Der Fürst.

Der Dieb.

Die Daten.

TATSACHENBERICHT von HEINRICH KIEBER

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INHALT

Seite

Vorwort Urheberrechte / Hinweis / Erklärung / Abkürzungen Kapitel:
K1 K2 K3 K4 K5 K6 K7 K8 K9 1997 – ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS Zimmer unter den Alten Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Ein Kübel voll Schweineblut Die Welt des schmutzigen Geldes Heiligsprechung unter Vollnarkose Dicke Post für Hans-Adam Wenn Herr KIEBER eine Reise tut Chaos-Tage ohne Ende

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9 97 101 124 133 152 167 196 252 274 284 296 318 323 335 370 384 388 398 408 425 452 479 2

K10 Heinrich! Mir graut's vor Dir! K11 Die Polizei – Dein Freund & Helfer ! K12 Holländischer Käse K13 Ein Essen für Sechs Euros K14 Weisswein und Rotes Blut K15 Heinrich's Tod in Utrecht K16 Vier mal 9 mm K17 Explosives Gutachten und Freies Geleit K18 Ach wie gut das niemand weiss.... K19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe K20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam K21 Blutspur auf dem Rheindamm K22 Es muss sich was ändern, damit... K23 Überraschung! Überraschung!

K24 Führt die Todesstrafe wieder ein K25 Der Feind hört mit K26 Gnade im Sonderangebot K27 Blaue Flecken und Herzinfarktsymptome K28 Listen, Listen - wer hat noch keine? K29 Zürcher Geschnetzeltes K30 Afrikanische Hitze K31 D A V I D K32 My BIG Brother is watching YOU! K33 Skandal! Skandal! Wirklich, der Skandal? K34 Handbuch! Handbuch! Wer will noch eins? K35 Gib mir Deine Kohle! K36 Letzter Akt! Vorhang auf für .....

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EPILOG

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INTERNETLISTE

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Vorwort Geschätzte Leserin, Geschätzter Leser Was haben wir in den vergangenen Monaten nicht alles über den „grössten Steuerskandal Deutschlands - die Liechtenstein-Affäre - die grösste Sensation 2008‚ weltweit lesen können. Jede und jeder hatte dazu etwas zu sagen. Die Steuerfahndung, der BND, Finanzminister Peer Steinbrück, Kanzlerin Angela Merkel, Parteien von rechts bis links, diverse sonstige Behörden, die Medien, ja selbst ein Bischof und natürlich Fürst Hans-Adam und sein Clan, plus seine Regierung in Liechtenstein und die LGT Banken- und Treuhandgruppe. Pünktlich zum Karneval 2008 brach eine weltweite FasnachtsSchnitzeljagd nach tausenden Steuersündern aus. Völlig zu Recht, wie auch die solide Mehrheit meint. Zu einer anderen Hetze, ganz nach seinem Geschmack hat Hans-Adam schnell geblasen: die auf den Dieb, den Bankdaten-Terroristen, wie die hohen Finanz-Herren aus Vaduz ihn nun nannten. Der Dieb, ja der war ich. Der kleine Tropfen Öl, na ja, vielleicht waren es doch ein paar Gallonen, die ich in das nur scheinbar lupenreine Trinkwasser des Fürstenhaushaltes sowie der Liechtensteiner Regierung geworfen hatte, hat unglaubliche Wellen geschlagen. Für viele Menschen ist es schon erstaunlich, ja geradezu faszinierend beobachten zu können, mit welcher multimedialer Kraftanstrengung Hans-Adam und seine MarionettenRegierung geradezu paranoid und krankhaft ständig damit beschäftigt sind, die Weltöffentlichkeit und insbesondere auch das eigene Volk zu täuschen, bzw. einer fortdauernden Gehirnwäsche zu unterziehen. Beim Volk den Hasspegel auf mich ja extrem hoch zu halten. Damit der Fokus immer schön auf den ‚bösen, bösen‚ Kieber bleibt. Und niemand wirklich einmal richtig der Sache auf den Grund geht und in Frage stellt. ERSTENS über die Art und Weise wie die Hohen-Finanz-Herren in Liechtenstein ihre oft schmutzigen Bank/Treuhand-Geschäfte tätigen, bzw. ausgeführt hatten.
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Und ZWEITENS über die Wahren Gründe seitens des Datendiebs und die Wahren (illegalen und durchaus kriminellen) Handlungen von Hans-Adam und seiner Regierung in der ganzen Angelegenheit ‚der Fürst- der Kieber-die Daten‚ . Zu dem was in den verschiedenen Medien berichtet wurde, kann ich nur in ganz, ganz wenigen Fällen meine Zustimmung geben. Über vieles habe ich bloss den Kopf schütteln können. Oft musste ich auch schmunzeln, denn ganz ohne Humor lässt sich dieses eher traurige Multi-Akt-Drama nicht durchstehen. Ein paar Seiten in einer Zeitung oder ein TV-Interview reichen einfach nicht aus, um die wahren Hintergründe, die zu dieser einmaligen Sensation führten, aufzuzeigen. Knallharte Hintergründe, deren Veröffentlichung Hans-Adam und seine Vasallen unbedingt verhindern wollen. In diesem Buch, meinem Buch, gebe ich euch einen sehr tiefen und detaillierten Einblick in die Umstände, wie es geschehen konnte, dass das was 1997 mit meiner Folter tief im südamerikanischen Kontinent begonnen hatte, elf Jahre später mit der öffentlichen Zündung der deutschen Datenbombe endete. Wie es soweit kommen konnte, dass z.B. Leute wie Klaus Zumwinkel live im Frühstücksfernsehen abgeführt wurden. Es ist eine bewegende Geschichte, bitter für alle Seiten, obendrein oft peinlich. Ich kann enthüllen wie Hans-Adam seine heiligste aller heiligen Kühe, die LGT Gruppe, krampfhaft schützte und seinen mittelalterlichen Herrschaftsanspruch verteidigte. Wie er sein Geld, seine Macht und Position als Staatsoberhaupt missbrauchte, um mit Hilfe der Marionetten-Regierung in Vaduz die Veröffentlichung der Daten zu verhindern und sie alle nicht davor zurückschreckten, dafür Methoden anzuwenden, die meilenweit entfernt von Gut und Böse waren. Natürlich kriege auch ich mein Fett im Buch ab. Ehrenwerte Personen gibt es in dieser Geschichte wenige. Ich bin zuversichtlich, dass jeder von euch am Ende des Buchs ein eigenes, komplettes Bild über diesen Skandal machen kann. Nun denn, ich wünsche euch reichlich Lesevergnügen. Vielen Dank Heinrich Kieber Washington, D.C. Valentinstag, 15.Februar 2009
PS Am Ende des Buches findet ihr eine Liste mit interessanten Internetwebseiten. 5

Urheberrechte/ Hinweis / Erklärung / Abkürzungen

Urheberrechte © Heinrich Kieber 2009 Alle möglichen Rechte (Copyright) zu diesem Buch und den Fotos / Zeichnungen liegen ausschliesslich bei Heinrich KIEBER. Das Buch darf nur für den PRIVATEN Gebrauch verwendet werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung vom Rechteinhaber darf für KOMMERZIELLE Zwecke aus diesem Buch nichts kopiert, weitergegeben, veröffentlicht, zitiert oder anderweitig verwendet werden.

Hinweis Für dieses Buch habe ich so oft wie möglich Originaltexte verwendet. Alle Originaltexte haben als Unterscheidung zur restlichen Niederschrift links und rechts einen b r e i t e r e n Seitenrand, sind also als Textblock beidseitig nach innen verschoben. Kurze Originalzitate haben jeweils am Anfang das Zeichen OZA- und am Ende das Zeichen -OZE. Bei dem in Buch genannten BANKDIREKTOR handelt es sich um Herrn Dr. Pius Schlachter der LGT Bank. Bei dem in Buch genannten PROFESSOR handelt es sich um den Kriminalpsychologen Herrn Dr. Thomas MUELLER. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr oft kurze Anmerkungen. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm.: “ an. An wenigen Stellen musste ich – von Dritten angeordnet - aus rechtlichen Gründen und in einigen Fällen aus Sicherheitsüberlegungen
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diverse Originalnamen und/oder Originalindizien abkürzen oder ganz umbenennen. Auch musste ich Textstellen ganz oder teilweise weglassen, was dann mit dem Zeichen ‚OT Entfernt‚ gekennzeichnet ist. Alle erwähnten Plätze, Städte, Länder, Sachdetails und Zeitangaben entsprechen den wahren Örtlichkeiten oder Gegebenheiten. In meiner nächsten, kommenden Veröfftenlichung werde ich eine unzensierte Version frei vorlegen können.

Erklärung zu Zeichnungen, Fotos und dem Diagramm Die drei Bleistiftzeichnung im Buch sind Originalabdrucke von Handzeichnungen, die ich im September 1997 für das Landgericht Vaduz habe anfertigen lassen. Alle Fotos in diesem Buch (Ausnahme Titelseite) sind Originalabzüge von den Fotos die ich im Dezember 1997 (Kette und ich) oder Februar 1998 (Turmnachbau) für das Gericht habe herstellen lassen. Die abgebildete Person auf den Fotos bin ich selber. Alle Fotos wurden von meinem Vater Alfons erstellt. Wie tief die Wunden (zwei runde Verbrennungspunkte und horizontale Schürfwunde) waren, kann man auf einigen Fotos noch sehr gut sehen, obwohl die Wunden damals schon neun Monate alt waren und auch medizinisch behandelt wurden. Das Drei-Seiten-Diagramm wurde an Ostern 1998 von mir für das Gericht angefertigt. Der Originaltitel: "Psychogramm vom Opfer - Grafik über den Psychoterror und die seelische Grausamkeit während der Gefangenschaft".

Abkürzungen (in alphabetischer Reihenfolge) AVOR BAK DB DL / LF = Arbeitsvorbereitung (fürs Scannen von Treuhanddokumente) = Belegartenkatalog (Index zu jedem Treuhanddokument) = Drittbegünstigter (einer Stiftung) = Durchlaucht / Landesfürst Hans-Adam
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EB FL IT KKZ KYC LG LR LTV NGO’s OG OGH OT

= Erstbegünstigter (z.B. einer Stiftung) = Fürstentum Liechtenstein = EDV / IT Abteilung = Kriegskommandozentrale (in Vaduz) = (Englisch) Know Your Customer („Kenne Deine Kunden‚Profile) = Landgericht Vaduz = Landrichter = LGT Treuhand Vaduz (alte firmeninterne Abkürzung) = Nicht-Regierungs-Organisationen = Obergericht Vaduz = Oberster Gerichtshof Vaduz = Originaltext

OT Entfernt = Weggelassene Textstellen (siehe unter Hinweis) OZA-OZE RA SR STA StGB StPO UR VR WB ZB = Start Original-Kurzzitat = Ende Original-Kurzzitat = Rechtsanwalt / Rechtsanwälte = Stiftungsrat (einer Liechtensteiner Stiftung) = Staatsanwaltschaft / Staatsanwalt / Staatsanwältin = Strafprozessgesetzbuch = Strafprozessordnung = Untersuchungsrichter oder- richterin = Verwaltungsrat (bei Liechtensteiner Anstalten, AG’s) = Wirtschaftlicher Berechtigter (z.B. einer Stiftung) = Zweitbegünstigter (z.B. einer Stiftung)
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Kapitel 1

1997 - ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS

SWISSAIR Flug Nr. SR 143, von Buenos Aires nach Zürich, 30 Minuten seit Take-Off, C-Class, 1. Reihe rechts, Fensterplatz. Ein Mann sitzt zittern, schwitzend und mit sehr ängstlichen Augen unruhig auf dem ihm gerade neu zugewiesenen Platz. Nicht nur ist sein Verhalten äusserst verdächtig (Gott sei Dank waren dies noch die "Vor 9/11"Zeiten, sonst hätte er es gar nicht bis in das Flugzeug geschafft), nein, er hat auch noch seltsame, blutbesudelte, weisslich-gelbe Stofffetzen um seinen Hals und die beiden Handgelenke gewickelt. Seit dem Abflug hat er nicht aufgehört zu weinen. Sonst eher eine Plaudertante, konnte er praktisch fast nicht mehr sprechen. Es reichte aber aus, dem netten Steward in der Economyklasse, der sich Sorgen um ihn machte, zu erzählen, dass er vor Jahren selber 5 Jahre lang mal bei der SWISSAIR gearbeitet hatte und damit ein Flugzeug, diese Flugzeug irgendwie Heimat für ihn bedeutete. Damit er sich besser, vor allem in Ruhe erholen konnte offerierte der Steward ihm einen Sitz in der praktisch leeren Businessklasse bis zum Zwischenstopp in San Paulo. Klar erkennbar war es, dass der Passagier Furchtbares durchgemacht haben musste. Dieser Passagier war ich. Je weiter ich weg von Argentinien war, desto besser ging es mir und desto weniger glaubte ich, dass mir noch mehr Leid & Terror zugefügt werden konnte. Ich war sehr abgekämpft, leiblich und vor allem psychisch. Wie in Trance erlebte ich die Ankunft am Mittwoch, den 9. April 1997 morgens früh um 06.15 Uhr in einer sauberen, heilen Welt namens Airport Zürich. Auch der Gang durch die Passkontrolle, die Gepäckausgabe und der Zoll. Ich versuchte einige Leute telefonisch zu erreichen, um sie eindringlich zu bitten, mich am Flughafen abzuholen. Doch waren sie entweder schon bei der Arbeit oder einfach nicht erreichbar. Mit dem Zug fuhr ich dann via dem Zürcher Hauptbahnhof nach Sargans im Schweizer Rheintal und von dort mit dem Linienbus zur Haltestelle des Spital Vaduz, wo ich um 09.10 Uhr eintraf. Mit samt meinem Koffer und den Taschen schleppte ich mich ins Spital. Der untersuchende Arzt Dr. M. Moser verfasste folgenden Bericht: Datum: 10.04.1997 / Zeit 09.20 Uhr Diagnose / Behandlung Kieber Heinrich / 30.03.1965 / Meldina 312 / FL-9493 Mauren
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Angaben des Patienten: Der Pat. ist heute Morgen am Flughafen Kloten/ZH aus Argentinien angekommen. Laut Bericht hat er dort einen Freund besucht, den er in Spanien kennen gelernt hat. Der Freund habe ihm noch Geld geschuldet, deshalb wollt er dies in Argentinien eintreiben. Dort angekommen sei er jedoch eingesperrt und am rechten Bein angekettet worden. In Todesangst habe er mehrmals versucht, sich das Leben zu nehmen (siehe Bericht). Gegen Bezahlung eines Lösegeldes sei er schliesslich freigelassen worden. Die Wundversorgung sei durch einen Laien auf der Hazienda des Freundes vorgenommen worden. Beschreibung der Verletzungen: 1. Im Bereich des rechten Handgelenkes, volarseitig, in der mittleren Handgelenklinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde verheilt, es liegen drei Nähte in sito. Die Wunde ist zum Teil mit weisslichem Wundpuder verklebt. Im Bereich der Finger keinerlei Sensibilitätsstörungen oder motorische Ausfälle. 2. Im Bereich des linken Handgelenks, volarseitig, im Bereich der mittleren Handgelenkslinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde ist leicht entzündet, mit gelblichem Sekret bedeckt, drei in sito liegende Wundnähte, die aus Zahnseide oder irgendeinem, bei uns nicht verwendeten Material bestehen. Die Sensibilität im Bereich der Langfinger unauffällig. Der Daumen und der Daumenball jedoch deutlich mit herabgesetzter Sensibilität. Hier ist die Zweipunktdiskriminierung nicht möglich. Die Motorik der Langfinger ist ebenfalls nicht beeinträchtigt. Der Daumen kann operiert werden. Die Kraft der Oppositionsbewegung ist jedoch herabgesetzt (schmerzbedingt?). Das Spreizen der Finger ist unauffällig. Die Sensibilität im Bereich des Handrückens und der Handinnenfläche ist unauffällig. 3. Unterhalb der Fossa interjugularis findet sich eine 7 cm lange Wunde, rechts lateral davon eine oberflächliche ca. 3 cm lange Wunde. Die Wunden sind mit weisslichem Puder verklebt, es liegen einige Nähte in sito. Der Patient gibt an, bei seiner Verletzung sei die Wunde so tief gewesen, dass aus der Luftröhre Luft nach aussen entweichen konnte. Derzeit ist jedoch diesbezüglich keinerlei (Atmungs-) Beeinträchtigung festzustellen.
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4. An der linken Halsseite, am Vorderrand des Musculus dernoclaidum mastoideus im mittleren Drittel, eine ca. 3 cm klaffende Wunde. Die Wunde ist ebenfalls mit weisslichem Puder verklebt, eine Naht am Wundrand noch in der Haut vorhanden. Die Wunde befindet sich direkt oberhalb der Carotis!! 5. Im Bereich des rechten Unterschenkels lateral, dorsalseitig, drei etwa ein Zentimeter im Durchmesser messende Krusten. Ansonsten hier nichts zu sehen. Neurostatius: Der Patient ist grob neurologisch unauffällig. Er ist klar zu sich, seiner Person, zeitlich und örtlich orientiert. Keine Hinweise auf eine Psychose. Der Patient ist doch sehr agitiert, was auf den Schlafmangel und die Erlebnisse der vergangenen Tage zurückzuführen ist. Diagnose: Schnittwunde im Bereich beider Handgelenke volarseitig, unterhalb der Incisura interjuguleris, sowie im Bereich der linken Halsseite. Behandlung: Entfernen der Wundnähte, reinigen aller Wunden, Beta-isotoner-Verbände. Der Pat. ist Tetanusgeschützt. Eine Wundkontrolle ist am Samstag, den 12.04.1997, vorgesehen. Mit freundlichen Grüssen Dr. M. Moser , Assistenzarzt / rb (Anhang: 4 Fotos der Verletzungen) Nach der Arztuntersuchung, wobei auch Fotos von allen Verletzungen gemacht wurden, kamen die zwei Liechtensteiner Kriminalbeamten Hr. Büchel und Hr. Kindle zu mir ins Spital. Ich schilderte ihnen aufgeregt die Erlebnisse der letzten zwei Wochen. Je mehr ich ins Detail ging, umso so grösser wurden ihre Augen, ebenso wie ihr Entsetzen. Wir vereinbarten, dass ich am nächsten Tag zu ihnen (Kripo) kommen soll, um eine umfassende Anzeige auf Tonband zu machen. In einem Gästezimmer von Freunden in Vaduz konnte ich den bitter nötigen Schlaf – mit Hilfe von kleinen, ärztlich verordneten Pillen – für fast 24 Stunden lang nachholen. WAS IN ALLER WELT IST IN ARGENTINIEN PASSIERT? Am nächsten Morgen wurde ich von den Kripobeamten im Polizeigebäude empfangen und in ein Sitzungszimmer gesetzt. Dort wurde ich mit ausreichend leeren Tonbandkassetten versorgt und man bat mich meine Anzeige auf Band zu sprechen.
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Beginn Originaltext (OT) meiner Anzeige: Anm.: Ich bitte die Leser zu Berücksichtigen, dass ich zum Zeitpunkt meiner Aussage/Anzeige noch sehr stark unter dem Schock des gerade erlebten stand und meine gesprochenen Worte eins zu eins in die Niederschrift übernommen wurden. Daher die oftmals sehr langen Sätze, die wenigen unfertigen Sätze, Wort- oder Satzwiederholungen und verkehrte Satzaufbauten. Weitere Details, die ich zusätzlich zur Tonbandaussage in schriftlicher oder mündlicher Form bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft (STA) und dem Untersuchungsrichter (UR) gemacht habe, sind auch integriert im OT wiedergegeben. Guten Tag Heute ist der 11. April 1997 und ich bin hier in einem Sitzungszimmer der Landespolizei Liechtenstein um meine Aussage auf Band aufzunehmen. Diese Aussage soll gleichzeitig Dokument für mich und Anzeige gegen die Täter sein und ich werde in Hochdeutsch sprechen, was die Abschrift meiner Aussage erleichtern wird, und auch damit ich eine gewisse Distanz zu dem Geschehenen machen kann. Mein Name ist Kieber Heinrich, geb. 30.03.1965 in Mauren, Bürger von Mauren, z. Z. nicht angemeldet im Land, da ich mich Ende November letztes Jahr (1996) von Mauren wieder nach Australien abgemeldet hatte, wo ich auch ursprünglich hin wollte, aber noch ein paar persönliche Sachen und Angelegenheiten in Europa erledigen wollte, bevor ich wieder zurückgehe. Jetzt mache ich noch ein paar Angaben zu Namen der Personen, die involviert waren bei dieser Entführung und Geschehnissen, das wären: Ich selber natürlich, dann als Organisatoren die zwei Personen, der Spanier Mariano Marti-Ventosa Roqueta aus Barcelona und Herr Helmut Roegele und sein Frau Salud Hidalgo, beide aus Sant Pol de Mar, nördlich von Barcelona, Katalonien, Spanien. Ich werde später dann die genaue Abschrift und Daten, die ich zu diesen Personen habe, auf einem Blatt vermerken. Zur Vorgeschichte: Den besagten Mariano kenne ich seit ursprünglich 1981, weil er der Freund von einer Deutschen war, die Helga heisst und mit deren Tochter Ruth besuchte ich damals in die Schweizerschule in Barcelona. Aber erst 1992/1993, um die Jahreswende, als ich zufällig das erste Mal aus Australien zurück war, um in Bern auf der australischen Botschaft meine Niederlassungspapiere zu
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regeln, erfuhr ich, dass Mariano und seine Freundin Helga in Zürich waren wegen irgendeinem komischen Geschäft, das sie da hatten, und da habe ich sie natürlich besucht, weil ich sowieso 2 bis 3 Monate warten musste bis meine Papiere für Australien geregelt waren, im Zuge dieses Wiedersehens hat mich Mariano dazu überredet, dass ich ihm einen Kredit von ca. CHF 240'000.-gewähre, den er mir zu 12 % verzinsen wollte; was ich auch gemacht habe, weil ich wusste, Mariano hat Gutsbesitz in Spanien und ein riesiges Boot und das Übliche halt, was man sich als geistige Absicherung nimmt. Ich habe natürlich auch ein Dokument über diese Schuld, das er mir gegeben hatte. Ich ging dann ungefähr im März 1993 nach Australien zurück und wartete seit damals auf die Rückzahlung dieses Darlehens. Ich hatte viel Briefkontakt mit Mariano, hin und zurück von Australien, auch von Neuseeland aus und er versprach mir immer, dass er zahlen wird, im Moment aber kein Geld hatte: "Liquiditätsprobleme", dies und das und jenes und ich habe natürlich nur geduldig gewartet. Ich habe nie gross gedrückt, denn ich wusste, dass er fast alle seine Besitztümer im Namen seiner Frau oder Söhne hatte, wie es in Spanien üblich ist, damit die Steuerbehörden oder andere Kreditoren nichts wegnehmen können. Also, wenn ich Druck gemacht hätte, dann hätte ich sicher NIE etwas erhalten. Ich kam dann Mitte 1995 das erste Mal wieder nach Europa, nach Spanien zurück, weil ich mich um meine Schuld, also um die Schuld, die er gegenüber mir hat, kümmern wollte, und ich wurde dann vertröstet, ja, vielleicht in diesem Jahr (1995) oder eben im nächsten Jahr bekäme ich mein Guthaben sicher zurück. Ich blieb dann ein Weilchen in Spanien, habe auf seinem Boot gewohnt, das ich übrigens zeitweise, das heisst vom September 1995 bis Ende September 1996 sogar als Garantie vollständig besass, aber nur Ärger mit ihm und dem Boot hatte. Mit der Zeit merkte ich, dass Mariano nicht fähig war, mir die Schuld zurückzuzahlen, ohne dass er irgendwo eine Hypothek aufnimmt oder was immer er herbeizaubert. Zu Herrn Helmut Roegele ist zu sagen, dass ich den auch schon länger kenne und dass wir im letzten Jahr ein Immobiliengeschäft gemacht haben, womit er nachher nicht zufrieden war und eine erfolglose Anzeige in Spanien gegen mich erstattet hatte, die auch zu einer Aussage seinerseits führte und dann aber stillgelegt
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März. Ich soll doch bitte rüberkommen und dort könnte ich es auch kriegen. die er gegenüber mir hat. dass er alles bezahlen werde und 14 . den er mir gegeben hat. das ist halt im Leben. Dort. dass ich in der 3. seine Farm besuchen und dann bei derselben Bank. weil er gewisse Änderungen auf der Farm vornehmen wolle und die Kreditsumme um seine Schuld gegenüber mir erhöht hatte. dass man nicht alles haben kann. von der er mir früher viel erzählt hat. Ein Flug Zürich-Frankfurt-Buenos Aires direkt. was ich machen würde. dass er am 1. mit Rückflug Buenos Aires-FrankfurtZürich am 21. dass er mir jetzt seine Schuld zurückbezahlen könnte und zwar hätte er auf seiner Hazienda (also Farm) in Argentinien einen Hypothekarkredit beantragt. 25. wo auch seine drei Söhne mit deren Frauen und Kinder auf der Farm wohnen. in die Ferien. wo er mir hoch und heilig schreibt. so habe ich mir gedacht. ich ging einfach für einen Monat. damit er mich bezahlen kann. es soll dann ja noch warm sein. nicht viel darüber erzählt. mit Zinseszinsen und Kosten. trotzdem aber wollte ich Argentinien und seine Farm kennen lernen. Ich hätte aber die Möglichkeit für eine Gebühr den Rückflug auf ein anderes Datum zu ändern. so im letzten Fax. Woche März tatsächlich ein Ticket am Flughafen Zürich mit der Lufthansa für ca. das sagte er mir im Februar so.h. dann kann ich auch nichts machen. Wie ich dann meine Tasche gerichtet habe mit Kleider dementsprechend für Herbstwetter. d. Ich habe meinen Freunden oder Familie. April die Unterschrift bei der Bank in Argentinien tätigen würde und ich doch ganz gerne rüberkommen könnte. für den Dienstag. So kam es. wenn er nicht zahlt. seit ich ihm das Darlehen gegeben habe und ich eigentlich nicht mehr geglaubt habe. dass es noch was kommen wird. Am Anfang dieses Jahres als Mariano mir erzählt hat. Helmut Roegele (wie auch Mariano Marti-Ventosa Roqueta) hatte akute flüssige Geldsorgen und Helmut musste dringend eine seiner Wohnungen um jeden Preis verkaufen. CHF 1500. April 1997 fest gebucht. obwohl über 4 Jahre verstrichen sind. meiner Mutter. die den Kredit auszahlt auch ein Konto eröffnen könnte und er mir die Schuld. überweisen würde. und wenn er zahlt dann ist gut. weil es Aussage gegen Aussage war.wurde. April.gekauft habe. Ich hab mich darüber zwar gefreut. am 1. wollte ich ihn besuchen.

Die Zylinderkopfdichtung war angeblich geplatzt und es kam Wasser heraus. bevor es dunkel wurde. dass Mariano und seine Frau gerade zur Tür hinausgegangen sind. —) mitgenommen. März kam ich um 07. Also sind wir am Abend. ich fahre gerne mit dir mit dem Auto runter. ja fast keine Haare mehr. Ich habe meine Ausweispapiere und dummerweise auch noch mein Reisegeld. mich abholen. damit ich die Landschaft ein wenig sehen kann und er müsste nicht alleine fahren. dass er eine Überraschung für mich habe. (ungefähr CHF 8000. Ich aber sagte zu Mariano. eigentlich nur vom Hoteleingang aus und am Abend kam dann Mariano. wie üblich ganz gut gelaunt und hektisch und erzählte mir von dem Problem mit seinem alten Mercedes Coupe.wie er mir am Telefon vorher gesagt hatte . der kaputt war. Mariano sprach auch von einem Empfang für mich wie für einen "König" und er sagte auch. dass ich diese Nacht von Mittwoch auf Donnerstag doch in Buenos Aires im 2-Bett-Hotelzimmer blieb. dem Mittwoch. weiterfliege oder weiterfahre nach Bahia Blanca. die Mutter seiner Kinder.ich mir keine Sorgen machen solle und so weiter und so fort. die nicht zu teuer war für ihn und die fanden wir auch. Geburtstag. weil ich wusste. Mariano ist dort . Warum sollte ich jetzt mit dem Flugzeug fliegen? Ich hatte ja Zeit. das er nach Argentinien mitgebracht hatte. angeblich am selben Tag nach Spanien fliegen würde. so glaube ich. Ich habe dann den ganzen Tag gewartet und schaute mir Buenos Aires ein wenig an. Am Dienstag war Abflug und am Mittwoch vor Ostern . mein 32. daran. der mit leicht rötlichen Haaren. wobei ich darauf tendierte. — in Schweizerfranken und US$ 1‘500. erste Frau. noch in Buenos Aires herumgefahren um eine anständige Werkstatt zu finden.30 Uhr früh Lokalzeit in Buenos Aires an. Ich bin im Hotel angekommen und mir wurde vom Türsteher mitgeteilt. das ich Bar auf mir hatte. dass ich schon an jenem Tag. fuhr in das Hotel SALLES in Buenos Aires. ich musste ja nicht pressieren um auf die Farm zu kommen und so kam es. 500 km südlich von Buenos Aires und dort würde sein Sohn Marco. ein blauer SLC-Type mit Argentinischem KFZ-Nr. der am kommenden Sonntag stattfand.weil seine nicht-geschiedene. Carmen. den 26. 15 . Mariano wollte eigentlich. Das liegt eine Stunde Flugzeit. dass es sich um meinen Geburtstag handeln sollte.

Er wollte unbedingt. als die Söhne nach Argentinien ausgewandert sind. er bezahlte es mit seiner goldenen Kreditkarte von der Banco Santander oder Banco Atlantico. er werde mich in allen Ehren empfangen und ich solle dann warten. beide aus Spanien. Ich hatte noch einen Adressenaustausch mit einer Nachbarin.für ungefähr US$ 68. Marco. einen grossen amerikanischen braunen Ford..ohne Name .30 Uhr oder sogar erst 21.-. gebucht hatte.15 ab dem Inlandsflughafen in Buenos Aires. da ich ja nichts vermutete. Der kleine Wagen stand draussen auf dem Flughafenparkplatz: wir haben meine grosse. Am Donnerstag assen wir zusammen Frühstück und Mittagessen und waren damit beschäftigt in die verschiedenen Garagen zu fahren um sein Auto reparieren zu lassen. Während der Gepäckausgabe kam schon der Sohn von Mariano. blaue Reisetasche hinten hinein 16 .welches Marino schon die Tage vorher belegt bzw. Er fuhr mich dorthin. um 19. Marco. kaufte das Ticket . weiche. das sie auch aus Spanien als Haushaltsgut mitgebracht haben. den anderen Sohn.im Nachhinein weiss ich jetzt natürlich schon weshalb ich am Abend fliege sollte . Mariano käme dann in den nächsten Tagen runter. sondern einen Fiat 600 oder Seat 600. sogar mit noch den alten Kennzeichen aus Barcelona. sobald das Auto fertig repariert sei. entgegen dem was Mariano mir gesagt hatte. er würde mir sogar das Ticket für den Flug von Buenos Aires nach Bahia Blanca bezahlen. „Marco‚ fuhr nicht den Bronco. Mit meinem mitgenommenen Gepäck kam ich dann abends um 20. Er hat sich verabschiedet und hat gesagt sein Sohn.10 Uhr oder 19. weil er sonst nie Leute so einlädt oder nie etwas ausgibt in diesem Stil. den es gibt. die neben mir im Flugzeug sass. Am Nachmittag hat er wieder gesagt. Ich habe dann. Das Auto.00 Uhr in Bahia Blanca zum ersten Mal in meinem Leben an.und der Abflug war. Ich hatte kurze blaue Hosen (Jeans-Shorts) und ein T-Shirt mit kurzen Ärmeln an. dieser leicht Rothaarige. obwohl er sich als Mario ausgab. er ist ungefähr gleich alt wie ich. das Ticket akzeptiert und wir haben nachgeforscht wann ein Flug ist. dass ich am Abend fliege . was ich ungewöhnlich fand. aber im nachhinein wusste ich ja. so glaube ich. Ich musste also kein eigenes Zimmer buchen oder im Hotel einchecken. dass er Marco war.

Marco sprang aus dem Auto. dass er noch eine Türe schliessen müsse. sagte mir Marco. Gesteins. Als wir dann endlich – es war schon stockdunkel . Ich konnte mir natürlich die Schilder. Wir fuhren also von dem Parkplatz beim Flughafen in Bahia Blanca weg. sagte Marco. etc. Das Wagenlicht war aus. also nicht geteert.abfuhren . im Nachhinein ist es natürlich komisch. Irgendwann fuhren wir rechts von der geteerten Strasse weg auf einen breiten weissen Sand-. 90 bis 100 km lang ist. Ich nahm auf dem Beifahrersitz Platz und geplant war. Ich bin aber nicht sicher. Auf den letzten Metern bevor wir mit dem Auto anhielten. wo niemand oder fremde Menschen weit und breit sind. Bevor das Wagenlicht ausging. weil ich auch nichts dergleichen erwartet habe. nichts ahnend und dann ging es los: 17 . ob dies ein Schopf war. Die Farm heisst "Estanzia San Francisco" und der Haupteingang der Farm sollte eigentlich über die Strasse "Camino de la Ermita" erreicht werden. dass es ein kürzerer Weg wäre. die Strecke. die ich gesehen habe. Ich habe mich nicht darüber gewundert. Die Fahrerwagentür blieb offen. bevor wir zum Haupthaus fahren. also eine kleine Halle oder ein kleines Gebäude. von Bahia Blanca Richtung Saavedra und dann zur Farm. Der Motor wurde abgestellt. Wir fuhren die letzten 150 Meter auf Gras und im Wagenscheinwerferlicht konnte ich dann einen runden Turm erkennen.gestopft und meine Anzugtasche. wo doch sonst alles immer offen gelassen wird. ich glaubte es neben einem Schopf. wo auch meine Dokumente und mein Geld und alles drin war. Baracke zu sehen. an dem wir links davor anhielten. was nachher geschehen ist. dass auf einer so grossen Farm. sogar ein Stück über eine Wiese und während dieser gut dreiviertel bis 1 Stunde Fahrt redeten wir über das Leben auf der Farm etc. irgendeine Türe geschlossen werden muss. schon auf dem Farmgrundstück. die ca. nicht alle merken.oder Geröllweg. konnte ich noch weiter vorne rechts ein anderes Auto parkiert erkennen. ich sass im Auto. auf den hinteren Sitz geworfen. gleich in Angriff zu nehmen. die ungefähr 15 km von dem Dorf Saavedra entfernt liegt. wenn wir den hinteren Teil der Farm anfahren und nicht den Umweg über das Dorf Saavedra machen und dann von dort auf die normale Zufahrtsstrasse Richtung Haupteingang der Farm fahren würden.

Ich wurde dann bäuchlings auf eine Matte oder Bett geworfen. also 90 Grad horizontal herausragte. Ich konnte trotzdem noch auf den Boden runter schauen und wurde zuerst über Gras und dann über Beton in einen Raum geschleppt und gezogen. wobei der Zement ziemlich dick zwischen den Natursteinrillen aufgetragen wurde. die Beifahrertür aufrissen.Auf einmal kam von hinten ein maskierter Mann mit einer Pistole in der Hand zum Fahrersitz. der drückt noch ab und ich bin tot. Ich konnte einem von den Dreien einen Fausthieb verpassen. weil ich dachte. blutrünstig auf sofort hinauszugehen. wobei. Ich habe sie angefleht. Ich natürlich. wegzudrücken. Ich wusste nicht. wie vermutlich jeder der so was nicht erwartet hat. eher kleinen Stücken. die auf mich gerichtet war. Aber das hat mir nicht viel geholfen. setzte sich und forderte mich. worin man Getreide abfüllt. habe im Schock reflexartig den Pistolenlauf mit meiner Hand umschlossen und versucht die Pistole. war das nicht so einfach. Einer von denen hatte eine deutlich erkennbare Maschinenpistole. wobei das Magazin seitlich. Sie zerrten mich brutal aus dem Wagen und da ich ja ziemlich kräftig gebaut bin. Dadurch gab es eine triefe Schramme. lag. da passiert noch was. wo dann auch das Blut zu fliessen begann. konnte ich auf der linken Seite einen Elektroschweissapparat erkennen. Der Raum war bestückt mit Naturstein in verschiedenartigsten Formen. wie ich später sah. die man bei solcher Apparatur verwendet. die in Zement rundherum eingelegt waren. warum das 18 . Beim Eintritt in diesen Raum. ich wusste. und nicht wie normal von unten eingesteckt war. dass es ein solcher Apparat ist. sie natürlich schlugen zurück. Sie stülpten mir einen weiss-gelblichen Sack über den Kopf. die Hände wurden mir hinten mit einer dicken Schnur fest übereinander zusammengebunden und zwei oder eineinhalb der drei Personen setzte sich dann auf mich und ich habe gezittert wie Laub im Herbst und um mein Leben gebeten. mich nicht umzubringen. wo das Licht brannte. eine Art Skimütze. wobei dann meine Brille über dem Nasenbein zu Bruch ging und ich die Brille verlor. weil obendrauf die Gesichtsschutzmaske. eine alte. es sich um einen Getreidesack oder ähnliches handelt. weil dann zwei andere Männer mit Maskierung. mit der Pistole auf mich gerichtet.

Ich spürte auch wie sie eine zusammengefaltete Decke auf meine Beine legten. dass ich eigentlich die ersten Sekunden dachte. damit sie mich nicht umbringen. wurde mir der Sack vom Kopf weggenommen und sie tupften das Blut in meinem Gesicht mit einem schmutzigen Lappen weg und ich glaube. weil der Turm nicht weit weg vom Hauptwohnhaus der Farm liegt und sie vermeiden wollten. warum sie mir überhaupt einen Knäuel gegeben haben. Der weisse Sack über meinem Knopf hatte sich rot verfärbt und da haben sie sehr wahrscheinlich gedacht. also Textilstoffteile auf mein rechtes Bein. sondern es war Blut aus einer Wunde ausserhalb des Nasenflügel. die so ein Elektroschweissapparat abgibt. es war nicht Blut aus der Nase. dass ich anfange zu schreien und das es jemand von den Angestellten oder den Leuten. Während mir Tücher. die dadurch entstanden war. Opfer anderer Verbrecher wurden.alles geschehen sollte. gelegt wurden. der Sohn von Mariano. als die Brille beim Wegschlagen zerbrochen wurde und dadurch einen Schnitt in das Fleisch gemacht hatte. damit ich vermutlich nicht schreien konnte oder so. das ja frei war. Mir wurde dann der rechte Schuh. die Funken. Es war dann aber so. hatten doch zwei Stellen an meinem unteren Schenkel an der Wade verbrannt.und Unterbein gelegt hatten. Währenddessen haben sie mir auch den Knäuel wieder aus dem Mund genommen. Sie hoben meinen Kopf und unterlegten ihn mit einem Kissen. abgezogen. dass mir ein Eisenstück an mein rechtes Bein oberhalb der Ferse angeschweisst wurde und obwohl sie mir schützende Tücher auf mein Ober. Ich zitterte und nachdem sie ihre Schweissarbeit erledigt hatten. überfielen. dass wir. da ich sonst eventuell nicht atmen konnte. hören könnten. weil ich ja kurze Hosen an hatte. und ich. den sie mir vor dem Haus in den Mund gestopft hatten. d. die die Farm oder wem immer das Gebäude gehörte. Heute weiss ich. Marke Timberland. „Marco‚. samt dem Socken. sie müssten mir dem den Knäuel.h. wieder wegnehmen. hörte ich wie der Elektroschweissapparat in Betrieb gesetzt wurde. die man heute noch sehr gut erkennen kann. die dort auf der Farm wohnten. Ich dachte an grausame Folter oder so und hab nur um mein Leben gefleht. darum möchte ich hier auch noch hinzufügen. da die Nase stark blutete. Es wurde kein Wort gesprochen während der 19 .

Mario gerufen. anstelle weiter oben. das ich an der Anzugstasche befestigt hatte.: Alle Zeichnungen wurden für das Landgericht Vaduz angefertigt. es war das Endstück eines Rohres mit einem Gewinde daran. Das Eisenstück war nicht rundherum geschlossen. dass es sich ja um Mario handelte. vermutlich vorher schon. Es war ein Stück von einem Rohr. mein Münzportemonnaie . bevor sie gegangen sind. ich nehme an. Ich zitterte noch lange und hatte Angst und dachte nur warum. 20 . Eine braune. die an der Wand eingelassen war. obwohl es ja der Marco war und nicht der Mario. weil ich nicht wusste. Ich drehte mich nach einer Weile um und habe den Raum liegend angeschaut. Anm. traute ich mich nicht umzudrehen. Obwohl die Verbrecher schon ein Weilchen den Raum verlassen hatten und ich ja auf dem Bauch lag. habe ich gespürt wie sie meine Hosentaschen leerten. schwere Stahlkette. warum. wo die Dokumente drin waren. ein Riesenlärm und das Licht brannte noch. weil sie ja maskiert waren. und dann ein weiteres Gliedstück auf die zwei Gliedstücke darauf geschweisst und an diesem dritten Gliedstück hängte dann eine zwei bis drei Meter lange. dort wo zwei Gliedstücke. also Rillen für ein Gewinde. der zum Schloss gehört. warum. der um mein Bein war. ob noch jemand im Raum ist. ich habe nur zwei Mal den Namen Mario.und auch einen kleinen goldfarbenen Schlüssel. ein Stoffstück unterlegt und auf meine Haut darunter ein schwarzes Gummistück und dann die kalte Kette. Es wurde eine schwere Kette an mein Bein geschweisst und unter dem Ring. die ich nicht erkennen konnte. sondern war 2 bis 3 cm offen. mit Gesicht zur Wand.— in kleinen Noten hatte. je eins links und rechts auf den Ring geschweisst wurden. wo ich ungefähr US$ 180. der das alles gemacht hat mit seinen Gehilfen. in der Annahme. schwere Metalltür wurde zugeschlagen. In Zeichnung auf der nächsten Seite und der Zeichnung auf Seite 42 hat die Zeichnerin aus praktischen Gründen den in meiner Aussage beschriebenen Kasten mit dem Stromzähler und der Steckdose (für das Elektroschweissgerät) weiter unten an die Wand skizziert. Erst nach weiteren zwei Stunden getraute ich mich aufzustehen und musste Folgendes feststellen.ganzen Angelegenheit. wo es an die Turmwand angeschraubt war. Ja.

21 .

h. Neben meinem Feldbett an der Wand war ein Fenster in der Grösse eines normalen Fensters mit zwei Flügelfenstern zum Öffnen. Sonst war alles weiss in diesem runden Raum und in diesen zwei Nebenräumen. der das gekochte Wasser. Rechts davon ist eine Dusche in die Wand eingelassen. sehen. weil sonst das Stück umkippen würde. rechteckiges Herstellerkennzeichen erkennen. dass es mit flüssigem Klebstoff schon mehrmals repariert worden. eine schwarze Plastiknylonschnur. Am Kopfende des Bettes war ein alter Ofen ohne Türchen für die zwei Stellen. das man mit der Tür schliessen konnte und das vierte Bein war gebrochen. Es war alles ziemlich schmutzig. oberhalb der Wasserbehälter für das WC. Weiter nach rechts schwingend im runden Kreis sieht man dann einen Durchgang ohne Türe. wie so ein Mini-Mini-Sekretär mit einem Fach. wo links ein schmutziges WC mit einem losen. dieser Durchgang führt zu einem kleinen Gang. schwarzem WC-Deckel war. Vor allem das Abflussrohr. Oberhalb des Ofens ist ein ca. 50 Liter grosser. 22 . wenn man darauf etwas schreiben oder essen wollte. die herunter hing und am Ende 2 bis 3 Knoten hatte. also links und rechts. d. weil es am Wassersystem angeschlossen ist damit man Heisswasser produzieren kann und gleichzeitig kochen kann. nicht angeschraubten. Vorbei an diesem Waschbecken konnte ich in einen Raum. das sich zur Hälfte im Raum befand und zur anderen Hälfte in der Wand verschwand und unten wieder heraus kam. sehr feucht und kalt und wenn man bei der Türe hinein kommt war links mein Feldbett. sodass man es entweder an die Wand oder an den Ofen anlehnen musste. silberner Wasserbehälter. dann auffangen sollte. Neben dem schmutzigen. wo links ein Waschbecken eingemauert ist mit Sims und unter dem Sims an der Aussenwand des Waschbecken konnte ich ein verschobenes.Den Raum beschreibe ich wie folgt: Es ist ein runder Raum. es ist ein Wasserturm. Die Wasserspülbetätigung war eine Schnur. schwarzen Ofen stand ein kleines Möbelstück. die Wand und der Boden braun angemalt. die Duschvorrichtung kam aus der Wand heraus und dort wo sich der Wasserstrahl verbreiten kann. wurde die Wand und der Boden im 90 Grad Winkel. wo man Holz hinein gibt und es ist ein so genannter Wasserofen.

an die Wand geschraubt ein Spiegelschrank mit einem kleinen Abstellfach darunter.Gegenüber der Dusche war ein Spülbecken mit je Kalt. Draussen am Fenster war noch ein Metallgitter. Nachdem ich alles inspiziert hatte und feststellen musste. Ich hatte riesige Angst und betete und eigentlich war mir nicht kalt. Und darüber. Ich konnte nur schräg hoch in den Himmel durch einen Schlitz schauen und sonst sah ich nichts von diesen zwei kleinen Fenstern. Das Wasser funktionierte nicht. obwohl ich in kurzen Hosen war und im kurzen Hemd. damit ich vom Bett bis zum WC gehen konnte.und Warmwasserhähnen separat angebracht. damit man nicht herausschauen kann oder andere Leute nicht hinein schauen konnten. dass die Kette fest in der Wand eingemauert war. ich vermutete auch. im so genannten „Badezimmer‚. und an dem Fenster vor dem grossen Waschbecken und dem kleinen Fenster im Badezimmer wurden von aussen an die Gitterroste Wellbleche. die an der Wand war. ausserhalb dieses Fensters war ein Lattenrost. Es war alles sehr schmutzig und dreckig. nur bei ungefähr die Grösse eines A4-Blattes im Lattenrost konnte man die Latten verstellen und man konnte dann etwas hinausschauen. ein Ausbruchgitter. ein Fenster. Im WC war nur eine Füllung im Tank der WC-Spülung vorhanden. wie schon beschrieben. Es war also unmöglich dort auch hinauszugelangen. Der Wasserablauf der Dusche ist ohne Gitter im Boden und rechteckig. Die Eisenkette wurde so angelegt. erst frisch 23 . oberhalb meines Bettes. zwischen dem Badezimmer und dem Hauptraum war mit zwei Kippfenstern versehen. dass die Kettenvorrichtung. viel kleiner als das im Zimmer wo ich schlief. der geschlossen war. die man zum Dachbauen nimmt. ein hellblaues Handtuch und eine neue Seife in der Seifenschale. Das Fenster im Gang. dass es genau reichte. das aber sicher schon vorher dort war. in meinem Raum. Es war ein Lattenrost aus braunem Metall und war zu. trotzdem waren auf der rechten Seite des Waschbeckens. alles sehr dreckig. weder für das erste noch das zweite Waschbecken oder die Dusche oder das WC. zugeschnittene Wellbleche mittels Draht befestigt. Es gab drei Fenster. es gab kein Wasser. als man den Turm baute.

An vielen Stellen konnte man sehen. darum gab es überall Stellen mit diesen Abzeichnungen mit ehemals vorhanden Regalen. weil es weiss gestrichen war und auch die ersten Kettenglieder von der Wand mit weisser Farbe überzogen waren. alles aus Beton. dass Regale und Aufhängevorrichtungen. die in diesem Raum offenbar früher vorhanden waren. der übrigens auch auf der gegenüberliegenden Seite meines Bettes eine Rundtreppe in den oberen Stock hatte. Schränken und anderem Zeug. wo man die Hand drauflegt.gemacht wurde. 24 . womit ich einen Wächter oder wen auch immer erschlagen konnte oder verletzen würde. die ich regungslos auf dem Kissen lag. dass man überall im runden Raum. weil man die alte Farbe darunter sah und auch die riesengrossen Löcher von Schrauben mit Dübeln. dass ich nichts wegnehmen konnte. Ich muss auch sagen. und legte mich schlafen. die weiss gemalt war und das Geländer. weggeschraubt wurden. das einen riesengrossen Blutfleck vorwies von den Stunden. Vermutlich wollten sie. ist braun gemalt. Ich legte mich dann ins Bett auf mein Kissen.

25 .

auf mein Kissen und zwar auf den Blutfleck auf dem Kissen. vermummt. als würden 50 Schlösser daran sein. das Zeitgefühl ging mir auch weg. 26 . dass er den Blutflecken meinte und ich sagte dass es das Blut von gestern Abend war. und ein Geknalle und sehr laute Geräusche. der mir neu erschien. Mit einem Tritt. auf mich gerichtet vor der Tür standen. weil mir meine Uhr auch weggenommen wurde. Den ganzen Tag habe ich kein Essen erhalten. es war ein Diesel. Einer kommt auf mich zu und deutet mit dem Revolverlauf oder Pistolenlauf. ich solle mein Kopf unter das Kissen begeben und mit den Oberarmen und Händen von aussen das Kissen an meinen Kopf drücken damit ich nicht sehe wer kommt oder was sie tun.Freitag vor Ostern. die leicht gebückt wie beim Skifahren mit gespreizten Beinen und einer Pistole. die mir alt erschien und einem Revolver. Ich lag noch auf dem Bett und bekam Herzflattern. Er deutete ohne Worte an. Ich lag seitlich gekauert auf dem Bett und von draussen hörte ich laut Schlösser öffnen. sodass ich mehr erschrak: ich sah zwei Männer. mittags hörte ich ein Auto. vermutlich wurde die Türe immer so aufgeknallt. jedoch so ca. ein silberner mit einem langem Lauf. Ich vermutete. in dem Fall.

innerhalb dieser 3 kleinen Raumebenen. dass ich. warum nur? Sie haben mir am Freitag nichts zu essen gegeben. Ich weinte und weinte und weinte. Riesenlärm. weil ich meine Fenster offen hatte.Ich tat es und spürte den Revolverlauf auf meinem Kopf. als es ein wenig hell wurde. Wenn man in einer solchen Situation ist und lange Zeit zum Denken hat. Samstag früh bekam ich wieder Besuch. Wenn der Wind ein wenig kam. dann kommt automatisch der Fluchtgedanke. ich schätze so um 22. Ich hatte Angst und zitterte andauernd. was dann zu einem kürzeren Radius meiner Bewegungsmöglichkeit führte. dann setzte sich die Wasserpumpe in Bewegung. aber ich hatte sowieso keinen Hunger. oder wenn ich ausschlagen würde. Die Männer gingen und dies nicht ohne dass sie die Tür mit einem Riesenschwung zuknallten. meistens ein Diesel. dass es unmöglich sein wird durch diese Fenster ohne Werkzeuge oder andere Hilfsmittel zu entkommen. dass es eine Windwassermühle sein musste. Ich konnte mehr oder weniger schlafen in der Nacht von Freitag auf Samstag. die Fenster nochmals inspiriert und festgestellt. Beim Laufen. das spürte ich. Ich habe dann. falls ich versuchen sollte zu fliehen oder sonst was machen würde. Waffen. Die verfluchte Kette war aber nicht so leicht loszukriegen. hat sich dauernd die Kette verdreht. sie brachten mir meine Brille. Es wurde dann von einem der Männer in Spanisch gesagt. Ich glaube auch. dann die Türschlösser geöffnet. ob ich nicht was gemacht habe. der sich wie immer in den folgenden Besuchen so abspielte. an jenem Freitag. bekam ich wieder Besuch. sie mich ohne Skrupel umbringen würden. Sie kontrollierten die Kette und hoben mein Bein und rüttelten daran. Ich weinte oft und betete wieder und fragte mich warum. Ich hörte meistens ein Auto heranfahren. dann ein Schlag an die Türe. sie kontrollierten das andere Ende der Kette um zu schauen. wenn man es so nennen kann. Ich musste dann immer öfters im Tag mich nach links um meine eigene Achse drehen damit sich die Kette wieder entwindet. was für mich bedeutete. was mich noch mehr ängstlich machte. die sie mit Schnellklebstoff zusammengeflickt hatten und Schreibpapier 27 . Am selben Tag. kein Wort zu mir und dann gingen sie wieder. Kontrolle der Kette.00 Uhr abends.

Es kam wieder zu Morddrohungen von einem der Bewacher auf spanisch und wieder mit den Angaben. die dort eingegeben war. sie seien ein wenig human.s. 13 als Abwechslung zu lesen und musste an die Story der Entführung des Hamburgers Industriellen Reemtsma denken und es gab auch sonst in diesem SPIEGEL einige Seiten. Es kam dann so.mit Schreiber und die zwei Nachrichtenmagazine. 28 .w. da ich doch dachte.B. den dieser Mann in der Hand hielt. das eine war der SPIEGEL Nr. 13 von einer Telefongesellschaft. wo ich mich befand. dass ich mehr oder weniger beruhigt war. da sie ja mir was zum Lesen brachten und auch Früchte und altes Brot bei diesem Besuch am Morgen. aufzuräumen. mit einem abgebildeten Mobiltelefon und eine Nummer im Display : die Nummer. Dann gab es noch eine Werbung im SPIEGEL Nr. war. den hätte ich gerne gehabt um den Saustall. die ich mir in Frankfurt am Flughafen gekauft hatte. gab es eine Werbung einer Autofirma mit einem Besenfresserzitat und der Besen. die mich sehr traurig stimmten wie z. ich soll ja nicht versuchen zu fliehen. die auch 01 865 u. einer Mobiltelefonfirma. weil ich sonst tot bin. die fing mit 01 80 an und die war eigentlich nur 3 bis 4 Nummern anders als die Nummer meines besten Freundes in Zürich. 13 von diesem Jahr und die rosarotfarbene Financial Times. Ich versuchte dann den SPIEGEL Nr.

also dieser kleine Lattenrost vom Hauptfenster. falls ich dummes Zeug vorhatte. Der Preis pro Minute war dort in der Anzeige 69 Pfennig. dass die Financial Times in solchen Situationen nicht das geeignete Lesemittel ist über Geld und Kurse nachzulesen. Die Hände konnte ich ein wenig waschen indem ein paar kl. vor allem am nächsten Tag.B. aber auf Faxpapier gedruckt war. Ich schrieb ihm. den ich verschieben konnte und sah ein paar Bäume vor mir und rechts davor einen künstlich aufgehäuften Erdhügel in dieser Waldlichtung und weiter weg sah ich dann die gelbe Wiese mit ein paar Kühen. Ich schrieb warum. wie sich Leute. von Europa. wofür. an 29 . auch in diesem Raum. Ich hatte einen weissen Plaststuhl. Es sollte so aussehen. dass ich Angaben machen soll über meine Geschäfte oder vor allem über mein Vermögen. ob er sich nicht schäme mich als Freund dort so zu haben. wie viel und was das alles bedeuten soll. aus welchen Gründen auch immer. Die Zeitung habe ich dann nur als Tischdecke für das schmutzigen kleinen Möbelstücklein verwendet. Es wurde mir eine Notiz hinterlegt. Am Nachmittag desselben Tages bekam ich wieder Besuch. Ich bat ihn dringend. einer der über Selbstverletzungen geschrieben war. Später musste ich auf das WC und spülte das WC. Ich öffnete das kleine Look-Out wie man auf Englisch sagt. das ich besass. die mit Schreibmaschine geschrieben worden war. Darauf stand auf Spanisch. Zu jenem Zeitpunkt schrieb ich noch normal mit dem mir verteilten Papier und Kugelschreiber an Mariano. sie haben es mit dem Faxgerät des Hauses kopiert. Ich nehme an.was hätte ich bloss gegeben damit ich ihn anrufen könnte. ich habe mir gedacht. Tropfen aus der Wasseranlage kamen. so wie man sie für Gartenstühle verwendet. ich hätte ihn so gerne jetzt angerufen. mich zu besuchen damit wir darüber reden könnten. Ich habe alles über die Tage verteilt gelesen ausser ein paar Artikel: z. Selbstverletzungen am eigenen Fleisch zutun. Wie befohlen verdeckte ich mein Gesicht damit ich nichts sehen konnte und wie üblich wurde mir die Pistole auf den Kopf oder auf die Brust gedrückt. den habe ich noch vergessen zu beschreiben. auch wenn die Minute 690 Mark kosten würde. als wäre dieses ein Fax von Übersee gewesen. Es ist auch zu sagen. Ich sass auf dem weissen Plastikstuhl.

Sonntag.. damit ein Ecken des Briefes noch in meinem Raum lag und ich so sehen konnte. schlief ich im Bett mit den zwei Decken ein. wohin ich dann rennen sollte. mein 32. März. Ich hätte ja in die falsche Richtung rennen können 30 . habe ich unter der Türe so durchgesteckt. wann und ob er weggenommen wurde. Ich hoffte auf eine ruhige Nacht. aber wie konnte ich flüchten. Müde und mit der schweren Eisenkette an meinem rechten Bein. Ich war traurig für mich selber. Den Brief den ich an Mariano geschrieben habe. weil ich keine Besuche mehr erwartete und dadurch für mich selber alleine sein konnte. also ist es sehr schwierig. Geburtstag. Falls ich je aus diesem Turm raus kommen sollte. 30. zu kommen. Ich wachte früh auf und dachte an Flucht.meinem Geburtstag am Sonntag. 30. Ich ass einen Apfel und das alte Brot und war ein wenig beruhigt an jenem Tag. für meine Familie und für seine Familie auch. ich kannte die Farm nicht und war in der Nacht gekommen.03. weil ich ja nicht wusste wo Sicherheit für mich sein könnte. links rechts oder wohin.

und dann 30 km lang in der Wildnis herumirren. Ich zog so meinen rechten Schuh aus und auch den Socken und da ich kein fliessend Wasser hatte. dass die Kette so angemacht wurde. ich werde mit dem Versuch. seifte meinen nackten Fuss samt dem Eisenring ein und nahm auch das Tuch und das Gummiband unter dem Eisenring weg und versuchte mit aller Gewalt den Eisenring über meinen Fersen und Vorderfuss zu stülpen. wie konnte ich die Kette lösen. ich war verzweifelt. dann denkt man sowieso an Flucht. Wer sollte mich je da finden? Ich bekam auch Panik. weil ich realisierte. wenn schon. weil ich keine genauen Angaben gemacht habe. Also dachte ich mir gut. Ich weinte. Auf einmal bekam ich grössere Angst: Nach einer halben Stunde hatte ich meine Meinung geändert und sagte zu mir. wenn ich es jetzt versuche. dachte ich mir. Ich war traurig. stachen sehr fest auf meine Ferse. das ging also nicht. dass man. also wollte ich. dass es auf einer solch grossen Farm eine Leiche loszuwerden kein Problem wäre. da würden sie mich auf 100 km auf dem freien wohl Feld sehen. es ist besser. aber wenn man eingesperrt ist. weil ich an meine Familie dachte und dass mich keiner so schnell vermissen würde. wenn man verheiratet ist oder Leute die verheiratet sind und sie den Ehering loswerden wollen. wo ich jetzt noch mal hinging. in der Nacht weg. dass es für ewig war. was mein Tod bedeutete. was mir nicht ganz gelang. Ich erinnerte mich. weil sich die Seife auch in den feinen Rillen des Gewindes festgesetzt hatte. der Verschluss. benützte ich ein wenig Wasser von der WC Schlüssel. denn selbst mit Seife ging es einfach nicht. also dieser Eisenring war ja nicht ganz geschlossen und die dementsprechenden Ecken. die dieser Ring hatte. Ich war traurig und weinte und trocknete meinen eingeseiften Fuss mit dem Handtuch ab und war sehr bemüht den Stahlring auch von der Seife zu befreien. es mit Seife probieren. Meine Nerven lagen frei. Da ich ja eine Seife hatte. wer weiss. wo ich mich leicht verletzte. die Kette mit Wasser und Seife über meinen Fuss zu ziehen. aha. weil während dem Tag wegzuspringen. und ich befürchtete. was noch passiert. ich werde warten bis es Abend ist. weil ich die Seife nicht vollständig vom Ring entfernen konnte. Die Kette. und zudem hatte ich auch realisiert. Es ging aber nicht. warten. dass wenn bei 31 .

dass es dort Seife daran hat und dann vielleicht erkennen oder erraten. Anm.einer Kontrolle die Wächter nicht die Dümmsten sind. dass ich meine Füsse gewaschen habe. Es war Lärm mit Autos. Ich blieb den ganzen Vormittag im Bett. was ich vorgehabt hatte. Foto ist auch die noch nicht verheilte horizontale Schürfwunde wunde der Kette gut sichtbar (2-3 cm oberhalb meines rechten Daumens). Sie gingen dann aber wieder. die von Funken beim Anschweissen der Kette herstammen. brachten mir Kaltes zum essen und zum trinken Wasser. 32 . im „Argentinien-Akt“. wenn sie es entdecken würden. dass sie mich dafür foltern werden oder anderswie bestrafen würden. Tür aufgeschlagen. falls sie die Seifereste entdecken würden und ich dachte mir. Spät abends am Sonntag bekam ich wieder Besuch. Ich hatte Angst. Auf dem 2. Aber dann war das Problem. Sie nahmen den Brief. dann würde ich sagen. Die für das Landgericht Vaduz nachgebaute Kette samt „Mauerstueck“ befindet sich heute im Keller des Landgerichts. Die Kette wurde kontrolliert. Ich hatte Riesenangst. und erkennen. den ich die Nacht zuvor unter die Tür gelegt hatte dann weg. mit Urin oder mit was.: Auf den 2 Fotos (nächste und übernächste Seite) kann man sehr gut die 2 eingebrannten Stellen an meiner rechten Wade erkennen. Revolver auf Kopf und kein Wort. sie würden mich fragen mit was. wenn kein Wasser vorhanden ist.

Das WC füllte sich ohne dass ich es spülen konnte und auch tagsüber war der Raum gefüllt mit dem Lärm von der Wasserpumpe draussen. weil sie mir nicht nur meine Freiheit genommen hatten. also war es aussichtslos. ich dann weiterhin nicht aus dem Raum flüchten konnte. aber wohin sollte ich auch flüchten. In der Nacht hörte ich oft Schüsse und auch Hunde. da die Fenster so zugenagelt waren. Das war kein gutes Zeichen. 33 . Ich weinte und war traurig. wie ich ihn gebeten habe an meinem Geburtstag. Der Fluchtgedanke ist dabei gestorben. Nervös schlief ich ein. Ich war mir auch bewusst. sondern auch meine Fluchtmöglichkeit. Mariano kam doch nicht. falls ich überhaupt von der Kette wegkommen sollte.

hoffte auf baldige Freilassung. Montag. offeriere ihm mein ganzes Geld und schreibe auch. sehr lang. weil ich nicht mehr soviel weinen konnte. Ich las den SPIEGEL nochmals. etc. hoffte auf seinen Verstand.Am nächsten Tag. um auf einen anderen Gedanken zu bekommen. Es ist der Geburtstag meiner Mutter. Bitte ihn zu kommen. aber weniger. März. wie er es sich aneignen kann. Ich schreibe wieder an Mariano. sie ist 60 Jahre alt geworden. Ich weinte wieder. um die Zeit totzuschlagen. 31. Diesmal etwas unterwürfiger. denn man muss ja etwas tun. 34 . Der Tag ist ja sehr. etc.

Es war sogar. wenn sie mir gesagt hätten. wo sie vermutlich meine späteren Geldzahlungen rechtfertigen wollten. dass darin stand. Neben dem Stromkabel war auch ein Stromzähler der Marke ABB von 1992 mit dem Zählerstand von entweder 2030 oder 3020. wieder vermummt und wieder Morddrohungen. dass es Mariano's Stil war. weil ich nicht nahe genug an die Waffe gekommen wäre. Wenn nicht ein Stromschlag dann vielleicht die Waffe entnehmen dachte ich mir. mit einem Stromschlag erledigen könnte. denn es waren Forderungen an mich. was aber nicht so einfach sein wird. welches Kabel wo zu was führte und zudem dachte ich. der Strom wie eine Erdung an mir vorbeigehen.und ausschalten kann. Rechnung in „Anführungszeichen‚. ob ich eventuell die Wächter. das ich nicht sehen konnte von der kleinen Fensteröffnung aus. wo man die elektrische Wasserpumpe ein. Bin mir aber nachher unsicher geworden. ich bin mir nicht mehr sicher. links oben an der Wand. mit einer Kette am Bein würde evt. man unterschreibt einfach alles. Ich meine den Mord an Wächtern um hier herauszukommen. Kennedy ermordet hätte. ein Dieselfahrzeug. Es ist egal. wenn sie zur Tür hereinkommen. Ich habe mir überlegt. Ich habe sie im Detail nicht gelesen. es ist zwecklos. aber wie. Es kam auch der Gedanke an Mord. weil ich mich mit Strom nicht gut auskenne und nicht gewusst hätte. Die Notiz von Mariano. Ich hätte auch unterschrieben. Wenn man bei der Türe herein kommt. wie ich John F. dass Mariano angeblich für wichtige Geschäfte nach Europa zurückkehren musste. dass die Zeit auslaufe und es wurde Besuch aus Europa angekündigt. ich wusste sie war von ihm. ich soll schreiben. Sie legten mir Rechnungen vor. man will nur lebendig aus der Sache wieder herauskommen. kam ein Stromkabel aus der Wand heraus in einen kleinen Kasten mit drei runden Sicherungsknöpfen und dann in einen grauen Kasten führt. Wie üblich ein Auto. Wieder Waffen. Sie brachten Essen und eine Notiz von Mariano.An diesem Montag bekam ich Vormittags wieder Besuch. wenn man in Gefangenschaft ist. weil wissen Sie. Auf der Notiz stand. aber sie wurde nie von ihm unterschrieben. damit ich meine Hand hätte anlegen können 35 . erkennen. absurde Forderungen an mich. Ich wusste aber und konnte an der Art und Weise wie es geschrieben war. dann unterschreibt man alles. die ich hatte.

Es gab auch erste Schläge auf meinen Kopf. was wie folgt beinhaltete: Es war eine Hygienetasche und es war ein Nagelklipser drin. Brot und Früchte und sogar meine blaue Jacke gebracht. womit ich das verdiente oder was ich getan hatte. Zu meiner Überraschung brachten sie auch mein kleines Necessaire. ein paar kleine Seifen von Hotels. hatte ich einfach keine Kraft oder war zu dumm dazu. wenn ich nicht im Bett bin. ein Rasiermesser von der Marke Gillette. wenn man selber nicht in einer solchen Lage war. wird vermutlich zugestehen. wie stehen die Chancen. wobei ich nicht wusste. die ich im Brief davor formuliert hatte. sonst gaben sie mir nichts und es gab auch keine Antwort auf meine Bitten. Wasserwindmühle. also der ganze Raum immer im Schatten war. dann macht man sich sicherlich Gedanken. die Waffen. dass es zum ersten Gedanken an möglichen Selbstmord kommt. eigentlich frieren sollte. mit einer Fingernagelreinigungsvorrichtung. Ich selber war sehr schmutzig. weil die Sonne nur ganz klein. Der Gedanke an eine Schlägerei kam auch. dass ich während des Tages. dass man lebend aus dieser Gefangenschaft herauskommt. Auch begann der Stahlring in der Nacht zu kratzen. also meine Badeutensilien. aber einen gegen zwei oder drei und ich dann noch angekettet. Reinigungsutensilientasche mit. was ich später tat. weil ich fast eine Woche in derselben Kleidung gesteckt habe und die Luftfeuchtigkeit in diesem Wasserturm. Jeder der so was miterlebt hat. machte und wie und warum ich dazu kam. kein Schaum. Sie checkten wieder die Kette.und ich kein Tumult riskieren wollte. die Türe und Morddrohungen. diesmal sehr gründlich und knallten die Türe beim Hinausgehen zu und verriegelten sie mit massivem Lärm. Wisst ihr. für andere Möglichkeiten. Bei jener Visite wurde mir wieder Essen. 36 . dies ist nicht sehr hilfreich. Wenn man sich in Händen solcher Verbrecher befindet. wovon man heute noch die Schürfwunden erkennen kann. ist es vermutlich nicht so einfach für Aussenstehende nachvollziehbar: wie und warum ich das. Für einen Rest. ziemlich hoch war. Ich bekam wieder Besuch mit denselben Vorzeichen wie Lärm. was sicher mein Tod bedeutet hätte. weil sie vermutlich vermutet hatten. das Auto.

was auch eine sexuelle Folter beinhaltet hätte. die Macht über sein eigenes Leben d. weil wegen einer Freundin oder anderen zerbrochenen Beziehungen oder eines verlorenen Arbeitsplatzes sollte man sich nicht umbringen. Ich tat es mit der Fingernagelreinigungsvorrichtung am Nagelknipser. heraus zu nehmen und vielleicht dadurch die Schnur um meine 37 . ich vermutete. dass ich dort realisieren musste. dass sie mir nicht nur meine Freiheit. Der Grund darin liegt da.h. Während der ganzen Zeit sagten sie das nicht. Dann ist er vielleicht in meinen Augen ein Feigling oder dumm. Es ist nämlich so. Ich brach die zwei Klingen heraus. es ist anders. waren die Folgenden: Ich hatte Todesangst auszustehen unter diesem psychischen und sonstigem Terror. falls sie mich foltern oder sonst was mit mir machen würden oder nur meine Hände gefesselt auf den Rücken binden würden. Ich bin selber kein Feigling und möchte hier sagen. Münztasche von meiner kurzen Jeanshose und die andere habe ich mir in die linke Po-Hosentasche gesteckt. Aber in einer Gefangenschaft sieht die Sache ganz anders aus. wenn sich jemand wegen einer verlassenen Freundin oder eines verlorenen Arbeitsplatzes in Freiheit vor den Zug wirft oder sich sonst irgendwie umbringt. Ich wickelte sie je in ein Stück Zeitungspapierchen hinein und steckte eine Klinge in die vordere. falls ich dies und dies erfülle. rechte kl. heraus zu nehmen. weil sie es auch in zweideutigen Andeutungen so gemacht hatten. eine Breite von 0. So entschied ich mich die zwei kleinen Rasierklingen.h. Ich hatte auch Riesenangst vor Folter. welche Seite das Messer und welche Seite nur diese angehefteten oder angeschweissten kleine Metallstreifen waren. sondern auch meine Fluchtmöglichkeiten genommen hatten und das Einzige. was einem noch übrig blieb war die Macht über Leben und Tod d. das eine Länge von ca. 2 cm und ca. so hätte ich doch noch eine Möglichkeit mit der rechten Hand auf den Rücken gebunden in die linke Potasche zu greifen und das Messerchen. lernte mit verschlossenen Augen wie ich ohne mich zu schneiden erkennen konnte.5 bis 1 mm hatte. ich dann freikomme. die in dem Wegwerf-Giletterasierapparat darin waren. wann ich sterben wollte oder nicht. dass. ich konnte noch selber bestimmen. und ich habe nie von den Entführern gehört.Die Gründe warum ich an Selbstmord gedacht habe.

was dann passieren würde. weil im späteren Gespräch einem der Bewacher. dass ich von seiner Geldschuld nichts mehr haben wollte. dass in Argentinien ein Menschenleben nicht viel wert hat und dass es für die Angestellten nicht möglich war sich den Befehlen des Gutsherrn. davon schrieben sie aber nichts. Aber ich war mir sicher. Ich möchte hier auch hinzufügen. Ich schrieb wieder an Mariano. also den Rest der Vorrichtung zum Rasieren habe ich in altes Brot rein gesteckt. Also Mariano müsste sich nicht mal die Finger selber schmutzig machen. Lassen sie mich frei. wobei ich natürlich auch sagte. Ich überlegte mir dann. Sicher gebe es Gründe. Komischerweise fühlte ich mich nach den getätigten Dingen mit der Rasierklinge besser. was mir in den Sinn kam. was kann ich mir selber noch Schönes machen. zu widersetzen. ich alleine entscheide. Ich dachte ich kannte Mariano gut. wenn ich ihre Bedingungen. und ich flehte ihn an. sagte dieser auch. dass ich gedacht habe. wäre eventuell eine letzte Masturbation an Gedanken an die letzte Frau die ich lieben durfte. da mich diese Geldschuld in diese Lage gebracht hatte. aber auf der anderen Seite war die Leichtigkeit mit der er mich 38 .Hand oder sogar meine Blutvenen aufzuschneiden. Die Lage wurde auch sonst unangenehm. ich glaubte es nicht. er war ein Farmknecht. mich freizulassen. aber ich hatte nur dies und ich wollte nicht. warum mich Mariano freilassen sollte. wobei ich jedes Mal immer unterwürfiger wurde. Ich bin ein lebensfroher Mensch und sonst nie depressiv oder sonst was. bevor ich diese Welt verlassen sollte und das Einzige. Den Rest der Klinge. Natürlich ausser sie kämen mir zuvor und davor hatte ich natürlich wieder Angst. selbst wenn es Mordbefehle wären. wann ich sterben will oder nicht. erfüllen würde. er würde im Effekt jemanden umbringen lassen. die sie mir ja nicht konkret gestellt hatten. Das war das Letzte was mir blieb. da ich glaubte. dass sie es mir wegnehmen könnten. Abgesehen davon ist er ein riesiger Feigling. dass es selbst nach meinen Zahlungen keinen Grund geben würde. aber ich kannte ihn zumindest so gut: er würde nie einen Mord planen. Das WC war verstopft und Mücken und anderes Zeug verbreiteten sich in meinem Raum. Ich überlegte mir auch.

und ich bekam sofort Herzflattern. Ich überzeugte mich davon selbst. Kinder und ein ruhiges Leben führen. Familie. wo kein Mensch genau weiss.auf der Farm verschwinden hätte lassen können viel grösser und das beunruhigte mich. ohne seine Unterschrift darauf. Das war alles. Auf einer grossen Farm. meine Träume. Mein ganzer Körper schmerzte und ich hatte eine unruhige Nacht hinter mir. weil man Ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist. Am Montagnachmittag. Eine Notiz von Mariano mit Schreibmaschine geschrieben. Die Türe wurde wieder massiv aufgeschlagen und die Waffe an den Kopf gehalten und die Kette wieder kontrolliert. Wieder der Lärm eines Wagens.B. dass ich hier nie rauskommen werde. wo ich bin und da gibt es mögliche Unfälle oder da ist einfach die Leichtigkeit eines solchen Vorhabens viel grösser und dadurch auch viel präsenter im Kopf von Mariano. wie Heirat. nehme ich an. wie z. sondern sagte nur. der sich ankündigte. Ich will einfach auch Dinge erfüllen. wenn er mich in Spanien oder in Vaduz entführt hätte und mich gefangen genommen hätte. Dienstag. obwohl mein Geist ganz scharf blieb. dass man alles macht. Ihr müsst verstehen. Wir haben immer noch Montag. spät. ich will hier raus und das Geld ist mir nicht wichtig. Ich war traurig und glaubte. was sie verlangen. dass ich kein Rachemensch bin. konnte aber nicht. dass er gar nicht darauf eingehen sollte. Ich versuchte zu schlafen. bekam ich wieder Besuch. April. Da ist die Lage komplizierter. Geburtstag meiner Mutter und ich musste ihn in den Briefen immer ständig davon überzeugen. Es wäre anders gewesen. Er glaubte mir nicht oder sie glaubten mir nicht in Bezug auf mein Geld und wie man es transferieren könnte oder meine einzige geschilderte Möglichkeit wie ich an das Geld kommen könnte und er sagte auch. Ich glaubte durchzudrehen. 1. Ich will hier nur heil rauskommen und werde niemand etwas sagen. die Argentinier oder die Latinos im Generellen. wartete 39 . wurde mir wieder zugesteckt. dass Morgen der letzte Tag sei und dass die Zeit zu Ende gehe. Ich schrieb so. Das Essen ist wieder kalt gewesen.

" Ich kniete auf vom Bett und kniete vor ihm auf dem kalten Boden mit meinen kurzen Hosen und sagte: „Ich habe Euch doch nichts getan und ich flehe um mein Leben. Schritte und zu meiner völligen unglaublichen Überraschung stand da Verdammt noch Mal dieser Verbrecher Helmut Roegele mit seiner Frau Salud Hidalgo und zwei Wächtern mit gezogenen Revolvern und Pistole vor mir im Raum. Es war mir sehr kalt. wir sind nicht so blöd und machen uns die Hände schmutzig. So geschah es." Die Worte von Helmut waren sicher ein grosser Teil des Auslösungsprozesses. meinen besten Freunden und der Welt ADIOS gesagt hätte. Helmut schrie mich auf Spanisch an und dann auf deutsch und er sagte: "Ja. Die zwei Wächter waren maskiert und mit Waffen. Ich hörte mehrere Personen. was ich mir dann später angetan habe. ich kontrollierte die Rasierklingen in meinen Hosen und merkte mir wieder auf welcher Seite die scharfe Klinge war. jetzt können wir Dir das antun. die du in Gefangenschaft unterschrieben hast oder mit den 40 . Ich möchte noch anfügen. daran zu denken." Er sagte es in vollem Ernst. Er sagte wortwörtlich: "Ermordet wirst du hier sicher nicht. ohne dass ich meiner Familie. Aber von hier aus konnte ich ja niemanden erreichen. Ich liess alles nochmals durch meinen Kopf gehen und es widersträubte mir. dass ich gehe. sondern du wirst z. dass der silberne Revolver mit Patronen in der Trommel voll geladen war. Ich zitterte am ganzen Körper am ganzen Leib.B. Es kann ja nicht sein. eingekauert unter meine Bettdecke. Sie kamen in sehr gepflegtem Stil daher. dass ich bei einem dieser Besuche beim Wächter klar erkennen konnte. Ich begab mich wieder in die übliche Position. dass wahrhaftig Helmut Roegele und Mariano das alles ausgeheckt hatten. Er sagte: „Wir kriegen dein Geld sowieso. mir selber das Leben zu nehmen. Entweder du machst es uns als Überweisung oder du wirst hier einen "Unfall" erleiden. das Gesicht unter das Kissen und die Hände und Oberarme vor meinem Gesicht. Helmut und seine Frau nicht. dass ungefähr am Mittag wieder Besuch kam.aber ab. Ich begann erst dann zu realisieren. meinen Freunden. dass ich bald soweit kommen könnte. einen "Reitunfall" oder von einem "hohen Baum fallen" und der Arzt wird dies als Unfall bestätigen und mit den Rechnungen.

das ist mein Ende. auf keinen Fall. Dann im vierten Anlauf unterschrieb ich auf das Papier von Helmut. wenn man so sagen kann. das ich erst gar nicht gelesen hatte. die ich als Tischdecke benutzte. Ich habe die Postenaufstellung nicht gelesen. Erstens. zu gestalten. seine Frau.‚ Die Erben wären mein Vater Alfons Kieber oder meine Mutter Maria. weil ich so zitterte und ich mich erst beruhigen musste. 41 . Ich unterschrieb aber. dass ich keinen Anlass dazu hatte. Er hat es mit einer solchen Deutlichkeit gesagt. Mariano schuldet mir sogar viel und das weiss er und Helmut ganz genau. zuerst 2 bis 3 Mal meine Originalunterschrift üben. Die massiven Drohungen. wieso dachten die ich hätte so viel Geld und zweitens wie konnten sie mir so was unterschieben. Ich musste also zuerst auf der Zeitungen. dass ich nur soviel Geld." Sie forderte ihren Mann auf. die darauf folgten möchte ich nicht wörtlich wiederholen. dass die Frau von Helmut sich aufgeregt hat und geschrienen hat: "Willst du sie nicht lesen?" Ich habe geantwortet: "Ich kann es nicht. Sie machte noch den Kommentar auf spanisch. Peseten von Mariano und ich dachte nur. aber es war einfach eine massive Drohung. weil sie mir nicht glaubten.Schuldanerkennungen werden wir gegen deine Erben losgehen. dass ich halt noch weiter leiden muss. weil ich sie nicht ganz verstehen konnte. da ich ihnen doch absolut gar nichts schulde! Im Gegenteil. ich wurde genau beobachtet und Helmut hat darauf geachtet. es mir vorzulesen. die sicherlich jedem eingefahren wäre. da ich nicht verheiratet bin und keine Kinder habe. dass ich meine genaue Unterschrift mache und nicht eine schusslige. was dann dazu führte. Ich las nur eine Forderung von 80 Millionen Peseten von ihm und eine Forderung von 150 Mio. aber das tat er nicht. Er legte mir zwei Rechnungen vor um die Transaktionen wohl ein wenig legaler. an seinen Worten oder den möglichen Taten seiner Mittäter zu zweifeln.

42 .

und dass mein Ende nah war. meinen Freunden und allen Leuten. in der Aufregung fällt mir jetzt der Inhalt nicht mehr ein: es hatte aber zu tun mit Angaben über Vermögen oder so. wohin das Geld zu überweisen war. weil ich nicht "Good Bye" und "Auf Wiedersehen" zu meiner Familie. die ich bis anhin durchgemacht hatte. Ich spürte. ohne dass mich je jemand gefunden hätte. hätte sagen können. Ich schrieb ein normaler Brief an ihn und bat um Überweisung mit dem nötigen Codewort. Da kommt mir wieder in den Sinn. ich auf einen speziellen Artikel gestossen bin. nach Erfüllung der Bedingungen und sie hätten mich ohne Probleme Monate so halten können. Ich war traurig. was mich gezwungenermassen zu der Annahme brachte. wie im Artikel verwendet wurde. nicht ohne einen weiteren Besuch am Abend anzukündigen und ich setzte. kein Mensch hat von Freiheit gesprochen. der auch Englisch kann. ich hätte Aussagen zu meinem Vermögen. Sie sind dann schon nach 20 Minuten gegangen. dass das das Wenigste oder das Einfachste in deren Augen war oder das weniger Schlimmste in deren Augen. dass Helmut. den Artikel sehen würde und mich beschuldigen würde. einen ersten. erzwungenen und vordiktierten. Wiederholt hatten sie ja nie von Freiheit gesprochen. auf Grund der Worte. in meiner Angst. Sie wollten noch mehr Tortur und er hat es auch so ausgedrückt.wie ich dem Mariano aus dem Kerker geschrieben habe. handgeschriebenen Brief an Herrn Bankdirektor Bröll der BAWAG in Österreich in Feldkirch auf. wohin es überwiesen werden soll. dass ich noch gefoltert werden sollte. Da schrieb ich einfach den Überweisungsauftrag und liess dann den Platz leer damit Helmut oder Mariano dies selber einfüllen konnten. Ich erinnere mich dann an einen Sonntagsartikel oder einem Samstagartikel in dem Magazin vom 43 . Ich bekam wieder eine Panik und riss den Artikel aus dem Blatt und zerkaute den ganzen Artikel und ass ihn auf. da ich ja leben möchte. obwohl ich ja nicht wusste. ohne grosse Folter. wenn man es als normal bezeichnen kann. weil sie mir noch keine Angaben dazu gemacht haben. da ja die normale Haft. "verfälscht". habe. dass meine Situation hoffnungslos war. Es lag einfach in der Luft. dass ich – als ich die Financial Times im Kerker gelesen hatte. die ich kenne und die mich geliebt haben. was ich bis anhin erlebt habe.

Ich schrieb den handgefertigten Brief an Herrn Bröll zu Ende. ob es DAS wirklich schon war. wo ich 1989 mit meiner damaligen Freundin. Das machte mich sehr. CHF-Forderung "enttäuscht" sein würde und er sicher schon das Geld in Gedanken ausgegeben hat. vor allem Mariano mit seiner 1. Ich war mir sicher. Damit ich sicher war. Nebst dem Verlust und nebst dem Nichtbezahlen seiner Schuld dazu. ob es das schon war. Auf dem Brief waren auch die genauen Angaben des Kontos und des Lösungswortes darauf. weil uns dieser Name sehr gefallen hat. falls ich zu detailliert vorgehe.Park in Alaska sagten wir uns. als 32-jähriger Mann plus zwei Tage selber fragen. weil er nicht im Geringsten so nahe an das Geld kommt. Vaduz. wenn es ein Mädchen werden sollte. meine eigene "zukünftige" Familie. dass ich auch genug Stunden habe. auf Besuch war. Da ich auch vermutete. Frau und Kinder erleben werde. meine Familie. sehr traurig. So ist er und er wird bestimmt böse. dass sie mir nicht glauben werden. dann werden wir es. dass beide Verbrecher. Helmut und Mariano. Im Denali-National. wegen der tatsächlichen Höhe meines Vermögens. an diese Summe. Die Zuhörer mit schwachem Herz sollten jetzt nicht weiterhören und die anderen bitte ich um Verzeihung. Teklanika nennen. um zu sterben. die Dinge im Leben erlebt haben und die sich dann schon in gewissen Altersstufen gefragt haben. Meine Sinne waren sehr geschärft. ich könnte mir eigentlich auch am Abend nach dem letzten üblichen Besuch das Leben nehmen. die er sich erwünscht hat von mir und als Profit aus dieser Operation schlagen wollte. die Sonne. musste ich annehmen. es waren eineinhalb Seiten. die ich sehr geliebt habe. wo ein Journalist ein Buch geschrieben hat "Das war es also" und er Leute interviewt hat. Ich musste mich dann auch wahrhaftig. dass sie mich töten werden. Und ich war nun dort in dem Raum und musste Teklanika schreiben und nachher meinen eigenen Tod bestimmen. Mir 44 . Ob ich nie mehr das Licht. falls wir eines Tages heiraten werden und ein Kind haben sollten. Ich dachte mir. und unterschrieb ihn korrekt.5 Mil. Ironischerweise hiess das Lösungswort Teklanika und das ist ungefähr der Name eines Flusses in Alaska.Tagesanzeiger in Zürich. wenn ich verblute. Von späterer Freiheit sprach ja niemand.

Natürlich habe ich mir auch gedacht. viermal. dem schräg angesetztem kleinen Messer in das linke Handgelenk. zweimal. Ich hatte natürlich selber nie Erfahrung mit einem Selbstmordversuch. weil ein Abschiedsbrief. warum auch. dass ich vielleicht nachher keine Gelegenheit dazu hätte über mein Leben selbst zu bestimmen. Beim 5. Ich zog meine Jacke aus. fünfmal mit schräg. schnitt ich mit der rechten Hand einmal. So dachte ich jedenfalls. weil kein Blut mehr kommt. Mal machte es "SSSSch". die ich an hatte und legte mich auf das Bett. Ich stand auf vom weissen Plastikstuhl mit all meinen Sinnen sehr geschärft und auch die Augen wie ein Adler geschärft. dass ich gegen die Wand rennen könnte. darum hätte es auch keinen Sinn gemacht einen zu schreiben. dass es mit Handgelenken aufschneiden genügen sollte und dann das Blut fliessen sollte und einfach der Herzstillstand eintritt. Ich war ja der Gefangene und nicht sie. dreimal. 45 . aber mit der Kette am Fuss kann ich nicht genug Anlauf nehmen und zudem war ich mir nicht sicher. sie einen Brief an meine Mutter oder meinen Vater nicht übergeben werden würden. weil doch die Worte von Helmut und seiner Frau und die Andeutungen der Wächter. Ich hatte keine Zeit mehr und wollte auch nicht einen Abschiedsbrief schreiben. wobei natürlich meine eigene ANSICHT darüber wichtiger und vor allem die ECHTE ist. mit der 2. wenn ich tot bin. Ich legte mich also auf mein Bett und nahm zuerst mit der rechten Hand die rechte Klinge aus der vorderen Münztasche meiner kurzen Hose und ohne dass ich grossen Schmerz empfand. die linke Hand aufschneiden. wobei ich vermutlich eine Vene oder einen Nerv angeschnitten hatte. da war ich mir sicher.kam dann die Angst. Das Blut floss nicht gleich und nicht so wie ich es mir erdacht hatte und gar nicht so wie es im Film immer ist. und bin auch sonst kein Mediziner. Meine Gefühle dazu waren natürlich die Ausschlaggebenden und meine Eindrücke und nicht deren die draussen frei herumlaufend konnten. aber die Rasierklingen schienen mir schon sauberer und schärfer als das Glas. Ich dachte einfach. dass es mir noch schlechter ergehen sollte und dass ich noch leiden musste. Klinge. Auch die Glasscheiben habe ich mir vorgestellt als Selbsttötungswaffe. ob das funktioniert. Ich wollte mit einer frischen Klinge. als nur diese in deren Augen "einfache Gefangennahme". weil kein Blut mehr kommt oder das Gehirn stirbt.

nachdem ich die Hände aufgeschnitten hatte. so musste ich wieder aufstehen mit der rechten Hand nach hinten in die linke Po-Tasche greifen. unterhalb des Unterkiefers ins Fleisch und beim Herunterschneiden versuchte ich den Druck auf die Klinge zu 46 . dass sie mich umbringen werden und mich dadurch zum Selbstmord getrieben hatten. Es ist falsch zu glauben. ich wusste. nahm ich mit der rechten Hand weg und setzte mit dieser Hand zum hoffentlich finalen brutalen Schnitt in die linke Halsschlagader an. weil die Täter mich überzeugt hatten. nur vielleicht einen kleinen. man muss seinen ganzen Mut aufbringen um sich selber das Leben so zu nehmen. den ich je in meinem Leben gehabt hatte. zusammennehmen musste. dass wenn diese durchtrennt oder massiv angeschnitten ist. auf dem Rücken. Wieder machte es "SSSSch". in die linke Hand geben. wie ich es vermutet hatte.musste aber feststellen. wäre es einfacher und schmerzfreier erledigt gewesen und viel schneller. Ich dankte Gott und noch anderen Leuten für das. Ich will noch jetzt dazu sagen. wo ich feststellte. Zudem musste ich leider wiederum feststellen. Ich war bereit zu sterben und auch hatte ich nicht eine Sekunde lang. brennenden Stich in meinen Händen. dass es einfach war. Die zweite Rasierklinge. die Klinge aus dem Papier auswickeln. Ich musste aber sterben. Wenn ich eine Pistole gehabt hätte. die komischerweise nicht geschmerzt hat. dass ich ja auf dem Bett lag. und ich dadurch in eine Lage kam. solche Verletzungen beifügen konnte. was sie für mich getan hatten und ich bat Gott um Verzeihung auch für das was ich getan hatte und dass er mich bitte in den Himmel nimmt und mir meine Familie verzeihen werde. es gab keinen Weg zurück. damit ich mir solchen Schaden. ich wollte sterben. das Bedürfnis es abzubrechen. zwischen den zwei Fingern blutverschmiert klebte. dass ich SO nicht sterben werde. dass das Blut nicht so floss. Die kleine Klinge bohrte sich links ca. sondern im Gegenteil. die noch in meiner linken Hand. und dann zwei. nicht sterben konnte. Ich lag wieder auf dem Bett und legte die Hände auf den Boden damit das Blut auch gut fliessen konnte. dass ich all meinen Mut. Komischerweise verspürte ich keinen Schmerz.bis dreimal mit schräg angesetztem Messer tief in das rechte Handgelenk schnitt. aber das hatte ich ja nicht. das Blutfliessen ohne Hilfe von Aussen nicht gestoppt werden kann.

Wie sich jetzt (Anm. wenn sich Blut in die Lungen füllt. damit es einen Stich gibt. So stand ich. dass ich dann so sterben konnte.. dass Gott mich zu sich nehmen würde. auf das Glasmesser drauf. in einer Form eines Dreiecks. Minuten. Da ich sicher war. dass längste Stück mit dem spitzigsten Spitz aus und legte mich wieder hin. dem heftig schlagenden Puls in der „Halsgrube‚. die mir wie Sekunden erschienen vergingen und der Tod wollte nicht kommen.. Ich nahm eine Decke vom Bett. obwohl man beide Handgelenke zerschnitten hat und wenn man auch ohne grossen Erfolg versucht hat. Ich wollte sterben. ein. die Spitze versetzte ich nach links und – nach einer Drehung des Glasstücks .erhöhen.4 cm verpasst. Es war ein Riesenkrach und die Scheiben flogen überall herum. Es strömte sehr viel Blut heraus und floss herunter. umwickelte die Decke um meine rechte Faust und schlug in beide kl. zwischen Daumen und den anderen Fingern und mit der rechten Hand suchte ich nach den Pulsadern. Ich wollte aber ganz sicher gehen und setzte das Glas nochmals links. Ich vermute. aber am stärksten spürte ich ihn an der kleinen Mulde am Halsansatz. holte mit dem Arm aus und schlug mit voller Wucht. dass es die Luftröhre war und dachte. So. Fenster. habe ich die Hauptschlagader um ca. Ich konnte links und rechts von der Halsgrube dort den Puls stark spüren. links und rechts von meinem Hals und in meine Haare. Verdammt noch mal. Auch hatte ich jetzt tiefe Schnitte am linken Daumen und Zeigefinger. seine "eigene Kehle" durchzuschneiden. Es gab einen starken Schnitt in meinen Hals und ich hörte auch Luft entweichen.. so war ich überzeugt. was ich noch konnte. die oberhalb von meinem Bett waren. Ich legte die Arme wieder hinunter auf den Boden und hoffte. so dass ich die tief irgendwo darunter liegende Haupthalsschlagader zerschneiden kann. ein wenig von mir ausgesehen nach links. das sollte genügen. dass sie mich umbringen würden oder 47 . Ich suchte mir ein Stück. es ist möglich wieder aufzustehen. Das Glas.: später im Spital Vaduz) herausstellte. stand ich wieder vom Bett auf und glauben Sie mir. bzw. Ich legte die Glasspitze darauf an und hielt mit der linken Hand das Glas fest und mit der rechten Hand machte ich eine Faust. hielt ich in meiner linken Hand. 0.schlug nochmals zu und liess das Glas danach auf meinen Bauch fallen.

aber es war nicht dementsprechend. ich weiss es nicht. der kam nicht. "der verdammte Sauhund" hat sich umgebracht. Sie haben noch kurz. Ich war nicht bewusstlos und ich hörte die Tür aufgehen und sah zwei vermummte Gestalten dort. vielleicht 15 . komischer Weise keinen grossen Schmerz. weil 48 . hatte ein Mobiltelefon und hat sofort. Ich wartete auf den Tod und wartete und wartete und betete zu Gott.20 Minuten und wartete auf den Tod. Dann auf einmal fing der Körper selber an. ohne dass ich es wollte. sie müssten den Papa. in unserer Schule. also den Mariano informieren. dass es mir nicht gelungen ist meinem Leben ein Ende zu setzen. und fragte: "Warum. irgendwo hin. die Augen und die Ohren oder so. die aussah wie auf einem Schlachthof. hast du das getan?‚ Ich sagte nur. Sie haben sofort die Handtücher oder das Handtuch aus dem Badezimmer geholt und der eine Sohn. der Vollidiot oder versucht sich umzubringen und dann ging das Gerenne los. mit Waffen in denen Händen und der eine. eigentlich. aber dafür kamen die Wächter. ich konnte die Vögel klar hören und die Decke des Zimmers gut beobachten und ich konnte auch meine Zehen bewegen und ich verstand nicht wie so was möglich war. Später dann kam der Knecht zu meinem Bett. als sie mich gesehen haben in dieser Blutschweinerei. Mario. Es war komisch. Und habe vielleicht geflucht. sie die Kapuzen abgenommen haben und die Waffen weggeschmissen. und einer von beiden schrie dann. ich dachte. 1015 Minuten so da. mir mit einem Handtuch meine Halsverletzung und die Hände eingewickelt. komische Laute von sich zu geben. denn ich lag nochmals ca. dass der eine habe sich umgebracht. weiss Gott wen. weil sie. Ich lag da. weil sie vielleicht mein Schreien gehört hatten oder nicht. er solle mir verzeihen und mich zu ihm aufnehmen. nein ich sagte nichts. warum. konnte aber noch durch die Nase und dieses Loch atmen. ich wollte nur alleine gelassen werden. wie wir es in der Schule gelernt hatten. Ich spürte. ich weiss nicht welcher. es müssten langsam die Sinne nachlassen. das heisst der Unterteil von meinem Kiefer war wie gelähmt und mein Herz pumpte wild daher und die Lunge oder der Magen füllte sich mit Luft und die Laute waren so wie eine Kuh schreit. Mario. ich habe ihn dann erkannt. Ich hörte auch.zuerst foltern würden und davor hatte ich Angst. angerufen und einer sagte noch. das war dann der Sohn Mariano's.

echte Matratze. Jetzt hatten sie natürlich ein Problem. sie sind wie Leibeigene bei diesem Gutsherrn Mariano. denn früher oder später wäre ich mit dem Blutverlust sowieso gestorben. er hat nur gesagt. der Knecht kam zu mir und sagte: ‚Enrique. sonst hätten sie mich sterben lassen. und ich weiss heute. aber sie gingen nicht darauf ein. Dies war natürlich ein Problem und da ich jetzt weiss. da bin ich mir ganz sicher. Sie schmierten die Glasscherben weg und hoben auch noch den vorhandenen Fensterrahmen links und rechts auf der Fassung und brachten das ganze Fenster mit den zerbrochenen Scheiben ins Freie.h. hingelegt. ich kenne seinen Namen nicht. dass sie nur für das Geld. ich soll ihn auf Spanisch "den Vogel" nennen. Ich habe dann nichts gesagt und sie haben eine zweite Matratze eine alte. dass einer der Söhne dann wie verrückt ins Dorf gefahren ist und bei der Apotheke Verbandszeug. Ich wollte oder stammelte etwas von Spital oder Arzt. geholt hat und auch Gaze. das andere war ja nur ein Schaumstoff mit einem Stoff überzogen. Ich lag dann dort. Dieser Stoff wird da zum 49 . wo ich jetzt mein Bett hatte. d. Man darf nicht vergessen. vom oberen Stock die Treppe hinunter geschleift und sie gegenüber von der Wand. dass sie darüber referiert haben. Nadel und weiss Gott was. Sie schleppten mich über den Boden oder noch besser gesagt schleiften mich über den Boden samt Kette auf die andere Seite und legten mich hin. die Hose behielt ich an. und ein Knecht hat in Argentinien sowieso nichts zu sagen. Tetanusspritze. so geldscharf waren die und mich natürlich für das Geld "operiert" hatten. Sie hatten einen halbtoten Gefangen und kein Geld. Er war ja nur der Handlanger. Dann hatten sie einen Knecht beauftragt. dass ich noch die Kette am Bein hatte. gleich totschlagen sollen oder ob sie mir helfen sollten. Es gab Diskussionen über was zu tun war. das haben sie auch gemeint. ob sie mich sterben lassen sollten. sodass ich dann so eingeknickt auf dem Bett sass und diese Handlung mit mir geschehen liess. unter die Steinwendeltreppe. ich muss dich jetzt‘ nähen. Darum hatten sie mir auch geholfen.sie nicht wussten wie mit der neuen Lage umzugehen. Sie richteten meinen Körper auf und die Beine schoben sie von Richtung Bett auf den Boden. Infusion. Ich konnte mich selbst nicht mehr bewegen und war in Ekstase oder so. Dann haben sie mir das Hemd vom Leibe gerissen.

Verbinden gebraucht. falls es zu Komplikationen kommen könnte. als ich wieder zu normalen Gedanken kam und dort lag.‚ Nämlich selbst in Argentinien ist die Polizei auch reaktionsfähig und nicht dumm. den ich je in einem Mann oder Menschen gesehen habe: „Heinrich. dass ich um die Gegend der Verletzungen sowieso schon so sehr. der Rothaarige. Marco sagte ganz kalt mit dem kältesten Blick. wo sie jeweils die Reste der Kühe oder der Kuh. Nachdem er den Hals zusammengenäht hatte. ich vermute. schmutzigen Verliess und immer noch die Kette am Bein und es hatte sich nichts geändert. Die Kette blieb noch daran. sagte mir auch. Später bekam ich dann Besuch vom Sohn Marco. Es gab natürlich keine Betäubungsmittel und zudem habe ich gar nichts gespürt. Der Sohn Marco. entweder heisst es. kühlen. wenn nicht. damit sie keine 50 . wie zu einer Infektion oder Lungenentzündung oder so. aber sicher schon sehr betäubt war. weil ich dachte. verdammten. falls ich nicht. dass ich es nicht geschafft hatte. weil ich um einen Arzt beim Knecht gebeten hatte. Jetzt lag ich zwar halbwegs verpflegt. sie natürlich keinen Arzt rufen könnten und ich dann im Ofen verbrannt würde. aber immer noch in diesem scheiss. denn ich wollte doch von dieser Situation rauskommen und jetzt war es noch schlimmer. Ich blieb dann eingedeckt liegen und der Knecht kniete sich einmal links. Alles wurde mit Gaze verbunden und ich blieb dann unter der Decke ohne Hemd auf einem Kissen aus Kunststoffwolle liegen. da heisst ich die Nadel nicht spürte. Ich weinte nur. kalten. dreckigen. dann müssen wir dich umbringen. zusammen zunähen. mein Selbstmordversuch. Sie haben dort einen grossen Ofen. verfluchte ich es. die Haut. da es ihn doch Mühe kostete die Nadel durch meine Haut zu stecken. weil wir können auf keinen Fall einen Arzt hierher kommen lassen oder dich ins Spital bringen. Der Unfall passierte so ungefähr um 14:00 Uhr / 14:30 Uhr. nähte er vier Stiche auf das linke Handgelenk und drei Stiche in die rechte Hand. ich weiss den medizinischen Ausdruck nicht. meinem Leben ein Ende zu machen. weil du sonst die Polizei rufen würdest und das ganze Unternehmen samt der Hazienda in Gefahr bringen würdest. du musst selbst gesund werden hier. die sie pro Monat für den Eigengebrauch schlachten. wenn ich das so sagen darf. einmal rechts unter der Wendeltreppe in die Ecke und fing an beim Hals. verbrennen.

dass ich nicht an den Verletzungen einer Entzündung gestorben bin. so gut wie ich es selbst in der Hand hatte. Und nicht wie es sein sollte mit kleinen Tropfen. die Infusionslösung ging nicht in eine Vene hinein. Die Unterhosen und Hosen konnte ich nicht wechseln.h.Restspuren hinterlassen. wie man heute noch an den Unterarmen links und rechts erkennen kann. Ein Vergraben käme nicht in Frage. dass der Flüssigkeitsdruck so stark war. 51 . da es früher oder später zu Funden meiner Gebeine kommen könnte. denn dem Knecht seine Hände sahen schwärzer und dreckiger als die eines Kaminfegers aus. Ich war natürlich nicht gerade fröhlich über solche Nachrichten und was mich natürlich anstrengte selbst gesund zu werden. dass sich die Venen im Unterarm links und rechts nicht deutlich zu erkennen gab. ich musste soviel Blut verloren haben. weil ich mich ja nicht waschen und die Wäsche auch nicht wechseln konnte. wobei ein Ofen mit so hoher Temperatur nichts übrig lassen werde von mir. weil ich soviel Blut verloren hatte. So kam es. Dummerweise. weil man sie nicht über die Kette ausziehen konnte. sondern in die Haut dazwischen und es bildeten sich Schwellungen in der Haut. konnten sie keine vernünftige Vene finden. Am Abend spät kamen sie mit einer Infusionslösung. Da lag ich nun wie ein halbtoter Hund an einer Kette und schmutzig war ich auch noch dazu. lassen wir es lieber sein. Sowieso. d. Sie haben auch die Flasche mit der Infusion so hoch über mir an die Wand genagelt und aufgehängt. dass die Lösung wie aus einem voll offenen Wasserhahnen sprudelte. dass ich links sieben Einstiche mit der blöden Scheissnadel links und zwei oder drei Einstiche rechts im Unterarm bekam. dass die Nadeleinstiche nicht korrekt sind und er versuchte es dann bis zu 10 Mal oder so und dann haben wir gesagt. Mich wundert es heute. weil sie zuwenig mit Blut gefüllt war. Ich musste ihn darauf hinweisen.

es sei die Speiseröhre und es wäre die Luft vom Magen herausgekommen. das auch durchblutet war. dass das Blut durch die Schaumstoffmatratze floss und dann auf die Federn und auf das Bettgestell durchtropfte. aber sie sagten nein. d. räumten sie mit grosser Gründlichkeit die andere Raumseite auf und nahmen die andere Matratze weg.h. ich dachte es sei die Luftröhre. um zu schauen. jetzt 52 . aber er hat mir gesagt dass die vordere Röhre die Luftröhre ist. es war der Knecht. oder ob die Bewachung und Beobachtung wirklich dazu da war. dass ich mir noch einmal was antun könnte und sie dadurch das Geld nicht erhalten könnten. Ich habe bis gestern. Mir tat alles weh.Währenddem ich gepflegt oder behandelt wurde. ich weiss nicht. der vor mir auf dem Stuhl sass und mich beobachtete. dass es die Speiseröhre ist. Von nun an hatte ich einen ständigen Bewacher. ob die Angst grösser war. wie sie mir jetzt sagten. bis zu meinem Besuch bei Herrn Dr. Auch wurden alle Scherben aufgeräumt und die Fensterrahmen aus den Angeln genommen und weggenommen. Das Bettgestell. ob ich nicht doch sterben würde. das habe ich gesehen. die Öffnung in der Speiseröhre. Moser im Spital Vaduz selbst geglaubt.

hatte ein Riesenloch in der Mitte. weil ich mit einem Auge. dass sie doch entschieden mich gleich zu beseitigen. Logischerweise mussten sie mich ja aufpäppeln damit ich die Kohle organisieren konnte und wegen meines miserablen Zustandes und ob wirklich keine Gefahr bestand. Mario und Marco. ich wollte entweder nur Tod oder lebendig aus diesem Haus. die jetzt offen blieb. hatten sie mich trotzdem in der Kälte gelassen. ich hatte Angst wegen der Öffnung. was ich denken soll. wegen dem Loch in der damals noch Speiseröhre. dem linken. unmaskierte Mario mit seinem Messer das Ende der Schnur durchtrennte. der anwesende. weil die Matratze. Spät am Abend. die sie mir untergelegt haben. aus dieser Geschichte. ich weiss nicht wieso. sehr spät am Abend kamen dann überraschend der Verbrecher 53 . Sie sorgten sich um mich. Ich hatte solche Angst und ich glaubte fest. Sehr. Ich hatte immer noch das Gefühl. Ich wollte auch nicht schlafen. sie haben die Tür nicht mehr zugeschlossen und vor mir auf dem Stuhl oder zeitweise auch neben den Stuhl der Bewacher sass.weiss ich auch nicht. doch nicht zum Schluss gekommen sind. wie ich noch glaubte. ich habe ihn dort nie gesehen. langen Messer an meiner Kehle die Schnüre vom Nähen abtrennte. wobei der dritte Sohn. ob er auch informiert war. hinüber zur Tür geschaut habe. Ich hatte auch Riesenangst als der Knecht mein Hals zugenäht hatte und dann. Im oberen Stock hat der Knecht im Bett geschlafen oder er beobachtete mich. und ich nicht weiss. Egal.h. weil mir nur die Haut zugenäht wurde. ich konnte sowieso nicht schlafen. aus diesem Land weg. Ich lag nur bewegungslos da und schaute mit meinen Augen unter den Lidern hervor und sah wie Mario mit seinem grossen. es tat mir alles weh. dass ich fliehen konnte. sodass mein Gesäss im Loch lag und ich dann mit den Rippen auf einer gewissen Kante lag und dazu mir der ganze Rücken und der ganze Körper schmerzte. Ob Mariano mit seinen Söhnen. dass er mir im Effekt die Kehle durchschneiden könnte um diesem Drama und diesem Problem ein Ende zu machen. d. dass sie mich wegen meinen schweren Verletzungen und der Gefahr. aber ich habe in einmal in Spanien kennen gelernt. ich wollte auch nicht mehr fliehen. dass ich nicht durchkommen könnte oder was immer. aus diesem Raum. Pedro. den ich nie gesehen hatte. Obwohl ich mich in so schlechtem Zustand befand. dass Mariano mit seinen drei Söhnen.

Helmut und seine Frau zu meinem Bett. dass er sich nicht die Hose verbrannte. erst nach dem Nachtessen wurde es ihnen erzählt und sie hätten sich angeblich sehr aufgeregt und verstanden nicht. weil ich vermutete und überzeugt davon war. Zweitens habe ich immer die Tür beobachtet. Mittwoch. Ich erzählte ihnen von den missglückten Infusionseinführungen. dass ich sicher hier in dieser Kälte und bei dieser Luftfeuchtigkeit an einer Lungenentzündung sterben werde. nur weil ich versuchte. diese Herren und Verbrecher und sie wollten auf keinen Fall jetzt ohne einen Pfennig Verdienst diese Lage beenden. damit ich hier herauskomme natürlich nachdem ich Ihre Bedingungen. d. aber sie wollten es nicht machen.h. da ich fälschlicherweise dachte. ihre Geldforderungen bezahlt hätte. weil er vor dem Stuhl einen Gaskocher aufgestellt hatte und vor mir eingenickt war und die Beine und damit seine Hosen ziemlich nah am Feuer dieser Gasflamme gestreckt hatte. Sie schworen mir und sagten auch. mich umzubringen. Ich lag ja nicht mehr auf einem Gestell. dass es zu einer Kurzschlussreaktion kommen könnte von Seiten der Verbrecher und dass sie in der 54 . war dass sie mir geglaubt haben. Denn sie hatten sich nun auf das eingelassen. Ich flehte Helmut Roegele an. dass ich nur das habe. April. mich nicht alleine zu lassen und hier wie ein Hund verrecken zu lassen. Das Einzige das es wirklich zu jenem Zeitpunkt bewirkt hat. da ich sonst schon schwach war. sie verstehen es schon. 2. sondern nur noch auf der nackten Matratze auf dem Boden. dass er ist der Einzige von dieser Bande hier. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. der noch ein wenig menschlich auf mich wirkte und meine Tränen kamen mir in die Augen und ich flehte sie an. dass wenn ich nicht an meinen Verletzungen oder einer Vergiftung oder Entzündung von den dreckigen Händen des Knechts sterben werde. dass sie sich um mich kümmern würden und ich solle so schnell wie möglich gesund werden. dass sie angeblich von dem Ganzen zuvor nichts gewusst hätten. d. weil ich mit einem Auge auf den Bewacher schaute und aufpassen musste. die nicht verschlossen wurde. warum Mariano mich nicht in ein Spital bringen wolle.h. Sie versprachen mir. was ich habe und keinen Pfennig mehr.

Mir ist dann auch aufgefallen. weil sonst alle im Knast oder wo immer landen würden. dass das so heilen würde. weil ich nicht glauben konnte. überleben würde. Obwohl sie mir auch noch eine Tetanusspritze in den Hintern geschossen haben und noch eine andere Spritze. ich konnte nicht glauben. meine Arme und nichts bewegen. dass ich. die ihr Verbrechen genommen hatte. dass man mich beseitigen muss. dass es passieren würde. Auch bat ich um einen Arzt oder um ein Spital. mit der Begründung. Ich blieb dann den ganzen Tag im Bett liegen und dauernd kamen Leute und fragten nach meinem Bewusstsein. peinliche Situationen. wo ich auf den Stuhlgang musste und ich mich aber schämte. Mein Hals war ganz starr. Ich weiss nicht auf wessen Treiben hin entschieden wurde. nehme ich an. die Möglichkeit war sehr. nach meinen Gefühlen und ich sagte. weil ich ja noch angekettet war und wieder in der Scheisse des Kerkers drin war. Tag und Nacht. die der Knecht an mir verübt hatte. dass mit diesen kleinen Korrekturen. Zudem war ja mein seelischer Zustand auch nicht der Beste und das heisst es war eigentlich eine sehr verrückte Lage. am Mittwoch morgen kam Marco und sagte mir.Nacht kommen und mich erschiessen. denn da konnte ich in eine leere Mineralwasserflasche aus Plastik meine Blase entleeren und auf die Toilette musste ich im Moment nicht gehen. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. Das Herz und das Hirn waren sehr geschärft. Nochmals. dass ich 55 . ich könne meine Hände. da ich ja sowieso nicht viel gegessen hatte. dass sie mich verlegen würden und zwar aus diesem Raum heraus und in einen anderen Keller. Der Knecht blieb die ganze Zeit bei mir. um dieser unvorhergesehen Wendung. sehr gross. Für den Urin war es kein Problem. wenn ich nicht selber gesund werde. ein Ende zu bereiten. die sie beim Arzt im Dorf oder sonst wo gekauft hatten. die dir von hinten in den Rücken fallen und dies vermutlich einfach ihren Angestellten übertragen würden. weil die ganze Familie Marti-Ventosa Roqueta Feiglinge sind. dass an der Aussenseite der Stahltüre offenbar extra für diese Gefangenschaft mehrere zusätzliche Riegel mit Schliessvorrichtung daran angeschweisst wurden. Wobei sie es nicht selber machen würden. und es gab auch einige. sie mich erschiessen oder umbringen müssten. Es waren solche Leute. dass es lebensnotwendig für den Erhalt der Einheit und den Erhalt dieser Farm ist.

für mich selber. weil der Arzt ja vermutlich dann zur Polizei gegangen wäre und weil er vermutlich auch die Verletzungen oder die Kette gesehen hätte. dass ich mal rauskomme. ich mir soviel wie möglich merken muss von den Details dieses Gefängnisses. dort eine Stelle gibt. ja das hat der Heinrich sich selber beigebracht.B. als ich mir solche Verletzungen zufüge und ich weiss ganz genau. als ich dort auf dieser Matratze auf dem Boden unter der Rundtreppe lag. der mich vom 1. wo sie den Nagel eingeschlagen haben damit man die Infusionsflasche aufhängen kann. sie sagen würden. wo der weisse Verputz und die Farbe weggebröckelt ist und die Form. warum holten sie denn keinen Arzt oder haben mich ins Spital gebracht. 56 . Zudem kann jeder ganz klar erkennen warum. Mariano und Kompagnon. die es hinterlässt auf dem dunklen. ich mir das Leben nehmen würde und zudem ist dann die grosse Frage hier. einer ganz Kleinen. die als meine Freunde gelten oder galten. wenn ich dachte. Ich weiss z. die sie ja nicht gut brauchen konnten. die. dass ich mir nie selber ohne diese zwingenden Massnahmen oder Umstände unter denen ich mich befunden hatte. obwohl mich alle Leute die mich kennen. sofort verstehen würden oder sofort die Hand ins Feuer legen würden. denn falls es zur Anklage kommt. weil ich eben in Gefangenschaft war und sie es nicht riskieren konnten. grauen Betongrund ist die Form einer Maus oder einer Ratte. wenn die. dass ein Arzt mich aufsucht. April an bis ich zu meiner Abreise aus Argentinien gesehen hat. die Infusionslasche. dass es keinen einzigen Arzt in Argentinien oder sonst wo gibt. Zudem müssen jetzt beim betonierten Treppengeländer von dieser Rundtreppe zwei bis drei Löcher in die Betonmauer eingehämmert sein. weil er depressiv war.

Auf jeden Fall haben sie dann entschieden. wo ich besser genesen kann. Ja. dass die restlichen Familienangehörigen. ganz leer geräumt. wie der Weiterverlauf dieser Angelegenheit sich entfalten sollte. nicht informiert waren. weil es wieder Komplikationen gab. vor allem die Frauen. dass ich in der Nacht oder im Dunkeln oder ganz geheim in ein Zimmer in diesem grossen Haus eingeschleust werde. dass ich aus dem kalten Keller in das Haupthaus verlegt werden sollte. weil er selber mit seiner Frau auf dieser Farm. Die Komplikationen gab es daraus. Helmut hatte schlechte Karten. dass Helmut und Mariano sich zugehend uneinig wurden. wobei ich ihn hier nicht in Schutz nehmen möchte. Ich konnte mich mit meiner letzten Kraft und mit Hilfe von ihnen dann vom Bett aufstehen und trotzdem musste ich wieder vier bis fünf Stunden auf dem weissen Stuhl in dem leer geräumten Raum warten. das Problem lag daran. in der er glaubte sich zu befinden. Alle Spuren 57 . dem Mariano und seinen Söhnen und der ganzen Angelegenheit ausgeliefert war. weil er ein Hauptinitiator zusammen mit Mariano von dieser Angelegenheit ist und dann natürlich selber verantwortlich ist für die Lage. glaube ich. Ich musste also vier bis fünf Stunden auf diesem Stuhl warten und das Zimmer wurde ganz. und sie mussten es also so herdrehen.

und ich war so geängstigt. dass sie mir nicht weh tun. sie zogen mir beide Schuhe und den Socken aus und steckten meine Füsse unter die Bettdecke. dass man die Füsse in kochendes Wasser stellt und dadurch die Fusssohlen aufschwollen und natürlich keine Möglichkeit für mich bestehen würde. wie noch nie in meinem Leben während der ganzen Geschichte. Sie haben mir dann Tee gemacht und nicht die Fusssohlen verbrannt und ich trank ihn NICHT. die mich 58 . es war. die sie dann nicht benutzen konnten. Der Knecht war auch da und hat mich beruhigt und hielt den Eisenring fest und abwechslungsweise haben sie dann die Kette oder den Eisenring aufgesägt. dass ich mir so was zugetan habe und dass ich die ganze Organisation auf den Kopf gestellt hatte. Den Eisenschneider konnten sie dann nicht verwenden. Ich hatte solche Angst.um die sie sich eine ganze Woche nicht gekümmert hatten. Ich natürlich. in meiner Elendsverfassung. eine grüne "Black and Decker". so sprang der Marco weg und brachte eine Handeisensäge und ich habe mein Fuss nicht gesehen. Ich musste leider wieder Angst haben. der zum Badezimmer geht. endlich frei war. aufpassen was geht und weil ich eben wusste. sie hätten mir meine Schuhe und meine Socken ausgezogen . dass es ganz feige Leute sind. weil ich dachte. Natürlich. In diesem Zwischenraum. dass sie wieder versuchen würden etwas mit mir zu machen. haben sie eine Eisensäge gebracht. Mir sagten sie. wegzurennen. weil es keinen Strom gab. glaube ich. haben sie den Gaskocher aufgestellt und heisses Wasser gekocht. dass ich mir vorstellen konnte. Sie zogen mir meinen Socken und meinen Schuh wieder an. glaubte eher an einen Trick. da ich nicht mehr auf den Füssen stehen könnte. weil ich ja dafür unbeweglich liegen bleiben musste und habe nur gehofft. dass dies ab und zu bei solchen Situationen sein muss. 24 Stunden lang. Es war für mich eine grosse Erlösung. dass ich nach einer Woche an dieser Kette. nein. damit ich nicht wegflüchten könne. vor dem Abtrennen. Sie waren böse. so Angst. dass sie mit dem Eisenschneider vielleicht mein Bein abhacken könnten. denn mein Körper war ganz auf Alarm eingestellt. den sie vorher ausgezogen hatten. weil der Strom ausgefallen war.wurden soweit wie möglich entfernt. bevor ich gehen konnte. auf jeden Fall war es eine grüne.weil sie vielleicht meine Fusssohlen verbrennen wollten. elektronische Eisensäge.

d. erschiesst mich oder anstelle man fälschlich schon in solcher Lage ist. Einmal sagten sie. Dies war ein grosses Problem. wo ich diese drei Stunden auf dem Stuhl auf die Verlegung wartete. bedingt durch meine Gemütslage und meine Nerven beim Lügendetektor versagen werde und dass dieser vielleicht falsch reagieren würde. das war kurz vor meinem Selbstmordversuch. und ich dadurch mehr Angstzustände bekam. das was ich habe. wo du noch lange halb tot bei Bewusstsein sein bleibst und dann stirbst. Am Schluss konnte ich keinem von allen Leuten mehr trauen und war sehr traurig darüber. dann finde ich. ob es schon Dienstag. wenn sie mich umbringen. wenn man direkt konfrontiert wird und es wird gesagt. dass ich beim Flehen um mein Leben und wo ich gemerkt habe. dass das alles ist und wenn dann der Lügendetektor das herausfände. dass an dem Besuch.eigentlich nur von hinten umbringen.habe einen Lügendetektorapparat organisieren können und sie werden mich daran anschliessen und wenn sie mir Fragen stellen würden über mein Vermögen und es nicht stimme. mich bitte mit der Pistole erschiessen und daraufhin hat Helmut gesagt: "Nein. dann sollen sie mich. als dass ich mich hätte beruhigen können. Meine Nerven wurden wieder auf das Äusserste gespannt. denn wenn man schon in Gefangenschaft ist. als mir die Kette gelöst wurde. auf dem Stuhl und wartete nochmals weitere drei Stunden. Mittwoch oder Donnerstag war." Ja. weil dauernd der Sohn Marco oder Mario immer rein kamen und raus gingen und geflüstert haben mit meinem Knecht und ich wusste nicht. denn ich hatte solche Angst. einen grausamen Unfall erleben lassen.h. der Deutsche – Helmut . mich dauernd in der Unwissenheit liessen. mir gut zulächeln würden. an dem Tag. wir werden dich einem grausameren Tod. ich dann gefoltert werde. dass ich am Tag zuvor oder waren es zwei Tage. Ich sass also. dass ich gesagt habe. das ist mir noch in den Sinn gekommen. wo mich Herr Helmut und seine Frau und die zwei Bewacher zum ersten Mal besucht haben. bewusst. dass man ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist und dass sie wie sie es mit mir gemacht haben. was genau geschehen wird und mich falsch informierten. so einfach machen wir es dir nicht. Ich konnte es nicht glauben. dass ich vielleicht. ich bin mir nicht mehr sicher. sie glauben mir nicht. was los ging. ist es wahrscheinlich besser. 59 . Jetzt kommt mir noch in den Sinn.

sie wussten angeblich nicht genau. dass ich am Ende meiner Nerven war und dadurch noch mehr Angst hatte. Ich habe dann wieder geweint und gesagt. sie haben nur die Befehle ausgeführt von Mariano. jedem positiven Gedanken eines der Bewacher oder der Verbrecher. dass ich es nicht verstecken konnte und dummerweise zitterte ich um mein Leben und zitterte. dass es doch so Leute sind. allem Positiven. dass sie zitterten. Es kamen sehr oft Momente. ich habe ja nicht mehr Geld. Auf einmal kam der Täter Helmut herein – mit etwas. sie zitterten einfach so stark. warum‚ was. Die Söhne von Mariano eben. Der Knecht hat mich versucht zu beruhigen. weil "die Söhne von Mariano".weil ich wusste ja. warum wir warteten. dass ich so Angst hätte.einem Kuvert. weil ich nicht die Wahrheit gesagt hätte und nicht deshalb‚ weil sie mit der Folter gedroht hatten. Das ist die Ironie darin." Ich weiss genau. wo man meine ganze Hand und beide Arme stark zitterten und ich konnte es nicht stoppen. aber vielleicht würde durch meine Situation das Resultat des Lügendetektors anders herauskommen und ich dadurch gefoltert werde. Er war der Menschlichste von allen. Ich wartete und wartete und mir wurde schlecht. man versucht sich daran anzuhängen und das Menschliche zu sehen und man wünscht sich. dass ich das 60 . dies ist alles was ich habe. wenn Mariano so was sagt. wir konnten dich nicht früher verlegen wegen den Söhnen von Mariano. nämlich dass wenn ich zitterte. Sie wiederum nahmen genau das Gegenteil an. Geld und so. die angeblich wirklich nichts wussten. dass ich die Wahrheit sage. darin war ein Brief. und ich will hier nur raus. Zudem wussten sie ganz genau. ist es immer er selber. dass. Er sagte mir heuchlerisch: "Entschuldigung Heinrich. so etwas anderen Menschen anzutun. dass wenn gefangene Leute oder so westliche Gefangene über längere Zeit gefangen sind. wollten. sie vermuteten. versuchen sie halt an jeder Hoffnung. Also ich konnte auch nicht etwas in meine Hand nehmen oder so. und ich habe schon mal gehört und ich weiss. er schiebt gerne die Schuld auf andere Leute. weil ich einfach nicht wusste. wieso. ich habe es zuerst gar nicht gesehen . weil ich Angst hatte. sie würden mir nicht glauben. wenn man es so nennen darf. wenn man es so nennen kann. wie Sie und ich zusammen und dass wir uns nie fähig sehen. wenn sie mir wieder falsche Informationen gaben und mir Angst machten.

aufstehen. dem Knecht und dem einen Sohn von Mariano. wo die rosarote Zeitung schon weg war. was mir vorgelegt wird." Wiederum musste ich mit Hilfe der zwei Wächter. also der Farm San Francisco und das andere Konto war ein Geschäftskonto von Helmut Roegele. es ist mir Wurst. alles war eigentlich schon weg und ich musste dort auf der Rückseite des Kuvert wieder meine Unterschrift üben. jeweils der Marco oder Mario. die heisst "Maritim Compania Naviera S. Kontos wohin das Geld hinkam. Marco. die darauf waren. waren eben Angaben mit Bankkonten und so. Ich habe den Fax und den Brief unterschrieben und vielleicht hätten sie ja Glück gehabt und hätten das Geld so gekriegt. weder ich noch die andere Seite. Sie haben mir unter die Arme gegriffen und mir das kleine Möbelstück gebracht. dass sie mich in Sicherheit bringen würden. die ist auch Besitzerin der Hazienda "Estanzia San Francisco". Ich sagte: "Klar. Ich habe es gemacht und dann habe ich die Unterschrift auf ein maschinen geschriebenes Papier gesetzt. den Letzten. das Buch selber erforderlich war. ungefähr die Abschrift von meinem handgeschriebenen Brief war. damit es nicht verzittert ausschaute. die würden mir nur sagen. wie ich erkennen konnte. Ich habe es unterschrieben und dann musste ich wieder warten und wieder warten und der Knecht stand immer neben mir und machte einen Kreis um mich herum und machte mich ganz nervös. Der andere Sohn von Mariano. das der Firma gehört. weil wir alle noch nicht wussten.A. das Sparbuch in dem das Geld verbucht war. den ich geschrieben habe an. Ich glaube eine Überweisung würde auf ein Konto in Spanien gemacht. den an Bankdirektor Bröll in Feldkirch und die zusätzlichen Angaben. aber in Wirklichkeit würden sie mich umbringen. wie es von mir aufgesetzt wurde. ich unterschreibe alles. kamen abwechslungsweise zur Tür herein und flüsterten und standen drinnen vor der Tür und öffneten die Tür ganz wenig und schauten hinaus was vor sich ging und was nicht vor sich ging und so. wie ich das Geld bei der BAWAG hatte." oder so ähnlich. einer Briefkastenfirma von Panama und es ist dieselbe alte Briefkastenfirma aus Panama.unterschreibe. das. dass es in dem spezifischen Fall. Ich habe gedacht. 61 . die ich selber nicht wusste.

dass ich halbwegs laufen konnte und wäre eigentlich nach vorne hingefallen. das übrigens nicht weit weg liegt. Ich glaube es war auch sein Dienstwagen. als es dunkel wurde. ich dachte. er fahre einen Umweg damit die Angestellten und die Frauen vom Haupthaus mich nicht erkennen oder sehen würden. weil ich über 100 kg schwer bin. Ich habe die Hand von Helmut ganz fest gedrückt und ich bat Helmut auf Deutsch: "Du kennst den Weg. dass Dunkelheit der Tod bedeutet. Ich hatte solche Angst. es 62 . also mussten sie mir aus einer Tasche. mich nicht in der Dunkelheit zu verlegen. Meine rechte Hand hat mir so weh getan und ich habe die Hand von Helmut gehalten. Sie stülpten mir eine dieser Skimasken über den Kopf und halfen mir auf die Beine." Ich habe wieder Angstzustände bekommen. Trotzdem wurde es dann dunkel und endlich kam Helmut wieder und hat gesagt. worin sich ein Leintuch befand.Schlussendlich. Es war das erste Mal. also Arbeitsauto. der den Wagen fuhr. Ich bin bei Dunkelheit auf die Farm gekommen und bin überfallen worden. dass er nicht einen falschen Weg fährt. ich dachte. wohin fährst du? Warum fährst du so? Wo fährst du hin?" Ich hatte solche Angst. und da mussten sie mich angestrengt auffangen. und ich wusste Dunkelheit. du bist schon hierher gefahren. ein Amerikaner. Es war eine Fahrt von. Ich wurde in ein Auto gebracht. wie ich später erkennen konnte und sass in der Mitte. damit ich den Weg vom Wasserturm zum Haupthaus nicht sah. die sie hatten. ein grosser Jeep. Ich sagte das im Auto zu Helmut. Die Skimütze war nicht ganz dicht. denn ich habe darum gebeten. das hat kein gutes Omen. ich wusste ja nicht wie weit und wo dieser Wasserturm war oder wie viele Wassertürme es auf dieser Farm gibt. er würde mich zum Haupthaus begleiten. Rechts von mir sass Helmut und links wurde das Auto von Mario gesteuert. weil ich wusste. Dies hat er mir zum ersten Mal gesagt. er solle sich beruhigen. war nicht die normale Route gefahren. weil ich hörte wie Helmut zu Mario auf Spanisch sagte: ‚Ja. weil Mario. sie würden mich an eine Waldlichtung fahren und ich hätte eine Kugel im Kopf. vermutlich aus Blutmangel oder so. das weisse Leintuch um meinen Kopf wickeln. pass auf. jetzt haben sie den Helmut auch überrumpelt oder sie spielten mir alle etwas vor und weil Helmut offensichtlich ohne zu lügen erkannt hat. dass es nicht derselbe Weg ist und Mario nur sagte. ich weiss nicht.

Bitte lasst mich als Mensch sterben und nicht als ein Schwein oder eine Kuh. Ich war sehr beruhigt für den Moment. sie haben mich so viel irregeführt. dass genau dieses Thema mich sehr beängstigte. Es war ein Haus aus den 30er Jahren. weil ich selber nicht gut laufen konnte und durch eine Tür in das Hausinnere gebracht. mein Bewacher." Wahrhaftig. Der Knecht. Ich habe aber das Wort Folter nicht mal in den Mund genommen.kam mir länger vor als es war. denn ich konnte ein kleines drei mal zwei Meter grosses Kinderschwimmbecken auf der Wiese erkennen. die sie vielleicht im Moment gar nicht hatten oder an die sie gar nicht dachten im Moment und wenn sie merkten. Ich habe darum gebeten: "Nur eine Kugel im Kopf. Ein Tisch. Auf 63 . Das Zimmer war durch eine Tür zu betreten. Er hat eine Frau und vier Kinder. weil es dumm ist die Leute auf Ideen zu bringen. dass wenn sie mich erschiessen. aber dann mit brauner Farbe dick übermalen mit einem Stuhl und einem weiteren Stuhl ohne Armlehnen oder beide mit Armlehnen. weil im Zimmer meine blaue Tasche war und meine Anzugtasche. die andere Tür in mein Zimmer und noch ein Badezimmer und ein weiteres Zimmer. er hat das Auto angehalten und dann wurde mir das Leintuch vom Kopf abgewickelt und die Mütze auch. dann würden sie mich extra damit foppen oder mich ängstlich machen. Ich wurde an der Hand unterstützt. bitte eine Kugel in den Kopf. war auch bei mir und für ihn. ich war beruhigt. falls es soweit ist. glaube ich. hinter der Türe war ein Gang und von diesem Gang aus ging eine Tür in ein Zimmer. einer ohne und einer mit. Ich habe Helmut gebeten. drei bis vier Minuten. was ich glauben sollte und was nicht. nur bitte keine Folter. wo ich war. wie er mir sagte. Ich konnte dann sehen. ein Gartenstuhl mit rundem Tisch aus Metall und zwei Stühlen. aber ich schätze so ca. dass er in einem solchen Haus gewohnt hat oder solch ein Badezimmer gesehen hat. aber ich wusste nicht. vermutlich original eine andere Farbe. die andere Tür in ein Badezimmer. weil er sehr arm ist. gross gebaut und mit sehr viel Holz. weil sie wissen würden. mehr nicht mit seinen Umwegen. dass ich vor irgend etwas sehr viel Angst hatte. Das Zimmer. Ich wurde die Treppe hoch und dann in ein Zimmer gebracht. war es das erste Mal. auch Kinderspielzeug. ich glaube. war mit zwei Einzelbetten aus schönem Holz belegt.

schön angerichtet von der Köchin und mit Wasser. Der Verband wurde gewechselt. wenn der 64 . Das Zimmer war ein Eckzimmer des Hauses. ob sie mich so umbringen wollten oder ob sie mich so betäuben wollten. wo das Fenster in der Mitte ist. vielleicht. waren an der Wand. Ein gelbes. im Wasser weisses Pulver gesehen. gegen Diebe und sonstiges Zeug. Eines in eine Richtung und das andere in die andere Richtung.5 Meter grosser Teppich. Ich sass nackt in der Badewanne mit halbvollem. Der Verband wurde gewechselt und ich wurde ins Badezimmer geführt und dem Knecht wurde aufgetragen mich zu waschen. Der Schrank selber war mindestens 2. aber ich traute ihnen nicht. Dann gab es einen grossen Schrank. Das Zimmer hatte zwei Fenster. links und rechts Bücherregale eingelassen. Auf jeden Fall konnte ich am Donnerstagabend früh ins Bett. angestrichenes Holztablar. darauf einem Teller. einer zweiten Tischplatte nach hinten. dann ein braunes. Er hat dann alles. gründlich mit Seife gereinigt und ich konnte aus meinem eigenen Gepäck frische Unterwäsche und ein Pyjama anziehen. Mir tat alles weh und im Spiegel sah ich aus <wie Leute ausschauen.5 Meter oder drei Meter Höhe. Beide Zimmerfenster waren wie alle Zimmer im Haus mit Eisengitter zugemacht. mit Sicherheit. worauf man Sachen abstellen konnte. vom getrockneten Blut. es war sehr hoch. Ich konnte mich natürlich nicht selber waschen und sie liessen mich in Bezug auf das Geld einen halben Tag in Ruhe. original gebaut. Auf jeden Fall habe ich das Wasser immer ausgeleert. wenn sie im KZ waren. Es gab peinliche Situationen. ich wusste also nicht. alter ein Meter mal 1.dem Tisch hatte es ein kleines Regal fest montiert. dass ich mich erholen konnte. In der Wand vor meinem Bett. das Zimmer hat eine Decke von mindestens 2. der Rest des Bodens im Zimmer war mit Holz belegt. Ich hatte im Boden der durchsichtigen Plastikflasche. nur so dünn war ich nicht. es war Donnerstag. weil der Bewacher immer bei mir bleiben musste und ich war ja sehr stinkig und dreckig und meine Haare waren von der Halsverletzung voll vom Blut verklebt. warmen Wasser und rote Farbe floss überall herunter. Zwischen den zwei Betten war ein weisser. Mir wurde das Essen auf verschiedenen Tablaren gebracht. wo ich schlief. ich weiss nicht. was nicht eine peinliche Situation für mich war. ausser meinen Händen und dem Hals.5 Meter mit drei oder vier Türen.

alle Anrufe wurden von Marianos Telefon. Wobei natürlich immer alle Türen. zuerst meine Zimmertüre mit lautem Knalle und dem Schlüssel abgeschlossen wurde und dann die nächste Türe vom Gang in die restlichen Räume des Hauses ging. die man angewählt hat mit dem Datum. ob es so in Ordnung sei. Übrigens. Aber wie gesagt. Ich wollte nur heil hier raus und wenn es vielleicht länger gedauert hätte. Aber trotzdem. weil ich doch nachher näher an den Autos war und näher im Hauptgebäude. daran will ich nicht denken. Es hiess also am Donnerstagabend. er hat es mir so gesagt. Ich sollte anrufen und fragen. dass er in Argentinien hat. warum ich hier bin und so. Zeit. sag es niemandem und er hat mir erzählt. was für Konsequenzen es gehabt hätte. ich hätte ja nicht gewusst wohin ich fahren sollte. der aussen steckte. sie wollten zuerst den Fax schicken und ich hatte die Nummer nicht. ausgeführt und ich bin sicher. also den Bewachern. hätte ich vielleicht ohne Kette eine bessere Möglichkeit gehabt. etwas ganz anderes erzählt wurde. wie es im Fax stand. Marianos Mobil-Nummer ist von Europa aus ist 0054 68441800. dass wir am Freitag früh aufstehen müssen. sonst legen wir dich um. Also am Donnerstagabend ging ich ins Bett und der Knecht hat im selben Raum über mich gewacht und mir dauernd gesagt: "Mach keinen Blödsinn. Uhrzeit und Dauer und Gesprächskosten erscheinen wird.Knecht nicht da war. wurde immer abgeschlossen mit einem Schlüssel. Er hat nicht mit mir gegessen. wegzukommen. die sie mich gezwungen haben zu führen. sag es niemandem. ob es stimmt weiss ich nicht. sie wollten bloss feststellen. wenn ich ein Auto geschnappt hätte und sie mich wieder geschnappt hätten. er ging nach unten und hat mit dem Personal gegessen." Er ist zwar oft zu mir gekommen und hat geflüstert. ob es dann so gemacht werden könne. Also. weil wir ja 5 Stunden hinter Europa sind. dass ihnen. Sie glaubten mir jetzt. dass bei den Abrechnung die ganzen Nummern. dass ich ein 65 . das ist die Mobilnummer von Mariano und von diesem Mobil aus haben wir dann die Gespräche geführt. zeitlich gesehen. dass Mariano's Söhne den Bewachern und einigen Mitbewohners gesagt haben. wenn die Telefonrechnung kommt. seinem Mobiltelefon. ich hatte sowieso keine Fluchtgedanken mehr gehabt. und ich will nicht daran denken. dass wie in den meisten Ländern. wenn sie das Fax an die Bank in Feldkirch schickten.

befahlen mir. da ist Kieber Heinrich aus Argentinien. ob Herr Bröll da sei und das wurde verneint. ob es gut für mich ist oder nicht. dass ich keinen Fehler machte und ich solle ja nichts verraten. dass er sich nicht den Befehlen von Mariano widersetzen kann. die Sekretärin hat das Telefon abgenommen. Ich habe dann gefragt. Er käme erst später. weil sie sind wie Leibeigene und er hat vier Kinder und eine Frau zum Pflegen und das ganze Zeug und ich wusste nicht. dass ich zu allem fähig wäre und sehr kampffähig sei und so weiter und dadurch müsste äusserste Vorsicht angewendet werden zu dem Zeitpunkt. wenn er mir das in angeblicher Vertrautheit erzählte. ich solle einfach sagen. Ich wollte nichts Persönliches wissen. ich sei in Buenos Aires." Ich ging also zu Bett. dass ich noch einmal mein Land Liechtenstein. weil sie vermuteten oder wussten. schon zu diesem Zeitpunkt. Der erste Freitag im April. Es war ein gutes Bett mit weissen Kissen und Laken und ich habe zwei Decken über mir gehabt und beide Betten waren mit einer violetten. morgens um 03. Ich 66 . ich nehme an. Sie haben genau aufgepasst. Das Holz war abgeschmirgelt und die Fenster hatten Fliegengitter. wo sie mich festnehmen würden und für die Zeit danach. den Fax nach Feldkirch abgeschickt. Er erzählte mir auch. meine Familie und Freunde.00 Uhr wurde ich geweckt und musste humpelnd unterstützend von den Wächtern mit Helmut zusammen ins Freie gehen. Freitagmorgen.Terrorist sei und. es war die erste Nacht in diesem Bett. es war dort zwischen 09:30 Uhr oder 10:00 Uhr angerufen und mit einer fröhlichen Miene nach Feldkirch telefoniert. künstlichen Tagesdecke bedeckt. dass der Empfang vom Mobiltelefon im Freien natürlich besser sei als im Haus drinnen. wieder sehen kann und mein Leben als wiedergeborener 32-jähriger Mann von vorne anfangen kann. Die Fenster waren von aussen grün gestrichen und braun von innen. sonst sei ich ein toter Mann. Ich konnte ein Fenster für die frische Luft öffnen. Ich habe dann. Ich glaube. Grüss Gott. und ich habe gesagt: "Ja." Helmut und die mich gefangen genommen haben. Sie haben dann. weil ich wollte nichts riskieren. ich wollte nur meine Sachen erfüllen und was sie von mir verlangten und bat: "Lasst mich frei.

Ich habe Herrn Bröll. wie im Fax gewünscht gehe? Und Herr Bröll hat gesagt. ob sie das Fax erhalten und gelesen haben. leider nicht. Es war eine kleine. um mitzubekommen. Einmal hielt einer der Söhne die Knarre an meine linke Schläfe. die Knarre immer einem der Söhne von Mariano. Eher eine Ladypistole. es geht nicht so. Ich glaube eine Stunde später haben wir angerufen und Herr Bröll war dort. weil ich Angst hatte. und ich habe gefragt. man kann nur was abheben oder verschicken kann. die vermummt früher in meinen Kerker stürmten. teilweise blanker Stahl. Einer der Söhne setzte also den kalten Lauf an meine Kopfrückseite. aus Angst. Nie dem Knecht. da wir ja sonst immer in unserem Dialekt reden. Aber während jedem Telefongespräch. denn jedes Mal. vorne auf meine Stirn zu setzten. der Sohn könnte abdrücken und die Kugel würde ja durch meinen Kopf aus der meiner anderen. die mir aufgezwungen wurden. also Anruf nach Europa. wenn ich jetzt mit Herrn Bröll Hochdeutsch sprechen würde. ja er. weil er ja immer ständig sein Ohr mit am Mobiltelefon hatte. überreichte er. und mit dem Codewort. Ich bin dann wieder ins Zimmer gebracht worden und legte mich auf mein Bett und hoffte. Auch wurde mir bei allen Telefonaten. Während dem Telefongespräch mit dem Mobil habe ich ja immer das Telefon so abgewinkelt von meinem Ohr gehabt damit es Helmut auch verstehen konnte auf Deutsch. die Pistole halten. Helmut würde mir nicht 67 . wenn er zu mir ins Zimmer kam. den Lauf gerade. Er war also immer Kopf an Kopf mit mir. was Helmut aber sofort energisch ablehnte. was gesagt wurde. ausser er wäre einer von diesen gewesen. in seinen Kopf fliegen. Sie hatten ihn nicht gelesen. eine Pistole an meinen Hinterkopf gedrückt. dass jetzt alles ein gutes Ende nehmen würde. Es muss die von Helmut oder seiner Frau gewesen sein. Herr Bröll hat mir erklärt. Helmut verlangte dann vom Waffenhalter. was gesprochen wird. diesen hatte ich nie mit einer Waffe gesehen. weil er an Direktor Bröll gerichtet war. Dies weil es Helmut ja nicht selber machen konnten. Ich habe natürlich dem Helmut vorher gesagt.fragte. dass es verdächtigt sein würde. teilweise braun. Diese hatte ich vorher noch nicht zu Gesicht bekommen. ob es so. Dann hat sie gesagt. rechten Seite. zog er sie aus seiner Tasche. ich soll in einer Stunde nochmals anrufen. wenn ich mit dem Sparbuch komme oder jemand anders.

Ich sagte. sonst kann man kein Geld abheben. Ich habe dann den Verbrechern gesagt. dann habe ich ihn gebeten. wir würden es organisieren. lokale Zeit in Vaduz. gebeten: "Bitte erklären Sie DAS meinem Bekannten hier. Abgesehen davon. Ich habe mich bei Herrn Bröll bedankt und wurde wieder ins Zimmer geführt. im Brief. oder am 30. nein wir haben gesagt. weil man braucht ja ein Codewort dazu. weil er seine Arbeit 68 . Ich glaube. weil ich ja wirklich sterben wollte. was ich natürlich nicht gesagt habe. ich hätte es in Vaduz bei einem Bekannten von mir und der heisst Martin OT Entfernt. Die Leute denken natürlich nicht so und dann habe ich gesagt. ist immer am ersten Dienstag des Monats. den kennen Sie sicher auch vielleicht. Vorher haben wir gesagt. Sie haben nicht mehr an jedem Wort gezweifelt. Nur ich und die Bank wissen das Codewort. ist eben dieser Tag.00 Uhr. Sonst ist er oft unterwegs. weil sonst würde ich es in einer solchen Lage nicht schreiben. wo Martin stempeln gehen muss. und dann haben wir aufgehängt. in der Wohnung zu Hause.30 Uhr und 11.03. also auch wenn jemand das Buch findet. wer es war. das an den Überbringer lautet. geschrieben habe. schrieb ich dies und es ist auch die Wahrheit. wo das Sparbuch ist und das Sparbuch hatte ich. dass das Buch abgeholt werde und falls alles gut gehen würde. da wusste natürlich Herr Bröll nicht. dann wäre aber seine Sekretärin. den ich an Mariano am Sonntag oder am 31. das Buch ist bei dieser Person und diese Person ist immer.03. sie noch reinzulegen. kommt man gar nicht auf die Idee. sie glaubten mir jetzt ein wenig mehr nach meinem Selbstmordunfall. Es wäre ja purer Selbstmord in einer anderen Form. Frau Türtscher dort und die wisse über den Fall auch Bescheid. muss man ein Codewort haben. wo ich Mariano das ganze Geld angeboten habe. wenn man in einer solchen Lage ist. das könne er nur mir sagen. Ich habe geschrieben. Er hat dann mit Helmut am Telefon gesprochen. ich weiss es ganz genau. ungefähr um Mittagszeit." Er hat gesagt. Mittlerweile natürlich auch Helmut und Mariano. erklären sie einfach generell was es auf sich hat mit solchem Typ von Sparbüchern in Österreich. weil ich es nicht eingeschlossen habe. dass wir später nochmals anrufen würden. Alle 14 Tage Dienstags. dass er dort sei. würde am kommenden Montag jemand erscheinen und Herr Bröll sagte.glauben und so. das ich gesagt habe. nur nicht zwischen 9.

Ich konnte die Uhrzeit ablesen. wegen einem Dokument. Sie mussten sich nur noch einig werden. nein.‚ Vorher habe ich ihm eben gesagt. Interessanterweise versteht natürlich keiner von Marianos Seite Deutsch. zu Hause sein musste. in Argentinien. denn so wenig zu Hause sei. hatte ich auch geschrieben in jenem Brief. Martin sagte. Martin sagte noch: „Am Besten rufst Du mich am Abend an. Sie haben mir meine Uhr zurückgegeben. den 01.zu meiner grössten Freude war er zu Hause und hat das Telefon abgenommen. Es war Freitag. Hier ist die Geschichte natürlich normal. ja. wie geht es denn so? Ich bin hier in Argentinien. und ich wollte dich nur fragen. wen sie schicken wollten. ich habe ihn noch nicht gesehen oder mit ihm darüber gesprochen . ich habe mich noch nie so darüber gefreut .00 Uhr morgens in Argentinien und da war es ungefähr 03. ich glaube.00 Uhr mittags. 12. nein. April. die Bank war auch informiert. Ich habe gesagt: "Martin. Martin hat noch Kunden oder geht andere Leute in Österreich besuchen und so. Zu meiner grössten Freude.verloren hatte in Liechtenstein. Er müsse viel Wäsche waschen und er hätte nicht vor. der nachher Mariano benachrichtigte. dass er keinen Kompromiss eingehen würde und er jedem misstraut und so hoffte ich. informiert. Das Gespräch mit Martin hat also stattgefunden. das Erste. sei sein Bruder aus Deutschland mit deren Kinder und Frau nach einem längeren Aufenthalt für die Osterferien abgereist.das weiss Martin natürlich noch nicht. Da ich Mariano gut kannte. dass 69 . Wir haben dann am Freitag morgen. Ich habe gesagt. schon aus meiner Jugend. warum ein erwachsener Mann. in Buenos Aires. dass ich jemanden vorbeischicken werde. Somit war Helmut. habe ich schon vermutet. Mariano musste also Helmut vertrauen. April. gerade gestern Donnerstag. dass er im schlimmsten Fall erst wieder am 14. wenn Du für eine Übergabe etwas organisieren willst. gehst du die nächsten paar Tage weg?" Helmut hat immer zugehört. das kommende Wochenende wegzugehen. sie konnten es nicht begreifen. der dritten Dienstag in dem Monat. Ich kenne Martin schon seit ewig. Wir müssten es versuchen und da der erste Dienstag im Monat schon vorbei war. aber für die da drüben in Argentinien. Ab und zu habe ich ihn besucht und ich kann meine Sachen bei ihm unterstellen. der Martin.00 Uhr nachmittags in Europa einen Versuch gemacht. es war 10.

auf eine gemeinsame Person kommen könnten. ist dadurch zwischen den Verbrechern ausgebrochen. weitere Bänder etc. Aber Helmuts Seite." Ich dachte. mein Gott. vor allem seine Frau Salud hat natürlich gesehen. wir haben uns gestritten. machte die erste Tür im Zimmer auf. also ich. Helmut kam zu mir und sagte auf Deutsch. Ich hatte wieder mehr Angst bekommen. wie ich später erfahren habe.-). Die Wunden verheilten. Peseten (ca. Dann geschah folgendes. Also haben sie vermutet.70 . Ich hatte vorher Schreie unten im Haus gehört. dass sich die Lage jetzt besserte. ich hätte vermutlich zwei bis drei Mio. drängte ihn wieder weg nach aussen. weil ich dachte. also lautes Schimpfen. dass Mariano mehr bekommen würde. weil ja von meinem Geld 50 Prozent an Helmut und 50 Prozent an Mariano zugeteilt war. Ich habe zu Helmut gesagt: "Schau. ich weiss nicht. sondern auch die CHF 250‘OOO.. jetzt werden sich die scheiss Verbrecher nicht einig. CHF 800‘OOO. noch was übrig bleibt. zum anderen Zimmer und ich sah Helmut hereinkommen. damit ich noch mein Essen kaufen könne oder sie würden mich umbringen. er wollte zu mir rüberkommen. Dann auf einmal klopfte es wieder. CHF 1. Der Bewacher stand auf. Peseten (ca. und stellte natürlich fest. aber der Bewacher. Ab und zu kam der Bewacher mit Ach und Krach herein und wollte irgendetwas. der Knecht. ich kann nur geben. weil er ja nicht nur die Hälfte von dem erpressten Geld erhalten sollte. wer wie viel bekommt. Ich war in meinem Zimmer eingesperrt und lag meistens auf meinem Bett und war nur froh wenn ich von meinem Bett aus die Sonne und die Vögel und den blauen Himmel aus einem ganz geöffneten Fenster sehen konnte und hoffte. Lasse dich nicht einschüchtern. Helmut sagte zu mir: „Heinrich. das wollte ich nicht. hoffentlich gibt es da nicht noch mehr Drama. die dann das Sparbuch abholen musste und es zur Bank brachte. Franken und mir würde nach dem ganzen Drama." Der Streit.sie auf einen gemeinsamen Nenner. Dann ging er in den Gang hinaus.5 MIO. man hätte es nicht geglaubt. Denn ursprünglich wollte ja Helmut 80 Mio. Mariano und meine Frau. der kein Deutsch versteht. wer wie viel kriegen sollte von meinem Geld.-) und Mariano wollte 150 Mio. oder hat nachgerechnet. jetzt haben die auch noch miteinander gestritten. Ich wollte nur meinen Frieden. was ich habe und ihr müsst euch selber einig werden.

dann würde Mariano noch mehr unter Zugzwang kommen und müsste vermutlich eine Radikallösung suchen. sonst gibt es am Schluss noch mehr Blut. weil sonst zu viel gegen ihn in der Hand wäre. ich habe gefleht: „Bitte. und sagte zu mir: "Heinrich. Ich habe gesagt. wenn sich die scheiss Verbrecher nicht einigten. Auf jeden Fall. da er mir mein Darlehen von 1993 nicht mehr zurückbezahlen „musste‚.geschenkt. bzw. wir würden nur drei Viertel überweisen lassen von dem was ich habe und ich könnte den Rest behalten. dass Mariano ein so sturer Mensch sei. hat der Sohn gesagt und nachher auch Marco. dass falls sie die Deutschen einsperren müssten. Dadurch sahen Helmut und seine Frau ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Fangpraemie und wollten vermutlich mehr. Ich war nicht erfreut über eine solche Wende. Wollte. Das wollten sie natürlich nicht. die ja auch hilflos waren und nichts zu sagen hatten auf der Farm. sondern auch obendrein CHF 250000. den Deutschen. Also erhielt Mariano nicht nur dieselbe Summe wie Helmut. was den Tod meines und des Deutschen und seiner Frau beinhalten könnte.von der Schuld an mich gratis bekommen sollte.bis CHF 260'000. ja. schau. Aber ich war mir gar nicht so sicher. weil sie Angst hatten. wenn er das Codewort und das Sparbüchlein habe. wer es holen musste oder ich könnte auch Martin sagen. er solle mit dem Büchlein nach Feldkirch gehen und die Banküberweisung machen. bitte. das würde nicht passieren oder Martin würde mit meinem Geld abhauen.. weil ich wusste oder weiss. . schau. wo das Geld zu holen war." Er sagte wahrhaftig. Ich habe gesagt. falls es zu einer Einsperrung kommt von den anderen. Mario. es hat Krach gegeben. ich verhandle mit 71 ." Ich konnte nicht viel tun. Helmut wurde also aus meinem Zimmer rausgedrückt und eine halbe Stunde später kam der Sohn von Mariano herein. Sein Sohn hat mir vorgeschlagen. Und dies wusste Helmut. auch in den Turm einzusperren um mit mir einen Deal einzugehen. sie mussten sich nur auf eine Person einigen. ich hatte ihnen alles anvertraut. dass er angeblich kurz davor war Helmut. ich bin in einer Lage. dann hätten sie mit mir vermutlich einen Deal gemacht. mit seiner Frau. ich hatte alles getan. mache keinen Streit. weil ich dachte mir. wenn Mariano so weit geht und die Deutschen auch noch einsperrt und dann müsste er alle drei beseitigen. bitte werdet einig. ein Manipulant.

Es ist alles wieder OK. Sie sollten das Geld haben und mich wieder frei lassen. so dachten wir. Wenn Martin das Telefon abnimmt. OK. Ich musste also mit ihm um mein Leben. April Mariano's Geburtstag war. mussten wir wieder früh aufstehen. dann kommt der andere zu mir. wir rufen einfach am Samstag nochmals an. was er machen muss oder wer kommt. am Nachmittag. Mariano und Helmut. Wir haben nur wegen Geld gestritten und so".00 Uhr bis 10. ich wollte keine Geheimnistuerei. da habe ich dann spüren können. Freitag Nacht gingen wir alle aufgeregt ins Bett und am Samstag.dem der Gewalt über mich hat. jemand klopfte an der Türe." Ich wollte auch nicht zu viel diskutieren. der Knecht. ich glaube. vergangene Woche. haben wir jede halbe Stunde probiert. Am Freitagabend wurde mir das erste Mal gutes Essen gebracht.‚ Mittlerweile haben sich die zwei Parteien. wo wer hat. Auf jeden Fall. Ich wollte nicht in das Spiel eintreten.00 Uhr haben wir versucht Martin anzurufen. voller Name Karl-Heinrich Peter Kroschel aus Ochsenhausen in 72 . wissen Sie. wo sie mir nachsagten. dann hängst du einfach gleich wieder auf und springst zu mir und dann kann ich mit ihm reden und ihm sagen. Die Sache hat sich dann beruhigt. um meine Freilassung verhandeln. Ich sagte: "OK. Ich habe zu Helmut gesagt. weil ich ja freikommen wollte: "Helmut. Ich wollte gar nicht darauf eingehen. Auf der anderen Seite stand die Frau von Helmut und sagte: "Heinrich. um 05. ich wollte nur das. weil später. war nicht im Raum mit mir und ich ging leise zur Türe. dass am 6. auf den. aber da wir alle glaubten.00 Uhr oder so und von 05. er bleibt am Wochenende zu Hause. 10 Uhr morgens europäischer Zeit. Durch die ganze Geschichte haben wir natürlich den Anruf an Martin am Freitagabend verpasst. was hat oder einer kommt zu mir und fragt. Der Bewacher. hier in Liechtenstein in Vaduz auf seine Nummer. also komme nicht jedes Mal zu mir ins Zimmer mit dem dazugehörenden Drama. wie er mich "liebt". beruhige dich. Gewalt über mich hatte Mariano. Er heisst Peter Kroschel. du hast ja das Mobiltelefon in der Hand. das Spiel. und so weiter. den Schwager von Helmut geeinigt. was hat der andere gesagt. ich wollte nur meine Freiheit. Aber Martin nahm nicht ab und von diesem Zeitpunkt an. Ich möchte hier noch anfügen. da Liechtenstein ja fünf Stunden voraus ist. dass mir gerade in den Sinn kommt.

Es war dann bei euch in Europa abends.‚ Ich hatte ja Martin am Telefon bis anhin am einzigen Anruf nicht Bankdokument gesagt." Also ich habe bis anhin noch nicht vom Bankdokument gesprochen mit Martin.das Bankdokument gibst. Wir haben am Samstag den ganzen Tag. wenn ich mit Martin wieder spreche. Mir wurde gesagt. jede halbe Stunde. er heisst Peter Kroschel.‚ Was natürlich eine Lüge war. und sie haben auch Kinder. Peter. Es klingelte. das musste ich dem Bankdirektor später auch genau buchstabieren. Dieser Kroschel wohnt in Ochsenhausen oder in Ulm oder irgendwo. also alles in einem kurzen Wort zu beschreiben. Mariano auch und so. „Dieser Herr kommt also vorbei und ich würde dich bitten Martin. hier ist der Heinrich. weil ich es für gewisse Sachen brauchen würde. von Deutschland aus nach Buenos Aires fliegen und das Dokument mitbringen und ich selber sei noch im Norden von Argentinien an der Grenze zu Brasilien und würde dann auch am Mittwoch in Buenos Aires ankommen. Peter Kroschel's Sohn Jürgen aus Ulm. als du mit Martin früher telefoniert hast.wie mir gesagt wurde . bitte. bei dir abgeholt hat. Dessen Sohn Jürgen. der würde dann am kommenden Mittwoch. dass es vielleicht nur ein Codewort war. klingelte und er nahm nicht ab. Zudem habe ich zu Helmut gesagt: "Überlege doch bitte. solle ich ihm Folgendes sagen: "Martin. der Martin würde jetzt 73 . glaube ich. wir haben jetzt jemanden gefunden und zwar kommt ein Herr. überbringen. aber ich müsste dann sagen. bitte nicht!‚ Wie hätte ich es auch machen sollen in einem Wort? Wenn sie gedacht haben. Und das Wort "Dokument" ein Stichwort / Codewort zwischen dir und Martin war. sondern nur Dokument. ja. was denkst du. es wäre ein Codewort gewesen für meine ganze Gefangenschaft und der Situation hier. dass du dem Herrn. er solle es herausholen und es ihm übergeben. der gerade zufällig in der Gegend von Liechtenstein ist. verheiratet. ein Deutscher. so sollte ich Martin sagen. Dort würde mir der Jürgen das Kuvert. bei uns Nachmittag. Das durfte doch nicht wahr sein. das sein Vater. Ich flehte Helmut an: „Nein. was wir von dir glauben sollen. ein grosser Schlanker . ist pensionierter Arzt und mit der Schwester von Helmut und diese heisst Isolde. angerufen. weil wir wissen nicht. da kam Helmut herein und sagte zu mir: "Wir sind ganz nervös. das Dokument. Wir glauben.Deutschland.

weil ja Marianos Geburtstag ist. Das ist eine ganz andere Sache. sie glaubten ich plane ein Befreiungskommando oder so etwas. Ja. dass es dann ja stimmen muss. wenn es so wäre. Sie sind den ganzen Tag frei herumgelaufen und haben sich auf Millionen von Peseten gefreut. das sie vor hatten aufzuspiessen. Wir haben die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag. Es war furchtbar. bitte. Sie haben mir nicht mehr geglaubt. Auf jeden Fall wurde es dann schlimmer. kein Säufer. wieso nimmt er nicht ab? Es kann doch nicht sein. weil den ganzen Samstag wir es versucht haben Martin zu erreichen. damit "bestätigte" ich noch ihre falsche Theorie . ein kleines Schweinchen braten. dieser Martin ist ein Bekannter von mir. er ist am 06. ich habe solange gefleht. . er bliebe zu Hause. Und wir haben uns gefragt. probiert. weil er dann selber denken musste. da war bei uns ja noch 22. das Geld von mir. die nicht in derselben Situation waren wie ich. war es schwierig. es könnte sein. nur weil ich angerufen hätte. Sie haben wieder Morddrohungen gemacht und gesagt: "Wir werden dich am kommenden Sonntag aufspiessen". nein. er ist keiner der abends in Bars herumhängt. Und nicht das Schwein. April geboren und der kommende Sonntag dann war ja seiner. und wo konnte er bloss sein und er hat 74 . dann habe ich aber zu Mariano und Helmut gesagt. die haben keine Ängste durchgemacht. Martin war die ganze Nacht nicht zu Hause. Ich habe solche Angst gehabt.00 Uhr abends oder so. Und wahrhaftig.wissen. im Gegenteil. dass wenn einer so viel fleht und wieder so um sein Leben auf den Knien bittet. weil dieses Vorhaben habe ich vom Knecht erfahren. bis Helmut es mir geglaubt hat. weil der Martin hat doch gesagt. selbst die Verbrecher konnten das gar nicht begreifen. so scheint es mir. könne er nach Afrika gehen oder nach Australien übers Wochenende. europäische Zeit. wenn es ihm gefalle.das habe ich dummerweise auch noch gesagt.und wenn es so wäre. dann würde er trotzdem das Telefon abnehmen. er ist nicht ein Sklave von mir. er müsse nicht wegen mir in Vaduz bleiben. er würde doch nicht das Telefon nicht mehr abnehmen. Für die Leute. bitte. weil sie ja in Freiheit sind. wo ich bin und würde das Flugzeug besteigen und nach Argentinien kommen?" Sowieso würde er auch. er ist nicht von mir abhängig. bitte. Ich habe dann das Leben von Martin durchgedacht und diskutiert. Meistens blieb er zu Hause oder.

dass der Lehrer Sigi Wolfinger heisst. was hier 75 . wenn der wüsste.‚ Dann sagte ich: "Ja. Übrigens konnten wir dann schon von meinem Zimmer aus telefonieren. vielleicht heisst er Siegfried oder Sigmund. dass ich störe. ich habe jedoch die Nummer nicht bei mir. Bitte können Sie mir die Nummer von Sigi Wohlwend.doch gesagt.30 Uhr oder 23. der sagte. Ich rief nochmals an und dieser Helmut Wohlwend von Balzers. und ich habe mir gedacht. es tut mir leid. trotzdem diesen Helmut Wohlwend angerufen. es war furchtbar. ich rufe den besten Freund von Martin an: Sigi Wohlwend. Also es war furchtbar. glaube ich. dass der Mobilkontakt in meinem Zimmer funktioniert. ich müsse eine Lösung finden. Dann haben wir. nein. es muss der Sigi Wolfinger sein. ich solle die Nummer 38 so. aber ich habe von der Auskunft ihre Nummer erhalten." Ich konnte mich nicht mehr erinnern in den Ängsten die ich hatte. so anrufen und ich solle solche späten Telefongespräche unterlassen. die wir vom Schwager bekommen haben und dann sagte ich: "Hier ist Kieber Heinrich. ob Martin weggegangen ist oder was immer. wie Helmut Roegele mir gesagt hatten. aber der weiss sicher. sondern es gäbe nur einen Helmut Wohlwend und der sei noch Anwalt und da dachten sie. es ist vielleicht eine Abkürzung. Auf jeden Fall war es dann so. weil mein Zimmer ein Eckzimmer war. weil wir festgestellt haben. am Samstag. es gäbe keinen Sigi Wohlwend. wenn ich sie störe. entschuldigen Sie 1000 Mal. es war schon 22. das ist der Sigi Wolfinger. ja. dies ist ein Lehrer in Balzers. die Nummer. es wäre eine Täuschung. Ich habe gesagt. Helmut Wohlwend hat mir dann seine Tochter an das Telefon gegeben und die Tochter hat mir die Nummer herausgesucht und ich habe dann gewartet und gewartet und gewartet am Telefon in meinem Zimmer. aber ich habe ein dringendes Bitten. Anwalt. sonst werde er ganz "grantig". Helmut hat vom Mobil aus seinen Schwager angerufen. er bleibe dort. den Peter Kroschel in Deutschland und der Schwager sollte bei der Schweizer Auskunft abklären. wie die Nummer des Sigi lautet. dass ich sagte. Eine halbe Stunde später wurde Helmut wieder von seinem Schwager angerufen und Helmut kam dann zu mir und sagte. Die Linie wurde unterbrochen. Ich rufe aus Buenos Aires an. ja.00 Uhr abends. geben?" Er sagte: „Nein. ein Trick von mir gewesen und ich hätte nur "meinen" Anwalt anrufen wollen. so.

Sonntag der 06.‚ er ass das ganze Fleisch von dieser kleinen. das Beste wäre. weil der Martin hätte ihn am vergangenen Donnerstag oder Freitag in Balzers besucht und Martin habe zu ihm gesagt. Es war natürlich 76 . dass er am Freitagnachmittag kommen würde. dann würde er nicht so reden und ich habe mich 1000 Mal bedankt. nur mit der Haut und kein Fleisch gebracht. dass er weggegangen ist. Ihn wurmte es auch. und weil er nichts darüber gesagt hätte. aber gekommen sei er nicht. werde er es ihm sagen. die bald kommen würde. dass ich aus Buenos Aires anrufen werde und Sigi hat gesagt. dass das Fleisch auf den Backenknochen. Sie haben es mir auf einem Tablar serviert und fünf Tonnen Brot dazu und „Einen Guten‚ gewünscht. Wir dachten. er solle zu Hause bleiben.. Es war eine Schweinerei. weil ich nirgends aufstützen konnte mit den schmerzenden Handgelenken. ich weiss nur. Sigi fand es komisch. Trotzdem habe ich ein wenig herumgestochert. machten. nehme ich an. wie sie ein Feuer auf dem Erdgrill auf einem Wellblech. wenn er was höre. Ich konnte durch das Fenster nach draussen sehen. Den Kopf konnte man sowieso nicht essen. April kam.lief. dass ich ihn dringend sprechen müsste. Ich hatte nichts gegessen. mich selber mit der rechten Hand ein wenig waschen im Badezimmer ohne dass ich in der Badewanne in die Hocke gehen musste. damit sie nicht böse wurden. aber das war nicht mehr da. das war nur ein Code von Dir. haben sie das gemacht. weil der Heinrich versucht habe ihn jede halbe Stunde anzurufen. er wird schon zurückkommen. Ich habe nachher sofort Sigi angerufen und er hat das Telefon am Samstagabend abgenommen. So ein verdammter . mir haben sie nachher den halben Kopf von dem Schwein. als hätte ich nichts angefasst. ich konnte schon ein wenig selbständig im Zimmer laufen. leider nur vorläufig. so nennt man das. als hätte ich etwas gegessen und die Haut vom Schwein ein wenig verschnitten damit es nicht so aussah. zarten Sau und mir gab er den Kopf und die Haut. Ich sagte ihm.. der Geburtstag von Mariano. Ich habe das Telefongespräch mit Sigi beendet und Helmut und dadurch Mariano waren sehr beruhigt über die Aussage von Sigi. ich fand es eine Beleidigung. Auf jeden Fall waren sie mir wieder böse und glaubten mir nicht und sagten wieder. Sie haben ein kleines Schwein geschlachtet zu Ehren Mariano's Geburtstag und zu Ehren der grossen Geldsumme.

von diesem Antibiotikum "Antinags" oder so ähnlich heisst es. immer haben sie mich gefragt. da kann ich meine Hand ins Feuer legen. Diese Tabletten haben mir sicher auch gegen irgendeine Erkrankung geholfen. der Verband wurde mir mehrmals gewechselt. Ich versuchte Helmut zu beruhigen. nach meinen Berechnungen. Ich habe nichts getrunken.keiner. würde das Polizistenauto verbrennen oder die Polizisten erschiessen und mich dazu! Ich bin überzeugt davon. alle 6 Stunden eine. weil ich nicht wusste. Ich musste auch seitlich verlegt werden und sie haben mir 500 ml Tabletten oder mg. sicher die Putzfrau kommen musste. was es ist. sicher. dass jemandem in Europa evt. Ich habe zu Gott gebetet. Ich habe nur gebetet. dass die Putzfrau jeweils Dienstags kommt und da ja über Ostern bis zum vergangenen Donnerstag. die haben vielleicht einen. Hähnchen und Brot und wieder das Wasser mit dem komischen. ach ja. weissen Pulver unten am Boden. also wirklich. dass Martin sicher am Montag kommt. es wäre selbstmörderisch und mörderisch. Da Saavedra ein kleines Dorf ist. sicher und Helmut musste dann Mariano beruhigen und mich wundert es heute noch. Suppe. der erste Donnerstag im April. ich weiss nicht mehr. dass mir keiner irgendein Befreiungskommando schickt. oder seine Farm verlieren. dass niemand eine solche Organisation planen würde. Es kam 77 . wie es mir geht und so. welches sicher nicht 500 Polizisten hat. Ich dachte. Bevor er in den Knast gehen würde. gegeben. dass er am Dienstag da ist. Sie haben mir später am Abend besseres zum Essen gegeben: Salat. Das Wasser habe ich nicht getrunken. Martin Besuch von der Familie mit zwei Kindern hatte. aber aufgrund der allerdings komischen Anrufe. dass ein Familienangehöriger von Helmuts Seite das Geld abholte. dass Mariano darauf eingegangen ist. wenn die gekommen wären. dass es mir besser ging. denn es wäre sinnlos. Faxe konnte ich nicht ausschliessen. Er hat dann gesagt. die Sache verdächtig vorkam. Ich hatte wieder Gründe gesucht und mir versucht zu bestätigen. zwei oder drei Dorfpolizisten und wenn die kommen würden und ich bin heute noch davon überzeugt. Es waren alle froh. Ich habe 32 Tabletten von denen geschluckt. wüsste Mariano sofort um was es ginge und er würde alle umbringen. Cola haben sie mir einmal gebracht. Mir ging es dann wieder besser. obwohl Dienstag kein "Stempeltag" wäre.

ich rufe gleich nochmal an". Mariano selber wollte ja nicht kommen. dass er genau wisse. weil ich wissen musste. nein dem Mario. dass er zwei Tage im Tirol bei seinen Bekannten war. was nun geschehen sollte und ob es Mariano auch wisse. Martin erzählte. da war nicht genug Geld darauf und ich hätte das Gegenteil nicht von meinem Zimmer aus beweisen können. die eine Schreinerei haben. dass am Sonntagabend in Argentinien. So kam es dann. dem Mario. seit diesem Abend. Helmut sprang in mein Zimmer und sagte: "Jetzt ist er zu Hause. Er hat mir bestätigt. ganz unangekündigt. Peter Kroschel. Ich konnte mir natürlich nichts anmerken lassen. ob die wussten was hier abläuft. dass da noch was gedreht wurde und der andere den anderen betrügt und ich bin nachher der Not leidende "Tote". ist auch der. Ich habe gedacht.30 Uhr oder 00. nie mehr gesehen. ca. hoffentlich machen sie nicht so was und darum habe ich nach dem Sohn gefragt. was ich mit Helmut vereinbart hätte. eingelassen hatte. der feige Hund. in diesem Falle. er alleiniger Besitzer vom ganzen Geld war. die nur dem Helmut vertraut ist. wo ich dem Knecht gesagt habe. bis er seinen Anteil vom Verbrechen erhielt. 78 . 22. Ich habe nur gebetet. sobald er den Code mit dem Sparbuch in der Hand hatte. Ich habe Mario gefragt. Auf jeden Fall wusste Mariano um was es ging und ich kann nur annehmen. denn sobald der Gesandte von Helmut. graue Haare.zu Situationen. Der einzige Grund ist. dass die keinen extra Deal machen oder Helmut auf die Idee kommen könnte und sagen könnte. Ich wollte ja nicht. dass ein Peter Kroschel. dass er sich auf eine Einzelperson. Den habe ich seit er mich am Inlandflughafen in Buenos Aires auf den Flug nach Bahia Blanca zu seiner Farm abgesetzt hat. Martin prompt das Telefon abgenommen.30 Uhr. der Mario. wie es mir aufgetragen wurde. dass wir fast jede halbe Stunde in den letzten 48 Stunden probiert hatten. er ist der Jüngere. der Heinrich hat uns angelogen. Ich habe gesagt: "Super. Ich rief nach dem Sohn und habe Marco gesagt. ob er wisse was hier ablaufe.‚ Dann habe ich ihm gesagt. der die Farm leitet. gross. also auf eine Person. ihn anzurufen. als Beauftragter. Mariano hätte natürlich Helmut und seine Frau hier in Gewalt haben können. Und Mariano verstand ja kein Deutsch. nachdem wir wieder jede halbe Stunde den Versuch gemacht haben nach Vaduz zu telefonieren. bitte rufe nach dem Sohn von Mariano.

was da läuft. aber ich wäre froh. Er ging hin. ich nahm an. am Montag um 01. holte die Jacke raus und ich habe extra nicht gesagt. Ich habe zu Martin bei diesem Gespräch – immer mit Helmuts Ohr auch am Telefon – gesagt: "Gehe in dein Gästezimmer. dass dies die Stunde ist. weil damit der Helmut von Martin am Telefon mithört. meines Sparens. das muss die 79 . per Fax nach Argentinien sandte. was drin ist. in dem Zimmer in dem Schrank hängt eine gelbe Regenjacke. meiner Intelligenz verlieren werde und jetzt wird es übergeben. Ich sagte zu Martin: "Bitte stecke es in ein Kuvert und am Montag kommt dieser Peter Kroschel und holt es ab und gibt es seinem Sohn Jürgen und dieser Jürgen kommt dann per Flug von Deutschland am Mittwoch nach Argentinien und gibt es mir". Und dann war Helmut sehr erleichtert. Aber trotzdem war er Mitläufer und er muss für seine Taten die Verantwortung stehen. was drin ist. wo ich mein Vermögen verlieren werde. Ich nehme an.00 Uhr war ich bereits wach in Argentinien. Sie hängt in einer weissen Schutzhülle". Das wurde Herrn Kroschel so aufgetragen.vorbeikommen werde und ich fragte Martin. Am Montagmorgen um 08. wann es ihm passen würde.30 Uhr der Typ schon in Feldkirch ist. Was steht vorne drauf?" BAWAG. dass alles so gut ging. Ich bin mir nicht sicher. wo ich die Früchte meiner Arbeit. die ich mir letztes Jahr gekauft habe. er wusste bestimmt nicht. dass ich eingesperrt war – aber. Er kann immer noch alles abstreiten. ob er genau wusste.00 Uhr. dass vielleicht um 13. es ist ein Banksparbuch.00 Uhr plus fünf Stunden gibt 13. Ich bin wach geblieben und habe die Stunden gezählt und habe gedacht.00 Uhr in Europa und ich dachte. Er sagte. die er auf die Konten gemacht hatte. wenn man ihn Einvernehmen würde oder so. da es zu verdächtig sei. mache die Brusttasche auf. Martin sagte: "Gar kein Problem". In dieser Sonntagnacht haben wir "alle" wieder einmal gut geschlafen. Ihm wurde es aufgetragen und er hat es gemacht. ich konnte dies nicht definitiv wissen. Ich habe zu Martin gesagt: "Bitte. dass die Überweisung. denn 08. da ist ein rotes Büchlein drin. Wir haben die Bank nach dem letzten Gespräch von Freitagnachmittag mit Herrn Bröll nicht mehr angerufen. dass es so passierte: Herr Kroschel musste nach Feldkirch gegangen sein und als Beweis wollte dann Helmut und Mariano. gut. aber noch nie getragen habe. was findest du? Ja. weil Helmut es nicht wollte.

ich wusste immer noch nicht. dies zu faxen. das ich bei mir hatte.und ca. sie bringen mich um. weil ich weiss nicht<. Diese Nummer muss man zuerst anrufen und sagen.. machten sie 52 Prozent für Helmut und 48 Prozent für Mariano.um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen . Dass es ihm komisch vorkam. US$ 1 ‘500. Das Geld wurde vom Konto weggenommen und die Überweisungen gemacht. aber ich musste ja. hätte ich ja auf stur stellen können. Sie mussten ja "freundlicher‘ mit mir umgehen. Bis anhin. Am Telefon mit ihm war ich ganz kalt und habe schnell die Anordnungen durchgegeben und die nötigen Fragen gestellt. das hat mir Helmut gesagt.00 Uhr europäische Zeit kam Helmut in mein 80 . Helmut und Mariano und um es nicht offensichtlich Halbe-Halbe zu machen. machten sie. ob ich mich am Telefon komisch angehört habe. da ich ihn persönlich kenne. damit ich alles schön mache. Mariano dieses Geld behalte könne. dass ja mein Reisegeld in Bar. man solle das Faxgerät in Betrieb einstellen. Die Bank hätte sich geweigert. 15. was sie von mir verlangt haben. Denn wenn ich nach massiven Drohungen seitens Mariano und Helmuts Clique wieder überzeugt war. Mich würde es nicht verwundern.in US$ Noten. Mir soll er einen Teil davon geben. sagen können. weil Helmut argumentiert hat. das Wenige.‚ haben sie mir gesagt. bringt mich gleich mit einer Kugel um. haben sie natürlich auch nur darum gesagt. Ich wusste. das ist auch die Telefonnummer der Hazienda. Peter Kroschel hat. den Fax nach Argentinien zu schicken und so. ich war mir nicht sicher. ich habe es nicht freiwillig gemacht. wenn er.00 Uhr bis 16. dass er. das muss jeder verstehen. dass sie sich geeinigt haben. alles erledigt und die Bank hat sich dann geweigert. sodass ich positive denke.. Am Nachmittag um ca. die nicht weit weg ist und versuchte das Fax von dort zu senden.. CHF 8000. was sie mir positives gesagt hatten. Der Fax im Haus von Mariano hat die Nummer 0054 9239 1287. so glaube ich. ihr kriegt kein Geld von mir. Mariano ist eigentlich nur darauf eingegangen. Die Bank hat sich aber nicht bereit erklärt.Polizei wissen. weil sie mich . ca. Bröll etwas vermutet hatte. glaube ich. Beim zweiten Anruf kann man faxen. Montagnachmittag in Europa. ob sie mich freilassen würden.. damit ich überhaupt noch . ich weiss nicht. Peter Kroschel ging auf die Post.manchmal in gute Stimmung zurückbringen mussten.

Ich hätte mich nicht gewundert. Ich habe dann angerufen und Herrn Bröll hat abgenommen und ich habe ihm gesagt: „Vielen Dank Herr Bröll. Nur ich wurde immer nervöser und unruhiger und zitterte. dann müssen sie es schnell machen. Er dachte. damit ich das alles mache und wenn ich dann wieder gesund bin. Helmut hat. eine andere Faxnummer gegeben und zwar die Faxnummer von einem Telefondienst im Dorf von Saavedra. Sie haben genug Andeutungen gemacht. Nicht nur die Hälfte meines Geldes hat er genommen. die er mir schuldet. Nur davon gesprochen.alle anderen waren Happy. kann ich vergessen. Ich war dann nicht mehr der Wichtigste nachdem das passiert war und sie haben Herr Kroschel. weil ich dachte. dass ich nicht mehr Geld besitze und dass sie zuerst vermutlich dachten. er hätte nichts gekriegt. dass ich die Bank am Nachmittag. bevor sie geschlossen haben. der hat sich einen schönen Schnitt daraus gemacht.. der wieder auf die Hausnummer angerufen hat. wir nehmen das.. es war wieder ein Drama. Er kam ins Zimmer und erzählte.. sie haben mir die Faxüberweisung nie gezeigt. Wir mussten also noch länger warten. um die Bank "zu beruhigen". Ich habe die Überweisungen nie gesehen. Sie können mich ja immer noch foltern oder mir Angst machen oder dann wieder einsperren. weil sie meine Kohle gekriegt hatten. dass dummerweise nur der obere Teil des Fax angekommen sei. was wir haben und dann können wir ja immer noch. mir aufgetragen bzw. Vor allem Mariano. am Montagnachmittag wieder anrufe und Herrn Bröll verlange und mich für die ganze Transaktion bedanke.. Und nur mit genau dem Teil von Helmut Roegele's Überweisungen und nicht den von Mariano. bis Herr Kroschel die Überweisungsbelege auf die neue Faxnummer in Saavedra geschickt hatte und jemand musste sie dort holen gehen. Ich vermutete.. ich erzähle es Ihnen dann.Zimmer. Auf jeden Fall war ich ganz nervös . den Herr Kroschel geschickt habe. was Mariano natürlich wieder sehr misstrauisch stimmte. Die Zeit verging an dem Montag und alle waren sichtlich erleichtert oder „Happy‚. wenn sie mich nur aufgepäppelt hätten. mich gezwungen. kann ich ja wieder in den Kerker gehen. wenn sie mich jetzt umbringen oder umlegen wollen. wenn 81 . dass sie mir jetzt nicht mehr geglaubt haben. wenn keine Lebensgefahr wegen den Verletzungen mehr besteht. sondern auch die Geldschuld.

weil er und sein Clan kein Deutsch verstanden. nachdem Helmut oder seine Frau . wenn Helmut nicht auf Spanisch mit mir sprach. Marco.bestätigt. ausser aus dem Fenster raus. Da habe ich mir gedacht. dass ich nichts mit ihm habe. sondern dass ich ihm auf Spanisch antworte und ich nichts dafür kann. Was mich am Meisten verwundert hat ist.welche nicht gut deutsch spricht und ich nur spanisch mit ihr rede . damit es mein Bewacher auch hört und damit sie sahen. im Moment wisse er es nicht. ob Mariano mich besuchen kommt oder was er vorhat. Ich habe mich dann immer aufgeregt. dass ich mit Helmut auf Deutsch spreche. vielleicht haben sie einen Kurzschlusseffekt und bringen mich doch um. wenn ich am Dienstagnachmittag verdufte. Und sie haben mir gesagt. wie er mir erzählt hatte. jetzt machen sie wieder so ein Spiel. weil Helmut immer mit mir Deutsch gesprochen hat und ich habe dann spanisch geantwortet. also keinen Deal hinter dem Rücken machen will. überhaupt nichts gesehen habe. Und er. Auf jeden Fall zu meiner Verwunderung bin ich dann eingeschlafen und am Montagabend konnte ich nicht gut schlafen und habe immer zur Tür geschaut. gefragt. ohne dass ich viel bzw. dass sie das Geld erhalten 82 . Ich habe den Sohn von Mariano. weggerannt und zu Mariano gegangen ist und ihm alles erzählt hatte. Am Dienstag haben sie mich dann aus dem Zimmer gelassen und einen bewachten Rundgang gemacht.ich wieder nach Hause komme. dass Mariano sich mit einer Fotokopie der Überweisung zufrieden gab. Zu meiner Überraschung haben sie dann Helmut Fluginformationen einholen lassen. dass es am Besten sei. vor allem im zweiten Zimmer. Darauf sagte er. sofern ich gehen könne. der Bewacher immer. er würde sicher warten.und das 24 Stunden.‚ Mariano hat dann zeitweise an diesen Tagen entweder Helmut alleine oder Helmut samt seiner Frau oder nur seiner Frau Besucherverbot für mein Zimmer erteilt.dass ich etwas mit Helmut aushecken könnte. bis seine Bank in Spanien was sehr lange dauern kann . Ich hatte gedacht.mich besucht haben. Mariano hatte Angst – keine Ahnung warum . ob nicht doch noch einer kommt und mir die Kehle durchschneidet. sie müssen da noch schauen. Sie haben deshalb verboten. Mariano war immer informiert. Dies hat dann der Bewacher verstehen können. oh je. nachdem ich schon fast 1 1/2 Wochen oder über 10 Tage eingesperrt war .

weil ich auf keinen Fall ein Spital oder einen Arzt aufsuchen darf. Ich wollte immer mit Mariano sprechen. Einmal hat mir der Wächter gesagt . welche ich jetzt habe. wenn ich jetzt nicht selber gesund werde. ich kann es nicht sagen. mich zu beseitigen. eben Freiheit. die ich auf diesen sieben Kassetten darauf gesprochen habe.haben. dass sie abgesprochen hatten. nicht normal und oft nicht logisch. dass sie die Möglichkeit hätten. zur argentinischen Polizei gehen. vernichten müssen.B. Damit will ich sagen. mir gleich nach dem Unfall mit einem kalten Blick gesagt wurde. dass. und das müssen Sie mir bitte glauben. Auf jeden Fall kam es so. Wie z. dass es mir passieren könne. von meiner Angst. aber er kam nicht. wenn ich nicht tue was sie wollen. ich würde ihm eine kleben oder ihn ermorden oder ich weiss auch nicht. Ich weiss es nicht . Ich würde nie.:Es war vermutlich naiv von mir zu denken. Am Dienstag haben sie mich gebeten meine Sachen zu packen. denn das Land ist so korrupt und kompliziert. Wahrscheinlich war er zu feige und hat immer seine Söhne vorgeschickt. Ich kann nur sagen. Es war immer ein Kopfproblem. indem es notwendig wäre. Das habe ich dann auch gemacht. Vermutlich hatte er Angst.der Vogel . Aber oft doch sehr logisch. dass sie mich umlegen müssen oder verbrennen bzw. mich umzulegen und irgendwo zu verstecken. es hätte auch ebenso gut das andere passieren können. Aber man denkt halt anders. was überhaupt hier passiere. Ich vermute. Sie wussten ja von meinen Aussagen.nein. nachdem was sie mir alles angetan hatten. Sie hätten nämlich kein Problem gehabt. nachdem ich das Geld bezahlt habe. die ich hatte. dass es in den Köpfen von denen war. dass ich heute hier sitzen kann und mein Herz normal schlägt und mir nur die Hände und der Hals weh tun. Es wäre entweder das Eine. oder vorher. Ich hatte 83 . hat vielleicht auch damit zu tun. dass Helmut mich bis zu meinem Flug begleitet und ich abhauen soll. dass ich mit meinem Selbstmordversuch denen vor Auge geführt habe. ständig bewiesen und auch mir vor Augen geführt. dass ich noch denke er würde kommen und mit mir sprechen. Das haben sie mir durch die vielen Details. oder das Andere passiert. wenn man in Gefangenschaft ist. Es geht einfach nicht anders. wenn ich auch die Möglichkeit gehabt hätte. Beides hatte die gleich grosse Chance. die Möglichkeit auch ausnützen werden.

dass ich schon als 32-Jähriger ein Grab mit einem Kreuz bei der Maurer Kirche habe.ist viel grösser als die Trauer über das was mir angetan wurde. könnte es nicht sein. wenn Dir noch etwas an mir liegt. dass ich jetzt noch lebe. Ich weiss. ich kann ja wieder arbeiten und bin gesund. ich wollte nur Helmut sagen. ich hatte so viel Heimweh gekriegt. sehe viele kleine Freuden und würde auch nicht mehr weggehen. wo einem doch alles andere. Nur Dank der Differenz zwischen den Gefühlen kann ich jetzt noch als gerader Mann aufstehen und mein Leben weitermachen. nachdem was vorgefallen ist. ohne mich von allen zu verabschieden. wie sie heissen und wo sie wohnen. aber ich verdiene es wieder. wo ist der Hass? Ich hatte damals keinen Hass. Aber was eben den Wandel oder das so nahe am Tod gewesen zu sein. Vor allem die dummen Leute. Das konnte nicht das Ende sein. was sie sich dabei gedacht haben. Liechtenstein lässt mich nicht verhungern. da ich weiss. dass ich noch LEBE . Darum ist die Freude noch viel grösser. jeder hat seine Fehler. 84 . dass sie mich im Effekt erschiessen würden. aber das ist mir im Moment nicht wichtig. weil ich ja noch nicht von dieser Welt gehen konnte.da ich ja wirklich hätte tot sein sollen .solche Angst. Aber das Gefühl der Freude. Ihr werdet vielleicht fragen. Der Hass kommt vielleicht heute oder jetzt oder seitdem ich frei bin. Klar ist das Geld weg. Ich weiss nicht. Wenn ich mich mit Helmut oder Mariano näher befasse. Ich war nicht immer ein guter Mensch. vor allem die negativen Dinge nicht mehr interessieren. Ich kenne sogar ein wenig ihre Lebensgewohnheiten. Ich sehe vieles in einem anderen Licht. löst dann doch einen Prozess aus. Selbst wenn ich als Toter nach Mauren gekommen wäre. Ich will mich gar nicht mehr damit befassen. bevor ich überhaupt eine Zeugenaussage machen könnte. färbt es nur negativ auf mich ab. in einem Grab oder Ofen in Argentinien. Auf jeden Fall traute ich niemandem mehr dort in Argentinien. das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Ich will nicht mehr reisen. die bestimmt das tut. was ich vielleicht selbst in die Hand genommen hätte. aber ich bin nicht deprimiert. Ich weiss alles. nimm mich mit. Klar empfindet man riesigen Hass und ich würde vielleicht dasselbe denen antun. Ich vertraue der Liechtensteiner Polizei und der Justiz.

. Ich kann nur aus meinen kleinen vier Wänden das beschreiben. Ich wollte es aber nicht zeigen. meine Ausweise hatte ich nicht gesehen. das ist ein USFordmodel. Nach dem Mittagessen am Dienstag. Es hatte einen braunen Teppich und ein argentinisches Kennzeichen. weil sie vermutlich Streit hatten.gegeben. Dies ist auch nur mein Eindruck. wie Mariano seinen Sohn fragte. die müssten noch irgendwo sein. ob sie mich wirklich gehen lassen werden. Dann haben sie mir gnädigerweise. da sie wohl Angst hatten ich würde versuchen Mariano mit meinen Händen zu erwürgen oder so. Mariano würde uns – Verbrecherehepaar Roegele und mich . 13. wenn ich in Zürich ankomme. weil ich gesagt habe. ein Riesending mit einem gewaltigen Motor und zwei Türen vorne und hinten eine Heckklappe und hinten mit einer kleinen Bank und vorne mit zwei grossen Sitzen. dadurch dass Helmut und Mariano sich in die Haare gekommen sind und Helmut nun auch um sein Leben gebangt hat oder auch nicht. Ich habe einfach wie apathisch das gemacht. meine Sachen hatte ich gepackt. Helmut und seine Frau wollten auch weg von dort. Er hat mir meinem Pass hingeschmissen und die Wunde angeschaut und ist dann wieder gegangen. Ich wusste noch immer nicht. Er hatte noch zwei Wächter dabei. hatte frische Unterwäsche und Hosen an.und US 200. kann ich nicht richtig beurteilen. die Schuhe geputzt und die letzte Bandage um den Hals und die Hände gemacht und das Zimmer nochmals angeschaut. dass ich kein Geld mehr habe. Mariano kam dann eine halbe Stunde bevor ich das Zimmer verliess zu mir und hat nicht viel gesagt. Er alleine mit meinem Koffer. ob das alles nur vorgespielt war.zum Flughafen fahren ca. damit ich etwas hatte. 3000. was 85 . Dann habe ich noch gehört. ca. als er die Farm gekauft hatte. das kann nicht sein. das ist ein zu einfacher Abgang. Dann hiess es. Er hatte dieses Fahrzeug zu der Zeit gekauft. von meinem eigenen Geld Fr. glaube ich. was sie von mir verlangt hatten und dann meine Koffer gepackt. dass sich die Sache ein wenig gewendet hat. Ich konnte es einfach nicht glauben. Wir sind dann alle in den Ford Bronco eingestiegen..00 Uhr.Auf jeden Fall habe ich meine Sachen gepackt. Auf jeden Fall habe ich gedacht. Alles was sich ausserhalb abgespielt hat. Aber ich nehme an. Ich weiss aber nicht. 100 km weit weg. was ich selber erlebt habe. Die Farm hat er auch nicht länger als seit 1991.

Auf jeden Fall sind wir dann alle eingestiegen und zu aller Frechheit wollten sie noch ein Foto mit mir machen. Ich hatte kein Ticket von Bahia Blanca nach Buenos Aires. 15 oder 18 km. Vielleicht wollte er mich. die die Strasse neu planiert haben. Und nach ca. Dann lieber eine Kugel. Bahia Blanca ist ein Dorf von ca. Aber es hat sich dann herausgestellt. ist Mariano nach rechts gefahren. Wir fuhren und fuhren. Links ging es dann über das Dorf Saavedra und dann auf die Nationalstrasse und rechts ging es über Grenzstrassen zwischen den Farmen auf die Nationalstrasse. kleine. Auf einmal sah ich ein kl. dass mir nichts passieren würde. damit ich nicht auf dumme Ideen komme. Wieso ist er nach rechts gefahren? Da bekam ich Angst. dasselbe was ich heute hier bei der Polizei anhabe. Vielleicht brauchten sie das zum Erklären. Roegele machte dann ein Scheisskommentar und sagte dass jetzt die letzte Stunde für mich geschlagen hat. Weil auf dem Weg von der Farm bis zum Flughafen hätte noch ein Unfall oder alles 86 . Wir gingen gleich zum Flughafen. Mich wunderte es. Weisses Auto. spare er ca. dass es ein „lustiges Ferienabenteuer‚ für mich war. 100. warum wieder das ganze Drama. Ich dachte sofort dies könnte die Söhne von Mariano sein. der oft auf der Farm war.000 Einwohnern. Einbandagiert. dass es die Strassenarbeiter mit Baumaschinen waren. Weit vor uns sah ich eine Strassenblockade und ich habe wieder gezittert und gedacht das ist das Ende. weg von den Hausangestellten und seiner Frau Carmen neu irgendwohin verschleppen und umbringen. Obwohl der Sohn sagte. Ich hatte nur das Bargeld und mein Gepäck. Wenn er nach rechts fahre. Mit Hilfe vom Roegele. Wir sind dann losgefahren.der schnellste bzw. mit langen Hosen. Ich war erst da ziemlich sicher. dass man links fahren solle. einer Stunde kamen wir in Bahia Blanca an. Ich sagte kein Wort und war froh um jeden Meter. weisse Auto ist dann Richtung einer anderen Farm gefahren. Es war so heiss und staubig. seinen Sohn nach dem kürzesten Weg fragen musste. ob er dann links oder rechts fahren soll. Sie mussten den Angstpegel hoch halten. dass Mariano. einfachste Weg aus der Farm ist und wenn er das Haupttor verlassen habe. den ich von dieser Farm hinter mir liess. Vor uns tauchte ein weisses Auto auf. Aber das andere. dass ich nicht sterben werde oder sicher. die spinnen ja vollkommen.

Ich konnte im Flugzeug nach Buenos Aires nur weinen. Ich ging zum Schein in ein. Nachdem was geschehen war.die anderen hatten es nicht. Ich wusste nicht. Ich glaube wir flogen mit LAPA oder LACA. weil ich Angst hatte. Es war schon ein wenig dunkel. Verbrecher Roegele sass auf der anderen Seite des Ganges mit seiner Frau neben mir. Wir sind dann am Abend in Buenos Aires angekommen. würden sie mir glauben oder nicht.und ich ein Einzelzimmer. uns allen drei . Ich wollte ihm natürlich nicht die Hand drücken. Ich bin dann zum Hotel raus und dachte. Helmut sagte zu mir. Vielleicht halten sie mich für verrückt und stecken mich in eine psychiatrische Klinik. Helmut hat mit seiner Kreditkarte. dass ich auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause wollte. dass mir keiner 87 . Wir steigen in ein Taxi und fuhren zum Hotel. in welchem ich schon bei meiner Hinreise war – Salles.Mögliche passieren können. dass sie mir evtl. er könnte meinen. Ich hinterliess nur den Eindruck. Als ich dann sicher war. mehr oder weniger freundlich.das Ticket bezahlt. Mittwoch und Freitag . stumm. das Mariano für uns reserviert hatte. vom ganzen Kontinent und einfach nach Hause. mit richtigen Namen und eigener Passnummer und so. seiner Frau und sich . Wir haben gewartet. das kostet pro Person USD 68. aber ich war auf der Warteliste. ich wolle Rache üben. Die Lufthansa fliegt am Montag. aber was sollte ich jetzt tun. Es war dasselbe Hotel. dass ich das selbst kaufen gehen solle. Das überraschte mich sehr. vier Apotheken bis ich das gefunden hatte. hat man keine Energie mehr.so glaube ich. ich wollte auch niemanden sehen. April ja fix den Rückflug original gebucht hatte.mir. Ich sagte auch nichts. eher LAPA von Bahia Blanca nach Buenos Aires. zwei. ich weiss nicht. -. ob es eine Goldene war. Ich wollte aber nicht gehässige oder aufmüpfig erscheinen. Dort habe ich mich eingeschrieben. obwohl der Flug ausgebucht war. Für mich wurde auch ein Lufthansaflug reserviert. Mein ursprüngliches Lufthansaticket hätte dann geändert werden können. Helmut und seine Frau hatten ein Doppel. drei. Mariano hat sich dann verabschiedet. folgen. Alle gingen aufs Zimmer und ich musste mir neues Verbandsmaterial kaufen. Sie haben zwar Polizisten im Flughafen. Wir haben am Dienstag für den nächsten Tag reserviert. Ich wollte nur weg von diesem Land. da ich am 21. was ich brauchte .

Und es konnte schon sein. dass es schnell geht damit Roegele nichts merkt. wurde mir mitgeteilt. Dort im Erdgeschoss gab es eine Möglichkeit ins Ausland zu Telefonieren oder zu Faxen. Die Auskunft in Wien sei um diese Zeit nur sehr knapp besetzt und sie müssten deshalb zurückrufen. habe ich Leute gefragt.00 Uhr. mit einer Eins. dachte ich mir. 43 aus.aber ich wollte ja Feldkirch haben. Es kann schon sein. 512 ist nicht Feldkirch. Dann kam der Rückruf und sie gaben mir eine Nummer mit der Vorwahl 512 und ich wusste. Dann habe ich die Nummer gewählt und die zwei A4-Blätter der dort arbeitenden 88 . auch von der BAWAG . ich kann es nicht der Polizei in Liechtenstein oder Österreich schreiben. dass ich diese Nummer erhalten habe und wenn es eine falsche Adresse ist. evt. der den Zusammenhang erkennen könnte. Innsbruck war. wo ich einen Fax senden könne. Vielleicht ist es 5522. dass sie mir die Faxnummer von der BAWAG in Feldkirch geben. Und dann hat sie nochmals nachgeschaut und gesagt. Also habe ich von der Kabine Nr. dass es nicht sein kann.30 Uhr oder 21. dass es eine Faxnummer in Innsbruck war. Ich hoffte.das ich so lange weg bin. und zudem war Herr Direktor Bröll der Einzige. Ich bin dann sofort. dass es evtl.folgte. Auf jeden Fall habe ich den Brief fertig geschrieben und darauf vermerkt. in nur einer Seite – die würden die Situation nicht auf Anhieb kapieren. mit dem Wenigen das ich ihm geschrieben habe. zur Hauptstelle der staatlichen Telefongesellschaft von Argentinien gegangen. Ich habe mit zitternder Stimme darum gefleht. in Europa Mittwoch. auf der Innsbruck mit 512 aufgeführt war. dass sie mir zwei Blatt Papiere oder ein Blatt und einen Kugelschreiber geben sollen und ich musste die Faxnummer von Feldkirch erfragen. die zurückgerufen hat. zuerst die argentinische Auskunft angerufen und darum gebeten. Ich hatte der Frau gesagt. 01. Der Mann an der Kasse der Telefongesellschaft hat mir nämlich eine alte Liste gezeigt. dass es schon stimme und dies eine Faxnummer sei. Ich dachte mir. es war dann Dienstag um 20.00 Uhr oder 02. sollen der Empfänger dieses Fax ihn an die BAWAGZentrale in Wien oder Herrn Bröll in Feldkirch weitersenden.00 Uhr morgens. Ich habe dann nochmals die Auskunft angerufen und habe die Faxnummer von Wien erhalten. dass die Nummer nicht stimmen konnte. welche sich im untersten Stockwerk vom Hauptgebäude der Telefongesellschaft von Argentinien.

A. denn ich hatte für das Fax US$ 27 bezahlt und ich hatte US$ 200 bei mir gehabt. Aber ich nahm dann an. Also habe ich es gemacht. Wir gingen dann ins Hotel und ich konnte in der Nacht nicht schlafen. Ich hatte Angst. anhängen. Aber ich hatte ja nur noch US$ 155. Es ist mir zwar komisch vorgekommen. Die Frau gab mir dann den Hörer in die Hand und ich habe dann gesprochen. . ich solle zum Essen mitkommen. Sie haben dann aber nicht nachgefragt. Die Binde. die Liste von meinen geführten Gesprächen verlangen würde. Es war dann tatsächlich die BAWAG in Wien.40 Uhr. Ich habe nicht viel gemacht und gesagt. dass sie die ganze Schuld Mariano zuschieben wollten. falls ich meine Mutter oder jemanden anrufen könnte. dass es sich vermutlich um einen Telefoncomputer handelte. Ich war so nah am Ziel und ich wollte nur noch weg. dass Helmut evtl. Sie wollten mich nicht aus den Augen verlieren. ich solle an die jetzt gewählte Nummer die Ziffern. Denn vom Hotel aus wollte ich nicht anrufen. die ich kaufte kostete nur US$ 3 also müsste ich ja von diesen US$ 200 noch US$ 197 haben. dass es einen Swissairflug am Mittwoch morgen gibt. Ich wusste. Und es war eine Faxnummer und es hatte funktioniert. da ich befürchtete. Es sei seine Sache. und zwar der um 9. dass Helmut auf die Idee kommen könnte und meine Geldtasche verlangen würde und ich könnte nicht erklären. weil ich für die Telefonkarten US$ 18 und Fax US$ 27 bezahlt hatte. Er sagte mir. Ich bin dann mit essen gegangen. das kann doch nicht wahr sein. Da dachte ich mir. Auch hatte ich aus dem Geld noch Telefonkarten gekauft. Ich hatte Angst. Sie sagten nur. Dann kam aber kein Fax-Ton sondern eine männliche Stimme.in die Hand gegeben. ich glaube es waren 2490 oder 2480.in der Telefongesellschaft in B. Interessant war.Frau . warum ich auf einmal US$ 45 weniger hatte. Da sagte ich. Ich hatte den Fax geschickt und bin nachher gleich zurück zum Hotel gegangen und schon waren Helmut und seine Frau beim Eingang des Hotels und hatten gefragt wo ich gewesen wäre und was ich gemacht hätte. Es sei seine Idee gewesen. Die Lufthansa würde erst am 89 . dass ich erst eine normale Telefonnummer anwählen und dann diese Nummer anhängen musste. was macht denn ein Arbeiter der BAWAG um 02:00 Uhr nachts? Es war soviel ich weiss der Nachtwächter und ich habe ihn nur um eine Faxnummer gebeten.

und dass ich jetzt nicht weiss. nur Hinflug.00 Uhr. Die Telefonkarten waren sehr schnell aufgebraucht und ich konnte nicht mehr mit Herrn Bröll sprechen. habe ausgecheckt und für mein Hotelzimmer bar bezahlt (US$ 70). Ich wollte nicht noch warten. ich weiss es nicht mehr genau und bin aus dem Hotel raus gegangen. Ich bin weit weggelaufen und habe eine Telefonzelle gefunden und habe dann eine Nummer gewählt und prompt hat jemand abgenommen und ich wurde mit Herrn Bröll verbunden. Das sind fast CHF 2'500. vor allem Mariano Marti-Ventosa Roqueta und auch Helmut Roegele und Bande ihre Strafe erhalten werden. dass Sie in vollem Bewusstsein sind. Er bejahte. Also habe ich meine Sachen gepackt. mit welcher ich später im Vaduzer Spital aufgekreuzt bin. dass ich schon halb in Sicherheit bin. Ich bin ohne Probleme durch die Passkontrolle gegangen und habe einen Stempel bekommen. Ich habe ihn gefragt. Jetzt ist die Geschichte zu Ende und was weiter geschehen wird. Herr Dr. er bringe mich in Sicherheit und ich sagte. ob ich doch noch 90 .00 Uhr aufgestanden oder 04. Ich bin dann sofort ins Hotel zurück. alles zusammen! Ich war nur froh. geweint und geweint.00 Uhr oder 03. Es hatte noch Platz und kostete US$ 1'600. Dann hat der Swissairangestellte mir einen besseren Deal vorgeschlagen und zwar. Aber ich spürte von ihm Vertrauen. Moser hat mich angeschaut. dass es ein schwerer Schlag für mein Leben war. kaufen: das kostete nur US$ 1'118. Ich bin dann schon um 05. das mir angetan wurde. habe mich rasiert und ich habe meine letzte Binde selber gemacht.Nachmittag fliegen. Ich habe den Sammelbus genommen. Er sagte. wird sich zeigen. In Vaduz bin ich mit dem Reisegepäck direkt ins Spital gegangen. Ich war schon früh am Flughafen und habe nach dem Swissairflug gefragt. es ist so korrupt. dieselbe. Ich hoffe. Es hatte ein Nachtportier. Und habe das Flugzeug bestiegen. Man kann niemandem mehr trauen im Land. der vor dem Hotel stand. ich solle ein Rückflugticket. obwohl ich gar nicht mehr zurückkehren wollte. Ich danke allen für ihre Hilfe. Ich wollte nur weg. dass ich überlebt habe. Ich habe nur geweint. ob er meinem Fax erhalten habe. Ich habe also genügend CHF für diesen US$-Betrag umgetauscht und das Ticket bezahlt. die sie mir entgegengebracht haben und ich möchte auch bitten. So wie es Gott oder die Justiz vorgesehen hat. dass für das menschliche Verbrechen.

Ursprünglich. ist ein Licht links oben montiert. Wie um tonnenschwere Felsen erleichtert schritt ich aus dem Polizeigebäude Vaduz hinaus. sind die 3 Glühbirnen. wollte ich nicht 24 Std.4. 11. in den schönen.irgendwie Depressionen erhalten werde. Jene vom WC-Raum . April 1997. Im Durchgangsraum (vom rundem Raum zum WC-Raum). H. auch eine 60 Watt. Ich schraubte die Birne raus. d. Nach der erforderlichen Anzeige (auf Tonband) und der weiteren Detailangaben zum Verbrechen war ich sehr befreit.h. wie ich ein Hinweis meines "dortgewesenseins" 91 .oberhalb des kleinen hölzernen Spiegelkästchens. dass mich dann die Gedanken oder die Erinnerung an die Geschichte sich wieder aufwärmen. Vielen Dank für alles.K. wenn ich ein normales Leben führe. im Dunkeln sitzen. Ende Originaltext (OT) meiner Anzeige.brachte ich in den runden Turmraum weil sie die Stärkste war und jene vom Durchgangsraum schraubte ich in den WC-Raum . Sie ging zu Bruch und ich musste sie mit einer der 2 anderen Birnen tauschen. während meinen ersten Tagen. war eine 60 Wattbirne aus klarem Glas in der einfachen Fassung drin. und 21. Am 17. dort wo das grössere Waschbecken installiert ist. dass ich es mit angespannter Kette gerade noch berühren konnte). habe ich der Polizei weitere Angaben über die Gefangenschaft in einem Schreiben überbracht: A) Glühbirne. als die‚ die ich dann im WC-Raum abgeschraubt habe). gleich beim Eintritt durch die Türe (so hoch. aber auf jeden Fall eine schwächere Birne. aber vielleicht kommt es später.auch aus klarem Glas . warmen und sonnigen Aprilnachmittag. Notiz. Im Moment sehe ich das zwar nicht so. Im runden Raum ist ein Licht links oben. Zahnfleisch Ein anderes Detail des Kellers (Wasserturm). wo ich gefangen gehalten wurde. Ich habe mir während der Gefangenschaft auch Gedanken darüber gemacht. quasi auf der gerundeten Aussenwand des Turms. es war eine 40 Watt aus mattem Glas (evt.

Ich hätte auch eine gute Stelle gefunden. weil ich auf einmal Angst bekam. April als den Tag genannt. B) Genauer Tag In meiner Tonbandaussage habe ich. Es kam vor. dann möchte ich nicht an die daraus resultierende Strafe denken. dass wenn die Verbrecher vielleicht auch darauf kommen könnten. Ich kam auf die Idee eine kleine Notiz auf Spanisch irgendwo zu verstecken . Ich weiss nur ganz genau.3. so mag ich mich erinnern. und es dann finden würden.3. die Zähne bleiben im Apfel stecken. dass ich dachte. dass es damit zusammenhängt. dass es nicht am Sonntag 30. Dies müsste ein Arzt oder Zahnarzt bestätigen. wo ich die grösste Todesangst empfand und mir (auf Grund der aussichtslosen Situation in der ich mich befand) das Leben nehmen wollte. Als ich dann später einen Apfel (grüner) essen wollte und natürlich beissen musste. ob es der 01. Zwischen dem Beckenboden und dem Eisenstück hätte die Notiz gut rein gesteckt werden können. Somit verschwand meine kleine Notiz in tausend Stücke Ein anderes Erlebnis hatte ich mit meinem Zahnfleisch: Die Täter geben mir sehr wenig zu Essen. Ich vermute. tat mir mein Zahnfleisch so weh. Ich tat es nicht. April oder der 02. Ich rechne die Tage hin und her und bemühe meine Erinnerung so stark es geht: ich kann aber heute nicht ganz genau sagen. und zwar war das grosse Waschbecken im Durchgangsraum unten auf zwei aus der Wand herausragenden ca.hinterlassen kann.Möglichkeiten gab es dazu sehr viele. von dem ich noch weniger ass. April war. war (weil der Geburtstag meiner Mutter) 92 . dass ich über eine so ungewöhnlich lange Zeit nichts gebissen habe. Mit ein Grund kann auch die hohe Luftfeuchtigkeit und die dauernde Kälte sein. den Dienstag 01. Ich schrieb sogar auf einen kleinen Zettel (Papier und Schreibzeug hatte ich ja) ein Text mit folgendem Inhalt : HIER WAR ICH. dass ich im Turm über 24 Stunden nichts zu mir nahm (ausser eventuell ein Schluck Wasser aus der Flasche). war (weil mein Geburtstag) und nicht am Montag 31. dass ich so was tue. 4 cm langen Eisenstützen gestellt. HEINRICH KIEBER aus Liechtenstein seit dem Donnerstag vor Ostern 1997 gefangen gehalten bis zum Tag meiner Freilassung oder Todes.

00 Uhr / 4. wirklich wie ein Wunder konnte die BAWAG die Gelder in allerletzter Sekunde zurückholen. Dies nur darum. mittels Strichlein gezählt habe.1. was den genauen Monatstag betrifft. Auf Grund meines Fax an die BAWAG wurde die Bank sofort aktiv und versuchte fieberhaft die schon eingeleiteten Banküberweisungen an die Verbrecher Helmut und Mariano zu stoppen. Das Geld war schon von der BAWAG weg und sogar schon ausserhalb Österreichs. weil ich sehr früh am Freitagmorgen (ca. Dort wurde mir eine Abschrift der Tonbandaussage vorgelegt. die Faxe von Mariano. Es war also pures Glück.3. Bröll zum Ersten mal anzurufen. welche bei anderen Banken eingerichtet waren. datiert vom 31. Am 21.2. Durch den Schock des getriebenen Selbstmordes entstand wie eine Lücke in meinem Gehirn. dass er die ganze Kaufvertragssumme für die Wohnung in BAR und vor der Unterzeichnung erhalten hatte). Die Behörden machten für sich Kopien von allem und die Originale bekam ich später wieder zurück. Kaufvertrag zwischen Helmut Roegele und mir vom Oktober 1996 (worin er richtigerweise schriftlich bestätigt hatte. riesengrosses Glück.4. Eine Kopie wurde mir gegeben. den notariell beglaubigten Immobilienverkauf. ging ich wieder zur Polizei. + 12. den Hr. Was wurde aus meinem Sparbuch? Ich hatte Glück.00 Uhr morgens) gezwungen wurde. Wie ein Wunder. Selbstverständlich habe ich in den in Folge der Polizei und den Untersuchungsbehörden alle Dokumente und Beweise im Original überlassen: wie zum Beispiel dem beglaubigten Darlehensvertrag zwischen Mariano Marti-Ventosa Roqueta und mir vom 6. Donnerstag im April) im neuen Gefangenenzimmer im Haupthaus verbracht habe.und ich die Tage bis zum 31. dass weder Helmut noch Mariano zufällig ihre Bankkonten nicht auch bei der Korrespondenzbank der BAWAG in Spanien hatten. Dann wäre 93 . (alle 1997). 3. so dass ich eventuelle Fehler oder Missdeutungen korrigieren konnte.. dass ich die Nacht vom -Donnerstag nach Ostern (1. womit er mich nach Argentinien lockte.1993.bzw. wo ich etwas berichtigen musste. weil es bei noch auf einem Konto bei ihrer Korrespondenzbank im Ausland lag.2. 9. und noch nicht auf die Bankkonten der zwei Verbrecher weitergeleitet wurde. Es gab nur ganz wenige Stellen. nachdem die Verbrecher den Fax nach Feldkirch gesendet hatten.3. Wieder sicher bin ich mir aber ganz. Dann wurde die Abschrift als Anzeige angenommen.

Nicht nur bedrohte er sie beide mit schweren Konsequenzen. dass nix eingetroffen war. so konnte er mit ihnen auf Spanisch reden. Meine Familie stand wegen den Telefonaten unter einem grossen Schock und es dauerte lange. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. sein Gebiet war. Ich konnte es immer noch nicht glauben. um seinen Anteil der Beute doch noch zu bekommen. dass meine Mutter (und Tante) aus Spanien kommen. sein Kerker. meine Gefangennahme. dass er nun in der tiefen Scheisse steckte. Dem Helmut wurde hörbar schlecht und er leierte etwas von dem Wohnungsverkauf und behauptete. als ihnen ihre Bank mitteilte. Beide haben sicher vor Wut gekocht. Mariano hatte wegen der Anzeige weniger Angst. nicht er. Erpressung und Folter erfolgreich zu machen. wäre das Geld auf ihren Konten gelandet. dass der Bankkontobesitzer (ich) eine Anzeige gegen ihn und andere bei der Polizei erstattet hatte. Er war ja weit weg. Seine Frau und Mariano riefen auch bei ihnen an. Meine Mutter und meine Tante sollten mir ausrichten. warum die dicke Kohle noch nicht angekommen war. Ich hatte die Polizei in Vaduz immer über jede Bedrohung und Belästigung informiert.er zu spät gewesen. Da Helmut ja Deutsch konnte. Nachdem was sie alles an operativer Logistik. hatte er mehrere Male bei der BAWAG in Feldkirch angerufen und wurde dort auf die Rechtsabteilung der Bank in Wien verwiesen. dass sie mich umbringen würden. Hätten sie mich in Argentinien nur 24 Stunden länger gefangen gehalten. da es ja seine Farm. Es war schon eine verrückte neue Situation für die beiden Folterer. weil nur ein Gericht in Spanien die definitive Gutschrift auf die Konten der Beiden verhindern hätte können. Ich konnte es nicht glauben. als er erfahren konnte. rückgängig machen können. Er hatte natürlich sofort gemerkt. Es war wie in einem Traum. als sie erfolglos bei ihren Banken nachgefragt haben mussten. Man kann sich die langen Gesichter der Verbrecher gar nicht vorstellen. um meine Entführung. Helmut musste schnell handeln. bzw. Mariano wusste. an Brutalität und Waffengewalt ausüben mussten. Beide hatten sicher einen 99-prozentigen Herzinfarkt. Und nun war er auf Helmut (in Europa) angewiesen. Bröll die Gute Nachricht brachte. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. Die Telefonnummern hatte sie ja von mir schon in der Gefangenschaft abverlangt. als mir Dir. dass ich der Verbrecher wäre. Es war dann. Er bekam Panik und belästigte zuerst meine Mutter und meine Tante in Spanien per Telefon. Zuerst hatte Mariano die volle Kontrolle über alles (in Argentinien). bis sie sich davon erholen konnten. Helmut war 94 . Die Telefongespräche mit ihm wurden aufgezeichnet.

eine "berechtigte" Grundlage auf Papier haben.plus Zinsen. Ich war richtigerweise in der Position. wo ich nebst dem Helmut und dem Mariano auch dem Kroschel die absolut berechtigte Frage stellen konnte. Sie wollte damit . was für eine schwere Gefängnisstrafe sie zu erwarten hätten. indem er den Betrag auf seinem eigenen.eigentlich 3 Probleme hatte: a) Die Zahlung an ihn. Man erinnere sich. neuen Konto bei der BAWAG gutschreiben liess.für alle Fälle . Wie detailliert ich die Anzeige erstattet hatte. hochgefährlich.von mir bekommen hatte. bzw. Anerkennungen für beide Überweisungen zur Unterschrift vorgelegt hatte. zu erklären. was ich mit den dazugehörigen Quittungen. Kroschel war ein Mann. Mariano schuldete mir seit 1993 CHF 245'000.was die abgepressten Zahlungen betraf .-. ungeachtet ihrer Drohungen es trotzdem wagen die Zahlungen bekämpfen. . bzw.-.was ich mit dem Notarvertrag beweisen konnte. Mit einer Anzeige war die Situation für Helmut & Co. welches Recht alle Drei hatten. würden sie die Schriftstücke aus Argentinien "vorlegen" und hoffen. Er hatte aber sofort richtig kombiniert. er musste auf Teufel komm raus versuchen. dass sie damit durchkommen. b) Die ungefähr gleichgrosse Zahlung an Mariano und c) die "Zahlung" an seinen Schwager! Kroschel hatten sich nämlich den übrig gebliebenen Restbetrag meines Sparbuches. Vertrag. Das heisst.nun bekommen hätte sollen. wenn ich tot wäre und dann irgendjemand – z.dank der BAWAG . 95 .B. dass man mir während der Gefangenschaft zwar diverse Pseudorechnungen.aber mit seiner Frau wieder zurück in Spanien und konnte sich klar vorstellen. Banküberweisungen und bankenseitigen Bestätigungen locker beweisen konnte. meine Familie oder die Bank . die Zahlung an ihn als rechtmässig erscheinen lassen.einfach in den eigenen Sack gesteckt. dass er . wusste er noch nicht. Helmut wollte seinen Schwager damit für seine "Umstände" belohnen. auch nur einen einzigen Franken von meinem Geld zu nehmen. den ich nie in meinem Leben je getroffen hatte. mit dem ich nie in meinem Leben je etwas zu tun hatte. dass er ein massives Problem damit hatte. um die CHF 10'000. warum er rund CHF 400'000. Dasselbe würde passieren.. bis er als Mittäter in den Kreis der Verbrecher aufgenommen wurde. Helmut hatte keinen einzigen Franken aus dem Wohnungskauf zu Gute . Die Banküberweisungen sind ja für immer dokumentiert. Denn sollte ich nach meiner Freilassung. Er musste also in erster Linie das Motiv (die Beute) bekämpfen. Im Moment konnte er keinen Gedanken darin verlieren.die extrem verdächtige Auflösung meines Sparbuches hinterfragen würde.

Mariano mir seit März 1993 (und dies heute immer noch) über CHF 245'000. niemals. warum ich in Argentinien jeweils mehr als CHF 400'000. Niemals. das Codewort des Kontos bei der BAWAG kamen. im Gegenteil. Abgesehen davon. Zinsen schuldet. sich aus der Sache herauszureden. Es gab überhaupt keine ökonomische Grundlage dafür. niemals. — plus 12 Prozent p. aber die knallharten Fakten lagen im meinem Fall "sternenklar" vor. niemals. dass die Verbrecher überhaupt kein Geld oder sonstiges von mir zu erhalten hatten. schwerer Freiheitsberaubung und schwerer Erpressung und Nötigung etc. wie die Verbrecher an mein Sparbuch. nie und nimmer und nochmals NIEMALS!!!! 96 . war die ganze Konstellation. die Beute fast 50-50 aufteilten.a. eine Analogie des klassischen Deliktes von schwerer Entführung. Daher war ich und bin heute noch zu 1000 Prozent überzeugt. dass die Verbrecher vor einem Kriminalgericht absolut keine Chance haben.Ich bin ja selber kein Jurist.— den Tätern Helmut Roegele und Mariano Marti-Ventosa Roqueta hätten überlassen sollen.

alleinerziehende Deutsche Mutter arbeitete im Schauspielhaus oben am Heimplatz. Schade! Wir hatten uns sehr gut verstanden. ein 97 . dann ihren Schock und später ihre Abneigung nicht verbergen. Mein bisheriges Leben wurde durch gewalttätiges Drücken der "RESET-Taste" aus den Fugen geworfen. Dennoch. Ein Treffen mit ihm war deshalb nicht möglich. Als ich mich später vom Wirt des „Blockhus‚ verabschiedete. Unter anderen Umständen wäre vielleicht was aus uns geworden. Leider hatte mein Freund gerade seine Eltern zu Besuch. 4 war mir nicht ganz geheuer. selbst der Fussmarsch in der Abenddämmerung vom Hauptbahnhof via Hechtplatz zum Haus Schiffländi Nr. dass ich zurück aus Argentinien sei und es mir nicht gut gehe. Ich hatte immer noch die frischen Vaduzer Bandagen an den verletzten Körperstellen und das Bild. im Dachstuhl des Gourmets Restaurant "Blockhus" hatte ich vom Wirt Pierre seit ein paar Monaten ein möbliertes Zimmer im Dachstuhl angemietet. Ich war immer noch müde und zutiefst traurig. konnte sie erst ihre Verwunderung. Da ich aber auch nicht alleine irgendwo hausen wollte und ein Aufenthalt im Spital nicht notwendig und angebracht war. Aus Schamgefühl wollte ich nicht bei meinem Vater und meiner Stiefmutter in deren Haus leben. April. All meine Träume waren zerstört. Ich wollte unbedingt mit einem meiner damaligen Freunde reden. brachte etwas emotionale Erleichterung. der in der Nähe des Flughafens wohnte. obwohl ich doch gerade der Hölle entkommen war. das ich in einer der verglasten Telefonkabinen auf dem Bellevueplatz in Zürich abgab. Dort. Die Passanten begannen schon mich anzustarren. Als sie mich dann so sah. die ich vor zwei Monaten kennen gelernt hatte. Es war schon spät am Abend. um meine wenigen Sachen zu holen. konnte nicht surrealer sein. ging die Reise abermals nach Vaduz. Ich habe ihm nur sagen können.Kapitel 2 Zimmer unter den Alten Am nächsten Tag. Ein Anruf bei meiner Exfreundin. Die kommen nur alle drei oder vier Jahre zu ihm und ausgerechnet an diesen Tagen war es wieder soweit. traf ich per Zufall im Restaurant unten eine Frau wieder. endlich erreichen konnte. als ich einen Freund. dem 12. blieb mir nur die Möglichkeit. fuhr ich mit dem Zug zurück nach Zürich. Nach meiner letzten Nacht im Zimmer in Zürich. Die nette. die weit weg von Zürich wohnte.

Drei Zimmer weiter war eine freundliche und liebenswerte italienische Dame für kurze Zeit auch Gast im Altersheim. Zumindest für die erste Zeit. Angemietet und neu möbliert wurde diese Wohnung für mich durch die Bank des Fürst von Liechtenstein – Hans-Adams LGT Bank. links und rechts. Etwas älter als ich und mit grossen zwischenmenschlichen Problemen überladen. in das Betreuungszentrum St. Das Leben im Altersheim war voller Überraschungen. Meine beiden Nachbarn. ich versichere Euch. trotz meines verzigfache Energieüberschusses im Vergleich zu den Mitbewohnern. wo ihre beiden Söhne mit mir in die Schule gegangen waren. Toll war. Ich habe sie anschliessend nie wieder getroffen. Mit Sack und Pack zog ich also nach Eschen im Liechtensteiner Unterland. 98 . eigener Herr über die TV-Fernbedienung und somit den Fernseher war. waren auch keine echten Rentner. Ich fügte mich in den geordneten Rhythmus des Altersheims stillschweigen ein. A. Aussicht auf blühende Wiesen. im Juli 2003. Sechs Jahre später. zog ich ausgerechnet in jene frisch gestrichene 1-Zimmerwohnung im Mehrfamilienhaus am Buchenweg 1 in Vaduz ein. Ich kannte sie aus meiner Kindheit in Schaan. Schädler-Strasse ein. Ihre liebenswerte Eigenart kam unter tragischen Umständen wieder in mein Bewusstsein. nicht teilen wollte. Stundenlange Diskussionen mit den 70-80-Jährigen waren sehr aufschlussreich und spannend. schön möbliert und mit eigener Dusche ausgestattet. Das Essen war erstklassig und die sprichwörtliche Friedhofsruhe war schon wieder wohltuend. Frühstück und Mittag.sowie Abendessen wurden in zwei Schichten serviert. wo sie sich kurz davor das Leben genommen hatte. Dort wurde für warmes Essen und reine Wäsche gesorgt. die ab und zu von gefrässigen Huftieren abgegrast wurden. Wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen. dass ich jeweils am Abend dank der frühen Gute-Nacht-Stunde meiner Mitbewohner. Mein Zimmer war im unteren Stock. Sie wurde hier in Sicherheit vor ihrem gewalttätigen Ehemann untergebracht. wenigstens einmal sich das Leben in einem Altersheim genau anzuschauen. wobei ich meine Erlebnisse in Argentinien nicht mit ihnen teilte.kleines Zimmer im Altenheim übrig. Ich durfte aber kommen und gehen wann ich wollte und war auch vom obligaten Meldesystem in Bezug auf die Menueauswahl befreit. Ich kann nur jedem empfehlen. Das heisst. Mit der Zeit lernte ich sie alle persönlich kennen. Martin in der Dr. der Staat bot es mir an.

die sich beruflich mit dem "Ausgang meiner Argentinienvisite" befassen mussten. mit mir vorher unbekannten Menschen ausführlich über das Ertragene zu reden. Ganz anders war dies mit jenen. Da hatte ich oft Angst vor deren Reaktion. Ich verbrachte die Tage damit. Ganz zu schweigen von dem Stigma einen Selbstmordversuch gemacht zu haben. Nach solch messerscharfen Schnitten am Handgelenk wie ich sie hatte. Gallen. Weil mein Schmerz ja fast unfassbar war. Nach gründlicher medizinischer Prüfung aller Verletzungen überwies sie mich an einen Spezialisten beim Spital St. Eine äusserst kompetente und mitfühlende Person. die mir nahe standen. ob die Nervenstränge wieder zusammenwachsen und keine Schwächung der Empfindsamkeit zurückbleibt. Da war die Ärztin Dr. umfassende Schriftstücke mit mehr Details und Erklärungen zu den Tätern zu verfassen und sie den Behörden zu übergeben. wie man "erfolgreich" die Hauptblutader am Handgelenk durchtrennt: nämlich tief und parallel zum Arm und nicht quer.ihr werdet ganz anders über alte Menschen und speziell euer eigenes "älter werden" nachdenken. Es war traurig mit anzusehen. Nicht das es an Geld je mangelt. tagaus anspruchslos auf den unvermeidbaren Sensenmann warteten. Mein vorher sehr gutes Gedächtnis und meine Konzentrationsfähigkeit haben unter der Tortur und dem Stress der letzten Wochen stark gelitten. mich wieder aufzufangen und mein Kampf gegen die Täter zu organisieren und aufzunehmen. Nach und nach traten also immer mehr neue Leute in mein Leben. viel nachzudenken. Erstaunlicherweise hatte ich überhaupt keine Mühe. Meine Hausärztin. Schon wenige Tage nach meiner Anzeige bei der Polizei in Vaduz begann ich. Ich hatte immer noch Schmerzen im Hals und an beiden Handgelenken. wird oft untersucht. Zum Glück war keine 99 . aber auch in einem so reichen Land wie Liechtenstein ist das Seniorenheim ein (geistiges) Abstellgleis für viele alte Bürger. wie ich es tat. insbesondere mit den Untersuchungsbehörden. Gott sei Dank hatte ich im Kerker in Argentinien auch keine medizinische Kenntnisse darüber. Silvia Rheinberger aus Vaduz. Vor allem für jene. Viele von ihnen würden Jahre später noch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen. wie viele der Bewohner tagein. die keine eigenen Familienmitglieder mehr haben oder deren eigenes Fleisch und Blut den "Wir-besuchen-die-Alten-NIE" – Bazillus pflegen.

Dadurch dass ich Rechtshänder bin. es gibt zwei Gruppen von Opfern: jene die nach grausamen Erlebnissen nur schweigen können und oft einsam und depressiv werden. war der Schnitt an meinem linken Handgelenk etwas tiefer. zu denen glücklicherweise ich gehöre.neurologische Operation nötig. 100 . auch meinen Vater und die Stiefmutter persönlich für etwas längere Zeit zu treffen. Und die anderen. da ich motorisch automatisch mehr Druck und Kraft mit der rechten Hand ausübte. Ich glaube. Erst zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Argentinien war ich innerlich so weit. die sich LAUT und STARK äussern können. Heute noch empfinde ich nur beim Fingernagelschneiden an der linken Hand ein kleines Kribbeln in den Fingern und im Handgelenk. Es wurden somit die durchlaufenden Nervenstränge mehr in Mitleidenschaft gezogen. Sie waren sehr mitgenommen von der ganzen Geschichte und versicherten mir – falls erforderlich – mir finanziellen und sonstigen Beistand für den juristischen Kampf um die Gerechtigkeit zu leisten.

Hirn (mit solchem Nachnamen muss man ja ein RA werden). Mal treffen konnte. Nie sollte ich mich in ihm täuschen. Das weitere Verhalten der Staatsanwaltschaft (STA) in Vaduz spielte eine massgebliche Rolle. was mir als Opfer einige Rechte gibt. B. Meier sehr wichtig. die ich auf Tonband bei der Polizei Wochen zuvor ausgesagt hatte. zu vergessen oder zu verwechseln. Körperverletzung. Der meinem Fall zugewiesene Untersuchungsrichter (UR) war der Landrichter Dr. war es für den UR Dr. Ich hatte mich sogleich als so genannter Privatbeteiligter. dass er ein offenes Ohr hatte. war meine Akte schon mit vielen Schriftstücken seitens der Polizei. am Strafverfahren (101er) gegen die diversen Täter beteiligt. ein Österreicher.s. ein rechtsmedizinisches Gutachten bezüglich aller Körperverletzungen erstellen zu lassen. Aufgrund der massiven Schwere der Taten (schwere Erpressung. sollte für die ersten paar Jahre meine ganze Hoffnungsträgerin sein.w.Kapitel 3 Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Eine weitere Dame.kurz der „101er‚) eine juristische Zuständigkeit besass. Über diesen Bescheid war ich sehr erfreut. der STA und von mir gefüllt. die Staatsanwältin Alma Willi aus Balzers. Freiheitsberaubung u. schwere Erpressung und schwere Nötigung zusammen mit der unberechtigten Annahme oder Übernahme meines Sparbuchs in VADUZ durch den Mittäter Kroschel. dass Liechtenstein in diesem Fall (Aktennummer 10 Vr 101/97. warum sich ein anderes Unheil ab dem Jahr 2002 zusammenbrauen würde. dass er äusserst qualifiziert war. Meier war ich etwas nervös. weil das Verbrechen als geschlossene Tat angesehen werden konnte. Ferner unterstütze mich auch der geachtete Rechtsanwalt (RA) Dr. Dies war deshalb der Fall. Paul Meier.). zusätzlich zu meiner ausführlichen. Ich erkannte sofort. da ich Angst hatte. Landgericht Vaduz. also die Entführung. Als erste Amtshandlung hatte sie gerichtlich feststellen lassen. sowie der 101 . der eine Kanzlei in Feldkirch und in Vaduz hatte. schwere Nötigung. Alles lief aber gut. irgendein der vielen wichtigen Details. an Details nicht zu überbietenden Wiedergabe des brutalen Verbrechens. Als ich ihn zum 1. die nach Strafgesetzbuch jeweils pro Delikt eine Maximalstrafe zwischen fünf und zehn Jahren Gefängnis vorsehen. Bei der ersten Vernehmung durch den UR Dr. Freiheitsberaubung. Ich war heilfroh.

Im Bereich der Drosselgrube wurde eine leicht geschwungen verlaufende. (III. Juni 1997 besucht. Facharzt der Gerichtlichen Medizin in Innsbruck. 1. An der Beugeseite des linken Handgelenkes war eine quer verlaufende. verdickte rote Narbenbildung gegeben. etwas unregelmässige rote und verdickte Narbenbildung festgestellt.5 cm lange.: Das Kapitel Eins (I. Oberhalb des Schüsselbeines rechts. war eine 6 cm lange.Bei der klinischen Kontrolluntersuchung befand sich Heinrich Kieber in gutem Allgemein. Dr. Österreich. seines Gutachtens beinhalten eine Zusammenfassung des Auftrages des UR.. beginnt der Originaltext ab der Mitte des III. war voll orientiert. Knapp oberhalb der beschriebenen Narbe eine weitere 6 cm lange. Umach hat mich dann im Altersheim in Eschen am 25. Sein Gutachten gebe ich im OT hier wieder: Anm.und Ernährungszustand. Kapitels.). quer über dem Kopfnickermuskel verlaufend. Etwa in der Mitte der Narbe war eine weitere 3 cm lange.Faktenlage zu der versuchten Erpressung. An der linken Halo-Vorderseite. Da all dies schon in diesem Buch erwähnt ist. 4. unregelmässig gestaltete Narbe quer nach links abgehend. brustbeinnahe.)<. eher strichförmige Narbe. etwas verbreiterte und rot gefärbte Narbenbildung gegeben mit den deutlichen Spuren von vier Nähten. ebenfalls von hinten oben nach vorne unten über dem Vorderrand des Kopfnickermuskels verlaufend. Seine Wahl fiel auf den ausgewiesenen Univ. Diese Narbe dem Aspekt nach vorne unten seichter auslaufend. welche im Bereich des hinteren Narbenendes schwalbenschwanzartig gespalten war. war eine weitere v-förmig gestaltete 3 cm lange Narbenbildung über den rechtsseitigen Halsweichteilen gegeben. voll kommunikationsfähig.) bis zur erste Hälfte von Kapitel Drei (III. von links oben nach rechts unten verlaufende. 5 cm lange. In gerader Verlängerung nach unten rechts der erstgenannten Narbe ist eine gleichartige 1 cm lange Narbe im Abstand von ca. Etwas handflächenwärts dieser Narbe war eine umschriebene Druckempfindlichkeit mit elektrisierendem 102 .5 cm gegeben. meine Schilderungen aus der Anzeige und die Angaben des Spital Vaduz. knapp unterhalb derselben eine weitere 1 cm lange Narbe nach rechts oben abzweigend. Paul Umach. Dr. befragt und untersucht.

als das Abspreizen nur unzureichend möglich ist im Vergleich zu rechts. welche als Folge angeblich verschiedener Tathandlungen und Ereignisse eingetreten sein sollen. im Durchmesser 1 cm haltende bräunliche Narbenbildung mit strahlig-narbiger Oberfläche gegeben. rote. dass die Verletzungen des Heinrich Kieber tatsächlich in jenem Zeitraum zustande kamen. quer verlaufend. An der hinteren Aussenseite des rechten Beines. Sensibilität und Motorik im Bereich der rechten Hand und der Finger rechts nicht gestört. An der hinten Aussenseite der rechten Wade. zwischen 30 und 31 cm über der Fusssohle gelegen. war eine praktisch horizontal verlaufende. 1. welcher von ihm angegeben wird. eine Zuordnung auf Tage genau zu treffen. jetzigen Narbenbildern eine oder mehrere wesentlich früher zustande gekommen wären als in der letzten Märzwoche 1997. war eine rundliche. Die Verletzungen sind im Ambulanzbericht des Krankenhauses Vaduz beschrieben und auch lichtbildmässig dokumentiert. dass bei Heinrich Kieber Narbenbilder vorliegen. war eine etwa 8 mm messende. Die Beweglichkeit der Langfinger ungestört.3 cm lange und bis 3 mm breite rötlich-braune Verfärbung der Haut ohne Veränderung der Hautstruktur wie nach abgeheilter Hautabschürfung gegeben. so sollen die Verletzungen am rechten Unterschenkel mit der Tathandlung 103 . eine 5 cm lange. etwas innerhalb davon eine gleichartige reiskorngrosse Narbe.5 cm über der Fersensohle. wie von Kieber berichtet.ausstrahlenden Schmerz in die beugeseitigen Langfinger gegeben. Unterhalb dieser Narbe in einer mittleren Höhe von 26. jedoch ist es auszuschliessen. Es ist natürlich nicht möglich. oval gestaltete bräunliche Narbenbildung mit strahliger Oberfläche gegeben. An der Beugeseite des rechten Handgelenkes. etwas verbreiterte Narbenbildung mit den Spuren nach drei Wundnähten. die Beweglichkeit des Daumens insofern eingeschränkt. Nach den Unterlagen ist festzustellen. 20 cm über der Fersensohle lokalisiert. dass von den bei Heinrich Kieber befundenen Verletzungen bzw. Folgt man den Angaben des Heinrich Kieber. Die Sensibilität im Bereich der Finger und der linken Hand ungestört. IV. Sowohl nach dem dortigen Befund als auch dem jetzigen Narbenbefund ist davon auszugehen.

Somit können diese Verletzungen am rechten Unterschenkel zum einen auf Verbrennungseinwirkung durch möglichen Funkenflug beim Schweissen. da bei dieser Schnittführung grosse arterielle Gefässe nicht getroffen werden und somit der Blutverlust in engen Grenzen bleibt. schräg von hinten oben nach vorne unten verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel. Nach dem Narbenbild ist festzustellen. während die unterste quer verlaufende Narbe ihrer Struktur nach für eine oberflächliche Hautverletzung im Sinne einer Hautabschürfung spricht und durchaus mit jener Kanteneinwirkung der angebrachten Metallmanschette in Zusammenhang gebracht werden kann in der Form.durch Dritte in Zusammenhang stehen. sind als Narben nach Schnittverletzungen 104 . was auch aus dem Arztbericht des Krankenhauses Vaduz unschwer abzuleiten ist. Verbrennungsnarben handelt. welche lebensbedrohlich wären. Die Verletzungen am Hals können von verschiedenen Tathandlungen herstammen. Pulsaderschnitte im Rahmen von Suizidversuchen. Die Narben sind jung. zum anderen durch Einwirkung der beschriebenen Metallmanschette zur Kettenanlage am rechten Bein zurückgeführt werden. Aus derart angelegten Pulsaderschnitten kommt es nicht zu schweren Blutungen und insbesondere nicht zu solchen. Die an der linken Halsvorderseite gelegenen etwa quer bzw. Diese Verletzungen sind in ihrer Gesamtheit wohl noch als solche medizinisch an sich leichten Grades anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. wie dies von Kieber auch berichtet wird. die zurückgebliebenen Narbenspuren zeigen. diese aber nicht überschritt. dass eher unkundige Wundversorgung primär stattgefunden hat. dass die beschriebenen Narben im knienahen Bereich des rechten Unterschenkels eindeutig auf Hitzeinwirkung zurückzuführen sind und es sich um sog. wobei am linken Handgelenk offenbar auch der Mittelnerv etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde mit den vorübergehenden Sensibilitätsstörungen im Bereich des Daumens und der Finger und der minimalen Bewegungseinschränkung. beide etwa 6 cm lang. Die zurückgebliebenen Narbenbildungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind typisch für die Zufügung sog. welche an die 24-Tage-Grenze wohl heranreichte.

etwa an jener Stelle. welcher sich durch Halsschnitte vom Leben zum Tod befördern will. den Splitter wieder etwas herausgezogen und gedreht und nochmals hineingestossen zu haben. 4. Auch hier wurden offensichtlich entscheidende tiefer liegende Strukturen nicht erwischt. dass er Luft heraus pfeifen gehört habe und auch eine Art Schleim gespürt habe. hier ein dreieckiges Stück eines Glassplitters eines Fensterglases angesetzt und hinein.gedrückt bzw. 97 bis 2. Eine mehrläufige Narbe befindet sich bei Heinrich Kieber direkt über der Drosselgrube mit unregelmässiger Gestaltung. 3. hineingeschlagen zu haben. 1997 entstanden sein konnten. bei dem es sich offensichtlich um Bronchialschleim gehandelt hat. Natürlich sind die von Heinrich Kieber verwendeten Klingen eines Einwegrasierers diesbezüglich nur ein bedingt taugliches Mittel. Wenn Heinrich Kieber nun angibt. wo auch bei einem therapeutischen Luftröhrenschnitt durch die Weichteile eingegangen wird. so würde sich daraus nicht nur das unregelmässige Narbenbild über der Drosselgrube erklären. V. Zusammenfassend sind die gegenständlichen Verletzungen des Heinrich Kieber nach dem eigenen Untersuchungsbefund und in Beachtung der Unterlagen des Krankenhauses Vaduz junge Verletzungen.anzusprechen. Auszuschliessen ist. wobei der Schnitt von hinten oben nach vorne unten geführt wurde. sondern auch die Angabe des Verletzten erklärbar sein. dass es auch zu einer entscheidenden Verletzung eines arteriellen Gefässes kommt. dass diese Verletzungen oder ein Teil 105 . mit welchem nicht so weit in die Tiefe geschnitten werden kann. Diese Schnittführung ist für einen Rechtshänder. Die über der Luftröhre hier liegenden Weichteile sind dünn. Der Schnitt war aber über der Halsschlagader lokalisiert. welche durchaus in dem in Rede stehenden Zeitraum 26. Auch die v-förmige Verletzung etwas rechts der genannten Narbengruppe oberhalb des rechten Schlüsselbeins wäre als Glassplitterverletzung durchaus möglich. sodass durch eine Sticheinwirkung hier sehr leicht eine Eröffnung der Luftröhre möglich ist ohne relevante Verletzung benachbarter Organstrukturen. allerdings zu oberflächlich. typisch. um einen direkten Zugang zur Luftröhre zu erreichen.

diese aber nicht überschritt. Diese Verletzungen konnten durchaus durch eigene Hand mit einer Rasierklinge zugefügt worden sein. welche hier sehr oberflächlich unter den Weichteilen liegt. wobei die Schnittrichtung von hinten oben nach vorne unten anzugeben ist.derselben wesentlich früher als in diesem bezeichneten Zeitraum entstanden wären. wie sie typischerweise nach Verbrennungen auftreten. Die Verletzungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind Schnittverletzungen. Bei jenen zwei an der linken Halsseite mehr oben gelegenen. Diese Verletzungen sind insgesamt noch als medizinisch an sich leichte Körperverletzungen anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. wie von Heinrich Kieber geschildert. zwanglos möglich. sind diese am rechten Unterschenkel lokalisierten. Die weitere Narbe an der Halsseite 106 . die am weitesten am Unterschenkel unten gelegene Verletzungsmarke ist eine solche. zumal offensichtlich ja die Weichteilwunden selbst mit Nähten. ohne dass die Glasscherbe jeweils aus der Wunde ganz herausgezogen wurde. versorgt wurden. Bei einem solchen Vorgehen ist auch eine Anspiessung der Luftröhre. wenn auch nicht sehr kundig. mehrfach geschenkelte Narbenbildung wäre zwanglos erklärbar durch ein Vorgehen. welche an die 24-Tage—Grenze wohl heranreichte. wie sie von Kieber beschrieben wurde. Die im Bereich der Drosselgrube zurückgebliebene unregelmässige. welche Heinrich Kieber von fremder Hand zugefügt wurden. dass nämlich die Spitze einer Glasscherbe hier eingestossen wurde. Es handelt sich dabei um drei Verletzungsmerkmale. welcher ihrer Art und Lokalisation nach typisch für Suizidversuche sind mit anschliessender eher laienhafter Wundversorgung. wie sie nach primär etwas tiefer reichender Hautabschürfung zurückbleibt und ist der Lokalisation und Form nach durchaus möglich als Einwirkung des oberen Randes der behaupteten Metallmanschette. Jene Verletzungen. wobei von einem mehrfachen Einstechen mit verschiedener Richtung der Glasscherbe ausgegangen werden kann. schräg verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel handelt es sich um Zustände nach Schnittverletzungen eher oberflächlicher Art. Eine Selbstheilung der Luftröhrenverletzung ohne weitere operative Massnahmen ist möglich und nicht ungewöhnlich.

so will es die Strafprozessordnung (StPO). Paul Umach. Sie war sehr kurz angebunden.) Dr. dessen Bürotüre immer für mich offen stand. STA Alma Willi. er könne faktisch nur auf Antrag oder Anweisung der STA handeln.und Verletzungsbild aus gerichtsmedizinischer Sicht durchaus mit den Schilderungen des Heinrich Kieber in Einklang gebracht werden kann. 7. 1997. Er sagte mir. Ich hatte eigentlich soweit Glück. (gez. dass das befundene Narben. als die anklagende Behörde. die Leute würden einem nicht oder nur teilweise glauben. wie der Stand der Dinge sei. um der so genannten Wahrheitsfindung zu dienen. P. dass seine Hände gebunden seien. tiefer reichende und schwerwiegendere Verletzungen entstehen. mit mir persönlich zu reden. Als Opfer hat man immer Angst. Innsbruck. den schweren Beschuldigungen juristisch auf den Grund zu gehen und mittels der gesetzlichen Macht und den weitreichenden Hilfsmitteln hat die STA die Möglichkeit dazu. Dialoge mit dem Opfer waren nicht ihre Stärke. ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. da es an der Glaubhaftigkeit meiner Anzeige und all meiner Aussagen seitens der Polizei und dem Gericht in Vaduz absolut nie Zweifel gab. Ich nahm meine Rolle als Privatbeteiligter sehr ernst und nutzte 100fach die Gelegenheit. Als ich dann eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachtens erhalten hatte. ohne dass hier relevante bzw. Drei bis vier Mal pro Monat habe ich. dass die STA an der Anklage arbeiten würde. Insgesamt ist festzustellen. beim UR angeklopft und höflich gefragt. Unglaubliches passierte. da sich ihr Büro damals noch in demselben Gebäude wie das Landgericht befand. Es ist die dienstliche Pflicht der STA. Meier. 16. hatte es nie für notwendig angesehen. Alles ging sehr langsam voran. oft ohne Termin.rechts oberhalb des Schlüsselbeins wäre ebenfalls durch Einwirkung einer Glasscherbe erklärbar. Ich hatte immer Respekt und Anstand vor den Behörden gezeigt 107 . Im Gegensatz zum UR Dr. bestätigte mir aber. Leider nutzte die STA ihre Macht zur Nachforschung nicht aus. habe ich mit ihr in der Zeit nur einmal kurz zwischen Tür und Angel reden können und dies auch nur per Zufall. In den verbleibenden Monaten des Jahres 1997 war ich praktisch ein Dauerbesucher beim Landgericht Vaduz gewesen.

direkt oder über die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) oder der FATF (Financial Action Task Force). da er in verdächtige Geldverschiebungen und Aktionen im Ländle verwickelt war. Die hohen FinanzHerren hatten das Glück. dass der Hauptzuträger des BNDs (aus Quellen von 1997 und 1998) selber kein "vorbildlicher Treuhänder" war. später gelangte sie in die Hände der Medien und der deutschen Behörden. Der Druck stieg auch mit dem exklusiv für die damalige deutsche Regierung eigentlich als vertraulich klassifizierten BND-Bericht von 1999 über die kriminellen Netzwerke der Liechtensteiner Finanzwelt. wo die ultimativen. Batliner" aus Vaduz sorgte für reichlich Aufsehen. Dr. Dazu muss man folgendes wissen: Gerade ab dem Jahr 1997 kam das Land Liechtenstein immer stärker unter Beschuss von diversen Europäischen Staaten und den USA. und ihm daher für das vollständige Bild fehlte: einen tiefen Einblick in die "Dunkelkammer" der betroffenen Banken und Treuhänder. Er erkannte an. Wir in Liechtenstein wussten. Wegen Geldwäschereivorwürfe. Justiz und die Kripo) in seinem Land in personeller als auch technischer 108 . Auch der Inhalt der berühmten CD vom Treuhandbüro "Dr. schickte den Liechtensteiner Regierungschef samt Gefolge nach Berlin. was dem BND 1997 nicht gelang. 1996 hatte ein Mitarbeiter Batliners die CD mit nach Hause genommen. Diese schimpfte öffentlich über den BND und Deutschland sowieso. beweiskräftigen Dokumente lagern! Diese "Unvollständigkeit" sollte dem BND Jahre später nicht mehr passieren. dass die Ausstattung der Untersuchungsbehörden (STA. um die alle (wieder) Milde zu stimmen. Selbst Hans-Adam war gezwungen öffentlich seinen "sauberen Finanzplatz" zu verteidigen. Unterstützung der organisierten Kriminalität und generell als Steuerparadies. Billigung und Förderung von Steuerbetrug und –hinterziehung. Auf einmal war das kleine Liechtenstein nicht nur in aller Munde sondern auch in Verruf geraten. Es folgten massenhafte Steuer-Strafuntersuchungen und seitenweise negative Berichte in den deutschen Medien.und mit dieser für mich wichtigen Aussage seitens der STA war ich mehr als zufrieden. Zu Hause aber lachten sie hinter vorgehaltener Hand: "Fast hätte es uns erwischt!".

die Herren Marxer & Ritter etc. dass praktisch keine Zeit da war für die Arbeit an den anderen bei Gericht oder STA liegenden Fällen wie der meine.und Bankendokumente beschlagnahmt. staatlichen Organisationen und den lästigen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO’s). Kurt Spitzer aus Österreich sowie mehrere ausländische Spezialisten mit grossem multimedialem Pomp von Hans-Adam persönlich angestellt und dirigiert.Hinsicht schon lange nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprach. dass ich als Opfer (nicht nur in der Rolle als Privatbeteiligter am Prozess) alles nur denkbare und Menschenmögliche gemacht habe.und andere Finanzgesetze erlassen.) abgeführt. um das Böse im Ländle auszurotten. "Das (verfluchte) GELD" hatte eben IMMER Vorrang!! Ohne Übertreibung kann ich fest behaupten. Es wurden Büroräume durchsucht. Wenn man es genau nimmt. die Regierung in Vaduz musste Jahre später nach praktisch geheimen Verhandlungen sehr hohe Entschädigungssummen an sie auszahlen. In aller Eile wurde Anfang 2000 ein Sonderstaatsanwalt. "Dr. grosse Untersuchungsberichte angefertigt und noch grössere Prozesse angekündigt. SPITZER hat aufgeräumt" jubelte Hans-Adam. um der STA und dem UR bei ihrer Arbeit zu helfen. Ich habe im Jahr 1997 (bis Ende 2002) Hunderte 109 . war die Realität. Auch wurden neue Sorgfaltspflicht. der STA und der Regierung hatten zur Folge. gar (kurzzeitig) verhaftet und später auch angeklagt. um dem ständigen Druck vom Ausland entgegenzuwirken: zum Beispiel die FIU (Financial Intelligence Unit) im März 2002 oder im Mai 2004 die FMA (Finanz Marktaufsicht). Denn schlussendlich wurde niemand aus der Gruppe der Beschuldigten Banker und Treuhänder je rechtsgültig verurteilt (abgesehen von kleineren Vergehen). habe ich die Arbeit der STA getan. Treuhand. Was das Ausland nicht mehr mitbekommen hatte. Wie in einem Fasnachtsumzug wurden diverse Persönlichkeiten aus Liechtenstein (z. All diese hektischen Aktivitäten über Jahre hinweg seitens der Justiz. Im Gegenteil.B. Erst Jahre später wurden neue – angeblich von den Finanzmachthabern unabhängige – Aufsichtsbehörden geschaffen. All dies hauptsächlich zum Gefallen der ausländischen Behörden. Wir in Liechtenstein verurteilen prinzipiell keine Banker oder Treuhänder nur weil sie Geldwäscherei fördern oder billigen oder Steuerbetrug und hinterziehung aktiv unterstützen. Dr.

Hirn. Ich war sehr enttäuscht. dass die Justiz sich zum Tatort nach Argentinien begibt. 1 x für STA und 1 x für meinen RA Dr. Abgesehen davon müssten noch die Spuren der Kette (an der Wand). Im Februar 1998 war Nachbau des Kerkers (mit jedem kleinsten Detail) als dreidimensionales Modell fertig. habe ich bildlich. dass ausländische Strafverfolgungsbehörden in ein anderes Land reisten.12.5 x 1 Meter gross. Zudem verstand ich es auch nicht. 1x für UR. den Turm und die Farm wenigstens zu besuchen und zu inspizieren. Meier die Möglichkeit nach einer Reise zum Tatort zu erfragen. fotografisch und im Modell den Tatort nach Vaduz gebracht. Diese Foto-Mappe 110 . Kriminalspezialisten sollten in der Lage sein.1997 zusammen mit einem Begleitschreiben dem UR übergeben. um einen Tatort anzusehen. Selbst wenn die Täter den Gefängnisturm mit einem Hochdruckreiniger gereinigt hätten. 1. In der Fotomappe waren Fotos mit mir in diversen Situationen während der Gefangenschaft nachgestellt. Leider war eine solche Reise (mit mir oder ohne mich) nicht machbar. Über 1000 Franken habe ich dafür bezahlt. 0. entschloss ich mich einen professionellen Nachbau in Auftrag zu geben. durchführbar wäre.5 cm dicken Holzplatte. Genau nach dem Spruch "ein Bild sagt mehr als Tausend Worte" hatte ich schon im August 1997 den Auftrag für 3 Kohle-Zeichnungen gegeben und sie am 01. Kurz vor Weihnachten 1997 hatte ich auch das 1:1 Modell des Eisenfussrings und Eisenkette samt Mauerstück fertig und am 21.von Seiten niedergeschrieben. Das Modell war auf einer ca. Da ich nicht verlangen kann. Die STA hätte es nicht bewilligt. unter Aufsicht von Interpol Argentinien. Nicht das ich nochmals im Kerker auf der Farm lande.09.w. Alles jeweils in dreifacher Form. Es wäre nicht das erste Mal. Am Anfang war ich sogar naiv genug in einem Schreiben an den UR Dr. Nur unter höchstem Polizeischutz natürlich. zu finden sein. Akten angefertigt. immer noch Blutspuren von mir zu finden. dass eine solche Reise. geklebt. Fotos gemacht und Modelle bauen lassen. Da niemand in Argentinien nachschauen gehen wollte. an dem wohl ausgetauschten neuen Fenster u. Ich war im Glauben.1997 mit Fotomappe und Begleitschreiben dem UR überreichen. Dies habe ich alles dem UR geschrieben. Ich habe eine Serie von verschiedenen Fotos davon gemacht um die in meiner Anzeige bei der Polizei gemachten Angaben bildlich zu unterstützen.s. warum die STA nicht einmal via Interpol die Argentinier zumindest bitten konnte.

hatte ich am 17. das Horrorjahr 1997 wäre bald vorüber.08. Als jene Szene gezeigt wurde.1997. Das 3D-Modell musste ein trauriges Ende nehmen . dass es Schauspieler waren.mit exakten schriftlichen Hinweisen und Querverweisen auf die jeweilige Zeile aus der Anzeige. wo die zwei Amateurkidnapper die Frau des Autoverkäufers aus ihrem Haus entführen wollten. Obwohl ich weiss.2. und dem obligatorischen Blick auf die ON-Liste (Akteninhaltsverzeichnis) des 101er. dass ich noch lebe und noch nicht in Depressionen verfallen war. worüber ich mich am meisten massiv ärgern sollte: A) Dass der Haupttäter vernommen wurde – ohne dass das LG mich oder meinen RA informierte hatte und mir daher die Möglichkeit genommen hatte. Auf einer meiner Gänge zum UR Dr. Meier.1998 fertiggestellt und dem UR gebracht. die Gewaltszenen sind einfach noch immer zu viel für mich. Kieber v. Gerade als ich dachte. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.08. Ich war natürlich auch jeden Tag froh. als die (seelischen) Narben etwas verwachsen waren und ich den Film bei einem Freund per Zufall auf DVD sehen konnte.mehr dazu später im Buch. 11. als Opfer einen Input zur (geplanten Vernehmung) 111 . Die tiefen seelischen Narben verursachten aber einiges an Nebeneffekten. schaffte ich es zwar etwas länger sitzen zu bleiben. Selbst Jahre später. So zum Beispiel als ich mit einem Freund einen Kinofilm der US-Regiebrüder Ethan und Joel Coen mit dem Titel FARGO im Freiluftkino in Vaduz ansehen wollte (es war im Sommer 1997 oder vielleicht auch 1998). da wurde ich eines besseren belehrt. blieb mein Herz stehen und der Atem stocken: gemäss Eintrag gab es eine Beschuldigteneinvernahme von Helmut Roegele hier in Vaduz am 11. Ich habe mir seit dieser Zeit nie wieder einen Gewaltfilm angesehen. zum Glück hatte ich aber meinen Humor nach meiner Rückkehr aus Argentinien nicht ganz verloren. Der nächste Eintrag auf der darunter liegenden Zeile war: (Eingang) "Schreiben von H.1997". wurde mir Kotzübel und ich musste von der Sitztribüne fliehen. Mein Leben drehte sich nur um den 101er Akt! Alles andere war nebensächlich. Ich konnte mich nicht gleich entscheiden.

dass die STA nur die Vernehmung von Helmut verlangt hatte und da seine Frau. was ich beim Lesen dieses Schriftstücks durchgemacht hatte. aber zum minimalen Verständnis einer Strafuntersuchung gehört die Vernehmung aller Beschuldigten..11. Zuerst war mir aufgefallen. Meier sagte mir. wenn ich nur daran denke.von Helmut Roegele zu machen (was ich als Privatbeteiligter am Prozess hätte machen dürfen) oder B) Dass ich offenbar einem "explosivem Schock" knapp entgangen bin. Meier war. Ich bin zwar absolut kein Mensch der Gewalt. ich hätte ihn und seine Frau vermutlich glatt platt gemacht. ich ziehe das geschriebene Wort vor. Es läuft mir heute noch – bald 12 Jahre später . sie selber gerne eine Zeugenaussage machen wollte. Ohne zu Übertreiben. Sie konnten ja sehen und selbst erleben. was es wohl in mir ausgelöst hätte. überhaupt auf den Weg nach Vaduz trauten. persönlich bei Gericht abgegeben und nie per Post versandt). dass die Behörden in Liechtenstein offenbar nicht gross handelten und die Sache sich lange. Obwohl ich ihre Taten im Detail aufgezeigt hatte und sie einen grossen Teil der Verantwortung der Taten übernehmen müsste. wäre ich wahrhaftig dem Helmut Roegele samt seiner Frau. Ich kann es nicht in Worte fassen. 112 .1997) im Büro des UR Dr. Wie praktisch<. den Tätern das selbe zu wünschen. Salud "praktischerweise" anwesend war. meinen Peinigern & Folterern. (All die Jahre habe ich immer jedes Schreibstück etc. war für mich rückblickend keine Überraschung. sondern als Zeugin!?!? Völlig unverständlich für jeden Juristen. Der UR Dr. Zumindest symbolisch. Ich bin ja kein Jurist. NICHT als Beschuldigte einvernommen wurde. Ich verfluchte alle im Land. lange hinziehen würde. Aber selbst als gut erzogener und intelligenter Mensch wäre mein Verlangen einfach nicht Unterdrückbar gewesen. um ein Schreiben von mir in den Akt einfügen zu lassen. weil ich ja am selben Tag (08. was sie mir angetan hatten. dass die Frau von Helmut Roegele. Das sich Helmut & Co. in den Gängen des LG im August 1997 (ohne Vorwarnung oder Betreuung) begegnet.eiskalt den Rücken runter. Sofort verlangte ich eine Kopie der Vernehmung. die mit ihm in Vaduz gegenwärtig war.

ich hätte z. dass er (mit anderen) "ein wenig Druck" auf mich hätten ausüben müssen. dann 113 . hätte eine langjährige psychiatrische Betreuung abgebrochen und vor der Psychiatrie „auf der Flucht‚. Er bejahte. die Sache mit dem Geld sei aber "freiwillig" geschehen. Aber Helmut war ja gezwungen Phantasie-Antworten zu geben. Wie soll dies gehen? Physikalisch gar nicht möglich: Wie kann ein Schweissfunke über mehrere Meter hinweg horizontal fliegen. die Freiheitsberaubung. meine runden Verbrennungen auf der Rückseite (!) meiner rechten Wade dadurch geholt. er musste ja seinen angeblichen Anspruch auf die Hälfte der Ausbeute der schweren Erpressung irgendwie untermauern und auch irgendwie die noch schweren Anschuldigungen (die schwere Nötigung. zwischen meinen Beinen hindurch sausen und dann eine 180 Grad-Drehung machen. bis ich mich von diesem Schock erholt hatte. Alles kompletter Unsinn. warum ich. indem ich angeblich zu nahe stand als ich einem Farmknecht beim Schweissen "zugeschaut" hätte. was er mit "ein wenig Druck ausüben" gemeint hatte. um hinten in der Mitte meiner Wade zu landen und sich dort einzubrennen? Verdammt noch mal – völliger Mist. Völliger Mist.B. bin ich emotional in ein tiefes Loch gefallen. insbesondere aus monetärer Sicht. In einer schriftlichen Eingabe an das LG Feldkirch hat Helmut behauptet. Nie im Leben war ich je in oder runter einer Psychiatrischen Behandlung. Wenn ich heute so zurück denke. In der Zwischenzeit waren die Täter auch nicht untätig. Niemand! Er erklärte weiter. Und spätestens hier hätte die STA massiv nachhacken sollen. verzweifelt versuchte hatte. dass er zwar in Argentinien gewesen sei. ich sei ja medizinisch bestätigt geistesgestört. dass er keine Erklärung dafür hatte. ging Mariano in kellertiefe Deckung.Als ich die an den Haaren herbeigezogenen Antworten von Helmut auf die Fragen des UR gelesen hatte. In seiner Aussage bestätigte Helmut sogar. die ganze vorher angeblich von mir "genehmigte" Geldtransaktion zu stoppen obwohl doch alles so makellos "freiwillig" gewesen sein soll. sobald ich (in Buenos Aires) alleine war. die Verletzungen seinen ein "Unfall" gewesen. Es war wie eine zweite Folter. Es dauerte einige Wochen. Man kann es fast nicht glauben: Niemand hatte von Helmut gefordert. die schwere Körperverletzung etc) abwehren. Sehr erbost über seine misslungene Erpressung. er solle im Detail erklären.

wo er lebte. Der Grund warum ich es nicht verkaufte. Er und seine Frau suchten dringend und verzweifelt nach einem Mittel. schlussendlich ohne Erfolg. Kaufangebote hate ich einige. ich hätte die Yacht (Holzboot) ANALIA verkauft. im Jahr 2009. die ‚nächste Woche‚. Er wollte das Boot unbedingt wieder haben. Helmut und seine Frau aber wurden sich der zu Recht schweren Beschuldigungen sehr rasch bewusst (u.wünsche ich mir. warum ich derzeit nicht nach Spanien kommen konnte. Zu meiner grossen Bestürzung wirkten sie massiv auf die Behörden in Spanien ein (die natürlich vorher nichts von deren Verbrechen in Argentinien wussten) und erwirkten am 25. Auf meinen ständigen Druck hin hat er mir dann im September 1995 alle Aktien der spanischen Einzelf irma. werde er mir sicher das Darlehen samt Zins zurückbezahlen... Österreich. auf Grund diverser polizeilicher Vernehmungen in Deutschland. Das NICHT-Bezahlen der Schuld) nach Barcelona gezogen. meine Position im Strafverfahren gegen sie in Liechtenstein zu "schwächen". versucht hatte. Um dort zu sein. Ich wurde auch als einziger Direktor der Firma nominiert und registriert. im nächsten Monat‚. Ein ganzes Jahr lang (von September 1995 – September 1996) gehörte das Boot mir.. Spanien und Liechtenstein) und musste daher rasch handeln. war. Sobald ich durch meinen eigenen Rechtsanwalt in Spanien von dem internationalen Haftbefehl via LG Vaduz erfahren hatte. dass in Barcelona Helmut vehement. Ich bin 1995 extra wegen seiner Geldschuld mir gegenüber (bzw. die das Boot seit Jahren besass als Sicherheit für das Darlehen überschrieben. Erst einige Jahre später habe ich erfahren können. ist sein kriminelles Glanzstück. Mai 1997 (also knapp sechs Wochen nach Argentinien). den Eingang dieses Schreibens in den dortigen Akt zu verhindern. 114 . dass die spanischen Behörden einen internationalen Haftbefehl gegen mich ausstellten. Wie er mein Boot ohne die Firmenaktie und ohne meine Unterschrift als Direktor Jahre (nach dem Argentiniendrama) später verkaufen konnte. Zeitweise lebte ich auf dem Boot im Hafen. habe ich den zuständigen Richter in Barcelona ausfindig gemacht und ihm auf Spanisch einen 3seitigen Fax gesendet. ‚warte‚ ich – wohl vergebens – auf seine Rückzahlung des Darlehens. und dies völlig zu unrecht. Mit dem Boot hatte ich mehrheitlich nur Ärger. weil er mir ständig in den Ohren lag und behauptetet. Heute noch. worin ich zusammengefasst die Verbrechen der Täter schilderte und den Grund erklärte.a.

Die Täter kamen dadurch in radikalen (juristischen) Zugzwang. Die taktisch agierenden Täter hatten immer darauf gehofft. Um es eindeutig richtig zustellen: Der Haftbefehl war nur deshalb ausgestellt worden. meine Energie. da ein möglicher Zivilprozess um das Geld voraussichtlich beim LG in Feldkirch stattfinden würde und der internationale Haftbefehl mich daran hindern könnte. dass ich nach diesen abscheulichen Erlebnissen sicherlich KEINE Lust hatte. meine Kraft und Zeit auf dieses Ziel konzentriert. Und ich glaube alle meine Leser und Leserinnen können nachvollziehen.Ja. was sich der "Bote" Peter Kroschel einsteckte) schon bei der spanischen Korrespondenzbank der BAWAG in Madrid lagen. um mich persönlich zu verteidigen und somit die Verfolgung ihrer schweren Verbrechen beim LG Vaduz für Jahre hinaus ins Stocken geraten würden oder gar eingestellt würden. bis ein Gericht entscheiden würde. Ich war sehr erfreut. einen angeblichen Rechtsanspruch auf seine "Hälfte der Beute" beim LG in Feldkirch. eigentlich Sekunde gelungen ist. Wahrhaftig unglaublich. aber ich rannte vor niemanden weg. Österreich oder irgendwo sonst anzumelden. dass dies der Bank gelang. ins Land des Folterers Helmut zu gehen. zumindest symbolisch immer darauf hinzuweisen. was für ein "Segen" für die Täter. Helmut Roegele und seine Frau waren sich um die Konsequenz eines "Nicht-Handelns" sehr bewusst und engagierten einen RA in Feldkirch. weil ich selber NICHT mehr nach Spanien gehen wollte und konnte. Hirn hatte 115 . April 1997 war für mich die Verfolgung und Bestrafung aller Täter. Um zu verhindern. Damit versuchten sie. dass ihre Verbrechen durch sie selber "bestätigt" werden würden. Ich engagierte einen Rechtsanwalt in Spanien. Mein in Liechtenstein beauftragter RA Dr. 1 (eigentlich die Einzige) für viele. dass ich ja der Luzifer sei. mussten sie ihren angeblichen echten Anspruch auf die nun blockierten Gelder schnell anmelden. der sich darum kümmerte. Aber die absolute Priorität Nr. dass ich nach Spanien komme. dass die BAWAG Bank in Österreich den Diebstahl meines Gelds durch Rückabwicklung der Transaktion in sprichwörtlich allerletzter Minute. Die Gelder blieben bei der BAWAG Bank. Und schon konnten sich die Täter nicht mehr mit ihren Lügengeschichten zusammenhalten: Mariano hat erst gar nicht versucht. der Internationale Haftbefehl. Ich habe all mein Denken. dort selber aufzutreten. viele Jahre seit dem 9. Wiederum erhofften sie sich einen Vorteil. einen internationalen Haftbefehl zu haben. Natürlich war es mir absolut nicht angenehm. da die Gelder (mit Ausnahme dessen. was damit geschehen sollte.

Hans-Adam hatte nicht an der Schraube gesägt. Ich musste aber für 9 Wochen tagsüber ein massgefertigtes Spannkorsett tragen.Schweizer Franken: ging alles in meine Kriegskasse. Keine Operation notwendig. Ein Krankenwagen musste her und sie wollten mich ins nahe liegende Spital nach Feldkirch fahren. ich suchte und fand Kontakt ausserhalb meines üblichen Kreises von: "UR – (STA) – RA – UR – (STA) – RA -UR <. "NEIN. es war nur ein kleiner Bruch am Ende des Steissbeins und eine Verstauchung der unteren Wirbelsäule. in der Schweiz auf der anderen Rheinseite. Mein RA Dr. Gut für die Haltung. Ich landete – mit dem Hintern zuerst – in der Mitte der stark befahrenden Hauptstrasse. die den Sitz an der Sitzstange festhält war urplötzlich während der Fahrt abgebrochen. Zu Beginn des neuen Jahres 1998 zog ich in eine möblierte 1-Zimmer-Anliegerwohnung ins das schöne Balzers. Hirn hatte die Gelegenheit für Schadenersatz beim österreichischen Hersteller der Schraube gesehen und prompt zahlten sie ohne grossen Streit ca.auch eine Kanzlei in Feldkirch und konnte somit für mich in der Zivilsache dort auch tätig werden. aber ein Personenwagen aus der Gegenrichtung machte kurzen Prozess mit dem Velovorderrad. das Schicksal würde uns erst Jahre später enger zusammen führen). Aus den ursprünglichen geplanten "paar Monaten" im Altersheim wurden es schlussendlich über acht Monate. Da war mir die Schweiz schon lieber! Ich hatte Glück. im Liechtensteiner Oberland ein. (Nein. 22'000. Der Lastwagen hinter mir konnte gerade noch ausweichen. Was man so alles bedenken muss. 116 . während das Velo alleine weiterrollte. Wer weiss. Wäre ich in Feldkirch gelandet. Ich gehe nur ins Spital Grabs. hätten evt. wie lange ich im Spital liegen muss. Ich traute mich wieder etwas mehr unter die normalen Menschen. der Sitz brach weg und ich war für Sekunden in der Luft gehangen. die Täter davon erfahren und nach meiner Auslieferung von Österreich nach Spanien geschrien. wenn man einen internationalen Haftbefehl am Hals hat: Im Sommer 1997 hatte ich einen Mountainbikesturz auf der Essanestrasse in Eschen.". Die dicke Schraube. NEIN" rief ich.

Nicht das ich meinen Fokus änderte.04. Eine Originalkopie des Schemas findet ihr auf den nächsten drei Seiten. erstelle ich zum ersten Jahrestag meiner Folter eine schematische Darstellung (Psychogramm/Diagramm) und hatte es am 10.1998 dem UR für den Akt gebracht. (Bitte Buch nach links drehen) 117 . Um vor allem den grossen psychologischen Stress und die durchgemachte Todesangst während der Gefangenschaft aufzuzeigen.

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die Juristen und Staatsanwälte: immer hektisch erscheinend und kurzgebunden. eher unerfahrener Jurist aus Österreich mit meinem Fall überfordert sein könnte. die ich von den Tätern hatte. dass er an der 121 . dass mein Fall weg von der Willi war. Schon am 18. Herrn Frank HAUN zugeteilt. schlimmer wäre es gewesen. konnte ich deren Lügengeschichten einfach und klar den Behörden aufzeigen. Ich sprach ihn an und erklärte ihm wer ich sei und referierte kurz über meinen Fall. Neuen Optimismus in Bezug auf die Arbeit der STA in meinem Fall hatte ich erlebt. Andererseits hatte ich auch die Befürchtung. Dadurch. Meine ursprüngliche Befürchtung verflüchtigte sich. unter die Lupe und stellte eine ausführliche schriftliche Mappe zusammen. Während der LIGA (Liechtensteinische Industrie & Gewerbe Ausstellung) im Jahr 2000.6 Kilogramm (!) wog. Er zeigte sich sehr interessiert und versprach mir. wenn sie nichts gesagt hätten. die nichts als kostbare Zeit ungenutzt verstreichen liess.10. dass er meinen Fall sehr gut kennen würde und sich damit stark befassen würde. Robert Wallner seine Arbeit in Vaduz aufnahm. sah ich ihn per Zufall am Messestand des Radio L (Radio Liechtenstein). als ich ihn mehrmals zufällig entweder in den Gängen des Gerichtsgebäudes oder auf dem Platz davor in den Jahren 2000 bis 2002 traf. der Österreicher Dr. Er bestätigte mir. In der Folge wurde die STA Willi vom Fall abgezogen und dem ebenfalls neu angestellten Staatsanwalt. Einerseits war ich froh. Wie sie so sind. die über 1. wo er anlässlich seiner Anstellung ein Interview gab.2000 habe ich ihm einen zehnseitigen Brief mit einer wirklich kurzen Zusammenfassung aller Ereignisse zukommen lassen. in den nächsten Tagen der Sache nachzugehen und mir zu berichten. Später. dass Herr Haun. sondern auch jene Widersprüche in den zu verschiedenen Zeiten gemachten Aussagen derselben Person. versicherte er mir. Mit der Zeit war ich eher froh.Ich verfiel in eine noch grösser Schreibwut und nahm jede einzelne Aussage. ein junger. als der frische und neue Leitende Staatsanwalt. Widersprüchlichkeiten nicht nur zwischen den Aussagen der diversen Täter. dass ich überhaupt einige Aussagen der Täter hatte. dass sie sich immer und immer wieder widersprochen hatten. und dies zum letzten Mal im Januar 2002. Darin zeigte ich dem UR und der STA die unzähligen Widersprüche auf.

Im Mai 1998 zog ich in eine 3-Zimmer-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus (MFH) in der Neue Churerstrasse 27 in Balzers um. und ich fuhr mit dem Mountainbike an den Rhein und war voller Zuversicht.Anklageschrift gegen die Täter arbeite und diese in drei bis vier Monaten fertig sein sollte. erfuhr niemand. Von meinem Drama in Argentinien sowie dem juristischen Kampf wussten sie alle nichts.. Dem Gericht in Spanien war seit dem Spätsommer 1997 mein Aufenthaltsort bekannt und sie hatten auch eine Adresse von mir in Liechtenstein. Somit blieb der Haftbefehl aus Spanien aufrecht. Ich erinnere mich sehr genau an seine. dass bei einer Gerichtsverhandlung über die Taten in Argentinien die Täter sich NIE. NIE. ist unerklärlich. zum zweiten Mal Spanien dazu bewegen (übrigens mit meiner vollen Unterstützung). meinen Fall dort an das LG Vaduz abzutreten. Ich kannte den Direktor der AG gut und er machte mir ein super Angebot. Warum Spanien den Fall nicht abgeben wollte. dass bald ein Kriminalgericht in Vaduz über die Täter (falls sie denn zur Verhandlung erscheinen sollten) zu Gericht sitzen würden. Auf diesem Weg hier grüsse ich sie alle ganz herzlich. die pikanterweise wiederum die finanziellen Mittel dafür aus Schwarzgeldkonten einer Stiftung aus Liechtenstein erhielt. Und weshalb sie auch nie ein Rechtshilfegesuch oder einen "Auslieferungsantrag" an Liechtenstein stellten. wenn 122 . Der Neubau mit sieben Wohnungen wurde von einer Liechtensteiner Aktiengesellschaft (AG). der REAL INVEST AG gebaut. Für einen sehr niedrigen Mietzins von CHF 700. In meinem Privatleben ging es auch wieder bergauf. Er wollte auf Grund internationaler Vereinbarungen bezüglich der Übernahme von Strafverfahren (via Eurojust oder so ähnlich). NIE aus der Verantwortung herausreden können! Zu jener Zeit hatte der UR Meier in seinem zweiten Versuch wieder keinen Erfolg. Ich lernte meinen neuen Wohnort Balzers besser kennen und erlebte dort sowie im Nachbarort Triesen neue.pro Monat konnte ich einziehen. Ich wusste immer und es ist heute noch so. Nichts geschah von Seiten der spanischen Justiz. die einem Deutschen aus der Nähe von Hamburg gehörte. Ganz wie sich dies der Verbrecher Roegele wünschte. diese für mich sehr wichtigen Worte! Es war ein schöner Wintertag. wunderbare Freundschaften.

die Anlage im Schuss zu halten und Kaufinteressenten durch die schönen. neu gekauften IKEA Möbeln ein.ich "ein Auge" auf das seit Fertigstellung fast leer stehende MFH halten würde. Meine Aufgabe bestand darin. geschrieben und gedruckt. Die Person arbeitete seit Jahren bei der Treuhand der LGT Gruppe in Vaduz. Ich richtete meine Wohnung mit meinen eigenen. Unter mir war einige Monate vor mir eine junge Person eingezogen. Die noch freien Wohnungen sollten an Kunden verkauft werden. Mein Einzug in dieses MFH-Haus an der Neue Churerstrasse würde – rückblickend – eine schicksalhafte Rolle spielen. die wiederum persönlich mit dem Direktor der besagten AG seit langem befreundet war. Darin hatte ich auch ein kleines Büro eingerichtet und dort fast täglich für meinen Kampf recherchiert. leeren Wohnungen zu führen. 123 . Mehr dazu etwas später.

dass die anderen Täter (Farmbesitzer Mariano und Söhne) sich seit der missglückten Erpressung nicht mehr ans Tageslicht getraut hatten. (101er) zugezogen werden. Mein RA hatte dann sofort umfassend eine Klagebeantwortung abgefasst und beantragt. Sehr unangenehm für ihn und seine Truppe (Frau und Schwager) war. sah der Sache sehr zuversichtlich entgegen. es war ein Zivilprozess. dass ihre ganze Version eine Lüge war. die im Sommer 1999 definitiv gerichtlich gesperrten Gelder seien ihm sofort auszuzahlen. war es für Helmut sehr wichtig. hatte mein RA zu mir gesagt. denn fast wäre es dem Täter Helmut etwas später auf Grund eines Formfehlers gelungen. wenn ein rechtsgültiges Zivilurteil in Bezug auf die Gelder aus Vaduz vorliegt. auf meiner Seite mit RA Hirn. kein Strafprozess! Trotzdem stand für Helmut & Co. die schon mal zum Gericht "springen" mussten. Dennoch blieb die Sperre aktiv und Helmut wurde auferlegt. unrechtmässig an meine gesperrten Gelder zu kommen. Für sie darum sehr unerfreulich. wurde – mangels Rechtsanspruch . Der RA von Helmut in Vaduz entpuppte sich als sehr skrupellos (Er vertrat ihn auch im Strafprozess). Das wird ja interessant. All die massiven Beweise gegen sie.vom LG Feldkirch sowie dem Oberlandesgericht Innsbruck niedergeschmettert. Um seine angebliche Unschuld in Argentinien (vor allem aus taktischer Sicht) zu untermauern. Erfreut deswegen. die schreiende Logik daraus.Kapitel 4 Ein Kübel voll Schweineblut Ich war natürlich auch sehr aktiv an der Front um meine. weil er nie und nimmer einen solchen Prozess gewinnen konnte. Ich. in Österreich liegenden Gelder. Und ich war eigentlich hoch erfreut über die Forderung des Gerichts in Österreich. Also beim LG in Vaduz. selber – wie ich – entrüstet erleben müssen. alles auf dem Spiel. Vermutlich haben auch einige meiner Leser. Über meine Vorstellungskraft hinaus sollte sich dieser Zivilprozess auch massgeblich an meiner steigenden Wut über die Aktionslosigkeit der Justiz im Argentinienfall entwickeln. Den heuchlerischen Antrag von Helmut. dass erst dann das gesperrte Geld freigegeben wird. In der Folge wurde eine Zivilklage um das Geld beim LG Vaduz im Januar 2000 eingereicht. den Kampf um das Geld erbittert weiterzuführen. eine Zivilklage im Wohnsitzland der anderen Partei (ich) einzureichen. weil diese Tatsache auch indirekt beweist. dass die Akten aus dem Strafprozess gegen Helmut Roegele & Co. Nicht vergessen. mussten sie mit allen möglichen Mitteln bekämpfen. dass 124 .

Ich habe der STA und dem UR über die Möglichkeit von Helmuts Erscheinen geschrieben und verlangt. uns zu 1000 Prozent bombensicher. Auch habe ich gebeten. LR Oehri ist ungefähr in meinem Alter. umso aufgewühlter wurde ich. Eben die Beiden. Wie im Delirium schwankte ich einerseits zwischen der nackten Furcht. dass die STA bitte eine Verhaftung der beiden wegen "Fluchtgefahr und/oder Verdunkelung" wirklich. Ich hatte solche Angst. würde auf seine Quelle treffen. Ich kannte ihn nicht persönlich. Uwe Oehri zugewiesen. Mein monumental aufgestauter Hass auf meine Peiniger. wirklich in Betracht ziehen sollte. leider nicht dank "gerechter Urteile" – eher wegen des Gegenteils: Es lagen schon damals einige Beschwerden bei der Justiz über ihn vor. da waren wir. Angst vor mir selber! Angst. Mein RA aber schon. Ich hatte viele unruhige Nächte vor dem wichtigen Termin. Ein Erscheinen von Helmut (oder auch mir selber) war von Gesetztes wegen nicht zwingend erforderlich. der Täterin Salud. dass dies die Gelegenheit sein würde. meine Folterer persönlich und leibhaftig wieder zu sehen und den daraus unbeschreiblichen Konsequenzen für mich und andererseits der euphorischen Freude darüber. Man muss es sich vorstellen: Es würde das ERSTE Aufeinandertreffen von uns beiden seit Argentinien sein. mein RA und ich. ER war im Land "berühmt". vergessen hatte. bei der die STA endlich Helmut und seine Frau in die Mangel nehmen konnte. ich aber wollte unbedingt persönlich dort anwesend sein und mich nicht nur durch meinen RA vertreten lassen. ich könnte mich nicht 125 . mit dem ich seit April 1997 alleine leben musste. Nach zwei Tagessatzungen (nur in Anwesenheit der Rechtsanwälte) im Februar und Mai 2000 wurde die Hauptverhandlung der Zivilsache auf den 20. Der RA von Helmut hatte die Information über das mögliche Erscheinen des Ehepaares bis zur allerletzten Minute zurückbehalten. Je näher der Termin kam. Nicht dass ich die Mittäterschaft von Mariano & Co. dass Helmut (als Kläger) diesen Prozess hochgradig verlieren würde. Dies kümmerte mich nicht gross. Es sei sehr parteiisch und seine richterliche Würdigung vorgebrachter Beweise oft abstrus.Recht haben und Recht bekommen zwei fundamental verschiedene Dinge sind. denn ich hatte da keine Bedenken. Der Zivilprozess wurde dem Landrichter Dr. Juni 2000 festgesetzt. Nicht wegen dem Inhalt des Zivilprozesses. dass sie eine Neuvernehmung von Helmut wegen seiner unzähligen Widersprüche durchführten und ausserdem eine Erstvernehmung seiner Frau.

Ich entschied mich dem Gericht einen Brief zu schreiben. die beim LG Vaduz das Praktikum absolvierte. jeden Tag seit April 1997. Daher hatte ich ihn um die Anordnung von Vorsichtsmassnahmen (z. Dann hatte ich die Idee mit dem Blut. ich musste mich beherrschen.B. da sich dieser aussergewöhnliche Fall im kleinen Liechtenstein. vor allem in Justizkreisen schon lange herumgesprochen hatte. sehe ich die vielen Narben und denke an das furchtbar Erlittene. nachfragte. Ich schilderte meine Ängste vor einem Zusammentreffen und dass ich einfach ausserstande sei. Nach Absprache mit meinem RA. den Landesgerichtspräsidenten. Nein. Ich ging sogar so weit. ich konnte ja nicht feststellen. Ich wollte keine Gesetzwidrigkeit machen und auch nichts. Ich wusste.beherrschen und würde etwas Dummes tun. dass ich aus Zorn mich nicht hätte beherrschen können. Blut. Zuerst wollte ich dem LR Oehri. gemäss StGB eine grobe Tat wäre. dass er alles tun werde. Nein. dass ich nicht ausflippe. ob ein Kübel davon. Ich wusste. wenn ich als Beklagter dem zugeteilten Richter direkt anschreiben würde. ich durfte unter keinen Umständen "Hand an Helmut oder seiner Frau legen". wenn ich die Folterer sehen würde. Was habe ich mir in den Tagen vor dem grossen Tag alles ausgedacht. B. bzw. Sie konnte mir keine klärende Antwort geben. als Einzelrichter in dieser Sache. Er war mit dem 101er Fall vertraut. dass ich bei einer Jurastudentin. schreiben. zu garantieren. keine fliegenden Kugeln. Wobei ich zum Schein auf ein fiktives "Versöhnungsangebot" eingehen würde. Ich verwarf diesen Plan. So richtete ich den Brief an Dr. Er bedankte sich für mein Schreiben per Telefon und sagte. meinen Stress zu mildern. ihn zur Strecke zu bringen. dass ich das ganze Thema "Folter in Argentinien" mit der Zeit hätte verarbeiten können. Zuerst dachte ich mir eine raffinierte Falle für Helmut aus. jedes mal wenn ich aufstehe. um auf diese ausserordentlichen Umstände hinzuweisen. Ich 126 . weil mir bewusst wurde. So verzweifelt war ich. Und zudem Helmut ein ganz gerissener Delinquent ist. Marxer. was den Bemühungen der STA oder UR im 101er zuwiderlaufen würde. um eine mögliche Konfrontation zu entschärfen. Mit Hilfe des katholischen Pfarrers von Vaduz wollte ich ihn während einer Sitzung mit dem Pfarrer in ein heimlich aufgezeichnetes Schuldgeständnis locken. Polizei oder Schutzpersonal) gebeten. dass es nicht angebracht wäre. kam ich zum Schluss. Man konnte ja nicht feststellen. das ich ohne Probleme vom "Onkel Herbert" (der Besitzer der Malbuner Spezialitäten) hätte organisieren könnte.

Die Sicherheitslösung des Gerichtspräsidenten bestand aus zwei Landespolizisten.malte mir das Bild aus. Ich und mein RA sassen am grossen U-förmigen Tisch gegenüber von Helmut und seinem RA. bis Frau Salut einen bissigen Spruch losliess. und ich habe sie heute noch. als sie sicher war. Zu unserem Erstaunen. da ich mit raschen Kopfbewegungen der Spucke ausweichen konnte. Nie mehr geöffnet seit April 1997. die ich im Kerker anhatte und seit dem Umzug ins Eckzimmer auf der Farm in meiner Tasche ausgetrocknet aufbewahrte. Wie noch nie im Leben beherrschte ich mich. wir sind ja ein kleines Land. Der Richter mit Sekretärin zwischen uns allen. wie meine Narben. Es ist. du wirst deine Gerechtigkeit erhalten". Das ging gut. Ständig dachte und sagte ich zu mir: "Warte ab Heinrich. wo ich vor dem Gerichtsgebäude auf die Folterer lauerte und ihnen dort einen Kübel voll warmem Schweineblut ins Gesicht schleuderte. Ich antwortete auf Spanisch: "Du Hure". eines Tages kann ich sie doch noch den Tätern "zum Frass vorlegen". aber erst dann. verstaut tief unten in einer Box. Helmuts RA kam kurz darauf und dann< er und sie. uniformiert und normal bewaffnet. zurück zum Showdown beim LG Vaduz. Mein Herz drohte zu explodieren und ich konnte nicht mehr atmen. Ja. rechts von mir. die STA wird bald in Aktion treten. drei Meter 127 . arm in arm. erlaubte es der LR Oehri der Frau von Helmut in den Saal zu kommen und ca. fast 12 Jahre später. Ich sah sie vor dem Gerichtssaal im Gang stehen. Also. mich abzulenken. Ich war felsenfest überzeugt. ein Symbol für meine Gefangenschaft und das Erlittene. bis nichts mehr davon ersichtlich ist. bei mir. Die Beiden Polizisten hinter Helmut. Mein RA versuchte so gut es ihm gelang. Ich kannte sie flüchtig. Und sie spuckte mich 3 Mal an. Ein Traum! Es ist jene Hose. Wer weiss. wobei sie kein einziges Mal traf. Nach Ankunft in Liechtenstein habe ich sie in einen Plastiksack der COOP Ladenkette ungewaschen umgepackt und mit Klebeband luftdicht verschlossen. Ich war überpünktlich vor Ort und wartete draussen auf meinen RA. dass es niemand ausser uns hören würde und zudem sprach sie natürlich auf Spanisch: "Wir hätten dich gleich im Kerker umlegen sollen". Oder ein anderer Traum: Ich stopfe die stark blutverschmierten kurzen blauen Jeanshosen den Zwei in den Hals. dass nun endlich die STA die Hände aus dem Sack genommen hatte und eine Verhaftung der Beiden nach der Verhandlung angeordnet hatte.

dass die Erpressung von Helmut (zumindest) finanziell keinen Erfolg hatte. LR Oehri. vermutlich ganz seltene Konstellation. erlaubt es ihr. der LR Oehri. Ich merkte schon. einen Haftbefehl unter die Nase reiben würde. Obwohl ja der Zivilprozess nur daraus resultierte. oder zumindest Helmut. Ich musste mich so brutal unter Kontrolle halten. dass Helmut. Auch wurden praktisch alle meine Anträge auf Beweisaufnahme von ihm abgelehnt. Platz zunehmen. als ich meine Antworten auf seine Fragen und die des RA von Helmut gab. die sich vor seinen Augen abspielte. wenn deren Aussage dran ist. indem sie mich wie eine Irre ständig anstarrte. erlaubte es sogar. Warum? Sie war ja nicht die Klägerin sondern eine Zeugin von Helmut.von mir. Der LR war zum Schrecken von mir und meinem Rechtsanwalts seit Prozessbeginn sehr auf Seiten von Helmut. wie es "denn genau" gewesen war und er dann – auf Deutsch – die "korrigierte" Antwort dem LR gab. was er als Beweise "würdigen" möchte oder eben nicht. trotz Proteste seitens meines RA. Zeugen werden nur dann in den Saal gerufen. In einem Liechtensteiner Zivilprozess ist ein Einzelrichter wie Oehri praktisch narrenfrei. warum die Polizisten hier seien. Mein Anwalt machte sich grosse Sorgen. er wollte meine Beweise und Argumentation in der Verhandlung nie fertig anhören und unterbrach ständig meinen RA und auch mich. Ich wartete auf das. Es war grausam! Dir Frau von Helmut versuchte mich aus der Fassung zu bringen. und mit massiver Verzögerung beantwortet. Für mich war die Anwesenheit der Folterer unerträglich. Ich hoffte so sehr. Sie fragten sich auf Spanisch. dass jetzt die STA im Gerichtskorridor auftauchen würde und den beiden. die ganze Zeit im Saal präsent zu sein. Mir wurde sehr heiss und ich bekam von dem Gesprochenen schnell nicht mehr viel mit. Der LR Oehri hat meinen Antrag auf Zuziehung der Gerichtsunterlagen des Argentinienfall (101er) nur sehr widerwillig. Ich brachte fast kein Wort aus mir heraus – und das will was heissen! Nach mehreren Stunden war die Tortur vorüber. Bescheid wusste. an der Wand. Aber nein. mit Gesicht zum Richter. in der ich mich mit den "Klägern" befand. um ihn 128 . was jetzt geschehen wird. Er genoss es augenscheinlich die ganze Tragödie. auf Spanisch bei seiner Frau nachfragen konnte. wenn er sich in seiner Aussage gerade widersprochen hatte. obwohl er ja über diese ausserordentlichen . dass das Verbrecherehepaar wegen der zwei Polizisten stark irritiert war. Den LR Oehri interessierte das einen feuchten Scheissdreck. Er war an einer Vollzulassung nicht interessiert.

endlich aktiv zu werden und eine Überführung der Täter in Untersuchungshaft anordnen. er nie wieder in Liechtenstein auftauchen würde. dass sie nicht in Liechtenstein. auch mein Anwalt staunte darüber. Ich habe nach aussen hin nicht mehr darauf reagiert. wie wir es für richtig halten. Es kam zur zweiten Verhandlung am 19. aber sie würden dies zuverlässig nachholen. Da ansonsten beide wieder ins Ausland verschwinden würden und deren Auslieferung langwierig und komplex sein würde. dass die STA dann eben einen internationalen Haftbefehle gegen ihn ausstellen würde und die Auslieferung beantragen würde. obwohl ich auf glühenden Kohlen sass. Deren Antwort: Lassen Sie uns unsere Arbeit so machen. Vor jeder Verhandlung informierte ich wiederum schriftlich die STA und den UR und hatte abermals gebeten. ja nicht einmal in der nahen Schweiz übernachtet hatten.anschliessend abzuführen. Wir werden ja später im Akt lesen können. dass. Aber nichts geschah. sagte er mir. ob die STA nun endlich die erforderliche Neu.10.bzw. Am selben Tag habe ich herausgefunden. dass die persönliche Anwesenheit meiner Foltere während der Gerichtsverhandlungen mich absolut starr und aktionslos machte. Er hatte seine Amtsgewalt geschickt genutzt. wenn Helmut von der ihm ja bald zu präsentierenden Anklage der STA wegen Argentinien erfahren würde. widersprach ich. ob die STA sie zur Einvernahme vorgeladen hat. Ich musste still sitzen. Man konnte keine Einvernahme "organisieren". Ich verstand nichts mehr. Bevor ich selber abklären konnte. dass beide einfach so aus dem Gebäude laufen konnten.2000 und später auch einer Streitverhandlung im April 2001. LR Oehri brachte es ausserdem fertig. immer noch vor dem LR Oehri. Und jedes Mal haben Helmut und seine Frau mich mit bissigen Randbemerkungen zur Weissglut gebracht. ohne dass irgendjemand sie anhielt. kontaktierte mich die STA via Telefon. die Gelegenheit zu nutzten. um 129 . Auf meinen Verweis hin. dass eine der längsten Verhandlungen sogar ohne meinen RA stattfinden konnte. Sie hatten Angst (vor einer Verhaftung oder Ähnlichem) und hatten sich ein Hotel in Feldkirch. Ich steigerte mich in einen Wutanfall hinein und mein RA hatte wirklich Mühe mich zu beruhigen. in Österreich gebucht. Das ergibt doch keinen Sinn. sagte man mir. Alle Beteiligten merkten sofort. Ersteinvernahmen der Täter vollbracht hatte. geschweige denn ansprach.

Eigentlich konnte ich mich auf nichts konzentrieren. solange sie nicht selber dran ist mit der Aussage. Das ist doch fundamentalstes Zeug jeder Gerichtsverhandlung. Diese waren komplett diametral zu dem was im öffentlich-rechtlichen (!) Notarvertrag über den Wohnungskauf stand. der mich schon bisher im Verfahren ständig genötigt bzw. Ich.mittels Paragraphenreiterei und Ausnutzung von Fristen. sodass ich deswegen noch mehr in Wut gerate. drei vor meiner Nase sassen. Um mich zu plagen! Was hatte ich dem Oehri angetan? Nichts! Ich habe mich so. Er hatte dies bewusst so gewollt. dass es ganz. weil ständig die zwei verdammten Folterer zwei.Uebernahme der Anwaltskosten . vor allem jenen aus dem süddeutschen Raum. ohne mein Anwalt im Saal. dass mein RA teilhaben konnte (der Grund dafür war. Des Weiteren wurde von Helmuts RA angekündigt. ständig im Gerichtsaal präsent sein konnte. dass der LR Oehri dies zugelassen hatte. Dieser bestätigte übereifrig alle Angaben des Klägers. dass eine Schweizer Treuhänderin. Warum hat er dies erlaubt? Eine Zeugin im Verfahren hat absolut nichts im Saal zu suchen. eine Minute länger und ich hätte mir alle Knochen meiner eigenen Hand gebrochen. ganz ausserordentliche Umstände bei diesem Zivilprozess waren und LR Oehri. Ich bin mir ganz sicher. dass die Frau von Helmut. als Zeugin für Helmut zur Verfügung stehen würde. Bei dieser Verhandlung brachte Helmut sogar einen (gekauften) Zeugen aus Spanien mit. da meine eigenen Mitteln zu Ende gingen). eine "Zeugin".gebeten hatte. gedemütigt hatte. so stark zusammengerissen. noch heute einen Wutausbruch und Nervenzusammenbruch auslösen und die Haare 130 . LR Oehri nickte nur eifrig in Richtung Kläger. weil seine Zeugin ja den ganzen Prozess hautnah mitbekommen hatte und dadurch ihre eigenen Aussagen dementsprechend hätte modellieren können. weil ich bei Gericht um Verfahrenshilfe . wieder hatte der LR Oehri es zugelassen. buchstäblich eine Minute vor Verhandlungsbeginn zu verhindern. Frau Rita Hauser aus Rorschach am Bodensee. jedes Mal die Sache noch ein Stück schlimmer machen konnte. Ich konnte meine Gedanken nicht auf das Wichtige konzentrieren. war ausserstande den Zeugen richtig zu befragen. Und dann war ich noch alleine. Man muss sich das mal vorstellen: Ohne Übertreibung kann ich wirklich sagen. weil ich fortwährend an Argentinien denken musste. Wie bitte? Die Erwähnung ihres Namens dürfte bei vielen ihrer ehemaligen über 1000 deutschen Kunden. nicht nur um dem Kläger einen Vorteil zu geben. so fest hatte ich meine Hände zusammengepresst. ohne Rechtsbeistand. Verflucht noch mal.

Sie soll ihre Kunden um über 70 Millionen CHF betrogen haben. dass sie eindeutig über Dinge berichte. oder gewesen war. Interessanterweise traute sie sich selber nicht nach Vaduz zur Zeugenaussage. er musste etwas aus ihren vergangenen gemeinsamen Geschäften wissen. habe ich für das LG Vaduz ein Schreiben aufgesetzt und öffentlich bekannte Dokumente beigelegt. sehr anrüchig vor. hatte sich Helmut verplappert und bestätigt. fast zu spät. Als ich erfuhr. Ausgerechnet sie! Frau Rita Hauser war seit Mitte der 90er in einen grossen Anlage-Betrugsskandal verwickelt und von der Schweizer Justiz seit 1994 strafrechtlich verfolgt. Nach weiteren Abklärungen in Schweizer Bankenkreisen. Die beiden hatten sich zwar zerstritten. dass sie Helmut als Zeugin für Vaduz "helfen" sollte. Obwohl es nur ein paar KM zwischen Rorschach und Vaduz sind. Meine Einwände gegen 131 . Er verletzte meine Rechte im Verfahren mehrmals. dass er eine Art langjähriger Geschäftspartner der Treuhänderin Hauser ist. dass ihr – wenn es publik gemacht würde – sehr schaden würde. eine mögliche Zahlung an sie. machten nun aber wieder Geschäfte zusammen. annullierte ich.und Internetmedien berichteten ausführlich darüber. kam mir ihre Geschichte sehr. fette Geldsumme versprochen hatte. Dies hatte den LR Oehri aber gar nicht gestört. Sie liess sich nur schriftlich per Rechtshilfegesuch aus Liechtenstein an die Schweiz mit Hilfe eines Richters in Rorschach zur protokollierten Aussage bewegen.(sofern sie noch welche haben) "wie elektrisch geladen" zu Berge stehen lassen. in Liechtenstein. Offenbar hatte Helmut sie "in der Hand". da sie ihm als Gegenleistung für frisches Geld (für ihren angeblichen juristischen Kampf gegen eine US-Bank in Lugano) eine hohe. dass ich einen Teil des Kaufpreises für die Wohnung an sie ausbezahle. Nach einem Telefongespräch mit ihr im Jahr 1996. Ihre Zeugenaussage wurde vom LR Oehri mit Jubel in den Zivilprozess assimiliert und er merkte nicht einmal. Erst im erzürnten Streit um ihre Person als Zeugin. verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert zu werden. die sie gar nicht wissen konnte. Ich kannte sie nicht. Er wollte ursprünglich. Die Print. Helmut erzählte mir aber im Jahre 1996 (dem Jahr des Wohnungskaufs). Der Grund dafür lag darin. dass sie befürchtete. dass er ein oder mehrere Tage vor ihrer terminierten Aussage beim Gericht in der Schweiz extra von Spanien zu ihr nach Hause gereist sei und sie genau instruiert habe. Darin warnte ich LR Oehri vor der äusserst zweifelhaften Zuverlässigkeit einer möglichen Aussage seitens der Treuhänderin Hauser.

Sie hat die Autorität. weil ich fest im Glauben war und auch im Glauben gelassen wurde. weil ich fest im Glauben war. vor allem gefühlsmässiger Schock für mich und "Verbrecher-Sieg" für ihn: Anstelle die in Südamerika erpresste Summe mit dem anderem Verbrecher Mariano teilen zu müssen. über mich als Mensch und über mein Vermögen. 132 . Demzufolge waren sie bei jedem Besuch selbstbewusster aufgetreten. Aber zu meiner Verteidigung muss anerkannt werden. Was soll ich da noch sagen?!?!? Mein RA war ausser sich. dass sie hart an der Arbeit sind. Helmut & seine Frau haben schnell gemerkt. Natürlich bin ich mit dem Urteil vom Erstgericht sofort in Berufung gegangen. erhielt er ALLES. er hatte so etwas noch nie erlebt. danke für dieses äusserst "gerechte Urteil". zeigte sich später. zu schreien. Aber ich bin doch nur zum Narren gehalten worden. dass ihnen hier in Liechtenstein im 101er-Verfahren offenbar nichts passiert. vielleicht war ich zu naiv. Man stelle sich dies vor. "Danke" für den unerwarteten Sieg für Helmut. Wieder. Nun gut. Das Urteil in erster Instanz in meinem Zivilprozess wurde im Oktober 2001 gefällt: Ich verlor den Prozess. als Frau Hauser in der Schweiz angeklagt wurde und die STA 10 Jahre (!) Haft verlangte. der Richter irre sich oder sei inkompetent die komplexe Sachlage richtig zu beurteilen. Ich kann es heute immer noch nicht fassen. Aber hier war es ganz anders. er wurde noch dafür belohnt! Was für ein beissender. es ist immer einfach für diejenigen. dass die Staatsanwaltschaft schon das richtige tue. nein. Eine Nicht-Öffentliche Obergerichtsverhandlung war für den Oktober 2002 anberaumt. sich der Verantwortung seiner schweren Verbrechen in Argentinien zu entziehen. die vor Gericht verlieren. Nicht nur hatte es den Helmut bis heute geschafft. Keine Verhaftung! Keine Einvernahme! Nichts. Im Januar 2006 wurde sie mit medialer Begleitung dann wegen gewerbemässigen Betrugs und Geldwäscherei zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Aber dennoch die Aussage mir gegenüber. wieder und wieder<. Punkt. Was für ein Hohn musste ich erdulden. dass ich mich auf die Angaben und diesbezüglichen Aussagen seitens der STA verlassen musste. Darum hier an dieser Stelle eine grosses "Dankeschön" an den LR Uwe Oehri. Sie war die Behörde. Wie Recht ich aber hatte.die Glaubwürdigkeit dieser Treuhänderin wurden erst gar nicht vom LR Oehri zu Kenntnis genommen. Wieder schlief die STA. Ich weiss. Und ich Idiot habe mich zurückgehalten.

wo diverse Läden einziehen sollten. Das neue Gebäude – im Städtle 28 .Kapitel 5 Die Welt des schmutzigen Geldes Nun zurück in meine andere Weltordnung. von aussen nicht erkennbare Panzergarage. liebe Freunde und sinnvolle Freizeit ! Der Zufall wollte es.gehört der Gemeinde Vaduz. wie die Person mir in der Tiefgarage sagte: "Du solltest mal wieder was Sinnreiches tun und nicht nur hier zu Hause herumhängen". Auf dem unterirdischen Weg dorthin kann man praktischerweise auch in die Gebäude und Büros der Staatsanwaltschaft. die im selben Haus in Balzers wohnte wie ich. Die Person meinte auch. war es das ehemalige alte Postgebäude in Vaduz. der Arbeitgeber derjenigen Person. Der Ausbau beinhaltete sogar einen begehbaren Panzerschrank im dritten Stock sowie eine spezielle. eine Welt bestehend aus guter Arbeit. wurde es Zeit. die Wege in Vaduz sind eben auch "Strassen-Parkmässig" sehr kurz. waren alle oberen drei Stockwerke exklusive für die Treuhand reserviert. dass ich mich langsam aber sicher wieder in die normale Welt begebe. Die Person wusste ja nichts von Argentinien und meinem Kampf. aus Vaduz dringend geschultes Personal für ein kurz zuvor fertig geplantes Projekt brauchte. Die 133 . deren Zufahrt sich in der öffentlichen Parkebene des ersten Untergeschoss (UG) befindet. gleich neben dem Kunstmuseum Vaduz. (später auch zu) der FMA und FIU gelangen. gegenüber dem traditionellen Feinschmecker Restaurant der Familie REAL. Die LGT Treuhand residierte im Städtle 18 und wenn ich mich nicht irre. dass im Herbst 2000 die LGT Treuhand (die Treuhandfirma des Fürstenhauses). Die Parkebene zweites UG ist öffentlich und hat eine befahrbare Verbindung unter dem Kunstmuseum hindurch zur Parkgarage der Vaduzer Post. Mit Ausnahme des Erdgeschosses. Trotz der sich Jahr für Jahr anhäufenden starken psychologischen Schläge für mich und den einigen nur mit dem Kampf für die Gerechtigkeit ausgefüllten Jahren. Die LGT zahlte den fast 10 Millionen CHF teuren Innenausbau selber und hatte einen langjährigen Mietvertrag in der Tasche. Die LGT Treuhand plante für den Frühling 2001 einen Umzug in ein super modernes Bürogebäude. Ich erinnere mich noch genau. dass ich mit meiner diversifizierten Ausbildung und Beherrschung mehrerer Fremdsprachen ideal für das Projekt bei der LGT Treuhand wäre.

Dr. der CS oder UBS in Zürich. die Türe fast noch in der Kurve der Tiefgarageneinfahrt zwischen dem 1. Die Kunden kennen die diversen Türen. UG. UG und dem 2.). UG. Ich persönlich fand die Panzergarage im JamesBond-Stiel sehr aufregend. dort wo das grosse Schild "LGT Treuhand" hängt. die in das Bürogebäude der Treuhand führt. die ihre dicke Kohle in BAR im eigenen Auto oder im Mietwagen nach Vaduz kutschieren. angeordnet worden. Nicola Feuerstein hatte eine fortschrittliche Vision "vom Papierlosen Büro". z. Das Angebot von XEROX Schweiz AG bekam den Zuschlag. Diese wiederum engagierte einen Subunternehmer aus Chur im Bündnerland. Der neue Chef der Treuhand. logisch! Man darf aber diejenigen Treuhandkunden nicht vergessen. Die Connex AG hatte sich gute Fertigkeiten mit der Digitalisierung von Bankkundendaten (u.a. Was braucht eine Treuhand eine Panzergarage? Eine Bank: ja. um dann rechts vom öffentlichen Lift/Treppe durch das von Geisterhand automatisch geöffnete Panzertor hinein auf den Abstellplatz zu fahren. Man will damit nicht in Verbindung gebracht oder davor gesehen werden. Eine weitere Besonderheit: die diversen verdeckten Eingänge zur Treuhand. Der Kunde sollte im Wagen eingeschlossen sitzen bleiben. so erinnere ich mich) angeeignet und war für den 134 . bis das Tor. Kein Kunde setzt seinen Fuss via den Haupteingang auf Ebene Grundgeschoss (Schlossseitig) in die Treuhand. hinter ihm wieder vollständig geschlossen war. die sich noch mit dem eigenen Auto nach Vaduz trauen. Die beinhaltete wegen der begrenzten Aufbewahrungskapazität im neuen Gebäude (im Städtle 28) in der Zukunft so wenig Akten und Dokumente wie möglich in den Schränken der Kundenbetreuern oder SachbearbeiterInnen liegen zu haben. dann fahren sie in die normale. bzw. Verrückt und Genial! Wer plant und baut schon eine Türe in der Kurve einer Tiefgarageneinfahrt. Erst dann konnte man intern die andere kleinere Panzertüre. via Tiefgarageneinfahrt bei der Post ungesehen bis zur LGT heranfahren. dem so genannten "eDoc"-Projekt.Verbindung zwischen den Parkgaragen der Post und der LGT ist auf Betreiben der LGT bautechnisch geöffnet. öffentliche Tiefgarage (1. Kurz vor der Ankunft beim LGT Treuhand Gebäude nehmen sie Kontakt mit ihrem Kundenbetreuer auf. elektronisch entriegeln. 80 ständigen MitarbeiterInnen schaffen.B. Dadurch können jene Kunden. Er wollte ein modernes Arbeitsumfeld für alle damals ca. mittels einer verstecken Kamera immer kontrollierund steuerbar. die Firma CONNEX AG.

auch kennt im kleinen Vaduz jeder jeden. Als ein aufgeweckter. immer mit offen Augen (und ich kann auch sagen "langen Ohren" – nicht zu verwechseln mit „langen Fingern‚) durchs Leben fliegender Liechtensteiner.. Die XEROX lieferte die Maschinen und die Connex AG war für das Personal zuständig.oder Treuhandsektor gehabt. die in der treuhandeigenen Rechtsabteilung tätig waren. drei bis vier Monate befristete Stelle war. der mir immer noch zu denken gab. Anstalten und anderer Gesellschaftsformen Liechtensteiner Briefkastenfirmen. Alle potentiellen zukünftigen Teammitglieder mussten sich einer strengen Sicherheitsprüfung seitens der LGT Gruppe unterziehen: schliesslich ging es um hochgeheime und ultimative Kundenunterlagen tausender Stiftungen.. In Juristen. Ich hatte noch nie eine Arbeitsstelle im Banken. waren mir aber die "Finessen" des heimischen Finanzsektors absolut bekannt. fachkundige Mitarbeiter angeheuert werden. die bei der LGT Treuhand arbeiten. sie es kurz nach meiner Anstellung sowie erfahren würde. 60-80 %) gab und es eine auf ca. konnte die LGT Treuhand nicht auf den bestehenden Mitarbeiterpool für das Projekt zurückgreifen. Nach ein paar kurzen Telefonaten und Abklärungen sah ich eine hypothetische Möglichkeit mich bei der LGT via der CONNEX AG zu bewerben. war mir ganz klar. dass es die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit (zwischen ca. Da das normale Kundentreuhandgeschäft weiterlaufen musste. Eine Dokumenten-Verwaltungs-Datenbank. Ich kannte flüchtig mehrere Mitarbeiter. Auch solche.. war ich mir nicht sicher.und Gerichtskreisen war mein Fall sehr präsent und oft diskutiert worden. dass wenn ich nicht offen mit der LGT bin. ob ich die Erwartungen für einen solchen Job erfüllen konnte. die speziell für die Unterschiedlichkeit von Treuhandunterlagen (um-)programmiert wurde. Da meine 100-prozentige Konzentrationsfähigkeit in Argentinien gelitten hatte. alle Dokumente der aktiven und passiven Mandate der LGT Treuhand einzuscannen und einem neu zu schaffenden Treuhand spezifischen Index (dem benannten Belegartenkatalog = BAK) zuzuordnen. Die zu verwendende Software und Plattform war die DOCUWARE. Der Reiz für mich bei diesem Job lag daran. abgesehen vom einem "Bombenlohn". In der zweiten Woche im Oktober 2000 habe ich einen Mitarbeiter 135 .Auftrag bestens gerüstet. Es mussten eigens rund 30 neue. Natürlich war da auch mein internationaler Haftbefehl aus Spanien. Obwohl ich es bis anhin in meinem Privatleben in Liechtenstein gut "verstecken" konnte.

sind die zwei bekannten Treuhänder im Treuhandgeschäft in Liechtenstein tätig. Hauptsächlich. was ich dann stets tat.a. wenn gegen "Mitarbeiter" internationale Haftbefehle bestehen. und dies war für Deutschland empörend.jener Abteilung angerufen und um ein Treffen gebeten. Der Oberste Gerichtshof in Vaduz konnte eine Trennung (im Falle einer Auslieferung) von ihren Familien (mit Schulpflichtigen Kindern) den zwei gut in Liechtenstein integrierten Treuhändern NICHT zumuten. dass die Anschuldigungen seitens der Täter weder Hand noch Fuss hatten. In einem Kundensitzungszimmer zeigte ich alle Unterlagen zu Spanien und Argentinien und erläuterte ohne Ausnahme den Stand der Dinge. Während jener Zeit. Sie baten mich nur. Daher bedeutete es für die Liechtensteiner Finanzwelt (incl. niemanden in der Firma davon zu erzählen. im Detail Kenntnis über meine "juristischen Angelegenheit". Ich wurde gebeten doch am nächsten Tag in die Treuhand zu kommen. Die Liechtensteiner Justiz entschied sich schlussendlich gegen eine Auslieferung der beiden nach Deutschland. aus humanitären Gründen. so wurde mir mitgeteilt. Die vorgeworfenen Taten lagen u. Die nun von Seiten Hans-Adams im Frühling 2008 geäusserte Behauptung. und auch heute noch. für die Mitarbeit im laufenden Projekt e-Doc / DOCUWARE bewerben möchte.im Rahmen des Möglichen . Am vierten Tag wurde ich angerufen und gebeten wiederum ins Büro zu kommen. Nach Prüfung und Durchsicht der Faktenlage durch die Leitung der Rechtsabteilung stelle der internationale Haftbefehl kein Problem für sie dar. dass ich mich evt. Ich musste diese Unterlagen für drei Tage in den Händen der Rechtsabteilung lassen. der LGT) keine Aufregung. Die LGT Treuhand hatte also eine Woche bevor ich dann am 16. die LGT wusste "von nichts" – 136 . Oktober 2000 via Connex AG die Arbeitsstelle antrat. Ich erwähnte. im Bereich des (Steuer-)Betrugs und anderer schwerer Delikte. über die zwei (Schweizer?) Treuhänder. die mitsamt Familien in Liechtenstein lebten und je einen internationalen Haftbefehl eines Berliner Gerichts (ich glaube es war vom Gericht Tiergarten oder Tempelhof) am Hals hatten und Deutschland deren Auslieferung von Liechtenstein verlangte.auch. Und sie mündlich auf dem Laufenden zu halten. Ich erinnerte mich damals auch. dass seit dem Jahr 1999 in den Medien (sporadisch in Liechtenstein und mehr in Deutschland) immer wieder Berichte auftauchten. Sie erkannten .

Die Idee der Container wurde schnell verworfen. Der ursprüngliche Plan der LGT Treuhand war. lag daran. einer 137 . drei bis fünf grosse Schiffscontainer oder dergleichen teils auf dem firmeneigenen. würden dann unter strenger Aufsicht die nötige und zeitraubende Vorarbeit zum Scannen erledigen und dann die ganze Kundenmappe jeweils in den Container. Wie alle neuen Mitarbeiter musste auch ich einen aktuellen Strafregisterauszug (ausgestellt vom LG Vaduz) vorlegen. alle von ausserhalb. Dieser war natürlich "Ohne Eintrag". teils auf dem Gemeindeparkplatz hinter dem (alten) Bürogebäude aufzustellen und jeweils mit Sicherheitspersonal zu bestücken. ob sie einer Digitalisierung ihrer Kundendaten zustimmten.) anfragen. tragen. da er unbedingt die Realität verheimlichen möchte.B. vorhanden war. Anstalten etc. Dass man überhaupt auf die Container kam. gehören alle Dokumente (mit wenigen Ausnahmen wie z. Natürlich steht es der LGT Treuhand frei.entspricht NICHT der Wahrheit. wo die grossen Scanner stehen würden. aber nur im verwinkelten Keller zweier (nur oberirdisch) miteinander verbundener Gebäude. die für das e-Doc-Projekt nötig waren. dass alle Büros im alten Gebäude ja schon vom bestehenden Mitarbeiterstab belegt waren und einfach kein Platz für die bis zu 30 Personen. interne Aktenvermerke) dem Kunden: die LGT Treuhand bewahrt sie nur für ihre Kunden auf. nämlich. vertraten aber die Meinung. es gab schon Platz. dass die LGT Leute in ihrer heiligsten aller heiligen Abteilungen einstellt. Rechtlich gesehen. wie sie die internen Geschäftsabläufe organisiert. langjährigen Kundenbetreuern. die einen Haftbefehl ausstehen haben. man müsse die jeweiligen Kunden (also die Begünstigten der Stiftungen. Weder dort noch anderswo! Schon mein erster Arbeitstag war sehr spannend und ich lernte den Vertreter der XEROX (Schweiz) AG und den Boss der Connex AG persönlich kennen.B. moderneren Arbeitsweise nicht abgeneigt. würde man sie den fragen. Feuerstein nicht ganz unumstritten. bei Peter Meier herrschte die Meinung vor. Aber ich verstehe ihn. wie z. Vor allem unter den älteren. dass die grosse Mehrheit ihrer Kunden. da ich keine Vorstrafen hatte. Die neuen Mitarbeiter. hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. Das heisst. Im Übrigen war die ganze Idee des papierlosen Büros von Dr. Viele Kundenberater waren zwar der beabsichtigten neuen.

dass die Kundendaten elektronisch. da das ganze Projekt fertig sein musste. Dies vor allem aus Angst. wurde empfohlen. ganz zu schweigen von der Luftqualität. der extra dafür mit alten LGT Büromöbeln ausgestattet wurde. Immer zwei bis vier Mitarbeiter teilten sich einen Raum. Engagement und Moralverstellung nicht grösser hätte sein können. so gut wie es eben ging ein. Dr.Digitalisierung NICHT zustimmen würde. nichts anders übrig: wir richteten es uns in den circa acht Kellerräumen. etwas zu hastig geplant und daher mit einigen Denkfehlern behaftet. Schon kurz nach dem Start unserer Arbeit sollte sich der Aufenthalt in den Kellern (ich schätze mal gebaut in den 60er Jahren oder gar früher) für einige von uns gesundheitlich negativ auswirken. War er nicht. Die Leitung der LGT Treuhand entschied sich. bevor die Treuhand im Frühling 2001 in das neue Gebäude einziehen würde. Der Zeitfaktor spielte auch eine Rolle. verteilt auf die zwei Gebäude. ob der gut sichtbare Pilz an gewissen Wänden mit nördlicher Ausrichtung gefährlich sein könnte. da die zu erledigenden Aufgaben höchste Konzentration abverlangte. zentral auf CDs oder DVDs speicherte. Der eigentliche Start war durch das Projektteam. um zu klären. sich von diesen Räumen fernzuhalten. Batliner. Darum blieb uns. Feuerstein damals erst kürzlich zum Chef der LGT Treuhand ernannt wurde und er von ausserhalb der LGT Gruppe kam. die Kunden erst gar nicht zu fragen und teilte dem Rest der noch besorgten Kundenberater mit. dass Dr. dass sie entweder die neuen Methoden akzeptieren oder sich halt anderweitig (nach Arbeit) umschauen müssten. bestehend aus der Leitung der Treuhand und externen Beratern. Die meisten arbeiteten in Teilzeit. Wir waren eine bunt gemischte Truppe: Liechtensteiner. Alter. Einige Damen verlangten nach Tests. Dazu muss man auch wissen. dem e-Doc-TEAM. aber der jungen Mitarbeiterin. Die Wände waren sehr feucht und der über die Jahre angesetzte Staub in den Akten war auch nicht gerade ein Segen für unsere Lungen. die schwanger war. Seine "neuen Wege" waren nicht nach jedermanns Gusto. Länger als drei bis vier Stunden am 138 . Man erinnerte sich noch sehr gut an die Katastrophe resultierend aus dem CD-Diebstahl im Treuhandbüro Dr. Schweizer und Österreicher deren Unterschied in Ausbildungen. Jeweils in einem eigenen Raum standen die zwei Monster-Scanner von XEROX. welches nebenbei das erste Treuhandbüro in Liechtenstein war.

Die LGT Treuhand hatte Kunden aus aller Welt. d. Wir sassen "da unten" im Keller und die Creme de la Creme der Kundenberater plus deren Sachbearbeiterinnen "oben". und dies war auch ein Hauptfaktor der sich anbahnenden massiven Zeitverzögerung. Französisch. im Computersystem "zusammen blieben". in der die LGT Treuhand mit ihren Kunden kommunizierte. Briefen und auch Grusskarten (der Kunden) oder sonstiges ansammeln.und sonstigen Klammern befreit um dann stapelweise – wenn es geht ohne ein Blatt zu verlieren – in den Scanner gefüttert zu werden. Englisch. Um diese dritte Stufe überhaupt fachgemäss auszuführen. war sicher nicht die Arbeit auch noch nach Hause zu nehmen. von wem. Die Arbeit war für mich an und für sich sehr interessant. Kundendossiers mitlaufen lassen. Der Hauptteil meiner Verantwortung lag darin sicherzustellen. Daher war es ideal wenn wir diese Sprachen mehr oder weniger beherrschten. Spanisch und Italienisch waren die üblichen Sprachen. der richtigen (original) Mandatsnummer zugeteilt wurden und 3. Viele Dokumente waren sehr alt oder für die AVOR äusserst knifflig. Heft. Stapelweise holten wir die Kundenakten in den kleinen Büros der Kundenberater ab und führten strenges Protokoll über was. Über den ganzen Zeitraum des Projekts wurde an den Personaleingängen der Treuhand externes Sicherheitspersonal postiert. wann und warum weggetragen wurde. dass sich im Leben einer Stiftung unzählige verschiedene Arten von Belegen. Es gab 139 . 2. Das letzte was wir nach stundenlangem Aktenwälzen noch machen wollten. – das Wichtigste – gemäss dem BAK vollständig indexiert wurden. also nicht geteilt wurden oder in den Weiten der "Bits und Bytes" verloren gingen.h. tagaus. Aber mit ausreichend Gründlichkeit und Frohsinn schafften wir es tagein. Jeder Akt gelangte in die so genannte AVOR. das uns jeweils beim Eintreten oder Verlassen des Gebäudes kontrollierte. Der moderne Scanner hasst alles was nicht die Norm ist. musste ich und meine dafür geschulten Teammitglieder ALLE einzelnen Dokumente durchlesen und dann entsprechend dem BAK-Index abschliessend unter der Mandatsnummer elektronisch speichern. Dort wurde der Akt von allen Büro-. Das Problem bestand darin.Stück mit voller Achtsamkeit war nicht drin. dass die nun eingescannten Dokumente 1. Deutsch. Wir konnten darüber nur lachen. in unseren Taschen nachschauten ob wir evt. die Arbeitsvorbereitung.

dass die Stiftung direkt oder mittels unterliegenden Offshorefirmen (andere rechtlich eigenständige Gesellschaften aus Liechtenstein oder anderen Steuerparadiesen wie z. Das Beistatut einer Stiftung hält fest. Belege oder sonstige Bankkorrespondenz. wieso und wie hoch als Begünstigter von dem Vermögen profitieren kann. wer. dass ein Treuhandkunde eine grössere und intensivere Beziehung zu seinem Kundenberater hat. Der Treuhandkunde. von offizieller deutscher Seite aus) nicht nachvollzogen werden kann. Nicht das der eine Bankauszug versehentlich beim Kunden oder schlimmer beim Nachbarn in Deutschland im Briefkasten landet. hier ein paar kurze. Dies natürlich auf hoch komplizierten und raffinierten Umwegen. die keine Stiftung. Patente. eben der eher Superreiche und/oder Übervorsichtige wählt z. eine rechtlich eigenständige Liechtensteiner Stiftung aus. einfacher‚ direkter 140 . Für diejenigen unter den Lesern.beim Finanzamt. die der Stiftung gehören. das wiederum im Akt landet. Bilder. als ein „normaler. Oft ist es so. Der Treuhandkunde transferiert sein Schwarzgeld auf die Konten der Stiftung. Beim Bankkunden ist alles Schwarzgeld ist im Namen des Kunden auf seinem eigenen Konto gelagert.B. die zu 100% bei der Bank zurückbehalten und dort gelagert wird. oder solche. Der Stiftungsrat eröffnet im Namen der Stiftung dann die Bankkonten. Prinzipiell bleibt er (und andere die er benennen kann) Kraft dem so genannten Beistatut Begünstigter der Stiftung und somit aller Gelder und sonstigen Aktiven. Yachten und dergleichen besitzt und kontrolliert.solche Akten. erhält Auszüge. All diese "Besitztümer" einer Stiftung produzieren eine Flut an Papier. neben den meist beträchtlichen Bankkonten auch Immobilien. die bis zu 300 hatten.B. vereinfachte Erläuterungen: Der Treuhandkunde ist im Vergleich zum reinen Bankkunden ein sehr komplexes Wesen. Also der berühmte "Paper-Trail" (nahtlose Nachvollziehbarkeit jeder Transaktion) geköpft wird. Der reine Bankkunde in Liechtenstein hat ein oder mehrere Konten direkt bei der Bank selbe. Panama oder den Britischen Jungfrau Inseln). Anstalt oder AG in Liechtenstein besitzen oder wenig Wissen darüber haben. Generell kann gesagt werden. indem er diese durch die Treuhand gründen lässt.B. die nur 80 – 100 Einzeldokumente (mit jeweils einer oder mehr Seiten) hatten. sodass ein direkter (offener) Bezug zwischen ihm und der Stiftung (z. Oder – oh Schreck . wann.

Eines hatten aber alle gemeinsam: "Sie zahlen für ihre Vermögen in diesen Gesellschaften KEINE Steuer zu Hause!" Dieses Kundenverlangen. Der BAK war in 12 Hauptgruppen und diese in rund 120 Untergruppen eingeteilt.h.) hatte schon an und für sich grosses Volumen im Akt. und den Weg via Vermerk in den Akt fanden. das grösste Konto? "Oh< hier ist einer mit 8 Mio. könnte ich ein dickes zweites Buch auflegen. dort ein Sportler. Das bedeutet. << "Nein.". keine Steuern bezahlen zu müssen. in den internen Aktenvermerken wieder. die die Villa in Sardinien betreut etc. die sich im Leben der Begünstigten abspielten.a. vor allem wenn es Auswirkungen auf das jeweils aktuelle Beistatut hatte. 141 . die neuste Anschaffung. noch besser – hier ist ein PEP (Politisch exponierte Persönlichkeit). Am Anfang war es noch ein Wettrennen: Wer hat den Akt mit dem dicksten Fisch. Daher hat jede Treuhandfirma (speziell wenn es eine Treuhandabteilung einer Liechtensteiner Bank ist) die höchste Sicherheitsstufe im Umgang mit den Kundendaten. Alleine aus den Tausenden verschiedenen oft skurrilen Geschichten. Endlos die Beispiele und all dies fand sich u. Kinder oder sonstige Familienmitglieder. Berichtet wurde über Ängste und Bürden. Euro". zwischen der Stiftung und der Bank wo die Konten sind oder der Stiftung und einer Immobilienfirma. dass jedes Dokument zumindest ein Mal genau einer der Untergruppen zugeordnet werden musste. interne Familienstreitigkeiten und Versöhnungen. "Und dieser mit 150 Mio. d. Mit der Zeit wurden wir in unserem Team beim Indexieren der Dokumente immer besser und schneller.B. Denn viele Kunden erzählten ihren Kundenberatern auch im Detail wie es "zu Hause" oder "im Geschäft" zu ging.Bankkunde. Und was wir da alles zu lesen hatten! Die geschäftsbedingte Korrespondenz (z. Unabwendbar bekam man den Eindruck. sie sollte es haben. stand immer prominent am Anfang jeder Kundenbeziehung und wurde auch als Verkaufsargument für eine Gesellschaft aus Liechtenstein verwendet. "Aha< hier ist einer mit 28 Mio. Dollars". die längste Luxusreise. dass wir als Treuhand aus dem Leben des Kunden oft mehr wussten als seine Frau. der letzte Trick um an mehr Geld zu kommen. Mit der Zeit war diese Art von Schreiben eher langweilig zu lesen. hier jemand aus dem Umkreis eines Ex-Diktators" etc.

stirbt). worauf stand: 142 . Oder Der angriffslustige Kunde.und Viertbegünstigte zu führen. eben ihr Vater. Diese hatte aber einen Schwarzafrikaner als Geliebten. Jahre später findet sich ein Vermerk. Oder Ein heissblütiger Kunde. Seine Familie wusste nichts von dem Geld in Vaduz. der noch nach seinem Tod "Die Rache ist MEIN" inszeniert haben möchte. Er hatte auch ein versiegeltes B5 -Kuvert seinem Kundenberater übergeben. im Normalfall wird sie dann Erstbegünstigte. Oder Der überängstliche Kunde. dass die Tochter nun einen "Weissen" als Freund hat und wieder in die Begünstigtenliste eingetragen werden soll. der aufgeschreckt durch Medienberichte. ein rassistischer Kunde. seine Frau und Kinder als Zweit-. solange sie diesen Freund hat. seine Tochter im Beistatut zu streichen. folgende Vereinbarung mit der LGT Treuhand getroffen hatte: Er parkiert sein Fahrzeug in der Schweiz.h.Da war z. Dritt. dass das gesamte Vermögen dieser Frau im Ausland zufallen soll und nicht an die „heimische‚ Ehefrau. nimmt den Linienbus nach Vaduz und trifft sich mit seinem Kundenberater für eine Geldübergabe oder – auszahlung jeweils vor der Toilettentüre im unteren Stockwerk des Restaurants Amman. dessen Tochter als Zweitbegünstigte im Beistatut nominiert war (d. auf der anderen Seite des Rheins. Der Vater gab dem Stiftungsrat den Auftrag. Zu Lebzeiten hat er den Stiftungsrat instruiert.B. der eine geheime Zweitehefrau samt Kind im Ausland hat und im Falle seines Todes will. in Vaduz sollen sich deutsche Steuerfahnder herumtreiben und Autos mit deutschen Kennzeichen in den Tiefgaragen der diversen Geschäftsgebäude fotografieren. wenn der Aktuelle. Und sich dann sofort danach die Wege trennen sollen. Auf den ersten Blick erschien seine Stiftung ganz normal. Sie hatte ein Bankvermögen von mehreren Millionen Euro. Der Stiftungsrat tat was ihm "befohlen" wurde. gleich neben der Apotheke Hasler.

Es ist nicht ungewöhnlich. Seine Kinder seien auch nicht ehrlich gewesen.1998". Nach Absprache mit dem Kundenberater musste ich diese Instruktion aus der Computerdatei löschen und das Original vernichten. Ein Mitglied meines Teams in der AVOR öffnete aus Versehen dieses Kuvert und bereitete es zusammen mit dem Umschlag zum Scannen vor. Ich hatte dann den Akt auf dem Bildschirm. dass sobald die LGT gesicherte Kenntnis über sein Ableben hatte. Die LGT hat es aber immer lieber. Als Grund gab der Kunde in hässlichen Worten an. stammte nicht aus seinem Familienkreis. jetzt war es nicht mehr versiegelt) ist rechtsgültig. speziell wenn sie Minuten zuvor noch erhofften. die das ganze Geld bekommen soll.xx. diese unverzüglich die Witwe und Kinder gemäss üblicher Prozedur kontaktieren und nach Vaduz oder Zürich einladen sollte. gerade Millionäre geworden zu sein. Die schriftliche Instruktion im versiegelten Kuvert (na ja. Was gewöhnlich viel Begeisterung bei der ahnungslosen Familie auslöst. wenn nachrückende Begünstigte als Kunden von der Treuhand betreut werden und auch die Gelder bei der LGT Bank bleiben. zu einer Bank in der Schweiz. So kann auch "Kundenpflege" betrieben werden. dass er. Im Schreiben aus dem Kuvert stand. XY zu öffnen – siehe Aktenvermerk vom xx. Der einzige (ausserhalb der LGT 143 . Dies darum."Nur im Todesfall von Hr. Zudem zählt das Vermögen in der Stiftung rechtlich gesehen nicht zum Erbe des Verstorben. In dem dazu gehörenden Vermerk stand. In diesem Fall soll dann das versiegelte Kuvert in Anwesenheit der Familie geöffnet und vorgelesen werden. weil das Stiftungsvermögen gemäss seinen letzten Instruktionen gleichzeitig auch weg von der LGT Bank hätten gehen sollten. dass das ganze Vermögen der Stiftung unverzüglich an die "so-und-so" ausbezahlt werden soll und die Stiftung dann gelöscht werden soll. als letzte rechtsverbindliche Instruktion an den Stiftungsrat hiermit anordnet. der nun verstorbene. da sie vom Erstbegünstigten (dem Mann) zu seinen Lebzeiten niedergeschrieben wurde und dem Stiftungsrat vor seinem Ableben zur Aufbewahrung übergeben wurde. seine Frau hätte mit dem Herrn XY und mit dem Herren XZ ein jahrelanges Verhältnis gehabt. dass Erstbegünstigte wünschen. Die erwähnte Person. Also nach seinem Tode. dass Ehefrauen und Kinder erst nach Ableben des Stifters von der Existenz einer Stiftung in Vaduz erfahren sollen. Was für ein Schock dies wohl für seine Frau und Kinder auslösen wird.

B. der vom ursprünglichen Plan wusste. dass die LGT (!) so viele "Leichen im Keller hatte". dass Steuerhinterziehung im Heimatland des (ausländischen) Bank.der Kunde selber. persönlich kannte. die über illegale Aktionen Auskunft geben. Die vier oben kurz veranschaulichten Beispiele waren für uns damals eher Anlass für riesiges Gelächter. manchmal ganz klar. wo buchstäblich sofort erkennbar war. Was mich besonders überrascht hat. deren Begünstigte ungefähr zur selben Zeit im Zusammenhang mit einer grossen europäischen Firmenpleite standen. als wenn die Kundenberater in ihren selbst angefertigten oder angeordneten internen Aktenvermerken schwarz auf weiss. dachten wir uns. Schade für die Gläubiger.oder Treuhandkunden in Liechtenstein absolut kein Strafbestand oder Vergehen ist. waren jene Kundenmandate. Hinweise. die eindeutig über das "normale Mass" (wenn ich mal so sagen kann) der reinen Beihilfe zur Steuerhinterziehen hinausgehen. Der würde ja aber dann schon tot sein. war die Tatsache. Nach dem "Aktenstudium" tausender deutscher Kundendossiers fühlten wir uns in meinem Team wie abgeklärte Psychologen. sagten wir uns – die Kohle hier in Vaduz hatte man mal wieder nicht entdeckt". der uns allen aus den Medien bekannt war. dass sehr unsaubere Geschäfte getätigt wurden und werden. Da wir in unserem Team den gesamten Akt nach dem Scannen vor uns auf dem Bildschirm abrufen konnten. Was kann es dümmeres geben. "Aha!". Bemerkungen und Erklärungen protokollieren. Es ist ja allgemein bekannt. die als Begünstige hinter einer solchen Briefkastenfirma stehen. Wir im Team wären dank unserer Erkenntnisse jede Wette eingegangen.Treuhand). war es uns möglich. sprich Mandate über Jahre betreute. Transaktionen und damit deren Zusammenhänge schnell zu erkennen (wir mussten ja jedes Blatt lesen. oft etwas in der speziellen Treuhandsprache verschleiert. sei es z. alle Abläufe. war . aus der Politik. Worauf wir alle aber vor Seiten der LGT nicht vorbereitet wurden. Natürlich tauchte ab und zu ein Name in den Unterlagen als Begünstigter auf. weil wir einen sehr tiefen Einblick in die Seele und "Sorgen" des Reichen Deutschen erhalten hatten.um es grausig auszudrücken . Zum Beispiel hatte ich einen Akt vor mir. um es einem Index zuordnen zu können). dass es bei mindestens der Hälfte aller Mandate – würden 144 . Nein. Nicht dass ich die Personen. Wirtschaft oder aus aktuellen oder vergangenen Gerichtskriminalfällen.

aber man findet sie dennoch alljährlich in irgendwelchen Untersuchungsberichten diverser ausländischer Strafverfolgungsbehörden vom "around the Globe" wieder. ein solches Reputations-Risiko eingehen würde.und Bankenbusiness sind. Weil sie natürlich wissen. damals und heute die Schwarzen Schafe im Treuhand. die Öffentlichkeit (Medien etc) nie die vollständigen Unterlagen zu einem solchen Fall 145 . . die Russen nicht gerne bei der LGT als Kunden gesehen werden. Um diese Kundschaft kümmert sich speziell in Vaduz zum Beispiel die Sinitus Treuhand. die Serica Bank oder First Advisory (ehem.99 Prozent NICHT in Liechtenstein beginnen. dass. Dr. u. gedacht.w. Nach den immer wieder aufkommenden Skandalen. Dies bewusst und unbewusst. Batliner). dass Hans-Adam.s. böse Überraschungen" geben würde. deren Enthüllung zu 99. weiss man doch: "Irgendwann fliegt andauernd etwas auf!". indem er Kunden in seinen Büchern stehen hat. das Letzte mal im Februar 2009. auf Grund der sehr lahmen Anwendung der eigentlich guten Sorgfaltspflicht und anderer bestehender Gesetze.sie öffentlich bekannt gemacht . Mein Gott. Aber die LGT ? ? ? !!!! Nie hätte ich und andere im meinem Team. als ultimativer Besitzer der LGT Gruppe."böse. es war und ist ja Allgemeinwissen im Ländle. dass z. wer immer schon.B. Sie ändern zwar oft ihren Firmennamen. die illegale Geschäfte tätigen und dies auch unter Mithilfe oder Tolerierung der LGT Treuhand und der LGT Bank. Was soll jetzt als Entschuldigung für die LGT herhalten? ° Dass viele dieser Mandate vor dem Inkrafttreten der strengeren Sorgfaltspflichtgesetze angenommen wurden? Diese lumpige Ausrede wurde in den vergangenen Jahren immer und immer wieder von Liechtenstein verwendet. Wir wussten alle. die mit der Liechtensteiner Finanzlandschaft vertraut waren. Dr. sollte eine Leiche unerwartet an die Oberfläche gelangen. Etwas Besseres fällt denen nie ein.

B. wenn die Tat in der Zeit davor passierte. ausnahmslos im Ausland begangen wurden und dort die Fristen praktisch in allen bekannten Fällen noch nicht abgelaufen waren. Abgesehen davon. Dies darum. wo noch die schwachen Sorgfaltspflichtgesetze galten. oder zumindest eine Strafuntersuchung zu beginnen. ist Liechtenstein in der Interpretation was eine Straftat ist und was nicht. muss nicht unbedingt bei uns so sein". Hätte bloss das Ausland mehr Glück und könnte viel öfter selber auf Unterlagen über eine Verbindung zwischen einer Straftat in ihrem Land und einem Vermögen in Vaduz stossen. strengeren Sorgfaltspflichtgesetzte vollbracht wurden. Betrug). hätten sie bloss! Liechtenstein agiert praktisch nie von sich aus. Korruption oder Betrug auch geahndet werden. ° Das auf Grund der Auffassungsgabe der LGT über das was "kriminell" ist und was nicht. Egal ob das Mandat noch aktiv ist. wäre nach dem Wortlaut des Gesetztes auch dann eine Strafverfolgung. keine "Leichen" erkennbar waren oder sind? Haben die in Vaduz mit der ersten Ausrede keinen Erfolg. Und da in Liechtenstein eine Einzelstraftat wie z. Korruption. Auch wenn es um andere Vorwürfe aus dem Ausland geht. wie ich in den folgenden Kapiteln beweisen kann.B. also Liechtenstein den Vorfall oder Skandal für die Medien "zurückdatiert". da die Fristen in Liechtenstein dafür abgelaufen wären. sehr. weil die den Bankvermögen zugrunde liegenden (Erst)Straftaten (z. auch wenn es detaillierte Kenntnisse über die übelsten Straftaten erlangt. dass die schmutzigen Geschäfte der Stiftung oder Anstalt etc. dann könnte es mit diesem Material die Liechtensteiner um Hilfe bitten. Streng genommen macht dies keinen Unterschied.haben wird. Quasi sei eine Strafverfolgung (wegen der Geldwäscherei) aus Liechtensteiner Sicht leider nicht mehr möglich. Eben. dann muss diese Formel herhalten: "Was bei denen im Ausland als kriminell gilt. sehr flexibel. angeblich aus einer Zeit stammen. also der Kunde weiterhin illegale Geschäfte mit oder ohne Wissen der LGT getätigt hatte oder noch tätigt. dass die meisten Straftaten (der LGT Kundschaft) im Zeitraum der neuen. 146 . Die einfache Steuerhinterziehung meine ich damit gar nicht. müsste man in Vaduz der Sache auch nachgehen. Deswegen kann die betroffene Bank oder Treuhandfirma behaupten.

dass er "von nichts" wusste. egal ob mit 147 . Im Befehlston wurde uns gesagt: Dokument lesen – Dokument indexieren – und die Klappe halten! Basta.naiv genug waren wir ja – mit Fragen über solche Kunden bedrängte. zusammen mit den Besitzern der Gruppe. dass sich Hans-Adam nicht damit herausreden kann. solches mitzumachen. Ein Ausflug in die Schweiz. Das Arbeitsklima bei der Treuhand war sehr gut. Uns wurde schnell klar gemacht. dass man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen soll. es war ein Jurastudent. Schon nach einem Monat hatten zwei junge Mitarbeiter keine Lust mehr. Prinz Maximilian N. Einer von ihnen. Schlussendlich trägt die Leitung die Verantwortung. Ich war nicht der Einzige aus dem Team der die Leitung der Treuhand bei der wöchentlichen Sitzung . "Schweigen ist pures Gold". Ausdrücklich nicht mehr seit dem 7. Für sie ist es ein Job wie jeder andere auch. Sie kündigten und mussten sofort gehen. Man kann also festhalten.° Das intern eine Art Dogma gilt: "Reden ist der schnelle Tod". Sobald ein Betriebsausflug ins Ausland bevorstand. Januar 2003 – siehe Kapitel 7. eben HansAdam und seine Familie. ob ich mitgehen wolle. Feuerstein über die falsche Moral der LGT im Allgemeinen und der Liechtensteiner Finanzwelt im Bezug auf die schmutzigen Mandate. "dumme Fragen" zu stellen. wurde dann auf den Stuhl des Vorstandsvorsitzenden beordert und der neue CEO wurde der zweitälteste Sohn von Hans-Adam. wie bei vielen anderen Betrieben wurden Mitarbeiterausflüge in die Schweiz oder nach Österreich durchgeführt. hatte sogar ein heisses Streitgespräch mit dem Dir. einschliesslich "die blinde Kuh dazu" und man ist vollkommen? Dies war leider die Wahrheit. der LGT Bank oder jeder anderen Treuhand oder Bank jetzt nicht verdammen. wenn man auf die "Räume mit den Leichen" stossen sollte. Sein Bruder. Man darf aber die einfachen Mitarbeiter bei der LGT Treuhand. Wegen dem Haftbefehl. wurde ich von der Rechtsabteilung gefragt. Prinz Philipp Erasmus war bis im Sommer 2006 der CEO der LGT Gruppe.M. Beide Teammitarbeiter wurden durch Neue ersetzt. Die LGT Führung hatte nicht nur mir gesagt. dass es nicht unsere Aufgebe sei.

Hat man darin. Ich bin in meiner Freizeit oft mit dem Mountainbike oder dem Auto in die Schweiz gefahren. Wir gingen essen oder einfach einen Kaffee trinken. gehörte nicht der Treuhand und wurde von den Besitzern schon weitervermietet. Das alte Bürogebäude. wie ich. Der Umzug stand vor der Türe. Auch fuhr ich oft mit dem Linienbus über die grosse Grenze Schellenberg / Feldkirch nach Österreich. wollen sie die Identitätskarte sehen. Ich bin auch heilfroh. wirft einen Blick auf die ID-Karten oder Pässe und das war’s auch schon. Manchmal bin ich auch in die Kanzlei meines RA nach Feldkirch gefahren. Sind die Grenzbeamten überhaupt präsent. Ein Grenzbeamter steigt zwar in den Bus ein. 148 . im Städtle 18. Die Grenze ist von Balzers bis nach Ruggell offen. Mein gleichzeitiger Kampf gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Das Projekt e-Doc.Firma oder Privat. Wird man aber angehalten. trotzdem habe ich bei der LTG immer volle Leistung gebracht und meine Vorgesetzten lobten mich sehr. Es war keine Zeitreserve mehr vorhanden. den Heimatort Mauren eingetragen. da die Benutzung dieses abgelegenen Grenzübergangs "als einer aus Mauren" den Beamten logisch erschien. war am 31. war kein Problem. nicht miterleben musste. dann winken sie einen oft durch. dass er all dies was in 2003 und später passiert ist. Bei einem Betriebsausflug meines Teams nach Feldkirch bin ich einfach mit dem eigenen Auto via meiner Heimatgemeinde Mauren über die kleine Grenze dort nach Österreich gefahren. Er war sehr bekannt und beliebt in Liechtenstein. März 2001 offiziell zu Ende. Ein Jahr zuvor erhielt er die Diagnose Krebs. alten Mandate via AVOR zum Scannen zu bringen und zu indexieren. Ich hatte nie eine sehr innige Beziehung zu ihm. Es wurden mir auch nie irgendwelche Verordnungen oder Reiserestriktionen von Seiten Liechtenstein auferlegt. fristgerecht die aktiven Mandate einzuscannen und die Papierakten von Unnötigem zu befreien (z. Einen emotionalen Dämpfer war der unerwartete Tod meines Vaters Anfang 2001.B. aber seit meiner Rückkehr aus Südamerika sahen wir uns regelmässig. Mit Mühe und Not schafften wir es im Keller. Jeden Monat drei oder vier Mal. Schon kurz nach Argentinien verdrängte ich die eigentlich kleine Gefahr wegen des Haftbefehls dort Ärger zu bekommen. wird man gleich weiter gelassen. sofern es die extern angeheuerten Mitarbeiter betraf. auf allen Bühnen verbrauchte viel meiner Energie. Ferienansichtskarten der Kunden). um auch die inaktiven.

Interessanterweise hatten wir drei. Meine Kurse waren sehr beliebt. oft heiter und äusserst abwechslungsreich. die sie selber betreuten. die Kundenberater hatten nur Computerzugriff auf jene Mandate. Und ich. die sich seit Jahren mit dem Kunden austauschten. Die von Klaus Zumwinkel fällt mir da gerade ein. März 2001 von der LGT direkt übernommen und wir alle bekamen unbefristete Arbeitsverträge. die intern Zugriff auf die elektronischen Kundendateien wünschten. von wenigen Ausnahmen abgesehen. als die eigentlichen Kundenbetreuer. in gefrässigen Papiervernichtungsmaschinen 149 . hatte ständig den vollen Zugriff.bis dreitägigen Lehrgänge mit jeweils einer bis drei Personen pro Gruppe bei mir in Vaduz absolvierten. Die Direktion hatte logischerweise Zugriff auf alle Mandate. erinnere ich mich bildlich noch immer seitenweise an Hunderte von Stiftungen und deren wahnsinnige Geschichten.Drei aus meinem Team. Bei den aktiven Mandaten wurden alle Papierdokumente. Die Sachbearbeiterin auf diejenigen. Ich war sehr stolz darauf. da jeder und jede seine/ihre eigene Vorstellung davon hatte. Die Schulung wurde mir aufgetragen. Das heisst. ein unglaubliches mentales Lexikon über mehr Mandate in uns gespeichert. Oder die heiklen Mandate. eine Jurastudentin. die sie betreuten. einschliesslich der Direktion sowie jene Vorstandsmitglieder der Treuhand. Es dauerte über 12 Monate bis alle der fast 100 Mitarbeiter aus Vaduz. Schon seit Anfang des Jahres 2001 wurden systematisch alle Treuhandmitarbeiter. Zugriffsmässig wurde das neue System analog dem Alten ausgelegt. Sicherheitstechnisch waren wir auf den neusten Stand. Heute noch. dem Belegartenkatalogs. die verbliebenen aus dem e-DocTeam. Der Kern des Problems lag darin. ALLE Mitarbeiter auf eine LINIE zu bringen. als wir auf Anhieb Details aus Stiftungen erzählen konnten. Dies galt auch für die Mitarbeiter der IT-Abteilung. Trotzdem waren die Treuhandmitarbeiter fortwährend erstaunt. Natürlich hatten wir den Inhalt der fast 4000 Mandate nicht auswendig im Kopf abrufen können. Ich durfte die dafür notwendigen Unterlagen in Eigenregie herstellen und auch jeweils die neuste Version des BAKs. ein Fachmann und ich wurden per 29. in welchem Index ein Dokument abzuspeichern sei. im Umgang mit dem neuen System geschult. mittendrin als Allrounder und Problemlöser für alle. obwohl ich die Firma seit mehr als sieben Jahren verlassen habe. die auffällig noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt sind. Zürich und Lugano die zwei.

eine bestimmte Seite oder einen Sonderfall aus einem alten Akt herauszusuchen. wurden im alten Gebäude (mit Zugang von Aussen durch eine Stahltüre) auf drei Kellerräume verteilt aufbewahrt. die ja aus Zeitmangel nicht eingescannt worden waren. wurden sie von eigenen Mitarbeitern per Firmenwagen in die Müllverbrennungsanlage Buchs. chaotischen alten Archivierungszustand finden würde. Das jemand danach fragte. Es gab Tage. 1000 Grad heisse Flamme werfen. die nicht verbrannt werden sollten. wenn mein Auftrag darin bestand. Bei Wechsel des Treuhänders wird nicht immer die ganze Mappe dem neuen Treuhänder übergeben. Die Kundenberater. In "Null Komma Nix" sind verfängliche Dokumente in Rauch aufgegangen. um endlich an eine gesuchte Stiftung zu kommen. diese Akten auch auszusortieren. wo ich Stunden im Keller Akten von links nach rechts. Die Schlüssel dafür hatte ich auch. haben wir im begehbaren Panzerschrank im 3.zum Verschwinden gebracht. Mein Schlüssel öffnete mir fast alle Türen. dass ab und zu aus juristischen Gründen alte Geschichten exhumiert werden mussten. Wir hatten keine Zeit mehr. Die LGT mietete diese Räume weiterhin. Manchmal wurde ich von Kundenberatern oder gar vom Direktor gebeten. Aber sie wussten. dass ich 100 Mal schneller den Akt im dort vorherrschenden. In Plastiksäcke abgefüllt. Stockwerk des neuen Büros pingelig genau und sauber eingelagert. dass es häufig berauschend war. so glaube ich. Der Zugang zu allen internen und externen Türen im ganzen neuen Gebäude war mittels elektronischen Schlüssels geregelt. Das Set jener Dokumente. hätten auch selber dorthin gehen können. einen bestimmten alten Akt in jenen Kellerräumen heraus zu graben. der vor allem von Banken und den Treuhändern gerne in Anspruch genommen wird. aber bei anderen Treuhändern. Ich gestehe. Schweiz gefahren. Die Stiftungen lebten ja oft weiter. sich bündelweise die verrücktesten Mandate durchzulesen. ca. Nach Voranmeldung kann man. Dort gibt es einen speziellen Dienst. von oben nach unten und von hinten nach vorne bewegen musste. zusammen mit einem Mitarbeiter der Anlage. eine kleine Seitenöffnung im Ofen benutzten und dort die Papierschnitzel direkt in die. natürlich mit Ausnahme des Chefs. Insbesondere passierte dies dann. Der Zugang dazu wurde elektronisch gesichert. Die dicken Mappen der inaktiven Mandate. nicht bei uns. 150 . lag daran.

Es sind Menschen wie du und ich. 151 . Dieser Stiftung gehört alles was Hans-Adam und sein Clan besitzt. die jetzt bei anderen Treuhändern oder einer anderen Bank arbeiteten. die "Fürst von Liechtenstein Stiftung" verwaltet. Er hätte die Mandatsleitung auch an jenes.Zum Glück waren solche Anstrengungen und Trips in alte. delegieren können. wenn man auf ehemalige Arbeitskollegen traf. Berufsbedingt hatte ich alle Akten dieser Stiftungen durchgelesen und indexiert. indem er erzählt. Hans-Adam. Mal streiten sie. beinhalteten im Vergleich zu anderen superreichen Kunden nichts Aussergewöhnliches oder Spektakuläres. umso weniger regte ich mich über einzelne. Die Welt der Treuhandmitarbeiter in Liechtenstein ist klein. das auch die Mutter aller Stiftungen. als verschwiegener und äusserst auf Diskretion bedachter Führer. Ab und zu versuchte einer aufzutrumpfen. die klar der Familie zuzuordnen sind. war auch wie ein Statussymbol. etwas Leichengeruch hatte die eine oder andere Stiftung schon. dunkle Kellerräume bei den aktiven Mandaten dank des neuen Systems nicht mehr notwendig. dass die meisten der persönlichen Stiftungen der Mitglieder der Fürstenfamilie auch bei der Treuhand verwaltet wurden. Na ja. wo mehr Leichen verwaltet werden. nein! Bei der Fürstlichen Treuhand. Gegenseitig wurde man ausgequetscht um in Erfahrung zu bringen. Mal geizen sie und manchmal sind sie generös. Man arbeitete nicht bei einer x-beliebigen Treuhandbude. Die über 29 bei uns verwalteten Gesellschaften. heisse Mandate auf. Bei der LGT zu arbeiten. dass diese Persönlichkeiten bei seiner Firma Kunden sind oder jene Millionen bei seiner Firma verwaltet werden. Man kennt sich. vertraute den Leute seiner LGT Treuhand so sehr. wo es nur besser sei. Dies war für ihn nicht zwingend oder logisch notwendig. Je länger ich bei der Treuhand arbeitete. Unterhaltsam wurde es dann. eher geheime Büro mit Sitz an der Herrengasse in Vaduz. Beim Feierabendbier oder Cola wurde zwanglos über die neusten Mandate oder Skandale geredet.

KAPITEL 6 Heiligsprechung unter Vollnarkose Das Jahr 2002 begann eigentlich wie jedes der fünf vorhergehenden Jahre. dass in diesem Jahr 2002 die anspruchsvolle Anklage wegen schwerer Entführung. ich war so felsenfest davon überzeugt. schwerer Freiheitsberaubung. Obwohl es für mich absolut keine Anzeichen gab. das Gefühl ein normales. Beharrlich hielt ich den UR Dr. was sich im Oktober 2002 abspielen werde. in dem die Verbrecher vor ein Kriminalgericht gestellt werden. wie schon lange nicht mehr. Sogar in Sachen Herzblatt hatte ich Glück und wunderschönen Zeiten erleben können. dass ich mich zumindest gedanklich mit "ebenbürtiger" Rache – auch als Teil meiner eigenen Therapie – auseinandersetzten musste. dass dies mein ausgewählter Weg zur Gerechtigkeit sein oder werden sollte. Ein dicker Kuss nach Zürich . Meine Arbeit bei der LGT Treuhand erfüllte mich sehr und ich hatte. genährt von meinem unerschöpflichem Optimismus und dem Glauben. Dem Rechtsdienst der LTV erzählte ich dann voller Zuversicht. Nötigung und Körperverletzung stehen und ein Kriminalgericht einberufen würde. ja eigentlich von Seiten der STA überzeugt worden. Deswegen hatte ich mich entschlossen. dass die Gerechtigkeit siegen wird und dies das Jahr sein wird. Dies war wohl der Anfang vom Ende meines ehrlichen Kampfes um die Gerechtigkeit. schwerer Erpressung. Natürlich. nachdem was ich in Argentinien durchstehen musste. die Arbeitsstelle bei Treuhand zu kündigen. Dass Gerechtigkeit geschehen werde und ich meine ganze Energie auf diese kommenden wichtigen Wochen 152 . wenn auch nicht optimales Leben zu führen. Damit meine ich nicht eine Richtungsänderung wonach ich die STA und das LG Vaduz links liegen lassen würde und selber Hand an die Verbrecher legen würde. kann jeder wirklich nachvollziehen. um mich zu 1000-prozentig darauf zu konzentrieren. eben rücksichtslose Rache ausüben würde. Nie habe ich aber Anlass dazu gegeben. dass sich irgendetwas drastisch an den über die Jahre hinweg vorgezeichneten Pfaden ändern würde. Ganz im Gegenteil.-). Paul Meier und die STA über die allerdings immer weniger werdenden Neuigkeiten in Sachen Argentinien oder Spanien auf dem Laufenden. muss sich mein Unterbewusstsein vorerst unbemerkt schleichend in eine andere Richtung orientiert haben.

dass ich mich ausserhalb der Firma weiterbilden möchte. ° Der neue BAK ist in Kraft.. empfahlen sie mir. In den letzten Wochen habe ich mir Gedanken gemacht. Vaduz. unter Einhaltung der 3-monatigen Kündigungsfrist auf den 30. ° alle MitarbeiterInnen sind bis ins Detail geschult. den 29. Nicola Feuerstein.B. Es ist mir nicht leicht gefallen! Auflösung des Dienstverhältnisses. Sie waren enttäuscht. quasi nur einen Einzeiler. August 2002 Sehr geehrter Herr Dr. Der errechnete Zeitaufwand für die in Frage kommende Neuorientierung ist beachtlich.08. 153 ... dass mein Aufgabengebiet (e-doc) eine gute Eigendynamik entwickelt hat: ° das e-doc-Organisation steht. November 2002 kündige. Nach Absprache mit ihnen. Sehr geehrter VR Werner Orvati.. schwierigere Sprachen zu erlernen und auch Kurse/Schulen zu besuchen. An die Geschäftsleitung der LGT Treuhand AG. Da ich natürlich nichts im Kündigungsschreiben über meinen juristischen Kampf erwähnen konnte und wollte. das wollte ich auch nicht. neue. Z. die neues Wissen vermitteln und die Persönlichkeit formen. Sehr geehrte Herren der Geschäftsleitung. wie ich meine Freizeit sinnvoll mit persönlicher und beruflicher Weiterbildung ausfüllen kann. dass ich unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende November 2002 die Firma verlassen wollte.. dass ich gehen wollte und versuchten mich zum Bleiben zu überreden. Denn rein gar nichts schreiben. setzte ich folgendes Schreiben auf und sendete diese am 29. Niemand ist unersetzbar .und Monate konzentrieren wollte.das gilt auch für mich. Man kann heute feststellen. Nach reifer Überlegung bin ich zum Schluss gekommen. Ich sagte ihnen.2002 dem Personaldienst der LGT. einfach hineinzuschreiben. Meine Hauptaufgabe bei der Treuhand war erfüllt: alle Mitarbeiter waren auf dem neusten Stand der internen Schulung und auch alle dazu notwendigen Unterlagen waren up-to-date. dass dafür meine ganze Energie gebraucht wird und ich darum die Arbeitsstelle fristgerecht. Der diesbezügliche Markt ist sehr gross und die Auswahl keine leichte Aufgabe. Mit meinen jungen 37 Jahren sehe ich noch die Kraft und Möglichkeit meinen Wissens-Horizont im grösseren Stil zu erweitern..

Und war abermals zusätzlich im Dezember 2002. dass die Übergabe nach Ihren Wünschen und Vorstellungen über die Bühne geht. Ich wünsche allen gute Geschäfte und vor allem Gesundheit. Auch im Sommer 2002 wurden alle Bewohnern des Hauses Neue Churerstrasse 27 in Balzers von der neuen Hausverwaltung informiert.) Heinrich (HENRY) Kieber Die nun von Hans-Adam und anderer diversen Liechtensteiner Seiten im Februar. Meine Wohnung wurde von einem netten italienischen Ehepaar mit zwei Kindern. Nicola Feuerstein. Dr. berufsbedingt viermal zurück ins Büro zur Unterstützung in Sachen e-Doc gerufen worden. Pius Schlachter. bis Ende November 2002 durch. in der ich seit Jahren wohnte) endlich Käufer gefunden worden waren. Alle Mitarbeiter der LGT Treuhand waren über meine Kündigung erstaunt und viele fanden es schade. wie mein Ex-Chef einmal sagte. die LGT Treuhand hätte mir gekündigt. das schon lange in Liechtenstein wohnte. Ob Sie nun die Stelle neu besetzten oder die Aufgaben auf bestehende MA verteilen. dass für die noch nicht verkauften Wohnungen (also auch diejenige. Glück und Zufriedenheit. Hiermit möchte ich auch meinen Dank speziell an Dr. ein aufgeweckter "bunter Hund". nach dem Ausbruch des Skandals Mitte Februar 2008.° Die Bereinigung der MAN ist voll im Gang ° Die e-doc-Unterlagen sind up-to-date. dass ich für fast 2 Jahre Teil dieser LGT Familie sein durfte. sie könnten in ihrer jetzigen Mietwohnung noch bis Ende Februar 2003 154 . VR Werner Orvati. oder ich wäre (ohne Kündigung) ins "Ausland abgetaucht" ist falsch und eine Lüge. Sie sagten. dass ich spätestens bis Ende Dezember 2002 ausziehen werde. Auch allen Anderen danke ich für das Vertrauen und für den gezeigten Führungsstil. Es sieht einfach für sie besser aus. März 2008 gemachten Behauptung. Ich war. Natürlich kann ich deren Entstellung der Wahrheit nachvollziehen. Ich arbeitete noch die vollen DREI Monate der Kündigungsfrist. Sie kündigten mir deshalb und wir vereinbarten. selbstverständlich werde ich bis zu meinem letzten Arbeitstag zu 100 % mithelfen. (gez. für den Eigengebrauch gekauft. Wolfgang Bösch aussprechen.

Über eine mögliche angeordnete Inhaftnahme konnte er mir aus beruflichen Gründen leider nichts verraten. dass Haun schon zu Mittagessen gegangen sei. Ich war sehr erleichtert und dankte ihm tausendmal dafür. Sie wurden deswegen überhaupt nicht einvernommen. denn ich wusste ja. Dies war besser so – für mich. Meier die Kopien der Einvernahme des Ehepaars Roegele holen. da beide vermutlich zur Verhandlung nach Vaduz kommen würden.bleiben und dass sie einen Umzug in ihre neu gekaufte Wohnung im Januar/Februar 2003 planten. Sie gab mir eine Kopie in die Hand. dass sie jetzt definitiv wegen Argentinien einvernommen werden sollten und dass die Anklage druckfrisch kommen würde. habe ich sofort den Staatsanwalt Haun angerufen. Ich teilte ihm mit. Ich machte mir wiederum keine Sorgen. Ich war ausser mir! Mein Zorn war nicht zu bändigen! Ich rannte sofort quer durch Vaduz zum Haus der STA rüber und klingelte. Helmut Roegele nochmals und seine Frau erstmals als Beschuldigte wegen Argentinien durch den UR befragen zu lassen. er könne das für mich tun. Oktober war nicht-öffentlich. dem (Spanien-) Fall in Vaduz gegen mich und nicht eine Einvernahme im 101er. Im Gang traf mich der Schlag! Es war eine Aussage von Helmut und seiner Frau im 140er. Circa zehn bis 14 Tage später wollte ich bei der Sekretärin des UR Dr. Eine Männerstimme sagte mir über die Gegensprechanlage. dem (Argentinien-) Fall gegen Helmut & Co. dass es jetzt endlich. Als im August 2002 der Termin für die Obergerichtsverhandlung in der Zivilsache bekannt gegeben wurde. Er sagte sogar. dass es im Oktober 2002 wohl die letzte Möglichkeit wäre. Und auch ohne Beisein der Parteien. Das Ehepaar war im Oktober zur nächsten Runde im Zivilprozess angereist. Ich musste mich beruhigen. Es war ein oder zwei Minuten vor 12 Uhr Mittags. endlich vorwärts ginge. Helmut und seine Frau wegen Argentinien festzunehmen und endlich richtig einzuvernehmen. Ich musste mich beruhigen! Ich musste mich verdammt noch mal beruhigen! Mir wurde ganz schlecht! Aber warum hat er mich angelogen? Warum hat er 155 . In der Hektik und da emotional zu aufgewühlt hatte ich das Deckblatt nicht gleich gelesen. Die Anklage würde dem Paar dann ausgehändigt. Ich dankte dem Staatsanwalt wie immer für seine Mühe und er hat mir wortwörtlich zugesagt. gar kein Problem. Die Obergerichtssitzung am 03.

11. konnte ich es so organisieren. Ich war sprachlos. mit der Anklage in die Mangel nehmen. warum sie einen Fall einstellt.10. dass die spanische Justiz zwei mal die Bitte (offizielle Anträge) des UR Dr. Mir wurde übel und ich konnte die Zeilen in der Anklage nicht klar lesen.02 datiert und von STA Haun unterschrieben. Meier. was läuft und was nicht. Darin musste er mir auf Anordnung des STA Haun mitteilen. Einige Tage später kam das Urteil des Obergerichtes vom 3. Es genügt. Im November 2002.02. oder 9. Jedes Mal wurde ich von einer Sekretärin dort vertröstet und aufgefordert am nächsten Tag anzurufen. Meine Augen begingen zu schimmern und der Kopf wurde schwer. mich verbissen wegen Barcelona verurteilt sehen möchte. Ich musste zwei dicke Kuverts (per Einschreiben) vom Gericht aus Vaduz abholen.11. nicht-öffentlichem "Fallbuch" die Gründe einträgt. wenn die STA in ihrem eigenen. es ginge vorwärts. am 8. Ich rief dann sicher 30 Mal die Büronummer von STA Haun an. Ich ging mit meinem RA sofort wieder in die Berufung.gesagt. Meier 156 . warum STA Haun. Ohne Angabe von Gründen. Der eine Umschlag enthielt eine fixfertige Anklage (140er) gegen mich (Wohnungskauf in Spanien 1996). datiert auch vom 7. dass das Gericht mir die Post direkt schickte. dass die STA das Strafverfahren (101er) gegen alle Beteiligten im Argentinienfall eingestellt hatte. Ein weiterer Tiefschlag. Die STA muss gemäss Gesetzt niemandem den Grund angeben. Dieses Buch wird bei der STA verwahrt. Die Anklage war mit 7. Einiges deutet auf ein falsches Spiel der STA hin: Fakt ist. Das andere Kuvert enthielt einen zwei Seiten langen Brief vom UR Dr. Obwohl ich einen RA hatte. dieses mal an den Obersten Gerichtshof in Vaduz.02 per Post zu mir nach Hause: Verloren. vom Teufel geritten. wenn er in Wahrheit nichts getan hat? Er hätte es nicht sagen müssen. Für mich war die Welt am Ende! Die Scheiss STA! Warum keine Anklage im 101er? Warum der 101er eingestellt? Was heisst ohne Grund? Warum ich angeklagt? Wie konnten sie nur? Diese Lügner. Er war der Staatsankläger. Nur Gott weiss genau. er ist nicht dazu verpflichtet mir Auskunft darüber zu geben. Immer ohne Erfolg. er könne das für mich tun. er würde Helmut & Co. bekam ich eine Abholaufforderung der Post in Balzers.

siehe nächstes Kapitel) gegenüber der ganzen Justiz gegenüber immer korrekt und anständig verhalten hatte.um die Abtretung des Falls an das Gericht des ständigen Wohnsitz des Beklagten. dass sich der LR Oehri mit dem STA Haun ständig abgesprochen haben musste und dass sie auch die Entwicklungen in beiden hängigen Gerichtsfällen (Zivil und Straf) in Vaduz gemeinsam orchestrierten. Obwohl ich mich (bis zur "dicken Post" an Hans-Adam im Januar 2003 . Eine solche Möglichkeit würde das entsprechende europäische Abkommen ausdrücklich vorsehen. Weder hatte ich die Fassung verloren noch mich beschwert. der Verbrecher Helmut Roegele. wenn sich der LR und vor allem die STA von Anfang an etliche offenkundige Fehler leisteten. dass der Haftbefehl gegen mich aufrechterhalten blieb. Meine Unterlagen. es wäre logisch gewesen. Ja. Es bestand also nie ein Antrag von irgendwelcher Seite an die STA in Vaduz. könnte mein Kampf um eine Strafanklage gegen die Täter aus Argentinien beeinträchtigt werden. hätte sich die ganze Sache in Barcelona (Wohnungskauf) und in Argentinien nach der Version von Helmut ereignet. hat nie ein Gesuch gestellt oder den Wunsch gegenüber der Justiz in Liechtenstein oder in Spanien geäussert. die schwerwiegende juristische Konsequenzen für mich bedeuteten (ganz zu schweigen von den Demütigungen). hatte Helmut das ureigenste Interesse daran. Das wäre das "Logischte" gewesen. Obwohl dies so war. nämlich das LG Vaduz in Liechtenstein. Für ihn war es lebensnotwendig. dass die Spanier nicht auf die Idee kommen würden. Ein weiteres Faktum ist: Der Kläger in Spanien. Denn nur wenn ich weiterhin in meiner juristischen Verteidigung geschwächt und persönlich in meiner Mobilität eingeschränkt bliebe. Rückblickend weiss ich ganz genau warum man dies so wollte: Ich wurde der Liechtensteiner Justiz immer lästiger. Er und sein RA in Vaduz kannten seit Sommer 1997 mein offizielle Adresse. ihren Fall nach Vaduz abzugeben. die zum Himmel schreienden Beweise werden einfach nicht gelesen! Und wenn dann nur oberflächlich. Da dies nicht der Fall war. Erst dann wurde mir langsam bewusst. ein Strafverfahren wegen des Wohnungskaufs in Vaduz durchzuführen. wurde ich von Seiten des LR Oehri und speziell seitens der STA wie der letzte Dreck behandelt. dass er eine Strafverfolgung meinerseits wegen des Wohnungskaufs 1996 in Barcelona hier beim LG Vaduz haben möchte. Trotzdem war Herr Haun scharf auf eine Anklage gegen mich. Nie wurden sie aber gewürdigt! 157 . abgelehnt hatte.

Freiheitsberaubung und Gefangenschaft in Argentinien. Und wenn in meinem Fall die 158 . geradezu ins Auge: Wo ist die wirtschaftliche Grundlage für die Behauptung des Verbrechers Helmut. in dem ich gefangen gehalten wurde. Vorher hatte der Schwager.03" mitgeteilt habe. Blutproben von meinem Blut im Turm festzustellen. Gemäss StPO muss die STA sogar Anklage erheben. Helmut war mit der verlogenen "Wohnungskauf"Geschichte ja bekanntlich erfolgreich. obwohl die Verbrecher vermutlich schon alles gereinigt hatten. überlassen wollen??? Das ist eine völlig absurde Behauptung seitens der Täter.-. das Verfahren gegen die Verbrecher ohne Grund einstellen zu können. rein gar nichts! Er hat nur all seine Kraft auf das Ziel gesetzt. Nichts was der Wahrheitsfindung dienlich war. ich hätte f r e i w i l l i g. hat er den falschen Beruf ausgewählt. Abgesehen von den im Detail nicht zu überbietenden Schilderungen zur Entführung.überweisen bzw. nicht überprüft? Es hätte auch Liechtenstein nichts gekostet. dem Komplizen Mariano ca. Wo sind seine Bemühungen vermerkt? Nichts hat er gemacht. Ob dann ein Kriminalgericht die Täter verurteilen würde.1. die "niemand sich einfach nur ausdenken kann" und abgesehen vom Gutachten des Gerichtsmediziners. In meinem Fall waren die involvierten Staatsanwälte nicht dumm. Herr Kroschel nach meiner Anzeige eiligst auf seinen Anteil "verzichtet". Die Hürde für eine Anklageerhebung durch die STA ist laut Strafprozessordnung gar nicht hoch. siehe nächstes Kapitel): Wenn man den Akteninhalt des 101er ansieht. ist eine ganz andere Sache. Wenn da ein halbwegs normal funktionierender Staatsanwalt keine starken Gründe für eine Anklageerhebung sieht. CHF 10'000. Es wäre sicher kein Problem für deren Spezialisten gewesen. Eine Spurensicherung am Tatort in Argentinien hätte ohne Probleme durch Interpol Argentinien bewerkstelligt werden können. vor allem einem Staatsanwalt. CHF 400'000. Und warum hat man meine anderen Angaben zum Inneren des Turm.Was die Einstellung des 101er Strafverfahrens betrifft.und dem Schwager von Helmut ca.. Es ist halt billiger für das Land und besser für seine Reputation. springt ein weiterer Beweis jedem. "quasi aus Spass am Geldverteilen" ihm ca. CHF 400'000. so hat eigentlich der STA Haun nichts gemacht. Weder Mariano noch der Schwager hatten seit Argentinien nie auch nur eine Sekunde lang einen Anspruch auf "ihren Teil" der bei der BAWAG liegenden Gelder gemacht und beide sind um Untergrund verschwunden.. möchte ich auch noch Folgendes schreiben (was ich übrigens auch Hans-Adam auf eine Tonkassette als Beilage zum "Brief vom 7.

dass ich als Privatbeteiligter an diesem Verfahren unbedingt einen Antrag auf Fortsetzung des Strafverfahrens bei Gericht innerhalb der 14-Tage-Frist stellen sollte. ich war ihm ein zu lästiger Fall.Beweise für eine Anklage nicht ausreichen. dann ohne die STA. dass die STA und Justiz den Fall zum Kriminalgericht bringen würde. diese aber nie produziert. ja er verstehe was ich durchgemacht habe. ja er verstehe das. war – der nun rückblickend klar ersichtliche. er kann es nachvollziehen. Der Privatbeteiligte (also ich) könnte dann Anträge an den UR 159 . Erstens geht das nicht und zweitens fehlt der Justiz naturgemäss die eigene. persönliche Erfahrung dafür. Ich war so naiv zu glauben. dass ich nie die finanziellen oder kräftemässigen Möglichkeiten hatte. eine Anklage in Argentinien voranzutreiben. STA Haun sagte mir einmal am Telefon. ob das Strafverfahren wieder fortgesetzt würde und wenn ja. Nicht mal eine ordentliche Einvernahme der Beschuldigten und Vorenthaltung derer Widersprüche hatte man bewerkstelligen können. unehrliche Umgang der STA mit meiner Folter. er helfe mir! Ich verlangte nie. Abgesehen davon. Anschliessend erhebt derselbe Staatsanwalt Anklage gegen mich (was man doch wirklich einem anderen Staatsanwalt hätte überlassen können). Haun wusste ganz genau. Das Obergericht würde dann entscheiden. Meier in sein Büro. Ich finde es auch eine absolute heuchlerische Berufsauffassung wenn derselbe Staatsanwalt mir seit mehreren Jahren in der Causa Argentinien vorgibt die Anklage sei bald fertig geschrieben. Ich fuhr sofort zum UR Dr. Die Chance auf Weiterführung des Strafverfahrens sei sehr gut. die Verbrecher der gerechten Strafe. sprich einem Kriminalgericht zuzuführen. exakt gleichzeitig terminierte Versand der zwei Umschläge (Anklage 140er & Einstellung 101er). Ich habe auch nicht um Mitleid gebeten. zeigt die deutlich zynische Geistesrichtung der STA. meinte er. Gegen die Anklage habe ich postwendend und fristgerecht schriftlich Einspruch erhoben. dann weiss ich nicht was der Gesetzgeber verlangt. Was mein Blut zum kochen brachte. So hat er mir meine letzte Möglichkeit geraubt. Er hat mir aber Mut gemacht und gesagt. der mich emotional hart treffen sollte. Ich habe nur wieder und wieder und wieder schriftlich und mündlich gebeten. dass die Justiz alles im Detail nachlebt. dass ich nochmals zehn Jahre auf die Gerechtigkeit hätte waren müssen. Er war auch betrübt über die Einstellung. die Leute zur Rechenschaft zu ziehen. Auch der hinterlistige. In Wahrheit wollte er mir nie helfen.

Bei so vielen Milliarden Schweizer Franken und den damit einhergehenden Banktransaktionen müssten in Wahrheit schon aus vergleichbaren Erfahrungswerten (z. dass dies fette Lügen waren.B. die im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen. Nimmt man die wenigen Gerichtsurteile unter die Lupe. Treuhänder und anderer Organe mit dem Total der verwalteten Vermögen aller Liechtensteiner Banken zum jeweiligen Zeitpunkt. ja fast schon Leichtigkeit Hans-Adam.machen oder gar selber eine Anklage. November 2002 einen siebenseitigen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung für den Fall 101 gestellt und am gleichen Tag für beide Fälle (101er &140er) einen Antrag auf Verfahrenshilfe gestellt. Es waren die letzten Wochen meiner Arbeitszeit bei der LGT Treuhand. Damit ich weiterhin professionellen Beistand durch meinen RA erhalten konnte und bezahlen konnte. kriminellen Kunden gewesen wären. der Leichen. Da ich schon gekündigt hatte. in Liechtenstein gefällt worden waren. Ende November 2002 gab es dann eine kleine Abschiedsparty im grossen Pausenraum der Treuhand und es wurde mir eine schöne Abschiedskarte mit kleinen Geschenken überreicht. der schmutzigen Geschäfte. Dass sie die Besten sind. Einem Vertrauten aus der Rechtsabteilung hatte ich von den Horrornachrichten erzählt. Oder vergleicht man die Jahresstatistik der gesetzlich vorgeschriebenen Geldwäscherei-Verdachtsmeldungen von Seiten der Banken. der Machtkämpfe und der offener Gier ein Ende. dass hier alles lupenrein war. Was mich aber mehr und mehr erstaunte. dann war die Anzahl der Meldungen geradezu lächerlich. wünschte man mir Alles Gute und viel Zuversicht. als benannter Subsidiarankläger einbringen und erheben. Somit fand meine Arbeit in der Welt der dicken Koffer voller Geld. Obwohl wir doch alle in Vaduz wussten. kann man klar erkennen. dass die Justiz und praktisch der ganze Finanzsektor ständig im Abwehrkampf gegen die bösen. Geldwäscherei. Korruption. dass die hohen Finanz-Herren. Es waren glattzüngige Behauptung zu sagen. Die STA ist aus dem Spiel. dass sie die Schwarzen Schafe im Rhein ersäuft hätten. die einheimischen Banken und Treuhänder immer verschont und geschützt haben. die Regierung und die hohen Finanz-Herren über all die Jahre hinweg immer wieder dem Ausland versichern konnten. war mit welchem Selbstbewusstsein. aus der Schweiz) viel mehr 160 . Also hatte ich am 22. Betrug etc.

Mehr darüber in den folgenden Kapiteln. Die Liechtensteiner Finanzwelt hat ausgefeilte Tricks entwickelt. Wenn ich in meine andere Welt wechselte. dass der Finanzplatz sauber sei und die Kontrolle funktionierte. Hans-Adam. eine Operation durchführen zu lassen. in der Folter. Alle meine Freunde und Bekannten und die im Spital wunderten sich. gebetsmühlenartigen. die Kunden der LGT Treuhand waren oder sind. Hans-Adam. Rheinberger in Vaduz brachte keine grosse Linderung. der ich nie entkommen konnte. eine Welt. Wegen des enormen emotionalen Stresses bekam ich im November auch zusätzlich gesundheitliche Probleme: Schmerzen im oberen Bauchbereich. für mich waren dieses Jahr wahrhaftig keine Weihnachtsfeiern geplant.12. Ein Besuch bei meiner Hausärztin Dr. Behörden oder die Medien vor sich hat oder wichtigen Kunden eine Privataudienz gewährt. Es wäre meine erste Vollnarkose in diesem Leben. selbst erfundenen "Heiligsprechung" der hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein überdrüssig. verhindert werden kann. Jeder Finanzanalytiker wusste dies. Verwundert hatte es aber keinen der einheimischen Analytiker. Mir war das egal. stellvertretend für die Finanzwelt von Liechtenstein. Meine Operation war für den 20. Schnell wurde ich der andauernden. er stülpt sich immer die passende Maske über. wünschen sich jetzt vermutlich. aber der Schmerz kam mitten in der Nacht und dies schnell und heftig. Als ehemaligen LGT Treuhandmitarbeiter konnte ich solche Tricks schwarz auf weiss in den Akten nachlesen. Ob man da wieder aufwacht? OK. oder 21. 161 .Verdachtsmomente vorhanden sein und gemeldet werden. dann verformte sich dieses Erstaunen in eine steigende Desillusionierung. Mit der Statistik wollte Liechtenstein natürlich dem Ausland weiss machen. die Regierung in Vaduz und einige der Leser. dass ich nie wieder aus der Narkose aufgewacht wäre. Sie empfahl mir. überhaupt ins Spital wollte. Ich hatte Angst davor. Je nach dem ob er entweder ausländische Regierungsvertreter. warum ich so kurz vor Weihnachten unters Messer. Eine Operation wäre nur unter Vollnarkose machbar. Erpressung und mir geraubtes Geld regierten. sodass die Pflicht zur Meldung umgangen bzw.02 geplant. Die Entfernung der Galle. Gallensteine hatte ich zwar keine. ist ein Meister der verschiedenen Masken.

aber wenn es ums dicke Kohle geht. um so grösser wurden meine Enttäuschung.11. und daher als Subsidiarankläger "selbst zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung in der Lage sei". Leider hatte ich niemanden ausser dem UR. als Laie. mich weiterhin zu ärgern.02 erledigt hatte. Meier ein. Er sagte. Aber meine Wege zu ihm waren auch schon ausgelatscht. Man erkennt. dass ich keine Verfahrenshilfe brauchen würde und erhalten sollte. möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten: Die STA argumentierte auf vollen fünf Seiten. Das war immerhin somit geregelt. Was für Quatsch. dass die STA alles versucht hat. dass all meine Schreiben an die Justiz und die STA. obwohl die STA aus dem Spiel sei. keine Kraft mehr Briefe aufzusetzen. um mir – der nun ohne die STA. war das Ziel alle 162 . Mir wurde immer klarer. Ich hatte dann 14 Tage Zeit. Unglaubliche Frechheit! Ich bat den UR um Rat. konnte sie es nicht lassen. habe sie trotzdem die rechtliche Möglichkeit ihren "Senf" weiterhin dazuzugeben. meine Wut und mein Hass. alleine weiterkämpfen musste – das Leben schwer zu machen. Obwohl sie nichts mehr mit dem 101er zu tun hatte und ihre Bücher geschlossen hatte. Sie legte am 12. den ich um Rat oder Hilfe bitten konnte. dann war und ist man in Vaduz schnell bei der Sache.12. Irgendwann hat alles ein Ende. fähig sein. da ich ja den Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung (101er) vom 22. meine Trauer. Was für Schwachsinn. warum ich keine Verfahrenshilfe bekommen sollte. konnte mal bald sehen.12.12. Aber dann wieder die STA. Je mehr ich über die Einstellung des 101er nachdachte.02 für beide Fälle vom UR bewilligt. all meine Arbeit nichts genützt hatte. die eh keiner liest! Und das war auch Teil des Problem: keiner liest es. Deren zynische Logik.02 Beschwerde gegen den Beschluss des UR Dr. Wo solches und anderes Verhalten seitens der Staatsanwaltschaft bei gepeinigten Opfern hinführt. Verflucht noch mal. Was mich noch am leben hielt. Wie soll ich. um gegen diese Beschwerde eine Gegenäusserung zu machen. einen kommenden denkbaren Kriminalgerichtsfall ohne einen Profirechtsanwalt an meiner Seite als "Kläger" durchzuführen. mir Verfahrenshilfe im Argentinienfall zu gewähren.02 auch selber geschrieben hätte. dachte ich mir. keinen kümmerte es. Ich hatte keine Kraft mehr dafür.Mein Antrag auf Verfahrenshilfe wurde am 04. Und all ihre Fehler und Unzulänglichkeiten. Ich war und bin sicher auch nicht vollkommen fehlerfrei. was ich dann auch später am 26. Briefe.

Mit den Daten. Nein. ich dachte auch an die tausenden Kunden. Zufällig las ich zu jener Zeit auch irgendwo einen Spruch von KANT: "Er fordert den Einzelnen auf. dass ich im Aufwachzimmer meinen "Plan" ausplappern würde. verschenkte meine Möbel. Ich konnte mir gut vorstellen. löschte 163 . Ich musste viele Entscheidungen treffen: Was soll mit dem Datenband geschehen? Was mit den kiloschweren Originaldokumente? Wohin damit ? Soll ich es nutzten? Wie? Wann? Gesundheit: Wird die Operation gut verlaufen? Neue Wohnung: Noch nichts gefunden. womit ich sie alle zwingen konnte. war schon "beängstigend und faszinierend".12. so war mir voll bewusst. Wie bei so vielem in meinem Leben spielte der Zufall wieder eine grosse Rolle. die ja nichts dafür konnten. Ich verkaufte mein Auto. Die nächsten paar Kapiteln in meinem Buch werden für Klarheit schaffen. sich immer wieder zu fragen. dass ich in den Besitz aller Kundendaten der LGT Treuhand gelangt war. Januar 2003 übergeben musste. ohne die Freiheit der Anderen zu beschädigen". Es waren äusserst schwierige und verrückte Wochen für mich. was die über die finanziellen Konsequenzen hinausgehenden Auswirkungen sein könnten. löste den ganzen Haushalt auf. mir endlich zuzuhören. dass ich alles sauber gereinigt erst am 06.am Verbrechen Beteiligten zur gerechten Strafe zu führen. Mit den neuen Eigentümern der Wohnung konnte ich vereinbaren. deren Leben ich aus den Aktenvermerken kannte. bis anhin habe ich Euch noch nicht geschildert. Bezeichnenderweise dachte ich dabei nicht nur an meine ehemaligen Arbeitskollegen. wie weit die eigene Freiheit – auch die zum Bösen – gehen darf. Die Vollnarkose war eine neue Erfahrung und meine grösste Angst dabei war. Trotz der inneren Hektik ging ich ins Spital Vaduz und wurde erfolgreich operiert und am 22.02 entlassen. Wie greifbar ich dies auf meine Situation beziehen konnte. Wohin umziehen? Daten? Welche Daten? Ach ja. hatte ich ein Machtinstrument in den Händen. Koste es was es wolle! Koste es was es wolle! So fasste und formulierte ich einen Plan und entschied mich als letzten Strohhalm bei Hans-Adam um Hilfe zu bitten.

dass ich ab dem 7. Natürlich war ich sehr traurig. All die Jahre über. Am Dienstagmorgen. Punkt 11 Uhr hinauf zum Schloss an Hans-Adam zu überbringen. wie der UR. Das Modell verpackte ich zusammen mit einer Schuhschachtel (die ich auf die Holzplatte festklebte). Fürstin Gina hatte eine spezielle Beziehung zu mir. hatte ich bis anhin bei mir zu Hause aufbewahrt. bis zu 164 . wie man das 3-D-Modell in einem Kriminalprozess verwenden könnte. der externen Harddrives und den DVD’s). dass ich 1998 für das Gericht habe bauen lassen. Ich kannte seine Familie sehr gut. Meier und ich uns 1998 bildlich vorstellten. Dann ging es mit dem Linienbus weiter in meine Heimatgemeinde Mauren. um mein letztes Konto dort aufzulösen. Der Stichtag für mich war der 7. Gerne hätte ich auch Hans-Adam den originalgetreuen Nachbau der Eisenkette. Ehrlich gesagt war ich nicht ganz sicher.01. dass alles soweit kommen musste. ob ich den Brief an Hans-Adam (siehe nächstes Kapitel) schlussendlich bei der Post aufgeben würde. war ich um 09:35 in der LGT Bank in Vaduz. Als Beilage zum Brief habe ich noch einige Kopien der Gerichtsakten beigelegt. Ich schlief viel und ging alles im Kopf noch mal durch.meine Bankkonten. Januar 2003 für drei Monate oder so Ferien im Ausland machen würde.01. samt Ring und Mauerstück zukommen lassen. Der Brief und die Kassette waren fein säuberlich abgepackt. Aber dieses Beweisstück lagerte (und lagert heute noch) im Keller beim LG Vaduz. Januar 2003.2003 am Schalter einen Kontoauszug abholte. Dr. Weihnachten 2002 und die Neujahrstage verbrachte ich damit.01. Ich erzählte meinen Freunden. Januar 2003. wo ich noch am 03. es spätestens bis zum 08. Seine Mutter. gefüllt mit weiteren Akten und gab es am 04. einen kleinen Koffer und meine Computertasche (mit dem Tape. Der UR war mit den Fotos davon und dem damaligen Begleitschreiben vorerst zufrieden und fügte er sie in den Akt ein. mit Ausnahme des Kontos bei der auch nun berühmten LLB (Liechtensteinische Landesbank). die Wohnung zu reinigen und übergabebereit zu machen.2003 dem Taxiunternehmen Gabor mit dem Auftrag ab. Das 3-D-Modell des Kerkers. im Liechtensteiner Unterland.2003. Mit dabei hatte ich einen grossen Koffer (mit wenigen Kleidern und viel Originaldokumente drin). Ich erinnerte mich. Ich hatte grosse Skrupel. Sie kannte mich seit meiner Kindheit im Gamander in Schaan. den 7.

Sie sagte. Als ich einmal Anfang 1983 in Zürich strandete. ich glaube es war zwischen 11 und 12 Uhr. Dort angekommen. Fürstin Gina kam angefahren. bis ich dann eine kaufmännische Ausbildung anfing und eine eigene Wohnung hatte. wäre in jenem Paket nichts was mir hätte Ärger einbringen können. Es war schon seltsam: Ich fühlte gleichzeitig eine ungeheuere Traurigkeit und auch Erleichterung darüber. Ich war mir relativ sicher. Ich konnte bei Bekannten von ihr in Schaan eine Weile bleiben. dass ich nie wieder nach Liechtenstein oder an sein Grab zurückkommen könnte. Niemand bei der LGT Treuhand hatte den Diebstahl des Datenbandes bemerkt. dass der Argentinienfall wieder oben auf dem Stapel landen würde. kann man eine Steintreppe hinunter Richtung Post laufen. Und wahrhaftig. Er würde den dicken Umschlag noch am selben Tag erhalten. hinten bei den Gräbern. Am Grab meines Vater hielt in inne und nahm Abschied von ihm. CHF 25. Hans-Adam kannte ich auch aus jener Zeit persönlich. Sie hatte so ein grosses Herz. Mit ihrem VW Jetta und wie immer voller Freunde am Leben. bezahlte ich die Gebühr von ca.für die eingeschriebene Express-Lieferung zu Hans-Adam auf sein Schloss Vaduz. beim (heutigen) Landesmuseum am Nachmittag auf sie warten.. Ich vergesse nie die grosse Freude die sie hatte. Bis anhin ging alles gut. Ich zog die Koffer hinter mir her hoch zum Friedhof. Das machte das alles nicht einfacher. sie sei in zwei Tagen in Zürich und ich solle auf der Rückseite des HB Zürichs. Während der Vorweihnachtszeit habe ich auch einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen der LTV im Dorf getroffen oder sie kamen mich im Spital besuchen. als ich ihr in meinen Teenagerjahren selbst gemachten Apfelstrudel im Winter im Schnee zu Fuss über den Fürstenweg von Schaan ins Schloss brachte. Erst mit der unwiderrufbaren Aufgabe des dicken Briefes am Schalter bei der Post in Mauren würde das Unheil seinen Lauf nehmen. Jede Sekunde bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich den Lauf der Dinge anhalten können.Ihrem Tod Ende der 80er hielt ich schriftlich Kontakt mit ihr. Vom Friedhof aus. Aber selbst wenn ich dies nicht hätte stoppen können. Unbestritten war ich ein starker Anhänger der Monarchie. rief ich sie an. Langsam und schleppend war ich an der Bushaltestelle "Gemeindeverwaltung" in Mauren ausgestiegen. Zumindest für einige Jahre nicht mehr. Ich hatte noch einen zweiten Brief 165 . Der Transport des Kerkermodells zum Schloss hatte ich zwar schon organisiert und bezahlt.

dass ich unter allen Umständen an meinem Antrag zur Weiterführung der Strafuntersuchung gegen Helmut & Co. Ich bat ihn höflich. Da angekommen. Meier. diese Unterlagen zu kopieren und im 101er. 140er und im Akt des Zivilverfahrens abzulegen.abgeschickt. in einem alten. Darin schrieb ich ihm kurz. die ich aus Spanien per Post erhalten hatte und selber ins Deutsche übersetzt hatte. um die Zeit bis zur Zugabfahrt nach Berlin totzuschlagen. festhalten wollte und würde. komme was wolle. Ich kaufte mir für die kommende Zeit genug Euros und nahm den Zug nach München. Ich wartete auf den Linienbus nach Feldkirch. lief alles genau nach Plan. Im Brief waren auch neue Beweise. An UR Dr. 166 . Berlin. staubigen aber gemütlichen Imbissrestaurant gegenüber dem Hauptbahnhof sass ich in einer Ecke. der mich zum Bahnhof bringen sollte. Hauptstadt Deutschlands. Dort. all meine Koffer festhaltend und ass etwas kleines.

Kapitel 7 Dicke Post für Hans-Adam Es war wirklich kein einfacher Entschluss. Es war mir klar. überlegt und ausgearbeitet. dass ich zu einem späteren Zeitpunkt die unverdeckte Version dieses Briefes veröffentlichen kann. Für ganz wenige Stellen im Brief wurde mir aus verschiedenen rechtlichen Gründen und vereinzelt auch wegen Sicherheitsbedenken aufgetragen Originaltext/-Worte mit dem nachstehenden Ausdruck zu ersetzt: OT Entfernt. weil es mir wichtig und richtig erschien. insbesondere die grosse Frustration zu darzulegen. dass ich mit dem Absenden des Briefes eine Sprengladung scharf machen würde. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm. ich habe meine Hausaufgaben gut gemacht. Sozusagen eine Art Fürstentum Liechtenstein-Neutronenbombe. Mein restliches Blut hatte den Siedepunkt erreicht. Ignoranz und Machtbesessenheit vor Schreck erstarren lassen würde.: “ an. den Dampf gehörig abzulassen. Ich war aber in höchster Wut über all das. um Krieg gegen mich zu führen. mich an Hans-Adam zu wenden. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr kleine Anmerkungen im Brief. Er hat nicht nur unbegrenzte Geldmittel in Milliarden Höhe und viel Macht. Er hingegen hatte alle nur vorstellbaren staatlichen sowie privaten Mittel zur Verfügung. Ich musste auf alle möglichen Gegenschläge seitens Hans-Adams vorbereitet sein. Gewiss. 167 . was ich in den vorhergegangenen Jahren erleiden musste. ihm einen Brief zu schreiben. wie immer. sondern auch die Macht. ausgeprägten Liechtensteiner Geldgier. Die gesprochenen Worte auf der Kassette beinhalteten praktisch identisch das Thema unter Punkt I. nur eine Ein-Mann-Truppe. Während des ganzen Monats Dezember 2002 feilte ich am Text des Briefes und an den Worten für die Kassette. Ausserdem hatte ich zusätzlich eine persönliche Tonbandkassette besprochen und dem Brief beigelegt. Ich bin sicher. Ich war ja. Es hat sich alles aufgestaut und nun war es Zeit. nebst dem gedruckten Wort auch in akustischer Form meinen Standpunkt. aus dem Brief. „die Macht zu missbrauchen‚! Der Originalbrief an ihn hatte über 38 Seiten. deren explosive Legierung die hohen Finanz-Herren mit ihrer gigantischen. Ich hatte alles bis ins kleinste Detail nachgeforscht. Arroganz.

niemand – auch Sie Fürst Hans-Adam – wird mich verstehen können. was ich mitteilen möchte. mir den Tod zu wünschen: die Macht und das Geld dazu haben Sie ja – fehlt nur noch der Wille. dass mir im März/April 1997 in Argentinien angetan wurde und mein Handeln und Denken massiv geändert hat. von und zu Liechtenstein und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein. dass es alle sehr hart trifft und noch härter treffen kann. Ich habe Ihnen einen Grussbrief im Januar 2002 auf das Schloss gebracht und auch ein Glas einer Ihrer Lieblingskonfitüre – schwarze Kirschen.01. Ein zweites Paket mit weiteren Dokumenten kommt Morgen. Ich bedanke mich für Ihre Antwort. Aber. Dieses Schreiben hat zehn Themenpunkte. So sehr hassen. will auch ich versuchen. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. ich lege daher alle Briefe der letzten 15 Jahre gebündelt bei. sehr Leid. Was immer jetzt in der Folge geschieht.D. 11 Uhr per Kurier für Sie im Schloss an. Denn innerhalb der kommenden 2 Stunden werden Sie erschrecken. den 08. alles selber bis zum Schluss zu lesen. 168 . Am nächsten Tag wird diese Wut sich immens steigern. Hans-Adam der II. in den darauf folgenden 12 Stunden wird eine Wut aufkommen.kieber heinrich – liechtensteiner staatsbürger . ich bin es nicht mehr würdig Antwort. So wie man Ihre direkte Sprache kennt.einem visionären Staatsmann und sehr guten Fürsten .03 um ca. Und um einen Weg aus diesem schwarzen Loch zu finden – muss man mich verstehen! Ich habe ein Gewissen und in diesem Fall ein sehr Schlechtes. dass selbst bei Ihnen . wenn Sie wirklich die Zeit aufbringen würden.oder Grussbriefe von der Fürstenfamilie aufzubewahren.das heimliche Verlangen aufkommen wird. Es tut es mir sehr. die SIE jetzt nun und morgen haben werden. innerhalb weniger Tage werden Sie mich hassen. wenn man nicht die umfassenden Unterlagen. studieren.im Januar 2003 An unseren regierenden Fürsten S. Beiliegend zu diesem Brief hier finden Sie alle Unterlagen über ein brutales Verbrechen. Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit und wäre Ihnen sehr dankbar. ohne Umschweife kurz und bündig aufzuschreiben.

insbesondere von der Staatsanwaltschaft trotz der erdrückenden Beweise und massiver Widersprüche seitens der Beschuldigten billig im Stich gelassen worden bin. an die Justiz geschrieben habe.) h. Ich bin ein intelligenter Mensch und mein Handeln ist mir sehr bewusst. Analysen und Aussagen etc. die ich extra dafür zeichnen lies. Ich bitte Sie. die ich in Argentinien erleiden musste. kieber beilagen: erwähnt Die Zeichnungen auf den jeweiligen Rückseiten der zehn Themen sind Fotokopien der drei Kohle-Bilder aus dem 101er Akt. Dass SIE Durchlaucht diesen Brief samt den Unterlagen in den Händen halten. Zusammengefasst erkennt man meine Motive in der Tonbandaussage* von meiner Anzeige bei der FL-Polizei vom April ’97 und in meinem Schreiben* an den Hauptverbrecher vom 24.02. liegt daran. Ich habe von allen Unterlagen. der Demütigung. Meine Antriebskraft zu tun.2000. dass ich von der FL-Justiz. ich bin nicht verrückt! Trotz Ihrem Hass auf mich bitte ich Sie um Vergebung. 169 . die ich zu selber zu Hause hatte. liegt in der Erniedrigung. elektronische Kopien erstellt und übergebe Ihnen als Beilage (zu diesem Brief und im Paket) alle meine Papierkopien. (gez. Meine Antriebskraft zu tun was ich getan habe. * = Kopie Beiliegend.Nein. liegt in der Unfähigkeit / Weigerung der FL-Staatsanwaltschaft Anklage gegen die bekannten Täter zu erheben. der Todesangst und in dem Schmerz der Folterung. die Kassette abzuspielen und mehrmals abzuspielen und zuzuhören! Danke. habe ich für Sie Vollmachten (vermutlich bräuchten Sie gar keine) für die volle Aktensicht beigelegt. Eine kurze Zusammenfassung mit meinen konkreten Klagen habe ich mittels meines Rechts auf freie Meinungsäusserung auf beiliegende Kassette (Seite A) gesprochen. was ich tun werde. Da meine Aufführungen diesbezüglich über 400 Seiten füllen würden und ich schon in den letzten sechs Jahren hunderte Seiten voll von Anträgen.

warten. die ich im Kerker in Argentinien erfahren musste.I. dass man mich einfach im Glauben lassen wollte. Wie so oft hat sich auch hier gezeigt. der mich im grossen Stil der Richter Uwe Oehri bewusst ausgesetzt hat. warten. In den vergangenen sechs Jahren hatte die FL-Justiz viele aufgestaute Strukturprobleme zu bereinigen. Gerechtigkeit Einschliesslich an meine Ausführungen auf der beiliegenden Kassette bitte ich Sie. da sich dort die Gesellschaftsstrukturen im Stadium der Auflösung befinden. Wenn es ums Blut geht. So mussten Sie ja u. mit Tatorten in Argentinien. dass die Staatsanwaltschaft endlich etwas macht. Rückblickend bin ich überzeugt. mit Tätern aus Spanien. mit einem Schmerz und Hass so gross wie der Ozean. um Anzeige/Anklage zu erheben. Mein Fall wurde einfach immer wieder nach hinten geschoben. dass der Hass auf die Verbrecher mich in meinem Tun leitet. den Sonderstaatsanwalt Dr. Seit langem frage ich mich. Mit der Zeit kam auch mir die Einsicht. indem er meine Folterer (Herr und Frau R.a. wenn das Opfer ein niemand ist. Nach Argentinien zu gehen. ein kleiner Mann. Die Justiz musste wohl Prioritäten setzten. Ich will nicht das Recht beugen oder gar etwas zu meinen Gunsten erzwingen. Ich. als Oberste Instanz unseres Staates mir Gerechtigkeit zu ermöglichen.) wie Sieger über meinen 170 . Ein lästiger Fall. ist absurd. dort wo die Haupttat geschah. dass wenn es um materielle Dinge (sprich GELD) geht oder wenn das Ansehen unseres Landes gefährdet ist. Spitzer einsetzen. kann ich es nicht abbauen. Deutschland und Argentinien. es würde etwas geschehen. Fast sechs Jahre habe ich jeden Tag gewartet. dann ist man fix und schnell. Nach der grössten Demütigung. dann. dass ich mit nun solchen Mitteln meinen Fall in der ‚Prioritätenliste‚ nach vorne katapultieren musste. Aber nichts geschah. Mein Fall ist komplizierter als jene Fälle. hat mich vor allem die gemeine Demütigung. die mit dem Finanzplatz Liechtenstein zu tun hatten/haben. wer mir helfen kann. ja dann muss man warten. Obwohl ich nicht will. dass mir wohl niemand im FL helfen will. Es ist traurig und geradezu ironisch. Vaduz & Feldkirch. Durchlaucht.

wo. der zu mir stand (nebst meinem Anwalt Dr. Der Einzige. Sie sind ein bekennender Anhänger der Selbstbestimmung.Geist und Körper hat auftreten lassen. dass ich nie und nimmer beweisen kann. stattfand. was. Mir geht es nicht um das Geld! Das gesperrte Geld in Feldkirch ist und bleibt mein Eigenes. Oehri so wollte. Und damit ist Liechtenstein ein teurer. dass ich selber für eine gerechte Verurteilung der Verbrecher sorgen 171 . kurz nachdem er den Fall vom Oberstaatsanwalt Dr. DREI mal musste ich diese zusätzliche Demütigung ertragen. die Beweise und vielen. Es würde mich nicht wundern. derer ich mich schäme. das Zivilgericht entschieden hatte. R. sprich Vorverurteilung. Ein Mal sogar. Durchlaucht. Burkart HIRN) war der Landrichter Dr. komplizierter. dass durch das Urteil in der Zivilsache die STA „praktischerweise‚ den Fall 10 Vr 101/97 elegant killen konnte. weil dies der LR U. nicht. Denn es ist nicht zu verkennen. Alle Beteiligten wissen. dann wären sie zu einem anderen Urteil gekommen. sagte er mir am Telefon. Aber so einfach ist das nicht. Viel früher. Daran ändert auch ein erstes Urteil zugunsten der Verbrechers Helmut R. Paul MEIER. dass er mich verstehe und er an der Anklage arbeite. ohne meinen Anwalt. Aber ihm waren ja die Hände gebunden. obwohl sie mit dem Zivilprozess gar nichts zu tun hatte. Ich habe diese Selbstbestimmung in mich aufgenommen und erkannt. zu Mitteln greifen lassen. Die betroffenen Richter werden sagen. Seitdem sind über zwei Jahre vergangen. langwieriger Fall erspart geblieben. Die STA wusste immer vor mir wie wann. dass ich nicht gewonnen habe. wenn durch den ständigen Informationsaustausch zwischen den Richtern im Zivilverfahren und der STA eine Art Absprache. vielen Widersprüche der Kläger samt deren ‚Zeugen‚ wirklich zu lesen und zu analysieren. Haun einen Haufen Arbeit erspart. warum die Richter oder die STA dies oder jenes unterlassen haben zu tun. In früheren Telefongesprächen und einmal persönlich im Gerichtsgebäude sagte mir Haun ständig. Ich bin ein niemand. dass er in ca. die dem UR zu beauftragen hat. zwei Monaten die Anklage erheben kann. Hätten sich die Richter die Mühe gemacht. Wallner zugeteilt bekam. so wie er mir sagte. ich sei nur beleidigt. Die STA ist ja die. Insbesondere hat sich der Staatsanwalt F.

das sich dem Zivilfall annimmt. Ich habe in Liechtenstein all meine Strukturen aufgelöst: meine Arbeitstelle hatte ich gekündigt. wir brauchen Monate. Ich bin jetzt in Deutschland. dann ewige Zeit! Verdammte lange sechs Jahre habe ich gewartet. wie es sich Haun jetzt erdacht hat und wenn die schlimmsten Verbrecher R. Mit all meinen sozialen Kontakten habe ich gebrochen u. einen Sonderstaatsanwalt zu ernennen. ob überhaupt was gemacht wird. aus der Mietwohnung bin ich ausgezogen und meinen Hausrat aufgelöst.. Sie und Ihre LGT können ja gar nichts dafür. Dass der Zeitpunkt auch noch mit Ihrem erbittertem Abstimmungskampf über die neue Verfassung im FL und der Neuorientierung Ihrer LGT Gruppe in 172 ... dass Sie nun doch involviert werden. . Wenn ich etwas nicht habe. unabhängiges Richtergremium zu ernennen. gemäss dem Gesetz zu agieren und ein ausserordentliches..w.. Auf Grund der besonderen Umstände kann und werde ich nur bis Ende Januar 2003 warten. um zu erfahren. + Co.muss. dass mir die USA sowie Deutschland helfen werden.. zeige ich Ihnen in den folgenden Kapiteln im Brief auf. dass ein Unglück über die LGT und FL-Finanzwelt hereinbricht. Ich habe nichts mehr zu verlieren.. Ich bitte Sie daher..s. dann werde ich mich für Hilfe an die USA und Deutschland wenden. Ich will nicht. aber eines ist für mich klar: Wenn Akt 10 Vr 101 /97 so enden und 10 Vr 140 /97 so starten soll. der sich intensiv mit dem ganzen Fall befasst und die Befugnis erhält. auch nur einen EURO von meinem gesperrten Geld in Feldkirch ausbezahlt (offiziell oder im geheimen) erhalten sollten. gehofft und meine ganze Energie in die Verfolgung der Verbrecher gesteckt – es soll jetzt keiner kommen und sagen. analog zu anderen Fällen. ohne dass ein Sonderstaatsanwalt und/oder ein ausserordentliches Richtergremium in den Fällen nach neuer Untersuchung ein neues abschliessendes Urteil fällen konnten. Warum ich der festen Überzeugung bin. Das Schicksal will es.

LGT Treuhand Anm. Dann…. dass ich am Ende die Zukunft für mein Leben verloren habe. Es liegt natürlich in Ihrem Ermessen. von denen er glaubt. dass Sie ihm helfen können. um meine Folterer zur Strecke zu bringen. alles in meiner Macht und Unmacht stehende zu tun. alles.Deutschland zusammen fällt. Es gibt aber keinen ‚passenden‚ Zeitpunkt. DLT. Meine ehemaligen Chefs und MitarbeiterInnen können nichts dafür. dann bleibt dem Bürger nichts anderes übrig. Wenn der Staat aber nicht fähig ist.: Es folgt eine Beschreibung der Umstände. dass ich bei seiner LGT Treuhand arbeitete und später selber kündigte: OT Entfernt.: Das vollständige Kunden-Datenspeicherband) Im vergangenen Jahr erschienen immer wieder neue Artikel über die Probleme von Dr. Bitte beschränken Sie den Personenkreis bei der LTV und LGT auf das absolute Minimum. So kann keine Unruhe entstehen und mit Gottes Hilfe wird das Unglück abgewendet. Herbert Batliner in den Medien. tut mir leid. dass eine Katastrophe über die LGT. Ich bin fest entschlossen alles. seine Kunden und Liechtenstein hereinbrechen kann. Ich bin mir bewusst. Dort hatte ein ehemaliger Mitarbeiter vor Jahren eine CD-Rom mit 173 . II. Wenn der Staat Liechtenstein mir wirklich hilft. dann gut. Ich bitte Sie. III. als das Selbstbestimmungsrecht in die Hand zunehmen und sich an Andere (in diesem Fall andere Länder) zu wenden. wenn ich meine Folterer der verdienten Strafe zuführen kann. Dr. keine personellen Konsequenzen bei der LTV zu ziehen.Backup-Tape (Anm. Ich weiss auch. Vielen Dank.. wie es dazu kam. wer alles von diesem Drama in der LGT-Gruppe erfahren soll. Diesen Preis bin ich gewillt zu bezahlen. seinen Bürgern gemäss dem Gesetz und den Auslegungsmöglichkeiten des Gesetztes zu Gerechtigkeit zu verhelfen.

die ich im Punkt I. Aus dem Inventory DOCUWARE sind alle Dateien im TIFF-Format mit MS-Software lesbar. (DM) an Nach. Ich habe dann ein gebrauchtes.und Strafsteuern einkassiert. wenn es in der LTV passieren würde? Jemand hat gesagt. Zum Zeitpunkt der Entnahme. 400 Gesellschaften entwendet und dem SPIEGEL zugesandt. OT Entfernt. so dachte ich mir. sprich gespeichert. sprich Diebstahl des Bandes wusste ich aber noch nicht ob ich die Daten je missbrauchen würde. Die deutschen Steuerbehörden haben in der Folge mehrere hundert Steuerstrafprozesse eröffnet und nach eigenen Angaben bis heute ca. 300 Mio. Aus den Gründen. wenn man solche Daten in den Händen hält. wie relativ leicht es wäre an eines der zwei täglichen Tages-Backup DLT-Tape der LTV zu kommen. Vermutlich schon. Da alle DLTTapes der LTV eine fortlaufende Serienproduktionsnummer des 174 . auf Raid5-Bereich 2 (f:SQL_Backup) gesichert. aber mit der verwendeten BackupSoftware OT Entfernt kann man die Daten lesbar machen. Nicht ganz einfach. da DocuWare ein so genanntes selbsttragendes Archiv ist und daher keine spezifische DocuWare-Software (Zugang) zum Lesen der Daten erforderlich ist.OG) via CP360-62 das komplette System. Ich wusste auch nicht. Irgendwann im letzten Jahr habe ich zufällig mitbekommen und erkannt. Auch unter uns Mitarbeitern bei der LTV wurde darüber diskutiert. ob die Daten verschlüsselt sind. externes DLT-Laufwerk gekauft um die Daten überhaupt lesen zu können. Jede Nacht wird bei der LTV im Serverraum (2. dass die Backup-Daten nicht verschlüsselt auf dem Tape gespeichert wurden. Die Bänder werden üblicherweise mehr als 1 x für diese Aufgabe verwendet. alle Programme und alle Daten (MASTER + DOCUWARE). Zu meiner völligen Überraschung stellte sich heraus. welch ein Instrument dies wohl wäre. Im DocuWare auf dem Tape sind über 1'159'000 Mandatsspezifische (Kunden-) Dateien gespeichert. habe ich ein solches DLT-Tape an mich genommen.Angaben über sein Kunden sowie deren Vermögenswerte von ca. (Gerechtigkeit) erklärt habe. Was wären die Konsequenzen. Das Tape (aus CP TL891) wird dann jeweils von der IT Abteilung beschriftet und im kleinen Datentresor aufbewahrt.

oder EINzahlungsbelege (BX= Belegexemplar) vom Kassenschalter der LGT (vereinzelt von Fremdbanken) mit zusätzlicher Empfangsunterschrift (und Fingerabdrücke) des wirklichen Wirtschaftlichen Berechtigten. worauf klar die Seriennummer und andere Details ersichtlich waren. von welchem Tag das Back-UpTape stammt. um die Verbrecher zu bestrafen. UG). Aufgeteilt in Total in CHF: Auszahlungen CHF 334'203'000.und IBEX-Trust an 26 externe Stiftungen zwischen Dezember 1988 und Dezember 2000. Und Städtle 18: Raum 704/705 A + B. wie z.-. wird vielleicht die LGT zu Behaupten versuchen. gezielt Originaldokumente ‚ausgeliehen‚. habe ich aber vorher entfernt. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend aufgerundet.: Ich habe dem Brief Fotos des DLT-Tapes beigelegt. 1. s sind drei Arten von Originalen: A) AUS. . dass ich sehr wohl dort gearbeitet habe. ich hätte nie dort gearbeitet. wo ich die Hilfe der USA oder Deutschland oder anderer betroffener Länder erbeten muss. habe ich zum Beweis. 3. die interne ITMarkierungen. dass Ihnen das TAPE mit folgender Serie-Nummer fehlt: 122054 SH207F822 86.Herstellers auf der Rückseite haben. OT Entfernt B) Unterlagen über EIN. ORIGINAL-DOKUMENTE: Wenn es zu der Notwendigkeit kommt.oder AUSzahlungsausführungen des UFF. Archive (Raum G1346. OG // Raum G1851. obwohl ich mit Arbeitsvertrag und Lohnzahlungen (ganz abgesehen vom DLT-Tape selber) es widerlegen kann. Der Datums-Kleber.// Einzahlungen CHF 212'331'000.OT Entfernt.B. sodass man nicht genau feststellen konnte. Zum Raum G1346 wurde ich jeweils auf Grund meiner Arbeit hineingelassen. Anm. bis zu welchem Tag ich alle Daten hatte. 175 . können Sie feststellen. Sie stammen aus dem Städtle 28: div. der angibt. Dies aus strategischen Gründen (siehe auch am Ende dieses Buchkapitels). Total in CHF 6'784'183'000.

Alle Originale (A. Nach erfolgreichem Abschluss werde ich Ihnen alle Originaldokumente vollumfänglich retournieren. Aktenvermerke u. AG.und andere Vermögenswerte (Immobilien. 2000 faktisch eine geheime Doppelbuchhaltung führte. Barein. Auftraggeber. der Rest A4.u.u. Patente. Wirtschaftliche Berechtigte [WB oder BO].). Anstalten. Trust etc. OT Entfernt etc. Auszahlungen.). LTV. IV. 1988 und Dez.7 Milliarden(!) CHF zwischen Dez. von Total 3929 verschiedene Gesellschaften (Stiftungen. Die LGT Bank fungierte als Gelddrehscheibe und die LGT Treuhand stellte ihr Fachwissen für die Abwicklung über die 2 genannten Trusts zur Verfügung. Anm. Schiffe. Übersicht Kunden und deren Vermögen Nach Auswertung aller Daten aus dem DLT Tape.). Sowie Kopien von über 105 (Leichen-) Mandate aus dem alten Vaduzer Archiv. 2’150 Einzeldokumente: 85 % davon im Format DIN A5.: Auch hier habe ich Fotos (von ausgewählten Einzeldokumenten) im Brief beigelegt. sondern von anderen Liechtensteinischen Treuhandfirmen. Es waren ca. Transfers.B. Über den Inhalt dieser Originale möchte ich vorerst nichts sagen. Aktienzertifikate oder Zessionen) darunter. Davon 7834 Bankkonten bei der LGT Bank und 821 Bankkonten bei Fremdbanken (z. Alle diese oben genannten 3929 (Schwarzgeld)-Briefkastenfirmen haben / hatten genau 8655 verschiedenen Einzelbankkonten. Bei den Dokumenten unter „B)“ handelt es sich um einen grossen Europäischen Konzern.B. Bilder etc.w. Jene Stiftungen wurden aber nicht von der LTV verwaltet. Inklusive die mehreren hundert Mandate der LGT Treuhandbüros in Zürich & Lugano (sowie der OT Entfernt). Beistatuten. besitze ich alle Unterlagen über Gründungen. Es sind keine Wertdokumente (wie z.C) Diverse Originale mit Kundenunterschrift. der für die Gewinnausschüttung von über 6.s. um diese kolossale Summe an diverse Personen via 26 verschiedene Stiftungen über komplizierte Umwege steuerfrei zukommen lassen zu können. Bank. LGTSorgfaltspflichtdokumente. die in Vaduz registriert sind.B + C) dienen nur zur Beweiskraft. 176 .

Anm. über 450. weil es einige Gesellschaften gibt. 177 . 2000 gelaufen sind. Genau 5828..‚Schwarzgeld‚ als Neukunden bei der LGT deponieren. und daher einmal in der Zählung Deutschland und einmal in der Zählung Österreich erschienen.). 1400 Stiftungen/Anstalten etc.bei Fremdbanken). 1 x ging es um eine Umgehung des US-Embargos gegen den IRAK. Zusätzlich habe ich in verschiedenen Listen genaue Personenangaben (Aktenvermerke) über weitere total 207 Interessenten gefunden. Davon waren 68 aus OT Entfernt. Spanien über 220. die eine Verbindung z. Kanada über 280.w. (Siehe "Original-Dokumente" unter Punkt IV. Gemäss internen Angaben wollten diese 207 Interessenten Total CHF 517’000’000.. Besuch/Gespräch nicht eine Kundenbeziehung mit der LGT eingegangen sind. Schweiz über 700.-. (nicht die Anzahl involvierten Personen. Beneluxländer über 230.. Eine Auswahl: Deutschland über ca. Italien über 390. 18 aus OT Entfernt und der Rest aus diversen Ländern. die immer höher ist). mehrheitlich natürliche Personen sind / waren für diese 8655 Einzelbankkonten der 3929 Gesellschaften als Erstbegünstigte / Wirtschaftlichen Berechtigten registriert.s.-(davon 8'023'504'000. Südamerika über 135. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend CHF aufgerundet. 56 aus der OT Entfernt.Ein/Auszahlungen. Skandinavischen Länder über 195.B. Anstalten u.w. Osteuropa (incl. die für den UFF. Hier nicht eingerechnet sind die CHF 6'784'183'000.K. die aber nach dem 1.s.und IBEX-Trust über die LGT Gruppe zwischen Dez.(davon liegen 5'682'296'000. oder 2.auf Konten bei der LGT Bank und CHF 1'478'548'000. Höchststand gemäss Unterlagen: CHF 9'866'237'000.Aktueller Stand der Bankvermögenswerte aller obigen Konten (2001/02): CHF 7'160'844'000. aller Länder ist grösser als die Zahl „Total Gesellschaften“ (3929). Das Total aller Stiftungen u. 1988 bis Dez.. Frankreich über 195. 41 aus den OT Entfernt.. Russland) über 150.: Es folgte eine vollständige Länderliste (Total 82 verschiedene Ländern) mit der jeweiligen Anzahl von Stiftungen. U. In 46 Fällen sind Politisch Exponierte Personen (PEP) involviert.-. nach Deutschland und nach Österreich haben.bei LGT Bank und CHF 1'842'733'000.bei Fremdbanken). USA über 600 . Österreich über 350.

werden sie genauer unter die Lupe (d. Iraker sind oder aus anderen arabischen Ländern kommen. die selber Iraner. wie die Kundenberater der LTV die Kunden (alle Nationalitäten) beraten können. Auch habe ich auf dem Tape interne Schriftsätze gefunden. Bei drei Gesellschaften sind nach meinen Daten PEPIndikatoren da. sei es weil der Settlor. In den über 645 Gesellschaften der LTV hat es Verbindungen mit den USA. meine Folterer zu gerechten Strafen zu verurteilen. vom 30. oder andere Nationalitäten besitzen und mit Iran. amerikanische Lupe) genommen. dass fast alle Gesellschaften gegen die US-Gesetzesvorlagen (IRS-Codes etc.a. Ich bin mir aber sicher. die im Gutachten von OT Entfernt. alle N.OCT). Warum glaube ich. des IRS-Code 1957 und im geringeren Masse Code 1956 festzustellen.08. Zudem gibt es den US Patriot Act of 2001 (26. Beirat etc. werde ich mich zuerst an die USA wenden. dass die Amerikaner mir helfen werden? In den USA gibt es spezielle Gesetzte.2002 erwähnt sind.. die sich gegenüber den US-Behörden (IRS) nicht Offenlegen wollen und dennoch US-Aktien und/oder insbesondere US-Immobilien weiterhin halten oder neue erwerben wollen. US-Bürger oder Greencardholder ist.Y. Zwei Personen sind Doppelbürger und als PEP zu deklarieren. dass bei denjenigen Kunden der LTV. Bei allen involvierten Gesellschaften ist eine Verletzung u.) verstossen haben.. ohne dass es zu einem Mandat kam. dass die LGT (bewusst) irgendetwas mit Terrorismusfinanzierung oder dergleichen zu tun hat. US-Gesetzes-Verletzungen zum Vorschein kommen werden. die einer Verurteilung von Tätern selbst dann ermöglicht. um so US-(Steuer)-Gesetze umgehen zu 178 . oder grössere Zahlungen an US-Personen im Ausland getätigt wurden oder Transfers über die USA liefen. die ganz deutlich die Wege aufzeigen. USA Wenn mir Liechtenstein nicht helfen kann. obwohl keine PEP-Formulare ausgefüllt wurden. Zudem kann man feststellen.h. wenn die Tat im Ausland geschah und keine der Involvierten Personen US-Bürger ist. WB/BO. Ich behaupte nicht. Protektor.V.. Zusätzlich sind weitere 41 Personen aus den USA als Interessenten bei der LTV registriert. Irak oder anderen terrorismushelfenden Staaten Geschäfte machen.

Also die eingesetzten SR/VR Geschäfte im Namen der Stiftung im Heimatland des Wirtschaftlichen Berechtigten tätigen: wo wir doch alle wissen. nach Durchsicht aller Mandate mit QI-Angelegenheit die ich gefunden habe.B. sporadisch.Regeln (KYC-Rules) am 28.01. beglaubigter Passkopie pro WB) nicht erfüllt waren. die gemäss QI-Vereinbarung hätten registriert sein müssen – es aber nicht sind. ° Es eine kleine Anzahl Stiftungen/Anstalten (Simple/Grantor) gibt. dies zu tun. weil die 179 . Nun.: ° bei 38 Stiftungen/ Anstalten noch nach der Ablauffrist vom 31. externe US-Buchprüfung für den QI Status.01 den QI Status erteilt. ° Bei einigen neuen Stiftungen/Anstalten der LTV im Kundenauftrag nach dem 01. obwohl der Kunde OT Entfernt hat oder die LGT gemäss QI-Vertrag zwischen LGT & IRS ‚vergessen‚ hat. dass z.03.01 das Gesuch für den Banken-QI-Status eingereicht und konnte ab diesem Datum provisorisch als QI handeln.01. Verletzungen des (QUALIFIED Intermediary Status) QI-Status: Die US Steuerbehörde IRS hat die Liechtensteinischen „KenneDeine-Kunden‚. Hauptsächlich wird empfohlen.12. Solches Vorgehen der involvierten Stiftungs (SR).2001 der Kauf von US Aktien erfolgte.a.oder Verwaltungsräte(VR) könnten die US-Behörden u. dies mit einer Panama Gesellschaft zu tun. Diverse Beratungen bei einigen Kunden stehen eigentlich auch im Gegensatz zu der heiligen Devise der LTV: ‚Keine Geschäfte mit dem oder im Steuerdomizil des Kunden‚. obwohl die erforderliche Dokumentationspflicht (W-9.2001 durch die LGT oder Fremdbank US-Aktientitel gekauft wurden. Die LGT hat am 07.01 bewilligt und zugestimmt und dem Land rückwirkend auf den 01.02. Dadurch unterläuft/verhindert die LGT automatisch die erforderliche. W-8IMY oder W8BEN incl. kann man Verstösse feststellen und es wird die IRS interessieren. dass solche Aktivitäten wegen der Aufdeckungsgefahr hoch riskant sind. mit dem LAJOFP (Long Arm Jurisdiction Over Foreign Persons) verfolgen. Nach den ersten 2 Jahren wurde der QI-Status nochmals um 2 Jahre – bis Ende 2004 verlängert. Es gibt/gab also Kundenbeziehungen mit Status ‚US-Persons‚ mit US-Aktientiteln im Depot. wo der Wirtschaftliche Berechtigte US Steuerbürger ist.können.

eine Deutsche Zuständigkeit ergibt sich auch dadurch. wo man verschiedenste Gesetzesverstösse feststellen kann..Prüfung nur für solche Konten gemacht werden kann. ~ welche ausländische. VI. dass die/der WB selber in US-Crimes verwickelt waren oder es wurden Zahlungen getätigt. D. wo USPersonen als WB/BO registriert sind. wie viel Geld und andere Werte bei der LGT Treuhand verwalten lassen. Warum sollte mir Deutschland helfen? Ich bin sicher. obwohl der Kunde wegen einem 50 MIO US$-Betrugs-Scam auf der Internationalen Watchliste steht. Keine Registrierung = Keine Prüfung! Das würde den USA sehr sauer aufstossen! US-Verbrechen: Eine Auswahl von 6 Stiftungen der LTV zeigen gemäss AV. ° Die Amerikaner wird auch interessieren.h. so wende ich mich nach den USA an die Deutschen um Hilfe. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. Beispiele: ° hat die LGT eine Struktur angeboten (damit sie nicht selber in die Schusslinie gerät aber dennoch mitverdienen kann). da der 180 . eine Benachteiligung der Gläubiger durchsetzen konnte. ~ wie ehemalige und tätige ausländischer Hohe Beamte so solch grosse Vermögen kommen. Insbesondere kommt auch die die Organhaftung (seitens SR & VR) bei vielen Mandaten ins Spiel. Deutschland Will mir Liechtenstein nicht helfen. die er in den Konkurs getrieben hat. meine Foltere hinter Gittern zu bringen.. ~ oder das Mitglieder aus dem Familienkreis des früheren Diktators OT Entfernt Gelder bei der LGT liegen haben. wo der WB als ehemaliger Firmenbesitzer.. die US-Strafprozessen zuwiderlaufen. diktatorische Herrscherfamilien wo. ° oder es werden Kundenbeziehungen aufrechterhalten. Diese hier auflisteten Beispiele sind nur eine Auswahl von vielen mehr.

Fünf Beispiele: ~ ein Familienmitglied eines Anwaltes der OT Entfernt hat eine Stiftung der der LTV (Adresse des Anwalts stimmt mit der Adresse des EB im Formular überein) ~ eine ehemaliger Kommunal OT Entfernt.de. bei politikus. Vermögen.B. mit den Total über 2800 Erstbegünstigten (mit Deutschem PASS oder Nicht-Deutsche. die von ihrem Umfeld her (gemäss Gründungsaktenvermerk [z. mal grosse Summen auf den Konten! Sind dies etwa OT Entfernt gelder? Einige aus Deutschland politisch wie wirtschaftlich heikle Mandate. die sich als illegale Preisabsprachen bzw. die in Deutschland ihr Steuerdomizil haben) und die zusammen über 3 Milliarden CHF Bankvermögen haben. haben mal kleine.w) erstaunliches hervorgebracht (24 Treffer). die als solche deklariert sind. Ehepartner] oder späteren AV’s) etwas mit der Politik oder Wirtschaftspolitik zu tun haben könnten. spiegel. die als Off-Shore-Company für die mit politischem Klagelied in Konkurs gegangene PHILLIP HOLZMANN AG galt und US-Geschäfte tätigte. Abgesehen von den wenigen deutschen PEP’s.de u. hatte eine Stiftung bei der LTV. bilden die grösste Gruppe der LTV-Mandate (Aktive. hat ein Check von Kunden.B. in diversen Internetdatenbanken (z. ~ Ein Mitglied der deutschen OT Entfernt-Stiftung ist Kunde bei der LTV. Abgänge oder Löschungen).Haupttäter im Argentinienfall. der Verbrecher Roegele ein Deutscher ist und der Lösegeldabholer Kroschel auch! Die 1409 Briefkastenfirmen. ~ Ein Kunde der LTV ist Mitglied der OT Entfernt OT Entfernt Alle hatten bzw. Beispiele: ~ eine Gesellschaft. Beruf. die der LTV klar bekannt sind. Bestechung herausstellten (Gemäss AV) 181 . ~ Ein höherer OT Entfernt aus OT Entfernt hatte eine Stiftung bei der LTV.s. der der Korruption beschuldigt wird.

11. ~ Selbst der Französische Ölkonzern ELF. dass die Zahlung eindeutig als Bestechungsgeld zu werten sei. die als Eigentum OT Entfernt identifiziert wurde. die ganz offensichtlich dazu diente Korruptionsgelder zu verteilen und zu waschen. ~ Der OT Entfernt Mann OT Entfernt hat seine Stiftung (die OT Entfernt Stiftung) bei der LTV via der im OT Entferntskandal federführenden OT Entfernt -Stiftung (bei OT Entfernt) über ein Konto bei der Fremdbank OT Entfernt gefüllt. 47 vom 18. die im Zusammenhang mit der Ölexploration stehen. Im AV schrieb der KB. Sind diese Gelder auch OT Entfernt gelder? ~ Des weiteren gibt es ein OT Entfernt Schwarzgeldkonto der OT Entfernt. ~ Auch im SPIEGEL Nr. Diese Zahlung ist als Bestechung leicht zu erkennen (da im AV schlecht verschleiert vermerkt). hat in den 90er bei der LTV eine Holding einrichten lassen. die ‚ OT Entfernt -Stiftung‚. dubiose Zahlungen rund um das Kirch182 .6 MIO via Deutschland. ~ Über eine BVI-Company der LTV wurde eine Zahlung von US$ 10 MIO im Zusammenhang mit der ABB (Asea Brown Boveri) getätigt. ~ den (politischen wie wirtschaftlichen) Chef einer der grössten Deutschen Staatsfirmen und Arbeitgeber und Inhaber einer sehr vermögenden LTV-Stiftung will ich hier erst gar nicht namentlich erwähnen. dessen OT Entfernt der OT Entfernt in Deutschland seit Jahren ein Skandal ist und neuerdings gemäss dem OT Entferntartikel in OT Entfernt auch die FL-Justiz beschäftigt. indem sie mehrere Rechtshilfegesuch nach Deutschland versandt hat. Der in mehreren AV’s offen geschilderten Hintergrund der Einzahlungen und Verwendungszweck der Auszahlungen werden OT Entfernt als massiv rechtswidrig eingestuft. wurde vor Jahren bei OT Entfernt ‚gefunden‚.2002 las ich ein Artikel (Seite 124+126) über div. Eine ähnliche Einrichtung.~ Eine eigene LTV-Gesellschaft tätigte eine Zahlung von etwas über DEM 5.

passt genau in das Schema der im Artikel aufgeführten Verschleierungstaktik. half abzuwickeln. 183 .B.Imperium in Deutschland. Aber die hastig gewünschte und dann ausgeführte Banküberweisung von über 2 MIO CHF (ausgerechnet in das Steuerdomizilland des WB . Korruption (OT Entfernt) Schmiergeldzahlungen und Bestechungen (OT Entfernt).B. Es gibt hunderter weitere Deutscher Mandate. Manche der durch die LTV im Namen der Stiftung ausgeführten Transaktionen sind gelinde gesagt nicht gerade Kleinaktionärsfreundlich und verstossen eindeutig gegen diverse Gesetze. den die LTV betreut(e) bzw. ~ Der extremste wirtschaftlich kriminelle (deutsche) Fall. Subventionsbetrug (OT Entfernt). solche LTV-Stiftungen. Mit dieser OT Entfernt wurde OT Entfernt.die USA). Z. ist jenes Mandat wo massive OT Entfernt sgelder auf ganz präzis ausgefeilten Wegen über mehrere Gesellschaften hier in Vaduz und in OT Entfernt an OT Entfernt OT Entfernt (und anderen Personen in dessen Umkreis) des grossen Deutschen OT Entfernt OT Entfernt gezahlt wurden. Geldwäscherei (OT Entfernt). Gläubigerbetrug (Mandats-Nummern: OT Entfernt). Auch viele andere Mandate zeigen offen Kriminelle Handlungen: z. deren einzige Aktiva verschieden grosse Aktienpakete von an der Börse in Deutschland kotierten Gesellschaften sind. deren richtige & korrekte Interpretation der Aktenvermerke (Avs) und Zahlungsabläufe verschiedenste Gesetzesverstösse aufzeigen. Oft dienten solche Transaktionen zur Vertuschung und Verschleierung der vom (Börsen-)Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungspflicht bei Überschreitung eines definierten Prozentsatzes bezüglich Besitz von Aktien oder Börsenkapital oder bei vorgenommenen Aktienkkapitalschnitten. Ich habe mich an ein Dokument (‚Checkliste aussergewöhnlichen Transaktionen‚) mit Hinweis auf den Kirch Komplex eines Mandats auf dem Tape erinnert: der Name des WB steht zwar nicht im Artikel des Magazins. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. Kreditbetrug (OT Entfernt ).

VII. Falls ich in eine Kontrolle gerate. Ich kann mich aber nicht 24 Stunden verstecken. so habe ich keine andere Wahl. 184 . dass ich evt. dass ich unter den nun vorliegenden Umständen nicht in Liechtenstein oder in der Schweiz auf eine Lösung warten kann. Schutz-Identität Durchlaucht Fürst und Erbprinz. Wie die LTV in Zukunft mit Deutschland Kunden Geschäfte machen will.und Strafrecht zeigen die Ausführungen von Dr. wenn Sie nun diesen Brief in den Händen halten. so würde gar nichts mehr gegen die Verbrecher geschehen. Ich bin mir der grossen Gefahr bewusst. Die Problematik einer FL-Stiftung im (deutschen) Steuer. was dem vom Deutschen Fiskus festgestellten „Durchgriffsrecht‚ des WB/Stifters bei einer Stiftung mit Mandatsvertrag (STMM) entgegengesetzt werden kann: nämlich die STOM (Stiftung OHNE Mandatsvertrag). habe ich ja die Probleme mit Spanien. denn wäre ich nicht nach Deutschland gegangen. bin ich. Auf dem Band findet man auch Aktenvermerke und Schulungsunterlagen für die Kundenberater. Ich versuche es zu vermeiden. Selbstverständlich werden Sie verstehen. in Deutschland in eine Polizeikontrolle geraten kann.Des weiteren haben sich namentlich 68 Personen aus Deutschland als Interessenten bei der LTV gemeldet. alle Daten auszuhändigen und um deren Hilfe zu bitten. schon in Deutschland angekommen. habe ich den Schritt gemacht. werde ich versuchen in eine US-Einrichtung (Botschaft oder Konsulat) zu gelangen. Obwohl gerade Deutschland als EU–Land eine „Gefahr‚ für mich darstellt. zeigt auch das NSL-Gutachten vom Sommer 2002. Rainer Spatscheck aus München. Gelingt mir das nicht. die auch auf dem DLT-Tape gespeichert sind. wobei bei Ausländern meist ein Computercheck durchgeführt wird und die Deutschen versuchen würden mich festzuhalten. hoffentlich sicher. Dank dem Hauptverbrecher Helmut R. als die Deutschen über meinen wirklichen Grund des Aufenthalts aufzuklären. ohne dass es zu einem Mandatsvertrag kam (gemäss AV).

welches auch immer. Vor Ihnen verstecken kann und will ich mich ja mit diesem neuen Pass nicht.ein DEUTSCHER ist. möchte aber darauf hinweisen. Zudem kann ich mit der Zusendung der neuen Pässe erkennen. dass Ihnen an der Lösung etwas liegt. Bedingungslos vom Urteil oder Bericht bin ich dann bereit mich mit einer Vertrauensperson von Ihnen in Deutschland zu treffen. aber nur mit einer neuen temporären Schutz-ID werde und kann ich zum Schutz von Liechtenstein. dass Sie es in der Hand haben. Bericht ein unabhängiger Staatsanwalt und unabhängiges Richtergremium gekommen sind. dass der Chef der FL-Wirtschaftspolizei (EWOK) in Vaduz – die in diesem Fall sicherlich die Führung der Untersuchung haben möchte . werde ich Ihnen beide Pässe zurückgeben. Ich bitte Sie beide Pässe in einer Hülle in das beigelegte beschriftete Kuvert einzupacken und fest zuzukleben. Ich bitte Sie daher mit beiliegenden Fotos von mir zwei gleichnamige FL Pässe auszustellen. Archivar oder Bote etc. Da der Name und das Geburtsdatum zufällig gewählt wurden.Um diesem Desaster zu entgehen gibt es nur eine Möglichkeit! Es tut mir Leid. liegt daran.) in der Justiz oder bei der Polizei in Liechtenstein oder sonst wo würde es ausplaudern. Sekretärin. Man wird Ihnen sicher raten. Abgesehen davon. um einen Weg aus der drohenden Katastrophe zu finden. der LGT und der tausenden Kunden aus aller Welt so lange in Deutschland warten. dies zu verlangen. 185 . Dieses Kuvert bitte wiederum in ein neutrales grosses A4 Kuvert geben. Selbst wenn alle Vorsicht geboten wird – irgendjemand (Sachbearbeiter. gibt es keine Verwechslung mit einer echten Person. Auf diesem A4-Kuvert vorne bitte folgende Aufschrift anbringen: ‚Wird von Hr. wer davon erfährt. bis ich erfahre. dass ich einen Reserve-Pass brauche. Er hätte sicherlich Interesse zumindest an den Deutschen Datenmenge. sofort die Polizei einzuschalten. zu welchem Urteil bzw. Bitte beachten Sie aber. Nach Ende. dass ich alle meine Verbindungen nach FL aufgelöst habe und weder dort noch arbeite noch wohne. wenn einer unbrauchbar wird oder verloren geht. Sie kennen ja die Passdaten. Kieber abgeholt oder er lässt es abholen oder gibt telefonisch an wohin es weitergeleitet werden soll‚. Das ich um 2 Pässe bitte.

jemand kommt und nach dem Kuvert für Herrn Kieber fragt. Herr Kieber anrufen sollte. Inhalt: Dokumente. den 13. Ich wusste aber. Die LGT Frankfurt sollte natürlich NICHT eingeweiht werden. Nachforschungen meinerseits ergaben aber. Januar 2003 in Frankfurt sein.60325 Frankfurt. übergeben. Bockenheimer Landstrasse 107. Ich bat ihn um 186 . soll man bitte das Kuvert gemäss seinen Angaben weiterleiten. (Bitte nicht mit der UPS Schweiz senden. Geschäftsführer oder Sekretariat.03 ist das Büro wieder besetzt. da dann der Zoll Einblick nehmen könnte) oder die Vertrauensperson soll das Kuvert persönlich in Frankfurt abgeben. unabhängig von der Regierung.: Ursprünglich wollte ich in diesem Punkt zwei einfache. soll man es einfach ohne UPS-Umschlag. Dann muss ich keine Rücksicht mehr nehmen und werde sofort Hilfe bei den Amerikanern erbeten. Wenn evt. aber kein oder nur ein Pass drin ist. Falls evt. Oder nach seiner Wahl (wovon er auch rege Gebrauch macht) Liechtensteiner Diplomatenpässe (zu 95 % exklusiv an seine eigene. Ausländern jederzeit per Dekret die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft zu verleihen. Diese soll damit entweder nach Feldkirch fahren und dort bei UPS Austria (Freecall Austria 0810-xxxxxx) abgeben. grosse Familie) zu verteilen. Kosten zu Lasten der LGT Deutschland. Man soll nur telefonisch (0049 69 xxxxxxxx) mitteilen.2003. man braucht auch keinen Ausweis vom Abholer einzusehen. dass die ID-Karten für Liechtensteiner Bürger von einer Spezialfirma in der Schweiz hergestellt werden und das Liechtensteiner Passamt sie von dort per Post bestellt. sogenannte Identitätskarten von Hans-Adam verlangen. Empfänger ist die LGT Niederlassung Frankfurt*. so nehme ich an. das ein Kuvert für einen Kunden per UPS oder Kurier ankommen wird. z. den 13.Hd. Dies kann bis zu 14 Tage dauern. damit es spätestens am Montag. dass Sie andere Pläne zur Lösung dieser Situation verfolgen. aber im grossen A4-Umschlag. * = ab dem 07.01. 14 Uhr dort ist. dass Hans-Adam selber (!) schnell Liechtensteiner Pässe drucken kann. oder ein Kuvert zwar ankommen. D. Hans-Adam hat nämlich das absolute Recht.Ich bitte Sie das Kuvert einer Vertrauensperson zu übergeben. sichere Identität während meines Aufenthaltes in Deutschland) auch ausgereicht hätten.01. Sollten die Pässe nicht bis am Montag. Anm. da sie eigentlich für meine Zwecke (eine andere.

Den Computer. Den Termin „13. da ich Hans-Adam nicht zu viel Zeit geben wollte. da ich nicht zu 100 Prozent ausschliessen kann.7 GB) gebrannt. war zu keiner Zeit am Internet angeschlossen. die notwendig sind. Mit zu viel Zeit. den ich für diese Vorgänge verwendet habe. Einfacher und sicherer ist eine externe Harddisk (Festplatte). dass die involvierten ITSpezialisten evt. handlich und einfach zu bedienen. Die 4 DVD’s* habe ich auch mitgenommen und sie werden sicher aufbewahrt. Sie werden getrennt und werden sicher verwahrt. Sie kostet nicht viel. dass je etwas ins Netz gelangen konnte oder Viren oder Spione sich eingenistet haben könnten. Die grosse Datenmenge wäre technische kein Problem gewesen. da es als zusätzliches Laufwerk erscheint.03“ habe ich bewusst gesetzt. Vermögens. Das Tape und all die Originaldokumente habe ich nach Deutschland trotz des hohen Risikos mitgenommen. um eine Identifizierung und History zu ermöglichen. Die Daten auf diesen 2 externen Festplatten* sind mittels eines Verschlüsselungsprogramms (ähnlich dem Crypto-Suite von BHV. somit ist ausgeschlossen.com‚ bieten solche Dienste an.zwei normale Pässe. Von dieser Version habe ich aber abgesehen. Eine 20 GB Festplatte reicht mehr als nötig aus. OT Entfernt. Das Original-LTV-DLT-Tape habe ich so belassen wie es ist (keine Verschlüsselung).und Geschichtsdaten zu speichern. Datensicherheit Meine erste Idee war. beim Installieren dennoch Einsicht in die Daten nehmen könnten. ist klein.B. alle brauchbaren kundenspezifische Dokumente komplett und verschlüsselt ins Internet zu stellen.01. wer weiss auf welche „dummen“ Gedanken er und seine Truppe hätte kommen können. ‚xdrive. diesen ersten Schritt zu machen. Ich habe mir 2 solcher ‚PocketDrives‚ gekauft. Die 2 Externen Harddisks* habe ich auch 187 . Zusätzlich habe ich mir dieselben Daten auf vier DVD-Rom’s* (je 4. Internetfirmen wie z. um von allen Gesellschaften jene Kunden-. VIII. also 256 Bits nach AES-Standard) vor fremdem Zugriff absolut sicher.

dass ich kein Interesse habe. den tausenden einzelnen Kunden und dem Finanzland Liechtenstein Schaden zuzuführen. Sie haben nichts miteinander gemein. Die DREI ersten Komponenten sind einfacher Natur. Sie werden auch getrennt und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Meine Sicherheit Grundsätzlich möchte ich bekräftigen.mitgenommen. nicht aus dem DLT-Tape rüberkopiert.: Irgendwie dachte ich mir. Es sind VIER voneinander unabhängige Hürden zu nehmen: es braucht VIER unterschiedliche Komponenten. IX. schlussendlich wirklich zu lesbaren Daten zu kommen. wo er und Mitglieder seiner grossen Familie persönlich Wirtschaftlich Berechtigte sind. die Prinz Philipp sowie seinen Schwiegereltern zugeordnet werden. dass ich all jene privaten Mandate der Treuhand. die . Kinder etc. dass das Hans-Adam etwas besser schlafen könnte. Damit kann ich zu 100 Prozent ausschliessen.es ermöglichen.Eröffnung tausender Strafsteuerverfahren gegen die 188 . die zu Ihrer fürstlichen Familie gehören (Schwester. ist unmöglich.in der richtigen Reihenfolge . die DVD’s* oder 2 Externen Harddisks* kommen. Denn der Auswirkungen einer möglichen ultimativen Katastrophe bin ich mir bewusst: Immense Imageschädigung der LGT Gruppe weltweit . Anm. noch ohne mein Dazutun die Daten lesen. Niemand kann jetzt ohne mein Dazutun weder an das Tape. Die VIERTE Komponente ist natürlich der 256 Bits-Verschlüsselungs-Schlüssel. der LGT als Gruppe. dass wenn jemand – was eigentlich unmöglich ist durch widrige Umstände Kenntnis von einer der 3 ersten Komponenten erhält. falls er/sie überhaupt es als solche erkennt. zu den Daten gelangen kann.) sowie jene Mandate. die Originaldokumente. Wobei DREI der 4 Komponenten nichts mit Software oder hochtechnischem Zeug zu tun haben. * = Auf diese Datenträger habe ich jene Mandate. wenn er weiss. Das jemand nur schon 2 Komponenten ohne meine Angaben in den Händen halten kann. nicht auf dem im Brief beschriebenen Datenträgern gespeichert hatte.

politische Konsequenzen einiger OT Entfernt-Parteien . Und das alles wegen einer handvoll Verbrecher aus Deutschland. Betrug. so müssen Sie wissen.w.Die vielen Möglichkeiten der Amerikaner will ich erst gar nicht erwähnen u.. obwohl räumlich / geographisch getrennt.s. denn ich habe es so eingerichtet. Sollte dies alles nichts bringen und mich nicht schützten. also Sie mich z. In 189 . LR U.B. auf Alles (DLT-Tape. dass ich ohne meine physische Präsenz Dritten den Zugriff wahlweise. dass ich jeweils für diese und andere Zeiten die zweite externe Harddisk bei mir tragen werde. Insiderhandel etc. 1. aber die Verantwortung trägt die FL-Staatsanwaltschaft. dass ich mich sehr gut zu wehren weiss.Kunden . so nützt es Ihnen auch nichts. Privat schnappen wollen. der Auslöser werde ich sein. Sicherlich. politische Karriere) .. zusammen mit den Verbrechern. Spanien und Argentinien. Verbrechen. Originaldokumente. Externe Harddisk und die DVD’s) oder auf einzelne Datenträger gewähren kann. so teile ich Ihnen mit. Ich aktiviere einen vorbereiteten zeitlich programmierbaren E-Mail-Versand. 2. Oehri. Sollte man mir während meiner Entgegennahme des Kuverts mit der Schutz-ID oder bei einem späteren Treffen eine Falle stellen. Oder sollte man mir bei diesen zwei Gelegenheiten (Schutz-IDAbholung) oder bei einem späteren Treffen eine Falle ‚privater Natur‚ stellen. Dann übergebe ich eine Harddisk sofort und führe die deutschen Steuerbeamten zu den Originaldokumenten.) Gravierende Konsequenzen für viele einzelne Kunden (Job. dann muss ich keine Rücksicht nehmen und werde selber mit den Daten samt den Originaldokumenten mich bei den Amerikanern melden). . Ein kleiner Teil des Schutzes der LGT (Daten) und Liechtensteins ist auch mein Schutz (sollte mir diese Schutz-ID verweigert werden.Rufschädigung des Finanzplatzes Liechtenstein Verlust von Kundengeldern in Milliardenhöhe Schadensersatzklagen gegen die LGT (analog wie bei Batliner) Einleitung verschiedener Strafverfahren. da ohne Zweifel viele der grossen Vermögen unrechtmässig erworben wurden (Korruption.

Wolfgang Kaden.com (to the editor of the South China Morning Post. Der Zeitpunkt des Abschickens beider E-Mails habe ich so gewählt. Fr).fr (Fr).de (D).uk (The Observer.ch (für Hugo Bütler. info@lemonde.t-online. Darin teile ihnen zusätzlich mit. was ich habe und meine Gründe warum es tue. Harald Tribune). editor@sundayherald.) patrikdaniel@sph.com. wie sie über die 4 Komponenten direkt an die (lesbaren) Tapes und die Originaldokumente kommen: die USA an die erste externe Harddisk und Originaldokumente. SIN). zentrale@bundesnachrichtendienst.bund.gov (for the US-Ambassador in Berlin MR Daniel R.admin@ft. wirtschaft@myfaz.com (Intern.einer ersten E-Mail (Text in Englisch und Deutsch) beschreibe ich wer ich bin. SIN). dass ich bis zu „xy‚.at (für Dr.co.editor@guardianunlimited. Zudem habe ich noch eine Sicherheitsstufe (Schlüssel der verschlüsselten zweiten E-Mail) eingebaut. mm_redaktion@managermagazin. Washington Post. HK) marcello.fr (to Boris Razon.UK).sg (The Business Times. money. stworld@cyberway. D). die E-Mails zu stoppen.de.com (for Nurit Aizenmann. Coats or 2nd in charge MR Terry. aizenmann@washpost. D).erhalten auch eine zweite E-Mail. poststelle@bmf. Die Liste der Empfänger sind: askDOJ@usdoj.de (für Dr. Robert Buchacher. synd. info@scmp. die Deutschen Behörden an die zweite externe Harddisk und der Spiegel an die 4 DVD’s. info@bka. Philippe.sorgi@lastampa.com (UK). radaktion@profil.com (Financial Times UK). dessen Versand-Zeitpunkt auch programmierbar ist.net (FAZ.com (Gruner+Jahr.R.com. Die Behörden in den USA und Deutschland sowie Der SPIEGEL = die ersten 5 Adressen in obiger Liste .it. letters@iht.Minuten nach dem kritischen Zeitpunkt die Möglichkeit habe. D). CH). spiegel@spiegel. info@bild. cmeier@gujba.Reclus@ lefigaro. business@ thetimesco.sg (The Straits Times.de (für Stefan Aust).de (für Dr. OES.de (für Finanzminister Hans Eichel).uk (UK).Snell). August Hauning). US) redaktion@nzz. um versehentliches Senden zu 190 .

Der verwendete Provider ist aus Taiwan und ist daher (frei von fremdstaatlicher Kontrolle) völlig unabhängig. wer involviert werden soll. Das Bedeutet. dann sollen wenigstens all die verschiedenen Länder (gemäss Liste unter Punkt IV. die meine Wandlung zum Rächer auslösen kann. wer wie viel von diesen Unterlagen. Dort wo all Ihre 191 . Ich habe eine sichere und einfache Kommunikationsmöglichkeit übers Internet eingerichtet.) ihre (Steuer-) Gerechtigkeit bekommen!! Amen und Ende.unterbinden. Sie alleine haben es ab jetzt in der Hand. Die Formel ist einfach: Werde ich während ich auf einen Schlussbericht eines Sonderstaatsanwaltes und eines Richtergremiums warte und das Resultat bei einem Treffen in Deutschland vorgelegt bekomme. bis man in Liechtenstein zum Minimum von Grundrechten kommt? Offensichtlich JA. WIE WEITER & Kontaktmöglichkeit Ich bitte Sie und Ihren Erbprinzen die Angelegenheit nicht einfach wieder den alten Behörden zu delegieren – das führt zu nichts! Ich bin aber auch nicht in einer Position. aber was habe ich zu verlieren? Habe ich nicht heute schon alles verloren? Muss eine solche Katastrophe passieren. Sie müssen es selber abwägen. an wenn Sie sich wenden sollen. dann werde ich zum Bluthund von Liechtenstein. Jede zusätzliche Person ist eine Person mehr. und die Vorstellung der Kettenreaktion ist grausam. X. wenn Sie sofort den Henker rufen. Mein Anwalt ist nicht informiert. Auf der einen Seite verstehe ich ganz klar. Wenn ich schon keine faire und rechtsstaatliche Gerechtigkeit bekomme. Ihnen mitzuteilen. nicht in Ruhe gelassen. die Sie in den Händen halten erfahren soll. Das nötige LOGIN Wort der E-MailAdresse ist ganz in Ihrer Nähe: Ich bitte Sie in die Schatzkammer in Ihrem Rundturm im Schloss zu gehen. Es widerstrebt mir sehr. aber mit Ihnen sind es jetzt zwei Personen (Sie und ich) die von diesen Unterlagen erfahren haben.

kostbaren Bilder hängen. beim welchem Provider (Homepage) die E-MailAdresse eingerichtet ist. Sie werden es sofort erkennen: das Wort (mit 2 Zahlen) hat nichts mit den Bildern oder dem Rahmen zu tun. Aber es ist zum Schutz IHRER Daten. Ich will nicht zum Mörder werden. die Ihnen nicht würdig ist. Das dazugehörende PASSWORT ist jenes Wort. Im Grunde bin ich mir aber auch bewusst. dass Sie mit hinein gezogen werde. Es tut mir ausserordentlich Leid. dass Sie und Ihre Berater. als erstes einfällt. Bei der nächsten Seite das LOGIN Wort und das PASSWORT eingeben. das PASSWORT und den PROVIDER (alles in Kleinbuchstaben eingeben). da ich sicher gehen will. Sehr geehrter Fürst und Erbprinz. das Ihnen persönlich. Ein Treffen kann nur in Deutschland stattfinden. im Gegenteil. Im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses (wo er sich als Musiker darstellt) des Maler Gerard DOU ist im Innenrahmen des gegenüberliegenden Metallgitters (an welche die verschiedenen anderen Bilder aufgehängt sind) habe ich selber das LOGIN Wort angebracht. aber auf Grund der speziellen Umstände gibt es keine andere Lösung. Später werde ich Ihnen sofort mitteilen. Ich habe dies alles so gemacht. Auf der Homepage des Providers finden Sie auf der 1. Im E-MailAccount auf der linken Seite bitte auf *Draft* (rot) 1x klicken. Linie das Kästchen ‚E-Mail‚. unberechtigterweise verlange ich von Ihnen die Schutz-ID. Im Draft ist eine Mail mit Header „Documents‚ gespeichert. fahrbare Metallrahmen trägt die Nummer 49/51). ich weiss. Pius Schlachter oder. Durchlaucht Fürst Hans-Adam. mit dem Erbprinzen Alois. wenn Sie es wünschen. darauf klicken und Sie finden meine Meldung. entweder mit Dr. dort 1x klicken. Auch dass ich Sie zu einer Kommunikation bitte. Ich hatte keine andere Wahl. 192 . Liechtenstein hat eine letzte Möglichkeit. wenn Sie dann das LOG-IN Wort in der Schatzkammer lesen. dass Sie wirklich mich versuchen zu verstehen. Dann haben Sie das LOGIN Wort. Somit haben Sie das LOG-IN Wort. der hängende. die Inkompetenz und Selbstherrlichkeit gewisser Staatsanwälte und Richter ein und für allemal zu korrigieren. (Falls das Selbstbildnis im Lager umgehängt worden ist.

Sie selber können erkennen. Auch der ausgewählte Platz. wo seine kostbarsten Bilder hängen. Dieser Hinweis in der „Schatztruhe“ Hans-Adams soll nach meiner Rückkehr noch zu wilden Diskussionen führen. Dies alleine schon deshalb. Mit meiner Abreise aus Liechtenstein gibt es für mich keinen Weg zurück. die mit ihm später im Raum vor dem Bild standen. dass ich solche Methoden anwende. mich zu vernichten. in der seine monströse Kunstsammlung fachgerecht und absolut sicher verwahrt wird. nicht aufgefallen. Natürlich schäme ich mich (auch als Liechtensteiner) heute noch. habe ich selber den Startknopf für das ‚letzte Kapitel‚ gedrückt. dass ich durch meinen jetzigen Aufenthalt in Deutschland alles riskiere: die LGT. etwas gemacht hatte.höchstwahrscheinlich alles daran setzten werden. in der Hektik des Dramas ist meine Metamorphose Zweideutung dem Hans-Adam und all jenen. Aber eben. Dieser Rundturm (vom Dorf unten aus gesehen. nämlich im eigenen Blickwinkel des Selbstbildnisse des Malers Gerard DOU. weil dies der einzige für mich logische Weg war. Ich verstecke mich nicht einfach irgendwo und warte gemütlich bis was geschieht – NEIN! Da der Staat mit seiner Staatsanwaltschaft nicht Handeln wollte. hatte für die ganze Sache eine ausdrückliche Bedeutung. So. Auch schäme ich mich obigen Brief an Hans-Adam geschrieben zu haben. runde linke Teil der Schlossmauer) wurde in den 90er Jahren mit Tonnen von Beton ausgegossen und beinhaltet mehrere Stockwerke. Der Brief an Hans-Adam ist hier zu Ende. wo ich den Kleber anbrachte. Entschuldigen Sie meine Fehler und vergeben Sie mir. das war also DER BRIEF.: Mir war klar. Liechtenstein. Hochachtungsvoll H. der dicke. Ich wählte dieses eher abnorme Art einen Hinweis anzubringen aus. ein DLT-Tape geklaut zu haben auch wenn es nur eine „Kopie‚ der Kundendaten darstellt. der eine ungesunde Kettenreaktion und äusserst stürmische Zeiten für Hans-Adam. wo ich mit absoluter Sicherheit vorauserahnen konnte. der Hans-Adam selber nachsehen würde. Anm. mich selber. ausgerechnet in Hans-Adams persönlicher Schatzkammer den Hinweis für das Passwort für die vorher eingerichtete Internetkommunikation zu hinterlassen. Liechtenstein und mich 2003 bringen sollte.K. dass es psychologisch hoch riskant war. weil es für ihn einen Schreckschuss sein würde. 193 . dass „ ein Fremder“ ausgerechnet in jenem Bunker.

etc.mehr über die Beiden in den folgenden Kapiteln).Was ich aber im berühmten Brief an Hans-Adam vom 07. schon einige Zeit vor diesem Datum entdeckt hatte. verraten hatte.). aus taktischen Gründen die genaue Zahl nicht bekannt geben. egal ob als Totalzahl oder pro erwähntem Land. sind die faktischen. mal den Gärtner. richtigen Zahlen! Ich erwähne dies deshalb. in Bezug auf verwaltete Geldsummen und so weiter. Das Hans-Adam und seine LGT natürlich vehement versuchen vor allem die Zahl betroffener Kunden (insbesondere der Deutschen) „kleinzureden‚. Wobei ich aber zugeben muss. dann könnten sie exakt feststellen. Wie ich vermutete hatte. mal „aufgetaucht‚.a. kläglichen „Desaster Management‚. mal den Teufel. liegt in der Natur ihres versuchten. Pius Schlachter . Der Hauptgrund dafür. der LGT noch "dem Professor" und ‚den Bankdirektor‚ (Dr. 194 . dass es eine ständige wiederkehrende Chance war. wurde der Diebstahl von der LGT Treuhand nicht bemerkt. Exklusive kann ich erstmal in dieser "Tragödie ohne Ende" hier. Ich möchte hier und heute die Gelegenheit auch nutzten und folgendes klarstellen: Alle im Brief an Hans-Adam genannten Zahlen. Oh. war der Zeitpunkt.rein strategischer Natur. hätte angeblich mal die LGT Bank. dass ich das Back-Up-Tape zeitlich NACH meiner Kündigung (vom 29. im Buch aufklären. Die ausländischen staatlichen Behörden wollen u. mal „quergetaucht‚. August 2002) entwendet hatte. der Aufteilung der Begünstigten (Erst.oder Zweitbegünstigte). welche Daten/Dokumente nicht auf dem Band sind. Ich konnte auch feststellen. Thomas Müller & Dr. sei es bezüglich der Briefkastenfirmen (Stiftungen. es nicht mitzuteilen. war – damals wie heute . jener genaue Tag wann ich mir das Back-Up-Tape angeeignet hatte. wie passte es Liechtenstein schön ins Bild. mal den Hans-Adam erpresst und hätte von Hans-Adam zwei Pässe für die „Flucht‚ verlangt. Wüssten sie das genaue Datum. dass ich die reine Möglichkeit ein Tages-Back-Up-Tape zu entwenden. böse und kriminelle Kieber hat die Daten gestohlen. Was konnten sie nicht alles den Medien seit Februar 2008 „erzählen‚? Der hochintelligente. sei mal aus Liechtenstein „abgehauen‚. da man seit Februar 2008 nun unzählige Varianten dieser Zahlen in den Medien nachlesen kann. Januar 2003 nicht geschrieben hatte und auch später im 2003 weder ihm. Anstalten. mal die LGT Treuhand. mal „untergetaucht‚.

hat ihm lange Briefe geschrieben. den Brief an Hans-Adam zu schreiben und dann nach Deutschland zu reisen) waren genau so. wird auch klar von denen in Vaduz bestaetigt: nie wurde solches behauptet. die zuvor unter allen betroffenen in nächtlichen Krisensitzungen in Vaduz abgestimmt wurden.. Ich habe weder von Hans-Adam noch von anderen je Geld. Und er wäre samt der Pässe für die angebliche „Flucht‚ untergetaucht. Selbst der leitende Staatsanwalt Dr.) erpresst. eines Tages behaupten werden. Dass diese meine Aussage 100% der Wahrheit entspricht. wie ich sie in den bisherigen Kapiteln im Buch Wort für Wort niedergeschrieben habe. Der wahre Inhalt dieses Briefes und die ganze Vorgeschichte dazu wurden auf Befehl von Hans-Adam im Februar 2008 von Seiten Liechtensteins bewusst vollständig unterdrückt. Was nicht heisst. Robert Wallner durfte nur genau die Worte wiedergeben. Meine Beweggründe (die Daten zu entwenden. Einige Journalisten. je nach dem wie es ihnen in ihrem Krieg gegen mich passt. Definitiv habe ich verschiedene Gesetze mit meinem Handeln gebrochen. Ich habe nie Geld oder andere Vorteile (Fluchthilfe etc. als es sich dann über fünf (!) Jahre später. Das Datenmaterial in seinen Händen war ja im Januar 2003 viel aktueller und brisanter.w. 195 . erschien die ganze Geschichte unlogisch: Wäre der Kieber kriminell wie die hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein behaupteten. die Regierung noch die LGT erpresst. explosiv uns allen offenbarte. In der Tat habe ich nie weder Hans-Adam. im Februar 2008. dass sie es evt. die Regierung oder zumindest die LGT um massenhafte Millionen erpresst. Meine Leser können nun die Fortsetzung der wahren Geschichte weiter schwarz auf weiss lesen. Ich will mein Verhalten nicht schönreden.s. verlangt oder erhalten. Die Reaktion auf meinen Brief von Hans-Adam und der von ihm befehligten Regierung und der von ihm indirekt kontrollierten Justiz und Polizei kann ich Euch Lesern in den nun folgenden Kapiteln in messerscharfem Detail berichten. u. die der Sache etwas tiefer nachgingen. dann hätte er doch den Hans-Adam. „Fluchthilfe‚ oder ähnliches verlangt.

KAPITEL 8 Wenn Herr Kieber eine Reise tut. Aus verschiedenen Quellen: Z. Daher hatte ich das Glück. Dort wo es mir für meine LeserInnen hilfreich erscheint. Schlachter oder dem Professor Dr. Auch Angaben zu all dem was ich im Ausland (also Deutschland & Holland) über die zeitgleichen Aktivitäten deren in Vaduz in Erfahrung bringen konnte (entweder durch den Professor/den Bankdirektor oder durch meine eigenen Nachforschungen). * = es gab immer wieder mutige. Unter VADUZ ist umschreiben was weit weg in Vaduz Hans-Adam und sein Liechtenstein an legalen und insbesondere illegalen Anstrengungen an den Tag gelegt hatten. 196 . die über die Jahre hinweg meinen Kampf mit ansehen mussten und die anhaltende Ungerechtigkeit nicht auch mit unterstützen wollten.B. Unter BERLIN und AMSTERDAM könnt ihr nachlesen was meine eigenen Aktivitäten waren und was ich während den vielen heimlichen und komplizierten Treffen mit den zwei Gesandten von Hans-Adam erlebt hatte. diese sind kursive geschrieben und fangen wie immer mit „Anm. Thomas Müller. kleine Beamte oder Leute in verschiedenen Stellen bei der Landesverwaltung oder Justiz.:“ an. Und wiederum vom Bankdirektor Dr. Holland und zurück ins Rheintal. In diesem Kapitel bis und mit Kapitel 16 schildere ich unter den drei abwechselnden Zwischentiteln BERLIN / VADUZ / AMSTERDAM die turbulenten. tröpfchenweise ab und zu einen richtigen Tipp und Originale oder Kopien von Dokumenten zu bekommen. Oder aus Gerichtsakten und auch aus mir anonym zugespielten* internen. Alle Episoden sind für den besten Überblick chronologisch niedergeschrieben. geheim geführten Aktenvermerke der von den Hohen-Finanz-Herren im Januar 2003 eingerichteten „Kriegs-Kommando-Zentrale‚. von Hans-Adam selber. Diese Details hatte ich nach meiner Heimkehr nach Liechtenstein direkt oder auf Umwegen erfahren können. die KKZ. habe ich bei wiederum erklärende Anmerkungen angebracht. beim Versuch die sich anbahnende Katastrophe abzuwenden. oft gefahrvollen und sehr stressigen Zeiten während meiner Reise quer durch Deutschland. als er mir eine Privataudienz auf Schloss Vaduz gewährte und wir intensive über die Affäre diskutiert hatten.

habe ich alles unter dem Titel BERLIN und Amsterdam wie bisher in der Ersten Person und alles unter dem Titel VADUZ in der Dritten Person geschrieben (mit Ausnahme von etwaigen Anmerkungen). sondern auch zahlreiche Deutsche. erst in Deutschland dann in Holland waren. Das kleine möblierte Zimmer in Berlin hatte ich schon im Dezember 2002 via dem Internet gefunden. wie der offenbar deutliche automatische Trieb von den Hohen-Finanz-Herren aus Liechtenstein in Aktion getreten war. Ich war schon einmal hier – 1987. Es war kalt und die Menschen dort waren nicht gerade Gesprächsfreudig. die nicht nur viele Gesetzte aus Liechtenstein schwer verletzten. Januar 2003 Ankunft im Hauptbahnhof Berlin. Nunmehr war es das Berlin im Jahr 13 nach der Wiedervereinigung. Holländische & Internationale Gesetzte und Vereinbarungen. Dieser Name war ab jetzt tabu. Diese Mal hatte ich aber keine grossen Erinnerungen an die Stadt. Handlungen vorgenommen hatten. Ich nahm mir ein Taxi zu meiner neuen Unterkunft in Berlin Mitte. meine 197 . Man kann sich gar nicht vorstellen wie hochgradig und hektisch die Aktivitäten von Hans-Adam und seiner Truppe in Vaduz und meine eigenen. um die für sie so wichtigen Geldgeschäfte zu schützen. Und sie dann. Meine Vermieterin war die Daniela. Ich nannte mich nicht mehr Heinrich.Um auf idealer Weise nebst der geographischen auch die innerliche Distanz und fundamentale Diskrepanz zwischen mir und denen in Vaduz hervorzuheben. ist die einmalige Situation. Rückblickend war es nicht nur für mich sehr interessant und allgemein aufschlussreich zu erkennen. Na ja. Viel Spass beim Lesen ! BERLIN 7. dass ihre geheiligten Kühe wirklich in Gefahr gekommen waren. wo ich euch vor allem diese Episoden nicht nur im Rückblick sondern auch mit äusserst vielen Detailangaben schildern kann. Was es so aufklärend spannend macht. sobald sie merkten.

aber gut erhaltenem typischem Berliner Mehrfamilienhaus mit kleinen Balkonen nach vorne. Daniela war eine etwas verrückte Henne. Tag. wie sich Langzeitarbeitslose in Deutschland den Lebensinhalt speziell danach ausgerichtet hatten. Wir hatten ja zuvor nur 2. bar bezahlt hatte. es hiess. Was ich auch gleich am 1. Ich hatte ja schon einmal davon gehört. sowie noch kleineren nach hinten raus und einem grünen.alles was natürlich auf Heinrich Kieber lautete – hatte ich für die Reise von Feldkirch nach Berlin umsichtig tief in meinen Taschen vergraben. Nun gut. in der Nähe des berühmten KaDeWe Kaufhaus. im 2. oder 3. her kommend war das Haus auf der rechten Strassenseite. woher ich komme. wie abgemacht. Mein Zimmer war sehr sauber und kostete mich 300 Euro pro Monat. Oder sie wog den offenen Tee aufs Gramm genau ab. In all den Jahren „auf Arbeitssuche‚ hatte sie sich aus Kostengründen eine extreme Art von Knauserigkeit angeeignet. was ich tue. es sei sehr schön dort im Sommer. Im Winter. das schöne Berlin. Ecke Geisbergstrasse. So zählte sie wahrhaftig die Cornflakes fürs Frühstück ab. die eine relative günstige Mietwohnung ihr "eigen" nennen konnte. Sie stellte viele Fragen über die Schweiz.diversen Ausweise (Pass. Am späteren Nachmittag war ich also dann bei Daniela mit Sack und Pack eingezogen. vor allem in diesem Winter war Berlin grausig anzusehen. Sie war schon fast 10 Jahre in dieser Endlosschleife. In einem alten. etwas verwildertem Innenhof. Vom Wittenbergplatz. Es war eine bedeutende Nacht: meine erste Nacht seit 5 Jahren und 261 Tagen ausserhalb Liechtensteins. Stock. schlief ich in meiner ersten Nacht in Berlin in einem grossen Bett mit fein duftender Wäsche ein. Sie wohnte in einer klassischen Altbauwohnung an der Ansbacherstrasse (um die Hausnummer 60/62/64 rum). warum Berlin. vermietete sie das zweite. ID-Karte und Führerschein) . Sie war eine derjenigen Glücklichen in Berlin. Nervös über alles was jetzt passieren würde. 198 . kleinere Schlafzimmer. wie sich rasch herausstellte. wenn es bitter kalt in Berlin wird und die Kosten wegen der Heizung steigen. 3 Mal per Email und mittels eines einzigen Telefonanruf Kontakt. warum im Winter? Berlin. Jeweils in den Wintermonaten.

dass dies alles entweder ein Dummer Streich oder ein Irrtum von Kieber sein musste. Der Diener nahm das Paket an und übergab es Hans-Adam: obwohl dieser lesen konnte. riss er die angeklebte Schuhschachtel voll mit Gerichtspapieren weg und lies das 3-D-Modell ohne Hemmungen im Schlossabfall-Container entsorgen. Januar 2003 Kiebers dicker Brief war auf Schloss Vaduz am Nachmittag angekommen. dass nun nur zwei Personen. Sie beiden kannten Kieber ja persönlich und wussten daher wer der Absender war. Die ganze Nacht hindurch wurde über dem Brief gebrütet und sie versuchten sich einzureden. VADUZ 9. Januar 2003 Mangels steigender Unklarheit was Kieber mit all dem meinte und da Hans-Adam als Staatsoberhaupt ja immer auf seine eigene Polizei zurückgreifen konnte. Hans-Adam. erschien als total undenkbar. Da im Brief erwähnt war. entschloss er sich doch die Landespolizei zu 199 . sondern auch mit den Vorbereitungen für die in den nächsten Tagen alljährlichen stattfindenden Empfang des ausländischen Diplomatischen Korps auf Schloss Vaduz.VADUZ 7. Januar 2003 Wie von Kieber beauftragt. Dass er ihnen einen wilden Brandbrief schreiben würde. VADUZ 8. dass das 3D-Modell für das Gericht hergestellt worden war. Für die nächsten 24 Stunden wurde das Kuriosum „Heinrich Kieber‚ wiederum unter den ranghöchsten Mitgliedern des Hauses Liechtenstein im Schloss diskutiert. Alois war nicht nur sehr stark mit dem Endkampf der im März 2003 bevorstehenden Volksabstimmung um die neue Verfassung beschäftigt. fuhr das Taxiunternehmen Gabor mit dem rissen Paket um 11:35 beim Schlosstor vor. Eine der zwei Sekretärinnen von Hans-Adam öffnete den Brief und konnte sich keinen Reim daraus machen. HansAdam und Kieber von der Sache wussten. Da der Brief ausgiebige Schriftstücke enthielt. entschied sich der Schlossherr vorerst niemanden ausserhalb der Familie zu informieren. zusammen mit seinem Erstgeborenen. waren dies für Hans-Adam und seinen Sohn mehr verwirrend als aufklärend.

wurden bei ihm streng unter Verschluss zurückbehalten. dem Gericht und dem Schloss (damit Hans-Adam den Überblick behielt. Schlachter von der LGT Bank und dem Chef der Treuhand Nicola Feuerstein (der Exboss von Kieber). indem er behauptete. wer welche Dokumente erhalten hatte). Bei einem Treffen um 18 Uhr im Schloss zwischen Hans-Adam. Alle vier Herren bestätigten ihm. 200 . Auf Befehl von Hans-Adams wurden danach von ausgewählten Einzelstücken Kopien angefertigt. zeigte der Hausherr allen anwesenden die vollen Unterlagen von Kieber. dass Kieber – mit seinen offenbar tiefen Kenntnissen aller Daten und Leichen im Keller – angeblich in Deutschland herum irre. Der Rest des Originalbriefes samt Beilagen (ohne das Kerkermodell. Worauf hin HansAdam heftig unterbrach und fragte. Es war nicht nur die Ungewissheit darüber. seinem Bruder Philipp (CEO der LGT Gruppe). nicht dumm sei und bekanntlich ein Elefantengedächtnis besitze. dass er also die eigentlichen Daten wirklich hatte. dass niemand die Daten der Treuhand mitnehmen kann und Kieber ja keinen Beweis (z. dass im Abfallcontainer des Schloss auf das Ende in der ca. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht hatte und wenn überhaupt. die Herren Piske und Dr.a. seinem Erstgeborenem Alois. Feuerstein versuchte die anwesenden damit zu beruhigen.rufen. sowie auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine auf CD gebrannte Kopie dem Generaldirektor der LGT Gruppe. + VI. Feuerstein erwiderte. Hr.) der LGT Treuhand berichteten. Schon alleine die Vorstellung. dass sich grosses Unheil über sie zusammenbraute.oder -Bankgeschäfte handelt. Um 11:30 rief Frau Schädler vom Schloss dort an. in welchem Umfang. wie den Kieber an solch massive Detailkenntnis gelangen könnte. Piske. führte zur allmählich Dämmerung bei den Herren. ohne die Daten zu haben. Davon überbrachte die Polizei persönlich jeweils ein Set Kopien auf Papier der STA. die im Detail über die schmutzigen Geschäfte und Leichen (u. veranlasste der Schlossherr die Unterlagen zu zensieren: Alle jene Seiten. 1000 Grad heissen Flamme des Müllverbrennungsanlage im schweizerischen Buchs/SG über dem Rhein wartete) wurden dann von der Polizei abgeholt und ein Register angelegt.B. dass es sich bei den von Kieber beschriebenen Vorgängen und exakt aufgelisteten Mandatsdetails tatsächlich um LGT Treuhand. dass Kieber lange genug bei der Treuhand gearbeitet hatte. als Beilage im Brief) dafür geliefert hat. Punkte V. Bevor aber die von Kieber dem Hans-Adam zugesandten Schriftstücke der Polizei übergeben wurden.

der Kripochef Herr Jules Hoch. Dieser sollte sich einen Reim aus der Schriftenflut von Kieber machen und hauptsächlich die KKZ beraten. Januar 2003 Die KKS.und Aussenministerin. Als allererste Vorsichtsmassnahme hatte Hans-Adam beschlossen. Unter dem Vorwand der Sicherheit für seine LGT Gruppe. für ihn als Staatsoberhaupt und für das ganze Land. Sie machte sich angeblich Sorgen um Kieber. einer Kriegserklärung gegenüber dem "ganzen" Land Liechtenstein gleich kam.: Namen mir nicht bekannt. die Truppe der STA (Dr. einen TOP Psychologen hinzuzuziehen – Den besten Psychologen Europas . die öffentliche Dienstpflicht der mit staatlichen Aufgaben betreuten Teilnehmer (Regierungschef. Regierungschef Herr Otmar Hasler.und Justizministerin Frau Rita Kieber-Beck (Anm. Angeblich soll sich die STA Alma Willi sehr betroffen gezeigt haben. um 20:30 die Regierung in einer Sondersitzung im Regierungsgebäude informiert.: Nicht mit mir verwandt). sowie später dann „der Professor‚ (Dr. Schlachter und Feuerstein) hatte entschlossen. Haun und Willi) sowie die Führung der LGT Bank und der LGT Treuhand. Anm. unter dem Vorsitz von Hans-Adam. VADUZ 10. Robert Wallner.: Was immer das heissen mag. Es wurde dort sofort eine Kriegskommandozentrale. dem Regierungschef Hasler und weiteren Teilnehmern (Anm. Thomas Müller aus Wien) waren der weitere Personenkreis im KKZ. ich vermute aber Piske. in Anwesenheit vom Erbprinz Alois. jegliche unter dem Schirm der KKZ möglicherweise gewonnene Erkenntnis über die Geschäfte seiner LGT Gruppe im Sinne der rechtsstaatlichen Aufgaben zu verwenden. die Aussen. hatte er ihnen untersagt. Kundendaten aus Liechtenstein mit ins Ausland genommen zu haben. STA und Polizei) zu beschneiden. kurz die „KKZ‚ installiert und mit allen nur erdenklichen Mitteln und Vollmachten von Seiten Hans-Adam ausgestattet. Gegen eine solche einschneidende. im Prinzip rechtswidrige und beispiellose Massnahme hatten die Betroffenen nichts einzuwenden. Diese Sitzung verlief sehr chaotisch. Justiz. da allein Kiebers Andeutung. Im KKZ hatten federführend Hans-Adam und Erbprinz Alois das Oberkommando.Wegen der akuten Brisanz der Lage wurde am selben Abend. 201 .

Er versprach. Eine juristische Hürde sozusagen. dass Kieber eine Art Freundin hatte.wie am Besten an Kieber und vor allem an die Daten gekommen werden kann.1. sich per Privatflugzeug nach Altenrhein in die Schweiz fliegen zu lassen und dort von einem Fahrer der Regierung am Flughafen abgeholt und sofort auf Schloss Vaduz chauffiert zu werden. bis Montag Mittag. Dies war dem HansAdam egal! Es wurden zwei Liechtensteiner Polizeibeamten. zudem nicht in Mauren. Er schlug Hans-Adams Angebot dankend aus. er konnte den Auftrag annehmen. Dieser „Professor‚ wurde sofort im Ausland kontaktiert und man hatte Glück. wo er sich versteckt hielt. zu leeren und dann zu überwachen. Illegal daher. Es wurde auch eine zeitlich unbefristete Rund-um-die-Uhr Objektüberwachung seines Elternhauses im Mauren ab 16 Uhr angeordnet. Anm. Er wollte lieber mit dem eigenen Auto anreisen. dass er wirklich nach Deutschland abgereist war. Man glaubte ihm nicht. die besagte Dame überwachen zu lassen. ordnete Hans-Adam an. da eine solche verdeckte Polizeioperation der Liechtensteiner in Zürich sicher nicht durch den Polizeikooperationsvertrag vom 9.03 . Da gab es aber ein grosses Problem. dritte Person ruckzuck mit einem unmarkierten Liechtensteiner Polizeiwagen (VW Bora) ins 110 Km entfernte Zürich geschickt und die Strasse/Wohnung wo die besagte Dame wohnte.: Alle drei Massnahmen brachten nichts.im Grunde illegal – überwacht. Juli 2001 zwischen der 202 . plus eine weitere. Kieber würde sich dort im Haus versteckten. In deren paranoiden Besessenheit herauszufinden. das Postfach in Mauren. am nächsten Tag nach Vaduz zu reisen. Es wurde vermutet. sondern in Berlin war und meine Stiefmutter für mehrere Wochen nach Asien abgereist war. die Mobiltelefonanschlüsse von Kieber und seiner Stiefmutter sofort abhören zu lassen.03 um 10:06 an meine Hausärztin) abgeschaltet hatte und die SIM-Karte vernichtet hatte. Des Weiteren hatten die Handlanger von Hans-Adams in Erfahrung bringen können. den 13. da ich mein Mobiltelefon nach meinem letzten Anruf (am 7. wo seine Post seit Anfang Januar ’03 umgeleitet wurde. da sie in Zürich wohnte und auch noch Schweizerin war.1. Die KKZ hatte keine Zeit und Lust auf die im Gesetzt vorgeschriebenen Richterbeschlüsse zu warten und es wurde von oberster Stelle befohlen.

dass Hans-Adam als auch die Regierung äusserst angespannt waren und nicht aufhören wollten. Der Professor erkannte sofort. daher eine dritte. als würde die Welt untergehen können. Anm. Aber es hat mit der Tatsache zu tun.: Herkunft und Funktion der „dritten Person“ wurde mir nie ganz verraten. die zwei Vaduzer Polizisten aus juristischen Gründen NICHT hätten auf mich zugehen können. war ein Termin mit dem Regierungschef Hasler unten im Regierungsgebäude der nächste Stopp. Nachdem er von Hans-Adam auf Schloss Vaduz empfangen wurde und mehr oder weniger aufgeklärt wurde. Er verstand und versprach sein Beste zu tun. Er hatte aber Zugang zu allen Daten. elektronisch wie auf Papier. falls ich dort anzutreffen gewesen wäre. Januar 2003 Der Professor Dr. VADUZ 11. zu jammern.Schweiz und Liechtenstein gedeckt war. den 101er & 140er Akt) praktisch ohne Unterbruch für die nächsten 48 Stunden studierte. Dann wurde er buchstäblich in eine Art Abstellkammer gesetzt. Thomas Müller erreichte Vaduz schon in aller Frühe. Zwischen 16 und 18 Uhr wurde unter Mithilfe des Leiters der ITAbteilung ein Inspektion des alten Arbeitsplatz von Kieber bei der LTV durchgeführt. „neutrale“ Person vermutlich versucht hätte mich bis zum Eintreffen der vermutlich herbeizurufenden Schweizer Polizei irgendwie „festzuhalten". Die Sache wäre höchst delikat. dass. Kieber hatte lediglich im DOCUWARE (e-Doc) Projekt gearbeitet. da man unter den normalen Kunden auch sehr viele exponierte habe. Unten im Dorf war aber das Gefühl einer 203 . Fazit und Kommentare der IT-Spezialisten: Kein Material von Kieber gefunden. nichts und niemanden je etwas zu sagen. alle Beilagen. wo er alle Unterlagen über und von Kieber (zensierter Brief. Ihm wurde insbesondere eingehämmert. Kieber hätte kein Fachwissen. Wer diese waren. die Besten der Besten zum Lösung des Problems verpflichten konnten. da sie überzeugt waren. Die Schweiz mag es auch gar nicht gerne. wurde dem Professor natürlich nicht gesagt: das liebe Bankengeheimnis. wenn ausländische Polizei ihre Bürger in der Schweiz überwacht.: Wie man sich später täuschen würde. Anm. Hans-Adam und sein Erstgeborener fühlten sich nun etwas entlastet.

driftete eher zur Meinung. Meine Angaben im Brief waren ja deutlich genug. Sie versuchten fälschlicherweise mein Computerwissen klein zu reden und auch sonst unlogische Kommentare abzugeben: wie die mit dem DVD-Brenner. dass es mit dem „guten Ruf‚ Liechtensteins vorbei sei werde. Anm. Kommentare & Vermutungen am Ende der Sitzung: Es fehle der Datumskleber auf dem fotografierten DTL-Band (Tape). Zwischen 18:15 und 20:30 wurde wiederum eine KKZ Sitzung bezüglich der Daten einberufen. Ich hatte ja KEINEN Beweis. Kieber habe gar keinen DVD-Brenner. die LGT Gruppe. wie zum Beispiel eine Kopie der Daten. da Kieber den Deutschen aufzeigen und beweisen könnte. Hans-Adam hatte hauptsächlich Angst um seine sprudelnde Geldquelle.Erleichterung bei der Regierung noch nicht angekommen. Die IT-Abteilung.12. Fazit. Die Regierung dagegen war in Panik. weil sie wussten. Kieber habe wohl leeres Band mitgenommen. dass dies nicht notwendig wäre. Januar 2003 Die Kälte und Berlin. ob ich einen habe oder nicht. HansAdam und die Regierung mussten sich auf die Aussagen seitens der ITAbteilung irgendwie verlassen können. Zudem war es in der Tat kein Problem einzelne Mandate für eine Kopie des DLT-Tapes wegzulassen. Hans-Adam und seine Regierung mussten sich ja auf die den Aussagen der IT-Leute zu 100 % verlassen können. im Brief an Hans-Adam beigelegt. Berlin ! Ich weiss jetzt nicht mehr ob der Spruch des regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit „Berlin ist 204 . blind davon „Kalt erwischt“ worden zu sein. Sie konnten doch gar nicht wissen. BERLIN 8. dass offenbar ein Tages-BackUp-Tape (das Datensicherungsband) ihnen irgendwann im 2002 „abhanden“ gekommen war und sie all die Monate nichts davon gemerkt hatten. wie man in Liechtenstein wirklich die heissen Finanzgeschäfte abwickelte. Anwesend war Herr Feuerstein und der Leiter der IT-Abteilung der LGT Treuhand. dass ich die Daten nicht hätte. Brrrrrr. .: Der IT-Abteilung war es äusserst peinlich. Das Herauslassen der privaten Stiftungen der Mitglieder der Familie von Hans-Adam auf den Extra-DatenSpeicher sei gar nicht möglich. seinem goldenen Esel. da ich der Überzeugung war. Berlin. All dieses Verhalten seitens der IT-Abteilung (was ich menschlich nachvollziehen kann) würde aber folgenschwere Konsequenzen für alle an diesem nun sich entfaltenden Drama haben: Das Vertrauen von Hans-Adam und der Regierung in die IT-Abteilung der LGT Treuhand wurde in der Folge sehr stark strapaziert.

Überall musste gespart werden. aber sexy‚ schon damals galt. sie glaubte mir. war ein Besuch vom 205 . Gut für ihn. und da wurde ich hellhörig. die – zumindest im Winter – soviel Hundekot auf den Bürgersteigen liegen hat wie Berlin. Was immer ich ihr erzählt hatte. ich kenne keine Stadt der Welt. und was dann? Sie schilderte mir. sagte sie mir. dachte ich. die sind wirklich nett. Ich hörte ihr geduldig zu und hackte nach: Ja. Ich habe mich im kleinen Zimmer eingerichtet und versuchte so wenig wie möglich mit der Daniela zu kommunizieren. so dreckig waren sie. Und der Hundekot! Meine lieben Berliner. Konnte ich nachvollziehen: etwas paranoid erschien sie mir ja auch.pleite. Der Libanese war kein Terrorist. Die Berliner Leute selber. Aber plötzlich. als wären sie gerade von Hindukusch her angereist. Sie hätte vor 2 Jahren einen Libanesen als Untermieter wie ich gehabt und sie schöpfte den Verdacht. konnte ich an allen Ecken sehen. Sie würde mir gerne die Sehenswürdigkeiten Berlins zeigen. Sie war sich sicher. Sie hatte ursprünglich keine Skepsis mehr. dass sie mit dem Berliner Verfassungsschutz in Kontakt getreten war und diese ihr zuerst nicht glaubten. bis zwei davon zu ihr nach Hause kamen und den Libanesen besuchten. Daniela fragte mich „dicke‚ aus und naturgemäss konnte ich ihr nichts von meinem wirklichen Leben erzählen. 2 Stunden am Nachmittag. Warm verpackt waren wir um die die Mittagszeit aufgebrochen. Da sind die Schweizer Hundebesitzer erstklassig. erklärte sie mir. Mist für mich! Was würde sein wenn die Daniela irgendwas über mich zusammen spinnt und das letzte was mir jetzt noch fehlen würde. dass sie halt ein paar eher private Fragen stellen müsse. dass er etwas mit Terrorismus zu tun hatte. Auf jeden Fall hatte sie die Beamten solange bearbeitet. Als hätte ich nicht schon genug Action im Leben konnte sie mich überreden. Um gegen den Stress anzukämpfen wollte ich einmal schwimmen gehen. Der Berliner Menschenschlag ist sehr erfrischend. mit ihr im nahen Park des Zoologischen Gartens spazieren zu gehen. Dass die Deutsche Hauptstadt pleite war. von der Handvoll öffentlicher Hallenschwimmbäder waren mehr als die Hälfte aus Kostengründen oder mangels Unterhalt geschlossen. wobei sie sich als Mitarbeiter der Ausländerbehörde ausgegeben hatten. So hatte ich jedenfalls gedacht. Die Stadtbusse sehen aus. dass er ihr über sein Leben eine Lügengeschichte auftische. der Rest hatte irreale Öffnungszeiten von 1-2 Stunden am Morgen und evt. Dies muss ihr wohl etwas suspekt vorgekommen sein.

Es stellte sich heraus. wo wir Tee bei einem langjährigen Nachbar (wenn ich mich nicht täusche. Leider war deren Tresorraum eine der neueren Bauweise: d. mich beim Besuch zu begutachten. das solche Strahlung 206 . dass ich meinen ganzen Laptop etwas quer gestellt hinein schieben könnte. umso heisser wurde es mir. Wie bei meinen Erkundungsausflügen kreuz und quer durch Berlin in den letzten Tagen. die Kundenfächer selber wurden von der Bankseite aus elektronisch geöffnet und nur von Kundenseite aus mit einem Schlüssel. akuteres Problem lösen: Da ich ja meinen Laptop. sodass ich sogar schwitze. Am Freitag war ich in aller Früh schon losgefahren um bei diversen Banken nachzufragen. Die kiloweise Papierdaten waren aber im blauen Handkoffer im Schrank im Zimmer verschlossen. Mein Plan war. zumindest 4-6 Wochen bei dieser Adresse zu bleiben. bat sie mich mit ihr ein Stockwerk tiefer zu gehen. weil er mich in der Küche an die Seite genommen hatte und mir es erzählte und zum Schluss bemerkte. Aber die elektronische Verriegelung und damit die elektromagnetische Strahlung machten mir Sorgen: ich habe gehört. Ich erfuhr dies. ob ich eventuell eine Gefahr für sie und/oder Deutschland sei. Scheisse und Merde zusammen. Nun wusste ich. dass sie ihn vorher beauftragt hatte. um meinen raschen „Abschied‚ vor ihr nicht verdächtig erschienen zu lassen. dass ich mich jetzt schon auf eine Suche nach einer anderen Unterkunft machen musste und auch einen guten Grund finden musste. All die Daten bei ihr zu Hause. Vorher musste ich aber ein anderes. ob sie freie Tresorfächer zu vermieten hätten. in den Taschen. die Kopien davon sowie die 2 kleinen Externen Harddisk nicht ständig auf mir tragen konnte und auch nicht mehr im Zimmer aufbewahren wollte. hatte ich auch jetzt meine elektronischen Datenspeicher auf mir. Er bescheinigte ihr. musste ich eine passende Bank mit passendem Tresorfach dafür suchen. und noch Platz für den Rest da wäre. das DLT-Tape. Als wir dann nach Hause zurückgekommen waren. Mich beruhigte dies ganz und gar nicht. dass die Daniela ab und zu spinnt.h. in der Nähe des Eingangs des Zoos. Nicht weit weg von Danielas Wohnung. nun hatte ich ein weiteres Problem.Verfassungsschutz! Je länger wir da in der Kälte spazierten. Ideal wäre die Filiale der Berliner Volksbank AG an der Budapester Strasse gewesen. dass ich OK sei. um herauszufinden. Ein Test ergab. war es ein Lehrer oder ein Pädagoge) trinken würden.

50 Postschliessfächer. Sie hatten ca. Und mein Plan sah nicht 207 . wo noch altehrwürdige Tresorräume verwendet würden. aber um ein Konto zu eröffnen. Freundlich begleitete man mich bis zur Türe. Ich hatte keine Angst. Bei der 7. z. Zudem wusste ich. dass es eine kleine Firma in Berlin Wedding gab. Die Berliner Sparkasse hätte ja keinen Grund gehabt. den CDs oder auf den externen Harddisks eventuell schaden könnten. Dieses Mal klappte es mit meinem Reisepass. Die 6. sagten sie mir. Da ich ja nur ein einfaches Sparkonto. Ich erklärte dies dem braven Bankangestellten und gab die Geschäftsadresse der privaten Postfachfirma als meine Wohnhausadresse und die zweistellige Zahl meines neuen Postfachs als meine Wohnungsnummer aus. dass diese Art von Konto keinen Postversand generierte. Vorher könne man mir kein Konto und Schliessfach anbieten. Im Gegensatz zum Deutschen Pass. ehemaligen Quartierladen. Ein Rest von Bankgeheimnis war doch wohl in Deutschland noch vorhanden.h. Ich konnte ja schlecht die Adresse von Daniela verwenden. Ich verabschiedete mich mit der Lüge. den Namen Heinrich Kieber zu verwenden. die man von Aussen her Tag und Nacht erreichen konnte. Eine Internetsuche ergab. dass die Berliner Sparkasse noch ältere Filialen hatte. also keine Karte für die Geldautomaten oder ähnlichem haben wollte. unechten Wohnadresse zu überzeugen. da ich denen ja geschildert hatte. D. Oder? Die Bank aber forderte von mir eine Wohnsitzbestätigung aus Berlin.B. worin meine alte Adresse aus Liechtenstein notiert stand. der Polizei „zu melden‚. dass ich mir eine solche Wohnsitzbestätigung holen würde und morgen wieder kommen würde. gefundene Filiale wäre auch ideal gewesen.den Daten auf dem DLT-Tape. Ich mietet mir ein Fach und bezahlte die Gebühr bis Ende März '03 im Voraus in Bar. dass ich gerade aus der Schweiz hierher gezogen wäre. stand im Liechtensteinischen Pass KEINE Wohnadresse. 7. Ein älteres Ehepaar führte das Geschäft in einem kleinen. Es bedurfte geschickter Überredungskunst um ihn von meiner neuen. die eine Art ‚Postfächer‚ an Private vermietete. ausgerechnet mich bei den irgendwelchen Behörden. Meine Erhebungen ergaben. Filiale wurde ich fündig. Ich musste unbedingt eine Lösung für eine Berliner Adresse finden. zumindest nicht bis Jahresende. Eine halbe Stunde später stand ich vor der ausgewählten Filiale Nr. musste ich meine Liechtensteiner Identitätskarte vorlegen. von wo nur die Miete für das Tresorfach abgebucht würde. klappte es mit dem Kontoeröffnung. Ich fuhr per Taxi an die angegebene Adresse. Diese Bank kam also nicht in Frage.

obwohl sie – dank ihrer vielen freien Zeit – ständig Vorschläge für den Besuch von Berliner Sehenswürdigkeiten machte. zusammen mit allen meinen persönlichen Papieren. Den Pass brauchte ich ja um mich beim nächsten Bankbesuch ausweisen zu können. Ich zahlte ca. Ich wickelte den Laptop in ein Küchenhandtuch und verstaute es zusammen mit den anderen Datenträgern (mit Ausnahme einer der zwei externen Harddisks).und Bankdaten. um sicherzugehen. waren im Handkoffer mit einem kleinen Bügelschloss abgesichert. denn schnellsten Weg dorthin via Ringbahn. Ich war sehr müde. Ungern entschloss ich mich deshalb. als ich Sonntagabend heimkehrte. Schlüssel verliert. Am Wochenende unternahm ich eine Monstertour kreuz und quer durch Berlin. als keiner. auch für unterwegs immer einen Ausweis. die ich mitgenommen habe. Ich bekam zwei Schlüssel. 250 Euro auf das Konto ein. Daniela liess mich zum Glück alleine. dort wo die Winterstiefel sich oben an der Haut schürften. von wo ich aus starten müsste.vor. ja nach dem. dann muss man der Bank ein neues Schloss bezahlen). Einen legte ich wie immer in solchen Fällen direkt in das Tresorfach hinein (nicht empfehlenswert. Ich notierte mir wichtige Punkte. Jetzt war ich sicher. Daniela empfahl mir in einer der massenhaften vorhandenen Apotheken (kein Land hat so viele wie 208 . Von den vielen hektischen Fussmärschen durch Berlin hatte ich mir rund um die Fussfessel. von irgendjemand vom Hauptsitz aus Vaduz auf Besuch in Berlin erkannt zu werden. denn wenn man den 2. U-Bahn oder Linienbus. Besser irgendein Ausweis. Nicht auszudenken: ich gerate in eine Kontrolle mit keinem oder ungültigen Fahrschein und würde mangels Ausweis bei der Polizei landen. ich weiss es nicht mehr genau). dass ich während deren Öffnungszeiten immer Meilenweit davon weg war. Um nicht evt. dass mir zumindest keine „elektronische Datenpanne‚ bei der Daniela passieren könne. In meiner Situation war es besser immer einen gültigen Fahrschein zu haben. Ich suchte das Gebäude wo die LGT in Berlin eingemietet war auf. Die paar Kilos an Treuhand. wo Heinrich Kieber drauf stand (mit Ausnahme des Passes) im Tresorfach. meinen Reisepass auf mir zu tragen. einen ringformähnlichen Ausschlag geholt. Im Notfall auch per Taxi. Erleichtert legte ich die lange Strecke von der Bank zurück zur Wohnung von Daniela zu Fuss ab. war es eine Wochenfahrkarte. Man wusste ja nie. Ich kaufte mir eine Monatsfahrkarte (evt. wie die genaue Adresse der USBotschaft oder des Deutschen Finanzministerium. dass ich dann noch in Berlin wäre.

vermutlich schon bald mehr als Gläubige) Essigsaure Tonerde in Flüssigform zu kaufen und die roten Schrammen damit einzureiben. noch eine Kopie von deren Schilderungen. Man weiss ja nie. Wir schauten gemeinsam noch etwas TV und dann ging ich zu Bett. ob sie auch Kondome mitbringen soll. VADUZ 12. 209 . unter die Nase reiben würde. Januar 2003 Der Professor kam nach 2 Tagen Studium am Sonntag mit schwerem Kopf für eine kurze Mittagspause aus der Kammer gekrochen. raus aus dem Raum. nööö – es war so kochend heiss. Hastig ging ich also raus aus der Wohnung. Nicht das das Wasser daraus zu kalt war. Jene „schmutzigen‚ Mandate. wenn Liechtenstein einem ausländischem und auswärtigen Professor auch noch den Beweis von Kiebers Anschuldigungen in Bezug Geldwäscherei. Natürlich hatte ihm niemand weder einen Einblick in die echten Treuhand/Bank-Daten (diese Daten hatte die Regierung logischerweise selber auch nicht). wie Kieber sie beschrieben habe. Mann oh Mann. gewährt. Ebenso würde er später auch NIE auch nur ein einziges Mandat je zu Gesicht bekommen. hätten ihn schon brennend interessiert. Der Warmwasserboiler im Badezimmer wurde vermutlich noch zu Hitler’s Zeiten gebaut. „Es ginge mir nicht so gut‚. schrie ich höflich zurück. dass man die Badewanne zu 4/5 mit eiskaltem Wasser füllen musste. wo kämmen die da hin. sagte ich zu meinem Spiegelbild. Aber Hallo. Korruption etc. Jetzt war es wirklich Zeit für mich eine andere Unterkunft zu finden. wo das KKZ alle relevanten Unterlagen zu Thema „Heinrich Kieber‚ aufgeschichtet hatte. „Nein Danke‚. dachte ich mir. die sein eigenes Land (Österreich) betrafen. schlüpfte ich in mein Pyjama und Daniela hatte mir eine Tasse Tee angeboten. Frisch gewaschen und durchweicht. Zurück daheim. schwang ein Badetuch um meine Hüfte und holte noch schnell meinen blauen Handkoffer aus dem Zimmer und schleppte ihn mit ins Badezimmer. als ich mich spontan entschied ein heisses Bad zu nehmen. rief Daniela mir aus der Diele zu. sicher mehr als Kirchen. rein in die nächstgelegene Apotheke. dass sie nur schnell Tabak und Zigarettenpapier (kam günstiger) kaufen gehe und fragte. Die kommende Woche würde ja streng werden. auch das noch.Deutschland. Sicher ist sicher. um nicht verbrüht zu werden.

erklärte er Hans-Adam am Telefon. Man holte eine Passamtperson um 10 Uhr aus der verdienten Sonntagsruhe und bewerkstelligte die Herstellung der zwei Pässe rasch und problemlos. herstellen zu lassen. wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen sollte.1. zum Schein auf Kiebers Angebot einzugehen und zwei neue Pässe herzustellen und in einem Umschlag am Montag zur LGT in Frankfurt zu bringen. Beide wurden über die ganze Angelegenheit ausführlich informiert. Ohne Frühstück. Der Professor empfahl. dass sie angeblich keine Pässe ausgestellt hatten. Stattdessen begab ich mich auf schnellstem Weg zu einem Internetcafé. BERLIN 13. um von Professor zu erfahren.) und dem „1. Termin“ (14.: Ich lag richtig in meiner Planung. wurde von Kieber sehr präzises im seinem Schreiben festgehalten. Ein Bankdirektor der LGT Vaduz soll mit ihm am 13. Januar 2003 (vormittags) Wieder hatte ich eine Nacht in Berlin überlebt. ob sie die Pässe überhaupt erstellen sollen. Aus reinem .03 nach Frankfurt fahren. Ich musste eine Unterkunft für spätestens 210 . Der Professor erwiderte.nachvollziehbarem . wo ich fieberhaft im Netz nach Angebote für ein möbliertes Zimmer suchte.1. Schlussfolgerungen ziehen konnte und jetzt Empfehlungen abgeben könnte. Anm. Der Vorteil für Kieber war. ich würde eines der vielen Museen besuchen gehen. dass das Problem sehr tief liegen würde. Dies misslang auf Grund technischer Unkenntnis in Bezug auf Bedienung der Passmaschine. dass er sich seit Monaten für dieses Bühnenstück vorbereiten konnte.Hans-Adam rief mehr als 4 Mal in der Kammer an. versuchte man es zuerst mit eigenem. ob er sich schon einen Bild machen konnte. aber immerhin nach einem selbst gemachten Tee. 2008 inkorrekt behauptet. Da es Sonntag war. nur ganz wenige Tage zwischen der Briefankunft auf dem Schloss (7. Als Fahrer soll die rechte Hand von Hans-Adam.01. zwei Pässe mit den gewünschten falschen Namen und mit 2 der 4 Passfotos von Kieber. Den „Fahrplan‚. die er dem Brief beigelegt hatte. verabschiedete ich mich bei Daniela mit der Bemerkung.) zuzulassen. Herr Gilbert Kaiser fungieren. Somit hatten sie keine Zeit viel nachzudenken. eingeweihtem Personal aus dem KKZ.Selbstschutz wird von HansAdam und Liechtenstein seit Feb. Auf Anordnung von Hans-Adams wurde das KKZ beauftragt.

Ich notierte die Nummer und rief auch gleich von einer Telefonzelle aus an.Morgen Abend finden. Die Monatsmiete für mein Zimmer war 380 Euros. sodass ich am nächsten Tag keine Zeit verlieren würde. Dies gefiel ihr. Es war eine ruhiges Quartier und das Mehrfamilienhaus am Ende. was die in Vaduz jetzt wohl alles machen. Ich fand ein Angebot. in der Ecke. das ganze. Ihre bisherige Mitbewohnerin habe sich letzte Woche klammheimlich aus dem Staub gemacht und sei ihr aber noch 2 Wochen Miete schuldig. Es sei ja billiger als im Hotel zu wohnen. Ich erzählte ihr. dass der Überraschungseffekt mir dienlich sein könnte. das Zimmer doch morgen. Und da sie viele charmante Schweizer kenne. Sie wohne in der Nähe der Kirche zum Heiligen Kreuz. Ich wusste. ungefähr immer zur selben Zeit das Mittagessen von der Küche bestellt.sehr schön. wenn er im Schloss war. rechnete ich ihr vor. Eine nette junge Stimme nahm den Hörer ab. dachte ich mir. dass Hans-Adam. da sie gleich zur Arbeit müsse und erst sehr spät abends heimkehren würde. Ich tippte in die Suchmaschine ein: „Untermieter gesucht‚. Es war schon komisch. Heute ging es ihr nicht mehr. 40 Minuten war ich dort angelangt. sodass sie ihre eigenen Mietkosten reduzieren konnte. ich sei auf Besuch aus der Schweiz hier und Berlin sooo schön finde. Ich versuchte mir vorzustellen. Treppe runter und Rechts sein. also eine Frau. wo ab sofort ein kleines möbliertes Zimmer offeriert wurde. Ich nahm den Bus zurück ins Zentrum von Berlin und setzte mich in ein Café. Da ich solches im Brief nicht angekündigt hatte. Etwas Schnee lag auf dem Fussweg. im Garten und auf der Strasse. Ich würde meine Miete pro Monat im Voraus bezahlen. Auch sie musste Untervermieten. Es hatte grosse Fenster und alte Bäume im Garten . offerierte sie mir. Ich notierte mir die Strasse und entschied für mich. Gemäss Klingel musste es die Wohnung im Erdgeschoss. Aus heiterem Himmel entschloss ich mich einfach mal beim Schloss Vaduz auf die Zentrale anzurufen. Dienstag in der Früh anschauen zu kommen. dass ich gerne noch 4-8 Wochen hier bleiben möchte und daher ein Zimmer suche. In ca. 211 . jetzt schon mal die Strasse aufzusuchen. kein Mann. Petra suchte eigentlich eine Untermieterin. Etwas Mut dazu brauchte ich schon. ein Anruf kann nicht Schaden und bis jetzt gab es ja noch keine Tote in diesem Drama. „Zimmer zu vermieten‚ oder „Mitwohnzentrale‚ etc. von wo ich die Berliner Welt zwischen 10 Uhr und 12 Uhr vor meinen Augen vorbeiziehen lies. Ich begriff.

nannte meinen Namen und fragte. also zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht. um die Zeit bis 14 Uhr totzuschlagen. sollte ich am nächsten Tag ausziehen. Er sagte auch. dass eigentlich niemand unterwegs war. wer mithöre. aber eben: Ich war froh. Dann würde ich nämlich die LGT in Frankfurt anrufen. Ich rief also vor dem Mittagessen an. dass ich nicht allzu lange telefonieren möchte. Er sagte mir. Ungeduldig stampfte ich zwischen den Telefonkabinen auf dem Wittenbergerplatz hin und her. sagte er zum Schluss. Ich war eher erstaunt. ob vielleicht eine Fangschaltung installiert wurde. Ich fuhr auf Umwegen mit Bus und Bahn wieder nach Hause. 212 . vielleicht würde ja jemand mithören. dies mit seiner Grossfamilie pünktlich und gemeinsam einzunehmen. Wenn ja. Das ganze Gespräch dauerte nur 2-3 Minuten. Er fragte mich 3 mal ob ich die Daten gut versteckt hätte. dann würde ich den Auftrag geben. Ich begriff diese Gerede über „Mithören‚ nicht ganz. dass letztmöglich jemand mithören würde. Er sagte mir. wo ich sicher sein könnte. Ich sagte ihm schnell. würde ich zuerst das Gebäude. private Postfachadresse in Berlin zu senden. Sollte dies klappen. mein Fach leeren kommen. ob ich mit Hans-Adam sprechen konnte. solches von ihm zu hören. um schneller bereit zu sein. wie die Sekretärin auffallend perplex über meinen Anruf war. Nach kurzer Wartezeit stellte sie mich zu Hans-Adam durch. die ich im Brief erwähnt hätte. Man kann sich heute nicht auf alle Verlassen. dass ich gemäss den Angaben in meinem Brief vorgehen sollte und er die Pässe ausgestellt hatte. Er war erstaunlicher Weise nicht all zu böse. Ich solle aber vorsichtig sein und nicht über die Daten reden.h. dass ich nicht mehr aufs Schloss anrufen solle. Ich erwähnte. dass keine Fangschaltung da sei und wir aber vorsichtig sein müssten. dies sei der Anfang einer Lösung und nicht der Anfang vom Ende. Daniela war nicht da.Er legt grossen Wert darauf. d. Ich hörte. Ich packte meine sieben Sachen zusammen. Dann könne ich mit ihm sicher reden. eine Person. was wir am Telefon hier besprechen: Man wisse ja nie. das Kuvert an meine neue. Mir würde später eine andere Möglichkeit zum Telefonieren mitgeteilt werden. um zu erfahren. dass er überhaupt mit mir sprach und ich glaubte. Er sagte weiters. da ich nicht wusste. dass ich in Deutschland war. für ein paar Tage ausgiebig beobachten und dann zu einer Zeit. was ich postwendend 3 mal bejahte. ob ein Kuvert für mich da wäre. was mir sehr gelegen kam. er war sehr besorgt über die Geschichte. wo mein Berliner Postfach im Erdgeschoss liegt. Darauf hin konnte ich nur ein starkes Seufzen hören.

Um auf alle Seiten abgedeckt zu sein. die damit zu erklären sei. Januar 2003 (vormittags) In aller Herrgottsfrühe fuhren Hr.VADUZ 13. war mein Brief eine versuchte Nötigung und KEINE Erpressung! Eine Erpressung wäre es dann. FL 1 angebracht) Richtung Frankfurt los. Das Gesetzt macht da ganz klar einen Unterschied. orderte das KKZ das Landgericht Vaduz an. Der Haftbefehl sollte aber noch nicht im Polizeisystem aktiviert werden. Ich wurde in der Folge später auch nie wegen Erpressung angeklagt und logischerweise auch nie dafür verurteilt. Mit dabei hatten sie ein dickes Kuvert mit Handschriftlichem Schreiben von Hans-Adam für Kieber und den zwei Pässen. wenn ich z. Die Untersuchungsrichterin. Der Bankdirektor und die rechte Hand Hans-Adams trafen in Frankfurt ein und nahmen sich zwei Zimmer im Hotel Palmenhof in der Bockenheimer Landstrasse.oder Betriebsgeheimnis zu Gunsten des Auslandes. Geld im Austausch für die Daten verlangt hätte. einen neuen Akt gegen Kieber anzulegen. Die Grundlage für einen Haftbefehl wäre eben die versuchte Datenunterdrückung & der Datendiebstahl. Es wäre A) die Fluchtgefahr gegeben. B) eine Verdunkelungsgefahr gegeben.B. da Kieber die Wohnung im FL aufgelöst hatte.das Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. die Nötigung des Staatsoberhauptes Hans-Adams und – was aus Liechtensteiner Sicht am Schlimmsten war . war der Professor mit dem Aktenstudium endlich fertig. Noch viel früher in der Nacht. bei Staatsanlässen wird das anderen Kennzeichen.: Welch Ironie dieses Gesetzeswortlauts: Im Gegenteil. Ausgiebigen Schlaf konnte er aber nicht erleben. um 03 Uhr morgens erst. 213 .: Wie die UR richtigerweise festgestellt hatte.) und C) insbesondere die Ausführungsgefahr. um die Wahrheit der „schmutzigen Geld-Geschäfte“ in Liechtenstein zu offenbaren. Frau Netzer wurde beauftragt. dass er – auf freiem Fuss gelassen – die Ermittlung der Wahrheit erschweren werde (Anm. „pro forma‚ einen Internationalen Haftbefehl zu beschliessen. Anm. wo er zusammen mit dem eintrudelnden Regierungschef Hasler die erste von vielen Tassen Kaffee oder Tee tranken. ich war auf einer Mission ins Ausland gegangen. da er dies detailliert im Brief an Hans-Adam angedroht hatte. Um 07 Uhr war er schon wieder in der KKZ. Kaiser und der Bankdirektor von Vaduz aus mit dem Diplomatenstaatswagen des Hans-Adams (dunkler Audi A8 mit Wechselkennzeichen FL 6333.

ob ein Kuvert für mich da sei. dass man sich für eine oder mehrere Razzien in Liechtenstein allzeit bereithalten sollte. dass in den Jahren 1994 bis 2004 (die Batliner CDs und meine LGT Daten ausgenommen) es 4 weitere. sich mit dem Dieb einigen zu können und somit ein Aufsehen mit einem Strafprozess und auch Schädigung des Rufes verhindern zu können.wenn möglich . Nur für den Fall. Er habe einen Umschlag von Hans-Adam für mich dabei. Zudem wurde beschlossen. auf die er vielleicht anrufen würde. wenn auch kleinere Fälle von Datendiebstahl gegeben hatte. Ich 214 . wenn es ums eigene Geld (Bank. nur wenn die Bank oder die Treuhand es selber wollen und sie einen Datendiebstahl bei der Polizei anzeigen. da der Diebstahl von Daten in Liechtenstein kein Offizialdelikt sondern ein Antragsdelikt ist und das bedeutet. wurde angeregt. Ich rief die Nummer der LGT Frankfurt an. Der Hintergrund des Gesetzgebers.Das Liechtenstein (über die KKZ) immer dann alle gesetzlichen Richtlinien und Vorschriften einfach zum Fenster raus schmeisst. instruierte das KKZ das Landgericht ein paar Hausdurchsuchungsbeschlüsse. da man es der Bank oder Treuhand überlassen wollte. lag darin. Ich sagte meinen Namen und fragte. Das hat oft gut geklappt. dass jemand hier sei. die Uhr zeigte Punkt 14 Uhr. Eine Datendiebstahlanzeige in meinem Fall lag aber nicht vor.oder Treuhanddaten) geht. wo es nie zu einer Anzeige kam. bereinigen konnten. dass die Bewohner der Gebäude anwesend wären.so ausgeführt werden. Der Bankdirektor Schlachter nahm den Hörer in die Hand. auch „pro forma‚ anzufertigen. diverse Handynummern sowie zwei Festnetzanschlüsse von Personen zu überwachen. dass niemand davon etwas erfährt und keine nötigen Gerichtsbeschlüsse gezeigt werden müssen. dann die Behörden aktive werden können. Die Razzien sollten aber . zeigte sich auch in diesem Fall wieder. da die betroffenen Firmen (3 Treuhandfirmen und 1 ausländische Bank) mit „Zahlungen“ die Sache selber. BERLIN 13. offenbar erfolgreich. der sich höchstwahrscheinlich im Ausland aufhielt. Die Angestellte dort sagte mir. Der Vorwurf des Datendiebstahls hätte gar nicht als Grundlage für den Haftbefehl herhalten dürfen. einen Datendiebstahl nur als Antragsdelikt zu klassifizieren. der mich sprechen möchte. Januar 2003 (nachmittags bis in die Nacht) Endlich. Es ist in Liechtenstein kein Geheimnis. Im KKZ wurde weiters folgendes entschieden: Um der Person des Kieber aufzuspüren.

er verneinte dies. Wir dürften keine Details oder Worte wie „LGT‚. das Kuvert mir persönlich zu übergeben. ob er den keine Telefonnummer auf dem Display sehe würde. Ich schlug dem Bankdirektor auch vor. meine Schreiben. Ich sagte ihm. sprich von HansAdam schnell „geschnappt‚ zu werden. er wüsste es nicht und möchte und musste es nicht wissen. Ich äusserte den Wunsch. Noch nach Luft ringend. Er wiederholte zudem mehrmals. ich sei wohl ein etwas wirrer Kunde und rief die LGT Frankfurt an. Die Dame dachte. Da hatte ich eine Idee. oder „Daten‚ u. einen Gefallen für den Hans-Adam zu tun. sondern in Berlin! Er glaubte mir es nicht. dass ich in Berlin war. wie ich beweisen konnte. Ich regte mich auf. Er erwiderte. Das sei alles gewesen. was man ihn gesagt hätte. aber dass es auch keinen Sinn machen würde. da ich ja von einer öffentlichen Telefonzelle anrief (was er als erstes von mir erfahren hatte). wieder einmal haben sie es nicht fertig gebracht. Ich dachte nur: Mist.w. hätte. dass man hier wohl alles selber machen musste. Da stand kein Wort darin. aber in diesem Stadium des ganzen Dramas war für mich die Gefahr.s. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. das ich in Frankfurt sein würde! Ich fragte den Bankdirektor. Ich war schon etwas sehr verwirrt über diese Aussage. dass er vom Hans-Adam persönlich beauftragt worden sei. sprich nicht akut. dass wir am Telefon sehr vorsichtig sein müssten. Etwas riskant. wenn er ja nicht im Bilde war. Hans-Adam am Abend selber anrufen zu können. um was es sich handle. kalkulierbar. dass ich nicht in Frankfurt war. Ich wurde dann mit dem Bankdirektor verbunden und damit gab es dann absolut keinen Zweifel mehr: ich war in Berlin! 215 . ich würde in 10 Minuten wieder anrufen. vollständig und richtig zu lesen. Er sei am Sonntag aufs Schloss gerufen worden und ihm sei aufgetragen worden.müsse ihn aber selber abholen. Er verlangte den Beweis. dass er angeblich absolut KEINE Ahnung habe. mit ihm weiter zu telefoniere. Ich musste ihm aber diesbezüglich glauben. in diesem Fall den Brief vom 7. ja das wäre logisch. erwähnen. dass ich wirklich in Berlin sei. der jetzt in der LGT Frankfurt sei. Ich rannte so schnell es ging zur neuen Niederlassung der LGT in Berlin am Kurfürstendamm Nr. 36. Er sagte. Zu meinem Erstaunen erläuterte er mir. Er wüsste nicht um was es gehe. dass ich einen Telefontermin mit einem hohen Bankdirektor der LGT Vaduz. erzählte ich der Empfangsdame. Ich erklärte ihm. Ich sagte. Mir kam dies sehr suspekt vor.1. Nein. Ich fragte ihn. nein – versicherte er mir. NEIN.03. ob er wüsste was in dem Kuvert sei.

da meine abgeschätzte Ankunft in Hannover erst spät in der Nacht erfolgen würde und ich mich dort sowieso nicht sicher fühlen würde. da ich Telefonkarten mit einem Wert von 5 oder 10 Euros gekauft hatte. einen strategischen Vorteil zu behalten. In derselben Minute widerrief der Bankdirektor die Aussicht. die schnell verbraucht waren. sprich nicht abhörsicher war und die Gefahr bestand.Der Bankdirektor erzählte mir. Der Bankdirektor sagte mir dann. Ich lag mit einer meiner Vermutungen wieder richtig: Hans-Adam hatte seine „Soldaten‚ nie ganz aufklärt und niemand gesagt. die Deutschen mithören könnten. Je mehr ich mit dem Bankdirektor kommuniziert hatte. Ich hatte um Bedenkzeit gebeten und sowieso musste ich das Telefonat oft unterbrechen und die Nummer neu anwählen. dass er mit Hans-Adam in der Zwischenzeit telefoniert hätte und dieser ihm nun aufgetragen hatte. da es utopisch war. Die angebliche Unkenntnis seitens des Bankdirektors darüber. dass Hans-Adam mich sprechen möchte und ich ihn aufs Schloss anrufen sollte. erinnerte ich mich. Ich suchte ein Internetcafé auf und schickte von meinem alten Emailkonto aus dem Hans-Adam und seinem Sohn Alois eine Email aufs Schloss Vaduz. Das Email hatte ich 3 Mal 216 . dass es keine Falle sei. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. Mir wurde gesagt. dass ich ihn. Ich hatte darin mein Unverständnis darüber dargelegt. dass ich aufs Schloss anrufen könnte. da die Leitung dorthin nicht gesichert war. mir aus Frankfurt entgegenzufahren. dass der Feinde. so könnte er doch die LGT in Berlin anrufen. Ich konnte diesem Plan nicht zustimmen. Wer garantierte mir. Ich schlug vor und bat ihn auch. dass man sich in Berlin treffe würde. dass ich ihn gestern aufs Schloss angerufen hatte: typisch Hans-Adam – immerzu bestrebt. In einem späteren Telefonat wurde mir gesagt. Ich erwiderte: Wenn Hans-Adam mit mir sprechen wollte. Ich lehnte dies ab. dass nun Hans-Adam mich persönlich sehen möchte und wir alle uns am Abend noch in Hannover treffen sollten. dass ich nicht in Frankfurt war und entschuldigte mich für die "Missverständnisse". fragte ich. machte mir schon zu schaffen. was wirklich los war. dass er offenbar frustriert war. um so weniger erschienen mir seine Verschläge einleuchtend. den Bankdirektor über den Sinn und Zweck seiner Reise aufklären sollte. mir zu sagen. mit dem von mir gewünschten Inhalt. dies würde nicht gehen. Ich hatte nochmals vorgeschlagen. ihm in einem Ferngespräch gerade heraus über das Drama zu berichten. er hätte ja auch das Kuvert. Der Bankdirektor schwieg dazu und hatte stattdessen vorgeschlagen.

li. Ich sollte nun den Zug um 19:56 von Berlin nach Köln nehmen: dort würde er. Des Weiteren wurde mir erklärt. Dies von der LGT Köln aus über eine abhörsichere Leitung. Es war die Nummer eines Handys worauf ich Hans-Adam persönlich anrufen könnte. dass offenbar Hans-Adam den Bankdirektor aufgeklärt hatte. Ich sagte ihm auch. so. Aber ich wusste. so wie er mir erläuterte. dass Hans-Adam grossen Wert darauf lege. So. Er sagte mir. Dabei wechselte ich immer den Standort und rannte dafür wie ein geköpfter Hahn kreuz und quer im Zentrum von Berlin herum. erklärte ich ihm. erwiderte ich. Ein paar Mal wurde heiss diskutiert und der Frust von Seiten des Bankdirektors war nicht zu überhören: „Enttäuschung‚ in Vaduz darüber. Na klar. muss jeweils telefonische Rücksprache mit Hans-Adam führen und sich sein „OK‚ zu holen. auch noch zu dieser dunklen Stunde. wie ich es geschrieben hätte. auf der Suche nach neuen. dass ich mich mit dem Bankdirektor noch heute treffen würde. lachte ich laut: Ich würde sicherlich kiloweise Unterlagen und Datenträger jetzt mit mir in Berlin herumschleppen. der Bankdirektor auf mich warten und ich würde nur so mit dem Hans-Adam telefonieren können.li) gesandt. dachte ich mir. Natürlich nicht! Sie wären gut versorgt.li oder mail@sfl. sfl@sfl. office@fuerstenhaus. wo ich die Unterlagen aufbewahrt hatte. Der Bankdirektor versuchte mehrmals auf verschiedene Art und Weise in Erfahrung zu bringen. Mir wurde auch eine Liechtensteiner Handynummer mitgeteilt.an die öffentlich bekannten Emailadressen (a. Es wäre ein komplexes Thema. Er wiederum. dass er in der Zwischenzeit wieder mit Hans-Adam gesprochen hatte und dieser ihn nun über die Lage informiert hätte. Dies um zu verhindern. die ich mir notierte. Ich war erleichtert. Er 217 . dass ich nicht in Frankfurt war. Dies trotz der Gefahr. dass sie mich elektronisch lokalisieren konnten. dass ich es ihm persönlich unter vier Augen in Berlin erklären könnte. hatte der Bankdirektor mich höflich gefragt. Danach rief ich wieder den Bankdirektor an und erzählte ihm vom Email.li.liechtenstein@sfl. post@sfl. die Datensicherung hier in Berlin. ich schon lange wieder weg über alle Berge sei. Ob ich die Unterlagen auf mir oder mit mir hätte. dass über die IP-Adresse meiner versandet Email der Standort des Internetcomputers herausgefunden werden könnte. dass wenn jemand die wirklich Strassenadresse ausforschen würde. Bis spät in die Nacht hatte ich mehrere Anrufe an die LGT Frankfurt gemacht und mit dem Bankdirektor gesprochen. „frischen‚ Telefonzelle.li.

Filialleiter Mitarbeiter. dass es sich um ein Schliessfach bei einer Bank handeln würde. um welche Bank es sich handelte. Zudem fragte ich den Bankdirektor ob er und die in Vaduz wohl verrückt geworden seien: a) wie sollte – wiederum rein hypothetisch – eine solche Aktion über die Bühne gehen. hatte ich dem Bankdirektor in Erinnerung gerufen. Um meiner ausgefeilten Sicherheit in Bezug auf die Daten etwas mehr Betonung zu geben. er die Mittel und Wege hätte. fragte ich den Bankdirektor. dass Hans-Adam Macht und Milliarden hat.. Er stammelte nur ständig.ist absolut unmöglich und reine Phantasie. dass Hans-Adam die Pässe heute Nacht übergeben würde und im Gegenzug heute Nacht gerne die Daten zurück hätte. versuchte er mir weiszumachen.. damit dort Mitten in der Nacht ein Safe geleert werden konnte . aber höflich. dass Hans-Adam in den Telefonaten mit ihm sehr besorgt über die Daten geäussert hatte. aber bitte – dass er die Autorität hat – rein hypothetisch . dass in der Nacht nicht zugänglich sei. Oder b) sie allen Ernsten wünschten. Da ich die offensichtliche Dummheit dieser Idee dem Bankdirektor nicht schnurgerade ins Gesicht schleudern konnte. dass seine LGT den Verlust des DLT-Bandes sowie der Originaldokumente ja nicht einmal gemerkt hatten. weil er 218 . Wie kommt ihr da auf die Idee. Obwohl ich nie erwähnt hatte. fragte ich ihn künstlich erstaunt. sagte ich. es ist jetzt fast 20 Uhr und es ist mir durchaus ganz klar. muss. dass wenn Hans-Adam wisse würde. Sowieso würde eine Datenübergabe für mich gar nicht zu Frage stehen. dass er nur darum ständig nach den Daten fragte. wie dies den geschehen sollte? Es sei jetzt Montagabend. alle Geschäfte sind zu..) irgendjemand die Sache sehr höchst suspekt vorkommen würde. dass sie sicher in einem Schliessfach waren. Was ich nicht wusste war. Sicherheitspersonal etc. muss. dass ich das Fach leeren sollte und mit all den Daten und Papieren quer durch Deutschland per Zug zu ihm reisen musste. dass er die Daten zurück haben muss. Ich entgegnete. So einen Blödsinn dachte ich mir. Als ich dann weiters erwähnte. Ich konnte mein Gelächter nicht mehr unterdrücken. die Filiale noch heute Abend öffnen zu lassen. Man hatte ja noch gar nichts in Sachen Argentinienfall gemacht. ohne das von Deutscher Seite (Bankvorsitzender. ich würde euch die Daten jetzt schon zurückgeben.schilderte mir. nahm der Bankdirektor dies als gesicherte Information an und behauptete weiters.einen Vorstandsvorsitzenden eines Deutschen Bankkonzerns aus dem Bett zu holen und zum Öffnen einer seiner Filialen zu bewegen.

Ich hatte den Bankdirektor gewarnt. donnerte ich – ein langer Fussweg nach Hause stand mir bevor. Einen Tag später könnte ich aber an die Daten kommen. Ende. Aus. ob ich sie überhaupt hatte. Zum Glück hatte ein Internetcafé noch offen: ich konnte günstige Telefonkarten kaufen. Ich hatte eine neue Telefonzelle erspäht und wählte die Nummer in Frankfurt. dass ich unter Umständen nicht mehr anrufen könnte. Hans-Adam mitzuteilen. da ich nicht wüsste. Es war jetzt 20. dass er am nächsten Tag nach Berlin kommen sollte. Ich sagte auch. was immer das war. dass ich am Ende meines Lateins sei. dass ich jetzt NICHT an das Schliessfach konnte. Ich musste das Gespräch kurz halten. Ich wartete. Ich dachte zuerst. erzählen könne. so spät. Halt.oder Bussstation entfernt war. erklärte ich ihm. Auch das noch. wo ich zu dieser späten Stunde noch Telefonkarten kaufen könnte. Es war nichts zu finden. wo alle müde und gleichzeitig angespannt waren. dass ich hundskaputt war und keine Reise mehr irgendwohin machen würde. Ich bat ihn. da ich nur noch wenig Guthaben auf der Telefonkarte hatte. Ich wollte nun auflegen. nach zehn oder mehr Telefonaten. mich aber für seine Geduld und angebotene Lösungshilfen bedanken würde. Weit weg brannte noch Licht in einem Geschäft. der LGT und Liechtenstein bedankt hätte und nun keine nächtliche Reise von mir irgendwohin verlangen würde. Er sagte. Er sagte mir. Er müsste wieder Meldung nach Vaduz machen. Schluss. dass ich nun nicht genau wusste wo ich war und wie weit die nächste U-Bahn. ich hatte mich verhört. jetzt wollte er. aber der Bankdirektor bat mich nochmals in einem Augenblick anzurufen. Jetzt. ihn in 20 bis 25 Minuten wieder anzurufen. Ich erklärte nochmals. Dann ein Klick. 219 . Dann erkannte ich.35 Uhr. dass er dies nicht alleine entscheiden könne. Der Bankdirektor fragte mich ob ich ihm nicht mehr über die ganzen Umstände. Wir könnten uns um 10 oder 11 Uhr treffen. Null Euro Guthaben und die Verbindung war tot. Nur sein Wort gelte für ihn. Was ich dann auch tat. der noch um diese Zeit geöffnet hatte. dass ich ihm am Telefon in 20 bis 30 Minuten wohl als Schlecht-Nacht-Geschichte die Ereignisse der letzten sechs Jahre erzählte. Um dem Unsinn ein Ende zu machen.herausfinden wollte. Ich suchte verzweifelt nach einem Kiosk. Punkt. Der Bankdirektor bat mich. dass Hans-Adam mir für meine Loyalität gegenüber seiner Familie. die zu diesem Drama geführt hatten. Amen. er sei auf Anordnungen von Hans-Adam angewiesen. dass es kein Banktresorfach sei und ich unmöglich heute Nacht an die Daten kommen könnte. Ich schlug nochmals vor.

15 Uhr. Könnte aber nichts garantieren. um mich auf die Palme zu treiben. man sei mir böse. dass ich ein Schliessfach hatte? Ich mag zwar ab und zu verrückt sein. Er sagte.w. er solle einfach nach Berlin kommen. Sie wollten.Ich telefonierte. man sei erbost. dass ich mit dem Schliessfachschlüssel sofort nach Frankfurt. da die Telefonkarte nur noch zehn Sekunden Gesprächsguthaben anzeigen würde. Er sagte. Ich erklärte nun. zum letzten Mal mit dem Bankdirektor in Frankfurt. Warum wollten die einen Beweis. Man vereinbarte. dass sie eine Falle planten. „Gute Nacht Herr Bankdirektor. Die Uhr zeigte 22. er würde es versuchen.s. dass ich ihn am nächsten Tag um 07. Er war noch wach und in der Frankfurter Niederlassung. besser den Bankdirektor nochmals anrufen.30 Uhr in der Früh wieder telefonisch kontaktieren würde. dass ich sicher war. Der Ton hatte sich beachtlich verschlechtert. diesmal von derselben öffentlichen Telefonkabine aus. Man glaubte mir nicht (ohne mir zu sagen. Fuck! Das war wieder so ein Trick. dass es in Vaduz heftig zuginge. Ich rannte nochmals zum Internetcafé und kaufte eine weitere Telefonkarte für den nächsten Tag. Der Bankdirektor schimpfte mit mir. Ich müsse jetzt auflegen. dachte ich. dass ich angeblich nicht jetzt an die Daten kommen könnte u. Nach zehn Minuten war ich an einer einsamen Telefonzelle vorbei gekommen. aber nicht genug. was man mir den nicht glaubte). dass ich ein Schliessfach hatte. Ich herrschte ihn an nach Berlin zu kommen. Eine UBahnstation war auch schnell gefunden der Zug war aber schon weg. Ich war mit den Nerven am Ende und wiederholte meine Bitte.‚ „Gute Nacht Herr Kieber.‚ 220 . um deren Psychospiele nicht zu durchschauen. Höflich hatten wir uns dann verabschiedet. Ich fasste es nicht. dass ich nicht in Frankfurt sei. sagte ich mit immer schwächer werdender Stimme. Ich solle einen Beweis liefern. Klack – die Linie war tot. Nun gut. Für „Gute Nacht‚ reichte die Zeit noch aus und ich ersuchte ihn auch bis 10 Uhr morgens eine Nachricht bei der LGT in Berlin für mich zu hinterlassen. So blieb nur ein Fussmarsch um nach Hause zu kommen. Hannover oder Köln komme.

der weit reichende Kenntnissen über das Geschäft „im Kopf‚ gespeichert hatte. dass er ihn direkt im Schloss anrufen könne. Der Professor sagte ihm. Ausserdem sollte ihm gesagt werden. Ihm wurde aber im Verlauf des Abends gesagt. wo alle Behörden und die USBotschaft waren. Hans-Adam erklärte. in der Hauptstadt des „Feindesland" herumirrte. Januar 2003 (nachmittags bis spät abends) Seit dem Mittagessen rief der Bankdirektor mehrmals Hans-Adam und die KKZ an. alle Anrufe auf diesem Handy aufzuzeichnen. Hans-Adam wurde aber von Seite des KKZ empfohlen. da man nicht erwartet hatte.VADUZ 13. Das KKZ hielt fest. sich vorerst keine Anrufe von Kieber auf sein Schloss durchstellen zu lassen. um über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten und weitere Befehle vom Fürst zu erhalten. dass sie alle auf Zeit spielen sollten. Er hätte dem Bankdirektor auch gesagt. Die Liechtensteiner Telekom erhielt von der KKZ den Befehl. dass es die Nummer war. Die Lage sei jetzt anders und komplizierter. Er erhielt dann von seiner Sekretärin auch das Email von Kieber aus Berlin. man solle Kieber mitteilen. Denn alleine die Tatsache. Er sagte dem KKZ. Die Sache war sehr delikat. war in den Augen von Hans-Adam Sprengkraft genug. deren Liechtensteiner Nummer Kieber heute mitgeteilt werden sollte. Sie glaubten dem Schreiben von Kieber ja nicht. dass er nicht über das 221 . dass er persönlich grossen Wert auf ein Zustandekommen eines Treffens zwischen dem Bankdirektor und Kieber legte. dass Kieber nicht nach Hannover kommen könne oder wolle. Es wurde sehr fieberhaft zwischen dem Schloss. wie Kieber sich bei der LGT in Berlin verhalten hatte und was er dort den Mitarbeitern sonst noch gesagt hatte. Dann würde er mit dem Kieber reden und zwar nur über eine gesicherte Leitung nach Vaduz. Hans-Adam hatte den Auftrag gegeben. den Bankdirektor mit dem Kieber zusammenzubringen. der Regierung und den anderen Mitgliedern des KKZ kommuniziert. um eine eigene Reise nach Deutschland ins Auge zu fassen. dass das Ziel nun war. Dort. auf der er Hans-Adam persönlich anrufen könne. herauszufinden. falls dieser es versuchen sollte. Hans-Adam erhielt ein Handy der Polizei. dass Kieber wahrhaftig in Deutschland und zudem auch schon in Berlin war. da der Fürs die Sache mit ihm besprechen müsse. um den Wünschen und der Autorität des Hans-Adams entsprechen zu können. dass ein ehemaliger Mitarbeiter der LGT.

verrückt aber hoch intelligent. Es solle dem Kieber gesagt werden. Er wäre Hundskaputt und müsste nun ins Heim ins Bett. in einem Postfach oder in einem Schliessfach bei einem Bahnhof oder Flughafen versteckt waren. Der Bankdirektor meldete zurück. geben würde. ob die Daten evt. da dies Hans-Adam offenbar nicht wollte. dass Hans-Adam in Deutschland nun mit den vorgeschlagenen Treffen oder dem Mitten-In-Der-Nacht-Tresor-Öffnen Aufsehen erregen wollte. Wäre ich nach Frankfurt. Hans-Adam regte an. Hannover oder Köln gereist und sie hätten mich dort in Empfang genommen und irgendwie festgehalten. 222 .Telefon über die Daten sprechen möchte. dass er sich nicht vorstellen könnte. warum ein Treffen nicht möglich war und wo die verdammten Daten waren. dem Kieber zu fragen. dass Kieber ihm gesagt hätte. konnte ich leider nie ganz in Erfahrung bringen. Man kam zu dem Schluss. hätten sie versucht. Hans-Adam sagte dem KKZ. dass er abwarten wollte. Sicherheitshalber wurde entschlossen. Hans-Adam dann weitere Anweisungen. dass sein Bankdirektor mit Kieber später das Fach gemeinsam leeren sollte. Der Liechtensteiner Fürst wurde sehr ungeduldig. dass die Daten sicher in einem Schliessfach versorgt wären. Man konnte davon ausgehen. Kieber hätte gesagt.: Um was für welche Art von Vollmacht es sich dabei handelte. für heute kein Treffen mehr zu verlangen. dass Kieber eben Kieber sei. ob Kieber nicht doch noch nach Frankfurt. dass der Bankdirektor sich für eine Reise nach Berlin am nächsten Tag vorbereiten sollte. eine Vollmacht zu Gunsten des Bankdirektors in Vaduz erstellen zu lassen und ihm per Fax ins Hotel Palmenhof zu senden. Anm. dass er die Daten gut und vor allem sicher versteckt hatte. Hans-Adam wurde noch ungeduldiger. dass Kieber dankbar für seine Unterstützung sei und er nichts Böses wolle. mithilfe der Vollmacht. Hans-Adam wurde informiert. an das Schliessfach zu kommen. Das KZZ entschied sich. Hannover oder Köln reisen würde und er. Wohl eine Art gefälschte GeneralVollmacht von mir für den Bankdirektor für alle Schliessfächer in Deutschland. Er. dass der Bankdirektor ein dickes A4 Kuvert mit dem von ihm gewünschten Inhalt und einem handschriftlichem Vermerk des HansAdam für ihn hätte. bei welcher Bank dies wäre. Es wurde darüber gegrübelt. wie und was nun geschehen soll. falls er sie denn hätte. Hans-Adam wollte wissen. Hans-Adam hätte dann die Macht den Vorsitzenden jener deutschen Bank anzurufen und zu arrangieren. Nach Beratung gab Hans-Adam die Order.

Dass er irgendwelche Daten im Austausch gegen die Schutzidentität aushändigen würde. Es ginge ja auch nicht um Millionen (für ihn). dass Kieber in Berlin war u.35 Uhr und 20. Er habe nie vorgehabt.03 in Frankfurt sein würde. ob er dem Bankdirektor vertrauen könne. dass der Hans-Adam enttäuscht war. Der Bankdirektor würde am Dienstagmorgen einen Flug von Frankfurt zurück nach Zürich nehmen und nach Hause kommen. dass man seinen Brief vom 7. weil er nicht in Frankfurt sei. sich mit Kieber in Berlin zu treffen.1. er würde sogar so lange in Deutschland bleiben. dass es ein weiteres Telefonat zwischen 20. morgen mit den Daten nach Köln zu kommen. Kieber verstehe die Aufregung von Hans-Adam nicht.s. was darin aufbewahrt wurde. dass er am 13. Er verneint dies. Dem 223 . würde am Dienstag früh um 07. sagte der Bankdirektor. nach Frankfurt zu kommen.01. Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. Der Bankdirektor sollte ihm sagen. wie Kieber sich das vorstellte.25 Uhr das Flugzeug von Zürich nach Berlin nehmen und den Wagen von Kaiser übernehmen.Der Bankdirektor wurde gefragt. bis Gerechtigkeit geschehen sei. Aber nicht so. dass Kieber nicht in Frankfurt war. Darin stehe nichts davon. dass Kieber wohl weinend in Berlin stehen würde. ob er im Hintergrund vielleicht Zuggeräusche oder Flughafengeräusche gehört hatte. dass Kieber die Daten nicht in der Nacht holen konnte. habe er nie zugesagt oder geplant. entschloss man sich im KKZ Druck auf Kieber zu machen. wenn man zu ihm nach Berlin komme. Der Bankdirektor bestätigte. es ginge um was ganz anderes. Nach erneuter Beratung zur späten Stunde. Es müsse alles ein Missverständnis sein. Man war sich nur nicht ganz im Klaren. Der Professor empfahl Hans-Adam Kieber weiterhin Hilfe anzubieten. dann aber korrigiert und gesagt. Er brauche ja die Schutz-ID nicht um unterzutauchen. Darin habe ihm Kieber zuerst offeriert. Dieser würde von Frankfurt nach Berlin fahren. sondern sich die Schutz-Identität irgendwo in Deutschland nachsenden zu lassen. im Gegenteil.50 Uhr mit Kieber gab. Alle waren nun der Überzeugung. Zum persönlichen Eindruck über Kieber befragt.w.2003 nochmals genau lesen solle. Nach erfülltem Auftrag meldete sich der Bankdirektor wieder beim Hans-Adam. Herr B. Das A4 Kuvert würde bei Herrn Gilbert Kaiser im Diplomatenwagen bleiben. Später erteilte Hans-Adam den Auftrag. Kieber sei sich auch nicht sicher. dass es das Schliessfach wirklich gab. nein besser sei es. Kieber fordere. er sicherlich Angst hätte und verzweifelt sei. Kaiser müsste dann per Flugzeug von Berlin nach Zürich heim fliegen.

Während eines schnellen Frühstücks hatte sie mich wieder darüber ausgefragt. dass ich JETZT wieder nach Hause fahren würde. Um Zeit zu gewinnen. fragte ich ihn. Er instruierte mich auch. Ich hatte gleich nachgeschoben. Würde Kieber diese Variante nicht annehmen. dass sie die nicht voll genutzte. Ich sagte ihm. den Bankdirektor an. dass es wohl dass Beste wäre. da 224 . dass ich leider evt. dass sein eigener Chauffeur mit dem dunklen Audi A8 heute in Berlin um 12 Uhr oder 12.Kieber sollte dieses erst am nächsten Tag in der Früh mitgeteilt werden. dass ich in Vaduz nicht im Gefängnis landen würde? Alles sei geregelt. heute schon wieder heim in die Schweiz fahren müsste – „dringende Geschäfte‚. dass er von Hans-Adam zurückbeordert worden war. schon bezahlte Monatsmiete natürlich behalten könne. Ich entschuldigte mich für all die Hektik vom Vortag. müsste er mit dem HansAdam verhandeln. behauptete ich. Ich notierte sie. dass sich Hans-Adam die ganze Sache mehrmals überlegt hätte und mir anbieten würde. Januar 2003 (in aller Herrgottsfrüh) Schon vor sechs Uhr war ich aus dem Bett raus. wie zuletzt abgemacht. wenn er wie befohlen nach Hause zurückkehrte. dachte ich mir. Ich hatte nicht viel Zeit und sagte. Daniela war leider auch schon aufgestanden. Der Bankdirektor erzählte. Und wer garantiere mir. wo mich Hans-Adam auf seinem Schloss empfangen werde und das weitere Vorgehen besprochen und Lösungen gefunden werden könnten. Und es wäre keine Falle. BERLIN 14. bis ich alle Daten und Papiere eingesammelt hatte. was ich den in den letzten Tagen in Berlin so gemacht hätte. Und was ich heute vorhätte.30 Uhr rief ich. Warum um Himmels Willen glaubte Vaduz. Die Nachricht. Es wäre zudem ein Diplomatenwagen. Offenbar wäre dies der Wunsch Hans-Adams. versuchte er mich zu beruhigen.15 Uhr vor der LGT am Kurfürstendamm auf mich warten würde und ich einsteigen solle. Pünktlich um 07. Irrsinnig! Und unter welchem Namen sollte ich die hunderte von Kilometer im Wagen mitreisen. Der Diplomatenwagen werde dann auf schnellstem Weg nach Vaduz fahren. mit den Daten natürlich. Die Schutzidentität (die 2 Pässe) würde der Fahrer ja dann haben. beunruhigte mich sehr. ihn ab jetzt auf seiner Handynummer anzurufen. eine Kontrolle unmöglich. Was sollte das ganze nun wieder. dass ich mindestens zweieinhalb Stunden brauchte.

die paar Stockwerke in Riesenschritten hinauf gesprungen. Als ich ihn wieder in der Leitung hatte. ein Elsässer (der irgendwo anders in Deutschland lebte und an einer Uni studierte) sehr eifersüchtig sein könne. Sie verabschiedete sich und ich war wie ein Wirbelwind zurück in die Ansbacherstrasse gedüst. Sie war eine sehr hübsche Frau. ja nehmen musste. dass ihr Freund dies gar nicht mochte. beteuerte ich. Eine nackte Matratze ohne Bettgestell lag auf dem Boden. Dann hätte ihr Freund sicherlich keine Bedenken mehr. Ich musste schnell nachdenken. Zum Schluss flehte mich der Bankdirektor nachdrücklich an. Sie zeigte mir das Zimmer und ich tat so. dass ich wäre eine Frau. Ich hatte etwas von „Flugzeug geht in 90 Minuten‚ gemurmelt. da ich noch vor 10 Uhr bei der neuen Vermieterin Petra aufkreuzten musste. Sie habe ihm nicht gesagt. nachdem ich die Miete für 4 Wochen bezahlt hatte. Sie arbeitete als Innendekorateurin beim französischen Edelkaufhaus Lafayette in der Friedrichstrasse. obwohl es für mich sowieso schon vor Eintritt klar war. Ist schon OK. dass ich unter enormem Zeitdruck stand. Mein Zimmer war klein im Ausmass. Ich unterbrach den Bankdirektor in seiner langen Rede und sagte.15 Uhr anrufen sollte. in den fürstlichen Wagen einzusteigen. Frische Bettwäsche hatte Petra säuberlich gefaltet aufs Bett gelegt. als ob ich alles genau inspizieren würde. dass er inzwischen wieder mit dem Hans-Adam telefoniert hätte und ich HansAdam um 10 Uhr oder 10. erzählte er mir. Weil keine Zeit dazu vorhanden war. ihr die Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt. Daniela war zu Hause. Sie erwähnte aber noch. sie auf die Wange geküsst 225 .sie sich in drei separaten Schliessfächern befänden. Sie gab mir auch schon gleich die Schlüssel. mir meine zwei Koffer geschnappt. Was der Bankdirektor nicht wusste war. erst mal einziehen und dann werden wir schon sehen. erwiderte ich ihr. Was ich nicht tat. aber mit hoher Decke. dass ich in zehn Minuten wieder anrufen würde. dass sie evt. Er bat mich ihn um 09:00 Uhr wieder anzurufen. Daneben eine Kommode und einen Stuhl. dass ihr Freund. Ich ging zur Wohnung von Petra. einen Mann als Untermieter nehmen würde. erwiderte ich. Es könnte also sein. Sie solle ihn täuschen und einfach behaupten. Ich könne diesbezüglich nichts versprechen. dass ich es nehmen würde. scherzte ich. Ich würde aber dort sein. so um die Mitte Zwanzig. Badezimmer und Küche würden gemeinsam benutzt werden.

Kaiser fuhr mit dem Audi nach Berlin. dass er Loyalität wahre. dass ihn in Frankfurt eine Falle erwarte. Das Resultat druckte ich mir aus und steckte es in ein neues Kuvert. mit Diskretion agiere und die Daten schützen kann und dies auch tut. wie weiter vorzugehen sei. Ich musste mich auf den Anruf an Hans-Adam geistig vorbereiten. dass er nicht in Frankfurt sei. Man muss Kieber zugute halten. Es täte im Leid. Im KKZ wurde beraten. Eine Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin nach Frankfurt sei Kieber einfach zu riskant. Kieber habe bewiesen. Seine Rückreise nach Zürich per Flugzeug und Vaduz per Limousine hatte er sich für den Nachmittag organisiert. der dann schon wieder nach Vaduz zurückgekehrt sein würde. ganz abgesehen davon. dass er denke. VADUZ 14. Kieber nach Vaduz zu bringen. die Türe zugeknallt und war mit demselben Taxi wieder zurück nach Berlin-Mitte gehetzt. dass Kieber ihn um 07. Der Bankdirektor und Herr Kaiser checkten aus dem Hotel in Frankfurt aus und der Bankdirektor lies sich bei der LGT Frankfurt absetzten. geprüft werden. Januar 2003 (vormittags) Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. Er sei enttäuscht. 226 .25 Uhr Flug von Zürich nach Berlin. dass ihm der Schutz der Daten wichtig sei und daher auch die Schutz-Identität dringend notwendig sei. Die Koffer hatte ich in das Zimmer geschleudert. Mit dem Taxi war ich zurück in Petras leere Wohnung gefahren. An der Theke wartete ich und beobachtete die Telefonzelle. Der Bankdirektor meldete sich um 7. Ich suchte eine noch nie von mir verwendete Telefonzelle gegenüber einer Kneipe. dass der Bankdirektor nun nach Hause beordert worden sei. er sei halt in Berlin. flog mit dem 07.und ihr Alles Gute gewünscht. in dem ich die Ereignisse der letzten 48 Stunden aufgeschrieben hatte und kundtat was ich davon hielt. Er hätte dies ja alles im Brief geschrieben.30 Uhr angerufen hatte. Es müsste auf Teufel komm raus versucht werden. Es war jetzt schon nach 09:30 Uhr. Ich habe sie nie wieder gesehen. Die Daten sollten dann vom Bankdirektor. Für alle Fälle setzte ich ein Schreiben in einem Internetcafé ein Schreiben am Computer auf. weil sich dort alle Ministerien und auch die US-Botschaft befinden.50 Uhr beim KKZ und berichtete. Herr B.

dass Kieber die Daten sicherlich aus den Schliessfächern in Berlin rausholen und auch Hans-Adam anrufen würde. das Telefon nicht gleich abzunehmen und Kieber ein zweites Mal anrufen zu lassen.Der Bankdirektor wurde unterwiesen. dass es das Beste wäre. dass Kieber ihn nicht mehr angerufen hatte. Man teilte ihm mit. Er sollte klar zum Ausdruck bringen. wenn Kieber mit Hans-Adam direkt reden könnte. Der Bankdirektor versuchte Hans-Adam zu beruhigen. Nach reiflicher Überlegung entschloss man sich. Ich war nervös und auf einmal dachte ich. Einwände von Kieber sollten übergangen werden. dass es sich um einen „wichtigen Auftrag‚ von HansAdam handele. dass es das letzte Angebot von Hans-Adam sei. was ist. Kieber klar zu machen. Das Telefon war OK. dass er es nicht nötig habe mit ihm zu diskutieren. Hans-Adam wurde empfohlen. dass es taktisch gelungen sei. Gesagt. Er war schon immer sehr „Beratungs-Resistent‚. BERLIN 14. Von Experten liess sich Hans-Adam nur ungern instruieren. seinen Chauffeur samt eigenem Wagen nach Berlin zu schicken. HansAdam müsse gegenüber Kieber auf ein „hohes Podest‚ gehoben werden. dass er ganz sicher wäre. getan. Es müsse eindringlich stärker an die Loyalität. die Karten 227 . Inzwischen hatte sich der Bankdirektor wieder bei Hans-Adam gemeldet und berichtet. sodass „psychologisch‚ Zeit gewonnen werden könne. Er würde es ihm aber nochmals mitteilen. Es wurde ihm auch empfohlen. dass dies die letzte Möglichkeit sei. das Telefon zu testen. Der Bankdirektor verdeutlichte. wenn das Telefon nicht funktioniert. sich auf keinen Fall auf längere Diskussionen mit Kieber einzulassen. dass er in diesem Sinne schon mit Kieber gesprochen habe. Kieber zu sagen. beim nächsten Anruf von Kieber ganz klar zu machen. indem er berichtete. dass dieser am sichersten im Diplomatenwagen sei und der Chauffeur ihn wohlbehalten nach Vaduz bringen würde. Kieber müsste den Eindruck erhalten. Besser war es. Januar 2003 (vormittags) Ich schlürfte sicher mindestens fünf Kaffeetassen leer und hielt die Telefonzelle immer unter Beobachtung. Aus psychologischen Beweggründen könnte HansAdam auch erwägen. Sicherheit und Diskretion von Kieber appelliert werden.

dass alles schief gelaufen ist. Ich beruhigte mich wieder und kehrte zurück zu meiner nächsten Kaffeetasse. wer weiss wie lange der Telefonieren will. Januar 2003. Darum bin ich nicht selber hingegangen und habe angerufen. Es tue ihm sehr leid. fluchte und schob ihn einfach weg. dass er bös war. Ohne Hektik ging ich auf die Telefonzelle zu. Verärgert ging dieser seiner Wege. Ich erkannte seine Stimme sofort. dass ich ihn entweder anrufe oder selber hole. Ich habe das nicht verstanden. tauchte ein Passant auf und nahm Kurs auf die Kabine. Niemand nahm ab.. dass ich mitten in der Nacht einen Safe 228 . Ich habe ja geschrieben. und dann war Dr. dass (keine Fortsetzung dieses Satzes) Es wurde dann immer länger und (kein Fortsetzung dieses Satzes) K: Ich habe nicht verstanden. dass jemand nach Frankfurt komme. Ich wählte ein zweites Mal. S. Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein (LF) mit Heinrich KIEBER (K) am Dienstag den 14. KIEBER entschuldigt sich. Er habe nicht verstanden.. Scheisse. S.auch.D. Es tut mir wirklich leid. Die Uhr über der Theke zeigte 09. schimpfte ich. da. das verstehe ich schon. ich solle einen Beweis bringen und so Ich dachte mir.. Er habe nicht erwartet. Es klingelte. K: Ja. dass Dr. LF: Das war mir zu heikel. dachte ich.58 Uhr: Zeit zu gehen. Es tue ihm leid. Aber Sie müssen mich verstehen. Hatte ich die richtige Nummer? Ich wartete und versuchte den Herzschlag runter zu bringen. weil ich nicht da war und ich verstehe das schon. schrie. Das KKZ hat dieses Gespräch aufzeichnen lassen und eine Abschrift angefertigt. Wiederum kann ich meinen Lesern hier ein Originaldokument vorlegen. das kann doch nicht im Interesse von unseren Landesfürsten sein. Diesmal klappte es. Was nun wieder. Später hiess es dann. Es tue ihm leid. Ich wollte nicht. Ich habe natürlich Angst gehabt. Gerade als 10 Uhr immer näher rückte. Protokoll des Gespräches zwischen S. 10:22:29 bis 10:33:22 Uhr: Begrüssung. Mit zitternden Fingern wählte ich die Liechtensteiner Handynummer. Der Nachteil war halt. nicht informiert wurde. Leider verspätet. wie ein Bauer das Schwein. Ich rannte auf ihn zu. dass da .

K: Ja. Das ist die einzige Möglichkeit. wer da alles mithört. dass. K: Ja. K: Ja. nur rein hypothetisch in meine Lage versetzen. 229 . Es gibt keine andere Möglichkeit. Ich kann es Ihnen im Einzelnen nicht erklären.. LF: Man weiss nie. Kein Problem.. Sie wissen. ich werde auf jeden Fall dort sein. Er hat es ja aber bei sich gehabt. ich weiss. wie Sie wissen umgestellt. (keine Fortsetzung des Satzes). darum habe ich (keine Fortsetzung des Satzes) LF: Darum habe ich auch das Auto geschickt. der Fahrer steht bereit. sicher. äh . Sie wissen ja. ich . Ich verstehe nun nicht. Es gibt keine andere Möglichkeit. dass wir das lösen. Das sollte problemlos passieren. Ich habe auch nicht begriffen. ja. das kann ich mir nicht vorstellen. ich. LF: Sie müssen sich ganz genau an die Instruktionen halten. K: Ich weiss. Ich weiss aber nicht. kann doch nicht mit meiner Person meiner ID in der Nacht durch Deutschland fahren. den Sie mir da geschickt haben. Damit wir dieses Problem gelöst haben. das ist ein Drama. mein Auto mit meinem Fahrer.. Das kann ich Ihnen jetzt nicht genauer erklären. LF: Das ist die einzige Möglichkeit. Darum habe ich nicht begriffen. K: Ja. Ich habe mir Ihre Unterlagen durchgelesen..öffnen soll. K: Ja. Das sage ich ihnen. kann doch nicht ‚ äh über das Telefon. Und das wurde dann fallengelassen. Er hat die Instruktion. Was ich alles gemacht habe. Ja. Über die österreichische Grenze. weshalb es wegen der 500 km gescheitert hat. das tut mir leid. Das ist ja wirklich ein grosser Aktenstoss. ja. Durchlaucht.. LF: Ich habe das genau studiert. ja. Der Chauffeur ist auch nicht instruiert. S. ob ich einsteigen kann. Das ist ein Drama. Ich habe Ihnen doch geschrieben. ich. Warum soll man mich verschonen? Wenn Sie sich jetzt. aufklären. Warum soll ich zurückkommen? Das verstehe ich nicht. ich weiss. ja. Sie können Ihr Ziel nur erreichen. äh. Gut.. ich weiss. dass das eine sehr heikle Sache ist. Sie sicher hierher nach Liechtenstein zu bringen. wenn Sie sich in das Auto setzen und hier her kommen. Ich hab‘ das nicht begriffen. LF: Also wir haben jetzt. Ich solle den Dr.

K: Haben Sie das E-Mail gelesen? Das wo ich Ihnen geschickt habe. dort ins Auto zu steigen. (Kurzes Gespräch über die Farbe). Sonst habe ich immer den roten 230 . haben wir versucht. Hier ist nur eine relative Sicherheit.LF: Ja. warum sollten Sie mit mir Gnade walten lassen..er war nicht informiert. Er fährt Sie zu mir aufs Schloss und dann besprechen wir im Einzelnen die nächsten Schritte. im Interesse des Landes. Wissen Sie. LF: Sie können nur so ihr Ziel erreichen. Wir haben jetzt im Rahmen des Möglichen.. wo Sie sich sicher fühlen können. Ich habe ja unverbindlich geschrieben.. warum sollten Sie warum Sie wissen ja warum sollten Sie? LF: Schauen Sie. auch im Rahmen der von Ihnen gestreckten Grenzen. welches ich immer nehme für eine offizielle Sache. K: Ja. Sie kommen zu mir her. ob ich es schaffe. ich wusste nicht. er war ein Vertrauensmann. Was wird mich erwarten.. K: Ja. wenn er kommt. Darum habe ich mich ja in die Höhle des Löwen begeben. Ich bin auch über die österreichische Grenze hierher gefahren. Sie haben da vieles mitgemacht und jetzt müssen wir schauen. ja.. dass Ihnen in Ihrer Sache Gerechtigkeit widerfährt. Das ist wirklich der einzig sichere Ort. Ich weiss nicht. K: Ja. Es war verwirrend. In Ihrem eigenen Interesse. LF: Schauen Sie. ja ich weiss. Warum. er war informiert . Ich kenne die Probleme. K: Ja. es ist der schwarze Audi.. es gibt wirklich nur eine Möglichkeit. uns daran zu halten. natürlich auch in meinem eigenen Interesse. Ich wusste nicht. es ist das Auto. Ich konnte noch nicht — Sie kennen die Probleme. kein Problem.. wissen Sie. Ich habe mich im Rahmen des Möglichen und der Beschränkungen hier erkundigt und was für Möglichkeiten es hier gibt. Ich möchte und Sie möchten es auch. Setzen Sie sich dort ins Auto und kommen Sie zu mir. warum. Sie haben ja keinen Grund Sie wissen ja ganz genau. LF: Das E-Mail konnte ich noch nicht (Satz nicht beendet) Es ist nicht mein Büro. dass alles gerecht abläuft. ja. Ich werde sicherlich dort sein. um auch Sie nicht zu exponieren und um mich nicht zu exponieren. Was ist es für ein Auto? LF: Ja. kein Problem. Warum.

dann hilft man keinem. Geben Sie mir einen Grund.. (KIEBER weint erneut). 231 . Man hat 6 Jahre lang nichts gemacht. Es gibt auch andere Fälle. wie man das macht. das ist ein Problem.. ich hab geschrieben und geschrieben und Arbeit gehabt. man hat 6 Jahre gemacht. Ich habe keinen Ausweg gefunden. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. es hat keinen Sinn. Was ist dann? Und was ist dann? Was ist dann? Ich kann ja nicht nach Hause. Ja.. Wenn es um kompetente Leute. Wir haben nicht genügend Leute hier. Das ist alles kein Problem. wenn‘s ums Geld geht ist man schnell und wenn‘s ums Blut geht. dass ich wieder grösste Scheisse gebaut habe. K: Was wird mich erwarten? Was wird mich erwarten? Das ist die Frage. Ich hab ein Modell gebaut und ausser Paul MEIER und mein Anwalt. LF: Schauen Sie. was soll ich Sie belästigen<(weitere undeutliche und hektische Wort. zumindest nicht genügend fähige. LF: Ein Gespräch mit mir. Bequem und hat alles was Sie haben wollen.Pkw. wo die Sachen hier liegen.. K: Ja. dass Sie eine gute Unterkunft haben. Da werde ich auch schauen.. LF: Ich gebe ihnen Recht. Das ist kein Problem. Sie kommen jetzt zu mir her und besprechen das im Einzelnen. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. Wir werden schauen. K: Ja. weshalb ich nicht abgeführt werden sollte. Ich bin mir bewusst. Sie setzen sich ins Auto und kommen zu mir hier aufs Schloss und regeln dass. das regle ich für Sie. nicht verständlich). Ich habe ja nichts mehr (Kieber weint und spricht noch einige nicht verständliche Worte). den kleinen. wie das weitergehen soll in Liechtenstein. Dann werden wir die Einzelheiten auch von der juristischen Seite ganz genau Punkt für Punkt durchgehen. LF: Schauen Sie. wir können Stunden miteinander sprechen. wo man einfach geschaut hat. K: Ich habe mir auch Gedanken gemacht. wie wir das beschleunigen. Jetzt haben wir diesen Audi gekauft und nicht mit FL 1 sondern mit der Nummer FL 6333.. ich weiss wir können nicht Wochen miteinander sprechen. Drum kommst so weit. ich werde abgeführt.. wie . K: Ja.

Aber da können Sie nichts dafür. Auf Grund dieses Zustandes sprach er undeutlich und vollendete oftmals nicht seine angefangenen Sätze. Steigen Sie jetzt ein-. wenn der Wagen dort ist. Sehen Sie die Nummer auf dem Display. was für Probleme Sie jetzt haben. Hier können wir die Probleme lösen. (Unterbrechung des Gespräches. Anmerkung: KIEBER war während des gesamten Telefongesprächs sehr nervös. LF: Richtig. ich bin in Zugzwang. Sie müssen ja erkennen.. entspannen Sie sich und . Ich entschuldige mich für die Umstände. Dann haben wir Zeit. Vertrauen Sie mir. das können wir dann auch im Einzelnen besprechen. Ich will nur Gerechtigkeit. dann können wir das durch besprechen. Ich bin in Zugzwang. Ich will ja keinen Euro.LF: Es ist ja kein Haftbefehl gegen Sie da. 232 . K: Ja. die das abgehörte Gespräch niedergeschrieben hat. Ich kann jetzt nicht mehr. Ich gebe Ihnen den Befehl. K: Ich habe ja immerhin gegen Sie. hektisch und emotional bzw.: Die obige Anmerkung stammt von der KKZ. LF: Das ist dann ein Problem. die Karte ist so schnell fertig. was ich gemacht habe.. Dann kann ich Ihnen auch das Drumherum erklären. da die Wertkarte des KIEBER aufgebraucht ist) Fortsetzung des Gespräches: K: Entschuldigen Sie. Sie haben ja sonst keinen Ausweg. Dann haben Sie ja immer noch die Möglichkeit sich zu entscheiden. Kommen Sie her. psychisch sehr angespannt. Er wiederholte sich fortwährend und fand nur schwer zu einem Gesprächskonzept. kommen Sie her. Dann können wir wirklich das in Ruhe überlegen. Instruktion K: Ich danke Ihnen 1OOO-maI. 886 Nein. Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen. Sie wissen. Sie sollen Sie ja auch bekommen. Ich bin nicht sicher hier will ja keine 30 Millionen. das ist die einzige Möglichkeit die Sie haben. dass das für Sie selber der beste Weg ist. Sonst können Sie ja nichts erreichen. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. habe ja immerhin gegen Sie Sie wissen ja. Setzen Sie sich ins Auto. Anm. nein? Ich werde auf jeden Fall dort sein. LF: Ich sage Ihnen.

dass ich in der Sache (Argentinien) Gerechtigkeit bekommen würde. dass ich nichts über ein KKZ und deren Aktivitäten wusste. Offenbar hatten sie den vollen Ernst der Lage nicht begriffen.Also GUT! Das zweite Telefonat mit Hans-Adam war überstanden. So hatte ich Hans-Adam noch nie reden hören. Sie hatten keine andere Wahl. Solange ich nicht heimkehren würde. dass es keine Sinn hatte. Gerechtigkeit im Fall Argentinien. Ich war wie gespalten: Einerseits dachte ich. wieder nach Hause zurückkehren würde? Vor allem. Wie konnten die in Vaduz nur glauben. Und niemand gab mir eine Garantie. dass da vieles falsch gelaufen war in Liechtenstein. nicht wahr sein könnte und sie nur mit mir „freundlich‚ reden mussten. dass Hans-Adam und der Bankdirektor mich nicht verstanden hatten oder verstehen wollten. NEIN. Offenbar hatte Hans-Adam erkannt. Oder? Mal sehen. NEIN. dann hätte sich nichts geändert. nachdem ich einen solchen Brief an Hans-Adam geschickt hatte. dass mir nichts angetan werden würde. ich kam zu dem Schluss. gut. Ich dachte. Er hatte sich also der Sache angenommen und erkannt. der Ausdruck von Hans-Adam am Telefon „Ich befehle Ihnen.: Man darf nicht vergessen. Anm. nachdem was ich alles in den letzten fünf Jahren durchgemacht und erlebt hatte. steige ich in den Wagen. Ich konnte mir sehr gut vorstellen. ich darf nicht. mir mit Drohungen zu kommen. 233 . dass ich. in den Wagen zu steigen‚ hatte schon ein seltsames Gefühl in mir hinterlassen. dann wieder: Nein – niemals. Hans-Adam hatte ja am Telefon bestätigt. damit sie mich nach Hause locken konnten. Mit schnellen Schritten machte ich mich auf und davon. NEIN. Für die nächsten 30 Minuten lief ich ziellos in Berlin-Mitte herum und versuchte mir einen Reim auf das Gespräch mit Hans-Adam zu machen. dass zu diesem Zeitpunkt nur Hans-Adam in vollem Umfang und der Bankdirektor im limitierten Umfang im Bilde waren. Obwohl. Er „befiehlt‚ mir nach Hause zu kommen? So oder so. Nur ein Dummkopf würde jetzt zurück nach Hause fahren. ich KANN nicht. Ich war erleichtert. Wenn ich jetzt nach Hause gehen würde. solange würden sie mit mir reden müssen. Ich stand sicher noch 20 Minuten in der Telefonzelle und wusste weder ein noch aus. dass alles was sie mir gesagt hatten. Oder doch? Oder nicht? Ich werde nicht.

VADUZ 14. Nur wenn Kieber die Rückreise nicht antreten würde. zeigte. Diesbezüglich gab es dann vor allem aber Bedenken von Seiten der Regierung.wie besprochen . dem Hans-Adam zu empfehlen. erreichte das Zentrum Berlins und parkte den Wagen genau vor der LGT 234 . sich gegenüber Kieber nur auf den Auftrag des Hans-Adam zu beziehen und ansonsten sich auf keine Gespräche mit ihm einzulassen. Er wurde nochmals instruiert. Die beiden tauschten kurz ein paar Worte aus und Kaiser übergab ihm das dicke Kuvert und die Wagenschlüssel. Er soll pünktlich laut Auftrag abfahren. fuhr mit dem Wagen in die Stadt und rief über das Autotelefon auf dem Schloss an. dass in wenigen Stunden der ganze Spuk vorbei sein würde. B. nein – insbesondere darum. Aber Hans-Adam war damit nicht einverstanden. solle man ihm die Chance geben. weil er Gutes von Bösem unterscheiden konnte und schon jetzt starke Symptome von Reue. Es wäre besser keinen „offiziellen‚ Kontakt mehr zwischen dem Dienstwagen auf deutschem Gebiet und Vaduz herzustellen. Wenn Kieber im Wagen sei. Warum sollte er die „gut funktionierende‚ Kontaktmöglichkeit zwischen ihm und Kieber unterbinden? Dann kam ihm in den Sinn. Der Audi A8 kam in Berlin an. Er sollte insbesondere auf den Inhalt des Kuverts achten und müsste verhindern . Januar 2003 (nach dem Telefongespräch mit Hans-Adam) Hans-Adam war sich nach dem Telefongespräch mit Kieber sicher. war schon mit einer Maschine aus Zürich gelandet und wartete auf ihn. sollte der Fahrer sich telefonisch in Vaduz melden. Nicht nur wegen dem Erlittenem in Argentinien. Hr. dass er ja ein fest eingebautes. abhörsicheres Telefon im Staatswagen hatte. Es wurde im KKZ beschlossen. Er wäre emotional am Ende. Kieber würde in den Wagen steigen und mit den Daten nach Hause kommen. B. keinen Anruf mehr auf dem Handy entgegenzunehmen und für Kieber nicht mehr erreichbar zu sein. dass er leicht zu knacken sei. Herr B. Hr. Er sollte sich uninteressiert zeigen und sehr diskret verhalten. mit diesem Telefon nochmals Hans-Adam anzurufen. Kaiser parkte den Wagen vor dem Ankunftsterminal am Flughafen. über das was er dem HansAdam angetan hatte.dass Kieber direkten Zugriff darauf hatte. worin sie zum Schluss kamen. Kaiser buchte sich einen Flug nach Zürich. nachdem Kieber in den Wagen eingestiegen sei. Die Experten im KKZ zeichneten nun ein Bild von Kieber. und der Fahrer Richtung Vaduz abgefahren sei.

Vielleicht versteckte sich Kaiser im Wagen oder in den Büros der LGT. dass Kaiser nicht der Fahrer sein würde. Er ging den ihm aufgetragenen Plan nochmals im Kopf durch und wartete darauf.Niederlassung am Kurfürstendamm. Ich setzte meine eigenen Schutzmassnahmen in Gang. Aha. dass Kaiser mit ihm in Frankfurt war. Dies ist aber nicht der Hauptgrund. ob es eine Falle sein könnte. BERLIN 14. Ich schlich mich an jenen Strassenabschnitt des Kurfürstendamm heran. was jetzt geschehen soll. Es sass jemand im Wagen. Es wurde mir nicht gesagt. einen Moment mal. na sagen wir es mal so: „kostenbewusst“. Das ist dem einheimischen Baugewerbe sehr sauer aufgestossen – obwohl sich öffentlich niemand traut. Im Gegensatz zu seinen Eltern. früher als abgemacht aufzukreuzen. Ich kannte ihn persönlich. Schon von Weitem konnte ich den Audi A8 mit Liechtensteiner Kennzeichen erkennen. Aber halt. Januar 2003 (11:30 – 13:00 Uhr) Ich fuhr in meine neue Unterkunft. Also die im dicken Brief vom 7. Auch die Aussen.und Innenrenovation des Schlosses hat er zu 90 Prozent an ausländische Firmen gegeben. an Hans-Adam geschilderte Massnahme unter Punkt IX. Ich schritt mehrmals im grossen Rechteck um den Audi herum. es ist Herr B. ist ein feiner (Jung-)Geselle. wo die LGT das Büro hatte. im Wagen sitzt. B. Irgendwelche Berliner 235 . wo ist dann der Herr Kaiser? Ich wusste von den vielen Telefonaten mit dem Bankdirektor. Herr B.: Die meisten Angestellten auf dem Schloss sind Ausländer. da er oft nach der Arbeit im Schloss runter ins Vaduzer Städtle kam und ein Feierabenddrink im Geschäft meines Onkels Guntram (der Hermann meiner Tante) zu sich nahm. einige aus der Schweiz und sogar aus Brasilien. es zu beklagen. Aus zwei Gründen: Hans-Adam ist sehr. Er ist noch misstrauischer als ich. Es ist immer besser. Ausländisches Personal kommt ihn nur halb so teuer wie Einheimisches. Anm. wo ich die externe Harddisk mit all den Daten der ganzen Treuhand aus dem Koffer holte und in meiner Manteltasche verstaute. sagte ich zu mir. um heraus zu finden. Viele aus Österreich.1. der mit seiner lieben Mutter im Vorarlberg lebt. ist dem Hans-Adam in Bezug auf Diskretion das einheimisches Personal immer etwas suspekt geblieben. Wenn Hr.

Er erwiderte überzeugend er habe „Keine Ahnung‚. Ich sagte zu mir. 236 . dass es freie Sicht auf den Audi hätte. dann jetzt. schaute rechts und links. fragte ich. OK – ich riskiere es. Selbst auf dem Gehsteig niemand. dass er gekommen war. Nichts bewegte sich. Er sagte. Herr B. Ich bedankte mich. Er beendete das Gespräch. Er bewegte den Kopf nicht und starrte nur nach vorne. In meiner linken Manteltasche hielt ich die externe Harddisk mit meiner Hand fest umklammert. B. riss ich die Türe auf und sprang auf den Sitz. war sehr erschrocken und mehr als etwas verlegen. ob er genau wisse. während ich die Aussenwelt beäugte. dieser sei mit dem Flugzeug nach Zürich zurückgeflogen. Ich setzte zum Sprint an und blieb hinter dem Audi abrupt stehen. bemerkte ich. Ich ging zur Beifahrertür und klopfte an die Scheibe. keine Seele war zu sehen. HansAdam habe ihn gestern spät am Abend beauftragt. Er was aber eher nicht erstaunt. Totenstille im Wagen. Dann blieben nur die Wohnungen und Büros auf beiden Seiten des Kurfürstendamm. dann nach oben. Blieb stehen und sah. zu warten. ob man mich beobachtete. Aber wo ist Kaiser. so einen Kunden murmelte ich. Er erkannte mich sofort. kein Mensch weit und breit. Wie ein Marktschreier röhrte ich mehrfach schnell nacheinander. Aha. wiederholte ich. warum ich hier sei. Ohne auf die Einladung von Hr. Alle parkierten Wagen. Dafür hätte die LGT ihre eigene Wagenflotte und Fahrer. dass Hr. Ich lief auf der gegenüberliegenden Strassenseite zwischen den Schaukästen und Bäumen in Richtung LGT. Blödes Gespräch. ein LGT Kunde. Ich fragte ihn. Ich knallte die Türe sogleich zu und bat ihn sofort die Zentralverriegelung zu betätigen. dass er keinen Kunden vor sich hatte. Wenn sie zuschlagen. am Telefon war. waren aber menschenleer. dass ich meine Schutzvorkehrungen aktiviert hatte und daher keine Überraschungen haben möchte. heute früh mit dem Flugzeug nach Berlin zu fliegen und einen Kunden der LGT per Auto wieder nach Vaduz zu fahren. die diese Bedingung erfüllten. Der Motor des Audi war im Leerlauf. Mein Puls stieg und trotz der Kälte begann ich zu schwitzen. zur Türe und den Fenstern des Treppenhauses des Gebäudes wo die LGT drin war.Polizei? Oder gar Privatschnüffler? Andere Autos mit ausländischem Kennzeichen? Ich vermutete. Er war etwas erstaunt und drückte aber ohne Diskussion die entsprechende Taste. dass ein mobiles Überwachungsteam sich so positionieren würde. Da hatte ich keine Chance herauszufinden. So. Ich wartete weiter ab. fuhr es mir gleich durch den Kopf. damit alle Türen abgeschlossen sind. Und wo ist der Bankdirektor? Von einem Bankdirektor wüsste er nichts. B.

Hallo! Ich war ja nicht mehr im Wagen. mir etwas zu zeigen. dass er von Hans-Adam beauftragt worden sei. Dort hinein müsste er auch alle Unterlagen und 237 . sodass ich ihn aus Zorn keine runterknallen könnte.06. B. dass es ein Liechtensteiner Reisepass war. Mit dem Pass sei ich Herr Ulrich Meier aus Liechtenstein und sollte keine Angst haben. wenn Hans-Adams Schläger zuschlagen. da ich selber vor wenigen Minuten verlangt hatte. Die ca. mir diesen Pass „auszuleihen‚. bzw. da mir fix der Gedanke kam. Trotzdem.Ich erkannte sofort. die Schutz-ID. kein Ansturm weit und breit. Ich konnte noch die letzten drei Zahlen der Passnummer erkennen: 212.1963. kontrolliert würden. sie würden es tun. sie würden den Pass wegen den Daten ausstellen. dass ich den Pass nicht in die Hand nehmen dürfte. wenn ich mit ihm im Wagen zurück nach Hause fahre. es war eine Falle. Mit einem Foto von mir. Sie hatten damit Zeit und Sicherheit erzielt. Der starke V8 Motor lief ja ständig. Er würde den Pass während der Fahrt in einem abschliessbaren Koffer verwahren. Herr B. Zeit um die wahren Probleme zu lösen. Aber hier ging es um ein Milliardengeschäft. Dies erschien mir dann etwas suspekt. Ich stieg aus und hörte ein „Klack‚ und alle Türen waren verschlossen. Kommen die Bullen etwa? Ruhe. Herr B. Der Gedanke an solche Pläne von Hans-Adam mag nur auf den ersten Blick weltfremd sein. Ich aber dafür aus dem Wagen steigen müsste und bitte vorne rum um den Wagen vor die Fahrertüre kommen soll. dachte ich mir. Allerdings nur. geboren am 18. 750 Kilometer würden wir leicht in sechseinhalb Stunden abspulen. hielt etwas in der Hand und presste es an die Scheibe. dass Hr. er könnte mich auf Befehl seines Herrn mit Vollgas vor dem Wagen überfahren und es dann als „Unfall‚ verkaufen. dass die Türen geschlossen wurden. Ich wusste es. nichts. um das Heck des Wagens herum. sagte aber gleich. dass er den Auftrag habe. Dann hörte ich das Geräusch eines automatischen Fensters. keine Gefahr für mich darstellte. Er hatte sich eingeschlossen. Nein. Der Pass lautete auf den Namen Ulrich Meier. falls wir auf der langen Strecke von Berlin bis an die Grenze Österreich / Liechtenstein aufgehalten. Ich wusste. Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Spinnt er jetzt? Scheisse. Da war er! Der Pass. Herr B. Er drückte wieder die Zentralverrieglungstaste und ich stieg aus und nahm den Weg hinten. Sofort konnte ich erkennen. Er sagte dann zu mir. lies das Fenster noch ein Stück runter und sagte. da kann auch ein Hans-Adam ganz neue Wege gehen (wie sich fünf Jahre später zeigen sollte).

damit Deutschland. Es klingelte. war konsterniert und meinte nur.Datenträger. drei Kilometern musste ich atemlos anhalten. sobald er in Vaduz angekommen sei. die USA und all die anderen Länder Eure schmutzigen Geschäfte nicht erfahren. in die erste Seitenstrasse die ich finden konnte. also war er entweder schon gelandet oder noch gar nicht abgeflogen. Ich schilderte ihm kurz was geschah und schimpfte mit ihm. 238 . Aha. Er nickte mit dem Kopf und machte ein Handzeichen. Ich verabschiedete mich mit dem Versprechen. Wo gab es eine Telefonzelle? Dort war eine! Ich rief den Bankdirektor auf seinem Handy an. fragte mich dann besorgt. ihn bald wieder anzurufen. Herr B. dass alles gemäss den Anordnungen von Hans-Adam geschehen sei. Nachdem ich mich wieder besonnen hatte. Ich schüttelte nur den Kopf. Im Wagen sagte ich zu ihm. ich einen Brief für Hans-Adam geschrieben habe und leider NICHT mitkommen könne. die ich von der LGT mitgenommen habe. Ich lief natürlich hinten rum. entschuldigte ich mich sogleich für den Ausraster und sagte. Der Motor war noch an. Ich drückte ihm den Brief in die Hand und bat ihn diesen HansAdam persönlich zu übergeben. Ich rannte wie vom Teufel verfolgt davon. dass ich an einer Lösung arbeiten würde und ich mich bei Hans-Adam und allen bedankte. dass er nicht in Berlin war und vor allem darüber. legen. Ohne Unterlagen keinen Pass. dass die Daten sicher seien. Dann immer gerade aus.‚ Du kennst die Leichen im Keller. Worauf ich noch wütender wurde und schrie: Welch guter Wille? Mir gegenüber? Scheiss guter Wille! Alles was ihr macht ist nur deswegen. ob ich denn die Daten nicht mitgebracht hätte? Ich deutete ihm an. ob ich sicher nicht mitkommen wollte. es gebe keine weitere Gelegenheit und ich würde den guten Willen von Hans-Adam sehr strapazieren. Herr B. dachte ich mir. so die Order von Hans-Adam. Er erwiderte. Immer nur gerade aus. Ich liess ihn fast gar nicht zu Wort kommen. sondern nur für eine Heimreise unter ihrer Beaufsichtigung ausgestellt wurde. dass ich wieder in den Wagen steigen möchte. Erst nach zwei. Ich müsste zuerst wieder nachdenken. Ohne Pass keine Heimreise. Herr B. ich solle vorne um den Wagen zur Beifahrerseite kommen. tobte ich am Hörer. Ich schrie ihn an. dass mir die Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. wusste also mehr als er zugeben wollte.

Wenn Kieber sich dazu entscheiden sollte. dann würde er auch jede nur erdenkliche Möglichkeit. sobald dieser heimischen. Sollte er die Daten den haben ! Eines sei ganz sicher. führte der Professor weiter aus. antizipiert und ergründet haben. Mit dem Hinweis. Januar 2003 (11:30 – 14:00 Uhr) Alle Mitglieder der KKZ trafen sich im Regierungsgebäude und waren nervös. dass er zu hoch komplizierten Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf die Daten fähig war. Niemand ausser Hans-Adam mochte laut aussprechen. Aufruhr in der KKZ! Herr B. er verstehe nicht. kurz mit ihm gesprochen und ein Schreiben für Hans-Adam abgegeben hatte. Um 12. Herr B. Liechtensteiner Boden unter seien Füssen hätte. Wir könnten ihn ja nicht auf ewig hinter Gitter sperren.VADUZ 14. ihm alles abgenommen werden und er in das Gefängnis nach Vaduz überstellt werden sollte. schloss der Professor seinen Ausführungen. Die Vertreter der LGT beeindruckte dies nicht gross. dass Kieber die Daten gar nicht hatte.10 Uhr rief der Bankdirektor in Vaduz an. 239 . hoch anrechnen. dass Kieber zwar gekommen sei. hatte ihm den Pass durch die Scheibe gezeigt. die wir auf unsere Seite im Kampf gegen ihn besitzen. Vertreter der LGT verlangten aber das Kieber sofort nach Grenzübertritt von einem Polizeikommando überwältigt werden sollte. sehr misstrauisch sei und bewiesen habe. Kieber habe ihn gerade angerufen und gesagt. Herr B. dass er nicht mitfahren wolle oder könne. dass Kieber sehr. hatte gerade via Autotelefon mitgeteilt. da sie eher der Meinung waren. in den Wagen einzusteigen. hiesse dies noch lange nicht. Zudem warnte der Professor. was mit Kieber geschehen sollte. Der Professor meinte aber. Auch die Möglichkeit. dass wir ihn ins Gefängnis werfen könnten. Man sollte Kieber seinen Mut und die Entscheidung nach Hause zurückzukehren. dass er nicht später noch Aktionen umsetzten würde. Falls im Falle einer Falle Kieber keine sofortigen Reaktionen/Aktionen geplant haben sollte. Und er hatte gesagt. Er werde um 12. Man erhoffte sich endlich ein Ende des Dramas. warum er nicht in Berlin sei. dass dafür später noch Zeit sei. würde Kieber jetzt nicht mehr sehen.15 Uhr abfahren. dass in diesem Fall Kiebers Rache das Vorstellungsvermögen der KKZ übersteigen würde. um sich nach Hause chauffieren zu lassen.

Wie konnten sie nur glauben. die Justiz und die Polizei rieten von solchen Massnahmen dringend ab. Entschlossen aber von Seiten Hans-Adams. Hans-Adam jedoch war sehr fuchsteufelswild. Hans-Adam. seiner Marionettenregierung und der LGT. Selten hatte man ihn so fluchen hören. rein gar nichts erfahren. fragte sich der Bankdirektor. weil er in Wahrheit die Daten gar nicht hatte! Aha. Kein Staat darf etwas davon erfahren. Nicht nur sie sondern auch viele tausend Kunden würden Probleme bekommen. Nichts offizielles. Der Professor. die Justiz und die Polizei lehnten jede Gewaltanwendung kategorisch ab. Herr B. Es zeigten sich die ersten Risse in der durchs Schicksal zusammengewürfelten Gruppe in der KKZ. könnte man ihn samt den Daten „nach Hause befördern‚. Sobald er zu den Daten gehen würde.warum ihm die gezeigte Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. Enttäuschung machte sich breit. bemerkte der Professor. fuhr um 12. ob nun Kieber die Daten hat oder nicht. dass Kieber jetzt nach Hause kommen würde. Der Professor hakte nach: Wie denn? Mit Hilfe der Deutschen? Ein Amts. dann müssten wir hier dicht machen! Die Zukunft des Landes stehe auf dem 240 .22 Uhr von Berlin ohne Kieber und vor allem ohne Daten Richtung Vaduz ab. interessante Hypothese. Es gibt ja schliesslich private Firmen. Es sollte doch möglich sein. dass es hier um die Grundexistenz gehe. Der Professor.oder Rechtshilfegesuch? Interpol? Nein. wo sie sich befinden finden. warfen die Vertreter der LGT die Schlussfolgerung in die Runde. verdeutlichte Regierungschef Hasler. nein – natürlich nicht. Weniger von Seiten der Justiz und der Polizei. Wenn die Daten und die Art und Weise. Es müsste doch sicher etwas in dieser Richtung in Berlin geben. jammerten aber. Offen wurde über unorthodoxe Massnahmen diskutiert. wenn der Staat nicht kann. oder man in Erfahrung gebracht hätte. insbesondere der Treuhand. Nicht vorzustellen. dass ihm bis heute niemand mit Sicherheit sagen konnte. wie wir hier Geschäfte tätigen ausländischen Behörden im Detail bekannt gemacht würden. Vielleicht um ihr eigenes Versagen zu schmälern. die LGT und die Regierung konnten dies zwar nachvollziehen. die dann aushelfen. Was sollte das alles. wenn dies dann an die Öffentlichkeit gelangen würde. erwiderten alle anderen im Raum. Deutschland darf nichts. dass Kieber darum nicht in den Wagen gestiegen sei. Der Liechtensteiner Staat lässt einen eigenen Bürger in Berlin kidnappen und illegal „nach Hause bringen‚. Kieber in Berlin aufzuspüren und überwachen zu lassen.

nahm ich eine heisse Dusche und legte mich flach. mit all jenen Personen. Selten von den Ausländischen. Hans-Adam befürchtete anscheinend.oder Nachforschungsmassnahmen für Hans-Adam. die er in der Bibliothek angeschaut hatte. nämlich das Strafgesetzbuch(!) und die Strafprozessordnung(!) ausgeliehen und erst nach langer Zeit wieder zurückgebracht hatte. Klar. an die Daten ran zu kommen.B.Staatsbürgern 100 Prozent Loyalität erwarten. Januar 2003 (nachmittags) Die Polizei verfasste einen weiteren schriftlichen Bericht über die ausgedehnten Überwachungs. Zudem wären die Daten für Deutschland ja hochinteressant. Am besten ginge ich schlafen. BERLIN 14. geneigt sein könnte. Januar 2003 (nach Abfahrt des Diplomatenwagens) Was nun? Ich wusste es nicht. Regierung. musste er einen deutschen Staatsbürger gemeint haben. die ich im Brief erwähnt hatte. dass dieser Deutsche. der auch noch Polizist war. Die Führungspersonen jeder Einheit der Justiz.Spiel. Hans-Adam konnte sich nur von den eigenen – wenn auch nicht von allen . konnte ich nicht einschlafen. herauszufinden. Jetzt kam mir in den Sinn. es könnte sein. sofortige Kündigung) die mitwissenden Angestellten zu äusserster Verschwiegenheit verpflichten. waren sich alle einig. der dort als Experte für die FL-Polizei arbeite. mithören würde. welche Person Hans-Adam gemeint hatte. dachte ich mir. dass Kieber einen Mitgliederausweis besass und 1999 zwei Bücher. Polizei. dass eine Person. Auch wurde fieberhaft versucht. Man beschloss sich von nun an jeden Tag mindestens einmal zu treffen. Zudem wurde auch entschieden. alle Internetseiten. heim in Petras Wohnung. VADUZ 14. was aus technischen 241 . die von der Angelegenheit wussten. da die Gespräche über das Handy von den Bullen abgehört würden und dies Hans-Adam im voraus wusste. aus den früheren Fehlern zu lernen und eine Liste anzufertigen. als er mich im Telefongespräch am Montag kurz vor Mittag warnte. Obwohl ich todmüde war. Dort angelangt. Es wurde bei der Landesbibliothek Vaduz in Erfahrung gebracht. LGT (das Schloss ausgenommen) sollten unter Androhung schwerer Konsequenzen (z.

dann müsste sie seit 2008 nicht hilflos zusehen. Die später dann erfolgte illegale Durchsuchung wurde sogar so orchestriert.03 unter Punkt "X.Gründen nicht gelang.: Unglaublich aber wahr: Das KKZ ordnete die Durchsuchung von zwei bewohnten Wohnungen in Balzers an.00 Uhr morgens auf. wie Woche um Woche. nur was. Die Art von Verbindung wie ich es im Brief vom 07. dass eine von Kiebers Prioritäten vorerst die Sicherheit der Daten und damit die der Liechtensteiner Finanzwelt war. Dafür musste ich die nächste Stufe der vorbereiteten Kommunikationsmöglichkeit aktivieren. So konnte es nicht weiter gehen. Nach reiflicher Überlegung kam ich zum Schluss. Nein." beschrieben hatte.01. Er erhielt den Brief von Kieber. obwohl ich nie dort gewohnt habe und es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den Wohnungen oder der LGT gab. weil sie nicht anwesend waren. Der Wagen war weg und nichts hatte sich geändert. die am 13. Hans-Adam wurde sofort aufgesucht. Januar 2003 Immer noch müde stand ich trotzdem schon um 06.: Dazu kann ich nur sagen: hätte die Liechtensteiner Justiz nur halb soviel Energie für die Entdeckung der Bankdaten von schlimmen Kunden verwendet wie für die „Ausgrabung“ meiner wenigen Bankunterlagen. Kieber könne nicht einfach sagen: „Schwamm drüber – hat halt nicht geklappt‚. BERLIN 15. Auch wurden all seine alten Bankkonten bis ins kleinste Detail auf Jahre zurück ausgeforscht und dokumentiert.01. dass die Bewohner nichts davon merkten. Natürlich war die Durchsuchung ohne brauchbares Ergebnis. Dann war er wieder besorgt. Obwohl 242 . das wusste Kieber selbst noch nicht. Damit die Angelegenheit im Ländle selber nicht so bekannt wurde. da er erkannte. Kieber müsse etwas machen. da Kieber ihm weiter schrieb. Eine Woche sollte reichen. Gegen späten Abend traf der Chauffeur Herr B. Hans-Adam war nach der Lektüre erleichtert. Abstand zu nehmen und Zeit zu gewinnen. rund um den Globus diese Art Kunden entlarvt werden. beschloss das KKZ weiter. Anm. Anm. mit dem Audi auf Schloss Vaduz ein.03 befehligte Razzia von zwei Wohnungen und dem Haus von Kiebers Stiefmutter erst gegen Ende Januar oder Anfang Februar 2003 durchzuführen. dass es besser war. dass er unter Zugzwang stehe.

hatte ich bedenken. Mit einem Trick deponierte ich den fertigen Text mit Datum 15.03. Die drei Säulen von Hans-Adam bestehen aus Geld.03 geschrieben wurde.01. Für die letzte Säule erschien mir die Webseite einer katholischen Organisation mit Sitz und Server in den USA als ideal. dass es besser sei. Im Text wiederholte ich die Begebenheiten der letzten 48 Stunden und meine Gründe. Klare Hinweise auf das LOGIN-Wort und damit auf das Passwort hatte ich ja schon im Brief vom 07. Da ja beide Seiten dasselbe Emailkonto verwenden würden. war ja. fand ich. Mit dem Thema „Frankfurt‚ hatte es ja nun gar nicht geklappt.catholic. warum 243 . Dies aus taktischen Gründen. die IP-Adresse (und damit den genauen Computerstandort) herauszufinden. Ich musste ihm nur noch den Namen der Webseite mitteilen. sondern nur jeweils der neue Text im Ordner „Entwurf‚ abgespeichert werden. hatte ich in einer ersten Email im Ordner „Entwurf‚ gespeichert.03 geschrieben. ob die in Vaduz diesen Punkt auch richtig lesen und interpretieren könnten. Mit der Auswahl von „www. sehr schwierig sein würde. Auf die Idee kam ich.01. eine Wortkombination zu finden. die praktisch jedes Missverständnis ausschliessen würde. Der Grund warum ich ein „codiertes‚ Kennwort ausgerechnet im sichersten Raum im Schloss Vaduz angebracht hatte.ich es darin präzise geschilderte hatte. Macht & Kirche (Glaube). wenn auf schriftlichen Weg kommuniziert würde und zwar so lange bis wieder ohne Drohungen und Schimpfen miteinander geredet werden konnte. Instruktionen wie das Konto von mir und Hans-Adam verwendet werden sollte. dass ich unbedingt erreichen wollte. würde kein Email versandt werden. weil meine Recherchen ergeben hatten. obwohl er am 14. dass es ohne den klassischen Emailversand praktisch unmöglich oder zumindest sehr. dass sich Hans-Adam persönlich mit dem Fall befasste. Es war nicht einfach. Das Konto hatte ich schon im Dezember 2002 eingerichtet. absolut nicht.01. Die ersten zwei Säulen hatte ich ja schon in starke Vibrationen gesetzt. Obwohl ich den direkten Kontakt nicht scheute. formulierte ich eine neue Nachricht für ihn und speicherte sie im Entwurf-Ordner.org‚ wollte ich auch im Unterbewusstsein an das starke Dogma von Hans-Adam appellieren. Bevor ich dies aber tun konnte. Selbst bei der Auswahl des Internetproviders für das gemeinsam zu benutzende Emailkonto hatte ich mir vor der Abreise aus Liechtenstein den Kopf zerbrochen.

01. dass ich.03 warten könnte.B. Kurier oder Weiterversand) im Sinne hätte. altes ein. So weit – so gut. falls Post da sein würde. Dann sollte er im Gegenzug aber auch akzeptieren. dass ich ab nächsten Dienstag. den 31. Sollte es nur die kleinste Andeutung einer Falle geben. den 21. die sich auf das Aufspüren von Personen und Güter spezialisiert hatte.ich nicht in den Wagen eingestiegen war. Von diesem Emailkonto schrieb ich an die drei bekannten Emailadressen von Hans-Adam eine höfliche Mail mit einem Einzeiler. eine private Firma. Er als Psychologe war naturgemäss dagegen. Der Auftrag sollte aber sehr vorsichtig erteilt werden. Ich erklärte. Um nicht ewig hier in Berlin herumhängen zu müssen. ob ein Umschlag für mich angekommen sei. schrieb ich ganz deutlich. worin ich den Namen der gesuchten Homepage (Webseite) preisgab: www. Die LGT Treuhand konnte immer noch keine felsenfesten Beweise vorlegen. Ich schrieb. dass ich nur bis Ende Januar.03 ein Mal pro Tag bei der LGT in Berlin anrufen würde. Um jede Unklarheit auszuschliessen. so würde ich mich simultan an die Deutschen und die Amerikaner wenden.org. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht. dass ich akzeptiere würde. also Freitag. VADUZ 15. dass man Kieber ausfindig machen sollte. Auf keinen Fall dürfe er angesprochen werden. dass Kieber Liechtensteiner sei. Es soll nur gefordert werden.catholic. Nach erfolgreicher Identifikation sollte die Firma 244 . sondern eine andere Lösung (z. musste ich ein Datum festlegen. ihn beschatten müsste und ein Verhaltens. er bei der LGT gearbeitet hatte und er eventuell alle Daten der LGT Treuhand hatte. Ich schloss das gemeinsam zu nutzende Emailkonto und loggte mich in mein eigenes. dass ich andere Wege gehen müsste. Sollte bis dahin nichts gehen. Da die KKZ ja genügend Anhaltspunkte über den Aufenthalt von Kieber besass. Januar 2003 Die KKZ kam zusammen und diskutierte das weitere Vorgehen. diese nicht selber abholen würde. Ausserdem schrieb ich. Der Professor distanzierte sich nochmals von jeglicher Anwendung von Gewalt. um in Erfahrung zu bringen. anzuheuern.und Bewegungsmuster erstellt werden sollte. wenn Hans-Adam nun die Schutz-ID nicht mehr hergeben will. man dürfte der Spezialfirma auf keinen Fall mitteilen. wurde beschlossen.01. so würde ich mich zurückziehen.

wäre es zweckdienlich. Hans-Adam telefonierte mit dem Regierungschef Hasler und dem Kripochef Hoch.03 erwähnt hatte.03 zum ersten Mal gelesen hatte. ohne Hans-Adam und seinen Sohn. Er und sein Sohn Alois wollten aber nicht alleine in ihren eigenen Bilderbunker gehen. Auch sollten dafür keine Anrufe oder Emails aus Liechtenstein gesendet werden. Januar 2003 Im Protokollzimmer der KKZ wurde die Email ausgedruckt und fein säuberlich protokolliert. Er bat sie sofort aufs Schloss zu kommen. dass Kieber in diesem Zusammenhang im Schreiben vom 07.01.32 Uhr eine Kopie der Email zur Polizei und eine an das KKZ. Kieber könnte unmöglich im sichersten und wertvollsten Raum des Schlosses ein Hinweis angebracht haben. Die Kernmitglieder der KKZ. Das Sekretariat des Schlosses sendete um 14. Herr Kaiser öffnete die schwere Türe zur betonierten 245 . Deswegen hatte Hans-Adam auch nicht nachgeschaut. wenn die LGT über einen Firmenanwalt aus Belgien. VADUZ 16.oder Emailnetz erlaubt. Da keine Massnahmen mit Gewaltanwendung erteilt worden waren. Kontakt mit den Zwischenmännern wäre nur über das Schweizer Telefon. Man erinnerte sich an irgendwelches Zeug.sofort Rückmeldung an den Auftraggeber machen. dachten sie sich. Und ob es gefährlich sein könnte.01. Gemeinsam fuhren sie zum Schloss. kamen zu einer weiteren Sitzung zusammen. Das KKZ rief Hans-Adam auf dem Schloss an und bat ihn doch nachschauen zu gehen. dass Liechtenstein der Auftraggeber war. Weder die Sekretärin von Hans-Adam noch Alois selber nahmen sie vorerst ernst. Der Kripochef nahm sich einen bewaffneten Beamten mit und holte dann Hasler mit einem unmarkiertem Polizeiwagen wieder vom Regierungssitz ab. war der Professor mit diesem Plan einverstanden. Damit keine Rückschlüsse möglich waren. genauer aus Brüssel den Auftrag erteilen würde. Es wurde gerätselt ob Kieber vielleicht doch in den Bilderbunker gelangt war und ob er etwas hinterlassen oder platziert haben könnte. als er davon im Brief vom 07. Die Email Kieber's mit dem Namen der Webseite kam drei Mal auf Schloss Vaduz an.

Mit Hilfe des Punkt "X. diesem Bild und des sich abspielenden Dramas erkannten weder HansAdam noch seine Truppe nicht. Hoch und dem Beamten. Hasler." aus dem Brief von Kieber fanden sie seine erste Mitteilung. Die im Raum nicht anwesenden Mitglieder des KKZ wurden später über den Stand der Dinge informiert. Ja genau. Langsam begriffen alle im Raum. es war nicht von soooo grosser Bedeutung.catholic. im Jahre 1967 waren er und seine Frau Marie auf ihrer Hochzeitsreise in Mexiko. Diese Kunst der “Verschleierung. die an die Schlossaussenmauer grenzenden Räumlichkeiten. gespeichert im Entwurf-Ordner.Schatzkammer im Rundturm im Beisein von Hans-Adam. Das Bild wurde schnell gefunden. dass Kieber vor Ende Januar 2003 nichts unternehmen würde. Gemäss den Angaben von Kieber sollte sich im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses des Malers Gerard DOU ein Hinweis verstecken. der „Täuschung“ gefiel mir sehr als Metamorphose. Die Sekretärin loggte sich auf www. Dou gilt als Begründer der Leidenden Feinmalerei – Leiden mussten hier in dem aktuellen Drama alle. worauf „Mexico 67‚ stand. Sicherlich. Hans-Adam. erwiderte Hans-Adam. Aber das besondere für mich im Bild von Dou im Besitzt von Hans-Adam war. dem sofort das Wort „Hochzeitsreise‚ einfiel. dass Kieber sehr wohl alles äusserst penibel geplant haben musste. Die Verbindung zwischen dem Leben des Maler Gerard Dou. 49/50 auch. 246 .: Auch der Hinweis auf den Maler Gerard DOU war speziell von mir ausgesucht worden.org ein. dass Dou sich selber als Musiker zeichnete und damit seinen wahren Beruf (Maler) verschleierte. Hans-Adam und Alois waren schockiert: ein 4 cm x 1 cm langer Kleber war dort angebracht. Anm. brachte kein Wort mehr heraus. Der Metallrahmen Nr. da sie jetzt schon mal eine Woche Zeit gewinnen konnten und der Professor kam auch zu dem analytischen Schluss. Somit hatten sie nun das LOGIN-Wort „mexico67‚ und das Passwort „hochzeitsreise‚. So war es sein Sohn Alois. die Hans-Adam als seine Geschäftszimmer benutzt. Alles schien normal zu sein. Grundsätzlich waren alle etwas erleichtert. Alois. woraus Hans-Adam das LOGIN-Wort und auch das Passwort erraten könnte. Zuerst inspizierten sie die elektrische Anlage gleich rechts neben dem Eingang. Sie alle liefen die Treppe hoch ins Freie und runter zum kleinen „Bürokomplex‚.

Hauptsache war . Ich durfte sie sogar einmal bei ihrer Arbeit im Luxuskaufhaus Lafayette besuchen. Man wusste ja nie. begab ich mich täglich in eine andere Bank(Filiale) irgendwo in Berlin. Ich war.BERLIN 16. Und meiner früheren Vermieterin Daniela wollte ich auch nicht wieder über den Weg laufen. Mit dem Bus. Ich durchforschte die Schweizer Medienlandschaft. Obwohl ich wusste. Niemand hätte im Traum erraten. die Museen. Obwohl ich eigentlich im totalen Stresszustand war. stellte dann triviale Fragen und versuchte nachher. ob die von der LGT oder andere Ausschau nach mir hielten. die ich dringend benötigte. mich in eine Ecke zu stellen. Diese Tatsache alleine war schon eine Tröstung für mich. Ich notierte mir den ausgewählten Weg dorthin jedes Mal genau. Nur ein Mal die Woche besuchte ich meine Bank. Mit der Zeit lernte ich die Berliner Strassen und Besonderheiten gut kennen.sie machten irgendwas. wie immer. freundlich und lächelnd. die grossen geschichtsträchtigen Plätze. etwas zu tun. war dies mir „scheiss egal‚. um später denselben Weg nie mehr zu nehmen. So 247 . um mich und wegen mir abspielte. der Bahn oder zu Fuss entdeckte ich andere schöne Teile der Grossstadt. Ich stellte sehr schnell fest. um zu beobachten. dass meine Sachen bei ihr nicht in Gefahr waren. ob irgendwas bis zur Presse durchgesickert war. Meine Vermieterin Petra war sehr angenehm. fühlte ich mich sicherer hier in Berlin als in Liechtenstein. Ich vermied in die Nähe der LGT Berlin oder in die Ansbacherstrasse zu gehen. Januar 2003 Ich hatte mir eine Verschnaufpause gegönnt. Den Kiez. Was mich antrieb war der „beruhigende‚ Gedanke. dass sich fürchterliches mit mir. Ab und zu besuchte ich ein Internetcafé. Meine Situation war schon paradox. das Brandenburger Tor. wartete in der Schlange vor dem Schalter bis ich an der Reihe war. dass im Unterschied zu den vorhergegangenen sechs Jahren Liechtenstein nun gezwungen war. Um eventuelle Verfolger zu verwirren. wann immer es die Räumlichkeiten erlaubten. die man von aussen nicht einsehen konnte. um mich abzulenken. Dort wo ich die Daten im Safe hatte. dass sie mir auch Böses antun konnten. – 20. Jeweils fürs Wochenende fuhr sie ins Elsass zu ihrem Freund und ich hatte die ganze Wohnung für mich allein. der Berliner Schlag.

ich sei in den Tresorraum der Bank gegangen. In der Glasspiegelung konnte ich einen fetten Mann sehen. rannte ich einfach los. Niemand war im Wagen. Der VW war in einer Seitenstrasse geparkt. Was mich nun sehr stutzig machte. wusste ich. dass hier etwas faul war. Der Jogger lief schnurgerade auf den VW Transporter zu und stieg hinten ein. bei bald Minustemperaturen hier mitten in Berlin so gekleidet joggen zu gehen. einstieg und dann in meine Richtung schaute. begab ich mich auf die andere Strassenseite. war es ein Berliner. definitiv nicht. Ein alter VW LT Transporter in orange-gelber Farbe. dass in der Millionenstadt Berlin innerhalb von wenigen Stunden derselbe auffällige Wagen genau dort war. Verdammt noch mal – fluchte ich. dass ich genau diesen Wagentyp mit der ungewöhnlichen Farbe schon früher am selben Tag gesehen und anscheinend im Unterbewusststein registriert hatte. mich anzugucken und ich halt „zurückstarrte‚. dass er keine Uhr habe. Nicht das ich behaupte übernatürliche Fähigkeiten zu besitzen oder „James Bond‚ zu sein. Spontan. Verwirrung war. Ich beobachtete vor allem die parkierten oder langsam fahrenden Wagen. Nun befand ich mich aber in Dahlem. Ich war stets übervorsichtig und beobachtete was um mich herum geschah. Dem Dialekt nach zu beurteilen. ohne gross vorher nachzudenken. Er drehte sich um und schaute mich an. Und zwar in Wedding. Viele Schweizer Dörfer und Gemeinden fuhren genau so einen als Kommunalwagen (Werkshofwagen). Ich liess mir nichts anmerken und anstelle in die nächste zufällig ausgewählte Bank zu gehen. Ich stellte mich vor einen Laden und drehte mein Gesicht zum Schaufenster. Er erschrak und blieb wie versteinert stehen. kann keiner sein. Sofern ich dies erkennen konnte. Schönen Tag noch. was für ein Idiot. Aber der Zufall. Als der Jogger nicht aufhören wollte. Dahlem und Wedding sind ein gutes Stück voneinander entfernt. auf ihn zu. sagte ich. Ich dachte. Mit weit geöffnetem Mund beobachtete ich dann wie ein weiterer. etwas älterer Mann aus einem Hauseingang trat und auch im Wagen verschwand. Der Wagen hatte ein Berliner Kennzeichen. ob er wisse wie spät es sei und er erwiderte. Unerwartet rannte ein kreuzdumm gekleideter Jogger sehr nahe an meinem Körper vorbei. ist und bleibt immer Trumpf. Nie war etwas Besonderes zu bemerken. Hans-Adam lässt mich beschatten und man hatte 248 . war die Tatsache. OK.würden eventuelle Beobachter denken. der die Beifahrertüre öffnete. Ich fragte ihn. wo ich mich befand. Dann aber löste ein Auto einen Blitzgedanken bei mir aus.

Da konnte ich nur den Kürzeren ziehen. dass sie mich gefunden hatten. verwirrte mich nicht so sehr. Aus all den Observationen und weiteren Befragungen (auch von anderen Personen) waren dann schlussendlich keine brauchbaren Ergebnisse zu vermelden. Sie konnten Kieber auf Grund der ihnen per Email zugesandten Fotos identifizieren. wo nötig. dass die beauftragte Schnüfflerfirma aus Belgien Erfolg hatte. sich bei der Polizei sofort zu melden. Januar 2003 Das KKZ beschloss. dass Kieber behaupten würde. dass ich die Verfolger entdeckt hatte. dass Kieber Hans-Adam einen bösen Brief geschrieben hatte. Gott sei Dank. sozusagen einen ‚Vaduzer Riesling‚. ob sie etwas wussten. es wurde ihr aber gesagt. es wurde verbreitet. Aber was wussten sie? Wo ich wohnte. Keiner war mir gefolgt.mich gefunden. dass er die Daten hätte. Stets mit erneuertem Fahrschein. Die 249 . Sie wurde aufgefordert. Gute Nachricht aus Deutschland: die KKZ meldete Hans-Adam. Eine meiner besten Freundinnen wurde von der Polizei zur Seite genommen und ausgefragt. Ich entschloss mich. falls Kieber sie kontaktieren würde. Erstaunlicherweise wurde ihr mehr oder weniger reiner Wein eingeschenkt. die engsten Freunde von Kieber in Liechtenstein sorgfältig anzugehen und unter Anwendung von Tricks aus der Psychologiekiste herauszufinden. Man hatte ihr zwar nicht gesagt. dass Kieber in Gefahr sei und man ihn dringend warnen müsste. Mir wurde schlecht und ich brach alle geplanten Aktivitäten für diesen Tag ab. – 21. Ich fuhr mit der Ringbahn sicher mindestens eineinhalb Stunden im Kreis herum. Ich konnte mich natürlich nicht erinnern. Die Tatsache. ob ich den Wagen schon mal anderswo früher gesehen hatte – erfolglos. wo die Daten waren? Ich rekapitulierte meine Aktivitäten der letzten Tage und versuchte fieberhaft mich zu erinnern. vorerst meinem Feind in Vaduz nichts darüber zu berichten. Es war ja ein Kampf zwischen meiner Wenigkeit und der geballten Geldmacht aus Liechtenstein. oder ob sie gar mit ihm im Januar Kontakt hatten. Dazu bräuchte man aber seine Adresse oder Kontaktnummer im Ausland. VADUZ 17. Ich traute mich erst im Dunkeln wieder nach Hause. Einer der Tricks war.

wo Kieber die Daten aufbewahren und wo er wohnen würde. wörtlich. dass weder die Belgier noch deren Deutsche Partner wissen. Schon am dritten Tag war man erfolgreich. Dr. ihn wiederzufinden. um was es in Wirklichkeit ginge. da Geld absolut keine Rolle spielte. dass deren Deutsche Partner aber ausgesagt hatten. „Er muss Mundtod gemacht werden‚. und die anderen Herren der LGT. Feuerstein. dass er von den Kosten nichts hören wollte. versicherte Hans-Adam. dass man noch nicht herausgefunden habe.grossen (finanziellen) Auslagen. war die Vorstellung. um so mehr wurde er stutzig und erkannte als Psychologe. Die beauftragte belgische Firma bestätigte. dass sie einen grossen taktischen Vorteil hatten. Diese Zusicherung wurde ihm vom Regierungschef Hasler erteilt. Hans-Adam war mit diesem Zwischenbericht sehr zufrieden und wollte nochmals versichert haben. dass wenn alles Verhandeln mit Kieber schief gehen würde. als er lautstark nach. um Kieber in Deutschland mit Hilfe von Privatfirmen festzuhalten und nach Liechtenstein zu verschleppen. Wie so oft in dieser Affäre. Die Stimmung innerhalb des KKZ stieg merklich. als „Oberkommandierender‚ hatte Mühe seine Truppe auf eine 250 . Auf Grund des „Feindkontakts‚ musste sich die Verfolgertruppe zurückziehen und hatte deshalb Kieber aus den Augen verloren. In den vergangenen Tagen musste Feuerstein mehrfach zur Besonnenheit aufgerufen werden. In der Hitze der Debatte fielen auch symbolische Worte wie: „Wir müssen Kieber umlegen‚. hatten sich gelohnt. Was so beruhigend in den Hinterköpfen der meisten Mitglieder des KKZ war. dass vor allem der Exboss von Kieber. Man sei sich aber ganz sicher. HansAdam. bei dem Kieber einer der Verfolger persönlich angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt hatte. Leider musste die KKZ des Weiteren berichten. Es hätte auch einen Zwischenfall gegeben. Alle dachten nun. „Anwendung von Stasimethoden verlangte‚. um an 23 Internetcafés rund um das Zentrum von Berlin strategisch nach Kieber Ausschau zu halten. Je länger der Professor mit den anderen aus der KKZ über diesen Fall diskutiere und sich beriet. sich mit moralischer Unterstützung von der Regierung. dass Kieber nichts gemerkt hätte. auf einen gefährlichen Weg einschwenkten. Dank der Verfolger. man ihn auch mit harten Methoden habhaft werden könnte.

251 . einen Text vorzubereiten. Der Professor wurde beauftragt. auf keinen Fall seinen Exboss als Mediator oder Schlichter für dieses Drama zu ernennen. Er begriff.Linie zu bringen. den 21. dass neue Ideen für eine Lösung nur vom Professor als Spezialisten kommen sollten. als dieser ihn im Brief gebeten hatte. Hans-Adam entschied. der dann als Mitteilung am nächsten Tag. dass Kieber gute Gründe hatte.03 in das Emailkonto gestellt werden sollte.01.

Mir lief es kalt den Rücken runter. um herauszufinden. Himmel und Hölle noch mal. welche von gegenseitigem Interesse getragen ist. warum und eventuell etwas wusste. Wartet nur. Nein. Diesbezüglich enthalte ich mich jeglichen Kommentars. Zum Glück gab es einige Bäcker.KAPITEL 9 Chaos-Tage ohne Ende BERLIN 21. die schon früh ihre Ware an die Kundschaft verkauften. Ich öffnete das gemeinsame Emailkonto und fand nachstehende Nachricht für mich im Entwurfs-Ordner: Ich wurde beauftragt. sie mussten auch noch das halbe Liechtenstein umgraben. In diesem Zusammenhang wurde ich sowohl über die Hintergründe als auch über die bisherigen Versuche informiert. sie könnten mich übertölpeln. Nicht zu fassen! Schon beim zweiten Anruf brach die schöne Scheinwelt zusammen (siehe auch „Vaduz 22. dass sie in Berlin Verfolger auf mich angesetzt hatten. Ich war neugierig. wer dort wo. was sich in Liechtenstein so zutragen würde. fluchte ich schon wieder. dann dass man in einer solchen Situation zuerst immer den Kopf klar bekommen muss und nicht gleich gegen die nächste Wand rennen darf. indem ich zufällig ein paar Bekannte und Freunde dort anrief. mit Ihnen eine Transaktion durchzuführen. Wenn ich etwas in den letzten fünf Jahren gelernt hatte. Das bedeutete. Nicht nur. Ich war schon um fünf Uhr auf den Beinen und im winterlichen Berlin unterwegs. Ich fuhr mit der Bahn an die südliche Stadtgrenze von Berlin und suchte ein Internetcafé auf. dachten wohl. diese Transaktion abzuwickeln. dass ich auf keinen Fall in die Nähe der LGT. Ich konnte der Sache nur auf den Grund gehen. ja nicht einmal ins Zentrum von Berlin gehen durfte. kam mir ein altes Sprichwort in den Sinn: „Vertrauen ist gut. Bevor ich die LGT am späteren Nachmittag anrufen würde. was. grübelte ich. die von Ihnen 252 . Diese Mistkerle. Ein Anruf bei der LGT Berlin kam also nicht mehr in Frage. Januar 2003‚). Kontrolle ist besser. dachte ich mir schon die ganze Nacht hindurch. Es wurde mir noch kälter als es sowieso schon war. Mein Auftrag besteht lediglich darin. Januar 2003 Dienstag! Ein Tag der Wahrheit. es war eine Falle! Was nun.

wenn ich denen in Liechtenstein mitteilen würde. da ich immer nervöser wurde. Ich überlegte lange. fragte ich mich. „Wir helfen dir‚. was die Vor. Im Gegensatz zum Gegner hatte ich nur mich selber. Fast drei Stunden lang versuchte ich es. Die Angestellten vom Buchladen wunderten sich schon. die technisch so ausgerüstet waren. sind nicht Teil meines Auftrages und deshalb unerheblich. Die Katholiken von www. Diesmal ging ich dafür in einen Buchladen. Klar. dass ich die Verfolger erkannt hatte und auch wusste. War ich nun wahnsinnig geworden.org gehörten 253 . Anm.: Ich wusste natürlich zu jenem Zeitpunkt nicht. die da offenbar Böses erwogen. Ich verschwand in der Masse von Fussgängern in Richtung Bahnhaltestelle. dass es wenige Emailprovider gibt. was im Ländle so vor sich ging. An weiteren Hintergrundinformationen (Namen. Warum konnte ich nicht ins Emailkonto rein? Das LOGIN und das Passwort stimmten. Na ja. Meine Hirnmasse gegen alle anderen. im gemeinsamen Emailkonto ständig eingeloggt zu bleiben. ehrlich gesagt.s.und die Nachteile wären. dass dies vom Professor Dr. Klappte nicht. Geben Sie mir die weitere Vorgehensweise für die Transaktion bekannt. was der Grund für das Problem sein könnte. „Wir suchen eine gemeinsame Lösung‚ u. Aber. Schnell loggte ich mich wieder aus dem Emailkonto aus. mein eigenes Drehbuch war ja auch nicht gerade des Himmels würdig.gewünschte Transaktion vorzubereiten und in beiderseitigem Interesse sauber durchzuführen. Dies alles ergab keinen Sinn. Ich entschloss mich. dem Hans-Adam eine diesbezügliche Nachricht im Emailkonto zu hinterlassen. dass gleichzeitig von zwei verschiedenen Terminals aus dasselbe Emailkonto benutzt werden konnte. Ich wusste. Aus Höflichkeit kaufte ich am Ende ein Kochbuch (ich habe es heute noch). dass überhaupt ein Professor angeheuert wurde. Noch schneller verliess ich das Internetcafé. aber – die Superschlaumeier in Vaduz! Auf einmal wusste ich.catholic. Schuldzuweisungen etc. Ich zweifelte an meinem Geisteszustand. Aha. verspottete ich sie: Sie spielten auf Kooperation. das musste es sein. Ich versuchte mich ins Emailkonto einzuloggen.) habe ich kein Interesse. Thomas Müller geschrieben wurde. Details. Ich wusste ja auch nicht. um die Kontrolle zu haben. – alles Quatsch und fauler Käse. Garantiert hatte Hans-Adam angeordnet.w.

dass Sie oder der andere Herr das Emailaccount ständig offen haben? Bitte jeweils immer ausloggen. würde er eine Konfrontation mit katastrophalen Folgen provozieren. 4 Stunden versuche ich eine neue Mitteilung einzugeben. dass mir niemand bis zur Wohnung gefolgt war. dass er wisse. VADUZ 22.37 Uhr schickte ich deshalb.30 Uhr wieder aktiv.k. Vielen Dank und mfg h. Er hatte sie erkannt. Um 14. wie immer höflich aber bestimmt. Durchlaucht Ich habe die Nachricht im anderen E-mailaccount heute Morgen gelesen. wiederum von meinem eigenen. konnte ich den Tag endlich vergessen und war froh. So sah ich es für angebracht. denn ab 16 Uhr war das Login von meiner Seite aus wieder erfolgreich. dass Privatdetektive in Berlin auf ihn angesetzt worden waren. Offenbar hatte man in Vaduz diese Email gleich begriffen. Kieber schrieb. alten Emailkonto aus zwei Mal die folgende Meldung an HansAdam eigene Büro-Emailadresse. die ihn offenbar sehr beunruhigten. Es war kein neuer Text für mich gespeichert. aber die Anzeige bleibt BLANK: d. dass er sich zuerst für die Nachricht bedankte. von denen er fest glaubte. klares Wasser einzuschenken und dem Hans-Adam ein paar Dinge zu erzählen. Erst spät in der Nacht hatte ich den formulierten Text fertig und stelle ihn in den Entwurfsordner. 254 . Er verlangte. da ich schon an 4 verschiedenen es versucht habe. Kann es sein. als Petra mich zu einem gemeinsamen gekochten Nachtessen einlud. Ich kann zwar das E-mailaccount aufrufen. Mit der erhofften Sicherheit. Januar 2003 Das KKZ war pünktlich ab 07. Seit ca.48 Uhr wurde sich schon in das Emailkonto eingeloggt und ein drei Seiten langer Text von Kieber vom Vortag gefunden. dass man diese Schnüffler sofort abziehen sollte. sollte er wieder Verfolger sehen. ansonsten kann ich nichts hineinschreiben. die Ordner sehe ich nicht. Am Terminal liegt es nicht. Darin schrieb Kieber. dann über zwei Vorkommnisse reden möchte. dass ich nichts davon wusste.nicht dazu. Um 07.h. Er warnte sie.

gegeben hatte. wie konnte Kieber. dass Liechtenstein ihn an die Deutschen „verraten‚ würde. Hans-Adam entschloss sich daher. Kieber wisse auch. die mit Kieber Kontakt hatten. was wir hier in Vaduz unternommen hatten. herausfinden.01. dass es offenbar zu einer Anzeige gekommen sei und eine Art Krieg gegen ihn geführt würde. Trotzdem sei er zu triefst geschockt. Dann Stille wie auf einer Beerdigung.Obwohl er im Brief vom 07. wenn Kieber schon beim ersten und offenbar einzigen Kontakt deren Mission entdeckt hatte. Er schrie. wenn er nicht das tue.alles zu unterlassen. seinen 255 . Alle meine Freunde hielten dicht. dass die Polizei mehrfach diskret aber abnötigend bei Bekannten und Verwandten nach ihm geforscht hatten. Der Professor war beauftragt worden. Er wisse nun. Jemand musste es aber tun. dass er die Anwesenden beschuldigte. Harte Worte. Der Professor war da wohl am Besten geeignet.03 ausdrücklich darum gebeten hatte – im Interesse von allen wenigen Beteiligten und Informierten .03. Damit sich Kieber dann wieder beruhigen würde und als Zeichen. die die Bad News dem Hans-Adam überbringen würde. den 24. Niemand traute sich vor und wollte derjenige oder diejenige sein. die Situation neu zu beurteilen. Hans-Adam wurde aufgeklärt und er bekam einen seiner seltenen öffentlichen Wutanfälle. Er befahl diejenigen in Liechtenstein zu finden. ja verkaufen würde. Man fand die Personen nicht. dass dabei ständig nach seiner Adresse im Ausland gefragt würde. da ja jeder seine eigenen Ziele verfolgen würde. dass Kieber nun noch misstrauischer geworden wäre und es schwieriger sein würde. dass das Gegenteil geschehen war. einer von ihnen sei ein Maulwurf. Grrrrrrrrr. Zuerst sollte man Kieber etwas Angst einjagen. ihm ihre Position glaubhaft verkaufen zu können. Kieber bat auch um ein Treffen am Freitag. was verlangt wird. Dieser kam zum Ergebnis. Aber Zuckerbrot und Peitsche wären erstklassig in der jetzigen Situation. dass es mehrere Krisensitzungen der Regierung mit HansAdam und Co. sollte man ihm die Hand ausstrecken und nochmals eine letzte Chance geben. Er ging sogar soweit.01. indem man ihm androht. dass dies ihn nicht überraschte. Er schrieb sogar. was für eine Tölpelfirma man da in Berlin angeheuert hätte. der "1000 Km" weit weg in Berlin war. Er fragte. Rund um blasse Gesichter im der KKZ. habe er in Erfahrung bringen könnten. was einer Bekanntmachung des sich anbahnenden Dramas gleich kommen würde. dass man es „gut‚ mit ihm meine.

ich bitte sie. ich danke für baldige antwort.Chauffeur mit dem Staatswagen am nächsten Tag in der Früh schon wieder nach Berlin zu schicken. notierte ich mir die Adresse in einem kleinen Buch. Herr B. Kaiser hatte den Auftrag um ca. bzw. auf Kieber zu warten und ähnlich wie es der andere Fahrer. Um 18. ein treffen für kommenden freitag. um es später wieder finden zu können. Zur Info: bitte markieren und drucken Sie jeweils meine texte und behalten sie sie auf . ich werde morgen . sondern nur eine kurze Botschaft hinterlassen.01. Dem Kieber sollte man aber nichts davon im Netz schreiben.01.um 10 uhr wieder hier hinein schauen. danke H. Januar 2003 (A) Es war noch dunkel und die meisten schliefen noch. Um 16. VADUZ 23. wenn dieser ihm 256 . Sobald ich ein solches Geschäft fand. Meist handelte es sich dabei um von Immigranten geführte Call-Center in einem alten Berliner Laden oder Schuppen.10 Uhr ersetzte man Kiebers Drei-Seitentext mit einem Einzeiler von Hans-Adam. mir eine antwort gegeben. Er hatte das Kuvert mit dem „falschen‚ Pass bei sich und auch sonst war alles so wie sein Boss es gewünscht hatte. die von aussen nicht als solche zu Erkennen waren.01 Uhr ergänzte ich meinen alten Text mit folgender Mitteilung: 22. Mein Text vom Vortag war immer noch da.03 17 Uhr 01 . keine Reaktion oder Antwort von Hans-Adam. Während meiner Wanderschaften durch Berlin fand ich mehr und mehr ausgezeichnete Internetstationen.um keine missverständnisse aufkommen zu lassen.K. Um 17. Januar 2003 Seit meinem Erlebnis mit den "Schnüfflern" war ich noch achtsamer geworden und wählte meine Wege von und zu Petras Wohnung immer neu aus. ihn mit einem Pass zu einer Heimreise zu ködern. Kaiser soll aber Kieber nur dann mitnehmen.. 18 Uhr vor der LGT in Berlin zu parken. gemacht hatte.55 Uhr schaute ich wieder ins Emailkonto. 24. hier vorzumerken. haben sie meinen obigen text noch nicht gelesen.wie ich sehe. BERLIN 22. als der Herr Kaiser den Staatswagen in Bewegung setzte.

09:00 Uhr.2003. wenn man seine Termine nicht einhält. ich rufe jetzt trotzdem an. dass ich erst um 10.01. dass Hans-Adam wieder mit mir reden wollte. Nervös wählte ich jeweils die Nummer. es war ja nicht meine Schuld. Geschriebenes wirklich zu lesen! Oh mein Gott. Aber.36 Uhr.00 Uhr. erwartet ihren Anruf unter 00423 xxx xxx. Dies obwohl ich in meiner Mitteilung vor seiner Nachricht im Emailkonto klar geschrieben hatte. Ich rannte aus dem Internetladen raus und kaufte mir für 40 Euro genug Telefonkarten.: F. Der Audi A8 kam gut voran. Dies war ein gutes Zeichen. Ich schrieb ihm zurück: Sorry.00 Uhr und 14. dann würde Kaiser am Nachmittag in Berlin eintreffen. brachten sie es nicht fertig. danke 23. BERLIN 23. 14. ob sie grundsätzlich kommen oder nicht. 257 . Insgesamt telefonierte ich drei Mal mit ihm an diesem Tag: um 10. steht für Fürst. wenn es nicht klappt. Januar 2003 (Teil 1) Ich hatte verschlafen und war erst um 09. Wenn alles klappte. nach 10 uhr wieder hier hinein sehen kann. dass ich erst ca. sodass ich lange mit ihm reden konnte. dachte ich mir.03 10:25 Ich war froh.12 Uhr.30 Uhr aufgestanden. der Hans-Adam wird ja fuchsteufelwild. sofern dies notwendig und erwünscht war.15 Uhr ins Emailkonto ein. bitte schreiben sie. Anm. es ist jetzt 10:25. Wie so oft in der Vergangenheit und in den kommenden Monaten. Ich fuhr direkt zu einem der Internetanbieter von meiner langen Liste und loggte mich um 10.zumindest ansatzweise die Daten zeigen würde. 23. Meine Mitteilung war noch gestern Abend gelöscht und mit folgendem Einzeiler ersetzt worden: F. wann ich ihn Anrufen sollte: 09. Man beachte den von Hans-Adam geforderten Zeitpunkt. Donnerstag. wenn er nicht lesen konnte.01.00 Uhr wieder reinschauen würde. ich schrieb doch gestern. ich bin erst jetzt ins internet gekommen.

dass mich dies nicht im Geringsten verwundern würde. dass weder die Deutschen noch die Amis oder ein anderes Land Interesse an den Daten hätten. Er war merklich künstlich angestrengt höflich. dass ich letzte Woche nicht in seinen Wagen eingestiegen war.01. auch noch in Vaduz für lange Zeit ins Gefängnis müsste. dass es nur die zwei Varianten gäbe. Er behauptete auch zu wissen. Ist es Euch egal.Es war ja dieselbe Nummer. Es sei eben nicht gerade förderlich von mir gewesen. Bank. In Regierungs-. Die Staatsanwaltschaft wäre sehr verärgert. wenn sie in die Hände der Deutschen und Amis kommen? Uppps. so wie es Hans-Adam wollte. Ich versuchte ihm nicht zu versprechen.03 angerufen hatte und daher nahm ich mir vor. wenn ich die Daten jetzt vernichten würde. dass die Zeit für eine gute Lösung ablaufen würde. Er könne mich aber verstehen. Er versicherte mir aber. dass er selber. würde er höchstpersönlich dafür sorgen. Er sagte.und Treuhandkreisen wäre man sehr besorgt über die ‚Daten‚ und mich natürlich auch. Jeden einzelnen Anruf nahm er schon nach dem ersten Klingeln ab. dass ich keine solchen Wörter in den Mund nehmen sollte. die STA und andere der Inkompetenz und Lüge zu bezichtigen. Banken. dass er nachvollziehen könnte. Er erklärte mir nochmals. Treuhand oder andere "verräterische" Worte im Gespräche nennen würde. Denn sollte nach einer Verhaftung durch die Deutschen seine reiche Kundschaft massiven Ärger bekommen. fragte ich. dachte ich mir – der Hans drehte jetzt völlig durch. als Multimilliardär eine solche Katastrophe locker überstehen würde und seine Familie schon ganz andere Krisen überlebt hätte. Hans-Adam verdeutlichte mir. dass ich beim Auto sein würde. dass es keinen Haftbefehl gegen mich gäbe. darauf zu achten. Hans-Adam sagte. indem ich sagte. warum es die Anzeige gab. Er meinte abschliessend. wo ich sei. ich vergass. oder wo auch immer. dass es besser für mich wäre. Mann oh Mann. Und die Daten. die ich schon am 14. dass ich auch nach Absitzen einer jahrelangen Haftstrafe in Deutschland. dass ich weder Liechtenstein. dass ich mehr Zeit für das Sammeln der Unterlagen 258 . Merkwürdigerweise ging Hans-Adam darauf gar nicht ein. Entweder ich würde mit den ‚Unterlagen‚ heute Abend um 18:00 in den Wagen einsteigen oder er und die Liechtensteiner Regierung müssten den Deutschen sagen. Ich erwiderte. Er bemerkte hochmütig. ich hätte mich verhört. dass es nur zwei Varianten gäbe. Ich dachte zuerst. Er palaverte etwas darüber. Leider aber nicht! Hans-Adam wiederholte seine zwei Varianten.

22 Uhr zurück: ich habe ihre mitteilung gelesen. Januar 2003 (Teil 2) Ich fand die Mitteilung von Hans-Adam und schrieb um 16. dass weder er noch ich im Gespräch weiterkamen. scherzten sie. verabschiedete ich mich und sagte noch. Als ich merkte. Der Fahrer Kaiser meldete sich über das Autotelefon. Er würde gut vorankommen und würde sich wieder melden. VADUZ 23. Alle waren mit ihm einverstanden. Ich merkte. kam mir komisch vor. dass Kieber nun gebrochen sei. Vor allem wie er es ausdrückte. dass ich mich via Internet in wenigen Minuten melden würde.00 Uhr mit Unterlagen am vereinbarten Ort. dachte ich mir. Sonst könne man sich ja gleich selber erschiessen. alle unterlagen bringe ich bis zum vereinbarten zeitpunkt nicht zusammen. Januar 2003 (B) Das KKZ wurde über den Inhalt der drei Telefonate von Hans-Adam selber informiert. Natürlich war allen in Vaduz klar. Der Professor bekräftigte seine Analyse. OK. dass Hans-Adam offenbar von irgendjemand angeleitet worden war. die Drohung hätte gewirkt. danke für das verständnis 259 . wenn er in Berlin angekommen sei.40 Uhr folgenden Text ins Emailkonto schreiben: Vorgaben des F. Fahrzeug und Fahrer stehen bereit. sind klar: Erscheinen bis 18. bitte warten sie wenigstens bis morgen nachmittag. vielleicht redete er so. Nach dem letzten Telefonat lies Hans-Adam um 14. Er ging auch darauf nicht ein. dass auf keinen Fall irgendjemand irgendetwas den Deutschen sagen würde. weil es ja auch eine rundweg neue Lage für ihn war. BERLIN 23.bräuchte. Es klang gar nicht nach ihm. Bei Nichtbefolgen tritt unverzüglich die zweite Option in Kraft. Obwohl die Gespräche zwar aufgezeichnet worden waren. war der Inhalt erst einige Stunden nach dem eigentlichen Anruf fürs KKZ abspielbar. Bis anhin war sein Imperium nie in eine solche Situation geraten.

Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen sehen. Was nun. ob überhaupt Hans-Adams Staatskarosse wieder in Berlin aufkreuzte. Gerade hätte die IT-Abteilung von der Treuhand berichtet.41 Uhr antwortete: Vorgabe des F. Jetzt zeigen wir dem Kieber mal so richtig. wie es sonst so üblich ist. Ich duckte mich fest in den Bussitz und stieg erst an der allerletzten Haltestelle aus. Sofort wurden die Regierung und die Justiz auf den neusten Stand gebracht. der dunkle Audi A8 war fast an derselben Stelle wie letzte Woche parkiert. um 18 Uhr zur LGT in Berlin zu gehen. schwelgten sie im süssen Sieg. Ich hatte Angst. notfalls nur mit Teilunterlagen! Rufen sie F. wer hier der Herr im Ländle ist. Alle Beteiligten ausser dem Professor waren in einem Rausch nach Rache. ich werde morgen 13 uhr (dreizehn uhr) hier wieder mich melden.00 Uhr. Ihre Brummschädel waren 260 . Wahrhaftig. Ich entschloss ihn nicht mehr anzurufen. Ich studierte den Busfahrplan von Berlin und stieg in jenen Linienbus ein.bitte informieren sie die dame ihres büros (LGT) hier. Ich schlich mich nach Hause und setzte mich im Dunkeln ins Zimmer. danke Worauf er mit folgender Mitteilung um 16. der schnurgerade vor der LGT vorbeifuhr. Ich hatte die dunkle Befürchtung. Unter Druck konnte ich erstaunlicher Weise gut funktionieren. VADUZ 23. Mir war das Risiko zu gross. dass ein Haftbefehl auf mich zu Hause wartete. obwohl HansAdam das Gegenteil behauptete. Kieber hatte ja auch kein einziges Dokument als Beweis geliefert. Ich überlegte lange. Januar 2003 (C) Spät am Nachmittag erreichte Hans-Adam auf Schloss Vaduz ein wichtiger Anruf der LGT Bank. dass sie den in den letzten Tagen geäusserten Verdacht als Tatsache bestätigen könnte: Kieber hätte die Daten NICHT! Kieber konnte sie nicht haben. Ja. dass ich auch jetzt auf keinen Fall in den Wagen steigen würde. meinten alle. Hans-Adam war ausser sich vor Freude und Hass zugleich. unverzüglich an! Mir war von Anfang an klar. Ja nickten sie alle in der KKZ. Niemand war im Wagen. dachte ich. was ich machen sollte. bleibt bestehen: Treffpunkt 18.

dass er sich in Berlin aufhalte. warum Liechtenstein 261 . Und Gewalt ist nun wirklich nicht mein Ding. ° Foto von Kieber liegt bei. an. ° Gemäss Information ist ein hohe Gewaltbereitschaft vorhanden. Man bedachte. als ich diese Meldung diversen Polizei. den Kieber zum Abschuss freizugeben.55 Uhr kam in Wiesbaden (BKA) und in Madrid eine offizielle Meldung / Warnung aus Vaduz an. Aber erst Jahre später. liebe Leserinnen und Leser wird es wieder sehr interessant! Hans-Adam ordnete das Interpolbüro in Vaduz. dass in die Liechtensteiner Polizei integriert ist. Zahn um Zahn. Anm. ° Kieber ist vermutlich bewaffnet! ° Kieber kann Flugzeuge und Helikopter fliegen. bitte Interpol Vaduz sofort verständigen. Er kommuniziere über öffentliche Telefonzellen und Internetcafés. Es wurde beschlossen. traf mich der berühmte Schlag. Um 19. Auge und Auge. ° Interpol Vaduz hat Hinweise. Und hier. Nie im Leben besass ich eine wirkliche Waffe. dass Vaduz sehr bewusst vermied. Geistesgestört war ich auch nicht.: Als ich das Original und andere damit zusammenhängende Dokumente ab dem Spätsommer 2003 zum ersten Mal lesen konnte oder als Kopie inoffiziell erhalten hatte. Vielen Dank für Ihre Kooperation. dann folgende Punkte (mit allen Ausrufezeichen und Unterstreichungen) aufgelistet: SEHR DRINGEND ! ° Warnung: Kieber könnte bewaffnet sein! Er könnte geistesgestört sein! ° Kieber hat schon einen Haftbefehl im SchengenSystem. dass ich einen Berufspilotenschein für Flugzeuge und einen Schein für Helikopter besass. dachte ich mir. Was für ein Scheiss. Im Schreiben (in Englisch) wurden zuerst die allgemeinen Personendaten von Kieber genannt. wurde mir klar.und Justizbehörden im Ausland zeigen konnte. Sein genauer Aufenthaltsort ist nicht bekannt.verschwunden. eine Meldung an Interpol Wiesbaden und Madrid zu senden. Richtig gemeldet war. Im Falle einer Verhaftung von Kieber. irgendeinen Zusammenhang mit Bankdaten oder der LGT zu erwähnen. Fingerabdrücke folgen.

ja fast um einen „Terroristen“ („kann Flugzeuge fliegen“) handeln würde. Auch wurde deutlich. sehr schnell: Mit den Worten „bewaffnet. 142. Hans-Adam beschloss zusammen mit der Regierung. auf dem Autotelefon an. Sollte er Kieber kommen sehen. Er durfte sich ein Hotel in Berlin suchen und sollte am nächsten Morgen in der Früh wieder nach Hause fahren. so müsste er die Berliner Polizei unverzüglich anrufen und mitteilen.45 Uhr. Dann sollte er wie geplant um ca. Um 19. aber die Türen nicht abschliessen. Kaiser wartete noch bis ca. Am Kurfürstendamm Nr.00 Uhr aussteigen. dass man sich in Liechtenstein offenbar erhoffte. Man rief Kaiser. dass dieses offizielle Schreiben von Interpol Vaduz sehr unprofessionell und entgegen den Vorschriften war.oder besser erschiessen würde und erst dann Fragen stellen würde. Aber Kieber war dann weit und breit nicht zu sehen. sie wäre sogar in derselben Strasse. dass er die nächstgelegene Polizeidienststelle gefunden hätte. Er sollte sich in ein Restaurant oder Café setzen von wo aus er den Wagen und die unmittelbare Umgebung gut beobachten könnte.00 Uhr rief er via Autotelefon auf dem Schloss an und vermeldete das Misslingen dieser Massnahme. den Deutschen etwas mehr „unter die Arme‚ zu greifen. dass ich fliegen kann. Also dann. dass man sich die günstige Gelegenheit nicht nehmen lassen wollte. geistesgestört. immer den Wagen beobachtend und die Nummer der Polizei griffbereit. wo genau am Kurfürstendamm sich die international gesuchte Person mit Namen Kieber Heinrich aufhalte. hohe Gewaltbereitschaft“ sollte der Eindruck beim BKA und in Madrid erweckt werden. wurde ihm zum Abschied gesagt. 262 . Die Lage hätte sich drastisch verändert. Kaiser rief dann zehn Minuten später in Vaduz zurück und meldete. 18. Die ausländischen Experten fanden den Hintergedanken für solche massive Falschinformationen (bewaffnet. Man bestätigte mir. der irgendwo im Grossraum Berlin im Auto sitzend auf weitere Instruktionen wartete. wie die Telefonnummer einer dem LGT Büro nahe liegenden Polizeistelle ist. 17. dass es sich hier um einen sehr gefährlichen Mann. geistesgestört und gewaltbereit). er solle die Augen offen halten. Er sollte sich kundig machen. dass Hans-Adam und seine Regierung das Interpolbüro in Vaduz für ihre individuellen. dass man quasi Kieber zuerst an. kombiniert mit dem Hinweis.schwarz auf weiss gelogen hatte. privaten Zwecke missbrauchten.30 Uhr den Wagen vor der LGT Berlin parken und kurz vor 18. Für die Profis war schnell ersichtlich.

sollte ich besser vernichten. tief durchatmen. ich wurde vorverurteilt wie ich es schon kannte. Variante nun?! Ich befürchtete. Es war nicht einfach für mich. Darum lief die 2. Es war ein besondere Satz von ihm: „Die Daten. war meine letzte Hoffnung diese stirbt zuletzt. spätere Erklärungen. dass ich die Daten vom Tape lesbar machen konnte. um sich später abzusichern. die sie glauben zu haben‚. sicherlich wurde das Gespräch aufgezeichnet und dient für evt. damit es‚ wenn es zu Verhaftung kommt. Oh mein Gott. keine weiteren Probleme für mich gibt. Januar 2003 (vormittags) Um 08. BERLIN 24. Ein Desaster. die Berliner Bullen würden gleich vor meiner Haustür stehen.. die ich angeblich habe". einen klaren Kopf zu behalten. dann hätten 263 . Um 12. ich möchte zum Schluss noch folgendes sagen: ich bin mir sicher.VADUZ 24.40 Uhr schrieb ich Hans-Adam folgenden Text: Sehr geehrte Damen und Herren Obwohl ich gestern um die Frist bis heute Nachmittag bat — haben sie die 2. dass beim gestrigen Telefongespräch mit mir in diesem detail und Klarheit geredet wurde. dass musste es sein. dann kann man jetzt nichts mehr machen. sagte im gestrigen Gespräch (sinngemäss) "die Daten. wie ich jetzt sehe‚ ist mit einer Hilfe aus meinem Heimatland nicht mehr zu rechnen. der F. Ich hatte so ein komisches Gefühl. Was meinte er wohl damit? Oh – NEIN. Sonst würden sie doch nicht so cool daherreden. Variante aktiviert. Variante zwei läuft. ich war dumm dies zu glauben — aber eben unser F. das ich das Tape zu mir genommen habe — war ein Fehler. Januar 2003 Im Hinterkopf störte mich irgendetwas am Gespräch mit Hans-Adam. Tief durchatmen. jetzt dämmerte es mir: „Die Daten die sie glauben zu haben‚.40 Uhr schreibt Hans-Adam die ultimativen Worte: Die gesetzte Frist ist abgelaufen. Im Gegenteil. dazu möchte ich wie folgt sagen: A) wenn auch nur der kleinste Zweifel vorhanden war.. Die in Vaduz glaubten mir also nicht! Natürlich.

wenn ich aus Berlin wegginge. ich besitze genau die Daten darüber. Ich kam mir sehr verlassen vor und meine letzte Hoffnung war. da wo mein eigenes land mich bei den Behörden hier preisgibt??? Ich muss ehrlich sagen. als er sagte.. dass ich nicht im kopf hatte. ich werde nicht mehr mit ihnen kommunizieren. ich werde in den nächsten tagen noch 1 mal hier hineinschauen. die gegen mich waren. nun bin ich aber soweit: gehe ich unter — geht teilweise Liechtenstein mit mir. ich danke denen‚ die mir glaubten und verwünsche jene. ein schwachköpfiger Witz war. gestern sagte. B) wieso soll ich die Daten jetzt vernichten. falls sie ein Schlusswort eingeben möchten. dass es wohl besser wäre. ich bin nur ein kleiner fisch mit einem dicken „Datenbuch‚. ich bin aus Berlin jetzt raus und werde meinen weg suchen‚ um das schlimmste zu verhindern. da sie sich ja gegen mich entschieden haben. Natürlich war ich aus Berlin noch nicht raus. Langsam aber sicher begriff ich. dass die Bekanntgabe der Daten der tausender von Kunden ihm nichts aus macht. 264 .. dass die in Vaduz endlich den Durchblick erlangen würden und sich wieder melden würden. er ist sich wie ich und alle Mitwisser des Flächenbrands voll bewusst. kein Land hätte Interesse an den Daten. dass er wirklich es so meinte. 5 10 ‚ 20 oder 30 willkürlich ausgewählte MAN-Nummern nennen können und ich hätte ihnen die dazugehörigen Daten der MAN auf CD gebrannt und zukommen lassen. helfen kann. diese Auffassung entspricht nicht der Wirklichkeit. steht dies ihnen frei. die Daten zu verwerten. ich glaube ihm aber nicht (vermutlich haben ihn seine Berater dazu bewogen sich so zu äussern). Wohin sollte ich auch gehen. alles kann man überleben — so wie es der F. dass weder das eine noch das andere land wirklich Interesse an den Daten haben könnte. ich bin kein Mörder. die ich im Brief geschildert habe.sie mir aus der bandbreite der Mandats-Nummern (wie ich sie im Brief beschreiben habe) 1. musste sowohl mir als auch ihm von Anfang an klar sein. soweit zu den Daten. Dass die Behauptung von Hans-Adam. ich glaubte — fälschlicherweise — dass mir mein F. vermutlich haben auch seine Berater ihm geraten mir einzureden.

Interpol Vaduz wurde um 15. 265 . Die Daten sind sicher.00 Uhr befohlen. Nach kurzer Beratung mit dem Professor entschloss man sich. Er habe zwar bis heute noch nie jemanden bedroht und auch sonst nie Gewalt angewendet. aber Interpol Vaduz gehe davon aus. Bei der STA.40 Uhr auf Papier und löschte den Text ohne eine Antwort zu hinterlassen. speziell in Hauns Büro. seine Frau Hidalgo und seinen Schwager Karl-Heinrich K.VADUZ 24. Die Truppe war lediglich enttäuscht darüber. da er zu viel wusste – auch ohne das Datenmaterial zu besitzen. beruhigte man sich gegenseitig. dass er und auch die ganze heimische Bankenwelt dies schon überleben würden. Niemand knackt unsere Tresore. dass Kieber in den Händen der Deutschen dennoch Schaden anrichten könnte. Hans-Adam äusserte sich dazu später am Tag. da sie befürchteten. Einige Stimmen wurden zwar laut. dass Kieber bald in Berlin oder sonst wo gefasst würde. dass man Kieber am Vortag den Deutschen nicht bei der ersten Gelegenheit auf dem Tablett hatte servieren können.-V. nochmals eine dringende Meldung nach Wiesbaden und Madrid zu senden. wobei er versicherte. So viel konnte Kieber gar nicht wissen. nicht mehr mit der Causa Kieber zu belästigen und ihm daher das letzte Schreiben vorerst nicht vorzulegen. Darin bat Liechtenstein die zwei Länder. dass Kieber auf dem Weg zu ihnen sei und ihnen schlimmes antun würde. Mehr als das! „Wenn schon – denn schon‚. etwas zu tun. Man loggte sich zwar noch einmal ins Emailkonto ein. dass es wieder einmal an der Zeit wäre. für die „armen Verbrecher" Helmut Roegele. jubelten sie. denn es könnte sein.doch bitte die Roegele’s & Co. rieb man sich schon mal die Hände und hoffte. Er sei sehr gefährlich. Und ohne Material. sowie den Spanier Mariano M. das grosse Staatsoberhaupt. Die Freude war unmessbar. Januar 2003 (nachmittags) Das KKZ war den ganzen Tag berauscht anlässlich des Siegs über Kieber. druckte die Mitteilung von Kieber von 12. sagte mach sich im KKZ und befand. dass er es tut -OZE.15 Uhr und 16. OZA. zu warnen. Hans-Adam. wer sollte da dem Kieber ein einziges Wort glauben.

versicherte den Anwesenden. dass man schon in den zwei Wochen. an Hans-Adam reichen würden. Sie hätten doch alles Recht der Erde dafür. Der Grund: Ich war ja selber ein Bürger Liechtensteins. dann könnte er ja runter ins Tal gehen und selber nachschauen. von dem Handeln des KKZ in die Enge gedrängt. BERLIN 25. Ein hochriskantes Manöver. dass ich die Daten hatte. eine Kopie der Daten als Beweis dem Hans aufs Schloss zu schicken. warum hatte er mich dann am Telefon nicht direkt gefragt? Vielleicht war dies wieder so ein Psychospiel von denen in Vaduz. – 30. die LGT Treuhand. Eventuell wollten sie mich nur unter Druck setzten. mutmasste ich. dass Kieber sicher nicht untertauchen würde. dass ich den drastischen Schritt. die Daten auszuhändigen. verschärften den Ton und schwadronierten darüber. als hätte Godzilla mir eine runtergeknallt. 266 . meiner Meinung nach. Sie mussten doch wissen. Der Professor. So wie man Kieber kenne. dass Kieber. Kieber selber dingfest zu machen. sodass ich Angst bekam und schnell nach Hause kommen würde. im Delirium vom hohen Ross nicht mehr runterzukriegen. Daten oder keine Daten – das spielte keine Rolle. Er könnte nun allerdings nicht ausschliessen. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. der Justiz und der Professor distanzierten sich sofort von solchen Gedanken. Ich war sicher. mit Heimatgefühlen. Vertreter der Polizei.01. vermutlich hatte Hans-Adam so gute Berater. Warum auch? Wenn er Zweifel an meinen Angaben gehabt hätte. Januar 2003 Am Samstag wachte ich schweissgebadet und mit Kopfweh auf. Ich wusste nicht mehr ein noch aus. Nie kam mir in den Sinn. eine Kurzschlusshandlung beschliesst und sich den Amis oder Deutschen anvertraut. Und wenn er wirklich Skepsis gehabt hätte. dass sie doch einen Versuch unternehmen sollten. Angst? Ich? Jetzt? Mein Begriff „von wirklich Angst haben‚ war im März und April 1997 neu definiert worden. hätte der wieder unbegreifliches Glück und könnte auf nimmer Wiedersehen abtauchen. einfach NICHT machen konnte.Gewisse Mitglieder des KKZ. entdeckt hatte. Aber dennoch. als Topfachmann und einzige Psychologe. dass meine sehr präzisen Angaben bezüglich der Daten im Brief vom 07. es war ja seine eigene Firma.

Darin schilderte ich dem US-Botschafter in Berlin. D. nein weglaufen bringt nichts. Würden die Amis ohne vorherigen Kontakt (Telefon.R. Ich nahm die externe Harddisk. konnte Gutes von Bösem auseinander halten. Suell meine Lage und bat um Hilfe. Auf einmal stand ich in der Strasse. fragte ich mich. packte sie zusammen mit meinem Pass in die Manteltasche und fuhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln so nahe wie möglich an die US-Botschaft in die Neustädtische Kirchstrasse Nr. Bitte Schön! Ich setzte mich an meine kleine Kommode im Zimmer und bereitete einen vier Seiten langen. Dann kam mir in den Sinn. machte ich mich 35 Minuten später frisch geschnitten und sauber rasiert auf den Heimweg. die sich gerade aufmachte. War schwer Bewacht die Bude. Hr. wegen meiner früheren Vermieterin Daniela. ihren Freund besuchen zu gehen. den ich je erlebt hatte. Emails). in der Wilhelmstrasse. was mich ablenken würde. verstehen wollen? Hätten sie genügend Zeit für mich? I didn’t know! Ich könnte ja später wieder kommen. Ein Schwimmbad hatte offen und ich schwamm mindestens 60 Minuten und konnte meine Gedanken dabei wieder reinwaschen und ordnen. Auf einmal war ich mir meiner Mission nicht mehr sicher. Ich verabschiedete mich von Petra.ein Monarchist durch und durch. Ich spazierte den ganzen Tag herum. handgeschriebenen Brief auf Englisch vor. Was mir etwas Tröstung gab. Nach dem Frühstück änderte sich meine Meinung schlagartig: nicht aus Berlin raus. meine Geschichte verstehen. Hungrig wie ein Bär nach dem Winterschlaf würgte ich nach dem Schwimmen einen feinen Kebab runter. dass einige in Vaduz derzeit 267 . „9/11‚ war ja noch sehr frisch in den Köpfen. 4-5. Da neben der Fastfoodbude praktischerweise ein türkischer Coiffeur & Barbier war. Es musste etwas her. Sport war immer gut dafür. Wenn sie mit dem Feuer spielen wollten. dass ich den nahe liegenden Wittenberg Platz ja vermeiden musste.R. Ob dies ein Zeichen war. Der Sonntag war einer der einsamsten. war die Gewissheit. Ich schlenderte an der Botschaft vorbei und versuchte so gut es geht keine Aufmerksamkeit bei den Polizisten zu erwecken. Ich notierte mir die Öffnungszeiten für Besucher/Antragsteller und nahm den Bus zum Zoologischen Garten. in der auch das Finanzministerium ist. Coasts und seinem Vize T.

Januar kam und ich stand schon als erster Kunde vor der Berliner Sparkassenfiliale. brennen sollte. Bis heute weiss niemand in Vaduz. wie viel von den hunderttausende Dokumenten ich als Beweis auf externe Datenträger. Für eine gute Weile musste ich die Software für die Entschlüsselung laufen lassen. Darin waren auch alle jene Mandate (von US. welche und wie viel interne Dokumente in meinem und nun im Besitz der ausländischen Strafverfolgungsbehörden sind. Dann wählte ich Daten aus fast allen Kundendossiers aus und brannte diese unverschlüsselt und unkomprimiert auf vier neue CDs mit jeweils 700 MB Speicherplatz. 10 Prozent der Gesamtmenge aller Kundendaten auf die CDs brannte. Ich entnahm ihn und fuhr mit dem Taxi in Richtung Wohnung. da ich nicht preisgeben wollte. an welchem Datum ich 2002 das Back-Up-Tape entwendet hatte und sie anhand solcher Dokumente den Tag sehr genau hätten errechnen können. + VI. geschildert hatte. an den Laptop an. fand ich es genüge.auch kein leichtes Leben hatten. mit oder ohne Mitwirkung der LGT Gruppe).: Mit Absicht hatte ich keine der massenhaften INTERNEN. einen Beweis nach Vaduz zu liefern. Das sollte genügen. oder nach der Grösse der Vermögen. 268 . die ich im Brief vom 7. wenn ich ca.und Deutschen Kunden). 800m Meter davon entfernt absetzten liess. Ich schloss die externe Master-Harddisk.1. Der 27. Ich inkludierte alle PEP-Mandate sowie auch ca. Da ich reichlich Zeit hatte. nicht mandatspezifischen Dokumente auf die CDs kopiert. Was den Letzteren immer noch zum strategischen Vorteil dient. Sicher ist Sicher. wo ich meinen Laptop im Safe verstaut hatte. um die in Vaduz zu überzeugen.03 an Hans-Adam unter Punkt V. Anm. Nach langem Grübeln entschloss ich mich am Montag. wobei ich mich ca. die ich irgendwie nach Vaduz befördern musste. Ich hätte nach Mandatsnummer oder dem Alter des Mandats gehen können. oder nach einer eigenen Liste der dicksten Leichen im Keller oder PEPs (Politisch exponierte Persönlichkeiten oder Parteien). Erst dann konnte ich die Daten lesen. 25 Prozent aller Leichen (Mandate mit erkennbarem kriminellen Hintergrund. eine eins zu eins Kopie des DLT-Tapes. Die Frage war nun.

da das Paket verloren gehen könnte. Das grösste Problem für mich war. als Liechtenstein eine Villa in bester Lage in Berlin kaufte. Ich rief die Botschaft an und meldete mich unter dem Namen Sebastian. Per Einschreiben die Ware versenden? Zu grosses Risiko. Schliesslich fand ich eine Lösung.590 Gigabyte. Zudem hatte ich ja vor. musste ich die Umgebung genau inspizieren. dass ich an der Fähigkeit der IT-Abteilung der LGT gezweifelt hätte. Ich fuhr mit dem Lift 269 . ohne die Daten und natürlich mich selbst in Gefahr zu bringen. wenn ich von meinem Plan überhaupt nichts im Voraus erzählte. Es war ein nicht gerade schönes Bürogebäude. Hatte sich ja gezeigt. Eine kleine Tafel informierte die Passanten. dass noch mehr Zeit verloren ging und unvorhergesehene Störungen erst gar nicht aufkommen konnten. verschlüsselte Daten mittels mitgelieferter Entschlüsselungssoftware lesbar zu machen. In der Mohrenstrasse 42. dass die von der Botschaft nichts von dem Drama der vergangenen 14 Tage wussten. in Berlin – 10117. die CDs sicher bei Hans-Adam abzuliefern. Eine Frau Namens Frenkel gab mir die Öffnungszeiten bekannt und ich bedankte mich brav. da ich vermeiden wollte. Und zwar eingegliedert in eine Rechtsanwaltskanzlei oder ähnlichem. musste ich in meinem Denken und Handeln berücksichtigen. dass hier die Botschaft Liechtensteins angesiedelt war. die Daten auf den CDs zusammen mit Instruktionen Hans-Adam zukommen zu lassen. Aber die Tatsache. Viele Möglichkeiten hatte ich ja nicht. obwohl relative neu. Jemand von dort nach Berlin zu beordern? Keine gesunde Idee. Bevor ich dort aufkreuzen wollte. sodass er mittels einem seiner Computer im Schloss die Dateien ohne Probleme öffnen könnte.Das Total der Daten auf den vier CDs erreichte dann genau 1. Erst viele Monate später. Ich hätte diese vier CDs auch aus Sicherheitsgründen verschlüsseln können. wer der nicht residierende Botschafter von Liechtenstein in Deutschland war. dass sie meine Entwendung des DLT-Tapes und somit den Besitz der Daten offenbar kategorisch abgelehnt hatten. was auch nicht wünschenswert war. Er wohnte noch im Ländle. Das kleine Liechtenstein hatte ja eine eigene Botschaft in Berlin. Ich war mir ganz sicher. siedelte er um. Ich erinnerte mich. Am Besten wäre es. entschied mich aber dagegen. Zudem würde eine solche Sendung über den Schweizer Zoll gehen. Nach Vaduz zu reisen? Logischerweise NIE. Nicht.

gemäss seinen Wünschen auszuführen. runter. den 29. Ich entschloss mich.D. dass Hans-Adam die Ware bekommen würde. Kieber. die CDs spätestens am Mittwoch. einen von Hand. dieses Paket hier abzugeben und sie zu bitten.D. 42.2003 .An die Liechtensteinische Botschaft z. Ich vermerkte lediglich.D.Kieber. Sie wollte noch was fragen. S.01. täuschte ich vor. das Fürstenhaus gleich anzurufen. da die Daten unverschlüsselt sind. Ich danke viel Ihnen vielmals und verbleibe mit freundlichen Grüssen H.D. Keine vielen Sätze.D.in die angegebene Etage und schaute mich um. An S. Am Mittwochmorgen packte ich die CDs in ein Kuvert und schrieb mit dickem Filzstift drauf: Bitte Aushändigen . eine Abholung per Gesandten nicht wünscht.K. einen brannte ich auf CD. Hd. Fürst Hans-Adam. Liechtenstein. der für unseren Fürsten. den 28. H. raus . Rauf.10117 Berlin .D. abgegeben worden ist. Auf der Rückseite: H. Hans-Adam der II. Ich bitte Sie. ohne Ankündigung bei der Botschaft abzugeben. Wenn S. Alles OK. Vielen Dank und auf Wiedersehen.alles innerhalb von 2 Minuten. Anschliessend brachte ich den Laptop zurück in den Banksafe. Ich betrat das Büro und fragte nach Frau Frenkel. In der Beilage erhalten Sie einen Umschlag. Frau Frenkel. Schloss Vaduz. Sie kam und ich sagte ihr in wenigen Worten.01. aber ich war schon auf dem Sprung hinaus. bitte ich auf jeden Fall den Umschlag mit Diplomatenpost nach EL zu versenden. 28. die Weiterleitung an S. 00423 xxx xx xx gleich anzurufen und mitzuteilen. Es sind Datenträger im Umschlag. Mohrenstr. fertigte ich zwei Briefe an. 9490 Vaduz. ging ich in ein Internetcafé und schrieb von meinem eigenen Emailkonto aus aufs Schloss. dass gerade 270 . Am Dienstag.01. Mohrenstrasse 42 . Frau Frenkel. bestimmt ist. Ich bitte Sie. rein. Die würden auf ihren Anruf warten. Darauf notierte ich: FL-Botschaft. das Schloss in Vaduz oder die persönliche Handynummer S.Sehr geehrte Frau Frenkel. Ich entfernte mich so schnell es ging von der Botschaft.Persönlich/Vertraulich. Dieses Kuvert verklebte ich mit breitem Paketklebeband und steckte es in ein grösseres Kuvert. Um ganz sicher zu gehen. 10117 Berlin. dass ich den Auftrag hätte. Ich begab mich zu dieser Adresse und fuhr mit dem Lift hoch. F. dass ein Umschlag mit Daten S.

Es hatte natürlich einen Grund. Insbesondere in Sachen Richterernennung. etwas anderes zu suchen. Unangenehme Nachrichten gab es aber dann bei Ankunft. Dank der IP-Adresse könnte er dies herausfinden. The Show must go on! Hans-Adam und seine Familie waren in der Endphase des erbitterten Abstimmungskampfs über die neue Verfassung für Liechtenstein. Was konnte ich da noch erwidern? Ich erreichte. dass der Ball wieder bei Hans-Adam lag. Bitte. 271 . Hans-Adam hatte mehrfach damit gedroht. den 03. warum ich für diese Mitteilung nicht das gemeinsame Emailkonto auf catholic. dann Microsoft nennen könnte -OZE. dem Notrecht und anderen grundstaatlichen Pfeiler wurde heftig im Land gestritten. würde dem Hans-Adam noch nie da gewesene Macht verleihen.Datenmaterial für Hans-Adam bei der FL-Botschaft in Berlin abgegeben worden war. begab ich mich erleichtert auf den Heimweg. der Auflösung des Parlaments.dass sich das Ländle seiner Meinung nach. Er sei sehr beunruhigt darüber und Petra bat mich darum.org verwendet hatte. VADUZ 25. OZA. Ich war mir sicher. nachzuprüfen. dass ich noch bis zum Montag. dass ich etwas anderes finden würde. Die Abstimmung war für März 2003 geplant. und -bestätigung.mit Sack und Pack (Familie und Bilder) nach Wien auswandern würde -OZE. Januar 2003 Mit einer Mischung aus Angespanntheit und Verdrängung ging man in Vaduz mangels neuer Nachrichten in der Causa Kieber dem gewohnten Gang der Dinge nach. da die Daten unverschlüsselt wären. er OZA. Petra hatte ihrem eifersüchtigen Schatz erzählt. dass – falls er nicht die Mehrheit der Stimmen bekommen würde. – 30. Er sagte auch. Eine neue Verfassung. ob meine Email wirklich aus Berlin kam. die einseitig von ihm erwünscht wurde und von seinen eigenen Experten formuliert wurde. er solle sich gleich darum kümmern. Ich wollte dieses mal Hans-Adam die technische Möglichkeit geben. Mit der Zuversicht. Den Namen „Liechtenstein‚ nehme er ja mit (nach Wien). dass ich bei ihr in Untermiete war. Februar bleiben konnte.

Um eine mögliche Kontrolle zu vermeiden. sehr perfektionierte Strategie. exekutierte man eine Razzia in zwei Wohnungen in Balzers. Am Montag. solle der Botschafter den Diplomatenkoffer als Transportmittel für die Daten verwenden. bösen Wolken am Himmel über Liechtenstein. rief der Liechtensteiner Botschafter aus Berlin an. die Leitung sei relativ sicher. Gemäss Frau Frenkel soll es sich um einen "Kurier" gehandelt haben. Alois ordnete an. bis die Bewohner nicht anwesend waren. Er habe ein versiegeltes Kuvert für Hans-Adam in den Händen. Hans-Adam kalkulierte sehr clever. Ein Diplomatenkoffer kann von Deutscher Seite aus nicht inspiziert werden. Er wusste. die wie ein Hurrikan über die Menschen herabstürzen würden sobald das Blaue Blut abzieht. die sich offen gegen die neue Verfassung stellten. Man verneinte dies. Fürst Franz-Josef und Fürstin Gina. Wirkliche Gegner waren es aus seiner Sicht ja eh nicht. stellte die Sekretärin im Schloss den Anruf zum Bürotisch von Erbprinz Alois durch. in den Köpfen vor allem der älteren Bevölkerung frisch hielt. Auf der Rückseite stehe „H.01. erlebten blanken Horror. ob Hans-Adam anwesend sei. ob er Kieber gesehen hätte. Dieser fragte den Botschafter. Hans-Adam hatte immer schon eine hinterlistige. den 29. den 27. was dieser verneinte.. Trotzdem erlebte die Mehrheit der Liechtensteiner wie anmassend und verletzend Hans-Adam mit einigen Bürgern und demokratisch gewählten Politikern umging. Er fragte. um seine (politischen) Gegner mit Worten zu verletzen. Man wartete. keine zehn Minuten nachdem auf Schloss Vaduz eine neue Email von Kieber geöffnet und gelesen wurde. Ich selber war ja ein Monarchist. Er las ihn vor. Dann aber am Mittwoch.Die Befürworter und Gegner waren in ungefähr zwei gleichgrosse Lager geteilt. Man bat ihn diesen am Telefon vorzulesen.Kieber‚. 272 . nicht. Beide waren ein ganz anderer Menschenschlag. Man kenne die Person. den Umschlag NICHT zu öffnen und bat den Botschafter so schnell wie möglich die Ware persönlich nach Vaduz zubringen.01. Es wurde nichts gefunden. Insbesondere die. solange er die Fiktion der aufziehenden. Ich verbinde vor allem wunderschöne und persönliche Erinnerungen mit den 1989 verstorbenen Eltern von Hans-Adam. die den Umschlag abgegeben habe. solange konnte er sich einem Sieg sicher sein. Auf Grund der ihr bekannten Sachlage. Und dazu einen handgeschriebener Brief.

Irgendjemand hatte gesagt. Erleichtert. Er wunderte sich etwas über die grosse Aufmerksamkeit. dem Büro des Regierungschefs und dem Schloss. warteten alle gespannt auf den nächsten Tag und was ihnen Hans-Adam berichten würde. Bis dahin sollte der Botschafter angekommen sein. dass Kieber angeblich CDs mit LGT-Kundendaten der US-Botschaft gegeben hätte und die Amis sich nun gemeldet hätte. Die CDs wurden im Schloss vom Botschafter abgegeben und vom Sekretariat bis auf den nächsten Tag in einem Safe eingeschlossen. wurde der Botschafter von Chauffeur Kaiser abgeholt und direkt aufs Schloss gefahren. dass die Daten echt seien. anschliessend die Mitglieder des KKZ.Bei nächster Gelegenheit wurde Hans-Adam von seinem Sohn informiert. Weiterhin wurde gesagt. die er da erleben durfte. Es wurde eine Sitzung des KKZ für Donnerstagmittag. dass es sich um die eigene Botschaft und nicht die der Amis handelte. Er wurde weder von HansAdam noch vom KKZ je aufgeklärt. den 30. 273 . Als gebildeter Mann konnte er sich schon einiges nahe der Wahrheit selber vorstellen. Nach Ankunft in Zürich am Donnerstag. Es folgten ein paar klärende Telefonate zwischen dem KKZ. Einige Mitglieder des KKZ gerieten kurzzeitig in Panik. weil Hans-Adam selber beim Öffnen der Datei anwesend sein wollte. 13 Uhr anberaumt. da sie in der Hektik etwas missverstanden hatten.01. dass man davon ausgehen müsste.

Kein Virus. Anm. dass man die CDs aufs Schloss bringen sollte. Ich kopierte diesen Vermerk und schickte es mit einer Kurznotiz Anfang September 2003 Hans-Adam zur Kenntnisnahme ins Schloss. dass er eine originalgetreue Kopie der CDs brennen und diese zum Schloss bringen sollte. Die Originale würde er dann (ungesehen) bei der Kripo im Safe lassen. Ein Virencheck wurde durchgeführt: alles clean. VADUZ 31. oder noch schlimmer. Er wollte von den Original-CDs eine Kopie erstellen und diese der LGT zur Prüfung geben. rief man die Kriminalpolizei zu sich. Doch es gab ein Missverständnis zwischen der Sekretärin vom Schloss und dem ranghohen Beamten. Er verstand es so. Hans-Adam kam auf die übergeschnappte Idee. Hans-Adam verlangte dann sofort. da er ausser Lande war. Da weder er noch sonst jemand aus seiner Familie sich die Finger verbrennen wollten. dass die gelieferten CDs gerade erst frisch von der Kripo gebrannt worden waren. Mit jedem Klick. Während eines Telefongesprächs mit dem Schloss öffnete man unter strengen Sicherheitsvorkehrungen das kleine braune Paket. nur vier brandneue CDs. Er untersagte er seiner Polizei. Januar 2003 Zu ungewöhnlich früher Stunde waren Hans-Adam und sein Sohn in ihren Büros schon sehr aktiv. als ich im Spätsommer 2003 einen diesbezüglichen kleinen Vermerk der Polizei in einer anderen Aufzeichnung gefunden hatte. Oben im Schloss hatte niemand bemerkt. Ich erfuhr davon per Zufall. kein Sprengstoff drin. eine Briefbombe geschickt haben könnte.KAPITEL 10 Heinrich! Mir graut’s vor Dir. Kieber habe die Daten nicht. Es wurde die erste CD in das Laufwerk gelegt. dass seine Polizei Ende Januar 2003 irrtümlicherweise die Original-CDs behielt und diese seit damals in ihrem Safe aufbewahrte und er nur eine Kopie erhalten hatte. dass Kieber ihm anstelle der behaupteten Daten einen Computervirus. Diese brachte das Paket in ihre Spezialabteilung unten im Polizeigebäude. Nein. Er stelle also die Kopien her und fuhr sie hoch zum Schloss.: Hans-Adam wusste bis zum Spätsommer 2003 nicht einmal. Der Bankdirektor konnte nicht anwesend sein. Im Hinterkopf der Hochwohlgeborenen muss es wohl immer noch das Hirngespinst gegeben haben. sich die Dokumente auf der CD anzusehen. mit jedem Öffnen einer Datei 274 .

was ihnen abhanden gekommen war. die LGT sei nicht in der Lage. Man schlug dem Hans-Adam vor. Es muss eine sehr absurde Situation für sie gewesen sein. konnte sein Kopfschütteln nicht verbergen. nein. die vier CDs gemeinsam bei der LGT Bank. anzuschauen. dass er keine Daten habe. er wagte zu bemerken. jedoch hatte er. Sie baten einen Blick darauf werfen zu dürfen. der Druck im Kopf stärker. Aber nur eine Person aus dem KKZ. Der Professor war der Erste. der die Daten selber nie einsehen durfte (und auch in dieser Situation nicht zu Gesicht bekam). Nicht unbedingt ganz nachvollziehbar. nichts in Sachen inoffizielle oder offizielle Jagd und Hetzte auf Kieber zu unternehmen. dass er sie doch gewarnt hatte. nur eine auf dem Schloss neuerstellte Kopie der CDs auf einem Computer des KKZ öffnen zu lassen. wo Blaublut machen konnte. dass sie seit sie Kieber in Deutschland via Interpol „zum Abschuss‚ freigegeben hatten. aber HansAdam wünschte sich in die Zeiten Napoleons zurück (übrigens erst dank diesem Kaiser ging es mit den „von Liechtensteins‚ steil bergauf). Die anderen Mitglieder des KKZ wollten nicht glauben. bis man sich auf dem Schloss wieder beruhigt hatte. das letzte Wort. durfte die CDs im Detail inspizieren. was es wollte. dass Kieber die Daten hatte. die dorthin von der LGT gesandt worden war. die Augen grösser. die Daten ohne grosses Aufsehen auf ihren eigenen PCs zu laden. solange man mit ihm reden könnte und solange man nicht zu 100 Prozent sicher war. dass er von seinen Untergebenen im Land und der Führung der LGT komplett falsch informiert worden war. Hans-Adam war zuerst dagegen. Es dauerte einige Stunden. Die Magensäure musste sich hoch gefressen haben. Besonders mit Leuten wie Kieber. Die anderen Anwesenden durften aus gutem Grund nur 275 . als ihm und seinem Sohn klar wurde. den Hans-Adam zu sich rief. Von diesem Zeitpunkt an hörte Hans-Adam ein wenig mehr auf den Professor. Insbesondere die LGT musste natürlich mit eignen Augen sehen.wurden die Gesichter länger. Drei Stunden später beschloss er. Der Professor. Die genauen ersten Worte sind nicht überliefert. Psychologischer Beistand war jetzt gefragt. ER HATTE DIE DATEN! ER HATTE DIE DATEN! Der Mistkerl hatte die Scheissdaten! TONNENWEISE! Augenblicklich wurde Hans-Adam bewusst. weil Kieber die Daten hatte. Es war aber kein Schütteln. da er Angst hatte. an ihrem Grabstein meisselten. nicht bei der LGT Treuhand. wie immer.

Es machte keinen Sinn. Hoppla. könnte man nach Deutschland eine neue Interpolmeldung senden. Die Hinweise. Er wollte Verhindern. keine neue Meldung in Sachen 276 .287 GB. Diese waren verblüfft und geschockt. indem man schreiben würde dass Kieber nicht in Berlin sondern in Basel sei. wobei auf einer Skala unten die Polizei.: Achtung! Man rechne: In Berlin abgegeben: 1. Man war sich in Vaduz sicher. dass man meldete. namentlich die der Justiz. Oder ein anderer Vorschlag war. Anm. ihn in Berlin zu vermuten oder gar zu suchen.obwohl auf jeden Fall alle auf seiner Seite waren . die sie prinzipiell nichts angehen. Polizei und Regierung .Dinge sehen.287 Gigabyte.flüchtig einen Blick auf die heisse Ware werfen. Am Ende wurde beschlossen. dass allen Anwesenden kotzübel wurde. Die Wahrscheinlichkeit das Deutschland Kieber aktiv suchen würde. die seiner Meinung nach schlimmsten Mandate für die neue Kopie wegzulassen. Etliche Varianten wurden diskutiert. um zu verhindern. und sein Schwager) angeblich in "Lebensgefahr" seien. dass fremden Augen. wären falsch gewesen.590 GB. geistesgestört und mit hoher Gewaltbereitschaft gebrandmarkt hatten. übermässig auf die IT-Leute einzudreschen. in der Mitte die Justiz und an der Spitze die Regierung zusammen mit der LGT einzugliedern waren. Und darüber noch nachschoben. Die KKZ beriet was man tun könnte. Man holte sich die Verantwortlichen der IT-Abteilung. Er wusste ja nicht. dass deutsche Bürger (Helmut R. indem es Kieber als bewaffnet. dass die deutschen Behörden Kieber finden würden. die Interpol Vaduz erhalten hatte. dass die Polizei eine eigene Kopie im Safe schlummern hatte. dass einzelne Personen aus der Kripo später die Daten in der Tat gemustert hatten.303 GB. da fehlen ja 0. Man hätte die Städte verwechselt. also über 300 MB. Die LGT Person errechnete das Total der gesamten gespeicherten Datenmenge auf 1. Ich kann auch berichten.B. hatte Liechtenstein selber massiv gesteigert. man hätte Kieber verhaften können und es daher keine Anhaltspunkte mehr gäbe. Warum sollten sie auch nicht? Man kann ruhig sagen. dass die deutsche Polizei eine in deren Augen sicher „seriöse‚ Meldung mit solchem Inhalt nicht einfach links liegen lassen würde. beim KKZ angelangt: 1. Z. worin man die erste und zweite Meldung korrigierte. Wo sind die denn hin? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Hans-Adam muss angeordnet haben.

Weitere Infos hier am Montag. Der Professor wurde beauftragt. zu nah an Liechtenstein. Schweiz? Nein. nun war es so. weil man befürchtete. dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein würde. Ein anderes. Das ursprüngliche Ziel aber bleibe weiterhin bestehen: die Daten und den Kieber sicher nach Vaduz bringen. um mich zu finden und mich dann den deutschen Behörden zu übergeben. Ich vermutete.04 Uhr in das Emailkonto zu stellen. Man kam zum Schluss. die ich auf dem Landweg erreichen könnte: Österreich? Nein. dass die Schnüffler nicht zurückgepfiffen worden waren. Nach einem sehr langen und harten Tag ordnete Hans-Adam an. Hirn verbrennendes Gefühl machte sich innerhalb des KKZ breit.w. Aber wohin nur. da ich wusste. dass eine erneute Meldung nur die Aufmerksamkeit auf den Fall lenken würde. dass Kieber mit seiner Argumentation zu Gunsten einer Schutz-ID eigentlich Recht hatte. die der neuen Lage entsprach. Dies darum. Grenzüberschritt zu 277 . Januar 2003 Den ganzen Tag zerbrach ich mir meinen Kopf darüber.Kieber an Interpol Wiesbaden oder sonst jemanden in der EU zu senden.02. entschloss ich. ein. weiter im Solde Hans-Adams stehen würden. Langsam aber sicher sank die Erkenntnis in den Köpfen. was Liechtenstein wohl alles mit der „Variante 2‚ ausgelöst hatte. 03. dass ausgerechnet mein Pass oder die ID am Flughafen durch das Lesegerät gezogen würden und dann das Chrom der Handschellen blitzen würde. 11:30 BERLIN 31. Ich ging die Liste der Länder durch. dass sie ihm „zu Hilfe‚ eilen mussten. sondern im Gegenteil. Material ist angekommen. damit er nicht noch aufgewühlter würde. Vor ein paar Tagen noch wollten viele den Kopf von Kieber rollen sehen. koste es was es wolle. Alles abgewogen. wieder mit Kieber zu reden. eine Strategie zu entwickeln. ihm aber nichts über Interpol u. den folgenden Text um 20. ca. dass Kieber im Moment sicherlich sehr gut auf sich selber aufpassen konnte und einem Zugriff der deutschen Behörden zu entgehen wusste. Man entschloss sich. Berlin zu verlassen.2003. zu sagen. selbst bei HansAdam.s. mit all den Daten und Papierdokumenten? Ich konnte keinen internationalen Flug buchen.

nach Schweden? Nein. Lag nahe an der Grenze. Per Zufall stiess ich auf Webseiten. zu lange Fahrt (und mir war schon kalt genug in Berlin). Sie freute sich für mich und fragte nach. Günstig und schnell könnte ich mit den Busgesellschaften fahren. Das schien mir die beste Lösung zu sein. Oder mit dem Zug bis an die Grenze zu fahren und dann weiter schauen. Holland? Ja. ob ich Erfolg hatte. auch keine Alternative. dass ich ein anderes Zimmer in Süden Berlins gefunden hätte und am kommenden Montag ausziehen würde. Leider kein Angebot für eine Mitfahrgelegenheit nach Holland. Eine eigens dafür neu eröffnete Emailadresse sollte als Kontaktmöglichkeit zu mir dienen. der diese Regel nicht auf der Firmenwebseite hatte. Polen oder sonst wo in den Osten? Nein. am Ziel auszusteigen und einfach die Rückfahrt nicht mehr anzutreten. Ich lud Petra zum Abendessen ein und wir gingen in ein vor ihr gewähltes Restaurant. heute am späten Abend nochmals ein Internetcafé aufzusuchen und nachzuschauen. Ich sagte ihr. kurze Teilstrecken mit so genannten Kaffeefahrten innerhalb Deutschlands zu buchen. vor allem Münster. Warum nicht? In Amsterdam war ich noch nie. Ich schrieb an drei Angebote und suchte dann nach einer Wohngelegenheit im Netz. Schnell fand ich eine passende Unterkunft. Ich entschloss mich. Haufenweise in andere deutsche Städte. Da keine aktuellen Angebote für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam vorhanden waren. Eine Möglichkeit wäre. Ein kurzer Blick auf die Landkarte und Münster sollte es sein. Holland. 278 .riskant. dass alle Firmen vor der Abfahrt genaue Angaben zum Passagier einsammeln und speichern mussten. Dazu zählten auch die Nationalität und die Nummer des Reiseausweises. jetzt im hässlichen Winter? Nach dem Essen suchte ich eine Internetbude aus meiner Liste aus. Nordwärts. Aha. Leider war es Vorschrift. ob es mir den soooo gut in Berlin gefallen würde. die regelmässige Touren von Berlin nach Amsterdam anboten. trug ich mich unter einem Pseudonym als suchender. wo private Kfz-Besitzer Mitfahrer für bestimme Strecken und Tage suchten (Mitfahrzentrale oder Mitfahrgelegenheit). nicht mein Favorit. Gepäck: ein grosser und ein kleiner Koffer. zahlender Mitfahrer ein. Für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam ab der ersten Februarwoche 2003. Frankreich? Nein. Ich fand keinen Anbieter. Ich recherchierte im Internet nach den Transportmöglichkeiten dort hin. klar – ist ja eine grosse UniStadt.

Der Zweite war sehr freundlich und sagte mir zu. mich am Montag pünktlich um 12 Uhr vor dem Beate Uhse Sexladen. Bei Ankunft in Münster sollte ich an der Haustüre klingeln und man würde mir die Schlüssel geben. hinter Gitter zu bringen. liess seinen Text stehen. den 01. schaute ich schon morgens früh am Samstag. nähe Bahnhof Zoo abzuholen. der ihr kleines möbliertes Zimmer in einer WG für den ganzen Februar 2003 für 170 Euro mieten möchte. Der Eine würde schon am Sonntagabend von Berlin losfahren und der Andere am Montag um die Mittagszeit. Ich schrieb Hans-Adam nichts zurück. damit er sicher gehen konnte.00 Uhr las ich die Mitteilung von Hans-Adam. Auf meine 279 . Meine Hoffnung stieg. wieder etwas näher gekommen war. Sie musste nach München gehen und in den harten Zeiten einer Uni-Studentin. dass er zum Treffpunkt kommen würde. Um ca. dass sich jemand so schnell meldete. ob ich Erfolg mit der Mitfahrgelegenheit hatte. dass ich auch zum Treffpunkt kommen würde und er nicht verarscht würde. wenn er dann das Fahrgeld schon tags zuvor erhalten hätte. da sie das Angebot erst vor ein paar Stunden ins Netz gestellt hatte. Sie vertraue mir. Der Fahrkostenanteil war so um die 30-40 Euros. Ich hatte ja Zeit bis Montagmittag. dass ich das Richtige getan hatte. dass ich meinem Ziel. noch vor der Abfahrt haben.3. Tausend Dank! Ein Problem weniger. bei ihrer Familie.Eine Iris aus Münster suchte jemanden. Ich rief beide an. Der Erste wollte die Kohle jetzt gleich. wie kann ich den sicher sein. BERLIN 1. Mann. dass sie morgen. Ich notierte mir ihre Telefonnummer und rief gleich an. Er hängte das Telefon einfach auf. ist jeder Euro nicht ausgegeben. die verdammten Verbrecher Roegele & Co. Sie war froh.. Ich musste einen guten Eindruck bei ihr hinterlassen haben. Jetzt nur noch die Fahrt dorthin. einer gespart. Wenn auch nur in mikroskopischen Schritten. sagte ich. Zwei der drei Kontaktierten hatten geantwortet. Februar 2003 Moralisch gefestigt. da sie sogleich zusagte aber erwähnte.02. Samstag schon abreisen würde. war ich dann wieder erleichtert. im Internet nach. Ich wandte ein. Ich schlief beruhigter wenn auch zu später Stunde ein. Die 170 Euro müsste ich auf ihr Konto bei einer Sparkasse in München einbezahlen. 23. Sie sei dann in München. Super.

° ich versuche das . Es würden nur er und ich im Wagen fahren. ich habe ihre Nachricht erhalten. Ich konnte mich mittlerweile gut in der Stadt bewegen und dass die Amis und die deutsche Regierung hier waren. Ich suchte ihn auf und konnte für ca. auf Grund der nun vorliegenden Lage möchte ich folgendes mitteilen: wir haben 2 Möglichkeiten. um den Schaden für sich selber so klein wie möglich zu halten. B) wir finden einen Weg aus dem Drama: ° das ich nicht zurückkehren kann . dass heute die Eröffnung eines neuen Fitnesstempel sein würde. 20 Euro eine Tageskarte kaufen.nein . Der Abschied von Berlin war nicht einfach. empfand ich stets als eine Art Sicherheit.nur die Zeit wird knapp.wie so oft in meinem Leben .11 Uhr drückte ich die Entwurfsspeichertaste im Emailkonto. Gerne wäre ich hier geblieben. Nebst der geistigen Fitness.alleine grundsätzliche Entscheide fällen muss. nicht das ich mich davon scheue . An der Hasenheide am Herrmannplatz. und dann alles auf den zwei Stockwerken benutzten. dass ich nach Vaduz kommen sollte. A) wir lassen die Situation wie sie jetzt ist: ° sie helfen aktiv mich zu fassen. ° alle Beteiligten suchen nach dem besten Weg. Um zu vermeiden. Ich hatte irgendwo gelesen. Wobei jeder seine diesbezüglichen Möglichkeiten nutzt. Sehr geehrte Herren. Da meine Abreise und die neue Bleibe geregelt waren. dass ich reisebedingt in den kommenden Tagen nicht ins Netz kann.Frage hin. ° ich bin nun in der Situation. ihm eine Nachricht zu schreiben. 280 .zu verhindern. dass er wieder vorschlägt. dachte ich. wollte ich auch körperlich am Ball bleiben.verstehen sie sicher. hatte ich wieder Zeit.so lange es geht . und auch auf Grund der Möglichkeit.nachdem nun alles offiziell und amtlich ist . mich dem Thema Hans-Adam zuzuwenden. Genau um 14. sagte er „Null Problemo‚. es wäre besser. ° abgesehen von den unrechtmässig entwendeten Daten bin ich als unschuldig anzusehen‚ solange bis das Gegenteil bewiesen ist. ob sein Auto gross genug für meine 2 Koffer wäre. wo ich .

den 02. aber ich möchte nicht mehr über das Telefon oder hier Tagelang kommunizieren.trifft dies genau zu. dass ich mich erst in der 2. Danach 281 . Da u. versuche ich samt den Unterlagen (die Originaldokumente machen mir zu schaffen) dies zu ändern. natürlich bin ich mir bewusst. nach Hause zu kommen) oder einer Flucht nach hinten. K. Löschen sie dann bitte einfach diesen ganzen Text.° ich habe nichts mehr zu verlieren! es klingt zwar wie ein Spruch aus einem billigen Film. Auch hoffe ich. um unter 4 Augen zu sprechen. Am Sonntag. dass ich mit den Daten unter keinen Umständen (mit einer Ausnahme) etwas unternehmen werde. Sie war an diesem Wochenende nicht weggefahren. sehr begrenzter Kreis von Menschen dieses Emailaccount samt Passwort kennen. bitte Text markieren und für sie ausdrucken.a. dass sie einen solchen Anlass als Gelegenheit für das Ziel von Variante A) missbrauchen könnten. gab es noch das letzte gemeinsame Frühstück mit Petra.. Bei Variante A) bitte ich Sie nichts mehr hier hineinzuschreiben. N.02.B. aber . Bei Variante B) kommt es drauf an. meine Anwesenheit in diesem Land (Deutschland) hier offensichtlich IHR grösstes Problem darstellt. so glaubte ich. ° in diesen Tagen schwanke ich zwischen einer Art flucht nach vorne (was nicht beinhaltet. dass man dann ein Treffen mit einem wirklich Informierten organisieren kann. Ich hoffe Sie können dies alles nachvollziehen und ich verspreche Ihnen. was ihr und mein Ziel ist. nicht mal das Sie die „Variante A)‚ wählen oder wünschen. bevor es zu einem 4Augengespräch gekommen ist. dass nur ein sehr. Es kann also sein. H. sollte für alle wieder grösstmögliche Klarheit herrschen. oder? Mit diesem Text. FebruarMonatshälfte hier wieder melden kann. meine Hoffnung ist es zurzeit.wenn ich meine Situation anschaue .

Der Bahnhof war ca. um ganz sicher zu gehen. Small Talk war OK. ob ich „Gerhard‚ sei. das mich zum Treffpunkt bringen sollte.suchte ich den Sexladen auf. das aus alten Holzteilen 282 . Das Fenster war genau auf der Höhe der Bahnlinie. Wieder zu Hause. Klar. bis mein Fahrer an der Strassenseite vor dem Beate Uhse Laden anhielt. Er setzte mich in Münster vor dem Haus mit der Adresse von Iris ab. Ich sah mich im Zimmer um. grösser als in Berlin aber wiederum ohne Beine. Der Computer verschwand in einer gepolsterten. Er half mir beim Einladen und ich bezahlte den gewünschten Anteil an den Fahrkosten in bar. ein Tisch. die Wohnung lag im dritten oder vierten Stock und kein Lift. Ich nickte und er zeigte mir das Zimmer von Iris. Sie hatte einen Zettel mit der Bankverbindung und einen Wohnungs. sodass ich am Montag ohne Verzögerung den Treffpunkt finden würde. 500 Meter entfernt. musste ich nicht lange warten. Auch rief ich den Fahrer nochmals an. spülte das Geschirr in der Küche ab. die hinter dem Haus. dass er morgen auch fährt. Petra war schon arbeiten gegangen. schwarzen Laptoptasche aus Leder. auf der Dammhöhe verlegt war. Ich räumte mein Zimmer auf. Von dort bestelle ich mir ein Taxi. verstaute ich alles tief unten in den Taschen. Ich schleppte die Koffer um die Ecke zu einer kleinen Berliner Kneipe. schrieb ein Abschiedsgruss an Petra und liess die Haustüre hinter mir zufallen. Dort angekommen. Man hätte mich von einem der wenigen Touristen.sowie Zimmerschlüssel für mich hinterlegt. Ich bedankte mich und er verschwand im Verkehr. Alles beim Alten. Es war der einzige Tag. Die Fahrt ging sehr zügig voran und mir lag nicht viel an tiefen Gesprächen. Vorbei an Mülltonnen zog ich mein Gepäck hinter mir her zum Hauseingang. Den Laptop und die anderen Sachen verstaute ich in einen roten Baumwollsack einer Bäckereikette aus Berlin. stand ich schon davor. Ich löste mein Konto auf. präzise als die Glastüre der Sparkasse sich für Publikum öffnete. Am Montag. ein kleiner Fernseher sowie ein Bücherregal. nicht unterscheiden können. den 03. leerte den Safe und gab die zwei Safeschlüssel zurück. Einer der Mitbewohner war zu Hause und fragte mich.02. die um diese Jahreszeit in Berlin herumspazierten. an dem ich Berlin etwas entspannter geniessen konnte. Ein Bett.

Aber nur hinsichtlich meines grossen Hungers. Dank der hohen Konzentration junger Studenten in der Stadt war die Anzahl von Internetmöglichkeiten blendend. die Küche (noch schlimmer) und schimpfte über mich. dass ich – reisebedingt . besser als gar kein Schloss. dass alles LGT Datenmaterial gut verstaut war. antiken Schlüssel zwei Mal um und inspizierte das Bad (dreckig). sprich die Auseinandersetzung mit Hans-Adam. Diesen Termin hatte ich verpasst.mich eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder melden würde. Eine Pizza und Cola fühlte den Magen schnell auf. Ich packte meine Kleider aus und versicherte mich. Das Türschloss war eher primitiv. Ich hatte Hunger. Nun gut. Dennoch. dass ich in eine solche Lage geraten war.zusammengehämmert war. Holz aus einer Kiste. Immerhin alles schön sauber. kräftig über mich selber zu fluchen. Anlass genug sein sollte. Im Winter sehen alle deutschen Städte nicht sehr einladend aus. Ich hatte ja dem Hans-Adam berichtet. Ein Spaziergang durch die Einkaufsmeile von Münster brachte etwas Erlösung. Aber in solch Situationen sind es oft ganz triviale Dinge. Nicht dass mein üblicher Ärger. 283 . Es war schon nach 17 Uhr als ich dann diese Nachricht aus Vaduz lesen konnte: Erwarte Anruf unter bekannter Nummer heute um 17:00 Uhr. die im früheren Leben einer Explosion zum Opfer gefallen worden sein musste. Ich drehte den dazugehörenden. die einem anstrengender erscheinen. hätte aber sowieso nicht angerufen.

ob ich nicht einfach die 170 Euro ihrem Mitbewohner übergeben könnte. Ich erinnere mich noch genau an den feinen Kuchen. jammerte sie hurtig. Sie hatte ein Konto bei einer Sparkasse in München aufgeschrieben. Ich musste zwei dicke Formulare ausfüllen und eine Gebühr von ca. hier in Münster keine Ferien zu machen. dass keine Staatskarossen aus Vaduz auf mich lauerten. Sie kenne die anderen auch nicht so gut. dass ich angekommen und alles OK sei. Meine diesbezüglich eigenen Erfahrungen in Berlin waren eigentlich gut. Ich rief sie von einer Telefonzelle an und sagte ihr. Ich hatte ja kein Konto in Münster. Ich kaufte mir einen Kaffee und ein Stück Kuchen. dein Freund und Helfer Diese schöne. Ich fragte sie. Da Münster eine kleine und somit überschaubare Stadt war. die Holztische und dunklen Stühle. geschichtsträchtige Stadt mit einer sehr alten Universität. Am nächsten Tag musste ich der Iris die Miete bezahlen. dass ich das Geld unbedingt überweisen musste. Horrorgeschichten. Stundenlang beobachtete ich die wenigen Studenten.KAPITEL 11 Die Polizei. setzte mich ins Foyer. Anschliessend spazierte ich in Richtung Uni. da ich hier sicher sein konnte. hätte ich mir am ersten Tag auch nicht erträumt. 35 Euro bezahlen. Schreckenszenarios die offenbar jeder Deutsche zu erzählen wusste. Am Ende war die Kohle auf dem Weg nach München. Es war dann auch eine Mammutanstrengung die 170 Euro in Münster auf ein Konto der Sparkasse in München einzuzahlen. Bis anhin waren es für mich nur Gerüchte. einen Schalterangestellten zu überzeugen. war für mich nur ein Streckenposten auf dem Weg nach Amsterdam und eine kleine Oase der Ruhe. Und meine Miete war bis Ende Februar 2003 bezahlt. Jeden Monat entdeckte sie auf dem Weg zum Bad oder in die Küche neue Gesichter. die zu dieser Zeit offenbar eine 284 . Sparkasse ist eben nicht gleich Sparkasse. Dass es trotzdem zehn lange Tage hier werden würden. wollte ich von hier aus keine Email schreiben. Bloss nicht. Mein Plan war es ja. vor allem aber keinen Anruf machen. Die einzige langjährige Mitbewohnerin sei auch verreist. Sie bedankte sich. dass ich mein Wort gehalten hatte und auch für die Einzahlung der Miete. Erst nach drei Anläufen in derselben Bank gelang es mir. Keine Wurzeln zu schlagen. Wie diffizil und unfreundlich einige Banken in Deutschland seien. Ich machte mich auf den Weg zur Sparkasse in Münster. Dort auf dem Gelände gab es verschieden Kantinen und Cafeterias. da die Leute kommen und gehen.

Da ich nur gute Erfahrung damit gemachte hatte. Das Bedürfnis. Dann wurde ich wieder von den Gedanken eingeholt und ich stellte mir vor. Bielefeld oder gar eine andere Kleinstadt war. fühlte ich mich prächtig. Ein schönes Gefühl. Keine Fragen wo die Daten sind. wenn ich antworten oder gar telefonieren musste? Die beste Lösung war. verdrängte es aber gleich wieder. Nachsehen. Keine Telefonate mit Hans-Adam. was sich in den Köpfen derjenigen in Vaduz abspielte.Pause hatten. der Bundesgrenzschutz stationiert war. dessen Anfang verrückter nicht hätte sein können. Ich fand folgendes Angebot: Ein Mann offerierte eine Mitfahrgelegenheit für vier bis fünf Mal pro Woche für die nächsten Monate. Ich tippe auf Osnabrück. Keine Befehle. Abfahrt war jeweils früh am Morgen und Rückfahrt am späten Nachmittag. wo mir dies nicht gelang. nicht weniger. Ich musste mich sehr anstrengen. Im Moment. drängte sich sofort die Realität wieder auf. eine Art Regionalkommando. die auf mich wartete. um abgelenkt zu bleiben. Er erzählte mir. Was aber. Was hatte ich aber mit denen zu tun? Ein Tag. wo ich einen Tag verbrachte. ob es dann Osnabrück. Zuerst wollte ich dies an einem Computer in Münster machen. wo eine grössere Polizeistelle. Nur Nachschauen. Eine Art kreisförmige Zufahrtsstrasse mit ein paar Geschäften auf der Rechten Seite. zu erfahren ob man mir wieder eine Nachricht im Emailkonto hinterlassen hatte. Keine. dass ich dafür von Münster wegging. Für mich war dieser Augenblick doch wie Ferien. Keine.nicht mehr ganz sicher. Auf jeden Fall war es in jener Stadt. Keine Appelle. suchte ich im Internet nach einer Mitfahrgelegenheit in eine der grösseren oder kleineren Städte im Umfeld von Münster (Ich kann mich noch so sehr anstrengen: ich bin mir heute – im Rückblick . Ich verbrachte auch viele Stunden im Bahnhof Münster. Der Vorplatz war schön gestaltet. meinen Standort preiszugeben. Hamm. In der Mitte die Taxis. ohne etwas hineinzuschreiben würde das mögliche Risiko ganz beseitigen. Es war wie ein anderes Leben. Da ich in Münster sozusagen inkognito war. Ohne Gewähr). das sich parallel zu meinem entfaltete. Keine Drohungen. evt. dass er in Münster (oder im nahen Umland von Münster) lebte und 285 . keine Staatskarre. wurde immer stärker. Der Ausblick war auf den parkähnlichen Garten der Uni. Nicht mehr.

dass ich in Münster war. stand ich in der Kälte am Strassenrand gegenüber dem Haus wo ich wohnte. evt. Super. dass er seit Jahren bei der Polizei arbeitete. Zum Glück war es drinnen so dunkel wie draussen. ob er der Bruno sei. Und er erzählte mir von seiner Familie. Ich glaube mich zu erinnern. Er erzählte. Mein lieber Vater. sehr früh jeweils von zu Hause ab. Sonst hätte er gesehen. Ich ahnte ja nichts von dem was kommen sollte. wie mein Blut das Gesicht verliess und tsunamihaft runter in die Beine entkam. Für ein paar Euro könnte man mit ihm mitfahren. er bejahte dies. Vielleicht wussten sie. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr und eingekleidet wie für einen Trip auf einen Schweizer Gletscher. eventuell mobilem Grenzschutz. aber es war Krieg zwischen mir und Hans-Adam. da fährt der deutsche Polizist in seinem Wagen mit einem falschen 286 . Wir plauderten so daher und er fragte mich. fragte ich. Schmuggler. Drogen und die kläglichen Löhne bei der Polizei. Die Fahrt muss zwischen 30 und 50 Minuten gewesen sein. Nicht zu vergessen. dass ich voll in eine Falle gelaufen war. es mag für euch Leser absurd klingen. Dunkle Farbe. dachte ich mir. Grau oder Blau. woher aus der Schweiz ich komme. Polizei? Polizei! Flink hatte ich das Gefühl. Ich wusste ja. Ich gab ihm meine Adresse und er sagte. nennen wir ihn mal ‚Bruno‚. Was er den so mache. Ein VW Passat Kombi oder ein Opel Kombi. Aber es war doch ich der Bruno zuerst kontaktiert hatte. erinnerte ich mich blitzartig. als würden mich ein Hirnschlag und ein Herzinfarkt gleichzeitig treffen. dass er seine Variante 2 aktiviert hatte. Hatte etwas zu tun mit Grenzschutz. Nicht umgekehrt. der an der Strasse zu dieser ungemütlichen Zeit stand. Ich war ja auch der einzige Mensch weit und breit. Ich erzählte von Zürich und dass ich auf Besuch in Münster sei und mir die Stadt Osnabrück anschauen möchte. seinen Kindern und sogar seiner Arbeit. Er. Ehrlich. dass er am nächsten Tag (es muss so um die 05. Er habe einen guten Rang erreichen können. Wann geht es los. Ich fragte ihn. stoppte vor meiner Nase. Er konnte mich also nicht kennen. fragte ich. Tausend Gedanken schossen durch mein fast blutleeres Hirn. ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen. Ich weiss. Er fuhr sehr. die vielen Schweissperlen auf meiner Stirn.00 Uhr gewesen sein) abholen würde. ich glaubte. sagte ich. Wir redeten über Verbrecher.30 Uhr oder 06. dass es ein deutsches Fabrikat war. Ich stieg in seinen Wagen ein.täglich zur Arbeit nach „Osnabrück‚ pendelte.

dass keine anderes Geschäft offen hatte. modernes Gebäude. Er zeigte mir den Weg aus dem Labyrinth im Innenhof und verabschiedete sich. Wir stiegen aus und ich lief ihm hinterher. Ich überlegte mir schon. Gleich nach Eintritt stand ich in einem Gang. dass ich mit ihm am späteren Nachmittag auch zurück nach Münster fahren könnte. „Nehmen sie doch bitte Platz und nennen sie uns ihren Namen und Anschrift. Es war noch so früh. was ihn erstaunte. bedeutete dies für mich. dass ich sein schönes Angebot ablehnte. Es ist eine Falle. eine Stufe darunter. einer der in Wahrheit heiss gesucht wurde. dass er einen höheren Rang/Funktion bei der Polizei ausüben musste. Er schritt auf eine Treppe zu.„Touristen‚ aus der Schweiz durch die Gegend. wieder einmal Glück gehabt. sein 287 .‚ Aber Nein. Daher verwunderte es ihn schon. Da ich nicht unhöflich sein wollte und keinen Verdacht aufkommen lassen wollte. Als nächstes erwartete ich seine Einladung. in Münster brisante Daten stapelte und plaudert mit ihm über Vergleiche von deutschen und schweizerischen Polizeitaktiken. eng und verwinkelt wie bei einer Burg oder so ähnlich. Ich bedankte mich und versuchte meine flatternde Nervosität zu verbergen. Eher eine Verschachtelung von verschiedenen Bauwerken. ob und wie ich aus dem nun langsamer rollenden Fahrzeug springen sollte. Ich glaube aber. Es war definitiv kein neues. da es noch nicht genug hell war. Ich musste dort warten und er holte mir einen Kaffee vom Automaten. Wir fuhren auf ein älteres mehrstöckiges Gebäude zu. dachte ich mir und mir wurde noch schlechter. Ich lehnte das Angebot ab. Es kamen uns uniformierte Polizisten entgegen. man wird mich verhaften. So genau konnte ich es nicht sehen. Ein Publikumseingang war es nicht. die entweder aus Beton oder Steinen geformt war und ein einfaches Eisenstangendesign als Treppengeländer hatte. sah ich eine Art Innenhof. Er fragte nochmals und bemerkte zum wiederholten male. Jetzt wurde mir ganz heiss. Da er einen hatte. offerierte er mir auf einmal einen Kaffee in seinem Büro (!). Es kam noch schlimmer: Als wir schon im Stadtpendlerverkehr von Osnabrück steckten. das stand fest. Sicher aber ein Gruppenleiter. Es gab nicht viele Parkplätze hinter dem Tor. er war kein Kommissar. An der Aussenmauer waren einige Polizeitransportwagen parkiert. Es war ein wenig heller draussen geworden. Er wollte sogar die paar Euro. sagte ich diesmal zu. So wie er es gesagt hatte. Er hielt vor einem grossen Tor und nachdem es sich geöffnet hatte. evt. Er grüsste sie und erhielt den Gruss erwidert.

Ich traf ihn an der Uni und um sicher zu gehen. Sie wurde von den Deutschen rege genutzt und war praktisch immer billiger als mit dem Bus oder dem Zug. kam für mich nicht in Frage. den Polizisten. Um die Mittagszeit fand ich eine Gelegenheit ins Internet zu kommen. Die Angebote für Münster . Die einzige und letzte Lösung. sollte ich doch noch mit ihm nach Hause fahren wollen. Wie neugeboren bummelte ich in Osnabrück durch die mir unbekannten Strassen. Touristen hilft man doch gerne in Deutschland. Ich wusste. Ich bestand aber darauf. Er erschien mir vertrauenswürdig. Jetzt noch eine Unterkunft in Amsterdam suchen. dass ich gehen durfte. Mit einer Tasse heisser Schokolade und einem belegten Brötchen war die Welt wieder in Ordnung. Ich blieb noch eine Weile dort und beobachtete die Kundschaft. Die Möglichkeit mit der Regionalbahn bis an die Grenze zu fahren. wäre machbar gewesen. dass ich ihn im Büro anrufen würde. dass er den Zehner erhält und drückte ihn fest in die Hand. auch hier kontrolliert zu werden. Aber das Restrisiko. sagte er zum Abschied. Zurück in Münster verbrachte ich die Tage mit dem neuen Thema: Holland und die Reise dahin. dass ich schon jetzt nach Hause fahren würde und zwar mit der Regionalbahn. Ich musste ihm versprechen. dass trotz der „offenen EU-Grenzen‚. Zu viel Geld in Deutschland und zu günstige Drogen in Holland.Amsterdam waren aber sehr dünn gesät. Er hatte keine Ahnung. blieb bestehen. Die Gelegenheit mit dem Zug via Enschede nach Amsterdam zu fahren. sagte ich zu mir. war die mir schon bekannte Art und Weise: die gute alte Mitfahrgelegenheit. Mit den Datenträgern und den Dokumenten. Auch gut. Gleichwohl hatte ich Erfolg. dann mit einem Linienbus rüber und auf der anderen Seite mit dem holländischem Zug weiter. nicht entgegennehmen.Fahrgeld. Ein Student aus Münster plante für Mitte Februar eine Reise nach Amsterdam. die internationalen Züge von mobilen Grenzbeamten kontrolliert werden. Da fragte niemand nach Ausweisen oder wollte dein Gepäckinhalt inspizieren. wie ERFREUT ich war. zahlte ich ihm die Hälfte des Fahrpreises schon mal gleich. dass er mich mitnehmen würde. Ergebnis: Keine neue Nachricht. Von Deutschland aus wurden Fahrten bis nach Madrid oder gar Moskau angeboten oder gesucht. kurz nach Mittag in seinem Büro an und sagte. Ich war noch nie in Amsterdam City und suchte im Internet 288 . Endlich fand ich ein geöffnetes Café. Er wünschte mir noch eine schöne Zeit in Deutschland. Ich rief Bruno. dann hätte mal wieder alles super geklappt.

Ich konnte nicht weggehen und ihn anrufen.nach einem günstigen Bed & Breakfast. Das ist aber günstig.10 Uhr. druckte ihn aus und 289 . Er fragte mich. Frühstück. Immer noch kein Fahrer in Sicht. ob ich Claudio sei. wenn das Sekretariat oben im Schloss nicht besetzt war. Für Langzeitgäste nur 21 Euro pro Nacht. die für das KKZ arbeitete. stiess ich auf eine schöne Webseite eines B&B in Monnikendam. Ich reservierte das Zimmer für erstmals 2 Monate. denn dann würde ich ja nicht auf dem abgemachten Platz stehen und er würde mich nicht sehen und ohne mich wegfahren. Ja. Mist noch mal.) fand man den längeren Text von Kieber. wo ich zwei bis drei Monate bleiben könnte. von einer Person unten in Vaduz. Wo blieb der nur. incl.30 Uhr. Beide waren ein sehr aufgestelltes Paar. Am Sonntag (02. Ja. Donnerstag. beschwerte ich mich laut. In Holland würde ich mich Claudio nennen.: Hans-Adams Geburtstag). fragte ich. Jane und ihr Mann erwarteten mich am 14. 11. mit dem wir nach Amsterdam fahren würden. Nach Durchsicht von etlichen B&Bs. sicher – war seine Antwort. Wir verstauten meinen grossen Reisekoffer und den Rest packten wir hinten auf die Sitzbank. Wir stoppten 2. Ich erwiderte die Frage mit der Gegenfrage ob dies das Auto sei.45 Uhr. Ihre Musikauswahl während der Fahrt traf meinen Geschmack oft.02. Endlich. Aber hat es da noch Platz für mein Gepäck. Und so war’s auch.02. 10. Sicher. stand ich zuverlässig um 10 Uhr am Bahnhof Münster. 10. die entweder zu teuer oder mitten in der Stadt waren. mit schon zwei Leuten drin vor meinen Füssen an. Ich durfte vorne Platz nehmen. 3 Mal für Benzin und kleine Snacks. wartete auf den Fahrer. Seine Freundin und er fuhren nur fürs verlängerte Wochenende weg. Die unsichtbare Grenze war in der Mitte der Autobahn und niemand hat uns aufgehalten. roter Ford Fiesta. Wie abgemacht. Nicht viel Gepäck dabei. den er am Tag zuvor abgespeichert hatte.02. der 13. vier bis fünf Mal pro Tag kontrolliert. Das B&B hiess Flowergardens und war in der Margrietstraat zu finden. um 11. Ein attraktiver Name. VADUZ Erste Monatshälfte Februar 2003 Das gemeinsam benutzte Emailkonto wurde jeweils am Wochenende. Februar 2003 in Monnikendam (Wieder dieser 14.30 Uhr hielt ein alter. Der Kofferraum war praktisch leer.

dass wir uns den Kieber schnappen. Welchen Knall. sprich deutsche oder amerikanische. bekam er als Antwort. Einige mutmassten.Februar 2003‚ ) niemand mehr hier als eine Lösung des Problems betrachtete. Kieber hatte ja die Daten und wenn die in die falschen Hände. Ihm machten Kiebers Sätze „ …alleine grundsätzliche Entscheide zu fällen… die Zeit wird knapp‚ grosse Sorgen. Man war sich einig. wenn Kieber zu einem von ihm gewünschten Vier-Augen Gespräch erscheinen würde. unter „B)‚ (siehe wie oben). geraten. nichts mit den Daten zu machen. Quasi ein Selbstzerstörungsplan plus grossem Knall. Und schloss mit der 290 . Die einen tippten auf Spanien. wegen der Daten. hob Hans-Adam hervor. wo man in vermuten würden. Andere auf Skandinavien oder auf ferne Länder wie Südafrika. Bis dahin sei man ja sicher. Kiebers letzter Text wurde in seine Einzelteile zerlegt. resümierte der Regierungschef. Am Montag traf mach sich wieder zu einer KKZ-Sitzung. Besser als Kieber kann keiner auf die Daten aufpassen. da er ja versprochen hatte. fragte Hans-Adam. dass die beschriebene Möglichkeit „A)‚ (siehe ‚Berlin 1-3. wohin er wohl reisen würde. dann Gnade uns Gott. weil dies das letzte Land wäre. waren sich alle Anwesenden nicht einig. x-mal analysiert. um weit weg abzuhauen oder gar Gespräche mit den Deutschen oder den Amis zu beginnen. verschiedene Mutmassungen darüber angestellt und wieder verworfen. Der Professor schüttelte seinen Kopf. nur Zeit für sich gewinnen wollte. Er deutete dies als ein Zeichen für hohen Stress und eventueller Selbstmordgefährdung. das Land zu wechseln und sich auch sorgen wegen der mitgeschleppten Dokumenten machte. Die Gelegenheit wäre doch dann gegeben. dass er eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder Kontakt aufnehmen könnte. Es wurden wilde Spekulationen darüber angestellt. daher war man in Vaduz aber erleichtert. dass er offenbar von sich aus entschied. wie man es zu deuten hatte. sagte er.lieferte ihn beim Portier im Schloss ab. Teile des KKZ tauchten wieder in alte Ideen ab: Es müsse doch möglich sein. bis ein solches stattgefunden hatte. Am Ende der Sitzung berief sich der Professor auf seine jahrelange Berufserfahrung und beruhigte damit die Anwesenden. Kieber wusste ja nichts von dem Missgeschick mit den Interpolmeldungen. Natürlich den Knall beim Hochgehen der Datenbombe. dass Kieber mit dem Hinweis. Er würde für ein solches Gespräch zur Verfügung stehen. Hinsichtlich des restlichen Textes.

sondern die IP-Adresse wo der nächstgelegene Server des Providers physisch stand. Diese schlechte Nachricht wurde per Telefonkette weitergemeldet. Lasst uns abwarten und schauen. Dies alles ergab keinen Sinn. dass Kieber in Köln gewesen sein muss. dass wir dadurch keine Emails versenden müssen. Um es an diesem konkretem Beispiel aufzuzeigen: Am 01.in Richtung LGT und Hans-Adam schauend – dies natürlich nur nach einer Zusicherung von Seiten Hans-Adam. war mein anderer Hintergedanke: Ich wusste. Köln.wenn überhaupt . verabschiedete man sich aus der Runde. die evt.02. Für solche Spiele sei er bei allem bezahlten Geld nicht zu haben. Sicherlich hätte das KKZ die Mittel und Wege gehabt.Bemerkung ab .B. während der Zeit wo ich in Deutschland war. dass die gespeicherte IP-Adresse eine Nummer eines Computers hatte.03 hatte ich in Berlin an einem Computer eines Internetcafés eine Nachricht im gemeinsamem Emailkonto geschrieben und wie immer nur im Entwurfsordner gespeichert. dass bei einer Abspeicherung eines Textes im Entwurfsordner NICHT . aber – wie das KKZ in einem Aktenvermerk richtig erkannte – wurde. in der ich nie gewesen bin.03 in Klön vermutet.02. Das KKZ forschte nach und kam mit der erstaunlichen Auskunft zurück.die IP-Adresse des Terminals wo der Text eingetippt wurde. Es war ja meine Idee für die Kommunikation ein Emailkonto zu haben. mit Hilfe von Internetspezialisten zumindest die richtige Stadt. Hans-Adam fragte nach. der in der Stadt Köln stand. Das KKZ versuchte den Standort des Computers via der am Entwurf (manchmal) elektronisch angehängten IP-Adresse herauszufinden. Was ich ihm nicht erzählte. von wo genau aus er die letzte Meldung geschrieben hatte. ob Kieber um 17 Uhr anrufen würde. In einer Stadt.B. fragte Hans-Adam mehrmals. Ja. Anm. zu finden. Man hatte mich daher am 01. Z. dass keine Falle für Kieber geplant werde. ob man den letzten genauen Standort von Kieber irgendwo stichhaltig festlegen könnte. dass wir gemeinsam nutzten. 291 . Deren Nachforschungen ergaben. z. In Köln? Was macht Kieber in Köln. Ja – rief man ihm aus dieser Ecke zu. In diesem Fall in der Stadt Köln. wunderte man sich. von der von mir benutzte Computerterminals stand. warum die in Vaduz damals auf Köln gestossen sind.: Ich weiss schon. Als Begründung gab ich im Brief an Hans-Adam an. abgespeichert wird. am falschen Ort landen oder auf dem Weg zum Empfänger von unerwünschten Mitlesern gesehen werden könnten. Wieder fingen die wilden Spekulationen an. Kieber rief nicht an.

als damaliger Angestellter Unterlagen seiner Arbeitgeberin. zu verhindern.02. dass jene im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts. Weiters steht Kieber im Verdacht. dessen (inaktiven) Haftbefehl vom 13. Regierung. Kieber Heinrich steht im Verdacht. im Januar 2003 vom Ausland aus durch gefährliche Drohung. 292 . Zusatz Interpol Vaduz: Es kann nicht ausgeschlossen werden. ordnete das KKZ.10 Uhr an die Schweizer Polizei (RIPOL und Interpol Bern) folgenden Ausschnitt: Sachverhalt: 1. er werde die von ihm unter Ziffer 1 erlangten Unterlagen Dritten übergeben.. die genauen Örtlichkeiten (von Kieber) zu ermitteln. Auftragsgemäss schrieb das Interpoliere Vaduz am 10. Am 06. 2.01. eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden. Nach hier vorliegenden Erkenntnissen muss jedoch aufgrund seiner aktuellen psychischen Verfassung von einer hohen Gewaltbereitschaft ausgegangen werden. einer juristischen Person liechtensteinischem Rechts mit Sitz in Vaduz/FL. wodurch seine damalige Arbeitgeberin Kundengelder verlieren werde.02. im Jahre 2002 in Vaduz. zu weiteren Handlungen zu nötigen versuchte. sohin durch Drohung mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz. Man wolle nicht.in Absprache mit allen Beteiligen (Polizei. dass Kieber Heinrich b e w a f f n e t ist! Kieber ist bisher nicht gewalttätig in Erscheinung getreten. Nach den Ereignissen in Vaduz am 31. wollte man keine Mitteilung über diese Änderung an Deutschland oder Spanien machen. mit dem Vorsatz unterdrückt zu haben.OZA. Justiz. um 16. nämlich durch die Behauptung. LGT und Hans-Adam) nicht versucht.01. nach Auftrag von Hans-Adam. dass er nur für Liechtenstein und die Schweiz gelte. Was absolut nicht erwünscht war. das Landgericht Vaduz an. dass andere Länder von einem Liechtensteiner Haftbefehl erfahren würden.03 so abzuändern. da man ansonsten der deutschen Polizei den Sachverhalt hätte mitteilen müssen -OZE. aufgrund der neuen Lage. da dies nur wieder deren Aufmerksamkeit erhöhen würde.

Wiederum konnte Vaduz der Versuchung nicht widerstehen, gefälschte Angaben zu machen („bewaffnet, hohe Gewaltbereitschaft‚ und auch den kleinen „Terroristenhinweis‚: „kann Flugzeuge fliegen‚), wohl als Ermutigung an die Schweizer zum Abschuss von Kieber. Anm.: Einigen Lesern ist sicherlich aufgefallen, dass im Gegenteil zu der Interpolmeldung nach Wiesbaden und nach Madrid (vom 23.01.), wo nichts über den Sachverhalt geschildert wurde, die Liechtensteiner den Schweizern sehr offen über den Tatbestand schreiben. Dies aus zwei Gründen: 1. Logischerweise musste man bei der Meldung vom 23.01.2003 verhindern, dass deutsche oder spanische Behörden erfahren, dass jemand Bankdaten über deutsche und spanische Kunden in Liechtenstein gestohlen hatte und damit (in Deutschland) herumirrte. 2. Konnte Vaduz gegenüber der Schweiz etwas freimütigerer sein, da man in dieser Branche ja im gleichen Boot sass. Es war jedem Schweizer Polizisten klar, dass mit den Angaben über den Sachverhalt eine Bank oder Treuhandfirma gemeint war. Man konnte sich in Vaduz auf die Verschwiegenheit der Schweizer verlassen, sollten sie Kieber samt Daten festhalten können. Auch wäre eine Überstellung von Kieber als Gefangener von der Schweiz nach Liechtenstein eine reine Formsache. Wie immer hatte das letzte Wort der Hans-Adam. Als er über den neusten Stand der Dinge unterrichtet wurde, bemerkte er, dass die Ausschreibung (zur Verhaftung) im Schweizer Polizeisystem (RIPOL) absolut nicht ideal für seine Sache wäre. Hans-Adam befürchtete, dass u.a. die Schweizer Behörden aus politischen Gründen Interesse an gewissen Daten von Kunden aus Drittländern haben könnten. Um eine bessere Kontrolle zu haben, ordnete Hans-Adam die Landespolizei an, den Schweizer Behörden mitzuteilen, dass Vaduz nur die passive Ausschreibung in der Schweiz wünschte. Was am 11.02. dann auch geschah. Bei dieser Art der Ausschreibung würden die Schweizer, sofern sie über Kieber stolpern sollten, nur dessen Aufenthaltsort nach Vaduz melden, ihn aber nicht verhaften. Dies aber auch nur, sofern die Schweizer nicht erkennen würden, dass Kieber auch im SchengenSystem vermerkt war, was genau Vaduz sich insgeheim erhoffte und mit dieser „Zurückstufung‚ auch erzielen wollte.
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Auch am 06.02. stellte die LGT Treuhand ohne Konsultation mit HansAdam den Antrag an das LG Vaduz auf die strafrechtliche Verfolgung Kiebers wegen Datendiebstahls. Am 10.02. (oder am 18.02 – verschiedenen Dokumente nennen beide Tage) informierte das Landgericht das Schloss Vaduz darüber und unterbrach den oben genannten Antrag vorläufig, da Hans-Adam mit der Anzeige von Dr. Feuerstein „im Namen‚ der LGT Treuhand gar nicht einverstanden war, mit dem Resultat, dass später, am 02.07.03 die Anzeige zurückgezogen wurde. Eine Verurteilung in Sachen Datendiebstahl war also nicht erwünscht. Der Professor und der von einer längeren Auslandsreise heimkehrende Bankdirektor trafen sich in mehreren Sitzungen, da der Professor noch mehr über das Wesen von Kieber erfahren wollte und der Bankdirektor diesen ja persönlich kannte. Dem Bankdirektor wurde von beiden Seiten eine besondere Rolle zugeteilt. Von Seiten Hans-Adam, da er ihm vertrauen konnte und von Seiten Kiebers, da dieser ihn im Brief vom 07.01.03 als einen der zwei möglichen Gesprächspartner namentlich genannt hatte und daher Kieber ihm offenbar traute. Je mehr der Professor über Kieber erfuhr, umso mehr empfand er es als eine Herausforderung, der Sache auf den Grund zu gehen. Er musste ihn kennen lernen. Er erkannte, dass es nicht einfach sein würde, die Psyche von Kieber richtig zu verstehen. Der Professor und der Bankdirektor stellten sich auf komplizierte und lange Diskussionen mit Kieber ein, um an das gewünschte Ziel von Hans-Adam zu kommen. Inzwischen war es in den Justizkreisen von Vaduz kein Geheimnis mehr, dass sich seit Anfang Januar offenbar Dramatisches zwischen Kieber, Hans-Adam und seiner Regierung abspielte. In dieser spannungsgeladenen Zeit wagte niemand offen Partei zugunsten Kieber zu ergreifen. Natürlich war die grosse Mehrheit, vor allem diejenigen, die keine Detailkenntnisse hatten, auf der Seite des „armen‚ HansAdam. Ein weiteres wichtiges Ereignis in der Saga Kieber passierte am 14.02.03 beim Oberbersten Gerichtshof in Vaduz. Da entschied das Gericht im Zivilstreit um die in Österreich blockierten Gelder in einer nicht294

öffentlichen Sitzung, dem Revisionsantrag von Kieber nicht Folge zu leisten und das Urteil der unteren Instanz zu bestätigen. Anm.: Obwohl mein Anwalt exzellente Gründe in der Revision darlegte, waren meine Chancen dafür auf Null geschrumpft, nachdem ich seit Januar 2003 das Land in den Schwitzkasten genommen hatte. Meine berechtigten Vorwürfe auch gegen die Justiz im Brief und auf der Tonkassette (07.01.03) sind logischerweise bei den Betroffenen nicht gut angekommen. Diesen Beschluss vom 14.02.03 reichte der RA von Helmut Roegele sofort beim Bezirksgericht Feldkirch ein. Dieses Gericht fällte dann am 26.02.03 einen Vollstreckbarkeitsbeschluss. Am gleichen Tag entschloss man sich, die am ursprünglich am 13.01. geplante Razzia des Elternhauses von Kieber durchzuführen. Es ging nicht darum, Kieber selbst dort zu finden. Man erhoffte sich die Daten oder den Computer von Kieber dort vorzufinden. Die Suche ergab nicht das erwünschte Resultat. Alle im KKZ waren über die neuen, erledigten Aktivitäten von Polizei und Justiz voll zufrieden. Man musste nur sicherstellen, dass Kieber nichts davon erfahren würde. Um dies sicherzustellen, wurde nochmals allen Beteiligten mehr oder weniger freundlich eingehämmert, dass es als (Landes-)Verrat angesehen würde, wenn jemand Kieber etwas davon erzählen würde.

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KAPITEL 12 Holländischer Käse AMSTERDAM Hurra, hurra - Holland ich war da. Ich war sehr erleichtert. Bei so vielen Kilometer zwischen mir und Liechtenstein fühlte ich mich besser. Warum genau wusste ich nicht. Ich war ja nicht auf einer Flucht. Ich glaubte auch, dass ich mich in Amsterdam unauffälliger in der Menschenmenge bewegen könnte, als in Berlin. Man liess mich beim Hauptbahnhof aussteigen. Ich wollte das bunte Leben von Amsterdam rund um den Bahnhof auf mich einwirken lassen. Hier müsste es sich eine Weile aushalten lassen, da war ich mir sicher. Ich stieg in eines der vielen wartenden Taxis ein und liess mich nach Monnikendam fahren. Nach 20 Minuten stieg ich aus dem Taxi und stand vor einem der typischen holländischen Reihenhäuschen. Ein Schild an der Wand bestätigte mir, dass ich vor dem Flowergarden B&B stand. Alles niedlich und sauber, wenn auch sehr klein. Ich klingelte und eine schlanke Dame öffnete die Türe. Claudio? Jane?, Ja – Ja. Herzlich Willkommen, Haaartelijk welkom en Holland, willkommen in Monnikendam, willkommen im Flowergarden. Sie führte mich eine schmale Treppe hoch in den ersten Stock des Hauses. Ich bekam das Zimmer Nr. 3, mit dem grossen Einzelbett, einem Schminktisch, der später als Bürotisch dienen sollte, einem Stuhl, Spiegel, einem Ventilator einem eingebautem Wandschrank. Rechts neben mir waren die Gästezimmer Nr. 1 und 2, eines mit zwei Einzelbetten und das andere mit einem grossen Ehebett, beide mit etwas mehr Platz. Auf dem Gang befand sich eine Dusche mit WC. Alles trotz des Alters sehr gut im Schuss. Schriftliche Instruktionen klebten an den Wänden: bezüglich Benutzung der Dusche und allgemeine Pflegehinweise. Ein Blick von meinem Zimmer aus in den Garten erklärte den Namen des B&B: ein paradiesischer Garten, eher die englische Art. Es blühten schon ein paar Blumen. Im Sommer würde dies aber ein Meer an Farben geben, sagte ich zu mir. Ich konnte meine Sachen auspacken, bevor ich wieder runter ging, um die Formalitäten zu erledigen. Na ja, da war nicht viel Formelles zu tun. Bezahlen würde ich immer in bar einen Monat im Voraus. Ausweise wollte hier niemand sehen. Unten, da waren die Diele, die Küche und
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die Stube mit Blick zur Strasse hinaus. Am anderen Ende der Stube stand ein grosser, runder Tisch mit schweren Stühlen. Dort dürfte ich das Frühstück einnehmen, sagte Jane. In meiner Zimmermiete war das Frühstück auch inbegriffen. Zwischen 07.30 Uhr und 08.30 Uhr wurde es serviert: Englisch Breakfast Tea oder ab und zu mal heisse Schokolade, Toastscheiben, dazu Butter und Konfitüre, ein paar Scheiben holländischer Käse und dünnen Wurstaufschnitt. Sieben Mal die Woche. Ich war froh, auf Anhieb eine gute Unterkunft gefunden zu haben. Monnikendam ist ein reizendes Dorf, mit einem Hafen, einer kleinen, auf Touristen ausgerichteten Geschäftsmeile und endlosen Kanälen. Es war ruhig und Amsterdam trotzdem gut erreichbar. Nur 13 Kilometer weit weg. Ich konnte zwischen dem Linienbus, der von frühmorgens bis spät in die Nacht regelmässig verkehrte, oder dem Fahrrad wählen. Sobald das Wetter besser und ich mich in der Gegend mehr auskennen würde, könnte ich von einem Bekannten von Jane, der auch in Monnikendam wohnte, für eine kleine Gebühr einen holländischen Drahtesel mieten. In der ersten Woche versuchte ich, eine Bank für eine Schliessfachmiete zu finden. Leider war es in Holland gar nicht einfach ein Bankkonto zu eröffnen, das die Voraussetzung für eine Safemiete war. Als nicht EUBürger und ohne Aufenthaltsbewilligung in Holland war es mir unmöglich, ein Konto zu eröffnen. Egal, dachte ich mir. Ich war zuversichtlich, dass wenn ich den Laptop, das DLT-Tape, die anderen Datenspeicher und Papierdokumente gut im kleineren Koffer verstaute und abschliesse, niemand an sie ran könnte. Den Koffer verstaute ich ganz hinten im eingebauten Kleiderschrank im Zimmer. Obwohl Jane täglich mein Bett machte, hatte ich nichts zu befürchten. Sie war immer diskret und höflich. Aber wenn sie etwas störte, dann hielt sie auch nicht hinter dem Berg zurück. Ich erzählte ihr, dass ich etwas länger als üblich hier bleiben wollte, da ich von hier aus diverse Tagesausflüge in alle Ecken von ihrem schönen Land machten wollte. Amsterdam war so anders als Berlin. Zuerst einmal die Horden von Touristen, schon im Februar. Dann die Häuser und das Leben am und auf dem Kanal. Ich hatte noch nie so schöne Innenstadtgebäude gesehen. Einige der mehrstöckigen Bauwerke waren vor ein, zwei oder gar drei Jahrhunderten gebaut worden und standen immer noch prachtvoll da.
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Die alte Aktienbörse ist sogar noch älter, sie ist aus dem Jahr 1611. Und dann die vielen Grachten mit den Hausbooten. Ich absolvierte alle erdenklichen Touren, die man als Tourist machen konnte. Die Kanalfahrten, Besuch des Seefahrermuseums, das Rijksmuseum, das Museum der holländischen Maler. Die Mischung von Kulturen aus allen Ecken der Erde drückte sich auch in der immensen Auswahl von verschiedenen Restaurants aus. Stundenlang konnte ich in den Strassen umherlaufen, immer mit dem Stadtplan in den Händen. In Amsterdam gab es mindestens so viele Internetmöglichkeiten wie es Apotheken in Berlin gab. Mit der Zeit liebte ich diese phantastische Stadt immer mehr. Sobald man sich nämlich von den städtischen Hauptwanderrouten der Touristen entfernte, entdeckte man schnell die ruhigen, oft entvölkerten Strassen und Parks.

AMSTERDAM 17. Februar 2003 Nach einem schönen Wochenende voller Sehenswürdigkeiten, war wieder die Zeit gekommen, wo ich mich bei Hans-Adam melden sollte. Montags war immer ein guter Tag für einen Neuanfang. Ich schrieb ihm eine kurze Nachricht ins Emailkonto. Ich wünschte ihm nachträglich alles Gute zum Geburtstag und bat um Entschuldigung, dass ich Anfang Februar nicht angerufen hatte. Ich erwähnte mit keinem Wort, wohin ich verreist war. Ich fragte aber nach der Schutz-ID. Ich wiederholte meine Gründe warum ich glaubte, eine Schutz-ID für die Zeit bis zu meiner Rückkehr sei dringend notwendig. Ich war überzeugt, dass schon am gleichen Tag eine Antwort aus Vaduz kommen würde. Leider war dem nicht so.

VADUZ 18. Februar 2003 In der KKZ machte mach sich Sorgen, weil Kieber sich noch nicht wieder gemeldet hatte. Taktisch wurde so vorgegangen, dass, sobald er sich melden würde, man einen Tag mit der Antwort warten würde. Um Kieber nicht offenbaren zu müssen, dass Hans-Adam und die Regierung wie auf Nägeln sitzend auf Nachricht warteten. Hans-Adam hatte nochmals rigoros festgelegt, dass unter keinen Umständen die gedruckten Pässe Kieber überlassen werden sollten. Er,
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wie auch die Hälfte des KKZ, befürchtete, dass Kieber heimlich Verhandlungen mit dem Feind aufgenommen hatte und den Pass gegen sie verwenden könnte: als Beweis, dass man in Vaduz auch zu allen Mitteln greife, um wieder an die Daten kommen.

AMSTERDAM 18. Februar 2003 Mein neues Zuhause behagte mir sehr. Es war die ideale Rückzugsmöglichkeit. Während des Tages schwirrte ich in der quirligen Stadt herum und abends genoss ich die Friedhofsruhe in Monnikendam. Alles, was man zum Leben brauchte, konnte man dort finden. Gemüseladen, Bäckerei, Spazierwege, Kirche und auch ein Autohaus. Auto? Ja warum nicht, dachte ich mir und besuchten den Händler. Ich könnte mir einen alten Volvo kaufen. Damit wäre ich etwas flexibler. Müsste nur aufpassen, nicht in eine Kontrolle zu geraten. Leider hatte die Holländische Regierung ein Gesetz erlassen, dass praktisch nur im Lande wohnhafte Personen ein Auto mit Holländischem Kennzeichen kaufen und fahren dürfen (Ausgenommen Mietwagen natürlich). In der Vergangenheit, als dies noch keine Vorschrift war, wurde offenbar diese Gesetzeslücke von zu vielen zweifelhaften Gestalten missbraucht und nun fahren zigtausend Kisten mit holländischen Kennzeichen in ganz Europa herum, ohne Steuern oder Abgaben zu bezahlen. Somit war das Thema Automobile auch gleich wieder gestorben. Am Nachmittag suchte ich eine Internetstation auf. Aus dem Osten war nichts Neues zu lesen. Erst kurz vor 19:30 konnte ich folgende Nachricht lesen: In der ID-Frage gibt es wie kommuniziert keinen Spielraum. Erwarten Anweisungen für das von ihnen vorgeschlagene VierAugen-Gespräch. Aha, dachte ich mir, sie sind immer noch stur in Sachen ID. Wollten die Schutz-ID nur für eine „begleitete‚ Heimreise zu Verfügung stellen. Wirklich ein enger Spielraum. Was mich auch verwunderte, war, dass sie nicht nachgefragt hatten, wohin ich den nun verreist sei. Ich war zu müde um zu überlegen, was ich jetzt wieder schreiben sollte. Besser war es, wenn ich nach Hause ginge und mir über Nacht Gedanken machte.
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VADUZ 19. Februar 2003 (1) Man fand die neuste Nachricht von Kieber, die er am morgen um 08.16 Uhr abgespeichert hatte. Kieber bedanke sich für die letzte Nachricht und war allgemein verärgert, dass die Schutz-ID ihm nicht für eine Zeit ausgeliehen würde. Er wäre frustriert und beklagte sich darüber, dass wenn man nur einen Bruchteil der Energie und Arbeitsstunden, die man jetzt in die Lösung des aktuellen Problems steckte, in seinen 101er und 140er Gerichtsfall investiert hätte, wäre es nie so weit gekommen. Er befände sich nun ist einer Situation, in der er nicht viele Optionen hätte. Er habe keine andere Wahl als sich um andere Papiere zu bemühen. Er wüsste zwar nicht wie und wo, aber er würde solange suchen, bis er sie finden würde. Es dauerte ihm alles zu lange. Er könnte ja unmöglich als H.K. hier auf eine Lösung warten. Er vermutete auch, dass Hans-Adam dies wohl so wollte. Damit er kriechend nach Hause zurückkehren würde. Kieber wäre sich im Klaren darüber, dass die in Vaduz den längeren Atmen hätten. Da er weiters vermutete, dass man nur Zeit gewinnen wollte, setze er eine Frist bis Ende Februar 2003, den 28.02.03. Sollte bis dann keine Lösung in Bezug auf eine temporäre Schutz-ID gefunden werden, dann gäbe es keinen Sinn weiterhin zu kommunizieren. Am Schluss seines Schreibens entschuldigte er sich dafür, dass er keine besseren Nachrichten übermitteln konnte. Man rätselte wie nach jeder Botschaft von Kieber, was er nun wieder damit meinte. Die im Raum Anwesenden blickten hoffnungsvoll in die Augen vom Professor. Wie üblich, wurde jeder einzelne nach dessen Mutmassungen gefragt. Kieber sei sicher noch in Berlin, sonst hätte er uns doch geschrieben, wenn er Deutschland verlassen hätte. Oder, Kieber sei schon in Verhandlungen mit den Amis und schreibe nur um selber Zeit zu gewinnen und um keinen Verdacht zu schöpfen. Oder, Kieber redet schon mit den Deutschen über die Daten. Hans-Adam beauftragte wiederum die KKZ herauszufinden, von wo aus Kieber diesmal die abgespeicherte Nachricht geschrieben hatte. Nach ca. 35 Minuten kam die Antwort zurück: Frankreich. Wo in Frankreich, fragte der Schlossherr. Leider wäre dies nicht zu ermitteln, wurde ihm gesagt.

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Frankreich? Aha, in Frankreich, machte die Feststellung die Runde. Oh Gott, Frankreich! Dabei dachte Feuerstein laut über den sehr grossen Treuhandkunden aus Frankreich nach, der seit Jahren fast eine halbe Milliarde Euro in verschiedenen Stiftungen und anderen Gesellschaften gebunkert hatte. Ja, ja – meinte Hasler, wir haben keine Zeit um jetzt an einzelne Kunden zu denken. Wir müssen handeln, beendete er laut seine Gedanken. Der Professor regte an, dass man den Bankdirektor auf ein Treffen mit Kieber vorbereiten sollte. Nach Einholen des Einverständnisses von Hans-Adam, informierte man Kieber: Zwecks Lösungsfindung kontaktieren Sie heute um 1700 die Ihnen bekannte Kontaktperson unter der Nr. OT Entfernt

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (a) Ich verbrachte die meiste Zeit dieses Tages im Foyer des Hotels Victoria am Damrak, gegenüber dem Hauptbahnhof. Dort konnte ich mich in einem Klubsessel an ein grosses Fenster setzen und die vorbeiziehende Welt draussen beobachten. Oder in der Brasserie des Hotels, wo ich näher am Geschehen sitzen konnte. Knipsende Urlauber, andere Fussgänger wie Immigranten aus allen Herren Länder, Bettler, Drogenabhängige und die Taschendiebe. Alle zwei Stunden ging ich nachsehen, ob Vaduz endlich mit positiven Meldungen aufwartete. Je mehr ich versuchte, mich in deren Lage hineinzudenken, desto mehr kamen mir die Zweifel, ob es überhaupt Hans-Adam sei, mit dem ich im Netz „plauderte‚. Angriffslustig nachfragen, ja das wäre am Einfachsten, sagte ich zu mir. Es war mir natürlich klar, dass ich keine ehrliche Antwort erwarten konnte. Aber immerhin, besser als keine Antwort. Ich fand es auch zweckmässig, wenn ich Hans-Adam mit diversen Fragen beschäftigt halte. Beim dritten Internetbesuch entdeckte ich die jüngste Nachricht aus Vaduz. Sie wollten, dass ich den Bankdirektor direkt auf seinem Handy anrufe. Er war derjenige, den ich in meinem Schreiben als Vertrauensperson erwähnt hatte. Na endlich, schoss es mir durch den Kopf. Dieser Kurs war der einzige Richtige. Bei der Auswahl einer
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Vertrauensperson war ich sehr vorsichtig vorgegangen. Nebst dem Bankdirektor hatte ich den Erstgeborenen, Alois, angeführt. Obwohl ich stark vermutete, dass Hans-Adam seinen Alois nicht zu Diskussionen mit mir senden würde. Dazu sind sie zu schreckhaft. Aber ganz genau wusste man ja nie. Hans-Adam lässt die Drecksarbeit lieber von der „Dienerschaft‚ oder über Mittelsmänner erledigen, um es mal salopp auszudrücken. Das hatte den Vorteil, nebst vielen anderen, dass er und seine Familie nie direkt überführt werden können. Den Bankdirektor hatte ich mir als mögliche Diskussionsperson ausgewählt, da er – obwohl Banker – eine hohe emotionale Intelligenz hatte und ich ihn aus meiner Anfangszeit bei der LGT Treuhand persönlich kannte. Ein ausserordentlicher Mensch. Ich formulierte die nachstehende Antwort: Danke für die Nachricht, die Nummer habe ich noch von Früher. Zuerst mochte ich fragen, ob hier in diesem Emailaccount mit mir aus einem Haus im Gewerbeweg (neben Passamt) in der Herrengasse (Anm.: das wäre dann das Polizeigebäude gewesen), im Städtle (Anm.: LGT) oder in der Fürst-Franz-Josef-Strasse (Anm.: Schloss) kommuniziert wird? Danke für eine Antwort. Ich bin froh, dass jene Person, mit der ich schon im anderen Land so oft telefoniert hatte nun wieder da ist. Ich kann aber ihn nicht anrufen: bitte verstehen sie, dass durch einen Anruf sie den Anruf eventuell zurückverfolgen können. Ich nehme an, dass er mir am Telefon vermutlich auch erklären will und muss, warum eine Schutz-ID nicht möglich ist. Ich weiss, dass es unter normalen Umständen nicht möglich ist - wenn man aber wollte, dann ginge es schon. Über die anderen möglichen Lösungsvorschläge, die sie haben, kann man auch hier im Emailkonto schreiben. Durchlaucht, Ende Februar sind es 6 Wochen und 4 Tage seit dem 13.01.2003. Wir alle hatten sehr viel Zeit, um über alles nachzudenken etc. Darf ich was fragen? Haben / konnten sie wirklich sich die Zeit nehmen und die Unterlagen zum Fall 10 Vr 101/97 lesen? Konnten sie das? Ich glaube auch, dass sie von den zuständigen Behörden (STA etc.) nicht im ganz informiert worden sind - alles belastende über mich hat man ihnen wohl voll erzählt - die Fehler der Behörden in Akt 101er u. 140er wurden sicher verschwiegen. Vielleicht
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wäre es gut, wenn sie meinen langen Brief, den sie mit dem 1. Paket erhalten haben - jetzt nochmals lesen könnten - vielleicht sehen sie es nun in einem anderem Licht. Mehr kann ich leider nicht schreiben - ich habe auch kein Rezept für eine Lösung. Ich habe / hatte auch keinen PLAN ‚X‚ wenn dies oder jenes geschieht. Alles ist schief gelaufen und ich empfinde irgendwie auch das Ende nahen. Es kommt wohl der Punkt, wo sie das tun müssen, was sie entscheiden werden und ich dasselbe. Vielen Dank für ihre Zeit und es tut mir wirklich leid, dass Ausgerechnet ich - ein grosser Fan ihrer Familie - dies tue. Ich schaue heute (19.02.03) nochmals um ca. 18 30 nochmals rein: ansonsten morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 19. Februar 2003 (2) Jede Zeile wurde aufmerksam gelesen und interpretiert. Der Professor merkte an, dass Kieber offenbar sehr deutlich mit sich selber kämpfte. Und auch Anzeichen grosser Reue zeigte. Diese Indizien müssten für die Ziele von Hans-Adam ausgenützt werden können. Man musste ihm unbedingt die Angst vor einer Falle nehmen. Hans-Adam wollte, dass keine Lösungsvorschläge mehr übers Telefon oder das Netz mitgeteilt würden. Wo bleibt da sonst die Diskretion, die Verschwiegenheit und die Vorsicht, ermahnte er sie alle. Nach kurzer Diskussion einigte man sich auf folgende Antwort an Kieber: Telefonat dient lediglich der Vorbereitung des von ihnen gewünschten Vier-Augen-Gesprächs mit Vertrauensperson. Mögliche Lösungsvorschläge werden aus verständlichen Gründen nicht am Telefon oder im Netz diskutiert. Zusicherung, dass bei Organisation und Durchführung des Treffens mit Vertrauensperson keine Fallen gestellt werden. Vorschlag für Organisation des Vier-Augen-Gespräch bis morgen Donnerstagmittag.

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (b) Meine Antwort kam dann prompt:
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Danke für die Nachricht. Es wurden zwar keine meiner Fragen beantwortet. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob ein Gespräch die Lösung bringen würde. Ich kann mir auch mit der grössten Mühe nicht vorstellen, was sie vorschlagen könnten: Die Verbrecher von Argentinien werden wohl nie durch ein Gericht meiner Heimat verfolgt werden. Die Schutz-ID ist also nicht machbar. Gegen mich läuft alles... Ein Treffen, ohne dass eine Schutz-ID gegeben wird - macht keinen Sinn für mich. Danke für die Zusicherung: logischerweise würden sie mir aber auch nie sagen, wenn sie ein Falle organisieren. Ich bitte sie mir wenigstens in Andeutungen hier hinzuschreiben, was für welche Lösungsansätze es wären. Ich melde mich wieder morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 20. Februar 2003 Die letzte Meldung von Kieber lag schon frisch ausgedruckt auf dem Tisch im Sitzungszimmer des KKZ. Nun gut, dachte man sich in Vaduz. Bis zu einer Antwort hätten sie ja noch über zweieinhalb Stunden Zeit. Es müsste nur eine neue Nachricht vor 11 Uhr eingegeben werden, sodass Kieber nicht denken würde, die in Vaduz hätten ihn abgeschrieben. Die morgendliche Sitzung des KKZ wurde dazu genutzt, eine offene Diskussionsrunde zu starten. Sehr zum Frust des Professors, der Polizei und der Justiz, stimmten einige von der LGT und der Regierung wieder ein tot geglaubtes Lied an: Man sollte Kieber so schnell wie möglich dingfest machen. Ohne auf „fremdstaatliche Hilfe‚ angewiesen zu sein. Ohne Zweifel stand fest, dass Liechtenstein aufgrund internationaler Vereinbarungen und Mitgliedschaften schon lange hätte Genaueres dem Ausland mitteilen müssen. Mit dem Resultat, dass Kieber nicht in Vaduz sondern in Spanien gelandet wäre, was - verständlicherweise - das Staatsoberhaupt HansAdam ausdrücklich nicht wünschte. So waren die Gegner solcher Ideen schon etwas Sprachlos, als die Befürworter ein fertiges Konzept auf den Tisch legten. Schliesslich standen die höchsten Staatsinteressen auf dem Spiel. Man könnte doch Kieber mit der Zusage einer Aushändigung der
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Schutz-ID ködern und ihn für ein Gespräch nahe an die französischschweizerische Grenze einladen. Z.B. nach Strassburg oder besser noch nach Mulhouse. Psychologisch müsste ihm dies aber so verkauft werden, dass er glaubt, es sei seine Idee gewesen, dorthin zu kommen. In Strassburg müsste der Bankdirektor Kiebers Vertrauen in ihn festigen und herausfinden, ob er die Sicherheitsmassnahmen, wie er sie im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, wieder in die Wege gleitet hatte. Vielleicht hätte er gar keine solcher Massnahmen aktiviert. Möglicherweise blufft er nur. Ja, sicher, sicher, erwiderte der Professor, wurden wir nicht gerade selber überrumpelt, als sich herausstellte, dass er die angeblich nicht entwendbaren Daten in der Tat hatte? Er konnte als Experte nicht ganz ausschliessen, dass Kieber nur aus schlauen Überlegungen so explizit auf seine eigenen Schutzvorkehrungen hingewiesen hatte. Ihn würde es aber ganz und gar nicht verwundern, wenn er im Gegenteil, grössere und bessere Vorkehrungen organisiert hat, als er uns mitgeteilt hatte. Er würde dies lieber nicht testen wollen. Die Befürworter radikaler Massnahmen hatten einiges an Arbeit in das Manuskript gesteckt und wollten es darum fertig diskutieren. Für die Ausführung hatte man verschwiegene Dritte zur Hand. Nein, keine Schnüffler. Man könnte auf gewisse Kreise zurückgreifen, die aus innerlicher Überzeugung mithelfen würden. Natürlich gegen entsprechend fettes Geld, wegen dem allgemeinen hohen „Risiko‚. Der Plan sah Folgendes vor: Sobald der Bankdirektor überzeugt war, dass Kieber ihm voll vertrauen würde und dieser keine Massnahmen getroffen hätte und er wisse, wo Kieber die Daten aufbewahre, dann, erst dann soll er Kieber in die Tiefgarage seines Hotels führen, um ihm die angeblich dort im Mietwagen verstaute Schutz-ID aushändigen zu können. Bevor Kieber merken würde, was los ist, wäre er schon von einer Gruppe starker Männer überwältigt und ruhig gestellt worden. Ein Abtransport über einen nicht bewachten, nicht besetzten Grenzübergang mit einem Auto mit Schweizer Kennzeichen sei absolut kein Hindernis und man hätte dann freie Fahrt für die drei bis vier Stunden bis nach Liechtenstein. Sollte Kieber, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit in die Garage kommen wollen, so könne man auch ohne Probleme die
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Festnahme im Hotelzimmer vom Bankdirektor organisieren, indem man dort auf die beiden wartete. Man sei sich zu 1000 Prozent sicher, dass Kieber, zurück in Vaduz, voll kooperativ wäre und sofort mitteilen würde, ob er noch evt. Kopien, z.B. in Berlin gelassen hätte oder schon mit fremden Staaten gesprochen hätte. Sollte sich Kieber immer noch unbelehrbar zeigen, so könnte man ihn mit der Auslieferung nach Spanien drohen. Egal, das Spanien dies nie verlangt hatte. Da das ganze Konzept ohne die Mitarbeit und ohne Absprache mit dem Bankdirektor erstellt worden war, lehnte dieser es kategorisch ab, Komplize einer solch illegalen Aktion zu werden, wäre sie auch noch so gerechtfertigt. Hans-Adam und Alois gefielen diese Zukunftspläne auch nicht. Der Skandal wäre unvorstellbar, erinnerten sie die Anwesenden, wenn es später an die Öffentlichkeit kommen würde. Sie schimpften auch mit den Erfindern des Konzepts: Was wäre, wenn Kieber sich vehement gegen einen gewaltsamen Zugriffsversuch wehren würde? Wollte man ihn halb totschlagen? Nein, auf keinen Fall. Auch daran hätten sie gedacht, sagte Feuerstein. Es gäbe hochwirksame Beruhigungsmittel in Spritzenform, die innerhalb von Sekunden ihre volle Wirkung entfalten würden. Kieber hätte gar keine Chance, da er keine eigene Kraft mehr hätte, sich zu wehren. Die Dosierung könnte so abgestimmt werden, dass er erst wieder nach zwei, drei oder vier Stunden zu sich kommen würde. Die Methode sei medizinisch abgesichert und Kieber würde keine bleibenden Schäden davontragen. Spuren der Droge würden zwar im Blut noch lange nachweisbar sein, aber der Plan sehe ja nicht vor, dass Kieber die Gelegenheit für eine „Beschwerde‚ oder Arztvisite habe. Dem Professor wurde es zu viel. Er verabschiedete sich von der Runde und sagte, dass er frische Luft atmen gehen müsste. Wenn sie Glück hätten, dann käme er vielleicht wieder zurück. Dem Bankdirektor wurde auch ganz bange. Da fiel ihm etwas ein, was einem Banker normalerweise beim Aufstehen immer als erstes in den Sinn kommt: das liebe Geld. Moment mal, sagte er, warum das Geld nicht dem Kieber anbieten, anstelle es dubiosen Gestalten (‚die Gruppe starker Männer‚) nachzuwerfen. Geld gegen Daten, das könnte die Lösung sein. Man wäre ja heilfroh, wenn dem so wäre, erwiderte Hans-Adam. Aber darum geht es Kieber
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doch gar nicht. Er hat nie ein Wort davon gesagt. Hier haben wir es leider nicht mit einem klassischen Fall zu tun, fasste Hasler, fast schon wehmütig, zusammen. Der Liechtensteiner Weg, wo Geld alle Wunden heilt, funktioniert eben nicht immer, erwiderte der Bankdirektor. Trotzdem, lasst es uns versuchen, ermunterte das Staatsoberhaupt. Von einem chaotischen Tag blieben dann nur noch folgende kurze Zeilen für Kieber übrig: Die in ihrem gestrigen Mail von 10:33 angedeuteten alternativen Lösungsvarianten werden nur in persönlichem Treffen mit Vertrauensperson besprochen. FL-ID-Variante definitiv nicht möglich. Manchmal kann aber Geld Probleme lösen. Besprechung dieser Variante mit Vertrauensperson persönlich und nicht über Internet und Telefon.

AMSTERDAM 20. Februar 2003 Ich wusste es. Ich wusste es! Früher oder später – wie immer bei solchen Leuten – bildeten sie sich ein, mit Geld alle Probleme lösen zu können. Tja, in meinem Fall hatten sie falsch gedacht. Sie begriffen es immer noch nicht. Ich war eher erbost, dass sie mir Geld offerierten, anstatt ihre eigenen (Justiz-)Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Dann wieder konnte ich sehen, dass es eben der einfachste Weg für sie war. Ich wollte aber kein Geld. Nie und nimmer. Ich war auf das Ziel fixiert, die Verbrecher Roegele & Co. hinter Gitter zu bringen. Koste was es wolle. Ich blieb in meiner Antwort ehrlich und versuchte meine gefühlte Wut nicht zum Ausdruck zu bringen. Was mir gegen Ende nicht so gut gelang. Mit der unbehaglichen Gewissheit, dass meine Zeilen ein paar neue Wutanfälle in der Heimat auslösen würden, schrieb ich folgendes und drückte dann die Speichertaste: Tja - da bin ich aber überrascht worden! Wenn man all meine Unterlagen gelesen hat, dann weiss man, dass ich NIE um GELD gebeten habe. Ist dies ein Versuch mich in einen Gelderpresser zu wandeln? Damit es später besser in die ‚Geschichte‚ passt: sollte die Katastrophe eintreten?!? Ich bin kein Erpresser.
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Die Verurteilung der Folterer wäre meine Erlösung. Sicherlich Geld macht das leben leichter, ich gebe auch zu‚ dass ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, Ersatz für den finanziellen Schaden, den ich durch das Urteil im 2002 in der Zivilsache gegen den Hauptverbrecher aus Argentinien erlitt, nämlich die über eine Million CHF (blockiertem Geld, Anwaltskosten von 5 ½ Jahren etc.) zurückzufordern. Aber wie sie ja wissen, habe ich nie ein Wort davon erwähnt. Ich habe mit meinem Handeln auf die unrechtmässige Behandlung meinerseits durch die Justiz hingewiesen. Meine Ziele habe ich leider nicht erreicht! Ich hatte so gehofft (selbst wenn sie es nicht glauben), dass der Fürst etwas bewegen kann: natürlich habe ich in den letzten Wochen auch erkennen müssen, dass er es nicht einfach hat und wohl so handeln muss, wie er es sieht. Ich verstehe ihre Seite ganz und gar - wie sie ja wissen, bin ich nicht dumm (um es so auszudrücken). Ich kann mich sehr gut in ihre Lage versetzten (was man allgemein mit analytischem Denkvermögen betitelt). Ich nehme an, dass auch sie sich mehr oder weniger in meine Lage versetzten können und auf Grund der Vorkommnisse der letzten 6 Wochen verstehen und nachvollziehen können, dass ich übervorsichtig und extrem misstrauisch geworden bin... Ich sehe die Teamsitzungen der involvierten Behörden vor mir, wo die vorherrschende Meinung gilt, dass sie mich schon kriegen werden - dies sind die Ihnen, Durchlaucht doch schuldig - oder? Apropos Meinungen: sollte die Meinung vorherrschen, dass ich nie und nimmer die Daten verraten könnte, da ich sonst ja nichts mehr in der Hand hätte, dann irren jene Leute, die dies proklamieren: abgesehen davon, dass ich nur ein paar Tage hintereinander mich mittels meiner immer noch frischen Erinnerungen und den Unterlagen aus dem 101er die erlittene Folter in Argentinien vor Augen halten muss - um in eine solche Wut zu geraten, dass ich keine Probleme habe den involvierten Staaten ein DVD zu senden, hat ja der Besitz aller Daten für mich auch keinen ‚nutzten‚ gebracht, da ich ja nichts damit erreicht habe: mir sind die Ideen ausgegangen. Aber solange wir noch miteinander kommunizieren, muss es eine Lösung geben. Wenn ich nur zu 100 % sicher wäre, dass ein 4Augen-Gespräch keine Falle ist.
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VADUZ 21. Februar 2003 Mist, den Plan Kieber Geld zu offerieren war ihm in den falschen Hals geraten, lästerte man im KKZ schon zu früher Stunde. Und die Drohung am Ende, was sollte das wieder heissen? Man war wieder am Anfang des Problems. Jede Debatte unter den Mitgliedern des KKZ, die hin und her Schreiberei mit dem Kieber, alles für nichts und wieder nichts. Kieber erschien ihnen abermals wie ein Buch mit sieben Siegeln, schlimmer noch, eines mit 7000. Alle sahen ein, dass nur ein Gespräch mit Kieber sie aus der verfahrenen Situation führen konnte. Hans-Adam befahl, alle Pläne und Konzepte einzufrieren und abzuwarten, was das Meeting mit Kieber an neuen Erkenntnissen bringen würde. Der Professor war derselben Meinung. Die KKZ stellte folgende Mitteilung ins Netz: Sie haben Recht. Kommunikation ist die Voraussetzung einer Lösung. Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch dient zur Lösungsfindung. Es gibt keine Fallen, sie bestimmen Ort, Zeit und Vorgehensweise für dieses Gespräch mit der Vertrauensperson.

AMSTERDAM 22. Februar 2003 Nach langem hin und her, konnte ich meine Befürchtungen etwas dezimieren und entschloss mich das Experiment „Treffen‚ durchzuziehen. Schlussendlich war mir klar, dass ich ohne Diskussionen meine Ziele nicht erreichen konnte. Um Hans-Adam und seine, meiner Vermutung nach gross angeschwollene Beratertruppe, so lange wie möglich im Bezug auf Holland zu täuschen, setzte ich wieder auf die Verwirrungstaktik, indem ich ein Treffen im hohen Norden andeutete. Ich konnte es mir nicht verkneifen, einen Hinweis in Sachen Sicherheitsvorkehrung mitzuliefern. Folgender Text war das Resultat meiner Gedanken: Also, einen Versuch will ich wagen .... obwohl alles dagegen spricht. Könnte sich Dr. S. MO + DI, den 3. + 4. März 03 oder DI + MI, den 4. + 5. März freihalten? Es ist für mich erst zu jenen Tagen möglich, weil ich noch einiges vorbereiten muss, was sie
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sicher verstehen. Das Treffen findet in einem der Skandinavischen Länder statt. Welches Land es ist, kann ich erst später mitteilen. Ich bitte aber um folgendes: Dr. S. soll eine Schriftkopie meiner Tonbandaussage bei der Kripo vom 11.04.1997 über die Ereignisse in Argentinien erhalten, sowie eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachten. Er möge beides intensiv lesen. Ich möchte nämlich nicht, dass er ohne meine Motive zu kennen, mir gegenüber steht. Falle: ich bin mir bewusst, dass sie durchaus eine (erfolgreiche) Falle vorbereiten könnten. Daher bleibt mir auch nichts anderes übrig, einen automatischen Mechanismus vorzubereiten, wo sichergestellt ist, dass ein paar Länder und 3 Medien alle Daten auf einmal erhalten, sollte ich nicht frei bleiben. Ich nehme an, dass sie dies verstehen. Ich melde mich wieder anfangs nächster Woche.

AMSTERDAM 23. - 27. Februar 2003 Die Tage vergingen wie im Flug. Komisch, ich fand keine Reaktion auf meine letzte Nachricht. War wohl zu deftig, dachte ich mir. Aber besser Klartext reden, als die Gegenseite an falsche Sicherheit glauben zu lassen. Dass würde nur die Geburt von Radikallösungen, die mir sicher nicht gut bekommen würden, fördern. Da war ich mir sicher. Oder der Bankdirektor kann nicht Anfang März reisen. Oder „Skandinavien‚ passt ihnen nicht. Oder Hans-Adam hatte andere Probleme. Ich wusste es nicht. Egal, er wird sich sicher wieder melden, sagte ich zu mir. Es war ja noch Zeit bis Anfang März. Am Mittwoch, 26.02. stellte ich denselben Text wie vom 22.02. nochmals in Netz und fügte einen Satz vorneweg, wo ich Hans-Adam fragte, ob er meine Nachricht vom Samstag, den 22.02.03 gelesen habe. Am nächsten Tag, um die Mittagszeit hoffte ich schon eine Antwort zu bekommen. Wieder war nichts. Oje, ich befürchtete, dass etwas schief gelaufen sei muss. Ich konnte es nicht verstehen, dass die in Vaduz offenbar nicht begriffen hatten, dass jeder Unterbruch in der Kommunikation nur zu wilden Spekulationen führen würde. Das galt für beide Seiten. Ich schrieb an Hans-Adam:
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Bitte löschen sie jeweils den Text nach dem sie ihn gelesen haben. Auch wenn sie nichts antworten; damit sehe ich (und umgekehrt auch sie), dass man die Nachricht bekommen hat. Da sie meinen letzten langen Text über Tage stehen haben lassen, nehme ich an, dass sie noch nicht hier in der Emailbox waren. Danke. Diese Tage ohne ihre Nachricht brachten mich auch auf den Gedanken, dass sie eventuell die Meinung bezüglich eines Treffens geändert haben. Dies ist nicht weit hergeholt, da auch ich, wie sie auch, den Umständen entsprechend mehrere ‚Wege aus dem Wald planen‚ muss. Wenn es dem Dr. S. am MO + DI ‚ 3. + 4.03.03 zeitlich gehen würde, dann werde ich ihm am Sonntagabend auf seinem Handy anrufen und die Route durchgehen. Ist dies OK für sie? Hat er die Unterlagen lesen können? Es ist zwar eine idiotische Frage, aber ich stelle sie bewusst trotzdem: sind sie sicher, dass es keine Falle wird? Ich bitte sie, den Dr. S. über die offenen Akten (101er, 140er, neuer etc.) zu informieren und ihm zu erlauben, dass er mich informiert. Auch möchte ich bei dem Treffen erfahren können, was mich zu hause erwarten würde, wenn ich im März 03 samt allen Unterlagen freiwillig nach hause kommen würde? Vielen dank für ihre Mühe und wirklichem Vorhaben, ein Treffen ohne Überraschung zu wollen.

VADUZ 22. - 27. Februar 2003 Rasch sprach sich in den involvierten Kreisen herum, dass Kieber nicht wie vermutet in Frankreich war, sondern irgendwo in Skandinavien oder zumindest auf dem Weg dorthin wäre. Man versuchte den Aufenthaltsort von Kieber zu eruieren. Der Befund sagte, dass die vorletzte E-Mail aus Rotterdam, Holland kam und die Letzte wieder irgendwo aus Frankreich. Dies brachte auch kein Licht in die vernebelte Angelegenheit. Beim Wort Skandinavien zogen nicht nur die LGT und die Regierung die Mundwinkel nach unten. Clever ausgesucht, sagten sie. Kieber wusste offenbar, dass die skandinavischen Länder sehr strenge Steuergesetzte haben und er dort sicher auf offene Türen stossen würde, sollte er sich an die Behörden wenden (müssen). Die LGT Treuhand
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bestätigte, dass mehrere hundert Bürger aus dieser Ländergruppe ihre Kunden waren. Man war verärgert, da man eine Lösung des Problems im „Strassbourg‚-Stil in Skandinavien nicht so einfach durchziehen könnte. Man müsste wieder zuerst die Möglichkeiten eruieren. Die Kluft zwischen den KKZ-Mitgliedern wurde immer grösser. Auf der einen Seite hatten die Vertreter der LGT und die Regierung immer weniger Geduld in der Sache. Hans-Adam und seine Familie hatten als Zerstreuung, wenn dies auch keine herrliche Vergnügungstour war, die laufende, heisse Enddebatte um die neue Verfassung zur Verfügung. Die Abstimmung war auf den 16. März angesetzt. Hans-Adam war auch mehr und mehr frustriert, dass es überhaupt soweit kommen konnte. Das er und seine LGT wegen brutalen Fehlern der eigenen Justiz nun so leiden mussten. In den vergangenen Tagen gab es mehrere längere und private Beratungen zwischen dem Professor und Hans-Adam. Der Professor warnte vor einer Katastrophe, sollte man einem Konzept im Stil „Strassburg‚ zustimmen. Als gebildeter Mann war natürlich auch HansAdam klar, dass man sich auf sehr dünnes Eis begeben würde, sollte man Kieber mit kriminellen Methoden schnappen. Aber die Zeit, die Zeit läuft mir davon, jammerte er zu Recht. Erst nach grosser Überzeugungskunst von Seiten des Professors, fällte er als Staatsoberhaupt einen wichtigen Entscheid. Er befahl, dass sich die Regierung, die Justiz und die Polizei aus der ganzen Angelegenheit zurückziehen mussten und er bis auf Widerruf keine Vorschläge und Randbemerkungen von denen mehr hören wollte. Er erklärte weiters, dass er die dem KKZ mündlich erteilten speziellen Vollmachten annulliert habe und sich der Sache nur noch direkt annehmen würde. Es wäre eine grosse Untertreibung zu behaupten, dass gewisse Kreise in Vaduz nicht hocherfreut über diese Dekret vom Staatsoberhaupt waren. Die Polizei vermerkte am 28.02.03 in einem Protokoll, dass man sich absprachegemäss aus dem Kontakt mit Kieber zurückgezogen hatte und war sichtlich erleichtert. Die Justiz hatte auch genug andere Fälle und wurschtelte wie üblich weiter als wäre nichts geschehen. Andererseits deuteten die Befürworter radikaler Massnahmen, namentlich die LGT und die Regierung, diese Änderung im Kurs gegenüber Kieber als Zeichen von Hans-Adam, dass er doch noch geneigt wäre, ihre Ideen zur
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Lösung des Falls in die Tat umzusetzen. Denn die Justiz sowie die Polizei hatten ihn ja in diese Lage gebracht, durch ihre bewiesene Inkompetenz und offensichtlichen Fehlurteile in Sachen Argentinien und das „Interpoldebakel‚. Als aktuelle Mitteilung liess Hans-Adam am 27.02., am früheren Abend folgenden Text eintippen: Dr. S. wartet ihren Anruf am Sonntagabend. Er hat ihren Fall studiert. Es ist keine Falle. Anm.: Dies war dann auch die allerletzte Mitteilung, die von Seiten HansAdams über dieses System gemacht wurde.

AMSTERDAM 28. Februar 2003 Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich die Nachricht las, dass der Bankdirektor meinen Fall studiert hatte. Nichts hasste ich mehr in den vergangenen Jahren als mit Leuten zu reden, die vorgaben, den Sachverhalt zu kennen, wenn das in Wahrheit nicht der Fall war. Obwohl meine früher gesetzte Frist „Ende Februar 2003‚ abgelaufen war, ohne dass ich die Schutz-ID erhalten hatte, freute ich mich irgendwie auf das Treffen mit dem Bankdirektor. Es waren über sieben Wochen vergangen, seit ich auf meiner Mission gestartet bin. Um überleben zu können, wusste ich, dass ich äusserst flexibel sein musste. Und das war ich immer schon in meinem Leben. Anpassungsfähig wo es nötig und richtig erschien. Als meine letzte Meldung nach Vaduz schrieb ich: Vielen Dank für ihre Nachricht. Ich werde ihn am Sonntagabend sicher anrufen. Ich bitte ihn für die Reise auch eine Badehose (nicht das er verkabelt kommt) und gutes Schuhwerk mitzubringen, sowie sein Handyladegerät. Ich werde am Sonntag um die Mittagszeit nochmals hier hinein schauen. Vielen Dank für ihre Mühe. Ich hatte mich noch nicht festgelegt, wo und unter welchen Umständen ich ihn treffen wollte. Den Hinweis mit der Badehose formulierte ich deswegen, weil ich verhindern wollte, dass die in Vaduz auf die Idee kamen, den Bankdirektor zu verkabeln, um das Gespräch zwischen uns
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aufzunehmen oder einen so genannten Lokalisierungssender an seinem Körper zu verstecken. Ich ging davon aus, dass solche technischen Spielereien batteriebetrieben und voll mit elektronischen Komponenten sein würden. Da gab es nur eines, was diesen Geräten den Saft abdrehte: eintauchen in viel, viel Wasser. Im Schwimmbad oder in einer heissen türkischen Sauna. Heisser Dampf bekommt solchem Schnickschnack sicher auch nicht gut. Natürlich hätte man den Bankdirektor auch mit wasserdichtem Material ausrüsten können. Aber nur mit Badehose bekleidet oder gar splitternackt, da müsste er es schon sehr gut verstecken. Mit dem Hinweis gutes Schuhwerk mitzubringen, wollte ich auf die Möglichkeit einer Wanderschaft zu einem Treffpunkt hinweisen, vielleicht an einem abgelegenen, schwer erreichbaren Ort.

VADUZ Ende Februar / Anfang März 2003 Als hätten die in Vaduz nicht schon genug Probleme (Kieber) und Ärger (der Abstimmungskampf um die Neue Verfassung), tat sich ein neues Grab in Vaduz auf. Ein ehemaliger, langjähriger Angestellter der Liechtensteiner Landesbank (LLB), Herr Roland Lampert, kündigte im Februar aus heiterem Himmel seine Stelle und begab sich auf eine folgenschwere Erpressertour. Nachdem die LLB den wahren Grund für seinen Abschied erkannt hatte und ihn wegen Kontoungereimtheiten sprechen wollte, informierte er im Gegenzug die LLB, dass er im Übrigen über 2300 Datenausdrucke mit einer Vermögensübersicht von über 1300 verschiedenen deutschen Kunden der LLB besitzen würde. Zuerst glaubte man ihm nicht. Bis er den Beweis dafür lieferte. Da die LLB mehrheitlich in Staatsbesitz(!) war (und heute noch ist), wurde – entgegen den aktuellen Beteuerungen aus Liechtenstein - natürlich die Regierung und somit Hans-Adam sofort im Februar 2003 informiert. Nicht schon wieder, man konnte es nicht fassen. War „der Tag des jüngsten Gerichts‚ in Liechtenstein angebrochen, fragte man sich nun in Vaduz. Nachforschungen der LLB ergaben, dass Lampert zwischen August 2000 und Ende Februar 2003 klammheimlich die Daten gesammelt hatte.

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Da ja der Diebstahl von Daten ein Antragsdelikt war, wurden vorerst Polizei und Justiz nicht informiert. Die nicht kleine Unterschlagung von (Kunden-)Geldern wurde zwar auch rasch bemerkt, jedoch weder der Polizei noch der Justiz gemeldet. Die LLB versuchte am Anfang mit der Billigung von Regierung und Hans-Adam alleine, dann mit der geballten Macht der Liechtensteiner Justiz und am Schluss mit Privatdetektiven und millionenschweren Eurozahlungen, die Sache zu bereinigen. Mit einem katastrophalen Endergebnis aus Liechtensteiner Sicht. Anm.: Über diesen Fall, den LLB-Fall, wurde in den deutschen Medien seit 2008 ausgiebig berichtet. Eigentlich nur deswegen, weil jene Gruppe von Kriminellen, die nach der geheimen Verurteilung von Lampert in Liechtenstein an die betroffenen Daten gelangten, selber nun in Rostock vor Gericht stehen. Ich rege meine Leser an, im Internet die Einzelheiten nachzulesen. Einiges macht aber den LLB-Fall in Bezug auf meine Sache sehr interessant. Erst mal die Tatsache, dass es sich zeitlich praktisch parallel zu meinem Fall abspielte und ich daher aufzeigen kann, wie heuchlerisch die Regierung und Hans-Adam agierten. Zudem – was der Öffentlichkeit nicht bekannt ist - wurde versucht, mich mit dem LLB-Fall zu ködern und zu manipulieren (nachzulesen in den kommenden Kapiteln). Da praktischerweise der Professor Dr. Thomas Müller in Vaduz schon seine Zelte aufgeschlagen hatte, fragte die Regierung ihn, ob er ihnen auch im LLB-Fall helfen könnte. Er erkannte die aussergewöhnliche Herausforderung und sagte zu. Hans-Adam bestand darauf, acht zu geben, dass man die zwei Fälle nicht vermischen würde. Von diesem Zeitpunkt an arbeitete der Professor im behördlichen Auftrag der Justiz am LLB-Fall und nur noch im Privatauftrag von Hans-Adam am LGT-Fall. Der Bankdirektor Dr. Pius Schlachter wurde am letzten Samstag im Februar von Hans-Adam und Alois aufs Schloss eingeladen und dort auf seine Mission vorbereitet. Es wurde beschlossen vorerst keine Falle für Kieber vorzubereiten. Erstens fehlten für den Entscheid zugunsten einer Falle die wichtigen Informationen, wie welches Land in Skandinavien? Hatte man Verbindungen dorthin? Hatte man Verbündete dort? Wie lauten die Gesetze dort? Gibt es Spielraum in diesen Gesetzen? Und Zweitens hatte der Bankdirektor seinen persönlichen Wunsch klar zum
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Ausdruck gebracht, kein Komplize einer solchen Sache werden zu wollen. Hans-Adam akzeptierte dies. Er meinte zwar, ein bisschen Einschüchterung, wenn es die Situation bei einem Meeting mit Kieber erlauben würde, wäre schon abgebracht. Nicht zuletzt, um ihm zu zeigen, wie schwer er die in Vaduz beleidigt und verletzt hatte. Wer hier der Herr im Hause ist ! Mal sehen, erwiderte der Bankdirektor. Ihm wurde weiterhin eingetrichtert, dass es das oberste Ziel sei, die Daten zu bekommen und Kieber zu überreden, nach Hause zu kommen. Der Bankdirektor wollte die Gelegenheit dieser privaten Audienz mit Hans-Adam & Erbprinz Alois für eine Debatte über ein bisher nicht angesprochenes Thema nutzten: Sollte man nicht die Kunden warnen? Wie aus einer Pistole geschossen, riefen Hans-Adam und sein Sohn gleichzeitig, NEIN, auf keinen Fall. Warum auch? Es gab keinen Grund. Kieber habe zu keiner Sekunde jemals etwas gesagt oder geschrieben, dass er direkt auf die Kunden zugehen würde. Und mit den ausländischen Behörden hatte Kieber hoffentlich noch nicht geredet. Wenn dem aber so wäre, dann wäre es sowieso zu spät, die Kunden zu warnen. Wie sich der Bankdirektor dies vorstellen würde, fragten sie ihn. Da Kieber ja die komplette Datenbank hatte, müsste man ja extra 50 neue Leute einstellen, um die tausende aktuellen und die hunderte ehemalige Kunden entweder telefonisch oder per Brief warnen. Bitte, Herr Bankdirektor, Sie müssten es doch besser wissen, die Medien würden schon nach dem zehnten Kunden sicher irgendwie Wind davon bekommen. Unser Bankengeheimnis, die Säule unseres Geschäfts, würde implodieren, redete Hans-Adam auf ihn ein. Da half auch nicht der Hinweis des Bankdirektors, welche Konsequenz es für die Kundschaft von Dr.Dr. Batliner hatte, als dieser sie nicht warnte, als eine CD-Rom mit deren Daten gestohlen wurde. Eine CD-Rom die erst lange Zeit später bei den deutschen Behörden landete. Hans-Adam und Alois beharrten auf ihre Auffassung, dass eine Warnung ihrer Kunden zu viel Schaden für ihr gesamtes Geschäft bringen würde. Sollte die Katastrophe eintreten, „wovor Gott uns bewahren soll‚.
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Man versicherte dem Bankdirektor auch, dass, sollte ein Wunder geschehen, und Kieber schon nach dem ersten Treffen nach Hause kommen wollen, ein Anruf von ihm genügen würde und Hans-Adam sein Auto samt Fahrer und Schutzvorkehrungen für Kieber schicken würde. Der Bankdirektor hatte schon vom Sekretariat die Informationen zu allen möglichen Flugkursen von Zürich nach Schweden, Norwegen und Finnland erhalten.

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60 Minuten an der Endstation „Van Gogh Museum‚ an. das Treffen weit ins freie. flache Land hinaus zu verlegen. Dem nächsten Boot zum Van Gogh Museum folgte ich auf dem Landweg zu Fuss und stoppte die Zeit bis zur Station Leidseplain: knapp 50 Minuten. da man aufgrund der Verkehrsführung in der Stadt schon nach fünf Minuten das Boot und somit mich als begleitenden Fussgänger aus den Augen verlieren würde. Ab dem Hauptbahnhof. Der Fussweg führte über Strassen und Brücken. Zudem hoffte ich. einen dafür geeigneten Platz in der Stadt Amsterdam zu finden. Ich fuhr mit dem Boot zurück an den Ausgangspunkt. kam daher nicht in Frage.KAPITEL 13 Ein Essen für Sechs Euros Also gut. was ein Fahrverbot für Autos bedeutete. Dafür wollte ich ihn irgendwie ständig in Bewegung halten und dies auch noch mit einer anderen Fortbewegungsart als die meine. dass mir niemand mitten in der Stadt am helllichten Tag etwas antun würde. Mit der roten Linie kam man nach ca. Das war’s! Eine Kanalfahrt. der ihn vorher für eine Zeitspanne von mindestens 30 Minuten im Auge behalten und beobachten musste und nicht umgekehrt. Bevor es überhaupt zu einem direkten Wortwechsel zwischen mir und dem Bankdirektor kommen konnte. Meine ursprüngliche Idee. Ihn in einen Bus oder Taxi einsteigen und irgendwohin hinfahren zu lassen. Ein Blick auf die Wasserkanäle vor meiner Nase brachte mich auf eine knifflige. Ich studierte die Grachtenrundfahrten mit dem Kanalbus sehr genau. Die Vorletzte hiess Leidseplain. verwarf ich wieder. aber machbare Lösung. Weil ich dann auch auf ein ähnliches Transportmittel hätte zugreifen müssen. dachte ich mir. Ideal! Könnte klappen. Und sowieso wäre man mit dem Auto schnell verloren. Ich kaufte mir ein Tagesticket und fuhr jede einzelne Strecke ab. Wie würde ich dieses Treffen überleben? Ich verbrachte die Tage damit. um Schritt halten zu können. da dies nur die Möglichkeit von „Überraschungen‚ seitens der Gegner erhöhen würde. Davor waren ein paar Haltestellen. rechnete ich mir aus. Die Anonymität der Menschenmenge von Amsterdam war mir da lieber. dem Central Station East fuhren in regelmässigen Abständen verschiedenen Rundfahrten ab. Es gäbe für eventuelle Schattenmänner nur zwei 318 . weil es entweder eine Einbahnstrasse oder die Brücke zu schmal war. Oft in einer Richtung. stand für mich fest. dass ich derjenige sein müsste.

sobald er in Holland war. Zugegeben. Ich hatte die Öffnungszeiten der Kirche kontrolliert und musste nur noch die Instruktionen zu Papier bringen. 319 . Er würde nicht erfahren. dass es mir sofort auffallen würde. Schräg gegenüber der Kirche sehen Sie am Kanal ein kleines Häuschen. mich dem Bankdirektor vor seiner Kanalfahrt zu zeigen. Dagegen gab es auch ein einfaches Mittel. das Prospektregal aufsuchen und dort ganz oben rechts. Entweder man stieg mit dem Bankdirektor in dasselbe Boot ein. Falls ich aber irgend etwas faules sehen oder spüren sollte. Nicholas Kirche gegenüber dem Hauptbahnhof. Sollte(n) dann die Verdachtsperson(en) auch mit aussteigen und in der Nähe von ihm bleiben und dumm aus der Wäsche gucken. so könnte ich den Bankdirektor zum Aussteigen an einer Zwischenstation auffordern und ihn dort auf den nächsten Kurs für die Weiterfahrt warten lassen. Zudem hatte ich ja nicht vor. ich hatte ja die möglichen Schattenmänner oder Kameraden vom Bankdirektor nie gesehen und würde sie daher auch nicht erkennen können. falls sie mit ihm ins Boot einsteigen würden. Die Strecke zu Fuss führt so stark im Zick-Zack Kurs durch die Stadt. Ich fand es besser. den Canalbus verkauft. an der Prins Hendrickkade begeben. oder man würde es zu Fuss verfolgen. nur kurz mit dem Bankdirektor am Telefon zu reden. würde er weitere Instruktionen von mir finden. wüsste ich was die Stunde geschlagen hätte. rufen Sie niemanden an und lassen alle Handy ausgeschaltet. dass Begleiter im Boot anwesend waren. Wie ich Sie gebeten hatte. Im Verlauf der Kanalfahrt werde ich Ihnen weitere Instruktionen zukommen lassen. wo ich bin. Das Gespräch sollte sich nur auf folgende Bitte beschränken: Er sollte sich am Montag in die Eingangshalle der grossen St.Chancen uns zu verfolgen. Nehmen Sie den nächst verfügbarem Kurs und setzten Sie sich bitte auf einen unüberdachten Sitz. Bitte gehen Sie aus der Kirche wieder raus. dass Tickets für Kanalrundfahrten. hinter dem Stapel des Rundschreibens der Kirchgemeinde. Kaufen Sie sich bitte einen Tagespass für die Rote Linie bis zur Endstation. Sollte ich den Verdacht haben. so weit hinten im Boot wie möglich. Ich setzte mich in ein Internetcafé und formulierte: Hallo Herr Direktor. Ein Kreuzschlag vorher wäre vielleicht nicht schlecht. wenn jemand wie ich das Boot zu Fuss verfolgen würde.

Entweder möchte ich das Treffen oder ich lasse es ganz bleiben. wo ich mich befand. genauer die Politie Centrum. Ich druckte diese Zeilen aus und kopierte sie sechs Mal. Ob sich alles etwas beruhigt hatte? Er antwortete: alles sei soweit ruhig. Entschuldigen Sie die Umstände. er zumindest das Land herausfinden könnte. dass es Teil des Zirkulars wäre. März 2003. Schönes Städtchen. Ich fragte ihn. schilderte wo die Daten aufbewahrt waren und fügte einen neuen Adressenten dazu: die Polizei der Niederlande.3. Sodass man dachte. Hans-Adam sei sehr nervös wegen den Daten und der Abstimmungskampf sei immer noch voll im Gange. Ich wusste. 320 . nachdem ich ganz sicher war. sobald ich am Sonntagabend auf dem Handy vom Bankdirektor anrufen würde. Ich begab mich am Samstag. Ich wollte aber nicht preisgeben. In einem anderen Internetcafé. wollte ich die ursprünglichen Empfänger von dort aus der Liste nicht auswechseln. zur Kirche und steckte fünf der sechs Schreiben fein säuberlich hinter den vorhandenen Stapel. dass ich mich gemeldete hatte. Bewusst nannte ich keine Namen. dass mir keiner über die Schulter schauen konnte. Dort setzte ich mich in ein Touristencafé und ging im Kopf den Plan für die nächsten zwei Tage nochmals durch. Er nahm gleich ab und war hörbar froh. 03. Ich kaufte mir eine Telefonkarte und wählte die Handynummer vom Bankdirektor.ist unser Treffen damit zu Ende und ich wünsche keine weiteren Kontakt mit Ihnen oder dem Schlossherrn zu Hause. wie es den so im Ländle zu und her und wie es dem Hans-Adam ginge. passte ich meine elektronische Sicherheitsvorkehrung an die geänderte Situation an. Ich änderte nur den Text in Bezug auf meinen neuen Wohnort und die Adresse in Monnikendam. Das sollte reichen. Obwohl ich ja datenmässig nichts mehr in Berlin hatte. Ich knickte jedes einzelnes Blatt genau so wie der Rundbrief in der Kirche gefaltet war. Ich bedankte mich für seine Geduld und entschuldigte mich nochmals für die Umstände. den 1. dass ich in Amsterdam war. Ich fuhr deswegen am Sonntag mit dem Zug 20 Minuten nach Haarlem an die Nordseeküste. Dies sah ich als kein Problem an.

damit nachher nicht behauptet wird. Amsterdam? Amsterdam! rief er aus. Ja. Ich würde ihn anrufen und dann sagen. da ich dem Bankdirektor nicht am 321 . Ich lachte und sagte. Ja. Ich wollte überprüfen. Aber. Ich schaute mich schnell um. Er solle bitte spätestens um die Mittagszeit in der Stadt sein. Die Einen beteten. Er bedankte sich. Bis Morgen Herr Kieber. weil mich ein Gefühl überkam. wo wir uns treffen würden. dann wäre ich der letzte auf Erden. dachte ich mir. die Kirche war offen. ja hatte gar keinen.Ich erzählte ihm. ob die Kirche auch wirklich offen war. Er fragte mich. er hätte die kleine Vermutung. dass ich etwas davon im Internet gelesen hatte. ich hätte euch nicht gewarnt. Ob er die Badehose eingepackt hätte und ob er alleine komme. Obwohl mir die letzten zwei Fragen auch sinnlos vorkamen. Ich erwähnte auch das Inkrafttreten meiner Schutzmassnahmen. Ich würde von einer anderen Stadt nach Amsterdam kommen. dass es nix mit Religion zu tun hatte und weg waren sie. Da wäre er zum letzten Mal auf seiner Hochzeitsreise gewesen. Er sagte. dass meine fünf Blätter weg waren. Hätten sie eine Falle geplant. fragte ich in schnell. antwortete er zurück. Ich fragte ihn. Montag! Ich fuhr schon mit dem ersten Linienbus von Monnikendam nach Amsterdam. Gar nicht gut war. Aber es war niemand am Eingang. Und ob es sicher sei. wohin die Reise nun gehen sollte. Kein Problem: was war noch mal mein Plan B? Ohh. ja nix mit Skandinavien. Nur ein paar ältere Damen und zwei Frühaufsteher-Touristen waren in der Kirche. der davon im Voraus erfahren würde. was er denn vermuten würde. schob ich hinten nach. Ich musste mir was einfallen lassen. ich sagte ihm. ich stelle die Frage nur. Nicht wahr? bemerkte ich. die Anderen staunten. dass es keine Falle wäre. Er solle sich bitte heute Abend den letzten Kurs oder für morgen früh den Ersten nach Amsterdam buchen. Na dann ist es doch wieder Zeit diese schöne Stadt zu besuchen. Ab jetzt. Bei mir hatte ich eine der externen Harddisk mit den elektronisch gespeicherten Daten. Bis Morgen Herr Bankdirektor. dass es nicht in den Norden ginge. als ob mich jemand beobachtete. Gut. betonte ich. So ein Mist. Ja. da musste wohl ein übereifriger Kirchenpfleger meine Zettel gefunden und gleich festgestellt haben.

wäre ideal dafür. nein. wohin er gehen sollte. wo dies war. Anstelle schräg gegenüber. Im Zettel für den Bankdirektor strich ich die Worte Kirche durch und schrieb Hotel Victoria darüber. Aber wo? Ein Hotel? HOTEL !! Das Hotel Victoria gleich unter dem Hauptbahnhof. schrieb ich Central Station East. Ein feines Essen für unglaubliche 6 Euro. Ich bestellte mir heute eine frisch zubereitete. Ich könnte den letzten Zettel nochmals in der Kirche deponieren. Ich lief die kurze Strecke dorthin und fragte beim Concierge nach. Mahlzeit. Er würde schon raus finden können. wo ich schon ausgedehnte Ruhezeiten im Sessel verbracht hatte. Es hatte nur um die zehn kleinen Tische mit jeweils vier Stühlen. Dazu eine Cola Light. aber er würde heute einziehen und in ein paar Stunden kommen. ob ich eine Nachricht für einen Bekannten abgeben könnte. viele Immigranten und oft auch jämmerlich aussehende. Man gab mir ein leeres Kuvert. Bis zur Mittagszeit waren es noch gute drei Stunden. die vom nahen Rotlichtbezirk hoch kamen. Die Kundschaft war immer dieselbe: ein paar Touristen. eine andere Hinterlegungsmöglichkeit zu finden.Telefon erklären wollte. aber in diesem waren die Köche spitze. verklebte die Rückseite und notierte den Namen des Bankdirektors vorne rauf. vom täglichen Drogenkampf gezeichnete Gestalten oder aufgedonnerte Huren. Ich war schon hungrig und wählte für das heutige Mahl eines der asiatischen Minirestaurants aus. Man fragte mich. ob dieser denn Gast bei ihnen wäre. Zusammen mit fünf Euro händigte ich den Umschlag dem Angestellten aus. falls sie am Telefon mithören würden. Was aber wenn wieder einer aufräumen kommt? Besser wäre es. Es gab viele von ihnen. Man konnte aus einer Vielzahl verschiedener Gerichte auswählen. 322 . Dies würde dem Gegner einen zeitlichen Vorsprung geben. Ich behauptete. ich legte den Zettel rein. In den letzten Tagen hatte sich ein Restaurant als meinen Favoriten entwickelt. schmackhafte Runde mit Reis und Huhn.

bis ich ihn sehen konnte. es sei alles in der Nachricht vermerkt. Niemand folgte ihm. sagt er. bestiegen nur fünf weitere Personen das Boot. Eine Familie mit Kind und ein Ehepaar. dass er alleine hier sei und es keine Falle sei. Es erschien mir wie eine Ewigkeit. Er war elegant gekleidet und hatte einen beigefarbenen langen.KAPITEL 14 Weisswein und Rotes Blut Nach dem Essen hatte ich noch Zeit. als er auf die Abfahrt wartete. Es war noch kein Boot da. einen Tee im Hotel Viktoria zu geniessen und eine englischsprachige Zeitung zu lesen. Mein Puls stieg wieder in ungesunde Höhen. Er hielt klar ersichtlich einen weissen Zettel in der Hand. wenn er sich in Richtung Canalbus bewegen würde. endlich können wir uns unter vier Augen aussprechen. Für den Anruf auf das Handy vom Bankdirektor wählte ich eine etwas versteckte Telefonzelle in einer der schmalen Gassen hinter der Kirche. Als sein Kurs angelegt hatte. Dann ist ja gut. Welches? Er wollte es mir nicht sagen. er sei auch erleichtert. Er sagte in einem Hotel in der Stadt. so wie ich es gewünscht hatte. Ich wartete nicht auf seine Antwort und legte den Hörer auf. sagte ich zu ihm. erwiderte ich und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten. Bitte keine Fragen mehr. und dann wollte er zur nächsten Frage ansetzten. unterbrach ich ihn. ob er mit jemanden telefonieren 323 . Ja. Auch gut! Ich bat ihn in das Hotel Victoria zu gehen und dort wäre eine Nachricht für ihn beim Concierge hinterlegt. Vor allem war ich scharf darauf sehen. Hallo. Hallo? Ja? Endlich. Ich observierte abwechselnd ihn und die Umgebung. dünnen Businessmantel an. von wo aus ich den Bankdirektor gut beobachten konnte. Gut. Ich duckte mich in eine Ecke und musterte die Umgebung. Er näherte sich der Ticketverkaufsstelle und schaute sich um. vor allem die Strassen hinter dem Bankdirektor. wie er sich ein Ticket kaufte und etwas gelangweilt wirkte. Ich lief rasch zu meinem ersten Streckenposten. Er nahm weit weg von den anderen Bootsgästen Platz. Ich fragte ihn wo er jetzt wäre. sagte er noch schnell. Die Stunde der Wahrheit rückte immer näher. Ohne dass ich ihn danach gefragte hatte. Ich sah.

er fragte nach der Uhrzeit oder wie lange die Fahrt bis zur Endstation dauern würde. Ich konnte niemanden sehen. Die anderen Gäste blieben sitzen. Zudem stand ich auf der anderen Brückenseite. der mir folgen würde. Das Boot legte ab. Das Boot näherte sich. Der Bankdirektor konnte mich auf der Brücke nicht sehen.würde. Er drehte sich etwas um und freute sich. Auch wechselte er ein paar Worte mit der Crew. Er starrte die meiste Zeit nur nach vorn. Ihm war dies alles merklich unangenehm. Ich lief im Eiltempo dort hin. Dieser Posten war der einzige. Ich drückte mich an die kalte Mauer des Turms. Am Sockel einer grösseren Brücke. bis zu einer Brücke. Natürlich hätte er jetzt telefonieren können. Aber er wusste ja nicht. durch ein paar Seitenstrassen hindurch. hätte der Bankdirektor mindestens seinen Kopf um 150 Grad drehen müssen. 324 . Das Boot schaukelte an mir vorbei und ich konnte ihn gut sehen. 20 Minuten merkte ich. Er entdeckte mich aber nicht. Nach 40 Minuten war es an der Zeit. sodass mögliche Kameraden vom Bankdirektor vergebens auf uns an der letzten Haltestelle warten würden. Als das Boot unten durch kam. an dem ich zeitlich vor Schiff ankommen würde. Ich rannte weg vom Kanal. Ich rief ihm zu. Sein Boot legte an und er stieg aus. Bei allen anderen würde ich immer schräg hinter dem Boot mitlaufen. Mein zweiter Streckenposten war ein kleines. Er nickte. Er hatte seine Hände auf die Lehne des Stuhl vor ihm platziert. da seine Sicht wegen des Schiffsaufbaus verdeckt war. burgturmähnliches Gebäude am Kanal mit einem kleinen Café drin. rief ich ihn beim Namen. ihm ein Zeichen zu geben. mich zu sehen. Um mich zu sehen. Ich winkte ihm zu und deutete an. Es war ein schöner Tag. Ich nahm eine Abkürzung und war schon fünf Minuten vor seiner Ankunft am Leidseplein. Ich stand gut 150 Meter weit weg. Ich entschied mich für die vorletzte Haltestelle. Ich verschwand wieder aus seinem Blickwinkel. Ich nahm an. dass ich noch da war. dass ich ihn für sieben bis acht Minuten aus den Augen verloren hatte. bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. Von jetzt an lief ich mit einem guten Abstand dem Boot hinterher. Nach ca. nur ein leichter Wind. dass er mir bitte folgen sollte. dass er etwas nervös wurde und sich gelegentlich ganz umdrehte. Kein Regen.

Ich fragte ihn. dass irgendjemand von meinen ehemaligen Mitarbeitern deswegen den Job verliert. dass ich angeblich in Rotterdam ein Zimmer hätte. Da zeigte sich wieder. Nein. ob er mir sein Handy geben könnte. Ich war erleichtert darüber. dass ich mich mit ihm treffen wollte. Er fragte mich. Ich fragte. um mit ihm zu reden. Natürlich sei Hans-Adam am Anfang sehr erbost gewesen und hätte auch die LGT böse zusammen geschissen. Ich fragte. um Ausschau zu halten. wie ich. ja. Er fragte. Er sagte. ob er ein anderes Handy habe. Er übermittelte auch die Grüsse von Hans-Adam. ob ich eine gute Unterkunft gefunden hätte. Man verstand sich darum besser. nein. ob die Daten gut 325 . Er habe meinen Akt gut studiert. Er erzählte mir. die ich Hans-Adam zugesendet hatte. drehte ich mich pausenlos nervös um die eigene Achse und auch um den Bankdirektor. Ich wollte mich auf keinen Fall irgendwo hinsetzten. Ich fragte ihn. Ohne Widerrede streckte er mir sein Telefon entgegen. Aber. erwiderte ich. dass er ein Schnelldenker war. entgegnete er flott. an ihn heranzutreten und schüttelte heftig seine Hand zur Begrüssung. Er erwiderte den Gruss und bedankte sich. er denke. die Verletzungen und Erlebnisse wären und natürlich auch entsetzt über die Fehler der Behörden wären.Nach ca. Er sagte nein. 400 Meter wagte ich mich. ob nicht doch noch ein Rollkommando andonnerte. vorerst nicht. wo jetzt die Unterlagen und das 3D-Modell waren. er wüsste es nicht. Ich nahm die Batterie aus der Rückseite raus und bat ihn beides getrennt in seiner Manteltasche aufzubewahren. ob Köpfe rollen mussten. Ich sagte ihm. Er konnte auch nicht verstehen. Behutsam schob ich ihn daher in den nahe gelegenen grossen Park und wir spazierten dort fast zwei Stunden. ob er verkabelt sei und ob er wirklich alleine sei und ich warnte ihn. verstehe. Es war ausgeschaltete. dass alle in Vaduz extrem bestürzt über meine Geschichte. Der Bankdirektor bemerkte aber. Ich wollte ja nicht. Während wir so redeten. Gut. dass ich eine der externen Harddisks bei mir tragen würde. dass sie noch auf dem Schloss sind. warum die Justiz nicht schon lange Anklage gegen die Verbrecher erhoben hatte. dass Hans-Adam fundamentale Veränderungen in der Datensicherheit verlangt hätte.

sagte er. Er wüsste doch. Warum. ich selber es gemerkte hätte. Ich zuckte nur mit den Schultern. Ich fragte ihn. weil mir der Satz von Hans-Adam „die Daten. Der Bankdirektor wollte über die vier CD-ROMs reden. Ja.versorgt seien. Einleuchtend. warum es mir niemand einfach ins Gesicht sagen konnte. weil mir die Frage zu dumm war. Er fragte. als die in Vaduz. Er wunderte sich. klagte er. Ich hätte doch darum gebeten. Ich fragte nach. dass ich die Daten NICHT hatte. was dazu führen würde. wenn ich nur alles vortäuschen würde? Ich sagte auch. dass ich sehr gründlich arbeite. dass. war es überflüssig und sinnlos bei mir nach den Daten zu fragen. warum man offenbar sofort zu den Bullen gerannt sei. warum um Himmels Willen hätte ich Hans-Adam einen solch gewaltigen Brief zusenden sollen. dass er einen Kommentar dazu am Telefon abgegeben hatte. dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Hans-Adam war halt der Meinung. nachdem es mir niemand direkt sagen wollte oder konnte. dass ich soviel Aufwand wegen einer Neuerstellung des Datenaufbaus (die Art und Weise wie ich die Mandate auf den neuen Datenträgern strukturiert hatte) betrieben hatte. alles zu vermeiden. 326 . sagte ich. Sonst wäre heute vielleicht alles ganz anders. er wurde im Glauben gelassen. Da man nach einigem Hin und Her davon überzeugt war. wolle Hans-Adam wissen. betonte ich. Kein Problem. Er hatte eine plausible Erklärung dafür. Ich schlug meine Hände über dem Kopf zusammen. na dann wollen wir mal HansAdam loben. sagte ich und ergänzte. ob er Recht in der Annahme hätte. Ja eben. nicht haben konnte und die logische Konsequenz daraus war. die Sie glauben zu haben‚ im Hinterkopf hängen geblieben war. dass ich auf die Daten besser aufpassen kann. Aber auch nur. das heisst. Frech antwortete ich. Was für andere Daten ich denn hätte. dass ich mehr Daten als die auf die vier CD-ROMs gebrannten Informationen hätte. dass ich die Daten nicht hätte und nur bluffen würde. erwiderte ich. dass man in Vaduz froh sein sollte. sonst wäre ich nie darauf gekommen. man habe in Vaduz weder den Verlust des DLT-Tapes noch das Fehlen von irgendwelchen Originalpapieren bemerkt. dass ich selber dies wusste. Den Rest vom BackupTape. sagte ich wahrheitsgemäss.

Verdutzt schaute ich ihn an. Ich erzählte ihm dann von Daniela in Berlin und dem Polizisten in Münster. sagte ich. dann läge sie dafür bereit. Er antwortete. welches Tagestape ich besitze. Ich habe den genauen Tag vergessen. Unfassbar und typisch Vaduz. warum man mir in Berlin Privatdetektive oder Schnüffler auf den Hals gehetzt hatte. fragte er mich. spiele dies keine wirkliche Rolle. zog man sich zurück. Er erklärte mir. HansAdam wäre wohl etwas falsch beraten worden.Welcher Tag. Da würden ganz andere Kreise bestimmen. meinte er. dann könnten sie sich auch ein richtiges Auto leisten und nicht mit einer alten Kiste herumfahren. Da ja unser aller Ziel eine friedliche Lösung wäre. Nein. Aber sein Wort. Ich teilte ihm mit. die so ins Auge sticht. wie ein Schweizer Jodler im Trachtenkostüm auf dem Kurfürstendamm. man hatte Angst. dann würde sie benutzt werden. Falls ich mich aber dazu entschliessen würde. Nun zuckte er mit den Schultern. Ich ergänzte. Ja. Hätte HansAdam die Leute anständig bezahlt. Der Schutz hätte aber diskret erfolgen sollen. dass dies eine fette Lüge war. Diskreter Schutz. Ich lachte nur. Nur wenn es euch passt und es euch dienlich ist. dass es Privatdetektive gewesen wäre. fragte ich ihn ungläubig. Na klar doch. Er wäre dagegen gewesen. Ich wechselte das Thema und wollte wissen. im Rückblick sicher. wiederholte ich seine Worte und klopfte ihm auf den Rücken. Ob er sie dabei hätte. entschuldigte sich der Bankdirektor. sagte ich betont überzeugend. dazu als Ausländer (er ist Österreicher). Er kam aus dem Staunen nicht mehr raus. klärte ich ihn auf. Zu meinem Schutz. Wie knapp wir da einer Katastrophe entkommen konnten. Dies sei eine äusserst dumme Idee gewesen. Ich fragte auch nach der SchutzID. dass man sich in Vaduz nicht den Kopf zerbrechen soll. die primär ‚zu meinem Schutz‚ da gewesen seien. Ihr habt eine gedruckt. hätte nicht viel an Gewicht in Vaduz. was gemacht wird. Warum 327 . Wir beide wussten. aber sie mir übergeben wollt ihr nicht. erklärte er mir. mit ihm nach Hause zu fahren. dass ich die Schutz-ID vielleicht gar nicht mehr brauchen würde. Aber da ich sie bemerkt hätte. fragte er mich. Logisch !!!!!!!!! Woran ich die „Beschützer‚ erkannt hätte. dass mir was in Berlin passieren könnte. leider nicht. Ich sei sehr verärgert gewesen über die ständige Zurschaustellung des Passes.

Darum sei auch in den letzten Wochen so vieles schief gelaufen. Ein Recht. viele hasserfüllte Feinde in Vaduz gemacht. betonte er. ich war quer durch Europa ohne sie gereist und hatte bisher Glück und wurde nie kontrolliert. 328 . Zudem. Ich ergänzte. hatte ich mir mit der Drohung. bis meine Forderung danach erfüllt sei. und dass wüsste ich. um hier Forderungen zu stellen. als wenn er mir was vormachen würde. Wenn auch nur meistens dann. nach Hause zurückzukehren. dass versuchte Nötigung nicht so einfach ausradiert werden kann. Hans-Adam hätte gemäss Verfassung das Recht dazu. Ich fragte ihn. dass er als Staatsoberhaupt wieder in die auf dem Papier unabhängige Judikative eingriff. Und überhaupt. fragte ich. klärte ich ihn auf. Der Bankdirektor sagte dazu nur. sagte ich zu ihm. Er wolle nicht. Wir wissen alle. ohne dass man eine unabhängige Untersuchungsperson für den Argentinienfall benannt hätte. wäre kein Thema für mich. ob man die Anzeige wegen des Briefs nicht wieder zurücknehmen könnte. Welche versuchte Nötigung. Der Abstimmungskampf in der Verfassungsfrage hätte den Höhepunkt erreicht und der Landesführer könne im Moment nicht so herumkommandieren. wie der Bankdirektor die Augen verdrehte. wenn es entweder um seinen politischen oder ökonomischen Vorteil ging. Zudem wüssten mittlerweile Richter und Staatsanwaltschaft. eröffnete er seine lange Rede. Wie bitte. Alles schlechte Voraussetzungen. fragte ich. dass seine politischen Gegner sehen würden oder erfahren könnten. aber im Grunde sprach der Bankdirektor die Wahrheit. Eben der Brief in dem ich von Hans-Adam seine Intervention in die Angelegenheiten des Gerichts fordere.auch. dem Ausland die Daten zu übergeben. dass Hans-Adam in der Vergangenheit oft interveniert hat. Ich konnte sehen. Die Lage in Vaduz sei schwieriger als ich denke. dass er in der Vergangenheit schon oft in Anspruch genommen hatte. dass ich sie bei Hans-Adam der Inkompetenz und der Lüge bezichtigt hatte und daher sei von dieser Seite keine grosse Hilfe für mich zu erwarten. dass ich solange ausharren würde. Besser so. Ich war schon etwas beleidigt.

Er musste mich auch bitten. Die Dinge seien nun aber so wie sie sind. antwortetet ich resignierend. Die Gesetze wären im Ländle halt anders als im Ausland. dass für mich feststehe. Auch dafür. der meinen Fall gut kannte. Und auch der Amtsmissbrauch. solange niemand mir beweisen könnte. Bei diesem Thema kannte der Bankdirektor kein Pardon. Die Ursache war ganz klar die behördliche Inkompetenz und Lügerei. dass in diesem Fall es um Gerechtigkeit gehen würde. dass meine Vorgehensweise nicht die feine Art sei. versuchte er meine steigende Wut zu besänftigen. Ich müsse mein Schicksal strickt von den Personen. man solle mir hier bitte keine Lektion in guter Moral und ehrlichem Business erteilen. dass HansAdam irgendjemand in den Kerker wirft oder Urteile zu meinen Gunsten abändern sollte. warum wollte man mir jetzt nicht helfen. Die nächsten 15 Minuten sagte er nichts mehr. dass ich heute mit ihm hier in einem Park in Amsterdam stehe. Ich weiss es auch nicht. Ein pensionierter Richter in Liechtenstein. Aber eben. Wie weiter. dass kriminelle Geschäfte im Spiel waren und auch jetzt vermutlich in diesen Minuten immer noch gemacht werden. Warum. hatte einmal zu mir 329 . da werden alle Augen zugedrückt. Amtsmissbrauch? fragte er. fragte er dann. Ich entschuldigte mich bei ihm. sonst würden uns doch alle hören. trennen. sei halt im Ländle legal. mit der Lautstärke herunter zu kommen. Ich wechselte um auf den Flüsterton um und fand es an der Zeit ihn an die vielen Mandaten zu erinnern. dass am 101er Fall und am 140er Fall ein frischer. sei die Wirkung einer Ursache. Was dort illegal sei. dass mir schon bewusst wäre. Ich sagte ihm. hielt ich fest. dass ich so rasend geworden war. Ja. von denen die LGT wusste. dass ich viele schlaflose Nächte in Vaduz verursacht hatte. Ich würde ja nicht verlangen. dass ich nicht nach Hause kommen würde.Ich beharrte auf dem Standpunkt. Ich hätte auch keine Lösung zur Hand. aber bei jedem illegalen Geschäft der Banken und Treuhänder in Liechtenstein. fragte ich. Der Bankdirektor könne mir glauben. unabhängiger Staatsanwalt arbeitete. die Kunden bei der LGT oder in Liechtenstein sind. Und zudem auch der dümmste Aussenstehende eine aktive und passive Mittäterschaft der LGT („mitgegangen ist mitgefangen‚) erkennen würde. Natürlich sei mir bewusst. Amtsmissbrauch.

ob ich denn nicht mit meinem Rechtsanwalt Kontakt hätte. falls er mir künftig wieder mit der Mitleidstour kommen sollte. indem er mir vorrechnete. erwiderte ich. Hirn wüsste von nichts. Wie weiter. sicher nicht. Apropos Geld. erwiderte ich. Wer kam auf die Schiessidee mir zu schreiben. fragt er fast wie ein Pfarrer. fragte ich ihn. Ob es das wäre. fragte ich. Nein. was ich wolle. Was wäre mit der Witwen und den Waisenkindern. Sondern. ob er wüsste. ja – klar sehe ich die Probleme. er würde nur seine Zeit vergeuden. das geliebte Geld. zum Beispiel in Deutschland. nein – natürlich nicht. Und stellte die Gegenfrage. Ich fühlte mich in eine Ecke gedrängt. Leiden sollte niemand wegen mir. Es müsste mir doch klar sein. drei politische Skandale. Er versuchte an mein gutes Herz zu appellieren. Bei dieser Gelegenheit fragte ich ihn.gesagt: "Nicht-Handeln ist auch eine Art von Amtsmissbrauch". Hans-Adam verdiente ja Millionen mit seiner LGT. hätte man dies nicht im Text geschrieben. Er antwortete nicht und rieb nur den rechten Daumen über die vier anderen Finger kreisförmig vor und zurück. dass das Thema Selbstmord mir sehr sensibel war. Ob ich diese massiven Schwierigkeiten für die Kunden von Hans-Adam wollte. Das wollte ich nicht. Ich erklärte ihm. Frankreich und anderswo würde es auch geben. wie viele der Kunden in grosse Schwierigkeiten geraten würden. Ich hätte mit niemand Kontakt dort und der Rechtsanwalt Dr. dass einige Kunden im Gefängnis landen würden. Vermutlich würden sich auch ein paar umbringen. würde man mich als den grössten Verräter aller Zeiten ansehen. ob Geld das Problem lösen könnte? Der Bankdirektor lief rot an und sagte. fragte er mich zum wiederholten Male. Ob ich das alles bedacht hätte? Ja. psychologisch. jetzt kam es mir wieder in den Sinn. wenn sich ein Kunde umbringen würde? Und zu Hause. in Liechtenstein. nein auch emotional. Und zwei. 330 . klärte ich den Bankdirektor auf. Nein. Nicht nur finanziell. Von den Wirtschaftsskandalen gar nicht zu reden. Er als Banker würde einen solchen Lösungsvorschlag nur diskret und in einem Gespräch andeuten. Er verneinte dies. wenn es nach ihm gegangen wäre. was der Stand der Dinge in Sachen Zivilprozess sei. nein. fragte er mit dem Hintergedanken. Aha. Das geliebte Pulver. Man würde mir auch nochmals anbieten.

dachte ich. Aha. Mann war ich froh. Ich war auch überaus erleichtert darüber. Nein. wenn am Schluss niemand zu Schaden gekommen wäre. Ich hatte das Gefühl. Wir könnten in ein feines Restaurant gehen. fügte er an. Ich sagte.mich mit Geld sicher nach Südamerika zu bringen. Ich muss euch leider enttäuschen. Bis dann Herr Kieber. sagte ich ihm auch. sagte er. dass ich ihn um 18 Uhr auf sein Handy anrufen würde. beendete ich dieses Thema. So. um Spesen und andere Kosten zu bezahlen. dachte ich mir. Ich fragte bei der Touristeninformation nach. "für ewig sicher" wiederholte ich seine Worte. so fein essen gehen wollte man mit mir. ob er mich zum Abendessen einladen könnte. Gemäss den Schilderungen vom Bankdirektor würde man jetzt in Vaduz auf meine Heimreise hoffen und nicht allzu böse sein. Ja dann ist ja gut. nur wenn ich das Lokal aussuchen könnte. Aber Danke. Er fragte sachte nach. riskieren könnte ich es ja. worauf er nur ein Grinsen von mir erhielt. ich solle ruhig ein teures auswählen. er hätte von HansAdam ein Budget erhalten. dass nichts passiert war. OK. Er sollte bitte aber erst 15 Minuten nach mir aus dem Park gehen. sagte er. Absolut nicht. dass der Bankdirektor noch mehr mit mir reden wollte oder musste. Keine schlechte Taktik. wo ich den wohnen würde. Ich fragte ihn. Erstmal Luft holen. Diskretion bis zum Ende. Einem feinen Essen war ich nie abgeneigt. Vermutlich vergraben auf der mexikanischen Halbinsel. Ich verabschiedete mich mit dem Hinweis. Ich hätte doch sicher schon lange nicht gut gegessen. Es wurde mir ein malaysisches oder indonesisches Restaurant empfohlen. welches das teuerste asiatische Restaurant der Stadt war. Ich notierte mir die Adresse und ging gleich auf einen Besichtigungstrip. erwiderte ich. dass man in Vaduz offenbar nicht allzu brutal nach meinem Kopf schreien würde. ob ihm Asiatische Küche schmecken würde. Geld interessiert mich nicht. Ich setzte mich in eines der vielen kleinen Cafés. Er hätte auch kein Angebot in der Tasche. Für ewig sicher. 331 . ich habe meine eigenen Euros. Ob ich Geld zum Leben brauche. bei mir gibt es nichts ‚diskret anzudeuten‚. Ja klar. Er fragte mich. Ich lief so schnell ich konnte in Richtung Bahnhof. ich esse sehr gut. entgegnete er schnell. erwiderte ich. egal was es kosten würde. Egal. sagte ich ihm. Bis dann Herr Bankdirektor.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. wenn ich hier. h. als Zeichen der Überlegenheit. mich nach Liechtenstein bringen zu lassen. aber im oberen Stock eröffnete sich ein prächtig dekoriertes Gastlokal. Bis er sich entschloss. Man sei in Vaduz sehr stolz. 332 .15 Uhr. ja natürlich. Ich entschied. aber er erwähnte entweder dass die LGT Gruppe den Kauf der altehrwürdigen Schweizer Treuhand Gesellschaft (die "STG". mehr noch. drei andere Gäste anwesend. dann SIE. Es war die erste Gelegenheit. Dadurch konnte die Umgebung beobachten. dass Hans-Adam und seine Gehilfen jederzeit die Macht und die Mittel dazu hätten. D. Es waren ausser uns nur zwei. Na ja. Nach der Vorspeise und zwei Gläsern feinem Wein. wurde seine Zunge etwas lockerer. Ich fühlte mich wohl und nicht bedroht. dass es am Besten wäre. wenn einer hier Fehler manchen würde. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster. Man wusste ja nie. Es war 17. dass nun alles gut gehen würde. Auf einmal fragte er mich. Er erschien mir auch etwas entlasteter. Es war kühl geworden und wenn ich mich richtig erinnere. Der Eingang versprach nicht so viel. man befürchtet in Vaduz.wenn es sein muss. mir mitzuteilen. CHF. erwiderte ich . mit Sitz in Basel) schon gemacht hat oder in Kürze abschliessen würde.Das Wirtshaus war in einer überschaubaren Ecke der Stadt. quasi als einen Wink mit dem Zaunpfahl. Der Bankdirektor kam zu Fuss. Er sagte. dieses Schweizer Haus kaufen zu können. Der Bankdirektor erzählte mir auch von den Geschäften zu Hause. Der Preis war um die 200 MIO. versicherte ich ihm. Es gab gute Ecken in der Umgebung sodass ich das Restaurant vor eintreffen des Bankdirektor eine Weile beobachten könnte. rieselte der Regen ein wenig. ob ich die Sicherheitsvorkehrungen immer aktiviert halte. bei der ich etwas gelöster mit dem Bankdirektor reden konnte. Weit weg von den Anderen. Um 18 Uhr rief ich ihn an und gab die Adresse durch. fragte ich zurück. schräg gegenüber dem Lokal auf den Bankdirektor wartete. dass ein Unfall passieren könnte und die Feinde wegen eines Systemfehlers oder so die Daten bekommen könnten. Ich hatte ein Gefühl. Ich sagte. Aber nein. Warum er dies wissen wollte.

Ich schluckte erstmal leer und fragte aufsässig: Wie denn? Nichts leichter als das, fuhr er fort, eine angeheuerte Truppe könnte mich in nullkomma-nichts überwältigen, in den Kofferraum eines Diplomatenwagen stecken und in zehn Stunden wäre ich auf dem kalten Betonboden des Gefängnisses in Vaduz zu finden. Mir wurde kotzübel. Ich dachte, hoffentlich sind meine eigenen Sicherheitsvorkehrungen stabil genug. Er merkte, dass ich nervös wurde und beruhigte mich schnell, indem er sagte, dass diese Lösung angeblich nie ernsthaft diskutiert worden wäre und angeblich niemand dies wollte. Im Gegenteil, alle hofften, dass man mit „mir reden kann‚ und ich freiwillig nach Hause zurück kehre. Ich war immer noch erzürnt und murmelte etwas im Sinne: „Ja, ja versucht’s nur mal mich mit Gewalt in einen Wagen zu packen. Vorher wehre ich mich bis zum letzten Tropfen Blut.‚ Der Bankdirektor hörte mir gar nicht mehr zu, da er schon wieder mit seinem anderen Tropfen, dem Weisswein, beschäftigt war. Morgen sei auch noch ein Tag, kam es aus seinem Mund. Ja, morgen, da sollten wir uns wieder treffen, oder? Ich wollte dies nicht. Er war enttäuscht darüber. Ich sagte, es sei besser wenn er morgen nach Hause fliegen würde und denen dort versichere, dass ich die Daten sicher aufbewahrt hatte. Und das ich nicht nach Hause kommen würde, solange keine wirklichen Anstrengungen unternommen würden, die Fehler von Justiz und STA zu untersuchen. Ich sagte es ihm ungern, aber ich wiederholte, dass ich felsenfest davon überzeugt sei, dass mir Deutschland oder die USA helfen würden. Er schüttelte nur den Kopf. Ist mir egal, was ihr über diese meine Gedanken denkt, es mag zwar sein, dass weder die USA noch Deutschland helfen könnten, sagte ich. Aber eben dieses herauszufinden wäre der einzige richtige Schritt für mich. Entweder räumt Liechtenstein seinen Saustall auf oder eben nicht. Er wollte eine Zusicherung von mir, dass ich mich wieder mit ihm treffen würde, wenn er zurückkehren würde. Klar, natürlich werde ich, sagte ich. Wann er dann wieder kommen wolle. In einer Woche. Gut OK. Passt mir auch. Wir vereinbarten, dass ich ihn am kommenden Freitag oder Samstag auf seinem Handy anrufen werde. Er erklärte mir, dass sein
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Handy nicht abgehört wird. Er schwöre es. Die Behörden seien ja auf Geheiss von Hans-Adam aus dem Spiel draussen. Ich erwiderte kühl, ja, ja – wer’s glaubt wird selig. Er fragte mich, ob ich noch zur so später Stunde eine Heimfahrt nach Rotterdam finden würde. Ja, sagte ich. Die Züge fahren bis spät in die Nacht. Also bis nächste Woche dann. Ja, bis dann. Er bestellte die Rechnung. Er bezahlte und ich bedankte mich für das feine Essen. Mein Abendbrot kostete sechzig Euro. Guten Flug Herr Bankdirektor. Gute Heimfahrt Herr Kieber.

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KAPITEL 15

Heinrich‘s Tod in Utrecht

VADUZ März 2003 (1) Hans-Adam und Alois warteten ungeduldig auf die Rückkehr vom Bankdirektor. Dieser landete am frühen Nachmittag des 04.03. aus Amsterdam kommend in Zürich. Dieses Mal wurde er vom Firmenwagen der LGT Gruppe abgeholt und gleich hoch zum Schloss gefahren. Er berichtete über das Treffen mit Kieber. Ob er die Datenträger gesehen hätte, fragte der Schlossherr. Nein, aber er wäre sich ganz sicher, dass Kieber auf sie aufpassen würde. Und die Papierdokumente, wo sind diese? Er wisse es nicht, erwiderte der Bankdirektor. Und die Schutz-ID, hat Kieber sie wieder verlangt? Ja, aber nur zu Beginn. Kieber hätte die Meinung geändert, schilderte der Bankdirektor, er würde sich überlegen, ob er auch ohne sie leben könnte. Solange er sich an gewisse Grundregeln im Bezug auf Reisetätigkeiten halten würde, würde er es sicher überleben. Kieber würde aber ausrichten lassen, dass, sollte seine Identität im Ausland erkannt werden, und die Aufdeckung der Daten eine Konsequenz daraus wäre, dieses Risiko alleine Hans-Adam und die Finanzbuden in Liechtenstein übernehmen und akzeptieren müssten. Der Bankdirektor sagte auch, dass er denke, selbst wenn man Kieber nun die Schutz-ID anbieten würde, er sie nicht mehr annehmen wolle. Der Bankdirektor hätte im Gespräch mit Kieber den Eindruck erhalten, als würde er es einfach darauf ankommen lassen, ob nun seine Identität entdeckt würde oder nicht. Dass es dem Kieber bald wurscht sein würde, ob ihm nun Vaduz bei diesem Punkt helfen würde oder eben nicht. Hans-Adam bat den Bankdirektor über diese Wahrnehmungen mit dem Professor zu reden, um so ein genaues, momentanes Bild von Kiebers Psyche erstellen und dementsprechend handeln zu können. Nachdem die Polizei und Justiz von Hans-Adam aus dem KKZ ausgeschlossen wurden, musste man nur noch den Regierungschef Hasler und den Professor informieren. Der Professor analysierte die neue Situation und kam zum Schluss, dass Kieber an eine friedliche Lösung glaube, sehr gesprächsbereit wäre und man auf keinen Fall die Kommunikation unterbrechen sollte, wollte man eine mögliche Katastrophe abwenden.
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Vermutlich würde es aber mehrere Gespräche und daher Reisen zu Kieber bedürfen, bis dieser soweit bearbeitet wäre, nach Hause zu kommen. Hans-Adam ordnete an, dass der Bankdirektor weitere Reisen nach Holland in seinem Zeitplanung vorsehen sollte. Vor der nächsten Reise solle er ihn oder seinen Sohn nochmals kontaktieren. Er würde dann genaue Anweisungen erhalten.

Amsterdam März 2003 (a) Ich genoss meine Freiheit in diesem schönen, grossen Land. Obwohl Liechtenstein auch ein wunderschönes Landschaftsbild mit den Bergen, dem Rhein und den Wiesen und Wäldern abgibt, war das neue Leben in Holland für mich sehr attraktiv. Ich wollte und musste mein Monnikendam vor Entdeckung durch Hans-Adam schützen. Deswegen musste ich tief in die Trickkiste greifen, um nach dem Abendessen mit dem Bankdirektor, den Weg nach Hause so gut es ging verschleiern. Fast eineinhalb Stunden brauchte für den Heimweg, aufgeteilt ein Drittel Taxi, ein Drittel Bus und der Rest zu Fuss. Fest im Glauben, dass man in Vaduz das richtige tue, schlief ich beruhigt ein. Ich mietete mir für die nächsten sieben Tage ein Fahrrad und erkundete die nähere Umgebung. Am letzten Tag meiner Fahrradmiete war ich in Amsterdam City zu Fuss unterwegs. In einer der kleinen Seitengassen wurde ich von einem jungen, etwas traurig dreinschauenden Mann auf einer Brücke auf Englisch ruppig aber leise angesprochen. Das man angepöbelt wurde, kam des öfteren vor, vor allem in dem Stadtteil, wo Drogen konsumiert oder verkauft werden. Zu einer Plage wurde die Anmache aber nicht. Dieser Mann wollte weder Drogen verkaufen noch welche kaufen. Er sah aber wie ein typischer Drogenkonsument aus. Zu meinem Erstaunen fragte er mich, ob ich dieses Hollandrad, das er mit einer Hand festhielt, kaufen möchte. Er bräuchte unbedingt Geld. Es war ein schönes Modell. 3-Gang und rabenschwarz. Sah nicht sehr alt oder gebraucht aus. Ob es ihm gehören würde, fragte ich. Ja, sagte er. Wie viel? Fünf Euro. Wie viel? 50?, Nein! Fünf Euro und es ist deins, sagte er. Nachdem ich ihn von oben bis unten genauer gemustert hatte, um zu sehen ob er mir kräftemässig gewachsen wäre, sagte ich zu ihm, dass er ein Dieb sei und dazu ein blöder. Ich sagte ihm, dass jeder doch sofort merken würde, dass er das Velo
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gestohlen haben muss, wenn er es für nur fünf Euro verkaufen würde. Nein Danke, sagte ich. Ich hätte mein eigenes Velo. Verärgert ging er weg und schob das Velo vor sich hin. Ich beobachtete, wie er schon die nächste Person anquatschte und wahrhaftig, nach drei Minuten, vermutlich für die fünf Euro, wechselte das Bike den Besitzer. Der neue, stolze Eigentümer kam an mir vorbei und ich rufte ihm auf Englisch zu, günstig gekauft, das geklaute Fahrrad, Yes? Er starrte mich mit Entsetzten an und entfernte sich in aller Eile mit seinem neuem Besitz. Das Wetter wurde immer schöner und ich mietete mir das Velo für einen weiteren längeren Zeitraum. Oft radelte ich nach Volendam, eine andere Stadt in der Provinz Noord-Holland, die am Ostufer des Markermeers lag, dass wiederum ein Teil des Ijsselmeers war. Volendam liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Amsterdam und war bekannt für feinen (Edamer) Käse. Was für ein Unterschied, biken in Holland war ganz ohne Qual. Alles flach und übersichtlich und viele Radwege überall hin. Ich begann auch mit dem Fahrrad regelmässig nach Amsterdam zu radeln. Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs, an der nördlichen Flussuferseite (Amsterdam Nord) konnte ich mein Velo am Ende des langen Buikslotenweg an geeigneter Stelle stehen lassen und die GratisFähre rüber zum Hauptbahnhof nehmen. Manchmal genoss ich die Überfahrt so sehr, dass ich einfach 30 Minuten lang auf dem Schiff ausharrte und mit hin- und herfuhr. Einmal fuhr ich schon um fünf Uhr in der Früh von zu Hause los und war dann einer der ersten am Pier. Ich kettete mein Velo an eine lange Stahlröhre und nahm die Fähre rüber. Nach ein paar Stunden in der City kehrte ich zum Fahrrad zurück. Aber welches war meines? In der Zwischenzeit waren sicher 200 andere Velos auf dem Platz. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich meines erkannte; fast alle Fahrräder in Holland sehen gleich aus. Auch wünschte ich mir, ich hätte auf die Warnung meines Velovermieters gehört, als dieser sagte, ich solle die Pumpe vom Velo wegnehmen, wenn ich das Velo irgendwo abstellen würde. "Seinen Rat ich nicht befolgte, drum ich auch keine Pumpe mehr vorfinden sollte". Ich plante, den Bankdirektor am Freitag anzurufen. Dieses Mal wieder aus einer anderen Stadt. Leiden, südwestlich von Amsterdam, sollte es sein. Ich war erstaunt, wie billig Zug fahren in Holland war. Wirklich! In 35 Minuten war ich schon dort angelangt. Ich rief ihn um die Mittagszeit an und er schlug vor, da er ja glaubte ich würde in Rotterdam wohnen, dass wir und doch auf halbem Weg treffen könnten, in Utrecht. OK,
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sagte ich. Er hätte sich für drei Tage und zwei Nächte Zeit genommen. Er müsse mir wichtiges sagen. Gut, erwiderte ich und bestätigte ihm, dass ich ihn am kommenden Montagnachmittag auf seinem Handy anrufen würde. Keine Überraschungen, ermahnte ich ihn. Natürlich, keine einzige, meinte er. Am Sonntag sah ich mir Utrecht an. Hauptstadt der Provinz Utrecht. Auch nur 30 Minuten mit dem Zug von Amsterdam Ceentral. Eine Stadt mit vielen historischen Bauten. Vor allem der berühmte gotische Dom mit seinem Kreuzgang und dem freistehenden Turm währen da zu erwähnen. Ich spazierte durch die Strassen und Gassen. Nicht viele Touristen unterwegs. Als Treffpunkt geeignet, erkannte ich. Ich notierte mir die Zugverbindungen und rechnete die benötigte Anreisezeit für Montag aus. In einem Internetcafé aktivierte ich meine „Lebensversicherung‚. Wieder zu Hause abgekommen, prüfte ich mein ganzes Gepäck und verstaute alle Unterlagen und Datenträger behutsam im Handkoffer. Es war noch Zeit für einen kleinen Schwatz mit Jane in ihrem Garten. Mehr und mehr Blumen blühten und sie strahlte deswegen sehr. Meistens war ich der einzige Gast im Haus. Meine Wäsche konnte ich nicht bei ihr Waschen. Im Dorf gab es aber eine Kundenwäscherei, die den Auftrag jeweils zu meiner grössten Zufriedenheit ausgeführt hatte. Für fast alle Handwerksbetriebe in Monnikendam waren dies ruhige Zeiten. Erst im Sommer, wenn die Besucher kommen, dann sollte es hektisch zu und her gehen und die Umsätze steigen. Am Montag, den 10.03. gab es dann die zweite Zusammenkunft mit dem Bankdirektor. Als Treffpunkt hatte ich ihm den Dom vorgeschlagen. Er soll dort bitte pünktlich um 14 Uhr auf mich warten. Von einer verdeckten Stelle aus konnte ich den Platz gut beobachten. Er kam alleine. Ich liess ihn bewusst 15 Minuten einsam dort stehen. Er nahm mehrmals das Handy aus der Manteltasche und blickte auf das Display. Diese Mal hatte ich ihn nicht aufgefordert, sein Handy auszuschalten. Ich lief auf ihn zu und wir begrüssten uns freundschaftlich. Er wollte wissen, ob ich meine Sicherheitsvorkehrungen eingeschaltet hätte. Ich bejahte es und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten.
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Ich unterwies ihn, bitte in Zukunft mich deswegen nicht mehr zu fragen, er solle dies als gegeben annehmen. Für jedes Treffen. Da wir nun schon mal da waren, wollten wir was für die Bildung tun und besuchten den Dom. Wie lasen uns durch die vielen Hinweistafeln durch und waren besonders von den in den Boden eingelassenen Schrifttafeln beeindruckt. Der Dom wurde zwischen dem 13. und 16 Jahrhundert gebaut. Wir konnten lernen, dass Kaiser Heinrich der V. (Heiliges Römisches Reich, Schwiegersohn von Heinrich I. von England) im Jahr 1125 in Utrecht starb. Na dann wollen wir mal hoffen, dass ein anderes Geschlecht, welches das Heilige Römische Reich überleben konnte (die „‚von Liechtenstein‚), nicht dafür sorgen würde, das im Jahre 2003 ein anderer Heinrich – nämlich der Heinrich Kieber - hier in Utrecht seinen Tod finden sollte, betete ich laut vor. Wir lachten beiden darüber. Nun aber zum Business, sagte der Bankdirektor. Als Zeichen des Guten Willens mir gegenüber, so wurde mir erklärt, hätte sich Hans-Adam diskret an vertrauenswürdige Staatsrechtler ausserhalb von Liechtenstein gewandt. Diese sollen prüfen, wie man in dem festgefahrenen Strafverfahren gegen Helmut Roegele & Co. am Besten vorgehen sollte. Hans-Adam würde die Kosten dafür persönlich übernehmen. Er konnte mir die Freude buchstäblich von den Augen ablesen. Ohne die mir unbekannten Akademiker (die erwähnten Staatsrechtler) düpieren zu wollen, sagte ich, wäre es doch am Einfachsten, wenn die STA den Fall wieder öffnen und dann die Anklage erstellen würde. Dazu bräuchte Hans-Adam nur ein paar Telefonate zu führen. Und er müsste wegen mir nicht einmal irgendein Gesetz brechen oder erwürgen. Die Liechtensteiner Strafprozessordnung sieht eine solche Möglichkeit explizit für das Staatsoberhaupt vor. Deswegen hatte ich ihm ja, nebst der Tatsache, dass er der Besitzer der LGT war, Anfang Januar 2003 den Brief geschrieben. Schon mit diesen wenigen Schritten, wäre ich HansAdam auf immer und ewig dankbar, versicherte ich. Die Untersuchung war seit langem fertig, jeder halbwegs zum Denken fähige STA sollte es zustande bringen, binnen kürzester Zeit eine Anklageschrift beim Kriminalgericht in Vaduz einzureichen, betonte ich.
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Ich sagte auch, dass sobald die Anklage für rechtsgültig erklärt würde, ich am nächsten Tag wieder in Vaduz auf der Matte stehen würde. Mit den Daten und allem was dazugehört. Mehr könnte und würde ich nicht verlangen. Ohne der Zukunft vorauszueilen, hob ich weiters hervor, würde nach erfolgter Anklage der Oberste Gerichtshof in Vaduz den zu erwartenden, letztinstanzlichen Entscheid in der Zivilsache ums blockierte Geld aussetzen, um das Urteil im Fall 101er abzuwarten. Der Bankdirektor nickte zustimmend. Ich würde auch Hans-Adam die Kosten ersetzten, versprach ich. Sofern es mir finanziell möglich sein sollte, musste ich nachschieben. Der Bankdirektor holte tief Luft und sagte: Als Zeichen des guten Willen gegenüber Hans-Adam erbitte dieser, dass ich anfangen würde, die Extrakopien, also eine der elektronischen externen Harddisks oder DVDs zu vernichten. Stück für Stück. Ich hatte nicht viel Zeit erstaunt zu sein, denn der Vortrag war noch nicht zu Ende. Auch würde Hans-Adam gerne vom Bankdirektor bestätigt bekommen, dass ich die über 2000 Stück Originalpapierdokumente ebenfalls anfange zu zerreissen. Man könnte mir einen Dokumentenvernichter zur Verfügung stellen oder das Geld zum Kauf dafür geben. Wie bitte, fragte ich ihn entsetzt. Das ich eine kleine Harddisk zerstöre, leuchtet mir ein. Aber ihr wünscht euch, dass Originaldokumente, mit Originalunterschriften der Kunden vernichtet werden? Ihr wollt dies wirklich, erkundigte ich mich. Muss wohl ein Witz sein, sagte ich. Nein, verdeutlichte er. Die Kunden wissen ja nicht, dass ihre Originalpapiere, die ja keine Wertpapiere waren, fast 1000 Kilometer entfernt von dort wo sie sein sollten, waren. Zudem hätte man ja jedes Dokument auch im elektronischen Speicher bei der LGT. Das stimmte. Ich weiss nicht warum, aber mir gefiel der Gedanke überhaupt nicht. Nicht das ich Mühe damit hätte, die über 2000 Seiten in den Papierfresser zu stopfen, aber ich vertrat die Meinung, das die Dokumente dem Kunden gehörten und sie wieder dorthin zurück gelangen sollten, wo sie hergekommen sind. Offenbar hatte sich der Bankdirektor keine solchen Gedanken gemacht. Er runzelte die Stirn und fragte wie die Papiere denn transportiert werden sollen. Es bedarf einiger Überredungskunst, um ihn zu überzeugen, dass er doch die Papiere in Etappen wieder mit nach Hause nehmen könnte. Ich könnte ihm morgen schon einige Stapeln bringen. Kopien jener Dokumente hätte ich ja auch auf meinen elektronischen Datenträgern. Mir wäre es sogar lieber, wenn ich die Papiere loswerden könnte. Immer
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diese Schlepperei, sagte ich. Was aber, wenn er an der Grenze kontrolliert würde und man in seiner Tasche tausende Bank- oder Treuhandpapiere aus Liechtenstein finden würde. Mein Gott, sagte ich zu ihm, er sei doch der weitgereiste Bankdirektor. Wie viel Gepäck er sich für diese Reise mitgebracht hätte, fragte ich ihn. Eine Mappe und ein Handrollkoffer. Das ist doch schon ein guter Anfang, rief ich aus. Er soll seinen Pyjama und die Zahnbürste in die Mappe quetschen und die Papiere in den Rollkoffer. Diesen soll er am Flughafen Schiphol als Gepäckstück aufgeben und nur mit der Mappe als Handgepäck reisen. Soweit ich wusste, wurde in Amsterdam bei aufgegebenem Handgepäck noch keine Extrakontrolle durchgeführt. Der Abflug war also kein Problem. Bei Ankunft in Zürich sei er ja schon fast auf heimischem Boden. Die Schweizer Zöllner würden bei einer Kontrolle keine Fragen zu solchen Papieren stellen. Dem Bankdirektor gefiel die Idee noch nicht so ganz. Mir kam nicht in den Sinn, warum er Angst davor hatte. Er müsse mit Hans-Adam Rücksprache halten. Kein Problem, sagte ich. Wenn er möchte, so könnte er alles schon morgen haben, offerierte ich ihm. Falls alles in seinen Koffer passte, fügte ich hinzu. Er entfernte sich von mir und machte ein Telefongespräch. Nach 20 Minuten kam er zurück und strahlte über das ganze Gesicht. HansAdam sei begeistert von der Idee. Und er schätze meine Fürsorge um die Daten. Bitte, gern geschehen, erwiderte ich. Also gut, ich würde ihm als Zeichen des guten Willens Teile der Daten morgen übergeben. Wo, fragte er. Ich antwortete, lass uns doch in Amsterdam treffen. Von "Rotterdam" wäre es nur eine Stunde mit dem Zug. Der Bankdirektor war damit einverstanden. Ob ich schon eine elektronische Kopie bis Morgen vernichten würde, fragte er höflich. Nur nicht so übereifrig, sagte ich. Eines nach dem Anderem. Morgen gibt es die Dokumente und dann sehen wir weiter. Ich erklärte ihm auch, dass ich es gar nicht eilig hätte. Und ich zum Schluss gekommen sei, dass ich die Schutz-ID wirklich nicht mehr wolle. Ich würde schon ohne sie durchkommen. Wenn die in Vaduz so stur seien und den Vorteil für sie nicht sehen wollen, dann müssten sie eben dieses Extrarisiko selbst tragen. Ich müsste jetzt wieder heim nach Rotterdam fahren, sagte ich zu ihm. Er wollte mich noch zum Abendessen einladen. Ich lehnte dankend ab. Wir verabredeten, uns am nächsten morgen um 11 Uhr in der Lobby des Hotel Marriott, in der
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Stadhouderskade zu treffen. Ich versprach mit den Dokumenten zu kommen. Ich warnte ihn, es solle mir ja keiner folgen. Es sei zwecklos, machte ich im vor, da die Papierdokumente nicht am selben Ort seien, wo die elektronischen Datenträger aufbewahrt würden. Aber nein, niemand würde mir folgen, er sei alleine da, versicherte er mir immer wieder. Und was war dann das ganze Gerede beim ersten Treffen, über gewaltsame Verschleppung und so? Ich solle dies vergessen, bat er mich. Alle nur dummes Geschwätz. Na wollen wir mal hoffen, dass das stimmt, sagte ich als Abschiedsgruss. Auf Umwegen lief ich zum Bahnhof und nahm erst den dritten Zug nach Amsterdam. Ich wechselte mindestens vier Mal den Platz. Keiner zeigte Interesse an mir. Nach Ankunft im Hauptbahnhof in Amsterdam bestieg ich die kleine Fähre rüber nach Amsterdam Nord. Mein Fahrrad hatte niemand geklaut. Aber einen Platten hatte ich. Mist! Zum Glück gab es ca. 300m nordwärts, am Buikslotenweg auf der linken Seite, ein Fahrradgeschäft mit Reparaturstätte. Für ein paar Euro war die Sache geregelt. Ich radelte mit Genuss Richtung geliebtes Heim in Monnikendam. Das Fahrrad durfte ich immer neben dem Schuppen am Ende des Gartens abstellen. Es brannten keine Lichter mehr im Hause. Jane und ihr Mann mussten wohl ausgegangen oder schon zu Bett gegangen sein. Ich verspürte den Drang wieder etwas für meine Fitness zu tun. Monnikendam hatte ein Gemeindehallenschwimmbad. Ein kleines Sportgebäude und leider war das Wasser im 25m Becken nur hüfttief. Etwas ungewohnt, aber zur Muskelbewegung reichte es allemal. Wieder zu Hause packte ich die Papierstapel aus und schaute sie mir nochmals an. Da war Eines mit der Unterschrift von Klaus Zumwinkel. Einer der deutschen PEPs. Wenn der wüsste, was hier vor sich ginge, dachte ich. Ich nahm die Hälfte aller Dokumente aus dem Koffer und legte sie für morgen früh bereit. Wie immer verschloss ich in der Nacht meine Zimmertüre von innen. Am Dienstag, den 11.03. war ich schon um 7 Uhr mit dem Velo unterwegs Richtung Amsterdam City. Schwer bepackt mit einer Plastiktüte, die ich von der Wäscherei in Monnikendam erhalten hatte. Darin waren die Unterlagen nochmals in Einkaufstüten eingewickelt. Es war irgendwie ein lustiges Gefühl, als ich mit Treuhandurkunden wie etwa Verträgen oder internen Aktenvermerken und mit Bankbelegen in Milliardenhöhe die frische Brise der kurzen Kanalüberfahrt zum
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Hauptbahnhof genoss. Ich stellte mir vor, mit welcher Freude ich von jedem Steuerfahnder und jedem Kriminalpolizisten in Holland empfangen würde (auch ohne die elektronischen Datenträger, wo 1000fach mehr Datenmaterial zu finden war). Weihnachten schon im März 2003! Ein Bankett für die Kämpfer gegen Geldwäscherei, Kriminalität und Steuerhinterziehung. Aber offenbar war die Zeit noch nicht reif dafür. Ich nahm mir ein Taxi vom Hauptbahnhof zum Hotel Marriott. Ich war 25 Minuten zu früh da. Ich setzte mich in die Lobby und versuchte, nicht all zu grosse Aufmerksamkeit mit dem langen, dicken Plastiksack zu verursachen. Zu spät. Ein Wachmann sah mich und kam auf mich zu. Er fragte, ob ich Gast wäre, was ich verneinte. Ich sagte, dass ich auf einen Bekannten warten würde. Der Bankdirektor bog gerade um die Ecke. Er musste durch den anderen, kleineren Eingang auf der Vorderseite ins Hotel gelangt sein. Der Wachmann nahm seinen Rundgang wieder auf. Der Bankdirektor war mit seinem geleerten Rollkoffer gekommen. Da ich ihm nicht einfach den Sack so zuwerfen wollte, suchten wir uns eine ruhige Ecke und nahmen Platz. Zuerst drückte ich ihm zwei Bündel mit ca. je 500 Blättern in die Hand und erklärte, dass dies nun die Hälfte der Papiere wäre. So viele, so viele und so schwer, sagte er mit offenem Mund. Er bedankte sich artig, überflog sie schnell und erinnerte sich laut an den einen oder jenen vermerkten Kunden. Dabei machte er Randbemerkungen im Sinne von „oh, nicht dieser‚ oder „was, von dieser Kundschaft auch?‚. Ich erinnerte mich, dass wir eigentlich bis anhin gar nicht gross über die Originaldokumente gesprochen hatten. Selbst beim ersten Treffen wurde ich niemals danach gefragt. Speziell nicht nach der Kategorie von Dokumenten, die ich im Brief an Hans-Adam unter Punkt „III. C)‚ beschrieben hatte. Er berichtete, dass nachdem sie sich in Vaduz vom Schock erholt hatten, spielten die Originaldokumente keine grosse Rolle mehr. Jedes dieser Papierstücke wäre ja ohnehin auch auf dem elektronischen Datenspeicher. Ja genau, erwiderte ich. Was für Papiere sind diese denn, fragt er und zeigte mit dem Finger auf das letzte, kleine Bündel. Ich hielt noch ein kleineres Bündel mit ca. 125 Blatt Papier mit beiden Händen fest, solange bis es der Bankdirektor auch merkte. Er fragte mich: „Und diese Akten?‚ Ich erwiderte scherzend, welche? Er zeigte auf meine Hände.
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Dies sind die Originaldokumente jener Mandate, deren Vermögen politischen Parteien oder Körperschaften davon gehören, so wie ich sie unter Punkt „VI‚. im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, sagte ich. Er kannte alle „politischen Mandate‚ und wusste auf Anhieb um welche "Gruppe" es sich handelte. Die Kundendatenspeichersysteme von Treuhand und Bank sind zwar getrennt. Da er aber selber mehrere Jahre bei der Treuhand gearbeitet hatte, wunderte es mich nicht, dass er die Kunden und die Hintergründe zumindest der heiklen, politischen Mandate im Detail kannte. Trotz der hohen Nummer von fast 4000 Mandaten. Ich übergab sie ihm mit der Bitte, diese dem Hans-Adam persönlich zu geben. Er blätterte sie durch und schüttelte mehrmals den Kopf. Er legte sie vorsichtig zu den anderen Papieren im Koffer und zog den Reissverschluss zu. Als würde er sich selber belehren wollen, meinte er, dass die LGT diese Mandate gar nie hätten annehmen dürfen. Nicht auszudenken, wenn diese Mandate der Öffentlichkeit bekannt würden. Wir wunderten uns gemeinsam, was für Motive die Auftraggeber dieser Mandate hatten, Konten in Liechtenstein zu eröffnen und so viele Millionen zu horten. Aus Steuergründen sicher nicht. Besser keine Fragen dazu stellen, schlossen wir das Thema ab. Er müsse jetzt kurz nach Vaduz telefonieren, sagte er mir. OK, ich würde im Terrace Café des Hotels auf ihn warten, erwiderte ich. Als er 15 Minuten später zu mir kam, war seine Freude über meine Lieferung fast schon verflogen. Er richtete ein Dankeschön von Hans-Adam aus. Dieser würde es hoch schätzen, dass ich mich Kooperative zeigen würde und die Loyalität ihm gegenüber aufrechterhalten würde. Hans-Adam würde fragen, wann er die andere Hälfte der Originalpapiere bekommen könnte. Der Bankdirektor erzählte weiter, dass der Landesführer gerne heute noch hören würde, dass ich einen der Datenspeicher vernichtet hätte. Dies darum, weil er sich Sorgen machen würde, falls mir etwas gestohlen würde. Zum hundertsten Male versicherte ich dem Bankdirektor, dass nichts passieren könne. Die Daten seien in einem Safe aufbewahrt, behauptete ich. Er fragte mich, ob ich schon einen Heimreisetermin im Kopf hätte. Ich sagte ihm, dass ich vieles im Kopf hätte, aber leider noch keinen solchen Termin. Zuerst müssten wir doch abwarten, zu welchem Schluss die Rechtsexperten in Sachen Anklage gegen Helmut Roegele & Co.
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kommen würden. Oder hat Hans-Adam etwas von einer Frist gesagt, fragte ich ihn. Nein, nein, er habe nichts in dieser Richtung erwähnt, aber in Vaduz sei man natürlich der Meinung, je früher ich nach Hause kommen würde, desto besser. Da es schon fast Abendessenszeit war, schlug ich eine Einladung von ihm nicht aus. Wir blieben in der Nähe des Hotels und ich wollte während des Essens kein Wort mehr über die LGT oder Bankengeschäfte im Allgemeinen verlieren. Er erzählte mir von seiner lieben Frau, die ich nie kennen gelernt hatte. Und von seinen gut erzogenen Kindern. Eines Tages, so hoffte ich, würde ich auch Frau und Kinder haben. Das hatte ich aber auch schon vor sechs Jahren gehofft, als ich angekettet in einem feuchten Kerker sass. Er würde noch eine Nacht in Holland bleiben, da er erst für den nächsten Tag den Rückflug gebucht hatte. Ich bedankte mich für seine Gastlichkeit und vor allem für sein Verständnis und die Geduld mit mir. Ich fragte ihn, wann wir uns wieder sehen würden. Er überlegte kurz und antwortete, dass er am Freitag, den 21.03. nach Amsterdam kommen könnte. Gut, sagte ich. Das passt mir sehr. Nicht, dass ich viele andere Termine hätte, scherzte ich. Also, abgemacht, sagte er zum Abschied. Ich solle ihn nächste Woche am 18. oder 19. auf seinem Handy anrufen, sodass wir die Details des nächsten Treffens absprechen könnten. Mach ich doch. Auf Wiedersehen Herr Bankdirektor. Pass auf Dich auf, rief er mir zu. Überzeugt mit der Rückgabe das Richtige getan zu haben, machte ich mich zufrieden auf den Heimweg. Dies nicht ohne die übliche Verschleierungstaktik, was die Streckte anbelangte.

VADUZ März 2003 (2) Während Kieber mit dem Bankdirektor lange Diskussionen über die Daten, Gott und die Welt hatte, war man in Liechtenstein auch wieder aktiv geworden. In einer nicht-öffentlichen Sitzung wurde am 10.03. der Einspruch von Kieber vom 07.11.02 gegen die Anklage im Fall 140er vom Gericht einstimmig abgelehnt. Gleichzeitig wurde beschlossen, das (Verbrecher-)Ehepaar Helmut Roegele und Salud Hidalgo als Zeugen der STA einzuladen.
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was aus Liechtensteiner Sicht kein Problem darstellte.in bar aus. was die komplizierten Gespräche mit Kieber im Ausland stören könnten. Hans-Adam interessierte dies alles im Moment nur am Rande. diese unter Verschluss zu halten. Dies holte er in der zweiten Woche im März nach. Der Abstimmungstag war gekommen. Einerseits wollte man auch die begangenen Fehler im Fall LGT vermeiden. Da der Professor jetzt regelmässig zur Arbeit in Liechtenstein war. Was Lampert nicht wusste war. Lampert forderte u. dass er sie für die kommenden acht Wochen mehr als einmal an der Nase herumführten konnte. Vor solcher Art Publizität hatte man und hat man heute noch eine derartige Angst. mietete er sich ein Zimmer in Triesen. Die Regierung Hasler hatte grosse Angst. an dem er für sich und seine Familie über die nächsten hundert Jahre das Sagen in Liechtenstein durch die neuen Verfassung einzementieren lassen würde. war der Tag. Mitte März händigte man ihm dann CHF 100'000. eingeladen würde.a. sodass weder Kiebers RA. Viele stimmten darum für die neue Verfassung. noch er selbst davon erfahren würden. dass die STA Helmut Roegele & Co.. Die Bürger und Bürgerinnen stimmten ab. Dies begründetet HansAdam in einer kurzen mündlichen Stellungsnahme damit. Da hat man es.in bar und sofort.oder überwachbar und zweitens. dass man zum Wohle Liechtenstein nichts riskieren dürfte. dass die LLB ihn ständig beschatten lies. dass Kieber explodieren würde. Er befürchtete. dass sonst Hans-Adam samt Familie und Kunstbildern nach Wien auswandern würde. dass er die Daten hatte. wie der Teufel vor dem Weihwasser. andererseits war dieser Fall ganz anders. CHF 700'000. hatte Lampert noch keinen Beweis geliefert. Der ehemalige LLB Banker Lampert verlängerte praktisch jede Woche die Liste seiner Forderungen. Die LLB war geschockt über seine Rücksichtslosigkeit. Mitte März. 66 Prozent Zustimmung für den Hans-Adam. weil sie Angst davor hatten. Trotzdem konnten sie nicht verhindern. Seine Künste waren jetzt vor allem an der anderen Front in Liechtenstein gefragt. verlangte er Geld! Ähnlich wie am Anfang bei Kieber. sollte er insbesondere vom Umstand erfahren.. Liechtenstein wie in 346 .Hans-Adam wurde wunschgemäss über diese Beschlüsse informiert und er ordnete an. Sein Tag. Erstens war Lampert noch im Land und daher kontrollier. dass die Medien davon erfahren könnten. also für "ihn". am 16.

Feuerstein am Morgen schon übergeben. Die Angst war und ist immer grösser. Weil HansAdam ihm ja am Telefon erklärt hatte. ob es jetzt nicht besser wäre. Es wurde leider nichts gefunden.Bayern: Alles ungewisse. Kieber einen der zwei gedruckten Pässe für die paar Wochen. eine glückliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. herauszufinden. sich bei den 66 Prozent zu bedanken. Dies gefiel dem Landesführer. Hans-Adam erwähnte im Gespräch. hatte HansAdam anderen Grund zur Freude. Die politischen Gegner waren eingeschüchtert und sollten den Sieg von Hans-Adam über sie seit jenem Tag ständig zu spüren bekommen. Wenn es unserer Sache dienlich sein soll. Solle er dies als Drohung auffassen. Eine davon war. unterzutauchen sondern er sich ganz fest vorgenommen hätte. Etwas verlegen erklärte der Gesandte. bis er nach Hause kommen würde. Schon Tage vor seinem Triumph in der Abstimmungssache. Dieser dachte zuerst. dann müssen wir es in Betracht ziehen. Der Bankdirektor war sich auch ganz sicher. fragte er nach. Der Bankdirektor wurde auch mit anderen Neuigkeiten überrascht. Warum er und nicht die Treuhand die Papiere nun habe. In Zürich. dass Kieber damit nur zeigen wollte. fragte er. Alois deutete an. Kieber wollte nur einen Beweis abgeben. Nein. dass man gewisse alte Ideen aus dem KKZ nichts ganz verwerfen wollte. ob Kieber bei seiner Ex-Freundin in Zürich eventuell Datenträger versteckt haben könnte. auszuhändigen. Ein dicker Brief. Nach dem Abstimmungssieg fühlte sich Hans-Adam so stark wie ein Godzilla. Es sei in der Zwischenzeit gelungen. wurde Hans-Adam laut. dass niemand in Deutschland Interesse an den Daten hätte. dass Kieber nie vorhatte. resümierte er. Er nahm die Papiere entgegen und las aufmerksam die Kundennamen und andere Details. Hans-Adam wollte daher abgeklärt haben. Er und sein Sohn Alois kamen an einem Nachmittag zu einem Sechs-Augengespräch mit dem Bankdirektor auf Schloss Vaduz zusammen. es wäre ein neuer Brief von Kieber. absolut gar nicht. dass man auch in Zürich nicht fündig geworden sei. jede Veränderung des Status Quo ist zu vermeiden. dass Deutschland solche Mandate sehr heiss begehren würde. Der Bankdirektor übergab dann wunschgemäss das Bündel mit den 125 Blatt Papier an Hans-Adam. Er vergeudete nicht viel Zeit damit. 347 . ohne Schweizer Teilnahme die Dreizimmerwohnung der besagten Dame zu durchsuchen. Die Dokumente hätte er dem Direktor Dr.

dass meine Ex-Freundin wahrhaftig zum angegebene Zeitpunkt nicht in ihrer Wohnung war. Ich war heilfroh. hätte er sich einen Flug nach Holland für den 21. T. Ich war die meiste Zeit unterwegs und ging zeitig zu Bett. dass sie zu Bekannten in die Ostschweiz abgefahren war.h. ich war immer schon kein grosser Glotzengucker. In dem kleinen Haus konnte man jedes Geräusch hören. oder 19. In meinem Zimmer konnte ich einen Deutschen Sender empfangen. Manchmal durfte ich mit ihr und ihrem Mann vor dem grossen TV sitzen und gemeinsam schauten wir uns eine holländische Abendsendung an. selten war ich nach 20 Uhr zu Hause. dass Hans-Adam sie beschatten lies.3. 348 . Amsterdam März 2003 (b) Während ich mich schon auf den nächsten Besuch vom Bankdirektor in knapp zehn Tagen freute. Wäre gar nicht notwendig gewesen. Ich hatte sie nie über das ganze Drama der LGT-Daten aufgeklärt. stieg meine Zuversicht Tag um Tag. Ich schimpfte dann mit dem Professor Dr. Ich schaute nie viel Fern. ob denn die betroffene Frau einer Hausdurchsuchung ohne Schweizer Durchsuchungsbefehl zugestimmt hätte. Er bat um Instruktionen. Der Bankdirektor rapportierte. Meine eigene Nachforschungen ergaben. dass ihn Kieber wieder am 18. schon fest gebucht. da man ihre Wohnung erst dann betreten hatte. Ich gehe davon aus. Für mich steht fest. Mit ihm konnte man wirklich von Mensch zu Mensch reden. Wie abgemacht. Müller darüber. ohne Spuren zu hinterlassen.Der Bankdirektor erkundigte sich. die sie auch ab und zu mal hatte. Meine Vermieterin hatte keine Probleme mit mir und ich keine mit ihr. was er Kieber am Telefon oder beim nächsten Besuch erzählen soll. war ich sehr empört. Verwundern würde es ihn aber nicht. Ich war ein ruhiger und kein lästiger Gast. dass die üblichen Handlanger von Hans-Adam die Wohnung professionell durchsucht hatten. mit der Auswahl vom Bankdirektor richtig gelegen zu haben. als feststand. d. Anm. dass sie zu keiner Zeit von irgendjemand über mich befragt worden sei. Er wusste von der Sache nichts. Sie sagte mir auch. erklärte ihm Alois.: Als ich dann selber gegen Ende Oktober 2003 von dieser Aktion erfahren hatte. anrufen würde.

Er erzählte mir. nicht angerufen hatte.03. sagte ich. jetzt wo doch alles in die Wege geleitete worden sei. warum ich nicht nach Hause kommen würde. Zudem würde ich nie andere in Gefahr bringen. dass er in Vaduz immer betont hätte. ob man mir schon Neues zum Thema Anklage gegen Roegele & Co. Er schluckte sicher zwei Mal leer und erzählte. OK. Bis dann. was er mir mitteilen könnte. Aber was soll’s. er sei am Freitag um 10 Uhr im Marriott. erwiderte er. dass sie doch endlich begreifen sollen. Am 19. Er kam mit einer Gegenfrage und wollte wissen. Ich fragte. Das Gespräch war schon nach 2 Minuten zu Ende. Ich lachte nur und sagte. Ungeduldig fragte mich der Bankdirektor noch mehrmals während dieses Besuchs.03. sagte ich. Hört sich gar nicht gut an. sagen könnte. Das Geschäft blühe zu 349 . nichts besonderes. vormittags und am 20. rief ich den Bankdirektor an. Beim ersten Anruf entschuldigte ich mich. Einige würden in Vaduz denken. dann eben ein Einzeltäter. Nein. dass man in Vaduz wieder ungeduldiger geworden sei. Wir wechselten von der Lobby zum Terrace Café des Hotels. Wie soll ich dies verstehen. dass ich eine One-Man-Show wäre. dass er leider nichts Neues gehört habe. Der Bankdirektor schien mit meiner Antwort zufrieden zu sein. was nun wieder los war. Dies sei mein Kampf und dies würde immer so bleiben. sagte ich zu mir. den 21. fragte ich. nicht mehr so freundlich.3. wenn es ihnen besser gefallen würde. dass ich ihr was gesagt oder erzählt haben könnte.03. Man würde dort nicht verstehen. was los wäre. Er erzählte weiter. wartete ich schon seit 9 Uhr auf ihn in der Hotellobby. beendete ich dieses Thema. ob ich mit meiner Ex-Freundin Kontakt hatte. sein Ton war auch ganz anders. um 13 Uhr rief ich den Bankdirektor an. sollte ich? Und wer will das wissen? Nein. dass ich am 18. Er erschien auch pünktlich um 10 Uhr. es hatte keinen Sinn sich darüber gross den Kopf zu zerbrechen. was ich dann auch tat. wie viele Reisen er noch machen müsse. Ich wollte von ihm wissen. Er schien über etwas verärgert zu sein.Am 19. da ich die Aufgabe in meinem Kalender am falschen Tag eingetragen hatte. Es gab eine kühle Begrüssung. dass er überzeugt wäre. Morgen würde ich ja sehen können. Am Freitag. Er hatte nicht viel Zeit und bat mich einen Tag später anzurufen. Er als Bankdirektor hätte auch andere Verpflichtungen. OK. Seltsam. Er war sehr kurzgebunden und sagte nur. Dies sei unter der Kontrolle von Hans-Adam und dieser hätte ihm beim letzten Meeting nichts Frisches gesagt. dass ich ein Einzelkämpfer bin und es immer war.

Schliesslich hätte er auch eine Mannschaft zu leiten und das ihm direkt unterstellte Führungsteam würde sich schon wundern. und damit Hans-Adam. Ich musste leider eine negative Auskunft geben. in der nahen Zukunft nach Hause zu kommen. dann käme er am 2. Auf Anordnung von Hans-Adam wisse niemand von der LGT ausser seiner persönliche Sekretärin und Herr Piske. Auch dafür hätte man 350 . Er wäre sinnlos einen Beweis nach Vaduz zu bringen. wie man mir durch ihn ausrichten lässt. Ob er den Beweis für die Zerstörung bräuchte. sagte er. Die Antwort darauf wüsste ich ja. Wo sei der Beweis. oder 3. April wieder nach Amsterdam und würde mir einen der zwei Pässe als Schutz-ID für die Reise nach Hause übergeben. Und wie würdet ihr verhindert. Hans-Adam lässt nach nachfragen. fünf Wochen. (vom Vorstand der Bank) dass er auf heikler Mission wäre. ob ich nach Hause zurückkehre. Er sei unter Druck von Hans-Adam. Ich erwiderte. zwei Tage verschwindet. Im elektronischen Kalender der LGT wären seine Besuche als Kundentrips getarnt. jetzt versprechen würde. ob ich schon einen der elektronischen Datenträger vernichtet hätte. so – was hat euch bewegt.Hause. dass ich spätestens bis Ende April. wann ich nach Hause kommen würde. Wie gesagt. rein theoretisch – mit dem Pass in eine „andere Richtung‚ reise. mir auf einmal einen Schutz-Pass auszuhändigen. Er argumentierte. dann sehe ich kein Problem. Wenn ich ihm. Darum wäre es reine Zeitverschwendung auf einen solchen Beweis zu beharren. vor der Zerstörung wieder eine neue Kopie zu machen. So. ich kann jetzt nicht nach Hause kommen. Dennoch. als weiteres Zeichen seines Guten Willens könnte er mir folgendes offerieren. würde dieser immer ungeduldiger. dass – wenn ich wollte. Aber ich versprach ihm. erwiderte er. Für mich habe sich nichts geändert. bis zum nächsten Besuch eine solche Kopie der Daten zu vernichten. Ich müsste mich aber auch verpflichten und dies hoch heilig schwören. fragte ich ihn. dass ich doch innerhalb einer Woche eine Entscheidung treffen könnte. also in ca. dass ich im April alle Datenträger vernichte und nichts mit auf die Reise nach Hause nehmen würde. da es ja technisch kein Probleme für mich wäre. dass man wenigstens ein Teil meiner Bitten erfüllt hätte? Ich bleibe lieber hier in Holland und wenn alles so läuft. wieder in Liechtenstein sein würde. warum er praktisch jede Woche ein. Ob ich schon eine Ahnung davon hätte. Er verneinte. man brauche ihn auch dort.

Aber ich konnte ja mit niemandem reden. dass man sich in Vaduz sicher sei. Eine Minute lang dachte ich alles passiere so.05. welche Lösung sie dafür gefunden hatten. Davon hätte ich nur zwei: A) ich finde eine friedliche Lösung mit Hans-Adam oder B) ich suche die Hilfe bei den Deutschen oder Amis. erwiderte ich. in die Gedankenwelt von mir vertieft hatten. Keine schlechte Idee. fragte ich mich auch ständig. ob ich das Angebot annehmen sollte. dass er mit mir . wenn ich – rein hypothetisch – mit Daten und Pass auf Wanderschaft gehen würde? Was er dann zur Antwort gab. was ich hören will. erstaunte mich schon und bewies mir. dass sie mir genau dass sagen. würde man . polizeilich als gestohlen melden und die Passnummer in ein internationales Register eintragen lassen. Wir verabschiedeten uns und ich entfernte mich mit dem üblichen Verwirrspiel in Richtung Menschenmenge.wenn auch nur durch seinen Gesandten – überhaupt redet. auch „im Vertrauen‚. Ich sagte zu mir. die auf Heinrich Kieber lauteten. Um zu verhindern. den Pass am 01. Ich erbat mir Bedenkzeit von ein paar Tagen. Ich war schon ganz gespannt. aushändigen. Wenn ich nur nicht so misstrauisch wäre. dass ich den Pass als neue Lebensgrundlage verwenden würde. dass ich es dem Landesführer Hans-Adam hoch anrechnen sollte. Er bat mich ihn spätestens in einer Woche wieder anzurufen. Natürlich müsste ich im Tausch alle meine Ausweise. dass sie sich offenbar in die Materie. Mit dem Aushändigen des Passes wollte man mir den Stress der Heimreise nehmen. dass man in Vaduz alle meine möglichen Optionen studiert hätte. Er war zum Verrückt werden. Und die Daten? Was ist. Der Bankdirektor sagte mir „im Vertrauen‚ (was immer dies bedeutete). sagt er. Oder vielleicht das Angebot doch nicht annehmen? Würde es nicht eher so sein. beendete er deren Theorie. Ein Abtauchen oder Untertauchen als „Ulrich Meier‚ mit den Daten würde keinen Vorteil für mich ergeben. wie man es mir geschildert hatte. Der Bankdirektor hatte bei diesem Besuch nicht viel Zeit für mich.03 im Laufe des Tages nicht in Vaduz eintreffen würde. Er verdeutlichte. Dies würde im Grossen und Ganzen ungefähr meinen Vorstellungen entsprechen.04.falls ich am 30. offenbarte ich ihm. Die nächste Minute glaubte ich wieder kein 351 . Er schilderte mir.vorgesorgt. In den folgenden Tagen überlegte ich. dass ich die oben genannte Variante A) auswählen würde.

da zu jener Zeit meine Schwestern und meine Mutter ihren Geburtstag feierten. ob es ein fruchtbares Treffen werden würde. wieder anzurufen. weil ich keine Kraft dazu hatte. Aber so konnte es auf ewig ja nicht weitergehen. Er sagte mir. Ich war sehr traurig. die schönen Seiten von Amsterdam zu erkunden und die Freiheit zu geniessen. Er fragte mich. Ich konnte keinen definitiven. Ich behauptete. Ich bat ihn zu kommen. Ich fand auch keinen Gefallen mehr. Dies waren in Wahrheit die Möglichkeiten. Sie zeigte Mitleid mit mir und das Thema war vom Tisch. Ich sperrte mich für ein paar Tage im Zimmer ein und verliess es nur. Ich hätte keine Bedenken gehabt mit ihnen zu telefonieren. Danke schön Herr Bankdirektor. keinen klaren Entscheid fällen. dass. 352 .04. und 3. ob er nun am 2. Als Ausrede erzählte ich ihr von einer unglücklichen Liebe.3. Er konsultierte seinen Kalender und bat mich um 13 Uhr anzurufen. Irgendwann musste ich klein beigeben oder sie klein beigeben. ich die Bombe zünden oder sie Gewalt anwenden. Herr Kieber. Bitte. April kommen soll oder nicht. was in die erforderliche Richtung einer Anklage der Verbrecher aus Argentinien gehen würde. Ich wollte keinem Druck ausgesetzt werden und im Grunde hätte man mir nichts gezeigt. dass er gerade zu Hause bei seiner Familie angekommen sei. sollte es dieser Auftrag wirklich geben. Ich konnte es nicht. Ich wäre aber nicht sicher. erwähnte ich im selben Atemzug. Ich erzählte ihm dass ich mehr durcheinander als klar im Kopf sei. Ich versprach ihn am 1. ich mich für die Behauptung entschuldigen würde. was man mir gesagt hatte. Am 28. Einen friedlichen Geburtstag wünschte er mir aus heiterem Himmel für den kommenden Sonntag. dass ich an die Existenz eines Auftrages von Hans-Adam an ein Rechtsexpertenteam absolut nicht glauben würde. Um meiner Unsicherheit gleich noch eines drauf zu geben. Sie fühlte meine Niedergeschlagenheit. gern geschehen.Wort von dem. um 20 Uhr rief ich den Bankdirektor an. um zu frühstücken und wenn Jane das Zimmer machen wollte.

Hasler und Feuerstein keinen Spielraum.h. Guter Rat in Form einer besten Lösung des Problems war einfach nicht zu finden. Hasler und Feuerstein konnten erst nach intensiven Gesprächen mit dem Professor endgültig von der Idee. nicht zu glauben. würden die Ideen und Ratschläge vom Professor allenfalls zur Kenntnis genommen. In diesem Punkt sah man bei Hans-Adam. wie man auf heimischen Boden zu agieren gedenke. sein Sohn Alois. die (angeblichen) guten Handlungen. Der Professor sagte. Piske. Alois. dass man von der fixen Idee ein Problem lösen zu müssen. man brauchte den Professor um Kieber und die Daten nach Liechtenstein zu bringen. Der Professor erklärte ihnen aber. dass sich die Herrschenden im Ländle nicht gerne vorschreiben lassen. Man müsse daran arbeiten und darauf aufbauen. Einmal zu Hause angekommen. dass Kieber schlussendlich aber eher dazu neigen würde. Nach jeweiligen solchen offenen Gedankenspiele war der Professor beunruhigt. Wie so oft in Liechtenstein. Regierungschef Hasler. Hans-Adam. die Restgruppe in regelrechten Marathonsitzungen oder in einzelnen Gesprächen davon zu überzeugen. Gewalt anzuwenden. Der Professor hatte wiederum mehrfach darauf hingewiesen. neutral aus der Sicht von Kieber. spürte auch dieser ausländische Experte. die in Vaduz für ihn gestartet worden seien. wenn eine völlig neutrale Person. was man von vornherein nicht einhalten würde. Und immer noch keine Heimreise von ihm in Sicht. mit ihm reden würde. Obwohl sich der Professor die allergrösste Mühe gab. dass es zwar gegenseitigen Sympathie und Vertrauen zwischen Kieber und dem Bankdirektor gebe. d. dass es vorerst eine Bedrohung sei und es erst dann ein massives Problem werden würde. Kieber sei noch immer extrem misstrauisch. wegkommen sollte. dass man dem Kieber nichts Versprechen soll. Ziel sei es Kieber nach Vaduz zu bringen und dann hätte man ja immer noch die Gelegenheit ihm ein schönes Dankeschön auszudrücken. Die Restgruppe des KKZ. Unbestritten. Trotz seiner guten Entlohnung stellte er mehr 353 . Er hatte dabei an sich selbst gedacht.VADUZ April 2003 (1) Jetzt waren es schon bald ganze drei Monate seit Kieber Liechtenstein mit den Daten verlassen hatte. Natürlich war es aus Sicht Liechtenstein ein massives Problem. Abschied nehmen. was einem mit Kieber verbinden würde und nicht was sie trennen würde. Besser wäre es. Feuerstein und der Bankdirektor waren mit der Situation gar und gar nicht zufrieden. wenn Kieber die Datenbombe zünden würde.

Hilfe? Von Kieber? Der Landesführer wurde hellhörig. dass er nicht dazu missbraucht werden könnte. dass man Kieber. ergänzte Hans-Adam. die Liechtenstein nie zu erfüllen gedenke. Bei einem weiteren Treffen mit Hans-Adam eröffnete der Professor ihm seine neue Strategie. um Hilfe in diesem Fall bitten könnte. Aber er hätte schon ein paar Fragen an Kieber. Mit dieser Aussage von Hans-Adam war der Professor zufrieden. ob den Worten auch die Taten folgen würden. dass er in seiner Arbeit am aktuellen LLB-Fall (Lampert) begriffen hatte. Der Professor erklärte. sollte dieser die Bombe nicht zünden und nach Hause zurückkehren. Er machte aber. dem Kieber Hoffnungen zu vermitteln. mit Blick zu Hasler und der LGT. Man müsste ja dem Kieber nicht alle Details erzählen. Zudem hätte dies den positiven Seiteneffekt.als einmal die Frage. auch klar. Aber natürlich. erwiderte Hans-Adam. dass man ihn als Mensch braucht. Man wäre es Kieber irgendwie schuldig. als man ihn an seine guten Seiten erinnerte oder sein Schuldgefühl gezielt bearbeitete. Kiebers Denkvorgänge seien nicht zu unterschätzen und könnten zur Problemlösung mit Lampert angewendet werden. aber dennoch eben auch als Täter – beantworten könnte. diese Chance mit dem Professor zu diskutieren. Eine dritte Chance Kieber zur raschen Heimreise zu bewegen. Es hatte ja nichts mehr gebracht wieder an Kiebers Loyalität. so war die eine endlose Abneigung und gigantische Ignoranz. Und da der LLB-Fall in der Tat existiere. müsste man ihn für Kieber nicht neu erfinden. Diskretion und Autoritätsgläubigkeit zu appellieren. Kieber um Hilfe zu bitten. sah er darin. Hans-Adam rief den Bankdirektor zu sich und ordnete ihn an. Ob Hans-Adam die Strafverfolgung der Täter aus Argentinien und die daraus folgenden Konsequenzen wirklich im Sinne habe. Wenn Kieber etwas in den letzten fünf Jahren mit den Liechtensteiner Behörden erleben musste. völlig realistisch. Auch nicht viel weiter war man gekommen. als jemand. die nur dieser – zwar mit unterschiedlichen Motiven. 354 . dass Kieber fühlen würde. dessen Meinung gefragt ist.

dachte ich mir. dass das Drama mit den Daten bald zu Ende sei. als ich von der gegenüberliegenden Strassenseite auf das Hotel zuging. ob ich froh sei. Der Bankdirektor hatte schon an einem Fenster im Terrace Café Platz genommen. Ich erwiderte. Dienstag. aber eine kolossale Kaserne. der 2. Er freute sich über meine „Einsicht in die Notwendigkeit". ein neuer Anfang. ob ich schon Ende April nach Hause kommen könnte. Oh.Amsterdam April 2003 (a) Ein neuer Monat. dass ich meinen Mietvertrag um zwei Monate verlängert hätte. Nicht dass ich selber irgendwelche Erfahrungen im Militär hätte. dass ich ja noch Zeit dafür hätte. Er bestätigte seine Ankunft für den nächsten Tag und fragte. dass wir im nahen Park spazieren gehen. pünktlich um 13 Uhr den Bankdirektor an. Er fragte mich. da mir ganz klar war. ob er den Schutzpass mitbringen sollte. Ich lächelte gezwungen. fragte er erstaunt. Ich sah ihn mir zuwinken. selbst wenn Hans-Adam am Drücker sei. weil ich nicht mehr sicher sei. Ich hätte doch darum gebeten. für die Horde der Internationalen Steuerhinterzieher. Ja. Er habe extra den Pass mitgebracht. Wie versprochen rief ich am 1. wenn er fast jede Woche nach Holland fliegen würde. Ich sagte. Ich versuchte das Thema zu wechseln und fragte ihn. dass ich 355 . die Datenträger zu vernichten. das Ländle hat ja keine Armee. zwei oder drei Monaten könnte nicht so viel geändert oder in Bewegung gesetzt worden sein. Doch ich wollte ihn nicht enttäuschen und sagte nichts am Telefon. Er fragte mich. Ich erwähnte dann. ob ich angefangen hätte. Ende April schien mir einfach zu früh. In ein. er könne die Schutz-ID mitbringen. was er denn seiner Frau sagen würde. Nach dem Anruf kam ich an einem Coiffeurladen vorbei und sah mich im Spiegel. dass er sie beschränkt informieren konnte. Er sagte. Ich war nervöser als sonst. Er schlug die Hände über seinem Kopf zusammen. bis Ende Mai. sagte ich zu mir.4. Das Wetter war ja sehr einladend. weil ich gleich den Bankdirektor enttäuschen würde. Zwei Monate. Er war voller Zuversicht und schlug vor. Dies darum. 20 Minuten später verliess ich den Laden mit einem Haarschnitt wie nach dem Einrücken ins Militär.4. über das was vor sich ging. dass ich noch nicht nach Hause fahren würde. die Haare waren aber wieder gewachsen. Ich sagte daher dem Bankdirektor.

rief ich aus. dass ich unter massivem psychologischem Druck stehe und es ihn nicht verwundern würde. selbst mit Hans-Adam zu sprechen. Er sei wegen einer ganz anderen Geschichte. fragte ich. Ein anderes schweres Drama. Warum kann man mir den Namen nicht nennen? Ich treffe mich mit niemandem. Ich sagte ihm auch. Es wäre ja kindisch. was er schade finden würde. dass man die Täter von Argentinien anklagen würde? Ich müsse ihm glauben. könnte ein Psychologe nach Holland kommen und mit mir reden. der mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen könnte. bitte schön. wenn ich früher oder später ganz durchdrehe. Er sagte. dies sei kompliziert. griff ich ihn an. Heute aber sei ich mir sicher. Wo. bemerkte ich. Einen Psychofreak also. ich solle mich nicht so aufführen. wobei meine Hilfe möglicherweise gebraucht werden könnte. nur um mich nach Hause zu 356 . Es wäre mir klar. dafür wäre er ja da. dass ich Ende April nicht nach Hause kommen werde. angeheuert worden. Man würde aber nachvollziehen können. Und wer soll dies den sein. es nicht auf die Spitze zu treiben. um mich zu benebeln und Zeit für einen Angriff zu gewinnen. wäre der versprochene Beweis dafür. die sich momentan in Vaduz abspielte. über den ich nicht vorher Bescheid wisse. Aha. konterte ich. Das er auch erkannt habe. Der „Psycho‚ wäre eine grosse Hilfe für alle. Dies sollte ja kein Problem sein. da er selbst erlebt hatte. sehr skeptisch gegenüber Vertretern des Establishments sei. Wenn ich damit einverstanden wäre. wenn ich ihm nicht glauben würde. offerierte er mir. um weg von solchen übergeschnappten Ideen zu kommen. fügte er hinzu. Anderes Drama? Jetzt? Meine Hilfe? Röhrte ich kopfschüttelnd und legte eine Gang beim Laufen zu. dass man mit mir am Telefon eigentlich normal reden könnte. Das wäre nichts Neues für mich.es gestern noch nicht genau wusste. in meiner jetzigen Lage. er müsse wohl geisteskrank geworden sein. dass ich. versuchte er die Situation zu retten. wohl wieder so ein Trick. dann hätte man da jemand zur Hand. Der Bankdirektor erzählte mir. dass die in Vaduz auch unter Zeitdruck stehen und daher auf absurde Geschichten kommen würden. Er sagte. dass man in Vaduz langsam aber sicher die Geduld mit mir verlieren würde. Ich bat ihn. obwohl er sich auch nur auf die Angaben von Hans-Adam berufen könnte. Es dürfe mir den Namen nicht nennen. Trotzdem sei ich manchmal hartnäckiger als ein alter Esel. Aber. Ich verlangte.

Geld sei an Lampert schon geflossen. Zuerst ein Psychofreak. erwiderte er. Ob ich einen Roland Lampert aus Vaduz kenne. Gleich verwarf ich diese Gedanken. witzelte ich. Die „Konkurrenz‚ schläft wohl nie. dann könnte ich mein ramponiertes Image bei der Justiz und der STA in Vaduz sicherlich verbessern. sagte er mir. sagte ich. Ich müsse ihm versprechen. Nein. Die Sache sei auch unter strenger Geheimhaltung in Vaduz. also meinen Fall. Dieser wäre ein Ex-Mitarbeiter von der LLB und hätte dort Daten von deutschen Kunden gestohlen und würde jetzt seit Februar/März die LLB erpressen. wollte ich nicht glauben. fragte ich. Ich fragte ihn postwendend. Nicht zu fassen. Blitzschnell kam mir laut der Gedanke. vielleicht. der Lampert muss wohl sehr starke Nerven haben oder etwas geisteskrank sein. Genau dies sei das Kernproblem. die LLB wäre ja das Problem der Regierung. Nein. erwiderte ich. um mir das Gefühl zu geben. Ich war ob dieser Antwort sehr erstaunt. in der ich angeblich ähnliches ZUR GLEICHEN ZEIT IN VADUZ abspielen sollte. was kommt als nächstes. was dies alles mit mir zu tun habe. Aber nein. Dass aber eine Erpressung ausgerechnet jetzt stattfinden würde. dass dies eine Taktik sein könnte. wenn ich ihn sehe. aber man sei sich in Vaduz nicht sicher. Ich vergrub mein Gesicht in den Händen. erwiderte der Bankdirektor. ob der Lampert auf der Flucht sei. Würde ich im LLB-Fall helfen. Je mehr der Bankdirektor im Detail darüber erzählte. Da war ich selber mitten in einem länderübergreifenden Krimi. dann eventuell. ob und wie viele Kopien der Daten er habe. Ich fragte ihn. dass man keine Zeit und Ressourcen für mich hätte. und da kommt man mir mit einer Story. der sitze gemütlich zu Hause. Komisch. Dies kam in der Vergangenheit vor und wird immer passieren. meiner Meinung nach. die er behauptete zu haben. Die Abdankung des Landesführers? Ganz und gar nicht. dass ich niemandem absolut gar nichts davon erzählen würde. aber nein. Ich hatte absolut keine Zweifel.locken. wobei man den LGT Fall. herauszufinden. hatte also genug eigene Probleme am Hals. Wie bitte? Für einen Moment genoss ich die absurde Situation. dann die LLB. Die grösste Knacknuss im LLB-Fall wäre. dass überhaupt jemand Daten von der LLB gestohlen haben könnte. ob er all die Daten hat. 357 . als zweitrangig herabstufen würde. desto glaubhafter wurde er für mich und umso ernster wurde mein Gesicht. der Aktienmehrheitsbesitzerin der LLB und nicht das Problem von Hans-Adam oder seiner LGT.

meinte der Bankdirektor. mir schon eher. dass der Psychologe. Dieser könnte also kommen.‚ Ja ungefähr so. fragte ich. Mann oh Mann. meinte er. Sowieso. intern "der Professor" gerufen. Aber Angaben über die fachliche Kompetenz. indem er sagte. Weil man noch abwarten wollte. Nach dem Spaziergang gingen wir zurück zu seinem Hotel und er lud mich zum Abendessen ein. das Herkunftsland und die Beziehung zur LGT und Hans-Adam würde ich schon gerne erhalten. Warum gerade ich. wenn ich nach Hause kommen würde. wenn ich meinen Anteil an der Lösung des LLB-Falls beitragen könnte. Der Bankdirektor sagte. fragte ich und fuhr fort: Soll ich den einfach zu Lampert gehen und ihm sagen: „Hallo ich bin der Heinrich Kieber aus Mauren. Hans-Adam würde auch froh sein. worin ich bestätige. Was ich ja wusste. erwiderte der Bankdirektor. Warum nicht. ich hätte genug andere Probleme. Vorher musste er mir aber noch eine andere Bitte von Hans-Adam vortragen. mit dem Lampert zu reden. Der kann dies sicher tausendmal besser. Warum das. obwohl mir dies alles keinen Sinn mehr ergab. Den Namen könnte er für sich behalten.Der Bankdirektor versuchte mir eine Heimreise schmackhaft zu machen. sagte ich. Die LLB sei ja de facto eine Staatsbank. Einem Professor würde der Lampert nichts erzählen wollen. vor allem wie viele Kopien er davon er habe und wo er sie versteckt haben könnte. komme gerade von einer „Tour de Daten‚ in Berlin und Amsterdam zurück. Dieser habe ihn beauftragt. dass. ihm die Erpressung auszureden und herausfinden. dass ich 358 . war die logische Frage von mir. mich zuerst einmal mit dem Professor zu treffen. Schickt doch euren Top-Psycho hin. man mich bitten würde. Aha. Ich sollte versuchen. sollten wir nicht zuerst unseren Fall lösen? Ich willigte ein. dachte ich mir. wenn er wollte. Einen Versuch wäre es Wert. sondern fürs ganze Land. habe die Sinnlosigkeit der Handlung erkannt und bin jetzt hier um dich vor einem grossen Fehler zu bewahren. von mir eine schriftliche Erklärung zu bekommen. noch nicht persönlich mit dem Lampert gesprochen hätte. Ich bat den Bankdirektor aber mir vor einem solchen Treffen etwas mehr Hintergrundinformationen über die Persönlichkeit dieses Professors zu geben. ich hatte keine Zeit oder Energie um der LLB zu helfen. ich habe auch tonnenweise Daten von einer „Bank‚ gestohlen. sagte ich. sagte der Bankdirektor. Es wäre ja primär keine Hilfe für die LLB. wie viele Daten.

sei dies kein Problem. tobte ich. Ich hätte aber mit der Zerstörung noch nicht begonnen. willigte ich ein. Auf gar keinen Fall. Fair für Hans-Adam. Ich wusste. ich sollte mir doch eine holländische SIM-Karte für ein Handy kaufen. mir ein neues Handy samt SIM-Karte und Guthaben zu berappen. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Allerdings würde ich es nur für einen kurzen Anruf von ihm zu exakt abgemachter Zeit einschalten. Das Mindeste was ich momentan in dieser Situation für ihn tun könnte. ein solches Schreiben mit ihm morgen aufzusetzen. Ich wollte nun nach Hause. Wir suchten ein Geschäft auf und nach 15 Minuten war ich Besitzer eines neuen Telefons mit Prepaid-Nummer und einem 100 Euro Guthaben. dass ich morgen in eine furchtbare Situation kommen würde. entfiel es mir da. sollte ich die gewünschte 359 . Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten. Er bedankte sich für meine Einsicht und wünschte mir eine gute Nacht. Der Bankdirektor würde gerne ein solches Schreiben morgen mit nach Hause nehmen.alle Datenträger vernichtet hätte. Solange ich es vor meiner der Heimreise erledigen würde. schlug der Bankdirektor vor. Ihr wollt dies nur. am nächsten Morgen um 11 Uhr wieder beim Hotel zu sein. sodass die in Vaduz nicht immer auf meine Anrufe angewiesen waren. ein holländisches Handy samt Nummer zu kaufen. Ich verschwand in den schwach beleuchteten Gassen von Amsterdam. Wenn ich dann die Datenträger vernichtet hätte. Das sei schon OK. Ich versprach ihm. Er war damit einverstanden und offerierte. Komm mir ja nicht mit dieser Tour. Zuerst schüttelte ich vehement den Kopf. sagte ich. brüllte er. Hans-Adam würde ja auch aktiv an Lösungswege arbeiten. Manchmal könnte ich sehr fanatisch sein. Nach dem Essen kam wieder eine neue Idee vom Bankdirektor. Hans-Adam wolle einfach etwas in den Händen haben. johlte ich ihn an. Ohlala. sagte ich wahrheitsgetreu. um mich lokalisieren zu können. sodass am Ende die Verbrecher vor ein Gericht gestellt werden können. Dadurch könnte er mich telefonisch erreichen und mich auf dem laufenden Halten. erwiderte der Bankdirektor. Um eine bessere Kontaktmöglichkeit zu haben. dann könnte ich eine neue persönliche Erklärung darüber für Hans-Adam ausfertigen und er würde dies ihm dann auch überreichen. nach „Rotterdam‚ gehen und versprach ihm. Vorher schaltete ich mein neues Handy aus und entnahm die SIM-Karte sowie die Batterie.

stabilen 100 GB Harddisk. Ich wählte auch bewusst eine Bank in der französischen Schweiz aus. Beide Schlüssel durfte ich. so schnell ging er wieder weg. sehr gering. speziell ab 1997 sehr Vorsichtig geworden bin. kann bestätigen. So schnell der Gedanke gekommen war. Zurück nach Amsterdam. Es verstand sich von selber. dass ich das Original DLT-Band. die DVDs und externe Harddisks mit nach Berlin nehmen würde. bei der Bank selber deponieren. eine Masterkopie bliebe immer vorhanden. dass ich mit der Zeit. Ich sichere mich immer mehrfach auf allen Seiten ab. Aber 360 . Selbst wenn ich in der Nacht alle Datenträger noch vernichten hätte. eine Kopie würde ja immer noch in der Schweiz bestehen bleiben. Jeder der mich kennt. Deutschland oder Österreich genannt werden. Bisher weiss niemand davon.Erklärung für Hans-Adam abgeben. Und praktisch alle diese Grossbanken ihren Firmenhauptsitz in der deutschsprachigen Schweiz hatten. Für den Fall. Denn sollte irgendetwas mit mir auf den Reisen 2003 passieren und mein Namen in den Medien in Liechtenstein. ob ich dem Bankdirektor beim Gespräch morgen davon erzählen sollte. erstellte ich Ende Dezember 2002 eine so genannte Masterkopie des Back-Up-Tape auf einer neuen. Für einen Moment dachte ich nach. eigentlich entgegen den normalen Gepflogenheiten. Diese Kopie zusammen mit verschiedenen anderen Dokumenten bewahrte ich in einem neuen ausschliesslich dafür angemietetes Banksafe in der Westschweiz auf. Mein Plan im 2002 sah vor. Natürlich konnte ich die Reaktion von Hans-Adam und den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nicht zu 100 Prozent voraussagen. um die jährlich automatisch abgezogene Mietgebühr bis Ende 2008 bezahlen zu können. weil die Grossbanken eine zentral geführte Kundendatenbank führten. dass ich dies gegenüber Hans-Adam nicht erwähnt hatte oder je erwähnen wollte. dass man deutschsprachige Zeitungen oder News in der französischsprachigen Schweiz lesen würde. Also selbst wenn ich alle Datenträger in Holland hätte vernichten wollen. dass ich sie verlieren würde oder sie sonst wie unlesbar geworden wären. so wäre die Wahrscheinlichkeit. Erstmals kann ich meinen Lesern ein weiteres meiner Geheimnisse verraten. dass Hans-Adam mir im Verlauf der Konfrontation mit Gewalt die Datenträger abnehmen könnte oder für den Fall. Ich entschied mich auch für eine kleinere Bank und keine Filiale einer Schweizer Grossbank. Dies deswegen. Ich eröffnete ein Bankkonto mit genügend finanziellen Mittel.

wenn ihr die Anwendung von Gewalt plant. dann würde man mir es ja nicht auch noch vorher ankündigen. Besser wäre es einen wirklichen Profi damit zu betreuen. Er konnte dies nicht erlauben. Er versicherte mir. geschweige denn zu geben. Eine Vollmacht für Hans-Adam. sagte er. Er wusste. Wie vereinbart traf ich um 11 Uhr im Hotel Marriott ein. spätestens am 31. fuhren wir gemeinsam mit dem Lift hoch. Hans-Adam hätte ihm ausdrücklich verboten. sagte der Bankdirektor. wo er und ich alleine waren. Nachdem der Bankdirektor das Schreiben in seinem Koffer verstaut hatte. Ich habe ihm schon eine in meinem Schreiben vom 7. Um meine Interessen im Argentinienfall bestmöglich zu wahren. Nach etwas Gerede. dass ich ihn in Berlin leider nur durch die Fensterscheiben des Diplomatenwagen von Hans-Adam hatte sehen können. die Gelegenheit wäre günstig. Was ist.wie immer – erwiderte ich. dass man mir nicht glauben würde. fragte ich. ergänzte ich. würde völlig unmöglich sein. war alles was ich darauf erwidern konnte. die Vollmacht wäre nicht für Hans-Adam. Ich solle mit ihm aufs Zimmer kommen. falls ich nicht hoch und heilig versprechen würde. klar. wenn ich überrumpelt würde. sagte ich. dass er mit Vaduz telefoniert habe und mir weiteres Positives mitteilen könnte. Wie heisst der neue Anwalt denn. dass dies DIE letzte Kopie sein würde. ihn zu fragen. mir den Pass zu zeigen.03 beigelegt. vielen Dank erstmal. Und .dann befürchtete ich. dachte ich mir. Im Zimmer half mir der Bankdirektor die Erklärung für Hans-Adam anzufertigen und zeigte mir eine neutrale Vollmacht. Die hatte er ja schon. 361 . Hans-Adam übernehme die Kosten. Man suche nach einem geeigneten Anwalt. dass nichts geschehen würde. sagte ich. sagte der Bankdirektor. ob ich den Pass mal in die Hände nehmen könnte. Ich wollte lieber nicht in einen Raum. Nein. Einen neuen Rechtsanwalt? Ich hatte ja schon einen seit Jahren. Der Bankdirektor erzählte mir. falls er eine brauche.1.04. fragte ich. der auch internationale Verbindungen hatte weil die Täter aus Argentinien ja in verschiedenen Ländern leben würden und verschiedene Nationalitäten hatten. Er wisse es noch nicht. Ich unterschrieb die blanko Vollmacht. Hans-Adam hatte ihm diese mitgegeben.03 wieder in Vaduz zu sein. um meine vollständigen Gerichtsakten lesen zu können. Und jetzt in die Schweiz zu reisen. Na dann. Leuchtete mir ein. fragte ich. sollte man einen Rechtsanwalt damit beauftragen.

am Geertebolwerk 1 gebucht. Er wüsste jetzt ganz genau. 362 . April für mich da. Diesmal könne er sie nicht mitnehmen. Geht gar nicht. indem ich sie einfach später vernichtete. erwiderte er. am 31. Obwohl ich zuerst mit der Datenbombe hatte drohen müssen. dass es noch eine Weile dauern würde. Er hätte schon ein Zimmer im Luxushotel „Karl V.Ich stichelte den Bankdirektor und sagte. bemerkte er. Während dieser Tage in Amsterdam war ich eigentlich in Hochstimmung. und 25. bis ich nach Hause kehren würde. dass man mir helfen würde. wo er die Daten auf keinen Fall bei sich tragen wolle. mich überkam ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Insbesondere war ich froh. verdrängte ich. dass ich mit der Datenträgervernichtung anfangen würde. fragte ich ihn zum Abschluss. Netter Versuch. weiterzuführen. Er war mit dem Erreichten zufrieden und wollte nochmals von mir bestätigt haben.04. Nein. da er nach Ankunft in der Schweiz ein paar Sitzungen habe.‚ in Utrecht. Er sei aber wieder am 24. Die Tatsache. Wann er die andere Hälfte der Papierdaten mitnehmen wolle. weil man mir sagte. um den Professor auf den Besuch einzustimmen und die angefangenen Arbeiten in Sachen Anklage gegen Roegele & Co.03 zu Hause zu sein. Es störte mich auch nicht gross. dass ich nichts vom meiner Masterkopie in der Schweiz erzählt hatte. Ich schlug vor. Ich war mit dem Ergebnis dieses Treffens auch sehr zufrieden. Ich müsste dann nicht so weit von Rotterdam anreisen. sagte er nur. dass man in Vaduz einige der eigenen Fehler erkannt und zugegeben hatte und mir nun helfen würde. Auf Grund geschäftlicher Verpflichtungen würde er mit mir die nächsten zwei Wochen nicht telefonieren können. Irgendwann sollte ich ja wieder in die Schweiz reisen können. Drohungen auszusprechen oder sonst wie Druck auszuüben. Ich könnte diese Datenbombe ganz einfach auslöschen. Da niemand von der LGT Schweiz etwas wüsste und man alles geheim halten würde. Dies hätte Zeit. die Papiere doch bei der LGT in Zürich zu deponieren. Nicht weil ich in der Lage war. bis er dann nach Vaduz fahren würde. sagte er. Zudem würden die nächsten zwei Wochen in Vaduz genutzt werden. dass ich jetzt versprechen würde.

Auch sollten die restlichen 600'000.. hätte ihm ein Licht aufgehen sollen. Er befürchtete.VADUZ April 2003 (2) Nachdem der Bankdirektor die Adligen von Liechtenstein. Ein Klacks für die LLB. dass es gelingen musste.CHF seiner Erstforderung bald fliessen. Wie z. Forderung zu warten. Alles aber unter strengster Geheimhaltung. die Annullierung oder Teilannullierung seiner Hypothek bei der LLB. dachte er sich wohl. sich den Deutschen anzuvertrauen. weitere monatliche Zahlungen und ein Beratervertrag. Er wusste. alles zu tun. Lampert war überrascht. An der LLB-Front brodelte es sehr. Ohne erst auf eine Reaktion von Seiten der LLB auf die 18 MIO. Kieber davon erfahren könnte und sich im Zuge der nachfolgenden Medienschlacht dazu ermutigt fühlen könnte. dass ihm ohne grosses Trallala gleich mal CHF 100'000. wenn ich mich richtig erinnere). Kieber so schnell wie möglich nach Hause zu bringen. Er forderte frech und ohne Umwege. wobei irgendjemand den LGTFall den Medien verraten würde und Kieber sich gezwungen sähe.in bar übergeben und zusätzlich andere Versprechungen gemacht wurden. Oder der Rummel um einen LLB-Skandal könnte zu einem Informationsleck in Liechtenstein führen. dass die Kunden aus Deutschland sofort irgendwie die LLB anrufen würden. Er schickte einem Dutzend Kunden eine Kopie ihrer Vermögenszusammenstellung bei der LLB per Post (aus der Schweiz.B.. machte sich das Gefühl breit. Spätestes bei dem Angebot als Berater in Teilzeit weiterhin für die LLB zu arbeiten. Der Professor sah diese Gefahr nicht und versprach. an die deutsche oder die US-Regierung zu gelangen. Der Professor wurde abwechselnd von der Polizei für den LLB-Fall und von Hans-Adam für den LGT-Fall für Ratschläge angegangen. Die LLB wandte sich dann Hilfe suchend an Polizei und Justiz in Vaduz. wenigstens an einer der zwei Fronten erfolgreich zu sein. den Professor und den Regierungschef Hasler über die letzte Reise nach Holland aufgeklärt hatte. machte er einen weiteren seiner vielen Fehler. was in seiner Autorität 363 . Der Landesführer hämmerte dem Professor immer wieder ein. wenn der LLB-Fall zu einer Katastrophe führen sollte und die Daten in Deutschland landeten. die kleine Summe von 18 Millionen CHF. Lampert erkannte den Wert seiner Sammlung offenbar erst im April.

30 Uhr betrat ich die kleine Lobby des Hotels Karl V. Das DLT-Tape zusammen mit dem Bankdirektor. Am Donnerstag. Ich war überzeugt. dank seiner Macht und seinen Verbindungen helfen würde. das Positive dominierte das Negative bei weitem.4. an verschiedenen Orten rum um Monnikendam und Volendam in den Müll. Die externe Harddisk würde ich erst vor Abreise vernichten. dass mir Hans-Adam. Nur ein Wunder würde diese Harddisk wieder zum Leben erwecken. fuhr ich mit der Bahn und dem DLT-Tape nach Utrecht. Ich vernichtete der Reihe nach jede der vier DVDs. dass sogar Teile der Mauer darunter zerbröckelten. Gewiss. so hatte ich es mir vorgenommen. Ich zerstückelte sie in unzählige Einzelteile und warf alle vermischten Bruchstücke. dachte ich und sammelte alle zerquetschen Elektroteile ein. verteilt auf drei kleine Abfallsäcke.stehen würde. Sicher ist sicher. 364 . Ich borgte mir einen Hammer von Janes Mann und fuhr mit dem Velo zum Hafen von Monnikendam. den 24. Verpackt in altes Zeitungspapier und Essensreste. Beides lagerte nun schon seit zwei Monaten in meinem Koffer bei Jane. Als nächstes war eine der externen Harddisk dran. Um 17. Zuerst einmal sollte man das nächste Treffen zwischen dem Bankdirektor und Kieber abwarten. An der Rezeption erkundigte ich mich nach der Zimmernummer des Bankdirektors und rief ihn dann von der Lobby aus an. ab und zu glaubte ich trotz allem dunkle Wolken am blauen Himmel zu sehen. Nun hatte ich nur noch die zweite externe Harddisk und das original DLT-Back-Up-Tape. Würde es nicht doch eine Falle sein? Würde man mir keinen Bären aufbinden? Dennoch. breitete ich ein altes T-Shirt von mir auf der Kanalmauer aus. Amsterdam April 2003 (b) Die knapp zwei Wochen bis zum nächsten Besuch aus der Heimat waren wie Ferien für mich. verteilt in acht kleine Abfallsäcke. legte die unschuldige Harddisk in die Mitte und hämmerte wie wild auf sie ein. Ich schlug so fest. warf ich sie in Amsterdam City in drei verschiedene Müllcontainer. Und Wunder gibt es ja bekanntlich keine. Dort spazierte ich am Ufer entlang und sobald ich weit genug weg von den Häusern war.

Garantiert! Ich versprach ihm. Dies sei zu gefährlich. bestätigt bekommen würde. Man könnte es dem Hans bringen.Er kam im Freizeitlook runter. sagte er. Jawohl. dann könnte er es gleich mitnehmen. fragte ich ihn. das DLT-Tape noch im April zu vernichten. sagte er. was die Aufgabe des Professors sein würde. mit Aussicht auf einen „100jährigen Frieden‚. schlug er vor. das eh nicht weit weg war. Als ich ihm ohne Vorwarnung das DLT-Tape unter die Nase hielt. mich zu treffen. von welchem Tag im Herbst 2002 das Band stammte. sei nicht meine Schuld. wie. Ob er die Überreste davon dann haben möchte. Nur ruhig Blut. was und wo nach meiner Rückkehr geschehen würde. dass ich die vier DVDs und die externe Harddisk schon zerstört hatte. was soll er damit anfangen. wenn es nach mir ginge. Niemand ausser uns zweien weiss. salutierte ich ihm. ob denn der Professor den Argentinienfall so gut kennen würde. seien ja die Daten auf dem Band nicht verschlüsselt. Ich sah ein paar Schweissperlen auf seiner Stirn. Mir wurde dann gesagt. Zudem hätte ich. was man in Liechtenstein im 101er in die Wege geleitet hatte und 2. Warum ich das Band mitgebracht hätte. sagte ich. Um es gemeinsam zu zerstören. Wir bestellten uns ein Taxi und liessen uns ins Zentrum. wenn er richtig gerechnet hatte. Der Professor würde eben deswegen kommen. schlug ich vor. was das ist. Sollte ihm auf der Heimreise etwas zustossen. Nicht nur. fragte er mich. Lass uns die Stadt etwas ansehen gehen. erschrak er heftig. wäre das Desaster perfekt und. Nein. wollte er wissen. dass dieser mir von neutraler Seite erklären würde. Er vertraue da lieber auf meine Fürsorge um die Daten. Ich war etwas überrascht und fragte nach. dies war mir nun aber egal. ja noch eine externe Harddisk irgendwo versteckt. offerierte ich ihm und strecke es ihm entgegen. Ja. eine Lösung für ein gemeinsames Ziel 365 . wenn er sich nicht irre. Ich erzählte. Er könne das Band nicht mitnehmen. erklärte er mir. Das die Daten auf dem BackUp-Tape nicht verschlüsselt waren. um Gottes Willen nicht. Der Bankdirektor antwortete. Ich fragte nochmals nach. Dann würde er zwar in Erfahrung bringen können. Ich dachte er wäre primär mit dem LLB-Fall beschäftigt. seit dem Februar seien sie in der LGT neuerdings verschlüsselt. sagte ich. Es waren ja andere Zeiten angebrochen. nein – der will sicher keinen Abfall sehen. Friedenszeiten. Oder wenn er es wollte. dass der Professor sich freuen würde. chauffieren. sodass ich von einer neutralen Person 1. Nein. erwiderte er. Dies gefiel ihm sehr. Der Bankdirektor lehnte aber dankend ab.

Nein. das wäre Prima. wie es mir gelang. so. als den Besuch vom Professor abzuwarten. Es hätte keinen Sinn. wenn es der Sache dienlich sein würde. dann könne ich mein Leben neu beginnen. Würde ich nach Hause zurückkehren ohne dass jemand zu Schaden kommt. dass so etwas nicht nochmals passieren könnte. Es wären da noch ein paar mehr Bedingungen. dass die LGT grossen Erfolg mit Neukunden habe und die Eröffnung der einzelnen Büros in Deutschland gemäss Plan stattfinde. Solange ich mich benehme und dem Hans-Adam und Liechtenstein helfen würde. Damals und bei jedem späteren Besuch fragte er mir Löcher in den Bauch. Bedingungen? Welche Bedingungen. Ich war sehr froh darüber. versprach ich ihm bald die Details offen zu legen. Mir blieb aber nichts anderes übrig. a) eine Back-Up-Tape zu entwenden und b) dies so durchzuziehen. Aber ich müsse mehr über diesen Professor erfahren. dass man seit Februar 2003 a) die Daten auf dem Back-Up-Tape verschlüsselt und b) sicherlich jedes Back-Up-Tape keine Sekunde aus den „Augen lässt‚. Ja. Ich lehnte ab und sagte. dass es wichtig sei. Er konterte immer wieder mit derselben Aussage. erwiderte er. fügte er an. Ich gehe davon aus. sagte ich zu ihm.aufgezeigt bekommen würde. ohne dass die EDV-Abteilung den Verlust bemerkt hatte. Ich hatte darauf auch immer wieder dieselbe Antwort. müsste ich nichts befürchten. fragte ich. wenn dieses Drama ein glückliches Ende genommen hätte. und würde ich einige der Bedingungen von Hans-Adam erfüllen. Mir war jetzt gar nicht klar. jetzt zu Erfahren wo offenbar die Sicherheitslücke sei. 366 . Ich hatte ihm schon beim ersten Besuch gesagt. so. fragte ich. sagte ich. Also. Dieser sollte ja ein Genie sein. Um ihn zu beruhigen. Zeit für Detailfragen zu verschwenden. offerierte er mir ein Zimmer im Hotel Karl V. nein. dann bin ich damit einverstanden. dass ich in einer ausserordentlichen Lage sei. was ich davon halten soll. Ich wusste was den Bankdirektor seit seinem ersten Besuch auf den Nägeln brennt. Der Bankdirektor erwähnte nochmals. um 11 Uhr wieder besuchen kommen. dass ich mit den Details erst rausrücken würde. die ich aber besser vom Professor erklärt haben sollte. Glücklicherweise hätte niemand von der LGT Frankfurt und Berlin etwas von unserer Tragödie gemerkt. Da es schon spät war. Später erzählte er mir. Der Professor. Ein paar Geheimnisse müsste ich vorerst schon noch behalten. Es würden hoffentlich keine unerfüllbaren Bedingungen sein. ich könne ihn am nächsten Tag.

Noch waren sie weit weg. ab man mir die Wahrheit gesagt hatte und mir nicht nachspioniert wurde. Gute Heimreise Herr Bankdirektor. Wir vereinbarten. fünf Minuten sah ich zwei Velofahrer. Alle paar Minuten schnitt ich das Band in der Mitte durch und steckte den Abschnitt in ein C5 Kuvert. Für den Bankdirektor war der Glanzpunkt des nächsten Tags meine Meldung über die erfolgreiche Einäscherung des DLT-Tapes.04. Wieder ein Problem weniger. Sein Besuch mit dem Professor würde am 12. Dicker Rauch stieg empor und das Feuerchen stank sehr. Am Ende hatte ich 18 fette solcher Kuverts. An einem Kanal stoppte ich ausserhalb der Sichtweite der wenigen Hausboote. Ich blieb noch eine Stunde in Utrecht und wanderte durch die Stadt. Auf einem der grösseren Plätze in der City schmiss ich den Sack in einen Abfallcontainer. So gut es ging. Ich öffnete das Gehäuse und fing an. Ich entnahm die 18 Kuverts aus meiner Tragetasche und schichtete sie am Wegrand aufeinander. Mit einem Holzstecken mischte ich die brennenden Umschläge auf. niemals würde irgendjemand daraus irgendwelche Daten lesen können. Erstaunlich. Er bestellte sich ein Taxi und ich wartete mit ihm auf der Treppe vom Hoteleingang. Dann sammelte ich die verschmolzene Ware ein und packte sie in einen Plastiksack. bevor ich mit dem Zug zurück nach Amsterdam fuhr. und 13. das fette Band abzuspulen. Hunderte von Metern. Und mein Gepäck „leichter‚. Nach ca. mindestens. versuchte ich meine Bewegungsmuster nicht zu wiederholen. sodass jeder Einzelne Feuer fing. Ich zündete die unterste Lage an und lies sie brennen. dass ich mein neues Handy am 30. Schnell stampfte ich heftig auf das Lagerfeuer und löschte es. wäre es denen in Vaduz – Hans-Adam hatte immer die feste Überzeugung. Vorher warf ich noch einen Blick in den Sack.Am nächsten Morgen. Es wird alles Gut Herr Kieber. Ich war mir nicht sicher. die aus Richtung Süden kamen. wie lang so ein Band sein konnte. zwischen 12 und 14 Uhr eingeschaltet lassen würde. dass mit Geld für ihn alles 367 . Mit meinem Velo fuhr ich in Richtung Amsterdam. dachte ich. Ich blieb sehr wachsam. in der Früh begann ich mit der Zerstörung des DLT-Bandes. Dies war schwieriger als ich dachte. Da ich jetzt ein Handy hatte. sagte er zum Abschied. Nein. Mai in Amsterdam erfolgen.

Es war der Geburtstag der Königin Beatrix. mich mit Hilfe der SIM-Karte geographisch zu lokalisieren. am 12. erwiderte er. Sicherheitsgründe? Ist der Mann in Gefahr. dann müsste ich in der Lage sein. die SIM-Karte und die Batterie aus dem Gehäuse zu entfernen. den Professor zu identifizieren. Ich sollte so nett sein und die restlichen Papierdokumente mitbringen. er würde mit dem Professor nächste Woche. Ich fragte nach Details zum Professor. er komme aus dem deutschsprachigen Raum und sei in jenem oder diesem Feld ein Experte. Auch musste ich für jeden angekündigten Anruf einen anderen. Nein. hatte es aus Kübeln geregnet.. OK. Ich protokollierte ab jetzt jeden „verbrauchten‚ Standort in meinem Taschenkalender (ein früheres Geschenk der LGT an Angestellte). dass die ganze Welt erfährt. dem 30. aber Hans-Adam will nicht. um meinen Standort in Monnikendam nicht preiszugeben. Ich musste aber nicht lange warten. da ich nur mein Zimmer in Monnikendam vor einem Zugriff schützen wollte. Ich musste also aufpassen. Wenn die Angaben stimmen sollten. sofern ich dies ohne Gefährdung machen könnte. Technisch ist es möglich. Mir genügten die paar Hinweise. Es folgten ein paar Details: ungefähres Alter. Ratsam war es auch. sagte ich.und ausschalten würde. Nur dadurch konnte ich vermeiden. 368 .04. Mai um 10 Uhr auf mich warten. Rein theoretisch hätte der Bankdirektor auch um 13:59 anrufen können und hätte somit eine Stunde und 58 Minuten Zeit gehabt. dass der Professor in seinen Diensten steht. Am nächsten Tag.erreichbar war – möglich geworden. Aber ich hatte keine Probleme damit. Massenhaft Menschen unterwegs. Schon nach zehn Minuten rief er an. dass ich innerhalb Amsterdams immer mein Handy ein. Ich stand unter einer Markise eines Cafés in der Haarlemstraat und setzte mein Handy um genau 12 Uhr in Betrieb. neuen Standort innerhalb Amsterdams suchen. Man kann bei den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nie vorsichtig genug sein. Er sagte. Aha. fragte ich erstaunt. war viel los in der Stadt. Er sagte. dass er mir den Namen am Telefon aus Sicherheitsgründen nicht nennen könnte. Wenn ich mich nicht irre. dass ab dem zweiten Anruf eine Leibwache von Hans-Adam auf mich wartete. trotz ausgeschaltetem Handy den Standort zu identifizieren. mit Hilfe von bezahlten Spezialisten meine Position in Amsterdam auf ein paar Meter genau zu finden. Dies war mir klar.

Er würde nicht unbedingt anrufen. 369 . Wir vereinbarten. Er schwöre es. dass ich das Handy am 7. Ich war damit einverstanden..Zum Abschluss ermahnte ich den Bankdirektor nur alleine mit dem Professor zu kommen. dass sich der Professor als weisser südafrikanischer Söldner entpuppt. + 9. 8. aber wenn etwas in Sachen Reise sich ändern sollte. Mai jeweils zwischen 12 – 14 Uhr eingeschaltet halte. Und nicht. hörte ich von ihm. dann könnte er mir es sagen.

Sie freute sich. dass ich immer noch bei ihr logierte.5. dass ich praktisch alles was von mir verlangt worden war. schien die Sonne prächtig. Er war überrascht. aber auf einmal gefiel mir die Sache ganz und gar nicht mehr. Ich packte die LGTDokumente schon mal um. OK. Ich sagte. bewunderte ein Gehege nach dem Anderen. dass man in Vaduz wirklich an einer guten Lösung arbeitete. Ich machte im etwas vor und sagte. sagte er. dass es mir offenbar gut bei ihr und in Holland gefallen würde. Ich wartete an einem der kleineren Tische. Wieder notierte ich mir den Standort in der Liste der Plätze an denen ich mein Handy eingeschaltet hatte. Ich begab mich in den berühmten Amsterdamer Zoo. Meine Gastgeberin wunderte sich schon darüber. erfüllt oder in die Wege geleitet hatte. Der Bankdirektor rief zur vollen Stunde 370 . dass ich aber gerne das Anruffenster um eine Stunde reduzieren möchte. Er redete wie ein Trainer auf mich ein und am Ende des 38 Minuten langen Gesprächs war wieder Frieden zwischen uns. Am nächsten Tag. Ich änderte den Plan und anstatt auf seinen Anruf zu warten. weit weg von den anderen Gästen. Es wäre mir zwar viel erzählt und berichtet worden. Zur Mittagszeit setzte ich mich draussen ins Openair-Café. Aber einen Beweis dafür sei man mir immer noch schuldig geblieben. Ich hatte wieder Zweifel daran. dass ich nur das Handy nochmals testen wollte. den 8. Ich weiss nicht mehr warum. was alles angeblich in Vaduz schon in die Wege geleitet worden wäre. Als es dann klingelte war ich leider nicht mehr in guter Stimmung. verabschiedete ich mich schnell. auf den Anruf vom Bankdirektor.KAPITEL 16 Vier mal 9 mm Amsterdam Mai 2003 Noch 12 Tage bis zum wohl wichtigsten Treffen. Ich durchstreifte sicher drei Stunden die weitläufige Anlage. Er hätte nichts Neues für mich und ich hatte nichts Neues für ihn. Demnach würde ich von 13 – 14 Uhr mein Handy eingeschaltet haben. so dass ich sie bei Bedarf schnell griffbereit und reisefertig hatte. rief ich ihn den Bankdirektor an. Also dann bis morgen. Ich fasste für den Bankdirektor am Telefon zusammen. 24 Stunden später stand ich im Historischen Museum in der City. Nie hatten sie so lange einen Gast.

Nach zehn Minuten wurde es mir aber selbst zu bunt und ich war neugierig auf den Professor. Ihm gegenüber sass ein etwas grösserer Mann mit dem Rücken zu mir. 12. Es gab nicht viele. Wir redeten zuerst über belangloses Zeug 371 . Da war er also. der berühmte Professor.55 Uhr. wollte ich nun mein Handeln in diesem Punkt etwas weniger voraussehbar machen. Ich fand es besser. Alle in Vaduz seien zuversichtlich und er würde am Montagmorgen mit dem Professor abfliegen. hinter einem Baum Platz und beobachtete das Hotel. Herr Kieber! Endlich treffe ich sie. Heute war der grosse Tag des Kennenlernens. dass ich seinen Namen erraten hatte. aber – wie bekannt – einige Details preisgeben musste. Um nicht verschwitzt zur Verabredung zu kommen. sagte er und stand auf. Der Bankdirektor sagte schnell zum Professor. drehte ich mich zum Professor runter und nannte seinen Name: Dr. Mit dem Gesicht zu mir gewandt. Ich ging auf sie zu und sobald der Bankdirektor mich erblickte.an. Alle waren Europäer. Keiner hatte eine eigene Webseite. Halt. Einer von ihnen müsste es sein. Bevor er etwas sagen konnte. Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch und bestellte eine Cola. Thomas Müller. Gegenüber dem Terrace Café nahm ich auf der Kanalmauer. der an einem kleinen Tisch sass.wie abgemacht seinen Namen nicht genannt hatte. aber aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfolge konnte man einiges im Netz nachlesen.30 Uhr noch nicht aufgekreuzt wäre. Ich sah den Bankdirektor. Ich bedankte mich für sein Kommen. Ich streckte meinen Arm aus und die Hand in die des Bankdirektors. wenn ich diesmal nicht pünktlich erscheinen würde. Er lächelte und war gleichzeitig überrascht. dass er mir . nahm ich den Linienbus nach Amsterdam und nicht wie sonst üblich das Velo. was der Bankdirektor und sein Begleiter machen würden. Mai. auf die die Details passten. wenn ich bis 10. der müsste es meiner Meinung nach sein. Zuerst aktivierte ich meine eignen Sicherheitsvorkehrungen und schlich mich dann in die Nähe des Hotel Marriott. Er war immer noch etwas verdutzt über die Tatsache. lächelte er und sein Gast stand auf. sagte ich zu mir. Nach dem Anruf suchte ich ein Internetcafé auf und suchte nach dem Professor. Da ich für Pünktlichkeit bekannt war. hier! Der. Am Ende hatte ich drei Psychologen auf meiner Liste. dass ich den richtigen Psycho erraten hatte. Ich rannte aus der Deckung durch den mehrspurigen Verkehr gerade wegs auf die grosse Glasscheibe des Terrace Café zu. Es war 9. Ich wollte sehen. Ich wusste damit.

Ich bedankte mich artig und fügte gleich an. Also auf der Lohnliste von Hans-Adam. Der Professor trug eine offenbar schwerere Tüte mit sich herum. dass ich noch Lebe. Mit nichts besserem hätte man das Eis brechen können. dass er im direkten Auftrag des Landesführers handle und ihm auch persönlich rapportieren müsste. Er drückte mir die Schachtel in die Hand und sagte. arbeitete er eher mit „Toter Materie‚ (Leblose Opfer von Gewaltverbrechen). da er uns beiden Zeit für ein Vieraugengespräch lassen wollte. Das letzte Mal als ich bei mir nach schaute. Der Bankdirektor bezahlte wie üblich die Zeche und wir bummelten über den Kanal rüber und dann immer Nordwärts. sondern eine original Sachertorte aus Wien. dachte ich. süssen Geste. Ich musste laut lachen. so hatte ich es nachforschen können. Ich öffnete die Schachtel und zu meinem Glück lagen keine vier 9 mm Schusspatronen drin. scherzte ich. Er bestätigte mir. Der Bankdirektor war mit der Vorstellung des Professors zufrieden und er verabschiedete sich. sagte ich. aber ein Geschenk von Hans-Adam. dass jemand in Vaduz auffallend gut die Hausaufgaben gemacht hatte. Der Professor war sehr geduldig mit mir. Ich wollte ihn provozieren und fragte nach. die Stadt. holte er tief Luft und schilderte mir seinen Lebenslauf. dass wir alle spazieren gehen könnten. Die Echte. weil ich erkannte. Normalerweise. stand aber fest. die Kirche. Ich redete sicher die ersten eineinhalb Stunden alleine. Die Beste. dass er sich um meinen Fall kümmerte. so gross wie ein DIN A4-Blatt und fünf oder sechs Zentimeter hoch. Er nickte nur ab und zu oder brummte ein Ja oder ein Nein. Nicht schlecht. als mit einer so schönen. Ja. Als ich fertig war. Es waren keine Patronen eines Schiesseisens drin. die Menschheit. Nein lachte er. dass ich leider mit niemandem die Torte teilen könnte. seine Heimat und dann meine Heimat. aber dies sollte kein Problem für mich 372 . Ich gab ihm eine extreme Kurzfassung meiner letzten acht Jahre. Er griff in die Tüte und entnahm eine Holzschachtel. Ich wollte nicht zu lange am selben Ort bleiben und schlug vor. Ich verzog meine Lippen und schaute nach dem Bankdirektor. Dieser zuckte die Schultern und gab an. ob er eine Waffe darin hätte. von nichts zu wissen.wie das Wetter. Ein Geschenk von Hans Adam? Ich wunderte mich. Es seien ja harte Zeiten momentan. so wird alles enden. Ich war überrascht.

CHF verlangt. was Lampert über die „schwierigen‚ Geschäfte der LLB. Wie viel? Achtzehn Millionen Schweizer Franken. dass Lampert sehr geschockt über die Verhaftung gewesen wäre. fragte ich den Professor. mit einem Blick als hätte ich einen Kirchenchor hinter mir. Ich könnte ja so denken wie Lampert. Dann schilderte er im Detail den LLB-Fall. Wow! Dieser Lampert muss Nerven haben. Wenn dieser 18 MIO. Hat er die Daten wirklich. Und welch schwachköpfigen Ansprüche. stellte ich als erstes fest. sagte er. wiederholte ich langsam die Worte vom Professor. Brand aktuell sei die Verhaftung von Lampert in der vergangenen Woche gewesen. am 8. Wäre das nicht gerade seine Domäne. Er bestätigte mir dies und verlangte von mir. Ja.. sagte der Professor. Ich bin nicht Lampert. sondern immer versuchen beide Seiten an einen Tisch zu bringen. Ständig würde Lampert die Drohung aussprechen. Gemütlich von zu Hause aus Forderungen stellen. dass er die Daten den ausländischen Behörden verraten würde. herauszufinden. sagte ich. fragte ich. also die Leichen im Keller wisse und was er sonst geplant haben könnte. Der Professor versuchte mir mehr oder weniger überzeugend einzureden. Vielen Dank für die dornigen Blumen. sonst wäre er nicht in seinem Haus und im Ländle geblieben. CHF verlangt hat. dass er von der Regierung für diesen Fall angeheuert wurde. fragte ich den Professor. Warum er den nicht mit ihm rede. Ich fragte nach dem LLB-Fall und ob es stimmen würde. Ich schaute mich um. dass ich denen in Vaduz helfen könnte. wem sollte ich auch etwas verraten. dass ich meine Kenntnisse über diesen Fall für mich behalten müsste. Ja. sagte ich kopfnickend.sein. man hätte ein 373 . sagte ich. Er würde auf keiner Seite stehen. Bei einer fingierten Geldübergabe nähe Triesenberg. dann ist er nicht nur ein Idiot sondern auch hoch kriminell. dem ich alles gleich verpetzen würde und sagte ihm: Logisch. Er hätte 18 MIO.5. bekam ich als Antwort und ich dachte wie klein die Welt war: alle wollen nur mit dem blauen Blut reden. Der Lampert wolle mit niemanden ausser Hans-Adam oder seinem Sohn reden. dass ich schneller als er auf die richtige Antwort der vielen Fragen an Lampert kommen würde. Der Lampert wurde verhaftet? Wo wurde er verhaftet? In Liechtenstein. Im Gefängnis würde Lampert wie ein wilder Stier wüten. Der Professor sagte. Im Prinzip schon. Aber man glaube. ergänzte er. antwortete er. da ihm ein solches mögliches Ende in seiner Planung sichtbar nicht in den Sinn kam.

Nach meiner Meinung gefragt. Es hätte lange Diskussionen gegeben. Dieser sei doch massiv beratungsresistent. Da hätte ich aber „Glück‚ gehabt. Ein Restrisiko würde immer da sein. dass Lampert alleine agiere. dass er. Es wäre mir unbekannt. ginge aber davon aus. Man wisse aber nicht ganz sicher ob dies all die Originalkopien wären. Aha. ob er weiteres Material hatte. Nach wochenlanger Analyse der Situation kam man zum Schluss. sagte ich dem Professor. oder. der Professor. sagte ich. Ich fragte nach. besitze. Ich hätte zwar Hans-Adam schon in eine Ecke gedrängt wie noch keiner vor mir. die er aus der LLB mitgenommen hatte. Alles Klar. Er. Ich hoffte. Aber jede Wirkung hat ihre Ursache. fragte ich. ob man denke.vollständiges Set bei ihm zu Hause gefunden. um seine Geldforderung erfüllt zu bekommen. fragte ich. dass Lampert nur mit den Daten der deutschen Kunden gewedelt hatte. solange man nicht sicher sein konnte. keines von beiden. dass ich den Lampert zwar nicht kenne. fügte ich sehr schnell an. wenn Lampert die Daten wie beschrieben habe. ich selber hatte ja Liechtenstein mit allen Daten verlassen. dann würde ich persönlich allen empfehlen. erklärte der Professor. er aber weiteres. dass. dass der Professor meine Antwort nicht allzu sehr analysierte. vor allem Daten von grossen russischen Kunden mitgenommen hatte. Am Schluss musste man ihn verhaften. Und was wäre mit eventuellen Komplizen? Nein. sonst hätte man ihn sicher nicht ins Gefängnis geworfen. hätte auch in diesem Sinne auf Hans-Adam eingeredet. Ich dachte nämlich dabei an meinen geheim gehaltenen Banksafe in der Schweiz. eine Kopie ausserhalb einer Zugriffsmöglichkeit durch die Liechtensteiner versteckt halten würde. Er hätte einfach keine Einsicht gezeigt. Mein Fall liege ganz anders. Ganz anders wäre es natürlich in meinem Fall. Man befürchtete bei der LLB und der Regierung. Ich antwortete dem Professor. die man gefunden hat. Falls es mit seinem Plan nicht klappt. Und ob er andere Daten als diejenigen. sagte ich. Hans-Adam würde meine Motive anerkennen. dass man auf Hans-Adam einreden könnte. Oder nicht. wie geht es nun weiter? 374 . brisanteres Material. Egal. Nein. ihn mit Samthandschuhen anzufassen. Wie bitte. meinte er. wenn er nur halbwegs Grips hätte. dass Lampert eine eigene Sicherheitsmassnahme geplant hätte. meinte der Professor. ob man ihn verhaften sollte.

ob der Professor mich anlügen würde. Die Rückkehr nach Liechtenstein. Zuerst dachte ich laut nach. worin ich beschreiben soll. Aber alles müsse der Reihe nach erfolgen. solange mit einem endgültigem Urteil zu warten. fragte ich. berichtete der Professor. Ich wollte es glauben. Ich bedankte mich tausendmal und konnte mein Glück nicht fassen. dass Hans-Adam an einer Lösung meiner Anliegen arbeitete. fragte ich. nicht abgelaufen wäre. im Falle von notwendigen Verhandlungen (bei 375 . dass ich an das Gute im Menschen glauben sollte. so wie die in Vaduz an mein Gutes glauben würden. Ich spitze dafür meine Ohren. Kein Kunde darf zu Schaden kommen. Er verstand meine Bedenken und konnte dazu nur sagen.Der Professor bestätigte mir. Der Professor konnte dazu nichts sagen. dass es Fristen einzuhalten gäbe. wie in meinem Fall (101er). Oder ob er von Seiten der hohen Finanz-Herren bewusst angelogen wurde. Diese würde zurückgezogen oder für nichtig erklärt. Wo sei der Haken an der ganzen Sache. Aber ich kenne die StPO und eine Wiederaufnahme einer Strafuntersuchung kann jederzeit erfolgen. sagte ich. bis eine Kriminalgericht in der Sache Argentinien letztinstanzlich ein Urteil gefällt hätte. dass ich mit meiner langen Abstinenz vielleicht die eine oder andere gesetzliche Frist verpasst hätte. Vielen Dank. Und was wäre mit der Anzeige wegen der Daten. Und die falsche Anzeige von Roegele gegen mich. um mich nach Hause zu bringen. sollte ich nach Hause kommen und kein Kunde einen Schaden erlitten haben. Er zählte mir die Bedingungen von Hans-Adam auf. Eine Denkschrift von mir. Da weder Spanien noch der angebliche geschädigte Roegele einen Antrag auf Strafverfolgung an oder in Liechtenstein gestellt hatten. Aber vorläufig glaubte ich ihm jedes Wort. dass die Justiz in Liechtenstein angewiesen würde. könnte Hans-Adam dieses Verfahren einstellen lassen. Ich wüsste. befürworten und unterstützen. Und was ist mit dem blockierten Geld in Österreich? Er habe vom Regierungschef Hasler gehört. Ich erinnerte ihn daran. Hans-Adam wünschte: Die Vernichtung aller Daten. Volle Kooperation in Liechtenstein. Vielen Dank. Die Abgabe einer diesbezüglichen Erklärung. Leuchtete mir ein. wie man in Zukunft bei der LGT Gruppe einen Datendiebstahl verhindern kann und. Nach Prüfung der Sachlage würde man eine Anklage gegen Helmut Roegele & Co. fragte ich. solange die Verjährungsfrist.

Wir verabredeten uns um 16 Uhr am Hotel. Hans-Adam biete mir als Unterstützung für die kommenden Wochen und Monate folgendes an: Sichere Überfahrt von Holland nach Liechtenstein. Die Sachertorte in der Holzschachtel in den Händen. Pünktlich um 16 Uhr stand ich wieder vor dem Marriott. Beide fragten mich. Zu Hause legte ich mich zuerst mal aufs Bett. mir ausdrücklich zu sagen. Eine Kebab löste dieses Problem. Nicht das da doch was mit "eingebacken" wurde. ich hatte Dich nicht angelogen. Ich lief in Richtung Kanal weg. Hans-Adam. Anmietung und Bezahlung einer möblierten Unterkunft in Vaduz. Sie dachten ja ich würde in Rotterdam leben. Bestellung und Bezahlung eines Rechtsanwaltes. ob ich die restlichen Papierdokumente bringen könnte. dass er.zukünftigen Datendiebstählen). dass Hans-Adam ihm aufgetragen hatte. wann ich den letzten 376 . Niemand würde mir ein Haar krümmen. Der Professor fragte. In zweieinhalb Stunden sollte dies machbar sein. dass mir keiner gefolgt war. Ich nahm mir vom Hotel Marriott aus ein Taxi zum Hauptbahnhof von Amsterdam.‚ Ich bedankte mich bei ihm. Wieder in Amsterdam angekommen hatte ich erstmal wieder grossen Hunger. Ich kam an einem Käseladen vorbei und kaufte den beiden spontan ein dickes Stück Edamer Käse für ihren Heimweg. ob die Batterie des Peilsenders in der Sachertorte noch genug Saft hätte. Ich fragte nach der Zeit und sagte ja. rauf auf die Fähre und mit dem nächsten Linienbus in Richtung Monnikendam. Liechtenstein eine mögliche Katastrophe abwenden kann. Der Professor erwähnte extra. Ich erkundigte mich. Da kam mir etwas in den Sinn. Ich drehte mich auf den Absätzen um und rannte zu den Beiden. Ich hatte ja genug Zeit. Bestellung und Bezahlung eines Psychologen. meine Sicherheit und Unverletztheit garantieren würde. Als ich sicher war. Ich überreichte wie in einer Zeremonie dem Bankdirektor unter den wachsamen Augen des Professors die Dokumente. Dann inspizierte ich die Sachertorte ganz genau. Ich würde Hans-Adam nicht enttäuschen. Auf halber Strecke musste ich nur auf einen anderen Bus umsteigen. um auch noch in Rotterdam Signale senden zu können. Oder müsste ich eine neue Batterie für euch kaufen? Wir alle lachten uns krumm. schlich ich mit hinten aus dem Bahnhof wieder raus. Vielen Dank. Der Bankdirektor war wieder zu uns gestossen und sagte zu mir: „Siehst Du.

Er hatte damit keine Probleme und erfüllte meinen Wunsch. Dienstag. wenn Kieber ausgerechnet am dem ersten Tag nach Vernichtung aller Daten zu Tode gekommen wäre. dass sie dies verstehen können. Als ich über die kleine Brücke schräg gegenüber vom Marriott lief. Dies News würde dem Landesführer sehr gefallen. Halt. es würde in Liechtenstein ein paar Fragen aufwerfen. Ich rief ihnen zu und winkte. sah ich den Professor und den Bankdirektor gerade in den vorderen Eingang des Hotels gehen. dass es jetzt schon OK wäre. Wenn ihr wollt. Sicher. ob er in Anwesenheit des Bankdirektors nochmals die Punkte aufzählen würde. Ich erreichte mein kleines Heim gegen Mitternacht. Sie drehten sich um und der Professor winkte zurück. Was alles in Vaduz passiert wäre und passieren würde. 377 . Nein. dass ich diese Harddisk am Tage vor meiner Abreise zerstören würde und hoffte. in seinen Gegenverkehr steuern. musste wegen mir eine Vollbremsung einleiten und massiv nach rechts. dass Hans-Adam diesen Professor ausgewählt hatte.Datenträger vernichten würde. Ich fragte den Professor. sagte ich. war meine Antwort. Halt. nicht so voreilig. Prima. Der Bankdirektor nickte nur ständig und meinte zum Schluss. Ich würde ihnen sagen. Ich kam zum Schluss. vernichten können. Ich sinnierte lange wegen der Vernichtung der letzten externen Harddisk. letzte diesbezügliche Erklärung für Hans-Adam unterschreiben. wenn ich den Tod im Strassenverkehr finden würde. Schon vor 10 Uhr war ich wieder in der Nähe des Hotels. In dieser Nacht konnte ich sehr tief schlafen. Ich hätte ja alle Datenträger vernichtet. Sowie was man von mir verlangte. scherzte der Bankdirektor. Ich wurde zu einem Nachtessen eingeladen und um 22 Uhr war Schluss mit den Aussprachen. Fix und fertig warf ich mich ins Bett. In Gedanken ging ich den heutigen Tag durch und ich war seelenfroh. Ein kleiner Lieferwagen. dann könnte ich auch schon morgen eine neue. den 13. dass ich ihnen leider etwas vormachen müsste. Ich hätte die letzte externe Harddisk noch nicht vernichtet. Ohne zu schauen rannte ich quer über die grosse Strassenkreuzung und fast hätte es mich erwischt. Auf der anderen Seite angelangt. sagte der Professor.5. heute Nacht schon. Ich entschuldigte mich indem ich beide Handflächen in die Höhe hob. sie anzulügen behagte mir jetzt nicht. der von links kam. dass es nicht wie beim Lampert geendet hätte. dass wir alle froh sein können.

zauberte der Bankdirektor wieder eine Vollmacht hervor. Ohne mich zu fragen. Wolfgang Müller von der Kanzlei Müller & Partner in Schaan/FL angeheuert. Aber ich hätte mich sicher auf einen Abzahlungsplan mit einem RA geeinigt. Ich hatte den Eindruck. Was ich dann auch tat. dass ich mich bald dazu entschliessen könnte. Sobald ich diesen Brief fertig hatte. Dieser Punkt war besonderes wichtig. dann hätte ich den optimalen Einfluss auf einen RA. Batliner im Prozess bei die Schadensersatzforderungen von Dr. dass das Zimmer von keinem der beiden benutzte wurde.Oh. erwiderte ich. Ich bedankte mich bei ihm für die Hilfe und versprach ihm. dort wo ja einige der Täter aus Argentinien wohnen würden. Sie waren damit einverstanden. auch wenn mir das Geld dafür sicher schon sehr schnell ausgegangen wäre. Trotzdem wäre es von Vorteil. Der ist gut und vertritt ja prominent den Treuhänder Dr. kombinierte der Professor grinsend. Diese Kanzlei hatte Internationale Verbindungen auch nach Spanien und Deutschland. nach Hause zu kommen und das mir bei Ankunft nichts passieren würde. meinte der Bankdirektor. die man erforschen könnte. wenn ich als Garantie den letzten Datenträger nicht vernichten würde. Ich drückte meine Hoffnung aus. Dies wäre eine Hypothese. Lieber hätte ich die Rechnung selber bezahlt. Nicht. Mir war dieses Angebot etwas schwammig. Ich erzählte ihnen von meinem Plan. dass dies nun mein RA wäre. Sie sagten. ob ich mit diesem RA einverstanden wäre. Dr. Den kenne ich. Schlussendlich unterschrieb ich trotzdem die Vollmacht und fragte nach der anderen. dass sie meinen Worten glaubten. Der Professor fügte hinzu. Paul Schockemöhle aus Deutschland. sagte der Bankdirektor. 378 . Man hätte einen sehr guten Rechtsanwalt. dass es ihn aus psychologischer Sicht nicht verwundern würde. Wir alle begaben uns in ein Hotelzimmer. wenn ich noch einmal einige persönliche Zeilen an Hans-Adam richten würde. dass ich die Kanzlei Müller für nicht gut genug gehalten hätte. sagte ich. Sie bezahlen ja die Rechnung. Wenn ich selber bezahlen könnte. wurde mir weiters erklärt. Vielleicht hatten sie sich nur ein Tageszimmer für unser Treffen heute gemietet. Dr. da ich dann zumindest eine stärkere Mitsprache im Argentinien-Fall haben würde. Diese hatte einen Briefkopf einer Rechtsanwaltskanzlei. der Lieferwagen wäre also nicht unsere Lösung gewesen. alle Bedingungen zu erfüllen. den letzten Datenträger erst kurz vor der Abreise zu vernichten.

Die anderen wären Hans-Adam und Alois.und dem LLB-Fall wussten. Er sagte. die es lieber hätten. Eine andere Variante wäre mit einem Privatauto in die Nähe der französisch-schweizerischen Grenze zu fahren. dann würde dem nichts im Wege stehen. Sobald fest stehen würde. sagte ich. erwiderte der Bankdirektor. dass man mich in Vaduz überhaupt zum Lampert ins Gefängnis gehen lasse. fragte ich. wenn ich in Spanien anstatt in Liechtenstein landen würde. wer alles wüsste.die ich früher unterschrieben hatte. dass es Personen aus dem kleinen Kreis derjenigen sein mussten. Regierungschef Hasler und Justizministerin Rita Kieber-Beck. ich weiss nicht warum. Ich wollte auch wissen. sagte er. Nur ganze fünf Personen. Man hätte dies so vereinbart. dass ich in Holland sei und wer in Liechtenstein auch von meiner baldigen Heimreise Kenntnis hatte. die von dem LGT. Dann bin ich aber beruhigt. Genau. Die wolle man für später aufbewahren. Ich fragte. sagte der Bankdirektor. Eine von Hans-Adam favorisierte Lösung wäre ein Flug von einem kleinen Flughafen in Holland nach Zürich oder Altenrhein (auch in der Schweiz). sagte ich. Sabotage? Wer würde eine Sabotage wollen. war die Antwort vom Bankdirektor. dass er Sandwich für uns kaufen ginge. doppelt hält besser. Der Professor wollte sich. angesichts was Lampert gemacht hätte. Natürlich hätte man verschiedene Optionen geprüft. Wenn er es empfehle und Hans-Adam es anordne. würden Hans-Adam oder Alois schon sicherstellen. Ich weiss nicht. aus dieser Diskussion heraushalten und verliess den Raum. Er gäbe Leute in Vaduz. dort den Wagen zu wechseln und bei einem der unbemannten Grenzübergänge mit einem Fahrzeug mit Schweizer Nummernschild in 379 . wie die sich eine Reise von Holland nach Vaduz vorstellen würden. Ich schluckte leer und blieb still sitzen. Dies bedeutet. um eine mögliche Sabotage der Operation „Rückführung von Kieber‚ zu verhindern. Die Anzahl derer hätte sich aber in der letzten Woche verkleinert. effektiv dazwischenzufunken. Man könnte dafür eine im EU-Raum registrierte Maschine buchen. Dies sei eine heikle Sache. Einen Versuch würde er auf jeden Fall befürworten und anregen. wann ich konkret heimreisen wollte. sagten beide. Um auf Lampert zurückzukommen fragte ich ob der Professor denn denke. Zwei davon wären jetzt im Raum. dass niemand auf die Idee kommen würde.

Die restlichen ca. Aber er versicherte Hans-Adam. lehnte ich ab. da sonst in der Belegschaft bekannt geworden wäre. mir wäre es auch lieber. Sorry. dass es am 16. Sie verabschiedeten sich und ich wünschte ihnen eine gute Heimreise. Das wäre ja klar. beklagte sich der Bankdirektor.5. Herr Professor und Herr Bankdirektor. mich mit dem Gedanken anzufreunden. sagte ich. Der Professor konnte nicht definitive sagen. sie in die jeweiligen Akten im begehbaren Tresor im dritten Stock einzuordnen. Zudem würde ich nicht als „H. Ich würde es Hans-Adam und der Liechtensteiner Regierung aber auch nicht leicht machen. Ich wurde darüber informiert. In den kommenden Tagen hatte ich 3 Anrufe vom Bankdirektor und 2 x war der Professor mit an der Strippe. rund 1000 Originaldokumente wurden dem Chef der Treuhand.K. VADUZ Mai 2003 Alle Beteiligten bewerteten des Professors Reise als Erfolg. wenn es keine Probleme für alle geben würde. dass 380 . achte auf Lieferwagen und Tschau Herr Kieber". Sie müssten bald zum Flughafen aufbrechen und wir vereinbarten die weiteren Termine. Der Professor kam zurück.‚ reisen.5. Ich begann. Wir hätten ja noch Zeit. um 13:30. wann Kieber zurück nach Vaduz kommen würde. Feuerstein übergeben. Die Telefonate fanden am 15. um eine definitive Lösung zu erarbeiten. am 21. bald wieder in Vaduz zu sein. sagte er. Man konnte keinen Kundenberater oder gar eine Sachbearbeiterin damit beauftragen. "Halt die Ohren steif. Am kommenden Freitag würde er sich mit dem Hans-Adam treffen.die Schweiz zu fahren. ein längeres Treffen mit Hans-Adam gegeben hatte und eine Arbeitssitzung zwischen dem Bankdirektor und dem Professor am 20. um 13 Uhr statt. In der Folge wurde der Regierungschef Hasler in der 3. beruhigte mich der Bankdirektor. Gefällt mir nicht. Dieser bat zwei eingeweihte Mitglieder aus dem Verwaltungsrat der Treuhand ihm behilflich zu sein. Auf baldiges Wiedersehen. Maiwoche persönlich konsultiert und unterrichtet. um 13:05 und 17:30 und am 26. und 4. dass Kieber kommen würde.

würde ich mich auf Jahre hinaus in Liechtenstein einrichten. Also keine Komplizen. Der Bankdirektor war sich sicher. Bis anhin wusste niemand von der Belegschaft darüber. dass Kieber nicht einfach einzuschätzen wäre. Auch meldete sich niemand sonst bei der LLB direkt. dass verstärkt auf Kieber einzureden wäre. die man am Anfang des Dramas angewendet hatte. Mai keine Zeichen von irgendwelchen Katastrophen in Deutschland erkennbar waren. Kieber hätte ständige Wechselbäder in Bezug auf was er denen in Vaduz glauben soll oder nicht. hoffentlich einen guten Job finden. teilweise ausgeführten. ob Kieber etwas von grobschlächtigen Taktiken. und – wer weiss – vielleicht auch bald eine eigene Familie haben. da sonst er wieder in ein psychologisches Loch fallen würde und die in Vaduz noch an Weihnachten ins ferne Holland reisen müssten.irgendetwas faul war oder dass Daten entwendet worden waren. nach der Rückkehr erstmal klein anzufangen. schlussfolgerte man. Weder riefen Kunden aus Russland noch Kunden aus Deutschland an. wüsste. hätte ich keine Mühe damit. mehrheitlich abgeblasenen Handlungen und Hintergründe. Sollte ich das greifbare Glück haben und alles ohne „Blutvergiessen‚ 381 . Lampert bekam einen Anfall im Untersuchungsgefängnis in Vaduz und musste ärztlich betreut werden.B. Hans-Adam wollte wissen. Er hatte nicht aufgehört zu toben und zu schreien. Amsterdam Juni 2003 Während einer Velotour machte ich mir Gedanken über die Zukunft. Die LLB und die Regierung waren beruhigt. Wie würde wohl mein Leben nach einer Rückkehr nach Liechtenstein sein? Da der Gerichtsprozess gegen Roegele & Co. Hans-Adam ordnete an. dass Kieber nur limitiert über die geplanten. trafen sich der Bankdirektor und Hans-Adam zu einer Krisensitzung.5. Da ich äusserst anpassungsfähig bin. Der Gesandte berichtete. sicherlich lange dauern würde. der sich mit der Planung der Rückkehr von Kieber befasste. Am 20.5. Der kleine Kreis. kamen der Professor und der Bankdirektor zu einem Brainstorming zusammen. Bescheid wüsste. steckte in einer Sackgasse. wie z. weil nach der Verhaftung von Lampert am 8. über die Schnüffler in Berlin. Am 16. Eines stand aber schon jetzt für mich fest. aber ohne ihm zu drohen.

Vermutlich war der Andere ein Kunde. dass niemand zu Schaden gekommen war. Ich hielt mich fit indem ich fast jeden Tag ins Freibad. wenn der Kunde sich scheute nach Liechtenstein zu kommen. strengte ich mein Hirn an. Aha. Na. dann müsste ich für alle in Stein meisseln: „Wirklich Schwein gehabt. Langsam packte ich den Spiegel in meine Tasche und entfernte mich wie ein geschlagener Hund in Richtung Concierge. einem wieder heiteren Regierungschef. fluchte ich leise. wo ich darauf bestehen musste. Egal wie er heisst.‚ Ich wüsste nicht. das sass ein Treuhänder von der LLB eigenen Treuhandbude. Das heisst. Wenn ich nach Hause komme. dachte ich mir. Liechtensteiner Mundart. Ich spitzte meine Ohren. wäre eine Geschichte einer BeinaheKatastrophe. keine Kundengelder sind verloren gegangen. ein paar gekränkten Staatsanwälten. Selber schuld. Ich hatte ihn schon mehrmals in Vaduz gesehen und mit ihm übers Geschäft im Allgemeinen geplaudert. Schweizer dachte ich zuerst. aber verzeihendem Landesführer. dass ich dort meine Konsumation 382 . Wie hiess er noch mal. einem beruhigten Bankdirektor. Mist. Ich erkannte ihn. Oho. Rheintaler Dialekt stellte ich dann fest. nach Liechtensteiner Redensart: Kein Kunde ist belästigt worden. keinen Einnahmeverlust für Hans-Adam. Was übrig bleiben würde. Himmel Donnerwetter noch mal. einem verstummten Treuhandchef. einem erfolgreichen Professor. schwimmen ging. dass auf der Velostrecke nach Amsterdam war. Ich sass im La Terrasse des Hotels De L’Europe beim Muntplein und las eine ältere Ausgabe des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL. Auf einmal wanderte meine Konzentration. Oft wurden solche Treffen im Ausland abgehalten. meine Folterer für Jahre hinter Gittern und zu guter Letzt.und ohne die Rache von Hans-Adam oder der hohen Finanz-Herren überstehen. dass er wissen könnte. wer ich bin. wieso es nicht so kommen sollte. gefährlicher ist. vorab unbewusst zu einer Konversation zwischen zwei Herren. einer der Zwei war definitiv aus Liechtenstein. ein wieder lebensfroher Kieber. dann wollen wir mal sehen. Ich drehte mich um und schaute nach ihnen. die ein paar Meter weg von mir sassen und mit tiefer Stimme aufeinander einredeten. dann würde dies bedeuten. mit einem beleidigtem. Ab und zu setzte ich mich in eines der Hotels der Stadt und beobachtete Tee schlürfend was sich vor mir abspielte. als mir Mitte Juni ein Stück Kuchen fast im Hals stecken blieb.

aber im Grossen und Ganzen wurde man sich einig. um 13:30. 10’ am 18. wenn er mich nicht sehen würde. Wer hätte das gedacht. aber besser war es auf jeden Fall. dass ich am 01. Mai brachte den erhofften Durchbruch leider noch nicht. entschloss ich mich auch die in meinen eigenen Laptop eingebaute Harddisk und den Arbeitsspeicher (RAM) ganz zu entfernen und endgültig zu zerstören. um 13:38 und die letzten 22’ am 26. der Professor und der Bankdirektor. Es gab immer noch einige Meinungsverschiedenheiten. Juni um 13:30. Vor der Entnahme kopierte ich ein paar persönlich Dateien auf eine CD-ROM und zerstörte die ausgebauten Teile. 383 .: Hier endet die im Kapitel 8 angefangene Aufteilung in der Erzählung zwischen mir im Ausland und den Anderen in Liechtenstein. Genau 175 Tage nachdem ich Liechtenstein verlassen hatte. So 25’(Minuten) am 2. Fast ein halbes Jahr lang war ich im Ausland. Anm. bekam ich wieder Zweifel. Juli 2003 die Heimreise unter Begleitung antreten würde. Noch mal gut gegangen. um 12:30. um 12:20. Über den Monat Juni verteilt hatte ich mehrmaligen telefonischen Kontakt mit dem Bankdirektor. 13’ am 10. Das letzte Telefongespräch am 26. dass er nichts von meinem Drama wusste. In den folgenden Kapiteln. nicht weniger spannend. ob alles so geschehen würde. dass ich wieder nach Hause reisen würde. schreibe ich wieder im alten Stil. Ich war mir zwar sicher. In einem Computerladen kaufte ich eine neue Harddisk plus RAM und ein Fachmann baute sie ein. sowie der Ersten & Dritten Person. wie man mir es gesagt hätte. dem Professor oder beiden zusammen.bezahlen konnte. 4’ am 4. Jedes Mal wenn sie wieder weg waren. Da nun feststand. Ich hatte zwar nie Daten von der LGT in meinem Laptop direkt gespeichert gehabt.

Auf keinen Fall wollte ich die Reise mit einer unbekannten Person durchführen. Die grösste Sorge für Hans-Adam. würde Deutschland aufgrund des Eintrags im Schengencomputersystem den spanischen Haftbefehl entdecken und eine Weiterreise fuer mich unmöglich machen. der Bankdirektor und Hans-Adam. Man darf in dieser ganzen Geschichte nie vergessen. Würden wir in eine (mobile) Zoll. dass es eine Falle sein könnte. sobald ich heimischen Boden betreten würde. war ihnen bewusst. Ich glaubte ihnen zu 75 Prozent. hatten mir ja mehrmals zugesichert. wie dies alles geschehen sollte. der Professor. Dabei ging es überhaupt nicht um die Frage. ob ich den Zusicherungen von Seiten Liechtenstein glauben würde. Alle. Wobei ich auf die schnellste und kürzeste Strecke pochte ohne Begleitung einer offiziellen Liechtensteiner Aufsicht. dass es hier um ein Milliardengeschäft geht. wenn das offizielle Liechtenstein mich von Amsterdam aus quer durch Deutschland zum Bodensee nach Österreich transportieren würde. wie man mich sicher nach Liechtenstein zurückbringen könnte. Da sind darauf hoffen konnten. Es waren gewaltige Interessen damit verbunden. dass es einen endgültigen Beweis dafür nie geben würde und zudem meine insider Geschäftskenntnisse auch ohne das Datenmaterial gefährlich werden könnten. Da ich mich aber freiwillige zur Rückkehr entschlossen hatte. vielleicht wäre der Pilot auch in Barcelona gelandet . ohne dass es politische oder juristische Komplikationen mit Deutschland (und im gerigeren Masse mit Holland) geben würde. dass ich alle Daten und Kopien vor einer Abreise vernichten wuerde.KAPITEL 17 Explosives Gutachten und Freies Geleit Die in Vaduz Eingeweihten brüteten lange über einer Lösung nach.oder Strassenkontrolle kommen. 384 . dass ich mich dann den Deutschen „datenmässig offenbaren‚ würde. die Regierung und die LGT war natürlich die Gefahr. Da ich die Reise mit dem Flugzeug kategorisch ausgeschlossen hatte – wer weiss. musste ich diese Ängste irgendwie unterdrücken.‚ ausweisen.blieb nur der Weg über Land. dass ich nicht im Kerker verschwinden würde. und ich mich als „H. Jetzt ging es um Juristische und Rechtsstaatliche Fragen! Das Problem für Liechtenstein war.K. Menschen sind schon wegen viel „weniger‚ spurlos verschwunden. Tief in mir war immer die Angst da.

Eine Dame aus der Regierungskanzlei rief mich an und teilte mir mit. Nichts regte sich.: Das ich über die Existenz dieses Gutachten weiss liegt wie folgt: Einige Wochen nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein im Juli 2003. Anm. HansAdam und die LGT. Erstaunlicherweise erhielt ich nicht vom Gericht eine Reaktion. Am 13.09. am 23. Ich erwiderte. dass ich aber gerne eine hätte.Regierungschef Hasler und Hans-Adam wollten von diskreten Experten in einer Art Gutachten mehr zum Problem „Transport H. 03 schrieb ich nochmals an das Gericht. dass ich alle Datenträger "vernichtet" haette. Wie immer wussten sich Hans-Adam und die Hohen Finanzherren aus Liechtenstein zu helfen. Es müsse doch eine Kopie davon irgendwo an einer 385 .: Zum Zeitpunkt des Gutachtens hatte Vaduz ja noch nicht von mir "mitgeteilt bekommen". dass es leider keine Kopie für mich gäbe. war mir beim Aktenstudium ein kleiner schriftlicher Aktenvermerk aufgefallen: eine kleine Randnotiz über das oben erwähnten Gutachten. mich von Holland via Deutschland und Österreich nach Liechtenstein zu bringen. dass ohne die Verletzung von national und internationalen Vereinbarungen und Bestimmungen es unmöglich sein würde.08. Es wurde der Regierung empfohlen. Eine Woche später kam wieder ein Anruf und es wurde behauptet. die eine 100 % Gefahrlosigkeit fuer Hans-Adam. Aufgrund der Brisanz der Schlussfolgerungen wurde es sofort als Geheimsache abgestempelt und unter Verschluss gehalten.03 wurde die Expertenmeinung behandelt. Liechtenstein könne ja Deutschland nicht um Hilfe für den Transport bitten. dass das Gutachten aus dem Archiv verschwunden sei. In einer Sitzung vom 10. von Holland nach Liechtenstein via Deutschland und Österreich‚ erfahren. dann würde schlussendlich Deutschland bestimmt die Daten von mir erhalten und dies wäre ein Desaster für Liechtenstein. ohne das Land Liechtenstein in Gefahr zu bringen und mich als Person samt meinem spezifischem Fachwissen zu exponieren. Weiters wurde festgehalten. Anfang Juni 2003 wurde es in Auftrag gegeben. Anm. Liechtenstein und dessen Regierung gewährleisten würden.6.03 bat ich bei Landgericht schriftlich um eine Kopie dieses Gutachtens. dass sollte ich nicht nach Hause kommen. Darin wurde zuerst daran erinnert. nur nach Lösungen zu suchen. Sechs Wochen später. Das offizielle Deutschland (sowie Österreich & Holland) müsse um jeden Preis raus gehalten werden.K.

Wann und wie. Zurück zum Juni 2003 In der Zwischenzeit hatte sich „mein‚ neuer Rechtsanwalt. Der Name des Verfassers war dunkelblau übermalt worden. mir eine Kopie des Gutachtens zuzusenden. in die Materie eingelesen. Dies war umso wahrscheinlicher. Elf Tage später wurde mir dann ausgerichtet. sozusagen nun alten (wie ich dachte) Gegnern bezahlt wurde. das Beschuldigten von Seiten der Justiz bestätigt. darüber durfte er keine Fragen stellen.anderen Stelle geben. dass ich nach meiner Ankunft eventuell in U-Haft genommen werden könnte. Ich wollte nicht locker lassen und schrieb am 13. Es kam nie eine Antwort. warum ich keine Kopie des Gutachtens erhalten hatte. sagte ich. dass es nie ein Gutachten gegeben hätte. dass diese nicht verhaftet werden. Jetzt begriff ich. gemäss Auskunft vom Bankdirektor. im November '03 erhielt ich dank eines Bekannten aus dem Staatsapparat die Möglichkeit eine Originalkopie des Gutachtens zu lesen. Er wusste nichts von den Zusicherungen seitens Hans-Adams. Mit der Vollmacht von mir hatte er zumindest alle Gerichtsakten einsehen können. sondern bis zum Ende eines allfälligen Prozesses auf freiem Fuss bleiben können. befürchtete er.10. Dr. denn er wusste nicht wo ich war. Wolfgang Müller. Er konnte nicht mit mir kommunizieren. Einen knappen Monat später. Da mein Einspruch gegen die Anklage im 140er am 10. Man würde ihn nach meiner Ankunft kontaktieren und "aufklären". da ich ja seit bald einem halben Jahr unterwegs im Ausland war. was man mit mir vorhatte.03 vom Gericht abgewiesen wurde (was mir niemand im Ausland sagte) und da eine mögliche Anklage wegen des Datendiebstahls drohte (was mir auch niemand im Ausland sagte!). Damit sei das Thema beendet. dass hier ein Problem für seinen Mandanten entstehen könnte. wurde mir erklärt. Als schlauer Rechtsanwalt bemerkte er rasch. Auch sonst wurde er vorläufig eher im Dunkeln darüber gelassen. Ihm wurde gesagt. dass ich bald nach Hause kommen würde. Obwohl er von meinen.03 abermals ans Gericht mit der Bitte. 386 . Freies Geleit ist ein Instrument der Strafprozessordung. Ich hatte aber Glück.3. Als Profi stellte er in meinem Namen einen Antrag auf freies Geleit.

387 . Die am Entscheid beteiligen Behörden wussten aber nicht. Ich erfuhr vom Freien Geleit erst nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein. wenn kein freies Geleit gewährt würde.Der Antrag wurde am 04. Obwohl die STA es lieber gesehen hätte.06. dass ich sicher nicht nach Hause kommen würde.06. wenn ich in Spanien gelandet wäre.03 genehmigt. wenn ich nach Hause kommen sollte. Gültig nur in Liechtenstein. Sie mussten es nicht wissen.03 gestellt und vom Obergericht in Vaduz formell in einer nicht-öffentlichen Sitzung am 16. Wobei mir der Sinn und Zweck dieser Übung (Freies Geleit) nie ganz durchsichtig erschien. wurde bei Gericht erkannt. dass ich in Holland war. hatte (wen wundert’s) keine Einwände gegen ein freies Geleit. Notabene war im Obergerichtsentscheid zum Freien Geleit protokolliert. die wie immer auch ihren Senf dazu sagen konnte. Die STA. dass es eine verbindliche Zusage der LGT gebe. Sie wussten nur. Das Gericht kam zum Schluss. dass ich irgendwo im Ausland war. Eine brillante Schlussfolgerung! Eine Aufhebung des Liechtensteiner Haftbefehls alleine genüge gewiss nicht. dass sie auf eine Bestrafung von mir verzichten würden.

vor der Abreise in ein weisses Kuvert einpacken. lies ich mich beruhigen. Ich bestand auf eine schriftliche Garantie von Hans-Adam. Auch dafür hätte man gesorgt. steige ich in keinen Wagen ein. .. genauer in das Terrace Café kommen. Ich war mit dem Text zufrieden. Der Professor würde dort auf mich warten. Mit dem Hinweis. Er würde im Hotel zwei Zimmer mieten. dass Hans-Adam ihm eigentlich strengstens aufgetragen hatte. sagte er mir. Führerschein). ID-Karte. dem 01. dass ich weder Haft noch sonstige psychische oder physische Nachteile zu erleiden hätte. auf seinem Briefpapier mit Stempel und so. wenn wir irgendwo kontrolliert werden...KAPITEL 18 Ach wie gut. dass man in Vaduz eine Lösung für eine reibungslose Reise zurück nach Liechtenstein gefunden hätte. Juli 2003 würden er und ich zusammen in einem Mietwagen mit holländischem Kennzeichen frühmorgens Amsterdam verlassen und auf direktem Weg die ca. Auf meine Frage hin. Ich würde vor Abreise eine handschriftliche Note von Hans-Adam erhalten. mir nicht allzu viele Details der Lösung zu verraten. dass ich unter keinen Umständen mich auf ein vernebeltes Abenteuer in Sachen Heimreise einlassen werde. Ich protestierte und sagte. zukleben und ihnen vor der Abfahrt aushändigen. wo Heinrich Kieber drauf steht.dass ich Kieber Heinrich heiss. bei Ankunft nicht doch noch ins Gefängnis geworfen zu werden. Ich müsste alle meine Ausweise (Pass. dass ich mir keine Sorgen darum machen sollte. was ist. dass ich die Unterschrift von Hans-Adam kennen würde und daher man nicht versuchen sollte. Ich solle meine sieben Sachen packen und am 30. wies aber darauf hin. Er begriff. wenn ich nicht genau wüsste. 880 Kilometer bis zur Grenze ÖsterreichLiechtenstein fahren. Darin würde er mir als Staatsoberhaupt garantieren. 388 . mir eine Fälschung unter die Nase zu reiben. Juni. spätestens um 18 Uhr zum Hotel Marriott. In den sieben Telefonaten im Monat Juni zwischen mir und dem Bankdirektor und/oder dem Professor wurde mir erklärt. einfach alles. Eines für ihn und eines für mich. Nach einigen Feinabstimmungen wurde mir vom Bankdirektor die gefundene Transportlösung mitgeteilt. wie alles abläuft.. als er mir den Plan erklärte. Am nächsten Tag. dass niemand weiss.

Bevor er den logischen zweiten Teil des Plans weiter erklären konnte. Eine clevere Lösung. er glaube dies nicht. damit er sie dann in Amsterdam wieder erkennen könnte. konterte ich schon der Frage. dann würde unsere Schatten dies sofort mitbekommen und hinter uns aufschliessen. soweit schien mir die Lösung als OK. sagte ich. Nun gut. dass es (diplomatisch) befugte Personen seien. Der Liechtensteiner Pass.Sollten der Professor und ich in eine Kontrolle in Holland. seien es Personen aus jenem Kreis. Sonst würde ich es wieder nicht glauben.K. was jetzt meine nächste Frage sein würde und sagte. dass der Professor die Anderen einmal kurz vorher in Zürich oder Vaduz treffen würde. Er sagte. Sollten der Professor und ich durch ausländische Beamte aufgehalten werden. wie schon oft in den letzten Wochen. 389 . dass ich mir keine Sorgen um meine "Identität‚ während der Transitfahrt machen müsste. Und was würde mit meinen Papieren geschehen. Eine eventuelle Polizei.‚ nicht entdecken. Er könne mir aber nicht sagen.oder Zollkontrolle des Koffers sei nicht möglich. Hans-Adam und die Regierung in Vaduz haben aber darauf bestanden. den der Fahrer von Hans-Adam mir am 14. als wer ich mich denn bei einer möglichen Kontrolle ausgeben sollte. Ich fragte. Der Bankdirektor wusste schon.01. Klar sei aber. Um mich zu beruhigen. Meine Papiere würden versiegelt und sicher in einem Diplomatenkoffer verstaut transportiert. Deutschland oder Österreich geraten. Dann könnte ich ihn holen und zeigen. Und wir beide erkannten. wenn diese zwar nicht bei mir aber mit uns im Mietwagen gefunden wurden? Ihr würdet nicht alleine sein. So wie er es mitbekommen habe. dann würde man „H. wer die Personen im anderen Wagen seien. dass mir der Pass mit Namen „Ulrich Meier‚ nicht persönlich für die Rückreise ausgehändigt werden dürfe. Geplant sei. dass ich meinen Pass im anderen Wagen hinter uns eingepackt hätte. Der Pass soll jedoch in den Händen der Insassen des Zweitwagens. wie viel Wahrheit im Spruch „Geld regiert die Welt‚ liegt. der uns immer mit Abstand und in Sichtweite nachfahren würde. die seit Jahren von Hans-Adam mit Liechtensteiner Diplomaten-Pässen ausgestattet werden. sei der geniale Schlüssel. bleiben. Ich solle dann sagen. ob es Diplomaten aus dem Liechtensteiner Corps seinen. Ein Zweitwagen mit zwei Passagieren würde unserem Auto ab dem Hotel in Amsterdam folgen. soll mir der Pass aber vor Abfahrt gezeigt werden.03 in Berlin vor der LGT Niederlassung durch das Wagenfenster gezeigt hatte. sagte der Bankdirektor.

Da die Mehrheitsaktionärin der LLB das Land Liechtenstein ist und diese Beteiligung durch die Regierung (!) kontrolliert wird. Meine gepackten sieben Sachen liess ich aber bei Jane in ihrem B&B in Monnikendam. wo ich übernachtete. Hart hämmernd.Wenn es um die heiligste Kuh aller Kühe in Liechtenstein geht. Spitzel auf die Erpresser angesetzt und so weiter. konnte dies alles NICHT ohne die Zustimmung von Hasler und Hans-Adam geschehen. Nach reiflicher Überlegungen kam ich zum Schluss. im selben Hotel wie der Professor zu verbringen. dass es Liechtenstein nicht riskieren würde. 390 . die Nacht zum 1. Ich wusste zu viel und das war meine Versicherung. Wobei ich nochmals betonen möchte. Trotz aller Ehrenworte seitens des Professors und des Bankdirektors war ich mir nicht ganz sicher.im Rückblick . dass sie wissen würden. Ich machte mir eine Liste der Pro und Contra. dass ich unter Zwang niemals heimkehren würde. Was nicht verwunderlich ist. wenn man sich jetzt .und Strohmänner angeheuert. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. Dort hat die LLB über Jahre hinweg Erpressern ca. Mittels. dass ich die letzte externe Harddisk mit den Daten vor der Abreise vernichten würde. dann sind Hans-Adam und seine Regierung sofort bereit. Ich vernichtete den letzten Datenspeicher im Juni auf dieselbe Art wie sein Zwillingsbruder. Es wäre das erste Mal. Nach monatelangen Diskussionen mit den Gesandten von HansAdam war es allen Beteiligten klar. Selbstverständlich kam mir die von Liechtenstein orchestrierte Lösung für meinen sicheren Transport von Holland via Deutschland nach Hause auch ganz gelegen. Die Idee. mich auf dem Heimweg in Deutschland zu „verkaufen‚. Euro ausbezahlt. Ich wollte aber den steigenden Enthusiasmus vom Professor nicht unnötig eindämmen und sagte dem Treffen im Terrace Café zu. dass ich freiwillig nach Hause zurückkehren wollte.7. aber schmerzlos. ob es nicht dennoch eine Kurzschlusshandlung auf deren Seite geben würde. Ich hatte dem Duo Professor und Bankdirektor versprechen müssen. gefiel mir nicht so gut. Lange Monate in denen alle Seiten sich beruhigen konnten und die Sache mit der nötigen Distanz betrachten konnten. 9 Mio. Zudem waren fast sechs Monate vergangen.die gefundene Lösung für den LLB-Fall anschaut. Ich hatte ja bis Ende Juni 2003 das Zimmer dort bezahlt und konnte ohne weiteres eine extra Nacht bleiben. ihre eigene sowie internationale Gesetzte zu brechen.

dass er sich verabschiedete. Er lud mich zu einem späten Abendessen ein.06. ich um 07. wie immer von Hans-Adam spendiert. Ich rannte hoch in mein Zimmer. da es auf der Rückseite die Krone aufgedruckt hatte. Ich war mir ganz sicher. dass sie in der Öffentlichkeit stattfanden. einfach nicht aus meinem Kopf löschen. Er gab mir meinen Zimmerschlüssel. Endlich war er so müde. benutzte die Seife. mit dem Hintergedanken. Ich sagte. hier zu übernachten.00 Uhr. schmiss ein paar Handtücher im Badezimmer auf den Boden. Nach einem letzten feinen Essen in meinem Lieblingslokal lief ich zurück ins Hotel und wartete auf den Professor. fuhr ich frühmorgens mit dem Linienbus Richtung Amsterdam City und war schon um 09. Plötzlich stand ich vor einem alten Barbiershop. Meine Absicht war ganz und gar nicht. Ich war den ganzen Tag sehr nervös und bereute es. Sein Zimmer sei in einem anderen Stockwerk. den Gefängnisschnitt. öffnete eine Packung Chips und goss Wasser in ein Glas ein. Bis anhin hatte ich bei fast allen Treffen beharrlich darauf geachtet. mich ohne Zeugen zu erwischen. Er erschien erst nach 18. Ich versicherte mich.Am 30. Ich verliess das Hotel wieder und schlenderte das letzte Mal in der schönen Stadt herum. Ich ging hinein und liess mir den kürzesten Haarschnitt den es gibt machen. da sie ja die Zimmer reserviert und bezahlt hatten. Er war ausser Sichtweite. dass ich noch die letzte Nacht alleine in der Stadt verbringen möchte und wenn er nichts mehr von mir auf seinem Handy hören würde. dass es vom Schloss Vaduz war. dass er. mit Gewalt irgendwo hinschleppen würden. Auch darum nicht. dass sie einen Zweitschlüssel für mein Zimmer hatten. dass die vom anderen Wagen auch schon in Amsterdam seien und er sie schon getroffen hätte. schon so früh in der City zu sein. Wir gingen nochmals die wichtigsten Punkte durch.30 Uhr beim Marriott. 391 . Ich bestellte noch eine Cola. Ich riss die Bettdecke hoch.00 Uhr am nächsten Morgen in der Hotellobby auf ihn warten würde. Ich konnte die zu Recht vorhandenen Ängste (siehe ihre Aktivitäten in Berlin!). Er bestätigte mir. weil dies die erste und letzte Möglichkeit wäre. Er übergab mir ein zugeklebtes Kuvert. dass sie mich evt. dass ich es erst später öffnen würde und steckte es behutsam ein. Wir waren beide sehr aufgeregt und gleichzeitig froh. den Lift hoch zu den Zimmern nahm. Ich nannte ihn den Prison-Cut. wie angekündigt. dass es bald zu Ende war. länger als er im Café bleiben zu können. Ich sagte. Ich erkannte sofort.

Er kam frisch rasiert und parfümiert zur abgemachten Zeit runter und wir stopften unser Gepäck in den praktisch brandneuen Mietwagen der Marke Renault. weil ich am nächsten Morgen schon um 5 Uhr in der Früh von einem Taxi abgeholt werden würde. Dort. Ich fragte ihn. Ich übergab es ihm. mich nun nach einem weissen Kuvert zu fragen. Er wolle und müsse es nicht wissen.D. Wieder unten. Nach viereinhalb Monaten als Gast verabschiedete ich mich von meinen Gastgebern am Abend. Es war ein wunderschöner Sommermorgen. Eigentlich gar nicht. was da drin ist. Käsesnacks) ein und packte es in eine Tasche.h. Noch schnell eine kalte Dusche und das war’s. wartete ich in der Lobby auf den Professor. sammelte ich den ganzen Inhalt des Kühlschranks (mit Ausnahme der alkoholischen Getränke) inklusive allem Essbaren (Schokoriegel. Nach 20 Minuten kam er wieder. Er sagte mir. Unten stand noch zusätzlich: Angenehme Reise. dass er beauftragt worden sei. Erst dort öffnete ich den Umschlag. Chips. Er verneinte es.00 Uhr hielt das Taxi in der kleinen Strasse vor dem B&B und 25 Minuten später liess es mich in einer Seitenstrasse in der Nähe des Hotels Marriott wieder raus. Ich schlief nicht so gut. dass ich praktisch alles ausser Alkohol aus der Minibar abgeräumt hatte. ob Hans-Adam was dagegen hätte. was man mir angekündigt hatte. von anderen Menschen umgeben zu sein. Zurück an der Rezeption kam die übliche Frage: Minibar? Verlegen fragte ich ihn. Er bat mich in der Lobby zu warten und er verschwand mit meinem Umschlag. Er bat mich. Ohne Kuvert. Daneben die schnelle Unterschriftsvariante von ihm. Darin befand sich die postkartengrosse Notiz. Amsterdam Ade. 392 . ob er wisse. mit aufgedruckter Adelskrone und aus weissem Büttenpapier vermutlich. oder zumindest eine geprüfte Fluchtmöglichkeit zu kennen. Modell Twingo. Pünktlich um 05. Gleichzeitig zeigte ich ihm die gefüllte Plastiktasche. Auf jeden Fall super teure Papierqualität. Der Professor lachte und bezahlte beide Zimmer und die ca. 50 Euro für meine Minibarsammlung. Ich machte mich auf den Weg zurück nach Monnikendam. Ich liess meine Koffer unten an der Rezeption stehen und nahm den Lift hoch zum Zimmer. Jane und ihr Mann bedankten sich sehr für meine Treue und wünschten mir alles Gute. Unter dem Logo vom Schloss Vaduz war von Hans-Adam handschriftlich genau das vermerkt. in einem Anfall von „die letzten guten Tage sind vorüber‚.

Die Fahrt war angenehm. Ich dachte mir nichts dabei. Ich versicherte ihm. gell?‚ 393 . Er fragte mich. Zu meiner Verblüffung. die abwechselnd während der ganzen Fahrt mindestens alle 30 Minuten klingelten oder vibrierten. Nach einer Stunde Fahrt. nein. Er bat mich die kurvige Einfahrt entlang zu laufen. kleines. Den allezeit beliebten Schutz-Pass. nein. die mit den Diplomatenpässen. dass es ein österreichisches Kennzeichen hatte. Er fragte auch. es war ja ihr Eigentum. Ich hatte keine Probleme damit. Der Herr Professor und der Herr Ulrich Meier stiegen in den Mietwagen ein. Das konnte ich sehen. es sind sicher Hans-Adams Verwandte aus Österreich. Dank meines grossen Vorrats an Süssem aus dem Hotelzimmer musste ich auch nicht hungern. kein holländisches Kennzeichen. Auf halben Weg dorthin stand ein Mann. Ich erwiderte. Wir hatten eine Europastrassenkarte mit uns und der Weg sollte uns ungefähr via Köln. Ganz offen schaute ich ständig nach unserem Schatten. nein. ob alles gemäss Plan abgelaufen sei. Dann verstaute er den Pass wieder in der Mappe und ging in Richtung Vorderseite des Hotels. grösser als ein DIN A4-Format und zeigte mir den Pass mit meinem Foto drin. Der Professor hatte nichts dagegen. ob ich ja nichts in Holland vergessen hätte. hoffentlich nicht in der Aeulestrasse/Gewerbeweg (dort wo das Gefängnis ist). rief Hans-Adam an und fragte. Nur noch alles in meinem Kopf! Er gab zurück: „Ja. wie es mir gehe und dass ich mir keine Sorgen wegen der Deutschen machen soll. Er lachte und rief< nein. neu möbliertes Zimmer in Vaduz warten würde. Er öffnete eine blaue Dokumentenmappe. Als er mich mit Herr Ulrich Meier begrüsste. Der Wagen blieb immer vier bis fünf Autos hinter uns. den ich noch nie vorher gesehen hatte. die Schutz-ID. Es war ein dunkler BMW der 5er Reihe. fiel auch mir der Groschen runter. Der Professor selber hatte zwei eigene Handys bei sich. dass ich ihn sobald als möglich persönlich sehen könne und auf mich ein schönes.nach draussen zu kommen. Frankfurt. Vorher musste ich noch mein Handy samt SIM-Karte abgeben.‚ Er beteuerte nochmals. Karlsruhe und Stuttgart führen. wollte Hans-Adam mit mir reden. Ich bedankte mich und er nickte nur. Ich erblickte den richtigen Wagen schon als wir noch auf dem Stadtgebiet Amsterdam fuhren. nichts vergessen. Später konnte ich erkennen. das wissen wir alle. Sofort rief ich zum Professor: „Aha.

Auf halber Strecke entschieden wir zu tanken und kalte Getränke einzukaufen. als die meisten Menschen dachten und dass die Datensicherheit in Liechtenstein löchrig wie ein Schweizer Käse war. Die Stunden vergingen und wir machten Witze übers Bücherschreiben. Hätte man mir damals gesagt. Es war der Mann. Natürlich könnte ich die Dinge nicht beim Namen nennen. sagte der Professor. Und über Argentinien. Während der Professor uns unaufhaltsam Liechtenstein näherten. Die deutsch-österreichische Grenze kam näher. ordnete er die Vaduzer Polizei an. Da Hans-Adam telefonisch vom Professor über den Fortschritt der Heimführung auf dem Laufenden gehalten wurde. dass Liechtenstein knapp einer Katastrophe entkommen war und dass Hans-Adam ganz anders war. Wiesbaden) zu senden. dass ich dem Professor sagte. Das ginge nicht. aus LGT wurde Banque de la Liberté. Ich sah zwei Männer neben dem BMW stehen. Ich könne doch ein Buch schreiben. Erstaunlicherweise atmete ich nicht schwerer sondern leichter. Vielleicht weil ich mich sichere fühlte. dass ich über 5 Jahren später. Der BMW hielt auch. der andere lief weg um mit dem Handy zu telefonieren. Ich erinnere mich noch ganz gut daran. Um nicht in einer Radarkontrolle gestoppt zu werden. ein Buch zu schreiben. fuhren wir strikt nach Vorschrift. Österreich grenzt ja an Liechtenstein. Wir erfanden Pseudonamen für ein imaginäres Buch: aus STA Haun wurde STA Schaum. in 2008/2009 wirklich dieses Buch mit der wahren Geschichte schreiben würde. ich hätte alle für verrückt erklärt. dass es unmöglich sein würde. einer tankte den Wagen. der mir in Amsterdam den SchutzPass gezeigt hatte. Der Bodensee war 394 . eine dringende Interpolmeldung nach Deutschland (BKA.7. in der man alle vorhergegangenen Meldungen und Sachverhalte widerrufen sollte. Der Kreis der Informierten war ja sehr klein. dass ich jetzt unterwegs war. er wisse es nicht und blickte nur stur nach vorne. Dann würde man ja erkennen können. aus Liechtenstein wurde Monaco. Gemäss Aktennotiz wurde dies (am 1. spielte sich in Vaduz anderes ab. Polizei und Justiz wussten ja nicht.) dann um 15:58 erledigt. ohne die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. aus Hans-Adam wurde Duke of Full-Pockets. nachdem was ich alleine und wir zusammen erlebt hatten. sagte er. Im Laden der Autobahnraststätte kauften wir uns Essen und bezahlten das Benzin.Er sagte.

hielt der BWM an und wurde im Spiegel immer kleiner und kleiner. Auf der Höhe. Er beruhigte mich. Richtung Grenzposten. sagte ich. Wir fuhren in die Tiefgarage. wieder in meiner Heimat zu sein. verlief alles sehr schnell. Man fragte mich. Man winkte uns wie Touristen durch.oder Chinarestaurant gab. Ich kramte die handschriftliche Botschaft von Hans-Adam aus meiner Computertasche und hielt sie fest. Gleichzeitig stiessen wir beide einen erlösenden Seufzer aus. vorbei am Portier und der Sicherheitskanzel und parkten den Wagen. Es war ja mein Hinterhof. wie ein Kleinkind sein liebstes Spielzeug. Er fahre mich nach Vaduz zu der gemieteten Einzimmerwohnung. Der Grenzübergang Schaanwald war schon in Sichtweite. Etwas zu wild für den Professor schaute ich mit langem Hals ständig nach vorne. Der Bankdirektor rief den Professor an. wo es rechts ein Thai. Wir waren nur noch ca. Ich erinnerte mich. 1. Endlich am Ziel! JETZT war ich wieder voll in den Händen und unter Gnaden von HansAdam. Sofort klingelte sein Handy wieder: Das Schloss wusste schon. genau in der Anhaltebucht der Stadtbusse. so ruhig war alles. jede Strasse die wir benutzten. Es sei keine Falle. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. dass alles gut gegangen war. rechts und links. Dies sollte mich vor jedem Ärger schützen. die von Schweizer Zöllnern auf liechtensteinischem Boden kontrolliert und bewacht wird. Da brauchte man den „Schutz‚ jener aus dem BWM wohl nicht mehr. wie ich vor fünf Monaten und 24 Tagen hier den Zug nach München genommen hatte. alle kannte ich sie auswendig. Kein Problem. dachte ich. Wir überquerten die unsichtbare Grenze der zwei EU-Staaten und dann waren es nur noch ein paar Minuten bis nach Feldkirch. 395 . dass ich unter diesen Umständen wieder durch Feldkirch fahren würde. Niemals hätte ich gedacht.so schön an diesem Tag. sagte ich. Die Sonne hoch und stark. An der Grenze. wenn wir zuerst zur LGT BANK in der Herrengasse fahren würden. bevor es wieder den Hügel runter geht. Wie als wären die letzten sechs Monate gar nicht passiert. praktisch windstill. Nur die Musik aus dem Radiosender störte etwas. ob es OK wäre. nach hinten. Fast jedes Haus an dem wir vorbeifuhren. Ich behielt den BMW im Seitenspiegel streng im Auge.5 Kilometer von liechtensteinischem Boden entfernt.

Der grösste Teil am Erfolg dieser Etappe war dem Professor zuzuschreiben. fragte er. ihm die persönliche Notiz von Hans-Adam zurückzugeben. Jetzt wäre es ja klar. Es hatte einen kleinen Balkon. Es wäre. mit meinen Ausweispapieren drin. Obwohl der Professor auf der Lohnliste von ihm stand (nebenbei noch bis weit ins letzte Jahr. Ich hatte ja nicht viel Gepäck und nach zehn Minuten war ich schon eingezogen. Dieser Meinung war ich auch. Ich wollte die Notiz aber als Andenken behalten. Er war wie ein Ventil zwischen Hans-Adam und mir. Am Freitag. Nämlich mich zu überzeugen und mir neue Wege aufzuzeigen. Er bat mich. 2008 hinein). 396 . Es roch noch frisch gestrichen. Der Bankdirektor kam aus dem Personalausgang auf uns zu und begrüsste uns freundlich. Er habe ein Zimmer in Triesen. Der Bankdirektor und eventuell er selber würden auch dort sein. Ging leider nicht. ebenso Bettwäsche und Handtücher. der direkt über dem Hauseingang war. Natürlich darüber schwebend immer der Hans-Adam. einen Kleiderschrank und eine Stehlampe. Der Professor verabschiedete sich mit der Bemerkung. Zudem solle ich mich auch auf ein Vier-Augen-Treffen mit Hans-Adam für nächste Woche Mittwoch. vorbereiten. Es war so gegen 17 Uhr als wir auf dem Parkplatz vor dem Haus ankamen. Wenn es mir genehm wäre. erwiderte ich und bedankte mich bei ihm für alles was er getan hatte. Links.7. Wolfgang Müller. erwiderte ich. war sein Teil der Aufgabe der schwierigste. Er gab uns die Wohnungsschlüssel und nannte uns die Adresse: Buchenweg 1. Vaduz. Die Einbauküche war relativ gross und das Badezimmer auch.7. Zu meinem Erstaunen. Ich kannte den Weg und dirigierte den Professor dort hin. ein Ledersofa mit Glastischchen. Dies erledigte er so gut wie nur möglich. den 9. den 4. Der Rest dem Bankdirektor. hätte ich um 10 Uhr einen Termin beim RA Dr. dass ich mich erstmals einrichten und ein paar Tage erholen soll. Es war eine kleine eineinhalb Zimmerwohnung. Er gab ihn mir.Zuerst musste ich mich mal richtig strecken. dass mir nichts passieren würde. ein Bett mit Nachtisch. Ob es mir wieder daheim gefallen würde. erwähnte er noch. Ja. Alles gediegen und farblich abgestimmt. Die Möbel waren brandneu. Es gab einen Esstisch mit vier Stühlen. alles beim alten. hatte er den weissen Umschlag in seinen Händen. weg vom Balkon konnte man auf die Wiese vor der Wohnung meines Nachbarn laufen und runter zum Parkplatz.

ist mir scheiss egal‚ -OZE. Ich hoffte nun. dass eine Lösung schlussendlich zustande kommen konnte.„Bring mir die Daten zurück! Koste es was es wolle! Mit Kieber oder ohne Kieber. oft direkt. wenn er mit seiner Regierung. Es sah ganz danach aus. als ich später. die fast sechs Monate meiner Abwesenheit reichen würden. Teil der Aufgabe des Professors war es. nach meiner Rückkehr erfuhr. bestialische Sprache verwendete. sodass sich auch die zornigsten Gemüter wieder beruhigt hatten. dass. dem Bankdirektor und dem Professor über mich sprach. deren und meine Worte so umzuformulieren. ganz nach dem Spruch „Zeit heilt Wunden‚. Ich habe meine Meinung über den Professor auch dann nicht geändert. überwiegend zwischen den Sätzen horchend. dass der einzige Auftrag von Hans-Adam an ihn lautete: OZA. mitbekommen. 397 .Während der vielen Debatten in den vergangenen Monaten hatte ich. Dies galt auch für den umgekehrten Weg. dass Hans-Adam mehrfach eine ganze andere.

Die nette Verkäuferin (er)kannte mich zum Glück nicht. auch kein Velo mehr.KAPITEL 19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe Ich packte meine sieben Sachen aus und richtete mich gemütlich in meinem neuen Heim ein. Genau so wie ich ihnen nie zu 100 Prozent trauen konnte. Wieder zurück in der Wohnung wurde es mir schnell langweilig. Es war ein ungewohntes Gefühl. Was soll’s? Ich hatte eine Entscheidung getroffen. dann muss es ja mindestens zwei verschiedene Wege geben. was ich vor dem Tiefschlaf dachte. Nicht so sehr. zur Bushaltestelle. Ich dachte an Lampert. Nein. das Land wurde von einem politischen Tsunami mit vielen furchtbaren Konsequenzen verschont. Kein Versteckspiel mehr. Himmel auf Erden: ein Liechtensteiner Leberkäse. Ich will nicht sagen. war schon um 19 Uhr Bettzeit. Am nächsten Morgen sah die Welt auch wieder gut aus. Ich lief über Nebenstrassen bis zum Denner (Einkaufsladen) nach Triesen. Ich inspizierte die ganze Wohnung. Ich fühlte auch. Die Haltestelle ist auf der Höhe des Gebäudekomplex. Im Badezimmerspiegel starrte ich mich an. dass ich meine Drohungen nicht in die Tat 398 . dass – egal was ich in den 6 Monaten zuvor angestellt hatte – sich ein grosses Gefühl der Erlösung bei den Machthabern breit gemacht hatte. Es war nicht der richtige weg. Der Jahrhundertsommer 2003 war ja voll im gang. Die Sonne heizte den Raum trotz heruntergelassenen Rollos heftig ein. Ich wusste. weil ich wieder daheim war. war das letzte. "Hast es mal wieder geschafft. das Passamt und das Gefängnis befanden. Da ich ja kein Auto hatte. wieder zu Hause zu sein. Ein besseres Kopfkissen müsste ich noch kaufen.und ausschalten. Aber vor allem keine Diskussionen mehr und keine schwedischen Gardinen. Der Abend war schwül. der dort in einer Zelle sitzen würde. wo sich die Polizei. sondern weil keine Daten verraten wurden und es somit keine geschädigten Kunden gab. keine Sicherheitsvorkehrungen. Ich kaufte Milch. und was für Liechtenstein viel wichtiger war. Ich schämte mich meiner Taten. Es war schön. Herr Kieber". Wenn man wählen kann. kein ständiges Handyein. die mir nicht ganz vertrauen würden. So fein. machte ich mich zu Fuss in Richtung Hauptstrasse. es würde immer diejenigen geben. Brot und Müsli ein. dass ich keine andere Wahl hatte. Und ein frisches heisses Leberkäs-Brötchen. Von der langen Fahrt müde. War ich froh. Keine versteckten Kameras? Mikrofone? Wer weiss. Fast sechs Monate lang unzählige Menschen unzählige Nerven gekostet.

dass es einen Knall gab. wer. war erkennbar froh. dass ich im Januar dem Hans-Adam einen Brief geschrieben hatte. Von den Anderen traute sich die Hälfte gar nicht mich anzusprechen. Bist ein Kieber. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht. Beim Kiosk Schreiber sah ich Jumbo (sein Spitzname) 399 . Aber das halbe Land fährt zu dieser Zeit diese Strasse entlang zur Arbeit. dass er etwas wusste. Grüsse von hier aus an die Beiden. dass ich wieder da war und dass augenscheinlich keine Katastrophe eingetreten war. Ich hatte ihn und seine Freundin Marina immer sehr gemocht. Endlich wieder heimische Backwaren. dass es lange her war. Ich erblickte die Bäckerei Amman. wenn jemand von der Justiz. sie bald besuchen zu kommen. Wenn etwas los war in Vaduz. Die Möglichkeit. dass hoffentlich alles gut gegangen sei. Ich kaufte mir einen Nussgipfel und trank eine heisse Ovomaltine.umgesetzt hatte. (Fast) jeder kennt jeden persönlich oder man weiss zumindest wohin mit dem Gesicht. er wusste es immer. ich war halt im Ausland unterwegs. Der Rest wusste nicht ob sie mich verteufeln oder loben sollten. sonst wäre ich auch dort. Was. Ich war frei. grüssten mich ganz anders und erinnerten sich oftmals erst dann. Da musste ich hin. egal wie viel. Vogelfrei. seit sie mich das letzte Mal gesehen hatten. der mir über den Weg lief. schriftlicher Notiz. Mehr Details wusste er aber dieses Mal offenbar nicht. der Polizei oder der Führungsetage der LGT mich sehen würde und vor lauter Schreck einen Karambolage auslösen würde? Ich setzte mich auf die Bank im Wartehäuschen. Er erzählte mir davon. Ich hätte auch die Hauptstrasse entlang die paar Kilometer ins Dorfzentrum laufen können. Und ich wollte nicht gesehen und erkannt werden. Ja Heinrich. Diejenigen. Vaduz ist wie ein Dorf in den Bergen. etwas von dem Drama wusste oder nicht. dass auch etwas ganz anderes sein Gültigkeit hatte: das freie Geleit. Ja. sonst hätten sie es ja in den Medien gelesen und ich würde am Galgen hängen. Ich merkte sofort. ja Heinrich – wo warst du dann. rief er voller Freude. So oder so. Ich versprach. gell? Es war für mich ein Einfaches zu erkennen. Dank Hans-Adams persönlicher. das etwas wusste. Im Zentrum angekommen wollte ich bei der Post eine Monatsbusfahrkarte kaufen. sagte er. war mein Onkel Guntram (der Ex-Mann meiner Tante). Ohne auf meine Antwort zu warten. Ich erkannte die eine oder andere Person. wartete auf den Bus und beobachtete die vorbeifahrenden Autos. Niemand sah zu mir rüber. das Volk. war meines Erachtens schon da. die gar nichts wussten. Der Erste. Er wusste.

aber Hallo! Gut. dass er mich nicht an der Nase herumführe. Also dann bis nächsten Dienstag. dies könne nichts stimmen. Am nächsten Dienstag. sehr geschockt. sechs bis acht Wochen sollte es der neue RA Müller aus Schaan sein. 400 . im Büro vom Richter Dr. Ich entschuldigte mich dafür. G. Noch dachte ich mir nichts dabei. meine Schwester und ein paar Freunde aus einer Telefonzelle bei der Post Vaduz an. Hätte sich den nicht der RA Dr. der Akt sei immer noch beim Obergericht. konnte ich da nur sagen. den 8. hätte er Zeit. Kann ich mit dem Landrichter Dr. Ein Besuch beim gescheitesten Mann in der Justiz.7. als mein neuer RA in dieser Sache? Nein. fragte ich mich. Sie wieder zu sehen. Ohne Termin? Wie immer! Ich versuche es einfach. Er war. Mist. Im Moment ginge es zeitlich gerade nicht. dass ich wieder zu Hause war. nichts wie weg. dass mich jemand von dort sieht. Ich lief rüber zum Gerichtsgebäude. Sorry.er wusste nichts. Die war überrascht. Er bestätigte aber. Ich erwarb ich eine Telefonkarte. Niemand schimpfte mit mir. Er sei immer noch der UR in diesem Fall und er würde schwören. Paul Meier reden? Ja sicher. Wolfgang Müller bei ihm gemeldet. dass ich mich nicht gemeldet hatte und auch für alle Belästigungen. Ich sagte. Erst als ich mich umdrehte. Alle konnten es nicht glauben.11. Was sollte ich als nächstes tun. Ich bat ihn jetzt und hier den RA-Wechsel offiziell zu protokollieren. wie seine zwei Damen im Vorzimmer.. seltsam. Dieser würde in Kürze über meinen Antrag (vom 22. dass schnurgerade gegenüber die LGT Treuhand war. sagte ich. Nein. Hirn nicht mehr vertreten würde. dass es seit meiner Abreise im Januar zu keinem Wechsel des Rechtsanwalts gekommen sei. sagte er. Ob mich Dr. der das freie Geleit beschlossen hatte). sagte er. erinnerte ich mich. Ich rief meine Stiefmutter. Von 11:30 bis 12:25 durfte ich mit ihm plaudern.02) auf Fortsetzung der Strafuntersuchung gegen Roegele & Co. ob es im 101er vorwärts gegangen sei. Komisch. die sie eventuell wegen mir hatten. Mislik (übrigens derselbe Richter. Meier. Ich wollte nicht. Herr Kieber. als sie im Januar von meinem Brief an Hans-Adam hörten. Ich fragte natürlich sofort. sagte ich zu ihm. Seltsam. Nein. Die Treppe hoch und klopfte bei seiner lieben Sekretärin an. Ich bedankte mich bei ihm. nichts dergleichen. seit ca. erinnerte mich UR Dr. fragte er. Das war schon mal positiv. entscheiden.

dass ich erst am 2. unverständliches Gefasel und dann die Klänge von weggestossenen Stühlen. Meier verlassen hatte. 401 . Wie sich später herausstellte. war dieses Gerücht gezielt gestreut worden. Ich schaute auf und drehte meinen Kopf zum rechten Bürgersteig. Die Polizei war ja gestern beauftragt worden. Nachdem ich das Büro des UR Dr. dass ich heute. auf der Schweizer Rheinseite gab es genügend Auswahl. aber weder der Professor noch der Bankdirektor hatte mir untersagt in die Schweiz zu gehen.In der Zwischenzeit gingen ein paar Gerüchte wie ein Lauffeuer in Vaduz umher. nach Vaduz zurückkehren würde. um als Vorsichtsmassnahme anzuordnen.7. wünschte aber. dem Landgericht einen Brief. wo ich ein Kissen kaufen könnte. da ich noch passiv im Schweizer System (RIPOL) ausgeschrieben war. bis ich die erste von mehreren peinlichen Situationen der kommenden Zeit erlebte. Buchs ist zwar Ausland. überlegte ich. dass die Polizei schleunigst die Grenzstelle in Schaanwald anrufen sollte. Es folgten mehrere hektische Anrufe und Faxe zwischen der Polizei und der STA. Die Polizei kontaktierte die STA per Email und fragte nach. das Gericht möge daher das Verfahren gegen mich einstellen. sollte ich die Grenze dort überschreiten. einreisen würde. ein Falsches. Es war der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Die STA wusste auch nichts Genaueres. erreichte schliesslich die Polizei. Ich spazierte vom Bahnhof Buchs auf der linken Seite der Einkaufsmeile Richtung Werdenberg. Sie sorgten sich um mich. schnellst möglich den Deutschen eine Meldung zukommen lassen. Im Einkaufszentrum Buchs. um mögliche Saboteure im Glauben zu lassen. als sie hörte. Diese war etwas irritiert. Eines. Es dauerte nicht lange.7. Erst dann erkannte ich ihn. Die LGT Treuhand schickte am 2. ob die etwas wüssten und formulierte ihre Bedenken. Dort sah ich einen Mann. An der Hand hielt er eine junge Frau. Auf der Höhe des COOP Ladens hörte ich zuerst lautes. worin sie den Rückzug ihrer Privatanklage in Sachen Datendiebstahl erklärten und den Antrag stellten. am 2. der fluchtartig die Tische eines kleinen Cafés verlies.7. sollte ich von irgendeiner Richtung aus schon heute zurückkommen. Gleich als nächstes sollte die Polizei die Ausschreibung im RIPOL von den Schweizern löschen lassen. Und ich wollte mein Mittagessen nicht in einem Restaurant in Vaduz einnehmen. mich nicht aufzuhalten. Ich nahm den Bus dorthin. Hunger hatte ich auch wieder.

Super. Am Freitag.kostete es. bog der Bankdirektor mit seinem Wagen in meine Strasse ein. Ich bog in die nächste Abzweigung nach links und dann zum Migroseinkaufszentrum. W. da ein Mitarbeiter der Firma in der Nähe von mir wohnen würde. ohne dass ich dabei war? Man musste sich nämlich dafür ausweisen. mir mitteilen zu lassen. Den Donnerstag hatte ich mit meiner alten Liebe abgemacht. was ich ihm hätte sagen sollen. dass ich ihn überhaupt und wenn doch auch noch so schnell wieder besuchen kommen konnte. Sie hatte von nichts eine Ahnung und ich entschied. Besser so. den 4. hatte er mir eine neue SIM-Karte mit Rufnummer von der Telekom Liechtenstein kaufen und aktivieren können. es so zu belassen. Müller machte. dass er vergessen hätte.ärmer und um einen Fernseher reicher. redete ich mit ihm und erinnerte mich. Er drückte mir auch eine Kopie des Rückzuges der Privatanklage der LGT Treuhand in die Hand. Im Auto gab er mir ein Geschenk. Dort angekommen. als ich das letzte Mal dort war. Ich kaufte mir ein Kissen und einen dazu passenden Bezug.. Mit dem Bus erreichte ich wieder Buchs und traf mich mit meinem Schatz. schönes Wetter heute. Er wich aus und sagte nur. Auf dem Weg zur Bushaltestelle beim Bahnhof Buchs kam ich an einem TV-Geschäft vorbei. dass er mich abholen würde. Sie war auf meinen Namen registriert. wie konnte er denn die Nummer auf meinen Namen einlösen. Er wollte wohl eine Konfrontation mit mir vermeiden. Ich wüsste auch nicht.. Ich bedankte mich dafür. Wieder etwas Positives erlebt. Das TV-Gerät würde man mir am Wochenende ausnahmsweise nach Vaduz bringen können. Da das Handy ja keinen SIM-Lock hatte. Mit dem Kissen unter dem Arm fuhr ich mit dem Linienbus gleich wieder nach Vaduz. So. Zuerst wollte ich aber mit dem Bus in meine Heimatgemeinde fahren und das Grab vom Vater besuchen. Es war das Nokiatelefon aus Holland. Er sagte mir. Es gab da ein Superangebot für ein kleines Kombigerät. Weisser Marmor überall. dass es besser war. CHF 300.Er musste mich zuerst gesehen haben und war wohl geschockt. Ich erinnerte mich. hätte ich nie geglaubt. TV und Videorecorder in einem. gerade als ich mich auf den Weg zum neuen RA Dr. dass er immer mehrmals in der Woche zum Mittagessen nach Buchs zu seiner Freundin fuhr. Fünf Minuten später war ich CHF 300. sagte ich. Wir verbrachten den Tag am kleinen Werdenbergersee.7. 402 . Beide waren Schweizer. Ich betrat auch die wunderschöne renovierte Kirche in Mauren..

dass er sich. ob Hans-Adam noch nicht mit mir gesprochen hätte. wüsste er was ich dem Blaublut angetan habe. Nein. 403 . dass sich mein Vater im Grab umdrehen würde. Müller sagte. Der Professor konnte leider nicht kommen. Man kann sagen. Ich kam aus dem Staunen nicht raus und rechnete die Tage. Nicht nur stellte er Fragen. tadelte Müller mich und meinte. dass seine Mappe über mich so dünn war. Ich bedankte mich für sein Zeit und die Annahme des Mandats.50 Uhr waren wir schon im grossen Sitzungszimmer der Kanzlei. Die erste halbe Stunde sprach er ausschliesslich mit dem Bankdirektor und widmete mir keine Minute. dachte ich gleich. Wochen zurück. Er brauchte auch seine Ruhetage. Kein Wunder. starrte ich den Bankdirektor an. Er hätte dies in weiser Voraussicht Anfang Juni beantragt. Wolfgang Müller und legte eine Aktenmappe auf den Tisch. Er kam auf Schlussfolgerungen.Um 09. konnte ich da zuerst nur stammeln. die Beziehung startete auf dem linken Fuss. wenn überhaupt. nach Österreich gefahren war. da er wieder nach Hause. Aha. Zehn Minuten später begrüsste uns Dr. Ich sollte mir weiters keine Gedanken machen. erlaubte ich mir ihn zu unterbrechen. Nach fünf Minuten kam der Bankdirektor raus und bat mich wieder herein. Seine Hauptaufgabe hatte er ja soweit erfüllt. ich würde bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben? Der Bankdirektor schaute verlegen aus dem Fenster. deren Antworten er eigentlich wissen müsste. Er durchblätterte die wenigen Seiten im Akt und zeigte mir den Beschluss. Ich war absolut nicht auf so etwas vorbereitet und anstatt ihm zu antworten. Müller fragte mich. Draussen sass ich auf der steinernen Treppe und beobachtete den Verkehr auf der Schaaner Hauptstrasse. Nach bald 35 Minuten wandte er sich direkt an mich. Dies sei jedoch alles nur eine Formsache. und wohl ganz im Sinne des wirklichen Auftraggebers (Hans-Adam). erst nächste Woche. Dies ist aber sehr mager. Dieser konnte meine verschiedenen Gesichtsausdrücke ja schon im Schlaf richtig deuten. erklärte er mir dann. Man hätte die Anzeige wegen der Nötigung noch nicht zurückgezogen. Sehr zum Erstaunen des Bankdirektors. Ich stand auf und lief die Treppe hinunter zum Ausgang. Er schilderte was in den letzten 4 Wochen alles passiert sei und als er dann anfing von einem erfolgreichen freien Geleit zu erzählen. Warum stand da. dass er es nicht so gemeint hätte. extrem minimal in meine Geschichte eingelesen hatte. hätte er die Akten studiert. Zu meinem Schrecken erkannte ich bald. erwiderte ich. die fern der Realität waren. OK.

alles nur rein juristische Formsache. Und was war mit dem Zivilverfahren? Er war ehrlich sehr überrascht: Von einem 101er oder dem Zivilverfahren hätte er zwar am Rande gehört. sagte ich. dass dieser Gnade vor Rache walten liesse. indem er sagte. Der Bankdirektor entschärfte die Lage. Und warum hier im Beschluss suggeriert wird. Der Bankdirektor wurde wieder etwas griesgrämiger. Ich bedankte mich artig beim ihm. fragte ich. immer. doch. war die banale Auskunft darauf. Der Bankdirektor rechtfertigte. Ich war völlig perplex. prinzipiell sei er natürlich für mich da. war die Antwort. dass ich sowieso freies Geleit hätte. fragte ich entsetzt. Sein Mandat beschränke sich aber auf die juristischen Konsequenzen meines Briefes vom 7. Ich fragte den Bankdirektor für was dann die persönliche Notiz von Hans-Adam gewesen sein soll. dass sich alles aufklären würde. Müller sagte. Aber. Hans-Adam hätte dies auch dem RA am Telefon versichert. Mir wurde schlecht und ich musste die Toilette aufsuchen. Ich wandte mich deshalb an Dr. Müller mit der Frage. Was soll das wieder bedeuten. stöhnte ich. Ich fragte den RA ob er sicher meine Interessen vertreten würde. Innerlich wurde ich schon wieder wütend: „Am Rande gehört?‚ Beide Fälle sind im Detail als Beilage meines Schreibens an Hans-Adam geschildert. Natürlich. Meier noch nicht als mein neuer RA im 101er gemeldet hätte. dass es sich hier um einen sehr aussergewöhnlichen Fall handeln würde und die Interessen aller berücksichtigt werden müssten. Und das mit dem „bis zum Urteil auf freiem Fuss bleiben‚ soll ich nicht wortwörtlich nehmen. wenn da steht. Er erklärte. dass die Notiz eine Geste von Hans-Adam gewesen. Eines nach dem Anderen.Aber seine Antwort genügte mir nicht. dass er es im Gespräch mit Hans-Adam so verstanden hätte. sonst wäre ich doch nie mit dem Professor im Wagen nach Hause gefahren. Als ich zurückkam weinte ich und wollte gehen. warum er sich beim UR Dr. Zum Abschied drückte er mir fest 404 . da er ja schlussendlich aus der Kasse von Hans-Adams bezahlt würde. dass ich unter Umständen im Gefängnis landen könnte? Sonst hätte ja RA Müller kein freies Geleit beantragen müssen. an Hans-Adam. Man überredete mich aber zu bleiben. Ja gilt die Notiz denn nicht mehr. Nichts würde mir geschehen. P. Und warum musste ich sie dann zurückgeben? Hans-Adam wollte solch ein Schriftstück nicht im Umlauf haben.1. Wie bitte? Gnade vor was? Rache? Das höre ich zum ersten Mal.

Schlimmer noch. Er fuhr mich nach Hause und verabschiedete sich ins Wochenende. Kein Problem.7. Am Wochenende kamen mir die ersten Zweifel auf. Ich hätte Anspruch auf 250 bezahlte Wochenarbeitstage. Ich hatte also mehr als genug für meinen bescheidenen Lebensunterhalt. Die Polizei war immer noch nicht voll im Bilde und offenbar hatte mich weder sie noch jemand von der STA schon gesichtet. Angeblich soll ich wieder nach Liechtenstein eingereist sein. verfasste die Polizei eine Randbemerkung. sagte ich. freiwillig nach Hause zurückzukehren. Ich sagte zum Bankdirektor. Nein. Wir verloren daher keine Worte mehr über juristische und andere Kämpfe. Daher bat sie um ein Treffen mit der STA und der Justiz.. CHF 750. Die LGT habe ja die Möbel gekauft und der Mietvertrag läuft auf ihren Namen. Ich merkte. dass ich die Miete selber bezahlen wolle. Nach diesem eher bemerkenswerten Meeting fuhr mich der Bankdirektor nach Vaduz. Ich wollte nicht. dass die LGT mir auch noch Brot und Butter bezahlt. um zu besprechen. 70 Prozent des Durchschnittslohns der letzten fünf Jahre betragen. Mein kalkulierter Durchschnittslohn war CHF 3'840. Und ich war keiner. ob sich in Vaduz in den letzten paar Monaten alles so abgespielt hatte.und damit sehr hoch. ob sich alles so abspielen würde.die Hand und beglückwünschte mich zu meinem klugen Entscheid. es konnte nicht sein. Mein Arbeitslosengeld würde ca. zur Arbeitslosenversicherung (ALV). wie in dieser Sache weitergefahren werden soll. könnte die Firma die Wohnung für anderes Personal benutzen. Wenn ich dann eines nicht allzu fernen Tages ausziehen würde. dass sich nach so vielen monatelangen Diskussionen mit dem Bankdirektor und dem Professor alles in Luft auflösen sollte. wie mein analytisches Denkvermögen wieder überdrehte. sagte ich. also ein gutes Jahr lang. der jedes zweite 405 . Er war immer noch angespannt. Nochmals tausend Dank dafür. Stempelgeld beantragen. Nein. wie man es mir im Ausland erzählt hatte. müsste ich meinem zugeteilten Sachbearbeiter fünf Bewerbungen pro Monat vorlegen. Dieser lehnte dankend ab. Als Beweis für meine Bemühungen einen neuen Job zu finden. wie man es mir im Ausland bunt ausgemalt hatte. dass ich ab sofort bezugsberechtigt wäre.pro Monat) war schon grosszügig genug. Bei der ALV wurde mir mitgeteilt. undenkbar. Am 4. Die Übernahme der Mietkosten (ca.

Wenn überhaupt.7. wann man die Anklage im 101er erheben würde. aber in Bezug auf die Lösungswege stellte ich sicher. die Beine hoch legen zu können. Der UR erläuterte ihm schnell die Sachlage im 101er Gerichtsfall. Zum Glück wurde mir am Samstagnachmittag der Fernseher geliefert. erwiderte ich. Nachfragen. den 7. Dies brachte etwas Ablenkung. dass wie alle dasselbe darunter verstehen. Meier auf der Matte. Die Aussicht war atemberaubend. wäre es besser zuerst einen Brief zu schreiben und die Reaktion abzuwarten.. Von dort ging es mit dem Bus wieder heim. Als UR im 101er wäre er überaus zuversichtlich. Eine schöne Abwechslung würde mir ein Ausflug in die Berge geben. dann runter nach Steg und durch einen kleinen Tunnel auf die Westseite des Höhenzugs. Ich bat ihn doch für das kurze Gespräch mit dem UR zu bleiben. Dr. Je mehr ich darüber nachdachte. Ich wanderte eine Runde im Kreis. war ich nur deswegen verwirrt. Ich war mir sicher. Wahrscheinlich. dass der Neffe vom RA Wolfgang Müller. fuhr ich fort. umso weniger gefiel mir die Ausführung. dass das Obergericht sehr bald meinem Antrag zur Fortsetzung der Strafuntersuchung befürworten würde. schon vorher würde die STA ihn informieren. ich ging jede Aussage. dem Liechtensteiner „St. ob ich in den sauren Apfel beissen und STA Haun direkt anrufen sollte. Das wäre zu begrüssen. Trifft sich gut. Anton‚. Das ganze Rheintal lag einem zu Füssen. den 8. so kam im zum Schluss.7.oder dritte Wort falsch verstanden hatte. Welch Kontrast zur holländischen Landschaft. Gerne willigte er ein. jedem Versprechen von Seiten des Bankdirektors und HansAdam gründlich auf den Grund. Nach einem langen Tag war ich froh. Ich durchquerte Wiesen und etliche Wald. Wie abgemacht stand ich am Dienstag. Ich überlegte lange. Also ab ging es mit dem Bus nach Malbun. Natürlich hatten wir selten dieselbe Meinung.. dass sie die Strafuntersuchung 406 . sagte ich. Der Zufall wollte es. Roland Müller (Partner/Rechtsanwalt in der Kanzlei Müller) wegen einer anderen Sache gerade beim UR im Büro war. hatte sich niemand angemeldet und ich hatte auch keine Termine. Aber. dass die Audienz bei Hans-Adam mir den nötigen Durchblick bringen würde. Für Montag. pünktlich um 11 Uhr beim UR Dr. da ich erst seit vier Tagen wieder daheim war und den vollständigen Überblick noch nicht hatte.und Feldwege bis ich in Triesenberg angelangte. Im Gegenteil.

dass ich nie vergessen soll. Noch hätte der UR aber nichts in diese Richtung von der STA gehört. fragte ich.gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Am Nachmittag rief der Bankdirektor auf meinem Handy an und teilte mit. Warum? Warum sollte ich Missverständnisse mit ihm haben. Er müsse jetzt gehen und beendete das Telefonat. Und wenn es geht. Dies wäre nur ein guter Tipp von ihm. rasch seine Rechtsvertretung von mir in diesem Fall formell abzuschliessen. Der Dr. Dann müsste ich ja nicht selber als Subsidiarankläger fungieren. wieder aufgenommen habe und eine Anklage einreichen würde. seinen Onkel zu bitten. Er sagte auch. 407 . Das würde viele erleichtern. dass ich morgen um 9 Uhr ins Schloss kommen kann. soll ich wegen allfälligen Meinungsverschiedenheiten nicht gleich aufbrausen. Wird schon noch kommen. antworteten beide Juristen. versicherte ich beiden. Roland Müller versprach mir. was Hans-Adam für mich getan hätte und keine Angst haben soll.

Bis zu ihrem Tod 1989 hatte ich schriftlichen Kontakt und besuchte sie ab und zu. Ich war nicht zum ersten Mal auf Besuch im Schloss. wurde mir gesagt. vorbei an der Rückseite des Regierungssitzes und dem Restaurant Real. Das schwere Portal öffnete elektronisch und ich schritt ihm entgegen. Frisch geduscht und rasiert. Je nach dem. Ich klopfte ans Fenster des kleinen Portierhäuschen. Am Abend zuvor hatte ich mir bei meiner Nachbarin ein Bügeleisen ausgeliehen. bis zu den Büroräumen oder rechts um die Kurve in den Innenhof der Burg. im Sommer wie im Winter. war ich marschbereit. Normalerweise wird ein Besucher alleine durch das Tor und dann runter zu alten Holzbrücke gelassen. Man wollte wohl bei mir von nun an auf Nummer sicher gehen. Und das ging nicht. Gilbert Kaiser den Kieselweg auf der anderen Seite des eisernen Tors hoch gelaufen. was für einen Termin man mit dem Blaublut hatte.KAPITEL 20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam Der wohl wichtigste und schwierigste Tag meiner letzten sechs Jahre war gekommen. Dann würde ich aber verschwitzt ankommen. Er war immer eine hilfsbereit Seele . drehte er seinen Wagen um und wünschte mir viel Glück. Beim grossen Eisentor des Schlosses angekommen. Fürstin Gina. die Richtung Tal ausgerichtet sind. erkannte ich. mich zum Schloss zu fahren. Oft backte ich ihr meinen köstlichen Apfelstrudel und lief zu Fuss. Von dort sind es nur ein paar Schritte. Es war jetzt 15 Minuten vor 9 Uhr. Besser den Bus ins Zentrum nehmen und meinen Onkel Guntram bitten. Man erwartete mich schon. Der schnellste Weg hinauf zum Hans wäre die Abkürzung durch den Wald unterhalb vom Schloss. mit weissem Hemd und blauer Jeans bekleidet. Zum meiner Verwirrung kam die rechte Hand von Hans-Adam.. Er und seine nette Frau. vorbei an den Kanonen. DAS Vier-Augen-Gespräch mit Hans-Adam dem II. In meiner Kindheit und Jugend hatte ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Hans-Adams Mutter. dem Staatsoberhaupt und Landesführer. Der heutige Besuch war natürlich anders. Er hatte auch seit Jahren Kenntnis von meinem Argentinienfall. den langen Fürstenweg von Schaan nach Vaduz durch den Wald. zu ihrem Schloss. Ich kannte Kaiser seit einigen Jahren persönlich. die ab 408 .

wo die zwei Sekretärinnen am Computer sassen. Diesen Satz untermauerte er bildlich indem er langsam mit dem Daumen seiner rechten Hand von ganz links bis ganz rechts entlang seiner Kehle fuhr. Die dunkle Holztüre öffnete sich und auf seine charakteristische Art & Weise kam Hans-Adam zwei Schritte auf mich zu und drückte meine Hand. dass ich noch ein paar Minuten warten müsste. jeans-artige Hose. ich weiss. jeder auf einem der Sofas. im 90° Winkel zueinander Platz. ob Hans-Adam gut gelaunt wäre. Ich war mir nicht mehr sicher. Es sei ja alles noch mal gut gegangen.1. dass es kein Witz war. endlich bist du wieder da. ich hatte in Wirklichkeit keine Wahl. Ich murmelte etwas verlegen und fragte ihn. dass man es mir sehr übel genommen hätte. Ich weiss. Mir war bewusst. Die Aussprache fand im jenem Raum statt. die Farbe der Adeligen. Dann wurde er ernst und sagte. Da musste ich durch und damit Basta. Kaiser begleitete mich bis ins Vorzimmer. dass ich ab dem 7. Franz Josef II. Ich begrüsste ihn stürmisch und bedankte mich 10'000 Mal für die Audienz. Die Möbel waren noch aus Zeiten seines Vaters. Er beschwerte sich. Dann wäre Durchlaucht empfangsbereit. Er wurde noch deutlicher und sagte wortwörtlich. dass mich die Blaublüter bis zum bitteren Ende gejagt hätten. wenn ich die Daten verraten hätte. ob ich weiter laufen oder umkehren und raus rennen sollte. rief er mir zu. Da erst erkannte ich. Ich stülpte meine Hemdsärmel wieder runter und knöpfte sie zu. Mir wurde sofort klar. Auf dem Weg zum Büro erzählte er mir. Man wäre sehr besorgt um die Reputation der Familie und der LGT gewesen. Wir nahmen. reichlich Hektik hier in den Haushalt gebracht hätte. war das wenige. freute ich mich zu hören. strich Hemd und Hose glatt und versuchte meine Nervosität zu unterdrücken. Jetzt wieder. dass Hans-Adam mich die ersten 30 Minuten definitiv beschimpfen wird. in dem er auch die ausländischen Gäste und ab und zu die Medien zu Gesprächen empfängt. dass ich so viele Monate schlaflose Nächte hier im Schloss produziert hatte. dass ich zu meiner Verteidigung sagen konnte. Endlich.und zu mit im Schloss arbeitete. Mir wurde gesagt. nicht zu vergessen die Gefahr für die Kunden. hätte ich diese Übeltat nicht überlebt. Keiner pisst ungestraft denen ans Bein (Kaisers Worte). Blau. erwiderte ich. Er drehte sich um und ich folgte ihm. 409 . gehören zum treuesten Mitarbeiterstab der von Liechtenstein. Aber. dass er gleich gekleidet war wie ich: weisses Hemd und eine blaue.

die LGT. Ich erwiderte. sagte er. die mit Heinrich Kieber markiert war. kam es mir in den Sinn. über den ehemaligen CEO der LGT Gruppe. Die Torte. Ich bedankte mich für die Sachertorte. die STA. dass ich immer mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend ziehe. Ich dachte es wäre immer eine gute Idee. wie und warum ich ausgerechnet einen Hinweis in seiner Bilderkammer hinterlegt hatte. Es wäre auch für ihn ein Novum gewesen. Stille. Der Gesundheitsstand seiner Schwiegertochter gab Anlass zur Sorge in letzter Zeit. Keine Schimpftiraden. Aber zuerst wolle er wissen. dass er selbst agieren musste und nicht wie immer einfach alles ohne es zu lesen 410 . Der Professor hatte ihm dies empfohlen. seinen Erfolg bei der Abstimmung im März. Die feine Torte. Sie war dicker als diejenige beim RA Müller. Ich bedankte mich für die Notiz. Hans-Adam war überrascht. dass ich so viele Detailkenntnisse über seine Belange hatte. den Hans-Adam vor vielen Jahren wegen (ABB-) Insidertrading (illegaler Handel mit ABB Aktien) schassen musste und über seinen Bunker wo die kostbaren Bilder aufbewahrt werden. Ich erzählte ihm die Vorgeschichte dazu und dass ich unbedingt einen Mechanismus finden musste. ja. nach dem Wohlbefinden seiner Frau. Wir redeten über die Richter.Er wirkte nicht nur gelöst. Ihm sei gesagt worden. das Datenband zu entnehmen wohl nie erspäht. Er war auch nicht gerade ein Gesprächsschnellstarter. sagte er. er war es auch. sonst immer eine grosse Klappe. was als nächstes passieren würde. Mit dem Stichwort Professor gewann unsere Unterredung an Fahrt. mit offenen Augen und Ohren. Er wollte mehr über die näheren Umstände des Diebstahls erfahren. bei dem ich sicher war. Die meisten Liechtensteiner wüsste nur ein Zehntel davon. dass ich den Kniff noch nicht im Detail verraten hätte. Er lachte freimütig – dies war für mich ein gutes Zeichen – und sagte. sagte er. Ich. die Daten. Keine Ursache. sonst hätte ich die Gelegenheit. Allen gehe es gut. erwiderte er. dass er vor sich auf dem Salontisch eine Mappe liegen hatte. die Justiz im Gesamten. sehr viel lese und mich die Familie Liechtenstein immer schon fasziniert hatte. aber eine solche Notiz hätte er noch nie ausfertigen lassen und unterschrieben müssen. war ganz still und wartete ab. seine Beteiligung an der Firma Ricetec. Ich sah. Gern geschehen. seiner Kindern und den Enkelkindern zu fragen. die Kunden. Er hätte schon vieles in seinem Leben gemacht.

wie ich mir ohne Gewalt Zugang zum Bunker verschafft hatte. dass ich da eine Hilfe sein könnte. mit den vielen Details ausreichen würde. Kieber hätte die Daten nicht. die ich für ihn in Berlin abgegeben hatte. antwortete er mir. dann hiess es er hätte sie doch und so weiter. dass niemand zur Rechenschaft gezogen worden sei. dass er schon herausgefunden hatte. Er erzählte mir auch. Aber natürlich erwiderte ich. Er erwarte in Bezug auf seine LGT schon eine gut formulierte Denkschrift (Analyse) von mir. sagte er. nie im Leben würde ich irgendwo einbrechen oder so. Wann er diese haben möchte. sagte er. wie es zu Missverständnissen innerhalb der LGT gekommen wäre. In Bezug zum DLT-Band. dass er auch nicht danach gefragt hatte. wie in Zukunft so etwas verhindert werden könnte. fragte er mich als nächstes. Er sagte mir. Nun ja. unter Aufsicht vollständig zerstört worden waren. Ich hätte halt gedacht. dass es kein grosser Trick war. Ich würde schon morgen damit beginnen. dass er strengere Sicherheitsvorkehrungen angeordnet hatte. Ich bat ihn meinen Beitrag nicht zu überschätzen. dass die Datenträger. dass es mir gelingen würde. Warum ich keinen Beweis als Beilage in meinem Brief vom 7. die richtigen Fragen an Lampert zu stellen oder zumindest für die Polizei zu formulieren. Ich erzählte ihm die Details. nein. hätte er nicht 411 . eher eine günstige Verkettung von Unachtsamkeiten seitens der LGT Treuhand. versprach ich ihm. sagte ich. So schnell es ginge. geliefert hätte. Hoffentlich sei niemand entlassen worden. mit meiner noch abzuliefernden Analyse. Er beschrieb mir. mein Input wäre wichtig und Teil meiner eigenen Rehabilitation. Ich fragte ihn. dass mein langer Brief. Ich hätte ja vom aktuellen Drama bei der LLB gehört. fragte ich ihn. Er bestätigte. Nein. Einmal hiess es. Ich entschuldigte mich für die Ungenauigkeit meines Schreibens. antwortete er.weiterdelegiere. Er würde aber lügen. Zusammen. sagte er und hob den Zeigefinger. sagte er mit Unterstützung seiner Arme. Diese Lücke sei jetzt geschlossen.1. fragte ich ihn. würde das die LGT wieder an die Spitze in Sachen Datensicherheit katapultieren. Unbewusst nannte ich das genaue Datum nicht. er denke. Erst später fiel mir auf. Er erzählte davon. Ja! Inwiefern man denken würde. ob es wirklich keine personellen Konsequenzen für meine ehemaligen Mitarbeiter gab.

Es wäre so gewesen. müsse man aber wieder in die Zukunft blicken. dann kopiert man sie einfach nicht rüber. In Berlin konnte ich nicht mehr bleiben. wie ich es in meinem Brief an ihn vom 7. Was nie rüberkopiert worden war. teile er mir mit. Er konterte mit der Diagnose der IT-Abteilung der LGT Treuhand. sagte er. nichts sei einfacher als das. wäre alles viel leichter für mich gewesen. dass ich dem Bankdirektor gegenüber so beharrlich war und er deshalb die Papieroriginale wieder mit nach Hause genommen hat. dass eine so frühe Rückkehr ein anderes Resultat gebracht hätte. im Stiftungsrat. als wir es jetzt erlebt hatten und erleben würden. Feuerstein. fragte er mich. sagte ich. Er fragte mich. dass alle Datenträger unwiderruflich zerstört sind. Das Geschäft laufe ausgezeichnet. Nicht dass sie jemand finden würde und die Daten rekonstruiert. dass er und die LGT dieses zusätzliche Risiko tragen müssten. Warum ich ausgerechnet nach Holland weitergefahren bin. Ich war sehr erstaunt darüber und erklärte ihm. je in Gefahr gewesen waren. Das Risiko war enorm. geschildert hatte. fragte er weiter. erlaubte ich mir zu erwähnen. ob die Daten der Mandate seiner grossen Familie. Ich wäre mir sicher gewesen. kann auch nie dort gefunden werden. Er bedankte sich ausdrücklich dafür. Insbesondere dachte er an Dr. eine Trennung solcher Mandate von der Masse sei nicht möglich. Ich hätte ihn aber per Emailkommunikation darauf hingewiesen. Warum ich in Berlin nicht in seinen Wagen eingestiegen bin. 412 . Nein. sagte er wortwörtlich. sagte ich. da nichts passiert sei. Hätte man mir die Schutz-ID in Berlin überlassen. Ob ich mich versichert hätte. Nachdem ihre berühmte Option 2 oder Variante 2 in Kraft getreten war. Gott sei Dank wäre ich die los. die ihm gesagt hätte.B. Ich konnte nicht. All diese Mandate wären nicht auf den zwei externen Harddisks und den vier DVDs gespeichert gewesen. Er war mit meiner Antwort merklich zufrieden. Anstelle man sie in den Reisswolf stopfte. Wenn man eine Kopie von einem Datenstamm herstellt und man diverse Dateien nicht in dieser Kopie (auf neuem Datenträger) haben möchte. Ja. erwiderte ich. ja die Daten. mit den Originalpapieren und den Datenträgern kreuz und quer durch Europa zu reisen. Jetzt. sagte ich. aber auf dem DLT-Band natürlich vorhanden waren.mit dem Gedanken gespielt. sei es als Begünstigte oder z.1.

er es einmal und nie wieder in Worte fassen würde und es unter uns bleiben würde. Man sah es ihm geradezu im Gesicht an. Ich war mir sicher. formulierte er es bildhaft. ihre Ängste ich könnte ein Terrorist sein. sagte ich etwas gedrückt. wohl noch nie in eine solche Lage geraten war. sagte er mit grosser Erleichterung. Er hielt inne und dachte nur kurz nach.Ja. er habe heute für alles ein offenes Ohr. Nie würde er es zulassen. dass er mir darauf keine ehrliche Antwort geben würde. die in soweit bringen würde. dass er als Landesführer. Uns allen hier in Vaduz kam die Vorstellung. überhaupt auf solche Fragen eine Antwort zu formulieren. Und über den Polizisten aus Münster/Osnabrück. Gerne. dass wir alle nochmals mit einem dicken veilchenblauen Auge davongekommen waren. Ich fragte vorsichtig. Nachdem er tief Luft geholt hatte. Ich nickte beipflichtend. sagte Hans-Adam. um nicht den Eindruck zu hinterlassen. dass ich ihm offen und direkt solche gangstermässigen Pläne unterstellen würde. bereute ich sie gestellt zu haben. als Mensch. Sofort nachdem ich diese Fragen artikuliert hatte. sagte ich ihm. Der Bankdirektor und sein Gilbert Kaiser hätten sich diesbezüglich klar geäussert. wie der Beginn des letzten Abendmahls vor. was immer er jetzt dazu sagen würde.. Trotzdem war seine Antwort glasklar: Obwohl er als Katholik Gewalttaten wie Kidnapping oder ähnliches ablehnen würde. Und der Zwischenfall in Berlin mit den Privatdetektiven wäre nicht seine Idee gewesen. Da Hans-Adam sein Glück fast nicht fassen konnte. dass man sich mit dem Gedanken befasst hatte. Ich fragte ihn. ob es stimme. Ich konnte ihn verstehen. fügte ich fix dazu. dass. im Rückblick hätte er mir den Schutz-Pass in Berlin übergeben sollen. dass sein Geschäftsimperium einen Schaden erleiden 413 . Offenbar fühlte er sich sehr (selbst-) sicher und es war ihm auch bewusst. geben könnte. hätte ich ihm mit meinem Handeln nur zwei Optionen offen gelassen. Nie im Leben würde ich ihm deswegen Vorwürfe machen. mich mit Gewalt nach Hause zu holen. legte ich noch eines drauf und illustrierte ihm mein Aufeinandertreffen mit den angeheuerten Schnüfflern in Berlin. Ich berichtete ihm über meine Vermieterin Daniela in Berlin. Ich hätte an seiner Stelle vermutlich dasselbe getan. Oder mich ganz zu beseitigen. wie ich mit den Angaben zu knapp 4000 Treuhandgesellschaften mit einem kombiniertem Bankvermögen von mehr als 7 Milliarden CHF in Berlin herumrenne. ob ich diesbezüglich ein paar Anekdoten erzählen dürfte.

bei der LGT nicht nur Leichen gefunden zu haben. hörte er dann auch von mir: Aha. dass ich schon verstehen müsse. dass die Daten nie den ausländische Behörden in die Hände fallen. Wobei er sich keine Mühe gab zu verbergen. Das Dümmste was ich dazu sagen konnte. dann lasst uns nur hoffen. dachte ich. Aber wären die Daten wirklich verraten worden. Um das Gespräch weg von solchen Horrorszenarien zu bringen. den Schuldigen aus der Welt zu schaffen. die im starken Kontrast stand zu dem gängigen Bild was die (Finanz-) Welt von der LGT hatte und die LGT selber pflegen würde. bat ich ihn. Sein Bruder aber schon. ich verstehe ganz – kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen. wie erstaunt ich gewesen war. auch andere Mitarbeiter des Projekts e-Doc aus allen Wolken gefallen wären.würde. Dass nicht nur ich. fuhr er fort. erwiderte er. Dies sei eine rein theoretische Frage. wagte ich mich vor und erwähnte seine Leichen im Keller. meinte ich frech. Na. Da ich spürte. war die kurze Antwort. Besser in dieser Richtung nicht tiefer bohren. Natürlich sei es klar. nicht automatisch bei uns so sei. in die eigenen Hände nehmen würden. Ich fragte ihn. Er äusserte sich dahingehend. Nein. sagte ich. da ja keine Daten verraten worden waren. dann wäre eine solche drastische Massnahme – von wem auch immer durchaus evident. dass ich weder ihn noch die LGT kritisieren wolle. Ich schilderte. dass er selber nie alle Mandate persönlich kennen könnte. die davon am schwersten Betroffenen ihr Recht. Wie blöd von mir. Hans-Adam erklärte dazu. wenn dem so sei. erwiderte ich. schloss er seinen Vortrag dazu. wen er mit den Schwerstbetroffenen meinte. Schliesslich waren wir zwei alleine im Raum. ob man mittlerweile so klug gewesen wäre und sich jener Mandate entledigt hatte. mir das 3-D-Modell des Kerkers in Argentinien zurückzugeben. dass wenn der Schaden gross wäre. stellte ich in Gedanken fest. dass man mit ihm wirklich Klartext reden konnte und ich das Gespräch von meinem Handeln wegleiten wollte. Der 414 . Seine Sippe. Ich sagte auch.als wir die vielen Mandate mit kriminellem Hintergrund gefunden hätten. dass was im Ausland als kriminell gelten würde. Als würde ich eine solche Massnahme auch noch selber befürworten. sondern auch aktive Mandate identifizieren konnte.

Ich dachte zuerst es wäre ein blöder Scherz von ihm. die grosse Schachtel. Ach ja. aber in der Anfangsphase wäre man sehr wütend auf mich gewesen. Abscheuliche Dinge passieren da immer wieder. Er wisse es nicht mehr. wie er damit umgehen sollte. Er kenne Südamerika gut. Egal.UR Dr. Es tue im Leid. dass mir Unrecht geschehen war. Er war dann auch über den Schock. sagte er in Anspielung auf die verbittert geführte Auseinandersetzung im Abstimmungskampf um die neue Verfassung. Böse hatte er sicher nicht gemeint. Von diesem Spanier Ventosa und dem Deutschem. Er selber sei leider kein Jurist. Die STA hätte ohne Schwierigkeit Anklage erheben können. Um die Stimmung wieder zu heben. sagte er wieder. dass die STA die ganzen Jahre hindurch stets eine andere Ausrede gesucht und gefunden haben muss. sehr betroffen. erzählte er mir. dass ihm seine Experten auch bescheinigt hätten. Ich wusste nicht genau. sagte ich. antwortete er. Ich sagte. sagte Hans-Adam. ich hätte einen Dachschaden davongetragen. Er bestellte Papiertaschentücher bei seiner Sekretärin. leider nicht. dass es nicht zum Gericht gebracht wurde. Roegele heisst er. Mich traf es sehr. Wenige Menschen hätten solchen Terror ohne einen psychischen Schaden überlebt. Das Modell wäre ein wichtiges Beweisstück. Ob das Kriminalgericht in der Folge die Täter verurteilt hätte. fragte ich. sagte er. Mir kamen die Tränen und er wusste nicht. oder meinte er ich hätte keinen. stünde in einem anderem Buch. für den Gerichtsprozess. warum der neue RA Müller noch nicht beim Gericht in diesen zwei Fällen vorstellig geworden sei. dass er den 101er und der 140er selber studiert hätte. Ich fragte ihn vorsichtig. 415 . um im 101er nicht vorwärts zu kommen. Meinte er damit. Aber nein. dachte ich. Meier hätte mir gestern gesagt. die habe er entsorgen lassen. sagte er. Wie konnte er es da wegwerfen? Warum man es nicht runter zum Gericht habe bringen können. Oft hätte er sich dies in der Vergangenheit aber gewünscht. nicht wahr? Ich würde ihm Leid tun. Ich stimmte vollkommen mit ihm überein. Man wusste nicht wohin damit im Schloss. Grausam was mir dort angetan worden war. Er führte weiters aus. den seine Antwort im mir auslöste. wie ich diese wortwörtliche Aussage von ihm deuten sollte.

Er müsse den involvierten Parteien. Er würde gerne jetzt über meine Zukunft reden. entschuldigte sich und verliess den Raum. um der angestauten dicken Luft die Gelegenheit zu geben.. Noch bis Anfang dieser Woche hätte er Gespräche deswegen geführt. wie die versuchte Nötigung seiner Person mit dem 140er zusammenlegen und alles in einem raschen Verfahren gerichtlich abschliessen. dennoch führe kein Weg daran vorbei. Ich sass da und dachte über das bisher gesprochenen nach. hier und jetzt in Vaduz zu beenden. Ich hatte eher das Gefühl. dass er womöglich das Gespräch heimlich aufzeichnen lässt. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzte. professionelle Berufsauffassung. wobei sie ihr Gesicht nicht verlieren. dass man den 140er Gerichtsfall und die Strafuntersuchung im Zusammenhang mit meinem Brief an ihn einstellt. Ich konnte nicht mehr ruhig sitzen bleiben und bombardierte ihn mit Fragen. erklärte er mir buchstäblich. Es vergingen zwei oder drei Minuten. sagte er. unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. Er erzählte mir. Hass) mir gegenüber aufgebaut. erwiderte ich. Ein Ablassventil sozusagen. Darum der Piepston. Unter kontrolliert würde er mit „minimalem Schaden für mich‚ meinen. Das wäre wünschenswert. Seit wann wäre die Anklage im 140er rechtskräftig? Warum wurde mir nichts davon gesagt? Warum wurde mir von seinen zwei Gesandten etwas ganz anderes in Holland aufgetischt? Als er merkte. um seine angestaut Pressluft loszuwerden. 416 . Ich erschrak. würde man die neu dazu gekommenen Straftaten. Er stand auf. Er war noch nicht fertig mit der Ausführung seines Plans. Ihm sei es angeblich nicht gelungen.Auf einmal piepste es aufdringlich aus Richtung des alten Schrank oder der Kommode nahe dem Kasten. Dann kam mir der Gedanke. dass er das Ventil braucht. Diese Hass sei zwar keine ideale. Da die Anklage im 140er rechtskräftig wäre. ihn bitte ausreden zu lassen. Wegen der ganzen Angelegenheit hätte sich bei der Justiz und der STA ein gewisser Level an Ressentiments (Groll. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzen wollte. Die Tonbandkassette voll oder das Digitalaufnahmegerät hatte keinen Saft mehr. Ich müsste es von der positiven Seite sehen. die Affäre ein für alle mal. Als er merkte. ergänzte er. der Justiz eine gewisse Lösung anbieten. dann kam er wieder rein und setzte sich auf seinen Platz. die Justiz davon zu überzeugen. dass er folgenden Plan habe. kontrolliert entweichen zu können.

Mein Vorstrafenregister beim Gericht sei ja leer. Aber. würde sich dieser Fall über Jahre durch alle Instanzen ziehen. dass ich keinen Schaden für ihn und Liechtenstein verursacht hätte. dass endlich. Er wisse dies alles. fragte ich. ihn bitte ausreden zu lassen. Sie wollen doch das alles rasch hinter sich bringen. nach so vielen Jahren. Wir könnten die Spanier nochmals anfragen. a-b-e-r.unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. fragte ich ihn. Meine eigene Position in der Verfolgung der Täter von Argentinien würde immens an Stärke gewinnen. Da der Plan vorsah. sodass alles am Ende dieses Jahres erledigt sein würde. Was bedeuten würde. sagte ich entsetzt und schüttelte den Kopf hin und her. wenn vorher alle anderen Fälle juristisch abgeschlossen waren. Aufgrund der Vereinbarung mit der spanischen Justiz würde das Gericht in Barcelona unser Urteil anerkennen und somit den Fall dort schliessen. Warum. könne ich ein mildes Urteil erwarten. Ende des Jahres. ohne auf meine Antwort zu warten. Er habe das Gericht und die STA angewiesen. sagte er. Unmöglich! Und sowieso. ob die den bei Gericht in Barcelona hängigen Fall an uns abtreten würden. auch der spanische Haftbefehl gegen mich aufgehoben würde. welches Resultat würde er sehen. freiwillig nach Hause gekommen war und Reue gezeigt 417 . erwiderte er zu meinem erstaunen. oder wir könnten die in Spanien vorgeworfene Tat bei unserem Gericht selber behandeln (dem 140er) und das Resultat an die Spanier übermitteln. Zudem würde ich nicht verstehen. wenn er doch Kraft der Verfassung jedes Gerichtsverfahren in Liechtenstein eröffnen. nicht wahr. den 140er mit den neuen Vorwürfen zusammenzulegen. Ich befände mich in einer aussergewöhnlich optimalen Lage. Tatsache wäre auch. Er hätte dies mit seinen Experten auch bedacht. warum er sagt. Da ich mich vehement gegen die Beschuldigungen im 140er wehren würde. wiedereröffnen oder einstellen kann. Dies leuchtete mir ein. das Endresultat wäre dasselbe. fragte er mich und fuhr fort. dass er die Justiz von einer Einstellung der Verfahren nicht überzeugen konnte. sagte er und fügte folgende Argumentation an: Wir hätten hier zwei Optionen. Insbesondere weil die verurteilungssüchtige STA mit einem möglichen Freispruch nicht zufrieden sein wird. diesem Fall nun die höchste Priorität zu geben.

dass ein Schuldbekenntnis im 140er absolut keinen Einfluss auf eine Anklage im 101er hätte. Es wäre doch absurd. Und manchmal mache es doch keinen Sinn. sprachlos. Der Anwalt von Helmut würde sich doch kaputtlachen und die Anklage in der Luft zerreissen. Alles sei mit ihm so diskutiert worden. könne dies alles nur reibungslos und in einer überschaubaren Frist passieren. stellte ich fest. Hans-Adam hatte auch darauf eine Antwort. wenn ich mich im 140er ohne weiteren Kommentar für schuldig bekennen würde und im nächsten Atemzug eine Anklage gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Aber unter keinen Umständen.1. Es komme aber darauf an. Es wäre mir bewusst. sagte ich. sagte er. was mir konkret im Gericht dazu dann vorgeworfen würde. Das ich mich im Bezug auf die neuen Vorwürfe (resultierend aus dem Brief an ihn vom 7. Ich widersprach scharf. würde er sofort vorstellig werden. Und wie man sich die Anklage im 101er vorstellen würde. so empfahlen es ihm angeblich seine Experten. fragte ich ihn dann. sagte er. Ob hier alle verrückt geworden wären.) schuldig bekenne. wenn ich mich zu allem schuldig bekenne.hätte. Wie bitte? Ich musste erst die Worte verdauen. vorgelegt würde. hätte nichts von dem verstanden. Ich war. was ich anprangert hatte. soll ich aus heiterem Himmel eine 180°-Drehung machen und mich ohne Kommentar einfach schuldig bekennen? Wer das von mir verlangen würde. belehrte er mich. was selten vorkam. Der Grund dafür waren die Fehlurteile der Justiz hier. Das ergibt doch alles keinen Sinn! Nach über sechs Jahren Widerstand gegen die falschen Behauptungen. auf die ultimative Wahrheit zu pochen. Sollte dies nicht der Fall sein. Natürlich. dass meine Karten im Moment nicht gut sind. Ein undurchdachtes „sich schuldig bekennen‚ könnte schwere Konsequenzen für mich haben. sagte ich. Dies alles würde das Gericht berücksichtigen müssen. fragte ich ihn. Ja. Seine Rechtsexperten wären der Meinung. auf keinen Fall würde ich mich im 140er schuldig bekennen. Am Besten sei es. könnte ich mir wage vorstellen. Weiss mein neuer RA davon. 418 . Recht haben und vor Gericht Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe. Beide Fälle wären juristisch getrennt behandelbar. Ich musste zehn Mal leer schlucken. fragte ich ihn und entschuldigte mich sofort für diese Frage. wenn ich mich bei der Gerichtsverhandlung nicht gross äussern würde.

Zudem hätte er Mittel und Wege zur Hand. begriff ich die Bedeutung des Satzes im Beschluss zum Freien Geleit: „Der Antragsteller kann bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben. Weiters fragte ich ihn. Würde ich mich im 140er schuldig bekennen. Auf dem kurzen Weg dorthin bedankte ich mich nochmals für seine Mühe. die wichtige Anklage gegen die Verbrecher mitzuerleben. dass man mich ins Gefängnis werfen würde und ich nie die Zeit. die Verbrecher ihre verdiente Strafe hier in unserem Land erhalten würden. Ich entschuldigte mich höflich. R. dass nicht nur er aufgrund meines gestörten Verhältnisses zur STA und der Justiz eine ganz kleine Erfolgsaussicht sehen würde. Ich sagte ihm. Gnade und sein Verständnis. Jetzt wäre mir auch klar. wenn ich endlich über die Kombination Argentinien und Liechtenstein hinweg kommen würde. wenn mich das Gericht. Koste es was es wolle. sagte er.Und was ist mit dem blockierten Geld. 419 . dass ich es ihm nicht übel nehme. Dank dem Urteil vom Gericht in Vaduz könnte er einen doppelten Sieg feiern. Er versprach mir dass er sofort nach Abschluss einer erfolgreichen Strafverfolgung auch helfen würde. warum mich ein Gericht zu einer Haftstrafe verurteilen sollte. die er jetzt offenbar nicht einhalten konnte oder wollte. jetzt auf Paragraphenreiterei zu pochen. Es würde keinen Zweck haben. worauf er hinaus wollte. was er damit meine. bedeute dies automatisch. in der ich diese Frage beendet hatte. Er offenbarte mir. dies zu verhindern. Nein.-V. wie dies alles praktisch ablaufen sollte. nach einem sensationellen Schuldbekenntnis ins Gefängnis wirft? In der Sekunde. dass meine Folterer das Geld bekommen. Diese Worte waren zu viel für mich. Auch dazu hatte er sich eine rechtliche Meinung einholen lassen. über mich und über seinen Komplizen Mariano M. Es wäre doch das Beste. Ich sah ihn mit ganz offenen Augen an und fragte. fügte ich konsterniert bei. noch schlimmer Helmut würde alles bekommen. Kraft und Chance hätte. warum der neue RA Müller nicht für die Fälle 140 und 101 nominiert worden war. die Gelder durch ein Zivilverfahren am Wohnort von Helmut wieder zurückzuholen. Ich erkannte sofort.‚ Ich schilderte Hans-Adam meine Befürchtung. Er sehe nicht. dass er mich mit Versprechen nach Hause gelockt hat. stand auf und lief zur Türe. fragte ich. mit dem er die Beute nicht mehr teilen müsste. Hans-Adam wurde etwas ungeduldig. Was würde passieren.

Ich setzte mich wieder. dass er selbstverständlich seine Zusagen und Versprechungen halten würde. Dieser stand auf und ging raus. die Beweislage exzellent. ihm etwas vorzuwerfen. die absolut keine saubere Weste hatte. dass ich 420 . Ich sollte ihn einfach mal fertig ausreden lassen. dass das Einsetzten oder Bestellen eines Sonderstaatsanwaltes sowie die Benennung eines ausserordentlichen Richtergremiums in LIECHTENSTEIN kein Vorteil (für mich) bringen würde. Mit der Verpflichtung der besten Rechtsanwaltskanzleien vor Ort wären die Täter schon mit einem Bein im Gefängnis. Seine Experten kamen zum Schluss. Besser ich bleibe. er würde auch anerkennen. was den Plan betreffen würde. Warum. dachte ich. Ein ehemaliger Mitarbeiter. dass das angestrebte Ziel. sagte er. Er konnte ja wirklich nichts dafür. Weil wir da auf zu starke Widerstände treffen würden. Die Sekretärin klopfte an die Türe und meldete einen Anrufer für HansAdam. Für Spanien und vor allem Deutschland sehe er keine solchen Probleme. Spanien und Argentinien. Die meiste Zeit wurde ja bei der Liechtensteiner Justiz vergeudet. Herr Kieber. Mir war die ganze Situation peinlich. Hans-Adam sagte. Ich stand für ein paar Sekunden still und dachte blitzschnell nach. zitierte er die Worte der Experten. Seit der Anzeige sind über sechs Jahre vergangen. Hans-Adam sagte. dem vertraut wurde. Ich begriff nichts mehr. rechnete er mir laut vor. dass unser System nicht das schnellste wäre. Er habe nach sorgfältiger Prüfung festgestellt. Sollte ich jetzt rausgehen oder sollte ich bleiben. die Verbrecher von einem Kriminalgericht erfolgreich verurteilen zu lassen.Herr Kieber. Der genaue Aufenthaltsort der Täter könnte gegebenenfalls mit Hilfe von privaten Ermittlern ausfindig gemacht werden. b-l-e-i-b-e-n sie hier. der dann Daten mitgenommen hatte. Ich konnte ihm da nur leise und kopfnickend zustimmen. Die Straftaten seien Offizialdelikte und sehr gut dokumentiert. Das würde doch zeigen. rief er. wer war ich. Das waren Deutschland. Vorher sagte er noch. Selbst im Hinblick auf seine LGT. stellte er gleich selber die Frage. Sonst würde er sie erst gar nicht aussprechen und überbringen lassen. viel besser in den Wohnsitzländern der Täter erreicht werden könnte. Natürlich wäre dies alles mit enormem finanziellem Aufwand verbunden. was 1996 in Spanien und 1997 in Argentinien passiert war. dass die Mühlen der Justiz in Argentinien sehr langsam mahlen würden.

dass ich alle bisherigen Forderungen erfüllt hatte. und wenn ich mich zudem so verhalte. Er hat sicher nur Topakademiker um Rat gefragt. fragte ich idiotisch. wie es von ihm gewünscht wird. Ja. Wenn ich es wünschte. Haftbefehle für die Täter wären dann der nächste logische Schritt. Der Plan wäre durchführbar. Langsam verstand ich die Erläuterungen von Hans-Adam. Ob das Ausland die Täter nach Liechtenstein ausliefern würden. wer versichere mir. Er erkenne an. Besser wäre es doch zumindest parallel dazu. Meine restlichen eigenen Mittel würden nie und nimmer ausreichen. Oder würde das Land Liechtenstein die Kosten übernehmen. wie zum Beispiel ein Pauschal-Schuldbekenntnis der zusammengelegten Vorwürfe. erzählte ich ihm. er wisse dies. um gleichzeitig in mehreren Ländern Topanwaltskanzleien zu bezahlen. sagte er und erklärte mir: Selbst wenn meinem Antrag auf Fortführung der Strafuntersuchung stattgegeben würde.würde dies nicht bedeuten. sagte er. sagte ich. Als er zurückkam. diesem Plan zuzustimmen.mir die Angelegenheit doch ein paar Minuten durch den Kopf gehen lassen soll. dass im 101er ja noch der Entscheid des Obergerichts ausstehen würde. dass wenn ich alle weiteren Forderungen von ihm erfüllen würde. dass er Recht hatte. Johann Adam II. eine Anzeige bei den Bezirksgerichten des Wohnorts jedes einzelnen Täters einzureichen. sollte ich im 140er ein Schuldbekenntnis abliefern. Wer garantiere mir. garantiere es mir. sagte ich zu mir selber. nein. Er holte tief Luft und lieferte die bedeutendste Antwort. könnte er der Justiz den Auftrag geben den 101er Gerichtsfall an die Justiz der betroffenen Länder abzutreten. fragte ich. die ich je von ihm gehört hatte: Er. sagte ich zu ihm. Natürlich wäre es mir freigestellt. Nein. dass man nachher immer noch zu mir stehe würde und der Gerechtigkeit ihren Erfolg bringen würde? Von dem blockiertem Geld in Österreich kann ich mich endgültig verabschieden. das meine er ja gerade. Was er als sehr wünschenswert empfinden würde. wer garantiere mir. stehe in den Sternen. rief ich. Das dauert sicher wieder zu lange. Ich sei zwar länger als 421 . jubelte er. Ja. So wie die Lage sich heute zeige. oder – was von Anfang an der Fall hätte sein sollen – die STA in Vaduz die Anklage erhoben hätte . Oder. Denkbar. dass die Täter freiwillig vor dem Kriminalgericht erscheinen würden.

Er war mehr. Es war kein Ehrenwort.ertragbar im Ausland geblieben. witzelte ich ohne eine Antwort zu erwarten. er wäre wirklich an dritter Stelle: zuerst Gott. Unser Staatsoberhaupt. Gab mir sein Wort. Ohne. um eine Strafanzeige gegen die Verbrecher in meinem Sinne voranzubringen. Es habe ihn auch stark beeindruckt. W-O-R-T. dann der Papst und gleich danach er. Und Hans-Adam war keiner. mein Staatsoberhaupt gab mir sein Wort. wie – auf Deutschland umgelegt – das Wort von Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel und Bundespräsident Herr Horst Köhler zusammen. die höchste Instanz im Lande. wenn er dies glaubte. wer sollte mich dazu befragen. Ein Ehrenwort kommt von einem Ehrenmann. Um es für meine deutschen Leser und Leserinnen symbolisch aufzuzeigen. Mir sein Wort. für mein Leben sowieso. Seine Institution war höher. dass ich die zwei ausserordentlichen Politiker und Menschen mit dem Charakter eines Hans-Adam vergleichen will. Sein Wort. OZA- Er gebe mir sein Wort dafür. 422 . Ich wunderte mich über diesen Wunsch und sagte. dass ich kein Erpresser wurde. Als Dank für meine Loyalität übernehme er auch ohne zeitliches oder betragsmässiges Limit alle Kosten die in diesem Zusammenhang anfallen würden. Er bat mich auch. Er forderte mich auf. wenn Aussenstehende wie die Justiz oder die STA von unserem Gesprächsinhalt erfahren würden. dass er alles was in seiner Macht stehe unternehmen werde. Er habe sehr gute Regierungskontakte nach Spanien und Deutschland. Das Wort von Hans-Adam hat soviel Bedeutung für uns Untertanen. Nicht dass ich dachte. nein. Er versichere mir. Er würde es sehr ungern sehen. ganz im Gegensatz zu Lampert. niemandem von unserem Gespräch etwas mitzuteilen. Ob ich dies schriftlich haben könnte. keine Details zu den Mandaten der LGT preiszugeben. Er gebe mir sein WORT -OZE Ich war wie gelähmt. aber ich hätte mein Versprechen gehalten und niemanden verraten. Mir reichte es.

Natürlich konnte (und kann) ich nicht in seinen Kopf hineinschauen. dieser hätte nichts zu sagen und stelle kein Hindernis für mich dar. Als er mich fragte. dass ich den Haun ignorieren solle. von Kaiser nach Hause gefahren zu werden. Er musste auch lachen. merkte ich. 423 . wenn mich etwas bedrücken sollte. Ich lehnte dankend ab und wollte lieber an der frischen Luft runter ins Dorf laufen. ich fange morgen bei der LLB an. Er betonte aber. In der ganzen Diskussion von 1 Stunde und 50 Minuten hatte ich ihm gegenüber immer die Wahrheit gesagt. Als wir beide aufstanden. als ursprünglich geplant war. Er erwähnte noch. Hans-Adam sagte. würde aber aufgrund der Vorgeschichte mit mir übereinstimmen. dass ausgerechnet der STA Haun für die Strafuntersuchung der neuen Vorwürfe eingesetzt wurde. dass ich Gerüchte gehört hatte. er wisse dies nicht genau. sagte ich. dass ich ihn jederzeit anrufen könne. Er schaute auf seine grosse Armbanduhr und mit einem Seufzer sagte er. dass ich etwas wacklig auf den Beinen war und bot mir an. Aha. Wieder ausserhalb der Schlossmauern. Er bat mich ihn auf dem Laufenden zu halten. dass ich morgen um 9 Uhr einen Termin beim Untersuchungsrichter habe. antwortete er. Mir einer einzigen Ausnahme. Ich erzählte ihm. Mit einem Schmunzeln sagte er. ich musste nachdenken. wichtige Geschäfte warteten auf ihn. dass ich mich bei keiner Bank oder Treuhand bewerben würde. sagte ich und zuckte mit den Schultern. dass er davon ausgehe. musste ich ja sagen. dass dies mir gegenüber nicht fair wäre. Auf halber Strecke des Fusswegs setzte ich mich auf den Rand eines Brunnen. Ich wollte. Hans-Adam meinte. Er müsse sich leider verabschieden. Ich durfte den Weg zum Tor alleine hoch laufen. dass er und ich sehr verschwitzt waren. ob nun alle Datenkopien vernichtet seien und ich keine mehr hätte. Er glaubte es mir.Der erste Schritt in diesem Plan wäre meine Einvernahme morgen beim Untersuchungsrichter. Dort sei ja eine Stelle frei. bog ich links ab und nahm den Weg runter durch den Wald ins Städtle nach Vaduz. scherzte ich. dass das Gespräch länger gedauert hatte. Nun. Ansonsten wäre ja der Professor auch noch für mich da. Hans-Adam sah wohl. Und er wünschte mir für die Arbeitssuche alles Gute. Untersuchungsrichter? Morgen? Ich wüsste von nichts.

dass ich als eine Art Selbstschutz eine Kopie für mich behalten hatte. Aber seine echte Nummer hatte ich ja nicht. wie er es in den Monaten und Jahren die folgten. sagte ich. Am Abend notierte ich. die Details vom heutigen Gespräch mit Hans-Adam in meinem Taschenbuch. dass die ganze Familie wieder an einem Tisch sass. Eigentlich wollte ich den Professor auch anrufen.Aber selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt noch den kleinsten. Er kündigte an. dann muss sich diese Befürchtung innerhalb weniger Wochen oder Monate in Luft aufgelöst haben. wie so vieles in den letzten 10 Jahren. Ich weiss nicht warum. rief ich den Bankdirektor auf dem Handy an. So bat ich diesen. Der Kontakt war ausschliesslich über den Bankdirektor möglich. Er war froh. ebenso wie der Professor im August/September in die Ferien verreisen würde. Schön für sie. aber diese Nummer wurde mir nie mitgeteilt. 424 . logischen Verdacht gehabt hätte. dem Professor meine Grüsse auszurichten. dass er. Er fragte wie es gegangen sei. Vielleicht wollte der Professor dies nicht. Zu Hause angekommen. gezeigt hatte. sonst hätte er sich nicht so benommen. Super sagte ich.

entschloss ich mich. dass mehrere Seiten fehlten. dass dies alles war. von einer Krisen. den 10. Weil alle so erleichtert waren. Also sagte ich zu ihr. traute ich meinen Ohren nicht. Zuerst dachte ich. beim Polizeichef Jules Hoch vorbei zu gehen. dem 3-D-Modell und der dicken Schachtel mit den Kopien von Gerichtsunterlagen zum Argentinienfall dem Hans-Adam Anfang Januar hatte habe zukommen lassen. war mir gleich klar. Irgendetwas musste der jungen UR aufgefallen sein. Am Empfang fragte ich den Schalterbeamten. Zimmer 23. Eine schöne Frau. Ich lief die paar Hundert Meter von meiner Wohnung rüber zum Polizeigebäude. Am Freitag. was ich nebst der besprochenen Kassette. was sich da in Vaduz zugetragen hatte. Spontanbesuche sind oft kein Problem. Sie zeigte mir die Kopie. sass ich pünktlich um 9 Uhr bei einer Untersuchungsrichterin im dritten Stock des Gerichts. Als sie aber anfing aus dem Nähkästchen zu plaudern. dass die Katastrophe nicht eingetreten war.. Daher gratulierte ich ihr erstmals. dass sie eine Untersuchungsrichterin geworden war. Ich erkannte sofort. Ich kannte sie von meiner Jugend in Schaan. sobald ich einen Verdacht schöpfte oder mich etwas stutzig machte. Ich wusste nicht. dass meine Abenteuer in Berlin und Holland die schrillsten waren.1. Wie so oft in den folgenden Monaten.oder Kriegkommandozelle und von Abhörmassnahmen zu berichten. so vollständig sei. ob Herr Hoch da wäre und eventuell Zeit für mich hätte für ein kurzes 425 . Sie konnte von aberwitzig wechselnden Haftbefehlen. Auch hatte ich Glück und konnte fast immer die richtigen Fragen stellen..7. Es war das Gefühl einer Befreiung für sie. den 11. Da die Justiz diese Kopie vom Schloss erhalten hatte. Weil es Fragen nach den (technischen) Details zum Datendiebstahl oder grob zum Inhalt der Daten selber waren. ob die ihr vorliegende Kopie meines Briefs vom 7. Warum auch? Gemäss Hans-Adam wäre ja alles nur eine Formsache. waren die Zungen meiner ehemaligen Gegenseite locker. Ich hatte mich nicht auf die Befragung vorbereitet. dass Hans-Adam hinter der Schrumpfung des Umfangs stecken musste. Auf die Hälfte der Fragen gab ich dem Wunsch von HansAdam und der LGT entsprechend keine Antworten.7. da sie mich fragte. Wirklich filmreif. Nach Abschluss der Einvernahme wollte die UR mir über ihre Sicht der Dinge erzählen.KAPITEL 21 Blutspur auf den Rheindamm Am nächsten Tag. Liechtenstein ist ein kleines Land.

Gespräch. Ich äusserte mich auch zum möglichen Interessenkonflikt. Darum war es sein Erstgeborener. wenn er quasi von meinem Gegner nicht nur bezahlt sondern offenbar auch instruiert wurde. erwiderte ich. Hans-Adam hatte Angst gehabt. der Zeit hatte. sagte Hoch zum Schluss. als er mir auf der Treppe herunter entgegen kam. Er bat mich mit in sein Büro zu kommen. Ich erzählte ihm. wie aus einem Horrorfilm gewesen sei. Niemand wusste. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ausser den Kurzkommentaren der UR auch nicht mehr über das KKZ. Für mich nicht ganz überzeugend. Als man den Hinweis gefunden hatte. ich hätte ihm seine kostbarsten Bilder verätzt. Er habe gehört. sagte Hoch. Hoch bedankte sich und fragte wie es mir ginge. In einem freundlichen Ton schilderte er mir das Chaos.und Zahlkombination einfallen würde. da ich immer noch Bedenken hatte. nachzudenken. Das Gespräch dauerte exakt von 11:00 bis 11:55. Hochzeitsreise. Ich möchte mich bei ihm und seinem Team für den Stress entschuldigen. das ich nach meiner Abreise verursacht hätte. mein lieber Kieber. Er erzählte mir. ob er wirklich zu 100 Prozent meine Interessen vertreten würde. Blendend. was sie dort erwarten würde. schrieb ich meinem RA Müller einen Brief. Ich bedankte mich und versprach mich in Zukunft zu benehmen. übermalt oder zerschnitten. dass es eine surreale Situation. Ich sagte zu ihm. auch hier wieder auf eine allgemeine Erleichterung zu stossen. Langweilig wurde es denen hier mit meinem Treiben nicht. dass ich am Mittwoch eine Audienz mit Hans-Adam auf dem Schloss hatte und ich mich dort auch entschuldigt hatte. dass ich deswegen heute persönlich gekommen wäre. dass ich wieder im Land sei. einem Kriegsstab oder so etwas. 426 . Ich fragte ihn ob er etwas über Haftbefehle wüsste. dass ich a) überhaupt einen Hinweis anbringen konnte und b) es niemand gemerkt hatte. Anm. Ich war froh. war dann das richtige Resultat. war Hans-Adam zuerst sprachlos und dann sehr erzürnt.: Hoch erzählte mir natürlich nichts von den diversen Handlungen. zu denen er vom KKZ beauftragt worden war. was wohl seinem Papa als erstes zur Wort. Ich schilderte ihm meine Einvernahme bei der UR. Man telefonierte herum und liess mich dann durch die doppelte Sicherheitstüre hindurch. als sie alle im Schloss vor dem Kunstgemäldebunker standen. Er verneinte. Zu Hause angekommen. Herr Kieber.

Am Mittwoch. fragte ich. dass keine der zwei Liechtensteiner Zeitungen wirklich Interesse haben könnte. ein solches Drama publik zu machen. nach Ruggell. Folgendes war mit dem Titel EDIKT abgedruckt.. Irgendetwas von einer Exekutionssache mit einem gewissen Herrn Helmut Roegele. mit welchen die ausländischen Titel für vollstreckbar erklärt wurden und die Exekution bewilligt wurde. An Herrn Kieber Heinrich. Ab und zu fuhr ich ins schweizerische Sargans oder sogar bis nach Chur hoch.7. erreichte mich ein Anruf einer Bekannten auf meinem Handy. 27. Beide Zeitungen sind das Organ einer der zwei Volksparteien. sind in der Exekutionssache Roegele Helmut vd: Heinrich Concin u. 5. wieder abholen. Mein Blut begann zu kochen. 2. den 16. Rechtsanwälte in Bludenz gegen Kieber Heinrich die Beschlüsse vom 26. Ich bedankte mich für ihren Anruf und fuhr fuchsteufelswild mit dem Velo vom Rheindamm runter ins nächste Dorf. wird Herr Rechtsanwalt Dr. Gilmstr. der sie auf ihre Gefahr und Kosten vertreten wird. Gerade als ich umkehren wollte. a. die Zeitung zu lesen. Burkhard Hirn. zuzustellen. 2003. Ich genoss es auf den Rheindamm rauf und runter zu radeln. 2003 427 . bis sie selbst auftritt oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. Dann kam mir in den Sinn. am 18. machte ich einen Veloausflug bis an die österreichische Grenze. WAS. Bezirksgericht Feldkirch.Am Wochenende konnte ich mein altes Fahrrad. Es sei ein Edikt publiziert worden. 6800 Feldkirch zum Kurator bestellt. sagte sie. Ich würde in der Zeitung stehen. dass irgendjemand eine Story über die vergangenen sechs Monate gedruckt hatte. FL9496 Balzers. 6. Ich war so nervös. zuletzt in Neue Churerstr. OT Entfernt. Im Liechtensteiner Vaterland. schrie ich. Dort kaufte ich mir die Zeitung. Abt. Damit war ich wieder mobil. Schliesslich überleben beide Publikationen seit Jahrzehnten nur dank des dicken Zuschusses aus der Staatskasse. dass ich mich erst wieder auf dem Rheindamm traute. das ich eigentlich einem Bekannten geschenkt hatte. Da der Aufenthalt der oben genannten Person unbekannt ist. 2. Warum? Wieso. Ich befürchtete.

2003? Wieso exekutierbar? Das letzte Wort in der Zivilsache war doch noch nicht gesprochen. Aus einem Zeitungsinserat muss ich erfahren. In meiner Wut konnte ich mich nicht mehr beherrschen. Was für ein Urteil vom 23. ich konnte es nicht glauben. Ich war froh. da sie keine rechtsgültige „“Adresse“ meinerseits mehr hatte. Ich fluchte die ganze Zeit. schrie ich. was ich in der LGT Bank angestellt hätte. Ich stolperte und fiel ungebremst auf die geteerte Rheindammstrasse. verdammt. Es sass der UR Dr. seine Regierung. Wir redeten über die Angelegenheit und da wir nicht in seinem Büro waren. man glaubte es kaum. musste das Gericht diese Anzeige publizieren. auf Höhe des Schaaner Sportplatzes sitzen. den nie hatte er mich so gesehen. dass ich ausgerechnet ihn getroffen hatte. Man hätte hochkarätige Anwälte für meine Sache eingespannt. Wer weiss. Ich fing an zu schluchzen. ich sei verrückt geworden. Meine beiden Knie bluteten stark.Anm. neben sich sein Velo. zum ersten und letzten Mal. Und was jetzt. Ihm vertraute ich immer ganz. er musste wohl gedacht haben. Ich musste sofort nach Vaduz. was man von mir verlangt hätte. Zu Recht. Ich 428 . Verdammt. sagte ich. Ich drückte die Pedale so schnell es ging. Ich zeigte ihm den Artikel und fluchte über alle.: Da mein alter RA HIRN nicht mehr für mich beim Gericht in Feldkirch tätig war. dass es ein paar Meter schwarze Gummispuren gab. Er war sehr bemüht mich zu beruhigen. Ich war kurz vorm Explodieren. Er war über meinen Zustand sehr erschrocken und fragte nach. die Justiz. Was ihm dann gelang. Und. Dann. konnte ich ihm mehr Details erzählen.2. schrie ich in den Himmel. Es war schon nach 16 Uhr und ich wollte noch den Bankdirektor in seinem Büro antreffen. dass alle ihr Gesicht nicht verlieren würden. kreischte ich. dass es in Bezug auf das blockierte Geld schon zu spät sein könnte. Paul Meier dort. Ich bat ihn um Verzeihung. Ich warf mein Velo auf den Boden und ging zu ihm. Und auch ich selber erkannte mich nicht mehr. ballte meine Fäuste und sagte etwas im Sinne: Ich wusste es! Ich wusste es! Euch kann ich es auch noch zeigen. verplapperte ich mich ein wenig. was denn los sei. Ich hätte alles gemacht. Der arme UR. Ich bremste so stark. seine LGT und ihr. wen sah ich auf einer Bank beim Rheindamm. Niemand hätte mir davon etwas gesagt. sodass er. Erst vor einer Woche hätte ich Hans-Adam alles Mögliche zugestanden. Ich hyperventilierte stark. also das Gespräch nicht in einem offiziellen Rahmen stattfand. verdammt noch mal. Alles nur Lug und Trug.

schilderte ihm. Ich plante ganz früh am nächsten Morgen mit dem Bus zum RA Müller zu fahren und ihn wegen des Edikts zu fragen. dann sind sie halt verloren. „Im Internet. Zudem hatte ich nie um Geld gefragt und würde solches nie annehmen. er wisse dies. Zweitens müsse ihm doch klar sein. sagte ich. dass er sich vorstellen könnte. sagte ich. um mich nachher als Erpresser abzustempeln. euch könnte ich es auch noch zeigen. Ich erzählte ihm. dass es der Verbrecher Helmut es bekommen könnte. dass ich keine habe. Warum auch. nicht wahr?‚ meinte er. Rein aus Sicherheitsgründen. sagte er. was ich alles in Berlin und Amsterdam erlebt hatte. Erstens habe ich keine Kopie mehr. dass mir einmal eine Art Geld für eine organisierte Flucht angeboten wurde. den ich seit der Barcelonageschichte erlitten hatte. Das blockierte Geld ist meines. Drittens wäre das Internet der letzte Ort wo ich eine Kopie herumfliegen lassen würde. Es wurde eine frühe Nacht für mich. Ich war aber nicht darauf eingegangen. Ja. wo ich eine Kopie der Daten versteckt halte. schoben wir beide unsere Velos neben uns her. Unter schwachen Schmerzen setzte auch ich mich aufs Radl und fuhr gleich nach Hause. dass es eine Falle wäre. Daher bitte ich euch alle. Nicht der Rede wert. Was ich damit gemeint hätte. Typische Liechtensteiner Denken – mit Kohle jeden Ärger aus der Welt schaffen. Denn schon letzte Woche wurde ich mehrfach gefragt: am Donnerstag die Untersuchungsrichterin. Ich war felsenfest davon überzeugt. sagte ich. erwiderte der UR. Wo denn. da ich sicher war. Es wäre rechtlich unmöglich. dachte ich. Also in beiden Fällen wäre die Antwort dieselbe. am Freitag der Polizeichef. Er grinste dabei. Da meine beiden Knie noch sehr schmerzten. als ich im Ausland war. ich sagen müsste. Wie bitte. dass selbst wenn ich eine hätte. Ich musste lachen. Bei der nächsten Abzweigung verabschiedete er sich von mir und radelte fort. sagte ich. irgendwann zu vergüten. diese Frage nicht mehr zu stellen. fragte er mich auf einmal folgendes: Ob die LGT oder Hans-Adam mir nicht angeboten hätten. Die sind ja alle paranoid mit diesem Thema. fragte ich frech. Es wurde Zeit für ihn nach Hause zu gehen. wie das Gespräch mit Hans-Adam abgelaufen war. fragte er mich. 429 . Aus heiterem Himmel erwähnte er beiläufig. meinen finanziellen Schaden. Wenn die Gelder in Österreich verloren sind. als ich geschrien habe. Als das Thema wieder auf den Zeitungsartikel kam.

dass er ja kein Mandat von Hans-Adam oder der LGT für die blockierten Gelder bekommen hatte. Ich erzählte ihm. indem er sagte. Daher rief ich ihn auf seinem Handy an und bat ihn mich kurz bei der Post zu treffen. wie er durch die Haustüre kommen konnte. erwiderte ich. sozusagen. Um 16. Ich war schon um 08. klärte er mich auf. Sollte die fertige Schrift in die falschen Hände gelangen. Er gab dem RA Müller die Order.Gesagt. dass ich doch wüsste. würde nichts geschehen. rief die Sekretärin vom Bankdirektor an und kündigte seinen Besuch bei mir zu Hause an. Ich hätte die Idee.00 Uhr am Donnerstag. Dieser hatte wiederum enge Freunde im Regierungsamt. 430 . dass sie den Zweitschlüssel für unten und oben haben. sagte ich und fragte. Freitag. Ich schnappte mir die Badehose und fuhr mit dem Velo zum Rhein. den 17. getan. Er müsse mit mir einiges besprechen... Kein Problem für mich.7. Er zeigte auf den Schlüssel in seiner Hand und meinte. Der Bankdirektor sah ein. Er war sichtlich geschockt und begleitete mich zu Müller. Gute Idee. Nein. Man müsste halt abwarten. Zehn Minuten später war er angekommen. Firmen oder Zeitabschnitte zu benennen. sagte ich. Um die Mittagszeit rief die Bank noch einmal an und verschob den Besuch auf 16:00. RA Müller konnte sich aus der Affäre ziehen. bei der Post in Schaan. Für den Notfall. Am nächsten Tag. dass dies ein Versäumnis war. ob dies der Dank für mich wäre. wo ich die bestellten Kopien vom 101er beim Gerichtssekretariat abholte. dass der Bankdirektor auf seinem Weg zur Arbeit durch Schaan fahren könnte. Ich nutzte die Zeit und begab mich zum Landgericht.10 Uhr stand der Bankdirektor vor meiner Wohnungstüre und klopfte. Er fragte wie es mir gehe und ich sagte so lala. wüsste ich nicht. Ich bedankte mich bei allen und wünschte einen schönen Tag. Ja aber Hallo. ohne Schlüssel. Offenbar hatte er Bruchstücke von einem Drama Anfangs Januar erfahren. was jetzt wirklich alles passieren würde. bestätigte ich die neue Zeit. bestätigte er mir. Da sie die offiziellen Wohnungsmieter waren. darin keine Namen. Ich zeigte ihm das Edikt und fragte.7. dass ich mit der Grundstruktur der gewünschten Denkschrift angefangen habe. Ich wusste. den 18. der Sache nachzugehen. Ich liess mich auf keine Diskussion ein und verliess diesen Rheinabschnitt. erhielten sie die Zweitschlüssel. Dort tummelte sich auch ein alter Bekannter von mir.

steige aber nicht aus dem Bus. Ausser wenn ich im Linienbus von hier z. Ihnen auch. In Zukunft werde ich zu den Büroöffnungszeiten das Zentrum von Vaduz meiden. Er bat mich deshalb. sagte ich. Die letzten zwei Wochen im Juli 2003 waren besuchsmässig sehr ruhig. so wäre man froh. nach Buchs fahren würde. hatte sich gut eingelebt und war sehr glücklich dort. den Professor und die getroffenen Abmachungen eingeweiht. Höchstens in der Gefängnisküche. Niemand hatte sich bei mir angemeldet. Diverse Leute der Treuhand hätten mich aber mehrmals mit dem Velo in der Umgebung der LGT Treuhand gesehen. Ausserdem. Von meinen neuen Nachbarn in Vaduz lernte ich einige besser kennen. hatte ich mich nicht gross angestrengt. Um fit zu bleiben. Feuerstein treffen. Ich konnte ihm die erforderlichen fünf schriftlichen Bewerbungen vorlegen. Ich verfasste einen Brief an den Bankdirektor und einen an RA Müller. Man hatte ja den Dr. Hans-Adam wollte dies nicht. Ehrlich gesagt. dass ich bald keine Stelle mehr antreten könnte. Auch besuchte ich meine alten Nachbarn in Balzers. Auch wussten sie nichts von meiner Heimkehr. Keiner bedrängte mich mit Fragen. wurde ich wieder Mitglied beim OLO’s GYM in Triesen. was sich seit meiner Rückkehr abgespielt hatte aus.Er hätte noch ein anderes Anliegen. Zum Abschied sagte er mir. zum Beispiel dass ich einfach nicht verstehe. Herr Kieber. insbesondere Dr. mein Kommandant. Auch das Ehepaar. wäre es durchaus möglich gewesen. So wie die Dinge langen. wenn ich keine Diskussion anfangen würde. Drei oder viermal die Woche absolvierte ich ein Krafttraining dort. Feuerstein und den Rest der Geschäftsleitung der LGT Treuhand nicht über seine Reisen ins Ausland. zu Befehl. Niemand aus diesem Hause hatte etwas mitbekommen. Schönes Wochenende Herr Bankdirektor. Im Brief an den Bankdirektor drückte ich (im Vertrauen) mein Befremden über einiges. sondern einfach in eine andere Richtung weglaufen würde. dann durchquere ich das Zentrum. Ich solle ihnen vertrauen und aufhören so misstrauisch zu sein. Den einzigen Termin. das meine alte Mietwohnung gekauft hatte. Meine einzige Waffe war das Schreiben. Alle waren ohne Erfolg. warum man in der Angelegenheit der blockierten Gelder 431 . nicht in die Nähe der Treuhand zu gehen. dass alles gut werden würde. sollte ich irgendwo auf einen ehemaligen Arbeitskollegen der Treuhand. den ich hatte war der Pflichtbesuch beim Sachbearbeiter der ALV. Ja.B.

wenn er mir als Subsidiarankläger bei der Ausfertigung der Anklage helfen würde. die Verbrecher zur gerechten Strafe zu bringen. Die STA würde ja sicher keinen Auftrag von Hans-Adam bekommen. dass man es doch lieber zuerst einmal beim Liechtensteiner Gericht versuchen sollte. wenn er bis jetzt noch nicht einmal die Akte studiert hatte. dann wäre ich froh. Dieses Thema schloss mit den Zeilen. Es wäre ein wichtiger Bestandteil meines Kampfes der letzten sechs Jahre. wenn einer der Verbrecher mit einem Sack voll Kohle für seine Taten auch noch belohnt würde. Zu unserer (Bankdirektor. Beide Briefe lieferte ich persönlich am 31. insbesondere Deutschland und die USA (§124). wie der RA Müller für mich im kommenden Prozess (140er) kämpfen wollte. dass ich verwundert wäre. Ich sei deswegen zu bestrafen. dem Vergehen der Datenbeschädigung (§126) und dem Vergehen der Urkundenunterdrückung (§229) angeklagt. wegen dem Verbrechen der Gewalt und gefährliche Drohung gegen den Landesfürsten (§ 249 StGB). RA Müller und ich) Fassungslosigkeit wurde ich. Ich würde langsam den Verstand verlieren. 106). Ich wäre der Meinung.noch nichts unternommen hatte.7. Ich würde nicht verstehen. bei den Büroadressen der Herren ab. In Liechtenstein formuliert die STA in der Anklage keinen Antrag auf die von ihr gewünschte Strafe. was allgemein erwartet wurde.oder Betriebsgeheimnisses zugunsten des Auslands. dem Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. Ich bat den RA. Ich war von der Argumentation von Hans-Adam noch nicht ganz überzeugt. Im Brief an RA Müller befasste ich mich vor allem mit den Fall 101er. da man jetzt den RA Müller für die blockierten Gelder angeheuert hatte. wie Hans-Adam auf einer Seite mir massiv helfen würde. dass ich insofern wieder Hoffnung habe. Mit welchem Kenntnisstand er mich verteidigen würde? Mit einer fliegenden Durchsicht des dicken Aktes einen Tag vor dem Prozess. 432 . fragte ich. 105. sollte das Obergericht meinem Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zustimmen. aber es ihn auf der anderen Seite offenbar nicht allzu gross stören würde. Ich schilderte im Brief weiters. Am gleichen Tag war auch die magere acht Seiten lange Anklageschrift mit den Vorwürfen im Zusammenhang mit meinem Schreiben an HansAdam fertig. dem Verbrechen der schweren Nötigung (§15. ganz entgegen den Erwartungen und Beteuerungen.

Dies war wohl eines der notwendigen Ventile. Mit meinem RA und dem Bankdirektor diskutierte ich ausgiebig die Anklage. Der Professor wurde telefonisch über den sich verschlimmernden Zustand von mir informiert. der immer schon eine feine Antenne für meine Gefühlslage hatte. war die Tatsache. HAUN. als Jurist. Was in einer Anklage stehen würde. dass ich keine Angst wegen der vielen Einzelvorwürfen haben sollte. dass ich nie freiwillig zu der Verhandlung gehen würde. als ich trotzig kundtat. machte sich grosse Sorgen um mich. Dieser Umstand war äusserst unerträglich für mich. was schlussendlich zu einer möglich Verurteilung gelangen würde.Meinen aufmerksamen Lesern können sicher auch auf den richtigen Namen des STA tippen. Mein Gott. Über die Anklagepunkte selber und das ausgerechnet Haun diese vertreten soll. Speziell dann. sodass sie Luft ablassen könnte. wenn Hans-Adam mich unverkennbar zum Schlachthof führen lässt und mir gleichzeitig seine universelle Hilfe anbietet. dass die allermeisten Menschen. Nachdem was ich alles wegen ihm seit Jahren ertragen musste! Noch schlimmer: Nachdem was Hans-Adam. solange Haun dort sei. was Hans-Adam meinte. der dieses Anklage geschrieben hatte und sie vor Gericht vertreten möchte. warum mussten sie mich immer noch quälen? Hatte ich mich nicht genug unterworfen? Was ich noch nicht begriffen hatte. Ende. fragte ich. wer den sonst. Der Bankdirektor. diagnostizierte er aus der Ferne. wie das Gesamtbild noch stimmen könnte. sei noch lange nicht dasselbe. es auch als sehr verletzend und demütigend empfunden hätten. beteuerte mir. Mit verschiedenen. Liechtenstein und die LGT wegen ihm durch mich seit Januar 2003 (unter der Berücksichtigung des Datendiebstahls eigentlich schon sein 2002) mitmachen mussten! Warum? Warum. damit die Verbrecher vor ein Kriminalgericht kommen. Jeder wollte zum Schuss kommen. dass man der Justiz ein Ventil geben müsste. Warum konnte man nicht einfach einen "unvorbelasteten" Ankläger nehmen? Langsam begriff ich. wären sie an meiner Stelle gewesen. Zudem stellte ich die berechtigte Frage. Ich bin mir sicher. dass dahinter ein ganz fieser (Rache)Plan stand. Der RA. Aus psychologischer Sicht ein total falscher Schritt. Er empfahl 433 . Er war entsetzt. als er mir sagte. Ja. abwechselnden Akteuren. Dies sei so üblich. Warum ausgerechnet ER? Man hatte andere Staatsanwälte bei der Staatsanwaltschaft.

Ich konnte es nicht fassen. dass es zu spät sei. schrie ich ihn am Telefon an und entschuldigte mich gleich für den Ton. Nötigung u. Nachvollziehbarerweise tobte ich wie ein Wildschwein. Alles würde gut werden. Die nächsten paar Tage verbarrikadierte mich in meiner Wohnung und brütete darüber. was das alles bedeuteten soll und vor allem. dass dieser mich anrufen soll und einiges klären soll. Es wäre eine 14Tage-Frist gewesen. Er erzählte mir. fragte ich. wenn mir schon in Holland felsenfest versprochen wurde. dass ich den Haun ignorieren sollte. als sie davon erfahren hatten.w. Er sagte zu mir. fragte ich. Ich fragte ihn. quasi ‚abgefolterte‚ Beute abkassieren. warum ich überhaupt wegen Drohung. von Haun und der abgelaufenen Frist. Man hätte also fristgerecht einen Einspruch erwirken können.s.dem Bankdirektor Hans-Adam zu bitten.CHF freuen. dass er mir dies mir beim Besuch auf dem Schloss ausführlich erklärt hätte. Da 434 . angeklagt werden soll. Er entschuldigte sich und meinte nur. Selbst beim blockierten Geld sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Seine Nachforschungen in Bezug auf die Gelder in Österreich hätten ergeben. Nach über sechs Jahren konnte mein Folterer Helmut Roegele sein Glück nicht fassen und seine erpresste.. schrie ich. Zu spät? Zu spät. dass es allen direkt oder indirekt Beteiligten klar sein musste. Helmut Roegele. Am frühen Abend bekam ich einen Anruf von Hans-Adam. die am 25. wenn ich all seine Forderungen erfüllen würde. Natürlich schmerzte mich dieses Ende sehr. dass es furchtbare emotionale und psychische Konsequenzen für mich haben würde. Nicht nur konnte er sich auf fast 900'000. wohin es noch führen würde. dass ich die Anklage nicht als fehlerfrei ansehen soll. WAS. Und warum Haun. Ich weiss nicht. Bevor dieser aber mich anrief wurde mein Zustand noch unerträglicher. RA Müller meldete sich wieder. Sicher ist. dass eine Frist verpasst worden wäre.7. Die Gelder wären nun in Reichweite des Täters aus Argentinien. Er wusste von der Anklage. was in den Köpfen derjenigen in Liechtenstein vorgegangen war. jammerte ich. Es war wie eine zweite Folter für mich. Was für eine Frist. er musste auch keinen einzigen Franken mit einem seiner Komplizen teilen. dass ich überhaupt nicht belangt würde. nein.03 abgelaufen wäre. Er wiederholte.

Hier musste ich Rücksicht nehmen. wäre schon sehr niederträchtig. dass er davon überzeugt wäre. Ich wies ihn nochmals darauf hin. Robert Wallner mehrfach gesprochen. ob er ganz sicher wäre. Je mehr ich über die ganze Sache nachdachte. desto verwirrter war ich. dann hätte er doch dafür keine Macht missbraucht. Ich weinte und fragte. Klar kann eine STA nicht "neutral" sein.wüsste er aber mehr als ich. eine Anklage im 101er rechtsgültig vorlegen zu können.8. Ob das Kriminalgericht auf die Anklage mit Strafurteilen folgen würde. den ganz klar voreingenommenen Haun als Kläger zu bestimmen. da sollte ich kooperativer sein. dass ich bei einer Verhandlung anwesend sein würde. Ich 435 . Er würde sich der Sache Haun nochmals annehmen. dass es besser wäre. Diesem Hinweis folgend verfasste ich dann am 5. dass Haun die Anklage vertreten würde. besser gesagt wohl die Unantastbarkeit der STA. Dass man aber extra den Haun dafür nominieren würde. aber das ist einfacher gesagt als getan. Er habe mit dem Chef der STA. sodass jene das seit Jahren liegende Verfahren dort einstellen und den Haftbefehl löschen können. nicht allzu sehr darüber nachzudenken und mich stattdessen auf den mit ihm vereinbarten Fahrplan zu konzentrieren. wiederholte ich Hans-Adams Worte. Darin "bedankte" ich mich im Voraus für seine Mühe. wenn es sich als wahrhaftig herausstellen sollte. warum er nicht die ihm durch die Verfassung zustehenden Rechte benützen würde. Bei allem Verständnis für die Unabhängigkeit. sagte ich. dass ich bei der Justiz in Vaduz nie eine wirkliche Chance haben würde. ich könne nicht garantieren. da sollte ich dankbarer sein. kann niemand voraussagen. Er bedauerte zu sagen. Ich versprach ihm dies. ein kurzes Schreiben an Dr. Ignorieren. Er bat mich. Aber. das kommende rechtsgültige Urteil persönlich den Spaniern zu übermitteln. was schon passiert war. beendete ich meinen Vortrag. Dieser wäre von ihm beauftragt worden. versprach mir Hans-Adam und sagte auch. dem Oberstaatsanwalt Dr. dass das Gericht meine Subsidiaranklage annehmen würde. sagte ich. hier musste ich beiden Augen zudrücken. sich mit der STA nicht allzu sehr anzulegen. Ich bräuchte sie schliesslich noch wegen der Spaniensache. Wenn er erlauben würde. ignorieren. kann es doch nicht der Wille von der Leitung der STA sein. schliesslich vertritt sie ja die Anklage. Ich fragte ihn. so wollte ich ihn wissen lassen. Wallner. Nach allem. sodass zumindest eine Anklage angenommen würde. dass eine Anklage ja kein Urteil sei.

dass der UR Dr. dann könnten die Verbrecher wiederum 436 . Ausdruck meiner damaligen persönlichen Verfassung zeigen deutlich die letzten elf Zeilen jener Mitteilung ans Gericht. enttäuschtes Opfer Dies waren überhaupt meine allerletzten Zeilen. dass der ausstehende Obergerichtsentscheid im 101er negativ ausfallen könnte. Insbesondere die letzten vier Worte hätten beim Gericht diverse Leute aufmerksam machen sollen.von ganzen Herzen danken. die ich dem Gericht geschrieben hatte. Er redete wie ein Irrer auf mich ein.08. 140er und das Zivilverfahren eingereicht hatte. mich von dem Einreichen des oben genannten finalen Antrags abzubringen. der den „Deckel‚ auf diese Akt 10 Vr 101 / 97 – der mein ganzes Leben in den letzten 6 1/ 2 Jahren bestimmt hat – zuschlägt. das stand fest. wurden meine Notizen. Wenn ich dies tun würde.02 in Sachen Fortsetzung der Strafuntersuchung. die er sich sicher genommen hätte . es nicht zu tun. Wie fast immer in den letzten sechseinhalb Jahren. Gerhard MISLIK für seine Mühe und Zeit.verlor den Überblick.11. Beweismappen. Paul Meier fast eine Stunde lang versucht hatte. Eine nochmalige Demütigung würde ich nicht ertragen können. verfasste ich eine kurze Mitteilung an das Gericht. Analysen. Obwohl der UR und mein RA. Antworten und was ich sonst noch alles für den 101er. Am 08. Ich stellte den Antrag auf Rücknahme meines Antrags vom 22. Insbesondere möchte ich dem UR Dr. „hätten‚. Auf einmal hatte ich grosse Angst. So kam ich zum traurigen Schluss. Ich habe einfach keine Kraft und Energie mehr. oder wenn dann nicht richtig oder vollständig gelesen. überhaupt nicht. Ich habe auf ganzer Linie versagt und resigniert. beide juristische Experten. Schreiben. Mit diesem Schreiben bin wenigsten i-c-h selber derjenige. Ich muss dazu sagen. eine mögliche weitere Demütigung nach neuerlichem jahrelangem Kampf vor Gericht zu bewältigen ohne dabei am Ende komplett durchzudrehen. ein zutiefst verbittertes. Anträge. dass es besser wäre. das Gegenteil erwarteten. Aber eben. wenn ich all dem ein Ende setzte. Heinrich Kieber. Paul MEIER für seine jahrelange Arbeit und dem Oberrichter Dr.

so wie es mir Hans-Adam versprochen hatte. erhalten hatte. Aktenmappe zu. Jetzt. Keine Zeit. Die Täter dachten sicher. selbst wenn das Obergericht mir den Status als Subsidiarankläger erlauben würde? Dr. abgelaufen war. ich nie wieder das Verfahren in Liechtenstein eröffnen könne. Er versuchte mich davon zu überzeugen. sagte er. es nutzte nichts. wusste ich zu berichten. Netter Versuch. wo ich es radikal gemacht habe. Welche Chance hätte ich da. ich soll die Argentiniensache in Liechtenstein vergessen. dass nicht alle Richter so wie der LR Uwe Oehri wären. deren Widerstand gegen eine Kriminalverhandlung im 101er sich wie ein roter Faden durch die ganzen letzten sechseinhalb Jahre zog. sollte ich diesen Antrag stellen. an Hans-Adam und die LGT wären jetzt sicher angebracht. zumindest von Helmut Roegele & seiner Frau. endlich den 101er losgeworden zu sein. Nicht zu vergessen die überraschten Gesichtern der Täter. ob mein RA Müller davon wüsste. dass er den Antrag von Müller mitunterschrieben haben wollte. Er machte einen letzten Versuch und fragte mich.und Energieverschwendung mehr mit der Justiz hier. Glaubst Du nicht auch. Was nun wieder. dass können mein Folterer Helmut und seine Kinder in diesem Buch nachlesen. Ich muss gestehen. Ich sagte nein. dass ich ein Gefühl der Erleichterung hatte. Ein fettes „Dankesschreiben‚ zusammen mit einem "Spendenscheck" von Helmut & Co.8. Ich reiche den Antrag hiermit ein. dass sobald der Antrag die Runde gemacht hätte. Es gäbe noch die Möglichkeit eines Verfahrens im Wohnsitzland der Täter. Gerade als Privatbeteiligter am Prozess. Insbesondere die STA. Gemäss Gesetzt kann ich den Antrag auch ohne meinen RA einreichen. war mein letztes Wort. was alles im Hintergrund. sie wussten und wissen es bis heute nicht. Ich konterte mit der Tatsache. Aber eben.einen Sieg über mich verbuchen. sagte ich. sagte ich. Endlich wusste ich wo ich stand. Meier versuchte es hartnäckig. bedeutet Fall geschlossen. Helmut? Nachdem mein RA Müller eine Kopie meines Antrages vom 8. ist man 437 . leider oft nur zu ihren Gunsten. Klar war mir auch. Widerwillig nahm er meinen Antrag an. Was das war. nicht wenige bei der Justiz froh waren. Zuerst reden alle auf mich ein. erinnerte ich ihn. rief er mich sofort an und war entsetzt. ich muss verrückt geworden sein. die ja einen Anwalt in Vaduz hatten. Er warnte mich. Meier meinte dann. Das wäre mir klar. sagte ich. dass ausgerechnet dieser Oehri den Vorsitz des Kriminalgerichts inne hat.

wenn Oehri und Haun mir gegenüber stehen würden. dass es an der Zeit wäre.entsetzt. fragte ich sarkastisch. Er würde sich dieser Sache auch annehmen. Auf Wiederhören Landesführer. Er hätte leider wieder schlechte Nachrichten für mich. er hätte gehört. dass ja Gegenstand der Kriminalverhandlung sein würde. Ich erzählte ihm. dass mich keine 100 Pferde in den Saal bringen würden. Hans-Adam war auch erstaunt. wenn er als Richter im Zivilstreit amtete und mir dort einen enormen Schaden zugefügt hatte und ich ihn in dem berühmten Schreiben. Wie bitte? Ich glaubte es nicht. dass der LR Uwe Oehri meinen Fall beim Kriminalgericht verhandeln möchte. Ich bat darum. nicht aus den Augen lassen. sagte er mir. Wenn es dringend wäre. Tausend Dank. Nein. Hassen die mich so sehr. mit Freundlichkeit kommt man viel weiter im Leben. Auf Wiederhören Herr Kieber. Hans-Adam sagte gleich. was durchaus möglich wäre. Bei aller Liebe. Was denn wieder? Ist Helmut Roegele gestorben. das stimme. Ich musste meine Verbitterung unter Kontrolle bringen. Für mich war das Fass voll. Ich bedankte mich für den Anruf. mit der Betonung auf Bösen. Wie könnte Oehri den Fall behandeln. dass er auch keinen Sinn darin sehen würde. aber er habe mir ja gesagt. fragte ich ihn. die Täter von Argentinien vor ein Gericht zu bringen. sagte ich. Er wäre nicht im Hause. Er wäre seit mehreren Jahrzehnten Anwalt. Und immer nur das von Hans-Adam versprochene Fernziel. 40 Minuten später rief er an. dann könnte er sicherlich innerhalb der nächsten Stunde zurückrufen. Ich erzählte ihm vom Vorhaben des LR Oehri. Ca. und korrigierte mich gleich: Bei allem Bösen. zu Recht der Inkompetenz und der Entwürdigung überführt hatte. Ich wählte sofort die Nummer vom Schloss und bat beim Sekretariat mit Hans-Adam verbunden zu werden. Ja. dem Regierungschef Hasler und 438 . zumindest hinterliess er bei mir diesen Eindruck. Danke und Auf Wiederhören. niemand will mir Böses. wenn mich etwas bedrücken würde. Müller war auch erstaunt. wenn Oehri diesen Fall behandeln würde. würde ich kein einziges Wort sagen. da ich als Angeklagter anwesend sein muss. das habe ich nicht verdient. Er sagte. So entschloss ich. dass ich ihn jederzeit anrufen könnte. Ich entschuldigte mich für die Anspruchsnahme seiner kostbaren Zeit. versprach er. Sollte ich mit Polizeigewalt in den Saal gebracht werden. Hans-Adam hatte Recht. Nie hätte er ein solches Mass an Interessenkonflikt angetroffen.

kam nicht um unseren Tisch herum. sagte ich. dass er persönlich nicht im Stande wäre. Ich sass zum Glück mit dem Rücken zu ihm. Er hatte mich zum feinen Essen eingeladen. Das Lokal war klein und jeder der das Lokal verlassen wollte oder auf die Toilette musste. fragte ich. Warum der Aufwand. Es war aber im Juli oder August 2003. Ich wurde nervös. weil ich 439 . sondern ihm bei der nächsten Gelegenheit in Vaduz übergeben. Ganz logisch erschien mir diese Aktion jedoch nicht. Hr.8. Warum nahm sich der Oehri die Mühe aktenkundig seine Befangenheit zu erklären? Er.dem Liechtensteiner Botschafter in Berlin ein paar kurze Zeilen zu schreiben. die ich verursacht hatte. ob ich mit Hans-Adam über den Oehri gesprochen hätte. Er sei in dieser Sache aktiv geworden und wollte gerade in meinem Namen einen Antrag auf Befangenheit des LR Oehri stellen. Der Brief für den Botschafter wurde aus Vorsicht nicht nach Berlin gesandt. Der Bankdirektor konnte ihn diagonal über meine linke Schulter sehen. nichts mit der Verhandlung zu tun zu haben. den Vorsitz zu übernehmen. Somit wäre der Weg frei für einen unvorbelasteten Richter in dieser Sache. sich selber für befangen zu erklären. Auf zynische Art und Weise macht er meine Befürchtungen lächerlich und erklärt sogar. dass Hans-Adam offenbar mit dem Präsidenten des Obergerichts. fragte ich mich. Ja. Zusammen mit drei weiteren Personen.08. Max Bizozzero telefoniert haben muss und seinen Unmut über die Einsetzung von LR Oehri in diesen Fall kundtat. Damit wir nicht zusammen in Liechtenstein gesehen wurden. ein Gourmetrestaurant. als Präsident des Kriminalgerichts hätte doch einfach von Anfang an „entscheiden‚ können. Die Antwort dafür konnte ich in seiner Befangenheitserklärung vom 27. Warum. Darin entschuldigte ich mich für die turbulenten Zeiten. Vor Einreichung des Antrags habe er vom Gericht erfahren. wählte er das GECCO in Buchs/SG aus. Am 18. nachlesen. Das genaue Datum hatte ich leider nicht festgehalten. lieferte ich beide Briefe bei der Regierungskanzlei im Regierungshaus ab. Ich bedankte mich für die News. Ein paar Tage später rief mich RA Müller wieder an. Ein kleiner Erfolg. Ausgerechnet an jenem Tag speisten zwei Tische schräg hinter uns der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Nun wieder zurück zu etwas heiterem: Eine weitere peinliche Situation erlebte ich ausgerechnet mit dem Bankdirektor. Er fragte gleich. In der Folge wäre LR Oehri aufgetragen worden.

2001 einige Minuten über den Staatsfeiertag berichtet. ein so guter Mensch. Das Schweizer Fernsehen hatte in der "10vor10" Sendung vom 15. Er fing an mit ihm zu reden und erblickte mich. Kurz darauf konnte ich in den Besitz einer 440 . sagte er. Ich stand auf. In seinem Fall kam man nicht voran. Zum Gedenkgottesdienst auf der grossen Wiese unterhalb des Schlosses und zur anschliessenden Verköstigung vom Volk und Touristen. nicht die Wege von Hans-Adam oder seinem Erstgeborenen zu kreuzen. wie es ihm gehe. Aber man beachtete sich einfach nicht gross. lief die Kamera. dass man auch auf mich zukam). eine Menge Ärger bereitet hatte. Ich bat ihn um ein Vier-Augen-Gespräch vor der Verhandlung. dass seine Verhandlung im November stattfinden soll. Ende August schrieb ich Hans-Adam einen Brief indem ich meine Gedanken über meine Gerichtsverhandlung schilderte. Die letzten Tage im August 2003 waren ruhig. dass er es weiss. Meine Dienste wurden nicht gebraucht (erst 2005 wurde es so heiss. Wie es ihm wohl gehen würde. Nicht wie im August 2001. die irgendwann im Oktober stattfinden sollte. begrüsste ihn und fragte. Meine Wege kreuzten sich auch dieses Mal mit denen des Blaubluts. Ich hatte meine eigenen Probleme und sowieso keine Zeit für Andere. dass er offenbar dachte. Der IT-Chef stand auf und erkannte den Bankdirektor. Ausgerechnet. Gut. ich würde nicht wissen. fragte er mich.08. Und dir. Jetzt. Der Bankdirektor beruhigte mich. Ich hatte vom Gerichtspersonal gehört. fragte ich mich.doch dem IT-Chef. Ab und zu kam mir der Lampert in den Sinn. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen. Dann kam. was kommen musste. den Bankdirektor mit mir essen zu sehen. auch zum Schloss zu pilgern. Oft fuhr ich hinter dem Gefängnis vorbei auf eine geteerte Feldstrasse die zum Rhein führte. Die meisten waren in den Ferien und Mitte August feierten wir den Staatsfeiertag. lange nicht gesehen. Er bemühte sich sehr seinen verständlichen Frust auf mich zu unterdrücken und seine Verwirrung darüber zu verbergen. als ich hinter dem Rücken von Hans-Adam auftauchte. Ich nutzte die Tage um viel Sport zu treiben und mit dem Velo hatte ich schon über 1100 km abgeradelt. Nach ein wenig Plauderei merkte ich. Diese Mal achtete ich darauf. stelle sich Lampert stur und wollte mit niemandem reden. spendiert vom Haus Liechtenstein. 2003. Im Rückblick auf jenen Staatsfeiertag kann man heute wohl eine gewisse Ironie erkennen.

dass die Polizei meine 4 CDs hatte. wer mir diese Worte zugesteckt haben könnte. wäre wenn sie einen Hinweise auf meinen Safe ich der Schweiz finden würden. was mir Ärger bereiten würde. anbandeln. Der Grund dafür lag dran. Und dieser war ja vor deren Zugriff geschützt. aber von Hans-Adam bezahlt 441 . zu tun. Ich strengte mich sehr an. All die wenigen. den 9.. Mist.9. Dies war aber unmöglich. Das einzige. würden mich offen warnen und mir die Information ins Gesicht sagen. wenn auch nicht so ausgeprägt wie vorher. Ich rannte hoch in meine Wohnung und las den Zettel nochmals. um herausfinden. Darin war die Rede davon. Ich hatte absolut nichts bei mir oder in meinen Sachen. fluchte ich. Auch konnte ich wieder mit meiner alten Liebe. Es waren exakt sieben Zeilen: KIEBER! Lass Dich nicht klein kriegen! Pass auf den 10 Vr 140 97 auf! Du wirst reingelegt! Sag nicht zu allem Ja und Amen! Deine Unterkunft wird abgehört! Dein Mobiltelefon auch! Mir wurde schlecht. Und RA Müller. die den Zettel geschrieben hatte. wer dies war. Nur im Kopf. dass er mir ja während der Audienz gesagt hatte. auf meiner Seite stand. genauer am Dienstag. die wirklich auf meiner Seite standen. Denn nur wenn ich wusste. nie hat man Ruhe. Offenbar muss es da ein Missverständnis geben. dass ich etwas zu befürchten oder zu verstecken hätte. der zwar für mich intervenierte. Darin lag ein gefalteter Zettel mit einem Text in Computerschrift und in Grossbuchstaben. was in diese Richtung zeigte.08. als ich eines schönen Morgens. wenn jetzt in den Unterlagen stand. dass er meine 4 CDs auf dem Schloss komplett vernichtet hätte.Notiz der Vaduzer Polizei gelangen. dass sie meine vier CD-ROMs von Berlin im Safe aufbewahrten. dass eigentlich das Gegenteil der Fall war. Eine ganz andere Art von Herzklopfen erlebte ich. kam ich beim zweiten Blick zum Schluss. konnte ich analytisch die Motive erforschen und den wirklichen Grund dieser Information herausfinden. nach einem Besuch beim Landgericht wieder nach Hause kam und meinen Briefkasten öffnete. In einem kurzen Schreiben teilte ich dies dem Hans-Adam mit. als ob die Person. Nicht. Hatte es vielleicht mit dem Schreiben vom 13. in dem ich das Gericht um eine Kopie des Gutachtens gebeten hatte (siehe Kapitel 17)? Oder hatte ich zu viele Fragen gestellt? Denn obwohl es auf den ersten Blick es so aussah.

Dazu würde ich immer noch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit haben. war mir schnell klar. Lange überlegte ich. Nach ein paar Brainstormings (‚Hirnzellenkochen‚) kam mir eine einfache Idee. Ich hatte mittlerweile erkannt. dass sich langsam aber sicher abzeichnende aggressivere Verhalten mir gegenüber. dass ich noch eine komplette elektronische Kopie von Kundendaten plus diverse Geschäftsunterlagen in einem Safe in der Schweiz gebunkert hatte. dass jeder halbwegs intelligente Gegner vermuten konnte. ob mein Leben abgehört wurde. dass einige hier in Vaduz nicht am selben Strang zogen. die die angebotene Lösung von Hans-Adam nur widerwillig akzeptierten. Ich versetzte mich in die Lage der Lauscher. ich hatte ja Frieden mit ihnen geschlossen und dieser Friede wurde mir auch permanent von ihnen verbal bestätigt. würde so etwas nie tun. wie ich herausfinden könnte. War mein Handy nicht von der LGT gesponsert und mit neuer SIM-Karte ausgestattet worden? Ich selber war ja kein grosser Technik-Freak und konnte daher schwer. ob man mich in der Wohnung abhören würde.wurde. Denn es ergab doch keinen Sinn. Ich schreibe hier bewusst von Gegnerschaft. Es gab sogar zwei Theorien. um einen Treffer zu landen. Die isolierte Tatsache. Gegen A) sprach. Für A) sprach. falls es welche gab. Sie wussten ja nichts davon und ich konnte jetzt im Moment diese letzte Kopie nicht vernichten. wenn überhaupt. Aus meiner Sicht waren sie keine Gegner mehr. war die teilweise krankhafte Kontrollsucht derer. die mich keine Minute aus den Augen lassen wollten und alles über mein Tun und Denken sammeln wollten. ob ich eine weitere Datenkopie hatte. Dazu war er zu seriös. dass ich eventuell eine Kopie zurückbehalten hatte und er/sie deswegen herausfinden musste. wo ich sie versteckt haben könnte. A) Sie wollten herausfinden. In meiner Gegnerschaft gab es Leute. Warum ich überhaupt abgehört werden würde. dass es aus ihrer Sicht meine Gegner waren. Ich plante einen Test in den nächsten Wochen 442 . war für mich kein ideologisches Hindernis für einen dauernden Frieden. dass ich eine Datenkopie besass und sich gleichzeitig liessen sie ein Versprechen nach dem anderen platzen. wie ich herausfinden könnte. Das bedeutete. zu vermuten. Was für B) sprach. Ausserdem würden sie mich dann nicht ständig demütigten und weiterhin auf mir herumhackten. B) Sie suchten nach neuem Belastungsmaterial. mit elektronischen Mitteln die Wahrheit herausfinden.

Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Natürlich hatte ich auch nichts dagegen. bis ich wieder auf Belege gestossen war. erhielt ich die Vorladung zum Prozess. Im 140er z. Am 10. Dieser würde am 22. Sonst hätte ich mich ja gleich in die Mitte des Raums stellen können und schreien „ihr könnt mich alle mal kreuzweise – ich grüsse die Lauscher‚. Die „Sicherheit‚ des Landes würde riskiert werden. hatte ich so gut es ging diverse Unterlagen selbst übersetzt. organisierte ich mehrere Besuche zum Aktienstudium beim LG.durchzuführen. Er hatte und hat immer noch die absolute Kontrolle über jeden Richter. Da spielte es keine Rolle. entschied ich..B. Im Prinzip wären die Anklageverlesung und die Urteilsverkündung immer öffentlich. fand ich Quittungen von über CHF 35'000. Wegen dem Abhören des Handys redete ich am besten mit dem UR Paul Meier. Der RA von Helmut Roegele nutzte die alleine vom Liechtensteiner Staat bezahlten teuren Übersetzungen im Zivilverfahren gegen mich. das Publikum auszusperren.30 Uhr im Saal 1 beginnen. Hans-Adam und die LGT die Angelegenheit als zu sensibel für die Ohren der Allgemeinheit befanden. die mich entlasteten.10. Permanent hatte das Landgericht meinen Antrag (basierend auf die mir gewährte Verfahrenshilfe) auf Übersetzung jener spanischen Dokumente. weil streng nach dem Gesetzt ein solcher massiver Eingriff in meine Privatsphäre nur während einer gerichtlichen Untersuchung erlaubt ist. Eine weitere Arbeit für mich war das genauere Studium der 140er Anklage. dass nach Buchstaben des entsprechenden Gesetz. sodass sie nicht merken würden. nur die eigentliche Verhandlung selber als nicht-öffentlich deklariert werden kann. Dank der 443 . Da ich dieser Fremdsprache selber mächtig war. STA Haun hatte für diese horrende Summe Dokumente aus Spanien ins Deutsche übersetzten lassen. Es dauerte nicht lange. Da ich ja viel freie Zeit hatte. da die Regierung. Ich wollte meine Wäsche auch nicht für alle sichtbar geschrubbt haben. dass ich von ihrer illegalen Operation wusste. Wieder passte dies dem LR Oehri (im Zivilstreit) nicht.. die mich noch mehr zur Verzweiflung trieben. Hans-Adam verlangte ja von mir. einen Trick. es waren ausschliesslich solche.9. dass ich mich schuldig bekennen sollte und vor dem Kriminalgericht so wenig wie möglich sagen sollte. ohne Begründung abgewiesen. die von Seiten der argentinischen Bande geliefert wurden.03 um 08. Illegal darum. Und wen wundert’s noch.

fragte seine Sekretärin. mit einem Schlag als Gewissheit für immer und ewig einbetonieren. Abgesehen davon. dass ich unmöglich ohne mich wenigsten minimal verteidigen zu können.. einfach Ja sagen könnte. dass ich ihn immer kontaktieren dürfte. wäre es geradezu hirnverbrannt. Mit dem verlangten „ja. sagte man mir.30 Uhr rief er mich dann auf meinem Handy an. Ich würde doch vor jedem Gericht auf dieser Welt. dass die Täter von Argentinien mein Schuldbekenntnis garantiert weiterverwenden würden. Er wäre ausser Landes. Die Anklageschrift hätte genauso gut aus der Hand vom Täter Helmut Roegele stammen können. Ich sagte. Nein. Daher fand er es besser. dass die vorgeworfene Tat (Wohnungskauf) nicht zutraf. Er konnte meinen Bedenken folgen. die Dichtung von Helmut & Co. war die möglichen Fragen. wo immer wir es schaffen würden Helmut Roegele und 444 . STA Haun hatte praktisch Wort für Wort die Lügen von ihm und seiner Frau in die Anklageschrift übertragen. nur das nicht. aus dem Amt entheben. wenn ich mich sternenklar für schuldig bekennen würde und somit die Anzahl der möglichen Fragen drastisch reduzieren würde. den 12.ich konnte hierzu auf keinen Fall einfach JA sagen. man stelle sich das vor. Ob es dringend wäre. Es war mir peinlich. wenn ich mich zu dieser formulierten Anklage ohne massiven Protest für schuldig erklären würde. bekenne mich aber schuldig. Sie können alles von mir verlangen. die Grösstenteils auch in der Abwehrstrategie von Helmut und seiner Komplizen für den 101er Fall und dem Zivilverfahren zu finden war. ihn alle zehn oder 14 Tage anzurufen. nein. um exakt 10. die mir das Richtergremium während der Verhandlung stellen konnte. Ich erzählte ihm die Details von der 140er Anklage. Je mehr ich in der ausgefertigten Anklage las. ich bekenne mich schuldig‚ würde ich selber. Das Gespräch dauerte genau 24 Minuten und 31 Sekunden. desto grösser wurde meine Abneigung gegenüber einem MEA CULPA. Aber nach jedem Anruf sagte er mir.9. unterbrach er mich auf halber Strecke. Er hätte eine Kopie davon in seiner Mappe. wenn es sein muss unter fadenscheinigen Gründen. Ich könnte ja auch nicht sagen: „Eigentlich bin ich nicht schuldig. Wiederum musste ich unser Staatsoberhaupt mit einem Anruf belästigen. Ich wies ihn auf die gefährliche Konsequenz hin. Nein erwiderte ich. Am Freitag.neuen Verfassung konnte er jeden von ihnen. Was er natürlich nicht unter Kontrolle hatte. nein . Eine völlig absurd aufgebaute Erzählung.‚ Er müsse dies bitte verstehen.

Ich konnte dazu nichts mehr sagen. was der Verbrecher Helmut Roegele von mir nun offiziell plündern durfte. Leider sei ihnen die Auskunft verwehrt worden. dass die dort hängige Sache bald in Vaduz vor dem Landgericht behandelt würde. Ich glaubte ihm. dass ich erfahren hatte. im Gegensatz zu seiner. Wenn ich mich beim Gericht im 140er schuldig 445 .seine Komplizen vor ein Kriminalgericht zu bringen. Man hätte dies verhindern können. dass ich zwei Personen mit zur Verhandlung nehmen könnte. sahen auch eine positive Seite. Ähnlich wie bei Interpol. Alles würde gut werden. Meine Wahrnehmung. dank seiner (Hans-Adams) finanziellen Supermacht. Nach Abschluss würde man das Urteil auf offiziellem Weg via Eurojust in Holland bekommen. Es wurden den spanischen Behörden mitgeteilt. dass er den grösseren Überblick als ich hatte.9. Diese Nachricht erfreute mich sehr. egal wie stark mein Anwaltsteam wäre. als geisteskrank abgewiesen werden. ich würde wieder zu viel nachdenken. Am nächsten Tag schrieb ich Hans-Adam wieder einen Brief und bedankte mich für seine Worte. Die Kanzlei Müller. den 16. warum mir das Gericht in Österreich die Differenz nicht zurückgegeben hätte. Ich fragte. Die Kanzlei Müller musste mir leider auch mitteilen. funktioniert die Eurojust als Drehscheibe der verschiedenen Gerichtsbarkeiten innerhalb Europas. Hans-Adam meinte. wie viel am Ende auf dem Konto lag. Ich bat ihn um sein Einverständnis. Viel mehr als das. hatte ich einen Termin mit dem Neffen vom RA Müller. Er beherrschte die spanische Sprache und hatte in Spanien via einer Topanwaltskanzlei dort für mich interveniert. erklärten die Müllers.-. Am 23. typisch Juristen. Ich informierte ihn. Den Zettel in meinem Briefkasten erwähnte ich im Schreiben aber nicht.sein. Den Brief brachte ich persönlich am folgenden Dienstag. an die Gelder in Österreich zu kommen. dass es Helmut Roegele inzwischen gelungen sei. war ja durch den jahrelangen Kampf geschwächt... ich wollte auch nichts mehr sagen. Zudem hatte ich auch Angst vor dem Resultat der kommenden Verhandlung. Mit den Zinsen müsste es heute weit über 920'000. Als es vor mehr als sechs Jahren blockiert wurde. Wieder ein Tiefpunkt in meinem Leben. Wiederum konnte er mich beruhigen. aufs Schloss und gab ihn beim Portier ab. Egal wie erdrückend unsere Beweise sind und. waren es über CHF 825'000. den Bankdirektor mitnehmen zu können. Hoffnung zu schöpfen.9. Da war es immer besser.

Ich drücke mit solcher Kraft und Repetition auf die Ausschalttaste meines Handys. dass ich mich dazu weigerte und mich wegen seiner kommenden Präsenz in der Verhandlung beschwert hatte. würde er das Ehepaar Helmut Roegele & Salud H. Null. Unmöglich. war meine lapidare Antwort darauf. Er fackelte nicht lange. abgelesen haben. Er erwarte bis spätestens zwei Wochen vor der Verhandlung eine Nachricht von meinen Verteidiger. Dieser Sauhund. mich persönlich zu kontaktieren. Dieser war so gekränkt und beleidigt. Er wusste ferner. Seinen Namen und seine Stimme zu hören. Er erpresste mich. bis mein rechter Daumen schmerzte.bekennen würde. wurde mir klar. Von Einsicht in die eigenen Fehler absolut keine Spur. dann müsste ich ein klares Schuldbekenntnis abliefern. feixte er. vorladen. gefälligst die Klappe halten soll. Ich war so erschrocken. Nada. hier her zu kommen. dass er es für korrekt hielt.8. was seinen Auftritt als Ankläger betreffe. Nichts. dass die „Schuld‚ gegenüber Helmut Roegele in der Zwischenzeit beglichen wurde. zur Verhandlung am 21. Wenn ich dies nicht wollte. Zudem drohte er mir. wie kam der überhaupt auf die Idee mich anzurufen. Die würden sich hüten. Diese miese Kreatur erpresste mich. Es dauerte nicht lange. Das wäre doch ein Spektakel. dachte ich mir. falls ich ein Schuldbekenntnis ankündigen würde und am 21. bis meine mündlichen und schriftlichen Beschwerden über Haun als Vertreter der Anklage auf seine Ohren trafen. Das macht er nicht. schrie ich ihn ohne gross zu überlegen an. Und sollte ich mich nicht schuldig bekennen. lachte er gemein.10. als er mich anrief. dann könne man dem Gericht auch mitteilen. höchstpersönlich herkarren. dann würde er beantragen. Erpressung! Er wusste inzwischen. (10. Die Nummer muss er von meinem Briefkopf aus dem Schreiben an seinen Chef vom 5. die Verhandlung zu verschieben und dann Helmut Roegele & Co. Er darf so etwas nicht machen. dass ich. Ja. irritierte mich stark. Ansonsten er Helmut und das ganze spanische Pack zur Feier einladen würde. meinen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zurückzuziehen. wiederholte er schon wieder. Wenn sie meinten. Diesem Antrag hatte das Obergericht stattgegeben. dass ich aufgefordert worden war. ob ich mich schuldig bekenne. mich zu 10000 Prozent schuldig zu bekennen. Ich dachte nur. da ich ja so schwachköpfig gewesen wäre. Der hat sich gar nicht geändert. Er brüllte wie ein Pavian. dass ich zuerst seine giftige Drohung gar nicht fassen konnte. Er sagte ganz cool.) auf die schlaue Idee kommen würde auf „nicht schuldig‚ zu plädieren. Nicht mehr. 446 .

Ich erwischte gerade noch den Schlosspförtner bevor er Feierabend machte und bat ihn den Brief gleich ins Schloss zu tragen. 447 . dass ich mir nicht drohen lasse. fragte ich offen. Ich musste dem Bankdirektor versprechen. dass es jede Dame war. die 1997 meine kurzzeitige Nachbarin im Altersheim von Eschen war. dass ich mich nicht erpressen lasse. leuchtete es mir ein. Wallner oder der Justizministerin Rita Kieber-Beck zu riskieren. habe wieder ein Teilstück eines anscheinend grösseren Plans erfahren. Ich hatte in einem alltäglichen Gespräch unter Nachbarn erfahren. Schon gar nicht vom einem wie Haun. Ich begriff nicht. Am nächsten Morgen rief mich nicht Hans-Adam. hätte man für ihn in Liechtenstein keine Aufgabe mehr. ob sie davon wussten. desto weniger verstand ich die Situation. Unsere Unterredung dauerte von 11:00 bis 12:15. dass ich keine Dummheit begehe und beim Haun oder sonst irgendjemanden bei der STA Radau machen würde. Ich flehte ihn an. pflichtete er mir bei. dachte ich mir. Das heisst. ein zutiefst traurige und vom Leben geschundenen Italienerin sich in dieser Unterkunft kurze Zeit vor meiner Ankunft das Leben genommen hatte. Es stelle sich heraus. Nein. ohne einen Rüffel von seinem Boss. Aha. Im Schreiben gab ich im genauen Wortlaut den Anruf von Haun wieder und teilte Hans-Adam mit. Dr. Noch nie war eines meiner Schreiben so schnell beim Empfänger. er hatte sicher Rückendeckung für eine solche Wortwahl mir gegenüber. Um mir Angst einzujagen. dann wüsste Haun dies sicher auch. Natürlich lassen wir uns nicht erpressen. Haun habe vom Leben doch keine Ahnung und nachdem alles über die Bühne gegangen wäre. wie sich Haun so aufführen konnte. Dann sagte der Bankdirektor etwas erstaunliches. antworteten sie. hatten sich der Bankdirektor und der Professor für einen Besuch bei mir zu Hause angemeldet.Zuerst musste ich ihnen von einer grausigen Nachricht erzählen. Versprochen? Versprochen! Am 3. Trotzdem verfasste ich sofort einen neuen Brief an Hans-Adam. was ich durchwegs als glaubhaft schluckte.Je mehr ich darüber nachdachte. Ich war sehr betrübt über diese Geschichte. Ich fragte die beiden Besucher. dass meine Vormieterin. sondern der Bankdirektor an. Ich tat es und teilte ihm unmissverständlich mit. Ob den nun alle durchgedreht wären.10. Wenn mein Handy abgehört wurde. Vielleicht wollte man es so. diesem Haun eine auf die Rübe zu knallen. Er bat mich nochmals die genauen Worte von Haun zu wiederholen.

was ich damit anstellen werde. Die juristische Beurteilung liegt selbstverständlich nicht bei mir.und bereue es aufs tiefste. Ich bedauere es ausserordentlich. dass ich zum Zeitpunkt. Hier möchte ich auch auf meine Einvernahme bei der Untersuchungsrichterin am 10. sollte ich zu beiden Teilen folgendes und nicht mehr sagen: Zum Thema „Roegele‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Die Liechtensteiner Justiz hat in einem Zivilverfahren schlussendlich rechtsgültig nicht meiner. hätte ich noch genügend Zeit. Manche greifen zu Gewalt. Die Anklage war in zwei Teile gespalten. Ich befand mich in einer äusserst destruktiven Situation und meine Motive habe ich in besagten Unterlagen vollumfänglich und vollständig dargelegt. schäme mich dafür sehr – insbesondere als bekennender Monarchie-Fan . eine Kassette besprochen und zusammen mit verschiedenen Beilagen seiner DL nach Hause geschickt zu haben. Mehr kann ich dazu nicht sagen. den ich nach der Anklagevorlesung ablesen sollte. Da noch zwei Termine mit meinem RA Müller geplant waren. Teil 1) betraf den Wohnungskaufs in Barcelona und Teil 2) betraf die Daten und den Brief an Hans-Adam. Es war eine bitte Pille. Juli dieses Jahres verweisen. alles mit ihm zu besprechen. mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht habe. den Brief vom 7. sowie sich die Dinge für meine Zukunft präsentieren. bekenne ich mich – aus verschiedenen. ich griff Feder. Aus h e u t i g e r Sicht. elektronischen Datenträger an mich genommen habe. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. übergeordneten Gründen . als ich die Unterlagen bzw. Januar dieses Jahres aufgesetzt und geschrieben. Sobald ich das Wort hätte. Dies muss ich akzeptieren. sondern der Version des Klägers glauben geschenkt.formell juristisch schuldig. Es wurde mir ein Text vorgelegt. sagten sie. Kurz festhalten möchte ich nochmals. die ich da schlucken musste. das ich dadurch seine DL und Andere unverschuldet in eine schwierige Lage gebracht habe.Hauptsächlich drehte sich die ganze Diskussion um die bevorstehende Verhandlung. Zum Thema „Landesfürst‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Ich bekenne mich schuldig. Was gäbe es da noch zu 448 .

dass Hans-Adam Angst hat. alles würde alles anders rauskommen. Wir fuhren mit seinem Wagen über den Rhein nach Buchs. der den Deckel zumacht. fragte er. Gute Idee. ich könnte wieder von den Leichen schreiben oder über sonst etwas. Warum. Obwohl ich dem Hans mehrmals erklärt hatte. wie weit ich mit der Denkschrift wäre. RA Müller versicherte mir mehrmals.besprechen. sein Land oder die LGT diskreditieren würde. Das hoffte ich zumindest und ich wäre mir sicher. sagte ich zu ihm. sagte ich zum Schluss. Der Professor konnte nicht versprechen. endlich den Tätern aus Argentinien an den Kragen gehen. erwiderte ich. Ich erwähnte. als wir es in Holland besprochen hätten. Zum Beispiel den 101er. schlug der Professor vor. Als ich in Berlin und Holland war. noch vor dem Gerichtstermin mit Hans-Adam ein VierAugen-Gespräch halten zu können. am Tag der Gerichtsverhandlung zu kommen. Endlich. er wird mit meiner Arbeit zufrieden sein. dass es sich schlussendlich als der richtige Weg herausstellen wird. dass evt. Die sei bald fertig. dass es für Hans-Adam auch nicht einfach war und ist. Ich denke. Aus seinen Schilderungen wurde mir dann auch bewusster. Ich denke. Ob er eine Kopie davon haben könnte. was ihn. Für ihn als Psychologe wäre es sehr interessant. dass wir in die Schweiz fahren und dort Mittagessen gehen. dann kann man die zweite Etappe in Angriff nehmen. Ich befürchtete auch. mehr als üblich. dass ich über mich selber verärgert wäre. Ja. meine Gedanken darüber zu lesen. Der Professor würde diesen Wunsch auch unterstützen. sagte ich. Er fragte mich noch. Ich musste ihn aber enttäuschen. sagte ich. Weil es doch so aussieht. da mir Hans-Adam bei der Audienz gesagt hatte. dass er ihm dann eine Kopie überlassen würde. dass ich keine Angst haben sollte. Er würde aber sicher telefonieren. der Haun als Überraschungseffekt 449 . wenn der Text mir zwingend vorgegeben wird. dass ich derjenige sein würde. dass ich keine Namen oder Orte erwähnen würde. kauften uns eine feine Schweizer Servalat (Bratwurst) und ein Bürli (Brötchen) und setzten uns draussen vor den Fussballplatz des FC Buchs. fragte ich. Ich bedankte mich für seine Bemühungen und brachte auch meine Hoffnung zum Ausdruck. über alle möglichen Themen. Wir redeten offen. dass ich nur ihm die fertige Arbeit übergeben sollte. Es würde ja bald alles zu Ende sein. zählte ich auf. Ihr habt mich dazu clever überredet. hätte ich nie geglaubt. Er meinte. Wenn ich nichts zur Verteidigung sagen darf? Nachdem der Bankdirektor gegangen war.

fragte ich. Er würde die Sache abklären. dass mein RA trotzdem noch einen Freispruch beantragen kann. das geheime Gutachten (siehe Kapitel 17) zu organisieren. Ich hatte immerzu nur schuldig. dass Haun Massnahmen getroffen habe. formulierte er es elegant. schuldig und nochmals schuldig in den Ohren und vergass vollständig. Ich solle endlich aufhören mir den Kopf zu zerbrechen. Wallner? Warum kommt die STA mit Doppelbesetzung. Was herausholen. gilt dies doch nicht für ihn. für den Fall. Ja. dass er ja auf Freispruch plädieren würde.Helmut Roegele & Co. Er wusste von keinem solchem Gutachten. er würde dieses Spektakel nicht verpassen wollen. besser gesagt zu antworten. versuchte ich klarzustellen. Alles unter Kontrolle. RA Müller sagte mir auch. Müssten wir nicht zuerst die Verhandlung abwarten. RA Müller meinte dazu. er müsse reden wie ein Kirchenprediger zu Ostern. Wenn ich die Schnauze halten muss. Er las es durch. zumindest was den Brief von mir an Hans-Adam angehen würde. sagte ich. Aber er sei doch mein Verteidiger. würde ich nach seiner Berufserfahrung und unter den speziellen Umständen dieses Falles mit einer Bewährungsstrafe davon kommen. was mir eingetrichtert wurde. Ihm etwas passieren? Nichts würde ihn dran hindern. eingeladen hatte. Ich sagte ihm. Wallner angemeldet. Mehr konnte er nicht für mich herausholen. fragte ich. Er habe aber gehört. diesem Prozess beizuwohnen. fragte ich. meinte er. dass ich den Text auf ein Blatt Papier ausgedruckt habe und mit ins Gericht nehmen würde. dass darin etwas mich entlastendes stehen könnte. dass ich zu nervös werde und den Text vergesse. Er instruierte mich auch. Aber dann wäre ich ja vorbestraft. Bei Gericht würde nicht viel geredet. verlangte ich. Dr. Ich zeigte ihm das Blatt. falls ihm etwas passieren sollte. Nein. Er wisse es nicht. erwiderte er. Wenn die STA etwas fragen würde und ich nicht antworten möchte. Da man sich ja auf einen Schuldbekenntnis geeinigt hatte. ob er mir helfen kann. sagte er. dass er diesbezüglich keine Hinweise bei Gericht gesehen habe. Nicht das noch was schief ginge. Freispruch? fragte ich erstaunt. Ich erwähnte. nur das vorzulesen. Muss mir wohl entgangen sein. sagte er. Ich zeigte ihm die Randbemerkung in der Aktennotiz. anders ginge es nicht. das wäre doch klar. Gemäss Gerichtssekretariat wären von Klägerseite nur Haun und Dr. Das hätte er schon zu Anfang gesagt. um über herausholen zu reden. Leider ja. Ich fragte Müller auch. dann soll ich auf ihn 450 . sagte ich ihm. Selbst wenn er im Endstadium einer furchtbaren Krankheit wäre.

dafür sei er ja da. Als Wertschätzung gegenüber dem Hohen Gericht und den Richtern. Ich war auch schwer enttäuscht. habe ich damit keine Probleme. Er erinnerte mich auch daran. Das Wochenende vor dem Prozess war ruhig. Was ja klar war. Er hatte Zeit für mich und ich besuchte ihn. Ich vertraute mich aber Müller nicht an.10. dass ich so einen ruhigen. Am Montag vor der Verhandlung war ich ganz nervös und hatte auf einmal 1000 Fragen an meinen RA. bemerkte ich. Solange ich dem Haun keinen Handkuss geben muss. Bevor ich aber meinen Lesern die Geschichte über die Gerichtsverhandlung erzähle. die Akten selber studierte. mich für das Urteil bei den Richtern zu bedanken. sagte ich. ihm von dem Zettel oder den vielen Ungereimtheiten. zu erzählen.10. wie ich es immer in den letzten sechs Jahren gemachte hatte (mit oder ohne RA). dass ich. Hans-Adam persönlich nach Hause. Mein RA Müller hatte sich in der Zwischenzeit damit abgefunden. schiebe ich noch ein Kapitel dazwischen. Aha. dass Hans-Adam keine Zeit mehr für ein kurzes Gespräch mit mir vor der Verhandlung hatte. Ich hatte mir für diese Forderung von ihm sehr viel Mühe gegeben.verweisen. das mit dem Ventil hat sich also auch schon herumgesprochen. Ich war froh. worin ich euch das Resultat meiner von Hans-Adam geforderten Denkschrift zeige. die sich langsam aber sicher herauskristallisierten. Am 17. Wegen des „Ventils‚. dass ich nach der Urteilsverkündung auf keinen Fall vergessen soll. Am 14. Morgen wird alles gut. Ich war nahe daran. 451 . Warum das. fragte ich. meinte er nur. da ich eines sicher wusste: Er war 1000-mal pflichtbewusster Hans-Adam gegenüber als mir. war ich noch einmal beim Landgericht. erfahrenen RA hatte. beruhigte er mich. um kurz diverse Akten einzusehen. war meine Denkschrift fertig und eine Kopie brachte ich dem Auftraggeber.

KAPITEL 22 Es muss sich was ändern. sondern die von innen kommende. Zt. Vom Ergebnis druckte ich zwei Kopien: eine für mich und eine für den Auftraggeber Hans-Adam. Wenn sich Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichsten Gründen dazu Entscheiden. Dieses Phänomen werden wir verstärkt in der Zukunft erleben können. Anm. abenteuerliche Szenarien und hektische Umstände sind diesem Denkbericht vorausgegangen. . Als meinen Beitrag zur Versöhnung hatte ich mich so gut es ging bemüht. . Dieser Satz (geborgt aus dem Roman Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa) war auch der Titel meiner Denkschrift. damit . ein kurzes Werk zu schreiben. die ich vier Tage vor dem Gerichtstermin im Oktober 2003 fertig verfasst hatte. in Haft sitzenden XY" beziehe ich mich auf Hrn. Geschätzter Leser. Lampert. Bei dem Hinweis auf das Massaker im Kantonsparlament Zug (Schweiz) beziehe ich mich auf die mörderische Tat vom Hrn. . Knapp drei Monate hatte ich daran gearbeitet. F. . Wahrlich stürmische Monate mit vielen bangen Momente. Dieser englische Überbegriff umschreibt die Gefahr. Aber eben. mit speziellem Blick auf die Banken. . Es ist die ständig rasant sich verändernde globale Welt. den 17. zum Schaden des Arbeitgebers aktiv zu werden. Am Freitag. wie es ist. Es ist nicht jene Gefährdung. es so bleibt. Das Resultat waren meine Gedanken zum Phänomen „Workplace Violence‚ (Verbrechen am Arbeitsplatz). die mehr und mehr entseelt und habgierig erscheint und durch übermässiges Regulieren des privaten sowie öffentlichen Bereiches dem Mitbürger das Gefühl der Ohnmacht verleiht und ihn versucht in ein Korsett des „Normalen‚ zu zwängen. die jede Firma treffen kann. EINLEITUNG Geschätzte Leserin. R. die von aussen kommt. Unter dem Hinweis auf einen "z. Leibacher im September 2001.: Der Inhalt selber entspricht Wort für Wort dem Original.10.& Treuhandwelt in Liechtenstein. Was ist geschehen? Die Antwort lautet „ w o r k p l a c e v i o l e n c e “. brachte ich seine Kopie hoch zum Schloss. Normal hiess einst (und 452 .

(Bank)Überfälle sind in unserer Region ja praktisch ausgeschlossen oder zumindest sehr selten. übertrieben gesagt. eine Vorschrift. sondern das. dass viele Menschen. und dies ist ein Richtmass. Der Kampf gegen die Ignoranz. denken.heisst es heute noch oft) gerade nicht das Gewohnte. habe ich – der Verfasser. diejenigen. die Opfer bringen wollen. Die Wertvorstellungen und ethischen Prinzipien vieler Menschen haben sich unter anderem dadurch verändert. Aus aktuellem Anlass und quasi aus erster Hand. potentielle Ziele für eine destruktive Absicht eines Mitarbeiters oder Mitarbeiterin sind die harten Faktoren (Einrichtungen. keine GerechtigkeitsDemokratie gibt. Dies mit dem Ziel Veränderungen auszulösen und nicht nur luftleere Interpretationen zu produzieren. was der aktuellen (!) Norm entspricht. die Angelegenheit optimal für alle Aufzuarbeiten. diejenigen. ein Gebot. ° Neuanstellung von Mitarbeitern ° Täterprofile / Tätervorgehensweise ° Verbesserte Sicherheit: Allgemein . Diejenigen. Zur Wirklichkeit gehört aber auch. als Laie . weil jeder hofft. dass einige meiner 453 . die die Situation kennen. Gebäude aber auch Arbeitskollegen sowie Vorgesetze) und die weichen Faktoren (sensible Daten). die gebildet sind. Es kann sein. dass es. Arroganz und den Egoismus ist verloren. Die Aufteilung in Kapiteln habe ich wie folgt vorgenommen: ° Abkürzungen / Erläuterungen. wollen nicht kämpfen. wollen keine Opfer bringen.und Treuhandunternehmungen hier auf Papier zu bringen. mitmachen zu können. Weitere Ausführungen meinerseits erfolgen nicht. die nur den Niedergang und Verfall erwarten.E D V .Buchhaltung ° die 50 % Katastrophe ° Schlusswort.versucht in meinen Überlegungen und meiner Analyse ein breites Spektrum von möglichen Themenkreisen rund um die Datensicherheit bei Banken. Diejenigen. die kämpfen wollen. Es gibt nur einen Konkurrenzkampf beim Stehlen. Die vorliegende Niederschrift ist – nebst meinen mündlichen Angaben zum Thema . kennen die Situation nicht. sind stockdumm.als weiteren Teil meines Beitrages anzusehen.

seine Drohung wurde aber noch nicht umgesetzt Die 100%-Katastrophe = die Daten wurden verraten oder verwendet.oder zivilrechtlicher Form jemals verwendet wird. bzw. die Sabotage wurde ausgeführt Neuanstellung von Mitarbeitern Während sich der Fokus auf eine verbesserte. Abkürzungen / Erläuterungen T–A = Täter Typ A T–B = Täter Typ B T– C = Täter Typ C EDV = EDV–Abteilung. Die Anonymität für Alle (!) ist eine gut gewählte Form und bietet zudem Schutz. In diesem „Bericht‚ – der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt .werden Sie keine Namen. dass nichts aus der vorliegenden Denkschrift gegen ihn oder andere in straf. KB = KundenberaterIN SB = SachbearbeiterIN MA = MitarbeiterIN.„Problem-Lösungs-Gedanken‚ sich bereits in der Umsetzungsphase befinden oder sogar schon verwirklicht worden sind. Vielen Dank.trotz aller Anstrengungen – der 454 . verlagert hat. dies ist vom Verfasser so gewollt. HR = Personalabteilung Workplace Violence = existenzielle Gefahr für die Firma Die 50%-Katastrophe = die Daten oder Sabotageeinrichtung sind in der Hand des Täters. bedingt durch die ständig steigenden Anforderungen insbesondere von Seiten möglicher neuer MA. Es werden sich gewisse Beteiligte beim Lesen leicht selber erkennen können. Es versteht sich von selbst und wurde auch dem Verfasser ausdrücklich vom Auftraggeber zugesichert. verfeinerte und umweltschonende Technik rund um den gesunden und modernen Arbeitsplatz. Orte oder Dergleichen finden. sind vielleicht .

ansonsten die speziellen obigen Fragen nicht die gewünschte Wirkung haben: „Jegliche Falschangabe k a n n zur sofortigen/fristlosen Kündigung führen und unter Umständen zivil. wo der Bewerber in den letzten 10 Jahren gelebt(!) und/oder gearbeitet hat – und den üblichen standardisierten Fragen (schriftlich in Formularen oder protokollarisch(!) mündlich) weiterer Fragestellungen. die wie folgt lauten könnten: ° Wurde je im In. Um schon potentielle Täter aller Couleur aus dem Kreis möglicher Kandidaten für eine offene Stelle so gut wie es geht herauszufiltern. so besteht heute mit der Datenflut. die auf den von Ihnen vorgelegten Strafregisterauszügen nicht mehr erscheinen oder vermerkt sind? Wenn ja: welcher Art waren diese Strafregistereinträge? ° Kamen Sie je in den Genuss einer Generalamnestie oder Begnadigung? Wenn ja: Was waren es für Vorwürfe an Sie? Wie lautete das ursprüngliche Urteil? * = ausgenommen Verkehrsdelikte.B.s. Gemeinderegister u.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren* gegen Sie eröffnet? Wenn ja: Was waren die Vorwürfe an Sie? Wie endete(n) das/die Verfahren? Durch Einstellung? Warum? Durch Verurteilung? Wie lautete das/die Urteil(e)? ° Läuft gegenwärtig gegen Sie im In. die über jeden Mitbürger gespeichert ist. aus seiner (meistens öffentlich zugänglichen) Steuererklärung. z.das zudem von j e d e m Land vorgelegt werden sollten.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren*.w. bedarf es nebst dem aktuellen Strafregisterauszug . die Möglichkeit.feinen Instinkt und Sensibilität für das Individuum selber etwas zu kurz gekommen. Zweifelt man an den Angaben des Bewerbers. relativ leicht an 455 .und Ausland. Ein Hinweis sollte im Fragebogen oder im persönlichen mündlichen Gespräch nicht fehlen. die noch nicht rechtsgültig/ rechtskräftig erledigt sind? Wenn ja: Was sind die Vorwürfe an Sie? ° Hatten Sie früher Verurteilungen. bei Behörden im In.oder strafrechtliche Folgen nach sich ziehen‚.

Ein spezielles Thema ist auch „umgekehrte Verhältnis‚. Viele.s. Ein rechtschaffener Bewerber wird diese Vorsichtsmassnahme verstehen und keine Einwände haben. Durch gezielte Fragen kann man aber einiges Erfahren. Da er denkt. der Fragende ist ja viel länger als ich im Betrieb tätig und wird schon Recht mit seiner Argumentation haben.kann sich diesen Umstand zu nutze machen. Freiwillig wird wohl kaum ein neuer MA Angaben zu seinem – falls vorhandenem – „belastetem Verhältnis‚ mit der Justiz machen. Was sie unterscheidet ist das alles antreibende MOTIV. Oder der neue MA – den organisatorischen Abläufen noch nicht ganz vertraut .w. dass man neuen MA. mit denen wir hier in unserer Gesellschaft wohl am ehesten konfrontiert werden. Das MOTIV .aussagekräftige Informationen zu kommen – vorausgesetzt man kann sie richtig interpretieren. Mit dem Resultat. dass der neue MA sensible Fragen beantwortet oder gar Unterlagen (Original oder Kopien) aushändigt. das wurde mir immer mitgeteilt…“. klar kommuniziert welche Rechte andere MA haben. wenn ein neuer MA für einen sensiblen Bereichen zu einem bestehenden Kreis von alten MA (aller Abteilungen) stösst. sich über ihre Arbeit im Detail zu „informieren‚. in dem er zum Beispiel durch systematische Fragen oder Bitte um Unterlagen den neuen MA für sich „instrumentalisiert‚.will dem Älteren nicht „widersprechen‚. Ein möglicher Täter (alter MA) – der durchaus n i c h t in derselben Abteilung wie der neue MA arbeiteten muss .ausschlaggebend für alles Handeln seitens des Täters u n d auch der dann später betroffenen Firma und evt. die Unterlagen brauche ich jeweils…“ u. Daher ist es wichtig.und Vorgehensweise haben die drei Arten gemeinsam. die in empfindlichen Bereichen arbeiten werden. Täterprofile / Tätervorgehensweise Aus der Vielzahl von möglichen Täterprofilen habe ich drei Typen ausgewählt... Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen! Weitere Angaben dazu können Sie auch unter dem Abschnitt „E D V“ im Kapitel *Verbesserte Sicherheit* nachlesen. Vermutlich verwendet er eine Redensart die so lauten kann: „…. eingeschalteten Behörden! Das 456 . aber nicht alle Aspekte in Bezug auf Verhaltens.

B. ° die Täter evt. Und ob der menschliche Geist (des Täters) sich selber verstehen kann – das ist eine philosophische Frage<< Leider kann im normalen Berufsleben die Psyche allfälliger potentieller Täter mittels Früherkennungsprogramme (Annahme prädikativer Symptome) präventiv nur schwer erkannt werden. Ohne die Täter zu beschönigen steht leider fest: Das Schlimme im Leben ist.MOTIV . sprich GELD fixiert. Dieses „Problem‚ löst sich aber meistens von selber: Des Täters Persönlichkeit (was er wirklich will) offenbart sich spätestens dann. entweder weil er (!) es vorerst so will o d e r weil er – evt. oft auch Zuneigung. 457 . ° die Täter auch oft Opfer ihres Umfeldes sind. dass jeder seine eigenen Gründe hat. Es gibt aber auch solche Täter. Gutes von Böse zu unterscheiden. Forderungen) treffen muss. (Gefühle zu empfinden).ist eng mit der Psyche und der geistig-moralischen Haltung des Täters verbunden. Vielleicht wäre es das Beste. ° die wenigsten Täter haben wirklich böse Absichten (aus seiner eigenen Sichtweise). Denn. die sich nicht gleich in eine der 3 Kategorien einteilen lassen. wo er Entscheidungen (z. ° jeder Täter wohl die Nähe zu seinem Thema braucht. Beschränkt durch seiner eigene Intelligenz sich nicht klar ausdrücken kann. wenn er an dem Punkt gelangt ist. Auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit hat er Zugriff auf mehr oder weniger sensible Daten (Kundendaten). unter einer psychischen Verhornung leidet – eine verminderte Fähigkeit oder Bereitschaft. an das Innere des Täters mit speziellen psychoanalytischen Methoden ran zu kommen. Die drei Typen sind: ° Typ A kurz T-A ° Typ B kurz T-B ° Typ C kurz T-C Der Typ A (T-A): Dieser Tätertyp ist rein auf einen wirtschaftlichen Vorteil.

da eine „verbrecherische Verbindung‚ unter beruflichen MA (auf diesem tieferem Niveau. in Haftsitzende XY. denn ein etwas cleverer Typ dieses Täters könnte auch versuchen. ich bleibe arm<‚ . übergangene Beförderung etc. Dies innerhalb oder ausserhalb der Firma. Das aktuelle (aus präventiver Sicht) bestehende soziale Umfeld verrät leider wenig über einen potentiellen Täter dieses Typs aus. oder er kann durch seine innerbetrieblichen Kenntnisse der Firma mit Umsetzung seiner Sabotagedrohungen (z. er kann sowohl in intakten als auch gestörte soziale Netze leben.Tätertyp ist der z. in Chefetagen kann dies schon anders aussehen) psychologisch eine höhere Hürde darstellt als eine zwischen privaten Bekannten/ enge Verwandten.w. m i t der Firma (falsche Behandlung. Ein Beispiel für diesen – kein altruistischen .B. Schulden aller Art. Da Geld sein Ziel ist. Die Gründe seiner Motivation können vielfältig sein. Es muss nicht ein gesellschaftlicher Einzelgänger sein. nicht ausser Augen lässt. .) entstanden sein – nur vorgeschoben ist. Je nach der psychischen Verfassung und Intelligenz des Täters kann entweder er selber oder sein Komplize die Idee und das Konzept zur Tat erarbeitet sowie die Federführung übernommen haben. dass er Komplizen hat. hat er dem möglichen finanziellen sowie ideellen Schaden der Firma ein „Preisschild‚ verpasst und seine geldmässige Forderung dementsprechend ausgerichtet.s. Mobbing. dass der angegebene Grund – sollte das vom Täter behauptete oder angedeutete Motiv angeblich aus einem Konfliktthema z. Und dies im vollen Bewusstsein der Scheinheiligkeit seiner Argumente! Es besteht auch durchaus die Gefahr bei diesem Tätertyp. Geld für aufwendigen Lebensstil. er kann durchaus Frau und 458 . unberechtigterweise und kriminell an viel Geld zu gelangen. kommt nicht klar mit der Tatsache „<Kunden sind reich. u.B. in der EDV) erheblichen Schaden anrichten. seine wahren Motive durch solche zu vertauschen. Wenn man das Ziel des Täters. Geltungssucht. die in den moralischen Vorstellungen und juristischen Realitäten der Gemeinschaft – im Vergleich zu seinen echten Motiven .die er „zu verraten‚ droht. kann es durchaus sein.als weniger verwerflich angesehen werden. Andere MA derselben Firma als wirkliche Gehilfen sind im Vergleich zu Komplizen ausserhalb der Firma aber eher unwahrscheinlicher. Zt.

Ist sich dieser Täter nicht sicher. Was seinen „Abgang‚ (Austritt. er beschliesst höchstwahrscheinlich zuerst den Plan und führt ihn konsequent aus. dass in unmittelbarer Folge (Tage später) der Datendiebstahl bemerkt wird. wird er – trotz Strategie und Plan – die Firma ohne Kündigung verlassen. Dieser Tätertyp arbeitet n i c h t unbedingt nach dem Zufallsprinzip. Ist sich der Täter sicher. Einmal den Beschluss zur Tat (Datendiebstahl. Es gibt aber auch Täter. Kündigung) aus der Firma betrifft. Dies ergibt sich aus seinem hohen Grad an krimineller Energie. kann er unter einem Vorwand sofortige Ferien beantragen. ob.war der Täter wenige Wochen vor seinem „grossen Auftritt‚ aus der Firma ausgeschieden. sozusagen „aus heiterem Himmel‚. wird er nicht überstürzt kündigen. Sabotage. er handelt oft emotionslos und ist aber daher in meinen Augen erstaunlicherweise eher während seinen „Vorbereitungen‚ innerhalb der Firma erkennbar / optisch fassbar als die anderen hier beschriebenen Tätertypen ! Dies darum. um keinen Anlass zu Spekulationen zu bieten.nach meinem Wissensstand . Bei 459 .h. wann und wie sein Datendiebstahl oder seine Sabotageeinrichtung bemerkt wird. lässt er sich schwer vom falschen Weg abbringen. Es ist also n i c h t so. d. um sich einen gewissen Schutz vor Verfolgung zu erhoffen.mit oder ohne Taktik und Zielsetzung – die Firma rasch verlassen und schnellstmöglich die Forder