Der Fürst.

Der Dieb.

Die Daten.

TATSACHENBERICHT von HEINRICH KIEBER

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INHALT

Seite

Vorwort Urheberrechte / Hinweis / Erklärung / Abkürzungen Kapitel:
K1 K2 K3 K4 K5 K6 K7 K8 K9 1997 – ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS Zimmer unter den Alten Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Ein Kübel voll Schweineblut Die Welt des schmutzigen Geldes Heiligsprechung unter Vollnarkose Dicke Post für Hans-Adam Wenn Herr KIEBER eine Reise tut Chaos-Tage ohne Ende

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9 97 101 124 133 152 167 196 252 274 284 296 318 323 335 370 384 388 398 408 425 452 479 2

K10 Heinrich! Mir graut's vor Dir! K11 Die Polizei – Dein Freund & Helfer ! K12 Holländischer Käse K13 Ein Essen für Sechs Euros K14 Weisswein und Rotes Blut K15 Heinrich's Tod in Utrecht K16 Vier mal 9 mm K17 Explosives Gutachten und Freies Geleit K18 Ach wie gut das niemand weiss.... K19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe K20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam K21 Blutspur auf dem Rheindamm K22 Es muss sich was ändern, damit... K23 Überraschung! Überraschung!

K24 Führt die Todesstrafe wieder ein K25 Der Feind hört mit K26 Gnade im Sonderangebot K27 Blaue Flecken und Herzinfarktsymptome K28 Listen, Listen - wer hat noch keine? K29 Zürcher Geschnetzeltes K30 Afrikanische Hitze K31 D A V I D K32 My BIG Brother is watching YOU! K33 Skandal! Skandal! Wirklich, der Skandal? K34 Handbuch! Handbuch! Wer will noch eins? K35 Gib mir Deine Kohle! K36 Letzter Akt! Vorhang auf für .....

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EPILOG

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INTERNETLISTE

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Vorwort Geschätzte Leserin, Geschätzter Leser Was haben wir in den vergangenen Monaten nicht alles über den „grössten Steuerskandal Deutschlands - die Liechtenstein-Affäre - die grösste Sensation 2008‚ weltweit lesen können. Jede und jeder hatte dazu etwas zu sagen. Die Steuerfahndung, der BND, Finanzminister Peer Steinbrück, Kanzlerin Angela Merkel, Parteien von rechts bis links, diverse sonstige Behörden, die Medien, ja selbst ein Bischof und natürlich Fürst Hans-Adam und sein Clan, plus seine Regierung in Liechtenstein und die LGT Banken- und Treuhandgruppe. Pünktlich zum Karneval 2008 brach eine weltweite FasnachtsSchnitzeljagd nach tausenden Steuersündern aus. Völlig zu Recht, wie auch die solide Mehrheit meint. Zu einer anderen Hetze, ganz nach seinem Geschmack hat Hans-Adam schnell geblasen: die auf den Dieb, den Bankdaten-Terroristen, wie die hohen Finanz-Herren aus Vaduz ihn nun nannten. Der Dieb, ja der war ich. Der kleine Tropfen Öl, na ja, vielleicht waren es doch ein paar Gallonen, die ich in das nur scheinbar lupenreine Trinkwasser des Fürstenhaushaltes sowie der Liechtensteiner Regierung geworfen hatte, hat unglaubliche Wellen geschlagen. Für viele Menschen ist es schon erstaunlich, ja geradezu faszinierend beobachten zu können, mit welcher multimedialer Kraftanstrengung Hans-Adam und seine MarionettenRegierung geradezu paranoid und krankhaft ständig damit beschäftigt sind, die Weltöffentlichkeit und insbesondere auch das eigene Volk zu täuschen, bzw. einer fortdauernden Gehirnwäsche zu unterziehen. Beim Volk den Hasspegel auf mich ja extrem hoch zu halten. Damit der Fokus immer schön auf den ‚bösen, bösen‚ Kieber bleibt. Und niemand wirklich einmal richtig der Sache auf den Grund geht und in Frage stellt. ERSTENS über die Art und Weise wie die Hohen-Finanz-Herren in Liechtenstein ihre oft schmutzigen Bank/Treuhand-Geschäfte tätigen, bzw. ausgeführt hatten.
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Und ZWEITENS über die Wahren Gründe seitens des Datendiebs und die Wahren (illegalen und durchaus kriminellen) Handlungen von Hans-Adam und seiner Regierung in der ganzen Angelegenheit ‚der Fürst- der Kieber-die Daten‚ . Zu dem was in den verschiedenen Medien berichtet wurde, kann ich nur in ganz, ganz wenigen Fällen meine Zustimmung geben. Über vieles habe ich bloss den Kopf schütteln können. Oft musste ich auch schmunzeln, denn ganz ohne Humor lässt sich dieses eher traurige Multi-Akt-Drama nicht durchstehen. Ein paar Seiten in einer Zeitung oder ein TV-Interview reichen einfach nicht aus, um die wahren Hintergründe, die zu dieser einmaligen Sensation führten, aufzuzeigen. Knallharte Hintergründe, deren Veröffentlichung Hans-Adam und seine Vasallen unbedingt verhindern wollen. In diesem Buch, meinem Buch, gebe ich euch einen sehr tiefen und detaillierten Einblick in die Umstände, wie es geschehen konnte, dass das was 1997 mit meiner Folter tief im südamerikanischen Kontinent begonnen hatte, elf Jahre später mit der öffentlichen Zündung der deutschen Datenbombe endete. Wie es soweit kommen konnte, dass z.B. Leute wie Klaus Zumwinkel live im Frühstücksfernsehen abgeführt wurden. Es ist eine bewegende Geschichte, bitter für alle Seiten, obendrein oft peinlich. Ich kann enthüllen wie Hans-Adam seine heiligste aller heiligen Kühe, die LGT Gruppe, krampfhaft schützte und seinen mittelalterlichen Herrschaftsanspruch verteidigte. Wie er sein Geld, seine Macht und Position als Staatsoberhaupt missbrauchte, um mit Hilfe der Marionetten-Regierung in Vaduz die Veröffentlichung der Daten zu verhindern und sie alle nicht davor zurückschreckten, dafür Methoden anzuwenden, die meilenweit entfernt von Gut und Böse waren. Natürlich kriege auch ich mein Fett im Buch ab. Ehrenwerte Personen gibt es in dieser Geschichte wenige. Ich bin zuversichtlich, dass jeder von euch am Ende des Buchs ein eigenes, komplettes Bild über diesen Skandal machen kann. Nun denn, ich wünsche euch reichlich Lesevergnügen. Vielen Dank Heinrich Kieber Washington, D.C. Valentinstag, 15.Februar 2009
PS Am Ende des Buches findet ihr eine Liste mit interessanten Internetwebseiten. 5

Urheberrechte/ Hinweis / Erklärung / Abkürzungen

Urheberrechte © Heinrich Kieber 2009 Alle möglichen Rechte (Copyright) zu diesem Buch und den Fotos / Zeichnungen liegen ausschliesslich bei Heinrich KIEBER. Das Buch darf nur für den PRIVATEN Gebrauch verwendet werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung vom Rechteinhaber darf für KOMMERZIELLE Zwecke aus diesem Buch nichts kopiert, weitergegeben, veröffentlicht, zitiert oder anderweitig verwendet werden.

Hinweis Für dieses Buch habe ich so oft wie möglich Originaltexte verwendet. Alle Originaltexte haben als Unterscheidung zur restlichen Niederschrift links und rechts einen b r e i t e r e n Seitenrand, sind also als Textblock beidseitig nach innen verschoben. Kurze Originalzitate haben jeweils am Anfang das Zeichen OZA- und am Ende das Zeichen -OZE. Bei dem in Buch genannten BANKDIREKTOR handelt es sich um Herrn Dr. Pius Schlachter der LGT Bank. Bei dem in Buch genannten PROFESSOR handelt es sich um den Kriminalpsychologen Herrn Dr. Thomas MUELLER. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr oft kurze Anmerkungen. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm.: “ an. An wenigen Stellen musste ich – von Dritten angeordnet - aus rechtlichen Gründen und in einigen Fällen aus Sicherheitsüberlegungen
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diverse Originalnamen und/oder Originalindizien abkürzen oder ganz umbenennen. Auch musste ich Textstellen ganz oder teilweise weglassen, was dann mit dem Zeichen ‚OT Entfernt‚ gekennzeichnet ist. Alle erwähnten Plätze, Städte, Länder, Sachdetails und Zeitangaben entsprechen den wahren Örtlichkeiten oder Gegebenheiten. In meiner nächsten, kommenden Veröfftenlichung werde ich eine unzensierte Version frei vorlegen können.

Erklärung zu Zeichnungen, Fotos und dem Diagramm Die drei Bleistiftzeichnung im Buch sind Originalabdrucke von Handzeichnungen, die ich im September 1997 für das Landgericht Vaduz habe anfertigen lassen. Alle Fotos in diesem Buch (Ausnahme Titelseite) sind Originalabzüge von den Fotos die ich im Dezember 1997 (Kette und ich) oder Februar 1998 (Turmnachbau) für das Gericht habe herstellen lassen. Die abgebildete Person auf den Fotos bin ich selber. Alle Fotos wurden von meinem Vater Alfons erstellt. Wie tief die Wunden (zwei runde Verbrennungspunkte und horizontale Schürfwunde) waren, kann man auf einigen Fotos noch sehr gut sehen, obwohl die Wunden damals schon neun Monate alt waren und auch medizinisch behandelt wurden. Das Drei-Seiten-Diagramm wurde an Ostern 1998 von mir für das Gericht angefertigt. Der Originaltitel: "Psychogramm vom Opfer - Grafik über den Psychoterror und die seelische Grausamkeit während der Gefangenschaft".

Abkürzungen (in alphabetischer Reihenfolge) AVOR BAK DB DL / LF = Arbeitsvorbereitung (fürs Scannen von Treuhanddokumente) = Belegartenkatalog (Index zu jedem Treuhanddokument) = Drittbegünstigter (einer Stiftung) = Durchlaucht / Landesfürst Hans-Adam
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EB FL IT KKZ KYC LG LR LTV NGO’s OG OGH OT

= Erstbegünstigter (z.B. einer Stiftung) = Fürstentum Liechtenstein = EDV / IT Abteilung = Kriegskommandozentrale (in Vaduz) = (Englisch) Know Your Customer („Kenne Deine Kunden‚Profile) = Landgericht Vaduz = Landrichter = LGT Treuhand Vaduz (alte firmeninterne Abkürzung) = Nicht-Regierungs-Organisationen = Obergericht Vaduz = Oberster Gerichtshof Vaduz = Originaltext

OT Entfernt = Weggelassene Textstellen (siehe unter Hinweis) OZA-OZE RA SR STA StGB StPO UR VR WB ZB = Start Original-Kurzzitat = Ende Original-Kurzzitat = Rechtsanwalt / Rechtsanwälte = Stiftungsrat (einer Liechtensteiner Stiftung) = Staatsanwaltschaft / Staatsanwalt / Staatsanwältin = Strafprozessgesetzbuch = Strafprozessordnung = Untersuchungsrichter oder- richterin = Verwaltungsrat (bei Liechtensteiner Anstalten, AG’s) = Wirtschaftlicher Berechtigter (z.B. einer Stiftung) = Zweitbegünstigter (z.B. einer Stiftung)
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Kapitel 1

1997 - ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS

SWISSAIR Flug Nr. SR 143, von Buenos Aires nach Zürich, 30 Minuten seit Take-Off, C-Class, 1. Reihe rechts, Fensterplatz. Ein Mann sitzt zittern, schwitzend und mit sehr ängstlichen Augen unruhig auf dem ihm gerade neu zugewiesenen Platz. Nicht nur ist sein Verhalten äusserst verdächtig (Gott sei Dank waren dies noch die "Vor 9/11"Zeiten, sonst hätte er es gar nicht bis in das Flugzeug geschafft), nein, er hat auch noch seltsame, blutbesudelte, weisslich-gelbe Stofffetzen um seinen Hals und die beiden Handgelenke gewickelt. Seit dem Abflug hat er nicht aufgehört zu weinen. Sonst eher eine Plaudertante, konnte er praktisch fast nicht mehr sprechen. Es reichte aber aus, dem netten Steward in der Economyklasse, der sich Sorgen um ihn machte, zu erzählen, dass er vor Jahren selber 5 Jahre lang mal bei der SWISSAIR gearbeitet hatte und damit ein Flugzeug, diese Flugzeug irgendwie Heimat für ihn bedeutete. Damit er sich besser, vor allem in Ruhe erholen konnte offerierte der Steward ihm einen Sitz in der praktisch leeren Businessklasse bis zum Zwischenstopp in San Paulo. Klar erkennbar war es, dass der Passagier Furchtbares durchgemacht haben musste. Dieser Passagier war ich. Je weiter ich weg von Argentinien war, desto besser ging es mir und desto weniger glaubte ich, dass mir noch mehr Leid & Terror zugefügt werden konnte. Ich war sehr abgekämpft, leiblich und vor allem psychisch. Wie in Trance erlebte ich die Ankunft am Mittwoch, den 9. April 1997 morgens früh um 06.15 Uhr in einer sauberen, heilen Welt namens Airport Zürich. Auch der Gang durch die Passkontrolle, die Gepäckausgabe und der Zoll. Ich versuchte einige Leute telefonisch zu erreichen, um sie eindringlich zu bitten, mich am Flughafen abzuholen. Doch waren sie entweder schon bei der Arbeit oder einfach nicht erreichbar. Mit dem Zug fuhr ich dann via dem Zürcher Hauptbahnhof nach Sargans im Schweizer Rheintal und von dort mit dem Linienbus zur Haltestelle des Spital Vaduz, wo ich um 09.10 Uhr eintraf. Mit samt meinem Koffer und den Taschen schleppte ich mich ins Spital. Der untersuchende Arzt Dr. M. Moser verfasste folgenden Bericht: Datum: 10.04.1997 / Zeit 09.20 Uhr Diagnose / Behandlung Kieber Heinrich / 30.03.1965 / Meldina 312 / FL-9493 Mauren
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Angaben des Patienten: Der Pat. ist heute Morgen am Flughafen Kloten/ZH aus Argentinien angekommen. Laut Bericht hat er dort einen Freund besucht, den er in Spanien kennen gelernt hat. Der Freund habe ihm noch Geld geschuldet, deshalb wollt er dies in Argentinien eintreiben. Dort angekommen sei er jedoch eingesperrt und am rechten Bein angekettet worden. In Todesangst habe er mehrmals versucht, sich das Leben zu nehmen (siehe Bericht). Gegen Bezahlung eines Lösegeldes sei er schliesslich freigelassen worden. Die Wundversorgung sei durch einen Laien auf der Hazienda des Freundes vorgenommen worden. Beschreibung der Verletzungen: 1. Im Bereich des rechten Handgelenkes, volarseitig, in der mittleren Handgelenklinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde verheilt, es liegen drei Nähte in sito. Die Wunde ist zum Teil mit weisslichem Wundpuder verklebt. Im Bereich der Finger keinerlei Sensibilitätsstörungen oder motorische Ausfälle. 2. Im Bereich des linken Handgelenks, volarseitig, im Bereich der mittleren Handgelenkslinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde ist leicht entzündet, mit gelblichem Sekret bedeckt, drei in sito liegende Wundnähte, die aus Zahnseide oder irgendeinem, bei uns nicht verwendeten Material bestehen. Die Sensibilität im Bereich der Langfinger unauffällig. Der Daumen und der Daumenball jedoch deutlich mit herabgesetzter Sensibilität. Hier ist die Zweipunktdiskriminierung nicht möglich. Die Motorik der Langfinger ist ebenfalls nicht beeinträchtigt. Der Daumen kann operiert werden. Die Kraft der Oppositionsbewegung ist jedoch herabgesetzt (schmerzbedingt?). Das Spreizen der Finger ist unauffällig. Die Sensibilität im Bereich des Handrückens und der Handinnenfläche ist unauffällig. 3. Unterhalb der Fossa interjugularis findet sich eine 7 cm lange Wunde, rechts lateral davon eine oberflächliche ca. 3 cm lange Wunde. Die Wunden sind mit weisslichem Puder verklebt, es liegen einige Nähte in sito. Der Patient gibt an, bei seiner Verletzung sei die Wunde so tief gewesen, dass aus der Luftröhre Luft nach aussen entweichen konnte. Derzeit ist jedoch diesbezüglich keinerlei (Atmungs-) Beeinträchtigung festzustellen.
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4. An der linken Halsseite, am Vorderrand des Musculus dernoclaidum mastoideus im mittleren Drittel, eine ca. 3 cm klaffende Wunde. Die Wunde ist ebenfalls mit weisslichem Puder verklebt, eine Naht am Wundrand noch in der Haut vorhanden. Die Wunde befindet sich direkt oberhalb der Carotis!! 5. Im Bereich des rechten Unterschenkels lateral, dorsalseitig, drei etwa ein Zentimeter im Durchmesser messende Krusten. Ansonsten hier nichts zu sehen. Neurostatius: Der Patient ist grob neurologisch unauffällig. Er ist klar zu sich, seiner Person, zeitlich und örtlich orientiert. Keine Hinweise auf eine Psychose. Der Patient ist doch sehr agitiert, was auf den Schlafmangel und die Erlebnisse der vergangenen Tage zurückzuführen ist. Diagnose: Schnittwunde im Bereich beider Handgelenke volarseitig, unterhalb der Incisura interjuguleris, sowie im Bereich der linken Halsseite. Behandlung: Entfernen der Wundnähte, reinigen aller Wunden, Beta-isotoner-Verbände. Der Pat. ist Tetanusgeschützt. Eine Wundkontrolle ist am Samstag, den 12.04.1997, vorgesehen. Mit freundlichen Grüssen Dr. M. Moser , Assistenzarzt / rb (Anhang: 4 Fotos der Verletzungen) Nach der Arztuntersuchung, wobei auch Fotos von allen Verletzungen gemacht wurden, kamen die zwei Liechtensteiner Kriminalbeamten Hr. Büchel und Hr. Kindle zu mir ins Spital. Ich schilderte ihnen aufgeregt die Erlebnisse der letzten zwei Wochen. Je mehr ich ins Detail ging, umso so grösser wurden ihre Augen, ebenso wie ihr Entsetzen. Wir vereinbarten, dass ich am nächsten Tag zu ihnen (Kripo) kommen soll, um eine umfassende Anzeige auf Tonband zu machen. In einem Gästezimmer von Freunden in Vaduz konnte ich den bitter nötigen Schlaf – mit Hilfe von kleinen, ärztlich verordneten Pillen – für fast 24 Stunden lang nachholen. WAS IN ALLER WELT IST IN ARGENTINIEN PASSIERT? Am nächsten Morgen wurde ich von den Kripobeamten im Polizeigebäude empfangen und in ein Sitzungszimmer gesetzt. Dort wurde ich mit ausreichend leeren Tonbandkassetten versorgt und man bat mich meine Anzeige auf Band zu sprechen.
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Beginn Originaltext (OT) meiner Anzeige: Anm.: Ich bitte die Leser zu Berücksichtigen, dass ich zum Zeitpunkt meiner Aussage/Anzeige noch sehr stark unter dem Schock des gerade erlebten stand und meine gesprochenen Worte eins zu eins in die Niederschrift übernommen wurden. Daher die oftmals sehr langen Sätze, die wenigen unfertigen Sätze, Wort- oder Satzwiederholungen und verkehrte Satzaufbauten. Weitere Details, die ich zusätzlich zur Tonbandaussage in schriftlicher oder mündlicher Form bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft (STA) und dem Untersuchungsrichter (UR) gemacht habe, sind auch integriert im OT wiedergegeben. Guten Tag Heute ist der 11. April 1997 und ich bin hier in einem Sitzungszimmer der Landespolizei Liechtenstein um meine Aussage auf Band aufzunehmen. Diese Aussage soll gleichzeitig Dokument für mich und Anzeige gegen die Täter sein und ich werde in Hochdeutsch sprechen, was die Abschrift meiner Aussage erleichtern wird, und auch damit ich eine gewisse Distanz zu dem Geschehenen machen kann. Mein Name ist Kieber Heinrich, geb. 30.03.1965 in Mauren, Bürger von Mauren, z. Z. nicht angemeldet im Land, da ich mich Ende November letztes Jahr (1996) von Mauren wieder nach Australien abgemeldet hatte, wo ich auch ursprünglich hin wollte, aber noch ein paar persönliche Sachen und Angelegenheiten in Europa erledigen wollte, bevor ich wieder zurückgehe. Jetzt mache ich noch ein paar Angaben zu Namen der Personen, die involviert waren bei dieser Entführung und Geschehnissen, das wären: Ich selber natürlich, dann als Organisatoren die zwei Personen, der Spanier Mariano Marti-Ventosa Roqueta aus Barcelona und Herr Helmut Roegele und sein Frau Salud Hidalgo, beide aus Sant Pol de Mar, nördlich von Barcelona, Katalonien, Spanien. Ich werde später dann die genaue Abschrift und Daten, die ich zu diesen Personen habe, auf einem Blatt vermerken. Zur Vorgeschichte: Den besagten Mariano kenne ich seit ursprünglich 1981, weil er der Freund von einer Deutschen war, die Helga heisst und mit deren Tochter Ruth besuchte ich damals in die Schweizerschule in Barcelona. Aber erst 1992/1993, um die Jahreswende, als ich zufällig das erste Mal aus Australien zurück war, um in Bern auf der australischen Botschaft meine Niederlassungspapiere zu
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regeln, erfuhr ich, dass Mariano und seine Freundin Helga in Zürich waren wegen irgendeinem komischen Geschäft, das sie da hatten, und da habe ich sie natürlich besucht, weil ich sowieso 2 bis 3 Monate warten musste bis meine Papiere für Australien geregelt waren, im Zuge dieses Wiedersehens hat mich Mariano dazu überredet, dass ich ihm einen Kredit von ca. CHF 240'000.-gewähre, den er mir zu 12 % verzinsen wollte; was ich auch gemacht habe, weil ich wusste, Mariano hat Gutsbesitz in Spanien und ein riesiges Boot und das Übliche halt, was man sich als geistige Absicherung nimmt. Ich habe natürlich auch ein Dokument über diese Schuld, das er mir gegeben hatte. Ich ging dann ungefähr im März 1993 nach Australien zurück und wartete seit damals auf die Rückzahlung dieses Darlehens. Ich hatte viel Briefkontakt mit Mariano, hin und zurück von Australien, auch von Neuseeland aus und er versprach mir immer, dass er zahlen wird, im Moment aber kein Geld hatte: "Liquiditätsprobleme", dies und das und jenes und ich habe natürlich nur geduldig gewartet. Ich habe nie gross gedrückt, denn ich wusste, dass er fast alle seine Besitztümer im Namen seiner Frau oder Söhne hatte, wie es in Spanien üblich ist, damit die Steuerbehörden oder andere Kreditoren nichts wegnehmen können. Also, wenn ich Druck gemacht hätte, dann hätte ich sicher NIE etwas erhalten. Ich kam dann Mitte 1995 das erste Mal wieder nach Europa, nach Spanien zurück, weil ich mich um meine Schuld, also um die Schuld, die er gegenüber mir hat, kümmern wollte, und ich wurde dann vertröstet, ja, vielleicht in diesem Jahr (1995) oder eben im nächsten Jahr bekäme ich mein Guthaben sicher zurück. Ich blieb dann ein Weilchen in Spanien, habe auf seinem Boot gewohnt, das ich übrigens zeitweise, das heisst vom September 1995 bis Ende September 1996 sogar als Garantie vollständig besass, aber nur Ärger mit ihm und dem Boot hatte. Mit der Zeit merkte ich, dass Mariano nicht fähig war, mir die Schuld zurückzuzahlen, ohne dass er irgendwo eine Hypothek aufnimmt oder was immer er herbeizaubert. Zu Herrn Helmut Roegele ist zu sagen, dass ich den auch schon länger kenne und dass wir im letzten Jahr ein Immobiliengeschäft gemacht haben, womit er nachher nicht zufrieden war und eine erfolglose Anzeige in Spanien gegen mich erstattet hatte, die auch zu einer Aussage seinerseits führte und dann aber stillgelegt
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damit er mich bezahlen kann. CHF 1500. d. Ein Flug Zürich-Frankfurt-Buenos Aires direkt. April 1997 fest gebucht. Dort. dass man nicht alles haben kann. Am Anfang dieses Jahres als Mariano mir erzählt hat. April. weil er gewisse Änderungen auf der Farm vornehmen wolle und die Kreditsumme um seine Schuld gegenüber mir erhöht hatte. Helmut Roegele (wie auch Mariano Marti-Ventosa Roqueta) hatte akute flüssige Geldsorgen und Helmut musste dringend eine seiner Wohnungen um jeden Preis verkaufen. Ich hab mich darüber zwar gefreut. So kam es. Ich soll doch bitte rüberkommen und dort könnte ich es auch kriegen. die den Kredit auszahlt auch ein Konto eröffnen könnte und er mir die Schuld. dass ich in der 3. die er gegenüber mir hat. ich ging einfach für einen Monat. April die Unterschrift bei der Bank in Argentinien tätigen würde und ich doch ganz gerne rüberkommen könnte. am 1. mit Zinseszinsen und Kosten. März. weil es Aussage gegen Aussage war. dass er am 1. so habe ich mir gedacht. wenn er nicht zahlt.h. es soll dann ja noch warm sein. Wie ich dann meine Tasche gerichtet habe mit Kleider dementsprechend für Herbstwetter. trotzdem aber wollte ich Argentinien und seine Farm kennen lernen. den er mir gegeben hat.gekauft habe. obwohl über 4 Jahre verstrichen sind. und wenn er zahlt dann ist gut. was ich machen würde. das sagte er mir im Februar so. für den Dienstag. das ist halt im Leben. dass es noch was kommen wird. dass er alles bezahlen werde und 14 . wo er mir hoch und heilig schreibt. mit Rückflug Buenos Aires-FrankfurtZürich am 21. Ich habe meinen Freunden oder Familie.wurde. wo auch seine drei Söhne mit deren Frauen und Kinder auf der Farm wohnen. überweisen würde. Ich hätte aber die Möglichkeit für eine Gebühr den Rückflug auf ein anderes Datum zu ändern. seit ich ihm das Darlehen gegeben habe und ich eigentlich nicht mehr geglaubt habe. meiner Mutter. in die Ferien. so im letzten Fax. seine Farm besuchen und dann bei derselben Bank. dann kann ich auch nichts machen. Woche März tatsächlich ein Ticket am Flughafen Zürich mit der Lufthansa für ca. wollte ich ihn besuchen. von der er mir früher viel erzählt hat. dass er mir jetzt seine Schuld zurückbezahlen könnte und zwar hätte er auf seiner Hazienda (also Farm) in Argentinien einen Hypothekarkredit beantragt. 25. nicht viel darüber erzählt.

der am kommenden Sonntag stattfand. weiterfliege oder weiterfahre nach Bahia Blanca. dass Mariano und seine Frau gerade zur Tür hinausgegangen sind. Das liegt eine Stunde Flugzeit. die Mutter seiner Kinder. Geburtstag. Ich habe meine Ausweispapiere und dummerweise auch noch mein Reisegeld. — in Schweizerfranken und US$ 1‘500. eigentlich nur vom Hoteleingang aus und am Abend kam dann Mariano.30 Uhr früh Lokalzeit in Buenos Aires an. dass es sich um meinen Geburtstag handeln sollte. März kam ich um 07. erste Frau. daran. Am Dienstag war Abflug und am Mittwoch vor Ostern . ja fast keine Haare mehr. 500 km südlich von Buenos Aires und dort würde sein Sohn Marco. mich abholen. ein blauer SLC-Type mit Argentinischem KFZ-Nr. Mariano wollte eigentlich. mein 32. Ich habe dann den ganzen Tag gewartet und schaute mir Buenos Aires ein wenig an.wie er mir am Telefon vorher gesagt hatte . ich fahre gerne mit dir mit dem Auto runter. Warum sollte ich jetzt mit dem Flugzeug fliegen? Ich hatte ja Zeit. —) mitgenommen. Die Zylinderkopfdichtung war angeblich geplatzt und es kam Wasser heraus. dass ich schon an jenem Tag. Ich aber sagte zu Mariano. dem Mittwoch. Also sind wir am Abend. wobei ich darauf tendierte. der mit leicht rötlichen Haaren. fuhr in das Hotel SALLES in Buenos Aires. ich musste ja nicht pressieren um auf die Farm zu kommen und so kam es. (ungefähr CHF 8000. dass er eine Überraschung für mich habe. der kaputt war. das ich Bar auf mir hatte. noch in Buenos Aires herumgefahren um eine anständige Werkstatt zu finden. so glaube ich. die nicht zu teuer war für ihn und die fanden wir auch. Mariano sprach auch von einem Empfang für mich wie für einen "König" und er sagte auch. wie üblich ganz gut gelaunt und hektisch und erzählte mir von dem Problem mit seinem alten Mercedes Coupe. angeblich am selben Tag nach Spanien fliegen würde. Mariano ist dort . damit ich die Landschaft ein wenig sehen kann und er müsste nicht alleine fahren. bevor es dunkel wurde. das er nach Argentinien mitgebracht hatte. 15 . den 26.ich mir keine Sorgen machen solle und so weiter und so fort. Carmen. Ich bin im Hotel angekommen und mir wurde vom Türsteher mitgeteilt. weil ich wusste. dass ich diese Nacht von Mittwoch auf Donnerstag doch in Buenos Aires im 2-Bett-Hotelzimmer blieb.weil seine nicht-geschiedene.

das sie auch aus Spanien als Haushaltsgut mitgebracht haben. obwohl er sich als Mario ausgab. Er wollte unbedingt. Während der Gepäckausgabe kam schon der Sohn von Mariano. Ich hatte noch einen Adressenaustausch mit einer Nachbarin. was ich ungewöhnlich fand.im Nachhinein weiss ich jetzt natürlich schon weshalb ich am Abend fliege sollte . das Ticket akzeptiert und wir haben nachgeforscht wann ein Flug ist. gebucht hatte. den anderen Sohn. er ist ungefähr gleich alt wie ich. um 19.. Der kleine Wagen stand draussen auf dem Flughafenparkplatz: wir haben meine grosse. „Marco‚ fuhr nicht den Bronco. Er fuhr mich dorthin.und der Abflug war.-. blaue Reisetasche hinten hinein 16 . dass er Marco war. so glaube ich. aber im nachhinein wusste ich ja. einen grossen amerikanischen braunen Ford. als die Söhne nach Argentinien ausgewandert sind. er werde mich in allen Ehren empfangen und ich solle dann warten. Am Donnerstag assen wir zusammen Frühstück und Mittagessen und waren damit beschäftigt in die verschiedenen Garagen zu fahren um sein Auto reparieren zu lassen. Marco. weiche. kaufte das Ticket . Ich hatte kurze blaue Hosen (Jeans-Shorts) und ein T-Shirt mit kurzen Ärmeln an. weil er sonst nie Leute so einlädt oder nie etwas ausgibt in diesem Stil. Ich musste also kein eigenes Zimmer buchen oder im Hotel einchecken. er würde mir sogar das Ticket für den Flug von Buenos Aires nach Bahia Blanca bezahlen. beide aus Spanien. dass ich am Abend fliege . Ich habe dann. Mariano käme dann in den nächsten Tagen runter. sobald das Auto fertig repariert sei.00 Uhr in Bahia Blanca zum ersten Mal in meinem Leben an.welches Marino schon die Tage vorher belegt bzw. entgegen dem was Mariano mir gesagt hatte.10 Uhr oder 19. Das Auto. Am Nachmittag hat er wieder gesagt. den es gibt.für ungefähr US$ 68. Er hat sich verabschiedet und hat gesagt sein Sohn.30 Uhr oder sogar erst 21. dieser leicht Rothaarige. die neben mir im Flugzeug sass. sondern einen Fiat 600 oder Seat 600.ohne Name . er bezahlte es mit seiner goldenen Kreditkarte von der Banco Santander oder Banco Atlantico.15 ab dem Inlandsflughafen in Buenos Aires. Marco. da ich ja nichts vermutete. Mit meinem mitgenommenen Gepäck kam ich dann abends um 20. sogar mit noch den alten Kennzeichen aus Barcelona.

also eine kleine Halle oder ein kleines Gebäude. die ca. gleich in Angriff zu nehmen. Die Farm heisst "Estanzia San Francisco" und der Haupteingang der Farm sollte eigentlich über die Strasse "Camino de la Ermita" erreicht werden. an dem wir links davor anhielten. Ich habe mich nicht darüber gewundert. wo auch meine Dokumente und mein Geld und alles drin war. nicht alle merken.abfuhren . Ich nahm auf dem Beifahrersitz Platz und geplant war. dass auf einer so grossen Farm. Wir fuhren also von dem Parkplatz beim Flughafen in Bahia Blanca weg. sogar ein Stück über eine Wiese und während dieser gut dreiviertel bis 1 Stunde Fahrt redeten wir über das Leben auf der Farm etc. konnte ich noch weiter vorne rechts ein anderes Auto parkiert erkennen. weil ich auch nichts dergleichen erwartet habe. dass es ein kürzerer Weg wäre.oder Geröllweg. wo doch sonst alles immer offen gelassen wird. Auf den letzten Metern bevor wir mit dem Auto anhielten. ich glaubte es neben einem Schopf. ich sass im Auto. Das Wagenlicht war aus. die ich gesehen habe. Gesteins. nichts ahnend und dann ging es los: 17 . Baracke zu sehen. von Bahia Blanca Richtung Saavedra und dann zur Farm. Marco sprang aus dem Auto. Die Fahrerwagentür blieb offen. was nachher geschehen ist. auf den hinteren Sitz geworfen. Wir fuhren die letzten 150 Meter auf Gras und im Wagenscheinwerferlicht konnte ich dann einen runden Turm erkennen. also nicht geteert. sagte mir Marco. Als wir dann endlich – es war schon stockdunkel . Bevor das Wagenlicht ausging. Irgendwann fuhren wir rechts von der geteerten Strasse weg auf einen breiten weissen Sand-. die Strecke. im Nachhinein ist es natürlich komisch. ob dies ein Schopf war. irgendeine Türe geschlossen werden muss. 90 bis 100 km lang ist. bevor wir zum Haupthaus fahren.gestopft und meine Anzugtasche. sagte Marco. Ich konnte mir natürlich die Schilder. Ich bin aber nicht sicher. etc. schon auf dem Farmgrundstück. die ungefähr 15 km von dem Dorf Saavedra entfernt liegt. wenn wir den hinteren Teil der Farm anfahren und nicht den Umweg über das Dorf Saavedra machen und dann von dort auf die normale Zufahrtsstrasse Richtung Haupteingang der Farm fahren würden. Der Motor wurde abgestellt. dass er noch eine Türe schliessen müsse. wo niemand oder fremde Menschen weit und breit sind.

ich wusste. die auf mich gerichtet war. die Beifahrertür aufrissen. konnte ich auf der linken Seite einen Elektroschweissapparat erkennen. weil obendrauf die Gesichtsschutzmaske. habe im Schock reflexartig den Pistolenlauf mit meiner Hand umschlossen und versucht die Pistole. weil ich dachte. dass es ein solcher Apparat ist. weil dann zwei andere Männer mit Maskierung. blutrünstig auf sofort hinauszugehen. wobei. wegzudrücken. warum das 18 . eine alte. worin man Getreide abfüllt. Ich natürlich. Sie stülpten mir einen weiss-gelblichen Sack über den Kopf. Der Raum war bestückt mit Naturstein in verschiedenartigsten Formen. und nicht wie normal von unten eingesteckt war. wo dann auch das Blut zu fliessen begann. Beim Eintritt in diesen Raum. wobei das Magazin seitlich. sie natürlich schlugen zurück. wobei dann meine Brille über dem Nasenbein zu Bruch ging und ich die Brille verlor. die in Zement rundherum eingelegt waren. war das nicht so einfach. eine Art Skimütze. Ich habe sie angefleht. da passiert noch was. wie vermutlich jeder der so was nicht erwartet hat. Aber das hat mir nicht viel geholfen. der drückt noch ab und ich bin tot. mich nicht umzubringen. setzte sich und forderte mich. es sich um einen Getreidesack oder ähnliches handelt. wo das Licht brannte. Ich konnte einem von den Dreien einen Fausthieb verpassen. Ich wurde dann bäuchlings auf eine Matte oder Bett geworfen. Dadurch gab es eine triefe Schramme. Sie zerrten mich brutal aus dem Wagen und da ich ja ziemlich kräftig gebaut bin. wobei der Zement ziemlich dick zwischen den Natursteinrillen aufgetragen wurde. mit der Pistole auf mich gerichtet. die man bei solcher Apparatur verwendet. wie ich später sah. also 90 Grad horizontal herausragte. Ich konnte trotzdem noch auf den Boden runter schauen und wurde zuerst über Gras und dann über Beton in einen Raum geschleppt und gezogen. eher kleinen Stücken. Ich wusste nicht.Auf einmal kam von hinten ein maskierter Mann mit einer Pistole in der Hand zum Fahrersitz. Einer von denen hatte eine deutlich erkennbare Maschinenpistole. die Hände wurden mir hinten mit einer dicken Schnur fest übereinander zusammengebunden und zwei oder eineinhalb der drei Personen setzte sich dann auf mich und ich habe gezittert wie Laub im Herbst und um mein Leben gebeten. lag.

wieder wegnehmen. damit sie mich nicht umbringen.und Unterbein gelegt hatten. hatten doch zwei Stellen an meinem unteren Schenkel an der Wade verbrannt. dass ich anfange zu schreien und das es jemand von den Angestellten oder den Leuten. da ich sonst eventuell nicht atmen konnte. weil der Turm nicht weit weg vom Hauptwohnhaus der Farm liegt und sie vermeiden wollten.alles geschehen sollte. die dadurch entstanden war. Ich zitterte und nachdem sie ihre Schweissarbeit erledigt hatten. damit ich vermutlich nicht schreien konnte oder so. sie müssten mir dem den Knäuel. die Funken. das ja frei war. wurde mir der Sack vom Kopf weggenommen und sie tupften das Blut in meinem Gesicht mit einem schmutzigen Lappen weg und ich glaube. der Sohn von Mariano. Opfer anderer Verbrecher wurden. Es wurde kein Wort gesprochen während der 19 . die dort auf der Farm wohnten. überfielen. Mir wurde dann der rechte Schuh. abgezogen. dass ich eigentlich die ersten Sekunden dachte. Es war dann aber so.h. darum möchte ich hier auch noch hinzufügen. die so ein Elektroschweissapparat abgibt. Sie hoben meinen Kopf und unterlegten ihn mit einem Kissen. sondern es war Blut aus einer Wunde ausserhalb des Nasenflügel. Ich spürte auch wie sie eine zusammengefaltete Decke auf meine Beine legten. d. weil ich ja kurze Hosen an hatte. hören könnten. die die Farm oder wem immer das Gebäude gehörte. dass mir ein Eisenstück an mein rechtes Bein oberhalb der Ferse angeschweisst wurde und obwohl sie mir schützende Tücher auf mein Ober. Heute weiss ich. also Textilstoffteile auf mein rechtes Bein. und ich. Ich dachte an grausame Folter oder so und hab nur um mein Leben gefleht. die man heute noch sehr gut erkennen kann. Während mir Tücher. Der weisse Sack über meinem Knopf hatte sich rot verfärbt und da haben sie sehr wahrscheinlich gedacht. da die Nase stark blutete. Marke Timberland. gelegt wurden. samt dem Socken. es war nicht Blut aus der Nase. hörte ich wie der Elektroschweissapparat in Betrieb gesetzt wurde. als die Brille beim Wegschlagen zerbrochen wurde und dadurch einen Schnitt in das Fleisch gemacht hatte. Währenddessen haben sie mir auch den Knäuel wieder aus dem Mund genommen. „Marco‚. warum sie mir überhaupt einen Knäuel gegeben haben. dass wir. den sie mir vor dem Haus in den Mund gestopft hatten.

dort wo zwei Gliedstücke. habe ich gespürt wie sie meine Hosentaschen leerten. je eins links und rechts auf den Ring geschweisst wurden. also Rillen für ein Gewinde. In Zeichnung auf der nächsten Seite und der Zeichnung auf Seite 42 hat die Zeichnerin aus praktischen Gründen den in meiner Aussage beschriebenen Kasten mit dem Stromzähler und der Steckdose (für das Elektroschweissgerät) weiter unten an die Wand skizziert. schwere Stahlkette. warum. Das Eisenstück war nicht rundherum geschlossen. dass es sich ja um Mario handelte.: Alle Zeichnungen wurden für das Landgericht Vaduz angefertigt. mit Gesicht zur Wand. ich nehme an. wo die Dokumente drin waren. und dann ein weiteres Gliedstück auf die zwei Gliedstücke darauf geschweisst und an diesem dritten Gliedstück hängte dann eine zwei bis drei Meter lange. sondern war 2 bis 3 cm offen. Mario gerufen. Obwohl die Verbrecher schon ein Weilchen den Raum verlassen hatten und ich ja auf dem Bauch lag. vermutlich vorher schon. weil sie ja maskiert waren. Ich zitterte noch lange und hatte Angst und dachte nur warum. warum.und auch einen kleinen goldfarbenen Schlüssel. wo ich ungefähr US$ 180. wo es an die Turmwand angeschraubt war. anstelle weiter oben. das ich an der Anzugstasche befestigt hatte. schwere Metalltür wurde zugeschlagen. ich habe nur zwei Mal den Namen Mario. Es war ein Stück von einem Rohr. ob noch jemand im Raum ist. es war das Endstück eines Rohres mit einem Gewinde daran. in der Annahme. Ja. Erst nach weiteren zwei Stunden getraute ich mich aufzustehen und musste Folgendes feststellen.ganzen Angelegenheit. mein Münzportemonnaie . der das alles gemacht hat mit seinen Gehilfen. traute ich mich nicht umzudrehen. ein Riesenlärm und das Licht brannte noch. bevor sie gegangen sind.— in kleinen Noten hatte. Ich drehte mich nach einer Weile um und habe den Raum liegend angeschaut. Anm. der um mein Bein war. Es wurde eine schwere Kette an mein Bein geschweisst und unter dem Ring. obwohl es ja der Marco war und nicht der Mario. 20 . die ich nicht erkennen konnte. ein Stoffstück unterlegt und auf meine Haut darunter ein schwarzes Gummistück und dann die kalte Kette. Eine braune. weil ich nicht wusste. die an der Wand eingelassen war. der zum Schloss gehört.

21 .

dann auffangen sollte. wo links ein Waschbecken eingemauert ist mit Sims und unter dem Sims an der Aussenwand des Waschbecken konnte ich ein verschobenes. die Wand und der Boden braun angemalt. nicht angeschraubten. 50 Liter grosser. dieser Durchgang führt zu einem kleinen Gang. also links und rechts. wo links ein schmutziges WC mit einem losen. Die Wasserspülbetätigung war eine Schnur. Vor allem das Abflussrohr.Den Raum beschreibe ich wie folgt: Es ist ein runder Raum. silberner Wasserbehälter. Oberhalb des Ofens ist ein ca. es ist ein Wasserturm. weil es am Wassersystem angeschlossen ist damit man Heisswasser produzieren kann und gleichzeitig kochen kann. schwarzen Ofen stand ein kleines Möbelstück. schwarzem WC-Deckel war. wurde die Wand und der Boden im 90 Grad Winkel. der das gekochte Wasser. wie so ein Mini-Mini-Sekretär mit einem Fach. weil sonst das Stück umkippen würde. 22 . eine schwarze Plastiknylonschnur. oberhalb der Wasserbehälter für das WC. rechteckiges Herstellerkennzeichen erkennen. Vorbei an diesem Waschbecken konnte ich in einen Raum. die Duschvorrichtung kam aus der Wand heraus und dort wo sich der Wasserstrahl verbreiten kann. Es war alles ziemlich schmutzig. wenn man darauf etwas schreiben oder essen wollte. Rechts davon ist eine Dusche in die Wand eingelassen. das man mit der Tür schliessen konnte und das vierte Bein war gebrochen. sehr feucht und kalt und wenn man bei der Türe hinein kommt war links mein Feldbett. Sonst war alles weiss in diesem runden Raum und in diesen zwei Nebenräumen. sehen.h. Weiter nach rechts schwingend im runden Kreis sieht man dann einen Durchgang ohne Türe. sodass man es entweder an die Wand oder an den Ofen anlehnen musste. Am Kopfende des Bettes war ein alter Ofen ohne Türchen für die zwei Stellen. wo man Holz hinein gibt und es ist ein so genannter Wasserofen. Neben meinem Feldbett an der Wand war ein Fenster in der Grösse eines normalen Fensters mit zwei Flügelfenstern zum Öffnen. das sich zur Hälfte im Raum befand und zur anderen Hälfte in der Wand verschwand und unten wieder heraus kam. d. die herunter hing und am Ende 2 bis 3 Knoten hatte. dass es mit flüssigem Klebstoff schon mehrmals repariert worden. Neben dem schmutzigen.

ausserhalb dieses Fensters war ein Lattenrost. ein Ausbruchgitter. als man den Turm baute. die an der Wand war. Die Eisenkette wurde so angelegt. Es war also unmöglich dort auch hinauszugelangen. in meinem Raum. erst frisch 23 . Ich konnte nur schräg hoch in den Himmel durch einen Schlitz schauen und sonst sah ich nichts von diesen zwei kleinen Fenstern. es gab kein Wasser. zugeschnittene Wellbleche mittels Draht befestigt. Das Wasser funktionierte nicht. Ich hatte riesige Angst und betete und eigentlich war mir nicht kalt. viel kleiner als das im Zimmer wo ich schlief. die man zum Dachbauen nimmt. der geschlossen war. zwischen dem Badezimmer und dem Hauptraum war mit zwei Kippfenstern versehen. ein hellblaues Handtuch und eine neue Seife in der Seifenschale. Es war ein Lattenrost aus braunem Metall und war zu. dass es genau reichte. Nachdem ich alles inspiziert hatte und feststellen musste. ich vermutete auch. damit ich vom Bett bis zum WC gehen konnte. oberhalb meines Bettes.und Warmwasserhähnen separat angebracht.Gegenüber der Dusche war ein Spülbecken mit je Kalt. weder für das erste noch das zweite Waschbecken oder die Dusche oder das WC. obwohl ich in kurzen Hosen war und im kurzen Hemd. Draussen am Fenster war noch ein Metallgitter. damit man nicht herausschauen kann oder andere Leute nicht hinein schauen konnten. Im WC war nur eine Füllung im Tank der WC-Spülung vorhanden. Es gab drei Fenster. Das Fenster im Gang. das aber sicher schon vorher dort war. dass die Kettenvorrichtung. dass die Kette fest in der Wand eingemauert war. an die Wand geschraubt ein Spiegelschrank mit einem kleinen Abstellfach darunter. im so genannten „Badezimmer‚. trotzdem waren auf der rechten Seite des Waschbeckens. und an dem Fenster vor dem grossen Waschbecken und dem kleinen Fenster im Badezimmer wurden von aussen an die Gitterroste Wellbleche. nur bei ungefähr die Grösse eines A4-Blattes im Lattenrost konnte man die Latten verstellen und man konnte dann etwas hinausschauen. wie schon beschrieben. Es war alles sehr schmutzig und dreckig. alles sehr dreckig. Der Wasserablauf der Dusche ist ohne Gitter im Boden und rechteckig. ein Fenster. Und darüber.

womit ich einen Wächter oder wen auch immer erschlagen konnte oder verletzen würde. ist braun gemalt. Vermutlich wollten sie. und legte mich schlafen. Ich muss auch sagen. Schränken und anderem Zeug. die ich regungslos auf dem Kissen lag. dass man überall im runden Raum. weil man die alte Farbe darunter sah und auch die riesengrossen Löcher von Schrauben mit Dübeln. dass ich nichts wegnehmen konnte. dass Regale und Aufhängevorrichtungen. 24 . alles aus Beton. weil es weiss gestrichen war und auch die ersten Kettenglieder von der Wand mit weisser Farbe überzogen waren. das einen riesengrossen Blutfleck vorwies von den Stunden. wo man die Hand drauflegt. die in diesem Raum offenbar früher vorhanden waren.gemacht wurde. die weiss gemalt war und das Geländer. darum gab es überall Stellen mit diesen Abzeichnungen mit ehemals vorhanden Regalen. der übrigens auch auf der gegenüberliegenden Seite meines Bettes eine Rundtreppe in den oberen Stock hatte. weggeschraubt wurden. Ich legte mich dann ins Bett auf mein Kissen. An vielen Stellen konnte man sehen.

25 .

jedoch so ca. die mir alt erschien und einem Revolver. in dem Fall. 26 . Ich vermutete. ein silberner mit einem langem Lauf. der mir neu erschien. Ich lag noch auf dem Bett und bekam Herzflattern. auf mich gerichtet vor der Tür standen. die leicht gebückt wie beim Skifahren mit gespreizten Beinen und einer Pistole. Den ganzen Tag habe ich kein Essen erhalten. Mit einem Tritt. als würden 50 Schlösser daran sein. Einer kommt auf mich zu und deutet mit dem Revolverlauf oder Pistolenlauf. ich solle mein Kopf unter das Kissen begeben und mit den Oberarmen und Händen von aussen das Kissen an meinen Kopf drücken damit ich nicht sehe wer kommt oder was sie tun. es war ein Diesel. sodass ich mehr erschrak: ich sah zwei Männer. vermutlich wurde die Türe immer so aufgeknallt. weil mir meine Uhr auch weggenommen wurde. vermummt. das Zeitgefühl ging mir auch weg. und ein Geknalle und sehr laute Geräusche. Er deutete ohne Worte an. Ich lag seitlich gekauert auf dem Bett und von draussen hörte ich laut Schlösser öffnen. dass er den Blutflecken meinte und ich sagte dass es das Blut von gestern Abend war. auf mein Kissen und zwar auf den Blutfleck auf dem Kissen.Freitag vor Ostern. mittags hörte ich ein Auto.

die Fenster nochmals inspiriert und festgestellt. ob ich nicht was gemacht habe.Ich tat es und spürte den Revolverlauf auf meinem Kopf. hat sich dauernd die Kette verdreht. was für mich bedeutete. der sich wie immer in den folgenden Besuchen so abspielte. Ich hörte meistens ein Auto heranfahren. Samstag früh bekam ich wieder Besuch. dann die Türschlösser geöffnet. kein Wort zu mir und dann gingen sie wieder. das spürte ich. Wenn der Wind ein wenig kam. was dann zu einem kürzeren Radius meiner Bewegungsmöglichkeit führte. Ich musste dann immer öfters im Tag mich nach links um meine eigene Achse drehen damit sich die Kette wieder entwindet. dass es eine Windwassermühle sein musste. Beim Laufen. Ich hatte Angst und zitterte andauernd. Sie kontrollierten die Kette und hoben mein Bein und rüttelten daran. dann kommt automatisch der Fluchtgedanke. Ich weinte und weinte und weinte. oder wenn ich ausschlagen würde. Am selben Tag. die sie mit Schnellklebstoff zusammengeflickt hatten und Schreibpapier 27 . ich schätze so um 22. dass es unmöglich sein wird durch diese Fenster ohne Werkzeuge oder andere Hilfsmittel zu entkommen. dass ich. wenn man es so nennen kann. bekam ich wieder Besuch. meistens ein Diesel. innerhalb dieser 3 kleinen Raumebenen. als es ein wenig hell wurde. Die verfluchte Kette war aber nicht so leicht loszukriegen. Ich glaube auch. sie kontrollierten das andere Ende der Kette um zu schauen. sie mich ohne Skrupel umbringen würden. Riesenlärm. dann setzte sich die Wasserpumpe in Bewegung. Ich konnte mehr oder weniger schlafen in der Nacht von Freitag auf Samstag. Ich weinte oft und betete wieder und fragte mich warum. weil ich meine Fenster offen hatte. aber ich hatte sowieso keinen Hunger. Ich habe dann. Waffen. Wenn man in einer solchen Situation ist und lange Zeit zum Denken hat. an jenem Freitag.00 Uhr abends. falls ich versuchen sollte zu fliehen oder sonst was machen würde. Kontrolle der Kette. sie brachten mir meine Brille. was mich noch mehr ängstlich machte. Die Männer gingen und dies nicht ohne dass sie die Tür mit einem Riesenschwung zuknallten. Es wurde dann von einem der Männer in Spanisch gesagt. warum nur? Sie haben mir am Freitag nichts zu essen gegeben. dann ein Schlag an die Türe.

28 .mit Schreiber und die zwei Nachrichtenmagazine. da ich doch dachte. sie seien ein wenig human. Dann gab es noch eine Werbung im SPIEGEL Nr. die ich mir in Frankfurt am Flughafen gekauft hatte. Es kam wieder zu Morddrohungen von einem der Bewacher auf spanisch und wieder mit den Angaben. einer Mobiltelefonfirma. aufzuräumen. weil ich sonst tot bin. 13 von einer Telefongesellschaft. 13 von diesem Jahr und die rosarotfarbene Financial Times. die dort eingegeben war. die mich sehr traurig stimmten wie z. dass ich mehr oder weniger beruhigt war. gab es eine Werbung einer Autofirma mit einem Besenfresserzitat und der Besen.w. mit einem abgebildeten Mobiltelefon und eine Nummer im Display : die Nummer. Es kam dann so. ich soll ja nicht versuchen zu fliehen. die fing mit 01 80 an und die war eigentlich nur 3 bis 4 Nummern anders als die Nummer meines besten Freundes in Zürich. das eine war der SPIEGEL Nr. war. die auch 01 865 u.s. den dieser Mann in der Hand hielt. da sie ja mir was zum Lesen brachten und auch Früchte und altes Brot bei diesem Besuch am Morgen. den hätte ich gerne gehabt um den Saustall. 13 als Abwechslung zu lesen und musste an die Story der Entführung des Hamburgers Industriellen Reemtsma denken und es gab auch sonst in diesem SPIEGEL einige Seiten.B. wo ich mich befand. Ich versuchte dann den SPIEGEL Nr.

Es wurde mir eine Notiz hinterlegt.B. ich habe mir gedacht. den habe ich noch vergessen zu beschreiben. das ich besass. ob er sich nicht schäme mich als Freund dort so zu haben. dass die Financial Times in solchen Situationen nicht das geeignete Lesemittel ist über Geld und Kurse nachzulesen. auch in diesem Raum. dass ich Angaben machen soll über meine Geschäfte oder vor allem über mein Vermögen. Ich nehme an. Wie befohlen verdeckte ich mein Gesicht damit ich nichts sehen konnte und wie üblich wurde mir die Pistole auf den Kopf oder auf die Brust gedrückt. Darauf stand auf Spanisch. Ich habe alles über die Tage verteilt gelesen ausser ein paar Artikel: z. aber auf Faxpapier gedruckt war. Am Nachmittag desselben Tages bekam ich wieder Besuch. Ich öffnete das kleine Look-Out wie man auf Englisch sagt. die mit Schreibmaschine geschrieben worden war.was hätte ich bloss gegeben damit ich ihn anrufen könnte. wie viel und was das alles bedeuten soll. an 29 . als wäre dieses ein Fax von Übersee gewesen. Die Hände konnte ich ein wenig waschen indem ein paar kl. Tropfen aus der Wasseranlage kamen. wofür. mich zu besuchen damit wir darüber reden könnten. Ich schrieb warum. wie sich Leute. Zu jenem Zeitpunkt schrieb ich noch normal mit dem mir verteilten Papier und Kugelschreiber an Mariano. auch wenn die Minute 690 Mark kosten würde. Der Preis pro Minute war dort in der Anzeige 69 Pfennig. falls ich dummes Zeug vorhatte. einer der über Selbstverletzungen geschrieben war. aus welchen Gründen auch immer. Ich schrieb ihm. sie haben es mit dem Faxgerät des Hauses kopiert. Ich hatte einen weissen Plaststuhl. Es ist auch zu sagen. Ich sass auf dem weissen Plastikstuhl. ich hätte ihn so gerne jetzt angerufen. so wie man sie für Gartenstühle verwendet. den ich verschieben konnte und sah ein paar Bäume vor mir und rechts davor einen künstlich aufgehäuften Erdhügel in dieser Waldlichtung und weiter weg sah ich dann die gelbe Wiese mit ein paar Kühen. Die Zeitung habe ich dann nur als Tischdecke für das schmutzigen kleinen Möbelstücklein verwendet. vor allem am nächsten Tag. Selbstverletzungen am eigenen Fleisch zutun. Später musste ich auf das WC und spülte das WC. Es sollte so aussehen. also dieser kleine Lattenrost vom Hauptfenster. von Europa. Ich bat ihn dringend.

mein 32. weil ich keine Besuche mehr erwartete und dadurch für mich selber alleine sein konnte. Ich wachte früh auf und dachte an Flucht. damit ein Ecken des Briefes noch in meinem Raum lag und ich so sehen konnte. Falls ich je aus diesem Turm raus kommen sollte. ich kannte die Farm nicht und war in der Nacht gekommen. Den Brief den ich an Mariano geschrieben habe. weil ich ja nicht wusste wo Sicherheit für mich sein könnte. links rechts oder wohin. Sonntag. Ich ass einen Apfel und das alte Brot und war ein wenig beruhigt an jenem Tag. aber wie konnte ich flüchten. also ist es sehr schwierig. wann und ob er weggenommen wurde. schlief ich im Bett mit den zwei Decken ein.. Geburtstag. wohin ich dann rennen sollte.03. Ich hätte ja in die falsche Richtung rennen können 30 . für meine Familie und für seine Familie auch. Müde und mit der schweren Eisenkette an meinem rechten Bein. 30. zu kommen. 30. habe ich unter der Türe so durchgesteckt.meinem Geburtstag am Sonntag. Ich hoffte auf eine ruhige Nacht. Ich war traurig für mich selber. März.

weil während dem Tag wegzuspringen. stachen sehr fest auf meine Ferse. wer weiss. dann denkt man sowieso an Flucht. und zudem hatte ich auch realisiert. dass es für ewig war. was noch passiert. Auf einmal bekam ich grössere Angst: Nach einer halben Stunde hatte ich meine Meinung geändert und sagte zu mir. Meine Nerven lagen frei. wenn man verheiratet ist oder Leute die verheiratet sind und sie den Ehering loswerden wollen. wie konnte ich die Kette lösen. ich werde mit dem Versuch. wenn schon. die dieser Ring hatte. die Kette mit Wasser und Seife über meinen Fuss zu ziehen. also dieser Eisenring war ja nicht ganz geschlossen und die dementsprechenden Ecken. es ist besser. weil ich an meine Familie dachte und dass mich keiner so schnell vermissen würde. Es ging aber nicht. Ich war traurig. aha. seifte meinen nackten Fuss samt dem Eisenring ein und nahm auch das Tuch und das Gummiband unter dem Eisenring weg und versuchte mit aller Gewalt den Eisenring über meinen Fersen und Vorderfuss zu stülpen. Die Kette. in der Nacht weg. weil sich die Seife auch in den feinen Rillen des Gewindes festgesetzt hatte. warten. dass es auf einer solch grossen Farm eine Leiche loszuwerden kein Problem wäre. weil ich die Seife nicht vollständig vom Ring entfernen konnte. Ich zog so meinen rechten Schuh aus und auch den Socken und da ich kein fliessend Wasser hatte. wenn ich es jetzt versuche. dass wenn bei 31 . Also dachte ich mir gut. wo ich jetzt noch mal hinging. Ich weinte. weil ich realisierte. denn selbst mit Seife ging es einfach nicht. benützte ich ein wenig Wasser von der WC Schlüssel.und dann 30 km lang in der Wildnis herumirren. was mir nicht ganz gelang. ich werde warten bis es Abend ist. der Verschluss. Da ich ja eine Seife hatte. Wer sollte mich je da finden? Ich bekam auch Panik. Ich erinnerte mich. das ging also nicht. was mein Tod bedeutete. ich war verzweifelt. wo ich mich leicht verletzte. dachte ich mir. aber wenn man eingesperrt ist. Ich war traurig und weinte und trocknete meinen eingeseiften Fuss mit dem Handtuch ab und war sehr bemüht den Stahlring auch von der Seife zu befreien. weil ich keine genauen Angaben gemacht habe. also wollte ich. und ich befürchtete. dass man. da würden sie mich auf 100 km auf dem freien wohl Feld sehen. dass die Kette so angemacht wurde. es mit Seife probieren.

Ich blieb den ganzen Vormittag im Bett. wenn sie es entdecken würden. Ich hatte Angst. falls sie die Seifereste entdecken würden und ich dachte mir. im „Argentinien-Akt“. Sie nahmen den Brief. Die für das Landgericht Vaduz nachgebaute Kette samt „Mauerstueck“ befindet sich heute im Keller des Landgerichts. Tür aufgeschlagen. mit Urin oder mit was. sie würden mich fragen mit was. Sie gingen dann aber wieder. brachten mir Kaltes zum essen und zum trinken Wasser. Die Kette wurde kontrolliert. dann würde ich sagen. Ich hatte Riesenangst. Es war Lärm mit Autos. den ich die Nacht zuvor unter die Tür gelegt hatte dann weg. dass es dort Seife daran hat und dann vielleicht erkennen oder erraten. Foto ist auch die noch nicht verheilte horizontale Schürfwunde wunde der Kette gut sichtbar (2-3 cm oberhalb meines rechten Daumens). was ich vorgehabt hatte. Aber dann war das Problem.: Auf den 2 Fotos (nächste und übernächste Seite) kann man sehr gut die 2 eingebrannten Stellen an meiner rechten Wade erkennen. wenn kein Wasser vorhanden ist. dass ich meine Füsse gewaschen habe. Spät abends am Sonntag bekam ich wieder Besuch. Anm. die von Funken beim Anschweissen der Kette herstammen.einer Kontrolle die Wächter nicht die Dümmsten sind. und erkennen. 32 . Revolver auf Kopf und kein Wort. dass sie mich dafür foltern werden oder anderswie bestrafen würden. Auf dem 2.

Ich war mir auch bewusst. falls ich überhaupt von der Kette wegkommen sollte. In der Nacht hörte ich oft Schüsse und auch Hunde. wie ich ihn gebeten habe an meinem Geburtstag. sondern auch meine Fluchtmöglichkeit.Das WC füllte sich ohne dass ich es spülen konnte und auch tagsüber war der Raum gefüllt mit dem Lärm von der Wasserpumpe draussen. Nervös schlief ich ein. da die Fenster so zugenagelt waren. aber wohin sollte ich auch flüchten. Der Fluchtgedanke ist dabei gestorben. weil sie mir nicht nur meine Freiheit genommen hatten. Mariano kam doch nicht. ich dann weiterhin nicht aus dem Raum flüchten konnte. Das war kein gutes Zeichen. Ich weinte und war traurig. also war es aussichtslos. 33 .

Ich schreibe wieder an Mariano. März. um die Zeit totzuschlagen. Montag. wie er es sich aneignen kann. um auf einen anderen Gedanken zu bekommen. Ich las den SPIEGEL nochmals. etc. Es ist der Geburtstag meiner Mutter. Der Tag ist ja sehr. denn man muss ja etwas tun. 31. sehr lang. aber weniger. hoffte auf baldige Freilassung.Am nächsten Tag. weil ich nicht mehr soviel weinen konnte. 34 . hoffte auf seinen Verstand. offeriere ihm mein ganzes Geld und schreibe auch. Ich weinte wieder. etc. Bitte ihn zu kommen. Diesmal etwas unterwürfiger. sie ist 60 Jahre alt geworden.

ich bin mir nicht mehr sicher. ich wusste sie war von ihm. weil ich nicht nahe genug an die Waffe gekommen wäre. Ich wusste aber und konnte an der Art und Weise wie es geschrieben war. Wenn man bei der Türe herein kommt. weil wissen Sie. damit ich meine Hand hätte anlegen können 35 . denn es waren Forderungen an mich. wo man die elektrische Wasserpumpe ein. dass die Zeit auslaufe und es wurde Besuch aus Europa angekündigt. Rechnung in „Anführungszeichen‚. dass es Mariano's Stil war. Bin mir aber nachher unsicher geworden. dass Mariano angeblich für wichtige Geschäfte nach Europa zurückkehren musste. wenn sie mir gesagt hätten. Wie üblich ein Auto. wenn sie zur Tür hereinkommen. kam ein Stromkabel aus der Wand heraus in einen kleinen Kasten mit drei runden Sicherungsknöpfen und dann in einen grauen Kasten führt. Ich habe sie im Detail nicht gelesen. Die Notiz von Mariano. wieder vermummt und wieder Morddrohungen. Es ist egal. aber sie wurde nie von ihm unterschrieben. Kennedy ermordet hätte. Ich habe mir überlegt. Auf der Notiz stand. ein Dieselfahrzeug. Wenn nicht ein Stromschlag dann vielleicht die Waffe entnehmen dachte ich mir. welches Kabel wo zu was führte und zudem dachte ich. wo sie vermutlich meine späteren Geldzahlungen rechtfertigen wollten. Neben dem Stromkabel war auch ein Stromzähler der Marke ABB von 1992 mit dem Zählerstand von entweder 2030 oder 3020. ich soll schreiben. das ich nicht sehen konnte von der kleinen Fensteröffnung aus. weil ich mich mit Strom nicht gut auskenne und nicht gewusst hätte. Ich meine den Mord an Wächtern um hier herauszukommen. wie ich John F. es ist zwecklos. Es war sogar. erkennen. man will nur lebendig aus der Sache wieder herauskommen. links oben an der Wand. ob ich eventuell die Wächter. Es kam auch der Gedanke an Mord. Sie brachten Essen und eine Notiz von Mariano. dann unterschreibt man alles. mit einer Kette am Bein würde evt. Ich hätte auch unterschrieben. Wieder Waffen. aber wie. absurde Forderungen an mich. wenn man in Gefangenschaft ist.und ausschalten kann. der Strom wie eine Erdung an mir vorbeigehen. was aber nicht so einfach sein wird. Sie legten mir Rechnungen vor. man unterschreibt einfach alles. dass darin stand. mit einem Stromschlag erledigen könnte.An diesem Montag bekam ich Vormittags wieder Besuch. die ich hatte.

dass es zum ersten Gedanken an möglichen Selbstmord kommt. Reinigungsutensilientasche mit. Brot und Früchte und sogar meine blaue Jacke gebracht. also meine Badeutensilien. die Türe und Morddrohungen. Wisst ihr. dass man lebend aus dieser Gefangenschaft herauskommt. machte und wie und warum ich dazu kam. die Waffen. also der ganze Raum immer im Schatten war. Der Gedanke an eine Schlägerei kam auch. hatte ich einfach keine Kraft oder war zu dumm dazu. das Auto. dies ist nicht sehr hilfreich. was wie folgt beinhaltete: Es war eine Hygienetasche und es war ein Nagelklipser drin. Ich bekam wieder Besuch mit denselben Vorzeichen wie Lärm. mit einer Fingernagelreinigungsvorrichtung. die ich im Brief davor formuliert hatte. Wenn man sich in Händen solcher Verbrecher befindet. ein paar kleine Seifen von Hotels. Bei jener Visite wurde mir wieder Essen. dann macht man sich sicherlich Gedanken. wird vermutlich zugestehen. Für einen Rest. Zu meiner Überraschung brachten sie auch mein kleines Necessaire. für andere Möglichkeiten. diesmal sehr gründlich und knallten die Türe beim Hinausgehen zu und verriegelten sie mit massivem Lärm. was ich später tat. ein Rasiermesser von der Marke Gillette. weil sie vermutlich vermutet hatten. wovon man heute noch die Schürfwunden erkennen kann. dass ich während des Tages. ist es vermutlich nicht so einfach für Aussenstehende nachvollziehbar: wie und warum ich das. was sicher mein Tod bedeutet hätte.und ich kein Tumult riskieren wollte. weil ich fast eine Woche in derselben Kleidung gesteckt habe und die Luftfeuchtigkeit in diesem Wasserturm. Jeder der so was miterlebt hat. wenn man selber nicht in einer solchen Lage war. Sie checkten wieder die Kette. womit ich das verdiente oder was ich getan hatte. wie stehen die Chancen. Wasserwindmühle. Ich selber war sehr schmutzig. kein Schaum. aber einen gegen zwei oder drei und ich dann noch angekettet. Auch begann der Stahlring in der Nacht zu kratzen. eigentlich frieren sollte. wobei ich nicht wusste. weil die Sonne nur ganz klein. ziemlich hoch war. sonst gaben sie mir nichts und es gab auch keine Antwort auf meine Bitten. wenn ich nicht im Bett bin. 36 . Es gab auch erste Schläge auf meinen Kopf.

Ich hatte auch Riesenangst vor Folter. was auch eine sexuelle Folter beinhaltet hätte. was einem noch übrig blieb war die Macht über Leben und Tod d. Ich wickelte sie je in ein Stück Zeitungspapierchen hinein und steckte eine Klinge in die vordere. wenn sich jemand wegen einer verlassenen Freundin oder eines verlorenen Arbeitsplatzes in Freiheit vor den Zug wirft oder sich sonst irgendwie umbringt. es ist anders. falls sie mich foltern oder sonst was mit mir machen würden oder nur meine Hände gefesselt auf den Rücken binden würden. Ich brach die zwei Klingen heraus. ich konnte noch selber bestimmen. waren die Folgenden: Ich hatte Todesangst auszustehen unter diesem psychischen und sonstigem Terror. wann ich sterben wollte oder nicht. die Macht über sein eigenes Leben d. welche Seite das Messer und welche Seite nur diese angehefteten oder angeschweissten kleine Metallstreifen waren. und ich habe nie von den Entführern gehört. eine Breite von 0. Ich tat es mit der Fingernagelreinigungsvorrichtung am Nagelknipser. 2 cm und ca. Dann ist er vielleicht in meinen Augen ein Feigling oder dumm. falls ich dies und dies erfülle. rechte kl. weil sie es auch in zweideutigen Andeutungen so gemacht hatten. ich vermutete. Aber in einer Gefangenschaft sieht die Sache ganz anders aus. die in dem Wegwerf-Giletterasierapparat darin waren. sondern auch meine Fluchtmöglichkeiten genommen hatten und das Einzige. heraus zu nehmen. weil wegen einer Freundin oder anderen zerbrochenen Beziehungen oder eines verlorenen Arbeitsplatzes sollte man sich nicht umbringen. Münztasche von meiner kurzen Jeanshose und die andere habe ich mir in die linke Po-Hosentasche gesteckt. lernte mit verschlossenen Augen wie ich ohne mich zu schneiden erkennen konnte. heraus zu nehmen und vielleicht dadurch die Schnur um meine 37 .Die Gründe warum ich an Selbstmord gedacht habe. Ich bin selber kein Feigling und möchte hier sagen. dass ich dort realisieren musste. dass sie mir nicht nur meine Freiheit. dass.5 bis 1 mm hatte. Es ist nämlich so.h. Während der ganzen Zeit sagten sie das nicht.h. so hätte ich doch noch eine Möglichkeit mit der rechten Hand auf den Rücken gebunden in die linke Potasche zu greifen und das Messerchen. Der Grund darin liegt da. ich dann freikomme. So entschied ich mich die zwei kleinen Rasierklingen. das eine Länge von ca.

was dann passieren würde. Ich dachte ich kannte Mariano gut. erfüllen würde. aber ich kannte ihn zumindest so gut: er würde nie einen Mord planen. und ich flehte ihn an. Sicher gebe es Gründe. da ich glaubte. Die Lage wurde auch sonst unangenehm. wenn ich ihre Bedingungen. Das war das Letzte was mir blieb. Also Mariano müsste sich nicht mal die Finger selber schmutzig machen. er würde im Effekt jemanden umbringen lassen. was mir in den Sinn kam. mich freizulassen. Das WC war verstopft und Mücken und anderes Zeug verbreiteten sich in meinem Raum. dass ich von seiner Geldschuld nichts mehr haben wollte. Lassen sie mich frei. Aber ich war mir sicher. Ich möchte hier auch hinzufügen. dass in Argentinien ein Menschenleben nicht viel wert hat und dass es für die Angestellten nicht möglich war sich den Befehlen des Gutsherrn. ich alleine entscheide. Ich überlegte mir auch. davon schrieben sie aber nichts. also den Rest der Vorrichtung zum Rasieren habe ich in altes Brot rein gesteckt. Ich schrieb wieder an Mariano.Hand oder sogar meine Blutvenen aufzuschneiden. da mich diese Geldschuld in diese Lage gebracht hatte. Abgesehen davon ist er ein riesiger Feigling. aber ich hatte nur dies und ich wollte nicht. Ich überlegte mir dann. dass ich gedacht habe. wobei ich natürlich auch sagte. dass es selbst nach meinen Zahlungen keinen Grund geben würde. warum mich Mariano freilassen sollte. zu widersetzen. ich glaubte es nicht. er war ein Farmknecht. sagte dieser auch. weil im späteren Gespräch einem der Bewacher. wobei ich jedes Mal immer unterwürfiger wurde. Komischerweise fühlte ich mich nach den getätigten Dingen mit der Rasierklinge besser. wäre eventuell eine letzte Masturbation an Gedanken an die letzte Frau die ich lieben durfte. Den Rest der Klinge. Ich bin ein lebensfroher Mensch und sonst nie depressiv oder sonst was. bevor ich diese Welt verlassen sollte und das Einzige. die sie mir ja nicht konkret gestellt hatten. was kann ich mir selber noch Schönes machen. Natürlich ausser sie kämen mir zuvor und davor hatte ich natürlich wieder Angst. selbst wenn es Mordbefehle wären. wann ich sterben will oder nicht. dass sie es mir wegnehmen könnten. aber auf der anderen Seite war die Leichtigkeit mit der er mich 38 .

wurde mir wieder zugesteckt. nehme ich an. ich will hier raus und das Geld ist mir nicht wichtig. Ich schrieb so. obwohl mein Geist ganz scharf blieb. sondern sagte nur. Ich will einfach auch Dinge erfüllen. wie z. Ich will hier nur heil rauskommen und werde niemand etwas sagen. wenn er mich in Spanien oder in Vaduz entführt hätte und mich gefangen genommen hätte. konnte aber nicht. ohne seine Unterschrift darauf. Er glaubte mir nicht oder sie glaubten mir nicht in Bezug auf mein Geld und wie man es transferieren könnte oder meine einzige geschilderte Möglichkeit wie ich an das Geld kommen könnte und er sagte auch. Ihr müsst verstehen. dass er gar nicht darauf eingehen sollte. die Argentinier oder die Latinos im Generellen. dass ich hier nie rauskommen werde. Es wäre anders gewesen. Das war alles. der sich ankündigte. Geburtstag meiner Mutter und ich musste ihn in den Briefen immer ständig davon überzeugen. meine Träume. Kinder und ein ruhiges Leben führen. dass Morgen der letzte Tag sei und dass die Zeit zu Ende gehe. spät.B.auf der Farm verschwinden hätte lassen können viel grösser und das beunruhigte mich. wie Heirat. Dienstag. Wieder der Lärm eines Wagens. Ich versuchte zu schlafen. was sie verlangen. wo kein Mensch genau weiss. April. wo ich bin und da gibt es mögliche Unfälle oder da ist einfach die Leichtigkeit eines solchen Vorhabens viel grösser und dadurch auch viel präsenter im Kopf von Mariano. dass ich kein Rachemensch bin. Da ist die Lage komplizierter. Eine Notiz von Mariano mit Schreibmaschine geschrieben. wartete 39 . dass man alles macht. Das Essen ist wieder kalt gewesen. 1. Mein ganzer Körper schmerzte und ich hatte eine unruhige Nacht hinter mir. Ich war traurig und glaubte. Die Türe wurde wieder massiv aufgeschlagen und die Waffe an den Kopf gehalten und die Kette wieder kontrolliert. Ich überzeugte mich davon selbst. Ich glaubte durchzudrehen. Wir haben immer noch Montag. Am Montagnachmittag. Familie. weil man Ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist. und ich bekam sofort Herzflattern. Auf einer grossen Farm. bekam ich wieder Besuch.

Ich begab mich wieder in die übliche Position. mir selber das Leben zu nehmen. Er sagte: „Wir kriegen dein Geld sowieso. daran zu denken. meinen Freunden. Ich möchte noch anfügen. jetzt können wir Dir das antun. ohne dass ich meiner Familie." Er sagte es in vollem Ernst." Die Worte von Helmut waren sicher ein grosser Teil des Auslösungsprozesses.B. Schritte und zu meiner völligen unglaublichen Überraschung stand da Verdammt noch Mal dieser Verbrecher Helmut Roegele mit seiner Frau Salud Hidalgo und zwei Wächtern mit gezogenen Revolvern und Pistole vor mir im Raum. Ich zitterte am ganzen Körper am ganzen Leib. wir sind nicht so blöd und machen uns die Hände schmutzig. Es war mir sehr kalt. dass ungefähr am Mittag wieder Besuch kam. Helmut und seine Frau nicht. So geschah es. die du in Gefangenschaft unterschrieben hast oder mit den 40 . sondern du wirst z. Ich hörte mehrere Personen. Die zwei Wächter waren maskiert und mit Waffen. Er sagte wortwörtlich: "Ermordet wirst du hier sicher nicht. Ich liess alles nochmals durch meinen Kopf gehen und es widersträubte mir. Entweder du machst es uns als Überweisung oder du wirst hier einen "Unfall" erleiden. dass ich gehe. Es kann ja nicht sein. was ich mir dann später angetan habe. das Gesicht unter das Kissen und die Hände und Oberarme vor meinem Gesicht." Ich kniete auf vom Bett und kniete vor ihm auf dem kalten Boden mit meinen kurzen Hosen und sagte: „Ich habe Euch doch nichts getan und ich flehe um mein Leben. eingekauert unter meine Bettdecke. dass wahrhaftig Helmut Roegele und Mariano das alles ausgeheckt hatten. dass ich bald soweit kommen könnte. Ich begann erst dann zu realisieren. einen "Reitunfall" oder von einem "hohen Baum fallen" und der Arzt wird dies als Unfall bestätigen und mit den Rechnungen. Helmut schrie mich auf Spanisch an und dann auf deutsch und er sagte: "Ja.aber ab. Aber von hier aus konnte ich ja niemanden erreichen. ich kontrollierte die Rasierklingen in meinen Hosen und merkte mir wieder auf welcher Seite die scharfe Klinge war. dass ich bei einem dieser Besuche beim Wächter klar erkennen konnte. dass der silberne Revolver mit Patronen in der Trommel voll geladen war. meinen besten Freunden und der Welt ADIOS gesagt hätte. Sie kamen in sehr gepflegtem Stil daher.

weil ich so zitterte und ich mich erst beruhigen musste. seine Frau. das ist mein Ende. was dann dazu führte. 41 . da ich ihnen doch absolut gar nichts schulde! Im Gegenteil. Peseten von Mariano und ich dachte nur.‚ Die Erben wären mein Vater Alfons Kieber oder meine Mutter Maria. Mariano schuldet mir sogar viel und das weiss er und Helmut ganz genau. Ich unterschrieb aber." Sie forderte ihren Mann auf. wieso dachten die ich hätte so viel Geld und zweitens wie konnten sie mir so was unterschieben. die darauf folgten möchte ich nicht wörtlich wiederholen. dass ich halt noch weiter leiden muss. da ich nicht verheiratet bin und keine Kinder habe. das ich erst gar nicht gelesen hatte. dass die Frau von Helmut sich aufgeregt hat und geschrienen hat: "Willst du sie nicht lesen?" Ich habe geantwortet: "Ich kann es nicht. weil sie mir nicht glaubten. die sicherlich jedem eingefahren wäre. Erstens. die ich als Tischdecke benutzte. zuerst 2 bis 3 Mal meine Originalunterschrift üben. Ich habe die Postenaufstellung nicht gelesen.Schuldanerkennungen werden wir gegen deine Erben losgehen. Er legte mir zwei Rechnungen vor um die Transaktionen wohl ein wenig legaler. auf keinen Fall. ich wurde genau beobachtet und Helmut hat darauf geachtet. zu gestalten. Ich musste also zuerst auf der Zeitungen. aber es war einfach eine massive Drohung. Sie machte noch den Kommentar auf spanisch. weil ich sie nicht ganz verstehen konnte. Er hat es mit einer solchen Deutlichkeit gesagt. Die massiven Drohungen. es mir vorzulesen. aber das tat er nicht. Dann im vierten Anlauf unterschrieb ich auf das Papier von Helmut. an seinen Worten oder den möglichen Taten seiner Mittäter zu zweifeln. dass ich keinen Anlass dazu hatte. Ich las nur eine Forderung von 80 Millionen Peseten von ihm und eine Forderung von 150 Mio. dass ich meine genaue Unterschrift mache und nicht eine schusslige. dass ich nur soviel Geld. wenn man so sagen kann.

42 .

dass das das Wenigste oder das Einfachste in deren Augen war oder das weniger Schlimmste in deren Augen. wohin es überwiesen werden soll. den Artikel sehen würde und mich beschuldigen würde. kein Mensch hat von Freiheit gesprochen.wie ich dem Mariano aus dem Kerker geschrieben habe. in der Aufregung fällt mir jetzt der Inhalt nicht mehr ein: es hatte aber zu tun mit Angaben über Vermögen oder so. "verfälscht". habe. was ich bis anhin erlebt habe. nicht ohne einen weiteren Besuch am Abend anzukündigen und ich setzte. ich hätte Aussagen zu meinem Vermögen. wenn man es als normal bezeichnen kann. die ich kenne und die mich geliebt haben. Da kommt mir wieder in den Sinn. ohne dass mich je jemand gefunden hätte. wie im Artikel verwendet wurde. die ich bis anhin durchgemacht hatte. dass Helmut. ohne grosse Folter. der auch Englisch kann. erzwungenen und vordiktierten. Ich spürte. und dass mein Ende nah war. Ich schrieb ein normaler Brief an ihn und bat um Überweisung mit dem nötigen Codewort. Wiederholt hatten sie ja nie von Freiheit gesprochen. Sie wollten noch mehr Tortur und er hat es auch so ausgedrückt. Sie sind dann schon nach 20 Minuten gegangen. da ja die normale Haft. in meiner Angst. Da schrieb ich einfach den Überweisungsauftrag und liess dann den Platz leer damit Helmut oder Mariano dies selber einfüllen konnten. weil sie mir noch keine Angaben dazu gemacht haben. einen ersten. ich auf einen speziellen Artikel gestossen bin. Es lag einfach in der Luft. hätte sagen können. weil ich nicht "Good Bye" und "Auf Wiedersehen" zu meiner Familie. was mich gezwungenermassen zu der Annahme brachte. dass meine Situation hoffnungslos war. Ich war traurig. wohin das Geld zu überweisen war. meinen Freunden und allen Leuten. auf Grund der Worte. handgeschriebenen Brief an Herrn Bankdirektor Bröll der BAWAG in Österreich in Feldkirch auf. nach Erfüllung der Bedingungen und sie hätten mich ohne Probleme Monate so halten können. dass ich noch gefoltert werden sollte. Ich bekam wieder eine Panik und riss den Artikel aus dem Blatt und zerkaute den ganzen Artikel und ass ihn auf. da ich ja leben möchte. obwohl ich ja nicht wusste. Ich erinnere mich dann an einen Sonntagsartikel oder einem Samstagartikel in dem Magazin vom 43 . dass ich – als ich die Financial Times im Kerker gelesen hatte.

5 Mil. vor allem Mariano mit seiner 1. wo ich 1989 mit meiner damaligen Freundin. wo ein Journalist ein Buch geschrieben hat "Das war es also" und er Leute interviewt hat. Helmut und Mariano. Da ich auch vermutete. Nebst dem Verlust und nebst dem Nichtbezahlen seiner Schuld dazu. Teklanika nennen. Ich war mir sicher. dass ich auch genug Stunden habe. die Sonne. Mir 44 . Und ich war nun dort in dem Raum und musste Teklanika schreiben und nachher meinen eigenen Tod bestimmen. Ironischerweise hiess das Lösungswort Teklanika und das ist ungefähr der Name eines Flusses in Alaska. So ist er und er wird bestimmt böse. dass sie mir nicht glauben werden. Auf dem Brief waren auch die genauen Angaben des Kontos und des Lösungswortes darauf. Ich musste mich dann auch wahrhaftig. weil uns dieser Name sehr gefallen hat. wenn ich verblute. an diese Summe. dann werden wir es. CHF-Forderung "enttäuscht" sein würde und er sicher schon das Geld in Gedanken ausgegeben hat. Frau und Kinder erleben werde. wegen der tatsächlichen Höhe meines Vermögens. es waren eineinhalb Seiten.Park in Alaska sagten wir uns. um zu sterben. falls ich zu detailliert vorgehe. musste ich annehmen. die er sich erwünscht hat von mir und als Profit aus dieser Operation schlagen wollte. weil er nicht im Geringsten so nahe an das Geld kommt. als 32-jähriger Mann plus zwei Tage selber fragen. dass sie mich töten werden. Die Zuhörer mit schwachem Herz sollten jetzt nicht weiterhören und die anderen bitte ich um Verzeihung. dass beide Verbrecher. und unterschrieb ihn korrekt. Im Denali-National. auf Besuch war. Damit ich sicher war. meine eigene "zukünftige" Familie. ob es DAS wirklich schon war. Das machte mich sehr. falls wir eines Tages heiraten werden und ein Kind haben sollten.Tagesanzeiger in Zürich. Vaduz. Meine Sinne waren sehr geschärft. Ich schrieb den handgefertigten Brief an Herrn Bröll zu Ende. Von späterer Freiheit sprach ja niemand. die Dinge im Leben erlebt haben und die sich dann schon in gewissen Altersstufen gefragt haben. ob es das schon war. ich könnte mir eigentlich auch am Abend nach dem letzten üblichen Besuch das Leben nehmen. Ob ich nie mehr das Licht. sehr traurig. die ich sehr geliebt habe. wenn es ein Mädchen werden sollte. meine Familie. Ich dachte mir.

Ich zog meine Jacke aus. weil kein Blut mehr kommt oder das Gehirn stirbt. fünfmal mit schräg. dass es mir noch schlechter ergehen sollte und dass ich noch leiden musste. als nur diese in deren Augen "einfache Gefangennahme". und bin auch sonst kein Mediziner. die ich an hatte und legte mich auf das Bett. wobei natürlich meine eigene ANSICHT darüber wichtiger und vor allem die ECHTE ist. weil ein Abschiedsbrief. Ich hatte keine Zeit mehr und wollte auch nicht einen Abschiedsbrief schreiben. aber mit der Kette am Fuss kann ich nicht genug Anlauf nehmen und zudem war ich mir nicht sicher. Ich hatte natürlich selber nie Erfahrung mit einem Selbstmordversuch. schnitt ich mit der rechten Hand einmal. Mal machte es "SSSSch". Ich stand auf vom weissen Plastikstuhl mit all meinen Sinnen sehr geschärft und auch die Augen wie ein Adler geschärft. wenn ich tot bin. Ich legte mich also auf mein Bett und nahm zuerst mit der rechten Hand die rechte Klinge aus der vorderen Münztasche meiner kurzen Hose und ohne dass ich grossen Schmerz empfand. Auch die Glasscheiben habe ich mir vorgestellt als Selbsttötungswaffe. ob das funktioniert. 45 . viermal. darum hätte es auch keinen Sinn gemacht einen zu schreiben. weil kein Blut mehr kommt. Beim 5. Ich dachte einfach. Ich war ja der Gefangene und nicht sie.kam dann die Angst. Natürlich habe ich mir auch gedacht. weil doch die Worte von Helmut und seiner Frau und die Andeutungen der Wächter. sie einen Brief an meine Mutter oder meinen Vater nicht übergeben werden würden. dreimal. aber die Rasierklingen schienen mir schon sauberer und schärfer als das Glas. Meine Gefühle dazu waren natürlich die Ausschlaggebenden und meine Eindrücke und nicht deren die draussen frei herumlaufend konnten. So dachte ich jedenfalls. dass ich vielleicht nachher keine Gelegenheit dazu hätte über mein Leben selbst zu bestimmen. Klinge. zweimal. mit der 2. die linke Hand aufschneiden. Ich wollte mit einer frischen Klinge. dass ich gegen die Wand rennen könnte. dem schräg angesetztem kleinen Messer in das linke Handgelenk. da war ich mir sicher. dass es mit Handgelenken aufschneiden genügen sollte und dann das Blut fliessen sollte und einfach der Herzstillstand eintritt. Das Blut floss nicht gleich und nicht so wie ich es mir erdacht hatte und gar nicht so wie es im Film immer ist. warum auch. wobei ich vermutlich eine Vene oder einen Nerv angeschnitten hatte.

solche Verletzungen beifügen konnte. damit ich mir solchen Schaden. Ich dankte Gott und noch anderen Leuten für das. Die zweite Rasierklinge. dass ich ja auf dem Bett lag. nahm ich mit der rechten Hand weg und setzte mit dieser Hand zum hoffentlich finalen brutalen Schnitt in die linke Halsschlagader an. Komischerweise verspürte ich keinen Schmerz. Ich will noch jetzt dazu sagen. die komischerweise nicht geschmerzt hat. und ich dadurch in eine Lage kam. unterhalb des Unterkiefers ins Fleisch und beim Herunterschneiden versuchte ich den Druck auf die Klinge zu 46 . nicht sterben konnte. Ich war bereit zu sterben und auch hatte ich nicht eine Sekunde lang. dass ich SO nicht sterben werde. den ich je in meinem Leben gehabt hatte. die noch in meiner linken Hand. nachdem ich die Hände aufgeschnitten hatte. auf dem Rücken. es gab keinen Weg zurück. ich wollte sterben. dass wenn diese durchtrennt oder massiv angeschnitten ist. Ich lag wieder auf dem Bett und legte die Hände auf den Boden damit das Blut auch gut fliessen konnte. Zudem musste ich leider wiederum feststellen. so musste ich wieder aufstehen mit der rechten Hand nach hinten in die linke Po-Tasche greifen.bis dreimal mit schräg angesetztem Messer tief in das rechte Handgelenk schnitt. das Bedürfnis es abzubrechen. dass das Blut nicht so floss. und dann zwei. Wieder machte es "SSSSch". wäre es einfacher und schmerzfreier erledigt gewesen und viel schneller. dass sie mich umbringen werden und mich dadurch zum Selbstmord getrieben hatten. zwischen den zwei Fingern blutverschmiert klebte. zusammennehmen musste. dass ich all meinen Mut. Wenn ich eine Pistole gehabt hätte. brennenden Stich in meinen Händen. aber das hatte ich ja nicht. weil die Täter mich überzeugt hatten. nur vielleicht einen kleinen. sondern im Gegenteil. was sie für mich getan hatten und ich bat Gott um Verzeihung auch für das was ich getan hatte und dass er mich bitte in den Himmel nimmt und mir meine Familie verzeihen werde. ich wusste. man muss seinen ganzen Mut aufbringen um sich selber das Leben so zu nehmen. die Klinge aus dem Papier auswickeln. Ich musste aber sterben. in die linke Hand geben. dass es einfach war. Es ist falsch zu glauben. wie ich es vermutet hatte. das Blutfliessen ohne Hilfe von Aussen nicht gestoppt werden kann. wo ich feststellte.musste aber feststellen. Die kleine Klinge bohrte sich links ca.

wenn sich Blut in die Lungen füllt. so war ich überzeugt. Ich legte die Arme wieder hinunter auf den Boden und hoffte. die oberhalb von meinem Bett waren. Ich wollte sterben. seine "eigene Kehle" durchzuschneiden.erhöhen. Es strömte sehr viel Blut heraus und floss herunter. in einer Form eines Dreiecks. Ich konnte links und rechts von der Halsgrube dort den Puls stark spüren. Auch hatte ich jetzt tiefe Schnitte am linken Daumen und Zeigefinger. dass sie mich umbringen würden oder 47 . damit es einen Stich gibt. Ich suchte mir ein Stück. die mir wie Sekunden erschienen vergingen und der Tod wollte nicht kommen. das sollte genügen. Ich legte die Glasspitze darauf an und hielt mit der linken Hand das Glas fest und mit der rechten Hand machte ich eine Faust.4 cm verpasst. stand ich wieder vom Bett auf und glauben Sie mir. Es war ein Riesenkrach und die Scheiben flogen überall herum. So stand ich. aber am stärksten spürte ich ihn an der kleinen Mulde am Halsansatz. Fenster. dass längste Stück mit dem spitzigsten Spitz aus und legte mich wieder hin. ein. ein wenig von mir ausgesehen nach links.. dass ich dann so sterben konnte. was ich noch konnte. die Spitze versetzte ich nach links und – nach einer Drehung des Glasstücks . Ich wollte aber ganz sicher gehen und setzte das Glas nochmals links. zwischen Daumen und den anderen Fingern und mit der rechten Hand suchte ich nach den Pulsadern. Das Glas.. Da ich sicher war. dass es die Luftröhre war und dachte. bzw.schlug nochmals zu und liess das Glas danach auf meinen Bauch fallen. so dass ich die tief irgendwo darunter liegende Haupthalsschlagader zerschneiden kann. 0.: später im Spital Vaduz) herausstellte. Minuten. umwickelte die Decke um meine rechte Faust und schlug in beide kl. Ich vermute. dem heftig schlagenden Puls in der „Halsgrube‚. hielt ich in meiner linken Hand. Wie sich jetzt (Anm. dass Gott mich zu sich nehmen würde. Ich nahm eine Decke vom Bett. links und rechts von meinem Hals und in meine Haare. habe ich die Hauptschlagader um ca. obwohl man beide Handgelenke zerschnitten hat und wenn man auch ohne grossen Erfolg versucht hat. Verdammt noch mal.. Es gab einen starken Schnitt in meinen Hals und ich hörte auch Luft entweichen. es ist möglich wieder aufzustehen. So. holte mit dem Arm aus und schlug mit voller Wucht. auf das Glasmesser drauf.

Sie haben sofort die Handtücher oder das Handtuch aus dem Badezimmer geholt und der eine Sohn. weil 48 . also den Mariano informieren. weil sie. ich weiss es nicht. Dann auf einmal fing der Körper selber an. es müssten langsam die Sinne nachlassen. Ich war nicht bewusstlos und ich hörte die Tür aufgehen und sah zwei vermummte Gestalten dort. die aussah wie auf einem Schlachthof. weiss Gott wen. das heisst der Unterteil von meinem Kiefer war wie gelähmt und mein Herz pumpte wild daher und die Lunge oder der Magen füllte sich mit Luft und die Laute waren so wie eine Kuh schreit. mit Waffen in denen Händen und der eine. vielleicht 15 . Ich spürte. Ich wartete auf den Tod und wartete und wartete und betete zu Gott. irgendwo hin. Ich lag da. ohne dass ich es wollte. komische Laute von sich zu geben. das war dann der Sohn Mariano's. "der verdammte Sauhund" hat sich umgebracht. die Augen und die Ohren oder so. als sie mich gesehen haben in dieser Blutschweinerei. sie die Kapuzen abgenommen haben und die Waffen weggeschmissen. er solle mir verzeihen und mich zu ihm aufnehmen. wie wir es in der Schule gelernt hatten. der Vollidiot oder versucht sich umzubringen und dann ging das Gerenne los. dass es mir nicht gelungen ist meinem Leben ein Ende zu setzen. Sie haben noch kurz. in unserer Schule.20 Minuten und wartete auf den Tod. Ich hörte auch. komischer Weise keinen grossen Schmerz. ich dachte. hatte ein Mobiltelefon und hat sofort. ich konnte die Vögel klar hören und die Decke des Zimmers gut beobachten und ich konnte auch meine Zehen bewegen und ich verstand nicht wie so was möglich war. eigentlich. hast du das getan?‚ Ich sagte nur.zuerst foltern würden und davor hatte ich Angst. nein ich sagte nichts. aber dafür kamen die Wächter. konnte aber noch durch die Nase und dieses Loch atmen. sie müssten den Papa. weil sie vielleicht mein Schreien gehört hatten oder nicht. ich weiss nicht welcher. Es war komisch. denn ich lag nochmals ca. und einer von beiden schrie dann. 1015 Minuten so da. warum. angerufen und einer sagte noch. und fragte: "Warum. der kam nicht. Mario. mir mit einem Handtuch meine Halsverletzung und die Hände eingewickelt. dass der eine habe sich umgebracht. ich wollte nur alleine gelassen werden. Und habe vielleicht geflucht. aber es war nicht dementsprechend. Mario. ich habe ihn dann erkannt. Später dann kam der Knecht zu meinem Bett.

dass ich noch die Kette am Bein hatte.sie nicht wussten wie mit der neuen Lage umzugehen. denn früher oder später wäre ich mit dem Blutverlust sowieso gestorben. Sie hatten einen halbtoten Gefangen und kein Geld. Er war ja nur der Handlanger. wo ich jetzt mein Bett hatte. geholt hat und auch Gaze. dass einer der Söhne dann wie verrückt ins Dorf gefahren ist und bei der Apotheke Verbandszeug. sonst hätten sie mich sterben lassen. der Knecht kam zu mir und sagte: ‚Enrique. sie sind wie Leibeigene bei diesem Gutsherrn Mariano. Man darf nicht vergessen. vom oberen Stock die Treppe hinunter geschleift und sie gegenüber von der Wand. d. ob sie mich sterben lassen sollten. Infusion. das andere war ja nur ein Schaumstoff mit einem Stoff überzogen. Sie richteten meinen Körper auf und die Beine schoben sie von Richtung Bett auf den Boden. gleich totschlagen sollen oder ob sie mir helfen sollten. Dann hatten sie einen Knecht beauftragt. dass sie nur für das Geld. Tetanusspritze. Ich lag dann dort. Darum hatten sie mir auch geholfen. Jetzt hatten sie natürlich ein Problem. da bin ich mir ganz sicher. hingelegt. Dieser Stoff wird da zum 49 . dass sie darüber referiert haben. ich kenne seinen Namen nicht. Sie schmierten die Glasscherben weg und hoben auch noch den vorhandenen Fensterrahmen links und rechts auf der Fassung und brachten das ganze Fenster mit den zerbrochenen Scheiben ins Freie. Es gab Diskussionen über was zu tun war.h. sodass ich dann so eingeknickt auf dem Bett sass und diese Handlung mit mir geschehen liess. und ich weiss heute. Nadel und weiss Gott was. echte Matratze. Dann haben sie mir das Hemd vom Leibe gerissen. ich soll ihn auf Spanisch "den Vogel" nennen. unter die Steinwendeltreppe. er hat nur gesagt. Ich habe dann nichts gesagt und sie haben eine zweite Matratze eine alte. und ein Knecht hat in Argentinien sowieso nichts zu sagen. die Hose behielt ich an. das haben sie auch gemeint. aber sie gingen nicht darauf ein. Sie schleppten mich über den Boden oder noch besser gesagt schleiften mich über den Boden samt Kette auf die andere Seite und legten mich hin. so geldscharf waren die und mich natürlich für das Geld "operiert" hatten. Ich konnte mich selbst nicht mehr bewegen und war in Ekstase oder so. Dies war natürlich ein Problem und da ich jetzt weiss. ich muss dich jetzt‘ nähen. Ich wollte oder stammelte etwas von Spital oder Arzt.

weil ich dachte. kalten. Die Kette blieb noch daran.‚ Nämlich selbst in Argentinien ist die Polizei auch reaktionsfähig und nicht dumm. weil wir können auf keinen Fall einen Arzt hierher kommen lassen oder dich ins Spital bringen. weil du sonst die Polizei rufen würdest und das ganze Unternehmen samt der Hazienda in Gefahr bringen würdest. aber sicher schon sehr betäubt war. verdammten. wie zu einer Infektion oder Lungenentzündung oder so. ich vermute. Marco sagte ganz kalt mit dem kältesten Blick. du musst selbst gesund werden hier. falls ich nicht. die sie pro Monat für den Eigengebrauch schlachten. Der Unfall passierte so ungefähr um 14:00 Uhr / 14:30 Uhr. dass ich es nicht geschafft hatte. weil ich um einen Arzt beim Knecht gebeten hatte. verfluchte ich es. schmutzigen Verliess und immer noch die Kette am Bein und es hatte sich nichts geändert. sagte mir auch.Verbinden gebraucht. Es gab natürlich keine Betäubungsmittel und zudem habe ich gar nichts gespürt. den ich je in einem Mann oder Menschen gesehen habe: „Heinrich. einmal rechts unter der Wendeltreppe in die Ecke und fing an beim Hals. verbrennen. kühlen. falls es zu Komplikationen kommen könnte. mein Selbstmordversuch. sie natürlich keinen Arzt rufen könnten und ich dann im Ofen verbrannt würde. zusammen zunähen. meinem Leben ein Ende zu machen. da heisst ich die Nadel nicht spürte. der Rothaarige. Jetzt lag ich zwar halbwegs verpflegt. ich weiss den medizinischen Ausdruck nicht. dreckigen. Alles wurde mit Gaze verbunden und ich blieb dann unter der Decke ohne Hemd auf einem Kissen aus Kunststoffwolle liegen. denn ich wollte doch von dieser Situation rauskommen und jetzt war es noch schlimmer. dass ich um die Gegend der Verletzungen sowieso schon so sehr. wenn nicht. Ich blieb dann eingedeckt liegen und der Knecht kniete sich einmal links. Nachdem er den Hals zusammengenäht hatte. dann müssen wir dich umbringen. Ich weinte nur. damit sie keine 50 . Später bekam ich dann Besuch vom Sohn Marco. wo sie jeweils die Reste der Kühe oder der Kuh. wenn ich das so sagen darf. Der Sohn Marco. die Haut. da es ihn doch Mühe kostete die Nadel durch meine Haut zu stecken. als ich wieder zu normalen Gedanken kam und dort lag. nähte er vier Stiche auf das linke Handgelenk und drei Stiche in die rechte Hand. Sie haben dort einen grossen Ofen. entweder heisst es. aber immer noch in diesem scheiss.

Ich war natürlich nicht gerade fröhlich über solche Nachrichten und was mich natürlich anstrengte selbst gesund zu werden. so gut wie ich es selbst in der Hand hatte. dass ich links sieben Einstiche mit der blöden Scheissnadel links und zwei oder drei Einstiche rechts im Unterarm bekam. wobei ein Ofen mit so hoher Temperatur nichts übrig lassen werde von mir. dass die Lösung wie aus einem voll offenen Wasserhahnen sprudelte. d. weil sie zuwenig mit Blut gefüllt war. lassen wir es lieber sein. ich musste soviel Blut verloren haben. weil ich mich ja nicht waschen und die Wäsche auch nicht wechseln konnte. Mich wundert es heute. Und nicht wie es sein sollte mit kleinen Tropfen. Dummerweise. So kam es. wie man heute noch an den Unterarmen links und rechts erkennen kann. Sie haben auch die Flasche mit der Infusion so hoch über mir an die Wand genagelt und aufgehängt. Da lag ich nun wie ein halbtoter Hund an einer Kette und schmutzig war ich auch noch dazu.h. 51 .Restspuren hinterlassen. konnten sie keine vernünftige Vene finden. dass ich nicht an den Verletzungen einer Entzündung gestorben bin. weil ich soviel Blut verloren hatte. denn dem Knecht seine Hände sahen schwärzer und dreckiger als die eines Kaminfegers aus. Ein Vergraben käme nicht in Frage. Ich musste ihn darauf hinweisen. Am Abend spät kamen sie mit einer Infusionslösung. sondern in die Haut dazwischen und es bildeten sich Schwellungen in der Haut. die Infusionslösung ging nicht in eine Vene hinein. dass die Nadeleinstiche nicht korrekt sind und er versuchte es dann bis zu 10 Mal oder so und dann haben wir gesagt. Sowieso. dass sich die Venen im Unterarm links und rechts nicht deutlich zu erkennen gab. weil man sie nicht über die Kette ausziehen konnte. Die Unterhosen und Hosen konnte ich nicht wechseln. dass der Flüssigkeitsdruck so stark war. da es früher oder später zu Funden meiner Gebeine kommen könnte.

Von nun an hatte ich einen ständigen Bewacher. dass es die Speiseröhre ist. ob ich nicht doch sterben würde. Mir tat alles weh. oder ob die Bewachung und Beobachtung wirklich dazu da war. es war der Knecht. ich dachte es sei die Luftröhre. wie sie mir jetzt sagten. ob die Angst grösser war. die Öffnung in der Speiseröhre. aber er hat mir gesagt dass die vordere Röhre die Luftröhre ist. Das Bettgestell. jetzt 52 . das habe ich gesehen. es sei die Speiseröhre und es wäre die Luft vom Magen herausgekommen. ich weiss nicht. Auch wurden alle Scherben aufgeräumt und die Fensterrahmen aus den Angeln genommen und weggenommen. d. Moser im Spital Vaduz selbst geglaubt. der vor mir auf dem Stuhl sass und mich beobachtete. bis zu meinem Besuch bei Herrn Dr. dass das Blut durch die Schaumstoffmatratze floss und dann auf die Federn und auf das Bettgestell durchtropfte.Währenddem ich gepflegt oder behandelt wurde. um zu schauen. das auch durchblutet war.h. aber sie sagten nein. räumten sie mit grosser Gründlichkeit die andere Raumseite auf und nahmen die andere Matratze weg. dass ich mir noch einmal was antun könnte und sie dadurch das Geld nicht erhalten könnten. Ich habe bis gestern.

sie haben die Tür nicht mehr zugeschlossen und vor mir auf dem Stuhl oder zeitweise auch neben den Stuhl der Bewacher sass. Ich hatte immer noch das Gefühl. Ich lag nur bewegungslos da und schaute mit meinen Augen unter den Lidern hervor und sah wie Mario mit seinem grossen. der anwesende. weil mir nur die Haut zugenäht wurde. ich hatte Angst wegen der Öffnung. Obwohl ich mich in so schlechtem Zustand befand. sehr spät am Abend kamen dann überraschend der Verbrecher 53 . den ich nie gesehen hatte. wegen dem Loch in der damals noch Speiseröhre. sodass mein Gesäss im Loch lag und ich dann mit den Rippen auf einer gewissen Kante lag und dazu mir der ganze Rücken und der ganze Körper schmerzte. doch nicht zum Schluss gekommen sind. Pedro. Ich wollte auch nicht schlafen. aber ich habe in einmal in Spanien kennen gelernt. unmaskierte Mario mit seinem Messer das Ende der Schnur durchtrennte.h. d. wobei der dritte Sohn. weil ich mit einem Auge.weiss ich auch nicht. Ich hatte solche Angst und ich glaubte fest. ich weiss nicht wieso. dass ich fliehen konnte. die jetzt offen blieb. dass Mariano mit seinen drei Söhnen. Ich hatte auch Riesenangst als der Knecht mein Hals zugenäht hatte und dann. Logischerweise mussten sie mich ja aufpäppeln damit ich die Kohle organisieren konnte und wegen meines miserablen Zustandes und ob wirklich keine Gefahr bestand. die sie mir untergelegt haben. Im oberen Stock hat der Knecht im Bett geschlafen oder er beobachtete mich. langen Messer an meiner Kehle die Schnüre vom Nähen abtrennte. aus diesem Raum. was ich denken soll. hatte ein Riesenloch in der Mitte. Ob Mariano mit seinen Söhnen. ich habe ihn dort nie gesehen. dass er mir im Effekt die Kehle durchschneiden könnte um diesem Drama und diesem Problem ein Ende zu machen. hinüber zur Tür geschaut habe. es tat mir alles weh. dem linken. aus dieser Geschichte. dass sie mich wegen meinen schweren Verletzungen und der Gefahr. Spät am Abend. dass ich nicht durchkommen könnte oder was immer. Sehr. ich wollte auch nicht mehr fliehen. Sie sorgten sich um mich. ob er auch informiert war. weil die Matratze. dass sie doch entschieden mich gleich zu beseitigen. hatten sie mich trotzdem in der Kälte gelassen. wie ich noch glaubte. ich wollte entweder nur Tod oder lebendig aus diesem Haus. ich konnte sowieso nicht schlafen. und ich nicht weiss. Mario und Marco. aus diesem Land weg. Egal.

dass ich sicher hier in dieser Kälte und bei dieser Luftfeuchtigkeit an einer Lungenentzündung sterben werde. dass ich nur das habe. d. d. April. weil er vor dem Stuhl einen Gaskocher aufgestellt hatte und vor mir eingenickt war und die Beine und damit seine Hosen ziemlich nah am Feuer dieser Gasflamme gestreckt hatte. da ich sonst schon schwach war. nur weil ich versuchte. Mittwoch. mich nicht alleine zu lassen und hier wie ein Hund verrecken zu lassen. weil ich vermutete und überzeugt davon war. mich umzubringen. der noch ein wenig menschlich auf mich wirkte und meine Tränen kamen mir in die Augen und ich flehte sie an. damit ich hier herauskomme natürlich nachdem ich Ihre Bedingungen. ihre Geldforderungen bezahlt hätte. Sie versprachen mir.h. aber sie wollten es nicht machen. die nicht verschlossen wurde. sondern nur noch auf der nackten Matratze auf dem Boden. dass sie angeblich von dem Ganzen zuvor nichts gewusst hätten. da ich fälschlicherweise dachte. dass er ist der Einzige von dieser Bande hier. weil ich mit einem Auge auf den Bewacher schaute und aufpassen musste. Ich flehte Helmut Roegele an.Helmut und seine Frau zu meinem Bett. dass sie sich um mich kümmern würden und ich solle so schnell wie möglich gesund werden. dass wenn ich nicht an meinen Verletzungen oder einer Vergiftung oder Entzündung von den dreckigen Händen des Knechts sterben werde. dass er sich nicht die Hose verbrannte. sie verstehen es schon. Denn sie hatten sich nun auf das eingelassen. Ich erzählte ihnen von den missglückten Infusionseinführungen. Sie schworen mir und sagten auch. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.h. warum Mariano mich nicht in ein Spital bringen wolle. was ich habe und keinen Pfennig mehr. Das Einzige das es wirklich zu jenem Zeitpunkt bewirkt hat. dass es zu einer Kurzschlussreaktion kommen könnte von Seiten der Verbrecher und dass sie in der 54 . diese Herren und Verbrecher und sie wollten auf keinen Fall jetzt ohne einen Pfennig Verdienst diese Lage beenden. Ich lag ja nicht mehr auf einem Gestell. war dass sie mir geglaubt haben. Zweitens habe ich immer die Tür beobachtet. erst nach dem Nachtessen wurde es ihnen erzählt und sie hätten sich angeblich sehr aufgeregt und verstanden nicht. 2.

weil ich nicht glauben konnte. da ich ja sowieso nicht viel gegessen hatte. nach meinen Gefühlen und ich sagte. dass es lebensnotwendig für den Erhalt der Einheit und den Erhalt dieser Farm ist. Auch bat ich um einen Arzt oder um ein Spital. mit der Begründung. weil sonst alle im Knast oder wo immer landen würden. Es waren solche Leute. dass es passieren würde. am Mittwoch morgen kam Marco und sagte mir. dass ich 55 . ich konnte nicht glauben. Ich blieb dann den ganzen Tag im Bett liegen und dauernd kamen Leute und fragten nach meinem Bewusstsein. peinliche Situationen. und es gab auch einige. weil ich ja noch angekettet war und wieder in der Scheisse des Kerkers drin war. ich könne meine Hände. die der Knecht an mir verübt hatte. Zudem war ja mein seelischer Zustand auch nicht der Beste und das heisst es war eigentlich eine sehr verrückte Lage. ein Ende zu bereiten. Mein Hals war ganz starr. Wobei sie es nicht selber machen würden. dass man mich beseitigen muss. Für den Urin war es kein Problem. Mir ist dann auch aufgefallen. die dir von hinten in den Rücken fallen und dies vermutlich einfach ihren Angestellten übertragen würden. Der Knecht blieb die ganze Zeit bei mir. nehme ich an. weil die ganze Familie Marti-Ventosa Roqueta Feiglinge sind. Obwohl sie mir auch noch eine Tetanusspritze in den Hintern geschossen haben und noch eine andere Spritze. Ich weiss nicht auf wessen Treiben hin entschieden wurde. um dieser unvorhergesehen Wendung. die sie beim Arzt im Dorf oder sonst wo gekauft hatten. sie mich erschiessen oder umbringen müssten. wenn ich nicht selber gesund werde. dass das so heilen würde. sehr gross. Tag und Nacht. dass an der Aussenseite der Stahltüre offenbar extra für diese Gefangenschaft mehrere zusätzliche Riegel mit Schliessvorrichtung daran angeschweisst wurden. die Möglichkeit war sehr. wo ich auf den Stuhlgang musste und ich mich aber schämte. meine Arme und nichts bewegen. dass mit diesen kleinen Korrekturen. dass sie mich verlegen würden und zwar aus diesem Raum heraus und in einen anderen Keller. Das Herz und das Hirn waren sehr geschärft. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. Nochmals. überleben würde. dass ich. die ihr Verbrechen genommen hatte. denn da konnte ich in eine leere Mineralwasserflasche aus Plastik meine Blase entleeren und auf die Toilette musste ich im Moment nicht gehen.Nacht kommen und mich erschiessen.

der mich vom 1. ja das hat der Heinrich sich selber beigebracht. weil er depressiv war. sofort verstehen würden oder sofort die Hand ins Feuer legen würden. die Infusionslasche. Zudem kann jeder ganz klar erkennen warum. wenn ich dachte. dort eine Stelle gibt. dass ich mal rauskomme. die als meine Freunde gelten oder galten.B. weil der Arzt ja vermutlich dann zur Polizei gegangen wäre und weil er vermutlich auch die Verletzungen oder die Kette gesehen hätte. die es hinterlässt auf dem dunklen. denn falls es zur Anklage kommt. wo sie den Nagel eingeschlagen haben damit man die Infusionsflasche aufhängen kann. die. dass es keinen einzigen Arzt in Argentinien oder sonst wo gibt. wenn die. Zudem müssen jetzt beim betonierten Treppengeländer von dieser Rundtreppe zwei bis drei Löcher in die Betonmauer eingehämmert sein. als ich dort auf dieser Matratze auf dem Boden unter der Rundtreppe lag. warum holten sie denn keinen Arzt oder haben mich ins Spital gebracht. einer ganz Kleinen. dass ich mir nie selber ohne diese zwingenden Massnahmen oder Umstände unter denen ich mich befunden hatte. Ich weiss z. die sie ja nicht gut brauchen konnten. ich mir soviel wie möglich merken muss von den Details dieses Gefängnisses. grauen Betongrund ist die Form einer Maus oder einer Ratte. ich mir das Leben nehmen würde und zudem ist dann die grosse Frage hier. April an bis ich zu meiner Abreise aus Argentinien gesehen hat. Mariano und Kompagnon. weil ich eben in Gefangenschaft war und sie es nicht riskieren konnten.für mich selber. 56 . als ich mir solche Verletzungen zufüge und ich weiss ganz genau. sie sagen würden. wo der weisse Verputz und die Farbe weggebröckelt ist und die Form. obwohl mich alle Leute die mich kennen. dass ein Arzt mich aufsucht.

ganz leer geräumt. wie der Weiterverlauf dieser Angelegenheit sich entfalten sollte. Ja. dass ich in der Nacht oder im Dunkeln oder ganz geheim in ein Zimmer in diesem grossen Haus eingeschleust werde. weil er ein Hauptinitiator zusammen mit Mariano von dieser Angelegenheit ist und dann natürlich selber verantwortlich ist für die Lage. dass ich aus dem kalten Keller in das Haupthaus verlegt werden sollte. vor allem die Frauen. und sie mussten es also so herdrehen. weil er selber mit seiner Frau auf dieser Farm. glaube ich. wobei ich ihn hier nicht in Schutz nehmen möchte.Auf jeden Fall haben sie dann entschieden. in der er glaubte sich zu befinden. dass die restlichen Familienangehörigen. nicht informiert waren. weil es wieder Komplikationen gab. dem Mariano und seinen Söhnen und der ganzen Angelegenheit ausgeliefert war. Alle Spuren 57 . wo ich besser genesen kann. Ich musste also vier bis fünf Stunden auf diesem Stuhl warten und das Zimmer wurde ganz. das Problem lag daran. Die Komplikationen gab es daraus. Ich konnte mich mit meiner letzten Kraft und mit Hilfe von ihnen dann vom Bett aufstehen und trotzdem musste ich wieder vier bis fünf Stunden auf dem weissen Stuhl in dem leer geräumten Raum warten. dass Helmut und Mariano sich zugehend uneinig wurden. Helmut hatte schlechte Karten.

dass ich mir vorstellen konnte. Es war für mich eine grosse Erlösung. glaube ich. da ich nicht mehr auf den Füssen stehen könnte. haben sie den Gaskocher aufgestellt und heisses Wasser gekocht. Sie waren böse. bevor ich gehen konnte. weil der Strom ausgefallen war. der zum Badezimmer geht. Ich musste leider wieder Angst haben. sie hätten mir meine Schuhe und meine Socken ausgezogen . und ich war so geängstigt. elektronische Eisensäge. vor dem Abtrennen. so Angst. wie noch nie in meinem Leben während der ganzen Geschichte. dass es ganz feige Leute sind. weil es keinen Strom gab. Den Eisenschneider konnten sie dann nicht verwenden. Ich hatte solche Angst.um die sie sich eine ganze Woche nicht gekümmert hatten. Sie zogen mir meinen Socken und meinen Schuh wieder an. glaubte eher an einen Trick. Der Knecht war auch da und hat mich beruhigt und hielt den Eisenring fest und abwechslungsweise haben sie dann die Kette oder den Eisenring aufgesägt. Natürlich. Mir sagten sie. eine grüne "Black and Decker". nein. dass man die Füsse in kochendes Wasser stellt und dadurch die Fusssohlen aufschwollen und natürlich keine Möglichkeit für mich bestehen würde. die mich 58 . so sprang der Marco weg und brachte eine Handeisensäge und ich habe mein Fuss nicht gesehen. die sie dann nicht benutzen konnten. wegzurennen. aufpassen was geht und weil ich eben wusste. in meiner Elendsverfassung. denn mein Körper war ganz auf Alarm eingestellt. Ich natürlich. den sie vorher ausgezogen hatten. dass sie mir nicht weh tun. endlich frei war. Sie haben mir dann Tee gemacht und nicht die Fusssohlen verbrannt und ich trank ihn NICHT. haben sie eine Eisensäge gebracht. dass sie mit dem Eisenschneider vielleicht mein Bein abhacken könnten. dass ich nach einer Woche an dieser Kette. weil ich dachte. es war. In diesem Zwischenraum. dass ich mir so was zugetan habe und dass ich die ganze Organisation auf den Kopf gestellt hatte. 24 Stunden lang. weil ich ja dafür unbeweglich liegen bleiben musste und habe nur gehofft.wurden soweit wie möglich entfernt. dass dies ab und zu bei solchen Situationen sein muss. dass sie wieder versuchen würden etwas mit mir zu machen.weil sie vielleicht meine Fusssohlen verbrennen wollten. sie zogen mir beide Schuhe und den Socken aus und steckten meine Füsse unter die Bettdecke. damit ich nicht wegflüchten könne. auf jeden Fall war es eine grüne.

das ist mir noch in den Sinn gekommen. der Deutsche – Helmut . bedingt durch meine Gemütslage und meine Nerven beim Lügendetektor versagen werde und dass dieser vielleicht falsch reagieren würde. mich dauernd in der Unwissenheit liessen. denn wenn man schon in Gefangenschaft ist. bewusst. erschiesst mich oder anstelle man fälschlich schon in solcher Lage ist. Ich konnte es nicht glauben. auf dem Stuhl und wartete nochmals weitere drei Stunden.eigentlich nur von hinten umbringen. Einmal sagten sie. so einfach machen wir es dir nicht. was los ging. und ich dadurch mehr Angstzustände bekam. denn ich hatte solche Angst. als mir die Kette gelöst wurde. wenn man direkt konfrontiert wird und es wird gesagt. wo ich diese drei Stunden auf dem Stuhl auf die Verlegung wartete. Dies war ein grosses Problem. 59 . einen grausamen Unfall erleben lassen. dass man ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist und dass sie wie sie es mit mir gemacht haben. an dem Tag. wenn sie mich umbringen. dass an dem Besuch.h. mich bitte mit der Pistole erschiessen und daraufhin hat Helmut gesagt: "Nein. das was ich habe. wo mich Herr Helmut und seine Frau und die zwei Bewacher zum ersten Mal besucht haben. dann finde ich. ob es schon Dienstag. d. wir werden dich einem grausameren Tod.habe einen Lügendetektorapparat organisieren können und sie werden mich daran anschliessen und wenn sie mir Fragen stellen würden über mein Vermögen und es nicht stimme. Mittwoch oder Donnerstag war. ist es wahrscheinlich besser. dann sollen sie mich. dass ich beim Flehen um mein Leben und wo ich gemerkt habe." Ja. Meine Nerven wurden wieder auf das Äusserste gespannt. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. sie glauben mir nicht. dass das alles ist und wenn dann der Lügendetektor das herausfände. mir gut zulächeln würden. weil dauernd der Sohn Marco oder Mario immer rein kamen und raus gingen und geflüstert haben mit meinem Knecht und ich wusste nicht. ich bin mir nicht mehr sicher. dass ich gesagt habe. dass ich am Tag zuvor oder waren es zwei Tage. das war kurz vor meinem Selbstmordversuch. ich dann gefoltert werde. Ich sass also. Am Schluss konnte ich keinem von allen Leuten mehr trauen und war sehr traurig darüber. dass ich vielleicht. als dass ich mich hätte beruhigen können. was genau geschehen wird und mich falsch informierten. wo du noch lange halb tot bei Bewusstsein sein bleibst und dann stirbst.

wenn man es so nennen darf. wollten. wo man meine ganze Hand und beide Arme stark zitterten und ich konnte es nicht stoppen. ich habe ja nicht mehr Geld." Ich weiss genau. dass ich es nicht verstecken konnte und dummerweise zitterte ich um mein Leben und zitterte. allem Positiven. wie Sie und ich zusammen und dass wir uns nie fähig sehen. dass wenn gefangene Leute oder so westliche Gefangene über längere Zeit gefangen sind. ist es immer er selber. darin war ein Brief. Ich habe dann wieder geweint und gesagt. Zudem wussten sie ganz genau. weil ich einfach nicht wusste. die angeblich wirklich nichts wussten. ich habe es zuerst gar nicht gesehen . sie zitterten einfach so stark. wir konnten dich nicht früher verlegen wegen den Söhnen von Mariano. Sie wiederum nahmen genau das Gegenteil an. sie haben nur die Befehle ausgeführt von Mariano. dass ich die Wahrheit sage. Die Söhne von Mariano eben. Er sagte mir heuchlerisch: "Entschuldigung Heinrich. weil ich nicht die Wahrheit gesagt hätte und nicht deshalb‚ weil sie mit der Folter gedroht hatten. Er war der Menschlichste von allen. wenn sie mir wieder falsche Informationen gaben und mir Angst machten.einem Kuvert. Das ist die Ironie darin. wenn Mariano so was sagt. er schiebt gerne die Schuld auf andere Leute. weil ich Angst hatte. dass ich so Angst hätte. Also ich konnte auch nicht etwas in meine Hand nehmen oder so. weil "die Söhne von Mariano". jedem positiven Gedanken eines der Bewacher oder der Verbrecher. und ich habe schon mal gehört und ich weiss. nämlich dass wenn ich zitterte. und ich will hier nur raus. Geld und so. so etwas anderen Menschen anzutun. versuchen sie halt an jeder Hoffnung. warum wir warteten. sie würden mir nicht glauben. dass. Der Knecht hat mich versucht zu beruhigen. Ich wartete und wartete und mir wurde schlecht. Es kamen sehr oft Momente. aber vielleicht würde durch meine Situation das Resultat des Lügendetektors anders herauskommen und ich dadurch gefoltert werde. warum‚ was. dies ist alles was ich habe. man versucht sich daran anzuhängen und das Menschliche zu sehen und man wünscht sich.weil ich wusste ja. wieso. wenn man es so nennen kann. Auf einmal kam der Täter Helmut herein – mit etwas. dass ich am Ende meiner Nerven war und dadurch noch mehr Angst hatte. sie vermuteten. dass ich das 60 . sie wussten angeblich nicht genau. dass sie zitterten. dass es doch so Leute sind.

jeweils der Marco oder Mario. 61 . Ich glaube eine Überweisung würde auf ein Konto in Spanien gemacht. einer Briefkastenfirma von Panama und es ist dieselbe alte Briefkastenfirma aus Panama. den ich geschrieben habe an. alles war eigentlich schon weg und ich musste dort auf der Rückseite des Kuvert wieder meine Unterschrift üben. ungefähr die Abschrift von meinem handgeschriebenen Brief war. dass sie mich in Sicherheit bringen würden. das Buch selber erforderlich war. aufstehen. das Sparbuch in dem das Geld verbucht war. Ich habe es unterschrieben und dann musste ich wieder warten und wieder warten und der Knecht stand immer neben mir und machte einen Kreis um mich herum und machte mich ganz nervös. die ist auch Besitzerin der Hazienda "Estanzia San Francisco". das der Firma gehört. dem Knecht und dem einen Sohn von Mariano. Ich habe gedacht. die würden mir nur sagen. kamen abwechslungsweise zur Tür herein und flüsterten und standen drinnen vor der Tür und öffneten die Tür ganz wenig und schauten hinaus was vor sich ging und was nicht vor sich ging und so. die heisst "Maritim Compania Naviera S. weil wir alle noch nicht wussten. damit es nicht verzittert ausschaute. wie es von mir aufgesetzt wurde. die darauf waren. Sie haben mir unter die Arme gegriffen und mir das kleine Möbelstück gebracht. die ich selber nicht wusste. den an Bankdirektor Bröll in Feldkirch und die zusätzlichen Angaben. den Letzten. was mir vorgelegt wird. das. weder ich noch die andere Seite.A. also der Farm San Francisco und das andere Konto war ein Geschäftskonto von Helmut Roegele. wie ich das Geld bei der BAWAG hatte. wie ich erkennen konnte. es ist mir Wurst. aber in Wirklichkeit würden sie mich umbringen. Der andere Sohn von Mariano. waren eben Angaben mit Bankkonten und so. dass es in dem spezifischen Fall. wo die rosarote Zeitung schon weg war.unterschreibe. Ich habe den Fax und den Brief unterschrieben und vielleicht hätten sie ja Glück gehabt und hätten das Geld so gekriegt. Ich sagte: "Klar. Kontos wohin das Geld hinkam. ich unterschreibe alles." Wiederum musste ich mit Hilfe der zwei Wächter. Ich habe es gemacht und dann habe ich die Unterschrift auf ein maschinen geschriebenes Papier gesetzt." oder so ähnlich. Marco.

und ich wusste Dunkelheit. weil ich über 100 kg schwer bin. die sie hatten. ich dachte. als es dunkel wurde. vermutlich aus Blutmangel oder so. Sie stülpten mir eine dieser Skimasken über den Kopf und halfen mir auf die Beine. weil ich wusste. Ich sagte das im Auto zu Helmut. ich wusste ja nicht wie weit und wo dieser Wasserturm war oder wie viele Wassertürme es auf dieser Farm gibt. ich weiss nicht. weil ich hörte wie Helmut zu Mario auf Spanisch sagte: ‚Ja. Rechts von mir sass Helmut und links wurde das Auto von Mario gesteuert. ein grosser Jeep. der den Wagen fuhr. Es war eine Fahrt von. das weisse Leintuch um meinen Kopf wickeln. also Arbeitsauto. wie ich später erkennen konnte und sass in der Mitte. und da mussten sie mich angestrengt auffangen. denn ich habe darum gebeten. Ich hatte solche Angst. worin sich ein Leintuch befand. war nicht die normale Route gefahren. Trotzdem wurde es dann dunkel und endlich kam Helmut wieder und hat gesagt. sie würden mich an eine Waldlichtung fahren und ich hätte eine Kugel im Kopf. es 62 ." Ich habe wieder Angstzustände bekommen. dass es nicht derselbe Weg ist und Mario nur sagte. dass Dunkelheit der Tod bedeutet. du bist schon hierher gefahren. ein Amerikaner. Es war das erste Mal. Die Skimütze war nicht ganz dicht. weil Mario. das hat kein gutes Omen.Schlussendlich. Ich bin bei Dunkelheit auf die Farm gekommen und bin überfallen worden. Dies hat er mir zum ersten Mal gesagt. Ich habe die Hand von Helmut ganz fest gedrückt und ich bat Helmut auf Deutsch: "Du kennst den Weg. ich dachte. Meine rechte Hand hat mir so weh getan und ich habe die Hand von Helmut gehalten. er würde mich zum Haupthaus begleiten. mich nicht in der Dunkelheit zu verlegen. er solle sich beruhigen. er fahre einen Umweg damit die Angestellten und die Frauen vom Haupthaus mich nicht erkennen oder sehen würden. Ich wurde in ein Auto gebracht. also mussten sie mir aus einer Tasche. wohin fährst du? Warum fährst du so? Wo fährst du hin?" Ich hatte solche Angst. dass er nicht einen falschen Weg fährt. dass ich halbwegs laufen konnte und wäre eigentlich nach vorne hingefallen. pass auf. damit ich den Weg vom Wasserturm zum Haupthaus nicht sah. jetzt haben sie den Helmut auch überrumpelt oder sie spielten mir alle etwas vor und weil Helmut offensichtlich ohne zu lügen erkannt hat. Ich glaube es war auch sein Dienstwagen. das übrigens nicht weit weg liegt.

Das Zimmer war durch eine Tür zu betreten. die sie vielleicht im Moment gar nicht hatten oder an die sie gar nicht dachten im Moment und wenn sie merkten. Ich wurde die Treppe hoch und dann in ein Zimmer gebracht. wo ich war. glaube ich. hinter der Türe war ein Gang und von diesem Gang aus ging eine Tür in ein Zimmer. sie haben mich so viel irregeführt. wie er mir sagte. ich glaube. Es war ein Haus aus den 30er Jahren. Ich habe darum gebeten: "Nur eine Kugel im Kopf. gross gebaut und mit sehr viel Holz.kam mir länger vor als es war. weil ich selber nicht gut laufen konnte und durch eine Tür in das Hausinnere gebracht. auch Kinderspielzeug." Wahrhaftig. ich war beruhigt. Der Knecht. dass er in einem solchen Haus gewohnt hat oder solch ein Badezimmer gesehen hat. bitte eine Kugel in den Kopf. vermutlich original eine andere Farbe. falls es soweit ist. weil er sehr arm ist. nur bitte keine Folter. Ich habe aber das Wort Folter nicht mal in den Mund genommen. die andere Tür in ein Badezimmer. mehr nicht mit seinen Umwegen. war auch bei mir und für ihn. weil im Zimmer meine blaue Tasche war und meine Anzugtasche. die andere Tür in mein Zimmer und noch ein Badezimmer und ein weiteres Zimmer. aber ich schätze so ca. Ich war sehr beruhigt für den Moment. dass wenn sie mich erschiessen. war es das erste Mal. was ich glauben sollte und was nicht. dann würden sie mich extra damit foppen oder mich ängstlich machen. war mit zwei Einzelbetten aus schönem Holz belegt. mein Bewacher. er hat das Auto angehalten und dann wurde mir das Leintuch vom Kopf abgewickelt und die Mütze auch. denn ich konnte ein kleines drei mal zwei Meter grosses Kinderschwimmbecken auf der Wiese erkennen. Ich habe Helmut gebeten. dass genau dieses Thema mich sehr beängstigte. Ich konnte dann sehen. aber dann mit brauner Farbe dick übermalen mit einem Stuhl und einem weiteren Stuhl ohne Armlehnen oder beide mit Armlehnen. Ein Tisch. Das Zimmer. einer ohne und einer mit. Auf 63 . drei bis vier Minuten. Ich wurde an der Hand unterstützt. weil sie wissen würden. dass ich vor irgend etwas sehr viel Angst hatte. Er hat eine Frau und vier Kinder. ein Gartenstuhl mit rundem Tisch aus Metall und zwei Stühlen. Bitte lasst mich als Mensch sterben und nicht als ein Schwein oder eine Kuh. weil es dumm ist die Leute auf Ideen zu bringen. aber ich wusste nicht.

das Zimmer hat eine Decke von mindestens 2. Das Zimmer war ein Eckzimmer des Hauses. weil der Bewacher immer bei mir bleiben musste und ich war ja sehr stinkig und dreckig und meine Haare waren von der Halsverletzung voll vom Blut verklebt. ausser meinen Händen und dem Hals. Der Schrank selber war mindestens 2. es war sehr hoch. aber ich traute ihnen nicht. links und rechts Bücherregale eingelassen. Dann gab es einen grossen Schrank. ob sie mich so umbringen wollten oder ob sie mich so betäuben wollten. Der Verband wurde gewechselt und ich wurde ins Badezimmer geführt und dem Knecht wurde aufgetragen mich zu waschen. vom getrockneten Blut. darauf einem Teller. gegen Diebe und sonstiges Zeug.5 Meter grosser Teppich. Ich hatte im Boden der durchsichtigen Plastikflasche.5 Meter oder drei Meter Höhe. der Rest des Bodens im Zimmer war mit Holz belegt. wo das Fenster in der Mitte ist. Zwischen den zwei Betten war ein weisser. Ein gelbes. Auf jeden Fall habe ich das Wasser immer ausgeleert. was nicht eine peinliche Situation für mich war. wo ich schlief. Das Zimmer hatte zwei Fenster. worauf man Sachen abstellen konnte. dass ich mich erholen konnte. Er hat dann alles. waren an der Wand. vielleicht. Beide Zimmerfenster waren wie alle Zimmer im Haus mit Eisengitter zugemacht. warmen Wasser und rote Farbe floss überall herunter. schön angerichtet von der Köchin und mit Wasser. Ich sass nackt in der Badewanne mit halbvollem. einer zweiten Tischplatte nach hinten. dann ein braunes. Auf jeden Fall konnte ich am Donnerstagabend früh ins Bett. Der Verband wurde gewechselt. original gebaut. alter ein Meter mal 1. angestrichenes Holztablar.dem Tisch hatte es ein kleines Regal fest montiert. wenn der 64 . im Wasser weisses Pulver gesehen. mit Sicherheit. In der Wand vor meinem Bett. Mir tat alles weh und im Spiegel sah ich aus <wie Leute ausschauen. nur so dünn war ich nicht.5 Meter mit drei oder vier Türen. ich weiss nicht. Eines in eine Richtung und das andere in die andere Richtung. wenn sie im KZ waren. es war Donnerstag. gründlich mit Seife gereinigt und ich konnte aus meinem eigenen Gepäck frische Unterwäsche und ein Pyjama anziehen. Ich konnte mich natürlich nicht selber waschen und sie liessen mich in Bezug auf das Geld einen halben Tag in Ruhe. ich wusste also nicht. Mir wurde das Essen auf verschiedenen Tablaren gebracht. Es gab peinliche Situationen.

Knecht nicht da war. Aber wie gesagt. ob es so in Ordnung sei. ich hätte ja nicht gewusst wohin ich fahren sollte. hätte ich vielleicht ohne Kette eine bessere Möglichkeit gehabt. Wobei natürlich immer alle Türen. daran will ich nicht denken. er ging nach unten und hat mit dem Personal gegessen. ausgeführt und ich bin sicher. Ich wollte nur heil hier raus und wenn es vielleicht länger gedauert hätte. Übrigens. wenn ich ein Auto geschnappt hätte und sie mich wieder geschnappt hätten. sie wollten bloss feststellen. weil wir ja 5 Stunden hinter Europa sind. dass ihnen. sie wollten zuerst den Fax schicken und ich hatte die Nummer nicht. seinem Mobiltelefon. sonst legen wir dich um. Zeit. wie es im Fax stand. Er hat nicht mit mir gegessen. dass wir am Freitag früh aufstehen müssen. Es hiess also am Donnerstagabend. sag es niemandem. dass er in Argentinien hat. zuerst meine Zimmertüre mit lautem Knalle und dem Schlüssel abgeschlossen wurde und dann die nächste Türe vom Gang in die restlichen Räume des Hauses ging. er hat es mir so gesagt. wurde immer abgeschlossen mit einem Schlüssel. etwas ganz anderes erzählt wurde. wenn sie das Fax an die Bank in Feldkirch schickten. was für Konsequenzen es gehabt hätte. ob es dann so gemacht werden könne. das ist die Mobilnummer von Mariano und von diesem Mobil aus haben wir dann die Gespräche geführt. dass wie in den meisten Ländern. Uhrzeit und Dauer und Gesprächskosten erscheinen wird. weil ich doch nachher näher an den Autos war und näher im Hauptgebäude. ob es stimmt weiss ich nicht. Marianos Mobil-Nummer ist von Europa aus ist 0054 68441800. die sie mich gezwungen haben zu führen. alle Anrufe wurden von Marianos Telefon. dass Mariano's Söhne den Bewachern und einigen Mitbewohners gesagt haben. warum ich hier bin und so. Also. also den Bewachern. sag es niemandem und er hat mir erzählt. Also am Donnerstagabend ging ich ins Bett und der Knecht hat im selben Raum über mich gewacht und mir dauernd gesagt: "Mach keinen Blödsinn. und ich will nicht daran denken. dass bei den Abrechnung die ganzen Nummern. zeitlich gesehen. wenn die Telefonrechnung kommt. die man angewählt hat mit dem Datum. ich hatte sowieso keine Fluchtgedanken mehr gehabt. der aussen steckte." Er ist zwar oft zu mir gekommen und hat geflüstert. Ich sollte anrufen und fragen. wegzukommen. dass ich ein 65 . Sie glaubten mir jetzt. Aber trotzdem.

befahlen mir.00 Uhr wurde ich geweckt und musste humpelnd unterstützend von den Wächtern mit Helmut zusammen ins Freie gehen. Es war ein gutes Bett mit weissen Kissen und Laken und ich habe zwei Decken über mir gehabt und beide Betten waren mit einer violetten. ob Herr Bröll da sei und das wurde verneint. dass er sich nicht den Befehlen von Mariano widersetzen kann. morgens um 03. Ich konnte ein Fenster für die frische Luft öffnen." Ich ging also zu Bett. es war dort zwischen 09:30 Uhr oder 10:00 Uhr angerufen und mit einer fröhlichen Miene nach Feldkirch telefoniert. sonst sei ich ein toter Mann. weil ich wollte nichts riskieren. Ich wollte nichts Persönliches wissen. meine Familie und Freunde. ob es gut für mich ist oder nicht. künstlichen Tagesdecke bedeckt. da ist Kieber Heinrich aus Argentinien. weil sie vermuteten oder wussten. Die Fenster waren von aussen grün gestrichen und braun von innen. ich solle einfach sagen. Er erzählte mir auch. wenn er mir das in angeblicher Vertrautheit erzählte. Ich habe dann. Ich glaube. Grüss Gott. Ich 66 . und ich habe gesagt: "Ja. Freitagmorgen. es war die erste Nacht in diesem Bett. dass ich noch einmal mein Land Liechtenstein. den Fax nach Feldkirch abgeschickt. ich sei in Buenos Aires. Sie haben dann. Der erste Freitag im April. Ich habe dann gefragt. Er käme erst später.Terrorist sei und. dass ich zu allem fähig wäre und sehr kampffähig sei und so weiter und dadurch müsste äusserste Vorsicht angewendet werden zu dem Zeitpunkt. Das Holz war abgeschmirgelt und die Fenster hatten Fliegengitter. ich wollte nur meine Sachen erfüllen und was sie von mir verlangten und bat: "Lasst mich frei. weil sie sind wie Leibeigene und er hat vier Kinder und eine Frau zum Pflegen und das ganze Zeug und ich wusste nicht. ich nehme an. wo sie mich festnehmen würden und für die Zeit danach. dass der Empfang vom Mobiltelefon im Freien natürlich besser sei als im Haus drinnen." Helmut und die mich gefangen genommen haben. schon zu diesem Zeitpunkt. Sie haben genau aufgepasst. wieder sehen kann und mein Leben als wiedergeborener 32-jähriger Mann von vorne anfangen kann. die Sekretärin hat das Telefon abgenommen. dass ich keinen Fehler machte und ich solle ja nichts verraten.

Es muss die von Helmut oder seiner Frau gewesen sein. wenn ich mit dem Sparbuch komme oder jemand anders. in seinen Kopf fliegen. Aber während jedem Telefongespräch. Dies weil es Helmut ja nicht selber machen konnten. Ich glaube eine Stunde später haben wir angerufen und Herr Bröll war dort. Sie hatten ihn nicht gelesen. also Anruf nach Europa. was Helmut aber sofort energisch ablehnte. Helmut verlangte dann vom Waffenhalter. Nie dem Knecht. dass es verdächtigt sein würde. leider nicht. Helmut würde mir nicht 67 . und ich habe gefragt. Während dem Telefongespräch mit dem Mobil habe ich ja immer das Telefon so abgewinkelt von meinem Ohr gehabt damit es Helmut auch verstehen konnte auf Deutsch. denn jedes Mal. Dann hat sie gesagt. die Pistole halten. weil ich Angst hatte. rechten Seite. zog er sie aus seiner Tasche. eine Pistole an meinen Hinterkopf gedrückt. Ich habe Herrn Bröll. Ich bin dann wieder ins Zimmer gebracht worden und legte mich auf mein Bett und hoffte. Auch wurde mir bei allen Telefonaten. die Knarre immer einem der Söhne von Mariano. Es war eine kleine. die vermummt früher in meinen Kerker stürmten. es geht nicht so. weil er ja immer ständig sein Ohr mit am Mobiltelefon hatte. da wir ja sonst immer in unserem Dialekt reden. ob sie das Fax erhalten und gelesen haben. wenn ich jetzt mit Herrn Bröll Hochdeutsch sprechen würde. ich soll in einer Stunde nochmals anrufen. Einer der Söhne setzte also den kalten Lauf an meine Kopfrückseite. Herr Bröll hat mir erklärt. der Sohn könnte abdrücken und die Kugel würde ja durch meinen Kopf aus der meiner anderen. und mit dem Codewort. wie im Fax gewünscht gehe? Und Herr Bröll hat gesagt. was gesprochen wird. ja er. dass jetzt alles ein gutes Ende nehmen würde. die mir aufgezwungen wurden. ausser er wäre einer von diesen gewesen. überreichte er. Eher eine Ladypistole. Diese hatte ich vorher noch nicht zu Gesicht bekommen. den Lauf gerade. vorne auf meine Stirn zu setzten. diesen hatte ich nie mit einer Waffe gesehen. Ich habe natürlich dem Helmut vorher gesagt. Einmal hielt einer der Söhne die Knarre an meine linke Schläfe. teilweise braun. um mitzubekommen. teilweise blanker Stahl. Er war also immer Kopf an Kopf mit mir. weil er an Direktor Bröll gerichtet war. was gesagt wurde. aus Angst. ob es so. man kann nur was abheben oder verschicken kann.fragte. wenn er zu mir ins Zimmer kam.

Sonst ist er oft unterwegs. Sie haben nicht mehr an jedem Wort gezweifelt. wer es war. Alle 14 Tage Dienstags.00 Uhr. das ich gesagt habe. Mittlerweile natürlich auch Helmut und Mariano. den ich an Mariano am Sonntag oder am 31.30 Uhr und 11. dass wir später nochmals anrufen würden. was ich natürlich nicht gesagt habe.03. weil er seine Arbeit 68 . wo das Sparbuch ist und das Sparbuch hatte ich.03. also auch wenn jemand das Buch findet. und dann haben wir aufgehängt. sie noch reinzulegen. da wusste natürlich Herr Bröll nicht. gebeten: "Bitte erklären Sie DAS meinem Bekannten hier. im Brief.glauben und so. Frau Türtscher dort und die wisse über den Fall auch Bescheid. dass das Buch abgeholt werde und falls alles gut gehen würde. weil man braucht ja ein Codewort dazu. dass er dort sei. nein wir haben gesagt. lokale Zeit in Vaduz. ich hätte es in Vaduz bei einem Bekannten von mir und der heisst Martin OT Entfernt. oder am 30. schrieb ich dies und es ist auch die Wahrheit. wir würden es organisieren. ich weiss es ganz genau. erklären sie einfach generell was es auf sich hat mit solchem Typ von Sparbüchern in Österreich. dann habe ich ihn gebeten. das an den Überbringer lautet. geschrieben habe. weil sonst würde ich es in einer solchen Lage nicht schreiben. Es wäre ja purer Selbstmord in einer anderen Form. Abgesehen davon. Ich sagte. Ich habe geschrieben." Er hat gesagt. ungefähr um Mittagszeit. Vorher haben wir gesagt. in der Wohnung zu Hause. würde am kommenden Montag jemand erscheinen und Herr Bröll sagte. weil ich es nicht eingeschlossen habe. nur nicht zwischen 9. wo ich Mariano das ganze Geld angeboten habe. Die Leute denken natürlich nicht so und dann habe ich gesagt. ist immer am ersten Dienstag des Monats. Ich glaube. Ich habe mich bei Herrn Bröll bedankt und wurde wieder ins Zimmer geführt. sie glaubten mir jetzt ein wenig mehr nach meinem Selbstmordunfall. wenn man in einer solchen Lage ist. kommt man gar nicht auf die Idee. das könne er nur mir sagen. ist eben dieser Tag. muss man ein Codewort haben. das Buch ist bei dieser Person und diese Person ist immer. Nur ich und die Bank wissen das Codewort. dann wäre aber seine Sekretärin. weil ich ja wirklich sterben wollte. den kennen Sie sicher auch vielleicht. wo Martin stempeln gehen muss. Ich habe dann den Verbrechern gesagt. Er hat dann mit Helmut am Telefon gesprochen. sonst kann man kein Geld abheben.

den 01. Sie mussten sich nur noch einig werden. zu Hause sein musste. April. Wir müssten es versuchen und da der erste Dienstag im Monat schon vorbei war. gerade gestern Donnerstag. das kommende Wochenende wegzugehen. ich glaube. der Martin. Das Gespräch mit Martin hat also stattgefunden. dass ich jemanden vorbeischicken werde. 12. hatte ich auch geschrieben in jenem Brief.das weiss Martin natürlich noch nicht. wenn Du für eine Übergabe etwas organisieren willst. Ich habe gesagt. in Buenos Aires. wegen einem Dokument. Martin sagte. Sie haben mir meine Uhr zurückgegeben. nein. der nachher Mariano benachrichtigte. dass 69 . die Bank war auch informiert. Es war Freitag. Zu meiner grössten Freude.zu meiner grössten Freude war er zu Hause und hat das Telefon abgenommen. Ich habe gesagt: "Martin. habe ich schon vermutet. Martin hat noch Kunden oder geht andere Leute in Österreich besuchen und so. informiert.00 Uhr mittags. Hier ist die Geschichte natürlich normal. Wir haben dann am Freitag morgen. der dritten Dienstag in dem Monat. Ab und zu habe ich ihn besucht und ich kann meine Sachen bei ihm unterstellen. ich habe ihn noch nicht gesehen oder mit ihm darüber gesprochen . und ich wollte dich nur fragen. wie geht es denn so? Ich bin hier in Argentinien. warum ein erwachsener Mann. aber für die da drüben in Argentinien. ja. dass er im schlimmsten Fall erst wieder am 14. Ich konnte die Uhrzeit ablesen. April. in Argentinien. nein. dass er keinen Kompromiss eingehen würde und er jedem misstraut und so hoffte ich.‚ Vorher habe ich ihm eben gesagt.verloren hatte in Liechtenstein. Ich kenne Martin schon seit ewig. denn so wenig zu Hause sei. Mariano musste also Helmut vertrauen.00 Uhr morgens in Argentinien und da war es ungefähr 03.00 Uhr nachmittags in Europa einen Versuch gemacht. ich habe mich noch nie so darüber gefreut . Martin sagte noch: „Am Besten rufst Du mich am Abend an. es war 10. das Erste. sei sein Bruder aus Deutschland mit deren Kinder und Frau nach einem längeren Aufenthalt für die Osterferien abgereist. wen sie schicken wollten. Interessanterweise versteht natürlich keiner von Marianos Seite Deutsch. gehst du die nächsten paar Tage weg?" Helmut hat immer zugehört. sie konnten es nicht begreifen. Somit war Helmut. Da ich Mariano gut kannte. Er müsse viel Wäsche waschen und er hätte nicht vor. schon aus meiner Jugend.

CHF 800‘OOO. Ich hatte wieder mehr Angst bekommen. Dann geschah folgendes. jetzt werden sich die scheiss Verbrecher nicht einig. CHF 1. mein Gott." Der Streit.-). das wollte ich nicht. er wollte zu mir rüberkommen. also lautes Schimpfen.-) und Mariano wollte 150 Mio. dass sich die Lage jetzt besserte. jetzt haben die auch noch miteinander gestritten. drängte ihn wieder weg nach aussen. aber der Bewacher.. Ich habe zu Helmut gesagt: "Schau. Ich hatte vorher Schreie unten im Haus gehört. der Knecht. die dann das Sparbuch abholen musste und es zur Bank brachte. hoffentlich gibt es da nicht noch mehr Drama. noch was übrig bleibt. dass Mariano mehr bekommen würde. ich kann nur geben. wie ich später erfahren habe. wer wie viel kriegen sollte von meinem Geld. Die Wunden verheilten. weil er ja nicht nur die Hälfte von dem erpressten Geld erhalten sollte. Der Bewacher stand auf. Aber Helmuts Seite. Helmut kam zu mir und sagte auf Deutsch. Also haben sie vermutet. auf eine gemeinsame Person kommen könnten. Ich wollte nur meinen Frieden. wer wie viel bekommt. weil ja von meinem Geld 50 Prozent an Helmut und 50 Prozent an Mariano zugeteilt war. machte die erste Tür im Zimmer auf. sondern auch die CHF 250‘OOO. ist dadurch zwischen den Verbrechern ausgebrochen. weil ich dachte. was ich habe und ihr müsst euch selber einig werden. Dann auf einmal klopfte es wieder.sie auf einen gemeinsamen Nenner. damit ich noch mein Essen kaufen könne oder sie würden mich umbringen. Denn ursprünglich wollte ja Helmut 80 Mio. also ich. man hätte es nicht geglaubt. Mariano und meine Frau. und stellte natürlich fest. Dann ging er in den Gang hinaus. Lasse dich nicht einschüchtern.5 MIO. wir haben uns gestritten. ich weiss nicht." Ich dachte. Peseten (ca. Ab und zu kam der Bewacher mit Ach und Krach herein und wollte irgendetwas. ich hätte vermutlich zwei bis drei Mio. weitere Bänder etc. Ich war in meinem Zimmer eingesperrt und lag meistens auf meinem Bett und war nur froh wenn ich von meinem Bett aus die Sonne und die Vögel und den blauen Himmel aus einem ganz geöffneten Fenster sehen konnte und hoffte. Peseten (ca. oder hat nachgerechnet. Helmut sagte zu mir: „Heinrich.70 . vor allem seine Frau Salud hat natürlich gesehen. zum anderen Zimmer und ich sah Helmut hereinkommen. Franken und mir würde nach dem ganzen Drama. der kein Deutsch versteht.

was den Tod meines und des Deutschen und seiner Frau beinhalten könnte. Ich habe gesagt. weil sie Angst hatten. mache keinen Streit. Wollte. ich bin in einer Lage. Aber ich war mir gar nicht so sicher. ein Manipulant. ich hatte ihnen alles anvertraut. wenn Mariano so weit geht und die Deutschen auch noch einsperrt und dann müsste er alle drei beseitigen. auch in den Turm einzusperren um mit mir einen Deal einzugehen. wo das Geld zu holen war. es hat Krach gegeben. dass Mariano ein so sturer Mensch sei. dann hätten sie mit mir vermutlich einen Deal gemacht. weil ich wusste oder weiss. Das wollten sie natürlich nicht.. bzw. bitte. sie mussten sich nur auf eine Person einigen. wenn er das Codewort und das Sparbüchlein habe.geschenkt. Ich habe gesagt. Sein Sohn hat mir vorgeschlagen. schau. sondern auch obendrein CHF 250000. Mario. dass er angeblich kurz davor war Helmut." Er sagte wahrhaftig. wenn sich die scheiss Verbrecher nicht einigten. weil ich dachte mir. Also erhielt Mariano nicht nur dieselbe Summe wie Helmut. er solle mit dem Büchlein nach Feldkirch gehen und die Banküberweisung machen. den Deutschen. hat der Sohn gesagt und nachher auch Marco. das würde nicht passieren oder Martin würde mit meinem Geld abhauen. sonst gibt es am Schluss noch mehr Blut. . ja." Ich konnte nicht viel tun. dann würde Mariano noch mehr unter Zugzwang kommen und müsste vermutlich eine Radikallösung suchen. dass falls sie die Deutschen einsperren müssten. Helmut wurde also aus meinem Zimmer rausgedrückt und eine halbe Stunde später kam der Sohn von Mariano herein. falls es zu einer Einsperrung kommt von den anderen. mit seiner Frau.bis CHF 260'000. Dadurch sahen Helmut und seine Frau ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Fangpraemie und wollten vermutlich mehr. und sagte zu mir: "Heinrich. wer es holen musste oder ich könnte auch Martin sagen. ich hatte alles getan. wir würden nur drei Viertel überweisen lassen von dem was ich habe und ich könnte den Rest behalten. bitte werdet einig. schau.von der Schuld an mich gratis bekommen sollte. da er mir mein Darlehen von 1993 nicht mehr zurückbezahlen „musste‚. ich habe gefleht: „Bitte. Ich war nicht erfreut über eine solche Wende. ich verhandle mit 71 . weil sonst zu viel gegen ihn in der Hand wäre. die ja auch hilflos waren und nichts zu sagen hatten auf der Farm. Und dies wusste Helmut. Auf jeden Fall.

wissen Sie.00 Uhr haben wir versucht Martin anzurufen. voller Name Karl-Heinrich Peter Kroschel aus Ochsenhausen in 72 . weil ich ja freikommen wollte: "Helmut. wo wer hat. den Schwager von Helmut geeinigt. ich wollte keine Geheimnistuerei. Auf jeden Fall. Wir haben nur wegen Geld gestritten und so". April Mariano's Geburtstag war. das Spiel. ich glaube. ich wollte nur meine Freiheit. dass mir gerade in den Sinn kommt. da Liechtenstein ja fünf Stunden voraus ist. mussten wir wieder früh aufstehen. Mariano und Helmut. auf den.00 Uhr oder so und von 05. Am Freitagabend wurde mir das erste Mal gutes Essen gebracht. 10 Uhr morgens europäischer Zeit. Ich habe zu Helmut gesagt. dass am 6. du hast ja das Mobiltelefon in der Hand. der Knecht. am Nachmittag.‚ Mittlerweile haben sich die zwei Parteien. um 05. und so weiter. so dachten wir. da habe ich dann spüren können. Ich wollte nicht in das Spiel eintreten. Ich musste also mit ihm um mein Leben. weil später. OK. Durch die ganze Geschichte haben wir natürlich den Anruf an Martin am Freitagabend verpasst. beruhige dich. vergangene Woche. Die Sache hat sich dann beruhigt. wie er mich "liebt". Freitag Nacht gingen wir alle aufgeregt ins Bett und am Samstag. was er machen muss oder wer kommt.dem der Gewalt über mich hat. Sie sollten das Geld haben und mich wieder frei lassen. Es ist alles wieder OK. Aber Martin nahm nicht ab und von diesem Zeitpunkt an. dann hängst du einfach gleich wieder auf und springst zu mir und dann kann ich mit ihm reden und ihm sagen. wir rufen einfach am Samstag nochmals an. Wenn Martin das Telefon abnimmt. dann kommt der andere zu mir. Auf der anderen Seite stand die Frau von Helmut und sagte: "Heinrich. Er heisst Peter Kroschel. was hat oder einer kommt zu mir und fragt. wo sie mir nachsagten. Ich sagte: "OK. was hat der andere gesagt. jemand klopfte an der Türe. Ich möchte hier noch anfügen. er bleibt am Wochenende zu Hause. Ich wollte gar nicht darauf eingehen." Ich wollte auch nicht zu viel diskutieren. ich wollte nur das.00 Uhr bis 10. hier in Liechtenstein in Vaduz auf seine Nummer. Gewalt über mich hatte Mariano. Der Bewacher. aber da wir alle glaubten. war nicht im Raum mit mir und ich ging leise zur Türe. um meine Freilassung verhandeln. also komme nicht jedes Mal zu mir ins Zimmer mit dem dazugehörenden Drama. haben wir jede halbe Stunde probiert.

und sie haben auch Kinder. Wir glauben. überbringen. wenn ich mit Martin wieder spreche. glaube ich. Dort würde mir der Jürgen das Kuvert. Mariano auch und so. „Dieser Herr kommt also vorbei und ich würde dich bitten Martin. ja. so sollte ich Martin sagen. bitte. er heisst Peter Kroschel. Es klingelte. angerufen. das musste ich dem Bankdirektor später auch genau buchstabieren." Also ich habe bis anhin noch nicht vom Bankdokument gesprochen mit Martin. als du mit Martin früher telefoniert hast. Das durfte doch nicht wahr sein. der Martin würde jetzt 73 .‚ Was natürlich eine Lüge war. ist pensionierter Arzt und mit der Schwester von Helmut und diese heisst Isolde. das sein Vater. bei dir abgeholt hat. von Deutschland aus nach Buenos Aires fliegen und das Dokument mitbringen und ich selber sei noch im Norden von Argentinien an der Grenze zu Brasilien und würde dann auch am Mittwoch in Buenos Aires ankommen. klingelte und er nahm nicht ab.wie mir gesagt wurde . dass du dem Herrn. ein Deutscher. aber ich müsste dann sagen. bei uns Nachmittag. er solle es herausholen und es ihm übergeben. dass es vielleicht nur ein Codewort war. verheiratet. Mir wurde gesagt. der würde dann am kommenden Mittwoch. da kam Helmut herein und sagte zu mir: "Wir sind ganz nervös. solle ich ihm Folgendes sagen: "Martin. bitte nicht!‚ Wie hätte ich es auch machen sollen in einem Wort? Wenn sie gedacht haben. weil ich es für gewisse Sachen brauchen würde. jede halbe Stunde. ein grosser Schlanker . also alles in einem kurzen Wort zu beschreiben. hier ist der Heinrich. das Dokument. es wäre ein Codewort gewesen für meine ganze Gefangenschaft und der Situation hier. Es war dann bei euch in Europa abends. Ich flehte Helmut an: „Nein. sondern nur Dokument. Wir haben am Samstag den ganzen Tag.das Bankdokument gibst. was denkst du. was wir von dir glauben sollen. weil wir wissen nicht.‚ Ich hatte ja Martin am Telefon bis anhin am einzigen Anruf nicht Bankdokument gesagt. Peter Kroschel's Sohn Jürgen aus Ulm. Zudem habe ich zu Helmut gesagt: "Überlege doch bitte.Deutschland. Dessen Sohn Jürgen. Peter. wir haben jetzt jemanden gefunden und zwar kommt ein Herr. Und das Wort "Dokument" ein Stichwort / Codewort zwischen dir und Martin war. der gerade zufällig in der Gegend von Liechtenstein ist. Dieser Kroschel wohnt in Ochsenhausen oder in Ulm oder irgendwo.

weil der Martin hat doch gesagt. damit "bestätigte" ich noch ihre falsche Theorie . weil sie ja in Freiheit sind. Für die Leute. weil ja Marianos Geburtstag ist. könne er nach Afrika gehen oder nach Australien übers Wochenende. wo ich bin und würde das Flugzeug besteigen und nach Argentinien kommen?" Sowieso würde er auch. weil dieses Vorhaben habe ich vom Knecht erfahren. nur weil ich angerufen hätte. die nicht in derselben Situation waren wie ich. bis Helmut es mir geglaubt hat. bitte. dieser Martin ist ein Bekannter von mir. Und wahrhaftig. bitte.und wenn es so wäre. ich habe solange gefleht. Sie haben mir nicht mehr geglaubt. Meistens blieb er zu Hause oder. nein. Sie sind den ganzen Tag frei herumgelaufen und haben sich auf Millionen von Peseten gefreut. er würde doch nicht das Telefon nicht mehr abnehmen. ein kleines Schweinchen braten. wenn es ihm gefalle. Sie haben wieder Morddrohungen gemacht und gesagt: "Wir werden dich am kommenden Sonntag aufspiessen". er bliebe zu Hause. er ist nicht von mir abhängig. probiert. Auf jeden Fall wurde es dann schlimmer. dass es dann ja stimmen muss. . sie glaubten ich plane ein Befreiungskommando oder so etwas. Ja. das sie vor hatten aufzuspiessen. war es schwierig. selbst die Verbrecher konnten das gar nicht begreifen. Ich habe dann das Leben von Martin durchgedacht und diskutiert. Martin war die ganze Nacht nicht zu Hause. da war bei uns ja noch 22. Ich habe solche Angst gehabt. weil er dann selber denken musste. das Geld von mir. bitte. er ist am 06. dann habe ich aber zu Mariano und Helmut gesagt. dann würde er trotzdem das Telefon abnehmen.das habe ich dummerweise auch noch gesagt. April geboren und der kommende Sonntag dann war ja seiner. Das ist eine ganz andere Sache.wissen. wenn es so wäre. weil den ganzen Samstag wir es versucht haben Martin zu erreichen. im Gegenteil. Wir haben die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag. Und nicht das Schwein.00 Uhr abends oder so. dass wenn einer so viel fleht und wieder so um sein Leben auf den Knien bittet. wieso nimmt er nicht ab? Es kann doch nicht sein. es könnte sein. kein Säufer. so scheint es mir. Es war furchtbar. er ist nicht ein Sklave von mir. die haben keine Ängste durchgemacht. Und wir haben uns gefragt. er ist keiner der abends in Bars herumhängt. europäische Zeit. er müsse nicht wegen mir in Vaduz bleiben. und wo konnte er bloss sein und er hat 74 .

Ich rief nochmals an und dieser Helmut Wohlwend von Balzers.doch gesagt. Helmut Wohlwend hat mir dann seine Tochter an das Telefon gegeben und die Tochter hat mir die Nummer herausgesucht und ich habe dann gewartet und gewartet und gewartet am Telefon in meinem Zimmer. es wäre eine Täuschung. sonst werde er ganz "grantig". wenn ich sie störe. wie Helmut Roegele mir gesagt hatten.00 Uhr abends. es war schon 22. am Samstag. es gäbe keinen Sigi Wohlwend. die Nummer. Die Linie wurde unterbrochen. glaube ich. was hier 75 . Eine halbe Stunde später wurde Helmut wieder von seinem Schwager angerufen und Helmut kam dann zu mir und sagte. Auf jeden Fall war es dann so. Helmut hat vom Mobil aus seinen Schwager angerufen. sondern es gäbe nur einen Helmut Wohlwend und der sei noch Anwalt und da dachten sie. Also es war furchtbar. weil mein Zimmer ein Eckzimmer war. entschuldigen Sie 1000 Mal. Dann haben wir. nein. es war furchtbar. ja. ich rufe den besten Freund von Martin an: Sigi Wohlwend. die wir vom Schwager bekommen haben und dann sagte ich: "Hier ist Kieber Heinrich. dass der Mobilkontakt in meinem Zimmer funktioniert. der sagte." Ich konnte mich nicht mehr erinnern in den Ängsten die ich hatte. aber der weiss sicher. Ich habe gesagt. dass der Lehrer Sigi Wolfinger heisst. trotzdem diesen Helmut Wohlwend angerufen. er bleibe dort. es muss der Sigi Wolfinger sein. vielleicht heisst er Siegfried oder Sigmund. aber ich habe von der Auskunft ihre Nummer erhalten. wie die Nummer des Sigi lautet. dass ich störe. wenn der wüsste. ein Trick von mir gewesen und ich hätte nur "meinen" Anwalt anrufen wollen.‚ Dann sagte ich: "Ja. so.30 Uhr oder 23. Bitte können Sie mir die Nummer von Sigi Wohlwend. das ist der Sigi Wolfinger. dass ich sagte. weil wir festgestellt haben. ich müsse eine Lösung finden. und ich habe mir gedacht. aber ich habe ein dringendes Bitten. den Peter Kroschel in Deutschland und der Schwager sollte bei der Schweizer Auskunft abklären. ich solle die Nummer 38 so. ich habe jedoch die Nummer nicht bei mir. es ist vielleicht eine Abkürzung. ja. ob Martin weggegangen ist oder was immer. Anwalt. dies ist ein Lehrer in Balzers. Ich rufe aus Buenos Aires an. Übrigens konnten wir dann schon von meinem Zimmer aus telefonieren. es tut mir leid. geben?" Er sagte: „Nein. so anrufen und ich solle solche späten Telefongespräche unterlassen.

aber gekommen sei er nicht. wie sie ein Feuer auf dem Erdgrill auf einem Wellblech. das war nur ein Code von Dir. werde er es ihm sagen. ich fand es eine Beleidigung. mich selber mit der rechten Hand ein wenig waschen im Badezimmer ohne dass ich in der Badewanne in die Hocke gehen musste. Ich habe nachher sofort Sigi angerufen und er hat das Telefon am Samstagabend abgenommen. als hätte ich etwas gegessen und die Haut vom Schwein ein wenig verschnitten damit es nicht so aussah. Ich habe das Telefongespräch mit Sigi beendet und Helmut und dadurch Mariano waren sehr beruhigt über die Aussage von Sigi. Es war eine Schweinerei. wenn er was höre. als hätte ich nichts angefasst. Den Kopf konnte man sowieso nicht essen. dass er weggegangen ist. Sie haben ein kleines Schwein geschlachtet zu Ehren Mariano's Geburtstag und zu Ehren der grossen Geldsumme.. machten. dass das Fleisch auf den Backenknochen. zarten Sau und mir gab er den Kopf und die Haut. Ich hatte nichts gegessen. er wird schon zurückkommen. weil ich nirgends aufstützen konnte mit den schmerzenden Handgelenken. so nennt man das.lief. weil der Martin hätte ihn am vergangenen Donnerstag oder Freitag in Balzers besucht und Martin habe zu ihm gesagt. er solle zu Hause bleiben. nur mit der Haut und kein Fleisch gebracht. dass ich ihn dringend sprechen müsste. weil der Heinrich versucht habe ihn jede halbe Stunde anzurufen. ich weiss nur. leider nur vorläufig. mir haben sie nachher den halben Kopf von dem Schwein. Wir dachten. das Beste wäre. die bald kommen würde. dass ich aus Buenos Aires anrufen werde und Sigi hat gesagt. Ich konnte durch das Fenster nach draussen sehen. damit sie nicht böse wurden. ich konnte schon ein wenig selbständig im Zimmer laufen. der Geburtstag von Mariano.. Ich sagte ihm. Auf jeden Fall waren sie mir wieder böse und glaubten mir nicht und sagten wieder. Trotzdem habe ich ein wenig herumgestochert. haben sie das gemacht.‚ er ass das ganze Fleisch von dieser kleinen. aber das war nicht mehr da. Sie haben es mir auf einem Tablar serviert und fünf Tonnen Brot dazu und „Einen Guten‚ gewünscht. Sigi fand es komisch. dass er am Freitagnachmittag kommen würde. dann würde er nicht so reden und ich habe mich 1000 Mal bedankt. Ihn wurmte es auch. Es war natürlich 76 . nehme ich an. und weil er nichts darüber gesagt hätte. So ein verdammter . April kam. Sonntag der 06.

weissen Pulver unten am Boden. aber aufgrund der allerdings komischen Anrufe. da kann ich meine Hand ins Feuer legen. wenn die gekommen wären. Martin Besuch von der Familie mit zwei Kindern hatte. obwohl Dienstag kein "Stempeltag" wäre. Cola haben sie mir einmal gebracht. weil ich nicht wusste. Ich hatte wieder Gründe gesucht und mir versucht zu bestätigen. der Verband wurde mir mehrmals gewechselt. wüsste Mariano sofort um was es ginge und er würde alle umbringen. Mir ging es dann wieder besser. Ich dachte. dass jemandem in Europa evt. Hähnchen und Brot und wieder das Wasser mit dem komischen. Suppe. dass es mir besser ging. dass Mariano darauf eingegangen ist. Ich versuchte Helmut zu beruhigen. denn es wäre sinnlos. dass niemand eine solche Organisation planen würde. würde das Polizistenauto verbrennen oder die Polizisten erschiessen und mich dazu! Ich bin überzeugt davon. nach meinen Berechnungen. dass die Putzfrau jeweils Dienstags kommt und da ja über Ostern bis zum vergangenen Donnerstag. es wäre selbstmörderisch und mörderisch. immer haben sie mich gefragt. Da Saavedra ein kleines Dorf ist. Ich habe nur gebetet.keiner. wie es mir geht und so. Faxe konnte ich nicht ausschliessen. Ich habe 32 Tabletten von denen geschluckt. Diese Tabletten haben mir sicher auch gegen irgendeine Erkrankung geholfen. Er hat dann gesagt. gegeben. sicher. von diesem Antibiotikum "Antinags" oder so ähnlich heisst es. Ich musste auch seitlich verlegt werden und sie haben mir 500 ml Tabletten oder mg. dass ein Familienangehöriger von Helmuts Seite das Geld abholte. ich weiss nicht mehr. Ich habe zu Gott gebetet. Es kam 77 . also wirklich. oder seine Farm verlieren. dass mir keiner irgendein Befreiungskommando schickt. alle 6 Stunden eine. welches sicher nicht 500 Polizisten hat. der erste Donnerstag im April. Bevor er in den Knast gehen würde. Das Wasser habe ich nicht getrunken. ach ja. dass er am Dienstag da ist. die haben vielleicht einen. sicher die Putzfrau kommen musste. dass Martin sicher am Montag kommt. was es ist. die Sache verdächtig vorkam. zwei oder drei Dorfpolizisten und wenn die kommen würden und ich bin heute noch davon überzeugt. sicher und Helmut musste dann Mariano beruhigen und mich wundert es heute noch. Sie haben mir später am Abend besseres zum Essen gegeben: Salat. Ich habe nichts getrunken. Es waren alle froh.

hoffentlich machen sie nicht so was und darum habe ich nach dem Sohn gefragt. der feige Hund. was nun geschehen sollte und ob es Mariano auch wisse. ca. Auf jeden Fall wusste Mariano um was es ging und ich kann nur annehmen. Ich habe gesagt: "Super. bitte rufe nach dem Sohn von Mariano. dass wir fast jede halbe Stunde in den letzten 48 Stunden probiert hatten. 22. Der einzige Grund ist. sobald er den Code mit dem Sparbuch in der Hand hatte. graue Haare. So kam es dann. Mariano hätte natürlich Helmut und seine Frau hier in Gewalt haben können. Ich wollte ja nicht. ihn anzurufen. dass am Sonntagabend in Argentinien. in diesem Falle. dass er zwei Tage im Tirol bei seinen Bekannten war.zu Situationen. dass die keinen extra Deal machen oder Helmut auf die Idee kommen könnte und sagen könnte. der Mario. ob er wisse was hier ablaufe. Und Mariano verstand ja kein Deutsch. Ich habe gedacht. Martin prompt das Telefon abgenommen. Er hat mir bestätigt. dass ein Peter Kroschel. Martin erzählte. ist auch der. gross. 78 . wie es mir aufgetragen wurde. Ich habe Mario gefragt. der Heinrich hat uns angelogen. nein dem Mario. was ich mit Helmut vereinbart hätte. weil ich wissen musste. bis er seinen Anteil vom Verbrechen erhielt. nachdem wir wieder jede halbe Stunde den Versuch gemacht haben nach Vaduz zu telefonieren. Helmut sprang in mein Zimmer und sagte: "Jetzt ist er zu Hause. dass er sich auf eine Einzelperson. Peter Kroschel. als Beauftragter. Ich habe nur gebetet. Ich konnte mir natürlich nichts anmerken lassen.30 Uhr oder 00. seit diesem Abend. er alleiniger Besitzer vom ganzen Geld war. dass da noch was gedreht wurde und der andere den anderen betrügt und ich bin nachher der Not leidende "Tote". der die Farm leitet. nie mehr gesehen. dass er genau wisse.30 Uhr. ganz unangekündigt. eingelassen hatte.‚ Dann habe ich ihm gesagt. ob die wussten was hier abläuft. dem Mario. die nur dem Helmut vertraut ist. da war nicht genug Geld darauf und ich hätte das Gegenteil nicht von meinem Zimmer aus beweisen können. die eine Schreinerei haben. Mariano selber wollte ja nicht kommen. wo ich dem Knecht gesagt habe. denn sobald der Gesandte von Helmut. Ich rief nach dem Sohn und habe Marco gesagt. ich rufe gleich nochmal an". also auf eine Person. er ist der Jüngere. Den habe ich seit er mich am Inlandflughafen in Buenos Aires auf den Flug nach Bahia Blanca zu seiner Farm abgesetzt hat.

dass vielleicht um 13. ich konnte dies nicht definitiv wissen. ob er genau wusste. weil Helmut es nicht wollte. Was steht vorne drauf?" BAWAG. wo ich mein Vermögen verlieren werde. dass es so passierte: Herr Kroschel musste nach Feldkirch gegangen sein und als Beweis wollte dann Helmut und Mariano. aber noch nie getragen habe. dass dies die Stunde ist. weil damit der Helmut von Martin am Telefon mithört. Ich nehme an.vorbeikommen werde und ich fragte Martin. Wir haben die Bank nach dem letzten Gespräch von Freitagnachmittag mit Herrn Bröll nicht mehr angerufen. am Montag um 01. dass ich eingesperrt war – aber. was findest du? Ja. die er auf die Konten gemacht hatte. Aber trotzdem war er Mitläufer und er muss für seine Taten die Verantwortung stehen. gut. Er sagte. Am Montagmorgen um 08. meiner Intelligenz verlieren werde und jetzt wird es übergeben. wo ich die Früchte meiner Arbeit. Ich habe zu Martin bei diesem Gespräch – immer mit Helmuts Ohr auch am Telefon – gesagt: "Gehe in dein Gästezimmer. es ist ein Banksparbuch. Und dann war Helmut sehr erleichtert. Ich sagte zu Martin: "Bitte stecke es in ein Kuvert und am Montag kommt dieser Peter Kroschel und holt es ab und gibt es seinem Sohn Jürgen und dieser Jürgen kommt dann per Flug von Deutschland am Mittwoch nach Argentinien und gibt es mir". denn 08. Er ging hin. Ich bin mir nicht sicher. Sie hängt in einer weissen Schutzhülle". dass alles so gut ging. mache die Brusttasche auf. Ich bin wach geblieben und habe die Stunden gezählt und habe gedacht. die ich mir letztes Jahr gekauft habe. das muss die 79 .00 Uhr in Europa und ich dachte. da es zu verdächtig sei. wann es ihm passen würde. Martin sagte: "Gar kein Problem". Ihm wurde es aufgetragen und er hat es gemacht. ich nahm an. holte die Jacke raus und ich habe extra nicht gesagt. aber ich wäre froh. Das wurde Herrn Kroschel so aufgetragen. wenn man ihn Einvernehmen würde oder so. dass die Überweisung. was drin ist. er wusste bestimmt nicht. Ich habe zu Martin gesagt: "Bitte.30 Uhr der Typ schon in Feldkirch ist.00 Uhr.00 Uhr plus fünf Stunden gibt 13. da ist ein rotes Büchlein drin. In dieser Sonntagnacht haben wir "alle" wieder einmal gut geschlafen. meines Sparens. was drin ist.00 Uhr war ich bereits wach in Argentinien. Er kann immer noch alles abstreiten. was da läuft. per Fax nach Argentinien sandte. in dem Zimmer in dem Schrank hängt eine gelbe Regenjacke.

das ist auch die Telefonnummer der Hazienda. bringt mich gleich mit einer Kugel um.00 Uhr europäische Zeit kam Helmut in mein 80 ..00 Uhr bis 16. Ich wusste. das ich bei mir hatte. ob sie mich freilassen würden. dies zu faxen. den Fax nach Argentinien zu schicken und so. Die Bank hätte sich geweigert. aber ich musste ja. machten sie 52 Prozent für Helmut und 48 Prozent für Mariano. hätte ich ja auf stur stellen können. das hat mir Helmut gesagt. Am Nachmittag um ca.manchmal in gute Stimmung zurückbringen mussten. Montagnachmittag in Europa. sodass ich positive denke. haben sie natürlich auch nur darum gesagt.. Peter Kroschel hat. Mich würde es nicht verwundern. ich wusste immer noch nicht. damit ich alles schön mache. damit ich überhaupt noch . ich war mir nicht sicher. sagen können. glaube ich.. ihr kriegt kein Geld von mir.. dass er. ob ich mich am Telefon komisch angehört habe. sie bringen mich um. was sie von mir verlangt haben. Peter Kroschel ging auf die Post. Mir soll er einen Teil davon geben. Diese Nummer muss man zuerst anrufen und sagen. dass ja mein Reisegeld in Bar.und ca. Der Fax im Haus von Mariano hat die Nummer 0054 9239 1287. CHF 8000.um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen . US$ 1 ‘500.Polizei wissen. Sie mussten ja "freundlicher‘ mit mir umgehen. weil ich weiss nicht<.in US$ Noten. da ich ihn persönlich kenne. Mariano dieses Geld behalte könne. ca. Beim zweiten Anruf kann man faxen. Die Bank hat sich aber nicht bereit erklärt. man solle das Faxgerät in Betrieb einstellen. weil Helmut argumentiert hat. 15. Am Telefon mit ihm war ich ganz kalt und habe schnell die Anordnungen durchgegeben und die nötigen Fragen gestellt. Bis anhin. machten sie. wenn er. so glaube ich. Dass es ihm komisch vorkam. Mariano ist eigentlich nur darauf eingegangen. die nicht weit weg ist und versuchte das Fax von dort zu senden. ich weiss nicht. Denn wenn ich nach massiven Drohungen seitens Mariano und Helmuts Clique wieder überzeugt war. das muss jeder verstehen.‚ haben sie mir gesagt. Bröll etwas vermutet hatte. Helmut und Mariano und um es nicht offensichtlich Halbe-Halbe zu machen. was sie mir positives gesagt hatten. ich habe es nicht freiwillig gemacht. dass sie sich geeinigt haben. Das Geld wurde vom Konto weggenommen und die Überweisungen gemacht. weil sie mich . das Wenige. alles erledigt und die Bank hat sich dann geweigert.

wenn keine Lebensgefahr wegen den Verletzungen mehr besteht. dass sie mir jetzt nicht mehr geglaubt haben. ich erzähle es Ihnen dann. was Mariano natürlich wieder sehr misstrauisch stimmte. der hat sich einen schönen Schnitt daraus gemacht. Sie haben genug Andeutungen gemacht. wenn sie mich jetzt umbringen oder umlegen wollen. weil ich dachte. kann ich vergessen. dass ich die Bank am Nachmittag. Vor allem Mariano. er hätte nichts gekriegt. es war wieder ein Drama. den Herr Kroschel geschickt habe. Ich vermutete. Ich hätte mich nicht gewundert. sondern auch die Geldschuld. Die Zeit verging an dem Montag und alle waren sichtlich erleichtert oder „Happy‚.. weil sie meine Kohle gekriegt hatten. Er dachte. damit ich das alles mache und wenn ich dann wieder gesund bin. am Montagnachmittag wieder anrufe und Herrn Bröll verlange und mich für die ganze Transaktion bedanke. Sie können mich ja immer noch foltern oder mir Angst machen oder dann wieder einsperren. bis Herr Kroschel die Überweisungsbelege auf die neue Faxnummer in Saavedra geschickt hatte und jemand musste sie dort holen gehen. Wir mussten also noch länger warten. Auf jeden Fall war ich ganz nervös .alle anderen waren Happy. dass ich nicht mehr Geld besitze und dass sie zuerst vermutlich dachten. Nur davon gesprochen. Und nur mit genau dem Teil von Helmut Roegele's Überweisungen und nicht den von Mariano. was wir haben und dann können wir ja immer noch... dann müssen sie es schnell machen.Zimmer. dass dummerweise nur der obere Teil des Fax angekommen sei. wenn 81 . Nur ich wurde immer nervöser und unruhiger und zitterte. mich gezwungen. Helmut hat. Er kam ins Zimmer und erzählte. bevor sie geschlossen haben. Ich habe die Überweisungen nie gesehen. Ich war dann nicht mehr der Wichtigste nachdem das passiert war und sie haben Herr Kroschel. Nicht nur die Hälfte meines Geldes hat er genommen.. Ich habe dann angerufen und Herrn Bröll hat abgenommen und ich habe ihm gesagt: „Vielen Dank Herr Bröll. eine andere Faxnummer gegeben und zwar die Faxnummer von einem Telefondienst im Dorf von Saavedra. mir aufgetragen bzw. sie haben mir die Faxüberweisung nie gezeigt. kann ich ja wieder in den Kerker gehen. wenn sie mich nur aufgepäppelt hätten. die er mir schuldet. der wieder auf die Hausnummer angerufen hat. wir nehmen das.. um die Bank "zu beruhigen".

Zu meiner Überraschung haben sie dann Helmut Fluginformationen einholen lassen. im Moment wisse er es nicht. sie müssen da noch schauen. vor allem im zweiten Zimmer. wenn Helmut nicht auf Spanisch mit mir sprach. ausser aus dem Fenster raus. Am Dienstag haben sie mich dann aus dem Zimmer gelassen und einen bewachten Rundgang gemacht. Darauf sagte er.bestätigt. vielleicht haben sie einen Kurzschlusseffekt und bringen mich doch um.mich besucht haben. Mariano hatte Angst – keine Ahnung warum .und das 24 Stunden. Und er. damit es mein Bewacher auch hört und damit sie sahen. weil Helmut immer mit mir Deutsch gesprochen hat und ich habe dann spanisch geantwortet. nachdem ich schon fast 1 1/2 Wochen oder über 10 Tage eingesperrt war . also keinen Deal hinter dem Rücken machen will. dass Mariano sich mit einer Fotokopie der Überweisung zufrieden gab. nachdem Helmut oder seine Frau . weggerannt und zu Mariano gegangen ist und ihm alles erzählt hatte. dass sie das Geld erhalten 82 . jetzt machen sie wieder so ein Spiel. Sie haben deshalb verboten. der Bewacher immer. er würde sicher warten.welche nicht gut deutsch spricht und ich nur spanisch mit ihr rede . weil er und sein Clan kein Deutsch verstanden. bis seine Bank in Spanien was sehr lange dauern kann . Da habe ich mir gedacht.dass ich etwas mit Helmut aushecken könnte. Dies hat dann der Bewacher verstehen können. sofern ich gehen könne. Mariano war immer informiert. Was mich am Meisten verwundert hat ist. sondern dass ich ihm auf Spanisch antworte und ich nichts dafür kann. Auf jeden Fall zu meiner Verwunderung bin ich dann eingeschlafen und am Montagabend konnte ich nicht gut schlafen und habe immer zur Tür geschaut. dass ich nichts mit ihm habe. ob Mariano mich besuchen kommt oder was er vorhat. Und sie haben mir gesagt. Marco. wie er mir erzählt hatte. dass ich mit Helmut auf Deutsch spreche.ich wieder nach Hause komme. ohne dass ich viel bzw. Ich habe mich dann immer aufgeregt. gefragt. wenn ich am Dienstagnachmittag verdufte. Ich habe den Sohn von Mariano. ob nicht doch noch einer kommt und mir die Kehle durchschneidet. oh je. dass es am Besten sei. Ich hatte gedacht. überhaupt nichts gesehen habe.‚ Mariano hat dann zeitweise an diesen Tagen entweder Helmut alleine oder Helmut samt seiner Frau oder nur seiner Frau Besucherverbot für mein Zimmer erteilt.

und das müssen Sie mir bitte glauben.nein. dass ich heute hier sitzen kann und mein Herz normal schlägt und mir nur die Hände und der Hals weh tun. Das haben sie mir durch die vielen Details. Sie hätten nämlich kein Problem gehabt. oder vorher. es hätte auch ebenso gut das andere passieren können. von meiner Angst. die ich hatte. dass ich mit meinem Selbstmordversuch denen vor Auge geführt habe.:Es war vermutlich naiv von mir zu denken. Sie wussten ja von meinen Aussagen. dass sie die Möglichkeit hätten. indem es notwendig wäre. Ich vermute. Aber man denkt halt anders. Damit will ich sagen. nicht normal und oft nicht logisch. Aber oft doch sehr logisch. dass. Das habe ich dann auch gemacht. zur argentinischen Polizei gehen. hat vielleicht auch damit zu tun. Es wäre entweder das Eine. wenn ich jetzt nicht selber gesund werde. eben Freiheit. Wahrscheinlich war er zu feige und hat immer seine Söhne vorgeschickt. Ich kann nur sagen. Ich hatte 83 .B. die Möglichkeit auch ausnützen werden. die ich auf diesen sieben Kassetten darauf gesprochen habe. Auf jeden Fall kam es so. wenn man in Gefangenschaft ist. oder das Andere passiert. ich kann es nicht sagen. ständig bewiesen und auch mir vor Augen geführt. Beides hatte die gleich grosse Chance. denn das Land ist so korrupt und kompliziert. dass ich noch denke er würde kommen und mit mir sprechen. mir gleich nach dem Unfall mit einem kalten Blick gesagt wurde. vernichten müssen. dass Helmut mich bis zu meinem Flug begleitet und ich abhauen soll. Ich wollte immer mit Mariano sprechen. was überhaupt hier passiere.der Vogel . nachdem ich das Geld bezahlt habe. mich umzulegen und irgendwo zu verstecken. nachdem was sie mir alles angetan hatten. welche ich jetzt habe. Ich weiss es nicht . dass es mir passieren könne. Am Dienstag haben sie mich gebeten meine Sachen zu packen. ich würde ihm eine kleben oder ihn ermorden oder ich weiss auch nicht. Wie z.haben. Einmal hat mir der Wächter gesagt . wenn ich auch die Möglichkeit gehabt hätte. dass sie abgesprochen hatten. Es geht einfach nicht anders. Es war immer ein Kopfproblem. dass es in den Köpfen von denen war. Ich würde nie. mich zu beseitigen. weil ich auf keinen Fall ein Spital oder einen Arzt aufsuchen darf. aber er kam nicht. dass sie mich umlegen müssen oder verbrennen bzw. wenn ich nicht tue was sie wollen. Vermutlich hatte er Angst.

wenn Dir noch etwas an mir liegt. Ich vertraue der Liechtensteiner Polizei und der Justiz. wie sie heissen und wo sie wohnen. Darum ist die Freude noch viel grösser. jeder hat seine Fehler. in einem Grab oder Ofen in Argentinien. Klar ist das Geld weg. sehe viele kleine Freuden und würde auch nicht mehr weggehen. nachdem was vorgefallen ist. wo einem doch alles andere. dass ich noch LEBE . Ich will mich gar nicht mehr damit befassen. Auf jeden Fall traute ich niemandem mehr dort in Argentinien. Aber was eben den Wandel oder das so nahe am Tod gewesen zu sein.da ich ja wirklich hätte tot sein sollen . Ich sehe vieles in einem anderen Licht. nimm mich mit.ist viel grösser als die Trauer über das was mir angetan wurde. da ich weiss. wo ist der Hass? Ich hatte damals keinen Hass. weil ich ja noch nicht von dieser Welt gehen konnte. dass ich schon als 32-Jähriger ein Grab mit einem Kreuz bei der Maurer Kirche habe. aber ich bin nicht deprimiert. was sie sich dabei gedacht haben. Ich weiss nicht. Nur Dank der Differenz zwischen den Gefühlen kann ich jetzt noch als gerader Mann aufstehen und mein Leben weitermachen. Klar empfindet man riesigen Hass und ich würde vielleicht dasselbe denen antun. Vor allem die dummen Leute. ich hatte so viel Heimweh gekriegt. Ich kenne sogar ein wenig ihre Lebensgewohnheiten. Ich war nicht immer ein guter Mensch. was ich vielleicht selbst in die Hand genommen hätte. Aber das Gefühl der Freude. Der Hass kommt vielleicht heute oder jetzt oder seitdem ich frei bin. Ihr werdet vielleicht fragen. 84 . dass sie mich im Effekt erschiessen würden. Das konnte nicht das Ende sein. Liechtenstein lässt mich nicht verhungern. bevor ich überhaupt eine Zeugenaussage machen könnte. aber ich verdiene es wieder. die bestimmt das tut. Ich weiss alles. löst dann doch einen Prozess aus.solche Angst. aber das ist mir im Moment nicht wichtig. ohne mich von allen zu verabschieden. Ich will nicht mehr reisen. färbt es nur negativ auf mich ab. Wenn ich mich mit Helmut oder Mariano näher befasse. dass ich jetzt noch lebe. das ich noch nie zuvor gesehen hatte. ich wollte nur Helmut sagen. Ich weiss. vor allem die negativen Dinge nicht mehr interessieren. Selbst wenn ich als Toter nach Mauren gekommen wäre. könnte es nicht sein. ich kann ja wieder arbeiten und bin gesund.

meine Ausweise hatte ich nicht gesehen. Mariano kam dann eine halbe Stunde bevor ich das Zimmer verliess zu mir und hat nicht viel gesagt. die Schuhe geputzt und die letzte Bandage um den Hals und die Hände gemacht und das Zimmer nochmals angeschaut. Dann habe ich noch gehört. 3000. 100 km weit weg. weil sie vermutlich Streit hatten. das kann nicht sein. Dann hiess es.und US 200.gegeben. ob sie mich wirklich gehen lassen werden. Auf jeden Fall habe ich gedacht. weil ich gesagt habe. was ich selber erlebt habe. da sie wohl Angst hatten ich würde versuchen Mariano mit meinen Händen zu erwürgen oder so. Ich wollte es aber nicht zeigen. von meinem eigenen Geld Fr. Ich wusste noch immer nicht. 13. was 85 . Er alleine mit meinem Koffer. ob das alles nur vorgespielt war. Es hatte einen braunen Teppich und ein argentinisches Kennzeichen. Dies ist auch nur mein Eindruck.Auf jeden Fall habe ich meine Sachen gepackt. Ich weiss aber nicht. dass ich kein Geld mehr habe. Nach dem Mittagessen am Dienstag. Dann haben sie mir gnädigerweise.00 Uhr. Er hatte noch zwei Wächter dabei. Ich habe einfach wie apathisch das gemacht. Ich kann nur aus meinen kleinen vier Wänden das beschreiben. Aber ich nehme an. das ist ein USFordmodel. Mariano würde uns – Verbrecherehepaar Roegele und mich . damit ich etwas hatte. Alles was sich ausserhalb abgespielt hat.zum Flughafen fahren ca. als er die Farm gekauft hatte. Helmut und seine Frau wollten auch weg von dort. was sie von mir verlangt hatten und dann meine Koffer gepackt. Die Farm hat er auch nicht länger als seit 1991. Ich konnte es einfach nicht glauben. dass sich die Sache ein wenig gewendet hat. Wir sind dann alle in den Ford Bronco eingestiegen. ca. die müssten noch irgendwo sein. Er hatte dieses Fahrzeug zu der Zeit gekauft. kann ich nicht richtig beurteilen. dadurch dass Helmut und Mariano sich in die Haare gekommen sind und Helmut nun auch um sein Leben gebangt hat oder auch nicht. ein Riesending mit einem gewaltigen Motor und zwei Türen vorne und hinten eine Heckklappe und hinten mit einer kleinen Bank und vorne mit zwei grossen Sitzen. . Er hat mir meinem Pass hingeschmissen und die Wunde angeschaut und ist dann wieder gegangen. glaube ich. das ist ein zu einfacher Abgang. wie Mariano seinen Sohn fragte.. meine Sachen hatte ich gepackt. wenn ich in Zürich ankomme. hatte frische Unterwäsche und Hosen an.

ob er dann links oder rechts fahren soll. Wenn er nach rechts fahre. Weil auf dem Weg von der Farm bis zum Flughafen hätte noch ein Unfall oder alles 86 .der schnellste bzw. Es war so heiss und staubig. der oft auf der Farm war. Weisses Auto. Ich sagte kein Wort und war froh um jeden Meter. Obwohl der Sohn sagte. Einbandagiert. Auf einmal sah ich ein kl. Mich wunderte es. spare er ca. einfachste Weg aus der Farm ist und wenn er das Haupttor verlassen habe. seinen Sohn nach dem kürzesten Weg fragen musste. mit langen Hosen. die spinnen ja vollkommen. warum wieder das ganze Drama. dass ich nicht sterben werde oder sicher. Ich war erst da ziemlich sicher. Mit Hilfe vom Roegele. Roegele machte dann ein Scheisskommentar und sagte dass jetzt die letzte Stunde für mich geschlagen hat. Vielleicht brauchten sie das zum Erklären.000 Einwohnern. die die Strasse neu planiert haben. Wir fuhren und fuhren. 15 oder 18 km. dass es die Strassenarbeiter mit Baumaschinen waren. Vor uns tauchte ein weisses Auto auf. dass es ein „lustiges Ferienabenteuer‚ für mich war. Aber es hat sich dann herausgestellt. Dann lieber eine Kugel. Weit vor uns sah ich eine Strassenblockade und ich habe wieder gezittert und gedacht das ist das Ende. Sie mussten den Angstpegel hoch halten. weisse Auto ist dann Richtung einer anderen Farm gefahren. Aber das andere. Wieso ist er nach rechts gefahren? Da bekam ich Angst. einer Stunde kamen wir in Bahia Blanca an. Links ging es dann über das Dorf Saavedra und dann auf die Nationalstrasse und rechts ging es über Grenzstrassen zwischen den Farmen auf die Nationalstrasse. Und nach ca. dass mir nichts passieren würde. dass man links fahren solle. Auf jeden Fall sind wir dann alle eingestiegen und zu aller Frechheit wollten sie noch ein Foto mit mir machen. den ich von dieser Farm hinter mir liess. kleine. Vielleicht wollte er mich. Wir gingen gleich zum Flughafen. Ich hatte nur das Bargeld und mein Gepäck. damit ich nicht auf dumme Ideen komme. dasselbe was ich heute hier bei der Polizei anhabe. ist Mariano nach rechts gefahren. Wir sind dann losgefahren. Bahia Blanca ist ein Dorf von ca. weg von den Hausangestellten und seiner Frau Carmen neu irgendwohin verschleppen und umbringen. Ich dachte sofort dies könnte die Söhne von Mariano sein. Ich hatte kein Ticket von Bahia Blanca nach Buenos Aires. 100. dass Mariano.

Es war schon ein wenig dunkel. obwohl der Flug ausgebucht war. ob es eine Goldene war. dass mir keiner 87 . Ich wollte aber nicht gehässige oder aufmüpfig erscheinen. da ich am 21. Ich wollte nur weg von diesem Land. Vielleicht halten sie mich für verrückt und stecken mich in eine psychiatrische Klinik. dass ich das selbst kaufen gehen solle. zwei. Ich ging zum Schein in ein.so glaube ich. Helmut hat mit seiner Kreditkarte. Mein ursprüngliches Lufthansaticket hätte dann geändert werden können. Ich glaube wir flogen mit LAPA oder LACA. -. Verbrecher Roegele sass auf der anderen Seite des Ganges mit seiner Frau neben mir. Wir haben gewartet. Ich wollte ihm natürlich nicht die Hand drücken. würden sie mir glauben oder nicht. vom ganzen Kontinent und einfach nach Hause. April ja fix den Rückflug original gebucht hatte. dass ich auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause wollte. drei. hat man keine Energie mehr. dass sie mir evtl. Sie haben zwar Polizisten im Flughafen. er könnte meinen. Helmut und seine Frau hatten ein Doppel. Ich sagte auch nichts. Alle gingen aufs Zimmer und ich musste mir neues Verbandsmaterial kaufen. ich weiss nicht.und ich ein Einzelzimmer. Dort habe ich mich eingeschrieben. Für mich wurde auch ein Lufthansaflug reserviert. seiner Frau und sich . eher LAPA von Bahia Blanca nach Buenos Aires. Nachdem was geschehen war. Ich wusste nicht. Mittwoch und Freitag . aber ich war auf der Warteliste. Wir steigen in ein Taxi und fuhren zum Hotel. Es war dasselbe Hotel. Die Lufthansa fliegt am Montag. Mariano hat sich dann verabschiedet.Mögliche passieren können. ich wollte auch niemanden sehen. mehr oder weniger freundlich. mit richtigen Namen und eigener Passnummer und so. Ich bin dann zum Hotel raus und dachte. das Mariano für uns reserviert hatte. Wir sind dann am Abend in Buenos Aires angekommen. was ich brauchte . weil ich Angst hatte.mir.das Ticket bezahlt. Ich konnte im Flugzeug nach Buenos Aires nur weinen. uns allen drei .die anderen hatten es nicht. Als ich dann sicher war. folgen. aber was sollte ich jetzt tun. Wir haben am Dienstag für den nächsten Tag reserviert. das kostet pro Person USD 68. Helmut sagte zu mir. Das überraschte mich sehr. vier Apotheken bis ich das gefunden hatte. stumm. ich wolle Rache üben. in welchem ich schon bei meiner Hinreise war – Salles. Ich hinterliess nur den Eindruck.

Dann habe ich die Nummer gewählt und die zwei A4-Blätter der dort arbeitenden 88 . dass ich diese Nummer erhalten habe und wenn es eine falsche Adresse ist. ich kann es nicht der Polizei in Liechtenstein oder Österreich schreiben. Ich habe dann nochmals die Auskunft angerufen und habe die Faxnummer von Wien erhalten. wurde mir mitgeteilt. dachte ich mir. dass es eine Faxnummer in Innsbruck war. Innsbruck war. 512 ist nicht Feldkirch. zuerst die argentinische Auskunft angerufen und darum gebeten. 43 aus. Ich dachte mir. Vielleicht ist es 5522. wo ich einen Fax senden könne. dass es schon stimme und dies eine Faxnummer sei. in nur einer Seite – die würden die Situation nicht auf Anhieb kapieren. Dort im Erdgeschoss gab es eine Möglichkeit ins Ausland zu Telefonieren oder zu Faxen. dass sie mir zwei Blatt Papiere oder ein Blatt und einen Kugelschreiber geben sollen und ich musste die Faxnummer von Feldkirch erfragen.00 Uhr oder 02. dass die Nummer nicht stimmen konnte.das ich so lange weg bin. welche sich im untersten Stockwerk vom Hauptgebäude der Telefongesellschaft von Argentinien. Ich hoffte. mit dem Wenigen das ich ihm geschrieben habe. in Europa Mittwoch. Dann kam der Rückruf und sie gaben mir eine Nummer mit der Vorwahl 512 und ich wusste. Ich habe mit zitternder Stimme darum gefleht. Es kann schon sein. sollen der Empfänger dieses Fax ihn an die BAWAGZentrale in Wien oder Herrn Bröll in Feldkirch weitersenden. Auf jeden Fall habe ich den Brief fertig geschrieben und darauf vermerkt.00 Uhr.00 Uhr morgens. Und dann hat sie nochmals nachgeschaut und gesagt. Ich bin dann sofort. zur Hauptstelle der staatlichen Telefongesellschaft von Argentinien gegangen. dass es evtl. auch von der BAWAG . und zudem war Herr Direktor Bröll der Einzige.folgte. evt. Also habe ich von der Kabine Nr. dass sie mir die Faxnummer von der BAWAG in Feldkirch geben. 01. Ich hatte der Frau gesagt. die zurückgerufen hat. es war dann Dienstag um 20. Die Auskunft in Wien sei um diese Zeit nur sehr knapp besetzt und sie müssten deshalb zurückrufen. dass es nicht sein kann. mit einer Eins. dass es schnell geht damit Roegele nichts merkt. Der Mann an der Kasse der Telefongesellschaft hat mir nämlich eine alte Liste gezeigt.aber ich wollte ja Feldkirch haben. Und es konnte schon sein. habe ich Leute gefragt. der den Zusammenhang erkennen könnte.30 Uhr oder 21. auf der Innsbruck mit 512 aufgeführt war.

Aber ich nahm dann an. falls ich meine Mutter oder jemanden anrufen könnte. Ich wusste. ich solle zum Essen mitkommen. Wir gingen dann ins Hotel und ich konnte in der Nacht nicht schlafen. Ich hatte Angst. da ich befürchtete.in der Telefongesellschaft in B. Da dachte ich mir. anhängen. Ich war so nah am Ziel und ich wollte nur noch weg. Er sagte mir. das kann doch nicht wahr sein. Ich hatte Angst. Die Frau gab mir dann den Hörer in die Hand und ich habe dann gesprochen. Interessant war. Und es war eine Faxnummer und es hatte funktioniert. Es sei seine Sache. denn ich hatte für das Fax US$ 27 bezahlt und ich hatte US$ 200 bei mir gehabt. und zwar der um 9. Die Binde. Es war dann tatsächlich die BAWAG in Wien. dass ich erst eine normale Telefonnummer anwählen und dann diese Nummer anhängen musste. Sie sagten nur. ich glaube es waren 2490 oder 2480. dass Helmut evtl. Sie haben dann aber nicht nachgefragt. . Sie wollten mich nicht aus den Augen verlieren. dass Helmut auf die Idee kommen könnte und meine Geldtasche verlangen würde und ich könnte nicht erklären. warum ich auf einmal US$ 45 weniger hatte. dass es sich vermutlich um einen Telefoncomputer handelte. Da sagte ich. was macht denn ein Arbeiter der BAWAG um 02:00 Uhr nachts? Es war soviel ich weiss der Nachtwächter und ich habe ihn nur um eine Faxnummer gebeten. dass es einen Swissairflug am Mittwoch morgen gibt. die ich kaufte kostete nur US$ 3 also müsste ich ja von diesen US$ 200 noch US$ 197 haben. Auch hatte ich aus dem Geld noch Telefonkarten gekauft. dass sie die ganze Schuld Mariano zuschieben wollten. Es ist mir zwar komisch vorgekommen.Frau . Die Lufthansa würde erst am 89 . Denn vom Hotel aus wollte ich nicht anrufen. Ich habe nicht viel gemacht und gesagt. Ich hatte den Fax geschickt und bin nachher gleich zurück zum Hotel gegangen und schon waren Helmut und seine Frau beim Eingang des Hotels und hatten gefragt wo ich gewesen wäre und was ich gemacht hätte.40 Uhr. Es sei seine Idee gewesen. Also habe ich es gemacht. weil ich für die Telefonkarten US$ 18 und Fax US$ 27 bezahlt hatte. ich solle an die jetzt gewählte Nummer die Ziffern. Dann kam aber kein Fax-Ton sondern eine männliche Stimme. Ich bin dann mit essen gegangen. Aber ich hatte ja nur noch US$ 155.A.in die Hand gegeben. die Liste von meinen geführten Gesprächen verlangen würde.

er bringe mich in Sicherheit und ich sagte. dass Sie in vollem Bewusstsein sind. Jetzt ist die Geschichte zu Ende und was weiter geschehen wird. ich weiss es nicht mehr genau und bin aus dem Hotel raus gegangen. geweint und geweint. Und habe das Flugzeug bestiegen. es ist so korrupt. Ich bin weit weggelaufen und habe eine Telefonzelle gefunden und habe dann eine Nummer gewählt und prompt hat jemand abgenommen und ich wurde mit Herrn Bröll verbunden. nur Hinflug. Ich habe also genügend CHF für diesen US$-Betrag umgetauscht und das Ticket bezahlt. Das sind fast CHF 2'500. dass ich überlebt habe. Er bejahte. ob er meinem Fax erhalten habe.00 Uhr aufgestanden oder 04. wird sich zeigen. alles zusammen! Ich war nur froh. obwohl ich gar nicht mehr zurückkehren wollte. Die Telefonkarten waren sehr schnell aufgebraucht und ich konnte nicht mehr mit Herrn Bröll sprechen. Ich habe nur geweint. das mir angetan wurde. ob ich doch noch 90 . Ich hoffe. kaufen: das kostete nur US$ 1'118. Es hatte ein Nachtportier. und dass ich jetzt nicht weiss. habe mich rasiert und ich habe meine letzte Binde selber gemacht. dass ich schon halb in Sicherheit bin. die sie mir entgegengebracht haben und ich möchte auch bitten. vor allem Mariano Marti-Ventosa Roqueta und auch Helmut Roegele und Bande ihre Strafe erhalten werden. dass es ein schwerer Schlag für mein Leben war.Nachmittag fliegen. Herr Dr. dieselbe. In Vaduz bin ich mit dem Reisegepäck direkt ins Spital gegangen. Ich bin dann sofort ins Hotel zurück. Ich wollte nicht noch warten. mit welcher ich später im Vaduzer Spital aufgekreuzt bin. Aber ich spürte von ihm Vertrauen. Ich habe den Sammelbus genommen. ich solle ein Rückflugticket. Dann hat der Swissairangestellte mir einen besseren Deal vorgeschlagen und zwar. habe ausgecheckt und für mein Hotelzimmer bar bezahlt (US$ 70). So wie es Gott oder die Justiz vorgesehen hat. Moser hat mich angeschaut. Also habe ich meine Sachen gepackt. dass für das menschliche Verbrechen. Ich bin ohne Probleme durch die Passkontrolle gegangen und habe einen Stempel bekommen. Ich wollte nur weg. Ich danke allen für ihre Hilfe. Es hatte noch Platz und kostete US$ 1'600. Ich war schon früh am Flughafen und habe nach dem Swissairflug gefragt. Ich habe ihn gefragt. Man kann niemandem mehr trauen im Land. Er sagte.00 Uhr. Ich bin dann schon um 05. der vor dem Hotel stand.00 Uhr oder 03.

Ich habe mir während der Gefangenschaft auch Gedanken darüber gemacht. in den schönen.h. wenn ich ein normales Leben führe. Notiz. Ich schraubte die Birne raus. Ursprünglich. Nach der erforderlichen Anzeige (auf Tonband) und der weiteren Detailangaben zum Verbrechen war ich sehr befreit. aber auf jeden Fall eine schwächere Birne.K. wo ich gefangen gehalten wurde.auch aus klarem Glas .irgendwie Depressionen erhalten werde. Ende Originaltext (OT) meiner Anzeige. habe ich der Polizei weitere Angaben über die Gefangenschaft in einem Schreiben überbracht: A) Glühbirne.brachte ich in den runden Turmraum weil sie die Stärkste war und jene vom Durchgangsraum schraubte ich in den WC-Raum . gleich beim Eintritt durch die Türe (so hoch. quasi auf der gerundeten Aussenwand des Turms. Vielen Dank für alles. wie ich ein Hinweis meines "dortgewesenseins" 91 . Zahnfleisch Ein anderes Detail des Kellers (Wasserturm). April 1997. 11. aber vielleicht kommt es später. Sie ging zu Bruch und ich musste sie mit einer der 2 anderen Birnen tauschen. Im Moment sehe ich das zwar nicht so. warmen und sonnigen Aprilnachmittag. wollte ich nicht 24 Std. ist ein Licht links oben montiert. es war eine 40 Watt aus mattem Glas (evt. sind die 3 Glühbirnen. während meinen ersten Tagen. war eine 60 Wattbirne aus klarem Glas in der einfachen Fassung drin.oberhalb des kleinen hölzernen Spiegelkästchens. dass mich dann die Gedanken oder die Erinnerung an die Geschichte sich wieder aufwärmen. auch eine 60 Watt. dass ich es mit angespannter Kette gerade noch berühren konnte). als die‚ die ich dann im WC-Raum abgeschraubt habe). Jene vom WC-Raum . H. dort wo das grössere Waschbecken installiert ist. Im Durchgangsraum (vom rundem Raum zum WC-Raum).4. Am 17. Im runden Raum ist ein Licht links oben. und 21. d. Wie um tonnenschwere Felsen erleichtert schritt ich aus dem Polizeigebäude Vaduz hinaus. im Dunkeln sitzen.

wo ich die grösste Todesangst empfand und mir (auf Grund der aussichtslosen Situation in der ich mich befand) das Leben nehmen wollte. und es dann finden würden. Ich schrieb sogar auf einen kleinen Zettel (Papier und Schreibzeug hatte ich ja) ein Text mit folgendem Inhalt : HIER WAR ICH. Als ich dann später einen Apfel (grüner) essen wollte und natürlich beissen musste. Ich weiss nur ganz genau. so mag ich mich erinnern. dass es nicht am Sonntag 30. die Zähne bleiben im Apfel stecken. 4 cm langen Eisenstützen gestellt. dass es damit zusammenhängt. April war. tat mir mein Zahnfleisch so weh. dann möchte ich nicht an die daraus resultierende Strafe denken. und zwar war das grosse Waschbecken im Durchgangsraum unten auf zwei aus der Wand herausragenden ca. Ich vermute. Zwischen dem Beckenboden und dem Eisenstück hätte die Notiz gut rein gesteckt werden können. dass ich dachte. B) Genauer Tag In meiner Tonbandaussage habe ich. April oder der 02. Ich hätte auch eine gute Stelle gefunden. dass wenn die Verbrecher vielleicht auch darauf kommen könnten. war (weil der Geburtstag meiner Mutter) 92 . Ich tat es nicht. den Dienstag 01. dass ich im Turm über 24 Stunden nichts zu mir nahm (ausser eventuell ein Schluck Wasser aus der Flasche). Es kam vor. Somit verschwand meine kleine Notiz in tausend Stücke Ein anderes Erlebnis hatte ich mit meinem Zahnfleisch: Die Täter geben mir sehr wenig zu Essen. Ich kam auf die Idee eine kleine Notiz auf Spanisch irgendwo zu verstecken . weil ich auf einmal Angst bekam. HEINRICH KIEBER aus Liechtenstein seit dem Donnerstag vor Ostern 1997 gefangen gehalten bis zum Tag meiner Freilassung oder Todes. ob es der 01. Dies müsste ein Arzt oder Zahnarzt bestätigen. Ich rechne die Tage hin und her und bemühe meine Erinnerung so stark es geht: ich kann aber heute nicht ganz genau sagen.3.3.Möglichkeiten gab es dazu sehr viele.hinterlassen kann. war (weil mein Geburtstag) und nicht am Montag 31. April als den Tag genannt. dass ich so was tue. von dem ich noch weniger ass. Mit ein Grund kann auch die hohe Luftfeuchtigkeit und die dauernde Kälte sein. dass ich über eine so ungewöhnlich lange Zeit nichts gebissen habe.

weil ich sehr früh am Freitagmorgen (ca. was den genauen Monatstag betrifft. (alle 1997). Dann wurde die Abschrift als Anzeige angenommen. Was wurde aus meinem Sparbuch? Ich hatte Glück.1.1993. Dies nur darum. und noch nicht auf die Bankkonten der zwei Verbrecher weitergeleitet wurde.2. Eine Kopie wurde mir gegeben. Das Geld war schon von der BAWAG weg und sogar schon ausserhalb Österreichs. Dann wäre 93 . Dort wurde mir eine Abschrift der Tonbandaussage vorgelegt. weil es bei noch auf einem Konto bei ihrer Korrespondenzbank im Ausland lag.3. die Faxe von Mariano. dass ich die Nacht vom -Donnerstag nach Ostern (1. so dass ich eventuelle Fehler oder Missdeutungen korrigieren konnte. womit er mich nach Argentinien lockte. riesengrosses Glück. Durch den Schock des getriebenen Selbstmordes entstand wie eine Lücke in meinem Gehirn.00 Uhr / 4. Selbstverständlich habe ich in den in Folge der Polizei und den Untersuchungsbehörden alle Dokumente und Beweise im Original überlassen: wie zum Beispiel dem beglaubigten Darlehensvertrag zwischen Mariano Marti-Ventosa Roqueta und mir vom 6. Wieder sicher bin ich mir aber ganz.3. Es war also pures Glück.2.bzw. dass weder Helmut noch Mariano zufällig ihre Bankkonten nicht auch bei der Korrespondenzbank der BAWAG in Spanien hatten. welche bei anderen Banken eingerichtet waren. ging ich wieder zur Polizei. mittels Strichlein gezählt habe. 9. Am 21.. dass er die ganze Kaufvertragssumme für die Wohnung in BAR und vor der Unterzeichnung erhalten hatte). datiert vom 31. nachdem die Verbrecher den Fax nach Feldkirch gesendet hatten. wirklich wie ein Wunder konnte die BAWAG die Gelder in allerletzter Sekunde zurückholen. Kaufvertrag zwischen Helmut Roegele und mir vom Oktober 1996 (worin er richtigerweise schriftlich bestätigt hatte. Auf Grund meines Fax an die BAWAG wurde die Bank sofort aktiv und versuchte fieberhaft die schon eingeleiteten Banküberweisungen an die Verbrecher Helmut und Mariano zu stoppen. wo ich etwas berichtigen musste. 3. den Hr. Donnerstag im April) im neuen Gefangenenzimmer im Haupthaus verbracht habe. Es gab nur ganz wenige Stellen. + 12. Die Behörden machten für sich Kopien von allem und die Originale bekam ich später wieder zurück. Bröll zum Ersten mal anzurufen.00 Uhr morgens) gezwungen wurde.4. den notariell beglaubigten Immobilienverkauf.und ich die Tage bis zum 31. Wie ein Wunder.

dass sie mich umbringen würden. Zuerst hatte Mariano die volle Kontrolle über alles (in Argentinien). Dem Helmut wurde hörbar schlecht und er leierte etwas von dem Wohnungsverkauf und behauptete. dass nix eingetroffen war. Beide hatten sicher einen 99-prozentigen Herzinfarkt. rückgängig machen können. als mir Dir. Hätten sie mich in Argentinien nur 24 Stunden länger gefangen gehalten. Es war schon eine verrückte neue Situation für die beiden Folterer. Mariano hatte wegen der Anzeige weniger Angst. so konnte er mit ihnen auf Spanisch reden. Nicht nur bedrohte er sie beide mit schweren Konsequenzen. Bröll die Gute Nachricht brachte. Man kann sich die langen Gesichter der Verbrecher gar nicht vorstellen. Beide haben sicher vor Wut gekocht. dass meine Mutter (und Tante) aus Spanien kommen. um seinen Anteil der Beute doch noch zu bekommen. Nachdem was sie alles an operativer Logistik. Es war dann. Ich konnte es immer noch nicht glauben. wäre das Geld auf ihren Konten gelandet. um meine Entführung.er zu spät gewesen. sein Kerker. Die Telefonnummern hatte sie ja von mir schon in der Gefangenschaft abverlangt. als ihnen ihre Bank mitteilte. Meine Mutter und meine Tante sollten mir ausrichten. da es ja seine Farm. Ich konnte es nicht glauben. Er hatte natürlich sofort gemerkt. meine Gefangennahme. bis sie sich davon erholen konnten. Und nun war er auf Helmut (in Europa) angewiesen. sein Gebiet war. hatte er mehrere Male bei der BAWAG in Feldkirch angerufen und wurde dort auf die Rechtsabteilung der Bank in Wien verwiesen. Er war ja weit weg. Meine Familie stand wegen den Telefonaten unter einem grossen Schock und es dauerte lange. Es war wie in einem Traum. Die Telefongespräche mit ihm wurden aufgezeichnet. weil nur ein Gericht in Spanien die definitive Gutschrift auf die Konten der Beiden verhindern hätte können. an Brutalität und Waffengewalt ausüben mussten. dass er nun in der tiefen Scheisse steckte. Helmut war 94 . als sie erfolglos bei ihren Banken nachgefragt haben mussten. dass der Bankkontobesitzer (ich) eine Anzeige gegen ihn und andere bei der Polizei erstattet hatte. bzw. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. Er bekam Panik und belästigte zuerst meine Mutter und meine Tante in Spanien per Telefon. Seine Frau und Mariano riefen auch bei ihnen an. dass ich der Verbrecher wäre. Erpressung und Folter erfolgreich zu machen. warum die dicke Kohle noch nicht angekommen war. Ich hatte die Polizei in Vaduz immer über jede Bedrohung und Belästigung informiert. Helmut musste schnell handeln. nicht er. Da Helmut ja Deutsch konnte. als er erfahren konnte. Mariano wusste.

würden sie die Schriftstücke aus Argentinien "vorlegen" und hoffen. Anerkennungen für beide Überweisungen zur Unterschrift vorgelegt hatte. Die Banküberweisungen sind ja für immer dokumentiert.die extrem verdächtige Auflösung meines Sparbuches hinterfragen würde. Man erinnere sich. dass er ein massives Problem damit hatte.was ich mit dem Notarvertrag beweisen konnte. wusste er noch nicht. welches Recht alle Drei hatten.was die abgepressten Zahlungen betraf .-.einfach in den eigenen Sack gesteckt. Kroschel war ein Mann.eine "berechtigte" Grundlage auf Papier haben. zu erklären. neuen Konto bei der BAWAG gutschreiben liess. 95 . Er musste also in erster Linie das Motiv (die Beute) bekämpfen. auch nur einen einzigen Franken von meinem Geld zu nehmen. warum er rund CHF 400'000.nun bekommen hätte sollen. Ich war richtigerweise in der Position.-. Sie wollte damit . dass man mir während der Gefangenschaft zwar diverse Pseudorechnungen. bzw.von mir bekommen hatte. Mariano schuldete mir seit 1993 CHF 245'000. Dasselbe würde passieren.eigentlich 3 Probleme hatte: a) Die Zahlung an ihn. Banküberweisungen und bankenseitigen Bestätigungen locker beweisen konnte. Im Moment konnte er keinen Gedanken darin verlieren. Wie detailliert ich die Anzeige erstattet hatte. bis er als Mittäter in den Kreis der Verbrecher aufgenommen wurde. Vertrag. bzw. ungeachtet ihrer Drohungen es trotzdem wagen die Zahlungen bekämpfen. die Zahlung an ihn als rechtmässig erscheinen lassen. dass sie damit durchkommen. er musste auf Teufel komm raus versuchen. Helmut wollte seinen Schwager damit für seine "Umstände" belohnen. . wo ich nebst dem Helmut und dem Mariano auch dem Kroschel die absolut berechtigte Frage stellen konnte. um die CHF 10'000. den ich nie in meinem Leben je getroffen hatte.dank der BAWAG . wenn ich tot wäre und dann irgendjemand – z. Helmut hatte keinen einzigen Franken aus dem Wohnungskauf zu Gute . mit dem ich nie in meinem Leben je etwas zu tun hatte. was für eine schwere Gefängnisstrafe sie zu erwarten hätten. hochgefährlich.aber mit seiner Frau wieder zurück in Spanien und konnte sich klar vorstellen. indem er den Betrag auf seinem eigenen. was ich mit den dazugehörigen Quittungen. Denn sollte ich nach meiner Freilassung. meine Familie oder die Bank .B. Das heisst. dass er .für alle Fälle . Er hatte aber sofort richtig kombiniert.. b) Die ungefähr gleichgrosse Zahlung an Mariano und c) die "Zahlung" an seinen Schwager! Kroschel hatten sich nämlich den übrig gebliebenen Restbetrag meines Sparbuches. Mit einer Anzeige war die Situation für Helmut & Co.plus Zinsen.

das Codewort des Kontos bei der BAWAG kamen. im Gegenteil. die Beute fast 50-50 aufteilten. niemals. Zinsen schuldet. warum ich in Argentinien jeweils mehr als CHF 400'000.Ich bin ja selber kein Jurist. Mariano mir seit März 1993 (und dies heute immer noch) über CHF 245'000. dass die Verbrecher vor einem Kriminalgericht absolut keine Chance haben. sich aus der Sache herauszureden. dass die Verbrecher überhaupt kein Geld oder sonstiges von mir zu erhalten hatten. aber die knallharten Fakten lagen im meinem Fall "sternenklar" vor. Abgesehen davon.— den Tätern Helmut Roegele und Mariano Marti-Ventosa Roqueta hätten überlassen sollen. Es gab überhaupt keine ökonomische Grundlage dafür. Niemals. — plus 12 Prozent p. eine Analogie des klassischen Deliktes von schwerer Entführung. nie und nimmer und nochmals NIEMALS!!!! 96 . Daher war ich und bin heute noch zu 1000 Prozent überzeugt. wie die Verbrecher an mein Sparbuch. war die ganze Konstellation. niemals.a. schwerer Freiheitsberaubung und schwerer Erpressung und Nötigung etc. niemals.

4 war mir nicht ganz geheuer. traf ich per Zufall im Restaurant unten eine Frau wieder. endlich erreichen konnte. dass ich zurück aus Argentinien sei und es mir nicht gut gehe.Kapitel 2 Zimmer unter den Alten Am nächsten Tag. konnte sie erst ihre Verwunderung. Schade! Wir hatten uns sehr gut verstanden. Ein Treffen mit ihm war deshalb nicht möglich. Nach meiner letzten Nacht im Zimmer in Zürich. Als ich mich später vom Wirt des „Blockhus‚ verabschiedete. All meine Träume waren zerstört. die weit weg von Zürich wohnte. blieb mir nur die Möglichkeit. Dort. Die Passanten begannen schon mich anzustarren. Unter anderen Umständen wäre vielleicht was aus uns geworden. Die nette. brachte etwas emotionale Erleichterung. im Dachstuhl des Gourmets Restaurant "Blockhus" hatte ich vom Wirt Pierre seit ein paar Monaten ein möbliertes Zimmer im Dachstuhl angemietet. alleinerziehende Deutsche Mutter arbeitete im Schauspielhaus oben am Heimplatz. Dennoch. ein 97 . fuhr ich mit dem Zug zurück nach Zürich. die ich vor zwei Monaten kennen gelernt hatte. Mein bisheriges Leben wurde durch gewalttätiges Drücken der "RESET-Taste" aus den Fugen geworfen. Ich hatte immer noch die frischen Vaduzer Bandagen an den verletzten Körperstellen und das Bild. Ich wollte unbedingt mit einem meiner damaligen Freunde reden. Leider hatte mein Freund gerade seine Eltern zu Besuch. das ich in einer der verglasten Telefonkabinen auf dem Bellevueplatz in Zürich abgab. Es war schon spät am Abend. Die kommen nur alle drei oder vier Jahre zu ihm und ausgerechnet an diesen Tagen war es wieder soweit. Ich war immer noch müde und zutiefst traurig. Ich habe ihm nur sagen können. ging die Reise abermals nach Vaduz. als ich einen Freund. Aus Schamgefühl wollte ich nicht bei meinem Vater und meiner Stiefmutter in deren Haus leben. konnte nicht surrealer sein. Ein Anruf bei meiner Exfreundin. selbst der Fussmarsch in der Abenddämmerung vom Hauptbahnhof via Hechtplatz zum Haus Schiffländi Nr. um meine wenigen Sachen zu holen. Als sie mich dann so sah. obwohl ich doch gerade der Hölle entkommen war. April. der in der Nähe des Flughafens wohnte. dem 12. Da ich aber auch nicht alleine irgendwo hausen wollte und ein Aufenthalt im Spital nicht notwendig und angebracht war. dann ihren Schock und später ihre Abneigung nicht verbergen.

im Juli 2003. nicht teilen wollte. zog ich ausgerechnet in jene frisch gestrichene 1-Zimmerwohnung im Mehrfamilienhaus am Buchenweg 1 in Vaduz ein. Das Leben im Altersheim war voller Überraschungen. 98 . Ich durfte aber kommen und gehen wann ich wollte und war auch vom obligaten Meldesystem in Bezug auf die Menueauswahl befreit. eigener Herr über die TV-Fernbedienung und somit den Fernseher war. Dort wurde für warmes Essen und reine Wäsche gesorgt. Drei Zimmer weiter war eine freundliche und liebenswerte italienische Dame für kurze Zeit auch Gast im Altersheim. Ihre liebenswerte Eigenart kam unter tragischen Umständen wieder in mein Bewusstsein. ich versichere Euch. Mit der Zeit lernte ich sie alle persönlich kennen.kleines Zimmer im Altenheim übrig. Etwas älter als ich und mit grossen zwischenmenschlichen Problemen überladen. der Staat bot es mir an. Wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen. Meine beiden Nachbarn. Sie wurde hier in Sicherheit vor ihrem gewalttätigen Ehemann untergebracht. Ich kannte sie aus meiner Kindheit in Schaan. Stundenlange Diskussionen mit den 70-80-Jährigen waren sehr aufschlussreich und spannend. die ab und zu von gefrässigen Huftieren abgegrast wurden. wo sie sich kurz davor das Leben genommen hatte. waren auch keine echten Rentner. Aussicht auf blühende Wiesen. dass ich jeweils am Abend dank der frühen Gute-Nacht-Stunde meiner Mitbewohner. Ich kann nur jedem empfehlen. wo ihre beiden Söhne mit mir in die Schule gegangen waren. Schädler-Strasse ein. Mit Sack und Pack zog ich also nach Eschen im Liechtensteiner Unterland. Mein Zimmer war im unteren Stock. Angemietet und neu möbliert wurde diese Wohnung für mich durch die Bank des Fürst von Liechtenstein – Hans-Adams LGT Bank. Das heisst.sowie Abendessen wurden in zwei Schichten serviert. Sechs Jahre später. Toll war. links und rechts. A. Frühstück und Mittag. Ich habe sie anschliessend nie wieder getroffen. Zumindest für die erste Zeit. wobei ich meine Erlebnisse in Argentinien nicht mit ihnen teilte. Martin in der Dr. Das Essen war erstklassig und die sprichwörtliche Friedhofsruhe war schon wieder wohltuend. wenigstens einmal sich das Leben in einem Altersheim genau anzuschauen. in das Betreuungszentrum St. Ich fügte mich in den geordneten Rhythmus des Altersheims stillschweigen ein. trotz meines verzigfache Energieüberschusses im Vergleich zu den Mitbewohnern. schön möbliert und mit eigener Dusche ausgestattet.

wie viele der Bewohner tagein. Ich hatte immer noch Schmerzen im Hals und an beiden Handgelenken. Gott sei Dank hatte ich im Kerker in Argentinien auch keine medizinische Kenntnisse darüber. viel nachzudenken. Meine Hausärztin. Nach gründlicher medizinischer Prüfung aller Verletzungen überwies sie mich an einen Spezialisten beim Spital St. mit mir vorher unbekannten Menschen ausführlich über das Ertragene zu reden. Vor allem für jene. Nach und nach traten also immer mehr neue Leute in mein Leben. tagaus anspruchslos auf den unvermeidbaren Sensenmann warteten. die mir nahe standen. Viele von ihnen würden Jahre später noch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen. insbesondere mit den Untersuchungsbehörden. Zum Glück war keine 99 . Ganz zu schweigen von dem Stigma einen Selbstmordversuch gemacht zu haben. Nicht das es an Geld je mangelt. mich wieder aufzufangen und mein Kampf gegen die Täter zu organisieren und aufzunehmen. die keine eigenen Familienmitglieder mehr haben oder deren eigenes Fleisch und Blut den "Wir-besuchen-die-Alten-NIE" – Bazillus pflegen. Da hatte ich oft Angst vor deren Reaktion. Nach solch messerscharfen Schnitten am Handgelenk wie ich sie hatte. Mein vorher sehr gutes Gedächtnis und meine Konzentrationsfähigkeit haben unter der Tortur und dem Stress der letzten Wochen stark gelitten. Da war die Ärztin Dr. wie man "erfolgreich" die Hauptblutader am Handgelenk durchtrennt: nämlich tief und parallel zum Arm und nicht quer. Gallen. Silvia Rheinberger aus Vaduz. Erstaunlicherweise hatte ich überhaupt keine Mühe.ihr werdet ganz anders über alte Menschen und speziell euer eigenes "älter werden" nachdenken. Es war traurig mit anzusehen. aber auch in einem so reichen Land wie Liechtenstein ist das Seniorenheim ein (geistiges) Abstellgleis für viele alte Bürger. Ich verbrachte die Tage damit. Weil mein Schmerz ja fast unfassbar war. die sich beruflich mit dem "Ausgang meiner Argentinienvisite" befassen mussten. umfassende Schriftstücke mit mehr Details und Erklärungen zu den Tätern zu verfassen und sie den Behörden zu übergeben. wird oft untersucht. wie ich es tat. ob die Nervenstränge wieder zusammenwachsen und keine Schwächung der Empfindsamkeit zurückbleibt. Ganz anders war dies mit jenen. Eine äusserst kompetente und mitfühlende Person. Schon wenige Tage nach meiner Anzeige bei der Polizei in Vaduz begann ich.

100 . Es wurden somit die durchlaufenden Nervenstränge mehr in Mitleidenschaft gezogen. Erst zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Argentinien war ich innerlich so weit. da ich motorisch automatisch mehr Druck und Kraft mit der rechten Hand ausübte. es gibt zwei Gruppen von Opfern: jene die nach grausamen Erlebnissen nur schweigen können und oft einsam und depressiv werden. war der Schnitt an meinem linken Handgelenk etwas tiefer.neurologische Operation nötig. zu denen glücklicherweise ich gehöre. Und die anderen. Dadurch dass ich Rechtshänder bin. Ich glaube. auch meinen Vater und die Stiefmutter persönlich für etwas längere Zeit zu treffen. die sich LAUT und STARK äussern können. Sie waren sehr mitgenommen von der ganzen Geschichte und versicherten mir – falls erforderlich – mir finanziellen und sonstigen Beistand für den juristischen Kampf um die Gerechtigkeit zu leisten. Heute noch empfinde ich nur beim Fingernagelschneiden an der linken Hand ein kleines Kribbeln in den Fingern und im Handgelenk.

schwere Erpressung und schwere Nötigung zusammen mit der unberechtigten Annahme oder Übernahme meines Sparbuchs in VADUZ durch den Mittäter Kroschel. Freiheitsberaubung u. Der meinem Fall zugewiesene Untersuchungsrichter (UR) war der Landrichter Dr. dass er ein offenes Ohr hatte. Mal treffen konnte. sollte für die ersten paar Jahre meine ganze Hoffnungsträgerin sein. B. Als erste Amtshandlung hatte sie gerichtlich feststellen lassen. Als ich ihn zum 1. Nie sollte ich mich in ihm täuschen. sowie der 101 . warum sich ein anderes Unheil ab dem Jahr 2002 zusammenbrauen würde. Ich erkannte sofort. ein Österreicher.w. was mir als Opfer einige Rechte gibt. der eine Kanzlei in Feldkirch und in Vaduz hatte.Kapitel 3 Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Eine weitere Dame. Alles lief aber gut. war meine Akte schon mit vielen Schriftstücken seitens der Polizei. ein rechtsmedizinisches Gutachten bezüglich aller Körperverletzungen erstellen zu lassen. Meier sehr wichtig. weil das Verbrechen als geschlossene Tat angesehen werden konnte. dass Liechtenstein in diesem Fall (Aktennummer 10 Vr 101/97. Ferner unterstütze mich auch der geachtete Rechtsanwalt (RA) Dr. irgendein der vielen wichtigen Details. Über diesen Bescheid war ich sehr erfreut. Paul Meier.). also die Entführung. da ich Angst hatte. die Staatsanwältin Alma Willi aus Balzers. die nach Strafgesetzbuch jeweils pro Delikt eine Maximalstrafe zwischen fünf und zehn Jahren Gefängnis vorsehen.s. Aufgrund der massiven Schwere der Taten (schwere Erpressung. Körperverletzung. Freiheitsberaubung. die ich auf Tonband bei der Polizei Wochen zuvor ausgesagt hatte. dass er äusserst qualifiziert war. Bei der ersten Vernehmung durch den UR Dr. Ich war heilfroh. Das weitere Verhalten der Staatsanwaltschaft (STA) in Vaduz spielte eine massgebliche Rolle. an Details nicht zu überbietenden Wiedergabe des brutalen Verbrechens. am Strafverfahren (101er) gegen die diversen Täter beteiligt. war es für den UR Dr. der STA und von mir gefüllt.kurz der „101er‚) eine juristische Zuständigkeit besass. zu vergessen oder zu verwechseln. Ich hatte mich sogleich als so genannter Privatbeteiligter. schwere Nötigung. zusätzlich zu meiner ausführlichen. Dies war deshalb der Fall. Meier war ich etwas nervös. Landgericht Vaduz. Hirn (mit solchem Nachnamen muss man ja ein RA werden).

Österreich.5 cm lange.) bis zur erste Hälfte von Kapitel Drei (III. Seine Wahl fiel auf den ausgewiesenen Univ. Knapp oberhalb der beschriebenen Narbe eine weitere 6 cm lange. von links oben nach rechts unten verlaufende. Kapitels. 1.5 cm gegeben. Im Bereich der Drosselgrube wurde eine leicht geschwungen verlaufende. eher strichförmige Narbe.und Ernährungszustand. (III. seines Gutachtens beinhalten eine Zusammenfassung des Auftrages des UR. voll kommunikationsfähig. Sein Gutachten gebe ich im OT hier wieder: Anm.)<. etwas unregelmässige rote und verdickte Narbenbildung festgestellt. Dr. etwas verbreiterte und rot gefärbte Narbenbildung gegeben mit den deutlichen Spuren von vier Nähten. Da all dies schon in diesem Buch erwähnt ist.: Das Kapitel Eins (I. Dr. Diese Narbe dem Aspekt nach vorne unten seichter auslaufend. Paul Umach. quer über dem Kopfnickermuskel verlaufend. An der linken Halo-Vorderseite. Oberhalb des Schüsselbeines rechts.Bei der klinischen Kontrolluntersuchung befand sich Heinrich Kieber in gutem Allgemein. 5 cm lange.Faktenlage zu der versuchten Erpressung. ebenfalls von hinten oben nach vorne unten über dem Vorderrand des Kopfnickermuskels verlaufend. befragt und untersucht. beginnt der Originaltext ab der Mitte des III. verdickte rote Narbenbildung gegeben. Etwa in der Mitte der Narbe war eine weitere 3 cm lange. meine Schilderungen aus der Anzeige und die Angaben des Spital Vaduz. An der Beugeseite des linken Handgelenkes war eine quer verlaufende. In gerader Verlängerung nach unten rechts der erstgenannten Narbe ist eine gleichartige 1 cm lange Narbe im Abstand von ca. 4. war voll orientiert. Umach hat mich dann im Altersheim in Eschen am 25.. welche im Bereich des hinteren Narbenendes schwalbenschwanzartig gespalten war.). knapp unterhalb derselben eine weitere 1 cm lange Narbe nach rechts oben abzweigend. unregelmässig gestaltete Narbe quer nach links abgehend. Facharzt der Gerichtlichen Medizin in Innsbruck. Etwas handflächenwärts dieser Narbe war eine umschriebene Druckempfindlichkeit mit elektrisierendem 102 . brustbeinnahe. Juni 1997 besucht. war eine 6 cm lange. war eine weitere v-förmig gestaltete 3 cm lange Narbenbildung über den rechtsseitigen Halsweichteilen gegeben.

welcher von ihm angegeben wird. eine 5 cm lange. 20 cm über der Fersensohle lokalisiert. war eine rundliche. dass von den bei Heinrich Kieber befundenen Verletzungen bzw. Sowohl nach dem dortigen Befund als auch dem jetzigen Narbenbefund ist davon auszugehen. quer verlaufend. Es ist natürlich nicht möglich. An der hinteren Aussenseite des rechten Beines. jedoch ist es auszuschliessen. Die Sensibilität im Bereich der Finger und der linken Hand ungestört. dass bei Heinrich Kieber Narbenbilder vorliegen. zwischen 30 und 31 cm über der Fusssohle gelegen. etwas innerhalb davon eine gleichartige reiskorngrosse Narbe. eine Zuordnung auf Tage genau zu treffen.ausstrahlenden Schmerz in die beugeseitigen Langfinger gegeben. 1. Sensibilität und Motorik im Bereich der rechten Hand und der Finger rechts nicht gestört. etwas verbreiterte Narbenbildung mit den Spuren nach drei Wundnähten. rote.3 cm lange und bis 3 mm breite rötlich-braune Verfärbung der Haut ohne Veränderung der Hautstruktur wie nach abgeheilter Hautabschürfung gegeben. war eine etwa 8 mm messende.5 cm über der Fersensohle. Die Beweglichkeit der Langfinger ungestört. Die Verletzungen sind im Ambulanzbericht des Krankenhauses Vaduz beschrieben und auch lichtbildmässig dokumentiert. Folgt man den Angaben des Heinrich Kieber. im Durchmesser 1 cm haltende bräunliche Narbenbildung mit strahlig-narbiger Oberfläche gegeben. die Beweglichkeit des Daumens insofern eingeschränkt. An der hinten Aussenseite der rechten Wade. wie von Kieber berichtet. jetzigen Narbenbildern eine oder mehrere wesentlich früher zustande gekommen wären als in der letzten Märzwoche 1997. An der Beugeseite des rechten Handgelenkes. war eine praktisch horizontal verlaufende. Unterhalb dieser Narbe in einer mittleren Höhe von 26. dass die Verletzungen des Heinrich Kieber tatsächlich in jenem Zeitraum zustande kamen. Nach den Unterlagen ist festzustellen. als das Abspreizen nur unzureichend möglich ist im Vergleich zu rechts. welche als Folge angeblich verschiedener Tathandlungen und Ereignisse eingetreten sein sollen. oval gestaltete bräunliche Narbenbildung mit strahliger Oberfläche gegeben. so sollen die Verletzungen am rechten Unterschenkel mit der Tathandlung 103 . IV.

sind als Narben nach Schnittverletzungen 104 . dass eher unkundige Wundversorgung primär stattgefunden hat. wie dies von Kieber auch berichtet wird. wobei am linken Handgelenk offenbar auch der Mittelnerv etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde mit den vorübergehenden Sensibilitätsstörungen im Bereich des Daumens und der Finger und der minimalen Bewegungseinschränkung. Somit können diese Verletzungen am rechten Unterschenkel zum einen auf Verbrennungseinwirkung durch möglichen Funkenflug beim Schweissen. Aus derart angelegten Pulsaderschnitten kommt es nicht zu schweren Blutungen und insbesondere nicht zu solchen. Nach dem Narbenbild ist festzustellen. welche lebensbedrohlich wären. diese aber nicht überschritt. da bei dieser Schnittführung grosse arterielle Gefässe nicht getroffen werden und somit der Blutverlust in engen Grenzen bleibt. Diese Verletzungen sind in ihrer Gesamtheit wohl noch als solche medizinisch an sich leichten Grades anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. Die Verletzungen am Hals können von verschiedenen Tathandlungen herstammen. Die Narben sind jung. Die an der linken Halsvorderseite gelegenen etwa quer bzw. schräg von hinten oben nach vorne unten verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel. Pulsaderschnitte im Rahmen von Suizidversuchen. welche an die 24-Tage-Grenze wohl heranreichte. Die zurückgebliebenen Narbenbildungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind typisch für die Zufügung sog. beide etwa 6 cm lang.durch Dritte in Zusammenhang stehen. was auch aus dem Arztbericht des Krankenhauses Vaduz unschwer abzuleiten ist. zum anderen durch Einwirkung der beschriebenen Metallmanschette zur Kettenanlage am rechten Bein zurückgeführt werden. während die unterste quer verlaufende Narbe ihrer Struktur nach für eine oberflächliche Hautverletzung im Sinne einer Hautabschürfung spricht und durchaus mit jener Kanteneinwirkung der angebrachten Metallmanschette in Zusammenhang gebracht werden kann in der Form. dass die beschriebenen Narben im knienahen Bereich des rechten Unterschenkels eindeutig auf Hitzeinwirkung zurückzuführen sind und es sich um sog. die zurückgebliebenen Narbenspuren zeigen. Verbrennungsnarben handelt.

welche durchaus in dem in Rede stehenden Zeitraum 26. Auszuschliessen ist. wo auch bei einem therapeutischen Luftröhrenschnitt durch die Weichteile eingegangen wird. Auch die v-förmige Verletzung etwas rechts der genannten Narbengruppe oberhalb des rechten Schlüsselbeins wäre als Glassplitterverletzung durchaus möglich. bei dem es sich offensichtlich um Bronchialschleim gehandelt hat. 97 bis 2. V. etwa an jener Stelle. Der Schnitt war aber über der Halsschlagader lokalisiert. Eine mehrläufige Narbe befindet sich bei Heinrich Kieber direkt über der Drosselgrube mit unregelmässiger Gestaltung.gedrückt bzw. sodass durch eine Sticheinwirkung hier sehr leicht eine Eröffnung der Luftröhre möglich ist ohne relevante Verletzung benachbarter Organstrukturen.anzusprechen. wobei der Schnitt von hinten oben nach vorne unten geführt wurde. welcher sich durch Halsschnitte vom Leben zum Tod befördern will. um einen direkten Zugang zur Luftröhre zu erreichen. Diese Schnittführung ist für einen Rechtshänder. hier ein dreieckiges Stück eines Glassplitters eines Fensterglases angesetzt und hinein. Zusammenfassend sind die gegenständlichen Verletzungen des Heinrich Kieber nach dem eigenen Untersuchungsbefund und in Beachtung der Unterlagen des Krankenhauses Vaduz junge Verletzungen. 1997 entstanden sein konnten. Auch hier wurden offensichtlich entscheidende tiefer liegende Strukturen nicht erwischt. typisch. dass diese Verletzungen oder ein Teil 105 . 3. so würde sich daraus nicht nur das unregelmässige Narbenbild über der Drosselgrube erklären. sondern auch die Angabe des Verletzten erklärbar sein. mit welchem nicht so weit in die Tiefe geschnitten werden kann. Wenn Heinrich Kieber nun angibt. 4. hineingeschlagen zu haben. allerdings zu oberflächlich. dass es auch zu einer entscheidenden Verletzung eines arteriellen Gefässes kommt. Natürlich sind die von Heinrich Kieber verwendeten Klingen eines Einwegrasierers diesbezüglich nur ein bedingt taugliches Mittel. den Splitter wieder etwas herausgezogen und gedreht und nochmals hineingestossen zu haben. Die über der Luftröhre hier liegenden Weichteile sind dünn. dass er Luft heraus pfeifen gehört habe und auch eine Art Schleim gespürt habe.

Es handelt sich dabei um drei Verletzungsmerkmale. wenn auch nicht sehr kundig. Diese Verletzungen konnten durchaus durch eigene Hand mit einer Rasierklinge zugefügt worden sein. diese aber nicht überschritt. dass nämlich die Spitze einer Glasscherbe hier eingestossen wurde. schräg verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel handelt es sich um Zustände nach Schnittverletzungen eher oberflächlicher Art. Eine Selbstheilung der Luftröhrenverletzung ohne weitere operative Massnahmen ist möglich und nicht ungewöhnlich. zumal offensichtlich ja die Weichteilwunden selbst mit Nähten. wie sie typischerweise nach Verbrennungen auftreten. ohne dass die Glasscherbe jeweils aus der Wunde ganz herausgezogen wurde. Diese Verletzungen sind insgesamt noch als medizinisch an sich leichte Körperverletzungen anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. welcher ihrer Art und Lokalisation nach typisch für Suizidversuche sind mit anschliessender eher laienhafter Wundversorgung. Die im Bereich der Drosselgrube zurückgebliebene unregelmässige. Bei einem solchen Vorgehen ist auch eine Anspiessung der Luftröhre. Die weitere Narbe an der Halsseite 106 . wie sie nach primär etwas tiefer reichender Hautabschürfung zurückbleibt und ist der Lokalisation und Form nach durchaus möglich als Einwirkung des oberen Randes der behaupteten Metallmanschette. wobei die Schnittrichtung von hinten oben nach vorne unten anzugeben ist. Bei jenen zwei an der linken Halsseite mehr oben gelegenen. welche hier sehr oberflächlich unter den Weichteilen liegt. wie von Heinrich Kieber geschildert. zwanglos möglich. mehrfach geschenkelte Narbenbildung wäre zwanglos erklärbar durch ein Vorgehen. wobei von einem mehrfachen Einstechen mit verschiedener Richtung der Glasscherbe ausgegangen werden kann. Jene Verletzungen. wie sie von Kieber beschrieben wurde. die am weitesten am Unterschenkel unten gelegene Verletzungsmarke ist eine solche. versorgt wurden.derselben wesentlich früher als in diesem bezeichneten Zeitraum entstanden wären. Die Verletzungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind Schnittverletzungen. welche an die 24-Tage—Grenze wohl heranreichte. welche Heinrich Kieber von fremder Hand zugefügt wurden. sind diese am rechten Unterschenkel lokalisierten.

oft ohne Termin. da sich ihr Büro damals noch in demselben Gebäude wie das Landgericht befand. Ich hatte immer Respekt und Anstand vor den Behörden gezeigt 107 . die Leute würden einem nicht oder nur teilweise glauben. dass die STA an der Anklage arbeiten würde. Drei bis vier Mal pro Monat habe ich. 16. Er sagte mir. tiefer reichende und schwerwiegendere Verletzungen entstehen. Alles ging sehr langsam voran. wie der Stand der Dinge sei. mit mir persönlich zu reden. Ich nahm meine Rolle als Privatbeteiligter sehr ernst und nutzte 100fach die Gelegenheit. Meier.) Dr. als die anklagende Behörde. 1997. Als ich dann eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachtens erhalten hatte. dass das befundene Narben. Ich hatte eigentlich soweit Glück. ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. STA Alma Willi. so will es die Strafprozessordnung (StPO). (gez. er könne faktisch nur auf Antrag oder Anweisung der STA handeln. dass seine Hände gebunden seien. Sie war sehr kurz angebunden. den schweren Beschuldigungen juristisch auf den Grund zu gehen und mittels der gesetzlichen Macht und den weitreichenden Hilfsmitteln hat die STA die Möglichkeit dazu. hatte es nie für notwendig angesehen. 7.rechts oberhalb des Schlüsselbeins wäre ebenfalls durch Einwirkung einer Glasscherbe erklärbar. beim UR angeklopft und höflich gefragt. ohne dass hier relevante bzw. P. Leider nutzte die STA ihre Macht zur Nachforschung nicht aus. Es ist die dienstliche Pflicht der STA. Paul Umach. Als Opfer hat man immer Angst. bestätigte mir aber. Im Gegensatz zum UR Dr. da es an der Glaubhaftigkeit meiner Anzeige und all meiner Aussagen seitens der Polizei und dem Gericht in Vaduz absolut nie Zweifel gab. um der so genannten Wahrheitsfindung zu dienen. Dialoge mit dem Opfer waren nicht ihre Stärke. In den verbleibenden Monaten des Jahres 1997 war ich praktisch ein Dauerbesucher beim Landgericht Vaduz gewesen. habe ich mit ihr in der Zeit nur einmal kurz zwischen Tür und Angel reden können und dies auch nur per Zufall.und Verletzungsbild aus gerichtsmedizinischer Sicht durchaus mit den Schilderungen des Heinrich Kieber in Einklang gebracht werden kann. Insgesamt ist festzustellen. dessen Bürotüre immer für mich offen stand. Unglaubliches passierte. Innsbruck.

Der Druck stieg auch mit dem exklusiv für die damalige deutsche Regierung eigentlich als vertraulich klassifizierten BND-Bericht von 1999 über die kriminellen Netzwerke der Liechtensteiner Finanzwelt. Die hohen FinanzHerren hatten das Glück. und ihm daher für das vollständige Bild fehlte: einen tiefen Einblick in die "Dunkelkammer" der betroffenen Banken und Treuhänder. Auch der Inhalt der berühmten CD vom Treuhandbüro "Dr. direkt oder über die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) oder der FATF (Financial Action Task Force). Selbst Hans-Adam war gezwungen öffentlich seinen "sauberen Finanzplatz" zu verteidigen. Auf einmal war das kleine Liechtenstein nicht nur in aller Munde sondern auch in Verruf geraten. Diese schimpfte öffentlich über den BND und Deutschland sowieso. Dazu muss man folgendes wissen: Gerade ab dem Jahr 1997 kam das Land Liechtenstein immer stärker unter Beschuss von diversen Europäischen Staaten und den USA. Batliner" aus Vaduz sorgte für reichlich Aufsehen.und mit dieser für mich wichtigen Aussage seitens der STA war ich mehr als zufrieden. Er erkannte an. Justiz und die Kripo) in seinem Land in personeller als auch technischer 108 . später gelangte sie in die Hände der Medien und der deutschen Behörden. was dem BND 1997 nicht gelang. Wir in Liechtenstein wussten. 1996 hatte ein Mitarbeiter Batliners die CD mit nach Hause genommen. um die alle (wieder) Milde zu stimmen. Dr. dass der Hauptzuträger des BNDs (aus Quellen von 1997 und 1998) selber kein "vorbildlicher Treuhänder" war. Wegen Geldwäschereivorwürfe. wo die ultimativen. Unterstützung der organisierten Kriminalität und generell als Steuerparadies. schickte den Liechtensteiner Regierungschef samt Gefolge nach Berlin. dass die Ausstattung der Untersuchungsbehörden (STA. da er in verdächtige Geldverschiebungen und Aktionen im Ländle verwickelt war. Es folgten massenhafte Steuer-Strafuntersuchungen und seitenweise negative Berichte in den deutschen Medien. beweiskräftigen Dokumente lagern! Diese "Unvollständigkeit" sollte dem BND Jahre später nicht mehr passieren. Zu Hause aber lachten sie hinter vorgehaltener Hand: "Fast hätte es uns erwischt!". Billigung und Förderung von Steuerbetrug und –hinterziehung.

) abgeführt. war die Realität. Ich habe im Jahr 1997 (bis Ende 2002) Hunderte 109 . Wie in einem Fasnachtsumzug wurden diverse Persönlichkeiten aus Liechtenstein (z. um der STA und dem UR bei ihrer Arbeit zu helfen. der STA und der Regierung hatten zur Folge. SPITZER hat aufgeräumt" jubelte Hans-Adam. In aller Eile wurde Anfang 2000 ein Sonderstaatsanwalt.B.und Bankendokumente beschlagnahmt. Denn schlussendlich wurde niemand aus der Gruppe der Beschuldigten Banker und Treuhänder je rechtsgültig verurteilt (abgesehen von kleineren Vergehen). staatlichen Organisationen und den lästigen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO’s).und andere Finanzgesetze erlassen. Treuhand. Kurt Spitzer aus Österreich sowie mehrere ausländische Spezialisten mit grossem multimedialem Pomp von Hans-Adam persönlich angestellt und dirigiert. grosse Untersuchungsberichte angefertigt und noch grössere Prozesse angekündigt. "Dr. All dies hauptsächlich zum Gefallen der ausländischen Behörden. Im Gegenteil. um dem ständigen Druck vom Ausland entgegenzuwirken: zum Beispiel die FIU (Financial Intelligence Unit) im März 2002 oder im Mai 2004 die FMA (Finanz Marktaufsicht). die Regierung in Vaduz musste Jahre später nach praktisch geheimen Verhandlungen sehr hohe Entschädigungssummen an sie auszahlen. Es wurden Büroräume durchsucht. Wir in Liechtenstein verurteilen prinzipiell keine Banker oder Treuhänder nur weil sie Geldwäscherei fördern oder billigen oder Steuerbetrug und hinterziehung aktiv unterstützen. Was das Ausland nicht mehr mitbekommen hatte.Hinsicht schon lange nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprach. Dr. gar (kurzzeitig) verhaftet und später auch angeklagt. Erst Jahre später wurden neue – angeblich von den Finanzmachthabern unabhängige – Aufsichtsbehörden geschaffen. habe ich die Arbeit der STA getan. dass praktisch keine Zeit da war für die Arbeit an den anderen bei Gericht oder STA liegenden Fällen wie der meine. Wenn man es genau nimmt. um das Böse im Ländle auszurotten. dass ich als Opfer (nicht nur in der Rolle als Privatbeteiligter am Prozess) alles nur denkbare und Menschenmögliche gemacht habe. "Das (verfluchte) GELD" hatte eben IMMER Vorrang!! Ohne Übertreibung kann ich fest behaupten. All diese hektischen Aktivitäten über Jahre hinweg seitens der Justiz. Auch wurden neue Sorgfaltspflicht. die Herren Marxer & Ritter etc.

Hirn.12. warum die STA nicht einmal via Interpol die Argentinier zumindest bitten konnte. Selbst wenn die Täter den Gefängnisturm mit einem Hochdruckreiniger gereinigt hätten.5 x 1 Meter gross. geklebt.5 cm dicken Holzplatte. zu finden sein. unter Aufsicht von Interpol Argentinien.09.1997 mit Fotomappe und Begleitschreiben dem UR überreichen. 1. Fotos gemacht und Modelle bauen lassen.w. Am Anfang war ich sogar naiv genug in einem Schreiben an den UR Dr. Es wäre nicht das erste Mal. entschloss ich mich einen professionellen Nachbau in Auftrag zu geben. In der Fotomappe waren Fotos mit mir in diversen Situationen während der Gefangenschaft nachgestellt. durchführbar wäre. 0. habe ich bildlich. Diese Foto-Mappe 110 . Genau nach dem Spruch "ein Bild sagt mehr als Tausend Worte" hatte ich schon im August 1997 den Auftrag für 3 Kohle-Zeichnungen gegeben und sie am 01. dass ausländische Strafverfolgungsbehörden in ein anderes Land reisten. Alles jeweils in dreifacher Form. Zudem verstand ich es auch nicht. Dies habe ich alles dem UR geschrieben. 1x für UR.s. Da niemand in Argentinien nachschauen gehen wollte.1997 zusammen mit einem Begleitschreiben dem UR übergeben. Ich habe eine Serie von verschiedenen Fotos davon gemacht um die in meiner Anzeige bei der Polizei gemachten Angaben bildlich zu unterstützen. dass die Justiz sich zum Tatort nach Argentinien begibt. Meier die Möglichkeit nach einer Reise zum Tatort zu erfragen. Ich war sehr enttäuscht. an dem wohl ausgetauschten neuen Fenster u. den Turm und die Farm wenigstens zu besuchen und zu inspizieren. Kurz vor Weihnachten 1997 hatte ich auch das 1:1 Modell des Eisenfussrings und Eisenkette samt Mauerstück fertig und am 21.von Seiten niedergeschrieben. Die STA hätte es nicht bewilligt. fotografisch und im Modell den Tatort nach Vaduz gebracht. Leider war eine solche Reise (mit mir oder ohne mich) nicht machbar. Akten angefertigt. um einen Tatort anzusehen. Da ich nicht verlangen kann. Nur unter höchstem Polizeischutz natürlich. Im Februar 1998 war Nachbau des Kerkers (mit jedem kleinsten Detail) als dreidimensionales Modell fertig. Ich war im Glauben. Über 1000 Franken habe ich dafür bezahlt. immer noch Blutspuren von mir zu finden. Nicht das ich nochmals im Kerker auf der Farm lande. Das Modell war auf einer ca. Abgesehen davon müssten noch die Spuren der Kette (an der Wand). dass eine solche Reise. 1 x für STA und 1 x für meinen RA Dr. Kriminalspezialisten sollten in der Lage sein.

dass es Schauspieler waren. schaffte ich es zwar etwas länger sitzen zu bleiben. So zum Beispiel als ich mit einem Freund einen Kinofilm der US-Regiebrüder Ethan und Joel Coen mit dem Titel FARGO im Freiluftkino in Vaduz ansehen wollte (es war im Sommer 1997 oder vielleicht auch 1998). dass ich noch lebe und noch nicht in Depressionen verfallen war. und dem obligatorischen Blick auf die ON-Liste (Akteninhaltsverzeichnis) des 101er.mehr dazu später im Buch. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Ich konnte mich nicht gleich entscheiden. 11. zum Glück hatte ich aber meinen Humor nach meiner Rückkehr aus Argentinien nicht ganz verloren. Meier.1998 fertiggestellt und dem UR gebracht. Selbst Jahre später. da wurde ich eines besseren belehrt.08. Ich war natürlich auch jeden Tag froh. Das 3D-Modell musste ein trauriges Ende nehmen . hatte ich am 17. wurde mir Kotzübel und ich musste von der Sitztribüne fliehen. Obwohl ich weiss. als die (seelischen) Narben etwas verwachsen waren und ich den Film bei einem Freund per Zufall auf DVD sehen konnte.08. wo die zwei Amateurkidnapper die Frau des Autoverkäufers aus ihrem Haus entführen wollten. Die tiefen seelischen Narben verursachten aber einiges an Nebeneffekten. worüber ich mich am meisten massiv ärgern sollte: A) Dass der Haupttäter vernommen wurde – ohne dass das LG mich oder meinen RA informierte hatte und mir daher die Möglichkeit genommen hatte. als Opfer einen Input zur (geplanten Vernehmung) 111 . Ich habe mir seit dieser Zeit nie wieder einen Gewaltfilm angesehen. Als jene Szene gezeigt wurde. Mein Leben drehte sich nur um den 101er Akt! Alles andere war nebensächlich. blieb mein Herz stehen und der Atem stocken: gemäss Eintrag gab es eine Beschuldigteneinvernahme von Helmut Roegele hier in Vaduz am 11. Der nächste Eintrag auf der darunter liegenden Zeile war: (Eingang) "Schreiben von H.1997. das Horrorjahr 1997 wäre bald vorüber. Gerade als ich dachte. Kieber v.1997".mit exakten schriftlichen Hinweisen und Querverweisen auf die jeweilige Zeile aus der Anzeige.2. Auf einer meiner Gänge zum UR Dr. die Gewaltszenen sind einfach noch immer zu viel für mich.

Salud "praktischerweise" anwesend war. Ohne zu Übertreiben. Zuerst war mir aufgefallen. die mit ihm in Vaduz gegenwärtig war. überhaupt auf den Weg nach Vaduz trauten.. weil ich ja am selben Tag (08. Sofort verlangte ich eine Kopie der Vernehmung. Das sich Helmut & Co. in den Gängen des LG im August 1997 (ohne Vorwarnung oder Betreuung) begegnet. Obwohl ich ihre Taten im Detail aufgezeigt hatte und sie einen grossen Teil der Verantwortung der Taten übernehmen müsste. wenn ich nur daran denke. was sie mir angetan hatten.1997) im Büro des UR Dr. sie selber gerne eine Zeugenaussage machen wollte. Wie praktisch<. Der UR Dr. Aber selbst als gut erzogener und intelligenter Mensch wäre mein Verlangen einfach nicht Unterdrückbar gewesen. lange hinziehen würde. Ich kann es nicht in Worte fassen. (All die Jahre habe ich immer jedes Schreibstück etc. persönlich bei Gericht abgegeben und nie per Post versandt). dass die STA nur die Vernehmung von Helmut verlangt hatte und da seine Frau. den Tätern das selbe zu wünschen. um ein Schreiben von mir in den Akt einfügen zu lassen. ich ziehe das geschriebene Wort vor. Zumindest symbolisch. dass die Behörden in Liechtenstein offenbar nicht gross handelten und die Sache sich lange. was ich beim Lesen dieses Schriftstücks durchgemacht hatte. dass die Frau von Helmut Roegele. was es wohl in mir ausgelöst hätte. Ich verfluchte alle im Land. Sie konnten ja sehen und selbst erleben. 112 . NICHT als Beschuldigte einvernommen wurde.eiskalt den Rücken runter.von Helmut Roegele zu machen (was ich als Privatbeteiligter am Prozess hätte machen dürfen) oder B) Dass ich offenbar einem "explosivem Schock" knapp entgangen bin. Meier war. Ich bin zwar absolut kein Mensch der Gewalt. war für mich rückblickend keine Überraschung.11. Es läuft mir heute noch – bald 12 Jahre später . wäre ich wahrhaftig dem Helmut Roegele samt seiner Frau. sondern als Zeugin!?!? Völlig unverständlich für jeden Juristen. ich hätte ihn und seine Frau vermutlich glatt platt gemacht. meinen Peinigern & Folterern. Ich bin ja kein Jurist. Meier sagte mir. aber zum minimalen Verständnis einer Strafuntersuchung gehört die Vernehmung aller Beschuldigten.

dass er (mit anderen) "ein wenig Druck" auf mich hätten ausüben müssen. Alles kompletter Unsinn. ging Mariano in kellertiefe Deckung. Aber Helmut war ja gezwungen Phantasie-Antworten zu geben.B. insbesondere aus monetärer Sicht. verzweifelt versuchte hatte. ich hätte z. Es war wie eine zweite Folter. die Freiheitsberaubung. um hinten in der Mitte meiner Wade zu landen und sich dort einzubrennen? Verdammt noch mal – völliger Mist. bis ich mich von diesem Schock erholt hatte. die Verletzungen seinen ein "Unfall" gewesen. hätte eine langjährige psychiatrische Betreuung abgebrochen und vor der Psychiatrie „auf der Flucht‚. ich sei ja medizinisch bestätigt geistesgestört. dass er zwar in Argentinien gewesen sei. zwischen meinen Beinen hindurch sausen und dann eine 180 Grad-Drehung machen. Er bejahte. die Sache mit dem Geld sei aber "freiwillig" geschehen. er solle im Detail erklären. Sehr erbost über seine misslungene Erpressung. dass er keine Erklärung dafür hatte. In seiner Aussage bestätigte Helmut sogar. indem ich angeblich zu nahe stand als ich einem Farmknecht beim Schweissen "zugeschaut" hätte. was er mit "ein wenig Druck ausüben" gemeint hatte. Niemand! Er erklärte weiter. In einer schriftlichen Eingabe an das LG Feldkirch hat Helmut behauptet. Man kann es fast nicht glauben: Niemand hatte von Helmut gefordert. Und spätestens hier hätte die STA massiv nachhacken sollen. Es dauerte einige Wochen. meine runden Verbrennungen auf der Rückseite (!) meiner rechten Wade dadurch geholt. er musste ja seinen angeblichen Anspruch auf die Hälfte der Ausbeute der schweren Erpressung irgendwie untermauern und auch irgendwie die noch schweren Anschuldigungen (die schwere Nötigung. Völliger Mist. Wenn ich heute so zurück denke. Wie soll dies gehen? Physikalisch gar nicht möglich: Wie kann ein Schweissfunke über mehrere Meter hinweg horizontal fliegen. die ganze vorher angeblich von mir "genehmigte" Geldtransaktion zu stoppen obwohl doch alles so makellos "freiwillig" gewesen sein soll. Nie im Leben war ich je in oder runter einer Psychiatrischen Behandlung.Als ich die an den Haaren herbeigezogenen Antworten von Helmut auf die Fragen des UR gelesen hatte. sobald ich (in Buenos Aires) alleine war. die schwere Körperverletzung etc) abwehren. warum ich. dann 113 . bin ich emotional in ein tiefes Loch gefallen. In der Zwischenzeit waren die Täter auch nicht untätig.

meine Position im Strafverfahren gegen sie in Liechtenstein zu "schwächen". Ein ganzes Jahr lang (von September 1995 – September 1996) gehörte das Boot mir. Der Grund warum ich es nicht verkaufte. dass die spanischen Behörden einen internationalen Haftbefehl gegen mich ausstellten. die das Boot seit Jahren besass als Sicherheit für das Darlehen überschrieben.wünsche ich mir. Zeitweise lebte ich auf dem Boot im Hafen. Österreich. war. ist sein kriminelles Glanzstück. versucht hatte. den Eingang dieses Schreibens in den dortigen Akt zu verhindern. im nächsten Monat‚. weil er mir ständig in den Ohren lag und behauptetet. schlussendlich ohne Erfolg.. Erst einige Jahre später habe ich erfahren können. Um dort zu sein. werde er mir sicher das Darlehen samt Zins zurückbezahlen. Sobald ich durch meinen eigenen Rechtsanwalt in Spanien von dem internationalen Haftbefehl via LG Vaduz erfahren hatte. Das NICHT-Bezahlen der Schuld) nach Barcelona gezogen. im Jahr 2009. Heute noch. Kaufangebote hate ich einige. ich hätte die Yacht (Holzboot) ANALIA verkauft. ‚warte‚ ich – wohl vergebens – auf seine Rückzahlung des Darlehens.. Er wollte das Boot unbedingt wieder haben. 114 . Helmut und seine Frau aber wurden sich der zu Recht schweren Beschuldigungen sehr rasch bewusst (u.a. Wie er mein Boot ohne die Firmenaktie und ohne meine Unterschrift als Direktor Jahre (nach dem Argentiniendrama) später verkaufen konnte. und dies völlig zu unrecht.. dass in Barcelona Helmut vehement. Zu meiner grossen Bestürzung wirkten sie massiv auf die Behörden in Spanien ein (die natürlich vorher nichts von deren Verbrechen in Argentinien wussten) und erwirkten am 25. wo er lebte. Spanien und Liechtenstein) und musste daher rasch handeln. Ich wurde auch als einziger Direktor der Firma nominiert und registriert. warum ich derzeit nicht nach Spanien kommen konnte. Mit dem Boot hatte ich mehrheitlich nur Ärger. auf Grund diverser polizeilicher Vernehmungen in Deutschland. habe ich den zuständigen Richter in Barcelona ausfindig gemacht und ihm auf Spanisch einen 3seitigen Fax gesendet. worin ich zusammengefasst die Verbrechen der Täter schilderte und den Grund erklärte. Ich bin 1995 extra wegen seiner Geldschuld mir gegenüber (bzw. die ‚nächste Woche‚. Auf meinen ständigen Druck hin hat er mir dann im September 1995 alle Aktien der spanischen Einzelf irma. Mai 1997 (also knapp sechs Wochen nach Argentinien). Er und seine Frau suchten dringend und verzweifelt nach einem Mittel.

Und ich glaube alle meine Leser und Leserinnen können nachvollziehen. Österreich oder irgendwo sonst anzumelden. Natürlich war es mir absolut nicht angenehm. dass ich nach diesen abscheulichen Erlebnissen sicherlich KEINE Lust hatte. Ich engagierte einen Rechtsanwalt in Spanien. was für ein "Segen" für die Täter. Damit versuchten sie. Ich war sehr erfreut. meine Kraft und Zeit auf dieses Ziel konzentriert. Wahrhaftig unglaublich.Ja. Die Täter kamen dadurch in radikalen (juristischen) Zugzwang. weil ich selber NICHT mehr nach Spanien gehen wollte und konnte. der sich darum kümmerte. der Internationale Haftbefehl. dass dies der Bank gelang. dass die BAWAG Bank in Österreich den Diebstahl meines Gelds durch Rückabwicklung der Transaktion in sprichwörtlich allerletzter Minute. aber ich rannte vor niemanden weg. Und schon konnten sich die Täter nicht mehr mit ihren Lügengeschichten zusammenhalten: Mariano hat erst gar nicht versucht. Hirn hatte 115 . was damit geschehen sollte. einen internationalen Haftbefehl zu haben. dass ich ja der Luzifer sei. Um zu verhindern. da ein möglicher Zivilprozess um das Geld voraussichtlich beim LG in Feldkirch stattfinden würde und der internationale Haftbefehl mich daran hindern könnte. April 1997 war für mich die Verfolgung und Bestrafung aller Täter. Aber die absolute Priorität Nr. Helmut Roegele und seine Frau waren sich um die Konsequenz eines "Nicht-Handelns" sehr bewusst und engagierten einen RA in Feldkirch. Die taktisch agierenden Täter hatten immer darauf gehofft. einen angeblichen Rechtsanspruch auf seine "Hälfte der Beute" beim LG in Feldkirch. was sich der "Bote" Peter Kroschel einsteckte) schon bei der spanischen Korrespondenzbank der BAWAG in Madrid lagen. Die Gelder blieben bei der BAWAG Bank. dass ich nach Spanien komme. da die Gelder (mit Ausnahme dessen. Mein in Liechtenstein beauftragter RA Dr. Ich habe all mein Denken. Wiederum erhofften sie sich einen Vorteil. viele Jahre seit dem 9. ins Land des Folterers Helmut zu gehen. zumindest symbolisch immer darauf hinzuweisen. mussten sie ihren angeblichen echten Anspruch auf die nun blockierten Gelder schnell anmelden. bis ein Gericht entscheiden würde. um mich persönlich zu verteidigen und somit die Verfolgung ihrer schweren Verbrechen beim LG Vaduz für Jahre hinaus ins Stocken geraten würden oder gar eingestellt würden. dort selber aufzutreten. meine Energie. 1 (eigentlich die Einzige) für viele. Um es eindeutig richtig zustellen: Der Haftbefehl war nur deshalb ausgestellt worden. dass ihre Verbrechen durch sie selber "bestätigt" werden würden. eigentlich Sekunde gelungen ist.

116 . die den Sitz an der Sitzstange festhält war urplötzlich während der Fahrt abgebrochen. "NEIN. Hirn hatte die Gelegenheit für Schadenersatz beim österreichischen Hersteller der Schraube gesehen und prompt zahlten sie ohne grossen Streit ca. NEIN" rief ich. Hans-Adam hatte nicht an der Schraube gesägt. Die dicke Schraube. wie lange ich im Spital liegen muss. aber ein Personenwagen aus der Gegenrichtung machte kurzen Prozess mit dem Velovorderrad. Wäre ich in Feldkirch gelandet. Da war mir die Schweiz schon lieber! Ich hatte Glück. die Täter davon erfahren und nach meiner Auslieferung von Österreich nach Spanien geschrien. Aus den ursprünglichen geplanten "paar Monaten" im Altersheim wurden es schlussendlich über acht Monate. Wer weiss. Der Lastwagen hinter mir konnte gerade noch ausweichen. Was man so alles bedenken muss. in der Schweiz auf der anderen Rheinseite. Ich musste aber für 9 Wochen tagsüber ein massgefertigtes Spannkorsett tragen. der Sitz brach weg und ich war für Sekunden in der Luft gehangen. Keine Operation notwendig. ich suchte und fand Kontakt ausserhalb meines üblichen Kreises von: "UR – (STA) – RA – UR – (STA) – RA -UR <. Ich landete – mit dem Hintern zuerst – in der Mitte der stark befahrenden Hauptstrasse. im Liechtensteiner Oberland ein. während das Velo alleine weiterrollte. Mein RA Dr. Zu Beginn des neuen Jahres 1998 zog ich in eine möblierte 1-Zimmer-Anliegerwohnung ins das schöne Balzers.Schweizer Franken: ging alles in meine Kriegskasse. hätten evt. Gut für die Haltung. Ich gehe nur ins Spital Grabs. das Schicksal würde uns erst Jahre später enger zusammen führen). es war nur ein kleiner Bruch am Ende des Steissbeins und eine Verstauchung der unteren Wirbelsäule. wenn man einen internationalen Haftbefehl am Hals hat: Im Sommer 1997 hatte ich einen Mountainbikesturz auf der Essanestrasse in Eschen. Ein Krankenwagen musste her und sie wollten mich ins nahe liegende Spital nach Feldkirch fahren. 22'000. (Nein.auch eine Kanzlei in Feldkirch und konnte somit für mich in der Zivilsache dort auch tätig werden.". Ich traute mich wieder etwas mehr unter die normalen Menschen.

erstelle ich zum ersten Jahrestag meiner Folter eine schematische Darstellung (Psychogramm/Diagramm) und hatte es am 10.1998 dem UR für den Akt gebracht. (Bitte Buch nach links drehen) 117 .Nicht das ich meinen Fokus änderte. Eine Originalkopie des Schemas findet ihr auf den nächsten drei Seiten. Um vor allem den grossen psychologischen Stress und die durchgemachte Todesangst während der Gefangenschaft aufzuzeigen.04.

118 .

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120 .

Mit der Zeit war ich eher froh. wo er anlässlich seiner Anstellung ein Interview gab. sah ich ihn per Zufall am Messestand des Radio L (Radio Liechtenstein). Wie sie so sind. Herrn Frank HAUN zugeteilt. schlimmer wäre es gewesen. eher unerfahrener Jurist aus Österreich mit meinem Fall überfordert sein könnte. und dies zum letzten Mal im Januar 2002. dass Herr Haun. dass ich überhaupt einige Aussagen der Täter hatte. unter die Lupe und stellte eine ausführliche schriftliche Mappe zusammen. Meine ursprüngliche Befürchtung verflüchtigte sich. wenn sie nichts gesagt hätten. Er bestätigte mir. die über 1. Einerseits war ich froh. die Juristen und Staatsanwälte: immer hektisch erscheinend und kurzgebunden. sondern auch jene Widersprüche in den zu verschiedenen Zeiten gemachten Aussagen derselben Person. Andererseits hatte ich auch die Befürchtung. konnte ich deren Lügengeschichten einfach und klar den Behörden aufzeigen. Später. in den nächsten Tagen der Sache nachzugehen und mir zu berichten. In der Folge wurde die STA Willi vom Fall abgezogen und dem ebenfalls neu angestellten Staatsanwalt. die nichts als kostbare Zeit ungenutzt verstreichen liess. Robert Wallner seine Arbeit in Vaduz aufnahm.2000 habe ich ihm einen zehnseitigen Brief mit einer wirklich kurzen Zusammenfassung aller Ereignisse zukommen lassen. Ich sprach ihn an und erklärte ihm wer ich sei und referierte kurz über meinen Fall. die ich von den Tätern hatte. als ich ihn mehrmals zufällig entweder in den Gängen des Gerichtsgebäudes oder auf dem Platz davor in den Jahren 2000 bis 2002 traf. Während der LIGA (Liechtensteinische Industrie & Gewerbe Ausstellung) im Jahr 2000. dass mein Fall weg von der Willi war. Schon am 18. dass er an der 121 . dass sie sich immer und immer wieder widersprochen hatten. Er zeigte sich sehr interessiert und versprach mir. versicherte er mir.Ich verfiel in eine noch grösser Schreibwut und nahm jede einzelne Aussage. Darin zeigte ich dem UR und der STA die unzähligen Widersprüche auf. Neuen Optimismus in Bezug auf die Arbeit der STA in meinem Fall hatte ich erlebt. der Österreicher Dr. dass er meinen Fall sehr gut kennen würde und sich damit stark befassen würde.6 Kilogramm (!) wog.10. ein junger. als der frische und neue Leitende Staatsanwalt. Dadurch. Widersprüchlichkeiten nicht nur zwischen den Aussagen der diversen Täter.

zum zweiten Mal Spanien dazu bewegen (übrigens mit meiner vollen Unterstützung). diese für mich sehr wichtigen Worte! Es war ein schöner Wintertag. dass bei einer Gerichtsverhandlung über die Taten in Argentinien die Täter sich NIE.. Der Neubau mit sieben Wohnungen wurde von einer Liechtensteiner Aktiengesellschaft (AG). wenn 122 . dass bald ein Kriminalgericht in Vaduz über die Täter (falls sie denn zur Verhandlung erscheinen sollten) zu Gericht sitzen würden. Von meinem Drama in Argentinien sowie dem juristischen Kampf wussten sie alle nichts. In meinem Privatleben ging es auch wieder bergauf. Er wollte auf Grund internationaler Vereinbarungen bezüglich der Übernahme von Strafverfahren (via Eurojust oder so ähnlich). Ich erinnere mich sehr genau an seine. Auf diesem Weg hier grüsse ich sie alle ganz herzlich. wunderbare Freundschaften. Warum Spanien den Fall nicht abgeben wollte. Und weshalb sie auch nie ein Rechtshilfegesuch oder einen "Auslieferungsantrag" an Liechtenstein stellten. Nichts geschah von Seiten der spanischen Justiz. erfuhr niemand. Dem Gericht in Spanien war seit dem Spätsommer 1997 mein Aufenthaltsort bekannt und sie hatten auch eine Adresse von mir in Liechtenstein. und ich fuhr mit dem Mountainbike an den Rhein und war voller Zuversicht. Somit blieb der Haftbefehl aus Spanien aufrecht. die einem Deutschen aus der Nähe von Hamburg gehörte. Im Mai 1998 zog ich in eine 3-Zimmer-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus (MFH) in der Neue Churerstrasse 27 in Balzers um.pro Monat konnte ich einziehen. Für einen sehr niedrigen Mietzins von CHF 700. die pikanterweise wiederum die finanziellen Mittel dafür aus Schwarzgeldkonten einer Stiftung aus Liechtenstein erhielt. NIE aus der Verantwortung herausreden können! Zu jener Zeit hatte der UR Meier in seinem zweiten Versuch wieder keinen Erfolg. Ich wusste immer und es ist heute noch so. Ganz wie sich dies der Verbrecher Roegele wünschte. ist unerklärlich. Ich kannte den Direktor der AG gut und er machte mir ein super Angebot.Anklageschrift gegen die Täter arbeite und diese in drei bis vier Monaten fertig sein sollte. meinen Fall dort an das LG Vaduz abzutreten. NIE. Ich lernte meinen neuen Wohnort Balzers besser kennen und erlebte dort sowie im Nachbarort Triesen neue. der REAL INVEST AG gebaut.

Meine Aufgabe bestand darin. leeren Wohnungen zu führen. Die noch freien Wohnungen sollten an Kunden verkauft werden.ich "ein Auge" auf das seit Fertigstellung fast leer stehende MFH halten würde. geschrieben und gedruckt. Die Person arbeitete seit Jahren bei der Treuhand der LGT Gruppe in Vaduz. Darin hatte ich auch ein kleines Büro eingerichtet und dort fast täglich für meinen Kampf recherchiert. 123 . Ich richtete meine Wohnung mit meinen eigenen. Mehr dazu etwas später. die wiederum persönlich mit dem Direktor der besagten AG seit langem befreundet war. neu gekauften IKEA Möbeln ein. Mein Einzug in dieses MFH-Haus an der Neue Churerstrasse würde – rückblickend – eine schicksalhafte Rolle spielen. Unter mir war einige Monate vor mir eine junge Person eingezogen. die Anlage im Schuss zu halten und Kaufinteressenten durch die schönen.

den Kampf um das Geld erbittert weiterzuführen. dass erst dann das gesperrte Geld freigegeben wird. Also beim LG in Vaduz. dass die Akten aus dem Strafprozess gegen Helmut Roegele & Co. Den heuchlerischen Antrag von Helmut. sah der Sache sehr zuversichtlich entgegen. denn fast wäre es dem Täter Helmut etwas später auf Grund eines Formfehlers gelungen. selber – wie ich – entrüstet erleben müssen. die schon mal zum Gericht "springen" mussten. Das wird ja interessant. Über meine Vorstellungskraft hinaus sollte sich dieser Zivilprozess auch massgeblich an meiner steigenden Wut über die Aktionslosigkeit der Justiz im Argentinienfall entwickeln. Erfreut deswegen. mussten sie mit allen möglichen Mitteln bekämpfen. All die massiven Beweise gegen sie. Sehr unangenehm für ihn und seine Truppe (Frau und Schwager) war. dass die anderen Täter (Farmbesitzer Mariano und Söhne) sich seit der missglückten Erpressung nicht mehr ans Tageslicht getraut hatten. alles auf dem Spiel.Kapitel 4 Ein Kübel voll Schweineblut Ich war natürlich auch sehr aktiv an der Front um meine. weil diese Tatsache auch indirekt beweist. wurde – mangels Rechtsanspruch . Und ich war eigentlich hoch erfreut über die Forderung des Gerichts in Österreich. die im Sommer 1999 definitiv gerichtlich gesperrten Gelder seien ihm sofort auszuzahlen. Dennoch blieb die Sperre aktiv und Helmut wurde auferlegt.vom LG Feldkirch sowie dem Oberlandesgericht Innsbruck niedergeschmettert. unrechtmässig an meine gesperrten Gelder zu kommen. wenn ein rechtsgültiges Zivilurteil in Bezug auf die Gelder aus Vaduz vorliegt. Mein RA hatte dann sofort umfassend eine Klagebeantwortung abgefasst und beantragt. In der Folge wurde eine Zivilklage um das Geld beim LG Vaduz im Januar 2000 eingereicht. Nicht vergessen. es war ein Zivilprozess. in Österreich liegenden Gelder. kein Strafprozess! Trotzdem stand für Helmut & Co. hatte mein RA zu mir gesagt. eine Zivilklage im Wohnsitzland der anderen Partei (ich) einzureichen. auf meiner Seite mit RA Hirn. (101er) zugezogen werden. die schreiende Logik daraus. Ich. weil er nie und nimmer einen solchen Prozess gewinnen konnte. dass ihre ganze Version eine Lüge war. dass 124 . Für sie darum sehr unerfreulich. Um seine angebliche Unschuld in Argentinien (vor allem aus taktischer Sicht) zu untermauern. Der RA von Helmut in Vaduz entpuppte sich als sehr skrupellos (Er vertrat ihn auch im Strafprozess). war es für Helmut sehr wichtig. Vermutlich haben auch einige meiner Leser.

würde auf seine Quelle treffen. da waren wir. Mein monumental aufgestauter Hass auf meine Peiniger. dass Helmut (als Kläger) diesen Prozess hochgradig verlieren würde. ich könnte mich nicht 125 . Ich kannte ihn nicht persönlich.Recht haben und Recht bekommen zwei fundamental verschiedene Dinge sind. Ich hatte solche Angst. Uwe Oehri zugewiesen. leider nicht dank "gerechter Urteile" – eher wegen des Gegenteils: Es lagen schon damals einige Beschwerden bei der Justiz über ihn vor. mein RA und ich. Ich habe der STA und dem UR über die Möglichkeit von Helmuts Erscheinen geschrieben und verlangt. Der Zivilprozess wurde dem Landrichter Dr. Man muss es sich vorstellen: Es würde das ERSTE Aufeinandertreffen von uns beiden seit Argentinien sein. Der RA von Helmut hatte die Information über das mögliche Erscheinen des Ehepaares bis zur allerletzten Minute zurückbehalten. mit dem ich seit April 1997 alleine leben musste. umso aufgewühlter wurde ich. meine Folterer persönlich und leibhaftig wieder zu sehen und den daraus unbeschreiblichen Konsequenzen für mich und andererseits der euphorischen Freude darüber. ER war im Land "berühmt". Nicht dass ich die Mittäterschaft von Mariano & Co. Wie im Delirium schwankte ich einerseits zwischen der nackten Furcht. Nicht wegen dem Inhalt des Zivilprozesses. Ich hatte viele unruhige Nächte vor dem wichtigen Termin. Angst vor mir selber! Angst. Je näher der Termin kam. Mein RA aber schon. vergessen hatte. ich aber wollte unbedingt persönlich dort anwesend sein und mich nicht nur durch meinen RA vertreten lassen. bei der die STA endlich Helmut und seine Frau in die Mangel nehmen konnte. dass sie eine Neuvernehmung von Helmut wegen seiner unzähligen Widersprüche durchführten und ausserdem eine Erstvernehmung seiner Frau. uns zu 1000 Prozent bombensicher. dass dies die Gelegenheit sein würde. Dies kümmerte mich nicht gross. wirklich in Betracht ziehen sollte. Nach zwei Tagessatzungen (nur in Anwesenheit der Rechtsanwälte) im Februar und Mai 2000 wurde die Hauptverhandlung der Zivilsache auf den 20. Eben die Beiden. Ein Erscheinen von Helmut (oder auch mir selber) war von Gesetztes wegen nicht zwingend erforderlich. Es sei sehr parteiisch und seine richterliche Würdigung vorgebrachter Beweise oft abstrus. dass die STA bitte eine Verhaftung der beiden wegen "Fluchtgefahr und/oder Verdunkelung" wirklich. denn ich hatte da keine Bedenken. LR Oehri ist ungefähr in meinem Alter. Juni 2000 festgesetzt. Auch habe ich gebeten. der Täterin Salud.

Und zudem Helmut ein ganz gerissener Delinquent ist. was den Bemühungen der STA oder UR im 101er zuwiderlaufen würde. keine fliegenden Kugeln. um eine mögliche Konfrontation zu entschärfen. Wobei ich zum Schein auf ein fiktives "Versöhnungsangebot" eingehen würde. Ich wusste. das ich ohne Probleme vom "Onkel Herbert" (der Besitzer der Malbuner Spezialitäten) hätte organisieren könnte. gemäss StGB eine grobe Tat wäre. So richtete ich den Brief an Dr. ich konnte ja nicht feststellen. nachfragte. Mit Hilfe des katholischen Pfarrers von Vaduz wollte ich ihn während einer Sitzung mit dem Pfarrer in ein heimlich aufgezeichnetes Schuldgeständnis locken. dass ich bei einer Jurastudentin. dass es nicht angebracht wäre. meinen Stress zu mildern. B. den Landesgerichtspräsidenten. Ich 126 . jeden Tag seit April 1997. Ich wollte keine Gesetzwidrigkeit machen und auch nichts. Nein. ob ein Kübel davon. Was habe ich mir in den Tagen vor dem grossen Tag alles ausgedacht. wenn ich als Beklagter dem zugeteilten Richter direkt anschreiben würde. ich musste mich beherrschen. Ich wusste.beherrschen und würde etwas Dummes tun.B. dass ich das ganze Thema "Folter in Argentinien" mit der Zeit hätte verarbeiten können. Man konnte ja nicht feststellen. schreiben. Sie konnte mir keine klärende Antwort geben. Er war mit dem 101er Fall vertraut. dass er alles tun werde. Er bedankte sich für mein Schreiben per Telefon und sagte. kam ich zum Schluss. wenn ich die Folterer sehen würde. Blut. Ich entschied mich dem Gericht einen Brief zu schreiben. Dann hatte ich die Idee mit dem Blut. dass ich nicht ausflippe. Nach Absprache mit meinem RA. dass ich aus Zorn mich nicht hätte beherrschen können. um auf diese ausserordentlichen Umstände hinzuweisen. Zuerst wollte ich dem LR Oehri. Nein. bzw. weil mir bewusst wurde. Ich ging sogar so weit. So verzweifelt war ich. Zuerst dachte ich mir eine raffinierte Falle für Helmut aus. zu garantieren. Ich verwarf diesen Plan. Polizei oder Schutzpersonal) gebeten. vor allem in Justizkreisen schon lange herumgesprochen hatte. Marxer. Ich schilderte meine Ängste vor einem Zusammentreffen und dass ich einfach ausserstande sei. ich durfte unter keinen Umständen "Hand an Helmut oder seiner Frau legen". die beim LG Vaduz das Praktikum absolvierte. ihn zur Strecke zu bringen. jedes mal wenn ich aufstehe. als Einzelrichter in dieser Sache. sehe ich die vielen Narben und denke an das furchtbar Erlittene. da sich dieser aussergewöhnliche Fall im kleinen Liechtenstein. Daher hatte ich ihn um die Anordnung von Vorsichtsmassnahmen (z.

uniformiert und normal bewaffnet. Und sie spuckte mich 3 Mal an. bei mir. die ich im Kerker anhatte und seit dem Umzug ins Eckzimmer auf der Farm in meiner Tasche ausgetrocknet aufbewahrte. Nie mehr geöffnet seit April 1997. als sie sicher war. Mein Herz drohte zu explodieren und ich konnte nicht mehr atmen. Ständig dachte und sagte ich zu mir: "Warte ab Heinrich. Das ging gut. Ich antwortete auf Spanisch: "Du Hure". eines Tages kann ich sie doch noch den Tätern "zum Frass vorlegen". zurück zum Showdown beim LG Vaduz. die STA wird bald in Aktion treten. wo ich vor dem Gerichtsgebäude auf die Folterer lauerte und ihnen dort einen Kübel voll warmem Schweineblut ins Gesicht schleuderte.malte mir das Bild aus. Wer weiss. dass es niemand ausser uns hören würde und zudem sprach sie natürlich auf Spanisch: "Wir hätten dich gleich im Kerker umlegen sollen". Also. Ich und mein RA sassen am grossen U-förmigen Tisch gegenüber von Helmut und seinem RA. und ich habe sie heute noch. wir sind ja ein kleines Land. arm in arm. Helmuts RA kam kurz darauf und dann< er und sie. Ich kannte sie flüchtig. verstaut tief unten in einer Box. mich abzulenken. wie meine Narben. Ein Traum! Es ist jene Hose. Ich sah sie vor dem Gerichtssaal im Gang stehen. Die Sicherheitslösung des Gerichtspräsidenten bestand aus zwei Landespolizisten. da ich mit raschen Kopfbewegungen der Spucke ausweichen konnte. Oder ein anderer Traum: Ich stopfe die stark blutverschmierten kurzen blauen Jeanshosen den Zwei in den Hals. wobei sie kein einziges Mal traf. Wie noch nie im Leben beherrschte ich mich. Es ist. Ich war felsenfest überzeugt. erlaubte es der LR Oehri der Frau von Helmut in den Saal zu kommen und ca. dass nun endlich die STA die Hände aus dem Sack genommen hatte und eine Verhaftung der Beiden nach der Verhandlung angeordnet hatte. ein Symbol für meine Gefangenschaft und das Erlittene. aber erst dann. rechts von mir. Die Beiden Polizisten hinter Helmut. bis nichts mehr davon ersichtlich ist. Der Richter mit Sekretärin zwischen uns allen. Nach Ankunft in Liechtenstein habe ich sie in einen Plastiksack der COOP Ladenkette ungewaschen umgepackt und mit Klebeband luftdicht verschlossen. Zu unserem Erstaunen. Ich war überpünktlich vor Ort und wartete draussen auf meinen RA. Mein RA versuchte so gut es ihm gelang. Ja. du wirst deine Gerechtigkeit erhalten". fast 12 Jahre später. bis Frau Salut einen bissigen Spruch losliess. drei Meter 127 .

In einem Liechtensteiner Zivilprozess ist ein Einzelrichter wie Oehri praktisch narrenfrei. Mir wurde sehr heiss und ich bekam von dem Gesprochenen schnell nicht mehr viel mit. Ich merkte schon. dass Helmut. erlaubt es ihr. dass jetzt die STA im Gerichtskorridor auftauchen würde und den beiden. Er war an einer Vollzulassung nicht interessiert. Ich musste mich so brutal unter Kontrolle halten. Sie fragten sich auf Spanisch. Zeugen werden nur dann in den Saal gerufen. Ich hoffte so sehr. die sich vor seinen Augen abspielte. als ich meine Antworten auf seine Fragen und die des RA von Helmut gab. Der LR war zum Schrecken von mir und meinem Rechtsanwalts seit Prozessbeginn sehr auf Seiten von Helmut. dass das Verbrecherehepaar wegen der zwei Polizisten stark irritiert war. Aber nein. erlaubte es sogar. oder zumindest Helmut. Ich brachte fast kein Wort aus mir heraus – und das will was heissen! Nach mehreren Stunden war die Tortur vorüber. an der Wand. Der LR Oehri hat meinen Antrag auf Zuziehung der Gerichtsunterlagen des Argentinienfall (101er) nur sehr widerwillig. wenn er sich in seiner Aussage gerade widersprochen hatte. wenn deren Aussage dran ist. trotz Proteste seitens meines RA. Für mich war die Anwesenheit der Folterer unerträglich. auf Spanisch bei seiner Frau nachfragen konnte. in der ich mich mit den "Klägern" befand. was er als Beweise "würdigen" möchte oder eben nicht. die ganze Zeit im Saal präsent zu sein. Obwohl ja der Zivilprozess nur daraus resultierte. Platz zunehmen. Warum? Sie war ja nicht die Klägerin sondern eine Zeugin von Helmut. einen Haftbefehl unter die Nase reiben würde. Mein Anwalt machte sich grosse Sorgen.von mir. vermutlich ganz seltene Konstellation. Es war grausam! Dir Frau von Helmut versuchte mich aus der Fassung zu bringen. wie es "denn genau" gewesen war und er dann – auf Deutsch – die "korrigierte" Antwort dem LR gab. indem sie mich wie eine Irre ständig anstarrte. Ich wartete auf das. um ihn 128 . Bescheid wusste. LR Oehri. und mit massiver Verzögerung beantwortet. dass die Erpressung von Helmut (zumindest) finanziell keinen Erfolg hatte. er wollte meine Beweise und Argumentation in der Verhandlung nie fertig anhören und unterbrach ständig meinen RA und auch mich. was jetzt geschehen wird. obwohl er ja über diese ausserordentlichen . warum die Polizisten hier seien. Er genoss es augenscheinlich die ganze Tragödie. mit Gesicht zum Richter. Den LR Oehri interessierte das einen feuchten Scheissdreck. Auch wurden praktisch alle meine Anträge auf Beweisaufnahme von ihm abgelehnt. der LR Oehri.

endlich aktiv zu werden und eine Überführung der Täter in Untersuchungshaft anordnen. ohne dass irgendjemand sie anhielt. Da ansonsten beide wieder ins Ausland verschwinden würden und deren Auslieferung langwierig und komplex sein würde. ob die STA sie zur Einvernahme vorgeladen hat. aber sie würden dies zuverlässig nachholen. dass die STA dann eben einen internationalen Haftbefehle gegen ihn ausstellen würde und die Auslieferung beantragen würde. Es kam zur zweiten Verhandlung am 19. dass die persönliche Anwesenheit meiner Foltere während der Gerichtsverhandlungen mich absolut starr und aktionslos machte. Auf meinen Verweis hin.2000 und später auch einer Streitverhandlung im April 2001. LR Oehri brachte es ausserdem fertig. dass beide einfach so aus dem Gebäude laufen konnten. um 129 . ob die STA nun endlich die erforderliche Neu. Deren Antwort: Lassen Sie uns unsere Arbeit so machen.bzw. obwohl ich auf glühenden Kohlen sass. Vor jeder Verhandlung informierte ich wiederum schriftlich die STA und den UR und hatte abermals gebeten.anschliessend abzuführen. die Gelegenheit zu nutzten. auch mein Anwalt staunte darüber. kontaktierte mich die STA via Telefon. Am selben Tag habe ich herausgefunden. Alle Beteiligten merkten sofort. sagte man mir. Das ergibt doch keinen Sinn. geschweige denn ansprach. Und jedes Mal haben Helmut und seine Frau mich mit bissigen Randbemerkungen zur Weissglut gebracht. dass eine der längsten Verhandlungen sogar ohne meinen RA stattfinden konnte. Ich verstand nichts mehr. Ich musste still sitzen. ja nicht einmal in der nahen Schweiz übernachtet hatten. Ich habe nach aussen hin nicht mehr darauf reagiert.10. Ersteinvernahmen der Täter vollbracht hatte. Ich steigerte mich in einen Wutanfall hinein und mein RA hatte wirklich Mühe mich zu beruhigen. dass. er nie wieder in Liechtenstein auftauchen würde. Aber nichts geschah. Sie hatten Angst (vor einer Verhaftung oder Ähnlichem) und hatten sich ein Hotel in Feldkirch. wie wir es für richtig halten. immer noch vor dem LR Oehri. in Österreich gebucht. widersprach ich. Er hatte seine Amtsgewalt geschickt genutzt. dass sie nicht in Liechtenstein. wenn Helmut von der ihm ja bald zu präsentierenden Anklage der STA wegen Argentinien erfahren würde. Bevor ich selber abklären konnte. Man konnte keine Einvernahme "organisieren". sagte er mir. Wir werden ja später im Akt lesen können.

weil ich bei Gericht um Verfahrenshilfe . als Zeugin für Helmut zur Verfügung stehen würde. eine Minute länger und ich hätte mir alle Knochen meiner eigenen Hand gebrochen.gebeten hatte. Das ist doch fundamentalstes Zeug jeder Gerichtsverhandlung. ständig im Gerichtsaal präsent sein konnte. jedes Mal die Sache noch ein Stück schlimmer machen konnte. wieder hatte der LR Oehri es zugelassen. noch heute einen Wutausbruch und Nervenzusammenbruch auslösen und die Haare 130 . Er hatte dies bewusst so gewollt. dass eine Schweizer Treuhänderin. Ich. Verflucht noch mal. sodass ich deswegen noch mehr in Wut gerate. Wie bitte? Die Erwähnung ihres Namens dürfte bei vielen ihrer ehemaligen über 1000 deutschen Kunden. dass es ganz. dass mein RA teilhaben konnte (der Grund dafür war. ohne mein Anwalt im Saal. Ich bin mir ganz sicher. Um mich zu plagen! Was hatte ich dem Oehri angetan? Nichts! Ich habe mich so. solange sie nicht selber dran ist mit der Aussage. Und dann war ich noch alleine. da meine eigenen Mitteln zu Ende gingen). Dieser bestätigte übereifrig alle Angaben des Klägers. dass die Frau von Helmut. Man muss sich das mal vorstellen: Ohne Übertreibung kann ich wirklich sagen. ganz ausserordentliche Umstände bei diesem Zivilprozess waren und LR Oehri. buchstäblich eine Minute vor Verhandlungsbeginn zu verhindern. so stark zusammengerissen. der mich schon bisher im Verfahren ständig genötigt bzw. ohne Rechtsbeistand. Diese waren komplett diametral zu dem was im öffentlich-rechtlichen (!) Notarvertrag über den Wohnungskauf stand. nicht nur um dem Kläger einen Vorteil zu geben. gedemütigt hatte.Uebernahme der Anwaltskosten . war ausserstande den Zeugen richtig zu befragen. weil seine Zeugin ja den ganzen Prozess hautnah mitbekommen hatte und dadurch ihre eigenen Aussagen dementsprechend hätte modellieren können. vor allem jenen aus dem süddeutschen Raum. Ich konnte meine Gedanken nicht auf das Wichtige konzentrieren. eine "Zeugin". dass der LR Oehri dies zugelassen hatte. drei vor meiner Nase sassen. weil ständig die zwei verdammten Folterer zwei. Bei dieser Verhandlung brachte Helmut sogar einen (gekauften) Zeugen aus Spanien mit. LR Oehri nickte nur eifrig in Richtung Kläger. Warum hat er dies erlaubt? Eine Zeugin im Verfahren hat absolut nichts im Saal zu suchen. so fest hatte ich meine Hände zusammengepresst. Eigentlich konnte ich mich auf nichts konzentrieren. Des Weiteren wurde von Helmuts RA angekündigt.mittels Paragraphenreiterei und Ausnutzung von Fristen. Frau Rita Hauser aus Rorschach am Bodensee. weil ich fortwährend an Argentinien denken musste.

Als ich erfuhr. verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert zu werden. hatte sich Helmut verplappert und bestätigt.und Internetmedien berichteten ausführlich darüber. in Liechtenstein. dass ich einen Teil des Kaufpreises für die Wohnung an sie ausbezahle. Der Grund dafür lag darin. fast zu spät. dass sie befürchtete. Sie liess sich nur schriftlich per Rechtshilfegesuch aus Liechtenstein an die Schweiz mit Hilfe eines Richters in Rorschach zur protokollierten Aussage bewegen. Nach einem Telefongespräch mit ihr im Jahr 1996. Ihre Zeugenaussage wurde vom LR Oehri mit Jubel in den Zivilprozess assimiliert und er merkte nicht einmal. Helmut erzählte mir aber im Jahre 1996 (dem Jahr des Wohnungskaufs). dass sie eindeutig über Dinge berichte. Er verletzte meine Rechte im Verfahren mehrmals.(sofern sie noch welche haben) "wie elektrisch geladen" zu Berge stehen lassen. Darin warnte ich LR Oehri vor der äusserst zweifelhaften Zuverlässigkeit einer möglichen Aussage seitens der Treuhänderin Hauser. Offenbar hatte Helmut sie "in der Hand". Meine Einwände gegen 131 . oder gewesen war. Ich kannte sie nicht. annullierte ich. Dies hatte den LR Oehri aber gar nicht gestört. Die Print. eine mögliche Zahlung an sie. Ausgerechnet sie! Frau Rita Hauser war seit Mitte der 90er in einen grossen Anlage-Betrugsskandal verwickelt und von der Schweizer Justiz seit 1994 strafrechtlich verfolgt. sehr anrüchig vor. Erst im erzürnten Streit um ihre Person als Zeugin. Obwohl es nur ein paar KM zwischen Rorschach und Vaduz sind. kam mir ihre Geschichte sehr. habe ich für das LG Vaduz ein Schreiben aufgesetzt und öffentlich bekannte Dokumente beigelegt. die sie gar nicht wissen konnte. dass sie Helmut als Zeugin für Vaduz "helfen" sollte. dass er ein oder mehrere Tage vor ihrer terminierten Aussage beim Gericht in der Schweiz extra von Spanien zu ihr nach Hause gereist sei und sie genau instruiert habe. dass ihr – wenn es publik gemacht würde – sehr schaden würde. dass er eine Art langjähriger Geschäftspartner der Treuhänderin Hauser ist. Nach weiteren Abklärungen in Schweizer Bankenkreisen. Interessanterweise traute sie sich selber nicht nach Vaduz zur Zeugenaussage. Sie soll ihre Kunden um über 70 Millionen CHF betrogen haben. da sie ihm als Gegenleistung für frisches Geld (für ihren angeblichen juristischen Kampf gegen eine US-Bank in Lugano) eine hohe. Die beiden hatten sich zwar zerstritten. machten nun aber wieder Geschäfte zusammen. fette Geldsumme versprochen hatte. Er wollte ursprünglich. er musste etwas aus ihren vergangenen gemeinsamen Geschäften wissen.

Aber dennoch die Aussage mir gegenüber. dass ich mich auf die Angaben und diesbezüglichen Aussagen seitens der STA verlassen musste. 132 . der Richter irre sich oder sei inkompetent die komplexe Sachlage richtig zu beurteilen. wieder und wieder<. danke für dieses äusserst "gerechte Urteil". die vor Gericht verlieren. Ich kann es heute immer noch nicht fassen. "Danke" für den unerwarteten Sieg für Helmut. Punkt. Man stelle sich dies vor. Eine Nicht-Öffentliche Obergerichtsverhandlung war für den Oktober 2002 anberaumt. dass ihnen hier in Liechtenstein im 101er-Verfahren offenbar nichts passiert. dass die Staatsanwaltschaft schon das richtige tue. Wieder. weil ich fest im Glauben war und auch im Glauben gelassen wurde. dass sie hart an der Arbeit sind. Nun gut. Das Urteil in erster Instanz in meinem Zivilprozess wurde im Oktober 2001 gefällt: Ich verlor den Prozess. er wurde noch dafür belohnt! Was für ein beissender. Keine Verhaftung! Keine Einvernahme! Nichts. Nicht nur hatte es den Helmut bis heute geschafft. Und ich Idiot habe mich zurückgehalten. er hatte so etwas noch nie erlebt. vor allem gefühlsmässiger Schock für mich und "Verbrecher-Sieg" für ihn: Anstelle die in Südamerika erpresste Summe mit dem anderem Verbrecher Mariano teilen zu müssen. Demzufolge waren sie bei jedem Besuch selbstbewusster aufgetreten. Sie war die Behörde. vielleicht war ich zu naiv. Wie Recht ich aber hatte. zu schreien. Was für ein Hohn musste ich erdulden. Helmut & seine Frau haben schnell gemerkt. Was soll ich da noch sagen?!?!? Mein RA war ausser sich. Natürlich bin ich mit dem Urteil vom Erstgericht sofort in Berufung gegangen. als Frau Hauser in der Schweiz angeklagt wurde und die STA 10 Jahre (!) Haft verlangte. nein. Im Januar 2006 wurde sie mit medialer Begleitung dann wegen gewerbemässigen Betrugs und Geldwäscherei zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Darum hier an dieser Stelle eine grosses "Dankeschön" an den LR Uwe Oehri. es ist immer einfach für diejenigen. sich der Verantwortung seiner schweren Verbrechen in Argentinien zu entziehen.die Glaubwürdigkeit dieser Treuhänderin wurden erst gar nicht vom LR Oehri zu Kenntnis genommen. Aber zu meiner Verteidigung muss anerkannt werden. weil ich fest im Glauben war. Wieder schlief die STA. Sie hat die Autorität. Aber hier war es ganz anders. Ich weiss. zeigte sich später. erhielt er ALLES. Aber ich bin doch nur zum Narren gehalten worden. über mich als Mensch und über mein Vermögen.

Die Person meinte auch. die Wege in Vaduz sind eben auch "Strassen-Parkmässig" sehr kurz.Kapitel 5 Die Welt des schmutzigen Geldes Nun zurück in meine andere Weltordnung. liebe Freunde und sinnvolle Freizeit ! Der Zufall wollte es. dass ich mich langsam aber sicher wieder in die normale Welt begebe. Mit Ausnahme des Erdgeschosses. Der Ausbau beinhaltete sogar einen begehbaren Panzerschrank im dritten Stock sowie eine spezielle. der Arbeitgeber derjenigen Person. wie die Person mir in der Tiefgarage sagte: "Du solltest mal wieder was Sinnreiches tun und nicht nur hier zu Hause herumhängen". gegenüber dem traditionellen Feinschmecker Restaurant der Familie REAL. wo diverse Läden einziehen sollten. Das neue Gebäude – im Städtle 28 . Die Parkebene zweites UG ist öffentlich und hat eine befahrbare Verbindung unter dem Kunstmuseum hindurch zur Parkgarage der Vaduzer Post. eine Welt bestehend aus guter Arbeit. Auf dem unterirdischen Weg dorthin kann man praktischerweise auch in die Gebäude und Büros der Staatsanwaltschaft. Die 133 . Die LGT Treuhand residierte im Städtle 18 und wenn ich mich nicht irre. war es das ehemalige alte Postgebäude in Vaduz. Die LGT zahlte den fast 10 Millionen CHF teuren Innenausbau selber und hatte einen langjährigen Mietvertrag in der Tasche. dass ich mit meiner diversifizierten Ausbildung und Beherrschung mehrerer Fremdsprachen ideal für das Projekt bei der LGT Treuhand wäre. Die LGT Treuhand plante für den Frühling 2001 einen Umzug in ein super modernes Bürogebäude.gehört der Gemeinde Vaduz. die im selben Haus in Balzers wohnte wie ich. deren Zufahrt sich in der öffentlichen Parkebene des ersten Untergeschoss (UG) befindet. dass im Herbst 2000 die LGT Treuhand (die Treuhandfirma des Fürstenhauses). wurde es Zeit. Ich erinnere mich noch genau. waren alle oberen drei Stockwerke exklusive für die Treuhand reserviert. gleich neben dem Kunstmuseum Vaduz. Die Person wusste ja nichts von Argentinien und meinem Kampf. (später auch zu) der FMA und FIU gelangen. aus Vaduz dringend geschultes Personal für ein kurz zuvor fertig geplantes Projekt brauchte. Trotz der sich Jahr für Jahr anhäufenden starken psychologischen Schläge für mich und den einigen nur mit dem Kampf für die Gerechtigkeit ausgefüllten Jahren. von aussen nicht erkennbare Panzergarage.

Nicola Feuerstein hatte eine fortschrittliche Vision "vom Papierlosen Büro". Kein Kunde setzt seinen Fuss via den Haupteingang auf Ebene Grundgeschoss (Schlossseitig) in die Treuhand. der CS oder UBS in Zürich. so erinnere ich mich) angeeignet und war für den 134 . Er wollte ein modernes Arbeitsumfeld für alle damals ca. dort wo das grosse Schild "LGT Treuhand" hängt. Die beinhaltete wegen der begrenzten Aufbewahrungskapazität im neuen Gebäude (im Städtle 28) in der Zukunft so wenig Akten und Dokumente wie möglich in den Schränken der Kundenbetreuern oder SachbearbeiterInnen liegen zu haben. Man will damit nicht in Verbindung gebracht oder davor gesehen werden. bis das Tor. Die Connex AG hatte sich gute Fertigkeiten mit der Digitalisierung von Bankkundendaten (u. Ich persönlich fand die Panzergarage im JamesBond-Stiel sehr aufregend. Eine weitere Besonderheit: die diversen verdeckten Eingänge zur Treuhand.).a. Kurz vor der Ankunft beim LGT Treuhand Gebäude nehmen sie Kontakt mit ihrem Kundenbetreuer auf. Dr. um dann rechts vom öffentlichen Lift/Treppe durch das von Geisterhand automatisch geöffnete Panzertor hinein auf den Abstellplatz zu fahren. Was braucht eine Treuhand eine Panzergarage? Eine Bank: ja. dann fahren sie in die normale. Das Angebot von XEROX Schweiz AG bekam den Zuschlag. Verrückt und Genial! Wer plant und baut schon eine Türe in der Kurve einer Tiefgarageneinfahrt. Die Kunden kennen die diversen Türen. die Firma CONNEX AG. UG. 80 ständigen MitarbeiterInnen schaffen. dem so genannten "eDoc"-Projekt. UG und dem 2. Erst dann konnte man intern die andere kleinere Panzertüre. UG. die sich noch mit dem eigenen Auto nach Vaduz trauen. logisch! Man darf aber diejenigen Treuhandkunden nicht vergessen.B. elektronisch entriegeln. Dadurch können jene Kunden. die ihre dicke Kohle in BAR im eigenen Auto oder im Mietwagen nach Vaduz kutschieren. z. mittels einer verstecken Kamera immer kontrollierund steuerbar. hinter ihm wieder vollständig geschlossen war. Der Kunde sollte im Wagen eingeschlossen sitzen bleiben. via Tiefgarageneinfahrt bei der Post ungesehen bis zur LGT heranfahren. die Türe fast noch in der Kurve der Tiefgarageneinfahrt zwischen dem 1. Diese wiederum engagierte einen Subunternehmer aus Chur im Bündnerland. Der neue Chef der Treuhand. bzw. angeordnet worden. öffentliche Tiefgarage (1.Verbindung zwischen den Parkgaragen der Post und der LGT ist auf Betreiben der LGT bautechnisch geöffnet. die in das Bürogebäude der Treuhand führt.

Da das normale Kundentreuhandgeschäft weiterlaufen musste. Die zu verwendende Software und Plattform war die DOCUWARE. drei bis vier Monate befristete Stelle war.und Gerichtskreisen war mein Fall sehr präsent und oft diskutiert worden. war ich mir nicht sicher. alle Dokumente der aktiven und passiven Mandate der LGT Treuhand einzuscannen und einem neu zu schaffenden Treuhand spezifischen Index (dem benannten Belegartenkatalog = BAK) zuzuordnen. Da meine 100-prozentige Konzentrationsfähigkeit in Argentinien gelitten hatte. konnte die LGT Treuhand nicht auf den bestehenden Mitarbeiterpool für das Projekt zurückgreifen.. Eine Dokumenten-Verwaltungs-Datenbank. Die XEROX lieferte die Maschinen und die Connex AG war für das Personal zuständig. auch kennt im kleinen Vaduz jeder jeden. sie es kurz nach meiner Anstellung sowie erfahren würde.oder Treuhandsektor gehabt. Auch solche. die speziell für die Unterschiedlichkeit von Treuhandunterlagen (um-)programmiert wurde. In Juristen. Der Reiz für mich bei diesem Job lag daran. die bei der LGT Treuhand arbeiten. dass es die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit (zwischen ca. Natürlich war da auch mein internationaler Haftbefehl aus Spanien. war mir ganz klar. abgesehen vom einem "Bombenlohn". Ich kannte flüchtig mehrere Mitarbeiter. immer mit offen Augen (und ich kann auch sagen "langen Ohren" – nicht zu verwechseln mit „langen Fingern‚) durchs Leben fliegender Liechtensteiner. 60-80 %) gab und es eine auf ca.Auftrag bestens gerüstet. Alle potentiellen zukünftigen Teammitglieder mussten sich einer strengen Sicherheitsprüfung seitens der LGT Gruppe unterziehen: schliesslich ging es um hochgeheime und ultimative Kundenunterlagen tausender Stiftungen.. waren mir aber die "Finessen" des heimischen Finanzsektors absolut bekannt. Anstalten und anderer Gesellschaftsformen Liechtensteiner Briefkastenfirmen. Es mussten eigens rund 30 neue. Obwohl ich es bis anhin in meinem Privatleben in Liechtenstein gut "verstecken" konnte. fachkundige Mitarbeiter angeheuert werden. In der zweiten Woche im Oktober 2000 habe ich einen Mitarbeiter 135 . ob ich die Erwartungen für einen solchen Job erfüllen konnte. die in der treuhandeigenen Rechtsabteilung tätig waren. Als ein aufgeweckter. Ich hatte noch nie eine Arbeitsstelle im Banken. Nach ein paar kurzen Telefonaten und Abklärungen sah ich eine hypothetische Möglichkeit mich bei der LGT via der CONNEX AG zu bewerben.. dass wenn ich nicht offen mit der LGT bin. der mir immer noch zu denken gab.

Ich musste diese Unterlagen für drei Tage in den Händen der Rechtsabteilung lassen. dass ich mich evt.jener Abteilung angerufen und um ein Treffen gebeten. Die LGT Treuhand hatte also eine Woche bevor ich dann am 16. und auch heute noch. Während jener Zeit. Die vorgeworfenen Taten lagen u. Ich erinnerte mich damals auch.auch. wenn gegen "Mitarbeiter" internationale Haftbefehle bestehen. Ich wurde gebeten doch am nächsten Tag in die Treuhand zu kommen. Und sie mündlich auf dem Laufenden zu halten. für die Mitarbeit im laufenden Projekt e-Doc / DOCUWARE bewerben möchte. sind die zwei bekannten Treuhänder im Treuhandgeschäft in Liechtenstein tätig. Sie erkannten . Die nun von Seiten Hans-Adams im Frühling 2008 geäusserte Behauptung. Nach Prüfung und Durchsicht der Faktenlage durch die Leitung der Rechtsabteilung stelle der internationale Haftbefehl kein Problem für sie dar. aus humanitären Gründen. Hauptsächlich. dass seit dem Jahr 1999 in den Medien (sporadisch in Liechtenstein und mehr in Deutschland) immer wieder Berichte auftauchten. Daher bedeutete es für die Liechtensteiner Finanzwelt (incl. und dies war für Deutschland empörend. Am vierten Tag wurde ich angerufen und gebeten wiederum ins Büro zu kommen. Oktober 2000 via Connex AG die Arbeitsstelle antrat. In einem Kundensitzungszimmer zeigte ich alle Unterlagen zu Spanien und Argentinien und erläuterte ohne Ausnahme den Stand der Dinge. niemanden in der Firma davon zu erzählen. Ich erwähnte. Der Oberste Gerichtshof in Vaduz konnte eine Trennung (im Falle einer Auslieferung) von ihren Familien (mit Schulpflichtigen Kindern) den zwei gut in Liechtenstein integrierten Treuhändern NICHT zumuten. dass die Anschuldigungen seitens der Täter weder Hand noch Fuss hatten. die mitsamt Familien in Liechtenstein lebten und je einen internationalen Haftbefehl eines Berliner Gerichts (ich glaube es war vom Gericht Tiergarten oder Tempelhof) am Hals hatten und Deutschland deren Auslieferung von Liechtenstein verlangte. über die zwei (Schweizer?) Treuhänder. im Detail Kenntnis über meine "juristischen Angelegenheit". was ich dann stets tat. die LGT wusste "von nichts" – 136 . im Bereich des (Steuer-)Betrugs und anderer schwerer Delikte. so wurde mir mitgeteilt. der LGT) keine Aufregung.a. Sie baten mich nur.im Rahmen des Möglichen . Die Liechtensteiner Justiz entschied sich schlussendlich gegen eine Auslieferung der beiden nach Deutschland.

es gab schon Platz. dass die LGT Leute in ihrer heiligsten aller heiligen Abteilungen einstellt. wie sie die internen Geschäftsabläufe organisiert. Der ursprüngliche Plan der LGT Treuhand war. wie z. moderneren Arbeitsweise nicht abgeneigt. Natürlich steht es der LGT Treuhand frei. interne Aktenvermerke) dem Kunden: die LGT Treuhand bewahrt sie nur für ihre Kunden auf. alle von ausserhalb. Das heisst. lag daran. teils auf dem Gemeindeparkplatz hinter dem (alten) Bürogebäude aufzustellen und jeweils mit Sicherheitspersonal zu bestücken. würde man sie den fragen. würden dann unter strenger Aufsicht die nötige und zeitraubende Vorarbeit zum Scannen erledigen und dann die ganze Kundenmappe jeweils in den Container. Dieser war natürlich "Ohne Eintrag". Vor allem unter den älteren. Die neuen Mitarbeiter. da ich keine Vorstrafen hatte. Anstalten etc. Viele Kundenberater waren zwar der beabsichtigten neuen. tragen. ob sie einer Digitalisierung ihrer Kundendaten zustimmten. vertraten aber die Meinung. nämlich. wo die grossen Scanner stehen würden.B. die einen Haftbefehl ausstehen haben. gehören alle Dokumente (mit wenigen Ausnahmen wie z. aber nur im verwinkelten Keller zweier (nur oberirdisch) miteinander verbundener Gebäude. langjährigen Kundenbetreuern. hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. Feuerstein nicht ganz unumstritten. die für das e-Doc-Projekt nötig waren. drei bis fünf grosse Schiffscontainer oder dergleichen teils auf dem firmeneigenen. bei Peter Meier herrschte die Meinung vor. dass die grosse Mehrheit ihrer Kunden. Weder dort noch anderswo! Schon mein erster Arbeitstag war sehr spannend und ich lernte den Vertreter der XEROX (Schweiz) AG und den Boss der Connex AG persönlich kennen.entspricht NICHT der Wahrheit. Dass man überhaupt auf die Container kam. da er unbedingt die Realität verheimlichen möchte. Rechtlich gesehen. dass alle Büros im alten Gebäude ja schon vom bestehenden Mitarbeiterstab belegt waren und einfach kein Platz für die bis zu 30 Personen. Wie alle neuen Mitarbeiter musste auch ich einen aktuellen Strafregisterauszug (ausgestellt vom LG Vaduz) vorlegen. man müsse die jeweiligen Kunden (also die Begünstigten der Stiftungen. vorhanden war. Im Übrigen war die ganze Idee des papierlosen Büros von Dr.B. einer 137 . Die Idee der Container wurde schnell verworfen. Aber ich verstehe ihn.) anfragen.

Schweizer und Österreicher deren Unterschied in Ausbildungen. aber der jungen Mitarbeiterin. bevor die Treuhand im Frühling 2001 in das neue Gebäude einziehen würde. die Kunden erst gar nicht zu fragen und teilte dem Rest der noch besorgten Kundenberater mit. Dr. Die meisten arbeiteten in Teilzeit. sich von diesen Räumen fernzuhalten. Länger als drei bis vier Stunden am 138 . da das ganze Projekt fertig sein musste. Man erinnerte sich noch sehr gut an die Katastrophe resultierend aus dem CD-Diebstahl im Treuhandbüro Dr. die schwanger war. zentral auf CDs oder DVDs speicherte. nichts anders übrig: wir richteten es uns in den circa acht Kellerräumen. bestehend aus der Leitung der Treuhand und externen Beratern.Digitalisierung NICHT zustimmen würde. dass Dr. wurde empfohlen. Seine "neuen Wege" waren nicht nach jedermanns Gusto. da die zu erledigenden Aufgaben höchste Konzentration abverlangte. Feuerstein damals erst kürzlich zum Chef der LGT Treuhand ernannt wurde und er von ausserhalb der LGT Gruppe kam. welches nebenbei das erste Treuhandbüro in Liechtenstein war. Batliner. Der Zeitfaktor spielte auch eine Rolle. Immer zwei bis vier Mitarbeiter teilten sich einen Raum. Die Wände waren sehr feucht und der über die Jahre angesetzte Staub in den Akten war auch nicht gerade ein Segen für unsere Lungen. verteilt auf die zwei Gebäude. Wir waren eine bunt gemischte Truppe: Liechtensteiner. Alter. Jeweils in einem eigenen Raum standen die zwei Monster-Scanner von XEROX. Engagement und Moralverstellung nicht grösser hätte sein können. dass sie entweder die neuen Methoden akzeptieren oder sich halt anderweitig (nach Arbeit) umschauen müssten. so gut wie es eben ging ein. Dies vor allem aus Angst. dass die Kundendaten elektronisch. War er nicht. Darum blieb uns. ganz zu schweigen von der Luftqualität. Die Leitung der LGT Treuhand entschied sich. Einige Damen verlangten nach Tests. Der eigentliche Start war durch das Projektteam. ob der gut sichtbare Pilz an gewissen Wänden mit nördlicher Ausrichtung gefährlich sein könnte. Dazu muss man auch wissen. Schon kurz nach dem Start unserer Arbeit sollte sich der Aufenthalt in den Kellern (ich schätze mal gebaut in den 60er Jahren oder gar früher) für einige von uns gesundheitlich negativ auswirken. etwas zu hastig geplant und daher mit einigen Denkfehlern behaftet. um zu klären. der extra dafür mit alten LGT Büromöbeln ausgestattet wurde. dem e-Doc-TEAM.

also nicht geteilt wurden oder in den Weiten der "Bits und Bytes" verloren gingen. Es gab 139 . Aber mit ausreichend Gründlichkeit und Frohsinn schafften wir es tagein. und dies war auch ein Hauptfaktor der sich anbahnenden massiven Zeitverzögerung. Der moderne Scanner hasst alles was nicht die Norm ist. – das Wichtigste – gemäss dem BAK vollständig indexiert wurden. Um diese dritte Stufe überhaupt fachgemäss auszuführen. Stapelweise holten wir die Kundenakten in den kleinen Büros der Kundenberater ab und führten strenges Protokoll über was.Stück mit voller Achtsamkeit war nicht drin. Die Arbeit war für mich an und für sich sehr interessant. Briefen und auch Grusskarten (der Kunden) oder sonstiges ansammeln. Französisch. d. Das letzte was wir nach stundenlangem Aktenwälzen noch machen wollten. Der Hauptteil meiner Verantwortung lag darin sicherzustellen. Daher war es ideal wenn wir diese Sprachen mehr oder weniger beherrschten. 2. das uns jeweils beim Eintreten oder Verlassen des Gebäudes kontrollierte. im Computersystem "zusammen blieben". Wir konnten darüber nur lachen. dass sich im Leben einer Stiftung unzählige verschiedene Arten von Belegen. der richtigen (original) Mandatsnummer zugeteilt wurden und 3. Englisch. Deutsch. war sicher nicht die Arbeit auch noch nach Hause zu nehmen. wann und warum weggetragen wurde. in unseren Taschen nachschauten ob wir evt. Wir sassen "da unten" im Keller und die Creme de la Creme der Kundenberater plus deren Sachbearbeiterinnen "oben". musste ich und meine dafür geschulten Teammitglieder ALLE einzelnen Dokumente durchlesen und dann entsprechend dem BAK-Index abschliessend unter der Mandatsnummer elektronisch speichern. Spanisch und Italienisch waren die üblichen Sprachen. von wem. in der die LGT Treuhand mit ihren Kunden kommunizierte. Jeder Akt gelangte in die so genannte AVOR.h. Dort wurde der Akt von allen Büro-.und sonstigen Klammern befreit um dann stapelweise – wenn es geht ohne ein Blatt zu verlieren – in den Scanner gefüttert zu werden. Heft. dass die nun eingescannten Dokumente 1. Viele Dokumente waren sehr alt oder für die AVOR äusserst knifflig. Das Problem bestand darin. die Arbeitsvorbereitung. tagaus. Über den ganzen Zeitraum des Projekts wurde an den Personaleingängen der Treuhand externes Sicherheitspersonal postiert. Kundendossiers mitlaufen lassen. Die LGT Treuhand hatte Kunden aus aller Welt.

beim Finanzamt. Der Stiftungsrat eröffnet im Namen der Stiftung dann die Bankkonten. Der Treuhandkunde transferiert sein Schwarzgeld auf die Konten der Stiftung. Das Beistatut einer Stiftung hält fest. die keine Stiftung. Oft ist es so. Der Treuhandkunde. dass ein Treuhandkunde eine grössere und intensivere Beziehung zu seinem Kundenberater hat. das wiederum im Akt landet. einfacher‚ direkter 140 . Belege oder sonstige Bankkorrespondenz. wann. Oder – oh Schreck .B. neben den meist beträchtlichen Bankkonten auch Immobilien.B. Nicht das der eine Bankauszug versehentlich beim Kunden oder schlimmer beim Nachbarn in Deutschland im Briefkasten landet. wer. hier ein paar kurze. von offizieller deutscher Seite aus) nicht nachvollzogen werden kann.B. sodass ein direkter (offener) Bezug zwischen ihm und der Stiftung (z. vereinfachte Erläuterungen: Der Treuhandkunde ist im Vergleich zum reinen Bankkunden ein sehr komplexes Wesen. Also der berühmte "Paper-Trail" (nahtlose Nachvollziehbarkeit jeder Transaktion) geköpft wird. die zu 100% bei der Bank zurückbehalten und dort gelagert wird. Für diejenigen unter den Lesern. die bis zu 300 hatten. Bilder. die nur 80 – 100 Einzeldokumente (mit jeweils einer oder mehr Seiten) hatten. wieso und wie hoch als Begünstigter von dem Vermögen profitieren kann. oder solche. die der Stiftung gehören. Patente. Anstalt oder AG in Liechtenstein besitzen oder wenig Wissen darüber haben. Der reine Bankkunde in Liechtenstein hat ein oder mehrere Konten direkt bei der Bank selbe. dass die Stiftung direkt oder mittels unterliegenden Offshorefirmen (andere rechtlich eigenständige Gesellschaften aus Liechtenstein oder anderen Steuerparadiesen wie z. Prinzipiell bleibt er (und andere die er benennen kann) Kraft dem so genannten Beistatut Begünstigter der Stiftung und somit aller Gelder und sonstigen Aktiven. Dies natürlich auf hoch komplizierten und raffinierten Umwegen. eine rechtlich eigenständige Liechtensteiner Stiftung aus. Generell kann gesagt werden. eben der eher Superreiche und/oder Übervorsichtige wählt z. Panama oder den Britischen Jungfrau Inseln). indem er diese durch die Treuhand gründen lässt. Beim Bankkunden ist alles Schwarzgeld ist im Namen des Kunden auf seinem eigenen Konto gelagert. Yachten und dergleichen besitzt und kontrolliert. als ein „normaler.solche Akten. All diese "Besitztümer" einer Stiftung produzieren eine Flut an Papier. erhält Auszüge.

vor allem wenn es Auswirkungen auf das jeweils aktuelle Beistatut hatte. die neuste Anschaffung. Der BAK war in 12 Hauptgruppen und diese in rund 120 Untergruppen eingeteilt. << "Nein. Kinder oder sonstige Familienmitglieder. stand immer prominent am Anfang jeder Kundenbeziehung und wurde auch als Verkaufsargument für eine Gesellschaft aus Liechtenstein verwendet.a. zwischen der Stiftung und der Bank wo die Konten sind oder der Stiftung und einer Immobilienfirma. Unabwendbar bekam man den Eindruck. das grösste Konto? "Oh< hier ist einer mit 8 Mio. 141 . Denn viele Kunden erzählten ihren Kundenberatern auch im Detail wie es "zu Hause" oder "im Geschäft" zu ging. Und was wir da alles zu lesen hatten! Die geschäftsbedingte Korrespondenz (z. dass wir als Treuhand aus dem Leben des Kunden oft mehr wussten als seine Frau. die längste Luxusreise. und den Weg via Vermerk in den Akt fanden. die sich im Leben der Begünstigten abspielten. dort ein Sportler. Eines hatten aber alle gemeinsam: "Sie zahlen für ihre Vermögen in diesen Gesellschaften KEINE Steuer zu Hause!" Dieses Kundenverlangen.B. Berichtet wurde über Ängste und Bürden. Am Anfang war es noch ein Wettrennen: Wer hat den Akt mit dem dicksten Fisch. sie sollte es haben.Bankkunde. Daher hat jede Treuhandfirma (speziell wenn es eine Treuhandabteilung einer Liechtensteiner Bank ist) die höchste Sicherheitsstufe im Umgang mit den Kundendaten. in den internen Aktenvermerken wieder. der letzte Trick um an mehr Geld zu kommen. Dollars". interne Familienstreitigkeiten und Versöhnungen. die die Villa in Sardinien betreut etc. noch besser – hier ist ein PEP (Politisch exponierte Persönlichkeit).". dass jedes Dokument zumindest ein Mal genau einer der Untergruppen zugeordnet werden musste. Das bedeutet.h. Mit der Zeit war diese Art von Schreiben eher langweilig zu lesen. hier jemand aus dem Umkreis eines Ex-Diktators" etc. "Und dieser mit 150 Mio. könnte ich ein dickes zweites Buch auflegen. Euro". "Aha< hier ist einer mit 28 Mio. Alleine aus den Tausenden verschiedenen oft skurrilen Geschichten. keine Steuern bezahlen zu müssen. Mit der Zeit wurden wir in unserem Team beim Indexieren der Dokumente immer besser und schneller. d.) hatte schon an und für sich grosses Volumen im Akt. Endlos die Beispiele und all dies fand sich u.

der eine geheime Zweitehefrau samt Kind im Ausland hat und im Falle seines Todes will. Jahre später findet sich ein Vermerk. Sie hatte ein Bankvermögen von mehreren Millionen Euro. Diese hatte aber einen Schwarzafrikaner als Geliebten. Oder Ein heissblütiger Kunde. auf der anderen Seite des Rheins. Oder Der angriffslustige Kunde. seine Tochter im Beistatut zu streichen. Der Vater gab dem Stiftungsrat den Auftrag. worauf stand: 142 . der aufgeschreckt durch Medienberichte. Oder Der überängstliche Kunde. ein rassistischer Kunde. nimmt den Linienbus nach Vaduz und trifft sich mit seinem Kundenberater für eine Geldübergabe oder – auszahlung jeweils vor der Toilettentüre im unteren Stockwerk des Restaurants Amman. im Normalfall wird sie dann Erstbegünstigte.und Viertbegünstigte zu führen.Da war z. wenn der Aktuelle. Auf den ersten Blick erschien seine Stiftung ganz normal. gleich neben der Apotheke Hasler. in Vaduz sollen sich deutsche Steuerfahnder herumtreiben und Autos mit deutschen Kennzeichen in den Tiefgaragen der diversen Geschäftsgebäude fotografieren. Zu Lebzeiten hat er den Stiftungsrat instruiert. stirbt).h. der noch nach seinem Tod "Die Rache ist MEIN" inszeniert haben möchte. Und sich dann sofort danach die Wege trennen sollen. seine Frau und Kinder als Zweit-. solange sie diesen Freund hat. dessen Tochter als Zweitbegünstigte im Beistatut nominiert war (d. Er hatte auch ein versiegeltes B5 -Kuvert seinem Kundenberater übergeben. eben ihr Vater. Dritt. folgende Vereinbarung mit der LGT Treuhand getroffen hatte: Er parkiert sein Fahrzeug in der Schweiz. Der Stiftungsrat tat was ihm "befohlen" wurde. Seine Familie wusste nichts von dem Geld in Vaduz. dass die Tochter nun einen "Weissen" als Freund hat und wieder in die Begünstigtenliste eingetragen werden soll. dass das gesamte Vermögen dieser Frau im Ausland zufallen soll und nicht an die „heimische‚ Ehefrau.B.

da sie vom Erstbegünstigten (dem Mann) zu seinen Lebzeiten niedergeschrieben wurde und dem Stiftungsrat vor seinem Ableben zur Aufbewahrung übergeben wurde. Zudem zählt das Vermögen in der Stiftung rechtlich gesehen nicht zum Erbe des Verstorben. diese unverzüglich die Witwe und Kinder gemäss üblicher Prozedur kontaktieren und nach Vaduz oder Zürich einladen sollte. die das ganze Geld bekommen soll. seine Frau hätte mit dem Herrn XY und mit dem Herren XZ ein jahrelanges Verhältnis gehabt. Also nach seinem Tode.xx. XY zu öffnen – siehe Aktenvermerk vom xx. jetzt war es nicht mehr versiegelt) ist rechtsgültig. dass das ganze Vermögen der Stiftung unverzüglich an die "so-und-so" ausbezahlt werden soll und die Stiftung dann gelöscht werden soll. Ein Mitglied meines Teams in der AVOR öffnete aus Versehen dieses Kuvert und bereitete es zusammen mit dem Umschlag zum Scannen vor. Dies darum. Nach Absprache mit dem Kundenberater musste ich diese Instruktion aus der Computerdatei löschen und das Original vernichten. dass er. der nun verstorbene. Es ist nicht ungewöhnlich. dass Ehefrauen und Kinder erst nach Ableben des Stifters von der Existenz einer Stiftung in Vaduz erfahren sollen. zu einer Bank in der Schweiz. stammte nicht aus seinem Familienkreis. Als Grund gab der Kunde in hässlichen Worten an. Die schriftliche Instruktion im versiegelten Kuvert (na ja. Die erwähnte Person. Im Schreiben aus dem Kuvert stand. Seine Kinder seien auch nicht ehrlich gewesen. Was gewöhnlich viel Begeisterung bei der ahnungslosen Familie auslöst. Was für ein Schock dies wohl für seine Frau und Kinder auslösen wird. als letzte rechtsverbindliche Instruktion an den Stiftungsrat hiermit anordnet. speziell wenn sie Minuten zuvor noch erhofften. dass Erstbegünstigte wünschen. Die LGT hat es aber immer lieber. wenn nachrückende Begünstigte als Kunden von der Treuhand betreut werden und auch die Gelder bei der LGT Bank bleiben."Nur im Todesfall von Hr. Ich hatte dann den Akt auf dem Bildschirm. dass sobald die LGT gesicherte Kenntnis über sein Ableben hatte. weil das Stiftungsvermögen gemäss seinen letzten Instruktionen gleichzeitig auch weg von der LGT Bank hätten gehen sollten. gerade Millionäre geworden zu sein. In diesem Fall soll dann das versiegelte Kuvert in Anwesenheit der Familie geöffnet und vorgelesen werden.1998". Der einzige (ausserhalb der LGT 143 . In dem dazu gehörenden Vermerk stand. So kann auch "Kundenpflege" betrieben werden.

dass sehr unsaubere Geschäfte getätigt wurden und werden. der vom ursprünglichen Plan wusste. Da wir in unserem Team den gesamten Akt nach dem Scannen vor uns auf dem Bildschirm abrufen konnten. Worauf wir alle aber vor Seiten der LGT nicht vorbereitet wurden. die eindeutig über das "normale Mass" (wenn ich mal so sagen kann) der reinen Beihilfe zur Steuerhinterziehen hinausgehen.der Kunde selber.Treuhand). Der würde ja aber dann schon tot sein. sagten wir uns – die Kohle hier in Vaduz hatte man mal wieder nicht entdeckt". deren Begünstigte ungefähr zur selben Zeit im Zusammenhang mit einer grossen europäischen Firmenpleite standen. war die Tatsache. Nach dem "Aktenstudium" tausender deutscher Kundendossiers fühlten wir uns in meinem Team wie abgeklärte Psychologen. war es uns möglich. Es ist ja allgemein bekannt. Hinweise. weil wir einen sehr tiefen Einblick in die Seele und "Sorgen" des Reichen Deutschen erhalten hatten. Die vier oben kurz veranschaulichten Beispiele waren für uns damals eher Anlass für riesiges Gelächter.um es grausig auszudrücken . war . sei es z. Transaktionen und damit deren Zusammenhänge schnell zu erkennen (wir mussten ja jedes Blatt lesen. oft etwas in der speziellen Treuhandsprache verschleiert. als wenn die Kundenberater in ihren selbst angefertigten oder angeordneten internen Aktenvermerken schwarz auf weiss. dass Steuerhinterziehung im Heimatland des (ausländischen) Bank. wo buchstäblich sofort erkennbar war. Natürlich tauchte ab und zu ein Name in den Unterlagen als Begünstigter auf. "Aha!". Was kann es dümmeres geben. aus der Politik. Wirtschaft oder aus aktuellen oder vergangenen Gerichtskriminalfällen.oder Treuhandkunden in Liechtenstein absolut kein Strafbestand oder Vergehen ist. dass es bei mindestens der Hälfte aller Mandate – würden 144 . sprich Mandate über Jahre betreute. dass die LGT (!) so viele "Leichen im Keller hatte". persönlich kannte. dachten wir uns. Wir im Team wären dank unserer Erkenntnisse jede Wette eingegangen. die über illegale Aktionen Auskunft geben.B. waren jene Kundenmandate. Bemerkungen und Erklärungen protokollieren. alle Abläufe. Zum Beispiel hatte ich einen Akt vor mir. Schade für die Gläubiger. Nicht dass ich die Personen. manchmal ganz klar. Nein. die als Begünstige hinter einer solchen Briefkastenfirma stehen. der uns allen aus den Medien bekannt war. Was mich besonders überrascht hat. um es einem Index zuordnen zu können).

"böse. Um diese Kundschaft kümmert sich speziell in Vaduz zum Beispiel die Sinitus Treuhand. dass Hans-Adam. böse Überraschungen" geben würde. wer immer schon. die Öffentlichkeit (Medien etc) nie die vollständigen Unterlagen zu einem solchen Fall 145 . dass.s. ein solches Reputations-Risiko eingehen würde. die Russen nicht gerne bei der LGT als Kunden gesehen werden. es war und ist ja Allgemeinwissen im Ländle. Nach den immer wieder aufkommenden Skandalen. Dr. Wir wussten alle.sie öffentlich bekannt gemacht . Aber die LGT ? ? ? !!!! Nie hätte ich und andere im meinem Team. Dies bewusst und unbewusst. deren Enthüllung zu 99. Weil sie natürlich wissen. dass z. Batliner). Was soll jetzt als Entschuldigung für die LGT herhalten? ° Dass viele dieser Mandate vor dem Inkrafttreten der strengeren Sorgfaltspflichtgesetze angenommen wurden? Diese lumpige Ausrede wurde in den vergangenen Jahren immer und immer wieder von Liechtenstein verwendet.B. Sie ändern zwar oft ihren Firmennamen.99 Prozent NICHT in Liechtenstein beginnen. als ultimativer Besitzer der LGT Gruppe. sollte eine Leiche unerwartet an die Oberfläche gelangen. indem er Kunden in seinen Büchern stehen hat. gedacht. die mit der Liechtensteiner Finanzlandschaft vertraut waren. Dr. weiss man doch: "Irgendwann fliegt andauernd etwas auf!". die Serica Bank oder First Advisory (ehem. Etwas Besseres fällt denen nie ein. das Letzte mal im Februar 2009. Mein Gott. damals und heute die Schwarzen Schafe im Treuhand. . u. die illegale Geschäfte tätigen und dies auch unter Mithilfe oder Tolerierung der LGT Treuhand und der LGT Bank.w. aber man findet sie dennoch alljährlich in irgendwelchen Untersuchungsberichten diverser ausländischer Strafverfolgungsbehörden vom "around the Globe" wieder. auf Grund der sehr lahmen Anwendung der eigentlich guten Sorgfaltspflicht und anderer bestehender Gesetze.und Bankenbusiness sind.

sehr. also Liechtenstein den Vorfall oder Skandal für die Medien "zurückdatiert". strengeren Sorgfaltspflichtgesetzte vollbracht wurden. muss nicht unbedingt bei uns so sein". Dies darum. wäre nach dem Wortlaut des Gesetztes auch dann eine Strafverfolgung. hätten sie bloss! Liechtenstein agiert praktisch nie von sich aus. wenn die Tat in der Zeit davor passierte. dass die meisten Straftaten (der LGT Kundschaft) im Zeitraum der neuen. Quasi sei eine Strafverfolgung (wegen der Geldwäscherei) aus Liechtensteiner Sicht leider nicht mehr möglich. Abgesehen davon. dass die schmutzigen Geschäfte der Stiftung oder Anstalt etc. auch wenn es detaillierte Kenntnisse über die übelsten Straftaten erlangt. Korruption. Deswegen kann die betroffene Bank oder Treuhandfirma behaupten. Egal ob das Mandat noch aktiv ist.haben wird. ist Liechtenstein in der Interpretation was eine Straftat ist und was nicht. dann könnte es mit diesem Material die Liechtensteiner um Hilfe bitten.B. wo noch die schwachen Sorgfaltspflichtgesetze galten. sehr flexibel. müsste man in Vaduz der Sache auch nachgehen. keine "Leichen" erkennbar waren oder sind? Haben die in Vaduz mit der ersten Ausrede keinen Erfolg. also der Kunde weiterhin illegale Geschäfte mit oder ohne Wissen der LGT getätigt hatte oder noch tätigt. 146 . Hätte bloss das Ausland mehr Glück und könnte viel öfter selber auf Unterlagen über eine Verbindung zwischen einer Straftat in ihrem Land und einem Vermögen in Vaduz stossen. Betrug). angeblich aus einer Zeit stammen. ausnahmslos im Ausland begangen wurden und dort die Fristen praktisch in allen bekannten Fällen noch nicht abgelaufen waren. dann muss diese Formel herhalten: "Was bei denen im Ausland als kriminell gilt. da die Fristen in Liechtenstein dafür abgelaufen wären. Streng genommen macht dies keinen Unterschied. Eben.B. Auch wenn es um andere Vorwürfe aus dem Ausland geht. Und da in Liechtenstein eine Einzelstraftat wie z. Korruption oder Betrug auch geahndet werden. ° Das auf Grund der Auffassungsgabe der LGT über das was "kriminell" ist und was nicht. weil die den Bankvermögen zugrunde liegenden (Erst)Straftaten (z. Die einfache Steuerhinterziehung meine ich damit gar nicht. oder zumindest eine Strafuntersuchung zu beginnen. wie ich in den folgenden Kapiteln beweisen kann.

Wegen dem Haftbefehl. Die LGT Führung hatte nicht nur mir gesagt. egal ob mit 147 . dass sich Hans-Adam nicht damit herausreden kann. Man kann also festhalten. Prinz Philipp Erasmus war bis im Sommer 2006 der CEO der LGT Gruppe. eben HansAdam und seine Familie. Für sie ist es ein Job wie jeder andere auch. zusammen mit den Besitzern der Gruppe. ob ich mitgehen wolle. "dumme Fragen" zu stellen. Januar 2003 – siehe Kapitel 7. Schon nach einem Monat hatten zwei junge Mitarbeiter keine Lust mehr. Sie kündigten und mussten sofort gehen. wenn man auf die "Räume mit den Leichen" stossen sollte. wie bei vielen anderen Betrieben wurden Mitarbeiterausflüge in die Schweiz oder nach Österreich durchgeführt. der LGT Bank oder jeder anderen Treuhand oder Bank jetzt nicht verdammen. Feuerstein über die falsche Moral der LGT im Allgemeinen und der Liechtensteiner Finanzwelt im Bezug auf die schmutzigen Mandate. wurde ich von der Rechtsabteilung gefragt. Man darf aber die einfachen Mitarbeiter bei der LGT Treuhand. wurde dann auf den Stuhl des Vorstandsvorsitzenden beordert und der neue CEO wurde der zweitälteste Sohn von Hans-Adam. dass es nicht unsere Aufgebe sei.naiv genug waren wir ja – mit Fragen über solche Kunden bedrängte. Schlussendlich trägt die Leitung die Verantwortung.M. Prinz Maximilian N. es war ein Jurastudent. Beide Teammitarbeiter wurden durch Neue ersetzt. Sobald ein Betriebsausflug ins Ausland bevorstand. Uns wurde schnell klar gemacht. Einer von ihnen. Im Befehlston wurde uns gesagt: Dokument lesen – Dokument indexieren – und die Klappe halten! Basta.° Das intern eine Art Dogma gilt: "Reden ist der schnelle Tod". Ein Ausflug in die Schweiz. einschliesslich "die blinde Kuh dazu" und man ist vollkommen? Dies war leider die Wahrheit. Sein Bruder. dass er "von nichts" wusste. Ausdrücklich nicht mehr seit dem 7. solches mitzumachen. Ich war nicht der Einzige aus dem Team der die Leitung der Treuhand bei der wöchentlichen Sitzung . Das Arbeitsklima bei der Treuhand war sehr gut. dass man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen soll. hatte sogar ein heisses Streitgespräch mit dem Dir. "Schweigen ist pures Gold".

sofern es die extern angeheuerten Mitarbeiter betraf. war am 31.B. im Städtle 18. Bei einem Betriebsausflug meines Teams nach Feldkirch bin ich einfach mit dem eigenen Auto via meiner Heimatgemeinde Mauren über die kleine Grenze dort nach Österreich gefahren. Ferienansichtskarten der Kunden). Auch fuhr ich oft mit dem Linienbus über die grosse Grenze Schellenberg / Feldkirch nach Österreich. Schon kurz nach Argentinien verdrängte ich die eigentlich kleine Gefahr wegen des Haftbefehls dort Ärger zu bekommen. war kein Problem. fristgerecht die aktiven Mandate einzuscannen und die Papierakten von Unnötigem zu befreien (z. Die Grenze ist von Balzers bis nach Ruggell offen. Ich hatte nie eine sehr innige Beziehung zu ihm. dass er all dies was in 2003 und später passiert ist. Ich bin in meiner Freizeit oft mit dem Mountainbike oder dem Auto in die Schweiz gefahren. nicht miterleben musste. auf allen Bühnen verbrauchte viel meiner Energie. wirft einen Blick auf die ID-Karten oder Pässe und das war’s auch schon. Er war sehr bekannt und beliebt in Liechtenstein. trotzdem habe ich bei der LTG immer volle Leistung gebracht und meine Vorgesetzten lobten mich sehr. alten Mandate via AVOR zum Scannen zu bringen und zu indexieren. wird man gleich weiter gelassen. 148 . Ein Jahr zuvor erhielt er die Diagnose Krebs. Es wurden mir auch nie irgendwelche Verordnungen oder Reiserestriktionen von Seiten Liechtenstein auferlegt. Wird man aber angehalten. Manchmal bin ich auch in die Kanzlei meines RA nach Feldkirch gefahren. aber seit meiner Rückkehr aus Südamerika sahen wir uns regelmässig. Hat man darin. Wir gingen essen oder einfach einen Kaffee trinken. dann winken sie einen oft durch. Es war keine Zeitreserve mehr vorhanden. um auch die inaktiven. gehörte nicht der Treuhand und wurde von den Besitzern schon weitervermietet. Mit Mühe und Not schafften wir es im Keller. Mein gleichzeitiger Kampf gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Ein Grenzbeamter steigt zwar in den Bus ein. Sind die Grenzbeamten überhaupt präsent. März 2001 offiziell zu Ende. Das alte Bürogebäude. Jeden Monat drei oder vier Mal.Firma oder Privat. wie ich. da die Benutzung dieses abgelegenen Grenzübergangs "als einer aus Mauren" den Beamten logisch erschien. Der Umzug stand vor der Türe. Einen emotionalen Dämpfer war der unerwartete Tod meines Vaters Anfang 2001. den Heimatort Mauren eingetragen. wollen sie die Identitätskarte sehen. Ich bin auch heilfroh. Das Projekt e-Doc.

als wir auf Anhieb Details aus Stiftungen erzählen konnten. Ich durfte die dafür notwendigen Unterlagen in Eigenregie herstellen und auch jeweils die neuste Version des BAKs. Die von Klaus Zumwinkel fällt mir da gerade ein. Das heisst. Die Schulung wurde mir aufgetragen. von wenigen Ausnahmen abgesehen. Oder die heiklen Mandate. in gefrässigen Papiervernichtungsmaschinen 149 . die auffällig noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt sind. im Umgang mit dem neuen System geschult. Schon seit Anfang des Jahres 2001 wurden systematisch alle Treuhandmitarbeiter. die sie selber betreuten. Die Direktion hatte logischerweise Zugriff auf alle Mandate. Natürlich hatten wir den Inhalt der fast 4000 Mandate nicht auswendig im Kopf abrufen können. erinnere ich mich bildlich noch immer seitenweise an Hunderte von Stiftungen und deren wahnsinnige Geschichten. die Kundenberater hatten nur Computerzugriff auf jene Mandate. da jeder und jede seine/ihre eigene Vorstellung davon hatte. ein unglaubliches mentales Lexikon über mehr Mandate in uns gespeichert. Zürich und Lugano die zwei. März 2001 von der LGT direkt übernommen und wir alle bekamen unbefristete Arbeitsverträge. Bei den aktiven Mandaten wurden alle Papierdokumente. ALLE Mitarbeiter auf eine LINIE zu bringen. einschliesslich der Direktion sowie jene Vorstandsmitglieder der Treuhand. Und ich. die verbliebenen aus dem e-DocTeam. die intern Zugriff auf die elektronischen Kundendateien wünschten. Ich war sehr stolz darauf. Sicherheitstechnisch waren wir auf den neusten Stand. die sie betreuten. als die eigentlichen Kundenbetreuer. obwohl ich die Firma seit mehr als sieben Jahren verlassen habe.bis dreitägigen Lehrgänge mit jeweils einer bis drei Personen pro Gruppe bei mir in Vaduz absolvierten. Meine Kurse waren sehr beliebt. eine Jurastudentin. Dies galt auch für die Mitarbeiter der IT-Abteilung. in welchem Index ein Dokument abzuspeichern sei. Zugriffsmässig wurde das neue System analog dem Alten ausgelegt. dem Belegartenkatalogs. Es dauerte über 12 Monate bis alle der fast 100 Mitarbeiter aus Vaduz. Der Kern des Problems lag darin. die sich seit Jahren mit dem Kunden austauschten. Trotzdem waren die Treuhandmitarbeiter fortwährend erstaunt. ein Fachmann und ich wurden per 29. Interessanterweise hatten wir drei. oft heiter und äusserst abwechslungsreich.Drei aus meinem Team. mittendrin als Allrounder und Problemlöser für alle. Heute noch. hatte ständig den vollen Zugriff. Die Sachbearbeiterin auf diejenigen.

In "Null Komma Nix" sind verfängliche Dokumente in Rauch aufgegangen. Aber sie wussten. nicht bei uns. 150 . Der Zugang zu allen internen und externen Türen im ganzen neuen Gebäude war mittels elektronischen Schlüssels geregelt. um endlich an eine gesuchte Stiftung zu kommen. chaotischen alten Archivierungszustand finden würde. Das Set jener Dokumente. so glaube ich. haben wir im begehbaren Panzerschrank im 3. Die dicken Mappen der inaktiven Mandate. eine bestimmte Seite oder einen Sonderfall aus einem alten Akt herauszusuchen. Es gab Tage. wenn mein Auftrag darin bestand. Dort gibt es einen speziellen Dienst. Bei Wechsel des Treuhänders wird nicht immer die ganze Mappe dem neuen Treuhänder übergeben. Ich gestehe. dass ich 100 Mal schneller den Akt im dort vorherrschenden. der vor allem von Banken und den Treuhändern gerne in Anspruch genommen wird. Die Kundenberater. Die Stiftungen lebten ja oft weiter. 1000 Grad heisse Flamme werfen.zum Verschwinden gebracht. wurden sie von eigenen Mitarbeitern per Firmenwagen in die Müllverbrennungsanlage Buchs. In Plastiksäcke abgefüllt. Mein Schlüssel öffnete mir fast alle Türen. Insbesondere passierte dies dann. Der Zugang dazu wurde elektronisch gesichert. diese Akten auch auszusortieren. Die LGT mietete diese Räume weiterhin. natürlich mit Ausnahme des Chefs. einen bestimmten alten Akt in jenen Kellerräumen heraus zu graben. eine kleine Seitenöffnung im Ofen benutzten und dort die Papierschnitzel direkt in die. dass ab und zu aus juristischen Gründen alte Geschichten exhumiert werden mussten. Nach Voranmeldung kann man. Schweiz gefahren. ca. Die Schlüssel dafür hatte ich auch. Manchmal wurde ich von Kundenberatern oder gar vom Direktor gebeten. dass es häufig berauschend war. von oben nach unten und von hinten nach vorne bewegen musste. hätten auch selber dorthin gehen können. zusammen mit einem Mitarbeiter der Anlage. Stockwerk des neuen Büros pingelig genau und sauber eingelagert. lag daran. die nicht verbrannt werden sollten. Wir hatten keine Zeit mehr. wurden im alten Gebäude (mit Zugang von Aussen durch eine Stahltüre) auf drei Kellerräume verteilt aufbewahrt. aber bei anderen Treuhändern. sich bündelweise die verrücktesten Mandate durchzulesen. Das jemand danach fragte. die ja aus Zeitmangel nicht eingescannt worden waren. wo ich Stunden im Keller Akten von links nach rechts.

delegieren können. Na ja. Bei der LGT zu arbeiten. Ab und zu versuchte einer aufzutrumpfen. nein! Bei der Fürstlichen Treuhand. Je länger ich bei der Treuhand arbeitete. Die Welt der Treuhandmitarbeiter in Liechtenstein ist klein. wenn man auf ehemalige Arbeitskollegen traf. Hans-Adam. indem er erzählt. Mal streiten sie. dass die meisten der persönlichen Stiftungen der Mitglieder der Fürstenfamilie auch bei der Treuhand verwaltet wurden. Beim Feierabendbier oder Cola wurde zwanglos über die neusten Mandate oder Skandale geredet. Die über 29 bei uns verwalteten Gesellschaften. das auch die Mutter aller Stiftungen.Zum Glück waren solche Anstrengungen und Trips in alte. dunkle Kellerräume bei den aktiven Mandaten dank des neuen Systems nicht mehr notwendig. Dies war für ihn nicht zwingend oder logisch notwendig. 151 . die jetzt bei anderen Treuhändern oder einer anderen Bank arbeiteten. die "Fürst von Liechtenstein Stiftung" verwaltet. Dieser Stiftung gehört alles was Hans-Adam und sein Clan besitzt. eher geheime Büro mit Sitz an der Herrengasse in Vaduz. vertraute den Leute seiner LGT Treuhand so sehr. Gegenseitig wurde man ausgequetscht um in Erfahrung zu bringen. umso weniger regte ich mich über einzelne. die klar der Familie zuzuordnen sind. Mal geizen sie und manchmal sind sie generös. als verschwiegener und äusserst auf Diskretion bedachter Führer. beinhalteten im Vergleich zu anderen superreichen Kunden nichts Aussergewöhnliches oder Spektakuläres. Unterhaltsam wurde es dann. Es sind Menschen wie du und ich. heisse Mandate auf. Man kennt sich. Man arbeitete nicht bei einer x-beliebigen Treuhandbude. war auch wie ein Statussymbol. Er hätte die Mandatsleitung auch an jenes. Berufsbedingt hatte ich alle Akten dieser Stiftungen durchgelesen und indexiert. etwas Leichengeruch hatte die eine oder andere Stiftung schon. wo es nur besser sei. dass diese Persönlichkeiten bei seiner Firma Kunden sind oder jene Millionen bei seiner Firma verwaltet werden. wo mehr Leichen verwaltet werden.

Meine Arbeit bei der LGT Treuhand erfüllte mich sehr und ich hatte. Obwohl es für mich absolut keine Anzeichen gab. ich war so felsenfest davon überzeugt. Nötigung und Körperverletzung stehen und ein Kriminalgericht einberufen würde. schwerer Erpressung. was sich im Oktober 2002 abspielen werde. Nie habe ich aber Anlass dazu gegeben. genährt von meinem unerschöpflichem Optimismus und dem Glauben. Ganz im Gegenteil. dass ich mich zumindest gedanklich mit "ebenbürtiger" Rache – auch als Teil meiner eigenen Therapie – auseinandersetzten musste. Paul Meier und die STA über die allerdings immer weniger werdenden Neuigkeiten in Sachen Argentinien oder Spanien auf dem Laufenden. dass die Gerechtigkeit siegen wird und dies das Jahr sein wird. ja eigentlich von Seiten der STA überzeugt worden. eben rücksichtslose Rache ausüben würde.-). Damit meine ich nicht eine Richtungsänderung wonach ich die STA und das LG Vaduz links liegen lassen würde und selber Hand an die Verbrecher legen würde. muss sich mein Unterbewusstsein vorerst unbemerkt schleichend in eine andere Richtung orientiert haben. wenn auch nicht optimales Leben zu führen. schwerer Freiheitsberaubung. Dass Gerechtigkeit geschehen werde und ich meine ganze Energie auf diese kommenden wichtigen Wochen 152 . in dem die Verbrecher vor ein Kriminalgericht gestellt werden. nachdem was ich in Argentinien durchstehen musste. Ein dicker Kuss nach Zürich . das Gefühl ein normales. Dem Rechtsdienst der LTV erzählte ich dann voller Zuversicht. um mich zu 1000-prozentig darauf zu konzentrieren. dass in diesem Jahr 2002 die anspruchsvolle Anklage wegen schwerer Entführung. dass dies mein ausgewählter Weg zur Gerechtigkeit sein oder werden sollte. Sogar in Sachen Herzblatt hatte ich Glück und wunderschönen Zeiten erleben können.KAPITEL 6 Heiligsprechung unter Vollnarkose Das Jahr 2002 begann eigentlich wie jedes der fünf vorhergehenden Jahre. die Arbeitsstelle bei Treuhand zu kündigen. Deswegen hatte ich mich entschlossen. dass sich irgendetwas drastisch an den über die Jahre hinweg vorgezeichneten Pfaden ändern würde. Natürlich. Dies war wohl der Anfang vom Ende meines ehrlichen Kampfes um die Gerechtigkeit. Beharrlich hielt ich den UR Dr. kann jeder wirklich nachvollziehen. wie schon lange nicht mehr.

Z. Mit meinen jungen 37 Jahren sehe ich noch die Kraft und Möglichkeit meinen Wissens-Horizont im grösseren Stil zu erweitern. die neues Wissen vermitteln und die Persönlichkeit formen. schwierigere Sprachen zu erlernen und auch Kurse/Schulen zu besuchen. einfach hineinzuschreiben.08.2002 dem Personaldienst der LGT. Da ich natürlich nichts im Kündigungsschreiben über meinen juristischen Kampf erwähnen konnte und wollte. Der errechnete Zeitaufwand für die in Frage kommende Neuorientierung ist beachtlich. Nach Absprache mit ihnen. den 29. Man kann heute feststellen... Ich sagte ihnen. dass ich unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende November 2002 die Firma verlassen wollte. Sie waren enttäuscht.. Es ist mir nicht leicht gefallen! Auflösung des Dienstverhältnisses. August 2002 Sehr geehrter Herr Dr. ° alle MitarbeiterInnen sind bis ins Detail geschult. Nicola Feuerstein. dass mein Aufgabengebiet (e-doc) eine gute Eigendynamik entwickelt hat: ° das e-doc-Organisation steht.. In den letzten Wochen habe ich mir Gedanken gemacht. unter Einhaltung der 3-monatigen Kündigungsfrist auf den 30.und Monate konzentrieren wollte. Sehr geehrter VR Werner Orvati. Der diesbezügliche Markt ist sehr gross und die Auswahl keine leichte Aufgabe. Vaduz. Sehr geehrte Herren der Geschäftsleitung. dass ich gehen wollte und versuchten mich zum Bleiben zu überreden. An die Geschäftsleitung der LGT Treuhand AG. dass ich mich ausserhalb der Firma weiterbilden möchte. ° Der neue BAK ist in Kraft.das gilt auch für mich. Denn rein gar nichts schreiben. das wollte ich auch nicht. dass dafür meine ganze Energie gebraucht wird und ich darum die Arbeitsstelle fristgerecht.. empfahlen sie mir. neue. November 2002 kündige. quasi nur einen Einzeiler. Niemand ist unersetzbar . setzte ich folgendes Schreiben auf und sendete diese am 29. 153 .B. Nach reifer Überlegung bin ich zum Schluss gekommen.. Meine Hauptaufgabe bei der Treuhand war erfüllt: alle Mitarbeiter waren auf dem neusten Stand der internen Schulung und auch alle dazu notwendigen Unterlagen waren up-to-date. wie ich meine Freizeit sinnvoll mit persönlicher und beruflicher Weiterbildung ausfüllen kann.

März 2008 gemachten Behauptung. Und war abermals zusätzlich im Dezember 2002. Auch im Sommer 2002 wurden alle Bewohnern des Hauses Neue Churerstrasse 27 in Balzers von der neuen Hausverwaltung informiert. Ob Sie nun die Stelle neu besetzten oder die Aufgaben auf bestehende MA verteilen. Wolfgang Bösch aussprechen. Sie sagten. Ich arbeitete noch die vollen DREI Monate der Kündigungsfrist.° Die Bereinigung der MAN ist voll im Gang ° Die e-doc-Unterlagen sind up-to-date. wie mein Ex-Chef einmal sagte. (gez. das schon lange in Liechtenstein wohnte. Alle Mitarbeiter der LGT Treuhand waren über meine Kündigung erstaunt und viele fanden es schade. selbstverständlich werde ich bis zu meinem letzten Arbeitstag zu 100 % mithelfen. Ich wünsche allen gute Geschäfte und vor allem Gesundheit. bis Ende November 2002 durch. die LGT Treuhand hätte mir gekündigt. Meine Wohnung wurde von einem netten italienischen Ehepaar mit zwei Kindern. Auch allen Anderen danke ich für das Vertrauen und für den gezeigten Führungsstil. in der ich seit Jahren wohnte) endlich Käufer gefunden worden waren. für den Eigengebrauch gekauft. dass ich für fast 2 Jahre Teil dieser LGT Familie sein durfte. nach dem Ausbruch des Skandals Mitte Februar 2008. sie könnten in ihrer jetzigen Mietwohnung noch bis Ende Februar 2003 154 . Ich war. Nicola Feuerstein. Sie kündigten mir deshalb und wir vereinbarten. ein aufgeweckter "bunter Hund". Glück und Zufriedenheit. VR Werner Orvati. Hiermit möchte ich auch meinen Dank speziell an Dr. oder ich wäre (ohne Kündigung) ins "Ausland abgetaucht" ist falsch und eine Lüge. Natürlich kann ich deren Entstellung der Wahrheit nachvollziehen. dass die Übergabe nach Ihren Wünschen und Vorstellungen über die Bühne geht. berufsbedingt viermal zurück ins Büro zur Unterstützung in Sachen e-Doc gerufen worden.) Heinrich (HENRY) Kieber Die nun von Hans-Adam und anderer diversen Liechtensteiner Seiten im Februar. Dr. dass für die noch nicht verkauften Wohnungen (also auch diejenige. Es sieht einfach für sie besser aus. dass ich spätestens bis Ende Dezember 2002 ausziehen werde. Pius Schlachter.

dass es im Oktober 2002 wohl die letzte Möglichkeit wäre. Eine Männerstimme sagte mir über die Gegensprechanlage. dass es jetzt endlich. habe ich sofort den Staatsanwalt Haun angerufen. Sie wurden deswegen überhaupt nicht einvernommen. dem (Spanien-) Fall in Vaduz gegen mich und nicht eine Einvernahme im 101er. Als im August 2002 der Termin für die Obergerichtsverhandlung in der Zivilsache bekannt gegeben wurde. Meier die Kopien der Einvernahme des Ehepaars Roegele holen. dem (Argentinien-) Fall gegen Helmut & Co. Die Anklage würde dem Paar dann ausgehändigt. Im Gang traf mich der Schlag! Es war eine Aussage von Helmut und seiner Frau im 140er. Sie gab mir eine Kopie in die Hand. Über eine mögliche angeordnete Inhaftnahme konnte er mir aus beruflichen Gründen leider nichts verraten. In der Hektik und da emotional zu aufgewühlt hatte ich das Deckblatt nicht gleich gelesen.bleiben und dass sie einen Umzug in ihre neu gekaufte Wohnung im Januar/Februar 2003 planten. Circa zehn bis 14 Tage später wollte ich bei der Sekretärin des UR Dr. Ich dankte dem Staatsanwalt wie immer für seine Mühe und er hat mir wortwörtlich zugesagt. Die Obergerichtssitzung am 03. Er sagte sogar. da beide vermutlich zur Verhandlung nach Vaduz kommen würden. Ich war ausser mir! Mein Zorn war nicht zu bändigen! Ich rannte sofort quer durch Vaduz zum Haus der STA rüber und klingelte. Helmut und seine Frau wegen Argentinien festzunehmen und endlich richtig einzuvernehmen. dass Haun schon zu Mittagessen gegangen sei. Und auch ohne Beisein der Parteien. Ich teilte ihm mit. Helmut Roegele nochmals und seine Frau erstmals als Beschuldigte wegen Argentinien durch den UR befragen zu lassen. Das Ehepaar war im Oktober zur nächsten Runde im Zivilprozess angereist. Dies war besser so – für mich. dass sie jetzt definitiv wegen Argentinien einvernommen werden sollten und dass die Anklage druckfrisch kommen würde. Oktober war nicht-öffentlich. Ich war sehr erleichtert und dankte ihm tausendmal dafür. Es war ein oder zwei Minuten vor 12 Uhr Mittags. Ich musste mich beruhigen. denn ich wusste ja. Ich machte mir wiederum keine Sorgen. er könne das für mich tun. Ich musste mich beruhigen! Ich musste mich verdammt noch mal beruhigen! Mir wurde ganz schlecht! Aber warum hat er mich angelogen? Warum hat er 155 . gar kein Problem. endlich vorwärts ginge.

Dieses Buch wird bei der STA verwahrt. dieses mal an den Obersten Gerichtshof in Vaduz. dass das Gericht mir die Post direkt schickte. Er war der Staatsankläger. es ginge vorwärts. Für mich war die Welt am Ende! Die Scheiss STA! Warum keine Anklage im 101er? Warum der 101er eingestellt? Was heisst ohne Grund? Warum ich angeklagt? Wie konnten sie nur? Diese Lügner. Ich ging mit meinem RA sofort wieder in die Berufung. Die Anklage war mit 7. er ist nicht dazu verpflichtet mir Auskunft darüber zu geben. bekam ich eine Abholaufforderung der Post in Balzers. datiert auch vom 7. Einiges deutet auf ein falsches Spiel der STA hin: Fakt ist.11. vom Teufel geritten. warum sie einen Fall einstellt. dass die spanische Justiz zwei mal die Bitte (offizielle Anträge) des UR Dr. Das andere Kuvert enthielt einen zwei Seiten langen Brief vom UR Dr. nicht-öffentlichem "Fallbuch" die Gründe einträgt. Die STA muss gemäss Gesetzt niemandem den Grund angeben. konnte ich es so organisieren.02 datiert und von STA Haun unterschrieben.02 per Post zu mir nach Hause: Verloren. Obwohl ich einen RA hatte. Im November 2002. Es genügt. Ich musste zwei dicke Kuverts (per Einschreiben) vom Gericht aus Vaduz abholen. Ich war sprachlos. warum STA Haun. Darin musste er mir auf Anordnung des STA Haun mitteilen. oder 9. er könne das für mich tun. Der eine Umschlag enthielt eine fixfertige Anklage (140er) gegen mich (Wohnungskauf in Spanien 1996).11. Immer ohne Erfolg. Mir wurde übel und ich konnte die Zeilen in der Anklage nicht klar lesen. dass die STA das Strafverfahren (101er) gegen alle Beteiligten im Argentinienfall eingestellt hatte. am 8. Einige Tage später kam das Urteil des Obergerichtes vom 3. er würde Helmut & Co. Ohne Angabe von Gründen. Meier.10. Ich rief dann sicher 30 Mal die Büronummer von STA Haun an. was läuft und was nicht. wenn er in Wahrheit nichts getan hat? Er hätte es nicht sagen müssen. Nur Gott weiss genau. Meier 156 . Jedes Mal wurde ich von einer Sekretärin dort vertröstet und aufgefordert am nächsten Tag anzurufen. Ein weiterer Tiefschlag.gesagt. Meine Augen begingen zu schimmern und der Kopf wurde schwer.02. mit der Anklage in die Mangel nehmen. wenn die STA in ihrem eigenen. mich verbissen wegen Barcelona verurteilt sehen möchte.

Das wäre das "Logischte" gewesen. hätte sich die ganze Sache in Barcelona (Wohnungskauf) und in Argentinien nach der Version von Helmut ereignet. die zum Himmel schreienden Beweise werden einfach nicht gelesen! Und wenn dann nur oberflächlich. Denn nur wenn ich weiterhin in meiner juristischen Verteidigung geschwächt und persönlich in meiner Mobilität eingeschränkt bliebe. Obwohl ich mich (bis zur "dicken Post" an Hans-Adam im Januar 2003 . Rückblickend weiss ich ganz genau warum man dies so wollte: Ich wurde der Liechtensteiner Justiz immer lästiger. abgelehnt hatte. dass sich der LR Oehri mit dem STA Haun ständig abgesprochen haben musste und dass sie auch die Entwicklungen in beiden hängigen Gerichtsfällen (Zivil und Straf) in Vaduz gemeinsam orchestrierten. die schwerwiegende juristische Konsequenzen für mich bedeuteten (ganz zu schweigen von den Demütigungen). hat nie ein Gesuch gestellt oder den Wunsch gegenüber der Justiz in Liechtenstein oder in Spanien geäussert. nämlich das LG Vaduz in Liechtenstein. könnte mein Kampf um eine Strafanklage gegen die Täter aus Argentinien beeinträchtigt werden. Nie wurden sie aber gewürdigt! 157 . der Verbrecher Helmut Roegele. es wäre logisch gewesen. Obwohl dies so war. Erst dann wurde mir langsam bewusst. Er und sein RA in Vaduz kannten seit Sommer 1997 mein offizielle Adresse. Eine solche Möglichkeit würde das entsprechende europäische Abkommen ausdrücklich vorsehen. Ja. hatte Helmut das ureigenste Interesse daran. Da dies nicht der Fall war. dass er eine Strafverfolgung meinerseits wegen des Wohnungskaufs 1996 in Barcelona hier beim LG Vaduz haben möchte. ein Strafverfahren wegen des Wohnungskaufs in Vaduz durchzuführen. Es bestand also nie ein Antrag von irgendwelcher Seite an die STA in Vaduz. Trotzdem war Herr Haun scharf auf eine Anklage gegen mich. Für ihn war es lebensnotwendig. dass die Spanier nicht auf die Idee kommen würden. Weder hatte ich die Fassung verloren noch mich beschwert.siehe nächstes Kapitel) gegenüber der ganzen Justiz gegenüber immer korrekt und anständig verhalten hatte. ihren Fall nach Vaduz abzugeben.um die Abtretung des Falls an das Gericht des ständigen Wohnsitz des Beklagten. wenn sich der LR und vor allem die STA von Anfang an etliche offenkundige Fehler leisteten. Meine Unterlagen. dass der Haftbefehl gegen mich aufrechterhalten blieb. Ein weiteres Faktum ist: Der Kläger in Spanien. wurde ich von Seiten des LR Oehri und speziell seitens der STA wie der letzte Dreck behandelt.

Gemäss StPO muss die STA sogar Anklage erheben.. CHF 10'000. CHF 400'000. obwohl die Verbrecher vermutlich schon alles gereinigt hatten. rein gar nichts! Er hat nur all seine Kraft auf das Ziel gesetzt. so hat eigentlich der STA Haun nichts gemacht. CHF 400'000. vor allem einem Staatsanwalt. springt ein weiterer Beweis jedem. Wenn da ein halbwegs normal funktionierender Staatsanwalt keine starken Gründe für eine Anklageerhebung sieht. ist eine ganz andere Sache.Was die Einstellung des 101er Strafverfahrens betrifft. Abgesehen von den im Detail nicht zu überbietenden Schilderungen zur Entführung.-. Nichts was der Wahrheitsfindung dienlich war.1. Und wenn in meinem Fall die 158 . Herr Kroschel nach meiner Anzeige eiligst auf seinen Anteil "verzichtet". überlassen wollen??? Das ist eine völlig absurde Behauptung seitens der Täter. "quasi aus Spass am Geldverteilen" ihm ca. Es ist halt billiger für das Land und besser für seine Reputation. Die Hürde für eine Anklageerhebung durch die STA ist laut Strafprozessordnung gar nicht hoch. nicht überprüft? Es hätte auch Liechtenstein nichts gekostet.. In meinem Fall waren die involvierten Staatsanwälte nicht dumm. Freiheitsberaubung und Gefangenschaft in Argentinien. Eine Spurensicherung am Tatort in Argentinien hätte ohne Probleme durch Interpol Argentinien bewerkstelligt werden können.überweisen bzw. möchte ich auch noch Folgendes schreiben (was ich übrigens auch Hans-Adam auf eine Tonkassette als Beilage zum "Brief vom 7. die "niemand sich einfach nur ausdenken kann" und abgesehen vom Gutachten des Gerichtsmediziners. das Verfahren gegen die Verbrecher ohne Grund einstellen zu können. geradezu ins Auge: Wo ist die wirtschaftliche Grundlage für die Behauptung des Verbrechers Helmut. in dem ich gefangen gehalten wurde. Ob dann ein Kriminalgericht die Täter verurteilen würde. Es wäre sicher kein Problem für deren Spezialisten gewesen. Blutproben von meinem Blut im Turm festzustellen. Weder Mariano noch der Schwager hatten seit Argentinien nie auch nur eine Sekunde lang einen Anspruch auf "ihren Teil" der bei der BAWAG liegenden Gelder gemacht und beide sind um Untergrund verschwunden. Wo sind seine Bemühungen vermerkt? Nichts hat er gemacht. Helmut war mit der verlogenen "Wohnungskauf"Geschichte ja bekanntlich erfolgreich. Vorher hatte der Schwager. dem Komplizen Mariano ca.03" mitgeteilt habe.und dem Schwager von Helmut ca. hat er den falschen Beruf ausgewählt. siehe nächstes Kapitel): Wenn man den Akteninhalt des 101er ansieht. ich hätte f r e i w i l l i g. Und warum hat man meine anderen Angaben zum Inneren des Turm.

So hat er mir meine letzte Möglichkeit geraubt. Meier in sein Büro. dass ich als Privatbeteiligter an diesem Verfahren unbedingt einen Antrag auf Fortsetzung des Strafverfahrens bei Gericht innerhalb der 14-Tage-Frist stellen sollte. sprich einem Kriminalgericht zuzuführen. Ich habe auch nicht um Mitleid gebeten. Das Obergericht würde dann entscheiden.Beweise für eine Anklage nicht ausreichen. dann ohne die STA. die Verbrecher der gerechten Strafe. dass die Justiz alles im Detail nachlebt. die Leute zur Rechenschaft zu ziehen. dann weiss ich nicht was der Gesetzgeber verlangt. Ich war so naiv zu glauben. Er war auch betrübt über die Einstellung. ja er verstehe das. Anschliessend erhebt derselbe Staatsanwalt Anklage gegen mich (was man doch wirklich einem anderen Staatsanwalt hätte überlassen können). zeigt die deutlich zynische Geistesrichtung der STA. ja er verstehe was ich durchgemacht habe. Ich fuhr sofort zum UR Dr. Der Privatbeteiligte (also ich) könnte dann Anträge an den UR 159 . dass ich nochmals zehn Jahre auf die Gerechtigkeit hätte waren müssen. persönliche Erfahrung dafür. dass die STA und Justiz den Fall zum Kriminalgericht bringen würde. Haun wusste ganz genau. Ich finde es auch eine absolute heuchlerische Berufsauffassung wenn derselbe Staatsanwalt mir seit mehreren Jahren in der Causa Argentinien vorgibt die Anklage sei bald fertig geschrieben. Ich habe nur wieder und wieder und wieder schriftlich und mündlich gebeten. diese aber nie produziert. Abgesehen davon. STA Haun sagte mir einmal am Telefon. er kann es nachvollziehen. Erstens geht das nicht und zweitens fehlt der Justiz naturgemäss die eigene. In Wahrheit wollte er mir nie helfen. eine Anklage in Argentinien voranzutreiben. Auch der hinterlistige. Nicht mal eine ordentliche Einvernahme der Beschuldigten und Vorenthaltung derer Widersprüche hatte man bewerkstelligen können. der mich emotional hart treffen sollte. war – der nun rückblickend klar ersichtliche. exakt gleichzeitig terminierte Versand der zwei Umschläge (Anklage 140er & Einstellung 101er). Die Chance auf Weiterführung des Strafverfahrens sei sehr gut. unehrliche Umgang der STA mit meiner Folter. Gegen die Anklage habe ich postwendend und fristgerecht schriftlich Einspruch erhoben. ob das Strafverfahren wieder fortgesetzt würde und wenn ja. meinte er. ich war ihm ein zu lästiger Fall. Er hat mir aber Mut gemacht und gesagt. er helfe mir! Ich verlangte nie. dass ich nie die finanziellen oder kräftemässigen Möglichkeiten hatte. Was mein Blut zum kochen brachte.

B. war mit welchem Selbstbewusstsein. Korruption. die im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen. Ende November 2002 gab es dann eine kleine Abschiedsparty im grossen Pausenraum der Treuhand und es wurde mir eine schöne Abschiedskarte mit kleinen Geschenken überreicht. dass hier alles lupenrein war. Nimmt man die wenigen Gerichtsurteile unter die Lupe. als benannter Subsidiarankläger einbringen und erheben. der Leichen. ja fast schon Leichtigkeit Hans-Adam. Da ich schon gekündigt hatte. die Regierung und die hohen Finanz-Herren über all die Jahre hinweg immer wieder dem Ausland versichern konnten. in Liechtenstein gefällt worden waren. dann war die Anzahl der Meldungen geradezu lächerlich. Somit fand meine Arbeit in der Welt der dicken Koffer voller Geld. Bei so vielen Milliarden Schweizer Franken und den damit einhergehenden Banktransaktionen müssten in Wahrheit schon aus vergleichbaren Erfahrungswerten (z. Es waren die letzten Wochen meiner Arbeitszeit bei der LGT Treuhand. Obwohl wir doch alle in Vaduz wussten. der Machtkämpfe und der offener Gier ein Ende. dass die hohen Finanz-Herren. kriminellen Kunden gewesen wären. Betrug etc. die einheimischen Banken und Treuhänder immer verschont und geschützt haben. Damit ich weiterhin professionellen Beistand durch meinen RA erhalten konnte und bezahlen konnte. Es waren glattzüngige Behauptung zu sagen. Geldwäscherei. dass dies fette Lügen waren. Dass sie die Besten sind. Also hatte ich am 22. wünschte man mir Alles Gute und viel Zuversicht. der schmutzigen Geschäfte.machen oder gar selber eine Anklage. dass sie die Schwarzen Schafe im Rhein ersäuft hätten. Die STA ist aus dem Spiel. Oder vergleicht man die Jahresstatistik der gesetzlich vorgeschriebenen Geldwäscherei-Verdachtsmeldungen von Seiten der Banken. dass die Justiz und praktisch der ganze Finanzsektor ständig im Abwehrkampf gegen die bösen. Treuhänder und anderer Organe mit dem Total der verwalteten Vermögen aller Liechtensteiner Banken zum jeweiligen Zeitpunkt. kann man klar erkennen. November 2002 einen siebenseitigen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung für den Fall 101 gestellt und am gleichen Tag für beide Fälle (101er &140er) einen Antrag auf Verfahrenshilfe gestellt. aus der Schweiz) viel mehr 160 . Einem Vertrauten aus der Rechtsabteilung hatte ich von den Horrornachrichten erzählt. Was mich aber mehr und mehr erstaunte.

Erpressung und mir geraubtes Geld regierten. die Regierung in Vaduz und einige der Leser. Hans-Adam. Als ehemaligen LGT Treuhandmitarbeiter konnte ich solche Tricks schwarz auf weiss in den Akten nachlesen. Je nach dem ob er entweder ausländische Regierungsvertreter. Ob man da wieder aufwacht? OK. verhindert werden kann. warum ich so kurz vor Weihnachten unters Messer. Wegen des enormen emotionalen Stresses bekam ich im November auch zusätzlich gesundheitliche Probleme: Schmerzen im oberen Bauchbereich. Mit der Statistik wollte Liechtenstein natürlich dem Ausland weiss machen. wünschen sich jetzt vermutlich. Mehr darüber in den folgenden Kapiteln. Ich hatte Angst davor. der ich nie entkommen konnte. Verwundert hatte es aber keinen der einheimischen Analytiker. eine Operation durchführen zu lassen.02 geplant. Schnell wurde ich der andauernden. Behörden oder die Medien vor sich hat oder wichtigen Kunden eine Privataudienz gewährt. selbst erfundenen "Heiligsprechung" der hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein überdrüssig. Mir war das egal. ist ein Meister der verschiedenen Masken.Verdachtsmomente vorhanden sein und gemeldet werden. Alle meine Freunde und Bekannten und die im Spital wunderten sich. die Kunden der LGT Treuhand waren oder sind. Die Entfernung der Galle. Meine Operation war für den 20. Jeder Finanzanalytiker wusste dies. dann verformte sich dieses Erstaunen in eine steigende Desillusionierung. dass der Finanzplatz sauber sei und die Kontrolle funktionierte. Sie empfahl mir. dass ich nie wieder aus der Narkose aufgewacht wäre. Gallensteine hatte ich zwar keine. aber der Schmerz kam mitten in der Nacht und dies schnell und heftig. oder 21. stellvertretend für die Finanzwelt von Liechtenstein. sodass die Pflicht zur Meldung umgangen bzw. Eine Operation wäre nur unter Vollnarkose machbar. Es wäre meine erste Vollnarkose in diesem Leben. Wenn ich in meine andere Welt wechselte.12. er stülpt sich immer die passende Maske über. eine Welt. Hans-Adam. 161 . in der Folter. überhaupt ins Spital wollte. Rheinberger in Vaduz brachte keine grosse Linderung. Ein Besuch bei meiner Hausärztin Dr. für mich waren dieses Jahr wahrhaftig keine Weihnachtsfeiern geplant. Die Liechtensteiner Finanzwelt hat ausgefeilte Tricks entwickelt. gebetsmühlenartigen.

Ich hatte keine Kraft mehr dafür. war das Ziel alle 162 . mich weiterhin zu ärgern. um mir – der nun ohne die STA. was ich dann auch später am 26. dann war und ist man in Vaduz schnell bei der Sache. Sie legte am 12. Und all ihre Fehler und Unzulänglichkeiten. Was für Schwachsinn. keine Kraft mehr Briefe aufzusetzen. Irgendwann hat alles ein Ende.02 Beschwerde gegen den Beschluss des UR Dr. und daher als Subsidiarankläger "selbst zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung in der Lage sei".12.Mein Antrag auf Verfahrenshilfe wurde am 04. die eh keiner liest! Und das war auch Teil des Problem: keiner liest es. fähig sein. Unglaubliche Frechheit! Ich bat den UR um Rat. Meier ein. als Laie. Obwohl sie nichts mehr mit dem 101er zu tun hatte und ihre Bücher geschlossen hatte.02 auch selber geschrieben hätte. den ich um Rat oder Hilfe bitten konnte. mir Verfahrenshilfe im Argentinienfall zu gewähren. möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten: Die STA argumentierte auf vollen fünf Seiten. dass all meine Schreiben an die Justiz und die STA.02 erledigt hatte. all meine Arbeit nichts genützt hatte. um so grösser wurden meine Enttäuschung. da ich ja den Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung (101er) vom 22. Leider hatte ich niemanden ausser dem UR. obwohl die STA aus dem Spiel sei. um gegen diese Beschwerde eine Gegenäusserung zu machen. Was mich noch am leben hielt. Deren zynische Logik.11. Verflucht noch mal. Wo solches und anderes Verhalten seitens der Staatsanwaltschaft bei gepeinigten Opfern hinführt. warum ich keine Verfahrenshilfe bekommen sollte. Das war immerhin somit geregelt.02 für beide Fälle vom UR bewilligt. aber wenn es ums dicke Kohle geht.12. alleine weiterkämpfen musste – das Leben schwer zu machen. Aber meine Wege zu ihm waren auch schon ausgelatscht. meine Wut und mein Hass. meine Trauer. einen kommenden denkbaren Kriminalgerichtsfall ohne einen Profirechtsanwalt an meiner Seite als "Kläger" durchzuführen. keinen kümmerte es.12. dachte ich mir. Briefe. dass ich keine Verfahrenshilfe brauchen würde und erhalten sollte. Ich war und bin sicher auch nicht vollkommen fehlerfrei. Man erkennt. Er sagte. Aber dann wieder die STA. Wie soll ich. konnte sie es nicht lassen. habe sie trotzdem die rechtliche Möglichkeit ihren "Senf" weiterhin dazuzugeben. Je mehr ich über die Einstellung des 101er nachdachte. konnte mal bald sehen. dass die STA alles versucht hat. Ich hatte dann 14 Tage Zeit. Mir wurde immer klarer. Was für Quatsch.

Koste es was es wolle! Koste es was es wolle! So fasste und formulierte ich einen Plan und entschied mich als letzten Strohhalm bei Hans-Adam um Hilfe zu bitten. verschenkte meine Möbel. Januar 2003 übergeben musste. Zufällig las ich zu jener Zeit auch irgendwo einen Spruch von KANT: "Er fordert den Einzelnen auf. Trotz der inneren Hektik ging ich ins Spital Vaduz und wurde erfolgreich operiert und am 22. so war mir voll bewusst. die ja nichts dafür konnten. was die über die finanziellen Konsequenzen hinausgehenden Auswirkungen sein könnten. war schon "beängstigend und faszinierend". mir endlich zuzuhören. wie weit die eigene Freiheit – auch die zum Bösen – gehen darf. womit ich sie alle zwingen konnte.02 entlassen. Mit den neuen Eigentümern der Wohnung konnte ich vereinbaren. deren Leben ich aus den Aktenvermerken kannte. Ich verkaufte mein Auto. Mit den Daten. hatte ich ein Machtinstrument in den Händen. dass ich in den Besitz aller Kundendaten der LGT Treuhand gelangt war. Ich musste viele Entscheidungen treffen: Was soll mit dem Datenband geschehen? Was mit den kiloschweren Originaldokumente? Wohin damit ? Soll ich es nutzten? Wie? Wann? Gesundheit: Wird die Operation gut verlaufen? Neue Wohnung: Noch nichts gefunden. Wie greifbar ich dies auf meine Situation beziehen konnte. ich dachte auch an die tausenden Kunden.am Verbrechen Beteiligten zur gerechten Strafe zu führen. bis anhin habe ich Euch noch nicht geschildert. Ich konnte mir gut vorstellen.12. Nein. Es waren äusserst schwierige und verrückte Wochen für mich. dass ich im Aufwachzimmer meinen "Plan" ausplappern würde. ohne die Freiheit der Anderen zu beschädigen". löste den ganzen Haushalt auf. Die nächsten paar Kapiteln in meinem Buch werden für Klarheit schaffen. Bezeichnenderweise dachte ich dabei nicht nur an meine ehemaligen Arbeitskollegen. Wie bei so vielem in meinem Leben spielte der Zufall wieder eine grosse Rolle. löschte 163 . dass ich alles sauber gereinigt erst am 06. Wohin umziehen? Daten? Welche Daten? Ach ja. Die Vollnarkose war eine neue Erfahrung und meine grösste Angst dabei war. sich immer wieder zu fragen.

die Wohnung zu reinigen und übergabebereit zu machen. den 7.01. Ich erzählte meinen Freunden. gefüllt mit weiteren Akten und gab es am 04. Aber dieses Beweisstück lagerte (und lagert heute noch) im Keller beim LG Vaduz. Fürstin Gina hatte eine spezielle Beziehung zu mir. All die Jahre über. Januar 2003 für drei Monate oder so Ferien im Ausland machen würde. Dr. Ich kannte seine Familie sehr gut. im Liechtensteiner Unterland. hatte ich bis anhin bei mir zu Hause aufbewahrt. war ich um 09:35 in der LGT Bank in Vaduz. Ehrlich gesagt war ich nicht ganz sicher. um mein letztes Konto dort aufzulösen. wie man das 3-D-Modell in einem Kriminalprozess verwenden könnte. dass ich ab dem 7. Sie kannte mich seit meiner Kindheit im Gamander in Schaan. ob ich den Brief an Hans-Adam (siehe nächstes Kapitel) schlussendlich bei der Post aufgeben würde. Das 3-D-Modell des Kerkers. wie der UR. Seine Mutter. Dann ging es mit dem Linienbus weiter in meine Heimatgemeinde Mauren. einen kleinen Koffer und meine Computertasche (mit dem Tape. Meier und ich uns 1998 bildlich vorstellten. Januar 2003.2003 dem Taxiunternehmen Gabor mit dem Auftrag ab. es spätestens bis zum 08. Natürlich war ich sehr traurig. mit Ausnahme des Kontos bei der auch nun berühmten LLB (Liechtensteinische Landesbank).meine Bankkonten. Mit dabei hatte ich einen grossen Koffer (mit wenigen Kleidern und viel Originaldokumente drin). dass ich 1998 für das Gericht habe bauen lassen. samt Ring und Mauerstück zukommen lassen. Der UR war mit den Fotos davon und dem damaligen Begleitschreiben vorerst zufrieden und fügte er sie in den Akt ein. Ich schlief viel und ging alles im Kopf noch mal durch. Ich hatte grosse Skrupel. Am Dienstagmorgen. dass alles soweit kommen musste.2003 am Schalter einen Kontoauszug abholte. bis zu 164 .01. Der Brief und die Kassette waren fein säuberlich abgepackt. Das Modell verpackte ich zusammen mit einer Schuhschachtel (die ich auf die Holzplatte festklebte). Januar 2003. Der Stichtag für mich war der 7. Punkt 11 Uhr hinauf zum Schloss an Hans-Adam zu überbringen. der externen Harddrives und den DVD’s). Gerne hätte ich auch Hans-Adam den originalgetreuen Nachbau der Eisenkette.2003. Weihnachten 2002 und die Neujahrstage verbrachte ich damit. wo ich noch am 03.01. Ich erinnerte mich. Als Beilage zum Brief habe ich noch einige Kopien der Gerichtsakten beigelegt.

dass ich nie wieder nach Liechtenstein oder an sein Grab zurückkommen könnte. Hans-Adam kannte ich auch aus jener Zeit persönlich. Das machte das alles nicht einfacher.Ihrem Tod Ende der 80er hielt ich schriftlich Kontakt mit ihr. sie sei in zwei Tagen in Zürich und ich solle auf der Rückseite des HB Zürichs. als ich ihr in meinen Teenagerjahren selbst gemachten Apfelstrudel im Winter im Schnee zu Fuss über den Fürstenweg von Schaan ins Schloss brachte.. Jede Sekunde bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich den Lauf der Dinge anhalten können. Es war schon seltsam: Ich fühlte gleichzeitig eine ungeheuere Traurigkeit und auch Erleichterung darüber. Mit ihrem VW Jetta und wie immer voller Freunde am Leben. Unbestritten war ich ein starker Anhänger der Monarchie. Ich vergesse nie die grosse Freude die sie hatte. bis ich dann eine kaufmännische Ausbildung anfing und eine eigene Wohnung hatte. Während der Vorweihnachtszeit habe ich auch einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen der LTV im Dorf getroffen oder sie kamen mich im Spital besuchen. Er würde den dicken Umschlag noch am selben Tag erhalten. Als ich einmal Anfang 1983 in Zürich strandete. Ich konnte bei Bekannten von ihr in Schaan eine Weile bleiben. CHF 25. Ich zog die Koffer hinter mir her hoch zum Friedhof.für die eingeschriebene Express-Lieferung zu Hans-Adam auf sein Schloss Vaduz. Erst mit der unwiderrufbaren Aufgabe des dicken Briefes am Schalter bei der Post in Mauren würde das Unheil seinen Lauf nehmen. Fürstin Gina kam angefahren. Aber selbst wenn ich dies nicht hätte stoppen können. Sie sagte. Sie hatte so ein grosses Herz. bezahlte ich die Gebühr von ca. Langsam und schleppend war ich an der Bushaltestelle "Gemeindeverwaltung" in Mauren ausgestiegen. Zumindest für einige Jahre nicht mehr. ich glaube es war zwischen 11 und 12 Uhr. dass der Argentinienfall wieder oben auf dem Stapel landen würde. Vom Friedhof aus. kann man eine Steintreppe hinunter Richtung Post laufen. Dort angekommen. wäre in jenem Paket nichts was mir hätte Ärger einbringen können. beim (heutigen) Landesmuseum am Nachmittag auf sie warten. Und wahrhaftig. Der Transport des Kerkermodells zum Schloss hatte ich zwar schon organisiert und bezahlt. Ich hatte noch einen zweiten Brief 165 . Bis anhin ging alles gut. rief ich sie an. Niemand bei der LGT Treuhand hatte den Diebstahl des Datenbandes bemerkt. Ich war mir relativ sicher. hinten bei den Gräbern. Am Grab meines Vater hielt in inne und nahm Abschied von ihm.

Berlin. die ich aus Spanien per Post erhalten hatte und selber ins Deutsche übersetzt hatte. Dort. in einem alten. An UR Dr. festhalten wollte und würde. Hauptstadt Deutschlands. diese Unterlagen zu kopieren und im 101er. um die Zeit bis zur Zugabfahrt nach Berlin totzuschlagen. Darin schrieb ich ihm kurz. Da angekommen. Ich kaufte mir für die kommende Zeit genug Euros und nahm den Zug nach München. 166 . Im Brief waren auch neue Beweise. staubigen aber gemütlichen Imbissrestaurant gegenüber dem Hauptbahnhof sass ich in einer Ecke. all meine Koffer festhaltend und ass etwas kleines. Ich wartete auf den Linienbus nach Feldkirch. der mich zum Bahnhof bringen sollte. lief alles genau nach Plan. Meier. Ich bat ihn höflich. dass ich unter allen Umständen an meinem Antrag zur Weiterführung der Strafuntersuchung gegen Helmut & Co.abgeschickt. 140er und im Akt des Zivilverfahrens abzulegen. komme was wolle.

was ich in den vorhergegangenen Jahren erleiden musste. Er hat nicht nur unbegrenzte Geldmittel in Milliarden Höhe und viel Macht. deren explosive Legierung die hohen Finanz-Herren mit ihrer gigantischen. Sozusagen eine Art Fürstentum Liechtenstein-Neutronenbombe. Gewiss. mich an Hans-Adam zu wenden. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm. „die Macht zu missbrauchen‚! Der Originalbrief an ihn hatte über 38 Seiten. Arroganz. nebst dem gedruckten Wort auch in akustischer Form meinen Standpunkt. 167 . ihm einen Brief zu schreiben. Ich musste auf alle möglichen Gegenschläge seitens Hans-Adams vorbereitet sein. ich habe meine Hausaufgaben gut gemacht. um Krieg gegen mich zu führen. insbesondere die grosse Frustration zu darzulegen. aus dem Brief. sondern auch die Macht. Ausserdem hatte ich zusätzlich eine persönliche Tonbandkassette besprochen und dem Brief beigelegt. weil es mir wichtig und richtig erschien. überlegt und ausgearbeitet. Ich hatte alles bis ins kleinste Detail nachgeforscht. Ignoranz und Machtbesessenheit vor Schreck erstarren lassen würde. nur eine Ein-Mann-Truppe. dass ich zu einem späteren Zeitpunkt die unverdeckte Version dieses Briefes veröffentlichen kann. ausgeprägten Liechtensteiner Geldgier. Es hat sich alles aufgestaut und nun war es Zeit.: “ an.Kapitel 7 Dicke Post für Hans-Adam Es war wirklich kein einfacher Entschluss. Mein restliches Blut hatte den Siedepunkt erreicht. den Dampf gehörig abzulassen. Er hingegen hatte alle nur vorstellbaren staatlichen sowie privaten Mittel zur Verfügung. Ich war aber in höchster Wut über all das. Ich bin sicher. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr kleine Anmerkungen im Brief. Die gesprochenen Worte auf der Kassette beinhalteten praktisch identisch das Thema unter Punkt I. Für ganz wenige Stellen im Brief wurde mir aus verschiedenen rechtlichen Gründen und vereinzelt auch wegen Sicherheitsbedenken aufgetragen Originaltext/-Worte mit dem nachstehenden Ausdruck zu ersetzt: OT Entfernt. Ich war ja. Während des ganzen Monats Dezember 2002 feilte ich am Text des Briefes und an den Worten für die Kassette. Es war mir klar. wie immer. dass ich mit dem Absenden des Briefes eine Sprengladung scharf machen würde.

Was immer jetzt in der Folge geschieht. dass selbst bei Ihnen . Dieses Schreiben hat zehn Themenpunkte. Es tut es mir sehr. 168 . Beiliegend zu diesem Brief hier finden Sie alle Unterlagen über ein brutales Verbrechen.03 um ca. Denn innerhalb der kommenden 2 Stunden werden Sie erschrecken. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. wenn Sie wirklich die Zeit aufbringen würden. ohne Umschweife kurz und bündig aufzuschreiben. ich lege daher alle Briefe der letzten 15 Jahre gebündelt bei. von und zu Liechtenstein und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein. Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit und wäre Ihnen sehr dankbar. Am nächsten Tag wird diese Wut sich immens steigern. Ich bedanke mich für Ihre Antwort. Ein zweites Paket mit weiteren Dokumenten kommt Morgen. Hans-Adam der II. Aber. So sehr hassen. was ich mitteilen möchte. dass mir im März/April 1997 in Argentinien angetan wurde und mein Handeln und Denken massiv geändert hat. wenn man nicht die umfassenden Unterlagen. studieren. 11 Uhr per Kurier für Sie im Schloss an. Ich habe Ihnen einen Grussbrief im Januar 2002 auf das Schloss gebracht und auch ein Glas einer Ihrer Lieblingskonfitüre – schwarze Kirschen.das heimliche Verlangen aufkommen wird.einem visionären Staatsmann und sehr guten Fürsten . alles selber bis zum Schluss zu lesen.oder Grussbriefe von der Fürstenfamilie aufzubewahren. will auch ich versuchen. dass es alle sehr hart trifft und noch härter treffen kann. ich bin es nicht mehr würdig Antwort.im Januar 2003 An unseren regierenden Fürsten S. in den darauf folgenden 12 Stunden wird eine Wut aufkommen. mir den Tod zu wünschen: die Macht und das Geld dazu haben Sie ja – fehlt nur noch der Wille. den 08.D. Und um einen Weg aus diesem schwarzen Loch zu finden – muss man mich verstehen! Ich habe ein Gewissen und in diesem Fall ein sehr Schlechtes. sehr Leid. So wie man Ihre direkte Sprache kennt. innerhalb weniger Tage werden Sie mich hassen.01.kieber heinrich – liechtensteiner staatsbürger . niemand – auch Sie Fürst Hans-Adam – wird mich verstehen können. die SIE jetzt nun und morgen haben werden.

Nein. der Demütigung. was ich tun werde. die ich extra dafür zeichnen lies. Dass SIE Durchlaucht diesen Brief samt den Unterlagen in den Händen halten.2000. liegt in der Erniedrigung. * = Kopie Beiliegend. Zusammengefasst erkennt man meine Motive in der Tonbandaussage* von meiner Anzeige bei der FL-Polizei vom April ’97 und in meinem Schreiben* an den Hauptverbrecher vom 24. 169 . die ich in Argentinien erleiden musste. der Todesangst und in dem Schmerz der Folterung. die Kassette abzuspielen und mehrmals abzuspielen und zuzuhören! Danke. Ich habe von allen Unterlagen.02. kieber beilagen: erwähnt Die Zeichnungen auf den jeweiligen Rückseiten der zehn Themen sind Fotokopien der drei Kohle-Bilder aus dem 101er Akt. Meine Antriebskraft zu tun. insbesondere von der Staatsanwaltschaft trotz der erdrückenden Beweise und massiver Widersprüche seitens der Beschuldigten billig im Stich gelassen worden bin. Meine Antriebskraft zu tun was ich getan habe. Ich bin ein intelligenter Mensch und mein Handeln ist mir sehr bewusst. die ich zu selber zu Hause hatte. an die Justiz geschrieben habe. Ich bitte Sie. habe ich für Sie Vollmachten (vermutlich bräuchten Sie gar keine) für die volle Aktensicht beigelegt. ich bin nicht verrückt! Trotz Ihrem Hass auf mich bitte ich Sie um Vergebung. (gez. liegt daran. Eine kurze Zusammenfassung mit meinen konkreten Klagen habe ich mittels meines Rechts auf freie Meinungsäusserung auf beiliegende Kassette (Seite A) gesprochen. Analysen und Aussagen etc. Da meine Aufführungen diesbezüglich über 400 Seiten füllen würden und ich schon in den letzten sechs Jahren hunderte Seiten voll von Anträgen.) h. liegt in der Unfähigkeit / Weigerung der FL-Staatsanwaltschaft Anklage gegen die bekannten Täter zu erheben. dass ich von der FL-Justiz. elektronische Kopien erstellt und übergebe Ihnen als Beilage (zu diesem Brief und im Paket) alle meine Papierkopien.

wenn das Opfer ein niemand ist. mit Tatorten in Argentinien. Wie so oft hat sich auch hier gezeigt. die mit dem Finanzplatz Liechtenstein zu tun hatten/haben. um Anzeige/Anklage zu erheben. warten. Seit langem frage ich mich. Mein Fall wurde einfach immer wieder nach hinten geschoben.) wie Sieger über meinen 170 . wer mir helfen kann. Spitzer einsetzen. dort wo die Haupttat geschah. Wenn es ums Blut geht. ist absurd. In den vergangenen sechs Jahren hatte die FL-Justiz viele aufgestaute Strukturprobleme zu bereinigen. So mussten Sie ja u. indem er meine Folterer (Herr und Frau R. dann ist man fix und schnell. warten. Nach Argentinien zu gehen. als Oberste Instanz unseres Staates mir Gerechtigkeit zu ermöglichen. da sich dort die Gesellschaftsstrukturen im Stadium der Auflösung befinden. Mein Fall ist komplizierter als jene Fälle. den Sonderstaatsanwalt Dr. es würde etwas geschehen. der mich im grossen Stil der Richter Uwe Oehri bewusst ausgesetzt hat. dass wenn es um materielle Dinge (sprich GELD) geht oder wenn das Ansehen unseres Landes gefährdet ist. kann ich es nicht abbauen. Mit der Zeit kam auch mir die Einsicht. Obwohl ich nicht will. ja dann muss man warten. hat mich vor allem die gemeine Demütigung. Deutschland und Argentinien. Rückblickend bin ich überzeugt. Vaduz & Feldkirch. dass die Staatsanwaltschaft endlich etwas macht. Fast sechs Jahre habe ich jeden Tag gewartet.a. Durchlaucht. Ich will nicht das Recht beugen oder gar etwas zu meinen Gunsten erzwingen. Nach der grössten Demütigung. mit einem Schmerz und Hass so gross wie der Ozean. dass der Hass auf die Verbrecher mich in meinem Tun leitet. Die Justiz musste wohl Prioritäten setzten. dass ich mit nun solchen Mitteln meinen Fall in der ‚Prioritätenliste‚ nach vorne katapultieren musste. ein kleiner Mann. dass man mich einfach im Glauben lassen wollte. dass mir wohl niemand im FL helfen will. Ich. mit Tätern aus Spanien. dann. Ein lästiger Fall. Aber nichts geschah. Es ist traurig und geradezu ironisch. die ich im Kerker in Argentinien erfahren musste.I. Gerechtigkeit Einschliesslich an meine Ausführungen auf der beiliegenden Kassette bitte ich Sie.

ich sei nur beleidigt. Seitdem sind über zwei Jahre vergangen. Ich habe diese Selbstbestimmung in mich aufgenommen und erkannt. kurz nachdem er den Fall vom Oberstaatsanwalt Dr. warum die Richter oder die STA dies oder jenes unterlassen haben zu tun. Viel früher. dass er in ca. Burkart HIRN) war der Landrichter Dr. wenn durch den ständigen Informationsaustausch zwischen den Richtern im Zivilverfahren und der STA eine Art Absprache. Die STA wusste immer vor mir wie wann. Aber ihm waren ja die Hände gebunden. das Zivilgericht entschieden hatte. sprich Vorverurteilung. Alle Beteiligten wissen. so wie er mir sagte. weil dies der LR U. Daran ändert auch ein erstes Urteil zugunsten der Verbrechers Helmut R.Geist und Körper hat auftreten lassen. dass er mich verstehe und er an der Anklage arbeite. Und damit ist Liechtenstein ein teurer. DREI mal musste ich diese zusätzliche Demütigung ertragen. Insbesondere hat sich der Staatsanwalt F. dass ich nicht gewonnen habe. R. zwei Monaten die Anklage erheben kann. Hätten sich die Richter die Mühe gemacht. nicht. Paul MEIER. Der Einzige. was. dass durch das Urteil in der Zivilsache die STA „praktischerweise‚ den Fall 10 Vr 101/97 elegant killen konnte. ohne meinen Anwalt. Denn es ist nicht zu verkennen. Aber so einfach ist das nicht. Durchlaucht. Es würde mich nicht wundern. Ein Mal sogar. Die betroffenen Richter werden sagen. komplizierter. die dem UR zu beauftragen hat. derer ich mich schäme. Haun einen Haufen Arbeit erspart. obwohl sie mit dem Zivilprozess gar nichts zu tun hatte. langwieriger Fall erspart geblieben. die Beweise und vielen. Ich bin ein niemand. Oehri so wollte. stattfand. dass ich nie und nimmer beweisen kann. der zu mir stand (nebst meinem Anwalt Dr. Sie sind ein bekennender Anhänger der Selbstbestimmung. Wallner zugeteilt bekam. zu Mitteln greifen lassen. sagte er mir am Telefon. Die STA ist ja die. Mir geht es nicht um das Geld! Das gesperrte Geld in Feldkirch ist und bleibt mein Eigenes. In früheren Telefongesprächen und einmal persönlich im Gerichtsgebäude sagte mir Haun ständig. vielen Widersprüche der Kläger samt deren ‚Zeugen‚ wirklich zu lesen und zu analysieren. dann wären sie zu einem anderen Urteil gekommen. dass ich selber für eine gerechte Verurteilung der Verbrecher sorgen 171 . wo.

Wenn ich etwas nicht habe. das sich dem Zivilfall annimmt. aus der Mietwohnung bin ich ausgezogen und meinen Hausrat aufgelöst.muss. dann werde ich mich für Hilfe an die USA und Deutschland wenden. Auf Grund der besonderen Umstände kann und werde ich nur bis Ende Januar 2003 warten.. + Co. dass mir die USA sowie Deutschland helfen werden. unabhängiges Richtergremium zu ernennen. einen Sonderstaatsanwalt zu ernennen. ohne dass ein Sonderstaatsanwalt und/oder ein ausserordentliches Richtergremium in den Fällen nach neuer Untersuchung ein neues abschliessendes Urteil fällen konnten. gemäss dem Gesetz zu agieren und ein ausserordentliches. Warum ich der festen Überzeugung bin. Sie und Ihre LGT können ja gar nichts dafür. Das Schicksal will es. gehofft und meine ganze Energie in die Verfolgung der Verbrecher gesteckt – es soll jetzt keiner kommen und sagen. dass ein Unglück über die LGT und FL-Finanzwelt hereinbricht. aber eines ist für mich klar: Wenn Akt 10 Vr 101 /97 so enden und 10 Vr 140 /97 so starten soll. Mit all meinen sozialen Kontakten habe ich gebrochen u..s. wir brauchen Monate. um zu erfahren. der sich intensiv mit dem ganzen Fall befasst und die Befugnis erhält.w. Ich bin jetzt in Deutschland. Ich will nicht.. Ich habe in Liechtenstein all meine Strukturen aufgelöst: meine Arbeitstelle hatte ich gekündigt. wie es sich Haun jetzt erdacht hat und wenn die schlimmsten Verbrecher R. ob überhaupt was gemacht wird. zeige ich Ihnen in den folgenden Kapiteln im Brief auf. . dass Sie nun doch involviert werden. Dass der Zeitpunkt auch noch mit Ihrem erbittertem Abstimmungskampf über die neue Verfassung im FL und der Neuorientierung Ihrer LGT Gruppe in 172 . Ich habe nichts mehr zu verlieren. auch nur einen EURO von meinem gesperrten Geld in Feldkirch ausbezahlt (offiziell oder im geheimen) erhalten sollten... analog zu anderen Fällen.... dann ewige Zeit! Verdammte lange sechs Jahre habe ich gewartet. Ich bitte Sie daher.

Diesen Preis bin ich gewillt zu bezahlen. Bitte beschränken Sie den Personenkreis bei der LTV und LGT auf das absolute Minimum. dann bleibt dem Bürger nichts anderes übrig. von denen er glaubt. III. wenn ich meine Folterer der verdienten Strafe zuführen kann. Dort hatte ein ehemaliger Mitarbeiter vor Jahren eine CD-Rom mit 173 . Ich bitte Sie. LGT Treuhand Anm. dass eine Katastrophe über die LGT. als das Selbstbestimmungsrecht in die Hand zunehmen und sich an Andere (in diesem Fall andere Länder) zu wenden.: Das vollständige Kunden-Datenspeicherband) Im vergangenen Jahr erschienen immer wieder neue Artikel über die Probleme von Dr. Vielen Dank. II. Es liegt natürlich in Ihrem Ermessen. seinen Bürgern gemäss dem Gesetz und den Auslegungsmöglichkeiten des Gesetztes zu Gerechtigkeit zu verhelfen. Herbert Batliner in den Medien. um meine Folterer zur Strecke zu bringen. Ich bin fest entschlossen alles. Es gibt aber keinen ‚passenden‚ Zeitpunkt. Dann…. alles. wie es dazu kam. dass ich am Ende die Zukunft für mein Leben verloren habe. Ich weiss auch. Wenn der Staat aber nicht fähig ist. dass ich bei seiner LGT Treuhand arbeitete und später selber kündigte: OT Entfernt. seine Kunden und Liechtenstein hereinbrechen kann.Backup-Tape (Anm. tut mir leid. Ich bin mir bewusst. DLT. Dr. dass Sie ihm helfen können. wer alles von diesem Drama in der LGT-Gruppe erfahren soll. keine personellen Konsequenzen bei der LTV zu ziehen. Wenn der Staat Liechtenstein mir wirklich hilft.: Es folgt eine Beschreibung der Umstände.Deutschland zusammen fällt.. Meine ehemaligen Chefs und MitarbeiterInnen können nichts dafür. alles in meiner Macht und Unmacht stehende zu tun. So kann keine Unruhe entstehen und mit Gottes Hilfe wird das Unglück abgewendet. dann gut.

Da alle DLTTapes der LTV eine fortlaufende Serienproduktionsnummer des 174 . Nicht ganz einfach.und Strafsteuern einkassiert. wenn es in der LTV passieren würde? Jemand hat gesagt.OG) via CP360-62 das komplette System. so dachte ich mir. Im DocuWare auf dem Tape sind über 1'159'000 Mandatsspezifische (Kunden-) Dateien gespeichert. ob die Daten verschlüsselt sind. externes DLT-Laufwerk gekauft um die Daten überhaupt lesen zu können. sprich gespeichert. aber mit der verwendeten BackupSoftware OT Entfernt kann man die Daten lesbar machen. sprich Diebstahl des Bandes wusste ich aber noch nicht ob ich die Daten je missbrauchen würde. Ich wusste auch nicht. Aus den Gründen. 300 Mio. Die deutschen Steuerbehörden haben in der Folge mehrere hundert Steuerstrafprozesse eröffnet und nach eigenen Angaben bis heute ca. da DocuWare ein so genanntes selbsttragendes Archiv ist und daher keine spezifische DocuWare-Software (Zugang) zum Lesen der Daten erforderlich ist. 400 Gesellschaften entwendet und dem SPIEGEL zugesandt. Zu meiner völligen Überraschung stellte sich heraus. wenn man solche Daten in den Händen hält. Was wären die Konsequenzen.Angaben über sein Kunden sowie deren Vermögenswerte von ca. Das Tape (aus CP TL891) wird dann jeweils von der IT Abteilung beschriftet und im kleinen Datentresor aufbewahrt. die ich im Punkt I. Zum Zeitpunkt der Entnahme. Die Bänder werden üblicherweise mehr als 1 x für diese Aufgabe verwendet. Ich habe dann ein gebrauchtes. Irgendwann im letzten Jahr habe ich zufällig mitbekommen und erkannt. Aus dem Inventory DOCUWARE sind alle Dateien im TIFF-Format mit MS-Software lesbar. dass die Backup-Daten nicht verschlüsselt auf dem Tape gespeichert wurden. welch ein Instrument dies wohl wäre. Auch unter uns Mitarbeitern bei der LTV wurde darüber diskutiert. habe ich ein solches DLT-Tape an mich genommen. Vermutlich schon. (DM) an Nach. auf Raid5-Bereich 2 (f:SQL_Backup) gesichert. (Gerechtigkeit) erklärt habe. Jede Nacht wird bei der LTV im Serverraum (2. wie relativ leicht es wäre an eines der zwei täglichen Tages-Backup DLT-Tape der LTV zu kommen. alle Programme und alle Daten (MASTER + DOCUWARE). OT Entfernt.

die interne ITMarkierungen. bis zu welchem Tag ich alle Daten hatte. s sind drei Arten von Originalen: A) AUS. dass ich sehr wohl dort gearbeitet habe. gezielt Originaldokumente ‚ausgeliehen‚. wird vielleicht die LGT zu Behaupten versuchen. 175 .Herstellers auf der Rückseite haben.oder AUSzahlungsausführungen des UFF. Total in CHF 6'784'183'000. Aufgeteilt in Total in CHF: Auszahlungen CHF 334'203'000. Der Datums-Kleber. Sie stammen aus dem Städtle 28: div.: Ich habe dem Brief Fotos des DLT-Tapes beigelegt. obwohl ich mit Arbeitsvertrag und Lohnzahlungen (ganz abgesehen vom DLT-Tape selber) es widerlegen kann. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend aufgerundet. Archive (Raum G1346. sodass man nicht genau feststellen konnte.oder EINzahlungsbelege (BX= Belegexemplar) vom Kassenschalter der LGT (vereinzelt von Fremdbanken) mit zusätzlicher Empfangsunterschrift (und Fingerabdrücke) des wirklichen Wirtschaftlichen Berechtigten. . dass Ihnen das TAPE mit folgender Serie-Nummer fehlt: 122054 SH207F822 86. worauf klar die Seriennummer und andere Details ersichtlich waren. Dies aus strategischen Gründen (siehe auch am Ende dieses Buchkapitels). OT Entfernt B) Unterlagen über EIN.und IBEX-Trust an 26 externe Stiftungen zwischen Dezember 1988 und Dezember 2000. habe ich aber vorher entfernt. wie z. 3. 1. OG // Raum G1851. Anm. von welchem Tag das Back-UpTape stammt.B. ORIGINAL-DOKUMENTE: Wenn es zu der Notwendigkeit kommt. Zum Raum G1346 wurde ich jeweils auf Grund meiner Arbeit hineingelassen.-. um die Verbrecher zu bestrafen. wo ich die Hilfe der USA oder Deutschland oder anderer betroffener Länder erbeten muss.// Einzahlungen CHF 212'331'000. habe ich zum Beweis. können Sie feststellen.OT Entfernt. der angibt. UG). ich hätte nie dort gearbeitet. Und Städtle 18: Raum 704/705 A + B.

Bank.u. Auftraggeber. Anm.und andere Vermögenswerte (Immobilien. Aktenvermerke u. Transfers. der für die Gewinnausschüttung von über 6. LGTSorgfaltspflichtdokumente.B. Jene Stiftungen wurden aber nicht von der LTV verwaltet. 2’150 Einzeldokumente: 85 % davon im Format DIN A5. Es waren ca. Übersicht Kunden und deren Vermögen Nach Auswertung aller Daten aus dem DLT Tape. Alle Originale (A. Bilder etc. Es sind keine Wertdokumente (wie z. der Rest A4. Nach erfolgreichem Abschluss werde ich Ihnen alle Originaldokumente vollumfänglich retournieren.). besitze ich alle Unterlagen über Gründungen. Die LGT Bank fungierte als Gelddrehscheibe und die LGT Treuhand stellte ihr Fachwissen für die Abwicklung über die 2 genannten Trusts zur Verfügung.7 Milliarden(!) CHF zwischen Dez.w.). LTV. Sowie Kopien von über 105 (Leichen-) Mandate aus dem alten Vaduzer Archiv. Bei den Dokumenten unter „B)“ handelt es sich um einen grossen Europäischen Konzern. 2000 faktisch eine geheime Doppelbuchhaltung führte.u. Davon 7834 Bankkonten bei der LGT Bank und 821 Bankkonten bei Fremdbanken (z. 176 . Inklusive die mehreren hundert Mandate der LGT Treuhandbüros in Zürich & Lugano (sowie der OT Entfernt). Beistatuten.B. Schiffe.s.B + C) dienen nur zur Beweiskraft. Anstalten. Auszahlungen. IV. Wirtschaftliche Berechtigte [WB oder BO].). um diese kolossale Summe an diverse Personen via 26 verschiedene Stiftungen über komplizierte Umwege steuerfrei zukommen lassen zu können. Aktienzertifikate oder Zessionen) darunter. Trust etc. von Total 3929 verschiedene Gesellschaften (Stiftungen. Alle diese oben genannten 3929 (Schwarzgeld)-Briefkastenfirmen haben / hatten genau 8655 verschiedenen Einzelbankkonten. die in Vaduz registriert sind. Über den Inhalt dieser Originale möchte ich vorerst nichts sagen.C) Diverse Originale mit Kundenunterschrift. OT Entfernt etc. Barein.: Auch hier habe ich Fotos (von ausgewählten Einzeldokumenten) im Brief beigelegt. sondern von anderen Liechtensteinischen Treuhandfirmen. 1988 und Dez. Patente. AG.

die aber nach dem 1. 56 aus der OT Entfernt. über 450.(davon liegen 5'682'296'000. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend CHF aufgerundet. Skandinavischen Länder über 195.s. Besuch/Gespräch nicht eine Kundenbeziehung mit der LGT eingegangen sind. aller Länder ist grösser als die Zahl „Total Gesellschaften“ (3929).w. Anstalten u.-(davon 8'023'504'000. 18 aus OT Entfernt und der Rest aus diversen Ländern. (nicht die Anzahl involvierten Personen.Ein/Auszahlungen.bei Fremdbanken). Frankreich über 195. (Siehe "Original-Dokumente" unter Punkt IV. Anm. die immer höher ist). Eine Auswahl: Deutschland über ca. 177 . In 46 Fällen sind Politisch Exponierte Personen (PEP) involviert. U. Beneluxländer über 230.‚Schwarzgeld‚ als Neukunden bei der LGT deponieren. 1988 bis Dez. Genau 5828.auf Konten bei der LGT Bank und CHF 1'478'548'000. die für den UFF.. Österreich über 350.. Russland) über 150. Osteuropa (incl.B. 1 x ging es um eine Umgehung des US-Embargos gegen den IRAK. Gemäss internen Angaben wollten diese 207 Interessenten Total CHF 517’000’000. die eine Verbindung z. Italien über 390.: Es folgte eine vollständige Länderliste (Total 82 verschiedene Ländern) mit der jeweiligen Anzahl von Stiftungen.. oder 2. weil es einige Gesellschaften gibt. Spanien über 220. USA über 600 . 2000 gelaufen sind.. Südamerika über 135..bei Fremdbanken).-.). mehrheitlich natürliche Personen sind / waren für diese 8655 Einzelbankkonten der 3929 Gesellschaften als Erstbegünstigte / Wirtschaftlichen Berechtigten registriert. Zusätzlich habe ich in verschiedenen Listen genaue Personenangaben (Aktenvermerke) über weitere total 207 Interessenten gefunden.und IBEX-Trust über die LGT Gruppe zwischen Dez.s. Hier nicht eingerechnet sind die CHF 6'784'183'000.bei LGT Bank und CHF 1'842'733'000. Schweiz über 700. 41 aus den OT Entfernt.w. Das Total aller Stiftungen u. nach Deutschland und nach Österreich haben.K. Davon waren 68 aus OT Entfernt. und daher einmal in der Zählung Deutschland und einmal in der Zählung Österreich erschienen.-. 1400 Stiftungen/Anstalten etc. Höchststand gemäss Unterlagen: CHF 9'866'237'000. Kanada über 280.Aktueller Stand der Bankvermögenswerte aller obigen Konten (2001/02): CHF 7'160'844'000.

amerikanische Lupe) genommen. werden sie genauer unter die Lupe (d. Beirat etc. vom 30. Bei drei Gesellschaften sind nach meinen Daten PEPIndikatoren da.. des IRS-Code 1957 und im geringeren Masse Code 1956 festzustellen. die im Gutachten von OT Entfernt. die selber Iraner. ohne dass es zu einem Mandat kam. Iraker sind oder aus anderen arabischen Ländern kommen..Y. dass die Amerikaner mir helfen werden? In den USA gibt es spezielle Gesetzte.h.) verstossen haben. US-Gesetzes-Verletzungen zum Vorschein kommen werden. Ich bin mir aber sicher..08. die einer Verurteilung von Tätern selbst dann ermöglicht. meine Folterer zu gerechten Strafen zu verurteilen. alle N. dass die LGT (bewusst) irgendetwas mit Terrorismusfinanzierung oder dergleichen zu tun hat.V. um so US-(Steuer)-Gesetze umgehen zu 178 . obwohl keine PEP-Formulare ausgefüllt wurden. dass fast alle Gesellschaften gegen die US-Gesetzesvorlagen (IRS-Codes etc. wenn die Tat im Ausland geschah und keine der Involvierten Personen US-Bürger ist. Warum glaube ich. Ich behaupte nicht.a. Bei allen involvierten Gesellschaften ist eine Verletzung u. Zusätzlich sind weitere 41 Personen aus den USA als Interessenten bei der LTV registriert. Protektor. US-Bürger oder Greencardholder ist. USA Wenn mir Liechtenstein nicht helfen kann. Zwei Personen sind Doppelbürger und als PEP zu deklarieren. Zudem kann man feststellen. die sich gegenüber den US-Behörden (IRS) nicht Offenlegen wollen und dennoch US-Aktien und/oder insbesondere US-Immobilien weiterhin halten oder neue erwerben wollen. WB/BO. werde ich mich zuerst an die USA wenden. wie die Kundenberater der LTV die Kunden (alle Nationalitäten) beraten können.2002 erwähnt sind. sei es weil der Settlor. In den über 645 Gesellschaften der LTV hat es Verbindungen mit den USA. Zudem gibt es den US Patriot Act of 2001 (26. oder grössere Zahlungen an US-Personen im Ausland getätigt wurden oder Transfers über die USA liefen. Irak oder anderen terrorismushelfenden Staaten Geschäfte machen. die ganz deutlich die Wege aufzeigen.OCT). Auch habe ich auf dem Tape interne Schriftsätze gefunden. dass bei denjenigen Kunden der LTV. oder andere Nationalitäten besitzen und mit Iran.

können.: ° bei 38 Stiftungen/ Anstalten noch nach der Ablauffrist vom 31. Solches Vorgehen der involvierten Stiftungs (SR). mit dem LAJOFP (Long Arm Jurisdiction Over Foreign Persons) verfolgen. Verletzungen des (QUALIFIED Intermediary Status) QI-Status: Die US Steuerbehörde IRS hat die Liechtensteinischen „KenneDeine-Kunden‚.Regeln (KYC-Rules) am 28. ° Es eine kleine Anzahl Stiftungen/Anstalten (Simple/Grantor) gibt. ° Bei einigen neuen Stiftungen/Anstalten der LTV im Kundenauftrag nach dem 01.02.03. obwohl der Kunde OT Entfernt hat oder die LGT gemäss QI-Vertrag zwischen LGT & IRS ‚vergessen‚ hat.01 den QI Status erteilt. Die LGT hat am 07.a. dass z.2001 der Kauf von US Aktien erfolgte. dies zu tun. Es gibt/gab also Kundenbeziehungen mit Status ‚US-Persons‚ mit US-Aktientiteln im Depot. wo der Wirtschaftliche Berechtigte US Steuerbürger ist. obwohl die erforderliche Dokumentationspflicht (W-9. nach Durchsicht aller Mandate mit QI-Angelegenheit die ich gefunden habe.01. Dadurch unterläuft/verhindert die LGT automatisch die erforderliche. dies mit einer Panama Gesellschaft zu tun.01 das Gesuch für den Banken-QI-Status eingereicht und konnte ab diesem Datum provisorisch als QI handeln.oder Verwaltungsräte(VR) könnten die US-Behörden u. Also die eingesetzten SR/VR Geschäfte im Namen der Stiftung im Heimatland des Wirtschaftlichen Berechtigten tätigen: wo wir doch alle wissen. Nun. dass solche Aktivitäten wegen der Aufdeckungsgefahr hoch riskant sind. externe US-Buchprüfung für den QI Status.01.2001 durch die LGT oder Fremdbank US-Aktientitel gekauft wurden. W-8IMY oder W8BEN incl. beglaubigter Passkopie pro WB) nicht erfüllt waren. Diverse Beratungen bei einigen Kunden stehen eigentlich auch im Gegensatz zu der heiligen Devise der LTV: ‚Keine Geschäfte mit dem oder im Steuerdomizil des Kunden‚. sporadisch. weil die 179 .B. Hauptsächlich wird empfohlen. kann man Verstösse feststellen und es wird die IRS interessieren. die gemäss QI-Vereinbarung hätten registriert sein müssen – es aber nicht sind. Nach den ersten 2 Jahren wurde der QI-Status nochmals um 2 Jahre – bis Ende 2004 verlängert.01 bewilligt und zugestimmt und dem Land rückwirkend auf den 01.12.

h. Diese hier auflisteten Beispiele sind nur eine Auswahl von vielen mehr. VI. Beispiele: ° hat die LGT eine Struktur angeboten (damit sie nicht selber in die Schusslinie gerät aber dennoch mitverdienen kann). Warum sollte mir Deutschland helfen? Ich bin sicher. obwohl der Kunde wegen einem 50 MIO US$-Betrugs-Scam auf der Internationalen Watchliste steht. diktatorische Herrscherfamilien wo. wo der WB als ehemaliger Firmenbesitzer. die er in den Konkurs getrieben hat. ~ welche ausländische. eine Benachteiligung der Gläubiger durchsetzen konnte. eine Deutsche Zuständigkeit ergibt sich auch dadurch.. ° oder es werden Kundenbeziehungen aufrechterhalten. wo man verschiedenste Gesetzesverstösse feststellen kann. so wende ich mich nach den USA an die Deutschen um Hilfe.Prüfung nur für solche Konten gemacht werden kann. ° Die Amerikaner wird auch interessieren. da der 180 . Keine Registrierung = Keine Prüfung! Das würde den USA sehr sauer aufstossen! US-Verbrechen: Eine Auswahl von 6 Stiftungen der LTV zeigen gemäss AV.. ~ wie ehemalige und tätige ausländischer Hohe Beamte so solch grosse Vermögen kommen. Deutschland Will mir Liechtenstein nicht helfen. wie viel Geld und andere Werte bei der LGT Treuhand verwalten lassen.. ~ oder das Mitglieder aus dem Familienkreis des früheren Diktators OT Entfernt Gelder bei der LGT liegen haben. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. wo USPersonen als WB/BO registriert sind. Insbesondere kommt auch die die Organhaftung (seitens SR & VR) bei vielen Mandaten ins Spiel. die US-Strafprozessen zuwiderlaufen. dass die/der WB selber in US-Crimes verwickelt waren oder es wurden Zahlungen getätigt. meine Foltere hinter Gittern zu bringen. D.

mal grosse Summen auf den Konten! Sind dies etwa OT Entfernt gelder? Einige aus Deutschland politisch wie wirtschaftlich heikle Mandate. Beruf. haben mal kleine.Haupttäter im Argentinienfall. ~ Ein Kunde der LTV ist Mitglied der OT Entfernt OT Entfernt Alle hatten bzw. bilden die grösste Gruppe der LTV-Mandate (Aktive. die der LTV klar bekannt sind.B. der Verbrecher Roegele ein Deutscher ist und der Lösegeldabholer Kroschel auch! Die 1409 Briefkastenfirmen. hat ein Check von Kunden. Vermögen. in diversen Internetdatenbanken (z.de. mit den Total über 2800 Erstbegünstigten (mit Deutschem PASS oder Nicht-Deutsche. Abgänge oder Löschungen). Bestechung herausstellten (Gemäss AV) 181 . der der Korruption beschuldigt wird. die von ihrem Umfeld her (gemäss Gründungsaktenvermerk [z.w) erstaunliches hervorgebracht (24 Treffer). ~ Ein höherer OT Entfernt aus OT Entfernt hatte eine Stiftung bei der LTV. Abgesehen von den wenigen deutschen PEP’s. hatte eine Stiftung bei der LTV.B. die als solche deklariert sind.de u. die sich als illegale Preisabsprachen bzw. die als Off-Shore-Company für die mit politischem Klagelied in Konkurs gegangene PHILLIP HOLZMANN AG galt und US-Geschäfte tätigte.s. Fünf Beispiele: ~ ein Familienmitglied eines Anwaltes der OT Entfernt hat eine Stiftung der der LTV (Adresse des Anwalts stimmt mit der Adresse des EB im Formular überein) ~ eine ehemaliger Kommunal OT Entfernt. die in Deutschland ihr Steuerdomizil haben) und die zusammen über 3 Milliarden CHF Bankvermögen haben. Ehepartner] oder späteren AV’s) etwas mit der Politik oder Wirtschaftspolitik zu tun haben könnten. spiegel. Beispiele: ~ eine Gesellschaft. ~ Ein Mitglied der deutschen OT Entfernt-Stiftung ist Kunde bei der LTV. bei politikus.

~ Eine eigene LTV-Gesellschaft tätigte eine Zahlung von etwas über DEM 5. die im Zusammenhang mit der Ölexploration stehen. 47 vom 18. die als Eigentum OT Entfernt identifiziert wurde. indem sie mehrere Rechtshilfegesuch nach Deutschland versandt hat. dessen OT Entfernt der OT Entfernt in Deutschland seit Jahren ein Skandal ist und neuerdings gemäss dem OT Entferntartikel in OT Entfernt auch die FL-Justiz beschäftigt. Sind diese Gelder auch OT Entfernt gelder? ~ Des weiteren gibt es ein OT Entfernt Schwarzgeldkonto der OT Entfernt. ~ Über eine BVI-Company der LTV wurde eine Zahlung von US$ 10 MIO im Zusammenhang mit der ABB (Asea Brown Boveri) getätigt. Der in mehreren AV’s offen geschilderten Hintergrund der Einzahlungen und Verwendungszweck der Auszahlungen werden OT Entfernt als massiv rechtswidrig eingestuft. dubiose Zahlungen rund um das Kirch182 .11.2002 las ich ein Artikel (Seite 124+126) über div.6 MIO via Deutschland. hat in den 90er bei der LTV eine Holding einrichten lassen. Eine ähnliche Einrichtung. Diese Zahlung ist als Bestechung leicht zu erkennen (da im AV schlecht verschleiert vermerkt). die ganz offensichtlich dazu diente Korruptionsgelder zu verteilen und zu waschen. ~ Auch im SPIEGEL Nr. ~ Der OT Entfernt Mann OT Entfernt hat seine Stiftung (die OT Entfernt Stiftung) bei der LTV via der im OT Entferntskandal federführenden OT Entfernt -Stiftung (bei OT Entfernt) über ein Konto bei der Fremdbank OT Entfernt gefüllt. die ‚ OT Entfernt -Stiftung‚. ~ den (politischen wie wirtschaftlichen) Chef einer der grössten Deutschen Staatsfirmen und Arbeitgeber und Inhaber einer sehr vermögenden LTV-Stiftung will ich hier erst gar nicht namentlich erwähnen. Im AV schrieb der KB. ~ Selbst der Französische Ölkonzern ELF. wurde vor Jahren bei OT Entfernt ‚gefunden‚. dass die Zahlung eindeutig als Bestechungsgeld zu werten sei.

deren einzige Aktiva verschieden grosse Aktienpakete von an der Börse in Deutschland kotierten Gesellschaften sind. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. Ich habe mich an ein Dokument (‚Checkliste aussergewöhnlichen Transaktionen‚) mit Hinweis auf den Kirch Komplex eines Mandats auf dem Tape erinnert: der Name des WB steht zwar nicht im Artikel des Magazins. Es gibt hunderter weitere Deutscher Mandate. ~ Der extremste wirtschaftlich kriminelle (deutsche) Fall.B. Z. ist jenes Mandat wo massive OT Entfernt sgelder auf ganz präzis ausgefeilten Wegen über mehrere Gesellschaften hier in Vaduz und in OT Entfernt an OT Entfernt OT Entfernt (und anderen Personen in dessen Umkreis) des grossen Deutschen OT Entfernt OT Entfernt gezahlt wurden. Korruption (OT Entfernt) Schmiergeldzahlungen und Bestechungen (OT Entfernt). Aber die hastig gewünschte und dann ausgeführte Banküberweisung von über 2 MIO CHF (ausgerechnet in das Steuerdomizilland des WB . half abzuwickeln.die USA). Gläubigerbetrug (Mandats-Nummern: OT Entfernt). Oft dienten solche Transaktionen zur Vertuschung und Verschleierung der vom (Börsen-)Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungspflicht bei Überschreitung eines definierten Prozentsatzes bezüglich Besitz von Aktien oder Börsenkapital oder bei vorgenommenen Aktienkkapitalschnitten.B. passt genau in das Schema der im Artikel aufgeführten Verschleierungstaktik. Auch viele andere Mandate zeigen offen Kriminelle Handlungen: z. Mit dieser OT Entfernt wurde OT Entfernt. Manche der durch die LTV im Namen der Stiftung ausgeführten Transaktionen sind gelinde gesagt nicht gerade Kleinaktionärsfreundlich und verstossen eindeutig gegen diverse Gesetze. solche LTV-Stiftungen. den die LTV betreut(e) bzw. Kreditbetrug (OT Entfernt ). 183 .Imperium in Deutschland. Subventionsbetrug (OT Entfernt). Geldwäscherei (OT Entfernt). deren richtige & korrekte Interpretation der Aktenvermerke (Avs) und Zahlungsabläufe verschiedenste Gesetzesverstösse aufzeigen.

habe ich den Schritt gemacht. Obwohl gerade Deutschland als EU–Land eine „Gefahr‚ für mich darstellt. als die Deutschen über meinen wirklichen Grund des Aufenthalts aufzuklären. alle Daten auszuhändigen und um deren Hilfe zu bitten. Wie die LTV in Zukunft mit Deutschland Kunden Geschäfte machen will. Falls ich in eine Kontrolle gerate. Schutz-Identität Durchlaucht Fürst und Erbprinz. denn wäre ich nicht nach Deutschland gegangen. was dem vom Deutschen Fiskus festgestellten „Durchgriffsrecht‚ des WB/Stifters bei einer Stiftung mit Mandatsvertrag (STMM) entgegengesetzt werden kann: nämlich die STOM (Stiftung OHNE Mandatsvertrag). die auch auf dem DLT-Tape gespeichert sind. schon in Deutschland angekommen. Die Problematik einer FL-Stiftung im (deutschen) Steuer. Ich kann mich aber nicht 24 Stunden verstecken. Gelingt mir das nicht. habe ich ja die Probleme mit Spanien.und Strafrecht zeigen die Ausführungen von Dr. Auf dem Band findet man auch Aktenvermerke und Schulungsunterlagen für die Kundenberater. so würde gar nichts mehr gegen die Verbrecher geschehen. ohne dass es zu einem Mandatsvertrag kam (gemäss AV). dass ich evt. in Deutschland in eine Polizeikontrolle geraten kann.Des weiteren haben sich namentlich 68 Personen aus Deutschland als Interessenten bei der LTV gemeldet. werde ich versuchen in eine US-Einrichtung (Botschaft oder Konsulat) zu gelangen. dass ich unter den nun vorliegenden Umständen nicht in Liechtenstein oder in der Schweiz auf eine Lösung warten kann. so habe ich keine andere Wahl. hoffentlich sicher. Ich versuche es zu vermeiden. wobei bei Ausländern meist ein Computercheck durchgeführt wird und die Deutschen versuchen würden mich festzuhalten. Rainer Spatscheck aus München. wenn Sie nun diesen Brief in den Händen halten. bin ich. Ich bin mir der grossen Gefahr bewusst. 184 . Dank dem Hauptverbrecher Helmut R. Selbstverständlich werden Sie verstehen. zeigt auch das NSL-Gutachten vom Sommer 2002. VII.

Vor Ihnen verstecken kann und will ich mich ja mit diesem neuen Pass nicht. Sie kennen ja die Passdaten. welches auch immer. sofort die Polizei einzuschalten. dass ich alle meine Verbindungen nach FL aufgelöst habe und weder dort noch arbeite noch wohne. gibt es keine Verwechslung mit einer echten Person. dass Sie es in der Hand haben. um einen Weg aus der drohenden Katastrophe zu finden. Dieses Kuvert bitte wiederum in ein neutrales grosses A4 Kuvert geben. Bedingungslos vom Urteil oder Bericht bin ich dann bereit mich mit einer Vertrauensperson von Ihnen in Deutschland zu treffen. Bericht ein unabhängiger Staatsanwalt und unabhängiges Richtergremium gekommen sind. wer davon erfährt. wenn einer unbrauchbar wird oder verloren geht. der LGT und der tausenden Kunden aus aller Welt so lange in Deutschland warten. Bitte beachten Sie aber. 185 .Um diesem Desaster zu entgehen gibt es nur eine Möglichkeit! Es tut mir Leid. aber nur mit einer neuen temporären Schutz-ID werde und kann ich zum Schutz von Liechtenstein. Nach Ende. liegt daran.ein DEUTSCHER ist. Kieber abgeholt oder er lässt es abholen oder gibt telefonisch an wohin es weitergeleitet werden soll‚. Auf diesem A4-Kuvert vorne bitte folgende Aufschrift anbringen: ‚Wird von Hr. Ich bitte Sie daher mit beiliegenden Fotos von mir zwei gleichnamige FL Pässe auszustellen. Das ich um 2 Pässe bitte. bis ich erfahre. dass der Chef der FL-Wirtschaftspolizei (EWOK) in Vaduz – die in diesem Fall sicherlich die Führung der Untersuchung haben möchte . dass Ihnen an der Lösung etwas liegt. dies zu verlangen. Archivar oder Bote etc. Abgesehen davon. Da der Name und das Geburtsdatum zufällig gewählt wurden. Er hätte sicherlich Interesse zumindest an den Deutschen Datenmenge. werde ich Ihnen beide Pässe zurückgeben.) in der Justiz oder bei der Polizei in Liechtenstein oder sonst wo würde es ausplaudern. Zudem kann ich mit der Zusendung der neuen Pässe erkennen. zu welchem Urteil bzw. Man wird Ihnen sicher raten. Selbst wenn alle Vorsicht geboten wird – irgendjemand (Sachbearbeiter. Sekretärin. Ich bitte Sie beide Pässe in einer Hülle in das beigelegte beschriftete Kuvert einzupacken und fest zuzukleben. möchte aber darauf hinweisen. dass ich einen Reserve-Pass brauche.

da sie eigentlich für meine Zwecke (eine andere. grosse Familie) zu verteilen. aber im grossen A4-Umschlag. man braucht auch keinen Ausweis vom Abholer einzusehen. dass Sie andere Pläne zur Lösung dieser Situation verfolgen. * = ab dem 07. aber kein oder nur ein Pass drin ist. Ich wusste aber. Herr Kieber anrufen sollte. Januar 2003 in Frankfurt sein. oder ein Kuvert zwar ankommen. das ein Kuvert für einen Kunden per UPS oder Kurier ankommen wird. übergeben. 14 Uhr dort ist. Bockenheimer Landstrasse 107. Sollten die Pässe nicht bis am Montag.Hd. dass Hans-Adam selber (!) schnell Liechtensteiner Pässe drucken kann.Ich bitte Sie das Kuvert einer Vertrauensperson zu übergeben. Falls evt. Oder nach seiner Wahl (wovon er auch rege Gebrauch macht) Liechtensteiner Diplomatenpässe (zu 95 % exklusiv an seine eigene. so nehme ich an. damit es spätestens am Montag. sichere Identität während meines Aufenthaltes in Deutschland) auch ausgereicht hätten. Anm.01. Dann muss ich keine Rücksicht mehr nehmen und werde sofort Hilfe bei den Amerikanern erbeten.2003. Dies kann bis zu 14 Tage dauern. da dann der Zoll Einblick nehmen könnte) oder die Vertrauensperson soll das Kuvert persönlich in Frankfurt abgeben. Inhalt: Dokumente. dass die ID-Karten für Liechtensteiner Bürger von einer Spezialfirma in der Schweiz hergestellt werden und das Liechtensteiner Passamt sie von dort per Post bestellt. Ich bat ihn um 186 . soll man es einfach ohne UPS-Umschlag. z. Kosten zu Lasten der LGT Deutschland. sogenannte Identitätskarten von Hans-Adam verlangen. den 13.60325 Frankfurt. Nachforschungen meinerseits ergaben aber.: Ursprünglich wollte ich in diesem Punkt zwei einfache. Diese soll damit entweder nach Feldkirch fahren und dort bei UPS Austria (Freecall Austria 0810-xxxxxx) abgeben. Hans-Adam hat nämlich das absolute Recht. Geschäftsführer oder Sekretariat. D. Wenn evt. Man soll nur telefonisch (0049 69 xxxxxxxx) mitteilen. soll man bitte das Kuvert gemäss seinen Angaben weiterleiten. Ausländern jederzeit per Dekret die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft zu verleihen. unabhängig von der Regierung. Empfänger ist die LGT Niederlassung Frankfurt*.03 ist das Büro wieder besetzt. jemand kommt und nach dem Kuvert für Herrn Kieber fragt. (Bitte nicht mit der UPS Schweiz senden.01. den 13. Die LGT Frankfurt sollte natürlich NICHT eingeweiht werden.

Den Termin „13.zwei normale Pässe. Die 4 DVD’s* habe ich auch mitgenommen und sie werden sicher aufbewahrt. war zu keiner Zeit am Internet angeschlossen. dass die involvierten ITSpezialisten evt. Mit zu viel Zeit. Die Daten auf diesen 2 externen Festplatten* sind mittels eines Verschlüsselungsprogramms (ähnlich dem Crypto-Suite von BHV. ist klein.01. Sie kostet nicht viel. handlich und einfach zu bedienen. Die 2 Externen Harddisks* habe ich auch 187 .03“ habe ich bewusst gesetzt. Internetfirmen wie z. Vermögens. also 256 Bits nach AES-Standard) vor fremdem Zugriff absolut sicher. wer weiss auf welche „dummen“ Gedanken er und seine Truppe hätte kommen können. da es als zusätzliches Laufwerk erscheint. Das Original-LTV-DLT-Tape habe ich so belassen wie es ist (keine Verschlüsselung). Zusätzlich habe ich mir dieselben Daten auf vier DVD-Rom’s* (je 4. Ich habe mir 2 solcher ‚PocketDrives‚ gekauft. Datensicherheit Meine erste Idee war. Den Computer. die notwendig sind. um eine Identifizierung und History zu ermöglichen. Das Tape und all die Originaldokumente habe ich nach Deutschland trotz des hohen Risikos mitgenommen. VIII. Eine 20 GB Festplatte reicht mehr als nötig aus. um von allen Gesellschaften jene Kunden-.und Geschichtsdaten zu speichern.7 GB) gebrannt. den ich für diese Vorgänge verwendet habe. da ich nicht zu 100 Prozent ausschliessen kann. ‚xdrive. Die grosse Datenmenge wäre technische kein Problem gewesen. Einfacher und sicherer ist eine externe Harddisk (Festplatte).com‚ bieten solche Dienste an. Sie werden getrennt und werden sicher verwahrt. alle brauchbaren kundenspezifische Dokumente komplett und verschlüsselt ins Internet zu stellen. diesen ersten Schritt zu machen. OT Entfernt. beim Installieren dennoch Einsicht in die Daten nehmen könnten. da ich Hans-Adam nicht zu viel Zeit geben wollte. dass je etwas ins Netz gelangen konnte oder Viren oder Spione sich eingenistet haben könnten.B. somit ist ausgeschlossen. Von dieser Version habe ich aber abgesehen.

dass ich kein Interesse habe. die zu Ihrer fürstlichen Familie gehören (Schwester. * = Auf diese Datenträger habe ich jene Mandate. wo er und Mitglieder seiner grossen Familie persönlich Wirtschaftlich Berechtigte sind. die Prinz Philipp sowie seinen Schwiegereltern zugeordnet werden. Die VIERTE Komponente ist natürlich der 256 Bits-Verschlüsselungs-Schlüssel.Eröffnung tausender Strafsteuerverfahren gegen die 188 . Sie haben nichts miteinander gemein. dass wenn jemand – was eigentlich unmöglich ist durch widrige Umstände Kenntnis von einer der 3 ersten Komponenten erhält.in der richtigen Reihenfolge . ist unmöglich. Anm.es ermöglichen. den tausenden einzelnen Kunden und dem Finanzland Liechtenstein Schaden zuzuführen. Niemand kann jetzt ohne mein Dazutun weder an das Tape. Das jemand nur schon 2 Komponenten ohne meine Angaben in den Händen halten kann. Sie werden auch getrennt und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Wobei DREI der 4 Komponenten nichts mit Software oder hochtechnischem Zeug zu tun haben. wenn er weiss. Meine Sicherheit Grundsätzlich möchte ich bekräftigen. die Originaldokumente. zu den Daten gelangen kann. schlussendlich wirklich zu lesbaren Daten zu kommen.: Irgendwie dachte ich mir. nicht auf dem im Brief beschriebenen Datenträgern gespeichert hatte. dass das Hans-Adam etwas besser schlafen könnte. nicht aus dem DLT-Tape rüberkopiert. der LGT als Gruppe. noch ohne mein Dazutun die Daten lesen. Damit kann ich zu 100 Prozent ausschliessen.mitgenommen. Die DREI ersten Komponenten sind einfacher Natur. IX. Es sind VIER voneinander unabhängige Hürden zu nehmen: es braucht VIER unterschiedliche Komponenten. falls er/sie überhaupt es als solche erkennt. Denn der Auswirkungen einer möglichen ultimativen Katastrophe bin ich mir bewusst: Immense Imageschädigung der LGT Gruppe weltweit . die DVD’s* oder 2 Externen Harddisks* kommen.) sowie jene Mandate. dass ich all jene privaten Mandate der Treuhand. die . Kinder etc.

zusammen mit den Verbrechern.politische Konsequenzen einiger OT Entfernt-Parteien . Originaldokumente. dass ich ohne meine physische Präsenz Dritten den Zugriff wahlweise.s. so müssen Sie wissen. . dann muss ich keine Rücksicht nehmen und werde selber mit den Daten samt den Originaldokumenten mich bei den Amerikanern melden). da ohne Zweifel viele der grossen Vermögen unrechtmässig erworben wurden (Korruption.w. also Sie mich z.Kunden . Privat schnappen wollen. obwohl räumlich / geographisch getrennt. politische Karriere) . Sollte man mir während meiner Entgegennahme des Kuverts mit der Schutz-ID oder bei einem späteren Treffen eine Falle stellen. Ich aktiviere einen vorbereiteten zeitlich programmierbaren E-Mail-Versand. Externe Harddisk und die DVD’s) oder auf einzelne Datenträger gewähren kann. so teile ich Ihnen mit. Verbrechen.. 2. aber die Verantwortung trägt die FL-Staatsanwaltschaft. Ein kleiner Teil des Schutzes der LGT (Daten) und Liechtensteins ist auch mein Schutz (sollte mir diese Schutz-ID verweigert werden. der Auslöser werde ich sein.) Gravierende Konsequenzen für viele einzelne Kunden (Job. denn ich habe es so eingerichtet. dass ich mich sehr gut zu wehren weiss. Oder sollte man mir bei diesen zwei Gelegenheiten (Schutz-IDAbholung) oder bei einem späteren Treffen eine Falle ‚privater Natur‚ stellen. Oehri.B. Dann übergebe ich eine Harddisk sofort und führe die deutschen Steuerbeamten zu den Originaldokumenten. Insiderhandel etc. auf Alles (DLT-Tape.Die vielen Möglichkeiten der Amerikaner will ich erst gar nicht erwähnen u. Und das alles wegen einer handvoll Verbrecher aus Deutschland.. LR U. Sicherlich. dass ich jeweils für diese und andere Zeiten die zweite externe Harddisk bei mir tragen werde.Rufschädigung des Finanzplatzes Liechtenstein Verlust von Kundengeldern in Milliardenhöhe Schadensersatzklagen gegen die LGT (analog wie bei Batliner) Einleitung verschiedener Strafverfahren. Sollte dies alles nichts bringen und mich nicht schützten. so nützt es Ihnen auch nichts. Spanien und Argentinien. Betrug. In 189 . 1.

de (für Finanzminister Hans Eichel). Washington Post. Wolfgang Kaden. Der Zeitpunkt des Abschickens beider E-Mails habe ich so gewählt. US) redaktion@nzz. dass ich bis zu „xy‚.sg (The Business Times.com (Intern.com. info@bild. spiegel@spiegel.einer ersten E-Mail (Text in Englisch und Deutsch) beschreibe ich wer ich bin. Die Behörden in den USA und Deutschland sowie Der SPIEGEL = die ersten 5 Adressen in obiger Liste . stworld@cyberway. Robert Buchacher. Zudem habe ich noch eine Sicherheitsstufe (Schlüssel der verschlüsselten zweiten E-Mail) eingebaut. letters@iht. dessen Versand-Zeitpunkt auch programmierbar ist. wirtschaft@myfaz.erhalten auch eine zweite E-Mail.Minuten nach dem kritischen Zeitpunkt die Möglichkeit habe. info@lemonde. August Hauning).uk (The Observer.de (D). info@bka.com (Financial Times UK).com (to the editor of the South China Morning Post.de (für Stefan Aust). Darin teile ihnen zusätzlich mit.de.t-online.fr (to Boris Razon. business@ thetimesco. aizenmann@washpost. radaktion@profil. D).ch (für Hugo Bütler. editor@sundayherald. synd.Snell).sorgi@lastampa. info@scmp. Coats or 2nd in charge MR Terry. cmeier@gujba. D).at (für Dr. money.fr (Fr). D).R. SIN).) patrikdaniel@sph. mm_redaktion@managermagazin. um versehentliches Senden zu 190 . SIN).admin@ft. was ich habe und meine Gründe warum es tue.UK). wie sie über die 4 Komponenten direkt an die (lesbaren) Tapes und die Originaldokumente kommen: die USA an die erste externe Harddisk und Originaldokumente.editor@guardianunlimited.com (Gruner+Jahr.it.de (für Dr.Reclus@ lefigaro.co. Die Liste der Empfänger sind: askDOJ@usdoj. OES.com (UK).com. Philippe.net (FAZ.uk (UK).gov (for the US-Ambassador in Berlin MR Daniel R.sg (The Straits Times.de (für Dr. CH). HK) marcello. Harald Tribune). die E-Mails zu stoppen. poststelle@bmf. die Deutschen Behörden an die zweite externe Harddisk und der Spiegel an die 4 DVD’s. zentrale@bundesnachrichtendienst.bund. Fr).com (for Nurit Aizenmann.

an wenn Sie sich wenden sollen. aber mit Ihnen sind es jetzt zwei Personen (Sie und ich) die von diesen Unterlagen erfahren haben. Ihnen mitzuteilen. und die Vorstellung der Kettenreaktion ist grausam. bis man in Liechtenstein zum Minimum von Grundrechten kommt? Offensichtlich JA.unterbinden. dann werde ich zum Bluthund von Liechtenstein. Das Bedeutet. wer wie viel von diesen Unterlagen. dann sollen wenigstens all die verschiedenen Länder (gemäss Liste unter Punkt IV. Jede zusätzliche Person ist eine Person mehr. Das nötige LOGIN Wort der E-MailAdresse ist ganz in Ihrer Nähe: Ich bitte Sie in die Schatzkammer in Ihrem Rundturm im Schloss zu gehen. Sie müssen es selber abwägen. Die Formel ist einfach: Werde ich während ich auf einen Schlussbericht eines Sonderstaatsanwaltes und eines Richtergremiums warte und das Resultat bei einem Treffen in Deutschland vorgelegt bekomme. Auf der einen Seite verstehe ich ganz klar.) ihre (Steuer-) Gerechtigkeit bekommen!! Amen und Ende. Mein Anwalt ist nicht informiert. Sie alleine haben es ab jetzt in der Hand. X. Dort wo all Ihre 191 . Ich habe eine sichere und einfache Kommunikationsmöglichkeit übers Internet eingerichtet. die Sie in den Händen halten erfahren soll. nicht in Ruhe gelassen. WIE WEITER & Kontaktmöglichkeit Ich bitte Sie und Ihren Erbprinzen die Angelegenheit nicht einfach wieder den alten Behörden zu delegieren – das führt zu nichts! Ich bin aber auch nicht in einer Position. Es widerstrebt mir sehr. Der verwendete Provider ist aus Taiwan und ist daher (frei von fremdstaatlicher Kontrolle) völlig unabhängig. Wenn ich schon keine faire und rechtsstaatliche Gerechtigkeit bekomme. die meine Wandlung zum Rächer auslösen kann. wenn Sie sofort den Henker rufen. aber was habe ich zu verlieren? Habe ich nicht heute schon alles verloren? Muss eine solche Katastrophe passieren. wer involviert werden soll.

Es tut mir ausserordentlich Leid. Sehr geehrter Fürst und Erbprinz. Ich habe dies alles so gemacht. wenn Sie es wünschen. Auf der Homepage des Providers finden Sie auf der 1. 192 . Dann haben Sie das LOGIN Wort. Pius Schlachter oder. dass Sie wirklich mich versuchen zu verstehen. Im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses (wo er sich als Musiker darstellt) des Maler Gerard DOU ist im Innenrahmen des gegenüberliegenden Metallgitters (an welche die verschiedenen anderen Bilder aufgehängt sind) habe ich selber das LOGIN Wort angebracht. dass Sie und Ihre Berater. Durchlaucht Fürst Hans-Adam. mit dem Erbprinzen Alois. (Falls das Selbstbildnis im Lager umgehängt worden ist. dort 1x klicken. da ich sicher gehen will. das Ihnen persönlich. Sie werden es sofort erkennen: das Wort (mit 2 Zahlen) hat nichts mit den Bildern oder dem Rahmen zu tun. beim welchem Provider (Homepage) die E-MailAdresse eingerichtet ist. Bei der nächsten Seite das LOGIN Wort und das PASSWORT eingeben. Aber es ist zum Schutz IHRER Daten. Später werde ich Ihnen sofort mitteilen. Linie das Kästchen ‚E-Mail‚. wenn Sie dann das LOG-IN Wort in der Schatzkammer lesen. die Ihnen nicht würdig ist. unberechtigterweise verlange ich von Ihnen die Schutz-ID. Das dazugehörende PASSWORT ist jenes Wort. Im E-MailAccount auf der linken Seite bitte auf *Draft* (rot) 1x klicken. Somit haben Sie das LOG-IN Wort. das PASSWORT und den PROVIDER (alles in Kleinbuchstaben eingeben). Ich will nicht zum Mörder werden. Im Draft ist eine Mail mit Header „Documents‚ gespeichert. Im Grunde bin ich mir aber auch bewusst. der hängende.kostbaren Bilder hängen. Ein Treffen kann nur in Deutschland stattfinden. darauf klicken und Sie finden meine Meldung. die Inkompetenz und Selbstherrlichkeit gewisser Staatsanwälte und Richter ein und für allemal zu korrigieren. ich weiss. als erstes einfällt. dass Sie mit hinein gezogen werde. entweder mit Dr. im Gegenteil. Liechtenstein hat eine letzte Möglichkeit. Ich hatte keine andere Wahl. fahrbare Metallrahmen trägt die Nummer 49/51). Auch dass ich Sie zu einer Kommunikation bitte. aber auf Grund der speziellen Umstände gibt es keine andere Lösung.

dass „ ein Fremder“ ausgerechnet in jenem Bunker. Ich verstecke mich nicht einfach irgendwo und warte gemütlich bis was geschieht – NEIN! Da der Staat mit seiner Staatsanwaltschaft nicht Handeln wollte. der Hans-Adam selber nachsehen würde. nicht aufgefallen. dass es psychologisch hoch riskant war. Ich wählte dieses eher abnorme Art einen Hinweis anzubringen aus. wo ich mit absoluter Sicherheit vorauserahnen konnte. Liechtenstein und mich 2003 bringen sollte. ausgerechnet in Hans-Adams persönlicher Schatzkammer den Hinweis für das Passwort für die vorher eingerichtete Internetkommunikation zu hinterlassen. Aber eben. in der Hektik des Dramas ist meine Metamorphose Zweideutung dem Hans-Adam und all jenen. wo seine kostbarsten Bilder hängen. weil es für ihn einen Schreckschuss sein würde. Sie selber können erkennen. nämlich im eigenen Blickwinkel des Selbstbildnisse des Malers Gerard DOU. Liechtenstein. mich zu vernichten. dass ich solche Methoden anwende. der dicke. Entschuldigen Sie meine Fehler und vergeben Sie mir. in der seine monströse Kunstsammlung fachgerecht und absolut sicher verwahrt wird. Dieser Hinweis in der „Schatztruhe“ Hans-Adams soll nach meiner Rückkehr noch zu wilden Diskussionen führen. ein DLT-Tape geklaut zu haben auch wenn es nur eine „Kopie‚ der Kundendaten darstellt.K. etwas gemacht hatte. hatte für die ganze Sache eine ausdrückliche Bedeutung. Anm. Dieser Rundturm (vom Dorf unten aus gesehen. Natürlich schäme ich mich (auch als Liechtensteiner) heute noch. dass ich durch meinen jetzigen Aufenthalt in Deutschland alles riskiere: die LGT. weil dies der einzige für mich logische Weg war.: Mir war klar. das war also DER BRIEF. Dies alleine schon deshalb. Auch schäme ich mich obigen Brief an Hans-Adam geschrieben zu haben.höchstwahrscheinlich alles daran setzten werden. mich selber. runde linke Teil der Schlossmauer) wurde in den 90er Jahren mit Tonnen von Beton ausgegossen und beinhaltet mehrere Stockwerke. Auch der ausgewählte Platz. Mit meiner Abreise aus Liechtenstein gibt es für mich keinen Weg zurück. die mit ihm später im Raum vor dem Bild standen. So. habe ich selber den Startknopf für das ‚letzte Kapitel‚ gedrückt. Der Brief an Hans-Adam ist hier zu Ende. 193 . wo ich den Kleber anbrachte. Hochachtungsvoll H. der eine ungesunde Kettenreaktion und äusserst stürmische Zeiten für Hans-Adam.

Wie ich vermutete hatte. mal „aufgetaucht‚. Wüssten sie das genaue Datum. jener genaue Tag wann ich mir das Back-Up-Tape angeeignet hatte. es nicht mitzuteilen. Ich möchte hier und heute die Gelegenheit auch nutzten und folgendes klarstellen: Alle im Brief an Hans-Adam genannten Zahlen. dass es eine ständige wiederkehrende Chance war. kläglichen „Desaster Management‚. dass ich die reine Möglichkeit ein Tages-Back-Up-Tape zu entwenden. mal die LGT Treuhand. dass ich das Back-Up-Tape zeitlich NACH meiner Kündigung (vom 29. mal „untergetaucht‚. August 2002) entwendet hatte. da man seit Februar 2008 nun unzählige Varianten dieser Zahlen in den Medien nachlesen kann. sei es bezüglich der Briefkastenfirmen (Stiftungen. wie passte es Liechtenstein schön ins Bild. sind die faktischen. dann könnten sie exakt feststellen. aus taktischen Gründen die genaue Zahl nicht bekannt geben. der LGT noch "dem Professor" und ‚den Bankdirektor‚ (Dr. sei mal aus Liechtenstein „abgehauen‚. mal den Teufel. der Aufteilung der Begünstigten (Erst. Thomas Müller & Dr. Januar 2003 nicht geschrieben hatte und auch später im 2003 weder ihm.). etc. Was konnten sie nicht alles den Medien seit Februar 2008 „erzählen‚? Der hochintelligente. im Buch aufklären. verraten hatte.mehr über die Beiden in den folgenden Kapiteln). hätte angeblich mal die LGT Bank.a.oder Zweitbegünstigte). böse und kriminelle Kieber hat die Daten gestohlen.Was ich aber im berühmten Brief an Hans-Adam vom 07. mal „quergetaucht‚. liegt in der Natur ihres versuchten. war der Zeitpunkt. Pius Schlachter . Die ausländischen staatlichen Behörden wollen u. richtigen Zahlen! Ich erwähne dies deshalb. welche Daten/Dokumente nicht auf dem Band sind. Das Hans-Adam und seine LGT natürlich vehement versuchen vor allem die Zahl betroffener Kunden (insbesondere der Deutschen) „kleinzureden‚. Der Hauptgrund dafür. in Bezug auf verwaltete Geldsummen und so weiter. egal ob als Totalzahl oder pro erwähntem Land. schon einige Zeit vor diesem Datum entdeckt hatte. Ich konnte auch feststellen. Exklusive kann ich erstmal in dieser "Tragödie ohne Ende" hier. war – damals wie heute . wurde der Diebstahl von der LGT Treuhand nicht bemerkt. Wobei ich aber zugeben muss. Anstalten. Oh. mal den Hans-Adam erpresst und hätte von Hans-Adam zwei Pässe für die „Flucht‚ verlangt.rein strategischer Natur. 194 . mal den Gärtner.

) erpresst. Robert Wallner durfte nur genau die Worte wiedergeben.w. wird auch klar von denen in Vaduz bestaetigt: nie wurde solches behauptet. Was nicht heisst. explosiv uns allen offenbarte. Einige Journalisten. Das Datenmaterial in seinen Händen war ja im Januar 2003 viel aktueller und brisanter. die Regierung noch die LGT erpresst. Definitiv habe ich verschiedene Gesetze mit meinem Handeln gebrochen. Der wahre Inhalt dieses Briefes und die ganze Vorgeschichte dazu wurden auf Befehl von Hans-Adam im Februar 2008 von Seiten Liechtensteins bewusst vollständig unterdrückt. Meine Leser können nun die Fortsetzung der wahren Geschichte weiter schwarz auf weiss lesen. Ich habe nie Geld oder andere Vorteile (Fluchthilfe etc. u. wie ich sie in den bisherigen Kapiteln im Buch Wort für Wort niedergeschrieben habe. verlangt oder erhalten. Ich habe weder von Hans-Adam noch von anderen je Geld. Dass diese meine Aussage 100% der Wahrheit entspricht. im Februar 2008. Ich will mein Verhalten nicht schönreden. Selbst der leitende Staatsanwalt Dr. 195 . die zuvor unter allen betroffenen in nächtlichen Krisensitzungen in Vaduz abgestimmt wurden. eines Tages behaupten werden. Meine Beweggründe (die Daten zu entwenden. erschien die ganze Geschichte unlogisch: Wäre der Kieber kriminell wie die hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein behaupteten. je nach dem wie es ihnen in ihrem Krieg gegen mich passt. Und er wäre samt der Pässe für die angebliche „Flucht‚ untergetaucht.s. In der Tat habe ich nie weder Hans-Adam. dann hätte er doch den Hans-Adam.hat ihm lange Briefe geschrieben. als es sich dann über fünf (!) Jahre später. „Fluchthilfe‚ oder ähnliches verlangt. die Regierung oder zumindest die LGT um massenhafte Millionen erpresst. den Brief an Hans-Adam zu schreiben und dann nach Deutschland zu reisen) waren genau so. dass sie es evt. Die Reaktion auf meinen Brief von Hans-Adam und der von ihm befehligten Regierung und der von ihm indirekt kontrollierten Justiz und Polizei kann ich Euch Lesern in den nun folgenden Kapiteln in messerscharfem Detail berichten.. die der Sache etwas tiefer nachgingen.

oft gefahrvollen und sehr stressigen Zeiten während meiner Reise quer durch Deutschland. tröpfchenweise ab und zu einen richtigen Tipp und Originale oder Kopien von Dokumenten zu bekommen. * = es gab immer wieder mutige. geheim geführten Aktenvermerke der von den Hohen-Finanz-Herren im Januar 2003 eingerichteten „Kriegs-Kommando-Zentrale‚. Oder aus Gerichtsakten und auch aus mir anonym zugespielten* internen.KAPITEL 8 Wenn Herr Kieber eine Reise tut. 196 . Und wiederum vom Bankdirektor Dr. Alle Episoden sind für den besten Überblick chronologisch niedergeschrieben. diese sind kursive geschrieben und fangen wie immer mit „Anm. Diese Details hatte ich nach meiner Heimkehr nach Liechtenstein direkt oder auf Umwegen erfahren können. Thomas Müller. Unter VADUZ ist umschreiben was weit weg in Vaduz Hans-Adam und sein Liechtenstein an legalen und insbesondere illegalen Anstrengungen an den Tag gelegt hatten. als er mir eine Privataudienz auf Schloss Vaduz gewährte und wir intensive über die Affäre diskutiert hatten. Aus verschiedenen Quellen: Z. Unter BERLIN und AMSTERDAM könnt ihr nachlesen was meine eigenen Aktivitäten waren und was ich während den vielen heimlichen und komplizierten Treffen mit den zwei Gesandten von Hans-Adam erlebt hatte. kleine Beamte oder Leute in verschiedenen Stellen bei der Landesverwaltung oder Justiz. Schlachter oder dem Professor Dr. die über die Jahre hinweg meinen Kampf mit ansehen mussten und die anhaltende Ungerechtigkeit nicht auch mit unterstützen wollten. beim Versuch die sich anbahnende Katastrophe abzuwenden. In diesem Kapitel bis und mit Kapitel 16 schildere ich unter den drei abwechselnden Zwischentiteln BERLIN / VADUZ / AMSTERDAM die turbulenten. Auch Angaben zu all dem was ich im Ausland (also Deutschland & Holland) über die zeitgleichen Aktivitäten deren in Vaduz in Erfahrung bringen konnte (entweder durch den Professor/den Bankdirektor oder durch meine eigenen Nachforschungen). habe ich bei wiederum erklärende Anmerkungen angebracht. von Hans-Adam selber.:“ an. Dort wo es mir für meine LeserInnen hilfreich erscheint. Holland und zurück ins Rheintal.B. die KKZ. Daher hatte ich das Glück.

Viel Spass beim Lesen ! BERLIN 7. erst in Deutschland dann in Holland waren. Und sie dann. Ich nahm mir ein Taxi zu meiner neuen Unterkunft in Berlin Mitte.Um auf idealer Weise nebst der geographischen auch die innerliche Distanz und fundamentale Diskrepanz zwischen mir und denen in Vaduz hervorzuheben. ist die einmalige Situation. Nunmehr war es das Berlin im Jahr 13 nach der Wiedervereinigung. Was es so aufklärend spannend macht. sobald sie merkten. meine 197 . Ich nannte mich nicht mehr Heinrich. Na ja. Diese Mal hatte ich aber keine grossen Erinnerungen an die Stadt. die nicht nur viele Gesetzte aus Liechtenstein schwer verletzten. Dieser Name war ab jetzt tabu. Man kann sich gar nicht vorstellen wie hochgradig und hektisch die Aktivitäten von Hans-Adam und seiner Truppe in Vaduz und meine eigenen. sondern auch zahlreiche Deutsche. Es war kalt und die Menschen dort waren nicht gerade Gesprächsfreudig. habe ich alles unter dem Titel BERLIN und Amsterdam wie bisher in der Ersten Person und alles unter dem Titel VADUZ in der Dritten Person geschrieben (mit Ausnahme von etwaigen Anmerkungen). Das kleine möblierte Zimmer in Berlin hatte ich schon im Dezember 2002 via dem Internet gefunden. Ich war schon einmal hier – 1987. Handlungen vorgenommen hatten. Rückblickend war es nicht nur für mich sehr interessant und allgemein aufschlussreich zu erkennen. Holländische & Internationale Gesetzte und Vereinbarungen. Meine Vermieterin war die Daniela. wo ich euch vor allem diese Episoden nicht nur im Rückblick sondern auch mit äusserst vielen Detailangaben schildern kann. um die für sie so wichtigen Geldgeschäfte zu schützen. dass ihre geheiligten Kühe wirklich in Gefahr gekommen waren. wie der offenbar deutliche automatische Trieb von den Hohen-Finanz-Herren aus Liechtenstein in Aktion getreten war. Januar 2003 Ankunft im Hauptbahnhof Berlin.

alles was natürlich auf Heinrich Kieber lautete – hatte ich für die Reise von Feldkirch nach Berlin umsichtig tief in meinen Taschen vergraben. warum Berlin. Was ich auch gleich am 1. die eine relative günstige Mietwohnung ihr "eigen" nennen konnte. wie sich Langzeitarbeitslose in Deutschland den Lebensinhalt speziell danach ausgerichtet hatten. Am späteren Nachmittag war ich also dann bei Daniela mit Sack und Pack eingezogen. Im Winter. woher ich komme. Daniela war eine etwas verrückte Henne. das schöne Berlin. Jeweils in den Wintermonaten. vermietete sie das zweite. vor allem in diesem Winter war Berlin grausig anzusehen. kleinere Schlafzimmer. Sie stellte viele Fragen über die Schweiz. sowie noch kleineren nach hinten raus und einem grünen. In einem alten. Nervös über alles was jetzt passieren würde. Wir hatten ja zuvor nur 2. wenn es bitter kalt in Berlin wird und die Kosten wegen der Heizung steigen. Nun gut. ID-Karte und Führerschein) . Sie war schon fast 10 Jahre in dieser Endlosschleife. Sie wohnte in einer klassischen Altbauwohnung an der Ansbacherstrasse (um die Hausnummer 60/62/64 rum). So zählte sie wahrhaftig die Cornflakes fürs Frühstück ab. Stock. wie sich rasch herausstellte. Tag. Sie war eine derjenigen Glücklichen in Berlin. bar bezahlt hatte. schlief ich in meiner ersten Nacht in Berlin in einem grossen Bett mit fein duftender Wäsche ein. Es war eine bedeutende Nacht: meine erste Nacht seit 5 Jahren und 261 Tagen ausserhalb Liechtensteins. was ich tue. aber gut erhaltenem typischem Berliner Mehrfamilienhaus mit kleinen Balkonen nach vorne. oder 3. Mein Zimmer war sehr sauber und kostete mich 300 Euro pro Monat.diversen Ausweise (Pass. her kommend war das Haus auf der rechten Strassenseite. Ich hatte ja schon einmal davon gehört. 198 . Ecke Geisbergstrasse. etwas verwildertem Innenhof. es sei sehr schön dort im Sommer. Oder sie wog den offenen Tee aufs Gramm genau ab. Vom Wittenbergplatz. es hiess. im 2. warum im Winter? Berlin. wie abgemacht. in der Nähe des berühmten KaDeWe Kaufhaus. 3 Mal per Email und mittels eines einzigen Telefonanruf Kontakt. In all den Jahren „auf Arbeitssuche‚ hatte sie sich aus Kostengründen eine extreme Art von Knauserigkeit angeeignet.

Januar 2003 Kiebers dicker Brief war auf Schloss Vaduz am Nachmittag angekommen. Eine der zwei Sekretärinnen von Hans-Adam öffnete den Brief und konnte sich keinen Reim daraus machen. dass dies alles entweder ein Dummer Streich oder ein Irrtum von Kieber sein musste. Für die nächsten 24 Stunden wurde das Kuriosum „Heinrich Kieber‚ wiederum unter den ranghöchsten Mitgliedern des Hauses Liechtenstein im Schloss diskutiert. Januar 2003 Wie von Kieber beauftragt. Der Diener nahm das Paket an und übergab es Hans-Adam: obwohl dieser lesen konnte. dass nun nur zwei Personen. HansAdam und Kieber von der Sache wussten. dass das 3D-Modell für das Gericht hergestellt worden war. Januar 2003 Mangels steigender Unklarheit was Kieber mit all dem meinte und da Hans-Adam als Staatsoberhaupt ja immer auf seine eigene Polizei zurückgreifen konnte. Die ganze Nacht hindurch wurde über dem Brief gebrütet und sie versuchten sich einzureden. erschien als total undenkbar. waren dies für Hans-Adam und seinen Sohn mehr verwirrend als aufklärend. Da im Brief erwähnt war. Da der Brief ausgiebige Schriftstücke enthielt. Hans-Adam. Alois war nicht nur sehr stark mit dem Endkampf der im März 2003 bevorstehenden Volksabstimmung um die neue Verfassung beschäftigt. riss er die angeklebte Schuhschachtel voll mit Gerichtspapieren weg und lies das 3-D-Modell ohne Hemmungen im Schlossabfall-Container entsorgen. VADUZ 9. entschloss er sich doch die Landespolizei zu 199 . zusammen mit seinem Erstgeborenen. Dass er ihnen einen wilden Brandbrief schreiben würde. VADUZ 8. entschied sich der Schlossherr vorerst niemanden ausserhalb der Familie zu informieren. sondern auch mit den Vorbereitungen für die in den nächsten Tagen alljährlichen stattfindenden Empfang des ausländischen Diplomatischen Korps auf Schloss Vaduz. fuhr das Taxiunternehmen Gabor mit dem rissen Paket um 11:35 beim Schlosstor vor. Sie beiden kannten Kieber ja persönlich und wussten daher wer der Absender war.VADUZ 7.

dem Gericht und dem Schloss (damit Hans-Adam den Überblick behielt. wurden bei ihm streng unter Verschluss zurückbehalten. wer welche Dokumente erhalten hatte). sowie auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine auf CD gebrannte Kopie dem Generaldirektor der LGT Gruppe.oder -Bankgeschäfte handelt. Um 11:30 rief Frau Schädler vom Schloss dort an.B. Punkte V. dass es sich bei den von Kieber beschriebenen Vorgängen und exakt aufgelisteten Mandatsdetails tatsächlich um LGT Treuhand. Bevor aber die von Kieber dem Hans-Adam zugesandten Schriftstücke der Polizei übergeben wurden. Bei einem Treffen um 18 Uhr im Schloss zwischen Hans-Adam. dass er also die eigentlichen Daten wirklich hatte. dass niemand die Daten der Treuhand mitnehmen kann und Kieber ja keinen Beweis (z. wie den Kieber an solch massive Detailkenntnis gelangen könnte. 1000 Grad heissen Flamme des Müllverbrennungsanlage im schweizerischen Buchs/SG über dem Rhein wartete) wurden dann von der Polizei abgeholt und ein Register angelegt. nicht dumm sei und bekanntlich ein Elefantengedächtnis besitze. Auf Befehl von Hans-Adams wurden danach von ausgewählten Einzelstücken Kopien angefertigt. ohne die Daten zu haben. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht hatte und wenn überhaupt. veranlasste der Schlossherr die Unterlagen zu zensieren: Alle jene Seiten. dass Kieber – mit seinen offenbar tiefen Kenntnissen aller Daten und Leichen im Keller – angeblich in Deutschland herum irre. seinem Erstgeborenem Alois. Feuerstein erwiderte. führte zur allmählich Dämmerung bei den Herren. Es war nicht nur die Ungewissheit darüber. als Beilage im Brief) dafür geliefert hat. die Herren Piske und Dr. Worauf hin HansAdam heftig unterbrach und fragte. Hr. Alle vier Herren bestätigten ihm. dass im Abfallcontainer des Schloss auf das Ende in der ca. seinem Bruder Philipp (CEO der LGT Gruppe). indem er behauptete. die im Detail über die schmutzigen Geschäfte und Leichen (u. Feuerstein versuchte die anwesenden damit zu beruhigen.a. Piske. Schlachter von der LGT Bank und dem Chef der Treuhand Nicola Feuerstein (der Exboss von Kieber). + VI.) der LGT Treuhand berichteten. zeigte der Hausherr allen anwesenden die vollen Unterlagen von Kieber.rufen. dass sich grosses Unheil über sie zusammenbraute. Davon überbrachte die Polizei persönlich jeweils ein Set Kopien auf Papier der STA. dass Kieber lange genug bei der Treuhand gearbeitet hatte. 200 . in welchem Umfang. Schon alleine die Vorstellung. Der Rest des Originalbriefes samt Beilagen (ohne das Kerkermodell.

einer Kriegserklärung gegenüber dem "ganzen" Land Liechtenstein gleich kam. Unter dem Vorwand der Sicherheit für seine LGT Gruppe. Diese Sitzung verlief sehr chaotisch. Justiz. Schlachter und Feuerstein) hatte entschlossen. die öffentliche Dienstpflicht der mit staatlichen Aufgaben betreuten Teilnehmer (Regierungschef. dem Regierungschef Hasler und weiteren Teilnehmern (Anm.und Justizministerin Frau Rita Kieber-Beck (Anm. um 20:30 die Regierung in einer Sondersitzung im Regierungsgebäude informiert. Regierungschef Herr Otmar Hasler.: Was immer das heissen mag. Haun und Willi) sowie die Führung der LGT Bank und der LGT Treuhand. Thomas Müller aus Wien) waren der weitere Personenkreis im KKZ.und Aussenministerin. kurz die „KKZ‚ installiert und mit allen nur erdenklichen Mitteln und Vollmachten von Seiten Hans-Adam ausgestattet.: Namen mir nicht bekannt. STA und Polizei) zu beschneiden. jegliche unter dem Schirm der KKZ möglicherweise gewonnene Erkenntnis über die Geschäfte seiner LGT Gruppe im Sinne der rechtsstaatlichen Aufgaben zu verwenden. der Kripochef Herr Jules Hoch. hatte er ihnen untersagt. Anm.: Nicht mit mir verwandt). ich vermute aber Piske. Gegen eine solche einschneidende. Angeblich soll sich die STA Alma Willi sehr betroffen gezeigt haben. für ihn als Staatsoberhaupt und für das ganze Land. 201 . Dieser sollte sich einen Reim aus der Schriftenflut von Kieber machen und hauptsächlich die KKZ beraten. VADUZ 10. unter dem Vorsitz von Hans-Adam. Im KKZ hatten federführend Hans-Adam und Erbprinz Alois das Oberkommando. Als allererste Vorsichtsmassnahme hatte Hans-Adam beschlossen. Sie machte sich angeblich Sorgen um Kieber. da allein Kiebers Andeutung. im Prinzip rechtswidrige und beispiellose Massnahme hatten die Betroffenen nichts einzuwenden. die Aussen.Wegen der akuten Brisanz der Lage wurde am selben Abend. in Anwesenheit vom Erbprinz Alois. Es wurde dort sofort eine Kriegskommandozentrale. einen TOP Psychologen hinzuzuziehen – Den besten Psychologen Europas . die Truppe der STA (Dr. Robert Wallner. sowie später dann „der Professor‚ (Dr. Kundendaten aus Liechtenstein mit ins Ausland genommen zu haben. Januar 2003 Die KKS.

: Alle drei Massnahmen brachten nichts. sich per Privatflugzeug nach Altenrhein in die Schweiz fliegen zu lassen und dort von einem Fahrer der Regierung am Flughafen abgeholt und sofort auf Schloss Vaduz chauffiert zu werden.wie am Besten an Kieber und vor allem an die Daten gekommen werden kann. plus eine weitere. den 13. da sie in Zürich wohnte und auch noch Schweizerin war. Man glaubte ihm nicht. Es wurde vermutet. Illegal daher. da eine solche verdeckte Polizeioperation der Liechtensteiner in Zürich sicher nicht durch den Polizeikooperationsvertrag vom 9. er konnte den Auftrag annehmen. Er wollte lieber mit dem eigenen Auto anreisen. Kieber würde sich dort im Haus versteckten. die besagte Dame überwachen zu lassen. wo seine Post seit Anfang Januar ’03 umgeleitet wurde. die Mobiltelefonanschlüsse von Kieber und seiner Stiefmutter sofort abhören zu lassen. Die KKZ hatte keine Zeit und Lust auf die im Gesetzt vorgeschriebenen Richterbeschlüsse zu warten und es wurde von oberster Stelle befohlen.03 . bis Montag Mittag. In deren paranoiden Besessenheit herauszufinden. dritte Person ruckzuck mit einem unmarkierten Liechtensteiner Polizeiwagen (VW Bora) ins 110 Km entfernte Zürich geschickt und die Strasse/Wohnung wo die besagte Dame wohnte. Eine juristische Hürde sozusagen. Da gab es aber ein grosses Problem. wo er sich versteckt hielt.1. Des Weiteren hatten die Handlanger von Hans-Adams in Erfahrung bringen können. zu leeren und dann zu überwachen. am nächsten Tag nach Vaduz zu reisen. zudem nicht in Mauren. Es wurde auch eine zeitlich unbefristete Rund-um-die-Uhr Objektüberwachung seines Elternhauses im Mauren ab 16 Uhr angeordnet. ordnete Hans-Adam an. Dieser „Professor‚ wurde sofort im Ausland kontaktiert und man hatte Glück. Er schlug Hans-Adams Angebot dankend aus. Dies war dem HansAdam egal! Es wurden zwei Liechtensteiner Polizeibeamten. dass Kieber eine Art Freundin hatte.1. sondern in Berlin war und meine Stiefmutter für mehrere Wochen nach Asien abgereist war.03 um 10:06 an meine Hausärztin) abgeschaltet hatte und die SIM-Karte vernichtet hatte. Anm. da ich mein Mobiltelefon nach meinem letzten Anruf (am 7. Juli 2001 zwischen der 202 .im Grunde illegal – überwacht. dass er wirklich nach Deutschland abgereist war. das Postfach in Mauren. Er versprach.

Schweiz und Liechtenstein gedeckt war. Wer diese waren.: Herkunft und Funktion der „dritten Person“ wurde mir nie ganz verraten. Zwischen 16 und 18 Uhr wurde unter Mithilfe des Leiters der ITAbteilung ein Inspektion des alten Arbeitsplatz von Kieber bei der LTV durchgeführt. die Besten der Besten zum Lösung des Problems verpflichten konnten. Thomas Müller erreichte Vaduz schon in aller Frühe. die zwei Vaduzer Polizisten aus juristischen Gründen NICHT hätten auf mich zugehen können. Die Schweiz mag es auch gar nicht gerne. VADUZ 11. Anm. Kieber hätte kein Fachwissen. dass Hans-Adam als auch die Regierung äusserst angespannt waren und nicht aufhören wollten. war ein Termin mit dem Regierungschef Hasler unten im Regierungsgebäude der nächste Stopp. Die Sache wäre höchst delikat. Er hatte aber Zugang zu allen Daten. dass. Anm. Der Professor erkannte sofort. Kieber hatte lediglich im DOCUWARE (e-Doc) Projekt gearbeitet. Fazit und Kommentare der IT-Spezialisten: Kein Material von Kieber gefunden.: Wie man sich später täuschen würde. Unten im Dorf war aber das Gefühl einer 203 . Hans-Adam und sein Erstgeborener fühlten sich nun etwas entlastet. nichts und niemanden je etwas zu sagen. elektronisch wie auf Papier. als würde die Welt untergehen können. wenn ausländische Polizei ihre Bürger in der Schweiz überwacht. daher eine dritte. da man unter den normalen Kunden auch sehr viele exponierte habe. Nachdem er von Hans-Adam auf Schloss Vaduz empfangen wurde und mehr oder weniger aufgeklärt wurde. „neutrale“ Person vermutlich versucht hätte mich bis zum Eintreffen der vermutlich herbeizurufenden Schweizer Polizei irgendwie „festzuhalten". den 101er & 140er Akt) praktisch ohne Unterbruch für die nächsten 48 Stunden studierte. Januar 2003 Der Professor Dr. Er verstand und versprach sein Beste zu tun. falls ich dort anzutreffen gewesen wäre. alle Beilagen. wurde dem Professor natürlich nicht gesagt: das liebe Bankengeheimnis. Dann wurde er buchstäblich in eine Art Abstellkammer gesetzt. da sie überzeugt waren. wo er alle Unterlagen über und von Kieber (zensierter Brief. Aber es hat mit der Tatsache zu tun. zu jammern. Ihm wurde insbesondere eingehämmert.

All dieses Verhalten seitens der IT-Abteilung (was ich menschlich nachvollziehen kann) würde aber folgenschwere Konsequenzen für alle an diesem nun sich entfaltenden Drama haben: Das Vertrauen von Hans-Adam und der Regierung in die IT-Abteilung der LGT Treuhand wurde in der Folge sehr stark strapaziert. . Januar 2003 Die Kälte und Berlin. Sie versuchten fälschlicherweise mein Computerwissen klein zu reden und auch sonst unlogische Kommentare abzugeben: wie die mit dem DVD-Brenner. Meine Angaben im Brief waren ja deutlich genug. die LGT Gruppe.Erleichterung bei der Regierung noch nicht angekommen. da ich der Überzeugung war.: Der IT-Abteilung war es äusserst peinlich. Kieber habe wohl leeres Band mitgenommen. Fazit. dass ich die Daten nicht hätte. dass dies nicht notwendig wäre. Berlin ! Ich weiss jetzt nicht mehr ob der Spruch des regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit „Berlin ist 204 . Anwesend war Herr Feuerstein und der Leiter der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Anm. Kommentare & Vermutungen am Ende der Sitzung: Es fehle der Datumskleber auf dem fotografierten DTL-Band (Tape). Zwischen 18:15 und 20:30 wurde wiederum eine KKZ Sitzung bezüglich der Daten einberufen. wie zum Beispiel eine Kopie der Daten. Sie konnten doch gar nicht wissen.12. Die Regierung dagegen war in Panik. wie man in Liechtenstein wirklich die heissen Finanzgeschäfte abwickelte. Das Herauslassen der privaten Stiftungen der Mitglieder der Familie von Hans-Adam auf den Extra-DatenSpeicher sei gar nicht möglich. dass es mit dem „guten Ruf‚ Liechtensteins vorbei sei werde. weil sie wussten. BERLIN 8. Kieber habe gar keinen DVD-Brenner. seinem goldenen Esel. Berlin. Brrrrrr. HansAdam und die Regierung mussten sich auf die Aussagen seitens der ITAbteilung irgendwie verlassen können. da Kieber den Deutschen aufzeigen und beweisen könnte. Ich hatte ja KEINEN Beweis. ob ich einen habe oder nicht. blind davon „Kalt erwischt“ worden zu sein. Hans-Adam und seine Regierung mussten sich ja auf die den Aussagen der IT-Leute zu 100 % verlassen können. Die IT-Abteilung. im Brief an Hans-Adam beigelegt. dass offenbar ein Tages-BackUp-Tape (das Datensicherungsband) ihnen irgendwann im 2002 „abhanden“ gekommen war und sie all die Monate nichts davon gemerkt hatten. driftete eher zur Meinung. Zudem war es in der Tat kein Problem einzelne Mandate für eine Kopie des DLT-Tapes wegzulassen. Hans-Adam hatte hauptsächlich Angst um seine sprudelnde Geldquelle.

aber sexy‚ schon damals galt. Dies muss ihr wohl etwas suspekt vorgekommen sein. Aber plötzlich. dass er ihr über sein Leben eine Lügengeschichte auftische. Sie würde mir gerne die Sehenswürdigkeiten Berlins zeigen. ich kenne keine Stadt der Welt. sagte sie mir. die sind wirklich nett. dass sie halt ein paar eher private Fragen stellen müsse. war ein Besuch vom 205 . die – zumindest im Winter – soviel Hundekot auf den Bürgersteigen liegen hat wie Berlin. und da wurde ich hellhörig. Ich hörte ihr geduldig zu und hackte nach: Ja. Daniela fragte mich „dicke‚ aus und naturgemäss konnte ich ihr nichts von meinem wirklichen Leben erzählen. Als hätte ich nicht schon genug Action im Leben konnte sie mich überreden. von der Handvoll öffentlicher Hallenschwimmbäder waren mehr als die Hälfte aus Kostengründen oder mangels Unterhalt geschlossen. bis zwei davon zu ihr nach Hause kamen und den Libanesen besuchten. Sie war sich sicher. dass sie mit dem Berliner Verfassungsschutz in Kontakt getreten war und diese ihr zuerst nicht glaubten. mit ihr im nahen Park des Zoologischen Gartens spazieren zu gehen. So hatte ich jedenfalls gedacht. Die Stadtbusse sehen aus. sie glaubte mir. konnte ich an allen Ecken sehen. Was immer ich ihr erzählt hatte. wobei sie sich als Mitarbeiter der Ausländerbehörde ausgegeben hatten. Gut für ihn. Überall musste gespart werden. Konnte ich nachvollziehen: etwas paranoid erschien sie mir ja auch. Da sind die Schweizer Hundebesitzer erstklassig. Sie hatte ursprünglich keine Skepsis mehr. 2 Stunden am Nachmittag. Sie hätte vor 2 Jahren einen Libanesen als Untermieter wie ich gehabt und sie schöpfte den Verdacht. Der Libanese war kein Terrorist.pleite. Ich habe mich im kleinen Zimmer eingerichtet und versuchte so wenig wie möglich mit der Daniela zu kommunizieren. erklärte sie mir. und was dann? Sie schilderte mir. Um gegen den Stress anzukämpfen wollte ich einmal schwimmen gehen. Auf jeden Fall hatte sie die Beamten solange bearbeitet. Dass die Deutsche Hauptstadt pleite war. Und der Hundekot! Meine lieben Berliner. Die Berliner Leute selber. Warm verpackt waren wir um die die Mittagszeit aufgebrochen. Der Berliner Menschenschlag ist sehr erfrischend. dass er etwas mit Terrorismus zu tun hatte. der Rest hatte irreale Öffnungszeiten von 1-2 Stunden am Morgen und evt. so dreckig waren sie. dachte ich. als wären sie gerade von Hindukusch her angereist. Mist für mich! Was würde sein wenn die Daniela irgendwas über mich zusammen spinnt und das letzte was mir jetzt noch fehlen würde.

Nicht weit weg von Danielas Wohnung. das DLT-Tape. war es ein Lehrer oder ein Pädagoge) trinken würden. das solche Strahlung 206 . Ideal wäre die Filiale der Berliner Volksbank AG an der Budapester Strasse gewesen. ob sie freie Tresorfächer zu vermieten hätten. bat sie mich mit ihr ein Stockwerk tiefer zu gehen. dass ich meinen ganzen Laptop etwas quer gestellt hinein schieben könnte. in der Nähe des Eingangs des Zoos. um herauszufinden. Leider war deren Tresorraum eine der neueren Bauweise: d. und noch Platz für den Rest da wäre. Mich beruhigte dies ganz und gar nicht. wo wir Tee bei einem langjährigen Nachbar (wenn ich mich nicht täusche. Vorher musste ich aber ein anderes. dass ich mich jetzt schon auf eine Suche nach einer anderen Unterkunft machen musste und auch einen guten Grund finden musste. dass ich OK sei. Es stellte sich heraus. ob ich eventuell eine Gefahr für sie und/oder Deutschland sei. um meinen raschen „Abschied‚ vor ihr nicht verdächtig erschienen zu lassen. die Kundenfächer selber wurden von der Bankseite aus elektronisch geöffnet und nur von Kundenseite aus mit einem Schlüssel. weil er mich in der Küche an die Seite genommen hatte und mir es erzählte und zum Schluss bemerkte. die Kopien davon sowie die 2 kleinen Externen Harddisk nicht ständig auf mir tragen konnte und auch nicht mehr im Zimmer aufbewahren wollte. sodass ich sogar schwitze. akuteres Problem lösen: Da ich ja meinen Laptop. dass sie ihn vorher beauftragt hatte. dass die Daniela ab und zu spinnt. Ein Test ergab. umso heisser wurde es mir. nun hatte ich ein weiteres Problem. musste ich eine passende Bank mit passendem Tresorfach dafür suchen. Nun wusste ich. zumindest 4-6 Wochen bei dieser Adresse zu bleiben.h. Er bescheinigte ihr. Aber die elektronische Verriegelung und damit die elektromagnetische Strahlung machten mir Sorgen: ich habe gehört. Scheisse und Merde zusammen.Verfassungsschutz! Je länger wir da in der Kälte spazierten. Am Freitag war ich in aller Früh schon losgefahren um bei diversen Banken nachzufragen. mich beim Besuch zu begutachten. Wie bei meinen Erkundungsausflügen kreuz und quer durch Berlin in den letzten Tagen. Die kiloweise Papierdaten waren aber im blauen Handkoffer im Schrank im Zimmer verschlossen. Mein Plan war. Ich erfuhr dies. Als wir dann nach Hause zurückgekommen waren. All die Daten bei ihr zu Hause. in den Taschen. hatte ich auch jetzt meine elektronischen Datenspeicher auf mir.

z. unechten Wohnadresse zu überzeugen. Bei der 7. Und mein Plan sah nicht 207 . dass ich gerade aus der Schweiz hierher gezogen wäre. 50 Postschliessfächer. Die 6. Dieses Mal klappte es mit meinem Reisepass.B. also keine Karte für die Geldautomaten oder ähnlichem haben wollte. die eine Art ‚Postfächer‚ an Private vermietete. Diese Bank kam also nicht in Frage. Ein Rest von Bankgeheimnis war doch wohl in Deutschland noch vorhanden. Zudem wusste ich. Freundlich begleitete man mich bis zur Türe. Ein älteres Ehepaar führte das Geschäft in einem kleinen. zumindest nicht bis Jahresende. Ich musste unbedingt eine Lösung für eine Berliner Adresse finden. stand im Liechtensteinischen Pass KEINE Wohnadresse. den CDs oder auf den externen Harddisks eventuell schaden könnten. Oder? Die Bank aber forderte von mir eine Wohnsitzbestätigung aus Berlin. Eine halbe Stunde später stand ich vor der ausgewählten Filiale Nr. worin meine alte Adresse aus Liechtenstein notiert stand. wo noch altehrwürdige Tresorräume verwendet würden.h. der Polizei „zu melden‚. Ich konnte ja schlecht die Adresse von Daniela verwenden. ausgerechnet mich bei den irgendwelchen Behörden. Meine Erhebungen ergaben. Da ich ja nur ein einfaches Sparkonto. Ich fuhr per Taxi an die angegebene Adresse. D. dass diese Art von Konto keinen Postversand generierte. dass ich mir eine solche Wohnsitzbestätigung holen würde und morgen wieder kommen würde. Ich verabschiedete mich mit der Lüge. ehemaligen Quartierladen. Vorher könne man mir kein Konto und Schliessfach anbieten. dass es eine kleine Firma in Berlin Wedding gab. aber um ein Konto zu eröffnen. von wo nur die Miete für das Tresorfach abgebucht würde. die man von Aussen her Tag und Nacht erreichen konnte. Ich erklärte dies dem braven Bankangestellten und gab die Geschäftsadresse der privaten Postfachfirma als meine Wohnhausadresse und die zweistellige Zahl meines neuen Postfachs als meine Wohnungsnummer aus. Filiale wurde ich fündig. 7. dass die Berliner Sparkasse noch ältere Filialen hatte. klappte es mit dem Kontoeröffnung. da ich denen ja geschildert hatte. Ich mietet mir ein Fach und bezahlte die Gebühr bis Ende März '03 im Voraus in Bar. Im Gegensatz zum Deutschen Pass. gefundene Filiale wäre auch ideal gewesen. Sie hatten ca. Ich hatte keine Angst. den Namen Heinrich Kieber zu verwenden. Die Berliner Sparkasse hätte ja keinen Grund gehabt. sagten sie mir. Es bedurfte geschickter Überredungskunst um ihn von meiner neuen. Eine Internetsuche ergab. musste ich meine Liechtensteiner Identitätskarte vorlegen.den Daten auf dem DLT-Tape.

von irgendjemand vom Hauptsitz aus Vaduz auf Besuch in Berlin erkannt zu werden. Ich notierte mir wichtige Punkte.vor. Man wusste ja nie. dann muss man der Bank ein neues Schloss bezahlen). als keiner. Erleichtert legte ich die lange Strecke von der Bank zurück zur Wohnung von Daniela zu Fuss ab. um sicherzugehen. als ich Sonntagabend heimkehrte. wo Heinrich Kieber drauf stand (mit Ausnahme des Passes) im Tresorfach. Besser irgendein Ausweis. ich weiss es nicht mehr genau). denn schnellsten Weg dorthin via Ringbahn. dass ich dann noch in Berlin wäre. die ich mitgenommen habe. waren im Handkoffer mit einem kleinen Bügelschloss abgesichert. Ich war sehr müde. Ich suchte das Gebäude wo die LGT in Berlin eingemietet war auf. Schlüssel verliert. Ungern entschloss ich mich deshalb. wie die genaue Adresse der USBotschaft oder des Deutschen Finanzministerium. von wo ich aus starten müsste. dass ich während deren Öffnungszeiten immer Meilenweit davon weg war. Daniela empfahl mir in einer der massenhaften vorhandenen Apotheken (kein Land hat so viele wie 208 . 250 Euro auf das Konto ein. Ich bekam zwei Schlüssel. dort wo die Winterstiefel sich oben an der Haut schürften. Nicht auszudenken: ich gerate in eine Kontrolle mit keinem oder ungültigen Fahrschein und würde mangels Ausweis bei der Polizei landen. denn wenn man den 2. Jetzt war ich sicher. In meiner Situation war es besser immer einen gültigen Fahrschein zu haben. einen ringformähnlichen Ausschlag geholt. Den Pass brauchte ich ja um mich beim nächsten Bankbesuch ausweisen zu können. ja nach dem. war es eine Wochenfahrkarte. Daniela liess mich zum Glück alleine.und Bankdaten. dass mir zumindest keine „elektronische Datenpanne‚ bei der Daniela passieren könne. U-Bahn oder Linienbus. Einen legte ich wie immer in solchen Fällen direkt in das Tresorfach hinein (nicht empfehlenswert. meinen Reisepass auf mir zu tragen. Die paar Kilos an Treuhand. Von den vielen hektischen Fussmärschen durch Berlin hatte ich mir rund um die Fussfessel. Im Notfall auch per Taxi. Ich wickelte den Laptop in ein Küchenhandtuch und verstaute es zusammen mit den anderen Datenträgern (mit Ausnahme einer der zwei externen Harddisks). Ich kaufte mir eine Monatsfahrkarte (evt. auch für unterwegs immer einen Ausweis. Am Wochenende unternahm ich eine Monstertour kreuz und quer durch Berlin. Ich zahlte ca. obwohl sie – dank ihrer vielen freien Zeit – ständig Vorschläge für den Besuch von Berliner Sehenswürdigkeiten machte. Um nicht evt. zusammen mit allen meinen persönlichen Papieren.

unter die Nase reiben würde. Sicher ist sicher. wo das KKZ alle relevanten Unterlagen zu Thema „Heinrich Kieber‚ aufgeschichtet hatte. Frisch gewaschen und durchweicht.Deutschland. wie Kieber sie beschrieben habe. hätten ihn schon brennend interessiert. VADUZ 12. Mann oh Mann. wenn Liechtenstein einem ausländischem und auswärtigen Professor auch noch den Beweis von Kiebers Anschuldigungen in Bezug Geldwäscherei. Man weiss ja nie. Natürlich hatte ihm niemand weder einen Einblick in die echten Treuhand/Bank-Daten (diese Daten hatte die Regierung logischerweise selber auch nicht). nööö – es war so kochend heiss. Zurück daheim. raus aus dem Raum. noch eine Kopie von deren Schilderungen. sicher mehr als Kirchen. vermutlich schon bald mehr als Gläubige) Essigsaure Tonerde in Flüssigform zu kaufen und die roten Schrammen damit einzureiben. um nicht verbrüht zu werden. „Es ginge mir nicht so gut‚. Wir schauten gemeinsam noch etwas TV und dann ging ich zu Bett. gewährt. schwang ein Badetuch um meine Hüfte und holte noch schnell meinen blauen Handkoffer aus dem Zimmer und schleppte ihn mit ins Badezimmer. Jetzt war es wirklich Zeit für mich eine andere Unterkunft zu finden. Korruption etc. als ich mich spontan entschied ein heisses Bad zu nehmen. schrie ich höflich zurück. wo kämmen die da hin. 209 . Ebenso würde er später auch NIE auch nur ein einziges Mandat je zu Gesicht bekommen. schlüpfte ich in mein Pyjama und Daniela hatte mir eine Tasse Tee angeboten. Jene „schmutzigen‚ Mandate. Die kommende Woche würde ja streng werden. dachte ich mir. Der Warmwasserboiler im Badezimmer wurde vermutlich noch zu Hitler’s Zeiten gebaut. rief Daniela mir aus der Diele zu. auch das noch. Nicht das das Wasser daraus zu kalt war. dass man die Badewanne zu 4/5 mit eiskaltem Wasser füllen musste. ob sie auch Kondome mitbringen soll. Januar 2003 Der Professor kam nach 2 Tagen Studium am Sonntag mit schwerem Kopf für eine kurze Mittagspause aus der Kammer gekrochen. die sein eigenes Land (Österreich) betrafen. dass sie nur schnell Tabak und Zigarettenpapier (kam günstiger) kaufen gehe und fragte. „Nein Danke‚. sagte ich zu meinem Spiegelbild. rein in die nächstgelegene Apotheke. Hastig ging ich also raus aus der Wohnung. Aber Hallo.

nur ganz wenige Tage zwischen der Briefankunft auf dem Schloss (7. dass er sich seit Monaten für dieses Bühnenstück vorbereiten konnte. Beide wurden über die ganze Angelegenheit ausführlich informiert. erklärte er Hans-Adam am Telefon.Hans-Adam rief mehr als 4 Mal in der Kammer an. Man holte eine Passamtperson um 10 Uhr aus der verdienten Sonntagsruhe und bewerkstelligte die Herstellung der zwei Pässe rasch und problemlos.1. dass das Problem sehr tief liegen würde. Stattdessen begab ich mich auf schnellstem Weg zu einem Internetcafé. ob er sich schon einen Bild machen konnte.) zuzulassen. wurde von Kieber sehr präzises im seinem Schreiben festgehalten. Der Professor erwiderte.01.nachvollziehbarem . Da es Sonntag war.1. Termin“ (14.: Ich lag richtig in meiner Planung. zwei Pässe mit den gewünschten falschen Namen und mit 2 der 4 Passfotos von Kieber. ob sie die Pässe überhaupt erstellen sollen. um von Professor zu erfahren. Auf Anordnung von Hans-Adams wurde das KKZ beauftragt. wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen sollte. Der Professor empfahl. Herr Gilbert Kaiser fungieren. Den „Fahrplan‚. Als Fahrer soll die rechte Hand von Hans-Adam. eingeweihtem Personal aus dem KKZ. die er dem Brief beigelegt hatte. Der Vorteil für Kieber war. 2008 inkorrekt behauptet. Dies misslang auf Grund technischer Unkenntnis in Bezug auf Bedienung der Passmaschine. ich würde eines der vielen Museen besuchen gehen. Januar 2003 (vormittags) Wieder hatte ich eine Nacht in Berlin überlebt.Selbstschutz wird von HansAdam und Liechtenstein seit Feb. BERLIN 13. Schlussfolgerungen ziehen konnte und jetzt Empfehlungen abgeben könnte. Anm. Aus reinem .) und dem „1. wo ich fieberhaft im Netz nach Angebote für ein möbliertes Zimmer suchte. Ein Bankdirektor der LGT Vaduz soll mit ihm am 13. Somit hatten sie keine Zeit viel nachzudenken. verabschiedete ich mich bei Daniela mit der Bemerkung. versuchte man es zuerst mit eigenem. Ich musste eine Unterkunft für spätestens 210 . herstellen zu lassen. Ohne Frühstück.03 nach Frankfurt fahren. dass sie angeblich keine Pässe ausgestellt hatten. aber immerhin nach einem selbst gemachten Tee. zum Schein auf Kiebers Angebot einzugehen und zwei neue Pässe herzustellen und in einem Umschlag am Montag zur LGT in Frankfurt zu bringen.

Petra suchte eigentlich eine Untermieterin. Sie wohne in der Nähe der Kirche zum Heiligen Kreuz. Da ich solches im Brief nicht angekündigt hatte. von wo ich die Berliner Welt zwischen 10 Uhr und 12 Uhr vor meinen Augen vorbeiziehen lies. Dienstag in der Früh anschauen zu kommen. dass Hans-Adam. Ich versuchte mir vorzustellen. ungefähr immer zur selben Zeit das Mittagessen von der Küche bestellt. Ich begriff. Eine nette junge Stimme nahm den Hörer ab. rechnete ich ihr vor. Es war eine ruhiges Quartier und das Mehrfamilienhaus am Ende. Es hatte grosse Fenster und alte Bäume im Garten . Ich nahm den Bus zurück ins Zentrum von Berlin und setzte mich in ein Café. Ich erzählte ihr. dass ich gerne noch 4-8 Wochen hier bleiben möchte und daher ein Zimmer suche. Etwas Mut dazu brauchte ich schon. in der Ecke. im Garten und auf der Strasse. ich sei auf Besuch aus der Schweiz hier und Berlin sooo schön finde. Ich wusste. „Zimmer zu vermieten‚ oder „Mitwohnzentrale‚ etc. Ich fand ein Angebot. da sie gleich zur Arbeit müsse und erst sehr spät abends heimkehren würde. das ganze. Treppe runter und Rechts sein. wenn er im Schloss war. Dies gefiel ihr. sodass sie ihre eigenen Mietkosten reduzieren konnte. dachte ich mir. In ca. Gemäss Klingel musste es die Wohnung im Erdgeschoss. Es war schon komisch. ein Anruf kann nicht Schaden und bis jetzt gab es ja noch keine Tote in diesem Drama. Die Monatsmiete für mein Zimmer war 380 Euros. Auch sie musste Untervermieten.Morgen Abend finden. also eine Frau. kein Mann. Etwas Schnee lag auf dem Fussweg. Aus heiterem Himmel entschloss ich mich einfach mal beim Schloss Vaduz auf die Zentrale anzurufen. das Zimmer doch morgen. Und da sie viele charmante Schweizer kenne. offerierte sie mir. Ich würde meine Miete pro Monat im Voraus bezahlen. Heute ging es ihr nicht mehr. dass der Überraschungseffekt mir dienlich sein könnte. Ich tippte in die Suchmaschine ein: „Untermieter gesucht‚. Es sei ja billiger als im Hotel zu wohnen. 40 Minuten war ich dort angelangt. Ich notierte mir die Strasse und entschied für mich. jetzt schon mal die Strasse aufzusuchen. Ihre bisherige Mitbewohnerin habe sich letzte Woche klammheimlich aus dem Staub gemacht und sei ihr aber noch 2 Wochen Miete schuldig. sodass ich am nächsten Tag keine Zeit verlieren würde. wo ab sofort ein kleines möbliertes Zimmer offeriert wurde. Ich notierte die Nummer und rief auch gleich von einer Telefonzelle aus an. was die in Vaduz jetzt wohl alles machen.sehr schön. 211 .

wer mithöre. Ich packte meine sieben Sachen zusammen. Ich solle aber vorsichtig sein und nicht über die Daten reden. dass ich gemäss den Angaben in meinem Brief vorgehen sollte und er die Pässe ausgestellt hatte. Das ganze Gespräch dauerte nur 2-3 Minuten. wo mein Berliner Postfach im Erdgeschoss liegt. Er sagte weiters. Ich sagte ihm schnell. 212 . dass ich nicht allzu lange telefonieren möchte. Sollte dies klappen. um schneller bereit zu sein. sollte ich am nächsten Tag ausziehen. Er fragte mich 3 mal ob ich die Daten gut versteckt hätte. solches von ihm zu hören. dies mit seiner Grossfamilie pünktlich und gemeinsam einzunehmen. wie die Sekretärin auffallend perplex über meinen Anruf war. da ich nicht wusste. Mir würde später eine andere Möglichkeit zum Telefonieren mitgeteilt werden. also zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht. Nach kurzer Wartezeit stellte sie mich zu Hans-Adam durch. er war sehr besorgt über die Geschichte.Er legt grossen Wert darauf. Er sagte mir. Ich erwähnte. sagte er zum Schluss. dass eigentlich niemand unterwegs war. Er sagte mir. Ich fuhr auf Umwegen mit Bus und Bahn wieder nach Hause. Er war erstaunlicher Weise nicht all zu böse. was wir am Telefon hier besprechen: Man wisse ja nie. eine Person. Ich rief also vor dem Mittagessen an. ob vielleicht eine Fangschaltung installiert wurde. Darauf hin konnte ich nur ein starkes Seufzen hören. mein Fach leeren kommen. die ich im Brief erwähnt hätte. dass er überhaupt mit mir sprach und ich glaubte. dass letztmöglich jemand mithören würde. um die Zeit bis 14 Uhr totzuschlagen. d. das Kuvert an meine neue. aber eben: Ich war froh. wo ich sicher sein könnte. Ich war eher erstaunt. nannte meinen Namen und fragte. ob ein Kuvert für mich da wäre. dass ich in Deutschland war. Daniela war nicht da. würde ich zuerst das Gebäude. um zu erfahren. was ich postwendend 3 mal bejahte. Man kann sich heute nicht auf alle Verlassen. dies sei der Anfang einer Lösung und nicht der Anfang vom Ende. Wenn ja. dann würde ich den Auftrag geben. was mir sehr gelegen kam. dass ich nicht mehr aufs Schloss anrufen solle. Ungeduldig stampfte ich zwischen den Telefonkabinen auf dem Wittenbergerplatz hin und her. ob ich mit Hans-Adam sprechen konnte.h. Er sagte auch. vielleicht würde ja jemand mithören. für ein paar Tage ausgiebig beobachten und dann zu einer Zeit. private Postfachadresse in Berlin zu senden. Dann könne ich mit ihm sicher reden. dass keine Fangschaltung da sei und wir aber vorsichtig sein müssten. Ich hörte. Ich begriff diese Gerede über „Mithören‚ nicht ganz. Dann würde ich nämlich die LGT in Frankfurt anrufen.

das Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. Die Grundlage für einen Haftbefehl wäre eben die versuchte Datenunterdrückung & der Datendiebstahl. um 03 Uhr morgens erst. wo er zusammen mit dem eintrudelnden Regierungschef Hasler die erste von vielen Tassen Kaffee oder Tee tranken. wenn ich z. bei Staatsanlässen wird das anderen Kennzeichen. Um 07 Uhr war er schon wieder in der KKZ. Anm. FL 1 angebracht) Richtung Frankfurt los. 213 . Ich wurde in der Folge später auch nie wegen Erpressung angeklagt und logischerweise auch nie dafür verurteilt. Geld im Austausch für die Daten verlangt hätte. ich war auf einer Mission ins Ausland gegangen. B) eine Verdunkelungsgefahr gegeben. Das Gesetzt macht da ganz klar einen Unterschied. Noch viel früher in der Nacht.) und C) insbesondere die Ausführungsgefahr. die Nötigung des Staatsoberhauptes Hans-Adams und – was aus Liechtensteiner Sicht am Schlimmsten war . Ausgiebigen Schlaf konnte er aber nicht erleben.: Welch Ironie dieses Gesetzeswortlauts: Im Gegenteil. die damit zu erklären sei. Der Haftbefehl sollte aber noch nicht im Polizeisystem aktiviert werden. dass er – auf freiem Fuss gelassen – die Ermittlung der Wahrheit erschweren werde (Anm. da er dies detailliert im Brief an Hans-Adam angedroht hatte. Der Bankdirektor und die rechte Hand Hans-Adams trafen in Frankfurt ein und nahmen sich zwei Zimmer im Hotel Palmenhof in der Bockenheimer Landstrasse. „pro forma‚ einen Internationalen Haftbefehl zu beschliessen. um die Wahrheit der „schmutzigen Geld-Geschäfte“ in Liechtenstein zu offenbaren.: Wie die UR richtigerweise festgestellt hatte. einen neuen Akt gegen Kieber anzulegen.VADUZ 13. Es wäre A) die Fluchtgefahr gegeben. Januar 2003 (vormittags) In aller Herrgottsfrühe fuhren Hr. Um auf alle Seiten abgedeckt zu sein. Kaiser und der Bankdirektor von Vaduz aus mit dem Diplomatenstaatswagen des Hans-Adams (dunkler Audi A8 mit Wechselkennzeichen FL 6333. Frau Netzer wurde beauftragt.B. da Kieber die Wohnung im FL aufgelöst hatte. Mit dabei hatten sie ein dickes Kuvert mit Handschriftlichem Schreiben von Hans-Adam für Kieber und den zwei Pässen. Die Untersuchungsrichterin.oder Betriebsgeheimnis zu Gunsten des Auslandes. war der Professor mit dem Aktenstudium endlich fertig. orderte das KKZ das Landgericht Vaduz an. war mein Brief eine versuchte Nötigung und KEINE Erpressung! Eine Erpressung wäre es dann.

nur wenn die Bank oder die Treuhand es selber wollen und sie einen Datendiebstahl bei der Polizei anzeigen.oder Treuhanddaten) geht. der sich höchstwahrscheinlich im Ausland aufhielt. sich mit dem Dieb einigen zu können und somit ein Aufsehen mit einem Strafprozess und auch Schädigung des Rufes verhindern zu können. Die Razzien sollten aber . wurde angeregt. Er habe einen Umschlag von Hans-Adam für mich dabei. Im KKZ wurde weiters folgendes entschieden: Um der Person des Kieber aufzuspüren. Der Hintergrund des Gesetzgebers. lag darin. Eine Datendiebstahlanzeige in meinem Fall lag aber nicht vor. Der Vorwurf des Datendiebstahls hätte gar nicht als Grundlage für den Haftbefehl herhalten dürfen. dass man sich für eine oder mehrere Razzien in Liechtenstein allzeit bereithalten sollte. dass in den Jahren 1994 bis 2004 (die Batliner CDs und meine LGT Daten ausgenommen) es 4 weitere. BERLIN 13.so ausgeführt werden. der mich sprechen möchte. ob ein Kuvert für mich da sei. dass niemand davon etwas erfährt und keine nötigen Gerichtsbeschlüsse gezeigt werden müssen. dass jemand hier sei. Ich rief die Nummer der LGT Frankfurt an. wo es nie zu einer Anzeige kam. einen Datendiebstahl nur als Antragsdelikt zu klassifizieren. auch „pro forma‚ anzufertigen. auf die er vielleicht anrufen würde. offenbar erfolgreich. Das hat oft gut geklappt. wenn es ums eigene Geld (Bank. diverse Handynummern sowie zwei Festnetzanschlüsse von Personen zu überwachen. bereinigen konnten. Die Angestellte dort sagte mir. wenn auch kleinere Fälle von Datendiebstahl gegeben hatte. zeigte sich auch in diesem Fall wieder. Der Bankdirektor Schlachter nahm den Hörer in die Hand. die Uhr zeigte Punkt 14 Uhr. Nur für den Fall. dann die Behörden aktive werden können. instruierte das KKZ das Landgericht ein paar Hausdurchsuchungsbeschlüsse. Ich 214 . Januar 2003 (nachmittags bis in die Nacht) Endlich. Es ist in Liechtenstein kein Geheimnis. da der Diebstahl von Daten in Liechtenstein kein Offizialdelikt sondern ein Antragsdelikt ist und das bedeutet.Das Liechtenstein (über die KKZ) immer dann alle gesetzlichen Richtlinien und Vorschriften einfach zum Fenster raus schmeisst. Ich sagte meinen Namen und fragte. da die betroffenen Firmen (3 Treuhandfirmen und 1 ausländische Bank) mit „Zahlungen“ die Sache selber. Zudem wurde beschlossen. da man es der Bank oder Treuhand überlassen wollte. dass die Bewohner der Gebäude anwesend wären.wenn möglich .

nein – versicherte er mir. was man ihn gesagt hätte. Er verlangte den Beweis. Er sagte. aber in diesem Stadium des ganzen Dramas war für mich die Gefahr. um was es sich handle. Er erwiderte. Die Dame dachte. aber dass es auch keinen Sinn machen würde. einen Gefallen für den Hans-Adam zu tun. Da hatte ich eine Idee. der jetzt in der LGT Frankfurt sei. ob er den keine Telefonnummer auf dem Display sehe würde. Er wüsste nicht um was es gehe. hätte. erwähnen. Nein. dass ich in Berlin war. er verneinte dies. das Kuvert mir persönlich zu übergeben. sprich von HansAdam schnell „geschnappt‚ zu werden. 36. ich würde in 10 Minuten wieder anrufen. Das sei alles gewesen. kalkulierbar. da ich ja von einer öffentlichen Telefonzelle anrief (was er als erstes von mir erfahren hatte). oder „Daten‚ u. Da stand kein Wort darin. Etwas riskant. Ich war schon etwas sehr verwirrt über diese Aussage. Ich schlug dem Bankdirektor auch vor. dass man hier wohl alles selber machen musste. Ich rannte so schnell es ging zur neuen Niederlassung der LGT in Berlin am Kurfürstendamm Nr. Ich dachte nur: Mist. wie ich beweisen konnte. meine Schreiben. ob er wüsste was in dem Kuvert sei. mit ihm weiter zu telefoniere. in diesem Fall den Brief vom 7. dass ich einen Telefontermin mit einem hohen Bankdirektor der LGT Vaduz. Ich erklärte ihm. Hans-Adam am Abend selber anrufen zu können. Ich wurde dann mit dem Bankdirektor verbunden und damit gab es dann absolut keinen Zweifel mehr: ich war in Berlin! 215 . Noch nach Luft ringend. wenn er ja nicht im Bilde war. dass er angeblich absolut KEINE Ahnung habe.müsse ihn aber selber abholen. dass er vom Hans-Adam persönlich beauftragt worden sei. Mir kam dies sehr suspekt vor. Ich äusserte den Wunsch.03. er wüsste es nicht und möchte und musste es nicht wissen. dass wir am Telefon sehr vorsichtig sein müssten. NEIN. Zu meinem Erstaunen erläuterte er mir. Ich fragte ihn. Ich musste ihm aber diesbezüglich glauben. Ich sagte.w. wieder einmal haben sie es nicht fertig gebracht. Wir dürften keine Details oder Worte wie „LGT‚. sondern in Berlin! Er glaubte mir es nicht. vollständig und richtig zu lesen. Ich regte mich auf. dass ich nicht in Frankfurt war. ja das wäre logisch. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. das ich in Frankfurt sein würde! Ich fragte den Bankdirektor. Er sei am Sonntag aufs Schloss gerufen worden und ihm sei aufgetragen worden. ich sei wohl ein etwas wirrer Kunde und rief die LGT Frankfurt an. Ich sagte ihm. dass ich wirklich in Berlin sei. sprich nicht akut.s. erzählte ich der Empfangsdame. Er wiederholte zudem mehrmals.1.

dass ich aufs Schloss anrufen könnte. dass er mit Hans-Adam in der Zwischenzeit telefoniert hätte und dieser ihm nun aufgetragen hatte. Je mehr ich mit dem Bankdirektor kommuniziert hatte. Ich suchte ein Internetcafé auf und schickte von meinem alten Emailkonto aus dem Hans-Adam und seinem Sohn Alois eine Email aufs Schloss Vaduz. mir aus Frankfurt entgegenzufahren. um so weniger erschienen mir seine Verschläge einleuchtend. dass ich ihn gestern aufs Schloss angerufen hatte: typisch Hans-Adam – immerzu bestrebt. In derselben Minute widerrief der Bankdirektor die Aussicht. Ich hatte darin mein Unverständnis darüber dargelegt. Ich konnte diesem Plan nicht zustimmen. den Bankdirektor über den Sinn und Zweck seiner Reise aufklären sollte. fragte ich. da meine abgeschätzte Ankunft in Hannover erst spät in der Nacht erfolgen würde und ich mich dort sowieso nicht sicher fühlen würde. mir zu sagen. mit dem von mir gewünschten Inhalt. Der Bankdirektor sagte mir dann. einen strategischen Vorteil zu behalten. Ich lag mit einer meiner Vermutungen wieder richtig: Hans-Adam hatte seine „Soldaten‚ nie ganz aufklärt und niemand gesagt. In einem späteren Telefonat wurde mir gesagt. dass ich ihn. dass der Feinde. die schnell verbraucht waren. Wer garantierte mir. da ich Telefonkarten mit einem Wert von 5 oder 10 Euros gekauft hatte. die Deutschen mithören könnten. machte mir schon zu schaffen. Die angebliche Unkenntnis seitens des Bankdirektors darüber. dies würde nicht gehen. Ich erwiderte: Wenn Hans-Adam mit mir sprechen wollte. dass ich nicht in Frankfurt war und entschuldigte mich für die "Missverständnisse". Das Email hatte ich 3 Mal 216 . sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. er hätte ja auch das Kuvert. dass man sich in Berlin treffe würde. ihm in einem Ferngespräch gerade heraus über das Drama zu berichten. Ich hatte um Bedenkzeit gebeten und sowieso musste ich das Telefonat oft unterbrechen und die Nummer neu anwählen. so könnte er doch die LGT in Berlin anrufen. Ich hatte nochmals vorgeschlagen. dass es keine Falle sei. sprich nicht abhörsicher war und die Gefahr bestand. Ich schlug vor und bat ihn auch. dass nun Hans-Adam mich persönlich sehen möchte und wir alle uns am Abend noch in Hannover treffen sollten. Ich lehnte dies ab. erinnerte ich mich. was wirklich los war. dass Hans-Adam mich sprechen möchte und ich ihn aufs Schloss anrufen sollte. da die Leitung dorthin nicht gesichert war.Der Bankdirektor erzählte mir. dass er offenbar frustriert war. da es utopisch war. Mir wurde gesagt. Der Bankdirektor schwieg dazu und hatte stattdessen vorgeschlagen.

die Datensicherung hier in Berlin. Des Weiteren wurde mir erklärt. Na klar. Ich sollte nun den Zug um 19:56 von Berlin nach Köln nehmen: dort würde er. Mir wurde auch eine Liechtensteiner Handynummer mitgeteilt. erklärte ich ihm.liechtenstein@sfl. der Bankdirektor auf mich warten und ich würde nur so mit dem Hans-Adam telefonieren können. Der Bankdirektor versuchte mehrmals auf verschiedene Art und Weise in Erfahrung zu bringen. Dies trotz der Gefahr. Es war die Nummer eines Handys worauf ich Hans-Adam persönlich anrufen könnte. Er sagte mir.an die öffentlich bekannten Emailadressen (a. auf der Suche nach neuen. Er wiederum.li) gesandt.li. sfl@sfl. Er 217 . dass ich mich mit dem Bankdirektor noch heute treffen würde. dass ich es ihm persönlich unter vier Augen in Berlin erklären könnte. ich schon lange wieder weg über alle Berge sei. dass wenn jemand die wirklich Strassenadresse ausforschen würde. dachte ich mir. Ich war erleichtert. wie ich es geschrieben hätte.li. post@sfl. dass über die IP-Adresse meiner versandet Email der Standort des Internetcomputers herausgefunden werden könnte. Bis spät in die Nacht hatte ich mehrere Anrufe an die LGT Frankfurt gemacht und mit dem Bankdirektor gesprochen. die ich mir notierte. lachte ich laut: Ich würde sicherlich kiloweise Unterlagen und Datenträger jetzt mit mir in Berlin herumschleppen. dass offenbar Hans-Adam den Bankdirektor aufgeklärt hatte. Ob ich die Unterlagen auf mir oder mit mir hätte. hatte der Bankdirektor mich höflich gefragt. „frischen‚ Telefonzelle. auch noch zu dieser dunklen Stunde. erwiderte ich. dass ich nicht in Frankfurt war. wo ich die Unterlagen aufbewahrt hatte. Natürlich nicht! Sie wären gut versorgt. So. so wie er mir erläuterte.li. dass er in der Zwischenzeit wieder mit Hans-Adam gesprochen hatte und dieser ihn nun über die Lage informiert hätte. Dabei wechselte ich immer den Standort und rannte dafür wie ein geköpfter Hahn kreuz und quer im Zentrum von Berlin herum. so. Ein paar Mal wurde heiss diskutiert und der Frust von Seiten des Bankdirektors war nicht zu überhören: „Enttäuschung‚ in Vaduz darüber. dass Hans-Adam grossen Wert darauf lege. Dies um zu verhindern. Danach rief ich wieder den Bankdirektor an und erzählte ihm vom Email. Aber ich wusste. Ich sagte ihm auch. Es wäre ein komplexes Thema. muss jeweils telefonische Rücksprache mit Hans-Adam führen und sich sein „OK‚ zu holen.li oder mail@sfl. office@fuerstenhaus. Dies von der LGT Köln aus über eine abhörsichere Leitung. dass sie mich elektronisch lokalisieren konnten.

Zudem fragte ich den Bankdirektor ob er und die in Vaduz wohl verrückt geworden seien: a) wie sollte – wiederum rein hypothetisch – eine solche Aktion über die Bühne gehen. wie dies den geschehen sollte? Es sei jetzt Montagabend. Ich entgegnete. versuchte er mir weiszumachen. Wie kommt ihr da auf die Idee. Oder b) sie allen Ernsten wünschten.schilderte mir. ohne das von Deutscher Seite (Bankvorsitzender. aber höflich. Da ich die offensichtliche Dummheit dieser Idee dem Bankdirektor nicht schnurgerade ins Gesicht schleudern konnte. Was ich nicht wusste war. muss. nahm der Bankdirektor dies als gesicherte Information an und behauptete weiters. ich würde euch die Daten jetzt schon zurückgeben. dass wenn Hans-Adam wisse würde. die Filiale noch heute Abend öffnen zu lassen. Sowieso würde eine Datenübergabe für mich gar nicht zu Frage stehen. alle Geschäfte sind zu. dass in der Nacht nicht zugänglich sei. dass Hans-Adam in den Telefonaten mit ihm sehr besorgt über die Daten geäussert hatte. Er stammelte nur ständig.. sagte ich. es ist jetzt fast 20 Uhr und es ist mir durchaus ganz klar. weil er 218 . dass er nur darum ständig nach den Daten fragte.. fragte ich ihn künstlich erstaunt. fragte ich den Bankdirektor.) irgendjemand die Sache sehr höchst suspekt vorkommen würde. Ich konnte mein Gelächter nicht mehr unterdrücken. aber bitte – dass er die Autorität hat – rein hypothetisch . dass Hans-Adam Macht und Milliarden hat. dass es sich um ein Schliessfach bei einer Bank handeln würde. er die Mittel und Wege hätte. Obwohl ich nie erwähnt hatte. dass ich das Fach leeren sollte und mit all den Daten und Papieren quer durch Deutschland per Zug zu ihm reisen musste. Sicherheitspersonal etc. um welche Bank es sich handelte. Man hatte ja noch gar nichts in Sachen Argentinienfall gemacht.einen Vorstandsvorsitzenden eines Deutschen Bankkonzerns aus dem Bett zu holen und zum Öffnen einer seiner Filialen zu bewegen. Als ich dann weiters erwähnte. muss. dass er die Daten zurück haben muss.ist absolut unmöglich und reine Phantasie. So einen Blödsinn dachte ich mir. dass seine LGT den Verlust des DLT-Bandes sowie der Originaldokumente ja nicht einmal gemerkt hatten. dass Hans-Adam die Pässe heute Nacht übergeben würde und im Gegenzug heute Nacht gerne die Daten zurück hätte.. hatte ich dem Bankdirektor in Erinnerung gerufen. damit dort Mitten in der Nacht ein Safe geleert werden konnte . Filialleiter Mitarbeiter. dass sie sicher in einem Schliessfach waren. Um meiner ausgefeilten Sicherheit in Bezug auf die Daten etwas mehr Betonung zu geben.

Er müsste wieder Meldung nach Vaduz machen. dass er am nächsten Tag nach Berlin kommen sollte. Weit weg brannte noch Licht in einem Geschäft. mich aber für seine Geduld und angebotene Lösungshilfen bedanken würde. wo ich zu dieser späten Stunde noch Telefonkarten kaufen könnte. Ich dachte zuerst. Dann ein Klick. Punkt. Ich erklärte nochmals. Ich schlug nochmals vor. dass ich nun nicht genau wusste wo ich war und wie weit die nächste U-Bahn. der LGT und Liechtenstein bedankt hätte und nun keine nächtliche Reise von mir irgendwohin verlangen würde. Wir könnten uns um 10 oder 11 Uhr treffen. wo alle müde und gleichzeitig angespannt waren.herausfinden wollte. dass Hans-Adam mir für meine Loyalität gegenüber seiner Familie. Ich bat ihn. dass ich am Ende meines Lateins sei. dass ich hundskaputt war und keine Reise mehr irgendwohin machen würde. donnerte ich – ein langer Fussweg nach Hause stand mir bevor. aber der Bankdirektor bat mich nochmals in einem Augenblick anzurufen. der noch um diese Zeit geöffnet hatte. er sei auf Anordnungen von Hans-Adam angewiesen. Es war nichts zu finden. Dann erkannte ich.35 Uhr. Ende. was immer das war. Ich musste das Gespräch kurz halten. Aus. dass er dies nicht alleine entscheiden könne. Der Bankdirektor bat mich. Einen Tag später könnte ich aber an die Daten kommen. Es war jetzt 20. dass es kein Banktresorfach sei und ich unmöglich heute Nacht an die Daten kommen könnte. dass ich ihm am Telefon in 20 bis 30 Minuten wohl als Schlecht-Nacht-Geschichte die Ereignisse der letzten sechs Jahre erzählte. Nur sein Wort gelte für ihn. Jetzt. Hans-Adam mitzuteilen. erklärte ich ihm. Ich wollte nun auflegen. Amen. ich hatte mich verhört. Ich hatte eine neue Telefonzelle erspäht und wählte die Nummer in Frankfurt. nach zehn oder mehr Telefonaten. erzählen könne. Ich wartete. ob ich sie überhaupt hatte. Zum Glück hatte ein Internetcafé noch offen: ich konnte günstige Telefonkarten kaufen. die zu diesem Drama geführt hatten. Um dem Unsinn ein Ende zu machen. Er sagte. Was ich dann auch tat. ihn in 20 bis 25 Minuten wieder anzurufen.oder Bussstation entfernt war. 219 . da ich nur noch wenig Guthaben auf der Telefonkarte hatte. Schluss. Er sagte mir. Der Bankdirektor fragte mich ob ich ihm nicht mehr über die ganzen Umstände. da ich nicht wüsste. dass ich unter Umständen nicht mehr anrufen könnte. Halt. Ich sagte auch. Ich suchte verzweifelt nach einem Kiosk. Null Euro Guthaben und die Verbindung war tot. Ich hatte den Bankdirektor gewarnt. so spät. jetzt wollte er. Auch das noch. dass ich jetzt NICHT an das Schliessfach konnte.

Ich rannte nochmals zum Internetcafé und kaufte eine weitere Telefonkarte für den nächsten Tag. Er sagte. dass ich ein Schliessfach hatte. zum letzten Mal mit dem Bankdirektor in Frankfurt. Die Uhr zeigte 22. aber nicht genug. man sei mir böse. Der Bankdirektor schimpfte mit mir. dass es in Vaduz heftig zuginge. Ich müsse jetzt auflegen. Klack – die Linie war tot. Für „Gute Nacht‚ reichte die Zeit noch aus und ich ersuchte ihn auch bis 10 Uhr morgens eine Nachricht bei der LGT in Berlin für mich zu hinterlassen. Eine UBahnstation war auch schnell gefunden der Zug war aber schon weg. Ich fasste es nicht. So blieb nur ein Fussmarsch um nach Hause zu kommen. Er war noch wach und in der Frankfurter Niederlassung. Fuck! Das war wieder so ein Trick.15 Uhr. „Gute Nacht Herr Bankdirektor.‚ „Gute Nacht Herr Kieber. Man vereinbarte. Ich solle einen Beweis liefern. um deren Psychospiele nicht zu durchschauen.Ich telefonierte. Ich herrschte ihn an nach Berlin zu kommen. Warum wollten die einen Beweis. dass sie eine Falle planten. Hannover oder Köln komme. dass ich sicher war. Man glaubte mir nicht (ohne mir zu sagen. man sei erbost. diesmal von derselben öffentlichen Telefonkabine aus. Ich war mit den Nerven am Ende und wiederholte meine Bitte. dass ich angeblich nicht jetzt an die Daten kommen könnte u. besser den Bankdirektor nochmals anrufen. Sie wollten. dass ich ein Schliessfach hatte? Ich mag zwar ab und zu verrückt sein. Nach zehn Minuten war ich an einer einsamen Telefonzelle vorbei gekommen. dass ich nicht in Frankfurt sei. er würde es versuchen. was man mir den nicht glaubte). um mich auf die Palme zu treiben. dachte ich. da die Telefonkarte nur noch zehn Sekunden Gesprächsguthaben anzeigen würde. dass ich ihn am nächsten Tag um 07. Nun gut. Ich erklärte nun.30 Uhr in der Früh wieder telefonisch kontaktieren würde. Der Ton hatte sich beachtlich verschlechtert. Höflich hatten wir uns dann verabschiedet. Könnte aber nichts garantieren.s.w. er solle einfach nach Berlin kommen. sagte ich mit immer schwächer werdender Stimme. dass ich mit dem Schliessfachschlüssel sofort nach Frankfurt.‚ 220 . Er sagte.

VADUZ 13. Hans-Adam hatte den Auftrag gegeben. alle Anrufe auf diesem Handy aufzuzeichnen. um den Wünschen und der Autorität des Hans-Adams entsprechen zu können. Sie glaubten dem Schreiben von Kieber ja nicht. dass Kieber wahrhaftig in Deutschland und zudem auch schon in Berlin war. um über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten und weitere Befehle vom Fürst zu erhalten. dass er ihn direkt im Schloss anrufen könne. auf der er Hans-Adam persönlich anrufen könne. Die Sache war sehr delikat. Die Lage sei jetzt anders und komplizierter. falls dieser es versuchen sollte. deren Liechtensteiner Nummer Kieber heute mitgeteilt werden sollte. Ihm wurde aber im Verlauf des Abends gesagt. wie Kieber sich bei der LGT in Berlin verhalten hatte und was er dort den Mitarbeitern sonst noch gesagt hatte. Januar 2003 (nachmittags bis spät abends) Seit dem Mittagessen rief der Bankdirektor mehrmals Hans-Adam und die KKZ an. Der Professor sagte ihm. da man nicht erwartet hatte. dass er nicht über das 221 . um eine eigene Reise nach Deutschland ins Auge zu fassen. Die Liechtensteiner Telekom erhielt von der KKZ den Befehl. Dann würde er mit dem Kieber reden und zwar nur über eine gesicherte Leitung nach Vaduz. der weit reichende Kenntnissen über das Geschäft „im Kopf‚ gespeichert hatte. Hans-Adam erhielt ein Handy der Polizei. Er erhielt dann von seiner Sekretärin auch das Email von Kieber aus Berlin. war in den Augen von Hans-Adam Sprengkraft genug. dass sie alle auf Zeit spielen sollten. man solle Kieber mitteilen. wo alle Behörden und die USBotschaft waren. Er hätte dem Bankdirektor auch gesagt. Ausserdem sollte ihm gesagt werden. dass ein ehemaliger Mitarbeiter der LGT. den Bankdirektor mit dem Kieber zusammenzubringen. Hans-Adam erklärte. Er sagte dem KKZ. Es wurde sehr fieberhaft zwischen dem Schloss. herauszufinden. da der Fürs die Sache mit ihm besprechen müsse. dass das Ziel nun war. Dort. Denn alleine die Tatsache. dass es die Nummer war. der Regierung und den anderen Mitgliedern des KKZ kommuniziert. Das KKZ hielt fest. dass Kieber nicht nach Hannover kommen könne oder wolle. dass er persönlich grossen Wert auf ein Zustandekommen eines Treffens zwischen dem Bankdirektor und Kieber legte. in der Hauptstadt des „Feindesland" herumirrte. Hans-Adam wurde aber von Seite des KKZ empfohlen. sich vorerst keine Anrufe von Kieber auf sein Schloss durchstellen zu lassen.

dass Hans-Adam in Deutschland nun mit den vorgeschlagenen Treffen oder dem Mitten-In-Der-Nacht-Tresor-Öffnen Aufsehen erregen wollte. Hannover oder Köln reisen würde und er. warum ein Treffen nicht möglich war und wo die verdammten Daten waren. hätten sie versucht. Man kam zu dem Schluss. Hans-Adam wurde informiert. Es solle dem Kieber gesagt werden. Anm. dass Kieber ihm gesagt hätte. Der Bankdirektor meldete zurück. Hans-Adam wurde noch ungeduldiger. ob Kieber nicht doch noch nach Frankfurt. dass der Bankdirektor sich für eine Reise nach Berlin am nächsten Tag vorbereiten sollte. bei welcher Bank dies wäre. Wäre ich nach Frankfurt. Hans-Adam regte an. Kieber hätte gesagt. ob die Daten evt. eine Vollmacht zu Gunsten des Bankdirektors in Vaduz erstellen zu lassen und ihm per Fax ins Hotel Palmenhof zu senden. verrückt aber hoch intelligent. Hans-Adam sagte dem KKZ. mithilfe der Vollmacht. Nach Beratung gab Hans-Adam die Order. dass die Daten sicher in einem Schliessfach versorgt wären. Hans-Adam hätte dann die Macht den Vorsitzenden jener deutschen Bank anzurufen und zu arrangieren. dass Kieber dankbar für seine Unterstützung sei und er nichts Böses wolle.Telefon über die Daten sprechen möchte. Sicherheitshalber wurde entschlossen. geben würde. Hans-Adam dann weitere Anweisungen. dass der Bankdirektor ein dickes A4 Kuvert mit dem von ihm gewünschten Inhalt und einem handschriftlichem Vermerk des HansAdam für ihn hätte. Das KZZ entschied sich. Hans-Adam wollte wissen. falls er sie denn hätte. Er. Hannover oder Köln gereist und sie hätten mich dort in Empfang genommen und irgendwie festgehalten. Wohl eine Art gefälschte GeneralVollmacht von mir für den Bankdirektor für alle Schliessfächer in Deutschland. dass er die Daten gut und vor allem sicher versteckt hatte. wie und was nun geschehen soll. dass sein Bankdirektor mit Kieber später das Fach gemeinsam leeren sollte. 222 . dass er abwarten wollte. da dies Hans-Adam offenbar nicht wollte. konnte ich leider nie ganz in Erfahrung bringen. in einem Postfach oder in einem Schliessfach bei einem Bahnhof oder Flughafen versteckt waren.: Um was für welche Art von Vollmacht es sich dabei handelte. Der Liechtensteiner Fürst wurde sehr ungeduldig. Er wäre Hundskaputt und müsste nun ins Heim ins Bett. dass er sich nicht vorstellen könnte. Man konnte davon ausgehen. an das Schliessfach zu kommen. dem Kieber zu fragen. für heute kein Treffen mehr zu verlangen. Es wurde darüber gegrübelt. dass Kieber eben Kieber sei.

03 in Frankfurt sein würde. Herr B. Es müsse alles ein Missverständnis sein. weil er nicht in Frankfurt sei. Darin stehe nichts davon. Darin habe ihm Kieber zuerst offeriert. Das A4 Kuvert würde bei Herrn Gilbert Kaiser im Diplomatenwagen bleiben. Der Bankdirektor sollte ihm sagen. Der Bankdirektor bestätigte. Der Bankdirektor würde am Dienstagmorgen einen Flug von Frankfurt zurück nach Zürich nehmen und nach Hause kommen. sich mit Kieber in Berlin zu treffen.2003 nochmals genau lesen solle.s. dass es das Schliessfach wirklich gab. ob er im Hintergrund vielleicht Zuggeräusche oder Flughafengeräusche gehört hatte. Man war sich nur nicht ganz im Klaren. dass der Hans-Adam enttäuscht war. würde am Dienstag früh um 07. Aber nicht so. Dem 223 . dass Kieber nicht in Frankfurt war. bis Gerechtigkeit geschehen sei. wie Kieber sich das vorstellte.25 Uhr das Flugzeug von Zürich nach Berlin nehmen und den Wagen von Kaiser übernehmen. Kieber fordere. Kaiser müsste dann per Flugzeug von Berlin nach Zürich heim fliegen. dass Kieber wohl weinend in Berlin stehen würde. nach Frankfurt zu kommen. nein besser sei es.Der Bankdirektor wurde gefragt. dann aber korrigiert und gesagt. dass man seinen Brief vom 7. habe er nie zugesagt oder geplant. im Gegenteil.01. Alle waren nun der Überzeugung. Nach erneuter Beratung zur späten Stunde. Er verneint dies. Nach erfülltem Auftrag meldete sich der Bankdirektor wieder beim Hans-Adam. dass es ein weiteres Telefonat zwischen 20. Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. morgen mit den Daten nach Köln zu kommen. dass Kieber die Daten nicht in der Nacht holen konnte. ob er dem Bankdirektor vertrauen könne. wenn man zu ihm nach Berlin komme. Dass er irgendwelche Daten im Austausch gegen die Schutzidentität aushändigen würde. dass er am 13. Er habe nie vorgehabt. Er brauche ja die Schutz-ID nicht um unterzutauchen. Dieser würde von Frankfurt nach Berlin fahren. entschloss man sich im KKZ Druck auf Kieber zu machen.w. Es ginge ja auch nicht um Millionen (für ihn). Später erteilte Hans-Adam den Auftrag. Zum persönlichen Eindruck über Kieber befragt. sagte der Bankdirektor. er sicherlich Angst hätte und verzweifelt sei. Kieber verstehe die Aufregung von Hans-Adam nicht.35 Uhr und 20. dass Kieber in Berlin war u. es ginge um was ganz anderes. was darin aufbewahrt wurde.1. Kieber sei sich auch nicht sicher. er würde sogar so lange in Deutschland bleiben. Der Professor empfahl Hans-Adam Kieber weiterhin Hilfe anzubieten.50 Uhr mit Kieber gab. sondern sich die Schutz-Identität irgendwo in Deutschland nachsenden zu lassen.

Würde Kieber diese Variante nicht annehmen. Pünktlich um 07. den Bankdirektor an. dass ich leider evt. eine Kontrolle unmöglich. Warum um Himmels Willen glaubte Vaduz. fragte ich ihn. Die Schutzidentität (die 2 Pässe) würde der Fahrer ja dann haben. Offenbar wäre dies der Wunsch Hans-Adams. versuchte er mich zu beruhigen.15 Uhr vor der LGT am Kurfürstendamm auf mich warten würde und ich einsteigen solle. dass sein eigener Chauffeur mit dem dunklen Audi A8 heute in Berlin um 12 Uhr oder 12.30 Uhr rief ich. dass sie die nicht voll genutzte. Und es wäre keine Falle.Kieber sollte dieses erst am nächsten Tag in der Früh mitgeteilt werden. Ich hatte nicht viel Zeit und sagte. Januar 2003 (in aller Herrgottsfrüh) Schon vor sechs Uhr war ich aus dem Bett raus. Während eines schnellen Frühstücks hatte sie mich wieder darüber ausgefragt. Ich sagte ihm. ihn ab jetzt auf seiner Handynummer anzurufen. dass sich Hans-Adam die ganze Sache mehrmals überlegt hätte und mir anbieten würde. Ich notierte sie. Es wäre zudem ein Diplomatenwagen. beunruhigte mich sehr. Irrsinnig! Und unter welchem Namen sollte ich die hunderte von Kilometer im Wagen mitreisen. Der Bankdirektor erzählte. da 224 . wo mich Hans-Adam auf seinem Schloss empfangen werde und das weitere Vorgehen besprochen und Lösungen gefunden werden könnten. Die Nachricht. Der Diplomatenwagen werde dann auf schnellstem Weg nach Vaduz fahren. schon bezahlte Monatsmiete natürlich behalten könne. bis ich alle Daten und Papiere eingesammelt hatte. dass ich mindestens zweieinhalb Stunden brauchte. Er instruierte mich auch. dass er von Hans-Adam zurückbeordert worden war. Und was ich heute vorhätte. BERLIN 14. wie zuletzt abgemacht. Und wer garantiere mir. dass es wohl dass Beste wäre. behauptete ich. wenn er wie befohlen nach Hause zurückkehrte. dachte ich mir. Ich hatte gleich nachgeschoben. mit den Daten natürlich. Daniela war leider auch schon aufgestanden. müsste er mit dem HansAdam verhandeln. dass ich JETZT wieder nach Hause fahren würde. Ich entschuldigte mich für all die Hektik vom Vortag. dass ich in Vaduz nicht im Gefängnis landen würde? Alles sei geregelt. was ich den in den letzten Tagen in Berlin so gemacht hätte. heute schon wieder heim in die Schweiz fahren müsste – „dringende Geschäfte‚. Was sollte das ganze nun wieder. Um Zeit zu gewinnen.

sie auf die Wange geküsst 225 . in den fürstlichen Wagen einzusteigen. Daneben eine Kommode und einen Stuhl. dass ich es nehmen würde. Mein Zimmer war klein im Ausmass. nachdem ich die Miete für 4 Wochen bezahlt hatte. aber mit hoher Decke. so um die Mitte Zwanzig. Als ich ihn wieder in der Leitung hatte. Ich würde aber dort sein. erst mal einziehen und dann werden wir schon sehen. Badezimmer und Küche würden gemeinsam benutzt werden. beteuerte ich. Sie zeigte mir das Zimmer und ich tat so. ihr die Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt. da ich noch vor 10 Uhr bei der neuen Vermieterin Petra aufkreuzten musste. Zum Schluss flehte mich der Bankdirektor nachdrücklich an. Sie solle ihn täuschen und einfach behaupten. Was ich nicht tat. Er bat mich ihn um 09:00 Uhr wieder anzurufen. obwohl es für mich sowieso schon vor Eintritt klar war. einen Mann als Untermieter nehmen würde. Es könnte also sein. scherzte ich. Ich unterbrach den Bankdirektor in seiner langen Rede und sagte. Dann hätte ihr Freund sicherlich keine Bedenken mehr. Ich könne diesbezüglich nichts versprechen. Daniela war zu Hause. Was der Bankdirektor nicht wusste war. Sie verabschiedete sich und ich war wie ein Wirbelwind zurück in die Ansbacherstrasse gedüst. erzählte er mir. dass ich wäre eine Frau. mir meine zwei Koffer geschnappt. ein Elsässer (der irgendwo anders in Deutschland lebte und an einer Uni studierte) sehr eifersüchtig sein könne. Frische Bettwäsche hatte Petra säuberlich gefaltet aufs Bett gelegt. Sie arbeitete als Innendekorateurin beim französischen Edelkaufhaus Lafayette in der Friedrichstrasse. dass er inzwischen wieder mit dem Hans-Adam telefoniert hätte und ich HansAdam um 10 Uhr oder 10. Ist schon OK. Sie gab mir auch schon gleich die Schlüssel. dass ich unter enormem Zeitdruck stand. Ich ging zur Wohnung von Petra. Sie habe ihm nicht gesagt. die paar Stockwerke in Riesenschritten hinauf gesprungen.sie sich in drei separaten Schliessfächern befänden. dass sie evt.15 Uhr anrufen sollte. Sie erwähnte aber noch. erwiderte ich. Eine nackte Matratze ohne Bettgestell lag auf dem Boden. dass ihr Freund dies gar nicht mochte. Weil keine Zeit dazu vorhanden war. erwiderte ich ihr. dass ich in zehn Minuten wieder anrufen würde. dass ihr Freund. Ich hatte etwas von „Flugzeug geht in 90 Minuten‚ gemurmelt. Ich musste schnell nachdenken. ja nehmen musste. als ob ich alles genau inspizieren würde. Sie war eine sehr hübsche Frau.

der dann schon wieder nach Vaduz zurückgekehrt sein würde. Das Resultat druckte ich mir aus und steckte es in ein neues Kuvert. wie weiter vorzugehen sei. Man muss Kieber zugute halten. weil sich dort alle Ministerien und auch die US-Botschaft befinden. flog mit dem 07. in dem ich die Ereignisse der letzten 48 Stunden aufgeschrieben hatte und kundtat was ich davon hielt. mit Diskretion agiere und die Daten schützen kann und dies auch tut.30 Uhr angerufen hatte. Im KKZ wurde beraten.und ihr Alles Gute gewünscht. VADUZ 14. Der Bankdirektor meldete sich um 7. dass ihm der Schutz der Daten wichtig sei und daher auch die Schutz-Identität dringend notwendig sei. geprüft werden. An der Theke wartete ich und beobachtete die Telefonzelle. dass er denke. Ich habe sie nie wieder gesehen. Für alle Fälle setzte ich ein Schreiben in einem Internetcafé ein Schreiben am Computer auf. Es war jetzt schon nach 09:30 Uhr.25 Uhr Flug von Zürich nach Berlin. Seine Rückreise nach Zürich per Flugzeug und Vaduz per Limousine hatte er sich für den Nachmittag organisiert. Kieber nach Vaduz zu bringen. er sei halt in Berlin. Mit dem Taxi war ich zurück in Petras leere Wohnung gefahren. Ich suchte eine noch nie von mir verwendete Telefonzelle gegenüber einer Kneipe. Die Koffer hatte ich in das Zimmer geschleudert. Herr B. dass ihn in Frankfurt eine Falle erwarte. Er hätte dies ja alles im Brief geschrieben. Januar 2003 (vormittags) Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. Eine Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin nach Frankfurt sei Kieber einfach zu riskant. dass der Bankdirektor nun nach Hause beordert worden sei. Kaiser fuhr mit dem Audi nach Berlin. Er sei enttäuscht.50 Uhr beim KKZ und berichtete. Kieber habe bewiesen. Es täte im Leid. Ich musste mich auf den Anruf an Hans-Adam geistig vorbereiten. 226 . Der Bankdirektor und Herr Kaiser checkten aus dem Hotel in Frankfurt aus und der Bankdirektor lies sich bei der LGT Frankfurt absetzten. ganz abgesehen davon. die Türe zugeknallt und war mit demselben Taxi wieder zurück nach Berlin-Mitte gehetzt. dass er nicht in Frankfurt sei. Es müsste auf Teufel komm raus versucht werden. Die Daten sollten dann vom Bankdirektor. dass er Loyalität wahre. dass Kieber ihn um 07.

dass dies die letzte Möglichkeit sei. Januar 2003 (vormittags) Ich schlürfte sicher mindestens fünf Kaffeetassen leer und hielt die Telefonzelle immer unter Beobachtung. Es müsse eindringlich stärker an die Loyalität. seinen Chauffeur samt eigenem Wagen nach Berlin zu schicken. dass dieser am sichersten im Diplomatenwagen sei und der Chauffeur ihn wohlbehalten nach Vaduz bringen würde. dass es taktisch gelungen sei. dass es sich um einen „wichtigen Auftrag‚ von HansAdam handele. wenn das Telefon nicht funktioniert. Aus psychologischen Beweggründen könnte HansAdam auch erwägen. Er würde es ihm aber nochmals mitteilen. dass er es nicht nötig habe mit ihm zu diskutieren. Besser war es. dass es das letzte Angebot von Hans-Adam sei. wenn Kieber mit Hans-Adam direkt reden könnte. sich auf keinen Fall auf längere Diskussionen mit Kieber einzulassen. Kieber zu sagen. HansAdam müsse gegenüber Kieber auf ein „hohes Podest‚ gehoben werden. Nach reiflicher Überlegung entschloss man sich. das Telefon zu testen. Gesagt. dass Kieber die Daten sicherlich aus den Schliessfächern in Berlin rausholen und auch Hans-Adam anrufen würde. was ist. Inzwischen hatte sich der Bankdirektor wieder bei Hans-Adam gemeldet und berichtet. getan. Kieber müsste den Eindruck erhalten. Einwände von Kieber sollten übergangen werden. Er war schon immer sehr „Beratungs-Resistent‚. sodass „psychologisch‚ Zeit gewonnen werden könne. beim nächsten Anruf von Kieber ganz klar zu machen. Es wurde ihm auch empfohlen. Hans-Adam wurde empfohlen. Sicherheit und Diskretion von Kieber appelliert werden. Von Experten liess sich Hans-Adam nur ungern instruieren. Ich war nervös und auf einmal dachte ich. Man teilte ihm mit. die Karten 227 . Der Bankdirektor verdeutlichte. BERLIN 14. dass Kieber ihn nicht mehr angerufen hatte. Kieber klar zu machen. dass er in diesem Sinne schon mit Kieber gesprochen habe. dass er ganz sicher wäre. das Telefon nicht gleich abzunehmen und Kieber ein zweites Mal anrufen zu lassen. indem er berichtete. Das Telefon war OK.Der Bankdirektor wurde unterwiesen. Der Bankdirektor versuchte Hans-Adam zu beruhigen. dass es das Beste wäre. Er sollte klar zum Ausdruck bringen.

Ich erkannte seine Stimme sofort. da. Wiederum kann ich meinen Lesern hier ein Originaldokument vorlegen. Ich wollte nicht. Ich habe natürlich Angst gehabt. ich solle einen Beweis bringen und so Ich dachte mir. schimpfte ich. KIEBER entschuldigt sich. Es tue ihm leid. Es klingelte. Er habe nicht verstanden. Die Uhr über der Theke zeigte 09.D. Ich rannte auf ihn zu. und dann war Dr. Hatte ich die richtige Nummer? Ich wartete und versuchte den Herzschlag runter zu bringen. dass ich ihn entweder anrufe oder selber hole. Später hiess es dann. Verärgert ging dieser seiner Wege. das verstehe ich schon. LF: Das war mir zu heikel. dass Dr. fluchte und schob ihn einfach weg. Der Nachteil war halt. Mit zitternden Fingern wählte ich die Liechtensteiner Handynummer. tauchte ein Passant auf und nahm Kurs auf die Kabine. dass da . Januar 2003. Niemand nahm ab. Es tut mir wirklich leid. K: Ja... S. Gerade als 10 Uhr immer näher rückte. Leider verspätet. Aber Sie müssen mich verstehen. dass (keine Fortsetzung dieses Satzes) Es wurde dann immer länger und (kein Fortsetzung dieses Satzes) K: Ich habe nicht verstanden.58 Uhr: Zeit zu gehen. wie ein Bauer das Schwein. Protokoll des Gespräches zwischen S. Ich beruhigte mich wieder und kehrte zurück zu meiner nächsten Kaffeetasse.auch. Ohne Hektik ging ich auf die Telefonzelle zu. Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein (LF) mit Heinrich KIEBER (K) am Dienstag den 14. S. Ich habe ja geschrieben. Es tue ihm sehr leid. 10:22:29 bis 10:33:22 Uhr: Begrüssung. Diesmal klappte es. dass er bös war. Was nun wieder. dachte ich. dass alles schief gelaufen ist. weil ich nicht da war und ich verstehe das schon. nicht informiert wurde. das kann doch nicht im Interesse von unseren Landesfürsten sein.. Das KKZ hat dieses Gespräch aufzeichnen lassen und eine Abschrift angefertigt. dass ich mitten in der Nacht einen Safe 228 . Scheisse. Darum bin ich nicht selber hingegangen und habe angerufen. Ich habe das nicht verstanden. schrie. wer weiss wie lange der Telefonieren will. Es tue ihm leid. Er habe nicht erwartet. Ich wählte ein zweites Mal. dass jemand nach Frankfurt komme.

Das sollte problemlos passieren. Darum habe ich nicht begriffen. das tut mir leid. Ich weiss aber nicht. den Sie mir da geschickt haben. Es gibt keine andere Möglichkeit. ich weiss. weshalb es wegen der 500 km gescheitert hat. ja. darum habe ich (keine Fortsetzung des Satzes) LF: Darum habe ich auch das Auto geschickt. Sie können Ihr Ziel nur erreichen. Der Chauffeur ist auch nicht instruiert. Das ist die einzige Möglichkeit. Kein Problem. kann doch nicht mit meiner Person meiner ID in der Nacht durch Deutschland fahren. ich weiss.. Damit wir dieses Problem gelöst haben. K: Ja. Es gibt keine andere Möglichkeit. ich. Ich solle den Dr. aufklären. Ja. Sie wissen ja. Und das wurde dann fallengelassen. Das kann ich Ihnen jetzt nicht genauer erklären. Ich hab‘ das nicht begriffen. ich weiss. Ich verstehe nun nicht. ich werde auf jeden Fall dort sein. 229 . K: Ja. sicher.. K: Ich weiss. LF: Man weiss nie. ob ich einsteigen kann. Gut.. LF: Das ist die einzige Möglichkeit. Er hat es ja aber bei sich gehabt. Ich habe mir Ihre Unterlagen durchgelesen. K: Ja.. (keine Fortsetzung des Satzes). K: Ja. ja. LF: Ich habe das genau studiert. nur rein hypothetisch in meine Lage versetzen. Ich habe Ihnen doch geschrieben.öffnen soll. ja. mein Auto mit meinem Fahrer. wenn Sie sich in das Auto setzen und hier her kommen. Sie sicher hierher nach Liechtenstein zu bringen. Über die österreichische Grenze. wie Sie wissen umgestellt. Das sage ich ihnen. ich . Ich habe auch nicht begriffen. Warum soll ich zurückkommen? Das verstehe ich nicht. Er hat die Instruktion. kann doch nicht ‚ äh über das Telefon. das ist ein Drama. dass wir das lösen.. das kann ich mir nicht vorstellen. dass. ja.. äh . S. Ich kann es Ihnen im Einzelnen nicht erklären. äh. dass das eine sehr heikle Sache ist. K: Ja. Das ist ein Drama. LF: Also wir haben jetzt. Warum soll man mich verschonen? Wenn Sie sich jetzt. der Fahrer steht bereit. LF: Sie müssen sich ganz genau an die Instruktionen halten. Das ist ja wirklich ein grosser Aktenstoss. Was ich alles gemacht habe. ich. Sie wissen. wer da alles mithört. Durchlaucht.

Ich wusste nicht. Was ist es für ein Auto? LF: Ja. Ich habe mich im Rahmen des Möglichen und der Beschränkungen hier erkundigt und was für Möglichkeiten es hier gibt. warum sollten Sie mit mir Gnade walten lassen. Ich konnte noch nicht — Sie kennen die Probleme. kein Problem. In Ihrem eigenen Interesse. Ich werde sicherlich dort sein.. ich wusste nicht. Wissen Sie.er war nicht informiert. Warum. auch im Rahmen der von Ihnen gestreckten Grenzen. um auch Sie nicht zu exponieren und um mich nicht zu exponieren. haben wir versucht. Sie haben ja keinen Grund Sie wissen ja ganz genau. dass alles gerecht abläuft. natürlich auch in meinem eigenen Interesse. LF: Sie können nur so ihr Ziel erreichen. er war informiert .. ja. wo Sie sich sicher fühlen können. Ich kenne die Probleme. es ist der schwarze Audi. Darum habe ich mich ja in die Höhle des Löwen begeben. Warum. K: Ja. Ich weiss nicht. es ist das Auto. Was wird mich erwarten. dass Ihnen in Ihrer Sache Gerechtigkeit widerfährt. Das ist wirklich der einzig sichere Ort. K: Haben Sie das E-Mail gelesen? Das wo ich Ihnen geschickt habe. LF: Schauen Sie. es gibt wirklich nur eine Möglichkeit... K: Ja. ja. Ich habe ja unverbindlich geschrieben. dort ins Auto zu steigen.. Es war verwirrend. K: Ja. welches ich immer nehme für eine offizielle Sache. Sie kommen zu mir her. er war ein Vertrauensmann. wenn er kommt. Sonst habe ich immer den roten 230 . LF: Das E-Mail konnte ich noch nicht (Satz nicht beendet) Es ist nicht mein Büro. Setzen Sie sich dort ins Auto und kommen Sie zu mir. im Interesse des Landes. Ich möchte und Sie möchten es auch.LF: Ja. ja ich weiss. Ich bin auch über die österreichische Grenze hierher gefahren. ob ich es schaffe. uns daran zu halten. Er fährt Sie zu mir aufs Schloss und dann besprechen wir im Einzelnen die nächsten Schritte.. (Kurzes Gespräch über die Farbe). warum sollten Sie warum Sie wissen ja warum sollten Sie? LF: Schauen Sie. Wir haben jetzt im Rahmen des Möglichen. Hier ist nur eine relative Sicherheit. Sie haben da vieles mitgemacht und jetzt müssen wir schauen.. kein Problem. wissen Sie. K: Ja. warum.

.Pkw... wenn‘s ums Geld geht ist man schnell und wenn‘s ums Blut geht. nicht verständlich). Das ist alles kein Problem. LF: Schauen Sie. dann hilft man keinem. LF: Ich gebe ihnen Recht. ich hab geschrieben und geschrieben und Arbeit gehabt. dass ich wieder grösste Scheisse gebaut habe. Wir werden schauen.. Was ist dann? Und was ist dann? Was ist dann? Ich kann ja nicht nach Hause. K: Ja. den kleinen. Jetzt haben wir diesen Audi gekauft und nicht mit FL 1 sondern mit der Nummer FL 6333. wir können Stunden miteinander sprechen. dass Sie eine gute Unterkunft haben. wie man das macht. Wenn es um kompetente Leute. wie wir das beschleunigen. Wir haben nicht genügend Leute hier. K: Ja. Ich hab ein Modell gebaut und ausser Paul MEIER und mein Anwalt. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. Dann werden wir die Einzelheiten auch von der juristischen Seite ganz genau Punkt für Punkt durchgehen.. wie . wie das weitergehen soll in Liechtenstein. Ja. zumindest nicht genügend fähige. Ich bin mir bewusst.. Ich habe ja nichts mehr (Kieber weint und spricht noch einige nicht verständliche Worte). Bequem und hat alles was Sie haben wollen. K: Was wird mich erwarten? Was wird mich erwarten? Das ist die Frage. weshalb ich nicht abgeführt werden sollte. 231 .. Das ist kein Problem. das regle ich für Sie. (KIEBER weint erneut). das ist ein Problem. man hat 6 Jahre gemacht. K: Ich habe mir auch Gedanken gemacht. K: Ja. Geben Sie mir einen Grund. Drum kommst so weit. Man hat 6 Jahre lang nichts gemacht. es hat keinen Sinn. Ich habe keinen Ausweg gefunden. Sie kommen jetzt zu mir her und besprechen das im Einzelnen. wo man einfach geschaut hat. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. Es gibt auch andere Fälle. was soll ich Sie belästigen<(weitere undeutliche und hektische Wort. LF: Ein Gespräch mit mir. Da werde ich auch schauen. Sie setzen sich ins Auto und kommen zu mir hier aufs Schloss und regeln dass. LF: Schauen Sie. ich weiss wir können nicht Wochen miteinander sprechen. wo die Sachen hier liegen. ich werde abgeführt.

Ich will ja keinen Euro. psychisch sehr angespannt. Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen. hektisch und emotional bzw. Sie haben ja sonst keinen Ausweg. Ich kann jetzt nicht mehr. Vertrauen Sie mir. Sonst können Sie ja nichts erreichen. habe ja immerhin gegen Sie Sie wissen ja.: Die obige Anmerkung stammt von der KKZ. dann können wir das durch besprechen. die Karte ist so schnell fertig. Setzen Sie sich ins Auto. Dann kann ich Ihnen auch das Drumherum erklären. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Aber da können Sie nichts dafür. Anm. Ich will nur Gerechtigkeit. Dann haben wir Zeit. Ich bin nicht sicher hier will ja keine 30 Millionen.. Steigen Sie jetzt ein-. was ich gemacht habe. Anmerkung: KIEBER war während des gesamten Telefongesprächs sehr nervös. Sehen Sie die Nummer auf dem Display. Hier können wir die Probleme lösen. Sie wissen. Sie müssen ja erkennen. Sie sollen Sie ja auch bekommen. Ich entschuldige mich für die Umstände. das ist die einzige Möglichkeit die Sie haben. die das abgehörte Gespräch niedergeschrieben hat. Ich gebe Ihnen den Befehl.. LF: Das ist dann ein Problem. 232 . Ich bin in Zugzwang. K: Ja. Instruktion K: Ich danke Ihnen 1OOO-maI. das können wir dann auch im Einzelnen besprechen. LF: Ich sage Ihnen. Dann können wir wirklich das in Ruhe überlegen. ich bin in Zugzwang. nein? Ich werde auf jeden Fall dort sein. wenn der Wagen dort ist. entspannen Sie sich und . kommen Sie her. Dann haben Sie ja immer noch die Möglichkeit sich zu entscheiden. LF: Richtig. K: Ich habe ja immerhin gegen Sie. (Unterbrechung des Gespräches. dass das für Sie selber der beste Weg ist. was für Probleme Sie jetzt haben. Kommen Sie her. Er wiederholte sich fortwährend und fand nur schwer zu einem Gesprächskonzept. da die Wertkarte des KIEBER aufgebraucht ist) Fortsetzung des Gespräches: K: Entschuldigen Sie. 886 Nein. Auf Grund dieses Zustandes sprach er undeutlich und vollendete oftmals nicht seine angefangenen Sätze.LF: Es ist ja kein Haftbefehl gegen Sie da.

Ich stand sicher noch 20 Minuten in der Telefonzelle und wusste weder ein noch aus. dass da vieles falsch gelaufen war in Liechtenstein. Sie hatten keine andere Wahl. nachdem was ich alles in den letzten fünf Jahren durchgemacht und erlebt hatte. NEIN. Für die nächsten 30 Minuten lief ich ziellos in Berlin-Mitte herum und versuchte mir einen Reim auf das Gespräch mit Hans-Adam zu machen. ich darf nicht. Er „befiehlt‚ mir nach Hause zu kommen? So oder so. Obwohl. dass alles was sie mir gesagt hatten. mir mit Drohungen zu kommen. dass ich. 233 . nicht wahr sein könnte und sie nur mit mir „freundlich‚ reden mussten. dass es keine Sinn hatte. Oder? Mal sehen. Er hatte sich also der Sache angenommen und erkannt. NEIN. ich KANN nicht. dass Hans-Adam und der Bankdirektor mich nicht verstanden hatten oder verstehen wollten. nachdem ich einen solchen Brief an Hans-Adam geschickt hatte. Offenbar hatte Hans-Adam erkannt. der Ausdruck von Hans-Adam am Telefon „Ich befehle Ihnen. Offenbar hatten sie den vollen Ernst der Lage nicht begriffen. dass ich nichts über ein KKZ und deren Aktivitäten wusste. damit sie mich nach Hause locken konnten. Ich dachte. Ich konnte mir sehr gut vorstellen. dann wieder: Nein – niemals. Gerechtigkeit im Fall Argentinien. solange würden sie mit mir reden müssen. Hans-Adam hatte ja am Telefon bestätigt. dass zu diesem Zeitpunkt nur Hans-Adam in vollem Umfang und der Bankdirektor im limitierten Umfang im Bilde waren. ich kam zu dem Schluss. dass ich in der Sache (Argentinien) Gerechtigkeit bekommen würde. Ich war wie gespalten: Einerseits dachte ich. Und niemand gab mir eine Garantie. NEIN. steige ich in den Wagen.Also GUT! Das zweite Telefonat mit Hans-Adam war überstanden. in den Wagen zu steigen‚ hatte schon ein seltsames Gefühl in mir hinterlassen. Nur ein Dummkopf würde jetzt zurück nach Hause fahren. dann hätte sich nichts geändert. Ich war erleichtert. Wenn ich jetzt nach Hause gehen würde.: Man darf nicht vergessen. Solange ich nicht heimkehren würde. Oder doch? Oder nicht? Ich werde nicht. dass mir nichts angetan werden würde. So hatte ich Hans-Adam noch nie reden hören. wieder nach Hause zurückkehren würde? Vor allem. Mit schnellen Schritten machte ich mich auf und davon. Anm. Wie konnten die in Vaduz nur glauben. gut.

solle man ihm die Chance geben. dem Hans-Adam zu empfehlen. Es wurde im KKZ beschlossen. B. zeigte. und der Fahrer Richtung Vaduz abgefahren sei. nein – insbesondere darum. Aber Hans-Adam war damit nicht einverstanden. Er sollte insbesondere auf den Inhalt des Kuverts achten und müsste verhindern . Die beiden tauschten kurz ein paar Worte aus und Kaiser übergab ihm das dicke Kuvert und die Wagenschlüssel. Er sollte sich uninteressiert zeigen und sehr diskret verhalten. Hr. Kaiser parkte den Wagen vor dem Ankunftsterminal am Flughafen.VADUZ 14. sollte der Fahrer sich telefonisch in Vaduz melden. Er wurde nochmals instruiert.dass Kieber direkten Zugriff darauf hatte. Herr B. weil er Gutes von Bösem unterscheiden konnte und schon jetzt starke Symptome von Reue. Januar 2003 (nach dem Telefongespräch mit Hans-Adam) Hans-Adam war sich nach dem Telefongespräch mit Kieber sicher. Hr. Nicht nur wegen dem Erlittenem in Argentinien. abhörsicheres Telefon im Staatswagen hatte. keinen Anruf mehr auf dem Handy entgegenzunehmen und für Kieber nicht mehr erreichbar zu sein. Er soll pünktlich laut Auftrag abfahren. Es wäre besser keinen „offiziellen‚ Kontakt mehr zwischen dem Dienstwagen auf deutschem Gebiet und Vaduz herzustellen. worin sie zum Schluss kamen. nachdem Kieber in den Wagen eingestiegen sei. Nur wenn Kieber die Rückreise nicht antreten würde. Kaiser buchte sich einen Flug nach Zürich. fuhr mit dem Wagen in die Stadt und rief über das Autotelefon auf dem Schloss an. über das was er dem HansAdam angetan hatte. Kieber würde in den Wagen steigen und mit den Daten nach Hause kommen. mit diesem Telefon nochmals Hans-Adam anzurufen. Der Audi A8 kam in Berlin an. Warum sollte er die „gut funktionierende‚ Kontaktmöglichkeit zwischen ihm und Kieber unterbinden? Dann kam ihm in den Sinn. war schon mit einer Maschine aus Zürich gelandet und wartete auf ihn. erreichte das Zentrum Berlins und parkte den Wagen genau vor der LGT 234 . Wenn Kieber im Wagen sei. dass in wenigen Stunden der ganze Spuk vorbei sein würde. Diesbezüglich gab es dann vor allem aber Bedenken von Seiten der Regierung. Er wäre emotional am Ende. dass er ja ein fest eingebautes. dass er leicht zu knacken sei.wie besprochen . B. sich gegenüber Kieber nur auf den Auftrag des Hans-Adam zu beziehen und ansonsten sich auf keine Gespräche mit ihm einzulassen. Die Experten im KKZ zeichneten nun ein Bild von Kieber.

Er ging den ihm aufgetragenen Plan nochmals im Kopf durch und wartete darauf. der mit seiner lieben Mutter im Vorarlberg lebt. Ich setzte meine eigenen Schutzmassnahmen in Gang. Wenn Hr. was jetzt geschehen soll.und Innenrenovation des Schlosses hat er zu 90 Prozent an ausländische Firmen gegeben. Herr B. Es ist immer besser. Viele aus Österreich.Niederlassung am Kurfürstendamm. Januar 2003 (11:30 – 13:00 Uhr) Ich fuhr in meine neue Unterkunft. BERLIN 14. Er ist noch misstrauischer als ich. einen Moment mal. wo die LGT das Büro hatte. Es wurde mir nicht gesagt. B. Aus zwei Gründen: Hans-Adam ist sehr. ist dem Hans-Adam in Bezug auf Diskretion das einheimisches Personal immer etwas suspekt geblieben. da er oft nach der Arbeit im Schloss runter ins Vaduzer Städtle kam und ein Feierabenddrink im Geschäft meines Onkels Guntram (der Hermann meiner Tante) zu sich nahm. ist ein feiner (Jung-)Geselle. Vielleicht versteckte sich Kaiser im Wagen oder in den Büros der LGT. wo ist dann der Herr Kaiser? Ich wusste von den vielen Telefonaten mit dem Bankdirektor. im Wagen sitzt. früher als abgemacht aufzukreuzen.: Die meisten Angestellten auf dem Schloss sind Ausländer. an Hans-Adam geschilderte Massnahme unter Punkt IX. um heraus zu finden. Das ist dem einheimischen Baugewerbe sehr sauer aufgestossen – obwohl sich öffentlich niemand traut. Ausländisches Personal kommt ihn nur halb so teuer wie Einheimisches. Aber halt. dass Kaiser nicht der Fahrer sein würde. na sagen wir es mal so: „kostenbewusst“. Also die im dicken Brief vom 7. es ist Herr B. einige aus der Schweiz und sogar aus Brasilien. dass Kaiser mit ihm in Frankfurt war. Ich schlich mich an jenen Strassenabschnitt des Kurfürstendamm heran. Aha. Schon von Weitem konnte ich den Audi A8 mit Liechtensteiner Kennzeichen erkennen. wo ich die externe Harddisk mit all den Daten der ganzen Treuhand aus dem Koffer holte und in meiner Manteltasche verstaute. ob es eine Falle sein könnte. Es sass jemand im Wagen. Ich kannte ihn persönlich. sagte ich zu mir. Irgendwelche Berliner 235 . Im Gegensatz zu seinen Eltern. Dies ist aber nicht der Hauptgrund. Ich schritt mehrmals im grossen Rechteck um den Audi herum.1. Auch die Aussen. Anm. es zu beklagen.

Er beendete das Gespräch. Und wo ist der Bankdirektor? Von einem Bankdirektor wüsste er nichts. Ich wartete weiter ab. Ohne auf die Einladung von Hr. Wenn sie zuschlagen. ob man mich beobachtete. Mein Puls stieg und trotz der Kälte begann ich zu schwitzen. dieser sei mit dem Flugzeug nach Zürich zurückgeflogen. Ich knallte die Türe sogleich zu und bat ihn sofort die Zentralverriegelung zu betätigen. Dann blieben nur die Wohnungen und Büros auf beiden Seiten des Kurfürstendamm. Da hatte ich keine Chance herauszufinden. damit alle Türen abgeschlossen sind. dann nach oben. Blieb stehen und sah. ein LGT Kunde. dass er keinen Kunden vor sich hatte. bemerkte ich. waren aber menschenleer. war sehr erschrocken und mehr als etwas verlegen. die diese Bedingung erfüllten. Selbst auf dem Gehsteig niemand. Dafür hätte die LGT ihre eigene Wagenflotte und Fahrer. Er erwiderte überzeugend er habe „Keine Ahnung‚. Er bewegte den Kopf nicht und starrte nur nach vorne. warum ich hier sei. riss ich die Türe auf und sprang auf den Sitz. Wie ein Marktschreier röhrte ich mehrfach schnell nacheinander. Blödes Gespräch. Ich lief auf der gegenüberliegenden Strassenseite zwischen den Schaukästen und Bäumen in Richtung LGT. dass er gekommen war. B. Herr B. Aha. kein Mensch weit und breit. am Telefon war. heute früh mit dem Flugzeug nach Berlin zu fliegen und einen Kunden der LGT per Auto wieder nach Vaduz zu fahren. Alle parkierten Wagen. Totenstille im Wagen. So. dass Hr. während ich die Aussenwelt beäugte. zu warten. schaute rechts und links. In meiner linken Manteltasche hielt ich die externe Harddisk mit meiner Hand fest umklammert. HansAdam habe ihn gestern spät am Abend beauftragt. so einen Kunden murmelte ich. fragte ich. Ich bedankte mich. Nichts bewegte sich. 236 . zur Türe und den Fenstern des Treppenhauses des Gebäudes wo die LGT drin war. dass ich meine Schutzvorkehrungen aktiviert hatte und daher keine Überraschungen haben möchte.Polizei? Oder gar Privatschnüffler? Andere Autos mit ausländischem Kennzeichen? Ich vermutete. Aber wo ist Kaiser. Ich setzte zum Sprint an und blieb hinter dem Audi abrupt stehen. dann jetzt. OK – ich riskiere es. keine Seele war zu sehen. ob er genau wisse. Der Motor des Audi war im Leerlauf. Er was aber eher nicht erstaunt. B. dass ein mobiles Überwachungsteam sich so positionieren würde. Ich ging zur Beifahrertür und klopfte an die Scheibe. Er war etwas erstaunt und drückte aber ohne Diskussion die entsprechende Taste. Er sagte. wiederholte ich. dass es freie Sicht auf den Audi hätte. Ich sagte zu mir. Ich fragte ihn. Er erkannte mich sofort. fuhr es mir gleich durch den Kopf.

Aber hier ging es um ein Milliardengeschäft. Dort hinein müsste er auch alle Unterlagen und 237 . sagte aber gleich. 750 Kilometer würden wir leicht in sechseinhalb Stunden abspulen.06. Herr B. bzw. Nein. Kommen die Bullen etwa? Ruhe. um das Heck des Wagens herum. Sie hatten damit Zeit und Sicherheit erzielt. da ich selber vor wenigen Minuten verlangt hatte. Er sagte dann zu mir. Ich stieg aus und hörte ein „Klack‚ und alle Türen waren verschlossen. dass es ein Liechtensteiner Reisepass war. Er drückte wieder die Zentralverrieglungstaste und ich stieg aus und nahm den Weg hinten. lies das Fenster noch ein Stück runter und sagte. Herr B.Ich erkannte sofort. die Schutz-ID. sie würden es tun. da kann auch ein Hans-Adam ganz neue Wege gehen (wie sich fünf Jahre später zeigen sollte). Mit einem Foto von mir. hielt etwas in der Hand und presste es an die Scheibe. dachte ich mir. geboren am 18. Er hatte sich eingeschlossen. Zeit um die wahren Probleme zu lösen. kein Ansturm weit und breit. sodass ich ihn aus Zorn keine runterknallen könnte. kontrolliert würden.1963. Ich wusste es. dass er von Hans-Adam beauftragt worden sei. Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Trotzdem. Ich konnte noch die letzten drei Zahlen der Passnummer erkennen: 212. falls wir auf der langen Strecke von Berlin bis an die Grenze Österreich / Liechtenstein aufgehalten. Die ca. B. dass er den Auftrag habe. Der starke V8 Motor lief ja ständig. Ich wusste. wenn Hans-Adams Schläger zuschlagen. Herr B. wenn ich mit ihm im Wagen zurück nach Hause fahre. dass Hr. Ich aber dafür aus dem Wagen steigen müsste und bitte vorne rum um den Wagen vor die Fahrertüre kommen soll. Hallo! Ich war ja nicht mehr im Wagen. Sofort konnte ich erkennen. sie würden den Pass wegen den Daten ausstellen. Der Pass lautete auf den Namen Ulrich Meier. mir etwas zu zeigen. nichts. dass die Türen geschlossen wurden. keine Gefahr für mich darstellte. Mit dem Pass sei ich Herr Ulrich Meier aus Liechtenstein und sollte keine Angst haben. Allerdings nur. da mir fix der Gedanke kam. Dann hörte ich das Geräusch eines automatischen Fensters. dass ich den Pass nicht in die Hand nehmen dürfte. Der Gedanke an solche Pläne von Hans-Adam mag nur auf den ersten Blick weltfremd sein. mir diesen Pass „auszuleihen‚. Er würde den Pass während der Fahrt in einem abschliessbaren Koffer verwahren. Dies erschien mir dann etwas suspekt. Da war er! Der Pass. Spinnt er jetzt? Scheisse. er könnte mich auf Befehl seines Herrn mit Vollgas vor dem Wagen überfahren und es dann als „Unfall‚ verkaufen. es war eine Falle.

ob ich sicher nicht mitkommen wollte. Im Wagen sagte ich zu ihm. so die Order von Hans-Adam. Herr B. Er erwiderte. Ich drückte ihm den Brief in die Hand und bat ihn diesen HansAdam persönlich zu übergeben. Ich lief natürlich hinten rum. Dann immer gerade aus. fragte mich dann besorgt. dass mir die Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. Ohne Pass keine Heimreise. entschuldigte ich mich sogleich für den Ausraster und sagte.‚ Du kennst die Leichen im Keller. ich solle vorne um den Wagen zur Beifahrerseite kommen. dass er nicht in Berlin war und vor allem darüber. Wo gab es eine Telefonzelle? Dort war eine! Ich rief den Bankdirektor auf seinem Handy an. Erst nach zwei. Herr B. Ich verabschiedete mich mit dem Versprechen. drei Kilometern musste ich atemlos anhalten. Er nickte mit dem Kopf und machte ein Handzeichen. Worauf ich noch wütender wurde und schrie: Welch guter Wille? Mir gegenüber? Scheiss guter Wille! Alles was ihr macht ist nur deswegen. ihn bald wieder anzurufen. die ich von der LGT mitgenommen habe. Ohne Unterlagen keinen Pass. Ich schüttelte nur den Kopf. damit Deutschland. also war er entweder schon gelandet oder noch gar nicht abgeflogen. 238 . tobte ich am Hörer. Ich rannte wie vom Teufel verfolgt davon.Datenträger. legen. ich einen Brief für Hans-Adam geschrieben habe und leider NICHT mitkommen könne. dachte ich mir. Nachdem ich mich wieder besonnen hatte. Ich liess ihn fast gar nicht zu Wort kommen. dass ich an einer Lösung arbeiten würde und ich mich bei Hans-Adam und allen bedankte. dass die Daten sicher seien. Ich schrie ihn an. Der Motor war noch an. Ich schilderte ihm kurz was geschah und schimpfte mit ihm. Es klingelte. es gebe keine weitere Gelegenheit und ich würde den guten Willen von Hans-Adam sehr strapazieren. ob ich denn die Daten nicht mitgebracht hätte? Ich deutete ihm an. die USA und all die anderen Länder Eure schmutzigen Geschäfte nicht erfahren. Immer nur gerade aus. wusste also mehr als er zugeben wollte. Herr B. dass ich wieder in den Wagen steigen möchte. sondern nur für eine Heimreise unter ihrer Beaufsichtigung ausgestellt wurde. sobald er in Vaduz angekommen sei. Ich müsste zuerst wieder nachdenken. Aha. in die erste Seitenstrasse die ich finden konnte. war konsterniert und meinte nur. dass alles gemäss den Anordnungen von Hans-Adam geschehen sei.

15 Uhr abfahren. Januar 2003 (11:30 – 14:00 Uhr) Alle Mitglieder der KKZ trafen sich im Regierungsgebäude und waren nervös. Wenn Kieber sich dazu entscheiden sollte. Mit dem Hinweis. sobald dieser heimischen. Aufruhr in der KKZ! Herr B. sehr misstrauisch sei und bewiesen habe. hatte ihm den Pass durch die Scheibe gezeigt. Sollte er die Daten den haben ! Eines sei ganz sicher. was mit Kieber geschehen sollte.VADUZ 14. Herr B. Er werde um 12. Um 12. Und er hatte gesagt. dass Kieber die Daten gar nicht hatte. dass er nicht mitfahren wolle oder könne. antizipiert und ergründet haben. dass dafür später noch Zeit sei. führte der Professor weiter aus. dass wir ihn ins Gefängnis werfen könnten. Die Vertreter der LGT beeindruckte dies nicht gross. Wir könnten ihn ja nicht auf ewig hinter Gitter sperren. dass in diesem Fall Kiebers Rache das Vorstellungsvermögen der KKZ übersteigen würde. 239 . um sich nach Hause chauffieren zu lassen. dass er nicht später noch Aktionen umsetzten würde. hiesse dies noch lange nicht. Der Professor meinte aber. Auch die Möglichkeit. kurz mit ihm gesprochen und ein Schreiben für Hans-Adam abgegeben hatte. die wir auf unsere Seite im Kampf gegen ihn besitzen. da sie eher der Meinung waren. würde Kieber jetzt nicht mehr sehen. Niemand ausser Hans-Adam mochte laut aussprechen. Liechtensteiner Boden unter seien Füssen hätte. Man sollte Kieber seinen Mut und die Entscheidung nach Hause zurückzukehren. Man erhoffte sich endlich ein Ende des Dramas. hoch anrechnen. dann würde er auch jede nur erdenkliche Möglichkeit. Zudem warnte der Professor. dass er zu hoch komplizierten Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf die Daten fähig war. Herr B. Falls im Falle einer Falle Kieber keine sofortigen Reaktionen/Aktionen geplant haben sollte. dass Kieber sehr. in den Wagen einzusteigen.10 Uhr rief der Bankdirektor in Vaduz an. schloss der Professor seinen Ausführungen. ihm alles abgenommen werden und er in das Gefängnis nach Vaduz überstellt werden sollte. dass Kieber zwar gekommen sei. er verstehe nicht. Kieber habe ihn gerade angerufen und gesagt. hatte gerade via Autotelefon mitgeteilt. Vertreter der LGT verlangten aber das Kieber sofort nach Grenzübertritt von einem Polizeikommando überwältigt werden sollte. warum er nicht in Berlin sei.

Was sollte das alles. wenn dies dann an die Öffentlichkeit gelangen würde. Hans-Adam.oder Rechtshilfegesuch? Interpol? Nein.22 Uhr von Berlin ohne Kieber und vor allem ohne Daten Richtung Vaduz ab. fuhr um 12. dass es hier um die Grundexistenz gehe. Wenn die Daten und die Art und Weise. ob nun Kieber die Daten hat oder nicht. Entschlossen aber von Seiten Hans-Adams. wo sie sich befinden finden. Enttäuschung machte sich breit. rein gar nichts erfahren. Es gibt ja schliesslich private Firmen. seiner Marionettenregierung und der LGT. Offen wurde über unorthodoxe Massnahmen diskutiert. die Justiz und die Polizei lehnten jede Gewaltanwendung kategorisch ab. oder man in Erfahrung gebracht hätte. Selten hatte man ihn so fluchen hören. interessante Hypothese. Vielleicht um ihr eigenes Versagen zu schmälern. Kieber in Berlin aufzuspüren und überwachen zu lassen. dass Kieber jetzt nach Hause kommen würde. Der Professor. die dann aushelfen. Hans-Adam jedoch war sehr fuchsteufelswild. Es zeigten sich die ersten Risse in der durchs Schicksal zusammengewürfelten Gruppe in der KKZ. wenn der Staat nicht kann. Es sollte doch möglich sein. Wie konnten sie nur glauben. bemerkte der Professor. wie wir hier Geschäfte tätigen ausländischen Behörden im Detail bekannt gemacht würden. dass ihm bis heute niemand mit Sicherheit sagen konnte. Der Liechtensteiner Staat lässt einen eigenen Bürger in Berlin kidnappen und illegal „nach Hause bringen‚. jammerten aber. die Justiz und die Polizei rieten von solchen Massnahmen dringend ab. Nicht nur sie sondern auch viele tausend Kunden würden Probleme bekommen. weil er in Wahrheit die Daten gar nicht hatte! Aha. nein – natürlich nicht. Deutschland darf nichts. fragte sich der Bankdirektor. erwiderten alle anderen im Raum. Weniger von Seiten der Justiz und der Polizei. insbesondere der Treuhand. warfen die Vertreter der LGT die Schlussfolgerung in die Runde. verdeutlichte Regierungschef Hasler.warum ihm die gezeigte Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. Sobald er zu den Daten gehen würde. Herr B. Nicht vorzustellen. könnte man ihn samt den Daten „nach Hause befördern‚. Kein Staat darf etwas davon erfahren. Der Professor. Nichts offizielles. die LGT und die Regierung konnten dies zwar nachvollziehen. Der Professor hakte nach: Wie denn? Mit Hilfe der Deutschen? Ein Amts. dass Kieber darum nicht in den Wagen gestiegen sei. Es müsste doch sicher etwas in dieser Richtung in Berlin geben. dann müssten wir hier dicht machen! Die Zukunft des Landes stehe auf dem 240 .

Spiel. alle Internetseiten. heim in Petras Wohnung. musste er einen deutschen Staatsbürger gemeint haben. es könnte sein. Es wurde bei der Landesbibliothek Vaduz in Erfahrung gebracht. nämlich das Strafgesetzbuch(!) und die Strafprozessordnung(!) ausgeliehen und erst nach langer Zeit wieder zurückgebracht hatte. konnte ich nicht einschlafen. Hans-Adam befürchtete anscheinend. Auch wurde fieberhaft versucht. herauszufinden. Zudem wären die Daten für Deutschland ja hochinteressant. mithören würde. Januar 2003 (nachmittags) Die Polizei verfasste einen weiteren schriftlichen Bericht über die ausgedehnten Überwachungs. VADUZ 14. die von der Angelegenheit wussten. als er mich im Telefongespräch am Montag kurz vor Mittag warnte. Die Führungspersonen jeder Einheit der Justiz.B. Am besten ginge ich schlafen. Regierung. die er in der Bibliothek angeschaut hatte. sofortige Kündigung) die mitwissenden Angestellten zu äusserster Verschwiegenheit verpflichten. Jetzt kam mir in den Sinn. Dort angelangt. da die Gespräche über das Handy von den Bullen abgehört würden und dies Hans-Adam im voraus wusste. an die Daten ran zu kommen. der auch noch Polizist war. dass Kieber einen Mitgliederausweis besass und 1999 zwei Bücher. Obwohl ich todmüde war. Polizei. die ich im Brief erwähnt hatte. dass eine Person. was aus technischen 241 . Selten von den Ausländischen. nahm ich eine heisse Dusche und legte mich flach.Staatsbürgern 100 Prozent Loyalität erwarten. LGT (das Schloss ausgenommen) sollten unter Androhung schwerer Konsequenzen (z. welche Person Hans-Adam gemeint hatte. mit all jenen Personen. dachte ich mir. der dort als Experte für die FL-Polizei arbeite. Zudem wurde auch entschieden. Hans-Adam konnte sich nur von den eigenen – wenn auch nicht von allen . waren sich alle einig. geneigt sein könnte. BERLIN 14. Man beschloss sich von nun an jeden Tag mindestens einmal zu treffen.oder Nachforschungsmassnahmen für Hans-Adam. aus den früheren Fehlern zu lernen und eine Liste anzufertigen. dass dieser Deutsche. Januar 2003 (nach Abfahrt des Diplomatenwagens) Was nun? Ich wusste es nicht. Klar.

Anm. Kieber könne nicht einfach sagen: „Schwamm drüber – hat halt nicht geklappt‚." beschrieben hatte. Hans-Adam wurde sofort aufgesucht.03 befehligte Razzia von zwei Wohnungen und dem Haus von Kiebers Stiefmutter erst gegen Ende Januar oder Anfang Februar 2003 durchzuführen. dann müsste sie seit 2008 nicht hilflos zusehen. Hans-Adam war nach der Lektüre erleichtert.: Unglaublich aber wahr: Das KKZ ordnete die Durchsuchung von zwei bewohnten Wohnungen in Balzers an. BERLIN 15. Dafür musste ich die nächste Stufe der vorbereiteten Kommunikationsmöglichkeit aktivieren. das wusste Kieber selbst noch nicht. Abstand zu nehmen und Zeit zu gewinnen. da er erkannte. die am 13. nur was.01. Obwohl 242 . Er erhielt den Brief von Kieber. Natürlich war die Durchsuchung ohne brauchbares Ergebnis. Dann war er wieder besorgt. mit dem Audi auf Schloss Vaduz ein. beschloss das KKZ weiter. dass die Bewohner nichts davon merkten. weil sie nicht anwesend waren. Eine Woche sollte reichen.00 Uhr morgens auf. Januar 2003 Immer noch müde stand ich trotzdem schon um 06. Die Art von Verbindung wie ich es im Brief vom 07. wie Woche um Woche. obwohl ich nie dort gewohnt habe und es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den Wohnungen oder der LGT gab. Der Wagen war weg und nichts hatte sich geändert. dass es besser war.03 unter Punkt "X. Nein. da Kieber ihm weiter schrieb. Die später dann erfolgte illegale Durchsuchung wurde sogar so orchestriert.: Dazu kann ich nur sagen: hätte die Liechtensteiner Justiz nur halb soviel Energie für die Entdeckung der Bankdaten von schlimmen Kunden verwendet wie für die „Ausgrabung“ meiner wenigen Bankunterlagen. dass eine von Kiebers Prioritäten vorerst die Sicherheit der Daten und damit die der Liechtensteiner Finanzwelt war. Damit die Angelegenheit im Ländle selber nicht so bekannt wurde. Auch wurden all seine alten Bankkonten bis ins kleinste Detail auf Jahre zurück ausgeforscht und dokumentiert. So konnte es nicht weiter gehen.Gründen nicht gelang. Kieber müsse etwas machen. dass er unter Zugzwang stehe. Gegen späten Abend traf der Chauffeur Herr B. rund um den Globus diese Art Kunden entlarvt werden.01. Anm. Nach reiflicher Überlegung kam ich zum Schluss.

hatte ich in einer ersten Email im Ordner „Entwurf‚ gespeichert. Klare Hinweise auf das LOGIN-Wort und damit auf das Passwort hatte ich ja schon im Brief vom 07. Dies aus taktischen Gründen. absolut nicht. Obwohl ich den direkten Kontakt nicht scheute. Instruktionen wie das Konto von mir und Hans-Adam verwendet werden sollte. fand ich. hatte ich bedenken. ob die in Vaduz diesen Punkt auch richtig lesen und interpretieren könnten.01. Mit der Auswahl von „www.03 geschrieben. Auf die Idee kam ich. Mit einem Trick deponierte ich den fertigen Text mit Datum 15. wenn auf schriftlichen Weg kommuniziert würde und zwar so lange bis wieder ohne Drohungen und Schimpfen miteinander geredet werden konnte.01. eine Wortkombination zu finden.catholic. dass sich Hans-Adam persönlich mit dem Fall befasste. würde kein Email versandt werden. Die drei Säulen von Hans-Adam bestehen aus Geld. die IP-Adresse (und damit den genauen Computerstandort) herauszufinden. die praktisch jedes Missverständnis ausschliessen würde. dass ich unbedingt erreichen wollte.org‚ wollte ich auch im Unterbewusstsein an das starke Dogma von Hans-Adam appellieren. formulierte ich eine neue Nachricht für ihn und speicherte sie im Entwurf-Ordner. war ja. Da ja beide Seiten dasselbe Emailkonto verwenden würden. Macht & Kirche (Glaube).01.ich es darin präzise geschilderte hatte. Der Grund warum ich ein „codiertes‚ Kennwort ausgerechnet im sichersten Raum im Schloss Vaduz angebracht hatte. warum 243 . obwohl er am 14. Im Text wiederholte ich die Begebenheiten der letzten 48 Stunden und meine Gründe. dass es besser sei. sondern nur jeweils der neue Text im Ordner „Entwurf‚ abgespeichert werden. Bevor ich dies aber tun konnte. Das Konto hatte ich schon im Dezember 2002 eingerichtet. dass es ohne den klassischen Emailversand praktisch unmöglich oder zumindest sehr. Mit dem Thema „Frankfurt‚ hatte es ja nun gar nicht geklappt. Selbst bei der Auswahl des Internetproviders für das gemeinsam zu benutzende Emailkonto hatte ich mir vor der Abreise aus Liechtenstein den Kopf zerbrochen. Es war nicht einfach.03. weil meine Recherchen ergeben hatten. Für die letzte Säule erschien mir die Webseite einer katholischen Organisation mit Sitz und Server in den USA als ideal.03 geschrieben wurde. sehr schwierig sein würde. Die ersten zwei Säulen hatte ich ja schon in starke Vibrationen gesetzt. Ich musste ihm nur noch den Namen der Webseite mitteilen.

worin ich den Namen der gesuchten Homepage (Webseite) preisgab: www. man dürfte der Spezialfirma auf keinen Fall mitteilen.ich nicht in den Wagen eingestiegen war. dass Kieber Liechtensteiner sei. musste ich ein Datum festlegen. Der Auftrag sollte aber sehr vorsichtig erteilt werden. Ich schrieb. dass ich akzeptiere würde. Auf keinen Fall dürfe er angesprochen werden. so würde ich mich simultan an die Deutschen und die Amerikaner wenden. wenn Hans-Adam nun die Schutz-ID nicht mehr hergeben will. VADUZ 15.catholic. Dann sollte er im Gegenzug aber auch akzeptieren. Um jede Unklarheit auszuschliessen. dass ich andere Wege gehen müsste. den 31. Kurier oder Weiterversand) im Sinne hätte. Ausserdem schrieb ich. Er als Psychologe war naturgemäss dagegen. Der Professor distanzierte sich nochmals von jeglicher Anwendung von Gewalt. Ich schloss das gemeinsam zu nutzende Emailkonto und loggte mich in mein eigenes. die sich auf das Aufspüren von Personen und Güter spezialisiert hatte.B. ob ein Umschlag für mich angekommen sei. Nach erfolgreicher Identifikation sollte die Firma 244 . Da die KKZ ja genügend Anhaltspunkte über den Aufenthalt von Kieber besass. den 21. Die LGT Treuhand konnte immer noch keine felsenfesten Beweise vorlegen. Januar 2003 Die KKZ kam zusammen und diskutierte das weitere Vorgehen. dass ich ab nächsten Dienstag. ihn beschatten müsste und ein Verhaltens. dass ich. eine private Firma. Es soll nur gefordert werden. falls Post da sein würde. anzuheuern.org. also Freitag. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht. wurde beschlossen.01. Von diesem Emailkonto schrieb ich an die drei bekannten Emailadressen von Hans-Adam eine höfliche Mail mit einem Einzeiler. er bei der LGT gearbeitet hatte und er eventuell alle Daten der LGT Treuhand hatte. Sollte es nur die kleinste Andeutung einer Falle geben. Um nicht ewig hier in Berlin herumhängen zu müssen. So weit – so gut. um in Erfahrung zu bringen.03 ein Mal pro Tag bei der LGT in Berlin anrufen würde.und Bewegungsmuster erstellt werden sollte. diese nicht selber abholen würde. sondern eine andere Lösung (z. dass man Kieber ausfindig machen sollte. so würde ich mich zurückziehen. altes ein. Ich erklärte.03 warten könnte. Sollte bis dahin nichts gehen. dass ich nur bis Ende Januar.01. schrieb ich ganz deutlich.

Kieber könnte unmöglich im sichersten und wertvollsten Raum des Schlosses ein Hinweis angebracht haben. dass Liechtenstein der Auftraggeber war. kamen zu einer weiteren Sitzung zusammen. dachten sie sich. Der Kripochef nahm sich einen bewaffneten Beamten mit und holte dann Hasler mit einem unmarkiertem Polizeiwagen wieder vom Regierungssitz ab. Da keine Massnahmen mit Gewaltanwendung erteilt worden waren.32 Uhr eine Kopie der Email zur Polizei und eine an das KKZ. VADUZ 16. Weder die Sekretärin von Hans-Adam noch Alois selber nahmen sie vorerst ernst. wenn die LGT über einen Firmenanwalt aus Belgien. Das Sekretariat des Schlosses sendete um 14. war der Professor mit diesem Plan einverstanden. Es wurde gerätselt ob Kieber vielleicht doch in den Bilderbunker gelangt war und ob er etwas hinterlassen oder platziert haben könnte. Kontakt mit den Zwischenmännern wäre nur über das Schweizer Telefon. Das KKZ rief Hans-Adam auf dem Schloss an und bat ihn doch nachschauen zu gehen. als er davon im Brief vom 07. wäre es zweckdienlich. Gemeinsam fuhren sie zum Schloss. Man erinnerte sich an irgendwelches Zeug. Hans-Adam telefonierte mit dem Regierungschef Hasler und dem Kripochef Hoch. Herr Kaiser öffnete die schwere Türe zur betonierten 245 .sofort Rückmeldung an den Auftraggeber machen. Er und sein Sohn Alois wollten aber nicht alleine in ihren eigenen Bilderbunker gehen. Deswegen hatte Hans-Adam auch nicht nachgeschaut. Die Email Kieber's mit dem Namen der Webseite kam drei Mal auf Schloss Vaduz an.01. ohne Hans-Adam und seinen Sohn. Januar 2003 Im Protokollzimmer der KKZ wurde die Email ausgedruckt und fein säuberlich protokolliert. genauer aus Brüssel den Auftrag erteilen würde. dass Kieber in diesem Zusammenhang im Schreiben vom 07. Damit keine Rückschlüsse möglich waren. Auch sollten dafür keine Anrufe oder Emails aus Liechtenstein gesendet werden.03 erwähnt hatte.03 zum ersten Mal gelesen hatte. Und ob es gefährlich sein könnte.01. Die Kernmitglieder der KKZ.oder Emailnetz erlaubt. Er bat sie sofort aufs Schloss zu kommen.

dem sofort das Wort „Hochzeitsreise‚ einfiel. es war nicht von soooo grosser Bedeutung. Somit hatten sie nun das LOGIN-Wort „mexico67‚ und das Passwort „hochzeitsreise‚. Diese Kunst der “Verschleierung. Der Metallrahmen Nr. dass Dou sich selber als Musiker zeichnete und damit seinen wahren Beruf (Maler) verschleierte. Gemäss den Angaben von Kieber sollte sich im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses des Malers Gerard DOU ein Hinweis verstecken. dass Kieber vor Ende Januar 2003 nichts unternehmen würde. Alles schien normal zu sein. woraus Hans-Adam das LOGIN-Wort und auch das Passwort erraten könnte. Hasler. im Jahre 1967 waren er und seine Frau Marie auf ihrer Hochzeitsreise in Mexiko. Alois. Dou gilt als Begründer der Leidenden Feinmalerei – Leiden mussten hier in dem aktuellen Drama alle.: Auch der Hinweis auf den Maler Gerard DOU war speziell von mir ausgesucht worden. 49/50 auch. Sie alle liefen die Treppe hoch ins Freie und runter zum kleinen „Bürokomplex‚. gespeichert im Entwurf-Ordner. Zuerst inspizierten sie die elektrische Anlage gleich rechts neben dem Eingang. Hans-Adam und Alois waren schockiert: ein 4 cm x 1 cm langer Kleber war dort angebracht. Die Sekretärin loggte sich auf www." aus dem Brief von Kieber fanden sie seine erste Mitteilung.org ein. Mit Hilfe des Punkt "X. da sie jetzt schon mal eine Woche Zeit gewinnen konnten und der Professor kam auch zu dem analytischen Schluss. Grundsätzlich waren alle etwas erleichtert. Hans-Adam.catholic. Aber das besondere für mich im Bild von Dou im Besitzt von Hans-Adam war. Das Bild wurde schnell gefunden. Die Verbindung zwischen dem Leben des Maler Gerard Dou. Sicherlich.Schatzkammer im Rundturm im Beisein von Hans-Adam. die an die Schlossaussenmauer grenzenden Räumlichkeiten. Hoch und dem Beamten. die Hans-Adam als seine Geschäftszimmer benutzt. dass Kieber sehr wohl alles äusserst penibel geplant haben musste. Ja genau. worauf „Mexico 67‚ stand. erwiderte Hans-Adam. Die im Raum nicht anwesenden Mitglieder des KKZ wurden später über den Stand der Dinge informiert. Anm. So war es sein Sohn Alois. diesem Bild und des sich abspielenden Dramas erkannten weder HansAdam noch seine Truppe nicht. der „Täuschung“ gefiel mir sehr als Metamorphose. brachte kein Wort mehr heraus. 246 . Langsam begriffen alle im Raum.

Obwohl ich eigentlich im totalen Stresszustand war. ob irgendwas bis zur Presse durchgesickert war. um später denselben Weg nie mehr zu nehmen. Ich durchforschte die Schweizer Medienlandschaft. – 20. Diese Tatsache alleine war schon eine Tröstung für mich. die Museen. der Berliner Schlag. Meine Situation war schon paradox. Januar 2003 Ich hatte mir eine Verschnaufpause gegönnt. ob die von der LGT oder andere Ausschau nach mir hielten. die man von aussen nicht einsehen konnte. dass sie mir auch Böses antun konnten.sie machten irgendwas. um mich abzulenken. etwas zu tun. dass im Unterschied zu den vorhergegangenen sechs Jahren Liechtenstein nun gezwungen war. Ich notierte mir den ausgewählten Weg dorthin jedes Mal genau. die grossen geschichtsträchtigen Plätze. mich in eine Ecke zu stellen. Jeweils fürs Wochenende fuhr sie ins Elsass zu ihrem Freund und ich hatte die ganze Wohnung für mich allein. Meine Vermieterin Petra war sehr angenehm. begab ich mich täglich in eine andere Bank(Filiale) irgendwo in Berlin. der Bahn oder zu Fuss entdeckte ich andere schöne Teile der Grossstadt. freundlich und lächelnd. Den Kiez. dass sich fürchterliches mit mir. Niemand hätte im Traum erraten. Mit dem Bus. das Brandenburger Tor. die ich dringend benötigte. Dort wo ich die Daten im Safe hatte. Ab und zu besuchte ich ein Internetcafé. Nur ein Mal die Woche besuchte ich meine Bank. Und meiner früheren Vermieterin Daniela wollte ich auch nicht wieder über den Weg laufen. stellte dann triviale Fragen und versuchte nachher. Ich war. Mit der Zeit lernte ich die Berliner Strassen und Besonderheiten gut kennen. Was mich antrieb war der „beruhigende‚ Gedanke. So 247 . um zu beobachten. Hauptsache war . war dies mir „scheiss egal‚. wann immer es die Räumlichkeiten erlaubten. Man wusste ja nie. wartete in der Schlange vor dem Schalter bis ich an der Reihe war. dass meine Sachen bei ihr nicht in Gefahr waren. Ich durfte sie sogar einmal bei ihrer Arbeit im Luxuskaufhaus Lafayette besuchen. wie immer.BERLIN 16. um mich und wegen mir abspielte. Um eventuelle Verfolger zu verwirren. Ich vermied in die Nähe der LGT Berlin oder in die Ansbacherstrasse zu gehen. fühlte ich mich sicherer hier in Berlin als in Liechtenstein. Obwohl ich wusste. Ich stellte sehr schnell fest.

Unerwartet rannte ein kreuzdumm gekleideter Jogger sehr nahe an meinem Körper vorbei. dass hier etwas faul war. Mit weit geöffnetem Mund beobachtete ich dann wie ein weiterer. Dann aber löste ein Auto einen Blitzgedanken bei mir aus. Was mich nun sehr stutzig machte. Ich stellte mich vor einen Laden und drehte mein Gesicht zum Schaufenster. bei bald Minustemperaturen hier mitten in Berlin so gekleidet joggen zu gehen. war es ein Berliner. OK. rannte ich einfach los. Hans-Adam lässt mich beschatten und man hatte 248 .würden eventuelle Beobachter denken. einstieg und dann in meine Richtung schaute. Als der Jogger nicht aufhören wollte. Er drehte sich um und schaute mich an. Der VW war in einer Seitenstrasse geparkt. Ich liess mir nichts anmerken und anstelle in die nächste zufällig ausgewählte Bank zu gehen. war die Tatsache. Aber der Zufall. der die Beifahrertüre öffnete. ohne gross vorher nachzudenken. Viele Schweizer Dörfer und Gemeinden fuhren genau so einen als Kommunalwagen (Werkshofwagen). Nie war etwas Besonderes zu bemerken. Ich beobachtete vor allem die parkierten oder langsam fahrenden Wagen. Ich war stets übervorsichtig und beobachtete was um mich herum geschah. was für ein Idiot. ist und bleibt immer Trumpf. dass ich genau diesen Wagentyp mit der ungewöhnlichen Farbe schon früher am selben Tag gesehen und anscheinend im Unterbewusststein registriert hatte. ich sei in den Tresorraum der Bank gegangen. Dem Dialekt nach zu beurteilen. begab ich mich auf die andere Strassenseite. Ich dachte. Schönen Tag noch. In der Glasspiegelung konnte ich einen fetten Mann sehen. Ich fragte ihn. wusste ich. kann keiner sein. Ein alter VW LT Transporter in orange-gelber Farbe. Verdammt noch mal – fluchte ich. Nun befand ich mich aber in Dahlem. Verwirrung war. Der Wagen hatte ein Berliner Kennzeichen. ob er wisse wie spät es sei und er erwiderte. sagte ich. Sofern ich dies erkennen konnte. Der Jogger lief schnurgerade auf den VW Transporter zu und stieg hinten ein. Spontan. wo ich mich befand. mich anzugucken und ich halt „zurückstarrte‚. Nicht das ich behaupte übernatürliche Fähigkeiten zu besitzen oder „James Bond‚ zu sein. Niemand war im Wagen. etwas älterer Mann aus einem Hauseingang trat und auch im Wagen verschwand. definitiv nicht. auf ihn zu. Er erschrak und blieb wie versteinert stehen. Dahlem und Wedding sind ein gutes Stück voneinander entfernt. Und zwar in Wedding. dass er keine Uhr habe. dass in der Millionenstadt Berlin innerhalb von wenigen Stunden derselbe auffällige Wagen genau dort war.

dass Kieber Hans-Adam einen bösen Brief geschrieben hatte. Ich fuhr mit der Ringbahn sicher mindestens eineinhalb Stunden im Kreis herum. Eine meiner besten Freundinnen wurde von der Polizei zur Seite genommen und ausgefragt. oder ob sie gar mit ihm im Januar Kontakt hatten. Mir wurde schlecht und ich brach alle geplanten Aktivitäten für diesen Tag ab. wo die Daten waren? Ich rekapitulierte meine Aktivitäten der letzten Tage und versuchte fieberhaft mich zu erinnern. VADUZ 17.mich gefunden. Gott sei Dank. es wurde verbreitet. dass Kieber behaupten würde. Ich traute mich erst im Dunkeln wieder nach Hause. Die 249 . Keiner war mir gefolgt. Es war ja ein Kampf zwischen meiner Wenigkeit und der geballten Geldmacht aus Liechtenstein. dass sie mich gefunden hatten. es wurde ihr aber gesagt. dass ich die Verfolger entdeckt hatte. Aber was wussten sie? Wo ich wohnte. falls Kieber sie kontaktieren würde. Ich entschloss mich. sich bei der Polizei sofort zu melden. dass die beauftragte Schnüfflerfirma aus Belgien Erfolg hatte. – 21. Sie konnten Kieber auf Grund der ihnen per Email zugesandten Fotos identifizieren. wo nötig. Ich konnte mich natürlich nicht erinnern. Einer der Tricks war. dass er die Daten hätte. Die Tatsache. vorerst meinem Feind in Vaduz nichts darüber zu berichten. verwirrte mich nicht so sehr. Stets mit erneuertem Fahrschein. Aus all den Observationen und weiteren Befragungen (auch von anderen Personen) waren dann schlussendlich keine brauchbaren Ergebnisse zu vermelden. Gute Nachricht aus Deutschland: die KKZ meldete Hans-Adam. Januar 2003 Das KKZ beschloss. die engsten Freunde von Kieber in Liechtenstein sorgfältig anzugehen und unter Anwendung von Tricks aus der Psychologiekiste herauszufinden. ob sie etwas wussten. Sie wurde aufgefordert. ob ich den Wagen schon mal anderswo früher gesehen hatte – erfolglos. Da konnte ich nur den Kürzeren ziehen. Dazu bräuchte man aber seine Adresse oder Kontaktnummer im Ausland. dass Kieber in Gefahr sei und man ihn dringend warnen müsste. Erstaunlicherweise wurde ihr mehr oder weniger reiner Wein eingeschenkt. Man hatte ihr zwar nicht gesagt. sozusagen einen ‚Vaduzer Riesling‚.

„Er muss Mundtod gemacht werden‚. wörtlich. Alle dachten nun.grossen (finanziellen) Auslagen. als „Oberkommandierender‚ hatte Mühe seine Truppe auf eine 250 . dass vor allem der Exboss von Kieber. und die anderen Herren der LGT. Je länger der Professor mit den anderen aus der KKZ über diesen Fall diskutiere und sich beriet. man ihn auch mit harten Methoden habhaft werden könnte. war die Vorstellung. hatten sich gelohnt. bei dem Kieber einer der Verfolger persönlich angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt hatte. In der Hitze der Debatte fielen auch symbolische Worte wie: „Wir müssen Kieber umlegen‚. Auf Grund des „Feindkontakts‚ musste sich die Verfolgertruppe zurückziehen und hatte deshalb Kieber aus den Augen verloren. um an 23 Internetcafés rund um das Zentrum von Berlin strategisch nach Kieber Ausschau zu halten. sich mit moralischer Unterstützung von der Regierung. um Kieber in Deutschland mit Hilfe von Privatfirmen festzuhalten und nach Liechtenstein zu verschleppen. dass er von den Kosten nichts hören wollte. HansAdam. ihn wiederzufinden. „Anwendung von Stasimethoden verlangte‚. dass deren Deutsche Partner aber ausgesagt hatten. dass sie einen grossen taktischen Vorteil hatten. Hans-Adam war mit diesem Zwischenbericht sehr zufrieden und wollte nochmals versichert haben. Die beauftragte belgische Firma bestätigte. dass Kieber nichts gemerkt hätte. um was es in Wirklichkeit ginge. dass weder die Belgier noch deren Deutsche Partner wissen. Leider musste die KKZ des Weiteren berichten. versicherte Hans-Adam. Die Stimmung innerhalb des KKZ stieg merklich. Was so beruhigend in den Hinterköpfen der meisten Mitglieder des KKZ war. dass wenn alles Verhandeln mit Kieber schief gehen würde. als er lautstark nach. Feuerstein. Dank der Verfolger. dass man noch nicht herausgefunden habe. da Geld absolut keine Rolle spielte. Schon am dritten Tag war man erfolgreich. Diese Zusicherung wurde ihm vom Regierungschef Hasler erteilt. auf einen gefährlichen Weg einschwenkten. Man sei sich aber ganz sicher. In den vergangenen Tagen musste Feuerstein mehrfach zur Besonnenheit aufgerufen werden. Wie so oft in dieser Affäre. wo Kieber die Daten aufbewahren und wo er wohnen würde. Es hätte auch einen Zwischenfall gegeben. Dr. um so mehr wurde er stutzig und erkannte als Psychologe.

Hans-Adam entschied. den 21. dass Kieber gute Gründe hatte.03 in das Emailkonto gestellt werden sollte. dass neue Ideen für eine Lösung nur vom Professor als Spezialisten kommen sollten.01. 251 .Linie zu bringen. als dieser ihn im Brief gebeten hatte. einen Text vorzubereiten. der dann als Mitteilung am nächsten Tag. auf keinen Fall seinen Exboss als Mediator oder Schlichter für dieses Drama zu ernennen. Er begriff. Der Professor wurde beauftragt.

fluchte ich schon wieder. indem ich zufällig ein paar Bekannte und Freunde dort anrief. Januar 2003 Dienstag! Ein Tag der Wahrheit. die von Ihnen 252 . Ich war neugierig. dachte ich mir schon die ganze Nacht hindurch. dachten wohl. diese Transaktion abzuwickeln. Nicht zu fassen! Schon beim zweiten Anruf brach die schöne Scheinwelt zusammen (siehe auch „Vaduz 22. Wartet nur. um herauszufinden. es war eine Falle! Was nun. Bevor ich die LGT am späteren Nachmittag anrufen würde. Ich fuhr mit der Bahn an die südliche Stadtgrenze von Berlin und suchte ein Internetcafé auf. Januar 2003‚). Himmel und Hölle noch mal. sie mussten auch noch das halbe Liechtenstein umgraben. die schon früh ihre Ware an die Kundschaft verkauften. Es wurde mir noch kälter als es sowieso schon war. welche von gegenseitigem Interesse getragen ist. Ich war schon um fünf Uhr auf den Beinen und im winterlichen Berlin unterwegs. Kontrolle ist besser. wer dort wo. was. Ein Anruf bei der LGT Berlin kam also nicht mehr in Frage. Diese Mistkerle. mit Ihnen eine Transaktion durchzuführen. In diesem Zusammenhang wurde ich sowohl über die Hintergründe als auch über die bisherigen Versuche informiert. Das bedeutete. Diesbezüglich enthalte ich mich jeglichen Kommentars. Zum Glück gab es einige Bäcker. warum und eventuell etwas wusste. kam mir ein altes Sprichwort in den Sinn: „Vertrauen ist gut. dann dass man in einer solchen Situation zuerst immer den Kopf klar bekommen muss und nicht gleich gegen die nächste Wand rennen darf. ja nicht einmal ins Zentrum von Berlin gehen durfte. Wenn ich etwas in den letzten fünf Jahren gelernt hatte. Mein Auftrag besteht lediglich darin.KAPITEL 9 Chaos-Tage ohne Ende BERLIN 21. Nicht nur. Ich konnte der Sache nur auf den Grund gehen. Nein. sie könnten mich übertölpeln. was sich in Liechtenstein so zutragen würde. Mir lief es kalt den Rücken runter. dass ich auf keinen Fall in die Nähe der LGT. dass sie in Berlin Verfolger auf mich angesetzt hatten. Ich öffnete das gemeinsame Emailkonto und fand nachstehende Nachricht für mich im Entwurfs-Ordner: Ich wurde beauftragt. grübelte ich.

org gehörten 253 .catholic. Die Katholiken von www. was die Vor. aber – die Superschlaumeier in Vaduz! Auf einmal wusste ich. Aber. Schnell loggte ich mich wieder aus dem Emailkonto aus. fragte ich mich. Geben Sie mir die weitere Vorgehensweise für die Transaktion bekannt. Ich verschwand in der Masse von Fussgängern in Richtung Bahnhaltestelle. Ich versuchte mich ins Emailkonto einzuloggen. Ich überlegte lange. Ich wusste. Aus Höflichkeit kaufte ich am Ende ein Kochbuch (ich habe es heute noch). „Wir helfen dir‚. da ich immer nervöser wurde. – alles Quatsch und fauler Käse. Thomas Müller geschrieben wurde. Klappte nicht. dass überhaupt ein Professor angeheuert wurde. die technisch so ausgerüstet waren. die da offenbar Böses erwogen. Noch schneller verliess ich das Internetcafé. das musste es sein. sind nicht Teil meines Auftrages und deshalb unerheblich. Im Gegensatz zum Gegner hatte ich nur mich selber.s. Ich wusste ja auch nicht. was der Grund für das Problem sein könnte. Details. dass dies vom Professor Dr. um die Kontrolle zu haben. An weiteren Hintergrundinformationen (Namen. Schuldzuweisungen etc.) habe ich kein Interesse. verspottete ich sie: Sie spielten auf Kooperation. Meine Hirnmasse gegen alle anderen. im gemeinsamen Emailkonto ständig eingeloggt zu bleiben. dass es wenige Emailprovider gibt.gewünschte Transaktion vorzubereiten und in beiderseitigem Interesse sauber durchzuführen. Klar. was im Ländle so vor sich ging. wenn ich denen in Liechtenstein mitteilen würde. Diesmal ging ich dafür in einen Buchladen. dem Hans-Adam eine diesbezügliche Nachricht im Emailkonto zu hinterlassen. Aha. Ich zweifelte an meinem Geisteszustand. Na ja. Die Angestellten vom Buchladen wunderten sich schon. Anm. dass ich die Verfolger erkannt hatte und auch wusste. Ich entschloss mich. Dies alles ergab keinen Sinn.w.und die Nachteile wären. „Wir suchen eine gemeinsame Lösung‚ u. War ich nun wahnsinnig geworden. mein eigenes Drehbuch war ja auch nicht gerade des Himmels würdig. ehrlich gesagt. Warum konnte ich nicht ins Emailkonto rein? Das LOGIN und das Passwort stimmten. Garantiert hatte Hans-Adam angeordnet.: Ich wusste natürlich zu jenem Zeitpunkt nicht. dass gleichzeitig von zwei verschiedenen Terminals aus dasselbe Emailkonto benutzt werden konnte. Fast drei Stunden lang versuchte ich es.

Um 14. als Petra mich zu einem gemeinsamen gekochten Nachtessen einlud. Kieber schrieb.h. dass er wisse.nicht dazu. alten Emailkonto aus zwei Mal die folgende Meldung an HansAdam eigene Büro-Emailadresse. Januar 2003 Das KKZ war pünktlich ab 07. Ich kann zwar das E-mailaccount aufrufen. Am Terminal liegt es nicht. Seit ca. 4 Stunden versuche ich eine neue Mitteilung einzugeben. ansonsten kann ich nichts hineinschreiben. konnte ich den Tag endlich vergessen und war froh. wiederum von meinem eigenen. von denen er fest glaubte. dass mir niemand bis zur Wohnung gefolgt war. VADUZ 22. klares Wasser einzuschenken und dem Hans-Adam ein paar Dinge zu erzählen. dass Sie oder der andere Herr das Emailaccount ständig offen haben? Bitte jeweils immer ausloggen.k. dass er sich zuerst für die Nachricht bedankte. Er hatte sie erkannt. dass ich nichts davon wusste. 254 .48 Uhr wurde sich schon in das Emailkonto eingeloggt und ein drei Seiten langer Text von Kieber vom Vortag gefunden. Offenbar hatte man in Vaduz diese Email gleich begriffen. dass man diese Schnüffler sofort abziehen sollte. sollte er wieder Verfolger sehen.37 Uhr schickte ich deshalb. Um 07. So sah ich es für angebracht. denn ab 16 Uhr war das Login von meiner Seite aus wieder erfolgreich.30 Uhr wieder aktiv. da ich schon an 4 verschiedenen es versucht habe. aber die Anzeige bleibt BLANK: d. Es war kein neuer Text für mich gespeichert. wie immer höflich aber bestimmt. die Ordner sehe ich nicht. Mit der erhofften Sicherheit. Kann es sein. Darin schrieb Kieber. Erst spät in der Nacht hatte ich den formulierten Text fertig und stelle ihn in den Entwurfsordner. Er warnte sie. dann über zwei Vorkommnisse reden möchte. die ihn offenbar sehr beunruhigten. würde er eine Konfrontation mit katastrophalen Folgen provozieren. dass Privatdetektive in Berlin auf ihn angesetzt worden waren. Er verlangte. Durchlaucht Ich habe die Nachricht im anderen E-mailaccount heute Morgen gelesen. Vielen Dank und mfg h.

Zuerst sollte man Kieber etwas Angst einjagen. habe er in Erfahrung bringen könnten. Kieber bat auch um ein Treffen am Freitag. was verlangt wird. indem man ihm androht. Harte Worte. dass man es „gut‚ mit ihm meine. Er schrie. Grrrrrrrrr. Dann Stille wie auf einer Beerdigung. wie konnte Kieber. dass es offenbar zu einer Anzeige gekommen sei und eine Art Krieg gegen ihn geführt würde. Er fragte.03. dass dies ihn nicht überraschte. Jemand musste es aber tun. Er befahl diejenigen in Liechtenstein zu finden. dass Kieber nun noch misstrauischer geworden wäre und es schwieriger sein würde. Der Professor war beauftragt worden. dass die Polizei mehrfach diskret aber abnötigend bei Bekannten und Verwandten nach ihm geforscht hatten. Alle meine Freunde hielten dicht.Obwohl er im Brief vom 07. Hans-Adam entschloss sich daher. ja verkaufen würde. Der Professor war da wohl am Besten geeignet. herausfinden. Hans-Adam wurde aufgeklärt und er bekam einen seiner seltenen öffentlichen Wutanfälle. die die Bad News dem Hans-Adam überbringen würde. Aber Zuckerbrot und Peitsche wären erstklassig in der jetzigen Situation. was einer Bekanntmachung des sich anbahnenden Dramas gleich kommen würde. Niemand traute sich vor und wollte derjenige oder diejenige sein.01. dass er die Anwesenden beschuldigte. Man fand die Personen nicht. den 24. die mit Kieber Kontakt hatten.03 ausdrücklich darum gebeten hatte – im Interesse von allen wenigen Beteiligten und Informierten . einer von ihnen sei ein Maulwurf. ihm ihre Position glaubhaft verkaufen zu können. Kieber wisse auch. Er schrieb sogar. da ja jeder seine eigenen Ziele verfolgen würde. dass Liechtenstein ihn an die Deutschen „verraten‚ würde. gegeben hatte. seinen 255 . was wir hier in Vaduz unternommen hatten. der "1000 Km" weit weg in Berlin war. dass das Gegenteil geschehen war. was für eine Tölpelfirma man da in Berlin angeheuert hätte.alles zu unterlassen. sollte man ihm die Hand ausstrecken und nochmals eine letzte Chance geben. wenn Kieber schon beim ersten und offenbar einzigen Kontakt deren Mission entdeckt hatte. die Situation neu zu beurteilen. Damit sich Kieber dann wieder beruhigen würde und als Zeichen.01. Trotzdem sei er zu triefst geschockt. dass es mehrere Krisensitzungen der Regierung mit HansAdam und Co. Rund um blasse Gesichter im der KKZ. dass dabei ständig nach seiner Adresse im Ausland gefragt würde. Er wisse nun. Er ging sogar soweit. Dieser kam zum Ergebnis. wenn er nicht das tue.

18 Uhr vor der LGT in Berlin zu parken. hier vorzumerken.01 Uhr ergänzte ich meinen alten Text mit folgender Mitteilung: 22. auf Kieber zu warten und ähnlich wie es der andere Fahrer. Herr B. ihn mit einem Pass zu einer Heimreise zu ködern.wie ich sehe. Januar 2003 (A) Es war noch dunkel und die meisten schliefen noch. um es später wieder finden zu können.10 Uhr ersetzte man Kiebers Drei-Seitentext mit einem Einzeiler von Hans-Adam. gemacht hatte. die von aussen nicht als solche zu Erkennen waren. wenn dieser ihm 256 .01. Zur Info: bitte markieren und drucken Sie jeweils meine texte und behalten sie sie auf . BERLIN 22. ich danke für baldige antwort. Mein Text vom Vortag war immer noch da. ich bitte sie. Kaiser hatte den Auftrag um ca.55 Uhr schaute ich wieder ins Emailkonto. Um 16. Sobald ich ein solches Geschäft fand. ich werde morgen . bzw. Kaiser soll aber Kieber nur dann mitnehmen.Chauffeur mit dem Staatswagen am nächsten Tag in der Früh schon wieder nach Berlin zu schicken.03 17 Uhr 01 . notierte ich mir die Adresse in einem kleinen Buch.K.. 24. als der Herr Kaiser den Staatswagen in Bewegung setzte. Um 17. VADUZ 23. mir eine antwort gegeben.um 10 uhr wieder hier hinein schauen. ein treffen für kommenden freitag. Dem Kieber sollte man aber nichts davon im Netz schreiben.um keine missverständnisse aufkommen zu lassen.01. danke H. Während meiner Wanderschaften durch Berlin fand ich mehr und mehr ausgezeichnete Internetstationen. Januar 2003 Seit meinem Erlebnis mit den "Schnüfflern" war ich noch achtsamer geworden und wählte meine Wege von und zu Petras Wohnung immer neu aus. haben sie meinen obigen text noch nicht gelesen. Er hatte das Kuvert mit dem „falschen‚ Pass bei sich und auch sonst war alles so wie sein Boss es gewünscht hatte. keine Reaktion oder Antwort von Hans-Adam. sondern nur eine kurze Botschaft hinterlassen. Um 18. Meist handelte es sich dabei um von Immigranten geführte Call-Center in einem alten Berliner Laden oder Schuppen.

01.zumindest ansatzweise die Daten zeigen würde. ob sie grundsätzlich kommen oder nicht. dachte ich mir. BERLIN 23. 09:00 Uhr. brachten sie es nicht fertig. dass Hans-Adam wieder mit mir reden wollte. ich schrieb doch gestern.30 Uhr aufgestanden. Dies obwohl ich in meiner Mitteilung vor seiner Nachricht im Emailkonto klar geschrieben hatte. steht für Fürst. Insgesamt telefonierte ich drei Mal mit ihm an diesem Tag: um 10. Donnerstag. dann würde Kaiser am Nachmittag in Berlin eintreffen.00 Uhr und 14. wenn es nicht klappt. Ich rannte aus dem Internetladen raus und kaufte mir für 40 Euro genug Telefonkarten. es war ja nicht meine Schuld. Dies war ein gutes Zeichen. danke 23.01. dass ich erst um 10. Ich fuhr direkt zu einem der Internetanbieter von meiner langen Liste und loggte mich um 10. Geschriebenes wirklich zu lesen! Oh mein Gott. Aber. Ich schrieb ihm zurück: Sorry.03 10:25 Ich war froh. nach 10 uhr wieder hier hinein sehen kann.36 Uhr.2003. Wenn alles klappte. dass ich erst ca. Anm. 23. es ist jetzt 10:25. der Hans-Adam wird ja fuchsteufelwild. bitte schreiben sie.: F. Wie so oft in der Vergangenheit und in den kommenden Monaten. erwartet ihren Anruf unter 00423 xxx xxx. 257 . Nervös wählte ich jeweils die Nummer. Meine Mitteilung war noch gestern Abend gelöscht und mit folgendem Einzeiler ersetzt worden: F. sofern dies notwendig und erwünscht war. wenn man seine Termine nicht einhält. Januar 2003 (Teil 1) Ich hatte verschlafen und war erst um 09.12 Uhr. ich rufe jetzt trotzdem an. Der Audi A8 kam gut voran.00 Uhr wieder reinschauen würde. wenn er nicht lesen konnte. ich bin erst jetzt ins internet gekommen.15 Uhr ins Emailkonto ein. Man beachte den von Hans-Adam geforderten Zeitpunkt. wann ich ihn Anrufen sollte: 09. 14. sodass ich lange mit ihm reden konnte.00 Uhr.

Er meinte abschliessend. dass ich keine solchen Wörter in den Mund nehmen sollte. Merkwürdigerweise ging Hans-Adam darauf gar nicht ein. dass es besser für mich wäre. Es sei eben nicht gerade förderlich von mir gewesen. dass ich weder Liechtenstein. oder wo auch immer. Er versicherte mir aber. Banken. Er könne mich aber verstehen. dass ich beim Auto sein würde. Ich erwiderte.03 angerufen hatte und daher nahm ich mir vor. Hans-Adam sagte. Hans-Adam verdeutlichte mir. Und die Daten. Er erklärte mir nochmals. Entweder ich würde mit den ‚Unterlagen‚ heute Abend um 18:00 in den Wagen einsteigen oder er und die Liechtensteiner Regierung müssten den Deutschen sagen. In Regierungs-. Er bemerkte hochmütig. dass ich letzte Woche nicht in seinen Wagen eingestiegen war. dachte ich mir – der Hans drehte jetzt völlig durch. fragte ich. Ich dachte zuerst. Die Staatsanwaltschaft wäre sehr verärgert. so wie es Hans-Adam wollte. wenn ich die Daten jetzt vernichten würde. Mann oh Mann. die ich schon am 14. darauf zu achten. die STA und andere der Inkompetenz und Lüge zu bezichtigen. dass er nachvollziehen könnte. dass weder die Deutschen noch die Amis oder ein anderes Land Interesse an den Daten hätten.01. dass ich auch nach Absitzen einer jahrelangen Haftstrafe in Deutschland. indem ich sagte. dass es nur zwei Varianten gäbe. auch noch in Vaduz für lange Zeit ins Gefängnis müsste.und Treuhandkreisen wäre man sehr besorgt über die ‚Daten‚ und mich natürlich auch. ich hätte mich verhört. Bank. würde er höchstpersönlich dafür sorgen. Ist es Euch egal. dass ich mehr Zeit für das Sammeln der Unterlagen 258 . wo ich sei. Er sagte. Treuhand oder andere "verräterische" Worte im Gespräche nennen würde. Er palaverte etwas darüber. dass die Zeit für eine gute Lösung ablaufen würde. Er behauptete auch zu wissen. Ich versuchte ihm nicht zu versprechen. dass er selber. wenn sie in die Hände der Deutschen und Amis kommen? Uppps. als Multimilliardär eine solche Katastrophe locker überstehen würde und seine Familie schon ganz andere Krisen überlebt hätte. warum es die Anzeige gab.Es war ja dieselbe Nummer. Er war merklich künstlich angestrengt höflich. dass es keinen Haftbefehl gegen mich gäbe. ich vergass. Jeden einzelnen Anruf nahm er schon nach dem ersten Klingeln ab. Denn sollte nach einer Verhaftung durch die Deutschen seine reiche Kundschaft massiven Ärger bekommen. dass mich dies nicht im Geringsten verwundern würde. dass es nur die zwei Varianten gäbe. Leider aber nicht! Hans-Adam wiederholte seine zwei Varianten.

bitte warten sie wenigstens bis morgen nachmittag. alle unterlagen bringe ich bis zum vereinbarten zeitpunkt nicht zusammen. Natürlich war allen in Vaduz klar. Sonst könne man sich ja gleich selber erschiessen. Der Fahrer Kaiser meldete sich über das Autotelefon. Obwohl die Gespräche zwar aufgezeichnet worden waren. Nach dem letzten Telefonat lies Hans-Adam um 14. weil es ja auch eine rundweg neue Lage für ihn war. scherzten sie.00 Uhr mit Unterlagen am vereinbarten Ort. verabschiedete ich mich und sagte noch.bräuchte. BERLIN 23. dachte ich mir. wenn er in Berlin angekommen sei. war der Inhalt erst einige Stunden nach dem eigentlichen Anruf fürs KKZ abspielbar. Bis anhin war sein Imperium nie in eine solche Situation geraten. Fahrzeug und Fahrer stehen bereit. Ich merkte.40 Uhr folgenden Text ins Emailkonto schreiben: Vorgaben des F. Bei Nichtbefolgen tritt unverzüglich die zweite Option in Kraft. Der Professor bekräftigte seine Analyse. Er ging auch darauf nicht ein. dass Hans-Adam offenbar von irgendjemand angeleitet worden war. dass ich mich via Internet in wenigen Minuten melden würde. sind klar: Erscheinen bis 18. OK. Er würde gut vorankommen und würde sich wieder melden. dass weder er noch ich im Gespräch weiterkamen. Alle waren mit ihm einverstanden. Vor allem wie er es ausdrückte.22 Uhr zurück: ich habe ihre mitteilung gelesen. Januar 2003 (B) Das KKZ wurde über den Inhalt der drei Telefonate von Hans-Adam selber informiert. Als ich merkte. danke für das verständnis 259 . dass auf keinen Fall irgendjemand irgendetwas den Deutschen sagen würde. vielleicht redete er so. Januar 2003 (Teil 2) Ich fand die Mitteilung von Hans-Adam und schrieb um 16. VADUZ 23. Es klang gar nicht nach ihm. kam mir komisch vor. die Drohung hätte gewirkt. dass Kieber nun gebrochen sei.

was ich machen sollte. Kieber hatte ja auch kein einziges Dokument als Beweis geliefert. obwohl HansAdam das Gegenteil behauptete. danke Worauf er mit folgender Mitteilung um 16. unverzüglich an! Mir war von Anfang an klar. der schnurgerade vor der LGT vorbeifuhr. Ja. Ich studierte den Busfahrplan von Berlin und stieg in jenen Linienbus ein. Mir war das Risiko zu gross. wer hier der Herr im Ländle ist. Was nun. Sofort wurden die Regierung und die Justiz auf den neusten Stand gebracht. Niemand war im Wagen.41 Uhr antwortete: Vorgabe des F. Ich überlegte lange. Hans-Adam war ausser sich vor Freude und Hass zugleich. bleibt bestehen: Treffpunkt 18. der dunkle Audi A8 war fast an derselben Stelle wie letzte Woche parkiert.00 Uhr. Ich duckte mich fest in den Bussitz und stieg erst an der allerletzten Haltestelle aus. Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen sehen. dass ein Haftbefehl auf mich zu Hause wartete. Ich schlich mich nach Hause und setzte mich im Dunkeln ins Zimmer. um 18 Uhr zur LGT in Berlin zu gehen. Ja nickten sie alle in der KKZ. Ich hatte die dunkle Befürchtung. Unter Druck konnte ich erstaunlicher Weise gut funktionieren. schwelgten sie im süssen Sieg. VADUZ 23. Ich entschloss ihn nicht mehr anzurufen. Wahrhaftig. Ihre Brummschädel waren 260 . dass ich auch jetzt auf keinen Fall in den Wagen steigen würde.bitte informieren sie die dame ihres büros (LGT) hier. Alle Beteiligten ausser dem Professor waren in einem Rausch nach Rache. dass sie den in den letzten Tagen geäusserten Verdacht als Tatsache bestätigen könnte: Kieber hätte die Daten NICHT! Kieber konnte sie nicht haben. Gerade hätte die IT-Abteilung von der Treuhand berichtet. ob überhaupt Hans-Adams Staatskarosse wieder in Berlin aufkreuzte. wie es sonst so üblich ist. ich werde morgen 13 uhr (dreizehn uhr) hier wieder mich melden. Januar 2003 (C) Spät am Nachmittag erreichte Hans-Adam auf Schloss Vaduz ein wichtiger Anruf der LGT Bank. notfalls nur mit Teilunterlagen! Rufen sie F. Ich hatte Angst. Jetzt zeigen wir dem Kieber mal so richtig. dachte ich. meinten alle.

Im Falle einer Verhaftung von Kieber.: Als ich das Original und andere damit zusammenhängende Dokumente ab dem Spätsommer 2003 zum ersten Mal lesen konnte oder als Kopie inoffiziell erhalten hatte. als ich diese Meldung diversen Polizei. Und hier. an. Anm. bitte Interpol Vaduz sofort verständigen.verschwunden. Und Gewalt ist nun wirklich nicht mein Ding. Um 19. liebe Leserinnen und Leser wird es wieder sehr interessant! Hans-Adam ordnete das Interpolbüro in Vaduz. Vielen Dank für Ihre Kooperation. dass Vaduz sehr bewusst vermied.und Justizbehörden im Ausland zeigen konnte. dass er sich in Berlin aufhalte. Im Schreiben (in Englisch) wurden zuerst die allgemeinen Personendaten von Kieber genannt. irgendeinen Zusammenhang mit Bankdaten oder der LGT zu erwähnen. Auge und Auge. dass in die Liechtensteiner Polizei integriert ist. wurde mir klar. den Kieber zum Abschuss freizugeben. Aber erst Jahre später. ° Interpol Vaduz hat Hinweise. Zahn um Zahn. ° Kieber ist vermutlich bewaffnet! ° Kieber kann Flugzeuge und Helikopter fliegen.55 Uhr kam in Wiesbaden (BKA) und in Madrid eine offizielle Meldung / Warnung aus Vaduz an. dann folgende Punkte (mit allen Ausrufezeichen und Unterstreichungen) aufgelistet: SEHR DRINGEND ! ° Warnung: Kieber könnte bewaffnet sein! Er könnte geistesgestört sein! ° Kieber hat schon einen Haftbefehl im SchengenSystem. dachte ich mir. Fingerabdrücke folgen. warum Liechtenstein 261 . Nie im Leben besass ich eine wirkliche Waffe. Es wurde beschlossen. dass ich einen Berufspilotenschein für Flugzeuge und einen Schein für Helikopter besass. ° Foto von Kieber liegt bei. Geistesgestört war ich auch nicht. Man bedachte. Richtig gemeldet war. traf mich der berühmte Schlag. Sein genauer Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Was für ein Scheiss. eine Meldung an Interpol Wiesbaden und Madrid zu senden. ° Gemäss Information ist ein hohe Gewaltbereitschaft vorhanden. Er kommuniziere über öffentliche Telefonzellen und Internetcafés.

Also dann. Er sollte sich in ein Restaurant oder Café setzen von wo aus er den Wagen und die unmittelbare Umgebung gut beobachten könnte. dass man sich die günstige Gelegenheit nicht nehmen lassen wollte. Er sollte sich kundig machen. kombiniert mit dem Hinweis.00 Uhr aussteigen. wo genau am Kurfürstendamm sich die international gesuchte Person mit Namen Kieber Heinrich aufhalte. Kaiser wartete noch bis ca. Aber Kieber war dann weit und breit nicht zu sehen. 262 . sie wäre sogar in derselben Strasse. so müsste er die Berliner Polizei unverzüglich anrufen und mitteilen. er solle die Augen offen halten. wurde ihm zum Abschied gesagt. Am Kurfürstendamm Nr. dass es sich hier um einen sehr gefährlichen Mann. Um 19.30 Uhr den Wagen vor der LGT Berlin parken und kurz vor 18. dass Hans-Adam und seine Regierung das Interpolbüro in Vaduz für ihre individuellen. Hans-Adam beschloss zusammen mit der Regierung. Man rief Kaiser. auf dem Autotelefon an. Sollte er Kieber kommen sehen. Kaiser rief dann zehn Minuten später in Vaduz zurück und meldete. der irgendwo im Grossraum Berlin im Auto sitzend auf weitere Instruktionen wartete. Auch wurde deutlich. den Deutschen etwas mehr „unter die Arme‚ zu greifen. aber die Türen nicht abschliessen. dass ich fliegen kann. Dann sollte er wie geplant um ca. dass man sich in Liechtenstein offenbar erhoffte. sehr schnell: Mit den Worten „bewaffnet. Die Lage hätte sich drastisch verändert. Für die Profis war schnell ersichtlich.oder besser erschiessen würde und erst dann Fragen stellen würde. privaten Zwecke missbrauchten. 17.45 Uhr. Man bestätigte mir. geistesgestört. wie die Telefonnummer einer dem LGT Büro nahe liegenden Polizeistelle ist.schwarz auf weiss gelogen hatte.00 Uhr rief er via Autotelefon auf dem Schloss an und vermeldete das Misslingen dieser Massnahme. 142. Er durfte sich ein Hotel in Berlin suchen und sollte am nächsten Morgen in der Früh wieder nach Hause fahren. 18. dass dieses offizielle Schreiben von Interpol Vaduz sehr unprofessionell und entgegen den Vorschriften war. dass er die nächstgelegene Polizeidienststelle gefunden hätte. hohe Gewaltbereitschaft“ sollte der Eindruck beim BKA und in Madrid erweckt werden. dass man quasi Kieber zuerst an. geistesgestört und gewaltbereit). ja fast um einen „Terroristen“ („kann Flugzeuge fliegen“) handeln würde. immer den Wagen beobachtend und die Nummer der Polizei griffbereit. Die ausländischen Experten fanden den Hintergedanken für solche massive Falschinformationen (bewaffnet.

VADUZ 24. jetzt dämmerte es mir: „Die Daten die sie glauben zu haben‚. Oh mein Gott. einen klaren Kopf zu behalten. die ich angeblich habe". Sonst würden sie doch nicht so cool daherreden. dann kann man jetzt nichts mehr machen. sicherlich wurde das Gespräch aufgezeichnet und dient für evt. Die in Vaduz glaubten mir also nicht! Natürlich.. Im Gegenteil. dazu möchte ich wie folgt sagen: A) wenn auch nur der kleinste Zweifel vorhanden war. BERLIN 24. Ein Desaster. Januar 2003 (vormittags) Um 08. Was meinte er wohl damit? Oh – NEIN. Variante nun?! Ich befürchtete. Variante aktiviert. Ich hatte so ein komisches Gefühl. dass ich die Daten vom Tape lesbar machen konnte. das ich das Tape zu mir genommen habe — war ein Fehler.. um sich später abzusichern. wie ich jetzt sehe‚ ist mit einer Hilfe aus meinem Heimatland nicht mehr zu rechnen. war meine letzte Hoffnung diese stirbt zuletzt. damit es‚ wenn es zu Verhaftung kommt. Es war ein besondere Satz von ihm: „Die Daten.40 Uhr schreibt Hans-Adam die ultimativen Worte: Die gesetzte Frist ist abgelaufen. ich wurde vorverurteilt wie ich es schon kannte. Tief durchatmen. Darum lief die 2. Januar 2003 Im Hinterkopf störte mich irgendetwas am Gespräch mit Hans-Adam. Um 12.40 Uhr schrieb ich Hans-Adam folgenden Text: Sehr geehrte Damen und Herren Obwohl ich gestern um die Frist bis heute Nachmittag bat — haben sie die 2. dann hätten 263 . sagte im gestrigen Gespräch (sinngemäss) "die Daten. Variante zwei läuft. sollte ich besser vernichten. spätere Erklärungen. dass beim gestrigen Telefongespräch mit mir in diesem detail und Klarheit geredet wurde. die sie glauben zu haben‚. die Berliner Bullen würden gleich vor meiner Haustür stehen. ich möchte zum Schluss noch folgendes sagen: ich bin mir sicher. keine weiteren Probleme für mich gibt. ich war dumm dies zu glauben — aber eben unser F. dass musste es sein. der F. tief durchatmen. Es war nicht einfach für mich.

ich glaube ihm aber nicht (vermutlich haben ihn seine Berater dazu bewogen sich so zu äussern). die ich im Brief geschildert habe. alles kann man überleben — so wie es der F. ich besitze genau die Daten darüber. diese Auffassung entspricht nicht der Wirklichkeit. soweit zu den Daten. Langsam aber sicher begriff ich. dass ich nicht im kopf hatte. kein Land hätte Interesse an den Daten. die gegen mich waren. ich werde nicht mehr mit ihnen kommunizieren. ich glaubte — fälschlicherweise — dass mir mein F. Wohin sollte ich auch gehen. gestern sagte. dass die in Vaduz endlich den Durchblick erlangen würden und sich wieder melden würden. er ist sich wie ich und alle Mitwisser des Flächenbrands voll bewusst. Ich kam mir sehr verlassen vor und meine letzte Hoffnung war.sie mir aus der bandbreite der Mandats-Nummern (wie ich sie im Brief beschreiben habe) 1. da wo mein eigenes land mich bei den Behörden hier preisgibt??? Ich muss ehrlich sagen. dass weder das eine noch das andere land wirklich Interesse an den Daten haben könnte. nun bin ich aber soweit: gehe ich unter — geht teilweise Liechtenstein mit mir. da sie sich ja gegen mich entschieden haben. falls sie ein Schlusswort eingeben möchten.. ein schwachköpfiger Witz war. ich bin nur ein kleiner fisch mit einem dicken „Datenbuch‚. dass es wohl besser wäre. ich werde in den nächsten tagen noch 1 mal hier hineinschauen. wenn ich aus Berlin wegginge. steht dies ihnen frei. vermutlich haben auch seine Berater ihm geraten mir einzureden. helfen kann. ich bin kein Mörder. 5 10 ‚ 20 oder 30 willkürlich ausgewählte MAN-Nummern nennen können und ich hätte ihnen die dazugehörigen Daten der MAN auf CD gebrannt und zukommen lassen. die Daten zu verwerten. 264 . musste sowohl mir als auch ihm von Anfang an klar sein. ich bin aus Berlin jetzt raus und werde meinen weg suchen‚ um das schlimmste zu verhindern. B) wieso soll ich die Daten jetzt vernichten. Dass die Behauptung von Hans-Adam. Natürlich war ich aus Berlin noch nicht raus. dass die Bekanntgabe der Daten der tausender von Kunden ihm nichts aus macht. dass er wirklich es so meinte. ich danke denen‚ die mir glaubten und verwünsche jene. als er sagte..

dass Kieber auf dem Weg zu ihnen sei und ihnen schlimmes antun würde. Niemand knackt unsere Tresore. dass man Kieber am Vortag den Deutschen nicht bei der ersten Gelegenheit auf dem Tablett hatte servieren können. dass Kieber bald in Berlin oder sonst wo gefasst würde. Und ohne Material. So viel konnte Kieber gar nicht wissen. Er sei sehr gefährlich. Hans-Adam äusserte sich dazu später am Tag. wer sollte da dem Kieber ein einziges Wort glauben. Hans-Adam. dass er und auch die ganze heimische Bankenwelt dies schon überleben würden. für die „armen Verbrecher" Helmut Roegele. Darin bat Liechtenstein die zwei Länder. seine Frau Hidalgo und seinen Schwager Karl-Heinrich K. aber Interpol Vaduz gehe davon aus. Einige Stimmen wurden zwar laut. OZA. wobei er versicherte.VADUZ 24. dass er es tut -OZE. rieb man sich schon mal die Hände und hoffte. Nach kurzer Beratung mit dem Professor entschloss man sich.-V. da sie befürchteten. Januar 2003 (nachmittags) Das KKZ war den ganzen Tag berauscht anlässlich des Siegs über Kieber. 265 .doch bitte die Roegele’s & Co. da er zu viel wusste – auch ohne das Datenmaterial zu besitzen. speziell in Hauns Büro. sowie den Spanier Mariano M.00 Uhr befohlen. denn es könnte sein. Interpol Vaduz wurde um 15. nochmals eine dringende Meldung nach Wiesbaden und Madrid zu senden. zu warnen. Er habe zwar bis heute noch nie jemanden bedroht und auch sonst nie Gewalt angewendet. Die Truppe war lediglich enttäuscht darüber. jubelten sie. sagte mach sich im KKZ und befand. dass es wieder einmal an der Zeit wäre. dass Kieber in den Händen der Deutschen dennoch Schaden anrichten könnte. druckte die Mitteilung von Kieber von 12. das grosse Staatsoberhaupt.40 Uhr auf Papier und löschte den Text ohne eine Antwort zu hinterlassen.15 Uhr und 16. etwas zu tun. Bei der STA. Die Daten sind sicher. Mehr als das! „Wenn schon – denn schon‚. beruhigte man sich gegenseitig. Die Freude war unmessbar. nicht mehr mit der Causa Kieber zu belästigen und ihm daher das letzte Schreiben vorerst nicht vorzulegen. Man loggte sich zwar noch einmal ins Emailkonto ein.

es war ja seine eigene Firma. Nie kam mir in den Sinn. mutmasste ich. Der Grund: Ich war ja selber ein Bürger Liechtensteins. dann könnte er ja runter ins Tal gehen und selber nachschauen. an Hans-Adam reichen würden.Gewisse Mitglieder des KKZ. Januar 2003 Am Samstag wachte ich schweissgebadet und mit Kopfweh auf. von dem Handeln des KKZ in die Enge gedrängt. – 30. als Topfachmann und einzige Psychologe. Der Professor. mit Heimatgefühlen. eine Kopie der Daten als Beweis dem Hans aufs Schloss zu schicken. Er könnte nun allerdings nicht ausschliessen. Angst? Ich? Jetzt? Mein Begriff „von wirklich Angst haben‚ war im März und April 1997 neu definiert worden. dass ich die Daten hatte. Und wenn er wirklich Skepsis gehabt hätte. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. dass man schon in den zwei Wochen. die LGT Treuhand. Ich wusste nicht mehr ein noch aus. meiner Meinung nach. vermutlich hatte Hans-Adam so gute Berater. sodass ich Angst bekam und schnell nach Hause kommen würde. Ein hochriskantes Manöver. Sie hätten doch alles Recht der Erde dafür. hätte der wieder unbegreifliches Glück und könnte auf nimmer Wiedersehen abtauchen. dass Kieber sicher nicht untertauchen würde. als hätte Godzilla mir eine runtergeknallt. Aber dennoch. warum hatte er mich dann am Telefon nicht direkt gefragt? Vielleicht war dies wieder so ein Psychospiel von denen in Vaduz. So wie man Kieber kenne. der Justiz und der Professor distanzierten sich sofort von solchen Gedanken. Daten oder keine Daten – das spielte keine Rolle. BERLIN 25. dass Kieber. dass ich den drastischen Schritt. Warum auch? Wenn er Zweifel an meinen Angaben gehabt hätte. verschärften den Ton und schwadronierten darüber. einfach NICHT machen konnte. entdeckt hatte. dass meine sehr präzisen Angaben bezüglich der Daten im Brief vom 07. im Delirium vom hohen Ross nicht mehr runterzukriegen. Ich war sicher. Kieber selber dingfest zu machen. 266 .01. eine Kurzschlusshandlung beschliesst und sich den Amis oder Deutschen anvertraut. Vertreter der Polizei. Eventuell wollten sie mich nur unter Druck setzten. die Daten auszuhändigen. dass sie doch einen Versuch unternehmen sollten. versicherte den Anwesenden. Sie mussten doch wissen.

4-5. Ein Schwimmbad hatte offen und ich schwamm mindestens 60 Minuten und konnte meine Gedanken dabei wieder reinwaschen und ordnen.ein Monarchist durch und durch. Sport war immer gut dafür. Ich nahm die externe Harddisk. Ich notierte mir die Öffnungszeiten für Besucher/Antragsteller und nahm den Bus zum Zoologischen Garten. in der auch das Finanzministerium ist. Da neben der Fastfoodbude praktischerweise ein türkischer Coiffeur & Barbier war. fragte ich mich. verstehen wollen? Hätten sie genügend Zeit für mich? I didn’t know! Ich könnte ja später wieder kommen. Was mir etwas Tröstung gab. Würden die Amis ohne vorherigen Kontakt (Telefon. Bitte Schön! Ich setzte mich an meine kleine Kommode im Zimmer und bereitete einen vier Seiten langen. handgeschriebenen Brief auf Englisch vor.R. Ich verabschiedete mich von Petra. Nach dem Frühstück änderte sich meine Meinung schlagartig: nicht aus Berlin raus. Der Sonntag war einer der einsamsten. Suell meine Lage und bat um Hilfe. Wenn sie mit dem Feuer spielen wollten. War schwer Bewacht die Bude. Coasts und seinem Vize T. wegen meiner früheren Vermieterin Daniela. Hr. dass ich den nahe liegenden Wittenberg Platz ja vermeiden musste. Auf einmal stand ich in der Strasse. war die Gewissheit. in der Wilhelmstrasse. Dann kam mir in den Sinn. nein weglaufen bringt nichts. Es musste etwas her.R. den ich je erlebt hatte. D. Ob dies ein Zeichen war. die sich gerade aufmachte. was mich ablenken würde. „9/11‚ war ja noch sehr frisch in den Köpfen. machte ich mich 35 Minuten später frisch geschnitten und sauber rasiert auf den Heimweg. ihren Freund besuchen zu gehen. Ich schlenderte an der Botschaft vorbei und versuchte so gut es geht keine Aufmerksamkeit bei den Polizisten zu erwecken. Auf einmal war ich mir meiner Mission nicht mehr sicher. meine Geschichte verstehen. konnte Gutes von Bösem auseinander halten. Ich spazierte den ganzen Tag herum. packte sie zusammen mit meinem Pass in die Manteltasche und fuhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln so nahe wie möglich an die US-Botschaft in die Neustädtische Kirchstrasse Nr. Hungrig wie ein Bär nach dem Winterschlaf würgte ich nach dem Schwimmen einen feinen Kebab runter. Emails). Darin schilderte ich dem US-Botschafter in Berlin. dass einige in Vaduz derzeit 267 .

die ich im Brief vom 7. Der 27. Sicher ist Sicher. einen Beweis nach Vaduz zu liefern. wenn ich ca. 10 Prozent der Gesamtmenge aller Kundendaten auf die CDs brannte.1. brennen sollte. Ich inkludierte alle PEP-Mandate sowie auch ca. nicht mandatspezifischen Dokumente auf die CDs kopiert. wo ich meinen Laptop im Safe verstaut hatte. Da ich reichlich Zeit hatte. welche und wie viel interne Dokumente in meinem und nun im Besitz der ausländischen Strafverfolgungsbehörden sind. Für eine gute Weile musste ich die Software für die Entschlüsselung laufen lassen. Ich schloss die externe Master-Harddisk. 25 Prozent aller Leichen (Mandate mit erkennbarem kriminellen Hintergrund. Die Frage war nun. Was den Letzteren immer noch zum strategischen Vorteil dient. 800m Meter davon entfernt absetzten liess. wie viel von den hunderttausende Dokumenten ich als Beweis auf externe Datenträger. oder nach einer eigenen Liste der dicksten Leichen im Keller oder PEPs (Politisch exponierte Persönlichkeiten oder Parteien). Ich entnahm ihn und fuhr mit dem Taxi in Richtung Wohnung. Januar kam und ich stand schon als erster Kunde vor der Berliner Sparkassenfiliale. wobei ich mich ca.und Deutschen Kunden). Das sollte genügen. Erst dann konnte ich die Daten lesen. Nach langem Grübeln entschloss ich mich am Montag. fand ich es genüge. an den Laptop an. 268 . mit oder ohne Mitwirkung der LGT Gruppe).: Mit Absicht hatte ich keine der massenhaften INTERNEN. Ich hätte nach Mandatsnummer oder dem Alter des Mandats gehen können.03 an Hans-Adam unter Punkt V. geschildert hatte. an welchem Datum ich 2002 das Back-Up-Tape entwendet hatte und sie anhand solcher Dokumente den Tag sehr genau hätten errechnen können. Dann wählte ich Daten aus fast allen Kundendossiers aus und brannte diese unverschlüsselt und unkomprimiert auf vier neue CDs mit jeweils 700 MB Speicherplatz. Darin waren auch alle jene Mandate (von US. die ich irgendwie nach Vaduz befördern musste. Anm. da ich nicht preisgeben wollte. + VI. oder nach der Grösse der Vermögen. um die in Vaduz zu überzeugen. eine eins zu eins Kopie des DLT-Tapes.auch kein leichtes Leben hatten. Bis heute weiss niemand in Vaduz.

musste ich die Umgebung genau inspizieren. Ich war mir ganz sicher. dass sie meine Entwendung des DLT-Tapes und somit den Besitz der Daten offenbar kategorisch abgelehnt hatten. Hatte sich ja gezeigt. in Berlin – 10117. dass ich an der Fähigkeit der IT-Abteilung der LGT gezweifelt hätte. entschied mich aber dagegen.Das Total der Daten auf den vier CDs erreichte dann genau 1. verschlüsselte Daten mittels mitgelieferter Entschlüsselungssoftware lesbar zu machen. Schliesslich fand ich eine Lösung. da ich vermeiden wollte. Und zwar eingegliedert in eine Rechtsanwaltskanzlei oder ähnlichem. Viele Möglichkeiten hatte ich ja nicht. Zudem hatte ich ja vor. siedelte er um. musste ich in meinem Denken und Handeln berücksichtigen. da das Paket verloren gehen könnte. Aber die Tatsache. Er wohnte noch im Ländle. Das grösste Problem für mich war. Ich hätte diese vier CDs auch aus Sicherheitsgründen verschlüsseln können. Zudem würde eine solche Sendung über den Schweizer Zoll gehen. wer der nicht residierende Botschafter von Liechtenstein in Deutschland war. Jemand von dort nach Berlin zu beordern? Keine gesunde Idee. Eine Frau Namens Frenkel gab mir die Öffnungszeiten bekannt und ich bedankte mich brav. dass noch mehr Zeit verloren ging und unvorhergesehene Störungen erst gar nicht aufkommen konnten. Nicht. dass die von der Botschaft nichts von dem Drama der vergangenen 14 Tage wussten. was auch nicht wünschenswert war. obwohl relative neu. Bevor ich dort aufkreuzen wollte. ohne die Daten und natürlich mich selbst in Gefahr zu bringen. Eine kleine Tafel informierte die Passanten.590 Gigabyte. als Liechtenstein eine Villa in bester Lage in Berlin kaufte. die Daten auf den CDs zusammen mit Instruktionen Hans-Adam zukommen zu lassen. Ich fuhr mit dem Lift 269 . wenn ich von meinem Plan überhaupt nichts im Voraus erzählte. die CDs sicher bei Hans-Adam abzuliefern. Nach Vaduz zu reisen? Logischerweise NIE. Am Besten wäre es. Erst viele Monate später. sodass er mittels einem seiner Computer im Schloss die Dateien ohne Probleme öffnen könnte. Es war ein nicht gerade schönes Bürogebäude. Per Einschreiben die Ware versenden? Zu grosses Risiko. Ich erinnerte mich. In der Mohrenstrasse 42. Das kleine Liechtenstein hatte ja eine eigene Botschaft in Berlin. Ich rief die Botschaft an und meldete mich unter dem Namen Sebastian. dass hier die Botschaft Liechtensteins angesiedelt war.

rein. Ich entfernte mich so schnell es ging von der Botschaft. Wenn S. Sie kam und ich sagte ihr in wenigen Worten.01. runter. Ich vermerkte lediglich. 42. Darauf notierte ich: FL-Botschaft. die Weiterleitung an S.D. dass gerade 270 .D. dass ein Umschlag mit Daten S.D. Ich betrat das Büro und fragte nach Frau Frenkel. Es sind Datenträger im Umschlag. 9490 Vaduz. Kieber. Fürst Hans-Adam. ohne Ankündigung bei der Botschaft abzugeben. Vielen Dank und auf Wiedersehen. Ich danke viel Ihnen vielmals und verbleibe mit freundlichen Grüssen H. bitte ich auf jeden Fall den Umschlag mit Diplomatenpost nach EL zu versenden. Schloss Vaduz. Frau Frenkel. 00423 xxx xx xx gleich anzurufen und mitzuteilen.10117 Berlin . den 29. dass Hans-Adam die Ware bekommen würde. Hd. aber ich war schon auf dem Sprung hinaus. ging ich in ein Internetcafé und schrieb von meinem eigenen Emailkonto aus aufs Schloss. das Schloss in Vaduz oder die persönliche Handynummer S.2003 . H. einen brannte ich auf CD.01. täuschte ich vor.K.D. Keine vielen Sätze. Alles OK. Am Dienstag. Sie wollte noch was fragen.Kieber. In der Beilage erhalten Sie einen Umschlag. Mohrenstr. Die würden auf ihren Anruf warten. Am Mittwochmorgen packte ich die CDs in ein Kuvert und schrieb mit dickem Filzstift drauf: Bitte Aushändigen . An S. eine Abholung per Gesandten nicht wünscht.in die angegebene Etage und schaute mich um. die CDs spätestens am Mittwoch. raus . Mohrenstrasse 42 .Sehr geehrte Frau Frenkel.D. F. 28. dieses Paket hier abzugeben und sie zu bitten. Ich entschloss mich. Frau Frenkel.alles innerhalb von 2 Minuten. den 28. der für unseren Fürsten. Ich begab mich zu dieser Adresse und fuhr mit dem Lift hoch. Auf der Rückseite: H. dass ich den Auftrag hätte. S. Anschliessend brachte ich den Laptop zurück in den Banksafe.An die Liechtensteinische Botschaft z. Liechtenstein. Rauf. einen von Hand. da die Daten unverschlüsselt sind. Hans-Adam der II. Um ganz sicher zu gehen. fertigte ich zwei Briefe an. 10117 Berlin. das Fürstenhaus gleich anzurufen.Persönlich/Vertraulich. Ich bitte Sie. Ich bitte Sie.D. Dieses Kuvert verklebte ich mit breitem Paketklebeband und steckte es in ein grösseres Kuvert. bestimmt ist.01. gemäss seinen Wünschen auszuführen. abgegeben worden ist.

Es hatte natürlich einen Grund. – 30. Insbesondere in Sachen Richterernennung. Was konnte ich da noch erwidern? Ich erreichte.dass sich das Ländle seiner Meinung nach.Datenmaterial für Hans-Adam bei der FL-Botschaft in Berlin abgegeben worden war. The Show must go on! Hans-Adam und seine Familie waren in der Endphase des erbitterten Abstimmungskampfs über die neue Verfassung für Liechtenstein. Die Abstimmung war für März 2003 geplant.org verwendet hatte. Bitte. und -bestätigung. Ich war mir sicher. Februar bleiben konnte. ob meine Email wirklich aus Berlin kam. dass ich bei ihr in Untermiete war. VADUZ 25. Hans-Adam hatte mehrfach damit gedroht. den 03. Unangenehme Nachrichten gab es aber dann bei Ankunft. die einseitig von ihm erwünscht wurde und von seinen eigenen Experten formuliert wurde. Petra hatte ihrem eifersüchtigen Schatz erzählt. Er sei sehr beunruhigt darüber und Petra bat mich darum. Ich wollte dieses mal Hans-Adam die technische Möglichkeit geben. Er sagte auch. Dank der IP-Adresse könnte er dies herausfinden. Januar 2003 Mit einer Mischung aus Angespanntheit und Verdrängung ging man in Vaduz mangels neuer Nachrichten in der Causa Kieber dem gewohnten Gang der Dinge nach. nachzuprüfen. Eine neue Verfassung. würde dem Hans-Adam noch nie da gewesene Macht verleihen. er OZA. dem Notrecht und anderen grundstaatlichen Pfeiler wurde heftig im Land gestritten. Den Namen „Liechtenstein‚ nehme er ja mit (nach Wien). dass der Ball wieder bei Hans-Adam lag. der Auflösung des Parlaments. begab ich mich erleichtert auf den Heimweg. OZA. er solle sich gleich darum kümmern. dass ich noch bis zum Montag. 271 . dass ich etwas anderes finden würde. Mit der Zuversicht.mit Sack und Pack (Familie und Bilder) nach Wien auswandern würde -OZE. da die Daten unverschlüsselt wären. dann Microsoft nennen könnte -OZE. dass – falls er nicht die Mehrheit der Stimmen bekommen würde. etwas anderes zu suchen. warum ich für diese Mitteilung nicht das gemeinsame Emailkonto auf catholic.

01. die sich offen gegen die neue Verfassung stellten. bis die Bewohner nicht anwesend waren. Insbesondere die. solle der Botschafter den Diplomatenkoffer als Transportmittel für die Daten verwenden. den 29. was dieser verneinte. erlebten blanken Horror. Er wusste. die wie ein Hurrikan über die Menschen herabstürzen würden sobald das Blaue Blut abzieht.Kieber‚. Auf Grund der ihr bekannten Sachlage. Auf der Rückseite stehe „H. Ein Diplomatenkoffer kann von Deutscher Seite aus nicht inspiziert werden.Die Befürworter und Gegner waren in ungefähr zwei gleichgrosse Lager geteilt. den Umschlag NICHT zu öffnen und bat den Botschafter so schnell wie möglich die Ware persönlich nach Vaduz zubringen. Ich verbinde vor allem wunderschöne und persönliche Erinnerungen mit den 1989 verstorbenen Eltern von Hans-Adam. 272 . Man kenne die Person. Hans-Adam kalkulierte sehr clever. Alois ordnete an.. Hans-Adam hatte immer schon eine hinterlistige. die Leitung sei relativ sicher. den 27. Er las ihn vor. sehr perfektionierte Strategie. Man wartete. solange konnte er sich einem Sieg sicher sein. Dann aber am Mittwoch. rief der Liechtensteiner Botschafter aus Berlin an. Um eine mögliche Kontrolle zu vermeiden. Fürst Franz-Josef und Fürstin Gina. solange er die Fiktion der aufziehenden. Gemäss Frau Frenkel soll es sich um einen "Kurier" gehandelt haben. um seine (politischen) Gegner mit Worten zu verletzen. exekutierte man eine Razzia in zwei Wohnungen in Balzers. Dieser fragte den Botschafter. Beide waren ein ganz anderer Menschenschlag. nicht. stellte die Sekretärin im Schloss den Anruf zum Bürotisch von Erbprinz Alois durch. Man bat ihn diesen am Telefon vorzulesen. Man verneinte dies.01. bösen Wolken am Himmel über Liechtenstein. keine zehn Minuten nachdem auf Schloss Vaduz eine neue Email von Kieber geöffnet und gelesen wurde. ob Hans-Adam anwesend sei. Er fragte. in den Köpfen vor allem der älteren Bevölkerung frisch hielt. Es wurde nichts gefunden. die den Umschlag abgegeben habe. Wirkliche Gegner waren es aus seiner Sicht ja eh nicht. ob er Kieber gesehen hätte. Ich selber war ja ein Monarchist. Er habe ein versiegeltes Kuvert für Hans-Adam in den Händen. Trotzdem erlebte die Mehrheit der Liechtensteiner wie anmassend und verletzend Hans-Adam mit einigen Bürgern und demokratisch gewählten Politikern umging. Am Montag. Und dazu einen handgeschriebener Brief.

wurde der Botschafter von Chauffeur Kaiser abgeholt und direkt aufs Schloss gefahren. anschliessend die Mitglieder des KKZ.01. Er wurde weder von HansAdam noch vom KKZ je aufgeklärt. 13 Uhr anberaumt. 273 .Bei nächster Gelegenheit wurde Hans-Adam von seinem Sohn informiert. Nach Ankunft in Zürich am Donnerstag. dass die Daten echt seien. Weiterhin wurde gesagt. Einige Mitglieder des KKZ gerieten kurzzeitig in Panik. Es wurde eine Sitzung des KKZ für Donnerstagmittag. Erleichtert. die er da erleben durfte. Irgendjemand hatte gesagt. da sie in der Hektik etwas missverstanden hatten. dass es sich um die eigene Botschaft und nicht die der Amis handelte. den 30. dem Büro des Regierungschefs und dem Schloss. weil Hans-Adam selber beim Öffnen der Datei anwesend sein wollte. warteten alle gespannt auf den nächsten Tag und was ihnen Hans-Adam berichten würde. dass Kieber angeblich CDs mit LGT-Kundendaten der US-Botschaft gegeben hätte und die Amis sich nun gemeldet hätte. dass man davon ausgehen müsste. Er wunderte sich etwas über die grosse Aufmerksamkeit. Bis dahin sollte der Botschafter angekommen sein. Als gebildeter Mann konnte er sich schon einiges nahe der Wahrheit selber vorstellen. Es folgten ein paar klärende Telefonate zwischen dem KKZ. Die CDs wurden im Schloss vom Botschafter abgegeben und vom Sekretariat bis auf den nächsten Tag in einem Safe eingeschlossen.

kein Sprengstoff drin. Ein Virencheck wurde durchgeführt: alles clean. Mit jedem Klick. Ich kopierte diesen Vermerk und schickte es mit einer Kurznotiz Anfang September 2003 Hans-Adam zur Kenntnisnahme ins Schloss. rief man die Kriminalpolizei zu sich. VADUZ 31. Nein. dass seine Polizei Ende Januar 2003 irrtümlicherweise die Original-CDs behielt und diese seit damals in ihrem Safe aufbewahrte und er nur eine Kopie erhalten hatte. Januar 2003 Zu ungewöhnlich früher Stunde waren Hans-Adam und sein Sohn in ihren Büros schon sehr aktiv. Oben im Schloss hatte niemand bemerkt. dass die gelieferten CDs gerade erst frisch von der Kripo gebrannt worden waren. Er wollte von den Original-CDs eine Kopie erstellen und diese der LGT zur Prüfung geben. dass man die CDs aufs Schloss bringen sollte. sich die Dokumente auf der CD anzusehen. Er stelle also die Kopien her und fuhr sie hoch zum Schloss. Der Bankdirektor konnte nicht anwesend sein. Hans-Adam verlangte dann sofort. nur vier brandneue CDs. Kieber habe die Daten nicht. Während eines Telefongesprächs mit dem Schloss öffnete man unter strengen Sicherheitsvorkehrungen das kleine braune Paket. als ich im Spätsommer 2003 einen diesbezüglichen kleinen Vermerk der Polizei in einer anderen Aufzeichnung gefunden hatte.: Hans-Adam wusste bis zum Spätsommer 2003 nicht einmal. Doch es gab ein Missverständnis zwischen der Sekretärin vom Schloss und dem ranghohen Beamten. Kein Virus. Anm. eine Briefbombe geschickt haben könnte. dass er eine originalgetreue Kopie der CDs brennen und diese zum Schloss bringen sollte. mit jedem Öffnen einer Datei 274 . dass Kieber ihm anstelle der behaupteten Daten einen Computervirus. oder noch schlimmer. Ich erfuhr davon per Zufall.KAPITEL 10 Heinrich! Mir graut’s vor Dir. Er verstand es so. Da weder er noch sonst jemand aus seiner Familie sich die Finger verbrennen wollten. Diese brachte das Paket in ihre Spezialabteilung unten im Polizeigebäude. Er untersagte er seiner Polizei. Hans-Adam kam auf die übergeschnappte Idee. Die Originale würde er dann (ungesehen) bei der Kripo im Safe lassen. da er ausser Lande war. Im Hinterkopf der Hochwohlgeborenen muss es wohl immer noch das Hirngespinst gegeben haben. Es wurde die erste CD in das Laufwerk gelegt.

dass er von seinen Untergebenen im Land und der Führung der LGT komplett falsch informiert worden war. die vier CDs gemeinsam bei der LGT Bank. Die Magensäure musste sich hoch gefressen haben. Die anderen Mitglieder des KKZ wollten nicht glauben. Nicht unbedingt ganz nachvollziehbar. bis man sich auf dem Schloss wieder beruhigt hatte. Insbesondere die LGT musste natürlich mit eignen Augen sehen. Es dauerte einige Stunden. nein. als ihm und seinem Sohn klar wurde. Es muss eine sehr absurde Situation für sie gewesen sein. Die genauen ersten Worte sind nicht überliefert. ER HATTE DIE DATEN! ER HATTE DIE DATEN! Der Mistkerl hatte die Scheissdaten! TONNENWEISE! Augenblicklich wurde Hans-Adam bewusst. an ihrem Grabstein meisselten. die LGT sei nicht in der Lage. was es wollte. Der Professor. Es war aber kein Schütteln. Hans-Adam war zuerst dagegen. nichts in Sachen inoffizielle oder offizielle Jagd und Hetzte auf Kieber zu unternehmen.wurden die Gesichter länger. Aber nur eine Person aus dem KKZ. der die Daten selber nie einsehen durfte (und auch in dieser Situation nicht zu Gesicht bekam). Psychologischer Beistand war jetzt gefragt. das letzte Wort. wie immer. jedoch hatte er. den Hans-Adam zu sich rief. was ihnen abhanden gekommen war. Man schlug dem Hans-Adam vor. weil Kieber die Daten hatte. wo Blaublut machen konnte. dass er sie doch gewarnt hatte. dass er keine Daten habe. nicht bei der LGT Treuhand. der Druck im Kopf stärker. Der Professor war der Erste. die dorthin von der LGT gesandt worden war. Drei Stunden später beschloss er. Sie baten einen Blick darauf werfen zu dürfen. dass Kieber die Daten hatte. solange man mit ihm reden könnte und solange man nicht zu 100 Prozent sicher war. konnte sein Kopfschütteln nicht verbergen. durfte die CDs im Detail inspizieren. anzuschauen. Die anderen Anwesenden durften aus gutem Grund nur 275 . aber HansAdam wünschte sich in die Zeiten Napoleons zurück (übrigens erst dank diesem Kaiser ging es mit den „von Liechtensteins‚ steil bergauf). Besonders mit Leuten wie Kieber. Von diesem Zeitpunkt an hörte Hans-Adam ein wenig mehr auf den Professor. er wagte zu bemerken. da er Angst hatte. die Augen grösser. die Daten ohne grosses Aufsehen auf ihren eigenen PCs zu laden. nur eine auf dem Schloss neuerstellte Kopie der CDs auf einem Computer des KKZ öffnen zu lassen. dass sie seit sie Kieber in Deutschland via Interpol „zum Abschuss‚ freigegeben hatten.

Polizei und Regierung . dass einzelne Personen aus der Kripo später die Daten in der Tat gemustert hatten. Die LGT Person errechnete das Total der gesamten gespeicherten Datenmenge auf 1. dass die deutsche Polizei eine in deren Augen sicher „seriöse‚ Meldung mit solchem Inhalt nicht einfach links liegen lassen würde.590 GB.B. Warum sollten sie auch nicht? Man kann ruhig sagen. Etliche Varianten wurden diskutiert. Die Wahrscheinlichkeit das Deutschland Kieber aktiv suchen würde. Man holte sich die Verantwortlichen der IT-Abteilung.: Achtung! Man rechne: In Berlin abgegeben: 1. in der Mitte die Justiz und an der Spitze die Regierung zusammen mit der LGT einzugliedern waren. und sein Schwager) angeblich in "Lebensgefahr" seien.flüchtig einen Blick auf die heisse Ware werfen. wobei auf einer Skala unten die Polizei. geistesgestört und mit hoher Gewaltbereitschaft gebrandmarkt hatten. Wo sind die denn hin? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Hans-Adam muss angeordnet haben.Dinge sehen.287 GB. Hoppla. also über 300 MB. Die Hinweise. keine neue Meldung in Sachen 276 . dass fremden Augen. um zu verhindern. indem man schreiben würde dass Kieber nicht in Berlin sondern in Basel sei. hatte Liechtenstein selber massiv gesteigert. die seiner Meinung nach schlimmsten Mandate für die neue Kopie wegzulassen. Ich kann auch berichten. dass die Polizei eine eigene Kopie im Safe schlummern hatte. Oder ein anderer Vorschlag war.obwohl auf jeden Fall alle auf seiner Seite waren . dass man meldete. Anm. Man war sich in Vaduz sicher. übermässig auf die IT-Leute einzudreschen.303 GB. dass allen Anwesenden kotzübel wurde. ihn in Berlin zu vermuten oder gar zu suchen. beim KKZ angelangt: 1. Es machte keinen Sinn. Er wollte Verhindern. Man hätte die Städte verwechselt. Am Ende wurde beschlossen. namentlich die der Justiz. Z. da fehlen ja 0. worin man die erste und zweite Meldung korrigierte. Die KKZ beriet was man tun könnte. könnte man nach Deutschland eine neue Interpolmeldung senden. dass deutsche Bürger (Helmut R. wären falsch gewesen. die Interpol Vaduz erhalten hatte.287 Gigabyte. dass die deutschen Behörden Kieber finden würden. die sie prinzipiell nichts angehen. Diese waren verblüfft und geschockt. man hätte Kieber verhaften können und es daher keine Anhaltspunkte mehr gäbe. Er wusste ja nicht. indem es Kieber als bewaffnet. Und darüber noch nachschoben.

Januar 2003 Den ganzen Tag zerbrach ich mir meinen Kopf darüber. weiter im Solde Hans-Adams stehen würden. da ich wusste. ein. Aber wohin nur. Nach einem sehr langen und harten Tag ordnete Hans-Adam an. dass Kieber mit seiner Argumentation zu Gunsten einer Schutz-ID eigentlich Recht hatte. ihm aber nichts über Interpol u. was Liechtenstein wohl alles mit der „Variante 2‚ ausgelöst hatte. wieder mit Kieber zu reden. dass Kieber im Moment sicherlich sehr gut auf sich selber aufpassen konnte und einem Zugriff der deutschen Behörden zu entgehen wusste. Vor ein paar Tagen noch wollten viele den Kopf von Kieber rollen sehen. Weitere Infos hier am Montag. damit er nicht noch aufgewühlter würde. Man entschloss sich. entschloss ich. 03. Material ist angekommen. den folgenden Text um 20. Der Professor wurde beauftragt.s. sondern im Gegenteil. Berlin zu verlassen. Schweiz? Nein. Langsam aber sicher sank die Erkenntnis in den Köpfen. Dies darum.Kieber an Interpol Wiesbaden oder sonst jemanden in der EU zu senden. zu sagen. ca. Ich ging die Liste der Länder durch. nun war es so. die ich auf dem Landweg erreichen könnte: Österreich? Nein. dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein würde. Ich vermutete. weil man befürchtete. Alles abgewogen. dass eine erneute Meldung nur die Aufmerksamkeit auf den Fall lenken würde. um mich zu finden und mich dann den deutschen Behörden zu übergeben. 11:30 BERLIN 31. eine Strategie zu entwickeln.w.02. koste es was es wolle.04 Uhr in das Emailkonto zu stellen. Das ursprüngliche Ziel aber bleibe weiterhin bestehen: die Daten und den Kieber sicher nach Vaduz bringen. dass die Schnüffler nicht zurückgepfiffen worden waren. dass sie ihm „zu Hilfe‚ eilen mussten.2003. Man kam zum Schluss. dass ausgerechnet mein Pass oder die ID am Flughafen durch das Lesegerät gezogen würden und dann das Chrom der Handschellen blitzen würde. selbst bei HansAdam. zu nah an Liechtenstein. die der neuen Lage entsprach. Grenzüberschritt zu 277 . mit all den Daten und Papierdokumenten? Ich konnte keinen internationalen Flug buchen. Hirn verbrennendes Gefühl machte sich innerhalb des KKZ breit. Ein anderes.

Oder mit dem Zug bis an die Grenze zu fahren und dann weiter schauen. klar – ist ja eine grosse UniStadt. Haufenweise in andere deutsche Städte.riskant. Aha. Lag nahe an der Grenze. Leider war es Vorschrift. Holland. vor allem Münster. am Ziel auszusteigen und einfach die Rückfahrt nicht mehr anzutreten. Für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam ab der ersten Februarwoche 2003. zu lange Fahrt (und mir war schon kalt genug in Berlin). Da keine aktuellen Angebote für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam vorhanden waren. wo private Kfz-Besitzer Mitfahrer für bestimme Strecken und Tage suchten (Mitfahrzentrale oder Mitfahrgelegenheit). ob es mir den soooo gut in Berlin gefallen würde. die regelmässige Touren von Berlin nach Amsterdam anboten. Günstig und schnell könnte ich mit den Busgesellschaften fahren. auch keine Alternative. Ich entschloss mich. Polen oder sonst wo in den Osten? Nein. Schnell fand ich eine passende Unterkunft. Nordwärts. dass ich ein anderes Zimmer in Süden Berlins gefunden hätte und am kommenden Montag ausziehen würde. Sie freute sich für mich und fragte nach. Per Zufall stiess ich auf Webseiten. Gepäck: ein grosser und ein kleiner Koffer. Eine eigens dafür neu eröffnete Emailadresse sollte als Kontaktmöglichkeit zu mir dienen. ob ich Erfolg hatte. 278 . trug ich mich unter einem Pseudonym als suchender. Ich recherchierte im Internet nach den Transportmöglichkeiten dort hin. Ich schrieb an drei Angebote und suchte dann nach einer Wohngelegenheit im Netz. Ich fand keinen Anbieter. kurze Teilstrecken mit so genannten Kaffeefahrten innerhalb Deutschlands zu buchen. Dazu zählten auch die Nationalität und die Nummer des Reiseausweises. Eine Möglichkeit wäre. Frankreich? Nein. Warum nicht? In Amsterdam war ich noch nie. Leider kein Angebot für eine Mitfahrgelegenheit nach Holland. heute am späten Abend nochmals ein Internetcafé aufzusuchen und nachzuschauen. der diese Regel nicht auf der Firmenwebseite hatte. dass alle Firmen vor der Abfahrt genaue Angaben zum Passagier einsammeln und speichern mussten. Holland? Ja. Ein kurzer Blick auf die Landkarte und Münster sollte es sein. Das schien mir die beste Lösung zu sein. nicht mein Favorit. Ich sagte ihr. jetzt im hässlichen Winter? Nach dem Essen suchte ich eine Internetbude aus meiner Liste aus. Ich lud Petra zum Abendessen ein und wir gingen in ein vor ihr gewähltes Restaurant. zahlender Mitfahrer ein. nach Schweden? Nein.

wieder etwas näher gekommen war. dass sie morgen. wie kann ich den sicher sein. Der Erste wollte die Kohle jetzt gleich. Sie war froh. Ich schrieb Hans-Adam nichts zurück. liess seinen Text stehen. Jetzt nur noch die Fahrt dorthin. Ich rief beide an. mich am Montag pünktlich um 12 Uhr vor dem Beate Uhse Sexladen. Super. sagte ich.02. Sie vertraue mir. im Internet nach. die verdammten Verbrecher Roegele & Co. Ich wandte ein. Ich musste einen guten Eindruck bei ihr hinterlassen haben. Sie musste nach München gehen und in den harten Zeiten einer Uni-Studentin. da sie sogleich zusagte aber erwähnte. noch vor der Abfahrt haben. Sie sei dann in München. nähe Bahnhof Zoo abzuholen. dass ich auch zum Treffpunkt kommen würde und er nicht verarscht würde. einer gespart. Die 170 Euro müsste ich auf ihr Konto bei einer Sparkasse in München einbezahlen. ist jeder Euro nicht ausgegeben. den 01. war ich dann wieder erleichtert.3. Auf meine 279 . 23. dass sich jemand so schnell meldete. der ihr kleines möbliertes Zimmer in einer WG für den ganzen Februar 2003 für 170 Euro mieten möchte. ob ich Erfolg mit der Mitfahrgelegenheit hatte. Ich notierte mir ihre Telefonnummer und rief gleich an. BERLIN 1. dass ich das Richtige getan hatte. Meine Hoffnung stieg. bei ihrer Familie.. wenn er dann das Fahrgeld schon tags zuvor erhalten hätte. Zwei der drei Kontaktierten hatten geantwortet.Eine Iris aus Münster suchte jemanden.00 Uhr las ich die Mitteilung von Hans-Adam. Er hängte das Telefon einfach auf. dass er zum Treffpunkt kommen würde. Ich hatte ja Zeit bis Montagmittag. Tausend Dank! Ein Problem weniger. Wenn auch nur in mikroskopischen Schritten. dass ich meinem Ziel. Der Fahrkostenanteil war so um die 30-40 Euros. Bei Ankunft in Münster sollte ich an der Haustüre klingeln und man würde mir die Schlüssel geben. Der Zweite war sehr freundlich und sagte mir zu. Mann. Ich schlief beruhigter wenn auch zu später Stunde ein. schaute ich schon morgens früh am Samstag. Der Eine würde schon am Sonntagabend von Berlin losfahren und der Andere am Montag um die Mittagszeit. Um ca. damit er sicher gehen konnte. Samstag schon abreisen würde. Februar 2003 Moralisch gefestigt. da sie das Angebot erst vor ein paar Stunden ins Netz gestellt hatte. hinter Gitter zu bringen.

um den Schaden für sich selber so klein wie möglich zu halten.so lange es geht . dass ich reisebedingt in den kommenden Tagen nicht ins Netz kann.wie so oft in meinem Leben . Um zu vermeiden. ° ich versuche das . A) wir lassen die Situation wie sie jetzt ist: ° sie helfen aktiv mich zu fassen. empfand ich stets als eine Art Sicherheit.zu verhindern.nur die Zeit wird knapp. ob sein Auto gross genug für meine 2 Koffer wäre. Ich hatte irgendwo gelesen. mich dem Thema Hans-Adam zuzuwenden.alleine grundsätzliche Entscheide fällen muss. 20 Euro eine Tageskarte kaufen. dachte ich. und dann alles auf den zwei Stockwerken benutzten. Es würden nur er und ich im Wagen fahren. wollte ich auch körperlich am Ball bleiben. Da meine Abreise und die neue Bleibe geregelt waren. dass heute die Eröffnung eines neuen Fitnesstempel sein würde. dass er wieder vorschlägt. 280 . B) wir finden einen Weg aus dem Drama: ° das ich nicht zurückkehren kann . ° ich bin nun in der Situation.verstehen sie sicher. Ich suchte ihn auf und konnte für ca. ich habe ihre Nachricht erhalten. ° alle Beteiligten suchen nach dem besten Weg.nachdem nun alles offiziell und amtlich ist . wo ich . Ich konnte mich mittlerweile gut in der Stadt bewegen und dass die Amis und die deutsche Regierung hier waren. ihm eine Nachricht zu schreiben. es wäre besser. Wobei jeder seine diesbezüglichen Möglichkeiten nutzt.Frage hin. ° abgesehen von den unrechtmässig entwendeten Daten bin ich als unschuldig anzusehen‚ solange bis das Gegenteil bewiesen ist. sagte er „Null Problemo‚. An der Hasenheide am Herrmannplatz.11 Uhr drückte ich die Entwurfsspeichertaste im Emailkonto. dass ich nach Vaduz kommen sollte. Sehr geehrte Herren. Der Abschied von Berlin war nicht einfach. nicht das ich mich davon scheue . auf Grund der nun vorliegenden Lage möchte ich folgendes mitteilen: wir haben 2 Möglichkeiten. Gerne wäre ich hier geblieben. Nebst der geistigen Fitness. und auch auf Grund der Möglichkeit. Genau um 14.nein . hatte ich wieder Zeit.

N. meine Anwesenheit in diesem Land (Deutschland) hier offensichtlich IHR grösstes Problem darstellt. K. gab es noch das letzte gemeinsame Frühstück mit Petra. aber ich möchte nicht mehr über das Telefon oder hier Tagelang kommunizieren. Auch hoffe ich. Bei Variante A) bitte ich Sie nichts mehr hier hineinzuschreiben.B. dass sie einen solchen Anlass als Gelegenheit für das Ziel von Variante A) missbrauchen könnten. Löschen sie dann bitte einfach diesen ganzen Text. oder? Mit diesem Text. dass ich mit den Daten unter keinen Umständen (mit einer Ausnahme) etwas unternehmen werde.02.trifft dies genau zu. bitte Text markieren und für sie ausdrucken. so glaubte ich. nicht mal das Sie die „Variante A)‚ wählen oder wünschen. Es kann also sein. Danach 281 . Sie war an diesem Wochenende nicht weggefahren. dass man dann ein Treffen mit einem wirklich Informierten organisieren kann. dass nur ein sehr. sehr begrenzter Kreis von Menschen dieses Emailaccount samt Passwort kennen. versuche ich samt den Unterlagen (die Originaldokumente machen mir zu schaffen) dies zu ändern. Da u. ° in diesen Tagen schwanke ich zwischen einer Art flucht nach vorne (was nicht beinhaltet. H. sollte für alle wieder grösstmögliche Klarheit herrschen.. dass ich mich erst in der 2. aber .a. bevor es zu einem 4Augengespräch gekommen ist. um unter 4 Augen zu sprechen. den 02. nach Hause zu kommen) oder einer Flucht nach hinten.wenn ich meine Situation anschaue . was ihr und mein Ziel ist. Ich hoffe Sie können dies alles nachvollziehen und ich verspreche Ihnen. meine Hoffnung ist es zurzeit.° ich habe nichts mehr zu verlieren! es klingt zwar wie ein Spruch aus einem billigen Film. Am Sonntag. natürlich bin ich mir bewusst. FebruarMonatshälfte hier wieder melden kann. Bei Variante B) kommt es drauf an.

Petra war schon arbeiten gegangen. Ich schleppte die Koffer um die Ecke zu einer kleinen Berliner Kneipe. Am Montag. Ich löste mein Konto auf. Klar. Ein Bett. Ich bedankte mich und er verschwand im Verkehr. Ich nickte und er zeigte mir das Zimmer von Iris. den 03. auf der Dammhöhe verlegt war. Wieder zu Hause. Der Bahnhof war ca. verstaute ich alles tief unten in den Taschen. Sie hatte einen Zettel mit der Bankverbindung und einen Wohnungs. schrieb ein Abschiedsgruss an Petra und liess die Haustüre hinter mir zufallen.sowie Zimmerschlüssel für mich hinterlegt. ob ich „Gerhard‚ sei. präzise als die Glastüre der Sparkasse sich für Publikum öffnete. nicht unterscheiden können. leerte den Safe und gab die zwei Safeschlüssel zurück. die hinter dem Haus. die Wohnung lag im dritten oder vierten Stock und kein Lift. Einer der Mitbewohner war zu Hause und fragte mich. Man hätte mich von einem der wenigen Touristen. bis mein Fahrer an der Strassenseite vor dem Beate Uhse Laden anhielt. Den Laptop und die anderen Sachen verstaute ich in einen roten Baumwollsack einer Bäckereikette aus Berlin. grösser als in Berlin aber wiederum ohne Beine. um ganz sicher zu gehen. ein kleiner Fernseher sowie ein Bücherregal. Die Fahrt ging sehr zügig voran und mir lag nicht viel an tiefen Gesprächen. die um diese Jahreszeit in Berlin herumspazierten. das mich zum Treffpunkt bringen sollte. musste ich nicht lange warten. Von dort bestelle ich mir ein Taxi. Das Fenster war genau auf der Höhe der Bahnlinie. schwarzen Laptoptasche aus Leder. Es war der einzige Tag. das aus alten Holzteilen 282 . 500 Meter entfernt.02. Small Talk war OK. Er setzte mich in Münster vor dem Haus mit der Adresse von Iris ab. Auch rief ich den Fahrer nochmals an. ein Tisch. sodass ich am Montag ohne Verzögerung den Treffpunkt finden würde. Alles beim Alten. Ich sah mich im Zimmer um. Er half mir beim Einladen und ich bezahlte den gewünschten Anteil an den Fahrkosten in bar. spülte das Geschirr in der Küche ab. Ich räumte mein Zimmer auf. Der Computer verschwand in einer gepolsterten. dass er morgen auch fährt. an dem ich Berlin etwas entspannter geniessen konnte. Vorbei an Mülltonnen zog ich mein Gepäck hinter mir her zum Hauseingang.suchte ich den Sexladen auf. Dort angekommen. stand ich schon davor.

dass ich in eine solche Lage geraten war. hätte aber sowieso nicht angerufen. Dank der hohen Konzentration junger Studenten in der Stadt war die Anzahl von Internetmöglichkeiten blendend. Ich packte meine Kleider aus und versicherte mich. Im Winter sehen alle deutschen Städte nicht sehr einladend aus. Das Türschloss war eher primitiv. Immerhin alles schön sauber. Dennoch. Ich hatte Hunger. besser als gar kein Schloss.mich eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder melden würde. Ich hatte ja dem Hans-Adam berichtet. antiken Schlüssel zwei Mal um und inspizierte das Bad (dreckig). Diesen Termin hatte ich verpasst. Eine Pizza und Cola fühlte den Magen schnell auf. Nun gut. Aber in solch Situationen sind es oft ganz triviale Dinge. Ein Spaziergang durch die Einkaufsmeile von Münster brachte etwas Erlösung.zusammengehämmert war. die einem anstrengender erscheinen. Nicht dass mein üblicher Ärger. die im früheren Leben einer Explosion zum Opfer gefallen worden sein musste. Ich drehte den dazugehörenden. dass alles LGT Datenmaterial gut verstaut war. 283 . kräftig über mich selber zu fluchen. die Küche (noch schlimmer) und schimpfte über mich. sprich die Auseinandersetzung mit Hans-Adam. Anlass genug sein sollte. Aber nur hinsichtlich meines grossen Hungers. dass ich – reisebedingt . Es war schon nach 17 Uhr als ich dann diese Nachricht aus Vaduz lesen konnte: Erwarte Anruf unter bekannter Nummer heute um 17:00 Uhr. Holz aus einer Kiste.

Sie kenne die anderen auch nicht so gut. 35 Euro bezahlen. Bis anhin waren es für mich nur Gerüchte. die zu dieser Zeit offenbar eine 284 . setzte mich ins Foyer. Jeden Monat entdeckte sie auf dem Weg zum Bad oder in die Küche neue Gesichter. Am Ende war die Kohle auf dem Weg nach München. Dass es trotzdem zehn lange Tage hier werden würden. hätte ich mir am ersten Tag auch nicht erträumt. Und meine Miete war bis Ende Februar 2003 bezahlt. die Holztische und dunklen Stühle. da ich hier sicher sein konnte. vor allem aber keinen Anruf machen. geschichtsträchtige Stadt mit einer sehr alten Universität. Schreckenszenarios die offenbar jeder Deutsche zu erzählen wusste. Mein Plan war es ja. Sparkasse ist eben nicht gleich Sparkasse. Da Münster eine kleine und somit überschaubare Stadt war. dass keine Staatskarossen aus Vaduz auf mich lauerten. Erst nach drei Anläufen in derselben Bank gelang es mir. Die einzige langjährige Mitbewohnerin sei auch verreist. Ich rief sie von einer Telefonzelle an und sagte ihr. dass ich angekommen und alles OK sei. wollte ich von hier aus keine Email schreiben. Am nächsten Tag musste ich der Iris die Miete bezahlen. ob ich nicht einfach die 170 Euro ihrem Mitbewohner übergeben könnte. Es war dann auch eine Mammutanstrengung die 170 Euro in Münster auf ein Konto der Sparkasse in München einzuzahlen. Keine Wurzeln zu schlagen. Ich fragte sie. da die Leute kommen und gehen. Ich machte mich auf den Weg zur Sparkasse in Münster. Horrorgeschichten. Sie bedankte sich. hier in Münster keine Ferien zu machen. Ich kaufte mir einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Bloss nicht.KAPITEL 11 Die Polizei. dein Freund und Helfer Diese schöne. dass ich mein Wort gehalten hatte und auch für die Einzahlung der Miete. jammerte sie hurtig. Ich erinnere mich noch genau an den feinen Kuchen. Ich musste zwei dicke Formulare ausfüllen und eine Gebühr von ca. Ich hatte ja kein Konto in Münster. einen Schalterangestellten zu überzeugen. Sie hatte ein Konto bei einer Sparkasse in München aufgeschrieben. Dort auf dem Gelände gab es verschieden Kantinen und Cafeterias. Stundenlang beobachtete ich die wenigen Studenten. dass ich das Geld unbedingt überweisen musste. Meine diesbezüglich eigenen Erfahrungen in Berlin waren eigentlich gut. Anschliessend spazierte ich in Richtung Uni. war für mich nur ein Streckenposten auf dem Weg nach Amsterdam und eine kleine Oase der Ruhe. Wie diffizil und unfreundlich einige Banken in Deutschland seien.

Keine Fragen wo die Daten sind. fühlte ich mich prächtig. Im Moment. die auf mich wartete. um abgelenkt zu bleiben. Nicht mehr. Was aber.Pause hatten. Keine. Der Vorplatz war schön gestaltet. Für mich war dieser Augenblick doch wie Ferien. wurde immer stärker. dessen Anfang verrückter nicht hätte sein können. Ich verbrachte auch viele Stunden im Bahnhof Münster. der Bundesgrenzschutz stationiert war. wenn ich antworten oder gar telefonieren musste? Die beste Lösung war. nicht weniger. Ich tippe auf Osnabrück. In der Mitte die Taxis. Hamm. eine Art Regionalkommando. Es war wie ein anderes Leben. Da ich in Münster sozusagen inkognito war. zu erfahren ob man mir wieder eine Nachricht im Emailkonto hinterlassen hatte. wo eine grössere Polizeistelle. Abfahrt war jeweils früh am Morgen und Rückfahrt am späten Nachmittag. meinen Standort preiszugeben. ob es dann Osnabrück. Das Bedürfnis. wo mir dies nicht gelang.nicht mehr ganz sicher. Nur Nachschauen. wo ich einen Tag verbrachte. Bielefeld oder gar eine andere Kleinstadt war. Nachsehen. Auf jeden Fall war es in jener Stadt. Der Ausblick war auf den parkähnlichen Garten der Uni. Was hatte ich aber mit denen zu tun? Ein Tag. ohne etwas hineinzuschreiben würde das mögliche Risiko ganz beseitigen. was sich in den Köpfen derjenigen in Vaduz abspielte. das sich parallel zu meinem entfaltete. Dann wurde ich wieder von den Gedanken eingeholt und ich stellte mir vor. Ein schönes Gefühl. Keine Appelle. Zuerst wollte ich dies an einem Computer in Münster machen. suchte ich im Internet nach einer Mitfahrgelegenheit in eine der grösseren oder kleineren Städte im Umfeld von Münster (Ich kann mich noch so sehr anstrengen: ich bin mir heute – im Rückblick . Ohne Gewähr). Da ich nur gute Erfahrung damit gemachte hatte. drängte sich sofort die Realität wieder auf. Eine Art kreisförmige Zufahrtsstrasse mit ein paar Geschäften auf der Rechten Seite. Ich fand folgendes Angebot: Ein Mann offerierte eine Mitfahrgelegenheit für vier bis fünf Mal pro Woche für die nächsten Monate. dass ich dafür von Münster wegging. Ich musste mich sehr anstrengen. keine Staatskarre. Keine Telefonate mit Hans-Adam. Keine Befehle. evt. Keine Drohungen. Keine. Er erzählte mir. verdrängte es aber gleich wieder. dass er in Münster (oder im nahen Umland von Münster) lebte und 285 .

Wir plauderten so daher und er fragte mich. Er konnte mich also nicht kennen.täglich zur Arbeit nach „Osnabrück‚ pendelte. Nicht umgekehrt. dass er seine Variante 2 aktiviert hatte. Schmuggler. nennen wir ihn mal ‚Bruno‚. Ich gab ihm meine Adresse und er sagte. Ich weiss. Die Fahrt muss zwischen 30 und 50 Minuten gewesen sein. Wann geht es los. Er habe einen guten Rang erreichen können. Ich wusste ja. die vielen Schweissperlen auf meiner Stirn. Ich fragte ihn. Aber es war doch ich der Bruno zuerst kontaktiert hatte. evt. Dunkle Farbe. Ich ahnte ja nichts von dem was kommen sollte. Hatte etwas zu tun mit Grenzschutz. er bejahte dies. aber es war Krieg zwischen mir und Hans-Adam. Vielleicht wussten sie.00 Uhr gewesen sein) abholen würde. Ich stieg in seinen Wagen ein. sagte ich. Ich glaube mich zu erinnern. erinnerte ich mich blitzartig. fragte ich. Wir redeten über Verbrecher. Zum Glück war es drinnen so dunkel wie draussen. ich glaubte. Er. sehr früh jeweils von zu Hause ab. Nicht zu vergessen. eventuell mobilem Grenzschutz. Tausend Gedanken schossen durch mein fast blutleeres Hirn. Er erzählte. wie mein Blut das Gesicht verliess und tsunamihaft runter in die Beine entkam. dachte ich mir. es mag für euch Leser absurd klingen. Ich war ja auch der einzige Mensch weit und breit. da fährt der deutsche Polizist in seinem Wagen mit einem falschen 286 . Mein lieber Vater. ob er der Bruno sei. ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen. stoppte vor meiner Nase. als würden mich ein Hirnschlag und ein Herzinfarkt gleichzeitig treffen. Und er erzählte mir von seiner Familie. dass ich in Münster war. Ehrlich. der an der Strasse zu dieser ungemütlichen Zeit stand. Was er den so mache. dass er am nächsten Tag (es muss so um die 05. Drogen und die kläglichen Löhne bei der Polizei. seinen Kindern und sogar seiner Arbeit. Polizei? Polizei! Flink hatte ich das Gefühl. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr und eingekleidet wie für einen Trip auf einen Schweizer Gletscher. Sonst hätte er gesehen. fragte ich. woher aus der Schweiz ich komme. Ich erzählte von Zürich und dass ich auf Besuch in Münster sei und mir die Stadt Osnabrück anschauen möchte. Super. dass ich voll in eine Falle gelaufen war. dass es ein deutsches Fabrikat war.30 Uhr oder 06. stand ich in der Kälte am Strassenrand gegenüber dem Haus wo ich wohnte. Er fuhr sehr. Grau oder Blau. Ein VW Passat Kombi oder ein Opel Kombi. dass er seit Jahren bei der Polizei arbeitete. Für ein paar Euro könnte man mit ihm mitfahren.

Es gab nicht viele Parkplätze hinter dem Tor. dass keine anderes Geschäft offen hatte. Jetzt wurde mir ganz heiss. Ich bedankte mich und versuchte meine flatternde Nervosität zu verbergen. das stand fest. evt. Er grüsste sie und erhielt den Gruss erwidert. An der Aussenmauer waren einige Polizeitransportwagen parkiert. So genau konnte ich es nicht sehen. Ich überlegte mir schon. dass er einen höheren Rang/Funktion bei der Polizei ausüben musste.„Touristen‚ aus der Schweiz durch die Gegend. Er schritt auf eine Treppe zu. was ihn erstaunte.‚ Aber Nein. Es kamen uns uniformierte Polizisten entgegen. Er hielt vor einem grossen Tor und nachdem es sich geöffnet hatte. dachte ich mir und mir wurde noch schlechter. offerierte er mir auf einmal einen Kaffee in seinem Büro (!). Es war definitiv kein neues. Als nächstes erwartete ich seine Einladung. eine Stufe darunter. man wird mich verhaften. da es noch nicht genug hell war. „Nehmen sie doch bitte Platz und nennen sie uns ihren Namen und Anschrift. Es kam noch schlimmer: Als wir schon im Stadtpendlerverkehr von Osnabrück steckten. Ich musste dort warten und er holte mir einen Kaffee vom Automaten. sein 287 . er war kein Kommissar. Eher eine Verschachtelung von verschiedenen Bauwerken. modernes Gebäude. Sicher aber ein Gruppenleiter. dass ich sein schönes Angebot ablehnte. in Münster brisante Daten stapelte und plaudert mit ihm über Vergleiche von deutschen und schweizerischen Polizeitaktiken. ob und wie ich aus dem nun langsamer rollenden Fahrzeug springen sollte. wieder einmal Glück gehabt. Er fragte nochmals und bemerkte zum wiederholten male. Ein Publikumseingang war es nicht. Ich glaube aber. Er wollte sogar die paar Euro. bedeutete dies für mich. sagte ich diesmal zu. Wir stiegen aus und ich lief ihm hinterher. So wie er es gesagt hatte. sah ich eine Art Innenhof. Es war noch so früh. die entweder aus Beton oder Steinen geformt war und ein einfaches Eisenstangendesign als Treppengeländer hatte. Es ist eine Falle. Ich lehnte das Angebot ab. Er zeigte mir den Weg aus dem Labyrinth im Innenhof und verabschiedete sich. Da er einen hatte. Da ich nicht unhöflich sein wollte und keinen Verdacht aufkommen lassen wollte. Gleich nach Eintritt stand ich in einem Gang. Es war ein wenig heller draussen geworden. einer der in Wahrheit heiss gesucht wurde. Daher verwunderte es ihn schon. dass ich mit ihm am späteren Nachmittag auch zurück nach Münster fahren könnte. eng und verwinkelt wie bei einer Burg oder so ähnlich. Wir fuhren auf ein älteres mehrstöckiges Gebäude zu.

Ich traf ihn an der Uni und um sicher zu gehen. Ich bestand aber darauf. sagte ich zu mir. Ein Student aus Münster plante für Mitte Februar eine Reise nach Amsterdam. dass ich ihn im Büro anrufen würde. kam für mich nicht in Frage. Zurück in Münster verbrachte ich die Tage mit dem neuen Thema: Holland und die Reise dahin. Ich rief Bruno. Aber das Restrisiko. war die mir schon bekannte Art und Weise: die gute alte Mitfahrgelegenheit. Da fragte niemand nach Ausweisen oder wollte dein Gepäckinhalt inspizieren. wäre machbar gewesen. Ich war noch nie in Amsterdam City und suchte im Internet 288 . sagte er zum Abschied. Die Angebote für Münster . Die einzige und letzte Lösung. sollte ich doch noch mit ihm nach Hause fahren wollen. Um die Mittagszeit fand ich eine Gelegenheit ins Internet zu kommen. Er wünschte mir noch eine schöne Zeit in Deutschland. Ich wusste. dass trotz der „offenen EU-Grenzen‚. Er erschien mir vertrauenswürdig. Mit einer Tasse heisser Schokolade und einem belegten Brötchen war die Welt wieder in Ordnung. Sie wurde von den Deutschen rege genutzt und war praktisch immer billiger als mit dem Bus oder dem Zug.Fahrgeld. den Polizisten. auch hier kontrolliert zu werden. kurz nach Mittag in seinem Büro an und sagte. dass ich schon jetzt nach Hause fahren würde und zwar mit der Regionalbahn. dann hätte mal wieder alles super geklappt.Amsterdam waren aber sehr dünn gesät. die internationalen Züge von mobilen Grenzbeamten kontrolliert werden. Touristen hilft man doch gerne in Deutschland. dass er den Zehner erhält und drückte ihn fest in die Hand. Zu viel Geld in Deutschland und zu günstige Drogen in Holland. dass er mich mitnehmen würde. blieb bestehen. dann mit einem Linienbus rüber und auf der anderen Seite mit dem holländischem Zug weiter. Wie neugeboren bummelte ich in Osnabrück durch die mir unbekannten Strassen. Er hatte keine Ahnung. Von Deutschland aus wurden Fahrten bis nach Madrid oder gar Moskau angeboten oder gesucht. zahlte ich ihm die Hälfte des Fahrpreises schon mal gleich. Jetzt noch eine Unterkunft in Amsterdam suchen. Ich blieb noch eine Weile dort und beobachtete die Kundschaft. nicht entgegennehmen. Mit den Datenträgern und den Dokumenten. Die Gelegenheit mit dem Zug via Enschede nach Amsterdam zu fahren. Gleichwohl hatte ich Erfolg. Ich musste ihm versprechen. wie ERFREUT ich war. Endlich fand ich ein geöffnetes Café. Ergebnis: Keine neue Nachricht. Die Möglichkeit mit der Regionalbahn bis an die Grenze zu fahren. Auch gut. dass ich gehen durfte.

incl. Ja.30 Uhr. von einer Person unten in Vaduz. die entweder zu teuer oder mitten in der Stadt waren. VADUZ Erste Monatshälfte Februar 2003 Das gemeinsam benutzte Emailkonto wurde jeweils am Wochenende. sicher – war seine Antwort. Ich konnte nicht weggehen und ihn anrufen. stiess ich auf eine schöne Webseite eines B&B in Monnikendam. Beide waren ein sehr aufgestelltes Paar. wo ich zwei bis drei Monate bleiben könnte. vier bis fünf Mal pro Tag kontrolliert. wartete auf den Fahrer. 10. der 13.30 Uhr hielt ein alter. fragte ich. stand ich zuverlässig um 10 Uhr am Bahnhof Münster.) fand man den längeren Text von Kieber. Ein attraktiver Name.10 Uhr. 10. Der Kofferraum war praktisch leer. mit dem wir nach Amsterdam fahren würden. ob ich Claudio sei. mit schon zwei Leuten drin vor meinen Füssen an. Ihre Musikauswahl während der Fahrt traf meinen Geschmack oft. wenn das Sekretariat oben im Schloss nicht besetzt war. Wir stoppten 2. um 11. Endlich. denn dann würde ich ja nicht auf dem abgemachten Platz stehen und er würde mich nicht sehen und ohne mich wegfahren. Nicht viel Gepäck dabei. Nach Durchsicht von etlichen B&Bs.02. Jane und ihr Mann erwarteten mich am 14. die für das KKZ arbeitete. Seine Freundin und er fuhren nur fürs verlängerte Wochenende weg. Immer noch kein Fahrer in Sicht. druckte ihn aus und 289 .45 Uhr.02. Ich reservierte das Zimmer für erstmals 2 Monate.: Hans-Adams Geburtstag). Aber hat es da noch Platz für mein Gepäck. beschwerte ich mich laut. 3 Mal für Benzin und kleine Snacks. Er fragte mich. Und so war’s auch. Am Sonntag (02. Wie abgemacht. Wir verstauten meinen grossen Reisekoffer und den Rest packten wir hinten auf die Sitzbank. Februar 2003 in Monnikendam (Wieder dieser 14. Sicher.nach einem günstigen Bed & Breakfast. Frühstück. Die unsichtbare Grenze war in der Mitte der Autobahn und niemand hat uns aufgehalten. Das ist aber günstig. Ich durfte vorne Platz nehmen. roter Ford Fiesta.02. Ja. In Holland würde ich mich Claudio nennen. 11. Ich erwiderte die Frage mit der Gegenfrage ob dies das Auto sei. Wo blieb der nur. den er am Tag zuvor abgespeichert hatte. Für Langzeitgäste nur 21 Euro pro Nacht. Das B&B hiess Flowergardens und war in der Margrietstraat zu finden. Mist noch mal. Donnerstag.

Der Professor schüttelte seinen Kopf. unter „B)‚ (siehe wie oben). bis ein solches stattgefunden hatte. dass die beschriebene Möglichkeit „A)‚ (siehe ‚Berlin 1-3. daher war man in Vaduz aber erleichtert. nur Zeit für sich gewinnen wollte. sagte er. Kieber wusste ja nichts von dem Missgeschick mit den Interpolmeldungen. wegen der Daten. Er würde für ein solches Gespräch zur Verfügung stehen. dass Kieber mit dem Hinweis. Am Montag traf mach sich wieder zu einer KKZ-Sitzung. fragte Hans-Adam. resümierte der Regierungschef. weil dies das letzte Land wäre. Teile des KKZ tauchten wieder in alte Ideen ab: Es müsse doch möglich sein. nichts mit den Daten zu machen. Welchen Knall. Die Gelegenheit wäre doch dann gegeben. wo man in vermuten würden. wohin er wohl reisen würde. verschiedene Mutmassungen darüber angestellt und wieder verworfen. Ihm machten Kiebers Sätze „ …alleine grundsätzliche Entscheide zu fällen… die Zeit wird knapp‚ grosse Sorgen. Am Ende der Sitzung berief sich der Professor auf seine jahrelange Berufserfahrung und beruhigte damit die Anwesenden. dass er eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder Kontakt aufnehmen könnte. um weit weg abzuhauen oder gar Gespräche mit den Deutschen oder den Amis zu beginnen. wenn Kieber zu einem von ihm gewünschten Vier-Augen Gespräch erscheinen würde.lieferte ihn beim Portier im Schloss ab. Es wurden wilde Spekulationen darüber angestellt. Kieber hatte ja die Daten und wenn die in die falschen Hände. Einige mutmassten. Er deutete dies als ein Zeichen für hohen Stress und eventueller Selbstmordgefährdung. Und schloss mit der 290 . Natürlich den Knall beim Hochgehen der Datenbombe. sprich deutsche oder amerikanische. Hinsichtlich des restlichen Textes. das Land zu wechseln und sich auch sorgen wegen der mitgeschleppten Dokumenten machte. dann Gnade uns Gott.Februar 2003‚ ) niemand mehr hier als eine Lösung des Problems betrachtete. Andere auf Skandinavien oder auf ferne Länder wie Südafrika. da er ja versprochen hatte. dass er offenbar von sich aus entschied. Man war sich einig. wie man es zu deuten hatte. Quasi ein Selbstzerstörungsplan plus grossem Knall. geraten. x-mal analysiert. Besser als Kieber kann keiner auf die Daten aufpassen. bekam er als Antwort. hob Hans-Adam hervor. Kiebers letzter Text wurde in seine Einzelteile zerlegt. Bis dahin sei man ja sicher. Die einen tippten auf Spanien. waren sich alle Anwesenden nicht einig. dass wir uns den Kieber schnappen.

Ja. Lasst uns abwarten und schauen.B. Für solche Spiele sei er bei allem bezahlten Geld nicht zu haben. 291 .wenn überhaupt . sondern die IP-Adresse wo der nächstgelegene Server des Providers physisch stand. während der Zeit wo ich in Deutschland war. Das KKZ forschte nach und kam mit der erstaunlichen Auskunft zurück. Hans-Adam fragte nach. Anm. wunderte man sich. Diese schlechte Nachricht wurde per Telefonkette weitergemeldet. mit Hilfe von Internetspezialisten zumindest die richtige Stadt.die IP-Adresse des Terminals wo der Text eingetippt wurde. z. dass wir gemeinsam nutzten.B. war mein anderer Hintergedanke: Ich wusste. verabschiedete man sich aus der Runde. aber – wie das KKZ in einem Aktenvermerk richtig erkannte – wurde. dass bei einer Abspeicherung eines Textes im Entwurfsordner NICHT . von wo genau aus er die letzte Meldung geschrieben hatte.02. am falschen Ort landen oder auf dem Weg zum Empfänger von unerwünschten Mitlesern gesehen werden könnten. abgespeichert wird. warum die in Vaduz damals auf Köln gestossen sind. fragte Hans-Adam mehrmals.Bemerkung ab . Dies alles ergab keinen Sinn. Das KKZ versuchte den Standort des Computers via der am Entwurf (manchmal) elektronisch angehängten IP-Adresse herauszufinden. dass die gespeicherte IP-Adresse eine Nummer eines Computers hatte. Man hatte mich daher am 01. Es war ja meine Idee für die Kommunikation ein Emailkonto zu haben. Sicherlich hätte das KKZ die Mittel und Wege gehabt.03 hatte ich in Berlin an einem Computer eines Internetcafés eine Nachricht im gemeinsamem Emailkonto geschrieben und wie immer nur im Entwurfsordner gespeichert. In einer Stadt.: Ich weiss schon. Deren Nachforschungen ergaben.in Richtung LGT und Hans-Adam schauend – dies natürlich nur nach einer Zusicherung von Seiten Hans-Adam. dass Kieber in Köln gewesen sein muss. Was ich ihm nicht erzählte. ob man den letzten genauen Standort von Kieber irgendwo stichhaltig festlegen könnte. In Köln? Was macht Kieber in Köln. ob Kieber um 17 Uhr anrufen würde. zu finden.03 in Klön vermutet. der in der Stadt Köln stand. Wieder fingen die wilden Spekulationen an. dass wir dadurch keine Emails versenden müssen. Ja – rief man ihm aus dieser Ecke zu. in der ich nie gewesen bin. die evt. dass keine Falle für Kieber geplant werde. In diesem Fall in der Stadt Köln. von der von mir benutzte Computerterminals stand. Um es an diesem konkretem Beispiel aufzuzeigen: Am 01. Köln. Z. Als Begründung gab ich im Brief an Hans-Adam an. Kieber rief nicht an.02.

Am 06. 292 . wollte man keine Mitteilung über diese Änderung an Deutschland oder Spanien machen.in Absprache mit allen Beteiligen (Polizei.02. LGT und Hans-Adam) nicht versucht. Justiz. Auftragsgemäss schrieb das Interpoliere Vaduz am 10. das Landgericht Vaduz an.10 Uhr an die Schweizer Polizei (RIPOL und Interpol Bern) folgenden Ausschnitt: Sachverhalt: 1. wodurch seine damalige Arbeitgeberin Kundengelder verlieren werde. um 16. nach Auftrag von Hans-Adam.. dass er nur für Liechtenstein und die Schweiz gelte. 2.02. zu verhindern. da dies nur wieder deren Aufmerksamkeit erhöhen würde. dass andere Länder von einem Liechtensteiner Haftbefehl erfahren würden. sohin durch Drohung mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz. Nach hier vorliegenden Erkenntnissen muss jedoch aufgrund seiner aktuellen psychischen Verfassung von einer hohen Gewaltbereitschaft ausgegangen werden. Kieber Heinrich steht im Verdacht. Regierung.01. dass Kieber Heinrich b e w a f f n e t ist! Kieber ist bisher nicht gewalttätig in Erscheinung getreten.03 so abzuändern. als damaliger Angestellter Unterlagen seiner Arbeitgeberin. im Januar 2003 vom Ausland aus durch gefährliche Drohung. Weiters steht Kieber im Verdacht. er werde die von ihm unter Ziffer 1 erlangten Unterlagen Dritten übergeben. ordnete das KKZ. dass jene im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts. Was absolut nicht erwünscht war. im Jahre 2002 in Vaduz.01. aufgrund der neuen Lage. mit dem Vorsatz unterdrückt zu haben. Zusatz Interpol Vaduz: Es kann nicht ausgeschlossen werden. einer juristischen Person liechtensteinischem Rechts mit Sitz in Vaduz/FL. zu weiteren Handlungen zu nötigen versuchte.OZA. Man wolle nicht. da man ansonsten der deutschen Polizei den Sachverhalt hätte mitteilen müssen -OZE. eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden. die genauen Örtlichkeiten (von Kieber) zu ermitteln. dessen (inaktiven) Haftbefehl vom 13. nämlich durch die Behauptung. Nach den Ereignissen in Vaduz am 31.

Wiederum konnte Vaduz der Versuchung nicht widerstehen, gefälschte Angaben zu machen („bewaffnet, hohe Gewaltbereitschaft‚ und auch den kleinen „Terroristenhinweis‚: „kann Flugzeuge fliegen‚), wohl als Ermutigung an die Schweizer zum Abschuss von Kieber. Anm.: Einigen Lesern ist sicherlich aufgefallen, dass im Gegenteil zu der Interpolmeldung nach Wiesbaden und nach Madrid (vom 23.01.), wo nichts über den Sachverhalt geschildert wurde, die Liechtensteiner den Schweizern sehr offen über den Tatbestand schreiben. Dies aus zwei Gründen: 1. Logischerweise musste man bei der Meldung vom 23.01.2003 verhindern, dass deutsche oder spanische Behörden erfahren, dass jemand Bankdaten über deutsche und spanische Kunden in Liechtenstein gestohlen hatte und damit (in Deutschland) herumirrte. 2. Konnte Vaduz gegenüber der Schweiz etwas freimütigerer sein, da man in dieser Branche ja im gleichen Boot sass. Es war jedem Schweizer Polizisten klar, dass mit den Angaben über den Sachverhalt eine Bank oder Treuhandfirma gemeint war. Man konnte sich in Vaduz auf die Verschwiegenheit der Schweizer verlassen, sollten sie Kieber samt Daten festhalten können. Auch wäre eine Überstellung von Kieber als Gefangener von der Schweiz nach Liechtenstein eine reine Formsache. Wie immer hatte das letzte Wort der Hans-Adam. Als er über den neusten Stand der Dinge unterrichtet wurde, bemerkte er, dass die Ausschreibung (zur Verhaftung) im Schweizer Polizeisystem (RIPOL) absolut nicht ideal für seine Sache wäre. Hans-Adam befürchtete, dass u.a. die Schweizer Behörden aus politischen Gründen Interesse an gewissen Daten von Kunden aus Drittländern haben könnten. Um eine bessere Kontrolle zu haben, ordnete Hans-Adam die Landespolizei an, den Schweizer Behörden mitzuteilen, dass Vaduz nur die passive Ausschreibung in der Schweiz wünschte. Was am 11.02. dann auch geschah. Bei dieser Art der Ausschreibung würden die Schweizer, sofern sie über Kieber stolpern sollten, nur dessen Aufenthaltsort nach Vaduz melden, ihn aber nicht verhaften. Dies aber auch nur, sofern die Schweizer nicht erkennen würden, dass Kieber auch im SchengenSystem vermerkt war, was genau Vaduz sich insgeheim erhoffte und mit dieser „Zurückstufung‚ auch erzielen wollte.
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Auch am 06.02. stellte die LGT Treuhand ohne Konsultation mit HansAdam den Antrag an das LG Vaduz auf die strafrechtliche Verfolgung Kiebers wegen Datendiebstahls. Am 10.02. (oder am 18.02 – verschiedenen Dokumente nennen beide Tage) informierte das Landgericht das Schloss Vaduz darüber und unterbrach den oben genannten Antrag vorläufig, da Hans-Adam mit der Anzeige von Dr. Feuerstein „im Namen‚ der LGT Treuhand gar nicht einverstanden war, mit dem Resultat, dass später, am 02.07.03 die Anzeige zurückgezogen wurde. Eine Verurteilung in Sachen Datendiebstahl war also nicht erwünscht. Der Professor und der von einer längeren Auslandsreise heimkehrende Bankdirektor trafen sich in mehreren Sitzungen, da der Professor noch mehr über das Wesen von Kieber erfahren wollte und der Bankdirektor diesen ja persönlich kannte. Dem Bankdirektor wurde von beiden Seiten eine besondere Rolle zugeteilt. Von Seiten Hans-Adam, da er ihm vertrauen konnte und von Seiten Kiebers, da dieser ihn im Brief vom 07.01.03 als einen der zwei möglichen Gesprächspartner namentlich genannt hatte und daher Kieber ihm offenbar traute. Je mehr der Professor über Kieber erfuhr, umso mehr empfand er es als eine Herausforderung, der Sache auf den Grund zu gehen. Er musste ihn kennen lernen. Er erkannte, dass es nicht einfach sein würde, die Psyche von Kieber richtig zu verstehen. Der Professor und der Bankdirektor stellten sich auf komplizierte und lange Diskussionen mit Kieber ein, um an das gewünschte Ziel von Hans-Adam zu kommen. Inzwischen war es in den Justizkreisen von Vaduz kein Geheimnis mehr, dass sich seit Anfang Januar offenbar Dramatisches zwischen Kieber, Hans-Adam und seiner Regierung abspielte. In dieser spannungsgeladenen Zeit wagte niemand offen Partei zugunsten Kieber zu ergreifen. Natürlich war die grosse Mehrheit, vor allem diejenigen, die keine Detailkenntnisse hatten, auf der Seite des „armen‚ HansAdam. Ein weiteres wichtiges Ereignis in der Saga Kieber passierte am 14.02.03 beim Oberbersten Gerichtshof in Vaduz. Da entschied das Gericht im Zivilstreit um die in Österreich blockierten Gelder in einer nicht294

öffentlichen Sitzung, dem Revisionsantrag von Kieber nicht Folge zu leisten und das Urteil der unteren Instanz zu bestätigen. Anm.: Obwohl mein Anwalt exzellente Gründe in der Revision darlegte, waren meine Chancen dafür auf Null geschrumpft, nachdem ich seit Januar 2003 das Land in den Schwitzkasten genommen hatte. Meine berechtigten Vorwürfe auch gegen die Justiz im Brief und auf der Tonkassette (07.01.03) sind logischerweise bei den Betroffenen nicht gut angekommen. Diesen Beschluss vom 14.02.03 reichte der RA von Helmut Roegele sofort beim Bezirksgericht Feldkirch ein. Dieses Gericht fällte dann am 26.02.03 einen Vollstreckbarkeitsbeschluss. Am gleichen Tag entschloss man sich, die am ursprünglich am 13.01. geplante Razzia des Elternhauses von Kieber durchzuführen. Es ging nicht darum, Kieber selbst dort zu finden. Man erhoffte sich die Daten oder den Computer von Kieber dort vorzufinden. Die Suche ergab nicht das erwünschte Resultat. Alle im KKZ waren über die neuen, erledigten Aktivitäten von Polizei und Justiz voll zufrieden. Man musste nur sicherstellen, dass Kieber nichts davon erfahren würde. Um dies sicherzustellen, wurde nochmals allen Beteiligten mehr oder weniger freundlich eingehämmert, dass es als (Landes-)Verrat angesehen würde, wenn jemand Kieber etwas davon erzählen würde.

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KAPITEL 12 Holländischer Käse AMSTERDAM Hurra, hurra - Holland ich war da. Ich war sehr erleichtert. Bei so vielen Kilometer zwischen mir und Liechtenstein fühlte ich mich besser. Warum genau wusste ich nicht. Ich war ja nicht auf einer Flucht. Ich glaubte auch, dass ich mich in Amsterdam unauffälliger in der Menschenmenge bewegen könnte, als in Berlin. Man liess mich beim Hauptbahnhof aussteigen. Ich wollte das bunte Leben von Amsterdam rund um den Bahnhof auf mich einwirken lassen. Hier müsste es sich eine Weile aushalten lassen, da war ich mir sicher. Ich stieg in eines der vielen wartenden Taxis ein und liess mich nach Monnikendam fahren. Nach 20 Minuten stieg ich aus dem Taxi und stand vor einem der typischen holländischen Reihenhäuschen. Ein Schild an der Wand bestätigte mir, dass ich vor dem Flowergarden B&B stand. Alles niedlich und sauber, wenn auch sehr klein. Ich klingelte und eine schlanke Dame öffnete die Türe. Claudio? Jane?, Ja – Ja. Herzlich Willkommen, Haaartelijk welkom en Holland, willkommen in Monnikendam, willkommen im Flowergarden. Sie führte mich eine schmale Treppe hoch in den ersten Stock des Hauses. Ich bekam das Zimmer Nr. 3, mit dem grossen Einzelbett, einem Schminktisch, der später als Bürotisch dienen sollte, einem Stuhl, Spiegel, einem Ventilator einem eingebautem Wandschrank. Rechts neben mir waren die Gästezimmer Nr. 1 und 2, eines mit zwei Einzelbetten und das andere mit einem grossen Ehebett, beide mit etwas mehr Platz. Auf dem Gang befand sich eine Dusche mit WC. Alles trotz des Alters sehr gut im Schuss. Schriftliche Instruktionen klebten an den Wänden: bezüglich Benutzung der Dusche und allgemeine Pflegehinweise. Ein Blick von meinem Zimmer aus in den Garten erklärte den Namen des B&B: ein paradiesischer Garten, eher die englische Art. Es blühten schon ein paar Blumen. Im Sommer würde dies aber ein Meer an Farben geben, sagte ich zu mir. Ich konnte meine Sachen auspacken, bevor ich wieder runter ging, um die Formalitäten zu erledigen. Na ja, da war nicht viel Formelles zu tun. Bezahlen würde ich immer in bar einen Monat im Voraus. Ausweise wollte hier niemand sehen. Unten, da waren die Diele, die Küche und
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die Stube mit Blick zur Strasse hinaus. Am anderen Ende der Stube stand ein grosser, runder Tisch mit schweren Stühlen. Dort dürfte ich das Frühstück einnehmen, sagte Jane. In meiner Zimmermiete war das Frühstück auch inbegriffen. Zwischen 07.30 Uhr und 08.30 Uhr wurde es serviert: Englisch Breakfast Tea oder ab und zu mal heisse Schokolade, Toastscheiben, dazu Butter und Konfitüre, ein paar Scheiben holländischer Käse und dünnen Wurstaufschnitt. Sieben Mal die Woche. Ich war froh, auf Anhieb eine gute Unterkunft gefunden zu haben. Monnikendam ist ein reizendes Dorf, mit einem Hafen, einer kleinen, auf Touristen ausgerichteten Geschäftsmeile und endlosen Kanälen. Es war ruhig und Amsterdam trotzdem gut erreichbar. Nur 13 Kilometer weit weg. Ich konnte zwischen dem Linienbus, der von frühmorgens bis spät in die Nacht regelmässig verkehrte, oder dem Fahrrad wählen. Sobald das Wetter besser und ich mich in der Gegend mehr auskennen würde, könnte ich von einem Bekannten von Jane, der auch in Monnikendam wohnte, für eine kleine Gebühr einen holländischen Drahtesel mieten. In der ersten Woche versuchte ich, eine Bank für eine Schliessfachmiete zu finden. Leider war es in Holland gar nicht einfach ein Bankkonto zu eröffnen, das die Voraussetzung für eine Safemiete war. Als nicht EUBürger und ohne Aufenthaltsbewilligung in Holland war es mir unmöglich, ein Konto zu eröffnen. Egal, dachte ich mir. Ich war zuversichtlich, dass wenn ich den Laptop, das DLT-Tape, die anderen Datenspeicher und Papierdokumente gut im kleineren Koffer verstaute und abschliesse, niemand an sie ran könnte. Den Koffer verstaute ich ganz hinten im eingebauten Kleiderschrank im Zimmer. Obwohl Jane täglich mein Bett machte, hatte ich nichts zu befürchten. Sie war immer diskret und höflich. Aber wenn sie etwas störte, dann hielt sie auch nicht hinter dem Berg zurück. Ich erzählte ihr, dass ich etwas länger als üblich hier bleiben wollte, da ich von hier aus diverse Tagesausflüge in alle Ecken von ihrem schönen Land machten wollte. Amsterdam war so anders als Berlin. Zuerst einmal die Horden von Touristen, schon im Februar. Dann die Häuser und das Leben am und auf dem Kanal. Ich hatte noch nie so schöne Innenstadtgebäude gesehen. Einige der mehrstöckigen Bauwerke waren vor ein, zwei oder gar drei Jahrhunderten gebaut worden und standen immer noch prachtvoll da.
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Die alte Aktienbörse ist sogar noch älter, sie ist aus dem Jahr 1611. Und dann die vielen Grachten mit den Hausbooten. Ich absolvierte alle erdenklichen Touren, die man als Tourist machen konnte. Die Kanalfahrten, Besuch des Seefahrermuseums, das Rijksmuseum, das Museum der holländischen Maler. Die Mischung von Kulturen aus allen Ecken der Erde drückte sich auch in der immensen Auswahl von verschiedenen Restaurants aus. Stundenlang konnte ich in den Strassen umherlaufen, immer mit dem Stadtplan in den Händen. In Amsterdam gab es mindestens so viele Internetmöglichkeiten wie es Apotheken in Berlin gab. Mit der Zeit liebte ich diese phantastische Stadt immer mehr. Sobald man sich nämlich von den städtischen Hauptwanderrouten der Touristen entfernte, entdeckte man schnell die ruhigen, oft entvölkerten Strassen und Parks.

AMSTERDAM 17. Februar 2003 Nach einem schönen Wochenende voller Sehenswürdigkeiten, war wieder die Zeit gekommen, wo ich mich bei Hans-Adam melden sollte. Montags war immer ein guter Tag für einen Neuanfang. Ich schrieb ihm eine kurze Nachricht ins Emailkonto. Ich wünschte ihm nachträglich alles Gute zum Geburtstag und bat um Entschuldigung, dass ich Anfang Februar nicht angerufen hatte. Ich erwähnte mit keinem Wort, wohin ich verreist war. Ich fragte aber nach der Schutz-ID. Ich wiederholte meine Gründe warum ich glaubte, eine Schutz-ID für die Zeit bis zu meiner Rückkehr sei dringend notwendig. Ich war überzeugt, dass schon am gleichen Tag eine Antwort aus Vaduz kommen würde. Leider war dem nicht so.

VADUZ 18. Februar 2003 In der KKZ machte mach sich Sorgen, weil Kieber sich noch nicht wieder gemeldet hatte. Taktisch wurde so vorgegangen, dass, sobald er sich melden würde, man einen Tag mit der Antwort warten würde. Um Kieber nicht offenbaren zu müssen, dass Hans-Adam und die Regierung wie auf Nägeln sitzend auf Nachricht warteten. Hans-Adam hatte nochmals rigoros festgelegt, dass unter keinen Umständen die gedruckten Pässe Kieber überlassen werden sollten. Er,
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wie auch die Hälfte des KKZ, befürchtete, dass Kieber heimlich Verhandlungen mit dem Feind aufgenommen hatte und den Pass gegen sie verwenden könnte: als Beweis, dass man in Vaduz auch zu allen Mitteln greife, um wieder an die Daten kommen.

AMSTERDAM 18. Februar 2003 Mein neues Zuhause behagte mir sehr. Es war die ideale Rückzugsmöglichkeit. Während des Tages schwirrte ich in der quirligen Stadt herum und abends genoss ich die Friedhofsruhe in Monnikendam. Alles, was man zum Leben brauchte, konnte man dort finden. Gemüseladen, Bäckerei, Spazierwege, Kirche und auch ein Autohaus. Auto? Ja warum nicht, dachte ich mir und besuchten den Händler. Ich könnte mir einen alten Volvo kaufen. Damit wäre ich etwas flexibler. Müsste nur aufpassen, nicht in eine Kontrolle zu geraten. Leider hatte die Holländische Regierung ein Gesetz erlassen, dass praktisch nur im Lande wohnhafte Personen ein Auto mit Holländischem Kennzeichen kaufen und fahren dürfen (Ausgenommen Mietwagen natürlich). In der Vergangenheit, als dies noch keine Vorschrift war, wurde offenbar diese Gesetzeslücke von zu vielen zweifelhaften Gestalten missbraucht und nun fahren zigtausend Kisten mit holländischen Kennzeichen in ganz Europa herum, ohne Steuern oder Abgaben zu bezahlen. Somit war das Thema Automobile auch gleich wieder gestorben. Am Nachmittag suchte ich eine Internetstation auf. Aus dem Osten war nichts Neues zu lesen. Erst kurz vor 19:30 konnte ich folgende Nachricht lesen: In der ID-Frage gibt es wie kommuniziert keinen Spielraum. Erwarten Anweisungen für das von ihnen vorgeschlagene VierAugen-Gespräch. Aha, dachte ich mir, sie sind immer noch stur in Sachen ID. Wollten die Schutz-ID nur für eine „begleitete‚ Heimreise zu Verfügung stellen. Wirklich ein enger Spielraum. Was mich auch verwunderte, war, dass sie nicht nachgefragt hatten, wohin ich den nun verreist sei. Ich war zu müde um zu überlegen, was ich jetzt wieder schreiben sollte. Besser war es, wenn ich nach Hause ginge und mir über Nacht Gedanken machte.
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VADUZ 19. Februar 2003 (1) Man fand die neuste Nachricht von Kieber, die er am morgen um 08.16 Uhr abgespeichert hatte. Kieber bedanke sich für die letzte Nachricht und war allgemein verärgert, dass die Schutz-ID ihm nicht für eine Zeit ausgeliehen würde. Er wäre frustriert und beklagte sich darüber, dass wenn man nur einen Bruchteil der Energie und Arbeitsstunden, die man jetzt in die Lösung des aktuellen Problems steckte, in seinen 101er und 140er Gerichtsfall investiert hätte, wäre es nie so weit gekommen. Er befände sich nun ist einer Situation, in der er nicht viele Optionen hätte. Er habe keine andere Wahl als sich um andere Papiere zu bemühen. Er wüsste zwar nicht wie und wo, aber er würde solange suchen, bis er sie finden würde. Es dauerte ihm alles zu lange. Er könnte ja unmöglich als H.K. hier auf eine Lösung warten. Er vermutete auch, dass Hans-Adam dies wohl so wollte. Damit er kriechend nach Hause zurückkehren würde. Kieber wäre sich im Klaren darüber, dass die in Vaduz den längeren Atmen hätten. Da er weiters vermutete, dass man nur Zeit gewinnen wollte, setze er eine Frist bis Ende Februar 2003, den 28.02.03. Sollte bis dann keine Lösung in Bezug auf eine temporäre Schutz-ID gefunden werden, dann gäbe es keinen Sinn weiterhin zu kommunizieren. Am Schluss seines Schreibens entschuldigte er sich dafür, dass er keine besseren Nachrichten übermitteln konnte. Man rätselte wie nach jeder Botschaft von Kieber, was er nun wieder damit meinte. Die im Raum Anwesenden blickten hoffnungsvoll in die Augen vom Professor. Wie üblich, wurde jeder einzelne nach dessen Mutmassungen gefragt. Kieber sei sicher noch in Berlin, sonst hätte er uns doch geschrieben, wenn er Deutschland verlassen hätte. Oder, Kieber sei schon in Verhandlungen mit den Amis und schreibe nur um selber Zeit zu gewinnen und um keinen Verdacht zu schöpfen. Oder, Kieber redet schon mit den Deutschen über die Daten. Hans-Adam beauftragte wiederum die KKZ herauszufinden, von wo aus Kieber diesmal die abgespeicherte Nachricht geschrieben hatte. Nach ca. 35 Minuten kam die Antwort zurück: Frankreich. Wo in Frankreich, fragte der Schlossherr. Leider wäre dies nicht zu ermitteln, wurde ihm gesagt.

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Frankreich? Aha, in Frankreich, machte die Feststellung die Runde. Oh Gott, Frankreich! Dabei dachte Feuerstein laut über den sehr grossen Treuhandkunden aus Frankreich nach, der seit Jahren fast eine halbe Milliarde Euro in verschiedenen Stiftungen und anderen Gesellschaften gebunkert hatte. Ja, ja – meinte Hasler, wir haben keine Zeit um jetzt an einzelne Kunden zu denken. Wir müssen handeln, beendete er laut seine Gedanken. Der Professor regte an, dass man den Bankdirektor auf ein Treffen mit Kieber vorbereiten sollte. Nach Einholen des Einverständnisses von Hans-Adam, informierte man Kieber: Zwecks Lösungsfindung kontaktieren Sie heute um 1700 die Ihnen bekannte Kontaktperson unter der Nr. OT Entfernt

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (a) Ich verbrachte die meiste Zeit dieses Tages im Foyer des Hotels Victoria am Damrak, gegenüber dem Hauptbahnhof. Dort konnte ich mich in einem Klubsessel an ein grosses Fenster setzen und die vorbeiziehende Welt draussen beobachten. Oder in der Brasserie des Hotels, wo ich näher am Geschehen sitzen konnte. Knipsende Urlauber, andere Fussgänger wie Immigranten aus allen Herren Länder, Bettler, Drogenabhängige und die Taschendiebe. Alle zwei Stunden ging ich nachsehen, ob Vaduz endlich mit positiven Meldungen aufwartete. Je mehr ich versuchte, mich in deren Lage hineinzudenken, desto mehr kamen mir die Zweifel, ob es überhaupt Hans-Adam sei, mit dem ich im Netz „plauderte‚. Angriffslustig nachfragen, ja das wäre am Einfachsten, sagte ich zu mir. Es war mir natürlich klar, dass ich keine ehrliche Antwort erwarten konnte. Aber immerhin, besser als keine Antwort. Ich fand es auch zweckmässig, wenn ich Hans-Adam mit diversen Fragen beschäftigt halte. Beim dritten Internetbesuch entdeckte ich die jüngste Nachricht aus Vaduz. Sie wollten, dass ich den Bankdirektor direkt auf seinem Handy anrufe. Er war derjenige, den ich in meinem Schreiben als Vertrauensperson erwähnt hatte. Na endlich, schoss es mir durch den Kopf. Dieser Kurs war der einzige Richtige. Bei der Auswahl einer
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Vertrauensperson war ich sehr vorsichtig vorgegangen. Nebst dem Bankdirektor hatte ich den Erstgeborenen, Alois, angeführt. Obwohl ich stark vermutete, dass Hans-Adam seinen Alois nicht zu Diskussionen mit mir senden würde. Dazu sind sie zu schreckhaft. Aber ganz genau wusste man ja nie. Hans-Adam lässt die Drecksarbeit lieber von der „Dienerschaft‚ oder über Mittelsmänner erledigen, um es mal salopp auszudrücken. Das hatte den Vorteil, nebst vielen anderen, dass er und seine Familie nie direkt überführt werden können. Den Bankdirektor hatte ich mir als mögliche Diskussionsperson ausgewählt, da er – obwohl Banker – eine hohe emotionale Intelligenz hatte und ich ihn aus meiner Anfangszeit bei der LGT Treuhand persönlich kannte. Ein ausserordentlicher Mensch. Ich formulierte die nachstehende Antwort: Danke für die Nachricht, die Nummer habe ich noch von Früher. Zuerst mochte ich fragen, ob hier in diesem Emailaccount mit mir aus einem Haus im Gewerbeweg (neben Passamt) in der Herrengasse (Anm.: das wäre dann das Polizeigebäude gewesen), im Städtle (Anm.: LGT) oder in der Fürst-Franz-Josef-Strasse (Anm.: Schloss) kommuniziert wird? Danke für eine Antwort. Ich bin froh, dass jene Person, mit der ich schon im anderen Land so oft telefoniert hatte nun wieder da ist. Ich kann aber ihn nicht anrufen: bitte verstehen sie, dass durch einen Anruf sie den Anruf eventuell zurückverfolgen können. Ich nehme an, dass er mir am Telefon vermutlich auch erklären will und muss, warum eine Schutz-ID nicht möglich ist. Ich weiss, dass es unter normalen Umständen nicht möglich ist - wenn man aber wollte, dann ginge es schon. Über die anderen möglichen Lösungsvorschläge, die sie haben, kann man auch hier im Emailkonto schreiben. Durchlaucht, Ende Februar sind es 6 Wochen und 4 Tage seit dem 13.01.2003. Wir alle hatten sehr viel Zeit, um über alles nachzudenken etc. Darf ich was fragen? Haben / konnten sie wirklich sich die Zeit nehmen und die Unterlagen zum Fall 10 Vr 101/97 lesen? Konnten sie das? Ich glaube auch, dass sie von den zuständigen Behörden (STA etc.) nicht im ganz informiert worden sind - alles belastende über mich hat man ihnen wohl voll erzählt - die Fehler der Behörden in Akt 101er u. 140er wurden sicher verschwiegen. Vielleicht
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wäre es gut, wenn sie meinen langen Brief, den sie mit dem 1. Paket erhalten haben - jetzt nochmals lesen könnten - vielleicht sehen sie es nun in einem anderem Licht. Mehr kann ich leider nicht schreiben - ich habe auch kein Rezept für eine Lösung. Ich habe / hatte auch keinen PLAN ‚X‚ wenn dies oder jenes geschieht. Alles ist schief gelaufen und ich empfinde irgendwie auch das Ende nahen. Es kommt wohl der Punkt, wo sie das tun müssen, was sie entscheiden werden und ich dasselbe. Vielen Dank für ihre Zeit und es tut mir wirklich leid, dass Ausgerechnet ich - ein grosser Fan ihrer Familie - dies tue. Ich schaue heute (19.02.03) nochmals um ca. 18 30 nochmals rein: ansonsten morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 19. Februar 2003 (2) Jede Zeile wurde aufmerksam gelesen und interpretiert. Der Professor merkte an, dass Kieber offenbar sehr deutlich mit sich selber kämpfte. Und auch Anzeichen grosser Reue zeigte. Diese Indizien müssten für die Ziele von Hans-Adam ausgenützt werden können. Man musste ihm unbedingt die Angst vor einer Falle nehmen. Hans-Adam wollte, dass keine Lösungsvorschläge mehr übers Telefon oder das Netz mitgeteilt würden. Wo bleibt da sonst die Diskretion, die Verschwiegenheit und die Vorsicht, ermahnte er sie alle. Nach kurzer Diskussion einigte man sich auf folgende Antwort an Kieber: Telefonat dient lediglich der Vorbereitung des von ihnen gewünschten Vier-Augen-Gesprächs mit Vertrauensperson. Mögliche Lösungsvorschläge werden aus verständlichen Gründen nicht am Telefon oder im Netz diskutiert. Zusicherung, dass bei Organisation und Durchführung des Treffens mit Vertrauensperson keine Fallen gestellt werden. Vorschlag für Organisation des Vier-Augen-Gespräch bis morgen Donnerstagmittag.

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (b) Meine Antwort kam dann prompt:
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Danke für die Nachricht. Es wurden zwar keine meiner Fragen beantwortet. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob ein Gespräch die Lösung bringen würde. Ich kann mir auch mit der grössten Mühe nicht vorstellen, was sie vorschlagen könnten: Die Verbrecher von Argentinien werden wohl nie durch ein Gericht meiner Heimat verfolgt werden. Die Schutz-ID ist also nicht machbar. Gegen mich läuft alles... Ein Treffen, ohne dass eine Schutz-ID gegeben wird - macht keinen Sinn für mich. Danke für die Zusicherung: logischerweise würden sie mir aber auch nie sagen, wenn sie ein Falle organisieren. Ich bitte sie mir wenigstens in Andeutungen hier hinzuschreiben, was für welche Lösungsansätze es wären. Ich melde mich wieder morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 20. Februar 2003 Die letzte Meldung von Kieber lag schon frisch ausgedruckt auf dem Tisch im Sitzungszimmer des KKZ. Nun gut, dachte man sich in Vaduz. Bis zu einer Antwort hätten sie ja noch über zweieinhalb Stunden Zeit. Es müsste nur eine neue Nachricht vor 11 Uhr eingegeben werden, sodass Kieber nicht denken würde, die in Vaduz hätten ihn abgeschrieben. Die morgendliche Sitzung des KKZ wurde dazu genutzt, eine offene Diskussionsrunde zu starten. Sehr zum Frust des Professors, der Polizei und der Justiz, stimmten einige von der LGT und der Regierung wieder ein tot geglaubtes Lied an: Man sollte Kieber so schnell wie möglich dingfest machen. Ohne auf „fremdstaatliche Hilfe‚ angewiesen zu sein. Ohne Zweifel stand fest, dass Liechtenstein aufgrund internationaler Vereinbarungen und Mitgliedschaften schon lange hätte Genaueres dem Ausland mitteilen müssen. Mit dem Resultat, dass Kieber nicht in Vaduz sondern in Spanien gelandet wäre, was - verständlicherweise - das Staatsoberhaupt HansAdam ausdrücklich nicht wünschte. So waren die Gegner solcher Ideen schon etwas Sprachlos, als die Befürworter ein fertiges Konzept auf den Tisch legten. Schliesslich standen die höchsten Staatsinteressen auf dem Spiel. Man könnte doch Kieber mit der Zusage einer Aushändigung der
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Schutz-ID ködern und ihn für ein Gespräch nahe an die französischschweizerische Grenze einladen. Z.B. nach Strassburg oder besser noch nach Mulhouse. Psychologisch müsste ihm dies aber so verkauft werden, dass er glaubt, es sei seine Idee gewesen, dorthin zu kommen. In Strassburg müsste der Bankdirektor Kiebers Vertrauen in ihn festigen und herausfinden, ob er die Sicherheitsmassnahmen, wie er sie im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, wieder in die Wege gleitet hatte. Vielleicht hätte er gar keine solcher Massnahmen aktiviert. Möglicherweise blufft er nur. Ja, sicher, sicher, erwiderte der Professor, wurden wir nicht gerade selber überrumpelt, als sich herausstellte, dass er die angeblich nicht entwendbaren Daten in der Tat hatte? Er konnte als Experte nicht ganz ausschliessen, dass Kieber nur aus schlauen Überlegungen so explizit auf seine eigenen Schutzvorkehrungen hingewiesen hatte. Ihn würde es aber ganz und gar nicht verwundern, wenn er im Gegenteil, grössere und bessere Vorkehrungen organisiert hat, als er uns mitgeteilt hatte. Er würde dies lieber nicht testen wollen. Die Befürworter radikaler Massnahmen hatten einiges an Arbeit in das Manuskript gesteckt und wollten es darum fertig diskutieren. Für die Ausführung hatte man verschwiegene Dritte zur Hand. Nein, keine Schnüffler. Man könnte auf gewisse Kreise zurückgreifen, die aus innerlicher Überzeugung mithelfen würden. Natürlich gegen entsprechend fettes Geld, wegen dem allgemeinen hohen „Risiko‚. Der Plan sah Folgendes vor: Sobald der Bankdirektor überzeugt war, dass Kieber ihm voll vertrauen würde und dieser keine Massnahmen getroffen hätte und er wisse, wo Kieber die Daten aufbewahre, dann, erst dann soll er Kieber in die Tiefgarage seines Hotels führen, um ihm die angeblich dort im Mietwagen verstaute Schutz-ID aushändigen zu können. Bevor Kieber merken würde, was los ist, wäre er schon von einer Gruppe starker Männer überwältigt und ruhig gestellt worden. Ein Abtransport über einen nicht bewachten, nicht besetzten Grenzübergang mit einem Auto mit Schweizer Kennzeichen sei absolut kein Hindernis und man hätte dann freie Fahrt für die drei bis vier Stunden bis nach Liechtenstein. Sollte Kieber, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit in die Garage kommen wollen, so könne man auch ohne Probleme die
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Festnahme im Hotelzimmer vom Bankdirektor organisieren, indem man dort auf die beiden wartete. Man sei sich zu 1000 Prozent sicher, dass Kieber, zurück in Vaduz, voll kooperativ wäre und sofort mitteilen würde, ob er noch evt. Kopien, z.B. in Berlin gelassen hätte oder schon mit fremden Staaten gesprochen hätte. Sollte sich Kieber immer noch unbelehrbar zeigen, so könnte man ihn mit der Auslieferung nach Spanien drohen. Egal, das Spanien dies nie verlangt hatte. Da das ganze Konzept ohne die Mitarbeit und ohne Absprache mit dem Bankdirektor erstellt worden war, lehnte dieser es kategorisch ab, Komplize einer solch illegalen Aktion zu werden, wäre sie auch noch so gerechtfertigt. Hans-Adam und Alois gefielen diese Zukunftspläne auch nicht. Der Skandal wäre unvorstellbar, erinnerten sie die Anwesenden, wenn es später an die Öffentlichkeit kommen würde. Sie schimpften auch mit den Erfindern des Konzepts: Was wäre, wenn Kieber sich vehement gegen einen gewaltsamen Zugriffsversuch wehren würde? Wollte man ihn halb totschlagen? Nein, auf keinen Fall. Auch daran hätten sie gedacht, sagte Feuerstein. Es gäbe hochwirksame Beruhigungsmittel in Spritzenform, die innerhalb von Sekunden ihre volle Wirkung entfalten würden. Kieber hätte gar keine Chance, da er keine eigene Kraft mehr hätte, sich zu wehren. Die Dosierung könnte so abgestimmt werden, dass er erst wieder nach zwei, drei oder vier Stunden zu sich kommen würde. Die Methode sei medizinisch abgesichert und Kieber würde keine bleibenden Schäden davontragen. Spuren der Droge würden zwar im Blut noch lange nachweisbar sein, aber der Plan sehe ja nicht vor, dass Kieber die Gelegenheit für eine „Beschwerde‚ oder Arztvisite habe. Dem Professor wurde es zu viel. Er verabschiedete sich von der Runde und sagte, dass er frische Luft atmen gehen müsste. Wenn sie Glück hätten, dann käme er vielleicht wieder zurück. Dem Bankdirektor wurde auch ganz bange. Da fiel ihm etwas ein, was einem Banker normalerweise beim Aufstehen immer als erstes in den Sinn kommt: das liebe Geld. Moment mal, sagte er, warum das Geld nicht dem Kieber anbieten, anstelle es dubiosen Gestalten (‚die Gruppe starker Männer‚) nachzuwerfen. Geld gegen Daten, das könnte die Lösung sein. Man wäre ja heilfroh, wenn dem so wäre, erwiderte Hans-Adam. Aber darum geht es Kieber
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doch gar nicht. Er hat nie ein Wort davon gesagt. Hier haben wir es leider nicht mit einem klassischen Fall zu tun, fasste Hasler, fast schon wehmütig, zusammen. Der Liechtensteiner Weg, wo Geld alle Wunden heilt, funktioniert eben nicht immer, erwiderte der Bankdirektor. Trotzdem, lasst es uns versuchen, ermunterte das Staatsoberhaupt. Von einem chaotischen Tag blieben dann nur noch folgende kurze Zeilen für Kieber übrig: Die in ihrem gestrigen Mail von 10:33 angedeuteten alternativen Lösungsvarianten werden nur in persönlichem Treffen mit Vertrauensperson besprochen. FL-ID-Variante definitiv nicht möglich. Manchmal kann aber Geld Probleme lösen. Besprechung dieser Variante mit Vertrauensperson persönlich und nicht über Internet und Telefon.

AMSTERDAM 20. Februar 2003 Ich wusste es. Ich wusste es! Früher oder später – wie immer bei solchen Leuten – bildeten sie sich ein, mit Geld alle Probleme lösen zu können. Tja, in meinem Fall hatten sie falsch gedacht. Sie begriffen es immer noch nicht. Ich war eher erbost, dass sie mir Geld offerierten, anstatt ihre eigenen (Justiz-)Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Dann wieder konnte ich sehen, dass es eben der einfachste Weg für sie war. Ich wollte aber kein Geld. Nie und nimmer. Ich war auf das Ziel fixiert, die Verbrecher Roegele & Co. hinter Gitter zu bringen. Koste was es wolle. Ich blieb in meiner Antwort ehrlich und versuchte meine gefühlte Wut nicht zum Ausdruck zu bringen. Was mir gegen Ende nicht so gut gelang. Mit der unbehaglichen Gewissheit, dass meine Zeilen ein paar neue Wutanfälle in der Heimat auslösen würden, schrieb ich folgendes und drückte dann die Speichertaste: Tja - da bin ich aber überrascht worden! Wenn man all meine Unterlagen gelesen hat, dann weiss man, dass ich NIE um GELD gebeten habe. Ist dies ein Versuch mich in einen Gelderpresser zu wandeln? Damit es später besser in die ‚Geschichte‚ passt: sollte die Katastrophe eintreten?!? Ich bin kein Erpresser.
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Die Verurteilung der Folterer wäre meine Erlösung. Sicherlich Geld macht das leben leichter, ich gebe auch zu‚ dass ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, Ersatz für den finanziellen Schaden, den ich durch das Urteil im 2002 in der Zivilsache gegen den Hauptverbrecher aus Argentinien erlitt, nämlich die über eine Million CHF (blockiertem Geld, Anwaltskosten von 5 ½ Jahren etc.) zurückzufordern. Aber wie sie ja wissen, habe ich nie ein Wort davon erwähnt. Ich habe mit meinem Handeln auf die unrechtmässige Behandlung meinerseits durch die Justiz hingewiesen. Meine Ziele habe ich leider nicht erreicht! Ich hatte so gehofft (selbst wenn sie es nicht glauben), dass der Fürst etwas bewegen kann: natürlich habe ich in den letzten Wochen auch erkennen müssen, dass er es nicht einfach hat und wohl so handeln muss, wie er es sieht. Ich verstehe ihre Seite ganz und gar - wie sie ja wissen, bin ich nicht dumm (um es so auszudrücken). Ich kann mich sehr gut in ihre Lage versetzten (was man allgemein mit analytischem Denkvermögen betitelt). Ich nehme an, dass auch sie sich mehr oder weniger in meine Lage versetzten können und auf Grund der Vorkommnisse der letzten 6 Wochen verstehen und nachvollziehen können, dass ich übervorsichtig und extrem misstrauisch geworden bin... Ich sehe die Teamsitzungen der involvierten Behörden vor mir, wo die vorherrschende Meinung gilt, dass sie mich schon kriegen werden - dies sind die Ihnen, Durchlaucht doch schuldig - oder? Apropos Meinungen: sollte die Meinung vorherrschen, dass ich nie und nimmer die Daten verraten könnte, da ich sonst ja nichts mehr in der Hand hätte, dann irren jene Leute, die dies proklamieren: abgesehen davon, dass ich nur ein paar Tage hintereinander mich mittels meiner immer noch frischen Erinnerungen und den Unterlagen aus dem 101er die erlittene Folter in Argentinien vor Augen halten muss - um in eine solche Wut zu geraten, dass ich keine Probleme habe den involvierten Staaten ein DVD zu senden, hat ja der Besitz aller Daten für mich auch keinen ‚nutzten‚ gebracht, da ich ja nichts damit erreicht habe: mir sind die Ideen ausgegangen. Aber solange wir noch miteinander kommunizieren, muss es eine Lösung geben. Wenn ich nur zu 100 % sicher wäre, dass ein 4Augen-Gespräch keine Falle ist.
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VADUZ 21. Februar 2003 Mist, den Plan Kieber Geld zu offerieren war ihm in den falschen Hals geraten, lästerte man im KKZ schon zu früher Stunde. Und die Drohung am Ende, was sollte das wieder heissen? Man war wieder am Anfang des Problems. Jede Debatte unter den Mitgliedern des KKZ, die hin und her Schreiberei mit dem Kieber, alles für nichts und wieder nichts. Kieber erschien ihnen abermals wie ein Buch mit sieben Siegeln, schlimmer noch, eines mit 7000. Alle sahen ein, dass nur ein Gespräch mit Kieber sie aus der verfahrenen Situation führen konnte. Hans-Adam befahl, alle Pläne und Konzepte einzufrieren und abzuwarten, was das Meeting mit Kieber an neuen Erkenntnissen bringen würde. Der Professor war derselben Meinung. Die KKZ stellte folgende Mitteilung ins Netz: Sie haben Recht. Kommunikation ist die Voraussetzung einer Lösung. Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch dient zur Lösungsfindung. Es gibt keine Fallen, sie bestimmen Ort, Zeit und Vorgehensweise für dieses Gespräch mit der Vertrauensperson.

AMSTERDAM 22. Februar 2003 Nach langem hin und her, konnte ich meine Befürchtungen etwas dezimieren und entschloss mich das Experiment „Treffen‚ durchzuziehen. Schlussendlich war mir klar, dass ich ohne Diskussionen meine Ziele nicht erreichen konnte. Um Hans-Adam und seine, meiner Vermutung nach gross angeschwollene Beratertruppe, so lange wie möglich im Bezug auf Holland zu täuschen, setzte ich wieder auf die Verwirrungstaktik, indem ich ein Treffen im hohen Norden andeutete. Ich konnte es mir nicht verkneifen, einen Hinweis in Sachen Sicherheitsvorkehrung mitzuliefern. Folgender Text war das Resultat meiner Gedanken: Also, einen Versuch will ich wagen .... obwohl alles dagegen spricht. Könnte sich Dr. S. MO + DI, den 3. + 4. März 03 oder DI + MI, den 4. + 5. März freihalten? Es ist für mich erst zu jenen Tagen möglich, weil ich noch einiges vorbereiten muss, was sie
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sicher verstehen. Das Treffen findet in einem der Skandinavischen Länder statt. Welches Land es ist, kann ich erst später mitteilen. Ich bitte aber um folgendes: Dr. S. soll eine Schriftkopie meiner Tonbandaussage bei der Kripo vom 11.04.1997 über die Ereignisse in Argentinien erhalten, sowie eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachten. Er möge beides intensiv lesen. Ich möchte nämlich nicht, dass er ohne meine Motive zu kennen, mir gegenüber steht. Falle: ich bin mir bewusst, dass sie durchaus eine (erfolgreiche) Falle vorbereiten könnten. Daher bleibt mir auch nichts anderes übrig, einen automatischen Mechanismus vorzubereiten, wo sichergestellt ist, dass ein paar Länder und 3 Medien alle Daten auf einmal erhalten, sollte ich nicht frei bleiben. Ich nehme an, dass sie dies verstehen. Ich melde mich wieder anfangs nächster Woche.

AMSTERDAM 23. - 27. Februar 2003 Die Tage vergingen wie im Flug. Komisch, ich fand keine Reaktion auf meine letzte Nachricht. War wohl zu deftig, dachte ich mir. Aber besser Klartext reden, als die Gegenseite an falsche Sicherheit glauben zu lassen. Dass würde nur die Geburt von Radikallösungen, die mir sicher nicht gut bekommen würden, fördern. Da war ich mir sicher. Oder der Bankdirektor kann nicht Anfang März reisen. Oder „Skandinavien‚ passt ihnen nicht. Oder Hans-Adam hatte andere Probleme. Ich wusste es nicht. Egal, er wird sich sicher wieder melden, sagte ich zu mir. Es war ja noch Zeit bis Anfang März. Am Mittwoch, 26.02. stellte ich denselben Text wie vom 22.02. nochmals in Netz und fügte einen Satz vorneweg, wo ich Hans-Adam fragte, ob er meine Nachricht vom Samstag, den 22.02.03 gelesen habe. Am nächsten Tag, um die Mittagszeit hoffte ich schon eine Antwort zu bekommen. Wieder war nichts. Oje, ich befürchtete, dass etwas schief gelaufen sei muss. Ich konnte es nicht verstehen, dass die in Vaduz offenbar nicht begriffen hatten, dass jeder Unterbruch in der Kommunikation nur zu wilden Spekulationen führen würde. Das galt für beide Seiten. Ich schrieb an Hans-Adam:
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Bitte löschen sie jeweils den Text nach dem sie ihn gelesen haben. Auch wenn sie nichts antworten; damit sehe ich (und umgekehrt auch sie), dass man die Nachricht bekommen hat. Da sie meinen letzten langen Text über Tage stehen haben lassen, nehme ich an, dass sie noch nicht hier in der Emailbox waren. Danke. Diese Tage ohne ihre Nachricht brachten mich auch auf den Gedanken, dass sie eventuell die Meinung bezüglich eines Treffens geändert haben. Dies ist nicht weit hergeholt, da auch ich, wie sie auch, den Umständen entsprechend mehrere ‚Wege aus dem Wald planen‚ muss. Wenn es dem Dr. S. am MO + DI ‚ 3. + 4.03.03 zeitlich gehen würde, dann werde ich ihm am Sonntagabend auf seinem Handy anrufen und die Route durchgehen. Ist dies OK für sie? Hat er die Unterlagen lesen können? Es ist zwar eine idiotische Frage, aber ich stelle sie bewusst trotzdem: sind sie sicher, dass es keine Falle wird? Ich bitte sie, den Dr. S. über die offenen Akten (101er, 140er, neuer etc.) zu informieren und ihm zu erlauben, dass er mich informiert. Auch möchte ich bei dem Treffen erfahren können, was mich zu hause erwarten würde, wenn ich im März 03 samt allen Unterlagen freiwillig nach hause kommen würde? Vielen dank für ihre Mühe und wirklichem Vorhaben, ein Treffen ohne Überraschung zu wollen.

VADUZ 22. - 27. Februar 2003 Rasch sprach sich in den involvierten Kreisen herum, dass Kieber nicht wie vermutet in Frankreich war, sondern irgendwo in Skandinavien oder zumindest auf dem Weg dorthin wäre. Man versuchte den Aufenthaltsort von Kieber zu eruieren. Der Befund sagte, dass die vorletzte E-Mail aus Rotterdam, Holland kam und die Letzte wieder irgendwo aus Frankreich. Dies brachte auch kein Licht in die vernebelte Angelegenheit. Beim Wort Skandinavien zogen nicht nur die LGT und die Regierung die Mundwinkel nach unten. Clever ausgesucht, sagten sie. Kieber wusste offenbar, dass die skandinavischen Länder sehr strenge Steuergesetzte haben und er dort sicher auf offene Türen stossen würde, sollte er sich an die Behörden wenden (müssen). Die LGT Treuhand
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bestätigte, dass mehrere hundert Bürger aus dieser Ländergruppe ihre Kunden waren. Man war verärgert, da man eine Lösung des Problems im „Strassbourg‚-Stil in Skandinavien nicht so einfach durchziehen könnte. Man müsste wieder zuerst die Möglichkeiten eruieren. Die Kluft zwischen den KKZ-Mitgliedern wurde immer grösser. Auf der einen Seite hatten die Vertreter der LGT und die Regierung immer weniger Geduld in der Sache. Hans-Adam und seine Familie hatten als Zerstreuung, wenn dies auch keine herrliche Vergnügungstour war, die laufende, heisse Enddebatte um die neue Verfassung zur Verfügung. Die Abstimmung war auf den 16. März angesetzt. Hans-Adam war auch mehr und mehr frustriert, dass es überhaupt soweit kommen konnte. Das er und seine LGT wegen brutalen Fehlern der eigenen Justiz nun so leiden mussten. In den vergangenen Tagen gab es mehrere längere und private Beratungen zwischen dem Professor und Hans-Adam. Der Professor warnte vor einer Katastrophe, sollte man einem Konzept im Stil „Strassburg‚ zustimmen. Als gebildeter Mann war natürlich auch HansAdam klar, dass man sich auf sehr dünnes Eis begeben würde, sollte man Kieber mit kriminellen Methoden schnappen. Aber die Zeit, die Zeit läuft mir davon, jammerte er zu Recht. Erst nach grosser Überzeugungskunst von Seiten des Professors, fällte er als Staatsoberhaupt einen wichtigen Entscheid. Er befahl, dass sich die Regierung, die Justiz und die Polizei aus der ganzen Angelegenheit zurückziehen mussten und er bis auf Widerruf keine Vorschläge und Randbemerkungen von denen mehr hören wollte. Er erklärte weiters, dass er die dem KKZ mündlich erteilten speziellen Vollmachten annulliert habe und sich der Sache nur noch direkt annehmen würde. Es wäre eine grosse Untertreibung zu behaupten, dass gewisse Kreise in Vaduz nicht hocherfreut über diese Dekret vom Staatsoberhaupt waren. Die Polizei vermerkte am 28.02.03 in einem Protokoll, dass man sich absprachegemäss aus dem Kontakt mit Kieber zurückgezogen hatte und war sichtlich erleichtert. Die Justiz hatte auch genug andere Fälle und wurschtelte wie üblich weiter als wäre nichts geschehen. Andererseits deuteten die Befürworter radikaler Massnahmen, namentlich die LGT und die Regierung, diese Änderung im Kurs gegenüber Kieber als Zeichen von Hans-Adam, dass er doch noch geneigt wäre, ihre Ideen zur
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Lösung des Falls in die Tat umzusetzen. Denn die Justiz sowie die Polizei hatten ihn ja in diese Lage gebracht, durch ihre bewiesene Inkompetenz und offensichtlichen Fehlurteile in Sachen Argentinien und das „Interpoldebakel‚. Als aktuelle Mitteilung liess Hans-Adam am 27.02., am früheren Abend folgenden Text eintippen: Dr. S. wartet ihren Anruf am Sonntagabend. Er hat ihren Fall studiert. Es ist keine Falle. Anm.: Dies war dann auch die allerletzte Mitteilung, die von Seiten HansAdams über dieses System gemacht wurde.

AMSTERDAM 28. Februar 2003 Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich die Nachricht las, dass der Bankdirektor meinen Fall studiert hatte. Nichts hasste ich mehr in den vergangenen Jahren als mit Leuten zu reden, die vorgaben, den Sachverhalt zu kennen, wenn das in Wahrheit nicht der Fall war. Obwohl meine früher gesetzte Frist „Ende Februar 2003‚ abgelaufen war, ohne dass ich die Schutz-ID erhalten hatte, freute ich mich irgendwie auf das Treffen mit dem Bankdirektor. Es waren über sieben Wochen vergangen, seit ich auf meiner Mission gestartet bin. Um überleben zu können, wusste ich, dass ich äusserst flexibel sein musste. Und das war ich immer schon in meinem Leben. Anpassungsfähig wo es nötig und richtig erschien. Als meine letzte Meldung nach Vaduz schrieb ich: Vielen Dank für ihre Nachricht. Ich werde ihn am Sonntagabend sicher anrufen. Ich bitte ihn für die Reise auch eine Badehose (nicht das er verkabelt kommt) und gutes Schuhwerk mitzubringen, sowie sein Handyladegerät. Ich werde am Sonntag um die Mittagszeit nochmals hier hinein schauen. Vielen Dank für ihre Mühe. Ich hatte mich noch nicht festgelegt, wo und unter welchen Umständen ich ihn treffen wollte. Den Hinweis mit der Badehose formulierte ich deswegen, weil ich verhindern wollte, dass die in Vaduz auf die Idee kamen, den Bankdirektor zu verkabeln, um das Gespräch zwischen uns
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aufzunehmen oder einen so genannten Lokalisierungssender an seinem Körper zu verstecken. Ich ging davon aus, dass solche technischen Spielereien batteriebetrieben und voll mit elektronischen Komponenten sein würden. Da gab es nur eines, was diesen Geräten den Saft abdrehte: eintauchen in viel, viel Wasser. Im Schwimmbad oder in einer heissen türkischen Sauna. Heisser Dampf bekommt solchem Schnickschnack sicher auch nicht gut. Natürlich hätte man den Bankdirektor auch mit wasserdichtem Material ausrüsten können. Aber nur mit Badehose bekleidet oder gar splitternackt, da müsste er es schon sehr gut verstecken. Mit dem Hinweis gutes Schuhwerk mitzubringen, wollte ich auf die Möglichkeit einer Wanderschaft zu einem Treffpunkt hinweisen, vielleicht an einem abgelegenen, schwer erreichbaren Ort.

VADUZ Ende Februar / Anfang März 2003 Als hätten die in Vaduz nicht schon genug Probleme (Kieber) und Ärger (der Abstimmungskampf um die Neue Verfassung), tat sich ein neues Grab in Vaduz auf. Ein ehemaliger, langjähriger Angestellter der Liechtensteiner Landesbank (LLB), Herr Roland Lampert, kündigte im Februar aus heiterem Himmel seine Stelle und begab sich auf eine folgenschwere Erpressertour. Nachdem die LLB den wahren Grund für seinen Abschied erkannt hatte und ihn wegen Kontoungereimtheiten sprechen wollte, informierte er im Gegenzug die LLB, dass er im Übrigen über 2300 Datenausdrucke mit einer Vermögensübersicht von über 1300 verschiedenen deutschen Kunden der LLB besitzen würde. Zuerst glaubte man ihm nicht. Bis er den Beweis dafür lieferte. Da die LLB mehrheitlich in Staatsbesitz(!) war (und heute noch ist), wurde – entgegen den aktuellen Beteuerungen aus Liechtenstein - natürlich die Regierung und somit Hans-Adam sofort im Februar 2003 informiert. Nicht schon wieder, man konnte es nicht fassen. War „der Tag des jüngsten Gerichts‚ in Liechtenstein angebrochen, fragte man sich nun in Vaduz. Nachforschungen der LLB ergaben, dass Lampert zwischen August 2000 und Ende Februar 2003 klammheimlich die Daten gesammelt hatte.

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Da ja der Diebstahl von Daten ein Antragsdelikt war, wurden vorerst Polizei und Justiz nicht informiert. Die nicht kleine Unterschlagung von (Kunden-)Geldern wurde zwar auch rasch bemerkt, jedoch weder der Polizei noch der Justiz gemeldet. Die LLB versuchte am Anfang mit der Billigung von Regierung und Hans-Adam alleine, dann mit der geballten Macht der Liechtensteiner Justiz und am Schluss mit Privatdetektiven und millionenschweren Eurozahlungen, die Sache zu bereinigen. Mit einem katastrophalen Endergebnis aus Liechtensteiner Sicht. Anm.: Über diesen Fall, den LLB-Fall, wurde in den deutschen Medien seit 2008 ausgiebig berichtet. Eigentlich nur deswegen, weil jene Gruppe von Kriminellen, die nach der geheimen Verurteilung von Lampert in Liechtenstein an die betroffenen Daten gelangten, selber nun in Rostock vor Gericht stehen. Ich rege meine Leser an, im Internet die Einzelheiten nachzulesen. Einiges macht aber den LLB-Fall in Bezug auf meine Sache sehr interessant. Erst mal die Tatsache, dass es sich zeitlich praktisch parallel zu meinem Fall abspielte und ich daher aufzeigen kann, wie heuchlerisch die Regierung und Hans-Adam agierten. Zudem – was der Öffentlichkeit nicht bekannt ist - wurde versucht, mich mit dem LLB-Fall zu ködern und zu manipulieren (nachzulesen in den kommenden Kapiteln). Da praktischerweise der Professor Dr. Thomas Müller in Vaduz schon seine Zelte aufgeschlagen hatte, fragte die Regierung ihn, ob er ihnen auch im LLB-Fall helfen könnte. Er erkannte die aussergewöhnliche Herausforderung und sagte zu. Hans-Adam bestand darauf, acht zu geben, dass man die zwei Fälle nicht vermischen würde. Von diesem Zeitpunkt an arbeitete der Professor im behördlichen Auftrag der Justiz am LLB-Fall und nur noch im Privatauftrag von Hans-Adam am LGT-Fall. Der Bankdirektor Dr. Pius Schlachter wurde am letzten Samstag im Februar von Hans-Adam und Alois aufs Schloss eingeladen und dort auf seine Mission vorbereitet. Es wurde beschlossen vorerst keine Falle für Kieber vorzubereiten. Erstens fehlten für den Entscheid zugunsten einer Falle die wichtigen Informationen, wie welches Land in Skandinavien? Hatte man Verbindungen dorthin? Hatte man Verbündete dort? Wie lauten die Gesetze dort? Gibt es Spielraum in diesen Gesetzen? Und Zweitens hatte der Bankdirektor seinen persönlichen Wunsch klar zum
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Ausdruck gebracht, kein Komplize einer solchen Sache werden zu wollen. Hans-Adam akzeptierte dies. Er meinte zwar, ein bisschen Einschüchterung, wenn es die Situation bei einem Meeting mit Kieber erlauben würde, wäre schon abgebracht. Nicht zuletzt, um ihm zu zeigen, wie schwer er die in Vaduz beleidigt und verletzt hatte. Wer hier der Herr im Hause ist ! Mal sehen, erwiderte der Bankdirektor. Ihm wurde weiterhin eingetrichtert, dass es das oberste Ziel sei, die Daten zu bekommen und Kieber zu überreden, nach Hause zu kommen. Der Bankdirektor wollte die Gelegenheit dieser privaten Audienz mit Hans-Adam & Erbprinz Alois für eine Debatte über ein bisher nicht angesprochenes Thema nutzten: Sollte man nicht die Kunden warnen? Wie aus einer Pistole geschossen, riefen Hans-Adam und sein Sohn gleichzeitig, NEIN, auf keinen Fall. Warum auch? Es gab keinen Grund. Kieber habe zu keiner Sekunde jemals etwas gesagt oder geschrieben, dass er direkt auf die Kunden zugehen würde. Und mit den ausländischen Behörden hatte Kieber hoffentlich noch nicht geredet. Wenn dem aber so wäre, dann wäre es sowieso zu spät, die Kunden zu warnen. Wie sich der Bankdirektor dies vorstellen würde, fragten sie ihn. Da Kieber ja die komplette Datenbank hatte, müsste man ja extra 50 neue Leute einstellen, um die tausende aktuellen und die hunderte ehemalige Kunden entweder telefonisch oder per Brief warnen. Bitte, Herr Bankdirektor, Sie müssten es doch besser wissen, die Medien würden schon nach dem zehnten Kunden sicher irgendwie Wind davon bekommen. Unser Bankengeheimnis, die Säule unseres Geschäfts, würde implodieren, redete Hans-Adam auf ihn ein. Da half auch nicht der Hinweis des Bankdirektors, welche Konsequenz es für die Kundschaft von Dr.Dr. Batliner hatte, als dieser sie nicht warnte, als eine CD-Rom mit deren Daten gestohlen wurde. Eine CD-Rom die erst lange Zeit später bei den deutschen Behörden landete. Hans-Adam und Alois beharrten auf ihre Auffassung, dass eine Warnung ihrer Kunden zu viel Schaden für ihr gesamtes Geschäft bringen würde. Sollte die Katastrophe eintreten, „wovor Gott uns bewahren soll‚.
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Man versicherte dem Bankdirektor auch, dass, sollte ein Wunder geschehen, und Kieber schon nach dem ersten Treffen nach Hause kommen wollen, ein Anruf von ihm genügen würde und Hans-Adam sein Auto samt Fahrer und Schutzvorkehrungen für Kieber schicken würde. Der Bankdirektor hatte schon vom Sekretariat die Informationen zu allen möglichen Flugkursen von Zürich nach Schweden, Norwegen und Finnland erhalten.

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Ich kaufte mir ein Tagesticket und fuhr jede einzelne Strecke ab. verwarf ich wieder. Mit der roten Linie kam man nach ca. Und sowieso wäre man mit dem Auto schnell verloren. um Schritt halten zu können. da dies nur die Möglichkeit von „Überraschungen‚ seitens der Gegner erhöhen würde. dachte ich mir. Ich fuhr mit dem Boot zurück an den Ausgangspunkt.KAPITEL 13 Ein Essen für Sechs Euros Also gut. Ihn in einen Bus oder Taxi einsteigen und irgendwohin hinfahren zu lassen. 60 Minuten an der Endstation „Van Gogh Museum‚ an. Der Fussweg führte über Strassen und Brücken. Dafür wollte ich ihn irgendwie ständig in Bewegung halten und dies auch noch mit einer anderen Fortbewegungsart als die meine. stand für mich fest. Bevor es überhaupt zu einem direkten Wortwechsel zwischen mir und dem Bankdirektor kommen konnte. dem Central Station East fuhren in regelmässigen Abständen verschiedenen Rundfahrten ab. Ein Blick auf die Wasserkanäle vor meiner Nase brachte mich auf eine knifflige. rechnete ich mir aus. flache Land hinaus zu verlegen. Die Anonymität der Menschenmenge von Amsterdam war mir da lieber. aber machbare Lösung. was ein Fahrverbot für Autos bedeutete. das Treffen weit ins freie. Das war’s! Eine Kanalfahrt. Es gäbe für eventuelle Schattenmänner nur zwei 318 . Dem nächsten Boot zum Van Gogh Museum folgte ich auf dem Landweg zu Fuss und stoppte die Zeit bis zur Station Leidseplain: knapp 50 Minuten. dass mir niemand mitten in der Stadt am helllichten Tag etwas antun würde. Die Vorletzte hiess Leidseplain. Weil ich dann auch auf ein ähnliches Transportmittel hätte zugreifen müssen. Oft in einer Richtung. Zudem hoffte ich. Meine ursprüngliche Idee. da man aufgrund der Verkehrsführung in der Stadt schon nach fünf Minuten das Boot und somit mich als begleitenden Fussgänger aus den Augen verlieren würde. dass ich derjenige sein müsste. der ihn vorher für eine Zeitspanne von mindestens 30 Minuten im Auge behalten und beobachten musste und nicht umgekehrt. einen dafür geeigneten Platz in der Stadt Amsterdam zu finden. weil es entweder eine Einbahnstrasse oder die Brücke zu schmal war. Ab dem Hauptbahnhof. Ideal! Könnte klappen. Davor waren ein paar Haltestellen. kam daher nicht in Frage. Wie würde ich dieses Treffen überleben? Ich verbrachte die Tage damit. Ich studierte die Grachtenrundfahrten mit dem Kanalbus sehr genau.

hinter dem Stapel des Rundschreibens der Kirchgemeinde. Er würde nicht erfahren. Im Verlauf der Kanalfahrt werde ich Ihnen weitere Instruktionen zukommen lassen. Ein Kreuzschlag vorher wäre vielleicht nicht schlecht. Nehmen Sie den nächst verfügbarem Kurs und setzten Sie sich bitte auf einen unüberdachten Sitz. Ich fand es besser. Ich hatte die Öffnungszeiten der Kirche kontrolliert und musste nur noch die Instruktionen zu Papier bringen. 319 . oder man würde es zu Fuss verfolgen. so könnte ich den Bankdirektor zum Aussteigen an einer Zwischenstation auffordern und ihn dort auf den nächsten Kurs für die Weiterfahrt warten lassen. Schräg gegenüber der Kirche sehen Sie am Kanal ein kleines Häuschen. dass es mir sofort auffallen würde. Kaufen Sie sich bitte einen Tagespass für die Rote Linie bis zur Endstation. wo ich bin. den Canalbus verkauft.Chancen uns zu verfolgen. Die Strecke zu Fuss führt so stark im Zick-Zack Kurs durch die Stadt. dass Tickets für Kanalrundfahrten. Entweder man stieg mit dem Bankdirektor in dasselbe Boot ein. wüsste ich was die Stunde geschlagen hätte. dass Begleiter im Boot anwesend waren. Das Gespräch sollte sich nur auf folgende Bitte beschränken: Er sollte sich am Montag in die Eingangshalle der grossen St. Bitte gehen Sie aus der Kirche wieder raus. mich dem Bankdirektor vor seiner Kanalfahrt zu zeigen. Dagegen gab es auch ein einfaches Mittel. sobald er in Holland war. Falls ich aber irgend etwas faules sehen oder spüren sollte. Nicholas Kirche gegenüber dem Hauptbahnhof. Zudem hatte ich ja nicht vor. Sollte ich den Verdacht haben. das Prospektregal aufsuchen und dort ganz oben rechts. würde er weitere Instruktionen von mir finden. ich hatte ja die möglichen Schattenmänner oder Kameraden vom Bankdirektor nie gesehen und würde sie daher auch nicht erkennen können. wenn jemand wie ich das Boot zu Fuss verfolgen würde. Zugegeben. so weit hinten im Boot wie möglich. nur kurz mit dem Bankdirektor am Telefon zu reden. Sollte(n) dann die Verdachtsperson(en) auch mit aussteigen und in der Nähe von ihm bleiben und dumm aus der Wäsche gucken. falls sie mit ihm ins Boot einsteigen würden. Ich setzte mich in ein Internetcafé und formulierte: Hallo Herr Direktor. Wie ich Sie gebeten hatte. an der Prins Hendrickkade begeben. rufen Sie niemanden an und lassen alle Handy ausgeschaltet.

Ob sich alles etwas beruhigt hatte? Er antwortete: alles sei soweit ruhig. Ich druckte diese Zeilen aus und kopierte sie sechs Mal. Das sollte reichen. März 2003. Ich fuhr deswegen am Sonntag mit dem Zug 20 Minuten nach Haarlem an die Nordseeküste. Entschuldigen Sie die Umstände. Dies sah ich als kein Problem an. Sodass man dachte. dass ich mich gemeldete hatte. dass mir keiner über die Schulter schauen konnte. sobald ich am Sonntagabend auf dem Handy vom Bankdirektor anrufen würde. wie es den so im Ländle zu und her und wie es dem Hans-Adam ginge. passte ich meine elektronische Sicherheitsvorkehrung an die geänderte Situation an. Ich kaufte mir eine Telefonkarte und wählte die Handynummer vom Bankdirektor. Dort setzte ich mich in ein Touristencafé und ging im Kopf den Plan für die nächsten zwei Tage nochmals durch. Ich wollte aber nicht preisgeben. Ich knickte jedes einzelnes Blatt genau so wie der Rundbrief in der Kirche gefaltet war. Er nahm gleich ab und war hörbar froh. schilderte wo die Daten aufbewahrt waren und fügte einen neuen Adressenten dazu: die Polizei der Niederlande. den 1. er zumindest das Land herausfinden könnte. Obwohl ich ja datenmässig nichts mehr in Berlin hatte. wollte ich die ursprünglichen Empfänger von dort aus der Liste nicht auswechseln. wo ich mich befand. Bewusst nannte ich keine Namen. 03. Ich fragte ihn. In einem anderen Internetcafé. nachdem ich ganz sicher war. zur Kirche und steckte fünf der sechs Schreiben fein säuberlich hinter den vorhandenen Stapel. Ich bedankte mich für seine Geduld und entschuldigte mich nochmals für die Umstände. Hans-Adam sei sehr nervös wegen den Daten und der Abstimmungskampf sei immer noch voll im Gange. Ich wusste. Schönes Städtchen. 320 . Ich änderte nur den Text in Bezug auf meinen neuen Wohnort und die Adresse in Monnikendam. dass ich in Amsterdam war. Ich begab mich am Samstag.3.ist unser Treffen damit zu Ende und ich wünsche keine weiteren Kontakt mit Ihnen oder dem Schlossherrn zu Hause. genauer die Politie Centrum. Entweder möchte ich das Treffen oder ich lasse es ganz bleiben. dass es Teil des Zirkulars wäre.

damit nachher nicht behauptet wird. ich sagte ihm. die Anderen staunten. ja nix mit Skandinavien. ja hatte gar keinen. dass meine fünf Blätter weg waren. wo wir uns treffen würden. Ich würde ihn anrufen und dann sagen. Da wäre er zum letzten Mal auf seiner Hochzeitsreise gewesen. Er solle bitte spätestens um die Mittagszeit in der Stadt sein. Ich wollte überprüfen. Er bedankte sich. er hätte die kleine Vermutung. Na dann ist es doch wieder Zeit diese schöne Stadt zu besuchen. fragte ich in schnell. antwortete er zurück.Ich erzählte ihm. Er fragte mich. ob die Kirche auch wirklich offen war. betonte ich. Kein Problem: was war noch mal mein Plan B? Ohh. Ich würde von einer anderen Stadt nach Amsterdam kommen. dass es nicht in den Norden ginge. Bis Morgen Herr Bankdirektor. Ich lachte und sagte. dachte ich mir. Ja. weil mich ein Gefühl überkam. schob ich hinten nach. Obwohl mir die letzten zwei Fragen auch sinnlos vorkamen. Und ob es sicher sei. als ob mich jemand beobachtete. Gut. da ich dem Bankdirektor nicht am 321 . ich stelle die Frage nur. Ich schaute mich schnell um. Er sagte. So ein Mist. dann wäre ich der letzte auf Erden. Die Einen beteten. was er denn vermuten würde. dass ich etwas davon im Internet gelesen hatte. Aber. Ich fragte ihn. Ja. die Kirche war offen. Gar nicht gut war. Ob er die Badehose eingepackt hätte und ob er alleine komme. Nicht wahr? bemerkte ich. ich hätte euch nicht gewarnt. Ab jetzt. dass es keine Falle wäre. Hätten sie eine Falle geplant. Amsterdam? Amsterdam! rief er aus. der davon im Voraus erfahren würde. Ich musste mir was einfallen lassen. Bei mir hatte ich eine der externen Harddisk mit den elektronisch gespeicherten Daten. Montag! Ich fuhr schon mit dem ersten Linienbus von Monnikendam nach Amsterdam. Er solle sich bitte heute Abend den letzten Kurs oder für morgen früh den Ersten nach Amsterdam buchen. Bis Morgen Herr Kieber. dass es nix mit Religion zu tun hatte und weg waren sie. Nur ein paar ältere Damen und zwei Frühaufsteher-Touristen waren in der Kirche. Ich erwähnte auch das Inkrafttreten meiner Schutzmassnahmen. wohin die Reise nun gehen sollte. Aber es war niemand am Eingang. da musste wohl ein übereifriger Kirchenpfleger meine Zettel gefunden und gleich festgestellt haben. Ja.

vom täglichen Drogenkampf gezeichnete Gestalten oder aufgedonnerte Huren. eine andere Hinterlegungsmöglichkeit zu finden. schrieb ich Central Station East. Ich lief die kurze Strecke dorthin und fragte beim Concierge nach. Bis zur Mittagszeit waren es noch gute drei Stunden. Was aber wenn wieder einer aufräumen kommt? Besser wäre es. Im Zettel für den Bankdirektor strich ich die Worte Kirche durch und schrieb Hotel Victoria darüber. nein. Mahlzeit. wohin er gehen sollte. falls sie am Telefon mithören würden. Man konnte aus einer Vielzahl verschiedener Gerichte auswählen. Man fragte mich. Ich behauptete. schmackhafte Runde mit Reis und Huhn. wo dies war. Aber wo? Ein Hotel? HOTEL !! Das Hotel Victoria gleich unter dem Hauptbahnhof. Ich bestellte mir heute eine frisch zubereitete. Dies würde dem Gegner einen zeitlichen Vorsprung geben. Ich war schon hungrig und wählte für das heutige Mahl eines der asiatischen Minirestaurants aus. wo ich schon ausgedehnte Ruhezeiten im Sessel verbracht hatte. Die Kundschaft war immer dieselbe: ein paar Touristen. Er würde schon raus finden können. ob dieser denn Gast bei ihnen wäre. In den letzten Tagen hatte sich ein Restaurant als meinen Favoriten entwickelt. verklebte die Rückseite und notierte den Namen des Bankdirektors vorne rauf. ich legte den Zettel rein. Anstelle schräg gegenüber. die vom nahen Rotlichtbezirk hoch kamen. viele Immigranten und oft auch jämmerlich aussehende. aber er würde heute einziehen und in ein paar Stunden kommen. Es gab viele von ihnen. wäre ideal dafür. Es hatte nur um die zehn kleinen Tische mit jeweils vier Stühlen. Zusammen mit fünf Euro händigte ich den Umschlag dem Angestellten aus. Dazu eine Cola Light.Telefon erklären wollte. Ein feines Essen für unglaubliche 6 Euro. 322 . Man gab mir ein leeres Kuvert. ob ich eine Nachricht für einen Bekannten abgeben könnte. Ich könnte den letzten Zettel nochmals in der Kirche deponieren. aber in diesem waren die Köche spitze.

es sei alles in der Nachricht vermerkt. er sei auch erleichtert. endlich können wir uns unter vier Augen aussprechen. sagte ich zu ihm. einen Tee im Hotel Viktoria zu geniessen und eine englischsprachige Zeitung zu lesen. Er sagte in einem Hotel in der Stadt. Er war elegant gekleidet und hatte einen beigefarbenen langen. Er näherte sich der Ticketverkaufsstelle und schaute sich um. Für den Anruf auf das Handy vom Bankdirektor wählte ich eine etwas versteckte Telefonzelle in einer der schmalen Gassen hinter der Kirche. so wie ich es gewünscht hatte. Ich duckte mich in eine Ecke und musterte die Umgebung. Ich sah. Ohne dass ich ihn danach gefragte hatte. dass er alleine hier sei und es keine Falle sei. Bitte keine Fragen mehr. Hallo? Ja? Endlich. Er nahm weit weg von den anderen Bootsgästen Platz. dünnen Businessmantel an. Ich fragte ihn wo er jetzt wäre. Hallo. unterbrach ich ihn. Ja. und dann wollte er zur nächsten Frage ansetzten. Mein Puls stieg wieder in ungesunde Höhen. Dann ist ja gut. Niemand folgte ihm. Die Stunde der Wahrheit rückte immer näher. Ich observierte abwechselnd ihn und die Umgebung. Als sein Kurs angelegt hatte. von wo aus ich den Bankdirektor gut beobachten konnte. sagt er. bis ich ihn sehen konnte. bestiegen nur fünf weitere Personen das Boot. Er hielt klar ersichtlich einen weissen Zettel in der Hand. Es erschien mir wie eine Ewigkeit. Ich lief rasch zu meinem ersten Streckenposten. Ich wartete nicht auf seine Antwort und legte den Hörer auf. als er auf die Abfahrt wartete. wie er sich ein Ticket kaufte und etwas gelangweilt wirkte.KAPITEL 14 Weisswein und Rotes Blut Nach dem Essen hatte ich noch Zeit. Welches? Er wollte es mir nicht sagen. sagte er noch schnell. Gut. ob er mit jemanden telefonieren 323 . wenn er sich in Richtung Canalbus bewegen würde. Auch gut! Ich bat ihn in das Hotel Victoria zu gehen und dort wäre eine Nachricht für ihn beim Concierge hinterlegt. vor allem die Strassen hinter dem Bankdirektor. Eine Familie mit Kind und ein Ehepaar. Es war noch kein Boot da. erwiderte ich und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten. Vor allem war ich scharf darauf sehen.

Nach ca. Von jetzt an lief ich mit einem guten Abstand dem Boot hinterher. Auch wechselte er ein paar Worte mit der Crew. Ich konnte niemanden sehen. Das Boot näherte sich. Kein Regen. hätte der Bankdirektor mindestens seinen Kopf um 150 Grad drehen müssen. Er drehte sich etwas um und freute sich. Er entdeckte mich aber nicht. durch ein paar Seitenstrassen hindurch. Er starrte die meiste Zeit nur nach vorn. Dieser Posten war der einzige. Das Boot schaukelte an mir vorbei und ich konnte ihn gut sehen. ihm ein Zeichen zu geben. mich zu sehen. Nach 40 Minuten war es an der Zeit. Bei allen anderen würde ich immer schräg hinter dem Boot mitlaufen. 20 Minuten merkte ich. burgturmähnliches Gebäude am Kanal mit einem kleinen Café drin. Ich verschwand wieder aus seinem Blickwinkel. nur ein leichter Wind. Ich winkte ihm zu und deutete an. sodass mögliche Kameraden vom Bankdirektor vergebens auf uns an der letzten Haltestelle warten würden. Der Bankdirektor konnte mich auf der Brücke nicht sehen. an dem ich zeitlich vor Schiff ankommen würde. dass er mir bitte folgen sollte. Ich lief im Eiltempo dort hin. dass er etwas nervös wurde und sich gelegentlich ganz umdrehte. Ich nahm eine Abkürzung und war schon fünf Minuten vor seiner Ankunft am Leidseplein. Die anderen Gäste blieben sitzen. dass ich ihn für sieben bis acht Minuten aus den Augen verloren hatte. Aber er wusste ja nicht. Ich rief ihm zu. Am Sockel einer grösseren Brücke. Das Boot legte ab. Natürlich hätte er jetzt telefonieren können. Als das Boot unten durch kam. Mein zweiter Streckenposten war ein kleines. Ich stand gut 150 Meter weit weg. Es war ein schöner Tag. 324 . dass ich noch da war. rief ich ihn beim Namen.würde. Zudem stand ich auf der anderen Brückenseite. Sein Boot legte an und er stieg aus. Ihm war dies alles merklich unangenehm. Ich drückte mich an die kalte Mauer des Turms. Er hatte seine Hände auf die Lehne des Stuhl vor ihm platziert. er fragte nach der Uhrzeit oder wie lange die Fahrt bis zur Endstation dauern würde. Er nickte. Um mich zu sehen. bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. da seine Sicht wegen des Schiffsaufbaus verdeckt war. Ich rannte weg vom Kanal. Ich nahm an. Ich entschied mich für die vorletzte Haltestelle. der mir folgen würde. bis zu einer Brücke.

ob Köpfe rollen mussten. an ihn heranzutreten und schüttelte heftig seine Hand zur Begrüssung. ja. warum die Justiz nicht schon lange Anklage gegen die Verbrecher erhoben hatte. Es war ausgeschaltete. Behutsam schob ich ihn daher in den nahe gelegenen grossen Park und wir spazierten dort fast zwei Stunden. Ich sagte ihm. Da zeigte sich wieder. Er fragte. dass Hans-Adam fundamentale Veränderungen in der Datensicherheit verlangt hätte. ob er ein anderes Handy habe. dass irgendjemand von meinen ehemaligen Mitarbeitern deswegen den Job verliert. dass alle in Vaduz extrem bestürzt über meine Geschichte. die Verletzungen und Erlebnisse wären und natürlich auch entsetzt über die Fehler der Behörden wären. Ich fragte. dass ich eine der externen Harddisks bei mir tragen würde. Gut. ob ich eine gute Unterkunft gefunden hätte. Er sagte nein. Nein. wo jetzt die Unterlagen und das 3D-Modell waren. Ich war erleichtert darüber. ob er mir sein Handy geben könnte. Ich fragte ihn. dass ich angeblich in Rotterdam ein Zimmer hätte. die ich Hans-Adam zugesendet hatte. vorerst nicht. Ich wollte ja nicht. Er konnte auch nicht verstehen. Ich wollte mich auf keinen Fall irgendwo hinsetzten. Er fragte mich. verstehe. dass er ein Schnelldenker war. Ich fragte. dass ich mich mit ihm treffen wollte. dass sie noch auf dem Schloss sind. um Ausschau zu halten. Während wir so redeten. erwiderte ich. Aber. Er habe meinen Akt gut studiert. drehte ich mich pausenlos nervös um die eigene Achse und auch um den Bankdirektor. Ich fragte ihn. ob er verkabelt sei und ob er wirklich alleine sei und ich warnte ihn. Man verstand sich darum besser. ob nicht doch noch ein Rollkommando andonnerte. um mit ihm zu reden. nein. er denke. ob die Daten gut 325 . entgegnete er flott.Nach ca. Er erzählte mir. Er erwiderte den Gruss und bedankte sich. Ohne Widerrede streckte er mir sein Telefon entgegen. Er sagte. Natürlich sei Hans-Adam am Anfang sehr erbost gewesen und hätte auch die LGT böse zusammen geschissen. er wüsste es nicht. Der Bankdirektor bemerkte aber. 400 Meter wagte ich mich. wie ich. Ich nahm die Batterie aus der Rückseite raus und bat ihn beides getrennt in seiner Manteltasche aufzubewahren. Er übermittelte auch die Grüsse von Hans-Adam.

erwiderte ich. dass er einen Kommentar dazu am Telefon abgegeben hatte. die Sie glauben zu haben‚ im Hinterkopf hängen geblieben war. Ja eben. man habe in Vaduz weder den Verlust des DLT-Tapes noch das Fehlen von irgendwelchen Originalpapieren bemerkt. Hans-Adam war halt der Meinung. Warum. warum es mir niemand einfach ins Gesicht sagen konnte. nachdem es mir niemand direkt sagen wollte oder konnte. ob er Recht in der Annahme hätte. dass. ich selber es gemerkte hätte. na dann wollen wir mal HansAdam loben. sonst wäre ich nie darauf gekommen. nicht haben konnte und die logische Konsequenz daraus war. dass ich die Daten NICHT hatte. Kein Problem. wenn ich nur alles vortäuschen würde? Ich sagte auch.versorgt seien. dass ich auf die Daten besser aufpassen kann. Ich fragte ihn. dass ich mehr Daten als die auf die vier CD-ROMs gebrannten Informationen hätte. weil mir die Frage zu dumm war. Er wunderte sich. Er fragte. sagte ich und ergänzte. weil mir der Satz von Hans-Adam „die Daten. Ich fragte nach. als die in Vaduz. 326 . er wurde im Glauben gelassen. dass man in Vaduz froh sein sollte. Er wüsste doch. alles zu vermeiden. Er hatte eine plausible Erklärung dafür. Da man nach einigem Hin und Her davon überzeugt war. warum um Himmels Willen hätte ich Hans-Adam einen solch gewaltigen Brief zusenden sollen. betonte ich. Was für andere Daten ich denn hätte. Den Rest vom BackupTape. dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Ich hätte doch darum gebeten. Frech antwortete ich. wolle Hans-Adam wissen. was dazu führen würde. dass ich die Daten nicht hätte und nur bluffen würde. Aber auch nur. sagte ich wahrheitsgemäss. warum man offenbar sofort zu den Bullen gerannt sei. Der Bankdirektor wollte über die vier CD-ROMs reden. dass ich sehr gründlich arbeite. Einleuchtend. Ich zuckte nur mit den Schultern. war es überflüssig und sinnlos bei mir nach den Daten zu fragen. sagte ich. klagte er. Sonst wäre heute vielleicht alles ganz anders. Ja. dass ich soviel Aufwand wegen einer Neuerstellung des Datenaufbaus (die Art und Weise wie ich die Mandate auf den neuen Datenträgern strukturiert hatte) betrieben hatte. Ich schlug meine Hände über dem Kopf zusammen. das heisst. sagte er. dass ich selber dies wusste.

mit ihm nach Hause zu fahren. Nun zuckte er mit den Schultern. Ich wechselte das Thema und wollte wissen. Er kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich sei sehr verärgert gewesen über die ständige Zurschaustellung des Passes. Er erklärte mir. Da würden ganz andere Kreise bestimmen. Falls ich mich aber dazu entschliessen würde. Diskreter Schutz. Der Schutz hätte aber diskret erfolgen sollen. dass man sich in Vaduz nicht den Kopf zerbrechen soll. Na klar doch. Nur wenn es euch passt und es euch dienlich ist. meinte er. klärte ich ihn auf. aber sie mir übergeben wollt ihr nicht. dass mir was in Berlin passieren könnte. Ihr habt eine gedruckt. fragte er mich. zog man sich zurück. Logisch !!!!!!!!! Woran ich die „Beschützer‚ erkannt hätte. wiederholte ich seine Worte und klopfte ihm auf den Rücken. Er wäre dagegen gewesen. Ich habe den genauen Tag vergessen. man hatte Angst. welches Tagestape ich besitze. Dies sei eine äusserst dumme Idee gewesen. Nein. Wir beide wussten. Hätte HansAdam die Leute anständig bezahlt. Da ja unser aller Ziel eine friedliche Lösung wäre. Warum 327 . entschuldigte sich der Bankdirektor. was gemacht wird. wie ein Schweizer Jodler im Trachtenkostüm auf dem Kurfürstendamm. dass dies eine fette Lüge war. dann würde sie benutzt werden. sagte ich. Ich teilte ihm mit. Aber sein Wort. HansAdam wäre wohl etwas falsch beraten worden. im Rückblick sicher. spiele dies keine wirkliche Rolle. Verdutzt schaute ich ihn an. Ja. Ob er sie dabei hätte. Er antwortete. dann läge sie dafür bereit. Unfassbar und typisch Vaduz. fragte ich ihn ungläubig. warum man mir in Berlin Privatdetektive oder Schnüffler auf den Hals gehetzt hatte. fragte er mich. Ich fragte auch nach der SchutzID. Aber da ich sie bemerkt hätte. Zu meinem Schutz. die so ins Auge sticht. leider nicht. sagte ich betont überzeugend. Ich erzählte ihm dann von Daniela in Berlin und dem Polizisten in Münster. hätte nicht viel an Gewicht in Vaduz. erklärte er mir. dass es Privatdetektive gewesen wäre.Welcher Tag. Ich ergänzte. dazu als Ausländer (er ist Österreicher). dass ich die Schutz-ID vielleicht gar nicht mehr brauchen würde. dann könnten sie sich auch ein richtiges Auto leisten und nicht mit einer alten Kiste herumfahren. Wie knapp wir da einer Katastrophe entkommen konnten. die primär ‚zu meinem Schutz‚ da gewesen seien. Ich lachte nur.

dass er als Staatsoberhaupt wieder in die auf dem Papier unabhängige Judikative eingriff. Ich fragte ihn. Und überhaupt. Eben der Brief in dem ich von Hans-Adam seine Intervention in die Angelegenheiten des Gerichts fordere. Hans-Adam hätte gemäss Verfassung das Recht dazu. Wie bitte. bis meine Forderung danach erfüllt sei. Ein Recht. wie der Bankdirektor die Augen verdrehte. wäre kein Thema für mich. und dass wüsste ich. dass versuchte Nötigung nicht so einfach ausradiert werden kann. Die Lage in Vaduz sei schwieriger als ich denke. sagte ich zu ihm. ich war quer durch Europa ohne sie gereist und hatte bisher Glück und wurde nie kontrolliert. Zudem. um hier Forderungen zu stellen. Darum sei auch in den letzten Wochen so vieles schief gelaufen. dem Ausland die Daten zu übergeben. klärte ich ihn auf. dass seine politischen Gegner sehen würden oder erfahren könnten. Ich konnte sehen. Ich war schon etwas beleidigt. viele hasserfüllte Feinde in Vaduz gemacht. fragte ich. nach Hause zurückzukehren. betonte er. ob man die Anzeige wegen des Briefs nicht wieder zurücknehmen könnte. Besser so. dass ich solange ausharren würde. dass ich sie bei Hans-Adam der Inkompetenz und der Lüge bezichtigt hatte und daher sei von dieser Seite keine grosse Hilfe für mich zu erwarten. Welche versuchte Nötigung. dass Hans-Adam in der Vergangenheit oft interveniert hat. Zudem wüssten mittlerweile Richter und Staatsanwaltschaft. 328 . dass er in der Vergangenheit schon oft in Anspruch genommen hatte. aber im Grunde sprach der Bankdirektor die Wahrheit. wenn es entweder um seinen politischen oder ökonomischen Vorteil ging. eröffnete er seine lange Rede. als wenn er mir was vormachen würde. Der Bankdirektor sagte dazu nur. ohne dass man eine unabhängige Untersuchungsperson für den Argentinienfall benannt hätte. Wenn auch nur meistens dann. Ich ergänzte.auch. hatte ich mir mit der Drohung. Der Abstimmungskampf in der Verfassungsfrage hätte den Höhepunkt erreicht und der Landesführer könne im Moment nicht so herumkommandieren. Wir wissen alle. Er wolle nicht. Alles schlechte Voraussetzungen. fragte ich.

Der Bankdirektor könne mir glauben. versuchte er meine steigende Wut zu besänftigen. Die Gesetze wären im Ländle halt anders als im Ausland. dass ich viele schlaflose Nächte in Vaduz verursacht hatte. dass mir schon bewusst wäre. Amtsmissbrauch? fragte er. Die nächsten 15 Minuten sagte er nichts mehr. Amtsmissbrauch. der meinen Fall gut kannte. Die Dinge seien nun aber so wie sie sind. Ich hätte auch keine Lösung zur Hand. dass ich heute mit ihm hier in einem Park in Amsterdam stehe. Warum. Ich entschuldigte mich bei ihm. hatte einmal zu mir 329 . da werden alle Augen zugedrückt. Auch dafür. Ich sagte ihm. Ein pensionierter Richter in Liechtenstein. sei die Wirkung einer Ursache. dass in diesem Fall es um Gerechtigkeit gehen würde. Was dort illegal sei. Ich weiss es auch nicht. fragte ich. dass am 101er Fall und am 140er Fall ein frischer.Ich beharrte auf dem Standpunkt. Und auch der Amtsmissbrauch. dass ich so rasend geworden war. Ja. dass HansAdam irgendjemand in den Kerker wirft oder Urteile zu meinen Gunsten abändern sollte. Bei diesem Thema kannte der Bankdirektor kein Pardon. unabhängiger Staatsanwalt arbeitete. sonst würden uns doch alle hören. mit der Lautstärke herunter zu kommen. aber bei jedem illegalen Geschäft der Banken und Treuhänder in Liechtenstein. von denen die LGT wusste. dass kriminelle Geschäfte im Spiel waren und auch jetzt vermutlich in diesen Minuten immer noch gemacht werden. Ich wechselte um auf den Flüsterton um und fand es an der Zeit ihn an die vielen Mandaten zu erinnern. dass meine Vorgehensweise nicht die feine Art sei. Natürlich sei mir bewusst. hielt ich fest. dass für mich feststehe. Ich müsse mein Schicksal strickt von den Personen. solange niemand mir beweisen könnte. warum wollte man mir jetzt nicht helfen. sei halt im Ländle legal. Er musste mich auch bitten. antwortetet ich resignierend. man solle mir hier bitte keine Lektion in guter Moral und ehrlichem Business erteilen. dass ich nicht nach Hause kommen würde. die Kunden bei der LGT oder in Liechtenstein sind. Ich würde ja nicht verlangen. trennen. Wie weiter. Und zudem auch der dümmste Aussenstehende eine aktive und passive Mittäterschaft der LGT („mitgegangen ist mitgefangen‚) erkennen würde. fragte er dann. Die Ursache war ganz klar die behördliche Inkompetenz und Lügerei. Aber eben.

fragte er mit dem Hintergedanken. indem er mir vorrechnete. Leiden sollte niemand wegen mir. Frankreich und anderswo würde es auch geben. ob ich denn nicht mit meinem Rechtsanwalt Kontakt hätte. Das geliebte Pulver. das geliebte Geld. was ich wolle. jetzt kam es mir wieder in den Sinn. Ob ich diese massiven Schwierigkeiten für die Kunden von Hans-Adam wollte. dass einige Kunden im Gefängnis landen würden. Er versuchte an mein gutes Herz zu appellieren. ob er wüsste. Wer kam auf die Schiessidee mir zu schreiben. Nicht nur finanziell. Er als Banker würde einen solchen Lösungsvorschlag nur diskret und in einem Gespräch andeuten. Von den Wirtschaftsskandalen gar nicht zu reden. Er antwortete nicht und rieb nur den rechten Daumen über die vier anderen Finger kreisförmig vor und zurück. fragt er fast wie ein Pfarrer. nein auch emotional. wenn sich ein Kunde umbringen würde? Und zu Hause. Ich erklärte ihm. Hirn wüsste von nichts. zum Beispiel in Deutschland. sicher nicht. Sondern. Hans-Adam verdiente ja Millionen mit seiner LGT. Was wäre mit der Witwen und den Waisenkindern. Es müsste mir doch klar sein. Apropos Geld. Er verneinte dies. ob Geld das Problem lösen könnte? Der Bankdirektor lief rot an und sagte. Nein. Aha. Bei dieser Gelegenheit fragte ich ihn. erwiderte ich. psychologisch. was der Stand der Dinge in Sachen Zivilprozess sei. Und zwei. nein – natürlich nicht. drei politische Skandale. hätte man dies nicht im Text geschrieben. Man würde mir auch nochmals anbieten. 330 . Ob es das wäre. Ich fühlte mich in eine Ecke gedrängt. Das wollte ich nicht. in Liechtenstein. würde man mich als den grössten Verräter aller Zeiten ansehen. nein. wenn es nach ihm gegangen wäre. fragte ich ihn. falls er mir künftig wieder mit der Mitleidstour kommen sollte. dass das Thema Selbstmord mir sehr sensibel war. fragte ich. Und stellte die Gegenfrage. ja – klar sehe ich die Probleme. Ob ich das alles bedacht hätte? Ja. er würde nur seine Zeit vergeuden. fragte er mich zum wiederholten Male. Ich hätte mit niemand Kontakt dort und der Rechtsanwalt Dr. Vermutlich würden sich auch ein paar umbringen. Wie weiter. erwiderte ich. klärte ich den Bankdirektor auf.gesagt: "Nicht-Handeln ist auch eine Art von Amtsmissbrauch". Nein. wie viele der Kunden in grosse Schwierigkeiten geraten würden.

"für ewig sicher" wiederholte ich seine Worte. wo ich den wohnen würde. Keine schlechte Taktik. OK. ich esse sehr gut. dass ich ihn um 18 Uhr auf sein Handy anrufen würde. Diskretion bis zum Ende. Vermutlich vergraben auf der mexikanischen Halbinsel. bei mir gibt es nichts ‚diskret anzudeuten‚. Wir könnten in ein feines Restaurant gehen. Ich lief so schnell ich konnte in Richtung Bahnhof. Ich fragte ihn. Ich fragte bei der Touristeninformation nach. dachte ich. ich solle ruhig ein teures auswählen. Ich sagte. welches das teuerste asiatische Restaurant der Stadt war. Ich muss euch leider enttäuschen. sagte er. Ja dann ist ja gut. dass man in Vaduz offenbar nicht allzu brutal nach meinem Kopf schreien würde. So. so fein essen gehen wollte man mit mir. dachte ich mir. Er fragte mich. Ob ich Geld zum Leben brauche. Ich hatte das Gefühl. ich habe meine eigenen Euros. Ich verabschiedete mich mit dem Hinweis. Aber Danke. sagte ich ihm auch. Mann war ich froh. erwiderte ich. Erstmal Luft holen. dass nichts passiert war. entgegnete er schnell. um Spesen und andere Kosten zu bezahlen.mich mit Geld sicher nach Südamerika zu bringen. er hätte von HansAdam ein Budget erhalten. Er hätte auch kein Angebot in der Tasche. 331 . sagte er. beendete ich dieses Thema. wenn am Schluss niemand zu Schaden gekommen wäre. Ja klar. Nein. worauf er nur ein Grinsen von mir erhielt. Absolut nicht. ob ihm Asiatische Küche schmecken würde. riskieren könnte ich es ja. Bis dann Herr Kieber. erwiderte ich. Ich hätte doch sicher schon lange nicht gut gegessen. Aha. Er fragte sachte nach. Er sollte bitte aber erst 15 Minuten nach mir aus dem Park gehen. Ich war auch überaus erleichtert darüber. Einem feinen Essen war ich nie abgeneigt. Geld interessiert mich nicht. Egal. Ich notierte mir die Adresse und ging gleich auf einen Besichtigungstrip. Ich setzte mich in eines der vielen kleinen Cafés. sagte ich ihm. dass der Bankdirektor noch mehr mit mir reden wollte oder musste. Für ewig sicher. fügte er an. Es wurde mir ein malaysisches oder indonesisches Restaurant empfohlen. ob er mich zum Abendessen einladen könnte. nur wenn ich das Lokal aussuchen könnte. Gemäss den Schilderungen vom Bankdirektor würde man jetzt in Vaduz auf meine Heimreise hoffen und nicht allzu böse sein. Bis dann Herr Bankdirektor. egal was es kosten würde.

Es gab gute Ecken in der Umgebung sodass ich das Restaurant vor eintreffen des Bankdirektor eine Weile beobachten könnte. mit Sitz in Basel) schon gemacht hat oder in Kürze abschliessen würde. Ich fühlte mich wohl und nicht bedroht. aber er erwähnte entweder dass die LGT Gruppe den Kauf der altehrwürdigen Schweizer Treuhand Gesellschaft (die "STG". Warum er dies wissen wollte. erwiderte ich .Das Wirtshaus war in einer überschaubaren Ecke der Stadt. Aber nein. Na ja. Nach der Vorspeise und zwei Gläsern feinem Wein. Es war die erste Gelegenheit. Um 18 Uhr rief ich ihn an und gab die Adresse durch. D.15 Uhr. Auf einmal fragte er mich. Der Eingang versprach nicht so viel. h. dass Hans-Adam und seine Gehilfen jederzeit die Macht und die Mittel dazu hätten. ja natürlich. Der Bankdirektor erzählte mir auch von den Geschäften zu Hause. dieses Schweizer Haus kaufen zu können. Man sei in Vaduz sehr stolz. Ich sagte. wenn ich hier. Er erschien mir auch etwas entlasteter. Es war 17. drei andere Gäste anwesend. Weit weg von den Anderen. quasi als einen Wink mit dem Zaunpfahl. schräg gegenüber dem Lokal auf den Bankdirektor wartete. mir mitzuteilen. versicherte ich ihm. rieselte der Regen ein wenig. Man wusste ja nie. dass nun alles gut gehen würde. dass ein Unfall passieren könnte und die Feinde wegen eines Systemfehlers oder so die Daten bekommen könnten. Ich hatte ein Gefühl. Es war kühl geworden und wenn ich mich richtig erinnere. man befürchtet in Vaduz. als Zeichen der Überlegenheit. Ich entschied. Er sagte. Dadurch konnte die Umgebung beobachten. 332 . Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. mehr noch. Bis er sich entschloss. wurde seine Zunge etwas lockerer. dass es am Besten wäre. bei der ich etwas gelöster mit dem Bankdirektor reden konnte. Der Preis war um die 200 MIO. ob ich die Sicherheitsvorkehrungen immer aktiviert halte. dann SIE.wenn es sein muss. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster. fragte ich zurück. Es waren ausser uns nur zwei. Der Bankdirektor kam zu Fuss. wenn einer hier Fehler manchen würde. CHF. aber im oberen Stock eröffnete sich ein prächtig dekoriertes Gastlokal. mich nach Liechtenstein bringen zu lassen.

Ich schluckte erstmal leer und fragte aufsässig: Wie denn? Nichts leichter als das, fuhr er fort, eine angeheuerte Truppe könnte mich in nullkomma-nichts überwältigen, in den Kofferraum eines Diplomatenwagen stecken und in zehn Stunden wäre ich auf dem kalten Betonboden des Gefängnisses in Vaduz zu finden. Mir wurde kotzübel. Ich dachte, hoffentlich sind meine eigenen Sicherheitsvorkehrungen stabil genug. Er merkte, dass ich nervös wurde und beruhigte mich schnell, indem er sagte, dass diese Lösung angeblich nie ernsthaft diskutiert worden wäre und angeblich niemand dies wollte. Im Gegenteil, alle hofften, dass man mit „mir reden kann‚ und ich freiwillig nach Hause zurück kehre. Ich war immer noch erzürnt und murmelte etwas im Sinne: „Ja, ja versucht’s nur mal mich mit Gewalt in einen Wagen zu packen. Vorher wehre ich mich bis zum letzten Tropfen Blut.‚ Der Bankdirektor hörte mir gar nicht mehr zu, da er schon wieder mit seinem anderen Tropfen, dem Weisswein, beschäftigt war. Morgen sei auch noch ein Tag, kam es aus seinem Mund. Ja, morgen, da sollten wir uns wieder treffen, oder? Ich wollte dies nicht. Er war enttäuscht darüber. Ich sagte, es sei besser wenn er morgen nach Hause fliegen würde und denen dort versichere, dass ich die Daten sicher aufbewahrt hatte. Und das ich nicht nach Hause kommen würde, solange keine wirklichen Anstrengungen unternommen würden, die Fehler von Justiz und STA zu untersuchen. Ich sagte es ihm ungern, aber ich wiederholte, dass ich felsenfest davon überzeugt sei, dass mir Deutschland oder die USA helfen würden. Er schüttelte nur den Kopf. Ist mir egal, was ihr über diese meine Gedanken denkt, es mag zwar sein, dass weder die USA noch Deutschland helfen könnten, sagte ich. Aber eben dieses herauszufinden wäre der einzige richtige Schritt für mich. Entweder räumt Liechtenstein seinen Saustall auf oder eben nicht. Er wollte eine Zusicherung von mir, dass ich mich wieder mit ihm treffen würde, wenn er zurückkehren würde. Klar, natürlich werde ich, sagte ich. Wann er dann wieder kommen wolle. In einer Woche. Gut OK. Passt mir auch. Wir vereinbarten, dass ich ihn am kommenden Freitag oder Samstag auf seinem Handy anrufen werde. Er erklärte mir, dass sein
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Handy nicht abgehört wird. Er schwöre es. Die Behörden seien ja auf Geheiss von Hans-Adam aus dem Spiel draussen. Ich erwiderte kühl, ja, ja – wer’s glaubt wird selig. Er fragte mich, ob ich noch zur so später Stunde eine Heimfahrt nach Rotterdam finden würde. Ja, sagte ich. Die Züge fahren bis spät in die Nacht. Also bis nächste Woche dann. Ja, bis dann. Er bestellte die Rechnung. Er bezahlte und ich bedankte mich für das feine Essen. Mein Abendbrot kostete sechzig Euro. Guten Flug Herr Bankdirektor. Gute Heimfahrt Herr Kieber.

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KAPITEL 15

Heinrich‘s Tod in Utrecht

VADUZ März 2003 (1) Hans-Adam und Alois warteten ungeduldig auf die Rückkehr vom Bankdirektor. Dieser landete am frühen Nachmittag des 04.03. aus Amsterdam kommend in Zürich. Dieses Mal wurde er vom Firmenwagen der LGT Gruppe abgeholt und gleich hoch zum Schloss gefahren. Er berichtete über das Treffen mit Kieber. Ob er die Datenträger gesehen hätte, fragte der Schlossherr. Nein, aber er wäre sich ganz sicher, dass Kieber auf sie aufpassen würde. Und die Papierdokumente, wo sind diese? Er wisse es nicht, erwiderte der Bankdirektor. Und die Schutz-ID, hat Kieber sie wieder verlangt? Ja, aber nur zu Beginn. Kieber hätte die Meinung geändert, schilderte der Bankdirektor, er würde sich überlegen, ob er auch ohne sie leben könnte. Solange er sich an gewisse Grundregeln im Bezug auf Reisetätigkeiten halten würde, würde er es sicher überleben. Kieber würde aber ausrichten lassen, dass, sollte seine Identität im Ausland erkannt werden, und die Aufdeckung der Daten eine Konsequenz daraus wäre, dieses Risiko alleine Hans-Adam und die Finanzbuden in Liechtenstein übernehmen und akzeptieren müssten. Der Bankdirektor sagte auch, dass er denke, selbst wenn man Kieber nun die Schutz-ID anbieten würde, er sie nicht mehr annehmen wolle. Der Bankdirektor hätte im Gespräch mit Kieber den Eindruck erhalten, als würde er es einfach darauf ankommen lassen, ob nun seine Identität entdeckt würde oder nicht. Dass es dem Kieber bald wurscht sein würde, ob ihm nun Vaduz bei diesem Punkt helfen würde oder eben nicht. Hans-Adam bat den Bankdirektor über diese Wahrnehmungen mit dem Professor zu reden, um so ein genaues, momentanes Bild von Kiebers Psyche erstellen und dementsprechend handeln zu können. Nachdem die Polizei und Justiz von Hans-Adam aus dem KKZ ausgeschlossen wurden, musste man nur noch den Regierungschef Hasler und den Professor informieren. Der Professor analysierte die neue Situation und kam zum Schluss, dass Kieber an eine friedliche Lösung glaube, sehr gesprächsbereit wäre und man auf keinen Fall die Kommunikation unterbrechen sollte, wollte man eine mögliche Katastrophe abwenden.
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Vermutlich würde es aber mehrere Gespräche und daher Reisen zu Kieber bedürfen, bis dieser soweit bearbeitet wäre, nach Hause zu kommen. Hans-Adam ordnete an, dass der Bankdirektor weitere Reisen nach Holland in seinem Zeitplanung vorsehen sollte. Vor der nächsten Reise solle er ihn oder seinen Sohn nochmals kontaktieren. Er würde dann genaue Anweisungen erhalten.

Amsterdam März 2003 (a) Ich genoss meine Freiheit in diesem schönen, grossen Land. Obwohl Liechtenstein auch ein wunderschönes Landschaftsbild mit den Bergen, dem Rhein und den Wiesen und Wäldern abgibt, war das neue Leben in Holland für mich sehr attraktiv. Ich wollte und musste mein Monnikendam vor Entdeckung durch Hans-Adam schützen. Deswegen musste ich tief in die Trickkiste greifen, um nach dem Abendessen mit dem Bankdirektor, den Weg nach Hause so gut es ging verschleiern. Fast eineinhalb Stunden brauchte für den Heimweg, aufgeteilt ein Drittel Taxi, ein Drittel Bus und der Rest zu Fuss. Fest im Glauben, dass man in Vaduz das richtige tue, schlief ich beruhigt ein. Ich mietete mir für die nächsten sieben Tage ein Fahrrad und erkundete die nähere Umgebung. Am letzten Tag meiner Fahrradmiete war ich in Amsterdam City zu Fuss unterwegs. In einer der kleinen Seitengassen wurde ich von einem jungen, etwas traurig dreinschauenden Mann auf einer Brücke auf Englisch ruppig aber leise angesprochen. Das man angepöbelt wurde, kam des öfteren vor, vor allem in dem Stadtteil, wo Drogen konsumiert oder verkauft werden. Zu einer Plage wurde die Anmache aber nicht. Dieser Mann wollte weder Drogen verkaufen noch welche kaufen. Er sah aber wie ein typischer Drogenkonsument aus. Zu meinem Erstaunen fragte er mich, ob ich dieses Hollandrad, das er mit einer Hand festhielt, kaufen möchte. Er bräuchte unbedingt Geld. Es war ein schönes Modell. 3-Gang und rabenschwarz. Sah nicht sehr alt oder gebraucht aus. Ob es ihm gehören würde, fragte ich. Ja, sagte er. Wie viel? Fünf Euro. Wie viel? 50?, Nein! Fünf Euro und es ist deins, sagte er. Nachdem ich ihn von oben bis unten genauer gemustert hatte, um zu sehen ob er mir kräftemässig gewachsen wäre, sagte ich zu ihm, dass er ein Dieb sei und dazu ein blöder. Ich sagte ihm, dass jeder doch sofort merken würde, dass er das Velo
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gestohlen haben muss, wenn er es für nur fünf Euro verkaufen würde. Nein Danke, sagte ich. Ich hätte mein eigenes Velo. Verärgert ging er weg und schob das Velo vor sich hin. Ich beobachtete, wie er schon die nächste Person anquatschte und wahrhaftig, nach drei Minuten, vermutlich für die fünf Euro, wechselte das Bike den Besitzer. Der neue, stolze Eigentümer kam an mir vorbei und ich rufte ihm auf Englisch zu, günstig gekauft, das geklaute Fahrrad, Yes? Er starrte mich mit Entsetzten an und entfernte sich in aller Eile mit seinem neuem Besitz. Das Wetter wurde immer schöner und ich mietete mir das Velo für einen weiteren längeren Zeitraum. Oft radelte ich nach Volendam, eine andere Stadt in der Provinz Noord-Holland, die am Ostufer des Markermeers lag, dass wiederum ein Teil des Ijsselmeers war. Volendam liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Amsterdam und war bekannt für feinen (Edamer) Käse. Was für ein Unterschied, biken in Holland war ganz ohne Qual. Alles flach und übersichtlich und viele Radwege überall hin. Ich begann auch mit dem Fahrrad regelmässig nach Amsterdam zu radeln. Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs, an der nördlichen Flussuferseite (Amsterdam Nord) konnte ich mein Velo am Ende des langen Buikslotenweg an geeigneter Stelle stehen lassen und die GratisFähre rüber zum Hauptbahnhof nehmen. Manchmal genoss ich die Überfahrt so sehr, dass ich einfach 30 Minuten lang auf dem Schiff ausharrte und mit hin- und herfuhr. Einmal fuhr ich schon um fünf Uhr in der Früh von zu Hause los und war dann einer der ersten am Pier. Ich kettete mein Velo an eine lange Stahlröhre und nahm die Fähre rüber. Nach ein paar Stunden in der City kehrte ich zum Fahrrad zurück. Aber welches war meines? In der Zwischenzeit waren sicher 200 andere Velos auf dem Platz. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich meines erkannte; fast alle Fahrräder in Holland sehen gleich aus. Auch wünschte ich mir, ich hätte auf die Warnung meines Velovermieters gehört, als dieser sagte, ich solle die Pumpe vom Velo wegnehmen, wenn ich das Velo irgendwo abstellen würde. "Seinen Rat ich nicht befolgte, drum ich auch keine Pumpe mehr vorfinden sollte". Ich plante, den Bankdirektor am Freitag anzurufen. Dieses Mal wieder aus einer anderen Stadt. Leiden, südwestlich von Amsterdam, sollte es sein. Ich war erstaunt, wie billig Zug fahren in Holland war. Wirklich! In 35 Minuten war ich schon dort angelangt. Ich rief ihn um die Mittagszeit an und er schlug vor, da er ja glaubte ich würde in Rotterdam wohnen, dass wir und doch auf halbem Weg treffen könnten, in Utrecht. OK,
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sagte ich. Er hätte sich für drei Tage und zwei Nächte Zeit genommen. Er müsse mir wichtiges sagen. Gut, erwiderte ich und bestätigte ihm, dass ich ihn am kommenden Montagnachmittag auf seinem Handy anrufen würde. Keine Überraschungen, ermahnte ich ihn. Natürlich, keine einzige, meinte er. Am Sonntag sah ich mir Utrecht an. Hauptstadt der Provinz Utrecht. Auch nur 30 Minuten mit dem Zug von Amsterdam Ceentral. Eine Stadt mit vielen historischen Bauten. Vor allem der berühmte gotische Dom mit seinem Kreuzgang und dem freistehenden Turm währen da zu erwähnen. Ich spazierte durch die Strassen und Gassen. Nicht viele Touristen unterwegs. Als Treffpunkt geeignet, erkannte ich. Ich notierte mir die Zugverbindungen und rechnete die benötigte Anreisezeit für Montag aus. In einem Internetcafé aktivierte ich meine „Lebensversicherung‚. Wieder zu Hause abgekommen, prüfte ich mein ganzes Gepäck und verstaute alle Unterlagen und Datenträger behutsam im Handkoffer. Es war noch Zeit für einen kleinen Schwatz mit Jane in ihrem Garten. Mehr und mehr Blumen blühten und sie strahlte deswegen sehr. Meistens war ich der einzige Gast im Haus. Meine Wäsche konnte ich nicht bei ihr Waschen. Im Dorf gab es aber eine Kundenwäscherei, die den Auftrag jeweils zu meiner grössten Zufriedenheit ausgeführt hatte. Für fast alle Handwerksbetriebe in Monnikendam waren dies ruhige Zeiten. Erst im Sommer, wenn die Besucher kommen, dann sollte es hektisch zu und her gehen und die Umsätze steigen. Am Montag, den 10.03. gab es dann die zweite Zusammenkunft mit dem Bankdirektor. Als Treffpunkt hatte ich ihm den Dom vorgeschlagen. Er soll dort bitte pünktlich um 14 Uhr auf mich warten. Von einer verdeckten Stelle aus konnte ich den Platz gut beobachten. Er kam alleine. Ich liess ihn bewusst 15 Minuten einsam dort stehen. Er nahm mehrmals das Handy aus der Manteltasche und blickte auf das Display. Diese Mal hatte ich ihn nicht aufgefordert, sein Handy auszuschalten. Ich lief auf ihn zu und wir begrüssten uns freundschaftlich. Er wollte wissen, ob ich meine Sicherheitsvorkehrungen eingeschaltet hätte. Ich bejahte es und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten.
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Ich unterwies ihn, bitte in Zukunft mich deswegen nicht mehr zu fragen, er solle dies als gegeben annehmen. Für jedes Treffen. Da wir nun schon mal da waren, wollten wir was für die Bildung tun und besuchten den Dom. Wie lasen uns durch die vielen Hinweistafeln durch und waren besonders von den in den Boden eingelassenen Schrifttafeln beeindruckt. Der Dom wurde zwischen dem 13. und 16 Jahrhundert gebaut. Wir konnten lernen, dass Kaiser Heinrich der V. (Heiliges Römisches Reich, Schwiegersohn von Heinrich I. von England) im Jahr 1125 in Utrecht starb. Na dann wollen wir mal hoffen, dass ein anderes Geschlecht, welches das Heilige Römische Reich überleben konnte (die „‚von Liechtenstein‚), nicht dafür sorgen würde, das im Jahre 2003 ein anderer Heinrich – nämlich der Heinrich Kieber - hier in Utrecht seinen Tod finden sollte, betete ich laut vor. Wir lachten beiden darüber. Nun aber zum Business, sagte der Bankdirektor. Als Zeichen des Guten Willens mir gegenüber, so wurde mir erklärt, hätte sich Hans-Adam diskret an vertrauenswürdige Staatsrechtler ausserhalb von Liechtenstein gewandt. Diese sollen prüfen, wie man in dem festgefahrenen Strafverfahren gegen Helmut Roegele & Co. am Besten vorgehen sollte. Hans-Adam würde die Kosten dafür persönlich übernehmen. Er konnte mir die Freude buchstäblich von den Augen ablesen. Ohne die mir unbekannten Akademiker (die erwähnten Staatsrechtler) düpieren zu wollen, sagte ich, wäre es doch am Einfachsten, wenn die STA den Fall wieder öffnen und dann die Anklage erstellen würde. Dazu bräuchte Hans-Adam nur ein paar Telefonate zu führen. Und er müsste wegen mir nicht einmal irgendein Gesetz brechen oder erwürgen. Die Liechtensteiner Strafprozessordnung sieht eine solche Möglichkeit explizit für das Staatsoberhaupt vor. Deswegen hatte ich ihm ja, nebst der Tatsache, dass er der Besitzer der LGT war, Anfang Januar 2003 den Brief geschrieben. Schon mit diesen wenigen Schritten, wäre ich HansAdam auf immer und ewig dankbar, versicherte ich. Die Untersuchung war seit langem fertig, jeder halbwegs zum Denken fähige STA sollte es zustande bringen, binnen kürzester Zeit eine Anklageschrift beim Kriminalgericht in Vaduz einzureichen, betonte ich.
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Ich sagte auch, dass sobald die Anklage für rechtsgültig erklärt würde, ich am nächsten Tag wieder in Vaduz auf der Matte stehen würde. Mit den Daten und allem was dazugehört. Mehr könnte und würde ich nicht verlangen. Ohne der Zukunft vorauszueilen, hob ich weiters hervor, würde nach erfolgter Anklage der Oberste Gerichtshof in Vaduz den zu erwartenden, letztinstanzlichen Entscheid in der Zivilsache ums blockierte Geld aussetzen, um das Urteil im Fall 101er abzuwarten. Der Bankdirektor nickte zustimmend. Ich würde auch Hans-Adam die Kosten ersetzten, versprach ich. Sofern es mir finanziell möglich sein sollte, musste ich nachschieben. Der Bankdirektor holte tief Luft und sagte: Als Zeichen des guten Willen gegenüber Hans-Adam erbitte dieser, dass ich anfangen würde, die Extrakopien, also eine der elektronischen externen Harddisks oder DVDs zu vernichten. Stück für Stück. Ich hatte nicht viel Zeit erstaunt zu sein, denn der Vortrag war noch nicht zu Ende. Auch würde Hans-Adam gerne vom Bankdirektor bestätigt bekommen, dass ich die über 2000 Stück Originalpapierdokumente ebenfalls anfange zu zerreissen. Man könnte mir einen Dokumentenvernichter zur Verfügung stellen oder das Geld zum Kauf dafür geben. Wie bitte, fragte ich ihn entsetzt. Das ich eine kleine Harddisk zerstöre, leuchtet mir ein. Aber ihr wünscht euch, dass Originaldokumente, mit Originalunterschriften der Kunden vernichtet werden? Ihr wollt dies wirklich, erkundigte ich mich. Muss wohl ein Witz sein, sagte ich. Nein, verdeutlichte er. Die Kunden wissen ja nicht, dass ihre Originalpapiere, die ja keine Wertpapiere waren, fast 1000 Kilometer entfernt von dort wo sie sein sollten, waren. Zudem hätte man ja jedes Dokument auch im elektronischen Speicher bei der LGT. Das stimmte. Ich weiss nicht warum, aber mir gefiel der Gedanke überhaupt nicht. Nicht das ich Mühe damit hätte, die über 2000 Seiten in den Papierfresser zu stopfen, aber ich vertrat die Meinung, das die Dokumente dem Kunden gehörten und sie wieder dorthin zurück gelangen sollten, wo sie hergekommen sind. Offenbar hatte sich der Bankdirektor keine solchen Gedanken gemacht. Er runzelte die Stirn und fragte wie die Papiere denn transportiert werden sollen. Es bedarf einiger Überredungskunst, um ihn zu überzeugen, dass er doch die Papiere in Etappen wieder mit nach Hause nehmen könnte. Ich könnte ihm morgen schon einige Stapeln bringen. Kopien jener Dokumente hätte ich ja auch auf meinen elektronischen Datenträgern. Mir wäre es sogar lieber, wenn ich die Papiere loswerden könnte. Immer
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diese Schlepperei, sagte ich. Was aber, wenn er an der Grenze kontrolliert würde und man in seiner Tasche tausende Bank- oder Treuhandpapiere aus Liechtenstein finden würde. Mein Gott, sagte ich zu ihm, er sei doch der weitgereiste Bankdirektor. Wie viel Gepäck er sich für diese Reise mitgebracht hätte, fragte ich ihn. Eine Mappe und ein Handrollkoffer. Das ist doch schon ein guter Anfang, rief ich aus. Er soll seinen Pyjama und die Zahnbürste in die Mappe quetschen und die Papiere in den Rollkoffer. Diesen soll er am Flughafen Schiphol als Gepäckstück aufgeben und nur mit der Mappe als Handgepäck reisen. Soweit ich wusste, wurde in Amsterdam bei aufgegebenem Handgepäck noch keine Extrakontrolle durchgeführt. Der Abflug war also kein Problem. Bei Ankunft in Zürich sei er ja schon fast auf heimischem Boden. Die Schweizer Zöllner würden bei einer Kontrolle keine Fragen zu solchen Papieren stellen. Dem Bankdirektor gefiel die Idee noch nicht so ganz. Mir kam nicht in den Sinn, warum er Angst davor hatte. Er müsse mit Hans-Adam Rücksprache halten. Kein Problem, sagte ich. Wenn er möchte, so könnte er alles schon morgen haben, offerierte ich ihm. Falls alles in seinen Koffer passte, fügte ich hinzu. Er entfernte sich von mir und machte ein Telefongespräch. Nach 20 Minuten kam er zurück und strahlte über das ganze Gesicht. HansAdam sei begeistert von der Idee. Und er schätze meine Fürsorge um die Daten. Bitte, gern geschehen, erwiderte ich. Also gut, ich würde ihm als Zeichen des guten Willens Teile der Daten morgen übergeben. Wo, fragte er. Ich antwortete, lass uns doch in Amsterdam treffen. Von "Rotterdam" wäre es nur eine Stunde mit dem Zug. Der Bankdirektor war damit einverstanden. Ob ich schon eine elektronische Kopie bis Morgen vernichten würde, fragte er höflich. Nur nicht so übereifrig, sagte ich. Eines nach dem Anderem. Morgen gibt es die Dokumente und dann sehen wir weiter. Ich erklärte ihm auch, dass ich es gar nicht eilig hätte. Und ich zum Schluss gekommen sei, dass ich die Schutz-ID wirklich nicht mehr wolle. Ich würde schon ohne sie durchkommen. Wenn die in Vaduz so stur seien und den Vorteil für sie nicht sehen wollen, dann müssten sie eben dieses Extrarisiko selbst tragen. Ich müsste jetzt wieder heim nach Rotterdam fahren, sagte ich zu ihm. Er wollte mich noch zum Abendessen einladen. Ich lehnte dankend ab. Wir verabredeten, uns am nächsten morgen um 11 Uhr in der Lobby des Hotel Marriott, in der
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Stadhouderskade zu treffen. Ich versprach mit den Dokumenten zu kommen. Ich warnte ihn, es solle mir ja keiner folgen. Es sei zwecklos, machte ich im vor, da die Papierdokumente nicht am selben Ort seien, wo die elektronischen Datenträger aufbewahrt würden. Aber nein, niemand würde mir folgen, er sei alleine da, versicherte er mir immer wieder. Und was war dann das ganze Gerede beim ersten Treffen, über gewaltsame Verschleppung und so? Ich solle dies vergessen, bat er mich. Alle nur dummes Geschwätz. Na wollen wir mal hoffen, dass das stimmt, sagte ich als Abschiedsgruss. Auf Umwegen lief ich zum Bahnhof und nahm erst den dritten Zug nach Amsterdam. Ich wechselte mindestens vier Mal den Platz. Keiner zeigte Interesse an mir. Nach Ankunft im Hauptbahnhof in Amsterdam bestieg ich die kleine Fähre rüber nach Amsterdam Nord. Mein Fahrrad hatte niemand geklaut. Aber einen Platten hatte ich. Mist! Zum Glück gab es ca. 300m nordwärts, am Buikslotenweg auf der linken Seite, ein Fahrradgeschäft mit Reparaturstätte. Für ein paar Euro war die Sache geregelt. Ich radelte mit Genuss Richtung geliebtes Heim in Monnikendam. Das Fahrrad durfte ich immer neben dem Schuppen am Ende des Gartens abstellen. Es brannten keine Lichter mehr im Hause. Jane und ihr Mann mussten wohl ausgegangen oder schon zu Bett gegangen sein. Ich verspürte den Drang wieder etwas für meine Fitness zu tun. Monnikendam hatte ein Gemeindehallenschwimmbad. Ein kleines Sportgebäude und leider war das Wasser im 25m Becken nur hüfttief. Etwas ungewohnt, aber zur Muskelbewegung reichte es allemal. Wieder zu Hause packte ich die Papierstapel aus und schaute sie mir nochmals an. Da war Eines mit der Unterschrift von Klaus Zumwinkel. Einer der deutschen PEPs. Wenn der wüsste, was hier vor sich ginge, dachte ich. Ich nahm die Hälfte aller Dokumente aus dem Koffer und legte sie für morgen früh bereit. Wie immer verschloss ich in der Nacht meine Zimmertüre von innen. Am Dienstag, den 11.03. war ich schon um 7 Uhr mit dem Velo unterwegs Richtung Amsterdam City. Schwer bepackt mit einer Plastiktüte, die ich von der Wäscherei in Monnikendam erhalten hatte. Darin waren die Unterlagen nochmals in Einkaufstüten eingewickelt. Es war irgendwie ein lustiges Gefühl, als ich mit Treuhandurkunden wie etwa Verträgen oder internen Aktenvermerken und mit Bankbelegen in Milliardenhöhe die frische Brise der kurzen Kanalüberfahrt zum
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Hauptbahnhof genoss. Ich stellte mir vor, mit welcher Freude ich von jedem Steuerfahnder und jedem Kriminalpolizisten in Holland empfangen würde (auch ohne die elektronischen Datenträger, wo 1000fach mehr Datenmaterial zu finden war). Weihnachten schon im März 2003! Ein Bankett für die Kämpfer gegen Geldwäscherei, Kriminalität und Steuerhinterziehung. Aber offenbar war die Zeit noch nicht reif dafür. Ich nahm mir ein Taxi vom Hauptbahnhof zum Hotel Marriott. Ich war 25 Minuten zu früh da. Ich setzte mich in die Lobby und versuchte, nicht all zu grosse Aufmerksamkeit mit dem langen, dicken Plastiksack zu verursachen. Zu spät. Ein Wachmann sah mich und kam auf mich zu. Er fragte, ob ich Gast wäre, was ich verneinte. Ich sagte, dass ich auf einen Bekannten warten würde. Der Bankdirektor bog gerade um die Ecke. Er musste durch den anderen, kleineren Eingang auf der Vorderseite ins Hotel gelangt sein. Der Wachmann nahm seinen Rundgang wieder auf. Der Bankdirektor war mit seinem geleerten Rollkoffer gekommen. Da ich ihm nicht einfach den Sack so zuwerfen wollte, suchten wir uns eine ruhige Ecke und nahmen Platz. Zuerst drückte ich ihm zwei Bündel mit ca. je 500 Blättern in die Hand und erklärte, dass dies nun die Hälfte der Papiere wäre. So viele, so viele und so schwer, sagte er mit offenem Mund. Er bedankte sich artig, überflog sie schnell und erinnerte sich laut an den einen oder jenen vermerkten Kunden. Dabei machte er Randbemerkungen im Sinne von „oh, nicht dieser‚ oder „was, von dieser Kundschaft auch?‚. Ich erinnerte mich, dass wir eigentlich bis anhin gar nicht gross über die Originaldokumente gesprochen hatten. Selbst beim ersten Treffen wurde ich niemals danach gefragt. Speziell nicht nach der Kategorie von Dokumenten, die ich im Brief an Hans-Adam unter Punkt „III. C)‚ beschrieben hatte. Er berichtete, dass nachdem sie sich in Vaduz vom Schock erholt hatten, spielten die Originaldokumente keine grosse Rolle mehr. Jedes dieser Papierstücke wäre ja ohnehin auch auf dem elektronischen Datenspeicher. Ja genau, erwiderte ich. Was für Papiere sind diese denn, fragt er und zeigte mit dem Finger auf das letzte, kleine Bündel. Ich hielt noch ein kleineres Bündel mit ca. 125 Blatt Papier mit beiden Händen fest, solange bis es der Bankdirektor auch merkte. Er fragte mich: „Und diese Akten?‚ Ich erwiderte scherzend, welche? Er zeigte auf meine Hände.
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Dies sind die Originaldokumente jener Mandate, deren Vermögen politischen Parteien oder Körperschaften davon gehören, so wie ich sie unter Punkt „VI‚. im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, sagte ich. Er kannte alle „politischen Mandate‚ und wusste auf Anhieb um welche "Gruppe" es sich handelte. Die Kundendatenspeichersysteme von Treuhand und Bank sind zwar getrennt. Da er aber selber mehrere Jahre bei der Treuhand gearbeitet hatte, wunderte es mich nicht, dass er die Kunden und die Hintergründe zumindest der heiklen, politischen Mandate im Detail kannte. Trotz der hohen Nummer von fast 4000 Mandaten. Ich übergab sie ihm mit der Bitte, diese dem Hans-Adam persönlich zu geben. Er blätterte sie durch und schüttelte mehrmals den Kopf. Er legte sie vorsichtig zu den anderen Papieren im Koffer und zog den Reissverschluss zu. Als würde er sich selber belehren wollen, meinte er, dass die LGT diese Mandate gar nie hätten annehmen dürfen. Nicht auszudenken, wenn diese Mandate der Öffentlichkeit bekannt würden. Wir wunderten uns gemeinsam, was für Motive die Auftraggeber dieser Mandate hatten, Konten in Liechtenstein zu eröffnen und so viele Millionen zu horten. Aus Steuergründen sicher nicht. Besser keine Fragen dazu stellen, schlossen wir das Thema ab. Er müsse jetzt kurz nach Vaduz telefonieren, sagte er mir. OK, ich würde im Terrace Café des Hotels auf ihn warten, erwiderte ich. Als er 15 Minuten später zu mir kam, war seine Freude über meine Lieferung fast schon verflogen. Er richtete ein Dankeschön von Hans-Adam aus. Dieser würde es hoch schätzen, dass ich mich Kooperative zeigen würde und die Loyalität ihm gegenüber aufrechterhalten würde. Hans-Adam würde fragen, wann er die andere Hälfte der Originalpapiere bekommen könnte. Der Bankdirektor erzählte weiter, dass der Landesführer gerne heute noch hören würde, dass ich einen der Datenspeicher vernichtet hätte. Dies darum, weil er sich Sorgen machen würde, falls mir etwas gestohlen würde. Zum hundertsten Male versicherte ich dem Bankdirektor, dass nichts passieren könne. Die Daten seien in einem Safe aufbewahrt, behauptete ich. Er fragte mich, ob ich schon einen Heimreisetermin im Kopf hätte. Ich sagte ihm, dass ich vieles im Kopf hätte, aber leider noch keinen solchen Termin. Zuerst müssten wir doch abwarten, zu welchem Schluss die Rechtsexperten in Sachen Anklage gegen Helmut Roegele & Co.
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kommen würden. Oder hat Hans-Adam etwas von einer Frist gesagt, fragte ich ihn. Nein, nein, er habe nichts in dieser Richtung erwähnt, aber in Vaduz sei man natürlich der Meinung, je früher ich nach Hause kommen würde, desto besser. Da es schon fast Abendessenszeit war, schlug ich eine Einladung von ihm nicht aus. Wir blieben in der Nähe des Hotels und ich wollte während des Essens kein Wort mehr über die LGT oder Bankengeschäfte im Allgemeinen verlieren. Er erzählte mir von seiner lieben Frau, die ich nie kennen gelernt hatte. Und von seinen gut erzogenen Kindern. Eines Tages, so hoffte ich, würde ich auch Frau und Kinder haben. Das hatte ich aber auch schon vor sechs Jahren gehofft, als ich angekettet in einem feuchten Kerker sass. Er würde noch eine Nacht in Holland bleiben, da er erst für den nächsten Tag den Rückflug gebucht hatte. Ich bedankte mich für seine Gastlichkeit und vor allem für sein Verständnis und die Geduld mit mir. Ich fragte ihn, wann wir uns wieder sehen würden. Er überlegte kurz und antwortete, dass er am Freitag, den 21.03. nach Amsterdam kommen könnte. Gut, sagte ich. Das passt mir sehr. Nicht, dass ich viele andere Termine hätte, scherzte ich. Also, abgemacht, sagte er zum Abschied. Ich solle ihn nächste Woche am 18. oder 19. auf seinem Handy anrufen, sodass wir die Details des nächsten Treffens absprechen könnten. Mach ich doch. Auf Wiedersehen Herr Bankdirektor. Pass auf Dich auf, rief er mir zu. Überzeugt mit der Rückgabe das Richtige getan zu haben, machte ich mich zufrieden auf den Heimweg. Dies nicht ohne die übliche Verschleierungstaktik, was die Streckte anbelangte.

VADUZ März 2003 (2) Während Kieber mit dem Bankdirektor lange Diskussionen über die Daten, Gott und die Welt hatte, war man in Liechtenstein auch wieder aktiv geworden. In einer nicht-öffentlichen Sitzung wurde am 10.03. der Einspruch von Kieber vom 07.11.02 gegen die Anklage im Fall 140er vom Gericht einstimmig abgelehnt. Gleichzeitig wurde beschlossen, das (Verbrecher-)Ehepaar Helmut Roegele und Salud Hidalgo als Zeugen der STA einzuladen.
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66 Prozent Zustimmung für den Hans-Adam. was die komplizierten Gespräche mit Kieber im Ausland stören könnten. Da der Professor jetzt regelmässig zur Arbeit in Liechtenstein war. Erstens war Lampert noch im Land und daher kontrollier. Die Bürger und Bürgerinnen stimmten ab. Trotzdem konnten sie nicht verhindern. eingeladen würde. CHF 700'000. wie der Teufel vor dem Weihwasser. Einerseits wollte man auch die begangenen Fehler im Fall LGT vermeiden. Viele stimmten darum für die neue Verfassung. Was Lampert nicht wusste war. Er befürchtete. Seine Künste waren jetzt vor allem an der anderen Front in Liechtenstein gefragt. hatte Lampert noch keinen Beweis geliefert. noch er selbst davon erfahren würden. Die LLB war geschockt über seine Rücksichtslosigkeit. am 16.in bar und sofort. Der ehemalige LLB Banker Lampert verlängerte praktisch jede Woche die Liste seiner Forderungen. also für "ihn". Dies begründetet HansAdam in einer kurzen mündlichen Stellungsnahme damit.in bar aus. dass sonst Hans-Adam samt Familie und Kunstbildern nach Wien auswandern würde. weil sie Angst davor hatten. Hans-Adam interessierte dies alles im Moment nur am Rande.a. andererseits war dieser Fall ganz anders. verlangte er Geld! Ähnlich wie am Anfang bei Kieber.Hans-Adam wurde wunschgemäss über diese Beschlüsse informiert und er ordnete an. an dem er für sich und seine Familie über die nächsten hundert Jahre das Sagen in Liechtenstein durch die neuen Verfassung einzementieren lassen würde. Vor solcher Art Publizität hatte man und hat man heute noch eine derartige Angst. Sein Tag. sodass weder Kiebers RA. Lampert forderte u. Mitte März. war der Tag. dass die LLB ihn ständig beschatten lies. dass man zum Wohle Liechtenstein nichts riskieren dürfte. Mitte März händigte man ihm dann CHF 100'000. Die Regierung Hasler hatte grosse Angst. diese unter Verschluss zu halten. Da hat man es. dass Kieber explodieren würde. Liechtenstein wie in 346 . was aus Liechtensteiner Sicht kein Problem darstellte. dass die STA Helmut Roegele & Co. dass er sie für die kommenden acht Wochen mehr als einmal an der Nase herumführten konnte.oder überwachbar und zweitens. Der Abstimmungstag war gekommen. dass die Medien davon erfahren könnten.. sollte er insbesondere vom Umstand erfahren. mietete er sich ein Zimmer in Triesen. Dies holte er in der zweiten Woche im März nach.. dass er die Daten hatte.

Bayern: Alles ungewisse. Alois deutete an. Es wurde leider nichts gefunden. jede Veränderung des Status Quo ist zu vermeiden. 347 . fragte er. In Zürich. dass Kieber damit nur zeigen wollte. Der Bankdirektor übergab dann wunschgemäss das Bündel mit den 125 Blatt Papier an Hans-Adam. Der Bankdirektor wurde auch mit anderen Neuigkeiten überrascht. Warum er und nicht die Treuhand die Papiere nun habe. absolut gar nicht. herauszufinden. Eine davon war. Dieser dachte zuerst. Der Bankdirektor war sich auch ganz sicher. Er und sein Sohn Alois kamen an einem Nachmittag zu einem Sechs-Augengespräch mit dem Bankdirektor auf Schloss Vaduz zusammen. ohne Schweizer Teilnahme die Dreizimmerwohnung der besagten Dame zu durchsuchen. bis er nach Hause kommen würde. Wenn es unserer Sache dienlich sein soll. Die Dokumente hätte er dem Direktor Dr. Feuerstein am Morgen schon übergeben. sich bei den 66 Prozent zu bedanken. Solle er dies als Drohung auffassen. Ein dicker Brief. Hans-Adam wollte daher abgeklärt haben. Schon Tage vor seinem Triumph in der Abstimmungssache. fragte er nach. Nach dem Abstimmungssieg fühlte sich Hans-Adam so stark wie ein Godzilla. Die politischen Gegner waren eingeschüchtert und sollten den Sieg von Hans-Adam über sie seit jenem Tag ständig zu spüren bekommen. Es sei in der Zwischenzeit gelungen. dass man auch in Zürich nicht fündig geworden sei. Die Angst war und ist immer grösser. Er nahm die Papiere entgegen und las aufmerksam die Kundennamen und andere Details. dass man gewisse alte Ideen aus dem KKZ nichts ganz verwerfen wollte. dann müssen wir es in Betracht ziehen. dass niemand in Deutschland Interesse an den Daten hätte. hatte HansAdam anderen Grund zur Freude. Hans-Adam erwähnte im Gespräch. es wäre ein neuer Brief von Kieber. dass Deutschland solche Mandate sehr heiss begehren würde. Kieber einen der zwei gedruckten Pässe für die paar Wochen. Nein. wurde Hans-Adam laut. Weil HansAdam ihm ja am Telefon erklärt hatte. Etwas verlegen erklärte der Gesandte. auszuhändigen. Er vergeudete nicht viel Zeit damit. Kieber wollte nur einen Beweis abgeben. unterzutauchen sondern er sich ganz fest vorgenommen hätte. dass Kieber nie vorhatte. ob es jetzt nicht besser wäre. resümierte er. eine glückliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. ob Kieber bei seiner Ex-Freundin in Zürich eventuell Datenträger versteckt haben könnte. Dies gefiel dem Landesführer.

Müller darüber. dass sie zu keiner Zeit von irgendjemand über mich befragt worden sei. Er bat um Instruktionen.: Als ich dann selber gegen Ende Oktober 2003 von dieser Aktion erfahren hatte. dass Hans-Adam sie beschatten lies. was er Kieber am Telefon oder beim nächsten Besuch erzählen soll. war ich sehr empört. da man ihre Wohnung erst dann betreten hatte. Ich war heilfroh. dass ihn Kieber wieder am 18. Meine eigene Nachforschungen ergaben. 348 . erklärte ihm Alois. Mit ihm konnte man wirklich von Mensch zu Mensch reden. Meine Vermieterin hatte keine Probleme mit mir und ich keine mit ihr. die sie auch ab und zu mal hatte. Wie abgemacht. hätte er sich einen Flug nach Holland für den 21. Ich gehe davon aus. selten war ich nach 20 Uhr zu Hause. schon fest gebucht. oder 19. Anm. Ich war die meiste Zeit unterwegs und ging zeitig zu Bett. ob denn die betroffene Frau einer Hausdurchsuchung ohne Schweizer Durchsuchungsbefehl zugestimmt hätte.3. dass sie zu Bekannten in die Ostschweiz abgefahren war. In meinem Zimmer konnte ich einen Deutschen Sender empfangen. In dem kleinen Haus konnte man jedes Geräusch hören. Amsterdam März 2003 (b) Während ich mich schon auf den nächsten Besuch vom Bankdirektor in knapp zehn Tagen freute. Sie sagte mir auch.h. ohne Spuren zu hinterlassen. Manchmal durfte ich mit ihr und ihrem Mann vor dem grossen TV sitzen und gemeinsam schauten wir uns eine holländische Abendsendung an. Ich schimpfte dann mit dem Professor Dr.Der Bankdirektor erkundigte sich. Ich hatte sie nie über das ganze Drama der LGT-Daten aufgeklärt. mit der Auswahl vom Bankdirektor richtig gelegen zu haben. als feststand. ich war immer schon kein grosser Glotzengucker. Er wusste von der Sache nichts. Für mich steht fest. T. dass meine Ex-Freundin wahrhaftig zum angegebene Zeitpunkt nicht in ihrer Wohnung war. Ich war ein ruhiger und kein lästiger Gast. stieg meine Zuversicht Tag um Tag. d. anrufen würde. Der Bankdirektor rapportierte. Wäre gar nicht notwendig gewesen. Ich schaute nie viel Fern. Verwundern würde es ihn aber nicht. dass die üblichen Handlanger von Hans-Adam die Wohnung professionell durchsucht hatten.

Er hatte nicht viel Zeit und bat mich einen Tag später anzurufen. fragte ich. vormittags und am 20. rief ich den Bankdirektor an. Ich wollte von ihm wissen. sagte ich zu mir. wie viele Reisen er noch machen müsse. Er erschien auch pünktlich um 10 Uhr. Hört sich gar nicht gut an. OK. Er schluckte sicher zwei Mal leer und erzählte. Es gab eine kühle Begrüssung. Nein. dann eben ein Einzeltäter. Dies sei mein Kampf und dies würde immer so bleiben. was ich dann auch tat. dass man in Vaduz wieder ungeduldiger geworden sei. Ich lachte nur und sagte. Er erzählte weiter.03. jetzt wo doch alles in die Wege geleitete worden sei. dass er leider nichts Neues gehört habe. warum ich nicht nach Hause kommen würde. dass ich eine One-Man-Show wäre. nicht mehr so freundlich. OK. nicht angerufen hatte. Bis dann. Dies sei unter der Kontrolle von Hans-Adam und dieser hätte ihm beim letzten Meeting nichts Frisches gesagt. was los wäre. Am Freitag. dass ich ein Einzelkämpfer bin und es immer war. dass ich am 18. Das Gespräch war schon nach 2 Minuten zu Ende. Er war sehr kurzgebunden und sagte nur. wenn es ihnen besser gefallen würde. Der Bankdirektor schien mit meiner Antwort zufrieden zu sein. Er erzählte mir. beendete ich dieses Thema. dass er in Vaduz immer betont hätte. Das Geschäft blühe zu 349 . dass er überzeugt wäre. Er kam mit einer Gegenfrage und wollte wissen. Morgen würde ich ja sehen können. Am 19. Ich fragte.3. Seltsam.03. was nun wieder los war. er sei am Freitag um 10 Uhr im Marriott. dass sie doch endlich begreifen sollen. nichts besonderes. Beim ersten Anruf entschuldigte ich mich. um 13 Uhr rief ich den Bankdirektor an. Er schien über etwas verärgert zu sein. was er mir mitteilen könnte. sein Ton war auch ganz anders. Aber was soll’s. sollte ich? Und wer will das wissen? Nein. Man würde dort nicht verstehen. Ungeduldig fragte mich der Bankdirektor noch mehrmals während dieses Besuchs. Wir wechselten von der Lobby zum Terrace Café des Hotels.03. sagen könnte. ob ich mit meiner Ex-Freundin Kontakt hatte. Er als Bankdirektor hätte auch andere Verpflichtungen. den 21. Wie soll ich dies verstehen. sagte ich. ob man mir schon Neues zum Thema Anklage gegen Roegele & Co. Zudem würde ich nie andere in Gefahr bringen. erwiderte er. dass ich ihr was gesagt oder erzählt haben könnte. es hatte keinen Sinn sich darüber gross den Kopf zu zerbrechen. da ich die Aufgabe in meinem Kalender am falschen Tag eingetragen hatte. Einige würden in Vaduz denken. wartete ich schon seit 9 Uhr auf ihn in der Hotellobby. sagte ich.Am 19.

Im elektronischen Kalender der LGT wären seine Besuche als Kundentrips getarnt. Ich erwiderte. Auf Anordnung von Hans-Adam wisse niemand von der LGT ausser seiner persönliche Sekretärin und Herr Piske. bis zum nächsten Besuch eine solche Kopie der Daten zu vernichten. Wenn ich ihm. ob ich nach Hause zurückkehre. Wo sei der Beweis. und damit Hans-Adam. Er sei unter Druck von Hans-Adam. dass ich im April alle Datenträger vernichte und nichts mit auf die Reise nach Hause nehmen würde. Die Antwort darauf wüsste ich ja. dann käme er am 2. oder 3. dann sehe ich kein Problem. dass ich spätestens bis Ende April. Ich müsste mich aber auch verpflichten und dies hoch heilig schwören. jetzt versprechen würde. Hans-Adam lässt nach nachfragen. dass man wenigstens ein Teil meiner Bitten erfüllt hätte? Ich bleibe lieber hier in Holland und wenn alles so läuft. so – was hat euch bewegt. Wie gesagt. dass – wenn ich wollte. Er wäre sinnlos einen Beweis nach Vaduz zu bringen. mir auf einmal einen Schutz-Pass auszuhändigen. Dennoch. Darum wäre es reine Zeitverschwendung auf einen solchen Beweis zu beharren. zwei Tage verschwindet. Ich musste leider eine negative Auskunft geben. also in ca. wieder in Liechtenstein sein würde. Für mich habe sich nichts geändert. Ob ich schon eine Ahnung davon hätte. Schliesslich hätte er auch eine Mannschaft zu leiten und das ihm direkt unterstellte Führungsteam würde sich schon wundern. da es ja technisch kein Probleme für mich wäre. dass ich doch innerhalb einer Woche eine Entscheidung treffen könnte. in der nahen Zukunft nach Hause zu kommen. ob ich schon einen der elektronischen Datenträger vernichtet hätte. April wieder nach Amsterdam und würde mir einen der zwei Pässe als Schutz-ID für die Reise nach Hause übergeben. man brauche ihn auch dort. warum er praktisch jede Woche ein. wann ich nach Hause kommen würde. erwiderte er.Hause. sagte er. fünf Wochen. ich kann jetzt nicht nach Hause kommen. als weiteres Zeichen seines Guten Willens könnte er mir folgendes offerieren. Ob er den Beweis für die Zerstörung bräuchte. Und wie würdet ihr verhindert. Aber ich versprach ihm. wie man mir durch ihn ausrichten lässt. (vom Vorstand der Bank) dass er auf heikler Mission wäre. Auch dafür hätte man 350 . würde dieser immer ungeduldiger. vor der Zerstörung wieder eine neue Kopie zu machen. rein theoretisch – mit dem Pass in eine „andere Richtung‚ reise. So. Er argumentierte. fragte ich ihn. Er verneinte.

polizeilich als gestohlen melden und die Passnummer in ein internationales Register eintragen lassen. die auf Heinrich Kieber lauteten. Wenn ich nur nicht so misstrauisch wäre. Und die Daten? Was ist. Eine Minute lang dachte ich alles passiere so. dass man sich in Vaduz sicher sei. Ein Abtauchen oder Untertauchen als „Ulrich Meier‚ mit den Daten würde keinen Vorteil für mich ergeben. offenbarte ich ihm. Aber ich konnte ja mit niemandem reden. erwiderte ich. In den folgenden Tagen überlegte ich.03 im Laufe des Tages nicht in Vaduz eintreffen würde. Dies würde im Grossen und Ganzen ungefähr meinen Vorstellungen entsprechen. Er bat mich ihn spätestens in einer Woche wieder anzurufen. Ich erbat mir Bedenkzeit von ein paar Tagen. dass ich den Pass als neue Lebensgrundlage verwenden würde. Ich war schon ganz gespannt. welche Lösung sie dafür gefunden hatten. Wir verabschiedeten uns und ich entfernte mich mit dem üblichen Verwirrspiel in Richtung Menschenmenge. Oder vielleicht das Angebot doch nicht annehmen? Würde es nicht eher so sein. fragte ich mich auch ständig. Um zu verhindern. ob ich das Angebot annehmen sollte. dass man in Vaduz alle meine möglichen Optionen studiert hätte.05. dass er mit mir . Er schilderte mir. Ich sagte zu mir.04. wenn ich – rein hypothetisch – mit Daten und Pass auf Wanderschaft gehen würde? Was er dann zur Antwort gab. dass sie mir genau dass sagen. Keine schlechte Idee. Die nächste Minute glaubte ich wieder kein 351 .vorgesorgt.falls ich am 30. Davon hätte ich nur zwei: A) ich finde eine friedliche Lösung mit Hans-Adam oder B) ich suche die Hilfe bei den Deutschen oder Amis. Mit dem Aushändigen des Passes wollte man mir den Stress der Heimreise nehmen. Natürlich müsste ich im Tausch alle meine Ausweise. den Pass am 01. Er verdeutlichte. dass ich die oben genannte Variante A) auswählen würde. sagt er. erstaunte mich schon und bewies mir. dass ich es dem Landesführer Hans-Adam hoch anrechnen sollte. würde man . Der Bankdirektor sagte mir „im Vertrauen‚ (was immer dies bedeutete). dass sie sich offenbar in die Materie. Der Bankdirektor hatte bei diesem Besuch nicht viel Zeit für mich. Er war zum Verrückt werden. auch „im Vertrauen‚. beendete er deren Theorie. wie man es mir geschildert hatte. in die Gedankenwelt von mir vertieft hatten. was ich hören will. aushändigen.wenn auch nur durch seinen Gesandten – überhaupt redet.

Danke schön Herr Bankdirektor. ich die Bombe zünden oder sie Gewalt anwenden. ich mich für die Behauptung entschuldigen würde. Ich wäre aber nicht sicher. Ich konnte es nicht. dass ich an die Existenz eines Auftrages von Hans-Adam an ein Rechtsexpertenteam absolut nicht glauben würde. Aber so konnte es auf ewig ja nicht weitergehen. Herr Kieber. was man mir gesagt hatte. Einen friedlichen Geburtstag wünschte er mir aus heiterem Himmel für den kommenden Sonntag. Ich war sehr traurig. Als Ausrede erzählte ich ihr von einer unglücklichen Liebe. da zu jener Zeit meine Schwestern und meine Mutter ihren Geburtstag feierten. Bitte. um 20 Uhr rief ich den Bankdirektor an. April kommen soll oder nicht. Er fragte mich. Irgendwann musste ich klein beigeben oder sie klein beigeben. dass er gerade zu Hause bei seiner Familie angekommen sei. Sie zeigte Mitleid mit mir und das Thema war vom Tisch. Ich fand auch keinen Gefallen mehr. um zu frühstücken und wenn Jane das Zimmer machen wollte. Er sagte mir. Ich versprach ihn am 1.3. Ich bat ihn zu kommen.Wort von dem. Ich behauptete. 352 . erwähnte ich im selben Atemzug. und 3. sollte es dieser Auftrag wirklich geben. Am 28. die schönen Seiten von Amsterdam zu erkunden und die Freiheit zu geniessen.04. was in die erforderliche Richtung einer Anklage der Verbrecher aus Argentinien gehen würde. dass. Ich konnte keinen definitiven. Ich hätte keine Bedenken gehabt mit ihnen zu telefonieren. Ich wollte keinem Druck ausgesetzt werden und im Grunde hätte man mir nichts gezeigt. gern geschehen. Ich erzählte ihm dass ich mehr durcheinander als klar im Kopf sei. Sie fühlte meine Niedergeschlagenheit. ob er nun am 2. Um meiner Unsicherheit gleich noch eines drauf zu geben. ob es ein fruchtbares Treffen werden würde. weil ich keine Kraft dazu hatte. keinen klaren Entscheid fällen. Dies waren in Wahrheit die Möglichkeiten. wieder anzurufen. Er konsultierte seinen Kalender und bat mich um 13 Uhr anzurufen. Ich sperrte mich für ein paar Tage im Zimmer ein und verliess es nur.

die (angeblichen) guten Handlungen. Hans-Adam. spürte auch dieser ausländische Experte. nicht zu glauben. Einmal zu Hause angekommen. was man von vornherein nicht einhalten würde. wie man auf heimischen Boden zu agieren gedenke. Hasler und Feuerstein keinen Spielraum. dass man von der fixen Idee ein Problem lösen zu müssen. was einem mit Kieber verbinden würde und nicht was sie trennen würde. neutral aus der Sicht von Kieber. Obwohl sich der Professor die allergrösste Mühe gab. dass man dem Kieber nichts Versprechen soll.h. Piske. Und immer noch keine Heimreise von ihm in Sicht. dass es zwar gegenseitigen Sympathie und Vertrauen zwischen Kieber und dem Bankdirektor gebe. Nach jeweiligen solchen offenen Gedankenspiele war der Professor beunruhigt. wenn eine völlig neutrale Person. die Restgruppe in regelrechten Marathonsitzungen oder in einzelnen Gesprächen davon zu überzeugen. Gewalt anzuwenden. Der Professor sagte. Guter Rat in Form einer besten Lösung des Problems war einfach nicht zu finden. Die Restgruppe des KKZ. Abschied nehmen. mit ihm reden würde. Alois. würden die Ideen und Ratschläge vom Professor allenfalls zur Kenntnis genommen. Besser wäre es. Kieber sei noch immer extrem misstrauisch. Ziel sei es Kieber nach Vaduz zu bringen und dann hätte man ja immer noch die Gelegenheit ihm ein schönes Dankeschön auszudrücken. Man müsse daran arbeiten und darauf aufbauen. Unbestritten. dass sich die Herrschenden im Ländle nicht gerne vorschreiben lassen. In diesem Punkt sah man bei Hans-Adam.VADUZ April 2003 (1) Jetzt waren es schon bald ganze drei Monate seit Kieber Liechtenstein mit den Daten verlassen hatte. man brauchte den Professor um Kieber und die Daten nach Liechtenstein zu bringen. Hasler und Feuerstein konnten erst nach intensiven Gesprächen mit dem Professor endgültig von der Idee. Natürlich war es aus Sicht Liechtenstein ein massives Problem. sein Sohn Alois. Regierungschef Hasler. wegkommen sollte. wenn Kieber die Datenbombe zünden würde. die in Vaduz für ihn gestartet worden seien. Feuerstein und der Bankdirektor waren mit der Situation gar und gar nicht zufrieden. dass es vorerst eine Bedrohung sei und es erst dann ein massives Problem werden würde. Trotz seiner guten Entlohnung stellte er mehr 353 . Der Professor erklärte ihnen aber. d. dass Kieber schlussendlich aber eher dazu neigen würde. Der Professor hatte wiederum mehrfach darauf hingewiesen. Er hatte dabei an sich selbst gedacht. Wie so oft in Liechtenstein.

ob den Worten auch die Taten folgen würden. dass er in seiner Arbeit am aktuellen LLB-Fall (Lampert) begriffen hatte. ergänzte Hans-Adam. Aber natürlich. dass Kieber fühlen würde. dessen Meinung gefragt ist. Eine dritte Chance Kieber zur raschen Heimreise zu bewegen. um Hilfe in diesem Fall bitten könnte. Diskretion und Autoritätsgläubigkeit zu appellieren. Aber er hätte schon ein paar Fragen an Kieber. Hans-Adam rief den Bankdirektor zu sich und ordnete ihn an. sah er darin. sollte dieser die Bombe nicht zünden und nach Hause zurückkehren. dass man Kieber. dem Kieber Hoffnungen zu vermitteln. als jemand. müsste man ihn für Kieber nicht neu erfinden. Auch nicht viel weiter war man gekommen. Man müsste ja dem Kieber nicht alle Details erzählen. mit Blick zu Hasler und der LGT. 354 . Zudem hätte dies den positiven Seiteneffekt. Hilfe? Von Kieber? Der Landesführer wurde hellhörig. als man ihn an seine guten Seiten erinnerte oder sein Schuldgefühl gezielt bearbeitete. diese Chance mit dem Professor zu diskutieren. Der Professor erklärte. völlig realistisch. die nur dieser – zwar mit unterschiedlichen Motiven. Ob Hans-Adam die Strafverfolgung der Täter aus Argentinien und die daraus folgenden Konsequenzen wirklich im Sinne habe.als einmal die Frage. Wenn Kieber etwas in den letzten fünf Jahren mit den Liechtensteiner Behörden erleben musste. Er machte aber. Kiebers Denkvorgänge seien nicht zu unterschätzen und könnten zur Problemlösung mit Lampert angewendet werden. Mit dieser Aussage von Hans-Adam war der Professor zufrieden. Kieber um Hilfe zu bitten. erwiderte Hans-Adam. Es hatte ja nichts mehr gebracht wieder an Kiebers Loyalität. auch klar. Und da der LLB-Fall in der Tat existiere. die Liechtenstein nie zu erfüllen gedenke. dass man ihn als Mensch braucht. Bei einem weiteren Treffen mit Hans-Adam eröffnete der Professor ihm seine neue Strategie. so war die eine endlose Abneigung und gigantische Ignoranz. Man wäre es Kieber irgendwie schuldig. aber dennoch eben auch als Täter – beantworten könnte. dass er nicht dazu missbraucht werden könnte.

dass ich 355 . Dienstag. über das was vor sich ging. er könne die Schutz-ID mitbringen. was er denn seiner Frau sagen würde. der 2. ob er den Schutzpass mitbringen sollte. Doch ich wollte ihn nicht enttäuschen und sagte nichts am Telefon. aber eine kolossale Kaserne. die Datenträger zu vernichten. weil ich nicht mehr sicher sei. dass ich noch nicht nach Hause fahren würde. zwei oder drei Monaten könnte nicht so viel geändert oder in Bewegung gesetzt worden sein. bis Ende Mai. dass ich meinen Mietvertrag um zwei Monate verlängert hätte.4. Er freute sich über meine „Einsicht in die Notwendigkeit". Er sagte.4. ein neuer Anfang. die Haare waren aber wieder gewachsen. Er fragte mich. Ich war nervöser als sonst. Ich lächelte gezwungen. dass das Drama mit den Daten bald zu Ende sei. Ich erwiderte. Zwei Monate. Er bestätigte seine Ankunft für den nächsten Tag und fragte. wenn er fast jede Woche nach Holland fliegen würde. pünktlich um 13 Uhr den Bankdirektor an. Er habe extra den Pass mitgebracht. fragte er erstaunt. Oh. dass wir im nahen Park spazieren gehen. In ein. da mir ganz klar war.Amsterdam April 2003 (a) Ein neuer Monat. Ich sagte. dachte ich mir. Ich sah ihn mir zuwinken. 20 Minuten später verliess ich den Laden mit einem Haarschnitt wie nach dem Einrücken ins Militär. Ich sagte daher dem Bankdirektor. für die Horde der Internationalen Steuerhinterzieher. Nach dem Anruf kam ich an einem Coiffeurladen vorbei und sah mich im Spiegel. Nicht dass ich selber irgendwelche Erfahrungen im Militär hätte. Ich erwähnte dann. als ich von der gegenüberliegenden Strassenseite auf das Hotel zuging. ob ich schon Ende April nach Hause kommen könnte. Ich versuchte das Thema zu wechseln und fragte ihn. dass er sie beschränkt informieren konnte. ob ich angefangen hätte. ob ich froh sei. das Ländle hat ja keine Armee. Ja. Er war voller Zuversicht und schlug vor. Der Bankdirektor hatte schon an einem Fenster im Terrace Café Platz genommen. Er schlug die Hände über seinem Kopf zusammen. Ende April schien mir einfach zu früh. Wie versprochen rief ich am 1. Ich hätte doch darum gebeten. dass ich ja noch Zeit dafür hätte. weil ich gleich den Bankdirektor enttäuschen würde. Dies darum. selbst wenn Hans-Adam am Drücker sei. sagte ich zu mir. Er fragte mich. Das Wetter war ja sehr einladend.

Und wer soll dies den sein. in meiner jetzigen Lage. Trotzdem sei ich manchmal hartnäckiger als ein alter Esel. dass ich Ende April nicht nach Hause kommen werde. Das wäre nichts Neues für mich. wohl wieder so ein Trick. dafür wäre er ja da. Er sei wegen einer ganz anderen Geschichte. Dies sollte ja kein Problem sein. dass man mit mir am Telefon eigentlich normal reden könnte. wenn ich ihm nicht glauben würde. ich solle mich nicht so aufführen. nur um mich nach Hause zu 356 . bemerkte ich. könnte ein Psychologe nach Holland kommen und mit mir reden. dies sei kompliziert. über den ich nicht vorher Bescheid wisse. dass ich. bitte schön. Heute aber sei ich mir sicher. offerierte er mir. Aber. der mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen könnte. Es dürfe mir den Namen nicht nennen. Das er auch erkannt habe. Er sagte. fragte ich. Ein anderes schweres Drama. dass man die Täter von Argentinien anklagen würde? Ich müsse ihm glauben. wäre der versprochene Beweis dafür. da er selbst erlebt hatte. obwohl er sich auch nur auf die Angaben von Hans-Adam berufen könnte. dass ich unter massivem psychologischem Druck stehe und es ihn nicht verwundern würde. die sich momentan in Vaduz abspielte. um mich zu benebeln und Zeit für einen Angriff zu gewinnen. Der „Psycho‚ wäre eine grosse Hilfe für alle. griff ich ihn an. selbst mit Hans-Adam zu sprechen. rief ich aus.es gestern noch nicht genau wusste. was er schade finden würde. Ich bat ihn. Man würde aber nachvollziehen können. dass die in Vaduz auch unter Zeitdruck stehen und daher auf absurde Geschichten kommen würden. Es wäre mir klar. angeheuert worden. um weg von solchen übergeschnappten Ideen zu kommen. wenn ich früher oder später ganz durchdrehe. Wenn ich damit einverstanden wäre. es nicht auf die Spitze zu treiben. versuchte er die Situation zu retten. Anderes Drama? Jetzt? Meine Hilfe? Röhrte ich kopfschüttelnd und legte eine Gang beim Laufen zu. Ich sagte ihm auch. Er sagte. Der Bankdirektor erzählte mir. dann hätte man da jemand zur Hand. wobei meine Hilfe möglicherweise gebraucht werden könnte. sehr skeptisch gegenüber Vertretern des Establishments sei. Einen Psychofreak also. fügte er hinzu. Wo. Aha. Warum kann man mir den Namen nicht nennen? Ich treffe mich mit niemandem. Ich verlangte. Es wäre ja kindisch. konterte ich. er müsse wohl geisteskrank geworden sein. dass man in Vaduz langsam aber sicher die Geduld mit mir verlieren würde.

ob der Lampert auf der Flucht sei. dann könnte ich mein ramponiertes Image bei der Justiz und der STA in Vaduz sicherlich verbessern. Aber nein. Komisch. dass dies eine Taktik sein könnte. herauszufinden. Ob ich einen Roland Lampert aus Vaduz kenne. Die Abdankung des Landesführers? Ganz und gar nicht. Dieser wäre ein Ex-Mitarbeiter von der LLB und hätte dort Daten von deutschen Kunden gestohlen und würde jetzt seit Februar/März die LLB erpressen. Dass aber eine Erpressung ausgerechnet jetzt stattfinden würde. Nicht zu fassen. in der ich angeblich ähnliches ZUR GLEICHEN ZEIT IN VADUZ abspielen sollte. Blitzschnell kam mir laut der Gedanke. Die Sache sei auch unter strenger Geheimhaltung in Vaduz. Die grösste Knacknuss im LLB-Fall wäre. ob und wie viele Kopien der Daten er habe. Geld sei an Lampert schon geflossen. Genau dies sei das Kernproblem. was kommt als nächstes. Ich hatte absolut keine Zweifel. erwiderte der Bankdirektor. Ich fragte ihn. sagte ich. die LLB wäre ja das Problem der Regierung. wollte ich nicht glauben. fragte ich. und da kommt man mir mit einer Story. sagte er mir. witzelte ich. wenn ich ihn sehe. die er behauptete zu haben. Die „Konkurrenz‚ schläft wohl nie.locken. ob er all die Daten hat. Ich vergrub mein Gesicht in den Händen. dass überhaupt jemand Daten von der LLB gestohlen haben könnte. was dies alles mit mir zu tun habe. Dies kam in der Vergangenheit vor und wird immer passieren. dass man keine Zeit und Ressourcen für mich hätte. Ich müsse ihm versprechen. der sitze gemütlich zu Hause. aber man sei sich in Vaduz nicht sicher. als zweitrangig herabstufen würde. Wie bitte? Für einen Moment genoss ich die absurde Situation. dann die LLB. der Aktienmehrheitsbesitzerin der LLB und nicht das Problem von Hans-Adam oder seiner LGT. erwiderte ich. meiner Meinung nach. Nein. Ich war ob dieser Antwort sehr erstaunt. Gleich verwarf ich diese Gedanken. desto glaubhafter wurde er für mich und umso ernster wurde mein Gesicht. Zuerst ein Psychofreak. um mir das Gefühl zu geben. Nein. aber nein. Ich fragte ihn postwendend. vielleicht. dass ich niemandem absolut gar nichts davon erzählen würde. Würde ich im LLB-Fall helfen. erwiderte er. hatte also genug eigene Probleme am Hals. also meinen Fall. 357 . wobei man den LGT Fall. dann eventuell. der Lampert muss wohl sehr starke Nerven haben oder etwas geisteskrank sein. Da war ich selber mitten in einem länderübergreifenden Krimi. Je mehr der Bankdirektor im Detail darüber erzählte.

fragte ich. wenn er wollte. ihm die Erpressung auszureden und herausfinden. mit dem Lampert zu reden. dass ich 358 . Ich sollte versuchen. Es wäre ja primär keine Hilfe für die LLB. Einem Professor würde der Lampert nichts erzählen wollen. Aber Angaben über die fachliche Kompetenz. Aha. Dieser könnte also kommen. meinte er. ich hatte keine Zeit oder Energie um der LLB zu helfen. Nach dem Spaziergang gingen wir zurück zu seinem Hotel und er lud mich zum Abendessen ein. Warum das. Der Bankdirektor sagte. ich habe auch tonnenweise Daten von einer „Bank‚ gestohlen. habe die Sinnlosigkeit der Handlung erkannt und bin jetzt hier um dich vor einem grossen Fehler zu bewahren. sollten wir nicht zuerst unseren Fall lösen? Ich willigte ein. Einen Versuch wäre es Wert. obwohl mir dies alles keinen Sinn mehr ergab. Hans-Adam würde auch froh sein. dass. dachte ich mir. man mich bitten würde. war die logische Frage von mir.Der Bankdirektor versuchte mir eine Heimreise schmackhaft zu machen. dass der Psychologe. Mann oh Mann. wie viele Daten. Ich bat den Bankdirektor aber mir vor einem solchen Treffen etwas mehr Hintergrundinformationen über die Persönlichkeit dieses Professors zu geben. das Herkunftsland und die Beziehung zur LGT und Hans-Adam würde ich schon gerne erhalten. sagte der Bankdirektor. sagte ich. Was ich ja wusste. komme gerade von einer „Tour de Daten‚ in Berlin und Amsterdam zurück. sondern fürs ganze Land. Vorher musste er mir aber noch eine andere Bitte von Hans-Adam vortragen. Die LLB sei ja de facto eine Staatsbank. sagte ich. fragte ich und fuhr fort: Soll ich den einfach zu Lampert gehen und ihm sagen: „Hallo ich bin der Heinrich Kieber aus Mauren. indem er sagte. wenn ich nach Hause kommen würde. Weil man noch abwarten wollte. noch nicht persönlich mit dem Lampert gesprochen hätte. worin ich bestätige. vor allem wie viele Kopien er davon er habe und wo er sie versteckt haben könnte. von mir eine schriftliche Erklärung zu bekommen. meinte der Bankdirektor. erwiderte der Bankdirektor. Dieser habe ihn beauftragt. ich hätte genug andere Probleme. Warum nicht.‚ Ja ungefähr so. wenn ich meinen Anteil an der Lösung des LLB-Falls beitragen könnte. mich zuerst einmal mit dem Professor zu treffen. Warum gerade ich. Den Namen könnte er für sich behalten. intern "der Professor" gerufen. Der kann dies sicher tausendmal besser. Sowieso. mir schon eher. Schickt doch euren Top-Psycho hin.

tobte ich. willigte ich ein. dann könnte ich eine neue persönliche Erklärung darüber für Hans-Adam ausfertigen und er würde dies ihm dann auch überreichen. erwiderte der Bankdirektor. Auf gar keinen Fall. sagte ich wahrheitsgetreu. Ich wollte nun nach Hause. um mich lokalisieren zu können. Dadurch könnte er mich telefonisch erreichen und mich auf dem laufenden Halten. sodass am Ende die Verbrecher vor ein Gericht gestellt werden können. Ich verschwand in den schwach beleuchteten Gassen von Amsterdam. mir ein neues Handy samt SIM-Karte und Guthaben zu berappen. Zuerst schüttelte ich vehement den Kopf. Komm mir ja nicht mit dieser Tour. schlug der Bankdirektor vor. Manchmal könnte ich sehr fanatisch sein. Um eine bessere Kontaktmöglichkeit zu haben. Allerdings würde ich es nur für einen kurzen Anruf von ihm zu exakt abgemachter Zeit einschalten. entfiel es mir da. Wenn ich dann die Datenträger vernichtet hätte. Wir suchten ein Geschäft auf und nach 15 Minuten war ich Besitzer eines neuen Telefons mit Prepaid-Nummer und einem 100 Euro Guthaben. sollte ich die gewünschte 359 . ein solches Schreiben mit ihm morgen aufzusetzen. Ich wusste. brüllte er. Er bedankte sich für meine Einsicht und wünschte mir eine gute Nacht. Ich versprach ihm. Er war damit einverstanden und offerierte.alle Datenträger vernichtet hätte. ich sollte mir doch eine holländische SIM-Karte für ein Handy kaufen. Hans-Adam würde ja auch aktiv an Lösungswege arbeiten. sagte ich. nach „Rotterdam‚ gehen und versprach ihm. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. am nächsten Morgen um 11 Uhr wieder beim Hotel zu sein. sei dies kein Problem. Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten. Vorher schaltete ich mein neues Handy aus und entnahm die SIM-Karte sowie die Batterie. Nach dem Essen kam wieder eine neue Idee vom Bankdirektor. Fair für Hans-Adam. Ich hätte aber mit der Zerstörung noch nicht begonnen. johlte ich ihn an. Solange ich es vor meiner der Heimreise erledigen würde. sodass die in Vaduz nicht immer auf meine Anrufe angewiesen waren. Der Bankdirektor würde gerne ein solches Schreiben morgen mit nach Hause nehmen. Hans-Adam wolle einfach etwas in den Händen haben. Das sei schon OK. dass ich morgen in eine furchtbare Situation kommen würde. ein holländisches Handy samt Nummer zu kaufen. Ihr wollt dies nur. Das Mindeste was ich momentan in dieser Situation für ihn tun könnte. Ohlala.

dass ich dies gegenüber Hans-Adam nicht erwähnt hatte oder je erwähnen wollte. Denn sollte irgendetwas mit mir auf den Reisen 2003 passieren und mein Namen in den Medien in Liechtenstein. Beide Schlüssel durfte ich. dass Hans-Adam mir im Verlauf der Konfrontation mit Gewalt die Datenträger abnehmen könnte oder für den Fall.Erklärung für Hans-Adam abgeben. Ich entschied mich auch für eine kleinere Bank und keine Filiale einer Schweizer Grossbank. Deutschland oder Österreich genannt werden. die DVDs und externe Harddisks mit nach Berlin nehmen würde. Erstmals kann ich meinen Lesern ein weiteres meiner Geheimnisse verraten. eigentlich entgegen den normalen Gepflogenheiten. Es verstand sich von selber. Ich eröffnete ein Bankkonto mit genügend finanziellen Mittel. speziell ab 1997 sehr Vorsichtig geworden bin. Für den Fall. so schnell ging er wieder weg. Aber 360 . kann bestätigen. sehr gering. Und praktisch alle diese Grossbanken ihren Firmenhauptsitz in der deutschsprachigen Schweiz hatten. Für einen Moment dachte ich nach. Ich sichere mich immer mehrfach auf allen Seiten ab. so wäre die Wahrscheinlichkeit. Diese Kopie zusammen mit verschiedenen anderen Dokumenten bewahrte ich in einem neuen ausschliesslich dafür angemietetes Banksafe in der Westschweiz auf. bei der Bank selber deponieren. eine Masterkopie bliebe immer vorhanden. Mein Plan im 2002 sah vor. Ich wählte auch bewusst eine Bank in der französischen Schweiz aus. Dies deswegen. weil die Grossbanken eine zentral geführte Kundendatenbank führten. eine Kopie würde ja immer noch in der Schweiz bestehen bleiben. Also selbst wenn ich alle Datenträger in Holland hätte vernichten wollen. dass man deutschsprachige Zeitungen oder News in der französischsprachigen Schweiz lesen würde. ob ich dem Bankdirektor beim Gespräch morgen davon erzählen sollte. Jeder der mich kennt. Natürlich konnte ich die Reaktion von Hans-Adam und den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nicht zu 100 Prozent voraussagen. erstellte ich Ende Dezember 2002 eine so genannte Masterkopie des Back-Up-Tape auf einer neuen. dass ich das Original DLT-Band. dass ich mit der Zeit. Zurück nach Amsterdam. um die jährlich automatisch abgezogene Mietgebühr bis Ende 2008 bezahlen zu können. Selbst wenn ich in der Nacht alle Datenträger noch vernichten hätte. Bisher weiss niemand davon. So schnell der Gedanke gekommen war. dass ich sie verlieren würde oder sie sonst wie unlesbar geworden wären. stabilen 100 GB Harddisk.

ihn zu fragen. Leuchtete mir ein. die Gelegenheit wäre günstig. Im Zimmer half mir der Bankdirektor die Erklärung für Hans-Adam anzufertigen und zeigte mir eine neutrale Vollmacht. Und jetzt in die Schweiz zu reisen. Er konnte dies nicht erlauben. falls ich nicht hoch und heilig versprechen würde. sagte ich. Was ist. wenn ich überrumpelt würde. dass er mit Vaduz telefoniert habe und mir weiteres Positives mitteilen könnte. um meine vollständigen Gerichtsakten lesen zu können. mir den Pass zu zeigen. würde völlig unmöglich sein. Ich unterschrieb die blanko Vollmacht. sagte er. fragte ich. Um meine Interessen im Argentinienfall bestmöglich zu wahren. dann würde man mir es ja nicht auch noch vorher ankündigen. dass nichts geschehen würde. Besser wäre es einen wirklichen Profi damit zu betreuen. spätestens am 31. sollte man einen Rechtsanwalt damit beauftragen. Nachdem der Bankdirektor das Schreiben in seinem Koffer verstaut hatte. dass man mir nicht glauben würde. 361 . Man suche nach einem geeigneten Anwalt. Nach etwas Gerede. falls er eine brauche.04.1. Hans-Adam übernehme die Kosten. wo er und ich alleine waren. der auch internationale Verbindungen hatte weil die Täter aus Argentinien ja in verschiedenen Ländern leben würden und verschiedene Nationalitäten hatten. Hans-Adam hatte ihm diese mitgegeben. Er wusste. vielen Dank erstmal. Nein. Die hatte er ja schon. wenn ihr die Anwendung von Gewalt plant. Er wisse es noch nicht. Ich habe ihm schon eine in meinem Schreiben vom 7. dass dies DIE letzte Kopie sein würde. sagte der Bankdirektor. Wie vereinbart traf ich um 11 Uhr im Hotel Marriott ein. Der Bankdirektor erzählte mir. war alles was ich darauf erwidern konnte. Einen neuen Rechtsanwalt? Ich hatte ja schon einen seit Jahren. dass ich ihn in Berlin leider nur durch die Fensterscheiben des Diplomatenwagen von Hans-Adam hatte sehen können. Wie heisst der neue Anwalt denn. Er versicherte mir.wie immer – erwiderte ich. Eine Vollmacht für Hans-Adam. fragte ich. Na dann.03 wieder in Vaduz zu sein. klar. ob ich den Pass mal in die Hände nehmen könnte. Hans-Adam hätte ihm ausdrücklich verboten. dachte ich mir. fuhren wir gemeinsam mit dem Lift hoch. Ich solle mit ihm aufs Zimmer kommen.dann befürchtete ich. sagte der Bankdirektor.03 beigelegt. Ich wollte lieber nicht in einen Raum. die Vollmacht wäre nicht für Hans-Adam. fragte ich. ergänzte ich. Und . geschweige denn zu geben. sagte ich.

Er war mit dem Erreichten zufrieden und wollte nochmals von mir bestätigt haben. bemerkte er. Die Tatsache. da er nach Ankunft in der Schweiz ein paar Sitzungen habe. Nein. am Geertebolwerk 1 gebucht. Obwohl ich zuerst mit der Datenbombe hatte drohen müssen. April für mich da. Insbesondere war ich froh. bis er dann nach Vaduz fahren würde. Drohungen auszusprechen oder sonst wie Druck auszuüben. am 31. dass ich jetzt versprechen würde. dass ich mit der Datenträgervernichtung anfangen würde. Ich schlug vor. und 25. Während dieser Tage in Amsterdam war ich eigentlich in Hochstimmung. Ich war mit dem Ergebnis dieses Treffens auch sehr zufrieden. Er sei aber wieder am 24.Ich stichelte den Bankdirektor und sagte. die Papiere doch bei der LGT in Zürich zu deponieren. Auf Grund geschäftlicher Verpflichtungen würde er mit mir die nächsten zwei Wochen nicht telefonieren können. dass ich nichts vom meiner Masterkopie in der Schweiz erzählt hatte. Geht gar nicht.04. Er hätte schon ein Zimmer im Luxushotel „Karl V. Da niemand von der LGT Schweiz etwas wüsste und man alles geheim halten würde. dass es noch eine Weile dauern würde.‚ in Utrecht. sagte er. wo er die Daten auf keinen Fall bei sich tragen wolle. Irgendwann sollte ich ja wieder in die Schweiz reisen können. Ich müsste dann nicht so weit von Rotterdam anreisen. Er wüsste jetzt ganz genau. weiterzuführen.03 zu Hause zu sein. dass man mir helfen würde. weil man mir sagte. sagte er nur. Es störte mich auch nicht gross. Diesmal könne er sie nicht mitnehmen. mich überkam ein unbeschreibliches Glücksgefühl. um den Professor auf den Besuch einzustimmen und die angefangenen Arbeiten in Sachen Anklage gegen Roegele & Co. Wann er die andere Hälfte der Papierdaten mitnehmen wolle. Netter Versuch. indem ich sie einfach später vernichtete. fragte ich ihn zum Abschluss. Nicht weil ich in der Lage war. 362 . erwiderte er. verdrängte ich. Dies hätte Zeit. bis ich nach Hause kehren würde. Zudem würden die nächsten zwei Wochen in Vaduz genutzt werden. Ich könnte diese Datenbombe ganz einfach auslöschen. dass man in Vaduz einige der eigenen Fehler erkannt und zugegeben hatte und mir nun helfen würde.

VADUZ April 2003 (2) Nachdem der Bankdirektor die Adligen von Liechtenstein. Spätestes bei dem Angebot als Berater in Teilzeit weiterhin für die LLB zu arbeiten. machte sich das Gefühl breit. die kleine Summe von 18 Millionen CHF. Forderung zu warten. weitere monatliche Zahlungen und ein Beratervertrag.B.. Wie z. dachte er sich wohl. Alles aber unter strengster Geheimhaltung. Auch sollten die restlichen 600'000. wobei irgendjemand den LGTFall den Medien verraten würde und Kieber sich gezwungen sähe. Kieber so schnell wie möglich nach Hause zu bringen. Ohne erst auf eine Reaktion von Seiten der LLB auf die 18 MIO. Er befürchtete. hätte ihm ein Licht aufgehen sollen. Er forderte frech und ohne Umwege.. die Annullierung oder Teilannullierung seiner Hypothek bei der LLB. Lampert erkannte den Wert seiner Sammlung offenbar erst im April. sich den Deutschen anzuvertrauen.in bar übergeben und zusätzlich andere Versprechungen gemacht wurden. den Professor und den Regierungschef Hasler über die letzte Reise nach Holland aufgeklärt hatte. Ein Klacks für die LLB. wenn der LLB-Fall zu einer Katastrophe führen sollte und die Daten in Deutschland landeten. wenn ich mich richtig erinnere). An der LLB-Front brodelte es sehr. Er schickte einem Dutzend Kunden eine Kopie ihrer Vermögenszusammenstellung bei der LLB per Post (aus der Schweiz. an die deutsche oder die US-Regierung zu gelangen. wenigstens an einer der zwei Fronten erfolgreich zu sein. Lampert war überrascht. Der Professor sah diese Gefahr nicht und versprach. dass ihm ohne grosses Trallala gleich mal CHF 100'000.CHF seiner Erstforderung bald fliessen. Er wusste. Oder der Rummel um einen LLB-Skandal könnte zu einem Informationsleck in Liechtenstein führen. Der Professor wurde abwechselnd von der Polizei für den LLB-Fall und von Hans-Adam für den LGT-Fall für Ratschläge angegangen. Kieber davon erfahren könnte und sich im Zuge der nachfolgenden Medienschlacht dazu ermutigt fühlen könnte. Die LLB wandte sich dann Hilfe suchend an Polizei und Justiz in Vaduz. alles zu tun. Der Landesführer hämmerte dem Professor immer wieder ein. dass die Kunden aus Deutschland sofort irgendwie die LLB anrufen würden. machte er einen weiteren seiner vielen Fehler. was in seiner Autorität 363 . dass es gelingen musste.

Ich borgte mir einen Hammer von Janes Mann und fuhr mit dem Velo zum Hafen von Monnikendam.4. Sicher ist sicher. An der Rezeption erkundigte ich mich nach der Zimmernummer des Bankdirektors und rief ihn dann von der Lobby aus an.30 Uhr betrat ich die kleine Lobby des Hotels Karl V. dank seiner Macht und seinen Verbindungen helfen würde. Als nächstes war eine der externen Harddisk dran. Beides lagerte nun schon seit zwei Monaten in meinem Koffer bei Jane. Nun hatte ich nur noch die zweite externe Harddisk und das original DLT-Back-Up-Tape. dachte ich und sammelte alle zerquetschen Elektroteile ein. warf ich sie in Amsterdam City in drei verschiedene Müllcontainer. Würde es nicht doch eine Falle sein? Würde man mir keinen Bären aufbinden? Dennoch. das Positive dominierte das Negative bei weitem. dass sogar Teile der Mauer darunter zerbröckelten. Am Donnerstag. Um 17. so hatte ich es mir vorgenommen. Ich war überzeugt. legte die unschuldige Harddisk in die Mitte und hämmerte wie wild auf sie ein. Zuerst einmal sollte man das nächste Treffen zwischen dem Bankdirektor und Kieber abwarten. Ich vernichtete der Reihe nach jede der vier DVDs. dass mir Hans-Adam. Amsterdam April 2003 (b) Die knapp zwei Wochen bis zum nächsten Besuch aus der Heimat waren wie Ferien für mich. den 24. verteilt auf drei kleine Abfallsäcke. Die externe Harddisk würde ich erst vor Abreise vernichten. ab und zu glaubte ich trotz allem dunkle Wolken am blauen Himmel zu sehen. an verschiedenen Orten rum um Monnikendam und Volendam in den Müll. Ich schlug so fest.stehen würde. breitete ich ein altes T-Shirt von mir auf der Kanalmauer aus. Und Wunder gibt es ja bekanntlich keine. verteilt in acht kleine Abfallsäcke. Gewiss. Verpackt in altes Zeitungspapier und Essensreste. fuhr ich mit der Bahn und dem DLT-Tape nach Utrecht. 364 . Nur ein Wunder würde diese Harddisk wieder zum Leben erwecken. Dort spazierte ich am Ufer entlang und sobald ich weit genug weg von den Häusern war. Das DLT-Tape zusammen mit dem Bankdirektor. Ich zerstückelte sie in unzählige Einzelteile und warf alle vermischten Bruchstücke.

Zudem hätte ich. wenn es nach mir ginge.Er kam im Freizeitlook runter. Ja. ja noch eine externe Harddisk irgendwo versteckt. sagte er. dass der Professor sich freuen würde. chauffieren. um Gottes Willen nicht. fragte ich ihn. sagte er. was das ist. sodass ich von einer neutralen Person 1. wie. erwiderte er. schlug ich vor. Lass uns die Stadt etwas ansehen gehen. das eh nicht weit weg war. von welchem Tag im Herbst 2002 das Band stammte. Der Professor würde eben deswegen kommen. Warum ich das Band mitgebracht hätte. schlug er vor. wäre das Desaster perfekt und. Er könne das Band nicht mitnehmen. Nicht nur. Nein. dass dieser mir von neutraler Seite erklären würde. sagte ich. was die Aufgabe des Professors sein würde. Jawohl. Garantiert! Ich versprach ihm. Mir wurde dann gesagt. was soll er damit anfangen. Dann würde er zwar in Erfahrung bringen können. Ob er die Überreste davon dann haben möchte. wenn er richtig gerechnet hatte. Dies sei zu gefährlich. mich zu treffen. dies war mir nun aber egal. Ich fragte nochmals nach. Sollte ihm auf der Heimreise etwas zustossen. wenn er sich nicht irre. offerierte ich ihm und strecke es ihm entgegen. dass ich die vier DVDs und die externe Harddisk schon zerstört hatte. dann könnte er es gleich mitnehmen. salutierte ich ihm. Oder wenn er es wollte. Er vertraue da lieber auf meine Fürsorge um die Daten. was und wo nach meiner Rückkehr geschehen würde. seit dem Februar seien sie in der LGT neuerdings verschlüsselt. Um es gemeinsam zu zerstören. Friedenszeiten. Dies gefiel ihm sehr. fragte er mich. was man in Liechtenstein im 101er in die Wege geleitet hatte und 2. nein – der will sicher keinen Abfall sehen. sei nicht meine Schuld. Das die Daten auf dem BackUp-Tape nicht verschlüsselt waren. mit Aussicht auf einen „100jährigen Frieden‚. Wir bestellten uns ein Taxi und liessen uns ins Zentrum. sagte ich. das DLT-Tape noch im April zu vernichten. Der Bankdirektor lehnte aber dankend ab. Niemand ausser uns zweien weiss. Als ich ihm ohne Vorwarnung das DLT-Tape unter die Nase hielt. erschrak er heftig. seien ja die Daten auf dem Band nicht verschlüsselt. Ich war etwas überrascht und fragte nach. Ich dachte er wäre primär mit dem LLB-Fall beschäftigt. Man könnte es dem Hans bringen. wollte er wissen. Der Bankdirektor antwortete. eine Lösung für ein gemeinsames Ziel 365 . Nur ruhig Blut. Es waren ja andere Zeiten angebrochen. Nein. bestätigt bekommen würde. erklärte er mir. Ich erzählte. ob denn der Professor den Argentinienfall so gut kennen würde. Ich sah ein paar Schweissperlen auf seiner Stirn.

Der Professor. Ich war sehr froh darüber. Würde ich nach Hause zurückkehren ohne dass jemand zu Schaden kommt. dass die LGT grossen Erfolg mit Neukunden habe und die Eröffnung der einzelnen Büros in Deutschland gemäss Plan stattfinde. Zeit für Detailfragen zu verschwenden. Ich lehnte ab und sagte. und würde ich einige der Bedingungen von Hans-Adam erfüllen. Ich hatte darauf auch immer wieder dieselbe Antwort. a) eine Back-Up-Tape zu entwenden und b) dies so durchzuziehen.aufgezeigt bekommen würde. Es wären da noch ein paar mehr Bedingungen. ich könne ihn am nächsten Tag. Aber ich müsse mehr über diesen Professor erfahren. Er konterte immer wieder mit derselben Aussage. Ich wusste was den Bankdirektor seit seinem ersten Besuch auf den Nägeln brennt. wie es mir gelang. dass so etwas nicht nochmals passieren könnte. als den Besuch vom Professor abzuwarten. Der Bankdirektor erwähnte nochmals. Später erzählte er mir. um 11 Uhr wieder besuchen kommen. Also. versprach ich ihm bald die Details offen zu legen. dass man seit Februar 2003 a) die Daten auf dem Back-Up-Tape verschlüsselt und b) sicherlich jedes Back-Up-Tape keine Sekunde aus den „Augen lässt‚. Um ihn zu beruhigen. Solange ich mich benehme und dem Hans-Adam und Liechtenstein helfen würde. dass ich in einer ausserordentlichen Lage sei. Dieser sollte ja ein Genie sein. so. Bedingungen? Welche Bedingungen. nein. Mir war jetzt gar nicht klar. erwiderte er. Nein. jetzt zu Erfahren wo offenbar die Sicherheitslücke sei. dann bin ich damit einverstanden. Ein paar Geheimnisse müsste ich vorerst schon noch behalten. dass es wichtig sei. was ich davon halten soll. fragte ich. sagte ich zu ihm. Glücklicherweise hätte niemand von der LGT Frankfurt und Berlin etwas von unserer Tragödie gemerkt. sagte ich. offerierte er mir ein Zimmer im Hotel Karl V. wenn dieses Drama ein glückliches Ende genommen hätte. Ja. Da es schon spät war. so. fragte ich. Ich hatte ihm schon beim ersten Besuch gesagt. Mir blieb aber nichts anderes übrig. die ich aber besser vom Professor erklärt haben sollte. Ich gehe davon aus. dass ich mit den Details erst rausrücken würde. Damals und bei jedem späteren Besuch fragte er mir Löcher in den Bauch. ohne dass die EDV-Abteilung den Verlust bemerkt hatte. Es hätte keinen Sinn. dann könne ich mein Leben neu beginnen. wenn es der Sache dienlich sein würde. Es würden hoffentlich keine unerfüllbaren Bedingungen sein. müsste ich nichts befürchten. 366 . fügte er an. das wäre Prima.

Und mein Gepäck „leichter‚. Mai in Amsterdam erfolgen. Am Ende hatte ich 18 fette solcher Kuverts. Dies war schwieriger als ich dachte. niemals würde irgendjemand daraus irgendwelche Daten lesen können. Nach ca. Ich war mir nicht sicher. dass ich mein neues Handy am 30. Ich öffnete das Gehäuse und fing an. Sein Besuch mit dem Professor würde am 12. An einem Kanal stoppte ich ausserhalb der Sichtweite der wenigen Hausboote. Mit einem Holzstecken mischte ich die brennenden Umschläge auf. in der Früh begann ich mit der Zerstörung des DLT-Bandes. Schnell stampfte ich heftig auf das Lagerfeuer und löschte es. wäre es denen in Vaduz – Hans-Adam hatte immer die feste Überzeugung. Vorher warf ich noch einen Blick in den Sack. bevor ich mit dem Zug zurück nach Amsterdam fuhr. Dann sammelte ich die verschmolzene Ware ein und packte sie in einen Plastiksack. fünf Minuten sah ich zwei Velofahrer. Mit meinem Velo fuhr ich in Richtung Amsterdam. Es wird alles Gut Herr Kieber. So gut es ging. Ich blieb noch eine Stunde in Utrecht und wanderte durch die Stadt. dachte ich. Noch waren sie weit weg. Gute Heimreise Herr Bankdirektor. sagte er zum Abschied. mindestens.04. Dicker Rauch stieg empor und das Feuerchen stank sehr. Ich zündete die unterste Lage an und lies sie brennen. Er bestellte sich ein Taxi und ich wartete mit ihm auf der Treppe vom Hoteleingang. die aus Richtung Süden kamen. Erstaunlich. Ich entnahm die 18 Kuverts aus meiner Tragetasche und schichtete sie am Wegrand aufeinander. Wir vereinbarten. Wieder ein Problem weniger. zwischen 12 und 14 Uhr eingeschaltet lassen würde. das fette Band abzuspulen. Alle paar Minuten schnitt ich das Band in der Mitte durch und steckte den Abschnitt in ein C5 Kuvert. ab man mir die Wahrheit gesagt hatte und mir nicht nachspioniert wurde. Ich blieb sehr wachsam. Für den Bankdirektor war der Glanzpunkt des nächsten Tags meine Meldung über die erfolgreiche Einäscherung des DLT-Tapes. Nein.Am nächsten Morgen. dass mit Geld für ihn alles 367 . Auf einem der grösseren Plätze in der City schmiss ich den Sack in einen Abfallcontainer. versuchte ich meine Bewegungsmuster nicht zu wiederholen. wie lang so ein Band sein konnte. und 13. sodass jeder Einzelne Feuer fing. Da ich jetzt ein Handy hatte. Hunderte von Metern.

Ich sollte so nett sein und die restlichen Papierdokumente mitbringen. Ratsam war es auch. Ich protokollierte ab jetzt jeden „verbrauchten‚ Standort in meinem Taschenkalender (ein früheres Geschenk der LGT an Angestellte). Nein. er würde mit dem Professor nächste Woche.erreichbar war – möglich geworden. dass der Professor in seinen Diensten steht. Sicherheitsgründe? Ist der Mann in Gefahr. hatte es aus Kübeln geregnet. Wenn die Angaben stimmen sollten. Es war der Geburtstag der Königin Beatrix.04. die SIM-Karte und die Batterie aus dem Gehäuse zu entfernen. dann müsste ich in der Lage sein. dass die ganze Welt erfährt. dem 30. Am nächsten Tag. Aber ich hatte keine Probleme damit. Wenn ich mich nicht irre. trotz ausgeschaltetem Handy den Standort zu identifizieren. OK. Es folgten ein paar Details: ungefähres Alter. neuen Standort innerhalb Amsterdams suchen. 368 . fragte ich erstaunt. dass ich innerhalb Amsterdams immer mein Handy ein. Er sagte. Er sagte. um meinen Standort in Monnikendam nicht preiszugeben. dass er mir den Namen am Telefon aus Sicherheitsgründen nicht nennen könnte. Technisch ist es möglich. sagte ich. da ich nur mein Zimmer in Monnikendam vor einem Zugriff schützen wollte. mich mit Hilfe der SIM-Karte geographisch zu lokalisieren. Ich fragte nach Details zum Professor. Mir genügten die paar Hinweise. Man kann bei den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nie vorsichtig genug sein. war viel los in der Stadt. Ich musste also aufpassen. Auch musste ich für jeden angekündigten Anruf einen anderen. Nur dadurch konnte ich vermeiden. mit Hilfe von bezahlten Spezialisten meine Position in Amsterdam auf ein paar Meter genau zu finden. den Professor zu identifizieren.. Ich musste aber nicht lange warten. Schon nach zehn Minuten rief er an. Rein theoretisch hätte der Bankdirektor auch um 13:59 anrufen können und hätte somit eine Stunde und 58 Minuten Zeit gehabt. Massenhaft Menschen unterwegs. erwiderte er. sofern ich dies ohne Gefährdung machen könnte. dass ab dem zweiten Anruf eine Leibwache von Hans-Adam auf mich wartete. am 12. Mai um 10 Uhr auf mich warten. Dies war mir klar. er komme aus dem deutschsprachigen Raum und sei in jenem oder diesem Feld ein Experte. aber Hans-Adam will nicht. Ich stand unter einer Markise eines Cafés in der Haarlemstraat und setzte mein Handy um genau 12 Uhr in Betrieb. Aha.und ausschalten würde.

aber wenn etwas in Sachen Reise sich ändern sollte. dass sich der Professor als weisser südafrikanischer Söldner entpuppt. Ich war damit einverstanden. Wir vereinbarten. 8. + 9. Er würde nicht unbedingt anrufen. Mai jeweils zwischen 12 – 14 Uhr eingeschaltet halte. Er schwöre es.. dann könnte er mir es sagen.Zum Abschluss ermahnte ich den Bankdirektor nur alleine mit dem Professor zu kommen. dass ich das Handy am 7. hörte ich von ihm. Und nicht. 369 .

Es wäre mir zwar viel erzählt und berichtet worden. den 8. Sie freute sich. Er war überrascht. 24 Stunden später stand ich im Historischen Museum in der City. Der Bankdirektor rief zur vollen Stunde 370 . Ich sagte. dass ich aber gerne das Anruffenster um eine Stunde reduzieren möchte. Aber einen Beweis dafür sei man mir immer noch schuldig geblieben. so dass ich sie bei Bedarf schnell griffbereit und reisefertig hatte. dass es mir offenbar gut bei ihr und in Holland gefallen würde. Er redete wie ein Trainer auf mich ein und am Ende des 38 Minuten langen Gesprächs war wieder Frieden zwischen uns. OK. Ich hatte wieder Zweifel daran. Also dann bis morgen. auf den Anruf vom Bankdirektor. Ich begab mich in den berühmten Amsterdamer Zoo. Ich fasste für den Bankdirektor am Telefon zusammen. dass ich nur das Handy nochmals testen wollte. weit weg von den anderen Gästen. dass ich immer noch bei ihr logierte. Er hätte nichts Neues für mich und ich hatte nichts Neues für ihn. aber auf einmal gefiel mir die Sache ganz und gar nicht mehr. sagte er. Ich änderte den Plan und anstatt auf seinen Anruf zu warten. Ich machte im etwas vor und sagte. erfüllt oder in die Wege geleitet hatte. Meine Gastgeberin wunderte sich schon darüber. Am nächsten Tag. Wieder notierte ich mir den Standort in der Liste der Plätze an denen ich mein Handy eingeschaltet hatte.5. Ich wartete an einem der kleineren Tische. dass ich praktisch alles was von mir verlangt worden war. Ich durchstreifte sicher drei Stunden die weitläufige Anlage. Ich weiss nicht mehr warum. was alles angeblich in Vaduz schon in die Wege geleitet worden wäre. rief ich ihn den Bankdirektor an. schien die Sonne prächtig. Nie hatten sie so lange einen Gast. Demnach würde ich von 13 – 14 Uhr mein Handy eingeschaltet haben.KAPITEL 16 Vier mal 9 mm Amsterdam Mai 2003 Noch 12 Tage bis zum wohl wichtigsten Treffen. Als es dann klingelte war ich leider nicht mehr in guter Stimmung. Zur Mittagszeit setzte ich mich draussen ins Openair-Café. bewunderte ein Gehege nach dem Anderen. verabschiedete ich mich schnell. Ich packte die LGTDokumente schon mal um. dass man in Vaduz wirklich an einer guten Lösung arbeitete.

Zuerst aktivierte ich meine eignen Sicherheitsvorkehrungen und schlich mich dann in die Nähe des Hotel Marriott. wenn ich bis 10. Es war 9.55 Uhr. Heute war der grosse Tag des Kennenlernens. Herr Kieber! Endlich treffe ich sie. dass ich seinen Namen erraten hatte. Er lächelte und war gleichzeitig überrascht. der an einem kleinen Tisch sass. drehte ich mich zum Professor runter und nannte seinen Name: Dr. hinter einem Baum Platz und beobachtete das Hotel. Mit dem Gesicht zu mir gewandt. Wir redeten zuerst über belangloses Zeug 371 . sagte ich zu mir. Halt. Ich wollte sehen. Ihm gegenüber sass ein etwas grösserer Mann mit dem Rücken zu mir. Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch und bestellte eine Cola. wollte ich nun mein Handeln in diesem Punkt etwas weniger voraussehbar machen.30 Uhr noch nicht aufgekreuzt wäre. Ich fand es besser. Gegenüber dem Terrace Café nahm ich auf der Kanalmauer. aber – wie bekannt – einige Details preisgeben musste. Ich ging auf sie zu und sobald der Bankdirektor mich erblickte. Ich wusste damit. Um nicht verschwitzt zur Verabredung zu kommen. lächelte er und sein Gast stand auf. auf die die Details passten. Mai. aber aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfolge konnte man einiges im Netz nachlesen. dass ich den richtigen Psycho erraten hatte. Da ich für Pünktlichkeit bekannt war. Alle in Vaduz seien zuversichtlich und er würde am Montagmorgen mit dem Professor abfliegen. wenn ich diesmal nicht pünktlich erscheinen würde. Thomas Müller. Es gab nicht viele. Ich streckte meinen Arm aus und die Hand in die des Bankdirektors. Bevor er etwas sagen konnte.an. Nach dem Anruf suchte ich ein Internetcafé auf und suchte nach dem Professor. Er war immer noch etwas verdutzt über die Tatsache. 12. Keiner hatte eine eigene Webseite. Da war er also. Ich bedankte mich für sein Kommen. Ich rannte aus der Deckung durch den mehrspurigen Verkehr gerade wegs auf die grosse Glasscheibe des Terrace Café zu. der berühmte Professor. Am Ende hatte ich drei Psychologen auf meiner Liste. nahm ich den Linienbus nach Amsterdam und nicht wie sonst üblich das Velo. der müsste es meiner Meinung nach sein. Der Bankdirektor sagte schnell zum Professor. dass er mir . was der Bankdirektor und sein Begleiter machen würden. Ich sah den Bankdirektor. Alle waren Europäer. Nach zehn Minuten wurde es mir aber selbst zu bunt und ich war neugierig auf den Professor.wie abgemacht seinen Namen nicht genannt hatte. hier! Der. Einer von ihnen müsste es sein. sagte er und stand auf.

sagte ich. sondern eine original Sachertorte aus Wien. Der Professor trug eine offenbar schwerere Tüte mit sich herum. Nicht schlecht. Das letzte Mal als ich bei mir nach schaute. dass wir alle spazieren gehen könnten. holte er tief Luft und schilderte mir seinen Lebenslauf. Mit nichts besserem hätte man das Eis brechen können. Der Bankdirektor war mit der Vorstellung des Professors zufrieden und er verabschiedete sich. Die Beste. Normalerweise. seine Heimat und dann meine Heimat. die Stadt. so wird alles enden. Ich war überrascht. Ich verzog meine Lippen und schaute nach dem Bankdirektor. von nichts zu wissen. Er griff in die Tüte und entnahm eine Holzschachtel. Er nickte nur ab und zu oder brummte ein Ja oder ein Nein. Der Bankdirektor bezahlte wie üblich die Zeche und wir bummelten über den Kanal rüber und dann immer Nordwärts. dass er im direkten Auftrag des Landesführers handle und ihm auch persönlich rapportieren müsste. scherzte ich. Ich wollte nicht zu lange am selben Ort bleiben und schlug vor. Ich öffnete die Schachtel und zu meinem Glück lagen keine vier 9 mm Schusspatronen drin. die Menschheit. dass ich noch Lebe. dass ich leider mit niemandem die Torte teilen könnte. Er drückte mir die Schachtel in die Hand und sagte. stand aber fest. Ein Geschenk von Hans Adam? Ich wunderte mich. die Kirche. Ich bedankte mich artig und fügte gleich an. Dieser zuckte die Schultern und gab an. aber ein Geschenk von Hans-Adam. Ich musste laut lachen. Es seien ja harte Zeiten momentan.wie das Wetter. Ich gab ihm eine extreme Kurzfassung meiner letzten acht Jahre. Nein lachte er. Die Echte. Der Professor war sehr geduldig mit mir. als mit einer so schönen. da er uns beiden Zeit für ein Vieraugengespräch lassen wollte. Ich redete sicher die ersten eineinhalb Stunden alleine. Ich wollte ihn provozieren und fragte nach. weil ich erkannte. so hatte ich es nachforschen können. so gross wie ein DIN A4-Blatt und fünf oder sechs Zentimeter hoch. Er bestätigte mir. Als ich fertig war. Ja. dass jemand in Vaduz auffallend gut die Hausaufgaben gemacht hatte. aber dies sollte kein Problem für mich 372 . dass er sich um meinen Fall kümmerte. dachte ich. ob er eine Waffe darin hätte. Es waren keine Patronen eines Schiesseisens drin. arbeitete er eher mit „Toter Materie‚ (Leblose Opfer von Gewaltverbrechen). Also auf der Lohnliste von Hans-Adam. süssen Geste.

Warum er den nicht mit ihm rede. was Lampert über die „schwierigen‚ Geschäfte der LLB. fragte ich den Professor. Ich könnte ja so denken wie Lampert. Wie viel? Achtzehn Millionen Schweizer Franken. Er bestätigte mir dies und verlangte von mir. CHF verlangt. Im Prinzip schon. also die Leichen im Keller wisse und was er sonst geplant haben könnte. CHF verlangt hat. Bei einer fingierten Geldübergabe nähe Triesenberg. dass er die Daten den ausländischen Behörden verraten würde. sagte ich kopfnickend. Im Gefängnis würde Lampert wie ein wilder Stier wüten. dass er von der Regierung für diesen Fall angeheuert wurde. Der Professor sagte. dem ich alles gleich verpetzen würde und sagte ihm: Logisch. sagte ich. mit einem Blick als hätte ich einen Kirchenchor hinter mir. ergänzte er. Ja. Ich bin nicht Lampert. Brand aktuell sei die Verhaftung von Lampert in der vergangenen Woche gewesen. am 8. Ich schaute mich um. dass Lampert sehr geschockt über die Verhaftung gewesen wäre. sagte der Professor. Der Lampert wolle mit niemanden ausser Hans-Adam oder seinem Sohn reden. dass ich meine Kenntnisse über diesen Fall für mich behalten müsste. herauszufinden. Er hätte 18 MIO. man hätte ein 373 . Aber man glaube. wiederholte ich langsam die Worte vom Professor. Hat er die Daten wirklich. bekam ich als Antwort und ich dachte wie klein die Welt war: alle wollen nur mit dem blauen Blut reden. fragte ich den Professor. Und welch schwachköpfigen Ansprüche. antwortete er. sondern immer versuchen beide Seiten an einen Tisch zu bringen. fragte ich. Der Lampert wurde verhaftet? Wo wurde er verhaftet? In Liechtenstein. dass ich denen in Vaduz helfen könnte. sagte ich. da ihm ein solches mögliches Ende in seiner Planung sichtbar nicht in den Sinn kam.sein. Wenn dieser 18 MIO. Wow! Dieser Lampert muss Nerven haben. stellte ich als erstes fest.5. Gemütlich von zu Hause aus Forderungen stellen. Ständig würde Lampert die Drohung aussprechen. sonst wäre er nicht in seinem Haus und im Ländle geblieben. Der Professor versuchte mir mehr oder weniger überzeugend einzureden. Vielen Dank für die dornigen Blumen.. Dann schilderte er im Detail den LLB-Fall. dass ich schneller als er auf die richtige Antwort der vielen Fragen an Lampert kommen würde. dann ist er nicht nur ein Idiot sondern auch hoch kriminell. Ja. Er würde auf keiner Seite stehen. Wäre das nicht gerade seine Domäne. wem sollte ich auch etwas verraten. sagte er. Ich fragte nach dem LLB-Fall und ob es stimmen würde.

Und was wäre mit eventuellen Komplizen? Nein. er aber weiteres. ob man ihn verhaften sollte. Es wäre mir unbekannt. eine Kopie ausserhalb einer Zugriffsmöglichkeit durch die Liechtensteiner versteckt halten würde. die er aus der LLB mitgenommen hatte. Nach wochenlanger Analyse der Situation kam man zum Schluss. dass Lampert eine eigene Sicherheitsmassnahme geplant hätte. Man befürchtete bei der LLB und der Regierung. sagte ich dem Professor. Oder nicht. meinte der Professor. fügte ich sehr schnell an. sonst hätte man ihn sicher nicht ins Gefängnis geworfen. Ich hätte zwar Hans-Adam schon in eine Ecke gedrängt wie noch keiner vor mir. oder. vor allem Daten von grossen russischen Kunden mitgenommen hatte. sagte ich. Dieser sei doch massiv beratungsresistent. fragte ich. erklärte der Professor. Da hätte ich aber „Glück‚ gehabt. wenn er nur halbwegs Grips hätte. fragte ich. der Professor. Aha. meinte er. dass ich den Lampert zwar nicht kenne. Er. Es hätte lange Diskussionen gegeben. Nach meiner Meinung gefragt. dass man auf Hans-Adam einreden könnte. wie geht es nun weiter? 374 . ob man denke. um seine Geldforderung erfüllt zu bekommen. Er hätte einfach keine Einsicht gezeigt. Ich antwortete dem Professor. sagte ich. die man gefunden hat. Und ob er andere Daten als diejenigen. Ganz anders wäre es natürlich in meinem Fall. dass Lampert nur mit den Daten der deutschen Kunden gewedelt hatte. Ein Restrisiko würde immer da sein. Ich hoffte. dass Lampert alleine agiere. brisanteres Material. keines von beiden. dass der Professor meine Antwort nicht allzu sehr analysierte. dann würde ich persönlich allen empfehlen. Egal. Hans-Adam würde meine Motive anerkennen. Nein.vollständiges Set bei ihm zu Hause gefunden. ginge aber davon aus. ob er weiteres Material hatte. ihn mit Samthandschuhen anzufassen. Alles Klar. besitze. Ich dachte nämlich dabei an meinen geheim gehaltenen Banksafe in der Schweiz. Aber jede Wirkung hat ihre Ursache. solange man nicht sicher sein konnte. Ich fragte nach. hätte auch in diesem Sinne auf Hans-Adam eingeredet. Am Schluss musste man ihn verhaften. wenn Lampert die Daten wie beschrieben habe. Man wisse aber nicht ganz sicher ob dies all die Originalkopien wären. ich selber hatte ja Liechtenstein mit allen Daten verlassen. dass er. Mein Fall liege ganz anders. Wie bitte. Falls es mit seinem Plan nicht klappt. dass.

Vielen Dank. Zuerst dachte ich laut nach. Und was wäre mit der Anzeige wegen der Daten. Und die falsche Anzeige von Roegele gegen mich. um mich nach Hause zu bringen. Da weder Spanien noch der angebliche geschädigte Roegele einen Antrag auf Strafverfolgung an oder in Liechtenstein gestellt hatten. befürworten und unterstützen. fragte ich. Nach Prüfung der Sachlage würde man eine Anklage gegen Helmut Roegele & Co. Aber alles müsse der Reihe nach erfolgen. wie man in Zukunft bei der LGT Gruppe einen Datendiebstahl verhindern kann und. fragte ich. solange die Verjährungsfrist.Der Professor bestätigte mir. solange mit einem endgültigem Urteil zu warten. Volle Kooperation in Liechtenstein. so wie die in Vaduz an mein Gutes glauben würden. Der Professor konnte dazu nichts sagen. dass Hans-Adam an einer Lösung meiner Anliegen arbeitete. Er verstand meine Bedenken und konnte dazu nur sagen. Ich erinnerte ihn daran. dass ich an das Gute im Menschen glauben sollte. ob der Professor mich anlügen würde. bis eine Kriminalgericht in der Sache Argentinien letztinstanzlich ein Urteil gefällt hätte. Ich bedankte mich tausendmal und konnte mein Glück nicht fassen. Vielen Dank. dass es Fristen einzuhalten gäbe. Und was ist mit dem blockierten Geld in Österreich? Er habe vom Regierungschef Hasler gehört. im Falle von notwendigen Verhandlungen (bei 375 . dass die Justiz in Liechtenstein angewiesen würde. Ich wollte es glauben. sollte ich nach Hause kommen und kein Kunde einen Schaden erlitten haben. worin ich beschreiben soll. Eine Denkschrift von mir. Kein Kunde darf zu Schaden kommen. sagte ich. könnte Hans-Adam dieses Verfahren einstellen lassen. dass ich mit meiner langen Abstinenz vielleicht die eine oder andere gesetzliche Frist verpasst hätte. Leuchtete mir ein. Die Abgabe einer diesbezüglichen Erklärung. Diese würde zurückgezogen oder für nichtig erklärt. wie in meinem Fall (101er). Aber vorläufig glaubte ich ihm jedes Wort. Wo sei der Haken an der ganzen Sache. berichtete der Professor. Hans-Adam wünschte: Die Vernichtung aller Daten. nicht abgelaufen wäre. Er zählte mir die Bedingungen von Hans-Adam auf. fragte ich. Die Rückkehr nach Liechtenstein. Aber ich kenne die StPO und eine Wiederaufnahme einer Strafuntersuchung kann jederzeit erfolgen. Ich spitze dafür meine Ohren. Oder ob er von Seiten der hohen Finanz-Herren bewusst angelogen wurde. Ich wüsste.

Hans-Adam biete mir als Unterstützung für die kommenden Wochen und Monate folgendes an: Sichere Überfahrt von Holland nach Liechtenstein. dass mir keiner gefolgt war. Ich fragte nach der Zeit und sagte ja. mir ausdrücklich zu sagen. Nicht das da doch was mit "eingebacken" wurde. Wir verabredeten uns um 16 Uhr am Hotel. wann ich den letzten 376 . Ich kam an einem Käseladen vorbei und kaufte den beiden spontan ein dickes Stück Edamer Käse für ihren Heimweg. In zweieinhalb Stunden sollte dies machbar sein. meine Sicherheit und Unverletztheit garantieren würde. Auf halber Strecke musste ich nur auf einen anderen Bus umsteigen. Ich nahm mir vom Hotel Marriott aus ein Taxi zum Hauptbahnhof von Amsterdam.‚ Ich bedankte mich bei ihm. Ich drehte mich auf den Absätzen um und rannte zu den Beiden.zukünftigen Datendiebstählen). Ich würde Hans-Adam nicht enttäuschen. Dann inspizierte ich die Sachertorte ganz genau. um auch noch in Rotterdam Signale senden zu können. Beide fragten mich. dass er. Anmietung und Bezahlung einer möblierten Unterkunft in Vaduz. Ich lief in Richtung Kanal weg. Sie dachten ja ich würde in Rotterdam leben. schlich ich mit hinten aus dem Bahnhof wieder raus. Pünktlich um 16 Uhr stand ich wieder vor dem Marriott. Der Professor erwähnte extra. Ich erkundigte mich. ich hatte Dich nicht angelogen. Der Professor fragte. Bestellung und Bezahlung eines Rechtsanwaltes. Eine Kebab löste dieses Problem. Ich überreichte wie in einer Zeremonie dem Bankdirektor unter den wachsamen Augen des Professors die Dokumente. Wieder in Amsterdam angekommen hatte ich erstmal wieder grossen Hunger. Vielen Dank. ob ich die restlichen Papierdokumente bringen könnte. Als ich sicher war. Niemand würde mir ein Haar krümmen. dass Hans-Adam ihm aufgetragen hatte. Ich hatte ja genug Zeit. Da kam mir etwas in den Sinn. Hans-Adam. ob die Batterie des Peilsenders in der Sachertorte noch genug Saft hätte. Liechtenstein eine mögliche Katastrophe abwenden kann. Zu Hause legte ich mich zuerst mal aufs Bett. Der Bankdirektor war wieder zu uns gestossen und sagte zu mir: „Siehst Du. Bestellung und Bezahlung eines Psychologen. Die Sachertorte in der Holzschachtel in den Händen. Oder müsste ich eine neue Batterie für euch kaufen? Wir alle lachten uns krumm. rauf auf die Fähre und mit dem nächsten Linienbus in Richtung Monnikendam.

Ich hätte die letzte externe Harddisk noch nicht vernichtet. Sowie was man von mir verlangte. Schon vor 10 Uhr war ich wieder in der Nähe des Hotels. ob er in Anwesenheit des Bankdirektors nochmals die Punkte aufzählen würde. Ich hätte ja alle Datenträger vernichtet. Sie drehten sich um und der Professor winkte zurück. Dies News würde dem Landesführer sehr gefallen. Ich entschuldigte mich indem ich beide Handflächen in die Höhe hob. Nein. war meine Antwort. Ich fragte den Professor. Ich erreichte mein kleines Heim gegen Mitternacht. Was alles in Vaduz passiert wäre und passieren würde. es würde in Liechtenstein ein paar Fragen aufwerfen. Halt. vernichten können. In Gedanken ging ich den heutigen Tag durch und ich war seelenfroh. scherzte der Bankdirektor. Als ich über die kleine Brücke schräg gegenüber vom Marriott lief. In dieser Nacht konnte ich sehr tief schlafen. dass es nicht wie beim Lampert geendet hätte. dann könnte ich auch schon morgen eine neue. sagte ich. Ohne zu schauen rannte ich quer über die grosse Strassenkreuzung und fast hätte es mich erwischt. dass wir alle froh sein können. in seinen Gegenverkehr steuern. Ich würde ihnen sagen. Dienstag. Ich rief ihnen zu und winkte. Prima. Ich kam zum Schluss. heute Nacht schon. Wenn ihr wollt. nicht so voreilig. Fix und fertig warf ich mich ins Bett. wenn ich den Tod im Strassenverkehr finden würde. wenn Kieber ausgerechnet am dem ersten Tag nach Vernichtung aller Daten zu Tode gekommen wäre. dass es jetzt schon OK wäre. Der Bankdirektor nickte nur ständig und meinte zum Schluss. der von links kam. dass ich ihnen leider etwas vormachen müsste. sagte der Professor. 377 . sie anzulügen behagte mir jetzt nicht. Sicher. Ich sinnierte lange wegen der Vernichtung der letzten externen Harddisk. letzte diesbezügliche Erklärung für Hans-Adam unterschreiben. Ich wurde zu einem Nachtessen eingeladen und um 22 Uhr war Schluss mit den Aussprachen. Auf der anderen Seite angelangt. Halt.5. den 13. Er hatte damit keine Probleme und erfüllte meinen Wunsch. dass Hans-Adam diesen Professor ausgewählt hatte. musste wegen mir eine Vollbremsung einleiten und massiv nach rechts. dass sie dies verstehen können. dass ich diese Harddisk am Tage vor meiner Abreise zerstören würde und hoffte. Ein kleiner Lieferwagen. sah ich den Professor und den Bankdirektor gerade in den vorderen Eingang des Hotels gehen.Datenträger vernichten würde.

Paul Schockemöhle aus Deutschland. Der ist gut und vertritt ja prominent den Treuhänder Dr. Mir war dieses Angebot etwas schwammig. Ich erzählte ihnen von meinem Plan. Dies wäre eine Hypothese. Wolfgang Müller von der Kanzlei Müller & Partner in Schaan/FL angeheuert. Ich bedankte mich bei ihm für die Hilfe und versprach ihm. Vielleicht hatten sie sich nur ein Tageszimmer für unser Treffen heute gemietet. die man erforschen könnte. Den kenne ich. Sie bezahlen ja die Rechnung. dass es ihn aus psychologischer Sicht nicht verwundern würde. dann hätte ich den optimalen Einfluss auf einen RA. wurde mir weiters erklärt. wenn ich noch einmal einige persönliche Zeilen an Hans-Adam richten würde. Was ich dann auch tat. Wenn ich selber bezahlen könnte. nach Hause zu kommen und das mir bei Ankunft nichts passieren würde. wenn ich als Garantie den letzten Datenträger nicht vernichten würde. dass ich die Kanzlei Müller für nicht gut genug gehalten hätte. Man hätte einen sehr guten Rechtsanwalt. Dr. dass das Zimmer von keinem der beiden benutzte wurde. Nicht. Schlussendlich unterschrieb ich trotzdem die Vollmacht und fragte nach der anderen. Sie waren damit einverstanden. Diese hatte einen Briefkopf einer Rechtsanwaltskanzlei. 378 . Dr. dass dies nun mein RA wäre. auch wenn mir das Geld dafür sicher schon sehr schnell ausgegangen wäre. Batliner im Prozess bei die Schadensersatzforderungen von Dr. Wir alle begaben uns in ein Hotelzimmer. Diese Kanzlei hatte Internationale Verbindungen auch nach Spanien und Deutschland. Lieber hätte ich die Rechnung selber bezahlt. dass sie meinen Worten glaubten. Ich hatte den Eindruck. kombinierte der Professor grinsend. Aber ich hätte mich sicher auf einen Abzahlungsplan mit einem RA geeinigt. alle Bedingungen zu erfüllen. ob ich mit diesem RA einverstanden wäre. meinte der Bankdirektor. da ich dann zumindest eine stärkere Mitsprache im Argentinien-Fall haben würde. Trotzdem wäre es von Vorteil.Oh. dass ich mich bald dazu entschliessen könnte. den letzten Datenträger erst kurz vor der Abreise zu vernichten. der Lieferwagen wäre also nicht unsere Lösung gewesen. Ich drückte meine Hoffnung aus. sagte ich. zauberte der Bankdirektor wieder eine Vollmacht hervor. Ohne mich zu fragen. Der Professor fügte hinzu. dort wo ja einige der Täter aus Argentinien wohnen würden. Sobald ich diesen Brief fertig hatte. erwiderte ich. Sie sagten. sagte der Bankdirektor. Dieser Punkt war besonderes wichtig.

Wenn er es empfehle und Hans-Adam es anordne. Der Professor wollte sich. sagte der Bankdirektor. dass man mich in Vaduz überhaupt zum Lampert ins Gefängnis gehen lasse. Regierungschef Hasler und Justizministerin Rita Kieber-Beck. wann ich konkret heimreisen wollte. Eine andere Variante wäre mit einem Privatauto in die Nähe der französisch-schweizerischen Grenze zu fahren. Einen Versuch würde er auf jeden Fall befürworten und anregen. Ich wollte auch wissen. dort den Wagen zu wechseln und bei einem der unbemannten Grenzübergänge mit einem Fahrzeug mit Schweizer Nummernschild in 379 . Nur ganze fünf Personen. Man hätte dies so vereinbart. dass er Sandwich für uns kaufen ginge.die ich früher unterschrieben hatte. um eine mögliche Sabotage der Operation „Rückführung von Kieber‚ zu verhindern. war die Antwort vom Bankdirektor.und dem LLB-Fall wussten. ich weiss nicht warum. Er sagte. Genau. Ich fragte. Ich schluckte leer und blieb still sitzen. erwiderte der Bankdirektor. sagte ich. effektiv dazwischenzufunken. Man könnte dafür eine im EU-Raum registrierte Maschine buchen. Die wolle man für später aufbewahren. dann würde dem nichts im Wege stehen. würden Hans-Adam oder Alois schon sicherstellen. sagte er. Um auf Lampert zurückzukommen fragte ich ob der Professor denn denke. Zwei davon wären jetzt im Raum. wenn ich in Spanien anstatt in Liechtenstein landen würde. Die anderen wären Hans-Adam und Alois. sagten beide. Ich weiss nicht. aus dieser Diskussion heraushalten und verliess den Raum. sagte ich. dass niemand auf die Idee kommen würde. wer alles wüsste. Dann bin ich aber beruhigt. die es lieber hätten. dass ich in Holland sei und wer in Liechtenstein auch von meiner baldigen Heimreise Kenntnis hatte. Er gäbe Leute in Vaduz. Dies bedeutet. wie die sich eine Reise von Holland nach Vaduz vorstellen würden. fragte ich. doppelt hält besser. Die Anzahl derer hätte sich aber in der letzten Woche verkleinert. Eine von Hans-Adam favorisierte Lösung wäre ein Flug von einem kleinen Flughafen in Holland nach Zürich oder Altenrhein (auch in der Schweiz). angesichts was Lampert gemacht hätte. Natürlich hätte man verschiedene Optionen geprüft. dass es Personen aus dem kleinen Kreis derjenigen sein mussten. die von dem LGT. Sobald fest stehen würde. Sabotage? Wer würde eine Sabotage wollen. Dies sei eine heikle Sache.

VADUZ Mai 2003 Alle Beteiligten bewerteten des Professors Reise als Erfolg. um 13:30. Aber er versicherte Hans-Adam. dass 380 . sagte ich. am 21. Feuerstein übergeben. Herr Professor und Herr Bankdirektor. Die restlichen ca. sie in die jeweiligen Akten im begehbaren Tresor im dritten Stock einzuordnen. Die Telefonate fanden am 15. beklagte sich der Bankdirektor. Zudem würde ich nicht als „H. Sie müssten bald zum Flughafen aufbrechen und wir vereinbarten die weiteren Termine. mir wäre es auch lieber. Man konnte keinen Kundenberater oder gar eine Sachbearbeiterin damit beauftragen. Ich wurde darüber informiert. Der Professor konnte nicht definitive sagen. sagte er. Ich würde es Hans-Adam und der Liechtensteiner Regierung aber auch nicht leicht machen. achte auf Lieferwagen und Tschau Herr Kieber". beruhigte mich der Bankdirektor. In der Folge wurde der Regierungschef Hasler in der 3. bald wieder in Vaduz zu sein. Das wäre ja klar.K.5. wenn es keine Probleme für alle geben würde. Dieser bat zwei eingeweihte Mitglieder aus dem Verwaltungsrat der Treuhand ihm behilflich zu sein.5. Maiwoche persönlich konsultiert und unterrichtet. und 4. rund 1000 Originaldokumente wurden dem Chef der Treuhand. Sie verabschiedeten sich und ich wünschte ihnen eine gute Heimreise. wann Kieber zurück nach Vaduz kommen würde.‚ reisen. Ich begann. Auf baldiges Wiedersehen. dass Kieber kommen würde. In den kommenden Tagen hatte ich 3 Anrufe vom Bankdirektor und 2 x war der Professor mit an der Strippe. um 13:05 und 17:30 und am 26. Sorry. ein längeres Treffen mit Hans-Adam gegeben hatte und eine Arbeitssitzung zwischen dem Bankdirektor und dem Professor am 20.die Schweiz zu fahren. lehnte ich ab. da sonst in der Belegschaft bekannt geworden wäre. Der Professor kam zurück. um eine definitive Lösung zu erarbeiten. mich mit dem Gedanken anzufreunden. um 13 Uhr statt. dass es am 16. Gefällt mir nicht. "Halt die Ohren steif. Am kommenden Freitag würde er sich mit dem Hans-Adam treffen. Wir hätten ja noch Zeit.

Also keine Komplizen. Hans-Adam ordnete an. die man am Anfang des Dramas angewendet hatte. mehrheitlich abgeblasenen Handlungen und Hintergründe. hätte ich keine Mühe damit. und – wer weiss – vielleicht auch bald eine eigene Familie haben. Am 16. sicherlich lange dauern würde.B. dass Kieber nur limitiert über die geplanten. trafen sich der Bankdirektor und Hans-Adam zu einer Krisensitzung. über die Schnüffler in Berlin. Kieber hätte ständige Wechselbäder in Bezug auf was er denen in Vaduz glauben soll oder nicht. Wie würde wohl mein Leben nach einer Rückkehr nach Liechtenstein sein? Da der Gerichtsprozess gegen Roegele & Co. Der Bankdirektor war sich sicher.5. aber ohne ihm zu drohen. Mai keine Zeichen von irgendwelchen Katastrophen in Deutschland erkennbar waren. ob Kieber etwas von grobschlächtigen Taktiken. weil nach der Verhaftung von Lampert am 8. Die LLB und die Regierung waren beruhigt. teilweise ausgeführten. Bis anhin wusste niemand von der Belegschaft darüber. nach der Rückkehr erstmal klein anzufangen. Lampert bekam einen Anfall im Untersuchungsgefängnis in Vaduz und musste ärztlich betreut werden. der sich mit der Planung der Rückkehr von Kieber befasste. Er hatte nicht aufgehört zu toben und zu schreien. Eines stand aber schon jetzt für mich fest.irgendetwas faul war oder dass Daten entwendet worden waren. hoffentlich einen guten Job finden. Da ich äusserst anpassungsfähig bin. dass Kieber nicht einfach einzuschätzen wäre. Bescheid wüsste. wüsste. schlussfolgerte man. Weder riefen Kunden aus Russland noch Kunden aus Deutschland an. wie z. steckte in einer Sackgasse. Amsterdam Juni 2003 Während einer Velotour machte ich mir Gedanken über die Zukunft.5. da sonst er wieder in ein psychologisches Loch fallen würde und die in Vaduz noch an Weihnachten ins ferne Holland reisen müssten. Am 20. Hans-Adam wollte wissen. Der kleine Kreis. würde ich mich auf Jahre hinaus in Liechtenstein einrichten. Sollte ich das greifbare Glück haben und alles ohne „Blutvergiessen‚ 381 . dass verstärkt auf Kieber einzureden wäre. Der Gesandte berichtete. Auch meldete sich niemand sonst bei der LLB direkt. kamen der Professor und der Bankdirektor zu einem Brainstorming zusammen.

Egal wie er heisst. Ich spitzte meine Ohren. einem wieder heiteren Regierungschef. Ich erkannte ihn. aber verzeihendem Landesführer. Das heisst. dachte ich mir. mit einem beleidigtem. Liechtensteiner Mundart. Aha.‚ Ich wüsste nicht. Wenn ich nach Hause komme. Selber schuld. Auf einmal wanderte meine Konzentration. Oft wurden solche Treffen im Ausland abgehalten. fluchte ich leise. Was übrig bleiben würde. die ein paar Meter weg von mir sassen und mit tiefer Stimme aufeinander einredeten. Wie hiess er noch mal. ein wieder lebensfroher Kieber. Ich hatte ihn schon mehrmals in Vaduz gesehen und mit ihm übers Geschäft im Allgemeinen geplaudert. Oho. wo ich darauf bestehen musste. dass auf der Velostrecke nach Amsterdam war. gefährlicher ist. einem beruhigten Bankdirektor. Ich hielt mich fit indem ich fast jeden Tag ins Freibad. einem erfolgreichen Professor. strengte ich mein Hirn an. dass niemand zu Schaden gekommen war.und ohne die Rache von Hans-Adam oder der hohen Finanz-Herren überstehen. als mir Mitte Juni ein Stück Kuchen fast im Hals stecken blieb. wer ich bin. das sass ein Treuhänder von der LLB eigenen Treuhandbude. einem verstummten Treuhandchef. meine Folterer für Jahre hinter Gittern und zu guter Letzt. einer der Zwei war definitiv aus Liechtenstein. dann müsste ich für alle in Stein meisseln: „Wirklich Schwein gehabt. Mist. keine Kundengelder sind verloren gegangen. Ab und zu setzte ich mich in eines der Hotels der Stadt und beobachtete Tee schlürfend was sich vor mir abspielte. wieso es nicht so kommen sollte. wäre eine Geschichte einer BeinaheKatastrophe. Vermutlich war der Andere ein Kunde. dass ich dort meine Konsumation 382 . Langsam packte ich den Spiegel in meine Tasche und entfernte mich wie ein geschlagener Hund in Richtung Concierge. Himmel Donnerwetter noch mal. ein paar gekränkten Staatsanwälten. nach Liechtensteiner Redensart: Kein Kunde ist belästigt worden. dann würde dies bedeuten. dann wollen wir mal sehen. vorab unbewusst zu einer Konversation zwischen zwei Herren. schwimmen ging. wenn der Kunde sich scheute nach Liechtenstein zu kommen. keinen Einnahmeverlust für Hans-Adam. Rheintaler Dialekt stellte ich dann fest. Ich drehte mich um und schaute nach ihnen. Ich sass im La Terrasse des Hotels De L’Europe beim Muntplein und las eine ältere Ausgabe des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL. dass er wissen könnte. Schweizer dachte ich zuerst. Na.

sowie der Ersten & Dritten Person. Vor der Entnahme kopierte ich ein paar persönlich Dateien auf eine CD-ROM und zerstörte die ausgebauten Teile.bezahlen konnte. Da nun feststand. In einem Computerladen kaufte ich eine neue Harddisk plus RAM und ein Fachmann baute sie ein. dass ich am 01. ob alles so geschehen würde. In den folgenden Kapiteln. Ich hatte zwar nie Daten von der LGT in meinem Laptop direkt gespeichert gehabt. um 13:38 und die letzten 22’ am 26. 13’ am 10. Ich war mir zwar sicher. Jedes Mal wenn sie wieder weg waren.: Hier endet die im Kapitel 8 angefangene Aufteilung in der Erzählung zwischen mir im Ausland und den Anderen in Liechtenstein. Genau 175 Tage nachdem ich Liechtenstein verlassen hatte. Anm. dass er nichts von meinem Drama wusste. Es gab immer noch einige Meinungsverschiedenheiten. Mai brachte den erhofften Durchbruch leider noch nicht. bekam ich wieder Zweifel. Das letzte Telefongespräch am 26. Wer hätte das gedacht. Über den Monat Juni verteilt hatte ich mehrmaligen telefonischen Kontakt mit dem Bankdirektor. Fast ein halbes Jahr lang war ich im Ausland. Juli 2003 die Heimreise unter Begleitung antreten würde. 10’ am 18. 383 . Noch mal gut gegangen. aber im Grossen und Ganzen wurde man sich einig. dem Professor oder beiden zusammen. der Professor und der Bankdirektor. 4’ am 4. um 12:20. Juni um 13:30. aber besser war es auf jeden Fall. um 13:30. So 25’(Minuten) am 2. schreibe ich wieder im alten Stil. nicht weniger spannend. wenn er mich nicht sehen würde. dass ich wieder nach Hause reisen würde. wie man mir es gesagt hätte. entschloss ich mich auch die in meinen eigenen Laptop eingebaute Harddisk und den Arbeitsspeicher (RAM) ganz zu entfernen und endgültig zu zerstören. um 12:30.

war ihnen bewusst. ob ich den Zusicherungen von Seiten Liechtenstein glauben würde. musste ich diese Ängste irgendwie unterdrücken. wie dies alles geschehen sollte. wie man mich sicher nach Liechtenstein zurückbringen könnte. der Bankdirektor und Hans-Adam. würde Deutschland aufgrund des Eintrags im Schengencomputersystem den spanischen Haftbefehl entdecken und eine Weiterreise fuer mich unmöglich machen. Menschen sind schon wegen viel „weniger‚ spurlos verschwunden. Man darf in dieser ganzen Geschichte nie vergessen. Da ich die Reise mit dem Flugzeug kategorisch ausgeschlossen hatte – wer weiss. dass es hier um ein Milliardengeschäft geht.oder Strassenkontrolle kommen.KAPITEL 17 Explosives Gutachten und Freies Geleit Die in Vaduz Eingeweihten brüteten lange über einer Lösung nach. Ich glaubte ihnen zu 75 Prozent. der Professor. Jetzt ging es um Juristische und Rechtsstaatliche Fragen! Das Problem für Liechtenstein war. Würden wir in eine (mobile) Zoll. sobald ich heimischen Boden betreten würde.K. hatten mir ja mehrmals zugesichert. Tief in mir war immer die Angst da. dass es eine Falle sein könnte. 384 . wenn das offizielle Liechtenstein mich von Amsterdam aus quer durch Deutschland zum Bodensee nach Österreich transportieren würde. Es waren gewaltige Interessen damit verbunden. Auf keinen Fall wollte ich die Reise mit einer unbekannten Person durchführen. dass ich nicht im Kerker verschwinden würde. Alle. die Regierung und die LGT war natürlich die Gefahr. Da ich mich aber freiwillige zur Rückkehr entschlossen hatte. ohne dass es politische oder juristische Komplikationen mit Deutschland (und im gerigeren Masse mit Holland) geben würde.blieb nur der Weg über Land.‚ ausweisen. dass ich mich dann den Deutschen „datenmässig offenbaren‚ würde. Dabei ging es überhaupt nicht um die Frage. Wobei ich auf die schnellste und kürzeste Strecke pochte ohne Begleitung einer offiziellen Liechtensteiner Aufsicht. dass es einen endgültigen Beweis dafür nie geben würde und zudem meine insider Geschäftskenntnisse auch ohne das Datenmaterial gefährlich werden könnten. Die grösste Sorge für Hans-Adam. dass ich alle Daten und Kopien vor einer Abreise vernichten wuerde. und ich mich als „H. vielleicht wäre der Pilot auch in Barcelona gelandet . Da sind darauf hoffen konnten.

dass sollte ich nicht nach Hause kommen. war mir beim Aktenstudium ein kleiner schriftlicher Aktenvermerk aufgefallen: eine kleine Randnotiz über das oben erwähnten Gutachten. Darin wurde zuerst daran erinnert. In einer Sitzung vom 10. Wie immer wussten sich Hans-Adam und die Hohen Finanzherren aus Liechtenstein zu helfen. dass das Gutachten aus dem Archiv verschwunden sei. Am 13.: Zum Zeitpunkt des Gutachtens hatte Vaduz ja noch nicht von mir "mitgeteilt bekommen". Es müsse doch eine Kopie davon irgendwo an einer 385 . dass es leider keine Kopie für mich gäbe. dass ohne die Verletzung von national und internationalen Vereinbarungen und Bestimmungen es unmöglich sein würde. dass ich alle Datenträger "vernichtet" haette.09. Das offizielle Deutschland (sowie Österreich & Holland) müsse um jeden Preis raus gehalten werden. Anm. Nichts regte sich. Liechtenstein könne ja Deutschland nicht um Hilfe für den Transport bitten. Weiters wurde festgehalten. Liechtenstein und dessen Regierung gewährleisten würden. nur nach Lösungen zu suchen. mich von Holland via Deutschland und Österreich nach Liechtenstein zu bringen. von Holland nach Liechtenstein via Deutschland und Österreich‚ erfahren. Sechs Wochen später. Anfang Juni 2003 wurde es in Auftrag gegeben.Regierungschef Hasler und Hans-Adam wollten von diskreten Experten in einer Art Gutachten mehr zum Problem „Transport H. die eine 100 % Gefahrlosigkeit fuer Hans-Adam. 03 schrieb ich nochmals an das Gericht. Aufgrund der Brisanz der Schlussfolgerungen wurde es sofort als Geheimsache abgestempelt und unter Verschluss gehalten.08.03 wurde die Expertenmeinung behandelt. Eine Dame aus der Regierungskanzlei rief mich an und teilte mir mit. Es wurde der Regierung empfohlen. Eine Woche später kam wieder ein Anruf und es wurde behauptet. Anm. am 23. dass ich aber gerne eine hätte. Ich erwiderte.K.: Das ich über die Existenz dieses Gutachten weiss liegt wie folgt: Einige Wochen nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein im Juli 2003. Erstaunlicherweise erhielt ich nicht vom Gericht eine Reaktion.6. HansAdam und die LGT. ohne das Land Liechtenstein in Gefahr zu bringen und mich als Person samt meinem spezifischem Fachwissen zu exponieren.03 bat ich bei Landgericht schriftlich um eine Kopie dieses Gutachtens. dann würde schlussendlich Deutschland bestimmt die Daten von mir erhalten und dies wäre ein Desaster für Liechtenstein.

gemäss Auskunft vom Bankdirektor. da ich ja seit bald einem halben Jahr unterwegs im Ausland war.3. Man würde ihn nach meiner Ankunft kontaktieren und "aufklären". darüber durfte er keine Fragen stellen. Jetzt begriff ich. Da mein Einspruch gegen die Anklage im 140er am 10. Mit der Vollmacht von mir hatte er zumindest alle Gerichtsakten einsehen können. Damit sei das Thema beendet. Ihm wurde gesagt. Einen knappen Monat später. Wolfgang Müller. Auch sonst wurde er vorläufig eher im Dunkeln darüber gelassen. Obwohl er von meinen. Zurück zum Juni 2003 In der Zwischenzeit hatte sich „mein‚ neuer Rechtsanwalt. dass diese nicht verhaftet werden. mir eine Kopie des Gutachtens zuzusenden. in die Materie eingelesen. Dies war umso wahrscheinlicher.03 abermals ans Gericht mit der Bitte. Ich hatte aber Glück. Es kam nie eine Antwort. Der Name des Verfassers war dunkelblau übermalt worden. das Beschuldigten von Seiten der Justiz bestätigt. denn er wusste nicht wo ich war. Freies Geleit ist ein Instrument der Strafprozessordung. warum ich keine Kopie des Gutachtens erhalten hatte. dass hier ein Problem für seinen Mandanten entstehen könnte. Als Profi stellte er in meinem Namen einen Antrag auf freies Geleit. Ich wollte nicht locker lassen und schrieb am 13.anderen Stelle geben. dass es nie ein Gutachten gegeben hätte. Dr.03 vom Gericht abgewiesen wurde (was mir niemand im Ausland sagte) und da eine mögliche Anklage wegen des Datendiebstahls drohte (was mir auch niemand im Ausland sagte!). was man mit mir vorhatte. Er wusste nichts von den Zusicherungen seitens Hans-Adams. Wann und wie. Elf Tage später wurde mir dann ausgerichtet. sondern bis zum Ende eines allfälligen Prozesses auf freiem Fuss bleiben können. sagte ich. wurde mir erklärt. dass ich nach meiner Ankunft eventuell in U-Haft genommen werden könnte. sozusagen nun alten (wie ich dachte) Gegnern bezahlt wurde. im November '03 erhielt ich dank eines Bekannten aus dem Staatsapparat die Möglichkeit eine Originalkopie des Gutachtens zu lesen. dass ich bald nach Hause kommen würde. befürchtete er. Er konnte nicht mit mir kommunizieren. 386 . Als schlauer Rechtsanwalt bemerkte er rasch.10.

hatte (wen wundert’s) keine Einwände gegen ein freies Geleit. Die STA.06. dass ich in Holland war.03 genehmigt. Die am Entscheid beteiligen Behörden wussten aber nicht. dass ich irgendwo im Ausland war. dass es eine verbindliche Zusage der LGT gebe. Gültig nur in Liechtenstein.06.Der Antrag wurde am 04. Sie wussten nur. Sie mussten es nicht wissen. Notabene war im Obergerichtsentscheid zum Freien Geleit protokolliert. 387 . Obwohl die STA es lieber gesehen hätte. dass sie auf eine Bestrafung von mir verzichten würden. Das Gericht kam zum Schluss. wenn ich nach Hause kommen sollte. wurde bei Gericht erkannt.03 gestellt und vom Obergericht in Vaduz formell in einer nicht-öffentlichen Sitzung am 16. wenn kein freies Geleit gewährt würde. die wie immer auch ihren Senf dazu sagen konnte. dass ich sicher nicht nach Hause kommen würde. Ich erfuhr vom Freien Geleit erst nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein. Wobei mir der Sinn und Zweck dieser Übung (Freies Geleit) nie ganz durchsichtig erschien. Eine brillante Schlussfolgerung! Eine Aufhebung des Liechtensteiner Haftbefehls alleine genüge gewiss nicht. wenn ich in Spanien gelandet wäre.

dass ich die Unterschrift von Hans-Adam kennen würde und daher man nicht versuchen sollte. einfach alles. Ich war mit dem Text zufrieden.KAPITEL 18 Ach wie gut. was ist. 388 . Ich solle meine sieben Sachen packen und am 30. Ich würde vor Abreise eine handschriftliche Note von Hans-Adam erhalten. als er mir den Plan erklärte... spätestens um 18 Uhr zum Hotel Marriott. dass man in Vaduz eine Lösung für eine reibungslose Reise zurück nach Liechtenstein gefunden hätte. Er würde im Hotel zwei Zimmer mieten. wenn ich nicht genau wüsste. In den sieben Telefonaten im Monat Juni zwischen mir und dem Bankdirektor und/oder dem Professor wurde mir erklärt.dass ich Kieber Heinrich heiss. steige ich in keinen Wagen ein. Juli 2003 würden er und ich zusammen in einem Mietwagen mit holländischem Kennzeichen frühmorgens Amsterdam verlassen und auf direktem Weg die ca. wenn wir irgendwo kontrolliert werden. auf seinem Briefpapier mit Stempel und so. genauer in das Terrace Café kommen. dass ich weder Haft noch sonstige psychische oder physische Nachteile zu erleiden hätte. dass Hans-Adam ihm eigentlich strengstens aufgetragen hatte. dass ich mir keine Sorgen darum machen sollte. Nach einigen Feinabstimmungen wurde mir vom Bankdirektor die gefundene Transportlösung mitgeteilt. Der Professor würde dort auf mich warten. Juni. 880 Kilometer bis zur Grenze ÖsterreichLiechtenstein fahren. Mit dem Hinweis. Ich bestand auf eine schriftliche Garantie von Hans-Adam. dass niemand weiss. Führerschein). bei Ankunft nicht doch noch ins Gefängnis geworfen zu werden. Auch dafür hätte man gesorgt. wo Heinrich Kieber drauf steht.. mir nicht allzu viele Details der Lösung zu verraten. .. Ich protestierte und sagte. vor der Abreise in ein weisses Kuvert einpacken. Ich müsste alle meine Ausweise (Pass. lies ich mich beruhigen. Am nächsten Tag. zukleben und ihnen vor der Abfahrt aushändigen. Auf meine Frage hin. ID-Karte. mir eine Fälschung unter die Nase zu reiben. Eines für ihn und eines für mich. Er begriff. sagte er mir. dass ich unter keinen Umständen mich auf ein vernebeltes Abenteuer in Sachen Heimreise einlassen werde. Darin würde er mir als Staatsoberhaupt garantieren. wie alles abläuft. dem 01. wies aber darauf hin.

Bevor er den logischen zweiten Teil des Plans weiter erklären konnte.Sollten der Professor und ich in eine Kontrolle in Holland. Und was würde mit meinen Papieren geschehen. Nun gut.oder Zollkontrolle des Koffers sei nicht möglich. konterte ich schon der Frage. Ein Zweitwagen mit zwei Passagieren würde unserem Auto ab dem Hotel in Amsterdam folgen. Der Pass soll jedoch in den Händen der Insassen des Zweitwagens.01. So wie er es mitbekommen habe. 389 . ob es Diplomaten aus dem Liechtensteiner Corps seinen. dann würde man „H. wer die Personen im anderen Wagen seien. der uns immer mit Abstand und in Sichtweite nachfahren würde. Und wir beide erkannten. dass der Professor die Anderen einmal kurz vorher in Zürich oder Vaduz treffen würde. dass es (diplomatisch) befugte Personen seien.03 in Berlin vor der LGT Niederlassung durch das Wagenfenster gezeigt hatte. sagte ich. Eine eventuelle Polizei. Sonst würde ich es wieder nicht glauben.‚ nicht entdecken. damit er sie dann in Amsterdam wieder erkennen könnte. sagte der Bankdirektor. Dann könnte ich ihn holen und zeigen.K. Ich solle dann sagen. wenn diese zwar nicht bei mir aber mit uns im Mietwagen gefunden wurden? Ihr würdet nicht alleine sein. die seit Jahren von Hans-Adam mit Liechtensteiner Diplomaten-Pässen ausgestattet werden. Eine clevere Lösung. dass ich meinen Pass im anderen Wagen hinter uns eingepackt hätte. seien es Personen aus jenem Kreis. als wer ich mich denn bei einer möglichen Kontrolle ausgeben sollte. Meine Papiere würden versiegelt und sicher in einem Diplomatenkoffer verstaut transportiert. Der Bankdirektor wusste schon. Um mich zu beruhigen. Klar sei aber. sei der geniale Schlüssel. Ich fragte. Deutschland oder Österreich geraten. Geplant sei. soweit schien mir die Lösung als OK. dass ich mir keine Sorgen um meine "Identität‚ während der Transitfahrt machen müsste. Er könne mir aber nicht sagen. soll mir der Pass aber vor Abfahrt gezeigt werden. was jetzt meine nächste Frage sein würde und sagte. wie viel Wahrheit im Spruch „Geld regiert die Welt‚ liegt. dann würde unsere Schatten dies sofort mitbekommen und hinter uns aufschliessen. den der Fahrer von Hans-Adam mir am 14. Er sagte. Hans-Adam und die Regierung in Vaduz haben aber darauf bestanden. Sollten der Professor und ich durch ausländische Beamte aufgehalten werden. bleiben. dass mir der Pass mit Namen „Ulrich Meier‚ nicht persönlich für die Rückreise ausgehändigt werden dürfe. Der Liechtensteiner Pass. er glaube dies nicht. wie schon oft in den letzten Wochen.

Nach reiflicher Überlegungen kam ich zum Schluss. wo ich übernachtete.7. Ich wollte aber den steigenden Enthusiasmus vom Professor nicht unnötig eindämmen und sagte dem Treffen im Terrace Café zu. ihre eigene sowie internationale Gesetzte zu brechen. Selbstverständlich kam mir die von Liechtenstein orchestrierte Lösung für meinen sicheren Transport von Holland via Deutschland nach Hause auch ganz gelegen. 9 Mio. wenn man sich jetzt . Die Idee.die gefundene Lösung für den LLB-Fall anschaut. Trotz aller Ehrenworte seitens des Professors und des Bankdirektors war ich mir nicht ganz sicher. aber schmerzlos. dann sind Hans-Adam und seine Regierung sofort bereit. gefiel mir nicht so gut. Nach monatelangen Diskussionen mit den Gesandten von HansAdam war es allen Beteiligten klar. Zudem waren fast sechs Monate vergangen. Ich hatte ja bis Ende Juni 2003 das Zimmer dort bezahlt und konnte ohne weiteres eine extra Nacht bleiben.und Strohmänner angeheuert. Hart hämmernd. dass ich unter Zwang niemals heimkehren würde. Ich vernichtete den letzten Datenspeicher im Juni auf dieselbe Art wie sein Zwillingsbruder. Mittels.Wenn es um die heiligste Kuh aller Kühe in Liechtenstein geht. Ich wusste zu viel und das war meine Versicherung. 390 . ob es nicht dennoch eine Kurzschlusshandlung auf deren Seite geben würde. Wobei ich nochmals betonen möchte. dass ich die letzte externe Harddisk mit den Daten vor der Abreise vernichten würde. Euro ausbezahlt. konnte dies alles NICHT ohne die Zustimmung von Hasler und Hans-Adam geschehen. dass es Liechtenstein nicht riskieren würde. mich auf dem Heimweg in Deutschland zu „verkaufen‚. Ich hatte dem Duo Professor und Bankdirektor versprechen müssen. dass sie wissen würden. Dort hat die LLB über Jahre hinweg Erpressern ca. Da die Mehrheitsaktionärin der LLB das Land Liechtenstein ist und diese Beteiligung durch die Regierung (!) kontrolliert wird. dass ich freiwillig nach Hause zurückkehren wollte. Lange Monate in denen alle Seiten sich beruhigen konnten und die Sache mit der nötigen Distanz betrachten konnten. Meine gepackten sieben Sachen liess ich aber bei Jane in ihrem B&B in Monnikendam.im Rückblick . im selben Hotel wie der Professor zu verbringen. Spitzel auf die Erpresser angesetzt und so weiter. Es wäre das erste Mal. Ich machte mir eine Liste der Pro und Contra. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. die Nacht zum 1. Was nicht verwunderlich ist.

hier zu übernachten. einfach nicht aus meinem Kopf löschen. benutzte die Seife. den Lift hoch zu den Zimmern nahm. Er war ausser Sichtweite. Ich bestellte noch eine Cola. Ich riss die Bettdecke hoch. öffnete eine Packung Chips und goss Wasser in ein Glas ein. schon so früh in der City zu sein. Er bestätigte mir. weil dies die erste und letzte Möglichkeit wäre. dass sie einen Zweitschlüssel für mein Zimmer hatten. Ich erkannte sofort. dass sie in der Öffentlichkeit stattfanden. dass es vom Schloss Vaduz war. Er übergab mir ein zugeklebtes Kuvert. den Gefängnisschnitt. Er lud mich zu einem späten Abendessen ein. dass es bald zu Ende war. Auch darum nicht. Bis anhin hatte ich bei fast allen Treffen beharrlich darauf geachtet. Ich verliess das Hotel wieder und schlenderte das letzte Mal in der schönen Stadt herum. da es auf der Rückseite die Krone aufgedruckt hatte.06. schmiss ein paar Handtücher im Badezimmer auf den Boden. Er erschien erst nach 18. Wir gingen nochmals die wichtigsten Punkte durch. Ich nannte ihn den Prison-Cut. Ich war mir ganz sicher. Ich versicherte mich. Wir waren beide sehr aufgeregt und gleichzeitig froh. dass ich es erst später öffnen würde und steckte es behutsam ein. Ich sagte. dass er. Meine Absicht war ganz und gar nicht. Ich rannte hoch in mein Zimmer. ich um 07. dass ich noch die letzte Nacht alleine in der Stadt verbringen möchte und wenn er nichts mehr von mir auf seinem Handy hören würde. fuhr ich frühmorgens mit dem Linienbus Richtung Amsterdam City und war schon um 09. Ich ging hinein und liess mir den kürzesten Haarschnitt den es gibt machen.00 Uhr. länger als er im Café bleiben zu können. da sie ja die Zimmer reserviert und bezahlt hatten.Am 30. Ich war den ganzen Tag sehr nervös und bereute es. Ich konnte die zu Recht vorhandenen Ängste (siehe ihre Aktivitäten in Berlin!). Nach einem letzten feinen Essen in meinem Lieblingslokal lief ich zurück ins Hotel und wartete auf den Professor. dass die vom anderen Wagen auch schon in Amsterdam seien und er sie schon getroffen hätte. mit dem Hintergedanken. Plötzlich stand ich vor einem alten Barbiershop.00 Uhr am nächsten Morgen in der Hotellobby auf ihn warten würde. wie immer von Hans-Adam spendiert. Endlich war er so müde. Sein Zimmer sei in einem anderen Stockwerk. dass sie mich evt. Er gab mir meinen Zimmerschlüssel.30 Uhr beim Marriott. Ich sagte. mich ohne Zeugen zu erwischen. wie angekündigt. 391 . mit Gewalt irgendwo hinschleppen würden. dass er sich verabschiedete.

oder zumindest eine geprüfte Fluchtmöglichkeit zu kennen. Jane und ihr Mann bedankten sich sehr für meine Treue und wünschten mir alles Gute. mich nun nach einem weissen Kuvert zu fragen. dass ich praktisch alles ausser Alkohol aus der Minibar abgeräumt hatte. Pünktlich um 05. 50 Euro für meine Minibarsammlung. Wieder unten. Modell Twingo. Er bat mich. weil ich am nächsten Morgen schon um 5 Uhr in der Früh von einem Taxi abgeholt werden würde. ob er wisse. was da drin ist. Amsterdam Ade. Ich machte mich auf den Weg zurück nach Monnikendam. Ich fragte ihn. Er bat mich in der Lobby zu warten und er verschwand mit meinem Umschlag. Erst dort öffnete ich den Umschlag. in einem Anfall von „die letzten guten Tage sind vorüber‚. Darin befand sich die postkartengrosse Notiz. sammelte ich den ganzen Inhalt des Kühlschranks (mit Ausnahme der alkoholischen Getränke) inklusive allem Essbaren (Schokoriegel. Es war ein wunderschöner Sommermorgen. Noch schnell eine kalte Dusche und das war’s. Chips. Er kam frisch rasiert und parfümiert zur abgemachten Zeit runter und wir stopften unser Gepäck in den praktisch brandneuen Mietwagen der Marke Renault. mit aufgedruckter Adelskrone und aus weissem Büttenpapier vermutlich. Er sagte mir. Gleichzeitig zeigte ich ihm die gefüllte Plastiktasche. Nach viereinhalb Monaten als Gast verabschiedete ich mich von meinen Gastgebern am Abend. Käsesnacks) ein und packte es in eine Tasche. Dort. Unten stand noch zusätzlich: Angenehme Reise. was man mir angekündigt hatte. wartete ich in der Lobby auf den Professor. Auf jeden Fall super teure Papierqualität. Er verneinte es. Daneben die schnelle Unterschriftsvariante von ihm.00 Uhr hielt das Taxi in der kleinen Strasse vor dem B&B und 25 Minuten später liess es mich in einer Seitenstrasse in der Nähe des Hotels Marriott wieder raus. Ohne Kuvert. Zurück an der Rezeption kam die übliche Frage: Minibar? Verlegen fragte ich ihn. von anderen Menschen umgeben zu sein.h. Ich übergab es ihm. Er wolle und müsse es nicht wissen. ob Hans-Adam was dagegen hätte. Der Professor lachte und bezahlte beide Zimmer und die ca.D. Nach 20 Minuten kam er wieder. Unter dem Logo vom Schloss Vaduz war von Hans-Adam handschriftlich genau das vermerkt. Ich liess meine Koffer unten an der Rezeption stehen und nahm den Lift hoch zum Zimmer. Ich schlief nicht so gut. dass er beauftragt worden sei. Eigentlich gar nicht. 392 .

Das konnte ich sehen. es sind sicher Hans-Adams Verwandte aus Österreich. die mit den Diplomatenpässen. Zu meiner Verblüffung. Als er mich mit Herr Ulrich Meier begrüsste. Karlsruhe und Stuttgart führen. Ich erwiderte. Er fragte mich. wollte Hans-Adam mit mir reden. kein holländisches Kennzeichen. Er bat mich die kurvige Einfahrt entlang zu laufen. kleines. Wir hatten eine Europastrassenkarte mit uns und der Weg sollte uns ungefähr via Köln. Ich bedankte mich und er nickte nur. neu möbliertes Zimmer in Vaduz warten würde. Nach einer Stunde Fahrt. Ich hatte keine Probleme damit. ob ich ja nichts in Holland vergessen hätte. ob alles gemäss Plan abgelaufen sei.‚ Er beteuerte nochmals. Dank meines grossen Vorrats an Süssem aus dem Hotelzimmer musste ich auch nicht hungern. hoffentlich nicht in der Aeulestrasse/Gewerbeweg (dort wo das Gefängnis ist). Er fragte auch. nein. Dann verstaute er den Pass wieder in der Mappe und ging in Richtung Vorderseite des Hotels. das wissen wir alle. die abwechselnd während der ganzen Fahrt mindestens alle 30 Minuten klingelten oder vibrierten. Sofort rief ich zum Professor: „Aha. Ich dachte mir nichts dabei. dass ich ihn sobald als möglich persönlich sehen könne und auf mich ein schönes. Ich erblickte den richtigen Wagen schon als wir noch auf dem Stadtgebiet Amsterdam fuhren. es war ja ihr Eigentum. den ich noch nie vorher gesehen hatte. rief Hans-Adam an und fragte. Nur noch alles in meinem Kopf! Er gab zurück: „Ja. Ganz offen schaute ich ständig nach unserem Schatten. Der Wagen blieb immer vier bis fünf Autos hinter uns. Vorher musste ich noch mein Handy samt SIM-Karte abgeben. Der Professor selber hatte zwei eigene Handys bei sich. dass es ein österreichisches Kennzeichen hatte. nichts vergessen. Ich versicherte ihm. Frankfurt. Die Fahrt war angenehm. nein. fiel auch mir der Groschen runter.nach draussen zu kommen. Es war ein dunkler BMW der 5er Reihe. grösser als ein DIN A4-Format und zeigte mir den Pass mit meinem Foto drin. Später konnte ich erkennen. Den allezeit beliebten Schutz-Pass. Er lachte und rief< nein. Auf halben Weg dorthin stand ein Mann. Der Herr Professor und der Herr Ulrich Meier stiegen in den Mietwagen ein. wie es mir gehe und dass ich mir keine Sorgen wegen der Deutschen machen soll. gell?‚ 393 . nein. Er öffnete eine blaue Dokumentenmappe. die Schutz-ID. Der Professor hatte nichts dagegen.

Das ginge nicht. aus Hans-Adam wurde Duke of Full-Pockets. Um nicht in einer Radarkontrolle gestoppt zu werden.Er sagte. er wisse es nicht und blickte nur stur nach vorne. ich hätte alle für verrückt erklärt. als die meisten Menschen dachten und dass die Datensicherheit in Liechtenstein löchrig wie ein Schweizer Käse war. eine dringende Interpolmeldung nach Deutschland (BKA. Die Stunden vergingen und wir machten Witze übers Bücherschreiben. Im Laden der Autobahnraststätte kauften wir uns Essen und bezahlten das Benzin. Gemäss Aktennotiz wurde dies (am 1. Der BMW hielt auch. sagte der Professor. dass ich jetzt unterwegs war. aus LGT wurde Banque de la Liberté. fuhren wir strikt nach Vorschrift. in der man alle vorhergegangenen Meldungen und Sachverhalte widerrufen sollte. Wiesbaden) zu senden. Der Bodensee war 394 . Es war der Mann. Während der Professor uns unaufhaltsam Liechtenstein näherten. dass Liechtenstein knapp einer Katastrophe entkommen war und dass Hans-Adam ganz anders war. ein Buch zu schreiben. Die deutsch-österreichische Grenze kam näher.7. der andere lief weg um mit dem Handy zu telefonieren. Vielleicht weil ich mich sichere fühlte. Wir erfanden Pseudonamen für ein imaginäres Buch: aus STA Haun wurde STA Schaum. spielte sich in Vaduz anderes ab. Hätte man mir damals gesagt. Erstaunlicherweise atmete ich nicht schwerer sondern leichter. Dann würde man ja erkennen können.) dann um 15:58 erledigt. nachdem was ich alleine und wir zusammen erlebt hatten. Der Kreis der Informierten war ja sehr klein. ordnete er die Vaduzer Polizei an. dass es unmöglich sein würde. Ich sah zwei Männer neben dem BMW stehen. Ich könne doch ein Buch schreiben. in 2008/2009 wirklich dieses Buch mit der wahren Geschichte schreiben würde. sagte er. Polizei und Justiz wussten ja nicht. aus Liechtenstein wurde Monaco. dass ich über 5 Jahren später. der mir in Amsterdam den SchutzPass gezeigt hatte. Auf halber Strecke entschieden wir zu tanken und kalte Getränke einzukaufen. Natürlich könnte ich die Dinge nicht beim Namen nennen. einer tankte den Wagen. Österreich grenzt ja an Liechtenstein. Da Hans-Adam telefonisch vom Professor über den Fortschritt der Heimführung auf dem Laufenden gehalten wurde. dass ich dem Professor sagte. Und über Argentinien. Ich erinnere mich noch ganz gut daran. ohne die Dinge beim richtigen Namen zu nennen.

bevor es wieder den Hügel runter geht. nach hinten. wo es rechts ein Thai. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich behielt den BMW im Seitenspiegel streng im Auge. Fast jedes Haus an dem wir vorbeifuhren. Es sei keine Falle. so ruhig war alles. Richtung Grenzposten. dass alles gut gegangen war. Da brauchte man den „Schutz‚ jener aus dem BWM wohl nicht mehr. Dies sollte mich vor jedem Ärger schützen. An der Grenze. genau in der Anhaltebucht der Stadtbusse. Sofort klingelte sein Handy wieder: Das Schloss wusste schon. rechts und links. Er beruhigte mich. wie ein Kleinkind sein liebstes Spielzeug. Nur die Musik aus dem Radiosender störte etwas. Es war ja mein Hinterhof. Die Sonne hoch und stark. Der Grenzübergang Schaanwald war schon in Sichtweite.oder Chinarestaurant gab. verlief alles sehr schnell. Wie als wären die letzten sechs Monate gar nicht passiert.so schön an diesem Tag. alle kannte ich sie auswendig. Niemals hätte ich gedacht. sagte ich. ob es OK wäre. praktisch windstill. Man fragte mich. die von Schweizer Zöllnern auf liechtensteinischem Boden kontrolliert und bewacht wird. Etwas zu wild für den Professor schaute ich mit langem Hals ständig nach vorne. Wir fuhren in die Tiefgarage.5 Kilometer von liechtensteinischem Boden entfernt. Man winkte uns wie Touristen durch. Wir waren nur noch ca. Auf der Höhe. hielt der BWM an und wurde im Spiegel immer kleiner und kleiner. Er fahre mich nach Vaduz zu der gemieteten Einzimmerwohnung. wie ich vor fünf Monaten und 24 Tagen hier den Zug nach München genommen hatte. Ich erinnerte mich. Kein Problem. Ich kramte die handschriftliche Botschaft von Hans-Adam aus meiner Computertasche und hielt sie fest. Endlich am Ziel! JETZT war ich wieder voll in den Händen und unter Gnaden von HansAdam. Gleichzeitig stiessen wir beide einen erlösenden Seufzer aus. 395 . jede Strasse die wir benutzten. wieder in meiner Heimat zu sein. Der Bankdirektor rief den Professor an. wenn wir zuerst zur LGT BANK in der Herrengasse fahren würden. Wir überquerten die unsichtbare Grenze der zwei EU-Staaten und dann waren es nur noch ein paar Minuten bis nach Feldkirch. 1. vorbei am Portier und der Sicherheitskanzel und parkten den Wagen. dass ich unter diesen Umständen wieder durch Feldkirch fahren würde. sagte ich. dachte ich.

Zudem solle ich mich auch auf ein Vier-Augen-Treffen mit Hans-Adam für nächste Woche Mittwoch. 396 . Alles gediegen und farblich abgestimmt. der direkt über dem Hauseingang war. Es roch noch frisch gestrichen. Ging leider nicht.7. Jetzt wäre es ja klar. Natürlich darüber schwebend immer der Hans-Adam. hatte er den weissen Umschlag in seinen Händen. ebenso Bettwäsche und Handtücher. war sein Teil der Aufgabe der schwierigste. Ja. erwiderte ich und bedankte mich bei ihm für alles was er getan hatte. Dies erledigte er so gut wie nur möglich. Der Bankdirektor und eventuell er selber würden auch dort sein. Vaduz. Es gab einen Esstisch mit vier Stühlen. erwiderte ich. Ob es mir wieder daheim gefallen würde. Ich kannte den Weg und dirigierte den Professor dort hin. Der Bankdirektor kam aus dem Personalausgang auf uns zu und begrüsste uns freundlich. Er habe ein Zimmer in Triesen. mit meinen Ausweispapieren drin. Wolfgang Müller. alles beim alten. den 4. Der Rest dem Bankdirektor. Obwohl der Professor auf der Lohnliste von ihm stand (nebenbei noch bis weit ins letzte Jahr. Ich hatte ja nicht viel Gepäck und nach zehn Minuten war ich schon eingezogen. Am Freitag. Wenn es mir genehm wäre. dass mir nichts passieren würde. Es hatte einen kleinen Balkon.7. Er gab ihn mir. fragte er. Er war wie ein Ventil zwischen Hans-Adam und mir. Die Einbauküche war relativ gross und das Badezimmer auch. erwähnte er noch. weg vom Balkon konnte man auf die Wiese vor der Wohnung meines Nachbarn laufen und runter zum Parkplatz. Er gab uns die Wohnungsschlüssel und nannte uns die Adresse: Buchenweg 1. Nämlich mich zu überzeugen und mir neue Wege aufzuzeigen. ein Bett mit Nachtisch. Es war so gegen 17 Uhr als wir auf dem Parkplatz vor dem Haus ankamen. Der grösste Teil am Erfolg dieser Etappe war dem Professor zuzuschreiben. ihm die persönliche Notiz von Hans-Adam zurückzugeben. Es war eine kleine eineinhalb Zimmerwohnung. 2008 hinein). Der Professor verabschiedete sich mit der Bemerkung. einen Kleiderschrank und eine Stehlampe. Er bat mich. vorbereiten. Die Möbel waren brandneu. dass ich mich erstmals einrichten und ein paar Tage erholen soll. den 9. Es wäre.Zuerst musste ich mich mal richtig strecken. Links. Zu meinem Erstaunen. ein Ledersofa mit Glastischchen. Ich wollte die Notiz aber als Andenken behalten. Dieser Meinung war ich auch. hätte ich um 10 Uhr einen Termin beim RA Dr.

nach meiner Rückkehr erfuhr. deren und meine Worte so umzuformulieren. dass eine Lösung schlussendlich zustande kommen konnte.Während der vielen Debatten in den vergangenen Monaten hatte ich. dass Hans-Adam mehrfach eine ganze andere. Dies galt auch für den umgekehrten Weg. als ich später. dass. dem Bankdirektor und dem Professor über mich sprach. dass der einzige Auftrag von Hans-Adam an ihn lautete: OZA. überwiegend zwischen den Sätzen horchend. ist mir scheiss egal‚ -OZE. Ich hoffte nun. mitbekommen.„Bring mir die Daten zurück! Koste es was es wolle! Mit Kieber oder ohne Kieber. 397 . bestialische Sprache verwendete. wenn er mit seiner Regierung. Ich habe meine Meinung über den Professor auch dann nicht geändert. ganz nach dem Spruch „Zeit heilt Wunden‚. die fast sechs Monate meiner Abwesenheit reichen würden. Teil der Aufgabe des Professors war es. Es sah ganz danach aus. oft direkt. sodass sich auch die zornigsten Gemüter wieder beruhigt hatten.

zur Bushaltestelle. Und ein frisches heisses Leberkäs-Brötchen. Brot und Müsli ein. Ich dachte an Lampert. sondern weil keine Daten verraten wurden und es somit keine geschädigten Kunden gab.KAPITEL 19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe Ich packte meine sieben Sachen aus und richtete mich gemütlich in meinem neuen Heim ein. dass ich meine Drohungen nicht in die Tat 398 . Da ich ja kein Auto hatte. Es war ein ungewohntes Gefühl. Der Jahrhundertsommer 2003 war ja voll im gang. Aber vor allem keine Diskussionen mehr und keine schwedischen Gardinen. "Hast es mal wieder geschafft.und ausschalten. Ich lief über Nebenstrassen bis zum Denner (Einkaufsladen) nach Triesen. was ich vor dem Tiefschlaf dachte. War ich froh. der dort in einer Zelle sitzen würde. dann muss es ja mindestens zwei verschiedene Wege geben. Von der langen Fahrt müde. es würde immer diejenigen geben. Ich kaufte Milch. machte ich mich zu Fuss in Richtung Hauptstrasse. war das letzte. Ich will nicht sagen. Ich wusste. Ich inspizierte die ganze Wohnung. die mir nicht ganz vertrauen würden. Nicht so sehr. Es war nicht der richtige weg. Keine versteckten Kameras? Mikrofone? Wer weiss. Wieder zurück in der Wohnung wurde es mir schnell langweilig. Die nette Verkäuferin (er)kannte mich zum Glück nicht. Himmel auf Erden: ein Liechtensteiner Leberkäse. Nein. das Land wurde von einem politischen Tsunami mit vielen furchtbaren Konsequenzen verschont. Im Badezimmerspiegel starrte ich mich an. wo sich die Polizei. dass – egal was ich in den 6 Monaten zuvor angestellt hatte – sich ein grosses Gefühl der Erlösung bei den Machthabern breit gemacht hatte. war schon um 19 Uhr Bettzeit. Herr Kieber". Ein besseres Kopfkissen müsste ich noch kaufen. das Passamt und das Gefängnis befanden. Der Abend war schwül. Ich fühlte auch. Es war schön. Fast sechs Monate lang unzählige Menschen unzählige Nerven gekostet. Kein Versteckspiel mehr. Genau so wie ich ihnen nie zu 100 Prozent trauen konnte. Am nächsten Morgen sah die Welt auch wieder gut aus. kein ständiges Handyein. dass ich keine andere Wahl hatte. Was soll’s? Ich hatte eine Entscheidung getroffen. auch kein Velo mehr. Die Sonne heizte den Raum trotz heruntergelassenen Rollos heftig ein. Wenn man wählen kann. weil ich wieder daheim war. So fein. wieder zu Hause zu sein. und was für Liechtenstein viel wichtiger war. keine Sicherheitsvorkehrungen. Die Haltestelle ist auf der Höhe des Gebäudekomplex. Ich schämte mich meiner Taten.

Er erzählte mir davon. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Möglichkeit. der Polizei oder der Führungsetage der LGT mich sehen würde und vor lauter Schreck einen Karambolage auslösen würde? Ich setzte mich auf die Bank im Wartehäuschen. war mein Onkel Guntram (der Ex-Mann meiner Tante). Ohne auf meine Antwort zu warten. seit sie mich das letzte Mal gesehen hatten. Ich erkannte die eine oder andere Person. schriftlicher Notiz. Mehr Details wusste er aber dieses Mal offenbar nicht. dass ich im Januar dem Hans-Adam einen Brief geschrieben hatte. Von den Anderen traute sich die Hälfte gar nicht mich anzusprechen. wenn jemand von der Justiz. Was. dass ich wieder da war und dass augenscheinlich keine Katastrophe eingetreten war. Im Zentrum angekommen wollte ich bei der Post eine Monatsbusfahrkarte kaufen. egal wie viel. Da musste ich hin. Beim Kiosk Schreiber sah ich Jumbo (sein Spitzname) 399 . Und ich wollte nicht gesehen und erkannt werden. ich war halt im Ausland unterwegs. Niemand sah zu mir rüber. das Volk. Ja. sie bald besuchen zu kommen. grüssten mich ganz anders und erinnerten sich oftmals erst dann. Vogelfrei. er wusste es immer. Ich erblickte die Bäckerei Amman. dass es einen Knall gab. Ich hatte ihn und seine Freundin Marina immer sehr gemocht. Grüsse von hier aus an die Beiden. sonst hätten sie es ja in den Medien gelesen und ich würde am Galgen hängen. Ich war frei. Ich versprach. etwas von dem Drama wusste oder nicht. dass hoffentlich alles gut gegangen sei. wer. sonst wäre ich auch dort. Ich merkte sofort. die gar nichts wussten. Dank Hans-Adams persönlicher. rief er voller Freude. Diejenigen. Aber das halbe Land fährt zu dieser Zeit diese Strasse entlang zur Arbeit. Vaduz ist wie ein Dorf in den Bergen. das etwas wusste. Der Rest wusste nicht ob sie mich verteufeln oder loben sollten. Ich hätte auch die Hauptstrasse entlang die paar Kilometer ins Dorfzentrum laufen können. dass auch etwas ganz anderes sein Gültigkeit hatte: das freie Geleit. war meines Erachtens schon da. Er wusste. der mir über den Weg lief. Der Erste.umgesetzt hatte. Wenn etwas los war in Vaduz. Endlich wieder heimische Backwaren. So oder so. wartete auf den Bus und beobachtete die vorbeifahrenden Autos. ja Heinrich – wo warst du dann. (Fast) jeder kennt jeden persönlich oder man weiss zumindest wohin mit dem Gesicht. gell? Es war für mich ein Einfaches zu erkennen. dass es lange her war. war erkennbar froh. sagte er. Ja Heinrich. Ich kaufte mir einen Nussgipfel und trank eine heisse Ovomaltine. dass er etwas wusste. Bist ein Kieber.

Ich sagte. 400 .02) auf Fortsetzung der Strafuntersuchung gegen Roegele & Co. dies könne nichts stimmen. sagte er. nichts wie weg. ob es im 101er vorwärts gegangen sei. Ich erwarb ich eine Telefonkarte. Sorry. Das war schon mal positiv. Noch dachte ich mir nichts dabei. Dieser würde in Kürze über meinen Antrag (vom 22.7. Im Moment ginge es zeitlich gerade nicht. im Büro vom Richter Dr. Seltsam. Hätte sich den nicht der RA Dr. wie seine zwei Damen im Vorzimmer. dass ich mich nicht gemeldet hatte und auch für alle Belästigungen. Wolfgang Müller bei ihm gemeldet. sagte er. Nein. fragte ich mich. den 8.er wusste nichts. Am nächsten Dienstag. Komisch. dass ich wieder zu Hause war. Er sei immer noch der UR in diesem Fall und er würde schwören. dass er mich nicht an der Nase herumführe. Ich fragte natürlich sofort. Ich wollte nicht. seltsam. Hirn nicht mehr vertreten würde. Er bestätigte aber. nichts dergleichen. dass mich jemand von dort sieht. Von 11:30 bis 12:25 durfte ich mit ihm plaudern. Ich lief rüber zum Gerichtsgebäude. fragte er. Also dann bis nächsten Dienstag. der Akt sei immer noch beim Obergericht. erinnerte ich mich. als mein neuer RA in dieser Sache? Nein. Ohne Termin? Wie immer! Ich versuche es einfach.. Die Treppe hoch und klopfte bei seiner lieben Sekretärin an. Ich rief meine Stiefmutter. Paul Meier reden? Ja sicher. Sie wieder zu sehen. hätte er Zeit. Alle konnten es nicht glauben. Was sollte ich als nächstes tun. seit ca. Ich bedankte mich bei ihm. Nein.11. konnte ich da nur sagen. Mislik (übrigens derselbe Richter. Er war. aber Hallo! Gut. Die war überrascht. G. dass es seit meiner Abreise im Januar zu keinem Wechsel des Rechtsanwalts gekommen sei. erinnerte mich UR Dr. Ob mich Dr. Herr Kieber. Mist. entscheiden. dass schnurgerade gegenüber die LGT Treuhand war. sagte ich. Meier. Ich entschuldigte mich dafür. Erst als ich mich umdrehte. als sie im Januar von meinem Brief an Hans-Adam hörten. Niemand schimpfte mit mir. sagte ich zu ihm. Ich bat ihn jetzt und hier den RA-Wechsel offiziell zu protokollieren. Kann ich mit dem Landrichter Dr. der das freie Geleit beschlossen hatte). die sie eventuell wegen mir hatten. Ein Besuch beim gescheitesten Mann in der Justiz. sechs bis acht Wochen sollte es der neue RA Müller aus Schaan sein. meine Schwester und ein paar Freunde aus einer Telefonzelle bei der Post Vaduz an. sehr geschockt.

Eines. sollte ich die Grenze dort überschreiten. Es dauerte nicht lange. sollte ich von irgendeiner Richtung aus schon heute zurückkommen. einreisen würde. Hunger hatte ich auch wieder. um als Vorsichtsmassnahme anzuordnen. mich nicht aufzuhalten. Die Polizei war ja gestern beauftragt worden. Im Einkaufszentrum Buchs.7. Die STA wusste auch nichts Genaueres. Gleich als nächstes sollte die Polizei die Ausschreibung im RIPOL von den Schweizern löschen lassen. dem Landgericht einen Brief. Diese war etwas irritiert. ob die etwas wüssten und formulierte ihre Bedenken. Und ich wollte mein Mittagessen nicht in einem Restaurant in Vaduz einnehmen. An der Hand hielt er eine junge Frau. um mögliche Saboteure im Glauben zu lassen. unverständliches Gefasel und dann die Klänge von weggestossenen Stühlen. Auf der Höhe des COOP Ladens hörte ich zuerst lautes. das Gericht möge daher das Verfahren gegen mich einstellen. aber weder der Professor noch der Bankdirektor hatte mir untersagt in die Schweiz zu gehen. worin sie den Rückzug ihrer Privatanklage in Sachen Datendiebstahl erklärten und den Antrag stellten. dass ich heute.7. Die Polizei kontaktierte die STA per Email und fragte nach. Es folgten mehrere hektische Anrufe und Faxe zwischen der Polizei und der STA. Die LGT Treuhand schickte am 2. Meier verlassen hatte. dass die Polizei schleunigst die Grenzstelle in Schaanwald anrufen sollte. ein Falsches. am 2. Nachdem ich das Büro des UR Dr. wo ich ein Kissen kaufen könnte. wünschte aber. Es war der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. 401 . nach Vaduz zurückkehren würde. auf der Schweizer Rheinseite gab es genügend Auswahl. überlegte ich. da ich noch passiv im Schweizer System (RIPOL) ausgeschrieben war. schnellst möglich den Deutschen eine Meldung zukommen lassen. erreichte schliesslich die Polizei. Sie sorgten sich um mich.7. bis ich die erste von mehreren peinlichen Situationen der kommenden Zeit erlebte. dass ich erst am 2. Ich spazierte vom Bahnhof Buchs auf der linken Seite der Einkaufsmeile Richtung Werdenberg. war dieses Gerücht gezielt gestreut worden. Ich schaute auf und drehte meinen Kopf zum rechten Bürgersteig. Wie sich später herausstellte. Buchs ist zwar Ausland. Ich nahm den Bus dorthin. der fluchtartig die Tische eines kleinen Cafés verlies. Erst dann erkannte ich ihn. Dort sah ich einen Mann. als sie hörte.In der Zwischenzeit gingen ein paar Gerüchte wie ein Lauffeuer in Vaduz umher.

wie konnte er denn die Nummer auf meinen Namen einlösen. ohne dass ich dabei war? Man musste sich nämlich dafür ausweisen. dass es besser war. Es gab da ein Superangebot für ein kleines Kombigerät.. Den Donnerstag hatte ich mit meiner alten Liebe abgemacht.Er musste mich zuerst gesehen haben und war wohl geschockt. hätte ich nie geglaubt. Fünf Minuten später war ich CHF 300. Er drückte mir auch eine Kopie des Rückzuges der Privatanklage der LGT Treuhand in die Hand. Im Auto gab er mir ein Geschenk. Super. dass er vergessen hätte.ärmer und um einen Fernseher reicher. Es war das Nokiatelefon aus Holland. Er sagte mir.. hatte er mir eine neue SIM-Karte mit Rufnummer von der Telekom Liechtenstein kaufen und aktivieren können. es so zu belassen. Dort angekommen. W. dass er mich abholen würde. TV und Videorecorder in einem. Wieder etwas Positives erlebt. was ich ihm hätte sagen sollen. Ich kaufte mir ein Kissen und einen dazu passenden Bezug. Da das Handy ja keinen SIM-Lock hatte. Sie war auf meinen Namen registriert. Auf dem Weg zur Bushaltestelle beim Bahnhof Buchs kam ich an einem TV-Geschäft vorbei. Sie hatte von nichts eine Ahnung und ich entschied. bog der Bankdirektor mit seinem Wagen in meine Strasse ein.. dass ich ihn überhaupt und wenn doch auch noch so schnell wieder besuchen kommen konnte. Müller machte. da ein Mitarbeiter der Firma in der Nähe von mir wohnen würde. CHF 300. Am Freitag. mir mitteilen zu lassen. Mit dem Bus erreichte ich wieder Buchs und traf mich mit meinem Schatz. Mit dem Kissen unter dem Arm fuhr ich mit dem Linienbus gleich wieder nach Vaduz. schönes Wetter heute. als ich das letzte Mal dort war. dass er immer mehrmals in der Woche zum Mittagessen nach Buchs zu seiner Freundin fuhr. gerade als ich mich auf den Weg zum neuen RA Dr. 402 . Wir verbrachten den Tag am kleinen Werdenbergersee. den 4. Weisser Marmor überall. Ich wüsste auch nicht. redete ich mit ihm und erinnerte mich. Ich betrat auch die wunderschöne renovierte Kirche in Mauren. sagte ich. So. Besser so. Ich bedankte mich dafür. Zuerst wollte ich aber mit dem Bus in meine Heimatgemeinde fahren und das Grab vom Vater besuchen.kostete es. Er wich aus und sagte nur. Ich erinnerte mich.7. Das TV-Gerät würde man mir am Wochenende ausnahmsweise nach Vaduz bringen können. Ich bog in die nächste Abzweigung nach links und dann zum Migroseinkaufszentrum. Er wollte wohl eine Konfrontation mit mir vermeiden. Beide waren Schweizer.

Nein. extrem minimal in meine Geschichte eingelesen hatte. Ich war absolut nicht auf so etwas vorbereitet und anstatt ihm zu antworten. Dies sei jedoch alles nur eine Formsache. erlaubte ich mir ihn zu unterbrechen. Ich stand auf und lief die Treppe hinunter zum Ausgang. Er durchblätterte die wenigen Seiten im Akt und zeigte mir den Beschluss. Er schilderte was in den letzten 4 Wochen alles passiert sei und als er dann anfing von einem erfolgreichen freien Geleit zu erzählen. starrte ich den Bankdirektor an. Der Professor konnte leider nicht kommen. dass er es nicht so gemeint hätte. dachte ich gleich. Draussen sass ich auf der steinernen Treppe und beobachtete den Verkehr auf der Schaaner Hauptstrasse. Er brauchte auch seine Ruhetage. Er kam auf Schlussfolgerungen.50 Uhr waren wir schon im grossen Sitzungszimmer der Kanzlei. wüsste er was ich dem Blaublut angetan habe. und wohl ganz im Sinne des wirklichen Auftraggebers (Hans-Adam). Müller fragte mich. erst nächste Woche. konnte ich da zuerst nur stammeln. Man kann sagen. Seine Hauptaufgabe hatte er ja soweit erfüllt. Er hätte dies in weiser Voraussicht Anfang Juni beantragt. dass er sich. Die erste halbe Stunde sprach er ausschliesslich mit dem Bankdirektor und widmete mir keine Minute. dass seine Mappe über mich so dünn war. Müller sagte. da er wieder nach Hause. wenn überhaupt. Ich bedankte mich für sein Zeit und die Annahme des Mandats. nach Österreich gefahren war. Wochen zurück. dass sich mein Vater im Grab umdrehen würde. Wolfgang Müller und legte eine Aktenmappe auf den Tisch. Man hätte die Anzeige wegen der Nötigung noch nicht zurückgezogen. tadelte Müller mich und meinte. deren Antworten er eigentlich wissen müsste. erwiderte ich. Dieser konnte meine verschiedenen Gesichtsausdrücke ja schon im Schlaf richtig deuten. Aha. Ich kam aus dem Staunen nicht raus und rechnete die Tage. Sehr zum Erstaunen des Bankdirektors. Kein Wunder.Um 09. Nicht nur stellte er Fragen. OK. die fern der Realität waren. ob Hans-Adam noch nicht mit mir gesprochen hätte. Zehn Minuten später begrüsste uns Dr. Nach fünf Minuten kam der Bankdirektor raus und bat mich wieder herein. Zu meinem Schrecken erkannte ich bald. hätte er die Akten studiert. die Beziehung startete auf dem linken Fuss. Nach bald 35 Minuten wandte er sich direkt an mich. Ich sollte mir weiters keine Gedanken machen. Warum stand da. Dies ist aber sehr mager. ich würde bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben? Der Bankdirektor schaute verlegen aus dem Fenster. 403 . erklärte er mir dann.

dass er es im Gespräch mit Hans-Adam so verstanden hätte. Hans-Adam hätte dies auch dem RA am Telefon versichert. Er erklärte. Zum Abschied drückte er mir fest 404 . Der Bankdirektor entschärfte die Lage. alles nur rein juristische Formsache. Und was war mit dem Zivilverfahren? Er war ehrlich sehr überrascht: Von einem 101er oder dem Zivilverfahren hätte er zwar am Rande gehört. an Hans-Adam. Ich war völlig perplex. Ich fragte den Bankdirektor für was dann die persönliche Notiz von Hans-Adam gewesen sein soll. dass die Notiz eine Geste von Hans-Adam gewesen. sonst wäre ich doch nie mit dem Professor im Wagen nach Hause gefahren. fragte ich entsetzt. prinzipiell sei er natürlich für mich da. indem er sagte. Mir wurde schlecht und ich musste die Toilette aufsuchen. Und warum musste ich sie dann zurückgeben? Hans-Adam wollte solch ein Schriftstück nicht im Umlauf haben. Nichts würde mir geschehen. Der Bankdirektor wurde wieder etwas griesgrämiger. Sein Mandat beschränke sich aber auf die juristischen Konsequenzen meines Briefes vom 7. wenn da steht. Eines nach dem Anderen. doch. Ich fragte den RA ob er sicher meine Interessen vertreten würde. dass sich alles aufklären würde. Man überredete mich aber zu bleiben. Natürlich. warum er sich beim UR Dr. Als ich zurückkam weinte ich und wollte gehen. Meier noch nicht als mein neuer RA im 101er gemeldet hätte. Und warum hier im Beschluss suggeriert wird. Was soll das wieder bedeuten. fragte ich. da er ja schlussendlich aus der Kasse von Hans-Adams bezahlt würde. dass es sich hier um einen sehr aussergewöhnlichen Fall handeln würde und die Interessen aller berücksichtigt werden müssten. dass ich sowieso freies Geleit hätte. Der Bankdirektor rechtfertigte. Und das mit dem „bis zum Urteil auf freiem Fuss bleiben‚ soll ich nicht wortwörtlich nehmen. dass dieser Gnade vor Rache walten liesse. Innerlich wurde ich schon wieder wütend: „Am Rande gehört?‚ Beide Fälle sind im Detail als Beilage meines Schreibens an Hans-Adam geschildert. Wie bitte? Gnade vor was? Rache? Das höre ich zum ersten Mal. sagte ich. Ich bedankte mich artig beim ihm. stöhnte ich. Müller mit der Frage. immer. Aber. P. war die Antwort.Aber seine Antwort genügte mir nicht. war die banale Auskunft darauf.1. Ja gilt die Notiz denn nicht mehr. Ich wandte mich deshalb an Dr. dass ich unter Umständen im Gefängnis landen könnte? Sonst hätte ja RA Müller kein freies Geleit beantragen müssen. Müller sagte.

CHF 750. dass die LGT mir auch noch Brot und Butter bezahlt. Die Polizei war immer noch nicht voll im Bilde und offenbar hatte mich weder sie noch jemand von der STA schon gesichtet. wie man es mir im Ausland erzählt hatte. Angeblich soll ich wieder nach Liechtenstein eingereist sein. Nein. der jedes zweite 405 . Ich wollte nicht. Die LGT habe ja die Möbel gekauft und der Mietvertrag läuft auf ihren Namen. Die Übernahme der Mietkosten (ca. Am Wochenende kamen mir die ersten Zweifel auf. Nein. könnte die Firma die Wohnung für anderes Personal benutzen. es konnte nicht sein. Ich hatte also mehr als genug für meinen bescheidenen Lebensunterhalt. verfasste die Polizei eine Randbemerkung. Stempelgeld beantragen. ob sich in Vaduz in den letzten paar Monaten alles so abgespielt hatte. Er fuhr mich nach Hause und verabschiedete sich ins Wochenende. wie man es mir im Ausland bunt ausgemalt hatte. sagte ich.7. also ein gutes Jahr lang. ob sich alles so abspielen würde. Mein kalkulierter Durchschnittslohn war CHF 3'840. zur Arbeitslosenversicherung (ALV). Ich sagte zum Bankdirektor. 70 Prozent des Durchschnittslohns der letzten fünf Jahre betragen. undenkbar. Als Beweis für meine Bemühungen einen neuen Job zu finden. Nach diesem eher bemerkenswerten Meeting fuhr mich der Bankdirektor nach Vaduz. um zu besprechen. wie mein analytisches Denkvermögen wieder überdrehte.und damit sehr hoch. dass sich nach so vielen monatelangen Diskussionen mit dem Bankdirektor und dem Professor alles in Luft auflösen sollte. Und ich war keiner. dass ich die Miete selber bezahlen wolle. müsste ich meinem zugeteilten Sachbearbeiter fünf Bewerbungen pro Monat vorlegen. Ich merkte. wie in dieser Sache weitergefahren werden soll. freiwillig nach Hause zurückzukehren.pro Monat) war schon grosszügig genug. Bei der ALV wurde mir mitgeteilt. Daher bat sie um ein Treffen mit der STA und der Justiz.die Hand und beglückwünschte mich zu meinem klugen Entscheid. dass ich ab sofort bezugsberechtigt wäre.. Schlimmer noch. Am 4. sagte ich. Wir verloren daher keine Worte mehr über juristische und andere Kämpfe. Ich hätte Anspruch auf 250 bezahlte Wochenarbeitstage. Er war immer noch angespannt. Dieser lehnte dankend ab. Mein Arbeitslosengeld würde ca. Wenn ich dann eines nicht allzu fernen Tages ausziehen würde. Nochmals tausend Dank dafür. Kein Problem.

7. da ich erst seit vier Tagen wieder daheim war und den vollständigen Überblick noch nicht hatte. ich ging jede Aussage. jedem Versprechen von Seiten des Bankdirektors und HansAdam gründlich auf den Grund. Als UR im 101er wäre er überaus zuversichtlich. aber in Bezug auf die Lösungswege stellte ich sicher.. Wahrscheinlich. sagte ich. Nach einem langen Tag war ich froh. die Beine hoch legen zu können. Wie abgemacht stand ich am Dienstag. Die Aussicht war atemberaubend. wäre es besser zuerst einen Brief zu schreiben und die Reaktion abzuwarten. wann man die Anklage im 101er erheben würde. dass die Audienz bei Hans-Adam mir den nötigen Durchblick bringen würde..und Feldwege bis ich in Triesenberg angelangte. Meier auf der Matte. Dies brachte etwas Ablenkung. Wenn überhaupt. Zum Glück wurde mir am Samstagnachmittag der Fernseher geliefert. hatte sich niemand angemeldet und ich hatte auch keine Termine. dass das Obergericht sehr bald meinem Antrag zur Fortsetzung der Strafuntersuchung befürworten würde. pünktlich um 11 Uhr beim UR Dr. Im Gegenteil. Ich bat ihn doch für das kurze Gespräch mit dem UR zu bleiben. Eine schöne Abwechslung würde mir ein Ausflug in die Berge geben. Welch Kontrast zur holländischen Landschaft. Aber. Ich wanderte eine Runde im Kreis. schon vorher würde die STA ihn informieren. Dr. erwiderte ich. Trifft sich gut. umso weniger gefiel mir die Ausführung. Gerne willigte er ein.7. dass sie die Strafuntersuchung 406 . Anton‚. Roland Müller (Partner/Rechtsanwalt in der Kanzlei Müller) wegen einer anderen Sache gerade beim UR im Büro war. Der Zufall wollte es. dem Liechtensteiner „St. Das ganze Rheintal lag einem zu Füssen. dass der Neffe vom RA Wolfgang Müller. Von dort ging es mit dem Bus wieder heim.oder dritte Wort falsch verstanden hatte. Nachfragen. Das wäre zu begrüssen. Je mehr ich darüber nachdachte. Also ab ging es mit dem Bus nach Malbun. Für Montag. Ich war mir sicher. ob ich in den sauren Apfel beissen und STA Haun direkt anrufen sollte. Natürlich hatten wir selten dieselbe Meinung. so kam im zum Schluss. fuhr ich fort. den 7. den 8. Ich überlegte lange. Ich durchquerte Wiesen und etliche Wald. dass wie alle dasselbe darunter verstehen. Der UR erläuterte ihm schnell die Sachlage im 101er Gerichtsfall. dann runter nach Steg und durch einen kleinen Tunnel auf die Westseite des Höhenzugs. war ich nur deswegen verwirrt.

Dann müsste ich ja nicht selber als Subsidiarankläger fungieren. Warum? Warum sollte ich Missverständnisse mit ihm haben. dass ich nie vergessen soll. Roland Müller versprach mir. Er sagte auch. Er müsse jetzt gehen und beendete das Telefonat. Das würde viele erleichtern.gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Und wenn es geht. seinen Onkel zu bitten. antworteten beide Juristen. wieder aufgenommen habe und eine Anklage einreichen würde. Noch hätte der UR aber nichts in diese Richtung von der STA gehört. Der Dr. fragte ich. soll ich wegen allfälligen Meinungsverschiedenheiten nicht gleich aufbrausen. Wird schon noch kommen. 407 . Am Nachmittag rief der Bankdirektor auf meinem Handy an und teilte mit. Dies wäre nur ein guter Tipp von ihm. versicherte ich beiden. was Hans-Adam für mich getan hätte und keine Angst haben soll. dass ich morgen um 9 Uhr ins Schloss kommen kann. rasch seine Rechtsvertretung von mir in diesem Fall formell abzuschliessen.

Der heutige Besuch war natürlich anders. vorbei an der Rückseite des Regierungssitzes und dem Restaurant Real. dem Staatsoberhaupt und Landesführer. was für einen Termin man mit dem Blaublut hatte. Und das ging nicht. Am Abend zuvor hatte ich mir bei meiner Nachbarin ein Bügeleisen ausgeliehen. Man wollte wohl bei mir von nun an auf Nummer sicher gehen. Von dort sind es nur ein paar Schritte. In meiner Kindheit und Jugend hatte ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Hans-Adams Mutter. im Sommer wie im Winter. die Richtung Tal ausgerichtet sind. Er war immer eine hilfsbereit Seele . Zum meiner Verwirrung kam die rechte Hand von Hans-Adam. Dann würde ich aber verschwitzt ankommen. Ich war nicht zum ersten Mal auf Besuch im Schloss. Er und seine nette Frau. war ich marschbereit. Es war jetzt 15 Minuten vor 9 Uhr.. Je nach dem. mit weissem Hemd und blauer Jeans bekleidet. DAS Vier-Augen-Gespräch mit Hans-Adam dem II. wurde mir gesagt. Fürstin Gina. Das schwere Portal öffnete elektronisch und ich schritt ihm entgegen. Ich kannte Kaiser seit einigen Jahren persönlich. Ich klopfte ans Fenster des kleinen Portierhäuschen. mich zum Schloss zu fahren. die ab 408 . bis zu den Büroräumen oder rechts um die Kurve in den Innenhof der Burg. Oft backte ich ihr meinen köstlichen Apfelstrudel und lief zu Fuss. erkannte ich. Er hatte auch seit Jahren Kenntnis von meinem Argentinienfall. Beim grossen Eisentor des Schlosses angekommen. Besser den Bus ins Zentrum nehmen und meinen Onkel Guntram bitten. Normalerweise wird ein Besucher alleine durch das Tor und dann runter zu alten Holzbrücke gelassen. zu ihrem Schloss. Gilbert Kaiser den Kieselweg auf der anderen Seite des eisernen Tors hoch gelaufen. Der schnellste Weg hinauf zum Hans wäre die Abkürzung durch den Wald unterhalb vom Schloss. Frisch geduscht und rasiert. Man erwartete mich schon. den langen Fürstenweg von Schaan nach Vaduz durch den Wald.KAPITEL 20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam Der wohl wichtigste und schwierigste Tag meiner letzten sechs Jahre war gekommen. drehte er seinen Wagen um und wünschte mir viel Glück. vorbei an den Kanonen. Bis zu ihrem Tod 1989 hatte ich schriftlichen Kontakt und besuchte sie ab und zu.

dass mich die Blaublüter bis zum bitteren Ende gejagt hätten. dass ich noch ein paar Minuten warten müsste. dass es kein Witz war. nicht zu vergessen die Gefahr für die Kunden. ich hatte in Wirklichkeit keine Wahl. freute ich mich zu hören. Die Möbel waren noch aus Zeiten seines Vaters. Mir wurde sofort klar. Mir war bewusst. Es sei ja alles noch mal gut gegangen. jeder auf einem der Sofas. endlich bist du wieder da. Man wäre sehr besorgt um die Reputation der Familie und der LGT gewesen.1. Die dunkle Holztüre öffnete sich und auf seine charakteristische Art & Weise kam Hans-Adam zwei Schritte auf mich zu und drückte meine Hand. erwiderte ich. Ich stülpte meine Hemdsärmel wieder runter und knöpfte sie zu. wo die zwei Sekretärinnen am Computer sassen. reichlich Hektik hier in den Haushalt gebracht hätte. Wir nahmen. ob ich weiter laufen oder umkehren und raus rennen sollte. dass ich zu meiner Verteidigung sagen konnte. Jetzt wieder.und zu mit im Schloss arbeitete. Blau. Diesen Satz untermauerte er bildlich indem er langsam mit dem Daumen seiner rechten Hand von ganz links bis ganz rechts entlang seiner Kehle fuhr. dass er gleich gekleidet war wie ich: weisses Hemd und eine blaue. Kaiser begleitete mich bis ins Vorzimmer. Dann wurde er ernst und sagte. rief er mir zu. Ich weiss. 409 . Da musste ich durch und damit Basta. Aber. die Farbe der Adeligen. wenn ich die Daten verraten hätte. Er wurde noch deutlicher und sagte wortwörtlich. gehören zum treuesten Mitarbeiterstab der von Liechtenstein. Ich murmelte etwas verlegen und fragte ihn. im 90° Winkel zueinander Platz. ich weiss. Endlich. strich Hemd und Hose glatt und versuchte meine Nervosität zu unterdrücken. hätte ich diese Übeltat nicht überlebt. Die Aussprache fand im jenem Raum statt. Franz Josef II. Ich begrüsste ihn stürmisch und bedankte mich 10'000 Mal für die Audienz. Keiner pisst ungestraft denen ans Bein (Kaisers Worte). dass ich so viele Monate schlaflose Nächte hier im Schloss produziert hatte. in dem er auch die ausländischen Gäste und ab und zu die Medien zu Gesprächen empfängt. Auf dem Weg zum Büro erzählte er mir. war das wenige. Er drehte sich um und ich folgte ihm. Ich war mir nicht mehr sicher. Da erst erkannte ich. dass man es mir sehr übel genommen hätte. Er beschwerte sich. Mir wurde gesagt. ob Hans-Adam gut gelaunt wäre. Dann wäre Durchlaucht empfangsbereit. jeans-artige Hose. dass ich ab dem 7. dass Hans-Adam mich die ersten 30 Minuten definitiv beschimpfen wird.

Ihm sei gesagt worden. dass ich den Kniff noch nicht im Detail verraten hätte. dass er vor sich auf dem Salontisch eine Mappe liegen hatte. kam es mir in den Sinn. über den ehemaligen CEO der LGT Gruppe. sehr viel lese und mich die Familie Liechtenstein immer schon fasziniert hatte. was als nächstes passieren würde. die Justiz im Gesamten. Hans-Adam war überrascht. die STA. Sie war dicker als diejenige beim RA Müller. sagte er. Gern geschehen. das Datenband zu entnehmen wohl nie erspäht. seinen Erfolg bei der Abstimmung im März. dass ich so viele Detailkenntnisse über seine Belange hatte. war ganz still und wartete ab. Er wollte mehr über die näheren Umstände des Diebstahls erfahren. die LGT. seiner Kindern und den Enkelkindern zu fragen. er war es auch. Ich dachte es wäre immer eine gute Idee. Keine Ursache. Der Gesundheitsstand seiner Schwiegertochter gab Anlass zur Sorge in letzter Zeit. Die meisten Liechtensteiner wüsste nur ein Zehntel davon. Er war auch nicht gerade ein Gesprächsschnellstarter.Er wirkte nicht nur gelöst. Es wäre auch für ihn ein Novum gewesen. Ich erzählte ihm die Vorgeschichte dazu und dass ich unbedingt einen Mechanismus finden musste. seine Beteiligung an der Firma Ricetec. Die feine Torte. Ich bedankte mich für die Notiz. dass er selbst agieren musste und nicht wie immer einfach alles ohne es zu lesen 410 . Der Professor hatte ihm dies empfohlen. nach dem Wohlbefinden seiner Frau. Ich erwiderte. Ich bedankte mich für die Sachertorte. ja. Ich. Ich sah. die Kunden. erwiderte er. Er hätte schon vieles in seinem Leben gemacht. sagte er. die mit Heinrich Kieber markiert war. Allen gehe es gut. dass ich immer mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend ziehe. die Daten. sonst hätte ich die Gelegenheit. sonst immer eine grosse Klappe. Die Torte. mit offenen Augen und Ohren. aber eine solche Notiz hätte er noch nie ausfertigen lassen und unterschrieben müssen. bei dem ich sicher war. Keine Schimpftiraden. den Hans-Adam vor vielen Jahren wegen (ABB-) Insidertrading (illegaler Handel mit ABB Aktien) schassen musste und über seinen Bunker wo die kostbaren Bilder aufbewahrt werden. Stille. wie und warum ich ausgerechnet einen Hinweis in seiner Bilderkammer hinterlegt hatte. Aber zuerst wolle er wissen. Er lachte freimütig – dies war für mich ein gutes Zeichen – und sagte. Wir redeten über die Richter. Mit dem Stichwort Professor gewann unsere Unterredung an Fahrt. sagte er.

Ich fragte ihn. dass es kein grosser Trick war. Er bestätigte. Er beschrieb mir. wie in Zukunft so etwas verhindert werden könnte. Unbewusst nannte ich das genaue Datum nicht. mein Input wäre wichtig und Teil meiner eigenen Rehabilitation. Er erzählte mir auch.weiterdelegiere. nein. dass mein langer Brief. Ich bat ihn meinen Beitrag nicht zu überschätzen. Wann er diese haben möchte. versprach ich ihm. wie ich mir ohne Gewalt Zugang zum Bunker verschafft hatte. Diese Lücke sei jetzt geschlossen. sagte er. Er würde aber lügen. So schnell es ginge. Er sagte mir. fragte ich ihn. würde das die LGT wieder an die Spitze in Sachen Datensicherheit katapultieren. Ich hätte ja vom aktuellen Drama bei der LLB gehört. mit meiner noch abzuliefernden Analyse. Ich würde schon morgen damit beginnen. dass die Datenträger. dann hiess es er hätte sie doch und so weiter. Ich erzählte ihm die Details. fragte er mich als nächstes. Kieber hätte die Daten nicht. dass er strengere Sicherheitsvorkehrungen angeordnet hatte. dass ich da eine Hilfe sein könnte. mit den vielen Details ausreichen würde.1. wie es zu Missverständnissen innerhalb der LGT gekommen wäre. dass er auch nicht danach gefragt hatte. die richtigen Fragen an Lampert zu stellen oder zumindest für die Polizei zu formulieren. Er erzählte davon. Aber natürlich erwiderte ich. In Bezug zum DLT-Band. unter Aufsicht vollständig zerstört worden waren. die ich für ihn in Berlin abgegeben hatte. hätte er nicht 411 . Ich hätte halt gedacht. Nein. Warum ich keinen Beweis als Beilage in meinem Brief vom 7. ob es wirklich keine personellen Konsequenzen für meine ehemaligen Mitarbeiter gab. dass es mir gelingen würde. fragte ich ihn. nie im Leben würde ich irgendwo einbrechen oder so. antwortete er mir. Nun ja. dass niemand zur Rechenschaft gezogen worden sei. Einmal hiess es. sagte ich. dass er schon herausgefunden hatte. eher eine günstige Verkettung von Unachtsamkeiten seitens der LGT Treuhand. sagte er und hob den Zeigefinger. er denke. Zusammen. antwortete er. Ja! Inwiefern man denken würde. geliefert hätte. Ich entschuldigte mich für die Ungenauigkeit meines Schreibens. sagte er. Er erwarte in Bezug auf seine LGT schon eine gut formulierte Denkschrift (Analyse) von mir. Erst später fiel mir auf. sagte er mit Unterstützung seiner Arme. Hoffentlich sei niemand entlassen worden.

dass eine so frühe Rückkehr ein anderes Resultat gebracht hätte. Insbesondere dachte er an Dr. Nicht dass sie jemand finden würde und die Daten rekonstruiert. Ob ich mich versichert hätte. dann kopiert man sie einfach nicht rüber. mit den Originalpapieren und den Datenträgern kreuz und quer durch Europa zu reisen. Nein. sagte er. Er konterte mit der Diagnose der IT-Abteilung der LGT Treuhand. wäre alles viel leichter für mich gewesen. fragte er weiter. dass ich dem Bankdirektor gegenüber so beharrlich war und er deshalb die Papieroriginale wieder mit nach Hause genommen hat. teile er mir mit. Warum ich ausgerechnet nach Holland weitergefahren bin. Anstelle man sie in den Reisswolf stopfte. aber auf dem DLT-Band natürlich vorhanden waren. Das Geschäft laufe ausgezeichnet. Er bedankte sich ausdrücklich dafür. als wir es jetzt erlebt hatten und erleben würden. ja die Daten. sagte ich. dass alle Datenträger unwiderruflich zerstört sind. In Berlin konnte ich nicht mehr bleiben. erlaubte ich mir zu erwähnen. ob die Daten der Mandate seiner grossen Familie. Feuerstein. erwiderte ich. Ja.1. wie ich es in meinem Brief an ihn vom 7. Warum ich in Berlin nicht in seinen Wagen eingestiegen bin. Hätte man mir die Schutz-ID in Berlin überlassen. je in Gefahr gewesen waren. fragte er mich. All diese Mandate wären nicht auf den zwei externen Harddisks und den vier DVDs gespeichert gewesen. kann auch nie dort gefunden werden. dass er und die LGT dieses zusätzliche Risiko tragen müssten. die ihm gesagt hätte. eine Trennung solcher Mandate von der Masse sei nicht möglich. Gott sei Dank wäre ich die los. Er war mit meiner Antwort merklich zufrieden. sagte ich. nichts sei einfacher als das. Wenn man eine Kopie von einem Datenstamm herstellt und man diverse Dateien nicht in dieser Kopie (auf neuem Datenträger) haben möchte. müsse man aber wieder in die Zukunft blicken. Was nie rüberkopiert worden war. 412 . Das Risiko war enorm. Ich war sehr erstaunt darüber und erklärte ihm. sagte er wortwörtlich.mit dem Gedanken gespielt. sei es als Begünstigte oder z. da nichts passiert sei.B. Jetzt. Er fragte mich. sagte ich. Nachdem ihre berühmte Option 2 oder Variante 2 in Kraft getreten war. im Stiftungsrat. Ich konnte nicht. geschildert hatte. Es wäre so gewesen. Ich hätte ihn aber per Emailkommunikation darauf hingewiesen. Ich wäre mir sicher gewesen.

mich mit Gewalt nach Hause zu holen. Ich fragte ihn. ihre Ängste ich könnte ein Terrorist sein.Ja.. Ich fragte vorsichtig. Nie im Leben würde ich ihm deswegen Vorwürfe machen. sagte ich etwas gedrückt. dass man sich mit dem Gedanken befasst hatte. wie der Beginn des letzten Abendmahls vor. wie ich mit den Angaben zu knapp 4000 Treuhandgesellschaften mit einem kombiniertem Bankvermögen von mehr als 7 Milliarden CHF in Berlin herumrenne. er es einmal und nie wieder in Worte fassen würde und es unter uns bleiben würde. Uns allen hier in Vaduz kam die Vorstellung. Ich war mir sicher. als Mensch. dass sein Geschäftsimperium einen Schaden erleiden 413 . überhaupt auf solche Fragen eine Antwort zu formulieren. dass. legte ich noch eines drauf und illustrierte ihm mein Aufeinandertreffen mit den angeheuerten Schnüfflern in Berlin. Er hielt inne und dachte nur kurz nach. er habe heute für alles ein offenes Ohr. Und der Zwischenfall in Berlin mit den Privatdetektiven wäre nicht seine Idee gewesen. Da Hans-Adam sein Glück fast nicht fassen konnte. geben könnte. dass ich ihm offen und direkt solche gangstermässigen Pläne unterstellen würde. Gerne. Man sah es ihm geradezu im Gesicht an. sagte Hans-Adam. Offenbar fühlte er sich sehr (selbst-) sicher und es war ihm auch bewusst. Ich nickte beipflichtend. Oder mich ganz zu beseitigen. Und über den Polizisten aus Münster/Osnabrück. Trotzdem war seine Antwort glasklar: Obwohl er als Katholik Gewalttaten wie Kidnapping oder ähnliches ablehnen würde. Sofort nachdem ich diese Fragen artikuliert hatte. ob es stimme. um nicht den Eindruck zu hinterlassen. was immer er jetzt dazu sagen würde. formulierte er es bildhaft. Ich hätte an seiner Stelle vermutlich dasselbe getan. hätte ich ihm mit meinem Handeln nur zwei Optionen offen gelassen. Ich berichtete ihm über meine Vermieterin Daniela in Berlin. wohl noch nie in eine solche Lage geraten war. sagte ich ihm. die in soweit bringen würde. sagte er mit grosser Erleichterung. bereute ich sie gestellt zu haben. Nachdem er tief Luft geholt hatte. Der Bankdirektor und sein Gilbert Kaiser hätten sich diesbezüglich klar geäussert. im Rückblick hätte er mir den Schutz-Pass in Berlin übergeben sollen. dass er als Landesführer. Ich konnte ihn verstehen. dass wir alle nochmals mit einem dicken veilchenblauen Auge davongekommen waren. Nie würde er es zulassen. dass er mir darauf keine ehrliche Antwort geben würde. fügte ich fix dazu. ob ich diesbezüglich ein paar Anekdoten erzählen dürfte.

auch andere Mitarbeiter des Projekts e-Doc aus allen Wolken gefallen wären. dann wäre eine solche drastische Massnahme – von wem auch immer durchaus evident. dachte ich. Na. hörte er dann auch von mir: Aha. dann lasst uns nur hoffen. wen er mit den Schwerstbetroffenen meinte. Schliesslich waren wir zwei alleine im Raum. die im starken Kontrast stand zu dem gängigen Bild was die (Finanz-) Welt von der LGT hatte und die LGT selber pflegen würde. Dass nicht nur ich. Wobei er sich keine Mühe gab zu verbergen. Besser in dieser Richtung nicht tiefer bohren. erwiderte ich. war die kurze Antwort. Sein Bruder aber schon. dass man mit ihm wirklich Klartext reden konnte und ich das Gespräch von meinem Handeln wegleiten wollte. wenn dem so sei. Hans-Adam erklärte dazu. nicht automatisch bei uns so sei. Ich fragte ihn. Das Dümmste was ich dazu sagen konnte. Um das Gespräch weg von solchen Horrorszenarien zu bringen. Der 414 . ich verstehe ganz – kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen. da ja keine Daten verraten worden waren. Als würde ich eine solche Massnahme auch noch selber befürworten. meinte ich frech. Natürlich sei es klar. in die eigenen Hände nehmen würden.würde. dass er selber nie alle Mandate persönlich kennen könnte. Er äusserte sich dahingehend. Nein. Seine Sippe. Ich sagte auch. bei der LGT nicht nur Leichen gefunden zu haben. den Schuldigen aus der Welt zu schaffen. Aber wären die Daten wirklich verraten worden. dass was im Ausland als kriminell gelten würde. stellte ich in Gedanken fest. mir das 3-D-Modell des Kerkers in Argentinien zurückzugeben. Da ich spürte. wagte ich mich vor und erwähnte seine Leichen im Keller. die davon am schwersten Betroffenen ihr Recht. dass wenn der Schaden gross wäre. ob man mittlerweile so klug gewesen wäre und sich jener Mandate entledigt hatte. bat ich ihn. dass ich schon verstehen müsse. Dies sei eine rein theoretische Frage. wie erstaunt ich gewesen war. Wie blöd von mir. dass die Daten nie den ausländische Behörden in die Hände fallen. sondern auch aktive Mandate identifizieren konnte. erwiderte er. fuhr er fort. Ich schilderte. sagte ich.als wir die vielen Mandate mit kriminellem Hintergrund gefunden hätten. dass ich weder ihn noch die LGT kritisieren wolle. schloss er seinen Vortrag dazu.

Er war dann auch über den Schock. Ob das Kriminalgericht in der Folge die Täter verurteilt hätte. für den Gerichtsprozess. Abscheuliche Dinge passieren da immer wieder. sagte er in Anspielung auf die verbittert geführte Auseinandersetzung im Abstimmungskampf um die neue Verfassung. ich hätte einen Dachschaden davongetragen. stünde in einem anderem Buch. dass mir Unrecht geschehen war. Wenige Menschen hätten solchen Terror ohne einen psychischen Schaden überlebt. dass es nicht zum Gericht gebracht wurde. antwortete er. wie ich diese wortwörtliche Aussage von ihm deuten sollte. Es tue im Leid. sagte ich. Roegele heisst er. Ach ja. Aber nein. die grosse Schachtel. Die STA hätte ohne Schwierigkeit Anklage erheben können. sagte er wieder. Mich traf es sehr. Ich dachte zuerst es wäre ein blöder Scherz von ihm. um im 101er nicht vorwärts zu kommen.UR Dr. Er kenne Südamerika gut. Er selber sei leider kein Jurist. Egal. leider nicht. Meinte er damit. aber in der Anfangsphase wäre man sehr wütend auf mich gewesen. sagte Hans-Adam. wie er damit umgehen sollte. dass die STA die ganzen Jahre hindurch stets eine andere Ausrede gesucht und gefunden haben muss. Ich stimmte vollkommen mit ihm überein. Oft hätte er sich dies in der Vergangenheit aber gewünscht. dachte ich. sehr betroffen. dass ihm seine Experten auch bescheinigt hätten. Ich wusste nicht genau. sagte er. Böse hatte er sicher nicht gemeint. Grausam was mir dort angetan worden war. die habe er entsorgen lassen. Man wusste nicht wohin damit im Schloss. 415 . fragte ich. den seine Antwort im mir auslöste. Meier hätte mir gestern gesagt. Er bestellte Papiertaschentücher bei seiner Sekretärin. Das Modell wäre ein wichtiges Beweisstück. Er wisse es nicht mehr. warum der neue RA Müller noch nicht beim Gericht in diesen zwei Fällen vorstellig geworden sei. Wie konnte er es da wegwerfen? Warum man es nicht runter zum Gericht habe bringen können. Ich fragte ihn vorsichtig. Ich sagte. Um die Stimmung wieder zu heben. sagte er. nicht wahr? Ich würde ihm Leid tun. Er führte weiters aus. Mir kamen die Tränen und er wusste nicht. dass er den 101er und der 140er selber studiert hätte. oder meinte er ich hätte keinen. erzählte er mir. Von diesem Spanier Ventosa und dem Deutschem.

Als er merkte. Seit wann wäre die Anklage im 140er rechtskräftig? Warum wurde mir nichts davon gesagt? Warum wurde mir von seinen zwei Gesandten etwas ganz anderes in Holland aufgetischt? Als er merkte. Ihm sei es angeblich nicht gelungen. Hass) mir gegenüber aufgebaut. Es vergingen zwei oder drei Minuten. Ich hatte eher das Gefühl. 416 . die Affäre ein für alle mal. erwiderte ich. Das wäre wünschenswert. kontrolliert entweichen zu können.Auf einmal piepste es aufdringlich aus Richtung des alten Schrank oder der Kommode nahe dem Kasten. um der angestauten dicken Luft die Gelegenheit zu geben. unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. dass man den 140er Gerichtsfall und die Strafuntersuchung im Zusammenhang mit meinem Brief an ihn einstellt. ihn bitte ausreden zu lassen. Noch bis Anfang dieser Woche hätte er Gespräche deswegen geführt. dass er folgenden Plan habe. dass er das Ventil braucht. professionelle Berufsauffassung.. wobei sie ihr Gesicht nicht verlieren. Darum der Piepston. Ich sass da und dachte über das bisher gesprochenen nach. Er würde gerne jetzt über meine Zukunft reden. um seine angestaut Pressluft loszuwerden. Er müsse den involvierten Parteien. würde man die neu dazu gekommenen Straftaten. Die Tonbandkassette voll oder das Digitalaufnahmegerät hatte keinen Saft mehr. wie die versuchte Nötigung seiner Person mit dem 140er zusammenlegen und alles in einem raschen Verfahren gerichtlich abschliessen. ergänzte er. die Justiz davon zu überzeugen. hier und jetzt in Vaduz zu beenden. sagte er. der Justiz eine gewisse Lösung anbieten. Ich müsste es von der positiven Seite sehen. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzte. Unter kontrolliert würde er mit „minimalem Schaden für mich‚ meinen. Er erzählte mir. Er stand auf. erklärte er mir buchstäblich. Ich konnte nicht mehr ruhig sitzen bleiben und bombardierte ihn mit Fragen. Diese Hass sei zwar keine ideale. Dann kam mir der Gedanke. dass er womöglich das Gespräch heimlich aufzeichnen lässt. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzen wollte. Ein Ablassventil sozusagen. Da die Anklage im 140er rechtskräftig wäre. entschuldigte sich und verliess den Raum. dennoch führe kein Weg daran vorbei. Er war noch nicht fertig mit der Ausführung seines Plans. Ich erschrak. dann kam er wieder rein und setzte sich auf seinen Platz. Wegen der ganzen Angelegenheit hätte sich bei der Justiz und der STA ein gewisser Level an Ressentiments (Groll.

nicht wahr. diesem Fall nun die höchste Priorität zu geben. wenn vorher alle anderen Fälle juristisch abgeschlossen waren. Ende des Jahres. Er wisse dies alles. freiwillig nach Hause gekommen war und Reue gezeigt 417 . sagte er und fügte folgende Argumentation an: Wir hätten hier zwei Optionen. Tatsache wäre auch. Sie wollen doch das alles rasch hinter sich bringen. Wir könnten die Spanier nochmals anfragen. welches Resultat würde er sehen. wenn er doch Kraft der Verfassung jedes Gerichtsverfahren in Liechtenstein eröffnen. würde sich dieser Fall über Jahre durch alle Instanzen ziehen. Insbesondere weil die verurteilungssüchtige STA mit einem möglichen Freispruch nicht zufrieden sein wird. Meine eigene Position in der Verfolgung der Täter von Argentinien würde immens an Stärke gewinnen. Was bedeuten würde. Mein Vorstrafenregister beim Gericht sei ja leer. erwiderte er zu meinem erstaunen. Da der Plan vorsah. wiedereröffnen oder einstellen kann. dass er die Justiz von einer Einstellung der Verfahren nicht überzeugen konnte.unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. Aber. fragte ich. das Endresultat wäre dasselbe. Warum. a-b-e-r. Zudem würde ich nicht verstehen. warum er sagt. nach so vielen Jahren. dass endlich. ihn bitte ausreden zu lassen. Er habe das Gericht und die STA angewiesen. sagte er. könne ich ein mildes Urteil erwarten. ob die den bei Gericht in Barcelona hängigen Fall an uns abtreten würden. Aufgrund der Vereinbarung mit der spanischen Justiz würde das Gericht in Barcelona unser Urteil anerkennen und somit den Fall dort schliessen. ohne auf meine Antwort zu warten. fragte er mich und fuhr fort. auch der spanische Haftbefehl gegen mich aufgehoben würde. oder wir könnten die in Spanien vorgeworfene Tat bei unserem Gericht selber behandeln (dem 140er) und das Resultat an die Spanier übermitteln. Dies leuchtete mir ein. sodass alles am Ende dieses Jahres erledigt sein würde. den 140er mit den neuen Vorwürfen zusammenzulegen. fragte ich ihn. sagte ich entsetzt und schüttelte den Kopf hin und her. Ich befände mich in einer aussergewöhnlich optimalen Lage. Er hätte dies mit seinen Experten auch bedacht. Unmöglich! Und sowieso. dass ich keinen Schaden für ihn und Liechtenstein verursacht hätte. Da ich mich vehement gegen die Beschuldigungen im 140er wehren würde.

sagte er. Ich war. was selten vorkam. fragte ich ihn. auf die ultimative Wahrheit zu pochen.1. Wie bitte? Ich musste erst die Worte verdauen. Alles sei mit ihm so diskutiert worden. fragte ich ihn dann. Es komme aber darauf an. Der Grund dafür waren die Fehlurteile der Justiz hier. Das ich mich im Bezug auf die neuen Vorwürfe (resultierend aus dem Brief an ihn vom 7. auf keinen Fall würde ich mich im 140er schuldig bekennen. wenn ich mich zu allem schuldig bekenne. Ich widersprach scharf. Am Besten sei es. Ich musste zehn Mal leer schlucken. was ich anprangert hatte. fragte ich ihn und entschuldigte mich sofort für diese Frage. Beide Fälle wären juristisch getrennt behandelbar. Sollte dies nicht der Fall sein. könnte ich mir wage vorstellen. würde er sofort vorstellig werden. was mir konkret im Gericht dazu dann vorgeworfen würde. sagte ich. dass ein Schuldbekenntnis im 140er absolut keinen Einfluss auf eine Anklage im 101er hätte.hätte. sagte er. Natürlich. Und manchmal mache es doch keinen Sinn. Hans-Adam hatte auch darauf eine Antwort. Das ergibt doch alles keinen Sinn! Nach über sechs Jahren Widerstand gegen die falschen Behauptungen. Es wäre mir bewusst. Es wäre doch absurd. Seine Rechtsexperten wären der Meinung. dass meine Karten im Moment nicht gut sind. Dies alles würde das Gericht berücksichtigen müssen. sprachlos. Aber unter keinen Umständen. wenn ich mich im 140er ohne weiteren Kommentar für schuldig bekennen würde und im nächsten Atemzug eine Anklage gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. könne dies alles nur reibungslos und in einer überschaubaren Frist passieren. Recht haben und vor Gericht Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe. Der Anwalt von Helmut würde sich doch kaputtlachen und die Anklage in der Luft zerreissen. soll ich aus heiterem Himmel eine 180°-Drehung machen und mich ohne Kommentar einfach schuldig bekennen? Wer das von mir verlangen würde. sagte ich. vorgelegt würde. so empfahlen es ihm angeblich seine Experten. 418 . Und wie man sich die Anklage im 101er vorstellen würde. Weiss mein neuer RA davon. belehrte er mich.) schuldig bekenne. hätte nichts von dem verstanden. Ja. wenn ich mich bei der Gerichtsverhandlung nicht gross äussern würde. stellte ich fest. Ob hier alle verrückt geworden wären. Ein undurchdachtes „sich schuldig bekennen‚ könnte schwere Konsequenzen für mich haben.

Auch dazu hatte er sich eine rechtliche Meinung einholen lassen. nach einem sensationellen Schuldbekenntnis ins Gefängnis wirft? In der Sekunde. stand auf und lief zur Türe. Diese Worte waren zu viel für mich. Was würde passieren. Würde ich mich im 140er schuldig bekennen.‚ Ich schilderte Hans-Adam meine Befürchtung. Hans-Adam wurde etwas ungeduldig. begriff ich die Bedeutung des Satzes im Beschluss zum Freien Geleit: „Der Antragsteller kann bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben. Es würde keinen Zweck haben. dies zu verhindern. R. wenn mich das Gericht. Dank dem Urteil vom Gericht in Vaduz könnte er einen doppelten Sieg feiern. Er offenbarte mir. fügte ich konsterniert bei. noch schlimmer Helmut würde alles bekommen. Nein. wenn ich endlich über die Kombination Argentinien und Liechtenstein hinweg kommen würde. dass nicht nur er aufgrund meines gestörten Verhältnisses zur STA und der Justiz eine ganz kleine Erfolgsaussicht sehen würde. Es wäre doch das Beste. Kraft und Chance hätte. die er jetzt offenbar nicht einhalten konnte oder wollte. jetzt auf Paragraphenreiterei zu pochen. Ich entschuldigte mich höflich. Er sehe nicht. was er damit meine. bedeute dies automatisch. warum der neue RA Müller nicht für die Fälle 140 und 101 nominiert worden war. die Verbrecher ihre verdiente Strafe hier in unserem Land erhalten würden. mit dem er die Beute nicht mehr teilen müsste. über mich und über seinen Komplizen Mariano M. wie dies alles praktisch ablaufen sollte. Ich erkannte sofort. sagte er.Und was ist mit dem blockierten Geld. Weiters fragte ich ihn. Er versprach mir dass er sofort nach Abschluss einer erfolgreichen Strafverfolgung auch helfen würde. Koste es was es wolle. 419 .-V. Jetzt wäre mir auch klar. dass er mich mit Versprechen nach Hause gelockt hat. Gnade und sein Verständnis. Auf dem kurzen Weg dorthin bedankte ich mich nochmals für seine Mühe. in der ich diese Frage beendet hatte. Ich sah ihn mit ganz offenen Augen an und fragte. fragte ich. dass ich es ihm nicht übel nehme. dass meine Folterer das Geld bekommen. dass man mich ins Gefängnis werfen würde und ich nie die Zeit. die Gelder durch ein Zivilverfahren am Wohnort von Helmut wieder zurückzuholen. worauf er hinaus wollte. die wichtige Anklage gegen die Verbrecher mitzuerleben. Ich sagte ihm. Zudem hätte er Mittel und Wege zur Hand. warum mich ein Gericht zu einer Haftstrafe verurteilen sollte.

Vorher sagte er noch. er würde auch anerkennen. Er habe nach sorgfältiger Prüfung festgestellt. wer war ich. Weil wir da auf zu starke Widerstände treffen würden. Für Spanien und vor allem Deutschland sehe er keine solchen Probleme.Herr Kieber. was den Plan betreffen würde. rechnete er mir laut vor. Hans-Adam sagte. sagte er. Er konnte ja wirklich nichts dafür. Selbst im Hinblick auf seine LGT. dass das angestrebte Ziel. Herr Kieber. Die Straftaten seien Offizialdelikte und sehr gut dokumentiert. Natürlich wäre dies alles mit enormem finanziellem Aufwand verbunden. Der genaue Aufenthaltsort der Täter könnte gegebenenfalls mit Hilfe von privaten Ermittlern ausfindig gemacht werden. die absolut keine saubere Weste hatte. dass unser System nicht das schnellste wäre. Ich setzte mich wieder. Ein ehemaliger Mitarbeiter. dass das Einsetzten oder Bestellen eines Sonderstaatsanwaltes sowie die Benennung eines ausserordentlichen Richtergremiums in LIECHTENSTEIN kein Vorteil (für mich) bringen würde. dachte ich. rief er. Seit der Anzeige sind über sechs Jahre vergangen. b-l-e-i-b-e-n sie hier. Ich begriff nichts mehr. dass er selbstverständlich seine Zusagen und Versprechungen halten würde. Ich sollte ihn einfach mal fertig ausreden lassen. viel besser in den Wohnsitzländern der Täter erreicht werden könnte. zitierte er die Worte der Experten. Ich stand für ein paar Sekunden still und dachte blitzschnell nach. die Beweislage exzellent. was 1996 in Spanien und 1997 in Argentinien passiert war. Mir war die ganze Situation peinlich. Das würde doch zeigen. Mit der Verpflichtung der besten Rechtsanwaltskanzleien vor Ort wären die Täter schon mit einem Bein im Gefängnis. Besser ich bleibe. Warum. Hans-Adam sagte. dass ich 420 . stellte er gleich selber die Frage. dem vertraut wurde. Das waren Deutschland. Spanien und Argentinien. dass die Mühlen der Justiz in Argentinien sehr langsam mahlen würden. Die meiste Zeit wurde ja bei der Liechtensteiner Justiz vergeudet. Ich konnte ihm da nur leise und kopfnickend zustimmen. Die Sekretärin klopfte an die Türe und meldete einen Anrufer für HansAdam. Dieser stand auf und ging raus. der dann Daten mitgenommen hatte. die Verbrecher von einem Kriminalgericht erfolgreich verurteilen zu lassen. ihm etwas vorzuwerfen. Seine Experten kamen zum Schluss. Sollte ich jetzt rausgehen oder sollte ich bleiben. Sonst würde er sie erst gar nicht aussprechen und überbringen lassen.

Das dauert sicher wieder zu lange. Was er als sehr wünschenswert empfinden würde. Johann Adam II. Denkbar. Er holte tief Luft und lieferte die bedeutendste Antwort. wie es von ihm gewünscht wird. Oder würde das Land Liechtenstein die Kosten übernehmen. Als er zurückkam. sollte ich im 140er ein Schuldbekenntnis abliefern. Ob das Ausland die Täter nach Liechtenstein ausliefern würden. sagte ich. dass die Täter freiwillig vor dem Kriminalgericht erscheinen würden. dass ich alle bisherigen Forderungen erfüllt hatte. die ich je von ihm gehört hatte: Er. und wenn ich mich zudem so verhalte. erzählte ich ihm. eine Anzeige bei den Bezirksgerichten des Wohnorts jedes einzelnen Täters einzureichen. um gleichzeitig in mehreren Ländern Topanwaltskanzleien zu bezahlen. sagte ich zu mir selber. wer garantiere mir. sagte ich zu ihm. Wenn ich es wünschte. Oder. dass er Recht hatte. Natürlich wäre es mir freigestellt. fragte ich. Meine restlichen eigenen Mittel würden nie und nimmer ausreichen. oder – was von Anfang an der Fall hätte sein sollen – die STA in Vaduz die Anklage erhoben hätte . Langsam verstand ich die Erläuterungen von Hans-Adam.mir die Angelegenheit doch ein paar Minuten durch den Kopf gehen lassen soll. Nein. Er erkenne an. er wisse dies. Haftbefehle für die Täter wären dann der nächste logische Schritt. garantiere es mir. das meine er ja gerade. könnte er der Justiz den Auftrag geben den 101er Gerichtsfall an die Justiz der betroffenen Länder abzutreten. Ja. stehe in den Sternen. dass im 101er ja noch der Entscheid des Obergerichts ausstehen würde. fragte ich idiotisch. wer versichere mir. Wer garantiere mir. sagte er. diesem Plan zuzustimmen.würde dies nicht bedeuten. jubelte er. So wie die Lage sich heute zeige. Er hat sicher nur Topakademiker um Rat gefragt. Ich sei zwar länger als 421 . Der Plan wäre durchführbar. sagte er und erklärte mir: Selbst wenn meinem Antrag auf Fortführung der Strafuntersuchung stattgegeben würde. wie zum Beispiel ein Pauschal-Schuldbekenntnis der zusammengelegten Vorwürfe. nein. Ja. rief ich. dass wenn ich alle weiteren Forderungen von ihm erfüllen würde. Besser wäre es doch zumindest parallel dazu. dass man nachher immer noch zu mir stehe würde und der Gerechtigkeit ihren Erfolg bringen würde? Von dem blockiertem Geld in Österreich kann ich mich endgültig verabschieden.

Ohne. Um es für meine deutschen Leser und Leserinnen symbolisch aufzuzeigen. OZA- Er gebe mir sein Wort dafür. Gab mir sein Wort. aber ich hätte mein Versprechen gehalten und niemanden verraten. witzelte ich ohne eine Antwort zu erwarten. Als Dank für meine Loyalität übernehme er auch ohne zeitliches oder betragsmässiges Limit alle Kosten die in diesem Zusammenhang anfallen würden. Er gebe mir sein WORT -OZE Ich war wie gelähmt. dass er alles was in seiner Macht stehe unternehmen werde. dass ich kein Erpresser wurde. Das Wort von Hans-Adam hat soviel Bedeutung für uns Untertanen. Unser Staatsoberhaupt. Es habe ihn auch stark beeindruckt. Er versichere mir. W-O-R-T. dass ich die zwei ausserordentlichen Politiker und Menschen mit dem Charakter eines Hans-Adam vergleichen will. Er forderte mich auf. Seine Institution war höher. Ob ich dies schriftlich haben könnte. niemandem von unserem Gespräch etwas mitzuteilen. Mir reichte es. Er würde es sehr ungern sehen. Er bat mich auch. Mir sein Wort. Ein Ehrenwort kommt von einem Ehrenmann. Nicht dass ich dachte. Es war kein Ehrenwort. 422 . Sein Wort. mein Staatsoberhaupt gab mir sein Wort. um eine Strafanzeige gegen die Verbrecher in meinem Sinne voranzubringen. wenn er dies glaubte. wie – auf Deutschland umgelegt – das Wort von Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel und Bundespräsident Herr Horst Köhler zusammen. wenn Aussenstehende wie die Justiz oder die STA von unserem Gesprächsinhalt erfahren würden. die höchste Instanz im Lande. er wäre wirklich an dritter Stelle: zuerst Gott. Ich wunderte mich über diesen Wunsch und sagte. Er war mehr. für mein Leben sowieso. dann der Papst und gleich danach er. Und Hans-Adam war keiner. ganz im Gegensatz zu Lampert. nein. Er habe sehr gute Regierungskontakte nach Spanien und Deutschland. keine Details zu den Mandaten der LGT preiszugeben.ertragbar im Ausland geblieben. wer sollte mich dazu befragen.

Der erste Schritt in diesem Plan wäre meine Einvernahme morgen beim Untersuchungsrichter. antwortete er. Wieder ausserhalb der Schlossmauern. dass ich morgen um 9 Uhr einen Termin beim Untersuchungsrichter habe. dass ich mich bei keiner Bank oder Treuhand bewerben würde. Hans-Adam meinte. dass ich etwas wacklig auf den Beinen war und bot mir an. Hans-Adam sagte. musste ich ja sagen. Ich lehnte dankend ab und wollte lieber an der frischen Luft runter ins Dorf laufen. ich musste nachdenken. wichtige Geschäfte warteten auf ihn. Hans-Adam sah wohl. Untersuchungsrichter? Morgen? Ich wüsste von nichts. Aha. als ursprünglich geplant war. 423 . Er müsse sich leider verabschieden. wenn mich etwas bedrücken sollte. ich fange morgen bei der LLB an. Ich erzählte ihm. von Kaiser nach Hause gefahren zu werden. bog ich links ab und nahm den Weg runter durch den Wald ins Städtle nach Vaduz. dass ausgerechnet der STA Haun für die Strafuntersuchung der neuen Vorwürfe eingesetzt wurde. dass er und ich sehr verschwitzt waren. Ich durfte den Weg zum Tor alleine hoch laufen. Auf halber Strecke des Fusswegs setzte ich mich auf den Rand eines Brunnen. Er erwähnte noch. Er glaubte es mir. Dort sei ja eine Stelle frei. Natürlich konnte (und kann) ich nicht in seinen Kopf hineinschauen. er wisse dies nicht genau. sagte ich und zuckte mit den Schultern. ob nun alle Datenkopien vernichtet seien und ich keine mehr hätte. Er schaute auf seine grosse Armbanduhr und mit einem Seufzer sagte er. Er bat mich ihn auf dem Laufenden zu halten. Er musste auch lachen. Er betonte aber. dass er davon ausgehe. dass ich den Haun ignorieren solle. sagte ich. merkte ich. dass das Gespräch länger gedauert hatte. In der ganzen Diskussion von 1 Stunde und 50 Minuten hatte ich ihm gegenüber immer die Wahrheit gesagt. Mit einem Schmunzeln sagte er. Nun. Als er mich fragte. Ansonsten wäre ja der Professor auch noch für mich da. dass dies mir gegenüber nicht fair wäre. Als wir beide aufstanden. Mir einer einzigen Ausnahme. dass ich ihn jederzeit anrufen könne. dass ich Gerüchte gehört hatte. Ich wollte. dieser hätte nichts zu sagen und stelle kein Hindernis für mich dar. würde aber aufgrund der Vorgeschichte mit mir übereinstimmen. Und er wünschte mir für die Arbeitssuche alles Gute. scherzte ich.

Er kündigte an. sonst hätte er sich nicht so benommen. Er war froh. sagte ich. So bat ich diesen. dass ich als eine Art Selbstschutz eine Kopie für mich behalten hatte. Er fragte wie es gegangen sei. logischen Verdacht gehabt hätte. ebenso wie der Professor im August/September in die Ferien verreisen würde. aber diese Nummer wurde mir nie mitgeteilt. dann muss sich diese Befürchtung innerhalb weniger Wochen oder Monate in Luft aufgelöst haben. Vielleicht wollte der Professor dies nicht. Der Kontakt war ausschliesslich über den Bankdirektor möglich. dass die ganze Familie wieder an einem Tisch sass. dem Professor meine Grüsse auszurichten. gezeigt hatte. 424 . dass er. Zu Hause angekommen. Schön für sie. wie so vieles in den letzten 10 Jahren. Aber seine echte Nummer hatte ich ja nicht. Super sagte ich. Eigentlich wollte ich den Professor auch anrufen. die Details vom heutigen Gespräch mit Hans-Adam in meinem Taschenbuch. Ich weiss nicht warum.Aber selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt noch den kleinsten. wie er es in den Monaten und Jahren die folgten. Am Abend notierte ich. rief ich den Bankdirektor auf dem Handy an.

Also sagte ich zu ihr. Zuerst dachte ich. Auch hatte ich Glück und konnte fast immer die richtigen Fragen stellen. Ich wusste nicht. so vollständig sei. waren die Zungen meiner ehemaligen Gegenseite locker. Es war das Gefühl einer Befreiung für sie. war mir gleich klar.1. Sie zeigte mir die Kopie.oder Kriegkommandozelle und von Abhörmassnahmen zu berichten.7. Zimmer 23. Wirklich filmreif. entschloss ich mich. Irgendetwas musste der jungen UR aufgefallen sein. Auf die Hälfte der Fragen gab ich dem Wunsch von HansAdam und der LGT entsprechend keine Antworten. Als sie aber anfing aus dem Nähkästchen zu plaudern. dass Hans-Adam hinter der Schrumpfung des Umfangs stecken musste. sass ich pünktlich um 9 Uhr bei einer Untersuchungsrichterin im dritten Stock des Gerichts. was ich nebst der besprochenen Kassette. dass die Katastrophe nicht eingetreten war. Ich kannte sie von meiner Jugend in Schaan. Eine schöne Frau. beim Polizeichef Jules Hoch vorbei zu gehen. traute ich meinen Ohren nicht. Am Empfang fragte ich den Schalterbeamten. Spontanbesuche sind oft kein Problem. dass mehrere Seiten fehlten. Weil es Fragen nach den (technischen) Details zum Datendiebstahl oder grob zum Inhalt der Daten selber waren. Liechtenstein ist ein kleines Land. ob die ihr vorliegende Kopie meines Briefs vom 7. Da die Justiz diese Kopie vom Schloss erhalten hatte..7. Wie so oft in den folgenden Monaten. ob Herr Hoch da wäre und eventuell Zeit für mich hätte für ein kurzes 425 . Ich hatte mich nicht auf die Befragung vorbereitet. dem 3-D-Modell und der dicken Schachtel mit den Kopien von Gerichtsunterlagen zum Argentinienfall dem Hans-Adam Anfang Januar hatte habe zukommen lassen. da sie mich fragte. von einer Krisen. Nach Abschluss der Einvernahme wollte die UR mir über ihre Sicht der Dinge erzählen. Weil alle so erleichtert waren.. dass meine Abenteuer in Berlin und Holland die schrillsten waren. den 11. dass dies alles war. sobald ich einen Verdacht schöpfte oder mich etwas stutzig machte. Sie konnte von aberwitzig wechselnden Haftbefehlen. den 10. dass sie eine Untersuchungsrichterin geworden war.KAPITEL 21 Blutspur auf den Rheindamm Am nächsten Tag. was sich da in Vaduz zugetragen hatte. Ich erkannte sofort. Am Freitag. Daher gratulierte ich ihr erstmals. Warum auch? Gemäss Hans-Adam wäre ja alles nur eine Formsache. Ich lief die paar Hundert Meter von meiner Wohnung rüber zum Polizeigebäude.

Ich bedankte mich und versprach mich in Zukunft zu benehmen. Er erzählte mir. als sie alle im Schloss vor dem Kunstgemäldebunker standen. Er habe gehört. Herr Kieber. Ich äusserte mich auch zum möglichen Interessenkonflikt. Ich erzählte ihm. 426 . Ich sagte zu ihm. Ich möchte mich bei ihm und seinem Team für den Stress entschuldigen. Hoch bedankte sich und fragte wie es mir ginge. mein lieber Kieber. als er mir auf der Treppe herunter entgegen kam. Als man den Hinweis gefunden hatte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ausser den Kurzkommentaren der UR auch nicht mehr über das KKZ. einem Kriegsstab oder so etwas. ob er wirklich zu 100 Prozent meine Interessen vertreten würde. was sie dort erwarten würde. Ich fragte ihn ob er etwas über Haftbefehle wüsste. was wohl seinem Papa als erstes zur Wort. sagte Hoch. dass ich am Mittwoch eine Audienz mit Hans-Adam auf dem Schloss hatte und ich mich dort auch entschuldigt hatte. Ich war froh. das ich nach meiner Abreise verursacht hätte. Langweilig wurde es denen hier mit meinem Treiben nicht. zu denen er vom KKZ beauftragt worden war.und Zahlkombination einfallen würde. Ich schilderte ihm meine Einvernahme bei der UR. übermalt oder zerschnitten.Gespräch. erwiderte ich. Hans-Adam hatte Angst gehabt. Hochzeitsreise. da ich immer noch Bedenken hatte. war Hans-Adam zuerst sprachlos und dann sehr erzürnt. war dann das richtige Resultat. ich hätte ihm seine kostbarsten Bilder verätzt. Blendend. Zu Hause angekommen. der Zeit hatte. dass ich deswegen heute persönlich gekommen wäre. dass ich wieder im Land sei. auch hier wieder auf eine allgemeine Erleichterung zu stossen. dass ich a) überhaupt einen Hinweis anbringen konnte und b) es niemand gemerkt hatte. Er verneinte. nachzudenken. In einem freundlichen Ton schilderte er mir das Chaos. Man telefonierte herum und liess mich dann durch die doppelte Sicherheitstüre hindurch. Anm. Niemand wusste. sagte Hoch zum Schluss. wenn er quasi von meinem Gegner nicht nur bezahlt sondern offenbar auch instruiert wurde. schrieb ich meinem RA Müller einen Brief.: Hoch erzählte mir natürlich nichts von den diversen Handlungen. dass es eine surreale Situation. Er bat mich mit in sein Büro zu kommen. wie aus einem Horrorfilm gewesen sei. Darum war es sein Erstgeborener. Für mich nicht ganz überzeugend. Das Gespräch dauerte exakt von 11:00 bis 11:55.

dass ich mich erst wieder auf dem Rheindamm traute. Gerade als ich umkehren wollte. Am Mittwoch. Ich war so nervös. Abt. mit welchen die ausländischen Titel für vollstreckbar erklärt wurden und die Exekution bewilligt wurde. machte ich einen Veloausflug bis an die österreichische Grenze. OT Entfernt. Rechtsanwälte in Bludenz gegen Kieber Heinrich die Beschlüsse vom 26. WAS. erreichte mich ein Anruf einer Bekannten auf meinem Handy. Beide Zeitungen sind das Organ einer der zwei Volksparteien. schrie ich. zuzustellen. Damit war ich wieder mobil. Burkhard Hirn.. 6. Schliesslich überleben beide Publikationen seit Jahrzehnten nur dank des dicken Zuschusses aus der Staatskasse. An Herrn Kieber Heinrich. Ich bedankte mich für ihren Anruf und fuhr fuchsteufelswild mit dem Velo vom Rheindamm runter ins nächste Dorf. sagte sie. fragte ich. 2003 427 . Ich genoss es auf den Rheindamm rauf und runter zu radeln. a. der sie auf ihre Gefahr und Kosten vertreten wird. Bezirksgericht Feldkirch. Dort kaufte ich mir die Zeitung. Da der Aufenthalt der oben genannten Person unbekannt ist. Es sei ein Edikt publiziert worden. dass keine der zwei Liechtensteiner Zeitungen wirklich Interesse haben könnte. 5. bis sie selbst auftritt oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. Warum? Wieso. Ab und zu fuhr ich ins schweizerische Sargans oder sogar bis nach Chur hoch. 27. Ich würde in der Zeitung stehen. dass irgendjemand eine Story über die vergangenen sechs Monate gedruckt hatte. 2. 6800 Feldkirch zum Kurator bestellt.Am Wochenende konnte ich mein altes Fahrrad. 2003. am 18. den 16. ein solches Drama publik zu machen. Ich befürchtete. Gilmstr. 2. FL9496 Balzers. Mein Blut begann zu kochen. die Zeitung zu lesen. wieder abholen. wird Herr Rechtsanwalt Dr. Dann kam mir in den Sinn. nach Ruggell. sind in der Exekutionssache Roegele Helmut vd: Heinrich Concin u. zuletzt in Neue Churerstr.7. das ich eigentlich einem Bekannten geschenkt hatte. Im Liechtensteiner Vaterland. Folgendes war mit dem Titel EDIKT abgedruckt. Irgendetwas von einer Exekutionssache mit einem gewissen Herrn Helmut Roegele.

Wir redeten über die Angelegenheit und da wir nicht in seinem Büro waren. man glaubte es kaum. sagte ich. also das Gespräch nicht in einem offiziellen Rahmen stattfand. ich sei verrückt geworden. was denn los sei. schrie ich. ich konnte es nicht glauben. Es war schon nach 16 Uhr und ich wollte noch den Bankdirektor in seinem Büro antreffen. er musste wohl gedacht haben. auf Höhe des Schaaner Sportplatzes sitzen. seine LGT und ihr. Was ihm dann gelang.2. Ich war kurz vorm Explodieren. da sie keine rechtsgültige „“Adresse“ meinerseits mehr hatte. musste das Gericht diese Anzeige publizieren. ballte meine Fäuste und sagte etwas im Sinne: Ich wusste es! Ich wusste es! Euch kann ich es auch noch zeigen. Es sass der UR Dr. neben sich sein Velo. Ich fing an zu schluchzen. was ich in der LGT Bank angestellt hätte. Alles nur Lug und Trug.2003? Wieso exekutierbar? Das letzte Wort in der Zivilsache war doch noch nicht gesprochen. Meine beiden Knie bluteten stark. Ich stolperte und fiel ungebremst auf die geteerte Rheindammstrasse. Was für ein Urteil vom 23. Ich fluchte die ganze Zeit. In meiner Wut konnte ich mich nicht mehr beherrschen. Zu Recht. wen sah ich auf einer Bank beim Rheindamm. Und. dass es ein paar Meter schwarze Gummispuren gab. Ich zeigte ihm den Artikel und fluchte über alle. verdammt noch mal. Ich musste sofort nach Vaduz. Erst vor einer Woche hätte ich Hans-Adam alles Mögliche zugestanden. Ich bremste so stark. den nie hatte er mich so gesehen. was man von mir verlangt hätte. schrie ich in den Himmel. Und auch ich selber erkannte mich nicht mehr. die Justiz.: Da mein alter RA HIRN nicht mehr für mich beim Gericht in Feldkirch tätig war. Man hätte hochkarätige Anwälte für meine Sache eingespannt. Niemand hätte mir davon etwas gesagt. Ich war froh. zum ersten und letzten Mal. Ich drückte die Pedale so schnell es ging. Ich bat ihn um Verzeihung. Ich hyperventilierte stark. Aus einem Zeitungsinserat muss ich erfahren. dass es in Bezug auf das blockierte Geld schon zu spät sein könnte. Ich warf mein Velo auf den Boden und ging zu ihm. Dann. Er war sehr bemüht mich zu beruhigen. Paul Meier dort. sodass er. seine Regierung. Verdammt. konnte ich ihm mehr Details erzählen. verdammt. Der arme UR. Ihm vertraute ich immer ganz.Anm. Ich 428 . Wer weiss. kreischte ich. Ich hätte alles gemacht. Und was jetzt. Er war über meinen Zustand sehr erschrocken und fragte nach. verplapperte ich mich ein wenig. dass ich ausgerechnet ihn getroffen hatte. dass alle ihr Gesicht nicht verlieren würden.

dass ich keine habe. Wie bitte. sagte ich. Was ich damit gemeint hätte. Ich plante ganz früh am nächsten Morgen mit dem Bus zum RA Müller zu fahren und ihn wegen des Edikts zu fragen. Unter schwachen Schmerzen setzte auch ich mich aufs Radl und fuhr gleich nach Hause. sagte ich. meinen finanziellen Schaden. ich sagen müsste. 429 . Ich war felsenfest davon überzeugt. dass selbst wenn ich eine hätte. dann sind sie halt verloren. Also in beiden Fällen wäre die Antwort dieselbe. dass mir einmal eine Art Geld für eine organisierte Flucht angeboten wurde. Wo denn. Daher bitte ich euch alle. Erstens habe ich keine Kopie mehr. Ich war aber nicht darauf eingegangen. fragte er mich. Da meine beiden Knie noch sehr schmerzten. Als das Thema wieder auf den Zeitungsartikel kam. den ich seit der Barcelonageschichte erlitten hatte. Nicht der Rede wert. euch könnte ich es auch noch zeigen. Die sind ja alle paranoid mit diesem Thema. Drittens wäre das Internet der letzte Ort wo ich eine Kopie herumfliegen lassen würde. nicht wahr?‚ meinte er. schoben wir beide unsere Velos neben uns her. dachte ich. irgendwann zu vergüten. als ich geschrien habe. „Im Internet. erwiderte der UR. dass er sich vorstellen könnte. wo ich eine Kopie der Daten versteckt halte. Bei der nächsten Abzweigung verabschiedete er sich von mir und radelte fort. Es wurde Zeit für ihn nach Hause zu gehen. Denn schon letzte Woche wurde ich mehrfach gefragt: am Donnerstag die Untersuchungsrichterin. Wenn die Gelder in Österreich verloren sind. sagte ich. da ich sicher war. sagte ich. Rein aus Sicherheitsgründen. Es wäre rechtlich unmöglich. Zudem hatte ich nie um Geld gefragt und würde solches nie annehmen. dass es eine Falle wäre. Ja. fragte ich frech. Ich musste lachen. wie das Gespräch mit Hans-Adam abgelaufen war.schilderte ihm. als ich im Ausland war. Ich erzählte ihm. Zweitens müsse ihm doch klar sein. Es wurde eine frühe Nacht für mich. um mich nachher als Erpresser abzustempeln. am Freitag der Polizeichef. Warum auch. Aus heiterem Himmel erwähnte er beiläufig. Typische Liechtensteiner Denken – mit Kohle jeden Ärger aus der Welt schaffen. diese Frage nicht mehr zu stellen. er wisse dies. was ich alles in Berlin und Amsterdam erlebt hatte. dass es der Verbrecher Helmut es bekommen könnte. Das blockierte Geld ist meines. sagte er. fragte er mich auf einmal folgendes: Ob die LGT oder Hans-Adam mir nicht angeboten hätten. Er grinste dabei.

der Sache nachzugehen. sagte ich. Der Bankdirektor sah ein. dass dies ein Versäumnis war. Ich hätte die Idee. Firmen oder Zeitabschnitte zu benennen. bestätigte er mir. Kein Problem für mich. Er war sichtlich geschockt und begleitete mich zu Müller. den 18. Da sie die offiziellen Wohnungsmieter waren. darin keine Namen. Er zeigte auf den Schlüssel in seiner Hand und meinte. RA Müller konnte sich aus der Affäre ziehen. sagte ich und fragte.10 Uhr stand der Bankdirektor vor meiner Wohnungstüre und klopfte. den 17. wo ich die bestellten Kopien vom 101er beim Gerichtssekretariat abholte.. Für den Notfall. Ich bedankte mich bei allen und wünschte einen schönen Tag. Ja aber Hallo. Zehn Minuten später war er angekommen.7. würde nichts geschehen. bei der Post in Schaan. Er müsse mit mir einiges besprechen. Um 16. Ich war schon um 08. sozusagen. 430 . Dort tummelte sich auch ein alter Bekannter von mir. Nein. erhielten sie die Zweitschlüssel.7. Sollte die fertige Schrift in die falschen Hände gelangen. dass ich doch wüsste. Ich nutzte die Zeit und begab mich zum Landgericht. Ich erzählte ihm.Gesagt. dass der Bankdirektor auf seinem Weg zur Arbeit durch Schaan fahren könnte. dass sie den Zweitschlüssel für unten und oben haben. Um die Mittagszeit rief die Bank noch einmal an und verschob den Besuch auf 16:00.. Am nächsten Tag. rief die Sekretärin vom Bankdirektor an und kündigte seinen Besuch bei mir zu Hause an. dass er ja kein Mandat von Hans-Adam oder der LGT für die blockierten Gelder bekommen hatte. klärte er mich auf. Ich wusste. ob dies der Dank für mich wäre. Dieser hatte wiederum enge Freunde im Regierungsamt. Man müsste halt abwarten. Ich schnappte mir die Badehose und fuhr mit dem Velo zum Rhein. Er gab dem RA Müller die Order. getan. dass ich mit der Grundstruktur der gewünschten Denkschrift angefangen habe. ohne Schlüssel. wüsste ich nicht. bestätigte ich die neue Zeit. Ich zeigte ihm das Edikt und fragte. Ich liess mich auf keine Diskussion ein und verliess diesen Rheinabschnitt. indem er sagte.00 Uhr am Donnerstag. wie er durch die Haustüre kommen konnte. Freitag. Gute Idee. Offenbar hatte er Bruchstücke von einem Drama Anfangs Januar erfahren. Er fragte wie es mir gehe und ich sagte so lala. was jetzt wirklich alles passieren würde. Daher rief ich ihn auf seinem Handy an und bat ihn mich kurz bei der Post zu treffen. erwiderte ich.

den Professor und die getroffenen Abmachungen eingeweiht. In Zukunft werde ich zu den Büroöffnungszeiten das Zentrum von Vaduz meiden. Schönes Wochenende Herr Bankdirektor. dass alles gut werden würde. das meine alte Mietwohnung gekauft hatte. Ehrlich gesagt. wenn ich keine Diskussion anfangen würde. Hans-Adam wollte dies nicht. Feuerstein und den Rest der Geschäftsleitung der LGT Treuhand nicht über seine Reisen ins Ausland. Herr Kieber.B. Niemand aus diesem Hause hatte etwas mitbekommen. nach Buchs fahren würde. Höchstens in der Gefängnisküche. hatte ich mich nicht gross angestrengt. Drei oder viermal die Woche absolvierte ich ein Krafttraining dort. Niemand hatte sich bei mir angemeldet. sondern einfach in eine andere Richtung weglaufen würde. Man hatte ja den Dr. Um fit zu bleiben. insbesondere Dr. Ich verfasste einen Brief an den Bankdirektor und einen an RA Müller.Er hätte noch ein anderes Anliegen. Feuerstein treffen. dass ich bald keine Stelle mehr antreten könnte. Ausserdem. Ihnen auch. so wäre man froh. Von meinen neuen Nachbarn in Vaduz lernte ich einige besser kennen. Im Brief an den Bankdirektor drückte ich (im Vertrauen) mein Befremden über einiges. was sich seit meiner Rückkehr abgespielt hatte aus. Ich solle ihnen vertrauen und aufhören so misstrauisch zu sein. Meine einzige Waffe war das Schreiben. sagte ich. wäre es durchaus möglich gewesen. den ich hatte war der Pflichtbesuch beim Sachbearbeiter der ALV. zu Befehl. mein Kommandant. steige aber nicht aus dem Bus. warum man in der Angelegenheit der blockierten Gelder 431 . zum Beispiel dass ich einfach nicht verstehe. Ausser wenn ich im Linienbus von hier z. So wie die Dinge langen. Diverse Leute der Treuhand hätten mich aber mehrmals mit dem Velo in der Umgebung der LGT Treuhand gesehen. Er bat mich deshalb. Den einzigen Termin. Ich konnte ihm die erforderlichen fünf schriftlichen Bewerbungen vorlegen. Auch das Ehepaar. Die letzten zwei Wochen im Juli 2003 waren besuchsmässig sehr ruhig. sollte ich irgendwo auf einen ehemaligen Arbeitskollegen der Treuhand. Auch besuchte ich meine alten Nachbarn in Balzers. hatte sich gut eingelebt und war sehr glücklich dort. Ja. Keiner bedrängte mich mit Fragen. Alle waren ohne Erfolg. dann durchquere ich das Zentrum. Zum Abschied sagte er mir. nicht in die Nähe der Treuhand zu gehen. Auch wussten sie nichts von meiner Heimkehr. wurde ich wieder Mitglied beim OLO’s GYM in Triesen.

Ich schilderte im Brief weiters. dem Vergehen der Datenbeschädigung (§126) und dem Vergehen der Urkundenunterdrückung (§229) angeklagt.oder Betriebsgeheimnisses zugunsten des Auslands. die Verbrecher zur gerechten Strafe zu bringen. fragte ich. dann wäre ich froh. Ich war von der Argumentation von Hans-Adam noch nicht ganz überzeugt. aber es ihn auf der anderen Seite offenbar nicht allzu gross stören würde. Dieses Thema schloss mit den Zeilen. da man jetzt den RA Müller für die blockierten Gelder angeheuert hatte. dem Verbrechen der schweren Nötigung (§15. Mit welchem Kenntnisstand er mich verteidigen würde? Mit einer fliegenden Durchsicht des dicken Aktes einen Tag vor dem Prozess. dass ich verwundert wäre.7. wenn er mir als Subsidiarankläger bei der Ausfertigung der Anklage helfen würde. Zu unserer (Bankdirektor. Ich würde nicht verstehen. RA Müller und ich) Fassungslosigkeit wurde ich. Die STA würde ja sicher keinen Auftrag von Hans-Adam bekommen. Ich würde langsam den Verstand verlieren. dass ich insofern wieder Hoffnung habe. wie der RA Müller für mich im kommenden Prozess (140er) kämpfen wollte. Es wäre ein wichtiger Bestandteil meines Kampfes der letzten sechs Jahre. ganz entgegen den Erwartungen und Beteuerungen. Ich sei deswegen zu bestrafen. dem Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. 106). 432 . Ich bat den RA. wegen dem Verbrechen der Gewalt und gefährliche Drohung gegen den Landesfürsten (§ 249 StGB). dass man es doch lieber zuerst einmal beim Liechtensteiner Gericht versuchen sollte. sollte das Obergericht meinem Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zustimmen. was allgemein erwartet wurde. bei den Büroadressen der Herren ab. Am gleichen Tag war auch die magere acht Seiten lange Anklageschrift mit den Vorwürfen im Zusammenhang mit meinem Schreiben an HansAdam fertig. In Liechtenstein formuliert die STA in der Anklage keinen Antrag auf die von ihr gewünschte Strafe. insbesondere Deutschland und die USA (§124). Ich wäre der Meinung. Im Brief an RA Müller befasste ich mich vor allem mit den Fall 101er. wie Hans-Adam auf einer Seite mir massiv helfen würde. 105. Beide Briefe lieferte ich persönlich am 31. wenn einer der Verbrecher mit einem Sack voll Kohle für seine Taten auch noch belohnt würde.noch nichts unternommen hatte. wenn er bis jetzt noch nicht einmal die Akte studiert hatte.

Er empfahl 433 . Aus psychologischer Sicht ein total falscher Schritt. als er mir sagte. beteuerte mir. HAUN. Mein Gott. es auch als sehr verletzend und demütigend empfunden hätten. diagnostizierte er aus der Ferne. Der Professor wurde telefonisch über den sich verschlimmernden Zustand von mir informiert. Liechtenstein und die LGT wegen ihm durch mich seit Januar 2003 (unter der Berücksichtigung des Datendiebstahls eigentlich schon sein 2002) mitmachen mussten! Warum? Warum. als Jurist. dass die allermeisten Menschen. der immer schon eine feine Antenne für meine Gefühlslage hatte. wer den sonst. als ich trotzig kundtat. dass ich nie freiwillig zu der Verhandlung gehen würde. war die Tatsache. was Hans-Adam meinte. Warum ausgerechnet ER? Man hatte andere Staatsanwälte bei der Staatsanwaltschaft. fragte ich. wie das Gesamtbild noch stimmen könnte. Speziell dann. Der Bankdirektor. abwechselnden Akteuren. Dies war wohl eines der notwendigen Ventile. Dies sei so üblich. Mit verschiedenen. Ende. warum mussten sie mich immer noch quälen? Hatte ich mich nicht genug unterworfen? Was ich noch nicht begriffen hatte. Zudem stellte ich die berechtigte Frage. machte sich grosse Sorgen um mich. wären sie an meiner Stelle gewesen. damit die Verbrecher vor ein Kriminalgericht kommen. dass ich keine Angst wegen der vielen Einzelvorwürfen haben sollte. Nachdem was ich alles wegen ihm seit Jahren ertragen musste! Noch schlimmer: Nachdem was Hans-Adam. Dieser Umstand war äusserst unerträglich für mich. sei noch lange nicht dasselbe. Was in einer Anklage stehen würde. Der RA. dass dahinter ein ganz fieser (Rache)Plan stand. Ich bin mir sicher. Mit meinem RA und dem Bankdirektor diskutierte ich ausgiebig die Anklage. Über die Anklagepunkte selber und das ausgerechnet Haun diese vertreten soll. Er war entsetzt. Warum konnte man nicht einfach einen "unvorbelasteten" Ankläger nehmen? Langsam begriff ich.Meinen aufmerksamen Lesern können sicher auch auf den richtigen Namen des STA tippen. Ja. was schlussendlich zu einer möglich Verurteilung gelangen würde. wenn Hans-Adam mich unverkennbar zum Schlachthof führen lässt und mir gleichzeitig seine universelle Hilfe anbietet. Jeder wollte zum Schuss kommen. sodass sie Luft ablassen könnte. der dieses Anklage geschrieben hatte und sie vor Gericht vertreten möchte. solange Haun dort sei. dass man der Justiz ein Ventil geben müsste.

wenn mir schon in Holland felsenfest versprochen wurde. Er entschuldigte sich und meinte nur. was das alles bedeuteten soll und vor allem. quasi ‚abgefolterte‚ Beute abkassieren. Natürlich schmerzte mich dieses Ende sehr.7. dass es zu spät sei. Alles würde gut werden. was in den Köpfen derjenigen in Liechtenstein vorgegangen war. Es war wie eine zweite Folter für mich. wenn ich all seine Forderungen erfüllen würde. Er wusste von der Anklage. warum ich überhaupt wegen Drohung. Er wiederholte. schrie ich. Die Gelder wären nun in Reichweite des Täters aus Argentinien. Bevor dieser aber mich anrief wurde mein Zustand noch unerträglicher. Nachvollziehbarerweise tobte ich wie ein Wildschwein. WAS.w. Nötigung u. fragte ich. Man hätte also fristgerecht einen Einspruch erwirken können. dass er mir dies mir beim Besuch auf dem Schloss ausführlich erklärt hätte. Ich fragte ihn. Nicht nur konnte er sich auf fast 900'000. dass es furchtbare emotionale und psychische Konsequenzen für mich haben würde. dass ich die Anklage nicht als fehlerfrei ansehen soll.03 abgelaufen wäre. dass dieser mich anrufen soll und einiges klären soll. dass ich den Haun ignorieren sollte. dass ich überhaupt nicht belangt würde. Selbst beim blockierten Geld sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Nach über sechs Jahren konnte mein Folterer Helmut Roegele sein Glück nicht fassen und seine erpresste. Er sagte zu mir.s. als sie davon erfahren hatten. dass es allen direkt oder indirekt Beteiligten klar sein musste. Es wäre eine 14Tage-Frist gewesen. dass eine Frist verpasst worden wäre. Er erzählte mir.dem Bankdirektor Hans-Adam zu bitten. RA Müller meldete sich wieder. er musste auch keinen einzigen Franken mit einem seiner Komplizen teilen. Ich weiss nicht. wohin es noch führen würde. Ich konnte es nicht fassen. Sicher ist. von Haun und der abgelaufenen Frist. schrie ich ihn am Telefon an und entschuldigte mich gleich für den Ton.CHF freuen. Was für eine Frist. Seine Nachforschungen in Bezug auf die Gelder in Österreich hätten ergeben. angeklagt werden soll. Zu spät? Zu spät. die am 25. Da 434 . Helmut Roegele. Am frühen Abend bekam ich einen Anruf von Hans-Adam.. Und warum Haun. jammerte ich. Die nächsten paar Tage verbarrikadierte mich in meiner Wohnung und brütete darüber. fragte ich. nein.

versprach mir Hans-Adam und sagte auch. Er habe mit dem Chef der STA. dass ich bei der Justiz in Vaduz nie eine wirkliche Chance haben würde. sodass zumindest eine Anklage angenommen würde. Er würde sich der Sache Haun nochmals annehmen. warum er nicht die ihm durch die Verfassung zustehenden Rechte benützen würde. dass es besser wäre. wenn es sich als wahrhaftig herausstellen sollte. Bei allem Verständnis für die Unabhängigkeit. da sollte ich dankbarer sein. Je mehr ich über die ganze Sache nachdachte. Nach allem. Ich weinte und fragte. kann es doch nicht der Wille von der Leitung der STA sein. so wollte ich ihn wissen lassen. den ganz klar voreingenommenen Haun als Kläger zu bestimmen. da sollte ich kooperativer sein. ignorieren. Ignorieren. nicht allzu sehr darüber nachzudenken und mich stattdessen auf den mit ihm vereinbarten Fahrplan zu konzentrieren. besser gesagt wohl die Unantastbarkeit der STA. Ich bräuchte sie schliesslich noch wegen der Spaniensache. dass Haun die Anklage vertreten würde. sagte ich. aber das ist einfacher gesagt als getan. Wallner. dass eine Anklage ja kein Urteil sei. Robert Wallner mehrfach gesprochen. sich mit der STA nicht allzu sehr anzulegen. dass ich bei einer Verhandlung anwesend sein würde. Ich fragte ihn. kann niemand voraussagen. was schon passiert war. hier musste ich beiden Augen zudrücken. beendete ich meinen Vortrag. dass er davon überzeugt wäre. Klar kann eine STA nicht "neutral" sein. ob er ganz sicher wäre. ich könne nicht garantieren. Wenn er erlauben würde. Er bat mich. sodass jene das seit Jahren liegende Verfahren dort einstellen und den Haftbefehl löschen können. Dieser wäre von ihm beauftragt worden. Ich wies ihn nochmals darauf hin. dann hätte er doch dafür keine Macht missbraucht. Hier musste ich Rücksicht nehmen. ein kurzes Schreiben an Dr.wüsste er aber mehr als ich. Er bedauerte zu sagen. wiederholte ich Hans-Adams Worte.8. Darin "bedankte" ich mich im Voraus für seine Mühe. dem Oberstaatsanwalt Dr. Dass man aber extra den Haun dafür nominieren würde. Ob das Kriminalgericht auf die Anklage mit Strafurteilen folgen würde. dass das Gericht meine Subsidiaranklage annehmen würde. eine Anklage im 101er rechtsgültig vorlegen zu können. Diesem Hinweis folgend verfasste ich dann am 5. sagte ich. Aber. wäre schon sehr niederträchtig. Ich versprach ihm dies. desto verwirrter war ich. Ich 435 . schliesslich vertritt sie ja die Anklage. das kommende rechtsgültige Urteil persönlich den Spaniern zu übermitteln.

das Gegenteil erwarteten. 140er und das Zivilverfahren eingereicht hatte. Wie fast immer in den letzten sechseinhalb Jahren. Aber eben. eine mögliche weitere Demütigung nach neuerlichem jahrelangem Kampf vor Gericht zu bewältigen ohne dabei am Ende komplett durchzudrehen.11. Anträge. Antworten und was ich sonst noch alles für den 101er. oder wenn dann nicht richtig oder vollständig gelesen. Mit diesem Schreiben bin wenigsten i-c-h selber derjenige. Gerhard MISLIK für seine Mühe und Zeit.02 in Sachen Fortsetzung der Strafuntersuchung. Wenn ich dies tun würde. beide juristische Experten. dass der ausstehende Obergerichtsentscheid im 101er negativ ausfallen könnte. Eine nochmalige Demütigung würde ich nicht ertragen können. Paul MEIER für seine jahrelange Arbeit und dem Oberrichter Dr. Ich habe auf ganzer Linie versagt und resigniert.verlor den Überblick. dass der UR Dr. dann könnten die Verbrecher wiederum 436 . Insbesondere möchte ich dem UR Dr. Ausdruck meiner damaligen persönlichen Verfassung zeigen deutlich die letzten elf Zeilen jener Mitteilung ans Gericht. Insbesondere die letzten vier Worte hätten beim Gericht diverse Leute aufmerksam machen sollen. Er redete wie ein Irrer auf mich ein. Analysen.08. Am 08. Paul Meier fast eine Stunde lang versucht hatte. das stand fest. Heinrich Kieber. es nicht zu tun. Ich stellte den Antrag auf Rücknahme meines Antrags vom 22. wurden meine Notizen. überhaupt nicht. wenn ich all dem ein Ende setzte. die ich dem Gericht geschrieben hatte. ein zutiefst verbittertes. verfasste ich eine kurze Mitteilung an das Gericht. „hätten‚.von ganzen Herzen danken. Ich muss dazu sagen. Auf einmal hatte ich grosse Angst. Obwohl der UR und mein RA. mich von dem Einreichen des oben genannten finalen Antrags abzubringen. Ich habe einfach keine Kraft und Energie mehr. dass es besser wäre. So kam ich zum traurigen Schluss. der den „Deckel‚ auf diese Akt 10 Vr 101 / 97 – der mein ganzes Leben in den letzten 6 1/ 2 Jahren bestimmt hat – zuschlägt. die er sich sicher genommen hätte . Beweismappen. Schreiben. enttäuschtes Opfer Dies waren überhaupt meine allerletzten Zeilen.

Widerwillig nahm er meinen Antrag an. sagte ich. Glaubst Du nicht auch. ich muss verrückt geworden sein. Jetzt. Gemäss Gesetzt kann ich den Antrag auch ohne meinen RA einreichen. deren Widerstand gegen eine Kriminalverhandlung im 101er sich wie ein roter Faden durch die ganzen letzten sechseinhalb Jahre zog. nicht wenige bei der Justiz froh waren. wo ich es radikal gemacht habe. Was nun wieder. Er machte einen letzten Versuch und fragte mich. dass sobald der Antrag die Runde gemacht hätte. sie wussten und wissen es bis heute nicht. sagte ich.einen Sieg über mich verbuchen. Zuerst reden alle auf mich ein. so wie es mir Hans-Adam versprochen hatte. Aktenmappe zu. dass ich ein Gefühl der Erleichterung hatte. dass können mein Folterer Helmut und seine Kinder in diesem Buch nachlesen. Nicht zu vergessen die überraschten Gesichtern der Täter. ich nie wieder das Verfahren in Liechtenstein eröffnen könne. ist man 437 . endlich den 101er losgeworden zu sein. dass ausgerechnet dieser Oehri den Vorsitz des Kriminalgerichts inne hat. Ein fettes „Dankesschreiben‚ zusammen mit einem "Spendenscheck" von Helmut & Co. Ich sagte nein. ob mein RA Müller davon wüsste. Es gäbe noch die Möglichkeit eines Verfahrens im Wohnsitzland der Täter. sagte er.8. Er versuchte mich davon zu überzeugen. ich soll die Argentiniensache in Liechtenstein vergessen. Keine Zeit. dass nicht alle Richter so wie der LR Uwe Oehri wären. an Hans-Adam und die LGT wären jetzt sicher angebracht. leider oft nur zu ihren Gunsten. Klar war mir auch. Ich reiche den Antrag hiermit ein. Meier meinte dann. rief er mich sofort an und war entsetzt. Das wäre mir klar. Endlich wusste ich wo ich stand. Welche Chance hätte ich da. bedeutet Fall geschlossen. Er warnte mich. Aber eben. sagte ich. Ich konterte mit der Tatsache. Die Täter dachten sicher. war mein letztes Wort. wusste ich zu berichten. es nutzte nichts. Gerade als Privatbeteiligter am Prozess. Insbesondere die STA. was alles im Hintergrund. abgelaufen war. Helmut? Nachdem mein RA Müller eine Kopie meines Antrages vom 8. sollte ich diesen Antrag stellen. selbst wenn das Obergericht mir den Status als Subsidiarankläger erlauben würde? Dr. dass er den Antrag von Müller mitunterschrieben haben wollte. die ja einen Anwalt in Vaduz hatten. Was das war. Meier versuchte es hartnäckig. erinnerte ich ihn. Netter Versuch. erhalten hatte. zumindest von Helmut Roegele & seiner Frau.und Energieverschwendung mehr mit der Justiz hier. Ich muss gestehen.

Hans-Adam hatte Recht. Ich bat darum. Ja. Er wäre seit mehreren Jahrzehnten Anwalt. da ich als Angeklagter anwesend sein muss. sagte ich. Auf Wiederhören Herr Kieber. er hätte gehört. Hans-Adam war auch erstaunt. dass ja Gegenstand der Kriminalverhandlung sein würde. Nie hätte er ein solches Mass an Interessenkonflikt angetroffen. Nein. das habe ich nicht verdient. Danke und Auf Wiederhören. dass mich keine 100 Pferde in den Saal bringen würden. Sollte ich mit Polizeigewalt in den Saal gebracht werden. Er hätte leider wieder schlechte Nachrichten für mich. das stimme. versprach er. dann könnte er sicherlich innerhalb der nächsten Stunde zurückrufen. nicht aus den Augen lassen. fragte ich sarkastisch. Ich entschuldigte mich für die Anspruchsnahme seiner kostbaren Zeit. Was denn wieder? Ist Helmut Roegele gestorben. würde ich kein einziges Wort sagen. Ich bedankte mich für den Anruf. Ca. Wenn es dringend wäre. sagte er mir. wenn Oehri diesen Fall behandeln würde. Ich wählte sofort die Nummer vom Schloss und bat beim Sekretariat mit Hans-Adam verbunden zu werden. aber er habe mir ja gesagt. Für mich war das Fass voll. Und immer nur das von Hans-Adam versprochene Fernziel. Hassen die mich so sehr.entsetzt. Wie bitte? Ich glaubte es nicht. wenn er als Richter im Zivilstreit amtete und mir dort einen enormen Schaden zugefügt hatte und ich ihn in dem berühmten Schreiben. fragte ich ihn. dass er auch keinen Sinn darin sehen würde. 40 Minuten später rief er an. zumindest hinterliess er bei mir diesen Eindruck. zu Recht der Inkompetenz und der Entwürdigung überführt hatte. mit Freundlichkeit kommt man viel weiter im Leben. Müller war auch erstaunt. Auf Wiederhören Landesführer. Hans-Adam sagte gleich. niemand will mir Böses. mit der Betonung auf Bösen. Er sagte. wenn Oehri und Haun mir gegenüber stehen würden. die Täter von Argentinien vor ein Gericht zu bringen. Wie könnte Oehri den Fall behandeln. Er würde sich dieser Sache auch annehmen. Bei aller Liebe. dass es an der Zeit wäre. wenn mich etwas bedrücken würde. Ich erzählte ihm. dass ich ihn jederzeit anrufen könnte. So entschloss ich. dem Regierungschef Hasler und 438 . Ich musste meine Verbitterung unter Kontrolle bringen. Tausend Dank. und korrigierte mich gleich: Bei allem Bösen. Er wäre nicht im Hause. Ich erzählte ihm vom Vorhaben des LR Oehri. was durchaus möglich wäre. dass der LR Uwe Oehri meinen Fall beim Kriminalgericht verhandeln möchte.

Er sei in dieser Sache aktiv geworden und wollte gerade in meinem Namen einen Antrag auf Befangenheit des LR Oehri stellen. Er fragte gleich. Ein kleiner Erfolg. Auf zynische Art und Weise macht er meine Befürchtungen lächerlich und erklärt sogar. Vor Einreichung des Antrags habe er vom Gericht erfahren. dass Hans-Adam offenbar mit dem Präsidenten des Obergerichts. fragte ich mich. In der Folge wäre LR Oehri aufgetragen worden. Zusammen mit drei weiteren Personen. als Präsident des Kriminalgerichts hätte doch einfach von Anfang an „entscheiden‚ können. Er hatte mich zum feinen Essen eingeladen. Am 18. wählte er das GECCO in Buchs/SG aus. Warum. den Vorsitz zu übernehmen. weil ich 439 . lieferte ich beide Briefe bei der Regierungskanzlei im Regierungshaus ab. nichts mit der Verhandlung zu tun zu haben.dem Liechtensteiner Botschafter in Berlin ein paar kurze Zeilen zu schreiben. Damit wir nicht zusammen in Liechtenstein gesehen wurden. Ausgerechnet an jenem Tag speisten zwei Tische schräg hinter uns der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Ich sass zum Glück mit dem Rücken zu ihm. ein Gourmetrestaurant. sondern ihm bei der nächsten Gelegenheit in Vaduz übergeben. Ein paar Tage später rief mich RA Müller wieder an. Max Bizozzero telefoniert haben muss und seinen Unmut über die Einsetzung von LR Oehri in diesen Fall kundtat. Ich bedankte mich für die News. Der Brief für den Botschafter wurde aus Vorsicht nicht nach Berlin gesandt. Es war aber im Juli oder August 2003. Ich wurde nervös. fragte ich. Ganz logisch erschien mir diese Aktion jedoch nicht. Somit wäre der Weg frei für einen unvorbelasteten Richter in dieser Sache. ob ich mit Hans-Adam über den Oehri gesprochen hätte. kam nicht um unseren Tisch herum. Der Bankdirektor konnte ihn diagonal über meine linke Schulter sehen. Die Antwort dafür konnte ich in seiner Befangenheitserklärung vom 27. Ja. Warum der Aufwand. nachlesen. Nun wieder zurück zu etwas heiterem: Eine weitere peinliche Situation erlebte ich ausgerechnet mit dem Bankdirektor. sich selber für befangen zu erklären.08. die ich verursacht hatte. Das genaue Datum hatte ich leider nicht festgehalten. Warum nahm sich der Oehri die Mühe aktenkundig seine Befangenheit zu erklären? Er. Darin entschuldigte ich mich für die turbulenten Zeiten.8. Das Lokal war klein und jeder der das Lokal verlassen wollte oder auf die Toilette musste. Hr. sagte ich. dass er persönlich nicht im Stande wäre.

In seinem Fall kam man nicht voran. Das Schweizer Fernsehen hatte in der "10vor10" Sendung vom 15. eine Menge Ärger bereitet hatte. die irgendwann im Oktober stattfinden sollte. Gut. den Bankdirektor mit mir essen zu sehen. wie es ihm gehe. Meine Dienste wurden nicht gebraucht (erst 2005 wurde es so heiss.doch dem IT-Chef. lange nicht gesehen. ein so guter Mensch. Der IT-Chef stand auf und erkannte den Bankdirektor. Meine Wege kreuzten sich auch dieses Mal mit denen des Blaubluts. Nicht wie im August 2001. lief die Kamera. Im Rückblick auf jenen Staatsfeiertag kann man heute wohl eine gewisse Ironie erkennen. Die meisten waren in den Ferien und Mitte August feierten wir den Staatsfeiertag. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen. 2003. was kommen musste. Ich bat ihn um ein Vier-Augen-Gespräch vor der Verhandlung. Jetzt. dass seine Verhandlung im November stattfinden soll. Ende August schrieb ich Hans-Adam einen Brief indem ich meine Gedanken über meine Gerichtsverhandlung schilderte. Oft fuhr ich hinter dem Gefängnis vorbei auf eine geteerte Feldstrasse die zum Rhein führte. auch zum Schloss zu pilgern. Ich hatte meine eigenen Probleme und sowieso keine Zeit für Andere. sagte er. fragte ich mich. nicht die Wege von Hans-Adam oder seinem Erstgeborenen zu kreuzen. Ausgerechnet. Kurz darauf konnte ich in den Besitz einer 440 . Dann kam. fragte er mich. Und dir. begrüsste ihn und fragte. Ich hatte vom Gerichtspersonal gehört.2001 einige Minuten über den Staatsfeiertag berichtet. Die letzten Tage im August 2003 waren ruhig. Wie es ihm wohl gehen würde. Aber man beachtete sich einfach nicht gross. dass man auch auf mich zukam). Ich stand auf. Er fing an mit ihm zu reden und erblickte mich. dass er es weiss. Nach ein wenig Plauderei merkte ich. Zum Gedenkgottesdienst auf der grossen Wiese unterhalb des Schlosses und zur anschliessenden Verköstigung vom Volk und Touristen.08. Ich nutzte die Tage um viel Sport zu treiben und mit dem Velo hatte ich schon über 1100 km abgeradelt. dass er offenbar dachte. Er bemühte sich sehr seinen verständlichen Frust auf mich zu unterdrücken und seine Verwirrung darüber zu verbergen. spendiert vom Haus Liechtenstein. Diese Mal achtete ich darauf. ich würde nicht wissen. stelle sich Lampert stur und wollte mit niemandem reden. Der Bankdirektor beruhigte mich. als ich hinter dem Rücken von Hans-Adam auftauchte. Ab und zu kam mir der Lampert in den Sinn.

Denn nur wenn ich wusste. als ob die Person. nie hat man Ruhe. kam ich beim zweiten Blick zum Schluss. Der Grund dafür lag dran. genauer am Dienstag. Offenbar muss es da ein Missverständnis geben. Mist. aber von Hans-Adam bezahlt 441 . Und dieser war ja vor deren Zugriff geschützt.9. All die wenigen. dass eigentlich das Gegenteil der Fall war.Notiz der Vaduzer Polizei gelangen. Darin lag ein gefalteter Zettel mit einem Text in Computerschrift und in Grossbuchstaben. Ich strengte mich sehr an. Ich rannte hoch in meine Wohnung und las den Zettel nochmals. Eine ganz andere Art von Herzklopfen erlebte ich. dass die Polizei meine 4 CDs hatte. wer dies war. wäre wenn sie einen Hinweise auf meinen Safe ich der Schweiz finden würden. die den Zettel geschrieben hatte. wenn jetzt in den Unterlagen stand. dass er meine 4 CDs auf dem Schloss komplett vernichtet hätte. auf meiner Seite stand. Nur im Kopf. den 9. in dem ich das Gericht um eine Kopie des Gutachtens gebeten hatte (siehe Kapitel 17)? Oder hatte ich zu viele Fragen gestellt? Denn obwohl es auf den ersten Blick es so aussah. Darin war die Rede davon. dass ich etwas zu befürchten oder zu verstecken hätte. Nicht. wenn auch nicht so ausgeprägt wie vorher. wer mir diese Worte zugesteckt haben könnte.08. dass er mir ja während der Audienz gesagt hatte. nach einem Besuch beim Landgericht wieder nach Hause kam und meinen Briefkasten öffnete. was in diese Richtung zeigte. dass sie meine vier CD-ROMs von Berlin im Safe aufbewahrten. zu tun. Hatte es vielleicht mit dem Schreiben vom 13. der zwar für mich intervenierte. fluchte ich. als ich eines schönen Morgens. was mir Ärger bereiten würde. um herausfinden. würden mich offen warnen und mir die Information ins Gesicht sagen.. Und RA Müller. In einem kurzen Schreiben teilte ich dies dem Hans-Adam mit. Es waren exakt sieben Zeilen: KIEBER! Lass Dich nicht klein kriegen! Pass auf den 10 Vr 140 97 auf! Du wirst reingelegt! Sag nicht zu allem Ja und Amen! Deine Unterkunft wird abgehört! Dein Mobiltelefon auch! Mir wurde schlecht. konnte ich analytisch die Motive erforschen und den wirklichen Grund dieser Information herausfinden. Dies war aber unmöglich. Auch konnte ich wieder mit meiner alten Liebe. anbandeln. Ich hatte absolut nichts bei mir oder in meinen Sachen. Das einzige. die wirklich auf meiner Seite standen.

falls es welche gab. War mein Handy nicht von der LGT gesponsert und mit neuer SIM-Karte ausgestattet worden? Ich selber war ja kein grosser Technik-Freak und konnte daher schwer. ob man mich in der Wohnung abhören würde. dass sich langsam aber sicher abzeichnende aggressivere Verhalten mir gegenüber. mit elektronischen Mitteln die Wahrheit herausfinden. A) Sie wollten herausfinden. wie ich herausfinden könnte. wie ich herausfinden könnte. wenn überhaupt. dass jeder halbwegs intelligente Gegner vermuten konnte. dass ich eine Datenkopie besass und sich gleichzeitig liessen sie ein Versprechen nach dem anderen platzen. würde so etwas nie tun. die mich keine Minute aus den Augen lassen wollten und alles über mein Tun und Denken sammeln wollten. ob mein Leben abgehört wurde. Sie wussten ja nichts davon und ich konnte jetzt im Moment diese letzte Kopie nicht vernichten. Ich plante einen Test in den nächsten Wochen 442 .wurde. Ich schreibe hier bewusst von Gegnerschaft. dass einige hier in Vaduz nicht am selben Strang zogen. Dazu würde ich immer noch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit haben. Denn es ergab doch keinen Sinn. die die angebotene Lösung von Hans-Adam nur widerwillig akzeptierten. zu vermuten. dass ich noch eine komplette elektronische Kopie von Kundendaten plus diverse Geschäftsunterlagen in einem Safe in der Schweiz gebunkert hatte. Gegen A) sprach. In meiner Gegnerschaft gab es Leute. um einen Treffer zu landen. Es gab sogar zwei Theorien. war die teilweise krankhafte Kontrollsucht derer. wo ich sie versteckt haben könnte. war für mich kein ideologisches Hindernis für einen dauernden Frieden. Was für B) sprach. dass es aus ihrer Sicht meine Gegner waren. Ausserdem würden sie mich dann nicht ständig demütigten und weiterhin auf mir herumhackten. Ich versetzte mich in die Lage der Lauscher. Die isolierte Tatsache. Lange überlegte ich. Für A) sprach. ich hatte ja Frieden mit ihnen geschlossen und dieser Friede wurde mir auch permanent von ihnen verbal bestätigt. Dazu war er zu seriös. dass ich eventuell eine Kopie zurückbehalten hatte und er/sie deswegen herausfinden musste. Nach ein paar Brainstormings (‚Hirnzellenkochen‚) kam mir eine einfache Idee. ob ich eine weitere Datenkopie hatte. war mir schnell klar. B) Sie suchten nach neuem Belastungsmaterial. Das bedeutete. Aus meiner Sicht waren sie keine Gegner mehr. Warum ich überhaupt abgehört werden würde. Ich hatte mittlerweile erkannt.

Wegen dem Abhören des Handys redete ich am besten mit dem UR Paul Meier.. Der RA von Helmut Roegele nutzte die alleine vom Liechtensteiner Staat bezahlten teuren Übersetzungen im Zivilverfahren gegen mich. Sonst hätte ich mich ja gleich in die Mitte des Raums stellen können und schreien „ihr könnt mich alle mal kreuzweise – ich grüsse die Lauscher‚. Da ich ja viel freie Zeit hatte. Er hatte und hat immer noch die absolute Kontrolle über jeden Richter. Die „Sicherheit‚ des Landes würde riskiert werden.10. da die Regierung. Natürlich hatte ich auch nichts dagegen. Da spielte es keine Rolle. Es dauerte nicht lange. Da ich dieser Fremdsprache selber mächtig war. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Eine weitere Arbeit für mich war das genauere Studium der 140er Anklage. Am 10. organisierte ich mehrere Besuche zum Aktienstudium beim LG. Ich wollte meine Wäsche auch nicht für alle sichtbar geschrubbt haben.. Permanent hatte das Landgericht meinen Antrag (basierend auf die mir gewährte Verfahrenshilfe) auf Übersetzung jener spanischen Dokumente. die mich noch mehr zur Verzweiflung trieben. Hans-Adam verlangte ja von mir. hatte ich so gut es ging diverse Unterlagen selbst übersetzt. Hans-Adam und die LGT die Angelegenheit als zu sensibel für die Ohren der Allgemeinheit befanden. Und wen wundert’s noch.durchzuführen. bis ich wieder auf Belege gestossen war.30 Uhr im Saal 1 beginnen. Dank der 443 . fand ich Quittungen von über CHF 35'000. Dieser würde am 22. ohne Begründung abgewiesen. die mich entlasteten. die von Seiten der argentinischen Bande geliefert wurden. das Publikum auszusperren. einen Trick. Im Prinzip wären die Anklageverlesung und die Urteilsverkündung immer öffentlich. entschied ich. weil streng nach dem Gesetzt ein solcher massiver Eingriff in meine Privatsphäre nur während einer gerichtlichen Untersuchung erlaubt ist. dass nach Buchstaben des entsprechenden Gesetz. dass ich von ihrer illegalen Operation wusste. es waren ausschliesslich solche. erhielt ich die Vorladung zum Prozess. Illegal darum. STA Haun hatte für diese horrende Summe Dokumente aus Spanien ins Deutsche übersetzten lassen.03 um 08. Im 140er z.9. dass ich mich schuldig bekennen sollte und vor dem Kriminalgericht so wenig wie möglich sagen sollte. nur die eigentliche Verhandlung selber als nicht-öffentlich deklariert werden kann. Wieder passte dies dem LR Oehri (im Zivilstreit) nicht.B. sodass sie nicht merken würden.

Was er natürlich nicht unter Kontrolle hatte. Mit dem verlangten „ja. wenn ich mich zu dieser formulierten Anklage ohne massiven Protest für schuldig erklären würde. Eine völlig absurd aufgebaute Erzählung. dass die Täter von Argentinien mein Schuldbekenntnis garantiert weiterverwenden würden. dass die vorgeworfene Tat (Wohnungskauf) nicht zutraf. Ich wies ihn auf die gefährliche Konsequenz hin. Die Anklageschrift hätte genauso gut aus der Hand vom Täter Helmut Roegele stammen können. dass ich unmöglich ohne mich wenigsten minimal verteidigen zu können. nein . ich bekenne mich schuldig‚ würde ich selber. aus dem Amt entheben. mit einem Schlag als Gewissheit für immer und ewig einbetonieren. Nein erwiderte ich. Er hätte eine Kopie davon in seiner Mappe. war die möglichen Fragen. einfach Ja sagen könnte. die mir das Richtergremium während der Verhandlung stellen konnte.30 Uhr rief er mich dann auf meinem Handy an. Je mehr ich in der ausgefertigten Anklage las.. unterbrach er mich auf halber Strecke. Nein. desto grösser wurde meine Abneigung gegenüber einem MEA CULPA. Wiederum musste ich unser Staatsoberhaupt mit einem Anruf belästigen. Ich sagte. dass ich ihn immer kontaktieren dürfte. die Dichtung von Helmut & Co. Abgesehen davon. Ich erzählte ihm die Details von der 140er Anklage. wo immer wir es schaffen würden Helmut Roegele und 444 . bekenne mich aber schuldig. sagte man mir. Ich könnte ja auch nicht sagen: „Eigentlich bin ich nicht schuldig. um exakt 10. Das Gespräch dauerte genau 24 Minuten und 31 Sekunden. Es war mir peinlich. Aber nach jedem Anruf sagte er mir.ich konnte hierzu auf keinen Fall einfach JA sagen. fragte seine Sekretärin. Er konnte meinen Bedenken folgen.neuen Verfassung konnte er jeden von ihnen. Sie können alles von mir verlangen. Am Freitag. wenn es sein muss unter fadenscheinigen Gründen. man stelle sich das vor. STA Haun hatte praktisch Wort für Wort die Lügen von ihm und seiner Frau in die Anklageschrift übertragen. Ob es dringend wäre. Daher fand er es besser. ihn alle zehn oder 14 Tage anzurufen. Ich würde doch vor jedem Gericht auf dieser Welt. den 12.‚ Er müsse dies bitte verstehen.9. Er wäre ausser Landes. wenn ich mich sternenklar für schuldig bekennen würde und somit die Anzahl der möglichen Fragen drastisch reduzieren würde. die Grösstenteils auch in der Abwehrstrategie von Helmut und seiner Komplizen für den 101er Fall und dem Zivilverfahren zu finden war. wäre es geradezu hirnverbrannt. nur das nicht. nein.

Wiederum konnte er mich beruhigen. Egal wie erdrückend unsere Beweise sind und. Nach Abschluss würde man das Urteil auf offiziellem Weg via Eurojust in Holland bekommen. aufs Schloss und gab ihn beim Portier ab. Man hätte dies verhindern können. hatte ich einen Termin mit dem Neffen vom RA Müller. Wieder ein Tiefpunkt in meinem Leben. Die Kanzlei Müller musste mir leider auch mitteilen. Den Brief brachte ich persönlich am folgenden Dienstag. sahen auch eine positive Seite. als geisteskrank abgewiesen werden.seine Komplizen vor ein Kriminalgericht zu bringen. den Bankdirektor mitnehmen zu können. den 16. dass es Helmut Roegele inzwischen gelungen sei. funktioniert die Eurojust als Drehscheibe der verschiedenen Gerichtsbarkeiten innerhalb Europas. was der Verbrecher Helmut Roegele von mir nun offiziell plündern durfte. Als es vor mehr als sechs Jahren blockiert wurde.9. dass ich erfahren hatte. Zudem hatte ich auch Angst vor dem Resultat der kommenden Verhandlung. Hans-Adam meinte. an die Gelder in Österreich zu kommen. Ich bat ihn um sein Einverständnis. waren es über CHF 825'000. ich wollte auch nichts mehr sagen. dass er den grösseren Überblick als ich hatte. Viel mehr als das. Ich glaubte ihm. Diese Nachricht erfreute mich sehr. typisch Juristen.9. Ähnlich wie bei Interpol. warum mir das Gericht in Österreich die Differenz nicht zurückgegeben hätte. Mit den Zinsen müsste es heute weit über 920'000. Ich konnte dazu nichts mehr sagen. Am 23. dass ich zwei Personen mit zur Verhandlung nehmen könnte. Alles würde gut werden. Da war es immer besser. Ich fragte. Wenn ich mich beim Gericht im 140er schuldig 445 . wie viel am Ende auf dem Konto lag. ich würde wieder zu viel nachdenken. erklärten die Müllers.-. war ja durch den jahrelangen Kampf geschwächt. Es wurden den spanischen Behörden mitgeteilt. dass die dort hängige Sache bald in Vaduz vor dem Landgericht behandelt würde.sein. egal wie stark mein Anwaltsteam wäre.. Ich informierte ihn. Hoffnung zu schöpfen. Meine Wahrnehmung. Er beherrschte die spanische Sprache und hatte in Spanien via einer Topanwaltskanzlei dort für mich interveniert. Die Kanzlei Müller. Leider sei ihnen die Auskunft verwehrt worden.. im Gegensatz zu seiner. Am nächsten Tag schrieb ich Hans-Adam wieder einen Brief und bedankte mich für seine Worte. dank seiner (Hans-Adams) finanziellen Supermacht. Den Zettel in meinem Briefkasten erwähnte ich im Schreiben aber nicht.

Die würden sich hüten. Er erwarte bis spätestens zwei Wochen vor der Verhandlung eine Nachricht von meinen Verteidiger. wie kam der überhaupt auf die Idee mich anzurufen.10. dass die „Schuld‚ gegenüber Helmut Roegele in der Zwischenzeit beglichen wurde. Nichts. Ich drücke mit solcher Kraft und Repetition auf die Ausschalttaste meines Handys. dass ich aufgefordert worden war. Von Einsicht in die eigenen Fehler absolut keine Spur. wurde mir klar. Zudem drohte er mir. Er erpresste mich. vorladen. Es dauerte nicht lange. Er fackelte nicht lange. Diese miese Kreatur erpresste mich. Wenn ich dies nicht wollte. Er sagte ganz cool. Nada. höchstpersönlich herkarren.bekennen würde. dachte ich mir. Er wusste ferner. dann würde er beantragen. ob ich mich schuldig bekenne. Der hat sich gar nicht geändert. Nicht mehr. Ich dachte nur.8. gefälligst die Klappe halten soll. als er mich anrief. die Verhandlung zu verschieben und dann Helmut Roegele & Co. wiederholte er schon wieder. feixte er. Dieser Sauhund. Wenn sie meinten. war meine lapidare Antwort darauf. hier her zu kommen. Ja. mich persönlich zu kontaktieren. dass ich mich dazu weigerte und mich wegen seiner kommenden Präsenz in der Verhandlung beschwert hatte. Diesem Antrag hatte das Obergericht stattgegeben. mich zu 10000 Prozent schuldig zu bekennen. was seinen Auftritt als Ankläger betreffe. dass ich. Seinen Namen und seine Stimme zu hören. Dieser war so gekränkt und beleidigt. Null. irritierte mich stark. meinen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zurückzuziehen. 446 . Unmöglich. lachte er gemein. Das macht er nicht.) auf die schlaue Idee kommen würde auf „nicht schuldig‚ zu plädieren. zur Verhandlung am 21. Und sollte ich mich nicht schuldig bekennen. (10. dann könne man dem Gericht auch mitteilen. abgelesen haben. da ich ja so schwachköpfig gewesen wäre. Ich war so erschrocken. Das wäre doch ein Spektakel. falls ich ein Schuldbekenntnis ankündigen würde und am 21. bis meine mündlichen und schriftlichen Beschwerden über Haun als Vertreter der Anklage auf seine Ohren trafen. Er brüllte wie ein Pavian. dass er es für korrekt hielt. bis mein rechter Daumen schmerzte. Erpressung! Er wusste inzwischen. Die Nummer muss er von meinem Briefkopf aus dem Schreiben an seinen Chef vom 5. würde er das Ehepaar Helmut Roegele & Salud H. dann müsste ich ein klares Schuldbekenntnis abliefern. Er darf so etwas nicht machen. dass ich zuerst seine giftige Drohung gar nicht fassen konnte. schrie ich ihn ohne gross zu überlegen an. Ansonsten er Helmut und das ganze spanische Pack zur Feier einladen würde.

Ich musste dem Bankdirektor versprechen. Im Schreiben gab ich im genauen Wortlaut den Anruf von Haun wieder und teilte Hans-Adam mit. dass ich mich nicht erpressen lasse. was ich durchwegs als glaubhaft schluckte. sondern der Bankdirektor an. dass ich keine Dummheit begehe und beim Haun oder sonst irgendjemanden bei der STA Radau machen würde. Das heisst. Ich war sehr betrübt über diese Geschichte. Wenn mein Handy abgehört wurde. Trotzdem verfasste ich sofort einen neuen Brief an Hans-Adam. Ich hatte in einem alltäglichen Gespräch unter Nachbarn erfahren. pflichtete er mir bei. ob sie davon wussten.Zuerst musste ich ihnen von einer grausigen Nachricht erzählen. Ich tat es und teilte ihm unmissverständlich mit. wie sich Haun so aufführen konnte. dachte ich mir. Haun habe vom Leben doch keine Ahnung und nachdem alles über die Bühne gegangen wäre. Ob den nun alle durchgedreht wären. Ich begriff nicht. Ich fragte die beiden Besucher. Vielleicht wollte man es so. Unsere Unterredung dauerte von 11:00 bis 12:15.Je mehr ich darüber nachdachte. Noch nie war eines meiner Schreiben so schnell beim Empfänger. habe wieder ein Teilstück eines anscheinend grösseren Plans erfahren. diesem Haun eine auf die Rübe zu knallen. Es stelle sich heraus. Um mir Angst einzujagen. Er bat mich nochmals die genauen Worte von Haun zu wiederholen. dass ich mir nicht drohen lasse. Am nächsten Morgen rief mich nicht Hans-Adam. Nein. Dann sagte der Bankdirektor etwas erstaunliches. fragte ich offen. Wallner oder der Justizministerin Rita Kieber-Beck zu riskieren. die 1997 meine kurzzeitige Nachbarin im Altersheim von Eschen war. antworteten sie.10. desto weniger verstand ich die Situation. leuchtete es mir ein. Aha. Versprochen? Versprochen! Am 3. dass meine Vormieterin. Ich flehte ihn an. ein zutiefst traurige und vom Leben geschundenen Italienerin sich in dieser Unterkunft kurze Zeit vor meiner Ankunft das Leben genommen hatte. hatten sich der Bankdirektor und der Professor für einen Besuch bei mir zu Hause angemeldet. Schon gar nicht vom einem wie Haun. Natürlich lassen wir uns nicht erpressen. ohne einen Rüffel von seinem Boss. hätte man für ihn in Liechtenstein keine Aufgabe mehr. 447 . dass es jede Dame war. Ich erwischte gerade noch den Schlosspförtner bevor er Feierabend machte und bat ihn den Brief gleich ins Schloss zu tragen. er hatte sicher Rückendeckung für eine solche Wortwahl mir gegenüber. Dr. dann wüsste Haun dies sicher auch.

als ich die Unterlagen bzw. was ich damit anstellen werde. schäme mich dafür sehr – insbesondere als bekennender Monarchie-Fan . die ich da schlucken musste.und bereue es aufs tiefste. Die Anklage war in zwei Teile gespalten. hätte ich noch genügend Zeit. Hier möchte ich auch auf meine Einvernahme bei der Untersuchungsrichterin am 10. das ich dadurch seine DL und Andere unverschuldet in eine schwierige Lage gebracht habe. Januar dieses Jahres aufgesetzt und geschrieben. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Zum Thema „Landesfürst‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Ich bekenne mich schuldig. sagten sie. Es war eine bitte Pille. Dies muss ich akzeptieren. den ich nach der Anklagevorlesung ablesen sollte. Kurz festhalten möchte ich nochmals. Es wurde mir ein Text vorgelegt.Hauptsächlich drehte sich die ganze Diskussion um die bevorstehende Verhandlung. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Juli dieses Jahres verweisen. Manche greifen zu Gewalt. alles mit ihm zu besprechen. Ich bedauere es ausserordentlich. elektronischen Datenträger an mich genommen habe. Da noch zwei Termine mit meinem RA Müller geplant waren. bekenne ich mich – aus verschiedenen. übergeordneten Gründen . sowie sich die Dinge für meine Zukunft präsentieren. dass ich zum Zeitpunkt. den Brief vom 7. ich griff Feder. Was gäbe es da noch zu 448 . Aus h e u t i g e r Sicht. Sobald ich das Wort hätte. sondern der Version des Klägers glauben geschenkt. eine Kassette besprochen und zusammen mit verschiedenen Beilagen seiner DL nach Hause geschickt zu haben. Die juristische Beurteilung liegt selbstverständlich nicht bei mir. sollte ich zu beiden Teilen folgendes und nicht mehr sagen: Zum Thema „Roegele‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Die Liechtensteiner Justiz hat in einem Zivilverfahren schlussendlich rechtsgültig nicht meiner.formell juristisch schuldig. mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht habe. Ich befand mich in einer äusserst destruktiven Situation und meine Motive habe ich in besagten Unterlagen vollumfänglich und vollständig dargelegt. Teil 1) betraf den Wohnungskaufs in Barcelona und Teil 2) betraf die Daten und den Brief an Hans-Adam.

Der Professor konnte nicht versprechen. sagte ich. dass er ihm dann eine Kopie überlassen würde. Ich erwähnte. Ich befürchtete auch. dass es sich schlussendlich als der richtige Weg herausstellen wird. Ob er eine Kopie davon haben könnte. erwiderte ich. sagte ich zu ihm. dass ich über mich selber verärgert wäre. Es würde ja bald alles zu Ende sein. Er fragte mich noch. Ich denke. der den Deckel zumacht. Er würde aber sicher telefonieren. dass ich keine Namen oder Orte erwähnen würde. kauften uns eine feine Schweizer Servalat (Bratwurst) und ein Bürli (Brötchen) und setzten uns draussen vor den Fussballplatz des FC Buchs. Obwohl ich dem Hans mehrmals erklärt hatte. Zum Beispiel den 101er. Ihr habt mich dazu clever überredet. er wird mit meiner Arbeit zufrieden sein. RA Müller versicherte mir mehrmals.besprechen. Endlich. Das hoffte ich zumindest und ich wäre mir sicher. Ich denke. Der Professor würde diesen Wunsch auch unterstützen. wenn der Text mir zwingend vorgegeben wird. fragte ich. hätte ich nie geglaubt. Weil es doch so aussieht. zählte ich auf. Wir fuhren mit seinem Wagen über den Rhein nach Buchs. am Tag der Gerichtsverhandlung zu kommen. dann kann man die zweite Etappe in Angriff nehmen. meine Gedanken darüber zu lesen. sagte ich. fragte er. alles würde alles anders rauskommen. Ich musste ihn aber enttäuschen. sein Land oder die LGT diskreditieren würde. dass wir in die Schweiz fahren und dort Mittagessen gehen. Für ihn als Psychologe wäre es sehr interessant. dass ich derjenige sein würde. über alle möglichen Themen. Aus seinen Schilderungen wurde mir dann auch bewusster. Ich bedankte mich für seine Bemühungen und brachte auch meine Hoffnung zum Ausdruck. dass es für Hans-Adam auch nicht einfach war und ist. was ihn. da mir Hans-Adam bei der Audienz gesagt hatte. dass evt. Ja. dass Hans-Adam Angst hat. wie weit ich mit der Denkschrift wäre. Die sei bald fertig. noch vor dem Gerichtstermin mit Hans-Adam ein VierAugen-Gespräch halten zu können. Als ich in Berlin und Holland war. sagte ich zum Schluss. schlug der Professor vor. dass ich nur ihm die fertige Arbeit übergeben sollte. Er meinte. ich könnte wieder von den Leichen schreiben oder über sonst etwas. mehr als üblich. dass ich keine Angst haben sollte. Wir redeten offen. endlich den Tätern aus Argentinien an den Kragen gehen. als wir es in Holland besprochen hätten. der Haun als Überraschungseffekt 449 . Gute Idee. Wenn ich nichts zur Verteidigung sagen darf? Nachdem der Bankdirektor gegangen war. Warum.

erwiderte er. Ich sagte ihm. Das hätte er schon zu Anfang gesagt. eingeladen hatte. Ich zeigte ihm die Randbemerkung in der Aktennotiz. fragte ich. diesem Prozess beizuwohnen. Er instruierte mich auch. sagte ich. Wenn ich die Schnauze halten muss. Bei Gericht würde nicht viel geredet. meinte er. Ich solle endlich aufhören mir den Kopf zu zerbrechen. er würde dieses Spektakel nicht verpassen wollen. dass er diesbezüglich keine Hinweise bei Gericht gesehen habe. Er habe aber gehört. Da man sich ja auf einen Schuldbekenntnis geeinigt hatte. RA Müller meinte dazu. dass er ja auf Freispruch plädieren würde. er müsse reden wie ein Kirchenprediger zu Ostern. verlangte ich. Wallner? Warum kommt die STA mit Doppelbesetzung. RA Müller sagte mir auch. falls ihm etwas passieren sollte. Nein. Dr.Helmut Roegele & Co. dass mein RA trotzdem noch einen Freispruch beantragen kann. Was herausholen. sagte er. besser gesagt zu antworten. dann soll ich auf ihn 450 . Wallner angemeldet. Ihm etwas passieren? Nichts würde ihn dran hindern. Müssten wir nicht zuerst die Verhandlung abwarten. Muss mir wohl entgangen sein. nur das vorzulesen. Aber dann wäre ich ja vorbestraft. dass ich zu nervös werde und den Text vergesse. Ich hatte immerzu nur schuldig. Er las es durch. um über herausholen zu reden. was mir eingetrichtert wurde. Selbst wenn er im Endstadium einer furchtbaren Krankheit wäre. fragte ich. dass Haun Massnahmen getroffen habe. versuchte ich klarzustellen. fragte ich. das geheime Gutachten (siehe Kapitel 17) zu organisieren. ob er mir helfen kann. schuldig und nochmals schuldig in den Ohren und vergass vollständig. Ja. Mehr konnte er nicht für mich herausholen. Freispruch? fragte ich erstaunt. zumindest was den Brief von mir an Hans-Adam angehen würde. das wäre doch klar. Ich zeigte ihm das Blatt. Gemäss Gerichtssekretariat wären von Klägerseite nur Haun und Dr. Nicht das noch was schief ginge. Er wusste von keinem solchem Gutachten. würde ich nach seiner Berufserfahrung und unter den speziellen Umständen dieses Falles mit einer Bewährungsstrafe davon kommen. Ich fragte Müller auch. Aber er sei doch mein Verteidiger. sagte ich ihm. Leider ja. Wenn die STA etwas fragen würde und ich nicht antworten möchte. formulierte er es elegant. sagte er. Alles unter Kontrolle. Er wisse es nicht. gilt dies doch nicht für ihn. Ich erwähnte. anders ginge es nicht. dass ich den Text auf ein Blatt Papier ausgedruckt habe und mit ins Gericht nehmen würde. für den Fall. Er würde die Sache abklären. dass darin etwas mich entlastendes stehen könnte.

Er hatte Zeit für mich und ich besuchte ihn. Was ja klar war. Am Montag vor der Verhandlung war ich ganz nervös und hatte auf einmal 1000 Fragen an meinen RA. mich für das Urteil bei den Richtern zu bedanken. Solange ich dem Haun keinen Handkuss geben muss. Ich war froh. Ich vertraute mich aber Müller nicht an. war ich noch einmal beim Landgericht. da ich eines sicher wusste: Er war 1000-mal pflichtbewusster Hans-Adam gegenüber als mir. Als Wertschätzung gegenüber dem Hohen Gericht und den Richtern. Warum das. bemerkte ich. Ich hatte mir für diese Forderung von ihm sehr viel Mühe gegeben. Am 14. habe ich damit keine Probleme. Ich war nahe daran. Mein RA Müller hatte sich in der Zwischenzeit damit abgefunden. war meine Denkschrift fertig und eine Kopie brachte ich dem Auftraggeber. erfahrenen RA hatte. dass ich so einen ruhigen. meinte er nur. Wegen des „Ventils‚.10. dafür sei er ja da. schiebe ich noch ein Kapitel dazwischen. wie ich es immer in den letzten sechs Jahren gemachte hatte (mit oder ohne RA). die sich langsam aber sicher herauskristallisierten. das mit dem Ventil hat sich also auch schon herumgesprochen. fragte ich. worin ich euch das Resultat meiner von Hans-Adam geforderten Denkschrift zeige. Ich war auch schwer enttäuscht. ihm von dem Zettel oder den vielen Ungereimtheiten. zu erzählen. dass ich nach der Urteilsverkündung auf keinen Fall vergessen soll. die Akten selber studierte. Morgen wird alles gut.10. Er erinnerte mich auch daran. Bevor ich aber meinen Lesern die Geschichte über die Gerichtsverhandlung erzähle. Das Wochenende vor dem Prozess war ruhig. sagte ich. Am 17. um kurz diverse Akten einzusehen. Hans-Adam persönlich nach Hause. beruhigte er mich.verweisen. dass ich. dass Hans-Adam keine Zeit mehr für ein kurzes Gespräch mit mir vor der Verhandlung hatte. 451 . Aha.

in Haft sitzenden XY" beziehe ich mich auf Hrn. damit . es so bleibt. Als meinen Beitrag zur Versöhnung hatte ich mich so gut es ging bemüht. Dieses Phänomen werden wir verstärkt in der Zukunft erleben können. die jede Firma treffen kann. Wahrlich stürmische Monate mit vielen bangen Momente. Bei dem Hinweis auf das Massaker im Kantonsparlament Zug (Schweiz) beziehe ich mich auf die mörderische Tat vom Hrn. Was ist geschehen? Die Antwort lautet „ w o r k p l a c e v i o l e n c e “. brachte ich seine Kopie hoch zum Schloss. die mehr und mehr entseelt und habgierig erscheint und durch übermässiges Regulieren des privaten sowie öffentlichen Bereiches dem Mitbürger das Gefühl der Ohnmacht verleiht und ihn versucht in ein Korsett des „Normalen‚ zu zwängen. Geschätzter Leser. Das Resultat waren meine Gedanken zum Phänomen „Workplace Violence‚ (Verbrechen am Arbeitsplatz). wie es ist. . R. Unter dem Hinweis auf einen "z. Normal hiess einst (und 452 . abenteuerliche Szenarien und hektische Umstände sind diesem Denkbericht vorausgegangen. Vom Ergebnis druckte ich zwei Kopien: eine für mich und eine für den Auftraggeber Hans-Adam.10. ein kurzes Werk zu schreiben. Dieser englische Überbegriff umschreibt die Gefahr. Anm.KAPITEL 22 Es muss sich was ändern. EINLEITUNG Geschätzte Leserin. Lampert. .: Der Inhalt selber entspricht Wort für Wort dem Original. sondern die von innen kommende. . die ich vier Tage vor dem Gerichtstermin im Oktober 2003 fertig verfasst hatte. Wenn sich Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichsten Gründen dazu Entscheiden.& Treuhandwelt in Liechtenstein. den 17. zum Schaden des Arbeitgebers aktiv zu werden. Leibacher im September 2001. mit speziellem Blick auf die Banken. . die von aussen kommt. F. . Aber eben. Es ist die ständig rasant sich verändernde globale Welt. Knapp drei Monate hatte ich daran gearbeitet. Dieser Satz (geborgt aus dem Roman Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa) war auch der Titel meiner Denkschrift. Am Freitag. Es ist nicht jene Gefährdung. Zt.

Diejenigen. Die Wertvorstellungen und ethischen Prinzipien vieler Menschen haben sich unter anderem dadurch verändert. die gebildet sind. Weitere Ausführungen meinerseits erfolgen nicht. dass es. (Bank)Überfälle sind in unserer Region ja praktisch ausgeschlossen oder zumindest sehr selten. Arroganz und den Egoismus ist verloren. sind stockdumm. Es kann sein. die nur den Niedergang und Verfall erwarten. Diejenigen. Aus aktuellem Anlass und quasi aus erster Hand. kennen die Situation nicht. und dies ist ein Richtmass. Gebäude aber auch Arbeitskollegen sowie Vorgesetze) und die weichen Faktoren (sensible Daten). sondern das. Die Aufteilung in Kapiteln habe ich wie folgt vorgenommen: ° Abkürzungen / Erläuterungen. Dies mit dem Ziel Veränderungen auszulösen und nicht nur luftleere Interpretationen zu produzieren.und Treuhandunternehmungen hier auf Papier zu bringen. ° Neuanstellung von Mitarbeitern ° Täterprofile / Tätervorgehensweise ° Verbesserte Sicherheit: Allgemein . die Angelegenheit optimal für alle Aufzuarbeiten.heisst es heute noch oft) gerade nicht das Gewohnte. dass einige meiner 453 .E D V . als Laie . diejenigen.Buchhaltung ° die 50 % Katastrophe ° Schlusswort. die Opfer bringen wollen. Die vorliegende Niederschrift ist – nebst meinen mündlichen Angaben zum Thema . diejenigen.als weiteren Teil meines Beitrages anzusehen. weil jeder hofft. übertrieben gesagt. keine GerechtigkeitsDemokratie gibt. wollen nicht kämpfen. was der aktuellen (!) Norm entspricht. ein Gebot. wollen keine Opfer bringen.versucht in meinen Überlegungen und meiner Analyse ein breites Spektrum von möglichen Themenkreisen rund um die Datensicherheit bei Banken. dass viele Menschen. Zur Wirklichkeit gehört aber auch. Es gibt nur einen Konkurrenzkampf beim Stehlen. mitmachen zu können. die die Situation kennen. eine Vorschrift. habe ich – der Verfasser. Der Kampf gegen die Ignoranz. denken. potentielle Ziele für eine destruktive Absicht eines Mitarbeiters oder Mitarbeiterin sind die harten Faktoren (Einrichtungen. die kämpfen wollen.

Orte oder Dergleichen finden. Vielen Dank.oder zivilrechtlicher Form jemals verwendet wird. seine Drohung wurde aber noch nicht umgesetzt Die 100%-Katastrophe = die Daten wurden verraten oder verwendet. verlagert hat. Die Anonymität für Alle (!) ist eine gut gewählte Form und bietet zudem Schutz.„Problem-Lösungs-Gedanken‚ sich bereits in der Umsetzungsphase befinden oder sogar schon verwirklicht worden sind. Es werden sich gewisse Beteiligte beim Lesen leicht selber erkennen können. bzw. In diesem „Bericht‚ – der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt .werden Sie keine Namen. HR = Personalabteilung Workplace Violence = existenzielle Gefahr für die Firma Die 50%-Katastrophe = die Daten oder Sabotageeinrichtung sind in der Hand des Täters. Es versteht sich von selbst und wurde auch dem Verfasser ausdrücklich vom Auftraggeber zugesichert. KB = KundenberaterIN SB = SachbearbeiterIN MA = MitarbeiterIN. die Sabotage wurde ausgeführt Neuanstellung von Mitarbeitern Während sich der Fokus auf eine verbesserte. dies ist vom Verfasser so gewollt. dass nichts aus der vorliegenden Denkschrift gegen ihn oder andere in straf. sind vielleicht . Abkürzungen / Erläuterungen T–A = Täter Typ A T–B = Täter Typ B T– C = Täter Typ C EDV = EDV–Abteilung. bedingt durch die ständig steigenden Anforderungen insbesondere von Seiten möglicher neuer MA.trotz aller Anstrengungen – der 454 . verfeinerte und umweltschonende Technik rund um den gesunden und modernen Arbeitsplatz.

B. bei Behörden im In. relativ leicht an 455 . die über jeden Mitbürger gespeichert ist. Ein Hinweis sollte im Fragebogen oder im persönlichen mündlichen Gespräch nicht fehlen. Um schon potentielle Täter aller Couleur aus dem Kreis möglicher Kandidaten für eine offene Stelle so gut wie es geht herauszufiltern. die wie folgt lauten könnten: ° Wurde je im In. ansonsten die speziellen obigen Fragen nicht die gewünschte Wirkung haben: „Jegliche Falschangabe k a n n zur sofortigen/fristlosen Kündigung führen und unter Umständen zivil. z. wo der Bewerber in den letzten 10 Jahren gelebt(!) und/oder gearbeitet hat – und den üblichen standardisierten Fragen (schriftlich in Formularen oder protokollarisch(!) mündlich) weiterer Fragestellungen. aus seiner (meistens öffentlich zugänglichen) Steuererklärung.w. die noch nicht rechtsgültig/ rechtskräftig erledigt sind? Wenn ja: Was sind die Vorwürfe an Sie? ° Hatten Sie früher Verurteilungen.feinen Instinkt und Sensibilität für das Individuum selber etwas zu kurz gekommen. Gemeinderegister u. Zweifelt man an den Angaben des Bewerbers.oder strafrechtliche Folgen nach sich ziehen‚.s.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren* gegen Sie eröffnet? Wenn ja: Was waren die Vorwürfe an Sie? Wie endete(n) das/die Verfahren? Durch Einstellung? Warum? Durch Verurteilung? Wie lautete das/die Urteil(e)? ° Läuft gegenwärtig gegen Sie im In.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren*. die auf den von Ihnen vorgelegten Strafregisterauszügen nicht mehr erscheinen oder vermerkt sind? Wenn ja: welcher Art waren diese Strafregistereinträge? ° Kamen Sie je in den Genuss einer Generalamnestie oder Begnadigung? Wenn ja: Was waren es für Vorwürfe an Sie? Wie lautete das ursprüngliche Urteil? * = ausgenommen Verkehrsdelikte.und Ausland. bedarf es nebst dem aktuellen Strafregisterauszug .das zudem von j e d e m Land vorgelegt werden sollten. die Möglichkeit. so besteht heute mit der Datenflut.

. Täterprofile / Tätervorgehensweise Aus der Vielzahl von möglichen Täterprofilen habe ich drei Typen ausgewählt. sich über ihre Arbeit im Detail zu „informieren‚. Ein spezielles Thema ist auch „umgekehrte Verhältnis‚. eingeschalteten Behörden! Das 456 . Vermutlich verwendet er eine Redensart die so lauten kann: „…. Freiwillig wird wohl kaum ein neuer MA Angaben zu seinem – falls vorhandenem – „belastetem Verhältnis‚ mit der Justiz machen. die in empfindlichen Bereichen arbeiten werden. Oder der neue MA – den organisatorischen Abläufen noch nicht ganz vertraut ..w. klar kommuniziert welche Rechte andere MA haben. in dem er zum Beispiel durch systematische Fragen oder Bitte um Unterlagen den neuen MA für sich „instrumentalisiert‚. der Fragende ist ja viel länger als ich im Betrieb tätig und wird schon Recht mit seiner Argumentation haben.aussagekräftige Informationen zu kommen – vorausgesetzt man kann sie richtig interpretieren.s. Durch gezielte Fragen kann man aber einiges Erfahren. Da er denkt. Ein rechtschaffener Bewerber wird diese Vorsichtsmassnahme verstehen und keine Einwände haben. dass der neue MA sensible Fragen beantwortet oder gar Unterlagen (Original oder Kopien) aushändigt. mit denen wir hier in unserer Gesellschaft wohl am ehesten konfrontiert werden.will dem Älteren nicht „widersprechen‚. Ein möglicher Täter (alter MA) – der durchaus n i c h t in derselben Abteilung wie der neue MA arbeiteten muss . die Unterlagen brauche ich jeweils…“ u. dass man neuen MA. Mit dem Resultat. Das MOTIV . wenn ein neuer MA für einen sensiblen Bereichen zu einem bestehenden Kreis von alten MA (aller Abteilungen) stösst. Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen! Weitere Angaben dazu können Sie auch unter dem Abschnitt „E D V“ im Kapitel *Verbesserte Sicherheit* nachlesen.ausschlaggebend für alles Handeln seitens des Täters u n d auch der dann später betroffenen Firma und evt. Was sie unterscheidet ist das alles antreibende MOTIV. aber nicht alle Aspekte in Bezug auf Verhaltens. Daher ist es wichtig.und Vorgehensweise haben die drei Arten gemeinsam. das wurde mir immer mitgeteilt…“.kann sich diesen Umstand zu nutze machen. Viele.

Forderungen) treffen muss. entweder weil er (!) es vorerst so will o d e r weil er – evt. 457 . Dieses „Problem‚ löst sich aber meistens von selber: Des Täters Persönlichkeit (was er wirklich will) offenbart sich spätestens dann. ° die wenigsten Täter haben wirklich böse Absichten (aus seiner eigenen Sichtweise). wo er Entscheidungen (z. Und ob der menschliche Geist (des Täters) sich selber verstehen kann – das ist eine philosophische Frage<< Leider kann im normalen Berufsleben die Psyche allfälliger potentieller Täter mittels Früherkennungsprogramme (Annahme prädikativer Symptome) präventiv nur schwer erkannt werden. (Gefühle zu empfinden). Vielleicht wäre es das Beste.B.ist eng mit der Psyche und der geistig-moralischen Haltung des Täters verbunden. an das Innere des Täters mit speziellen psychoanalytischen Methoden ran zu kommen. dass jeder seine eigenen Gründe hat. Beschränkt durch seiner eigene Intelligenz sich nicht klar ausdrücken kann. Es gibt aber auch solche Täter. Ohne die Täter zu beschönigen steht leider fest: Das Schlimme im Leben ist. unter einer psychischen Verhornung leidet – eine verminderte Fähigkeit oder Bereitschaft. Denn. ° jeder Täter wohl die Nähe zu seinem Thema braucht. ° die Täter auch oft Opfer ihres Umfeldes sind. Auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit hat er Zugriff auf mehr oder weniger sensible Daten (Kundendaten). wenn er an dem Punkt gelangt ist. die sich nicht gleich in eine der 3 Kategorien einteilen lassen. oft auch Zuneigung. Die drei Typen sind: ° Typ A kurz T-A ° Typ B kurz T-B ° Typ C kurz T-C Der Typ A (T-A): Dieser Tätertyp ist rein auf einen wirtschaftlichen Vorteil. Gutes von Böse zu unterscheiden.MOTIV . ° die Täter evt. sprich GELD fixiert.

m i t der Firma (falsche Behandlung. da eine „verbrecherische Verbindung‚ unter beruflichen MA (auf diesem tieferem Niveau. Andere MA derselben Firma als wirkliche Gehilfen sind im Vergleich zu Komplizen ausserhalb der Firma aber eher unwahrscheinlicher. unberechtigterweise und kriminell an viel Geld zu gelangen. Je nach der psychischen Verfassung und Intelligenz des Täters kann entweder er selber oder sein Komplize die Idee und das Konzept zur Tat erarbeitet sowie die Federführung übernommen haben.) entstanden sein – nur vorgeschoben ist. Die Gründe seiner Motivation können vielfältig sein. übergangene Beförderung etc. dass er Komplizen hat. hat er dem möglichen finanziellen sowie ideellen Schaden der Firma ein „Preisschild‚ verpasst und seine geldmässige Forderung dementsprechend ausgerichtet.als weniger verwerflich angesehen werden. Zt.B. Ein Beispiel für diesen – kein altruistischen . kommt nicht klar mit der Tatsache „<Kunden sind reich. die in den moralischen Vorstellungen und juristischen Realitäten der Gemeinschaft – im Vergleich zu seinen echten Motiven . kann es durchaus sein. oder er kann durch seine innerbetrieblichen Kenntnisse der Firma mit Umsetzung seiner Sabotagedrohungen (z. nicht ausser Augen lässt.die er „zu verraten‚ droht. Wenn man das Ziel des Täters. in der EDV) erheblichen Schaden anrichten. Es muss nicht ein gesellschaftlicher Einzelgänger sein. er kann sowohl in intakten als auch gestörte soziale Netze leben. u. Geld für aufwendigen Lebensstil. Schulden aller Art.B. dass der angegebene Grund – sollte das vom Täter behauptete oder angedeutete Motiv angeblich aus einem Konfliktthema z. Da Geld sein Ziel ist.w. Und dies im vollen Bewusstsein der Scheinheiligkeit seiner Argumente! Es besteht auch durchaus die Gefahr bei diesem Tätertyp. .Tätertyp ist der z. seine wahren Motive durch solche zu vertauschen. Dies innerhalb oder ausserhalb der Firma. Mobbing. in Haftsitzende XY. denn ein etwas cleverer Typ dieses Täters könnte auch versuchen. Das aktuelle (aus präventiver Sicht) bestehende soziale Umfeld verrät leider wenig über einen potentiellen Täter dieses Typs aus. Geltungssucht. ich bleibe arm<‚ . in Chefetagen kann dies schon anders aussehen) psychologisch eine höhere Hürde darstellt als eine zwischen privaten Bekannten/ enge Verwandten.s. er kann durchaus Frau und 458 .

und Erpressungsmittel stösst und dann auf die Idee kommt. sich zur finalen Erpressungsperiode entschliessen. Es ist also n i c h t so. sind viele Varianten möglich und diese stark von bestimmenden Faktoren anhängig.) gefasst.war der Täter wenige Wochen vor seinem „grossen Auftritt‚ aus der Firma ausgeschieden. Es gibt aber auch Täter. weil er sich zu 100 % seiner Straftat immer in allen zeitlichen Abläufen voll bewusst ist und eine gewisse erhöhte Nervosität und – für einen geschultes „Auge‚ erkennbares verändertes (Arbeits-) Verhalten beim ihm anzutreffen ist. sondern während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses. Bei einem aktuellen Fall (XY) .sogar Kinder haben (Geldgierige Menschen lassen sich davon nicht immer behindern). wird er – trotz Strategie und Plan – die Firma ohne Kündigung verlassen. wird er .um mehr Zeit zu gewinnen – sich Krank melden.h. damit liesse sich Geld machen. Ist sich der Täter sicher. um sich einen gewissen Schutz vor Verfolgung zu erhoffen. Was seinen „Abgang‚ (Austritt. d. Bei 459 . wann und wie sein Datendiebstahl oder seine Sabotageeinrichtung bemerkt wird. Drohung etc. Dies ergibt sich aus seinem hohen Grad an krimineller Energie. Ist sich dieser Täter nicht sicher. danach . ohne dass es von Dritten in der Firma bemerkt wird. dass er „per Zufall‚ auf irgendetwas in der Firma als Droh. Dieser Tätertyp arbeitet n i c h t unbedingt nach dem Zufallsprinzip. Wenn es im gelingt. Sabotage. ob. er beschliesst höchstwahrscheinlich zuerst den Plan und führt ihn konsequent aus. die nicht kündigen. dass in unmittelbarer Folge (Tage später) der Datendiebstahl bemerkt wird. kann er unter einem Vorwand sofortige Ferien beantragen. w