzelne Aussage. dass sie sich immer und immer wieder widersprochen hatten. dass ich überhaupt einige Aussagen der Täter hatte. und dies zum letzten Mal im Januar 2002. Einerseits war ich froh. wo er anlässlich seiner Anstellung ein Interview gab. schlimmer wäre es gewesen. Widersprüchlichkeiten nicht nur zwischen den Aussagen der diversen Täter. die ich von den Tätern hatte. versicherte er mir.6 Kilogramm (!) wog. dass er an der 121 . Darin zeigte ich dem UR und der STA die unzähligen Widersprüche auf. dass er meinen Fall sehr gut kennen würde und sich damit stark befassen würde. Wie sie so sind. in den nächsten Tagen der Sache nachzugehen und mir zu berichten. Herrn Frank HAUN zugeteilt. wenn sie nichts gesagt hätten. eher unerfahrener Jurist aus Österreich mit meinem Fall überfordert sein könnte. der Österreicher Dr. Dadurch. Er bestätigte mir. Mit der Zeit war ich eher froh. Später. die Juristen und Staatsanwälte: immer hektisch erscheinend und kurzgebunden. Andererseits hatte ich auch die Befürchtung. Neuen Optimismus in Bezug auf die Arbeit der STA in meinem Fall hatte ich erlebt. unter die Lupe und stellte eine ausführliche schriftliche Mappe zusammen. Während der LIGA (Liechtensteinische Industrie & Gewerbe Ausstellung) im Jahr 2000. als der frische und neue Leitende Staatsanwalt. dass Herr Haun. die nichts als kostbare Zeit ungenutzt verstreichen liess. sondern auch jene Widersprüche in den zu verschiedenen Zeiten gemachten Aussagen derselben Person. als ich ihn mehrmals zufällig entweder in den Gängen des Gerichtsgebäudes oder auf dem Platz davor in den Jahren 2000 bis 2002 traf. Ich sprach ihn an und erklärte ihm wer ich sei und referierte kurz über meinen Fall. die über 1. In der Folge wurde die STA Willi vom Fall abgezogen und dem ebenfalls neu angestellten Staatsanwalt. dass mein Fall weg von der Willi war. Robert Wallner seine Arbeit in Vaduz aufnahm.

die pikanterweise wiederum die finanziellen Mittel dafür aus Schwarzgeldkonten einer Stiftung aus Liechtenstein erhielt. ist unerklärlich.. die einem Deutschen aus der Nähe von Hamburg gehörte. wunderbare Freundschaften. Auf diesem Weg hier grüsse ich sie alle ganz herzlich. Dem Gericht in Spanien war seit dem Spätsommer 1997 mein Aufenthaltsort bekannt und sie hatten auch eine Adresse von mir in Liechtenstein. erfuhr niemand.Anklageschrift gegen die Täter arbeite und diese in drei bis vier Monaten fertig sein sollte. der REAL INVEST AG gebaut. wenn 122 . zum zweiten Mal Spanien dazu bewegen (übrigens mit meiner vollen Unterstützung). Der Neubau mit sieben Wohnungen wurde von einer Liechtensteiner Aktiengesellschaft (AG). Ich erinnere mich sehr genau an seine. Ganz wie sich dies der Verbrecher Roegele wünschte. Ich kannte den Direktor der AG gut und er machte mir ein super Angebot. Somit blieb der Haftbefehl aus Spanien aufrecht. NIE aus der Verantwortung herausreden können! Zu jener Zeit hatte der UR Meier in seinem zweiten Versuch wieder keinen Erfolg. Von meinem Drama in Argentinien sowie dem juristischen Kampf wussten sie alle nichts. Warum Spanien den Fall nicht abgeben wollte.pro Monat konnte ich einziehen. In meinem Privatleben ging es auch wieder bergauf. Ich wusste immer und es ist heute noch so. meinen Fall dort an das LG Vaduz abzutreten. diese für mich sehr wichtigen Worte! Es war ein schöner Wintertag. Nichts geschah von Seiten der spanischen Justiz. Und weshalb sie auch nie ein Rechtshilfegesuch oder einen "Auslieferungsantrag" an Liechtenstein stellten. NIE. Im Mai 1998 zog ich in eine 3-Zimmer-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus (MFH) in der Neue Churerstrasse 27 in Balzers um. dass bei einer Gerichtsverhandlung über die Taten in Argentinien die Täter sich NIE. und ich fuhr mit dem Mountainbike an den Rhein und war voller Zuversicht. Ich lernte meinen neuen Wohnort Balzers besser kennen und erlebte dort sowie im Nachbarort Triesen neue. Er wollte auf Grund internationaler Vereinbarungen bezüglich der Übernahme von Strafverfahren (via Eurojust oder so ähnlich). dass bald ein Kriminalgericht in Vaduz über die Täter (falls sie denn zur Verhandlung erscheinen sollten) zu Gericht sitzen würden. Für einen sehr niedrigen Mietzins von CHF 700.

die Anlage im Schuss zu halten und Kaufinteressenten durch die schönen. leeren Wohnungen zu führen. Mein Einzug in dieses MFH-Haus an der Neue Churerstrasse würde – rückblickend – eine schicksalhafte Rolle spielen. geschrieben und gedruckt. neu gekauften IKEA Möbeln ein. Meine Aufgabe bestand darin. Die Person arbeitete seit Jahren bei der Treuhand der LGT Gruppe in Vaduz. Die noch freien Wohnungen sollten an Kunden verkauft werden. Mehr dazu etwas später. 123 . die wiederum persönlich mit dem Direktor der besagten AG seit langem befreundet war. Darin hatte ich auch ein kleines Büro eingerichtet und dort fast täglich für meinen Kampf recherchiert. Unter mir war einige Monate vor mir eine junge Person eingezogen.ich "ein Auge" auf das seit Fertigstellung fast leer stehende MFH halten würde. Ich richtete meine Wohnung mit meinen eigenen.

weil diese Tatsache auch indirekt beweist. In der Folge wurde eine Zivilklage um das Geld beim LG Vaduz im Januar 2000 eingereicht. Vermutlich haben auch einige meiner Leser. denn fast wäre es dem Täter Helmut etwas später auf Grund eines Formfehlers gelungen. Sehr unangenehm für ihn und seine Truppe (Frau und Schwager) war. Mein RA hatte dann sofort umfassend eine Klagebeantwortung abgefasst und beantragt. All die massiven Beweise gegen sie. Also beim LG in Vaduz. wurde – mangels Rechtsanspruch . Der RA von Helmut in Vaduz entpuppte sich als sehr skrupellos (Er vertrat ihn auch im Strafprozess). die schreiende Logik daraus. Um seine angebliche Unschuld in Argentinien (vor allem aus taktischer Sicht) zu untermauern. unrechtmässig an meine gesperrten Gelder zu kommen. dass erst dann das gesperrte Geld freigegeben wird. hatte mein RA zu mir gesagt. Erfreut deswegen. es war ein Zivilprozess. eine Zivilklage im Wohnsitzland der anderen Partei (ich) einzureichen. den Kampf um das Geld erbittert weiterzuführen. weil er nie und nimmer einen solchen Prozess gewinnen konnte. dass die Akten aus dem Strafprozess gegen Helmut Roegele & Co. Ich. alles auf dem Spiel. wenn ein rechtsgültiges Zivilurteil in Bezug auf die Gelder aus Vaduz vorliegt. selber – wie ich – entrüstet erleben müssen. war es für Helmut sehr wichtig. die schon mal zum Gericht "springen" mussten. (101er) zugezogen werden.vom LG Feldkirch sowie dem Oberlandesgericht Innsbruck niedergeschmettert. kein Strafprozess! Trotzdem stand für Helmut & Co. sah der Sache sehr zuversichtlich entgegen. Und ich war eigentlich hoch erfreut über die Forderung des Gerichts in Österreich. Das wird ja interessant. auf meiner Seite mit RA Hirn. dass 124 . Für sie darum sehr unerfreulich. in Österreich liegenden Gelder. mussten sie mit allen möglichen Mitteln bekämpfen. Über meine Vorstellungskraft hinaus sollte sich dieser Zivilprozess auch massgeblich an meiner steigenden Wut über die Aktionslosigkeit der Justiz im Argentinienfall entwickeln. die im Sommer 1999 definitiv gerichtlich gesperrten Gelder seien ihm sofort auszuzahlen. Dennoch blieb die Sperre aktiv und Helmut wurde auferlegt. dass ihre ganze Version eine Lüge war.Kapitel 4 Ein Kübel voll Schweineblut Ich war natürlich auch sehr aktiv an der Front um meine. Den heuchlerischen Antrag von Helmut. Nicht vergessen. dass die anderen Täter (Farmbesitzer Mariano und Söhne) sich seit der missglückten Erpressung nicht mehr ans Tageslicht getraut hatten.

Ich hatte solche Angst. Man muss es sich vorstellen: Es würde das ERSTE Aufeinandertreffen von uns beiden seit Argentinien sein. dass sie eine Neuvernehmung von Helmut wegen seiner unzähligen Widersprüche durchführten und ausserdem eine Erstvernehmung seiner Frau. Nach zwei Tagessatzungen (nur in Anwesenheit der Rechtsanwälte) im Februar und Mai 2000 wurde die Hauptverhandlung der Zivilsache auf den 20. Je näher der Termin kam. da waren wir. Ich kannte ihn nicht persönlich. meine Folterer persönlich und leibhaftig wieder zu sehen und den daraus unbeschreiblichen Konsequenzen für mich und andererseits der euphorischen Freude darüber. Der Zivilprozess wurde dem Landrichter Dr. mit dem ich seit April 1997 alleine leben musste. dass Helmut (als Kläger) diesen Prozess hochgradig verlieren würde. bei der die STA endlich Helmut und seine Frau in die Mangel nehmen konnte. Nicht wegen dem Inhalt des Zivilprozesses. Auch habe ich gebeten. LR Oehri ist ungefähr in meinem Alter. Ich hatte viele unruhige Nächte vor dem wichtigen Termin. Juni 2000 festgesetzt.Recht haben und Recht bekommen zwei fundamental verschiedene Dinge sind. Es sei sehr parteiisch und seine richterliche Würdigung vorgebrachter Beweise oft abstrus. Nicht dass ich die Mittäterschaft von Mariano & Co. vergessen hatte. leider nicht dank "gerechter Urteile" – eher wegen des Gegenteils: Es lagen schon damals einige Beschwerden bei der Justiz über ihn vor. uns zu 1000 Prozent bombensicher. Ich habe der STA und dem UR über die Möglichkeit von Helmuts Erscheinen geschrieben und verlangt. umso aufgewühlter wurde ich. Ein Erscheinen von Helmut (oder auch mir selber) war von Gesetztes wegen nicht zwingend erforderlich. ich könnte mich nicht 125 . Mein RA aber schon. ich aber wollte unbedingt persönlich dort anwesend sein und mich nicht nur durch meinen RA vertreten lassen. der Täterin Salud. Eben die Beiden. Uwe Oehri zugewiesen. Dies kümmerte mich nicht gross. mein RA und ich. Angst vor mir selber! Angst. würde auf seine Quelle treffen. ER war im Land "berühmt". dass die STA bitte eine Verhaftung der beiden wegen "Fluchtgefahr und/oder Verdunkelung" wirklich. Der RA von Helmut hatte die Information über das mögliche Erscheinen des Ehepaares bis zur allerletzten Minute zurückbehalten. dass dies die Gelegenheit sein würde. wirklich in Betracht ziehen sollte. Mein monumental aufgestauter Hass auf meine Peiniger. Wie im Delirium schwankte ich einerseits zwischen der nackten Furcht. denn ich hatte da keine Bedenken.

ich durfte unter keinen Umständen "Hand an Helmut oder seiner Frau legen". Er bedankte sich für mein Schreiben per Telefon und sagte. Dann hatte ich die Idee mit dem Blut. um eine mögliche Konfrontation zu entschärfen.B. jedes mal wenn ich aufstehe. schreiben. dass ich das ganze Thema "Folter in Argentinien" mit der Zeit hätte verarbeiten können. wenn ich die Folterer sehen würde. meinen Stress zu mildern. Polizei oder Schutzpersonal) gebeten. weil mir bewusst wurde. sehe ich die vielen Narben und denke an das furchtbar Erlittene. Ich verwarf diesen Plan. ihn zur Strecke zu bringen. Wobei ich zum Schein auf ein fiktives "Versöhnungsangebot" eingehen würde.beherrschen und würde etwas Dummes tun. nachfragte. Nein. ob ein Kübel davon. um auf diese ausserordentlichen Umstände hinzuweisen. wenn ich als Beklagter dem zugeteilten Richter direkt anschreiben würde. So richtete ich den Brief an Dr. Er war mit dem 101er Fall vertraut. als Einzelrichter in dieser Sache. zu garantieren. Ich wollte keine Gesetzwidrigkeit machen und auch nichts. Ich ging sogar so weit. gemäss StGB eine grobe Tat wäre. bzw. B. da sich dieser aussergewöhnliche Fall im kleinen Liechtenstein. Ich schilderte meine Ängste vor einem Zusammentreffen und dass ich einfach ausserstande sei. was den Bemühungen der STA oder UR im 101er zuwiderlaufen würde. dass er alles tun werde. Daher hatte ich ihn um die Anordnung von Vorsichtsmassnahmen (z. ich musste mich beherrschen. kam ich zum Schluss. So verzweifelt war ich. Man konnte ja nicht feststellen. Und zudem Helmut ein ganz gerissener Delinquent ist. Zuerst wollte ich dem LR Oehri. jeden Tag seit April 1997. dass ich nicht ausflippe. Sie konnte mir keine klärende Antwort geben. Ich entschied mich dem Gericht einen Brief zu schreiben. dass ich aus Zorn mich nicht hätte beherrschen können. Nach Absprache mit meinem RA. Mit Hilfe des katholischen Pfarrers von Vaduz wollte ich ihn während einer Sitzung mit dem Pfarrer in ein heimlich aufgezeichnetes Schuldgeständnis locken. Nein. das ich ohne Probleme vom "Onkel Herbert" (der Besitzer der Malbuner Spezialitäten) hätte organisieren könnte. Ich wusste. dass ich bei einer Jurastudentin. Blut. Was habe ich mir in den Tagen vor dem grossen Tag alles ausgedacht. dass es nicht angebracht wäre. Marxer. Ich 126 . keine fliegenden Kugeln. ich konnte ja nicht feststellen. vor allem in Justizkreisen schon lange herumgesprochen hatte. Ich wusste. Zuerst dachte ich mir eine raffinierte Falle für Helmut aus. den Landesgerichtspräsidenten. die beim LG Vaduz das Praktikum absolvierte.

Und sie spuckte mich 3 Mal an. Zu unserem Erstaunen. bis Frau Salut einen bissigen Spruch losliess. dass nun endlich die STA die Hände aus dem Sack genommen hatte und eine Verhaftung der Beiden nach der Verhandlung angeordnet hatte. bis nichts mehr davon ersichtlich ist. Nie mehr geöffnet seit April 1997. da ich mit raschen Kopfbewegungen der Spucke ausweichen konnte. rechts von mir.malte mir das Bild aus. Ich sah sie vor dem Gerichtssaal im Gang stehen. Ich kannte sie flüchtig. die ich im Kerker anhatte und seit dem Umzug ins Eckzimmer auf der Farm in meiner Tasche ausgetrocknet aufbewahrte. Das ging gut. Mein RA versuchte so gut es ihm gelang. arm in arm. und ich habe sie heute noch. Es ist. Die Beiden Polizisten hinter Helmut. aber erst dann. Mein Herz drohte zu explodieren und ich konnte nicht mehr atmen. Der Richter mit Sekretärin zwischen uns allen. fast 12 Jahre später. du wirst deine Gerechtigkeit erhalten". Also. wobei sie kein einziges Mal traf. Wer weiss. Ständig dachte und sagte ich zu mir: "Warte ab Heinrich. zurück zum Showdown beim LG Vaduz. drei Meter 127 . Oder ein anderer Traum: Ich stopfe die stark blutverschmierten kurzen blauen Jeanshosen den Zwei in den Hals. Ich war überpünktlich vor Ort und wartete draussen auf meinen RA. Ja. ein Symbol für meine Gefangenschaft und das Erlittene. Ich war felsenfest überzeugt. Wie noch nie im Leben beherrschte ich mich. wo ich vor dem Gerichtsgebäude auf die Folterer lauerte und ihnen dort einen Kübel voll warmem Schweineblut ins Gesicht schleuderte. Helmuts RA kam kurz darauf und dann< er und sie. wie meine Narben. Nach Ankunft in Liechtenstein habe ich sie in einen Plastiksack der COOP Ladenkette ungewaschen umgepackt und mit Klebeband luftdicht verschlossen. Ich antwortete auf Spanisch: "Du Hure". dass es niemand ausser uns hören würde und zudem sprach sie natürlich auf Spanisch: "Wir hätten dich gleich im Kerker umlegen sollen". die STA wird bald in Aktion treten. bei mir. erlaubte es der LR Oehri der Frau von Helmut in den Saal zu kommen und ca. wir sind ja ein kleines Land. als sie sicher war. mich abzulenken. eines Tages kann ich sie doch noch den Tätern "zum Frass vorlegen". uniformiert und normal bewaffnet. Ich und mein RA sassen am grossen U-förmigen Tisch gegenüber von Helmut und seinem RA. Die Sicherheitslösung des Gerichtspräsidenten bestand aus zwei Landespolizisten. verstaut tief unten in einer Box. Ein Traum! Es ist jene Hose.

Der LR Oehri hat meinen Antrag auf Zuziehung der Gerichtsunterlagen des Argentinienfall (101er) nur sehr widerwillig. Ich musste mich so brutal unter Kontrolle halten. Obwohl ja der Zivilprozess nur daraus resultierte. In einem Liechtensteiner Zivilprozess ist ein Einzelrichter wie Oehri praktisch narrenfrei. Ich brachte fast kein Wort aus mir heraus – und das will was heissen! Nach mehreren Stunden war die Tortur vorüber. Der LR war zum Schrecken von mir und meinem Rechtsanwalts seit Prozessbeginn sehr auf Seiten von Helmut. auf Spanisch bei seiner Frau nachfragen konnte. Mir wurde sehr heiss und ich bekam von dem Gesprochenen schnell nicht mehr viel mit. Platz zunehmen. einen Haftbefehl unter die Nase reiben würde. trotz Proteste seitens meines RA. obwohl er ja über diese ausserordentlichen . an der Wand. Ich merkte schon. was jetzt geschehen wird. Auch wurden praktisch alle meine Anträge auf Beweisaufnahme von ihm abgelehnt. Ich hoffte so sehr. Sie fragten sich auf Spanisch.von mir. vermutlich ganz seltene Konstellation. und mit massiver Verzögerung beantwortet. Aber nein. er wollte meine Beweise und Argumentation in der Verhandlung nie fertig anhören und unterbrach ständig meinen RA und auch mich. Den LR Oehri interessierte das einen feuchten Scheissdreck. dass Helmut. Bescheid wusste. was er als Beweise "würdigen" möchte oder eben nicht. Er genoss es augenscheinlich die ganze Tragödie. Mein Anwalt machte sich grosse Sorgen. die ganze Zeit im Saal präsent zu sein. indem sie mich wie eine Irre ständig anstarrte. die sich vor seinen Augen abspielte. mit Gesicht zum Richter. Für mich war die Anwesenheit der Folterer unerträglich. dass die Erpressung von Helmut (zumindest) finanziell keinen Erfolg hatte. Es war grausam! Dir Frau von Helmut versuchte mich aus der Fassung zu bringen. in der ich mich mit den "Klägern" befand. wenn er sich in seiner Aussage gerade widersprochen hatte. Warum? Sie war ja nicht die Klägerin sondern eine Zeugin von Helmut. dass das Verbrecherehepaar wegen der zwei Polizisten stark irritiert war. warum die Polizisten hier seien. dass jetzt die STA im Gerichtskorridor auftauchen würde und den beiden. erlaubte es sogar. Er war an einer Vollzulassung nicht interessiert. um ihn 128 . wenn deren Aussage dran ist. oder zumindest Helmut. der LR Oehri. Ich wartete auf das. als ich meine Antworten auf seine Fragen und die des RA von Helmut gab. wie es "denn genau" gewesen war und er dann – auf Deutsch – die "korrigierte" Antwort dem LR gab. LR Oehri. erlaubt es ihr. Zeugen werden nur dann in den Saal gerufen.

Sie hatten Angst (vor einer Verhaftung oder Ähnlichem) und hatten sich ein Hotel in Feldkirch. wie wir es für richtig halten. Aber nichts geschah. Vor jeder Verhandlung informierte ich wiederum schriftlich die STA und den UR und hatte abermals gebeten. dass die persönliche Anwesenheit meiner Foltere während der Gerichtsverhandlungen mich absolut starr und aktionslos machte. sagte er mir.anschliessend abzuführen. Ich musste still sitzen. geschweige denn ansprach. Bevor ich selber abklären konnte. die Gelegenheit zu nutzten. dass eine der längsten Verhandlungen sogar ohne meinen RA stattfinden konnte. obwohl ich auf glühenden Kohlen sass.2000 und später auch einer Streitverhandlung im April 2001. Wir werden ja später im Akt lesen können. Er hatte seine Amtsgewalt geschickt genutzt. Deren Antwort: Lassen Sie uns unsere Arbeit so machen. immer noch vor dem LR Oehri. er nie wieder in Liechtenstein auftauchen würde. Alle Beteiligten merkten sofort. sagte man mir. Da ansonsten beide wieder ins Ausland verschwinden würden und deren Auslieferung langwierig und komplex sein würde. Ich steigerte mich in einen Wutanfall hinein und mein RA hatte wirklich Mühe mich zu beruhigen. ja nicht einmal in der nahen Schweiz übernachtet hatten. Ersteinvernahmen der Täter vollbracht hatte. dass sie nicht in Liechtenstein. Und jedes Mal haben Helmut und seine Frau mich mit bissigen Randbemerkungen zur Weissglut gebracht. kontaktierte mich die STA via Telefon. Ich verstand nichts mehr. dass beide einfach so aus dem Gebäude laufen konnten. um 129 . ohne dass irgendjemand sie anhielt. dass. Das ergibt doch keinen Sinn. Auf meinen Verweis hin. Ich habe nach aussen hin nicht mehr darauf reagiert. ob die STA sie zur Einvernahme vorgeladen hat.10. auch mein Anwalt staunte darüber. Man konnte keine Einvernahme "organisieren".bzw. Am selben Tag habe ich herausgefunden. ob die STA nun endlich die erforderliche Neu. wenn Helmut von der ihm ja bald zu präsentierenden Anklage der STA wegen Argentinien erfahren würde. in Österreich gebucht. LR Oehri brachte es ausserdem fertig. endlich aktiv zu werden und eine Überführung der Täter in Untersuchungshaft anordnen. Es kam zur zweiten Verhandlung am 19. dass die STA dann eben einen internationalen Haftbefehle gegen ihn ausstellen würde und die Auslieferung beantragen würde. aber sie würden dies zuverlässig nachholen. widersprach ich.

dass der LR Oehri dies zugelassen hatte. Warum hat er dies erlaubt? Eine Zeugin im Verfahren hat absolut nichts im Saal zu suchen. weil ich bei Gericht um Verfahrenshilfe . Bei dieser Verhandlung brachte Helmut sogar einen (gekauften) Zeugen aus Spanien mit. ständig im Gerichtsaal präsent sein konnte. Er hatte dies bewusst so gewollt. weil ich fortwährend an Argentinien denken musste. jedes Mal die Sache noch ein Stück schlimmer machen konnte. Ich konnte meine Gedanken nicht auf das Wichtige konzentrieren. ohne Rechtsbeistand. dass mein RA teilhaben konnte (der Grund dafür war. Verflucht noch mal. als Zeugin für Helmut zur Verfügung stehen würde. Man muss sich das mal vorstellen: Ohne Übertreibung kann ich wirklich sagen. buchstäblich eine Minute vor Verhandlungsbeginn zu verhindern. eine "Zeugin". vor allem jenen aus dem süddeutschen Raum. Ich. Des Weiteren wurde von Helmuts RA angekündigt. Wie bitte? Die Erwähnung ihres Namens dürfte bei vielen ihrer ehemaligen über 1000 deutschen Kunden.gebeten hatte. Dieser bestätigte übereifrig alle Angaben des Klägers. gedemütigt hatte. solange sie nicht selber dran ist mit der Aussage. sodass ich deswegen noch mehr in Wut gerate.mittels Paragraphenreiterei und Ausnutzung von Fristen. noch heute einen Wutausbruch und Nervenzusammenbruch auslösen und die Haare 130 . dass die Frau von Helmut. weil ständig die zwei verdammten Folterer zwei. Frau Rita Hauser aus Rorschach am Bodensee. Diese waren komplett diametral zu dem was im öffentlich-rechtlichen (!) Notarvertrag über den Wohnungskauf stand. war ausserstande den Zeugen richtig zu befragen. eine Minute länger und ich hätte mir alle Knochen meiner eigenen Hand gebrochen. LR Oehri nickte nur eifrig in Richtung Kläger. Ich bin mir ganz sicher. nicht nur um dem Kläger einen Vorteil zu geben. dass es ganz. so stark zusammengerissen.Uebernahme der Anwaltskosten . ganz ausserordentliche Umstände bei diesem Zivilprozess waren und LR Oehri. weil seine Zeugin ja den ganzen Prozess hautnah mitbekommen hatte und dadurch ihre eigenen Aussagen dementsprechend hätte modellieren können. da meine eigenen Mitteln zu Ende gingen). Und dann war ich noch alleine. ohne mein Anwalt im Saal. der mich schon bisher im Verfahren ständig genötigt bzw. so fest hatte ich meine Hände zusammengepresst. wieder hatte der LR Oehri es zugelassen. Das ist doch fundamentalstes Zeug jeder Gerichtsverhandlung. Um mich zu plagen! Was hatte ich dem Oehri angetan? Nichts! Ich habe mich so. dass eine Schweizer Treuhänderin. drei vor meiner Nase sassen. Eigentlich konnte ich mich auf nichts konzentrieren.

dass er eine Art langjähriger Geschäftspartner der Treuhänderin Hauser ist. sehr anrüchig vor. fette Geldsumme versprochen hatte. Offenbar hatte Helmut sie "in der Hand". fast zu spät. Er verletzte meine Rechte im Verfahren mehrmals. Interessanterweise traute sie sich selber nicht nach Vaduz zur Zeugenaussage. Helmut erzählte mir aber im Jahre 1996 (dem Jahr des Wohnungskaufs).und Internetmedien berichteten ausführlich darüber. Ausgerechnet sie! Frau Rita Hauser war seit Mitte der 90er in einen grossen Anlage-Betrugsskandal verwickelt und von der Schweizer Justiz seit 1994 strafrechtlich verfolgt. Die beiden hatten sich zwar zerstritten. dass sie befürchtete. eine mögliche Zahlung an sie. Dies hatte den LR Oehri aber gar nicht gestört. Die Print. dass er ein oder mehrere Tage vor ihrer terminierten Aussage beim Gericht in der Schweiz extra von Spanien zu ihr nach Hause gereist sei und sie genau instruiert habe. Sie soll ihre Kunden um über 70 Millionen CHF betrogen haben. oder gewesen war. dass sie eindeutig über Dinge berichte. habe ich für das LG Vaduz ein Schreiben aufgesetzt und öffentlich bekannte Dokumente beigelegt. Als ich erfuhr. Er wollte ursprünglich. in Liechtenstein. die sie gar nicht wissen konnte. dass ich einen Teil des Kaufpreises für die Wohnung an sie ausbezahle. Obwohl es nur ein paar KM zwischen Rorschach und Vaduz sind. verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert zu werden. Meine Einwände gegen 131 . Darin warnte ich LR Oehri vor der äusserst zweifelhaften Zuverlässigkeit einer möglichen Aussage seitens der Treuhänderin Hauser. machten nun aber wieder Geschäfte zusammen. Nach weiteren Abklärungen in Schweizer Bankenkreisen. Ihre Zeugenaussage wurde vom LR Oehri mit Jubel in den Zivilprozess assimiliert und er merkte nicht einmal. dass sie Helmut als Zeugin für Vaduz "helfen" sollte. er musste etwas aus ihren vergangenen gemeinsamen Geschäften wissen.(sofern sie noch welche haben) "wie elektrisch geladen" zu Berge stehen lassen. Ich kannte sie nicht. Der Grund dafür lag darin. hatte sich Helmut verplappert und bestätigt. Sie liess sich nur schriftlich per Rechtshilfegesuch aus Liechtenstein an die Schweiz mit Hilfe eines Richters in Rorschach zur protokollierten Aussage bewegen. Nach einem Telefongespräch mit ihr im Jahr 1996. Erst im erzürnten Streit um ihre Person als Zeugin. dass ihr – wenn es publik gemacht würde – sehr schaden würde. kam mir ihre Geschichte sehr. annullierte ich. da sie ihm als Gegenleistung für frisches Geld (für ihren angeblichen juristischen Kampf gegen eine US-Bank in Lugano) eine hohe.

Ich weiss. zeigte sich später. dass ihnen hier in Liechtenstein im 101er-Verfahren offenbar nichts passiert. dass ich mich auf die Angaben und diesbezüglichen Aussagen seitens der STA verlassen musste. weil ich fest im Glauben war und auch im Glauben gelassen wurde. nein. Nun gut. es ist immer einfach für diejenigen. Aber zu meiner Verteidigung muss anerkannt werden. Aber dennoch die Aussage mir gegenüber. 132 . der Richter irre sich oder sei inkompetent die komplexe Sachlage richtig zu beurteilen. danke für dieses äusserst "gerechte Urteil". vor allem gefühlsmässiger Schock für mich und "Verbrecher-Sieg" für ihn: Anstelle die in Südamerika erpresste Summe mit dem anderem Verbrecher Mariano teilen zu müssen. Aber ich bin doch nur zum Narren gehalten worden. Eine Nicht-Öffentliche Obergerichtsverhandlung war für den Oktober 2002 anberaumt. Nicht nur hatte es den Helmut bis heute geschafft. Was für ein Hohn musste ich erdulden. weil ich fest im Glauben war. Demzufolge waren sie bei jedem Besuch selbstbewusster aufgetreten. als Frau Hauser in der Schweiz angeklagt wurde und die STA 10 Jahre (!) Haft verlangte. Natürlich bin ich mit dem Urteil vom Erstgericht sofort in Berufung gegangen. Helmut & seine Frau haben schnell gemerkt. Das Urteil in erster Instanz in meinem Zivilprozess wurde im Oktober 2001 gefällt: Ich verlor den Prozess. Im Januar 2006 wurde sie mit medialer Begleitung dann wegen gewerbemässigen Betrugs und Geldwäscherei zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. vielleicht war ich zu naiv. Punkt. Wieder. Wieder schlief die STA. Ich kann es heute immer noch nicht fassen. sich der Verantwortung seiner schweren Verbrechen in Argentinien zu entziehen. Keine Verhaftung! Keine Einvernahme! Nichts. Sie war die Behörde. zu schreien.die Glaubwürdigkeit dieser Treuhänderin wurden erst gar nicht vom LR Oehri zu Kenntnis genommen. Aber hier war es ganz anders. die vor Gericht verlieren. über mich als Mensch und über mein Vermögen. er wurde noch dafür belohnt! Was für ein beissender. Und ich Idiot habe mich zurückgehalten. Sie hat die Autorität. Darum hier an dieser Stelle eine grosses "Dankeschön" an den LR Uwe Oehri. dass die Staatsanwaltschaft schon das richtige tue. Was soll ich da noch sagen?!?!? Mein RA war ausser sich. "Danke" für den unerwarteten Sieg für Helmut. dass sie hart an der Arbeit sind. wieder und wieder<. Wie Recht ich aber hatte. Man stelle sich dies vor. erhielt er ALLES. er hatte so etwas noch nie erlebt.

die Wege in Vaduz sind eben auch "Strassen-Parkmässig" sehr kurz. Die Person wusste ja nichts von Argentinien und meinem Kampf. wie die Person mir in der Tiefgarage sagte: "Du solltest mal wieder was Sinnreiches tun und nicht nur hier zu Hause herumhängen". Mit Ausnahme des Erdgeschosses. Auf dem unterirdischen Weg dorthin kann man praktischerweise auch in die Gebäude und Büros der Staatsanwaltschaft. dass im Herbst 2000 die LGT Treuhand (die Treuhandfirma des Fürstenhauses). deren Zufahrt sich in der öffentlichen Parkebene des ersten Untergeschoss (UG) befindet. Die Parkebene zweites UG ist öffentlich und hat eine befahrbare Verbindung unter dem Kunstmuseum hindurch zur Parkgarage der Vaduzer Post. war es das ehemalige alte Postgebäude in Vaduz. Die Person meinte auch. der Arbeitgeber derjenigen Person. dass ich mit meiner diversifizierten Ausbildung und Beherrschung mehrerer Fremdsprachen ideal für das Projekt bei der LGT Treuhand wäre. von aussen nicht erkennbare Panzergarage. Die LGT Treuhand residierte im Städtle 18 und wenn ich mich nicht irre. Die LGT Treuhand plante für den Frühling 2001 einen Umzug in ein super modernes Bürogebäude. Trotz der sich Jahr für Jahr anhäufenden starken psychologischen Schläge für mich und den einigen nur mit dem Kampf für die Gerechtigkeit ausgefüllten Jahren. Die 133 . wurde es Zeit. Die LGT zahlte den fast 10 Millionen CHF teuren Innenausbau selber und hatte einen langjährigen Mietvertrag in der Tasche. dass ich mich langsam aber sicher wieder in die normale Welt begebe. wo diverse Läden einziehen sollten. Der Ausbau beinhaltete sogar einen begehbaren Panzerschrank im dritten Stock sowie eine spezielle. aus Vaduz dringend geschultes Personal für ein kurz zuvor fertig geplantes Projekt brauchte.gehört der Gemeinde Vaduz. Ich erinnere mich noch genau. Das neue Gebäude – im Städtle 28 . liebe Freunde und sinnvolle Freizeit ! Der Zufall wollte es. (später auch zu) der FMA und FIU gelangen. gegenüber dem traditionellen Feinschmecker Restaurant der Familie REAL. waren alle oberen drei Stockwerke exklusive für die Treuhand reserviert. eine Welt bestehend aus guter Arbeit.Kapitel 5 Die Welt des schmutzigen Geldes Nun zurück in meine andere Weltordnung. die im selben Haus in Balzers wohnte wie ich. gleich neben dem Kunstmuseum Vaduz.

Die Connex AG hatte sich gute Fertigkeiten mit der Digitalisierung von Bankkundendaten (u. UG. elektronisch entriegeln. dann fahren sie in die normale. die Türe fast noch in der Kurve der Tiefgarageneinfahrt zwischen dem 1. die Firma CONNEX AG. Man will damit nicht in Verbindung gebracht oder davor gesehen werden. via Tiefgarageneinfahrt bei der Post ungesehen bis zur LGT heranfahren. Dadurch können jene Kunden. Erst dann konnte man intern die andere kleinere Panzertüre. hinter ihm wieder vollständig geschlossen war. bzw. Das Angebot von XEROX Schweiz AG bekam den Zuschlag. Er wollte ein modernes Arbeitsumfeld für alle damals ca. Ich persönlich fand die Panzergarage im JamesBond-Stiel sehr aufregend. 80 ständigen MitarbeiterInnen schaffen. z. Verrückt und Genial! Wer plant und baut schon eine Türe in der Kurve einer Tiefgarageneinfahrt. Der neue Chef der Treuhand. die ihre dicke Kohle in BAR im eigenen Auto oder im Mietwagen nach Vaduz kutschieren. Die beinhaltete wegen der begrenzten Aufbewahrungskapazität im neuen Gebäude (im Städtle 28) in der Zukunft so wenig Akten und Dokumente wie möglich in den Schränken der Kundenbetreuern oder SachbearbeiterInnen liegen zu haben. Was braucht eine Treuhand eine Panzergarage? Eine Bank: ja. Kurz vor der Ankunft beim LGT Treuhand Gebäude nehmen sie Kontakt mit ihrem Kundenbetreuer auf. bis das Tor. angeordnet worden.B.a.). dem so genannten "eDoc"-Projekt. UG. Eine weitere Besonderheit: die diversen verdeckten Eingänge zur Treuhand. der CS oder UBS in Zürich. Diese wiederum engagierte einen Subunternehmer aus Chur im Bündnerland. mittels einer verstecken Kamera immer kontrollierund steuerbar. Nicola Feuerstein hatte eine fortschrittliche Vision "vom Papierlosen Büro". die in das Bürogebäude der Treuhand führt. Die Kunden kennen die diversen Türen. Der Kunde sollte im Wagen eingeschlossen sitzen bleiben. dort wo das grosse Schild "LGT Treuhand" hängt. um dann rechts vom öffentlichen Lift/Treppe durch das von Geisterhand automatisch geöffnete Panzertor hinein auf den Abstellplatz zu fahren.Verbindung zwischen den Parkgaragen der Post und der LGT ist auf Betreiben der LGT bautechnisch geöffnet. so erinnere ich mich) angeeignet und war für den 134 . logisch! Man darf aber diejenigen Treuhandkunden nicht vergessen. die sich noch mit dem eigenen Auto nach Vaduz trauen. Dr. UG und dem 2. öffentliche Tiefgarage (1. Kein Kunde setzt seinen Fuss via den Haupteingang auf Ebene Grundgeschoss (Schlossseitig) in die Treuhand.

Auch solche. In der zweiten Woche im Oktober 2000 habe ich einen Mitarbeiter 135 . Anstalten und anderer Gesellschaftsformen Liechtensteiner Briefkastenfirmen. Natürlich war da auch mein internationaler Haftbefehl aus Spanien. auch kennt im kleinen Vaduz jeder jeden. sie es kurz nach meiner Anstellung sowie erfahren würde. Alle potentiellen zukünftigen Teammitglieder mussten sich einer strengen Sicherheitsprüfung seitens der LGT Gruppe unterziehen: schliesslich ging es um hochgeheime und ultimative Kundenunterlagen tausender Stiftungen.oder Treuhandsektor gehabt. war mir ganz klar. dass es die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit (zwischen ca. 60-80 %) gab und es eine auf ca. Ich kannte flüchtig mehrere Mitarbeiter. Ich hatte noch nie eine Arbeitsstelle im Banken. Die zu verwendende Software und Plattform war die DOCUWARE. abgesehen vom einem "Bombenlohn".. die speziell für die Unterschiedlichkeit von Treuhandunterlagen (um-)programmiert wurde. die in der treuhandeigenen Rechtsabteilung tätig waren. ob ich die Erwartungen für einen solchen Job erfüllen konnte. Die XEROX lieferte die Maschinen und die Connex AG war für das Personal zuständig. alle Dokumente der aktiven und passiven Mandate der LGT Treuhand einzuscannen und einem neu zu schaffenden Treuhand spezifischen Index (dem benannten Belegartenkatalog = BAK) zuzuordnen. Eine Dokumenten-Verwaltungs-Datenbank. Der Reiz für mich bei diesem Job lag daran. der mir immer noch zu denken gab. Es mussten eigens rund 30 neue. Obwohl ich es bis anhin in meinem Privatleben in Liechtenstein gut "verstecken" konnte.Auftrag bestens gerüstet. In Juristen. fachkundige Mitarbeiter angeheuert werden. waren mir aber die "Finessen" des heimischen Finanzsektors absolut bekannt. Nach ein paar kurzen Telefonaten und Abklärungen sah ich eine hypothetische Möglichkeit mich bei der LGT via der CONNEX AG zu bewerben. Als ein aufgeweckter.. Da meine 100-prozentige Konzentrationsfähigkeit in Argentinien gelitten hatte. war ich mir nicht sicher. dass wenn ich nicht offen mit der LGT bin. konnte die LGT Treuhand nicht auf den bestehenden Mitarbeiterpool für das Projekt zurückgreifen. drei bis vier Monate befristete Stelle war.und Gerichtskreisen war mein Fall sehr präsent und oft diskutiert worden.. immer mit offen Augen (und ich kann auch sagen "langen Ohren" – nicht zu verwechseln mit „langen Fingern‚) durchs Leben fliegender Liechtensteiner. Da das normale Kundentreuhandgeschäft weiterlaufen musste. die bei der LGT Treuhand arbeiten.

was ich dann stets tat. Die LGT Treuhand hatte also eine Woche bevor ich dann am 16. Während jener Zeit. Am vierten Tag wurde ich angerufen und gebeten wiederum ins Büro zu kommen. im Detail Kenntnis über meine "juristischen Angelegenheit". die LGT wusste "von nichts" – 136 . dass ich mich evt. im Bereich des (Steuer-)Betrugs und anderer schwerer Delikte. niemanden in der Firma davon zu erzählen. dass die Anschuldigungen seitens der Täter weder Hand noch Fuss hatten. Nach Prüfung und Durchsicht der Faktenlage durch die Leitung der Rechtsabteilung stelle der internationale Haftbefehl kein Problem für sie dar. dass seit dem Jahr 1999 in den Medien (sporadisch in Liechtenstein und mehr in Deutschland) immer wieder Berichte auftauchten.a. Hauptsächlich. Ich wurde gebeten doch am nächsten Tag in die Treuhand zu kommen. die mitsamt Familien in Liechtenstein lebten und je einen internationalen Haftbefehl eines Berliner Gerichts (ich glaube es war vom Gericht Tiergarten oder Tempelhof) am Hals hatten und Deutschland deren Auslieferung von Liechtenstein verlangte.im Rahmen des Möglichen . Und sie mündlich auf dem Laufenden zu halten. und auch heute noch. und dies war für Deutschland empörend. Ich musste diese Unterlagen für drei Tage in den Händen der Rechtsabteilung lassen.jener Abteilung angerufen und um ein Treffen gebeten. Der Oberste Gerichtshof in Vaduz konnte eine Trennung (im Falle einer Auslieferung) von ihren Familien (mit Schulpflichtigen Kindern) den zwei gut in Liechtenstein integrierten Treuhändern NICHT zumuten. Ich erwähnte. so wurde mir mitgeteilt. Die nun von Seiten Hans-Adams im Frühling 2008 geäusserte Behauptung. Oktober 2000 via Connex AG die Arbeitsstelle antrat. Ich erinnerte mich damals auch. über die zwei (Schweizer?) Treuhänder. Die Liechtensteiner Justiz entschied sich schlussendlich gegen eine Auslieferung der beiden nach Deutschland. Die vorgeworfenen Taten lagen u. der LGT) keine Aufregung. aus humanitären Gründen. Sie erkannten .auch. sind die zwei bekannten Treuhänder im Treuhandgeschäft in Liechtenstein tätig. wenn gegen "Mitarbeiter" internationale Haftbefehle bestehen. für die Mitarbeit im laufenden Projekt e-Doc / DOCUWARE bewerben möchte. Sie baten mich nur. Daher bedeutete es für die Liechtensteiner Finanzwelt (incl. In einem Kundensitzungszimmer zeigte ich alle Unterlagen zu Spanien und Argentinien und erläuterte ohne Ausnahme den Stand der Dinge.

) anfragen. vorhanden war. langjährigen Kundenbetreuern. ob sie einer Digitalisierung ihrer Kundendaten zustimmten.entspricht NICHT der Wahrheit. aber nur im verwinkelten Keller zweier (nur oberirdisch) miteinander verbundener Gebäude. einer 137 . alle von ausserhalb. tragen. Weder dort noch anderswo! Schon mein erster Arbeitstag war sehr spannend und ich lernte den Vertreter der XEROX (Schweiz) AG und den Boss der Connex AG persönlich kennen. Dass man überhaupt auf die Container kam. dass die LGT Leute in ihrer heiligsten aller heiligen Abteilungen einstellt. Vor allem unter den älteren. da er unbedingt die Realität verheimlichen möchte. interne Aktenvermerke) dem Kunden: die LGT Treuhand bewahrt sie nur für ihre Kunden auf. drei bis fünf grosse Schiffscontainer oder dergleichen teils auf dem firmeneigenen. Der ursprüngliche Plan der LGT Treuhand war. Die Idee der Container wurde schnell verworfen. Feuerstein nicht ganz unumstritten. Viele Kundenberater waren zwar der beabsichtigten neuen. Aber ich verstehe ihn. es gab schon Platz. dass die grosse Mehrheit ihrer Kunden. Rechtlich gesehen. die einen Haftbefehl ausstehen haben. hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. man müsse die jeweiligen Kunden (also die Begünstigten der Stiftungen. bei Peter Meier herrschte die Meinung vor. wo die grossen Scanner stehen würden. Wie alle neuen Mitarbeiter musste auch ich einen aktuellen Strafregisterauszug (ausgestellt vom LG Vaduz) vorlegen. Im Übrigen war die ganze Idee des papierlosen Büros von Dr. Die neuen Mitarbeiter. Natürlich steht es der LGT Treuhand frei. wie z. die für das e-Doc-Projekt nötig waren. Das heisst. nämlich. vertraten aber die Meinung. lag daran. moderneren Arbeitsweise nicht abgeneigt. würden dann unter strenger Aufsicht die nötige und zeitraubende Vorarbeit zum Scannen erledigen und dann die ganze Kundenmappe jeweils in den Container.B. gehören alle Dokumente (mit wenigen Ausnahmen wie z. würde man sie den fragen. Dieser war natürlich "Ohne Eintrag". dass alle Büros im alten Gebäude ja schon vom bestehenden Mitarbeiterstab belegt waren und einfach kein Platz für die bis zu 30 Personen. wie sie die internen Geschäftsabläufe organisiert.B. da ich keine Vorstrafen hatte. teils auf dem Gemeindeparkplatz hinter dem (alten) Bürogebäude aufzustellen und jeweils mit Sicherheitspersonal zu bestücken. Anstalten etc.

zentral auf CDs oder DVDs speicherte. War er nicht. Die meisten arbeiteten in Teilzeit. etwas zu hastig geplant und daher mit einigen Denkfehlern behaftet. Einige Damen verlangten nach Tests. Der eigentliche Start war durch das Projektteam. Engagement und Moralverstellung nicht grösser hätte sein können. da die zu erledigenden Aufgaben höchste Konzentration abverlangte. dass sie entweder die neuen Methoden akzeptieren oder sich halt anderweitig (nach Arbeit) umschauen müssten. Alter. aber der jungen Mitarbeiterin. die schwanger war. Schon kurz nach dem Start unserer Arbeit sollte sich der Aufenthalt in den Kellern (ich schätze mal gebaut in den 60er Jahren oder gar früher) für einige von uns gesundheitlich negativ auswirken. ob der gut sichtbare Pilz an gewissen Wänden mit nördlicher Ausrichtung gefährlich sein könnte. welches nebenbei das erste Treuhandbüro in Liechtenstein war. bestehend aus der Leitung der Treuhand und externen Beratern. der extra dafür mit alten LGT Büromöbeln ausgestattet wurde. sich von diesen Räumen fernzuhalten. Schweizer und Österreicher deren Unterschied in Ausbildungen. Dr. verteilt auf die zwei Gebäude.Digitalisierung NICHT zustimmen würde. da das ganze Projekt fertig sein musste. Dies vor allem aus Angst. Man erinnerte sich noch sehr gut an die Katastrophe resultierend aus dem CD-Diebstahl im Treuhandbüro Dr. Seine "neuen Wege" waren nicht nach jedermanns Gusto. Immer zwei bis vier Mitarbeiter teilten sich einen Raum. nichts anders übrig: wir richteten es uns in den circa acht Kellerräumen. Die Leitung der LGT Treuhand entschied sich. dem e-Doc-TEAM. ganz zu schweigen von der Luftqualität. Jeweils in einem eigenen Raum standen die zwei Monster-Scanner von XEROX. wurde empfohlen. Batliner. die Kunden erst gar nicht zu fragen und teilte dem Rest der noch besorgten Kundenberater mit. Wir waren eine bunt gemischte Truppe: Liechtensteiner. Länger als drei bis vier Stunden am 138 . bevor die Treuhand im Frühling 2001 in das neue Gebäude einziehen würde. Der Zeitfaktor spielte auch eine Rolle. dass die Kundendaten elektronisch. um zu klären. Dazu muss man auch wissen. Die Wände waren sehr feucht und der über die Jahre angesetzte Staub in den Akten war auch nicht gerade ein Segen für unsere Lungen. Darum blieb uns. so gut wie es eben ging ein. dass Dr. Feuerstein damals erst kürzlich zum Chef der LGT Treuhand ernannt wurde und er von ausserhalb der LGT Gruppe kam.

Daher war es ideal wenn wir diese Sprachen mehr oder weniger beherrschten. Wir sassen "da unten" im Keller und die Creme de la Creme der Kundenberater plus deren Sachbearbeiterinnen "oben". Es gab 139 . Um diese dritte Stufe überhaupt fachgemäss auszuführen. Wir konnten darüber nur lachen. Jeder Akt gelangte in die so genannte AVOR. Stapelweise holten wir die Kundenakten in den kleinen Büros der Kundenberater ab und führten strenges Protokoll über was. Das Problem bestand darin. von wem. Über den ganzen Zeitraum des Projekts wurde an den Personaleingängen der Treuhand externes Sicherheitspersonal postiert. Englisch. 2.Stück mit voller Achtsamkeit war nicht drin.und sonstigen Klammern befreit um dann stapelweise – wenn es geht ohne ein Blatt zu verlieren – in den Scanner gefüttert zu werden. Der moderne Scanner hasst alles was nicht die Norm ist. Die Arbeit war für mich an und für sich sehr interessant. Der Hauptteil meiner Verantwortung lag darin sicherzustellen. die Arbeitsvorbereitung. im Computersystem "zusammen blieben". in der die LGT Treuhand mit ihren Kunden kommunizierte. das uns jeweils beim Eintreten oder Verlassen des Gebäudes kontrollierte. und dies war auch ein Hauptfaktor der sich anbahnenden massiven Zeitverzögerung. Heft. d. Briefen und auch Grusskarten (der Kunden) oder sonstiges ansammeln. dass sich im Leben einer Stiftung unzählige verschiedene Arten von Belegen. Deutsch. tagaus. Dort wurde der Akt von allen Büro-. Kundendossiers mitlaufen lassen. musste ich und meine dafür geschulten Teammitglieder ALLE einzelnen Dokumente durchlesen und dann entsprechend dem BAK-Index abschliessend unter der Mandatsnummer elektronisch speichern. der richtigen (original) Mandatsnummer zugeteilt wurden und 3.h. in unseren Taschen nachschauten ob wir evt. wann und warum weggetragen wurde. Aber mit ausreichend Gründlichkeit und Frohsinn schafften wir es tagein. war sicher nicht die Arbeit auch noch nach Hause zu nehmen. Die LGT Treuhand hatte Kunden aus aller Welt. – das Wichtigste – gemäss dem BAK vollständig indexiert wurden. Viele Dokumente waren sehr alt oder für die AVOR äusserst knifflig. Spanisch und Italienisch waren die üblichen Sprachen. Französisch. Das letzte was wir nach stundenlangem Aktenwälzen noch machen wollten. dass die nun eingescannten Dokumente 1. also nicht geteilt wurden oder in den Weiten der "Bits und Bytes" verloren gingen.

B. eine rechtlich eigenständige Liechtensteiner Stiftung aus. Anstalt oder AG in Liechtenstein besitzen oder wenig Wissen darüber haben.beim Finanzamt. die nur 80 – 100 Einzeldokumente (mit jeweils einer oder mehr Seiten) hatten.B. Oft ist es so. Der Treuhandkunde transferiert sein Schwarzgeld auf die Konten der Stiftung. hier ein paar kurze. Belege oder sonstige Bankkorrespondenz. Also der berühmte "Paper-Trail" (nahtlose Nachvollziehbarkeit jeder Transaktion) geköpft wird.B. dass die Stiftung direkt oder mittels unterliegenden Offshorefirmen (andere rechtlich eigenständige Gesellschaften aus Liechtenstein oder anderen Steuerparadiesen wie z. das wiederum im Akt landet. Yachten und dergleichen besitzt und kontrolliert. dass ein Treuhandkunde eine grössere und intensivere Beziehung zu seinem Kundenberater hat. eben der eher Superreiche und/oder Übervorsichtige wählt z. oder solche. wer. Dies natürlich auf hoch komplizierten und raffinierten Umwegen. erhält Auszüge. Panama oder den Britischen Jungfrau Inseln). Der Treuhandkunde. die keine Stiftung. Patente. wieso und wie hoch als Begünstigter von dem Vermögen profitieren kann. All diese "Besitztümer" einer Stiftung produzieren eine Flut an Papier. Nicht das der eine Bankauszug versehentlich beim Kunden oder schlimmer beim Nachbarn in Deutschland im Briefkasten landet. Prinzipiell bleibt er (und andere die er benennen kann) Kraft dem so genannten Beistatut Begünstigter der Stiftung und somit aller Gelder und sonstigen Aktiven. die bis zu 300 hatten. Beim Bankkunden ist alles Schwarzgeld ist im Namen des Kunden auf seinem eigenen Konto gelagert. wann. Für diejenigen unter den Lesern.solche Akten. Bilder. Der Stiftungsrat eröffnet im Namen der Stiftung dann die Bankkonten. sodass ein direkter (offener) Bezug zwischen ihm und der Stiftung (z. neben den meist beträchtlichen Bankkonten auch Immobilien. Oder – oh Schreck . Generell kann gesagt werden. Der reine Bankkunde in Liechtenstein hat ein oder mehrere Konten direkt bei der Bank selbe. vereinfachte Erläuterungen: Der Treuhandkunde ist im Vergleich zum reinen Bankkunden ein sehr komplexes Wesen. indem er diese durch die Treuhand gründen lässt. als ein „normaler. die der Stiftung gehören. einfacher‚ direkter 140 . Das Beistatut einer Stiftung hält fest. von offizieller deutscher Seite aus) nicht nachvollzogen werden kann. die zu 100% bei der Bank zurückbehalten und dort gelagert wird.

h. keine Steuern bezahlen zu müssen. Endlos die Beispiele und all dies fand sich u. die sich im Leben der Begünstigten abspielten. stand immer prominent am Anfang jeder Kundenbeziehung und wurde auch als Verkaufsargument für eine Gesellschaft aus Liechtenstein verwendet.". in den internen Aktenvermerken wieder. die längste Luxusreise. die neuste Anschaffung. Unabwendbar bekam man den Eindruck.B. Denn viele Kunden erzählten ihren Kundenberatern auch im Detail wie es "zu Hause" oder "im Geschäft" zu ging. "Aha< hier ist einer mit 28 Mio. 141 . sie sollte es haben. dass wir als Treuhand aus dem Leben des Kunden oft mehr wussten als seine Frau. Dollars". Mit der Zeit war diese Art von Schreiben eher langweilig zu lesen. Und was wir da alles zu lesen hatten! Die geschäftsbedingte Korrespondenz (z. << "Nein. könnte ich ein dickes zweites Buch auflegen. Kinder oder sonstige Familienmitglieder. zwischen der Stiftung und der Bank wo die Konten sind oder der Stiftung und einer Immobilienfirma. die die Villa in Sardinien betreut etc. Am Anfang war es noch ein Wettrennen: Wer hat den Akt mit dem dicksten Fisch. Daher hat jede Treuhandfirma (speziell wenn es eine Treuhandabteilung einer Liechtensteiner Bank ist) die höchste Sicherheitsstufe im Umgang mit den Kundendaten.a. interne Familienstreitigkeiten und Versöhnungen. hier jemand aus dem Umkreis eines Ex-Diktators" etc. dass jedes Dokument zumindest ein Mal genau einer der Untergruppen zugeordnet werden musste. Eines hatten aber alle gemeinsam: "Sie zahlen für ihre Vermögen in diesen Gesellschaften KEINE Steuer zu Hause!" Dieses Kundenverlangen. d. das grösste Konto? "Oh< hier ist einer mit 8 Mio. dort ein Sportler. der letzte Trick um an mehr Geld zu kommen. Mit der Zeit wurden wir in unserem Team beim Indexieren der Dokumente immer besser und schneller. Alleine aus den Tausenden verschiedenen oft skurrilen Geschichten.) hatte schon an und für sich grosses Volumen im Akt. Der BAK war in 12 Hauptgruppen und diese in rund 120 Untergruppen eingeteilt. Euro". Berichtet wurde über Ängste und Bürden. "Und dieser mit 150 Mio.Bankkunde. vor allem wenn es Auswirkungen auf das jeweils aktuelle Beistatut hatte. und den Weg via Vermerk in den Akt fanden. Das bedeutet. noch besser – hier ist ein PEP (Politisch exponierte Persönlichkeit).

ein rassistischer Kunde. Der Stiftungsrat tat was ihm "befohlen" wurde. Diese hatte aber einen Schwarzafrikaner als Geliebten.h. im Normalfall wird sie dann Erstbegünstigte.B. Sie hatte ein Bankvermögen von mehreren Millionen Euro. solange sie diesen Freund hat. Zu Lebzeiten hat er den Stiftungsrat instruiert. Dritt. in Vaduz sollen sich deutsche Steuerfahnder herumtreiben und Autos mit deutschen Kennzeichen in den Tiefgaragen der diversen Geschäftsgebäude fotografieren. auf der anderen Seite des Rheins. Oder Der überängstliche Kunde. nimmt den Linienbus nach Vaduz und trifft sich mit seinem Kundenberater für eine Geldübergabe oder – auszahlung jeweils vor der Toilettentüre im unteren Stockwerk des Restaurants Amman. seine Tochter im Beistatut zu streichen.Da war z. Oder Der angriffslustige Kunde. Seine Familie wusste nichts von dem Geld in Vaduz.und Viertbegünstigte zu führen. dessen Tochter als Zweitbegünstigte im Beistatut nominiert war (d. gleich neben der Apotheke Hasler. dass das gesamte Vermögen dieser Frau im Ausland zufallen soll und nicht an die „heimische‚ Ehefrau. Er hatte auch ein versiegeltes B5 -Kuvert seinem Kundenberater übergeben. dass die Tochter nun einen "Weissen" als Freund hat und wieder in die Begünstigtenliste eingetragen werden soll. eben ihr Vater. worauf stand: 142 . Auf den ersten Blick erschien seine Stiftung ganz normal. Und sich dann sofort danach die Wege trennen sollen. der aufgeschreckt durch Medienberichte. Jahre später findet sich ein Vermerk. stirbt). wenn der Aktuelle. der noch nach seinem Tod "Die Rache ist MEIN" inszeniert haben möchte. Oder Ein heissblütiger Kunde. seine Frau und Kinder als Zweit-. folgende Vereinbarung mit der LGT Treuhand getroffen hatte: Er parkiert sein Fahrzeug in der Schweiz. Der Vater gab dem Stiftungsrat den Auftrag. der eine geheime Zweitehefrau samt Kind im Ausland hat und im Falle seines Todes will.

als letzte rechtsverbindliche Instruktion an den Stiftungsrat hiermit anordnet. Was für ein Schock dies wohl für seine Frau und Kinder auslösen wird. diese unverzüglich die Witwe und Kinder gemäss üblicher Prozedur kontaktieren und nach Vaduz oder Zürich einladen sollte. da sie vom Erstbegünstigten (dem Mann) zu seinen Lebzeiten niedergeschrieben wurde und dem Stiftungsrat vor seinem Ableben zur Aufbewahrung übergeben wurde. Die LGT hat es aber immer lieber."Nur im Todesfall von Hr. Zudem zählt das Vermögen in der Stiftung rechtlich gesehen nicht zum Erbe des Verstorben. wenn nachrückende Begünstigte als Kunden von der Treuhand betreut werden und auch die Gelder bei der LGT Bank bleiben. Der einzige (ausserhalb der LGT 143 . In diesem Fall soll dann das versiegelte Kuvert in Anwesenheit der Familie geöffnet und vorgelesen werden. Nach Absprache mit dem Kundenberater musste ich diese Instruktion aus der Computerdatei löschen und das Original vernichten. gerade Millionäre geworden zu sein. Im Schreiben aus dem Kuvert stand. die das ganze Geld bekommen soll. dass das ganze Vermögen der Stiftung unverzüglich an die "so-und-so" ausbezahlt werden soll und die Stiftung dann gelöscht werden soll. Dies darum. dass Ehefrauen und Kinder erst nach Ableben des Stifters von der Existenz einer Stiftung in Vaduz erfahren sollen. Die erwähnte Person. der nun verstorbene. Die schriftliche Instruktion im versiegelten Kuvert (na ja. XY zu öffnen – siehe Aktenvermerk vom xx. Seine Kinder seien auch nicht ehrlich gewesen. Ich hatte dann den Akt auf dem Bildschirm. Was gewöhnlich viel Begeisterung bei der ahnungslosen Familie auslöst. jetzt war es nicht mehr versiegelt) ist rechtsgültig. Es ist nicht ungewöhnlich. dass er. zu einer Bank in der Schweiz. speziell wenn sie Minuten zuvor noch erhofften. weil das Stiftungsvermögen gemäss seinen letzten Instruktionen gleichzeitig auch weg von der LGT Bank hätten gehen sollten. stammte nicht aus seinem Familienkreis. dass sobald die LGT gesicherte Kenntnis über sein Ableben hatte.xx.1998". Ein Mitglied meines Teams in der AVOR öffnete aus Versehen dieses Kuvert und bereitete es zusammen mit dem Umschlag zum Scannen vor. So kann auch "Kundenpflege" betrieben werden. Als Grund gab der Kunde in hässlichen Worten an. Also nach seinem Tode. dass Erstbegünstigte wünschen. seine Frau hätte mit dem Herrn XY und mit dem Herren XZ ein jahrelanges Verhältnis gehabt. In dem dazu gehörenden Vermerk stand.

Was mich besonders überrascht hat.Treuhand). als wenn die Kundenberater in ihren selbst angefertigten oder angeordneten internen Aktenvermerken schwarz auf weiss. dachten wir uns. Der würde ja aber dann schon tot sein. dass Steuerhinterziehung im Heimatland des (ausländischen) Bank. "Aha!". Wirtschaft oder aus aktuellen oder vergangenen Gerichtskriminalfällen. alle Abläufe. manchmal ganz klar. aus der Politik.B. Nein. sagten wir uns – die Kohle hier in Vaduz hatte man mal wieder nicht entdeckt". sei es z. war . Wir im Team wären dank unserer Erkenntnisse jede Wette eingegangen. war die Tatsache. war es uns möglich. dass sehr unsaubere Geschäfte getätigt wurden und werden. sprich Mandate über Jahre betreute. der vom ursprünglichen Plan wusste.der Kunde selber. die eindeutig über das "normale Mass" (wenn ich mal so sagen kann) der reinen Beihilfe zur Steuerhinterziehen hinausgehen. Nicht dass ich die Personen. Nach dem "Aktenstudium" tausender deutscher Kundendossiers fühlten wir uns in meinem Team wie abgeklärte Psychologen. dass die LGT (!) so viele "Leichen im Keller hatte". Hinweise. oft etwas in der speziellen Treuhandsprache verschleiert. persönlich kannte. Schade für die Gläubiger. deren Begünstigte ungefähr zur selben Zeit im Zusammenhang mit einer grossen europäischen Firmenpleite standen. die über illegale Aktionen Auskunft geben. Die vier oben kurz veranschaulichten Beispiele waren für uns damals eher Anlass für riesiges Gelächter. um es einem Index zuordnen zu können). Es ist ja allgemein bekannt. Zum Beispiel hatte ich einen Akt vor mir. Worauf wir alle aber vor Seiten der LGT nicht vorbereitet wurden.oder Treuhandkunden in Liechtenstein absolut kein Strafbestand oder Vergehen ist. weil wir einen sehr tiefen Einblick in die Seele und "Sorgen" des Reichen Deutschen erhalten hatten. Was kann es dümmeres geben. waren jene Kundenmandate. dass es bei mindestens der Hälfte aller Mandate – würden 144 . Transaktionen und damit deren Zusammenhänge schnell zu erkennen (wir mussten ja jedes Blatt lesen. Natürlich tauchte ab und zu ein Name in den Unterlagen als Begünstigter auf.um es grausig auszudrücken . Da wir in unserem Team den gesamten Akt nach dem Scannen vor uns auf dem Bildschirm abrufen konnten. wo buchstäblich sofort erkennbar war. der uns allen aus den Medien bekannt war. Bemerkungen und Erklärungen protokollieren. die als Begünstige hinter einer solchen Briefkastenfirma stehen.

dass. Dies bewusst und unbewusst. Aber die LGT ? ? ? !!!! Nie hätte ich und andere im meinem Team."böse. Um diese Kundschaft kümmert sich speziell in Vaduz zum Beispiel die Sinitus Treuhand. weiss man doch: "Irgendwann fliegt andauernd etwas auf!". Weil sie natürlich wissen. gedacht. Wir wussten alle. Mein Gott. sollte eine Leiche unerwartet an die Oberfläche gelangen. Sie ändern zwar oft ihren Firmennamen. Dr.99 Prozent NICHT in Liechtenstein beginnen. die illegale Geschäfte tätigen und dies auch unter Mithilfe oder Tolerierung der LGT Treuhand und der LGT Bank. es war und ist ja Allgemeinwissen im Ländle. deren Enthüllung zu 99. Etwas Besseres fällt denen nie ein. böse Überraschungen" geben würde. Dr. die Serica Bank oder First Advisory (ehem. als ultimativer Besitzer der LGT Gruppe. ein solches Reputations-Risiko eingehen würde. dass z.B. das Letzte mal im Februar 2009. Was soll jetzt als Entschuldigung für die LGT herhalten? ° Dass viele dieser Mandate vor dem Inkrafttreten der strengeren Sorgfaltspflichtgesetze angenommen wurden? Diese lumpige Ausrede wurde in den vergangenen Jahren immer und immer wieder von Liechtenstein verwendet. Nach den immer wieder aufkommenden Skandalen.und Bankenbusiness sind. die mit der Liechtensteiner Finanzlandschaft vertraut waren. damals und heute die Schwarzen Schafe im Treuhand. die Russen nicht gerne bei der LGT als Kunden gesehen werden.sie öffentlich bekannt gemacht . u. indem er Kunden in seinen Büchern stehen hat. auf Grund der sehr lahmen Anwendung der eigentlich guten Sorgfaltspflicht und anderer bestehender Gesetze. aber man findet sie dennoch alljährlich in irgendwelchen Untersuchungsberichten diverser ausländischer Strafverfolgungsbehörden vom "around the Globe" wieder. . die Öffentlichkeit (Medien etc) nie die vollständigen Unterlagen zu einem solchen Fall 145 . Batliner).w. wer immer schon. dass Hans-Adam.s.

Hätte bloss das Ausland mehr Glück und könnte viel öfter selber auf Unterlagen über eine Verbindung zwischen einer Straftat in ihrem Land und einem Vermögen in Vaduz stossen. dass die schmutzigen Geschäfte der Stiftung oder Anstalt etc. weil die den Bankvermögen zugrunde liegenden (Erst)Straftaten (z. Streng genommen macht dies keinen Unterschied. hätten sie bloss! Liechtenstein agiert praktisch nie von sich aus. also Liechtenstein den Vorfall oder Skandal für die Medien "zurückdatiert". dann muss diese Formel herhalten: "Was bei denen im Ausland als kriminell gilt. Abgesehen davon. keine "Leichen" erkennbar waren oder sind? Haben die in Vaduz mit der ersten Ausrede keinen Erfolg. Korruption oder Betrug auch geahndet werden. wie ich in den folgenden Kapiteln beweisen kann. da die Fristen in Liechtenstein dafür abgelaufen wären. Und da in Liechtenstein eine Einzelstraftat wie z. angeblich aus einer Zeit stammen. also der Kunde weiterhin illegale Geschäfte mit oder ohne Wissen der LGT getätigt hatte oder noch tätigt. dann könnte es mit diesem Material die Liechtensteiner um Hilfe bitten. sehr flexibel. muss nicht unbedingt bei uns so sein". Quasi sei eine Strafverfolgung (wegen der Geldwäscherei) aus Liechtensteiner Sicht leider nicht mehr möglich. 146 . ° Das auf Grund der Auffassungsgabe der LGT über das was "kriminell" ist und was nicht. dass die meisten Straftaten (der LGT Kundschaft) im Zeitraum der neuen. Betrug). wenn die Tat in der Zeit davor passierte. Auch wenn es um andere Vorwürfe aus dem Ausland geht. Korruption. müsste man in Vaduz der Sache auch nachgehen. wäre nach dem Wortlaut des Gesetztes auch dann eine Strafverfolgung. oder zumindest eine Strafuntersuchung zu beginnen. strengeren Sorgfaltspflichtgesetzte vollbracht wurden. sehr. Dies darum. wo noch die schwachen Sorgfaltspflichtgesetze galten. ausnahmslos im Ausland begangen wurden und dort die Fristen praktisch in allen bekannten Fällen noch nicht abgelaufen waren.haben wird.B. Die einfache Steuerhinterziehung meine ich damit gar nicht. Deswegen kann die betroffene Bank oder Treuhandfirma behaupten.B. Egal ob das Mandat noch aktiv ist. ist Liechtenstein in der Interpretation was eine Straftat ist und was nicht. Eben. auch wenn es detaillierte Kenntnisse über die übelsten Straftaten erlangt.

Feuerstein über die falsche Moral der LGT im Allgemeinen und der Liechtensteiner Finanzwelt im Bezug auf die schmutzigen Mandate. solches mitzumachen. wie bei vielen anderen Betrieben wurden Mitarbeiterausflüge in die Schweiz oder nach Österreich durchgeführt. dass man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen soll.° Das intern eine Art Dogma gilt: "Reden ist der schnelle Tod". egal ob mit 147 . dass es nicht unsere Aufgebe sei. Einer von ihnen.naiv genug waren wir ja – mit Fragen über solche Kunden bedrängte. Die LGT Führung hatte nicht nur mir gesagt. Januar 2003 – siehe Kapitel 7. Ein Ausflug in die Schweiz. eben HansAdam und seine Familie. "dumme Fragen" zu stellen. Wegen dem Haftbefehl. wenn man auf die "Räume mit den Leichen" stossen sollte. es war ein Jurastudent. zusammen mit den Besitzern der Gruppe. Sie kündigten und mussten sofort gehen. Sein Bruder. Man kann also festhalten. Im Befehlston wurde uns gesagt: Dokument lesen – Dokument indexieren – und die Klappe halten! Basta. dass er "von nichts" wusste. Schlussendlich trägt die Leitung die Verantwortung. Man darf aber die einfachen Mitarbeiter bei der LGT Treuhand. Das Arbeitsklima bei der Treuhand war sehr gut. wurde dann auf den Stuhl des Vorstandsvorsitzenden beordert und der neue CEO wurde der zweitälteste Sohn von Hans-Adam. Für sie ist es ein Job wie jeder andere auch. dass sich Hans-Adam nicht damit herausreden kann. Ich war nicht der Einzige aus dem Team der die Leitung der Treuhand bei der wöchentlichen Sitzung . Sobald ein Betriebsausflug ins Ausland bevorstand. "Schweigen ist pures Gold". einschliesslich "die blinde Kuh dazu" und man ist vollkommen? Dies war leider die Wahrheit. hatte sogar ein heisses Streitgespräch mit dem Dir. Schon nach einem Monat hatten zwei junge Mitarbeiter keine Lust mehr. Beide Teammitarbeiter wurden durch Neue ersetzt. Prinz Philipp Erasmus war bis im Sommer 2006 der CEO der LGT Gruppe. ob ich mitgehen wolle. der LGT Bank oder jeder anderen Treuhand oder Bank jetzt nicht verdammen. Uns wurde schnell klar gemacht. Prinz Maximilian N. Ausdrücklich nicht mehr seit dem 7. wurde ich von der Rechtsabteilung gefragt.M.

Mit Mühe und Not schafften wir es im Keller. sofern es die extern angeheuerten Mitarbeiter betraf. nicht miterleben musste. Ich bin in meiner Freizeit oft mit dem Mountainbike oder dem Auto in die Schweiz gefahren. Ich hatte nie eine sehr innige Beziehung zu ihm. den Heimatort Mauren eingetragen. Ein Jahr zuvor erhielt er die Diagnose Krebs. Bei einem Betriebsausflug meines Teams nach Feldkirch bin ich einfach mit dem eigenen Auto via meiner Heimatgemeinde Mauren über die kleine Grenze dort nach Österreich gefahren. wollen sie die Identitätskarte sehen. war kein Problem. trotzdem habe ich bei der LTG immer volle Leistung gebracht und meine Vorgesetzten lobten mich sehr. Er war sehr bekannt und beliebt in Liechtenstein. Manchmal bin ich auch in die Kanzlei meines RA nach Feldkirch gefahren. dass er all dies was in 2003 und später passiert ist. Wird man aber angehalten. im Städtle 18. wie ich. Auch fuhr ich oft mit dem Linienbus über die grosse Grenze Schellenberg / Feldkirch nach Österreich. März 2001 offiziell zu Ende. Es wurden mir auch nie irgendwelche Verordnungen oder Reiserestriktionen von Seiten Liechtenstein auferlegt.B. Ferienansichtskarten der Kunden). dann winken sie einen oft durch. Wir gingen essen oder einfach einen Kaffee trinken. Hat man darin. Der Umzug stand vor der Türe. Die Grenze ist von Balzers bis nach Ruggell offen. Es war keine Zeitreserve mehr vorhanden. 148 . fristgerecht die aktiven Mandate einzuscannen und die Papierakten von Unnötigem zu befreien (z. gehörte nicht der Treuhand und wurde von den Besitzern schon weitervermietet. Mein gleichzeitiger Kampf gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. war am 31. Jeden Monat drei oder vier Mal. aber seit meiner Rückkehr aus Südamerika sahen wir uns regelmässig. Schon kurz nach Argentinien verdrängte ich die eigentlich kleine Gefahr wegen des Haftbefehls dort Ärger zu bekommen. Ich bin auch heilfroh.Firma oder Privat. alten Mandate via AVOR zum Scannen zu bringen und zu indexieren. da die Benutzung dieses abgelegenen Grenzübergangs "als einer aus Mauren" den Beamten logisch erschien. um auch die inaktiven. Ein Grenzbeamter steigt zwar in den Bus ein. Das Projekt e-Doc. wird man gleich weiter gelassen. Einen emotionalen Dämpfer war der unerwartete Tod meines Vaters Anfang 2001. wirft einen Blick auf die ID-Karten oder Pässe und das war’s auch schon. Das alte Bürogebäude. Sind die Grenzbeamten überhaupt präsent. auf allen Bühnen verbrauchte viel meiner Energie.

Ich war sehr stolz darauf. Sicherheitstechnisch waren wir auf den neusten Stand. einschliesslich der Direktion sowie jene Vorstandsmitglieder der Treuhand. die intern Zugriff auf die elektronischen Kundendateien wünschten. Schon seit Anfang des Jahres 2001 wurden systematisch alle Treuhandmitarbeiter. erinnere ich mich bildlich noch immer seitenweise an Hunderte von Stiftungen und deren wahnsinnige Geschichten. März 2001 von der LGT direkt übernommen und wir alle bekamen unbefristete Arbeitsverträge. von wenigen Ausnahmen abgesehen. eine Jurastudentin. Die Direktion hatte logischerweise Zugriff auf alle Mandate. obwohl ich die Firma seit mehr als sieben Jahren verlassen habe. Bei den aktiven Mandaten wurden alle Papierdokumente. Heute noch. Die von Klaus Zumwinkel fällt mir da gerade ein. Ich durfte die dafür notwendigen Unterlagen in Eigenregie herstellen und auch jeweils die neuste Version des BAKs. Die Schulung wurde mir aufgetragen. Oder die heiklen Mandate. dem Belegartenkatalogs. ein Fachmann und ich wurden per 29. mittendrin als Allrounder und Problemlöser für alle. Das heisst. im Umgang mit dem neuen System geschult. da jeder und jede seine/ihre eigene Vorstellung davon hatte. die verbliebenen aus dem e-DocTeam. Die Sachbearbeiterin auf diejenigen. Zürich und Lugano die zwei. in welchem Index ein Dokument abzuspeichern sei.bis dreitägigen Lehrgänge mit jeweils einer bis drei Personen pro Gruppe bei mir in Vaduz absolvierten. die sie selber betreuten. Trotzdem waren die Treuhandmitarbeiter fortwährend erstaunt. die auffällig noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt sind. die sie betreuten. ein unglaubliches mentales Lexikon über mehr Mandate in uns gespeichert. die Kundenberater hatten nur Computerzugriff auf jene Mandate. in gefrässigen Papiervernichtungsmaschinen 149 . Meine Kurse waren sehr beliebt. Der Kern des Problems lag darin. Es dauerte über 12 Monate bis alle der fast 100 Mitarbeiter aus Vaduz. Und ich. ALLE Mitarbeiter auf eine LINIE zu bringen. hatte ständig den vollen Zugriff.Drei aus meinem Team. die sich seit Jahren mit dem Kunden austauschten. Dies galt auch für die Mitarbeiter der IT-Abteilung. Zugriffsmässig wurde das neue System analog dem Alten ausgelegt. Interessanterweise hatten wir drei. als wir auf Anhieb Details aus Stiftungen erzählen konnten. als die eigentlichen Kundenbetreuer. Natürlich hatten wir den Inhalt der fast 4000 Mandate nicht auswendig im Kopf abrufen können. oft heiter und äusserst abwechslungsreich.

dass ich 100 Mal schneller den Akt im dort vorherrschenden. einen bestimmten alten Akt in jenen Kellerräumen heraus zu graben. natürlich mit Ausnahme des Chefs. haben wir im begehbaren Panzerschrank im 3. chaotischen alten Archivierungszustand finden würde. Das Set jener Dokumente. Die LGT mietete diese Räume weiterhin. 150 . lag daran. In "Null Komma Nix" sind verfängliche Dokumente in Rauch aufgegangen. wurden sie von eigenen Mitarbeitern per Firmenwagen in die Müllverbrennungsanlage Buchs. der vor allem von Banken und den Treuhändern gerne in Anspruch genommen wird. die ja aus Zeitmangel nicht eingescannt worden waren.zum Verschwinden gebracht. aber bei anderen Treuhändern. von oben nach unten und von hinten nach vorne bewegen musste. eine bestimmte Seite oder einen Sonderfall aus einem alten Akt herauszusuchen. diese Akten auch auszusortieren. nicht bei uns. eine kleine Seitenöffnung im Ofen benutzten und dort die Papierschnitzel direkt in die. Mein Schlüssel öffnete mir fast alle Türen. Ich gestehe. wo ich Stunden im Keller Akten von links nach rechts. die nicht verbrannt werden sollten. Insbesondere passierte dies dann. In Plastiksäcke abgefüllt. zusammen mit einem Mitarbeiter der Anlage. Wir hatten keine Zeit mehr. ca. Schweiz gefahren. Der Zugang zu allen internen und externen Türen im ganzen neuen Gebäude war mittels elektronischen Schlüssels geregelt. wurden im alten Gebäude (mit Zugang von Aussen durch eine Stahltüre) auf drei Kellerräume verteilt aufbewahrt. Es gab Tage. so glaube ich. Die Kundenberater. dass es häufig berauschend war. Aber sie wussten. Der Zugang dazu wurde elektronisch gesichert. Manchmal wurde ich von Kundenberatern oder gar vom Direktor gebeten. Die dicken Mappen der inaktiven Mandate. Die Schlüssel dafür hatte ich auch. dass ab und zu aus juristischen Gründen alte Geschichten exhumiert werden mussten. hätten auch selber dorthin gehen können. Bei Wechsel des Treuhänders wird nicht immer die ganze Mappe dem neuen Treuhänder übergeben. sich bündelweise die verrücktesten Mandate durchzulesen. Das jemand danach fragte. Die Stiftungen lebten ja oft weiter. 1000 Grad heisse Flamme werfen. Nach Voranmeldung kann man. um endlich an eine gesuchte Stiftung zu kommen. Dort gibt es einen speziellen Dienst. Stockwerk des neuen Büros pingelig genau und sauber eingelagert. wenn mein Auftrag darin bestand.

heisse Mandate auf. Na ja. Bei der LGT zu arbeiten. das auch die Mutter aller Stiftungen. Mal streiten sie. dass diese Persönlichkeiten bei seiner Firma Kunden sind oder jene Millionen bei seiner Firma verwaltet werden. Hans-Adam. die klar der Familie zuzuordnen sind. dass die meisten der persönlichen Stiftungen der Mitglieder der Fürstenfamilie auch bei der Treuhand verwaltet wurden. wo es nur besser sei. wenn man auf ehemalige Arbeitskollegen traf. war auch wie ein Statussymbol. eher geheime Büro mit Sitz an der Herrengasse in Vaduz. Berufsbedingt hatte ich alle Akten dieser Stiftungen durchgelesen und indexiert. als verschwiegener und äusserst auf Diskretion bedachter Führer. wo mehr Leichen verwaltet werden. Die Welt der Treuhandmitarbeiter in Liechtenstein ist klein. Mal geizen sie und manchmal sind sie generös. die jetzt bei anderen Treuhändern oder einer anderen Bank arbeiteten. Es sind Menschen wie du und ich. etwas Leichengeruch hatte die eine oder andere Stiftung schon. Dies war für ihn nicht zwingend oder logisch notwendig. Je länger ich bei der Treuhand arbeitete. Man arbeitete nicht bei einer x-beliebigen Treuhandbude.Zum Glück waren solche Anstrengungen und Trips in alte. vertraute den Leute seiner LGT Treuhand so sehr. Gegenseitig wurde man ausgequetscht um in Erfahrung zu bringen. indem er erzählt. delegieren können. umso weniger regte ich mich über einzelne. 151 . nein! Bei der Fürstlichen Treuhand. beinhalteten im Vergleich zu anderen superreichen Kunden nichts Aussergewöhnliches oder Spektakuläres. die "Fürst von Liechtenstein Stiftung" verwaltet. Er hätte die Mandatsleitung auch an jenes. dunkle Kellerräume bei den aktiven Mandaten dank des neuen Systems nicht mehr notwendig. Die über 29 bei uns verwalteten Gesellschaften. Ab und zu versuchte einer aufzutrumpfen. Dieser Stiftung gehört alles was Hans-Adam und sein Clan besitzt. Man kennt sich. Beim Feierabendbier oder Cola wurde zwanglos über die neusten Mandate oder Skandale geredet. Unterhaltsam wurde es dann.

die Arbeitsstelle bei Treuhand zu kündigen. dass dies mein ausgewählter Weg zur Gerechtigkeit sein oder werden sollte. wenn auch nicht optimales Leben zu führen. Sogar in Sachen Herzblatt hatte ich Glück und wunderschönen Zeiten erleben können.KAPITEL 6 Heiligsprechung unter Vollnarkose Das Jahr 2002 begann eigentlich wie jedes der fünf vorhergehenden Jahre. muss sich mein Unterbewusstsein vorerst unbemerkt schleichend in eine andere Richtung orientiert haben. dass die Gerechtigkeit siegen wird und dies das Jahr sein wird. schwerer Erpressung. was sich im Oktober 2002 abspielen werde.-). Beharrlich hielt ich den UR Dr. dass sich irgendetwas drastisch an den über die Jahre hinweg vorgezeichneten Pfaden ändern würde. Deswegen hatte ich mich entschlossen. ich war so felsenfest davon überzeugt. das Gefühl ein normales. genährt von meinem unerschöpflichem Optimismus und dem Glauben. Nötigung und Körperverletzung stehen und ein Kriminalgericht einberufen würde. Dass Gerechtigkeit geschehen werde und ich meine ganze Energie auf diese kommenden wichtigen Wochen 152 . Dies war wohl der Anfang vom Ende meines ehrlichen Kampfes um die Gerechtigkeit. Damit meine ich nicht eine Richtungsänderung wonach ich die STA und das LG Vaduz links liegen lassen würde und selber Hand an die Verbrecher legen würde. nachdem was ich in Argentinien durchstehen musste. Paul Meier und die STA über die allerdings immer weniger werdenden Neuigkeiten in Sachen Argentinien oder Spanien auf dem Laufenden. Meine Arbeit bei der LGT Treuhand erfüllte mich sehr und ich hatte. eben rücksichtslose Rache ausüben würde. Ganz im Gegenteil. in dem die Verbrecher vor ein Kriminalgericht gestellt werden. kann jeder wirklich nachvollziehen. Nie habe ich aber Anlass dazu gegeben. dass ich mich zumindest gedanklich mit "ebenbürtiger" Rache – auch als Teil meiner eigenen Therapie – auseinandersetzten musste. Natürlich. Obwohl es für mich absolut keine Anzeichen gab. Dem Rechtsdienst der LTV erzählte ich dann voller Zuversicht. ja eigentlich von Seiten der STA überzeugt worden. schwerer Freiheitsberaubung. um mich zu 1000-prozentig darauf zu konzentrieren. Ein dicker Kuss nach Zürich . wie schon lange nicht mehr. dass in diesem Jahr 2002 die anspruchsvolle Anklage wegen schwerer Entführung.

dass ich gehen wollte und versuchten mich zum Bleiben zu überreden. Nicola Feuerstein. Sehr geehrter VR Werner Orvati. An die Geschäftsleitung der LGT Treuhand AG. ° alle MitarbeiterInnen sind bis ins Detail geschult. Sie waren enttäuscht.und Monate konzentrieren wollte. Man kann heute feststellen.. Meine Hauptaufgabe bei der Treuhand war erfüllt: alle Mitarbeiter waren auf dem neusten Stand der internen Schulung und auch alle dazu notwendigen Unterlagen waren up-to-date.. August 2002 Sehr geehrter Herr Dr.das gilt auch für mich. dass dafür meine ganze Energie gebraucht wird und ich darum die Arbeitsstelle fristgerecht. ° Der neue BAK ist in Kraft. neue. die neues Wissen vermitteln und die Persönlichkeit formen. quasi nur einen Einzeiler. Nach reifer Überlegung bin ich zum Schluss gekommen.2002 dem Personaldienst der LGT. das wollte ich auch nicht.08. Vaduz.. Es ist mir nicht leicht gefallen! Auflösung des Dienstverhältnisses.B.. dass ich unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende November 2002 die Firma verlassen wollte. einfach hineinzuschreiben. Ich sagte ihnen.. Z. Niemand ist unersetzbar . Denn rein gar nichts schreiben. Der diesbezügliche Markt ist sehr gross und die Auswahl keine leichte Aufgabe. empfahlen sie mir. Nach Absprache mit ihnen. November 2002 kündige. setzte ich folgendes Schreiben auf und sendete diese am 29. schwierigere Sprachen zu erlernen und auch Kurse/Schulen zu besuchen. Der errechnete Zeitaufwand für die in Frage kommende Neuorientierung ist beachtlich. dass ich mich ausserhalb der Firma weiterbilden möchte. Mit meinen jungen 37 Jahren sehe ich noch die Kraft und Möglichkeit meinen Wissens-Horizont im grösseren Stil zu erweitern. dass mein Aufgabengebiet (e-doc) eine gute Eigendynamik entwickelt hat: ° das e-doc-Organisation steht. Sehr geehrte Herren der Geschäftsleitung. Da ich natürlich nichts im Kündigungsschreiben über meinen juristischen Kampf erwähnen konnte und wollte.. wie ich meine Freizeit sinnvoll mit persönlicher und beruflicher Weiterbildung ausfüllen kann. unter Einhaltung der 3-monatigen Kündigungsfrist auf den 30. den 29. 153 . In den letzten Wochen habe ich mir Gedanken gemacht.

bis Ende November 2002 durch. dass für die noch nicht verkauften Wohnungen (also auch diejenige. Ich arbeitete noch die vollen DREI Monate der Kündigungsfrist. Nicola Feuerstein. Und war abermals zusätzlich im Dezember 2002. Auch allen Anderen danke ich für das Vertrauen und für den gezeigten Führungsstil.° Die Bereinigung der MAN ist voll im Gang ° Die e-doc-Unterlagen sind up-to-date. VR Werner Orvati. dass ich für fast 2 Jahre Teil dieser LGT Familie sein durfte. März 2008 gemachten Behauptung. das schon lange in Liechtenstein wohnte. berufsbedingt viermal zurück ins Büro zur Unterstützung in Sachen e-Doc gerufen worden. Sie kündigten mir deshalb und wir vereinbarten. Es sieht einfach für sie besser aus. Pius Schlachter. sie könnten in ihrer jetzigen Mietwohnung noch bis Ende Februar 2003 154 . Ich wünsche allen gute Geschäfte und vor allem Gesundheit. Dr. ein aufgeweckter "bunter Hund". für den Eigengebrauch gekauft. nach dem Ausbruch des Skandals Mitte Februar 2008. Auch im Sommer 2002 wurden alle Bewohnern des Hauses Neue Churerstrasse 27 in Balzers von der neuen Hausverwaltung informiert. selbstverständlich werde ich bis zu meinem letzten Arbeitstag zu 100 % mithelfen. Wolfgang Bösch aussprechen. Ich war. Meine Wohnung wurde von einem netten italienischen Ehepaar mit zwei Kindern. Sie sagten. Glück und Zufriedenheit. Alle Mitarbeiter der LGT Treuhand waren über meine Kündigung erstaunt und viele fanden es schade. dass die Übergabe nach Ihren Wünschen und Vorstellungen über die Bühne geht. in der ich seit Jahren wohnte) endlich Käufer gefunden worden waren. Natürlich kann ich deren Entstellung der Wahrheit nachvollziehen. Hiermit möchte ich auch meinen Dank speziell an Dr. die LGT Treuhand hätte mir gekündigt. dass ich spätestens bis Ende Dezember 2002 ausziehen werde.) Heinrich (HENRY) Kieber Die nun von Hans-Adam und anderer diversen Liechtensteiner Seiten im Februar. Ob Sie nun die Stelle neu besetzten oder die Aufgaben auf bestehende MA verteilen. oder ich wäre (ohne Kündigung) ins "Ausland abgetaucht" ist falsch und eine Lüge. (gez. wie mein Ex-Chef einmal sagte.

Eine Männerstimme sagte mir über die Gegensprechanlage. gar kein Problem. Er sagte sogar. Sie wurden deswegen überhaupt nicht einvernommen. Ich war ausser mir! Mein Zorn war nicht zu bändigen! Ich rannte sofort quer durch Vaduz zum Haus der STA rüber und klingelte. dass es jetzt endlich. da beide vermutlich zur Verhandlung nach Vaduz kommen würden. habe ich sofort den Staatsanwalt Haun angerufen. dass es im Oktober 2002 wohl die letzte Möglichkeit wäre. Die Obergerichtssitzung am 03. Circa zehn bis 14 Tage später wollte ich bei der Sekretärin des UR Dr. Das Ehepaar war im Oktober zur nächsten Runde im Zivilprozess angereist. Helmut Roegele nochmals und seine Frau erstmals als Beschuldigte wegen Argentinien durch den UR befragen zu lassen. Meier die Kopien der Einvernahme des Ehepaars Roegele holen. Über eine mögliche angeordnete Inhaftnahme konnte er mir aus beruflichen Gründen leider nichts verraten. dem (Spanien-) Fall in Vaduz gegen mich und nicht eine Einvernahme im 101er. Es war ein oder zwei Minuten vor 12 Uhr Mittags. Als im August 2002 der Termin für die Obergerichtsverhandlung in der Zivilsache bekannt gegeben wurde. dass sie jetzt definitiv wegen Argentinien einvernommen werden sollten und dass die Anklage druckfrisch kommen würde. denn ich wusste ja. endlich vorwärts ginge. Ich war sehr erleichtert und dankte ihm tausendmal dafür. In der Hektik und da emotional zu aufgewühlt hatte ich das Deckblatt nicht gleich gelesen. Ich dankte dem Staatsanwalt wie immer für seine Mühe und er hat mir wortwörtlich zugesagt. er könne das für mich tun. Ich musste mich beruhigen! Ich musste mich verdammt noch mal beruhigen! Mir wurde ganz schlecht! Aber warum hat er mich angelogen? Warum hat er 155 . Ich teilte ihm mit. dass Haun schon zu Mittagessen gegangen sei.bleiben und dass sie einen Umzug in ihre neu gekaufte Wohnung im Januar/Februar 2003 planten. Dies war besser so – für mich. Sie gab mir eine Kopie in die Hand. Die Anklage würde dem Paar dann ausgehändigt. Und auch ohne Beisein der Parteien. Helmut und seine Frau wegen Argentinien festzunehmen und endlich richtig einzuvernehmen. Oktober war nicht-öffentlich. dem (Argentinien-) Fall gegen Helmut & Co. Ich musste mich beruhigen. Im Gang traf mich der Schlag! Es war eine Aussage von Helmut und seiner Frau im 140er. Ich machte mir wiederum keine Sorgen.

datiert auch vom 7. mich verbissen wegen Barcelona verurteilt sehen möchte. Ich rief dann sicher 30 Mal die Büronummer von STA Haun an. bekam ich eine Abholaufforderung der Post in Balzers.02. Jedes Mal wurde ich von einer Sekretärin dort vertröstet und aufgefordert am nächsten Tag anzurufen. Einige Tage später kam das Urteil des Obergerichtes vom 3. Der eine Umschlag enthielt eine fixfertige Anklage (140er) gegen mich (Wohnungskauf in Spanien 1996).gesagt. er ist nicht dazu verpflichtet mir Auskunft darüber zu geben. dass die spanische Justiz zwei mal die Bitte (offizielle Anträge) des UR Dr.02 datiert und von STA Haun unterschrieben.11. Die Anklage war mit 7. Das andere Kuvert enthielt einen zwei Seiten langen Brief vom UR Dr.11. dieses mal an den Obersten Gerichtshof in Vaduz. Einiges deutet auf ein falsches Spiel der STA hin: Fakt ist. Obwohl ich einen RA hatte. Meier. Meine Augen begingen zu schimmern und der Kopf wurde schwer. er würde Helmut & Co. Darin musste er mir auf Anordnung des STA Haun mitteilen. Er war der Staatsankläger. dass die STA das Strafverfahren (101er) gegen alle Beteiligten im Argentinienfall eingestellt hatte. oder 9. dass das Gericht mir die Post direkt schickte. Meier 156 . warum STA Haun. Ich musste zwei dicke Kuverts (per Einschreiben) vom Gericht aus Vaduz abholen. Immer ohne Erfolg. Ich war sprachlos. Es genügt. konnte ich es so organisieren. Ohne Angabe von Gründen. wenn die STA in ihrem eigenen. wenn er in Wahrheit nichts getan hat? Er hätte es nicht sagen müssen. Die STA muss gemäss Gesetzt niemandem den Grund angeben.10. Dieses Buch wird bei der STA verwahrt. Für mich war die Welt am Ende! Die Scheiss STA! Warum keine Anklage im 101er? Warum der 101er eingestellt? Was heisst ohne Grund? Warum ich angeklagt? Wie konnten sie nur? Diese Lügner. er könne das für mich tun. Nur Gott weiss genau.02 per Post zu mir nach Hause: Verloren. nicht-öffentlichem "Fallbuch" die Gründe einträgt. Ich ging mit meinem RA sofort wieder in die Berufung. am 8. es ginge vorwärts. vom Teufel geritten. Ein weiterer Tiefschlag. Im November 2002. was läuft und was nicht. warum sie einen Fall einstellt. mit der Anklage in die Mangel nehmen. Mir wurde übel und ich konnte die Zeilen in der Anklage nicht klar lesen.

Er und sein RA in Vaduz kannten seit Sommer 1997 mein offizielle Adresse. Ein weiteres Faktum ist: Der Kläger in Spanien. der Verbrecher Helmut Roegele. die zum Himmel schreienden Beweise werden einfach nicht gelesen! Und wenn dann nur oberflächlich. Nie wurden sie aber gewürdigt! 157 . Rückblickend weiss ich ganz genau warum man dies so wollte: Ich wurde der Liechtensteiner Justiz immer lästiger. Es bestand also nie ein Antrag von irgendwelcher Seite an die STA in Vaduz. Trotzdem war Herr Haun scharf auf eine Anklage gegen mich. hatte Helmut das ureigenste Interesse daran. es wäre logisch gewesen. Weder hatte ich die Fassung verloren noch mich beschwert. Erst dann wurde mir langsam bewusst. dass die Spanier nicht auf die Idee kommen würden. ein Strafverfahren wegen des Wohnungskaufs in Vaduz durchzuführen. hätte sich die ganze Sache in Barcelona (Wohnungskauf) und in Argentinien nach der Version von Helmut ereignet. Obwohl dies so war. ihren Fall nach Vaduz abzugeben. Denn nur wenn ich weiterhin in meiner juristischen Verteidigung geschwächt und persönlich in meiner Mobilität eingeschränkt bliebe. Für ihn war es lebensnotwendig. nämlich das LG Vaduz in Liechtenstein.siehe nächstes Kapitel) gegenüber der ganzen Justiz gegenüber immer korrekt und anständig verhalten hatte. dass er eine Strafverfolgung meinerseits wegen des Wohnungskaufs 1996 in Barcelona hier beim LG Vaduz haben möchte.um die Abtretung des Falls an das Gericht des ständigen Wohnsitz des Beklagten. könnte mein Kampf um eine Strafanklage gegen die Täter aus Argentinien beeinträchtigt werden. wurde ich von Seiten des LR Oehri und speziell seitens der STA wie der letzte Dreck behandelt. Obwohl ich mich (bis zur "dicken Post" an Hans-Adam im Januar 2003 . wenn sich der LR und vor allem die STA von Anfang an etliche offenkundige Fehler leisteten. Ja. Meine Unterlagen. abgelehnt hatte. Das wäre das "Logischte" gewesen. dass sich der LR Oehri mit dem STA Haun ständig abgesprochen haben musste und dass sie auch die Entwicklungen in beiden hängigen Gerichtsfällen (Zivil und Straf) in Vaduz gemeinsam orchestrierten. die schwerwiegende juristische Konsequenzen für mich bedeuteten (ganz zu schweigen von den Demütigungen). Da dies nicht der Fall war. dass der Haftbefehl gegen mich aufrechterhalten blieb. hat nie ein Gesuch gestellt oder den Wunsch gegenüber der Justiz in Liechtenstein oder in Spanien geäussert. Eine solche Möglichkeit würde das entsprechende europäische Abkommen ausdrücklich vorsehen.

Eine Spurensicherung am Tatort in Argentinien hätte ohne Probleme durch Interpol Argentinien bewerkstelligt werden können. Es ist halt billiger für das Land und besser für seine Reputation. Vorher hatte der Schwager. CHF 400'000. obwohl die Verbrecher vermutlich schon alles gereinigt hatten. Weder Mariano noch der Schwager hatten seit Argentinien nie auch nur eine Sekunde lang einen Anspruch auf "ihren Teil" der bei der BAWAG liegenden Gelder gemacht und beide sind um Untergrund verschwunden..und dem Schwager von Helmut ca. das Verfahren gegen die Verbrecher ohne Grund einstellen zu können. möchte ich auch noch Folgendes schreiben (was ich übrigens auch Hans-Adam auf eine Tonkassette als Beilage zum "Brief vom 7. hat er den falschen Beruf ausgewählt. Wo sind seine Bemühungen vermerkt? Nichts hat er gemacht.Was die Einstellung des 101er Strafverfahrens betrifft.-. CHF 10'000. Wenn da ein halbwegs normal funktionierender Staatsanwalt keine starken Gründe für eine Anklageerhebung sieht. Gemäss StPO muss die STA sogar Anklage erheben. Freiheitsberaubung und Gefangenschaft in Argentinien. "quasi aus Spass am Geldverteilen" ihm ca. nicht überprüft? Es hätte auch Liechtenstein nichts gekostet.1. Blutproben von meinem Blut im Turm festzustellen.03" mitgeteilt habe. Ob dann ein Kriminalgericht die Täter verurteilen würde. CHF 400'000. ist eine ganz andere Sache. vor allem einem Staatsanwalt. springt ein weiterer Beweis jedem. Herr Kroschel nach meiner Anzeige eiligst auf seinen Anteil "verzichtet". in dem ich gefangen gehalten wurde. Und wenn in meinem Fall die 158 . siehe nächstes Kapitel): Wenn man den Akteninhalt des 101er ansieht. die "niemand sich einfach nur ausdenken kann" und abgesehen vom Gutachten des Gerichtsmediziners. ich hätte f r e i w i l l i g. Helmut war mit der verlogenen "Wohnungskauf"Geschichte ja bekanntlich erfolgreich.. In meinem Fall waren die involvierten Staatsanwälte nicht dumm.überweisen bzw. geradezu ins Auge: Wo ist die wirtschaftliche Grundlage für die Behauptung des Verbrechers Helmut. überlassen wollen??? Das ist eine völlig absurde Behauptung seitens der Täter. so hat eigentlich der STA Haun nichts gemacht. Nichts was der Wahrheitsfindung dienlich war. Es wäre sicher kein Problem für deren Spezialisten gewesen. Die Hürde für eine Anklageerhebung durch die STA ist laut Strafprozessordnung gar nicht hoch. rein gar nichts! Er hat nur all seine Kraft auf das Ziel gesetzt. dem Komplizen Mariano ca. Abgesehen von den im Detail nicht zu überbietenden Schilderungen zur Entführung. Und warum hat man meine anderen Angaben zum Inneren des Turm.

unehrliche Umgang der STA mit meiner Folter. ja er verstehe was ich durchgemacht habe. Nicht mal eine ordentliche Einvernahme der Beschuldigten und Vorenthaltung derer Widersprüche hatte man bewerkstelligen können. sprich einem Kriminalgericht zuzuführen. Das Obergericht würde dann entscheiden. dass ich nie die finanziellen oder kräftemässigen Möglichkeiten hatte. Ich habe nur wieder und wieder und wieder schriftlich und mündlich gebeten. persönliche Erfahrung dafür. Abgesehen davon. In Wahrheit wollte er mir nie helfen. ob das Strafverfahren wieder fortgesetzt würde und wenn ja. exakt gleichzeitig terminierte Versand der zwei Umschläge (Anklage 140er & Einstellung 101er). er kann es nachvollziehen. Ich finde es auch eine absolute heuchlerische Berufsauffassung wenn derselbe Staatsanwalt mir seit mehreren Jahren in der Causa Argentinien vorgibt die Anklage sei bald fertig geschrieben. So hat er mir meine letzte Möglichkeit geraubt. ja er verstehe das. die Verbrecher der gerechten Strafe. Er war auch betrübt über die Einstellung. meinte er. dann ohne die STA. Der Privatbeteiligte (also ich) könnte dann Anträge an den UR 159 . Was mein Blut zum kochen brachte. Erstens geht das nicht und zweitens fehlt der Justiz naturgemäss die eigene. Meier in sein Büro. diese aber nie produziert. er helfe mir! Ich verlangte nie. eine Anklage in Argentinien voranzutreiben. die Leute zur Rechenschaft zu ziehen. Ich habe auch nicht um Mitleid gebeten. STA Haun sagte mir einmal am Telefon. Auch der hinterlistige. Er hat mir aber Mut gemacht und gesagt.Beweise für eine Anklage nicht ausreichen. Die Chance auf Weiterführung des Strafverfahrens sei sehr gut. zeigt die deutlich zynische Geistesrichtung der STA. Ich war so naiv zu glauben. dass ich als Privatbeteiligter an diesem Verfahren unbedingt einen Antrag auf Fortsetzung des Strafverfahrens bei Gericht innerhalb der 14-Tage-Frist stellen sollte. der mich emotional hart treffen sollte. dass ich nochmals zehn Jahre auf die Gerechtigkeit hätte waren müssen. dass die STA und Justiz den Fall zum Kriminalgericht bringen würde. war – der nun rückblickend klar ersichtliche. Haun wusste ganz genau. Gegen die Anklage habe ich postwendend und fristgerecht schriftlich Einspruch erhoben. dann weiss ich nicht was der Gesetzgeber verlangt. Anschliessend erhebt derselbe Staatsanwalt Anklage gegen mich (was man doch wirklich einem anderen Staatsanwalt hätte überlassen können). dass die Justiz alles im Detail nachlebt. Ich fuhr sofort zum UR Dr. ich war ihm ein zu lästiger Fall.

machen oder gar selber eine Anklage. Damit ich weiterhin professionellen Beistand durch meinen RA erhalten konnte und bezahlen konnte. Geldwäscherei. dass hier alles lupenrein war. Treuhänder und anderer Organe mit dem Total der verwalteten Vermögen aller Liechtensteiner Banken zum jeweiligen Zeitpunkt. Es waren glattzüngige Behauptung zu sagen. kriminellen Kunden gewesen wären. die Regierung und die hohen Finanz-Herren über all die Jahre hinweg immer wieder dem Ausland versichern konnten. Die STA ist aus dem Spiel. der Machtkämpfe und der offener Gier ein Ende. Oder vergleicht man die Jahresstatistik der gesetzlich vorgeschriebenen Geldwäscherei-Verdachtsmeldungen von Seiten der Banken. als benannter Subsidiarankläger einbringen und erheben. Was mich aber mehr und mehr erstaunte. Nimmt man die wenigen Gerichtsurteile unter die Lupe. war mit welchem Selbstbewusstsein. Dass sie die Besten sind. dass die Justiz und praktisch der ganze Finanzsektor ständig im Abwehrkampf gegen die bösen. wünschte man mir Alles Gute und viel Zuversicht. dass die hohen Finanz-Herren. November 2002 einen siebenseitigen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung für den Fall 101 gestellt und am gleichen Tag für beide Fälle (101er &140er) einen Antrag auf Verfahrenshilfe gestellt. Da ich schon gekündigt hatte. dann war die Anzahl der Meldungen geradezu lächerlich. die im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen. Ende November 2002 gab es dann eine kleine Abschiedsparty im grossen Pausenraum der Treuhand und es wurde mir eine schöne Abschiedskarte mit kleinen Geschenken überreicht. die einheimischen Banken und Treuhänder immer verschont und geschützt haben. in Liechtenstein gefällt worden waren. Also hatte ich am 22. ja fast schon Leichtigkeit Hans-Adam. aus der Schweiz) viel mehr 160 .B. Einem Vertrauten aus der Rechtsabteilung hatte ich von den Horrornachrichten erzählt. dass dies fette Lügen waren. Betrug etc. kann man klar erkennen. der Leichen. Bei so vielen Milliarden Schweizer Franken und den damit einhergehenden Banktransaktionen müssten in Wahrheit schon aus vergleichbaren Erfahrungswerten (z. Obwohl wir doch alle in Vaduz wussten. Somit fand meine Arbeit in der Welt der dicken Koffer voller Geld. Korruption. Es waren die letzten Wochen meiner Arbeitszeit bei der LGT Treuhand. dass sie die Schwarzen Schafe im Rhein ersäuft hätten. der schmutzigen Geschäfte.

dass der Finanzplatz sauber sei und die Kontrolle funktionierte. gebetsmühlenartigen. Gallensteine hatte ich zwar keine. Verwundert hatte es aber keinen der einheimischen Analytiker. Je nach dem ob er entweder ausländische Regierungsvertreter. Wenn ich in meine andere Welt wechselte. Sie empfahl mir. Die Entfernung der Galle. eine Welt. warum ich so kurz vor Weihnachten unters Messer. Jeder Finanzanalytiker wusste dies. Die Liechtensteiner Finanzwelt hat ausgefeilte Tricks entwickelt. verhindert werden kann. er stülpt sich immer die passende Maske über. selbst erfundenen "Heiligsprechung" der hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein überdrüssig. Erpressung und mir geraubtes Geld regierten. 161 . die Regierung in Vaduz und einige der Leser. Behörden oder die Medien vor sich hat oder wichtigen Kunden eine Privataudienz gewährt. ist ein Meister der verschiedenen Masken. Als ehemaligen LGT Treuhandmitarbeiter konnte ich solche Tricks schwarz auf weiss in den Akten nachlesen. Wegen des enormen emotionalen Stresses bekam ich im November auch zusätzlich gesundheitliche Probleme: Schmerzen im oberen Bauchbereich.02 geplant. dass ich nie wieder aus der Narkose aufgewacht wäre. Es wäre meine erste Vollnarkose in diesem Leben. dann verformte sich dieses Erstaunen in eine steigende Desillusionierung. Meine Operation war für den 20. eine Operation durchführen zu lassen. Ein Besuch bei meiner Hausärztin Dr.12. oder 21. Schnell wurde ich der andauernden. wünschen sich jetzt vermutlich. der ich nie entkommen konnte. Mir war das egal. die Kunden der LGT Treuhand waren oder sind. Mehr darüber in den folgenden Kapiteln. Mit der Statistik wollte Liechtenstein natürlich dem Ausland weiss machen. für mich waren dieses Jahr wahrhaftig keine Weihnachtsfeiern geplant. Hans-Adam. Alle meine Freunde und Bekannten und die im Spital wunderten sich. überhaupt ins Spital wollte. in der Folter. stellvertretend für die Finanzwelt von Liechtenstein. Eine Operation wäre nur unter Vollnarkose machbar.Verdachtsmomente vorhanden sein und gemeldet werden. Ich hatte Angst davor. Hans-Adam. Ob man da wieder aufwacht? OK. aber der Schmerz kam mitten in der Nacht und dies schnell und heftig. sodass die Pflicht zur Meldung umgangen bzw. Rheinberger in Vaduz brachte keine grosse Linderung.

obwohl die STA aus dem Spiel sei. Sie legte am 12. Was für Quatsch. Deren zynische Logik. Leider hatte ich niemanden ausser dem UR. möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten: Die STA argumentierte auf vollen fünf Seiten.12. einen kommenden denkbaren Kriminalgerichtsfall ohne einen Profirechtsanwalt an meiner Seite als "Kläger" durchzuführen. Und all ihre Fehler und Unzulänglichkeiten. keine Kraft mehr Briefe aufzusetzen. habe sie trotzdem die rechtliche Möglichkeit ihren "Senf" weiterhin dazuzugeben. Je mehr ich über die Einstellung des 101er nachdachte. Unglaubliche Frechheit! Ich bat den UR um Rat. Wo solches und anderes Verhalten seitens der Staatsanwaltschaft bei gepeinigten Opfern hinführt. da ich ja den Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung (101er) vom 22. Aber meine Wege zu ihm waren auch schon ausgelatscht. Ich hatte keine Kraft mehr dafür. dass die STA alles versucht hat. Obwohl sie nichts mehr mit dem 101er zu tun hatte und ihre Bücher geschlossen hatte.02 Beschwerde gegen den Beschluss des UR Dr. dass all meine Schreiben an die Justiz und die STA. warum ich keine Verfahrenshilfe bekommen sollte. konnte sie es nicht lassen. meine Trauer. dachte ich mir.02 auch selber geschrieben hätte. Irgendwann hat alles ein Ende. Meier ein.11. Was für Schwachsinn. als Laie. Ich hatte dann 14 Tage Zeit. Ich war und bin sicher auch nicht vollkommen fehlerfrei. Er sagte. aber wenn es ums dicke Kohle geht. Mir wurde immer klarer. dann war und ist man in Vaduz schnell bei der Sache. mich weiterhin zu ärgern. war das Ziel alle 162 . mir Verfahrenshilfe im Argentinienfall zu gewähren. um gegen diese Beschwerde eine Gegenäusserung zu machen. dass ich keine Verfahrenshilfe brauchen würde und erhalten sollte. keinen kümmerte es. Man erkennt.12. konnte mal bald sehen. Was mich noch am leben hielt. alleine weiterkämpfen musste – das Leben schwer zu machen. was ich dann auch später am 26. Das war immerhin somit geregelt. all meine Arbeit nichts genützt hatte. den ich um Rat oder Hilfe bitten konnte. um mir – der nun ohne die STA. Wie soll ich.Mein Antrag auf Verfahrenshilfe wurde am 04. meine Wut und mein Hass. Aber dann wieder die STA. um so grösser wurden meine Enttäuschung. die eh keiner liest! Und das war auch Teil des Problem: keiner liest es. Verflucht noch mal.02 für beide Fälle vom UR bewilligt.12. Briefe. fähig sein.02 erledigt hatte. und daher als Subsidiarankläger "selbst zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung in der Lage sei".

02 entlassen.am Verbrechen Beteiligten zur gerechten Strafe zu führen. Mit den Daten. wie weit die eigene Freiheit – auch die zum Bösen – gehen darf. Trotz der inneren Hektik ging ich ins Spital Vaduz und wurde erfolgreich operiert und am 22. dass ich alles sauber gereinigt erst am 06. löste den ganzen Haushalt auf. Nein. Januar 2003 übergeben musste. Mit den neuen Eigentümern der Wohnung konnte ich vereinbaren. mir endlich zuzuhören. was die über die finanziellen Konsequenzen hinausgehenden Auswirkungen sein könnten.12. ohne die Freiheit der Anderen zu beschädigen". womit ich sie alle zwingen konnte. Wie bei so vielem in meinem Leben spielte der Zufall wieder eine grosse Rolle. Zufällig las ich zu jener Zeit auch irgendwo einen Spruch von KANT: "Er fordert den Einzelnen auf. Es waren äusserst schwierige und verrückte Wochen für mich. Wohin umziehen? Daten? Welche Daten? Ach ja. so war mir voll bewusst. ich dachte auch an die tausenden Kunden. Wie greifbar ich dies auf meine Situation beziehen konnte. löschte 163 . Ich konnte mir gut vorstellen. die ja nichts dafür konnten. Koste es was es wolle! Koste es was es wolle! So fasste und formulierte ich einen Plan und entschied mich als letzten Strohhalm bei Hans-Adam um Hilfe zu bitten. Die Vollnarkose war eine neue Erfahrung und meine grösste Angst dabei war. Bezeichnenderweise dachte ich dabei nicht nur an meine ehemaligen Arbeitskollegen. dass ich in den Besitz aller Kundendaten der LGT Treuhand gelangt war. bis anhin habe ich Euch noch nicht geschildert. dass ich im Aufwachzimmer meinen "Plan" ausplappern würde. Ich verkaufte mein Auto. Die nächsten paar Kapiteln in meinem Buch werden für Klarheit schaffen. deren Leben ich aus den Aktenvermerken kannte. hatte ich ein Machtinstrument in den Händen. sich immer wieder zu fragen. war schon "beängstigend und faszinierend". Ich musste viele Entscheidungen treffen: Was soll mit dem Datenband geschehen? Was mit den kiloschweren Originaldokumente? Wohin damit ? Soll ich es nutzten? Wie? Wann? Gesundheit: Wird die Operation gut verlaufen? Neue Wohnung: Noch nichts gefunden. verschenkte meine Möbel.

war ich um 09:35 in der LGT Bank in Vaduz. bis zu 164 . im Liechtensteiner Unterland. Der Brief und die Kassette waren fein säuberlich abgepackt. Natürlich war ich sehr traurig. es spätestens bis zum 08. Weihnachten 2002 und die Neujahrstage verbrachte ich damit. dass ich ab dem 7. Als Beilage zum Brief habe ich noch einige Kopien der Gerichtsakten beigelegt. der externen Harddrives und den DVD’s). Fürstin Gina hatte eine spezielle Beziehung zu mir. Dr.01. Ich schlief viel und ging alles im Kopf noch mal durch. dass alles soweit kommen musste.01. wo ich noch am 03. Der Stichtag für mich war der 7. Sie kannte mich seit meiner Kindheit im Gamander in Schaan. Der UR war mit den Fotos davon und dem damaligen Begleitschreiben vorerst zufrieden und fügte er sie in den Akt ein. gefüllt mit weiteren Akten und gab es am 04. mit Ausnahme des Kontos bei der auch nun berühmten LLB (Liechtensteinische Landesbank). Januar 2003 für drei Monate oder so Ferien im Ausland machen würde.2003 am Schalter einen Kontoauszug abholte. Ich erzählte meinen Freunden. samt Ring und Mauerstück zukommen lassen. Meier und ich uns 1998 bildlich vorstellten. Ehrlich gesagt war ich nicht ganz sicher. um mein letztes Konto dort aufzulösen. Aber dieses Beweisstück lagerte (und lagert heute noch) im Keller beim LG Vaduz. Am Dienstagmorgen. Das Modell verpackte ich zusammen mit einer Schuhschachtel (die ich auf die Holzplatte festklebte).meine Bankkonten.2003. Januar 2003. Dann ging es mit dem Linienbus weiter in meine Heimatgemeinde Mauren.01. dass ich 1998 für das Gericht habe bauen lassen. All die Jahre über. Punkt 11 Uhr hinauf zum Schloss an Hans-Adam zu überbringen. Ich erinnerte mich. Seine Mutter. einen kleinen Koffer und meine Computertasche (mit dem Tape. wie man das 3-D-Modell in einem Kriminalprozess verwenden könnte. wie der UR. den 7. die Wohnung zu reinigen und übergabebereit zu machen. Ich kannte seine Familie sehr gut. Ich hatte grosse Skrupel. Gerne hätte ich auch Hans-Adam den originalgetreuen Nachbau der Eisenkette. ob ich den Brief an Hans-Adam (siehe nächstes Kapitel) schlussendlich bei der Post aufgeben würde. Januar 2003. Mit dabei hatte ich einen grossen Koffer (mit wenigen Kleidern und viel Originaldokumente drin). Das 3-D-Modell des Kerkers.2003 dem Taxiunternehmen Gabor mit dem Auftrag ab. hatte ich bis anhin bei mir zu Hause aufbewahrt.

für die eingeschriebene Express-Lieferung zu Hans-Adam auf sein Schloss Vaduz. Und wahrhaftig. Sie sagte. Sie hatte so ein grosses Herz. Ich hatte noch einen zweiten Brief 165 . Ich vergesse nie die grosse Freude die sie hatte. dass ich nie wieder nach Liechtenstein oder an sein Grab zurückkommen könnte. Unbestritten war ich ein starker Anhänger der Monarchie. Jede Sekunde bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich den Lauf der Dinge anhalten können. Niemand bei der LGT Treuhand hatte den Diebstahl des Datenbandes bemerkt. Mit ihrem VW Jetta und wie immer voller Freunde am Leben. Ich war mir relativ sicher. als ich ihr in meinen Teenagerjahren selbst gemachten Apfelstrudel im Winter im Schnee zu Fuss über den Fürstenweg von Schaan ins Schloss brachte. CHF 25. ich glaube es war zwischen 11 und 12 Uhr. Ich konnte bei Bekannten von ihr in Schaan eine Weile bleiben. wäre in jenem Paket nichts was mir hätte Ärger einbringen können. Vom Friedhof aus. sie sei in zwei Tagen in Zürich und ich solle auf der Rückseite des HB Zürichs. Hans-Adam kannte ich auch aus jener Zeit persönlich.Ihrem Tod Ende der 80er hielt ich schriftlich Kontakt mit ihr. Fürstin Gina kam angefahren. hinten bei den Gräbern. beim (heutigen) Landesmuseum am Nachmittag auf sie warten. Während der Vorweihnachtszeit habe ich auch einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen der LTV im Dorf getroffen oder sie kamen mich im Spital besuchen. Zumindest für einige Jahre nicht mehr. Am Grab meines Vater hielt in inne und nahm Abschied von ihm. dass der Argentinienfall wieder oben auf dem Stapel landen würde. bezahlte ich die Gebühr von ca. Dort angekommen. rief ich sie an. Ich zog die Koffer hinter mir her hoch zum Friedhof. Als ich einmal Anfang 1983 in Zürich strandete. Das machte das alles nicht einfacher. bis ich dann eine kaufmännische Ausbildung anfing und eine eigene Wohnung hatte. Aber selbst wenn ich dies nicht hätte stoppen können. Es war schon seltsam: Ich fühlte gleichzeitig eine ungeheuere Traurigkeit und auch Erleichterung darüber. kann man eine Steintreppe hinunter Richtung Post laufen. Langsam und schleppend war ich an der Bushaltestelle "Gemeindeverwaltung" in Mauren ausgestiegen. Der Transport des Kerkermodells zum Schloss hatte ich zwar schon organisiert und bezahlt. Er würde den dicken Umschlag noch am selben Tag erhalten. Bis anhin ging alles gut.. Erst mit der unwiderrufbaren Aufgabe des dicken Briefes am Schalter bei der Post in Mauren würde das Unheil seinen Lauf nehmen.

166 .abgeschickt. Ich kaufte mir für die kommende Zeit genug Euros und nahm den Zug nach München. Ich wartete auf den Linienbus nach Feldkirch. dass ich unter allen Umständen an meinem Antrag zur Weiterführung der Strafuntersuchung gegen Helmut & Co. Berlin. diese Unterlagen zu kopieren und im 101er. An UR Dr. staubigen aber gemütlichen Imbissrestaurant gegenüber dem Hauptbahnhof sass ich in einer Ecke. all meine Koffer festhaltend und ass etwas kleines. in einem alten. lief alles genau nach Plan. Meier. um die Zeit bis zur Zugabfahrt nach Berlin totzuschlagen. festhalten wollte und würde. Dort. Hauptstadt Deutschlands. 140er und im Akt des Zivilverfahrens abzulegen. Ich bat ihn höflich. Da angekommen. der mich zum Bahnhof bringen sollte. Darin schrieb ich ihm kurz. komme was wolle. die ich aus Spanien per Post erhalten hatte und selber ins Deutsche übersetzt hatte. Im Brief waren auch neue Beweise.

167 . Er hat nicht nur unbegrenzte Geldmittel in Milliarden Höhe und viel Macht. Während des ganzen Monats Dezember 2002 feilte ich am Text des Briefes und an den Worten für die Kassette. Mein restliches Blut hatte den Siedepunkt erreicht. aus dem Brief. Arroganz. nur eine Ein-Mann-Truppe. Es hat sich alles aufgestaut und nun war es Zeit. den Dampf gehörig abzulassen. deren explosive Legierung die hohen Finanz-Herren mit ihrer gigantischen. um Krieg gegen mich zu führen. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr kleine Anmerkungen im Brief. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm. ihm einen Brief zu schreiben. mich an Hans-Adam zu wenden. Er hingegen hatte alle nur vorstellbaren staatlichen sowie privaten Mittel zur Verfügung. Die gesprochenen Worte auf der Kassette beinhalteten praktisch identisch das Thema unter Punkt I.Kapitel 7 Dicke Post für Hans-Adam Es war wirklich kein einfacher Entschluss. Ignoranz und Machtbesessenheit vor Schreck erstarren lassen würde. Für ganz wenige Stellen im Brief wurde mir aus verschiedenen rechtlichen Gründen und vereinzelt auch wegen Sicherheitsbedenken aufgetragen Originaltext/-Worte mit dem nachstehenden Ausdruck zu ersetzt: OT Entfernt. insbesondere die grosse Frustration zu darzulegen. „die Macht zu missbrauchen‚! Der Originalbrief an ihn hatte über 38 Seiten. Sozusagen eine Art Fürstentum Liechtenstein-Neutronenbombe. Ausserdem hatte ich zusätzlich eine persönliche Tonbandkassette besprochen und dem Brief beigelegt. ausgeprägten Liechtensteiner Geldgier. Es war mir klar.: “ an. dass ich zu einem späteren Zeitpunkt die unverdeckte Version dieses Briefes veröffentlichen kann. wie immer. nebst dem gedruckten Wort auch in akustischer Form meinen Standpunkt. Ich bin sicher. Ich musste auf alle möglichen Gegenschläge seitens Hans-Adams vorbereitet sein. was ich in den vorhergegangenen Jahren erleiden musste. Ich war aber in höchster Wut über all das. Gewiss. Ich hatte alles bis ins kleinste Detail nachgeforscht. dass ich mit dem Absenden des Briefes eine Sprengladung scharf machen würde. überlegt und ausgearbeitet. Ich war ja. ich habe meine Hausaufgaben gut gemacht. weil es mir wichtig und richtig erschien. sondern auch die Macht.

Ich habe Ihnen einen Grussbrief im Januar 2002 auf das Schloss gebracht und auch ein Glas einer Ihrer Lieblingskonfitüre – schwarze Kirschen. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. Ein zweites Paket mit weiteren Dokumenten kommt Morgen. wenn man nicht die umfassenden Unterlagen. wenn Sie wirklich die Zeit aufbringen würden.einem visionären Staatsmann und sehr guten Fürsten . So sehr hassen.das heimliche Verlangen aufkommen wird. Ich bedanke mich für Ihre Antwort. sehr Leid. ohne Umschweife kurz und bündig aufzuschreiben. Es tut es mir sehr.03 um ca. was ich mitteilen möchte.01. ich bin es nicht mehr würdig Antwort. dass selbst bei Ihnen . Und um einen Weg aus diesem schwarzen Loch zu finden – muss man mich verstehen! Ich habe ein Gewissen und in diesem Fall ein sehr Schlechtes. Beiliegend zu diesem Brief hier finden Sie alle Unterlagen über ein brutales Verbrechen. Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit und wäre Ihnen sehr dankbar. niemand – auch Sie Fürst Hans-Adam – wird mich verstehen können. Hans-Adam der II. dass mir im März/April 1997 in Argentinien angetan wurde und mein Handeln und Denken massiv geändert hat. Denn innerhalb der kommenden 2 Stunden werden Sie erschrecken. ich lege daher alle Briefe der letzten 15 Jahre gebündelt bei. Was immer jetzt in der Folge geschieht. Am nächsten Tag wird diese Wut sich immens steigern. So wie man Ihre direkte Sprache kennt.oder Grussbriefe von der Fürstenfamilie aufzubewahren. in den darauf folgenden 12 Stunden wird eine Wut aufkommen.D. von und zu Liechtenstein und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein.kieber heinrich – liechtensteiner staatsbürger . 11 Uhr per Kurier für Sie im Schloss an. Aber. dass es alle sehr hart trifft und noch härter treffen kann. studieren. alles selber bis zum Schluss zu lesen. will auch ich versuchen. Dieses Schreiben hat zehn Themenpunkte. mir den Tod zu wünschen: die Macht und das Geld dazu haben Sie ja – fehlt nur noch der Wille. 168 . innerhalb weniger Tage werden Sie mich hassen. die SIE jetzt nun und morgen haben werden.im Januar 2003 An unseren regierenden Fürsten S. den 08.

der Demütigung. (gez. die ich zu selber zu Hause hatte. insbesondere von der Staatsanwaltschaft trotz der erdrückenden Beweise und massiver Widersprüche seitens der Beschuldigten billig im Stich gelassen worden bin. ich bin nicht verrückt! Trotz Ihrem Hass auf mich bitte ich Sie um Vergebung. was ich tun werde. * = Kopie Beiliegend.02.Nein. Eine kurze Zusammenfassung mit meinen konkreten Klagen habe ich mittels meines Rechts auf freie Meinungsäusserung auf beiliegende Kassette (Seite A) gesprochen. Dass SIE Durchlaucht diesen Brief samt den Unterlagen in den Händen halten. Ich bin ein intelligenter Mensch und mein Handeln ist mir sehr bewusst. kieber beilagen: erwähnt Die Zeichnungen auf den jeweiligen Rückseiten der zehn Themen sind Fotokopien der drei Kohle-Bilder aus dem 101er Akt. liegt in der Erniedrigung. Analysen und Aussagen etc. liegt daran. habe ich für Sie Vollmachten (vermutlich bräuchten Sie gar keine) für die volle Aktensicht beigelegt. dass ich von der FL-Justiz. an die Justiz geschrieben habe. 169 . der Todesangst und in dem Schmerz der Folterung. Zusammengefasst erkennt man meine Motive in der Tonbandaussage* von meiner Anzeige bei der FL-Polizei vom April ’97 und in meinem Schreiben* an den Hauptverbrecher vom 24. Ich habe von allen Unterlagen. die ich in Argentinien erleiden musste.2000. Ich bitte Sie.) h. die Kassette abzuspielen und mehrmals abzuspielen und zuzuhören! Danke. Da meine Aufführungen diesbezüglich über 400 Seiten füllen würden und ich schon in den letzten sechs Jahren hunderte Seiten voll von Anträgen. liegt in der Unfähigkeit / Weigerung der FL-Staatsanwaltschaft Anklage gegen die bekannten Täter zu erheben. elektronische Kopien erstellt und übergebe Ihnen als Beilage (zu diesem Brief und im Paket) alle meine Papierkopien. Meine Antriebskraft zu tun. die ich extra dafür zeichnen lies. Meine Antriebskraft zu tun was ich getan habe.

indem er meine Folterer (Herr und Frau R. der mich im grossen Stil der Richter Uwe Oehri bewusst ausgesetzt hat. dann. Ich will nicht das Recht beugen oder gar etwas zu meinen Gunsten erzwingen. Fast sechs Jahre habe ich jeden Tag gewartet. Deutschland und Argentinien. So mussten Sie ja u. dass mir wohl niemand im FL helfen will. hat mich vor allem die gemeine Demütigung. es würde etwas geschehen. dass der Hass auf die Verbrecher mich in meinem Tun leitet. kann ich es nicht abbauen. dass wenn es um materielle Dinge (sprich GELD) geht oder wenn das Ansehen unseres Landes gefährdet ist. Obwohl ich nicht will. In den vergangenen sechs Jahren hatte die FL-Justiz viele aufgestaute Strukturprobleme zu bereinigen. Ich.I. dass die Staatsanwaltschaft endlich etwas macht. Wenn es ums Blut geht. Mein Fall wurde einfach immer wieder nach hinten geschoben. warten. dass ich mit nun solchen Mitteln meinen Fall in der ‚Prioritätenliste‚ nach vorne katapultieren musste. dass man mich einfach im Glauben lassen wollte. Aber nichts geschah. warten. dann ist man fix und schnell. wenn das Opfer ein niemand ist. ja dann muss man warten. mit Tatorten in Argentinien. mit Tätern aus Spanien.) wie Sieger über meinen 170 . Wie so oft hat sich auch hier gezeigt. Spitzer einsetzen. Nach Argentinien zu gehen. Mit der Zeit kam auch mir die Einsicht. Es ist traurig und geradezu ironisch. den Sonderstaatsanwalt Dr. Durchlaucht. Gerechtigkeit Einschliesslich an meine Ausführungen auf der beiliegenden Kassette bitte ich Sie. ist absurd. da sich dort die Gesellschaftsstrukturen im Stadium der Auflösung befinden. als Oberste Instanz unseres Staates mir Gerechtigkeit zu ermöglichen. Die Justiz musste wohl Prioritäten setzten. die ich im Kerker in Argentinien erfahren musste. dort wo die Haupttat geschah. Mein Fall ist komplizierter als jene Fälle. Vaduz & Feldkirch. Rückblickend bin ich überzeugt. Nach der grössten Demütigung. Ein lästiger Fall. wer mir helfen kann. um Anzeige/Anklage zu erheben. mit einem Schmerz und Hass so gross wie der Ozean. Seit langem frage ich mich. ein kleiner Mann.a. die mit dem Finanzplatz Liechtenstein zu tun hatten/haben.

Ich habe diese Selbstbestimmung in mich aufgenommen und erkannt. dass ich selber für eine gerechte Verurteilung der Verbrecher sorgen 171 . Ich bin ein niemand. Es würde mich nicht wundern. das Zivilgericht entschieden hatte. der zu mir stand (nebst meinem Anwalt Dr. Aber ihm waren ja die Hände gebunden. Sie sind ein bekennender Anhänger der Selbstbestimmung. dass ich nicht gewonnen habe. obwohl sie mit dem Zivilprozess gar nichts zu tun hatte. Oehri so wollte. nicht. dass durch das Urteil in der Zivilsache die STA „praktischerweise‚ den Fall 10 Vr 101/97 elegant killen konnte. Viel früher. ich sei nur beleidigt. komplizierter. dass er in ca. wo. Alle Beteiligten wissen. Die STA wusste immer vor mir wie wann. R. was.Geist und Körper hat auftreten lassen. Wallner zugeteilt bekam. so wie er mir sagte. Ein Mal sogar. Daran ändert auch ein erstes Urteil zugunsten der Verbrechers Helmut R. zu Mitteln greifen lassen. derer ich mich schäme. DREI mal musste ich diese zusätzliche Demütigung ertragen. die dem UR zu beauftragen hat. Und damit ist Liechtenstein ein teurer. Durchlaucht. zwei Monaten die Anklage erheben kann. Insbesondere hat sich der Staatsanwalt F. dass ich nie und nimmer beweisen kann. vielen Widersprüche der Kläger samt deren ‚Zeugen‚ wirklich zu lesen und zu analysieren. Mir geht es nicht um das Geld! Das gesperrte Geld in Feldkirch ist und bleibt mein Eigenes. Die STA ist ja die. weil dies der LR U. die Beweise und vielen. Denn es ist nicht zu verkennen. dass er mich verstehe und er an der Anklage arbeite. langwieriger Fall erspart geblieben. Haun einen Haufen Arbeit erspart. ohne meinen Anwalt. wenn durch den ständigen Informationsaustausch zwischen den Richtern im Zivilverfahren und der STA eine Art Absprache. In früheren Telefongesprächen und einmal persönlich im Gerichtsgebäude sagte mir Haun ständig. sprich Vorverurteilung. Hätten sich die Richter die Mühe gemacht. kurz nachdem er den Fall vom Oberstaatsanwalt Dr. Paul MEIER. Der Einzige. Die betroffenen Richter werden sagen. Aber so einfach ist das nicht. stattfand. warum die Richter oder die STA dies oder jenes unterlassen haben zu tun. Burkart HIRN) war der Landrichter Dr. Seitdem sind über zwei Jahre vergangen. sagte er mir am Telefon. dann wären sie zu einem anderen Urteil gekommen.

gemäss dem Gesetz zu agieren und ein ausserordentliches. zeige ich Ihnen in den folgenden Kapiteln im Brief auf. Warum ich der festen Überzeugung bin. um zu erfahren. Dass der Zeitpunkt auch noch mit Ihrem erbittertem Abstimmungskampf über die neue Verfassung im FL und der Neuorientierung Ihrer LGT Gruppe in 172 . Wenn ich etwas nicht habe. das sich dem Zivilfall annimmt.muss. Auf Grund der besonderen Umstände kann und werde ich nur bis Ende Januar 2003 warten. dass ein Unglück über die LGT und FL-Finanzwelt hereinbricht. Sie und Ihre LGT können ja gar nichts dafür. dass Sie nun doch involviert werden. dann werde ich mich für Hilfe an die USA und Deutschland wenden. aus der Mietwohnung bin ich ausgezogen und meinen Hausrat aufgelöst.. Ich habe in Liechtenstein all meine Strukturen aufgelöst: meine Arbeitstelle hatte ich gekündigt. Das Schicksal will es.. dass mir die USA sowie Deutschland helfen werden. Ich bin jetzt in Deutschland... Mit all meinen sozialen Kontakten habe ich gebrochen u.. ohne dass ein Sonderstaatsanwalt und/oder ein ausserordentliches Richtergremium in den Fällen nach neuer Untersuchung ein neues abschliessendes Urteil fällen konnten.w. einen Sonderstaatsanwalt zu ernennen. auch nur einen EURO von meinem gesperrten Geld in Feldkirch ausbezahlt (offiziell oder im geheimen) erhalten sollten. ob überhaupt was gemacht wird. gehofft und meine ganze Energie in die Verfolgung der Verbrecher gesteckt – es soll jetzt keiner kommen und sagen. Ich bitte Sie daher. . unabhängiges Richtergremium zu ernennen.. Ich habe nichts mehr zu verlieren. wie es sich Haun jetzt erdacht hat und wenn die schlimmsten Verbrecher R... der sich intensiv mit dem ganzen Fall befasst und die Befugnis erhält. Ich will nicht. wir brauchen Monate. analog zu anderen Fällen. dann ewige Zeit! Verdammte lange sechs Jahre habe ich gewartet.s. + Co. aber eines ist für mich klar: Wenn Akt 10 Vr 101 /97 so enden und 10 Vr 140 /97 so starten soll.

Ich bin fest entschlossen alles. LGT Treuhand Anm. wie es dazu kam. tut mir leid. Wenn der Staat aber nicht fähig ist. seine Kunden und Liechtenstein hereinbrechen kann. von denen er glaubt. wer alles von diesem Drama in der LGT-Gruppe erfahren soll.: Es folgt eine Beschreibung der Umstände. alles in meiner Macht und Unmacht stehende zu tun. wenn ich meine Folterer der verdienten Strafe zuführen kann. um meine Folterer zur Strecke zu bringen. keine personellen Konsequenzen bei der LTV zu ziehen. dass ich bei seiner LGT Treuhand arbeitete und später selber kündigte: OT Entfernt. dann bleibt dem Bürger nichts anderes übrig. Bitte beschränken Sie den Personenkreis bei der LTV und LGT auf das absolute Minimum.. II. Dr. als das Selbstbestimmungsrecht in die Hand zunehmen und sich an Andere (in diesem Fall andere Länder) zu wenden.Backup-Tape (Anm.Deutschland zusammen fällt. Dort hatte ein ehemaliger Mitarbeiter vor Jahren eine CD-Rom mit 173 . III. Ich bin mir bewusst. alles. DLT. Meine ehemaligen Chefs und MitarbeiterInnen können nichts dafür. Ich weiss auch. Vielen Dank.: Das vollständige Kunden-Datenspeicherband) Im vergangenen Jahr erschienen immer wieder neue Artikel über die Probleme von Dr. Ich bitte Sie. Herbert Batliner in den Medien. dass eine Katastrophe über die LGT. seinen Bürgern gemäss dem Gesetz und den Auslegungsmöglichkeiten des Gesetztes zu Gerechtigkeit zu verhelfen. dass Sie ihm helfen können. dass ich am Ende die Zukunft für mein Leben verloren habe. Dann…. dann gut. Wenn der Staat Liechtenstein mir wirklich hilft. So kann keine Unruhe entstehen und mit Gottes Hilfe wird das Unglück abgewendet. Es liegt natürlich in Ihrem Ermessen. Es gibt aber keinen ‚passenden‚ Zeitpunkt. Diesen Preis bin ich gewillt zu bezahlen.

Das Tape (aus CP TL891) wird dann jeweils von der IT Abteilung beschriftet und im kleinen Datentresor aufbewahrt. welch ein Instrument dies wohl wäre. habe ich ein solches DLT-Tape an mich genommen. OT Entfernt. Vermutlich schon. Aus dem Inventory DOCUWARE sind alle Dateien im TIFF-Format mit MS-Software lesbar. (Gerechtigkeit) erklärt habe. wenn man solche Daten in den Händen hält. wie relativ leicht es wäre an eines der zwei täglichen Tages-Backup DLT-Tape der LTV zu kommen.Angaben über sein Kunden sowie deren Vermögenswerte von ca. Im DocuWare auf dem Tape sind über 1'159'000 Mandatsspezifische (Kunden-) Dateien gespeichert. Ich habe dann ein gebrauchtes. sprich Diebstahl des Bandes wusste ich aber noch nicht ob ich die Daten je missbrauchen würde. aber mit der verwendeten BackupSoftware OT Entfernt kann man die Daten lesbar machen. Zu meiner völligen Überraschung stellte sich heraus. Aus den Gründen. 300 Mio. Nicht ganz einfach. Die Bänder werden üblicherweise mehr als 1 x für diese Aufgabe verwendet. 400 Gesellschaften entwendet und dem SPIEGEL zugesandt. Zum Zeitpunkt der Entnahme.und Strafsteuern einkassiert. ob die Daten verschlüsselt sind. die ich im Punkt I. Irgendwann im letzten Jahr habe ich zufällig mitbekommen und erkannt. dass die Backup-Daten nicht verschlüsselt auf dem Tape gespeichert wurden. auf Raid5-Bereich 2 (f:SQL_Backup) gesichert. (DM) an Nach. externes DLT-Laufwerk gekauft um die Daten überhaupt lesen zu können. Da alle DLTTapes der LTV eine fortlaufende Serienproduktionsnummer des 174 . so dachte ich mir. Was wären die Konsequenzen. Auch unter uns Mitarbeitern bei der LTV wurde darüber diskutiert. wenn es in der LTV passieren würde? Jemand hat gesagt. Die deutschen Steuerbehörden haben in der Folge mehrere hundert Steuerstrafprozesse eröffnet und nach eigenen Angaben bis heute ca. da DocuWare ein so genanntes selbsttragendes Archiv ist und daher keine spezifische DocuWare-Software (Zugang) zum Lesen der Daten erforderlich ist. Jede Nacht wird bei der LTV im Serverraum (2. alle Programme und alle Daten (MASTER + DOCUWARE).OG) via CP360-62 das komplette System. Ich wusste auch nicht. sprich gespeichert.

obwohl ich mit Arbeitsvertrag und Lohnzahlungen (ganz abgesehen vom DLT-Tape selber) es widerlegen kann.Herstellers auf der Rückseite haben. können Sie feststellen.B. sodass man nicht genau feststellen konnte. von welchem Tag das Back-UpTape stammt. Der Datums-Kleber. wo ich die Hilfe der USA oder Deutschland oder anderer betroffener Länder erbeten muss. wie z. Dies aus strategischen Gründen (siehe auch am Ende dieses Buchkapitels). 3. Archive (Raum G1346. habe ich aber vorher entfernt. um die Verbrecher zu bestrafen.oder EINzahlungsbelege (BX= Belegexemplar) vom Kassenschalter der LGT (vereinzelt von Fremdbanken) mit zusätzlicher Empfangsunterschrift (und Fingerabdrücke) des wirklichen Wirtschaftlichen Berechtigten. wird vielleicht die LGT zu Behaupten versuchen.: Ich habe dem Brief Fotos des DLT-Tapes beigelegt. ich hätte nie dort gearbeitet. der angibt. Sie stammen aus dem Städtle 28: div.und IBEX-Trust an 26 externe Stiftungen zwischen Dezember 1988 und Dezember 2000. Anm. OG // Raum G1851. die interne ITMarkierungen. 1. UG). Zum Raum G1346 wurde ich jeweils auf Grund meiner Arbeit hineingelassen. bis zu welchem Tag ich alle Daten hatte. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend aufgerundet.-. worauf klar die Seriennummer und andere Details ersichtlich waren. s sind drei Arten von Originalen: A) AUS. Total in CHF 6'784'183'000. 175 . ORIGINAL-DOKUMENTE: Wenn es zu der Notwendigkeit kommt.// Einzahlungen CHF 212'331'000.oder AUSzahlungsausführungen des UFF. habe ich zum Beweis. Aufgeteilt in Total in CHF: Auszahlungen CHF 334'203'000. OT Entfernt B) Unterlagen über EIN. dass ich sehr wohl dort gearbeitet habe. gezielt Originaldokumente ‚ausgeliehen‚.OT Entfernt. dass Ihnen das TAPE mit folgender Serie-Nummer fehlt: 122054 SH207F822 86. . Und Städtle 18: Raum 704/705 A + B.

B + C) dienen nur zur Beweiskraft. Trust etc.B. OT Entfernt etc. besitze ich alle Unterlagen über Gründungen. Davon 7834 Bankkonten bei der LGT Bank und 821 Bankkonten bei Fremdbanken (z. Barein. Sowie Kopien von über 105 (Leichen-) Mandate aus dem alten Vaduzer Archiv. von Total 3929 verschiedene Gesellschaften (Stiftungen. Auftraggeber.B. IV. 2000 faktisch eine geheime Doppelbuchhaltung führte. Schiffe. LTV. Die LGT Bank fungierte als Gelddrehscheibe und die LGT Treuhand stellte ihr Fachwissen für die Abwicklung über die 2 genannten Trusts zur Verfügung. LGTSorgfaltspflichtdokumente. Alle Originale (A. Bei den Dokumenten unter „B)“ handelt es sich um einen grossen Europäischen Konzern. die in Vaduz registriert sind. 176 . der Rest A4. sondern von anderen Liechtensteinischen Treuhandfirmen. Auszahlungen.u.). Anm. um diese kolossale Summe an diverse Personen via 26 verschiedene Stiftungen über komplizierte Umwege steuerfrei zukommen lassen zu können. Beistatuten.). der für die Gewinnausschüttung von über 6. Über den Inhalt dieser Originale möchte ich vorerst nichts sagen.s. 1988 und Dez. Es sind keine Wertdokumente (wie z. Transfers. 2’150 Einzeldokumente: 85 % davon im Format DIN A5. Inklusive die mehreren hundert Mandate der LGT Treuhandbüros in Zürich & Lugano (sowie der OT Entfernt). Patente. Bank.: Auch hier habe ich Fotos (von ausgewählten Einzeldokumenten) im Brief beigelegt. Alle diese oben genannten 3929 (Schwarzgeld)-Briefkastenfirmen haben / hatten genau 8655 verschiedenen Einzelbankkonten. AG. Es waren ca. Jene Stiftungen wurden aber nicht von der LTV verwaltet. Wirtschaftliche Berechtigte [WB oder BO]. Anstalten.und andere Vermögenswerte (Immobilien.C) Diverse Originale mit Kundenunterschrift. Aktienzertifikate oder Zessionen) darunter.u. Nach erfolgreichem Abschluss werde ich Ihnen alle Originaldokumente vollumfänglich retournieren.7 Milliarden(!) CHF zwischen Dez.w. Übersicht Kunden und deren Vermögen Nach Auswertung aller Daten aus dem DLT Tape. Bilder etc.). Aktenvermerke u.

s.: Es folgte eine vollständige Länderliste (Total 82 verschiedene Ländern) mit der jeweiligen Anzahl von Stiftungen.. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend CHF aufgerundet. In 46 Fällen sind Politisch Exponierte Personen (PEP) involviert. 18 aus OT Entfernt und der Rest aus diversen Ländern.B. über 450. Südamerika über 135..w. (nicht die Anzahl involvierten Personen. Italien über 390. 1 x ging es um eine Umgehung des US-Embargos gegen den IRAK. aller Länder ist grösser als die Zahl „Total Gesellschaften“ (3929). Besuch/Gespräch nicht eine Kundenbeziehung mit der LGT eingegangen sind. oder 2.. USA über 600 . Österreich über 350. Das Total aller Stiftungen u. 56 aus der OT Entfernt. Spanien über 220. 177 . die eine Verbindung z. die aber nach dem 1.-(davon 8'023'504'000. Frankreich über 195. Eine Auswahl: Deutschland über ca.K.‚Schwarzgeld‚ als Neukunden bei der LGT deponieren. die immer höher ist).bei Fremdbanken). die für den UFF. Beneluxländer über 230. Kanada über 280. Anstalten u.und IBEX-Trust über die LGT Gruppe zwischen Dez.-. 2000 gelaufen sind.bei LGT Bank und CHF 1'842'733'000. und daher einmal in der Zählung Deutschland und einmal in der Zählung Österreich erschienen. weil es einige Gesellschaften gibt. Hier nicht eingerechnet sind die CHF 6'784'183'000. (Siehe "Original-Dokumente" unter Punkt IV.w. Skandinavischen Länder über 195.). Russland) über 150. U. Anm.bei Fremdbanken)...Ein/Auszahlungen. 41 aus den OT Entfernt.Aktueller Stand der Bankvermögenswerte aller obigen Konten (2001/02): CHF 7'160'844'000. Schweiz über 700. mehrheitlich natürliche Personen sind / waren für diese 8655 Einzelbankkonten der 3929 Gesellschaften als Erstbegünstigte / Wirtschaftlichen Berechtigten registriert. Höchststand gemäss Unterlagen: CHF 9'866'237'000. Genau 5828. nach Deutschland und nach Österreich haben. 1400 Stiftungen/Anstalten etc.auf Konten bei der LGT Bank und CHF 1'478'548'000.(davon liegen 5'682'296'000.s.-. Gemäss internen Angaben wollten diese 207 Interessenten Total CHF 517’000’000. Osteuropa (incl. Davon waren 68 aus OT Entfernt. 1988 bis Dez. Zusätzlich habe ich in verschiedenen Listen genaue Personenangaben (Aktenvermerke) über weitere total 207 Interessenten gefunden.

die sich gegenüber den US-Behörden (IRS) nicht Offenlegen wollen und dennoch US-Aktien und/oder insbesondere US-Immobilien weiterhin halten oder neue erwerben wollen. meine Folterer zu gerechten Strafen zu verurteilen. Zudem kann man feststellen. sei es weil der Settlor. amerikanische Lupe) genommen.OCT). Irak oder anderen terrorismushelfenden Staaten Geschäfte machen. die im Gutachten von OT Entfernt. US-Bürger oder Greencardholder ist. dass die Amerikaner mir helfen werden? In den USA gibt es spezielle Gesetzte. die ganz deutlich die Wege aufzeigen. um so US-(Steuer)-Gesetze umgehen zu 178 . Beirat etc. Ich behaupte nicht. die einer Verurteilung von Tätern selbst dann ermöglicht. die selber Iraner. dass bei denjenigen Kunden der LTV.. US-Gesetzes-Verletzungen zum Vorschein kommen werden. Bei allen involvierten Gesellschaften ist eine Verletzung u. obwohl keine PEP-Formulare ausgefüllt wurden. Zusätzlich sind weitere 41 Personen aus den USA als Interessenten bei der LTV registriert. oder andere Nationalitäten besitzen und mit Iran. oder grössere Zahlungen an US-Personen im Ausland getätigt wurden oder Transfers über die USA liefen. Warum glaube ich. werde ich mich zuerst an die USA wenden. In den über 645 Gesellschaften der LTV hat es Verbindungen mit den USA. Iraker sind oder aus anderen arabischen Ländern kommen.. WB/BO. dass fast alle Gesellschaften gegen die US-Gesetzesvorlagen (IRS-Codes etc. wie die Kundenberater der LTV die Kunden (alle Nationalitäten) beraten können.08. USA Wenn mir Liechtenstein nicht helfen kann. Protektor.Y.2002 erwähnt sind.a. Auch habe ich auf dem Tape interne Schriftsätze gefunden. Zwei Personen sind Doppelbürger und als PEP zu deklarieren. Zudem gibt es den US Patriot Act of 2001 (26.. Bei drei Gesellschaften sind nach meinen Daten PEPIndikatoren da. ohne dass es zu einem Mandat kam.) verstossen haben. wenn die Tat im Ausland geschah und keine der Involvierten Personen US-Bürger ist. dass die LGT (bewusst) irgendetwas mit Terrorismusfinanzierung oder dergleichen zu tun hat. Ich bin mir aber sicher.V.h. des IRS-Code 1957 und im geringeren Masse Code 1956 festzustellen. vom 30. werden sie genauer unter die Lupe (d. alle N.

B.01. sporadisch.: ° bei 38 Stiftungen/ Anstalten noch nach der Ablauffrist vom 31. dass z. beglaubigter Passkopie pro WB) nicht erfüllt waren. Verletzungen des (QUALIFIED Intermediary Status) QI-Status: Die US Steuerbehörde IRS hat die Liechtensteinischen „KenneDeine-Kunden‚.12. Solches Vorgehen der involvierten Stiftungs (SR). Nun.01 bewilligt und zugestimmt und dem Land rückwirkend auf den 01. dies zu tun. Hauptsächlich wird empfohlen. Also die eingesetzten SR/VR Geschäfte im Namen der Stiftung im Heimatland des Wirtschaftlichen Berechtigten tätigen: wo wir doch alle wissen. Diverse Beratungen bei einigen Kunden stehen eigentlich auch im Gegensatz zu der heiligen Devise der LTV: ‚Keine Geschäfte mit dem oder im Steuerdomizil des Kunden‚. dies mit einer Panama Gesellschaft zu tun. obwohl der Kunde OT Entfernt hat oder die LGT gemäss QI-Vertrag zwischen LGT & IRS ‚vergessen‚ hat. Nach den ersten 2 Jahren wurde der QI-Status nochmals um 2 Jahre – bis Ende 2004 verlängert.oder Verwaltungsräte(VR) könnten die US-Behörden u.2001 der Kauf von US Aktien erfolgte.02. mit dem LAJOFP (Long Arm Jurisdiction Over Foreign Persons) verfolgen. Dadurch unterläuft/verhindert die LGT automatisch die erforderliche.können. wo der Wirtschaftliche Berechtigte US Steuerbürger ist.Regeln (KYC-Rules) am 28.01 das Gesuch für den Banken-QI-Status eingereicht und konnte ab diesem Datum provisorisch als QI handeln. ° Bei einigen neuen Stiftungen/Anstalten der LTV im Kundenauftrag nach dem 01. kann man Verstösse feststellen und es wird die IRS interessieren.03. obwohl die erforderliche Dokumentationspflicht (W-9. externe US-Buchprüfung für den QI Status.a. dass solche Aktivitäten wegen der Aufdeckungsgefahr hoch riskant sind. Die LGT hat am 07. die gemäss QI-Vereinbarung hätten registriert sein müssen – es aber nicht sind. nach Durchsicht aller Mandate mit QI-Angelegenheit die ich gefunden habe.01. ° Es eine kleine Anzahl Stiftungen/Anstalten (Simple/Grantor) gibt. weil die 179 . W-8IMY oder W8BEN incl.01 den QI Status erteilt.2001 durch die LGT oder Fremdbank US-Aktientitel gekauft wurden. Es gibt/gab also Kundenbeziehungen mit Status ‚US-Persons‚ mit US-Aktientiteln im Depot.

° Die Amerikaner wird auch interessieren.. so wende ich mich nach den USA an die Deutschen um Hilfe. wie viel Geld und andere Werte bei der LGT Treuhand verwalten lassen.Prüfung nur für solche Konten gemacht werden kann. eine Benachteiligung der Gläubiger durchsetzen konnte. Diese hier auflisteten Beispiele sind nur eine Auswahl von vielen mehr. Deutschland Will mir Liechtenstein nicht helfen. die er in den Konkurs getrieben hat. Beispiele: ° hat die LGT eine Struktur angeboten (damit sie nicht selber in die Schusslinie gerät aber dennoch mitverdienen kann). diktatorische Herrscherfamilien wo. Keine Registrierung = Keine Prüfung! Das würde den USA sehr sauer aufstossen! US-Verbrechen: Eine Auswahl von 6 Stiftungen der LTV zeigen gemäss AV. dass die/der WB selber in US-Crimes verwickelt waren oder es wurden Zahlungen getätigt. wo man verschiedenste Gesetzesverstösse feststellen kann. die US-Strafprozessen zuwiderlaufen. ° oder es werden Kundenbeziehungen aufrechterhalten. D. eine Deutsche Zuständigkeit ergibt sich auch dadurch. ~ wie ehemalige und tätige ausländischer Hohe Beamte so solch grosse Vermögen kommen. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. VI.. Insbesondere kommt auch die die Organhaftung (seitens SR & VR) bei vielen Mandaten ins Spiel. wo USPersonen als WB/BO registriert sind.h. obwohl der Kunde wegen einem 50 MIO US$-Betrugs-Scam auf der Internationalen Watchliste steht. meine Foltere hinter Gittern zu bringen. wo der WB als ehemaliger Firmenbesitzer. da der 180 .. Warum sollte mir Deutschland helfen? Ich bin sicher. ~ welche ausländische. ~ oder das Mitglieder aus dem Familienkreis des früheren Diktators OT Entfernt Gelder bei der LGT liegen haben.

die als solche deklariert sind. spiegel. ~ Ein Mitglied der deutschen OT Entfernt-Stiftung ist Kunde bei der LTV. die von ihrem Umfeld her (gemäss Gründungsaktenvermerk [z.de u.de. Beruf. ~ Ein Kunde der LTV ist Mitglied der OT Entfernt OT Entfernt Alle hatten bzw. der Verbrecher Roegele ein Deutscher ist und der Lösegeldabholer Kroschel auch! Die 1409 Briefkastenfirmen. hatte eine Stiftung bei der LTV. Ehepartner] oder späteren AV’s) etwas mit der Politik oder Wirtschaftspolitik zu tun haben könnten. Beispiele: ~ eine Gesellschaft. ~ Ein höherer OT Entfernt aus OT Entfernt hatte eine Stiftung bei der LTV. mit den Total über 2800 Erstbegünstigten (mit Deutschem PASS oder Nicht-Deutsche. Abgänge oder Löschungen). Abgesehen von den wenigen deutschen PEP’s.B. hat ein Check von Kunden. Vermögen.s.Haupttäter im Argentinienfall. die in Deutschland ihr Steuerdomizil haben) und die zusammen über 3 Milliarden CHF Bankvermögen haben. die der LTV klar bekannt sind. bilden die grösste Gruppe der LTV-Mandate (Aktive. Fünf Beispiele: ~ ein Familienmitglied eines Anwaltes der OT Entfernt hat eine Stiftung der der LTV (Adresse des Anwalts stimmt mit der Adresse des EB im Formular überein) ~ eine ehemaliger Kommunal OT Entfernt. haben mal kleine.w) erstaunliches hervorgebracht (24 Treffer). Bestechung herausstellten (Gemäss AV) 181 . in diversen Internetdatenbanken (z. mal grosse Summen auf den Konten! Sind dies etwa OT Entfernt gelder? Einige aus Deutschland politisch wie wirtschaftlich heikle Mandate.B. die als Off-Shore-Company für die mit politischem Klagelied in Konkurs gegangene PHILLIP HOLZMANN AG galt und US-Geschäfte tätigte. die sich als illegale Preisabsprachen bzw. der der Korruption beschuldigt wird. bei politikus.

Sind diese Gelder auch OT Entfernt gelder? ~ Des weiteren gibt es ein OT Entfernt Schwarzgeldkonto der OT Entfernt. ~ den (politischen wie wirtschaftlichen) Chef einer der grössten Deutschen Staatsfirmen und Arbeitgeber und Inhaber einer sehr vermögenden LTV-Stiftung will ich hier erst gar nicht namentlich erwähnen.11. die ganz offensichtlich dazu diente Korruptionsgelder zu verteilen und zu waschen. wurde vor Jahren bei OT Entfernt ‚gefunden‚.~ Eine eigene LTV-Gesellschaft tätigte eine Zahlung von etwas über DEM 5. Der in mehreren AV’s offen geschilderten Hintergrund der Einzahlungen und Verwendungszweck der Auszahlungen werden OT Entfernt als massiv rechtswidrig eingestuft. Im AV schrieb der KB. 47 vom 18. ~ Auch im SPIEGEL Nr. ~ Selbst der Französische Ölkonzern ELF. ~ Der OT Entfernt Mann OT Entfernt hat seine Stiftung (die OT Entfernt Stiftung) bei der LTV via der im OT Entferntskandal federführenden OT Entfernt -Stiftung (bei OT Entfernt) über ein Konto bei der Fremdbank OT Entfernt gefüllt. Eine ähnliche Einrichtung. Diese Zahlung ist als Bestechung leicht zu erkennen (da im AV schlecht verschleiert vermerkt). die ‚ OT Entfernt -Stiftung‚. dessen OT Entfernt der OT Entfernt in Deutschland seit Jahren ein Skandal ist und neuerdings gemäss dem OT Entferntartikel in OT Entfernt auch die FL-Justiz beschäftigt. dass die Zahlung eindeutig als Bestechungsgeld zu werten sei. die als Eigentum OT Entfernt identifiziert wurde.2002 las ich ein Artikel (Seite 124+126) über div. die im Zusammenhang mit der Ölexploration stehen.6 MIO via Deutschland. dubiose Zahlungen rund um das Kirch182 . indem sie mehrere Rechtshilfegesuch nach Deutschland versandt hat. ~ Über eine BVI-Company der LTV wurde eine Zahlung von US$ 10 MIO im Zusammenhang mit der ABB (Asea Brown Boveri) getätigt. hat in den 90er bei der LTV eine Holding einrichten lassen.

Imperium in Deutschland.die USA). half abzuwickeln. Mit dieser OT Entfernt wurde OT Entfernt. Subventionsbetrug (OT Entfernt). Oft dienten solche Transaktionen zur Vertuschung und Verschleierung der vom (Börsen-)Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungspflicht bei Überschreitung eines definierten Prozentsatzes bezüglich Besitz von Aktien oder Börsenkapital oder bei vorgenommenen Aktienkkapitalschnitten. deren richtige & korrekte Interpretation der Aktenvermerke (Avs) und Zahlungsabläufe verschiedenste Gesetzesverstösse aufzeigen. Ich habe mich an ein Dokument (‚Checkliste aussergewöhnlichen Transaktionen‚) mit Hinweis auf den Kirch Komplex eines Mandats auf dem Tape erinnert: der Name des WB steht zwar nicht im Artikel des Magazins. deren einzige Aktiva verschieden grosse Aktienpakete von an der Börse in Deutschland kotierten Gesellschaften sind. Aber die hastig gewünschte und dann ausgeführte Banküberweisung von über 2 MIO CHF (ausgerechnet in das Steuerdomizilland des WB . ~ Der extremste wirtschaftlich kriminelle (deutsche) Fall. den die LTV betreut(e) bzw. solche LTV-Stiftungen. ist jenes Mandat wo massive OT Entfernt sgelder auf ganz präzis ausgefeilten Wegen über mehrere Gesellschaften hier in Vaduz und in OT Entfernt an OT Entfernt OT Entfernt (und anderen Personen in dessen Umkreis) des grossen Deutschen OT Entfernt OT Entfernt gezahlt wurden. Korruption (OT Entfernt) Schmiergeldzahlungen und Bestechungen (OT Entfernt). passt genau in das Schema der im Artikel aufgeführten Verschleierungstaktik.B. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. Manche der durch die LTV im Namen der Stiftung ausgeführten Transaktionen sind gelinde gesagt nicht gerade Kleinaktionärsfreundlich und verstossen eindeutig gegen diverse Gesetze.B. Z. Kreditbetrug (OT Entfernt ). Gläubigerbetrug (Mandats-Nummern: OT Entfernt). Geldwäscherei (OT Entfernt). Auch viele andere Mandate zeigen offen Kriminelle Handlungen: z. 183 . Es gibt hunderter weitere Deutscher Mandate.

habe ich den Schritt gemacht. wenn Sie nun diesen Brief in den Händen halten. dass ich unter den nun vorliegenden Umständen nicht in Liechtenstein oder in der Schweiz auf eine Lösung warten kann. als die Deutschen über meinen wirklichen Grund des Aufenthalts aufzuklären. Gelingt mir das nicht. die auch auf dem DLT-Tape gespeichert sind. was dem vom Deutschen Fiskus festgestellten „Durchgriffsrecht‚ des WB/Stifters bei einer Stiftung mit Mandatsvertrag (STMM) entgegengesetzt werden kann: nämlich die STOM (Stiftung OHNE Mandatsvertrag). Wie die LTV in Zukunft mit Deutschland Kunden Geschäfte machen will. Rainer Spatscheck aus München. so würde gar nichts mehr gegen die Verbrecher geschehen. 184 . Auf dem Band findet man auch Aktenvermerke und Schulungsunterlagen für die Kundenberater. Obwohl gerade Deutschland als EU–Land eine „Gefahr‚ für mich darstellt. habe ich ja die Probleme mit Spanien.und Strafrecht zeigen die Ausführungen von Dr. bin ich. denn wäre ich nicht nach Deutschland gegangen. Dank dem Hauptverbrecher Helmut R. Ich kann mich aber nicht 24 Stunden verstecken. Schutz-Identität Durchlaucht Fürst und Erbprinz. ohne dass es zu einem Mandatsvertrag kam (gemäss AV). hoffentlich sicher. so habe ich keine andere Wahl. alle Daten auszuhändigen und um deren Hilfe zu bitten. schon in Deutschland angekommen. dass ich evt. wobei bei Ausländern meist ein Computercheck durchgeführt wird und die Deutschen versuchen würden mich festzuhalten. zeigt auch das NSL-Gutachten vom Sommer 2002. VII.Des weiteren haben sich namentlich 68 Personen aus Deutschland als Interessenten bei der LTV gemeldet. Ich versuche es zu vermeiden. werde ich versuchen in eine US-Einrichtung (Botschaft oder Konsulat) zu gelangen. Selbstverständlich werden Sie verstehen. Falls ich in eine Kontrolle gerate. Ich bin mir der grossen Gefahr bewusst. in Deutschland in eine Polizeikontrolle geraten kann. Die Problematik einer FL-Stiftung im (deutschen) Steuer.

möchte aber darauf hinweisen. Selbst wenn alle Vorsicht geboten wird – irgendjemand (Sachbearbeiter. zu welchem Urteil bzw. Dieses Kuvert bitte wiederum in ein neutrales grosses A4 Kuvert geben. dies zu verlangen. Nach Ende. dass der Chef der FL-Wirtschaftspolizei (EWOK) in Vaduz – die in diesem Fall sicherlich die Führung der Untersuchung haben möchte . bis ich erfahre. 185 . Auf diesem A4-Kuvert vorne bitte folgende Aufschrift anbringen: ‚Wird von Hr. gibt es keine Verwechslung mit einer echten Person. Archivar oder Bote etc.ein DEUTSCHER ist. Kieber abgeholt oder er lässt es abholen oder gibt telefonisch an wohin es weitergeleitet werden soll‚. Man wird Ihnen sicher raten. aber nur mit einer neuen temporären Schutz-ID werde und kann ich zum Schutz von Liechtenstein. dass ich alle meine Verbindungen nach FL aufgelöst habe und weder dort noch arbeite noch wohne. Bitte beachten Sie aber. der LGT und der tausenden Kunden aus aller Welt so lange in Deutschland warten. Zudem kann ich mit der Zusendung der neuen Pässe erkennen. welches auch immer. Vor Ihnen verstecken kann und will ich mich ja mit diesem neuen Pass nicht. Sekretärin. Sie kennen ja die Passdaten. Das ich um 2 Pässe bitte. liegt daran.) in der Justiz oder bei der Polizei in Liechtenstein oder sonst wo würde es ausplaudern. dass ich einen Reserve-Pass brauche. Bericht ein unabhängiger Staatsanwalt und unabhängiges Richtergremium gekommen sind. Bedingungslos vom Urteil oder Bericht bin ich dann bereit mich mit einer Vertrauensperson von Ihnen in Deutschland zu treffen. Er hätte sicherlich Interesse zumindest an den Deutschen Datenmenge. dass Sie es in der Hand haben.Um diesem Desaster zu entgehen gibt es nur eine Möglichkeit! Es tut mir Leid. wer davon erfährt. Ich bitte Sie daher mit beiliegenden Fotos von mir zwei gleichnamige FL Pässe auszustellen. Da der Name und das Geburtsdatum zufällig gewählt wurden. werde ich Ihnen beide Pässe zurückgeben. Ich bitte Sie beide Pässe in einer Hülle in das beigelegte beschriftete Kuvert einzupacken und fest zuzukleben. sofort die Polizei einzuschalten. wenn einer unbrauchbar wird oder verloren geht. Abgesehen davon. dass Ihnen an der Lösung etwas liegt. um einen Weg aus der drohenden Katastrophe zu finden.

01. Kosten zu Lasten der LGT Deutschland. so nehme ich an. Januar 2003 in Frankfurt sein. Oder nach seiner Wahl (wovon er auch rege Gebrauch macht) Liechtensteiner Diplomatenpässe (zu 95 % exklusiv an seine eigene. Ich bat ihn um 186 . da dann der Zoll Einblick nehmen könnte) oder die Vertrauensperson soll das Kuvert persönlich in Frankfurt abgeben. den 13. Diese soll damit entweder nach Feldkirch fahren und dort bei UPS Austria (Freecall Austria 0810-xxxxxx) abgeben. D. da sie eigentlich für meine Zwecke (eine andere. Wenn evt. Hans-Adam hat nämlich das absolute Recht. Geschäftsführer oder Sekretariat. Dies kann bis zu 14 Tage dauern. sogenannte Identitätskarten von Hans-Adam verlangen.01. Ausländern jederzeit per Dekret die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft zu verleihen. soll man bitte das Kuvert gemäss seinen Angaben weiterleiten. Falls evt. 14 Uhr dort ist. Ich wusste aber. jemand kommt und nach dem Kuvert für Herrn Kieber fragt. Empfänger ist die LGT Niederlassung Frankfurt*. aber im grossen A4-Umschlag. Anm. (Bitte nicht mit der UPS Schweiz senden. grosse Familie) zu verteilen. übergeben. aber kein oder nur ein Pass drin ist. damit es spätestens am Montag. man braucht auch keinen Ausweis vom Abholer einzusehen. Man soll nur telefonisch (0049 69 xxxxxxxx) mitteilen. dass die ID-Karten für Liechtensteiner Bürger von einer Spezialfirma in der Schweiz hergestellt werden und das Liechtensteiner Passamt sie von dort per Post bestellt.2003. Herr Kieber anrufen sollte.60325 Frankfurt. das ein Kuvert für einen Kunden per UPS oder Kurier ankommen wird. Nachforschungen meinerseits ergaben aber.03 ist das Büro wieder besetzt. Bockenheimer Landstrasse 107.Ich bitte Sie das Kuvert einer Vertrauensperson zu übergeben. z. Inhalt: Dokumente. Dann muss ich keine Rücksicht mehr nehmen und werde sofort Hilfe bei den Amerikanern erbeten. unabhängig von der Regierung. Sollten die Pässe nicht bis am Montag. den 13. * = ab dem 07. Die LGT Frankfurt sollte natürlich NICHT eingeweiht werden.Hd. soll man es einfach ohne UPS-Umschlag. sichere Identität während meines Aufenthaltes in Deutschland) auch ausgereicht hätten.: Ursprünglich wollte ich in diesem Punkt zwei einfache. dass Sie andere Pläne zur Lösung dieser Situation verfolgen. dass Hans-Adam selber (!) schnell Liechtensteiner Pässe drucken kann. oder ein Kuvert zwar ankommen.

somit ist ausgeschlossen. die notwendig sind.B. diesen ersten Schritt zu machen. den ich für diese Vorgänge verwendet habe.und Geschichtsdaten zu speichern. ist klein. um eine Identifizierung und History zu ermöglichen. Sie kostet nicht viel. OT Entfernt. Von dieser Version habe ich aber abgesehen.7 GB) gebrannt. dass je etwas ins Netz gelangen konnte oder Viren oder Spione sich eingenistet haben könnten. dass die involvierten ITSpezialisten evt. Das Original-LTV-DLT-Tape habe ich so belassen wie es ist (keine Verschlüsselung).zwei normale Pässe. Mit zu viel Zeit. Eine 20 GB Festplatte reicht mehr als nötig aus. Datensicherheit Meine erste Idee war. Vermögens. Die 4 DVD’s* habe ich auch mitgenommen und sie werden sicher aufbewahrt. Zusätzlich habe ich mir dieselben Daten auf vier DVD-Rom’s* (je 4. also 256 Bits nach AES-Standard) vor fremdem Zugriff absolut sicher. Das Tape und all die Originaldokumente habe ich nach Deutschland trotz des hohen Risikos mitgenommen. da ich Hans-Adam nicht zu viel Zeit geben wollte. Ich habe mir 2 solcher ‚PocketDrives‚ gekauft. ‚xdrive. VIII. Die Daten auf diesen 2 externen Festplatten* sind mittels eines Verschlüsselungsprogramms (ähnlich dem Crypto-Suite von BHV. Sie werden getrennt und werden sicher verwahrt.01. Internetfirmen wie z. da es als zusätzliches Laufwerk erscheint. Den Computer.03“ habe ich bewusst gesetzt. alle brauchbaren kundenspezifische Dokumente komplett und verschlüsselt ins Internet zu stellen. wer weiss auf welche „dummen“ Gedanken er und seine Truppe hätte kommen können. Einfacher und sicherer ist eine externe Harddisk (Festplatte). beim Installieren dennoch Einsicht in die Daten nehmen könnten. um von allen Gesellschaften jene Kunden-. Die grosse Datenmenge wäre technische kein Problem gewesen. war zu keiner Zeit am Internet angeschlossen.com‚ bieten solche Dienste an. Die 2 Externen Harddisks* habe ich auch 187 . da ich nicht zu 100 Prozent ausschliessen kann. handlich und einfach zu bedienen. Den Termin „13.

Damit kann ich zu 100 Prozent ausschliessen. dass das Hans-Adam etwas besser schlafen könnte. schlussendlich wirklich zu lesbaren Daten zu kommen. falls er/sie überhaupt es als solche erkennt. Denn der Auswirkungen einer möglichen ultimativen Katastrophe bin ich mir bewusst: Immense Imageschädigung der LGT Gruppe weltweit .: Irgendwie dachte ich mir. Wobei DREI der 4 Komponenten nichts mit Software oder hochtechnischem Zeug zu tun haben. dass wenn jemand – was eigentlich unmöglich ist durch widrige Umstände Kenntnis von einer der 3 ersten Komponenten erhält. * = Auf diese Datenträger habe ich jene Mandate. IX.) sowie jene Mandate.mitgenommen. wo er und Mitglieder seiner grossen Familie persönlich Wirtschaftlich Berechtigte sind. dass ich all jene privaten Mandate der Treuhand. die . Meine Sicherheit Grundsätzlich möchte ich bekräftigen. die DVD’s* oder 2 Externen Harddisks* kommen. Anm. Die VIERTE Komponente ist natürlich der 256 Bits-Verschlüsselungs-Schlüssel. Das jemand nur schon 2 Komponenten ohne meine Angaben in den Händen halten kann. die Prinz Philipp sowie seinen Schwiegereltern zugeordnet werden. Die DREI ersten Komponenten sind einfacher Natur. Sie haben nichts miteinander gemein. Kinder etc. wenn er weiss.es ermöglichen. den tausenden einzelnen Kunden und dem Finanzland Liechtenstein Schaden zuzuführen.Eröffnung tausender Strafsteuerverfahren gegen die 188 . die zu Ihrer fürstlichen Familie gehören (Schwester. dass ich kein Interesse habe. ist unmöglich. Es sind VIER voneinander unabhängige Hürden zu nehmen: es braucht VIER unterschiedliche Komponenten. nicht aus dem DLT-Tape rüberkopiert. die Originaldokumente. zu den Daten gelangen kann.in der richtigen Reihenfolge . nicht auf dem im Brief beschriebenen Datenträgern gespeichert hatte. noch ohne mein Dazutun die Daten lesen. der LGT als Gruppe. Sie werden auch getrennt und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Niemand kann jetzt ohne mein Dazutun weder an das Tape.

1.Die vielen Möglichkeiten der Amerikaner will ich erst gar nicht erwähnen u. dass ich mich sehr gut zu wehren weiss. so teile ich Ihnen mit. Sollte man mir während meiner Entgegennahme des Kuverts mit der Schutz-ID oder bei einem späteren Treffen eine Falle stellen.Kunden . da ohne Zweifel viele der grossen Vermögen unrechtmässig erworben wurden (Korruption. dass ich ohne meine physische Präsenz Dritten den Zugriff wahlweise. der Auslöser werde ich sein. Ich aktiviere einen vorbereiteten zeitlich programmierbaren E-Mail-Versand. . Oder sollte man mir bei diesen zwei Gelegenheiten (Schutz-IDAbholung) oder bei einem späteren Treffen eine Falle ‚privater Natur‚ stellen. so müssen Sie wissen. 2. Ein kleiner Teil des Schutzes der LGT (Daten) und Liechtensteins ist auch mein Schutz (sollte mir diese Schutz-ID verweigert werden. LR U. zusammen mit den Verbrechern. so nützt es Ihnen auch nichts. Verbrechen.. Sicherlich. dass ich jeweils für diese und andere Zeiten die zweite externe Harddisk bei mir tragen werde.B. auf Alles (DLT-Tape.. Oehri. Insiderhandel etc. Dann übergebe ich eine Harddisk sofort und führe die deutschen Steuerbeamten zu den Originaldokumenten. obwohl räumlich / geographisch getrennt. Privat schnappen wollen. denn ich habe es so eingerichtet.Rufschädigung des Finanzplatzes Liechtenstein Verlust von Kundengeldern in Milliardenhöhe Schadensersatzklagen gegen die LGT (analog wie bei Batliner) Einleitung verschiedener Strafverfahren. politische Karriere) . Originaldokumente. In 189 . Sollte dies alles nichts bringen und mich nicht schützten.s. dann muss ich keine Rücksicht nehmen und werde selber mit den Daten samt den Originaldokumenten mich bei den Amerikanern melden).w. Spanien und Argentinien. aber die Verantwortung trägt die FL-Staatsanwaltschaft. Und das alles wegen einer handvoll Verbrecher aus Deutschland. Externe Harddisk und die DVD’s) oder auf einzelne Datenträger gewähren kann. Betrug.politische Konsequenzen einiger OT Entfernt-Parteien . also Sie mich z.) Gravierende Konsequenzen für viele einzelne Kunden (Job.

) patrikdaniel@sph. Philippe. Zudem habe ich noch eine Sicherheitsstufe (Schlüssel der verschlüsselten zweiten E-Mail) eingebaut. OES.erhalten auch eine zweite E-Mail. Coats or 2nd in charge MR Terry. Wolfgang Kaden.einer ersten E-Mail (Text in Englisch und Deutsch) beschreibe ich wer ich bin. Washington Post. poststelle@bmf. aizenmann@washpost. dessen Versand-Zeitpunkt auch programmierbar ist. die Deutschen Behörden an die zweite externe Harddisk und der Spiegel an die 4 DVD’s.sg (The Business Times.R. stworld@cyberway.t-online. info@bild. Robert Buchacher.co.de (D).editor@guardianunlimited.Snell).de (für Dr. D).com (Gruner+Jahr. letters@iht.gov (for the US-Ambassador in Berlin MR Daniel R. Die Liste der Empfänger sind: askDOJ@usdoj. spiegel@spiegel.uk (The Observer. HK) marcello. um versehentliches Senden zu 190 .ch (für Hugo Bütler.at (für Dr. dass ich bis zu „xy‚.com (to the editor of the South China Morning Post.de (für Stefan Aust). was ich habe und meine Gründe warum es tue.UK). info@bka. info@scmp.de.net (FAZ.com (Intern. wirtschaft@myfaz.com (Financial Times UK). August Hauning). Darin teile ihnen zusätzlich mit. mm_redaktion@managermagazin. money.fr (to Boris Razon. zentrale@bundesnachrichtendienst.bund. info@lemonde. D).com. Die Behörden in den USA und Deutschland sowie Der SPIEGEL = die ersten 5 Adressen in obiger Liste .Minuten nach dem kritischen Zeitpunkt die Möglichkeit habe.admin@ft. Der Zeitpunkt des Abschickens beider E-Mails habe ich so gewählt. US) redaktion@nzz. cmeier@gujba. Harald Tribune).uk (UK).Reclus@ lefigaro. D). Fr). SIN). die E-Mails zu stoppen. CH). business@ thetimesco. radaktion@profil. editor@sundayherald.sorgi@lastampa.de (für Dr.fr (Fr).com (UK). synd.com (for Nurit Aizenmann.it.com.sg (The Straits Times.de (für Finanzminister Hans Eichel). wie sie über die 4 Komponenten direkt an die (lesbaren) Tapes und die Originaldokumente kommen: die USA an die erste externe Harddisk und Originaldokumente. SIN).

Dort wo all Ihre 191 . Die Formel ist einfach: Werde ich während ich auf einen Schlussbericht eines Sonderstaatsanwaltes und eines Richtergremiums warte und das Resultat bei einem Treffen in Deutschland vorgelegt bekomme. Mein Anwalt ist nicht informiert. Der verwendete Provider ist aus Taiwan und ist daher (frei von fremdstaatlicher Kontrolle) völlig unabhängig. Sie müssen es selber abwägen.unterbinden. Ihnen mitzuteilen. und die Vorstellung der Kettenreaktion ist grausam. Das Bedeutet. Wenn ich schon keine faire und rechtsstaatliche Gerechtigkeit bekomme. wenn Sie sofort den Henker rufen. aber was habe ich zu verlieren? Habe ich nicht heute schon alles verloren? Muss eine solche Katastrophe passieren. Jede zusätzliche Person ist eine Person mehr. Das nötige LOGIN Wort der E-MailAdresse ist ganz in Ihrer Nähe: Ich bitte Sie in die Schatzkammer in Ihrem Rundturm im Schloss zu gehen.) ihre (Steuer-) Gerechtigkeit bekommen!! Amen und Ende. die meine Wandlung zum Rächer auslösen kann. X. bis man in Liechtenstein zum Minimum von Grundrechten kommt? Offensichtlich JA. die Sie in den Händen halten erfahren soll. wer involviert werden soll. Sie alleine haben es ab jetzt in der Hand. Auf der einen Seite verstehe ich ganz klar. nicht in Ruhe gelassen. Ich habe eine sichere und einfache Kommunikationsmöglichkeit übers Internet eingerichtet. an wenn Sie sich wenden sollen. aber mit Ihnen sind es jetzt zwei Personen (Sie und ich) die von diesen Unterlagen erfahren haben. Es widerstrebt mir sehr. wer wie viel von diesen Unterlagen. dann werde ich zum Bluthund von Liechtenstein. dann sollen wenigstens all die verschiedenen Länder (gemäss Liste unter Punkt IV. WIE WEITER & Kontaktmöglichkeit Ich bitte Sie und Ihren Erbprinzen die Angelegenheit nicht einfach wieder den alten Behörden zu delegieren – das führt zu nichts! Ich bin aber auch nicht in einer Position.

(Falls das Selbstbildnis im Lager umgehängt worden ist. Durchlaucht Fürst Hans-Adam. Sie werden es sofort erkennen: das Wort (mit 2 Zahlen) hat nichts mit den Bildern oder dem Rahmen zu tun. dass Sie wirklich mich versuchen zu verstehen. das Ihnen persönlich. Aber es ist zum Schutz IHRER Daten. dass Sie mit hinein gezogen werde. Im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses (wo er sich als Musiker darstellt) des Maler Gerard DOU ist im Innenrahmen des gegenüberliegenden Metallgitters (an welche die verschiedenen anderen Bilder aufgehängt sind) habe ich selber das LOGIN Wort angebracht. wenn Sie es wünschen. Auch dass ich Sie zu einer Kommunikation bitte. der hängende. Auf der Homepage des Providers finden Sie auf der 1.kostbaren Bilder hängen. Ich habe dies alles so gemacht. da ich sicher gehen will. aber auf Grund der speziellen Umstände gibt es keine andere Lösung. Bei der nächsten Seite das LOGIN Wort und das PASSWORT eingeben. Im E-MailAccount auf der linken Seite bitte auf *Draft* (rot) 1x klicken. Pius Schlachter oder. beim welchem Provider (Homepage) die E-MailAdresse eingerichtet ist. die Ihnen nicht würdig ist. Es tut mir ausserordentlich Leid. das PASSWORT und den PROVIDER (alles in Kleinbuchstaben eingeben). Später werde ich Ihnen sofort mitteilen. im Gegenteil. Ein Treffen kann nur in Deutschland stattfinden. Im Grunde bin ich mir aber auch bewusst. als erstes einfällt. Liechtenstein hat eine letzte Möglichkeit. Ich hatte keine andere Wahl. 192 . Dann haben Sie das LOGIN Wort. unberechtigterweise verlange ich von Ihnen die Schutz-ID. Ich will nicht zum Mörder werden. ich weiss. wenn Sie dann das LOG-IN Wort in der Schatzkammer lesen. die Inkompetenz und Selbstherrlichkeit gewisser Staatsanwälte und Richter ein und für allemal zu korrigieren. entweder mit Dr. fahrbare Metallrahmen trägt die Nummer 49/51). Das dazugehörende PASSWORT ist jenes Wort. dass Sie und Ihre Berater. Somit haben Sie das LOG-IN Wort. Linie das Kästchen ‚E-Mail‚. dort 1x klicken. mit dem Erbprinzen Alois. darauf klicken und Sie finden meine Meldung. Im Draft ist eine Mail mit Header „Documents‚ gespeichert. Sehr geehrter Fürst und Erbprinz.

Sie selber können erkennen. wo ich den Kleber anbrachte. Liechtenstein. etwas gemacht hatte. der eine ungesunde Kettenreaktion und äusserst stürmische Zeiten für Hans-Adam. Anm. in der Hektik des Dramas ist meine Metamorphose Zweideutung dem Hans-Adam und all jenen. wo seine kostbarsten Bilder hängen. ein DLT-Tape geklaut zu haben auch wenn es nur eine „Kopie‚ der Kundendaten darstellt. das war also DER BRIEF. Dieser Rundturm (vom Dorf unten aus gesehen. Auch der ausgewählte Platz. dass ich durch meinen jetzigen Aufenthalt in Deutschland alles riskiere: die LGT. hatte für die ganze Sache eine ausdrückliche Bedeutung. mich zu vernichten.K. Auch schäme ich mich obigen Brief an Hans-Adam geschrieben zu haben. dass ich solche Methoden anwende. habe ich selber den Startknopf für das ‚letzte Kapitel‚ gedrückt. nicht aufgefallen. Dies alleine schon deshalb. die mit ihm später im Raum vor dem Bild standen. der Hans-Adam selber nachsehen würde. weil es für ihn einen Schreckschuss sein würde. Liechtenstein und mich 2003 bringen sollte. runde linke Teil der Schlossmauer) wurde in den 90er Jahren mit Tonnen von Beton ausgegossen und beinhaltet mehrere Stockwerke. Ich wählte dieses eher abnorme Art einen Hinweis anzubringen aus. weil dies der einzige für mich logische Weg war. Aber eben. ausgerechnet in Hans-Adams persönlicher Schatzkammer den Hinweis für das Passwort für die vorher eingerichtete Internetkommunikation zu hinterlassen.höchstwahrscheinlich alles daran setzten werden. nämlich im eigenen Blickwinkel des Selbstbildnisse des Malers Gerard DOU. Natürlich schäme ich mich (auch als Liechtensteiner) heute noch. So. dass es psychologisch hoch riskant war. Mit meiner Abreise aus Liechtenstein gibt es für mich keinen Weg zurück. Der Brief an Hans-Adam ist hier zu Ende. Entschuldigen Sie meine Fehler und vergeben Sie mir. Dieser Hinweis in der „Schatztruhe“ Hans-Adams soll nach meiner Rückkehr noch zu wilden Diskussionen führen. mich selber. dass „ ein Fremder“ ausgerechnet in jenem Bunker.: Mir war klar. der dicke. Hochachtungsvoll H. Ich verstecke mich nicht einfach irgendwo und warte gemütlich bis was geschieht – NEIN! Da der Staat mit seiner Staatsanwaltschaft nicht Handeln wollte. 193 . in der seine monströse Kunstsammlung fachgerecht und absolut sicher verwahrt wird. wo ich mit absoluter Sicherheit vorauserahnen konnte.

Pius Schlachter . Das Hans-Adam und seine LGT natürlich vehement versuchen vor allem die Zahl betroffener Kunden (insbesondere der Deutschen) „kleinzureden‚. kläglichen „Desaster Management‚. mal „aufgetaucht‚.a. sind die faktischen. da man seit Februar 2008 nun unzählige Varianten dieser Zahlen in den Medien nachlesen kann. der LGT noch "dem Professor" und ‚den Bankdirektor‚ (Dr. sei mal aus Liechtenstein „abgehauen‚. Wie ich vermutete hatte.mehr über die Beiden in den folgenden Kapiteln). etc. Anstalten.rein strategischer Natur. egal ob als Totalzahl oder pro erwähntem Land. böse und kriminelle Kieber hat die Daten gestohlen. mal den Teufel. verraten hatte. jener genaue Tag wann ich mir das Back-Up-Tape angeeignet hatte. wurde der Diebstahl von der LGT Treuhand nicht bemerkt. richtigen Zahlen! Ich erwähne dies deshalb. es nicht mitzuteilen. sei es bezüglich der Briefkastenfirmen (Stiftungen. Thomas Müller & Dr. liegt in der Natur ihres versuchten. schon einige Zeit vor diesem Datum entdeckt hatte.Was ich aber im berühmten Brief an Hans-Adam vom 07. war – damals wie heute . im Buch aufklären. welche Daten/Dokumente nicht auf dem Band sind. wie passte es Liechtenstein schön ins Bild. Ich konnte auch feststellen. August 2002) entwendet hatte. Was konnten sie nicht alles den Medien seit Februar 2008 „erzählen‚? Der hochintelligente. dann könnten sie exakt feststellen. mal „quergetaucht‚. Oh. mal die LGT Treuhand. Wüssten sie das genaue Datum. hätte angeblich mal die LGT Bank. der Aufteilung der Begünstigten (Erst. war der Zeitpunkt. dass ich das Back-Up-Tape zeitlich NACH meiner Kündigung (vom 29. in Bezug auf verwaltete Geldsummen und so weiter. Januar 2003 nicht geschrieben hatte und auch später im 2003 weder ihm. Der Hauptgrund dafür. mal den Gärtner. mal den Hans-Adam erpresst und hätte von Hans-Adam zwei Pässe für die „Flucht‚ verlangt. aus taktischen Gründen die genaue Zahl nicht bekannt geben. 194 . mal „untergetaucht‚.). Die ausländischen staatlichen Behörden wollen u.oder Zweitbegünstigte). dass ich die reine Möglichkeit ein Tages-Back-Up-Tape zu entwenden. Exklusive kann ich erstmal in dieser "Tragödie ohne Ende" hier. Wobei ich aber zugeben muss. Ich möchte hier und heute die Gelegenheit auch nutzten und folgendes klarstellen: Alle im Brief an Hans-Adam genannten Zahlen. dass es eine ständige wiederkehrende Chance war.

Ich will mein Verhalten nicht schönreden. die zuvor unter allen betroffenen in nächtlichen Krisensitzungen in Vaduz abgestimmt wurden. Meine Leser können nun die Fortsetzung der wahren Geschichte weiter schwarz auf weiss lesen. die der Sache etwas tiefer nachgingen. Ich habe weder von Hans-Adam noch von anderen je Geld. dann hätte er doch den Hans-Adam. erschien die ganze Geschichte unlogisch: Wäre der Kieber kriminell wie die hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein behaupteten. Und er wäre samt der Pässe für die angebliche „Flucht‚ untergetaucht.. dass sie es evt. die Regierung oder zumindest die LGT um massenhafte Millionen erpresst. In der Tat habe ich nie weder Hans-Adam.s. je nach dem wie es ihnen in ihrem Krieg gegen mich passt. im Februar 2008. Definitiv habe ich verschiedene Gesetze mit meinem Handeln gebrochen. die Regierung noch die LGT erpresst.hat ihm lange Briefe geschrieben. Robert Wallner durfte nur genau die Worte wiedergeben. Selbst der leitende Staatsanwalt Dr. Der wahre Inhalt dieses Briefes und die ganze Vorgeschichte dazu wurden auf Befehl von Hans-Adam im Februar 2008 von Seiten Liechtensteins bewusst vollständig unterdrückt. eines Tages behaupten werden. explosiv uns allen offenbarte.w. Meine Beweggründe (die Daten zu entwenden. 195 .) erpresst. wird auch klar von denen in Vaduz bestaetigt: nie wurde solches behauptet. Was nicht heisst. „Fluchthilfe‚ oder ähnliches verlangt. Dass diese meine Aussage 100% der Wahrheit entspricht. den Brief an Hans-Adam zu schreiben und dann nach Deutschland zu reisen) waren genau so. verlangt oder erhalten. Einige Journalisten. Das Datenmaterial in seinen Händen war ja im Januar 2003 viel aktueller und brisanter. Ich habe nie Geld oder andere Vorteile (Fluchthilfe etc. u. als es sich dann über fünf (!) Jahre später. wie ich sie in den bisherigen Kapiteln im Buch Wort für Wort niedergeschrieben habe. Die Reaktion auf meinen Brief von Hans-Adam und der von ihm befehligten Regierung und der von ihm indirekt kontrollierten Justiz und Polizei kann ich Euch Lesern in den nun folgenden Kapiteln in messerscharfem Detail berichten.

Aus verschiedenen Quellen: Z. In diesem Kapitel bis und mit Kapitel 16 schildere ich unter den drei abwechselnden Zwischentiteln BERLIN / VADUZ / AMSTERDAM die turbulenten. kleine Beamte oder Leute in verschiedenen Stellen bei der Landesverwaltung oder Justiz. die über die Jahre hinweg meinen Kampf mit ansehen mussten und die anhaltende Ungerechtigkeit nicht auch mit unterstützen wollten. Diese Details hatte ich nach meiner Heimkehr nach Liechtenstein direkt oder auf Umwegen erfahren können. Daher hatte ich das Glück. beim Versuch die sich anbahnende Katastrophe abzuwenden. Unter BERLIN und AMSTERDAM könnt ihr nachlesen was meine eigenen Aktivitäten waren und was ich während den vielen heimlichen und komplizierten Treffen mit den zwei Gesandten von Hans-Adam erlebt hatte. oft gefahrvollen und sehr stressigen Zeiten während meiner Reise quer durch Deutschland. diese sind kursive geschrieben und fangen wie immer mit „Anm. 196 . Und wiederum vom Bankdirektor Dr. geheim geführten Aktenvermerke der von den Hohen-Finanz-Herren im Januar 2003 eingerichteten „Kriegs-Kommando-Zentrale‚. Dort wo es mir für meine LeserInnen hilfreich erscheint. habe ich bei wiederum erklärende Anmerkungen angebracht. Schlachter oder dem Professor Dr. Alle Episoden sind für den besten Überblick chronologisch niedergeschrieben.KAPITEL 8 Wenn Herr Kieber eine Reise tut. Unter VADUZ ist umschreiben was weit weg in Vaduz Hans-Adam und sein Liechtenstein an legalen und insbesondere illegalen Anstrengungen an den Tag gelegt hatten. Holland und zurück ins Rheintal. Auch Angaben zu all dem was ich im Ausland (also Deutschland & Holland) über die zeitgleichen Aktivitäten deren in Vaduz in Erfahrung bringen konnte (entweder durch den Professor/den Bankdirektor oder durch meine eigenen Nachforschungen). tröpfchenweise ab und zu einen richtigen Tipp und Originale oder Kopien von Dokumenten zu bekommen.:“ an. Thomas Müller. von Hans-Adam selber. als er mir eine Privataudienz auf Schloss Vaduz gewährte und wir intensive über die Affäre diskutiert hatten. die KKZ. * = es gab immer wieder mutige.B. Oder aus Gerichtsakten und auch aus mir anonym zugespielten* internen.

Handlungen vorgenommen hatten. Dieser Name war ab jetzt tabu. Meine Vermieterin war die Daniela. ist die einmalige Situation.Um auf idealer Weise nebst der geographischen auch die innerliche Distanz und fundamentale Diskrepanz zwischen mir und denen in Vaduz hervorzuheben. Ich nahm mir ein Taxi zu meiner neuen Unterkunft in Berlin Mitte. wie der offenbar deutliche automatische Trieb von den Hohen-Finanz-Herren aus Liechtenstein in Aktion getreten war. habe ich alles unter dem Titel BERLIN und Amsterdam wie bisher in der Ersten Person und alles unter dem Titel VADUZ in der Dritten Person geschrieben (mit Ausnahme von etwaigen Anmerkungen). erst in Deutschland dann in Holland waren. Na ja. Nunmehr war es das Berlin im Jahr 13 nach der Wiedervereinigung. die nicht nur viele Gesetzte aus Liechtenstein schwer verletzten. Holländische & Internationale Gesetzte und Vereinbarungen. Es war kalt und die Menschen dort waren nicht gerade Gesprächsfreudig. Ich nannte mich nicht mehr Heinrich. Rückblickend war es nicht nur für mich sehr interessant und allgemein aufschlussreich zu erkennen. Diese Mal hatte ich aber keine grossen Erinnerungen an die Stadt. Und sie dann. Was es so aufklärend spannend macht. dass ihre geheiligten Kühe wirklich in Gefahr gekommen waren. Man kann sich gar nicht vorstellen wie hochgradig und hektisch die Aktivitäten von Hans-Adam und seiner Truppe in Vaduz und meine eigenen. Das kleine möblierte Zimmer in Berlin hatte ich schon im Dezember 2002 via dem Internet gefunden. meine 197 . Ich war schon einmal hier – 1987. Januar 2003 Ankunft im Hauptbahnhof Berlin. wo ich euch vor allem diese Episoden nicht nur im Rückblick sondern auch mit äusserst vielen Detailangaben schildern kann. um die für sie so wichtigen Geldgeschäfte zu schützen. Viel Spass beim Lesen ! BERLIN 7. sobald sie merkten. sondern auch zahlreiche Deutsche.

Oder sie wog den offenen Tee aufs Gramm genau ab. So zählte sie wahrhaftig die Cornflakes fürs Frühstück ab. was ich tue.alles was natürlich auf Heinrich Kieber lautete – hatte ich für die Reise von Feldkirch nach Berlin umsichtig tief in meinen Taschen vergraben. wenn es bitter kalt in Berlin wird und die Kosten wegen der Heizung steigen. vermietete sie das zweite. in der Nähe des berühmten KaDeWe Kaufhaus. Was ich auch gleich am 1. Sie stellte viele Fragen über die Schweiz. warum im Winter? Berlin. In all den Jahren „auf Arbeitssuche‚ hatte sie sich aus Kostengründen eine extreme Art von Knauserigkeit angeeignet. In einem alten. Sie wohnte in einer klassischen Altbauwohnung an der Ansbacherstrasse (um die Hausnummer 60/62/64 rum). Sie war schon fast 10 Jahre in dieser Endlosschleife. es hiess. ID-Karte und Führerschein) . Sie war eine derjenigen Glücklichen in Berlin. wie sich rasch herausstellte. Ich hatte ja schon einmal davon gehört. Mein Zimmer war sehr sauber und kostete mich 300 Euro pro Monat. wie abgemacht. Es war eine bedeutende Nacht: meine erste Nacht seit 5 Jahren und 261 Tagen ausserhalb Liechtensteins. etwas verwildertem Innenhof. sowie noch kleineren nach hinten raus und einem grünen. aber gut erhaltenem typischem Berliner Mehrfamilienhaus mit kleinen Balkonen nach vorne. es sei sehr schön dort im Sommer. wie sich Langzeitarbeitslose in Deutschland den Lebensinhalt speziell danach ausgerichtet hatten. Ecke Geisbergstrasse. Am späteren Nachmittag war ich also dann bei Daniela mit Sack und Pack eingezogen. vor allem in diesem Winter war Berlin grausig anzusehen. im 2. Vom Wittenbergplatz. Tag. warum Berlin. Nun gut. woher ich komme. die eine relative günstige Mietwohnung ihr "eigen" nennen konnte. oder 3. Jeweils in den Wintermonaten. Stock. Nervös über alles was jetzt passieren würde. Im Winter. Daniela war eine etwas verrückte Henne. Wir hatten ja zuvor nur 2.diversen Ausweise (Pass. schlief ich in meiner ersten Nacht in Berlin in einem grossen Bett mit fein duftender Wäsche ein. 3 Mal per Email und mittels eines einzigen Telefonanruf Kontakt. das schöne Berlin. bar bezahlt hatte. kleinere Schlafzimmer. her kommend war das Haus auf der rechten Strassenseite. 198 .

Eine der zwei Sekretärinnen von Hans-Adam öffnete den Brief und konnte sich keinen Reim daraus machen. fuhr das Taxiunternehmen Gabor mit dem rissen Paket um 11:35 beim Schlosstor vor.VADUZ 7. erschien als total undenkbar. dass das 3D-Modell für das Gericht hergestellt worden war. VADUZ 8. Da im Brief erwähnt war. Januar 2003 Kiebers dicker Brief war auf Schloss Vaduz am Nachmittag angekommen. sondern auch mit den Vorbereitungen für die in den nächsten Tagen alljährlichen stattfindenden Empfang des ausländischen Diplomatischen Korps auf Schloss Vaduz. VADUZ 9. Dass er ihnen einen wilden Brandbrief schreiben würde. dass nun nur zwei Personen. entschied sich der Schlossherr vorerst niemanden ausserhalb der Familie zu informieren. Sie beiden kannten Kieber ja persönlich und wussten daher wer der Absender war. zusammen mit seinem Erstgeborenen. Januar 2003 Mangels steigender Unklarheit was Kieber mit all dem meinte und da Hans-Adam als Staatsoberhaupt ja immer auf seine eigene Polizei zurückgreifen konnte. Der Diener nahm das Paket an und übergab es Hans-Adam: obwohl dieser lesen konnte. Hans-Adam. Die ganze Nacht hindurch wurde über dem Brief gebrütet und sie versuchten sich einzureden. Alois war nicht nur sehr stark mit dem Endkampf der im März 2003 bevorstehenden Volksabstimmung um die neue Verfassung beschäftigt. waren dies für Hans-Adam und seinen Sohn mehr verwirrend als aufklärend. HansAdam und Kieber von der Sache wussten. riss er die angeklebte Schuhschachtel voll mit Gerichtspapieren weg und lies das 3-D-Modell ohne Hemmungen im Schlossabfall-Container entsorgen. entschloss er sich doch die Landespolizei zu 199 . Für die nächsten 24 Stunden wurde das Kuriosum „Heinrich Kieber‚ wiederum unter den ranghöchsten Mitgliedern des Hauses Liechtenstein im Schloss diskutiert. dass dies alles entweder ein Dummer Streich oder ein Irrtum von Kieber sein musste. Da der Brief ausgiebige Schriftstücke enthielt. Januar 2003 Wie von Kieber beauftragt.

dem Gericht und dem Schloss (damit Hans-Adam den Überblick behielt. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht hatte und wenn überhaupt. dass er also die eigentlichen Daten wirklich hatte. Auf Befehl von Hans-Adams wurden danach von ausgewählten Einzelstücken Kopien angefertigt. seinem Erstgeborenem Alois. veranlasste der Schlossherr die Unterlagen zu zensieren: Alle jene Seiten. nicht dumm sei und bekanntlich ein Elefantengedächtnis besitze. Piske. Davon überbrachte die Polizei persönlich jeweils ein Set Kopien auf Papier der STA. Bei einem Treffen um 18 Uhr im Schloss zwischen Hans-Adam.) der LGT Treuhand berichteten.a. Schlachter von der LGT Bank und dem Chef der Treuhand Nicola Feuerstein (der Exboss von Kieber). in welchem Umfang. wurden bei ihm streng unter Verschluss zurückbehalten. 200 . Bevor aber die von Kieber dem Hans-Adam zugesandten Schriftstücke der Polizei übergeben wurden. + VI. Feuerstein versuchte die anwesenden damit zu beruhigen. wie den Kieber an solch massive Detailkenntnis gelangen könnte. Der Rest des Originalbriefes samt Beilagen (ohne das Kerkermodell. führte zur allmählich Dämmerung bei den Herren. 1000 Grad heissen Flamme des Müllverbrennungsanlage im schweizerischen Buchs/SG über dem Rhein wartete) wurden dann von der Polizei abgeholt und ein Register angelegt. dass niemand die Daten der Treuhand mitnehmen kann und Kieber ja keinen Beweis (z. als Beilage im Brief) dafür geliefert hat. wer welche Dokumente erhalten hatte).B. sowie auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine auf CD gebrannte Kopie dem Generaldirektor der LGT Gruppe. indem er behauptete. Worauf hin HansAdam heftig unterbrach und fragte. Schon alleine die Vorstellung. Es war nicht nur die Ungewissheit darüber. Feuerstein erwiderte. dass Kieber – mit seinen offenbar tiefen Kenntnissen aller Daten und Leichen im Keller – angeblich in Deutschland herum irre. Um 11:30 rief Frau Schädler vom Schloss dort an.rufen. Hr. dass es sich bei den von Kieber beschriebenen Vorgängen und exakt aufgelisteten Mandatsdetails tatsächlich um LGT Treuhand. dass sich grosses Unheil über sie zusammenbraute. seinem Bruder Philipp (CEO der LGT Gruppe). dass Kieber lange genug bei der Treuhand gearbeitet hatte. ohne die Daten zu haben. die Herren Piske und Dr.oder -Bankgeschäfte handelt. Punkte V. dass im Abfallcontainer des Schloss auf das Ende in der ca. die im Detail über die schmutzigen Geschäfte und Leichen (u. zeigte der Hausherr allen anwesenden die vollen Unterlagen von Kieber. Alle vier Herren bestätigten ihm.

in Anwesenheit vom Erbprinz Alois. Haun und Willi) sowie die Führung der LGT Bank und der LGT Treuhand. dem Regierungschef Hasler und weiteren Teilnehmern (Anm. Unter dem Vorwand der Sicherheit für seine LGT Gruppe. Sie machte sich angeblich Sorgen um Kieber. um 20:30 die Regierung in einer Sondersitzung im Regierungsgebäude informiert. VADUZ 10. Angeblich soll sich die STA Alma Willi sehr betroffen gezeigt haben. Gegen eine solche einschneidende.: Was immer das heissen mag. Dieser sollte sich einen Reim aus der Schriftenflut von Kieber machen und hauptsächlich die KKZ beraten. STA und Polizei) zu beschneiden. Regierungschef Herr Otmar Hasler. kurz die „KKZ‚ installiert und mit allen nur erdenklichen Mitteln und Vollmachten von Seiten Hans-Adam ausgestattet. hatte er ihnen untersagt.und Aussenministerin. Es wurde dort sofort eine Kriegskommandozentrale. Thomas Müller aus Wien) waren der weitere Personenkreis im KKZ. Justiz. im Prinzip rechtswidrige und beispiellose Massnahme hatten die Betroffenen nichts einzuwenden. Im KKZ hatten federführend Hans-Adam und Erbprinz Alois das Oberkommando. 201 . Anm.: Nicht mit mir verwandt).Wegen der akuten Brisanz der Lage wurde am selben Abend. ich vermute aber Piske. Kundendaten aus Liechtenstein mit ins Ausland genommen zu haben. die öffentliche Dienstpflicht der mit staatlichen Aufgaben betreuten Teilnehmer (Regierungschef. sowie später dann „der Professor‚ (Dr. der Kripochef Herr Jules Hoch. da allein Kiebers Andeutung. Als allererste Vorsichtsmassnahme hatte Hans-Adam beschlossen. Robert Wallner. für ihn als Staatsoberhaupt und für das ganze Land. einen TOP Psychologen hinzuzuziehen – Den besten Psychologen Europas .: Namen mir nicht bekannt. die Truppe der STA (Dr. jegliche unter dem Schirm der KKZ möglicherweise gewonnene Erkenntnis über die Geschäfte seiner LGT Gruppe im Sinne der rechtsstaatlichen Aufgaben zu verwenden. Diese Sitzung verlief sehr chaotisch. Januar 2003 Die KKS. Schlachter und Feuerstein) hatte entschlossen. unter dem Vorsitz von Hans-Adam.und Justizministerin Frau Rita Kieber-Beck (Anm. die Aussen. einer Kriegserklärung gegenüber dem "ganzen" Land Liechtenstein gleich kam.

im Grunde illegal – überwacht. Er schlug Hans-Adams Angebot dankend aus. ordnete Hans-Adam an.: Alle drei Massnahmen brachten nichts. Des Weiteren hatten die Handlanger von Hans-Adams in Erfahrung bringen können. wo er sich versteckt hielt. Juli 2001 zwischen der 202 . Es wurde vermutet. den 13. dass er wirklich nach Deutschland abgereist war. Er versprach. Die KKZ hatte keine Zeit und Lust auf die im Gesetzt vorgeschriebenen Richterbeschlüsse zu warten und es wurde von oberster Stelle befohlen. das Postfach in Mauren. Da gab es aber ein grosses Problem. da ich mein Mobiltelefon nach meinem letzten Anruf (am 7. zudem nicht in Mauren. sondern in Berlin war und meine Stiefmutter für mehrere Wochen nach Asien abgereist war. die Mobiltelefonanschlüsse von Kieber und seiner Stiefmutter sofort abhören zu lassen.1. dritte Person ruckzuck mit einem unmarkierten Liechtensteiner Polizeiwagen (VW Bora) ins 110 Km entfernte Zürich geschickt und die Strasse/Wohnung wo die besagte Dame wohnte. In deren paranoiden Besessenheit herauszufinden. Es wurde auch eine zeitlich unbefristete Rund-um-die-Uhr Objektüberwachung seines Elternhauses im Mauren ab 16 Uhr angeordnet. Dies war dem HansAdam egal! Es wurden zwei Liechtensteiner Polizeibeamten. plus eine weitere. Er wollte lieber mit dem eigenen Auto anreisen. sich per Privatflugzeug nach Altenrhein in die Schweiz fliegen zu lassen und dort von einem Fahrer der Regierung am Flughafen abgeholt und sofort auf Schloss Vaduz chauffiert zu werden. Kieber würde sich dort im Haus versteckten. da sie in Zürich wohnte und auch noch Schweizerin war. Dieser „Professor‚ wurde sofort im Ausland kontaktiert und man hatte Glück. da eine solche verdeckte Polizeioperation der Liechtensteiner in Zürich sicher nicht durch den Polizeikooperationsvertrag vom 9. er konnte den Auftrag annehmen.03 .wie am Besten an Kieber und vor allem an die Daten gekommen werden kann. Illegal daher. zu leeren und dann zu überwachen. die besagte Dame überwachen zu lassen. Man glaubte ihm nicht. am nächsten Tag nach Vaduz zu reisen. dass Kieber eine Art Freundin hatte. wo seine Post seit Anfang Januar ’03 umgeleitet wurde. Eine juristische Hürde sozusagen. Anm.1. bis Montag Mittag.03 um 10:06 an meine Hausärztin) abgeschaltet hatte und die SIM-Karte vernichtet hatte.

Anm. Dann wurde er buchstäblich in eine Art Abstellkammer gesetzt. nichts und niemanden je etwas zu sagen. Er verstand und versprach sein Beste zu tun. den 101er & 140er Akt) praktisch ohne Unterbruch für die nächsten 48 Stunden studierte. wo er alle Unterlagen über und von Kieber (zensierter Brief. Fazit und Kommentare der IT-Spezialisten: Kein Material von Kieber gefunden. zu jammern. wenn ausländische Polizei ihre Bürger in der Schweiz überwacht. Kieber hätte kein Fachwissen. die Besten der Besten zum Lösung des Problems verpflichten konnten. da man unter den normalen Kunden auch sehr viele exponierte habe. Die Schweiz mag es auch gar nicht gerne. „neutrale“ Person vermutlich versucht hätte mich bis zum Eintreffen der vermutlich herbeizurufenden Schweizer Polizei irgendwie „festzuhalten". elektronisch wie auf Papier. alle Beilagen. falls ich dort anzutreffen gewesen wäre. Aber es hat mit der Tatsache zu tun. Ihm wurde insbesondere eingehämmert. da sie überzeugt waren. Nachdem er von Hans-Adam auf Schloss Vaduz empfangen wurde und mehr oder weniger aufgeklärt wurde. dass Hans-Adam als auch die Regierung äusserst angespannt waren und nicht aufhören wollten. Er hatte aber Zugang zu allen Daten. war ein Termin mit dem Regierungschef Hasler unten im Regierungsgebäude der nächste Stopp. als würde die Welt untergehen können. wurde dem Professor natürlich nicht gesagt: das liebe Bankengeheimnis. Die Sache wäre höchst delikat. daher eine dritte. Zwischen 16 und 18 Uhr wurde unter Mithilfe des Leiters der ITAbteilung ein Inspektion des alten Arbeitsplatz von Kieber bei der LTV durchgeführt. Der Professor erkannte sofort. Januar 2003 Der Professor Dr.Schweiz und Liechtenstein gedeckt war.: Herkunft und Funktion der „dritten Person“ wurde mir nie ganz verraten. Unten im Dorf war aber das Gefühl einer 203 . Wer diese waren. dass. Anm. VADUZ 11. Thomas Müller erreichte Vaduz schon in aller Frühe. Kieber hatte lediglich im DOCUWARE (e-Doc) Projekt gearbeitet. Hans-Adam und sein Erstgeborener fühlten sich nun etwas entlastet.: Wie man sich später täuschen würde. die zwei Vaduzer Polizisten aus juristischen Gründen NICHT hätten auf mich zugehen können.

Meine Angaben im Brief waren ja deutlich genug. ob ich einen habe oder nicht. im Brief an Hans-Adam beigelegt. Fazit.: Der IT-Abteilung war es äusserst peinlich. Kieber habe wohl leeres Band mitgenommen. die LGT Gruppe. Die Regierung dagegen war in Panik. Hans-Adam hatte hauptsächlich Angst um seine sprudelnde Geldquelle. Anm. Kieber habe gar keinen DVD-Brenner. driftete eher zur Meinung. . dass offenbar ein Tages-BackUp-Tape (das Datensicherungsband) ihnen irgendwann im 2002 „abhanden“ gekommen war und sie all die Monate nichts davon gemerkt hatten. Das Herauslassen der privaten Stiftungen der Mitglieder der Familie von Hans-Adam auf den Extra-DatenSpeicher sei gar nicht möglich. weil sie wussten. Kommentare & Vermutungen am Ende der Sitzung: Es fehle der Datumskleber auf dem fotografierten DTL-Band (Tape). dass ich die Daten nicht hätte. Anwesend war Herr Feuerstein und der Leiter der IT-Abteilung der LGT Treuhand. da ich der Überzeugung war. blind davon „Kalt erwischt“ worden zu sein. wie zum Beispiel eine Kopie der Daten. BERLIN 8. Zwischen 18:15 und 20:30 wurde wiederum eine KKZ Sitzung bezüglich der Daten einberufen. Berlin.12. dass dies nicht notwendig wäre. Hans-Adam und seine Regierung mussten sich ja auf die den Aussagen der IT-Leute zu 100 % verlassen können. All dieses Verhalten seitens der IT-Abteilung (was ich menschlich nachvollziehen kann) würde aber folgenschwere Konsequenzen für alle an diesem nun sich entfaltenden Drama haben: Das Vertrauen von Hans-Adam und der Regierung in die IT-Abteilung der LGT Treuhand wurde in der Folge sehr stark strapaziert. dass es mit dem „guten Ruf‚ Liechtensteins vorbei sei werde. Berlin ! Ich weiss jetzt nicht mehr ob der Spruch des regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit „Berlin ist 204 . da Kieber den Deutschen aufzeigen und beweisen könnte. Sie konnten doch gar nicht wissen. Sie versuchten fälschlicherweise mein Computerwissen klein zu reden und auch sonst unlogische Kommentare abzugeben: wie die mit dem DVD-Brenner. wie man in Liechtenstein wirklich die heissen Finanzgeschäfte abwickelte. Zudem war es in der Tat kein Problem einzelne Mandate für eine Kopie des DLT-Tapes wegzulassen. Ich hatte ja KEINEN Beweis.Erleichterung bei der Regierung noch nicht angekommen. Die IT-Abteilung. Brrrrrr. seinem goldenen Esel. HansAdam und die Regierung mussten sich auf die Aussagen seitens der ITAbteilung irgendwie verlassen können. Januar 2003 Die Kälte und Berlin.

mit ihr im nahen Park des Zoologischen Gartens spazieren zu gehen. Auf jeden Fall hatte sie die Beamten solange bearbeitet. Gut für ihn. und da wurde ich hellhörig. Und der Hundekot! Meine lieben Berliner. Sie hatte ursprünglich keine Skepsis mehr. sie glaubte mir. aber sexy‚ schon damals galt. Was immer ich ihr erzählt hatte. Warm verpackt waren wir um die die Mittagszeit aufgebrochen. Dass die Deutsche Hauptstadt pleite war. der Rest hatte irreale Öffnungszeiten von 1-2 Stunden am Morgen und evt. und was dann? Sie schilderte mir. Sie hätte vor 2 Jahren einen Libanesen als Untermieter wie ich gehabt und sie schöpfte den Verdacht. von der Handvoll öffentlicher Hallenschwimmbäder waren mehr als die Hälfte aus Kostengründen oder mangels Unterhalt geschlossen. So hatte ich jedenfalls gedacht. Ich habe mich im kleinen Zimmer eingerichtet und versuchte so wenig wie möglich mit der Daniela zu kommunizieren. dass sie halt ein paar eher private Fragen stellen müsse. Daniela fragte mich „dicke‚ aus und naturgemäss konnte ich ihr nichts von meinem wirklichen Leben erzählen. dass sie mit dem Berliner Verfassungsschutz in Kontakt getreten war und diese ihr zuerst nicht glaubten. Mist für mich! Was würde sein wenn die Daniela irgendwas über mich zusammen spinnt und das letzte was mir jetzt noch fehlen würde. Um gegen den Stress anzukämpfen wollte ich einmal schwimmen gehen. sagte sie mir. 2 Stunden am Nachmittag. die – zumindest im Winter – soviel Hundekot auf den Bürgersteigen liegen hat wie Berlin. Die Stadtbusse sehen aus. dass er ihr über sein Leben eine Lügengeschichte auftische. bis zwei davon zu ihr nach Hause kamen und den Libanesen besuchten. Die Berliner Leute selber. konnte ich an allen Ecken sehen.pleite. wobei sie sich als Mitarbeiter der Ausländerbehörde ausgegeben hatten. so dreckig waren sie. die sind wirklich nett. dass er etwas mit Terrorismus zu tun hatte. Dies muss ihr wohl etwas suspekt vorgekommen sein. als wären sie gerade von Hindukusch her angereist. Ich hörte ihr geduldig zu und hackte nach: Ja. ich kenne keine Stadt der Welt. Der Berliner Menschenschlag ist sehr erfrischend. Überall musste gespart werden. Aber plötzlich. war ein Besuch vom 205 . Konnte ich nachvollziehen: etwas paranoid erschien sie mir ja auch. Sie war sich sicher. erklärte sie mir. Sie würde mir gerne die Sehenswürdigkeiten Berlins zeigen. Da sind die Schweizer Hundebesitzer erstklassig. Als hätte ich nicht schon genug Action im Leben konnte sie mich überreden. Der Libanese war kein Terrorist. dachte ich.

Mich beruhigte dies ganz und gar nicht. die Kundenfächer selber wurden von der Bankseite aus elektronisch geöffnet und nur von Kundenseite aus mit einem Schlüssel. dass ich OK sei. nun hatte ich ein weiteres Problem. Ein Test ergab. das DLT-Tape. Vorher musste ich aber ein anderes. Mein Plan war. Ideal wäre die Filiale der Berliner Volksbank AG an der Budapester Strasse gewesen.Verfassungsschutz! Je länger wir da in der Kälte spazierten. All die Daten bei ihr zu Hause. war es ein Lehrer oder ein Pädagoge) trinken würden. in den Taschen. in der Nähe des Eingangs des Zoos. ob ich eventuell eine Gefahr für sie und/oder Deutschland sei. Nun wusste ich. hatte ich auch jetzt meine elektronischen Datenspeicher auf mir. Es stellte sich heraus. Er bescheinigte ihr. musste ich eine passende Bank mit passendem Tresorfach dafür suchen. dass sie ihn vorher beauftragt hatte. um herauszufinden. Wie bei meinen Erkundungsausflügen kreuz und quer durch Berlin in den letzten Tagen. dass die Daniela ab und zu spinnt. Die kiloweise Papierdaten waren aber im blauen Handkoffer im Schrank im Zimmer verschlossen. um meinen raschen „Abschied‚ vor ihr nicht verdächtig erschienen zu lassen. Aber die elektronische Verriegelung und damit die elektromagnetische Strahlung machten mir Sorgen: ich habe gehört. bat sie mich mit ihr ein Stockwerk tiefer zu gehen. die Kopien davon sowie die 2 kleinen Externen Harddisk nicht ständig auf mir tragen konnte und auch nicht mehr im Zimmer aufbewahren wollte. wo wir Tee bei einem langjährigen Nachbar (wenn ich mich nicht täusche. Leider war deren Tresorraum eine der neueren Bauweise: d. Als wir dann nach Hause zurückgekommen waren. akuteres Problem lösen: Da ich ja meinen Laptop. dass ich meinen ganzen Laptop etwas quer gestellt hinein schieben könnte. das solche Strahlung 206 . Am Freitag war ich in aller Früh schon losgefahren um bei diversen Banken nachzufragen. umso heisser wurde es mir. ob sie freie Tresorfächer zu vermieten hätten. Ich erfuhr dies. Scheisse und Merde zusammen.h. zumindest 4-6 Wochen bei dieser Adresse zu bleiben. und noch Platz für den Rest da wäre. dass ich mich jetzt schon auf eine Suche nach einer anderen Unterkunft machen musste und auch einen guten Grund finden musste. sodass ich sogar schwitze. Nicht weit weg von Danielas Wohnung. weil er mich in der Küche an die Seite genommen hatte und mir es erzählte und zum Schluss bemerkte. mich beim Besuch zu begutachten.

von wo nur die Miete für das Tresorfach abgebucht würde. Ich fuhr per Taxi an die angegebene Adresse. Ich hatte keine Angst. stand im Liechtensteinischen Pass KEINE Wohnadresse. worin meine alte Adresse aus Liechtenstein notiert stand. Dieses Mal klappte es mit meinem Reisepass. Ich erklärte dies dem braven Bankangestellten und gab die Geschäftsadresse der privaten Postfachfirma als meine Wohnhausadresse und die zweistellige Zahl meines neuen Postfachs als meine Wohnungsnummer aus. Ich mietet mir ein Fach und bezahlte die Gebühr bis Ende März '03 im Voraus in Bar. Sie hatten ca. Da ich ja nur ein einfaches Sparkonto. Vorher könne man mir kein Konto und Schliessfach anbieten. den CDs oder auf den externen Harddisks eventuell schaden könnten. Die Berliner Sparkasse hätte ja keinen Grund gehabt. Eine Internetsuche ergab. z. Freundlich begleitete man mich bis zur Türe. dass ich mir eine solche Wohnsitzbestätigung holen würde und morgen wieder kommen würde. wo noch altehrwürdige Tresorräume verwendet würden. also keine Karte für die Geldautomaten oder ähnlichem haben wollte. zumindest nicht bis Jahresende. Es bedurfte geschickter Überredungskunst um ihn von meiner neuen. aber um ein Konto zu eröffnen. dass diese Art von Konto keinen Postversand generierte. sagten sie mir. gefundene Filiale wäre auch ideal gewesen. Im Gegensatz zum Deutschen Pass. Diese Bank kam also nicht in Frage.h. dass die Berliner Sparkasse noch ältere Filialen hatte. da ich denen ja geschildert hatte. den Namen Heinrich Kieber zu verwenden. Bei der 7. dass ich gerade aus der Schweiz hierher gezogen wäre. dass es eine kleine Firma in Berlin Wedding gab. Zudem wusste ich.B. Ich musste unbedingt eine Lösung für eine Berliner Adresse finden. Ich verabschiedete mich mit der Lüge. ausgerechnet mich bei den irgendwelchen Behörden. die man von Aussen her Tag und Nacht erreichen konnte. unechten Wohnadresse zu überzeugen. Oder? Die Bank aber forderte von mir eine Wohnsitzbestätigung aus Berlin. Ich konnte ja schlecht die Adresse von Daniela verwenden. der Polizei „zu melden‚. musste ich meine Liechtensteiner Identitätskarte vorlegen. Und mein Plan sah nicht 207 . Eine halbe Stunde später stand ich vor der ausgewählten Filiale Nr.den Daten auf dem DLT-Tape. D. 50 Postschliessfächer. ehemaligen Quartierladen. 7. Ein älteres Ehepaar führte das Geschäft in einem kleinen. Meine Erhebungen ergaben. Die 6. klappte es mit dem Kontoeröffnung. die eine Art ‚Postfächer‚ an Private vermietete. Filiale wurde ich fündig. Ein Rest von Bankgeheimnis war doch wohl in Deutschland noch vorhanden.

einen ringformähnlichen Ausschlag geholt. ich weiss es nicht mehr genau). denn wenn man den 2. als keiner. Die paar Kilos an Treuhand. Daniela liess mich zum Glück alleine. die ich mitgenommen habe.vor. Ich suchte das Gebäude wo die LGT in Berlin eingemietet war auf. dann muss man der Bank ein neues Schloss bezahlen). waren im Handkoffer mit einem kleinen Bügelschloss abgesichert. Ich wickelte den Laptop in ein Küchenhandtuch und verstaute es zusammen mit den anderen Datenträgern (mit Ausnahme einer der zwei externen Harddisks). Erleichtert legte ich die lange Strecke von der Bank zurück zur Wohnung von Daniela zu Fuss ab. von irgendjemand vom Hauptsitz aus Vaduz auf Besuch in Berlin erkannt zu werden. Einen legte ich wie immer in solchen Fällen direkt in das Tresorfach hinein (nicht empfehlenswert. 250 Euro auf das Konto ein. dass ich während deren Öffnungszeiten immer Meilenweit davon weg war. In meiner Situation war es besser immer einen gültigen Fahrschein zu haben. dass mir zumindest keine „elektronische Datenpanne‚ bei der Daniela passieren könne. wie die genaue Adresse der USBotschaft oder des Deutschen Finanzministerium. obwohl sie – dank ihrer vielen freien Zeit – ständig Vorschläge für den Besuch von Berliner Sehenswürdigkeiten machte. Schlüssel verliert. war es eine Wochenfahrkarte. auch für unterwegs immer einen Ausweis. ja nach dem. Man wusste ja nie. um sicherzugehen. Ich zahlte ca.und Bankdaten. Den Pass brauchte ich ja um mich beim nächsten Bankbesuch ausweisen zu können. Daniela empfahl mir in einer der massenhaften vorhandenen Apotheken (kein Land hat so viele wie 208 . Von den vielen hektischen Fussmärschen durch Berlin hatte ich mir rund um die Fussfessel. als ich Sonntagabend heimkehrte. denn schnellsten Weg dorthin via Ringbahn. Jetzt war ich sicher. Im Notfall auch per Taxi. Nicht auszudenken: ich gerate in eine Kontrolle mit keinem oder ungültigen Fahrschein und würde mangels Ausweis bei der Polizei landen. Ich war sehr müde. Um nicht evt. Am Wochenende unternahm ich eine Monstertour kreuz und quer durch Berlin. dort wo die Winterstiefel sich oben an der Haut schürften. Ich bekam zwei Schlüssel. Ich notierte mir wichtige Punkte. dass ich dann noch in Berlin wäre. zusammen mit allen meinen persönlichen Papieren. U-Bahn oder Linienbus. Ungern entschloss ich mich deshalb. von wo ich aus starten müsste. Ich kaufte mir eine Monatsfahrkarte (evt. Besser irgendein Ausweis. meinen Reisepass auf mir zu tragen. wo Heinrich Kieber drauf stand (mit Ausnahme des Passes) im Tresorfach.

Korruption etc. raus aus dem Raum. dass man die Badewanne zu 4/5 mit eiskaltem Wasser füllen musste. vermutlich schon bald mehr als Gläubige) Essigsaure Tonerde in Flüssigform zu kaufen und die roten Schrammen damit einzureiben. Man weiss ja nie. „Nein Danke‚. gewährt. Zurück daheim. Natürlich hatte ihm niemand weder einen Einblick in die echten Treuhand/Bank-Daten (diese Daten hatte die Regierung logischerweise selber auch nicht). Der Warmwasserboiler im Badezimmer wurde vermutlich noch zu Hitler’s Zeiten gebaut. dachte ich mir. Hastig ging ich also raus aus der Wohnung. 209 . Die kommende Woche würde ja streng werden. wie Kieber sie beschrieben habe. hätten ihn schon brennend interessiert. noch eine Kopie von deren Schilderungen. unter die Nase reiben würde. wo das KKZ alle relevanten Unterlagen zu Thema „Heinrich Kieber‚ aufgeschichtet hatte. sicher mehr als Kirchen. ob sie auch Kondome mitbringen soll. Frisch gewaschen und durchweicht. dass sie nur schnell Tabak und Zigarettenpapier (kam günstiger) kaufen gehe und fragte. Aber Hallo. Januar 2003 Der Professor kam nach 2 Tagen Studium am Sonntag mit schwerem Kopf für eine kurze Mittagspause aus der Kammer gekrochen. Mann oh Mann. Sicher ist sicher. nööö – es war so kochend heiss. sagte ich zu meinem Spiegelbild. rein in die nächstgelegene Apotheke. Nicht das das Wasser daraus zu kalt war. auch das noch. um nicht verbrüht zu werden. schrie ich höflich zurück. Ebenso würde er später auch NIE auch nur ein einziges Mandat je zu Gesicht bekommen. wo kämmen die da hin. „Es ginge mir nicht so gut‚. als ich mich spontan entschied ein heisses Bad zu nehmen. Jetzt war es wirklich Zeit für mich eine andere Unterkunft zu finden. die sein eigenes Land (Österreich) betrafen. Jene „schmutzigen‚ Mandate. schwang ein Badetuch um meine Hüfte und holte noch schnell meinen blauen Handkoffer aus dem Zimmer und schleppte ihn mit ins Badezimmer. Wir schauten gemeinsam noch etwas TV und dann ging ich zu Bett. rief Daniela mir aus der Diele zu. schlüpfte ich in mein Pyjama und Daniela hatte mir eine Tasse Tee angeboten. VADUZ 12. wenn Liechtenstein einem ausländischem und auswärtigen Professor auch noch den Beweis von Kiebers Anschuldigungen in Bezug Geldwäscherei.Deutschland.

Als Fahrer soll die rechte Hand von Hans-Adam. nur ganz wenige Tage zwischen der Briefankunft auf dem Schloss (7. Ich musste eine Unterkunft für spätestens 210 . 2008 inkorrekt behauptet. verabschiedete ich mich bei Daniela mit der Bemerkung. Herr Gilbert Kaiser fungieren. Man holte eine Passamtperson um 10 Uhr aus der verdienten Sonntagsruhe und bewerkstelligte die Herstellung der zwei Pässe rasch und problemlos. Beide wurden über die ganze Angelegenheit ausführlich informiert. Januar 2003 (vormittags) Wieder hatte ich eine Nacht in Berlin überlebt. Den „Fahrplan‚. Ohne Frühstück. Somit hatten sie keine Zeit viel nachzudenken. BERLIN 13.03 nach Frankfurt fahren. Aus reinem . ob sie die Pässe überhaupt erstellen sollen.) und dem „1.1. wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen sollte. ich würde eines der vielen Museen besuchen gehen. Da es Sonntag war.: Ich lag richtig in meiner Planung.) zuzulassen. Der Professor erwiderte. erklärte er Hans-Adam am Telefon.Selbstschutz wird von HansAdam und Liechtenstein seit Feb.01. aber immerhin nach einem selbst gemachten Tee. Termin“ (14. um von Professor zu erfahren.1. ob er sich schon einen Bild machen konnte. Dies misslang auf Grund technischer Unkenntnis in Bezug auf Bedienung der Passmaschine. dass das Problem sehr tief liegen würde. Stattdessen begab ich mich auf schnellstem Weg zu einem Internetcafé. Der Professor empfahl. dass sie angeblich keine Pässe ausgestellt hatten. eingeweihtem Personal aus dem KKZ. Auf Anordnung von Hans-Adams wurde das KKZ beauftragt. zwei Pässe mit den gewünschten falschen Namen und mit 2 der 4 Passfotos von Kieber.nachvollziehbarem . Anm. wo ich fieberhaft im Netz nach Angebote für ein möbliertes Zimmer suchte. Ein Bankdirektor der LGT Vaduz soll mit ihm am 13. Der Vorteil für Kieber war. versuchte man es zuerst mit eigenem. die er dem Brief beigelegt hatte. wurde von Kieber sehr präzises im seinem Schreiben festgehalten. dass er sich seit Monaten für dieses Bühnenstück vorbereiten konnte. Schlussfolgerungen ziehen konnte und jetzt Empfehlungen abgeben könnte.Hans-Adam rief mehr als 4 Mal in der Kammer an. herstellen zu lassen. zum Schein auf Kiebers Angebot einzugehen und zwei neue Pässe herzustellen und in einem Umschlag am Montag zur LGT in Frankfurt zu bringen.

211 . Etwas Mut dazu brauchte ich schon. Ich notierte mir die Strasse und entschied für mich. Ich würde meine Miete pro Monat im Voraus bezahlen. Sie wohne in der Nähe der Kirche zum Heiligen Kreuz. offerierte sie mir. wo ab sofort ein kleines möbliertes Zimmer offeriert wurde. Treppe runter und Rechts sein. Ich nahm den Bus zurück ins Zentrum von Berlin und setzte mich in ein Café. Ich notierte die Nummer und rief auch gleich von einer Telefonzelle aus an. dachte ich mir. Ich fand ein Angebot. das Zimmer doch morgen. Die Monatsmiete für mein Zimmer war 380 Euros. Es war eine ruhiges Quartier und das Mehrfamilienhaus am Ende. von wo ich die Berliner Welt zwischen 10 Uhr und 12 Uhr vor meinen Augen vorbeiziehen lies. dass der Überraschungseffekt mir dienlich sein könnte. Auch sie musste Untervermieten. dass Hans-Adam. das ganze. Aus heiterem Himmel entschloss ich mich einfach mal beim Schloss Vaduz auf die Zentrale anzurufen. Und da sie viele charmante Schweizer kenne. Es hatte grosse Fenster und alte Bäume im Garten . „Zimmer zu vermieten‚ oder „Mitwohnzentrale‚ etc. also eine Frau. da sie gleich zur Arbeit müsse und erst sehr spät abends heimkehren würde. Dies gefiel ihr. ich sei auf Besuch aus der Schweiz hier und Berlin sooo schön finde. 40 Minuten war ich dort angelangt. jetzt schon mal die Strasse aufzusuchen. Ich versuchte mir vorzustellen. Es sei ja billiger als im Hotel zu wohnen. ungefähr immer zur selben Zeit das Mittagessen von der Küche bestellt. Ich begriff. Dienstag in der Früh anschauen zu kommen. Da ich solches im Brief nicht angekündigt hatte.sehr schön. sodass sie ihre eigenen Mietkosten reduzieren konnte. Ich tippte in die Suchmaschine ein: „Untermieter gesucht‚. ein Anruf kann nicht Schaden und bis jetzt gab es ja noch keine Tote in diesem Drama. sodass ich am nächsten Tag keine Zeit verlieren würde. Ich wusste. Es war schon komisch. wenn er im Schloss war. Eine nette junge Stimme nahm den Hörer ab. Heute ging es ihr nicht mehr. Ihre bisherige Mitbewohnerin habe sich letzte Woche klammheimlich aus dem Staub gemacht und sei ihr aber noch 2 Wochen Miete schuldig. Ich erzählte ihr. Petra suchte eigentlich eine Untermieterin. kein Mann. In ca. rechnete ich ihr vor.Morgen Abend finden. dass ich gerne noch 4-8 Wochen hier bleiben möchte und daher ein Zimmer suche. Gemäss Klingel musste es die Wohnung im Erdgeschoss. im Garten und auf der Strasse. in der Ecke. was die in Vaduz jetzt wohl alles machen. Etwas Schnee lag auf dem Fussweg.

Dann könne ich mit ihm sicher reden. nannte meinen Namen und fragte. die ich im Brief erwähnt hätte. wer mithöre. Er sagte auch. Er war erstaunlicher Weise nicht all zu böse. solches von ihm zu hören. ob ein Kuvert für mich da wäre. d. wo mein Berliner Postfach im Erdgeschoss liegt. dann würde ich den Auftrag geben. dies sei der Anfang einer Lösung und nicht der Anfang vom Ende. Daniela war nicht da. Nach kurzer Wartezeit stellte sie mich zu Hans-Adam durch. dass er überhaupt mit mir sprach und ich glaubte.Er legt grossen Wert darauf. Er sagte mir. dass ich gemäss den Angaben in meinem Brief vorgehen sollte und er die Pässe ausgestellt hatte. ob ich mit Hans-Adam sprechen konnte. Ich begriff diese Gerede über „Mithören‚ nicht ganz. Dann würde ich nämlich die LGT in Frankfurt anrufen. Ich packte meine sieben Sachen zusammen. Ich erwähnte. Sollte dies klappen. was wir am Telefon hier besprechen: Man wisse ja nie. private Postfachadresse in Berlin zu senden. ob vielleicht eine Fangschaltung installiert wurde. Ich war eher erstaunt. Wenn ja. er war sehr besorgt über die Geschichte. Er sagte weiters. das Kuvert an meine neue. dass letztmöglich jemand mithören würde. um zu erfahren. also zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht. sagte er zum Schluss. dass eigentlich niemand unterwegs war. dass ich in Deutschland war. dass keine Fangschaltung da sei und wir aber vorsichtig sein müssten. dass ich nicht allzu lange telefonieren möchte. vielleicht würde ja jemand mithören. Darauf hin konnte ich nur ein starkes Seufzen hören. mein Fach leeren kommen. was mir sehr gelegen kam. würde ich zuerst das Gebäude. Ungeduldig stampfte ich zwischen den Telefonkabinen auf dem Wittenbergerplatz hin und her. Ich rief also vor dem Mittagessen an. Er sagte mir. Er fragte mich 3 mal ob ich die Daten gut versteckt hätte. eine Person. sollte ich am nächsten Tag ausziehen. um schneller bereit zu sein. Mir würde später eine andere Möglichkeit zum Telefonieren mitgeteilt werden. Ich fuhr auf Umwegen mit Bus und Bahn wieder nach Hause. dass ich nicht mehr aufs Schloss anrufen solle. wo ich sicher sein könnte. da ich nicht wusste. wie die Sekretärin auffallend perplex über meinen Anruf war. aber eben: Ich war froh. was ich postwendend 3 mal bejahte. Man kann sich heute nicht auf alle Verlassen. Das ganze Gespräch dauerte nur 2-3 Minuten. Ich solle aber vorsichtig sein und nicht über die Daten reden. Ich hörte. 212 . Ich sagte ihm schnell.h. für ein paar Tage ausgiebig beobachten und dann zu einer Zeit. dies mit seiner Grossfamilie pünktlich und gemeinsam einzunehmen. um die Zeit bis 14 Uhr totzuschlagen.

Um auf alle Seiten abgedeckt zu sein. wo er zusammen mit dem eintrudelnden Regierungschef Hasler die erste von vielen Tassen Kaffee oder Tee tranken. Ich wurde in der Folge später auch nie wegen Erpressung angeklagt und logischerweise auch nie dafür verurteilt. Mit dabei hatten sie ein dickes Kuvert mit Handschriftlichem Schreiben von Hans-Adam für Kieber und den zwei Pässen.B.oder Betriebsgeheimnis zu Gunsten des Auslandes. Frau Netzer wurde beauftragt. die Nötigung des Staatsoberhauptes Hans-Adams und – was aus Liechtensteiner Sicht am Schlimmsten war . Um 07 Uhr war er schon wieder in der KKZ. da er dies detailliert im Brief an Hans-Adam angedroht hatte. B) eine Verdunkelungsgefahr gegeben.VADUZ 13. war der Professor mit dem Aktenstudium endlich fertig. Der Haftbefehl sollte aber noch nicht im Polizeisystem aktiviert werden.: Welch Ironie dieses Gesetzeswortlauts: Im Gegenteil. Geld im Austausch für die Daten verlangt hätte. die damit zu erklären sei. Es wäre A) die Fluchtgefahr gegeben.: Wie die UR richtigerweise festgestellt hatte. Januar 2003 (vormittags) In aller Herrgottsfrühe fuhren Hr. Der Bankdirektor und die rechte Hand Hans-Adams trafen in Frankfurt ein und nahmen sich zwei Zimmer im Hotel Palmenhof in der Bockenheimer Landstrasse. wenn ich z. Kaiser und der Bankdirektor von Vaduz aus mit dem Diplomatenstaatswagen des Hans-Adams (dunkler Audi A8 mit Wechselkennzeichen FL 6333. Anm. bei Staatsanlässen wird das anderen Kennzeichen. einen neuen Akt gegen Kieber anzulegen. Das Gesetzt macht da ganz klar einen Unterschied. FL 1 angebracht) Richtung Frankfurt los. dass er – auf freiem Fuss gelassen – die Ermittlung der Wahrheit erschweren werde (Anm. um die Wahrheit der „schmutzigen Geld-Geschäfte“ in Liechtenstein zu offenbaren. war mein Brief eine versuchte Nötigung und KEINE Erpressung! Eine Erpressung wäre es dann. orderte das KKZ das Landgericht Vaduz an. Noch viel früher in der Nacht. um 03 Uhr morgens erst.) und C) insbesondere die Ausführungsgefahr. Die Untersuchungsrichterin.das Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. ich war auf einer Mission ins Ausland gegangen. Die Grundlage für einen Haftbefehl wäre eben die versuchte Datenunterdrückung & der Datendiebstahl. Ausgiebigen Schlaf konnte er aber nicht erleben. 213 . da Kieber die Wohnung im FL aufgelöst hatte. „pro forma‚ einen Internationalen Haftbefehl zu beschliessen.

da die betroffenen Firmen (3 Treuhandfirmen und 1 ausländische Bank) mit „Zahlungen“ die Sache selber. Ich sagte meinen Namen und fragte. Der Vorwurf des Datendiebstahls hätte gar nicht als Grundlage für den Haftbefehl herhalten dürfen. sich mit dem Dieb einigen zu können und somit ein Aufsehen mit einem Strafprozess und auch Schädigung des Rufes verhindern zu können. Januar 2003 (nachmittags bis in die Nacht) Endlich. nur wenn die Bank oder die Treuhand es selber wollen und sie einen Datendiebstahl bei der Polizei anzeigen. Eine Datendiebstahlanzeige in meinem Fall lag aber nicht vor. instruierte das KKZ das Landgericht ein paar Hausdurchsuchungsbeschlüsse. wo es nie zu einer Anzeige kam. Das hat oft gut geklappt. BERLIN 13. Es ist in Liechtenstein kein Geheimnis. wenn es ums eigene Geld (Bank. dann die Behörden aktive werden können. dass in den Jahren 1994 bis 2004 (die Batliner CDs und meine LGT Daten ausgenommen) es 4 weitere. Zudem wurde beschlossen. Im KKZ wurde weiters folgendes entschieden: Um der Person des Kieber aufzuspüren. Nur für den Fall.wenn möglich . einen Datendiebstahl nur als Antragsdelikt zu klassifizieren. Ich rief die Nummer der LGT Frankfurt an. dass jemand hier sei. Der Hintergrund des Gesetzgebers. Der Bankdirektor Schlachter nahm den Hörer in die Hand. der sich höchstwahrscheinlich im Ausland aufhielt. auf die er vielleicht anrufen würde. dass man sich für eine oder mehrere Razzien in Liechtenstein allzeit bereithalten sollte.oder Treuhanddaten) geht. Er habe einen Umschlag von Hans-Adam für mich dabei. da der Diebstahl von Daten in Liechtenstein kein Offizialdelikt sondern ein Antragsdelikt ist und das bedeutet. wenn auch kleinere Fälle von Datendiebstahl gegeben hatte. da man es der Bank oder Treuhand überlassen wollte. Die Angestellte dort sagte mir.so ausgeführt werden. offenbar erfolgreich. dass die Bewohner der Gebäude anwesend wären. wurde angeregt. die Uhr zeigte Punkt 14 Uhr. zeigte sich auch in diesem Fall wieder.Das Liechtenstein (über die KKZ) immer dann alle gesetzlichen Richtlinien und Vorschriften einfach zum Fenster raus schmeisst. Die Razzien sollten aber . Ich 214 . lag darin. auch „pro forma‚ anzufertigen. der mich sprechen möchte. dass niemand davon etwas erfährt und keine nötigen Gerichtsbeschlüsse gezeigt werden müssen. diverse Handynummern sowie zwei Festnetzanschlüsse von Personen zu überwachen. ob ein Kuvert für mich da sei. bereinigen konnten.

Ich fragte ihn. was man ihn gesagt hätte. NEIN. sondern in Berlin! Er glaubte mir es nicht. Ich rannte so schnell es ging zur neuen Niederlassung der LGT in Berlin am Kurfürstendamm Nr. dass wir am Telefon sehr vorsichtig sein müssten. oder „Daten‚ u. aber in diesem Stadium des ganzen Dramas war für mich die Gefahr. erzählte ich der Empfangsdame. um was es sich handle. Er sagte. dass er vom Hans-Adam persönlich beauftragt worden sei. hätte.w. Mir kam dies sehr suspekt vor. sprich von HansAdam schnell „geschnappt‚ zu werden. Ich sagte. Er wiederholte zudem mehrmals. Nein. 36. ob er wüsste was in dem Kuvert sei. in diesem Fall den Brief vom 7. Da hatte ich eine Idee. meine Schreiben. einen Gefallen für den Hans-Adam zu tun. Er verlangte den Beweis. der jetzt in der LGT Frankfurt sei. Zu meinem Erstaunen erläuterte er mir. Ich wurde dann mit dem Bankdirektor verbunden und damit gab es dann absolut keinen Zweifel mehr: ich war in Berlin! 215 . dass ich einen Telefontermin mit einem hohen Bankdirektor der LGT Vaduz. Die Dame dachte. dass ich nicht in Frankfurt war. dass er angeblich absolut KEINE Ahnung habe. Er wüsste nicht um was es gehe. Hans-Adam am Abend selber anrufen zu können. Wir dürften keine Details oder Worte wie „LGT‚. erwähnen. ja das wäre logisch. das ich in Frankfurt sein würde! Ich fragte den Bankdirektor. dass ich in Berlin war. Ich war schon etwas sehr verwirrt über diese Aussage.1. sprich nicht akut. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen.03. kalkulierbar. er verneinte dies. dass man hier wohl alles selber machen musste. da ich ja von einer öffentlichen Telefonzelle anrief (was er als erstes von mir erfahren hatte). Er sei am Sonntag aufs Schloss gerufen worden und ihm sei aufgetragen worden. Ich äusserte den Wunsch. Da stand kein Wort darin. Ich schlug dem Bankdirektor auch vor. Ich erklärte ihm. Er erwiderte. Ich regte mich auf. Etwas riskant. aber dass es auch keinen Sinn machen würde. wieder einmal haben sie es nicht fertig gebracht. er wüsste es nicht und möchte und musste es nicht wissen. das Kuvert mir persönlich zu übergeben.müsse ihn aber selber abholen. Noch nach Luft ringend. Ich dachte nur: Mist. vollständig und richtig zu lesen. wie ich beweisen konnte.s. mit ihm weiter zu telefoniere. ich sei wohl ein etwas wirrer Kunde und rief die LGT Frankfurt an. nein – versicherte er mir. ob er den keine Telefonnummer auf dem Display sehe würde. Das sei alles gewesen. Ich sagte ihm. Ich musste ihm aber diesbezüglich glauben. wenn er ja nicht im Bilde war. dass ich wirklich in Berlin sei. ich würde in 10 Minuten wieder anrufen.

Ich hatte um Bedenkzeit gebeten und sowieso musste ich das Telefonat oft unterbrechen und die Nummer neu anwählen. die Deutschen mithören könnten. den Bankdirektor über den Sinn und Zweck seiner Reise aufklären sollte. dass ich nicht in Frankfurt war und entschuldigte mich für die "Missverständnisse". Ich erwiderte: Wenn Hans-Adam mit mir sprechen wollte. Mir wurde gesagt. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. sprich nicht abhörsicher war und die Gefahr bestand. dass er mit Hans-Adam in der Zwischenzeit telefoniert hätte und dieser ihm nun aufgetragen hatte. dass er offenbar frustriert war. mit dem von mir gewünschten Inhalt. da meine abgeschätzte Ankunft in Hannover erst spät in der Nacht erfolgen würde und ich mich dort sowieso nicht sicher fühlen würde. da die Leitung dorthin nicht gesichert war. Die angebliche Unkenntnis seitens des Bankdirektors darüber. Der Bankdirektor sagte mir dann. da es utopisch war. Ich lehnte dies ab. was wirklich los war. dass es keine Falle sei. dass der Feinde. erinnerte ich mich. dies würde nicht gehen. dass nun Hans-Adam mich persönlich sehen möchte und wir alle uns am Abend noch in Hannover treffen sollten. so könnte er doch die LGT in Berlin anrufen. Wer garantierte mir. mir zu sagen. mir aus Frankfurt entgegenzufahren. fragte ich. dass Hans-Adam mich sprechen möchte und ich ihn aufs Schloss anrufen sollte. er hätte ja auch das Kuvert. da ich Telefonkarten mit einem Wert von 5 oder 10 Euros gekauft hatte. Der Bankdirektor schwieg dazu und hatte stattdessen vorgeschlagen. um so weniger erschienen mir seine Verschläge einleuchtend. Ich lag mit einer meiner Vermutungen wieder richtig: Hans-Adam hatte seine „Soldaten‚ nie ganz aufklärt und niemand gesagt. dass ich aufs Schloss anrufen könnte. In derselben Minute widerrief der Bankdirektor die Aussicht.Der Bankdirektor erzählte mir. dass ich ihn. In einem späteren Telefonat wurde mir gesagt. machte mir schon zu schaffen. dass ich ihn gestern aufs Schloss angerufen hatte: typisch Hans-Adam – immerzu bestrebt. Ich suchte ein Internetcafé auf und schickte von meinem alten Emailkonto aus dem Hans-Adam und seinem Sohn Alois eine Email aufs Schloss Vaduz. Ich konnte diesem Plan nicht zustimmen. Ich hatte nochmals vorgeschlagen. ihm in einem Ferngespräch gerade heraus über das Drama zu berichten. dass man sich in Berlin treffe würde. Ich schlug vor und bat ihn auch. einen strategischen Vorteil zu behalten. Ich hatte darin mein Unverständnis darüber dargelegt. Je mehr ich mit dem Bankdirektor kommuniziert hatte. Das Email hatte ich 3 Mal 216 . die schnell verbraucht waren.

Aber ich wusste. muss jeweils telefonische Rücksprache mit Hans-Adam führen und sich sein „OK‚ zu holen. Dies von der LGT Köln aus über eine abhörsichere Leitung. post@sfl. Er wiederum. Ich sollte nun den Zug um 19:56 von Berlin nach Köln nehmen: dort würde er. Ob ich die Unterlagen auf mir oder mit mir hätte. Natürlich nicht! Sie wären gut versorgt. Der Bankdirektor versuchte mehrmals auf verschiedene Art und Weise in Erfahrung zu bringen. Es wäre ein komplexes Thema.li) gesandt. erwiderte ich. dass er in der Zwischenzeit wieder mit Hans-Adam gesprochen hatte und dieser ihn nun über die Lage informiert hätte. dass sie mich elektronisch lokalisieren konnten.an die öffentlich bekannten Emailadressen (a. auf der Suche nach neuen. der Bankdirektor auf mich warten und ich würde nur so mit dem Hans-Adam telefonieren können. auch noch zu dieser dunklen Stunde. Ein paar Mal wurde heiss diskutiert und der Frust von Seiten des Bankdirektors war nicht zu überhören: „Enttäuschung‚ in Vaduz darüber. dass wenn jemand die wirklich Strassenadresse ausforschen würde. So. dass offenbar Hans-Adam den Bankdirektor aufgeklärt hatte. office@fuerstenhaus.li oder mail@sfl. lachte ich laut: Ich würde sicherlich kiloweise Unterlagen und Datenträger jetzt mit mir in Berlin herumschleppen. Mir wurde auch eine Liechtensteiner Handynummer mitgeteilt.li. wie ich es geschrieben hätte. dass ich nicht in Frankfurt war. dass Hans-Adam grossen Wert darauf lege. Danach rief ich wieder den Bankdirektor an und erzählte ihm vom Email.li. Er 217 . die ich mir notierte. so wie er mir erläuterte. dachte ich mir. Ich sagte ihm auch. Dies trotz der Gefahr. hatte der Bankdirektor mich höflich gefragt. Er sagte mir. dass ich mich mit dem Bankdirektor noch heute treffen würde. wo ich die Unterlagen aufbewahrt hatte. die Datensicherung hier in Berlin. Es war die Nummer eines Handys worauf ich Hans-Adam persönlich anrufen könnte. „frischen‚ Telefonzelle. ich schon lange wieder weg über alle Berge sei. sfl@sfl.li. Dies um zu verhindern. dass ich es ihm persönlich unter vier Augen in Berlin erklären könnte. Des Weiteren wurde mir erklärt.liechtenstein@sfl. Dabei wechselte ich immer den Standort und rannte dafür wie ein geköpfter Hahn kreuz und quer im Zentrum von Berlin herum. so. erklärte ich ihm. Bis spät in die Nacht hatte ich mehrere Anrufe an die LGT Frankfurt gemacht und mit dem Bankdirektor gesprochen. Na klar. dass über die IP-Adresse meiner versandet Email der Standort des Internetcomputers herausgefunden werden könnte. Ich war erleichtert.

Da ich die offensichtliche Dummheit dieser Idee dem Bankdirektor nicht schnurgerade ins Gesicht schleudern konnte. Als ich dann weiters erwähnte. versuchte er mir weiszumachen. Filialleiter Mitarbeiter. dass seine LGT den Verlust des DLT-Bandes sowie der Originaldokumente ja nicht einmal gemerkt hatten. dass Hans-Adam die Pässe heute Nacht übergeben würde und im Gegenzug heute Nacht gerne die Daten zurück hätte. er die Mittel und Wege hätte. muss. Obwohl ich nie erwähnt hatte. Ich entgegnete. ohne das von Deutscher Seite (Bankvorsitzender. dass wenn Hans-Adam wisse würde. Um meiner ausgefeilten Sicherheit in Bezug auf die Daten etwas mehr Betonung zu geben. dass in der Nacht nicht zugänglich sei. Man hatte ja noch gar nichts in Sachen Argentinienfall gemacht. Oder b) sie allen Ernsten wünschten. hatte ich dem Bankdirektor in Erinnerung gerufen.einen Vorstandsvorsitzenden eines Deutschen Bankkonzerns aus dem Bett zu holen und zum Öffnen einer seiner Filialen zu bewegen. Sicherheitspersonal etc. dass sie sicher in einem Schliessfach waren. aber höflich. dass ich das Fach leeren sollte und mit all den Daten und Papieren quer durch Deutschland per Zug zu ihm reisen musste.) irgendjemand die Sache sehr höchst suspekt vorkommen würde. Was ich nicht wusste war. Wie kommt ihr da auf die Idee. nahm der Bankdirektor dies als gesicherte Information an und behauptete weiters. die Filiale noch heute Abend öffnen zu lassen.ist absolut unmöglich und reine Phantasie. aber bitte – dass er die Autorität hat – rein hypothetisch .. sagte ich. muss. dass Hans-Adam in den Telefonaten mit ihm sehr besorgt über die Daten geäussert hatte. So einen Blödsinn dachte ich mir. Zudem fragte ich den Bankdirektor ob er und die in Vaduz wohl verrückt geworden seien: a) wie sollte – wiederum rein hypothetisch – eine solche Aktion über die Bühne gehen. fragte ich den Bankdirektor. ich würde euch die Daten jetzt schon zurückgeben. damit dort Mitten in der Nacht ein Safe geleert werden konnte . es ist jetzt fast 20 Uhr und es ist mir durchaus ganz klar.. dass es sich um ein Schliessfach bei einer Bank handeln würde. dass er nur darum ständig nach den Daten fragte. dass Hans-Adam Macht und Milliarden hat. Sowieso würde eine Datenübergabe für mich gar nicht zu Frage stehen. weil er 218 . Er stammelte nur ständig. alle Geschäfte sind zu. Ich konnte mein Gelächter nicht mehr unterdrücken. wie dies den geschehen sollte? Es sei jetzt Montagabend. fragte ich ihn künstlich erstaunt. um welche Bank es sich handelte.. dass er die Daten zurück haben muss.schilderte mir.

Jetzt.35 Uhr. Null Euro Guthaben und die Verbindung war tot. Ich schlug nochmals vor. dass er am nächsten Tag nach Berlin kommen sollte.oder Bussstation entfernt war. Einen Tag später könnte ich aber an die Daten kommen. der noch um diese Zeit geöffnet hatte. Hans-Adam mitzuteilen. mich aber für seine Geduld und angebotene Lösungshilfen bedanken würde. dass er dies nicht alleine entscheiden könne. Punkt. Amen. donnerte ich – ein langer Fussweg nach Hause stand mir bevor. Aus.herausfinden wollte. Schluss. Er sagte mir. wo ich zu dieser späten Stunde noch Telefonkarten kaufen könnte. da ich nur noch wenig Guthaben auf der Telefonkarte hatte. Was ich dann auch tat. dass ich am Ende meines Lateins sei. Ich dachte zuerst. Ich erklärte nochmals. Ich wartete. Wir könnten uns um 10 oder 11 Uhr treffen. ob ich sie überhaupt hatte. Zum Glück hatte ein Internetcafé noch offen: ich konnte günstige Telefonkarten kaufen. dass es kein Banktresorfach sei und ich unmöglich heute Nacht an die Daten kommen könnte. Ende. erklärte ich ihm. Ich sagte auch. Ich bat ihn. Dann ein Klick. Es war nichts zu finden. Ich musste das Gespräch kurz halten. Ich hatte eine neue Telefonzelle erspäht und wählte die Nummer in Frankfurt. Um dem Unsinn ein Ende zu machen. Es war jetzt 20. die zu diesem Drama geführt hatten. dass ich nun nicht genau wusste wo ich war und wie weit die nächste U-Bahn. so spät. Ich suchte verzweifelt nach einem Kiosk. erzählen könne. Der Bankdirektor fragte mich ob ich ihm nicht mehr über die ganzen Umstände. dass ich unter Umständen nicht mehr anrufen könnte. Nur sein Wort gelte für ihn. Ich wollte nun auflegen. was immer das war. Dann erkannte ich. Er müsste wieder Meldung nach Vaduz machen. 219 . dass Hans-Adam mir für meine Loyalität gegenüber seiner Familie. Ich hatte den Bankdirektor gewarnt. Er sagte. nach zehn oder mehr Telefonaten. ich hatte mich verhört. jetzt wollte er. Der Bankdirektor bat mich. wo alle müde und gleichzeitig angespannt waren. dass ich hundskaputt war und keine Reise mehr irgendwohin machen würde. dass ich ihm am Telefon in 20 bis 30 Minuten wohl als Schlecht-Nacht-Geschichte die Ereignisse der letzten sechs Jahre erzählte. Auch das noch. der LGT und Liechtenstein bedankt hätte und nun keine nächtliche Reise von mir irgendwohin verlangen würde. Halt. aber der Bankdirektor bat mich nochmals in einem Augenblick anzurufen. da ich nicht wüsste. dass ich jetzt NICHT an das Schliessfach konnte. ihn in 20 bis 25 Minuten wieder anzurufen. Weit weg brannte noch Licht in einem Geschäft. er sei auf Anordnungen von Hans-Adam angewiesen.

man sei mir böse. dass ich mit dem Schliessfachschlüssel sofort nach Frankfurt. Höflich hatten wir uns dann verabschiedet. man sei erbost. Er war noch wach und in der Frankfurter Niederlassung. dass ich ein Schliessfach hatte? Ich mag zwar ab und zu verrückt sein. dass ich nicht in Frankfurt sei. dachte ich. Warum wollten die einen Beweis.w. er solle einfach nach Berlin kommen. Nach zehn Minuten war ich an einer einsamen Telefonzelle vorbei gekommen. Man glaubte mir nicht (ohne mir zu sagen. Die Uhr zeigte 22. Er sagte. Ich herrschte ihn an nach Berlin zu kommen. er würde es versuchen. Sie wollten. Ich war mit den Nerven am Ende und wiederholte meine Bitte. Eine UBahnstation war auch schnell gefunden der Zug war aber schon weg. Der Bankdirektor schimpfte mit mir. dass ich ein Schliessfach hatte. Der Ton hatte sich beachtlich verschlechtert. Für „Gute Nacht‚ reichte die Zeit noch aus und ich ersuchte ihn auch bis 10 Uhr morgens eine Nachricht bei der LGT in Berlin für mich zu hinterlassen. sagte ich mit immer schwächer werdender Stimme. Fuck! Das war wieder so ein Trick. aber nicht genug. Ich fasste es nicht. Könnte aber nichts garantieren. Ich müsse jetzt auflegen.30 Uhr in der Früh wieder telefonisch kontaktieren würde. was man mir den nicht glaubte). Ich rannte nochmals zum Internetcafé und kaufte eine weitere Telefonkarte für den nächsten Tag.Ich telefonierte. Ich erklärte nun. zum letzten Mal mit dem Bankdirektor in Frankfurt.‚ 220 . dass ich ihn am nächsten Tag um 07. dass es in Vaduz heftig zuginge. besser den Bankdirektor nochmals anrufen. So blieb nur ein Fussmarsch um nach Hause zu kommen. Klack – die Linie war tot. Nun gut. diesmal von derselben öffentlichen Telefonkabine aus.15 Uhr. dass ich sicher war. um mich auf die Palme zu treiben.s. dass ich angeblich nicht jetzt an die Daten kommen könnte u. Er sagte. „Gute Nacht Herr Bankdirektor. Man vereinbarte. Ich solle einen Beweis liefern.‚ „Gute Nacht Herr Kieber. Hannover oder Köln komme. dass sie eine Falle planten. da die Telefonkarte nur noch zehn Sekunden Gesprächsguthaben anzeigen würde. um deren Psychospiele nicht zu durchschauen.

da der Fürs die Sache mit ihm besprechen müsse. dass Kieber nicht nach Hannover kommen könne oder wolle. Dort. der Regierung und den anderen Mitgliedern des KKZ kommuniziert. um über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten und weitere Befehle vom Fürst zu erhalten. Die Sache war sehr delikat. auf der er Hans-Adam persönlich anrufen könne. dass sie alle auf Zeit spielen sollten. herauszufinden. dass er nicht über das 221 . Er sagte dem KKZ. dass er persönlich grossen Wert auf ein Zustandekommen eines Treffens zwischen dem Bankdirektor und Kieber legte. der weit reichende Kenntnissen über das Geschäft „im Kopf‚ gespeichert hatte. Hans-Adam wurde aber von Seite des KKZ empfohlen. Hans-Adam hatte den Auftrag gegeben.VADUZ 13. Die Lage sei jetzt anders und komplizierter. man solle Kieber mitteilen. dass er ihn direkt im Schloss anrufen könne. Er hätte dem Bankdirektor auch gesagt. Es wurde sehr fieberhaft zwischen dem Schloss. in der Hauptstadt des „Feindesland" herumirrte. da man nicht erwartet hatte. Ihm wurde aber im Verlauf des Abends gesagt. Er erhielt dann von seiner Sekretärin auch das Email von Kieber aus Berlin. alle Anrufe auf diesem Handy aufzuzeichnen. sich vorerst keine Anrufe von Kieber auf sein Schloss durchstellen zu lassen. dass ein ehemaliger Mitarbeiter der LGT. Der Professor sagte ihm. deren Liechtensteiner Nummer Kieber heute mitgeteilt werden sollte. den Bankdirektor mit dem Kieber zusammenzubringen. dass Kieber wahrhaftig in Deutschland und zudem auch schon in Berlin war. wo alle Behörden und die USBotschaft waren. Das KKZ hielt fest. Denn alleine die Tatsache. dass das Ziel nun war. Januar 2003 (nachmittags bis spät abends) Seit dem Mittagessen rief der Bankdirektor mehrmals Hans-Adam und die KKZ an. Hans-Adam erklärte. dass es die Nummer war. war in den Augen von Hans-Adam Sprengkraft genug. wie Kieber sich bei der LGT in Berlin verhalten hatte und was er dort den Mitarbeitern sonst noch gesagt hatte. um den Wünschen und der Autorität des Hans-Adams entsprechen zu können. falls dieser es versuchen sollte. Ausserdem sollte ihm gesagt werden. Die Liechtensteiner Telekom erhielt von der KKZ den Befehl. um eine eigene Reise nach Deutschland ins Auge zu fassen. Hans-Adam erhielt ein Handy der Polizei. Sie glaubten dem Schreiben von Kieber ja nicht. Dann würde er mit dem Kieber reden und zwar nur über eine gesicherte Leitung nach Vaduz.

Kieber hätte gesagt. für heute kein Treffen mehr zu verlangen. Nach Beratung gab Hans-Adam die Order. Hans-Adam hätte dann die Macht den Vorsitzenden jener deutschen Bank anzurufen und zu arrangieren. Hannover oder Köln reisen würde und er. dass der Bankdirektor ein dickes A4 Kuvert mit dem von ihm gewünschten Inhalt und einem handschriftlichem Vermerk des HansAdam für ihn hätte. an das Schliessfach zu kommen. Man konnte davon ausgehen. Wäre ich nach Frankfurt. konnte ich leider nie ganz in Erfahrung bringen. dass die Daten sicher in einem Schliessfach versorgt wären. geben würde. eine Vollmacht zu Gunsten des Bankdirektors in Vaduz erstellen zu lassen und ihm per Fax ins Hotel Palmenhof zu senden. Hannover oder Köln gereist und sie hätten mich dort in Empfang genommen und irgendwie festgehalten. Sicherheitshalber wurde entschlossen. Hans-Adam regte an. ob die Daten evt. Hans-Adam dann weitere Anweisungen. dass der Bankdirektor sich für eine Reise nach Berlin am nächsten Tag vorbereiten sollte. dass er die Daten gut und vor allem sicher versteckt hatte. Hans-Adam wurde noch ungeduldiger. hätten sie versucht.Telefon über die Daten sprechen möchte. Man kam zu dem Schluss. in einem Postfach oder in einem Schliessfach bei einem Bahnhof oder Flughafen versteckt waren. Hans-Adam sagte dem KKZ. Er. Hans-Adam wurde informiert. dass Kieber eben Kieber sei. Es solle dem Kieber gesagt werden. ob Kieber nicht doch noch nach Frankfurt. Es wurde darüber gegrübelt. da dies Hans-Adam offenbar nicht wollte. Das KZZ entschied sich. dass Kieber dankbar für seine Unterstützung sei und er nichts Böses wolle. falls er sie denn hätte. Anm. dass er abwarten wollte. Der Liechtensteiner Fürst wurde sehr ungeduldig. wie und was nun geschehen soll. Wohl eine Art gefälschte GeneralVollmacht von mir für den Bankdirektor für alle Schliessfächer in Deutschland. dass sein Bankdirektor mit Kieber später das Fach gemeinsam leeren sollte. dem Kieber zu fragen. verrückt aber hoch intelligent. dass Kieber ihm gesagt hätte. 222 . dass er sich nicht vorstellen könnte. mithilfe der Vollmacht. warum ein Treffen nicht möglich war und wo die verdammten Daten waren. bei welcher Bank dies wäre. Hans-Adam wollte wissen. Der Bankdirektor meldete zurück. dass Hans-Adam in Deutschland nun mit den vorgeschlagenen Treffen oder dem Mitten-In-Der-Nacht-Tresor-Öffnen Aufsehen erregen wollte.: Um was für welche Art von Vollmacht es sich dabei handelte. Er wäre Hundskaputt und müsste nun ins Heim ins Bett.

wenn man zu ihm nach Berlin komme. was darin aufbewahrt wurde. Er habe nie vorgehabt. entschloss man sich im KKZ Druck auf Kieber zu machen. bis Gerechtigkeit geschehen sei. Alle waren nun der Überzeugung. Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. Dem 223 .50 Uhr mit Kieber gab. Es müsse alles ein Missverständnis sein. dann aber korrigiert und gesagt. sich mit Kieber in Berlin zu treffen. Nach erneuter Beratung zur späten Stunde.35 Uhr und 20. Das A4 Kuvert würde bei Herrn Gilbert Kaiser im Diplomatenwagen bleiben.25 Uhr das Flugzeug von Zürich nach Berlin nehmen und den Wagen von Kaiser übernehmen. Der Professor empfahl Hans-Adam Kieber weiterhin Hilfe anzubieten. Kaiser müsste dann per Flugzeug von Berlin nach Zürich heim fliegen. dass der Hans-Adam enttäuscht war. Kieber sei sich auch nicht sicher. würde am Dienstag früh um 07. sondern sich die Schutz-Identität irgendwo in Deutschland nachsenden zu lassen. Dass er irgendwelche Daten im Austausch gegen die Schutzidentität aushändigen würde. im Gegenteil. habe er nie zugesagt oder geplant. Er brauche ja die Schutz-ID nicht um unterzutauchen.03 in Frankfurt sein würde. Nach erfülltem Auftrag meldete sich der Bankdirektor wieder beim Hans-Adam. er sicherlich Angst hätte und verzweifelt sei.w. Er verneint dies. Dieser würde von Frankfurt nach Berlin fahren.Der Bankdirektor wurde gefragt. ob er dem Bankdirektor vertrauen könne. dass es das Schliessfach wirklich gab. dass man seinen Brief vom 7. Es ginge ja auch nicht um Millionen (für ihn). sagte der Bankdirektor. dass Kieber wohl weinend in Berlin stehen würde. Der Bankdirektor sollte ihm sagen. Kieber verstehe die Aufregung von Hans-Adam nicht.1. dass er am 13. es ginge um was ganz anderes. Aber nicht so. dass Kieber die Daten nicht in der Nacht holen konnte. er würde sogar so lange in Deutschland bleiben. dass Kieber in Berlin war u. Kieber fordere. dass Kieber nicht in Frankfurt war. Man war sich nur nicht ganz im Klaren. Später erteilte Hans-Adam den Auftrag.01.2003 nochmals genau lesen solle. morgen mit den Daten nach Köln zu kommen. weil er nicht in Frankfurt sei.s. nein besser sei es. Zum persönlichen Eindruck über Kieber befragt. ob er im Hintergrund vielleicht Zuggeräusche oder Flughafengeräusche gehört hatte. nach Frankfurt zu kommen. Darin habe ihm Kieber zuerst offeriert. Darin stehe nichts davon. wie Kieber sich das vorstellte. dass es ein weiteres Telefonat zwischen 20. Der Bankdirektor würde am Dienstagmorgen einen Flug von Frankfurt zurück nach Zürich nehmen und nach Hause kommen. Der Bankdirektor bestätigte. Herr B.

Warum um Himmels Willen glaubte Vaduz. Ich notierte sie. dass ich leider evt. wie zuletzt abgemacht. Daniela war leider auch schon aufgestanden. Würde Kieber diese Variante nicht annehmen. Ich hatte nicht viel Zeit und sagte. da 224 . dass sein eigener Chauffeur mit dem dunklen Audi A8 heute in Berlin um 12 Uhr oder 12. Um Zeit zu gewinnen. Die Nachricht. dass es wohl dass Beste wäre.Kieber sollte dieses erst am nächsten Tag in der Früh mitgeteilt werden. Ich entschuldigte mich für all die Hektik vom Vortag. Irrsinnig! Und unter welchem Namen sollte ich die hunderte von Kilometer im Wagen mitreisen. mit den Daten natürlich. Offenbar wäre dies der Wunsch Hans-Adams.15 Uhr vor der LGT am Kurfürstendamm auf mich warten würde und ich einsteigen solle. Ich sagte ihm. wo mich Hans-Adam auf seinem Schloss empfangen werde und das weitere Vorgehen besprochen und Lösungen gefunden werden könnten. Ich hatte gleich nachgeschoben. was ich den in den letzten Tagen in Berlin so gemacht hätte. müsste er mit dem HansAdam verhandeln. Was sollte das ganze nun wieder. dass sie die nicht voll genutzte. Pünktlich um 07. Der Diplomatenwagen werde dann auf schnellstem Weg nach Vaduz fahren.30 Uhr rief ich. beunruhigte mich sehr. Januar 2003 (in aller Herrgottsfrüh) Schon vor sechs Uhr war ich aus dem Bett raus. dachte ich mir. dass er von Hans-Adam zurückbeordert worden war. schon bezahlte Monatsmiete natürlich behalten könne. dass ich mindestens zweieinhalb Stunden brauchte. dass ich JETZT wieder nach Hause fahren würde. Während eines schnellen Frühstücks hatte sie mich wieder darüber ausgefragt. dass sich Hans-Adam die ganze Sache mehrmals überlegt hätte und mir anbieten würde. fragte ich ihn. Und wer garantiere mir. dass ich in Vaduz nicht im Gefängnis landen würde? Alles sei geregelt. Der Bankdirektor erzählte. den Bankdirektor an. Er instruierte mich auch. Die Schutzidentität (die 2 Pässe) würde der Fahrer ja dann haben. behauptete ich. BERLIN 14. heute schon wieder heim in die Schweiz fahren müsste – „dringende Geschäfte‚. Es wäre zudem ein Diplomatenwagen. versuchte er mich zu beruhigen. bis ich alle Daten und Papiere eingesammelt hatte. Und es wäre keine Falle. Und was ich heute vorhätte. wenn er wie befohlen nach Hause zurückkehrte. eine Kontrolle unmöglich. ihn ab jetzt auf seiner Handynummer anzurufen.

Sie habe ihm nicht gesagt. dass ich wäre eine Frau. Ich würde aber dort sein. Zum Schluss flehte mich der Bankdirektor nachdrücklich an. Dann hätte ihr Freund sicherlich keine Bedenken mehr. Badezimmer und Küche würden gemeinsam benutzt werden. Ich könne diesbezüglich nichts versprechen. so um die Mitte Zwanzig. dass ich in zehn Minuten wieder anrufen würde. Ich ging zur Wohnung von Petra. sie auf die Wange geküsst 225 . Sie gab mir auch schon gleich die Schlüssel. dass er inzwischen wieder mit dem Hans-Adam telefoniert hätte und ich HansAdam um 10 Uhr oder 10.15 Uhr anrufen sollte. erzählte er mir. beteuerte ich. Ich hatte etwas von „Flugzeug geht in 90 Minuten‚ gemurmelt. als ob ich alles genau inspizieren würde. dass ihr Freund. Ist schon OK. ein Elsässer (der irgendwo anders in Deutschland lebte und an einer Uni studierte) sehr eifersüchtig sein könne. Ich musste schnell nachdenken. Sie erwähnte aber noch. Mein Zimmer war klein im Ausmass. dass ihr Freund dies gar nicht mochte. aber mit hoher Decke. erwiderte ich ihr. Sie arbeitete als Innendekorateurin beim französischen Edelkaufhaus Lafayette in der Friedrichstrasse. scherzte ich. in den fürstlichen Wagen einzusteigen. mir meine zwei Koffer geschnappt. Sie solle ihn täuschen und einfach behaupten. Es könnte also sein. Weil keine Zeit dazu vorhanden war. dass sie evt. Daniela war zu Hause. Daneben eine Kommode und einen Stuhl. Frische Bettwäsche hatte Petra säuberlich gefaltet aufs Bett gelegt. einen Mann als Untermieter nehmen würde. Eine nackte Matratze ohne Bettgestell lag auf dem Boden. Was ich nicht tat. Als ich ihn wieder in der Leitung hatte.sie sich in drei separaten Schliessfächern befänden. ja nehmen musste. nachdem ich die Miete für 4 Wochen bezahlt hatte. Er bat mich ihn um 09:00 Uhr wieder anzurufen. ihr die Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt. Sie war eine sehr hübsche Frau. dass ich es nehmen würde. Was der Bankdirektor nicht wusste war. Sie verabschiedete sich und ich war wie ein Wirbelwind zurück in die Ansbacherstrasse gedüst. obwohl es für mich sowieso schon vor Eintritt klar war. Ich unterbrach den Bankdirektor in seiner langen Rede und sagte. Sie zeigte mir das Zimmer und ich tat so. die paar Stockwerke in Riesenschritten hinauf gesprungen. erst mal einziehen und dann werden wir schon sehen. erwiderte ich. dass ich unter enormem Zeitdruck stand. da ich noch vor 10 Uhr bei der neuen Vermieterin Petra aufkreuzten musste.

geprüft werden. Es war jetzt schon nach 09:30 Uhr. dass er Loyalität wahre. Kaiser fuhr mit dem Audi nach Berlin. Der Bankdirektor und Herr Kaiser checkten aus dem Hotel in Frankfurt aus und der Bankdirektor lies sich bei der LGT Frankfurt absetzten. Kieber habe bewiesen. 226 . Januar 2003 (vormittags) Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. Es täte im Leid. dass Kieber ihn um 07. Für alle Fälle setzte ich ein Schreiben in einem Internetcafé ein Schreiben am Computer auf. wie weiter vorzugehen sei. mit Diskretion agiere und die Daten schützen kann und dies auch tut. Das Resultat druckte ich mir aus und steckte es in ein neues Kuvert. Die Koffer hatte ich in das Zimmer geschleudert. Die Daten sollten dann vom Bankdirektor. Ich musste mich auf den Anruf an Hans-Adam geistig vorbereiten. dass er denke. dass er nicht in Frankfurt sei. der dann schon wieder nach Vaduz zurückgekehrt sein würde. weil sich dort alle Ministerien und auch die US-Botschaft befinden. Mit dem Taxi war ich zurück in Petras leere Wohnung gefahren. die Türe zugeknallt und war mit demselben Taxi wieder zurück nach Berlin-Mitte gehetzt. ganz abgesehen davon. Ich habe sie nie wieder gesehen. in dem ich die Ereignisse der letzten 48 Stunden aufgeschrieben hatte und kundtat was ich davon hielt. dass ihm der Schutz der Daten wichtig sei und daher auch die Schutz-Identität dringend notwendig sei. Er sei enttäuscht. Man muss Kieber zugute halten.25 Uhr Flug von Zürich nach Berlin. An der Theke wartete ich und beobachtete die Telefonzelle.50 Uhr beim KKZ und berichtete. Herr B. Seine Rückreise nach Zürich per Flugzeug und Vaduz per Limousine hatte er sich für den Nachmittag organisiert. Ich suchte eine noch nie von mir verwendete Telefonzelle gegenüber einer Kneipe.30 Uhr angerufen hatte. dass der Bankdirektor nun nach Hause beordert worden sei. Es müsste auf Teufel komm raus versucht werden. er sei halt in Berlin. Im KKZ wurde beraten. Er hätte dies ja alles im Brief geschrieben. dass ihn in Frankfurt eine Falle erwarte. Der Bankdirektor meldete sich um 7. flog mit dem 07. Kieber nach Vaduz zu bringen.und ihr Alles Gute gewünscht. Eine Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin nach Frankfurt sei Kieber einfach zu riskant. VADUZ 14.

dass Kieber die Daten sicherlich aus den Schliessfächern in Berlin rausholen und auch Hans-Adam anrufen würde. dass er es nicht nötig habe mit ihm zu diskutieren. Man teilte ihm mit. dass er ganz sicher wäre. Kieber müsste den Eindruck erhalten. dass es das Beste wäre. wenn Kieber mit Hans-Adam direkt reden könnte. dass dieser am sichersten im Diplomatenwagen sei und der Chauffeur ihn wohlbehalten nach Vaduz bringen würde. Januar 2003 (vormittags) Ich schlürfte sicher mindestens fünf Kaffeetassen leer und hielt die Telefonzelle immer unter Beobachtung. dass es das letzte Angebot von Hans-Adam sei. Einwände von Kieber sollten übergangen werden. Ich war nervös und auf einmal dachte ich. das Telefon zu testen. getan. Es müsse eindringlich stärker an die Loyalität. dass er in diesem Sinne schon mit Kieber gesprochen habe. wenn das Telefon nicht funktioniert. Es wurde ihm auch empfohlen. HansAdam müsse gegenüber Kieber auf ein „hohes Podest‚ gehoben werden. Aus psychologischen Beweggründen könnte HansAdam auch erwägen. sich auf keinen Fall auf längere Diskussionen mit Kieber einzulassen. Kieber zu sagen. dass Kieber ihn nicht mehr angerufen hatte. Der Bankdirektor versuchte Hans-Adam zu beruhigen. Nach reiflicher Überlegung entschloss man sich. dass es sich um einen „wichtigen Auftrag‚ von HansAdam handele. Gesagt. das Telefon nicht gleich abzunehmen und Kieber ein zweites Mal anrufen zu lassen. beim nächsten Anruf von Kieber ganz klar zu machen. seinen Chauffeur samt eigenem Wagen nach Berlin zu schicken. sodass „psychologisch‚ Zeit gewonnen werden könne. Von Experten liess sich Hans-Adam nur ungern instruieren. Sicherheit und Diskretion von Kieber appelliert werden. Besser war es.Der Bankdirektor wurde unterwiesen. dass dies die letzte Möglichkeit sei. Hans-Adam wurde empfohlen. Der Bankdirektor verdeutlichte. was ist. dass es taktisch gelungen sei. Das Telefon war OK. Kieber klar zu machen. BERLIN 14. Er war schon immer sehr „Beratungs-Resistent‚. indem er berichtete. die Karten 227 . Inzwischen hatte sich der Bankdirektor wieder bei Hans-Adam gemeldet und berichtet. Er sollte klar zum Ausdruck bringen. Er würde es ihm aber nochmals mitteilen.

und dann war Dr. ich solle einen Beweis bringen und so Ich dachte mir. Es tue ihm sehr leid. Ich rannte auf ihn zu. fluchte und schob ihn einfach weg. das verstehe ich schon. da. Verärgert ging dieser seiner Wege. Er habe nicht verstanden. 10:22:29 bis 10:33:22 Uhr: Begrüssung. das kann doch nicht im Interesse von unseren Landesfürsten sein. S. dass (keine Fortsetzung dieses Satzes) Es wurde dann immer länger und (kein Fortsetzung dieses Satzes) K: Ich habe nicht verstanden. Mit zitternden Fingern wählte ich die Liechtensteiner Handynummer. Protokoll des Gespräches zwischen S. Ich beruhigte mich wieder und kehrte zurück zu meiner nächsten Kaffeetasse. dass Dr. Leider verspätet. Niemand nahm ab. Was nun wieder.. Wiederum kann ich meinen Lesern hier ein Originaldokument vorlegen. nicht informiert wurde. Hatte ich die richtige Nummer? Ich wartete und versuchte den Herzschlag runter zu bringen. S. Das KKZ hat dieses Gespräch aufzeichnen lassen und eine Abschrift angefertigt. dass ich ihn entweder anrufe oder selber hole. K: Ja. dass jemand nach Frankfurt komme.58 Uhr: Zeit zu gehen. tauchte ein Passant auf und nahm Kurs auf die Kabine. Ich habe das nicht verstanden. Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein (LF) mit Heinrich KIEBER (K) am Dienstag den 14. dass alles schief gelaufen ist.. schrie. dachte ich. schimpfte ich.D. Gerade als 10 Uhr immer näher rückte. Er habe nicht erwartet. Darum bin ich nicht selber hingegangen und habe angerufen. Es tue ihm leid. Es tue ihm leid.auch. wie ein Bauer das Schwein. wer weiss wie lange der Telefonieren will. Der Nachteil war halt. Es klingelte. Ich wollte nicht. dass ich mitten in der Nacht einen Safe 228 . Die Uhr über der Theke zeigte 09. Ich habe ja geschrieben.. dass da . weil ich nicht da war und ich verstehe das schon. Es tut mir wirklich leid. Diesmal klappte es. LF: Das war mir zu heikel. Ich wählte ein zweites Mal. dass er bös war. Januar 2003. Ich habe natürlich Angst gehabt. Ich erkannte seine Stimme sofort. Scheisse. Ohne Hektik ging ich auf die Telefonzelle zu. KIEBER entschuldigt sich. Aber Sie müssen mich verstehen. Später hiess es dann.

das ist ein Drama. wer da alles mithört. ich weiss. Der Chauffeur ist auch nicht instruiert. Ja. Warum soll man mich verschonen? Wenn Sie sich jetzt. Er hat die Instruktion. K: Ja. dass. Ich habe mir Ihre Unterlagen durchgelesen. Warum soll ich zurückkommen? Das verstehe ich nicht. Es gibt keine andere Möglichkeit. K: Ja. kann doch nicht ‚ äh über das Telefon. Darum habe ich nicht begriffen. K: Ja.öffnen soll. äh. Und das wurde dann fallengelassen. K: Ja. Durchlaucht. sicher. ich weiss. der Fahrer steht bereit. dass wir das lösen. äh . dass das eine sehr heikle Sache ist. ja. Gut. LF: Sie müssen sich ganz genau an die Instruktionen halten. darum habe ich (keine Fortsetzung des Satzes) LF: Darum habe ich auch das Auto geschickt. das kann ich mir nicht vorstellen. Kein Problem. Sie wissen ja.... aufklären. Ich solle den Dr. LF: Ich habe das genau studiert. Das ist ja wirklich ein grosser Aktenstoss. mein Auto mit meinem Fahrer. S. Was ich alles gemacht habe. (keine Fortsetzung des Satzes). K: Ja. Sie können Ihr Ziel nur erreichen.. Das kann ich Ihnen jetzt nicht genauer erklären. ja. Ich weiss aber nicht. Ich habe Ihnen doch geschrieben. ja. Ich hab‘ das nicht begriffen. ich weiss. weshalb es wegen der 500 km gescheitert hat. Über die österreichische Grenze. K: Ich weiss. Das ist die einzige Möglichkeit. den Sie mir da geschickt haben. Das ist ein Drama.. Das sage ich ihnen. das tut mir leid. kann doch nicht mit meiner Person meiner ID in der Nacht durch Deutschland fahren. nur rein hypothetisch in meine Lage versetzen. 229 . ich. ich werde auf jeden Fall dort sein. LF: Also wir haben jetzt. Das sollte problemlos passieren. LF: Man weiss nie. Sie wissen. ich. Sie sicher hierher nach Liechtenstein zu bringen.. LF: Das ist die einzige Möglichkeit. wenn Sie sich in das Auto setzen und hier her kommen. ja. Damit wir dieses Problem gelöst haben. wie Sie wissen umgestellt. Ich kann es Ihnen im Einzelnen nicht erklären. ob ich einsteigen kann. Er hat es ja aber bei sich gehabt. Es gibt keine andere Möglichkeit. ich . Ich habe auch nicht begriffen. Ich verstehe nun nicht.

. warum sollten Sie mit mir Gnade walten lassen. Hier ist nur eine relative Sicherheit. Sie kommen zu mir her. ja. (Kurzes Gespräch über die Farbe). Es war verwirrend. Ich werde sicherlich dort sein. warum sollten Sie warum Sie wissen ja warum sollten Sie? LF: Schauen Sie. ich wusste nicht. LF: Sie können nur so ihr Ziel erreichen. LF: Schauen Sie. K: Ja. ja ich weiss. kein Problem. wenn er kommt. Ich weiss nicht. er war ein Vertrauensmann. Ich habe mich im Rahmen des Möglichen und der Beschränkungen hier erkundigt und was für Möglichkeiten es hier gibt. er war informiert . es gibt wirklich nur eine Möglichkeit. es ist der schwarze Audi. Was wird mich erwarten. K: Haben Sie das E-Mail gelesen? Das wo ich Ihnen geschickt habe.. kein Problem. K: Ja. ja. Wissen Sie.er war nicht informiert. LF: Das E-Mail konnte ich noch nicht (Satz nicht beendet) Es ist nicht mein Büro. Sie haben da vieles mitgemacht und jetzt müssen wir schauen. uns daran zu halten. es ist das Auto. haben wir versucht. Warum. Ich wusste nicht.. im Interesse des Landes.. Er fährt Sie zu mir aufs Schloss und dann besprechen wir im Einzelnen die nächsten Schritte. Ich möchte und Sie möchten es auch. Ich bin auch über die österreichische Grenze hierher gefahren. um auch Sie nicht zu exponieren und um mich nicht zu exponieren..LF: Ja.. Warum. Ich habe ja unverbindlich geschrieben. Darum habe ich mich ja in die Höhle des Löwen begeben. Ich kenne die Probleme. K: Ja. welches ich immer nehme für eine offizielle Sache. Ich konnte noch nicht — Sie kennen die Probleme. wissen Sie. Was ist es für ein Auto? LF: Ja. auch im Rahmen der von Ihnen gestreckten Grenzen. wo Sie sich sicher fühlen können. Das ist wirklich der einzig sichere Ort. K: Ja. Sonst habe ich immer den roten 230 . Setzen Sie sich dort ins Auto und kommen Sie zu mir. natürlich auch in meinem eigenen Interesse. warum.. Sie haben ja keinen Grund Sie wissen ja ganz genau. ob ich es schaffe. Wir haben jetzt im Rahmen des Möglichen. In Ihrem eigenen Interesse. dort ins Auto zu steigen. dass Ihnen in Ihrer Sache Gerechtigkeit widerfährt. dass alles gerecht abläuft.

dass Sie eine gute Unterkunft haben. Drum kommst so weit. Jetzt haben wir diesen Audi gekauft und nicht mit FL 1 sondern mit der Nummer FL 6333. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. Geben Sie mir einen Grund. Sie setzen sich ins Auto und kommen zu mir hier aufs Schloss und regeln dass. Bequem und hat alles was Sie haben wollen. weshalb ich nicht abgeführt werden sollte. Wir haben nicht genügend Leute hier. man hat 6 Jahre gemacht. wir können Stunden miteinander sprechen. wie . nicht verständlich). wo man einfach geschaut hat. Was ist dann? Und was ist dann? Was ist dann? Ich kann ja nicht nach Hause. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. wenn‘s ums Geld geht ist man schnell und wenn‘s ums Blut geht. Wenn es um kompetente Leute. ich hab geschrieben und geschrieben und Arbeit gehabt. dass ich wieder grösste Scheisse gebaut habe. das ist ein Problem.. LF: Schauen Sie. zumindest nicht genügend fähige. Es gibt auch andere Fälle. das regle ich für Sie. K: Ja.. 231 . LF: Ich gebe ihnen Recht.. ich weiss wir können nicht Wochen miteinander sprechen. Ich habe keinen Ausweg gefunden.. dann hilft man keinem. Ich bin mir bewusst. LF: Ein Gespräch mit mir. K: Was wird mich erwarten? Was wird mich erwarten? Das ist die Frage. wie das weitergehen soll in Liechtenstein. wie man das macht. K: Ja. wo die Sachen hier liegen. ich werde abgeführt. den kleinen. wie wir das beschleunigen... Wir werden schauen. Da werde ich auch schauen. es hat keinen Sinn. Ich habe ja nichts mehr (Kieber weint und spricht noch einige nicht verständliche Worte). Man hat 6 Jahre lang nichts gemacht. Sie kommen jetzt zu mir her und besprechen das im Einzelnen. Ja. Dann werden wir die Einzelheiten auch von der juristischen Seite ganz genau Punkt für Punkt durchgehen. (KIEBER weint erneut). Das ist kein Problem. K: Ich habe mir auch Gedanken gemacht. LF: Schauen Sie.Pkw. was soll ich Sie belästigen<(weitere undeutliche und hektische Wort. Ich hab ein Modell gebaut und ausser Paul MEIER und mein Anwalt.. Das ist alles kein Problem. K: Ja.

Setzen Sie sich ins Auto. Sie wissen. das können wir dann auch im Einzelnen besprechen. dass das für Sie selber der beste Weg ist. Dann haben Sie ja immer noch die Möglichkeit sich zu entscheiden. psychisch sehr angespannt. nein? Ich werde auf jeden Fall dort sein. hektisch und emotional bzw. Sehen Sie die Nummer auf dem Display..: Die obige Anmerkung stammt von der KKZ. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. habe ja immerhin gegen Sie Sie wissen ja. Ich bin in Zugzwang. die das abgehörte Gespräch niedergeschrieben hat. Anmerkung: KIEBER war während des gesamten Telefongesprächs sehr nervös. K: Ich habe ja immerhin gegen Sie. die Karte ist so schnell fertig. dann können wir das durch besprechen. was für Probleme Sie jetzt haben. entspannen Sie sich und . kommen Sie her. das ist die einzige Möglichkeit die Sie haben. (Unterbrechung des Gespräches. Dann haben wir Zeit. K: Ja. Ich bin nicht sicher hier will ja keine 30 Millionen. Ich entschuldige mich für die Umstände. Ich gebe Ihnen den Befehl. Sie haben ja sonst keinen Ausweg. Ich will nur Gerechtigkeit. Ich will ja keinen Euro. Instruktion K: Ich danke Ihnen 1OOO-maI. Sie müssen ja erkennen. LF: Das ist dann ein Problem. wenn der Wagen dort ist. Anm.LF: Es ist ja kein Haftbefehl gegen Sie da. LF: Richtig. Sie sollen Sie ja auch bekommen. Auf Grund dieses Zustandes sprach er undeutlich und vollendete oftmals nicht seine angefangenen Sätze. Dann können wir wirklich das in Ruhe überlegen. Er wiederholte sich fortwährend und fand nur schwer zu einem Gesprächskonzept. was ich gemacht habe. Steigen Sie jetzt ein-. Kommen Sie her. Sonst können Sie ja nichts erreichen. Ich kann jetzt nicht mehr. da die Wertkarte des KIEBER aufgebraucht ist) Fortsetzung des Gespräches: K: Entschuldigen Sie. LF: Ich sage Ihnen. 886 Nein. 232 .. Aber da können Sie nichts dafür. ich bin in Zugzwang. Hier können wir die Probleme lösen. Dann kann ich Ihnen auch das Drumherum erklären. Vertrauen Sie mir. Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen.

ich KANN nicht. ich darf nicht. dass mir nichts angetan werden würde. nicht wahr sein könnte und sie nur mit mir „freundlich‚ reden mussten. Er „befiehlt‚ mir nach Hause zu kommen? So oder so.: Man darf nicht vergessen. dass da vieles falsch gelaufen war in Liechtenstein. wieder nach Hause zurückkehren würde? Vor allem. dass ich. solange würden sie mit mir reden müssen. in den Wagen zu steigen‚ hatte schon ein seltsames Gefühl in mir hinterlassen. Ich war erleichtert. 233 . dann wieder: Nein – niemals. gut. Solange ich nicht heimkehren würde. Für die nächsten 30 Minuten lief ich ziellos in Berlin-Mitte herum und versuchte mir einen Reim auf das Gespräch mit Hans-Adam zu machen. steige ich in den Wagen. dass ich nichts über ein KKZ und deren Aktivitäten wusste. Wenn ich jetzt nach Hause gehen würde. Offenbar hatte Hans-Adam erkannt. dass ich in der Sache (Argentinien) Gerechtigkeit bekommen würde. dann hätte sich nichts geändert. nachdem ich einen solchen Brief an Hans-Adam geschickt hatte. dass Hans-Adam und der Bankdirektor mich nicht verstanden hatten oder verstehen wollten. dass alles was sie mir gesagt hatten. Ich war wie gespalten: Einerseits dachte ich. So hatte ich Hans-Adam noch nie reden hören. der Ausdruck von Hans-Adam am Telefon „Ich befehle Ihnen. nachdem was ich alles in den letzten fünf Jahren durchgemacht und erlebt hatte. Nur ein Dummkopf würde jetzt zurück nach Hause fahren. ich kam zu dem Schluss. Anm. NEIN. Oder doch? Oder nicht? Ich werde nicht. NEIN. Mit schnellen Schritten machte ich mich auf und davon. Ich konnte mir sehr gut vorstellen. damit sie mich nach Hause locken konnten. Offenbar hatten sie den vollen Ernst der Lage nicht begriffen. Gerechtigkeit im Fall Argentinien. Er hatte sich also der Sache angenommen und erkannt. mir mit Drohungen zu kommen. Sie hatten keine andere Wahl. Oder? Mal sehen. Und niemand gab mir eine Garantie. dass zu diesem Zeitpunkt nur Hans-Adam in vollem Umfang und der Bankdirektor im limitierten Umfang im Bilde waren.Also GUT! Das zweite Telefonat mit Hans-Adam war überstanden. Ich dachte. Hans-Adam hatte ja am Telefon bestätigt. NEIN. Obwohl. Wie konnten die in Vaduz nur glauben. dass es keine Sinn hatte. Ich stand sicher noch 20 Minuten in der Telefonzelle und wusste weder ein noch aus.

Diesbezüglich gab es dann vor allem aber Bedenken von Seiten der Regierung.wie besprochen . dem Hans-Adam zu empfehlen. worin sie zum Schluss kamen. Herr B. Er wurde nochmals instruiert. dass in wenigen Stunden der ganze Spuk vorbei sein würde. Er wäre emotional am Ende. abhörsicheres Telefon im Staatswagen hatte. mit diesem Telefon nochmals Hans-Adam anzurufen.dass Kieber direkten Zugriff darauf hatte. Kieber würde in den Wagen steigen und mit den Daten nach Hause kommen. erreichte das Zentrum Berlins und parkte den Wagen genau vor der LGT 234 . Es wurde im KKZ beschlossen. Er sollte insbesondere auf den Inhalt des Kuverts achten und müsste verhindern .VADUZ 14. nachdem Kieber in den Wagen eingestiegen sei. Nicht nur wegen dem Erlittenem in Argentinien. weil er Gutes von Bösem unterscheiden konnte und schon jetzt starke Symptome von Reue. Aber Hans-Adam war damit nicht einverstanden. keinen Anruf mehr auf dem Handy entgegenzunehmen und für Kieber nicht mehr erreichbar zu sein. und der Fahrer Richtung Vaduz abgefahren sei. zeigte. Januar 2003 (nach dem Telefongespräch mit Hans-Adam) Hans-Adam war sich nach dem Telefongespräch mit Kieber sicher. Die Experten im KKZ zeichneten nun ein Bild von Kieber. Kaiser buchte sich einen Flug nach Zürich. dass er leicht zu knacken sei. war schon mit einer Maschine aus Zürich gelandet und wartete auf ihn. Der Audi A8 kam in Berlin an. dass er ja ein fest eingebautes. Nur wenn Kieber die Rückreise nicht antreten würde. Warum sollte er die „gut funktionierende‚ Kontaktmöglichkeit zwischen ihm und Kieber unterbinden? Dann kam ihm in den Sinn. solle man ihm die Chance geben. Hr. Wenn Kieber im Wagen sei. über das was er dem HansAdam angetan hatte. Hr. B. Er soll pünktlich laut Auftrag abfahren. Er sollte sich uninteressiert zeigen und sehr diskret verhalten. Die beiden tauschten kurz ein paar Worte aus und Kaiser übergab ihm das dicke Kuvert und die Wagenschlüssel. B. sich gegenüber Kieber nur auf den Auftrag des Hans-Adam zu beziehen und ansonsten sich auf keine Gespräche mit ihm einzulassen. Kaiser parkte den Wagen vor dem Ankunftsterminal am Flughafen. fuhr mit dem Wagen in die Stadt und rief über das Autotelefon auf dem Schloss an. sollte der Fahrer sich telefonisch in Vaduz melden. Es wäre besser keinen „offiziellen‚ Kontakt mehr zwischen dem Dienstwagen auf deutschem Gebiet und Vaduz herzustellen. nein – insbesondere darum.

Aus zwei Gründen: Hans-Adam ist sehr. wo die LGT das Büro hatte. Aha. an Hans-Adam geschilderte Massnahme unter Punkt IX. Ich schritt mehrmals im grossen Rechteck um den Audi herum. Es ist immer besser. es ist Herr B. ist dem Hans-Adam in Bezug auf Diskretion das einheimisches Personal immer etwas suspekt geblieben. Er ist noch misstrauischer als ich. Es wurde mir nicht gesagt. Anm. Ich setzte meine eigenen Schutzmassnahmen in Gang. sagte ich zu mir.: Die meisten Angestellten auf dem Schloss sind Ausländer. Dies ist aber nicht der Hauptgrund. Er ging den ihm aufgetragenen Plan nochmals im Kopf durch und wartete darauf. wo ich die externe Harddisk mit all den Daten der ganzen Treuhand aus dem Koffer holte und in meiner Manteltasche verstaute. Also die im dicken Brief vom 7. Januar 2003 (11:30 – 13:00 Uhr) Ich fuhr in meine neue Unterkunft. Auch die Aussen. Das ist dem einheimischen Baugewerbe sehr sauer aufgestossen – obwohl sich öffentlich niemand traut. Irgendwelche Berliner 235 . Ich kannte ihn persönlich. einen Moment mal. es zu beklagen. einige aus der Schweiz und sogar aus Brasilien. BERLIN 14. dass Kaiser nicht der Fahrer sein würde. da er oft nach der Arbeit im Schloss runter ins Vaduzer Städtle kam und ein Feierabenddrink im Geschäft meines Onkels Guntram (der Hermann meiner Tante) zu sich nahm. Aber halt.Niederlassung am Kurfürstendamm. um heraus zu finden. Vielleicht versteckte sich Kaiser im Wagen oder in den Büros der LGT. dass Kaiser mit ihm in Frankfurt war.1. der mit seiner lieben Mutter im Vorarlberg lebt. Herr B. früher als abgemacht aufzukreuzen. was jetzt geschehen soll. Schon von Weitem konnte ich den Audi A8 mit Liechtensteiner Kennzeichen erkennen. Im Gegensatz zu seinen Eltern. ist ein feiner (Jung-)Geselle. Ausländisches Personal kommt ihn nur halb so teuer wie Einheimisches. na sagen wir es mal so: „kostenbewusst“. B.und Innenrenovation des Schlosses hat er zu 90 Prozent an ausländische Firmen gegeben. Viele aus Österreich. ob es eine Falle sein könnte. wo ist dann der Herr Kaiser? Ich wusste von den vielen Telefonaten mit dem Bankdirektor. Ich schlich mich an jenen Strassenabschnitt des Kurfürstendamm heran. Wenn Hr. im Wagen sitzt. Es sass jemand im Wagen.

Mein Puls stieg und trotz der Kälte begann ich zu schwitzen. fragte ich. fuhr es mir gleich durch den Kopf. Dafür hätte die LGT ihre eigene Wagenflotte und Fahrer. Aber wo ist Kaiser. waren aber menschenleer. In meiner linken Manteltasche hielt ich die externe Harddisk mit meiner Hand fest umklammert. ob man mich beobachtete. Ich setzte zum Sprint an und blieb hinter dem Audi abrupt stehen. So. wiederholte ich. ob er genau wisse. kein Mensch weit und breit. dass ein mobiles Überwachungsteam sich so positionieren würde. Blödes Gespräch. dann jetzt. Ohne auf die Einladung von Hr. Aha. damit alle Türen abgeschlossen sind. Alle parkierten Wagen.Polizei? Oder gar Privatschnüffler? Andere Autos mit ausländischem Kennzeichen? Ich vermutete. ein LGT Kunde. bemerkte ich. Herr B. Dann blieben nur die Wohnungen und Büros auf beiden Seiten des Kurfürstendamm. Totenstille im Wagen. Er was aber eher nicht erstaunt. dass er gekommen war. Ich lief auf der gegenüberliegenden Strassenseite zwischen den Schaukästen und Bäumen in Richtung LGT. Nichts bewegte sich. so einen Kunden murmelte ich. Da hatte ich keine Chance herauszufinden. Er erwiderte überzeugend er habe „Keine Ahnung‚. Er bewegte den Kopf nicht und starrte nur nach vorne. Blieb stehen und sah. Er sagte. 236 . dann nach oben. riss ich die Türe auf und sprang auf den Sitz. Ich sagte zu mir. zur Türe und den Fenstern des Treppenhauses des Gebäudes wo die LGT drin war. schaute rechts und links. Er war etwas erstaunt und drückte aber ohne Diskussion die entsprechende Taste. Ich ging zur Beifahrertür und klopfte an die Scheibe. war sehr erschrocken und mehr als etwas verlegen. Ich bedankte mich. die diese Bedingung erfüllten. Der Motor des Audi war im Leerlauf. zu warten. keine Seele war zu sehen. Selbst auf dem Gehsteig niemand. Er erkannte mich sofort. dass er keinen Kunden vor sich hatte. HansAdam habe ihn gestern spät am Abend beauftragt. während ich die Aussenwelt beäugte. warum ich hier sei. Er beendete das Gespräch. am Telefon war. B. dass ich meine Schutzvorkehrungen aktiviert hatte und daher keine Überraschungen haben möchte. Ich fragte ihn. B. OK – ich riskiere es. Ich wartete weiter ab. Ich knallte die Türe sogleich zu und bat ihn sofort die Zentralverriegelung zu betätigen. dieser sei mit dem Flugzeug nach Zürich zurückgeflogen. dass es freie Sicht auf den Audi hätte. Wie ein Marktschreier röhrte ich mehrfach schnell nacheinander. dass Hr. heute früh mit dem Flugzeug nach Berlin zu fliegen und einen Kunden der LGT per Auto wieder nach Vaduz zu fahren. Wenn sie zuschlagen. Und wo ist der Bankdirektor? Von einem Bankdirektor wüsste er nichts.

dass Hr. sodass ich ihn aus Zorn keine runterknallen könnte. Der starke V8 Motor lief ja ständig. dass er den Auftrag habe. bzw. Mit einem Foto von mir. Dort hinein müsste er auch alle Unterlagen und 237 . B. Er hatte sich eingeschlossen. Er sagte dann zu mir. hielt etwas in der Hand und presste es an die Scheibe. kein Ansturm weit und breit. Herr B.1963. dachte ich mir. Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Da war er! Der Pass. mir etwas zu zeigen. falls wir auf der langen Strecke von Berlin bis an die Grenze Österreich / Liechtenstein aufgehalten. keine Gefahr für mich darstellte. er könnte mich auf Befehl seines Herrn mit Vollgas vor dem Wagen überfahren und es dann als „Unfall‚ verkaufen. wenn Hans-Adams Schläger zuschlagen. Spinnt er jetzt? Scheisse. Herr B. sie würden es tun. Der Gedanke an solche Pläne von Hans-Adam mag nur auf den ersten Blick weltfremd sein. Ich aber dafür aus dem Wagen steigen müsste und bitte vorne rum um den Wagen vor die Fahrertüre kommen soll. Sofort konnte ich erkennen. sie würden den Pass wegen den Daten ausstellen. Die ca. Zeit um die wahren Probleme zu lösen. Kommen die Bullen etwa? Ruhe. Trotzdem.06. geboren am 18. Ich wusste. Ich stieg aus und hörte ein „Klack‚ und alle Türen waren verschlossen. Dann hörte ich das Geräusch eines automatischen Fensters. kontrolliert würden. dass es ein Liechtensteiner Reisepass war. Herr B.Ich erkannte sofort. Hallo! Ich war ja nicht mehr im Wagen. Allerdings nur. 750 Kilometer würden wir leicht in sechseinhalb Stunden abspulen. sagte aber gleich. Ich wusste es. Mit dem Pass sei ich Herr Ulrich Meier aus Liechtenstein und sollte keine Angst haben. Dies erschien mir dann etwas suspekt. Aber hier ging es um ein Milliardengeschäft. da ich selber vor wenigen Minuten verlangt hatte. Er drückte wieder die Zentralverrieglungstaste und ich stieg aus und nahm den Weg hinten. mir diesen Pass „auszuleihen‚. dass ich den Pass nicht in die Hand nehmen dürfte. dass er von Hans-Adam beauftragt worden sei. Er würde den Pass während der Fahrt in einem abschliessbaren Koffer verwahren. da mir fix der Gedanke kam. die Schutz-ID. es war eine Falle. um das Heck des Wagens herum. wenn ich mit ihm im Wagen zurück nach Hause fahre. Ich konnte noch die letzten drei Zahlen der Passnummer erkennen: 212. Sie hatten damit Zeit und Sicherheit erzielt. lies das Fenster noch ein Stück runter und sagte. Der Pass lautete auf den Namen Ulrich Meier. Nein. nichts. da kann auch ein Hans-Adam ganz neue Wege gehen (wie sich fünf Jahre später zeigen sollte). dass die Türen geschlossen wurden.

sobald er in Vaduz angekommen sei. sondern nur für eine Heimreise unter ihrer Beaufsichtigung ausgestellt wurde. Ich müsste zuerst wieder nachdenken. Ich drückte ihm den Brief in die Hand und bat ihn diesen HansAdam persönlich zu übergeben. dachte ich mir. Herr B. ob ich denn die Daten nicht mitgebracht hätte? Ich deutete ihm an. Ich schrie ihn an. Immer nur gerade aus. Ich verabschiedete mich mit dem Versprechen. wusste also mehr als er zugeben wollte. damit Deutschland. entschuldigte ich mich sogleich für den Ausraster und sagte. Ich lief natürlich hinten rum. Worauf ich noch wütender wurde und schrie: Welch guter Wille? Mir gegenüber? Scheiss guter Wille! Alles was ihr macht ist nur deswegen. drei Kilometern musste ich atemlos anhalten. fragte mich dann besorgt. tobte ich am Hörer.Datenträger. die ich von der LGT mitgenommen habe. dass ich wieder in den Wagen steigen möchte. Er erwiderte. ich solle vorne um den Wagen zur Beifahrerseite kommen. ihn bald wieder anzurufen. dass die Daten sicher seien. so die Order von Hans-Adam. ob ich sicher nicht mitkommen wollte. Ich rannte wie vom Teufel verfolgt davon. Wo gab es eine Telefonzelle? Dort war eine! Ich rief den Bankdirektor auf seinem Handy an. 238 . Dann immer gerade aus. dass er nicht in Berlin war und vor allem darüber. legen. Ich schilderte ihm kurz was geschah und schimpfte mit ihm. dass ich an einer Lösung arbeiten würde und ich mich bei Hans-Adam und allen bedankte. war konsterniert und meinte nur. Der Motor war noch an. es gebe keine weitere Gelegenheit und ich würde den guten Willen von Hans-Adam sehr strapazieren. Aha. Erst nach zwei. Ich schüttelte nur den Kopf. Nachdem ich mich wieder besonnen hatte. ich einen Brief für Hans-Adam geschrieben habe und leider NICHT mitkommen könne. Ich liess ihn fast gar nicht zu Wort kommen. dass alles gemäss den Anordnungen von Hans-Adam geschehen sei. die USA und all die anderen Länder Eure schmutzigen Geschäfte nicht erfahren. dass mir die Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. Ohne Unterlagen keinen Pass.‚ Du kennst die Leichen im Keller. Herr B. Herr B. also war er entweder schon gelandet oder noch gar nicht abgeflogen. Er nickte mit dem Kopf und machte ein Handzeichen. Ohne Pass keine Heimreise. in die erste Seitenstrasse die ich finden konnte. Im Wagen sagte ich zu ihm. Es klingelte.

antizipiert und ergründet haben. dass wir ihn ins Gefängnis werfen könnten. schloss der Professor seinen Ausführungen. dass dafür später noch Zeit sei. Kieber habe ihn gerade angerufen und gesagt. was mit Kieber geschehen sollte. Auch die Möglichkeit. Niemand ausser Hans-Adam mochte laut aussprechen. dass Kieber sehr. führte der Professor weiter aus. Wenn Kieber sich dazu entscheiden sollte. Liechtensteiner Boden unter seien Füssen hätte. hatte gerade via Autotelefon mitgeteilt. dass er zu hoch komplizierten Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf die Daten fähig war. Falls im Falle einer Falle Kieber keine sofortigen Reaktionen/Aktionen geplant haben sollte. Der Professor meinte aber. Vertreter der LGT verlangten aber das Kieber sofort nach Grenzübertritt von einem Polizeikommando überwältigt werden sollte. Sollte er die Daten den haben ! Eines sei ganz sicher. würde Kieber jetzt nicht mehr sehen. Herr B. Man erhoffte sich endlich ein Ende des Dramas. dass er nicht später noch Aktionen umsetzten würde.VADUZ 14. Mit dem Hinweis. hiesse dies noch lange nicht. Aufruhr in der KKZ! Herr B. Wir könnten ihn ja nicht auf ewig hinter Gitter sperren. Herr B. dann würde er auch jede nur erdenkliche Möglichkeit. in den Wagen einzusteigen. hoch anrechnen. hatte ihm den Pass durch die Scheibe gezeigt. Januar 2003 (11:30 – 14:00 Uhr) Alle Mitglieder der KKZ trafen sich im Regierungsgebäude und waren nervös. Er werde um 12. warum er nicht in Berlin sei. die wir auf unsere Seite im Kampf gegen ihn besitzen. er verstehe nicht.15 Uhr abfahren. ihm alles abgenommen werden und er in das Gefängnis nach Vaduz überstellt werden sollte. dass er nicht mitfahren wolle oder könne. Um 12. sobald dieser heimischen. Die Vertreter der LGT beeindruckte dies nicht gross. da sie eher der Meinung waren. dass Kieber die Daten gar nicht hatte. dass Kieber zwar gekommen sei. kurz mit ihm gesprochen und ein Schreiben für Hans-Adam abgegeben hatte. 239 . dass in diesem Fall Kiebers Rache das Vorstellungsvermögen der KKZ übersteigen würde.10 Uhr rief der Bankdirektor in Vaduz an. Zudem warnte der Professor. um sich nach Hause chauffieren zu lassen. Man sollte Kieber seinen Mut und die Entscheidung nach Hause zurückzukehren. sehr misstrauisch sei und bewiesen habe. Und er hatte gesagt.

warum ihm die gezeigte Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. wenn der Staat nicht kann. dass Kieber jetzt nach Hause kommen würde. Wie konnten sie nur glauben. jammerten aber. die LGT und die Regierung konnten dies zwar nachvollziehen. Was sollte das alles. nein – natürlich nicht. fragte sich der Bankdirektor. warfen die Vertreter der LGT die Schlussfolgerung in die Runde. Der Liechtensteiner Staat lässt einen eigenen Bürger in Berlin kidnappen und illegal „nach Hause bringen‚.oder Rechtshilfegesuch? Interpol? Nein. Der Professor. Nichts offizielles. dass ihm bis heute niemand mit Sicherheit sagen konnte. könnte man ihn samt den Daten „nach Hause befördern‚. erwiderten alle anderen im Raum. Selten hatte man ihn so fluchen hören. wenn dies dann an die Öffentlichkeit gelangen würde. wo sie sich befinden finden. Herr B. Nicht nur sie sondern auch viele tausend Kunden würden Probleme bekommen. Kein Staat darf etwas davon erfahren. verdeutlichte Regierungschef Hasler. dann müssten wir hier dicht machen! Die Zukunft des Landes stehe auf dem 240 . Offen wurde über unorthodoxe Massnahmen diskutiert. ob nun Kieber die Daten hat oder nicht. Es müsste doch sicher etwas in dieser Richtung in Berlin geben. fuhr um 12. Entschlossen aber von Seiten Hans-Adams. wie wir hier Geschäfte tätigen ausländischen Behörden im Detail bekannt gemacht würden.22 Uhr von Berlin ohne Kieber und vor allem ohne Daten Richtung Vaduz ab. Es zeigten sich die ersten Risse in der durchs Schicksal zusammengewürfelten Gruppe in der KKZ. die Justiz und die Polizei lehnten jede Gewaltanwendung kategorisch ab. Enttäuschung machte sich breit. Der Professor hakte nach: Wie denn? Mit Hilfe der Deutschen? Ein Amts. bemerkte der Professor. rein gar nichts erfahren. Weniger von Seiten der Justiz und der Polizei. insbesondere der Treuhand. Sobald er zu den Daten gehen würde. dass es hier um die Grundexistenz gehe. oder man in Erfahrung gebracht hätte. Hans-Adam. weil er in Wahrheit die Daten gar nicht hatte! Aha. interessante Hypothese. die dann aushelfen. Es gibt ja schliesslich private Firmen. Vielleicht um ihr eigenes Versagen zu schmälern. dass Kieber darum nicht in den Wagen gestiegen sei. Der Professor. Kieber in Berlin aufzuspüren und überwachen zu lassen. Deutschland darf nichts. die Justiz und die Polizei rieten von solchen Massnahmen dringend ab. Hans-Adam jedoch war sehr fuchsteufelswild. Nicht vorzustellen. seiner Marionettenregierung und der LGT. Wenn die Daten und die Art und Weise. Es sollte doch möglich sein.

der auch noch Polizist war. VADUZ 14. herauszufinden. als er mich im Telefongespräch am Montag kurz vor Mittag warnte.oder Nachforschungsmassnahmen für Hans-Adam. Am besten ginge ich schlafen. heim in Petras Wohnung. sofortige Kündigung) die mitwissenden Angestellten zu äusserster Verschwiegenheit verpflichten. welche Person Hans-Adam gemeint hatte. Man beschloss sich von nun an jeden Tag mindestens einmal zu treffen. mithören würde. mit all jenen Personen. Klar.Staatsbürgern 100 Prozent Loyalität erwarten. Hans-Adam konnte sich nur von den eigenen – wenn auch nicht von allen . Januar 2003 (nach Abfahrt des Diplomatenwagens) Was nun? Ich wusste es nicht. die er in der Bibliothek angeschaut hatte. Die Führungspersonen jeder Einheit der Justiz. dachte ich mir.B. was aus technischen 241 .Spiel. aus den früheren Fehlern zu lernen und eine Liste anzufertigen. die ich im Brief erwähnt hatte. Dort angelangt. Januar 2003 (nachmittags) Die Polizei verfasste einen weiteren schriftlichen Bericht über die ausgedehnten Überwachungs. dass dieser Deutsche. waren sich alle einig. der dort als Experte für die FL-Polizei arbeite. dass Kieber einen Mitgliederausweis besass und 1999 zwei Bücher. nämlich das Strafgesetzbuch(!) und die Strafprozessordnung(!) ausgeliehen und erst nach langer Zeit wieder zurückgebracht hatte. Zudem wurde auch entschieden. Zudem wären die Daten für Deutschland ja hochinteressant. Polizei. Hans-Adam befürchtete anscheinend. alle Internetseiten. Auch wurde fieberhaft versucht. da die Gespräche über das Handy von den Bullen abgehört würden und dies Hans-Adam im voraus wusste. Obwohl ich todmüde war. Regierung. Selten von den Ausländischen. es könnte sein. Jetzt kam mir in den Sinn. LGT (das Schloss ausgenommen) sollten unter Androhung schwerer Konsequenzen (z. dass eine Person. die von der Angelegenheit wussten. nahm ich eine heisse Dusche und legte mich flach. konnte ich nicht einschlafen. musste er einen deutschen Staatsbürger gemeint haben. an die Daten ran zu kommen. geneigt sein könnte. Es wurde bei der Landesbibliothek Vaduz in Erfahrung gebracht. BERLIN 14.

BERLIN 15.01. Natürlich war die Durchsuchung ohne brauchbares Ergebnis. dass die Bewohner nichts davon merkten. Kieber müsse etwas machen. Er erhielt den Brief von Kieber. weil sie nicht anwesend waren.03 befehligte Razzia von zwei Wohnungen und dem Haus von Kiebers Stiefmutter erst gegen Ende Januar oder Anfang Februar 2003 durchzuführen. die am 13. nur was. Gegen späten Abend traf der Chauffeur Herr B.: Dazu kann ich nur sagen: hätte die Liechtensteiner Justiz nur halb soviel Energie für die Entdeckung der Bankdaten von schlimmen Kunden verwendet wie für die „Ausgrabung“ meiner wenigen Bankunterlagen.03 unter Punkt "X. Nach reiflicher Überlegung kam ich zum Schluss.Gründen nicht gelang. rund um den Globus diese Art Kunden entlarvt werden.01. Die später dann erfolgte illegale Durchsuchung wurde sogar so orchestriert. das wusste Kieber selbst noch nicht. beschloss das KKZ weiter. mit dem Audi auf Schloss Vaduz ein. dass es besser war. Anm. Hans-Adam war nach der Lektüre erleichtert. Kieber könne nicht einfach sagen: „Schwamm drüber – hat halt nicht geklappt‚. Der Wagen war weg und nichts hatte sich geändert. Nein. Eine Woche sollte reichen. Januar 2003 Immer noch müde stand ich trotzdem schon um 06.: Unglaublich aber wahr: Das KKZ ordnete die Durchsuchung von zwei bewohnten Wohnungen in Balzers an." beschrieben hatte. Abstand zu nehmen und Zeit zu gewinnen. da Kieber ihm weiter schrieb. Die Art von Verbindung wie ich es im Brief vom 07. Auch wurden all seine alten Bankkonten bis ins kleinste Detail auf Jahre zurück ausgeforscht und dokumentiert. Hans-Adam wurde sofort aufgesucht. Anm. Dafür musste ich die nächste Stufe der vorbereiteten Kommunikationsmöglichkeit aktivieren. dann müsste sie seit 2008 nicht hilflos zusehen. Dann war er wieder besorgt. obwohl ich nie dort gewohnt habe und es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den Wohnungen oder der LGT gab. Obwohl 242 . dass eine von Kiebers Prioritäten vorerst die Sicherheit der Daten und damit die der Liechtensteiner Finanzwelt war. dass er unter Zugzwang stehe. wie Woche um Woche. Damit die Angelegenheit im Ländle selber nicht so bekannt wurde. da er erkannte.00 Uhr morgens auf. So konnte es nicht weiter gehen.

obwohl er am 14. die praktisch jedes Missverständnis ausschliessen würde. die IP-Adresse (und damit den genauen Computerstandort) herauszufinden. Obwohl ich den direkten Kontakt nicht scheute.01. hatte ich in einer ersten Email im Ordner „Entwurf‚ gespeichert. eine Wortkombination zu finden. Instruktionen wie das Konto von mir und Hans-Adam verwendet werden sollte. Der Grund warum ich ein „codiertes‚ Kennwort ausgerechnet im sichersten Raum im Schloss Vaduz angebracht hatte. Mit einem Trick deponierte ich den fertigen Text mit Datum 15. würde kein Email versandt werden. warum 243 . dass sich Hans-Adam persönlich mit dem Fall befasste. Klare Hinweise auf das LOGIN-Wort und damit auf das Passwort hatte ich ja schon im Brief vom 07.catholic. hatte ich bedenken. absolut nicht.03 geschrieben. Im Text wiederholte ich die Begebenheiten der letzten 48 Stunden und meine Gründe. formulierte ich eine neue Nachricht für ihn und speicherte sie im Entwurf-Ordner. ob die in Vaduz diesen Punkt auch richtig lesen und interpretieren könnten. dass es ohne den klassischen Emailversand praktisch unmöglich oder zumindest sehr. Für die letzte Säule erschien mir die Webseite einer katholischen Organisation mit Sitz und Server in den USA als ideal.01. Mit dem Thema „Frankfurt‚ hatte es ja nun gar nicht geklappt. Die ersten zwei Säulen hatte ich ja schon in starke Vibrationen gesetzt.03 geschrieben wurde. dass ich unbedingt erreichen wollte. wenn auf schriftlichen Weg kommuniziert würde und zwar so lange bis wieder ohne Drohungen und Schimpfen miteinander geredet werden konnte. dass es besser sei. Auf die Idee kam ich. war ja. Die drei Säulen von Hans-Adam bestehen aus Geld. Bevor ich dies aber tun konnte. Es war nicht einfach. sehr schwierig sein würde. weil meine Recherchen ergeben hatten. Selbst bei der Auswahl des Internetproviders für das gemeinsam zu benutzende Emailkonto hatte ich mir vor der Abreise aus Liechtenstein den Kopf zerbrochen. Mit der Auswahl von „www. Das Konto hatte ich schon im Dezember 2002 eingerichtet.03. Ich musste ihm nur noch den Namen der Webseite mitteilen. fand ich.org‚ wollte ich auch im Unterbewusstsein an das starke Dogma von Hans-Adam appellieren. Da ja beide Seiten dasselbe Emailkonto verwenden würden.ich es darin präzise geschilderte hatte. Macht & Kirche (Glaube). Dies aus taktischen Gründen.01. sondern nur jeweils der neue Text im Ordner „Entwurf‚ abgespeichert werden.

eine private Firma. dass man Kieber ausfindig machen sollte. man dürfte der Spezialfirma auf keinen Fall mitteilen. ob ein Umschlag für mich angekommen sei. Kurier oder Weiterversand) im Sinne hätte. VADUZ 15.und Bewegungsmuster erstellt werden sollte. so würde ich mich zurückziehen. so würde ich mich simultan an die Deutschen und die Amerikaner wenden. anzuheuern. Um nicht ewig hier in Berlin herumhängen zu müssen.01. worin ich den Namen der gesuchten Homepage (Webseite) preisgab: www. sondern eine andere Lösung (z. falls Post da sein würde. Sollte es nur die kleinste Andeutung einer Falle geben. Er als Psychologe war naturgemäss dagegen. So weit – so gut.org. Dann sollte er im Gegenzug aber auch akzeptieren. Der Professor distanzierte sich nochmals von jeglicher Anwendung von Gewalt. Von diesem Emailkonto schrieb ich an die drei bekannten Emailadressen von Hans-Adam eine höfliche Mail mit einem Einzeiler. Die LGT Treuhand konnte immer noch keine felsenfesten Beweise vorlegen. dass ich andere Wege gehen müsste. wurde beschlossen. also Freitag. Sollte bis dahin nichts gehen. dass Kieber Liechtensteiner sei. altes ein. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht. Auf keinen Fall dürfe er angesprochen werden. Nach erfolgreicher Identifikation sollte die Firma 244 . Da die KKZ ja genügend Anhaltspunkte über den Aufenthalt von Kieber besass. schrieb ich ganz deutlich.01. dass ich akzeptiere würde. Ausserdem schrieb ich.03 warten könnte. um in Erfahrung zu bringen. Um jede Unklarheit auszuschliessen.03 ein Mal pro Tag bei der LGT in Berlin anrufen würde. die sich auf das Aufspüren von Personen und Güter spezialisiert hatte.B. ihn beschatten müsste und ein Verhaltens. den 21. dass ich nur bis Ende Januar. Der Auftrag sollte aber sehr vorsichtig erteilt werden.ich nicht in den Wagen eingestiegen war. den 31. Ich schloss das gemeinsam zu nutzende Emailkonto und loggte mich in mein eigenes. dass ich ab nächsten Dienstag. wenn Hans-Adam nun die Schutz-ID nicht mehr hergeben will. Januar 2003 Die KKZ kam zusammen und diskutierte das weitere Vorgehen. Ich erklärte. Ich schrieb. dass ich. diese nicht selber abholen würde. Es soll nur gefordert werden. er bei der LGT gearbeitet hatte und er eventuell alle Daten der LGT Treuhand hatte.catholic. musste ich ein Datum festlegen.

Gemeinsam fuhren sie zum Schloss. dachten sie sich. ohne Hans-Adam und seinen Sohn.03 zum ersten Mal gelesen hatte.03 erwähnt hatte. Der Kripochef nahm sich einen bewaffneten Beamten mit und holte dann Hasler mit einem unmarkiertem Polizeiwagen wieder vom Regierungssitz ab. Kontakt mit den Zwischenmännern wäre nur über das Schweizer Telefon. dass Liechtenstein der Auftraggeber war.oder Emailnetz erlaubt. Damit keine Rückschlüsse möglich waren. als er davon im Brief vom 07. Hans-Adam telefonierte mit dem Regierungschef Hasler und dem Kripochef Hoch. kamen zu einer weiteren Sitzung zusammen. Die Email Kieber's mit dem Namen der Webseite kam drei Mal auf Schloss Vaduz an. dass Kieber in diesem Zusammenhang im Schreiben vom 07. Er bat sie sofort aufs Schloss zu kommen. Herr Kaiser öffnete die schwere Türe zur betonierten 245 . wäre es zweckdienlich. Die Kernmitglieder der KKZ. Er und sein Sohn Alois wollten aber nicht alleine in ihren eigenen Bilderbunker gehen.01. wenn die LGT über einen Firmenanwalt aus Belgien. VADUZ 16.32 Uhr eine Kopie der Email zur Polizei und eine an das KKZ. Deswegen hatte Hans-Adam auch nicht nachgeschaut. Es wurde gerätselt ob Kieber vielleicht doch in den Bilderbunker gelangt war und ob er etwas hinterlassen oder platziert haben könnte.sofort Rückmeldung an den Auftraggeber machen. Das KKZ rief Hans-Adam auf dem Schloss an und bat ihn doch nachschauen zu gehen. Das Sekretariat des Schlosses sendete um 14. Man erinnerte sich an irgendwelches Zeug. Januar 2003 Im Protokollzimmer der KKZ wurde die Email ausgedruckt und fein säuberlich protokolliert. war der Professor mit diesem Plan einverstanden. Und ob es gefährlich sein könnte. Kieber könnte unmöglich im sichersten und wertvollsten Raum des Schlosses ein Hinweis angebracht haben. genauer aus Brüssel den Auftrag erteilen würde. Weder die Sekretärin von Hans-Adam noch Alois selber nahmen sie vorerst ernst. Da keine Massnahmen mit Gewaltanwendung erteilt worden waren. Auch sollten dafür keine Anrufe oder Emails aus Liechtenstein gesendet werden.01.

Grundsätzlich waren alle etwas erleichtert. Sie alle liefen die Treppe hoch ins Freie und runter zum kleinen „Bürokomplex‚. Alois. 246 . Hasler. Hans-Adam und Alois waren schockiert: ein 4 cm x 1 cm langer Kleber war dort angebracht. Dou gilt als Begründer der Leidenden Feinmalerei – Leiden mussten hier in dem aktuellen Drama alle. dem sofort das Wort „Hochzeitsreise‚ einfiel. Gemäss den Angaben von Kieber sollte sich im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses des Malers Gerard DOU ein Hinweis verstecken.catholic. worauf „Mexico 67‚ stand. Aber das besondere für mich im Bild von Dou im Besitzt von Hans-Adam war. Das Bild wurde schnell gefunden." aus dem Brief von Kieber fanden sie seine erste Mitteilung. Alles schien normal zu sein.org ein. dass Dou sich selber als Musiker zeichnete und damit seinen wahren Beruf (Maler) verschleierte. brachte kein Wort mehr heraus. die an die Schlossaussenmauer grenzenden Räumlichkeiten. Anm.Schatzkammer im Rundturm im Beisein von Hans-Adam. es war nicht von soooo grosser Bedeutung. Mit Hilfe des Punkt "X. 49/50 auch. Ja genau. Somit hatten sie nun das LOGIN-Wort „mexico67‚ und das Passwort „hochzeitsreise‚. gespeichert im Entwurf-Ordner. der „Täuschung“ gefiel mir sehr als Metamorphose. dass Kieber vor Ende Januar 2003 nichts unternehmen würde. woraus Hans-Adam das LOGIN-Wort und auch das Passwort erraten könnte. im Jahre 1967 waren er und seine Frau Marie auf ihrer Hochzeitsreise in Mexiko. Die Sekretärin loggte sich auf www. diesem Bild und des sich abspielenden Dramas erkannten weder HansAdam noch seine Truppe nicht. Der Metallrahmen Nr. Hoch und dem Beamten. da sie jetzt schon mal eine Woche Zeit gewinnen konnten und der Professor kam auch zu dem analytischen Schluss. Die Verbindung zwischen dem Leben des Maler Gerard Dou.: Auch der Hinweis auf den Maler Gerard DOU war speziell von mir ausgesucht worden. Zuerst inspizierten sie die elektrische Anlage gleich rechts neben dem Eingang. Diese Kunst der “Verschleierung. Hans-Adam. So war es sein Sohn Alois. die Hans-Adam als seine Geschäftszimmer benutzt. Die im Raum nicht anwesenden Mitglieder des KKZ wurden später über den Stand der Dinge informiert. Langsam begriffen alle im Raum. erwiderte Hans-Adam. dass Kieber sehr wohl alles äusserst penibel geplant haben musste. Sicherlich.

Den Kiez. ob die von der LGT oder andere Ausschau nach mir hielten. Ich durchforschte die Schweizer Medienlandschaft. wann immer es die Räumlichkeiten erlaubten. Ich notierte mir den ausgewählten Weg dorthin jedes Mal genau. mich in eine Ecke zu stellen. Obwohl ich wusste. Jeweils fürs Wochenende fuhr sie ins Elsass zu ihrem Freund und ich hatte die ganze Wohnung für mich allein. Obwohl ich eigentlich im totalen Stresszustand war. Diese Tatsache alleine war schon eine Tröstung für mich. wie immer. Ich vermied in die Nähe der LGT Berlin oder in die Ansbacherstrasse zu gehen. Meine Vermieterin Petra war sehr angenehm. die grossen geschichtsträchtigen Plätze. Mit der Zeit lernte ich die Berliner Strassen und Besonderheiten gut kennen. das Brandenburger Tor. So 247 . ob irgendwas bis zur Presse durchgesickert war. dass im Unterschied zu den vorhergegangenen sechs Jahren Liechtenstein nun gezwungen war. wartete in der Schlange vor dem Schalter bis ich an der Reihe war. um zu beobachten. um mich abzulenken. dass meine Sachen bei ihr nicht in Gefahr waren. der Bahn oder zu Fuss entdeckte ich andere schöne Teile der Grossstadt. Ich stellte sehr schnell fest. dass sich fürchterliches mit mir. die ich dringend benötigte.sie machten irgendwas. Hauptsache war . die Museen.BERLIN 16. um mich und wegen mir abspielte. Ich durfte sie sogar einmal bei ihrer Arbeit im Luxuskaufhaus Lafayette besuchen. Ich war. Dort wo ich die Daten im Safe hatte. die man von aussen nicht einsehen konnte. begab ich mich täglich in eine andere Bank(Filiale) irgendwo in Berlin. Und meiner früheren Vermieterin Daniela wollte ich auch nicht wieder über den Weg laufen. – 20. Man wusste ja nie. stellte dann triviale Fragen und versuchte nachher. Ab und zu besuchte ich ein Internetcafé. Nur ein Mal die Woche besuchte ich meine Bank. Um eventuelle Verfolger zu verwirren. Niemand hätte im Traum erraten. Meine Situation war schon paradox. freundlich und lächelnd. dass sie mir auch Böses antun konnten. war dies mir „scheiss egal‚. Mit dem Bus. etwas zu tun. um später denselben Weg nie mehr zu nehmen. Januar 2003 Ich hatte mir eine Verschnaufpause gegönnt. fühlte ich mich sicherer hier in Berlin als in Liechtenstein. der Berliner Schlag. Was mich antrieb war der „beruhigende‚ Gedanke.

Dem Dialekt nach zu beurteilen. wo ich mich befand. Unerwartet rannte ein kreuzdumm gekleideter Jogger sehr nahe an meinem Körper vorbei. Ich liess mir nichts anmerken und anstelle in die nächste zufällig ausgewählte Bank zu gehen. Ich war stets übervorsichtig und beobachtete was um mich herum geschah. war die Tatsache. bei bald Minustemperaturen hier mitten in Berlin so gekleidet joggen zu gehen. wusste ich. Der Wagen hatte ein Berliner Kennzeichen. Ich beobachtete vor allem die parkierten oder langsam fahrenden Wagen. Hans-Adam lässt mich beschatten und man hatte 248 . ohne gross vorher nachzudenken. dass er keine Uhr habe. Verwirrung war.würden eventuelle Beobachter denken. etwas älterer Mann aus einem Hauseingang trat und auch im Wagen verschwand. war es ein Berliner. Schönen Tag noch. In der Glasspiegelung konnte ich einen fetten Mann sehen. OK. definitiv nicht. ich sei in den Tresorraum der Bank gegangen. Nicht das ich behaupte übernatürliche Fähigkeiten zu besitzen oder „James Bond‚ zu sein. rannte ich einfach los. Niemand war im Wagen. mich anzugucken und ich halt „zurückstarrte‚. Als der Jogger nicht aufhören wollte. Ich dachte. Er drehte sich um und schaute mich an. Nun befand ich mich aber in Dahlem. Mit weit geöffnetem Mund beobachtete ich dann wie ein weiterer. dass hier etwas faul war. Dann aber löste ein Auto einen Blitzgedanken bei mir aus. kann keiner sein. Verdammt noch mal – fluchte ich. Dahlem und Wedding sind ein gutes Stück voneinander entfernt. Nie war etwas Besonderes zu bemerken. Ein alter VW LT Transporter in orange-gelber Farbe. dass in der Millionenstadt Berlin innerhalb von wenigen Stunden derselbe auffällige Wagen genau dort war. einstieg und dann in meine Richtung schaute. Ich fragte ihn. Der VW war in einer Seitenstrasse geparkt. sagte ich. auf ihn zu. Was mich nun sehr stutzig machte. ob er wisse wie spät es sei und er erwiderte. Viele Schweizer Dörfer und Gemeinden fuhren genau so einen als Kommunalwagen (Werkshofwagen). Aber der Zufall. Sofern ich dies erkennen konnte. ist und bleibt immer Trumpf. was für ein Idiot. der die Beifahrertüre öffnete. Er erschrak und blieb wie versteinert stehen. Ich stellte mich vor einen Laden und drehte mein Gesicht zum Schaufenster. Und zwar in Wedding. begab ich mich auf die andere Strassenseite. dass ich genau diesen Wagentyp mit der ungewöhnlichen Farbe schon früher am selben Tag gesehen und anscheinend im Unterbewusststein registriert hatte. Spontan. Der Jogger lief schnurgerade auf den VW Transporter zu und stieg hinten ein.

dass ich die Verfolger entdeckt hatte. dass Kieber behaupten würde. Gott sei Dank. Aber was wussten sie? Wo ich wohnte. Ich fuhr mit der Ringbahn sicher mindestens eineinhalb Stunden im Kreis herum. VADUZ 17. wo die Daten waren? Ich rekapitulierte meine Aktivitäten der letzten Tage und versuchte fieberhaft mich zu erinnern. Man hatte ihr zwar nicht gesagt. dass die beauftragte Schnüfflerfirma aus Belgien Erfolg hatte. Aus all den Observationen und weiteren Befragungen (auch von anderen Personen) waren dann schlussendlich keine brauchbaren Ergebnisse zu vermelden. Erstaunlicherweise wurde ihr mehr oder weniger reiner Wein eingeschenkt. Ich konnte mich natürlich nicht erinnern. Die Tatsache. dass er die Daten hätte.mich gefunden. Eine meiner besten Freundinnen wurde von der Polizei zur Seite genommen und ausgefragt. die engsten Freunde von Kieber in Liechtenstein sorgfältig anzugehen und unter Anwendung von Tricks aus der Psychologiekiste herauszufinden. Dazu bräuchte man aber seine Adresse oder Kontaktnummer im Ausland. dass Kieber Hans-Adam einen bösen Brief geschrieben hatte. dass Kieber in Gefahr sei und man ihn dringend warnen müsste. Keiner war mir gefolgt. Gute Nachricht aus Deutschland: die KKZ meldete Hans-Adam. wo nötig. sozusagen einen ‚Vaduzer Riesling‚. ob ich den Wagen schon mal anderswo früher gesehen hatte – erfolglos. falls Kieber sie kontaktieren würde. ob sie etwas wussten. es wurde ihr aber gesagt. Stets mit erneuertem Fahrschein. oder ob sie gar mit ihm im Januar Kontakt hatten. Die 249 . verwirrte mich nicht so sehr. Januar 2003 Das KKZ beschloss. sich bei der Polizei sofort zu melden. Sie konnten Kieber auf Grund der ihnen per Email zugesandten Fotos identifizieren. Sie wurde aufgefordert. – 21. Einer der Tricks war. es wurde verbreitet. Mir wurde schlecht und ich brach alle geplanten Aktivitäten für diesen Tag ab. dass sie mich gefunden hatten. Ich entschloss mich. Ich traute mich erst im Dunkeln wieder nach Hause. vorerst meinem Feind in Vaduz nichts darüber zu berichten. Da konnte ich nur den Kürzeren ziehen. Es war ja ein Kampf zwischen meiner Wenigkeit und der geballten Geldmacht aus Liechtenstein.

wo Kieber die Daten aufbewahren und wo er wohnen würde. Alle dachten nun.grossen (finanziellen) Auslagen. dass weder die Belgier noch deren Deutsche Partner wissen. Je länger der Professor mit den anderen aus der KKZ über diesen Fall diskutiere und sich beriet. als „Oberkommandierender‚ hatte Mühe seine Truppe auf eine 250 . dass er von den Kosten nichts hören wollte. „Er muss Mundtod gemacht werden‚. „Anwendung von Stasimethoden verlangte‚. wörtlich. versicherte Hans-Adam. um was es in Wirklichkeit ginge. Dr. Hans-Adam war mit diesem Zwischenbericht sehr zufrieden und wollte nochmals versichert haben. als er lautstark nach. um Kieber in Deutschland mit Hilfe von Privatfirmen festzuhalten und nach Liechtenstein zu verschleppen. dass vor allem der Exboss von Kieber. Die beauftragte belgische Firma bestätigte. um an 23 Internetcafés rund um das Zentrum von Berlin strategisch nach Kieber Ausschau zu halten. dass sie einen grossen taktischen Vorteil hatten. Diese Zusicherung wurde ihm vom Regierungschef Hasler erteilt. Auf Grund des „Feindkontakts‚ musste sich die Verfolgertruppe zurückziehen und hatte deshalb Kieber aus den Augen verloren. hatten sich gelohnt. Schon am dritten Tag war man erfolgreich. dass deren Deutsche Partner aber ausgesagt hatten. Wie so oft in dieser Affäre. In den vergangenen Tagen musste Feuerstein mehrfach zur Besonnenheit aufgerufen werden. dass Kieber nichts gemerkt hätte. Die Stimmung innerhalb des KKZ stieg merklich. da Geld absolut keine Rolle spielte. dass wenn alles Verhandeln mit Kieber schief gehen würde. auf einen gefährlichen Weg einschwenkten. Was so beruhigend in den Hinterköpfen der meisten Mitglieder des KKZ war. dass man noch nicht herausgefunden habe. Leider musste die KKZ des Weiteren berichten. und die anderen Herren der LGT. Feuerstein. ihn wiederzufinden. man ihn auch mit harten Methoden habhaft werden könnte. HansAdam. bei dem Kieber einer der Verfolger persönlich angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt hatte. In der Hitze der Debatte fielen auch symbolische Worte wie: „Wir müssen Kieber umlegen‚. Man sei sich aber ganz sicher. war die Vorstellung. sich mit moralischer Unterstützung von der Regierung. um so mehr wurde er stutzig und erkannte als Psychologe. Dank der Verfolger. Es hätte auch einen Zwischenfall gegeben.

den 21. Er begriff.01.Linie zu bringen. als dieser ihn im Brief gebeten hatte. auf keinen Fall seinen Exboss als Mediator oder Schlichter für dieses Drama zu ernennen. dass neue Ideen für eine Lösung nur vom Professor als Spezialisten kommen sollten. der dann als Mitteilung am nächsten Tag. 251 .03 in das Emailkonto gestellt werden sollte. einen Text vorzubereiten. dass Kieber gute Gründe hatte. Hans-Adam entschied. Der Professor wurde beauftragt.

wer dort wo. Mein Auftrag besteht lediglich darin. Wartet nur. grübelte ich. Kontrolle ist besser. es war eine Falle! Was nun. Wenn ich etwas in den letzten fünf Jahren gelernt hatte. Bevor ich die LGT am späteren Nachmittag anrufen würde. die schon früh ihre Ware an die Kundschaft verkauften. ja nicht einmal ins Zentrum von Berlin gehen durfte. was. dass sie in Berlin Verfolger auf mich angesetzt hatten. um herauszufinden. dass ich auf keinen Fall in die Nähe der LGT. diese Transaktion abzuwickeln. Zum Glück gab es einige Bäcker. Nein. warum und eventuell etwas wusste. Ich öffnete das gemeinsame Emailkonto und fand nachstehende Nachricht für mich im Entwurfs-Ordner: Ich wurde beauftragt. sie könnten mich übertölpeln. die von Ihnen 252 . dann dass man in einer solchen Situation zuerst immer den Kopf klar bekommen muss und nicht gleich gegen die nächste Wand rennen darf. Ich konnte der Sache nur auf den Grund gehen. welche von gegenseitigem Interesse getragen ist. Das bedeutete. was sich in Liechtenstein so zutragen würde. Mir lief es kalt den Rücken runter. Es wurde mir noch kälter als es sowieso schon war. Januar 2003 Dienstag! Ein Tag der Wahrheit. Nicht zu fassen! Schon beim zweiten Anruf brach die schöne Scheinwelt zusammen (siehe auch „Vaduz 22. sie mussten auch noch das halbe Liechtenstein umgraben. Nicht nur. Diesbezüglich enthalte ich mich jeglichen Kommentars. Ich fuhr mit der Bahn an die südliche Stadtgrenze von Berlin und suchte ein Internetcafé auf. Ich war schon um fünf Uhr auf den Beinen und im winterlichen Berlin unterwegs. kam mir ein altes Sprichwort in den Sinn: „Vertrauen ist gut. fluchte ich schon wieder. dachte ich mir schon die ganze Nacht hindurch. Januar 2003‚). Ein Anruf bei der LGT Berlin kam also nicht mehr in Frage. indem ich zufällig ein paar Bekannte und Freunde dort anrief. Himmel und Hölle noch mal. In diesem Zusammenhang wurde ich sowohl über die Hintergründe als auch über die bisherigen Versuche informiert. Diese Mistkerle. dachten wohl. mit Ihnen eine Transaktion durchzuführen. Ich war neugierig.KAPITEL 9 Chaos-Tage ohne Ende BERLIN 21.

Aus Höflichkeit kaufte ich am Ende ein Kochbuch (ich habe es heute noch). da ich immer nervöser wurde. Diesmal ging ich dafür in einen Buchladen. dem Hans-Adam eine diesbezügliche Nachricht im Emailkonto zu hinterlassen. Klappte nicht. Die Katholiken von www. was der Grund für das Problem sein könnte. War ich nun wahnsinnig geworden. Ich wusste.gewünschte Transaktion vorzubereiten und in beiderseitigem Interesse sauber durchzuführen. dass überhaupt ein Professor angeheuert wurde. – alles Quatsch und fauler Käse. was die Vor. Ich überlegte lange. Aber. „Wir helfen dir‚.catholic. das musste es sein. Ich wusste ja auch nicht. Fast drei Stunden lang versuchte ich es. Garantiert hatte Hans-Adam angeordnet. die technisch so ausgerüstet waren. Geben Sie mir die weitere Vorgehensweise für die Transaktion bekannt. wenn ich denen in Liechtenstein mitteilen würde. dass es wenige Emailprovider gibt. fragte ich mich. Na ja. Details. mein eigenes Drehbuch war ja auch nicht gerade des Himmels würdig.org gehörten 253 .s. im gemeinsamen Emailkonto ständig eingeloggt zu bleiben.) habe ich kein Interesse. An weiteren Hintergrundinformationen (Namen. „Wir suchen eine gemeinsame Lösung‚ u. Die Angestellten vom Buchladen wunderten sich schon. Schnell loggte ich mich wieder aus dem Emailkonto aus. Ich entschloss mich. was im Ländle so vor sich ging. Ich zweifelte an meinem Geisteszustand.: Ich wusste natürlich zu jenem Zeitpunkt nicht. Meine Hirnmasse gegen alle anderen. um die Kontrolle zu haben. ehrlich gesagt. Aha. sind nicht Teil meines Auftrages und deshalb unerheblich. die da offenbar Böses erwogen.w.und die Nachteile wären. Noch schneller verliess ich das Internetcafé. Ich verschwand in der Masse von Fussgängern in Richtung Bahnhaltestelle. Anm. verspottete ich sie: Sie spielten auf Kooperation. dass dies vom Professor Dr. Ich versuchte mich ins Emailkonto einzuloggen. Klar. Warum konnte ich nicht ins Emailkonto rein? Das LOGIN und das Passwort stimmten. dass ich die Verfolger erkannt hatte und auch wusste. Dies alles ergab keinen Sinn. Thomas Müller geschrieben wurde. Schuldzuweisungen etc. aber – die Superschlaumeier in Vaduz! Auf einmal wusste ich. dass gleichzeitig von zwei verschiedenen Terminals aus dasselbe Emailkonto benutzt werden konnte. Im Gegensatz zum Gegner hatte ich nur mich selber.

4 Stunden versuche ich eine neue Mitteilung einzugeben. dass mir niemand bis zur Wohnung gefolgt war. dass er sich zuerst für die Nachricht bedankte. alten Emailkonto aus zwei Mal die folgende Meldung an HansAdam eigene Büro-Emailadresse. die Ordner sehe ich nicht. Er verlangte. aber die Anzeige bleibt BLANK: d. Es war kein neuer Text für mich gespeichert. Er warnte sie. würde er eine Konfrontation mit katastrophalen Folgen provozieren. da ich schon an 4 verschiedenen es versucht habe. Kieber schrieb. denn ab 16 Uhr war das Login von meiner Seite aus wieder erfolgreich. Erst spät in der Nacht hatte ich den formulierten Text fertig und stelle ihn in den Entwurfsordner. Darin schrieb Kieber.h.48 Uhr wurde sich schon in das Emailkonto eingeloggt und ein drei Seiten langer Text von Kieber vom Vortag gefunden. dass Sie oder der andere Herr das Emailaccount ständig offen haben? Bitte jeweils immer ausloggen. klares Wasser einzuschenken und dem Hans-Adam ein paar Dinge zu erzählen. als Petra mich zu einem gemeinsamen gekochten Nachtessen einlud. ansonsten kann ich nichts hineinschreiben. Um 14. dass er wisse. Er hatte sie erkannt. Am Terminal liegt es nicht. die ihn offenbar sehr beunruhigten. Offenbar hatte man in Vaduz diese Email gleich begriffen. Ich kann zwar das E-mailaccount aufrufen. sollte er wieder Verfolger sehen. Um 07. dann über zwei Vorkommnisse reden möchte. Januar 2003 Das KKZ war pünktlich ab 07. wie immer höflich aber bestimmt. von denen er fest glaubte.nicht dazu. konnte ich den Tag endlich vergessen und war froh.37 Uhr schickte ich deshalb. VADUZ 22. Durchlaucht Ich habe die Nachricht im anderen E-mailaccount heute Morgen gelesen.k. So sah ich es für angebracht. dass ich nichts davon wusste. 254 .30 Uhr wieder aktiv. dass Privatdetektive in Berlin auf ihn angesetzt worden waren. Kann es sein. Seit ca. Mit der erhofften Sicherheit. Vielen Dank und mfg h. wiederum von meinem eigenen. dass man diese Schnüffler sofort abziehen sollte.

dass dabei ständig nach seiner Adresse im Ausland gefragt würde.01. der "1000 Km" weit weg in Berlin war. was verlangt wird. Trotzdem sei er zu triefst geschockt. die mit Kieber Kontakt hatten. ja verkaufen würde. wenn er nicht das tue. Der Professor war da wohl am Besten geeignet. dass die Polizei mehrfach diskret aber abnötigend bei Bekannten und Verwandten nach ihm geforscht hatten.03. dass es mehrere Krisensitzungen der Regierung mit HansAdam und Co. dass es offenbar zu einer Anzeige gekommen sei und eine Art Krieg gegen ihn geführt würde. Aber Zuckerbrot und Peitsche wären erstklassig in der jetzigen Situation.Obwohl er im Brief vom 07. Er schrieb sogar. Dann Stille wie auf einer Beerdigung.01. den 24. wie konnte Kieber. einer von ihnen sei ein Maulwurf. dass er die Anwesenden beschuldigte. Jemand musste es aber tun. Hans-Adam entschloss sich daher. Dieser kam zum Ergebnis. herausfinden. die die Bad News dem Hans-Adam überbringen würde. Er fragte. habe er in Erfahrung bringen könnten. gegeben hatte. da ja jeder seine eigenen Ziele verfolgen würde. Zuerst sollte man Kieber etwas Angst einjagen. Rund um blasse Gesichter im der KKZ. Kieber bat auch um ein Treffen am Freitag. dass das Gegenteil geschehen war. sollte man ihm die Hand ausstrecken und nochmals eine letzte Chance geben. ihm ihre Position glaubhaft verkaufen zu können. Alle meine Freunde hielten dicht. Er schrie.03 ausdrücklich darum gebeten hatte – im Interesse von allen wenigen Beteiligten und Informierten . dass man es „gut‚ mit ihm meine. Kieber wisse auch. was für eine Tölpelfirma man da in Berlin angeheuert hätte. Niemand traute sich vor und wollte derjenige oder diejenige sein. die Situation neu zu beurteilen. dass Kieber nun noch misstrauischer geworden wäre und es schwieriger sein würde. Er wisse nun.alles zu unterlassen. Der Professor war beauftragt worden. was wir hier in Vaduz unternommen hatten. indem man ihm androht. Man fand die Personen nicht. Damit sich Kieber dann wieder beruhigen würde und als Zeichen. dass dies ihn nicht überraschte. Er ging sogar soweit. Er befahl diejenigen in Liechtenstein zu finden. seinen 255 . was einer Bekanntmachung des sich anbahnenden Dramas gleich kommen würde. Grrrrrrrrr. Hans-Adam wurde aufgeklärt und er bekam einen seiner seltenen öffentlichen Wutanfälle. wenn Kieber schon beim ersten und offenbar einzigen Kontakt deren Mission entdeckt hatte. Harte Worte. dass Liechtenstein ihn an die Deutschen „verraten‚ würde.

wie ich sehe. Er hatte das Kuvert mit dem „falschen‚ Pass bei sich und auch sonst war alles so wie sein Boss es gewünscht hatte. ich werde morgen . bzw. Um 17. haben sie meinen obigen text noch nicht gelesen.10 Uhr ersetzte man Kiebers Drei-Seitentext mit einem Einzeiler von Hans-Adam. 24. Während meiner Wanderschaften durch Berlin fand ich mehr und mehr ausgezeichnete Internetstationen. ich danke für baldige antwort. 18 Uhr vor der LGT in Berlin zu parken. ich bitte sie. als der Herr Kaiser den Staatswagen in Bewegung setzte.. Mein Text vom Vortag war immer noch da. die von aussen nicht als solche zu Erkennen waren.03 17 Uhr 01 . Meist handelte es sich dabei um von Immigranten geführte Call-Center in einem alten Berliner Laden oder Schuppen. ihn mit einem Pass zu einer Heimreise zu ködern. ein treffen für kommenden freitag. Kaiser soll aber Kieber nur dann mitnehmen. Zur Info: bitte markieren und drucken Sie jeweils meine texte und behalten sie sie auf . BERLIN 22.01. Herr B. sondern nur eine kurze Botschaft hinterlassen. VADUZ 23.um 10 uhr wieder hier hinein schauen.55 Uhr schaute ich wieder ins Emailkonto. danke H. um es später wieder finden zu können. Dem Kieber sollte man aber nichts davon im Netz schreiben.Chauffeur mit dem Staatswagen am nächsten Tag in der Früh schon wieder nach Berlin zu schicken. auf Kieber zu warten und ähnlich wie es der andere Fahrer. Kaiser hatte den Auftrag um ca. Um 16. mir eine antwort gegeben. Um 18. Sobald ich ein solches Geschäft fand.um keine missverständnisse aufkommen zu lassen. Januar 2003 (A) Es war noch dunkel und die meisten schliefen noch. wenn dieser ihm 256 . gemacht hatte. hier vorzumerken.K. notierte ich mir die Adresse in einem kleinen Buch. keine Reaktion oder Antwort von Hans-Adam. Januar 2003 Seit meinem Erlebnis mit den "Schnüfflern" war ich noch achtsamer geworden und wählte meine Wege von und zu Petras Wohnung immer neu aus.01 Uhr ergänzte ich meinen alten Text mit folgender Mitteilung: 22.01.

sodass ich lange mit ihm reden konnte. Januar 2003 (Teil 1) Ich hatte verschlafen und war erst um 09. Man beachte den von Hans-Adam geforderten Zeitpunkt. wenn man seine Termine nicht einhält.01. sofern dies notwendig und erwünscht war. brachten sie es nicht fertig. der Hans-Adam wird ja fuchsteufelwild. Ich fuhr direkt zu einem der Internetanbieter von meiner langen Liste und loggte mich um 10. 23. ich bin erst jetzt ins internet gekommen. Meine Mitteilung war noch gestern Abend gelöscht und mit folgendem Einzeiler ersetzt worden: F. Wenn alles klappte. Aber.zumindest ansatzweise die Daten zeigen würde. dass ich erst um 10.00 Uhr wieder reinschauen würde. ich schrieb doch gestern. Geschriebenes wirklich zu lesen! Oh mein Gott.01. erwartet ihren Anruf unter 00423 xxx xxx. dachte ich mir. 257 . es ist jetzt 10:25. Dies war ein gutes Zeichen. Ich rannte aus dem Internetladen raus und kaufte mir für 40 Euro genug Telefonkarten.00 Uhr. steht für Fürst.: F. Insgesamt telefonierte ich drei Mal mit ihm an diesem Tag: um 10.15 Uhr ins Emailkonto ein. wenn es nicht klappt.03 10:25 Ich war froh.30 Uhr aufgestanden. nach 10 uhr wieder hier hinein sehen kann. es war ja nicht meine Schuld. bitte schreiben sie.12 Uhr. ob sie grundsätzlich kommen oder nicht. dass Hans-Adam wieder mit mir reden wollte. dann würde Kaiser am Nachmittag in Berlin eintreffen. BERLIN 23. Wie so oft in der Vergangenheit und in den kommenden Monaten. danke 23. Anm.00 Uhr und 14. Ich schrieb ihm zurück: Sorry. 09:00 Uhr. 14. wann ich ihn Anrufen sollte: 09. Der Audi A8 kam gut voran. Nervös wählte ich jeweils die Nummer. wenn er nicht lesen konnte. Donnerstag.36 Uhr. dass ich erst ca. ich rufe jetzt trotzdem an. Dies obwohl ich in meiner Mitteilung vor seiner Nachricht im Emailkonto klar geschrieben hatte.2003.

Und die Daten. Er meinte abschliessend. Die Staatsanwaltschaft wäre sehr verärgert. auch noch in Vaduz für lange Zeit ins Gefängnis müsste. dass es nur die zwei Varianten gäbe. als Multimilliardär eine solche Katastrophe locker überstehen würde und seine Familie schon ganz andere Krisen überlebt hätte. dass ich weder Liechtenstein. Er könne mich aber verstehen. wenn ich die Daten jetzt vernichten würde. Er war merklich künstlich angestrengt höflich. ich vergass. würde er höchstpersönlich dafür sorgen. dass ich letzte Woche nicht in seinen Wagen eingestiegen war. dass weder die Deutschen noch die Amis oder ein anderes Land Interesse an den Daten hätten. dass ich auch nach Absitzen einer jahrelangen Haftstrafe in Deutschland. Er erklärte mir nochmals. Ist es Euch egal. dass er selber. dass es besser für mich wäre. die ich schon am 14. Es sei eben nicht gerade förderlich von mir gewesen. indem ich sagte. Banken. Jeden einzelnen Anruf nahm er schon nach dem ersten Klingeln ab. dass es nur zwei Varianten gäbe. dass ich keine solchen Wörter in den Mund nehmen sollte.und Treuhandkreisen wäre man sehr besorgt über die ‚Daten‚ und mich natürlich auch. Leider aber nicht! Hans-Adam wiederholte seine zwei Varianten. dass er nachvollziehen könnte. Er behauptete auch zu wissen. Er sagte. dass die Zeit für eine gute Lösung ablaufen würde. Mann oh Mann.03 angerufen hatte und daher nahm ich mir vor. Ich erwiderte. In Regierungs-. die STA und andere der Inkompetenz und Lüge zu bezichtigen. warum es die Anzeige gab. dachte ich mir – der Hans drehte jetzt völlig durch. dass es keinen Haftbefehl gegen mich gäbe. Denn sollte nach einer Verhaftung durch die Deutschen seine reiche Kundschaft massiven Ärger bekommen. wenn sie in die Hände der Deutschen und Amis kommen? Uppps.Es war ja dieselbe Nummer. Hans-Adam verdeutlichte mir. oder wo auch immer.01. so wie es Hans-Adam wollte. Er palaverte etwas darüber. dass ich mehr Zeit für das Sammeln der Unterlagen 258 . Ich versuchte ihm nicht zu versprechen. Merkwürdigerweise ging Hans-Adam darauf gar nicht ein. dass mich dies nicht im Geringsten verwundern würde. Hans-Adam sagte. Treuhand oder andere "verräterische" Worte im Gespräche nennen würde. darauf zu achten. Bank. Er versicherte mir aber. wo ich sei. Ich dachte zuerst. Er bemerkte hochmütig. dass ich beim Auto sein würde. fragte ich. Entweder ich würde mit den ‚Unterlagen‚ heute Abend um 18:00 in den Wagen einsteigen oder er und die Liechtensteiner Regierung müssten den Deutschen sagen. ich hätte mich verhört.

kam mir komisch vor. verabschiedete ich mich und sagte noch. Nach dem letzten Telefonat lies Hans-Adam um 14. dachte ich mir. Es klang gar nicht nach ihm. dass weder er noch ich im Gespräch weiterkamen. Januar 2003 (Teil 2) Ich fand die Mitteilung von Hans-Adam und schrieb um 16. Er ging auch darauf nicht ein. Bei Nichtbefolgen tritt unverzüglich die zweite Option in Kraft. bitte warten sie wenigstens bis morgen nachmittag. Sonst könne man sich ja gleich selber erschiessen. danke für das verständnis 259 . sind klar: Erscheinen bis 18. alle unterlagen bringe ich bis zum vereinbarten zeitpunkt nicht zusammen.22 Uhr zurück: ich habe ihre mitteilung gelesen. war der Inhalt erst einige Stunden nach dem eigentlichen Anruf fürs KKZ abspielbar. dass Kieber nun gebrochen sei. BERLIN 23.40 Uhr folgenden Text ins Emailkonto schreiben: Vorgaben des F. Der Fahrer Kaiser meldete sich über das Autotelefon. Als ich merkte. weil es ja auch eine rundweg neue Lage für ihn war.00 Uhr mit Unterlagen am vereinbarten Ort. Fahrzeug und Fahrer stehen bereit. Er würde gut vorankommen und würde sich wieder melden. dass Hans-Adam offenbar von irgendjemand angeleitet worden war. vielleicht redete er so. scherzten sie. dass auf keinen Fall irgendjemand irgendetwas den Deutschen sagen würde. Januar 2003 (B) Das KKZ wurde über den Inhalt der drei Telefonate von Hans-Adam selber informiert. die Drohung hätte gewirkt. Bis anhin war sein Imperium nie in eine solche Situation geraten. Der Professor bekräftigte seine Analyse. OK. Alle waren mit ihm einverstanden. Natürlich war allen in Vaduz klar. dass ich mich via Internet in wenigen Minuten melden würde. wenn er in Berlin angekommen sei. VADUZ 23. Ich merkte. Obwohl die Gespräche zwar aufgezeichnet worden waren.bräuchte. Vor allem wie er es ausdrückte.

Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen sehen. Wahrhaftig. Ich hatte die dunkle Befürchtung. Alle Beteiligten ausser dem Professor waren in einem Rausch nach Rache. dass sie den in den letzten Tagen geäusserten Verdacht als Tatsache bestätigen könnte: Kieber hätte die Daten NICHT! Kieber konnte sie nicht haben. Sofort wurden die Regierung und die Justiz auf den neusten Stand gebracht. meinten alle. VADUZ 23. bleibt bestehen: Treffpunkt 18. dass ich auch jetzt auf keinen Fall in den Wagen steigen würde. wie es sonst so üblich ist. Ihre Brummschädel waren 260 . Ich entschloss ihn nicht mehr anzurufen. Niemand war im Wagen. Ja. Gerade hätte die IT-Abteilung von der Treuhand berichtet. Mir war das Risiko zu gross.00 Uhr. notfalls nur mit Teilunterlagen! Rufen sie F. der schnurgerade vor der LGT vorbeifuhr. Ich überlegte lange. Ich studierte den Busfahrplan von Berlin und stieg in jenen Linienbus ein.41 Uhr antwortete: Vorgabe des F. Jetzt zeigen wir dem Kieber mal so richtig. Ja nickten sie alle in der KKZ. dass ein Haftbefehl auf mich zu Hause wartete. Unter Druck konnte ich erstaunlicher Weise gut funktionieren. Hans-Adam war ausser sich vor Freude und Hass zugleich. wer hier der Herr im Ländle ist. unverzüglich an! Mir war von Anfang an klar. schwelgten sie im süssen Sieg. Januar 2003 (C) Spät am Nachmittag erreichte Hans-Adam auf Schloss Vaduz ein wichtiger Anruf der LGT Bank. ob überhaupt Hans-Adams Staatskarosse wieder in Berlin aufkreuzte. obwohl HansAdam das Gegenteil behauptete. der dunkle Audi A8 war fast an derselben Stelle wie letzte Woche parkiert. Kieber hatte ja auch kein einziges Dokument als Beweis geliefert. was ich machen sollte. um 18 Uhr zur LGT in Berlin zu gehen.bitte informieren sie die dame ihres büros (LGT) hier. dachte ich. Ich duckte mich fest in den Bussitz und stieg erst an der allerletzten Haltestelle aus. Was nun. Ich hatte Angst. ich werde morgen 13 uhr (dreizehn uhr) hier wieder mich melden. danke Worauf er mit folgender Mitteilung um 16. Ich schlich mich nach Hause und setzte mich im Dunkeln ins Zimmer.

wurde mir klar. Zahn um Zahn. den Kieber zum Abschuss freizugeben. Fingerabdrücke folgen. Im Falle einer Verhaftung von Kieber. Auge und Auge. Es wurde beschlossen. Aber erst Jahre später. ° Kieber ist vermutlich bewaffnet! ° Kieber kann Flugzeuge und Helikopter fliegen. Und Gewalt ist nun wirklich nicht mein Ding. liebe Leserinnen und Leser wird es wieder sehr interessant! Hans-Adam ordnete das Interpolbüro in Vaduz. Er kommuniziere über öffentliche Telefonzellen und Internetcafés.verschwunden. irgendeinen Zusammenhang mit Bankdaten oder der LGT zu erwähnen. dann folgende Punkte (mit allen Ausrufezeichen und Unterstreichungen) aufgelistet: SEHR DRINGEND ! ° Warnung: Kieber könnte bewaffnet sein! Er könnte geistesgestört sein! ° Kieber hat schon einen Haftbefehl im SchengenSystem. Geistesgestört war ich auch nicht. eine Meldung an Interpol Wiesbaden und Madrid zu senden. Um 19.: Als ich das Original und andere damit zusammenhängende Dokumente ab dem Spätsommer 2003 zum ersten Mal lesen konnte oder als Kopie inoffiziell erhalten hatte. dass er sich in Berlin aufhalte. dass ich einen Berufspilotenschein für Flugzeuge und einen Schein für Helikopter besass.55 Uhr kam in Wiesbaden (BKA) und in Madrid eine offizielle Meldung / Warnung aus Vaduz an.und Justizbehörden im Ausland zeigen konnte. Richtig gemeldet war. Was für ein Scheiss. an. Im Schreiben (in Englisch) wurden zuerst die allgemeinen Personendaten von Kieber genannt. dass Vaduz sehr bewusst vermied. Nie im Leben besass ich eine wirkliche Waffe. dass in die Liechtensteiner Polizei integriert ist. ° Interpol Vaduz hat Hinweise. warum Liechtenstein 261 . als ich diese Meldung diversen Polizei. traf mich der berühmte Schlag. Vielen Dank für Ihre Kooperation. ° Gemäss Information ist ein hohe Gewaltbereitschaft vorhanden. Sein genauer Aufenthaltsort ist nicht bekannt. dachte ich mir. bitte Interpol Vaduz sofort verständigen. Und hier. Anm. Man bedachte. ° Foto von Kieber liegt bei.

Kaiser rief dann zehn Minuten später in Vaduz zurück und meldete. privaten Zwecke missbrauchten. 262 . Er durfte sich ein Hotel in Berlin suchen und sollte am nächsten Morgen in der Früh wieder nach Hause fahren. Für die Profis war schnell ersichtlich. den Deutschen etwas mehr „unter die Arme‚ zu greifen. dass man sich die günstige Gelegenheit nicht nehmen lassen wollte.45 Uhr.30 Uhr den Wagen vor der LGT Berlin parken und kurz vor 18. Die ausländischen Experten fanden den Hintergedanken für solche massive Falschinformationen (bewaffnet. sie wäre sogar in derselben Strasse. wurde ihm zum Abschied gesagt. wo genau am Kurfürstendamm sich die international gesuchte Person mit Namen Kieber Heinrich aufhalte. dass Hans-Adam und seine Regierung das Interpolbüro in Vaduz für ihre individuellen. immer den Wagen beobachtend und die Nummer der Polizei griffbereit. Man bestätigte mir. er solle die Augen offen halten. geistesgestört und gewaltbereit). so müsste er die Berliner Polizei unverzüglich anrufen und mitteilen. dass es sich hier um einen sehr gefährlichen Mann. Man rief Kaiser. Aber Kieber war dann weit und breit nicht zu sehen.00 Uhr rief er via Autotelefon auf dem Schloss an und vermeldete das Misslingen dieser Massnahme. kombiniert mit dem Hinweis. dass dieses offizielle Schreiben von Interpol Vaduz sehr unprofessionell und entgegen den Vorschriften war. Am Kurfürstendamm Nr. Er sollte sich in ein Restaurant oder Café setzen von wo aus er den Wagen und die unmittelbare Umgebung gut beobachten könnte. Also dann. aber die Türen nicht abschliessen. wie die Telefonnummer einer dem LGT Büro nahe liegenden Polizeistelle ist. dass man sich in Liechtenstein offenbar erhoffte.00 Uhr aussteigen.schwarz auf weiss gelogen hatte. dass man quasi Kieber zuerst an. Dann sollte er wie geplant um ca. dass ich fliegen kann. Hans-Adam beschloss zusammen mit der Regierung. auf dem Autotelefon an. der irgendwo im Grossraum Berlin im Auto sitzend auf weitere Instruktionen wartete. 142. Kaiser wartete noch bis ca. Auch wurde deutlich. sehr schnell: Mit den Worten „bewaffnet. Er sollte sich kundig machen. Sollte er Kieber kommen sehen. Die Lage hätte sich drastisch verändert. hohe Gewaltbereitschaft“ sollte der Eindruck beim BKA und in Madrid erweckt werden.oder besser erschiessen würde und erst dann Fragen stellen würde. 18. 17. Um 19. dass er die nächstgelegene Polizeidienststelle gefunden hätte. geistesgestört. ja fast um einen „Terroristen“ („kann Flugzeuge fliegen“) handeln würde.

jetzt dämmerte es mir: „Die Daten die sie glauben zu haben‚. dass beim gestrigen Telefongespräch mit mir in diesem detail und Klarheit geredet wurde. das ich das Tape zu mir genommen habe — war ein Fehler. spätere Erklärungen. Darum lief die 2. Januar 2003 (vormittags) Um 08. Tief durchatmen.40 Uhr schrieb ich Hans-Adam folgenden Text: Sehr geehrte Damen und Herren Obwohl ich gestern um die Frist bis heute Nachmittag bat — haben sie die 2. um sich später abzusichern.. dass ich die Daten vom Tape lesbar machen konnte. ich war dumm dies zu glauben — aber eben unser F. Es war nicht einfach für mich. die sie glauben zu haben‚. Was meinte er wohl damit? Oh – NEIN. Es war ein besondere Satz von ihm: „Die Daten. war meine letzte Hoffnung diese stirbt zuletzt. einen klaren Kopf zu behalten. Ein Desaster.40 Uhr schreibt Hans-Adam die ultimativen Worte: Die gesetzte Frist ist abgelaufen. Variante zwei läuft. ich möchte zum Schluss noch folgendes sagen: ich bin mir sicher. dann kann man jetzt nichts mehr machen. Im Gegenteil. Um 12. sagte im gestrigen Gespräch (sinngemäss) "die Daten. Ich hatte so ein komisches Gefühl. der F. keine weiteren Probleme für mich gibt. die Berliner Bullen würden gleich vor meiner Haustür stehen. Sonst würden sie doch nicht so cool daherreden. die ich angeblich habe". Oh mein Gott. damit es‚ wenn es zu Verhaftung kommt. sollte ich besser vernichten. Die in Vaduz glaubten mir also nicht! Natürlich.. sicherlich wurde das Gespräch aufgezeichnet und dient für evt. wie ich jetzt sehe‚ ist mit einer Hilfe aus meinem Heimatland nicht mehr zu rechnen. Variante aktiviert. Variante nun?! Ich befürchtete. Januar 2003 Im Hinterkopf störte mich irgendetwas am Gespräch mit Hans-Adam. dass musste es sein. dann hätten 263 . tief durchatmen.VADUZ 24. ich wurde vorverurteilt wie ich es schon kannte. BERLIN 24. dazu möchte ich wie folgt sagen: A) wenn auch nur der kleinste Zweifel vorhanden war.

steht dies ihnen frei. 264 . ich werde in den nächsten tagen noch 1 mal hier hineinschauen. diese Auffassung entspricht nicht der Wirklichkeit. dass es wohl besser wäre. Natürlich war ich aus Berlin noch nicht raus. ich besitze genau die Daten darüber. ich bin kein Mörder. die Daten zu verwerten. ich glaube ihm aber nicht (vermutlich haben ihn seine Berater dazu bewogen sich so zu äussern). musste sowohl mir als auch ihm von Anfang an klar sein. als er sagte. dass er wirklich es so meinte. gestern sagte. Dass die Behauptung von Hans-Adam. ich werde nicht mehr mit ihnen kommunizieren. da wo mein eigenes land mich bei den Behörden hier preisgibt??? Ich muss ehrlich sagen. ein schwachköpfiger Witz war. die ich im Brief geschildert habe. falls sie ein Schlusswort eingeben möchten. ich glaubte — fälschlicherweise — dass mir mein F. vermutlich haben auch seine Berater ihm geraten mir einzureden.. Wohin sollte ich auch gehen. ich danke denen‚ die mir glaubten und verwünsche jene. helfen kann. da sie sich ja gegen mich entschieden haben. B) wieso soll ich die Daten jetzt vernichten. Ich kam mir sehr verlassen vor und meine letzte Hoffnung war. er ist sich wie ich und alle Mitwisser des Flächenbrands voll bewusst. die gegen mich waren. ich bin aus Berlin jetzt raus und werde meinen weg suchen‚ um das schlimmste zu verhindern.sie mir aus der bandbreite der Mandats-Nummern (wie ich sie im Brief beschreiben habe) 1. dass die in Vaduz endlich den Durchblick erlangen würden und sich wieder melden würden. dass die Bekanntgabe der Daten der tausender von Kunden ihm nichts aus macht. dass ich nicht im kopf hatte.. ich bin nur ein kleiner fisch mit einem dicken „Datenbuch‚. alles kann man überleben — so wie es der F. 5 10 ‚ 20 oder 30 willkürlich ausgewählte MAN-Nummern nennen können und ich hätte ihnen die dazugehörigen Daten der MAN auf CD gebrannt und zukommen lassen. nun bin ich aber soweit: gehe ich unter — geht teilweise Liechtenstein mit mir. soweit zu den Daten. dass weder das eine noch das andere land wirklich Interesse an den Daten haben könnte. Langsam aber sicher begriff ich. kein Land hätte Interesse an den Daten. wenn ich aus Berlin wegginge.

40 Uhr auf Papier und löschte den Text ohne eine Antwort zu hinterlassen. nicht mehr mit der Causa Kieber zu belästigen und ihm daher das letzte Schreiben vorerst nicht vorzulegen. speziell in Hauns Büro. wobei er versicherte. für die „armen Verbrecher" Helmut Roegele. dass Kieber bald in Berlin oder sonst wo gefasst würde. Die Daten sind sicher. dass er und auch die ganze heimische Bankenwelt dies schon überleben würden. Niemand knackt unsere Tresore. beruhigte man sich gegenseitig. Er sei sehr gefährlich.-V. Mehr als das! „Wenn schon – denn schon‚. seine Frau Hidalgo und seinen Schwager Karl-Heinrich K. Hans-Adam äusserte sich dazu später am Tag. wer sollte da dem Kieber ein einziges Wort glauben.15 Uhr und 16. Er habe zwar bis heute noch nie jemanden bedroht und auch sonst nie Gewalt angewendet. dass er es tut -OZE. da sie befürchteten. jubelten sie.00 Uhr befohlen. Einige Stimmen wurden zwar laut. dass man Kieber am Vortag den Deutschen nicht bei der ersten Gelegenheit auf dem Tablett hatte servieren können. aber Interpol Vaduz gehe davon aus. dass Kieber auf dem Weg zu ihnen sei und ihnen schlimmes antun würde. zu warnen. nochmals eine dringende Meldung nach Wiesbaden und Madrid zu senden.VADUZ 24. OZA. druckte die Mitteilung von Kieber von 12. denn es könnte sein. da er zu viel wusste – auch ohne das Datenmaterial zu besitzen. 265 . dass Kieber in den Händen der Deutschen dennoch Schaden anrichten könnte. Und ohne Material. sagte mach sich im KKZ und befand. etwas zu tun. So viel konnte Kieber gar nicht wissen. Januar 2003 (nachmittags) Das KKZ war den ganzen Tag berauscht anlässlich des Siegs über Kieber. Nach kurzer Beratung mit dem Professor entschloss man sich. sowie den Spanier Mariano M. dass es wieder einmal an der Zeit wäre. Die Freude war unmessbar. rieb man sich schon mal die Hände und hoffte.doch bitte die Roegele’s & Co. Interpol Vaduz wurde um 15. Die Truppe war lediglich enttäuscht darüber. Bei der STA. das grosse Staatsoberhaupt. Man loggte sich zwar noch einmal ins Emailkonto ein. Hans-Adam. Darin bat Liechtenstein die zwei Länder.

Januar 2003 Am Samstag wachte ich schweissgebadet und mit Kopfweh auf. dass ich die Daten hatte. dass Kieber. hätte der wieder unbegreifliches Glück und könnte auf nimmer Wiedersehen abtauchen. So wie man Kieber kenne. meiner Meinung nach. Daten oder keine Daten – das spielte keine Rolle. vermutlich hatte Hans-Adam so gute Berater. von dem Handeln des KKZ in die Enge gedrängt. Angst? Ich? Jetzt? Mein Begriff „von wirklich Angst haben‚ war im März und April 1997 neu definiert worden. Sie hätten doch alles Recht der Erde dafür. dass sie doch einen Versuch unternehmen sollten. verschärften den Ton und schwadronierten darüber. dass Kieber sicher nicht untertauchen würde. 266 . versicherte den Anwesenden. Aber dennoch. eine Kopie der Daten als Beweis dem Hans aufs Schloss zu schicken. dass ich den drastischen Schritt. Ich war sicher. Warum auch? Wenn er Zweifel an meinen Angaben gehabt hätte. dass meine sehr präzisen Angaben bezüglich der Daten im Brief vom 07. Kieber selber dingfest zu machen. mit Heimatgefühlen. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. sodass ich Angst bekam und schnell nach Hause kommen würde. der Justiz und der Professor distanzierten sich sofort von solchen Gedanken. Nie kam mir in den Sinn. die Daten auszuhändigen. Der Grund: Ich war ja selber ein Bürger Liechtensteins. Ein hochriskantes Manöver. BERLIN 25. an Hans-Adam reichen würden. als Topfachmann und einzige Psychologe. im Delirium vom hohen Ross nicht mehr runterzukriegen. Ich wusste nicht mehr ein noch aus. entdeckt hatte. Er könnte nun allerdings nicht ausschliessen. einfach NICHT machen konnte. Der Professor. eine Kurzschlusshandlung beschliesst und sich den Amis oder Deutschen anvertraut. es war ja seine eigene Firma. mutmasste ich. Vertreter der Polizei.01. warum hatte er mich dann am Telefon nicht direkt gefragt? Vielleicht war dies wieder so ein Psychospiel von denen in Vaduz.Gewisse Mitglieder des KKZ. dass man schon in den zwei Wochen. – 30. Und wenn er wirklich Skepsis gehabt hätte. Sie mussten doch wissen. die LGT Treuhand. als hätte Godzilla mir eine runtergeknallt. dann könnte er ja runter ins Tal gehen und selber nachschauen. Eventuell wollten sie mich nur unter Druck setzten.

in der Wilhelmstrasse. Da neben der Fastfoodbude praktischerweise ein türkischer Coiffeur & Barbier war. Der Sonntag war einer der einsamsten. machte ich mich 35 Minuten später frisch geschnitten und sauber rasiert auf den Heimweg. die sich gerade aufmachte. fragte ich mich.R. Hr. in der auch das Finanzministerium ist. ihren Freund besuchen zu gehen. Wenn sie mit dem Feuer spielen wollten. „9/11‚ war ja noch sehr frisch in den Köpfen. Ein Schwimmbad hatte offen und ich schwamm mindestens 60 Minuten und konnte meine Gedanken dabei wieder reinwaschen und ordnen.R. Hungrig wie ein Bär nach dem Winterschlaf würgte ich nach dem Schwimmen einen feinen Kebab runter. Ich spazierte den ganzen Tag herum. War schwer Bewacht die Bude. Suell meine Lage und bat um Hilfe.ein Monarchist durch und durch. dass einige in Vaduz derzeit 267 . Was mir etwas Tröstung gab. dass ich den nahe liegenden Wittenberg Platz ja vermeiden musste. Auf einmal war ich mir meiner Mission nicht mehr sicher. verstehen wollen? Hätten sie genügend Zeit für mich? I didn’t know! Ich könnte ja später wieder kommen. Ich verabschiedete mich von Petra. Würden die Amis ohne vorherigen Kontakt (Telefon. Nach dem Frühstück änderte sich meine Meinung schlagartig: nicht aus Berlin raus. meine Geschichte verstehen. Darin schilderte ich dem US-Botschafter in Berlin. nein weglaufen bringt nichts. Bitte Schön! Ich setzte mich an meine kleine Kommode im Zimmer und bereitete einen vier Seiten langen. Emails). wegen meiner früheren Vermieterin Daniela. Ich nahm die externe Harddisk. Coasts und seinem Vize T. den ich je erlebt hatte. handgeschriebenen Brief auf Englisch vor. Ich schlenderte an der Botschaft vorbei und versuchte so gut es geht keine Aufmerksamkeit bei den Polizisten zu erwecken. konnte Gutes von Bösem auseinander halten. Sport war immer gut dafür. war die Gewissheit. Ob dies ein Zeichen war. Es musste etwas her. Ich notierte mir die Öffnungszeiten für Besucher/Antragsteller und nahm den Bus zum Zoologischen Garten. D. packte sie zusammen mit meinem Pass in die Manteltasche und fuhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln so nahe wie möglich an die US-Botschaft in die Neustädtische Kirchstrasse Nr. was mich ablenken würde. 4-5. Dann kam mir in den Sinn. Auf einmal stand ich in der Strasse.

Ich hätte nach Mandatsnummer oder dem Alter des Mandats gehen können. Da ich reichlich Zeit hatte. Der 27. 25 Prozent aller Leichen (Mandate mit erkennbarem kriminellen Hintergrund. Anm. oder nach der Grösse der Vermögen. einen Beweis nach Vaduz zu liefern. Ich entnahm ihn und fuhr mit dem Taxi in Richtung Wohnung. um die in Vaduz zu überzeugen. Januar kam und ich stand schon als erster Kunde vor der Berliner Sparkassenfiliale. mit oder ohne Mitwirkung der LGT Gruppe). Die Frage war nun. die ich im Brief vom 7. eine eins zu eins Kopie des DLT-Tapes. Ich schloss die externe Master-Harddisk.und Deutschen Kunden). wie viel von den hunderttausende Dokumenten ich als Beweis auf externe Datenträger.03 an Hans-Adam unter Punkt V. an welchem Datum ich 2002 das Back-Up-Tape entwendet hatte und sie anhand solcher Dokumente den Tag sehr genau hätten errechnen können. Das sollte genügen. Bis heute weiss niemand in Vaduz. Darin waren auch alle jene Mandate (von US. Für eine gute Weile musste ich die Software für die Entschlüsselung laufen lassen. Dann wählte ich Daten aus fast allen Kundendossiers aus und brannte diese unverschlüsselt und unkomprimiert auf vier neue CDs mit jeweils 700 MB Speicherplatz. Ich inkludierte alle PEP-Mandate sowie auch ca. wobei ich mich ca. nicht mandatspezifischen Dokumente auf die CDs kopiert. geschildert hatte. Erst dann konnte ich die Daten lesen. 10 Prozent der Gesamtmenge aller Kundendaten auf die CDs brannte. wenn ich ca. da ich nicht preisgeben wollte. an den Laptop an. die ich irgendwie nach Vaduz befördern musste. welche und wie viel interne Dokumente in meinem und nun im Besitz der ausländischen Strafverfolgungsbehörden sind. Sicher ist Sicher. oder nach einer eigenen Liste der dicksten Leichen im Keller oder PEPs (Politisch exponierte Persönlichkeiten oder Parteien).auch kein leichtes Leben hatten. Was den Letzteren immer noch zum strategischen Vorteil dient. 800m Meter davon entfernt absetzten liess. Nach langem Grübeln entschloss ich mich am Montag. fand ich es genüge. 268 . wo ich meinen Laptop im Safe verstaut hatte.: Mit Absicht hatte ich keine der massenhaften INTERNEN.1. brennen sollte. + VI.

Er wohnte noch im Ländle. dass sie meine Entwendung des DLT-Tapes und somit den Besitz der Daten offenbar kategorisch abgelehnt hatten. Erst viele Monate später. da das Paket verloren gehen könnte. Nach Vaduz zu reisen? Logischerweise NIE. Viele Möglichkeiten hatte ich ja nicht. ohne die Daten und natürlich mich selbst in Gefahr zu bringen. Zudem hatte ich ja vor. Und zwar eingegliedert in eine Rechtsanwaltskanzlei oder ähnlichem.590 Gigabyte. Eine Frau Namens Frenkel gab mir die Öffnungszeiten bekannt und ich bedankte mich brav. musste ich in meinem Denken und Handeln berücksichtigen. Ich war mir ganz sicher. die Daten auf den CDs zusammen mit Instruktionen Hans-Adam zukommen zu lassen. Das grösste Problem für mich war. wer der nicht residierende Botschafter von Liechtenstein in Deutschland war. Ich hätte diese vier CDs auch aus Sicherheitsgründen verschlüsseln können. wenn ich von meinem Plan überhaupt nichts im Voraus erzählte. In der Mohrenstrasse 42. dass ich an der Fähigkeit der IT-Abteilung der LGT gezweifelt hätte. in Berlin – 10117. da ich vermeiden wollte. Ich fuhr mit dem Lift 269 . dass noch mehr Zeit verloren ging und unvorhergesehene Störungen erst gar nicht aufkommen konnten. Hatte sich ja gezeigt. Aber die Tatsache. Das kleine Liechtenstein hatte ja eine eigene Botschaft in Berlin. Schliesslich fand ich eine Lösung. dass hier die Botschaft Liechtensteins angesiedelt war. siedelte er um. als Liechtenstein eine Villa in bester Lage in Berlin kaufte. Ich erinnerte mich. musste ich die Umgebung genau inspizieren. sodass er mittels einem seiner Computer im Schloss die Dateien ohne Probleme öffnen könnte. Per Einschreiben die Ware versenden? Zu grosses Risiko. obwohl relative neu. Am Besten wäre es. entschied mich aber dagegen. dass die von der Botschaft nichts von dem Drama der vergangenen 14 Tage wussten. Bevor ich dort aufkreuzen wollte. Ich rief die Botschaft an und meldete mich unter dem Namen Sebastian. Zudem würde eine solche Sendung über den Schweizer Zoll gehen. Nicht. verschlüsselte Daten mittels mitgelieferter Entschlüsselungssoftware lesbar zu machen. was auch nicht wünschenswert war. die CDs sicher bei Hans-Adam abzuliefern.Das Total der Daten auf den vier CDs erreichte dann genau 1. Es war ein nicht gerade schönes Bürogebäude. Eine kleine Tafel informierte die Passanten. Jemand von dort nach Berlin zu beordern? Keine gesunde Idee.

Ich bitte Sie. Alles OK. Die würden auf ihren Anruf warten. gemäss seinen Wünschen auszuführen. der für unseren Fürsten. 9490 Vaduz. rein.D.D. da die Daten unverschlüsselt sind. Vielen Dank und auf Wiedersehen. ging ich in ein Internetcafé und schrieb von meinem eigenen Emailkonto aus aufs Schloss. Ich betrat das Büro und fragte nach Frau Frenkel.01. Mohrenstr. das Schloss in Vaduz oder die persönliche Handynummer S.01. Darauf notierte ich: FL-Botschaft. Ich bitte Sie.D. dass ich den Auftrag hätte.D. An S.alles innerhalb von 2 Minuten. einen brannte ich auf CD. Schloss Vaduz.2003 .in die angegebene Etage und schaute mich um. Am Mittwochmorgen packte ich die CDs in ein Kuvert und schrieb mit dickem Filzstift drauf: Bitte Aushändigen . Ich danke viel Ihnen vielmals und verbleibe mit freundlichen Grüssen H. Es sind Datenträger im Umschlag. dass ein Umschlag mit Daten S. Kieber. Dieses Kuvert verklebte ich mit breitem Paketklebeband und steckte es in ein grösseres Kuvert. bitte ich auf jeden Fall den Umschlag mit Diplomatenpost nach EL zu versenden. Keine vielen Sätze. Liechtenstein. H. Ich entschloss mich. Auf der Rückseite: H. täuschte ich vor.An die Liechtensteinische Botschaft z. Wenn S. 10117 Berlin. Fürst Hans-Adam. das Fürstenhaus gleich anzurufen. die CDs spätestens am Mittwoch. Frau Frenkel. Sie wollte noch was fragen. den 29. Sie kam und ich sagte ihr in wenigen Worten.Persönlich/Vertraulich. abgegeben worden ist. Ich vermerkte lediglich. S. Ich entfernte mich so schnell es ging von der Botschaft. Am Dienstag.D.Sehr geehrte Frau Frenkel. 42. ohne Ankündigung bei der Botschaft abzugeben. In der Beilage erhalten Sie einen Umschlag.K. F. Hans-Adam der II. die Weiterleitung an S. dieses Paket hier abzugeben und sie zu bitten. Um ganz sicher zu gehen. Mohrenstrasse 42 . Hd. Rauf.D. 28. 00423 xxx xx xx gleich anzurufen und mitzuteilen. Anschliessend brachte ich den Laptop zurück in den Banksafe. dass Hans-Adam die Ware bekommen würde. bestimmt ist. raus .01. einen von Hand. aber ich war schon auf dem Sprung hinaus. den 28. eine Abholung per Gesandten nicht wünscht. fertigte ich zwei Briefe an. Frau Frenkel. Ich begab mich zu dieser Adresse und fuhr mit dem Lift hoch. dass gerade 270 .Kieber.10117 Berlin . runter.

dass ich noch bis zum Montag. die einseitig von ihm erwünscht wurde und von seinen eigenen Experten formuliert wurde. Dank der IP-Adresse könnte er dies herausfinden. Bitte. Insbesondere in Sachen Richterernennung. dann Microsoft nennen könnte -OZE. Ich war mir sicher. Die Abstimmung war für März 2003 geplant. da die Daten unverschlüsselt wären. nachzuprüfen. Ich wollte dieses mal Hans-Adam die technische Möglichkeit geben. dass ich etwas anderes finden würde. dem Notrecht und anderen grundstaatlichen Pfeiler wurde heftig im Land gestritten. er OZA. Er sei sehr beunruhigt darüber und Petra bat mich darum. Er sagte auch. Hans-Adam hatte mehrfach damit gedroht. Es hatte natürlich einen Grund. er solle sich gleich darum kümmern. – 30. Februar bleiben konnte. warum ich für diese Mitteilung nicht das gemeinsame Emailkonto auf catholic. dass ich bei ihr in Untermiete war. Petra hatte ihrem eifersüchtigen Schatz erzählt. Eine neue Verfassung.Datenmaterial für Hans-Adam bei der FL-Botschaft in Berlin abgegeben worden war. würde dem Hans-Adam noch nie da gewesene Macht verleihen. den 03.org verwendet hatte. 271 .dass sich das Ländle seiner Meinung nach. der Auflösung des Parlaments. etwas anderes zu suchen. dass der Ball wieder bei Hans-Adam lag.mit Sack und Pack (Familie und Bilder) nach Wien auswandern würde -OZE. dass – falls er nicht die Mehrheit der Stimmen bekommen würde. Mit der Zuversicht. The Show must go on! Hans-Adam und seine Familie waren in der Endphase des erbitterten Abstimmungskampfs über die neue Verfassung für Liechtenstein. ob meine Email wirklich aus Berlin kam. begab ich mich erleichtert auf den Heimweg. OZA. Was konnte ich da noch erwidern? Ich erreichte. Den Namen „Liechtenstein‚ nehme er ja mit (nach Wien). VADUZ 25. Unangenehme Nachrichten gab es aber dann bei Ankunft. Januar 2003 Mit einer Mischung aus Angespanntheit und Verdrängung ging man in Vaduz mangels neuer Nachrichten in der Causa Kieber dem gewohnten Gang der Dinge nach. und -bestätigung.

Die Befürworter und Gegner waren in ungefähr zwei gleichgrosse Lager geteilt. die sich offen gegen die neue Verfassung stellten. Alois ordnete an. 272 . Er fragte. Hans-Adam hatte immer schon eine hinterlistige. exekutierte man eine Razzia in zwei Wohnungen in Balzers. keine zehn Minuten nachdem auf Schloss Vaduz eine neue Email von Kieber geöffnet und gelesen wurde.Kieber‚. bösen Wolken am Himmel über Liechtenstein. stellte die Sekretärin im Schloss den Anruf zum Bürotisch von Erbprinz Alois durch. Trotzdem erlebte die Mehrheit der Liechtensteiner wie anmassend und verletzend Hans-Adam mit einigen Bürgern und demokratisch gewählten Politikern umging. ob Hans-Adam anwesend sei. Gemäss Frau Frenkel soll es sich um einen "Kurier" gehandelt haben.01. Fürst Franz-Josef und Fürstin Gina. die Leitung sei relativ sicher. Man verneinte dies. die wie ein Hurrikan über die Menschen herabstürzen würden sobald das Blaue Blut abzieht. um seine (politischen) Gegner mit Worten zu verletzen. erlebten blanken Horror. solange er die Fiktion der aufziehenden. rief der Liechtensteiner Botschafter aus Berlin an. Um eine mögliche Kontrolle zu vermeiden. in den Köpfen vor allem der älteren Bevölkerung frisch hielt. den Umschlag NICHT zu öffnen und bat den Botschafter so schnell wie möglich die Ware persönlich nach Vaduz zubringen. Am Montag. Ich verbinde vor allem wunderschöne und persönliche Erinnerungen mit den 1989 verstorbenen Eltern von Hans-Adam. solange konnte er sich einem Sieg sicher sein. Ich selber war ja ein Monarchist. Man bat ihn diesen am Telefon vorzulesen. Es wurde nichts gefunden.. Hans-Adam kalkulierte sehr clever. den 29. was dieser verneinte. Dann aber am Mittwoch. solle der Botschafter den Diplomatenkoffer als Transportmittel für die Daten verwenden. Man wartete. Insbesondere die. Dieser fragte den Botschafter. Ein Diplomatenkoffer kann von Deutscher Seite aus nicht inspiziert werden. Auf Grund der ihr bekannten Sachlage.01. bis die Bewohner nicht anwesend waren. Auf der Rückseite stehe „H. Er habe ein versiegeltes Kuvert für Hans-Adam in den Händen. sehr perfektionierte Strategie. den 27. ob er Kieber gesehen hätte. Wirkliche Gegner waren es aus seiner Sicht ja eh nicht. Und dazu einen handgeschriebener Brief. Er las ihn vor. Man kenne die Person. nicht. Beide waren ein ganz anderer Menschenschlag. die den Umschlag abgegeben habe. Er wusste.

Die CDs wurden im Schloss vom Botschafter abgegeben und vom Sekretariat bis auf den nächsten Tag in einem Safe eingeschlossen. Bis dahin sollte der Botschafter angekommen sein. Er wunderte sich etwas über die grosse Aufmerksamkeit. dass Kieber angeblich CDs mit LGT-Kundendaten der US-Botschaft gegeben hätte und die Amis sich nun gemeldet hätte. Einige Mitglieder des KKZ gerieten kurzzeitig in Panik. Es wurde eine Sitzung des KKZ für Donnerstagmittag. die er da erleben durfte. Als gebildeter Mann konnte er sich schon einiges nahe der Wahrheit selber vorstellen. dass die Daten echt seien.Bei nächster Gelegenheit wurde Hans-Adam von seinem Sohn informiert. anschliessend die Mitglieder des KKZ. warteten alle gespannt auf den nächsten Tag und was ihnen Hans-Adam berichten würde. Erleichtert. 13 Uhr anberaumt. Es folgten ein paar klärende Telefonate zwischen dem KKZ. Er wurde weder von HansAdam noch vom KKZ je aufgeklärt. Irgendjemand hatte gesagt. den 30. dem Büro des Regierungschefs und dem Schloss. dass man davon ausgehen müsste. dass es sich um die eigene Botschaft und nicht die der Amis handelte.01. da sie in der Hektik etwas missverstanden hatten. 273 . weil Hans-Adam selber beim Öffnen der Datei anwesend sein wollte. Weiterhin wurde gesagt. Nach Ankunft in Zürich am Donnerstag. wurde der Botschafter von Chauffeur Kaiser abgeholt und direkt aufs Schloss gefahren.

Er stelle also die Kopien her und fuhr sie hoch zum Schloss. Er verstand es so. Während eines Telefongesprächs mit dem Schloss öffnete man unter strengen Sicherheitsvorkehrungen das kleine braune Paket. Mit jedem Klick. dass man die CDs aufs Schloss bringen sollte. dass seine Polizei Ende Januar 2003 irrtümlicherweise die Original-CDs behielt und diese seit damals in ihrem Safe aufbewahrte und er nur eine Kopie erhalten hatte. mit jedem Öffnen einer Datei 274 . Ich kopierte diesen Vermerk und schickte es mit einer Kurznotiz Anfang September 2003 Hans-Adam zur Kenntnisnahme ins Schloss. Hans-Adam verlangte dann sofort. dass Kieber ihm anstelle der behaupteten Daten einen Computervirus. oder noch schlimmer. Ein Virencheck wurde durchgeführt: alles clean. Die Originale würde er dann (ungesehen) bei der Kripo im Safe lassen. Kieber habe die Daten nicht. da er ausser Lande war. Oben im Schloss hatte niemand bemerkt. eine Briefbombe geschickt haben könnte. Nein. Im Hinterkopf der Hochwohlgeborenen muss es wohl immer noch das Hirngespinst gegeben haben. Januar 2003 Zu ungewöhnlich früher Stunde waren Hans-Adam und sein Sohn in ihren Büros schon sehr aktiv. Es wurde die erste CD in das Laufwerk gelegt. Diese brachte das Paket in ihre Spezialabteilung unten im Polizeigebäude. nur vier brandneue CDs.KAPITEL 10 Heinrich! Mir graut’s vor Dir. dass er eine originalgetreue Kopie der CDs brennen und diese zum Schloss bringen sollte. VADUZ 31. Ich erfuhr davon per Zufall. Hans-Adam kam auf die übergeschnappte Idee. Da weder er noch sonst jemand aus seiner Familie sich die Finger verbrennen wollten. sich die Dokumente auf der CD anzusehen. Der Bankdirektor konnte nicht anwesend sein. rief man die Kriminalpolizei zu sich. als ich im Spätsommer 2003 einen diesbezüglichen kleinen Vermerk der Polizei in einer anderen Aufzeichnung gefunden hatte. Anm.: Hans-Adam wusste bis zum Spätsommer 2003 nicht einmal. kein Sprengstoff drin. dass die gelieferten CDs gerade erst frisch von der Kripo gebrannt worden waren. Kein Virus. Er wollte von den Original-CDs eine Kopie erstellen und diese der LGT zur Prüfung geben. Doch es gab ein Missverständnis zwischen der Sekretärin vom Schloss und dem ranghohen Beamten. Er untersagte er seiner Polizei.

dass sie seit sie Kieber in Deutschland via Interpol „zum Abschuss‚ freigegeben hatten. dass er keine Daten habe. Sie baten einen Blick darauf werfen zu dürfen. wo Blaublut machen konnte. anzuschauen. durfte die CDs im Detail inspizieren. Der Professor war der Erste. bis man sich auf dem Schloss wieder beruhigt hatte. Hans-Adam war zuerst dagegen. als ihm und seinem Sohn klar wurde. der die Daten selber nie einsehen durfte (und auch in dieser Situation nicht zu Gesicht bekam). Die Magensäure musste sich hoch gefressen haben. weil Kieber die Daten hatte. Es muss eine sehr absurde Situation für sie gewesen sein. Die anderen Mitglieder des KKZ wollten nicht glauben. Die anderen Anwesenden durften aus gutem Grund nur 275 . nein. dass er sie doch gewarnt hatte. dass Kieber die Daten hatte. an ihrem Grabstein meisselten. der Druck im Kopf stärker. nichts in Sachen inoffizielle oder offizielle Jagd und Hetzte auf Kieber zu unternehmen. da er Angst hatte. Insbesondere die LGT musste natürlich mit eignen Augen sehen. nicht bei der LGT Treuhand. konnte sein Kopfschütteln nicht verbergen. dass er von seinen Untergebenen im Land und der Führung der LGT komplett falsch informiert worden war. Der Professor. die Daten ohne grosses Aufsehen auf ihren eigenen PCs zu laden. Drei Stunden später beschloss er. was ihnen abhanden gekommen war. jedoch hatte er. was es wollte. aber HansAdam wünschte sich in die Zeiten Napoleons zurück (übrigens erst dank diesem Kaiser ging es mit den „von Liechtensteins‚ steil bergauf). den Hans-Adam zu sich rief. Es dauerte einige Stunden. Die genauen ersten Worte sind nicht überliefert. nur eine auf dem Schloss neuerstellte Kopie der CDs auf einem Computer des KKZ öffnen zu lassen. Es war aber kein Schütteln. Nicht unbedingt ganz nachvollziehbar. Aber nur eine Person aus dem KKZ. die Augen grösser. Von diesem Zeitpunkt an hörte Hans-Adam ein wenig mehr auf den Professor. solange man mit ihm reden könnte und solange man nicht zu 100 Prozent sicher war. Besonders mit Leuten wie Kieber. er wagte zu bemerken. die LGT sei nicht in der Lage.wurden die Gesichter länger. Man schlug dem Hans-Adam vor. die vier CDs gemeinsam bei der LGT Bank. wie immer. das letzte Wort. ER HATTE DIE DATEN! ER HATTE DIE DATEN! Der Mistkerl hatte die Scheissdaten! TONNENWEISE! Augenblicklich wurde Hans-Adam bewusst. die dorthin von der LGT gesandt worden war. Psychologischer Beistand war jetzt gefragt.

um zu verhindern. die sie prinzipiell nichts angehen. dass allen Anwesenden kotzübel wurde.590 GB.obwohl auf jeden Fall alle auf seiner Seite waren . Er wollte Verhindern. geistesgestört und mit hoher Gewaltbereitschaft gebrandmarkt hatten. indem man schreiben würde dass Kieber nicht in Berlin sondern in Basel sei. könnte man nach Deutschland eine neue Interpolmeldung senden. dass man meldete. wären falsch gewesen. in der Mitte die Justiz und an der Spitze die Regierung zusammen mit der LGT einzugliedern waren. Polizei und Regierung . Hoppla. Ich kann auch berichten. Die LGT Person errechnete das Total der gesamten gespeicherten Datenmenge auf 1. da fehlen ja 0. Es machte keinen Sinn. Z. wobei auf einer Skala unten die Polizei. dass fremden Augen.287 GB. Diese waren verblüfft und geschockt. Er wusste ja nicht. Oder ein anderer Vorschlag war. man hätte Kieber verhaften können und es daher keine Anhaltspunkte mehr gäbe. Anm. Die Wahrscheinlichkeit das Deutschland Kieber aktiv suchen würde. Und darüber noch nachschoben. dass die deutschen Behörden Kieber finden würden. worin man die erste und zweite Meldung korrigierte.287 Gigabyte. keine neue Meldung in Sachen 276 . dass die deutsche Polizei eine in deren Augen sicher „seriöse‚ Meldung mit solchem Inhalt nicht einfach links liegen lassen würde. hatte Liechtenstein selber massiv gesteigert. Man holte sich die Verantwortlichen der IT-Abteilung. dass deutsche Bürger (Helmut R. indem es Kieber als bewaffnet. Etliche Varianten wurden diskutiert.: Achtung! Man rechne: In Berlin abgegeben: 1. dass die Polizei eine eigene Kopie im Safe schlummern hatte. und sein Schwager) angeblich in "Lebensgefahr" seien. Die Hinweise. Die KKZ beriet was man tun könnte. die Interpol Vaduz erhalten hatte.flüchtig einen Blick auf die heisse Ware werfen. namentlich die der Justiz. beim KKZ angelangt: 1. die seiner Meinung nach schlimmsten Mandate für die neue Kopie wegzulassen. Warum sollten sie auch nicht? Man kann ruhig sagen.B. also über 300 MB.Dinge sehen. dass einzelne Personen aus der Kripo später die Daten in der Tat gemustert hatten. Man war sich in Vaduz sicher. ihn in Berlin zu vermuten oder gar zu suchen. Man hätte die Städte verwechselt. Am Ende wurde beschlossen. Wo sind die denn hin? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Hans-Adam muss angeordnet haben.303 GB. übermässig auf die IT-Leute einzudreschen.

Kieber an Interpol Wiesbaden oder sonst jemanden in der EU zu senden.04 Uhr in das Emailkonto zu stellen. den folgenden Text um 20. Ein anderes. Hirn verbrennendes Gefühl machte sich innerhalb des KKZ breit. 11:30 BERLIN 31. Ich vermutete. Weitere Infos hier am Montag. die der neuen Lage entsprach. Nach einem sehr langen und harten Tag ordnete Hans-Adam an. nun war es so. Januar 2003 Den ganzen Tag zerbrach ich mir meinen Kopf darüber. Man kam zum Schluss. Dies darum. eine Strategie zu entwickeln. Ich ging die Liste der Länder durch. Langsam aber sicher sank die Erkenntnis in den Köpfen. was Liechtenstein wohl alles mit der „Variante 2‚ ausgelöst hatte. die ich auf dem Landweg erreichen könnte: Österreich? Nein. da ich wusste. ca. um mich zu finden und mich dann den deutschen Behörden zu übergeben. selbst bei HansAdam. Das ursprüngliche Ziel aber bleibe weiterhin bestehen: die Daten und den Kieber sicher nach Vaduz bringen. ein. Aber wohin nur. Alles abgewogen. weiter im Solde Hans-Adams stehen würden.w. zu sagen. Grenzüberschritt zu 277 . dass Kieber im Moment sicherlich sehr gut auf sich selber aufpassen konnte und einem Zugriff der deutschen Behörden zu entgehen wusste. wieder mit Kieber zu reden.s. 03. Schweiz? Nein. koste es was es wolle. dass eine erneute Meldung nur die Aufmerksamkeit auf den Fall lenken würde. Man entschloss sich. dass die Schnüffler nicht zurückgepfiffen worden waren. ihm aber nichts über Interpol u. Vor ein paar Tagen noch wollten viele den Kopf von Kieber rollen sehen. dass sie ihm „zu Hilfe‚ eilen mussten. dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein würde. mit all den Daten und Papierdokumenten? Ich konnte keinen internationalen Flug buchen. Der Professor wurde beauftragt.02. dass ausgerechnet mein Pass oder die ID am Flughafen durch das Lesegerät gezogen würden und dann das Chrom der Handschellen blitzen würde. damit er nicht noch aufgewühlter würde.2003. entschloss ich. dass Kieber mit seiner Argumentation zu Gunsten einer Schutz-ID eigentlich Recht hatte. Berlin zu verlassen. weil man befürchtete. sondern im Gegenteil. Material ist angekommen. zu nah an Liechtenstein.

Eine Möglichkeit wäre. Da keine aktuellen Angebote für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam vorhanden waren. ob es mir den soooo gut in Berlin gefallen würde. Oder mit dem Zug bis an die Grenze zu fahren und dann weiter schauen. Eine eigens dafür neu eröffnete Emailadresse sollte als Kontaktmöglichkeit zu mir dienen. wo private Kfz-Besitzer Mitfahrer für bestimme Strecken und Tage suchten (Mitfahrzentrale oder Mitfahrgelegenheit). Dazu zählten auch die Nationalität und die Nummer des Reiseausweises. Polen oder sonst wo in den Osten? Nein. zu lange Fahrt (und mir war schon kalt genug in Berlin). jetzt im hässlichen Winter? Nach dem Essen suchte ich eine Internetbude aus meiner Liste aus. Ich recherchierte im Internet nach den Transportmöglichkeiten dort hin. kurze Teilstrecken mit so genannten Kaffeefahrten innerhalb Deutschlands zu buchen. trug ich mich unter einem Pseudonym als suchender. Lag nahe an der Grenze. Für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam ab der ersten Februarwoche 2003. Leider war es Vorschrift. Ich schrieb an drei Angebote und suchte dann nach einer Wohngelegenheit im Netz. Frankreich? Nein. heute am späten Abend nochmals ein Internetcafé aufzusuchen und nachzuschauen. ob ich Erfolg hatte. zahlender Mitfahrer ein. der diese Regel nicht auf der Firmenwebseite hatte. Holland? Ja. Aha. Holland. Ein kurzer Blick auf die Landkarte und Münster sollte es sein. 278 . Günstig und schnell könnte ich mit den Busgesellschaften fahren. am Ziel auszusteigen und einfach die Rückfahrt nicht mehr anzutreten. Ich lud Petra zum Abendessen ein und wir gingen in ein vor ihr gewähltes Restaurant. Das schien mir die beste Lösung zu sein. auch keine Alternative. Ich fand keinen Anbieter.riskant. dass ich ein anderes Zimmer in Süden Berlins gefunden hätte und am kommenden Montag ausziehen würde. Schnell fand ich eine passende Unterkunft. dass alle Firmen vor der Abfahrt genaue Angaben zum Passagier einsammeln und speichern mussten. vor allem Münster. Haufenweise in andere deutsche Städte. nach Schweden? Nein. klar – ist ja eine grosse UniStadt. Leider kein Angebot für eine Mitfahrgelegenheit nach Holland. Ich entschloss mich. Gepäck: ein grosser und ein kleiner Koffer. Sie freute sich für mich und fragte nach. Warum nicht? In Amsterdam war ich noch nie. die regelmässige Touren von Berlin nach Amsterdam anboten. Ich sagte ihr. nicht mein Favorit. Nordwärts. Per Zufall stiess ich auf Webseiten.

Super. damit er sicher gehen konnte. Jetzt nur noch die Fahrt dorthin. schaute ich schon morgens früh am Samstag. wenn er dann das Fahrgeld schon tags zuvor erhalten hätte. Um ca. liess seinen Text stehen. Der Zweite war sehr freundlich und sagte mir zu. Meine Hoffnung stieg. Ich schrieb Hans-Adam nichts zurück. Sie sei dann in München. Wenn auch nur in mikroskopischen Schritten. dass ich auch zum Treffpunkt kommen würde und er nicht verarscht würde. Zwei der drei Kontaktierten hatten geantwortet. nähe Bahnhof Zoo abzuholen. mich am Montag pünktlich um 12 Uhr vor dem Beate Uhse Sexladen. die verdammten Verbrecher Roegele & Co. Ich hatte ja Zeit bis Montagmittag. 23.02. Der Fahrkostenanteil war so um die 30-40 Euros. Ich musste einen guten Eindruck bei ihr hinterlassen haben. Samstag schon abreisen würde. dass sich jemand so schnell meldete. der ihr kleines möbliertes Zimmer in einer WG für den ganzen Februar 2003 für 170 Euro mieten möchte. Ich notierte mir ihre Telefonnummer und rief gleich an. Auf meine 279 . Tausend Dank! Ein Problem weniger. hinter Gitter zu bringen. da sie das Angebot erst vor ein paar Stunden ins Netz gestellt hatte. war ich dann wieder erleichtert. dass ich meinem Ziel. Februar 2003 Moralisch gefestigt. dass ich das Richtige getan hatte. einer gespart. dass sie morgen. wieder etwas näher gekommen war. da sie sogleich zusagte aber erwähnte. Die 170 Euro müsste ich auf ihr Konto bei einer Sparkasse in München einbezahlen.3. dass er zum Treffpunkt kommen würde.. Sie war froh. Der Eine würde schon am Sonntagabend von Berlin losfahren und der Andere am Montag um die Mittagszeit.00 Uhr las ich die Mitteilung von Hans-Adam. Sie musste nach München gehen und in den harten Zeiten einer Uni-Studentin. wie kann ich den sicher sein. Er hängte das Telefon einfach auf. BERLIN 1. ob ich Erfolg mit der Mitfahrgelegenheit hatte.Eine Iris aus Münster suchte jemanden. Mann. im Internet nach. Ich schlief beruhigter wenn auch zu später Stunde ein. bei ihrer Familie. noch vor der Abfahrt haben. ist jeder Euro nicht ausgegeben. Sie vertraue mir. Ich wandte ein. Der Erste wollte die Kohle jetzt gleich. Bei Ankunft in Münster sollte ich an der Haustüre klingeln und man würde mir die Schlüssel geben. Ich rief beide an. den 01. sagte ich.

Genau um 14.nein . Da meine Abreise und die neue Bleibe geregelt waren. auf Grund der nun vorliegenden Lage möchte ich folgendes mitteilen: wir haben 2 Möglichkeiten. dass ich nach Vaduz kommen sollte. ihm eine Nachricht zu schreiben. Gerne wäre ich hier geblieben.11 Uhr drückte ich die Entwurfsspeichertaste im Emailkonto. A) wir lassen die Situation wie sie jetzt ist: ° sie helfen aktiv mich zu fassen. Ich hatte irgendwo gelesen. ° abgesehen von den unrechtmässig entwendeten Daten bin ich als unschuldig anzusehen‚ solange bis das Gegenteil bewiesen ist. um den Schaden für sich selber so klein wie möglich zu halten. dass ich reisebedingt in den kommenden Tagen nicht ins Netz kann. ° alle Beteiligten suchen nach dem besten Weg. hatte ich wieder Zeit. Der Abschied von Berlin war nicht einfach. ob sein Auto gross genug für meine 2 Koffer wäre. und dann alles auf den zwei Stockwerken benutzten. 20 Euro eine Tageskarte kaufen. dachte ich. nicht das ich mich davon scheue .alleine grundsätzliche Entscheide fällen muss. empfand ich stets als eine Art Sicherheit. An der Hasenheide am Herrmannplatz.nachdem nun alles offiziell und amtlich ist .nur die Zeit wird knapp.zu verhindern. mich dem Thema Hans-Adam zuzuwenden. ich habe ihre Nachricht erhalten.wie so oft in meinem Leben . ° ich bin nun in der Situation. sagte er „Null Problemo‚. ° ich versuche das . Um zu vermeiden. Ich konnte mich mittlerweile gut in der Stadt bewegen und dass die Amis und die deutsche Regierung hier waren.Frage hin. B) wir finden einen Weg aus dem Drama: ° das ich nicht zurückkehren kann . dass er wieder vorschlägt. 280 . und auch auf Grund der Möglichkeit. Sehr geehrte Herren. Nebst der geistigen Fitness. Es würden nur er und ich im Wagen fahren.verstehen sie sicher. Wobei jeder seine diesbezüglichen Möglichkeiten nutzt. es wäre besser. dass heute die Eröffnung eines neuen Fitnesstempel sein würde. Ich suchte ihn auf und konnte für ca. wo ich . wollte ich auch körperlich am Ball bleiben.so lange es geht .

dass man dann ein Treffen mit einem wirklich Informierten organisieren kann. sehr begrenzter Kreis von Menschen dieses Emailaccount samt Passwort kennen. meine Hoffnung ist es zurzeit. was ihr und mein Ziel ist. dass ich mich erst in der 2. oder? Mit diesem Text. bitte Text markieren und für sie ausdrucken. meine Anwesenheit in diesem Land (Deutschland) hier offensichtlich IHR grösstes Problem darstellt. Da u. nach Hause zu kommen) oder einer Flucht nach hinten.a. aber . Löschen sie dann bitte einfach diesen ganzen Text. ° in diesen Tagen schwanke ich zwischen einer Art flucht nach vorne (was nicht beinhaltet. den 02. so glaubte ich. Bei Variante A) bitte ich Sie nichts mehr hier hineinzuschreiben. FebruarMonatshälfte hier wieder melden kann. dass nur ein sehr. Ich hoffe Sie können dies alles nachvollziehen und ich verspreche Ihnen.° ich habe nichts mehr zu verlieren! es klingt zwar wie ein Spruch aus einem billigen Film. dass sie einen solchen Anlass als Gelegenheit für das Ziel von Variante A) missbrauchen könnten. H. dass ich mit den Daten unter keinen Umständen (mit einer Ausnahme) etwas unternehmen werde.. versuche ich samt den Unterlagen (die Originaldokumente machen mir zu schaffen) dies zu ändern. K. bevor es zu einem 4Augengespräch gekommen ist. Sie war an diesem Wochenende nicht weggefahren. Bei Variante B) kommt es drauf an.02. aber ich möchte nicht mehr über das Telefon oder hier Tagelang kommunizieren. um unter 4 Augen zu sprechen. nicht mal das Sie die „Variante A)‚ wählen oder wünschen. Auch hoffe ich. gab es noch das letzte gemeinsame Frühstück mit Petra. Danach 281 .trifft dies genau zu.wenn ich meine Situation anschaue . natürlich bin ich mir bewusst. Es kann also sein. sollte für alle wieder grösstmögliche Klarheit herrschen. Am Sonntag.B. N.

suchte ich den Sexladen auf. bis mein Fahrer an der Strassenseite vor dem Beate Uhse Laden anhielt. Der Bahnhof war ca. Er setzte mich in Münster vor dem Haus mit der Adresse von Iris ab. dass er morgen auch fährt. Vorbei an Mülltonnen zog ich mein Gepäck hinter mir her zum Hauseingang. nicht unterscheiden können. Das Fenster war genau auf der Höhe der Bahnlinie. Ich nickte und er zeigte mir das Zimmer von Iris. Alles beim Alten.02. um ganz sicher zu gehen. die Wohnung lag im dritten oder vierten Stock und kein Lift. Einer der Mitbewohner war zu Hause und fragte mich. den 03. ob ich „Gerhard‚ sei. an dem ich Berlin etwas entspannter geniessen konnte. Von dort bestelle ich mir ein Taxi. stand ich schon davor. Dort angekommen. Ich räumte mein Zimmer auf. sodass ich am Montag ohne Verzögerung den Treffpunkt finden würde. verstaute ich alles tief unten in den Taschen. Ein Bett. Es war der einzige Tag. spülte das Geschirr in der Küche ab. Klar. Ich bedankte mich und er verschwand im Verkehr. Petra war schon arbeiten gegangen. Auch rief ich den Fahrer nochmals an. schwarzen Laptoptasche aus Leder. grösser als in Berlin aber wiederum ohne Beine. musste ich nicht lange warten. leerte den Safe und gab die zwei Safeschlüssel zurück. präzise als die Glastüre der Sparkasse sich für Publikum öffnete. Ich schleppte die Koffer um die Ecke zu einer kleinen Berliner Kneipe. Small Talk war OK. Ich löste mein Konto auf. auf der Dammhöhe verlegt war. 500 Meter entfernt. die hinter dem Haus. das mich zum Treffpunkt bringen sollte. das aus alten Holzteilen 282 . ein Tisch. Wieder zu Hause. Man hätte mich von einem der wenigen Touristen.sowie Zimmerschlüssel für mich hinterlegt. schrieb ein Abschiedsgruss an Petra und liess die Haustüre hinter mir zufallen. Ich sah mich im Zimmer um. Der Computer verschwand in einer gepolsterten. Er half mir beim Einladen und ich bezahlte den gewünschten Anteil an den Fahrkosten in bar. Den Laptop und die anderen Sachen verstaute ich in einen roten Baumwollsack einer Bäckereikette aus Berlin. ein kleiner Fernseher sowie ein Bücherregal. Sie hatte einen Zettel mit der Bankverbindung und einen Wohnungs. Die Fahrt ging sehr zügig voran und mir lag nicht viel an tiefen Gesprächen. die um diese Jahreszeit in Berlin herumspazierten. Am Montag.

Ich drehte den dazugehörenden.mich eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder melden würde. die im früheren Leben einer Explosion zum Opfer gefallen worden sein musste. kräftig über mich selber zu fluchen. Aber in solch Situationen sind es oft ganz triviale Dinge. besser als gar kein Schloss. Eine Pizza und Cola fühlte den Magen schnell auf. Dennoch. Holz aus einer Kiste. sprich die Auseinandersetzung mit Hans-Adam. Ich hatte ja dem Hans-Adam berichtet. antiken Schlüssel zwei Mal um und inspizierte das Bad (dreckig). Aber nur hinsichtlich meines grossen Hungers. 283 . Ein Spaziergang durch die Einkaufsmeile von Münster brachte etwas Erlösung. hätte aber sowieso nicht angerufen. dass ich – reisebedingt . Es war schon nach 17 Uhr als ich dann diese Nachricht aus Vaduz lesen konnte: Erwarte Anruf unter bekannter Nummer heute um 17:00 Uhr. Dank der hohen Konzentration junger Studenten in der Stadt war die Anzahl von Internetmöglichkeiten blendend. Nicht dass mein üblicher Ärger. Nun gut. Diesen Termin hatte ich verpasst.zusammengehämmert war. dass ich in eine solche Lage geraten war. Ich packte meine Kleider aus und versicherte mich. Das Türschloss war eher primitiv. Ich hatte Hunger. dass alles LGT Datenmaterial gut verstaut war. Anlass genug sein sollte. Immerhin alles schön sauber. die Küche (noch schlimmer) und schimpfte über mich. Im Winter sehen alle deutschen Städte nicht sehr einladend aus. die einem anstrengender erscheinen.

Sie bedankte sich. Mein Plan war es ja. wollte ich von hier aus keine Email schreiben. setzte mich ins Foyer. Dass es trotzdem zehn lange Tage hier werden würden. Jeden Monat entdeckte sie auf dem Weg zum Bad oder in die Küche neue Gesichter. Ich hatte ja kein Konto in Münster. dein Freund und Helfer Diese schöne. geschichtsträchtige Stadt mit einer sehr alten Universität. einen Schalterangestellten zu überzeugen. dass ich das Geld unbedingt überweisen musste. Horrorgeschichten. Erst nach drei Anläufen in derselben Bank gelang es mir. Anschliessend spazierte ich in Richtung Uni. hätte ich mir am ersten Tag auch nicht erträumt. dass ich angekommen und alles OK sei. Ich musste zwei dicke Formulare ausfüllen und eine Gebühr von ca. da ich hier sicher sein konnte. Die einzige langjährige Mitbewohnerin sei auch verreist. Es war dann auch eine Mammutanstrengung die 170 Euro in Münster auf ein Konto der Sparkasse in München einzuzahlen. dass keine Staatskarossen aus Vaduz auf mich lauerten. Wie diffizil und unfreundlich einige Banken in Deutschland seien. jammerte sie hurtig. Bloss nicht. Ich machte mich auf den Weg zur Sparkasse in Münster. Sie kenne die anderen auch nicht so gut. Da Münster eine kleine und somit überschaubare Stadt war. Ich fragte sie.KAPITEL 11 Die Polizei. Ich erinnere mich noch genau an den feinen Kuchen. die zu dieser Zeit offenbar eine 284 . 35 Euro bezahlen. Dort auf dem Gelände gab es verschieden Kantinen und Cafeterias. vor allem aber keinen Anruf machen. Schreckenszenarios die offenbar jeder Deutsche zu erzählen wusste. war für mich nur ein Streckenposten auf dem Weg nach Amsterdam und eine kleine Oase der Ruhe. ob ich nicht einfach die 170 Euro ihrem Mitbewohner übergeben könnte. Keine Wurzeln zu schlagen. Meine diesbezüglich eigenen Erfahrungen in Berlin waren eigentlich gut. Sparkasse ist eben nicht gleich Sparkasse. Stundenlang beobachtete ich die wenigen Studenten. Sie hatte ein Konto bei einer Sparkasse in München aufgeschrieben. Ich kaufte mir einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Und meine Miete war bis Ende Februar 2003 bezahlt. Bis anhin waren es für mich nur Gerüchte. hier in Münster keine Ferien zu machen. Ich rief sie von einer Telefonzelle an und sagte ihr. die Holztische und dunklen Stühle. Am nächsten Tag musste ich der Iris die Miete bezahlen. Am Ende war die Kohle auf dem Weg nach München. da die Leute kommen und gehen. dass ich mein Wort gehalten hatte und auch für die Einzahlung der Miete.

suchte ich im Internet nach einer Mitfahrgelegenheit in eine der grösseren oder kleineren Städte im Umfeld von Münster (Ich kann mich noch so sehr anstrengen: ich bin mir heute – im Rückblick . verdrängte es aber gleich wieder. ohne etwas hineinzuschreiben würde das mögliche Risiko ganz beseitigen. Für mich war dieser Augenblick doch wie Ferien. die auf mich wartete.nicht mehr ganz sicher. Nicht mehr. Ich verbrachte auch viele Stunden im Bahnhof Münster. Keine Appelle.Pause hatten. Zuerst wollte ich dies an einem Computer in Münster machen. Auf jeden Fall war es in jener Stadt. zu erfahren ob man mir wieder eine Nachricht im Emailkonto hinterlassen hatte. Der Ausblick war auf den parkähnlichen Garten der Uni. meinen Standort preiszugeben. Abfahrt war jeweils früh am Morgen und Rückfahrt am späten Nachmittag. dessen Anfang verrückter nicht hätte sein können. wo mir dies nicht gelang. um abgelenkt zu bleiben. fühlte ich mich prächtig. Im Moment. Der Vorplatz war schön gestaltet. drängte sich sofort die Realität wieder auf. keine Staatskarre. Keine Drohungen. In der Mitte die Taxis. evt. Keine. Keine Befehle. was sich in den Köpfen derjenigen in Vaduz abspielte. Keine Fragen wo die Daten sind. dass er in Münster (oder im nahen Umland von Münster) lebte und 285 . das sich parallel zu meinem entfaltete. Er erzählte mir. Ich tippe auf Osnabrück. Keine Telefonate mit Hans-Adam. Da ich in Münster sozusagen inkognito war. Das Bedürfnis. wo ich einen Tag verbrachte. Hamm. Was hatte ich aber mit denen zu tun? Ein Tag. Nur Nachschauen. ob es dann Osnabrück. eine Art Regionalkommando. wo eine grössere Polizeistelle. wurde immer stärker. Dann wurde ich wieder von den Gedanken eingeholt und ich stellte mir vor. Ich fand folgendes Angebot: Ein Mann offerierte eine Mitfahrgelegenheit für vier bis fünf Mal pro Woche für die nächsten Monate. der Bundesgrenzschutz stationiert war. Was aber. Keine. Bielefeld oder gar eine andere Kleinstadt war. Eine Art kreisförmige Zufahrtsstrasse mit ein paar Geschäften auf der Rechten Seite. Da ich nur gute Erfahrung damit gemachte hatte. Nachsehen. Ein schönes Gefühl. wenn ich antworten oder gar telefonieren musste? Die beste Lösung war. dass ich dafür von Münster wegging. Es war wie ein anderes Leben. Ohne Gewähr). nicht weniger. Ich musste mich sehr anstrengen.

ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen. der an der Strasse zu dieser ungemütlichen Zeit stand. evt. Ich wusste ja. dachte ich mir. Ich weiss. er bejahte dies. erinnerte ich mich blitzartig. stand ich in der Kälte am Strassenrand gegenüber dem Haus wo ich wohnte. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr und eingekleidet wie für einen Trip auf einen Schweizer Gletscher. Tausend Gedanken schossen durch mein fast blutleeres Hirn. stoppte vor meiner Nase. es mag für euch Leser absurd klingen. woher aus der Schweiz ich komme. dass es ein deutsches Fabrikat war. Er fuhr sehr. Wir redeten über Verbrecher. fragte ich. Zum Glück war es drinnen so dunkel wie draussen. sehr früh jeweils von zu Hause ab.täglich zur Arbeit nach „Osnabrück‚ pendelte. Ich glaube mich zu erinnern. als würden mich ein Hirnschlag und ein Herzinfarkt gleichzeitig treffen. seinen Kindern und sogar seiner Arbeit. Die Fahrt muss zwischen 30 und 50 Minuten gewesen sein. eventuell mobilem Grenzschutz. dass er am nächsten Tag (es muss so um die 05. fragte ich. Für ein paar Euro könnte man mit ihm mitfahren. Mein lieber Vater. Vielleicht wussten sie. dass ich in Münster war. Ich fragte ihn. Sonst hätte er gesehen. Ich ahnte ja nichts von dem was kommen sollte.30 Uhr oder 06. wie mein Blut das Gesicht verliess und tsunamihaft runter in die Beine entkam. Ehrlich. Polizei? Polizei! Flink hatte ich das Gefühl. Er. Und er erzählte mir von seiner Familie. Was er den so mache. da fährt der deutsche Polizist in seinem Wagen mit einem falschen 286 . Super. Er konnte mich also nicht kennen. nennen wir ihn mal ‚Bruno‚. Ich stieg in seinen Wagen ein. Wann geht es los. Schmuggler. Er habe einen guten Rang erreichen können. dass er seine Variante 2 aktiviert hatte. Ich war ja auch der einzige Mensch weit und breit. Wir plauderten so daher und er fragte mich. die vielen Schweissperlen auf meiner Stirn. Nicht zu vergessen. dass ich voll in eine Falle gelaufen war. Dunkle Farbe. ich glaubte.00 Uhr gewesen sein) abholen würde. Ein VW Passat Kombi oder ein Opel Kombi. Drogen und die kläglichen Löhne bei der Polizei. aber es war Krieg zwischen mir und Hans-Adam. Ich gab ihm meine Adresse und er sagte. Nicht umgekehrt. Hatte etwas zu tun mit Grenzschutz. Ich erzählte von Zürich und dass ich auf Besuch in Münster sei und mir die Stadt Osnabrück anschauen möchte. sagte ich. ob er der Bruno sei. dass er seit Jahren bei der Polizei arbeitete. Aber es war doch ich der Bruno zuerst kontaktiert hatte. Er erzählte. Grau oder Blau.

Gleich nach Eintritt stand ich in einem Gang. „Nehmen sie doch bitte Platz und nennen sie uns ihren Namen und Anschrift. dass ich mit ihm am späteren Nachmittag auch zurück nach Münster fahren könnte. Er schritt auf eine Treppe zu. Ich lehnte das Angebot ab. sagte ich diesmal zu. Er zeigte mir den Weg aus dem Labyrinth im Innenhof und verabschiedete sich. An der Aussenmauer waren einige Polizeitransportwagen parkiert. offerierte er mir auf einmal einen Kaffee in seinem Büro (!). dachte ich mir und mir wurde noch schlechter. einer der in Wahrheit heiss gesucht wurde. er war kein Kommissar. Ein Publikumseingang war es nicht. Wir fuhren auf ein älteres mehrstöckiges Gebäude zu. dass ich sein schönes Angebot ablehnte. sein 287 . Es war definitiv kein neues. So genau konnte ich es nicht sehen. Jetzt wurde mir ganz heiss. ob und wie ich aus dem nun langsamer rollenden Fahrzeug springen sollte. Wir stiegen aus und ich lief ihm hinterher. Ich bedankte mich und versuchte meine flatternde Nervosität zu verbergen. wieder einmal Glück gehabt. Daher verwunderte es ihn schon.„Touristen‚ aus der Schweiz durch die Gegend. eng und verwinkelt wie bei einer Burg oder so ähnlich.‚ Aber Nein. Er hielt vor einem grossen Tor und nachdem es sich geöffnet hatte. bedeutete dies für mich. Er fragte nochmals und bemerkte zum wiederholten male. eine Stufe darunter. Ich musste dort warten und er holte mir einen Kaffee vom Automaten. evt. da es noch nicht genug hell war. modernes Gebäude. die entweder aus Beton oder Steinen geformt war und ein einfaches Eisenstangendesign als Treppengeländer hatte. Es war ein wenig heller draussen geworden. Es kam noch schlimmer: Als wir schon im Stadtpendlerverkehr von Osnabrück steckten. Er grüsste sie und erhielt den Gruss erwidert. in Münster brisante Daten stapelte und plaudert mit ihm über Vergleiche von deutschen und schweizerischen Polizeitaktiken. dass keine anderes Geschäft offen hatte. sah ich eine Art Innenhof. das stand fest. Er wollte sogar die paar Euro. Sicher aber ein Gruppenleiter. Da ich nicht unhöflich sein wollte und keinen Verdacht aufkommen lassen wollte. Es war noch so früh. So wie er es gesagt hatte. Es kamen uns uniformierte Polizisten entgegen. Es ist eine Falle. dass er einen höheren Rang/Funktion bei der Polizei ausüben musste. Ich glaube aber. Es gab nicht viele Parkplätze hinter dem Tor. man wird mich verhaften. Als nächstes erwartete ich seine Einladung. Ich überlegte mir schon. Eher eine Verschachtelung von verschiedenen Bauwerken. was ihn erstaunte. Da er einen hatte.

Endlich fand ich ein geöffnetes Café. dass er den Zehner erhält und drückte ihn fest in die Hand. nicht entgegennehmen. dass trotz der „offenen EU-Grenzen‚. wäre machbar gewesen. war die mir schon bekannte Art und Weise: die gute alte Mitfahrgelegenheit. Mit den Datenträgern und den Dokumenten. Ich war noch nie in Amsterdam City und suchte im Internet 288 . dass ich schon jetzt nach Hause fahren würde und zwar mit der Regionalbahn. sagte er zum Abschied. Die einzige und letzte Lösung. Ich rief Bruno. kam für mich nicht in Frage. Von Deutschland aus wurden Fahrten bis nach Madrid oder gar Moskau angeboten oder gesucht. Da fragte niemand nach Ausweisen oder wollte dein Gepäckinhalt inspizieren. sollte ich doch noch mit ihm nach Hause fahren wollen. wie ERFREUT ich war. Auch gut. Die Möglichkeit mit der Regionalbahn bis an die Grenze zu fahren. Ich bestand aber darauf. Jetzt noch eine Unterkunft in Amsterdam suchen.Fahrgeld. den Polizisten. Mit einer Tasse heisser Schokolade und einem belegten Brötchen war die Welt wieder in Ordnung. Ergebnis: Keine neue Nachricht. zahlte ich ihm die Hälfte des Fahrpreises schon mal gleich. Die Angebote für Münster . Wie neugeboren bummelte ich in Osnabrück durch die mir unbekannten Strassen. Um die Mittagszeit fand ich eine Gelegenheit ins Internet zu kommen. Touristen hilft man doch gerne in Deutschland.Amsterdam waren aber sehr dünn gesät. Ein Student aus Münster plante für Mitte Februar eine Reise nach Amsterdam. die internationalen Züge von mobilen Grenzbeamten kontrolliert werden. kurz nach Mittag in seinem Büro an und sagte. Die Gelegenheit mit dem Zug via Enschede nach Amsterdam zu fahren. Er wünschte mir noch eine schöne Zeit in Deutschland. Er erschien mir vertrauenswürdig. Ich wusste. Gleichwohl hatte ich Erfolg. Ich traf ihn an der Uni und um sicher zu gehen. Aber das Restrisiko. dass ich ihn im Büro anrufen würde. dann mit einem Linienbus rüber und auf der anderen Seite mit dem holländischem Zug weiter. dass ich gehen durfte. dass er mich mitnehmen würde. Ich musste ihm versprechen. Sie wurde von den Deutschen rege genutzt und war praktisch immer billiger als mit dem Bus oder dem Zug. Zu viel Geld in Deutschland und zu günstige Drogen in Holland. Zurück in Münster verbrachte ich die Tage mit dem neuen Thema: Holland und die Reise dahin. auch hier kontrolliert zu werden. Ich blieb noch eine Weile dort und beobachtete die Kundschaft. sagte ich zu mir. blieb bestehen. Er hatte keine Ahnung. dann hätte mal wieder alles super geklappt.

stand ich zuverlässig um 10 Uhr am Bahnhof Münster. Wie abgemacht. Mist noch mal. Am Sonntag (02. Ich reservierte das Zimmer für erstmals 2 Monate. Für Langzeitgäste nur 21 Euro pro Nacht. wartete auf den Fahrer. die für das KKZ arbeitete. Und so war’s auch. Ihre Musikauswahl während der Fahrt traf meinen Geschmack oft. Ein attraktiver Name. Aber hat es da noch Platz für mein Gepäck.45 Uhr. der 13. von einer Person unten in Vaduz.02. mit schon zwei Leuten drin vor meinen Füssen an. mit dem wir nach Amsterdam fahren würden.30 Uhr. Februar 2003 in Monnikendam (Wieder dieser 14. den er am Tag zuvor abgespeichert hatte. Sicher. Das ist aber günstig. VADUZ Erste Monatshälfte Februar 2003 Das gemeinsam benutzte Emailkonto wurde jeweils am Wochenende. In Holland würde ich mich Claudio nennen.10 Uhr. 11. Wir verstauten meinen grossen Reisekoffer und den Rest packten wir hinten auf die Sitzbank. Wir stoppten 2. Ja. Ich durfte vorne Platz nehmen. Nach Durchsicht von etlichen B&Bs. Ich erwiderte die Frage mit der Gegenfrage ob dies das Auto sei. um 11. Seine Freundin und er fuhren nur fürs verlängerte Wochenende weg. Frühstück. wo ich zwei bis drei Monate bleiben könnte. Donnerstag.30 Uhr hielt ein alter. fragte ich. Die unsichtbare Grenze war in der Mitte der Autobahn und niemand hat uns aufgehalten. Wo blieb der nur. Das B&B hiess Flowergardens und war in der Margrietstraat zu finden. Er fragte mich. druckte ihn aus und 289 . Immer noch kein Fahrer in Sicht. ob ich Claudio sei. Jane und ihr Mann erwarteten mich am 14. Endlich.: Hans-Adams Geburtstag). Ich konnte nicht weggehen und ihn anrufen. Nicht viel Gepäck dabei. beschwerte ich mich laut. Beide waren ein sehr aufgestelltes Paar. wenn das Sekretariat oben im Schloss nicht besetzt war. vier bis fünf Mal pro Tag kontrolliert. incl. sicher – war seine Antwort. die entweder zu teuer oder mitten in der Stadt waren. 10. 10.02. roter Ford Fiesta. 3 Mal für Benzin und kleine Snacks. Ja. stiess ich auf eine schöne Webseite eines B&B in Monnikendam. Der Kofferraum war praktisch leer.nach einem günstigen Bed & Breakfast.) fand man den längeren Text von Kieber. denn dann würde ich ja nicht auf dem abgemachten Platz stehen und er würde mich nicht sehen und ohne mich wegfahren.02.

nichts mit den Daten zu machen. x-mal analysiert. um weit weg abzuhauen oder gar Gespräche mit den Deutschen oder den Amis zu beginnen. wo man in vermuten würden. Und schloss mit der 290 . sprich deutsche oder amerikanische. Einige mutmassten. Man war sich einig. Bis dahin sei man ja sicher. dass er offenbar von sich aus entschied. Kieber wusste ja nichts von dem Missgeschick mit den Interpolmeldungen. geraten. weil dies das letzte Land wäre. Welchen Knall. Teile des KKZ tauchten wieder in alte Ideen ab: Es müsse doch möglich sein. das Land zu wechseln und sich auch sorgen wegen der mitgeschleppten Dokumenten machte. dass Kieber mit dem Hinweis. resümierte der Regierungschef. Die Gelegenheit wäre doch dann gegeben. dass wir uns den Kieber schnappen. Es wurden wilde Spekulationen darüber angestellt. Natürlich den Knall beim Hochgehen der Datenbombe. sagte er. wegen der Daten. nur Zeit für sich gewinnen wollte. Er würde für ein solches Gespräch zur Verfügung stehen. daher war man in Vaduz aber erleichtert.Februar 2003‚ ) niemand mehr hier als eine Lösung des Problems betrachtete. dass er eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder Kontakt aufnehmen könnte. hob Hans-Adam hervor. wohin er wohl reisen würde. da er ja versprochen hatte. verschiedene Mutmassungen darüber angestellt und wieder verworfen. Die einen tippten auf Spanien. unter „B)‚ (siehe wie oben). fragte Hans-Adam.lieferte ihn beim Portier im Schloss ab. Hinsichtlich des restlichen Textes. waren sich alle Anwesenden nicht einig. Kieber hatte ja die Daten und wenn die in die falschen Hände. Am Ende der Sitzung berief sich der Professor auf seine jahrelange Berufserfahrung und beruhigte damit die Anwesenden. Ihm machten Kiebers Sätze „ …alleine grundsätzliche Entscheide zu fällen… die Zeit wird knapp‚ grosse Sorgen. Der Professor schüttelte seinen Kopf. dass die beschriebene Möglichkeit „A)‚ (siehe ‚Berlin 1-3. wie man es zu deuten hatte. bekam er als Antwort. Er deutete dies als ein Zeichen für hohen Stress und eventueller Selbstmordgefährdung. dann Gnade uns Gott. Am Montag traf mach sich wieder zu einer KKZ-Sitzung. Kiebers letzter Text wurde in seine Einzelteile zerlegt. Quasi ein Selbstzerstörungsplan plus grossem Knall. bis ein solches stattgefunden hatte. Andere auf Skandinavien oder auf ferne Länder wie Südafrika. wenn Kieber zu einem von ihm gewünschten Vier-Augen Gespräch erscheinen würde. Besser als Kieber kann keiner auf die Daten aufpassen.

03 in Klön vermutet. Um es an diesem konkretem Beispiel aufzuzeigen: Am 01. Was ich ihm nicht erzählte. Sicherlich hätte das KKZ die Mittel und Wege gehabt. wunderte man sich.: Ich weiss schon. Ja – rief man ihm aus dieser Ecke zu. z. sondern die IP-Adresse wo der nächstgelegene Server des Providers physisch stand. Lasst uns abwarten und schauen. von wo genau aus er die letzte Meldung geschrieben hatte. Als Begründung gab ich im Brief an Hans-Adam an.Bemerkung ab . 291 . in der ich nie gewesen bin. von der von mir benutzte Computerterminals stand.B.in Richtung LGT und Hans-Adam schauend – dies natürlich nur nach einer Zusicherung von Seiten Hans-Adam. mit Hilfe von Internetspezialisten zumindest die richtige Stadt. dass bei einer Abspeicherung eines Textes im Entwurfsordner NICHT . aber – wie das KKZ in einem Aktenvermerk richtig erkannte – wurde. dass wir dadurch keine Emails versenden müssen. Man hatte mich daher am 01. Das KKZ versuchte den Standort des Computers via der am Entwurf (manchmal) elektronisch angehängten IP-Adresse herauszufinden. dass keine Falle für Kieber geplant werde. fragte Hans-Adam mehrmals. dass Kieber in Köln gewesen sein muss. verabschiedete man sich aus der Runde. warum die in Vaduz damals auf Köln gestossen sind. ob man den letzten genauen Standort von Kieber irgendwo stichhaltig festlegen könnte. abgespeichert wird. Das KKZ forschte nach und kam mit der erstaunlichen Auskunft zurück. dass wir gemeinsam nutzten. Köln.B.02. Diese schlechte Nachricht wurde per Telefonkette weitergemeldet. zu finden. Für solche Spiele sei er bei allem bezahlten Geld nicht zu haben. In diesem Fall in der Stadt Köln.wenn überhaupt . der in der Stadt Köln stand. am falschen Ort landen oder auf dem Weg zum Empfänger von unerwünschten Mitlesern gesehen werden könnten. Ja. Es war ja meine Idee für die Kommunikation ein Emailkonto zu haben. Hans-Adam fragte nach. während der Zeit wo ich in Deutschland war. dass die gespeicherte IP-Adresse eine Nummer eines Computers hatte. Kieber rief nicht an. die evt.03 hatte ich in Berlin an einem Computer eines Internetcafés eine Nachricht im gemeinsamem Emailkonto geschrieben und wie immer nur im Entwurfsordner gespeichert.die IP-Adresse des Terminals wo der Text eingetippt wurde. Z. ob Kieber um 17 Uhr anrufen würde. war mein anderer Hintergedanke: Ich wusste. Dies alles ergab keinen Sinn. In Köln? Was macht Kieber in Köln. Deren Nachforschungen ergaben. Anm. Wieder fingen die wilden Spekulationen an.02. In einer Stadt.

03 so abzuändern.. nach Auftrag von Hans-Adam. Regierung. dass Kieber Heinrich b e w a f f n e t ist! Kieber ist bisher nicht gewalttätig in Erscheinung getreten. wodurch seine damalige Arbeitgeberin Kundengelder verlieren werde. aufgrund der neuen Lage. zu weiteren Handlungen zu nötigen versuchte. um 16. Weiters steht Kieber im Verdacht.02.10 Uhr an die Schweizer Polizei (RIPOL und Interpol Bern) folgenden Ausschnitt: Sachverhalt: 1. Am 06.01. Zusatz Interpol Vaduz: Es kann nicht ausgeschlossen werden. LGT und Hans-Adam) nicht versucht. im Januar 2003 vom Ausland aus durch gefährliche Drohung. ordnete das KKZ. 292 .OZA. Auftragsgemäss schrieb das Interpoliere Vaduz am 10. dass er nur für Liechtenstein und die Schweiz gelte. im Jahre 2002 in Vaduz.01. da man ansonsten der deutschen Polizei den Sachverhalt hätte mitteilen müssen -OZE. er werde die von ihm unter Ziffer 1 erlangten Unterlagen Dritten übergeben. dass andere Länder von einem Liechtensteiner Haftbefehl erfahren würden. Nach hier vorliegenden Erkenntnissen muss jedoch aufgrund seiner aktuellen psychischen Verfassung von einer hohen Gewaltbereitschaft ausgegangen werden. Kieber Heinrich steht im Verdacht. da dies nur wieder deren Aufmerksamkeit erhöhen würde. sohin durch Drohung mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz. 2. dass jene im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts. Man wolle nicht. einer juristischen Person liechtensteinischem Rechts mit Sitz in Vaduz/FL. Justiz. nämlich durch die Behauptung.02. dessen (inaktiven) Haftbefehl vom 13. das Landgericht Vaduz an.in Absprache mit allen Beteiligen (Polizei. wollte man keine Mitteilung über diese Änderung an Deutschland oder Spanien machen. eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden. die genauen Örtlichkeiten (von Kieber) zu ermitteln. Nach den Ereignissen in Vaduz am 31. Was absolut nicht erwünscht war. als damaliger Angestellter Unterlagen seiner Arbeitgeberin. mit dem Vorsatz unterdrückt zu haben. zu verhindern.

Wiederum konnte Vaduz der Versuchung nicht widerstehen, gefälschte Angaben zu machen („bewaffnet, hohe Gewaltbereitschaft‚ und auch den kleinen „Terroristenhinweis‚: „kann Flugzeuge fliegen‚), wohl als Ermutigung an die Schweizer zum Abschuss von Kieber. Anm.: Einigen Lesern ist sicherlich aufgefallen, dass im Gegenteil zu der Interpolmeldung nach Wiesbaden und nach Madrid (vom 23.01.), wo nichts über den Sachverhalt geschildert wurde, die Liechtensteiner den Schweizern sehr offen über den Tatbestand schreiben. Dies aus zwei Gründen: 1. Logischerweise musste man bei der Meldung vom 23.01.2003 verhindern, dass deutsche oder spanische Behörden erfahren, dass jemand Bankdaten über deutsche und spanische Kunden in Liechtenstein gestohlen hatte und damit (in Deutschland) herumirrte. 2. Konnte Vaduz gegenüber der Schweiz etwas freimütigerer sein, da man in dieser Branche ja im gleichen Boot sass. Es war jedem Schweizer Polizisten klar, dass mit den Angaben über den Sachverhalt eine Bank oder Treuhandfirma gemeint war. Man konnte sich in Vaduz auf die Verschwiegenheit der Schweizer verlassen, sollten sie Kieber samt Daten festhalten können. Auch wäre eine Überstellung von Kieber als Gefangener von der Schweiz nach Liechtenstein eine reine Formsache. Wie immer hatte das letzte Wort der Hans-Adam. Als er über den neusten Stand der Dinge unterrichtet wurde, bemerkte er, dass die Ausschreibung (zur Verhaftung) im Schweizer Polizeisystem (RIPOL) absolut nicht ideal für seine Sache wäre. Hans-Adam befürchtete, dass u.a. die Schweizer Behörden aus politischen Gründen Interesse an gewissen Daten von Kunden aus Drittländern haben könnten. Um eine bessere Kontrolle zu haben, ordnete Hans-Adam die Landespolizei an, den Schweizer Behörden mitzuteilen, dass Vaduz nur die passive Ausschreibung in der Schweiz wünschte. Was am 11.02. dann auch geschah. Bei dieser Art der Ausschreibung würden die Schweizer, sofern sie über Kieber stolpern sollten, nur dessen Aufenthaltsort nach Vaduz melden, ihn aber nicht verhaften. Dies aber auch nur, sofern die Schweizer nicht erkennen würden, dass Kieber auch im SchengenSystem vermerkt war, was genau Vaduz sich insgeheim erhoffte und mit dieser „Zurückstufung‚ auch erzielen wollte.
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Auch am 06.02. stellte die LGT Treuhand ohne Konsultation mit HansAdam den Antrag an das LG Vaduz auf die strafrechtliche Verfolgung Kiebers wegen Datendiebstahls. Am 10.02. (oder am 18.02 – verschiedenen Dokumente nennen beide Tage) informierte das Landgericht das Schloss Vaduz darüber und unterbrach den oben genannten Antrag vorläufig, da Hans-Adam mit der Anzeige von Dr. Feuerstein „im Namen‚ der LGT Treuhand gar nicht einverstanden war, mit dem Resultat, dass später, am 02.07.03 die Anzeige zurückgezogen wurde. Eine Verurteilung in Sachen Datendiebstahl war also nicht erwünscht. Der Professor und der von einer längeren Auslandsreise heimkehrende Bankdirektor trafen sich in mehreren Sitzungen, da der Professor noch mehr über das Wesen von Kieber erfahren wollte und der Bankdirektor diesen ja persönlich kannte. Dem Bankdirektor wurde von beiden Seiten eine besondere Rolle zugeteilt. Von Seiten Hans-Adam, da er ihm vertrauen konnte und von Seiten Kiebers, da dieser ihn im Brief vom 07.01.03 als einen der zwei möglichen Gesprächspartner namentlich genannt hatte und daher Kieber ihm offenbar traute. Je mehr der Professor über Kieber erfuhr, umso mehr empfand er es als eine Herausforderung, der Sache auf den Grund zu gehen. Er musste ihn kennen lernen. Er erkannte, dass es nicht einfach sein würde, die Psyche von Kieber richtig zu verstehen. Der Professor und der Bankdirektor stellten sich auf komplizierte und lange Diskussionen mit Kieber ein, um an das gewünschte Ziel von Hans-Adam zu kommen. Inzwischen war es in den Justizkreisen von Vaduz kein Geheimnis mehr, dass sich seit Anfang Januar offenbar Dramatisches zwischen Kieber, Hans-Adam und seiner Regierung abspielte. In dieser spannungsgeladenen Zeit wagte niemand offen Partei zugunsten Kieber zu ergreifen. Natürlich war die grosse Mehrheit, vor allem diejenigen, die keine Detailkenntnisse hatten, auf der Seite des „armen‚ HansAdam. Ein weiteres wichtiges Ereignis in der Saga Kieber passierte am 14.02.03 beim Oberbersten Gerichtshof in Vaduz. Da entschied das Gericht im Zivilstreit um die in Österreich blockierten Gelder in einer nicht294

öffentlichen Sitzung, dem Revisionsantrag von Kieber nicht Folge zu leisten und das Urteil der unteren Instanz zu bestätigen. Anm.: Obwohl mein Anwalt exzellente Gründe in der Revision darlegte, waren meine Chancen dafür auf Null geschrumpft, nachdem ich seit Januar 2003 das Land in den Schwitzkasten genommen hatte. Meine berechtigten Vorwürfe auch gegen die Justiz im Brief und auf der Tonkassette (07.01.03) sind logischerweise bei den Betroffenen nicht gut angekommen. Diesen Beschluss vom 14.02.03 reichte der RA von Helmut Roegele sofort beim Bezirksgericht Feldkirch ein. Dieses Gericht fällte dann am 26.02.03 einen Vollstreckbarkeitsbeschluss. Am gleichen Tag entschloss man sich, die am ursprünglich am 13.01. geplante Razzia des Elternhauses von Kieber durchzuführen. Es ging nicht darum, Kieber selbst dort zu finden. Man erhoffte sich die Daten oder den Computer von Kieber dort vorzufinden. Die Suche ergab nicht das erwünschte Resultat. Alle im KKZ waren über die neuen, erledigten Aktivitäten von Polizei und Justiz voll zufrieden. Man musste nur sicherstellen, dass Kieber nichts davon erfahren würde. Um dies sicherzustellen, wurde nochmals allen Beteiligten mehr oder weniger freundlich eingehämmert, dass es als (Landes-)Verrat angesehen würde, wenn jemand Kieber etwas davon erzählen würde.

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KAPITEL 12 Holländischer Käse AMSTERDAM Hurra, hurra - Holland ich war da. Ich war sehr erleichtert. Bei so vielen Kilometer zwischen mir und Liechtenstein fühlte ich mich besser. Warum genau wusste ich nicht. Ich war ja nicht auf einer Flucht. Ich glaubte auch, dass ich mich in Amsterdam unauffälliger in der Menschenmenge bewegen könnte, als in Berlin. Man liess mich beim Hauptbahnhof aussteigen. Ich wollte das bunte Leben von Amsterdam rund um den Bahnhof auf mich einwirken lassen. Hier müsste es sich eine Weile aushalten lassen, da war ich mir sicher. Ich stieg in eines der vielen wartenden Taxis ein und liess mich nach Monnikendam fahren. Nach 20 Minuten stieg ich aus dem Taxi und stand vor einem der typischen holländischen Reihenhäuschen. Ein Schild an der Wand bestätigte mir, dass ich vor dem Flowergarden B&B stand. Alles niedlich und sauber, wenn auch sehr klein. Ich klingelte und eine schlanke Dame öffnete die Türe. Claudio? Jane?, Ja – Ja. Herzlich Willkommen, Haaartelijk welkom en Holland, willkommen in Monnikendam, willkommen im Flowergarden. Sie führte mich eine schmale Treppe hoch in den ersten Stock des Hauses. Ich bekam das Zimmer Nr. 3, mit dem grossen Einzelbett, einem Schminktisch, der später als Bürotisch dienen sollte, einem Stuhl, Spiegel, einem Ventilator einem eingebautem Wandschrank. Rechts neben mir waren die Gästezimmer Nr. 1 und 2, eines mit zwei Einzelbetten und das andere mit einem grossen Ehebett, beide mit etwas mehr Platz. Auf dem Gang befand sich eine Dusche mit WC. Alles trotz des Alters sehr gut im Schuss. Schriftliche Instruktionen klebten an den Wänden: bezüglich Benutzung der Dusche und allgemeine Pflegehinweise. Ein Blick von meinem Zimmer aus in den Garten erklärte den Namen des B&B: ein paradiesischer Garten, eher die englische Art. Es blühten schon ein paar Blumen. Im Sommer würde dies aber ein Meer an Farben geben, sagte ich zu mir. Ich konnte meine Sachen auspacken, bevor ich wieder runter ging, um die Formalitäten zu erledigen. Na ja, da war nicht viel Formelles zu tun. Bezahlen würde ich immer in bar einen Monat im Voraus. Ausweise wollte hier niemand sehen. Unten, da waren die Diele, die Küche und
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die Stube mit Blick zur Strasse hinaus. Am anderen Ende der Stube stand ein grosser, runder Tisch mit schweren Stühlen. Dort dürfte ich das Frühstück einnehmen, sagte Jane. In meiner Zimmermiete war das Frühstück auch inbegriffen. Zwischen 07.30 Uhr und 08.30 Uhr wurde es serviert: Englisch Breakfast Tea oder ab und zu mal heisse Schokolade, Toastscheiben, dazu Butter und Konfitüre, ein paar Scheiben holländischer Käse und dünnen Wurstaufschnitt. Sieben Mal die Woche. Ich war froh, auf Anhieb eine gute Unterkunft gefunden zu haben. Monnikendam ist ein reizendes Dorf, mit einem Hafen, einer kleinen, auf Touristen ausgerichteten Geschäftsmeile und endlosen Kanälen. Es war ruhig und Amsterdam trotzdem gut erreichbar. Nur 13 Kilometer weit weg. Ich konnte zwischen dem Linienbus, der von frühmorgens bis spät in die Nacht regelmässig verkehrte, oder dem Fahrrad wählen. Sobald das Wetter besser und ich mich in der Gegend mehr auskennen würde, könnte ich von einem Bekannten von Jane, der auch in Monnikendam wohnte, für eine kleine Gebühr einen holländischen Drahtesel mieten. In der ersten Woche versuchte ich, eine Bank für eine Schliessfachmiete zu finden. Leider war es in Holland gar nicht einfach ein Bankkonto zu eröffnen, das die Voraussetzung für eine Safemiete war. Als nicht EUBürger und ohne Aufenthaltsbewilligung in Holland war es mir unmöglich, ein Konto zu eröffnen. Egal, dachte ich mir. Ich war zuversichtlich, dass wenn ich den Laptop, das DLT-Tape, die anderen Datenspeicher und Papierdokumente gut im kleineren Koffer verstaute und abschliesse, niemand an sie ran könnte. Den Koffer verstaute ich ganz hinten im eingebauten Kleiderschrank im Zimmer. Obwohl Jane täglich mein Bett machte, hatte ich nichts zu befürchten. Sie war immer diskret und höflich. Aber wenn sie etwas störte, dann hielt sie auch nicht hinter dem Berg zurück. Ich erzählte ihr, dass ich etwas länger als üblich hier bleiben wollte, da ich von hier aus diverse Tagesausflüge in alle Ecken von ihrem schönen Land machten wollte. Amsterdam war so anders als Berlin. Zuerst einmal die Horden von Touristen, schon im Februar. Dann die Häuser und das Leben am und auf dem Kanal. Ich hatte noch nie so schöne Innenstadtgebäude gesehen. Einige der mehrstöckigen Bauwerke waren vor ein, zwei oder gar drei Jahrhunderten gebaut worden und standen immer noch prachtvoll da.
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Die alte Aktienbörse ist sogar noch älter, sie ist aus dem Jahr 1611. Und dann die vielen Grachten mit den Hausbooten. Ich absolvierte alle erdenklichen Touren, die man als Tourist machen konnte. Die Kanalfahrten, Besuch des Seefahrermuseums, das Rijksmuseum, das Museum der holländischen Maler. Die Mischung von Kulturen aus allen Ecken der Erde drückte sich auch in der immensen Auswahl von verschiedenen Restaurants aus. Stundenlang konnte ich in den Strassen umherlaufen, immer mit dem Stadtplan in den Händen. In Amsterdam gab es mindestens so viele Internetmöglichkeiten wie es Apotheken in Berlin gab. Mit der Zeit liebte ich diese phantastische Stadt immer mehr. Sobald man sich nämlich von den städtischen Hauptwanderrouten der Touristen entfernte, entdeckte man schnell die ruhigen, oft entvölkerten Strassen und Parks.

AMSTERDAM 17. Februar 2003 Nach einem schönen Wochenende voller Sehenswürdigkeiten, war wieder die Zeit gekommen, wo ich mich bei Hans-Adam melden sollte. Montags war immer ein guter Tag für einen Neuanfang. Ich schrieb ihm eine kurze Nachricht ins Emailkonto. Ich wünschte ihm nachträglich alles Gute zum Geburtstag und bat um Entschuldigung, dass ich Anfang Februar nicht angerufen hatte. Ich erwähnte mit keinem Wort, wohin ich verreist war. Ich fragte aber nach der Schutz-ID. Ich wiederholte meine Gründe warum ich glaubte, eine Schutz-ID für die Zeit bis zu meiner Rückkehr sei dringend notwendig. Ich war überzeugt, dass schon am gleichen Tag eine Antwort aus Vaduz kommen würde. Leider war dem nicht so.

VADUZ 18. Februar 2003 In der KKZ machte mach sich Sorgen, weil Kieber sich noch nicht wieder gemeldet hatte. Taktisch wurde so vorgegangen, dass, sobald er sich melden würde, man einen Tag mit der Antwort warten würde. Um Kieber nicht offenbaren zu müssen, dass Hans-Adam und die Regierung wie auf Nägeln sitzend auf Nachricht warteten. Hans-Adam hatte nochmals rigoros festgelegt, dass unter keinen Umständen die gedruckten Pässe Kieber überlassen werden sollten. Er,
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wie auch die Hälfte des KKZ, befürchtete, dass Kieber heimlich Verhandlungen mit dem Feind aufgenommen hatte und den Pass gegen sie verwenden könnte: als Beweis, dass man in Vaduz auch zu allen Mitteln greife, um wieder an die Daten kommen.

AMSTERDAM 18. Februar 2003 Mein neues Zuhause behagte mir sehr. Es war die ideale Rückzugsmöglichkeit. Während des Tages schwirrte ich in der quirligen Stadt herum und abends genoss ich die Friedhofsruhe in Monnikendam. Alles, was man zum Leben brauchte, konnte man dort finden. Gemüseladen, Bäckerei, Spazierwege, Kirche und auch ein Autohaus. Auto? Ja warum nicht, dachte ich mir und besuchten den Händler. Ich könnte mir einen alten Volvo kaufen. Damit wäre ich etwas flexibler. Müsste nur aufpassen, nicht in eine Kontrolle zu geraten. Leider hatte die Holländische Regierung ein Gesetz erlassen, dass praktisch nur im Lande wohnhafte Personen ein Auto mit Holländischem Kennzeichen kaufen und fahren dürfen (Ausgenommen Mietwagen natürlich). In der Vergangenheit, als dies noch keine Vorschrift war, wurde offenbar diese Gesetzeslücke von zu vielen zweifelhaften Gestalten missbraucht und nun fahren zigtausend Kisten mit holländischen Kennzeichen in ganz Europa herum, ohne Steuern oder Abgaben zu bezahlen. Somit war das Thema Automobile auch gleich wieder gestorben. Am Nachmittag suchte ich eine Internetstation auf. Aus dem Osten war nichts Neues zu lesen. Erst kurz vor 19:30 konnte ich folgende Nachricht lesen: In der ID-Frage gibt es wie kommuniziert keinen Spielraum. Erwarten Anweisungen für das von ihnen vorgeschlagene VierAugen-Gespräch. Aha, dachte ich mir, sie sind immer noch stur in Sachen ID. Wollten die Schutz-ID nur für eine „begleitete‚ Heimreise zu Verfügung stellen. Wirklich ein enger Spielraum. Was mich auch verwunderte, war, dass sie nicht nachgefragt hatten, wohin ich den nun verreist sei. Ich war zu müde um zu überlegen, was ich jetzt wieder schreiben sollte. Besser war es, wenn ich nach Hause ginge und mir über Nacht Gedanken machte.
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VADUZ 19. Februar 2003 (1) Man fand die neuste Nachricht von Kieber, die er am morgen um 08.16 Uhr abgespeichert hatte. Kieber bedanke sich für die letzte Nachricht und war allgemein verärgert, dass die Schutz-ID ihm nicht für eine Zeit ausgeliehen würde. Er wäre frustriert und beklagte sich darüber, dass wenn man nur einen Bruchteil der Energie und Arbeitsstunden, die man jetzt in die Lösung des aktuellen Problems steckte, in seinen 101er und 140er Gerichtsfall investiert hätte, wäre es nie so weit gekommen. Er befände sich nun ist einer Situation, in der er nicht viele Optionen hätte. Er habe keine andere Wahl als sich um andere Papiere zu bemühen. Er wüsste zwar nicht wie und wo, aber er würde solange suchen, bis er sie finden würde. Es dauerte ihm alles zu lange. Er könnte ja unmöglich als H.K. hier auf eine Lösung warten. Er vermutete auch, dass Hans-Adam dies wohl so wollte. Damit er kriechend nach Hause zurückkehren würde. Kieber wäre sich im Klaren darüber, dass die in Vaduz den längeren Atmen hätten. Da er weiters vermutete, dass man nur Zeit gewinnen wollte, setze er eine Frist bis Ende Februar 2003, den 28.02.03. Sollte bis dann keine Lösung in Bezug auf eine temporäre Schutz-ID gefunden werden, dann gäbe es keinen Sinn weiterhin zu kommunizieren. Am Schluss seines Schreibens entschuldigte er sich dafür, dass er keine besseren Nachrichten übermitteln konnte. Man rätselte wie nach jeder Botschaft von Kieber, was er nun wieder damit meinte. Die im Raum Anwesenden blickten hoffnungsvoll in die Augen vom Professor. Wie üblich, wurde jeder einzelne nach dessen Mutmassungen gefragt. Kieber sei sicher noch in Berlin, sonst hätte er uns doch geschrieben, wenn er Deutschland verlassen hätte. Oder, Kieber sei schon in Verhandlungen mit den Amis und schreibe nur um selber Zeit zu gewinnen und um keinen Verdacht zu schöpfen. Oder, Kieber redet schon mit den Deutschen über die Daten. Hans-Adam beauftragte wiederum die KKZ herauszufinden, von wo aus Kieber diesmal die abgespeicherte Nachricht geschrieben hatte. Nach ca. 35 Minuten kam die Antwort zurück: Frankreich. Wo in Frankreich, fragte der Schlossherr. Leider wäre dies nicht zu ermitteln, wurde ihm gesagt.

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Frankreich? Aha, in Frankreich, machte die Feststellung die Runde. Oh Gott, Frankreich! Dabei dachte Feuerstein laut über den sehr grossen Treuhandkunden aus Frankreich nach, der seit Jahren fast eine halbe Milliarde Euro in verschiedenen Stiftungen und anderen Gesellschaften gebunkert hatte. Ja, ja – meinte Hasler, wir haben keine Zeit um jetzt an einzelne Kunden zu denken. Wir müssen handeln, beendete er laut seine Gedanken. Der Professor regte an, dass man den Bankdirektor auf ein Treffen mit Kieber vorbereiten sollte. Nach Einholen des Einverständnisses von Hans-Adam, informierte man Kieber: Zwecks Lösungsfindung kontaktieren Sie heute um 1700 die Ihnen bekannte Kontaktperson unter der Nr. OT Entfernt

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (a) Ich verbrachte die meiste Zeit dieses Tages im Foyer des Hotels Victoria am Damrak, gegenüber dem Hauptbahnhof. Dort konnte ich mich in einem Klubsessel an ein grosses Fenster setzen und die vorbeiziehende Welt draussen beobachten. Oder in der Brasserie des Hotels, wo ich näher am Geschehen sitzen konnte. Knipsende Urlauber, andere Fussgänger wie Immigranten aus allen Herren Länder, Bettler, Drogenabhängige und die Taschendiebe. Alle zwei Stunden ging ich nachsehen, ob Vaduz endlich mit positiven Meldungen aufwartete. Je mehr ich versuchte, mich in deren Lage hineinzudenken, desto mehr kamen mir die Zweifel, ob es überhaupt Hans-Adam sei, mit dem ich im Netz „plauderte‚. Angriffslustig nachfragen, ja das wäre am Einfachsten, sagte ich zu mir. Es war mir natürlich klar, dass ich keine ehrliche Antwort erwarten konnte. Aber immerhin, besser als keine Antwort. Ich fand es auch zweckmässig, wenn ich Hans-Adam mit diversen Fragen beschäftigt halte. Beim dritten Internetbesuch entdeckte ich die jüngste Nachricht aus Vaduz. Sie wollten, dass ich den Bankdirektor direkt auf seinem Handy anrufe. Er war derjenige, den ich in meinem Schreiben als Vertrauensperson erwähnt hatte. Na endlich, schoss es mir durch den Kopf. Dieser Kurs war der einzige Richtige. Bei der Auswahl einer
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Vertrauensperson war ich sehr vorsichtig vorgegangen. Nebst dem Bankdirektor hatte ich den Erstgeborenen, Alois, angeführt. Obwohl ich stark vermutete, dass Hans-Adam seinen Alois nicht zu Diskussionen mit mir senden würde. Dazu sind sie zu schreckhaft. Aber ganz genau wusste man ja nie. Hans-Adam lässt die Drecksarbeit lieber von der „Dienerschaft‚ oder über Mittelsmänner erledigen, um es mal salopp auszudrücken. Das hatte den Vorteil, nebst vielen anderen, dass er und seine Familie nie direkt überführt werden können. Den Bankdirektor hatte ich mir als mögliche Diskussionsperson ausgewählt, da er – obwohl Banker – eine hohe emotionale Intelligenz hatte und ich ihn aus meiner Anfangszeit bei der LGT Treuhand persönlich kannte. Ein ausserordentlicher Mensch. Ich formulierte die nachstehende Antwort: Danke für die Nachricht, die Nummer habe ich noch von Früher. Zuerst mochte ich fragen, ob hier in diesem Emailaccount mit mir aus einem Haus im Gewerbeweg (neben Passamt) in der Herrengasse (Anm.: das wäre dann das Polizeigebäude gewesen), im Städtle (Anm.: LGT) oder in der Fürst-Franz-Josef-Strasse (Anm.: Schloss) kommuniziert wird? Danke für eine Antwort. Ich bin froh, dass jene Person, mit der ich schon im anderen Land so oft telefoniert hatte nun wieder da ist. Ich kann aber ihn nicht anrufen: bitte verstehen sie, dass durch einen Anruf sie den Anruf eventuell zurückverfolgen können. Ich nehme an, dass er mir am Telefon vermutlich auch erklären will und muss, warum eine Schutz-ID nicht möglich ist. Ich weiss, dass es unter normalen Umständen nicht möglich ist - wenn man aber wollte, dann ginge es schon. Über die anderen möglichen Lösungsvorschläge, die sie haben, kann man auch hier im Emailkonto schreiben. Durchlaucht, Ende Februar sind es 6 Wochen und 4 Tage seit dem 13.01.2003. Wir alle hatten sehr viel Zeit, um über alles nachzudenken etc. Darf ich was fragen? Haben / konnten sie wirklich sich die Zeit nehmen und die Unterlagen zum Fall 10 Vr 101/97 lesen? Konnten sie das? Ich glaube auch, dass sie von den zuständigen Behörden (STA etc.) nicht im ganz informiert worden sind - alles belastende über mich hat man ihnen wohl voll erzählt - die Fehler der Behörden in Akt 101er u. 140er wurden sicher verschwiegen. Vielleicht
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wäre es gut, wenn sie meinen langen Brief, den sie mit dem 1. Paket erhalten haben - jetzt nochmals lesen könnten - vielleicht sehen sie es nun in einem anderem Licht. Mehr kann ich leider nicht schreiben - ich habe auch kein Rezept für eine Lösung. Ich habe / hatte auch keinen PLAN ‚X‚ wenn dies oder jenes geschieht. Alles ist schief gelaufen und ich empfinde irgendwie auch das Ende nahen. Es kommt wohl der Punkt, wo sie das tun müssen, was sie entscheiden werden und ich dasselbe. Vielen Dank für ihre Zeit und es tut mir wirklich leid, dass Ausgerechnet ich - ein grosser Fan ihrer Familie - dies tue. Ich schaue heute (19.02.03) nochmals um ca. 18 30 nochmals rein: ansonsten morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 19. Februar 2003 (2) Jede Zeile wurde aufmerksam gelesen und interpretiert. Der Professor merkte an, dass Kieber offenbar sehr deutlich mit sich selber kämpfte. Und auch Anzeichen grosser Reue zeigte. Diese Indizien müssten für die Ziele von Hans-Adam ausgenützt werden können. Man musste ihm unbedingt die Angst vor einer Falle nehmen. Hans-Adam wollte, dass keine Lösungsvorschläge mehr übers Telefon oder das Netz mitgeteilt würden. Wo bleibt da sonst die Diskretion, die Verschwiegenheit und die Vorsicht, ermahnte er sie alle. Nach kurzer Diskussion einigte man sich auf folgende Antwort an Kieber: Telefonat dient lediglich der Vorbereitung des von ihnen gewünschten Vier-Augen-Gesprächs mit Vertrauensperson. Mögliche Lösungsvorschläge werden aus verständlichen Gründen nicht am Telefon oder im Netz diskutiert. Zusicherung, dass bei Organisation und Durchführung des Treffens mit Vertrauensperson keine Fallen gestellt werden. Vorschlag für Organisation des Vier-Augen-Gespräch bis morgen Donnerstagmittag.

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (b) Meine Antwort kam dann prompt:
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Danke für die Nachricht. Es wurden zwar keine meiner Fragen beantwortet. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob ein Gespräch die Lösung bringen würde. Ich kann mir auch mit der grössten Mühe nicht vorstellen, was sie vorschlagen könnten: Die Verbrecher von Argentinien werden wohl nie durch ein Gericht meiner Heimat verfolgt werden. Die Schutz-ID ist also nicht machbar. Gegen mich läuft alles... Ein Treffen, ohne dass eine Schutz-ID gegeben wird - macht keinen Sinn für mich. Danke für die Zusicherung: logischerweise würden sie mir aber auch nie sagen, wenn sie ein Falle organisieren. Ich bitte sie mir wenigstens in Andeutungen hier hinzuschreiben, was für welche Lösungsansätze es wären. Ich melde mich wieder morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 20. Februar 2003 Die letzte Meldung von Kieber lag schon frisch ausgedruckt auf dem Tisch im Sitzungszimmer des KKZ. Nun gut, dachte man sich in Vaduz. Bis zu einer Antwort hätten sie ja noch über zweieinhalb Stunden Zeit. Es müsste nur eine neue Nachricht vor 11 Uhr eingegeben werden, sodass Kieber nicht denken würde, die in Vaduz hätten ihn abgeschrieben. Die morgendliche Sitzung des KKZ wurde dazu genutzt, eine offene Diskussionsrunde zu starten. Sehr zum Frust des Professors, der Polizei und der Justiz, stimmten einige von der LGT und der Regierung wieder ein tot geglaubtes Lied an: Man sollte Kieber so schnell wie möglich dingfest machen. Ohne auf „fremdstaatliche Hilfe‚ angewiesen zu sein. Ohne Zweifel stand fest, dass Liechtenstein aufgrund internationaler Vereinbarungen und Mitgliedschaften schon lange hätte Genaueres dem Ausland mitteilen müssen. Mit dem Resultat, dass Kieber nicht in Vaduz sondern in Spanien gelandet wäre, was - verständlicherweise - das Staatsoberhaupt HansAdam ausdrücklich nicht wünschte. So waren die Gegner solcher Ideen schon etwas Sprachlos, als die Befürworter ein fertiges Konzept auf den Tisch legten. Schliesslich standen die höchsten Staatsinteressen auf dem Spiel. Man könnte doch Kieber mit der Zusage einer Aushändigung der
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Schutz-ID ködern und ihn für ein Gespräch nahe an die französischschweizerische Grenze einladen. Z.B. nach Strassburg oder besser noch nach Mulhouse. Psychologisch müsste ihm dies aber so verkauft werden, dass er glaubt, es sei seine Idee gewesen, dorthin zu kommen. In Strassburg müsste der Bankdirektor Kiebers Vertrauen in ihn festigen und herausfinden, ob er die Sicherheitsmassnahmen, wie er sie im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, wieder in die Wege gleitet hatte. Vielleicht hätte er gar keine solcher Massnahmen aktiviert. Möglicherweise blufft er nur. Ja, sicher, sicher, erwiderte der Professor, wurden wir nicht gerade selber überrumpelt, als sich herausstellte, dass er die angeblich nicht entwendbaren Daten in der Tat hatte? Er konnte als Experte nicht ganz ausschliessen, dass Kieber nur aus schlauen Überlegungen so explizit auf seine eigenen Schutzvorkehrungen hingewiesen hatte. Ihn würde es aber ganz und gar nicht verwundern, wenn er im Gegenteil, grössere und bessere Vorkehrungen organisiert hat, als er uns mitgeteilt hatte. Er würde dies lieber nicht testen wollen. Die Befürworter radikaler Massnahmen hatten einiges an Arbeit in das Manuskript gesteckt und wollten es darum fertig diskutieren. Für die Ausführung hatte man verschwiegene Dritte zur Hand. Nein, keine Schnüffler. Man könnte auf gewisse Kreise zurückgreifen, die aus innerlicher Überzeugung mithelfen würden. Natürlich gegen entsprechend fettes Geld, wegen dem allgemeinen hohen „Risiko‚. Der Plan sah Folgendes vor: Sobald der Bankdirektor überzeugt war, dass Kieber ihm voll vertrauen würde und dieser keine Massnahmen getroffen hätte und er wisse, wo Kieber die Daten aufbewahre, dann, erst dann soll er Kieber in die Tiefgarage seines Hotels führen, um ihm die angeblich dort im Mietwagen verstaute Schutz-ID aushändigen zu können. Bevor Kieber merken würde, was los ist, wäre er schon von einer Gruppe starker Männer überwältigt und ruhig gestellt worden. Ein Abtransport über einen nicht bewachten, nicht besetzten Grenzübergang mit einem Auto mit Schweizer Kennzeichen sei absolut kein Hindernis und man hätte dann freie Fahrt für die drei bis vier Stunden bis nach Liechtenstein. Sollte Kieber, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit in die Garage kommen wollen, so könne man auch ohne Probleme die
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Festnahme im Hotelzimmer vom Bankdirektor organisieren, indem man dort auf die beiden wartete. Man sei sich zu 1000 Prozent sicher, dass Kieber, zurück in Vaduz, voll kooperativ wäre und sofort mitteilen würde, ob er noch evt. Kopien, z.B. in Berlin gelassen hätte oder schon mit fremden Staaten gesprochen hätte. Sollte sich Kieber immer noch unbelehrbar zeigen, so könnte man ihn mit der Auslieferung nach Spanien drohen. Egal, das Spanien dies nie verlangt hatte. Da das ganze Konzept ohne die Mitarbeit und ohne Absprache mit dem Bankdirektor erstellt worden war, lehnte dieser es kategorisch ab, Komplize einer solch illegalen Aktion zu werden, wäre sie auch noch so gerechtfertigt. Hans-Adam und Alois gefielen diese Zukunftspläne auch nicht. Der Skandal wäre unvorstellbar, erinnerten sie die Anwesenden, wenn es später an die Öffentlichkeit kommen würde. Sie schimpften auch mit den Erfindern des Konzepts: Was wäre, wenn Kieber sich vehement gegen einen gewaltsamen Zugriffsversuch wehren würde? Wollte man ihn halb totschlagen? Nein, auf keinen Fall. Auch daran hätten sie gedacht, sagte Feuerstein. Es gäbe hochwirksame Beruhigungsmittel in Spritzenform, die innerhalb von Sekunden ihre volle Wirkung entfalten würden. Kieber hätte gar keine Chance, da er keine eigene Kraft mehr hätte, sich zu wehren. Die Dosierung könnte so abgestimmt werden, dass er erst wieder nach zwei, drei oder vier Stunden zu sich kommen würde. Die Methode sei medizinisch abgesichert und Kieber würde keine bleibenden Schäden davontragen. Spuren der Droge würden zwar im Blut noch lange nachweisbar sein, aber der Plan sehe ja nicht vor, dass Kieber die Gelegenheit für eine „Beschwerde‚ oder Arztvisite habe. Dem Professor wurde es zu viel. Er verabschiedete sich von der Runde und sagte, dass er frische Luft atmen gehen müsste. Wenn sie Glück hätten, dann käme er vielleicht wieder zurück. Dem Bankdirektor wurde auch ganz bange. Da fiel ihm etwas ein, was einem Banker normalerweise beim Aufstehen immer als erstes in den Sinn kommt: das liebe Geld. Moment mal, sagte er, warum das Geld nicht dem Kieber anbieten, anstelle es dubiosen Gestalten (‚die Gruppe starker Männer‚) nachzuwerfen. Geld gegen Daten, das könnte die Lösung sein. Man wäre ja heilfroh, wenn dem so wäre, erwiderte Hans-Adam. Aber darum geht es Kieber
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doch gar nicht. Er hat nie ein Wort davon gesagt. Hier haben wir es leider nicht mit einem klassischen Fall zu tun, fasste Hasler, fast schon wehmütig, zusammen. Der Liechtensteiner Weg, wo Geld alle Wunden heilt, funktioniert eben nicht immer, erwiderte der Bankdirektor. Trotzdem, lasst es uns versuchen, ermunterte das Staatsoberhaupt. Von einem chaotischen Tag blieben dann nur noch folgende kurze Zeilen für Kieber übrig: Die in ihrem gestrigen Mail von 10:33 angedeuteten alternativen Lösungsvarianten werden nur in persönlichem Treffen mit Vertrauensperson besprochen. FL-ID-Variante definitiv nicht möglich. Manchmal kann aber Geld Probleme lösen. Besprechung dieser Variante mit Vertrauensperson persönlich und nicht über Internet und Telefon.

AMSTERDAM 20. Februar 2003 Ich wusste es. Ich wusste es! Früher oder später – wie immer bei solchen Leuten – bildeten sie sich ein, mit Geld alle Probleme lösen zu können. Tja, in meinem Fall hatten sie falsch gedacht. Sie begriffen es immer noch nicht. Ich war eher erbost, dass sie mir Geld offerierten, anstatt ihre eigenen (Justiz-)Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Dann wieder konnte ich sehen, dass es eben der einfachste Weg für sie war. Ich wollte aber kein Geld. Nie und nimmer. Ich war auf das Ziel fixiert, die Verbrecher Roegele & Co. hinter Gitter zu bringen. Koste was es wolle. Ich blieb in meiner Antwort ehrlich und versuchte meine gefühlte Wut nicht zum Ausdruck zu bringen. Was mir gegen Ende nicht so gut gelang. Mit der unbehaglichen Gewissheit, dass meine Zeilen ein paar neue Wutanfälle in der Heimat auslösen würden, schrieb ich folgendes und drückte dann die Speichertaste: Tja - da bin ich aber überrascht worden! Wenn man all meine Unterlagen gelesen hat, dann weiss man, dass ich NIE um GELD gebeten habe. Ist dies ein Versuch mich in einen Gelderpresser zu wandeln? Damit es später besser in die ‚Geschichte‚ passt: sollte die Katastrophe eintreten?!? Ich bin kein Erpresser.
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Die Verurteilung der Folterer wäre meine Erlösung. Sicherlich Geld macht das leben leichter, ich gebe auch zu‚ dass ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, Ersatz für den finanziellen Schaden, den ich durch das Urteil im 2002 in der Zivilsache gegen den Hauptverbrecher aus Argentinien erlitt, nämlich die über eine Million CHF (blockiertem Geld, Anwaltskosten von 5 ½ Jahren etc.) zurückzufordern. Aber wie sie ja wissen, habe ich nie ein Wort davon erwähnt. Ich habe mit meinem Handeln auf die unrechtmässige Behandlung meinerseits durch die Justiz hingewiesen. Meine Ziele habe ich leider nicht erreicht! Ich hatte so gehofft (selbst wenn sie es nicht glauben), dass der Fürst etwas bewegen kann: natürlich habe ich in den letzten Wochen auch erkennen müssen, dass er es nicht einfach hat und wohl so handeln muss, wie er es sieht. Ich verstehe ihre Seite ganz und gar - wie sie ja wissen, bin ich nicht dumm (um es so auszudrücken). Ich kann mich sehr gut in ihre Lage versetzten (was man allgemein mit analytischem Denkvermögen betitelt). Ich nehme an, dass auch sie sich mehr oder weniger in meine Lage versetzten können und auf Grund der Vorkommnisse der letzten 6 Wochen verstehen und nachvollziehen können, dass ich übervorsichtig und extrem misstrauisch geworden bin... Ich sehe die Teamsitzungen der involvierten Behörden vor mir, wo die vorherrschende Meinung gilt, dass sie mich schon kriegen werden - dies sind die Ihnen, Durchlaucht doch schuldig - oder? Apropos Meinungen: sollte die Meinung vorherrschen, dass ich nie und nimmer die Daten verraten könnte, da ich sonst ja nichts mehr in der Hand hätte, dann irren jene Leute, die dies proklamieren: abgesehen davon, dass ich nur ein paar Tage hintereinander mich mittels meiner immer noch frischen Erinnerungen und den Unterlagen aus dem 101er die erlittene Folter in Argentinien vor Augen halten muss - um in eine solche Wut zu geraten, dass ich keine Probleme habe den involvierten Staaten ein DVD zu senden, hat ja der Besitz aller Daten für mich auch keinen ‚nutzten‚ gebracht, da ich ja nichts damit erreicht habe: mir sind die Ideen ausgegangen. Aber solange wir noch miteinander kommunizieren, muss es eine Lösung geben. Wenn ich nur zu 100 % sicher wäre, dass ein 4Augen-Gespräch keine Falle ist.
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VADUZ 21. Februar 2003 Mist, den Plan Kieber Geld zu offerieren war ihm in den falschen Hals geraten, lästerte man im KKZ schon zu früher Stunde. Und die Drohung am Ende, was sollte das wieder heissen? Man war wieder am Anfang des Problems. Jede Debatte unter den Mitgliedern des KKZ, die hin und her Schreiberei mit dem Kieber, alles für nichts und wieder nichts. Kieber erschien ihnen abermals wie ein Buch mit sieben Siegeln, schlimmer noch, eines mit 7000. Alle sahen ein, dass nur ein Gespräch mit Kieber sie aus der verfahrenen Situation führen konnte. Hans-Adam befahl, alle Pläne und Konzepte einzufrieren und abzuwarten, was das Meeting mit Kieber an neuen Erkenntnissen bringen würde. Der Professor war derselben Meinung. Die KKZ stellte folgende Mitteilung ins Netz: Sie haben Recht. Kommunikation ist die Voraussetzung einer Lösung. Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch dient zur Lösungsfindung. Es gibt keine Fallen, sie bestimmen Ort, Zeit und Vorgehensweise für dieses Gespräch mit der Vertrauensperson.

AMSTERDAM 22. Februar 2003 Nach langem hin und her, konnte ich meine Befürchtungen etwas dezimieren und entschloss mich das Experiment „Treffen‚ durchzuziehen. Schlussendlich war mir klar, dass ich ohne Diskussionen meine Ziele nicht erreichen konnte. Um Hans-Adam und seine, meiner Vermutung nach gross angeschwollene Beratertruppe, so lange wie möglich im Bezug auf Holland zu täuschen, setzte ich wieder auf die Verwirrungstaktik, indem ich ein Treffen im hohen Norden andeutete. Ich konnte es mir nicht verkneifen, einen Hinweis in Sachen Sicherheitsvorkehrung mitzuliefern. Folgender Text war das Resultat meiner Gedanken: Also, einen Versuch will ich wagen .... obwohl alles dagegen spricht. Könnte sich Dr. S. MO + DI, den 3. + 4. März 03 oder DI + MI, den 4. + 5. März freihalten? Es ist für mich erst zu jenen Tagen möglich, weil ich noch einiges vorbereiten muss, was sie
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sicher verstehen. Das Treffen findet in einem der Skandinavischen Länder statt. Welches Land es ist, kann ich erst später mitteilen. Ich bitte aber um folgendes: Dr. S. soll eine Schriftkopie meiner Tonbandaussage bei der Kripo vom 11.04.1997 über die Ereignisse in Argentinien erhalten, sowie eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachten. Er möge beides intensiv lesen. Ich möchte nämlich nicht, dass er ohne meine Motive zu kennen, mir gegenüber steht. Falle: ich bin mir bewusst, dass sie durchaus eine (erfolgreiche) Falle vorbereiten könnten. Daher bleibt mir auch nichts anderes übrig, einen automatischen Mechanismus vorzubereiten, wo sichergestellt ist, dass ein paar Länder und 3 Medien alle Daten auf einmal erhalten, sollte ich nicht frei bleiben. Ich nehme an, dass sie dies verstehen. Ich melde mich wieder anfangs nächster Woche.

AMSTERDAM 23. - 27. Februar 2003 Die Tage vergingen wie im Flug. Komisch, ich fand keine Reaktion auf meine letzte Nachricht. War wohl zu deftig, dachte ich mir. Aber besser Klartext reden, als die Gegenseite an falsche Sicherheit glauben zu lassen. Dass würde nur die Geburt von Radikallösungen, die mir sicher nicht gut bekommen würden, fördern. Da war ich mir sicher. Oder der Bankdirektor kann nicht Anfang März reisen. Oder „Skandinavien‚ passt ihnen nicht. Oder Hans-Adam hatte andere Probleme. Ich wusste es nicht. Egal, er wird sich sicher wieder melden, sagte ich zu mir. Es war ja noch Zeit bis Anfang März. Am Mittwoch, 26.02. stellte ich denselben Text wie vom 22.02. nochmals in Netz und fügte einen Satz vorneweg, wo ich Hans-Adam fragte, ob er meine Nachricht vom Samstag, den 22.02.03 gelesen habe. Am nächsten Tag, um die Mittagszeit hoffte ich schon eine Antwort zu bekommen. Wieder war nichts. Oje, ich befürchtete, dass etwas schief gelaufen sei muss. Ich konnte es nicht verstehen, dass die in Vaduz offenbar nicht begriffen hatten, dass jeder Unterbruch in der Kommunikation nur zu wilden Spekulationen führen würde. Das galt für beide Seiten. Ich schrieb an Hans-Adam:
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Bitte löschen sie jeweils den Text nach dem sie ihn gelesen haben. Auch wenn sie nichts antworten; damit sehe ich (und umgekehrt auch sie), dass man die Nachricht bekommen hat. Da sie meinen letzten langen Text über Tage stehen haben lassen, nehme ich an, dass sie noch nicht hier in der Emailbox waren. Danke. Diese Tage ohne ihre Nachricht brachten mich auch auf den Gedanken, dass sie eventuell die Meinung bezüglich eines Treffens geändert haben. Dies ist nicht weit hergeholt, da auch ich, wie sie auch, den Umständen entsprechend mehrere ‚Wege aus dem Wald planen‚ muss. Wenn es dem Dr. S. am MO + DI ‚ 3. + 4.03.03 zeitlich gehen würde, dann werde ich ihm am Sonntagabend auf seinem Handy anrufen und die Route durchgehen. Ist dies OK für sie? Hat er die Unterlagen lesen können? Es ist zwar eine idiotische Frage, aber ich stelle sie bewusst trotzdem: sind sie sicher, dass es keine Falle wird? Ich bitte sie, den Dr. S. über die offenen Akten (101er, 140er, neuer etc.) zu informieren und ihm zu erlauben, dass er mich informiert. Auch möchte ich bei dem Treffen erfahren können, was mich zu hause erwarten würde, wenn ich im März 03 samt allen Unterlagen freiwillig nach hause kommen würde? Vielen dank für ihre Mühe und wirklichem Vorhaben, ein Treffen ohne Überraschung zu wollen.

VADUZ 22. - 27. Februar 2003 Rasch sprach sich in den involvierten Kreisen herum, dass Kieber nicht wie vermutet in Frankreich war, sondern irgendwo in Skandinavien oder zumindest auf dem Weg dorthin wäre. Man versuchte den Aufenthaltsort von Kieber zu eruieren. Der Befund sagte, dass die vorletzte E-Mail aus Rotterdam, Holland kam und die Letzte wieder irgendwo aus Frankreich. Dies brachte auch kein Licht in die vernebelte Angelegenheit. Beim Wort Skandinavien zogen nicht nur die LGT und die Regierung die Mundwinkel nach unten. Clever ausgesucht, sagten sie. Kieber wusste offenbar, dass die skandinavischen Länder sehr strenge Steuergesetzte haben und er dort sicher auf offene Türen stossen würde, sollte er sich an die Behörden wenden (müssen). Die LGT Treuhand
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bestätigte, dass mehrere hundert Bürger aus dieser Ländergruppe ihre Kunden waren. Man war verärgert, da man eine Lösung des Problems im „Strassbourg‚-Stil in Skandinavien nicht so einfach durchziehen könnte. Man müsste wieder zuerst die Möglichkeiten eruieren. Die Kluft zwischen den KKZ-Mitgliedern wurde immer grösser. Auf der einen Seite hatten die Vertreter der LGT und die Regierung immer weniger Geduld in der Sache. Hans-Adam und seine Familie hatten als Zerstreuung, wenn dies auch keine herrliche Vergnügungstour war, die laufende, heisse Enddebatte um die neue Verfassung zur Verfügung. Die Abstimmung war auf den 16. März angesetzt. Hans-Adam war auch mehr und mehr frustriert, dass es überhaupt soweit kommen konnte. Das er und seine LGT wegen brutalen Fehlern der eigenen Justiz nun so leiden mussten. In den vergangenen Tagen gab es mehrere längere und private Beratungen zwischen dem Professor und Hans-Adam. Der Professor warnte vor einer Katastrophe, sollte man einem Konzept im Stil „Strassburg‚ zustimmen. Als gebildeter Mann war natürlich auch HansAdam klar, dass man sich auf sehr dünnes Eis begeben würde, sollte man Kieber mit kriminellen Methoden schnappen. Aber die Zeit, die Zeit läuft mir davon, jammerte er zu Recht. Erst nach grosser Überzeugungskunst von Seiten des Professors, fällte er als Staatsoberhaupt einen wichtigen Entscheid. Er befahl, dass sich die Regierung, die Justiz und die Polizei aus der ganzen Angelegenheit zurückziehen mussten und er bis auf Widerruf keine Vorschläge und Randbemerkungen von denen mehr hören wollte. Er erklärte weiters, dass er die dem KKZ mündlich erteilten speziellen Vollmachten annulliert habe und sich der Sache nur noch direkt annehmen würde. Es wäre eine grosse Untertreibung zu behaupten, dass gewisse Kreise in Vaduz nicht hocherfreut über diese Dekret vom Staatsoberhaupt waren. Die Polizei vermerkte am 28.02.03 in einem Protokoll, dass man sich absprachegemäss aus dem Kontakt mit Kieber zurückgezogen hatte und war sichtlich erleichtert. Die Justiz hatte auch genug andere Fälle und wurschtelte wie üblich weiter als wäre nichts geschehen. Andererseits deuteten die Befürworter radikaler Massnahmen, namentlich die LGT und die Regierung, diese Änderung im Kurs gegenüber Kieber als Zeichen von Hans-Adam, dass er doch noch geneigt wäre, ihre Ideen zur
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Lösung des Falls in die Tat umzusetzen. Denn die Justiz sowie die Polizei hatten ihn ja in diese Lage gebracht, durch ihre bewiesene Inkompetenz und offensichtlichen Fehlurteile in Sachen Argentinien und das „Interpoldebakel‚. Als aktuelle Mitteilung liess Hans-Adam am 27.02., am früheren Abend folgenden Text eintippen: Dr. S. wartet ihren Anruf am Sonntagabend. Er hat ihren Fall studiert. Es ist keine Falle. Anm.: Dies war dann auch die allerletzte Mitteilung, die von Seiten HansAdams über dieses System gemacht wurde.

AMSTERDAM 28. Februar 2003 Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich die Nachricht las, dass der Bankdirektor meinen Fall studiert hatte. Nichts hasste ich mehr in den vergangenen Jahren als mit Leuten zu reden, die vorgaben, den Sachverhalt zu kennen, wenn das in Wahrheit nicht der Fall war. Obwohl meine früher gesetzte Frist „Ende Februar 2003‚ abgelaufen war, ohne dass ich die Schutz-ID erhalten hatte, freute ich mich irgendwie auf das Treffen mit dem Bankdirektor. Es waren über sieben Wochen vergangen, seit ich auf meiner Mission gestartet bin. Um überleben zu können, wusste ich, dass ich äusserst flexibel sein musste. Und das war ich immer schon in meinem Leben. Anpassungsfähig wo es nötig und richtig erschien. Als meine letzte Meldung nach Vaduz schrieb ich: Vielen Dank für ihre Nachricht. Ich werde ihn am Sonntagabend sicher anrufen. Ich bitte ihn für die Reise auch eine Badehose (nicht das er verkabelt kommt) und gutes Schuhwerk mitzubringen, sowie sein Handyladegerät. Ich werde am Sonntag um die Mittagszeit nochmals hier hinein schauen. Vielen Dank für ihre Mühe. Ich hatte mich noch nicht festgelegt, wo und unter welchen Umständen ich ihn treffen wollte. Den Hinweis mit der Badehose formulierte ich deswegen, weil ich verhindern wollte, dass die in Vaduz auf die Idee kamen, den Bankdirektor zu verkabeln, um das Gespräch zwischen uns
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aufzunehmen oder einen so genannten Lokalisierungssender an seinem Körper zu verstecken. Ich ging davon aus, dass solche technischen Spielereien batteriebetrieben und voll mit elektronischen Komponenten sein würden. Da gab es nur eines, was diesen Geräten den Saft abdrehte: eintauchen in viel, viel Wasser. Im Schwimmbad oder in einer heissen türkischen Sauna. Heisser Dampf bekommt solchem Schnickschnack sicher auch nicht gut. Natürlich hätte man den Bankdirektor auch mit wasserdichtem Material ausrüsten können. Aber nur mit Badehose bekleidet oder gar splitternackt, da müsste er es schon sehr gut verstecken. Mit dem Hinweis gutes Schuhwerk mitzubringen, wollte ich auf die Möglichkeit einer Wanderschaft zu einem Treffpunkt hinweisen, vielleicht an einem abgelegenen, schwer erreichbaren Ort.

VADUZ Ende Februar / Anfang März 2003 Als hätten die in Vaduz nicht schon genug Probleme (Kieber) und Ärger (der Abstimmungskampf um die Neue Verfassung), tat sich ein neues Grab in Vaduz auf. Ein ehemaliger, langjähriger Angestellter der Liechtensteiner Landesbank (LLB), Herr Roland Lampert, kündigte im Februar aus heiterem Himmel seine Stelle und begab sich auf eine folgenschwere Erpressertour. Nachdem die LLB den wahren Grund für seinen Abschied erkannt hatte und ihn wegen Kontoungereimtheiten sprechen wollte, informierte er im Gegenzug die LLB, dass er im Übrigen über 2300 Datenausdrucke mit einer Vermögensübersicht von über 1300 verschiedenen deutschen Kunden der LLB besitzen würde. Zuerst glaubte man ihm nicht. Bis er den Beweis dafür lieferte. Da die LLB mehrheitlich in Staatsbesitz(!) war (und heute noch ist), wurde – entgegen den aktuellen Beteuerungen aus Liechtenstein - natürlich die Regierung und somit Hans-Adam sofort im Februar 2003 informiert. Nicht schon wieder, man konnte es nicht fassen. War „der Tag des jüngsten Gerichts‚ in Liechtenstein angebrochen, fragte man sich nun in Vaduz. Nachforschungen der LLB ergaben, dass Lampert zwischen August 2000 und Ende Februar 2003 klammheimlich die Daten gesammelt hatte.

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Da ja der Diebstahl von Daten ein Antragsdelikt war, wurden vorerst Polizei und Justiz nicht informiert. Die nicht kleine Unterschlagung von (Kunden-)Geldern wurde zwar auch rasch bemerkt, jedoch weder der Polizei noch der Justiz gemeldet. Die LLB versuchte am Anfang mit der Billigung von Regierung und Hans-Adam alleine, dann mit der geballten Macht der Liechtensteiner Justiz und am Schluss mit Privatdetektiven und millionenschweren Eurozahlungen, die Sache zu bereinigen. Mit einem katastrophalen Endergebnis aus Liechtensteiner Sicht. Anm.: Über diesen Fall, den LLB-Fall, wurde in den deutschen Medien seit 2008 ausgiebig berichtet. Eigentlich nur deswegen, weil jene Gruppe von Kriminellen, die nach der geheimen Verurteilung von Lampert in Liechtenstein an die betroffenen Daten gelangten, selber nun in Rostock vor Gericht stehen. Ich rege meine Leser an, im Internet die Einzelheiten nachzulesen. Einiges macht aber den LLB-Fall in Bezug auf meine Sache sehr interessant. Erst mal die Tatsache, dass es sich zeitlich praktisch parallel zu meinem Fall abspielte und ich daher aufzeigen kann, wie heuchlerisch die Regierung und Hans-Adam agierten. Zudem – was der Öffentlichkeit nicht bekannt ist - wurde versucht, mich mit dem LLB-Fall zu ködern und zu manipulieren (nachzulesen in den kommenden Kapiteln). Da praktischerweise der Professor Dr. Thomas Müller in Vaduz schon seine Zelte aufgeschlagen hatte, fragte die Regierung ihn, ob er ihnen auch im LLB-Fall helfen könnte. Er erkannte die aussergewöhnliche Herausforderung und sagte zu. Hans-Adam bestand darauf, acht zu geben, dass man die zwei Fälle nicht vermischen würde. Von diesem Zeitpunkt an arbeitete der Professor im behördlichen Auftrag der Justiz am LLB-Fall und nur noch im Privatauftrag von Hans-Adam am LGT-Fall. Der Bankdirektor Dr. Pius Schlachter wurde am letzten Samstag im Februar von Hans-Adam und Alois aufs Schloss eingeladen und dort auf seine Mission vorbereitet. Es wurde beschlossen vorerst keine Falle für Kieber vorzubereiten. Erstens fehlten für den Entscheid zugunsten einer Falle die wichtigen Informationen, wie welches Land in Skandinavien? Hatte man Verbindungen dorthin? Hatte man Verbündete dort? Wie lauten die Gesetze dort? Gibt es Spielraum in diesen Gesetzen? Und Zweitens hatte der Bankdirektor seinen persönlichen Wunsch klar zum
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Ausdruck gebracht, kein Komplize einer solchen Sache werden zu wollen. Hans-Adam akzeptierte dies. Er meinte zwar, ein bisschen Einschüchterung, wenn es die Situation bei einem Meeting mit Kieber erlauben würde, wäre schon abgebracht. Nicht zuletzt, um ihm zu zeigen, wie schwer er die in Vaduz beleidigt und verletzt hatte. Wer hier der Herr im Hause ist ! Mal sehen, erwiderte der Bankdirektor. Ihm wurde weiterhin eingetrichtert, dass es das oberste Ziel sei, die Daten zu bekommen und Kieber zu überreden, nach Hause zu kommen. Der Bankdirektor wollte die Gelegenheit dieser privaten Audienz mit Hans-Adam & Erbprinz Alois für eine Debatte über ein bisher nicht angesprochenes Thema nutzten: Sollte man nicht die Kunden warnen? Wie aus einer Pistole geschossen, riefen Hans-Adam und sein Sohn gleichzeitig, NEIN, auf keinen Fall. Warum auch? Es gab keinen Grund. Kieber habe zu keiner Sekunde jemals etwas gesagt oder geschrieben, dass er direkt auf die Kunden zugehen würde. Und mit den ausländischen Behörden hatte Kieber hoffentlich noch nicht geredet. Wenn dem aber so wäre, dann wäre es sowieso zu spät, die Kunden zu warnen. Wie sich der Bankdirektor dies vorstellen würde, fragten sie ihn. Da Kieber ja die komplette Datenbank hatte, müsste man ja extra 50 neue Leute einstellen, um die tausende aktuellen und die hunderte ehemalige Kunden entweder telefonisch oder per Brief warnen. Bitte, Herr Bankdirektor, Sie müssten es doch besser wissen, die Medien würden schon nach dem zehnten Kunden sicher irgendwie Wind davon bekommen. Unser Bankengeheimnis, die Säule unseres Geschäfts, würde implodieren, redete Hans-Adam auf ihn ein. Da half auch nicht der Hinweis des Bankdirektors, welche Konsequenz es für die Kundschaft von Dr.Dr. Batliner hatte, als dieser sie nicht warnte, als eine CD-Rom mit deren Daten gestohlen wurde. Eine CD-Rom die erst lange Zeit später bei den deutschen Behörden landete. Hans-Adam und Alois beharrten auf ihre Auffassung, dass eine Warnung ihrer Kunden zu viel Schaden für ihr gesamtes Geschäft bringen würde. Sollte die Katastrophe eintreten, „wovor Gott uns bewahren soll‚.
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Man versicherte dem Bankdirektor auch, dass, sollte ein Wunder geschehen, und Kieber schon nach dem ersten Treffen nach Hause kommen wollen, ein Anruf von ihm genügen würde und Hans-Adam sein Auto samt Fahrer und Schutzvorkehrungen für Kieber schicken würde. Der Bankdirektor hatte schon vom Sekretariat die Informationen zu allen möglichen Flugkursen von Zürich nach Schweden, Norwegen und Finnland erhalten.

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der ihn vorher für eine Zeitspanne von mindestens 30 Minuten im Auge behalten und beobachten musste und nicht umgekehrt. dachte ich mir. Davor waren ein paar Haltestellen. Ein Blick auf die Wasserkanäle vor meiner Nase brachte mich auf eine knifflige. dem Central Station East fuhren in regelmässigen Abständen verschiedenen Rundfahrten ab. Weil ich dann auch auf ein ähnliches Transportmittel hätte zugreifen müssen. Meine ursprüngliche Idee. Dem nächsten Boot zum Van Gogh Museum folgte ich auf dem Landweg zu Fuss und stoppte die Zeit bis zur Station Leidseplain: knapp 50 Minuten. was ein Fahrverbot für Autos bedeutete. Die Anonymität der Menschenmenge von Amsterdam war mir da lieber. um Schritt halten zu können. da man aufgrund der Verkehrsführung in der Stadt schon nach fünf Minuten das Boot und somit mich als begleitenden Fussgänger aus den Augen verlieren würde. 60 Minuten an der Endstation „Van Gogh Museum‚ an. das Treffen weit ins freie. verwarf ich wieder. Zudem hoffte ich. Ich kaufte mir ein Tagesticket und fuhr jede einzelne Strecke ab. Ihn in einen Bus oder Taxi einsteigen und irgendwohin hinfahren zu lassen. Der Fussweg führte über Strassen und Brücken. einen dafür geeigneten Platz in der Stadt Amsterdam zu finden. flache Land hinaus zu verlegen. Und sowieso wäre man mit dem Auto schnell verloren. rechnete ich mir aus. Ab dem Hauptbahnhof. Oft in einer Richtung. Das war’s! Eine Kanalfahrt. Ich fuhr mit dem Boot zurück an den Ausgangspunkt. dass ich derjenige sein müsste. stand für mich fest. Bevor es überhaupt zu einem direkten Wortwechsel zwischen mir und dem Bankdirektor kommen konnte. kam daher nicht in Frage. da dies nur die Möglichkeit von „Überraschungen‚ seitens der Gegner erhöhen würde. Ich studierte die Grachtenrundfahrten mit dem Kanalbus sehr genau. aber machbare Lösung. Dafür wollte ich ihn irgendwie ständig in Bewegung halten und dies auch noch mit einer anderen Fortbewegungsart als die meine. Ideal! Könnte klappen. weil es entweder eine Einbahnstrasse oder die Brücke zu schmal war. Die Vorletzte hiess Leidseplain. Es gäbe für eventuelle Schattenmänner nur zwei 318 . Wie würde ich dieses Treffen überleben? Ich verbrachte die Tage damit.KAPITEL 13 Ein Essen für Sechs Euros Also gut. Mit der roten Linie kam man nach ca. dass mir niemand mitten in der Stadt am helllichten Tag etwas antun würde.

ich hatte ja die möglichen Schattenmänner oder Kameraden vom Bankdirektor nie gesehen und würde sie daher auch nicht erkennen können. Zugegeben. Ich fand es besser. Dagegen gab es auch ein einfaches Mittel. rufen Sie niemanden an und lassen alle Handy ausgeschaltet. Schräg gegenüber der Kirche sehen Sie am Kanal ein kleines Häuschen. sobald er in Holland war. Das Gespräch sollte sich nur auf folgende Bitte beschränken: Er sollte sich am Montag in die Eingangshalle der grossen St. Er würde nicht erfahren. mich dem Bankdirektor vor seiner Kanalfahrt zu zeigen. Sollte ich den Verdacht haben. 319 . oder man würde es zu Fuss verfolgen. nur kurz mit dem Bankdirektor am Telefon zu reden. Zudem hatte ich ja nicht vor. Nicholas Kirche gegenüber dem Hauptbahnhof. dass es mir sofort auffallen würde. Ich setzte mich in ein Internetcafé und formulierte: Hallo Herr Direktor. so könnte ich den Bankdirektor zum Aussteigen an einer Zwischenstation auffordern und ihn dort auf den nächsten Kurs für die Weiterfahrt warten lassen. Die Strecke zu Fuss führt so stark im Zick-Zack Kurs durch die Stadt. Falls ich aber irgend etwas faules sehen oder spüren sollte. dass Tickets für Kanalrundfahrten. das Prospektregal aufsuchen und dort ganz oben rechts. falls sie mit ihm ins Boot einsteigen würden. würde er weitere Instruktionen von mir finden. an der Prins Hendrickkade begeben. Nehmen Sie den nächst verfügbarem Kurs und setzten Sie sich bitte auf einen unüberdachten Sitz. hinter dem Stapel des Rundschreibens der Kirchgemeinde. Entweder man stieg mit dem Bankdirektor in dasselbe Boot ein. wenn jemand wie ich das Boot zu Fuss verfolgen würde. dass Begleiter im Boot anwesend waren. wo ich bin. so weit hinten im Boot wie möglich. Im Verlauf der Kanalfahrt werde ich Ihnen weitere Instruktionen zukommen lassen. Bitte gehen Sie aus der Kirche wieder raus. Ich hatte die Öffnungszeiten der Kirche kontrolliert und musste nur noch die Instruktionen zu Papier bringen.Chancen uns zu verfolgen. Ein Kreuzschlag vorher wäre vielleicht nicht schlecht. den Canalbus verkauft. wüsste ich was die Stunde geschlagen hätte. Kaufen Sie sich bitte einen Tagespass für die Rote Linie bis zur Endstation. Sollte(n) dann die Verdachtsperson(en) auch mit aussteigen und in der Nähe von ihm bleiben und dumm aus der Wäsche gucken. Wie ich Sie gebeten hatte.

Ich wusste. genauer die Politie Centrum. Ich kaufte mir eine Telefonkarte und wählte die Handynummer vom Bankdirektor. Dies sah ich als kein Problem an. 03. Entweder möchte ich das Treffen oder ich lasse es ganz bleiben. sobald ich am Sonntagabend auf dem Handy vom Bankdirektor anrufen würde. In einem anderen Internetcafé. Ich knickte jedes einzelnes Blatt genau so wie der Rundbrief in der Kirche gefaltet war. Ich fragte ihn. er zumindest das Land herausfinden könnte. Ich änderte nur den Text in Bezug auf meinen neuen Wohnort und die Adresse in Monnikendam. dass ich mich gemeldete hatte. März 2003. den 1. Ob sich alles etwas beruhigt hatte? Er antwortete: alles sei soweit ruhig. Entschuldigen Sie die Umstände. Hans-Adam sei sehr nervös wegen den Daten und der Abstimmungskampf sei immer noch voll im Gange. wie es den so im Ländle zu und her und wie es dem Hans-Adam ginge. dass es Teil des Zirkulars wäre. dass ich in Amsterdam war. Er nahm gleich ab und war hörbar froh.ist unser Treffen damit zu Ende und ich wünsche keine weiteren Kontakt mit Ihnen oder dem Schlossherrn zu Hause. Dort setzte ich mich in ein Touristencafé und ging im Kopf den Plan für die nächsten zwei Tage nochmals durch. wo ich mich befand. Ich bedankte mich für seine Geduld und entschuldigte mich nochmals für die Umstände. Das sollte reichen. wollte ich die ursprünglichen Empfänger von dort aus der Liste nicht auswechseln. dass mir keiner über die Schulter schauen konnte. schilderte wo die Daten aufbewahrt waren und fügte einen neuen Adressenten dazu: die Polizei der Niederlande. Ich fuhr deswegen am Sonntag mit dem Zug 20 Minuten nach Haarlem an die Nordseeküste. Ich begab mich am Samstag. nachdem ich ganz sicher war. zur Kirche und steckte fünf der sechs Schreiben fein säuberlich hinter den vorhandenen Stapel.3. Sodass man dachte. Bewusst nannte ich keine Namen. 320 . Obwohl ich ja datenmässig nichts mehr in Berlin hatte. passte ich meine elektronische Sicherheitsvorkehrung an die geänderte Situation an. Schönes Städtchen. Ich druckte diese Zeilen aus und kopierte sie sechs Mal. Ich wollte aber nicht preisgeben.

Ich erzählte ihm. Aber es war niemand am Eingang. Ja. Ab jetzt. ja hatte gar keinen. Ich lachte und sagte. Er sagte. dass es nicht in den Norden ginge. ich stelle die Frage nur. Ja. Ja. Montag! Ich fuhr schon mit dem ersten Linienbus von Monnikendam nach Amsterdam. Ich schaute mich schnell um. ich hätte euch nicht gewarnt. Gar nicht gut war. betonte ich. da ich dem Bankdirektor nicht am 321 . ja nix mit Skandinavien. die Anderen staunten. Da wäre er zum letzten Mal auf seiner Hochzeitsreise gewesen. Und ob es sicher sei. schob ich hinten nach. Gut. wo wir uns treffen würden. Er fragte mich. Ich würde ihn anrufen und dann sagen. Ich musste mir was einfallen lassen. Hätten sie eine Falle geplant. dass meine fünf Blätter weg waren. Er solle sich bitte heute Abend den letzten Kurs oder für morgen früh den Ersten nach Amsterdam buchen. Ich erwähnte auch das Inkrafttreten meiner Schutzmassnahmen. Na dann ist es doch wieder Zeit diese schöne Stadt zu besuchen. Bis Morgen Herr Bankdirektor. Kein Problem: was war noch mal mein Plan B? Ohh. Er solle bitte spätestens um die Mittagszeit in der Stadt sein. Bei mir hatte ich eine der externen Harddisk mit den elektronisch gespeicherten Daten. Aber. Ich fragte ihn. da musste wohl ein übereifriger Kirchenpfleger meine Zettel gefunden und gleich festgestellt haben. Ich wollte überprüfen. Ich würde von einer anderen Stadt nach Amsterdam kommen. Er bedankte sich. damit nachher nicht behauptet wird. dass ich etwas davon im Internet gelesen hatte. ich sagte ihm. antwortete er zurück. ob die Kirche auch wirklich offen war. die Kirche war offen. Amsterdam? Amsterdam! rief er aus. fragte ich in schnell. So ein Mist. Bis Morgen Herr Kieber. Obwohl mir die letzten zwei Fragen auch sinnlos vorkamen. dachte ich mir. er hätte die kleine Vermutung. der davon im Voraus erfahren würde. dass es nix mit Religion zu tun hatte und weg waren sie. Ob er die Badehose eingepackt hätte und ob er alleine komme. Nicht wahr? bemerkte ich. Nur ein paar ältere Damen und zwei Frühaufsteher-Touristen waren in der Kirche. als ob mich jemand beobachtete. dann wäre ich der letzte auf Erden. was er denn vermuten würde. wohin die Reise nun gehen sollte. weil mich ein Gefühl überkam. Die Einen beteten. dass es keine Falle wäre.

aber er würde heute einziehen und in ein paar Stunden kommen. nein. wohin er gehen sollte. Ich lief die kurze Strecke dorthin und fragte beim Concierge nach. Man fragte mich. viele Immigranten und oft auch jämmerlich aussehende. ob ich eine Nachricht für einen Bekannten abgeben könnte. Ich behauptete. Dazu eine Cola Light. In den letzten Tagen hatte sich ein Restaurant als meinen Favoriten entwickelt. Bis zur Mittagszeit waren es noch gute drei Stunden. Ich war schon hungrig und wählte für das heutige Mahl eines der asiatischen Minirestaurants aus. Aber wo? Ein Hotel? HOTEL !! Das Hotel Victoria gleich unter dem Hauptbahnhof. Es hatte nur um die zehn kleinen Tische mit jeweils vier Stühlen. wäre ideal dafür. Zusammen mit fünf Euro händigte ich den Umschlag dem Angestellten aus. Er würde schon raus finden können. ob dieser denn Gast bei ihnen wäre. Was aber wenn wieder einer aufräumen kommt? Besser wäre es. wo dies war. schmackhafte Runde mit Reis und Huhn. Ich bestellte mir heute eine frisch zubereitete. Im Zettel für den Bankdirektor strich ich die Worte Kirche durch und schrieb Hotel Victoria darüber. aber in diesem waren die Köche spitze. verklebte die Rückseite und notierte den Namen des Bankdirektors vorne rauf. Die Kundschaft war immer dieselbe: ein paar Touristen. Es gab viele von ihnen. Man konnte aus einer Vielzahl verschiedener Gerichte auswählen. Mahlzeit. Ein feines Essen für unglaubliche 6 Euro. eine andere Hinterlegungsmöglichkeit zu finden. Ich könnte den letzten Zettel nochmals in der Kirche deponieren. 322 . Anstelle schräg gegenüber. vom täglichen Drogenkampf gezeichnete Gestalten oder aufgedonnerte Huren. Dies würde dem Gegner einen zeitlichen Vorsprung geben. falls sie am Telefon mithören würden. ich legte den Zettel rein. die vom nahen Rotlichtbezirk hoch kamen.Telefon erklären wollte. wo ich schon ausgedehnte Ruhezeiten im Sessel verbracht hatte. schrieb ich Central Station East. Man gab mir ein leeres Kuvert.

Für den Anruf auf das Handy vom Bankdirektor wählte ich eine etwas versteckte Telefonzelle in einer der schmalen Gassen hinter der Kirche. Es erschien mir wie eine Ewigkeit. es sei alles in der Nachricht vermerkt. Hallo. Niemand folgte ihm. Ich sah. Dann ist ja gut. von wo aus ich den Bankdirektor gut beobachten konnte. als er auf die Abfahrt wartete. Gut. Es war noch kein Boot da. Er sagte in einem Hotel in der Stadt. Vor allem war ich scharf darauf sehen. endlich können wir uns unter vier Augen aussprechen. Er hielt klar ersichtlich einen weissen Zettel in der Hand. wenn er sich in Richtung Canalbus bewegen würde. sagte er noch schnell. so wie ich es gewünscht hatte. Ich wartete nicht auf seine Antwort und legte den Hörer auf. wie er sich ein Ticket kaufte und etwas gelangweilt wirkte. dünnen Businessmantel an. Eine Familie mit Kind und ein Ehepaar. Die Stunde der Wahrheit rückte immer näher. Er nahm weit weg von den anderen Bootsgästen Platz. Ich fragte ihn wo er jetzt wäre. dass er alleine hier sei und es keine Falle sei. vor allem die Strassen hinter dem Bankdirektor. Hallo? Ja? Endlich. sagt er. Er war elegant gekleidet und hatte einen beigefarbenen langen. ob er mit jemanden telefonieren 323 . Ja. Ich observierte abwechselnd ihn und die Umgebung. Als sein Kurs angelegt hatte. Ich duckte mich in eine Ecke und musterte die Umgebung. Mein Puls stieg wieder in ungesunde Höhen. einen Tee im Hotel Viktoria zu geniessen und eine englischsprachige Zeitung zu lesen. unterbrach ich ihn. Er näherte sich der Ticketverkaufsstelle und schaute sich um. er sei auch erleichtert. erwiderte ich und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten. bestiegen nur fünf weitere Personen das Boot. Auch gut! Ich bat ihn in das Hotel Victoria zu gehen und dort wäre eine Nachricht für ihn beim Concierge hinterlegt. sagte ich zu ihm. bis ich ihn sehen konnte. und dann wollte er zur nächsten Frage ansetzten. Ich lief rasch zu meinem ersten Streckenposten. Bitte keine Fragen mehr.KAPITEL 14 Weisswein und Rotes Blut Nach dem Essen hatte ich noch Zeit. Welches? Er wollte es mir nicht sagen. Ohne dass ich ihn danach gefragte hatte.

Er starrte die meiste Zeit nur nach vorn. da seine Sicht wegen des Schiffsaufbaus verdeckt war. 324 . Nach 40 Minuten war es an der Zeit. Sein Boot legte an und er stieg aus. Ich nahm eine Abkürzung und war schon fünf Minuten vor seiner Ankunft am Leidseplein. Ich winkte ihm zu und deutete an. bis zu einer Brücke. Das Boot legte ab. mich zu sehen. an dem ich zeitlich vor Schiff ankommen würde. Mein zweiter Streckenposten war ein kleines. er fragte nach der Uhrzeit oder wie lange die Fahrt bis zur Endstation dauern würde. Er nickte. Die anderen Gäste blieben sitzen.würde. ihm ein Zeichen zu geben. Ich verschwand wieder aus seinem Blickwinkel. Das Boot näherte sich. 20 Minuten merkte ich. Am Sockel einer grösseren Brücke. Ich rannte weg vom Kanal. der mir folgen würde. dass er etwas nervös wurde und sich gelegentlich ganz umdrehte. Er drehte sich etwas um und freute sich. burgturmähnliches Gebäude am Kanal mit einem kleinen Café drin. Von jetzt an lief ich mit einem guten Abstand dem Boot hinterher. Nach ca. bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. Ich rief ihm zu. Der Bankdirektor konnte mich auf der Brücke nicht sehen. Um mich zu sehen. rief ich ihn beim Namen. Ich stand gut 150 Meter weit weg. dass ich ihn für sieben bis acht Minuten aus den Augen verloren hatte. Ich nahm an. dass ich noch da war. Es war ein schöner Tag. Ich drückte mich an die kalte Mauer des Turms. Er entdeckte mich aber nicht. nur ein leichter Wind. Er hatte seine Hände auf die Lehne des Stuhl vor ihm platziert. dass er mir bitte folgen sollte. Ich entschied mich für die vorletzte Haltestelle. Das Boot schaukelte an mir vorbei und ich konnte ihn gut sehen. Als das Boot unten durch kam. hätte der Bankdirektor mindestens seinen Kopf um 150 Grad drehen müssen. Aber er wusste ja nicht. Dieser Posten war der einzige. Auch wechselte er ein paar Worte mit der Crew. Ich lief im Eiltempo dort hin. durch ein paar Seitenstrassen hindurch. Zudem stand ich auf der anderen Brückenseite. sodass mögliche Kameraden vom Bankdirektor vergebens auf uns an der letzten Haltestelle warten würden. Kein Regen. Natürlich hätte er jetzt telefonieren können. Ihm war dies alles merklich unangenehm. Ich konnte niemanden sehen. Bei allen anderen würde ich immer schräg hinter dem Boot mitlaufen.

Behutsam schob ich ihn daher in den nahe gelegenen grossen Park und wir spazierten dort fast zwei Stunden. Ich nahm die Batterie aus der Rückseite raus und bat ihn beides getrennt in seiner Manteltasche aufzubewahren. Er konnte auch nicht verstehen. dass Hans-Adam fundamentale Veränderungen in der Datensicherheit verlangt hätte. dass ich mich mit ihm treffen wollte. um mit ihm zu reden. Er übermittelte auch die Grüsse von Hans-Adam. Ich fragte. ob er verkabelt sei und ob er wirklich alleine sei und ich warnte ihn. wie ich. Ich fragte ihn. Ich sagte ihm. Da zeigte sich wieder.Nach ca. dass ich angeblich in Rotterdam ein Zimmer hätte. Er habe meinen Akt gut studiert. Er sagte. Es war ausgeschaltete. dass sie noch auf dem Schloss sind. um Ausschau zu halten. erwiderte ich. Ich wollte ja nicht. ob er ein anderes Handy habe. an ihn heranzutreten und schüttelte heftig seine Hand zur Begrüssung. Ich war erleichtert darüber. warum die Justiz nicht schon lange Anklage gegen die Verbrecher erhoben hatte. Gut. dass ich eine der externen Harddisks bei mir tragen würde. Ich fragte ihn. 400 Meter wagte ich mich. ob Köpfe rollen mussten. die Verletzungen und Erlebnisse wären und natürlich auch entsetzt über die Fehler der Behörden wären. dass irgendjemand von meinen ehemaligen Mitarbeitern deswegen den Job verliert. Er fragte mich. nein. vorerst nicht. Er fragte. Aber. wo jetzt die Unterlagen und das 3D-Modell waren. Er sagte nein. er wüsste es nicht. Natürlich sei Hans-Adam am Anfang sehr erbost gewesen und hätte auch die LGT böse zusammen geschissen. er denke. dass alle in Vaduz extrem bestürzt über meine Geschichte. entgegnete er flott. Ohne Widerrede streckte er mir sein Telefon entgegen. dass er ein Schnelldenker war. Ich fragte. ja. Er erzählte mir. Nein. drehte ich mich pausenlos nervös um die eigene Achse und auch um den Bankdirektor. Während wir so redeten. ob nicht doch noch ein Rollkommando andonnerte. Der Bankdirektor bemerkte aber. Man verstand sich darum besser. ob er mir sein Handy geben könnte. ob ich eine gute Unterkunft gefunden hätte. Er erwiderte den Gruss und bedankte sich. die ich Hans-Adam zugesendet hatte. Ich wollte mich auf keinen Fall irgendwo hinsetzten. ob die Daten gut 325 . verstehe.

dass ich mehr Daten als die auf die vier CD-ROMs gebrannten Informationen hätte. wenn ich nur alles vortäuschen würde? Ich sagte auch. Da man nach einigem Hin und Her davon überzeugt war. als die in Vaduz. erwiderte ich. klagte er. Ich zuckte nur mit den Schultern. warum es mir niemand einfach ins Gesicht sagen konnte. warum man offenbar sofort zu den Bullen gerannt sei. Sonst wäre heute vielleicht alles ganz anders. 326 . Er wunderte sich. dass. dass man in Vaduz froh sein sollte. sagte ich wahrheitsgemäss. nicht haben konnte und die logische Konsequenz daraus war. Ich schlug meine Hände über dem Kopf zusammen. Ich fragte nach. Ja eben. dass ich auf die Daten besser aufpassen kann. betonte ich. man habe in Vaduz weder den Verlust des DLT-Tapes noch das Fehlen von irgendwelchen Originalpapieren bemerkt. Er hatte eine plausible Erklärung dafür. ich selber es gemerkte hätte. dass ich sehr gründlich arbeite. Einleuchtend. warum um Himmels Willen hätte ich Hans-Adam einen solch gewaltigen Brief zusenden sollen.versorgt seien. Den Rest vom BackupTape. Warum. sagte ich. Ja. Hans-Adam war halt der Meinung. dass ich selber dies wusste. Kein Problem. Frech antwortete ich. die Sie glauben zu haben‚ im Hinterkopf hängen geblieben war. das heisst. er wurde im Glauben gelassen. na dann wollen wir mal HansAdam loben. Ich fragte ihn. sagte er. sagte ich und ergänzte. nachdem es mir niemand direkt sagen wollte oder konnte. Was für andere Daten ich denn hätte. ob er Recht in der Annahme hätte. dass er einen Kommentar dazu am Telefon abgegeben hatte. Aber auch nur. war es überflüssig und sinnlos bei mir nach den Daten zu fragen. Ich hätte doch darum gebeten. dass die Öffentlichkeit davon erfährt. dass ich soviel Aufwand wegen einer Neuerstellung des Datenaufbaus (die Art und Weise wie ich die Mandate auf den neuen Datenträgern strukturiert hatte) betrieben hatte. dass ich die Daten nicht hätte und nur bluffen würde. Der Bankdirektor wollte über die vier CD-ROMs reden. Er fragte. alles zu vermeiden. dass ich die Daten NICHT hatte. weil mir der Satz von Hans-Adam „die Daten. wolle Hans-Adam wissen. sonst wäre ich nie darauf gekommen. Er wüsste doch. weil mir die Frage zu dumm war. was dazu führen würde.

Ich teilte ihm mit. HansAdam wäre wohl etwas falsch beraten worden. dazu als Ausländer (er ist Österreicher). dann läge sie dafür bereit. fragte er mich. dass ich die Schutz-ID vielleicht gar nicht mehr brauchen würde. Er antwortete. fragte ich ihn ungläubig. klärte ich ihn auf. Diskreter Schutz. Aber sein Wort. Ich habe den genauen Tag vergessen. mit ihm nach Hause zu fahren. Er erklärte mir. dann würde sie benutzt werden. dass dies eine fette Lüge war. Ich ergänzte. Da ja unser aller Ziel eine friedliche Lösung wäre. welches Tagestape ich besitze. Ich sei sehr verärgert gewesen über die ständige Zurschaustellung des Passes. Ich lachte nur. die primär ‚zu meinem Schutz‚ da gewesen seien. warum man mir in Berlin Privatdetektive oder Schnüffler auf den Hals gehetzt hatte. dass mir was in Berlin passieren könnte. entschuldigte sich der Bankdirektor. Dies sei eine äusserst dumme Idee gewesen. fragte er mich. Ihr habt eine gedruckt. spiele dies keine wirkliche Rolle.Welcher Tag. Er kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich wechselte das Thema und wollte wissen. leider nicht. die so ins Auge sticht. Hätte HansAdam die Leute anständig bezahlt. Nein. Der Schutz hätte aber diskret erfolgen sollen. sagte ich betont überzeugend. Falls ich mich aber dazu entschliessen würde. Nur wenn es euch passt und es euch dienlich ist. meinte er. Warum 327 . Wie knapp wir da einer Katastrophe entkommen konnten. dass man sich in Vaduz nicht den Kopf zerbrechen soll. wiederholte ich seine Worte und klopfte ihm auf den Rücken. man hatte Angst. Da würden ganz andere Kreise bestimmen. Er wäre dagegen gewesen. Unfassbar und typisch Vaduz. Wir beide wussten. Na klar doch. Logisch !!!!!!!!! Woran ich die „Beschützer‚ erkannt hätte. dann könnten sie sich auch ein richtiges Auto leisten und nicht mit einer alten Kiste herumfahren. zog man sich zurück. aber sie mir übergeben wollt ihr nicht. Ja. Verdutzt schaute ich ihn an. Ob er sie dabei hätte. hätte nicht viel an Gewicht in Vaduz. Ich fragte auch nach der SchutzID. im Rückblick sicher. Ich erzählte ihm dann von Daniela in Berlin und dem Polizisten in Münster. dass es Privatdetektive gewesen wäre. wie ein Schweizer Jodler im Trachtenkostüm auf dem Kurfürstendamm. Nun zuckte er mit den Schultern. Aber da ich sie bemerkt hätte. erklärte er mir. Zu meinem Schutz. sagte ich. was gemacht wird.

fragte ich. wie der Bankdirektor die Augen verdrehte. klärte ich ihn auf. Und überhaupt. Ich fragte ihn. um hier Forderungen zu stellen. dass ich solange ausharren würde. hatte ich mir mit der Drohung. 328 . Ich ergänzte. betonte er. dass versuchte Nötigung nicht so einfach ausradiert werden kann. Wir wissen alle. Der Abstimmungskampf in der Verfassungsfrage hätte den Höhepunkt erreicht und der Landesführer könne im Moment nicht so herumkommandieren. fragte ich. Die Lage in Vaduz sei schwieriger als ich denke. Hans-Adam hätte gemäss Verfassung das Recht dazu. Ein Recht.auch. viele hasserfüllte Feinde in Vaduz gemacht. Ich war schon etwas beleidigt. Zudem. sagte ich zu ihm. Welche versuchte Nötigung. wenn es entweder um seinen politischen oder ökonomischen Vorteil ging. bis meine Forderung danach erfüllt sei. Wenn auch nur meistens dann. Eben der Brief in dem ich von Hans-Adam seine Intervention in die Angelegenheiten des Gerichts fordere. Alles schlechte Voraussetzungen. wäre kein Thema für mich. dass er als Staatsoberhaupt wieder in die auf dem Papier unabhängige Judikative eingriff. ob man die Anzeige wegen des Briefs nicht wieder zurücknehmen könnte. dass er in der Vergangenheit schon oft in Anspruch genommen hatte. dass seine politischen Gegner sehen würden oder erfahren könnten. eröffnete er seine lange Rede. als wenn er mir was vormachen würde. Er wolle nicht. dem Ausland die Daten zu übergeben. dass Hans-Adam in der Vergangenheit oft interveniert hat. Ich konnte sehen. Der Bankdirektor sagte dazu nur. nach Hause zurückzukehren. ich war quer durch Europa ohne sie gereist und hatte bisher Glück und wurde nie kontrolliert. ohne dass man eine unabhängige Untersuchungsperson für den Argentinienfall benannt hätte. Besser so. Wie bitte. aber im Grunde sprach der Bankdirektor die Wahrheit. Darum sei auch in den letzten Wochen so vieles schief gelaufen. Zudem wüssten mittlerweile Richter und Staatsanwaltschaft. dass ich sie bei Hans-Adam der Inkompetenz und der Lüge bezichtigt hatte und daher sei von dieser Seite keine grosse Hilfe für mich zu erwarten. und dass wüsste ich.

Die Gesetze wären im Ländle halt anders als im Ausland. Aber eben. Warum. dass ich heute mit ihm hier in einem Park in Amsterdam stehe. hielt ich fest. Ich sagte ihm. Bei diesem Thema kannte der Bankdirektor kein Pardon. dass meine Vorgehensweise nicht die feine Art sei. dass kriminelle Geschäfte im Spiel waren und auch jetzt vermutlich in diesen Minuten immer noch gemacht werden. Der Bankdirektor könne mir glauben. da werden alle Augen zugedrückt. antwortetet ich resignierend. fragte er dann. Ja. aber bei jedem illegalen Geschäft der Banken und Treuhänder in Liechtenstein. dass ich viele schlaflose Nächte in Vaduz verursacht hatte.Ich beharrte auf dem Standpunkt. dass für mich feststehe. dass am 101er Fall und am 140er Fall ein frischer. dass ich so rasend geworden war. Ich weiss es auch nicht. Ich entschuldigte mich bei ihm. Ich hätte auch keine Lösung zur Hand. Ich wechselte um auf den Flüsterton um und fand es an der Zeit ihn an die vielen Mandaten zu erinnern. Amtsmissbrauch? fragte er. man solle mir hier bitte keine Lektion in guter Moral und ehrlichem Business erteilen. Ein pensionierter Richter in Liechtenstein. dass ich nicht nach Hause kommen würde. sei halt im Ländle legal. hatte einmal zu mir 329 . dass mir schon bewusst wäre. dass in diesem Fall es um Gerechtigkeit gehen würde. Er musste mich auch bitten. Und auch der Amtsmissbrauch. Was dort illegal sei. sonst würden uns doch alle hören. warum wollte man mir jetzt nicht helfen. Die nächsten 15 Minuten sagte er nichts mehr. Ich müsse mein Schicksal strickt von den Personen. versuchte er meine steigende Wut zu besänftigen. unabhängiger Staatsanwalt arbeitete. Natürlich sei mir bewusst. dass HansAdam irgendjemand in den Kerker wirft oder Urteile zu meinen Gunsten abändern sollte. Und zudem auch der dümmste Aussenstehende eine aktive und passive Mittäterschaft der LGT („mitgegangen ist mitgefangen‚) erkennen würde. Auch dafür. fragte ich. Die Dinge seien nun aber so wie sie sind. von denen die LGT wusste. sei die Wirkung einer Ursache. Wie weiter. Ich würde ja nicht verlangen. mit der Lautstärke herunter zu kommen. Die Ursache war ganz klar die behördliche Inkompetenz und Lügerei. die Kunden bei der LGT oder in Liechtenstein sind. der meinen Fall gut kannte. Amtsmissbrauch. trennen. solange niemand mir beweisen könnte.

Von den Wirtschaftsskandalen gar nicht zu reden. Was wäre mit der Witwen und den Waisenkindern. nein auch emotional. wenn sich ein Kunde umbringen würde? Und zu Hause. Ich fühlte mich in eine Ecke gedrängt. Er als Banker würde einen solchen Lösungsvorschlag nur diskret und in einem Gespräch andeuten. das geliebte Geld. Ob ich diese massiven Schwierigkeiten für die Kunden von Hans-Adam wollte. Apropos Geld.gesagt: "Nicht-Handeln ist auch eine Art von Amtsmissbrauch". Hirn wüsste von nichts. Sondern. Hans-Adam verdiente ja Millionen mit seiner LGT. psychologisch. klärte ich den Bankdirektor auf. Er antwortete nicht und rieb nur den rechten Daumen über die vier anderen Finger kreisförmig vor und zurück. nein. er würde nur seine Zeit vergeuden. ob ich denn nicht mit meinem Rechtsanwalt Kontakt hätte. Er versuchte an mein gutes Herz zu appellieren. hätte man dies nicht im Text geschrieben. Nein. fragte ich. Wie weiter. sicher nicht. fragte ich ihn. Ich erklärte ihm. in Liechtenstein. erwiderte ich. 330 . nein – natürlich nicht. falls er mir künftig wieder mit der Mitleidstour kommen sollte. Ob ich das alles bedacht hätte? Ja. ob Geld das Problem lösen könnte? Der Bankdirektor lief rot an und sagte. dass einige Kunden im Gefängnis landen würden. Ob es das wäre. ja – klar sehe ich die Probleme. Es müsste mir doch klar sein. Ich hätte mit niemand Kontakt dort und der Rechtsanwalt Dr. Nicht nur finanziell. dass das Thema Selbstmord mir sehr sensibel war. fragte er mich zum wiederholten Male. Aha. was ich wolle. wenn es nach ihm gegangen wäre. Und stellte die Gegenfrage. Er verneinte dies. fragte er mit dem Hintergedanken. Das geliebte Pulver. Frankreich und anderswo würde es auch geben. Nein. zum Beispiel in Deutschland. fragt er fast wie ein Pfarrer. würde man mich als den grössten Verräter aller Zeiten ansehen. wie viele der Kunden in grosse Schwierigkeiten geraten würden. Und zwei. ob er wüsste. Man würde mir auch nochmals anbieten. Das wollte ich nicht. Vermutlich würden sich auch ein paar umbringen. was der Stand der Dinge in Sachen Zivilprozess sei. drei politische Skandale. erwiderte ich. indem er mir vorrechnete. Wer kam auf die Schiessidee mir zu schreiben. Leiden sollte niemand wegen mir. Bei dieser Gelegenheit fragte ich ihn. jetzt kam es mir wieder in den Sinn.

erwiderte ich. Ich hatte das Gefühl. sagte er. Aha. dass man in Vaduz offenbar nicht allzu brutal nach meinem Kopf schreien würde. riskieren könnte ich es ja. ob ihm Asiatische Küche schmecken würde. Egal. Ich hätte doch sicher schon lange nicht gut gegessen. wenn am Schluss niemand zu Schaden gekommen wäre. beendete ich dieses Thema. wo ich den wohnen würde. Geld interessiert mich nicht. Er fragte mich.mich mit Geld sicher nach Südamerika zu bringen. Einem feinen Essen war ich nie abgeneigt. um Spesen und andere Kosten zu bezahlen. ich solle ruhig ein teures auswählen. worauf er nur ein Grinsen von mir erhielt. Es wurde mir ein malaysisches oder indonesisches Restaurant empfohlen. dass ich ihn um 18 Uhr auf sein Handy anrufen würde. Gemäss den Schilderungen vom Bankdirektor würde man jetzt in Vaduz auf meine Heimreise hoffen und nicht allzu böse sein. Bis dann Herr Kieber. Ja klar. Wir könnten in ein feines Restaurant gehen. Diskretion bis zum Ende. nur wenn ich das Lokal aussuchen könnte. Ich setzte mich in eines der vielen kleinen Cafés. bei mir gibt es nichts ‚diskret anzudeuten‚. entgegnete er schnell. erwiderte ich. sagte ich ihm. Ich war auch überaus erleichtert darüber. ich esse sehr gut. So. Ich fragte bei der Touristeninformation nach. dass der Bankdirektor noch mehr mit mir reden wollte oder musste. Ja dann ist ja gut. dachte ich. Ich notierte mir die Adresse und ging gleich auf einen Besichtigungstrip. Er hätte auch kein Angebot in der Tasche. dachte ich mir. Bis dann Herr Bankdirektor. ob er mich zum Abendessen einladen könnte. Ich lief so schnell ich konnte in Richtung Bahnhof. Mann war ich froh. Absolut nicht. Nein. egal was es kosten würde. Ich verabschiedete mich mit dem Hinweis. 331 . welches das teuerste asiatische Restaurant der Stadt war. Er fragte sachte nach. ich habe meine eigenen Euros. Für ewig sicher. Erstmal Luft holen. OK. Er sollte bitte aber erst 15 Minuten nach mir aus dem Park gehen. Ob ich Geld zum Leben brauche. "für ewig sicher" wiederholte ich seine Worte. Keine schlechte Taktik. Ich fragte ihn. sagte er. Vermutlich vergraben auf der mexikanischen Halbinsel. Aber Danke. er hätte von HansAdam ein Budget erhalten. dass nichts passiert war. sagte ich ihm auch. fügte er an. so fein essen gehen wollte man mit mir. Ich muss euch leider enttäuschen. Ich sagte.

schräg gegenüber dem Lokal auf den Bankdirektor wartete.wenn es sein muss. Nach der Vorspeise und zwei Gläsern feinem Wein. Ich hatte ein Gefühl. Der Eingang versprach nicht so viel. Ich entschied. fragte ich zurück. mir mitzuteilen. ob ich die Sicherheitsvorkehrungen immer aktiviert halte. Es war 17. aber er erwähnte entweder dass die LGT Gruppe den Kauf der altehrwürdigen Schweizer Treuhand Gesellschaft (die "STG". rieselte der Regen ein wenig. man befürchtet in Vaduz. Es war kühl geworden und wenn ich mich richtig erinnere. Es waren ausser uns nur zwei. CHF. Weit weg von den Anderen. Um 18 Uhr rief ich ihn an und gab die Adresse durch. Aber nein. mehr noch. Dadurch konnte die Umgebung beobachten. ja natürlich. Man sei in Vaduz sehr stolz. Der Preis war um die 200 MIO. wenn ich hier. dass Hans-Adam und seine Gehilfen jederzeit die Macht und die Mittel dazu hätten.Das Wirtshaus war in einer überschaubaren Ecke der Stadt. Na ja. dass nun alles gut gehen würde. Ich fühlte mich wohl und nicht bedroht. Man wusste ja nie. h. 332 . Es gab gute Ecken in der Umgebung sodass ich das Restaurant vor eintreffen des Bankdirektor eine Weile beobachten könnte. mit Sitz in Basel) schon gemacht hat oder in Kürze abschliessen würde. mich nach Liechtenstein bringen zu lassen. quasi als einen Wink mit dem Zaunpfahl. aber im oberen Stock eröffnete sich ein prächtig dekoriertes Gastlokal. Warum er dies wissen wollte. dieses Schweizer Haus kaufen zu können. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster. Es war die erste Gelegenheit. drei andere Gäste anwesend. versicherte ich ihm. Der Bankdirektor erzählte mir auch von den Geschäften zu Hause. wenn einer hier Fehler manchen würde. Bis er sich entschloss. Der Bankdirektor kam zu Fuss. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. wurde seine Zunge etwas lockerer. Ich sagte. dass es am Besten wäre. dass ein Unfall passieren könnte und die Feinde wegen eines Systemfehlers oder so die Daten bekommen könnten. bei der ich etwas gelöster mit dem Bankdirektor reden konnte. als Zeichen der Überlegenheit.15 Uhr. D. erwiderte ich . Er sagte. Auf einmal fragte er mich. Er erschien mir auch etwas entlasteter. dann SIE.

Ich schluckte erstmal leer und fragte aufsässig: Wie denn? Nichts leichter als das, fuhr er fort, eine angeheuerte Truppe könnte mich in nullkomma-nichts überwältigen, in den Kofferraum eines Diplomatenwagen stecken und in zehn Stunden wäre ich auf dem kalten Betonboden des Gefängnisses in Vaduz zu finden. Mir wurde kotzübel. Ich dachte, hoffentlich sind meine eigenen Sicherheitsvorkehrungen stabil genug. Er merkte, dass ich nervös wurde und beruhigte mich schnell, indem er sagte, dass diese Lösung angeblich nie ernsthaft diskutiert worden wäre und angeblich niemand dies wollte. Im Gegenteil, alle hofften, dass man mit „mir reden kann‚ und ich freiwillig nach Hause zurück kehre. Ich war immer noch erzürnt und murmelte etwas im Sinne: „Ja, ja versucht’s nur mal mich mit Gewalt in einen Wagen zu packen. Vorher wehre ich mich bis zum letzten Tropfen Blut.‚ Der Bankdirektor hörte mir gar nicht mehr zu, da er schon wieder mit seinem anderen Tropfen, dem Weisswein, beschäftigt war. Morgen sei auch noch ein Tag, kam es aus seinem Mund. Ja, morgen, da sollten wir uns wieder treffen, oder? Ich wollte dies nicht. Er war enttäuscht darüber. Ich sagte, es sei besser wenn er morgen nach Hause fliegen würde und denen dort versichere, dass ich die Daten sicher aufbewahrt hatte. Und das ich nicht nach Hause kommen würde, solange keine wirklichen Anstrengungen unternommen würden, die Fehler von Justiz und STA zu untersuchen. Ich sagte es ihm ungern, aber ich wiederholte, dass ich felsenfest davon überzeugt sei, dass mir Deutschland oder die USA helfen würden. Er schüttelte nur den Kopf. Ist mir egal, was ihr über diese meine Gedanken denkt, es mag zwar sein, dass weder die USA noch Deutschland helfen könnten, sagte ich. Aber eben dieses herauszufinden wäre der einzige richtige Schritt für mich. Entweder räumt Liechtenstein seinen Saustall auf oder eben nicht. Er wollte eine Zusicherung von mir, dass ich mich wieder mit ihm treffen würde, wenn er zurückkehren würde. Klar, natürlich werde ich, sagte ich. Wann er dann wieder kommen wolle. In einer Woche. Gut OK. Passt mir auch. Wir vereinbarten, dass ich ihn am kommenden Freitag oder Samstag auf seinem Handy anrufen werde. Er erklärte mir, dass sein
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Handy nicht abgehört wird. Er schwöre es. Die Behörden seien ja auf Geheiss von Hans-Adam aus dem Spiel draussen. Ich erwiderte kühl, ja, ja – wer’s glaubt wird selig. Er fragte mich, ob ich noch zur so später Stunde eine Heimfahrt nach Rotterdam finden würde. Ja, sagte ich. Die Züge fahren bis spät in die Nacht. Also bis nächste Woche dann. Ja, bis dann. Er bestellte die Rechnung. Er bezahlte und ich bedankte mich für das feine Essen. Mein Abendbrot kostete sechzig Euro. Guten Flug Herr Bankdirektor. Gute Heimfahrt Herr Kieber.

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KAPITEL 15

Heinrich‘s Tod in Utrecht

VADUZ März 2003 (1) Hans-Adam und Alois warteten ungeduldig auf die Rückkehr vom Bankdirektor. Dieser landete am frühen Nachmittag des 04.03. aus Amsterdam kommend in Zürich. Dieses Mal wurde er vom Firmenwagen der LGT Gruppe abgeholt und gleich hoch zum Schloss gefahren. Er berichtete über das Treffen mit Kieber. Ob er die Datenträger gesehen hätte, fragte der Schlossherr. Nein, aber er wäre sich ganz sicher, dass Kieber auf sie aufpassen würde. Und die Papierdokumente, wo sind diese? Er wisse es nicht, erwiderte der Bankdirektor. Und die Schutz-ID, hat Kieber sie wieder verlangt? Ja, aber nur zu Beginn. Kieber hätte die Meinung geändert, schilderte der Bankdirektor, er würde sich überlegen, ob er auch ohne sie leben könnte. Solange er sich an gewisse Grundregeln im Bezug auf Reisetätigkeiten halten würde, würde er es sicher überleben. Kieber würde aber ausrichten lassen, dass, sollte seine Identität im Ausland erkannt werden, und die Aufdeckung der Daten eine Konsequenz daraus wäre, dieses Risiko alleine Hans-Adam und die Finanzbuden in Liechtenstein übernehmen und akzeptieren müssten. Der Bankdirektor sagte auch, dass er denke, selbst wenn man Kieber nun die Schutz-ID anbieten würde, er sie nicht mehr annehmen wolle. Der Bankdirektor hätte im Gespräch mit Kieber den Eindruck erhalten, als würde er es einfach darauf ankommen lassen, ob nun seine Identität entdeckt würde oder nicht. Dass es dem Kieber bald wurscht sein würde, ob ihm nun Vaduz bei diesem Punkt helfen würde oder eben nicht. Hans-Adam bat den Bankdirektor über diese Wahrnehmungen mit dem Professor zu reden, um so ein genaues, momentanes Bild von Kiebers Psyche erstellen und dementsprechend handeln zu können. Nachdem die Polizei und Justiz von Hans-Adam aus dem KKZ ausgeschlossen wurden, musste man nur noch den Regierungschef Hasler und den Professor informieren. Der Professor analysierte die neue Situation und kam zum Schluss, dass Kieber an eine friedliche Lösung glaube, sehr gesprächsbereit wäre und man auf keinen Fall die Kommunikation unterbrechen sollte, wollte man eine mögliche Katastrophe abwenden.
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Vermutlich würde es aber mehrere Gespräche und daher Reisen zu Kieber bedürfen, bis dieser soweit bearbeitet wäre, nach Hause zu kommen. Hans-Adam ordnete an, dass der Bankdirektor weitere Reisen nach Holland in seinem Zeitplanung vorsehen sollte. Vor der nächsten Reise solle er ihn oder seinen Sohn nochmals kontaktieren. Er würde dann genaue Anweisungen erhalten.

Amsterdam März 2003 (a) Ich genoss meine Freiheit in diesem schönen, grossen Land. Obwohl Liechtenstein auch ein wunderschönes Landschaftsbild mit den Bergen, dem Rhein und den Wiesen und Wäldern abgibt, war das neue Leben in Holland für mich sehr attraktiv. Ich wollte und musste mein Monnikendam vor Entdeckung durch Hans-Adam schützen. Deswegen musste ich tief in die Trickkiste greifen, um nach dem Abendessen mit dem Bankdirektor, den Weg nach Hause so gut es ging verschleiern. Fast eineinhalb Stunden brauchte für den Heimweg, aufgeteilt ein Drittel Taxi, ein Drittel Bus und der Rest zu Fuss. Fest im Glauben, dass man in Vaduz das richtige tue, schlief ich beruhigt ein. Ich mietete mir für die nächsten sieben Tage ein Fahrrad und erkundete die nähere Umgebung. Am letzten Tag meiner Fahrradmiete war ich in Amsterdam City zu Fuss unterwegs. In einer der kleinen Seitengassen wurde ich von einem jungen, etwas traurig dreinschauenden Mann auf einer Brücke auf Englisch ruppig aber leise angesprochen. Das man angepöbelt wurde, kam des öfteren vor, vor allem in dem Stadtteil, wo Drogen konsumiert oder verkauft werden. Zu einer Plage wurde die Anmache aber nicht. Dieser Mann wollte weder Drogen verkaufen noch welche kaufen. Er sah aber wie ein typischer Drogenkonsument aus. Zu meinem Erstaunen fragte er mich, ob ich dieses Hollandrad, das er mit einer Hand festhielt, kaufen möchte. Er bräuchte unbedingt Geld. Es war ein schönes Modell. 3-Gang und rabenschwarz. Sah nicht sehr alt oder gebraucht aus. Ob es ihm gehören würde, fragte ich. Ja, sagte er. Wie viel? Fünf Euro. Wie viel? 50?, Nein! Fünf Euro und es ist deins, sagte er. Nachdem ich ihn von oben bis unten genauer gemustert hatte, um zu sehen ob er mir kräftemässig gewachsen wäre, sagte ich zu ihm, dass er ein Dieb sei und dazu ein blöder. Ich sagte ihm, dass jeder doch sofort merken würde, dass er das Velo
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gestohlen haben muss, wenn er es für nur fünf Euro verkaufen würde. Nein Danke, sagte ich. Ich hätte mein eigenes Velo. Verärgert ging er weg und schob das Velo vor sich hin. Ich beobachtete, wie er schon die nächste Person anquatschte und wahrhaftig, nach drei Minuten, vermutlich für die fünf Euro, wechselte das Bike den Besitzer. Der neue, stolze Eigentümer kam an mir vorbei und ich rufte ihm auf Englisch zu, günstig gekauft, das geklaute Fahrrad, Yes? Er starrte mich mit Entsetzten an und entfernte sich in aller Eile mit seinem neuem Besitz. Das Wetter wurde immer schöner und ich mietete mir das Velo für einen weiteren längeren Zeitraum. Oft radelte ich nach Volendam, eine andere Stadt in der Provinz Noord-Holland, die am Ostufer des Markermeers lag, dass wiederum ein Teil des Ijsselmeers war. Volendam liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Amsterdam und war bekannt für feinen (Edamer) Käse. Was für ein Unterschied, biken in Holland war ganz ohne Qual. Alles flach und übersichtlich und viele Radwege überall hin. Ich begann auch mit dem Fahrrad regelmässig nach Amsterdam zu radeln. Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs, an der nördlichen Flussuferseite (Amsterdam Nord) konnte ich mein Velo am Ende des langen Buikslotenweg an geeigneter Stelle stehen lassen und die GratisFähre rüber zum Hauptbahnhof nehmen. Manchmal genoss ich die Überfahrt so sehr, dass ich einfach 30 Minuten lang auf dem Schiff ausharrte und mit hin- und herfuhr. Einmal fuhr ich schon um fünf Uhr in der Früh von zu Hause los und war dann einer der ersten am Pier. Ich kettete mein Velo an eine lange Stahlröhre und nahm die Fähre rüber. Nach ein paar Stunden in der City kehrte ich zum Fahrrad zurück. Aber welches war meines? In der Zwischenzeit waren sicher 200 andere Velos auf dem Platz. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich meines erkannte; fast alle Fahrräder in Holland sehen gleich aus. Auch wünschte ich mir, ich hätte auf die Warnung meines Velovermieters gehört, als dieser sagte, ich solle die Pumpe vom Velo wegnehmen, wenn ich das Velo irgendwo abstellen würde. "Seinen Rat ich nicht befolgte, drum ich auch keine Pumpe mehr vorfinden sollte". Ich plante, den Bankdirektor am Freitag anzurufen. Dieses Mal wieder aus einer anderen Stadt. Leiden, südwestlich von Amsterdam, sollte es sein. Ich war erstaunt, wie billig Zug fahren in Holland war. Wirklich! In 35 Minuten war ich schon dort angelangt. Ich rief ihn um die Mittagszeit an und er schlug vor, da er ja glaubte ich würde in Rotterdam wohnen, dass wir und doch auf halbem Weg treffen könnten, in Utrecht. OK,
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sagte ich. Er hätte sich für drei Tage und zwei Nächte Zeit genommen. Er müsse mir wichtiges sagen. Gut, erwiderte ich und bestätigte ihm, dass ich ihn am kommenden Montagnachmittag auf seinem Handy anrufen würde. Keine Überraschungen, ermahnte ich ihn. Natürlich, keine einzige, meinte er. Am Sonntag sah ich mir Utrecht an. Hauptstadt der Provinz Utrecht. Auch nur 30 Minuten mit dem Zug von Amsterdam Ceentral. Eine Stadt mit vielen historischen Bauten. Vor allem der berühmte gotische Dom mit seinem Kreuzgang und dem freistehenden Turm währen da zu erwähnen. Ich spazierte durch die Strassen und Gassen. Nicht viele Touristen unterwegs. Als Treffpunkt geeignet, erkannte ich. Ich notierte mir die Zugverbindungen und rechnete die benötigte Anreisezeit für Montag aus. In einem Internetcafé aktivierte ich meine „Lebensversicherung‚. Wieder zu Hause abgekommen, prüfte ich mein ganzes Gepäck und verstaute alle Unterlagen und Datenträger behutsam im Handkoffer. Es war noch Zeit für einen kleinen Schwatz mit Jane in ihrem Garten. Mehr und mehr Blumen blühten und sie strahlte deswegen sehr. Meistens war ich der einzige Gast im Haus. Meine Wäsche konnte ich nicht bei ihr Waschen. Im Dorf gab es aber eine Kundenwäscherei, die den Auftrag jeweils zu meiner grössten Zufriedenheit ausgeführt hatte. Für fast alle Handwerksbetriebe in Monnikendam waren dies ruhige Zeiten. Erst im Sommer, wenn die Besucher kommen, dann sollte es hektisch zu und her gehen und die Umsätze steigen. Am Montag, den 10.03. gab es dann die zweite Zusammenkunft mit dem Bankdirektor. Als Treffpunkt hatte ich ihm den Dom vorgeschlagen. Er soll dort bitte pünktlich um 14 Uhr auf mich warten. Von einer verdeckten Stelle aus konnte ich den Platz gut beobachten. Er kam alleine. Ich liess ihn bewusst 15 Minuten einsam dort stehen. Er nahm mehrmals das Handy aus der Manteltasche und blickte auf das Display. Diese Mal hatte ich ihn nicht aufgefordert, sein Handy auszuschalten. Ich lief auf ihn zu und wir begrüssten uns freundschaftlich. Er wollte wissen, ob ich meine Sicherheitsvorkehrungen eingeschaltet hätte. Ich bejahte es und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten.
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Ich unterwies ihn, bitte in Zukunft mich deswegen nicht mehr zu fragen, er solle dies als gegeben annehmen. Für jedes Treffen. Da wir nun schon mal da waren, wollten wir was für die Bildung tun und besuchten den Dom. Wie lasen uns durch die vielen Hinweistafeln durch und waren besonders von den in den Boden eingelassenen Schrifttafeln beeindruckt. Der Dom wurde zwischen dem 13. und 16 Jahrhundert gebaut. Wir konnten lernen, dass Kaiser Heinrich der V. (Heiliges Römisches Reich, Schwiegersohn von Heinrich I. von England) im Jahr 1125 in Utrecht starb. Na dann wollen wir mal hoffen, dass ein anderes Geschlecht, welches das Heilige Römische Reich überleben konnte (die „‚von Liechtenstein‚), nicht dafür sorgen würde, das im Jahre 2003 ein anderer Heinrich – nämlich der Heinrich Kieber - hier in Utrecht seinen Tod finden sollte, betete ich laut vor. Wir lachten beiden darüber. Nun aber zum Business, sagte der Bankdirektor. Als Zeichen des Guten Willens mir gegenüber, so wurde mir erklärt, hätte sich Hans-Adam diskret an vertrauenswürdige Staatsrechtler ausserhalb von Liechtenstein gewandt. Diese sollen prüfen, wie man in dem festgefahrenen Strafverfahren gegen Helmut Roegele & Co. am Besten vorgehen sollte. Hans-Adam würde die Kosten dafür persönlich übernehmen. Er konnte mir die Freude buchstäblich von den Augen ablesen. Ohne die mir unbekannten Akademiker (die erwähnten Staatsrechtler) düpieren zu wollen, sagte ich, wäre es doch am Einfachsten, wenn die STA den Fall wieder öffnen und dann die Anklage erstellen würde. Dazu bräuchte Hans-Adam nur ein paar Telefonate zu führen. Und er müsste wegen mir nicht einmal irgendein Gesetz brechen oder erwürgen. Die Liechtensteiner Strafprozessordnung sieht eine solche Möglichkeit explizit für das Staatsoberhaupt vor. Deswegen hatte ich ihm ja, nebst der Tatsache, dass er der Besitzer der LGT war, Anfang Januar 2003 den Brief geschrieben. Schon mit diesen wenigen Schritten, wäre ich HansAdam auf immer und ewig dankbar, versicherte ich. Die Untersuchung war seit langem fertig, jeder halbwegs zum Denken fähige STA sollte es zustande bringen, binnen kürzester Zeit eine Anklageschrift beim Kriminalgericht in Vaduz einzureichen, betonte ich.
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Ich sagte auch, dass sobald die Anklage für rechtsgültig erklärt würde, ich am nächsten Tag wieder in Vaduz auf der Matte stehen würde. Mit den Daten und allem was dazugehört. Mehr könnte und würde ich nicht verlangen. Ohne der Zukunft vorauszueilen, hob ich weiters hervor, würde nach erfolgter Anklage der Oberste Gerichtshof in Vaduz den zu erwartenden, letztinstanzlichen Entscheid in der Zivilsache ums blockierte Geld aussetzen, um das Urteil im Fall 101er abzuwarten. Der Bankdirektor nickte zustimmend. Ich würde auch Hans-Adam die Kosten ersetzten, versprach ich. Sofern es mir finanziell möglich sein sollte, musste ich nachschieben. Der Bankdirektor holte tief Luft und sagte: Als Zeichen des guten Willen gegenüber Hans-Adam erbitte dieser, dass ich anfangen würde, die Extrakopien, also eine der elektronischen externen Harddisks oder DVDs zu vernichten. Stück für Stück. Ich hatte nicht viel Zeit erstaunt zu sein, denn der Vortrag war noch nicht zu Ende. Auch würde Hans-Adam gerne vom Bankdirektor bestätigt bekommen, dass ich die über 2000 Stück Originalpapierdokumente ebenfalls anfange zu zerreissen. Man könnte mir einen Dokumentenvernichter zur Verfügung stellen oder das Geld zum Kauf dafür geben. Wie bitte, fragte ich ihn entsetzt. Das ich eine kleine Harddisk zerstöre, leuchtet mir ein. Aber ihr wünscht euch, dass Originaldokumente, mit Originalunterschriften der Kunden vernichtet werden? Ihr wollt dies wirklich, erkundigte ich mich. Muss wohl ein Witz sein, sagte ich. Nein, verdeutlichte er. Die Kunden wissen ja nicht, dass ihre Originalpapiere, die ja keine Wertpapiere waren, fast 1000 Kilometer entfernt von dort wo sie sein sollten, waren. Zudem hätte man ja jedes Dokument auch im elektronischen Speicher bei der LGT. Das stimmte. Ich weiss nicht warum, aber mir gefiel der Gedanke überhaupt nicht. Nicht das ich Mühe damit hätte, die über 2000 Seiten in den Papierfresser zu stopfen, aber ich vertrat die Meinung, das die Dokumente dem Kunden gehörten und sie wieder dorthin zurück gelangen sollten, wo sie hergekommen sind. Offenbar hatte sich der Bankdirektor keine solchen Gedanken gemacht. Er runzelte die Stirn und fragte wie die Papiere denn transportiert werden sollen. Es bedarf einiger Überredungskunst, um ihn zu überzeugen, dass er doch die Papiere in Etappen wieder mit nach Hause nehmen könnte. Ich könnte ihm morgen schon einige Stapeln bringen. Kopien jener Dokumente hätte ich ja auch auf meinen elektronischen Datenträgern. Mir wäre es sogar lieber, wenn ich die Papiere loswerden könnte. Immer
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diese Schlepperei, sagte ich. Was aber, wenn er an der Grenze kontrolliert würde und man in seiner Tasche tausende Bank- oder Treuhandpapiere aus Liechtenstein finden würde. Mein Gott, sagte ich zu ihm, er sei doch der weitgereiste Bankdirektor. Wie viel Gepäck er sich für diese Reise mitgebracht hätte, fragte ich ihn. Eine Mappe und ein Handrollkoffer. Das ist doch schon ein guter Anfang, rief ich aus. Er soll seinen Pyjama und die Zahnbürste in die Mappe quetschen und die Papiere in den Rollkoffer. Diesen soll er am Flughafen Schiphol als Gepäckstück aufgeben und nur mit der Mappe als Handgepäck reisen. Soweit ich wusste, wurde in Amsterdam bei aufgegebenem Handgepäck noch keine Extrakontrolle durchgeführt. Der Abflug war also kein Problem. Bei Ankunft in Zürich sei er ja schon fast auf heimischem Boden. Die Schweizer Zöllner würden bei einer Kontrolle keine Fragen zu solchen Papieren stellen. Dem Bankdirektor gefiel die Idee noch nicht so ganz. Mir kam nicht in den Sinn, warum er Angst davor hatte. Er müsse mit Hans-Adam Rücksprache halten. Kein Problem, sagte ich. Wenn er möchte, so könnte er alles schon morgen haben, offerierte ich ihm. Falls alles in seinen Koffer passte, fügte ich hinzu. Er entfernte sich von mir und machte ein Telefongespräch. Nach 20 Minuten kam er zurück und strahlte über das ganze Gesicht. HansAdam sei begeistert von der Idee. Und er schätze meine Fürsorge um die Daten. Bitte, gern geschehen, erwiderte ich. Also gut, ich würde ihm als Zeichen des guten Willens Teile der Daten morgen übergeben. Wo, fragte er. Ich antwortete, lass uns doch in Amsterdam treffen. Von "Rotterdam" wäre es nur eine Stunde mit dem Zug. Der Bankdirektor war damit einverstanden. Ob ich schon eine elektronische Kopie bis Morgen vernichten würde, fragte er höflich. Nur nicht so übereifrig, sagte ich. Eines nach dem Anderem. Morgen gibt es die Dokumente und dann sehen wir weiter. Ich erklärte ihm auch, dass ich es gar nicht eilig hätte. Und ich zum Schluss gekommen sei, dass ich die Schutz-ID wirklich nicht mehr wolle. Ich würde schon ohne sie durchkommen. Wenn die in Vaduz so stur seien und den Vorteil für sie nicht sehen wollen, dann müssten sie eben dieses Extrarisiko selbst tragen. Ich müsste jetzt wieder heim nach Rotterdam fahren, sagte ich zu ihm. Er wollte mich noch zum Abendessen einladen. Ich lehnte dankend ab. Wir verabredeten, uns am nächsten morgen um 11 Uhr in der Lobby des Hotel Marriott, in der
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Stadhouderskade zu treffen. Ich versprach mit den Dokumenten zu kommen. Ich warnte ihn, es solle mir ja keiner folgen. Es sei zwecklos, machte ich im vor, da die Papierdokumente nicht am selben Ort seien, wo die elektronischen Datenträger aufbewahrt würden. Aber nein, niemand würde mir folgen, er sei alleine da, versicherte er mir immer wieder. Und was war dann das ganze Gerede beim ersten Treffen, über gewaltsame Verschleppung und so? Ich solle dies vergessen, bat er mich. Alle nur dummes Geschwätz. Na wollen wir mal hoffen, dass das stimmt, sagte ich als Abschiedsgruss. Auf Umwegen lief ich zum Bahnhof und nahm erst den dritten Zug nach Amsterdam. Ich wechselte mindestens vier Mal den Platz. Keiner zeigte Interesse an mir. Nach Ankunft im Hauptbahnhof in Amsterdam bestieg ich die kleine Fähre rüber nach Amsterdam Nord. Mein Fahrrad hatte niemand geklaut. Aber einen Platten hatte ich. Mist! Zum Glück gab es ca. 300m nordwärts, am Buikslotenweg auf der linken Seite, ein Fahrradgeschäft mit Reparaturstätte. Für ein paar Euro war die Sache geregelt. Ich radelte mit Genuss Richtung geliebtes Heim in Monnikendam. Das Fahrrad durfte ich immer neben dem Schuppen am Ende des Gartens abstellen. Es brannten keine Lichter mehr im Hause. Jane und ihr Mann mussten wohl ausgegangen oder schon zu Bett gegangen sein. Ich verspürte den Drang wieder etwas für meine Fitness zu tun. Monnikendam hatte ein Gemeindehallenschwimmbad. Ein kleines Sportgebäude und leider war das Wasser im 25m Becken nur hüfttief. Etwas ungewohnt, aber zur Muskelbewegung reichte es allemal. Wieder zu Hause packte ich die Papierstapel aus und schaute sie mir nochmals an. Da war Eines mit der Unterschrift von Klaus Zumwinkel. Einer der deutschen PEPs. Wenn der wüsste, was hier vor sich ginge, dachte ich. Ich nahm die Hälfte aller Dokumente aus dem Koffer und legte sie für morgen früh bereit. Wie immer verschloss ich in der Nacht meine Zimmertüre von innen. Am Dienstag, den 11.03. war ich schon um 7 Uhr mit dem Velo unterwegs Richtung Amsterdam City. Schwer bepackt mit einer Plastiktüte, die ich von der Wäscherei in Monnikendam erhalten hatte. Darin waren die Unterlagen nochmals in Einkaufstüten eingewickelt. Es war irgendwie ein lustiges Gefühl, als ich mit Treuhandurkunden wie etwa Verträgen oder internen Aktenvermerken und mit Bankbelegen in Milliardenhöhe die frische Brise der kurzen Kanalüberfahrt zum
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Hauptbahnhof genoss. Ich stellte mir vor, mit welcher Freude ich von jedem Steuerfahnder und jedem Kriminalpolizisten in Holland empfangen würde (auch ohne die elektronischen Datenträger, wo 1000fach mehr Datenmaterial zu finden war). Weihnachten schon im März 2003! Ein Bankett für die Kämpfer gegen Geldwäscherei, Kriminalität und Steuerhinterziehung. Aber offenbar war die Zeit noch nicht reif dafür. Ich nahm mir ein Taxi vom Hauptbahnhof zum Hotel Marriott. Ich war 25 Minuten zu früh da. Ich setzte mich in die Lobby und versuchte, nicht all zu grosse Aufmerksamkeit mit dem langen, dicken Plastiksack zu verursachen. Zu spät. Ein Wachmann sah mich und kam auf mich zu. Er fragte, ob ich Gast wäre, was ich verneinte. Ich sagte, dass ich auf einen Bekannten warten würde. Der Bankdirektor bog gerade um die Ecke. Er musste durch den anderen, kleineren Eingang auf der Vorderseite ins Hotel gelangt sein. Der Wachmann nahm seinen Rundgang wieder auf. Der Bankdirektor war mit seinem geleerten Rollkoffer gekommen. Da ich ihm nicht einfach den Sack so zuwerfen wollte, suchten wir uns eine ruhige Ecke und nahmen Platz. Zuerst drückte ich ihm zwei Bündel mit ca. je 500 Blättern in die Hand und erklärte, dass dies nun die Hälfte der Papiere wäre. So viele, so viele und so schwer, sagte er mit offenem Mund. Er bedankte sich artig, überflog sie schnell und erinnerte sich laut an den einen oder jenen vermerkten Kunden. Dabei machte er Randbemerkungen im Sinne von „oh, nicht dieser‚ oder „was, von dieser Kundschaft auch?‚. Ich erinnerte mich, dass wir eigentlich bis anhin gar nicht gross über die Originaldokumente gesprochen hatten. Selbst beim ersten Treffen wurde ich niemals danach gefragt. Speziell nicht nach der Kategorie von Dokumenten, die ich im Brief an Hans-Adam unter Punkt „III. C)‚ beschrieben hatte. Er berichtete, dass nachdem sie sich in Vaduz vom Schock erholt hatten, spielten die Originaldokumente keine grosse Rolle mehr. Jedes dieser Papierstücke wäre ja ohnehin auch auf dem elektronischen Datenspeicher. Ja genau, erwiderte ich. Was für Papiere sind diese denn, fragt er und zeigte mit dem Finger auf das letzte, kleine Bündel. Ich hielt noch ein kleineres Bündel mit ca. 125 Blatt Papier mit beiden Händen fest, solange bis es der Bankdirektor auch merkte. Er fragte mich: „Und diese Akten?‚ Ich erwiderte scherzend, welche? Er zeigte auf meine Hände.
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Dies sind die Originaldokumente jener Mandate, deren Vermögen politischen Parteien oder Körperschaften davon gehören, so wie ich sie unter Punkt „VI‚. im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, sagte ich. Er kannte alle „politischen Mandate‚ und wusste auf Anhieb um welche "Gruppe" es sich handelte. Die Kundendatenspeichersysteme von Treuhand und Bank sind zwar getrennt. Da er aber selber mehrere Jahre bei der Treuhand gearbeitet hatte, wunderte es mich nicht, dass er die Kunden und die Hintergründe zumindest der heiklen, politischen Mandate im Detail kannte. Trotz der hohen Nummer von fast 4000 Mandaten. Ich übergab sie ihm mit der Bitte, diese dem Hans-Adam persönlich zu geben. Er blätterte sie durch und schüttelte mehrmals den Kopf. Er legte sie vorsichtig zu den anderen Papieren im Koffer und zog den Reissverschluss zu. Als würde er sich selber belehren wollen, meinte er, dass die LGT diese Mandate gar nie hätten annehmen dürfen. Nicht auszudenken, wenn diese Mandate der Öffentlichkeit bekannt würden. Wir wunderten uns gemeinsam, was für Motive die Auftraggeber dieser Mandate hatten, Konten in Liechtenstein zu eröffnen und so viele Millionen zu horten. Aus Steuergründen sicher nicht. Besser keine Fragen dazu stellen, schlossen wir das Thema ab. Er müsse jetzt kurz nach Vaduz telefonieren, sagte er mir. OK, ich würde im Terrace Café des Hotels auf ihn warten, erwiderte ich. Als er 15 Minuten später zu mir kam, war seine Freude über meine Lieferung fast schon verflogen. Er richtete ein Dankeschön von Hans-Adam aus. Dieser würde es hoch schätzen, dass ich mich Kooperative zeigen würde und die Loyalität ihm gegenüber aufrechterhalten würde. Hans-Adam würde fragen, wann er die andere Hälfte der Originalpapiere bekommen könnte. Der Bankdirektor erzählte weiter, dass der Landesführer gerne heute noch hören würde, dass ich einen der Datenspeicher vernichtet hätte. Dies darum, weil er sich Sorgen machen würde, falls mir etwas gestohlen würde. Zum hundertsten Male versicherte ich dem Bankdirektor, dass nichts passieren könne. Die Daten seien in einem Safe aufbewahrt, behauptete ich. Er fragte mich, ob ich schon einen Heimreisetermin im Kopf hätte. Ich sagte ihm, dass ich vieles im Kopf hätte, aber leider noch keinen solchen Termin. Zuerst müssten wir doch abwarten, zu welchem Schluss die Rechtsexperten in Sachen Anklage gegen Helmut Roegele & Co.
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kommen würden. Oder hat Hans-Adam etwas von einer Frist gesagt, fragte ich ihn. Nein, nein, er habe nichts in dieser Richtung erwähnt, aber in Vaduz sei man natürlich der Meinung, je früher ich nach Hause kommen würde, desto besser. Da es schon fast Abendessenszeit war, schlug ich eine Einladung von ihm nicht aus. Wir blieben in der Nähe des Hotels und ich wollte während des Essens kein Wort mehr über die LGT oder Bankengeschäfte im Allgemeinen verlieren. Er erzählte mir von seiner lieben Frau, die ich nie kennen gelernt hatte. Und von seinen gut erzogenen Kindern. Eines Tages, so hoffte ich, würde ich auch Frau und Kinder haben. Das hatte ich aber auch schon vor sechs Jahren gehofft, als ich angekettet in einem feuchten Kerker sass. Er würde noch eine Nacht in Holland bleiben, da er erst für den nächsten Tag den Rückflug gebucht hatte. Ich bedankte mich für seine Gastlichkeit und vor allem für sein Verständnis und die Geduld mit mir. Ich fragte ihn, wann wir uns wieder sehen würden. Er überlegte kurz und antwortete, dass er am Freitag, den 21.03. nach Amsterdam kommen könnte. Gut, sagte ich. Das passt mir sehr. Nicht, dass ich viele andere Termine hätte, scherzte ich. Also, abgemacht, sagte er zum Abschied. Ich solle ihn nächste Woche am 18. oder 19. auf seinem Handy anrufen, sodass wir die Details des nächsten Treffens absprechen könnten. Mach ich doch. Auf Wiedersehen Herr Bankdirektor. Pass auf Dich auf, rief er mir zu. Überzeugt mit der Rückgabe das Richtige getan zu haben, machte ich mich zufrieden auf den Heimweg. Dies nicht ohne die übliche Verschleierungstaktik, was die Streckte anbelangte.

VADUZ März 2003 (2) Während Kieber mit dem Bankdirektor lange Diskussionen über die Daten, Gott und die Welt hatte, war man in Liechtenstein auch wieder aktiv geworden. In einer nicht-öffentlichen Sitzung wurde am 10.03. der Einspruch von Kieber vom 07.11.02 gegen die Anklage im Fall 140er vom Gericht einstimmig abgelehnt. Gleichzeitig wurde beschlossen, das (Verbrecher-)Ehepaar Helmut Roegele und Salud Hidalgo als Zeugen der STA einzuladen.
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oder überwachbar und zweitens. Die LLB war geschockt über seine Rücksichtslosigkeit. andererseits war dieser Fall ganz anders. dass sonst Hans-Adam samt Familie und Kunstbildern nach Wien auswandern würde. hatte Lampert noch keinen Beweis geliefert. Die Bürger und Bürgerinnen stimmten ab. 66 Prozent Zustimmung für den Hans-Adam. Hans-Adam interessierte dies alles im Moment nur am Rande. Liechtenstein wie in 346 . diese unter Verschluss zu halten. Vor solcher Art Publizität hatte man und hat man heute noch eine derartige Angst. Da hat man es. dass die STA Helmut Roegele & Co. eingeladen würde. dass Kieber explodieren würde.in bar und sofort. weil sie Angst davor hatten. sollte er insbesondere vom Umstand erfahren. CHF 700'000. war der Tag. dass er sie für die kommenden acht Wochen mehr als einmal an der Nase herumführten konnte. am 16. Die Regierung Hasler hatte grosse Angst. Da der Professor jetzt regelmässig zur Arbeit in Liechtenstein war. noch er selbst davon erfahren würden. sodass weder Kiebers RA. wie der Teufel vor dem Weihwasser. dass die LLB ihn ständig beschatten lies. Dies begründetet HansAdam in einer kurzen mündlichen Stellungsnahme damit. verlangte er Geld! Ähnlich wie am Anfang bei Kieber. was aus Liechtensteiner Sicht kein Problem darstellte. an dem er für sich und seine Familie über die nächsten hundert Jahre das Sagen in Liechtenstein durch die neuen Verfassung einzementieren lassen würde. Viele stimmten darum für die neue Verfassung. dass man zum Wohle Liechtenstein nichts riskieren dürfte. was die komplizierten Gespräche mit Kieber im Ausland stören könnten. mietete er sich ein Zimmer in Triesen.Hans-Adam wurde wunschgemäss über diese Beschlüsse informiert und er ordnete an.. Er befürchtete. Lampert forderte u. Dies holte er in der zweiten Woche im März nach. also für "ihn". dass die Medien davon erfahren könnten.. Seine Künste waren jetzt vor allem an der anderen Front in Liechtenstein gefragt. dass er die Daten hatte. Sein Tag.a. Was Lampert nicht wusste war. Der ehemalige LLB Banker Lampert verlängerte praktisch jede Woche die Liste seiner Forderungen. Einerseits wollte man auch die begangenen Fehler im Fall LGT vermeiden.in bar aus. Mitte März händigte man ihm dann CHF 100'000. Der Abstimmungstag war gekommen. Trotzdem konnten sie nicht verhindern. Mitte März. Erstens war Lampert noch im Land und daher kontrollier.

dass man gewisse alte Ideen aus dem KKZ nichts ganz verwerfen wollte. bis er nach Hause kommen würde. Wenn es unserer Sache dienlich sein soll. Der Bankdirektor übergab dann wunschgemäss das Bündel mit den 125 Blatt Papier an Hans-Adam. Er vergeudete nicht viel Zeit damit. es wäre ein neuer Brief von Kieber. Ein dicker Brief. Nein. fragte er. sich bei den 66 Prozent zu bedanken. Solle er dies als Drohung auffassen. Es wurde leider nichts gefunden. dass Kieber damit nur zeigen wollte. 347 . absolut gar nicht. jede Veränderung des Status Quo ist zu vermeiden. wurde Hans-Adam laut. In Zürich. Der Bankdirektor wurde auch mit anderen Neuigkeiten überrascht. Alois deutete an. dass Kieber nie vorhatte. Er nahm die Papiere entgegen und las aufmerksam die Kundennamen und andere Details. Schon Tage vor seinem Triumph in der Abstimmungssache. Die Angst war und ist immer grösser. Hans-Adam wollte daher abgeklärt haben. Kieber wollte nur einen Beweis abgeben. Hans-Adam erwähnte im Gespräch. Warum er und nicht die Treuhand die Papiere nun habe. ob es jetzt nicht besser wäre. Etwas verlegen erklärte der Gesandte. Eine davon war. Er und sein Sohn Alois kamen an einem Nachmittag zu einem Sechs-Augengespräch mit dem Bankdirektor auf Schloss Vaduz zusammen. ob Kieber bei seiner Ex-Freundin in Zürich eventuell Datenträger versteckt haben könnte.Bayern: Alles ungewisse. Die politischen Gegner waren eingeschüchtert und sollten den Sieg von Hans-Adam über sie seit jenem Tag ständig zu spüren bekommen. Dieser dachte zuerst. Weil HansAdam ihm ja am Telefon erklärt hatte. herauszufinden. Die Dokumente hätte er dem Direktor Dr. resümierte er. hatte HansAdam anderen Grund zur Freude. auszuhändigen. Nach dem Abstimmungssieg fühlte sich Hans-Adam so stark wie ein Godzilla. dass niemand in Deutschland Interesse an den Daten hätte. fragte er nach. Feuerstein am Morgen schon übergeben. eine glückliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. Kieber einen der zwei gedruckten Pässe für die paar Wochen. dass man auch in Zürich nicht fündig geworden sei. unterzutauchen sondern er sich ganz fest vorgenommen hätte. dann müssen wir es in Betracht ziehen. Der Bankdirektor war sich auch ganz sicher. Dies gefiel dem Landesführer. ohne Schweizer Teilnahme die Dreizimmerwohnung der besagten Dame zu durchsuchen. Es sei in der Zwischenzeit gelungen. dass Deutschland solche Mandate sehr heiss begehren würde.

Anm. die sie auch ab und zu mal hatte. Ich war heilfroh. Für mich steht fest. Ich war ein ruhiger und kein lästiger Gast. Er wusste von der Sache nichts. Ich schimpfte dann mit dem Professor Dr. Er bat um Instruktionen. dass ihn Kieber wieder am 18.3.: Als ich dann selber gegen Ende Oktober 2003 von dieser Aktion erfahren hatte.Der Bankdirektor erkundigte sich. Ich hatte sie nie über das ganze Drama der LGT-Daten aufgeklärt. schon fest gebucht. da man ihre Wohnung erst dann betreten hatte. erklärte ihm Alois. d. anrufen würde. Sie sagte mir auch. Meine Vermieterin hatte keine Probleme mit mir und ich keine mit ihr. Meine eigene Nachforschungen ergaben. Ich gehe davon aus. mit der Auswahl vom Bankdirektor richtig gelegen zu haben. ich war immer schon kein grosser Glotzengucker. dass Hans-Adam sie beschatten lies. Der Bankdirektor rapportierte. dass sie zu Bekannten in die Ostschweiz abgefahren war. ohne Spuren zu hinterlassen. war ich sehr empört. dass meine Ex-Freundin wahrhaftig zum angegebene Zeitpunkt nicht in ihrer Wohnung war. In dem kleinen Haus konnte man jedes Geräusch hören. was er Kieber am Telefon oder beim nächsten Besuch erzählen soll. hätte er sich einen Flug nach Holland für den 21. Amsterdam März 2003 (b) Während ich mich schon auf den nächsten Besuch vom Bankdirektor in knapp zehn Tagen freute. T. Wie abgemacht. Manchmal durfte ich mit ihr und ihrem Mann vor dem grossen TV sitzen und gemeinsam schauten wir uns eine holländische Abendsendung an. oder 19. Müller darüber. stieg meine Zuversicht Tag um Tag. Mit ihm konnte man wirklich von Mensch zu Mensch reden. Wäre gar nicht notwendig gewesen.h. 348 . dass sie zu keiner Zeit von irgendjemand über mich befragt worden sei. ob denn die betroffene Frau einer Hausdurchsuchung ohne Schweizer Durchsuchungsbefehl zugestimmt hätte. dass die üblichen Handlanger von Hans-Adam die Wohnung professionell durchsucht hatten. Ich schaute nie viel Fern. Ich war die meiste Zeit unterwegs und ging zeitig zu Bett. als feststand. Verwundern würde es ihn aber nicht. selten war ich nach 20 Uhr zu Hause. In meinem Zimmer konnte ich einen Deutschen Sender empfangen.

nichts besonderes. OK. vormittags und am 20.03. dass er in Vaduz immer betont hätte. beendete ich dieses Thema. sein Ton war auch ganz anders. Das Gespräch war schon nach 2 Minuten zu Ende. Der Bankdirektor schien mit meiner Antwort zufrieden zu sein. Einige würden in Vaduz denken. dass sie doch endlich begreifen sollen. dass er leider nichts Neues gehört habe. nicht mehr so freundlich. Seltsam. sagte ich. Er als Bankdirektor hätte auch andere Verpflichtungen.3. nicht angerufen hatte. Er war sehr kurzgebunden und sagte nur. dass ich ein Einzelkämpfer bin und es immer war. Er erschien auch pünktlich um 10 Uhr. ob man mir schon Neues zum Thema Anklage gegen Roegele & Co. Dies sei unter der Kontrolle von Hans-Adam und dieser hätte ihm beim letzten Meeting nichts Frisches gesagt. Nein. sagte ich. fragte ich. da ich die Aufgabe in meinem Kalender am falschen Tag eingetragen hatte. Aber was soll’s. was los wäre. Beim ersten Anruf entschuldigte ich mich. wenn es ihnen besser gefallen würde. den 21. jetzt wo doch alles in die Wege geleitete worden sei. dann eben ein Einzeltäter. Ich wollte von ihm wissen. Ich lachte nur und sagte. Er schluckte sicher zwei Mal leer und erzählte. Zudem würde ich nie andere in Gefahr bringen. er sei am Freitag um 10 Uhr im Marriott. sagen könnte.03. um 13 Uhr rief ich den Bankdirektor an. dass ich am 18.Am 19. Er erzählte mir. Er hatte nicht viel Zeit und bat mich einen Tag später anzurufen.03. was er mir mitteilen könnte. was ich dann auch tat. Ich fragte. Bis dann. es hatte keinen Sinn sich darüber gross den Kopf zu zerbrechen. Ungeduldig fragte mich der Bankdirektor noch mehrmals während dieses Besuchs. Dies sei mein Kampf und dies würde immer so bleiben. sollte ich? Und wer will das wissen? Nein. dass man in Vaduz wieder ungeduldiger geworden sei. Es gab eine kühle Begrüssung. Wie soll ich dies verstehen. rief ich den Bankdirektor an. Am Freitag. Hört sich gar nicht gut an. Wir wechselten von der Lobby zum Terrace Café des Hotels. dass ich ihr was gesagt oder erzählt haben könnte. dass er überzeugt wäre. dass ich eine One-Man-Show wäre. was nun wieder los war. Er schien über etwas verärgert zu sein. Morgen würde ich ja sehen können. erwiderte er. wie viele Reisen er noch machen müsse. Man würde dort nicht verstehen. Das Geschäft blühe zu 349 . OK. wartete ich schon seit 9 Uhr auf ihn in der Hotellobby. warum ich nicht nach Hause kommen würde. Er erzählte weiter. Er kam mit einer Gegenfrage und wollte wissen. sagte ich zu mir. Am 19. ob ich mit meiner Ex-Freundin Kontakt hatte.

ob ich nach Hause zurückkehre. April wieder nach Amsterdam und würde mir einen der zwei Pässe als Schutz-ID für die Reise nach Hause übergeben. Ob er den Beweis für die Zerstörung bräuchte. fragte ich ihn. Auch dafür hätte man 350 . Auf Anordnung von Hans-Adam wisse niemand von der LGT ausser seiner persönliche Sekretärin und Herr Piske. bis zum nächsten Besuch eine solche Kopie der Daten zu vernichten. Hans-Adam lässt nach nachfragen. Und wie würdet ihr verhindert. fünf Wochen. vor der Zerstörung wieder eine neue Kopie zu machen. sagte er. (vom Vorstand der Bank) dass er auf heikler Mission wäre. oder 3. Wie gesagt. Ich müsste mich aber auch verpflichten und dies hoch heilig schwören. rein theoretisch – mit dem Pass in eine „andere Richtung‚ reise. zwei Tage verschwindet. dass man wenigstens ein Teil meiner Bitten erfüllt hätte? Ich bleibe lieber hier in Holland und wenn alles so läuft. Aber ich versprach ihm. würde dieser immer ungeduldiger. dass ich im April alle Datenträger vernichte und nichts mit auf die Reise nach Hause nehmen würde. Er wäre sinnlos einen Beweis nach Vaduz zu bringen. Im elektronischen Kalender der LGT wären seine Besuche als Kundentrips getarnt. Wo sei der Beweis. also in ca. wann ich nach Hause kommen würde. dass ich doch innerhalb einer Woche eine Entscheidung treffen könnte. Wenn ich ihm. Er verneinte. Ich erwiderte. mir auf einmal einen Schutz-Pass auszuhändigen. jetzt versprechen würde. in der nahen Zukunft nach Hause zu kommen. da es ja technisch kein Probleme für mich wäre. Ob ich schon eine Ahnung davon hätte. warum er praktisch jede Woche ein. Schliesslich hätte er auch eine Mannschaft zu leiten und das ihm direkt unterstellte Führungsteam würde sich schon wundern. als weiteres Zeichen seines Guten Willens könnte er mir folgendes offerieren. dann sehe ich kein Problem. wieder in Liechtenstein sein würde. Darum wäre es reine Zeitverschwendung auf einen solchen Beweis zu beharren. Ich musste leider eine negative Auskunft geben. dass – wenn ich wollte. und damit Hans-Adam. erwiderte er. So. Er argumentierte. Dennoch. Die Antwort darauf wüsste ich ja. so – was hat euch bewegt. ob ich schon einen der elektronischen Datenträger vernichtet hätte.Hause. Für mich habe sich nichts geändert. dass ich spätestens bis Ende April. ich kann jetzt nicht nach Hause kommen. wie man mir durch ihn ausrichten lässt. man brauche ihn auch dort. Er sei unter Druck von Hans-Adam. dann käme er am 2.

ob ich das Angebot annehmen sollte. Eine Minute lang dachte ich alles passiere so. aushändigen. dass ich die oben genannte Variante A) auswählen würde. In den folgenden Tagen überlegte ich. wenn ich – rein hypothetisch – mit Daten und Pass auf Wanderschaft gehen würde? Was er dann zur Antwort gab. Dies würde im Grossen und Ganzen ungefähr meinen Vorstellungen entsprechen. Die nächste Minute glaubte ich wieder kein 351 . Aber ich konnte ja mit niemandem reden. würde man . offenbarte ich ihm. Ich war schon ganz gespannt. Er bat mich ihn spätestens in einer Woche wieder anzurufen. beendete er deren Theorie. Wir verabschiedeten uns und ich entfernte mich mit dem üblichen Verwirrspiel in Richtung Menschenmenge. dass man in Vaduz alle meine möglichen Optionen studiert hätte. dass er mit mir . auch „im Vertrauen‚.wenn auch nur durch seinen Gesandten – überhaupt redet. was ich hören will. Er schilderte mir. Um zu verhindern. Und die Daten? Was ist. polizeilich als gestohlen melden und die Passnummer in ein internationales Register eintragen lassen. dass man sich in Vaduz sicher sei. sagt er.falls ich am 30. fragte ich mich auch ständig. Er war zum Verrückt werden. erwiderte ich. den Pass am 01. Der Bankdirektor hatte bei diesem Besuch nicht viel Zeit für mich. welche Lösung sie dafür gefunden hatten. Natürlich müsste ich im Tausch alle meine Ausweise. Wenn ich nur nicht so misstrauisch wäre. Ein Abtauchen oder Untertauchen als „Ulrich Meier‚ mit den Daten würde keinen Vorteil für mich ergeben.03 im Laufe des Tages nicht in Vaduz eintreffen würde. die auf Heinrich Kieber lauteten. Ich sagte zu mir. dass ich es dem Landesführer Hans-Adam hoch anrechnen sollte. Ich erbat mir Bedenkzeit von ein paar Tagen. Er verdeutlichte. erstaunte mich schon und bewies mir. Keine schlechte Idee. Mit dem Aushändigen des Passes wollte man mir den Stress der Heimreise nehmen.vorgesorgt. wie man es mir geschildert hatte. dass sie sich offenbar in die Materie.05. Der Bankdirektor sagte mir „im Vertrauen‚ (was immer dies bedeutete). in die Gedankenwelt von mir vertieft hatten.04. dass ich den Pass als neue Lebensgrundlage verwenden würde. Oder vielleicht das Angebot doch nicht annehmen? Würde es nicht eher so sein. dass sie mir genau dass sagen. Davon hätte ich nur zwei: A) ich finde eine friedliche Lösung mit Hans-Adam oder B) ich suche die Hilfe bei den Deutschen oder Amis.

April kommen soll oder nicht. weil ich keine Kraft dazu hatte. erwähnte ich im selben Atemzug. ich mich für die Behauptung entschuldigen würde.Wort von dem. da zu jener Zeit meine Schwestern und meine Mutter ihren Geburtstag feierten. was in die erforderliche Richtung einer Anklage der Verbrecher aus Argentinien gehen würde. dass ich an die Existenz eines Auftrages von Hans-Adam an ein Rechtsexpertenteam absolut nicht glauben würde.3. Ich sperrte mich für ein paar Tage im Zimmer ein und verliess es nur. Dies waren in Wahrheit die Möglichkeiten. Einen friedlichen Geburtstag wünschte er mir aus heiterem Himmel für den kommenden Sonntag. Irgendwann musste ich klein beigeben oder sie klein beigeben. Ich wollte keinem Druck ausgesetzt werden und im Grunde hätte man mir nichts gezeigt. Um meiner Unsicherheit gleich noch eines drauf zu geben. ich die Bombe zünden oder sie Gewalt anwenden. die schönen Seiten von Amsterdam zu erkunden und die Freiheit zu geniessen. Er konsultierte seinen Kalender und bat mich um 13 Uhr anzurufen. Herr Kieber. dass. Er sagte mir. Am 28. gern geschehen. Ich erzählte ihm dass ich mehr durcheinander als klar im Kopf sei. dass er gerade zu Hause bei seiner Familie angekommen sei. Als Ausrede erzählte ich ihr von einer unglücklichen Liebe. Ich versprach ihn am 1. ob er nun am 2.04. Sie zeigte Mitleid mit mir und das Thema war vom Tisch. Ich hätte keine Bedenken gehabt mit ihnen zu telefonieren. ob es ein fruchtbares Treffen werden würde. Aber so konnte es auf ewig ja nicht weitergehen. Ich konnte keinen definitiven. Sie fühlte meine Niedergeschlagenheit. Ich bat ihn zu kommen. um 20 Uhr rief ich den Bankdirektor an. keinen klaren Entscheid fällen. Ich war sehr traurig. 352 . sollte es dieser Auftrag wirklich geben. Danke schön Herr Bankdirektor. Ich wäre aber nicht sicher. Ich konnte es nicht. und 3. was man mir gesagt hatte. Er fragte mich. um zu frühstücken und wenn Jane das Zimmer machen wollte. wieder anzurufen. Ich behauptete. Bitte. Ich fand auch keinen Gefallen mehr.

Der Professor sagte. die Restgruppe in regelrechten Marathonsitzungen oder in einzelnen Gesprächen davon zu überzeugen. wegkommen sollte. dass man dem Kieber nichts Versprechen soll. d. Nach jeweiligen solchen offenen Gedankenspiele war der Professor beunruhigt. Feuerstein und der Bankdirektor waren mit der Situation gar und gar nicht zufrieden. Abschied nehmen. Hasler und Feuerstein konnten erst nach intensiven Gesprächen mit dem Professor endgültig von der Idee. die in Vaduz für ihn gestartet worden seien. nicht zu glauben. Die Restgruppe des KKZ. mit ihm reden würde. Der Professor hatte wiederum mehrfach darauf hingewiesen. spürte auch dieser ausländische Experte. Unbestritten. dass sich die Herrschenden im Ländle nicht gerne vorschreiben lassen. Hasler und Feuerstein keinen Spielraum.VADUZ April 2003 (1) Jetzt waren es schon bald ganze drei Monate seit Kieber Liechtenstein mit den Daten verlassen hatte.h. dass es vorerst eine Bedrohung sei und es erst dann ein massives Problem werden würde. dass Kieber schlussendlich aber eher dazu neigen würde. neutral aus der Sicht von Kieber. Obwohl sich der Professor die allergrösste Mühe gab. Kieber sei noch immer extrem misstrauisch. wenn eine völlig neutrale Person. Er hatte dabei an sich selbst gedacht. Alois. man brauchte den Professor um Kieber und die Daten nach Liechtenstein zu bringen. Wie so oft in Liechtenstein. was einem mit Kieber verbinden würde und nicht was sie trennen würde. die (angeblichen) guten Handlungen. Regierungschef Hasler. sein Sohn Alois. In diesem Punkt sah man bei Hans-Adam. dass es zwar gegenseitigen Sympathie und Vertrauen zwischen Kieber und dem Bankdirektor gebe. Piske. Ziel sei es Kieber nach Vaduz zu bringen und dann hätte man ja immer noch die Gelegenheit ihm ein schönes Dankeschön auszudrücken. wenn Kieber die Datenbombe zünden würde. Natürlich war es aus Sicht Liechtenstein ein massives Problem. würden die Ideen und Ratschläge vom Professor allenfalls zur Kenntnis genommen. Man müsse daran arbeiten und darauf aufbauen. Einmal zu Hause angekommen. was man von vornherein nicht einhalten würde. Trotz seiner guten Entlohnung stellte er mehr 353 . Der Professor erklärte ihnen aber. Hans-Adam. dass man von der fixen Idee ein Problem lösen zu müssen. wie man auf heimischen Boden zu agieren gedenke. Und immer noch keine Heimreise von ihm in Sicht. Guter Rat in Form einer besten Lösung des Problems war einfach nicht zu finden. Gewalt anzuwenden. Besser wäre es.

aber dennoch eben auch als Täter – beantworten könnte. erwiderte Hans-Adam. Und da der LLB-Fall in der Tat existiere. als jemand. Diskretion und Autoritätsgläubigkeit zu appellieren. 354 . Mit dieser Aussage von Hans-Adam war der Professor zufrieden. diese Chance mit dem Professor zu diskutieren. Kieber um Hilfe zu bitten. dessen Meinung gefragt ist. Wenn Kieber etwas in den letzten fünf Jahren mit den Liechtensteiner Behörden erleben musste. dem Kieber Hoffnungen zu vermitteln. die nur dieser – zwar mit unterschiedlichen Motiven. Er machte aber. die Liechtenstein nie zu erfüllen gedenke. um Hilfe in diesem Fall bitten könnte.als einmal die Frage. dass er nicht dazu missbraucht werden könnte. dass man ihn als Mensch braucht. Aber natürlich. Zudem hätte dies den positiven Seiteneffekt. Ob Hans-Adam die Strafverfolgung der Täter aus Argentinien und die daraus folgenden Konsequenzen wirklich im Sinne habe. Kiebers Denkvorgänge seien nicht zu unterschätzen und könnten zur Problemlösung mit Lampert angewendet werden. Man müsste ja dem Kieber nicht alle Details erzählen. dass man Kieber. ob den Worten auch die Taten folgen würden. so war die eine endlose Abneigung und gigantische Ignoranz. Es hatte ja nichts mehr gebracht wieder an Kiebers Loyalität. Bei einem weiteren Treffen mit Hans-Adam eröffnete der Professor ihm seine neue Strategie. Man wäre es Kieber irgendwie schuldig. ergänzte Hans-Adam. dass er in seiner Arbeit am aktuellen LLB-Fall (Lampert) begriffen hatte. sollte dieser die Bombe nicht zünden und nach Hause zurückkehren. als man ihn an seine guten Seiten erinnerte oder sein Schuldgefühl gezielt bearbeitete. dass Kieber fühlen würde. Hans-Adam rief den Bankdirektor zu sich und ordnete ihn an. auch klar. Eine dritte Chance Kieber zur raschen Heimreise zu bewegen. mit Blick zu Hasler und der LGT. Aber er hätte schon ein paar Fragen an Kieber. Auch nicht viel weiter war man gekommen. Hilfe? Von Kieber? Der Landesführer wurde hellhörig. müsste man ihn für Kieber nicht neu erfinden. völlig realistisch. sah er darin. Der Professor erklärte.

aber eine kolossale Kaserne. Er sagte. Oh. als ich von der gegenüberliegenden Strassenseite auf das Hotel zuging. dass wir im nahen Park spazieren gehen. 20 Minuten später verliess ich den Laden mit einem Haarschnitt wie nach dem Einrücken ins Militär. dass er sie beschränkt informieren konnte. ob ich froh sei. weil ich nicht mehr sicher sei. Dies darum. Ende April schien mir einfach zu früh. der 2. Nicht dass ich selber irgendwelche Erfahrungen im Militär hätte. fragte er erstaunt. Doch ich wollte ihn nicht enttäuschen und sagte nichts am Telefon. Ich sagte. Er bestätigte seine Ankunft für den nächsten Tag und fragte. dass ich ja noch Zeit dafür hätte. Ich sah ihn mir zuwinken. er könne die Schutz-ID mitbringen. das Ländle hat ja keine Armee. Er schlug die Hände über seinem Kopf zusammen. Ja. Ich sagte daher dem Bankdirektor. was er denn seiner Frau sagen würde. dass ich 355 . sagte ich zu mir.4. Ich lächelte gezwungen. bis Ende Mai. ob ich angefangen hätte. die Haare waren aber wieder gewachsen. Ich erwiderte. Er war voller Zuversicht und schlug vor. dass das Drama mit den Daten bald zu Ende sei. Er fragte mich. Ich hätte doch darum gebeten. Er habe extra den Pass mitgebracht. Ich versuchte das Thema zu wechseln und fragte ihn. Dienstag. Das Wetter war ja sehr einladend. Er fragte mich. Ich erwähnte dann. ein neuer Anfang. Nach dem Anruf kam ich an einem Coiffeurladen vorbei und sah mich im Spiegel. In ein. dachte ich mir. wenn er fast jede Woche nach Holland fliegen würde.Amsterdam April 2003 (a) Ein neuer Monat. ob ich schon Ende April nach Hause kommen könnte.4. dass ich meinen Mietvertrag um zwei Monate verlängert hätte. für die Horde der Internationalen Steuerhinterzieher. Zwei Monate. weil ich gleich den Bankdirektor enttäuschen würde. Ich war nervöser als sonst. zwei oder drei Monaten könnte nicht so viel geändert oder in Bewegung gesetzt worden sein. Der Bankdirektor hatte schon an einem Fenster im Terrace Café Platz genommen. Wie versprochen rief ich am 1. selbst wenn Hans-Adam am Drücker sei. ob er den Schutzpass mitbringen sollte. pünktlich um 13 Uhr den Bankdirektor an. dass ich noch nicht nach Hause fahren würde. über das was vor sich ging. die Datenträger zu vernichten. Er freute sich über meine „Einsicht in die Notwendigkeit". da mir ganz klar war.

Aber. Das wäre nichts Neues für mich. offerierte er mir. Ich verlangte. wenn ich ihm nicht glauben würde. Der „Psycho‚ wäre eine grosse Hilfe für alle. Dies sollte ja kein Problem sein. Aha. rief ich aus. dass man die Täter von Argentinien anklagen würde? Ich müsse ihm glauben. sehr skeptisch gegenüber Vertretern des Establishments sei. Ein anderes schweres Drama. Er sagte. griff ich ihn an. Ich sagte ihm auch. konterte ich. Anderes Drama? Jetzt? Meine Hilfe? Röhrte ich kopfschüttelnd und legte eine Gang beim Laufen zu. angeheuert worden. Es dürfe mir den Namen nicht nennen. wohl wieder so ein Trick. wobei meine Hilfe möglicherweise gebraucht werden könnte. bemerkte ich. dies sei kompliziert. selbst mit Hans-Adam zu sprechen.es gestern noch nicht genau wusste. Warum kann man mir den Namen nicht nennen? Ich treffe mich mit niemandem. Er sagte. Einen Psychofreak also. dann hätte man da jemand zur Hand. wäre der versprochene Beweis dafür. er müsse wohl geisteskrank geworden sein. könnte ein Psychologe nach Holland kommen und mit mir reden. versuchte er die Situation zu retten. Wo. fügte er hinzu. was er schade finden würde. Heute aber sei ich mir sicher. Es wäre mir klar. Man würde aber nachvollziehen können. dass die in Vaduz auch unter Zeitdruck stehen und daher auf absurde Geschichten kommen würden. wenn ich früher oder später ganz durchdrehe. dass man in Vaduz langsam aber sicher die Geduld mit mir verlieren würde. Trotzdem sei ich manchmal hartnäckiger als ein alter Esel. dass ich unter massivem psychologischem Druck stehe und es ihn nicht verwundern würde. Ich bat ihn. dass ich. bitte schön. Er sei wegen einer ganz anderen Geschichte. Das er auch erkannt habe. obwohl er sich auch nur auf die Angaben von Hans-Adam berufen könnte. Wenn ich damit einverstanden wäre. Es wäre ja kindisch. um weg von solchen übergeschnappten Ideen zu kommen. über den ich nicht vorher Bescheid wisse. Und wer soll dies den sein. in meiner jetzigen Lage. nur um mich nach Hause zu 356 . dass man mit mir am Telefon eigentlich normal reden könnte. dass ich Ende April nicht nach Hause kommen werde. fragte ich. dafür wäre er ja da. da er selbst erlebt hatte. der mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen könnte. Der Bankdirektor erzählte mir. ich solle mich nicht so aufführen. es nicht auf die Spitze zu treiben. um mich zu benebeln und Zeit für einen Angriff zu gewinnen. die sich momentan in Vaduz abspielte.

sagte ich. Nein. Die „Konkurrenz‚ schläft wohl nie. ob der Lampert auf der Flucht sei. desto glaubhafter wurde er für mich und umso ernster wurde mein Gesicht. die er behauptete zu haben. Ich müsse ihm versprechen. erwiderte der Bankdirektor. was kommt als nächstes. Ich vergrub mein Gesicht in den Händen. dann die LLB. Geld sei an Lampert schon geflossen. der Aktienmehrheitsbesitzerin der LLB und nicht das Problem von Hans-Adam oder seiner LGT. der sitze gemütlich zu Hause. Da war ich selber mitten in einem länderübergreifenden Krimi. und da kommt man mir mit einer Story. dass man keine Zeit und Ressourcen für mich hätte. Die Abdankung des Landesführers? Ganz und gar nicht. Nein. 357 . wobei man den LGT Fall. dass überhaupt jemand Daten von der LLB gestohlen haben könnte. vielleicht.locken. Dieser wäre ein Ex-Mitarbeiter von der LLB und hätte dort Daten von deutschen Kunden gestohlen und würde jetzt seit Februar/März die LLB erpressen. als zweitrangig herabstufen würde. erwiderte er. hatte also genug eigene Probleme am Hals. also meinen Fall. dann könnte ich mein ramponiertes Image bei der Justiz und der STA in Vaduz sicherlich verbessern. Würde ich im LLB-Fall helfen. dass dies eine Taktik sein könnte. die LLB wäre ja das Problem der Regierung. ob er all die Daten hat. meiner Meinung nach. Ich fragte ihn postwendend. Zuerst ein Psychofreak. dass ich niemandem absolut gar nichts davon erzählen würde. Komisch. um mir das Gefühl zu geben. fragte ich. Nicht zu fassen. was dies alles mit mir zu tun habe. Je mehr der Bankdirektor im Detail darüber erzählte. wenn ich ihn sehe. Dies kam in der Vergangenheit vor und wird immer passieren. sagte er mir. Aber nein. aber man sei sich in Vaduz nicht sicher. Genau dies sei das Kernproblem. Blitzschnell kam mir laut der Gedanke. in der ich angeblich ähnliches ZUR GLEICHEN ZEIT IN VADUZ abspielen sollte. Wie bitte? Für einen Moment genoss ich die absurde Situation. erwiderte ich. herauszufinden. Ich hatte absolut keine Zweifel. Ob ich einen Roland Lampert aus Vaduz kenne. witzelte ich. aber nein. Ich war ob dieser Antwort sehr erstaunt. Die grösste Knacknuss im LLB-Fall wäre. wollte ich nicht glauben. Ich fragte ihn. Dass aber eine Erpressung ausgerechnet jetzt stattfinden würde. ob und wie viele Kopien der Daten er habe. dann eventuell. der Lampert muss wohl sehr starke Nerven haben oder etwas geisteskrank sein. Gleich verwarf ich diese Gedanken. Die Sache sei auch unter strenger Geheimhaltung in Vaduz.

dachte ich mir. von mir eine schriftliche Erklärung zu bekommen. Der kann dies sicher tausendmal besser. intern "der Professor" gerufen. indem er sagte. Was ich ja wusste. meinte er. man mich bitten würde. worin ich bestätige. ich habe auch tonnenweise Daten von einer „Bank‚ gestohlen. wie viele Daten. dass der Psychologe. mir schon eher. war die logische Frage von mir. sollten wir nicht zuerst unseren Fall lösen? Ich willigte ein.Der Bankdirektor versuchte mir eine Heimreise schmackhaft zu machen. sagte der Bankdirektor. meinte der Bankdirektor. komme gerade von einer „Tour de Daten‚ in Berlin und Amsterdam zurück. ihm die Erpressung auszureden und herausfinden. sondern fürs ganze Land. obwohl mir dies alles keinen Sinn mehr ergab. Warum nicht. fragte ich und fuhr fort: Soll ich den einfach zu Lampert gehen und ihm sagen: „Hallo ich bin der Heinrich Kieber aus Mauren. Einen Versuch wäre es Wert. ich hätte genug andere Probleme. Dieser könnte also kommen. habe die Sinnlosigkeit der Handlung erkannt und bin jetzt hier um dich vor einem grossen Fehler zu bewahren. Weil man noch abwarten wollte. wenn er wollte. wenn ich meinen Anteil an der Lösung des LLB-Falls beitragen könnte.‚ Ja ungefähr so. Hans-Adam würde auch froh sein. vor allem wie viele Kopien er davon er habe und wo er sie versteckt haben könnte. das Herkunftsland und die Beziehung zur LGT und Hans-Adam würde ich schon gerne erhalten. Mann oh Mann. wenn ich nach Hause kommen würde. ich hatte keine Zeit oder Energie um der LLB zu helfen. Der Bankdirektor sagte. Aha. dass. mit dem Lampert zu reden. Ich bat den Bankdirektor aber mir vor einem solchen Treffen etwas mehr Hintergrundinformationen über die Persönlichkeit dieses Professors zu geben. mich zuerst einmal mit dem Professor zu treffen. Ich sollte versuchen. noch nicht persönlich mit dem Lampert gesprochen hätte. Sowieso. erwiderte der Bankdirektor. dass ich 358 . Aber Angaben über die fachliche Kompetenz. Einem Professor würde der Lampert nichts erzählen wollen. fragte ich. Dieser habe ihn beauftragt. sagte ich. sagte ich. Die LLB sei ja de facto eine Staatsbank. Nach dem Spaziergang gingen wir zurück zu seinem Hotel und er lud mich zum Abendessen ein. Vorher musste er mir aber noch eine andere Bitte von Hans-Adam vortragen. Den Namen könnte er für sich behalten. Schickt doch euren Top-Psycho hin. Es wäre ja primär keine Hilfe für die LLB. Warum das. Warum gerade ich.

ein solches Schreiben mit ihm morgen aufzusetzen. Ohlala. Ich wollte nun nach Hause. schlug der Bankdirektor vor. johlte ich ihn an. tobte ich. Ich hätte aber mit der Zerstörung noch nicht begonnen. Ihr wollt dies nur. entfiel es mir da. Das Mindeste was ich momentan in dieser Situation für ihn tun könnte. Er war damit einverstanden und offerierte. Hans-Adam würde ja auch aktiv an Lösungswege arbeiten.alle Datenträger vernichtet hätte. um mich lokalisieren zu können. Hans-Adam wolle einfach etwas in den Händen haben. dann könnte ich eine neue persönliche Erklärung darüber für Hans-Adam ausfertigen und er würde dies ihm dann auch überreichen. sagte ich. dass ich morgen in eine furchtbare Situation kommen würde. Das sei schon OK. nach „Rotterdam‚ gehen und versprach ihm. Der Bankdirektor würde gerne ein solches Schreiben morgen mit nach Hause nehmen. sodass die in Vaduz nicht immer auf meine Anrufe angewiesen waren. ich sollte mir doch eine holländische SIM-Karte für ein Handy kaufen. Ich verschwand in den schwach beleuchteten Gassen von Amsterdam. erwiderte der Bankdirektor. Auf gar keinen Fall. Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten. Um eine bessere Kontaktmöglichkeit zu haben. Ich versprach ihm. sei dies kein Problem. Nach dem Essen kam wieder eine neue Idee vom Bankdirektor. Er bedankte sich für meine Einsicht und wünschte mir eine gute Nacht. mir ein neues Handy samt SIM-Karte und Guthaben zu berappen. Wir suchten ein Geschäft auf und nach 15 Minuten war ich Besitzer eines neuen Telefons mit Prepaid-Nummer und einem 100 Euro Guthaben. Dadurch könnte er mich telefonisch erreichen und mich auf dem laufenden Halten. ein holländisches Handy samt Nummer zu kaufen. sagte ich wahrheitsgetreu. willigte ich ein. Komm mir ja nicht mit dieser Tour. brüllte er. Wenn ich dann die Datenträger vernichtet hätte. sodass am Ende die Verbrecher vor ein Gericht gestellt werden können. Zuerst schüttelte ich vehement den Kopf. Allerdings würde ich es nur für einen kurzen Anruf von ihm zu exakt abgemachter Zeit einschalten. Manchmal könnte ich sehr fanatisch sein. Solange ich es vor meiner der Heimreise erledigen würde. Ich wusste. sollte ich die gewünschte 359 . Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. am nächsten Morgen um 11 Uhr wieder beim Hotel zu sein. Vorher schaltete ich mein neues Handy aus und entnahm die SIM-Karte sowie die Batterie. Fair für Hans-Adam.

sehr gering. Jeder der mich kennt. eigentlich entgegen den normalen Gepflogenheiten. Deutschland oder Österreich genannt werden. weil die Grossbanken eine zentral geführte Kundendatenbank führten. erstellte ich Ende Dezember 2002 eine so genannte Masterkopie des Back-Up-Tape auf einer neuen. Beide Schlüssel durfte ich. Ich wählte auch bewusst eine Bank in der französischen Schweiz aus. Dies deswegen. Ich eröffnete ein Bankkonto mit genügend finanziellen Mittel. Also selbst wenn ich alle Datenträger in Holland hätte vernichten wollen. dass ich sie verlieren würde oder sie sonst wie unlesbar geworden wären. So schnell der Gedanke gekommen war. Für den Fall. so wäre die Wahrscheinlichkeit. Natürlich konnte ich die Reaktion von Hans-Adam und den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nicht zu 100 Prozent voraussagen. ob ich dem Bankdirektor beim Gespräch morgen davon erzählen sollte. bei der Bank selber deponieren. kann bestätigen. Diese Kopie zusammen mit verschiedenen anderen Dokumenten bewahrte ich in einem neuen ausschliesslich dafür angemietetes Banksafe in der Westschweiz auf. um die jährlich automatisch abgezogene Mietgebühr bis Ende 2008 bezahlen zu können. Erstmals kann ich meinen Lesern ein weiteres meiner Geheimnisse verraten. so schnell ging er wieder weg. Mein Plan im 2002 sah vor. dass ich mit der Zeit. eine Kopie würde ja immer noch in der Schweiz bestehen bleiben. Für einen Moment dachte ich nach. Zurück nach Amsterdam. Ich entschied mich auch für eine kleinere Bank und keine Filiale einer Schweizer Grossbank. Aber 360 .Erklärung für Hans-Adam abgeben. dass Hans-Adam mir im Verlauf der Konfrontation mit Gewalt die Datenträger abnehmen könnte oder für den Fall. dass man deutschsprachige Zeitungen oder News in der französischsprachigen Schweiz lesen würde. speziell ab 1997 sehr Vorsichtig geworden bin. Selbst wenn ich in der Nacht alle Datenträger noch vernichten hätte. Ich sichere mich immer mehrfach auf allen Seiten ab. Es verstand sich von selber. die DVDs und externe Harddisks mit nach Berlin nehmen würde. Denn sollte irgendetwas mit mir auf den Reisen 2003 passieren und mein Namen in den Medien in Liechtenstein. eine Masterkopie bliebe immer vorhanden. stabilen 100 GB Harddisk. Und praktisch alle diese Grossbanken ihren Firmenhauptsitz in der deutschsprachigen Schweiz hatten. dass ich das Original DLT-Band. Bisher weiss niemand davon. dass ich dies gegenüber Hans-Adam nicht erwähnt hatte oder je erwähnen wollte.

dass nichts geschehen würde. Nach etwas Gerede. Er versicherte mir. sagte ich. falls ich nicht hoch und heilig versprechen würde. ergänzte ich. mir den Pass zu zeigen. Nein. Wie heisst der neue Anwalt denn. war alles was ich darauf erwidern konnte. die Vollmacht wäre nicht für Hans-Adam. fragte ich. wenn ihr die Anwendung von Gewalt plant. Man suche nach einem geeigneten Anwalt. Was ist. sollte man einen Rechtsanwalt damit beauftragen.03 beigelegt. die Gelegenheit wäre günstig. Wie vereinbart traf ich um 11 Uhr im Hotel Marriott ein. dass man mir nicht glauben würde. klar. dann würde man mir es ja nicht auch noch vorher ankündigen. der auch internationale Verbindungen hatte weil die Täter aus Argentinien ja in verschiedenen Ländern leben würden und verschiedene Nationalitäten hatten. würde völlig unmöglich sein. Hans-Adam übernehme die Kosten. Im Zimmer half mir der Bankdirektor die Erklärung für Hans-Adam anzufertigen und zeigte mir eine neutrale Vollmacht. ihn zu fragen. um meine vollständigen Gerichtsakten lesen zu können. Der Bankdirektor erzählte mir. falls er eine brauche. fuhren wir gemeinsam mit dem Lift hoch. sagte ich. Ich unterschrieb die blanko Vollmacht. Hans-Adam hatte ihm diese mitgegeben. Er wusste. dass ich ihn in Berlin leider nur durch die Fensterscheiben des Diplomatenwagen von Hans-Adam hatte sehen können. Leuchtete mir ein. Eine Vollmacht für Hans-Adam. ob ich den Pass mal in die Hände nehmen könnte. wenn ich überrumpelt würde.1. Er wisse es noch nicht.dann befürchtete ich. Nachdem der Bankdirektor das Schreiben in seinem Koffer verstaut hatte. fragte ich. Ich habe ihm schon eine in meinem Schreiben vom 7. Er konnte dies nicht erlauben. dass dies DIE letzte Kopie sein würde. Die hatte er ja schon. wo er und ich alleine waren. sagte er. fragte ich. Ich solle mit ihm aufs Zimmer kommen.04.03 wieder in Vaduz zu sein. sagte der Bankdirektor. 361 . Besser wäre es einen wirklichen Profi damit zu betreuen. Und jetzt in die Schweiz zu reisen.wie immer – erwiderte ich. dass er mit Vaduz telefoniert habe und mir weiteres Positives mitteilen könnte. sagte der Bankdirektor. vielen Dank erstmal. Um meine Interessen im Argentinienfall bestmöglich zu wahren. Ich wollte lieber nicht in einen Raum. dachte ich mir. Hans-Adam hätte ihm ausdrücklich verboten. geschweige denn zu geben. Na dann. spätestens am 31. Und . Einen neuen Rechtsanwalt? Ich hatte ja schon einen seit Jahren.

Auf Grund geschäftlicher Verpflichtungen würde er mit mir die nächsten zwei Wochen nicht telefonieren können. dass es noch eine Weile dauern würde.03 zu Hause zu sein. April für mich da. Es störte mich auch nicht gross. weiterzuführen. Ich müsste dann nicht so weit von Rotterdam anreisen. Die Tatsache. Obwohl ich zuerst mit der Datenbombe hatte drohen müssen. da er nach Ankunft in der Schweiz ein paar Sitzungen habe. und 25. weil man mir sagte. Insbesondere war ich froh. Während dieser Tage in Amsterdam war ich eigentlich in Hochstimmung. Wann er die andere Hälfte der Papierdaten mitnehmen wolle. Irgendwann sollte ich ja wieder in die Schweiz reisen können. Da niemand von der LGT Schweiz etwas wüsste und man alles geheim halten würde. wo er die Daten auf keinen Fall bei sich tragen wolle. dass ich jetzt versprechen würde. Ich schlug vor. am Geertebolwerk 1 gebucht. Nein. verdrängte ich. indem ich sie einfach später vernichtete. dass man in Vaduz einige der eigenen Fehler erkannt und zugegeben hatte und mir nun helfen würde. Ich könnte diese Datenbombe ganz einfach auslöschen. Er war mit dem Erreichten zufrieden und wollte nochmals von mir bestätigt haben. die Papiere doch bei der LGT in Zürich zu deponieren. dass man mir helfen würde. Ich war mit dem Ergebnis dieses Treffens auch sehr zufrieden. Er hätte schon ein Zimmer im Luxushotel „Karl V.‚ in Utrecht. am 31. bis er dann nach Vaduz fahren würde. Er wüsste jetzt ganz genau. Netter Versuch. Er sei aber wieder am 24. fragte ich ihn zum Abschluss. bis ich nach Hause kehren würde. Zudem würden die nächsten zwei Wochen in Vaduz genutzt werden. bemerkte er. sagte er.04. dass ich nichts vom meiner Masterkopie in der Schweiz erzählt hatte. 362 . Drohungen auszusprechen oder sonst wie Druck auszuüben. dass ich mit der Datenträgervernichtung anfangen würde. Dies hätte Zeit. Nicht weil ich in der Lage war.Ich stichelte den Bankdirektor und sagte. Geht gar nicht. erwiderte er. mich überkam ein unbeschreibliches Glücksgefühl. sagte er nur. um den Professor auf den Besuch einzustimmen und die angefangenen Arbeiten in Sachen Anklage gegen Roegele & Co. Diesmal könne er sie nicht mitnehmen.

Alles aber unter strengster Geheimhaltung. Er wusste. machte sich das Gefühl breit. Wie z. wenigstens an einer der zwei Fronten erfolgreich zu sein. Kieber davon erfahren könnte und sich im Zuge der nachfolgenden Medienschlacht dazu ermutigt fühlen könnte. machte er einen weiteren seiner vielen Fehler. Kieber so schnell wie möglich nach Hause zu bringen. Lampert war überrascht. wenn ich mich richtig erinnere). Oder der Rummel um einen LLB-Skandal könnte zu einem Informationsleck in Liechtenstein führen. Der Professor sah diese Gefahr nicht und versprach. hätte ihm ein Licht aufgehen sollen. Er befürchtete. die kleine Summe von 18 Millionen CHF.in bar übergeben und zusätzlich andere Versprechungen gemacht wurden. Die LLB wandte sich dann Hilfe suchend an Polizei und Justiz in Vaduz. alles zu tun. Lampert erkannte den Wert seiner Sammlung offenbar erst im April. den Professor und den Regierungschef Hasler über die letzte Reise nach Holland aufgeklärt hatte. was in seiner Autorität 363 . dass die Kunden aus Deutschland sofort irgendwie die LLB anrufen würden. Er schickte einem Dutzend Kunden eine Kopie ihrer Vermögenszusammenstellung bei der LLB per Post (aus der Schweiz. Ohne erst auf eine Reaktion von Seiten der LLB auf die 18 MIO. wenn der LLB-Fall zu einer Katastrophe führen sollte und die Daten in Deutschland landeten.VADUZ April 2003 (2) Nachdem der Bankdirektor die Adligen von Liechtenstein.CHF seiner Erstforderung bald fliessen. weitere monatliche Zahlungen und ein Beratervertrag. An der LLB-Front brodelte es sehr. Der Landesführer hämmerte dem Professor immer wieder ein.. an die deutsche oder die US-Regierung zu gelangen. dass ihm ohne grosses Trallala gleich mal CHF 100'000. Der Professor wurde abwechselnd von der Polizei für den LLB-Fall und von Hans-Adam für den LGT-Fall für Ratschläge angegangen. Spätestes bei dem Angebot als Berater in Teilzeit weiterhin für die LLB zu arbeiten. sich den Deutschen anzuvertrauen. dass es gelingen musste.B. Er forderte frech und ohne Umwege. dachte er sich wohl. Auch sollten die restlichen 600'000. Ein Klacks für die LLB.. wobei irgendjemand den LGTFall den Medien verraten würde und Kieber sich gezwungen sähe. die Annullierung oder Teilannullierung seiner Hypothek bei der LLB. Forderung zu warten.

Nur ein Wunder würde diese Harddisk wieder zum Leben erwecken. Am Donnerstag. Gewiss. warf ich sie in Amsterdam City in drei verschiedene Müllcontainer. Ich war überzeugt. dank seiner Macht und seinen Verbindungen helfen würde. Beides lagerte nun schon seit zwei Monaten in meinem Koffer bei Jane. ab und zu glaubte ich trotz allem dunkle Wolken am blauen Himmel zu sehen. breitete ich ein altes T-Shirt von mir auf der Kanalmauer aus. Ich borgte mir einen Hammer von Janes Mann und fuhr mit dem Velo zum Hafen von Monnikendam. an verschiedenen Orten rum um Monnikendam und Volendam in den Müll. Sicher ist sicher. verteilt in acht kleine Abfallsäcke. so hatte ich es mir vorgenommen. dass sogar Teile der Mauer darunter zerbröckelten. Verpackt in altes Zeitungspapier und Essensreste. den 24. fuhr ich mit der Bahn und dem DLT-Tape nach Utrecht. Die externe Harddisk würde ich erst vor Abreise vernichten. das Positive dominierte das Negative bei weitem.30 Uhr betrat ich die kleine Lobby des Hotels Karl V.stehen würde. Dort spazierte ich am Ufer entlang und sobald ich weit genug weg von den Häusern war. legte die unschuldige Harddisk in die Mitte und hämmerte wie wild auf sie ein. Und Wunder gibt es ja bekanntlich keine. Würde es nicht doch eine Falle sein? Würde man mir keinen Bären aufbinden? Dennoch. Ich zerstückelte sie in unzählige Einzelteile und warf alle vermischten Bruchstücke. Das DLT-Tape zusammen mit dem Bankdirektor. Ich schlug so fest. Zuerst einmal sollte man das nächste Treffen zwischen dem Bankdirektor und Kieber abwarten. Nun hatte ich nur noch die zweite externe Harddisk und das original DLT-Back-Up-Tape. 364 . Ich vernichtete der Reihe nach jede der vier DVDs.4. Als nächstes war eine der externen Harddisk dran. dachte ich und sammelte alle zerquetschen Elektroteile ein. Amsterdam April 2003 (b) Die knapp zwei Wochen bis zum nächsten Besuch aus der Heimat waren wie Ferien für mich. verteilt auf drei kleine Abfallsäcke. An der Rezeption erkundigte ich mich nach der Zimmernummer des Bankdirektors und rief ihn dann von der Lobby aus an. Um 17. dass mir Hans-Adam.

Warum ich das Band mitgebracht hätte. was die Aufgabe des Professors sein würde. Er könne das Band nicht mitnehmen. wenn er richtig gerechnet hatte. was und wo nach meiner Rückkehr geschehen würde. Als ich ihm ohne Vorwarnung das DLT-Tape unter die Nase hielt. Der Professor würde eben deswegen kommen. ja noch eine externe Harddisk irgendwo versteckt. ob denn der Professor den Argentinienfall so gut kennen würde. erwiderte er. erklärte er mir. was das ist. erschrak er heftig. das eh nicht weit weg war. seien ja die Daten auf dem Band nicht verschlüsselt. Der Bankdirektor antwortete. dass der Professor sich freuen würde. Nein. Mir wurde dann gesagt. Dies gefiel ihm sehr. Jawohl. was man in Liechtenstein im 101er in die Wege geleitet hatte und 2. Ob er die Überreste davon dann haben möchte. Ja. Nicht nur. Ich fragte nochmals nach. Garantiert! Ich versprach ihm. Man könnte es dem Hans bringen. sei nicht meine Schuld. sagte ich. eine Lösung für ein gemeinsames Ziel 365 . dies war mir nun aber egal. Ich dachte er wäre primär mit dem LLB-Fall beschäftigt. von welchem Tag im Herbst 2002 das Band stammte. Niemand ausser uns zweien weiss. salutierte ich ihm. offerierte ich ihm und strecke es ihm entgegen. Dies sei zu gefährlich. schlug ich vor. um Gottes Willen nicht. bestätigt bekommen würde. Ich erzählte. dass ich die vier DVDs und die externe Harddisk schon zerstört hatte. seit dem Februar seien sie in der LGT neuerdings verschlüsselt. Es waren ja andere Zeiten angebrochen. Oder wenn er es wollte. sagte ich. sodass ich von einer neutralen Person 1. fragte ich ihn. Sollte ihm auf der Heimreise etwas zustossen. Er vertraue da lieber auf meine Fürsorge um die Daten. mit Aussicht auf einen „100jährigen Frieden‚. nein – der will sicher keinen Abfall sehen. Ich sah ein paar Schweissperlen auf seiner Stirn. mich zu treffen. wenn er sich nicht irre. Der Bankdirektor lehnte aber dankend ab.Er kam im Freizeitlook runter. Um es gemeinsam zu zerstören. wäre das Desaster perfekt und. Lass uns die Stadt etwas ansehen gehen. wollte er wissen. Friedenszeiten. wenn es nach mir ginge. dass dieser mir von neutraler Seite erklären würde. sagte er. Dann würde er zwar in Erfahrung bringen können. dann könnte er es gleich mitnehmen. Wir bestellten uns ein Taxi und liessen uns ins Zentrum. Nur ruhig Blut. Ich war etwas überrascht und fragte nach. das DLT-Tape noch im April zu vernichten. Nein. fragte er mich. was soll er damit anfangen. sagte er. Das die Daten auf dem BackUp-Tape nicht verschlüsselt waren. Zudem hätte ich. wie. schlug er vor. chauffieren.

Nein. Glücklicherweise hätte niemand von der LGT Frankfurt und Berlin etwas von unserer Tragödie gemerkt. Dieser sollte ja ein Genie sein. 366 . Würde ich nach Hause zurückkehren ohne dass jemand zu Schaden kommt. dann bin ich damit einverstanden. was ich davon halten soll. fügte er an. Es hätte keinen Sinn. Bedingungen? Welche Bedingungen. sagte ich. wenn dieses Drama ein glückliches Ende genommen hätte. Solange ich mich benehme und dem Hans-Adam und Liechtenstein helfen würde. Er konterte immer wieder mit derselben Aussage. offerierte er mir ein Zimmer im Hotel Karl V. müsste ich nichts befürchten. Ein paar Geheimnisse müsste ich vorerst schon noch behalten. um 11 Uhr wieder besuchen kommen. Ich wusste was den Bankdirektor seit seinem ersten Besuch auf den Nägeln brennt. Ich hatte ihm schon beim ersten Besuch gesagt. erwiderte er. dass man seit Februar 2003 a) die Daten auf dem Back-Up-Tape verschlüsselt und b) sicherlich jedes Back-Up-Tape keine Sekunde aus den „Augen lässt‚. dass ich in einer ausserordentlichen Lage sei. Ich lehnte ab und sagte.aufgezeigt bekommen würde. Ja. nein. Es würden hoffentlich keine unerfüllbaren Bedingungen sein. ich könne ihn am nächsten Tag. so. Mir blieb aber nichts anderes übrig. versprach ich ihm bald die Details offen zu legen. Ich hatte darauf auch immer wieder dieselbe Antwort. dann könne ich mein Leben neu beginnen. Ich gehe davon aus. wie es mir gelang. Der Professor. Zeit für Detailfragen zu verschwenden. Damals und bei jedem späteren Besuch fragte er mir Löcher in den Bauch. Also. und würde ich einige der Bedingungen von Hans-Adam erfüllen. fragte ich. sagte ich zu ihm. Da es schon spät war. dass es wichtig sei. dass ich mit den Details erst rausrücken würde. als den Besuch vom Professor abzuwarten. Ich war sehr froh darüber. Der Bankdirektor erwähnte nochmals. jetzt zu Erfahren wo offenbar die Sicherheitslücke sei. Es wären da noch ein paar mehr Bedingungen. so. ohne dass die EDV-Abteilung den Verlust bemerkt hatte. Aber ich müsse mehr über diesen Professor erfahren. dass so etwas nicht nochmals passieren könnte. a) eine Back-Up-Tape zu entwenden und b) dies so durchzuziehen. wenn es der Sache dienlich sein würde. Mir war jetzt gar nicht klar. die ich aber besser vom Professor erklärt haben sollte. fragte ich. dass die LGT grossen Erfolg mit Neukunden habe und die Eröffnung der einzelnen Büros in Deutschland gemäss Plan stattfinde. Später erzählte er mir. Um ihn zu beruhigen. das wäre Prima.

Mai in Amsterdam erfolgen. das fette Band abzuspulen. Noch waren sie weit weg. versuchte ich meine Bewegungsmuster nicht zu wiederholen. und 13.04. Ich zündete die unterste Lage an und lies sie brennen. Sein Besuch mit dem Professor würde am 12. fünf Minuten sah ich zwei Velofahrer. Auf einem der grösseren Plätze in der City schmiss ich den Sack in einen Abfallcontainer. Ich war mir nicht sicher. Nach ca. Vorher warf ich noch einen Blick in den Sack.Am nächsten Morgen. Ich blieb noch eine Stunde in Utrecht und wanderte durch die Stadt. Dicker Rauch stieg empor und das Feuerchen stank sehr. An einem Kanal stoppte ich ausserhalb der Sichtweite der wenigen Hausboote. mindestens. dass mit Geld für ihn alles 367 . Ich öffnete das Gehäuse und fing an. sagte er zum Abschied. Ich entnahm die 18 Kuverts aus meiner Tragetasche und schichtete sie am Wegrand aufeinander. Mit meinem Velo fuhr ich in Richtung Amsterdam. Gute Heimreise Herr Bankdirektor. Er bestellte sich ein Taxi und ich wartete mit ihm auf der Treppe vom Hoteleingang. wie lang so ein Band sein konnte. bevor ich mit dem Zug zurück nach Amsterdam fuhr. Für den Bankdirektor war der Glanzpunkt des nächsten Tags meine Meldung über die erfolgreiche Einäscherung des DLT-Tapes. Dann sammelte ich die verschmolzene Ware ein und packte sie in einen Plastiksack. Wir vereinbarten. Hunderte von Metern. So gut es ging. Ich blieb sehr wachsam. Es wird alles Gut Herr Kieber. Mit einem Holzstecken mischte ich die brennenden Umschläge auf. Am Ende hatte ich 18 fette solcher Kuverts. Alle paar Minuten schnitt ich das Band in der Mitte durch und steckte den Abschnitt in ein C5 Kuvert. Wieder ein Problem weniger. die aus Richtung Süden kamen. in der Früh begann ich mit der Zerstörung des DLT-Bandes. Dies war schwieriger als ich dachte. Erstaunlich. wäre es denen in Vaduz – Hans-Adam hatte immer die feste Überzeugung. Schnell stampfte ich heftig auf das Lagerfeuer und löschte es. ab man mir die Wahrheit gesagt hatte und mir nicht nachspioniert wurde. dass ich mein neues Handy am 30. sodass jeder Einzelne Feuer fing. niemals würde irgendjemand daraus irgendwelche Daten lesen können. zwischen 12 und 14 Uhr eingeschaltet lassen würde. Und mein Gepäck „leichter‚. Da ich jetzt ein Handy hatte. dachte ich. Nein.

Nein. dass der Professor in seinen Diensten steht. dann müsste ich in der Lage sein. neuen Standort innerhalb Amsterdams suchen. Dies war mir klar. am 12. Sicherheitsgründe? Ist der Mann in Gefahr.und ausschalten würde. um meinen Standort in Monnikendam nicht preiszugeben. OK. Mai um 10 Uhr auf mich warten. trotz ausgeschaltetem Handy den Standort zu identifizieren. Auch musste ich für jeden angekündigten Anruf einen anderen.erreichbar war – möglich geworden. dem 30. er würde mit dem Professor nächste Woche. Schon nach zehn Minuten rief er an. dass ab dem zweiten Anruf eine Leibwache von Hans-Adam auf mich wartete. mit Hilfe von bezahlten Spezialisten meine Position in Amsterdam auf ein paar Meter genau zu finden. Aha. Es folgten ein paar Details: ungefähres Alter. Ich protokollierte ab jetzt jeden „verbrauchten‚ Standort in meinem Taschenkalender (ein früheres Geschenk der LGT an Angestellte).. aber Hans-Adam will nicht. Rein theoretisch hätte der Bankdirektor auch um 13:59 anrufen können und hätte somit eine Stunde und 58 Minuten Zeit gehabt. fragte ich erstaunt. 368 . sofern ich dies ohne Gefährdung machen könnte. Wenn ich mich nicht irre. mich mit Hilfe der SIM-Karte geographisch zu lokalisieren. Ich stand unter einer Markise eines Cafés in der Haarlemstraat und setzte mein Handy um genau 12 Uhr in Betrieb. Ich fragte nach Details zum Professor. er komme aus dem deutschsprachigen Raum und sei in jenem oder diesem Feld ein Experte. Er sagte. Wenn die Angaben stimmen sollten. Ich musste also aufpassen. Es war der Geburtstag der Königin Beatrix. Aber ich hatte keine Probleme damit. dass ich innerhalb Amsterdams immer mein Handy ein. da ich nur mein Zimmer in Monnikendam vor einem Zugriff schützen wollte. Mir genügten die paar Hinweise. Nur dadurch konnte ich vermeiden. Am nächsten Tag. Ich sollte so nett sein und die restlichen Papierdokumente mitbringen. dass die ganze Welt erfährt. hatte es aus Kübeln geregnet. Technisch ist es möglich. erwiderte er. Ich musste aber nicht lange warten. Ratsam war es auch. sagte ich. dass er mir den Namen am Telefon aus Sicherheitsgründen nicht nennen könnte. die SIM-Karte und die Batterie aus dem Gehäuse zu entfernen. Er sagte.04. Massenhaft Menschen unterwegs. Man kann bei den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nie vorsichtig genug sein. war viel los in der Stadt. den Professor zu identifizieren.

aber wenn etwas in Sachen Reise sich ändern sollte. Wir vereinbarten. 8. hörte ich von ihm. dass ich das Handy am 7. Und nicht. Er würde nicht unbedingt anrufen. dass sich der Professor als weisser südafrikanischer Söldner entpuppt. 369 .. Mai jeweils zwischen 12 – 14 Uhr eingeschaltet halte. + 9.Zum Abschluss ermahnte ich den Bankdirektor nur alleine mit dem Professor zu kommen. Er schwöre es. dann könnte er mir es sagen. Ich war damit einverstanden.

24 Stunden später stand ich im Historischen Museum in der City. bewunderte ein Gehege nach dem Anderen. dass man in Vaduz wirklich an einer guten Lösung arbeitete. erfüllt oder in die Wege geleitet hatte. Es wäre mir zwar viel erzählt und berichtet worden. Wieder notierte ich mir den Standort in der Liste der Plätze an denen ich mein Handy eingeschaltet hatte. schien die Sonne prächtig. Ich packte die LGTDokumente schon mal um. Er hätte nichts Neues für mich und ich hatte nichts Neues für ihn. Ich machte im etwas vor und sagte. dass ich immer noch bei ihr logierte. Sie freute sich. so dass ich sie bei Bedarf schnell griffbereit und reisefertig hatte. OK. dass ich praktisch alles was von mir verlangt worden war. Am nächsten Tag.5. auf den Anruf vom Bankdirektor. Ich durchstreifte sicher drei Stunden die weitläufige Anlage. rief ich ihn den Bankdirektor an. Ich wartete an einem der kleineren Tische. Er war überrascht. Demnach würde ich von 13 – 14 Uhr mein Handy eingeschaltet haben. Der Bankdirektor rief zur vollen Stunde 370 . Nie hatten sie so lange einen Gast. sagte er. dass es mir offenbar gut bei ihr und in Holland gefallen würde. Ich hatte wieder Zweifel daran. Zur Mittagszeit setzte ich mich draussen ins Openair-Café. Ich fasste für den Bankdirektor am Telefon zusammen. weit weg von den anderen Gästen. aber auf einmal gefiel mir die Sache ganz und gar nicht mehr. Meine Gastgeberin wunderte sich schon darüber. Ich begab mich in den berühmten Amsterdamer Zoo. Ich änderte den Plan und anstatt auf seinen Anruf zu warten. Als es dann klingelte war ich leider nicht mehr in guter Stimmung. verabschiedete ich mich schnell. den 8. was alles angeblich in Vaduz schon in die Wege geleitet worden wäre.KAPITEL 16 Vier mal 9 mm Amsterdam Mai 2003 Noch 12 Tage bis zum wohl wichtigsten Treffen. Er redete wie ein Trainer auf mich ein und am Ende des 38 Minuten langen Gesprächs war wieder Frieden zwischen uns. dass ich aber gerne das Anruffenster um eine Stunde reduzieren möchte. Ich sagte. Aber einen Beweis dafür sei man mir immer noch schuldig geblieben. Ich weiss nicht mehr warum. Also dann bis morgen. dass ich nur das Handy nochmals testen wollte.

sagte er und stand auf. Alle waren Europäer. Mit dem Gesicht zu mir gewandt. der an einem kleinen Tisch sass.wie abgemacht seinen Namen nicht genannt hatte. der müsste es meiner Meinung nach sein. Nach zehn Minuten wurde es mir aber selbst zu bunt und ich war neugierig auf den Professor. Da ich für Pünktlichkeit bekannt war. Nach dem Anruf suchte ich ein Internetcafé auf und suchte nach dem Professor. Da war er also.55 Uhr. aber – wie bekannt – einige Details preisgeben musste. was der Bankdirektor und sein Begleiter machen würden. Heute war der grosse Tag des Kennenlernens.an. wenn ich diesmal nicht pünktlich erscheinen würde. Er war immer noch etwas verdutzt über die Tatsache. dass er mir . lächelte er und sein Gast stand auf. Ich ging auf sie zu und sobald der Bankdirektor mich erblickte. dass ich seinen Namen erraten hatte. dass ich den richtigen Psycho erraten hatte. hier! Der. Halt. Zuerst aktivierte ich meine eignen Sicherheitsvorkehrungen und schlich mich dann in die Nähe des Hotel Marriott. drehte ich mich zum Professor runter und nannte seinen Name: Dr. Um nicht verschwitzt zur Verabredung zu kommen. Alle in Vaduz seien zuversichtlich und er würde am Montagmorgen mit dem Professor abfliegen. Es gab nicht viele. Ihm gegenüber sass ein etwas grösserer Mann mit dem Rücken zu mir. Ich rannte aus der Deckung durch den mehrspurigen Verkehr gerade wegs auf die grosse Glasscheibe des Terrace Café zu. Ich sah den Bankdirektor. Ich wollte sehen. Ich fand es besser. Es war 9. aber aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfolge konnte man einiges im Netz nachlesen. Keiner hatte eine eigene Webseite. auf die die Details passten. Bevor er etwas sagen konnte. der berühmte Professor. Ich streckte meinen Arm aus und die Hand in die des Bankdirektors. sagte ich zu mir. Am Ende hatte ich drei Psychologen auf meiner Liste. Ich bedankte mich für sein Kommen. Wir redeten zuerst über belangloses Zeug 371 . Er lächelte und war gleichzeitig überrascht. 12.30 Uhr noch nicht aufgekreuzt wäre. nahm ich den Linienbus nach Amsterdam und nicht wie sonst üblich das Velo. Herr Kieber! Endlich treffe ich sie. Der Bankdirektor sagte schnell zum Professor. Gegenüber dem Terrace Café nahm ich auf der Kanalmauer. Thomas Müller. wenn ich bis 10. Einer von ihnen müsste es sein. Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch und bestellte eine Cola. hinter einem Baum Platz und beobachtete das Hotel. Ich wusste damit. wollte ich nun mein Handeln in diesem Punkt etwas weniger voraussehbar machen. Mai.

die Stadt. von nichts zu wissen. Ich gab ihm eine extreme Kurzfassung meiner letzten acht Jahre. Das letzte Mal als ich bei mir nach schaute. so wird alles enden. sondern eine original Sachertorte aus Wien. Ich wollte nicht zu lange am selben Ort bleiben und schlug vor. Der Bankdirektor bezahlte wie üblich die Zeche und wir bummelten über den Kanal rüber und dann immer Nordwärts. Ich wollte ihn provozieren und fragte nach. dass jemand in Vaduz auffallend gut die Hausaufgaben gemacht hatte. arbeitete er eher mit „Toter Materie‚ (Leblose Opfer von Gewaltverbrechen). ob er eine Waffe darin hätte. die Menschheit. dass ich noch Lebe. Ein Geschenk von Hans Adam? Ich wunderte mich. Also auf der Lohnliste von Hans-Adam. dass er sich um meinen Fall kümmerte. Ich redete sicher die ersten eineinhalb Stunden alleine. Der Professor trug eine offenbar schwerere Tüte mit sich herum. als mit einer so schönen. Ich musste laut lachen. Ja. Es seien ja harte Zeiten momentan. die Kirche.wie das Wetter. dachte ich. Es waren keine Patronen eines Schiesseisens drin. Dieser zuckte die Schultern und gab an. Ich öffnete die Schachtel und zu meinem Glück lagen keine vier 9 mm Schusspatronen drin. Er drückte mir die Schachtel in die Hand und sagte. so hatte ich es nachforschen können. dass er im direkten Auftrag des Landesführers handle und ihm auch persönlich rapportieren müsste. stand aber fest. Die Echte. dass wir alle spazieren gehen könnten. Die Beste. aber ein Geschenk von Hans-Adam. sagte ich. Nein lachte er. Er bestätigte mir. weil ich erkannte. Der Professor war sehr geduldig mit mir. Er griff in die Tüte und entnahm eine Holzschachtel. Ich war überrascht. scherzte ich. Mit nichts besserem hätte man das Eis brechen können. so gross wie ein DIN A4-Blatt und fünf oder sechs Zentimeter hoch. holte er tief Luft und schilderte mir seinen Lebenslauf. aber dies sollte kein Problem für mich 372 . dass ich leider mit niemandem die Torte teilen könnte. Ich verzog meine Lippen und schaute nach dem Bankdirektor. Als ich fertig war. Ich bedankte mich artig und fügte gleich an. Der Bankdirektor war mit der Vorstellung des Professors zufrieden und er verabschiedete sich. Er nickte nur ab und zu oder brummte ein Ja oder ein Nein. süssen Geste. Normalerweise. da er uns beiden Zeit für ein Vieraugengespräch lassen wollte. seine Heimat und dann meine Heimat. Nicht schlecht.

dass ich meine Kenntnisse über diesen Fall für mich behalten müsste. Wäre das nicht gerade seine Domäne. Ich schaute mich um. sondern immer versuchen beide Seiten an einen Tisch zu bringen. Ich bin nicht Lampert. da ihm ein solches mögliches Ende in seiner Planung sichtbar nicht in den Sinn kam. Gemütlich von zu Hause aus Forderungen stellen.. Wow! Dieser Lampert muss Nerven haben. Er hätte 18 MIO. dann ist er nicht nur ein Idiot sondern auch hoch kriminell. dem ich alles gleich verpetzen würde und sagte ihm: Logisch. sagte er. dass ich denen in Vaduz helfen könnte. Und welch schwachköpfigen Ansprüche. man hätte ein 373 . dass er von der Regierung für diesen Fall angeheuert wurde. sagte ich kopfnickend. Ich fragte nach dem LLB-Fall und ob es stimmen würde. Der Professor versuchte mir mehr oder weniger überzeugend einzureden. Er bestätigte mir dies und verlangte von mir. Ich könnte ja so denken wie Lampert. Der Lampert wurde verhaftet? Wo wurde er verhaftet? In Liechtenstein. Brand aktuell sei die Verhaftung von Lampert in der vergangenen Woche gewesen. sagte ich. fragte ich den Professor. herauszufinden. Hat er die Daten wirklich. bekam ich als Antwort und ich dachte wie klein die Welt war: alle wollen nur mit dem blauen Blut reden. Er würde auf keiner Seite stehen. dass Lampert sehr geschockt über die Verhaftung gewesen wäre. also die Leichen im Keller wisse und was er sonst geplant haben könnte. Bei einer fingierten Geldübergabe nähe Triesenberg. Im Prinzip schon. Vielen Dank für die dornigen Blumen. was Lampert über die „schwierigen‚ Geschäfte der LLB. mit einem Blick als hätte ich einen Kirchenchor hinter mir. dass ich schneller als er auf die richtige Antwort der vielen Fragen an Lampert kommen würde. ergänzte er. Wenn dieser 18 MIO. Aber man glaube. fragte ich. antwortete er. Warum er den nicht mit ihm rede. CHF verlangt. sonst wäre er nicht in seinem Haus und im Ländle geblieben. Der Lampert wolle mit niemanden ausser Hans-Adam oder seinem Sohn reden. stellte ich als erstes fest. Der Professor sagte. wem sollte ich auch etwas verraten. Ständig würde Lampert die Drohung aussprechen. wiederholte ich langsam die Worte vom Professor.5. Im Gefängnis würde Lampert wie ein wilder Stier wüten. dass er die Daten den ausländischen Behörden verraten würde.sein. fragte ich den Professor. Ja. Dann schilderte er im Detail den LLB-Fall. am 8. CHF verlangt hat. sagte der Professor. Ja. sagte ich. Wie viel? Achtzehn Millionen Schweizer Franken.

Mein Fall liege ganz anders. wenn Lampert die Daten wie beschrieben habe. Ich hoffte. dass ich den Lampert zwar nicht kenne. Nach wochenlanger Analyse der Situation kam man zum Schluss. ob man denke. fügte ich sehr schnell an. besitze. dass er. sagte ich. Dieser sei doch massiv beratungsresistent. Ich hätte zwar Hans-Adam schon in eine Ecke gedrängt wie noch keiner vor mir. oder. Aha. Und ob er andere Daten als diejenigen. Nach meiner Meinung gefragt. dass. Falls es mit seinem Plan nicht klappt. Es hätte lange Diskussionen gegeben. er aber weiteres. hätte auch in diesem Sinne auf Hans-Adam eingeredet. Egal. Ein Restrisiko würde immer da sein. ihn mit Samthandschuhen anzufassen. dann würde ich persönlich allen empfehlen. fragte ich. fragte ich. Er hätte einfach keine Einsicht gezeigt. dass man auf Hans-Adam einreden könnte. um seine Geldforderung erfüllt zu bekommen. wie geht es nun weiter? 374 . der Professor. meinte der Professor. dass Lampert alleine agiere. Wie bitte. dass der Professor meine Antwort nicht allzu sehr analysierte. sagte ich. Ich fragte nach. Ganz anders wäre es natürlich in meinem Fall. Oder nicht. Ich dachte nämlich dabei an meinen geheim gehaltenen Banksafe in der Schweiz. sonst hätte man ihn sicher nicht ins Gefängnis geworfen. die man gefunden hat. ich selber hatte ja Liechtenstein mit allen Daten verlassen. Und was wäre mit eventuellen Komplizen? Nein. meinte er. erklärte der Professor. Ich antwortete dem Professor. solange man nicht sicher sein konnte. dass Lampert nur mit den Daten der deutschen Kunden gewedelt hatte. sagte ich dem Professor.vollständiges Set bei ihm zu Hause gefunden. Aber jede Wirkung hat ihre Ursache. Man befürchtete bei der LLB und der Regierung. Man wisse aber nicht ganz sicher ob dies all die Originalkopien wären. ob er weiteres Material hatte. vor allem Daten von grossen russischen Kunden mitgenommen hatte. ginge aber davon aus. Hans-Adam würde meine Motive anerkennen. Er. Nein. wenn er nur halbwegs Grips hätte. eine Kopie ausserhalb einer Zugriffsmöglichkeit durch die Liechtensteiner versteckt halten würde. ob man ihn verhaften sollte. Da hätte ich aber „Glück‚ gehabt. brisanteres Material. Am Schluss musste man ihn verhaften. Es wäre mir unbekannt. Alles Klar. die er aus der LLB mitgenommen hatte. keines von beiden. dass Lampert eine eigene Sicherheitsmassnahme geplant hätte.

Und was wäre mit der Anzeige wegen der Daten. Aber vorläufig glaubte ich ihm jedes Wort. Er zählte mir die Bedingungen von Hans-Adam auf. dass ich mit meiner langen Abstinenz vielleicht die eine oder andere gesetzliche Frist verpasst hätte. dass die Justiz in Liechtenstein angewiesen würde. Volle Kooperation in Liechtenstein. Ich erinnerte ihn daran. Ich bedankte mich tausendmal und konnte mein Glück nicht fassen. fragte ich. bis eine Kriminalgericht in der Sache Argentinien letztinstanzlich ein Urteil gefällt hätte. sagte ich. Vielen Dank. so wie die in Vaduz an mein Gutes glauben würden. Leuchtete mir ein. dass es Fristen einzuhalten gäbe. Kein Kunde darf zu Schaden kommen. Ich wüsste. Diese würde zurückgezogen oder für nichtig erklärt. berichtete der Professor. Er verstand meine Bedenken und konnte dazu nur sagen.Der Professor bestätigte mir. Nach Prüfung der Sachlage würde man eine Anklage gegen Helmut Roegele & Co. sollte ich nach Hause kommen und kein Kunde einen Schaden erlitten haben. wie in meinem Fall (101er). im Falle von notwendigen Verhandlungen (bei 375 . Vielen Dank. worin ich beschreiben soll. Hans-Adam wünschte: Die Vernichtung aller Daten. solange mit einem endgültigem Urteil zu warten. fragte ich. Zuerst dachte ich laut nach. Der Professor konnte dazu nichts sagen. Da weder Spanien noch der angebliche geschädigte Roegele einen Antrag auf Strafverfolgung an oder in Liechtenstein gestellt hatten. nicht abgelaufen wäre. Ich spitze dafür meine Ohren. fragte ich. Oder ob er von Seiten der hohen Finanz-Herren bewusst angelogen wurde. Ich wollte es glauben. wie man in Zukunft bei der LGT Gruppe einen Datendiebstahl verhindern kann und. dass Hans-Adam an einer Lösung meiner Anliegen arbeitete. dass ich an das Gute im Menschen glauben sollte. Wo sei der Haken an der ganzen Sache. befürworten und unterstützen. Die Abgabe einer diesbezüglichen Erklärung. Eine Denkschrift von mir. ob der Professor mich anlügen würde. könnte Hans-Adam dieses Verfahren einstellen lassen. solange die Verjährungsfrist. Die Rückkehr nach Liechtenstein. Und was ist mit dem blockierten Geld in Österreich? Er habe vom Regierungschef Hasler gehört. Und die falsche Anzeige von Roegele gegen mich. Aber ich kenne die StPO und eine Wiederaufnahme einer Strafuntersuchung kann jederzeit erfolgen. Aber alles müsse der Reihe nach erfolgen. um mich nach Hause zu bringen.

dass er. Beide fragten mich. Wir verabredeten uns um 16 Uhr am Hotel. Hans-Adam biete mir als Unterstützung für die kommenden Wochen und Monate folgendes an: Sichere Überfahrt von Holland nach Liechtenstein. Da kam mir etwas in den Sinn. Ich würde Hans-Adam nicht enttäuschen. wann ich den letzten 376 . Als ich sicher war. rauf auf die Fähre und mit dem nächsten Linienbus in Richtung Monnikendam. Pünktlich um 16 Uhr stand ich wieder vor dem Marriott. Ich lief in Richtung Kanal weg. Auf halber Strecke musste ich nur auf einen anderen Bus umsteigen. Ich überreichte wie in einer Zeremonie dem Bankdirektor unter den wachsamen Augen des Professors die Dokumente. Liechtenstein eine mögliche Katastrophe abwenden kann. Eine Kebab löste dieses Problem. Ich drehte mich auf den Absätzen um und rannte zu den Beiden. schlich ich mit hinten aus dem Bahnhof wieder raus. Zu Hause legte ich mich zuerst mal aufs Bett.zukünftigen Datendiebstählen). Bestellung und Bezahlung eines Psychologen. Der Professor erwähnte extra. Wieder in Amsterdam angekommen hatte ich erstmal wieder grossen Hunger. Die Sachertorte in der Holzschachtel in den Händen. ob die Batterie des Peilsenders in der Sachertorte noch genug Saft hätte. dass Hans-Adam ihm aufgetragen hatte. Oder müsste ich eine neue Batterie für euch kaufen? Wir alle lachten uns krumm. Der Professor fragte. Ich hatte ja genug Zeit. Der Bankdirektor war wieder zu uns gestossen und sagte zu mir: „Siehst Du. Bestellung und Bezahlung eines Rechtsanwaltes. Dann inspizierte ich die Sachertorte ganz genau. In zweieinhalb Stunden sollte dies machbar sein. Nicht das da doch was mit "eingebacken" wurde. um auch noch in Rotterdam Signale senden zu können. ich hatte Dich nicht angelogen. Anmietung und Bezahlung einer möblierten Unterkunft in Vaduz.‚ Ich bedankte mich bei ihm. Sie dachten ja ich würde in Rotterdam leben. ob ich die restlichen Papierdokumente bringen könnte. meine Sicherheit und Unverletztheit garantieren würde. Ich nahm mir vom Hotel Marriott aus ein Taxi zum Hauptbahnhof von Amsterdam. Ich fragte nach der Zeit und sagte ja. Niemand würde mir ein Haar krümmen. Ich kam an einem Käseladen vorbei und kaufte den beiden spontan ein dickes Stück Edamer Käse für ihren Heimweg. Hans-Adam. Vielen Dank. dass mir keiner gefolgt war. Ich erkundigte mich. mir ausdrücklich zu sagen.

Sicher. Ich rief ihnen zu und winkte. Ich wurde zu einem Nachtessen eingeladen und um 22 Uhr war Schluss mit den Aussprachen. Ich hätte ja alle Datenträger vernichtet. Ich entschuldigte mich indem ich beide Handflächen in die Höhe hob. Ich würde ihnen sagen. war meine Antwort. Sie drehten sich um und der Professor winkte zurück. Halt. Halt. Sowie was man von mir verlangte. Was alles in Vaduz passiert wäre und passieren würde. 377 . Dies News würde dem Landesführer sehr gefallen. wenn Kieber ausgerechnet am dem ersten Tag nach Vernichtung aller Daten zu Tode gekommen wäre. Prima. es würde in Liechtenstein ein paar Fragen aufwerfen. dass es nicht wie beim Lampert geendet hätte. Nein. Ich sinnierte lange wegen der Vernichtung der letzten externen Harddisk. Ich fragte den Professor. der von links kam. Ich erreichte mein kleines Heim gegen Mitternacht. dass wir alle froh sein können.5. Dienstag. Ohne zu schauen rannte ich quer über die grosse Strassenkreuzung und fast hätte es mich erwischt. dass ich ihnen leider etwas vormachen müsste. dass es jetzt schon OK wäre. Ein kleiner Lieferwagen. sie anzulügen behagte mir jetzt nicht. ob er in Anwesenheit des Bankdirektors nochmals die Punkte aufzählen würde. Fix und fertig warf ich mich ins Bett. dass Hans-Adam diesen Professor ausgewählt hatte. vernichten können. musste wegen mir eine Vollbremsung einleiten und massiv nach rechts. dass ich diese Harddisk am Tage vor meiner Abreise zerstören würde und hoffte. Er hatte damit keine Probleme und erfüllte meinen Wunsch.Datenträger vernichten würde. Ich kam zum Schluss. Als ich über die kleine Brücke schräg gegenüber vom Marriott lief. sagte ich. dann könnte ich auch schon morgen eine neue. In Gedanken ging ich den heutigen Tag durch und ich war seelenfroh. heute Nacht schon. Ich hätte die letzte externe Harddisk noch nicht vernichtet. Auf der anderen Seite angelangt. in seinen Gegenverkehr steuern. sagte der Professor. In dieser Nacht konnte ich sehr tief schlafen. Wenn ihr wollt. letzte diesbezügliche Erklärung für Hans-Adam unterschreiben. den 13. Schon vor 10 Uhr war ich wieder in der Nähe des Hotels. nicht so voreilig. Der Bankdirektor nickte nur ständig und meinte zum Schluss. dass sie dies verstehen können. scherzte der Bankdirektor. sah ich den Professor und den Bankdirektor gerade in den vorderen Eingang des Hotels gehen. wenn ich den Tod im Strassenverkehr finden würde.

alle Bedingungen zu erfüllen. da ich dann zumindest eine stärkere Mitsprache im Argentinien-Fall haben würde. Trotzdem wäre es von Vorteil. Man hätte einen sehr guten Rechtsanwalt. meinte der Bankdirektor. Dies wäre eine Hypothese. Den kenne ich. wurde mir weiters erklärt. Sobald ich diesen Brief fertig hatte. dass ich mich bald dazu entschliessen könnte. dass es ihn aus psychologischer Sicht nicht verwundern würde. Dr. Ich bedankte mich bei ihm für die Hilfe und versprach ihm. Sie waren damit einverstanden. Dr. Diese hatte einen Briefkopf einer Rechtsanwaltskanzlei.Oh. Schlussendlich unterschrieb ich trotzdem die Vollmacht und fragte nach der anderen. der Lieferwagen wäre also nicht unsere Lösung gewesen. Wenn ich selber bezahlen könnte. wenn ich als Garantie den letzten Datenträger nicht vernichten würde. Vielleicht hatten sie sich nur ein Tageszimmer für unser Treffen heute gemietet. Der ist gut und vertritt ja prominent den Treuhänder Dr. dass dies nun mein RA wäre. 378 . den letzten Datenträger erst kurz vor der Abreise zu vernichten. ob ich mit diesem RA einverstanden wäre. erwiderte ich. nach Hause zu kommen und das mir bei Ankunft nichts passieren würde. Der Professor fügte hinzu. zauberte der Bankdirektor wieder eine Vollmacht hervor. die man erforschen könnte. Mir war dieses Angebot etwas schwammig. sagte der Bankdirektor. Was ich dann auch tat. dann hätte ich den optimalen Einfluss auf einen RA. Wir alle begaben uns in ein Hotelzimmer. dort wo ja einige der Täter aus Argentinien wohnen würden. Sie bezahlen ja die Rechnung. Lieber hätte ich die Rechnung selber bezahlt. Ohne mich zu fragen. dass sie meinen Worten glaubten. kombinierte der Professor grinsend. Aber ich hätte mich sicher auf einen Abzahlungsplan mit einem RA geeinigt. Wolfgang Müller von der Kanzlei Müller & Partner in Schaan/FL angeheuert. Paul Schockemöhle aus Deutschland. sagte ich. Nicht. dass ich die Kanzlei Müller für nicht gut genug gehalten hätte. wenn ich noch einmal einige persönliche Zeilen an Hans-Adam richten würde. auch wenn mir das Geld dafür sicher schon sehr schnell ausgegangen wäre. Ich hatte den Eindruck. Batliner im Prozess bei die Schadensersatzforderungen von Dr. Ich erzählte ihnen von meinem Plan. dass das Zimmer von keinem der beiden benutzte wurde. Diese Kanzlei hatte Internationale Verbindungen auch nach Spanien und Deutschland. Sie sagten. Dieser Punkt war besonderes wichtig. Ich drückte meine Hoffnung aus.

Der Professor wollte sich. Genau. dass ich in Holland sei und wer in Liechtenstein auch von meiner baldigen Heimreise Kenntnis hatte. dort den Wagen zu wechseln und bei einem der unbemannten Grenzübergänge mit einem Fahrzeug mit Schweizer Nummernschild in 379 . Ich wollte auch wissen. Ich fragte. die es lieber hätten. würden Hans-Adam oder Alois schon sicherstellen. Eine von Hans-Adam favorisierte Lösung wäre ein Flug von einem kleinen Flughafen in Holland nach Zürich oder Altenrhein (auch in der Schweiz). wie die sich eine Reise von Holland nach Vaduz vorstellen würden. Die wolle man für später aufbewahren. die von dem LGT. dass man mich in Vaduz überhaupt zum Lampert ins Gefängnis gehen lasse. erwiderte der Bankdirektor. Er gäbe Leute in Vaduz. Man könnte dafür eine im EU-Raum registrierte Maschine buchen. Regierungschef Hasler und Justizministerin Rita Kieber-Beck. Einen Versuch würde er auf jeden Fall befürworten und anregen. Natürlich hätte man verschiedene Optionen geprüft. effektiv dazwischenzufunken. dass er Sandwich für uns kaufen ginge.und dem LLB-Fall wussten. sagte ich. sagte ich. Dann bin ich aber beruhigt. fragte ich. Ich weiss nicht. Eine andere Variante wäre mit einem Privatauto in die Nähe der französisch-schweizerischen Grenze zu fahren. Dies bedeutet. Nur ganze fünf Personen. ich weiss nicht warum. dass es Personen aus dem kleinen Kreis derjenigen sein mussten. Sobald fest stehen würde. sagten beide.die ich früher unterschrieben hatte. sagte er. um eine mögliche Sabotage der Operation „Rückführung von Kieber‚ zu verhindern. wenn ich in Spanien anstatt in Liechtenstein landen würde. Sabotage? Wer würde eine Sabotage wollen. Dies sei eine heikle Sache. angesichts was Lampert gemacht hätte. Man hätte dies so vereinbart. Die anderen wären Hans-Adam und Alois. dann würde dem nichts im Wege stehen. Die Anzahl derer hätte sich aber in der letzten Woche verkleinert. Um auf Lampert zurückzukommen fragte ich ob der Professor denn denke. wann ich konkret heimreisen wollte. wer alles wüsste. sagte der Bankdirektor. Ich schluckte leer und blieb still sitzen. Wenn er es empfehle und Hans-Adam es anordne. Zwei davon wären jetzt im Raum. war die Antwort vom Bankdirektor. doppelt hält besser. dass niemand auf die Idee kommen würde. Er sagte. aus dieser Diskussion heraushalten und verliess den Raum.

lehnte ich ab. Das wäre ja klar. und 4. Der Professor kam zurück. um eine definitive Lösung zu erarbeiten.K. bald wieder in Vaduz zu sein. Ich würde es Hans-Adam und der Liechtensteiner Regierung aber auch nicht leicht machen. Ich begann. um 13:05 und 17:30 und am 26.‚ reisen. beklagte sich der Bankdirektor. Sie müssten bald zum Flughafen aufbrechen und wir vereinbarten die weiteren Termine. mich mit dem Gedanken anzufreunden. dass 380 . sagte er. um 13:30. am 21. Die Telefonate fanden am 15. In den kommenden Tagen hatte ich 3 Anrufe vom Bankdirektor und 2 x war der Professor mit an der Strippe. "Halt die Ohren steif. Auf baldiges Wiedersehen. Man konnte keinen Kundenberater oder gar eine Sachbearbeiterin damit beauftragen. um 13 Uhr statt. wann Kieber zurück nach Vaduz kommen würde. achte auf Lieferwagen und Tschau Herr Kieber".5. Sorry. Am kommenden Freitag würde er sich mit dem Hans-Adam treffen. Aber er versicherte Hans-Adam. dass es am 16. Sie verabschiedeten sich und ich wünschte ihnen eine gute Heimreise. Zudem würde ich nicht als „H. Der Professor konnte nicht definitive sagen. In der Folge wurde der Regierungschef Hasler in der 3. sie in die jeweiligen Akten im begehbaren Tresor im dritten Stock einzuordnen. Maiwoche persönlich konsultiert und unterrichtet. sagte ich. Ich wurde darüber informiert. dass Kieber kommen würde. ein längeres Treffen mit Hans-Adam gegeben hatte und eine Arbeitssitzung zwischen dem Bankdirektor und dem Professor am 20. wenn es keine Probleme für alle geben würde.5. beruhigte mich der Bankdirektor. Die restlichen ca. mir wäre es auch lieber. Dieser bat zwei eingeweihte Mitglieder aus dem Verwaltungsrat der Treuhand ihm behilflich zu sein. Gefällt mir nicht. Feuerstein übergeben.die Schweiz zu fahren. rund 1000 Originaldokumente wurden dem Chef der Treuhand. VADUZ Mai 2003 Alle Beteiligten bewerteten des Professors Reise als Erfolg. da sonst in der Belegschaft bekannt geworden wäre. Wir hätten ja noch Zeit. Herr Professor und Herr Bankdirektor.

hoffentlich einen guten Job finden.5. dass Kieber nur limitiert über die geplanten. aber ohne ihm zu drohen. Er hatte nicht aufgehört zu toben und zu schreien. Die LLB und die Regierung waren beruhigt. Kieber hätte ständige Wechselbäder in Bezug auf was er denen in Vaduz glauben soll oder nicht. Am 20. sicherlich lange dauern würde. würde ich mich auf Jahre hinaus in Liechtenstein einrichten. dass Kieber nicht einfach einzuschätzen wäre. Sollte ich das greifbare Glück haben und alles ohne „Blutvergiessen‚ 381 . Da ich äusserst anpassungsfähig bin. weil nach der Verhaftung von Lampert am 8. mehrheitlich abgeblasenen Handlungen und Hintergründe. Bescheid wüsste. da sonst er wieder in ein psychologisches Loch fallen würde und die in Vaduz noch an Weihnachten ins ferne Holland reisen müssten. ob Kieber etwas von grobschlächtigen Taktiken. Auch meldete sich niemand sonst bei der LLB direkt. teilweise ausgeführten. wüsste. Mai keine Zeichen von irgendwelchen Katastrophen in Deutschland erkennbar waren. Am 16. der sich mit der Planung der Rückkehr von Kieber befasste.irgendetwas faul war oder dass Daten entwendet worden waren. kamen der Professor und der Bankdirektor zu einem Brainstorming zusammen. wie z. Wie würde wohl mein Leben nach einer Rückkehr nach Liechtenstein sein? Da der Gerichtsprozess gegen Roegele & Co. nach der Rückkehr erstmal klein anzufangen. die man am Anfang des Dramas angewendet hatte. Hans-Adam wollte wissen. Bis anhin wusste niemand von der Belegschaft darüber. trafen sich der Bankdirektor und Hans-Adam zu einer Krisensitzung.B. Lampert bekam einen Anfall im Untersuchungsgefängnis in Vaduz und musste ärztlich betreut werden. Weder riefen Kunden aus Russland noch Kunden aus Deutschland an. Hans-Adam ordnete an.5. Also keine Komplizen. Amsterdam Juni 2003 Während einer Velotour machte ich mir Gedanken über die Zukunft. Eines stand aber schon jetzt für mich fest. dass verstärkt auf Kieber einzureden wäre. schlussfolgerte man. und – wer weiss – vielleicht auch bald eine eigene Familie haben. über die Schnüffler in Berlin. hätte ich keine Mühe damit. steckte in einer Sackgasse. Der Gesandte berichtete. Der Bankdirektor war sich sicher. Der kleine Kreis.

wer ich bin. einem wieder heiteren Regierungschef. Rheintaler Dialekt stellte ich dann fest. ein wieder lebensfroher Kieber. dass auf der Velostrecke nach Amsterdam war. Liechtensteiner Mundart. dass niemand zu Schaden gekommen war. Mist. vorab unbewusst zu einer Konversation zwischen zwei Herren. gefährlicher ist. Selber schuld. keinen Einnahmeverlust für Hans-Adam. mit einem beleidigtem. Ich drehte mich um und schaute nach ihnen. aber verzeihendem Landesführer. Himmel Donnerwetter noch mal. schwimmen ging.‚ Ich wüsste nicht. Ich hatte ihn schon mehrmals in Vaduz gesehen und mit ihm übers Geschäft im Allgemeinen geplaudert. Schweizer dachte ich zuerst. nach Liechtensteiner Redensart: Kein Kunde ist belästigt worden. Vermutlich war der Andere ein Kunde. Ab und zu setzte ich mich in eines der Hotels der Stadt und beobachtete Tee schlürfend was sich vor mir abspielte. einer der Zwei war definitiv aus Liechtenstein. wäre eine Geschichte einer BeinaheKatastrophe. Na. einem erfolgreichen Professor. Egal wie er heisst. Wenn ich nach Hause komme. dann müsste ich für alle in Stein meisseln: „Wirklich Schwein gehabt. Ich hielt mich fit indem ich fast jeden Tag ins Freibad. Langsam packte ich den Spiegel in meine Tasche und entfernte mich wie ein geschlagener Hund in Richtung Concierge. strengte ich mein Hirn an. Auf einmal wanderte meine Konzentration. Ich sass im La Terrasse des Hotels De L’Europe beim Muntplein und las eine ältere Ausgabe des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL. einem verstummten Treuhandchef. dann wollen wir mal sehen. dachte ich mir. dass ich dort meine Konsumation 382 . Was übrig bleiben würde. Ich spitzte meine Ohren. das sass ein Treuhänder von der LLB eigenen Treuhandbude. Oft wurden solche Treffen im Ausland abgehalten. die ein paar Meter weg von mir sassen und mit tiefer Stimme aufeinander einredeten. Oho. ein paar gekränkten Staatsanwälten. Wie hiess er noch mal. wenn der Kunde sich scheute nach Liechtenstein zu kommen. dass er wissen könnte. Aha. Ich erkannte ihn. als mir Mitte Juni ein Stück Kuchen fast im Hals stecken blieb.und ohne die Rache von Hans-Adam oder der hohen Finanz-Herren überstehen. wieso es nicht so kommen sollte. dann würde dies bedeuten. fluchte ich leise. Das heisst. einem beruhigten Bankdirektor. keine Kundengelder sind verloren gegangen. meine Folterer für Jahre hinter Gittern und zu guter Letzt. wo ich darauf bestehen musste.

383 . um 12:20.bezahlen konnte. Anm. dass er nichts von meinem Drama wusste. wie man mir es gesagt hätte. In einem Computerladen kaufte ich eine neue Harddisk plus RAM und ein Fachmann baute sie ein. Noch mal gut gegangen. nicht weniger spannend. Über den Monat Juni verteilt hatte ich mehrmaligen telefonischen Kontakt mit dem Bankdirektor. bekam ich wieder Zweifel. 4’ am 4. Wer hätte das gedacht. dass ich am 01. Das letzte Telefongespräch am 26. wenn er mich nicht sehen würde. um 13:38 und die letzten 22’ am 26. schreibe ich wieder im alten Stil. Vor der Entnahme kopierte ich ein paar persönlich Dateien auf eine CD-ROM und zerstörte die ausgebauten Teile. Fast ein halbes Jahr lang war ich im Ausland. In den folgenden Kapiteln. um 12:30. 10’ am 18. Da nun feststand. Ich war mir zwar sicher. dass ich wieder nach Hause reisen würde. der Professor und der Bankdirektor. Ich hatte zwar nie Daten von der LGT in meinem Laptop direkt gespeichert gehabt. aber besser war es auf jeden Fall. entschloss ich mich auch die in meinen eigenen Laptop eingebaute Harddisk und den Arbeitsspeicher (RAM) ganz zu entfernen und endgültig zu zerstören. Juli 2003 die Heimreise unter Begleitung antreten würde. Juni um 13:30.: Hier endet die im Kapitel 8 angefangene Aufteilung in der Erzählung zwischen mir im Ausland und den Anderen in Liechtenstein. um 13:30. dem Professor oder beiden zusammen. Jedes Mal wenn sie wieder weg waren. aber im Grossen und Ganzen wurde man sich einig. sowie der Ersten & Dritten Person. So 25’(Minuten) am 2. Es gab immer noch einige Meinungsverschiedenheiten. Mai brachte den erhofften Durchbruch leider noch nicht. 13’ am 10. ob alles so geschehen würde. Genau 175 Tage nachdem ich Liechtenstein verlassen hatte.

wie dies alles geschehen sollte. Da ich die Reise mit dem Flugzeug kategorisch ausgeschlossen hatte – wer weiss.KAPITEL 17 Explosives Gutachten und Freies Geleit Die in Vaduz Eingeweihten brüteten lange über einer Lösung nach. dass ich mich dann den Deutschen „datenmässig offenbaren‚ würde.blieb nur der Weg über Land. Wobei ich auf die schnellste und kürzeste Strecke pochte ohne Begleitung einer offiziellen Liechtensteiner Aufsicht. und ich mich als „H. dass ich alle Daten und Kopien vor einer Abreise vernichten wuerde. würde Deutschland aufgrund des Eintrags im Schengencomputersystem den spanischen Haftbefehl entdecken und eine Weiterreise fuer mich unmöglich machen. Dabei ging es überhaupt nicht um die Frage. Tief in mir war immer die Angst da. ob ich den Zusicherungen von Seiten Liechtenstein glauben würde. Da ich mich aber freiwillige zur Rückkehr entschlossen hatte. hatten mir ja mehrmals zugesichert. Es waren gewaltige Interessen damit verbunden. Man darf in dieser ganzen Geschichte nie vergessen.‚ ausweisen.oder Strassenkontrolle kommen. dass es hier um ein Milliardengeschäft geht. wenn das offizielle Liechtenstein mich von Amsterdam aus quer durch Deutschland zum Bodensee nach Österreich transportieren würde. sobald ich heimischen Boden betreten würde. Menschen sind schon wegen viel „weniger‚ spurlos verschwunden.K. musste ich diese Ängste irgendwie unterdrücken. 384 . der Bankdirektor und Hans-Adam. dass es einen endgültigen Beweis dafür nie geben würde und zudem meine insider Geschäftskenntnisse auch ohne das Datenmaterial gefährlich werden könnten. Ich glaubte ihnen zu 75 Prozent. Jetzt ging es um Juristische und Rechtsstaatliche Fragen! Das Problem für Liechtenstein war. Alle. dass es eine Falle sein könnte. Da sind darauf hoffen konnten. wie man mich sicher nach Liechtenstein zurückbringen könnte. die Regierung und die LGT war natürlich die Gefahr. dass ich nicht im Kerker verschwinden würde. Die grösste Sorge für Hans-Adam. Auf keinen Fall wollte ich die Reise mit einer unbekannten Person durchführen. der Professor. war ihnen bewusst. ohne dass es politische oder juristische Komplikationen mit Deutschland (und im gerigeren Masse mit Holland) geben würde. vielleicht wäre der Pilot auch in Barcelona gelandet . Würden wir in eine (mobile) Zoll.

am 23. Aufgrund der Brisanz der Schlussfolgerungen wurde es sofort als Geheimsache abgestempelt und unter Verschluss gehalten. dass sollte ich nicht nach Hause kommen. dass ich aber gerne eine hätte. nur nach Lösungen zu suchen. Es müsse doch eine Kopie davon irgendwo an einer 385 . war mir beim Aktenstudium ein kleiner schriftlicher Aktenvermerk aufgefallen: eine kleine Randnotiz über das oben erwähnten Gutachten. dass das Gutachten aus dem Archiv verschwunden sei. 03 schrieb ich nochmals an das Gericht. Anm. dass es leider keine Kopie für mich gäbe. Eine Woche später kam wieder ein Anruf und es wurde behauptet. Eine Dame aus der Regierungskanzlei rief mich an und teilte mir mit. Anfang Juni 2003 wurde es in Auftrag gegeben. Nichts regte sich. die eine 100 % Gefahrlosigkeit fuer Hans-Adam. Liechtenstein könne ja Deutschland nicht um Hilfe für den Transport bitten. dass ich alle Datenträger "vernichtet" haette. In einer Sitzung vom 10.: Das ich über die Existenz dieses Gutachten weiss liegt wie folgt: Einige Wochen nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein im Juli 2003. Sechs Wochen später.09. Ich erwiderte. von Holland nach Liechtenstein via Deutschland und Österreich‚ erfahren.: Zum Zeitpunkt des Gutachtens hatte Vaduz ja noch nicht von mir "mitgeteilt bekommen". Wie immer wussten sich Hans-Adam und die Hohen Finanzherren aus Liechtenstein zu helfen. Es wurde der Regierung empfohlen. Am 13. HansAdam und die LGT. Darin wurde zuerst daran erinnert.K.6. Liechtenstein und dessen Regierung gewährleisten würden.08. Anm.03 bat ich bei Landgericht schriftlich um eine Kopie dieses Gutachtens.03 wurde die Expertenmeinung behandelt.Regierungschef Hasler und Hans-Adam wollten von diskreten Experten in einer Art Gutachten mehr zum Problem „Transport H. dass ohne die Verletzung von national und internationalen Vereinbarungen und Bestimmungen es unmöglich sein würde. Erstaunlicherweise erhielt ich nicht vom Gericht eine Reaktion. ohne das Land Liechtenstein in Gefahr zu bringen und mich als Person samt meinem spezifischem Fachwissen zu exponieren. Das offizielle Deutschland (sowie Österreich & Holland) müsse um jeden Preis raus gehalten werden. dann würde schlussendlich Deutschland bestimmt die Daten von mir erhalten und dies wäre ein Desaster für Liechtenstein. Weiters wurde festgehalten. mich von Holland via Deutschland und Österreich nach Liechtenstein zu bringen.

Dr. Zurück zum Juni 2003 In der Zwischenzeit hatte sich „mein‚ neuer Rechtsanwalt. dass es nie ein Gutachten gegeben hätte. warum ich keine Kopie des Gutachtens erhalten hatte. Mit der Vollmacht von mir hatte er zumindest alle Gerichtsakten einsehen können. Damit sei das Thema beendet. Wolfgang Müller. sondern bis zum Ende eines allfälligen Prozesses auf freiem Fuss bleiben können. Als schlauer Rechtsanwalt bemerkte er rasch. gemäss Auskunft vom Bankdirektor.anderen Stelle geben. dass diese nicht verhaftet werden. in die Materie eingelesen. dass ich nach meiner Ankunft eventuell in U-Haft genommen werden könnte. dass ich bald nach Hause kommen würde. Da mein Einspruch gegen die Anklage im 140er am 10.10.03 abermals ans Gericht mit der Bitte. Ich hatte aber Glück. 386 . im November '03 erhielt ich dank eines Bekannten aus dem Staatsapparat die Möglichkeit eine Originalkopie des Gutachtens zu lesen. denn er wusste nicht wo ich war. sozusagen nun alten (wie ich dachte) Gegnern bezahlt wurde. Der Name des Verfassers war dunkelblau übermalt worden. da ich ja seit bald einem halben Jahr unterwegs im Ausland war. Einen knappen Monat später. Wann und wie. wurde mir erklärt. dass hier ein Problem für seinen Mandanten entstehen könnte. Dies war umso wahrscheinlicher. Als Profi stellte er in meinem Namen einen Antrag auf freies Geleit. Ihm wurde gesagt.3.03 vom Gericht abgewiesen wurde (was mir niemand im Ausland sagte) und da eine mögliche Anklage wegen des Datendiebstahls drohte (was mir auch niemand im Ausland sagte!). Es kam nie eine Antwort. befürchtete er. Man würde ihn nach meiner Ankunft kontaktieren und "aufklären". darüber durfte er keine Fragen stellen. was man mit mir vorhatte. sagte ich. Elf Tage später wurde mir dann ausgerichtet. Auch sonst wurde er vorläufig eher im Dunkeln darüber gelassen. Freies Geleit ist ein Instrument der Strafprozessordung. mir eine Kopie des Gutachtens zuzusenden. Ich wollte nicht locker lassen und schrieb am 13. Jetzt begriff ich. das Beschuldigten von Seiten der Justiz bestätigt. Er wusste nichts von den Zusicherungen seitens Hans-Adams. Obwohl er von meinen. Er konnte nicht mit mir kommunizieren.

dass es eine verbindliche Zusage der LGT gebe. wenn ich nach Hause kommen sollte. Sie wussten nur. wenn kein freies Geleit gewährt würde.03 gestellt und vom Obergericht in Vaduz formell in einer nicht-öffentlichen Sitzung am 16. dass ich sicher nicht nach Hause kommen würde. wenn ich in Spanien gelandet wäre. hatte (wen wundert’s) keine Einwände gegen ein freies Geleit.06.06. dass ich in Holland war. die wie immer auch ihren Senf dazu sagen konnte.Der Antrag wurde am 04. Ich erfuhr vom Freien Geleit erst nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein. Eine brillante Schlussfolgerung! Eine Aufhebung des Liechtensteiner Haftbefehls alleine genüge gewiss nicht. Die STA. Gültig nur in Liechtenstein. Sie mussten es nicht wissen. Wobei mir der Sinn und Zweck dieser Übung (Freies Geleit) nie ganz durchsichtig erschien. Die am Entscheid beteiligen Behörden wussten aber nicht. dass ich irgendwo im Ausland war. dass sie auf eine Bestrafung von mir verzichten würden. Obwohl die STA es lieber gesehen hätte.03 genehmigt. Notabene war im Obergerichtsentscheid zum Freien Geleit protokolliert. 387 . wurde bei Gericht erkannt. Das Gericht kam zum Schluss.

mir nicht allzu viele Details der Lösung zu verraten. dass ich mir keine Sorgen darum machen sollte.dass ich Kieber Heinrich heiss. 880 Kilometer bis zur Grenze ÖsterreichLiechtenstein fahren. dem 01. Mit dem Hinweis. genauer in das Terrace Café kommen. vor der Abreise in ein weisses Kuvert einpacken. . Nach einigen Feinabstimmungen wurde mir vom Bankdirektor die gefundene Transportlösung mitgeteilt. dass ich weder Haft noch sonstige psychische oder physische Nachteile zu erleiden hätte. Am nächsten Tag. Auf meine Frage hin. Er begriff. mir eine Fälschung unter die Nase zu reiben. dass ich die Unterschrift von Hans-Adam kennen würde und daher man nicht versuchen sollte. Führerschein).KAPITEL 18 Ach wie gut.. dass ich unter keinen Umständen mich auf ein vernebeltes Abenteuer in Sachen Heimreise einlassen werde. Auch dafür hätte man gesorgt. Juni. Juli 2003 würden er und ich zusammen in einem Mietwagen mit holländischem Kennzeichen frühmorgens Amsterdam verlassen und auf direktem Weg die ca. auf seinem Briefpapier mit Stempel und so.. wies aber darauf hin. Darin würde er mir als Staatsoberhaupt garantieren. ID-Karte. lies ich mich beruhigen. wenn ich nicht genau wüsste. Der Professor würde dort auf mich warten. als er mir den Plan erklärte. Ich würde vor Abreise eine handschriftliche Note von Hans-Adam erhalten. spätestens um 18 Uhr zum Hotel Marriott. wie alles abläuft.. Ich solle meine sieben Sachen packen und am 30. Ich protestierte und sagte. Ich müsste alle meine Ausweise (Pass. dass niemand weiss. einfach alles. Er würde im Hotel zwei Zimmer mieten. zukleben und ihnen vor der Abfahrt aushändigen. sagte er mir. Ich war mit dem Text zufrieden. Eines für ihn und eines für mich.. was ist. dass man in Vaduz eine Lösung für eine reibungslose Reise zurück nach Liechtenstein gefunden hätte. steige ich in keinen Wagen ein. wenn wir irgendwo kontrolliert werden. In den sieben Telefonaten im Monat Juni zwischen mir und dem Bankdirektor und/oder dem Professor wurde mir erklärt. 388 . wo Heinrich Kieber drauf steht. dass Hans-Adam ihm eigentlich strengstens aufgetragen hatte. bei Ankunft nicht doch noch ins Gefängnis geworfen zu werden. Ich bestand auf eine schriftliche Garantie von Hans-Adam.

seien es Personen aus jenem Kreis. Eine clevere Lösung. wie viel Wahrheit im Spruch „Geld regiert die Welt‚ liegt. 389 . Geplant sei. Und was würde mit meinen Papieren geschehen. Hans-Adam und die Regierung in Vaduz haben aber darauf bestanden. dass der Professor die Anderen einmal kurz vorher in Zürich oder Vaduz treffen würde.‚ nicht entdecken. wer die Personen im anderen Wagen seien. die seit Jahren von Hans-Adam mit Liechtensteiner Diplomaten-Pässen ausgestattet werden.K. So wie er es mitbekommen habe. soweit schien mir die Lösung als OK. dann würde unsere Schatten dies sofort mitbekommen und hinter uns aufschliessen. dass ich meinen Pass im anderen Wagen hinter uns eingepackt hätte. Der Bankdirektor wusste schon.03 in Berlin vor der LGT Niederlassung durch das Wagenfenster gezeigt hatte. Er sagte. Und wir beide erkannten. dass ich mir keine Sorgen um meine "Identität‚ während der Transitfahrt machen müsste. Nun gut. den der Fahrer von Hans-Adam mir am 14. wie schon oft in den letzten Wochen. Eine eventuelle Polizei. Ich solle dann sagen. Bevor er den logischen zweiten Teil des Plans weiter erklären konnte.01. Sollten der Professor und ich durch ausländische Beamte aufgehalten werden. Klar sei aber. dass es (diplomatisch) befugte Personen seien. soll mir der Pass aber vor Abfahrt gezeigt werden. was jetzt meine nächste Frage sein würde und sagte. bleiben. sagte der Bankdirektor. Er könne mir aber nicht sagen. Sonst würde ich es wieder nicht glauben. damit er sie dann in Amsterdam wieder erkennen könnte. er glaube dies nicht. sei der geniale Schlüssel. Meine Papiere würden versiegelt und sicher in einem Diplomatenkoffer verstaut transportiert. Ein Zweitwagen mit zwei Passagieren würde unserem Auto ab dem Hotel in Amsterdam folgen. Ich fragte. der uns immer mit Abstand und in Sichtweite nachfahren würde. konterte ich schon der Frage. dann würde man „H. ob es Diplomaten aus dem Liechtensteiner Corps seinen.oder Zollkontrolle des Koffers sei nicht möglich. Dann könnte ich ihn holen und zeigen. Der Liechtensteiner Pass. sagte ich. Um mich zu beruhigen. wenn diese zwar nicht bei mir aber mit uns im Mietwagen gefunden wurden? Ihr würdet nicht alleine sein. als wer ich mich denn bei einer möglichen Kontrolle ausgeben sollte. Deutschland oder Österreich geraten. Der Pass soll jedoch in den Händen der Insassen des Zweitwagens. dass mir der Pass mit Namen „Ulrich Meier‚ nicht persönlich für die Rückreise ausgehändigt werden dürfe.Sollten der Professor und ich in eine Kontrolle in Holland.

Lange Monate in denen alle Seiten sich beruhigen konnten und die Sache mit der nötigen Distanz betrachten konnten.die gefundene Lösung für den LLB-Fall anschaut. 390 . Hart hämmernd. aber schmerzlos. Dort hat die LLB über Jahre hinweg Erpressern ca. Wobei ich nochmals betonen möchte. dann sind Hans-Adam und seine Regierung sofort bereit. Mittels. Trotz aller Ehrenworte seitens des Professors und des Bankdirektors war ich mir nicht ganz sicher. Die Idee. Nach reiflicher Überlegungen kam ich zum Schluss. Da die Mehrheitsaktionärin der LLB das Land Liechtenstein ist und diese Beteiligung durch die Regierung (!) kontrolliert wird. die Nacht zum 1. wenn man sich jetzt . dass ich unter Zwang niemals heimkehren würde. Selbstverständlich kam mir die von Liechtenstein orchestrierte Lösung für meinen sicheren Transport von Holland via Deutschland nach Hause auch ganz gelegen. Nach monatelangen Diskussionen mit den Gesandten von HansAdam war es allen Beteiligten klar.im Rückblick . im selben Hotel wie der Professor zu verbringen. gefiel mir nicht so gut.7. Ich wollte aber den steigenden Enthusiasmus vom Professor nicht unnötig eindämmen und sagte dem Treffen im Terrace Café zu. Zudem waren fast sechs Monate vergangen. Ich hatte ja bis Ende Juni 2003 das Zimmer dort bezahlt und konnte ohne weiteres eine extra Nacht bleiben. dass ich freiwillig nach Hause zurückkehren wollte. wo ich übernachtete. mich auf dem Heimweg in Deutschland zu „verkaufen‚.und Strohmänner angeheuert. konnte dies alles NICHT ohne die Zustimmung von Hasler und Hans-Adam geschehen. dass ich die letzte externe Harddisk mit den Daten vor der Abreise vernichten würde. ob es nicht dennoch eine Kurzschlusshandlung auf deren Seite geben würde. 9 Mio.Wenn es um die heiligste Kuh aller Kühe in Liechtenstein geht. Ich machte mir eine Liste der Pro und Contra. dass sie wissen würden. Was nicht verwunderlich ist. Es wäre das erste Mal. Meine gepackten sieben Sachen liess ich aber bei Jane in ihrem B&B in Monnikendam. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. Ich vernichtete den letzten Datenspeicher im Juni auf dieselbe Art wie sein Zwillingsbruder. Ich wusste zu viel und das war meine Versicherung. Euro ausbezahlt. Ich hatte dem Duo Professor und Bankdirektor versprechen müssen. dass es Liechtenstein nicht riskieren würde. ihre eigene sowie internationale Gesetzte zu brechen. Spitzel auf die Erpresser angesetzt und so weiter.

Ich ging hinein und liess mir den kürzesten Haarschnitt den es gibt machen.Am 30. länger als er im Café bleiben zu können. Endlich war er so müde. Er erschien erst nach 18. benutzte die Seife. Ich sagte. weil dies die erste und letzte Möglichkeit wäre. den Gefängnisschnitt. Nach einem letzten feinen Essen in meinem Lieblingslokal lief ich zurück ins Hotel und wartete auf den Professor. 391 . wie immer von Hans-Adam spendiert. öffnete eine Packung Chips und goss Wasser in ein Glas ein. dass sie in der Öffentlichkeit stattfanden. ich um 07. Er gab mir meinen Zimmerschlüssel. Bis anhin hatte ich bei fast allen Treffen beharrlich darauf geachtet. dass ich noch die letzte Nacht alleine in der Stadt verbringen möchte und wenn er nichts mehr von mir auf seinem Handy hören würde. Ich sagte.00 Uhr am nächsten Morgen in der Hotellobby auf ihn warten würde. da es auf der Rückseite die Krone aufgedruckt hatte. Ich riss die Bettdecke hoch. mit dem Hintergedanken.00 Uhr. schon so früh in der City zu sein. dass es vom Schloss Vaduz war. Er lud mich zu einem späten Abendessen ein. Ich versicherte mich. dass sie mich evt. dass die vom anderen Wagen auch schon in Amsterdam seien und er sie schon getroffen hätte.30 Uhr beim Marriott. dass er sich verabschiedete. Wir waren beide sehr aufgeregt und gleichzeitig froh. Ich rannte hoch in mein Zimmer. Wir gingen nochmals die wichtigsten Punkte durch. Ich bestellte noch eine Cola. schmiss ein paar Handtücher im Badezimmer auf den Boden. dass er. Er übergab mir ein zugeklebtes Kuvert. dass es bald zu Ende war. Ich war mir ganz sicher. Ich verliess das Hotel wieder und schlenderte das letzte Mal in der schönen Stadt herum. wie angekündigt. Ich erkannte sofort. fuhr ich frühmorgens mit dem Linienbus Richtung Amsterdam City und war schon um 09. dass ich es erst später öffnen würde und steckte es behutsam ein. Er bestätigte mir. einfach nicht aus meinem Kopf löschen. den Lift hoch zu den Zimmern nahm. da sie ja die Zimmer reserviert und bezahlt hatten. Ich war den ganzen Tag sehr nervös und bereute es. Plötzlich stand ich vor einem alten Barbiershop. mit Gewalt irgendwo hinschleppen würden. Auch darum nicht. Er war ausser Sichtweite. hier zu übernachten. Meine Absicht war ganz und gar nicht.06. Ich nannte ihn den Prison-Cut. mich ohne Zeugen zu erwischen. Ich konnte die zu Recht vorhandenen Ängste (siehe ihre Aktivitäten in Berlin!). Sein Zimmer sei in einem anderen Stockwerk. dass sie einen Zweitschlüssel für mein Zimmer hatten.

Amsterdam Ade. Daneben die schnelle Unterschriftsvariante von ihm.D. Ich fragte ihn. Zurück an der Rezeption kam die übliche Frage: Minibar? Verlegen fragte ich ihn. 50 Euro für meine Minibarsammlung. sammelte ich den ganzen Inhalt des Kühlschranks (mit Ausnahme der alkoholischen Getränke) inklusive allem Essbaren (Schokoriegel. Auf jeden Fall super teure Papierqualität.h. Es war ein wunderschöner Sommermorgen. Darin befand sich die postkartengrosse Notiz. ob Hans-Adam was dagegen hätte. Noch schnell eine kalte Dusche und das war’s. Modell Twingo. mich nun nach einem weissen Kuvert zu fragen. was man mir angekündigt hatte. Pünktlich um 05. Jane und ihr Mann bedankten sich sehr für meine Treue und wünschten mir alles Gute. Käsesnacks) ein und packte es in eine Tasche. Ich machte mich auf den Weg zurück nach Monnikendam. Er bat mich. Erst dort öffnete ich den Umschlag. Er wolle und müsse es nicht wissen. Er kam frisch rasiert und parfümiert zur abgemachten Zeit runter und wir stopften unser Gepäck in den praktisch brandneuen Mietwagen der Marke Renault. Eigentlich gar nicht. Ich übergab es ihm. Er sagte mir. Ich schlief nicht so gut. von anderen Menschen umgeben zu sein. Wieder unten. was da drin ist. Der Professor lachte und bezahlte beide Zimmer und die ca. Nach viereinhalb Monaten als Gast verabschiedete ich mich von meinen Gastgebern am Abend. 392 . ob er wisse. weil ich am nächsten Morgen schon um 5 Uhr in der Früh von einem Taxi abgeholt werden würde. Dort. dass er beauftragt worden sei. oder zumindest eine geprüfte Fluchtmöglichkeit zu kennen. Unter dem Logo vom Schloss Vaduz war von Hans-Adam handschriftlich genau das vermerkt. dass ich praktisch alles ausser Alkohol aus der Minibar abgeräumt hatte. Chips. in einem Anfall von „die letzten guten Tage sind vorüber‚. Ich liess meine Koffer unten an der Rezeption stehen und nahm den Lift hoch zum Zimmer. Gleichzeitig zeigte ich ihm die gefüllte Plastiktasche. Er verneinte es. Er bat mich in der Lobby zu warten und er verschwand mit meinem Umschlag.00 Uhr hielt das Taxi in der kleinen Strasse vor dem B&B und 25 Minuten später liess es mich in einer Seitenstrasse in der Nähe des Hotels Marriott wieder raus. mit aufgedruckter Adelskrone und aus weissem Büttenpapier vermutlich. Unten stand noch zusätzlich: Angenehme Reise. Nach 20 Minuten kam er wieder. wartete ich in der Lobby auf den Professor. Ohne Kuvert.

das wissen wir alle. Es war ein dunkler BMW der 5er Reihe. Ich versicherte ihm. gell?‚ 393 . Den allezeit beliebten Schutz-Pass. dass ich ihn sobald als möglich persönlich sehen könne und auf mich ein schönes. Der Professor hatte nichts dagegen. Nur noch alles in meinem Kopf! Er gab zurück: „Ja. kein holländisches Kennzeichen. Ich dachte mir nichts dabei. nein. Er fragte auch. nein. hoffentlich nicht in der Aeulestrasse/Gewerbeweg (dort wo das Gefängnis ist). es war ja ihr Eigentum. Auf halben Weg dorthin stand ein Mann. wollte Hans-Adam mit mir reden. fiel auch mir der Groschen runter. Ich bedankte mich und er nickte nur. Der Herr Professor und der Herr Ulrich Meier stiegen in den Mietwagen ein.nach draussen zu kommen. grösser als ein DIN A4-Format und zeigte mir den Pass mit meinem Foto drin. Dann verstaute er den Pass wieder in der Mappe und ging in Richtung Vorderseite des Hotels. Der Professor selber hatte zwei eigene Handys bei sich. Karlsruhe und Stuttgart führen. Frankfurt. Das konnte ich sehen. neu möbliertes Zimmer in Vaduz warten würde. die mit den Diplomatenpässen. Er bat mich die kurvige Einfahrt entlang zu laufen. Die Fahrt war angenehm. die Schutz-ID. ob ich ja nichts in Holland vergessen hätte. nichts vergessen. kleines. dass es ein österreichisches Kennzeichen hatte. Ich erwiderte. nein. Sofort rief ich zum Professor: „Aha. Später konnte ich erkennen. es sind sicher Hans-Adams Verwandte aus Österreich. ob alles gemäss Plan abgelaufen sei. Er lachte und rief< nein. Er fragte mich. Dank meines grossen Vorrats an Süssem aus dem Hotelzimmer musste ich auch nicht hungern. Als er mich mit Herr Ulrich Meier begrüsste. Zu meiner Verblüffung. Der Wagen blieb immer vier bis fünf Autos hinter uns. Ich erblickte den richtigen Wagen schon als wir noch auf dem Stadtgebiet Amsterdam fuhren. rief Hans-Adam an und fragte. Ich hatte keine Probleme damit. Ganz offen schaute ich ständig nach unserem Schatten.‚ Er beteuerte nochmals. Nach einer Stunde Fahrt. wie es mir gehe und dass ich mir keine Sorgen wegen der Deutschen machen soll. Er öffnete eine blaue Dokumentenmappe. die abwechselnd während der ganzen Fahrt mindestens alle 30 Minuten klingelten oder vibrierten. Vorher musste ich noch mein Handy samt SIM-Karte abgeben. den ich noch nie vorher gesehen hatte. Wir hatten eine Europastrassenkarte mit uns und der Weg sollte uns ungefähr via Köln.

dass ich jetzt unterwegs war. Vielleicht weil ich mich sichere fühlte. Der BMW hielt auch. Der Kreis der Informierten war ja sehr klein. in 2008/2009 wirklich dieses Buch mit der wahren Geschichte schreiben würde. als die meisten Menschen dachten und dass die Datensicherheit in Liechtenstein löchrig wie ein Schweizer Käse war. Es war der Mann. Wiesbaden) zu senden. ich hätte alle für verrückt erklärt. Natürlich könnte ich die Dinge nicht beim Namen nennen. einer tankte den Wagen. aus LGT wurde Banque de la Liberté. ein Buch zu schreiben. Dann würde man ja erkennen können. spielte sich in Vaduz anderes ab.) dann um 15:58 erledigt.7. ohne die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. aus Hans-Adam wurde Duke of Full-Pockets. dass es unmöglich sein würde. dass Liechtenstein knapp einer Katastrophe entkommen war und dass Hans-Adam ganz anders war. Der Bodensee war 394 . in der man alle vorhergegangenen Meldungen und Sachverhalte widerrufen sollte. Gemäss Aktennotiz wurde dies (am 1. Ich erinnere mich noch ganz gut daran. nachdem was ich alleine und wir zusammen erlebt hatten. der andere lief weg um mit dem Handy zu telefonieren. Um nicht in einer Radarkontrolle gestoppt zu werden. dass ich über 5 Jahren später. sagte der Professor. Erstaunlicherweise atmete ich nicht schwerer sondern leichter. Hätte man mir damals gesagt. der mir in Amsterdam den SchutzPass gezeigt hatte. fuhren wir strikt nach Vorschrift. Während der Professor uns unaufhaltsam Liechtenstein näherten. Ich sah zwei Männer neben dem BMW stehen. Polizei und Justiz wussten ja nicht. Und über Argentinien. Ich könne doch ein Buch schreiben. ordnete er die Vaduzer Polizei an. Österreich grenzt ja an Liechtenstein. er wisse es nicht und blickte nur stur nach vorne. aus Liechtenstein wurde Monaco.Er sagte. Im Laden der Autobahnraststätte kauften wir uns Essen und bezahlten das Benzin. dass ich dem Professor sagte. sagte er. Wir erfanden Pseudonamen für ein imaginäres Buch: aus STA Haun wurde STA Schaum. Da Hans-Adam telefonisch vom Professor über den Fortschritt der Heimführung auf dem Laufenden gehalten wurde. eine dringende Interpolmeldung nach Deutschland (BKA. Das ginge nicht. Auf halber Strecke entschieden wir zu tanken und kalte Getränke einzukaufen. Die Stunden vergingen und wir machten Witze übers Bücherschreiben. Die deutsch-österreichische Grenze kam näher.

die von Schweizer Zöllnern auf liechtensteinischem Boden kontrolliert und bewacht wird. ob es OK wäre. jede Strasse die wir benutzten. Wir fuhren in die Tiefgarage. Sofort klingelte sein Handy wieder: Das Schloss wusste schon.oder Chinarestaurant gab. Wir waren nur noch ca. Etwas zu wild für den Professor schaute ich mit langem Hals ständig nach vorne. Auf der Höhe. rechts und links. Da brauchte man den „Schutz‚ jener aus dem BWM wohl nicht mehr. sagte ich. Nur die Musik aus dem Radiosender störte etwas. 1. Ich kramte die handschriftliche Botschaft von Hans-Adam aus meiner Computertasche und hielt sie fest. Man winkte uns wie Touristen durch. Kein Problem. so ruhig war alles. Niemals hätte ich gedacht. Dies sollte mich vor jedem Ärger schützen. Der Bankdirektor rief den Professor an. vorbei am Portier und der Sicherheitskanzel und parkten den Wagen. Die Sonne hoch und stark. 395 . Er beruhigte mich. dachte ich. wieder in meiner Heimat zu sein. wo es rechts ein Thai. Ich erinnerte mich. Wir überquerten die unsichtbare Grenze der zwei EU-Staaten und dann waren es nur noch ein paar Minuten bis nach Feldkirch. Wie als wären die letzten sechs Monate gar nicht passiert. Richtung Grenzposten. wenn wir zuerst zur LGT BANK in der Herrengasse fahren würden. Endlich am Ziel! JETZT war ich wieder voll in den Händen und unter Gnaden von HansAdam. Gleichzeitig stiessen wir beide einen erlösenden Seufzer aus. sagte ich. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. hielt der BWM an und wurde im Spiegel immer kleiner und kleiner. wie ein Kleinkind sein liebstes Spielzeug.5 Kilometer von liechtensteinischem Boden entfernt. Es war ja mein Hinterhof. alle kannte ich sie auswendig. bevor es wieder den Hügel runter geht. Er fahre mich nach Vaduz zu der gemieteten Einzimmerwohnung. An der Grenze. genau in der Anhaltebucht der Stadtbusse.so schön an diesem Tag. Ich behielt den BMW im Seitenspiegel streng im Auge. dass ich unter diesen Umständen wieder durch Feldkirch fahren würde. Es sei keine Falle. Fast jedes Haus an dem wir vorbeifuhren. praktisch windstill. verlief alles sehr schnell. dass alles gut gegangen war. Man fragte mich. wie ich vor fünf Monaten und 24 Tagen hier den Zug nach München genommen hatte. nach hinten. Der Grenzübergang Schaanwald war schon in Sichtweite.

hatte er den weissen Umschlag in seinen Händen. Zu meinem Erstaunen. ein Bett mit Nachtisch. Die Einbauküche war relativ gross und das Badezimmer auch. Ging leider nicht. ebenso Bettwäsche und Handtücher. alles beim alten. den 4. 396 . Es war eine kleine eineinhalb Zimmerwohnung. einen Kleiderschrank und eine Stehlampe. Obwohl der Professor auf der Lohnliste von ihm stand (nebenbei noch bis weit ins letzte Jahr. Er bat mich. Vaduz. Dieser Meinung war ich auch. Ob es mir wieder daheim gefallen würde. Der Bankdirektor und eventuell er selber würden auch dort sein.7. Es gab einen Esstisch mit vier Stühlen. Natürlich darüber schwebend immer der Hans-Adam. Ich kannte den Weg und dirigierte den Professor dort hin. Der Professor verabschiedete sich mit der Bemerkung. Er gab uns die Wohnungsschlüssel und nannte uns die Adresse: Buchenweg 1. hätte ich um 10 Uhr einen Termin beim RA Dr. Der grösste Teil am Erfolg dieser Etappe war dem Professor zuzuschreiben. Er gab ihn mir. Ich wollte die Notiz aber als Andenken behalten. mit meinen Ausweispapieren drin. Es wäre. weg vom Balkon konnte man auf die Wiese vor der Wohnung meines Nachbarn laufen und runter zum Parkplatz. Er war wie ein Ventil zwischen Hans-Adam und mir. erwiderte ich und bedankte mich bei ihm für alles was er getan hatte. Es war so gegen 17 Uhr als wir auf dem Parkplatz vor dem Haus ankamen. Der Rest dem Bankdirektor. Die Möbel waren brandneu. 2008 hinein). Dies erledigte er so gut wie nur möglich. Es hatte einen kleinen Balkon. Alles gediegen und farblich abgestimmt. der direkt über dem Hauseingang war. fragte er. ihm die persönliche Notiz von Hans-Adam zurückzugeben.Zuerst musste ich mich mal richtig strecken. dass ich mich erstmals einrichten und ein paar Tage erholen soll. den 9. dass mir nichts passieren würde. Wolfgang Müller. Jetzt wäre es ja klar.7. erwähnte er noch. ein Ledersofa mit Glastischchen. Er habe ein Zimmer in Triesen. Ja. Der Bankdirektor kam aus dem Personalausgang auf uns zu und begrüsste uns freundlich. Zudem solle ich mich auch auf ein Vier-Augen-Treffen mit Hans-Adam für nächste Woche Mittwoch. war sein Teil der Aufgabe der schwierigste. Am Freitag. Links. erwiderte ich. Ich hatte ja nicht viel Gepäck und nach zehn Minuten war ich schon eingezogen. vorbereiten. Nämlich mich zu überzeugen und mir neue Wege aufzuzeigen. Wenn es mir genehm wäre. Es roch noch frisch gestrichen.

dass Hans-Adam mehrfach eine ganze andere. Ich hoffte nun. dass der einzige Auftrag von Hans-Adam an ihn lautete: OZA.Während der vielen Debatten in den vergangenen Monaten hatte ich. dem Bankdirektor und dem Professor über mich sprach. bestialische Sprache verwendete. als ich später. ganz nach dem Spruch „Zeit heilt Wunden‚. Teil der Aufgabe des Professors war es. mitbekommen. wenn er mit seiner Regierung. Dies galt auch für den umgekehrten Weg. überwiegend zwischen den Sätzen horchend. dass eine Lösung schlussendlich zustande kommen konnte.„Bring mir die Daten zurück! Koste es was es wolle! Mit Kieber oder ohne Kieber. Es sah ganz danach aus. 397 . Ich habe meine Meinung über den Professor auch dann nicht geändert. oft direkt. deren und meine Worte so umzuformulieren. die fast sechs Monate meiner Abwesenheit reichen würden. nach meiner Rückkehr erfuhr. sodass sich auch die zornigsten Gemüter wieder beruhigt hatten. ist mir scheiss egal‚ -OZE. dass.

dass ich keine andere Wahl hatte. Was soll’s? Ich hatte eine Entscheidung getroffen. zur Bushaltestelle. dass – egal was ich in den 6 Monaten zuvor angestellt hatte – sich ein grosses Gefühl der Erlösung bei den Machthabern breit gemacht hatte. Wieder zurück in der Wohnung wurde es mir schnell langweilig. Ich kaufte Milch. Es war nicht der richtige weg. Am nächsten Morgen sah die Welt auch wieder gut aus. Ich fühlte auch. Es war schön.KAPITEL 19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe Ich packte meine sieben Sachen aus und richtete mich gemütlich in meinem neuen Heim ein. und was für Liechtenstein viel wichtiger war. Genau so wie ich ihnen nie zu 100 Prozent trauen konnte. es würde immer diejenigen geben. Ich lief über Nebenstrassen bis zum Denner (Einkaufsladen) nach Triesen. was ich vor dem Tiefschlaf dachte. dass ich meine Drohungen nicht in die Tat 398 . Ich inspizierte die ganze Wohnung. dann muss es ja mindestens zwei verschiedene Wege geben. Die Sonne heizte den Raum trotz heruntergelassenen Rollos heftig ein. Kein Versteckspiel mehr. "Hast es mal wieder geschafft. machte ich mich zu Fuss in Richtung Hauptstrasse. Die nette Verkäuferin (er)kannte mich zum Glück nicht. Ich schämte mich meiner Taten. weil ich wieder daheim war. Ich will nicht sagen. Da ich ja kein Auto hatte. der dort in einer Zelle sitzen würde. Von der langen Fahrt müde. Ein besseres Kopfkissen müsste ich noch kaufen. kein ständiges Handyein. Fast sechs Monate lang unzählige Menschen unzählige Nerven gekostet. Ich dachte an Lampert. Ich wusste. Nein. auch kein Velo mehr. das Passamt und das Gefängnis befanden. Brot und Müsli ein. Keine versteckten Kameras? Mikrofone? Wer weiss. Herr Kieber". keine Sicherheitsvorkehrungen. war schon um 19 Uhr Bettzeit. das Land wurde von einem politischen Tsunami mit vielen furchtbaren Konsequenzen verschont. war das letzte. Himmel auf Erden: ein Liechtensteiner Leberkäse. Im Badezimmerspiegel starrte ich mich an. Es war ein ungewohntes Gefühl. War ich froh. Wenn man wählen kann. Der Jahrhundertsommer 2003 war ja voll im gang. Nicht so sehr. Die Haltestelle ist auf der Höhe des Gebäudekomplex. wieder zu Hause zu sein. Und ein frisches heisses Leberkäs-Brötchen. die mir nicht ganz vertrauen würden. Aber vor allem keine Diskussionen mehr und keine schwedischen Gardinen. wo sich die Polizei. Der Abend war schwül. So fein.und ausschalten. sondern weil keine Daten verraten wurden und es somit keine geschädigten Kunden gab.

Aber das halbe Land fährt zu dieser Zeit diese Strasse entlang zur Arbeit. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht. dass hoffentlich alles gut gegangen sei. das Volk. Ja Heinrich. grüssten mich ganz anders und erinnerten sich oftmals erst dann. dass er etwas wusste. wer. Ich erblickte die Bäckerei Amman. dass ich wieder da war und dass augenscheinlich keine Katastrophe eingetreten war. Da musste ich hin. Niemand sah zu mir rüber. gell? Es war für mich ein Einfaches zu erkennen. Ja. Bist ein Kieber. Der Erste. Er erzählte mir davon. Ich merkte sofort. der Polizei oder der Führungsetage der LGT mich sehen würde und vor lauter Schreck einen Karambolage auslösen würde? Ich setzte mich auf die Bank im Wartehäuschen. Ich war frei. Vaduz ist wie ein Dorf in den Bergen. Mehr Details wusste er aber dieses Mal offenbar nicht. dass es lange her war. schriftlicher Notiz. das etwas wusste. war mein Onkel Guntram (der Ex-Mann meiner Tante). etwas von dem Drama wusste oder nicht. Ich hatte ihn und seine Freundin Marina immer sehr gemocht. dass ich im Januar dem Hans-Adam einen Brief geschrieben hatte. Der Rest wusste nicht ob sie mich verteufeln oder loben sollten. Was. wartete auf den Bus und beobachtete die vorbeifahrenden Autos. Ohne auf meine Antwort zu warten. Die Möglichkeit. Grüsse von hier aus an die Beiden. der mir über den Weg lief. Wenn etwas los war in Vaduz. sagte er. sie bald besuchen zu kommen. dass auch etwas ganz anderes sein Gültigkeit hatte: das freie Geleit. Dank Hans-Adams persönlicher. seit sie mich das letzte Mal gesehen hatten. ja Heinrich – wo warst du dann. er wusste es immer. die gar nichts wussten. rief er voller Freude. (Fast) jeder kennt jeden persönlich oder man weiss zumindest wohin mit dem Gesicht. ich war halt im Ausland unterwegs. sonst wäre ich auch dort. Ich erkannte die eine oder andere Person. sonst hätten sie es ja in den Medien gelesen und ich würde am Galgen hängen. wenn jemand von der Justiz. dass es einen Knall gab. Ich kaufte mir einen Nussgipfel und trank eine heisse Ovomaltine. Ich hätte auch die Hauptstrasse entlang die paar Kilometer ins Dorfzentrum laufen können. So oder so. Im Zentrum angekommen wollte ich bei der Post eine Monatsbusfahrkarte kaufen. war erkennbar froh.umgesetzt hatte. Ich versprach. Er wusste. Diejenigen. Und ich wollte nicht gesehen und erkannt werden. Endlich wieder heimische Backwaren. Vogelfrei. war meines Erachtens schon da. Beim Kiosk Schreiber sah ich Jumbo (sein Spitzname) 399 . egal wie viel. Von den Anderen traute sich die Hälfte gar nicht mich anzusprechen.

dass schnurgerade gegenüber die LGT Treuhand war. Im Moment ginge es zeitlich gerade nicht. als mein neuer RA in dieser Sache? Nein. Ohne Termin? Wie immer! Ich versuche es einfach.. Ich bat ihn jetzt und hier den RA-Wechsel offiziell zu protokollieren. die sie eventuell wegen mir hatten. Ich sagte. Ich fragte natürlich sofort. seit ca. ob es im 101er vorwärts gegangen sei. dass mich jemand von dort sieht. Ich rief meine Stiefmutter. meine Schwester und ein paar Freunde aus einer Telefonzelle bei der Post Vaduz an. konnte ich da nur sagen. Nein. Hätte sich den nicht der RA Dr. Meier. Am nächsten Dienstag. Er bestätigte aber. fragte ich mich. fragte er. als sie im Januar von meinem Brief an Hans-Adam hörten. sehr geschockt. dass ich wieder zu Hause war. sechs bis acht Wochen sollte es der neue RA Müller aus Schaan sein. Hirn nicht mehr vertreten würde. Paul Meier reden? Ja sicher. Die war überrascht.7. seltsam. dass ich mich nicht gemeldet hatte und auch für alle Belästigungen. dass es seit meiner Abreise im Januar zu keinem Wechsel des Rechtsanwalts gekommen sei. Ich entschuldigte mich dafür. Niemand schimpfte mit mir. Mist. sagte er. Von 11:30 bis 12:25 durfte ich mit ihm plaudern. Die Treppe hoch und klopfte bei seiner lieben Sekretärin an.11. Noch dachte ich mir nichts dabei. sagte ich. Also dann bis nächsten Dienstag. 400 . sagte er. Erst als ich mich umdrehte. Wolfgang Müller bei ihm gemeldet. den 8. Seltsam. Sorry. Nein. G. Ich bedankte mich bei ihm. Ich lief rüber zum Gerichtsgebäude. nichts wie weg. Kann ich mit dem Landrichter Dr. erinnerte ich mich. Ich erwarb ich eine Telefonkarte. erinnerte mich UR Dr. Er war. der Akt sei immer noch beim Obergericht. Er sei immer noch der UR in diesem Fall und er würde schwören. aber Hallo! Gut. Komisch. wie seine zwei Damen im Vorzimmer. Mislik (übrigens derselbe Richter. nichts dergleichen. Dieser würde in Kürze über meinen Antrag (vom 22. dass er mich nicht an der Nase herumführe. Was sollte ich als nächstes tun. hätte er Zeit. Alle konnten es nicht glauben. entscheiden. Herr Kieber. Ein Besuch beim gescheitesten Mann in der Justiz. Sie wieder zu sehen. Das war schon mal positiv. Ob mich Dr. der das freie Geleit beschlossen hatte). Ich wollte nicht. sagte ich zu ihm.er wusste nichts. dies könne nichts stimmen.02) auf Fortsetzung der Strafuntersuchung gegen Roegele & Co. im Büro vom Richter Dr.

Wie sich später herausstellte. dass ich erst am 2. unverständliches Gefasel und dann die Klänge von weggestossenen Stühlen. Sie sorgten sich um mich. Die Polizei kontaktierte die STA per Email und fragte nach. Die LGT Treuhand schickte am 2. wünschte aber. worin sie den Rückzug ihrer Privatanklage in Sachen Datendiebstahl erklärten und den Antrag stellten.7. Auf der Höhe des COOP Ladens hörte ich zuerst lautes. erreichte schliesslich die Polizei. der fluchtartig die Tische eines kleinen Cafés verlies. Die Polizei war ja gestern beauftragt worden. Meier verlassen hatte. war dieses Gerücht gezielt gestreut worden. 401 . Ich nahm den Bus dorthin. Ich schaute auf und drehte meinen Kopf zum rechten Bürgersteig. Eines. Diese war etwas irritiert. sollte ich die Grenze dort überschreiten. ein Falsches. überlegte ich. Es war der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. ob die etwas wüssten und formulierte ihre Bedenken. bis ich die erste von mehreren peinlichen Situationen der kommenden Zeit erlebte. dass die Polizei schleunigst die Grenzstelle in Schaanwald anrufen sollte. Erst dann erkannte ich ihn. schnellst möglich den Deutschen eine Meldung zukommen lassen.In der Zwischenzeit gingen ein paar Gerüchte wie ein Lauffeuer in Vaduz umher. dem Landgericht einen Brief. dass ich heute. Und ich wollte mein Mittagessen nicht in einem Restaurant in Vaduz einnehmen. Nachdem ich das Büro des UR Dr. Dort sah ich einen Mann. Buchs ist zwar Ausland.7. auf der Schweizer Rheinseite gab es genügend Auswahl. Es dauerte nicht lange. nach Vaduz zurückkehren würde. An der Hand hielt er eine junge Frau. wo ich ein Kissen kaufen könnte. das Gericht möge daher das Verfahren gegen mich einstellen. aber weder der Professor noch der Bankdirektor hatte mir untersagt in die Schweiz zu gehen. da ich noch passiv im Schweizer System (RIPOL) ausgeschrieben war. Die STA wusste auch nichts Genaueres. um mögliche Saboteure im Glauben zu lassen. Gleich als nächstes sollte die Polizei die Ausschreibung im RIPOL von den Schweizern löschen lassen. Ich spazierte vom Bahnhof Buchs auf der linken Seite der Einkaufsmeile Richtung Werdenberg. um als Vorsichtsmassnahme anzuordnen. Im Einkaufszentrum Buchs. als sie hörte. sollte ich von irgendeiner Richtung aus schon heute zurückkommen. Es folgten mehrere hektische Anrufe und Faxe zwischen der Polizei und der STA. Hunger hatte ich auch wieder. einreisen würde. mich nicht aufzuhalten. am 2.7.

402 . Sie hatte von nichts eine Ahnung und ich entschied. den 4. schönes Wetter heute. Es war das Nokiatelefon aus Holland. Ich wüsste auch nicht. es so zu belassen. So. Er wollte wohl eine Konfrontation mit mir vermeiden. Am Freitag. hatte er mir eine neue SIM-Karte mit Rufnummer von der Telekom Liechtenstein kaufen und aktivieren können. Ich erinnerte mich. W. Beide waren Schweizer. dass es besser war.kostete es. dass ich ihn überhaupt und wenn doch auch noch so schnell wieder besuchen kommen konnte. Dort angekommen. ohne dass ich dabei war? Man musste sich nämlich dafür ausweisen. sagte ich. Auf dem Weg zur Bushaltestelle beim Bahnhof Buchs kam ich an einem TV-Geschäft vorbei. Super. Im Auto gab er mir ein Geschenk. Mit dem Bus erreichte ich wieder Buchs und traf mich mit meinem Schatz. gerade als ich mich auf den Weg zum neuen RA Dr. mir mitteilen zu lassen. Er sagte mir.7. Mit dem Kissen unter dem Arm fuhr ich mit dem Linienbus gleich wieder nach Vaduz. Wir verbrachten den Tag am kleinen Werdenbergersee.Er musste mich zuerst gesehen haben und war wohl geschockt. Das TV-Gerät würde man mir am Wochenende ausnahmsweise nach Vaduz bringen können. was ich ihm hätte sagen sollen. Besser so. Ich bedankte mich dafür. Fünf Minuten später war ich CHF 300. Den Donnerstag hatte ich mit meiner alten Liebe abgemacht. Wieder etwas Positives erlebt. Er wich aus und sagte nur. Es gab da ein Superangebot für ein kleines Kombigerät. Ich betrat auch die wunderschöne renovierte Kirche in Mauren. redete ich mit ihm und erinnerte mich. TV und Videorecorder in einem. bog der Bankdirektor mit seinem Wagen in meine Strasse ein. Weisser Marmor überall. da ein Mitarbeiter der Firma in der Nähe von mir wohnen würde. hätte ich nie geglaubt. dass er mich abholen würde. als ich das letzte Mal dort war. CHF 300. Da das Handy ja keinen SIM-Lock hatte. Sie war auf meinen Namen registriert..ärmer und um einen Fernseher reicher. dass er vergessen hätte. Zuerst wollte ich aber mit dem Bus in meine Heimatgemeinde fahren und das Grab vom Vater besuchen. Ich bog in die nächste Abzweigung nach links und dann zum Migroseinkaufszentrum. Er drückte mir auch eine Kopie des Rückzuges der Privatanklage der LGT Treuhand in die Hand. dass er immer mehrmals in der Woche zum Mittagessen nach Buchs zu seiner Freundin fuhr. Ich kaufte mir ein Kissen und einen dazu passenden Bezug.. wie konnte er denn die Nummer auf meinen Namen einlösen.. Müller machte.

Er schilderte was in den letzten 4 Wochen alles passiert sei und als er dann anfing von einem erfolgreichen freien Geleit zu erzählen. wüsste er was ich dem Blaublut angetan habe. die fern der Realität waren. tadelte Müller mich und meinte. erklärte er mir dann. hätte er die Akten studiert. Wolfgang Müller und legte eine Aktenmappe auf den Tisch. Warum stand da. da er wieder nach Hause. Ich war absolut nicht auf so etwas vorbereitet und anstatt ihm zu antworten. nach Österreich gefahren war. Ich sollte mir weiters keine Gedanken machen. und wohl ganz im Sinne des wirklichen Auftraggebers (Hans-Adam). dachte ich gleich. Ich bedankte mich für sein Zeit und die Annahme des Mandats. konnte ich da zuerst nur stammeln. erst nächste Woche. Sehr zum Erstaunen des Bankdirektors.50 Uhr waren wir schon im grossen Sitzungszimmer der Kanzlei. Zehn Minuten später begrüsste uns Dr. dass er sich. ich würde bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben? Der Bankdirektor schaute verlegen aus dem Fenster. Aha. Zu meinem Schrecken erkannte ich bald. Die erste halbe Stunde sprach er ausschliesslich mit dem Bankdirektor und widmete mir keine Minute. Dies ist aber sehr mager. Man kann sagen. Nicht nur stellte er Fragen. Man hätte die Anzeige wegen der Nötigung noch nicht zurückgezogen.Um 09. Nach fünf Minuten kam der Bankdirektor raus und bat mich wieder herein. Seine Hauptaufgabe hatte er ja soweit erfüllt. extrem minimal in meine Geschichte eingelesen hatte. dass seine Mappe über mich so dünn war. Wochen zurück. Nach bald 35 Minuten wandte er sich direkt an mich. Der Professor konnte leider nicht kommen. OK. ob Hans-Adam noch nicht mit mir gesprochen hätte. Dieser konnte meine verschiedenen Gesichtsausdrücke ja schon im Schlaf richtig deuten. erwiderte ich. Dies sei jedoch alles nur eine Formsache. Er brauchte auch seine Ruhetage. Müller sagte. Er kam auf Schlussfolgerungen. dass er es nicht so gemeint hätte. Nein. Er hätte dies in weiser Voraussicht Anfang Juni beantragt. Er durchblätterte die wenigen Seiten im Akt und zeigte mir den Beschluss. wenn überhaupt. starrte ich den Bankdirektor an. Ich kam aus dem Staunen nicht raus und rechnete die Tage. Ich stand auf und lief die Treppe hinunter zum Ausgang. dass sich mein Vater im Grab umdrehen würde. deren Antworten er eigentlich wissen müsste. Draussen sass ich auf der steinernen Treppe und beobachtete den Verkehr auf der Schaaner Hauptstrasse. Kein Wunder. Müller fragte mich. die Beziehung startete auf dem linken Fuss. erlaubte ich mir ihn zu unterbrechen. 403 .

Und warum musste ich sie dann zurückgeben? Hans-Adam wollte solch ein Schriftstück nicht im Umlauf haben. Eines nach dem Anderen. war die banale Auskunft darauf. dass dieser Gnade vor Rache walten liesse. Der Bankdirektor rechtfertigte. an Hans-Adam. dass sich alles aufklären würde. Wie bitte? Gnade vor was? Rache? Das höre ich zum ersten Mal. indem er sagte. Ja gilt die Notiz denn nicht mehr. da er ja schlussendlich aus der Kasse von Hans-Adams bezahlt würde. Der Bankdirektor wurde wieder etwas griesgrämiger. Zum Abschied drückte er mir fest 404 . sagte ich. prinzipiell sei er natürlich für mich da. immer. Natürlich. stöhnte ich. P. dass er es im Gespräch mit Hans-Adam so verstanden hätte. doch. war die Antwort. Aber. Man überredete mich aber zu bleiben.Aber seine Antwort genügte mir nicht. alles nur rein juristische Formsache. dass die Notiz eine Geste von Hans-Adam gewesen. Ich fragte den Bankdirektor für was dann die persönliche Notiz von Hans-Adam gewesen sein soll.1. Nichts würde mir geschehen. Müller sagte. sonst wäre ich doch nie mit dem Professor im Wagen nach Hause gefahren. Was soll das wieder bedeuten. warum er sich beim UR Dr. Ich bedankte mich artig beim ihm. dass ich sowieso freies Geleit hätte. Ich fragte den RA ob er sicher meine Interessen vertreten würde. Hans-Adam hätte dies auch dem RA am Telefon versichert. Meier noch nicht als mein neuer RA im 101er gemeldet hätte. Ich wandte mich deshalb an Dr. fragte ich. Und das mit dem „bis zum Urteil auf freiem Fuss bleiben‚ soll ich nicht wortwörtlich nehmen. dass es sich hier um einen sehr aussergewöhnlichen Fall handeln würde und die Interessen aller berücksichtigt werden müssten. Mir wurde schlecht und ich musste die Toilette aufsuchen. fragte ich entsetzt. Innerlich wurde ich schon wieder wütend: „Am Rande gehört?‚ Beide Fälle sind im Detail als Beilage meines Schreibens an Hans-Adam geschildert. wenn da steht. Und was war mit dem Zivilverfahren? Er war ehrlich sehr überrascht: Von einem 101er oder dem Zivilverfahren hätte er zwar am Rande gehört. Und warum hier im Beschluss suggeriert wird. Sein Mandat beschränke sich aber auf die juristischen Konsequenzen meines Briefes vom 7. dass ich unter Umständen im Gefängnis landen könnte? Sonst hätte ja RA Müller kein freies Geleit beantragen müssen. Er erklärte. Der Bankdirektor entschärfte die Lage. Müller mit der Frage. Als ich zurückkam weinte ich und wollte gehen. Ich war völlig perplex.

7. Er war immer noch angespannt. Stempelgeld beantragen. Ich merkte. es konnte nicht sein.pro Monat) war schon grosszügig genug. Die Übernahme der Mietkosten (ca. Die LGT habe ja die Möbel gekauft und der Mietvertrag läuft auf ihren Namen. Als Beweis für meine Bemühungen einen neuen Job zu finden. Die Polizei war immer noch nicht voll im Bilde und offenbar hatte mich weder sie noch jemand von der STA schon gesichtet. Wenn ich dann eines nicht allzu fernen Tages ausziehen würde. Angeblich soll ich wieder nach Liechtenstein eingereist sein. dass ich ab sofort bezugsberechtigt wäre. wie man es mir im Ausland bunt ausgemalt hatte. Nein. Nochmals tausend Dank dafür. ob sich in Vaduz in den letzten paar Monaten alles so abgespielt hatte. der jedes zweite 405 . undenkbar. Nach diesem eher bemerkenswerten Meeting fuhr mich der Bankdirektor nach Vaduz. müsste ich meinem zugeteilten Sachbearbeiter fünf Bewerbungen pro Monat vorlegen. Mein kalkulierter Durchschnittslohn war CHF 3'840. zur Arbeitslosenversicherung (ALV). Am 4. dass sich nach so vielen monatelangen Diskussionen mit dem Bankdirektor und dem Professor alles in Luft auflösen sollte. sagte ich. wie in dieser Sache weitergefahren werden soll. Nein. sagte ich. Und ich war keiner. könnte die Firma die Wohnung für anderes Personal benutzen. Kein Problem. um zu besprechen. Bei der ALV wurde mir mitgeteilt. dass die LGT mir auch noch Brot und Butter bezahlt. CHF 750. verfasste die Polizei eine Randbemerkung. Schlimmer noch.die Hand und beglückwünschte mich zu meinem klugen Entscheid. Ich wollte nicht. wie man es mir im Ausland erzählt hatte.und damit sehr hoch. 70 Prozent des Durchschnittslohns der letzten fünf Jahre betragen. also ein gutes Jahr lang. Ich hatte also mehr als genug für meinen bescheidenen Lebensunterhalt. freiwillig nach Hause zurückzukehren. Er fuhr mich nach Hause und verabschiedete sich ins Wochenende. ob sich alles so abspielen würde. Ich sagte zum Bankdirektor. Dieser lehnte dankend ab. Mein Arbeitslosengeld würde ca. Daher bat sie um ein Treffen mit der STA und der Justiz. dass ich die Miete selber bezahlen wolle.. Am Wochenende kamen mir die ersten Zweifel auf. Wir verloren daher keine Worte mehr über juristische und andere Kämpfe. Ich hätte Anspruch auf 250 bezahlte Wochenarbeitstage. wie mein analytisches Denkvermögen wieder überdrehte.

Je mehr ich darüber nachdachte. erwiderte ich. Wahrscheinlich. Ich wanderte eine Runde im Kreis. dem Liechtensteiner „St. Eine schöne Abwechslung würde mir ein Ausflug in die Berge geben. wann man die Anklage im 101er erheben würde. Ich überlegte lange. Im Gegenteil. umso weniger gefiel mir die Ausführung. Von dort ging es mit dem Bus wieder heim. Das ganze Rheintal lag einem zu Füssen. dass die Audienz bei Hans-Adam mir den nötigen Durchblick bringen würde. Welch Kontrast zur holländischen Landschaft. Trifft sich gut.. so kam im zum Schluss. Also ab ging es mit dem Bus nach Malbun. dass das Obergericht sehr bald meinem Antrag zur Fortsetzung der Strafuntersuchung befürworten würde. Nach einem langen Tag war ich froh. den 7. Anton‚. dass sie die Strafuntersuchung 406 . da ich erst seit vier Tagen wieder daheim war und den vollständigen Überblick noch nicht hatte. dann runter nach Steg und durch einen kleinen Tunnel auf die Westseite des Höhenzugs. die Beine hoch legen zu können. Für Montag. Natürlich hatten wir selten dieselbe Meinung. Aber. Das wäre zu begrüssen. Ich war mir sicher. dass wie alle dasselbe darunter verstehen. fuhr ich fort. sagte ich.7.oder dritte Wort falsch verstanden hatte. pünktlich um 11 Uhr beim UR Dr. Der UR erläuterte ihm schnell die Sachlage im 101er Gerichtsfall. Ich durchquerte Wiesen und etliche Wald. ich ging jede Aussage.7. jedem Versprechen von Seiten des Bankdirektors und HansAdam gründlich auf den Grund. Gerne willigte er ein. den 8. Ich bat ihn doch für das kurze Gespräch mit dem UR zu bleiben. Meier auf der Matte. Nachfragen. Dr. Als UR im 101er wäre er überaus zuversichtlich. Zum Glück wurde mir am Samstagnachmittag der Fernseher geliefert. Roland Müller (Partner/Rechtsanwalt in der Kanzlei Müller) wegen einer anderen Sache gerade beim UR im Büro war. Der Zufall wollte es. Die Aussicht war atemberaubend. Dies brachte etwas Ablenkung. schon vorher würde die STA ihn informieren.und Feldwege bis ich in Triesenberg angelangte. dass der Neffe vom RA Wolfgang Müller.. war ich nur deswegen verwirrt. Wie abgemacht stand ich am Dienstag. aber in Bezug auf die Lösungswege stellte ich sicher. Wenn überhaupt. hatte sich niemand angemeldet und ich hatte auch keine Termine. ob ich in den sauren Apfel beissen und STA Haun direkt anrufen sollte. wäre es besser zuerst einen Brief zu schreiben und die Reaktion abzuwarten.

rasch seine Rechtsvertretung von mir in diesem Fall formell abzuschliessen. Noch hätte der UR aber nichts in diese Richtung von der STA gehört. seinen Onkel zu bitten. Er sagte auch. Der Dr. Er müsse jetzt gehen und beendete das Telefonat. Am Nachmittag rief der Bankdirektor auf meinem Handy an und teilte mit. Das würde viele erleichtern. dass ich morgen um 9 Uhr ins Schloss kommen kann. wieder aufgenommen habe und eine Anklage einreichen würde.gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Dann müsste ich ja nicht selber als Subsidiarankläger fungieren. was Hans-Adam für mich getan hätte und keine Angst haben soll. Wird schon noch kommen. fragte ich. antworteten beide Juristen. Roland Müller versprach mir. dass ich nie vergessen soll. Warum? Warum sollte ich Missverständnisse mit ihm haben. versicherte ich beiden. Und wenn es geht. 407 . Dies wäre nur ein guter Tipp von ihm. soll ich wegen allfälligen Meinungsverschiedenheiten nicht gleich aufbrausen.

Von dort sind es nur ein paar Schritte. die Richtung Tal ausgerichtet sind. Und das ging nicht. Er hatte auch seit Jahren Kenntnis von meinem Argentinienfall. Gilbert Kaiser den Kieselweg auf der anderen Seite des eisernen Tors hoch gelaufen. wurde mir gesagt. was für einen Termin man mit dem Blaublut hatte. drehte er seinen Wagen um und wünschte mir viel Glück. Es war jetzt 15 Minuten vor 9 Uhr. Der schnellste Weg hinauf zum Hans wäre die Abkürzung durch den Wald unterhalb vom Schloss. Ich war nicht zum ersten Mal auf Besuch im Schloss. im Sommer wie im Winter. Der heutige Besuch war natürlich anders. Ich kannte Kaiser seit einigen Jahren persönlich. Fürstin Gina. Ich klopfte ans Fenster des kleinen Portierhäuschen. mit weissem Hemd und blauer Jeans bekleidet. Man wollte wohl bei mir von nun an auf Nummer sicher gehen. Er war immer eine hilfsbereit Seele . Bis zu ihrem Tod 1989 hatte ich schriftlichen Kontakt und besuchte sie ab und zu. Normalerweise wird ein Besucher alleine durch das Tor und dann runter zu alten Holzbrücke gelassen. vorbei an der Rückseite des Regierungssitzes und dem Restaurant Real. Besser den Bus ins Zentrum nehmen und meinen Onkel Guntram bitten. mich zum Schloss zu fahren. In meiner Kindheit und Jugend hatte ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Hans-Adams Mutter.. Je nach dem. Beim grossen Eisentor des Schlosses angekommen. vorbei an den Kanonen. Er und seine nette Frau. Frisch geduscht und rasiert. Oft backte ich ihr meinen köstlichen Apfelstrudel und lief zu Fuss. DAS Vier-Augen-Gespräch mit Hans-Adam dem II. war ich marschbereit. die ab 408 . Man erwartete mich schon. Am Abend zuvor hatte ich mir bei meiner Nachbarin ein Bügeleisen ausgeliehen. bis zu den Büroräumen oder rechts um die Kurve in den Innenhof der Burg. Zum meiner Verwirrung kam die rechte Hand von Hans-Adam.KAPITEL 20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam Der wohl wichtigste und schwierigste Tag meiner letzten sechs Jahre war gekommen. dem Staatsoberhaupt und Landesführer. Dann würde ich aber verschwitzt ankommen. den langen Fürstenweg von Schaan nach Vaduz durch den Wald. erkannte ich. zu ihrem Schloss. Das schwere Portal öffnete elektronisch und ich schritt ihm entgegen.

Keiner pisst ungestraft denen ans Bein (Kaisers Worte). dass Hans-Adam mich die ersten 30 Minuten definitiv beschimpfen wird. im 90° Winkel zueinander Platz. Die dunkle Holztüre öffnete sich und auf seine charakteristische Art & Weise kam Hans-Adam zwei Schritte auf mich zu und drückte meine Hand. dass ich noch ein paar Minuten warten müsste. ob ich weiter laufen oder umkehren und raus rennen sollte. jeans-artige Hose. Dann wäre Durchlaucht empfangsbereit. Endlich. Blau. endlich bist du wieder da. wo die zwei Sekretärinnen am Computer sassen. wenn ich die Daten verraten hätte. reichlich Hektik hier in den Haushalt gebracht hätte.und zu mit im Schloss arbeitete. nicht zu vergessen die Gefahr für die Kunden. die Farbe der Adeligen. Da erst erkannte ich. dass man es mir sehr übel genommen hätte. Kaiser begleitete mich bis ins Vorzimmer. Die Möbel waren noch aus Zeiten seines Vaters. jeder auf einem der Sofas. in dem er auch die ausländischen Gäste und ab und zu die Medien zu Gesprächen empfängt. Es sei ja alles noch mal gut gegangen. ich hatte in Wirklichkeit keine Wahl. dass es kein Witz war. gehören zum treuesten Mitarbeiterstab der von Liechtenstein. Jetzt wieder. dass ich ab dem 7. Ich war mir nicht mehr sicher. Er drehte sich um und ich folgte ihm. Franz Josef II. Er beschwerte sich.1. ob Hans-Adam gut gelaunt wäre. war das wenige. Aber. dass mich die Blaublüter bis zum bitteren Ende gejagt hätten. Ich murmelte etwas verlegen und fragte ihn. Dann wurde er ernst und sagte. Er wurde noch deutlicher und sagte wortwörtlich. Auf dem Weg zum Büro erzählte er mir. 409 . Ich stülpte meine Hemdsärmel wieder runter und knöpfte sie zu. erwiderte ich. dass er gleich gekleidet war wie ich: weisses Hemd und eine blaue. ich weiss. Mir wurde sofort klar. hätte ich diese Übeltat nicht überlebt. dass ich zu meiner Verteidigung sagen konnte. freute ich mich zu hören. Ich weiss. Mir wurde gesagt. Da musste ich durch und damit Basta. Ich begrüsste ihn stürmisch und bedankte mich 10'000 Mal für die Audienz. strich Hemd und Hose glatt und versuchte meine Nervosität zu unterdrücken. Man wäre sehr besorgt um die Reputation der Familie und der LGT gewesen. Wir nahmen. rief er mir zu. Mir war bewusst. Diesen Satz untermauerte er bildlich indem er langsam mit dem Daumen seiner rechten Hand von ganz links bis ganz rechts entlang seiner Kehle fuhr. dass ich so viele Monate schlaflose Nächte hier im Schloss produziert hatte. Die Aussprache fand im jenem Raum statt.

Ich dachte es wäre immer eine gute Idee. sagte er. Wir redeten über die Richter. Mit dem Stichwort Professor gewann unsere Unterredung an Fahrt. Keine Ursache. was als nächstes passieren würde. sonst hätte ich die Gelegenheit. die Kunden. den Hans-Adam vor vielen Jahren wegen (ABB-) Insidertrading (illegaler Handel mit ABB Aktien) schassen musste und über seinen Bunker wo die kostbaren Bilder aufbewahrt werden. Ich bedankte mich für die Sachertorte. das Datenband zu entnehmen wohl nie erspäht. aber eine solche Notiz hätte er noch nie ausfertigen lassen und unterschrieben müssen. seiner Kindern und den Enkelkindern zu fragen. die Daten. dass ich immer mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend ziehe. bei dem ich sicher war. wie und warum ich ausgerechnet einen Hinweis in seiner Bilderkammer hinterlegt hatte. ja. Er lachte freimütig – dies war für mich ein gutes Zeichen – und sagte. Die feine Torte. seine Beteiligung an der Firma Ricetec. sagte er. er war es auch. dass ich den Kniff noch nicht im Detail verraten hätte. dass ich so viele Detailkenntnisse über seine Belange hatte. die Justiz im Gesamten. sonst immer eine grosse Klappe. Ich sah. Keine Schimpftiraden. dass er selbst agieren musste und nicht wie immer einfach alles ohne es zu lesen 410 . kam es mir in den Sinn. Ich erzählte ihm die Vorgeschichte dazu und dass ich unbedingt einen Mechanismus finden musste. die mit Heinrich Kieber markiert war. Er war auch nicht gerade ein Gesprächsschnellstarter. Die meisten Liechtensteiner wüsste nur ein Zehntel davon. sagte er. über den ehemaligen CEO der LGT Gruppe. Der Professor hatte ihm dies empfohlen. Ich. Es wäre auch für ihn ein Novum gewesen. Ich erwiderte. mit offenen Augen und Ohren.Er wirkte nicht nur gelöst. Aber zuerst wolle er wissen. dass er vor sich auf dem Salontisch eine Mappe liegen hatte. Die Torte. Er hätte schon vieles in seinem Leben gemacht. seinen Erfolg bei der Abstimmung im März. Gern geschehen. erwiderte er. Ihm sei gesagt worden. Er wollte mehr über die näheren Umstände des Diebstahls erfahren. die STA. war ganz still und wartete ab. Ich bedankte mich für die Notiz. Der Gesundheitsstand seiner Schwiegertochter gab Anlass zur Sorge in letzter Zeit. Allen gehe es gut. nach dem Wohlbefinden seiner Frau. sehr viel lese und mich die Familie Liechtenstein immer schon fasziniert hatte. Hans-Adam war überrascht. die LGT. Sie war dicker als diejenige beim RA Müller. Stille.

Ja! Inwiefern man denken würde. Nun ja. antwortete er mir.1. Er würde aber lügen. Ich hätte ja vom aktuellen Drama bei der LLB gehört. Aber natürlich erwiderte ich. sagte er und hob den Zeigefinger. Er beschrieb mir. Er erzählte davon. dass die Datenträger. dann hiess es er hätte sie doch und so weiter. Ich würde schon morgen damit beginnen. Er erwarte in Bezug auf seine LGT schon eine gut formulierte Denkschrift (Analyse) von mir. nie im Leben würde ich irgendwo einbrechen oder so. dass es mir gelingen würde. sagte er. unter Aufsicht vollständig zerstört worden waren. eher eine günstige Verkettung von Unachtsamkeiten seitens der LGT Treuhand. Warum ich keinen Beweis als Beilage in meinem Brief vom 7. Ich fragte ihn. sagte ich. antwortete er. wie es zu Missverständnissen innerhalb der LGT gekommen wäre. Unbewusst nannte ich das genaue Datum nicht. Diese Lücke sei jetzt geschlossen. dass mein langer Brief. wie in Zukunft so etwas verhindert werden könnte. dass er schon herausgefunden hatte. wie ich mir ohne Gewalt Zugang zum Bunker verschafft hatte. Hoffentlich sei niemand entlassen worden. hätte er nicht 411 . dass er auch nicht danach gefragt hatte. sagte er. Zusammen. Ich entschuldigte mich für die Ungenauigkeit meines Schreibens. die richtigen Fragen an Lampert zu stellen oder zumindest für die Polizei zu formulieren. dass es kein grosser Trick war. er denke. Ich erzählte ihm die Details. Er sagte mir. geliefert hätte. Nein. fragte ich ihn. die ich für ihn in Berlin abgegeben hatte. sagte er mit Unterstützung seiner Arme. mit meiner noch abzuliefernden Analyse. nein. Wann er diese haben möchte. Er erzählte mir auch. Erst später fiel mir auf. Einmal hiess es. Kieber hätte die Daten nicht. Ich bat ihn meinen Beitrag nicht zu überschätzen. fragte ich ihn. Er bestätigte. fragte er mich als nächstes. mit den vielen Details ausreichen würde. dass ich da eine Hilfe sein könnte. versprach ich ihm. mein Input wäre wichtig und Teil meiner eigenen Rehabilitation. So schnell es ginge. ob es wirklich keine personellen Konsequenzen für meine ehemaligen Mitarbeiter gab. In Bezug zum DLT-Band. dass niemand zur Rechenschaft gezogen worden sei. würde das die LGT wieder an die Spitze in Sachen Datensicherheit katapultieren.weiterdelegiere. Ich hätte halt gedacht. dass er strengere Sicherheitsvorkehrungen angeordnet hatte.

ja die Daten. Ich konnte nicht. erlaubte ich mir zu erwähnen. teile er mir mit. wie ich es in meinem Brief an ihn vom 7. fragte er mich. Nachdem ihre berühmte Option 2 oder Variante 2 in Kraft getreten war. Das Geschäft laufe ausgezeichnet. All diese Mandate wären nicht auf den zwei externen Harddisks und den vier DVDs gespeichert gewesen. Er war mit meiner Antwort merklich zufrieden. als wir es jetzt erlebt hatten und erleben würden. Ich wäre mir sicher gewesen. Anstelle man sie in den Reisswolf stopfte. wäre alles viel leichter für mich gewesen. Er konterte mit der Diagnose der IT-Abteilung der LGT Treuhand. dass alle Datenträger unwiderruflich zerstört sind. Was nie rüberkopiert worden war. Ich hätte ihn aber per Emailkommunikation darauf hingewiesen. nichts sei einfacher als das. mit den Originalpapieren und den Datenträgern kreuz und quer durch Europa zu reisen. ob die Daten der Mandate seiner grossen Familie. Er bedankte sich ausdrücklich dafür. Es wäre so gewesen. Er fragte mich. Jetzt.1. Feuerstein. Nein.mit dem Gedanken gespielt. je in Gefahr gewesen waren. Ja. sagte er. aber auf dem DLT-Band natürlich vorhanden waren. sagte ich. geschildert hatte. Insbesondere dachte er an Dr. sagte ich. sei es als Begünstigte oder z.B. In Berlin konnte ich nicht mehr bleiben. dass eine so frühe Rückkehr ein anderes Resultat gebracht hätte. dann kopiert man sie einfach nicht rüber. die ihm gesagt hätte. Gott sei Dank wäre ich die los. Warum ich in Berlin nicht in seinen Wagen eingestiegen bin. sagte ich. Wenn man eine Kopie von einem Datenstamm herstellt und man diverse Dateien nicht in dieser Kopie (auf neuem Datenträger) haben möchte. Warum ich ausgerechnet nach Holland weitergefahren bin. sagte er wortwörtlich. eine Trennung solcher Mandate von der Masse sei nicht möglich. dass ich dem Bankdirektor gegenüber so beharrlich war und er deshalb die Papieroriginale wieder mit nach Hause genommen hat. im Stiftungsrat. Nicht dass sie jemand finden würde und die Daten rekonstruiert. dass er und die LGT dieses zusätzliche Risiko tragen müssten. kann auch nie dort gefunden werden. Hätte man mir die Schutz-ID in Berlin überlassen. fragte er weiter. da nichts passiert sei. 412 . erwiderte ich. Ob ich mich versichert hätte. müsse man aber wieder in die Zukunft blicken. Ich war sehr erstaunt darüber und erklärte ihm. Das Risiko war enorm.

um nicht den Eindruck zu hinterlassen. sagte er mit grosser Erleichterung. Nie im Leben würde ich ihm deswegen Vorwürfe machen. Man sah es ihm geradezu im Gesicht an. Gerne.. dass sein Geschäftsimperium einen Schaden erleiden 413 . Ich konnte ihn verstehen. Da Hans-Adam sein Glück fast nicht fassen konnte. Und der Zwischenfall in Berlin mit den Privatdetektiven wäre nicht seine Idee gewesen. Sofort nachdem ich diese Fragen artikuliert hatte. Der Bankdirektor und sein Gilbert Kaiser hätten sich diesbezüglich klar geäussert. bereute ich sie gestellt zu haben. er es einmal und nie wieder in Worte fassen würde und es unter uns bleiben würde. Ich fragte vorsichtig. Ich nickte beipflichtend. Ich hätte an seiner Stelle vermutlich dasselbe getan. als Mensch. was immer er jetzt dazu sagen würde. Ich war mir sicher. im Rückblick hätte er mir den Schutz-Pass in Berlin übergeben sollen. formulierte er es bildhaft. ob es stimme. dass man sich mit dem Gedanken befasst hatte. Offenbar fühlte er sich sehr (selbst-) sicher und es war ihm auch bewusst. dass er als Landesführer. Ich fragte ihn. dass ich ihm offen und direkt solche gangstermässigen Pläne unterstellen würde. wie ich mit den Angaben zu knapp 4000 Treuhandgesellschaften mit einem kombiniertem Bankvermögen von mehr als 7 Milliarden CHF in Berlin herumrenne. er habe heute für alles ein offenes Ohr. ob ich diesbezüglich ein paar Anekdoten erzählen dürfte. Ich berichtete ihm über meine Vermieterin Daniela in Berlin. fügte ich fix dazu. dass er mir darauf keine ehrliche Antwort geben würde. Uns allen hier in Vaduz kam die Vorstellung. sagte ich etwas gedrückt. die in soweit bringen würde. Trotzdem war seine Antwort glasklar: Obwohl er als Katholik Gewalttaten wie Kidnapping oder ähnliches ablehnen würde. Nie würde er es zulassen. hätte ich ihm mit meinem Handeln nur zwei Optionen offen gelassen. Und über den Polizisten aus Münster/Osnabrück. Er hielt inne und dachte nur kurz nach. wie der Beginn des letzten Abendmahls vor. wohl noch nie in eine solche Lage geraten war. sagte ich ihm. dass wir alle nochmals mit einem dicken veilchenblauen Auge davongekommen waren. Oder mich ganz zu beseitigen. mich mit Gewalt nach Hause zu holen. legte ich noch eines drauf und illustrierte ihm mein Aufeinandertreffen mit den angeheuerten Schnüfflern in Berlin. sagte Hans-Adam. Nachdem er tief Luft geholt hatte. dass.Ja. ihre Ängste ich könnte ein Terrorist sein. überhaupt auf solche Fragen eine Antwort zu formulieren. geben könnte.

würde. Na. dann wäre eine solche drastische Massnahme – von wem auch immer durchaus evident. dass man mit ihm wirklich Klartext reden konnte und ich das Gespräch von meinem Handeln wegleiten wollte. erwiderte ich. dachte ich. erwiderte er. Das Dümmste was ich dazu sagen konnte. Besser in dieser Richtung nicht tiefer bohren.als wir die vielen Mandate mit kriminellem Hintergrund gefunden hätten. Als würde ich eine solche Massnahme auch noch selber befürworten. bat ich ihn. ich verstehe ganz – kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen. Schliesslich waren wir zwei alleine im Raum. meinte ich frech. dann lasst uns nur hoffen. auch andere Mitarbeiter des Projekts e-Doc aus allen Wolken gefallen wären. Aber wären die Daten wirklich verraten worden. mir das 3-D-Modell des Kerkers in Argentinien zurückzugeben. ob man mittlerweile so klug gewesen wäre und sich jener Mandate entledigt hatte. sondern auch aktive Mandate identifizieren konnte. Dies sei eine rein theoretische Frage. wagte ich mich vor und erwähnte seine Leichen im Keller. Wie blöd von mir. schloss er seinen Vortrag dazu. Da ich spürte. Sein Bruder aber schon. in die eigenen Hände nehmen würden. bei der LGT nicht nur Leichen gefunden zu haben. wen er mit den Schwerstbetroffenen meinte. hörte er dann auch von mir: Aha. Natürlich sei es klar. Ich fragte ihn. Ich schilderte. wie erstaunt ich gewesen war. war die kurze Antwort. dass ich weder ihn noch die LGT kritisieren wolle. da ja keine Daten verraten worden waren. Ich sagte auch. die davon am schwersten Betroffenen ihr Recht. Er äusserte sich dahingehend. sagte ich. die im starken Kontrast stand zu dem gängigen Bild was die (Finanz-) Welt von der LGT hatte und die LGT selber pflegen würde. wenn dem so sei. Dass nicht nur ich. dass die Daten nie den ausländische Behörden in die Hände fallen. dass er selber nie alle Mandate persönlich kennen könnte. nicht automatisch bei uns so sei. Der 414 . Hans-Adam erklärte dazu. Um das Gespräch weg von solchen Horrorszenarien zu bringen. dass wenn der Schaden gross wäre. stellte ich in Gedanken fest. Nein. Seine Sippe. den Schuldigen aus der Welt zu schaffen. fuhr er fort. Wobei er sich keine Mühe gab zu verbergen. dass was im Ausland als kriminell gelten würde. dass ich schon verstehen müsse.

Er war dann auch über den Schock. sagte er. sagte ich. Mir kamen die Tränen und er wusste nicht. Ich stimmte vollkommen mit ihm überein. Roegele heisst er. Er bestellte Papiertaschentücher bei seiner Sekretärin. Das Modell wäre ein wichtiges Beweisstück. um im 101er nicht vorwärts zu kommen. 415 . Es tue im Leid. Ich wusste nicht genau. dass es nicht zum Gericht gebracht wurde. Ob das Kriminalgericht in der Folge die Täter verurteilt hätte. dass ihm seine Experten auch bescheinigt hätten. ich hätte einen Dachschaden davongetragen. Meinte er damit. Egal. Abscheuliche Dinge passieren da immer wieder. Er kenne Südamerika gut. Wenige Menschen hätten solchen Terror ohne einen psychischen Schaden überlebt. dass die STA die ganzen Jahre hindurch stets eine andere Ausrede gesucht und gefunden haben muss. Um die Stimmung wieder zu heben. für den Gerichtsprozess. sagte Hans-Adam. erzählte er mir. antwortete er. sehr betroffen. Böse hatte er sicher nicht gemeint. Oft hätte er sich dies in der Vergangenheit aber gewünscht. nicht wahr? Ich würde ihm Leid tun. Ich dachte zuerst es wäre ein blöder Scherz von ihm. Er selber sei leider kein Jurist. die habe er entsorgen lassen. fragte ich. warum der neue RA Müller noch nicht beim Gericht in diesen zwei Fällen vorstellig geworden sei. Mich traf es sehr. Man wusste nicht wohin damit im Schloss. sagte er. dass er den 101er und der 140er selber studiert hätte. Von diesem Spanier Ventosa und dem Deutschem.UR Dr. leider nicht. Meier hätte mir gestern gesagt. dass mir Unrecht geschehen war. Ach ja. stünde in einem anderem Buch. Aber nein. Ich sagte. Ich fragte ihn vorsichtig. wie er damit umgehen sollte. aber in der Anfangsphase wäre man sehr wütend auf mich gewesen. Grausam was mir dort angetan worden war. Wie konnte er es da wegwerfen? Warum man es nicht runter zum Gericht habe bringen können. sagte er wieder. sagte er in Anspielung auf die verbittert geführte Auseinandersetzung im Abstimmungskampf um die neue Verfassung. Er wisse es nicht mehr. die grosse Schachtel. Die STA hätte ohne Schwierigkeit Anklage erheben können. oder meinte er ich hätte keinen. dachte ich. wie ich diese wortwörtliche Aussage von ihm deuten sollte. den seine Antwort im mir auslöste. Er führte weiters aus.

. ergänzte er. Ich sass da und dachte über das bisher gesprochenen nach. Dann kam mir der Gedanke. dennoch führe kein Weg daran vorbei. Es vergingen zwei oder drei Minuten. Ich erschrak. Ich hatte eher das Gefühl. Ich konnte nicht mehr ruhig sitzen bleiben und bombardierte ihn mit Fragen. Ihm sei es angeblich nicht gelungen. dann kam er wieder rein und setzte sich auf seinen Platz. entschuldigte sich und verliess den Raum. sagte er. erklärte er mir buchstäblich. die Justiz davon zu überzeugen. würde man die neu dazu gekommenen Straftaten. ihn bitte ausreden zu lassen. Da die Anklage im 140er rechtskräftig wäre. Ein Ablassventil sozusagen. wie die versuchte Nötigung seiner Person mit dem 140er zusammenlegen und alles in einem raschen Verfahren gerichtlich abschliessen. Er müsse den involvierten Parteien. Er erzählte mir. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzen wollte. Diese Hass sei zwar keine ideale. professionelle Berufsauffassung. Noch bis Anfang dieser Woche hätte er Gespräche deswegen geführt. dass er das Ventil braucht. Darum der Piepston. 416 . kontrolliert entweichen zu können. um seine angestaut Pressluft loszuwerden. Wegen der ganzen Angelegenheit hätte sich bei der Justiz und der STA ein gewisser Level an Ressentiments (Groll. Seit wann wäre die Anklage im 140er rechtskräftig? Warum wurde mir nichts davon gesagt? Warum wurde mir von seinen zwei Gesandten etwas ganz anderes in Holland aufgetischt? Als er merkte. Er war noch nicht fertig mit der Ausführung seines Plans. Als er merkte. dass er folgenden Plan habe. der Justiz eine gewisse Lösung anbieten. unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. Die Tonbandkassette voll oder das Digitalaufnahmegerät hatte keinen Saft mehr. um der angestauten dicken Luft die Gelegenheit zu geben. hier und jetzt in Vaduz zu beenden. die Affäre ein für alle mal. Das wäre wünschenswert. Er würde gerne jetzt über meine Zukunft reden. dass er womöglich das Gespräch heimlich aufzeichnen lässt. Ich müsste es von der positiven Seite sehen. dass man den 140er Gerichtsfall und die Strafuntersuchung im Zusammenhang mit meinem Brief an ihn einstellt. erwiderte ich. Hass) mir gegenüber aufgebaut. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzte. Unter kontrolliert würde er mit „minimalem Schaden für mich‚ meinen. Er stand auf.Auf einmal piepste es aufdringlich aus Richtung des alten Schrank oder der Kommode nahe dem Kasten. wobei sie ihr Gesicht nicht verlieren.

ohne auf meine Antwort zu warten. wenn vorher alle anderen Fälle juristisch abgeschlossen waren. Aufgrund der Vereinbarung mit der spanischen Justiz würde das Gericht in Barcelona unser Urteil anerkennen und somit den Fall dort schliessen. fragte er mich und fuhr fort. erwiderte er zu meinem erstaunen. ob die den bei Gericht in Barcelona hängigen Fall an uns abtreten würden. Da der Plan vorsah. sagte er und fügte folgende Argumentation an: Wir hätten hier zwei Optionen. Zudem würde ich nicht verstehen. sodass alles am Ende dieses Jahres erledigt sein würde. Er wisse dies alles. freiwillig nach Hause gekommen war und Reue gezeigt 417 . welches Resultat würde er sehen. Wir könnten die Spanier nochmals anfragen. das Endresultat wäre dasselbe. nicht wahr. Unmöglich! Und sowieso. sagte ich entsetzt und schüttelte den Kopf hin und her. Aber. den 140er mit den neuen Vorwürfen zusammenzulegen. warum er sagt. Er hätte dies mit seinen Experten auch bedacht. Meine eigene Position in der Verfolgung der Täter von Argentinien würde immens an Stärke gewinnen. wenn er doch Kraft der Verfassung jedes Gerichtsverfahren in Liechtenstein eröffnen. oder wir könnten die in Spanien vorgeworfene Tat bei unserem Gericht selber behandeln (dem 140er) und das Resultat an die Spanier übermitteln. nach so vielen Jahren. würde sich dieser Fall über Jahre durch alle Instanzen ziehen. Dies leuchtete mir ein. fragte ich ihn. Warum. dass ich keinen Schaden für ihn und Liechtenstein verursacht hätte. Was bedeuten würde. Insbesondere weil die verurteilungssüchtige STA mit einem möglichen Freispruch nicht zufrieden sein wird. Mein Vorstrafenregister beim Gericht sei ja leer. dass endlich. Sie wollen doch das alles rasch hinter sich bringen. sagte er. diesem Fall nun die höchste Priorität zu geben. Ende des Jahres. wiedereröffnen oder einstellen kann. könne ich ein mildes Urteil erwarten. Da ich mich vehement gegen die Beschuldigungen im 140er wehren würde. Er habe das Gericht und die STA angewiesen. ihn bitte ausreden zu lassen. Tatsache wäre auch. auch der spanische Haftbefehl gegen mich aufgehoben würde. dass er die Justiz von einer Einstellung der Verfahren nicht überzeugen konnte. fragte ich. Ich befände mich in einer aussergewöhnlich optimalen Lage. a-b-e-r.unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich.

fragte ich ihn. Der Grund dafür waren die Fehlurteile der Justiz hier. würde er sofort vorstellig werden. wenn ich mich zu allem schuldig bekenne. sagte er. dass meine Karten im Moment nicht gut sind. sagte ich. so empfahlen es ihm angeblich seine Experten. Recht haben und vor Gericht Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe. soll ich aus heiterem Himmel eine 180°-Drehung machen und mich ohne Kommentar einfach schuldig bekennen? Wer das von mir verlangen würde. Hans-Adam hatte auch darauf eine Antwort. Beide Fälle wären juristisch getrennt behandelbar. Ob hier alle verrückt geworden wären. dass ein Schuldbekenntnis im 140er absolut keinen Einfluss auf eine Anklage im 101er hätte. Natürlich. Am Besten sei es. Dies alles würde das Gericht berücksichtigen müssen. Das ich mich im Bezug auf die neuen Vorwürfe (resultierend aus dem Brief an ihn vom 7. fragte ich ihn dann. sagte er. was mir konkret im Gericht dazu dann vorgeworfen würde. Aber unter keinen Umständen. vorgelegt würde. Ein undurchdachtes „sich schuldig bekennen‚ könnte schwere Konsequenzen für mich haben.1. stellte ich fest. hätte nichts von dem verstanden. was ich anprangert hatte. Es wäre doch absurd. Es komme aber darauf an. Ich widersprach scharf. Es wäre mir bewusst. fragte ich ihn und entschuldigte mich sofort für diese Frage. Ja. Ich musste zehn Mal leer schlucken. was selten vorkam. könnte ich mir wage vorstellen. Sollte dies nicht der Fall sein. Seine Rechtsexperten wären der Meinung. Weiss mein neuer RA davon. Und wie man sich die Anklage im 101er vorstellen würde. könne dies alles nur reibungslos und in einer überschaubaren Frist passieren. wenn ich mich im 140er ohne weiteren Kommentar für schuldig bekennen würde und im nächsten Atemzug eine Anklage gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. auf die ultimative Wahrheit zu pochen. sprachlos. Das ergibt doch alles keinen Sinn! Nach über sechs Jahren Widerstand gegen die falschen Behauptungen. belehrte er mich.hätte. Und manchmal mache es doch keinen Sinn. wenn ich mich bei der Gerichtsverhandlung nicht gross äussern würde. Der Anwalt von Helmut würde sich doch kaputtlachen und die Anklage in der Luft zerreissen. Ich war. sagte ich.) schuldig bekenne. 418 . auf keinen Fall würde ich mich im 140er schuldig bekennen. Alles sei mit ihm so diskutiert worden. Wie bitte? Ich musste erst die Worte verdauen.

Es wäre doch das Beste. Dank dem Urteil vom Gericht in Vaduz könnte er einen doppelten Sieg feiern. Ich entschuldigte mich höflich. Würde ich mich im 140er schuldig bekennen. Es würde keinen Zweck haben. die er jetzt offenbar nicht einhalten konnte oder wollte. dass er mich mit Versprechen nach Hause gelockt hat. Koste es was es wolle. Zudem hätte er Mittel und Wege zur Hand. nach einem sensationellen Schuldbekenntnis ins Gefängnis wirft? In der Sekunde. Weiters fragte ich ihn. Gnade und sein Verständnis. Kraft und Chance hätte. dies zu verhindern. fügte ich konsterniert bei. warum mich ein Gericht zu einer Haftstrafe verurteilen sollte. Nein. die Gelder durch ein Zivilverfahren am Wohnort von Helmut wieder zurückzuholen. Er versprach mir dass er sofort nach Abschluss einer erfolgreichen Strafverfolgung auch helfen würde. über mich und über seinen Komplizen Mariano M. dass man mich ins Gefängnis werfen würde und ich nie die Zeit. warum der neue RA Müller nicht für die Fälle 140 und 101 nominiert worden war. bedeute dies automatisch. Hans-Adam wurde etwas ungeduldig. Auf dem kurzen Weg dorthin bedankte ich mich nochmals für seine Mühe. Ich sagte ihm. wenn ich endlich über die Kombination Argentinien und Liechtenstein hinweg kommen würde. die wichtige Anklage gegen die Verbrecher mitzuerleben.‚ Ich schilderte Hans-Adam meine Befürchtung. wie dies alles praktisch ablaufen sollte. die Verbrecher ihre verdiente Strafe hier in unserem Land erhalten würden. Er offenbarte mir. Diese Worte waren zu viel für mich. begriff ich die Bedeutung des Satzes im Beschluss zum Freien Geleit: „Der Antragsteller kann bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben.Und was ist mit dem blockierten Geld. R. was er damit meine. dass meine Folterer das Geld bekommen. sagte er.-V. in der ich diese Frage beendet hatte. Jetzt wäre mir auch klar. wenn mich das Gericht. noch schlimmer Helmut würde alles bekommen. dass ich es ihm nicht übel nehme. 419 . worauf er hinaus wollte. Was würde passieren. Ich sah ihn mit ganz offenen Augen an und fragte. dass nicht nur er aufgrund meines gestörten Verhältnisses zur STA und der Justiz eine ganz kleine Erfolgsaussicht sehen würde. jetzt auf Paragraphenreiterei zu pochen. Ich erkannte sofort. Er sehe nicht. fragte ich. Auch dazu hatte er sich eine rechtliche Meinung einholen lassen. mit dem er die Beute nicht mehr teilen müsste. stand auf und lief zur Türe.

Ich setzte mich wieder. Seit der Anzeige sind über sechs Jahre vergangen. Die Sekretärin klopfte an die Türe und meldete einen Anrufer für HansAdam. Sonst würde er sie erst gar nicht aussprechen und überbringen lassen. dass ich 420 . Ich sollte ihn einfach mal fertig ausreden lassen. dachte ich. Die Straftaten seien Offizialdelikte und sehr gut dokumentiert. ihm etwas vorzuwerfen. Weil wir da auf zu starke Widerstände treffen würden. was 1996 in Spanien und 1997 in Argentinien passiert war. Natürlich wäre dies alles mit enormem finanziellem Aufwand verbunden. Seine Experten kamen zum Schluss.Herr Kieber. Für Spanien und vor allem Deutschland sehe er keine solchen Probleme. Mir war die ganze Situation peinlich. dass die Mühlen der Justiz in Argentinien sehr langsam mahlen würden. Besser ich bleibe. Mit der Verpflichtung der besten Rechtsanwaltskanzleien vor Ort wären die Täter schon mit einem Bein im Gefängnis. dass unser System nicht das schnellste wäre. die Beweislage exzellent. viel besser in den Wohnsitzländern der Täter erreicht werden könnte. rief er. Der genaue Aufenthaltsort der Täter könnte gegebenenfalls mit Hilfe von privaten Ermittlern ausfindig gemacht werden. dem vertraut wurde. Ich begriff nichts mehr. Ich stand für ein paar Sekunden still und dachte blitzschnell nach. b-l-e-i-b-e-n sie hier. dass das angestrebte Ziel. Er konnte ja wirklich nichts dafür. stellte er gleich selber die Frage. zitierte er die Worte der Experten. dass er selbstverständlich seine Zusagen und Versprechungen halten würde. Vorher sagte er noch. die Verbrecher von einem Kriminalgericht erfolgreich verurteilen zu lassen. Die meiste Zeit wurde ja bei der Liechtensteiner Justiz vergeudet. sagte er. Warum. Hans-Adam sagte. Selbst im Hinblick auf seine LGT. Dieser stand auf und ging raus. Er habe nach sorgfältiger Prüfung festgestellt. Ich konnte ihm da nur leise und kopfnickend zustimmen. dass das Einsetzten oder Bestellen eines Sonderstaatsanwaltes sowie die Benennung eines ausserordentlichen Richtergremiums in LIECHTENSTEIN kein Vorteil (für mich) bringen würde. Hans-Adam sagte. Spanien und Argentinien. Ein ehemaliger Mitarbeiter. der dann Daten mitgenommen hatte. wer war ich. Das waren Deutschland. was den Plan betreffen würde. rechnete er mir laut vor. er würde auch anerkennen. Sollte ich jetzt rausgehen oder sollte ich bleiben. die absolut keine saubere Weste hatte. Das würde doch zeigen. Herr Kieber.

erzählte ich ihm. Er holte tief Luft und lieferte die bedeutendste Antwort. Oder würde das Land Liechtenstein die Kosten übernehmen. sagte ich zu mir selber. stehe in den Sternen. Wer garantiere mir. Nein. dass er Recht hatte. sagte er. Oder. wie es von ihm gewünscht wird. garantiere es mir. diesem Plan zuzustimmen. Ich sei zwar länger als 421 . Er erkenne an. dass man nachher immer noch zu mir stehe würde und der Gerechtigkeit ihren Erfolg bringen würde? Von dem blockiertem Geld in Österreich kann ich mich endgültig verabschieden. dass wenn ich alle weiteren Forderungen von ihm erfüllen würde. sagte er und erklärte mir: Selbst wenn meinem Antrag auf Fortführung der Strafuntersuchung stattgegeben würde. Denkbar. dass im 101er ja noch der Entscheid des Obergerichts ausstehen würde. Meine restlichen eigenen Mittel würden nie und nimmer ausreichen. rief ich. Er hat sicher nur Topakademiker um Rat gefragt. Besser wäre es doch zumindest parallel dazu. jubelte er. eine Anzeige bei den Bezirksgerichten des Wohnorts jedes einzelnen Täters einzureichen.mir die Angelegenheit doch ein paar Minuten durch den Kopf gehen lassen soll. fragte ich idiotisch. das meine er ja gerade. er wisse dies. dass ich alle bisherigen Forderungen erfüllt hatte. um gleichzeitig in mehreren Ländern Topanwaltskanzleien zu bezahlen. Johann Adam II. So wie die Lage sich heute zeige.würde dies nicht bedeuten. Ja. Natürlich wäre es mir freigestellt. könnte er der Justiz den Auftrag geben den 101er Gerichtsfall an die Justiz der betroffenen Länder abzutreten. und wenn ich mich zudem so verhalte. Das dauert sicher wieder zu lange. wer versichere mir. sagte ich. wer garantiere mir. Ob das Ausland die Täter nach Liechtenstein ausliefern würden. dass die Täter freiwillig vor dem Kriminalgericht erscheinen würden. oder – was von Anfang an der Fall hätte sein sollen – die STA in Vaduz die Anklage erhoben hätte . Haftbefehle für die Täter wären dann der nächste logische Schritt. Als er zurückkam. Der Plan wäre durchführbar. die ich je von ihm gehört hatte: Er. sagte ich zu ihm. nein. sollte ich im 140er ein Schuldbekenntnis abliefern. Ja. wie zum Beispiel ein Pauschal-Schuldbekenntnis der zusammengelegten Vorwürfe. fragte ich. Wenn ich es wünschte. Langsam verstand ich die Erläuterungen von Hans-Adam. Was er als sehr wünschenswert empfinden würde.

wie – auf Deutschland umgelegt – das Wort von Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel und Bundespräsident Herr Horst Köhler zusammen. Ich wunderte mich über diesen Wunsch und sagte. die höchste Instanz im Lande. Ob ich dies schriftlich haben könnte. nein. Und Hans-Adam war keiner. Gab mir sein Wort. Es habe ihn auch stark beeindruckt. dass ich die zwei ausserordentlichen Politiker und Menschen mit dem Charakter eines Hans-Adam vergleichen will. Das Wort von Hans-Adam hat soviel Bedeutung für uns Untertanen. Mir reichte es. Seine Institution war höher. wer sollte mich dazu befragen. ganz im Gegensatz zu Lampert. um eine Strafanzeige gegen die Verbrecher in meinem Sinne voranzubringen. für mein Leben sowieso. Er versichere mir. Er forderte mich auf.ertragbar im Ausland geblieben. dass er alles was in seiner Macht stehe unternehmen werde. er wäre wirklich an dritter Stelle: zuerst Gott. niemandem von unserem Gespräch etwas mitzuteilen. 422 . keine Details zu den Mandaten der LGT preiszugeben. OZA- Er gebe mir sein Wort dafür. Unser Staatsoberhaupt. wenn Aussenstehende wie die Justiz oder die STA von unserem Gesprächsinhalt erfahren würden. Er bat mich auch. aber ich hätte mein Versprechen gehalten und niemanden verraten. Er würde es sehr ungern sehen. Sein Wort. dass ich kein Erpresser wurde. Es war kein Ehrenwort. Er gebe mir sein WORT -OZE Ich war wie gelähmt. witzelte ich ohne eine Antwort zu erwarten. mein Staatsoberhaupt gab mir sein Wort. Er habe sehr gute Regierungskontakte nach Spanien und Deutschland. Nicht dass ich dachte. dann der Papst und gleich danach er. Als Dank für meine Loyalität übernehme er auch ohne zeitliches oder betragsmässiges Limit alle Kosten die in diesem Zusammenhang anfallen würden. Ein Ehrenwort kommt von einem Ehrenmann. wenn er dies glaubte. Um es für meine deutschen Leser und Leserinnen symbolisch aufzuzeigen. Ohne. Er war mehr. W-O-R-T. Mir sein Wort.

ob nun alle Datenkopien vernichtet seien und ich keine mehr hätte. wenn mich etwas bedrücken sollte. In der ganzen Diskussion von 1 Stunde und 50 Minuten hatte ich ihm gegenüber immer die Wahrheit gesagt. würde aber aufgrund der Vorgeschichte mit mir übereinstimmen. merkte ich. Hans-Adam sagte. Ich lehnte dankend ab und wollte lieber an der frischen Luft runter ins Dorf laufen. Dort sei ja eine Stelle frei. Er erwähnte noch. dass er und ich sehr verschwitzt waren. dieser hätte nichts zu sagen und stelle kein Hindernis für mich dar. wichtige Geschäfte warteten auf ihn. Untersuchungsrichter? Morgen? Ich wüsste von nichts. sagte ich. Ich durfte den Weg zum Tor alleine hoch laufen. Als er mich fragte. dass das Gespräch länger gedauert hatte. Er bat mich ihn auf dem Laufenden zu halten. Ich erzählte ihm. musste ich ja sagen. Und er wünschte mir für die Arbeitssuche alles Gute. dass ausgerechnet der STA Haun für die Strafuntersuchung der neuen Vorwürfe eingesetzt wurde. als ursprünglich geplant war. Hans-Adam meinte. Hans-Adam sah wohl. dass dies mir gegenüber nicht fair wäre. er wisse dies nicht genau. dass ich Gerüchte gehört hatte.Der erste Schritt in diesem Plan wäre meine Einvernahme morgen beim Untersuchungsrichter. Er müsse sich leider verabschieden. ich musste nachdenken. dass ich ihn jederzeit anrufen könne. dass ich morgen um 9 Uhr einen Termin beim Untersuchungsrichter habe. Mir einer einzigen Ausnahme. antwortete er. von Kaiser nach Hause gefahren zu werden. Er glaubte es mir. dass er davon ausgehe. Natürlich konnte (und kann) ich nicht in seinen Kopf hineinschauen. Er musste auch lachen. dass ich etwas wacklig auf den Beinen war und bot mir an. Aha. Er schaute auf seine grosse Armbanduhr und mit einem Seufzer sagte er. sagte ich und zuckte mit den Schultern. Ich wollte. ich fange morgen bei der LLB an. Auf halber Strecke des Fusswegs setzte ich mich auf den Rand eines Brunnen. Wieder ausserhalb der Schlossmauern. bog ich links ab und nahm den Weg runter durch den Wald ins Städtle nach Vaduz. 423 . Als wir beide aufstanden. Nun. dass ich mich bei keiner Bank oder Treuhand bewerben würde. Ansonsten wäre ja der Professor auch noch für mich da. Er betonte aber. dass ich den Haun ignorieren solle. scherzte ich. Mit einem Schmunzeln sagte er.

die Details vom heutigen Gespräch mit Hans-Adam in meinem Taschenbuch. dem Professor meine Grüsse auszurichten. 424 . sagte ich. Super sagte ich. logischen Verdacht gehabt hätte. Vielleicht wollte der Professor dies nicht. dass ich als eine Art Selbstschutz eine Kopie für mich behalten hatte. wie er es in den Monaten und Jahren die folgten. ebenso wie der Professor im August/September in die Ferien verreisen würde. wie so vieles in den letzten 10 Jahren. sonst hätte er sich nicht so benommen. gezeigt hatte. Er kündigte an.Aber selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt noch den kleinsten. dass er. Eigentlich wollte ich den Professor auch anrufen. Ich weiss nicht warum. So bat ich diesen. Er fragte wie es gegangen sei. Am Abend notierte ich. Aber seine echte Nummer hatte ich ja nicht. Zu Hause angekommen. dass die ganze Familie wieder an einem Tisch sass. dann muss sich diese Befürchtung innerhalb weniger Wochen oder Monate in Luft aufgelöst haben. Der Kontakt war ausschliesslich über den Bankdirektor möglich. Schön für sie. rief ich den Bankdirektor auf dem Handy an. Er war froh. aber diese Nummer wurde mir nie mitgeteilt.

Warum auch? Gemäss Hans-Adam wäre ja alles nur eine Formsache. da sie mich fragte. Nach Abschluss der Einvernahme wollte die UR mir über ihre Sicht der Dinge erzählen. was ich nebst der besprochenen Kassette. war mir gleich klar. Ich kannte sie von meiner Jugend in Schaan.1. Also sagte ich zu ihr. den 11.. Wie so oft in den folgenden Monaten. Eine schöne Frau. Am Freitag. Sie zeigte mir die Kopie.. dass Hans-Adam hinter der Schrumpfung des Umfangs stecken musste. sobald ich einen Verdacht schöpfte oder mich etwas stutzig machte. was sich da in Vaduz zugetragen hatte. Weil es Fragen nach den (technischen) Details zum Datendiebstahl oder grob zum Inhalt der Daten selber waren. Ich wusste nicht. Da die Justiz diese Kopie vom Schloss erhalten hatte. Weil alle so erleichtert waren. Ich hatte mich nicht auf die Befragung vorbereitet. Zuerst dachte ich. Am Empfang fragte ich den Schalterbeamten. Zimmer 23. Ich erkannte sofort. dass sie eine Untersuchungsrichterin geworden war. dem 3-D-Modell und der dicken Schachtel mit den Kopien von Gerichtsunterlagen zum Argentinienfall dem Hans-Adam Anfang Januar hatte habe zukommen lassen. Spontanbesuche sind oft kein Problem. Auf die Hälfte der Fragen gab ich dem Wunsch von HansAdam und der LGT entsprechend keine Antworten. dass mehrere Seiten fehlten.oder Kriegkommandozelle und von Abhörmassnahmen zu berichten. dass dies alles war. dass die Katastrophe nicht eingetreten war.7. Wirklich filmreif. Ich lief die paar Hundert Meter von meiner Wohnung rüber zum Polizeigebäude. ob die ihr vorliegende Kopie meines Briefs vom 7. traute ich meinen Ohren nicht.7. so vollständig sei. beim Polizeichef Jules Hoch vorbei zu gehen. dass meine Abenteuer in Berlin und Holland die schrillsten waren. Als sie aber anfing aus dem Nähkästchen zu plaudern. Liechtenstein ist ein kleines Land.KAPITEL 21 Blutspur auf den Rheindamm Am nächsten Tag. waren die Zungen meiner ehemaligen Gegenseite locker. entschloss ich mich. Es war das Gefühl einer Befreiung für sie. von einer Krisen. ob Herr Hoch da wäre und eventuell Zeit für mich hätte für ein kurzes 425 . Irgendetwas musste der jungen UR aufgefallen sein. den 10. Sie konnte von aberwitzig wechselnden Haftbefehlen. sass ich pünktlich um 9 Uhr bei einer Untersuchungsrichterin im dritten Stock des Gerichts. Auch hatte ich Glück und konnte fast immer die richtigen Fragen stellen. Daher gratulierte ich ihr erstmals.

was wohl seinem Papa als erstes zur Wort. Ich sagte zu ihm. wenn er quasi von meinem Gegner nicht nur bezahlt sondern offenbar auch instruiert wurde. Hoch bedankte sich und fragte wie es mir ginge. Er verneinte. ich hätte ihm seine kostbarsten Bilder verätzt. Ich äusserte mich auch zum möglichen Interessenkonflikt. Für mich nicht ganz überzeugend. Hans-Adam hatte Angst gehabt. Blendend. dass ich wieder im Land sei. übermalt oder zerschnitten. Anm. einem Kriegsstab oder so etwas. Das Gespräch dauerte exakt von 11:00 bis 11:55. In einem freundlichen Ton schilderte er mir das Chaos. erwiderte ich. da ich immer noch Bedenken hatte. sagte Hoch zum Schluss. mein lieber Kieber. Er habe gehört. zu denen er vom KKZ beauftragt worden war. nachzudenken. als er mir auf der Treppe herunter entgegen kam. ob er wirklich zu 100 Prozent meine Interessen vertreten würde. dass ich a) überhaupt einen Hinweis anbringen konnte und b) es niemand gemerkt hatte. Langweilig wurde es denen hier mit meinem Treiben nicht. Zu Hause angekommen. auch hier wieder auf eine allgemeine Erleichterung zu stossen. Ich bedankte mich und versprach mich in Zukunft zu benehmen.: Hoch erzählte mir natürlich nichts von den diversen Handlungen. Ich möchte mich bei ihm und seinem Team für den Stress entschuldigen. war Hans-Adam zuerst sprachlos und dann sehr erzürnt. dass es eine surreale Situation. als sie alle im Schloss vor dem Kunstgemäldebunker standen. war dann das richtige Resultat. Ich fragte ihn ob er etwas über Haftbefehle wüsste.und Zahlkombination einfallen würde. dass ich am Mittwoch eine Audienz mit Hans-Adam auf dem Schloss hatte und ich mich dort auch entschuldigt hatte. der Zeit hatte. 426 . schrieb ich meinem RA Müller einen Brief. was sie dort erwarten würde. Ich war froh. Er erzählte mir. wie aus einem Horrorfilm gewesen sei. Als man den Hinweis gefunden hatte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ausser den Kurzkommentaren der UR auch nicht mehr über das KKZ. das ich nach meiner Abreise verursacht hätte. Ich schilderte ihm meine Einvernahme bei der UR. Er bat mich mit in sein Büro zu kommen. sagte Hoch. Herr Kieber. Darum war es sein Erstgeborener. dass ich deswegen heute persönlich gekommen wäre.Gespräch. Hochzeitsreise. Ich erzählte ihm. Niemand wusste. Man telefonierte herum und liess mich dann durch die doppelte Sicherheitstüre hindurch.

Burkhard Hirn. den 16. Irgendetwas von einer Exekutionssache mit einem gewissen Herrn Helmut Roegele. mit welchen die ausländischen Titel für vollstreckbar erklärt wurden und die Exekution bewilligt wurde. Es sei ein Edikt publiziert worden. Rechtsanwälte in Bludenz gegen Kieber Heinrich die Beschlüsse vom 26. die Zeitung zu lesen. Bezirksgericht Feldkirch. zuletzt in Neue Churerstr. Ab und zu fuhr ich ins schweizerische Sargans oder sogar bis nach Chur hoch. zuzustellen. schrie ich. 27. ein solches Drama publik zu machen.7. fragte ich. Ich befürchtete. 6800 Feldkirch zum Kurator bestellt. An Herrn Kieber Heinrich. Dort kaufte ich mir die Zeitung. sagte sie. WAS. wird Herr Rechtsanwalt Dr. 2. 2003 427 . Ich würde in der Zeitung stehen. Mein Blut begann zu kochen. dass ich mich erst wieder auf dem Rheindamm traute. Gilmstr. Ich war so nervös. Damit war ich wieder mobil. der sie auf ihre Gefahr und Kosten vertreten wird. Ich bedankte mich für ihren Anruf und fuhr fuchsteufelswild mit dem Velo vom Rheindamm runter ins nächste Dorf. dass keine der zwei Liechtensteiner Zeitungen wirklich Interesse haben könnte. machte ich einen Veloausflug bis an die österreichische Grenze. 2.Am Wochenende konnte ich mein altes Fahrrad. nach Ruggell. Gerade als ich umkehren wollte. Abt. am 18. 5. 6.. Ich genoss es auf den Rheindamm rauf und runter zu radeln. erreichte mich ein Anruf einer Bekannten auf meinem Handy. sind in der Exekutionssache Roegele Helmut vd: Heinrich Concin u. das ich eigentlich einem Bekannten geschenkt hatte. dass irgendjemand eine Story über die vergangenen sechs Monate gedruckt hatte. 2003. wieder abholen. Beide Zeitungen sind das Organ einer der zwei Volksparteien. Warum? Wieso. FL9496 Balzers. a. Folgendes war mit dem Titel EDIKT abgedruckt. bis sie selbst auftritt oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. Am Mittwoch. Im Liechtensteiner Vaterland. Schliesslich überleben beide Publikationen seit Jahrzehnten nur dank des dicken Zuschusses aus der Staatskasse. Da der Aufenthalt der oben genannten Person unbekannt ist. OT Entfernt. Dann kam mir in den Sinn.

Wer weiss. Paul Meier dort. Ich war froh. Ich stolperte und fiel ungebremst auf die geteerte Rheindammstrasse. sagte ich. wen sah ich auf einer Bank beim Rheindamm. dass alle ihr Gesicht nicht verlieren würden. seine LGT und ihr. Ich fing an zu schluchzen. man glaubte es kaum. Ich zeigte ihm den Artikel und fluchte über alle. verplapperte ich mich ein wenig. dass es in Bezug auf das blockierte Geld schon zu spät sein könnte. schrie ich. schrie ich in den Himmel. Ich war kurz vorm Explodieren. Es sass der UR Dr. Ich hyperventilierte stark. er musste wohl gedacht haben. Ich bat ihn um Verzeihung. kreischte ich. Ich musste sofort nach Vaduz. Niemand hätte mir davon etwas gesagt. Ich bremste so stark. Er war sehr bemüht mich zu beruhigen. ich konnte es nicht glauben. Alles nur Lug und Trug. also das Gespräch nicht in einem offiziellen Rahmen stattfand. Und auch ich selber erkannte mich nicht mehr. Ich drückte die Pedale so schnell es ging. Dann. Meine beiden Knie bluteten stark. ballte meine Fäuste und sagte etwas im Sinne: Ich wusste es! Ich wusste es! Euch kann ich es auch noch zeigen. verdammt. dass ich ausgerechnet ihn getroffen hatte. Ich fluchte die ganze Zeit. Aus einem Zeitungsinserat muss ich erfahren. Ich 428 . Was ihm dann gelang. Er war über meinen Zustand sehr erschrocken und fragte nach. Erst vor einer Woche hätte ich Hans-Adam alles Mögliche zugestanden.Anm. ich sei verrückt geworden.2.2003? Wieso exekutierbar? Das letzte Wort in der Zivilsache war doch noch nicht gesprochen. Ihm vertraute ich immer ganz. den nie hatte er mich so gesehen. Und. Es war schon nach 16 Uhr und ich wollte noch den Bankdirektor in seinem Büro antreffen. neben sich sein Velo. Man hätte hochkarätige Anwälte für meine Sache eingespannt. verdammt noch mal. musste das Gericht diese Anzeige publizieren. Ich warf mein Velo auf den Boden und ging zu ihm. was man von mir verlangt hätte. da sie keine rechtsgültige „“Adresse“ meinerseits mehr hatte. Ich hätte alles gemacht. Verdammt. sodass er. Und was jetzt. was denn los sei. die Justiz. seine Regierung. was ich in der LGT Bank angestellt hätte. zum ersten und letzten Mal. Wir redeten über die Angelegenheit und da wir nicht in seinem Büro waren. In meiner Wut konnte ich mich nicht mehr beherrschen.: Da mein alter RA HIRN nicht mehr für mich beim Gericht in Feldkirch tätig war. Zu Recht. auf Höhe des Schaaner Sportplatzes sitzen. Der arme UR. dass es ein paar Meter schwarze Gummispuren gab. konnte ich ihm mehr Details erzählen. Was für ein Urteil vom 23.

sagte er. Ja. schoben wir beide unsere Velos neben uns her. da ich sicher war. Typische Liechtensteiner Denken – mit Kohle jeden Ärger aus der Welt schaffen. als ich geschrien habe. am Freitag der Polizeichef. erwiderte der UR.schilderte ihm. Ich musste lachen. meinen finanziellen Schaden. ich sagen müsste. Bei der nächsten Abzweigung verabschiedete er sich von mir und radelte fort. um mich nachher als Erpresser abzustempeln. „Im Internet. Unter schwachen Schmerzen setzte auch ich mich aufs Radl und fuhr gleich nach Hause. 429 . Die sind ja alle paranoid mit diesem Thema. euch könnte ich es auch noch zeigen. Zudem hatte ich nie um Geld gefragt und würde solches nie annehmen. Aus heiterem Himmel erwähnte er beiläufig. dass er sich vorstellen könnte. fragte ich frech. Erstens habe ich keine Kopie mehr. Ich erzählte ihm. Er grinste dabei. dachte ich. sagte ich. Es wurde Zeit für ihn nach Hause zu gehen. Warum auch. Es wäre rechtlich unmöglich. Ich war felsenfest davon überzeugt. Was ich damit gemeint hätte. dass es der Verbrecher Helmut es bekommen könnte. Wenn die Gelder in Österreich verloren sind. dass selbst wenn ich eine hätte. Daher bitte ich euch alle. fragte er mich. Wo denn. Nicht der Rede wert. Also in beiden Fällen wäre die Antwort dieselbe. Das blockierte Geld ist meines. Rein aus Sicherheitsgründen. Als das Thema wieder auf den Zeitungsartikel kam. nicht wahr?‚ meinte er. fragte er mich auf einmal folgendes: Ob die LGT oder Hans-Adam mir nicht angeboten hätten. Ich war aber nicht darauf eingegangen. Drittens wäre das Internet der letzte Ort wo ich eine Kopie herumfliegen lassen würde. wie das Gespräch mit Hans-Adam abgelaufen war. Wie bitte. Es wurde eine frühe Nacht für mich. dass ich keine habe. irgendwann zu vergüten. was ich alles in Berlin und Amsterdam erlebt hatte. er wisse dies. Da meine beiden Knie noch sehr schmerzten. sagte ich. Zweitens müsse ihm doch klar sein. den ich seit der Barcelonageschichte erlitten hatte. dass es eine Falle wäre. sagte ich. diese Frage nicht mehr zu stellen. sagte ich. wo ich eine Kopie der Daten versteckt halte. als ich im Ausland war. Ich plante ganz früh am nächsten Morgen mit dem Bus zum RA Müller zu fahren und ihn wegen des Edikts zu fragen. Denn schon letzte Woche wurde ich mehrfach gefragt: am Donnerstag die Untersuchungsrichterin. dass mir einmal eine Art Geld für eine organisierte Flucht angeboten wurde. dann sind sie halt verloren.

Offenbar hatte er Bruchstücke von einem Drama Anfangs Januar erfahren. Er war sichtlich geschockt und begleitete mich zu Müller. getan. Man müsste halt abwarten. was jetzt wirklich alles passieren würde. Ich war schon um 08. der Sache nachzugehen. Ich zeigte ihm das Edikt und fragte. Um 16. erhielten sie die Zweitschlüssel. sozusagen.10 Uhr stand der Bankdirektor vor meiner Wohnungstüre und klopfte. den 17. würde nichts geschehen. bei der Post in Schaan. Um die Mittagszeit rief die Bank noch einmal an und verschob den Besuch auf 16:00. RA Müller konnte sich aus der Affäre ziehen. dass der Bankdirektor auf seinem Weg zur Arbeit durch Schaan fahren könnte. Ich bedankte mich bei allen und wünschte einen schönen Tag. Da sie die offiziellen Wohnungsmieter waren. Er müsse mit mir einiges besprechen. wo ich die bestellten Kopien vom 101er beim Gerichtssekretariat abholte.Gesagt. bestätigte ich die neue Zeit. 430 . Ich erzählte ihm. Ja aber Hallo. klärte er mich auf. Ich hätte die Idee. wie er durch die Haustüre kommen konnte.00 Uhr am Donnerstag. dass ich doch wüsste. Sollte die fertige Schrift in die falschen Hände gelangen.7.7. Daher rief ich ihn auf seinem Handy an und bat ihn mich kurz bei der Post zu treffen. Nein. Dieser hatte wiederum enge Freunde im Regierungsamt. sagte ich und fragte. indem er sagte. Kein Problem für mich. sagte ich. Ich nutzte die Zeit und begab mich zum Landgericht. den 18. Für den Notfall. Ich liess mich auf keine Diskussion ein und verliess diesen Rheinabschnitt. darin keine Namen.. ob dies der Dank für mich wäre. Ich wusste. Firmen oder Zeitabschnitte zu benennen. dass dies ein Versäumnis war. bestätigte er mir. dass er ja kein Mandat von Hans-Adam oder der LGT für die blockierten Gelder bekommen hatte. Er fragte wie es mir gehe und ich sagte so lala. Ich schnappte mir die Badehose und fuhr mit dem Velo zum Rhein. Freitag. Der Bankdirektor sah ein. erwiderte ich. Er zeigte auf den Schlüssel in seiner Hand und meinte. ohne Schlüssel. dass sie den Zweitschlüssel für unten und oben haben. Gute Idee. dass ich mit der Grundstruktur der gewünschten Denkschrift angefangen habe.. Am nächsten Tag. Dort tummelte sich auch ein alter Bekannter von mir. Zehn Minuten später war er angekommen. rief die Sekretärin vom Bankdirektor an und kündigte seinen Besuch bei mir zu Hause an. Er gab dem RA Müller die Order. wüsste ich nicht.

Niemand aus diesem Hause hatte etwas mitbekommen. nicht in die Nähe der Treuhand zu gehen. Ja. Drei oder viermal die Woche absolvierte ich ein Krafttraining dort. Den einzigen Termin. Ich verfasste einen Brief an den Bankdirektor und einen an RA Müller. so wäre man froh. zu Befehl. Herr Kieber. den Professor und die getroffenen Abmachungen eingeweiht. mein Kommandant. Alle waren ohne Erfolg. Im Brief an den Bankdirektor drückte ich (im Vertrauen) mein Befremden über einiges. hatte sich gut eingelebt und war sehr glücklich dort. steige aber nicht aus dem Bus. wäre es durchaus möglich gewesen. Ausser wenn ich im Linienbus von hier z. warum man in der Angelegenheit der blockierten Gelder 431 . sollte ich irgendwo auf einen ehemaligen Arbeitskollegen der Treuhand. dann durchquere ich das Zentrum. wenn ich keine Diskussion anfangen würde. Meine einzige Waffe war das Schreiben. In Zukunft werde ich zu den Büroöffnungszeiten das Zentrum von Vaduz meiden. Die letzten zwei Wochen im Juli 2003 waren besuchsmässig sehr ruhig. sagte ich. Ich konnte ihm die erforderlichen fünf schriftlichen Bewerbungen vorlegen. Diverse Leute der Treuhand hätten mich aber mehrmals mit dem Velo in der Umgebung der LGT Treuhand gesehen. Er bat mich deshalb. sondern einfach in eine andere Richtung weglaufen würde. Um fit zu bleiben. den ich hatte war der Pflichtbesuch beim Sachbearbeiter der ALV. Man hatte ja den Dr. zum Beispiel dass ich einfach nicht verstehe. Schönes Wochenende Herr Bankdirektor. Ausserdem.Er hätte noch ein anderes Anliegen. dass ich bald keine Stelle mehr antreten könnte. Hans-Adam wollte dies nicht. Ehrlich gesagt. insbesondere Dr. Feuerstein und den Rest der Geschäftsleitung der LGT Treuhand nicht über seine Reisen ins Ausland. Ich solle ihnen vertrauen und aufhören so misstrauisch zu sein. Keiner bedrängte mich mit Fragen. Auch besuchte ich meine alten Nachbarn in Balzers. Feuerstein treffen. Ihnen auch. Auch das Ehepaar. Von meinen neuen Nachbarn in Vaduz lernte ich einige besser kennen. Niemand hatte sich bei mir angemeldet. nach Buchs fahren würde. wurde ich wieder Mitglied beim OLO’s GYM in Triesen. dass alles gut werden würde. So wie die Dinge langen. Höchstens in der Gefängnisküche. was sich seit meiner Rückkehr abgespielt hatte aus. das meine alte Mietwohnung gekauft hatte. Auch wussten sie nichts von meiner Heimkehr.B. hatte ich mich nicht gross angestrengt. Zum Abschied sagte er mir.

Ich bat den RA. wenn er mir als Subsidiarankläger bei der Ausfertigung der Anklage helfen würde. Dieses Thema schloss mit den Zeilen. dass ich verwundert wäre. In Liechtenstein formuliert die STA in der Anklage keinen Antrag auf die von ihr gewünschte Strafe. Es wäre ein wichtiger Bestandteil meines Kampfes der letzten sechs Jahre. Ich würde langsam den Verstand verlieren. dass ich insofern wieder Hoffnung habe. dem Verbrechen der schweren Nötigung (§15. Ich sei deswegen zu bestrafen. Zu unserer (Bankdirektor. aber es ihn auf der anderen Seite offenbar nicht allzu gross stören würde. dem Vergehen der Datenbeschädigung (§126) und dem Vergehen der Urkundenunterdrückung (§229) angeklagt. bei den Büroadressen der Herren ab. was allgemein erwartet wurde. Mit welchem Kenntnisstand er mich verteidigen würde? Mit einer fliegenden Durchsicht des dicken Aktes einen Tag vor dem Prozess.7. Ich schilderte im Brief weiters. 432 . insbesondere Deutschland und die USA (§124). 105. RA Müller und ich) Fassungslosigkeit wurde ich. wie der RA Müller für mich im kommenden Prozess (140er) kämpfen wollte. wegen dem Verbrechen der Gewalt und gefährliche Drohung gegen den Landesfürsten (§ 249 StGB). dann wäre ich froh. da man jetzt den RA Müller für die blockierten Gelder angeheuert hatte. fragte ich. Im Brief an RA Müller befasste ich mich vor allem mit den Fall 101er. Die STA würde ja sicher keinen Auftrag von Hans-Adam bekommen. Ich wäre der Meinung. Beide Briefe lieferte ich persönlich am 31. ganz entgegen den Erwartungen und Beteuerungen. wie Hans-Adam auf einer Seite mir massiv helfen würde. wenn einer der Verbrecher mit einem Sack voll Kohle für seine Taten auch noch belohnt würde. 106). Ich würde nicht verstehen. Ich war von der Argumentation von Hans-Adam noch nicht ganz überzeugt. wenn er bis jetzt noch nicht einmal die Akte studiert hatte. dass man es doch lieber zuerst einmal beim Liechtensteiner Gericht versuchen sollte. Am gleichen Tag war auch die magere acht Seiten lange Anklageschrift mit den Vorwürfen im Zusammenhang mit meinem Schreiben an HansAdam fertig. die Verbrecher zur gerechten Strafe zu bringen.oder Betriebsgeheimnisses zugunsten des Auslands.noch nichts unternommen hatte. dem Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. sollte das Obergericht meinem Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zustimmen.

Mein Gott. Liechtenstein und die LGT wegen ihm durch mich seit Januar 2003 (unter der Berücksichtigung des Datendiebstahls eigentlich schon sein 2002) mitmachen mussten! Warum? Warum. Über die Anklagepunkte selber und das ausgerechnet Haun diese vertreten soll. Dies sei so üblich. warum mussten sie mich immer noch quälen? Hatte ich mich nicht genug unterworfen? Was ich noch nicht begriffen hatte. Dies war wohl eines der notwendigen Ventile. Zudem stellte ich die berechtigte Frage. wenn Hans-Adam mich unverkennbar zum Schlachthof führen lässt und mir gleichzeitig seine universelle Hilfe anbietet. als ich trotzig kundtat. Warum konnte man nicht einfach einen "unvorbelasteten" Ankläger nehmen? Langsam begriff ich. was Hans-Adam meinte. Mit verschiedenen. Der Professor wurde telefonisch über den sich verschlimmernden Zustand von mir informiert. Nachdem was ich alles wegen ihm seit Jahren ertragen musste! Noch schlimmer: Nachdem was Hans-Adam.Meinen aufmerksamen Lesern können sicher auch auf den richtigen Namen des STA tippen. abwechselnden Akteuren. dass ich nie freiwillig zu der Verhandlung gehen würde. diagnostizierte er aus der Ferne. Er war entsetzt. dass ich keine Angst wegen der vielen Einzelvorwürfen haben sollte. Jeder wollte zum Schuss kommen. der immer schon eine feine Antenne für meine Gefühlslage hatte. der dieses Anklage geschrieben hatte und sie vor Gericht vertreten möchte. als er mir sagte. fragte ich. Der Bankdirektor. Ende. dass dahinter ein ganz fieser (Rache)Plan stand. Ich bin mir sicher. wer den sonst. solange Haun dort sei. beteuerte mir. Aus psychologischer Sicht ein total falscher Schritt. wie das Gesamtbild noch stimmen könnte. Was in einer Anklage stehen würde. Dieser Umstand war äusserst unerträglich für mich. HAUN. Ja. es auch als sehr verletzend und demütigend empfunden hätten. sei noch lange nicht dasselbe. was schlussendlich zu einer möglich Verurteilung gelangen würde. Warum ausgerechnet ER? Man hatte andere Staatsanwälte bei der Staatsanwaltschaft. sodass sie Luft ablassen könnte. als Jurist. Speziell dann. wären sie an meiner Stelle gewesen. war die Tatsache. Der RA. dass man der Justiz ein Ventil geben müsste. damit die Verbrecher vor ein Kriminalgericht kommen. dass die allermeisten Menschen. machte sich grosse Sorgen um mich. Mit meinem RA und dem Bankdirektor diskutierte ich ausgiebig die Anklage. Er empfahl 433 .

wenn mir schon in Holland felsenfest versprochen wurde. Nachvollziehbarerweise tobte ich wie ein Wildschwein. Nötigung u. Nicht nur konnte er sich auf fast 900'000. dass er mir dies mir beim Besuch auf dem Schloss ausführlich erklärt hätte. warum ich überhaupt wegen Drohung. Er erzählte mir. von Haun und der abgelaufenen Frist.dem Bankdirektor Hans-Adam zu bitten. Es war wie eine zweite Folter für mich. die am 25. Helmut Roegele. angeklagt werden soll. Alles würde gut werden. dass es allen direkt oder indirekt Beteiligten klar sein musste. Zu spät? Zu spät. Bevor dieser aber mich anrief wurde mein Zustand noch unerträglicher. wenn ich all seine Forderungen erfüllen würde. dass ich die Anklage nicht als fehlerfrei ansehen soll. quasi ‚abgefolterte‚ Beute abkassieren. Am frühen Abend bekam ich einen Anruf von Hans-Adam. Die Gelder wären nun in Reichweite des Täters aus Argentinien. Ich weiss nicht. RA Müller meldete sich wieder. dass ich überhaupt nicht belangt würde. jammerte ich. Man hätte also fristgerecht einen Einspruch erwirken können.w. dass dieser mich anrufen soll und einiges klären soll. dass es furchtbare emotionale und psychische Konsequenzen für mich haben würde. Er wiederholte. Ich fragte ihn. WAS.7. Da 434 . Sicher ist. Er entschuldigte sich und meinte nur. Was für eine Frist. fragte ich. dass ich den Haun ignorieren sollte. dass eine Frist verpasst worden wäre. Die nächsten paar Tage verbarrikadierte mich in meiner Wohnung und brütete darüber.. als sie davon erfahren hatten. Nach über sechs Jahren konnte mein Folterer Helmut Roegele sein Glück nicht fassen und seine erpresste. schrie ich. dass es zu spät sei. fragte ich. schrie ich ihn am Telefon an und entschuldigte mich gleich für den Ton. Selbst beim blockierten Geld sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.03 abgelaufen wäre.CHF freuen. Er wusste von der Anklage. wohin es noch führen würde. was in den Köpfen derjenigen in Liechtenstein vorgegangen war.s. nein. Er sagte zu mir. Es wäre eine 14Tage-Frist gewesen. Ich konnte es nicht fassen. was das alles bedeuteten soll und vor allem. Natürlich schmerzte mich dieses Ende sehr. Und warum Haun. er musste auch keinen einzigen Franken mit einem seiner Komplizen teilen. Seine Nachforschungen in Bezug auf die Gelder in Österreich hätten ergeben.

Je mehr ich über die ganze Sache nachdachte. den ganz klar voreingenommenen Haun als Kläger zu bestimmen. Dass man aber extra den Haun dafür nominieren würde. Ich bräuchte sie schliesslich noch wegen der Spaniensache. nicht allzu sehr darüber nachzudenken und mich stattdessen auf den mit ihm vereinbarten Fahrplan zu konzentrieren. dass eine Anklage ja kein Urteil sei. Diesem Hinweis folgend verfasste ich dann am 5. so wollte ich ihn wissen lassen. sodass jene das seit Jahren liegende Verfahren dort einstellen und den Haftbefehl löschen können. Ich versprach ihm dies. Er habe mit dem Chef der STA. Ob das Kriminalgericht auf die Anklage mit Strafurteilen folgen würde. wenn es sich als wahrhaftig herausstellen sollte.8. Nach allem. dann hätte er doch dafür keine Macht missbraucht. sagte ich. das kommende rechtsgültige Urteil persönlich den Spaniern zu übermitteln. was schon passiert war. dass er davon überzeugt wäre. beendete ich meinen Vortrag. sich mit der STA nicht allzu sehr anzulegen. Darin "bedankte" ich mich im Voraus für seine Mühe. besser gesagt wohl die Unantastbarkeit der STA. ob er ganz sicher wäre. Er würde sich der Sache Haun nochmals annehmen. da sollte ich kooperativer sein. Wallner. schliesslich vertritt sie ja die Anklage. versprach mir Hans-Adam und sagte auch. dass ich bei einer Verhandlung anwesend sein würde. kann es doch nicht der Wille von der Leitung der STA sein. Ich 435 . kann niemand voraussagen. Hier musste ich Rücksicht nehmen. Wenn er erlauben würde. da sollte ich dankbarer sein.wüsste er aber mehr als ich. Er bat mich. Ignorieren. Ich wies ihn nochmals darauf hin. wiederholte ich Hans-Adams Worte. wäre schon sehr niederträchtig. warum er nicht die ihm durch die Verfassung zustehenden Rechte benützen würde. aber das ist einfacher gesagt als getan. Bei allem Verständnis für die Unabhängigkeit. Dieser wäre von ihm beauftragt worden. sagte ich. Ich weinte und fragte. dass Haun die Anklage vertreten würde. ich könne nicht garantieren. ein kurzes Schreiben an Dr. Klar kann eine STA nicht "neutral" sein. dem Oberstaatsanwalt Dr. Robert Wallner mehrfach gesprochen. dass es besser wäre. dass das Gericht meine Subsidiaranklage annehmen würde. desto verwirrter war ich. Er bedauerte zu sagen. dass ich bei der Justiz in Vaduz nie eine wirkliche Chance haben würde. ignorieren. hier musste ich beiden Augen zudrücken. eine Anklage im 101er rechtsgültig vorlegen zu können. Aber. sodass zumindest eine Anklage angenommen würde. Ich fragte ihn.

die er sich sicher genommen hätte . wenn ich all dem ein Ende setzte. Obwohl der UR und mein RA. Er redete wie ein Irrer auf mich ein. die ich dem Gericht geschrieben hatte. Schreiben.02 in Sachen Fortsetzung der Strafuntersuchung. Auf einmal hatte ich grosse Angst. mich von dem Einreichen des oben genannten finalen Antrags abzubringen. wurden meine Notizen. es nicht zu tun. Insbesondere die letzten vier Worte hätten beim Gericht diverse Leute aufmerksam machen sollen. eine mögliche weitere Demütigung nach neuerlichem jahrelangem Kampf vor Gericht zu bewältigen ohne dabei am Ende komplett durchzudrehen. Aber eben. Am 08. das Gegenteil erwarteten. Ausdruck meiner damaligen persönlichen Verfassung zeigen deutlich die letzten elf Zeilen jener Mitteilung ans Gericht. dass der ausstehende Obergerichtsentscheid im 101er negativ ausfallen könnte. verfasste ich eine kurze Mitteilung an das Gericht. 140er und das Zivilverfahren eingereicht hatte. „hätten‚. Wie fast immer in den letzten sechseinhalb Jahren. So kam ich zum traurigen Schluss. dass es besser wäre. Ich stellte den Antrag auf Rücknahme meines Antrags vom 22.von ganzen Herzen danken. oder wenn dann nicht richtig oder vollständig gelesen.08. dass der UR Dr.11. Eine nochmalige Demütigung würde ich nicht ertragen können. Beweismappen. Gerhard MISLIK für seine Mühe und Zeit. dann könnten die Verbrecher wiederum 436 . beide juristische Experten. Paul Meier fast eine Stunde lang versucht hatte. der den „Deckel‚ auf diese Akt 10 Vr 101 / 97 – der mein ganzes Leben in den letzten 6 1/ 2 Jahren bestimmt hat – zuschlägt. Mit diesem Schreiben bin wenigsten i-c-h selber derjenige. überhaupt nicht. das stand fest. Ich muss dazu sagen. Ich habe einfach keine Kraft und Energie mehr. Analysen. enttäuschtes Opfer Dies waren überhaupt meine allerletzten Zeilen. Wenn ich dies tun würde. Anträge.verlor den Überblick. Paul MEIER für seine jahrelange Arbeit und dem Oberrichter Dr. Ich habe auf ganzer Linie versagt und resigniert. Antworten und was ich sonst noch alles für den 101er. ein zutiefst verbittertes. Insbesondere möchte ich dem UR Dr. Heinrich Kieber.

Ich muss gestehen. ich nie wieder das Verfahren in Liechtenstein eröffnen könne. bedeutet Fall geschlossen. sagte er. erinnerte ich ihn. selbst wenn das Obergericht mir den Status als Subsidiarankläger erlauben würde? Dr. Ein fettes „Dankesschreiben‚ zusammen mit einem "Spendenscheck" von Helmut & Co. Netter Versuch. Das wäre mir klar. Aktenmappe zu. Er versuchte mich davon zu überzeugen. Glaubst Du nicht auch. deren Widerstand gegen eine Kriminalverhandlung im 101er sich wie ein roter Faden durch die ganzen letzten sechseinhalb Jahre zog. Widerwillig nahm er meinen Antrag an. Zuerst reden alle auf mich ein. die ja einen Anwalt in Vaduz hatten. Welche Chance hätte ich da. Gemäss Gesetzt kann ich den Antrag auch ohne meinen RA einreichen. war mein letztes Wort. nicht wenige bei der Justiz froh waren. Ich reiche den Antrag hiermit ein. Was nun wieder. Er warnte mich. dass sobald der Antrag die Runde gemacht hätte. Die Täter dachten sicher. dass ausgerechnet dieser Oehri den Vorsitz des Kriminalgerichts inne hat.einen Sieg über mich verbuchen. Keine Zeit. was alles im Hintergrund. ob mein RA Müller davon wüsste. Ich konterte mit der Tatsache. Klar war mir auch. sie wussten und wissen es bis heute nicht. Nicht zu vergessen die überraschten Gesichtern der Täter. wo ich es radikal gemacht habe. wusste ich zu berichten. Aber eben. dass nicht alle Richter so wie der LR Uwe Oehri wären. endlich den 101er losgeworden zu sein. sagte ich. Er machte einen letzten Versuch und fragte mich. Meier meinte dann. dass ich ein Gefühl der Erleichterung hatte. dass können mein Folterer Helmut und seine Kinder in diesem Buch nachlesen. leider oft nur zu ihren Gunsten. Es gäbe noch die Möglichkeit eines Verfahrens im Wohnsitzland der Täter. Endlich wusste ich wo ich stand. Meier versuchte es hartnäckig. Jetzt. erhalten hatte.8. sagte ich. es nutzte nichts. ich soll die Argentiniensache in Liechtenstein vergessen. abgelaufen war. ich muss verrückt geworden sein. dass er den Antrag von Müller mitunterschrieben haben wollte. Was das war.und Energieverschwendung mehr mit der Justiz hier. Gerade als Privatbeteiligter am Prozess. Helmut? Nachdem mein RA Müller eine Kopie meines Antrages vom 8. so wie es mir Hans-Adam versprochen hatte. an Hans-Adam und die LGT wären jetzt sicher angebracht. ist man 437 . sagte ich. zumindest von Helmut Roegele & seiner Frau. sollte ich diesen Antrag stellen. rief er mich sofort an und war entsetzt. Ich sagte nein. Insbesondere die STA.

wenn Oehri diesen Fall behandeln würde. nicht aus den Augen lassen. sagte ich. zumindest hinterliess er bei mir diesen Eindruck. Ich bat darum. Hans-Adam war auch erstaunt. Ca. aber er habe mir ja gesagt. Ja. Hassen die mich so sehr. und korrigierte mich gleich: Bei allem Bösen. wenn Oehri und Haun mir gegenüber stehen würden. wenn mich etwas bedrücken würde. versprach er. wenn er als Richter im Zivilstreit amtete und mir dort einen enormen Schaden zugefügt hatte und ich ihn in dem berühmten Schreiben. dass ich ihn jederzeit anrufen könnte. niemand will mir Böses. Hans-Adam sagte gleich. Er sagte. mit Freundlichkeit kommt man viel weiter im Leben. Nein. dass es an der Zeit wäre. dann könnte er sicherlich innerhalb der nächsten Stunde zurückrufen. Ich entschuldigte mich für die Anspruchsnahme seiner kostbaren Zeit. Er wäre nicht im Hause.entsetzt. Müller war auch erstaunt. Auf Wiederhören Landesführer. fragte ich ihn. Wenn es dringend wäre. dass mich keine 100 Pferde in den Saal bringen würden. Danke und Auf Wiederhören. 40 Minuten später rief er an. Er hätte leider wieder schlechte Nachrichten für mich. zu Recht der Inkompetenz und der Entwürdigung überführt hatte. Für mich war das Fass voll. fragte ich sarkastisch. das habe ich nicht verdient. Er wäre seit mehreren Jahrzehnten Anwalt. Bei aller Liebe. So entschloss ich. Und immer nur das von Hans-Adam versprochene Fernziel. würde ich kein einziges Wort sagen. Was denn wieder? Ist Helmut Roegele gestorben. Hans-Adam hatte Recht. Wie könnte Oehri den Fall behandeln. die Täter von Argentinien vor ein Gericht zu bringen. dem Regierungschef Hasler und 438 . dass er auch keinen Sinn darin sehen würde. Ich musste meine Verbitterung unter Kontrolle bringen. dass der LR Uwe Oehri meinen Fall beim Kriminalgericht verhandeln möchte. dass ja Gegenstand der Kriminalverhandlung sein würde. er hätte gehört. Tausend Dank. Auf Wiederhören Herr Kieber. Ich erzählte ihm. Ich bedankte mich für den Anruf. mit der Betonung auf Bösen. Wie bitte? Ich glaubte es nicht. das stimme. Ich wählte sofort die Nummer vom Schloss und bat beim Sekretariat mit Hans-Adam verbunden zu werden. Nie hätte er ein solches Mass an Interessenkonflikt angetroffen. sagte er mir. Sollte ich mit Polizeigewalt in den Saal gebracht werden. was durchaus möglich wäre. Er würde sich dieser Sache auch annehmen. Ich erzählte ihm vom Vorhaben des LR Oehri. da ich als Angeklagter anwesend sein muss.

Die Antwort dafür konnte ich in seiner Befangenheitserklärung vom 27. Ja. ob ich mit Hans-Adam über den Oehri gesprochen hätte.dem Liechtensteiner Botschafter in Berlin ein paar kurze Zeilen zu schreiben.8. Vor Einreichung des Antrags habe er vom Gericht erfahren. In der Folge wäre LR Oehri aufgetragen worden. als Präsident des Kriminalgerichts hätte doch einfach von Anfang an „entscheiden‚ können. Somit wäre der Weg frei für einen unvorbelasteten Richter in dieser Sache. Max Bizozzero telefoniert haben muss und seinen Unmut über die Einsetzung von LR Oehri in diesen Fall kundtat. Ausgerechnet an jenem Tag speisten zwei Tische schräg hinter uns der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Ich sass zum Glück mit dem Rücken zu ihm. sich selber für befangen zu erklären. den Vorsitz zu übernehmen. Warum. Nun wieder zurück zu etwas heiterem: Eine weitere peinliche Situation erlebte ich ausgerechnet mit dem Bankdirektor. Er fragte gleich. fragte ich mich. Das genaue Datum hatte ich leider nicht festgehalten. Der Brief für den Botschafter wurde aus Vorsicht nicht nach Berlin gesandt. Ganz logisch erschien mir diese Aktion jedoch nicht. weil ich 439 . die ich verursacht hatte. kam nicht um unseren Tisch herum. Er hatte mich zum feinen Essen eingeladen. Der Bankdirektor konnte ihn diagonal über meine linke Schulter sehen. Das Lokal war klein und jeder der das Lokal verlassen wollte oder auf die Toilette musste. Warum der Aufwand. dass er persönlich nicht im Stande wäre. sagte ich. lieferte ich beide Briefe bei der Regierungskanzlei im Regierungshaus ab. Ich bedankte mich für die News. dass Hans-Adam offenbar mit dem Präsidenten des Obergerichts. Ein paar Tage später rief mich RA Müller wieder an. Ich wurde nervös. Zusammen mit drei weiteren Personen. Damit wir nicht zusammen in Liechtenstein gesehen wurden. wählte er das GECCO in Buchs/SG aus.08. Auf zynische Art und Weise macht er meine Befürchtungen lächerlich und erklärt sogar. Darin entschuldigte ich mich für die turbulenten Zeiten. nachlesen. nichts mit der Verhandlung zu tun zu haben. Warum nahm sich der Oehri die Mühe aktenkundig seine Befangenheit zu erklären? Er. Am 18. sondern ihm bei der nächsten Gelegenheit in Vaduz übergeben. Hr. Es war aber im Juli oder August 2003. Ein kleiner Erfolg. fragte ich. Er sei in dieser Sache aktiv geworden und wollte gerade in meinem Namen einen Antrag auf Befangenheit des LR Oehri stellen. ein Gourmetrestaurant.

Meine Dienste wurden nicht gebraucht (erst 2005 wurde es so heiss. dass er offenbar dachte. begrüsste ihn und fragte. Nach ein wenig Plauderei merkte ich. Wie es ihm wohl gehen würde. sagte er. nicht die Wege von Hans-Adam oder seinem Erstgeborenen zu kreuzen. den Bankdirektor mit mir essen zu sehen. Ab und zu kam mir der Lampert in den Sinn. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen. fragte ich mich. Er fing an mit ihm zu reden und erblickte mich.2001 einige Minuten über den Staatsfeiertag berichtet. Meine Wege kreuzten sich auch dieses Mal mit denen des Blaubluts. Jetzt. spendiert vom Haus Liechtenstein. fragte er mich. Oft fuhr ich hinter dem Gefängnis vorbei auf eine geteerte Feldstrasse die zum Rhein führte. Zum Gedenkgottesdienst auf der grossen Wiese unterhalb des Schlosses und zur anschliessenden Verköstigung vom Volk und Touristen. ein so guter Mensch. Und dir. wie es ihm gehe. Diese Mal achtete ich darauf. Ich nutzte die Tage um viel Sport zu treiben und mit dem Velo hatte ich schon über 1100 km abgeradelt. stelle sich Lampert stur und wollte mit niemandem reden. Der IT-Chef stand auf und erkannte den Bankdirektor. Nicht wie im August 2001. lange nicht gesehen. Die letzten Tage im August 2003 waren ruhig.doch dem IT-Chef. Ich stand auf. Das Schweizer Fernsehen hatte in der "10vor10" Sendung vom 15. In seinem Fall kam man nicht voran. Der Bankdirektor beruhigte mich. lief die Kamera. Aber man beachtete sich einfach nicht gross. Ich hatte meine eigenen Probleme und sowieso keine Zeit für Andere. auch zum Schloss zu pilgern. dass seine Verhandlung im November stattfinden soll. ich würde nicht wissen. Ich hatte vom Gerichtspersonal gehört. Dann kam. Ich bat ihn um ein Vier-Augen-Gespräch vor der Verhandlung. als ich hinter dem Rücken von Hans-Adam auftauchte. dass man auch auf mich zukam). dass er es weiss. Gut. Im Rückblick auf jenen Staatsfeiertag kann man heute wohl eine gewisse Ironie erkennen. Die meisten waren in den Ferien und Mitte August feierten wir den Staatsfeiertag. die irgendwann im Oktober stattfinden sollte. eine Menge Ärger bereitet hatte. Er bemühte sich sehr seinen verständlichen Frust auf mich zu unterdrücken und seine Verwirrung darüber zu verbergen. Ausgerechnet. 2003. Ende August schrieb ich Hans-Adam einen Brief indem ich meine Gedanken über meine Gerichtsverhandlung schilderte. Kurz darauf konnte ich in den Besitz einer 440 . was kommen musste.08.

dass sie meine vier CD-ROMs von Berlin im Safe aufbewahrten. genauer am Dienstag. wenn jetzt in den Unterlagen stand.9. Auch konnte ich wieder mit meiner alten Liebe. Denn nur wenn ich wusste. Offenbar muss es da ein Missverständnis geben. Nur im Kopf. All die wenigen. Nicht. den 9. zu tun.. nach einem Besuch beim Landgericht wieder nach Hause kam und meinen Briefkasten öffnete. dass er mir ja während der Audienz gesagt hatte. Es waren exakt sieben Zeilen: KIEBER! Lass Dich nicht klein kriegen! Pass auf den 10 Vr 140 97 auf! Du wirst reingelegt! Sag nicht zu allem Ja und Amen! Deine Unterkunft wird abgehört! Dein Mobiltelefon auch! Mir wurde schlecht. die wirklich auf meiner Seite standen. dass ich etwas zu befürchten oder zu verstecken hätte. auf meiner Seite stand. Ich hatte absolut nichts bei mir oder in meinen Sachen. Darin lag ein gefalteter Zettel mit einem Text in Computerschrift und in Grossbuchstaben. Eine ganz andere Art von Herzklopfen erlebte ich.Notiz der Vaduzer Polizei gelangen. Der Grund dafür lag dran. Hatte es vielleicht mit dem Schreiben vom 13. anbandeln. würden mich offen warnen und mir die Information ins Gesicht sagen. wäre wenn sie einen Hinweise auf meinen Safe ich der Schweiz finden würden. Das einzige. was mir Ärger bereiten würde. kam ich beim zweiten Blick zum Schluss. der zwar für mich intervenierte. die den Zettel geschrieben hatte. dass er meine 4 CDs auf dem Schloss komplett vernichtet hätte. dass die Polizei meine 4 CDs hatte. Ich rannte hoch in meine Wohnung und las den Zettel nochmals. als ob die Person.08. wenn auch nicht so ausgeprägt wie vorher. wer mir diese Worte zugesteckt haben könnte. fluchte ich. was in diese Richtung zeigte. wer dies war. in dem ich das Gericht um eine Kopie des Gutachtens gebeten hatte (siehe Kapitel 17)? Oder hatte ich zu viele Fragen gestellt? Denn obwohl es auf den ersten Blick es so aussah. Darin war die Rede davon. Und dieser war ja vor deren Zugriff geschützt. In einem kurzen Schreiben teilte ich dies dem Hans-Adam mit. nie hat man Ruhe. dass eigentlich das Gegenteil der Fall war. um herausfinden. Und RA Müller. Mist. konnte ich analytisch die Motive erforschen und den wirklichen Grund dieser Information herausfinden. als ich eines schönen Morgens. Dies war aber unmöglich. aber von Hans-Adam bezahlt 441 . Ich strengte mich sehr an.

würde so etwas nie tun. Denn es ergab doch keinen Sinn. Nach ein paar Brainstormings (‚Hirnzellenkochen‚) kam mir eine einfache Idee. Die isolierte Tatsache. dass es aus ihrer Sicht meine Gegner waren. Ich hatte mittlerweile erkannt. war die teilweise krankhafte Kontrollsucht derer. Warum ich überhaupt abgehört werden würde. dass ich eine Datenkopie besass und sich gleichzeitig liessen sie ein Versprechen nach dem anderen platzen. wenn überhaupt. Dazu würde ich immer noch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit haben.wurde. In meiner Gegnerschaft gab es Leute. Für A) sprach. die die angebotene Lösung von Hans-Adam nur widerwillig akzeptierten. Ausserdem würden sie mich dann nicht ständig demütigten und weiterhin auf mir herumhackten. dass sich langsam aber sicher abzeichnende aggressivere Verhalten mir gegenüber. Dazu war er zu seriös. falls es welche gab. Es gab sogar zwei Theorien. dass jeder halbwegs intelligente Gegner vermuten konnte. ob ich eine weitere Datenkopie hatte. mit elektronischen Mitteln die Wahrheit herausfinden. B) Sie suchten nach neuem Belastungsmaterial. wo ich sie versteckt haben könnte. Ich plante einen Test in den nächsten Wochen 442 . Das bedeutete. ob man mich in der Wohnung abhören würde. um einen Treffer zu landen. wie ich herausfinden könnte. war für mich kein ideologisches Hindernis für einen dauernden Frieden. dass einige hier in Vaduz nicht am selben Strang zogen. ich hatte ja Frieden mit ihnen geschlossen und dieser Friede wurde mir auch permanent von ihnen verbal bestätigt. zu vermuten. Lange überlegte ich. Sie wussten ja nichts davon und ich konnte jetzt im Moment diese letzte Kopie nicht vernichten. War mein Handy nicht von der LGT gesponsert und mit neuer SIM-Karte ausgestattet worden? Ich selber war ja kein grosser Technik-Freak und konnte daher schwer. dass ich eventuell eine Kopie zurückbehalten hatte und er/sie deswegen herausfinden musste. Ich versetzte mich in die Lage der Lauscher. wie ich herausfinden könnte. A) Sie wollten herausfinden. dass ich noch eine komplette elektronische Kopie von Kundendaten plus diverse Geschäftsunterlagen in einem Safe in der Schweiz gebunkert hatte. Aus meiner Sicht waren sie keine Gegner mehr. Was für B) sprach. Ich schreibe hier bewusst von Gegnerschaft. die mich keine Minute aus den Augen lassen wollten und alles über mein Tun und Denken sammeln wollten. war mir schnell klar. Gegen A) sprach. ob mein Leben abgehört wurde.

Und wen wundert’s noch. Illegal darum.9. Natürlich hatte ich auch nichts dagegen. entschied ich. organisierte ich mehrere Besuche zum Aktienstudium beim LG.. erhielt ich die Vorladung zum Prozess. Die „Sicherheit‚ des Landes würde riskiert werden.10. Permanent hatte das Landgericht meinen Antrag (basierend auf die mir gewährte Verfahrenshilfe) auf Übersetzung jener spanischen Dokumente. die von Seiten der argentinischen Bande geliefert wurden. Der RA von Helmut Roegele nutzte die alleine vom Liechtensteiner Staat bezahlten teuren Übersetzungen im Zivilverfahren gegen mich. Ich wollte meine Wäsche auch nicht für alle sichtbar geschrubbt haben. Im 140er z. fand ich Quittungen von über CHF 35'000. Am 10. Da ich dieser Fremdsprache selber mächtig war. das Publikum auszusperren. weil streng nach dem Gesetzt ein solcher massiver Eingriff in meine Privatsphäre nur während einer gerichtlichen Untersuchung erlaubt ist. Hans-Adam und die LGT die Angelegenheit als zu sensibel für die Ohren der Allgemeinheit befanden. Es dauerte nicht lange. sodass sie nicht merken würden. Eine weitere Arbeit für mich war das genauere Studium der 140er Anklage. ohne Begründung abgewiesen. bis ich wieder auf Belege gestossen war. dass ich mich schuldig bekennen sollte und vor dem Kriminalgericht so wenig wie möglich sagen sollte.durchzuführen.. einen Trick. Wegen dem Abhören des Handys redete ich am besten mit dem UR Paul Meier. Dank der 443 .03 um 08. da die Regierung. nur die eigentliche Verhandlung selber als nicht-öffentlich deklariert werden kann. Dieser würde am 22. dass ich von ihrer illegalen Operation wusste. Sonst hätte ich mich ja gleich in die Mitte des Raums stellen können und schreien „ihr könnt mich alle mal kreuzweise – ich grüsse die Lauscher‚. die mich entlasteten. STA Haun hatte für diese horrende Summe Dokumente aus Spanien ins Deutsche übersetzten lassen. Im Prinzip wären die Anklageverlesung und die Urteilsverkündung immer öffentlich.30 Uhr im Saal 1 beginnen. dass nach Buchstaben des entsprechenden Gesetz. Wieder passte dies dem LR Oehri (im Zivilstreit) nicht. die mich noch mehr zur Verzweiflung trieben. es waren ausschliesslich solche. hatte ich so gut es ging diverse Unterlagen selbst übersetzt. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Da ich ja viel freie Zeit hatte. Er hatte und hat immer noch die absolute Kontrolle über jeden Richter.B. Hans-Adam verlangte ja von mir. Da spielte es keine Rolle.

Ich könnte ja auch nicht sagen: „Eigentlich bin ich nicht schuldig. Ich sagte. unterbrach er mich auf halber Strecke.ich konnte hierzu auf keinen Fall einfach JA sagen. bekenne mich aber schuldig. wenn es sein muss unter fadenscheinigen Gründen. wenn ich mich zu dieser formulierten Anklage ohne massiven Protest für schuldig erklären würde.9. die Grösstenteils auch in der Abwehrstrategie von Helmut und seiner Komplizen für den 101er Fall und dem Zivilverfahren zu finden war. Es war mir peinlich.neuen Verfassung konnte er jeden von ihnen. dass ich unmöglich ohne mich wenigsten minimal verteidigen zu können. Je mehr ich in der ausgefertigten Anklage las. wenn ich mich sternenklar für schuldig bekennen würde und somit die Anzahl der möglichen Fragen drastisch reduzieren würde. Aber nach jedem Anruf sagte er mir. desto grösser wurde meine Abneigung gegenüber einem MEA CULPA. dass die vorgeworfene Tat (Wohnungskauf) nicht zutraf. man stelle sich das vor. Abgesehen davon. um exakt 10. sagte man mir. nein. Sie können alles von mir verlangen. Nein. Er hätte eine Kopie davon in seiner Mappe. Am Freitag. mit einem Schlag als Gewissheit für immer und ewig einbetonieren. wo immer wir es schaffen würden Helmut Roegele und 444 . war die möglichen Fragen. Eine völlig absurd aufgebaute Erzählung. ich bekenne mich schuldig‚ würde ich selber. Ich würde doch vor jedem Gericht auf dieser Welt. Ich erzählte ihm die Details von der 140er Anklage. dass ich ihn immer kontaktieren dürfte. Ob es dringend wäre. fragte seine Sekretärin..‚ Er müsse dies bitte verstehen. Ich wies ihn auf die gefährliche Konsequenz hin. einfach Ja sagen könnte. nur das nicht. Mit dem verlangten „ja. ihn alle zehn oder 14 Tage anzurufen. nein . Er wäre ausser Landes. Er konnte meinen Bedenken folgen. Daher fand er es besser. Nein erwiderte ich. Die Anklageschrift hätte genauso gut aus der Hand vom Täter Helmut Roegele stammen können. aus dem Amt entheben. die mir das Richtergremium während der Verhandlung stellen konnte. Was er natürlich nicht unter Kontrolle hatte. den 12. wäre es geradezu hirnverbrannt. Wiederum musste ich unser Staatsoberhaupt mit einem Anruf belästigen. dass die Täter von Argentinien mein Schuldbekenntnis garantiert weiterverwenden würden.30 Uhr rief er mich dann auf meinem Handy an. STA Haun hatte praktisch Wort für Wort die Lügen von ihm und seiner Frau in die Anklageschrift übertragen. die Dichtung von Helmut & Co. Das Gespräch dauerte genau 24 Minuten und 31 Sekunden.

Die Kanzlei Müller musste mir leider auch mitteilen. ich wollte auch nichts mehr sagen.9. Diese Nachricht erfreute mich sehr. Am nächsten Tag schrieb ich Hans-Adam wieder einen Brief und bedankte mich für seine Worte. sahen auch eine positive Seite. dass ich zwei Personen mit zur Verhandlung nehmen könnte. Hans-Adam meinte. den 16. Nach Abschluss würde man das Urteil auf offiziellem Weg via Eurojust in Holland bekommen. war ja durch den jahrelangen Kampf geschwächt. dank seiner (Hans-Adams) finanziellen Supermacht. Ähnlich wie bei Interpol. Da war es immer besser. den Bankdirektor mitnehmen zu können. an die Gelder in Österreich zu kommen.9. Leider sei ihnen die Auskunft verwehrt worden. Ich bat ihn um sein Einverständnis. Als es vor mehr als sechs Jahren blockiert wurde. hatte ich einen Termin mit dem Neffen vom RA Müller. Ich informierte ihn. egal wie stark mein Anwaltsteam wäre. wie viel am Ende auf dem Konto lag. Ich glaubte ihm.. Hoffnung zu schöpfen. funktioniert die Eurojust als Drehscheibe der verschiedenen Gerichtsbarkeiten innerhalb Europas. warum mir das Gericht in Österreich die Differenz nicht zurückgegeben hätte. als geisteskrank abgewiesen werden. dass ich erfahren hatte. aufs Schloss und gab ihn beim Portier ab.sein. Meine Wahrnehmung. Ich fragte. erklärten die Müllers. Man hätte dies verhindern können. Den Zettel in meinem Briefkasten erwähnte ich im Schreiben aber nicht. Am 23. waren es über CHF 825'000. Mit den Zinsen müsste es heute weit über 920'000.. Egal wie erdrückend unsere Beweise sind und. dass die dort hängige Sache bald in Vaduz vor dem Landgericht behandelt würde. dass er den grösseren Überblick als ich hatte. typisch Juristen. was der Verbrecher Helmut Roegele von mir nun offiziell plündern durfte. Alles würde gut werden. Wenn ich mich beim Gericht im 140er schuldig 445 . Ich konnte dazu nichts mehr sagen. dass es Helmut Roegele inzwischen gelungen sei.-. Den Brief brachte ich persönlich am folgenden Dienstag. Er beherrschte die spanische Sprache und hatte in Spanien via einer Topanwaltskanzlei dort für mich interveniert. Wiederum konnte er mich beruhigen. Wieder ein Tiefpunkt in meinem Leben. Zudem hatte ich auch Angst vor dem Resultat der kommenden Verhandlung. Viel mehr als das. Es wurden den spanischen Behörden mitgeteilt. Die Kanzlei Müller.seine Komplizen vor ein Kriminalgericht zu bringen. ich würde wieder zu viel nachdenken. im Gegensatz zu seiner.

bis mein rechter Daumen schmerzte. Ich dachte nur. dass ich mich dazu weigerte und mich wegen seiner kommenden Präsenz in der Verhandlung beschwert hatte. da ich ja so schwachköpfig gewesen wäre. Wenn sie meinten.10. Ja. Er erpresste mich. zur Verhandlung am 21. dass ich.bekennen würde. falls ich ein Schuldbekenntnis ankündigen würde und am 21. vorladen. feixte er.) auf die schlaue Idee kommen würde auf „nicht schuldig‚ zu plädieren. dann könne man dem Gericht auch mitteilen. Er darf so etwas nicht machen. Zudem drohte er mir. Nichts. wie kam der überhaupt auf die Idee mich anzurufen. dass ich aufgefordert worden war. höchstpersönlich herkarren. Er erwarte bis spätestens zwei Wochen vor der Verhandlung eine Nachricht von meinen Verteidiger. wurde mir klar. dann würde er beantragen. Diese miese Kreatur erpresste mich. Es dauerte nicht lange. Er brüllte wie ein Pavian. mich zu 10000 Prozent schuldig zu bekennen.8. Dieser Sauhund. Ansonsten er Helmut und das ganze spanische Pack zur Feier einladen würde. Diesem Antrag hatte das Obergericht stattgegeben. Dieser war so gekränkt und beleidigt. Die Nummer muss er von meinem Briefkopf aus dem Schreiben an seinen Chef vom 5. Null. Erpressung! Er wusste inzwischen. Die würden sich hüten. Nicht mehr. Das macht er nicht. 446 . als er mich anrief. mich persönlich zu kontaktieren. wiederholte er schon wieder. dass ich zuerst seine giftige Drohung gar nicht fassen konnte. gefälligst die Klappe halten soll. was seinen Auftritt als Ankläger betreffe. dann müsste ich ein klares Schuldbekenntnis abliefern. die Verhandlung zu verschieben und dann Helmut Roegele & Co. Ich war so erschrocken. irritierte mich stark. Und sollte ich mich nicht schuldig bekennen. meinen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zurückzuziehen. Er fackelte nicht lange. Unmöglich. Der hat sich gar nicht geändert. war meine lapidare Antwort darauf. dachte ich mir. Er sagte ganz cool. (10. würde er das Ehepaar Helmut Roegele & Salud H. Ich drücke mit solcher Kraft und Repetition auf die Ausschalttaste meines Handys. hier her zu kommen. Seinen Namen und seine Stimme zu hören. Von Einsicht in die eigenen Fehler absolut keine Spur. abgelesen haben. dass er es für korrekt hielt. bis meine mündlichen und schriftlichen Beschwerden über Haun als Vertreter der Anklage auf seine Ohren trafen. Er wusste ferner. schrie ich ihn ohne gross zu überlegen an. Das wäre doch ein Spektakel. ob ich mich schuldig bekenne. Nada. Wenn ich dies nicht wollte. lachte er gemein. dass die „Schuld‚ gegenüber Helmut Roegele in der Zwischenzeit beglichen wurde.

habe wieder ein Teilstück eines anscheinend grösseren Plans erfahren. Wenn mein Handy abgehört wurde. ohne einen Rüffel von seinem Boss.10. dass meine Vormieterin. Dann sagte der Bankdirektor etwas erstaunliches. Dr. Trotzdem verfasste ich sofort einen neuen Brief an Hans-Adam. hatten sich der Bankdirektor und der Professor für einen Besuch bei mir zu Hause angemeldet. Wallner oder der Justizministerin Rita Kieber-Beck zu riskieren. ein zutiefst traurige und vom Leben geschundenen Italienerin sich in dieser Unterkunft kurze Zeit vor meiner Ankunft das Leben genommen hatte. Am nächsten Morgen rief mich nicht Hans-Adam. dass ich mir nicht drohen lasse. desto weniger verstand ich die Situation. fragte ich offen. Ich begriff nicht. dass es jede Dame war. Ich musste dem Bankdirektor versprechen. diesem Haun eine auf die Rübe zu knallen. Um mir Angst einzujagen. Das heisst. Noch nie war eines meiner Schreiben so schnell beim Empfänger. die 1997 meine kurzzeitige Nachbarin im Altersheim von Eschen war. Schon gar nicht vom einem wie Haun. Er bat mich nochmals die genauen Worte von Haun zu wiederholen. dann wüsste Haun dies sicher auch. sondern der Bankdirektor an. hätte man für ihn in Liechtenstein keine Aufgabe mehr. antworteten sie. Ich war sehr betrübt über diese Geschichte. Ich erwischte gerade noch den Schlosspförtner bevor er Feierabend machte und bat ihn den Brief gleich ins Schloss zu tragen. Versprochen? Versprochen! Am 3. 447 . dass ich keine Dummheit begehe und beim Haun oder sonst irgendjemanden bei der STA Radau machen würde. Vielleicht wollte man es so. Ob den nun alle durchgedreht wären. Ich fragte die beiden Besucher. Ich flehte ihn an. Haun habe vom Leben doch keine Ahnung und nachdem alles über die Bühne gegangen wäre. leuchtete es mir ein. er hatte sicher Rückendeckung für eine solche Wortwahl mir gegenüber.Je mehr ich darüber nachdachte. Natürlich lassen wir uns nicht erpressen.Zuerst musste ich ihnen von einer grausigen Nachricht erzählen. dass ich mich nicht erpressen lasse. dachte ich mir. Aha. Unsere Unterredung dauerte von 11:00 bis 12:15. Nein. pflichtete er mir bei. Im Schreiben gab ich im genauen Wortlaut den Anruf von Haun wieder und teilte Hans-Adam mit. Ich tat es und teilte ihm unmissverständlich mit. wie sich Haun so aufführen konnte. Ich hatte in einem alltäglichen Gespräch unter Nachbarn erfahren. ob sie davon wussten. was ich durchwegs als glaubhaft schluckte. Es stelle sich heraus.

Hauptsächlich drehte sich die ganze Diskussion um die bevorstehende Verhandlung. sowie sich die Dinge für meine Zukunft präsentieren. Da noch zwei Termine mit meinem RA Müller geplant waren. Juli dieses Jahres verweisen. Es war eine bitte Pille. elektronischen Datenträger an mich genommen habe. alles mit ihm zu besprechen. Die juristische Beurteilung liegt selbstverständlich nicht bei mir. was ich damit anstellen werde. den Brief vom 7. den ich nach der Anklagevorlesung ablesen sollte. Kurz festhalten möchte ich nochmals. mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht habe. das ich dadurch seine DL und Andere unverschuldet in eine schwierige Lage gebracht habe. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. sondern der Version des Klägers glauben geschenkt. eine Kassette besprochen und zusammen mit verschiedenen Beilagen seiner DL nach Hause geschickt zu haben. ich griff Feder. schäme mich dafür sehr – insbesondere als bekennender Monarchie-Fan . sagten sie.formell juristisch schuldig. übergeordneten Gründen .und bereue es aufs tiefste. Zum Thema „Landesfürst‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Ich bekenne mich schuldig. als ich die Unterlagen bzw. Dies muss ich akzeptieren. Hier möchte ich auch auf meine Einvernahme bei der Untersuchungsrichterin am 10. Teil 1) betraf den Wohnungskaufs in Barcelona und Teil 2) betraf die Daten und den Brief an Hans-Adam. Ich befand mich in einer äusserst destruktiven Situation und meine Motive habe ich in besagten Unterlagen vollumfänglich und vollständig dargelegt. Die Anklage war in zwei Teile gespalten. Sobald ich das Wort hätte. dass ich zum Zeitpunkt. hätte ich noch genügend Zeit. Ich bedauere es ausserordentlich. sollte ich zu beiden Teilen folgendes und nicht mehr sagen: Zum Thema „Roegele‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Die Liechtensteiner Justiz hat in einem Zivilverfahren schlussendlich rechtsgültig nicht meiner. Manche greifen zu Gewalt. Januar dieses Jahres aufgesetzt und geschrieben. bekenne ich mich – aus verschiedenen. Was gäbe es da noch zu 448 . Es wurde mir ein Text vorgelegt. Aus h e u t i g e r Sicht. die ich da schlucken musste. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Die sei bald fertig. dass Hans-Adam Angst hat. Wenn ich nichts zur Verteidigung sagen darf? Nachdem der Bankdirektor gegangen war. wie weit ich mit der Denkschrift wäre. dass ich derjenige sein würde. Ob er eine Kopie davon haben könnte. Warum. Ich musste ihn aber enttäuschen. Als ich in Berlin und Holland war. der Haun als Überraschungseffekt 449 . hätte ich nie geglaubt. wenn der Text mir zwingend vorgegeben wird. Ich denke. dass ich keine Angst haben sollte. alles würde alles anders rauskommen. Der Professor konnte nicht versprechen. dass evt. erwiderte ich. Zum Beispiel den 101er. Ja. dass es für Hans-Adam auch nicht einfach war und ist. Der Professor würde diesen Wunsch auch unterstützen. dass ich keine Namen oder Orte erwähnen würde. Ihr habt mich dazu clever überredet. zählte ich auf. Für ihn als Psychologe wäre es sehr interessant. über alle möglichen Themen. dass er ihm dann eine Kopie überlassen würde. Aus seinen Schilderungen wurde mir dann auch bewusster. Er fragte mich noch. dann kann man die zweite Etappe in Angriff nehmen. sagte ich. kauften uns eine feine Schweizer Servalat (Bratwurst) und ein Bürli (Brötchen) und setzten uns draussen vor den Fussballplatz des FC Buchs. Weil es doch so aussieht. Es würde ja bald alles zu Ende sein. Er würde aber sicher telefonieren. dass ich nur ihm die fertige Arbeit übergeben sollte.besprechen. Das hoffte ich zumindest und ich wäre mir sicher. Wir fuhren mit seinem Wagen über den Rhein nach Buchs. Obwohl ich dem Hans mehrmals erklärt hatte. dass es sich schlussendlich als der richtige Weg herausstellen wird. sein Land oder die LGT diskreditieren würde. ich könnte wieder von den Leichen schreiben oder über sonst etwas. sagte ich. er wird mit meiner Arbeit zufrieden sein. schlug der Professor vor. Ich denke. Ich erwähnte. sagte ich zu ihm. Er meinte. mehr als üblich. als wir es in Holland besprochen hätten. Gute Idee. Endlich. RA Müller versicherte mir mehrmals. der den Deckel zumacht. dass ich über mich selber verärgert wäre. da mir Hans-Adam bei der Audienz gesagt hatte. Ich bedankte mich für seine Bemühungen und brachte auch meine Hoffnung zum Ausdruck. fragte er. fragte ich. endlich den Tätern aus Argentinien an den Kragen gehen. am Tag der Gerichtsverhandlung zu kommen. Ich befürchtete auch. sagte ich zum Schluss. dass wir in die Schweiz fahren und dort Mittagessen gehen. meine Gedanken darüber zu lesen. noch vor dem Gerichtstermin mit Hans-Adam ein VierAugen-Gespräch halten zu können. Wir redeten offen. was ihn.

verlangte ich.Helmut Roegele & Co. sagte ich. diesem Prozess beizuwohnen. Dr. dass darin etwas mich entlastendes stehen könnte. Aber dann wäre ich ja vorbestraft. Muss mir wohl entgangen sein. Ich solle endlich aufhören mir den Kopf zu zerbrechen. Leider ja. dass ich zu nervös werde und den Text vergesse. dann soll ich auf ihn 450 . RA Müller sagte mir auch. Ich erwähnte. was mir eingetrichtert wurde. Gemäss Gerichtssekretariat wären von Klägerseite nur Haun und Dr. dass er ja auf Freispruch plädieren würde. fragte ich. Das hätte er schon zu Anfang gesagt. Da man sich ja auf einen Schuldbekenntnis geeinigt hatte. Bei Gericht würde nicht viel geredet. sagte ich ihm. Er instruierte mich auch. er müsse reden wie ein Kirchenprediger zu Ostern. das geheime Gutachten (siehe Kapitel 17) zu organisieren. besser gesagt zu antworten. würde ich nach seiner Berufserfahrung und unter den speziellen Umständen dieses Falles mit einer Bewährungsstrafe davon kommen. sagte er. sagte er. Er las es durch. Er würde die Sache abklären. Wallner? Warum kommt die STA mit Doppelbesetzung. nur das vorzulesen. Wenn ich die Schnauze halten muss. dass er diesbezüglich keine Hinweise bei Gericht gesehen habe. falls ihm etwas passieren sollte. Wallner angemeldet. Ich sagte ihm. für den Fall. Ja. zumindest was den Brief von mir an Hans-Adam angehen würde. ob er mir helfen kann. um über herausholen zu reden. Ich zeigte ihm die Randbemerkung in der Aktennotiz. meinte er. er würde dieses Spektakel nicht verpassen wollen. Ich zeigte ihm das Blatt. dass ich den Text auf ein Blatt Papier ausgedruckt habe und mit ins Gericht nehmen würde. dass mein RA trotzdem noch einen Freispruch beantragen kann. eingeladen hatte. Er habe aber gehört. Ich hatte immerzu nur schuldig. Er wisse es nicht. Mehr konnte er nicht für mich herausholen. Er wusste von keinem solchem Gutachten. fragte ich. das wäre doch klar. schuldig und nochmals schuldig in den Ohren und vergass vollständig. Alles unter Kontrolle. Ich fragte Müller auch. Aber er sei doch mein Verteidiger. formulierte er es elegant. Selbst wenn er im Endstadium einer furchtbaren Krankheit wäre. RA Müller meinte dazu. Ihm etwas passieren? Nichts würde ihn dran hindern. Was herausholen. Müssten wir nicht zuerst die Verhandlung abwarten. Nein. gilt dies doch nicht für ihn. dass Haun Massnahmen getroffen habe. erwiderte er. Nicht das noch was schief ginge. anders ginge es nicht. fragte ich. Wenn die STA etwas fragen würde und ich nicht antworten möchte. versuchte ich klarzustellen. Freispruch? fragte ich erstaunt.

die Akten selber studierte. Am Montag vor der Verhandlung war ich ganz nervös und hatte auf einmal 1000 Fragen an meinen RA. Ich war auch schwer enttäuscht. sagte ich. wie ich es immer in den letzten sechs Jahren gemachte hatte (mit oder ohne RA). bemerkte ich. dass ich nach der Urteilsverkündung auf keinen Fall vergessen soll.10. um kurz diverse Akten einzusehen. Hans-Adam persönlich nach Hause. zu erzählen. erfahrenen RA hatte. schiebe ich noch ein Kapitel dazwischen. Ich war froh. Mein RA Müller hatte sich in der Zwischenzeit damit abgefunden. Ich war nahe daran. Er erinnerte mich auch daran. Am 17. dass ich. Am 14. meinte er nur.verweisen. 451 . Ich hatte mir für diese Forderung von ihm sehr viel Mühe gegeben. ihm von dem Zettel oder den vielen Ungereimtheiten. worin ich euch das Resultat meiner von Hans-Adam geforderten Denkschrift zeige. die sich langsam aber sicher herauskristallisierten. Aha. mich für das Urteil bei den Richtern zu bedanken. dass ich so einen ruhigen. Das Wochenende vor dem Prozess war ruhig. Ich vertraute mich aber Müller nicht an. da ich eines sicher wusste: Er war 1000-mal pflichtbewusster Hans-Adam gegenüber als mir. Solange ich dem Haun keinen Handkuss geben muss. Morgen wird alles gut. Was ja klar war. Er hatte Zeit für mich und ich besuchte ihn. Warum das. beruhigte er mich. fragte ich. dass Hans-Adam keine Zeit mehr für ein kurzes Gespräch mit mir vor der Verhandlung hatte. dafür sei er ja da. habe ich damit keine Probleme. Als Wertschätzung gegenüber dem Hohen Gericht und den Richtern. war meine Denkschrift fertig und eine Kopie brachte ich dem Auftraggeber. war ich noch einmal beim Landgericht.10. Bevor ich aber meinen Lesern die Geschichte über die Gerichtsverhandlung erzähle. das mit dem Ventil hat sich also auch schon herumgesprochen. Wegen des „Ventils‚.

mit speziellem Blick auf die Banken. Geschätzter Leser. Das Resultat waren meine Gedanken zum Phänomen „Workplace Violence‚ (Verbrechen am Arbeitsplatz). . Was ist geschehen? Die Antwort lautet „ w o r k p l a c e v i o l e n c e “.10. F. Leibacher im September 2001. Dieser englische Überbegriff umschreibt die Gefahr. abenteuerliche Szenarien und hektische Umstände sind diesem Denkbericht vorausgegangen. ein kurzes Werk zu schreiben. Lampert.KAPITEL 22 Es muss sich was ändern. Dieser Satz (geborgt aus dem Roman Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa) war auch der Titel meiner Denkschrift.: Der Inhalt selber entspricht Wort für Wort dem Original. . Es ist nicht jene Gefährdung. Zt. R. . die mehr und mehr entseelt und habgierig erscheint und durch übermässiges Regulieren des privaten sowie öffentlichen Bereiches dem Mitbürger das Gefühl der Ohnmacht verleiht und ihn versucht in ein Korsett des „Normalen‚ zu zwängen. EINLEITUNG Geschätzte Leserin. die von aussen kommt. Bei dem Hinweis auf das Massaker im Kantonsparlament Zug (Schweiz) beziehe ich mich auf die mörderische Tat vom Hrn. damit . Knapp drei Monate hatte ich daran gearbeitet. Am Freitag. die ich vier Tage vor dem Gerichtstermin im Oktober 2003 fertig verfasst hatte. Als meinen Beitrag zur Versöhnung hatte ich mich so gut es ging bemüht. . Normal hiess einst (und 452 . brachte ich seine Kopie hoch zum Schloss. Aber eben. Wenn sich Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichsten Gründen dazu Entscheiden. wie es ist. Es ist die ständig rasant sich verändernde globale Welt. Unter dem Hinweis auf einen "z. Vom Ergebnis druckte ich zwei Kopien: eine für mich und eine für den Auftraggeber Hans-Adam.& Treuhandwelt in Liechtenstein. sondern die von innen kommende. es so bleibt. zum Schaden des Arbeitgebers aktiv zu werden. in Haft sitzenden XY" beziehe ich mich auf Hrn. den 17. . Dieses Phänomen werden wir verstärkt in der Zukunft erleben können. Wahrlich stürmische Monate mit vielen bangen Momente. die jede Firma treffen kann. Anm.

weil jeder hofft. mitmachen zu können. Zur Wirklichkeit gehört aber auch. kennen die Situation nicht. dass es.heisst es heute noch oft) gerade nicht das Gewohnte. Es gibt nur einen Konkurrenzkampf beim Stehlen. ° Neuanstellung von Mitarbeitern ° Täterprofile / Tätervorgehensweise ° Verbesserte Sicherheit: Allgemein . Es kann sein. Aus aktuellem Anlass und quasi aus erster Hand. eine Vorschrift. die Opfer bringen wollen. dass viele Menschen. dass einige meiner 453 . die Angelegenheit optimal für alle Aufzuarbeiten. Der Kampf gegen die Ignoranz. die kämpfen wollen. potentielle Ziele für eine destruktive Absicht eines Mitarbeiters oder Mitarbeiterin sind die harten Faktoren (Einrichtungen. was der aktuellen (!) Norm entspricht. denken.und Treuhandunternehmungen hier auf Papier zu bringen. keine GerechtigkeitsDemokratie gibt. Arroganz und den Egoismus ist verloren. als Laie .versucht in meinen Überlegungen und meiner Analyse ein breites Spektrum von möglichen Themenkreisen rund um die Datensicherheit bei Banken. (Bank)Überfälle sind in unserer Region ja praktisch ausgeschlossen oder zumindest sehr selten. habe ich – der Verfasser. Dies mit dem Ziel Veränderungen auszulösen und nicht nur luftleere Interpretationen zu produzieren. Diejenigen.Buchhaltung ° die 50 % Katastrophe ° Schlusswort. die gebildet sind. die nur den Niedergang und Verfall erwarten. Die Wertvorstellungen und ethischen Prinzipien vieler Menschen haben sich unter anderem dadurch verändert. Gebäude aber auch Arbeitskollegen sowie Vorgesetze) und die weichen Faktoren (sensible Daten). die die Situation kennen. sind stockdumm. und dies ist ein Richtmass. übertrieben gesagt. wollen nicht kämpfen. Die Aufteilung in Kapiteln habe ich wie folgt vorgenommen: ° Abkürzungen / Erläuterungen. diejenigen.als weiteren Teil meines Beitrages anzusehen. Die vorliegende Niederschrift ist – nebst meinen mündlichen Angaben zum Thema . sondern das. diejenigen.E D V . ein Gebot. wollen keine Opfer bringen. Weitere Ausführungen meinerseits erfolgen nicht. Diejenigen.

Orte oder Dergleichen finden. Die Anonymität für Alle (!) ist eine gut gewählte Form und bietet zudem Schutz.trotz aller Anstrengungen – der 454 . Es versteht sich von selbst und wurde auch dem Verfasser ausdrücklich vom Auftraggeber zugesichert. dass nichts aus der vorliegenden Denkschrift gegen ihn oder andere in straf.werden Sie keine Namen. bzw. verlagert hat. verfeinerte und umweltschonende Technik rund um den gesunden und modernen Arbeitsplatz. die Sabotage wurde ausgeführt Neuanstellung von Mitarbeitern Während sich der Fokus auf eine verbesserte. dies ist vom Verfasser so gewollt. KB = KundenberaterIN SB = SachbearbeiterIN MA = MitarbeiterIN. Es werden sich gewisse Beteiligte beim Lesen leicht selber erkennen können. seine Drohung wurde aber noch nicht umgesetzt Die 100%-Katastrophe = die Daten wurden verraten oder verwendet. Vielen Dank. In diesem „Bericht‚ – der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt . sind vielleicht .oder zivilrechtlicher Form jemals verwendet wird.„Problem-Lösungs-Gedanken‚ sich bereits in der Umsetzungsphase befinden oder sogar schon verwirklicht worden sind. HR = Personalabteilung Workplace Violence = existenzielle Gefahr für die Firma Die 50%-Katastrophe = die Daten oder Sabotageeinrichtung sind in der Hand des Täters. bedingt durch die ständig steigenden Anforderungen insbesondere von Seiten möglicher neuer MA. Abkürzungen / Erläuterungen T–A = Täter Typ A T–B = Täter Typ B T– C = Täter Typ C EDV = EDV–Abteilung.

feinen Instinkt und Sensibilität für das Individuum selber etwas zu kurz gekommen. Um schon potentielle Täter aller Couleur aus dem Kreis möglicher Kandidaten für eine offene Stelle so gut wie es geht herauszufiltern.w.das zudem von j e d e m Land vorgelegt werden sollten. Gemeinderegister u. Zweifelt man an den Angaben des Bewerbers. bedarf es nebst dem aktuellen Strafregisterauszug . so besteht heute mit der Datenflut.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren*. bei Behörden im In. Ein Hinweis sollte im Fragebogen oder im persönlichen mündlichen Gespräch nicht fehlen.B. relativ leicht an 455 . wo der Bewerber in den letzten 10 Jahren gelebt(!) und/oder gearbeitet hat – und den üblichen standardisierten Fragen (schriftlich in Formularen oder protokollarisch(!) mündlich) weiterer Fragestellungen. die auf den von Ihnen vorgelegten Strafregisterauszügen nicht mehr erscheinen oder vermerkt sind? Wenn ja: welcher Art waren diese Strafregistereinträge? ° Kamen Sie je in den Genuss einer Generalamnestie oder Begnadigung? Wenn ja: Was waren es für Vorwürfe an Sie? Wie lautete das ursprüngliche Urteil? * = ausgenommen Verkehrsdelikte.oder strafrechtliche Folgen nach sich ziehen‚.s. die Möglichkeit. die noch nicht rechtsgültig/ rechtskräftig erledigt sind? Wenn ja: Was sind die Vorwürfe an Sie? ° Hatten Sie früher Verurteilungen. die wie folgt lauten könnten: ° Wurde je im In. z.und Ausland.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren* gegen Sie eröffnet? Wenn ja: Was waren die Vorwürfe an Sie? Wie endete(n) das/die Verfahren? Durch Einstellung? Warum? Durch Verurteilung? Wie lautete das/die Urteil(e)? ° Läuft gegenwärtig gegen Sie im In. die über jeden Mitbürger gespeichert ist. ansonsten die speziellen obigen Fragen nicht die gewünschte Wirkung haben: „Jegliche Falschangabe k a n n zur sofortigen/fristlosen Kündigung führen und unter Umständen zivil. aus seiner (meistens öffentlich zugänglichen) Steuererklärung.

Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen! Weitere Angaben dazu können Sie auch unter dem Abschnitt „E D V“ im Kapitel *Verbesserte Sicherheit* nachlesen. Da er denkt. die in empfindlichen Bereichen arbeiten werden.w. dass man neuen MA. Durch gezielte Fragen kann man aber einiges Erfahren.will dem Älteren nicht „widersprechen‚. das wurde mir immer mitgeteilt…“.und Vorgehensweise haben die drei Arten gemeinsam. sich über ihre Arbeit im Detail zu „informieren‚.. Ein spezielles Thema ist auch „umgekehrte Verhältnis‚. Vermutlich verwendet er eine Redensart die so lauten kann: „…. klar kommuniziert welche Rechte andere MA haben.s. Ein rechtschaffener Bewerber wird diese Vorsichtsmassnahme verstehen und keine Einwände haben. Täterprofile / Tätervorgehensweise Aus der Vielzahl von möglichen Täterprofilen habe ich drei Typen ausgewählt. Das MOTIV . Oder der neue MA – den organisatorischen Abläufen noch nicht ganz vertraut . Was sie unterscheidet ist das alles antreibende MOTIV. dass der neue MA sensible Fragen beantwortet oder gar Unterlagen (Original oder Kopien) aushändigt. aber nicht alle Aspekte in Bezug auf Verhaltens.. Freiwillig wird wohl kaum ein neuer MA Angaben zu seinem – falls vorhandenem – „belastetem Verhältnis‚ mit der Justiz machen. Mit dem Resultat. der Fragende ist ja viel länger als ich im Betrieb tätig und wird schon Recht mit seiner Argumentation haben.ausschlaggebend für alles Handeln seitens des Täters u n d auch der dann später betroffenen Firma und evt. Daher ist es wichtig.aussagekräftige Informationen zu kommen – vorausgesetzt man kann sie richtig interpretieren. wenn ein neuer MA für einen sensiblen Bereichen zu einem bestehenden Kreis von alten MA (aller Abteilungen) stösst.kann sich diesen Umstand zu nutze machen. eingeschalteten Behörden! Das 456 . Ein möglicher Täter (alter MA) – der durchaus n i c h t in derselben Abteilung wie der neue MA arbeiteten muss . die Unterlagen brauche ich jeweils…“ u. in dem er zum Beispiel durch systematische Fragen oder Bitte um Unterlagen den neuen MA für sich „instrumentalisiert‚. Viele. mit denen wir hier in unserer Gesellschaft wohl am ehesten konfrontiert werden.

Gutes von Böse zu unterscheiden. Ohne die Täter zu beschönigen steht leider fest: Das Schlimme im Leben ist. Beschränkt durch seiner eigene Intelligenz sich nicht klar ausdrücken kann. Die drei Typen sind: ° Typ A kurz T-A ° Typ B kurz T-B ° Typ C kurz T-C Der Typ A (T-A): Dieser Tätertyp ist rein auf einen wirtschaftlichen Vorteil. (Gefühle zu empfinden). ° die wenigsten Täter haben wirklich böse Absichten (aus seiner eigenen Sichtweise). 457 .B. Vielleicht wäre es das Beste. ° die Täter auch oft Opfer ihres Umfeldes sind. unter einer psychischen Verhornung leidet – eine verminderte Fähigkeit oder Bereitschaft. die sich nicht gleich in eine der 3 Kategorien einteilen lassen. entweder weil er (!) es vorerst so will o d e r weil er – evt. sprich GELD fixiert. ° jeder Täter wohl die Nähe zu seinem Thema braucht. an das Innere des Täters mit speziellen psychoanalytischen Methoden ran zu kommen. Und ob der menschliche Geist (des Täters) sich selber verstehen kann – das ist eine philosophische Frage<< Leider kann im normalen Berufsleben die Psyche allfälliger potentieller Täter mittels Früherkennungsprogramme (Annahme prädikativer Symptome) präventiv nur schwer erkannt werden. wo er Entscheidungen (z. Auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit hat er Zugriff auf mehr oder weniger sensible Daten (Kundendaten). oft auch Zuneigung. ° die Täter evt. wenn er an dem Punkt gelangt ist.ist eng mit der Psyche und der geistig-moralischen Haltung des Täters verbunden. dass jeder seine eigenen Gründe hat.MOTIV . Es gibt aber auch solche Täter. Forderungen) treffen muss. Denn. Dieses „Problem‚ löst sich aber meistens von selber: Des Täters Persönlichkeit (was er wirklich will) offenbart sich spätestens dann.

in Chefetagen kann dies schon anders aussehen) psychologisch eine höhere Hürde darstellt als eine zwischen privaten Bekannten/ enge Verwandten. da eine „verbrecherische Verbindung‚ unter beruflichen MA (auf diesem tieferem Niveau. dass der angegebene Grund – sollte das vom Täter behauptete oder angedeutete Motiv angeblich aus einem Konfliktthema z. Dies innerhalb oder ausserhalb der Firma. Mobbing. Da Geld sein Ziel ist. kommt nicht klar mit der Tatsache „<Kunden sind reich. nicht ausser Augen lässt.B. Geld für aufwendigen Lebensstil.) entstanden sein – nur vorgeschoben ist. Schulden aller Art. Wenn man das Ziel des Täters. Ein Beispiel für diesen – kein altruistischen .B. Geltungssucht.w. Das aktuelle (aus präventiver Sicht) bestehende soziale Umfeld verrät leider wenig über einen potentiellen Täter dieses Typs aus. Andere MA derselben Firma als wirkliche Gehilfen sind im Vergleich zu Komplizen ausserhalb der Firma aber eher unwahrscheinlicher. u. er kann sowohl in intakten als auch gestörte soziale Netze leben. Zt. oder er kann durch seine innerbetrieblichen Kenntnisse der Firma mit Umsetzung seiner Sabotagedrohungen (z.Tätertyp ist der z. Die Gründe seiner Motivation können vielfältig sein. Es muss nicht ein gesellschaftlicher Einzelgänger sein. . seine wahren Motive durch solche zu vertauschen.s.die er „zu verraten‚ droht. kann es durchaus sein. in Haftsitzende XY. er kann durchaus Frau und 458 . hat er dem möglichen finanziellen sowie ideellen Schaden der Firma ein „Preisschild‚ verpasst und seine geldmässige Forderung dementsprechend ausgerichtet. Je nach der psychischen Verfassung und Intelligenz des Täters kann entweder er selber oder sein Komplize die Idee und das Konzept zur Tat erarbeitet sowie die Federführung übernommen haben. die in den moralischen Vorstellungen und juristischen Realitäten der Gemeinschaft – im Vergleich zu seinen echten Motiven . m i t der Firma (falsche Behandlung. Und dies im vollen Bewusstsein der Scheinheiligkeit seiner Argumente! Es besteht auch durchaus die Gefahr bei diesem Tätertyp. denn ein etwas cleverer Typ dieses Täters könnte auch versuchen.als weniger verwerflich angesehen werden. in der EDV) erheblichen Schaden anrichten. unberechtigterweise und kriminell an viel Geld zu gelangen. übergangene Beförderung etc. dass er Komplizen hat. ich bleibe arm<‚ .

ohne dass es von Dritten in der Firma bemerkt wird. wann und wie sein Datendiebstahl oder seine Sabotageeinrichtung bemerkt wird. wird er – trotz Strategie und Plan – die Firma ohne Kündigung verlassen. er beschliesst höchstwahrscheinlich zuerst den Plan und führt ihn konsequent aus. Kündigung) aus der Firma betrifft.und Erpressungsmittel stösst und dann auf die Idee kommt. Ist sich der Täter sicher. lässt er sich schwer vom falschen Weg abbringen. sondern während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses. Wenn es im gelingt. weil er sich zu 100 % seiner Straftat immer in allen zeitlichen Abläufen voll bewusst ist und eine gewisse erhöhte Nervosität und – für einen geschultes „Auge‚ erkennbares verändertes (Arbeits-) Verhalten beim ihm anzutreffen ist. Ist sich dieser Täter nicht sicher.nach meinem Wissensstand . Sabotage. Drohung etc.um mehr Zeit zu gewinnen – sich Krank melden. Dies ergibt sich aus seinem hohen Grad an krimineller Energie. dass er „per Zufall‚ auf irgendetwas in der Firma als Droh. damit liesse sich Geld machen. wird er nicht überstürzt kündigen. Es ist also n i c h t so. dass in unmittelbarer Folge (Tage später) der Datendiebstahl bemerkt wird. Es gibt aber auch Täter. danach . Bei einem aktuellen Fall (XY) . kann er unter einem Vorwand sofortige Ferien beantragen. Einmal den Beschluss zur Tat (Datendiebstahl.) gefasst. Was seinen „Abgang‚ (Austritt. er handelt oft emotionslos und ist aber daher in meinen Augen erstaunlicherweise eher während seinen „Vorbereitungen‚ innerhalb der Firma erkennbar / optisch fassbar als die anderen hier beschriebenen Tätertypen ! Dies darum. ob. sind viele Varianten möglich und diese stark von bestimmenden Faktoren anhängig.h. die nicht kündigen. Falls ihm der Datenklau oder die Sabotageeinrichtung gelingt. um keinen Anlass zu Spekulationen zu bieten. Dieser Tätertyp arbeitet n i c h t unbedingt nach dem Zufallsprinzip. wird er . sozusagen „aus heiterem Himmel‚. d.war der Täter wenige Wochen vor seinem „grossen Auftritt‚ aus der Firma ausgeschieden