Der Fürst.

Der Dieb.

Die Daten.

TATSACHENBERICHT von HEINRICH KIEBER

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INHALT

Seite

Vorwort Urheberrechte / Hinweis / Erklärung / Abkürzungen Kapitel:
K1 K2 K3 K4 K5 K6 K7 K8 K9 1997 – ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS Zimmer unter den Alten Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Ein Kübel voll Schweineblut Die Welt des schmutzigen Geldes Heiligsprechung unter Vollnarkose Dicke Post für Hans-Adam Wenn Herr KIEBER eine Reise tut Chaos-Tage ohne Ende

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9 97 101 124 133 152 167 196 252 274 284 296 318 323 335 370 384 388 398 408 425 452 479 2

K10 Heinrich! Mir graut's vor Dir! K11 Die Polizei – Dein Freund & Helfer ! K12 Holländischer Käse K13 Ein Essen für Sechs Euros K14 Weisswein und Rotes Blut K15 Heinrich's Tod in Utrecht K16 Vier mal 9 mm K17 Explosives Gutachten und Freies Geleit K18 Ach wie gut das niemand weiss.... K19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe K20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam K21 Blutspur auf dem Rheindamm K22 Es muss sich was ändern, damit... K23 Überraschung! Überraschung!

K24 Führt die Todesstrafe wieder ein K25 Der Feind hört mit K26 Gnade im Sonderangebot K27 Blaue Flecken und Herzinfarktsymptome K28 Listen, Listen - wer hat noch keine? K29 Zürcher Geschnetzeltes K30 Afrikanische Hitze K31 D A V I D K32 My BIG Brother is watching YOU! K33 Skandal! Skandal! Wirklich, der Skandal? K34 Handbuch! Handbuch! Wer will noch eins? K35 Gib mir Deine Kohle! K36 Letzter Akt! Vorhang auf für .....

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EPILOG

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INTERNETLISTE

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Vorwort Geschätzte Leserin, Geschätzter Leser Was haben wir in den vergangenen Monaten nicht alles über den „grössten Steuerskandal Deutschlands - die Liechtenstein-Affäre - die grösste Sensation 2008‚ weltweit lesen können. Jede und jeder hatte dazu etwas zu sagen. Die Steuerfahndung, der BND, Finanzminister Peer Steinbrück, Kanzlerin Angela Merkel, Parteien von rechts bis links, diverse sonstige Behörden, die Medien, ja selbst ein Bischof und natürlich Fürst Hans-Adam und sein Clan, plus seine Regierung in Liechtenstein und die LGT Banken- und Treuhandgruppe. Pünktlich zum Karneval 2008 brach eine weltweite FasnachtsSchnitzeljagd nach tausenden Steuersündern aus. Völlig zu Recht, wie auch die solide Mehrheit meint. Zu einer anderen Hetze, ganz nach seinem Geschmack hat Hans-Adam schnell geblasen: die auf den Dieb, den Bankdaten-Terroristen, wie die hohen Finanz-Herren aus Vaduz ihn nun nannten. Der Dieb, ja der war ich. Der kleine Tropfen Öl, na ja, vielleicht waren es doch ein paar Gallonen, die ich in das nur scheinbar lupenreine Trinkwasser des Fürstenhaushaltes sowie der Liechtensteiner Regierung geworfen hatte, hat unglaubliche Wellen geschlagen. Für viele Menschen ist es schon erstaunlich, ja geradezu faszinierend beobachten zu können, mit welcher multimedialer Kraftanstrengung Hans-Adam und seine MarionettenRegierung geradezu paranoid und krankhaft ständig damit beschäftigt sind, die Weltöffentlichkeit und insbesondere auch das eigene Volk zu täuschen, bzw. einer fortdauernden Gehirnwäsche zu unterziehen. Beim Volk den Hasspegel auf mich ja extrem hoch zu halten. Damit der Fokus immer schön auf den ‚bösen, bösen‚ Kieber bleibt. Und niemand wirklich einmal richtig der Sache auf den Grund geht und in Frage stellt. ERSTENS über die Art und Weise wie die Hohen-Finanz-Herren in Liechtenstein ihre oft schmutzigen Bank/Treuhand-Geschäfte tätigen, bzw. ausgeführt hatten.
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Und ZWEITENS über die Wahren Gründe seitens des Datendiebs und die Wahren (illegalen und durchaus kriminellen) Handlungen von Hans-Adam und seiner Regierung in der ganzen Angelegenheit ‚der Fürst- der Kieber-die Daten‚ . Zu dem was in den verschiedenen Medien berichtet wurde, kann ich nur in ganz, ganz wenigen Fällen meine Zustimmung geben. Über vieles habe ich bloss den Kopf schütteln können. Oft musste ich auch schmunzeln, denn ganz ohne Humor lässt sich dieses eher traurige Multi-Akt-Drama nicht durchstehen. Ein paar Seiten in einer Zeitung oder ein TV-Interview reichen einfach nicht aus, um die wahren Hintergründe, die zu dieser einmaligen Sensation führten, aufzuzeigen. Knallharte Hintergründe, deren Veröffentlichung Hans-Adam und seine Vasallen unbedingt verhindern wollen. In diesem Buch, meinem Buch, gebe ich euch einen sehr tiefen und detaillierten Einblick in die Umstände, wie es geschehen konnte, dass das was 1997 mit meiner Folter tief im südamerikanischen Kontinent begonnen hatte, elf Jahre später mit der öffentlichen Zündung der deutschen Datenbombe endete. Wie es soweit kommen konnte, dass z.B. Leute wie Klaus Zumwinkel live im Frühstücksfernsehen abgeführt wurden. Es ist eine bewegende Geschichte, bitter für alle Seiten, obendrein oft peinlich. Ich kann enthüllen wie Hans-Adam seine heiligste aller heiligen Kühe, die LGT Gruppe, krampfhaft schützte und seinen mittelalterlichen Herrschaftsanspruch verteidigte. Wie er sein Geld, seine Macht und Position als Staatsoberhaupt missbrauchte, um mit Hilfe der Marionetten-Regierung in Vaduz die Veröffentlichung der Daten zu verhindern und sie alle nicht davor zurückschreckten, dafür Methoden anzuwenden, die meilenweit entfernt von Gut und Böse waren. Natürlich kriege auch ich mein Fett im Buch ab. Ehrenwerte Personen gibt es in dieser Geschichte wenige. Ich bin zuversichtlich, dass jeder von euch am Ende des Buchs ein eigenes, komplettes Bild über diesen Skandal machen kann. Nun denn, ich wünsche euch reichlich Lesevergnügen. Vielen Dank Heinrich Kieber Washington, D.C. Valentinstag, 15.Februar 2009
PS Am Ende des Buches findet ihr eine Liste mit interessanten Internetwebseiten. 5

Urheberrechte/ Hinweis / Erklärung / Abkürzungen

Urheberrechte © Heinrich Kieber 2009 Alle möglichen Rechte (Copyright) zu diesem Buch und den Fotos / Zeichnungen liegen ausschliesslich bei Heinrich KIEBER. Das Buch darf nur für den PRIVATEN Gebrauch verwendet werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung vom Rechteinhaber darf für KOMMERZIELLE Zwecke aus diesem Buch nichts kopiert, weitergegeben, veröffentlicht, zitiert oder anderweitig verwendet werden.

Hinweis Für dieses Buch habe ich so oft wie möglich Originaltexte verwendet. Alle Originaltexte haben als Unterscheidung zur restlichen Niederschrift links und rechts einen b r e i t e r e n Seitenrand, sind also als Textblock beidseitig nach innen verschoben. Kurze Originalzitate haben jeweils am Anfang das Zeichen OZA- und am Ende das Zeichen -OZE. Bei dem in Buch genannten BANKDIREKTOR handelt es sich um Herrn Dr. Pius Schlachter der LGT Bank. Bei dem in Buch genannten PROFESSOR handelt es sich um den Kriminalpsychologen Herrn Dr. Thomas MUELLER. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr oft kurze Anmerkungen. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm.: “ an. An wenigen Stellen musste ich – von Dritten angeordnet - aus rechtlichen Gründen und in einigen Fällen aus Sicherheitsüberlegungen
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diverse Originalnamen und/oder Originalindizien abkürzen oder ganz umbenennen. Auch musste ich Textstellen ganz oder teilweise weglassen, was dann mit dem Zeichen ‚OT Entfernt‚ gekennzeichnet ist. Alle erwähnten Plätze, Städte, Länder, Sachdetails und Zeitangaben entsprechen den wahren Örtlichkeiten oder Gegebenheiten. In meiner nächsten, kommenden Veröfftenlichung werde ich eine unzensierte Version frei vorlegen können.

Erklärung zu Zeichnungen, Fotos und dem Diagramm Die drei Bleistiftzeichnung im Buch sind Originalabdrucke von Handzeichnungen, die ich im September 1997 für das Landgericht Vaduz habe anfertigen lassen. Alle Fotos in diesem Buch (Ausnahme Titelseite) sind Originalabzüge von den Fotos die ich im Dezember 1997 (Kette und ich) oder Februar 1998 (Turmnachbau) für das Gericht habe herstellen lassen. Die abgebildete Person auf den Fotos bin ich selber. Alle Fotos wurden von meinem Vater Alfons erstellt. Wie tief die Wunden (zwei runde Verbrennungspunkte und horizontale Schürfwunde) waren, kann man auf einigen Fotos noch sehr gut sehen, obwohl die Wunden damals schon neun Monate alt waren und auch medizinisch behandelt wurden. Das Drei-Seiten-Diagramm wurde an Ostern 1998 von mir für das Gericht angefertigt. Der Originaltitel: "Psychogramm vom Opfer - Grafik über den Psychoterror und die seelische Grausamkeit während der Gefangenschaft".

Abkürzungen (in alphabetischer Reihenfolge) AVOR BAK DB DL / LF = Arbeitsvorbereitung (fürs Scannen von Treuhanddokumente) = Belegartenkatalog (Index zu jedem Treuhanddokument) = Drittbegünstigter (einer Stiftung) = Durchlaucht / Landesfürst Hans-Adam
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EB FL IT KKZ KYC LG LR LTV NGO’s OG OGH OT

= Erstbegünstigter (z.B. einer Stiftung) = Fürstentum Liechtenstein = EDV / IT Abteilung = Kriegskommandozentrale (in Vaduz) = (Englisch) Know Your Customer („Kenne Deine Kunden‚Profile) = Landgericht Vaduz = Landrichter = LGT Treuhand Vaduz (alte firmeninterne Abkürzung) = Nicht-Regierungs-Organisationen = Obergericht Vaduz = Oberster Gerichtshof Vaduz = Originaltext

OT Entfernt = Weggelassene Textstellen (siehe unter Hinweis) OZA-OZE RA SR STA StGB StPO UR VR WB ZB = Start Original-Kurzzitat = Ende Original-Kurzzitat = Rechtsanwalt / Rechtsanwälte = Stiftungsrat (einer Liechtensteiner Stiftung) = Staatsanwaltschaft / Staatsanwalt / Staatsanwältin = Strafprozessgesetzbuch = Strafprozessordnung = Untersuchungsrichter oder- richterin = Verwaltungsrat (bei Liechtensteiner Anstalten, AG’s) = Wirtschaftlicher Berechtigter (z.B. einer Stiftung) = Zweitbegünstigter (z.B. einer Stiftung)
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Kapitel 1

1997 - ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS

SWISSAIR Flug Nr. SR 143, von Buenos Aires nach Zürich, 30 Minuten seit Take-Off, C-Class, 1. Reihe rechts, Fensterplatz. Ein Mann sitzt zittern, schwitzend und mit sehr ängstlichen Augen unruhig auf dem ihm gerade neu zugewiesenen Platz. Nicht nur ist sein Verhalten äusserst verdächtig (Gott sei Dank waren dies noch die "Vor 9/11"Zeiten, sonst hätte er es gar nicht bis in das Flugzeug geschafft), nein, er hat auch noch seltsame, blutbesudelte, weisslich-gelbe Stofffetzen um seinen Hals und die beiden Handgelenke gewickelt. Seit dem Abflug hat er nicht aufgehört zu weinen. Sonst eher eine Plaudertante, konnte er praktisch fast nicht mehr sprechen. Es reichte aber aus, dem netten Steward in der Economyklasse, der sich Sorgen um ihn machte, zu erzählen, dass er vor Jahren selber 5 Jahre lang mal bei der SWISSAIR gearbeitet hatte und damit ein Flugzeug, diese Flugzeug irgendwie Heimat für ihn bedeutete. Damit er sich besser, vor allem in Ruhe erholen konnte offerierte der Steward ihm einen Sitz in der praktisch leeren Businessklasse bis zum Zwischenstopp in San Paulo. Klar erkennbar war es, dass der Passagier Furchtbares durchgemacht haben musste. Dieser Passagier war ich. Je weiter ich weg von Argentinien war, desto besser ging es mir und desto weniger glaubte ich, dass mir noch mehr Leid & Terror zugefügt werden konnte. Ich war sehr abgekämpft, leiblich und vor allem psychisch. Wie in Trance erlebte ich die Ankunft am Mittwoch, den 9. April 1997 morgens früh um 06.15 Uhr in einer sauberen, heilen Welt namens Airport Zürich. Auch der Gang durch die Passkontrolle, die Gepäckausgabe und der Zoll. Ich versuchte einige Leute telefonisch zu erreichen, um sie eindringlich zu bitten, mich am Flughafen abzuholen. Doch waren sie entweder schon bei der Arbeit oder einfach nicht erreichbar. Mit dem Zug fuhr ich dann via dem Zürcher Hauptbahnhof nach Sargans im Schweizer Rheintal und von dort mit dem Linienbus zur Haltestelle des Spital Vaduz, wo ich um 09.10 Uhr eintraf. Mit samt meinem Koffer und den Taschen schleppte ich mich ins Spital. Der untersuchende Arzt Dr. M. Moser verfasste folgenden Bericht: Datum: 10.04.1997 / Zeit 09.20 Uhr Diagnose / Behandlung Kieber Heinrich / 30.03.1965 / Meldina 312 / FL-9493 Mauren
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Angaben des Patienten: Der Pat. ist heute Morgen am Flughafen Kloten/ZH aus Argentinien angekommen. Laut Bericht hat er dort einen Freund besucht, den er in Spanien kennen gelernt hat. Der Freund habe ihm noch Geld geschuldet, deshalb wollt er dies in Argentinien eintreiben. Dort angekommen sei er jedoch eingesperrt und am rechten Bein angekettet worden. In Todesangst habe er mehrmals versucht, sich das Leben zu nehmen (siehe Bericht). Gegen Bezahlung eines Lösegeldes sei er schliesslich freigelassen worden. Die Wundversorgung sei durch einen Laien auf der Hazienda des Freundes vorgenommen worden. Beschreibung der Verletzungen: 1. Im Bereich des rechten Handgelenkes, volarseitig, in der mittleren Handgelenklinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde verheilt, es liegen drei Nähte in sito. Die Wunde ist zum Teil mit weisslichem Wundpuder verklebt. Im Bereich der Finger keinerlei Sensibilitätsstörungen oder motorische Ausfälle. 2. Im Bereich des linken Handgelenks, volarseitig, im Bereich der mittleren Handgelenkslinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde ist leicht entzündet, mit gelblichem Sekret bedeckt, drei in sito liegende Wundnähte, die aus Zahnseide oder irgendeinem, bei uns nicht verwendeten Material bestehen. Die Sensibilität im Bereich der Langfinger unauffällig. Der Daumen und der Daumenball jedoch deutlich mit herabgesetzter Sensibilität. Hier ist die Zweipunktdiskriminierung nicht möglich. Die Motorik der Langfinger ist ebenfalls nicht beeinträchtigt. Der Daumen kann operiert werden. Die Kraft der Oppositionsbewegung ist jedoch herabgesetzt (schmerzbedingt?). Das Spreizen der Finger ist unauffällig. Die Sensibilität im Bereich des Handrückens und der Handinnenfläche ist unauffällig. 3. Unterhalb der Fossa interjugularis findet sich eine 7 cm lange Wunde, rechts lateral davon eine oberflächliche ca. 3 cm lange Wunde. Die Wunden sind mit weisslichem Puder verklebt, es liegen einige Nähte in sito. Der Patient gibt an, bei seiner Verletzung sei die Wunde so tief gewesen, dass aus der Luftröhre Luft nach aussen entweichen konnte. Derzeit ist jedoch diesbezüglich keinerlei (Atmungs-) Beeinträchtigung festzustellen.
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4. An der linken Halsseite, am Vorderrand des Musculus dernoclaidum mastoideus im mittleren Drittel, eine ca. 3 cm klaffende Wunde. Die Wunde ist ebenfalls mit weisslichem Puder verklebt, eine Naht am Wundrand noch in der Haut vorhanden. Die Wunde befindet sich direkt oberhalb der Carotis!! 5. Im Bereich des rechten Unterschenkels lateral, dorsalseitig, drei etwa ein Zentimeter im Durchmesser messende Krusten. Ansonsten hier nichts zu sehen. Neurostatius: Der Patient ist grob neurologisch unauffällig. Er ist klar zu sich, seiner Person, zeitlich und örtlich orientiert. Keine Hinweise auf eine Psychose. Der Patient ist doch sehr agitiert, was auf den Schlafmangel und die Erlebnisse der vergangenen Tage zurückzuführen ist. Diagnose: Schnittwunde im Bereich beider Handgelenke volarseitig, unterhalb der Incisura interjuguleris, sowie im Bereich der linken Halsseite. Behandlung: Entfernen der Wundnähte, reinigen aller Wunden, Beta-isotoner-Verbände. Der Pat. ist Tetanusgeschützt. Eine Wundkontrolle ist am Samstag, den 12.04.1997, vorgesehen. Mit freundlichen Grüssen Dr. M. Moser , Assistenzarzt / rb (Anhang: 4 Fotos der Verletzungen) Nach der Arztuntersuchung, wobei auch Fotos von allen Verletzungen gemacht wurden, kamen die zwei Liechtensteiner Kriminalbeamten Hr. Büchel und Hr. Kindle zu mir ins Spital. Ich schilderte ihnen aufgeregt die Erlebnisse der letzten zwei Wochen. Je mehr ich ins Detail ging, umso so grösser wurden ihre Augen, ebenso wie ihr Entsetzen. Wir vereinbarten, dass ich am nächsten Tag zu ihnen (Kripo) kommen soll, um eine umfassende Anzeige auf Tonband zu machen. In einem Gästezimmer von Freunden in Vaduz konnte ich den bitter nötigen Schlaf – mit Hilfe von kleinen, ärztlich verordneten Pillen – für fast 24 Stunden lang nachholen. WAS IN ALLER WELT IST IN ARGENTINIEN PASSIERT? Am nächsten Morgen wurde ich von den Kripobeamten im Polizeigebäude empfangen und in ein Sitzungszimmer gesetzt. Dort wurde ich mit ausreichend leeren Tonbandkassetten versorgt und man bat mich meine Anzeige auf Band zu sprechen.
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Beginn Originaltext (OT) meiner Anzeige: Anm.: Ich bitte die Leser zu Berücksichtigen, dass ich zum Zeitpunkt meiner Aussage/Anzeige noch sehr stark unter dem Schock des gerade erlebten stand und meine gesprochenen Worte eins zu eins in die Niederschrift übernommen wurden. Daher die oftmals sehr langen Sätze, die wenigen unfertigen Sätze, Wort- oder Satzwiederholungen und verkehrte Satzaufbauten. Weitere Details, die ich zusätzlich zur Tonbandaussage in schriftlicher oder mündlicher Form bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft (STA) und dem Untersuchungsrichter (UR) gemacht habe, sind auch integriert im OT wiedergegeben. Guten Tag Heute ist der 11. April 1997 und ich bin hier in einem Sitzungszimmer der Landespolizei Liechtenstein um meine Aussage auf Band aufzunehmen. Diese Aussage soll gleichzeitig Dokument für mich und Anzeige gegen die Täter sein und ich werde in Hochdeutsch sprechen, was die Abschrift meiner Aussage erleichtern wird, und auch damit ich eine gewisse Distanz zu dem Geschehenen machen kann. Mein Name ist Kieber Heinrich, geb. 30.03.1965 in Mauren, Bürger von Mauren, z. Z. nicht angemeldet im Land, da ich mich Ende November letztes Jahr (1996) von Mauren wieder nach Australien abgemeldet hatte, wo ich auch ursprünglich hin wollte, aber noch ein paar persönliche Sachen und Angelegenheiten in Europa erledigen wollte, bevor ich wieder zurückgehe. Jetzt mache ich noch ein paar Angaben zu Namen der Personen, die involviert waren bei dieser Entführung und Geschehnissen, das wären: Ich selber natürlich, dann als Organisatoren die zwei Personen, der Spanier Mariano Marti-Ventosa Roqueta aus Barcelona und Herr Helmut Roegele und sein Frau Salud Hidalgo, beide aus Sant Pol de Mar, nördlich von Barcelona, Katalonien, Spanien. Ich werde später dann die genaue Abschrift und Daten, die ich zu diesen Personen habe, auf einem Blatt vermerken. Zur Vorgeschichte: Den besagten Mariano kenne ich seit ursprünglich 1981, weil er der Freund von einer Deutschen war, die Helga heisst und mit deren Tochter Ruth besuchte ich damals in die Schweizerschule in Barcelona. Aber erst 1992/1993, um die Jahreswende, als ich zufällig das erste Mal aus Australien zurück war, um in Bern auf der australischen Botschaft meine Niederlassungspapiere zu
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regeln, erfuhr ich, dass Mariano und seine Freundin Helga in Zürich waren wegen irgendeinem komischen Geschäft, das sie da hatten, und da habe ich sie natürlich besucht, weil ich sowieso 2 bis 3 Monate warten musste bis meine Papiere für Australien geregelt waren, im Zuge dieses Wiedersehens hat mich Mariano dazu überredet, dass ich ihm einen Kredit von ca. CHF 240'000.-gewähre, den er mir zu 12 % verzinsen wollte; was ich auch gemacht habe, weil ich wusste, Mariano hat Gutsbesitz in Spanien und ein riesiges Boot und das Übliche halt, was man sich als geistige Absicherung nimmt. Ich habe natürlich auch ein Dokument über diese Schuld, das er mir gegeben hatte. Ich ging dann ungefähr im März 1993 nach Australien zurück und wartete seit damals auf die Rückzahlung dieses Darlehens. Ich hatte viel Briefkontakt mit Mariano, hin und zurück von Australien, auch von Neuseeland aus und er versprach mir immer, dass er zahlen wird, im Moment aber kein Geld hatte: "Liquiditätsprobleme", dies und das und jenes und ich habe natürlich nur geduldig gewartet. Ich habe nie gross gedrückt, denn ich wusste, dass er fast alle seine Besitztümer im Namen seiner Frau oder Söhne hatte, wie es in Spanien üblich ist, damit die Steuerbehörden oder andere Kreditoren nichts wegnehmen können. Also, wenn ich Druck gemacht hätte, dann hätte ich sicher NIE etwas erhalten. Ich kam dann Mitte 1995 das erste Mal wieder nach Europa, nach Spanien zurück, weil ich mich um meine Schuld, also um die Schuld, die er gegenüber mir hat, kümmern wollte, und ich wurde dann vertröstet, ja, vielleicht in diesem Jahr (1995) oder eben im nächsten Jahr bekäme ich mein Guthaben sicher zurück. Ich blieb dann ein Weilchen in Spanien, habe auf seinem Boot gewohnt, das ich übrigens zeitweise, das heisst vom September 1995 bis Ende September 1996 sogar als Garantie vollständig besass, aber nur Ärger mit ihm und dem Boot hatte. Mit der Zeit merkte ich, dass Mariano nicht fähig war, mir die Schuld zurückzuzahlen, ohne dass er irgendwo eine Hypothek aufnimmt oder was immer er herbeizaubert. Zu Herrn Helmut Roegele ist zu sagen, dass ich den auch schon länger kenne und dass wir im letzten Jahr ein Immobiliengeschäft gemacht haben, womit er nachher nicht zufrieden war und eine erfolglose Anzeige in Spanien gegen mich erstattet hatte, die auch zu einer Aussage seinerseits führte und dann aber stillgelegt
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Ich hab mich darüber zwar gefreut. Ich hätte aber die Möglichkeit für eine Gebühr den Rückflug auf ein anderes Datum zu ändern. dass man nicht alles haben kann. Am Anfang dieses Jahres als Mariano mir erzählt hat. So kam es. dann kann ich auch nichts machen. überweisen würde.wurde. weil er gewisse Änderungen auf der Farm vornehmen wolle und die Kreditsumme um seine Schuld gegenüber mir erhöht hatte. nicht viel darüber erzählt. d.gekauft habe. es soll dann ja noch warm sein. das ist halt im Leben. wenn er nicht zahlt. von der er mir früher viel erzählt hat. obwohl über 4 Jahre verstrichen sind. April 1997 fest gebucht. Ein Flug Zürich-Frankfurt-Buenos Aires direkt. am 1. seine Farm besuchen und dann bei derselben Bank. und wenn er zahlt dann ist gut. in die Ferien. Dort. wollte ich ihn besuchen. für den Dienstag. Woche März tatsächlich ein Ticket am Flughafen Zürich mit der Lufthansa für ca. ich ging einfach für einen Monat. so habe ich mir gedacht. April. dass er mir jetzt seine Schuld zurückbezahlen könnte und zwar hätte er auf seiner Hazienda (also Farm) in Argentinien einen Hypothekarkredit beantragt. 25.h. Ich soll doch bitte rüberkommen und dort könnte ich es auch kriegen. mit Zinseszinsen und Kosten. den er mir gegeben hat. so im letzten Fax. wo auch seine drei Söhne mit deren Frauen und Kinder auf der Farm wohnen. damit er mich bezahlen kann. meiner Mutter. die den Kredit auszahlt auch ein Konto eröffnen könnte und er mir die Schuld. dass es noch was kommen wird. weil es Aussage gegen Aussage war. was ich machen würde. das sagte er mir im Februar so. Wie ich dann meine Tasche gerichtet habe mit Kleider dementsprechend für Herbstwetter. CHF 1500. Ich habe meinen Freunden oder Familie. trotzdem aber wollte ich Argentinien und seine Farm kennen lernen. dass ich in der 3. April die Unterschrift bei der Bank in Argentinien tätigen würde und ich doch ganz gerne rüberkommen könnte. dass er am 1. wo er mir hoch und heilig schreibt. mit Rückflug Buenos Aires-FrankfurtZürich am 21. die er gegenüber mir hat. dass er alles bezahlen werde und 14 . Helmut Roegele (wie auch Mariano Marti-Ventosa Roqueta) hatte akute flüssige Geldsorgen und Helmut musste dringend eine seiner Wohnungen um jeden Preis verkaufen. seit ich ihm das Darlehen gegeben habe und ich eigentlich nicht mehr geglaubt habe. März.

der am kommenden Sonntag stattfand. ja fast keine Haare mehr. Ich habe dann den ganzen Tag gewartet und schaute mir Buenos Aires ein wenig an. wie üblich ganz gut gelaunt und hektisch und erzählte mir von dem Problem mit seinem alten Mercedes Coupe. mich abholen. — in Schweizerfranken und US$ 1‘500. eigentlich nur vom Hoteleingang aus und am Abend kam dann Mariano. weil ich wusste. Ich aber sagte zu Mariano. ich fahre gerne mit dir mit dem Auto runter. ein blauer SLC-Type mit Argentinischem KFZ-Nr. 15 . den 26. Also sind wir am Abend. das er nach Argentinien mitgebracht hatte. 500 km südlich von Buenos Aires und dort würde sein Sohn Marco. —) mitgenommen. (ungefähr CHF 8000. Geburtstag. dem Mittwoch. dass Mariano und seine Frau gerade zur Tür hinausgegangen sind. daran. die nicht zu teuer war für ihn und die fanden wir auch.ich mir keine Sorgen machen solle und so weiter und so fort. mein 32. weiterfliege oder weiterfahre nach Bahia Blanca. erste Frau. das ich Bar auf mir hatte. Mariano ist dort . Ich habe meine Ausweispapiere und dummerweise auch noch mein Reisegeld. der kaputt war. der mit leicht rötlichen Haaren. Mariano sprach auch von einem Empfang für mich wie für einen "König" und er sagte auch. fuhr in das Hotel SALLES in Buenos Aires. Carmen.wie er mir am Telefon vorher gesagt hatte . noch in Buenos Aires herumgefahren um eine anständige Werkstatt zu finden.weil seine nicht-geschiedene. Das liegt eine Stunde Flugzeit. Ich bin im Hotel angekommen und mir wurde vom Türsteher mitgeteilt. dass es sich um meinen Geburtstag handeln sollte.30 Uhr früh Lokalzeit in Buenos Aires an. wobei ich darauf tendierte. bevor es dunkel wurde. angeblich am selben Tag nach Spanien fliegen würde. Mariano wollte eigentlich. die Mutter seiner Kinder. dass er eine Überraschung für mich habe. dass ich diese Nacht von Mittwoch auf Donnerstag doch in Buenos Aires im 2-Bett-Hotelzimmer blieb. ich musste ja nicht pressieren um auf die Farm zu kommen und so kam es. damit ich die Landschaft ein wenig sehen kann und er müsste nicht alleine fahren. dass ich schon an jenem Tag. Warum sollte ich jetzt mit dem Flugzeug fliegen? Ich hatte ja Zeit. so glaube ich. Am Dienstag war Abflug und am Mittwoch vor Ostern . Die Zylinderkopfdichtung war angeblich geplatzt und es kam Wasser heraus. März kam ich um 07.

obwohl er sich als Mario ausgab.15 ab dem Inlandsflughafen in Buenos Aires. Marco. Am Nachmittag hat er wieder gesagt. um 19. den anderen Sohn. Er wollte unbedingt. sondern einen Fiat 600 oder Seat 600.welches Marino schon die Tage vorher belegt bzw. was ich ungewöhnlich fand.10 Uhr oder 19. Er hat sich verabschiedet und hat gesagt sein Sohn.-. dass er Marco war. weiche. Der kleine Wagen stand draussen auf dem Flughafenparkplatz: wir haben meine grosse. blaue Reisetasche hinten hinein 16 . dieser leicht Rothaarige. als die Söhne nach Argentinien ausgewandert sind.30 Uhr oder sogar erst 21.. er ist ungefähr gleich alt wie ich.ohne Name . Marco. dass ich am Abend fliege . kaufte das Ticket .00 Uhr in Bahia Blanca zum ersten Mal in meinem Leben an. weil er sonst nie Leute so einlädt oder nie etwas ausgibt in diesem Stil. er würde mir sogar das Ticket für den Flug von Buenos Aires nach Bahia Blanca bezahlen. das sie auch aus Spanien als Haushaltsgut mitgebracht haben. Ich hatte kurze blaue Hosen (Jeans-Shorts) und ein T-Shirt mit kurzen Ärmeln an. den es gibt. er bezahlte es mit seiner goldenen Kreditkarte von der Banco Santander oder Banco Atlantico. gebucht hatte. Während der Gepäckausgabe kam schon der Sohn von Mariano. sobald das Auto fertig repariert sei. da ich ja nichts vermutete. Am Donnerstag assen wir zusammen Frühstück und Mittagessen und waren damit beschäftigt in die verschiedenen Garagen zu fahren um sein Auto reparieren zu lassen. Mariano käme dann in den nächsten Tagen runter. Ich habe dann.und der Abflug war. entgegen dem was Mariano mir gesagt hatte. Ich hatte noch einen Adressenaustausch mit einer Nachbarin. Mit meinem mitgenommenen Gepäck kam ich dann abends um 20. Ich musste also kein eigenes Zimmer buchen oder im Hotel einchecken. er werde mich in allen Ehren empfangen und ich solle dann warten. die neben mir im Flugzeug sass.für ungefähr US$ 68. beide aus Spanien.im Nachhinein weiss ich jetzt natürlich schon weshalb ich am Abend fliege sollte . Das Auto. „Marco‚ fuhr nicht den Bronco. einen grossen amerikanischen braunen Ford. sogar mit noch den alten Kennzeichen aus Barcelona. aber im nachhinein wusste ich ja. so glaube ich. Er fuhr mich dorthin. das Ticket akzeptiert und wir haben nachgeforscht wann ein Flug ist.

dass auf einer so grossen Farm. 90 bis 100 km lang ist. Die Fahrerwagentür blieb offen. ich sass im Auto. von Bahia Blanca Richtung Saavedra und dann zur Farm. bevor wir zum Haupthaus fahren. an dem wir links davor anhielten. Ich konnte mir natürlich die Schilder. Bevor das Wagenlicht ausging. die ca. gleich in Angriff zu nehmen. sogar ein Stück über eine Wiese und während dieser gut dreiviertel bis 1 Stunde Fahrt redeten wir über das Leben auf der Farm etc.oder Geröllweg. Ich bin aber nicht sicher. wo niemand oder fremde Menschen weit und breit sind. wo doch sonst alles immer offen gelassen wird. Gesteins. Als wir dann endlich – es war schon stockdunkel . wo auch meine Dokumente und mein Geld und alles drin war. Irgendwann fuhren wir rechts von der geteerten Strasse weg auf einen breiten weissen Sand-. also nicht geteert. Ich nahm auf dem Beifahrersitz Platz und geplant war. auf den hinteren Sitz geworfen. weil ich auch nichts dergleichen erwartet habe. die Strecke. sagte mir Marco. Wir fuhren die letzten 150 Meter auf Gras und im Wagenscheinwerferlicht konnte ich dann einen runden Turm erkennen. dass es ein kürzerer Weg wäre. Auf den letzten Metern bevor wir mit dem Auto anhielten.abfuhren . dass er noch eine Türe schliessen müsse.gestopft und meine Anzugtasche. im Nachhinein ist es natürlich komisch. sagte Marco. die ungefähr 15 km von dem Dorf Saavedra entfernt liegt. Wir fuhren also von dem Parkplatz beim Flughafen in Bahia Blanca weg. konnte ich noch weiter vorne rechts ein anderes Auto parkiert erkennen. Die Farm heisst "Estanzia San Francisco" und der Haupteingang der Farm sollte eigentlich über die Strasse "Camino de la Ermita" erreicht werden. Das Wagenlicht war aus. etc. ob dies ein Schopf war. was nachher geschehen ist. Marco sprang aus dem Auto. nichts ahnend und dann ging es los: 17 . nicht alle merken. Ich habe mich nicht darüber gewundert. die ich gesehen habe. ich glaubte es neben einem Schopf. Der Motor wurde abgestellt. also eine kleine Halle oder ein kleines Gebäude. wenn wir den hinteren Teil der Farm anfahren und nicht den Umweg über das Dorf Saavedra machen und dann von dort auf die normale Zufahrtsstrasse Richtung Haupteingang der Farm fahren würden. irgendeine Türe geschlossen werden muss. schon auf dem Farmgrundstück. Baracke zu sehen.

der drückt noch ab und ich bin tot. die Beifahrertür aufrissen. wobei der Zement ziemlich dick zwischen den Natursteinrillen aufgetragen wurde. Ich wurde dann bäuchlings auf eine Matte oder Bett geworfen. sie natürlich schlugen zurück. dass es ein solcher Apparat ist. wo dann auch das Blut zu fliessen begann. Aber das hat mir nicht viel geholfen. die in Zement rundherum eingelegt waren. Ich konnte einem von den Dreien einen Fausthieb verpassen. habe im Schock reflexartig den Pistolenlauf mit meiner Hand umschlossen und versucht die Pistole. mich nicht umzubringen. wobei dann meine Brille über dem Nasenbein zu Bruch ging und ich die Brille verlor. lag. wobei. setzte sich und forderte mich. worin man Getreide abfüllt. war das nicht so einfach. wobei das Magazin seitlich. Dadurch gab es eine triefe Schramme. warum das 18 . die Hände wurden mir hinten mit einer dicken Schnur fest übereinander zusammengebunden und zwei oder eineinhalb der drei Personen setzte sich dann auf mich und ich habe gezittert wie Laub im Herbst und um mein Leben gebeten. ich wusste. die man bei solcher Apparatur verwendet. Beim Eintritt in diesen Raum. wie ich später sah. die auf mich gerichtet war. eine alte. Ich wusste nicht. wie vermutlich jeder der so was nicht erwartet hat. eher kleinen Stücken. also 90 Grad horizontal herausragte. blutrünstig auf sofort hinauszugehen. konnte ich auf der linken Seite einen Elektroschweissapparat erkennen. eine Art Skimütze. Ich konnte trotzdem noch auf den Boden runter schauen und wurde zuerst über Gras und dann über Beton in einen Raum geschleppt und gezogen. weil obendrauf die Gesichtsschutzmaske. Ich habe sie angefleht. da passiert noch was. Einer von denen hatte eine deutlich erkennbare Maschinenpistole. weil ich dachte. mit der Pistole auf mich gerichtet. es sich um einen Getreidesack oder ähnliches handelt. und nicht wie normal von unten eingesteckt war. Ich natürlich. wegzudrücken.Auf einmal kam von hinten ein maskierter Mann mit einer Pistole in der Hand zum Fahrersitz. Sie stülpten mir einen weiss-gelblichen Sack über den Kopf. weil dann zwei andere Männer mit Maskierung. Sie zerrten mich brutal aus dem Wagen und da ich ja ziemlich kräftig gebaut bin. wo das Licht brannte. Der Raum war bestückt mit Naturstein in verschiedenartigsten Formen.

samt dem Socken. sondern es war Blut aus einer Wunde ausserhalb des Nasenflügel. dass mir ein Eisenstück an mein rechtes Bein oberhalb der Ferse angeschweisst wurde und obwohl sie mir schützende Tücher auf mein Ober. dass wir.alles geschehen sollte.h. Opfer anderer Verbrecher wurden. den sie mir vor dem Haus in den Mund gestopft hatten. Mir wurde dann der rechte Schuh. Es war dann aber so. weil ich ja kurze Hosen an hatte. wieder wegnehmen. überfielen. sie müssten mir dem den Knäuel. hörte ich wie der Elektroschweissapparat in Betrieb gesetzt wurde. dass ich eigentlich die ersten Sekunden dachte. die Funken. der Sohn von Mariano. das ja frei war. also Textilstoffteile auf mein rechtes Bein. hatten doch zwei Stellen an meinem unteren Schenkel an der Wade verbrannt. damit ich vermutlich nicht schreien konnte oder so. Ich spürte auch wie sie eine zusammengefaltete Decke auf meine Beine legten. die dort auf der Farm wohnten. es war nicht Blut aus der Nase. dass ich anfange zu schreien und das es jemand von den Angestellten oder den Leuten. weil der Turm nicht weit weg vom Hauptwohnhaus der Farm liegt und sie vermeiden wollten. Sie hoben meinen Kopf und unterlegten ihn mit einem Kissen. gelegt wurden. hören könnten. Währenddessen haben sie mir auch den Knäuel wieder aus dem Mund genommen. da die Nase stark blutete. und ich. die die Farm oder wem immer das Gebäude gehörte. Heute weiss ich. Der weisse Sack über meinem Knopf hatte sich rot verfärbt und da haben sie sehr wahrscheinlich gedacht. Es wurde kein Wort gesprochen während der 19 .und Unterbein gelegt hatten. damit sie mich nicht umbringen. d. die dadurch entstanden war. Ich zitterte und nachdem sie ihre Schweissarbeit erledigt hatten. Marke Timberland. die man heute noch sehr gut erkennen kann. wurde mir der Sack vom Kopf weggenommen und sie tupften das Blut in meinem Gesicht mit einem schmutzigen Lappen weg und ich glaube. Während mir Tücher. Ich dachte an grausame Folter oder so und hab nur um mein Leben gefleht. da ich sonst eventuell nicht atmen konnte. abgezogen. als die Brille beim Wegschlagen zerbrochen wurde und dadurch einen Schnitt in das Fleisch gemacht hatte. warum sie mir überhaupt einen Knäuel gegeben haben. „Marco‚. darum möchte ich hier auch noch hinzufügen. die so ein Elektroschweissapparat abgibt.

weil ich nicht wusste. weil sie ja maskiert waren. Es wurde eine schwere Kette an mein Bein geschweisst und unter dem Ring.— in kleinen Noten hatte. anstelle weiter oben. Erst nach weiteren zwei Stunden getraute ich mich aufzustehen und musste Folgendes feststellen. der zum Schloss gehört. dort wo zwei Gliedstücke. es war das Endstück eines Rohres mit einem Gewinde daran. traute ich mich nicht umzudrehen. je eins links und rechts auf den Ring geschweisst wurden. ich habe nur zwei Mal den Namen Mario. Ich drehte mich nach einer Weile um und habe den Raum liegend angeschaut. Ja. die an der Wand eingelassen war. Es war ein Stück von einem Rohr. mein Münzportemonnaie .ganzen Angelegenheit. bevor sie gegangen sind. also Rillen für ein Gewinde. Anm. habe ich gespürt wie sie meine Hosentaschen leerten. und dann ein weiteres Gliedstück auf die zwei Gliedstücke darauf geschweisst und an diesem dritten Gliedstück hängte dann eine zwei bis drei Meter lange. ein Stoffstück unterlegt und auf meine Haut darunter ein schwarzes Gummistück und dann die kalte Kette. ob noch jemand im Raum ist. wo es an die Turmwand angeschraubt war. Das Eisenstück war nicht rundherum geschlossen. der um mein Bein war.und auch einen kleinen goldfarbenen Schlüssel.: Alle Zeichnungen wurden für das Landgericht Vaduz angefertigt. Mario gerufen. in der Annahme. schwere Stahlkette. die ich nicht erkennen konnte. mit Gesicht zur Wand. warum. Obwohl die Verbrecher schon ein Weilchen den Raum verlassen hatten und ich ja auf dem Bauch lag. dass es sich ja um Mario handelte. schwere Metalltür wurde zugeschlagen. sondern war 2 bis 3 cm offen. Eine braune. der das alles gemacht hat mit seinen Gehilfen. ich nehme an. 20 . In Zeichnung auf der nächsten Seite und der Zeichnung auf Seite 42 hat die Zeichnerin aus praktischen Gründen den in meiner Aussage beschriebenen Kasten mit dem Stromzähler und der Steckdose (für das Elektroschweissgerät) weiter unten an die Wand skizziert. warum. wo ich ungefähr US$ 180. ein Riesenlärm und das Licht brannte noch. vermutlich vorher schon. obwohl es ja der Marco war und nicht der Mario. das ich an der Anzugstasche befestigt hatte. wo die Dokumente drin waren. Ich zitterte noch lange und hatte Angst und dachte nur warum.

21 .

50 Liter grosser. Oberhalb des Ofens ist ein ca. wenn man darauf etwas schreiben oder essen wollte.Den Raum beschreibe ich wie folgt: Es ist ein runder Raum. die Wand und der Boden braun angemalt. sodass man es entweder an die Wand oder an den Ofen anlehnen musste. wo man Holz hinein gibt und es ist ein so genannter Wasserofen. das sich zur Hälfte im Raum befand und zur anderen Hälfte in der Wand verschwand und unten wieder heraus kam. Am Kopfende des Bettes war ein alter Ofen ohne Türchen für die zwei Stellen. dieser Durchgang führt zu einem kleinen Gang. dass es mit flüssigem Klebstoff schon mehrmals repariert worden. es ist ein Wasserturm. Rechts davon ist eine Dusche in die Wand eingelassen. nicht angeschraubten. eine schwarze Plastiknylonschnur. 22 . also links und rechts. sehr feucht und kalt und wenn man bei der Türe hinein kommt war links mein Feldbett. weil sonst das Stück umkippen würde. Vor allem das Abflussrohr. wie so ein Mini-Mini-Sekretär mit einem Fach. Es war alles ziemlich schmutzig. Die Wasserspülbetätigung war eine Schnur. Neben dem schmutzigen. silberner Wasserbehälter. rechteckiges Herstellerkennzeichen erkennen. wo links ein Waschbecken eingemauert ist mit Sims und unter dem Sims an der Aussenwand des Waschbecken konnte ich ein verschobenes. Neben meinem Feldbett an der Wand war ein Fenster in der Grösse eines normalen Fensters mit zwei Flügelfenstern zum Öffnen. wo links ein schmutziges WC mit einem losen. Vorbei an diesem Waschbecken konnte ich in einen Raum. dann auffangen sollte.h. Sonst war alles weiss in diesem runden Raum und in diesen zwei Nebenräumen. schwarzem WC-Deckel war. die herunter hing und am Ende 2 bis 3 Knoten hatte. d. die Duschvorrichtung kam aus der Wand heraus und dort wo sich der Wasserstrahl verbreiten kann. das man mit der Tür schliessen konnte und das vierte Bein war gebrochen. sehen. wurde die Wand und der Boden im 90 Grad Winkel. oberhalb der Wasserbehälter für das WC. der das gekochte Wasser. schwarzen Ofen stand ein kleines Möbelstück. Weiter nach rechts schwingend im runden Kreis sieht man dann einen Durchgang ohne Türe. weil es am Wassersystem angeschlossen ist damit man Heisswasser produzieren kann und gleichzeitig kochen kann.

Ich hatte riesige Angst und betete und eigentlich war mir nicht kalt. damit ich vom Bett bis zum WC gehen konnte. oberhalb meines Bettes. Die Eisenkette wurde so angelegt. ein Ausbruchgitter. Im WC war nur eine Füllung im Tank der WC-Spülung vorhanden. dass die Kettenvorrichtung.Gegenüber der Dusche war ein Spülbecken mit je Kalt. Es war alles sehr schmutzig und dreckig. Es gab drei Fenster. ich vermutete auch. in meinem Raum. viel kleiner als das im Zimmer wo ich schlief. nur bei ungefähr die Grösse eines A4-Blattes im Lattenrost konnte man die Latten verstellen und man konnte dann etwas hinausschauen. Ich konnte nur schräg hoch in den Himmel durch einen Schlitz schauen und sonst sah ich nichts von diesen zwei kleinen Fenstern. obwohl ich in kurzen Hosen war und im kurzen Hemd. ein hellblaues Handtuch und eine neue Seife in der Seifenschale. alles sehr dreckig. Der Wasserablauf der Dusche ist ohne Gitter im Boden und rechteckig. und an dem Fenster vor dem grossen Waschbecken und dem kleinen Fenster im Badezimmer wurden von aussen an die Gitterroste Wellbleche. damit man nicht herausschauen kann oder andere Leute nicht hinein schauen konnten. weder für das erste noch das zweite Waschbecken oder die Dusche oder das WC. im so genannten „Badezimmer‚. ausserhalb dieses Fensters war ein Lattenrost. das aber sicher schon vorher dort war. als man den Turm baute. erst frisch 23 . zugeschnittene Wellbleche mittels Draht befestigt. an die Wand geschraubt ein Spiegelschrank mit einem kleinen Abstellfach darunter.und Warmwasserhähnen separat angebracht. die an der Wand war. Das Fenster im Gang. Draussen am Fenster war noch ein Metallgitter. dass die Kette fest in der Wand eingemauert war. Das Wasser funktionierte nicht. es gab kein Wasser. Und darüber. der geschlossen war. dass es genau reichte. ein Fenster. zwischen dem Badezimmer und dem Hauptraum war mit zwei Kippfenstern versehen. die man zum Dachbauen nimmt. trotzdem waren auf der rechten Seite des Waschbeckens. Es war also unmöglich dort auch hinauszugelangen. Es war ein Lattenrost aus braunem Metall und war zu. Nachdem ich alles inspiziert hatte und feststellen musste. wie schon beschrieben.

24 . alles aus Beton. der übrigens auch auf der gegenüberliegenden Seite meines Bettes eine Rundtreppe in den oberen Stock hatte. Vermutlich wollten sie. das einen riesengrossen Blutfleck vorwies von den Stunden. Ich muss auch sagen. weggeschraubt wurden. weil es weiss gestrichen war und auch die ersten Kettenglieder von der Wand mit weisser Farbe überzogen waren. die in diesem Raum offenbar früher vorhanden waren. dass ich nichts wegnehmen konnte. und legte mich schlafen. die ich regungslos auf dem Kissen lag. Schränken und anderem Zeug. die weiss gemalt war und das Geländer. dass man überall im runden Raum. Ich legte mich dann ins Bett auf mein Kissen. weil man die alte Farbe darunter sah und auch die riesengrossen Löcher von Schrauben mit Dübeln. wo man die Hand drauflegt. womit ich einen Wächter oder wen auch immer erschlagen konnte oder verletzen würde. darum gab es überall Stellen mit diesen Abzeichnungen mit ehemals vorhanden Regalen. An vielen Stellen konnte man sehen. dass Regale und Aufhängevorrichtungen. ist braun gemalt.gemacht wurde.

25 .

vermutlich wurde die Türe immer so aufgeknallt. ein silberner mit einem langem Lauf. 26 . ich solle mein Kopf unter das Kissen begeben und mit den Oberarmen und Händen von aussen das Kissen an meinen Kopf drücken damit ich nicht sehe wer kommt oder was sie tun. der mir neu erschien. die mir alt erschien und einem Revolver. Er deutete ohne Worte an. Ich lag noch auf dem Bett und bekam Herzflattern. Den ganzen Tag habe ich kein Essen erhalten. auf mich gerichtet vor der Tür standen. weil mir meine Uhr auch weggenommen wurde. die leicht gebückt wie beim Skifahren mit gespreizten Beinen und einer Pistole. in dem Fall. mittags hörte ich ein Auto. auf mein Kissen und zwar auf den Blutfleck auf dem Kissen.Freitag vor Ostern. Einer kommt auf mich zu und deutet mit dem Revolverlauf oder Pistolenlauf. dass er den Blutflecken meinte und ich sagte dass es das Blut von gestern Abend war. jedoch so ca. Ich lag seitlich gekauert auf dem Bett und von draussen hörte ich laut Schlösser öffnen. das Zeitgefühl ging mir auch weg. Ich vermutete. es war ein Diesel. und ein Geknalle und sehr laute Geräusche. sodass ich mehr erschrak: ich sah zwei Männer. Mit einem Tritt. als würden 50 Schlösser daran sein. vermummt.

als es ein wenig hell wurde. sie kontrollierten das andere Ende der Kette um zu schauen. dann kommt automatisch der Fluchtgedanke. oder wenn ich ausschlagen würde. Ich weinte oft und betete wieder und fragte mich warum. Es wurde dann von einem der Männer in Spanisch gesagt. was dann zu einem kürzeren Radius meiner Bewegungsmöglichkeit führte. wenn man es so nennen kann. warum nur? Sie haben mir am Freitag nichts zu essen gegeben. die Fenster nochmals inspiriert und festgestellt. Ich musste dann immer öfters im Tag mich nach links um meine eigene Achse drehen damit sich die Kette wieder entwindet. dann die Türschlösser geöffnet. Wenn der Wind ein wenig kam. ob ich nicht was gemacht habe. sie mich ohne Skrupel umbringen würden. Waffen. Riesenlärm. Die Männer gingen und dies nicht ohne dass sie die Tür mit einem Riesenschwung zuknallten. kein Wort zu mir und dann gingen sie wieder. hat sich dauernd die Kette verdreht. an jenem Freitag. der sich wie immer in den folgenden Besuchen so abspielte. Ich hatte Angst und zitterte andauernd. Wenn man in einer solchen Situation ist und lange Zeit zum Denken hat.Ich tat es und spürte den Revolverlauf auf meinem Kopf. was mich noch mehr ängstlich machte. Die verfluchte Kette war aber nicht so leicht loszukriegen. Ich hörte meistens ein Auto heranfahren. Samstag früh bekam ich wieder Besuch. Ich glaube auch. Kontrolle der Kette. dass es eine Windwassermühle sein musste. bekam ich wieder Besuch. Ich weinte und weinte und weinte. Am selben Tag. Sie kontrollierten die Kette und hoben mein Bein und rüttelten daran. dann setzte sich die Wasserpumpe in Bewegung. ich schätze so um 22. meistens ein Diesel. aber ich hatte sowieso keinen Hunger. weil ich meine Fenster offen hatte. Ich habe dann. sie brachten mir meine Brille. das spürte ich. innerhalb dieser 3 kleinen Raumebenen. falls ich versuchen sollte zu fliehen oder sonst was machen würde. was für mich bedeutete. dass ich. Ich konnte mehr oder weniger schlafen in der Nacht von Freitag auf Samstag.00 Uhr abends. die sie mit Schnellklebstoff zusammengeflickt hatten und Schreibpapier 27 . dass es unmöglich sein wird durch diese Fenster ohne Werkzeuge oder andere Hilfsmittel zu entkommen. Beim Laufen. dann ein Schlag an die Türe.

28 . Es kam wieder zu Morddrohungen von einem der Bewacher auf spanisch und wieder mit den Angaben. 13 als Abwechslung zu lesen und musste an die Story der Entführung des Hamburgers Industriellen Reemtsma denken und es gab auch sonst in diesem SPIEGEL einige Seiten. mit einem abgebildeten Mobiltelefon und eine Nummer im Display : die Nummer. da ich doch dachte. war.s. einer Mobiltelefonfirma. ich soll ja nicht versuchen zu fliehen. die mich sehr traurig stimmten wie z. sie seien ein wenig human. weil ich sonst tot bin. das eine war der SPIEGEL Nr. die ich mir in Frankfurt am Flughafen gekauft hatte. die fing mit 01 80 an und die war eigentlich nur 3 bis 4 Nummern anders als die Nummer meines besten Freundes in Zürich. Ich versuchte dann den SPIEGEL Nr. wo ich mich befand. den hätte ich gerne gehabt um den Saustall. 13 von diesem Jahr und die rosarotfarbene Financial Times. aufzuräumen. Dann gab es noch eine Werbung im SPIEGEL Nr. Es kam dann so. dass ich mehr oder weniger beruhigt war.w. 13 von einer Telefongesellschaft.mit Schreiber und die zwei Nachrichtenmagazine. die dort eingegeben war. den dieser Mann in der Hand hielt. die auch 01 865 u. da sie ja mir was zum Lesen brachten und auch Früchte und altes Brot bei diesem Besuch am Morgen.B. gab es eine Werbung einer Autofirma mit einem Besenfresserzitat und der Besen.

Es sollte so aussehen. also dieser kleine Lattenrost vom Hauptfenster. dass ich Angaben machen soll über meine Geschäfte oder vor allem über mein Vermögen. Selbstverletzungen am eigenen Fleisch zutun. als wäre dieses ein Fax von Übersee gewesen. Ich nehme an.was hätte ich bloss gegeben damit ich ihn anrufen könnte. vor allem am nächsten Tag. Die Zeitung habe ich dann nur als Tischdecke für das schmutzigen kleinen Möbelstücklein verwendet. Ich bat ihn dringend. den ich verschieben konnte und sah ein paar Bäume vor mir und rechts davor einen künstlich aufgehäuften Erdhügel in dieser Waldlichtung und weiter weg sah ich dann die gelbe Wiese mit ein paar Kühen. Die Hände konnte ich ein wenig waschen indem ein paar kl. Später musste ich auf das WC und spülte das WC. Tropfen aus der Wasseranlage kamen. so wie man sie für Gartenstühle verwendet. Am Nachmittag desselben Tages bekam ich wieder Besuch. Ich hatte einen weissen Plaststuhl. dass die Financial Times in solchen Situationen nicht das geeignete Lesemittel ist über Geld und Kurse nachzulesen. ich hätte ihn so gerne jetzt angerufen. auch in diesem Raum. aber auf Faxpapier gedruckt war. einer der über Selbstverletzungen geschrieben war. Es wurde mir eine Notiz hinterlegt. von Europa. ich habe mir gedacht. wie viel und was das alles bedeuten soll. Darauf stand auf Spanisch.B. Zu jenem Zeitpunkt schrieb ich noch normal mit dem mir verteilten Papier und Kugelschreiber an Mariano. ob er sich nicht schäme mich als Freund dort so zu haben. das ich besass. an 29 . Der Preis pro Minute war dort in der Anzeige 69 Pfennig. falls ich dummes Zeug vorhatte. den habe ich noch vergessen zu beschreiben. wie sich Leute. Ich sass auf dem weissen Plastikstuhl. Ich öffnete das kleine Look-Out wie man auf Englisch sagt. Ich schrieb warum. auch wenn die Minute 690 Mark kosten würde. aus welchen Gründen auch immer. die mit Schreibmaschine geschrieben worden war. Wie befohlen verdeckte ich mein Gesicht damit ich nichts sehen konnte und wie üblich wurde mir die Pistole auf den Kopf oder auf die Brust gedrückt. sie haben es mit dem Faxgerät des Hauses kopiert. Ich schrieb ihm. Ich habe alles über die Tage verteilt gelesen ausser ein paar Artikel: z. Es ist auch zu sagen. mich zu besuchen damit wir darüber reden könnten. wofür.

meinem Geburtstag am Sonntag. Sonntag. Geburtstag. Ich ass einen Apfel und das alte Brot und war ein wenig beruhigt an jenem Tag. wann und ob er weggenommen wurde. März. aber wie konnte ich flüchten. weil ich ja nicht wusste wo Sicherheit für mich sein könnte. Falls ich je aus diesem Turm raus kommen sollte. für meine Familie und für seine Familie auch. damit ein Ecken des Briefes noch in meinem Raum lag und ich so sehen konnte. Ich hätte ja in die falsche Richtung rennen können 30 . schlief ich im Bett mit den zwei Decken ein. links rechts oder wohin. Ich war traurig für mich selber. 30. zu kommen. wohin ich dann rennen sollte. habe ich unter der Türe so durchgesteckt.03. weil ich keine Besuche mehr erwartete und dadurch für mich selber alleine sein konnte. Den Brief den ich an Mariano geschrieben habe. Ich wachte früh auf und dachte an Flucht. mein 32.. ich kannte die Farm nicht und war in der Nacht gekommen. Müde und mit der schweren Eisenkette an meinem rechten Bein. Ich hoffte auf eine ruhige Nacht. also ist es sehr schwierig. 30.

wo ich jetzt noch mal hinging. Wer sollte mich je da finden? Ich bekam auch Panik. also dieser Eisenring war ja nicht ganz geschlossen und die dementsprechenden Ecken.und dann 30 km lang in der Wildnis herumirren. es ist besser. dann denkt man sowieso an Flucht. Also dachte ich mir gut. wenn man verheiratet ist oder Leute die verheiratet sind und sie den Ehering loswerden wollen. dachte ich mir. Ich erinnerte mich. Ich weinte. die Kette mit Wasser und Seife über meinen Fuss zu ziehen. was noch passiert. Auf einmal bekam ich grössere Angst: Nach einer halben Stunde hatte ich meine Meinung geändert und sagte zu mir. Ich war traurig und weinte und trocknete meinen eingeseiften Fuss mit dem Handtuch ab und war sehr bemüht den Stahlring auch von der Seife zu befreien. was mir nicht ganz gelang. es mit Seife probieren. ich werde mit dem Versuch. Ich zog so meinen rechten Schuh aus und auch den Socken und da ich kein fliessend Wasser hatte. aber wenn man eingesperrt ist. weil ich realisierte. dass die Kette so angemacht wurde. dass es für ewig war. seifte meinen nackten Fuss samt dem Eisenring ein und nahm auch das Tuch und das Gummiband unter dem Eisenring weg und versuchte mit aller Gewalt den Eisenring über meinen Fersen und Vorderfuss zu stülpen. weil sich die Seife auch in den feinen Rillen des Gewindes festgesetzt hatte. weil ich an meine Familie dachte und dass mich keiner so schnell vermissen würde. also wollte ich. dass man. dass es auf einer solch grossen Farm eine Leiche loszuwerden kein Problem wäre. wo ich mich leicht verletzte. aha. benützte ich ein wenig Wasser von der WC Schlüssel. Ich war traurig. denn selbst mit Seife ging es einfach nicht. da würden sie mich auf 100 km auf dem freien wohl Feld sehen. in der Nacht weg. Da ich ja eine Seife hatte. und ich befürchtete. die dieser Ring hatte. und zudem hatte ich auch realisiert. weil ich keine genauen Angaben gemacht habe. stachen sehr fest auf meine Ferse. was mein Tod bedeutete. ich war verzweifelt. dass wenn bei 31 . weil ich die Seife nicht vollständig vom Ring entfernen konnte. ich werde warten bis es Abend ist. weil während dem Tag wegzuspringen. Es ging aber nicht. wie konnte ich die Kette lösen. wer weiss. wenn ich es jetzt versuche. das ging also nicht. warten. Die Kette. Meine Nerven lagen frei. wenn schon. der Verschluss.

den ich die Nacht zuvor unter die Tür gelegt hatte dann weg. Ich hatte Angst. mit Urin oder mit was. Foto ist auch die noch nicht verheilte horizontale Schürfwunde wunde der Kette gut sichtbar (2-3 cm oberhalb meines rechten Daumens). dass sie mich dafür foltern werden oder anderswie bestrafen würden. brachten mir Kaltes zum essen und zum trinken Wasser. Aber dann war das Problem. Tür aufgeschlagen. Spät abends am Sonntag bekam ich wieder Besuch.einer Kontrolle die Wächter nicht die Dümmsten sind. dass ich meine Füsse gewaschen habe. Anm. Sie nahmen den Brief. und erkennen. Sie gingen dann aber wieder. falls sie die Seifereste entdecken würden und ich dachte mir. wenn kein Wasser vorhanden ist.: Auf den 2 Fotos (nächste und übernächste Seite) kann man sehr gut die 2 eingebrannten Stellen an meiner rechten Wade erkennen. Es war Lärm mit Autos. Die Kette wurde kontrolliert. Auf dem 2. Ich blieb den ganzen Vormittag im Bett. dann würde ich sagen. sie würden mich fragen mit was. Revolver auf Kopf und kein Wort. 32 . wenn sie es entdecken würden. was ich vorgehabt hatte. Ich hatte Riesenangst. Die für das Landgericht Vaduz nachgebaute Kette samt „Mauerstueck“ befindet sich heute im Keller des Landgerichts. dass es dort Seife daran hat und dann vielleicht erkennen oder erraten. im „Argentinien-Akt“. die von Funken beim Anschweissen der Kette herstammen.

Der Fluchtgedanke ist dabei gestorben. Mariano kam doch nicht. aber wohin sollte ich auch flüchten. falls ich überhaupt von der Kette wegkommen sollte.Das WC füllte sich ohne dass ich es spülen konnte und auch tagsüber war der Raum gefüllt mit dem Lärm von der Wasserpumpe draussen. In der Nacht hörte ich oft Schüsse und auch Hunde. 33 . wie ich ihn gebeten habe an meinem Geburtstag. sondern auch meine Fluchtmöglichkeit. da die Fenster so zugenagelt waren. Nervös schlief ich ein. Das war kein gutes Zeichen. Ich war mir auch bewusst. weil sie mir nicht nur meine Freiheit genommen hatten. Ich weinte und war traurig. also war es aussichtslos. ich dann weiterhin nicht aus dem Raum flüchten konnte.

weil ich nicht mehr soviel weinen konnte. Es ist der Geburtstag meiner Mutter. wie er es sich aneignen kann. Bitte ihn zu kommen. Ich weinte wieder. Diesmal etwas unterwürfiger. März. um auf einen anderen Gedanken zu bekommen. Ich schreibe wieder an Mariano. etc. um die Zeit totzuschlagen. 34 . Der Tag ist ja sehr. offeriere ihm mein ganzes Geld und schreibe auch. Montag. aber weniger.Am nächsten Tag. etc. sehr lang. 31. hoffte auf seinen Verstand. denn man muss ja etwas tun. hoffte auf baldige Freilassung. sie ist 60 Jahre alt geworden. Ich las den SPIEGEL nochmals.

An diesem Montag bekam ich Vormittags wieder Besuch. Ich habe mir überlegt. ob ich eventuell die Wächter. damit ich meine Hand hätte anlegen können 35 . Neben dem Stromkabel war auch ein Stromzähler der Marke ABB von 1992 mit dem Zählerstand von entweder 2030 oder 3020. erkennen. man will nur lebendig aus der Sache wieder herauskommen. dass darin stand. kam ein Stromkabel aus der Wand heraus in einen kleinen Kasten mit drei runden Sicherungsknöpfen und dann in einen grauen Kasten führt. was aber nicht so einfach sein wird. Wie üblich ein Auto. man unterschreibt einfach alles.und ausschalten kann. links oben an der Wand. ich bin mir nicht mehr sicher. wenn sie mir gesagt hätten. das ich nicht sehen konnte von der kleinen Fensteröffnung aus. dass es Mariano's Stil war. weil ich nicht nahe genug an die Waffe gekommen wäre. Bin mir aber nachher unsicher geworden. wo sie vermutlich meine späteren Geldzahlungen rechtfertigen wollten. ein Dieselfahrzeug. der Strom wie eine Erdung an mir vorbeigehen. wie ich John F. Es ist egal. wenn sie zur Tür hereinkommen. Wenn man bei der Türe herein kommt. weil wissen Sie. dass Mariano angeblich für wichtige Geschäfte nach Europa zurückkehren musste. denn es waren Forderungen an mich. Wieder Waffen. Ich meine den Mord an Wächtern um hier herauszukommen. dann unterschreibt man alles. Ich habe sie im Detail nicht gelesen. aber wie. aber sie wurde nie von ihm unterschrieben. wo man die elektrische Wasserpumpe ein. weil ich mich mit Strom nicht gut auskenne und nicht gewusst hätte. wenn man in Gefangenschaft ist. die ich hatte. dass die Zeit auslaufe und es wurde Besuch aus Europa angekündigt. Ich wusste aber und konnte an der Art und Weise wie es geschrieben war. Auf der Notiz stand. wieder vermummt und wieder Morddrohungen. ich wusste sie war von ihm. Sie brachten Essen und eine Notiz von Mariano. es ist zwecklos. Es war sogar. mit einer Kette am Bein würde evt. mit einem Stromschlag erledigen könnte. ich soll schreiben. Rechnung in „Anführungszeichen‚. Die Notiz von Mariano. absurde Forderungen an mich. Es kam auch der Gedanke an Mord. welches Kabel wo zu was führte und zudem dachte ich. Sie legten mir Rechnungen vor. Wenn nicht ein Stromschlag dann vielleicht die Waffe entnehmen dachte ich mir. Kennedy ermordet hätte. Ich hätte auch unterschrieben.

machte und wie und warum ich dazu kam. hatte ich einfach keine Kraft oder war zu dumm dazu. Der Gedanke an eine Schlägerei kam auch. weil ich fast eine Woche in derselben Kleidung gesteckt habe und die Luftfeuchtigkeit in diesem Wasserturm. dass es zum ersten Gedanken an möglichen Selbstmord kommt. weil sie vermutlich vermutet hatten. die Türe und Morddrohungen. Reinigungsutensilientasche mit. dann macht man sich sicherlich Gedanken. Ich selber war sehr schmutzig. also der ganze Raum immer im Schatten war. dies ist nicht sehr hilfreich. wenn ich nicht im Bett bin. ist es vermutlich nicht so einfach für Aussenstehende nachvollziehbar: wie und warum ich das. Es gab auch erste Schläge auf meinen Kopf. sonst gaben sie mir nichts und es gab auch keine Antwort auf meine Bitten. Ich bekam wieder Besuch mit denselben Vorzeichen wie Lärm. Für einen Rest.und ich kein Tumult riskieren wollte. Bei jener Visite wurde mir wieder Essen. die Waffen. wenn man selber nicht in einer solchen Lage war. Zu meiner Überraschung brachten sie auch mein kleines Necessaire. also meine Badeutensilien. was wie folgt beinhaltete: Es war eine Hygienetasche und es war ein Nagelklipser drin. Jeder der so was miterlebt hat. Sie checkten wieder die Kette. Wisst ihr. Auch begann der Stahlring in der Nacht zu kratzen. wobei ich nicht wusste. wovon man heute noch die Schürfwunden erkennen kann. ein paar kleine Seifen von Hotels. ein Rasiermesser von der Marke Gillette. wie stehen die Chancen. weil die Sonne nur ganz klein. was ich später tat. die ich im Brief davor formuliert hatte. für andere Möglichkeiten. aber einen gegen zwei oder drei und ich dann noch angekettet. eigentlich frieren sollte. diesmal sehr gründlich und knallten die Türe beim Hinausgehen zu und verriegelten sie mit massivem Lärm. Wenn man sich in Händen solcher Verbrecher befindet. was sicher mein Tod bedeutet hätte. Brot und Früchte und sogar meine blaue Jacke gebracht. kein Schaum. wird vermutlich zugestehen. womit ich das verdiente oder was ich getan hatte. dass ich während des Tages. 36 . Wasserwindmühle. ziemlich hoch war. das Auto. dass man lebend aus dieser Gefangenschaft herauskommt. mit einer Fingernagelreinigungsvorrichtung.

falls sie mich foltern oder sonst was mit mir machen würden oder nur meine Hände gefesselt auf den Rücken binden würden. wann ich sterben wollte oder nicht. wenn sich jemand wegen einer verlassenen Freundin oder eines verlorenen Arbeitsplatzes in Freiheit vor den Zug wirft oder sich sonst irgendwie umbringt. Ich brach die zwei Klingen heraus. weil wegen einer Freundin oder anderen zerbrochenen Beziehungen oder eines verlorenen Arbeitsplatzes sollte man sich nicht umbringen. was auch eine sexuelle Folter beinhaltet hätte. welche Seite das Messer und welche Seite nur diese angehefteten oder angeschweissten kleine Metallstreifen waren. was einem noch übrig blieb war die Macht über Leben und Tod d.h. heraus zu nehmen. die in dem Wegwerf-Giletterasierapparat darin waren. Aber in einer Gefangenschaft sieht die Sache ganz anders aus. waren die Folgenden: Ich hatte Todesangst auszustehen unter diesem psychischen und sonstigem Terror. es ist anders. So entschied ich mich die zwei kleinen Rasierklingen. dass.h. ich konnte noch selber bestimmen. Ich tat es mit der Fingernagelreinigungsvorrichtung am Nagelknipser. Münztasche von meiner kurzen Jeanshose und die andere habe ich mir in die linke Po-Hosentasche gesteckt. eine Breite von 0. dass ich dort realisieren musste. heraus zu nehmen und vielleicht dadurch die Schnur um meine 37 . falls ich dies und dies erfülle. Dann ist er vielleicht in meinen Augen ein Feigling oder dumm.5 bis 1 mm hatte. Ich bin selber kein Feigling und möchte hier sagen. 2 cm und ca. sondern auch meine Fluchtmöglichkeiten genommen hatten und das Einzige. Der Grund darin liegt da. ich vermutete.Die Gründe warum ich an Selbstmord gedacht habe. die Macht über sein eigenes Leben d. das eine Länge von ca. so hätte ich doch noch eine Möglichkeit mit der rechten Hand auf den Rücken gebunden in die linke Potasche zu greifen und das Messerchen. lernte mit verschlossenen Augen wie ich ohne mich zu schneiden erkennen konnte. Ich hatte auch Riesenangst vor Folter. und ich habe nie von den Entführern gehört. dass sie mir nicht nur meine Freiheit. Es ist nämlich so. Während der ganzen Zeit sagten sie das nicht. Ich wickelte sie je in ein Stück Zeitungspapierchen hinein und steckte eine Klinge in die vordere. rechte kl. weil sie es auch in zweideutigen Andeutungen so gemacht hatten. ich dann freikomme.

Lassen sie mich frei. Sicher gebe es Gründe. ich alleine entscheide. selbst wenn es Mordbefehle wären. wann ich sterben will oder nicht. Den Rest der Klinge. erfüllen würde. Ich bin ein lebensfroher Mensch und sonst nie depressiv oder sonst was. Also Mariano müsste sich nicht mal die Finger selber schmutzig machen. aber ich kannte ihn zumindest so gut: er würde nie einen Mord planen. er war ein Farmknecht. weil im späteren Gespräch einem der Bewacher. zu widersetzen. was kann ich mir selber noch Schönes machen. dass es selbst nach meinen Zahlungen keinen Grund geben würde. wenn ich ihre Bedingungen. ich glaubte es nicht. also den Rest der Vorrichtung zum Rasieren habe ich in altes Brot rein gesteckt. dass ich von seiner Geldschuld nichts mehr haben wollte. sagte dieser auch.Hand oder sogar meine Blutvenen aufzuschneiden. dass sie es mir wegnehmen könnten. Abgesehen davon ist er ein riesiger Feigling. Ich dachte ich kannte Mariano gut. da ich glaubte. was dann passieren würde. Ich überlegte mir dann. davon schrieben sie aber nichts. aber ich hatte nur dies und ich wollte nicht. wobei ich jedes Mal immer unterwürfiger wurde. bevor ich diese Welt verlassen sollte und das Einzige. Ich möchte hier auch hinzufügen. Ich schrieb wieder an Mariano. Das WC war verstopft und Mücken und anderes Zeug verbreiteten sich in meinem Raum. er würde im Effekt jemanden umbringen lassen. warum mich Mariano freilassen sollte. wäre eventuell eine letzte Masturbation an Gedanken an die letzte Frau die ich lieben durfte. dass in Argentinien ein Menschenleben nicht viel wert hat und dass es für die Angestellten nicht möglich war sich den Befehlen des Gutsherrn. mich freizulassen. dass ich gedacht habe. Die Lage wurde auch sonst unangenehm. und ich flehte ihn an. da mich diese Geldschuld in diese Lage gebracht hatte. Natürlich ausser sie kämen mir zuvor und davor hatte ich natürlich wieder Angst. Aber ich war mir sicher. aber auf der anderen Seite war die Leichtigkeit mit der er mich 38 . die sie mir ja nicht konkret gestellt hatten. Ich überlegte mir auch. Das war das Letzte was mir blieb. was mir in den Sinn kam. wobei ich natürlich auch sagte. Komischerweise fühlte ich mich nach den getätigten Dingen mit der Rasierklinge besser.

bekam ich wieder Besuch. Ich war traurig und glaubte. Kinder und ein ruhiges Leben führen. Familie. meine Träume. Ich will hier nur heil rauskommen und werde niemand etwas sagen.B. und ich bekam sofort Herzflattern. Auf einer grossen Farm. Wieder der Lärm eines Wagens. Ich versuchte zu schlafen. Das Essen ist wieder kalt gewesen. konnte aber nicht. Eine Notiz von Mariano mit Schreibmaschine geschrieben. Ihr müsst verstehen. 1. dass ich kein Rachemensch bin. April. ohne seine Unterschrift darauf. spät. wo ich bin und da gibt es mögliche Unfälle oder da ist einfach die Leichtigkeit eines solchen Vorhabens viel grösser und dadurch auch viel präsenter im Kopf von Mariano. Mein ganzer Körper schmerzte und ich hatte eine unruhige Nacht hinter mir. weil man Ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist. Ich glaubte durchzudrehen. dass Morgen der letzte Tag sei und dass die Zeit zu Ende gehe. ich will hier raus und das Geld ist mir nicht wichtig. Ich überzeugte mich davon selbst. wo kein Mensch genau weiss. nehme ich an. Geburtstag meiner Mutter und ich musste ihn in den Briefen immer ständig davon überzeugen. Er glaubte mir nicht oder sie glaubten mir nicht in Bezug auf mein Geld und wie man es transferieren könnte oder meine einzige geschilderte Möglichkeit wie ich an das Geld kommen könnte und er sagte auch. sondern sagte nur. Wir haben immer noch Montag. wurde mir wieder zugesteckt. dass ich hier nie rauskommen werde. wie Heirat. wenn er mich in Spanien oder in Vaduz entführt hätte und mich gefangen genommen hätte.auf der Farm verschwinden hätte lassen können viel grösser und das beunruhigte mich. dass man alles macht. dass er gar nicht darauf eingehen sollte. wie z. Das war alles. Die Türe wurde wieder massiv aufgeschlagen und die Waffe an den Kopf gehalten und die Kette wieder kontrolliert. was sie verlangen. Dienstag. wartete 39 . die Argentinier oder die Latinos im Generellen. obwohl mein Geist ganz scharf blieb. Es wäre anders gewesen. der sich ankündigte. Ich schrieb so. Ich will einfach auch Dinge erfüllen. Da ist die Lage komplizierter. Am Montagnachmittag.

Es kann ja nicht sein." Er sagte es in vollem Ernst. dass der silberne Revolver mit Patronen in der Trommel voll geladen war. Schritte und zu meiner völligen unglaublichen Überraschung stand da Verdammt noch Mal dieser Verbrecher Helmut Roegele mit seiner Frau Salud Hidalgo und zwei Wächtern mit gezogenen Revolvern und Pistole vor mir im Raum. Er sagte wortwörtlich: "Ermordet wirst du hier sicher nicht. Ich zitterte am ganzen Körper am ganzen Leib. Ich liess alles nochmals durch meinen Kopf gehen und es widersträubte mir. daran zu denken. Aber von hier aus konnte ich ja niemanden erreichen. dass ich gehe. das Gesicht unter das Kissen und die Hände und Oberarme vor meinem Gesicht. meinen Freunden." Die Worte von Helmut waren sicher ein grosser Teil des Auslösungsprozesses. Helmut und seine Frau nicht. Helmut schrie mich auf Spanisch an und dann auf deutsch und er sagte: "Ja. Ich möchte noch anfügen. Es war mir sehr kalt. Ich begann erst dann zu realisieren. Entweder du machst es uns als Überweisung oder du wirst hier einen "Unfall" erleiden. dass ungefähr am Mittag wieder Besuch kam.B. meinen besten Freunden und der Welt ADIOS gesagt hätte. eingekauert unter meine Bettdecke. dass ich bald soweit kommen könnte. jetzt können wir Dir das antun. dass ich bei einem dieser Besuche beim Wächter klar erkennen konnte. sondern du wirst z. ohne dass ich meiner Familie.aber ab. wir sind nicht so blöd und machen uns die Hände schmutzig. So geschah es." Ich kniete auf vom Bett und kniete vor ihm auf dem kalten Boden mit meinen kurzen Hosen und sagte: „Ich habe Euch doch nichts getan und ich flehe um mein Leben. ich kontrollierte die Rasierklingen in meinen Hosen und merkte mir wieder auf welcher Seite die scharfe Klinge war. Er sagte: „Wir kriegen dein Geld sowieso. Die zwei Wächter waren maskiert und mit Waffen. Sie kamen in sehr gepflegtem Stil daher. Ich hörte mehrere Personen. mir selber das Leben zu nehmen. dass wahrhaftig Helmut Roegele und Mariano das alles ausgeheckt hatten. einen "Reitunfall" oder von einem "hohen Baum fallen" und der Arzt wird dies als Unfall bestätigen und mit den Rechnungen. was ich mir dann später angetan habe. die du in Gefangenschaft unterschrieben hast oder mit den 40 . Ich begab mich wieder in die übliche Position.

das ist mein Ende. zu gestalten. Er legte mir zwei Rechnungen vor um die Transaktionen wohl ein wenig legaler. es mir vorzulesen. da ich ihnen doch absolut gar nichts schulde! Im Gegenteil. das ich erst gar nicht gelesen hatte. Mariano schuldet mir sogar viel und das weiss er und Helmut ganz genau. Er hat es mit einer solchen Deutlichkeit gesagt. aber das tat er nicht.Schuldanerkennungen werden wir gegen deine Erben losgehen. weil sie mir nicht glaubten. Ich las nur eine Forderung von 80 Millionen Peseten von ihm und eine Forderung von 150 Mio.‚ Die Erben wären mein Vater Alfons Kieber oder meine Mutter Maria. dass ich halt noch weiter leiden muss. Ich unterschrieb aber." Sie forderte ihren Mann auf. da ich nicht verheiratet bin und keine Kinder habe. dass ich nur soviel Geld. weil ich so zitterte und ich mich erst beruhigen musste. dass ich meine genaue Unterschrift mache und nicht eine schusslige. aber es war einfach eine massive Drohung. wenn man so sagen kann. Peseten von Mariano und ich dachte nur. seine Frau. dass ich keinen Anlass dazu hatte. 41 . wieso dachten die ich hätte so viel Geld und zweitens wie konnten sie mir so was unterschieben. Die massiven Drohungen. Ich musste also zuerst auf der Zeitungen. auf keinen Fall. Ich habe die Postenaufstellung nicht gelesen. Erstens. an seinen Worten oder den möglichen Taten seiner Mittäter zu zweifeln. dass die Frau von Helmut sich aufgeregt hat und geschrienen hat: "Willst du sie nicht lesen?" Ich habe geantwortet: "Ich kann es nicht. Dann im vierten Anlauf unterschrieb ich auf das Papier von Helmut. was dann dazu führte. zuerst 2 bis 3 Mal meine Originalunterschrift üben. weil ich sie nicht ganz verstehen konnte. die sicherlich jedem eingefahren wäre. die ich als Tischdecke benutzte. die darauf folgten möchte ich nicht wörtlich wiederholen. Sie machte noch den Kommentar auf spanisch. ich wurde genau beobachtet und Helmut hat darauf geachtet.

42 .

Ich schrieb ein normaler Brief an ihn und bat um Überweisung mit dem nötigen Codewort. dass Helmut. Ich war traurig. ohne dass mich je jemand gefunden hätte. nach Erfüllung der Bedingungen und sie hätten mich ohne Probleme Monate so halten können. den Artikel sehen würde und mich beschuldigen würde. einen ersten. weil sie mir noch keine Angaben dazu gemacht haben. wenn man es als normal bezeichnen kann. handgeschriebenen Brief an Herrn Bankdirektor Bröll der BAWAG in Österreich in Feldkirch auf. Sie sind dann schon nach 20 Minuten gegangen. in der Aufregung fällt mir jetzt der Inhalt nicht mehr ein: es hatte aber zu tun mit Angaben über Vermögen oder so. auf Grund der Worte. da ich ja leben möchte. Da schrieb ich einfach den Überweisungsauftrag und liess dann den Platz leer damit Helmut oder Mariano dies selber einfüllen konnten. weil ich nicht "Good Bye" und "Auf Wiedersehen" zu meiner Familie. dass das das Wenigste oder das Einfachste in deren Augen war oder das weniger Schlimmste in deren Augen. "verfälscht". was mich gezwungenermassen zu der Annahme brachte. wohin das Geld zu überweisen war. Es lag einfach in der Luft. was ich bis anhin erlebt habe. dass meine Situation hoffnungslos war. meinen Freunden und allen Leuten. ich auf einen speziellen Artikel gestossen bin. hätte sagen können. Da kommt mir wieder in den Sinn. ich hätte Aussagen zu meinem Vermögen. dass ich – als ich die Financial Times im Kerker gelesen hatte. Ich erinnere mich dann an einen Sonntagsartikel oder einem Samstagartikel in dem Magazin vom 43 . Ich spürte. habe.wie ich dem Mariano aus dem Kerker geschrieben habe. die ich bis anhin durchgemacht hatte. der auch Englisch kann. da ja die normale Haft. dass ich noch gefoltert werden sollte. Sie wollten noch mehr Tortur und er hat es auch so ausgedrückt. nicht ohne einen weiteren Besuch am Abend anzukündigen und ich setzte. Ich bekam wieder eine Panik und riss den Artikel aus dem Blatt und zerkaute den ganzen Artikel und ass ihn auf. Wiederholt hatten sie ja nie von Freiheit gesprochen. kein Mensch hat von Freiheit gesprochen. wie im Artikel verwendet wurde. wohin es überwiesen werden soll. obwohl ich ja nicht wusste. und dass mein Ende nah war. die ich kenne und die mich geliebt haben. ohne grosse Folter. erzwungenen und vordiktierten. in meiner Angst.

sehr traurig. wenn es ein Mädchen werden sollte. dass sie mir nicht glauben werden. Damit ich sicher war. die er sich erwünscht hat von mir und als Profit aus dieser Operation schlagen wollte. falls wir eines Tages heiraten werden und ein Kind haben sollten. dass ich auch genug Stunden habe. Die Zuhörer mit schwachem Herz sollten jetzt nicht weiterhören und die anderen bitte ich um Verzeihung. So ist er und er wird bestimmt böse. wenn ich verblute. Und ich war nun dort in dem Raum und musste Teklanika schreiben und nachher meinen eigenen Tod bestimmen. Ich war mir sicher. meine Familie. Das machte mich sehr. Helmut und Mariano. Frau und Kinder erleben werde. Mir 44 . dann werden wir es. Teklanika nennen. die Sonne. dass beide Verbrecher. wo ich 1989 mit meiner damaligen Freundin.5 Mil. vor allem Mariano mit seiner 1. wo ein Journalist ein Buch geschrieben hat "Das war es also" und er Leute interviewt hat. CHF-Forderung "enttäuscht" sein würde und er sicher schon das Geld in Gedanken ausgegeben hat. ob es DAS wirklich schon war. wegen der tatsächlichen Höhe meines Vermögens. Auf dem Brief waren auch die genauen Angaben des Kontos und des Lösungswortes darauf. falls ich zu detailliert vorgehe. ich könnte mir eigentlich auch am Abend nach dem letzten üblichen Besuch das Leben nehmen. Ich dachte mir. Ich schrieb den handgefertigten Brief an Herrn Bröll zu Ende. es waren eineinhalb Seiten. meine eigene "zukünftige" Familie. dass sie mich töten werden. Ob ich nie mehr das Licht. musste ich annehmen. Ironischerweise hiess das Lösungswort Teklanika und das ist ungefähr der Name eines Flusses in Alaska. die ich sehr geliebt habe. Ich musste mich dann auch wahrhaftig. Da ich auch vermutete. Vaduz. und unterschrieb ihn korrekt. Von späterer Freiheit sprach ja niemand. Im Denali-National. auf Besuch war. ob es das schon war. als 32-jähriger Mann plus zwei Tage selber fragen. um zu sterben.Tagesanzeiger in Zürich. die Dinge im Leben erlebt haben und die sich dann schon in gewissen Altersstufen gefragt haben. Nebst dem Verlust und nebst dem Nichtbezahlen seiner Schuld dazu. an diese Summe.Park in Alaska sagten wir uns. Meine Sinne waren sehr geschärft. weil er nicht im Geringsten so nahe an das Geld kommt. weil uns dieser Name sehr gefallen hat.

Klinge. Natürlich habe ich mir auch gedacht. schnitt ich mit der rechten Hand einmal. dem schräg angesetztem kleinen Messer in das linke Handgelenk. dass es mit Handgelenken aufschneiden genügen sollte und dann das Blut fliessen sollte und einfach der Herzstillstand eintritt. weil kein Blut mehr kommt oder das Gehirn stirbt. Das Blut floss nicht gleich und nicht so wie ich es mir erdacht hatte und gar nicht so wie es im Film immer ist. 45 . ob das funktioniert. sie einen Brief an meine Mutter oder meinen Vater nicht übergeben werden würden. wenn ich tot bin. weil doch die Worte von Helmut und seiner Frau und die Andeutungen der Wächter. da war ich mir sicher. Ich hatte keine Zeit mehr und wollte auch nicht einen Abschiedsbrief schreiben. weil kein Blut mehr kommt.kam dann die Angst. Ich war ja der Gefangene und nicht sie. Meine Gefühle dazu waren natürlich die Ausschlaggebenden und meine Eindrücke und nicht deren die draussen frei herumlaufend konnten. wobei natürlich meine eigene ANSICHT darüber wichtiger und vor allem die ECHTE ist. und bin auch sonst kein Mediziner. aber die Rasierklingen schienen mir schon sauberer und schärfer als das Glas. mit der 2. Ich stand auf vom weissen Plastikstuhl mit all meinen Sinnen sehr geschärft und auch die Augen wie ein Adler geschärft. Ich wollte mit einer frischen Klinge. die ich an hatte und legte mich auf das Bett. Ich dachte einfach. warum auch. Ich hatte natürlich selber nie Erfahrung mit einem Selbstmordversuch. Mal machte es "SSSSch". Auch die Glasscheiben habe ich mir vorgestellt als Selbsttötungswaffe. Ich legte mich also auf mein Bett und nahm zuerst mit der rechten Hand die rechte Klinge aus der vorderen Münztasche meiner kurzen Hose und ohne dass ich grossen Schmerz empfand. dass es mir noch schlechter ergehen sollte und dass ich noch leiden musste. dass ich vielleicht nachher keine Gelegenheit dazu hätte über mein Leben selbst zu bestimmen. darum hätte es auch keinen Sinn gemacht einen zu schreiben. fünfmal mit schräg. dreimal. So dachte ich jedenfalls. dass ich gegen die Wand rennen könnte. wobei ich vermutlich eine Vene oder einen Nerv angeschnitten hatte. aber mit der Kette am Fuss kann ich nicht genug Anlauf nehmen und zudem war ich mir nicht sicher. als nur diese in deren Augen "einfache Gefangennahme". Ich zog meine Jacke aus. zweimal. viermal. weil ein Abschiedsbrief. die linke Hand aufschneiden. Beim 5.

wäre es einfacher und schmerzfreier erledigt gewesen und viel schneller. was sie für mich getan hatten und ich bat Gott um Verzeihung auch für das was ich getan hatte und dass er mich bitte in den Himmel nimmt und mir meine Familie verzeihen werde. und dann zwei. Die zweite Rasierklinge. Ich war bereit zu sterben und auch hatte ich nicht eine Sekunde lang. Zudem musste ich leider wiederum feststellen. die komischerweise nicht geschmerzt hat. zwischen den zwei Fingern blutverschmiert klebte. Ich dankte Gott und noch anderen Leuten für das. das Bedürfnis es abzubrechen.bis dreimal mit schräg angesetztem Messer tief in das rechte Handgelenk schnitt. solche Verletzungen beifügen konnte. dass ich ja auf dem Bett lag. Es ist falsch zu glauben. aber das hatte ich ja nicht. nicht sterben konnte. unterhalb des Unterkiefers ins Fleisch und beim Herunterschneiden versuchte ich den Druck auf die Klinge zu 46 . weil die Täter mich überzeugt hatten. wo ich feststellte. damit ich mir solchen Schaden. Wenn ich eine Pistole gehabt hätte. nur vielleicht einen kleinen. ich wollte sterben. so musste ich wieder aufstehen mit der rechten Hand nach hinten in die linke Po-Tasche greifen. und ich dadurch in eine Lage kam. man muss seinen ganzen Mut aufbringen um sich selber das Leben so zu nehmen. dass es einfach war. ich wusste. wie ich es vermutet hatte. nahm ich mit der rechten Hand weg und setzte mit dieser Hand zum hoffentlich finalen brutalen Schnitt in die linke Halsschlagader an. dass ich SO nicht sterben werde.musste aber feststellen. Die kleine Klinge bohrte sich links ca. auf dem Rücken. Ich musste aber sterben. die Klinge aus dem Papier auswickeln. den ich je in meinem Leben gehabt hatte. dass wenn diese durchtrennt oder massiv angeschnitten ist. brennenden Stich in meinen Händen. es gab keinen Weg zurück. dass ich all meinen Mut. das Blutfliessen ohne Hilfe von Aussen nicht gestoppt werden kann. nachdem ich die Hände aufgeschnitten hatte. dass sie mich umbringen werden und mich dadurch zum Selbstmord getrieben hatten. Wieder machte es "SSSSch". Ich lag wieder auf dem Bett und legte die Hände auf den Boden damit das Blut auch gut fliessen konnte. die noch in meiner linken Hand. dass das Blut nicht so floss. in die linke Hand geben. Ich will noch jetzt dazu sagen. zusammennehmen musste. Komischerweise verspürte ich keinen Schmerz. sondern im Gegenteil.

es ist möglich wieder aufzustehen.. Ich konnte links und rechts von der Halsgrube dort den Puls stark spüren. aber am stärksten spürte ich ihn an der kleinen Mulde am Halsansatz. Fenster. obwohl man beide Handgelenke zerschnitten hat und wenn man auch ohne grossen Erfolg versucht hat.: später im Spital Vaduz) herausstellte. auf das Glasmesser drauf. in einer Form eines Dreiecks. so war ich überzeugt.. So stand ich. Das Glas. Es strömte sehr viel Blut heraus und floss herunter. so dass ich die tief irgendwo darunter liegende Haupthalsschlagader zerschneiden kann. Auch hatte ich jetzt tiefe Schnitte am linken Daumen und Zeigefinger. links und rechts von meinem Hals und in meine Haare. Ich nahm eine Decke vom Bett. das sollte genügen. 0. Ich wollte sterben. bzw. Ich wollte aber ganz sicher gehen und setzte das Glas nochmals links. habe ich die Hauptschlagader um ca. So. die Spitze versetzte ich nach links und – nach einer Drehung des Glasstücks .. holte mit dem Arm aus und schlug mit voller Wucht. dass sie mich umbringen würden oder 47 .erhöhen. Es war ein Riesenkrach und die Scheiben flogen überall herum. die mir wie Sekunden erschienen vergingen und der Tod wollte nicht kommen. Ich legte die Arme wieder hinunter auf den Boden und hoffte. zwischen Daumen und den anderen Fingern und mit der rechten Hand suchte ich nach den Pulsadern. Wie sich jetzt (Anm. dass es die Luftröhre war und dachte. Da ich sicher war. ein wenig von mir ausgesehen nach links.schlug nochmals zu und liess das Glas danach auf meinen Bauch fallen. wenn sich Blut in die Lungen füllt. dem heftig schlagenden Puls in der „Halsgrube‚. Ich suchte mir ein Stück. Ich legte die Glasspitze darauf an und hielt mit der linken Hand das Glas fest und mit der rechten Hand machte ich eine Faust. dass Gott mich zu sich nehmen würde. Ich vermute.4 cm verpasst. die oberhalb von meinem Bett waren. was ich noch konnte. dass längste Stück mit dem spitzigsten Spitz aus und legte mich wieder hin. ein. Verdammt noch mal. damit es einen Stich gibt. seine "eigene Kehle" durchzuschneiden. hielt ich in meiner linken Hand. umwickelte die Decke um meine rechte Faust und schlug in beide kl. Es gab einen starken Schnitt in meinen Hals und ich hörte auch Luft entweichen. dass ich dann so sterben konnte. stand ich wieder vom Bett auf und glauben Sie mir. Minuten.

dass es mir nicht gelungen ist meinem Leben ein Ende zu setzen. sie die Kapuzen abgenommen haben und die Waffen weggeschmissen. der kam nicht. also den Mariano informieren. der Vollidiot oder versucht sich umzubringen und dann ging das Gerenne los. mit Waffen in denen Händen und der eine. Ich hörte auch. dass der eine habe sich umgebracht. das war dann der Sohn Mariano's. Mario. ich wollte nur alleine gelassen werden. mir mit einem Handtuch meine Halsverletzung und die Hände eingewickelt. aber es war nicht dementsprechend. Später dann kam der Knecht zu meinem Bett. 1015 Minuten so da. Ich war nicht bewusstlos und ich hörte die Tür aufgehen und sah zwei vermummte Gestalten dort. Und habe vielleicht geflucht. in unserer Schule. aber dafür kamen die Wächter.20 Minuten und wartete auf den Tod. weil 48 . konnte aber noch durch die Nase und dieses Loch atmen. ich habe ihn dann erkannt. er solle mir verzeihen und mich zu ihm aufnehmen. ich konnte die Vögel klar hören und die Decke des Zimmers gut beobachten und ich konnte auch meine Zehen bewegen und ich verstand nicht wie so was möglich war. Dann auf einmal fing der Körper selber an. Mario. hatte ein Mobiltelefon und hat sofort. eigentlich. und einer von beiden schrie dann. Sie haben sofort die Handtücher oder das Handtuch aus dem Badezimmer geholt und der eine Sohn. wie wir es in der Schule gelernt hatten. Es war komisch. nein ich sagte nichts. hast du das getan?‚ Ich sagte nur. die aussah wie auf einem Schlachthof. Ich spürte. Sie haben noch kurz.zuerst foltern würden und davor hatte ich Angst. ich weiss es nicht. Ich wartete auf den Tod und wartete und wartete und betete zu Gott. weil sie. die Augen und die Ohren oder so. und fragte: "Warum. es müssten langsam die Sinne nachlassen. sie müssten den Papa. denn ich lag nochmals ca. ich weiss nicht welcher. ohne dass ich es wollte. irgendwo hin. weil sie vielleicht mein Schreien gehört hatten oder nicht. komische Laute von sich zu geben. "der verdammte Sauhund" hat sich umgebracht. als sie mich gesehen haben in dieser Blutschweinerei. ich dachte. vielleicht 15 . angerufen und einer sagte noch. warum. Ich lag da. das heisst der Unterteil von meinem Kiefer war wie gelähmt und mein Herz pumpte wild daher und die Lunge oder der Magen füllte sich mit Luft und die Laute waren so wie eine Kuh schreit. weiss Gott wen. komischer Weise keinen grossen Schmerz.

die Hose behielt ich an. wo ich jetzt mein Bett hatte. Er war ja nur der Handlanger. Sie schmierten die Glasscherben weg und hoben auch noch den vorhandenen Fensterrahmen links und rechts auf der Fassung und brachten das ganze Fenster mit den zerbrochenen Scheiben ins Freie. dass einer der Söhne dann wie verrückt ins Dorf gefahren ist und bei der Apotheke Verbandszeug. aber sie gingen nicht darauf ein. vom oberen Stock die Treppe hinunter geschleift und sie gegenüber von der Wand. Es gab Diskussionen über was zu tun war.sie nicht wussten wie mit der neuen Lage umzugehen. das haben sie auch gemeint. unter die Steinwendeltreppe. ich kenne seinen Namen nicht. Ich habe dann nichts gesagt und sie haben eine zweite Matratze eine alte. gleich totschlagen sollen oder ob sie mir helfen sollten. dass sie darüber referiert haben. Jetzt hatten sie natürlich ein Problem. ob sie mich sterben lassen sollten. Dann hatten sie einen Knecht beauftragt. geholt hat und auch Gaze. ich muss dich jetzt‘ nähen. Sie schleppten mich über den Boden oder noch besser gesagt schleiften mich über den Boden samt Kette auf die andere Seite und legten mich hin. das andere war ja nur ein Schaumstoff mit einem Stoff überzogen. Sie hatten einen halbtoten Gefangen und kein Geld. Ich lag dann dort. sodass ich dann so eingeknickt auf dem Bett sass und diese Handlung mit mir geschehen liess. Tetanusspritze. hingelegt. echte Matratze. da bin ich mir ganz sicher. Nadel und weiss Gott was. dass sie nur für das Geld. Dieser Stoff wird da zum 49 . so geldscharf waren die und mich natürlich für das Geld "operiert" hatten. Darum hatten sie mir auch geholfen. Infusion. der Knecht kam zu mir und sagte: ‚Enrique. Dann haben sie mir das Hemd vom Leibe gerissen. und ein Knecht hat in Argentinien sowieso nichts zu sagen. Ich wollte oder stammelte etwas von Spital oder Arzt. Sie richteten meinen Körper auf und die Beine schoben sie von Richtung Bett auf den Boden.h. denn früher oder später wäre ich mit dem Blutverlust sowieso gestorben. dass ich noch die Kette am Bein hatte. Ich konnte mich selbst nicht mehr bewegen und war in Ekstase oder so. und ich weiss heute. Man darf nicht vergessen. ich soll ihn auf Spanisch "den Vogel" nennen. d. er hat nur gesagt. Dies war natürlich ein Problem und da ich jetzt weiss. sonst hätten sie mich sterben lassen. sie sind wie Leibeigene bei diesem Gutsherrn Mariano.

Marco sagte ganz kalt mit dem kältesten Blick. Es gab natürlich keine Betäubungsmittel und zudem habe ich gar nichts gespürt. dann müssen wir dich umbringen. die sie pro Monat für den Eigengebrauch schlachten. Später bekam ich dann Besuch vom Sohn Marco. du musst selbst gesund werden hier. weil ich dachte. wenn ich das so sagen darf. verdammten. der Rothaarige. dass ich es nicht geschafft hatte. Der Sohn Marco. da heisst ich die Nadel nicht spürte. sagte mir auch. kühlen. aber immer noch in diesem scheiss. schmutzigen Verliess und immer noch die Kette am Bein und es hatte sich nichts geändert. dreckigen. weil ich um einen Arzt beim Knecht gebeten hatte. Die Kette blieb noch daran. denn ich wollte doch von dieser Situation rauskommen und jetzt war es noch schlimmer. da es ihn doch Mühe kostete die Nadel durch meine Haut zu stecken. den ich je in einem Mann oder Menschen gesehen habe: „Heinrich. Sie haben dort einen grossen Ofen. einmal rechts unter der Wendeltreppe in die Ecke und fing an beim Hals.Verbinden gebraucht. nähte er vier Stiche auf das linke Handgelenk und drei Stiche in die rechte Hand. Alles wurde mit Gaze verbunden und ich blieb dann unter der Decke ohne Hemd auf einem Kissen aus Kunststoffwolle liegen. Ich blieb dann eingedeckt liegen und der Knecht kniete sich einmal links. falls es zu Komplikationen kommen könnte. verbrennen. weil wir können auf keinen Fall einen Arzt hierher kommen lassen oder dich ins Spital bringen. wie zu einer Infektion oder Lungenentzündung oder so. ich weiss den medizinischen Ausdruck nicht. entweder heisst es. die Haut. falls ich nicht. aber sicher schon sehr betäubt war. dass ich um die Gegend der Verletzungen sowieso schon so sehr. ich vermute. als ich wieder zu normalen Gedanken kam und dort lag. damit sie keine 50 . meinem Leben ein Ende zu machen. kalten. mein Selbstmordversuch. Der Unfall passierte so ungefähr um 14:00 Uhr / 14:30 Uhr. weil du sonst die Polizei rufen würdest und das ganze Unternehmen samt der Hazienda in Gefahr bringen würdest. Nachdem er den Hals zusammengenäht hatte. Ich weinte nur. wo sie jeweils die Reste der Kühe oder der Kuh. Jetzt lag ich zwar halbwegs verpflegt. verfluchte ich es. zusammen zunähen. wenn nicht. sie natürlich keinen Arzt rufen könnten und ich dann im Ofen verbrannt würde.‚ Nämlich selbst in Argentinien ist die Polizei auch reaktionsfähig und nicht dumm.

lassen wir es lieber sein. Ich musste ihn darauf hinweisen. so gut wie ich es selbst in der Hand hatte. dass die Nadeleinstiche nicht korrekt sind und er versuchte es dann bis zu 10 Mal oder so und dann haben wir gesagt. Da lag ich nun wie ein halbtoter Hund an einer Kette und schmutzig war ich auch noch dazu. Sie haben auch die Flasche mit der Infusion so hoch über mir an die Wand genagelt und aufgehängt. dass ich nicht an den Verletzungen einer Entzündung gestorben bin. Ein Vergraben käme nicht in Frage. denn dem Knecht seine Hände sahen schwärzer und dreckiger als die eines Kaminfegers aus. dass ich links sieben Einstiche mit der blöden Scheissnadel links und zwei oder drei Einstiche rechts im Unterarm bekam. da es früher oder später zu Funden meiner Gebeine kommen könnte. Mich wundert es heute. weil ich soviel Blut verloren hatte. dass sich die Venen im Unterarm links und rechts nicht deutlich zu erkennen gab. weil ich mich ja nicht waschen und die Wäsche auch nicht wechseln konnte. konnten sie keine vernünftige Vene finden. die Infusionslösung ging nicht in eine Vene hinein. 51 . Dummerweise.Restspuren hinterlassen. dass der Flüssigkeitsdruck so stark war. So kam es. sondern in die Haut dazwischen und es bildeten sich Schwellungen in der Haut. weil man sie nicht über die Kette ausziehen konnte.h. weil sie zuwenig mit Blut gefüllt war. wie man heute noch an den Unterarmen links und rechts erkennen kann. ich musste soviel Blut verloren haben. Und nicht wie es sein sollte mit kleinen Tropfen. Die Unterhosen und Hosen konnte ich nicht wechseln. Sowieso. Am Abend spät kamen sie mit einer Infusionslösung. d. wobei ein Ofen mit so hoher Temperatur nichts übrig lassen werde von mir. Ich war natürlich nicht gerade fröhlich über solche Nachrichten und was mich natürlich anstrengte selbst gesund zu werden. dass die Lösung wie aus einem voll offenen Wasserhahnen sprudelte.

dass es die Speiseröhre ist. ob die Angst grösser war. bis zu meinem Besuch bei Herrn Dr. Das Bettgestell. das auch durchblutet war. oder ob die Bewachung und Beobachtung wirklich dazu da war. Auch wurden alle Scherben aufgeräumt und die Fensterrahmen aus den Angeln genommen und weggenommen. Von nun an hatte ich einen ständigen Bewacher. dass das Blut durch die Schaumstoffmatratze floss und dann auf die Federn und auf das Bettgestell durchtropfte. die Öffnung in der Speiseröhre. dass ich mir noch einmal was antun könnte und sie dadurch das Geld nicht erhalten könnten. Moser im Spital Vaduz selbst geglaubt. aber er hat mir gesagt dass die vordere Röhre die Luftröhre ist. ob ich nicht doch sterben würde. jetzt 52 . das habe ich gesehen. Mir tat alles weh. es sei die Speiseröhre und es wäre die Luft vom Magen herausgekommen. räumten sie mit grosser Gründlichkeit die andere Raumseite auf und nahmen die andere Matratze weg. wie sie mir jetzt sagten. der vor mir auf dem Stuhl sass und mich beobachtete. Ich habe bis gestern. d. aber sie sagten nein.h. um zu schauen.Währenddem ich gepflegt oder behandelt wurde. ich dachte es sei die Luftröhre. es war der Knecht. ich weiss nicht.

Ich lag nur bewegungslos da und schaute mit meinen Augen unter den Lidern hervor und sah wie Mario mit seinem grossen. ich wollte entweder nur Tod oder lebendig aus diesem Haus. dass sie mich wegen meinen schweren Verletzungen und der Gefahr. Pedro. wie ich noch glaubte. Mario und Marco. Ich hatte immer noch das Gefühl. Ich hatte auch Riesenangst als der Knecht mein Hals zugenäht hatte und dann. ich weiss nicht wieso. langen Messer an meiner Kehle die Schnüre vom Nähen abtrennte. unmaskierte Mario mit seinem Messer das Ende der Schnur durchtrennte. sodass mein Gesäss im Loch lag und ich dann mit den Rippen auf einer gewissen Kante lag und dazu mir der ganze Rücken und der ganze Körper schmerzte. wegen dem Loch in der damals noch Speiseröhre. hatten sie mich trotzdem in der Kälte gelassen. hatte ein Riesenloch in der Mitte. doch nicht zum Schluss gekommen sind. was ich denken soll. Im oberen Stock hat der Knecht im Bett geschlafen oder er beobachtete mich. aber ich habe in einmal in Spanien kennen gelernt. aus diesem Raum. hinüber zur Tür geschaut habe. wobei der dritte Sohn. Ich wollte auch nicht schlafen. Ich hatte solche Angst und ich glaubte fest. dem linken. d. aus diesem Land weg. dass sie doch entschieden mich gleich zu beseitigen. dass ich fliehen konnte. weil mir nur die Haut zugenäht wurde.weiss ich auch nicht. ich habe ihn dort nie gesehen. sehr spät am Abend kamen dann überraschend der Verbrecher 53 . aus dieser Geschichte.h. Spät am Abend. der anwesende. Obwohl ich mich in so schlechtem Zustand befand. sie haben die Tür nicht mehr zugeschlossen und vor mir auf dem Stuhl oder zeitweise auch neben den Stuhl der Bewacher sass. den ich nie gesehen hatte. die sie mir untergelegt haben. die jetzt offen blieb. es tat mir alles weh. Sie sorgten sich um mich. ich konnte sowieso nicht schlafen. weil die Matratze. dass er mir im Effekt die Kehle durchschneiden könnte um diesem Drama und diesem Problem ein Ende zu machen. dass ich nicht durchkommen könnte oder was immer. Egal. ich wollte auch nicht mehr fliehen. und ich nicht weiss. ob er auch informiert war. weil ich mit einem Auge. Logischerweise mussten sie mich ja aufpäppeln damit ich die Kohle organisieren konnte und wegen meines miserablen Zustandes und ob wirklich keine Gefahr bestand. dass Mariano mit seinen drei Söhnen. Ob Mariano mit seinen Söhnen. Sehr. ich hatte Angst wegen der Öffnung.

aber sie wollten es nicht machen. Sie versprachen mir. weil er vor dem Stuhl einen Gaskocher aufgestellt hatte und vor mir eingenickt war und die Beine und damit seine Hosen ziemlich nah am Feuer dieser Gasflamme gestreckt hatte. sondern nur noch auf der nackten Matratze auf dem Boden. dass sie angeblich von dem Ganzen zuvor nichts gewusst hätten. Mittwoch. damit ich hier herauskomme natürlich nachdem ich Ihre Bedingungen. die nicht verschlossen wurde. mich nicht alleine zu lassen und hier wie ein Hund verrecken zu lassen. weil ich vermutete und überzeugt davon war. war dass sie mir geglaubt haben. diese Herren und Verbrecher und sie wollten auf keinen Fall jetzt ohne einen Pfennig Verdienst diese Lage beenden. da ich sonst schon schwach war.Helmut und seine Frau zu meinem Bett. dass er ist der Einzige von dieser Bande hier. da ich fälschlicherweise dachte. erst nach dem Nachtessen wurde es ihnen erzählt und sie hätten sich angeblich sehr aufgeregt und verstanden nicht. warum Mariano mich nicht in ein Spital bringen wolle. April. dass ich nur das habe. dass ich sicher hier in dieser Kälte und bei dieser Luftfeuchtigkeit an einer Lungenentzündung sterben werde. Denn sie hatten sich nun auf das eingelassen. Ich erzählte ihnen von den missglückten Infusionseinführungen. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Zweitens habe ich immer die Tür beobachtet. Ich flehte Helmut Roegele an. was ich habe und keinen Pfennig mehr.h. mich umzubringen. ihre Geldforderungen bezahlt hätte. Das Einzige das es wirklich zu jenem Zeitpunkt bewirkt hat. 2. dass sie sich um mich kümmern würden und ich solle so schnell wie möglich gesund werden. d. d. nur weil ich versuchte.h. der noch ein wenig menschlich auf mich wirkte und meine Tränen kamen mir in die Augen und ich flehte sie an. Ich lag ja nicht mehr auf einem Gestell. dass er sich nicht die Hose verbrannte. weil ich mit einem Auge auf den Bewacher schaute und aufpassen musste. dass es zu einer Kurzschlussreaktion kommen könnte von Seiten der Verbrecher und dass sie in der 54 . sie verstehen es schon. Sie schworen mir und sagten auch. dass wenn ich nicht an meinen Verletzungen oder einer Vergiftung oder Entzündung von den dreckigen Händen des Knechts sterben werde.

wenn ich nicht selber gesund werde. weil ich nicht glauben konnte. die ihr Verbrechen genommen hatte. Obwohl sie mir auch noch eine Tetanusspritze in den Hintern geschossen haben und noch eine andere Spritze. sehr gross. Tag und Nacht. dass ich. ein Ende zu bereiten. die der Knecht an mir verübt hatte. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. nach meinen Gefühlen und ich sagte. wo ich auf den Stuhlgang musste und ich mich aber schämte. da ich ja sowieso nicht viel gegessen hatte. Zudem war ja mein seelischer Zustand auch nicht der Beste und das heisst es war eigentlich eine sehr verrückte Lage. dass man mich beseitigen muss. dass es lebensnotwendig für den Erhalt der Einheit und den Erhalt dieser Farm ist. um dieser unvorhergesehen Wendung. Das Herz und das Hirn waren sehr geschärft. ich konnte nicht glauben. Für den Urin war es kein Problem. dass mit diesen kleinen Korrekturen. dass sie mich verlegen würden und zwar aus diesem Raum heraus und in einen anderen Keller. Auch bat ich um einen Arzt oder um ein Spital. meine Arme und nichts bewegen. dass an der Aussenseite der Stahltüre offenbar extra für diese Gefangenschaft mehrere zusätzliche Riegel mit Schliessvorrichtung daran angeschweisst wurden. überleben würde. denn da konnte ich in eine leere Mineralwasserflasche aus Plastik meine Blase entleeren und auf die Toilette musste ich im Moment nicht gehen. dass ich 55 . nehme ich an. dass das so heilen würde. am Mittwoch morgen kam Marco und sagte mir. mit der Begründung. peinliche Situationen. Ich weiss nicht auf wessen Treiben hin entschieden wurde. sie mich erschiessen oder umbringen müssten. Ich blieb dann den ganzen Tag im Bett liegen und dauernd kamen Leute und fragten nach meinem Bewusstsein. Wobei sie es nicht selber machen würden. Mir ist dann auch aufgefallen. die dir von hinten in den Rücken fallen und dies vermutlich einfach ihren Angestellten übertragen würden. die Möglichkeit war sehr. ich könne meine Hände. weil die ganze Familie Marti-Ventosa Roqueta Feiglinge sind. Nochmals.Nacht kommen und mich erschiessen. Mein Hals war ganz starr. weil ich ja noch angekettet war und wieder in der Scheisse des Kerkers drin war. Der Knecht blieb die ganze Zeit bei mir. weil sonst alle im Knast oder wo immer landen würden. Es waren solche Leute. dass es passieren würde. und es gab auch einige. die sie beim Arzt im Dorf oder sonst wo gekauft hatten.

obwohl mich alle Leute die mich kennen.für mich selber. dass ein Arzt mich aufsucht. denn falls es zur Anklage kommt. als ich mir solche Verletzungen zufüge und ich weiss ganz genau. der mich vom 1. weil ich eben in Gefangenschaft war und sie es nicht riskieren konnten. wenn die. wo der weisse Verputz und die Farbe weggebröckelt ist und die Form. weil er depressiv war. dass es keinen einzigen Arzt in Argentinien oder sonst wo gibt. dort eine Stelle gibt. sie sagen würden. Ich weiss z. Zudem müssen jetzt beim betonierten Treppengeländer von dieser Rundtreppe zwei bis drei Löcher in die Betonmauer eingehämmert sein. die sie ja nicht gut brauchen konnten. die es hinterlässt auf dem dunklen. Zudem kann jeder ganz klar erkennen warum. warum holten sie denn keinen Arzt oder haben mich ins Spital gebracht. April an bis ich zu meiner Abreise aus Argentinien gesehen hat. grauen Betongrund ist die Form einer Maus oder einer Ratte. die.B. sofort verstehen würden oder sofort die Hand ins Feuer legen würden. weil der Arzt ja vermutlich dann zur Polizei gegangen wäre und weil er vermutlich auch die Verletzungen oder die Kette gesehen hätte. als ich dort auf dieser Matratze auf dem Boden unter der Rundtreppe lag. wenn ich dachte. dass ich mal rauskomme. ja das hat der Heinrich sich selber beigebracht. dass ich mir nie selber ohne diese zwingenden Massnahmen oder Umstände unter denen ich mich befunden hatte. wo sie den Nagel eingeschlagen haben damit man die Infusionsflasche aufhängen kann. einer ganz Kleinen. die als meine Freunde gelten oder galten. ich mir das Leben nehmen würde und zudem ist dann die grosse Frage hier. Mariano und Kompagnon. die Infusionslasche. ich mir soviel wie möglich merken muss von den Details dieses Gefängnisses. 56 .

dem Mariano und seinen Söhnen und der ganzen Angelegenheit ausgeliefert war. weil es wieder Komplikationen gab. in der er glaubte sich zu befinden. Ich musste also vier bis fünf Stunden auf diesem Stuhl warten und das Zimmer wurde ganz. wo ich besser genesen kann. Ich konnte mich mit meiner letzten Kraft und mit Hilfe von ihnen dann vom Bett aufstehen und trotzdem musste ich wieder vier bis fünf Stunden auf dem weissen Stuhl in dem leer geräumten Raum warten. vor allem die Frauen. Ja. dass ich aus dem kalten Keller in das Haupthaus verlegt werden sollte. weil er ein Hauptinitiator zusammen mit Mariano von dieser Angelegenheit ist und dann natürlich selber verantwortlich ist für die Lage. Die Komplikationen gab es daraus.Auf jeden Fall haben sie dann entschieden. dass ich in der Nacht oder im Dunkeln oder ganz geheim in ein Zimmer in diesem grossen Haus eingeschleust werde. das Problem lag daran. dass Helmut und Mariano sich zugehend uneinig wurden. dass die restlichen Familienangehörigen. glaube ich. wobei ich ihn hier nicht in Schutz nehmen möchte. und sie mussten es also so herdrehen. ganz leer geräumt. nicht informiert waren. Alle Spuren 57 . weil er selber mit seiner Frau auf dieser Farm. wie der Weiterverlauf dieser Angelegenheit sich entfalten sollte. Helmut hatte schlechte Karten.

nein. vor dem Abtrennen. dass sie wieder versuchen würden etwas mit mir zu machen. Ich hatte solche Angst. 24 Stunden lang. dass ich nach einer Woche an dieser Kette. den sie vorher ausgezogen hatten. auf jeden Fall war es eine grüne.um die sie sich eine ganze Woche nicht gekümmert hatten. Ich musste leider wieder Angst haben. Sie waren böse. und ich war so geängstigt. glaubte eher an einen Trick. sie hätten mir meine Schuhe und meine Socken ausgezogen . denn mein Körper war ganz auf Alarm eingestellt. Den Eisenschneider konnten sie dann nicht verwenden. Ich natürlich. Sie zogen mir meinen Socken und meinen Schuh wieder an. haben sie den Gaskocher aufgestellt und heisses Wasser gekocht. haben sie eine Eisensäge gebracht. die mich 58 . elektronische Eisensäge. dass sie mir nicht weh tun. in meiner Elendsverfassung. Mir sagten sie. Natürlich. sie zogen mir beide Schuhe und den Socken aus und steckten meine Füsse unter die Bettdecke. weil ich dachte.wurden soweit wie möglich entfernt. aufpassen was geht und weil ich eben wusste. dass ich mir vorstellen konnte. dass es ganz feige Leute sind. Der Knecht war auch da und hat mich beruhigt und hielt den Eisenring fest und abwechslungsweise haben sie dann die Kette oder den Eisenring aufgesägt. In diesem Zwischenraum. damit ich nicht wegflüchten könne. der zum Badezimmer geht. Es war für mich eine grosse Erlösung. Sie haben mir dann Tee gemacht und nicht die Fusssohlen verbrannt und ich trank ihn NICHT. so sprang der Marco weg und brachte eine Handeisensäge und ich habe mein Fuss nicht gesehen. dass man die Füsse in kochendes Wasser stellt und dadurch die Fusssohlen aufschwollen und natürlich keine Möglichkeit für mich bestehen würde. bevor ich gehen konnte. eine grüne "Black and Decker". weil der Strom ausgefallen war. da ich nicht mehr auf den Füssen stehen könnte. es war. wegzurennen. weil es keinen Strom gab. dass sie mit dem Eisenschneider vielleicht mein Bein abhacken könnten. weil ich ja dafür unbeweglich liegen bleiben musste und habe nur gehofft. dass ich mir so was zugetan habe und dass ich die ganze Organisation auf den Kopf gestellt hatte. so Angst. glaube ich. endlich frei war. die sie dann nicht benutzen konnten. dass dies ab und zu bei solchen Situationen sein muss.weil sie vielleicht meine Fusssohlen verbrennen wollten. wie noch nie in meinem Leben während der ganzen Geschichte.

an dem Tag. bedingt durch meine Gemütslage und meine Nerven beim Lügendetektor versagen werde und dass dieser vielleicht falsch reagieren würde. das war kurz vor meinem Selbstmordversuch. dass an dem Besuch. Meine Nerven wurden wieder auf das Äusserste gespannt. Ich sass also. Am Schluss konnte ich keinem von allen Leuten mehr trauen und war sehr traurig darüber.habe einen Lügendetektorapparat organisieren können und sie werden mich daran anschliessen und wenn sie mir Fragen stellen würden über mein Vermögen und es nicht stimme. Einmal sagten sie." Ja. einen grausamen Unfall erleben lassen. dass ich vielleicht. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. denn wenn man schon in Gefangenschaft ist.eigentlich nur von hinten umbringen. wenn sie mich umbringen. wo du noch lange halb tot bei Bewusstsein sein bleibst und dann stirbst. was los ging. dass ich gesagt habe. mich dauernd in der Unwissenheit liessen. dass ich beim Flehen um mein Leben und wo ich gemerkt habe. wo ich diese drei Stunden auf dem Stuhl auf die Verlegung wartete. dann sollen sie mich. d. als dass ich mich hätte beruhigen können. mir gut zulächeln würden. sie glauben mir nicht. wir werden dich einem grausameren Tod. weil dauernd der Sohn Marco oder Mario immer rein kamen und raus gingen und geflüstert haben mit meinem Knecht und ich wusste nicht. dass man ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist und dass sie wie sie es mit mir gemacht haben. Dies war ein grosses Problem. bewusst. Ich konnte es nicht glauben. der Deutsche – Helmut . dass das alles ist und wenn dann der Lügendetektor das herausfände. dann finde ich. wo mich Herr Helmut und seine Frau und die zwei Bewacher zum ersten Mal besucht haben. so einfach machen wir es dir nicht. ich bin mir nicht mehr sicher. wenn man direkt konfrontiert wird und es wird gesagt. ich dann gefoltert werde. als mir die Kette gelöst wurde. denn ich hatte solche Angst.h. das was ich habe. Mittwoch oder Donnerstag war. mich bitte mit der Pistole erschiessen und daraufhin hat Helmut gesagt: "Nein. 59 . ob es schon Dienstag. und ich dadurch mehr Angstzustände bekam. dass ich am Tag zuvor oder waren es zwei Tage. erschiesst mich oder anstelle man fälschlich schon in solcher Lage ist. das ist mir noch in den Sinn gekommen. was genau geschehen wird und mich falsch informierten. auf dem Stuhl und wartete nochmals weitere drei Stunden. ist es wahrscheinlich besser.

dass wenn gefangene Leute oder so westliche Gefangene über längere Zeit gefangen sind. Er war der Menschlichste von allen. weil ich Angst hatte. Ich habe dann wieder geweint und gesagt. wieso. Auf einmal kam der Täter Helmut herein – mit etwas. wie Sie und ich zusammen und dass wir uns nie fähig sehen. jedem positiven Gedanken eines der Bewacher oder der Verbrecher. Der Knecht hat mich versucht zu beruhigen. ich habe es zuerst gar nicht gesehen . dass ich das 60 . dass es doch so Leute sind. wir konnten dich nicht früher verlegen wegen den Söhnen von Mariano.weil ich wusste ja. nämlich dass wenn ich zitterte. weil "die Söhne von Mariano". warum‚ was. versuchen sie halt an jeder Hoffnung. sie zitterten einfach so stark. Also ich konnte auch nicht etwas in meine Hand nehmen oder so. aber vielleicht würde durch meine Situation das Resultat des Lügendetektors anders herauskommen und ich dadurch gefoltert werde. die angeblich wirklich nichts wussten. sie wussten angeblich nicht genau. Das ist die Ironie darin. weil ich nicht die Wahrheit gesagt hätte und nicht deshalb‚ weil sie mit der Folter gedroht hatten. Ich wartete und wartete und mir wurde schlecht. dass ich es nicht verstecken konnte und dummerweise zitterte ich um mein Leben und zitterte. dass ich die Wahrheit sage. dass ich so Angst hätte. wo man meine ganze Hand und beide Arme stark zitterten und ich konnte es nicht stoppen. Zudem wussten sie ganz genau. wenn Mariano so was sagt. dass ich am Ende meiner Nerven war und dadurch noch mehr Angst hatte. darin war ein Brief. sie vermuteten.einem Kuvert. wollten. Er sagte mir heuchlerisch: "Entschuldigung Heinrich. und ich will hier nur raus. und ich habe schon mal gehört und ich weiss. wenn man es so nennen kann. dies ist alles was ich habe. Sie wiederum nahmen genau das Gegenteil an. ist es immer er selber. wenn sie mir wieder falsche Informationen gaben und mir Angst machten. wenn man es so nennen darf. weil ich einfach nicht wusste. warum wir warteten. so etwas anderen Menschen anzutun. Geld und so. Es kamen sehr oft Momente." Ich weiss genau. sie haben nur die Befehle ausgeführt von Mariano. Die Söhne von Mariano eben. dass sie zitterten. dass. man versucht sich daran anzuhängen und das Menschliche zu sehen und man wünscht sich. er schiebt gerne die Schuld auf andere Leute. sie würden mir nicht glauben. allem Positiven. ich habe ja nicht mehr Geld.

Ich habe gedacht. den an Bankdirektor Bröll in Feldkirch und die zusätzlichen Angaben. Ich habe den Fax und den Brief unterschrieben und vielleicht hätten sie ja Glück gehabt und hätten das Geld so gekriegt. 61 . Kontos wohin das Geld hinkam. es ist mir Wurst. damit es nicht verzittert ausschaute. alles war eigentlich schon weg und ich musste dort auf der Rückseite des Kuvert wieder meine Unterschrift üben. die ist auch Besitzerin der Hazienda "Estanzia San Francisco". Sie haben mir unter die Arme gegriffen und mir das kleine Möbelstück gebracht. aufstehen. die würden mir nur sagen. die ich selber nicht wusste. Marco." Wiederum musste ich mit Hilfe der zwei Wächter. waren eben Angaben mit Bankkonten und so. Ich sagte: "Klar. wo die rosarote Zeitung schon weg war. dass sie mich in Sicherheit bringen würden. Ich habe es unterschrieben und dann musste ich wieder warten und wieder warten und der Knecht stand immer neben mir und machte einen Kreis um mich herum und machte mich ganz nervös. wie ich erkennen konnte.A. dass es in dem spezifischen Fall. jeweils der Marco oder Mario. Ich glaube eine Überweisung würde auf ein Konto in Spanien gemacht. kamen abwechslungsweise zur Tür herein und flüsterten und standen drinnen vor der Tür und öffneten die Tür ganz wenig und schauten hinaus was vor sich ging und was nicht vor sich ging und so. also der Farm San Francisco und das andere Konto war ein Geschäftskonto von Helmut Roegele. das der Firma gehört. ich unterschreibe alles." oder so ähnlich.unterschreibe. wie es von mir aufgesetzt wurde. den ich geschrieben habe an. das. weder ich noch die andere Seite. wie ich das Geld bei der BAWAG hatte. weil wir alle noch nicht wussten. einer Briefkastenfirma von Panama und es ist dieselbe alte Briefkastenfirma aus Panama. Der andere Sohn von Mariano. was mir vorgelegt wird. Ich habe es gemacht und dann habe ich die Unterschrift auf ein maschinen geschriebenes Papier gesetzt. den Letzten. dem Knecht und dem einen Sohn von Mariano. das Buch selber erforderlich war. aber in Wirklichkeit würden sie mich umbringen. die heisst "Maritim Compania Naviera S. die darauf waren. ungefähr die Abschrift von meinem handgeschriebenen Brief war. das Sparbuch in dem das Geld verbucht war.

das hat kein gutes Omen. er fahre einen Umweg damit die Angestellten und die Frauen vom Haupthaus mich nicht erkennen oder sehen würden. Dies hat er mir zum ersten Mal gesagt.Schlussendlich." Ich habe wieder Angstzustände bekommen. Die Skimütze war nicht ganz dicht. sie würden mich an eine Waldlichtung fahren und ich hätte eine Kugel im Kopf. weil Mario. Ich glaube es war auch sein Dienstwagen. wohin fährst du? Warum fährst du so? Wo fährst du hin?" Ich hatte solche Angst. ich dachte. denn ich habe darum gebeten. dass ich halbwegs laufen konnte und wäre eigentlich nach vorne hingefallen. also Arbeitsauto. dass Dunkelheit der Tod bedeutet. war nicht die normale Route gefahren. jetzt haben sie den Helmut auch überrumpelt oder sie spielten mir alle etwas vor und weil Helmut offensichtlich ohne zu lügen erkannt hat. dass er nicht einen falschen Weg fährt. und ich wusste Dunkelheit. weil ich wusste. weil ich hörte wie Helmut zu Mario auf Spanisch sagte: ‚Ja. Ich hatte solche Angst. also mussten sie mir aus einer Tasche. vermutlich aus Blutmangel oder so. du bist schon hierher gefahren. Ich bin bei Dunkelheit auf die Farm gekommen und bin überfallen worden. ich weiss nicht. damit ich den Weg vom Wasserturm zum Haupthaus nicht sah. er würde mich zum Haupthaus begleiten. worin sich ein Leintuch befand. der den Wagen fuhr. ich wusste ja nicht wie weit und wo dieser Wasserturm war oder wie viele Wassertürme es auf dieser Farm gibt. Ich habe die Hand von Helmut ganz fest gedrückt und ich bat Helmut auf Deutsch: "Du kennst den Weg. Meine rechte Hand hat mir so weh getan und ich habe die Hand von Helmut gehalten. Rechts von mir sass Helmut und links wurde das Auto von Mario gesteuert. pass auf. das übrigens nicht weit weg liegt. ein Amerikaner. wie ich später erkennen konnte und sass in der Mitte. Ich wurde in ein Auto gebracht. Trotzdem wurde es dann dunkel und endlich kam Helmut wieder und hat gesagt. ein grosser Jeep. Es war das erste Mal. es 62 . Ich sagte das im Auto zu Helmut. als es dunkel wurde. das weisse Leintuch um meinen Kopf wickeln. und da mussten sie mich angestrengt auffangen. weil ich über 100 kg schwer bin. ich dachte. Es war eine Fahrt von. die sie hatten. dass es nicht derselbe Weg ist und Mario nur sagte. mich nicht in der Dunkelheit zu verlegen. Sie stülpten mir eine dieser Skimasken über den Kopf und halfen mir auf die Beine. er solle sich beruhigen.

Ein Tisch. mein Bewacher. einer ohne und einer mit. aber ich wusste nicht. Bitte lasst mich als Mensch sterben und nicht als ein Schwein oder eine Kuh. aber ich schätze so ca. die andere Tür in mein Zimmer und noch ein Badezimmer und ein weiteres Zimmer. sie haben mich so viel irregeführt. dass ich vor irgend etwas sehr viel Angst hatte. wo ich war. er hat das Auto angehalten und dann wurde mir das Leintuch vom Kopf abgewickelt und die Mütze auch. auch Kinderspielzeug. was ich glauben sollte und was nicht. gross gebaut und mit sehr viel Holz. ich glaube. die andere Tür in ein Badezimmer. dann würden sie mich extra damit foppen oder mich ängstlich machen. weil im Zimmer meine blaue Tasche war und meine Anzugtasche. dass genau dieses Thema mich sehr beängstigte. Ich wurde an der Hand unterstützt. war auch bei mir und für ihn. weil er sehr arm ist. bitte eine Kugel in den Kopf. weil ich selber nicht gut laufen konnte und durch eine Tür in das Hausinnere gebracht. falls es soweit ist. Das Zimmer. vermutlich original eine andere Farbe. dass wenn sie mich erschiessen. aber dann mit brauner Farbe dick übermalen mit einem Stuhl und einem weiteren Stuhl ohne Armlehnen oder beide mit Armlehnen. ein Gartenstuhl mit rundem Tisch aus Metall und zwei Stühlen. ich war beruhigt. Ich war sehr beruhigt für den Moment. Ich wurde die Treppe hoch und dann in ein Zimmer gebracht. mehr nicht mit seinen Umwegen. denn ich konnte ein kleines drei mal zwei Meter grosses Kinderschwimmbecken auf der Wiese erkennen. dass er in einem solchen Haus gewohnt hat oder solch ein Badezimmer gesehen hat. nur bitte keine Folter. weil es dumm ist die Leute auf Ideen zu bringen. war es das erste Mal.kam mir länger vor als es war. war mit zwei Einzelbetten aus schönem Holz belegt. Ich habe aber das Wort Folter nicht mal in den Mund genommen. die sie vielleicht im Moment gar nicht hatten oder an die sie gar nicht dachten im Moment und wenn sie merkten. drei bis vier Minuten. Es war ein Haus aus den 30er Jahren. weil sie wissen würden. hinter der Türe war ein Gang und von diesem Gang aus ging eine Tür in ein Zimmer." Wahrhaftig. wie er mir sagte. Der Knecht. Auf 63 . Er hat eine Frau und vier Kinder. Ich habe darum gebeten: "Nur eine Kugel im Kopf. Das Zimmer war durch eine Tür zu betreten. Ich habe Helmut gebeten. Ich konnte dann sehen. glaube ich.

ich weiss nicht. Ich hatte im Boden der durchsichtigen Plastikflasche. wenn sie im KZ waren. In der Wand vor meinem Bett. das Zimmer hat eine Decke von mindestens 2. einer zweiten Tischplatte nach hinten. wenn der 64 . Dann gab es einen grossen Schrank. Der Schrank selber war mindestens 2. Ein gelbes. Es gab peinliche Situationen. Auf jeden Fall habe ich das Wasser immer ausgeleert.5 Meter grosser Teppich. ich wusste also nicht. ob sie mich so umbringen wollten oder ob sie mich so betäuben wollten. gegen Diebe und sonstiges Zeug. Zwischen den zwei Betten war ein weisser. waren an der Wand. darauf einem Teller.5 Meter oder drei Meter Höhe. Das Zimmer war ein Eckzimmer des Hauses. Ich sass nackt in der Badewanne mit halbvollem. aber ich traute ihnen nicht. Mir tat alles weh und im Spiegel sah ich aus <wie Leute ausschauen. alter ein Meter mal 1. schön angerichtet von der Köchin und mit Wasser. dann ein braunes. Mir wurde das Essen auf verschiedenen Tablaren gebracht. Er hat dann alles. der Rest des Bodens im Zimmer war mit Holz belegt. vielleicht. Auf jeden Fall konnte ich am Donnerstagabend früh ins Bett. ausser meinen Händen und dem Hals. Der Verband wurde gewechselt. was nicht eine peinliche Situation für mich war. Beide Zimmerfenster waren wie alle Zimmer im Haus mit Eisengitter zugemacht. links und rechts Bücherregale eingelassen. es war sehr hoch. nur so dünn war ich nicht. es war Donnerstag.dem Tisch hatte es ein kleines Regal fest montiert. weil der Bewacher immer bei mir bleiben musste und ich war ja sehr stinkig und dreckig und meine Haare waren von der Halsverletzung voll vom Blut verklebt. vom getrockneten Blut. angestrichenes Holztablar. wo das Fenster in der Mitte ist. worauf man Sachen abstellen konnte. Eines in eine Richtung und das andere in die andere Richtung. wo ich schlief. mit Sicherheit. warmen Wasser und rote Farbe floss überall herunter. Der Verband wurde gewechselt und ich wurde ins Badezimmer geführt und dem Knecht wurde aufgetragen mich zu waschen. original gebaut. im Wasser weisses Pulver gesehen. gründlich mit Seife gereinigt und ich konnte aus meinem eigenen Gepäck frische Unterwäsche und ein Pyjama anziehen. dass ich mich erholen konnte. Das Zimmer hatte zwei Fenster. Ich konnte mich natürlich nicht selber waschen und sie liessen mich in Bezug auf das Geld einen halben Tag in Ruhe.5 Meter mit drei oder vier Türen.

er hat es mir so gesagt. etwas ganz anderes erzählt wurde. Also. die man angewählt hat mit dem Datum. ob es so in Ordnung sei. sie wollten bloss feststellen. der aussen steckte. ob es dann so gemacht werden könne. dass er in Argentinien hat. sag es niemandem. Wobei natürlich immer alle Türen. Er hat nicht mit mir gegessen. alle Anrufe wurden von Marianos Telefon. Sie glaubten mir jetzt. ausgeführt und ich bin sicher. Zeit. Es hiess also am Donnerstagabend. Aber trotzdem. dass ich ein 65 . wenn sie das Fax an die Bank in Feldkirch schickten. ich hätte ja nicht gewusst wohin ich fahren sollte. wenn die Telefonrechnung kommt. dass ihnen." Er ist zwar oft zu mir gekommen und hat geflüstert. zuerst meine Zimmertüre mit lautem Knalle und dem Schlüssel abgeschlossen wurde und dann die nächste Türe vom Gang in die restlichen Räume des Hauses ging. die sie mich gezwungen haben zu führen. Ich wollte nur heil hier raus und wenn es vielleicht länger gedauert hätte. daran will ich nicht denken. hätte ich vielleicht ohne Kette eine bessere Möglichkeit gehabt. Also am Donnerstagabend ging ich ins Bett und der Knecht hat im selben Raum über mich gewacht und mir dauernd gesagt: "Mach keinen Blödsinn. dass wie in den meisten Ländern. das ist die Mobilnummer von Mariano und von diesem Mobil aus haben wir dann die Gespräche geführt. wie es im Fax stand. weil ich doch nachher näher an den Autos war und näher im Hauptgebäude. wurde immer abgeschlossen mit einem Schlüssel. wegzukommen. weil wir ja 5 Stunden hinter Europa sind. wenn ich ein Auto geschnappt hätte und sie mich wieder geschnappt hätten. sie wollten zuerst den Fax schicken und ich hatte die Nummer nicht. dass wir am Freitag früh aufstehen müssen. er ging nach unten und hat mit dem Personal gegessen. Uhrzeit und Dauer und Gesprächskosten erscheinen wird. ob es stimmt weiss ich nicht. Ich sollte anrufen und fragen. dass Mariano's Söhne den Bewachern und einigen Mitbewohners gesagt haben. warum ich hier bin und so. Aber wie gesagt. dass bei den Abrechnung die ganzen Nummern. ich hatte sowieso keine Fluchtgedanken mehr gehabt. seinem Mobiltelefon. zeitlich gesehen. was für Konsequenzen es gehabt hätte. also den Bewachern.Knecht nicht da war. und ich will nicht daran denken. Übrigens. sag es niemandem und er hat mir erzählt. sonst legen wir dich um. Marianos Mobil-Nummer ist von Europa aus ist 0054 68441800.

ich nehme an. künstlichen Tagesdecke bedeckt.Terrorist sei und. Ich habe dann. sonst sei ich ein toter Mann. ob Herr Bröll da sei und das wurde verneint. meine Familie und Freunde. wenn er mir das in angeblicher Vertrautheit erzählte. ich sei in Buenos Aires. ich wollte nur meine Sachen erfüllen und was sie von mir verlangten und bat: "Lasst mich frei. Das Holz war abgeschmirgelt und die Fenster hatten Fliegengitter. Er käme erst später." Helmut und die mich gefangen genommen haben. dass ich noch einmal mein Land Liechtenstein. Die Fenster waren von aussen grün gestrichen und braun von innen. es war dort zwischen 09:30 Uhr oder 10:00 Uhr angerufen und mit einer fröhlichen Miene nach Feldkirch telefoniert. morgens um 03. dass ich keinen Fehler machte und ich solle ja nichts verraten. dass er sich nicht den Befehlen von Mariano widersetzen kann. die Sekretärin hat das Telefon abgenommen. es war die erste Nacht in diesem Bett. Es war ein gutes Bett mit weissen Kissen und Laken und ich habe zwei Decken über mir gehabt und beide Betten waren mit einer violetten. wo sie mich festnehmen würden und für die Zeit danach. schon zu diesem Zeitpunkt. Er erzählte mir auch. Grüss Gott. Ich konnte ein Fenster für die frische Luft öffnen. Ich habe dann gefragt." Ich ging also zu Bett. Sie haben genau aufgepasst. ich solle einfach sagen. weil ich wollte nichts riskieren. befahlen mir. weil sie vermuteten oder wussten. Freitagmorgen. Ich wollte nichts Persönliches wissen. den Fax nach Feldkirch abgeschickt. und ich habe gesagt: "Ja.00 Uhr wurde ich geweckt und musste humpelnd unterstützend von den Wächtern mit Helmut zusammen ins Freie gehen. weil sie sind wie Leibeigene und er hat vier Kinder und eine Frau zum Pflegen und das ganze Zeug und ich wusste nicht. dass ich zu allem fähig wäre und sehr kampffähig sei und so weiter und dadurch müsste äusserste Vorsicht angewendet werden zu dem Zeitpunkt. Ich glaube. da ist Kieber Heinrich aus Argentinien. Sie haben dann. Ich 66 . dass der Empfang vom Mobiltelefon im Freien natürlich besser sei als im Haus drinnen. wieder sehen kann und mein Leben als wiedergeborener 32-jähriger Mann von vorne anfangen kann. Der erste Freitag im April. ob es gut für mich ist oder nicht.

weil er ja immer ständig sein Ohr mit am Mobiltelefon hatte. Herr Bröll hat mir erklärt. Eher eine Ladypistole. ich soll in einer Stunde nochmals anrufen. zog er sie aus seiner Tasche. ja er. da wir ja sonst immer in unserem Dialekt reden. Ich habe Herrn Bröll. leider nicht. ausser er wäre einer von diesen gewesen. man kann nur was abheben oder verschicken kann. wenn ich mit dem Sparbuch komme oder jemand anders. Er war also immer Kopf an Kopf mit mir. der Sohn könnte abdrücken und die Kugel würde ja durch meinen Kopf aus der meiner anderen. wenn ich jetzt mit Herrn Bröll Hochdeutsch sprechen würde. die mir aufgezwungen wurden. es geht nicht so. die Pistole halten. Auch wurde mir bei allen Telefonaten. Einer der Söhne setzte also den kalten Lauf an meine Kopfrückseite. ob sie das Fax erhalten und gelesen haben. was gesprochen wird. Ich bin dann wieder ins Zimmer gebracht worden und legte mich auf mein Bett und hoffte. die Knarre immer einem der Söhne von Mariano. vorne auf meine Stirn zu setzten. Diese hatte ich vorher noch nicht zu Gesicht bekommen. was gesagt wurde. und ich habe gefragt. überreichte er.fragte. eine Pistole an meinen Hinterkopf gedrückt. wie im Fax gewünscht gehe? Und Herr Bröll hat gesagt. die vermummt früher in meinen Kerker stürmten. aus Angst. weil er an Direktor Bröll gerichtet war. weil ich Angst hatte. teilweise blanker Stahl. also Anruf nach Europa. Dann hat sie gesagt. was Helmut aber sofort energisch ablehnte. teilweise braun. diesen hatte ich nie mit einer Waffe gesehen. den Lauf gerade. Es muss die von Helmut oder seiner Frau gewesen sein. dass es verdächtigt sein würde. um mitzubekommen. Einmal hielt einer der Söhne die Knarre an meine linke Schläfe. Sie hatten ihn nicht gelesen. wenn er zu mir ins Zimmer kam. Ich habe natürlich dem Helmut vorher gesagt. Während dem Telefongespräch mit dem Mobil habe ich ja immer das Telefon so abgewinkelt von meinem Ohr gehabt damit es Helmut auch verstehen konnte auf Deutsch. dass jetzt alles ein gutes Ende nehmen würde. Dies weil es Helmut ja nicht selber machen konnten. Helmut verlangte dann vom Waffenhalter. Aber während jedem Telefongespräch. rechten Seite. Ich glaube eine Stunde später haben wir angerufen und Herr Bröll war dort. und mit dem Codewort. Nie dem Knecht. ob es so. in seinen Kopf fliegen. Helmut würde mir nicht 67 . Es war eine kleine. denn jedes Mal.

Er hat dann mit Helmut am Telefon gesprochen. dass das Buch abgeholt werde und falls alles gut gehen würde. wo das Sparbuch ist und das Sparbuch hatte ich. Frau Türtscher dort und die wisse über den Fall auch Bescheid. ist eben dieser Tag. das ich gesagt habe. also auch wenn jemand das Buch findet. weil man braucht ja ein Codewort dazu. das an den Überbringer lautet. weil ich ja wirklich sterben wollte. dass wir später nochmals anrufen würden. schrieb ich dies und es ist auch die Wahrheit. Sie haben nicht mehr an jedem Wort gezweifelt. muss man ein Codewort haben. gebeten: "Bitte erklären Sie DAS meinem Bekannten hier. ich hätte es in Vaduz bei einem Bekannten von mir und der heisst Martin OT Entfernt. dann wäre aber seine Sekretärin. wo ich Mariano das ganze Geld angeboten habe.03. Die Leute denken natürlich nicht so und dann habe ich gesagt. Abgesehen davon. Vorher haben wir gesagt. Ich habe mich bei Herrn Bröll bedankt und wurde wieder ins Zimmer geführt. lokale Zeit in Vaduz. dann habe ich ihn gebeten. Nur ich und die Bank wissen das Codewort. dass er dort sei. das Buch ist bei dieser Person und diese Person ist immer. Mittlerweile natürlich auch Helmut und Mariano. Ich habe dann den Verbrechern gesagt. das könne er nur mir sagen. würde am kommenden Montag jemand erscheinen und Herr Bröll sagte. da wusste natürlich Herr Bröll nicht. Es wäre ja purer Selbstmord in einer anderen Form. Ich habe geschrieben.00 Uhr. in der Wohnung zu Hause. weil sonst würde ich es in einer solchen Lage nicht schreiben. den ich an Mariano am Sonntag oder am 31. Sonst ist er oft unterwegs. ich weiss es ganz genau. Ich glaube. nein wir haben gesagt.30 Uhr und 11. und dann haben wir aufgehängt. wer es war. den kennen Sie sicher auch vielleicht. kommt man gar nicht auf die Idee. sie noch reinzulegen. wir würden es organisieren. ungefähr um Mittagszeit. sie glaubten mir jetzt ein wenig mehr nach meinem Selbstmordunfall. Alle 14 Tage Dienstags.03. wenn man in einer solchen Lage ist. weil ich es nicht eingeschlossen habe. wo Martin stempeln gehen muss. geschrieben habe. was ich natürlich nicht gesagt habe. ist immer am ersten Dienstag des Monats. sonst kann man kein Geld abheben. im Brief. nur nicht zwischen 9. Ich sagte." Er hat gesagt.glauben und so. weil er seine Arbeit 68 . oder am 30. erklären sie einfach generell was es auf sich hat mit solchem Typ von Sparbüchern in Österreich.

und ich wollte dich nur fragen. Ich kenne Martin schon seit ewig. das kommende Wochenende wegzugehen.verloren hatte in Liechtenstein. den 01. dass ich jemanden vorbeischicken werde. Da ich Mariano gut kannte. Martin sagte noch: „Am Besten rufst Du mich am Abend an. habe ich schon vermutet. Es war Freitag. zu Hause sein musste. 12. Martin hat noch Kunden oder geht andere Leute in Österreich besuchen und so. in Argentinien. Zu meiner grössten Freude. wenn Du für eine Übergabe etwas organisieren willst. aber für die da drüben in Argentinien. der nachher Mariano benachrichtigte. Wir müssten es versuchen und da der erste Dienstag im Monat schon vorbei war. gerade gestern Donnerstag. April. dass er keinen Kompromiss eingehen würde und er jedem misstraut und so hoffte ich.00 Uhr nachmittags in Europa einen Versuch gemacht. nein. Wir haben dann am Freitag morgen. Sie haben mir meine Uhr zurückgegeben. wen sie schicken wollten. Hier ist die Geschichte natürlich normal. informiert. denn so wenig zu Hause sei.00 Uhr mittags. wie geht es denn so? Ich bin hier in Argentinien. ich habe ihn noch nicht gesehen oder mit ihm darüber gesprochen . nein. wegen einem Dokument. dass 69 .das weiss Martin natürlich noch nicht. gehst du die nächsten paar Tage weg?" Helmut hat immer zugehört. Somit war Helmut.‚ Vorher habe ich ihm eben gesagt. in Buenos Aires. hatte ich auch geschrieben in jenem Brief. das Erste. ich habe mich noch nie so darüber gefreut . sei sein Bruder aus Deutschland mit deren Kinder und Frau nach einem längeren Aufenthalt für die Osterferien abgereist. Das Gespräch mit Martin hat also stattgefunden. dass er im schlimmsten Fall erst wieder am 14. Ich habe gesagt. Ab und zu habe ich ihn besucht und ich kann meine Sachen bei ihm unterstellen.00 Uhr morgens in Argentinien und da war es ungefähr 03. es war 10. ich glaube. Ich konnte die Uhrzeit ablesen. Martin sagte. warum ein erwachsener Mann. schon aus meiner Jugend. der Martin. Sie mussten sich nur noch einig werden. Ich habe gesagt: "Martin. die Bank war auch informiert. ja. Er müsse viel Wäsche waschen und er hätte nicht vor. Mariano musste also Helmut vertrauen.zu meiner grössten Freude war er zu Hause und hat das Telefon abgenommen. der dritten Dienstag in dem Monat. Interessanterweise versteht natürlich keiner von Marianos Seite Deutsch. April. sie konnten es nicht begreifen.

Peseten (ca." Der Streit. Dann auf einmal klopfte es wieder. Denn ursprünglich wollte ja Helmut 80 Mio. Ich hatte wieder mehr Angst bekommen. dass Mariano mehr bekommen würde. ist dadurch zwischen den Verbrechern ausgebrochen. Dann ging er in den Gang hinaus. Mariano und meine Frau.5 MIO. ich hätte vermutlich zwei bis drei Mio. dass sich die Lage jetzt besserte. damit ich noch mein Essen kaufen könne oder sie würden mich umbringen. CHF 1. der Knecht. oder hat nachgerechnet. Helmut sagte zu mir: „Heinrich.-). Ab und zu kam der Bewacher mit Ach und Krach herein und wollte irgendetwas. Also haben sie vermutet. jetzt haben die auch noch miteinander gestritten. Lasse dich nicht einschüchtern. noch was übrig bleibt. Aber Helmuts Seite. die dann das Sparbuch abholen musste und es zur Bank brachte. also ich. weil ich dachte. wer wie viel bekommt. der kein Deutsch versteht. Ich habe zu Helmut gesagt: "Schau. Helmut kam zu mir und sagte auf Deutsch. jetzt werden sich die scheiss Verbrecher nicht einig. Ich hatte vorher Schreie unten im Haus gehört. hoffentlich gibt es da nicht noch mehr Drama. und stellte natürlich fest. Ich wollte nur meinen Frieden. das wollte ich nicht. weitere Bänder etc. sondern auch die CHF 250‘OOO.70 . CHF 800‘OOO. was ich habe und ihr müsst euch selber einig werden. also lautes Schimpfen. ich kann nur geben. er wollte zu mir rüberkommen. vor allem seine Frau Salud hat natürlich gesehen.-) und Mariano wollte 150 Mio. man hätte es nicht geglaubt. aber der Bewacher. zum anderen Zimmer und ich sah Helmut hereinkommen. Dann geschah folgendes. weil ja von meinem Geld 50 Prozent an Helmut und 50 Prozent an Mariano zugeteilt war. Peseten (ca. wer wie viel kriegen sollte von meinem Geld. wir haben uns gestritten. auf eine gemeinsame Person kommen könnten. wie ich später erfahren habe.sie auf einen gemeinsamen Nenner." Ich dachte.. Franken und mir würde nach dem ganzen Drama. Ich war in meinem Zimmer eingesperrt und lag meistens auf meinem Bett und war nur froh wenn ich von meinem Bett aus die Sonne und die Vögel und den blauen Himmel aus einem ganz geöffneten Fenster sehen konnte und hoffte. Der Bewacher stand auf. mein Gott. ich weiss nicht. drängte ihn wieder weg nach aussen. weil er ja nicht nur die Hälfte von dem erpressten Geld erhalten sollte. Die Wunden verheilten. machte die erste Tür im Zimmer auf.

ich verhandle mit 71 ." Er sagte wahrhaftig. . wer es holen musste oder ich könnte auch Martin sagen. mit seiner Frau. weil sonst zu viel gegen ihn in der Hand wäre. wenn er das Codewort und das Sparbüchlein habe. Ich habe gesagt. hat der Sohn gesagt und nachher auch Marco. Sein Sohn hat mir vorgeschlagen. da er mir mein Darlehen von 1993 nicht mehr zurückbezahlen „musste‚. schau. sie mussten sich nur auf eine Person einigen. das würde nicht passieren oder Martin würde mit meinem Geld abhauen. auch in den Turm einzusperren um mit mir einen Deal einzugehen. Wollte. er solle mit dem Büchlein nach Feldkirch gehen und die Banküberweisung machen. Aber ich war mir gar nicht so sicher. es hat Krach gegeben. dann würde Mariano noch mehr unter Zugzwang kommen und müsste vermutlich eine Radikallösung suchen. wo das Geld zu holen war. was den Tod meines und des Deutschen und seiner Frau beinhalten könnte. Helmut wurde also aus meinem Zimmer rausgedrückt und eine halbe Stunde später kam der Sohn von Mariano herein. weil ich wusste oder weiss. Mario. Also erhielt Mariano nicht nur dieselbe Summe wie Helmut. falls es zu einer Einsperrung kommt von den anderen. wir würden nur drei Viertel überweisen lassen von dem was ich habe und ich könnte den Rest behalten. sondern auch obendrein CHF 250000.geschenkt. ich hatte ihnen alles anvertraut.bis CHF 260'000. dass er angeblich kurz davor war Helmut. wenn sich die scheiss Verbrecher nicht einigten. bitte. wenn Mariano so weit geht und die Deutschen auch noch einsperrt und dann müsste er alle drei beseitigen. Dadurch sahen Helmut und seine Frau ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Fangpraemie und wollten vermutlich mehr. weil sie Angst hatten. dann hätten sie mit mir vermutlich einen Deal gemacht. Ich habe gesagt. ein Manipulant. ich habe gefleht: „Bitte. ja. dass Mariano ein so sturer Mensch sei. mache keinen Streit.. dass falls sie die Deutschen einsperren müssten. und sagte zu mir: "Heinrich. den Deutschen. sonst gibt es am Schluss noch mehr Blut. ich bin in einer Lage.von der Schuld an mich gratis bekommen sollte. Auf jeden Fall. Das wollten sie natürlich nicht. Ich war nicht erfreut über eine solche Wende. bitte werdet einig. weil ich dachte mir. Und dies wusste Helmut. bzw. ich hatte alles getan. die ja auch hilflos waren und nichts zu sagen hatten auf der Farm. schau." Ich konnte nicht viel tun.

Die Sache hat sich dann beruhigt. Auf der anderen Seite stand die Frau von Helmut und sagte: "Heinrich. um meine Freilassung verhandeln. haben wir jede halbe Stunde probiert. Wir haben nur wegen Geld gestritten und so". dass mir gerade in den Sinn kommt.00 Uhr haben wir versucht Martin anzurufen. beruhige dich. da habe ich dann spüren können. ich wollte keine Geheimnistuerei." Ich wollte auch nicht zu viel diskutieren. ich glaube. Ich möchte hier noch anfügen.00 Uhr oder so und von 05.dem der Gewalt über mich hat. hier in Liechtenstein in Vaduz auf seine Nummer. dann kommt der andere zu mir. Sie sollten das Geld haben und mich wieder frei lassen. Ich wollte gar nicht darauf eingehen. der Knecht. wir rufen einfach am Samstag nochmals an.00 Uhr bis 10. Ich wollte nicht in das Spiel eintreten. jemand klopfte an der Türe. mussten wir wieder früh aufstehen. um 05. Es ist alles wieder OK. also komme nicht jedes Mal zu mir ins Zimmer mit dem dazugehörenden Drama. weil ich ja freikommen wollte: "Helmut. weil später. du hast ja das Mobiltelefon in der Hand. Am Freitagabend wurde mir das erste Mal gutes Essen gebracht. Ich habe zu Helmut gesagt. was hat oder einer kommt zu mir und fragt.‚ Mittlerweile haben sich die zwei Parteien. vergangene Woche. dann hängst du einfach gleich wieder auf und springst zu mir und dann kann ich mit ihm reden und ihm sagen. er bleibt am Wochenende zu Hause. Der Bewacher. aber da wir alle glaubten. dass am 6. voller Name Karl-Heinrich Peter Kroschel aus Ochsenhausen in 72 . Er heisst Peter Kroschel. wo wer hat. wissen Sie. was hat der andere gesagt. Auf jeden Fall. was er machen muss oder wer kommt. so dachten wir. 10 Uhr morgens europäischer Zeit. das Spiel. da Liechtenstein ja fünf Stunden voraus ist. am Nachmittag. April Mariano's Geburtstag war. Wenn Martin das Telefon abnimmt. wie er mich "liebt". auf den. Freitag Nacht gingen wir alle aufgeregt ins Bett und am Samstag. den Schwager von Helmut geeinigt. Mariano und Helmut. Ich musste also mit ihm um mein Leben. Aber Martin nahm nicht ab und von diesem Zeitpunkt an. Durch die ganze Geschichte haben wir natürlich den Anruf an Martin am Freitagabend verpasst. OK. ich wollte nur das. Ich sagte: "OK. wo sie mir nachsagten. und so weiter. war nicht im Raum mit mir und ich ging leise zur Türe. Gewalt über mich hatte Mariano. ich wollte nur meine Freiheit.

Dessen Sohn Jürgen. von Deutschland aus nach Buenos Aires fliegen und das Dokument mitbringen und ich selber sei noch im Norden von Argentinien an der Grenze zu Brasilien und würde dann auch am Mittwoch in Buenos Aires ankommen.‚ Ich hatte ja Martin am Telefon bis anhin am einzigen Anruf nicht Bankdokument gesagt. ist pensionierter Arzt und mit der Schwester von Helmut und diese heisst Isolde. bitte nicht!‚ Wie hätte ich es auch machen sollen in einem Wort? Wenn sie gedacht haben. der gerade zufällig in der Gegend von Liechtenstein ist. er heisst Peter Kroschel. Wir glauben. sondern nur Dokument. der Martin würde jetzt 73 . Das durfte doch nicht wahr sein. Peter Kroschel's Sohn Jürgen aus Ulm. jede halbe Stunde. weil wir wissen nicht. das musste ich dem Bankdirektor später auch genau buchstabieren.das Bankdokument gibst. dass es vielleicht nur ein Codewort war. Mir wurde gesagt. er solle es herausholen und es ihm übergeben. Dieser Kroschel wohnt in Ochsenhausen oder in Ulm oder irgendwo. dass du dem Herrn. klingelte und er nahm nicht ab. es wäre ein Codewort gewesen für meine ganze Gefangenschaft und der Situation hier.Deutschland. so sollte ich Martin sagen. als du mit Martin früher telefoniert hast. glaube ich. hier ist der Heinrich.wie mir gesagt wurde . weil ich es für gewisse Sachen brauchen würde. ja. und sie haben auch Kinder. „Dieser Herr kommt also vorbei und ich würde dich bitten Martin. verheiratet. also alles in einem kurzen Wort zu beschreiben. Peter. was wir von dir glauben sollen. ein Deutscher. Zudem habe ich zu Helmut gesagt: "Überlege doch bitte. bitte. ein grosser Schlanker . angerufen." Also ich habe bis anhin noch nicht vom Bankdokument gesprochen mit Martin. solle ich ihm Folgendes sagen: "Martin. Es klingelte. Und das Wort "Dokument" ein Stichwort / Codewort zwischen dir und Martin war. überbringen. Ich flehte Helmut an: „Nein. das Dokument. Dort würde mir der Jürgen das Kuvert. wir haben jetzt jemanden gefunden und zwar kommt ein Herr. Wir haben am Samstag den ganzen Tag. Es war dann bei euch in Europa abends. aber ich müsste dann sagen. bei dir abgeholt hat. Mariano auch und so. was denkst du. da kam Helmut herein und sagte zu mir: "Wir sind ganz nervös. der würde dann am kommenden Mittwoch. wenn ich mit Martin wieder spreche. das sein Vater. bei uns Nachmittag.‚ Was natürlich eine Lüge war.

Sie haben mir nicht mehr geglaubt. es könnte sein. Es war furchtbar. im Gegenteil. bitte. kein Säufer. wieso nimmt er nicht ab? Es kann doch nicht sein. wo ich bin und würde das Flugzeug besteigen und nach Argentinien kommen?" Sowieso würde er auch. Und nicht das Schwein. wenn es ihm gefalle. . bitte. ich habe solange gefleht. er ist keiner der abends in Bars herumhängt. so scheint es mir. Auf jeden Fall wurde es dann schlimmer.das habe ich dummerweise auch noch gesagt. er müsse nicht wegen mir in Vaduz bleiben. damit "bestätigte" ich noch ihre falsche Theorie . die nicht in derselben Situation waren wie ich. weil sie ja in Freiheit sind. er würde doch nicht das Telefon nicht mehr abnehmen. weil er dann selber denken musste. probiert. Und wahrhaftig. sie glaubten ich plane ein Befreiungskommando oder so etwas. Und wir haben uns gefragt. nein. Martin war die ganze Nacht nicht zu Hause.wissen. weil der Martin hat doch gesagt. das sie vor hatten aufzuspiessen. Ich habe solche Angst gehabt.00 Uhr abends oder so. dann habe ich aber zu Mariano und Helmut gesagt.und wenn es so wäre. Sie sind den ganzen Tag frei herumgelaufen und haben sich auf Millionen von Peseten gefreut. wenn es so wäre. Das ist eine ganz andere Sache. ein kleines Schweinchen braten. das Geld von mir. weil den ganzen Samstag wir es versucht haben Martin zu erreichen. weil ja Marianos Geburtstag ist. nur weil ich angerufen hätte. Ja. dass wenn einer so viel fleht und wieder so um sein Leben auf den Knien bittet. die haben keine Ängste durchgemacht. Meistens blieb er zu Hause oder. bis Helmut es mir geglaubt hat. er ist nicht von mir abhängig. da war bei uns ja noch 22. bitte. Wir haben die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag. Ich habe dann das Leben von Martin durchgedacht und diskutiert. und wo konnte er bloss sein und er hat 74 . selbst die Verbrecher konnten das gar nicht begreifen. er bliebe zu Hause. er ist nicht ein Sklave von mir. dann würde er trotzdem das Telefon abnehmen. war es schwierig. dass es dann ja stimmen muss. er ist am 06. dieser Martin ist ein Bekannter von mir. Für die Leute. April geboren und der kommende Sonntag dann war ja seiner. Sie haben wieder Morddrohungen gemacht und gesagt: "Wir werden dich am kommenden Sonntag aufspiessen". weil dieses Vorhaben habe ich vom Knecht erfahren. könne er nach Afrika gehen oder nach Australien übers Wochenende. europäische Zeit.

dass ich störe. wie Helmut Roegele mir gesagt hatten. weil wir festgestellt haben.00 Uhr abends. es ist vielleicht eine Abkürzung. wenn ich sie störe. vielleicht heisst er Siegfried oder Sigmund. ein Trick von mir gewesen und ich hätte nur "meinen" Anwalt anrufen wollen. es war schon 22. ich müsse eine Lösung finden. der sagte. dies ist ein Lehrer in Balzers. dass der Mobilkontakt in meinem Zimmer funktioniert. Ich rufe aus Buenos Aires an. es wäre eine Täuschung. Eine halbe Stunde später wurde Helmut wieder von seinem Schwager angerufen und Helmut kam dann zu mir und sagte. die wir vom Schwager bekommen haben und dann sagte ich: "Hier ist Kieber Heinrich.30 Uhr oder 23. aber der weiss sicher. Anwalt.doch gesagt. es war furchtbar. wie die Nummer des Sigi lautet. die Nummer. so anrufen und ich solle solche späten Telefongespräche unterlassen. Ich habe gesagt. Bitte können Sie mir die Nummer von Sigi Wohlwend. ja. ja. und ich habe mir gedacht. Übrigens konnten wir dann schon von meinem Zimmer aus telefonieren. nein. geben?" Er sagte: „Nein. Dann haben wir. sonst werde er ganz "grantig". ich solle die Nummer 38 so. Helmut Wohlwend hat mir dann seine Tochter an das Telefon gegeben und die Tochter hat mir die Nummer herausgesucht und ich habe dann gewartet und gewartet und gewartet am Telefon in meinem Zimmer. weil mein Zimmer ein Eckzimmer war. es muss der Sigi Wolfinger sein. es gäbe keinen Sigi Wohlwend. aber ich habe ein dringendes Bitten. Die Linie wurde unterbrochen." Ich konnte mich nicht mehr erinnern in den Ängsten die ich hatte. Ich rief nochmals an und dieser Helmut Wohlwend von Balzers. Auf jeden Fall war es dann so. wenn der wüsste. aber ich habe von der Auskunft ihre Nummer erhalten. er bleibe dort. den Peter Kroschel in Deutschland und der Schwager sollte bei der Schweizer Auskunft abklären. so. entschuldigen Sie 1000 Mal. ob Martin weggegangen ist oder was immer. sondern es gäbe nur einen Helmut Wohlwend und der sei noch Anwalt und da dachten sie. das ist der Sigi Wolfinger. es tut mir leid. ich habe jedoch die Nummer nicht bei mir. glaube ich. ich rufe den besten Freund von Martin an: Sigi Wohlwend. trotzdem diesen Helmut Wohlwend angerufen. was hier 75 . Also es war furchtbar. dass ich sagte.‚ Dann sagte ich: "Ja. dass der Lehrer Sigi Wolfinger heisst. Helmut hat vom Mobil aus seinen Schwager angerufen. am Samstag.

werde er es ihm sagen. Trotzdem habe ich ein wenig herumgestochert. Sigi fand es komisch. als hätte ich etwas gegessen und die Haut vom Schwein ein wenig verschnitten damit es nicht so aussah. leider nur vorläufig. Auf jeden Fall waren sie mir wieder böse und glaubten mir nicht und sagten wieder. damit sie nicht böse wurden. Sie haben ein kleines Schwein geschlachtet zu Ehren Mariano's Geburtstag und zu Ehren der grossen Geldsumme. Ich habe nachher sofort Sigi angerufen und er hat das Telefon am Samstagabend abgenommen. und weil er nichts darüber gesagt hätte. Ich sagte ihm. Ich hatte nichts gegessen. Sie haben es mir auf einem Tablar serviert und fünf Tonnen Brot dazu und „Einen Guten‚ gewünscht. das Beste wäre. ich konnte schon ein wenig selbständig im Zimmer laufen. dann würde er nicht so reden und ich habe mich 1000 Mal bedankt. wie sie ein Feuer auf dem Erdgrill auf einem Wellblech. wenn er was höre. Ihn wurmte es auch. die bald kommen würde.lief. April kam. Den Kopf konnte man sowieso nicht essen. Ich konnte durch das Fenster nach draussen sehen. er solle zu Hause bleiben. Wir dachten. dass ich ihn dringend sprechen müsste. dass das Fleisch auf den Backenknochen. So ein verdammter . weil der Heinrich versucht habe ihn jede halbe Stunde anzurufen. machten. aber das war nicht mehr da. so nennt man das. nehme ich an. Es war eine Schweinerei. weil der Martin hätte ihn am vergangenen Donnerstag oder Freitag in Balzers besucht und Martin habe zu ihm gesagt. Ich habe das Telefongespräch mit Sigi beendet und Helmut und dadurch Mariano waren sehr beruhigt über die Aussage von Sigi. das war nur ein Code von Dir. weil ich nirgends aufstützen konnte mit den schmerzenden Handgelenken. der Geburtstag von Mariano. er wird schon zurückkommen. dass er am Freitagnachmittag kommen würde. aber gekommen sei er nicht. dass er weggegangen ist. Es war natürlich 76 . zarten Sau und mir gab er den Kopf und die Haut. nur mit der Haut und kein Fleisch gebracht. als hätte ich nichts angefasst. Sonntag der 06. haben sie das gemacht. ich fand es eine Beleidigung. mich selber mit der rechten Hand ein wenig waschen im Badezimmer ohne dass ich in der Badewanne in die Hocke gehen musste...‚ er ass das ganze Fleisch von dieser kleinen. mir haben sie nachher den halben Kopf von dem Schwein. dass ich aus Buenos Aires anrufen werde und Sigi hat gesagt. ich weiss nur.

Mir ging es dann wieder besser. gegeben. Ich habe nur gebetet.keiner. dass ein Familienangehöriger von Helmuts Seite das Geld abholte. dass er am Dienstag da ist. da kann ich meine Hand ins Feuer legen. würde das Polizistenauto verbrennen oder die Polizisten erschiessen und mich dazu! Ich bin überzeugt davon. dass Martin sicher am Montag kommt. sicher und Helmut musste dann Mariano beruhigen und mich wundert es heute noch. von diesem Antibiotikum "Antinags" oder so ähnlich heisst es. sicher. dass niemand eine solche Organisation planen würde. dass Mariano darauf eingegangen ist. Ich habe nichts getrunken. ach ja. wie es mir geht und so. Ich dachte. wüsste Mariano sofort um was es ginge und er würde alle umbringen. Martin Besuch von der Familie mit zwei Kindern hatte. sicher die Putzfrau kommen musste. ich weiss nicht mehr. die haben vielleicht einen. Ich hatte wieder Gründe gesucht und mir versucht zu bestätigen. welches sicher nicht 500 Polizisten hat. zwei oder drei Dorfpolizisten und wenn die kommen würden und ich bin heute noch davon überzeugt. dass die Putzfrau jeweils Dienstags kommt und da ja über Ostern bis zum vergangenen Donnerstag. also wirklich. Cola haben sie mir einmal gebracht. oder seine Farm verlieren. es wäre selbstmörderisch und mörderisch. Ich habe 32 Tabletten von denen geschluckt. Hähnchen und Brot und wieder das Wasser mit dem komischen. wenn die gekommen wären. Es kam 77 . die Sache verdächtig vorkam. dass mir keiner irgendein Befreiungskommando schickt. der erste Donnerstag im April. Ich musste auch seitlich verlegt werden und sie haben mir 500 ml Tabletten oder mg. weissen Pulver unten am Boden. nach meinen Berechnungen. was es ist. Das Wasser habe ich nicht getrunken. Sie haben mir später am Abend besseres zum Essen gegeben: Salat. denn es wäre sinnlos. immer haben sie mich gefragt. Da Saavedra ein kleines Dorf ist. Ich habe zu Gott gebetet. Er hat dann gesagt. alle 6 Stunden eine. Es waren alle froh. Diese Tabletten haben mir sicher auch gegen irgendeine Erkrankung geholfen. der Verband wurde mir mehrmals gewechselt. weil ich nicht wusste. aber aufgrund der allerdings komischen Anrufe. dass jemandem in Europa evt. Bevor er in den Knast gehen würde. obwohl Dienstag kein "Stempeltag" wäre. dass es mir besser ging. Faxe konnte ich nicht ausschliessen. Suppe. Ich versuchte Helmut zu beruhigen.

als Beauftragter. Auf jeden Fall wusste Mariano um was es ging und ich kann nur annehmen. dem Mario. gross. ob die wussten was hier abläuft. der feige Hund. Er hat mir bestätigt. ob er wisse was hier ablaufe. Ich habe gesagt: "Super. denn sobald der Gesandte von Helmut. Martin erzählte. dass wir fast jede halbe Stunde in den letzten 48 Stunden probiert hatten. dass am Sonntagabend in Argentinien. Ich wollte ja nicht. dass die keinen extra Deal machen oder Helmut auf die Idee kommen könnte und sagen könnte. Martin prompt das Telefon abgenommen. graue Haare. was ich mit Helmut vereinbart hätte. dass ein Peter Kroschel. Peter Kroschel. Ich rief nach dem Sohn und habe Marco gesagt. Helmut sprang in mein Zimmer und sagte: "Jetzt ist er zu Hause. Den habe ich seit er mich am Inlandflughafen in Buenos Aires auf den Flug nach Bahia Blanca zu seiner Farm abgesetzt hat. er alleiniger Besitzer vom ganzen Geld war. wo ich dem Knecht gesagt habe. 22. hoffentlich machen sie nicht so was und darum habe ich nach dem Sohn gefragt. seit diesem Abend. 78 . weil ich wissen musste. in diesem Falle. dass er zwei Tage im Tirol bei seinen Bekannten war. Und Mariano verstand ja kein Deutsch. So kam es dann. sobald er den Code mit dem Sparbuch in der Hand hatte. eingelassen hatte.‚ Dann habe ich ihm gesagt. Ich habe nur gebetet. dass da noch was gedreht wurde und der andere den anderen betrügt und ich bin nachher der Not leidende "Tote". nie mehr gesehen. Ich konnte mir natürlich nichts anmerken lassen. der Heinrich hat uns angelogen. wie es mir aufgetragen wurde. Mariano hätte natürlich Helmut und seine Frau hier in Gewalt haben können. ihn anzurufen. ich rufe gleich nochmal an". dass er genau wisse. ist auch der. die eine Schreinerei haben. Ich habe Mario gefragt. der die Farm leitet. was nun geschehen sollte und ob es Mariano auch wisse. dass er sich auf eine Einzelperson. also auf eine Person. Mariano selber wollte ja nicht kommen. bitte rufe nach dem Sohn von Mariano. der Mario. ganz unangekündigt.zu Situationen. Ich habe gedacht. die nur dem Helmut vertraut ist. er ist der Jüngere. da war nicht genug Geld darauf und ich hätte das Gegenteil nicht von meinem Zimmer aus beweisen können. bis er seinen Anteil vom Verbrechen erhielt. Der einzige Grund ist. ca. nein dem Mario. nachdem wir wieder jede halbe Stunde den Versuch gemacht haben nach Vaduz zu telefonieren.30 Uhr oder 00.30 Uhr.

ob er genau wusste. wann es ihm passen würde. am Montag um 01.00 Uhr plus fünf Stunden gibt 13. das muss die 79 . Das wurde Herrn Kroschel so aufgetragen. es ist ein Banksparbuch. Ich sagte zu Martin: "Bitte stecke es in ein Kuvert und am Montag kommt dieser Peter Kroschel und holt es ab und gibt es seinem Sohn Jürgen und dieser Jürgen kommt dann per Flug von Deutschland am Mittwoch nach Argentinien und gibt es mir". Er ging hin. dass es so passierte: Herr Kroschel musste nach Feldkirch gegangen sein und als Beweis wollte dann Helmut und Mariano. Sie hängt in einer weissen Schutzhülle". dass dies die Stunde ist. ich konnte dies nicht definitiv wissen. die ich mir letztes Jahr gekauft habe. wenn man ihn Einvernehmen würde oder so. was da läuft. gut. Ich habe zu Martin gesagt: "Bitte.00 Uhr. ich nahm an. er wusste bestimmt nicht.30 Uhr der Typ schon in Feldkirch ist. weil damit der Helmut von Martin am Telefon mithört. wo ich mein Vermögen verlieren werde. Ich nehme an. denn 08. Er sagte.00 Uhr war ich bereits wach in Argentinien.00 Uhr in Europa und ich dachte. dass ich eingesperrt war – aber. In dieser Sonntagnacht haben wir "alle" wieder einmal gut geschlafen. Was steht vorne drauf?" BAWAG. mache die Brusttasche auf. in dem Zimmer in dem Schrank hängt eine gelbe Regenjacke. Ich habe zu Martin bei diesem Gespräch – immer mit Helmuts Ohr auch am Telefon – gesagt: "Gehe in dein Gästezimmer. Martin sagte: "Gar kein Problem". meines Sparens. Wir haben die Bank nach dem letzten Gespräch von Freitagnachmittag mit Herrn Bröll nicht mehr angerufen. Aber trotzdem war er Mitläufer und er muss für seine Taten die Verantwortung stehen. was drin ist. dass vielleicht um 13.vorbeikommen werde und ich fragte Martin. wo ich die Früchte meiner Arbeit. Ihm wurde es aufgetragen und er hat es gemacht. dass alles so gut ging. per Fax nach Argentinien sandte. holte die Jacke raus und ich habe extra nicht gesagt. was findest du? Ja. weil Helmut es nicht wollte. da ist ein rotes Büchlein drin. was drin ist. meiner Intelligenz verlieren werde und jetzt wird es übergeben. aber noch nie getragen habe. dass die Überweisung. Ich bin mir nicht sicher. Am Montagmorgen um 08. aber ich wäre froh. Ich bin wach geblieben und habe die Stunden gezählt und habe gedacht. die er auf die Konten gemacht hatte. Er kann immer noch alles abstreiten. da es zu verdächtig sei. Und dann war Helmut sehr erleichtert.

. man solle das Faxgerät in Betrieb einstellen. Der Fax im Haus von Mariano hat die Nummer 0054 9239 1287. haben sie natürlich auch nur darum gesagt. bringt mich gleich mit einer Kugel um. da ich ihn persönlich kenne. das Wenige. ihr kriegt kein Geld von mir. ca. das muss jeder verstehen. Bis anhin. weil sie mich . ich wusste immer noch nicht. Das Geld wurde vom Konto weggenommen und die Überweisungen gemacht. Montagnachmittag in Europa. Peter Kroschel ging auf die Post. den Fax nach Argentinien zu schicken und so. machten sie. ich habe es nicht freiwillig gemacht. US$ 1 ‘500. ich war mir nicht sicher. Mariano dieses Geld behalte könne. dass sie sich geeinigt haben.. Helmut und Mariano und um es nicht offensichtlich Halbe-Halbe zu machen.00 Uhr bis 16. was sie mir positives gesagt hatten. dass er. Die Bank hätte sich geweigert. Denn wenn ich nach massiven Drohungen seitens Mariano und Helmuts Clique wieder überzeugt war.um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen . Am Nachmittag um ca. CHF 8000. sie bringen mich um. Bröll etwas vermutet hatte. dies zu faxen. glaube ich. ob sie mich freilassen würden.in US$ Noten. sodass ich positive denke. Dass es ihm komisch vorkam.manchmal in gute Stimmung zurückbringen mussten.. das ist auch die Telefonnummer der Hazienda. das hat mir Helmut gesagt. aber ich musste ja. Die Bank hat sich aber nicht bereit erklärt.Polizei wissen. Mir soll er einen Teil davon geben. machten sie 52 Prozent für Helmut und 48 Prozent für Mariano.und ca. Am Telefon mit ihm war ich ganz kalt und habe schnell die Anordnungen durchgegeben und die nötigen Fragen gestellt. weil Helmut argumentiert hat. alles erledigt und die Bank hat sich dann geweigert. dass ja mein Reisegeld in Bar. wenn er. was sie von mir verlangt haben.‚ haben sie mir gesagt. ich weiss nicht. Mich würde es nicht verwundern. Mariano ist eigentlich nur darauf eingegangen. Peter Kroschel hat. Beim zweiten Anruf kann man faxen.00 Uhr europäische Zeit kam Helmut in mein 80 . so glaube ich. weil ich weiss nicht<. hätte ich ja auf stur stellen können. ob ich mich am Telefon komisch angehört habe. die nicht weit weg ist und versuchte das Fax von dort zu senden. Sie mussten ja "freundlicher‘ mit mir umgehen. sagen können. Ich wusste. 15.. das ich bei mir hatte. damit ich alles schön mache. Diese Nummer muss man zuerst anrufen und sagen. damit ich überhaupt noch .

alle anderen waren Happy. Ich habe dann angerufen und Herrn Bröll hat abgenommen und ich habe ihm gesagt: „Vielen Dank Herr Bröll. Helmut hat. Nur davon gesprochen. damit ich das alles mache und wenn ich dann wieder gesund bin. Er dachte. bevor sie geschlossen haben. Wir mussten also noch länger warten. Die Zeit verging an dem Montag und alle waren sichtlich erleichtert oder „Happy‚. es war wieder ein Drama. was Mariano natürlich wieder sehr misstrauisch stimmte. dass ich nicht mehr Geld besitze und dass sie zuerst vermutlich dachten. Ich hätte mich nicht gewundert. weil ich dachte. am Montagnachmittag wieder anrufe und Herrn Bröll verlange und mich für die ganze Transaktion bedanke. er hätte nichts gekriegt... was wir haben und dann können wir ja immer noch. wir nehmen das. die er mir schuldet. sie haben mir die Faxüberweisung nie gezeigt.. dann müssen sie es schnell machen. Ich war dann nicht mehr der Wichtigste nachdem das passiert war und sie haben Herr Kroschel. wenn sie mich nur aufgepäppelt hätten. sondern auch die Geldschuld. Er kam ins Zimmer und erzählte. Sie haben genug Andeutungen gemacht. Und nur mit genau dem Teil von Helmut Roegele's Überweisungen und nicht den von Mariano. weil sie meine Kohle gekriegt hatten. eine andere Faxnummer gegeben und zwar die Faxnummer von einem Telefondienst im Dorf von Saavedra. Nicht nur die Hälfte meines Geldes hat er genommen. Vor allem Mariano. dass sie mir jetzt nicht mehr geglaubt haben. Ich habe die Überweisungen nie gesehen. dass ich die Bank am Nachmittag. den Herr Kroschel geschickt habe.Zimmer. wenn 81 . mich gezwungen. der wieder auf die Hausnummer angerufen hat. kann ich ja wieder in den Kerker gehen. dass dummerweise nur der obere Teil des Fax angekommen sei. wenn sie mich jetzt umbringen oder umlegen wollen. Ich vermutete. Nur ich wurde immer nervöser und unruhiger und zitterte. Sie können mich ja immer noch foltern oder mir Angst machen oder dann wieder einsperren. mir aufgetragen bzw.. bis Herr Kroschel die Überweisungsbelege auf die neue Faxnummer in Saavedra geschickt hatte und jemand musste sie dort holen gehen. kann ich vergessen. wenn keine Lebensgefahr wegen den Verletzungen mehr besteht. ich erzähle es Ihnen dann. Auf jeden Fall war ich ganz nervös . um die Bank "zu beruhigen".. der hat sich einen schönen Schnitt daraus gemacht.

dass es am Besten sei. also keinen Deal hinter dem Rücken machen will. überhaupt nichts gesehen habe. weil Helmut immer mit mir Deutsch gesprochen hat und ich habe dann spanisch geantwortet.mich besucht haben.bestätigt. Zu meiner Überraschung haben sie dann Helmut Fluginformationen einholen lassen. Da habe ich mir gedacht. ob Mariano mich besuchen kommt oder was er vorhat. nachdem ich schon fast 1 1/2 Wochen oder über 10 Tage eingesperrt war . jetzt machen sie wieder so ein Spiel.ich wieder nach Hause komme. dass Mariano sich mit einer Fotokopie der Überweisung zufrieden gab. wie er mir erzählt hatte. ausser aus dem Fenster raus. bis seine Bank in Spanien was sehr lange dauern kann . Und sie haben mir gesagt. Ich habe den Sohn von Mariano. im Moment wisse er es nicht. Auf jeden Fall zu meiner Verwunderung bin ich dann eingeschlafen und am Montagabend konnte ich nicht gut schlafen und habe immer zur Tür geschaut. vor allem im zweiten Zimmer. Dies hat dann der Bewacher verstehen können. dass ich mit Helmut auf Deutsch spreche. er würde sicher warten. dass ich nichts mit ihm habe. wenn Helmut nicht auf Spanisch mit mir sprach.und das 24 Stunden. vielleicht haben sie einen Kurzschlusseffekt und bringen mich doch um. Mariano hatte Angst – keine Ahnung warum . Darauf sagte er. oh je. nachdem Helmut oder seine Frau . Ich habe mich dann immer aufgeregt. weggerannt und zu Mariano gegangen ist und ihm alles erzählt hatte.welche nicht gut deutsch spricht und ich nur spanisch mit ihr rede . Ich hatte gedacht. wenn ich am Dienstagnachmittag verdufte. ohne dass ich viel bzw. ob nicht doch noch einer kommt und mir die Kehle durchschneidet. dass sie das Geld erhalten 82 . Was mich am Meisten verwundert hat ist.‚ Mariano hat dann zeitweise an diesen Tagen entweder Helmut alleine oder Helmut samt seiner Frau oder nur seiner Frau Besucherverbot für mein Zimmer erteilt. Sie haben deshalb verboten. der Bewacher immer.dass ich etwas mit Helmut aushecken könnte. damit es mein Bewacher auch hört und damit sie sahen. sofern ich gehen könne. Marco. sie müssen da noch schauen. Am Dienstag haben sie mich dann aus dem Zimmer gelassen und einen bewachten Rundgang gemacht. gefragt. sondern dass ich ihm auf Spanisch antworte und ich nichts dafür kann. weil er und sein Clan kein Deutsch verstanden. Und er. Mariano war immer informiert.

Ich kann nur sagen. Ich würde nie. Vermutlich hatte er Angst. dass ich noch denke er würde kommen und mit mir sprechen. was überhaupt hier passiere. aber er kam nicht. dass ich mit meinem Selbstmordversuch denen vor Auge geführt habe. Das haben sie mir durch die vielen Details. Einmal hat mir der Wächter gesagt . Ich hatte 83 . Sie wussten ja von meinen Aussagen. Es war immer ein Kopfproblem. vernichten müssen. nachdem was sie mir alles angetan hatten. wenn man in Gefangenschaft ist. von meiner Angst. denn das Land ist so korrupt und kompliziert.haben. die ich auf diesen sieben Kassetten darauf gesprochen habe. Damit will ich sagen.B. dass sie mich umlegen müssen oder verbrennen bzw. Wie z. dass sie abgesprochen hatten. eben Freiheit. welche ich jetzt habe. und das müssen Sie mir bitte glauben. Aber man denkt halt anders. dass es mir passieren könne. hat vielleicht auch damit zu tun. mir gleich nach dem Unfall mit einem kalten Blick gesagt wurde. ich kann es nicht sagen. mich zu beseitigen.der Vogel . oder vorher. dass sie die Möglichkeit hätten. ich würde ihm eine kleben oder ihn ermorden oder ich weiss auch nicht. wenn ich jetzt nicht selber gesund werde. Ich vermute. ständig bewiesen und auch mir vor Augen geführt. indem es notwendig wäre. Aber oft doch sehr logisch. oder das Andere passiert. nicht normal und oft nicht logisch. es hätte auch ebenso gut das andere passieren können. dass ich heute hier sitzen kann und mein Herz normal schlägt und mir nur die Hände und der Hals weh tun. nachdem ich das Geld bezahlt habe.nein. dass es in den Köpfen von denen war. dass Helmut mich bis zu meinem Flug begleitet und ich abhauen soll. dass. Sie hätten nämlich kein Problem gehabt. Ich weiss es nicht . die ich hatte. wenn ich nicht tue was sie wollen. die Möglichkeit auch ausnützen werden. Es wäre entweder das Eine. Es geht einfach nicht anders. Ich wollte immer mit Mariano sprechen. weil ich auf keinen Fall ein Spital oder einen Arzt aufsuchen darf.:Es war vermutlich naiv von mir zu denken. Beides hatte die gleich grosse Chance. mich umzulegen und irgendwo zu verstecken. wenn ich auch die Möglichkeit gehabt hätte. Am Dienstag haben sie mich gebeten meine Sachen zu packen. Auf jeden Fall kam es so. Wahrscheinlich war er zu feige und hat immer seine Söhne vorgeschickt. Das habe ich dann auch gemacht. zur argentinischen Polizei gehen.

weil ich ja noch nicht von dieser Welt gehen konnte. die bestimmt das tut. Aber das Gefühl der Freude. dass ich jetzt noch lebe. was ich vielleicht selbst in die Hand genommen hätte. Wenn ich mich mit Helmut oder Mariano näher befasse. ohne mich von allen zu verabschieden. könnte es nicht sein. dass sie mich im Effekt erschiessen würden. Ich weiss. Ich kenne sogar ein wenig ihre Lebensgewohnheiten. Klar ist das Geld weg. Ich will nicht mehr reisen. bevor ich überhaupt eine Zeugenaussage machen könnte. Darum ist die Freude noch viel grösser. das ich noch nie zuvor gesehen hatte. aber das ist mir im Moment nicht wichtig. wo einem doch alles andere. Ich weiss alles. Das konnte nicht das Ende sein. wie sie heissen und wo sie wohnen. Ich weiss nicht. aber ich bin nicht deprimiert. ich wollte nur Helmut sagen. ich hatte so viel Heimweh gekriegt. dass ich noch LEBE . in einem Grab oder Ofen in Argentinien. löst dann doch einen Prozess aus. Liechtenstein lässt mich nicht verhungern. Nur Dank der Differenz zwischen den Gefühlen kann ich jetzt noch als gerader Mann aufstehen und mein Leben weitermachen. Ich vertraue der Liechtensteiner Polizei und der Justiz. was sie sich dabei gedacht haben. Der Hass kommt vielleicht heute oder jetzt oder seitdem ich frei bin. Selbst wenn ich als Toter nach Mauren gekommen wäre. nachdem was vorgefallen ist. wenn Dir noch etwas an mir liegt. Vor allem die dummen Leute. Ihr werdet vielleicht fragen. da ich weiss. Ich war nicht immer ein guter Mensch. nimm mich mit. Ich will mich gar nicht mehr damit befassen. dass ich schon als 32-Jähriger ein Grab mit einem Kreuz bei der Maurer Kirche habe.solche Angst.ist viel grösser als die Trauer über das was mir angetan wurde. jeder hat seine Fehler. Ich sehe vieles in einem anderen Licht.da ich ja wirklich hätte tot sein sollen . sehe viele kleine Freuden und würde auch nicht mehr weggehen. wo ist der Hass? Ich hatte damals keinen Hass. 84 . Aber was eben den Wandel oder das so nahe am Tod gewesen zu sein. ich kann ja wieder arbeiten und bin gesund. färbt es nur negativ auf mich ab. aber ich verdiene es wieder. Klar empfindet man riesigen Hass und ich würde vielleicht dasselbe denen antun. Auf jeden Fall traute ich niemandem mehr dort in Argentinien. vor allem die negativen Dinge nicht mehr interessieren.

3000. Er alleine mit meinem Koffer. das ist ein USFordmodel. Dann hiess es. Er hat mir meinem Pass hingeschmissen und die Wunde angeschaut und ist dann wieder gegangen. was ich selber erlebt habe. was sie von mir verlangt hatten und dann meine Koffer gepackt. Die Farm hat er auch nicht länger als seit 1991. Mariano würde uns – Verbrecherehepaar Roegele und mich .. 100 km weit weg. Mariano kam dann eine halbe Stunde bevor ich das Zimmer verliess zu mir und hat nicht viel gesagt. Er hatte dieses Fahrzeug zu der Zeit gekauft. die Schuhe geputzt und die letzte Bandage um den Hals und die Hände gemacht und das Zimmer nochmals angeschaut. als er die Farm gekauft hatte. glaube ich. Er hatte noch zwei Wächter dabei. Aber ich nehme an. Dann haben sie mir gnädigerweise. Dann habe ich noch gehört.und US 200. 13. Es hatte einen braunen Teppich und ein argentinisches Kennzeichen. weil sie vermutlich Streit hatten. wenn ich in Zürich ankomme. Wir sind dann alle in den Ford Bronco eingestiegen. ca.zum Flughafen fahren ca. was 85 . Ich wusste noch immer nicht. . dass ich kein Geld mehr habe. die müssten noch irgendwo sein. Ich habe einfach wie apathisch das gemacht. Ich kann nur aus meinen kleinen vier Wänden das beschreiben. dadurch dass Helmut und Mariano sich in die Haare gekommen sind und Helmut nun auch um sein Leben gebangt hat oder auch nicht. Dies ist auch nur mein Eindruck. hatte frische Unterwäsche und Hosen an. Ich konnte es einfach nicht glauben.gegeben. damit ich etwas hatte. das kann nicht sein. ein Riesending mit einem gewaltigen Motor und zwei Türen vorne und hinten eine Heckklappe und hinten mit einer kleinen Bank und vorne mit zwei grossen Sitzen. dass sich die Sache ein wenig gewendet hat. weil ich gesagt habe. meine Ausweise hatte ich nicht gesehen. kann ich nicht richtig beurteilen. Helmut und seine Frau wollten auch weg von dort. ob das alles nur vorgespielt war. Nach dem Mittagessen am Dienstag. Auf jeden Fall habe ich gedacht. Alles was sich ausserhalb abgespielt hat. meine Sachen hatte ich gepackt.Auf jeden Fall habe ich meine Sachen gepackt.00 Uhr. da sie wohl Angst hatten ich würde versuchen Mariano mit meinen Händen zu erwürgen oder so. wie Mariano seinen Sohn fragte. Ich wollte es aber nicht zeigen. Ich weiss aber nicht. von meinem eigenen Geld Fr. ob sie mich wirklich gehen lassen werden. das ist ein zu einfacher Abgang.

Wenn er nach rechts fahre. dass man links fahren solle. kleine. Weil auf dem Weg von der Farm bis zum Flughafen hätte noch ein Unfall oder alles 86 . dass es die Strassenarbeiter mit Baumaschinen waren. der oft auf der Farm war. Und nach ca. dass es ein „lustiges Ferienabenteuer‚ für mich war. damit ich nicht auf dumme Ideen komme. Auf einmal sah ich ein kl. dass Mariano. Weit vor uns sah ich eine Strassenblockade und ich habe wieder gezittert und gedacht das ist das Ende. Roegele machte dann ein Scheisskommentar und sagte dass jetzt die letzte Stunde für mich geschlagen hat. Ich dachte sofort dies könnte die Söhne von Mariano sein. Dann lieber eine Kugel. Sie mussten den Angstpegel hoch halten. Vielleicht brauchten sie das zum Erklären. Wir gingen gleich zum Flughafen. seinen Sohn nach dem kürzesten Weg fragen musste. dass mir nichts passieren würde.der schnellste bzw. Ich war erst da ziemlich sicher. warum wieder das ganze Drama. Aber das andere. Ich hatte nur das Bargeld und mein Gepäck. Weisses Auto. dasselbe was ich heute hier bei der Polizei anhabe. Wir sind dann losgefahren. ist Mariano nach rechts gefahren. die die Strasse neu planiert haben. weisse Auto ist dann Richtung einer anderen Farm gefahren. Vor uns tauchte ein weisses Auto auf. einfachste Weg aus der Farm ist und wenn er das Haupttor verlassen habe.000 Einwohnern. den ich von dieser Farm hinter mir liess. Obwohl der Sohn sagte. Auf jeden Fall sind wir dann alle eingestiegen und zu aller Frechheit wollten sie noch ein Foto mit mir machen. die spinnen ja vollkommen. Es war so heiss und staubig. 100. Links ging es dann über das Dorf Saavedra und dann auf die Nationalstrasse und rechts ging es über Grenzstrassen zwischen den Farmen auf die Nationalstrasse. Mit Hilfe vom Roegele. Einbandagiert. Wir fuhren und fuhren. Ich sagte kein Wort und war froh um jeden Meter. Wieso ist er nach rechts gefahren? Da bekam ich Angst. Mich wunderte es. Vielleicht wollte er mich. einer Stunde kamen wir in Bahia Blanca an. Bahia Blanca ist ein Dorf von ca. spare er ca. mit langen Hosen. ob er dann links oder rechts fahren soll. 15 oder 18 km. Aber es hat sich dann herausgestellt. weg von den Hausangestellten und seiner Frau Carmen neu irgendwohin verschleppen und umbringen. dass ich nicht sterben werde oder sicher. Ich hatte kein Ticket von Bahia Blanca nach Buenos Aires.

Für mich wurde auch ein Lufthansaflug reserviert. dass ich das selbst kaufen gehen solle. aber ich war auf der Warteliste. uns allen drei . er könnte meinen. Ich konnte im Flugzeug nach Buenos Aires nur weinen. ob es eine Goldene war. Mittwoch und Freitag . Es war schon ein wenig dunkel. Ich ging zum Schein in ein. Vielleicht halten sie mich für verrückt und stecken mich in eine psychiatrische Klinik. Die Lufthansa fliegt am Montag. Wir steigen in ein Taxi und fuhren zum Hotel. Helmut hat mit seiner Kreditkarte. dass mir keiner 87 . ich wollte auch niemanden sehen. Als ich dann sicher war.Mögliche passieren können. stumm. Ich bin dann zum Hotel raus und dachte. ich weiss nicht. Ich hinterliess nur den Eindruck. in welchem ich schon bei meiner Hinreise war – Salles. aber was sollte ich jetzt tun. vom ganzen Kontinent und einfach nach Hause. Wir haben gewartet. Wir haben am Dienstag für den nächsten Tag reserviert. was ich brauchte .mir. das kostet pro Person USD 68. mehr oder weniger freundlich. zwei. Ich wollte nur weg von diesem Land. da ich am 21. -. dass sie mir evtl. Ich wollte aber nicht gehässige oder aufmüpfig erscheinen. das Mariano für uns reserviert hatte. Nachdem was geschehen war. Verbrecher Roegele sass auf der anderen Seite des Ganges mit seiner Frau neben mir. dass ich auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause wollte. hat man keine Energie mehr. Helmut sagte zu mir.das Ticket bezahlt. folgen. Wir sind dann am Abend in Buenos Aires angekommen. Ich wusste nicht.die anderen hatten es nicht. April ja fix den Rückflug original gebucht hatte. Mein ursprüngliches Lufthansaticket hätte dann geändert werden können. eher LAPA von Bahia Blanca nach Buenos Aires.so glaube ich. Mariano hat sich dann verabschiedet. ich wolle Rache üben. Ich glaube wir flogen mit LAPA oder LACA. Alle gingen aufs Zimmer und ich musste mir neues Verbandsmaterial kaufen. drei. Es war dasselbe Hotel.und ich ein Einzelzimmer. Das überraschte mich sehr. Ich wollte ihm natürlich nicht die Hand drücken. weil ich Angst hatte. Ich sagte auch nichts. Sie haben zwar Polizisten im Flughafen. vier Apotheken bis ich das gefunden hatte. würden sie mir glauben oder nicht. obwohl der Flug ausgebucht war. Helmut und seine Frau hatten ein Doppel. seiner Frau und sich . Dort habe ich mich eingeschrieben. mit richtigen Namen und eigener Passnummer und so.

aber ich wollte ja Feldkirch haben. Also habe ich von der Kabine Nr. Ich habe mit zitternder Stimme darum gefleht.00 Uhr. in Europa Mittwoch. der den Zusammenhang erkennen könnte. Der Mann an der Kasse der Telefongesellschaft hat mir nämlich eine alte Liste gezeigt. Dort im Erdgeschoss gab es eine Möglichkeit ins Ausland zu Telefonieren oder zu Faxen. dass es nicht sein kann. Die Auskunft in Wien sei um diese Zeit nur sehr knapp besetzt und sie müssten deshalb zurückrufen. Ich hoffte. welche sich im untersten Stockwerk vom Hauptgebäude der Telefongesellschaft von Argentinien. Dann kam der Rückruf und sie gaben mir eine Nummer mit der Vorwahl 512 und ich wusste.00 Uhr oder 02. in nur einer Seite – die würden die Situation nicht auf Anhieb kapieren. mit einer Eins.30 Uhr oder 21. 512 ist nicht Feldkirch. dass es eine Faxnummer in Innsbruck war. dass es schnell geht damit Roegele nichts merkt. Ich hatte der Frau gesagt. dass sie mir zwei Blatt Papiere oder ein Blatt und einen Kugelschreiber geben sollen und ich musste die Faxnummer von Feldkirch erfragen.folgte. sollen der Empfänger dieses Fax ihn an die BAWAGZentrale in Wien oder Herrn Bröll in Feldkirch weitersenden. zuerst die argentinische Auskunft angerufen und darum gebeten.00 Uhr morgens. Und es konnte schon sein. ich kann es nicht der Polizei in Liechtenstein oder Österreich schreiben. zur Hauptstelle der staatlichen Telefongesellschaft von Argentinien gegangen. mit dem Wenigen das ich ihm geschrieben habe. auch von der BAWAG . dachte ich mir. Innsbruck war. wurde mir mitgeteilt. und zudem war Herr Direktor Bröll der Einzige. Es kann schon sein. Und dann hat sie nochmals nachgeschaut und gesagt. wo ich einen Fax senden könne. Ich habe dann nochmals die Auskunft angerufen und habe die Faxnummer von Wien erhalten. 01.das ich so lange weg bin. 43 aus. evt. Ich dachte mir. habe ich Leute gefragt. Auf jeden Fall habe ich den Brief fertig geschrieben und darauf vermerkt. Ich bin dann sofort. auf der Innsbruck mit 512 aufgeführt war. dass sie mir die Faxnummer von der BAWAG in Feldkirch geben. es war dann Dienstag um 20. dass es schon stimme und dies eine Faxnummer sei. dass die Nummer nicht stimmen konnte. Dann habe ich die Nummer gewählt und die zwei A4-Blätter der dort arbeitenden 88 . Vielleicht ist es 5522. dass ich diese Nummer erhalten habe und wenn es eine falsche Adresse ist. die zurückgerufen hat. dass es evtl.

Sie haben dann aber nicht nachgefragt.in die Hand gegeben. Interessant war. Er sagte mir. Aber ich hatte ja nur noch US$ 155. Die Binde. Ich war so nah am Ziel und ich wollte nur noch weg. Es war dann tatsächlich die BAWAG in Wien. Sie sagten nur. Aber ich nahm dann an. weil ich für die Telefonkarten US$ 18 und Fax US$ 27 bezahlt hatte. Die Frau gab mir dann den Hörer in die Hand und ich habe dann gesprochen. ich solle an die jetzt gewählte Nummer die Ziffern. Ich habe nicht viel gemacht und gesagt. Es sei seine Idee gewesen. ich solle zum Essen mitkommen. da ich befürchtete. falls ich meine Mutter oder jemanden anrufen könnte. dass es sich vermutlich um einen Telefoncomputer handelte. ich glaube es waren 2490 oder 2480. Denn vom Hotel aus wollte ich nicht anrufen. Ich hatte den Fax geschickt und bin nachher gleich zurück zum Hotel gegangen und schon waren Helmut und seine Frau beim Eingang des Hotels und hatten gefragt wo ich gewesen wäre und was ich gemacht hätte. Da dachte ich mir.40 Uhr. Da sagte ich. dass ich erst eine normale Telefonnummer anwählen und dann diese Nummer anhängen musste. dass sie die ganze Schuld Mariano zuschieben wollten. denn ich hatte für das Fax US$ 27 bezahlt und ich hatte US$ 200 bei mir gehabt. Sie wollten mich nicht aus den Augen verlieren. die ich kaufte kostete nur US$ 3 also müsste ich ja von diesen US$ 200 noch US$ 197 haben. Und es war eine Faxnummer und es hatte funktioniert. Ich bin dann mit essen gegangen. das kann doch nicht wahr sein. Ich wusste. warum ich auf einmal US$ 45 weniger hatte. und zwar der um 9. dass Helmut auf die Idee kommen könnte und meine Geldtasche verlangen würde und ich könnte nicht erklären. Auch hatte ich aus dem Geld noch Telefonkarten gekauft. Die Lufthansa würde erst am 89 .A. . Ich hatte Angst. Also habe ich es gemacht. anhängen.Frau . die Liste von meinen geführten Gesprächen verlangen würde. Ich hatte Angst. Es sei seine Sache. dass es einen Swissairflug am Mittwoch morgen gibt. Es ist mir zwar komisch vorgekommen. dass Helmut evtl. was macht denn ein Arbeiter der BAWAG um 02:00 Uhr nachts? Es war soviel ich weiss der Nachtwächter und ich habe ihn nur um eine Faxnummer gebeten. Wir gingen dann ins Hotel und ich konnte in der Nacht nicht schlafen.in der Telefongesellschaft in B. Dann kam aber kein Fax-Ton sondern eine männliche Stimme.

obwohl ich gar nicht mehr zurückkehren wollte. Ich habe nur geweint. ich weiss es nicht mehr genau und bin aus dem Hotel raus gegangen. ob ich doch noch 90 . Es hatte noch Platz und kostete US$ 1'600. So wie es Gott oder die Justiz vorgesehen hat. Er bejahte. und dass ich jetzt nicht weiss. das mir angetan wurde. Dann hat der Swissairangestellte mir einen besseren Deal vorgeschlagen und zwar. Ich bin dann sofort ins Hotel zurück. er bringe mich in Sicherheit und ich sagte. dass für das menschliche Verbrechen. Ich hoffe. Ich wollte nicht noch warten. Er sagte. Ich habe also genügend CHF für diesen US$-Betrag umgetauscht und das Ticket bezahlt. Die Telefonkarten waren sehr schnell aufgebraucht und ich konnte nicht mehr mit Herrn Bröll sprechen. Ich bin dann schon um 05. dass ich überlebt habe. dass Sie in vollem Bewusstsein sind. Herr Dr. habe ausgecheckt und für mein Hotelzimmer bar bezahlt (US$ 70). dieselbe. Ich danke allen für ihre Hilfe. kaufen: das kostete nur US$ 1'118. vor allem Mariano Marti-Ventosa Roqueta und auch Helmut Roegele und Bande ihre Strafe erhalten werden.00 Uhr aufgestanden oder 04. Das sind fast CHF 2'500. ich solle ein Rückflugticket. Aber ich spürte von ihm Vertrauen. Es hatte ein Nachtportier. dass es ein schwerer Schlag für mein Leben war. Moser hat mich angeschaut. der vor dem Hotel stand. habe mich rasiert und ich habe meine letzte Binde selber gemacht. alles zusammen! Ich war nur froh. Jetzt ist die Geschichte zu Ende und was weiter geschehen wird. ob er meinem Fax erhalten habe. Also habe ich meine Sachen gepackt. Ich bin weit weggelaufen und habe eine Telefonzelle gefunden und habe dann eine Nummer gewählt und prompt hat jemand abgenommen und ich wurde mit Herrn Bröll verbunden. es ist so korrupt.Nachmittag fliegen. Man kann niemandem mehr trauen im Land. Ich bin ohne Probleme durch die Passkontrolle gegangen und habe einen Stempel bekommen. nur Hinflug. Ich war schon früh am Flughafen und habe nach dem Swissairflug gefragt. Ich wollte nur weg. geweint und geweint. mit welcher ich später im Vaduzer Spital aufgekreuzt bin. Ich habe den Sammelbus genommen. In Vaduz bin ich mit dem Reisegepäck direkt ins Spital gegangen. die sie mir entgegengebracht haben und ich möchte auch bitten. wird sich zeigen. dass ich schon halb in Sicherheit bin.00 Uhr. Ich habe ihn gefragt.00 Uhr oder 03. Und habe das Flugzeug bestiegen.

wollte ich nicht 24 Std.brachte ich in den runden Turmraum weil sie die Stärkste war und jene vom Durchgangsraum schraubte ich in den WC-Raum . dort wo das grössere Waschbecken installiert ist. Im Moment sehe ich das zwar nicht so. während meinen ersten Tagen.4. wo ich gefangen gehalten wurde. Nach der erforderlichen Anzeige (auf Tonband) und der weiteren Detailangaben zum Verbrechen war ich sehr befreit. Jene vom WC-Raum . Notiz.oberhalb des kleinen hölzernen Spiegelkästchens.K. als die‚ die ich dann im WC-Raum abgeschraubt habe). H. Sie ging zu Bruch und ich musste sie mit einer der 2 anderen Birnen tauschen.h. war eine 60 Wattbirne aus klarem Glas in der einfachen Fassung drin. April 1997. d. Ich habe mir während der Gefangenschaft auch Gedanken darüber gemacht. aber vielleicht kommt es später. Ich schraubte die Birne raus. warmen und sonnigen Aprilnachmittag. Am 17. es war eine 40 Watt aus mattem Glas (evt. quasi auf der gerundeten Aussenwand des Turms. 11. Ende Originaltext (OT) meiner Anzeige. Im runden Raum ist ein Licht links oben. in den schönen. und 21.auch aus klarem Glas . wie ich ein Hinweis meines "dortgewesenseins" 91 . Im Durchgangsraum (vom rundem Raum zum WC-Raum). Vielen Dank für alles. Ursprünglich. aber auf jeden Fall eine schwächere Birne. sind die 3 Glühbirnen. wenn ich ein normales Leben führe. Wie um tonnenschwere Felsen erleichtert schritt ich aus dem Polizeigebäude Vaduz hinaus. im Dunkeln sitzen. gleich beim Eintritt durch die Türe (so hoch. habe ich der Polizei weitere Angaben über die Gefangenschaft in einem Schreiben überbracht: A) Glühbirne. Zahnfleisch Ein anderes Detail des Kellers (Wasserturm). auch eine 60 Watt. dass ich es mit angespannter Kette gerade noch berühren konnte). ist ein Licht links oben montiert.irgendwie Depressionen erhalten werde. dass mich dann die Gedanken oder die Erinnerung an die Geschichte sich wieder aufwärmen.

Ich hätte auch eine gute Stelle gefunden. Ich tat es nicht. dass ich so was tue. Ich rechne die Tage hin und her und bemühe meine Erinnerung so stark es geht: ich kann aber heute nicht ganz genau sagen.Möglichkeiten gab es dazu sehr viele. Zwischen dem Beckenboden und dem Eisenstück hätte die Notiz gut rein gesteckt werden können. und zwar war das grosse Waschbecken im Durchgangsraum unten auf zwei aus der Wand herausragenden ca. war (weil der Geburtstag meiner Mutter) 92 . dass es nicht am Sonntag 30. Es kam vor. April oder der 02. den Dienstag 01. weil ich auf einmal Angst bekam. Ich vermute. war (weil mein Geburtstag) und nicht am Montag 31. 4 cm langen Eisenstützen gestellt.hinterlassen kann.3. Dies müsste ein Arzt oder Zahnarzt bestätigen. April war. dass es damit zusammenhängt. und es dann finden würden. Ich kam auf die Idee eine kleine Notiz auf Spanisch irgendwo zu verstecken . die Zähne bleiben im Apfel stecken. Mit ein Grund kann auch die hohe Luftfeuchtigkeit und die dauernde Kälte sein. Ich weiss nur ganz genau. ob es der 01. dass ich über eine so ungewöhnlich lange Zeit nichts gebissen habe. wo ich die grösste Todesangst empfand und mir (auf Grund der aussichtslosen Situation in der ich mich befand) das Leben nehmen wollte. Somit verschwand meine kleine Notiz in tausend Stücke Ein anderes Erlebnis hatte ich mit meinem Zahnfleisch: Die Täter geben mir sehr wenig zu Essen. HEINRICH KIEBER aus Liechtenstein seit dem Donnerstag vor Ostern 1997 gefangen gehalten bis zum Tag meiner Freilassung oder Todes. dann möchte ich nicht an die daraus resultierende Strafe denken. dass ich dachte. dass ich im Turm über 24 Stunden nichts zu mir nahm (ausser eventuell ein Schluck Wasser aus der Flasche). tat mir mein Zahnfleisch so weh. Als ich dann später einen Apfel (grüner) essen wollte und natürlich beissen musste. dass wenn die Verbrecher vielleicht auch darauf kommen könnten. so mag ich mich erinnern. Ich schrieb sogar auf einen kleinen Zettel (Papier und Schreibzeug hatte ich ja) ein Text mit folgendem Inhalt : HIER WAR ICH. B) Genauer Tag In meiner Tonbandaussage habe ich. von dem ich noch weniger ass. April als den Tag genannt.3.

3. Wieder sicher bin ich mir aber ganz. den Hr.2. Dies nur darum.00 Uhr / 4. weil es bei noch auf einem Konto bei ihrer Korrespondenzbank im Ausland lag. womit er mich nach Argentinien lockte. die Faxe von Mariano. so dass ich eventuelle Fehler oder Missdeutungen korrigieren konnte. und noch nicht auf die Bankkonten der zwei Verbrecher weitergeleitet wurde. weil ich sehr früh am Freitagmorgen (ca.1.bzw. wo ich etwas berichtigen musste. Dann wurde die Abschrift als Anzeige angenommen. Bröll zum Ersten mal anzurufen. dass ich die Nacht vom -Donnerstag nach Ostern (1.2.4.. Am 21. Die Behörden machten für sich Kopien von allem und die Originale bekam ich später wieder zurück.3. Das Geld war schon von der BAWAG weg und sogar schon ausserhalb Österreichs. Dort wurde mir eine Abschrift der Tonbandaussage vorgelegt. Selbstverständlich habe ich in den in Folge der Polizei und den Untersuchungsbehörden alle Dokumente und Beweise im Original überlassen: wie zum Beispiel dem beglaubigten Darlehensvertrag zwischen Mariano Marti-Ventosa Roqueta und mir vom 6. den notariell beglaubigten Immobilienverkauf. mittels Strichlein gezählt habe. dass weder Helmut noch Mariano zufällig ihre Bankkonten nicht auch bei der Korrespondenzbank der BAWAG in Spanien hatten. Auf Grund meines Fax an die BAWAG wurde die Bank sofort aktiv und versuchte fieberhaft die schon eingeleiteten Banküberweisungen an die Verbrecher Helmut und Mariano zu stoppen. Es war also pures Glück. + 12. Eine Kopie wurde mir gegeben. Dann wäre 93 . 9. welche bei anderen Banken eingerichtet waren. riesengrosses Glück. (alle 1997). Es gab nur ganz wenige Stellen. Durch den Schock des getriebenen Selbstmordes entstand wie eine Lücke in meinem Gehirn. Was wurde aus meinem Sparbuch? Ich hatte Glück.00 Uhr morgens) gezwungen wurde. Donnerstag im April) im neuen Gefangenenzimmer im Haupthaus verbracht habe.und ich die Tage bis zum 31. Kaufvertrag zwischen Helmut Roegele und mir vom Oktober 1996 (worin er richtigerweise schriftlich bestätigt hatte. datiert vom 31.1993. nachdem die Verbrecher den Fax nach Feldkirch gesendet hatten. Wie ein Wunder. wirklich wie ein Wunder konnte die BAWAG die Gelder in allerletzter Sekunde zurückholen. 3. dass er die ganze Kaufvertragssumme für die Wohnung in BAR und vor der Unterzeichnung erhalten hatte). ging ich wieder zur Polizei. was den genauen Monatstag betrifft.

dass ich der Verbrecher wäre. um meine Entführung. Es war wie in einem Traum. als ihnen ihre Bank mitteilte. Nicht nur bedrohte er sie beide mit schweren Konsequenzen. dass meine Mutter (und Tante) aus Spanien kommen. um seinen Anteil der Beute doch noch zu bekommen. Beide haben sicher vor Wut gekocht. Man kann sich die langen Gesichter der Verbrecher gar nicht vorstellen. Seine Frau und Mariano riefen auch bei ihnen an. Dem Helmut wurde hörbar schlecht und er leierte etwas von dem Wohnungsverkauf und behauptete. Meine Mutter und meine Tante sollten mir ausrichten. Ich konnte es immer noch nicht glauben. dass der Bankkontobesitzer (ich) eine Anzeige gegen ihn und andere bei der Polizei erstattet hatte. warum die dicke Kohle noch nicht angekommen war. so konnte er mit ihnen auf Spanisch reden. hatte er mehrere Male bei der BAWAG in Feldkirch angerufen und wurde dort auf die Rechtsabteilung der Bank in Wien verwiesen.er zu spät gewesen. als sie erfolglos bei ihren Banken nachgefragt haben mussten. als mir Dir. Ich hatte die Polizei in Vaduz immer über jede Bedrohung und Belästigung informiert. wäre das Geld auf ihren Konten gelandet. bis sie sich davon erholen konnten. bzw. Er bekam Panik und belästigte zuerst meine Mutter und meine Tante in Spanien per Telefon. Erpressung und Folter erfolgreich zu machen. Und nun war er auf Helmut (in Europa) angewiesen. dass er nun in der tiefen Scheisse steckte. Meine Familie stand wegen den Telefonaten unter einem grossen Schock und es dauerte lange. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. Es war dann. rückgängig machen können. Hätten sie mich in Argentinien nur 24 Stunden länger gefangen gehalten. Er hatte natürlich sofort gemerkt. da es ja seine Farm. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. sein Kerker. nicht er. Er war ja weit weg. Helmut war 94 . Die Telefongespräche mit ihm wurden aufgezeichnet. sein Gebiet war. dass nix eingetroffen war. Beide hatten sicher einen 99-prozentigen Herzinfarkt. als er erfahren konnte. meine Gefangennahme. Mariano wusste. weil nur ein Gericht in Spanien die definitive Gutschrift auf die Konten der Beiden verhindern hätte können. Zuerst hatte Mariano die volle Kontrolle über alles (in Argentinien). dass sie mich umbringen würden. Mariano hatte wegen der Anzeige weniger Angst. Da Helmut ja Deutsch konnte. Ich konnte es nicht glauben. Es war schon eine verrückte neue Situation für die beiden Folterer. Helmut musste schnell handeln. an Brutalität und Waffengewalt ausüben mussten. Bröll die Gute Nachricht brachte. Nachdem was sie alles an operativer Logistik. Die Telefonnummern hatte sie ja von mir schon in der Gefangenschaft abverlangt.

er musste auf Teufel komm raus versuchen. 95 . die Zahlung an ihn als rechtmässig erscheinen lassen. bzw. Man erinnere sich. wusste er noch nicht.was ich mit dem Notarvertrag beweisen konnte. Dasselbe würde passieren. Das heisst. dass man mir während der Gefangenschaft zwar diverse Pseudorechnungen. Mit einer Anzeige war die Situation für Helmut & Co. Im Moment konnte er keinen Gedanken darin verlieren. ungeachtet ihrer Drohungen es trotzdem wagen die Zahlungen bekämpfen. dass sie damit durchkommen. was für eine schwere Gefängnisstrafe sie zu erwarten hätten. Die Banküberweisungen sind ja für immer dokumentiert. Banküberweisungen und bankenseitigen Bestätigungen locker beweisen konnte. welches Recht alle Drei hatten. mit dem ich nie in meinem Leben je etwas zu tun hatte.eine "berechtigte" Grundlage auf Papier haben. bis er als Mittäter in den Kreis der Verbrecher aufgenommen wurde. Vertrag.dank der BAWAG . Denn sollte ich nach meiner Freilassung. um die CHF 10'000.eigentlich 3 Probleme hatte: a) Die Zahlung an ihn. Anerkennungen für beide Überweisungen zur Unterschrift vorgelegt hatte. meine Familie oder die Bank . auch nur einen einzigen Franken von meinem Geld zu nehmen. zu erklären. Sie wollte damit . b) Die ungefähr gleichgrosse Zahlung an Mariano und c) die "Zahlung" an seinen Schwager! Kroschel hatten sich nämlich den übrig gebliebenen Restbetrag meines Sparbuches. Helmut wollte seinen Schwager damit für seine "Umstände" belohnen. Mariano schuldete mir seit 1993 CHF 245'000. dass er .für alle Fälle . würden sie die Schriftstücke aus Argentinien "vorlegen" und hoffen.plus Zinsen.aber mit seiner Frau wieder zurück in Spanien und konnte sich klar vorstellen.B.was die abgepressten Zahlungen betraf .einfach in den eigenen Sack gesteckt. Ich war richtigerweise in der Position. . bzw. Helmut hatte keinen einzigen Franken aus dem Wohnungskauf zu Gute . Er musste also in erster Linie das Motiv (die Beute) bekämpfen.-. warum er rund CHF 400'000. wo ich nebst dem Helmut und dem Mariano auch dem Kroschel die absolut berechtigte Frage stellen konnte.nun bekommen hätte sollen. Kroschel war ein Mann. wenn ich tot wäre und dann irgendjemand – z. indem er den Betrag auf seinem eigenen.-.. was ich mit den dazugehörigen Quittungen. neuen Konto bei der BAWAG gutschreiben liess. dass er ein massives Problem damit hatte.von mir bekommen hatte. hochgefährlich.die extrem verdächtige Auflösung meines Sparbuches hinterfragen würde. Wie detailliert ich die Anzeige erstattet hatte. Er hatte aber sofort richtig kombiniert. den ich nie in meinem Leben je getroffen hatte.

war die ganze Konstellation. eine Analogie des klassischen Deliktes von schwerer Entführung. niemals. Abgesehen davon. niemals. dass die Verbrecher vor einem Kriminalgericht absolut keine Chance haben. das Codewort des Kontos bei der BAWAG kamen. sich aus der Sache herauszureden. nie und nimmer und nochmals NIEMALS!!!! 96 . Mariano mir seit März 1993 (und dies heute immer noch) über CHF 245'000. Niemals. schwerer Freiheitsberaubung und schwerer Erpressung und Nötigung etc.a.— den Tätern Helmut Roegele und Mariano Marti-Ventosa Roqueta hätten überlassen sollen. die Beute fast 50-50 aufteilten. niemals. im Gegenteil. Daher war ich und bin heute noch zu 1000 Prozent überzeugt. aber die knallharten Fakten lagen im meinem Fall "sternenklar" vor.Ich bin ja selber kein Jurist. warum ich in Argentinien jeweils mehr als CHF 400'000. — plus 12 Prozent p. wie die Verbrecher an mein Sparbuch. Zinsen schuldet. Es gab überhaupt keine ökonomische Grundlage dafür. dass die Verbrecher überhaupt kein Geld oder sonstiges von mir zu erhalten hatten.

konnte nicht surrealer sein. ein 97 .Kapitel 2 Zimmer unter den Alten Am nächsten Tag. Ich wollte unbedingt mit einem meiner damaligen Freunde reden. Nach meiner letzten Nacht im Zimmer in Zürich. obwohl ich doch gerade der Hölle entkommen war. konnte sie erst ihre Verwunderung. Ich war immer noch müde und zutiefst traurig. Als sie mich dann so sah. ging die Reise abermals nach Vaduz. blieb mir nur die Möglichkeit. Da ich aber auch nicht alleine irgendwo hausen wollte und ein Aufenthalt im Spital nicht notwendig und angebracht war. selbst der Fussmarsch in der Abenddämmerung vom Hauptbahnhof via Hechtplatz zum Haus Schiffländi Nr. um meine wenigen Sachen zu holen. Dennoch. Unter anderen Umständen wäre vielleicht was aus uns geworden. dem 12. Als ich mich später vom Wirt des „Blockhus‚ verabschiedete. endlich erreichen konnte. alleinerziehende Deutsche Mutter arbeitete im Schauspielhaus oben am Heimplatz. traf ich per Zufall im Restaurant unten eine Frau wieder. als ich einen Freund. die ich vor zwei Monaten kennen gelernt hatte. Dort. der in der Nähe des Flughafens wohnte. Es war schon spät am Abend. Die kommen nur alle drei oder vier Jahre zu ihm und ausgerechnet an diesen Tagen war es wieder soweit. Ein Treffen mit ihm war deshalb nicht möglich. brachte etwas emotionale Erleichterung. Ein Anruf bei meiner Exfreundin. Ich habe ihm nur sagen können. Schade! Wir hatten uns sehr gut verstanden. das ich in einer der verglasten Telefonkabinen auf dem Bellevueplatz in Zürich abgab. 4 war mir nicht ganz geheuer. Mein bisheriges Leben wurde durch gewalttätiges Drücken der "RESET-Taste" aus den Fugen geworfen. dass ich zurück aus Argentinien sei und es mir nicht gut gehe. April. dann ihren Schock und später ihre Abneigung nicht verbergen. fuhr ich mit dem Zug zurück nach Zürich. Ich hatte immer noch die frischen Vaduzer Bandagen an den verletzten Körperstellen und das Bild. All meine Träume waren zerstört. die weit weg von Zürich wohnte. Die Passanten begannen schon mich anzustarren. Leider hatte mein Freund gerade seine Eltern zu Besuch. im Dachstuhl des Gourmets Restaurant "Blockhus" hatte ich vom Wirt Pierre seit ein paar Monaten ein möbliertes Zimmer im Dachstuhl angemietet. Aus Schamgefühl wollte ich nicht bei meinem Vater und meiner Stiefmutter in deren Haus leben. Die nette.

in das Betreuungszentrum St. die ab und zu von gefrässigen Huftieren abgegrast wurden. A. Das Leben im Altersheim war voller Überraschungen. Ich habe sie anschliessend nie wieder getroffen. Etwas älter als ich und mit grossen zwischenmenschlichen Problemen überladen. Das Essen war erstklassig und die sprichwörtliche Friedhofsruhe war schon wieder wohltuend. Drei Zimmer weiter war eine freundliche und liebenswerte italienische Dame für kurze Zeit auch Gast im Altersheim. Sie wurde hier in Sicherheit vor ihrem gewalttätigen Ehemann untergebracht. zog ich ausgerechnet in jene frisch gestrichene 1-Zimmerwohnung im Mehrfamilienhaus am Buchenweg 1 in Vaduz ein. Das heisst. Angemietet und neu möbliert wurde diese Wohnung für mich durch die Bank des Fürst von Liechtenstein – Hans-Adams LGT Bank. Wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen. Mein Zimmer war im unteren Stock. Frühstück und Mittag. Aussicht auf blühende Wiesen. Ich kannte sie aus meiner Kindheit in Schaan. Mit Sack und Pack zog ich also nach Eschen im Liechtensteiner Unterland. wo ihre beiden Söhne mit mir in die Schule gegangen waren. ich versichere Euch. der Staat bot es mir an. trotz meines verzigfache Energieüberschusses im Vergleich zu den Mitbewohnern. Meine beiden Nachbarn. Dort wurde für warmes Essen und reine Wäsche gesorgt. im Juli 2003. Toll war. Schädler-Strasse ein.sowie Abendessen wurden in zwei Schichten serviert. Ihre liebenswerte Eigenart kam unter tragischen Umständen wieder in mein Bewusstsein. nicht teilen wollte. wenigstens einmal sich das Leben in einem Altersheim genau anzuschauen. Mit der Zeit lernte ich sie alle persönlich kennen.kleines Zimmer im Altenheim übrig. waren auch keine echten Rentner. wo sie sich kurz davor das Leben genommen hatte. Ich fügte mich in den geordneten Rhythmus des Altersheims stillschweigen ein. Zumindest für die erste Zeit. Martin in der Dr. 98 . Stundenlange Diskussionen mit den 70-80-Jährigen waren sehr aufschlussreich und spannend. schön möbliert und mit eigener Dusche ausgestattet. eigener Herr über die TV-Fernbedienung und somit den Fernseher war. Sechs Jahre später. dass ich jeweils am Abend dank der frühen Gute-Nacht-Stunde meiner Mitbewohner. wobei ich meine Erlebnisse in Argentinien nicht mit ihnen teilte. Ich kann nur jedem empfehlen. links und rechts. Ich durfte aber kommen und gehen wann ich wollte und war auch vom obligaten Meldesystem in Bezug auf die Menueauswahl befreit.

Nach solch messerscharfen Schnitten am Handgelenk wie ich sie hatte. Eine äusserst kompetente und mitfühlende Person. Nach und nach traten also immer mehr neue Leute in mein Leben. Meine Hausärztin. wie ich es tat. Nach gründlicher medizinischer Prüfung aller Verletzungen überwies sie mich an einen Spezialisten beim Spital St. tagaus anspruchslos auf den unvermeidbaren Sensenmann warteten. Mein vorher sehr gutes Gedächtnis und meine Konzentrationsfähigkeit haben unter der Tortur und dem Stress der letzten Wochen stark gelitten. mit mir vorher unbekannten Menschen ausführlich über das Ertragene zu reden. umfassende Schriftstücke mit mehr Details und Erklärungen zu den Tätern zu verfassen und sie den Behörden zu übergeben. wie man "erfolgreich" die Hauptblutader am Handgelenk durchtrennt: nämlich tief und parallel zum Arm und nicht quer. wie viele der Bewohner tagein. Gallen. die keine eigenen Familienmitglieder mehr haben oder deren eigenes Fleisch und Blut den "Wir-besuchen-die-Alten-NIE" – Bazillus pflegen. Zum Glück war keine 99 . Ich verbrachte die Tage damit. wird oft untersucht. aber auch in einem so reichen Land wie Liechtenstein ist das Seniorenheim ein (geistiges) Abstellgleis für viele alte Bürger. Vor allem für jene. Weil mein Schmerz ja fast unfassbar war. Gott sei Dank hatte ich im Kerker in Argentinien auch keine medizinische Kenntnisse darüber. Da war die Ärztin Dr. Ich hatte immer noch Schmerzen im Hals und an beiden Handgelenken. Ganz zu schweigen von dem Stigma einen Selbstmordversuch gemacht zu haben. Viele von ihnen würden Jahre später noch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen. Nicht das es an Geld je mangelt. Silvia Rheinberger aus Vaduz. viel nachzudenken. Ganz anders war dies mit jenen. ob die Nervenstränge wieder zusammenwachsen und keine Schwächung der Empfindsamkeit zurückbleibt. Erstaunlicherweise hatte ich überhaupt keine Mühe. Schon wenige Tage nach meiner Anzeige bei der Polizei in Vaduz begann ich. die mir nahe standen. die sich beruflich mit dem "Ausgang meiner Argentinienvisite" befassen mussten. mich wieder aufzufangen und mein Kampf gegen die Täter zu organisieren und aufzunehmen. Da hatte ich oft Angst vor deren Reaktion.ihr werdet ganz anders über alte Menschen und speziell euer eigenes "älter werden" nachdenken. insbesondere mit den Untersuchungsbehörden. Es war traurig mit anzusehen.

da ich motorisch automatisch mehr Druck und Kraft mit der rechten Hand ausübte. Ich glaube. zu denen glücklicherweise ich gehöre. Dadurch dass ich Rechtshänder bin. 100 .neurologische Operation nötig. auch meinen Vater und die Stiefmutter persönlich für etwas längere Zeit zu treffen. Erst zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Argentinien war ich innerlich so weit. Sie waren sehr mitgenommen von der ganzen Geschichte und versicherten mir – falls erforderlich – mir finanziellen und sonstigen Beistand für den juristischen Kampf um die Gerechtigkeit zu leisten. es gibt zwei Gruppen von Opfern: jene die nach grausamen Erlebnissen nur schweigen können und oft einsam und depressiv werden. Heute noch empfinde ich nur beim Fingernagelschneiden an der linken Hand ein kleines Kribbeln in den Fingern und im Handgelenk. war der Schnitt an meinem linken Handgelenk etwas tiefer. die sich LAUT und STARK äussern können. Es wurden somit die durchlaufenden Nervenstränge mehr in Mitleidenschaft gezogen. Und die anderen.

ein Österreicher. Bei der ersten Vernehmung durch den UR Dr. dass Liechtenstein in diesem Fall (Aktennummer 10 Vr 101/97. Als ich ihn zum 1. B. Paul Meier. Mal treffen konnte. Hirn (mit solchem Nachnamen muss man ja ein RA werden). war meine Akte schon mit vielen Schriftstücken seitens der Polizei. warum sich ein anderes Unheil ab dem Jahr 2002 zusammenbrauen würde. der eine Kanzlei in Feldkirch und in Vaduz hatte.w. die nach Strafgesetzbuch jeweils pro Delikt eine Maximalstrafe zwischen fünf und zehn Jahren Gefängnis vorsehen. sollte für die ersten paar Jahre meine ganze Hoffnungsträgerin sein. schwere Erpressung und schwere Nötigung zusammen mit der unberechtigten Annahme oder Übernahme meines Sparbuchs in VADUZ durch den Mittäter Kroschel. war es für den UR Dr. Als erste Amtshandlung hatte sie gerichtlich feststellen lassen. Nie sollte ich mich in ihm täuschen. Alles lief aber gut.kurz der „101er‚) eine juristische Zuständigkeit besass. Ich war heilfroh. also die Entführung. dass er ein offenes Ohr hatte. an Details nicht zu überbietenden Wiedergabe des brutalen Verbrechens. da ich Angst hatte.s. Ich erkannte sofort. irgendein der vielen wichtigen Details. der STA und von mir gefüllt. Freiheitsberaubung u. die ich auf Tonband bei der Polizei Wochen zuvor ausgesagt hatte. Über diesen Bescheid war ich sehr erfreut. was mir als Opfer einige Rechte gibt. zusätzlich zu meiner ausführlichen. Das weitere Verhalten der Staatsanwaltschaft (STA) in Vaduz spielte eine massgebliche Rolle. Der meinem Fall zugewiesene Untersuchungsrichter (UR) war der Landrichter Dr. Freiheitsberaubung. Ich hatte mich sogleich als so genannter Privatbeteiligter. Ferner unterstütze mich auch der geachtete Rechtsanwalt (RA) Dr. am Strafverfahren (101er) gegen die diversen Täter beteiligt. Meier war ich etwas nervös. Aufgrund der massiven Schwere der Taten (schwere Erpressung. zu vergessen oder zu verwechseln. Dies war deshalb der Fall. ein rechtsmedizinisches Gutachten bezüglich aller Körperverletzungen erstellen zu lassen.). weil das Verbrechen als geschlossene Tat angesehen werden konnte. die Staatsanwältin Alma Willi aus Balzers. Landgericht Vaduz. sowie der 101 . Körperverletzung.Kapitel 3 Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Eine weitere Dame. Meier sehr wichtig. schwere Nötigung. dass er äusserst qualifiziert war.

1. welche im Bereich des hinteren Narbenendes schwalbenschwanzartig gespalten war. befragt und untersucht. Dr. Sein Gutachten gebe ich im OT hier wieder: Anm. brustbeinnahe.) bis zur erste Hälfte von Kapitel Drei (III.)<. (III. An der Beugeseite des linken Handgelenkes war eine quer verlaufende. An der linken Halo-Vorderseite. unregelmässig gestaltete Narbe quer nach links abgehend. 4. Umach hat mich dann im Altersheim in Eschen am 25. Etwas handflächenwärts dieser Narbe war eine umschriebene Druckempfindlichkeit mit elektrisierendem 102 . quer über dem Kopfnickermuskel verlaufend. war eine 6 cm lange. Oberhalb des Schüsselbeines rechts. Juni 1997 besucht. Paul Umach.Faktenlage zu der versuchten Erpressung.. war voll orientiert. In gerader Verlängerung nach unten rechts der erstgenannten Narbe ist eine gleichartige 1 cm lange Narbe im Abstand von ca. von links oben nach rechts unten verlaufende. 5 cm lange. Da all dies schon in diesem Buch erwähnt ist. etwas verbreiterte und rot gefärbte Narbenbildung gegeben mit den deutlichen Spuren von vier Nähten.und Ernährungszustand. Kapitels.5 cm lange.5 cm gegeben. seines Gutachtens beinhalten eine Zusammenfassung des Auftrages des UR. Im Bereich der Drosselgrube wurde eine leicht geschwungen verlaufende. etwas unregelmässige rote und verdickte Narbenbildung festgestellt. eher strichförmige Narbe. meine Schilderungen aus der Anzeige und die Angaben des Spital Vaduz.).: Das Kapitel Eins (I. Facharzt der Gerichtlichen Medizin in Innsbruck. voll kommunikationsfähig. war eine weitere v-förmig gestaltete 3 cm lange Narbenbildung über den rechtsseitigen Halsweichteilen gegeben. Seine Wahl fiel auf den ausgewiesenen Univ. Knapp oberhalb der beschriebenen Narbe eine weitere 6 cm lange. Dr. Etwa in der Mitte der Narbe war eine weitere 3 cm lange. ebenfalls von hinten oben nach vorne unten über dem Vorderrand des Kopfnickermuskels verlaufend. knapp unterhalb derselben eine weitere 1 cm lange Narbe nach rechts oben abzweigend. Diese Narbe dem Aspekt nach vorne unten seichter auslaufend. verdickte rote Narbenbildung gegeben. Österreich.Bei der klinischen Kontrolluntersuchung befand sich Heinrich Kieber in gutem Allgemein. beginnt der Originaltext ab der Mitte des III.

Unterhalb dieser Narbe in einer mittleren Höhe von 26. Folgt man den Angaben des Heinrich Kieber. 20 cm über der Fersensohle lokalisiert. Sowohl nach dem dortigen Befund als auch dem jetzigen Narbenbefund ist davon auszugehen.ausstrahlenden Schmerz in die beugeseitigen Langfinger gegeben. war eine rundliche. Die Verletzungen sind im Ambulanzbericht des Krankenhauses Vaduz beschrieben und auch lichtbildmässig dokumentiert. jetzigen Narbenbildern eine oder mehrere wesentlich früher zustande gekommen wären als in der letzten Märzwoche 1997.5 cm über der Fersensohle. etwas innerhalb davon eine gleichartige reiskorngrosse Narbe. so sollen die Verletzungen am rechten Unterschenkel mit der Tathandlung 103 . dass die Verletzungen des Heinrich Kieber tatsächlich in jenem Zeitraum zustande kamen. im Durchmesser 1 cm haltende bräunliche Narbenbildung mit strahlig-narbiger Oberfläche gegeben. oval gestaltete bräunliche Narbenbildung mit strahliger Oberfläche gegeben. etwas verbreiterte Narbenbildung mit den Spuren nach drei Wundnähten. zwischen 30 und 31 cm über der Fusssohle gelegen. die Beweglichkeit des Daumens insofern eingeschränkt. war eine praktisch horizontal verlaufende. An der hinten Aussenseite der rechten Wade. rote. Die Beweglichkeit der Langfinger ungestört. An der Beugeseite des rechten Handgelenkes. welcher von ihm angegeben wird. IV. Es ist natürlich nicht möglich. jedoch ist es auszuschliessen. als das Abspreizen nur unzureichend möglich ist im Vergleich zu rechts. eine Zuordnung auf Tage genau zu treffen. Die Sensibilität im Bereich der Finger und der linken Hand ungestört. dass bei Heinrich Kieber Narbenbilder vorliegen. war eine etwa 8 mm messende. dass von den bei Heinrich Kieber befundenen Verletzungen bzw.3 cm lange und bis 3 mm breite rötlich-braune Verfärbung der Haut ohne Veränderung der Hautstruktur wie nach abgeheilter Hautabschürfung gegeben. An der hinteren Aussenseite des rechten Beines. quer verlaufend. wie von Kieber berichtet. welche als Folge angeblich verschiedener Tathandlungen und Ereignisse eingetreten sein sollen. eine 5 cm lange. Sensibilität und Motorik im Bereich der rechten Hand und der Finger rechts nicht gestört. 1. Nach den Unterlagen ist festzustellen.

was auch aus dem Arztbericht des Krankenhauses Vaduz unschwer abzuleiten ist. Die Narben sind jung.durch Dritte in Zusammenhang stehen. Nach dem Narbenbild ist festzustellen. wie dies von Kieber auch berichtet wird. Pulsaderschnitte im Rahmen von Suizidversuchen. Verbrennungsnarben handelt. sind als Narben nach Schnittverletzungen 104 . diese aber nicht überschritt. Aus derart angelegten Pulsaderschnitten kommt es nicht zu schweren Blutungen und insbesondere nicht zu solchen. welche lebensbedrohlich wären. zum anderen durch Einwirkung der beschriebenen Metallmanschette zur Kettenanlage am rechten Bein zurückgeführt werden. Die an der linken Halsvorderseite gelegenen etwa quer bzw. wobei am linken Handgelenk offenbar auch der Mittelnerv etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde mit den vorübergehenden Sensibilitätsstörungen im Bereich des Daumens und der Finger und der minimalen Bewegungseinschränkung. während die unterste quer verlaufende Narbe ihrer Struktur nach für eine oberflächliche Hautverletzung im Sinne einer Hautabschürfung spricht und durchaus mit jener Kanteneinwirkung der angebrachten Metallmanschette in Zusammenhang gebracht werden kann in der Form. die zurückgebliebenen Narbenspuren zeigen. welche an die 24-Tage-Grenze wohl heranreichte. dass die beschriebenen Narben im knienahen Bereich des rechten Unterschenkels eindeutig auf Hitzeinwirkung zurückzuführen sind und es sich um sog. beide etwa 6 cm lang. Die Verletzungen am Hals können von verschiedenen Tathandlungen herstammen. Die zurückgebliebenen Narbenbildungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind typisch für die Zufügung sog. Somit können diese Verletzungen am rechten Unterschenkel zum einen auf Verbrennungseinwirkung durch möglichen Funkenflug beim Schweissen. dass eher unkundige Wundversorgung primär stattgefunden hat. schräg von hinten oben nach vorne unten verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel. Diese Verletzungen sind in ihrer Gesamtheit wohl noch als solche medizinisch an sich leichten Grades anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. da bei dieser Schnittführung grosse arterielle Gefässe nicht getroffen werden und somit der Blutverlust in engen Grenzen bleibt.

mit welchem nicht so weit in die Tiefe geschnitten werden kann. 4. welche durchaus in dem in Rede stehenden Zeitraum 26. Auch hier wurden offensichtlich entscheidende tiefer liegende Strukturen nicht erwischt. hier ein dreieckiges Stück eines Glassplitters eines Fensterglases angesetzt und hinein. sodass durch eine Sticheinwirkung hier sehr leicht eine Eröffnung der Luftröhre möglich ist ohne relevante Verletzung benachbarter Organstrukturen. wobei der Schnitt von hinten oben nach vorne unten geführt wurde. um einen direkten Zugang zur Luftröhre zu erreichen. hineingeschlagen zu haben. Der Schnitt war aber über der Halsschlagader lokalisiert. welcher sich durch Halsschnitte vom Leben zum Tod befördern will. Eine mehrläufige Narbe befindet sich bei Heinrich Kieber direkt über der Drosselgrube mit unregelmässiger Gestaltung. den Splitter wieder etwas herausgezogen und gedreht und nochmals hineingestossen zu haben. allerdings zu oberflächlich. Die über der Luftröhre hier liegenden Weichteile sind dünn. so würde sich daraus nicht nur das unregelmässige Narbenbild über der Drosselgrube erklären.anzusprechen.gedrückt bzw. dass er Luft heraus pfeifen gehört habe und auch eine Art Schleim gespürt habe. Auch die v-förmige Verletzung etwas rechts der genannten Narbengruppe oberhalb des rechten Schlüsselbeins wäre als Glassplitterverletzung durchaus möglich. etwa an jener Stelle. Diese Schnittführung ist für einen Rechtshänder. V. dass es auch zu einer entscheidenden Verletzung eines arteriellen Gefässes kommt. dass diese Verletzungen oder ein Teil 105 . Zusammenfassend sind die gegenständlichen Verletzungen des Heinrich Kieber nach dem eigenen Untersuchungsbefund und in Beachtung der Unterlagen des Krankenhauses Vaduz junge Verletzungen. Wenn Heinrich Kieber nun angibt. 97 bis 2. 3. bei dem es sich offensichtlich um Bronchialschleim gehandelt hat. typisch. wo auch bei einem therapeutischen Luftröhrenschnitt durch die Weichteile eingegangen wird. sondern auch die Angabe des Verletzten erklärbar sein. Auszuschliessen ist. Natürlich sind die von Heinrich Kieber verwendeten Klingen eines Einwegrasierers diesbezüglich nur ein bedingt taugliches Mittel. 1997 entstanden sein konnten.

Die Verletzungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind Schnittverletzungen. Eine Selbstheilung der Luftröhrenverletzung ohne weitere operative Massnahmen ist möglich und nicht ungewöhnlich. versorgt wurden. Diese Verletzungen konnten durchaus durch eigene Hand mit einer Rasierklinge zugefügt worden sein. diese aber nicht überschritt. welcher ihrer Art und Lokalisation nach typisch für Suizidversuche sind mit anschliessender eher laienhafter Wundversorgung. wenn auch nicht sehr kundig. Die im Bereich der Drosselgrube zurückgebliebene unregelmässige. Bei einem solchen Vorgehen ist auch eine Anspiessung der Luftröhre. schräg verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel handelt es sich um Zustände nach Schnittverletzungen eher oberflächlicher Art.derselben wesentlich früher als in diesem bezeichneten Zeitraum entstanden wären. welche an die 24-Tage—Grenze wohl heranreichte. wie von Heinrich Kieber geschildert. mehrfach geschenkelte Narbenbildung wäre zwanglos erklärbar durch ein Vorgehen. Bei jenen zwei an der linken Halsseite mehr oben gelegenen. dass nämlich die Spitze einer Glasscherbe hier eingestossen wurde. Jene Verletzungen. ohne dass die Glasscherbe jeweils aus der Wunde ganz herausgezogen wurde. wie sie typischerweise nach Verbrennungen auftreten. Die weitere Narbe an der Halsseite 106 . zwanglos möglich. die am weitesten am Unterschenkel unten gelegene Verletzungsmarke ist eine solche. Diese Verletzungen sind insgesamt noch als medizinisch an sich leichte Körperverletzungen anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. sind diese am rechten Unterschenkel lokalisierten. Es handelt sich dabei um drei Verletzungsmerkmale. wobei von einem mehrfachen Einstechen mit verschiedener Richtung der Glasscherbe ausgegangen werden kann. wobei die Schnittrichtung von hinten oben nach vorne unten anzugeben ist. wie sie von Kieber beschrieben wurde. zumal offensichtlich ja die Weichteilwunden selbst mit Nähten. wie sie nach primär etwas tiefer reichender Hautabschürfung zurückbleibt und ist der Lokalisation und Form nach durchaus möglich als Einwirkung des oberen Randes der behaupteten Metallmanschette. welche Heinrich Kieber von fremder Hand zugefügt wurden. welche hier sehr oberflächlich unter den Weichteilen liegt.

Dialoge mit dem Opfer waren nicht ihre Stärke. da sich ihr Büro damals noch in demselben Gebäude wie das Landgericht befand. STA Alma Willi. Leider nutzte die STA ihre Macht zur Nachforschung nicht aus. den schweren Beschuldigungen juristisch auf den Grund zu gehen und mittels der gesetzlichen Macht und den weitreichenden Hilfsmitteln hat die STA die Möglichkeit dazu. mit mir persönlich zu reden.) Dr. P. Ich hatte immer Respekt und Anstand vor den Behörden gezeigt 107 . wie der Stand der Dinge sei. Insgesamt ist festzustellen. 1997. 7. In den verbleibenden Monaten des Jahres 1997 war ich praktisch ein Dauerbesucher beim Landgericht Vaduz gewesen. dass das befundene Narben. Als ich dann eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachtens erhalten hatte. da es an der Glaubhaftigkeit meiner Anzeige und all meiner Aussagen seitens der Polizei und dem Gericht in Vaduz absolut nie Zweifel gab. Unglaubliches passierte. beim UR angeklopft und höflich gefragt. er könne faktisch nur auf Antrag oder Anweisung der STA handeln. dessen Bürotüre immer für mich offen stand. Sie war sehr kurz angebunden. ohne dass hier relevante bzw. tiefer reichende und schwerwiegendere Verletzungen entstehen. als die anklagende Behörde.rechts oberhalb des Schlüsselbeins wäre ebenfalls durch Einwirkung einer Glasscherbe erklärbar. die Leute würden einem nicht oder nur teilweise glauben. um der so genannten Wahrheitsfindung zu dienen. Ich nahm meine Rolle als Privatbeteiligter sehr ernst und nutzte 100fach die Gelegenheit. Meier.und Verletzungsbild aus gerichtsmedizinischer Sicht durchaus mit den Schilderungen des Heinrich Kieber in Einklang gebracht werden kann. habe ich mit ihr in der Zeit nur einmal kurz zwischen Tür und Angel reden können und dies auch nur per Zufall. Im Gegensatz zum UR Dr. dass seine Hände gebunden seien. Alles ging sehr langsam voran. 16. ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. (gez. Als Opfer hat man immer Angst. Es ist die dienstliche Pflicht der STA. hatte es nie für notwendig angesehen. Innsbruck. Er sagte mir. so will es die Strafprozessordnung (StPO). Drei bis vier Mal pro Monat habe ich. dass die STA an der Anklage arbeiten würde. oft ohne Termin. Paul Umach. bestätigte mir aber. Ich hatte eigentlich soweit Glück.

beweiskräftigen Dokumente lagern! Diese "Unvollständigkeit" sollte dem BND Jahre später nicht mehr passieren. da er in verdächtige Geldverschiebungen und Aktionen im Ländle verwickelt war. um die alle (wieder) Milde zu stimmen. Diese schimpfte öffentlich über den BND und Deutschland sowieso. und ihm daher für das vollständige Bild fehlte: einen tiefen Einblick in die "Dunkelkammer" der betroffenen Banken und Treuhänder. dass die Ausstattung der Untersuchungsbehörden (STA. wo die ultimativen. was dem BND 1997 nicht gelang. Selbst Hans-Adam war gezwungen öffentlich seinen "sauberen Finanzplatz" zu verteidigen. Die hohen FinanzHerren hatten das Glück. Batliner" aus Vaduz sorgte für reichlich Aufsehen. Unterstützung der organisierten Kriminalität und generell als Steuerparadies. direkt oder über die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) oder der FATF (Financial Action Task Force). Wir in Liechtenstein wussten. Zu Hause aber lachten sie hinter vorgehaltener Hand: "Fast hätte es uns erwischt!". Billigung und Förderung von Steuerbetrug und –hinterziehung. Auf einmal war das kleine Liechtenstein nicht nur in aller Munde sondern auch in Verruf geraten. Wegen Geldwäschereivorwürfe. Justiz und die Kripo) in seinem Land in personeller als auch technischer 108 . Dazu muss man folgendes wissen: Gerade ab dem Jahr 1997 kam das Land Liechtenstein immer stärker unter Beschuss von diversen Europäischen Staaten und den USA. Der Druck stieg auch mit dem exklusiv für die damalige deutsche Regierung eigentlich als vertraulich klassifizierten BND-Bericht von 1999 über die kriminellen Netzwerke der Liechtensteiner Finanzwelt. Dr. Er erkannte an. später gelangte sie in die Hände der Medien und der deutschen Behörden. 1996 hatte ein Mitarbeiter Batliners die CD mit nach Hause genommen. dass der Hauptzuträger des BNDs (aus Quellen von 1997 und 1998) selber kein "vorbildlicher Treuhänder" war.und mit dieser für mich wichtigen Aussage seitens der STA war ich mehr als zufrieden. Auch der Inhalt der berühmten CD vom Treuhandbüro "Dr. schickte den Liechtensteiner Regierungschef samt Gefolge nach Berlin. Es folgten massenhafte Steuer-Strafuntersuchungen und seitenweise negative Berichte in den deutschen Medien.

Wir in Liechtenstein verurteilen prinzipiell keine Banker oder Treuhänder nur weil sie Geldwäscherei fördern oder billigen oder Steuerbetrug und hinterziehung aktiv unterstützen. habe ich die Arbeit der STA getan.) abgeführt. um dem ständigen Druck vom Ausland entgegenzuwirken: zum Beispiel die FIU (Financial Intelligence Unit) im März 2002 oder im Mai 2004 die FMA (Finanz Marktaufsicht). die Regierung in Vaduz musste Jahre später nach praktisch geheimen Verhandlungen sehr hohe Entschädigungssummen an sie auszahlen. um der STA und dem UR bei ihrer Arbeit zu helfen. war die Realität. Dr. In aller Eile wurde Anfang 2000 ein Sonderstaatsanwalt. Auch wurden neue Sorgfaltspflicht. SPITZER hat aufgeräumt" jubelte Hans-Adam. staatlichen Organisationen und den lästigen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO’s). All dies hauptsächlich zum Gefallen der ausländischen Behörden. der STA und der Regierung hatten zur Folge. Treuhand. Wenn man es genau nimmt. dass ich als Opfer (nicht nur in der Rolle als Privatbeteiligter am Prozess) alles nur denkbare und Menschenmögliche gemacht habe. dass praktisch keine Zeit da war für die Arbeit an den anderen bei Gericht oder STA liegenden Fällen wie der meine. Wie in einem Fasnachtsumzug wurden diverse Persönlichkeiten aus Liechtenstein (z. Erst Jahre später wurden neue – angeblich von den Finanzmachthabern unabhängige – Aufsichtsbehörden geschaffen. grosse Untersuchungsberichte angefertigt und noch grössere Prozesse angekündigt. All diese hektischen Aktivitäten über Jahre hinweg seitens der Justiz. Was das Ausland nicht mehr mitbekommen hatte. Es wurden Büroräume durchsucht. gar (kurzzeitig) verhaftet und später auch angeklagt.Hinsicht schon lange nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprach. um das Böse im Ländle auszurotten. Im Gegenteil.und andere Finanzgesetze erlassen. Kurt Spitzer aus Österreich sowie mehrere ausländische Spezialisten mit grossem multimedialem Pomp von Hans-Adam persönlich angestellt und dirigiert. Ich habe im Jahr 1997 (bis Ende 2002) Hunderte 109 . Denn schlussendlich wurde niemand aus der Gruppe der Beschuldigten Banker und Treuhänder je rechtsgültig verurteilt (abgesehen von kleineren Vergehen). "Das (verfluchte) GELD" hatte eben IMMER Vorrang!! Ohne Übertreibung kann ich fest behaupten.und Bankendokumente beschlagnahmt. "Dr. die Herren Marxer & Ritter etc.B.

unter Aufsicht von Interpol Argentinien. Genau nach dem Spruch "ein Bild sagt mehr als Tausend Worte" hatte ich schon im August 1997 den Auftrag für 3 Kohle-Zeichnungen gegeben und sie am 01.5 cm dicken Holzplatte. 1. geklebt. Das Modell war auf einer ca. Hirn. In der Fotomappe waren Fotos mit mir in diversen Situationen während der Gefangenschaft nachgestellt. durchführbar wäre. immer noch Blutspuren von mir zu finden. dass eine solche Reise. entschloss ich mich einen professionellen Nachbau in Auftrag zu geben. den Turm und die Farm wenigstens zu besuchen und zu inspizieren. Am Anfang war ich sogar naiv genug in einem Schreiben an den UR Dr.12. Meier die Möglichkeit nach einer Reise zum Tatort zu erfragen. Akten angefertigt.1997 mit Fotomappe und Begleitschreiben dem UR überreichen.von Seiten niedergeschrieben. Dies habe ich alles dem UR geschrieben. Im Februar 1998 war Nachbau des Kerkers (mit jedem kleinsten Detail) als dreidimensionales Modell fertig. 1 x für STA und 1 x für meinen RA Dr. 1x für UR. an dem wohl ausgetauschten neuen Fenster u. Abgesehen davon müssten noch die Spuren der Kette (an der Wand). Diese Foto-Mappe 110 . warum die STA nicht einmal via Interpol die Argentinier zumindest bitten konnte. Die STA hätte es nicht bewilligt. habe ich bildlich. um einen Tatort anzusehen. Fotos gemacht und Modelle bauen lassen. Ich war sehr enttäuscht. Nicht das ich nochmals im Kerker auf der Farm lande. Selbst wenn die Täter den Gefängnisturm mit einem Hochdruckreiniger gereinigt hätten.5 x 1 Meter gross. zu finden sein. Leider war eine solche Reise (mit mir oder ohne mich) nicht machbar. dass die Justiz sich zum Tatort nach Argentinien begibt. Ich habe eine Serie von verschiedenen Fotos davon gemacht um die in meiner Anzeige bei der Polizei gemachten Angaben bildlich zu unterstützen. Kriminalspezialisten sollten in der Lage sein. Über 1000 Franken habe ich dafür bezahlt. Kurz vor Weihnachten 1997 hatte ich auch das 1:1 Modell des Eisenfussrings und Eisenkette samt Mauerstück fertig und am 21. dass ausländische Strafverfolgungsbehörden in ein anderes Land reisten. Nur unter höchstem Polizeischutz natürlich.09. Es wäre nicht das erste Mal. Alles jeweils in dreifacher Form. 0.1997 zusammen mit einem Begleitschreiben dem UR übergeben. Da niemand in Argentinien nachschauen gehen wollte.w. Da ich nicht verlangen kann. fotografisch und im Modell den Tatort nach Vaduz gebracht.s. Ich war im Glauben. Zudem verstand ich es auch nicht.

Ich habe mir seit dieser Zeit nie wieder einen Gewaltfilm angesehen. Das 3D-Modell musste ein trauriges Ende nehmen . Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. blieb mein Herz stehen und der Atem stocken: gemäss Eintrag gab es eine Beschuldigteneinvernahme von Helmut Roegele hier in Vaduz am 11. dass ich noch lebe und noch nicht in Depressionen verfallen war. wo die zwei Amateurkidnapper die Frau des Autoverkäufers aus ihrem Haus entführen wollten. wurde mir Kotzübel und ich musste von der Sitztribüne fliehen. zum Glück hatte ich aber meinen Humor nach meiner Rückkehr aus Argentinien nicht ganz verloren. hatte ich am 17. Gerade als ich dachte. als Opfer einen Input zur (geplanten Vernehmung) 111 .1998 fertiggestellt und dem UR gebracht. da wurde ich eines besseren belehrt. worüber ich mich am meisten massiv ärgern sollte: A) Dass der Haupttäter vernommen wurde – ohne dass das LG mich oder meinen RA informierte hatte und mir daher die Möglichkeit genommen hatte. Kieber v. Die tiefen seelischen Narben verursachten aber einiges an Nebeneffekten. die Gewaltszenen sind einfach noch immer zu viel für mich. dass es Schauspieler waren. Der nächste Eintrag auf der darunter liegenden Zeile war: (Eingang) "Schreiben von H. das Horrorjahr 1997 wäre bald vorüber. und dem obligatorischen Blick auf die ON-Liste (Akteninhaltsverzeichnis) des 101er. Ich konnte mich nicht gleich entscheiden. Obwohl ich weiss. Meier.mit exakten schriftlichen Hinweisen und Querverweisen auf die jeweilige Zeile aus der Anzeige.08.2.mehr dazu später im Buch. Selbst Jahre später.1997. Als jene Szene gezeigt wurde. schaffte ich es zwar etwas länger sitzen zu bleiben. So zum Beispiel als ich mit einem Freund einen Kinofilm der US-Regiebrüder Ethan und Joel Coen mit dem Titel FARGO im Freiluftkino in Vaduz ansehen wollte (es war im Sommer 1997 oder vielleicht auch 1998). Ich war natürlich auch jeden Tag froh. als die (seelischen) Narben etwas verwachsen waren und ich den Film bei einem Freund per Zufall auf DVD sehen konnte. Auf einer meiner Gänge zum UR Dr.08.1997". 11. Mein Leben drehte sich nur um den 101er Akt! Alles andere war nebensächlich.

Ohne zu Übertreiben. war für mich rückblickend keine Überraschung. ich ziehe das geschriebene Wort vor. die mit ihm in Vaduz gegenwärtig war. den Tätern das selbe zu wünschen. lange hinziehen würde. Salud "praktischerweise" anwesend war. Das sich Helmut & Co. was ich beim Lesen dieses Schriftstücks durchgemacht hatte. was sie mir angetan hatten. was es wohl in mir ausgelöst hätte. weil ich ja am selben Tag (08.11.1997) im Büro des UR Dr. wenn ich nur daran denke. Meier war. aber zum minimalen Verständnis einer Strafuntersuchung gehört die Vernehmung aller Beschuldigten.. Ich bin ja kein Jurist. Ich bin zwar absolut kein Mensch der Gewalt. dass die STA nur die Vernehmung von Helmut verlangt hatte und da seine Frau. 112 . Zuerst war mir aufgefallen. überhaupt auf den Weg nach Vaduz trauten. dass die Frau von Helmut Roegele. Meier sagte mir. sie selber gerne eine Zeugenaussage machen wollte. Obwohl ich ihre Taten im Detail aufgezeigt hatte und sie einen grossen Teil der Verantwortung der Taten übernehmen müsste. meinen Peinigern & Folterern. um ein Schreiben von mir in den Akt einfügen zu lassen. sondern als Zeugin!?!? Völlig unverständlich für jeden Juristen. Ich verfluchte alle im Land. NICHT als Beschuldigte einvernommen wurde. Aber selbst als gut erzogener und intelligenter Mensch wäre mein Verlangen einfach nicht Unterdrückbar gewesen. Sie konnten ja sehen und selbst erleben. wäre ich wahrhaftig dem Helmut Roegele samt seiner Frau. ich hätte ihn und seine Frau vermutlich glatt platt gemacht. Ich kann es nicht in Worte fassen. (All die Jahre habe ich immer jedes Schreibstück etc. in den Gängen des LG im August 1997 (ohne Vorwarnung oder Betreuung) begegnet. Zumindest symbolisch. Der UR Dr. Wie praktisch<. Sofort verlangte ich eine Kopie der Vernehmung. dass die Behörden in Liechtenstein offenbar nicht gross handelten und die Sache sich lange.eiskalt den Rücken runter. Es läuft mir heute noch – bald 12 Jahre später . persönlich bei Gericht abgegeben und nie per Post versandt).von Helmut Roegele zu machen (was ich als Privatbeteiligter am Prozess hätte machen dürfen) oder B) Dass ich offenbar einem "explosivem Schock" knapp entgangen bin.

Es war wie eine zweite Folter.B. Man kann es fast nicht glauben: Niemand hatte von Helmut gefordert. Völliger Mist. Und spätestens hier hätte die STA massiv nachhacken sollen. Wie soll dies gehen? Physikalisch gar nicht möglich: Wie kann ein Schweissfunke über mehrere Meter hinweg horizontal fliegen. insbesondere aus monetärer Sicht. die Verletzungen seinen ein "Unfall" gewesen.Als ich die an den Haaren herbeigezogenen Antworten von Helmut auf die Fragen des UR gelesen hatte. Nie im Leben war ich je in oder runter einer Psychiatrischen Behandlung. er musste ja seinen angeblichen Anspruch auf die Hälfte der Ausbeute der schweren Erpressung irgendwie untermauern und auch irgendwie die noch schweren Anschuldigungen (die schwere Nötigung. Niemand! Er erklärte weiter. die Sache mit dem Geld sei aber "freiwillig" geschehen. bin ich emotional in ein tiefes Loch gefallen. Es dauerte einige Wochen. Sehr erbost über seine misslungene Erpressung. indem ich angeblich zu nahe stand als ich einem Farmknecht beim Schweissen "zugeschaut" hätte. dass er zwar in Argentinien gewesen sei. In einer schriftlichen Eingabe an das LG Feldkirch hat Helmut behauptet. sobald ich (in Buenos Aires) alleine war. Aber Helmut war ja gezwungen Phantasie-Antworten zu geben. In seiner Aussage bestätigte Helmut sogar. er solle im Detail erklären. Alles kompletter Unsinn. um hinten in der Mitte meiner Wade zu landen und sich dort einzubrennen? Verdammt noch mal – völliger Mist. In der Zwischenzeit waren die Täter auch nicht untätig. ich hätte z. dann 113 . die schwere Körperverletzung etc) abwehren. bis ich mich von diesem Schock erholt hatte. die Freiheitsberaubung. Wenn ich heute so zurück denke. meine runden Verbrennungen auf der Rückseite (!) meiner rechten Wade dadurch geholt. verzweifelt versuchte hatte. hätte eine langjährige psychiatrische Betreuung abgebrochen und vor der Psychiatrie „auf der Flucht‚. warum ich. Er bejahte. ging Mariano in kellertiefe Deckung. die ganze vorher angeblich von mir "genehmigte" Geldtransaktion zu stoppen obwohl doch alles so makellos "freiwillig" gewesen sein soll. dass er keine Erklärung dafür hatte. zwischen meinen Beinen hindurch sausen und dann eine 180 Grad-Drehung machen. ich sei ja medizinisch bestätigt geistesgestört. was er mit "ein wenig Druck ausüben" gemeint hatte. dass er (mit anderen) "ein wenig Druck" auf mich hätten ausüben müssen.

und dies völlig zu unrecht. Österreich. im nächsten Monat‚. werde er mir sicher das Darlehen samt Zins zurückbezahlen. weil er mir ständig in den Ohren lag und behauptetet. die das Boot seit Jahren besass als Sicherheit für das Darlehen überschrieben. Spanien und Liechtenstein) und musste daher rasch handeln. dass in Barcelona Helmut vehement. den Eingang dieses Schreibens in den dortigen Akt zu verhindern. ist sein kriminelles Glanzstück. Erst einige Jahre später habe ich erfahren können. schlussendlich ohne Erfolg. ich hätte die Yacht (Holzboot) ANALIA verkauft.. wo er lebte. Er wollte das Boot unbedingt wieder haben. meine Position im Strafverfahren gegen sie in Liechtenstein zu "schwächen". ‚warte‚ ich – wohl vergebens – auf seine Rückzahlung des Darlehens. Ein ganzes Jahr lang (von September 1995 – September 1996) gehörte das Boot mir. auf Grund diverser polizeilicher Vernehmungen in Deutschland. Mit dem Boot hatte ich mehrheitlich nur Ärger. Helmut und seine Frau aber wurden sich der zu Recht schweren Beschuldigungen sehr rasch bewusst (u. versucht hatte. Ich wurde auch als einziger Direktor der Firma nominiert und registriert. Auf meinen ständigen Druck hin hat er mir dann im September 1995 alle Aktien der spanischen Einzelf irma.. Sobald ich durch meinen eigenen Rechtsanwalt in Spanien von dem internationalen Haftbefehl via LG Vaduz erfahren hatte. Wie er mein Boot ohne die Firmenaktie und ohne meine Unterschrift als Direktor Jahre (nach dem Argentiniendrama) später verkaufen konnte. warum ich derzeit nicht nach Spanien kommen konnte. Kaufangebote hate ich einige. Heute noch.. die ‚nächste Woche‚. dass die spanischen Behörden einen internationalen Haftbefehl gegen mich ausstellten. Mai 1997 (also knapp sechs Wochen nach Argentinien). 114 . im Jahr 2009. habe ich den zuständigen Richter in Barcelona ausfindig gemacht und ihm auf Spanisch einen 3seitigen Fax gesendet. Der Grund warum ich es nicht verkaufte. worin ich zusammengefasst die Verbrechen der Täter schilderte und den Grund erklärte. Um dort zu sein. Das NICHT-Bezahlen der Schuld) nach Barcelona gezogen. Zeitweise lebte ich auf dem Boot im Hafen.wünsche ich mir.a. Er und seine Frau suchten dringend und verzweifelt nach einem Mittel. war. Ich bin 1995 extra wegen seiner Geldschuld mir gegenüber (bzw. Zu meiner grossen Bestürzung wirkten sie massiv auf die Behörden in Spanien ein (die natürlich vorher nichts von deren Verbrechen in Argentinien wussten) und erwirkten am 25.

Die Täter kamen dadurch in radikalen (juristischen) Zugzwang. dass ich nach diesen abscheulichen Erlebnissen sicherlich KEINE Lust hatte. viele Jahre seit dem 9.Ja. der sich darum kümmerte. Um es eindeutig richtig zustellen: Der Haftbefehl war nur deshalb ausgestellt worden. was damit geschehen sollte. aber ich rannte vor niemanden weg. eigentlich Sekunde gelungen ist. weil ich selber NICHT mehr nach Spanien gehen wollte und konnte. da die Gelder (mit Ausnahme dessen. dass dies der Bank gelang. meine Kraft und Zeit auf dieses Ziel konzentriert. meine Energie. ins Land des Folterers Helmut zu gehen. Ich engagierte einen Rechtsanwalt in Spanien. April 1997 war für mich die Verfolgung und Bestrafung aller Täter. um mich persönlich zu verteidigen und somit die Verfolgung ihrer schweren Verbrechen beim LG Vaduz für Jahre hinaus ins Stocken geraten würden oder gar eingestellt würden. dort selber aufzutreten. Die Gelder blieben bei der BAWAG Bank. 1 (eigentlich die Einzige) für viele. Wiederum erhofften sie sich einen Vorteil. was sich der "Bote" Peter Kroschel einsteckte) schon bei der spanischen Korrespondenzbank der BAWAG in Madrid lagen. dass ich ja der Luzifer sei. mussten sie ihren angeblichen echten Anspruch auf die nun blockierten Gelder schnell anmelden. Österreich oder irgendwo sonst anzumelden. der Internationale Haftbefehl. einen internationalen Haftbefehl zu haben. Die taktisch agierenden Täter hatten immer darauf gehofft. Und ich glaube alle meine Leser und Leserinnen können nachvollziehen. dass die BAWAG Bank in Österreich den Diebstahl meines Gelds durch Rückabwicklung der Transaktion in sprichwörtlich allerletzter Minute. Und schon konnten sich die Täter nicht mehr mit ihren Lügengeschichten zusammenhalten: Mariano hat erst gar nicht versucht. Natürlich war es mir absolut nicht angenehm. Aber die absolute Priorität Nr. dass ich nach Spanien komme. was für ein "Segen" für die Täter. Wahrhaftig unglaublich. Ich war sehr erfreut. Ich habe all mein Denken. bis ein Gericht entscheiden würde. einen angeblichen Rechtsanspruch auf seine "Hälfte der Beute" beim LG in Feldkirch. da ein möglicher Zivilprozess um das Geld voraussichtlich beim LG in Feldkirch stattfinden würde und der internationale Haftbefehl mich daran hindern könnte. dass ihre Verbrechen durch sie selber "bestätigt" werden würden. Um zu verhindern. Helmut Roegele und seine Frau waren sich um die Konsequenz eines "Nicht-Handelns" sehr bewusst und engagierten einen RA in Feldkirch. Damit versuchten sie. zumindest symbolisch immer darauf hinzuweisen. Hirn hatte 115 . Mein in Liechtenstein beauftragter RA Dr.

Mein RA Dr. während das Velo alleine weiterrollte. Der Lastwagen hinter mir konnte gerade noch ausweichen. ich suchte und fand Kontakt ausserhalb meines üblichen Kreises von: "UR – (STA) – RA – UR – (STA) – RA -UR <. im Liechtensteiner Oberland ein. Aus den ursprünglichen geplanten "paar Monaten" im Altersheim wurden es schlussendlich über acht Monate. das Schicksal würde uns erst Jahre später enger zusammen führen). in der Schweiz auf der anderen Rheinseite. wie lange ich im Spital liegen muss. aber ein Personenwagen aus der Gegenrichtung machte kurzen Prozess mit dem Velovorderrad.". 116 . "NEIN. die Täter davon erfahren und nach meiner Auslieferung von Österreich nach Spanien geschrien. Ich musste aber für 9 Wochen tagsüber ein massgefertigtes Spannkorsett tragen. Ich gehe nur ins Spital Grabs. wenn man einen internationalen Haftbefehl am Hals hat: Im Sommer 1997 hatte ich einen Mountainbikesturz auf der Essanestrasse in Eschen. Zu Beginn des neuen Jahres 1998 zog ich in eine möblierte 1-Zimmer-Anliegerwohnung ins das schöne Balzers. Ein Krankenwagen musste her und sie wollten mich ins nahe liegende Spital nach Feldkirch fahren. Wer weiss. die den Sitz an der Sitzstange festhält war urplötzlich während der Fahrt abgebrochen. Was man so alles bedenken muss. Die dicke Schraube. Keine Operation notwendig. es war nur ein kleiner Bruch am Ende des Steissbeins und eine Verstauchung der unteren Wirbelsäule. Hans-Adam hatte nicht an der Schraube gesägt. Ich traute mich wieder etwas mehr unter die normalen Menschen. der Sitz brach weg und ich war für Sekunden in der Luft gehangen. Wäre ich in Feldkirch gelandet. Da war mir die Schweiz schon lieber! Ich hatte Glück. Ich landete – mit dem Hintern zuerst – in der Mitte der stark befahrenden Hauptstrasse. NEIN" rief ich.auch eine Kanzlei in Feldkirch und konnte somit für mich in der Zivilsache dort auch tätig werden. Hirn hatte die Gelegenheit für Schadenersatz beim österreichischen Hersteller der Schraube gesehen und prompt zahlten sie ohne grossen Streit ca. Gut für die Haltung. (Nein. hätten evt.Schweizer Franken: ging alles in meine Kriegskasse. 22'000.

Eine Originalkopie des Schemas findet ihr auf den nächsten drei Seiten.1998 dem UR für den Akt gebracht. Um vor allem den grossen psychologischen Stress und die durchgemachte Todesangst während der Gefangenschaft aufzuzeigen.04. (Bitte Buch nach links drehen) 117 . erstelle ich zum ersten Jahrestag meiner Folter eine schematische Darstellung (Psychogramm/Diagramm) und hatte es am 10.Nicht das ich meinen Fokus änderte.

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Dadurch. Während der LIGA (Liechtensteinische Industrie & Gewerbe Ausstellung) im Jahr 2000. eher unerfahrener Jurist aus Österreich mit meinem Fall überfordert sein könnte. Er bestätigte mir. versicherte er mir. In der Folge wurde die STA Willi vom Fall abgezogen und dem ebenfalls neu angestellten Staatsanwalt. Mit der Zeit war ich eher froh. sondern auch jene Widersprüche in den zu verschiedenen Zeiten gemachten Aussagen derselben Person.Ich verfiel in eine noch grösser Schreibwut und nahm jede einzelne Aussage. die ich von den Tätern hatte. Herrn Frank HAUN zugeteilt. der Österreicher Dr. dass er meinen Fall sehr gut kennen würde und sich damit stark befassen würde. Schon am 18. Widersprüchlichkeiten nicht nur zwischen den Aussagen der diversen Täter. die über 1. sah ich ihn per Zufall am Messestand des Radio L (Radio Liechtenstein). dass ich überhaupt einige Aussagen der Täter hatte. die Juristen und Staatsanwälte: immer hektisch erscheinend und kurzgebunden. Einerseits war ich froh. Er zeigte sich sehr interessiert und versprach mir. wenn sie nichts gesagt hätten. als der frische und neue Leitende Staatsanwalt. in den nächsten Tagen der Sache nachzugehen und mir zu berichten. Ich sprach ihn an und erklärte ihm wer ich sei und referierte kurz über meinen Fall. Neuen Optimismus in Bezug auf die Arbeit der STA in meinem Fall hatte ich erlebt. als ich ihn mehrmals zufällig entweder in den Gängen des Gerichtsgebäudes oder auf dem Platz davor in den Jahren 2000 bis 2002 traf. dass er an der 121 .6 Kilogramm (!) wog. schlimmer wäre es gewesen. Meine ursprüngliche Befürchtung verflüchtigte sich. die nichts als kostbare Zeit ungenutzt verstreichen liess. Andererseits hatte ich auch die Befürchtung. dass mein Fall weg von der Willi war. Später.10. dass Herr Haun. wo er anlässlich seiner Anstellung ein Interview gab. konnte ich deren Lügengeschichten einfach und klar den Behörden aufzeigen. unter die Lupe und stellte eine ausführliche schriftliche Mappe zusammen. Wie sie so sind. ein junger. Darin zeigte ich dem UR und der STA die unzähligen Widersprüche auf.2000 habe ich ihm einen zehnseitigen Brief mit einer wirklich kurzen Zusammenfassung aller Ereignisse zukommen lassen. und dies zum letzten Mal im Januar 2002. dass sie sich immer und immer wieder widersprochen hatten. Robert Wallner seine Arbeit in Vaduz aufnahm.

dass bald ein Kriminalgericht in Vaduz über die Täter (falls sie denn zur Verhandlung erscheinen sollten) zu Gericht sitzen würden. Ich erinnere mich sehr genau an seine. Im Mai 1998 zog ich in eine 3-Zimmer-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus (MFH) in der Neue Churerstrasse 27 in Balzers um. Ich kannte den Direktor der AG gut und er machte mir ein super Angebot. Von meinem Drama in Argentinien sowie dem juristischen Kampf wussten sie alle nichts.pro Monat konnte ich einziehen. Und weshalb sie auch nie ein Rechtshilfegesuch oder einen "Auslieferungsantrag" an Liechtenstein stellten. ist unerklärlich. In meinem Privatleben ging es auch wieder bergauf. NIE aus der Verantwortung herausreden können! Zu jener Zeit hatte der UR Meier in seinem zweiten Versuch wieder keinen Erfolg. die einem Deutschen aus der Nähe von Hamburg gehörte. dass bei einer Gerichtsverhandlung über die Taten in Argentinien die Täter sich NIE. Dem Gericht in Spanien war seit dem Spätsommer 1997 mein Aufenthaltsort bekannt und sie hatten auch eine Adresse von mir in Liechtenstein. Der Neubau mit sieben Wohnungen wurde von einer Liechtensteiner Aktiengesellschaft (AG). Nichts geschah von Seiten der spanischen Justiz.. NIE. Er wollte auf Grund internationaler Vereinbarungen bezüglich der Übernahme von Strafverfahren (via Eurojust oder so ähnlich). Ich wusste immer und es ist heute noch so. Ich lernte meinen neuen Wohnort Balzers besser kennen und erlebte dort sowie im Nachbarort Triesen neue. zum zweiten Mal Spanien dazu bewegen (übrigens mit meiner vollen Unterstützung). Ganz wie sich dies der Verbrecher Roegele wünschte. meinen Fall dort an das LG Vaduz abzutreten. die pikanterweise wiederum die finanziellen Mittel dafür aus Schwarzgeldkonten einer Stiftung aus Liechtenstein erhielt. Warum Spanien den Fall nicht abgeben wollte. der REAL INVEST AG gebaut. wunderbare Freundschaften. und ich fuhr mit dem Mountainbike an den Rhein und war voller Zuversicht.Anklageschrift gegen die Täter arbeite und diese in drei bis vier Monaten fertig sein sollte. erfuhr niemand. diese für mich sehr wichtigen Worte! Es war ein schöner Wintertag. Auf diesem Weg hier grüsse ich sie alle ganz herzlich. Somit blieb der Haftbefehl aus Spanien aufrecht. Für einen sehr niedrigen Mietzins von CHF 700. wenn 122 .

Meine Aufgabe bestand darin. Mehr dazu etwas später. Ich richtete meine Wohnung mit meinen eigenen. neu gekauften IKEA Möbeln ein.ich "ein Auge" auf das seit Fertigstellung fast leer stehende MFH halten würde. leeren Wohnungen zu führen. Unter mir war einige Monate vor mir eine junge Person eingezogen. Darin hatte ich auch ein kleines Büro eingerichtet und dort fast täglich für meinen Kampf recherchiert. Die Person arbeitete seit Jahren bei der Treuhand der LGT Gruppe in Vaduz. 123 . geschrieben und gedruckt. Die noch freien Wohnungen sollten an Kunden verkauft werden. Mein Einzug in dieses MFH-Haus an der Neue Churerstrasse würde – rückblickend – eine schicksalhafte Rolle spielen. die Anlage im Schuss zu halten und Kaufinteressenten durch die schönen. die wiederum persönlich mit dem Direktor der besagten AG seit langem befreundet war.

Ich. wenn ein rechtsgültiges Zivilurteil in Bezug auf die Gelder aus Vaduz vorliegt. dass die Akten aus dem Strafprozess gegen Helmut Roegele & Co. auf meiner Seite mit RA Hirn. in Österreich liegenden Gelder. mussten sie mit allen möglichen Mitteln bekämpfen. Sehr unangenehm für ihn und seine Truppe (Frau und Schwager) war. Den heuchlerischen Antrag von Helmut. es war ein Zivilprozess. dass erst dann das gesperrte Geld freigegeben wird. dass ihre ganze Version eine Lüge war.vom LG Feldkirch sowie dem Oberlandesgericht Innsbruck niedergeschmettert. Über meine Vorstellungskraft hinaus sollte sich dieser Zivilprozess auch massgeblich an meiner steigenden Wut über die Aktionslosigkeit der Justiz im Argentinienfall entwickeln. sah der Sache sehr zuversichtlich entgegen. Dennoch blieb die Sperre aktiv und Helmut wurde auferlegt. dass 124 . Also beim LG in Vaduz. weil diese Tatsache auch indirekt beweist. den Kampf um das Geld erbittert weiterzuführen. die im Sommer 1999 definitiv gerichtlich gesperrten Gelder seien ihm sofort auszuzahlen. Nicht vergessen.Kapitel 4 Ein Kübel voll Schweineblut Ich war natürlich auch sehr aktiv an der Front um meine. (101er) zugezogen werden. eine Zivilklage im Wohnsitzland der anderen Partei (ich) einzureichen. wurde – mangels Rechtsanspruch . selber – wie ich – entrüstet erleben müssen. kein Strafprozess! Trotzdem stand für Helmut & Co. In der Folge wurde eine Zivilklage um das Geld beim LG Vaduz im Januar 2000 eingereicht. denn fast wäre es dem Täter Helmut etwas später auf Grund eines Formfehlers gelungen. Mein RA hatte dann sofort umfassend eine Klagebeantwortung abgefasst und beantragt. war es für Helmut sehr wichtig. Für sie darum sehr unerfreulich. hatte mein RA zu mir gesagt. dass die anderen Täter (Farmbesitzer Mariano und Söhne) sich seit der missglückten Erpressung nicht mehr ans Tageslicht getraut hatten. unrechtmässig an meine gesperrten Gelder zu kommen. die schon mal zum Gericht "springen" mussten. die schreiende Logik daraus. Das wird ja interessant. Und ich war eigentlich hoch erfreut über die Forderung des Gerichts in Österreich. Um seine angebliche Unschuld in Argentinien (vor allem aus taktischer Sicht) zu untermauern. Vermutlich haben auch einige meiner Leser. All die massiven Beweise gegen sie. alles auf dem Spiel. Erfreut deswegen. weil er nie und nimmer einen solchen Prozess gewinnen konnte. Der RA von Helmut in Vaduz entpuppte sich als sehr skrupellos (Er vertrat ihn auch im Strafprozess).

Auch habe ich gebeten. meine Folterer persönlich und leibhaftig wieder zu sehen und den daraus unbeschreiblichen Konsequenzen für mich und andererseits der euphorischen Freude darüber. Ich kannte ihn nicht persönlich. Dies kümmerte mich nicht gross. uns zu 1000 Prozent bombensicher. Uwe Oehri zugewiesen. mein RA und ich. vergessen hatte. dass sie eine Neuvernehmung von Helmut wegen seiner unzähligen Widersprüche durchführten und ausserdem eine Erstvernehmung seiner Frau. dass die STA bitte eine Verhaftung der beiden wegen "Fluchtgefahr und/oder Verdunkelung" wirklich. Juni 2000 festgesetzt. Ein Erscheinen von Helmut (oder auch mir selber) war von Gesetztes wegen nicht zwingend erforderlich. Nicht wegen dem Inhalt des Zivilprozesses. bei der die STA endlich Helmut und seine Frau in die Mangel nehmen konnte. ich könnte mich nicht 125 . denn ich hatte da keine Bedenken. Ich hatte solche Angst. Eben die Beiden. Man muss es sich vorstellen: Es würde das ERSTE Aufeinandertreffen von uns beiden seit Argentinien sein. Der Zivilprozess wurde dem Landrichter Dr. Mein RA aber schon. Angst vor mir selber! Angst. Nach zwei Tagessatzungen (nur in Anwesenheit der Rechtsanwälte) im Februar und Mai 2000 wurde die Hauptverhandlung der Zivilsache auf den 20. dass Helmut (als Kläger) diesen Prozess hochgradig verlieren würde. Nicht dass ich die Mittäterschaft von Mariano & Co. würde auf seine Quelle treffen. wirklich in Betracht ziehen sollte. Mein monumental aufgestauter Hass auf meine Peiniger. Ich hatte viele unruhige Nächte vor dem wichtigen Termin. leider nicht dank "gerechter Urteile" – eher wegen des Gegenteils: Es lagen schon damals einige Beschwerden bei der Justiz über ihn vor. ich aber wollte unbedingt persönlich dort anwesend sein und mich nicht nur durch meinen RA vertreten lassen. Es sei sehr parteiisch und seine richterliche Würdigung vorgebrachter Beweise oft abstrus.Recht haben und Recht bekommen zwei fundamental verschiedene Dinge sind. der Täterin Salud. ER war im Land "berühmt". Der RA von Helmut hatte die Information über das mögliche Erscheinen des Ehepaares bis zur allerletzten Minute zurückbehalten. Je näher der Termin kam. LR Oehri ist ungefähr in meinem Alter. Ich habe der STA und dem UR über die Möglichkeit von Helmuts Erscheinen geschrieben und verlangt. Wie im Delirium schwankte ich einerseits zwischen der nackten Furcht. dass dies die Gelegenheit sein würde. da waren wir. mit dem ich seit April 1997 alleine leben musste. umso aufgewühlter wurde ich.

schreiben. Wobei ich zum Schein auf ein fiktives "Versöhnungsangebot" eingehen würde. jeden Tag seit April 1997. Ich 126 . Zuerst wollte ich dem LR Oehri. keine fliegenden Kugeln. ich musste mich beherrschen. Ich ging sogar so weit. um auf diese ausserordentlichen Umstände hinzuweisen. Man konnte ja nicht feststellen. da sich dieser aussergewöhnliche Fall im kleinen Liechtenstein. Blut. gemäss StGB eine grobe Tat wäre. Dann hatte ich die Idee mit dem Blut. als Einzelrichter in dieser Sache. dass ich bei einer Jurastudentin. dass es nicht angebracht wäre. Marxer. sehe ich die vielen Narben und denke an das furchtbar Erlittene. Zuerst dachte ich mir eine raffinierte Falle für Helmut aus. Ich entschied mich dem Gericht einen Brief zu schreiben. B. Er bedankte sich für mein Schreiben per Telefon und sagte. dass ich aus Zorn mich nicht hätte beherrschen können. So verzweifelt war ich. Was habe ich mir in den Tagen vor dem grossen Tag alles ausgedacht. jedes mal wenn ich aufstehe. ihn zur Strecke zu bringen. Ich schilderte meine Ängste vor einem Zusammentreffen und dass ich einfach ausserstande sei. dass ich das ganze Thema "Folter in Argentinien" mit der Zeit hätte verarbeiten können. Ich wusste. nachfragte. ich konnte ja nicht feststellen. Sie konnte mir keine klärende Antwort geben. Nein. Ich wollte keine Gesetzwidrigkeit machen und auch nichts. Und zudem Helmut ein ganz gerissener Delinquent ist. Polizei oder Schutzpersonal) gebeten. Ich verwarf diesen Plan. So richtete ich den Brief an Dr. zu garantieren. um eine mögliche Konfrontation zu entschärfen. was den Bemühungen der STA oder UR im 101er zuwiderlaufen würde. dass ich nicht ausflippe. Ich wusste. Mit Hilfe des katholischen Pfarrers von Vaduz wollte ich ihn während einer Sitzung mit dem Pfarrer in ein heimlich aufgezeichnetes Schuldgeständnis locken. dass er alles tun werde. ich durfte unter keinen Umständen "Hand an Helmut oder seiner Frau legen". die beim LG Vaduz das Praktikum absolvierte. das ich ohne Probleme vom "Onkel Herbert" (der Besitzer der Malbuner Spezialitäten) hätte organisieren könnte. Er war mit dem 101er Fall vertraut. wenn ich die Folterer sehen würde. Nein. weil mir bewusst wurde. vor allem in Justizkreisen schon lange herumgesprochen hatte. den Landesgerichtspräsidenten. ob ein Kübel davon. meinen Stress zu mildern. wenn ich als Beklagter dem zugeteilten Richter direkt anschreiben würde. Nach Absprache mit meinem RA. kam ich zum Schluss.beherrschen und würde etwas Dummes tun. Daher hatte ich ihn um die Anordnung von Vorsichtsmassnahmen (z. bzw.B.

wie meine Narben. dass nun endlich die STA die Hände aus dem Sack genommen hatte und eine Verhaftung der Beiden nach der Verhandlung angeordnet hatte. die ich im Kerker anhatte und seit dem Umzug ins Eckzimmer auf der Farm in meiner Tasche ausgetrocknet aufbewahrte. Ich kannte sie flüchtig. Helmuts RA kam kurz darauf und dann< er und sie. wir sind ja ein kleines Land. Zu unserem Erstaunen. rechts von mir. verstaut tief unten in einer Box.malte mir das Bild aus. Mein RA versuchte so gut es ihm gelang. Mein Herz drohte zu explodieren und ich konnte nicht mehr atmen. und ich habe sie heute noch. Also. Es ist. dass es niemand ausser uns hören würde und zudem sprach sie natürlich auf Spanisch: "Wir hätten dich gleich im Kerker umlegen sollen". Ich war felsenfest überzeugt. da ich mit raschen Kopfbewegungen der Spucke ausweichen konnte. Das ging gut. fast 12 Jahre später. Ich und mein RA sassen am grossen U-förmigen Tisch gegenüber von Helmut und seinem RA. aber erst dann. Oder ein anderer Traum: Ich stopfe die stark blutverschmierten kurzen blauen Jeanshosen den Zwei in den Hals. Die Beiden Polizisten hinter Helmut. du wirst deine Gerechtigkeit erhalten". mich abzulenken. Ja. Und sie spuckte mich 3 Mal an. drei Meter 127 . bis Frau Salut einen bissigen Spruch losliess. erlaubte es der LR Oehri der Frau von Helmut in den Saal zu kommen und ca. wobei sie kein einziges Mal traf. Ich war überpünktlich vor Ort und wartete draussen auf meinen RA. Ich sah sie vor dem Gerichtssaal im Gang stehen. bei mir. Wie noch nie im Leben beherrschte ich mich. eines Tages kann ich sie doch noch den Tätern "zum Frass vorlegen". arm in arm. Nie mehr geöffnet seit April 1997. wo ich vor dem Gerichtsgebäude auf die Folterer lauerte und ihnen dort einen Kübel voll warmem Schweineblut ins Gesicht schleuderte. die STA wird bald in Aktion treten. Der Richter mit Sekretärin zwischen uns allen. uniformiert und normal bewaffnet. bis nichts mehr davon ersichtlich ist. Wer weiss. zurück zum Showdown beim LG Vaduz. Die Sicherheitslösung des Gerichtspräsidenten bestand aus zwei Landespolizisten. Nach Ankunft in Liechtenstein habe ich sie in einen Plastiksack der COOP Ladenkette ungewaschen umgepackt und mit Klebeband luftdicht verschlossen. Ständig dachte und sagte ich zu mir: "Warte ab Heinrich. Ich antwortete auf Spanisch: "Du Hure". als sie sicher war. Ein Traum! Es ist jene Hose. ein Symbol für meine Gefangenschaft und das Erlittene.

dass die Erpressung von Helmut (zumindest) finanziell keinen Erfolg hatte. Für mich war die Anwesenheit der Folterer unerträglich. Sie fragten sich auf Spanisch. Der LR war zum Schrecken von mir und meinem Rechtsanwalts seit Prozessbeginn sehr auf Seiten von Helmut. und mit massiver Verzögerung beantwortet. als ich meine Antworten auf seine Fragen und die des RA von Helmut gab. Obwohl ja der Zivilprozess nur daraus resultierte. Bescheid wusste. dass Helmut.von mir. dass das Verbrecherehepaar wegen der zwei Polizisten stark irritiert war. Mir wurde sehr heiss und ich bekam von dem Gesprochenen schnell nicht mehr viel mit. oder zumindest Helmut. Der LR Oehri hat meinen Antrag auf Zuziehung der Gerichtsunterlagen des Argentinienfall (101er) nur sehr widerwillig. erlaubt es ihr. der LR Oehri. Es war grausam! Dir Frau von Helmut versuchte mich aus der Fassung zu bringen. warum die Polizisten hier seien. indem sie mich wie eine Irre ständig anstarrte. Ich musste mich so brutal unter Kontrolle halten. Ich brachte fast kein Wort aus mir heraus – und das will was heissen! Nach mehreren Stunden war die Tortur vorüber. Ich hoffte so sehr. einen Haftbefehl unter die Nase reiben würde. Mein Anwalt machte sich grosse Sorgen. die sich vor seinen Augen abspielte. Auch wurden praktisch alle meine Anträge auf Beweisaufnahme von ihm abgelehnt. auf Spanisch bei seiner Frau nachfragen konnte. Er genoss es augenscheinlich die ganze Tragödie. was jetzt geschehen wird. mit Gesicht zum Richter. wenn deren Aussage dran ist. Platz zunehmen. obwohl er ja über diese ausserordentlichen . wie es "denn genau" gewesen war und er dann – auf Deutsch – die "korrigierte" Antwort dem LR gab. LR Oehri. Warum? Sie war ja nicht die Klägerin sondern eine Zeugin von Helmut. trotz Proteste seitens meines RA. dass jetzt die STA im Gerichtskorridor auftauchen würde und den beiden. er wollte meine Beweise und Argumentation in der Verhandlung nie fertig anhören und unterbrach ständig meinen RA und auch mich. um ihn 128 . Er war an einer Vollzulassung nicht interessiert. was er als Beweise "würdigen" möchte oder eben nicht. Ich merkte schon. Ich wartete auf das. erlaubte es sogar. Aber nein. in der ich mich mit den "Klägern" befand. Den LR Oehri interessierte das einen feuchten Scheissdreck. die ganze Zeit im Saal präsent zu sein. vermutlich ganz seltene Konstellation. Zeugen werden nur dann in den Saal gerufen. wenn er sich in seiner Aussage gerade widersprochen hatte. In einem Liechtensteiner Zivilprozess ist ein Einzelrichter wie Oehri praktisch narrenfrei. an der Wand.

dass eine der längsten Verhandlungen sogar ohne meinen RA stattfinden konnte. Das ergibt doch keinen Sinn. Sie hatten Angst (vor einer Verhaftung oder Ähnlichem) und hatten sich ein Hotel in Feldkirch. Ich steigerte mich in einen Wutanfall hinein und mein RA hatte wirklich Mühe mich zu beruhigen. kontaktierte mich die STA via Telefon. Ich habe nach aussen hin nicht mehr darauf reagiert. Und jedes Mal haben Helmut und seine Frau mich mit bissigen Randbemerkungen zur Weissglut gebracht. Es kam zur zweiten Verhandlung am 19. wenn Helmut von der ihm ja bald zu präsentierenden Anklage der STA wegen Argentinien erfahren würde. Aber nichts geschah. sagte er mir. geschweige denn ansprach. sagte man mir. widersprach ich. Man konnte keine Einvernahme "organisieren". Am selben Tag habe ich herausgefunden. Ich musste still sitzen. wie wir es für richtig halten. dass die STA dann eben einen internationalen Haftbefehle gegen ihn ausstellen würde und die Auslieferung beantragen würde. Er hatte seine Amtsgewalt geschickt genutzt. dass. auch mein Anwalt staunte darüber. dass beide einfach so aus dem Gebäude laufen konnten. ob die STA nun endlich die erforderliche Neu. endlich aktiv zu werden und eine Überführung der Täter in Untersuchungshaft anordnen. aber sie würden dies zuverlässig nachholen. ob die STA sie zur Einvernahme vorgeladen hat. er nie wieder in Liechtenstein auftauchen würde. Deren Antwort: Lassen Sie uns unsere Arbeit so machen.bzw.anschliessend abzuführen. Ersteinvernahmen der Täter vollbracht hatte. Alle Beteiligten merkten sofort.10. Ich verstand nichts mehr. in Österreich gebucht. ja nicht einmal in der nahen Schweiz übernachtet hatten. Auf meinen Verweis hin.2000 und später auch einer Streitverhandlung im April 2001. um 129 . obwohl ich auf glühenden Kohlen sass. Vor jeder Verhandlung informierte ich wiederum schriftlich die STA und den UR und hatte abermals gebeten. dass die persönliche Anwesenheit meiner Foltere während der Gerichtsverhandlungen mich absolut starr und aktionslos machte. LR Oehri brachte es ausserdem fertig. ohne dass irgendjemand sie anhielt. Wir werden ja später im Akt lesen können. immer noch vor dem LR Oehri. dass sie nicht in Liechtenstein. die Gelegenheit zu nutzten. Bevor ich selber abklären konnte. Da ansonsten beide wieder ins Ausland verschwinden würden und deren Auslieferung langwierig und komplex sein würde.

eine "Zeugin". noch heute einen Wutausbruch und Nervenzusammenbruch auslösen und die Haare 130 . Man muss sich das mal vorstellen: Ohne Übertreibung kann ich wirklich sagen. Ich konnte meine Gedanken nicht auf das Wichtige konzentrieren. Er hatte dies bewusst so gewollt. dass eine Schweizer Treuhänderin. ständig im Gerichtsaal präsent sein konnte. Und dann war ich noch alleine. so stark zusammengerissen. Ich bin mir ganz sicher. dass die Frau von Helmut. Diese waren komplett diametral zu dem was im öffentlich-rechtlichen (!) Notarvertrag über den Wohnungskauf stand. Eigentlich konnte ich mich auf nichts konzentrieren. weil ich bei Gericht um Verfahrenshilfe . dass der LR Oehri dies zugelassen hatte. war ausserstande den Zeugen richtig zu befragen.gebeten hatte.Uebernahme der Anwaltskosten . vor allem jenen aus dem süddeutschen Raum.mittels Paragraphenreiterei und Ausnutzung von Fristen. als Zeugin für Helmut zur Verfügung stehen würde. buchstäblich eine Minute vor Verhandlungsbeginn zu verhindern. Frau Rita Hauser aus Rorschach am Bodensee. Dieser bestätigte übereifrig alle Angaben des Klägers. Verflucht noch mal. Das ist doch fundamentalstes Zeug jeder Gerichtsverhandlung. drei vor meiner Nase sassen. dass es ganz. wieder hatte der LR Oehri es zugelassen. nicht nur um dem Kläger einen Vorteil zu geben. jedes Mal die Sache noch ein Stück schlimmer machen konnte. ohne mein Anwalt im Saal. solange sie nicht selber dran ist mit der Aussage. weil ständig die zwei verdammten Folterer zwei. weil ich fortwährend an Argentinien denken musste. so fest hatte ich meine Hände zusammengepresst. Des Weiteren wurde von Helmuts RA angekündigt. gedemütigt hatte. eine Minute länger und ich hätte mir alle Knochen meiner eigenen Hand gebrochen. LR Oehri nickte nur eifrig in Richtung Kläger. Bei dieser Verhandlung brachte Helmut sogar einen (gekauften) Zeugen aus Spanien mit. ohne Rechtsbeistand. Um mich zu plagen! Was hatte ich dem Oehri angetan? Nichts! Ich habe mich so. Ich. weil seine Zeugin ja den ganzen Prozess hautnah mitbekommen hatte und dadurch ihre eigenen Aussagen dementsprechend hätte modellieren können. Wie bitte? Die Erwähnung ihres Namens dürfte bei vielen ihrer ehemaligen über 1000 deutschen Kunden. sodass ich deswegen noch mehr in Wut gerate. da meine eigenen Mitteln zu Ende gingen). dass mein RA teilhaben konnte (der Grund dafür war. der mich schon bisher im Verfahren ständig genötigt bzw. ganz ausserordentliche Umstände bei diesem Zivilprozess waren und LR Oehri. Warum hat er dies erlaubt? Eine Zeugin im Verfahren hat absolut nichts im Saal zu suchen.

Darin warnte ich LR Oehri vor der äusserst zweifelhaften Zuverlässigkeit einer möglichen Aussage seitens der Treuhänderin Hauser. hatte sich Helmut verplappert und bestätigt. Ich kannte sie nicht. Nach weiteren Abklärungen in Schweizer Bankenkreisen. Helmut erzählte mir aber im Jahre 1996 (dem Jahr des Wohnungskaufs). Obwohl es nur ein paar KM zwischen Rorschach und Vaduz sind. fast zu spät. dass ihr – wenn es publik gemacht würde – sehr schaden würde.(sofern sie noch welche haben) "wie elektrisch geladen" zu Berge stehen lassen. dass er ein oder mehrere Tage vor ihrer terminierten Aussage beim Gericht in der Schweiz extra von Spanien zu ihr nach Hause gereist sei und sie genau instruiert habe. Er wollte ursprünglich. sehr anrüchig vor. da sie ihm als Gegenleistung für frisches Geld (für ihren angeblichen juristischen Kampf gegen eine US-Bank in Lugano) eine hohe. Dies hatte den LR Oehri aber gar nicht gestört. fette Geldsumme versprochen hatte. Als ich erfuhr. kam mir ihre Geschichte sehr. Sie soll ihre Kunden um über 70 Millionen CHF betrogen haben. eine mögliche Zahlung an sie. Die Print. Der Grund dafür lag darin. Interessanterweise traute sie sich selber nicht nach Vaduz zur Zeugenaussage.und Internetmedien berichteten ausführlich darüber. machten nun aber wieder Geschäfte zusammen. Die beiden hatten sich zwar zerstritten. Offenbar hatte Helmut sie "in der Hand". dass er eine Art langjähriger Geschäftspartner der Treuhänderin Hauser ist. oder gewesen war. verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert zu werden. er musste etwas aus ihren vergangenen gemeinsamen Geschäften wissen. Erst im erzürnten Streit um ihre Person als Zeugin. die sie gar nicht wissen konnte. Nach einem Telefongespräch mit ihr im Jahr 1996. Sie liess sich nur schriftlich per Rechtshilfegesuch aus Liechtenstein an die Schweiz mit Hilfe eines Richters in Rorschach zur protokollierten Aussage bewegen. annullierte ich. habe ich für das LG Vaduz ein Schreiben aufgesetzt und öffentlich bekannte Dokumente beigelegt. Ihre Zeugenaussage wurde vom LR Oehri mit Jubel in den Zivilprozess assimiliert und er merkte nicht einmal. dass ich einen Teil des Kaufpreises für die Wohnung an sie ausbezahle. Meine Einwände gegen 131 . Ausgerechnet sie! Frau Rita Hauser war seit Mitte der 90er in einen grossen Anlage-Betrugsskandal verwickelt und von der Schweizer Justiz seit 1994 strafrechtlich verfolgt. dass sie befürchtete. dass sie eindeutig über Dinge berichte. in Liechtenstein. Er verletzte meine Rechte im Verfahren mehrmals. dass sie Helmut als Zeugin für Vaduz "helfen" sollte.

Helmut & seine Frau haben schnell gemerkt. Sie war die Behörde. Punkt. Eine Nicht-Öffentliche Obergerichtsverhandlung war für den Oktober 2002 anberaumt. dass die Staatsanwaltschaft schon das richtige tue. Aber dennoch die Aussage mir gegenüber. weil ich fest im Glauben war und auch im Glauben gelassen wurde. vielleicht war ich zu naiv.die Glaubwürdigkeit dieser Treuhänderin wurden erst gar nicht vom LR Oehri zu Kenntnis genommen. zeigte sich später. erhielt er ALLES. Und ich Idiot habe mich zurückgehalten. Das Urteil in erster Instanz in meinem Zivilprozess wurde im Oktober 2001 gefällt: Ich verlor den Prozess. nein. Wieder. Demzufolge waren sie bei jedem Besuch selbstbewusster aufgetreten. weil ich fest im Glauben war. danke für dieses äusserst "gerechte Urteil". die vor Gericht verlieren. wieder und wieder<. Aber ich bin doch nur zum Narren gehalten worden. Was soll ich da noch sagen?!?!? Mein RA war ausser sich. Aber zu meiner Verteidigung muss anerkannt werden. Wie Recht ich aber hatte. sich der Verantwortung seiner schweren Verbrechen in Argentinien zu entziehen. als Frau Hauser in der Schweiz angeklagt wurde und die STA 10 Jahre (!) Haft verlangte. er wurde noch dafür belohnt! Was für ein beissender. über mich als Mensch und über mein Vermögen. er hatte so etwas noch nie erlebt. Ich kann es heute immer noch nicht fassen. der Richter irre sich oder sei inkompetent die komplexe Sachlage richtig zu beurteilen. Keine Verhaftung! Keine Einvernahme! Nichts. es ist immer einfach für diejenigen. Was für ein Hohn musste ich erdulden. Aber hier war es ganz anders. Nun gut. dass ich mich auf die Angaben und diesbezüglichen Aussagen seitens der STA verlassen musste. 132 . Man stelle sich dies vor. vor allem gefühlsmässiger Schock für mich und "Verbrecher-Sieg" für ihn: Anstelle die in Südamerika erpresste Summe mit dem anderem Verbrecher Mariano teilen zu müssen. Sie hat die Autorität. dass sie hart an der Arbeit sind. zu schreien. Darum hier an dieser Stelle eine grosses "Dankeschön" an den LR Uwe Oehri. "Danke" für den unerwarteten Sieg für Helmut. Natürlich bin ich mit dem Urteil vom Erstgericht sofort in Berufung gegangen. Im Januar 2006 wurde sie mit medialer Begleitung dann wegen gewerbemässigen Betrugs und Geldwäscherei zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nicht nur hatte es den Helmut bis heute geschafft. Ich weiss. dass ihnen hier in Liechtenstein im 101er-Verfahren offenbar nichts passiert. Wieder schlief die STA.

Die 133 .Kapitel 5 Die Welt des schmutzigen Geldes Nun zurück in meine andere Weltordnung. Die LGT Treuhand residierte im Städtle 18 und wenn ich mich nicht irre. aus Vaduz dringend geschultes Personal für ein kurz zuvor fertig geplantes Projekt brauchte. liebe Freunde und sinnvolle Freizeit ! Der Zufall wollte es. die im selben Haus in Balzers wohnte wie ich. Die LGT zahlte den fast 10 Millionen CHF teuren Innenausbau selber und hatte einen langjährigen Mietvertrag in der Tasche. die Wege in Vaduz sind eben auch "Strassen-Parkmässig" sehr kurz. wurde es Zeit. wie die Person mir in der Tiefgarage sagte: "Du solltest mal wieder was Sinnreiches tun und nicht nur hier zu Hause herumhängen". gegenüber dem traditionellen Feinschmecker Restaurant der Familie REAL. wo diverse Läden einziehen sollten. gleich neben dem Kunstmuseum Vaduz. waren alle oberen drei Stockwerke exklusive für die Treuhand reserviert. (später auch zu) der FMA und FIU gelangen. dass ich mich langsam aber sicher wieder in die normale Welt begebe. der Arbeitgeber derjenigen Person. von aussen nicht erkennbare Panzergarage. Ich erinnere mich noch genau. Trotz der sich Jahr für Jahr anhäufenden starken psychologischen Schläge für mich und den einigen nur mit dem Kampf für die Gerechtigkeit ausgefüllten Jahren. Das neue Gebäude – im Städtle 28 . Die Person wusste ja nichts von Argentinien und meinem Kampf. Die Parkebene zweites UG ist öffentlich und hat eine befahrbare Verbindung unter dem Kunstmuseum hindurch zur Parkgarage der Vaduzer Post. Mit Ausnahme des Erdgeschosses. Die LGT Treuhand plante für den Frühling 2001 einen Umzug in ein super modernes Bürogebäude. war es das ehemalige alte Postgebäude in Vaduz. dass ich mit meiner diversifizierten Ausbildung und Beherrschung mehrerer Fremdsprachen ideal für das Projekt bei der LGT Treuhand wäre.gehört der Gemeinde Vaduz. eine Welt bestehend aus guter Arbeit. Auf dem unterirdischen Weg dorthin kann man praktischerweise auch in die Gebäude und Büros der Staatsanwaltschaft. Die Person meinte auch. deren Zufahrt sich in der öffentlichen Parkebene des ersten Untergeschoss (UG) befindet. dass im Herbst 2000 die LGT Treuhand (die Treuhandfirma des Fürstenhauses). Der Ausbau beinhaltete sogar einen begehbaren Panzerschrank im dritten Stock sowie eine spezielle.

mittels einer verstecken Kamera immer kontrollierund steuerbar. UG und dem 2. Der Kunde sollte im Wagen eingeschlossen sitzen bleiben. die in das Bürogebäude der Treuhand führt. die sich noch mit dem eigenen Auto nach Vaduz trauen.Verbindung zwischen den Parkgaragen der Post und der LGT ist auf Betreiben der LGT bautechnisch geöffnet. hinter ihm wieder vollständig geschlossen war. angeordnet worden. die Firma CONNEX AG. 80 ständigen MitarbeiterInnen schaffen. logisch! Man darf aber diejenigen Treuhandkunden nicht vergessen. z. elektronisch entriegeln. Dadurch können jene Kunden. die ihre dicke Kohle in BAR im eigenen Auto oder im Mietwagen nach Vaduz kutschieren. Dr. via Tiefgarageneinfahrt bei der Post ungesehen bis zur LGT heranfahren. Kein Kunde setzt seinen Fuss via den Haupteingang auf Ebene Grundgeschoss (Schlossseitig) in die Treuhand. Das Angebot von XEROX Schweiz AG bekam den Zuschlag. bzw. dem so genannten "eDoc"-Projekt. UG. Er wollte ein modernes Arbeitsumfeld für alle damals ca. Verrückt und Genial! Wer plant und baut schon eine Türe in der Kurve einer Tiefgarageneinfahrt. dort wo das grosse Schild "LGT Treuhand" hängt. um dann rechts vom öffentlichen Lift/Treppe durch das von Geisterhand automatisch geöffnete Panzertor hinein auf den Abstellplatz zu fahren. Man will damit nicht in Verbindung gebracht oder davor gesehen werden.B. UG. Kurz vor der Ankunft beim LGT Treuhand Gebäude nehmen sie Kontakt mit ihrem Kundenbetreuer auf. Was braucht eine Treuhand eine Panzergarage? Eine Bank: ja. Eine weitere Besonderheit: die diversen verdeckten Eingänge zur Treuhand.a. bis das Tor. so erinnere ich mich) angeeignet und war für den 134 . Ich persönlich fand die Panzergarage im JamesBond-Stiel sehr aufregend. Die Connex AG hatte sich gute Fertigkeiten mit der Digitalisierung von Bankkundendaten (u. die Türe fast noch in der Kurve der Tiefgarageneinfahrt zwischen dem 1. Nicola Feuerstein hatte eine fortschrittliche Vision "vom Papierlosen Büro". Diese wiederum engagierte einen Subunternehmer aus Chur im Bündnerland. Der neue Chef der Treuhand. öffentliche Tiefgarage (1. der CS oder UBS in Zürich.). dann fahren sie in die normale. Erst dann konnte man intern die andere kleinere Panzertüre. Die beinhaltete wegen der begrenzten Aufbewahrungskapazität im neuen Gebäude (im Städtle 28) in der Zukunft so wenig Akten und Dokumente wie möglich in den Schränken der Kundenbetreuern oder SachbearbeiterInnen liegen zu haben. Die Kunden kennen die diversen Türen.

Anstalten und anderer Gesellschaftsformen Liechtensteiner Briefkastenfirmen. Die XEROX lieferte die Maschinen und die Connex AG war für das Personal zuständig.Auftrag bestens gerüstet. konnte die LGT Treuhand nicht auf den bestehenden Mitarbeiterpool für das Projekt zurückgreifen. fachkundige Mitarbeiter angeheuert werden. ob ich die Erwartungen für einen solchen Job erfüllen konnte. immer mit offen Augen (und ich kann auch sagen "langen Ohren" – nicht zu verwechseln mit „langen Fingern‚) durchs Leben fliegender Liechtensteiner. Natürlich war da auch mein internationaler Haftbefehl aus Spanien. Da das normale Kundentreuhandgeschäft weiterlaufen musste.oder Treuhandsektor gehabt. Obwohl ich es bis anhin in meinem Privatleben in Liechtenstein gut "verstecken" konnte. der mir immer noch zu denken gab. auch kennt im kleinen Vaduz jeder jeden. alle Dokumente der aktiven und passiven Mandate der LGT Treuhand einzuscannen und einem neu zu schaffenden Treuhand spezifischen Index (dem benannten Belegartenkatalog = BAK) zuzuordnen. dass wenn ich nicht offen mit der LGT bin. Ich hatte noch nie eine Arbeitsstelle im Banken. Die zu verwendende Software und Plattform war die DOCUWARE. abgesehen vom einem "Bombenlohn". In Juristen. drei bis vier Monate befristete Stelle war. war ich mir nicht sicher. dass es die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit (zwischen ca. In der zweiten Woche im Oktober 2000 habe ich einen Mitarbeiter 135 . Da meine 100-prozentige Konzentrationsfähigkeit in Argentinien gelitten hatte. waren mir aber die "Finessen" des heimischen Finanzsektors absolut bekannt. Eine Dokumenten-Verwaltungs-Datenbank. Der Reiz für mich bei diesem Job lag daran.. Es mussten eigens rund 30 neue. die bei der LGT Treuhand arbeiten. war mir ganz klar. Nach ein paar kurzen Telefonaten und Abklärungen sah ich eine hypothetische Möglichkeit mich bei der LGT via der CONNEX AG zu bewerben.. Als ein aufgeweckter. die in der treuhandeigenen Rechtsabteilung tätig waren. Auch solche. Alle potentiellen zukünftigen Teammitglieder mussten sich einer strengen Sicherheitsprüfung seitens der LGT Gruppe unterziehen: schliesslich ging es um hochgeheime und ultimative Kundenunterlagen tausender Stiftungen. Ich kannte flüchtig mehrere Mitarbeiter..und Gerichtskreisen war mein Fall sehr präsent und oft diskutiert worden. die speziell für die Unterschiedlichkeit von Treuhandunterlagen (um-)programmiert wurde. 60-80 %) gab und es eine auf ca. sie es kurz nach meiner Anstellung sowie erfahren würde.

so wurde mir mitgeteilt. In einem Kundensitzungszimmer zeigte ich alle Unterlagen zu Spanien und Argentinien und erläuterte ohne Ausnahme den Stand der Dinge. der LGT) keine Aufregung. Die LGT Treuhand hatte also eine Woche bevor ich dann am 16. Daher bedeutete es für die Liechtensteiner Finanzwelt (incl.auch. Ich wurde gebeten doch am nächsten Tag in die Treuhand zu kommen. im Detail Kenntnis über meine "juristischen Angelegenheit". wenn gegen "Mitarbeiter" internationale Haftbefehle bestehen. Sie baten mich nur.jener Abteilung angerufen und um ein Treffen gebeten. Der Oberste Gerichtshof in Vaduz konnte eine Trennung (im Falle einer Auslieferung) von ihren Familien (mit Schulpflichtigen Kindern) den zwei gut in Liechtenstein integrierten Treuhändern NICHT zumuten. dass ich mich evt.im Rahmen des Möglichen . Ich musste diese Unterlagen für drei Tage in den Händen der Rechtsabteilung lassen. dass seit dem Jahr 1999 in den Medien (sporadisch in Liechtenstein und mehr in Deutschland) immer wieder Berichte auftauchten. dass die Anschuldigungen seitens der Täter weder Hand noch Fuss hatten. die LGT wusste "von nichts" – 136 . sind die zwei bekannten Treuhänder im Treuhandgeschäft in Liechtenstein tätig. über die zwei (Schweizer?) Treuhänder. und dies war für Deutschland empörend. Hauptsächlich. Ich erinnerte mich damals auch. für die Mitarbeit im laufenden Projekt e-Doc / DOCUWARE bewerben möchte. Ich erwähnte. Die nun von Seiten Hans-Adams im Frühling 2008 geäusserte Behauptung. die mitsamt Familien in Liechtenstein lebten und je einen internationalen Haftbefehl eines Berliner Gerichts (ich glaube es war vom Gericht Tiergarten oder Tempelhof) am Hals hatten und Deutschland deren Auslieferung von Liechtenstein verlangte. Die Liechtensteiner Justiz entschied sich schlussendlich gegen eine Auslieferung der beiden nach Deutschland. Und sie mündlich auf dem Laufenden zu halten. im Bereich des (Steuer-)Betrugs und anderer schwerer Delikte. Während jener Zeit. niemanden in der Firma davon zu erzählen. aus humanitären Gründen. und auch heute noch. Sie erkannten .a. Nach Prüfung und Durchsicht der Faktenlage durch die Leitung der Rechtsabteilung stelle der internationale Haftbefehl kein Problem für sie dar. Am vierten Tag wurde ich angerufen und gebeten wiederum ins Büro zu kommen. was ich dann stets tat. Die vorgeworfenen Taten lagen u. Oktober 2000 via Connex AG die Arbeitsstelle antrat.

da ich keine Vorstrafen hatte. Viele Kundenberater waren zwar der beabsichtigten neuen. Die neuen Mitarbeiter.B. wo die grossen Scanner stehen würden. gehören alle Dokumente (mit wenigen Ausnahmen wie z. wie sie die internen Geschäftsabläufe organisiert. Anstalten etc. die einen Haftbefehl ausstehen haben. dass alle Büros im alten Gebäude ja schon vom bestehenden Mitarbeiterstab belegt waren und einfach kein Platz für die bis zu 30 Personen. da er unbedingt die Realität verheimlichen möchte. teils auf dem Gemeindeparkplatz hinter dem (alten) Bürogebäude aufzustellen und jeweils mit Sicherheitspersonal zu bestücken. Natürlich steht es der LGT Treuhand frei. moderneren Arbeitsweise nicht abgeneigt. man müsse die jeweiligen Kunden (also die Begünstigten der Stiftungen. Die Idee der Container wurde schnell verworfen.B. Aber ich verstehe ihn. vertraten aber die Meinung. Feuerstein nicht ganz unumstritten. nämlich. bei Peter Meier herrschte die Meinung vor. Dass man überhaupt auf die Container kam. vorhanden war. Wie alle neuen Mitarbeiter musste auch ich einen aktuellen Strafregisterauszug (ausgestellt vom LG Vaduz) vorlegen. es gab schon Platz. Vor allem unter den älteren. hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. Rechtlich gesehen. aber nur im verwinkelten Keller zweier (nur oberirdisch) miteinander verbundener Gebäude.entspricht NICHT der Wahrheit.) anfragen. Der ursprüngliche Plan der LGT Treuhand war. langjährigen Kundenbetreuern. Weder dort noch anderswo! Schon mein erster Arbeitstag war sehr spannend und ich lernte den Vertreter der XEROX (Schweiz) AG und den Boss der Connex AG persönlich kennen. einer 137 . dass die grosse Mehrheit ihrer Kunden. ob sie einer Digitalisierung ihrer Kundendaten zustimmten. Im Übrigen war die ganze Idee des papierlosen Büros von Dr. drei bis fünf grosse Schiffscontainer oder dergleichen teils auf dem firmeneigenen. Dieser war natürlich "Ohne Eintrag". die für das e-Doc-Projekt nötig waren. alle von ausserhalb. Das heisst. lag daran. dass die LGT Leute in ihrer heiligsten aller heiligen Abteilungen einstellt. interne Aktenvermerke) dem Kunden: die LGT Treuhand bewahrt sie nur für ihre Kunden auf. tragen. würden dann unter strenger Aufsicht die nötige und zeitraubende Vorarbeit zum Scannen erledigen und dann die ganze Kundenmappe jeweils in den Container. wie z. würde man sie den fragen.

Der eigentliche Start war durch das Projektteam. Engagement und Moralverstellung nicht grösser hätte sein können. aber der jungen Mitarbeiterin. nichts anders übrig: wir richteten es uns in den circa acht Kellerräumen. Batliner. da die zu erledigenden Aufgaben höchste Konzentration abverlangte. bestehend aus der Leitung der Treuhand und externen Beratern. etwas zu hastig geplant und daher mit einigen Denkfehlern behaftet. die schwanger war. Feuerstein damals erst kürzlich zum Chef der LGT Treuhand ernannt wurde und er von ausserhalb der LGT Gruppe kam. Schon kurz nach dem Start unserer Arbeit sollte sich der Aufenthalt in den Kellern (ich schätze mal gebaut in den 60er Jahren oder gar früher) für einige von uns gesundheitlich negativ auswirken. so gut wie es eben ging ein.Digitalisierung NICHT zustimmen würde. Der Zeitfaktor spielte auch eine Rolle. Darum blieb uns. Schweizer und Österreicher deren Unterschied in Ausbildungen. der extra dafür mit alten LGT Büromöbeln ausgestattet wurde. welches nebenbei das erste Treuhandbüro in Liechtenstein war. Dies vor allem aus Angst. Dazu muss man auch wissen. Die meisten arbeiteten in Teilzeit. Dr. verteilt auf die zwei Gebäude. bevor die Treuhand im Frühling 2001 in das neue Gebäude einziehen würde. Einige Damen verlangten nach Tests. War er nicht. dass die Kundendaten elektronisch. Die Leitung der LGT Treuhand entschied sich. dass Dr. dass sie entweder die neuen Methoden akzeptieren oder sich halt anderweitig (nach Arbeit) umschauen müssten. dem e-Doc-TEAM. da das ganze Projekt fertig sein musste. zentral auf CDs oder DVDs speicherte. Jeweils in einem eigenen Raum standen die zwei Monster-Scanner von XEROX. um zu klären. Immer zwei bis vier Mitarbeiter teilten sich einen Raum. Länger als drei bis vier Stunden am 138 . wurde empfohlen. sich von diesen Räumen fernzuhalten. Man erinnerte sich noch sehr gut an die Katastrophe resultierend aus dem CD-Diebstahl im Treuhandbüro Dr. ob der gut sichtbare Pilz an gewissen Wänden mit nördlicher Ausrichtung gefährlich sein könnte. Alter. Die Wände waren sehr feucht und der über die Jahre angesetzte Staub in den Akten war auch nicht gerade ein Segen für unsere Lungen. Wir waren eine bunt gemischte Truppe: Liechtensteiner. Seine "neuen Wege" waren nicht nach jedermanns Gusto. die Kunden erst gar nicht zu fragen und teilte dem Rest der noch besorgten Kundenberater mit. ganz zu schweigen von der Luftqualität.

Um diese dritte Stufe überhaupt fachgemäss auszuführen. Jeder Akt gelangte in die so genannte AVOR. Spanisch und Italienisch waren die üblichen Sprachen. Stapelweise holten wir die Kundenakten in den kleinen Büros der Kundenberater ab und führten strenges Protokoll über was. Französisch. im Computersystem "zusammen blieben". Die Arbeit war für mich an und für sich sehr interessant. Dort wurde der Akt von allen Büro-. dass die nun eingescannten Dokumente 1.Stück mit voller Achtsamkeit war nicht drin. Viele Dokumente waren sehr alt oder für die AVOR äusserst knifflig. Es gab 139 .und sonstigen Klammern befreit um dann stapelweise – wenn es geht ohne ein Blatt zu verlieren – in den Scanner gefüttert zu werden. Briefen und auch Grusskarten (der Kunden) oder sonstiges ansammeln. Der Hauptteil meiner Verantwortung lag darin sicherzustellen. Daher war es ideal wenn wir diese Sprachen mehr oder weniger beherrschten. die Arbeitsvorbereitung. tagaus. also nicht geteilt wurden oder in den Weiten der "Bits und Bytes" verloren gingen. musste ich und meine dafür geschulten Teammitglieder ALLE einzelnen Dokumente durchlesen und dann entsprechend dem BAK-Index abschliessend unter der Mandatsnummer elektronisch speichern. Wir konnten darüber nur lachen. 2. Die LGT Treuhand hatte Kunden aus aller Welt. dass sich im Leben einer Stiftung unzählige verschiedene Arten von Belegen. Das letzte was wir nach stundenlangem Aktenwälzen noch machen wollten. Englisch. in unseren Taschen nachschauten ob wir evt. von wem. d. Wir sassen "da unten" im Keller und die Creme de la Creme der Kundenberater plus deren Sachbearbeiterinnen "oben". Heft. war sicher nicht die Arbeit auch noch nach Hause zu nehmen. Aber mit ausreichend Gründlichkeit und Frohsinn schafften wir es tagein. Kundendossiers mitlaufen lassen. in der die LGT Treuhand mit ihren Kunden kommunizierte. der richtigen (original) Mandatsnummer zugeteilt wurden und 3. Das Problem bestand darin.h. das uns jeweils beim Eintreten oder Verlassen des Gebäudes kontrollierte. wann und warum weggetragen wurde. und dies war auch ein Hauptfaktor der sich anbahnenden massiven Zeitverzögerung. Deutsch. Der moderne Scanner hasst alles was nicht die Norm ist. Über den ganzen Zeitraum des Projekts wurde an den Personaleingängen der Treuhand externes Sicherheitspersonal postiert. – das Wichtigste – gemäss dem BAK vollständig indexiert wurden.

Oder – oh Schreck . Der Treuhandkunde. dass die Stiftung direkt oder mittels unterliegenden Offshorefirmen (andere rechtlich eigenständige Gesellschaften aus Liechtenstein oder anderen Steuerparadiesen wie z.B. Der reine Bankkunde in Liechtenstein hat ein oder mehrere Konten direkt bei der Bank selbe. von offizieller deutscher Seite aus) nicht nachvollzogen werden kann. eben der eher Superreiche und/oder Übervorsichtige wählt z. Für diejenigen unter den Lesern. Anstalt oder AG in Liechtenstein besitzen oder wenig Wissen darüber haben. die der Stiftung gehören. oder solche. All diese "Besitztümer" einer Stiftung produzieren eine Flut an Papier. neben den meist beträchtlichen Bankkonten auch Immobilien. dass ein Treuhandkunde eine grössere und intensivere Beziehung zu seinem Kundenberater hat. die keine Stiftung. Der Treuhandkunde transferiert sein Schwarzgeld auf die Konten der Stiftung.solche Akten. die zu 100% bei der Bank zurückbehalten und dort gelagert wird. erhält Auszüge. hier ein paar kurze. als ein „normaler. Panama oder den Britischen Jungfrau Inseln). einfacher‚ direkter 140 . Oft ist es so. wer.B. Dies natürlich auf hoch komplizierten und raffinierten Umwegen.B. Yachten und dergleichen besitzt und kontrolliert. Also der berühmte "Paper-Trail" (nahtlose Nachvollziehbarkeit jeder Transaktion) geköpft wird. Generell kann gesagt werden. Das Beistatut einer Stiftung hält fest. Prinzipiell bleibt er (und andere die er benennen kann) Kraft dem so genannten Beistatut Begünstigter der Stiftung und somit aller Gelder und sonstigen Aktiven. die nur 80 – 100 Einzeldokumente (mit jeweils einer oder mehr Seiten) hatten. Der Stiftungsrat eröffnet im Namen der Stiftung dann die Bankkonten. eine rechtlich eigenständige Liechtensteiner Stiftung aus. Bilder. Nicht das der eine Bankauszug versehentlich beim Kunden oder schlimmer beim Nachbarn in Deutschland im Briefkasten landet. Beim Bankkunden ist alles Schwarzgeld ist im Namen des Kunden auf seinem eigenen Konto gelagert. die bis zu 300 hatten. vereinfachte Erläuterungen: Der Treuhandkunde ist im Vergleich zum reinen Bankkunden ein sehr komplexes Wesen. indem er diese durch die Treuhand gründen lässt. wann.beim Finanzamt. sodass ein direkter (offener) Bezug zwischen ihm und der Stiftung (z. Patente. Belege oder sonstige Bankkorrespondenz. wieso und wie hoch als Begünstigter von dem Vermögen profitieren kann. das wiederum im Akt landet.

noch besser – hier ist ein PEP (Politisch exponierte Persönlichkeit). in den internen Aktenvermerken wieder. Berichtet wurde über Ängste und Bürden.a. keine Steuern bezahlen zu müssen. "Und dieser mit 150 Mio.".B. vor allem wenn es Auswirkungen auf das jeweils aktuelle Beistatut hatte. die sich im Leben der Begünstigten abspielten. dass jedes Dokument zumindest ein Mal genau einer der Untergruppen zugeordnet werden musste. und den Weg via Vermerk in den Akt fanden. Alleine aus den Tausenden verschiedenen oft skurrilen Geschichten. interne Familienstreitigkeiten und Versöhnungen. "Aha< hier ist einer mit 28 Mio. Der BAK war in 12 Hauptgruppen und diese in rund 120 Untergruppen eingeteilt. zwischen der Stiftung und der Bank wo die Konten sind oder der Stiftung und einer Immobilienfirma. 141 . Das bedeutet. Unabwendbar bekam man den Eindruck.Bankkunde. Denn viele Kunden erzählten ihren Kundenberatern auch im Detail wie es "zu Hause" oder "im Geschäft" zu ging. sie sollte es haben. die die Villa in Sardinien betreut etc. d. die längste Luxusreise. dass wir als Treuhand aus dem Leben des Kunden oft mehr wussten als seine Frau. Endlos die Beispiele und all dies fand sich u. Daher hat jede Treuhandfirma (speziell wenn es eine Treuhandabteilung einer Liechtensteiner Bank ist) die höchste Sicherheitsstufe im Umgang mit den Kundendaten. Euro".) hatte schon an und für sich grosses Volumen im Akt. Am Anfang war es noch ein Wettrennen: Wer hat den Akt mit dem dicksten Fisch.h. der letzte Trick um an mehr Geld zu kommen. hier jemand aus dem Umkreis eines Ex-Diktators" etc. Mit der Zeit war diese Art von Schreiben eher langweilig zu lesen. Kinder oder sonstige Familienmitglieder. Eines hatten aber alle gemeinsam: "Sie zahlen für ihre Vermögen in diesen Gesellschaften KEINE Steuer zu Hause!" Dieses Kundenverlangen. das grösste Konto? "Oh< hier ist einer mit 8 Mio. << "Nein. die neuste Anschaffung. dort ein Sportler. stand immer prominent am Anfang jeder Kundenbeziehung und wurde auch als Verkaufsargument für eine Gesellschaft aus Liechtenstein verwendet. könnte ich ein dickes zweites Buch auflegen. Und was wir da alles zu lesen hatten! Die geschäftsbedingte Korrespondenz (z. Dollars". Mit der Zeit wurden wir in unserem Team beim Indexieren der Dokumente immer besser und schneller.

der noch nach seinem Tod "Die Rache ist MEIN" inszeniert haben möchte. Zu Lebzeiten hat er den Stiftungsrat instruiert. Jahre später findet sich ein Vermerk. der aufgeschreckt durch Medienberichte. worauf stand: 142 . Oder Der überängstliche Kunde. in Vaduz sollen sich deutsche Steuerfahnder herumtreiben und Autos mit deutschen Kennzeichen in den Tiefgaragen der diversen Geschäftsgebäude fotografieren.Da war z. Diese hatte aber einen Schwarzafrikaner als Geliebten. auf der anderen Seite des Rheins. Der Stiftungsrat tat was ihm "befohlen" wurde. Der Vater gab dem Stiftungsrat den Auftrag. Oder Der angriffslustige Kunde. seine Frau und Kinder als Zweit-.B.und Viertbegünstigte zu führen. ein rassistischer Kunde. dessen Tochter als Zweitbegünstigte im Beistatut nominiert war (d. seine Tochter im Beistatut zu streichen. Er hatte auch ein versiegeltes B5 -Kuvert seinem Kundenberater übergeben. stirbt). Seine Familie wusste nichts von dem Geld in Vaduz.h. gleich neben der Apotheke Hasler. eben ihr Vater. Auf den ersten Blick erschien seine Stiftung ganz normal. wenn der Aktuelle. im Normalfall wird sie dann Erstbegünstigte. Oder Ein heissblütiger Kunde. Und sich dann sofort danach die Wege trennen sollen. dass die Tochter nun einen "Weissen" als Freund hat und wieder in die Begünstigtenliste eingetragen werden soll. folgende Vereinbarung mit der LGT Treuhand getroffen hatte: Er parkiert sein Fahrzeug in der Schweiz. dass das gesamte Vermögen dieser Frau im Ausland zufallen soll und nicht an die „heimische‚ Ehefrau. Sie hatte ein Bankvermögen von mehreren Millionen Euro. Dritt. nimmt den Linienbus nach Vaduz und trifft sich mit seinem Kundenberater für eine Geldübergabe oder – auszahlung jeweils vor der Toilettentüre im unteren Stockwerk des Restaurants Amman. solange sie diesen Freund hat. der eine geheime Zweitehefrau samt Kind im Ausland hat und im Falle seines Todes will.

dass das ganze Vermögen der Stiftung unverzüglich an die "so-und-so" ausbezahlt werden soll und die Stiftung dann gelöscht werden soll. dass Erstbegünstigte wünschen. zu einer Bank in der Schweiz. Die schriftliche Instruktion im versiegelten Kuvert (na ja. dass er. So kann auch "Kundenpflege" betrieben werden. weil das Stiftungsvermögen gemäss seinen letzten Instruktionen gleichzeitig auch weg von der LGT Bank hätten gehen sollten. seine Frau hätte mit dem Herrn XY und mit dem Herren XZ ein jahrelanges Verhältnis gehabt. Die erwähnte Person. dass sobald die LGT gesicherte Kenntnis über sein Ableben hatte. Was gewöhnlich viel Begeisterung bei der ahnungslosen Familie auslöst. XY zu öffnen – siehe Aktenvermerk vom xx. wenn nachrückende Begünstigte als Kunden von der Treuhand betreut werden und auch die Gelder bei der LGT Bank bleiben. In dem dazu gehörenden Vermerk stand. jetzt war es nicht mehr versiegelt) ist rechtsgültig. Ich hatte dann den Akt auf dem Bildschirm. Nach Absprache mit dem Kundenberater musste ich diese Instruktion aus der Computerdatei löschen und das Original vernichten. Dies darum."Nur im Todesfall von Hr. da sie vom Erstbegünstigten (dem Mann) zu seinen Lebzeiten niedergeschrieben wurde und dem Stiftungsrat vor seinem Ableben zur Aufbewahrung übergeben wurde. Der einzige (ausserhalb der LGT 143 . stammte nicht aus seinem Familienkreis. Was für ein Schock dies wohl für seine Frau und Kinder auslösen wird.xx. Im Schreiben aus dem Kuvert stand. Als Grund gab der Kunde in hässlichen Worten an. gerade Millionäre geworden zu sein. speziell wenn sie Minuten zuvor noch erhofften. Die LGT hat es aber immer lieber. als letzte rechtsverbindliche Instruktion an den Stiftungsrat hiermit anordnet. diese unverzüglich die Witwe und Kinder gemäss üblicher Prozedur kontaktieren und nach Vaduz oder Zürich einladen sollte. Also nach seinem Tode. der nun verstorbene. Es ist nicht ungewöhnlich. dass Ehefrauen und Kinder erst nach Ableben des Stifters von der Existenz einer Stiftung in Vaduz erfahren sollen. In diesem Fall soll dann das versiegelte Kuvert in Anwesenheit der Familie geöffnet und vorgelesen werden. Zudem zählt das Vermögen in der Stiftung rechtlich gesehen nicht zum Erbe des Verstorben. Ein Mitglied meines Teams in der AVOR öffnete aus Versehen dieses Kuvert und bereitete es zusammen mit dem Umschlag zum Scannen vor. Seine Kinder seien auch nicht ehrlich gewesen. die das ganze Geld bekommen soll.1998".

persönlich kannte. waren jene Kundenmandate. sei es z. wo buchstäblich sofort erkennbar war. war . deren Begünstigte ungefähr zur selben Zeit im Zusammenhang mit einer grossen europäischen Firmenpleite standen.oder Treuhandkunden in Liechtenstein absolut kein Strafbestand oder Vergehen ist. Nach dem "Aktenstudium" tausender deutscher Kundendossiers fühlten wir uns in meinem Team wie abgeklärte Psychologen. dass Steuerhinterziehung im Heimatland des (ausländischen) Bank. die eindeutig über das "normale Mass" (wenn ich mal so sagen kann) der reinen Beihilfe zur Steuerhinterziehen hinausgehen.um es grausig auszudrücken . Wir im Team wären dank unserer Erkenntnisse jede Wette eingegangen. sagten wir uns – die Kohle hier in Vaduz hatte man mal wieder nicht entdeckt".Treuhand). Es ist ja allgemein bekannt. Was mich besonders überrascht hat. um es einem Index zuordnen zu können). dachten wir uns. Die vier oben kurz veranschaulichten Beispiele waren für uns damals eher Anlass für riesiges Gelächter. war es uns möglich. die über illegale Aktionen Auskunft geben. Nicht dass ich die Personen. Bemerkungen und Erklärungen protokollieren. weil wir einen sehr tiefen Einblick in die Seele und "Sorgen" des Reichen Deutschen erhalten hatten. Transaktionen und damit deren Zusammenhänge schnell zu erkennen (wir mussten ja jedes Blatt lesen. der vom ursprünglichen Plan wusste. aus der Politik. als wenn die Kundenberater in ihren selbst angefertigten oder angeordneten internen Aktenvermerken schwarz auf weiss. Schade für die Gläubiger. Der würde ja aber dann schon tot sein. sprich Mandate über Jahre betreute. dass sehr unsaubere Geschäfte getätigt wurden und werden. der uns allen aus den Medien bekannt war. Hinweise. dass es bei mindestens der Hälfte aller Mandate – würden 144 . manchmal ganz klar. alle Abläufe.B. Was kann es dümmeres geben. die als Begünstige hinter einer solchen Briefkastenfirma stehen. Nein.der Kunde selber. war die Tatsache. Wirtschaft oder aus aktuellen oder vergangenen Gerichtskriminalfällen. dass die LGT (!) so viele "Leichen im Keller hatte". "Aha!". oft etwas in der speziellen Treuhandsprache verschleiert. Zum Beispiel hatte ich einen Akt vor mir. Natürlich tauchte ab und zu ein Name in den Unterlagen als Begünstigter auf. Worauf wir alle aber vor Seiten der LGT nicht vorbereitet wurden. Da wir in unserem Team den gesamten Akt nach dem Scannen vor uns auf dem Bildschirm abrufen konnten.

dass z. Dies bewusst und unbewusst. dass Hans-Adam.99 Prozent NICHT in Liechtenstein beginnen. wer immer schon. Wir wussten alle. weiss man doch: "Irgendwann fliegt andauernd etwas auf!".sie öffentlich bekannt gemacht . Weil sie natürlich wissen. es war und ist ja Allgemeinwissen im Ländle.und Bankenbusiness sind. Mein Gott. auf Grund der sehr lahmen Anwendung der eigentlich guten Sorgfaltspflicht und anderer bestehender Gesetze. die Öffentlichkeit (Medien etc) nie die vollständigen Unterlagen zu einem solchen Fall 145 . Um diese Kundschaft kümmert sich speziell in Vaduz zum Beispiel die Sinitus Treuhand. Dr. die Russen nicht gerne bei der LGT als Kunden gesehen werden. gedacht. Was soll jetzt als Entschuldigung für die LGT herhalten? ° Dass viele dieser Mandate vor dem Inkrafttreten der strengeren Sorgfaltspflichtgesetze angenommen wurden? Diese lumpige Ausrede wurde in den vergangenen Jahren immer und immer wieder von Liechtenstein verwendet."böse.B. Etwas Besseres fällt denen nie ein. damals und heute die Schwarzen Schafe im Treuhand. die illegale Geschäfte tätigen und dies auch unter Mithilfe oder Tolerierung der LGT Treuhand und der LGT Bank. . Nach den immer wieder aufkommenden Skandalen. das Letzte mal im Februar 2009. aber man findet sie dennoch alljährlich in irgendwelchen Untersuchungsberichten diverser ausländischer Strafverfolgungsbehörden vom "around the Globe" wieder. als ultimativer Besitzer der LGT Gruppe. Batliner). ein solches Reputations-Risiko eingehen würde. Sie ändern zwar oft ihren Firmennamen.w. Aber die LGT ? ? ? !!!! Nie hätte ich und andere im meinem Team. Dr. die Serica Bank oder First Advisory (ehem.s. böse Überraschungen" geben würde. deren Enthüllung zu 99. dass. sollte eine Leiche unerwartet an die Oberfläche gelangen. die mit der Liechtensteiner Finanzlandschaft vertraut waren. u. indem er Kunden in seinen Büchern stehen hat.

B. sehr.haben wird. dann muss diese Formel herhalten: "Was bei denen im Ausland als kriminell gilt. 146 .B. müsste man in Vaduz der Sache auch nachgehen. Auch wenn es um andere Vorwürfe aus dem Ausland geht. wäre nach dem Wortlaut des Gesetztes auch dann eine Strafverfolgung. wenn die Tat in der Zeit davor passierte. Hätte bloss das Ausland mehr Glück und könnte viel öfter selber auf Unterlagen über eine Verbindung zwischen einer Straftat in ihrem Land und einem Vermögen in Vaduz stossen. Quasi sei eine Strafverfolgung (wegen der Geldwäscherei) aus Liechtensteiner Sicht leider nicht mehr möglich. weil die den Bankvermögen zugrunde liegenden (Erst)Straftaten (z. Die einfache Steuerhinterziehung meine ich damit gar nicht. dass die meisten Straftaten (der LGT Kundschaft) im Zeitraum der neuen. ausnahmslos im Ausland begangen wurden und dort die Fristen praktisch in allen bekannten Fällen noch nicht abgelaufen waren. also der Kunde weiterhin illegale Geschäfte mit oder ohne Wissen der LGT getätigt hatte oder noch tätigt. dann könnte es mit diesem Material die Liechtensteiner um Hilfe bitten. wo noch die schwachen Sorgfaltspflichtgesetze galten. wie ich in den folgenden Kapiteln beweisen kann. Abgesehen davon. dass die schmutzigen Geschäfte der Stiftung oder Anstalt etc. sehr flexibel. Egal ob das Mandat noch aktiv ist. Dies darum. ° Das auf Grund der Auffassungsgabe der LGT über das was "kriminell" ist und was nicht. Eben. auch wenn es detaillierte Kenntnisse über die übelsten Straftaten erlangt. Betrug). Streng genommen macht dies keinen Unterschied. oder zumindest eine Strafuntersuchung zu beginnen. muss nicht unbedingt bei uns so sein". Korruption oder Betrug auch geahndet werden. angeblich aus einer Zeit stammen. ist Liechtenstein in der Interpretation was eine Straftat ist und was nicht. da die Fristen in Liechtenstein dafür abgelaufen wären. Korruption. Deswegen kann die betroffene Bank oder Treuhandfirma behaupten. Und da in Liechtenstein eine Einzelstraftat wie z. keine "Leichen" erkennbar waren oder sind? Haben die in Vaduz mit der ersten Ausrede keinen Erfolg. also Liechtenstein den Vorfall oder Skandal für die Medien "zurückdatiert". hätten sie bloss! Liechtenstein agiert praktisch nie von sich aus. strengeren Sorgfaltspflichtgesetzte vollbracht wurden.

wenn man auf die "Räume mit den Leichen" stossen sollte. dass er "von nichts" wusste. Ausdrücklich nicht mehr seit dem 7. Einer von ihnen.M. Beide Teammitarbeiter wurden durch Neue ersetzt. es war ein Jurastudent. Das Arbeitsklima bei der Treuhand war sehr gut. "Schweigen ist pures Gold". Man kann also festhalten. egal ob mit 147 . Feuerstein über die falsche Moral der LGT im Allgemeinen und der Liechtensteiner Finanzwelt im Bezug auf die schmutzigen Mandate. zusammen mit den Besitzern der Gruppe. Die LGT Führung hatte nicht nur mir gesagt. Prinz Maximilian N. Schon nach einem Monat hatten zwei junge Mitarbeiter keine Lust mehr. Für sie ist es ein Job wie jeder andere auch. Sein Bruder. einschliesslich "die blinde Kuh dazu" und man ist vollkommen? Dies war leider die Wahrheit. dass sich Hans-Adam nicht damit herausreden kann. Man darf aber die einfachen Mitarbeiter bei der LGT Treuhand. Wegen dem Haftbefehl. Im Befehlston wurde uns gesagt: Dokument lesen – Dokument indexieren – und die Klappe halten! Basta. eben HansAdam und seine Familie. Prinz Philipp Erasmus war bis im Sommer 2006 der CEO der LGT Gruppe. der LGT Bank oder jeder anderen Treuhand oder Bank jetzt nicht verdammen. Januar 2003 – siehe Kapitel 7. Ein Ausflug in die Schweiz. wurde ich von der Rechtsabteilung gefragt. wurde dann auf den Stuhl des Vorstandsvorsitzenden beordert und der neue CEO wurde der zweitälteste Sohn von Hans-Adam.naiv genug waren wir ja – mit Fragen über solche Kunden bedrängte. ob ich mitgehen wolle. Ich war nicht der Einzige aus dem Team der die Leitung der Treuhand bei der wöchentlichen Sitzung . wie bei vielen anderen Betrieben wurden Mitarbeiterausflüge in die Schweiz oder nach Österreich durchgeführt. Sobald ein Betriebsausflug ins Ausland bevorstand. Schlussendlich trägt die Leitung die Verantwortung.° Das intern eine Art Dogma gilt: "Reden ist der schnelle Tod". Sie kündigten und mussten sofort gehen. solches mitzumachen. Uns wurde schnell klar gemacht. "dumme Fragen" zu stellen. dass es nicht unsere Aufgebe sei. hatte sogar ein heisses Streitgespräch mit dem Dir. dass man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen soll.

Mit Mühe und Not schafften wir es im Keller. Das alte Bürogebäude. Jeden Monat drei oder vier Mal. wie ich. Ich hatte nie eine sehr innige Beziehung zu ihm. Der Umzug stand vor der Türe. im Städtle 18. Manchmal bin ich auch in die Kanzlei meines RA nach Feldkirch gefahren. den Heimatort Mauren eingetragen. Sind die Grenzbeamten überhaupt präsent. Einen emotionalen Dämpfer war der unerwartete Tod meines Vaters Anfang 2001. fristgerecht die aktiven Mandate einzuscannen und die Papierakten von Unnötigem zu befreien (z. war kein Problem. 148 . März 2001 offiziell zu Ende. Er war sehr bekannt und beliebt in Liechtenstein. Ich bin auch heilfroh. auf allen Bühnen verbrauchte viel meiner Energie. um auch die inaktiven. Ein Grenzbeamter steigt zwar in den Bus ein. Mein gleichzeitiger Kampf gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. nicht miterleben musste. wollen sie die Identitätskarte sehen. Wir gingen essen oder einfach einen Kaffee trinken. alten Mandate via AVOR zum Scannen zu bringen und zu indexieren. Auch fuhr ich oft mit dem Linienbus über die grosse Grenze Schellenberg / Feldkirch nach Österreich. trotzdem habe ich bei der LTG immer volle Leistung gebracht und meine Vorgesetzten lobten mich sehr. Die Grenze ist von Balzers bis nach Ruggell offen. gehörte nicht der Treuhand und wurde von den Besitzern schon weitervermietet. Ich bin in meiner Freizeit oft mit dem Mountainbike oder dem Auto in die Schweiz gefahren. Wird man aber angehalten. da die Benutzung dieses abgelegenen Grenzübergangs "als einer aus Mauren" den Beamten logisch erschien. Ein Jahr zuvor erhielt er die Diagnose Krebs. dann winken sie einen oft durch. aber seit meiner Rückkehr aus Südamerika sahen wir uns regelmässig. sofern es die extern angeheuerten Mitarbeiter betraf. Das Projekt e-Doc.Firma oder Privat. war am 31. Es war keine Zeitreserve mehr vorhanden. Hat man darin. Es wurden mir auch nie irgendwelche Verordnungen oder Reiserestriktionen von Seiten Liechtenstein auferlegt. Schon kurz nach Argentinien verdrängte ich die eigentlich kleine Gefahr wegen des Haftbefehls dort Ärger zu bekommen. Bei einem Betriebsausflug meines Teams nach Feldkirch bin ich einfach mit dem eigenen Auto via meiner Heimatgemeinde Mauren über die kleine Grenze dort nach Österreich gefahren. dass er all dies was in 2003 und später passiert ist. Ferienansichtskarten der Kunden).B. wirft einen Blick auf die ID-Karten oder Pässe und das war’s auch schon. wird man gleich weiter gelassen.

Sicherheitstechnisch waren wir auf den neusten Stand. in welchem Index ein Dokument abzuspeichern sei. Heute noch. Trotzdem waren die Treuhandmitarbeiter fortwährend erstaunt. Schon seit Anfang des Jahres 2001 wurden systematisch alle Treuhandmitarbeiter. Die Sachbearbeiterin auf diejenigen. Meine Kurse waren sehr beliebt. ALLE Mitarbeiter auf eine LINIE zu bringen. die verbliebenen aus dem e-DocTeam.Drei aus meinem Team. März 2001 von der LGT direkt übernommen und wir alle bekamen unbefristete Arbeitsverträge. Und ich. Zürich und Lugano die zwei. Zugriffsmässig wurde das neue System analog dem Alten ausgelegt. erinnere ich mich bildlich noch immer seitenweise an Hunderte von Stiftungen und deren wahnsinnige Geschichten. mittendrin als Allrounder und Problemlöser für alle. Das heisst. die sich seit Jahren mit dem Kunden austauschten. die sie betreuten. Die Direktion hatte logischerweise Zugriff auf alle Mandate. in gefrässigen Papiervernichtungsmaschinen 149 . eine Jurastudentin. Oder die heiklen Mandate.bis dreitägigen Lehrgänge mit jeweils einer bis drei Personen pro Gruppe bei mir in Vaduz absolvierten. Der Kern des Problems lag darin. als wir auf Anhieb Details aus Stiftungen erzählen konnten. die intern Zugriff auf die elektronischen Kundendateien wünschten. Interessanterweise hatten wir drei. Es dauerte über 12 Monate bis alle der fast 100 Mitarbeiter aus Vaduz. von wenigen Ausnahmen abgesehen. hatte ständig den vollen Zugriff. Ich war sehr stolz darauf. Ich durfte die dafür notwendigen Unterlagen in Eigenregie herstellen und auch jeweils die neuste Version des BAKs. Bei den aktiven Mandaten wurden alle Papierdokumente. die sie selber betreuten. ein Fachmann und ich wurden per 29. Natürlich hatten wir den Inhalt der fast 4000 Mandate nicht auswendig im Kopf abrufen können. einschliesslich der Direktion sowie jene Vorstandsmitglieder der Treuhand. Dies galt auch für die Mitarbeiter der IT-Abteilung. die auffällig noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt sind. im Umgang mit dem neuen System geschult. Die von Klaus Zumwinkel fällt mir da gerade ein. dem Belegartenkatalogs. die Kundenberater hatten nur Computerzugriff auf jene Mandate. obwohl ich die Firma seit mehr als sieben Jahren verlassen habe. als die eigentlichen Kundenbetreuer. oft heiter und äusserst abwechslungsreich. ein unglaubliches mentales Lexikon über mehr Mandate in uns gespeichert. da jeder und jede seine/ihre eigene Vorstellung davon hatte. Die Schulung wurde mir aufgetragen.

nicht bei uns. wurden sie von eigenen Mitarbeitern per Firmenwagen in die Müllverbrennungsanlage Buchs. Die Schlüssel dafür hatte ich auch. 1000 Grad heisse Flamme werfen. Nach Voranmeldung kann man. wurden im alten Gebäude (mit Zugang von Aussen durch eine Stahltüre) auf drei Kellerräume verteilt aufbewahrt. dass ich 100 Mal schneller den Akt im dort vorherrschenden. Ich gestehe. Aber sie wussten. Der Zugang zu allen internen und externen Türen im ganzen neuen Gebäude war mittels elektronischen Schlüssels geregelt. Manchmal wurde ich von Kundenberatern oder gar vom Direktor gebeten. ca. der vor allem von Banken und den Treuhändern gerne in Anspruch genommen wird. eine bestimmte Seite oder einen Sonderfall aus einem alten Akt herauszusuchen. hätten auch selber dorthin gehen können. die nicht verbrannt werden sollten. Die Stiftungen lebten ja oft weiter. sich bündelweise die verrücktesten Mandate durchzulesen. Das jemand danach fragte. 150 . lag daran. Der Zugang dazu wurde elektronisch gesichert. Dort gibt es einen speziellen Dienst. In Plastiksäcke abgefüllt. dass ab und zu aus juristischen Gründen alte Geschichten exhumiert werden mussten. chaotischen alten Archivierungszustand finden würde. von oben nach unten und von hinten nach vorne bewegen musste. um endlich an eine gesuchte Stiftung zu kommen. haben wir im begehbaren Panzerschrank im 3. wo ich Stunden im Keller Akten von links nach rechts. Das Set jener Dokumente. Es gab Tage. dass es häufig berauschend war. so glaube ich. Die LGT mietete diese Räume weiterhin. Bei Wechsel des Treuhänders wird nicht immer die ganze Mappe dem neuen Treuhänder übergeben. Insbesondere passierte dies dann. natürlich mit Ausnahme des Chefs. die ja aus Zeitmangel nicht eingescannt worden waren. aber bei anderen Treuhändern. Wir hatten keine Zeit mehr. diese Akten auch auszusortieren. Die dicken Mappen der inaktiven Mandate. In "Null Komma Nix" sind verfängliche Dokumente in Rauch aufgegangen. Schweiz gefahren. eine kleine Seitenöffnung im Ofen benutzten und dort die Papierschnitzel direkt in die.zum Verschwinden gebracht. Mein Schlüssel öffnete mir fast alle Türen. Die Kundenberater. wenn mein Auftrag darin bestand. zusammen mit einem Mitarbeiter der Anlage. Stockwerk des neuen Büros pingelig genau und sauber eingelagert. einen bestimmten alten Akt in jenen Kellerräumen heraus zu graben.

vertraute den Leute seiner LGT Treuhand so sehr. Hans-Adam. wo mehr Leichen verwaltet werden. Die über 29 bei uns verwalteten Gesellschaften. das auch die Mutter aller Stiftungen. Na ja.Zum Glück waren solche Anstrengungen und Trips in alte. Man arbeitete nicht bei einer x-beliebigen Treuhandbude. wenn man auf ehemalige Arbeitskollegen traf. dass die meisten der persönlichen Stiftungen der Mitglieder der Fürstenfamilie auch bei der Treuhand verwaltet wurden. die "Fürst von Liechtenstein Stiftung" verwaltet. die jetzt bei anderen Treuhändern oder einer anderen Bank arbeiteten. wo es nur besser sei. die klar der Familie zuzuordnen sind. nein! Bei der Fürstlichen Treuhand. Gegenseitig wurde man ausgequetscht um in Erfahrung zu bringen. umso weniger regte ich mich über einzelne. eher geheime Büro mit Sitz an der Herrengasse in Vaduz. Man kennt sich. Berufsbedingt hatte ich alle Akten dieser Stiftungen durchgelesen und indexiert. delegieren können. Je länger ich bei der Treuhand arbeitete. Unterhaltsam wurde es dann. 151 . Mal geizen sie und manchmal sind sie generös. war auch wie ein Statussymbol. dass diese Persönlichkeiten bei seiner Firma Kunden sind oder jene Millionen bei seiner Firma verwaltet werden. heisse Mandate auf. Bei der LGT zu arbeiten. indem er erzählt. Es sind Menschen wie du und ich. Ab und zu versuchte einer aufzutrumpfen. Die Welt der Treuhandmitarbeiter in Liechtenstein ist klein. als verschwiegener und äusserst auf Diskretion bedachter Führer. Beim Feierabendbier oder Cola wurde zwanglos über die neusten Mandate oder Skandale geredet. etwas Leichengeruch hatte die eine oder andere Stiftung schon. Dieser Stiftung gehört alles was Hans-Adam und sein Clan besitzt. Dies war für ihn nicht zwingend oder logisch notwendig. Mal streiten sie. dunkle Kellerräume bei den aktiven Mandaten dank des neuen Systems nicht mehr notwendig. Er hätte die Mandatsleitung auch an jenes. beinhalteten im Vergleich zu anderen superreichen Kunden nichts Aussergewöhnliches oder Spektakuläres.

-). schwerer Erpressung. Nötigung und Körperverletzung stehen und ein Kriminalgericht einberufen würde. ja eigentlich von Seiten der STA überzeugt worden. Damit meine ich nicht eine Richtungsänderung wonach ich die STA und das LG Vaduz links liegen lassen würde und selber Hand an die Verbrecher legen würde. Nie habe ich aber Anlass dazu gegeben. dass die Gerechtigkeit siegen wird und dies das Jahr sein wird. eben rücksichtslose Rache ausüben würde.KAPITEL 6 Heiligsprechung unter Vollnarkose Das Jahr 2002 begann eigentlich wie jedes der fünf vorhergehenden Jahre. wie schon lange nicht mehr. Deswegen hatte ich mich entschlossen. Meine Arbeit bei der LGT Treuhand erfüllte mich sehr und ich hatte. Beharrlich hielt ich den UR Dr. dass sich irgendetwas drastisch an den über die Jahre hinweg vorgezeichneten Pfaden ändern würde. wenn auch nicht optimales Leben zu führen. dass in diesem Jahr 2002 die anspruchsvolle Anklage wegen schwerer Entführung. Dass Gerechtigkeit geschehen werde und ich meine ganze Energie auf diese kommenden wichtigen Wochen 152 . in dem die Verbrecher vor ein Kriminalgericht gestellt werden. was sich im Oktober 2002 abspielen werde. Sogar in Sachen Herzblatt hatte ich Glück und wunderschönen Zeiten erleben können. dass dies mein ausgewählter Weg zur Gerechtigkeit sein oder werden sollte. das Gefühl ein normales. kann jeder wirklich nachvollziehen. um mich zu 1000-prozentig darauf zu konzentrieren. genährt von meinem unerschöpflichem Optimismus und dem Glauben. Ganz im Gegenteil. ich war so felsenfest davon überzeugt. dass ich mich zumindest gedanklich mit "ebenbürtiger" Rache – auch als Teil meiner eigenen Therapie – auseinandersetzten musste. Paul Meier und die STA über die allerdings immer weniger werdenden Neuigkeiten in Sachen Argentinien oder Spanien auf dem Laufenden. Dies war wohl der Anfang vom Ende meines ehrlichen Kampfes um die Gerechtigkeit. muss sich mein Unterbewusstsein vorerst unbemerkt schleichend in eine andere Richtung orientiert haben. nachdem was ich in Argentinien durchstehen musste. Dem Rechtsdienst der LTV erzählte ich dann voller Zuversicht. Natürlich. schwerer Freiheitsberaubung. Obwohl es für mich absolut keine Anzeichen gab. Ein dicker Kuss nach Zürich . die Arbeitsstelle bei Treuhand zu kündigen.

. dass dafür meine ganze Energie gebraucht wird und ich darum die Arbeitsstelle fristgerecht. dass mein Aufgabengebiet (e-doc) eine gute Eigendynamik entwickelt hat: ° das e-doc-Organisation steht. empfahlen sie mir. ° alle MitarbeiterInnen sind bis ins Detail geschult. An die Geschäftsleitung der LGT Treuhand AG. die neues Wissen vermitteln und die Persönlichkeit formen. In den letzten Wochen habe ich mir Gedanken gemacht. November 2002 kündige. 153 .2002 dem Personaldienst der LGT. Sehr geehrter VR Werner Orvati. das wollte ich auch nicht.. Denn rein gar nichts schreiben. Es ist mir nicht leicht gefallen! Auflösung des Dienstverhältnisses. Da ich natürlich nichts im Kündigungsschreiben über meinen juristischen Kampf erwähnen konnte und wollte. Z. neue.. setzte ich folgendes Schreiben auf und sendete diese am 29. Nach reifer Überlegung bin ich zum Schluss gekommen. Der diesbezügliche Markt ist sehr gross und die Auswahl keine leichte Aufgabe.. Mit meinen jungen 37 Jahren sehe ich noch die Kraft und Möglichkeit meinen Wissens-Horizont im grösseren Stil zu erweitern. schwierigere Sprachen zu erlernen und auch Kurse/Schulen zu besuchen. Vaduz.. August 2002 Sehr geehrter Herr Dr. dass ich mich ausserhalb der Firma weiterbilden möchte. Der errechnete Zeitaufwand für die in Frage kommende Neuorientierung ist beachtlich. dass ich gehen wollte und versuchten mich zum Bleiben zu überreden. Niemand ist unersetzbar . wie ich meine Freizeit sinnvoll mit persönlicher und beruflicher Weiterbildung ausfüllen kann. Sie waren enttäuscht. Meine Hauptaufgabe bei der Treuhand war erfüllt: alle Mitarbeiter waren auf dem neusten Stand der internen Schulung und auch alle dazu notwendigen Unterlagen waren up-to-date.und Monate konzentrieren wollte. Man kann heute feststellen. Ich sagte ihnen.das gilt auch für mich. quasi nur einen Einzeiler. Nicola Feuerstein. unter Einhaltung der 3-monatigen Kündigungsfrist auf den 30. Sehr geehrte Herren der Geschäftsleitung. den 29. dass ich unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende November 2002 die Firma verlassen wollte. einfach hineinzuschreiben. Nach Absprache mit ihnen..08. ° Der neue BAK ist in Kraft.B.

Es sieht einfach für sie besser aus. dass für die noch nicht verkauften Wohnungen (also auch diejenige. nach dem Ausbruch des Skandals Mitte Februar 2008. Sie kündigten mir deshalb und wir vereinbarten. Auch im Sommer 2002 wurden alle Bewohnern des Hauses Neue Churerstrasse 27 in Balzers von der neuen Hausverwaltung informiert. Meine Wohnung wurde von einem netten italienischen Ehepaar mit zwei Kindern. bis Ende November 2002 durch. selbstverständlich werde ich bis zu meinem letzten Arbeitstag zu 100 % mithelfen. Ich wünsche allen gute Geschäfte und vor allem Gesundheit. Nicola Feuerstein. sie könnten in ihrer jetzigen Mietwohnung noch bis Ende Februar 2003 154 . Alle Mitarbeiter der LGT Treuhand waren über meine Kündigung erstaunt und viele fanden es schade.) Heinrich (HENRY) Kieber Die nun von Hans-Adam und anderer diversen Liechtensteiner Seiten im Februar. Ob Sie nun die Stelle neu besetzten oder die Aufgaben auf bestehende MA verteilen. dass die Übergabe nach Ihren Wünschen und Vorstellungen über die Bühne geht. die LGT Treuhand hätte mir gekündigt. Ich war. das schon lange in Liechtenstein wohnte.° Die Bereinigung der MAN ist voll im Gang ° Die e-doc-Unterlagen sind up-to-date. in der ich seit Jahren wohnte) endlich Käufer gefunden worden waren. ein aufgeweckter "bunter Hund". Ich arbeitete noch die vollen DREI Monate der Kündigungsfrist. oder ich wäre (ohne Kündigung) ins "Ausland abgetaucht" ist falsch und eine Lüge. Sie sagten. dass ich spätestens bis Ende Dezember 2002 ausziehen werde. Auch allen Anderen danke ich für das Vertrauen und für den gezeigten Führungsstil. Hiermit möchte ich auch meinen Dank speziell an Dr. wie mein Ex-Chef einmal sagte. berufsbedingt viermal zurück ins Büro zur Unterstützung in Sachen e-Doc gerufen worden. Glück und Zufriedenheit. Dr. Und war abermals zusätzlich im Dezember 2002. für den Eigengebrauch gekauft. (gez. VR Werner Orvati. Wolfgang Bösch aussprechen. März 2008 gemachten Behauptung. Natürlich kann ich deren Entstellung der Wahrheit nachvollziehen. Pius Schlachter. dass ich für fast 2 Jahre Teil dieser LGT Familie sein durfte.

Ich machte mir wiederum keine Sorgen. Meier die Kopien der Einvernahme des Ehepaars Roegele holen. Ich war sehr erleichtert und dankte ihm tausendmal dafür. Sie wurden deswegen überhaupt nicht einvernommen. gar kein Problem. Die Obergerichtssitzung am 03. denn ich wusste ja. dass Haun schon zu Mittagessen gegangen sei. dem (Spanien-) Fall in Vaduz gegen mich und nicht eine Einvernahme im 101er. Ich teilte ihm mit. er könne das für mich tun. Sie gab mir eine Kopie in die Hand. Im Gang traf mich der Schlag! Es war eine Aussage von Helmut und seiner Frau im 140er. Eine Männerstimme sagte mir über die Gegensprechanlage. Das Ehepaar war im Oktober zur nächsten Runde im Zivilprozess angereist. In der Hektik und da emotional zu aufgewühlt hatte ich das Deckblatt nicht gleich gelesen. Ich war ausser mir! Mein Zorn war nicht zu bändigen! Ich rannte sofort quer durch Vaduz zum Haus der STA rüber und klingelte. Über eine mögliche angeordnete Inhaftnahme konnte er mir aus beruflichen Gründen leider nichts verraten. Ich musste mich beruhigen. Ich dankte dem Staatsanwalt wie immer für seine Mühe und er hat mir wortwörtlich zugesagt. Oktober war nicht-öffentlich. Er sagte sogar. dem (Argentinien-) Fall gegen Helmut & Co. Und auch ohne Beisein der Parteien. Dies war besser so – für mich. Circa zehn bis 14 Tage später wollte ich bei der Sekretärin des UR Dr. dass es jetzt endlich. dass es im Oktober 2002 wohl die letzte Möglichkeit wäre. da beide vermutlich zur Verhandlung nach Vaduz kommen würden. endlich vorwärts ginge. Es war ein oder zwei Minuten vor 12 Uhr Mittags. Die Anklage würde dem Paar dann ausgehändigt. habe ich sofort den Staatsanwalt Haun angerufen. Helmut Roegele nochmals und seine Frau erstmals als Beschuldigte wegen Argentinien durch den UR befragen zu lassen. Als im August 2002 der Termin für die Obergerichtsverhandlung in der Zivilsache bekannt gegeben wurde. Ich musste mich beruhigen! Ich musste mich verdammt noch mal beruhigen! Mir wurde ganz schlecht! Aber warum hat er mich angelogen? Warum hat er 155 .bleiben und dass sie einen Umzug in ihre neu gekaufte Wohnung im Januar/Februar 2003 planten. Helmut und seine Frau wegen Argentinien festzunehmen und endlich richtig einzuvernehmen. dass sie jetzt definitiv wegen Argentinien einvernommen werden sollten und dass die Anklage druckfrisch kommen würde.

Meine Augen begingen zu schimmern und der Kopf wurde schwer. dass die STA das Strafverfahren (101er) gegen alle Beteiligten im Argentinienfall eingestellt hatte. warum STA Haun.02 datiert und von STA Haun unterschrieben. was läuft und was nicht. konnte ich es so organisieren. wenn die STA in ihrem eigenen.11. nicht-öffentlichem "Fallbuch" die Gründe einträgt.gesagt. Ich musste zwei dicke Kuverts (per Einschreiben) vom Gericht aus Vaduz abholen. Ein weiterer Tiefschlag. mich verbissen wegen Barcelona verurteilt sehen möchte. am 8. Ich ging mit meinem RA sofort wieder in die Berufung. er würde Helmut & Co. Die STA muss gemäss Gesetzt niemandem den Grund angeben. datiert auch vom 7. Der eine Umschlag enthielt eine fixfertige Anklage (140er) gegen mich (Wohnungskauf in Spanien 1996). Nur Gott weiss genau.11. Im November 2002. er ist nicht dazu verpflichtet mir Auskunft darüber zu geben. Einiges deutet auf ein falsches Spiel der STA hin: Fakt ist.02 per Post zu mir nach Hause: Verloren. dieses mal an den Obersten Gerichtshof in Vaduz. er könne das für mich tun.02. Obwohl ich einen RA hatte. Meier. oder 9. Ohne Angabe von Gründen. Für mich war die Welt am Ende! Die Scheiss STA! Warum keine Anklage im 101er? Warum der 101er eingestellt? Was heisst ohne Grund? Warum ich angeklagt? Wie konnten sie nur? Diese Lügner. dass das Gericht mir die Post direkt schickte. Ich war sprachlos. Darin musste er mir auf Anordnung des STA Haun mitteilen. wenn er in Wahrheit nichts getan hat? Er hätte es nicht sagen müssen. Einige Tage später kam das Urteil des Obergerichtes vom 3. vom Teufel geritten. Mir wurde übel und ich konnte die Zeilen in der Anklage nicht klar lesen. Dieses Buch wird bei der STA verwahrt. Es genügt. Er war der Staatsankläger. dass die spanische Justiz zwei mal die Bitte (offizielle Anträge) des UR Dr. Meier 156 . Jedes Mal wurde ich von einer Sekretärin dort vertröstet und aufgefordert am nächsten Tag anzurufen. warum sie einen Fall einstellt. Die Anklage war mit 7. bekam ich eine Abholaufforderung der Post in Balzers. es ginge vorwärts.10. Ich rief dann sicher 30 Mal die Büronummer von STA Haun an. Das andere Kuvert enthielt einen zwei Seiten langen Brief vom UR Dr. mit der Anklage in die Mangel nehmen. Immer ohne Erfolg.

ihren Fall nach Vaduz abzugeben. Das wäre das "Logischte" gewesen. der Verbrecher Helmut Roegele. hatte Helmut das ureigenste Interesse daran. hat nie ein Gesuch gestellt oder den Wunsch gegenüber der Justiz in Liechtenstein oder in Spanien geäussert.um die Abtretung des Falls an das Gericht des ständigen Wohnsitz des Beklagten. Für ihn war es lebensnotwendig. Obwohl ich mich (bis zur "dicken Post" an Hans-Adam im Januar 2003 . dass sich der LR Oehri mit dem STA Haun ständig abgesprochen haben musste und dass sie auch die Entwicklungen in beiden hängigen Gerichtsfällen (Zivil und Straf) in Vaduz gemeinsam orchestrierten. Denn nur wenn ich weiterhin in meiner juristischen Verteidigung geschwächt und persönlich in meiner Mobilität eingeschränkt bliebe. es wäre logisch gewesen. Rückblickend weiss ich ganz genau warum man dies so wollte: Ich wurde der Liechtensteiner Justiz immer lästiger. Es bestand also nie ein Antrag von irgendwelcher Seite an die STA in Vaduz. Da dies nicht der Fall war. die schwerwiegende juristische Konsequenzen für mich bedeuteten (ganz zu schweigen von den Demütigungen). dass der Haftbefehl gegen mich aufrechterhalten blieb.siehe nächstes Kapitel) gegenüber der ganzen Justiz gegenüber immer korrekt und anständig verhalten hatte. abgelehnt hatte. Weder hatte ich die Fassung verloren noch mich beschwert. nämlich das LG Vaduz in Liechtenstein. Ein weiteres Faktum ist: Der Kläger in Spanien. Meine Unterlagen. Eine solche Möglichkeit würde das entsprechende europäische Abkommen ausdrücklich vorsehen. Nie wurden sie aber gewürdigt! 157 . Trotzdem war Herr Haun scharf auf eine Anklage gegen mich. Er und sein RA in Vaduz kannten seit Sommer 1997 mein offizielle Adresse. Ja. wenn sich der LR und vor allem die STA von Anfang an etliche offenkundige Fehler leisteten. könnte mein Kampf um eine Strafanklage gegen die Täter aus Argentinien beeinträchtigt werden. Erst dann wurde mir langsam bewusst. wurde ich von Seiten des LR Oehri und speziell seitens der STA wie der letzte Dreck behandelt. dass er eine Strafverfolgung meinerseits wegen des Wohnungskaufs 1996 in Barcelona hier beim LG Vaduz haben möchte. die zum Himmel schreienden Beweise werden einfach nicht gelesen! Und wenn dann nur oberflächlich. hätte sich die ganze Sache in Barcelona (Wohnungskauf) und in Argentinien nach der Version von Helmut ereignet. ein Strafverfahren wegen des Wohnungskaufs in Vaduz durchzuführen. Obwohl dies so war. dass die Spanier nicht auf die Idee kommen würden.

Und warum hat man meine anderen Angaben zum Inneren des Turm. Wo sind seine Bemühungen vermerkt? Nichts hat er gemacht. so hat eigentlich der STA Haun nichts gemacht. siehe nächstes Kapitel): Wenn man den Akteninhalt des 101er ansieht. ich hätte f r e i w i l l i g. Wenn da ein halbwegs normal funktionierender Staatsanwalt keine starken Gründe für eine Anklageerhebung sieht.überweisen bzw. Gemäss StPO muss die STA sogar Anklage erheben. vor allem einem Staatsanwalt.-. überlassen wollen??? Das ist eine völlig absurde Behauptung seitens der Täter. springt ein weiterer Beweis jedem. In meinem Fall waren die involvierten Staatsanwälte nicht dumm. Herr Kroschel nach meiner Anzeige eiligst auf seinen Anteil "verzichtet". in dem ich gefangen gehalten wurde. obwohl die Verbrecher vermutlich schon alles gereinigt hatten. Ob dann ein Kriminalgericht die Täter verurteilen würde. Freiheitsberaubung und Gefangenschaft in Argentinien. Eine Spurensicherung am Tatort in Argentinien hätte ohne Probleme durch Interpol Argentinien bewerkstelligt werden können. rein gar nichts! Er hat nur all seine Kraft auf das Ziel gesetzt. nicht überprüft? Es hätte auch Liechtenstein nichts gekostet. Und wenn in meinem Fall die 158 . Abgesehen von den im Detail nicht zu überbietenden Schilderungen zur Entführung. das Verfahren gegen die Verbrecher ohne Grund einstellen zu können..Was die Einstellung des 101er Strafverfahrens betrifft.und dem Schwager von Helmut ca. CHF 10'000. die "niemand sich einfach nur ausdenken kann" und abgesehen vom Gutachten des Gerichtsmediziners. hat er den falschen Beruf ausgewählt.. Weder Mariano noch der Schwager hatten seit Argentinien nie auch nur eine Sekunde lang einen Anspruch auf "ihren Teil" der bei der BAWAG liegenden Gelder gemacht und beide sind um Untergrund verschwunden. Vorher hatte der Schwager. Blutproben von meinem Blut im Turm festzustellen. dem Komplizen Mariano ca. Es wäre sicher kein Problem für deren Spezialisten gewesen.1. Die Hürde für eine Anklageerhebung durch die STA ist laut Strafprozessordnung gar nicht hoch. Nichts was der Wahrheitsfindung dienlich war. möchte ich auch noch Folgendes schreiben (was ich übrigens auch Hans-Adam auf eine Tonkassette als Beilage zum "Brief vom 7.03" mitgeteilt habe. Es ist halt billiger für das Land und besser für seine Reputation. Helmut war mit der verlogenen "Wohnungskauf"Geschichte ja bekanntlich erfolgreich. CHF 400'000. CHF 400'000. geradezu ins Auge: Wo ist die wirtschaftliche Grundlage für die Behauptung des Verbrechers Helmut. ist eine ganz andere Sache. "quasi aus Spass am Geldverteilen" ihm ca.

die Verbrecher der gerechten Strafe. er helfe mir! Ich verlangte nie. ja er verstehe was ich durchgemacht habe. dass ich nochmals zehn Jahre auf die Gerechtigkeit hätte waren müssen. In Wahrheit wollte er mir nie helfen. Das Obergericht würde dann entscheiden. sprich einem Kriminalgericht zuzuführen. Meier in sein Büro. der mich emotional hart treffen sollte. ich war ihm ein zu lästiger Fall. dann ohne die STA. So hat er mir meine letzte Möglichkeit geraubt. meinte er. war – der nun rückblickend klar ersichtliche. STA Haun sagte mir einmal am Telefon.Beweise für eine Anklage nicht ausreichen. eine Anklage in Argentinien voranzutreiben. Ich habe auch nicht um Mitleid gebeten. Die Chance auf Weiterführung des Strafverfahrens sei sehr gut. ja er verstehe das. Er war auch betrübt über die Einstellung. Nicht mal eine ordentliche Einvernahme der Beschuldigten und Vorenthaltung derer Widersprüche hatte man bewerkstelligen können. diese aber nie produziert. dass ich nie die finanziellen oder kräftemässigen Möglichkeiten hatte. Ich fuhr sofort zum UR Dr. Er hat mir aber Mut gemacht und gesagt. Der Privatbeteiligte (also ich) könnte dann Anträge an den UR 159 . zeigt die deutlich zynische Geistesrichtung der STA. unehrliche Umgang der STA mit meiner Folter. ob das Strafverfahren wieder fortgesetzt würde und wenn ja. dass ich als Privatbeteiligter an diesem Verfahren unbedingt einen Antrag auf Fortsetzung des Strafverfahrens bei Gericht innerhalb der 14-Tage-Frist stellen sollte. Haun wusste ganz genau. dann weiss ich nicht was der Gesetzgeber verlangt. exakt gleichzeitig terminierte Versand der zwei Umschläge (Anklage 140er & Einstellung 101er). persönliche Erfahrung dafür. Anschliessend erhebt derselbe Staatsanwalt Anklage gegen mich (was man doch wirklich einem anderen Staatsanwalt hätte überlassen können). dass die Justiz alles im Detail nachlebt. Ich war so naiv zu glauben. Erstens geht das nicht und zweitens fehlt der Justiz naturgemäss die eigene. Abgesehen davon. Gegen die Anklage habe ich postwendend und fristgerecht schriftlich Einspruch erhoben. die Leute zur Rechenschaft zu ziehen. dass die STA und Justiz den Fall zum Kriminalgericht bringen würde. Ich finde es auch eine absolute heuchlerische Berufsauffassung wenn derselbe Staatsanwalt mir seit mehreren Jahren in der Causa Argentinien vorgibt die Anklage sei bald fertig geschrieben. er kann es nachvollziehen. Was mein Blut zum kochen brachte. Auch der hinterlistige. Ich habe nur wieder und wieder und wieder schriftlich und mündlich gebeten.

die einheimischen Banken und Treuhänder immer verschont und geschützt haben. als benannter Subsidiarankläger einbringen und erheben. Damit ich weiterhin professionellen Beistand durch meinen RA erhalten konnte und bezahlen konnte. der schmutzigen Geschäfte. Die STA ist aus dem Spiel. Es waren glattzüngige Behauptung zu sagen. Bei so vielen Milliarden Schweizer Franken und den damit einhergehenden Banktransaktionen müssten in Wahrheit schon aus vergleichbaren Erfahrungswerten (z. Obwohl wir doch alle in Vaduz wussten. dass die Justiz und praktisch der ganze Finanzsektor ständig im Abwehrkampf gegen die bösen. Einem Vertrauten aus der Rechtsabteilung hatte ich von den Horrornachrichten erzählt. Was mich aber mehr und mehr erstaunte. kann man klar erkennen. aus der Schweiz) viel mehr 160 . in Liechtenstein gefällt worden waren. die Regierung und die hohen Finanz-Herren über all die Jahre hinweg immer wieder dem Ausland versichern konnten. November 2002 einen siebenseitigen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung für den Fall 101 gestellt und am gleichen Tag für beide Fälle (101er &140er) einen Antrag auf Verfahrenshilfe gestellt. Ende November 2002 gab es dann eine kleine Abschiedsparty im grossen Pausenraum der Treuhand und es wurde mir eine schöne Abschiedskarte mit kleinen Geschenken überreicht. Dass sie die Besten sind.B.machen oder gar selber eine Anklage. dass die hohen Finanz-Herren. ja fast schon Leichtigkeit Hans-Adam. wünschte man mir Alles Gute und viel Zuversicht. Korruption. Somit fand meine Arbeit in der Welt der dicken Koffer voller Geld. dass sie die Schwarzen Schafe im Rhein ersäuft hätten. Es waren die letzten Wochen meiner Arbeitszeit bei der LGT Treuhand. war mit welchem Selbstbewusstsein. Da ich schon gekündigt hatte. dass dies fette Lügen waren. der Machtkämpfe und der offener Gier ein Ende. Also hatte ich am 22. Geldwäscherei. dann war die Anzahl der Meldungen geradezu lächerlich. die im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen. Treuhänder und anderer Organe mit dem Total der verwalteten Vermögen aller Liechtensteiner Banken zum jeweiligen Zeitpunkt. Betrug etc. Nimmt man die wenigen Gerichtsurteile unter die Lupe. Oder vergleicht man die Jahresstatistik der gesetzlich vorgeschriebenen Geldwäscherei-Verdachtsmeldungen von Seiten der Banken. der Leichen. kriminellen Kunden gewesen wären. dass hier alles lupenrein war.

eine Operation durchführen zu lassen. Eine Operation wäre nur unter Vollnarkose machbar. Als ehemaligen LGT Treuhandmitarbeiter konnte ich solche Tricks schwarz auf weiss in den Akten nachlesen. Alle meine Freunde und Bekannten und die im Spital wunderten sich. Erpressung und mir geraubtes Geld regierten.02 geplant. dann verformte sich dieses Erstaunen in eine steigende Desillusionierung. eine Welt.12. oder 21. stellvertretend für die Finanzwelt von Liechtenstein. er stülpt sich immer die passende Maske über. Wenn ich in meine andere Welt wechselte. Mehr darüber in den folgenden Kapiteln. sodass die Pflicht zur Meldung umgangen bzw. Ein Besuch bei meiner Hausärztin Dr. dass der Finanzplatz sauber sei und die Kontrolle funktionierte. die Kunden der LGT Treuhand waren oder sind. wünschen sich jetzt vermutlich. Jeder Finanzanalytiker wusste dies. Mit der Statistik wollte Liechtenstein natürlich dem Ausland weiss machen. Es wäre meine erste Vollnarkose in diesem Leben. Die Entfernung der Galle. der ich nie entkommen konnte. aber der Schmerz kam mitten in der Nacht und dies schnell und heftig. Sie empfahl mir. für mich waren dieses Jahr wahrhaftig keine Weihnachtsfeiern geplant. Behörden oder die Medien vor sich hat oder wichtigen Kunden eine Privataudienz gewährt. selbst erfundenen "Heiligsprechung" der hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein überdrüssig. Schnell wurde ich der andauernden. in der Folter. Wegen des enormen emotionalen Stresses bekam ich im November auch zusätzlich gesundheitliche Probleme: Schmerzen im oberen Bauchbereich. warum ich so kurz vor Weihnachten unters Messer.Verdachtsmomente vorhanden sein und gemeldet werden. Verwundert hatte es aber keinen der einheimischen Analytiker. dass ich nie wieder aus der Narkose aufgewacht wäre. 161 . Die Liechtensteiner Finanzwelt hat ausgefeilte Tricks entwickelt. Ich hatte Angst davor. ist ein Meister der verschiedenen Masken. Hans-Adam. Meine Operation war für den 20. Hans-Adam. Rheinberger in Vaduz brachte keine grosse Linderung. verhindert werden kann. die Regierung in Vaduz und einige der Leser. Gallensteine hatte ich zwar keine. gebetsmühlenartigen. überhaupt ins Spital wollte. Ob man da wieder aufwacht? OK. Mir war das egal. Je nach dem ob er entweder ausländische Regierungsvertreter.

da ich ja den Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung (101er) vom 22. dann war und ist man in Vaduz schnell bei der Sache. keine Kraft mehr Briefe aufzusetzen. dass all meine Schreiben an die Justiz und die STA. Sie legte am 12. als Laie. Und all ihre Fehler und Unzulänglichkeiten.11. warum ich keine Verfahrenshilfe bekommen sollte. aber wenn es ums dicke Kohle geht. Ich war und bin sicher auch nicht vollkommen fehlerfrei. obwohl die STA aus dem Spiel sei. Irgendwann hat alles ein Ende. war das Ziel alle 162 .02 Beschwerde gegen den Beschluss des UR Dr. einen kommenden denkbaren Kriminalgerichtsfall ohne einen Profirechtsanwalt an meiner Seite als "Kläger" durchzuführen. konnte mal bald sehen. all meine Arbeit nichts genützt hatte. Was für Schwachsinn. möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten: Die STA argumentierte auf vollen fünf Seiten. Meier ein.12. Aber dann wieder die STA. und daher als Subsidiarankläger "selbst zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung in der Lage sei". alleine weiterkämpfen musste – das Leben schwer zu machen. den ich um Rat oder Hilfe bitten konnte. Ich hatte dann 14 Tage Zeit. habe sie trotzdem die rechtliche Möglichkeit ihren "Senf" weiterhin dazuzugeben. Mir wurde immer klarer. um gegen diese Beschwerde eine Gegenäusserung zu machen. was ich dann auch später am 26. dass die STA alles versucht hat. Was für Quatsch. Unglaubliche Frechheit! Ich bat den UR um Rat.02 auch selber geschrieben hätte. Obwohl sie nichts mehr mit dem 101er zu tun hatte und ihre Bücher geschlossen hatte.12. fähig sein.Mein Antrag auf Verfahrenshilfe wurde am 04. Wo solches und anderes Verhalten seitens der Staatsanwaltschaft bei gepeinigten Opfern hinführt. Verflucht noch mal. Je mehr ich über die Einstellung des 101er nachdachte.12. Aber meine Wege zu ihm waren auch schon ausgelatscht. meine Trauer. die eh keiner liest! Und das war auch Teil des Problem: keiner liest es. Wie soll ich. dachte ich mir.02 für beide Fälle vom UR bewilligt. Das war immerhin somit geregelt. um mir – der nun ohne die STA. Ich hatte keine Kraft mehr dafür. Briefe. um so grösser wurden meine Enttäuschung. konnte sie es nicht lassen.02 erledigt hatte. Deren zynische Logik. keinen kümmerte es. dass ich keine Verfahrenshilfe brauchen würde und erhalten sollte. Was mich noch am leben hielt. meine Wut und mein Hass. Leider hatte ich niemanden ausser dem UR. mir Verfahrenshilfe im Argentinienfall zu gewähren. Man erkennt. Er sagte. mich weiterhin zu ärgern.

am Verbrechen Beteiligten zur gerechten Strafe zu führen.02 entlassen. Mit den Daten. mir endlich zuzuhören. Die nächsten paar Kapiteln in meinem Buch werden für Klarheit schaffen. Es waren äusserst schwierige und verrückte Wochen für mich. Wie bei so vielem in meinem Leben spielte der Zufall wieder eine grosse Rolle. Koste es was es wolle! Koste es was es wolle! So fasste und formulierte ich einen Plan und entschied mich als letzten Strohhalm bei Hans-Adam um Hilfe zu bitten. womit ich sie alle zwingen konnte. Ich musste viele Entscheidungen treffen: Was soll mit dem Datenband geschehen? Was mit den kiloschweren Originaldokumente? Wohin damit ? Soll ich es nutzten? Wie? Wann? Gesundheit: Wird die Operation gut verlaufen? Neue Wohnung: Noch nichts gefunden. Trotz der inneren Hektik ging ich ins Spital Vaduz und wurde erfolgreich operiert und am 22. dass ich in den Besitz aller Kundendaten der LGT Treuhand gelangt war. löschte 163 . Ich konnte mir gut vorstellen. hatte ich ein Machtinstrument in den Händen. Januar 2003 übergeben musste. Mit den neuen Eigentümern der Wohnung konnte ich vereinbaren. was die über die finanziellen Konsequenzen hinausgehenden Auswirkungen sein könnten. Nein. Wohin umziehen? Daten? Welche Daten? Ach ja. sich immer wieder zu fragen. war schon "beängstigend und faszinierend". verschenkte meine Möbel. Zufällig las ich zu jener Zeit auch irgendwo einen Spruch von KANT: "Er fordert den Einzelnen auf. Ich verkaufte mein Auto. Bezeichnenderweise dachte ich dabei nicht nur an meine ehemaligen Arbeitskollegen. so war mir voll bewusst. bis anhin habe ich Euch noch nicht geschildert. dass ich alles sauber gereinigt erst am 06. ich dachte auch an die tausenden Kunden. dass ich im Aufwachzimmer meinen "Plan" ausplappern würde. Die Vollnarkose war eine neue Erfahrung und meine grösste Angst dabei war. deren Leben ich aus den Aktenvermerken kannte. Wie greifbar ich dies auf meine Situation beziehen konnte.12. wie weit die eigene Freiheit – auch die zum Bösen – gehen darf. löste den ganzen Haushalt auf. die ja nichts dafür konnten. ohne die Freiheit der Anderen zu beschädigen".

wie man das 3-D-Modell in einem Kriminalprozess verwenden könnte.2003 am Schalter einen Kontoauszug abholte. Fürstin Gina hatte eine spezielle Beziehung zu mir. Ich erzählte meinen Freunden. es spätestens bis zum 08. Am Dienstagmorgen. Seine Mutter. Natürlich war ich sehr traurig. Ich kannte seine Familie sehr gut. bis zu 164 . Ehrlich gesagt war ich nicht ganz sicher. Der Brief und die Kassette waren fein säuberlich abgepackt. Als Beilage zum Brief habe ich noch einige Kopien der Gerichtsakten beigelegt.01.01. Ich hatte grosse Skrupel.01. Aber dieses Beweisstück lagerte (und lagert heute noch) im Keller beim LG Vaduz. Dr. Das 3-D-Modell des Kerkers. dass alles soweit kommen musste. Januar 2003. ob ich den Brief an Hans-Adam (siehe nächstes Kapitel) schlussendlich bei der Post aufgeben würde. Weihnachten 2002 und die Neujahrstage verbrachte ich damit. hatte ich bis anhin bei mir zu Hause aufbewahrt.meine Bankkonten. wo ich noch am 03. dass ich 1998 für das Gericht habe bauen lassen. Gerne hätte ich auch Hans-Adam den originalgetreuen Nachbau der Eisenkette. den 7. Meier und ich uns 1998 bildlich vorstellten. Mit dabei hatte ich einen grossen Koffer (mit wenigen Kleidern und viel Originaldokumente drin). einen kleinen Koffer und meine Computertasche (mit dem Tape. Ich schlief viel und ging alles im Kopf noch mal durch. samt Ring und Mauerstück zukommen lassen. im Liechtensteiner Unterland. wie der UR. mit Ausnahme des Kontos bei der auch nun berühmten LLB (Liechtensteinische Landesbank). dass ich ab dem 7.2003 dem Taxiunternehmen Gabor mit dem Auftrag ab. Punkt 11 Uhr hinauf zum Schloss an Hans-Adam zu überbringen. Der Stichtag für mich war der 7. Januar 2003 für drei Monate oder so Ferien im Ausland machen würde. Dann ging es mit dem Linienbus weiter in meine Heimatgemeinde Mauren. gefüllt mit weiteren Akten und gab es am 04. die Wohnung zu reinigen und übergabebereit zu machen. All die Jahre über. Das Modell verpackte ich zusammen mit einer Schuhschachtel (die ich auf die Holzplatte festklebte).2003. der externen Harddrives und den DVD’s). Januar 2003. Der UR war mit den Fotos davon und dem damaligen Begleitschreiben vorerst zufrieden und fügte er sie in den Akt ein. Ich erinnerte mich. um mein letztes Konto dort aufzulösen. war ich um 09:35 in der LGT Bank in Vaduz. Sie kannte mich seit meiner Kindheit im Gamander in Schaan.

Ich hatte noch einen zweiten Brief 165 . Dort angekommen. dass der Argentinienfall wieder oben auf dem Stapel landen würde. Während der Vorweihnachtszeit habe ich auch einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen der LTV im Dorf getroffen oder sie kamen mich im Spital besuchen. Mit ihrem VW Jetta und wie immer voller Freunde am Leben. wäre in jenem Paket nichts was mir hätte Ärger einbringen können. Sie hatte so ein grosses Herz.. Ich zog die Koffer hinter mir her hoch zum Friedhof. Unbestritten war ich ein starker Anhänger der Monarchie. CHF 25.Ihrem Tod Ende der 80er hielt ich schriftlich Kontakt mit ihr. Ich vergesse nie die grosse Freude die sie hatte. Niemand bei der LGT Treuhand hatte den Diebstahl des Datenbandes bemerkt.für die eingeschriebene Express-Lieferung zu Hans-Adam auf sein Schloss Vaduz. ich glaube es war zwischen 11 und 12 Uhr. Ich konnte bei Bekannten von ihr in Schaan eine Weile bleiben. rief ich sie an. Am Grab meines Vater hielt in inne und nahm Abschied von ihm. Erst mit der unwiderrufbaren Aufgabe des dicken Briefes am Schalter bei der Post in Mauren würde das Unheil seinen Lauf nehmen. Das machte das alles nicht einfacher. Zumindest für einige Jahre nicht mehr. kann man eine Steintreppe hinunter Richtung Post laufen. hinten bei den Gräbern. Ich war mir relativ sicher. Hans-Adam kannte ich auch aus jener Zeit persönlich. dass ich nie wieder nach Liechtenstein oder an sein Grab zurückkommen könnte. sie sei in zwei Tagen in Zürich und ich solle auf der Rückseite des HB Zürichs. Fürstin Gina kam angefahren. Als ich einmal Anfang 1983 in Zürich strandete. Der Transport des Kerkermodells zum Schloss hatte ich zwar schon organisiert und bezahlt. bezahlte ich die Gebühr von ca. Aber selbst wenn ich dies nicht hätte stoppen können. bis ich dann eine kaufmännische Ausbildung anfing und eine eigene Wohnung hatte. Bis anhin ging alles gut. Langsam und schleppend war ich an der Bushaltestelle "Gemeindeverwaltung" in Mauren ausgestiegen. Vom Friedhof aus. Es war schon seltsam: Ich fühlte gleichzeitig eine ungeheuere Traurigkeit und auch Erleichterung darüber. Jede Sekunde bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich den Lauf der Dinge anhalten können. Er würde den dicken Umschlag noch am selben Tag erhalten. Sie sagte. als ich ihr in meinen Teenagerjahren selbst gemachten Apfelstrudel im Winter im Schnee zu Fuss über den Fürstenweg von Schaan ins Schloss brachte. Und wahrhaftig. beim (heutigen) Landesmuseum am Nachmittag auf sie warten.

festhalten wollte und würde. Meier. in einem alten. Ich wartete auf den Linienbus nach Feldkirch. Ich bat ihn höflich. An UR Dr. staubigen aber gemütlichen Imbissrestaurant gegenüber dem Hauptbahnhof sass ich in einer Ecke. all meine Koffer festhaltend und ass etwas kleines. Berlin. Hauptstadt Deutschlands. lief alles genau nach Plan.abgeschickt. 166 . dass ich unter allen Umständen an meinem Antrag zur Weiterführung der Strafuntersuchung gegen Helmut & Co. die ich aus Spanien per Post erhalten hatte und selber ins Deutsche übersetzt hatte. um die Zeit bis zur Zugabfahrt nach Berlin totzuschlagen. Darin schrieb ich ihm kurz. komme was wolle. 140er und im Akt des Zivilverfahrens abzulegen. Dort. Da angekommen. der mich zum Bahnhof bringen sollte. Ich kaufte mir für die kommende Zeit genug Euros und nahm den Zug nach München. Im Brief waren auch neue Beweise. diese Unterlagen zu kopieren und im 101er.

nebst dem gedruckten Wort auch in akustischer Form meinen Standpunkt. dass ich mit dem Absenden des Briefes eine Sprengladung scharf machen würde. Ich musste auf alle möglichen Gegenschläge seitens Hans-Adams vorbereitet sein. Die gesprochenen Worte auf der Kassette beinhalteten praktisch identisch das Thema unter Punkt I. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm. Gewiss. den Dampf gehörig abzulassen. Während des ganzen Monats Dezember 2002 feilte ich am Text des Briefes und an den Worten für die Kassette. Es hat sich alles aufgestaut und nun war es Zeit. 167 . dass ich zu einem späteren Zeitpunkt die unverdeckte Version dieses Briefes veröffentlichen kann. Ich war ja. ihm einen Brief zu schreiben. deren explosive Legierung die hohen Finanz-Herren mit ihrer gigantischen.: “ an. ich habe meine Hausaufgaben gut gemacht. insbesondere die grosse Frustration zu darzulegen. „die Macht zu missbrauchen‚! Der Originalbrief an ihn hatte über 38 Seiten. Mein restliches Blut hatte den Siedepunkt erreicht. Es war mir klar. Ich hatte alles bis ins kleinste Detail nachgeforscht. Er hat nicht nur unbegrenzte Geldmittel in Milliarden Höhe und viel Macht. Ich war aber in höchster Wut über all das. Arroganz. was ich in den vorhergegangenen Jahren erleiden musste. wie immer. Ausserdem hatte ich zusätzlich eine persönliche Tonbandkassette besprochen und dem Brief beigelegt. nur eine Ein-Mann-Truppe. aus dem Brief. Für ganz wenige Stellen im Brief wurde mir aus verschiedenen rechtlichen Gründen und vereinzelt auch wegen Sicherheitsbedenken aufgetragen Originaltext/-Worte mit dem nachstehenden Ausdruck zu ersetzt: OT Entfernt. ausgeprägten Liechtensteiner Geldgier.Kapitel 7 Dicke Post für Hans-Adam Es war wirklich kein einfacher Entschluss. sondern auch die Macht. um Krieg gegen mich zu führen. Er hingegen hatte alle nur vorstellbaren staatlichen sowie privaten Mittel zur Verfügung. Ich bin sicher. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr kleine Anmerkungen im Brief. mich an Hans-Adam zu wenden. weil es mir wichtig und richtig erschien. Sozusagen eine Art Fürstentum Liechtenstein-Neutronenbombe. Ignoranz und Machtbesessenheit vor Schreck erstarren lassen würde. überlegt und ausgearbeitet.

innerhalb weniger Tage werden Sie mich hassen. Aber. Am nächsten Tag wird diese Wut sich immens steigern. von und zu Liechtenstein und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein.kieber heinrich – liechtensteiner staatsbürger . dass mir im März/April 1997 in Argentinien angetan wurde und mein Handeln und Denken massiv geändert hat. ohne Umschweife kurz und bündig aufzuschreiben.01. 168 . dass es alle sehr hart trifft und noch härter treffen kann. ich lege daher alle Briefe der letzten 15 Jahre gebündelt bei. So sehr hassen. Hans-Adam der II.D.das heimliche Verlangen aufkommen wird. dass selbst bei Ihnen . Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit und wäre Ihnen sehr dankbar. Denn innerhalb der kommenden 2 Stunden werden Sie erschrecken. Es tut es mir sehr. Was immer jetzt in der Folge geschieht.einem visionären Staatsmann und sehr guten Fürsten . studieren. Dieses Schreiben hat zehn Themenpunkte. was ich mitteilen möchte. sehr Leid. ich bin es nicht mehr würdig Antwort.im Januar 2003 An unseren regierenden Fürsten S. Und um einen Weg aus diesem schwarzen Loch zu finden – muss man mich verstehen! Ich habe ein Gewissen und in diesem Fall ein sehr Schlechtes. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. niemand – auch Sie Fürst Hans-Adam – wird mich verstehen können. in den darauf folgenden 12 Stunden wird eine Wut aufkommen. den 08. Ich habe Ihnen einen Grussbrief im Januar 2002 auf das Schloss gebracht und auch ein Glas einer Ihrer Lieblingskonfitüre – schwarze Kirschen. wenn man nicht die umfassenden Unterlagen. wenn Sie wirklich die Zeit aufbringen würden. Ein zweites Paket mit weiteren Dokumenten kommt Morgen. alles selber bis zum Schluss zu lesen. will auch ich versuchen. mir den Tod zu wünschen: die Macht und das Geld dazu haben Sie ja – fehlt nur noch der Wille. 11 Uhr per Kurier für Sie im Schloss an. Ich bedanke mich für Ihre Antwort. So wie man Ihre direkte Sprache kennt.oder Grussbriefe von der Fürstenfamilie aufzubewahren.03 um ca. Beiliegend zu diesem Brief hier finden Sie alle Unterlagen über ein brutales Verbrechen. die SIE jetzt nun und morgen haben werden.

Ich habe von allen Unterlagen. * = Kopie Beiliegend. dass ich von der FL-Justiz. Zusammengefasst erkennt man meine Motive in der Tonbandaussage* von meiner Anzeige bei der FL-Polizei vom April ’97 und in meinem Schreiben* an den Hauptverbrecher vom 24. Meine Antriebskraft zu tun.Nein. habe ich für Sie Vollmachten (vermutlich bräuchten Sie gar keine) für die volle Aktensicht beigelegt.02. Eine kurze Zusammenfassung mit meinen konkreten Klagen habe ich mittels meines Rechts auf freie Meinungsäusserung auf beiliegende Kassette (Seite A) gesprochen. die ich in Argentinien erleiden musste. die ich zu selber zu Hause hatte. (gez. liegt in der Unfähigkeit / Weigerung der FL-Staatsanwaltschaft Anklage gegen die bekannten Täter zu erheben. was ich tun werde. insbesondere von der Staatsanwaltschaft trotz der erdrückenden Beweise und massiver Widersprüche seitens der Beschuldigten billig im Stich gelassen worden bin.2000. Ich bitte Sie. der Todesangst und in dem Schmerz der Folterung.) h. ich bin nicht verrückt! Trotz Ihrem Hass auf mich bitte ich Sie um Vergebung. an die Justiz geschrieben habe. 169 . der Demütigung. die Kassette abzuspielen und mehrmals abzuspielen und zuzuhören! Danke. die ich extra dafür zeichnen lies. Analysen und Aussagen etc. Ich bin ein intelligenter Mensch und mein Handeln ist mir sehr bewusst. kieber beilagen: erwähnt Die Zeichnungen auf den jeweiligen Rückseiten der zehn Themen sind Fotokopien der drei Kohle-Bilder aus dem 101er Akt. liegt daran. liegt in der Erniedrigung. Meine Antriebskraft zu tun was ich getan habe. Da meine Aufführungen diesbezüglich über 400 Seiten füllen würden und ich schon in den letzten sechs Jahren hunderte Seiten voll von Anträgen. elektronische Kopien erstellt und übergebe Ihnen als Beilage (zu diesem Brief und im Paket) alle meine Papierkopien. Dass SIE Durchlaucht diesen Brief samt den Unterlagen in den Händen halten.

Vaduz & Feldkirch. Ich. Nach Argentinien zu gehen. als Oberste Instanz unseres Staates mir Gerechtigkeit zu ermöglichen. um Anzeige/Anklage zu erheben. Es ist traurig und geradezu ironisch. Aber nichts geschah. Durchlaucht. Mein Fall ist komplizierter als jene Fälle. dass wenn es um materielle Dinge (sprich GELD) geht oder wenn das Ansehen unseres Landes gefährdet ist. Deutschland und Argentinien.a. kann ich es nicht abbauen. ein kleiner Mann. die mit dem Finanzplatz Liechtenstein zu tun hatten/haben. ist absurd. wer mir helfen kann. hat mich vor allem die gemeine Demütigung. dort wo die Haupttat geschah. dass ich mit nun solchen Mitteln meinen Fall in der ‚Prioritätenliste‚ nach vorne katapultieren musste. mit Tatorten in Argentinien. Rückblickend bin ich überzeugt. Die Justiz musste wohl Prioritäten setzten. Nach der grössten Demütigung. da sich dort die Gesellschaftsstrukturen im Stadium der Auflösung befinden. dann ist man fix und schnell. Wenn es ums Blut geht. Ich will nicht das Recht beugen oder gar etwas zu meinen Gunsten erzwingen. So mussten Sie ja u. Ein lästiger Fall. ja dann muss man warten. wenn das Opfer ein niemand ist.I. Seit langem frage ich mich. mit einem Schmerz und Hass so gross wie der Ozean. dass der Hass auf die Verbrecher mich in meinem Tun leitet. dass man mich einfach im Glauben lassen wollte. Fast sechs Jahre habe ich jeden Tag gewartet. Spitzer einsetzen. In den vergangenen sechs Jahren hatte die FL-Justiz viele aufgestaute Strukturprobleme zu bereinigen. den Sonderstaatsanwalt Dr. die ich im Kerker in Argentinien erfahren musste. Mein Fall wurde einfach immer wieder nach hinten geschoben. warten. indem er meine Folterer (Herr und Frau R. dass mir wohl niemand im FL helfen will. warten. dann. Mit der Zeit kam auch mir die Einsicht. dass die Staatsanwaltschaft endlich etwas macht. der mich im grossen Stil der Richter Uwe Oehri bewusst ausgesetzt hat. mit Tätern aus Spanien. Obwohl ich nicht will. es würde etwas geschehen. Wie so oft hat sich auch hier gezeigt. Gerechtigkeit Einschliesslich an meine Ausführungen auf der beiliegenden Kassette bitte ich Sie.) wie Sieger über meinen 170 .

Aber ihm waren ja die Hände gebunden. Ein Mal sogar. warum die Richter oder die STA dies oder jenes unterlassen haben zu tun. nicht. Durchlaucht. dass er in ca. derer ich mich schäme. so wie er mir sagte. Oehri so wollte. Seitdem sind über zwei Jahre vergangen. kurz nachdem er den Fall vom Oberstaatsanwalt Dr. sprich Vorverurteilung. In früheren Telefongesprächen und einmal persönlich im Gerichtsgebäude sagte mir Haun ständig. zwei Monaten die Anklage erheben kann. Alle Beteiligten wissen. sagte er mir am Telefon. dass ich nicht gewonnen habe. Hätten sich die Richter die Mühe gemacht. DREI mal musste ich diese zusätzliche Demütigung ertragen. Ich habe diese Selbstbestimmung in mich aufgenommen und erkannt. Daran ändert auch ein erstes Urteil zugunsten der Verbrechers Helmut R. Aber so einfach ist das nicht. dann wären sie zu einem anderen Urteil gekommen. wo. zu Mitteln greifen lassen. Mir geht es nicht um das Geld! Das gesperrte Geld in Feldkirch ist und bleibt mein Eigenes. dass ich nie und nimmer beweisen kann. langwieriger Fall erspart geblieben. wenn durch den ständigen Informationsaustausch zwischen den Richtern im Zivilverfahren und der STA eine Art Absprache. Ich bin ein niemand. ich sei nur beleidigt. stattfand. ohne meinen Anwalt. die dem UR zu beauftragen hat. Burkart HIRN) war der Landrichter Dr. vielen Widersprüche der Kläger samt deren ‚Zeugen‚ wirklich zu lesen und zu analysieren. R. das Zivilgericht entschieden hatte. komplizierter. Haun einen Haufen Arbeit erspart. Die STA wusste immer vor mir wie wann. dass durch das Urteil in der Zivilsache die STA „praktischerweise‚ den Fall 10 Vr 101/97 elegant killen konnte. der zu mir stand (nebst meinem Anwalt Dr. Es würde mich nicht wundern. Die STA ist ja die. Der Einzige. obwohl sie mit dem Zivilprozess gar nichts zu tun hatte.Geist und Körper hat auftreten lassen. Insbesondere hat sich der Staatsanwalt F. Und damit ist Liechtenstein ein teurer. Die betroffenen Richter werden sagen. Wallner zugeteilt bekam. was. Viel früher. Denn es ist nicht zu verkennen. weil dies der LR U. dass er mich verstehe und er an der Anklage arbeite. Paul MEIER. dass ich selber für eine gerechte Verurteilung der Verbrecher sorgen 171 . die Beweise und vielen. Sie sind ein bekennender Anhänger der Selbstbestimmung.

Auf Grund der besonderen Umstände kann und werde ich nur bis Ende Januar 2003 warten.w. wie es sich Haun jetzt erdacht hat und wenn die schlimmsten Verbrecher R. auch nur einen EURO von meinem gesperrten Geld in Feldkirch ausbezahlt (offiziell oder im geheimen) erhalten sollten. unabhängiges Richtergremium zu ernennen. gemäss dem Gesetz zu agieren und ein ausserordentliches. einen Sonderstaatsanwalt zu ernennen. Ich habe in Liechtenstein all meine Strukturen aufgelöst: meine Arbeitstelle hatte ich gekündigt. Dass der Zeitpunkt auch noch mit Ihrem erbittertem Abstimmungskampf über die neue Verfassung im FL und der Neuorientierung Ihrer LGT Gruppe in 172 .. dann ewige Zeit! Verdammte lange sechs Jahre habe ich gewartet. um zu erfahren. dass Sie nun doch involviert werden. Mit all meinen sozialen Kontakten habe ich gebrochen u. zeige ich Ihnen in den folgenden Kapiteln im Brief auf. dass ein Unglück über die LGT und FL-Finanzwelt hereinbricht. der sich intensiv mit dem ganzen Fall befasst und die Befugnis erhält. aber eines ist für mich klar: Wenn Akt 10 Vr 101 /97 so enden und 10 Vr 140 /97 so starten soll. das sich dem Zivilfall annimmt. aus der Mietwohnung bin ich ausgezogen und meinen Hausrat aufgelöst. Warum ich der festen Überzeugung bin. Wenn ich etwas nicht habe. Ich bin jetzt in Deutschland. .. wir brauchen Monate.muss. dass mir die USA sowie Deutschland helfen werden. dann werde ich mich für Hilfe an die USA und Deutschland wenden. + Co. ohne dass ein Sonderstaatsanwalt und/oder ein ausserordentliches Richtergremium in den Fällen nach neuer Untersuchung ein neues abschliessendes Urteil fällen konnten..... analog zu anderen Fällen.. gehofft und meine ganze Energie in die Verfolgung der Verbrecher gesteckt – es soll jetzt keiner kommen und sagen. Das Schicksal will es. Ich bitte Sie daher.. ob überhaupt was gemacht wird. Sie und Ihre LGT können ja gar nichts dafür. Ich will nicht. Ich habe nichts mehr zu verlieren.s.

wenn ich meine Folterer der verdienten Strafe zuführen kann.. So kann keine Unruhe entstehen und mit Gottes Hilfe wird das Unglück abgewendet. seinen Bürgern gemäss dem Gesetz und den Auslegungsmöglichkeiten des Gesetztes zu Gerechtigkeit zu verhelfen. seine Kunden und Liechtenstein hereinbrechen kann. dann bleibt dem Bürger nichts anderes übrig. Diesen Preis bin ich gewillt zu bezahlen. dann gut. Ich bin mir bewusst. alles. LGT Treuhand Anm. wie es dazu kam. tut mir leid. um meine Folterer zur Strecke zu bringen. Dr. II. von denen er glaubt.Backup-Tape (Anm. Wenn der Staat aber nicht fähig ist. III. alles in meiner Macht und Unmacht stehende zu tun. Es liegt natürlich in Ihrem Ermessen. als das Selbstbestimmungsrecht in die Hand zunehmen und sich an Andere (in diesem Fall andere Länder) zu wenden. Ich bin fest entschlossen alles. Dort hatte ein ehemaliger Mitarbeiter vor Jahren eine CD-Rom mit 173 .: Es folgt eine Beschreibung der Umstände. Ich bitte Sie. dass Sie ihm helfen können. Dann…. keine personellen Konsequenzen bei der LTV zu ziehen. Vielen Dank. Wenn der Staat Liechtenstein mir wirklich hilft. dass ich bei seiner LGT Treuhand arbeitete und später selber kündigte: OT Entfernt. DLT.: Das vollständige Kunden-Datenspeicherband) Im vergangenen Jahr erschienen immer wieder neue Artikel über die Probleme von Dr. wer alles von diesem Drama in der LGT-Gruppe erfahren soll. Ich weiss auch.Deutschland zusammen fällt. Es gibt aber keinen ‚passenden‚ Zeitpunkt. Meine ehemaligen Chefs und MitarbeiterInnen können nichts dafür. dass eine Katastrophe über die LGT. dass ich am Ende die Zukunft für mein Leben verloren habe. Bitte beschränken Sie den Personenkreis bei der LTV und LGT auf das absolute Minimum. Herbert Batliner in den Medien.

Zu meiner völligen Überraschung stellte sich heraus. Die deutschen Steuerbehörden haben in der Folge mehrere hundert Steuerstrafprozesse eröffnet und nach eigenen Angaben bis heute ca. Jede Nacht wird bei der LTV im Serverraum (2.OG) via CP360-62 das komplette System. Die Bänder werden üblicherweise mehr als 1 x für diese Aufgabe verwendet. Irgendwann im letzten Jahr habe ich zufällig mitbekommen und erkannt. OT Entfernt. ob die Daten verschlüsselt sind. Im DocuWare auf dem Tape sind über 1'159'000 Mandatsspezifische (Kunden-) Dateien gespeichert. Ich wusste auch nicht. aber mit der verwendeten BackupSoftware OT Entfernt kann man die Daten lesbar machen. da DocuWare ein so genanntes selbsttragendes Archiv ist und daher keine spezifische DocuWare-Software (Zugang) zum Lesen der Daten erforderlich ist. Aus den Gründen. 300 Mio. externes DLT-Laufwerk gekauft um die Daten überhaupt lesen zu können. dass die Backup-Daten nicht verschlüsselt auf dem Tape gespeichert wurden. wenn es in der LTV passieren würde? Jemand hat gesagt. habe ich ein solches DLT-Tape an mich genommen. Zum Zeitpunkt der Entnahme. Nicht ganz einfach.und Strafsteuern einkassiert. Vermutlich schon. wie relativ leicht es wäre an eines der zwei täglichen Tages-Backup DLT-Tape der LTV zu kommen. Aus dem Inventory DOCUWARE sind alle Dateien im TIFF-Format mit MS-Software lesbar. Das Tape (aus CP TL891) wird dann jeweils von der IT Abteilung beschriftet und im kleinen Datentresor aufbewahrt. wenn man solche Daten in den Händen hält.Angaben über sein Kunden sowie deren Vermögenswerte von ca. Ich habe dann ein gebrauchtes. Was wären die Konsequenzen. sprich Diebstahl des Bandes wusste ich aber noch nicht ob ich die Daten je missbrauchen würde. (Gerechtigkeit) erklärt habe. die ich im Punkt I. Auch unter uns Mitarbeitern bei der LTV wurde darüber diskutiert. alle Programme und alle Daten (MASTER + DOCUWARE). (DM) an Nach. so dachte ich mir. sprich gespeichert. auf Raid5-Bereich 2 (f:SQL_Backup) gesichert. 400 Gesellschaften entwendet und dem SPIEGEL zugesandt. Da alle DLTTapes der LTV eine fortlaufende Serienproduktionsnummer des 174 . welch ein Instrument dies wohl wäre.

die interne ITMarkierungen.B. Sie stammen aus dem Städtle 28: div. Der Datums-Kleber. UG). OT Entfernt B) Unterlagen über EIN.-. von welchem Tag das Back-UpTape stammt.// Einzahlungen CHF 212'331'000.: Ich habe dem Brief Fotos des DLT-Tapes beigelegt. Und Städtle 18: Raum 704/705 A + B. habe ich aber vorher entfernt. gezielt Originaldokumente ‚ausgeliehen‚. OG // Raum G1851.oder EINzahlungsbelege (BX= Belegexemplar) vom Kassenschalter der LGT (vereinzelt von Fremdbanken) mit zusätzlicher Empfangsunterschrift (und Fingerabdrücke) des wirklichen Wirtschaftlichen Berechtigten. wie z. wird vielleicht die LGT zu Behaupten versuchen. Archive (Raum G1346. Aufgeteilt in Total in CHF: Auszahlungen CHF 334'203'000. obwohl ich mit Arbeitsvertrag und Lohnzahlungen (ganz abgesehen vom DLT-Tape selber) es widerlegen kann. .OT Entfernt. dass ich sehr wohl dort gearbeitet habe. um die Verbrecher zu bestrafen. wo ich die Hilfe der USA oder Deutschland oder anderer betroffener Länder erbeten muss. 3. Total in CHF 6'784'183'000. können Sie feststellen. Dies aus strategischen Gründen (siehe auch am Ende dieses Buchkapitels). Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend aufgerundet. bis zu welchem Tag ich alle Daten hatte. ich hätte nie dort gearbeitet. s sind drei Arten von Originalen: A) AUS. habe ich zum Beweis. dass Ihnen das TAPE mit folgender Serie-Nummer fehlt: 122054 SH207F822 86. Anm. ORIGINAL-DOKUMENTE: Wenn es zu der Notwendigkeit kommt. sodass man nicht genau feststellen konnte. der angibt. 175 . worauf klar die Seriennummer und andere Details ersichtlich waren.und IBEX-Trust an 26 externe Stiftungen zwischen Dezember 1988 und Dezember 2000. 1. Zum Raum G1346 wurde ich jeweils auf Grund meiner Arbeit hineingelassen.oder AUSzahlungsausführungen des UFF.Herstellers auf der Rückseite haben.

2000 faktisch eine geheime Doppelbuchhaltung führte. Anm. Es waren ca. sondern von anderen Liechtensteinischen Treuhandfirmen. die in Vaduz registriert sind. Nach erfolgreichem Abschluss werde ich Ihnen alle Originaldokumente vollumfänglich retournieren. Barein. Bei den Dokumenten unter „B)“ handelt es sich um einen grossen Europäischen Konzern. Anstalten. Alle diese oben genannten 3929 (Schwarzgeld)-Briefkastenfirmen haben / hatten genau 8655 verschiedenen Einzelbankkonten. IV. Auftraggeber.: Auch hier habe ich Fotos (von ausgewählten Einzeldokumenten) im Brief beigelegt. AG.w. Sowie Kopien von über 105 (Leichen-) Mandate aus dem alten Vaduzer Archiv. Bilder etc. Bank.7 Milliarden(!) CHF zwischen Dez. LGTSorgfaltspflichtdokumente. Trust etc. Patente.B. LTV.s. Beistatuten. Die LGT Bank fungierte als Gelddrehscheibe und die LGT Treuhand stellte ihr Fachwissen für die Abwicklung über die 2 genannten Trusts zur Verfügung. um diese kolossale Summe an diverse Personen via 26 verschiedene Stiftungen über komplizierte Umwege steuerfrei zukommen lassen zu können.C) Diverse Originale mit Kundenunterschrift.u.B + C) dienen nur zur Beweiskraft. Über den Inhalt dieser Originale möchte ich vorerst nichts sagen. Übersicht Kunden und deren Vermögen Nach Auswertung aller Daten aus dem DLT Tape.).B. besitze ich alle Unterlagen über Gründungen.u. Es sind keine Wertdokumente (wie z. Aktienzertifikate oder Zessionen) darunter. Wirtschaftliche Berechtigte [WB oder BO]. Auszahlungen.). Aktenvermerke u. 1988 und Dez. Davon 7834 Bankkonten bei der LGT Bank und 821 Bankkonten bei Fremdbanken (z. der für die Gewinnausschüttung von über 6. von Total 3929 verschiedene Gesellschaften (Stiftungen. OT Entfernt etc. Jene Stiftungen wurden aber nicht von der LTV verwaltet. der Rest A4. Transfers.). Inklusive die mehreren hundert Mandate der LGT Treuhandbüros in Zürich & Lugano (sowie der OT Entfernt).und andere Vermögenswerte (Immobilien. Alle Originale (A. Schiffe. 176 . 2’150 Einzeldokumente: 85 % davon im Format DIN A5.

die eine Verbindung z.w. Davon waren 68 aus OT Entfernt. Anstalten u. Südamerika über 135.s. Schweiz über 700.K. die immer höher ist). weil es einige Gesellschaften gibt. Eine Auswahl: Deutschland über ca.. Höchststand gemäss Unterlagen: CHF 9'866'237'000. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend CHF aufgerundet. über 450.-(davon 8'023'504'000. USA über 600 . Frankreich über 195.bei LGT Bank und CHF 1'842'733'000.-.-.Ein/Auszahlungen. Das Total aller Stiftungen u. Beneluxländer über 230. oder 2. nach Deutschland und nach Österreich haben. U. aller Länder ist grösser als die Zahl „Total Gesellschaften“ (3929).B. Hier nicht eingerechnet sind die CHF 6'784'183'000. Skandinavischen Länder über 195.w. Zusätzlich habe ich in verschiedenen Listen genaue Personenangaben (Aktenvermerke) über weitere total 207 Interessenten gefunden. In 46 Fällen sind Politisch Exponierte Personen (PEP) involviert. Russland) über 150.(davon liegen 5'682'296'000. mehrheitlich natürliche Personen sind / waren für diese 8655 Einzelbankkonten der 3929 Gesellschaften als Erstbegünstigte / Wirtschaftlichen Berechtigten registriert. Österreich über 350. die für den UFF.. Italien über 390.: Es folgte eine vollständige Länderliste (Total 82 verschiedene Ländern) mit der jeweiligen Anzahl von Stiftungen. die aber nach dem 1. Gemäss internen Angaben wollten diese 207 Interessenten Total CHF 517’000’000. 177 . 56 aus der OT Entfernt.). Spanien über 220. (Siehe "Original-Dokumente" unter Punkt IV.‚Schwarzgeld‚ als Neukunden bei der LGT deponieren. 18 aus OT Entfernt und der Rest aus diversen Ländern.bei Fremdbanken). 41 aus den OT Entfernt.und IBEX-Trust über die LGT Gruppe zwischen Dez... 1 x ging es um eine Umgehung des US-Embargos gegen den IRAK.auf Konten bei der LGT Bank und CHF 1'478'548'000. (nicht die Anzahl involvierten Personen. Kanada über 280.bei Fremdbanken).Aktueller Stand der Bankvermögenswerte aller obigen Konten (2001/02): CHF 7'160'844'000. Osteuropa (incl.s. Besuch/Gespräch nicht eine Kundenbeziehung mit der LGT eingegangen sind. 1400 Stiftungen/Anstalten etc.. Genau 5828. 2000 gelaufen sind. und daher einmal in der Zählung Deutschland und einmal in der Zählung Österreich erschienen. 1988 bis Dez. Anm.

die im Gutachten von OT Entfernt. Zudem gibt es den US Patriot Act of 2001 (26. dass die Amerikaner mir helfen werden? In den USA gibt es spezielle Gesetzte. Zudem kann man feststellen. dass fast alle Gesellschaften gegen die US-Gesetzesvorlagen (IRS-Codes etc.. Iraker sind oder aus anderen arabischen Ländern kommen. In den über 645 Gesellschaften der LTV hat es Verbindungen mit den USA.08. die ganz deutlich die Wege aufzeigen. WB/BO. die sich gegenüber den US-Behörden (IRS) nicht Offenlegen wollen und dennoch US-Aktien und/oder insbesondere US-Immobilien weiterhin halten oder neue erwerben wollen. Zusätzlich sind weitere 41 Personen aus den USA als Interessenten bei der LTV registriert. werden sie genauer unter die Lupe (d. US-Bürger oder Greencardholder ist. Bei drei Gesellschaften sind nach meinen Daten PEPIndikatoren da. wie die Kundenberater der LTV die Kunden (alle Nationalitäten) beraten können. obwohl keine PEP-Formulare ausgefüllt wurden..2002 erwähnt sind. alle N. vom 30.) verstossen haben. Warum glaube ich. US-Gesetzes-Verletzungen zum Vorschein kommen werden. die einer Verurteilung von Tätern selbst dann ermöglicht. oder grössere Zahlungen an US-Personen im Ausland getätigt wurden oder Transfers über die USA liefen. Protektor. Auch habe ich auf dem Tape interne Schriftsätze gefunden.a.OCT). um so US-(Steuer)-Gesetze umgehen zu 178 .Y. dass die LGT (bewusst) irgendetwas mit Terrorismusfinanzierung oder dergleichen zu tun hat. oder andere Nationalitäten besitzen und mit Iran. amerikanische Lupe) genommen.V. Ich bin mir aber sicher..h. dass bei denjenigen Kunden der LTV. wenn die Tat im Ausland geschah und keine der Involvierten Personen US-Bürger ist. meine Folterer zu gerechten Strafen zu verurteilen. USA Wenn mir Liechtenstein nicht helfen kann. sei es weil der Settlor. die selber Iraner. werde ich mich zuerst an die USA wenden. Ich behaupte nicht. des IRS-Code 1957 und im geringeren Masse Code 1956 festzustellen. Beirat etc. Bei allen involvierten Gesellschaften ist eine Verletzung u. ohne dass es zu einem Mandat kam. Zwei Personen sind Doppelbürger und als PEP zu deklarieren. Irak oder anderen terrorismushelfenden Staaten Geschäfte machen.

können. Diverse Beratungen bei einigen Kunden stehen eigentlich auch im Gegensatz zu der heiligen Devise der LTV: ‚Keine Geschäfte mit dem oder im Steuerdomizil des Kunden‚. Nach den ersten 2 Jahren wurde der QI-Status nochmals um 2 Jahre – bis Ende 2004 verlängert. die gemäss QI-Vereinbarung hätten registriert sein müssen – es aber nicht sind.Regeln (KYC-Rules) am 28. Verletzungen des (QUALIFIED Intermediary Status) QI-Status: Die US Steuerbehörde IRS hat die Liechtensteinischen „KenneDeine-Kunden‚. sporadisch.01 bewilligt und zugestimmt und dem Land rückwirkend auf den 01. Hauptsächlich wird empfohlen.02.: ° bei 38 Stiftungen/ Anstalten noch nach der Ablauffrist vom 31.03.01 das Gesuch für den Banken-QI-Status eingereicht und konnte ab diesem Datum provisorisch als QI handeln. Die LGT hat am 07.2001 durch die LGT oder Fremdbank US-Aktientitel gekauft wurden. kann man Verstösse feststellen und es wird die IRS interessieren. wo der Wirtschaftliche Berechtigte US Steuerbürger ist. Nun. dass z. dies mit einer Panama Gesellschaft zu tun. Also die eingesetzten SR/VR Geschäfte im Namen der Stiftung im Heimatland des Wirtschaftlichen Berechtigten tätigen: wo wir doch alle wissen. weil die 179 .01 den QI Status erteilt. beglaubigter Passkopie pro WB) nicht erfüllt waren.01. dass solche Aktivitäten wegen der Aufdeckungsgefahr hoch riskant sind.01. Solches Vorgehen der involvierten Stiftungs (SR). dies zu tun.12.oder Verwaltungsräte(VR) könnten die US-Behörden u. ° Bei einigen neuen Stiftungen/Anstalten der LTV im Kundenauftrag nach dem 01. Es gibt/gab also Kundenbeziehungen mit Status ‚US-Persons‚ mit US-Aktientiteln im Depot. mit dem LAJOFP (Long Arm Jurisdiction Over Foreign Persons) verfolgen.a.2001 der Kauf von US Aktien erfolgte.B. W-8IMY oder W8BEN incl. nach Durchsicht aller Mandate mit QI-Angelegenheit die ich gefunden habe. obwohl die erforderliche Dokumentationspflicht (W-9. obwohl der Kunde OT Entfernt hat oder die LGT gemäss QI-Vertrag zwischen LGT & IRS ‚vergessen‚ hat. Dadurch unterläuft/verhindert die LGT automatisch die erforderliche. ° Es eine kleine Anzahl Stiftungen/Anstalten (Simple/Grantor) gibt. externe US-Buchprüfung für den QI Status.

Warum sollte mir Deutschland helfen? Ich bin sicher. Keine Registrierung = Keine Prüfung! Das würde den USA sehr sauer aufstossen! US-Verbrechen: Eine Auswahl von 6 Stiftungen der LTV zeigen gemäss AV.h. wo der WB als ehemaliger Firmenbesitzer.. Diese hier auflisteten Beispiele sind nur eine Auswahl von vielen mehr. wo USPersonen als WB/BO registriert sind. so wende ich mich nach den USA an die Deutschen um Hilfe.. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. Insbesondere kommt auch die die Organhaftung (seitens SR & VR) bei vielen Mandaten ins Spiel. VI. Beispiele: ° hat die LGT eine Struktur angeboten (damit sie nicht selber in die Schusslinie gerät aber dennoch mitverdienen kann). eine Benachteiligung der Gläubiger durchsetzen konnte. eine Deutsche Zuständigkeit ergibt sich auch dadurch. die er in den Konkurs getrieben hat. ° Die Amerikaner wird auch interessieren. obwohl der Kunde wegen einem 50 MIO US$-Betrugs-Scam auf der Internationalen Watchliste steht. D. meine Foltere hinter Gittern zu bringen. ~ welche ausländische. wo man verschiedenste Gesetzesverstösse feststellen kann. die US-Strafprozessen zuwiderlaufen. dass die/der WB selber in US-Crimes verwickelt waren oder es wurden Zahlungen getätigt. Deutschland Will mir Liechtenstein nicht helfen.. wie viel Geld und andere Werte bei der LGT Treuhand verwalten lassen.Prüfung nur für solche Konten gemacht werden kann. ° oder es werden Kundenbeziehungen aufrechterhalten. da der 180 . ~ wie ehemalige und tätige ausländischer Hohe Beamte so solch grosse Vermögen kommen. diktatorische Herrscherfamilien wo. ~ oder das Mitglieder aus dem Familienkreis des früheren Diktators OT Entfernt Gelder bei der LGT liegen haben.

die als Off-Shore-Company für die mit politischem Klagelied in Konkurs gegangene PHILLIP HOLZMANN AG galt und US-Geschäfte tätigte. die als solche deklariert sind. Abgesehen von den wenigen deutschen PEP’s.de u.de.B. bilden die grösste Gruppe der LTV-Mandate (Aktive. ~ Ein höherer OT Entfernt aus OT Entfernt hatte eine Stiftung bei der LTV. die in Deutschland ihr Steuerdomizil haben) und die zusammen über 3 Milliarden CHF Bankvermögen haben. Bestechung herausstellten (Gemäss AV) 181 . mit den Total über 2800 Erstbegünstigten (mit Deutschem PASS oder Nicht-Deutsche. Ehepartner] oder späteren AV’s) etwas mit der Politik oder Wirtschaftspolitik zu tun haben könnten. Beispiele: ~ eine Gesellschaft. Beruf. in diversen Internetdatenbanken (z. Abgänge oder Löschungen). hat ein Check von Kunden.w) erstaunliches hervorgebracht (24 Treffer). Vermögen. die sich als illegale Preisabsprachen bzw. hatte eine Stiftung bei der LTV.s. die der LTV klar bekannt sind. die von ihrem Umfeld her (gemäss Gründungsaktenvermerk [z. der der Korruption beschuldigt wird.B. spiegel. ~ Ein Mitglied der deutschen OT Entfernt-Stiftung ist Kunde bei der LTV. Fünf Beispiele: ~ ein Familienmitglied eines Anwaltes der OT Entfernt hat eine Stiftung der der LTV (Adresse des Anwalts stimmt mit der Adresse des EB im Formular überein) ~ eine ehemaliger Kommunal OT Entfernt. bei politikus.Haupttäter im Argentinienfall. ~ Ein Kunde der LTV ist Mitglied der OT Entfernt OT Entfernt Alle hatten bzw. mal grosse Summen auf den Konten! Sind dies etwa OT Entfernt gelder? Einige aus Deutschland politisch wie wirtschaftlich heikle Mandate. der Verbrecher Roegele ein Deutscher ist und der Lösegeldabholer Kroschel auch! Die 1409 Briefkastenfirmen. haben mal kleine.

Diese Zahlung ist als Bestechung leicht zu erkennen (da im AV schlecht verschleiert vermerkt). dass die Zahlung eindeutig als Bestechungsgeld zu werten sei. Im AV schrieb der KB.2002 las ich ein Artikel (Seite 124+126) über div. die ganz offensichtlich dazu diente Korruptionsgelder zu verteilen und zu waschen. die im Zusammenhang mit der Ölexploration stehen. ~ den (politischen wie wirtschaftlichen) Chef einer der grössten Deutschen Staatsfirmen und Arbeitgeber und Inhaber einer sehr vermögenden LTV-Stiftung will ich hier erst gar nicht namentlich erwähnen. dessen OT Entfernt der OT Entfernt in Deutschland seit Jahren ein Skandal ist und neuerdings gemäss dem OT Entferntartikel in OT Entfernt auch die FL-Justiz beschäftigt. indem sie mehrere Rechtshilfegesuch nach Deutschland versandt hat. ~ Der OT Entfernt Mann OT Entfernt hat seine Stiftung (die OT Entfernt Stiftung) bei der LTV via der im OT Entferntskandal federführenden OT Entfernt -Stiftung (bei OT Entfernt) über ein Konto bei der Fremdbank OT Entfernt gefüllt.6 MIO via Deutschland. hat in den 90er bei der LTV eine Holding einrichten lassen. wurde vor Jahren bei OT Entfernt ‚gefunden‚. Der in mehreren AV’s offen geschilderten Hintergrund der Einzahlungen und Verwendungszweck der Auszahlungen werden OT Entfernt als massiv rechtswidrig eingestuft.11. ~ Selbst der Französische Ölkonzern ELF. ~ Auch im SPIEGEL Nr. dubiose Zahlungen rund um das Kirch182 . Eine ähnliche Einrichtung. 47 vom 18. die als Eigentum OT Entfernt identifiziert wurde. die ‚ OT Entfernt -Stiftung‚. Sind diese Gelder auch OT Entfernt gelder? ~ Des weiteren gibt es ein OT Entfernt Schwarzgeldkonto der OT Entfernt.~ Eine eigene LTV-Gesellschaft tätigte eine Zahlung von etwas über DEM 5. ~ Über eine BVI-Company der LTV wurde eine Zahlung von US$ 10 MIO im Zusammenhang mit der ABB (Asea Brown Boveri) getätigt.

passt genau in das Schema der im Artikel aufgeführten Verschleierungstaktik. Kreditbetrug (OT Entfernt ). deren richtige & korrekte Interpretation der Aktenvermerke (Avs) und Zahlungsabläufe verschiedenste Gesetzesverstösse aufzeigen. Subventionsbetrug (OT Entfernt). Gläubigerbetrug (Mandats-Nummern: OT Entfernt). Es gibt hunderter weitere Deutscher Mandate. ist jenes Mandat wo massive OT Entfernt sgelder auf ganz präzis ausgefeilten Wegen über mehrere Gesellschaften hier in Vaduz und in OT Entfernt an OT Entfernt OT Entfernt (und anderen Personen in dessen Umkreis) des grossen Deutschen OT Entfernt OT Entfernt gezahlt wurden.B. deren einzige Aktiva verschieden grosse Aktienpakete von an der Börse in Deutschland kotierten Gesellschaften sind.Imperium in Deutschland. half abzuwickeln. Mit dieser OT Entfernt wurde OT Entfernt. 183 . die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. Ich habe mich an ein Dokument (‚Checkliste aussergewöhnlichen Transaktionen‚) mit Hinweis auf den Kirch Komplex eines Mandats auf dem Tape erinnert: der Name des WB steht zwar nicht im Artikel des Magazins.B. Korruption (OT Entfernt) Schmiergeldzahlungen und Bestechungen (OT Entfernt). Manche der durch die LTV im Namen der Stiftung ausgeführten Transaktionen sind gelinde gesagt nicht gerade Kleinaktionärsfreundlich und verstossen eindeutig gegen diverse Gesetze. ~ Der extremste wirtschaftlich kriminelle (deutsche) Fall. den die LTV betreut(e) bzw.die USA). Oft dienten solche Transaktionen zur Vertuschung und Verschleierung der vom (Börsen-)Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungspflicht bei Überschreitung eines definierten Prozentsatzes bezüglich Besitz von Aktien oder Börsenkapital oder bei vorgenommenen Aktienkkapitalschnitten. solche LTV-Stiftungen. Geldwäscherei (OT Entfernt). Aber die hastig gewünschte und dann ausgeführte Banküberweisung von über 2 MIO CHF (ausgerechnet in das Steuerdomizilland des WB . Auch viele andere Mandate zeigen offen Kriminelle Handlungen: z. Z.

Rainer Spatscheck aus München. was dem vom Deutschen Fiskus festgestellten „Durchgriffsrecht‚ des WB/Stifters bei einer Stiftung mit Mandatsvertrag (STMM) entgegengesetzt werden kann: nämlich die STOM (Stiftung OHNE Mandatsvertrag). in Deutschland in eine Polizeikontrolle geraten kann. zeigt auch das NSL-Gutachten vom Sommer 2002. VII. so würde gar nichts mehr gegen die Verbrecher geschehen. bin ich. Wie die LTV in Zukunft mit Deutschland Kunden Geschäfte machen will. wobei bei Ausländern meist ein Computercheck durchgeführt wird und die Deutschen versuchen würden mich festzuhalten. 184 . dass ich unter den nun vorliegenden Umständen nicht in Liechtenstein oder in der Schweiz auf eine Lösung warten kann. so habe ich keine andere Wahl.und Strafrecht zeigen die Ausführungen von Dr. Dank dem Hauptverbrecher Helmut R. ohne dass es zu einem Mandatsvertrag kam (gemäss AV). hoffentlich sicher. Schutz-Identität Durchlaucht Fürst und Erbprinz. als die Deutschen über meinen wirklichen Grund des Aufenthalts aufzuklären. Die Problematik einer FL-Stiftung im (deutschen) Steuer. habe ich den Schritt gemacht. Auf dem Band findet man auch Aktenvermerke und Schulungsunterlagen für die Kundenberater. Obwohl gerade Deutschland als EU–Land eine „Gefahr‚ für mich darstellt. Ich kann mich aber nicht 24 Stunden verstecken.Des weiteren haben sich namentlich 68 Personen aus Deutschland als Interessenten bei der LTV gemeldet. schon in Deutschland angekommen. denn wäre ich nicht nach Deutschland gegangen. Ich bin mir der grossen Gefahr bewusst. alle Daten auszuhändigen und um deren Hilfe zu bitten. dass ich evt. Gelingt mir das nicht. Selbstverständlich werden Sie verstehen. habe ich ja die Probleme mit Spanien. wenn Sie nun diesen Brief in den Händen halten. werde ich versuchen in eine US-Einrichtung (Botschaft oder Konsulat) zu gelangen. die auch auf dem DLT-Tape gespeichert sind. Ich versuche es zu vermeiden. Falls ich in eine Kontrolle gerate.

185 . um einen Weg aus der drohenden Katastrophe zu finden. liegt daran. dass Sie es in der Hand haben. Archivar oder Bote etc.ein DEUTSCHER ist. dies zu verlangen. möchte aber darauf hinweisen. dass ich einen Reserve-Pass brauche. Sie kennen ja die Passdaten. Kieber abgeholt oder er lässt es abholen oder gibt telefonisch an wohin es weitergeleitet werden soll‚. wer davon erfährt. wenn einer unbrauchbar wird oder verloren geht. Selbst wenn alle Vorsicht geboten wird – irgendjemand (Sachbearbeiter. gibt es keine Verwechslung mit einer echten Person. Ich bitte Sie daher mit beiliegenden Fotos von mir zwei gleichnamige FL Pässe auszustellen. Er hätte sicherlich Interesse zumindest an den Deutschen Datenmenge. zu welchem Urteil bzw. Ich bitte Sie beide Pässe in einer Hülle in das beigelegte beschriftete Kuvert einzupacken und fest zuzukleben. Bericht ein unabhängiger Staatsanwalt und unabhängiges Richtergremium gekommen sind. Auf diesem A4-Kuvert vorne bitte folgende Aufschrift anbringen: ‚Wird von Hr. Abgesehen davon. dass Ihnen an der Lösung etwas liegt.Um diesem Desaster zu entgehen gibt es nur eine Möglichkeit! Es tut mir Leid. aber nur mit einer neuen temporären Schutz-ID werde und kann ich zum Schutz von Liechtenstein. bis ich erfahre. dass der Chef der FL-Wirtschaftspolizei (EWOK) in Vaduz – die in diesem Fall sicherlich die Führung der Untersuchung haben möchte . Das ich um 2 Pässe bitte. Bitte beachten Sie aber. Bedingungslos vom Urteil oder Bericht bin ich dann bereit mich mit einer Vertrauensperson von Ihnen in Deutschland zu treffen. welches auch immer. Sekretärin. werde ich Ihnen beide Pässe zurückgeben. Dieses Kuvert bitte wiederum in ein neutrales grosses A4 Kuvert geben.) in der Justiz oder bei der Polizei in Liechtenstein oder sonst wo würde es ausplaudern. dass ich alle meine Verbindungen nach FL aufgelöst habe und weder dort noch arbeite noch wohne. Nach Ende. Zudem kann ich mit der Zusendung der neuen Pässe erkennen. sofort die Polizei einzuschalten. Vor Ihnen verstecken kann und will ich mich ja mit diesem neuen Pass nicht. Man wird Ihnen sicher raten. Da der Name und das Geburtsdatum zufällig gewählt wurden. der LGT und der tausenden Kunden aus aller Welt so lange in Deutschland warten.

Falls evt. Diese soll damit entweder nach Feldkirch fahren und dort bei UPS Austria (Freecall Austria 0810-xxxxxx) abgeben. dass die ID-Karten für Liechtensteiner Bürger von einer Spezialfirma in der Schweiz hergestellt werden und das Liechtensteiner Passamt sie von dort per Post bestellt. da dann der Zoll Einblick nehmen könnte) oder die Vertrauensperson soll das Kuvert persönlich in Frankfurt abgeben. damit es spätestens am Montag. 14 Uhr dort ist. aber kein oder nur ein Pass drin ist. sichere Identität während meines Aufenthaltes in Deutschland) auch ausgereicht hätten.60325 Frankfurt. Ausländern jederzeit per Dekret die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft zu verleihen.01. dass Hans-Adam selber (!) schnell Liechtensteiner Pässe drucken kann. Wenn evt.Hd. sogenannte Identitätskarten von Hans-Adam verlangen. den 13.2003. Ich bat ihn um 186 . das ein Kuvert für einen Kunden per UPS oder Kurier ankommen wird.Ich bitte Sie das Kuvert einer Vertrauensperson zu übergeben. aber im grossen A4-Umschlag. (Bitte nicht mit der UPS Schweiz senden. Geschäftsführer oder Sekretariat. Hans-Adam hat nämlich das absolute Recht. Herr Kieber anrufen sollte. jemand kommt und nach dem Kuvert für Herrn Kieber fragt. dass Sie andere Pläne zur Lösung dieser Situation verfolgen. Inhalt: Dokumente.: Ursprünglich wollte ich in diesem Punkt zwei einfache. Dies kann bis zu 14 Tage dauern. Kosten zu Lasten der LGT Deutschland. Oder nach seiner Wahl (wovon er auch rege Gebrauch macht) Liechtensteiner Diplomatenpässe (zu 95 % exklusiv an seine eigene. soll man es einfach ohne UPS-Umschlag. Januar 2003 in Frankfurt sein. Nachforschungen meinerseits ergaben aber. übergeben. Man soll nur telefonisch (0049 69 xxxxxxxx) mitteilen. grosse Familie) zu verteilen. oder ein Kuvert zwar ankommen. Empfänger ist die LGT Niederlassung Frankfurt*. * = ab dem 07.03 ist das Büro wieder besetzt.01. Dann muss ich keine Rücksicht mehr nehmen und werde sofort Hilfe bei den Amerikanern erbeten. z. Anm. man braucht auch keinen Ausweis vom Abholer einzusehen. Die LGT Frankfurt sollte natürlich NICHT eingeweiht werden. da sie eigentlich für meine Zwecke (eine andere. den 13. Sollten die Pässe nicht bis am Montag. Bockenheimer Landstrasse 107. unabhängig von der Regierung. D. so nehme ich an. Ich wusste aber. soll man bitte das Kuvert gemäss seinen Angaben weiterleiten.

um von allen Gesellschaften jene Kunden-. war zu keiner Zeit am Internet angeschlossen.und Geschichtsdaten zu speichern. dass je etwas ins Netz gelangen konnte oder Viren oder Spione sich eingenistet haben könnten. da es als zusätzliches Laufwerk erscheint. um eine Identifizierung und History zu ermöglichen. OT Entfernt. Das Original-LTV-DLT-Tape habe ich so belassen wie es ist (keine Verschlüsselung). Das Tape und all die Originaldokumente habe ich nach Deutschland trotz des hohen Risikos mitgenommen. Mit zu viel Zeit. Von dieser Version habe ich aber abgesehen. handlich und einfach zu bedienen. Die grosse Datenmenge wäre technische kein Problem gewesen. Vermögens. Die 4 DVD’s* habe ich auch mitgenommen und sie werden sicher aufbewahrt. Sie werden getrennt und werden sicher verwahrt. Eine 20 GB Festplatte reicht mehr als nötig aus.zwei normale Pässe. Zusätzlich habe ich mir dieselben Daten auf vier DVD-Rom’s* (je 4. Sie kostet nicht viel. Einfacher und sicherer ist eine externe Harddisk (Festplatte).01.com‚ bieten solche Dienste an. wer weiss auf welche „dummen“ Gedanken er und seine Truppe hätte kommen können. beim Installieren dennoch Einsicht in die Daten nehmen könnten. ist klein.03“ habe ich bewusst gesetzt. Den Computer. Internetfirmen wie z. somit ist ausgeschlossen. also 256 Bits nach AES-Standard) vor fremdem Zugriff absolut sicher. dass die involvierten ITSpezialisten evt.B. Die 2 Externen Harddisks* habe ich auch 187 . da ich Hans-Adam nicht zu viel Zeit geben wollte. Die Daten auf diesen 2 externen Festplatten* sind mittels eines Verschlüsselungsprogramms (ähnlich dem Crypto-Suite von BHV. diesen ersten Schritt zu machen. Den Termin „13. da ich nicht zu 100 Prozent ausschliessen kann. Datensicherheit Meine erste Idee war. Ich habe mir 2 solcher ‚PocketDrives‚ gekauft. den ich für diese Vorgänge verwendet habe. VIII.7 GB) gebrannt. die notwendig sind. alle brauchbaren kundenspezifische Dokumente komplett und verschlüsselt ins Internet zu stellen. ‚xdrive.

die zu Ihrer fürstlichen Familie gehören (Schwester. Die VIERTE Komponente ist natürlich der 256 Bits-Verschlüsselungs-Schlüssel. wenn er weiss. die Prinz Philipp sowie seinen Schwiegereltern zugeordnet werden. nicht auf dem im Brief beschriebenen Datenträgern gespeichert hatte. der LGT als Gruppe. Niemand kann jetzt ohne mein Dazutun weder an das Tape. nicht aus dem DLT-Tape rüberkopiert. Kinder etc. die Originaldokumente. Das jemand nur schon 2 Komponenten ohne meine Angaben in den Händen halten kann. Es sind VIER voneinander unabhängige Hürden zu nehmen: es braucht VIER unterschiedliche Komponenten. den tausenden einzelnen Kunden und dem Finanzland Liechtenstein Schaden zuzuführen. Sie haben nichts miteinander gemein.es ermöglichen. ist unmöglich. IX. Wobei DREI der 4 Komponenten nichts mit Software oder hochtechnischem Zeug zu tun haben. Meine Sicherheit Grundsätzlich möchte ich bekräftigen. zu den Daten gelangen kann.in der richtigen Reihenfolge . wo er und Mitglieder seiner grossen Familie persönlich Wirtschaftlich Berechtigte sind. die DVD’s* oder 2 Externen Harddisks* kommen. dass ich all jene privaten Mandate der Treuhand. Damit kann ich zu 100 Prozent ausschliessen.) sowie jene Mandate. * = Auf diese Datenträger habe ich jene Mandate. dass ich kein Interesse habe. Anm. Denn der Auswirkungen einer möglichen ultimativen Katastrophe bin ich mir bewusst: Immense Imageschädigung der LGT Gruppe weltweit . Die DREI ersten Komponenten sind einfacher Natur. die .: Irgendwie dachte ich mir. schlussendlich wirklich zu lesbaren Daten zu kommen. noch ohne mein Dazutun die Daten lesen. dass das Hans-Adam etwas besser schlafen könnte.mitgenommen. falls er/sie überhaupt es als solche erkennt. Sie werden auch getrennt und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. dass wenn jemand – was eigentlich unmöglich ist durch widrige Umstände Kenntnis von einer der 3 ersten Komponenten erhält.Eröffnung tausender Strafsteuerverfahren gegen die 188 .

Betrug.Kunden . obwohl räumlich / geographisch getrennt. aber die Verantwortung trägt die FL-Staatsanwaltschaft. Oder sollte man mir bei diesen zwei Gelegenheiten (Schutz-IDAbholung) oder bei einem späteren Treffen eine Falle ‚privater Natur‚ stellen. Externe Harddisk und die DVD’s) oder auf einzelne Datenträger gewähren kann.. so teile ich Ihnen mit. Originaldokumente.. Sollte man mir während meiner Entgegennahme des Kuverts mit der Schutz-ID oder bei einem späteren Treffen eine Falle stellen. LR U. zusammen mit den Verbrechern. Oehri. Insiderhandel etc. Sicherlich.Rufschädigung des Finanzplatzes Liechtenstein Verlust von Kundengeldern in Milliardenhöhe Schadensersatzklagen gegen die LGT (analog wie bei Batliner) Einleitung verschiedener Strafverfahren.Die vielen Möglichkeiten der Amerikaner will ich erst gar nicht erwähnen u. Verbrechen.) Gravierende Konsequenzen für viele einzelne Kunden (Job. auf Alles (DLT-Tape. politische Karriere) . so nützt es Ihnen auch nichts. der Auslöser werde ich sein. Ein kleiner Teil des Schutzes der LGT (Daten) und Liechtensteins ist auch mein Schutz (sollte mir diese Schutz-ID verweigert werden. dass ich jeweils für diese und andere Zeiten die zweite externe Harddisk bei mir tragen werde. . so müssen Sie wissen. 2.w. Ich aktiviere einen vorbereiteten zeitlich programmierbaren E-Mail-Versand. da ohne Zweifel viele der grossen Vermögen unrechtmässig erworben wurden (Korruption. dass ich ohne meine physische Präsenz Dritten den Zugriff wahlweise. In 189 .B. Spanien und Argentinien. Privat schnappen wollen.politische Konsequenzen einiger OT Entfernt-Parteien . Und das alles wegen einer handvoll Verbrecher aus Deutschland. Dann übergebe ich eine Harddisk sofort und führe die deutschen Steuerbeamten zu den Originaldokumenten. 1. dass ich mich sehr gut zu wehren weiss. dann muss ich keine Rücksicht nehmen und werde selber mit den Daten samt den Originaldokumenten mich bei den Amerikanern melden).s. Sollte dies alles nichts bringen und mich nicht schützten. denn ich habe es so eingerichtet. also Sie mich z.

Philippe. cmeier@gujba.einer ersten E-Mail (Text in Englisch und Deutsch) beschreibe ich wer ich bin. dass ich bis zu „xy‚. business@ thetimesco. money. D).bund.sorgi@lastampa. Darin teile ihnen zusätzlich mit. Harald Tribune).de (für Dr.de. August Hauning).com. SIN). HK) marcello. Coats or 2nd in charge MR Terry.editor@guardianunlimited.fr (Fr). synd.admin@ft. US) redaktion@nzz. SIN).Snell).de (für Finanzminister Hans Eichel).net (FAZ.at (für Dr. CH). die E-Mails zu stoppen.Reclus@ lefigaro.uk (The Observer. dessen Versand-Zeitpunkt auch programmierbar ist. info@scmp.) patrikdaniel@sph. Der Zeitpunkt des Abschickens beider E-Mails habe ich so gewählt. editor@sundayherald.gov (for the US-Ambassador in Berlin MR Daniel R.UK).com (for Nurit Aizenmann. die Deutschen Behörden an die zweite externe Harddisk und der Spiegel an die 4 DVD’s. info@bka. mm_redaktion@managermagazin. Wolfgang Kaden. um versehentliches Senden zu 190 . Robert Buchacher.sg (The Straits Times. D).R. wirtschaft@myfaz. Washington Post.co.it. Die Behörden in den USA und Deutschland sowie Der SPIEGEL = die ersten 5 Adressen in obiger Liste .sg (The Business Times. zentrale@bundesnachrichtendienst. wie sie über die 4 Komponenten direkt an die (lesbaren) Tapes und die Originaldokumente kommen: die USA an die erste externe Harddisk und Originaldokumente.Minuten nach dem kritischen Zeitpunkt die Möglichkeit habe. letters@iht.com.de (für Stefan Aust).erhalten auch eine zweite E-Mail.uk (UK). radaktion@profil.de (D). Zudem habe ich noch eine Sicherheitsstufe (Schlüssel der verschlüsselten zweiten E-Mail) eingebaut.com (Gruner+Jahr. D).de (für Dr.com (Financial Times UK). stworld@cyberway. Fr).com (Intern. spiegel@spiegel. info@lemonde. Die Liste der Empfänger sind: askDOJ@usdoj. OES.com (UK).ch (für Hugo Bütler. info@bild.t-online. was ich habe und meine Gründe warum es tue. poststelle@bmf.fr (to Boris Razon.com (to the editor of the South China Morning Post. aizenmann@washpost.

Mein Anwalt ist nicht informiert. aber was habe ich zu verlieren? Habe ich nicht heute schon alles verloren? Muss eine solche Katastrophe passieren. X.unterbinden. Sie müssen es selber abwägen. die Sie in den Händen halten erfahren soll. dann werde ich zum Bluthund von Liechtenstein. Der verwendete Provider ist aus Taiwan und ist daher (frei von fremdstaatlicher Kontrolle) völlig unabhängig. Das Bedeutet. wer wie viel von diesen Unterlagen. WIE WEITER & Kontaktmöglichkeit Ich bitte Sie und Ihren Erbprinzen die Angelegenheit nicht einfach wieder den alten Behörden zu delegieren – das führt zu nichts! Ich bin aber auch nicht in einer Position. nicht in Ruhe gelassen. Sie alleine haben es ab jetzt in der Hand. aber mit Ihnen sind es jetzt zwei Personen (Sie und ich) die von diesen Unterlagen erfahren haben. Die Formel ist einfach: Werde ich während ich auf einen Schlussbericht eines Sonderstaatsanwaltes und eines Richtergremiums warte und das Resultat bei einem Treffen in Deutschland vorgelegt bekomme. bis man in Liechtenstein zum Minimum von Grundrechten kommt? Offensichtlich JA. die meine Wandlung zum Rächer auslösen kann. dann sollen wenigstens all die verschiedenen Länder (gemäss Liste unter Punkt IV.) ihre (Steuer-) Gerechtigkeit bekommen!! Amen und Ende. und die Vorstellung der Kettenreaktion ist grausam. wenn Sie sofort den Henker rufen. wer involviert werden soll. Ihnen mitzuteilen. Ich habe eine sichere und einfache Kommunikationsmöglichkeit übers Internet eingerichtet. Das nötige LOGIN Wort der E-MailAdresse ist ganz in Ihrer Nähe: Ich bitte Sie in die Schatzkammer in Ihrem Rundturm im Schloss zu gehen. Auf der einen Seite verstehe ich ganz klar. Dort wo all Ihre 191 . Wenn ich schon keine faire und rechtsstaatliche Gerechtigkeit bekomme. an wenn Sie sich wenden sollen. Jede zusätzliche Person ist eine Person mehr. Es widerstrebt mir sehr.

Linie das Kästchen ‚E-Mail‚. unberechtigterweise verlange ich von Ihnen die Schutz-ID. 192 . als erstes einfällt. Sehr geehrter Fürst und Erbprinz. Dann haben Sie das LOGIN Wort. dass Sie und Ihre Berater. dass Sie wirklich mich versuchen zu verstehen. Auf der Homepage des Providers finden Sie auf der 1. dass Sie mit hinein gezogen werde. Ein Treffen kann nur in Deutschland stattfinden. wenn Sie es wünschen. das Ihnen persönlich. Im Grunde bin ich mir aber auch bewusst. Bei der nächsten Seite das LOGIN Wort und das PASSWORT eingeben. Liechtenstein hat eine letzte Möglichkeit. entweder mit Dr. Im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses (wo er sich als Musiker darstellt) des Maler Gerard DOU ist im Innenrahmen des gegenüberliegenden Metallgitters (an welche die verschiedenen anderen Bilder aufgehängt sind) habe ich selber das LOGIN Wort angebracht. Somit haben Sie das LOG-IN Wort. (Falls das Selbstbildnis im Lager umgehängt worden ist. Im Draft ist eine Mail mit Header „Documents‚ gespeichert. aber auf Grund der speziellen Umstände gibt es keine andere Lösung. Es tut mir ausserordentlich Leid. die Ihnen nicht würdig ist. wenn Sie dann das LOG-IN Wort in der Schatzkammer lesen. mit dem Erbprinzen Alois. Auch dass ich Sie zu einer Kommunikation bitte. Sie werden es sofort erkennen: das Wort (mit 2 Zahlen) hat nichts mit den Bildern oder dem Rahmen zu tun. darauf klicken und Sie finden meine Meldung. Im E-MailAccount auf der linken Seite bitte auf *Draft* (rot) 1x klicken. da ich sicher gehen will. fahrbare Metallrahmen trägt die Nummer 49/51).kostbaren Bilder hängen. Aber es ist zum Schutz IHRER Daten. Durchlaucht Fürst Hans-Adam. das PASSWORT und den PROVIDER (alles in Kleinbuchstaben eingeben). Pius Schlachter oder. Ich hatte keine andere Wahl. die Inkompetenz und Selbstherrlichkeit gewisser Staatsanwälte und Richter ein und für allemal zu korrigieren. Später werde ich Ihnen sofort mitteilen. im Gegenteil. Das dazugehörende PASSWORT ist jenes Wort. Ich will nicht zum Mörder werden. Ich habe dies alles so gemacht. ich weiss. beim welchem Provider (Homepage) die E-MailAdresse eingerichtet ist. dort 1x klicken. der hängende.

Sie selber können erkennen. Aber eben. etwas gemacht hatte. nicht aufgefallen. mich selber. das war also DER BRIEF. Entschuldigen Sie meine Fehler und vergeben Sie mir. habe ich selber den Startknopf für das ‚letzte Kapitel‚ gedrückt. dass ich solche Methoden anwende. Liechtenstein. Der Brief an Hans-Adam ist hier zu Ende. wo seine kostbarsten Bilder hängen. weil dies der einzige für mich logische Weg war. der Hans-Adam selber nachsehen würde. Anm. der dicke. Ich wählte dieses eher abnorme Art einen Hinweis anzubringen aus. in der Hektik des Dramas ist meine Metamorphose Zweideutung dem Hans-Adam und all jenen. 193 . ausgerechnet in Hans-Adams persönlicher Schatzkammer den Hinweis für das Passwort für die vorher eingerichtete Internetkommunikation zu hinterlassen. Dieser Rundturm (vom Dorf unten aus gesehen.höchstwahrscheinlich alles daran setzten werden. in der seine monströse Kunstsammlung fachgerecht und absolut sicher verwahrt wird. Natürlich schäme ich mich (auch als Liechtensteiner) heute noch. So. ein DLT-Tape geklaut zu haben auch wenn es nur eine „Kopie‚ der Kundendaten darstellt. die mit ihm später im Raum vor dem Bild standen. der eine ungesunde Kettenreaktion und äusserst stürmische Zeiten für Hans-Adam. dass es psychologisch hoch riskant war. mich zu vernichten.K. Dies alleine schon deshalb. runde linke Teil der Schlossmauer) wurde in den 90er Jahren mit Tonnen von Beton ausgegossen und beinhaltet mehrere Stockwerke. Ich verstecke mich nicht einfach irgendwo und warte gemütlich bis was geschieht – NEIN! Da der Staat mit seiner Staatsanwaltschaft nicht Handeln wollte. dass ich durch meinen jetzigen Aufenthalt in Deutschland alles riskiere: die LGT. weil es für ihn einen Schreckschuss sein würde. Dieser Hinweis in der „Schatztruhe“ Hans-Adams soll nach meiner Rückkehr noch zu wilden Diskussionen führen. Auch der ausgewählte Platz. Auch schäme ich mich obigen Brief an Hans-Adam geschrieben zu haben. wo ich den Kleber anbrachte. Hochachtungsvoll H. hatte für die ganze Sache eine ausdrückliche Bedeutung. Mit meiner Abreise aus Liechtenstein gibt es für mich keinen Weg zurück. nämlich im eigenen Blickwinkel des Selbstbildnisse des Malers Gerard DOU.: Mir war klar. dass „ ein Fremder“ ausgerechnet in jenem Bunker. wo ich mit absoluter Sicherheit vorauserahnen konnte. Liechtenstein und mich 2003 bringen sollte.

Ich konnte auch feststellen. im Buch aufklären.rein strategischer Natur.). dann könnten sie exakt feststellen. jener genaue Tag wann ich mir das Back-Up-Tape angeeignet hatte. etc. August 2002) entwendet hatte. liegt in der Natur ihres versuchten. mal den Teufel. Wüssten sie das genaue Datum. böse und kriminelle Kieber hat die Daten gestohlen. Wobei ich aber zugeben muss. in Bezug auf verwaltete Geldsummen und so weiter. Wie ich vermutete hatte.oder Zweitbegünstigte). mal „quergetaucht‚. kläglichen „Desaster Management‚. sei mal aus Liechtenstein „abgehauen‚. mal den Gärtner. Pius Schlachter . hätte angeblich mal die LGT Bank. sei es bezüglich der Briefkastenfirmen (Stiftungen. Januar 2003 nicht geschrieben hatte und auch später im 2003 weder ihm. Was konnten sie nicht alles den Medien seit Februar 2008 „erzählen‚? Der hochintelligente. es nicht mitzuteilen. 194 . schon einige Zeit vor diesem Datum entdeckt hatte. war der Zeitpunkt. Ich möchte hier und heute die Gelegenheit auch nutzten und folgendes klarstellen: Alle im Brief an Hans-Adam genannten Zahlen. mal die LGT Treuhand. Oh. mal „untergetaucht‚. Die ausländischen staatlichen Behörden wollen u. dass es eine ständige wiederkehrende Chance war. sind die faktischen. aus taktischen Gründen die genaue Zahl nicht bekannt geben. welche Daten/Dokumente nicht auf dem Band sind. Der Hauptgrund dafür. wurde der Diebstahl von der LGT Treuhand nicht bemerkt. mal den Hans-Adam erpresst und hätte von Hans-Adam zwei Pässe für die „Flucht‚ verlangt. mal „aufgetaucht‚. dass ich das Back-Up-Tape zeitlich NACH meiner Kündigung (vom 29. verraten hatte. Thomas Müller & Dr. da man seit Februar 2008 nun unzählige Varianten dieser Zahlen in den Medien nachlesen kann.Was ich aber im berühmten Brief an Hans-Adam vom 07. richtigen Zahlen! Ich erwähne dies deshalb. war – damals wie heute . Das Hans-Adam und seine LGT natürlich vehement versuchen vor allem die Zahl betroffener Kunden (insbesondere der Deutschen) „kleinzureden‚.a. der Aufteilung der Begünstigten (Erst. der LGT noch "dem Professor" und ‚den Bankdirektor‚ (Dr. wie passte es Liechtenstein schön ins Bild. dass ich die reine Möglichkeit ein Tages-Back-Up-Tape zu entwenden.mehr über die Beiden in den folgenden Kapiteln). egal ob als Totalzahl oder pro erwähntem Land. Exklusive kann ich erstmal in dieser "Tragödie ohne Ende" hier. Anstalten.

eines Tages behaupten werden. die Regierung oder zumindest die LGT um massenhafte Millionen erpresst. je nach dem wie es ihnen in ihrem Krieg gegen mich passt.hat ihm lange Briefe geschrieben. als es sich dann über fünf (!) Jahre später. Meine Beweggründe (die Daten zu entwenden. wie ich sie in den bisherigen Kapiteln im Buch Wort für Wort niedergeschrieben habe. Die Reaktion auf meinen Brief von Hans-Adam und der von ihm befehligten Regierung und der von ihm indirekt kontrollierten Justiz und Polizei kann ich Euch Lesern in den nun folgenden Kapiteln in messerscharfem Detail berichten.w. die der Sache etwas tiefer nachgingen. Das Datenmaterial in seinen Händen war ja im Januar 2003 viel aktueller und brisanter. Robert Wallner durfte nur genau die Worte wiedergeben. Definitiv habe ich verschiedene Gesetze mit meinem Handeln gebrochen. im Februar 2008. Selbst der leitende Staatsanwalt Dr. Meine Leser können nun die Fortsetzung der wahren Geschichte weiter schwarz auf weiss lesen. verlangt oder erhalten. den Brief an Hans-Adam zu schreiben und dann nach Deutschland zu reisen) waren genau so. dass sie es evt. Ich habe nie Geld oder andere Vorteile (Fluchthilfe etc. 195 . Ich habe weder von Hans-Adam noch von anderen je Geld. „Fluchthilfe‚ oder ähnliches verlangt.. wird auch klar von denen in Vaduz bestaetigt: nie wurde solches behauptet. erschien die ganze Geschichte unlogisch: Wäre der Kieber kriminell wie die hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein behaupteten. u. Ich will mein Verhalten nicht schönreden. Dass diese meine Aussage 100% der Wahrheit entspricht. die zuvor unter allen betroffenen in nächtlichen Krisensitzungen in Vaduz abgestimmt wurden.) erpresst. Der wahre Inhalt dieses Briefes und die ganze Vorgeschichte dazu wurden auf Befehl von Hans-Adam im Februar 2008 von Seiten Liechtensteins bewusst vollständig unterdrückt. Einige Journalisten. Was nicht heisst. In der Tat habe ich nie weder Hans-Adam. dann hätte er doch den Hans-Adam. die Regierung noch die LGT erpresst.s. explosiv uns allen offenbarte. Und er wäre samt der Pässe für die angebliche „Flucht‚ untergetaucht.

als er mir eine Privataudienz auf Schloss Vaduz gewährte und wir intensive über die Affäre diskutiert hatten. 196 . Unter VADUZ ist umschreiben was weit weg in Vaduz Hans-Adam und sein Liechtenstein an legalen und insbesondere illegalen Anstrengungen an den Tag gelegt hatten. Diese Details hatte ich nach meiner Heimkehr nach Liechtenstein direkt oder auf Umwegen erfahren können.:“ an. Und wiederum vom Bankdirektor Dr. Oder aus Gerichtsakten und auch aus mir anonym zugespielten* internen. Auch Angaben zu all dem was ich im Ausland (also Deutschland & Holland) über die zeitgleichen Aktivitäten deren in Vaduz in Erfahrung bringen konnte (entweder durch den Professor/den Bankdirektor oder durch meine eigenen Nachforschungen). geheim geführten Aktenvermerke der von den Hohen-Finanz-Herren im Januar 2003 eingerichteten „Kriegs-Kommando-Zentrale‚. Daher hatte ich das Glück. In diesem Kapitel bis und mit Kapitel 16 schildere ich unter den drei abwechselnden Zwischentiteln BERLIN / VADUZ / AMSTERDAM die turbulenten. Holland und zurück ins Rheintal. Dort wo es mir für meine LeserInnen hilfreich erscheint. diese sind kursive geschrieben und fangen wie immer mit „Anm. tröpfchenweise ab und zu einen richtigen Tipp und Originale oder Kopien von Dokumenten zu bekommen. Aus verschiedenen Quellen: Z. habe ich bei wiederum erklärende Anmerkungen angebracht. Unter BERLIN und AMSTERDAM könnt ihr nachlesen was meine eigenen Aktivitäten waren und was ich während den vielen heimlichen und komplizierten Treffen mit den zwei Gesandten von Hans-Adam erlebt hatte. kleine Beamte oder Leute in verschiedenen Stellen bei der Landesverwaltung oder Justiz. Thomas Müller. die KKZ.KAPITEL 8 Wenn Herr Kieber eine Reise tut. beim Versuch die sich anbahnende Katastrophe abzuwenden.B. von Hans-Adam selber. oft gefahrvollen und sehr stressigen Zeiten während meiner Reise quer durch Deutschland. die über die Jahre hinweg meinen Kampf mit ansehen mussten und die anhaltende Ungerechtigkeit nicht auch mit unterstützen wollten. Schlachter oder dem Professor Dr. * = es gab immer wieder mutige. Alle Episoden sind für den besten Überblick chronologisch niedergeschrieben.

wie der offenbar deutliche automatische Trieb von den Hohen-Finanz-Herren aus Liechtenstein in Aktion getreten war. Es war kalt und die Menschen dort waren nicht gerade Gesprächsfreudig. Ich nannte mich nicht mehr Heinrich. erst in Deutschland dann in Holland waren. Meine Vermieterin war die Daniela. sondern auch zahlreiche Deutsche. Na ja. ist die einmalige Situation. Und sie dann. habe ich alles unter dem Titel BERLIN und Amsterdam wie bisher in der Ersten Person und alles unter dem Titel VADUZ in der Dritten Person geschrieben (mit Ausnahme von etwaigen Anmerkungen). Holländische & Internationale Gesetzte und Vereinbarungen. Was es so aufklärend spannend macht. Ich war schon einmal hier – 1987. Nunmehr war es das Berlin im Jahr 13 nach der Wiedervereinigung. die nicht nur viele Gesetzte aus Liechtenstein schwer verletzten. Handlungen vorgenommen hatten. Das kleine möblierte Zimmer in Berlin hatte ich schon im Dezember 2002 via dem Internet gefunden. um die für sie so wichtigen Geldgeschäfte zu schützen. meine 197 . dass ihre geheiligten Kühe wirklich in Gefahr gekommen waren. Man kann sich gar nicht vorstellen wie hochgradig und hektisch die Aktivitäten von Hans-Adam und seiner Truppe in Vaduz und meine eigenen. Diese Mal hatte ich aber keine grossen Erinnerungen an die Stadt. Dieser Name war ab jetzt tabu. Ich nahm mir ein Taxi zu meiner neuen Unterkunft in Berlin Mitte.Um auf idealer Weise nebst der geographischen auch die innerliche Distanz und fundamentale Diskrepanz zwischen mir und denen in Vaduz hervorzuheben. Januar 2003 Ankunft im Hauptbahnhof Berlin. Rückblickend war es nicht nur für mich sehr interessant und allgemein aufschlussreich zu erkennen. Viel Spass beim Lesen ! BERLIN 7. sobald sie merkten. wo ich euch vor allem diese Episoden nicht nur im Rückblick sondern auch mit äusserst vielen Detailangaben schildern kann.

wie sich Langzeitarbeitslose in Deutschland den Lebensinhalt speziell danach ausgerichtet hatten. Ich hatte ja schon einmal davon gehört. 3 Mal per Email und mittels eines einzigen Telefonanruf Kontakt. Mein Zimmer war sehr sauber und kostete mich 300 Euro pro Monat. Sie war eine derjenigen Glücklichen in Berlin. was ich tue. In all den Jahren „auf Arbeitssuche‚ hatte sie sich aus Kostengründen eine extreme Art von Knauserigkeit angeeignet. in der Nähe des berühmten KaDeWe Kaufhaus. kleinere Schlafzimmer. Nun gut. So zählte sie wahrhaftig die Cornflakes fürs Frühstück ab. das schöne Berlin. woher ich komme. Stock. In einem alten. Sie stellte viele Fragen über die Schweiz. 198 . sowie noch kleineren nach hinten raus und einem grünen. Was ich auch gleich am 1.diversen Ausweise (Pass. Daniela war eine etwas verrückte Henne. im 2. aber gut erhaltenem typischem Berliner Mehrfamilienhaus mit kleinen Balkonen nach vorne. wie sich rasch herausstellte. Wir hatten ja zuvor nur 2. wenn es bitter kalt in Berlin wird und die Kosten wegen der Heizung steigen. Im Winter. Vom Wittenbergplatz. bar bezahlt hatte. Am späteren Nachmittag war ich also dann bei Daniela mit Sack und Pack eingezogen. Sie war schon fast 10 Jahre in dieser Endlosschleife. etwas verwildertem Innenhof. schlief ich in meiner ersten Nacht in Berlin in einem grossen Bett mit fein duftender Wäsche ein. es hiess. her kommend war das Haus auf der rechten Strassenseite.alles was natürlich auf Heinrich Kieber lautete – hatte ich für die Reise von Feldkirch nach Berlin umsichtig tief in meinen Taschen vergraben. es sei sehr schön dort im Sommer. Es war eine bedeutende Nacht: meine erste Nacht seit 5 Jahren und 261 Tagen ausserhalb Liechtensteins. vermietete sie das zweite. warum im Winter? Berlin. wie abgemacht. Sie wohnte in einer klassischen Altbauwohnung an der Ansbacherstrasse (um die Hausnummer 60/62/64 rum). oder 3. Tag. Oder sie wog den offenen Tee aufs Gramm genau ab. ID-Karte und Führerschein) . Jeweils in den Wintermonaten. Ecke Geisbergstrasse. vor allem in diesem Winter war Berlin grausig anzusehen. die eine relative günstige Mietwohnung ihr "eigen" nennen konnte. Nervös über alles was jetzt passieren würde. warum Berlin.

VADUZ 9. Sie beiden kannten Kieber ja persönlich und wussten daher wer der Absender war. Hans-Adam. erschien als total undenkbar. dass nun nur zwei Personen. zusammen mit seinem Erstgeborenen. Die ganze Nacht hindurch wurde über dem Brief gebrütet und sie versuchten sich einzureden. Für die nächsten 24 Stunden wurde das Kuriosum „Heinrich Kieber‚ wiederum unter den ranghöchsten Mitgliedern des Hauses Liechtenstein im Schloss diskutiert. Eine der zwei Sekretärinnen von Hans-Adam öffnete den Brief und konnte sich keinen Reim daraus machen. Januar 2003 Mangels steigender Unklarheit was Kieber mit all dem meinte und da Hans-Adam als Staatsoberhaupt ja immer auf seine eigene Polizei zurückgreifen konnte. dass dies alles entweder ein Dummer Streich oder ein Irrtum von Kieber sein musste. Dass er ihnen einen wilden Brandbrief schreiben würde. dass das 3D-Modell für das Gericht hergestellt worden war. Januar 2003 Kiebers dicker Brief war auf Schloss Vaduz am Nachmittag angekommen. HansAdam und Kieber von der Sache wussten. Da der Brief ausgiebige Schriftstücke enthielt. fuhr das Taxiunternehmen Gabor mit dem rissen Paket um 11:35 beim Schlosstor vor. VADUZ 8. entschied sich der Schlossherr vorerst niemanden ausserhalb der Familie zu informieren. entschloss er sich doch die Landespolizei zu 199 . Alois war nicht nur sehr stark mit dem Endkampf der im März 2003 bevorstehenden Volksabstimmung um die neue Verfassung beschäftigt.VADUZ 7. Da im Brief erwähnt war. Januar 2003 Wie von Kieber beauftragt. waren dies für Hans-Adam und seinen Sohn mehr verwirrend als aufklärend. Der Diener nahm das Paket an und übergab es Hans-Adam: obwohl dieser lesen konnte. riss er die angeklebte Schuhschachtel voll mit Gerichtspapieren weg und lies das 3-D-Modell ohne Hemmungen im Schlossabfall-Container entsorgen. sondern auch mit den Vorbereitungen für die in den nächsten Tagen alljährlichen stattfindenden Empfang des ausländischen Diplomatischen Korps auf Schloss Vaduz.

Feuerstein erwiderte. + VI. sowie auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine auf CD gebrannte Kopie dem Generaldirektor der LGT Gruppe. 1000 Grad heissen Flamme des Müllverbrennungsanlage im schweizerischen Buchs/SG über dem Rhein wartete) wurden dann von der Polizei abgeholt und ein Register angelegt. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht hatte und wenn überhaupt. nicht dumm sei und bekanntlich ein Elefantengedächtnis besitze. die Herren Piske und Dr.rufen. Davon überbrachte die Polizei persönlich jeweils ein Set Kopien auf Papier der STA. veranlasste der Schlossherr die Unterlagen zu zensieren: Alle jene Seiten. Um 11:30 rief Frau Schädler vom Schloss dort an. Hr. Schon alleine die Vorstellung.a. Bei einem Treffen um 18 Uhr im Schloss zwischen Hans-Adam. dass niemand die Daten der Treuhand mitnehmen kann und Kieber ja keinen Beweis (z. wurden bei ihm streng unter Verschluss zurückbehalten. Alle vier Herren bestätigten ihm. dass er also die eigentlichen Daten wirklich hatte. die im Detail über die schmutzigen Geschäfte und Leichen (u. Es war nicht nur die Ungewissheit darüber. zeigte der Hausherr allen anwesenden die vollen Unterlagen von Kieber. ohne die Daten zu haben.B. als Beilage im Brief) dafür geliefert hat. seinem Bruder Philipp (CEO der LGT Gruppe). dass sich grosses Unheil über sie zusammenbraute. Bevor aber die von Kieber dem Hans-Adam zugesandten Schriftstücke der Polizei übergeben wurden. 200 . dass im Abfallcontainer des Schloss auf das Ende in der ca. dass Kieber lange genug bei der Treuhand gearbeitet hatte. Auf Befehl von Hans-Adams wurden danach von ausgewählten Einzelstücken Kopien angefertigt. führte zur allmählich Dämmerung bei den Herren. wie den Kieber an solch massive Detailkenntnis gelangen könnte. dass Kieber – mit seinen offenbar tiefen Kenntnissen aller Daten und Leichen im Keller – angeblich in Deutschland herum irre.) der LGT Treuhand berichteten. Feuerstein versuchte die anwesenden damit zu beruhigen. Worauf hin HansAdam heftig unterbrach und fragte. dem Gericht und dem Schloss (damit Hans-Adam den Überblick behielt. Schlachter von der LGT Bank und dem Chef der Treuhand Nicola Feuerstein (der Exboss von Kieber). Punkte V. seinem Erstgeborenem Alois. Piske. dass es sich bei den von Kieber beschriebenen Vorgängen und exakt aufgelisteten Mandatsdetails tatsächlich um LGT Treuhand. indem er behauptete. wer welche Dokumente erhalten hatte).oder -Bankgeschäfte handelt. in welchem Umfang. Der Rest des Originalbriefes samt Beilagen (ohne das Kerkermodell.

Wegen der akuten Brisanz der Lage wurde am selben Abend. Haun und Willi) sowie die Führung der LGT Bank und der LGT Treuhand. um 20:30 die Regierung in einer Sondersitzung im Regierungsgebäude informiert. jegliche unter dem Schirm der KKZ möglicherweise gewonnene Erkenntnis über die Geschäfte seiner LGT Gruppe im Sinne der rechtsstaatlichen Aufgaben zu verwenden. Diese Sitzung verlief sehr chaotisch. hatte er ihnen untersagt. Schlachter und Feuerstein) hatte entschlossen. die Truppe der STA (Dr.: Namen mir nicht bekannt. Angeblich soll sich die STA Alma Willi sehr betroffen gezeigt haben. Januar 2003 Die KKS. sowie später dann „der Professor‚ (Dr.und Aussenministerin. da allein Kiebers Andeutung. Thomas Müller aus Wien) waren der weitere Personenkreis im KKZ. der Kripochef Herr Jules Hoch. kurz die „KKZ‚ installiert und mit allen nur erdenklichen Mitteln und Vollmachten von Seiten Hans-Adam ausgestattet. Als allererste Vorsichtsmassnahme hatte Hans-Adam beschlossen. Robert Wallner. einen TOP Psychologen hinzuzuziehen – Den besten Psychologen Europas . STA und Polizei) zu beschneiden. Regierungschef Herr Otmar Hasler. einer Kriegserklärung gegenüber dem "ganzen" Land Liechtenstein gleich kam. Justiz.: Was immer das heissen mag. die Aussen. dem Regierungschef Hasler und weiteren Teilnehmern (Anm. Anm.: Nicht mit mir verwandt). in Anwesenheit vom Erbprinz Alois.und Justizministerin Frau Rita Kieber-Beck (Anm. im Prinzip rechtswidrige und beispiellose Massnahme hatten die Betroffenen nichts einzuwenden. die öffentliche Dienstpflicht der mit staatlichen Aufgaben betreuten Teilnehmer (Regierungschef. für ihn als Staatsoberhaupt und für das ganze Land. Sie machte sich angeblich Sorgen um Kieber. Kundendaten aus Liechtenstein mit ins Ausland genommen zu haben. Unter dem Vorwand der Sicherheit für seine LGT Gruppe. Im KKZ hatten federführend Hans-Adam und Erbprinz Alois das Oberkommando. VADUZ 10. 201 . unter dem Vorsitz von Hans-Adam. Es wurde dort sofort eine Kriegskommandozentrale. Gegen eine solche einschneidende. ich vermute aber Piske. Dieser sollte sich einen Reim aus der Schriftenflut von Kieber machen und hauptsächlich die KKZ beraten.

zu leeren und dann zu überwachen. den 13. die besagte Dame überwachen zu lassen. Er schlug Hans-Adams Angebot dankend aus. Dies war dem HansAdam egal! Es wurden zwei Liechtensteiner Polizeibeamten. dass Kieber eine Art Freundin hatte. die Mobiltelefonanschlüsse von Kieber und seiner Stiefmutter sofort abhören zu lassen. Des Weiteren hatten die Handlanger von Hans-Adams in Erfahrung bringen können. Es wurde auch eine zeitlich unbefristete Rund-um-die-Uhr Objektüberwachung seines Elternhauses im Mauren ab 16 Uhr angeordnet.wie am Besten an Kieber und vor allem an die Daten gekommen werden kann. da eine solche verdeckte Polizeioperation der Liechtensteiner in Zürich sicher nicht durch den Polizeikooperationsvertrag vom 9. Illegal daher. Man glaubte ihm nicht. Es wurde vermutet. das Postfach in Mauren. wo seine Post seit Anfang Januar ’03 umgeleitet wurde. zudem nicht in Mauren. Dieser „Professor‚ wurde sofort im Ausland kontaktiert und man hatte Glück. da ich mein Mobiltelefon nach meinem letzten Anruf (am 7. dass er wirklich nach Deutschland abgereist war.1. Eine juristische Hürde sozusagen. Juli 2001 zwischen der 202 . ordnete Hans-Adam an. Er versprach. sondern in Berlin war und meine Stiefmutter für mehrere Wochen nach Asien abgereist war.03 . dritte Person ruckzuck mit einem unmarkierten Liechtensteiner Polizeiwagen (VW Bora) ins 110 Km entfernte Zürich geschickt und die Strasse/Wohnung wo die besagte Dame wohnte.: Alle drei Massnahmen brachten nichts. wo er sich versteckt hielt. plus eine weitere. sich per Privatflugzeug nach Altenrhein in die Schweiz fliegen zu lassen und dort von einem Fahrer der Regierung am Flughafen abgeholt und sofort auf Schloss Vaduz chauffiert zu werden. In deren paranoiden Besessenheit herauszufinden. Kieber würde sich dort im Haus versteckten.03 um 10:06 an meine Hausärztin) abgeschaltet hatte und die SIM-Karte vernichtet hatte. Anm. bis Montag Mittag.1. er konnte den Auftrag annehmen. da sie in Zürich wohnte und auch noch Schweizerin war. Er wollte lieber mit dem eigenen Auto anreisen. am nächsten Tag nach Vaduz zu reisen. Die KKZ hatte keine Zeit und Lust auf die im Gesetzt vorgeschriebenen Richterbeschlüsse zu warten und es wurde von oberster Stelle befohlen. Da gab es aber ein grosses Problem.im Grunde illegal – überwacht.

falls ich dort anzutreffen gewesen wäre. Zwischen 16 und 18 Uhr wurde unter Mithilfe des Leiters der ITAbteilung ein Inspektion des alten Arbeitsplatz von Kieber bei der LTV durchgeführt. dass. VADUZ 11. Die Schweiz mag es auch gar nicht gerne. Kieber hatte lediglich im DOCUWARE (e-Doc) Projekt gearbeitet. „neutrale“ Person vermutlich versucht hätte mich bis zum Eintreffen der vermutlich herbeizurufenden Schweizer Polizei irgendwie „festzuhalten". Dann wurde er buchstäblich in eine Art Abstellkammer gesetzt. elektronisch wie auf Papier. Ihm wurde insbesondere eingehämmert. war ein Termin mit dem Regierungschef Hasler unten im Regierungsgebäude der nächste Stopp. Aber es hat mit der Tatsache zu tun. wurde dem Professor natürlich nicht gesagt: das liebe Bankengeheimnis. wo er alle Unterlagen über und von Kieber (zensierter Brief. als würde die Welt untergehen können. Er hatte aber Zugang zu allen Daten. da sie überzeugt waren. alle Beilagen. daher eine dritte. Er verstand und versprach sein Beste zu tun. die Besten der Besten zum Lösung des Problems verpflichten konnten. Anm. Unten im Dorf war aber das Gefühl einer 203 . Hans-Adam und sein Erstgeborener fühlten sich nun etwas entlastet. Anm. den 101er & 140er Akt) praktisch ohne Unterbruch für die nächsten 48 Stunden studierte. wenn ausländische Polizei ihre Bürger in der Schweiz überwacht.: Wie man sich später täuschen würde. Fazit und Kommentare der IT-Spezialisten: Kein Material von Kieber gefunden. Nachdem er von Hans-Adam auf Schloss Vaduz empfangen wurde und mehr oder weniger aufgeklärt wurde. die zwei Vaduzer Polizisten aus juristischen Gründen NICHT hätten auf mich zugehen können. da man unter den normalen Kunden auch sehr viele exponierte habe.Schweiz und Liechtenstein gedeckt war. Die Sache wäre höchst delikat.: Herkunft und Funktion der „dritten Person“ wurde mir nie ganz verraten. Thomas Müller erreichte Vaduz schon in aller Frühe. Januar 2003 Der Professor Dr. Der Professor erkannte sofort. nichts und niemanden je etwas zu sagen. Kieber hätte kein Fachwissen. Wer diese waren. dass Hans-Adam als auch die Regierung äusserst angespannt waren und nicht aufhören wollten. zu jammern.

dass offenbar ein Tages-BackUp-Tape (das Datensicherungsband) ihnen irgendwann im 2002 „abhanden“ gekommen war und sie all die Monate nichts davon gemerkt hatten. All dieses Verhalten seitens der IT-Abteilung (was ich menschlich nachvollziehen kann) würde aber folgenschwere Konsequenzen für alle an diesem nun sich entfaltenden Drama haben: Das Vertrauen von Hans-Adam und der Regierung in die IT-Abteilung der LGT Treuhand wurde in der Folge sehr stark strapaziert. Berlin ! Ich weiss jetzt nicht mehr ob der Spruch des regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit „Berlin ist 204 . Januar 2003 Die Kälte und Berlin. Kieber habe wohl leeres Band mitgenommen. seinem goldenen Esel. blind davon „Kalt erwischt“ worden zu sein. Sie konnten doch gar nicht wissen. Kommentare & Vermutungen am Ende der Sitzung: Es fehle der Datumskleber auf dem fotografierten DTL-Band (Tape). Die Regierung dagegen war in Panik.: Der IT-Abteilung war es äusserst peinlich. da Kieber den Deutschen aufzeigen und beweisen könnte.Erleichterung bei der Regierung noch nicht angekommen. Anm. wie man in Liechtenstein wirklich die heissen Finanzgeschäfte abwickelte. Brrrrrr. Anwesend war Herr Feuerstein und der Leiter der IT-Abteilung der LGT Treuhand. wie zum Beispiel eine Kopie der Daten. Fazit. im Brief an Hans-Adam beigelegt. dass dies nicht notwendig wäre. Zudem war es in der Tat kein Problem einzelne Mandate für eine Kopie des DLT-Tapes wegzulassen. BERLIN 8. da ich der Überzeugung war. Zwischen 18:15 und 20:30 wurde wiederum eine KKZ Sitzung bezüglich der Daten einberufen. weil sie wussten. dass es mit dem „guten Ruf‚ Liechtensteins vorbei sei werde. Berlin. Die IT-Abteilung. ob ich einen habe oder nicht. dass ich die Daten nicht hätte. Sie versuchten fälschlicherweise mein Computerwissen klein zu reden und auch sonst unlogische Kommentare abzugeben: wie die mit dem DVD-Brenner. die LGT Gruppe. Hans-Adam hatte hauptsächlich Angst um seine sprudelnde Geldquelle. driftete eher zur Meinung. . Ich hatte ja KEINEN Beweis.12. Hans-Adam und seine Regierung mussten sich ja auf die den Aussagen der IT-Leute zu 100 % verlassen können. HansAdam und die Regierung mussten sich auf die Aussagen seitens der ITAbteilung irgendwie verlassen können. Kieber habe gar keinen DVD-Brenner. Meine Angaben im Brief waren ja deutlich genug. Das Herauslassen der privaten Stiftungen der Mitglieder der Familie von Hans-Adam auf den Extra-DatenSpeicher sei gar nicht möglich.

Gut für ihn. Sie würde mir gerne die Sehenswürdigkeiten Berlins zeigen. Dass die Deutsche Hauptstadt pleite war. und da wurde ich hellhörig. als wären sie gerade von Hindukusch her angereist. Als hätte ich nicht schon genug Action im Leben konnte sie mich überreden. Ich hörte ihr geduldig zu und hackte nach: Ja. Und der Hundekot! Meine lieben Berliner. und was dann? Sie schilderte mir. die – zumindest im Winter – soviel Hundekot auf den Bürgersteigen liegen hat wie Berlin. Sie war sich sicher. aber sexy‚ schon damals galt. Mist für mich! Was würde sein wenn die Daniela irgendwas über mich zusammen spinnt und das letzte was mir jetzt noch fehlen würde. ich kenne keine Stadt der Welt. Warm verpackt waren wir um die die Mittagszeit aufgebrochen. Um gegen den Stress anzukämpfen wollte ich einmal schwimmen gehen. dachte ich. dass er ihr über sein Leben eine Lügengeschichte auftische. Überall musste gespart werden. Was immer ich ihr erzählt hatte. Daniela fragte mich „dicke‚ aus und naturgemäss konnte ich ihr nichts von meinem wirklichen Leben erzählen. Ich habe mich im kleinen Zimmer eingerichtet und versuchte so wenig wie möglich mit der Daniela zu kommunizieren. Der Berliner Menschenschlag ist sehr erfrischend. Konnte ich nachvollziehen: etwas paranoid erschien sie mir ja auch.pleite. dass er etwas mit Terrorismus zu tun hatte. Auf jeden Fall hatte sie die Beamten solange bearbeitet. konnte ich an allen Ecken sehen. erklärte sie mir. Die Stadtbusse sehen aus. Aber plötzlich. sagte sie mir. Da sind die Schweizer Hundebesitzer erstklassig. Sie hatte ursprünglich keine Skepsis mehr. wobei sie sich als Mitarbeiter der Ausländerbehörde ausgegeben hatten. bis zwei davon zu ihr nach Hause kamen und den Libanesen besuchten. dass sie halt ein paar eher private Fragen stellen müsse. mit ihr im nahen Park des Zoologischen Gartens spazieren zu gehen. Die Berliner Leute selber. Dies muss ihr wohl etwas suspekt vorgekommen sein. dass sie mit dem Berliner Verfassungsschutz in Kontakt getreten war und diese ihr zuerst nicht glaubten. Der Libanese war kein Terrorist. Sie hätte vor 2 Jahren einen Libanesen als Untermieter wie ich gehabt und sie schöpfte den Verdacht. sie glaubte mir. So hatte ich jedenfalls gedacht. von der Handvoll öffentlicher Hallenschwimmbäder waren mehr als die Hälfte aus Kostengründen oder mangels Unterhalt geschlossen. 2 Stunden am Nachmittag. so dreckig waren sie. die sind wirklich nett. der Rest hatte irreale Öffnungszeiten von 1-2 Stunden am Morgen und evt. war ein Besuch vom 205 .

Die kiloweise Papierdaten waren aber im blauen Handkoffer im Schrank im Zimmer verschlossen. das DLT-Tape. akuteres Problem lösen: Da ich ja meinen Laptop. Ideal wäre die Filiale der Berliner Volksbank AG an der Budapester Strasse gewesen. weil er mich in der Küche an die Seite genommen hatte und mir es erzählte und zum Schluss bemerkte. Mich beruhigte dies ganz und gar nicht. Vorher musste ich aber ein anderes. Als wir dann nach Hause zurückgekommen waren. um herauszufinden. Ich erfuhr dies. Scheisse und Merde zusammen. dass ich mich jetzt schon auf eine Suche nach einer anderen Unterkunft machen musste und auch einen guten Grund finden musste. und noch Platz für den Rest da wäre. Nicht weit weg von Danielas Wohnung. das solche Strahlung 206 . Leider war deren Tresorraum eine der neueren Bauweise: d. sodass ich sogar schwitze. dass sie ihn vorher beauftragt hatte. Am Freitag war ich in aller Früh schon losgefahren um bei diversen Banken nachzufragen. dass ich meinen ganzen Laptop etwas quer gestellt hinein schieben könnte. Er bescheinigte ihr. war es ein Lehrer oder ein Pädagoge) trinken würden. Ein Test ergab. ob sie freie Tresorfächer zu vermieten hätten. wo wir Tee bei einem langjährigen Nachbar (wenn ich mich nicht täusche. nun hatte ich ein weiteres Problem. hatte ich auch jetzt meine elektronischen Datenspeicher auf mir. dass die Daniela ab und zu spinnt. Es stellte sich heraus. dass ich OK sei.Verfassungsschutz! Je länger wir da in der Kälte spazierten. Aber die elektronische Verriegelung und damit die elektromagnetische Strahlung machten mir Sorgen: ich habe gehört. Wie bei meinen Erkundungsausflügen kreuz und quer durch Berlin in den letzten Tagen. die Kopien davon sowie die 2 kleinen Externen Harddisk nicht ständig auf mir tragen konnte und auch nicht mehr im Zimmer aufbewahren wollte. zumindest 4-6 Wochen bei dieser Adresse zu bleiben.h. mich beim Besuch zu begutachten. bat sie mich mit ihr ein Stockwerk tiefer zu gehen. Mein Plan war. Nun wusste ich. ob ich eventuell eine Gefahr für sie und/oder Deutschland sei. in der Nähe des Eingangs des Zoos. in den Taschen. musste ich eine passende Bank mit passendem Tresorfach dafür suchen. All die Daten bei ihr zu Hause. um meinen raschen „Abschied‚ vor ihr nicht verdächtig erschienen zu lassen. umso heisser wurde es mir. die Kundenfächer selber wurden von der Bankseite aus elektronisch geöffnet und nur von Kundenseite aus mit einem Schlüssel.

unechten Wohnadresse zu überzeugen. Ich musste unbedingt eine Lösung für eine Berliner Adresse finden. Ich erklärte dies dem braven Bankangestellten und gab die Geschäftsadresse der privaten Postfachfirma als meine Wohnhausadresse und die zweistellige Zahl meines neuen Postfachs als meine Wohnungsnummer aus. Ich mietet mir ein Fach und bezahlte die Gebühr bis Ende März '03 im Voraus in Bar. den CDs oder auf den externen Harddisks eventuell schaden könnten.h. stand im Liechtensteinischen Pass KEINE Wohnadresse. wo noch altehrwürdige Tresorräume verwendet würden. Zudem wusste ich. musste ich meine Liechtensteiner Identitätskarte vorlegen. Im Gegensatz zum Deutschen Pass. Freundlich begleitete man mich bis zur Türe. Meine Erhebungen ergaben. ehemaligen Quartierladen. Oder? Die Bank aber forderte von mir eine Wohnsitzbestätigung aus Berlin. Ein älteres Ehepaar führte das Geschäft in einem kleinen. Diese Bank kam also nicht in Frage. Filiale wurde ich fündig. da ich denen ja geschildert hatte. gefundene Filiale wäre auch ideal gewesen. klappte es mit dem Kontoeröffnung. dass es eine kleine Firma in Berlin Wedding gab. Da ich ja nur ein einfaches Sparkonto. Es bedurfte geschickter Überredungskunst um ihn von meiner neuen. Ein Rest von Bankgeheimnis war doch wohl in Deutschland noch vorhanden. Ich verabschiedete mich mit der Lüge. die eine Art ‚Postfächer‚ an Private vermietete. dass diese Art von Konto keinen Postversand generierte. Eine halbe Stunde später stand ich vor der ausgewählten Filiale Nr. Sie hatten ca. Dieses Mal klappte es mit meinem Reisepass. worin meine alte Adresse aus Liechtenstein notiert stand. die man von Aussen her Tag und Nacht erreichen konnte. Ich hatte keine Angst. Und mein Plan sah nicht 207 . z. also keine Karte für die Geldautomaten oder ähnlichem haben wollte. der Polizei „zu melden‚. zumindest nicht bis Jahresende. ausgerechnet mich bei den irgendwelchen Behörden. D. den Namen Heinrich Kieber zu verwenden.den Daten auf dem DLT-Tape. Vorher könne man mir kein Konto und Schliessfach anbieten. Eine Internetsuche ergab. aber um ein Konto zu eröffnen. 7. Die Berliner Sparkasse hätte ja keinen Grund gehabt. dass ich gerade aus der Schweiz hierher gezogen wäre. Bei der 7. dass die Berliner Sparkasse noch ältere Filialen hatte. 50 Postschliessfächer. sagten sie mir. dass ich mir eine solche Wohnsitzbestätigung holen würde und morgen wieder kommen würde. Ich konnte ja schlecht die Adresse von Daniela verwenden. Die 6.B. Ich fuhr per Taxi an die angegebene Adresse. von wo nur die Miete für das Tresorfach abgebucht würde.

dass mir zumindest keine „elektronische Datenpanne‚ bei der Daniela passieren könne. Nicht auszudenken: ich gerate in eine Kontrolle mit keinem oder ungültigen Fahrschein und würde mangels Ausweis bei der Polizei landen. Man wusste ja nie. Ich notierte mir wichtige Punkte. Im Notfall auch per Taxi. Von den vielen hektischen Fussmärschen durch Berlin hatte ich mir rund um die Fussfessel. Daniela liess mich zum Glück alleine. von wo ich aus starten müsste. ja nach dem. dann muss man der Bank ein neues Schloss bezahlen). obwohl sie – dank ihrer vielen freien Zeit – ständig Vorschläge für den Besuch von Berliner Sehenswürdigkeiten machte. dass ich während deren Öffnungszeiten immer Meilenweit davon weg war. Einen legte ich wie immer in solchen Fällen direkt in das Tresorfach hinein (nicht empfehlenswert. um sicherzugehen. Ungern entschloss ich mich deshalb. einen ringformähnlichen Ausschlag geholt. Jetzt war ich sicher. war es eine Wochenfahrkarte. Die paar Kilos an Treuhand. Ich wickelte den Laptop in ein Küchenhandtuch und verstaute es zusammen mit den anderen Datenträgern (mit Ausnahme einer der zwei externen Harddisks). Am Wochenende unternahm ich eine Monstertour kreuz und quer durch Berlin. Um nicht evt. dort wo die Winterstiefel sich oben an der Haut schürften. denn wenn man den 2.und Bankdaten. Ich suchte das Gebäude wo die LGT in Berlin eingemietet war auf. meinen Reisepass auf mir zu tragen. Daniela empfahl mir in einer der massenhaften vorhandenen Apotheken (kein Land hat so viele wie 208 . von irgendjemand vom Hauptsitz aus Vaduz auf Besuch in Berlin erkannt zu werden. wo Heinrich Kieber drauf stand (mit Ausnahme des Passes) im Tresorfach. ich weiss es nicht mehr genau). Den Pass brauchte ich ja um mich beim nächsten Bankbesuch ausweisen zu können. Ich bekam zwei Schlüssel.vor. wie die genaue Adresse der USBotschaft oder des Deutschen Finanzministerium. die ich mitgenommen habe. Erleichtert legte ich die lange Strecke von der Bank zurück zur Wohnung von Daniela zu Fuss ab. 250 Euro auf das Konto ein. als keiner. auch für unterwegs immer einen Ausweis. U-Bahn oder Linienbus. waren im Handkoffer mit einem kleinen Bügelschloss abgesichert. Schlüssel verliert. Besser irgendein Ausweis. Ich zahlte ca. als ich Sonntagabend heimkehrte. zusammen mit allen meinen persönlichen Papieren. Ich kaufte mir eine Monatsfahrkarte (evt. Ich war sehr müde. denn schnellsten Weg dorthin via Ringbahn. dass ich dann noch in Berlin wäre. In meiner Situation war es besser immer einen gültigen Fahrschein zu haben.

rief Daniela mir aus der Diele zu. Man weiss ja nie. schlüpfte ich in mein Pyjama und Daniela hatte mir eine Tasse Tee angeboten. dachte ich mir. die sein eigenes Land (Österreich) betrafen. Wir schauten gemeinsam noch etwas TV und dann ging ich zu Bett. Korruption etc. wie Kieber sie beschrieben habe. Januar 2003 Der Professor kam nach 2 Tagen Studium am Sonntag mit schwerem Kopf für eine kurze Mittagspause aus der Kammer gekrochen. noch eine Kopie von deren Schilderungen. auch das noch. schrie ich höflich zurück. Der Warmwasserboiler im Badezimmer wurde vermutlich noch zu Hitler’s Zeiten gebaut. Aber Hallo. wo kämmen die da hin. „Nein Danke‚.Deutschland. 209 . Zurück daheim. Jene „schmutzigen‚ Mandate. um nicht verbrüht zu werden. als ich mich spontan entschied ein heisses Bad zu nehmen. Sicher ist sicher. Hastig ging ich also raus aus der Wohnung. rein in die nächstgelegene Apotheke. wo das KKZ alle relevanten Unterlagen zu Thema „Heinrich Kieber‚ aufgeschichtet hatte. hätten ihn schon brennend interessiert. wenn Liechtenstein einem ausländischem und auswärtigen Professor auch noch den Beweis von Kiebers Anschuldigungen in Bezug Geldwäscherei. sagte ich zu meinem Spiegelbild. Natürlich hatte ihm niemand weder einen Einblick in die echten Treuhand/Bank-Daten (diese Daten hatte die Regierung logischerweise selber auch nicht). unter die Nase reiben würde. sicher mehr als Kirchen. raus aus dem Raum. VADUZ 12. vermutlich schon bald mehr als Gläubige) Essigsaure Tonerde in Flüssigform zu kaufen und die roten Schrammen damit einzureiben. Nicht das das Wasser daraus zu kalt war. dass man die Badewanne zu 4/5 mit eiskaltem Wasser füllen musste. Mann oh Mann. Jetzt war es wirklich Zeit für mich eine andere Unterkunft zu finden. nööö – es war so kochend heiss. schwang ein Badetuch um meine Hüfte und holte noch schnell meinen blauen Handkoffer aus dem Zimmer und schleppte ihn mit ins Badezimmer. ob sie auch Kondome mitbringen soll. Frisch gewaschen und durchweicht. „Es ginge mir nicht so gut‚. gewährt. Ebenso würde er später auch NIE auch nur ein einziges Mandat je zu Gesicht bekommen. Die kommende Woche würde ja streng werden. dass sie nur schnell Tabak und Zigarettenpapier (kam günstiger) kaufen gehe und fragte.

Aus reinem . Herr Gilbert Kaiser fungieren. Man holte eine Passamtperson um 10 Uhr aus der verdienten Sonntagsruhe und bewerkstelligte die Herstellung der zwei Pässe rasch und problemlos. Als Fahrer soll die rechte Hand von Hans-Adam.1. wo ich fieberhaft im Netz nach Angebote für ein möbliertes Zimmer suchte. um von Professor zu erfahren. Ohne Frühstück. Stattdessen begab ich mich auf schnellstem Weg zu einem Internetcafé. Somit hatten sie keine Zeit viel nachzudenken. versuchte man es zuerst mit eigenem. Der Professor erwiderte. Der Professor empfahl. ob er sich schon einen Bild machen konnte. Den „Fahrplan‚. verabschiedete ich mich bei Daniela mit der Bemerkung. zum Schein auf Kiebers Angebot einzugehen und zwei neue Pässe herzustellen und in einem Umschlag am Montag zur LGT in Frankfurt zu bringen. Dies misslang auf Grund technischer Unkenntnis in Bezug auf Bedienung der Passmaschine. BERLIN 13. ob sie die Pässe überhaupt erstellen sollen. wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen sollte. Ich musste eine Unterkunft für spätestens 210 . Januar 2003 (vormittags) Wieder hatte ich eine Nacht in Berlin überlebt. Anm. dass sie angeblich keine Pässe ausgestellt hatten. wurde von Kieber sehr präzises im seinem Schreiben festgehalten. eingeweihtem Personal aus dem KKZ.01. dass das Problem sehr tief liegen würde. die er dem Brief beigelegt hatte. erklärte er Hans-Adam am Telefon.Hans-Adam rief mehr als 4 Mal in der Kammer an. Beide wurden über die ganze Angelegenheit ausführlich informiert.nachvollziehbarem .03 nach Frankfurt fahren.: Ich lag richtig in meiner Planung.1. aber immerhin nach einem selbst gemachten Tee. zwei Pässe mit den gewünschten falschen Namen und mit 2 der 4 Passfotos von Kieber.Selbstschutz wird von HansAdam und Liechtenstein seit Feb. 2008 inkorrekt behauptet. Da es Sonntag war. herstellen zu lassen.) zuzulassen.) und dem „1. dass er sich seit Monaten für dieses Bühnenstück vorbereiten konnte. nur ganz wenige Tage zwischen der Briefankunft auf dem Schloss (7. Auf Anordnung von Hans-Adams wurde das KKZ beauftragt. Schlussfolgerungen ziehen konnte und jetzt Empfehlungen abgeben könnte. ich würde eines der vielen Museen besuchen gehen. Ein Bankdirektor der LGT Vaduz soll mit ihm am 13. Der Vorteil für Kieber war. Termin“ (14.

Ich begriff. da sie gleich zur Arbeit müsse und erst sehr spät abends heimkehren würde. Ich würde meine Miete pro Monat im Voraus bezahlen. Ich fand ein Angebot. Aus heiterem Himmel entschloss ich mich einfach mal beim Schloss Vaduz auf die Zentrale anzurufen. Etwas Mut dazu brauchte ich schon. Es hatte grosse Fenster und alte Bäume im Garten . Dies gefiel ihr. ungefähr immer zur selben Zeit das Mittagessen von der Küche bestellt. Eine nette junge Stimme nahm den Hörer ab. sodass sie ihre eigenen Mietkosten reduzieren konnte. dass ich gerne noch 4-8 Wochen hier bleiben möchte und daher ein Zimmer suche. Sie wohne in der Nähe der Kirche zum Heiligen Kreuz. Dienstag in der Früh anschauen zu kommen. Ich versuchte mir vorzustellen. das ganze. Auch sie musste Untervermieten. Da ich solches im Brief nicht angekündigt hatte. in der Ecke. ein Anruf kann nicht Schaden und bis jetzt gab es ja noch keine Tote in diesem Drama. Ich tippte in die Suchmaschine ein: „Untermieter gesucht‚. ich sei auf Besuch aus der Schweiz hier und Berlin sooo schön finde. Und da sie viele charmante Schweizer kenne. also eine Frau. Ich notierte mir die Strasse und entschied für mich. In ca. „Zimmer zu vermieten‚ oder „Mitwohnzentrale‚ etc. rechnete ich ihr vor. Treppe runter und Rechts sein. Ich nahm den Bus zurück ins Zentrum von Berlin und setzte mich in ein Café. sodass ich am nächsten Tag keine Zeit verlieren würde. Es war eine ruhiges Quartier und das Mehrfamilienhaus am Ende. dass Hans-Adam. von wo ich die Berliner Welt zwischen 10 Uhr und 12 Uhr vor meinen Augen vorbeiziehen lies. Ich erzählte ihr. jetzt schon mal die Strasse aufzusuchen. dachte ich mir. kein Mann. das Zimmer doch morgen. Heute ging es ihr nicht mehr. was die in Vaduz jetzt wohl alles machen.sehr schön. Etwas Schnee lag auf dem Fussweg. wo ab sofort ein kleines möbliertes Zimmer offeriert wurde. Ich wusste. Gemäss Klingel musste es die Wohnung im Erdgeschoss. Die Monatsmiete für mein Zimmer war 380 Euros. dass der Überraschungseffekt mir dienlich sein könnte. Petra suchte eigentlich eine Untermieterin. offerierte sie mir. Ihre bisherige Mitbewohnerin habe sich letzte Woche klammheimlich aus dem Staub gemacht und sei ihr aber noch 2 Wochen Miete schuldig. 211 . Es sei ja billiger als im Hotel zu wohnen. im Garten und auf der Strasse.Morgen Abend finden. Ich notierte die Nummer und rief auch gleich von einer Telefonzelle aus an. Es war schon komisch. 40 Minuten war ich dort angelangt. wenn er im Schloss war.

eine Person. Daniela war nicht da. Ich fuhr auf Umwegen mit Bus und Bahn wieder nach Hause. solches von ihm zu hören. dass letztmöglich jemand mithören würde. ob vielleicht eine Fangschaltung installiert wurde. wer mithöre. Ich rief also vor dem Mittagessen an. ob ein Kuvert für mich da wäre. das Kuvert an meine neue. Er sagte weiters. er war sehr besorgt über die Geschichte. Ungeduldig stampfte ich zwischen den Telefonkabinen auf dem Wittenbergerplatz hin und her. Ich sagte ihm schnell. wo mein Berliner Postfach im Erdgeschoss liegt. für ein paar Tage ausgiebig beobachten und dann zu einer Zeit. Ich solle aber vorsichtig sein und nicht über die Daten reden. die ich im Brief erwähnt hätte. dass er überhaupt mit mir sprach und ich glaubte. also zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht. Ich erwähnte. Mir würde später eine andere Möglichkeit zum Telefonieren mitgeteilt werden. aber eben: Ich war froh.Er legt grossen Wert darauf. Ich begriff diese Gerede über „Mithören‚ nicht ganz. Dann würde ich nämlich die LGT in Frankfurt anrufen. dass ich nicht mehr aufs Schloss anrufen solle. Darauf hin konnte ich nur ein starkes Seufzen hören. was mir sehr gelegen kam. wie die Sekretärin auffallend perplex über meinen Anruf war. Ich packte meine sieben Sachen zusammen. Das ganze Gespräch dauerte nur 2-3 Minuten. Wenn ja. dass keine Fangschaltung da sei und wir aber vorsichtig sein müssten. Ich hörte. Er sagte mir. mein Fach leeren kommen. Er sagte auch. Er sagte mir. um die Zeit bis 14 Uhr totzuschlagen. vielleicht würde ja jemand mithören. ob ich mit Hans-Adam sprechen konnte. Dann könne ich mit ihm sicher reden. wo ich sicher sein könnte. dass ich gemäss den Angaben in meinem Brief vorgehen sollte und er die Pässe ausgestellt hatte. was wir am Telefon hier besprechen: Man wisse ja nie. sagte er zum Schluss. was ich postwendend 3 mal bejahte. Er fragte mich 3 mal ob ich die Daten gut versteckt hätte. würde ich zuerst das Gebäude. dass eigentlich niemand unterwegs war.h. Nach kurzer Wartezeit stellte sie mich zu Hans-Adam durch. Sollte dies klappen. dass ich in Deutschland war. Ich war eher erstaunt. Man kann sich heute nicht auf alle Verlassen. dies sei der Anfang einer Lösung und nicht der Anfang vom Ende. um schneller bereit zu sein. da ich nicht wusste. Er war erstaunlicher Weise nicht all zu böse. d. private Postfachadresse in Berlin zu senden. sollte ich am nächsten Tag ausziehen. 212 . dies mit seiner Grossfamilie pünktlich und gemeinsam einzunehmen. dann würde ich den Auftrag geben. nannte meinen Namen und fragte. dass ich nicht allzu lange telefonieren möchte. um zu erfahren.

um 03 Uhr morgens erst. da er dies detailliert im Brief an Hans-Adam angedroht hatte.: Wie die UR richtigerweise festgestellt hatte.oder Betriebsgeheimnis zu Gunsten des Auslandes. die damit zu erklären sei.) und C) insbesondere die Ausführungsgefahr. Es wäre A) die Fluchtgefahr gegeben. Noch viel früher in der Nacht. dass er – auf freiem Fuss gelassen – die Ermittlung der Wahrheit erschweren werde (Anm. Geld im Austausch für die Daten verlangt hätte.: Welch Ironie dieses Gesetzeswortlauts: Im Gegenteil.das Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. „pro forma‚ einen Internationalen Haftbefehl zu beschliessen. Um auf alle Seiten abgedeckt zu sein. bei Staatsanlässen wird das anderen Kennzeichen. Frau Netzer wurde beauftragt. ich war auf einer Mission ins Ausland gegangen. FL 1 angebracht) Richtung Frankfurt los. Die Grundlage für einen Haftbefehl wäre eben die versuchte Datenunterdrückung & der Datendiebstahl. Ausgiebigen Schlaf konnte er aber nicht erleben. orderte das KKZ das Landgericht Vaduz an. Januar 2003 (vormittags) In aller Herrgottsfrühe fuhren Hr. Mit dabei hatten sie ein dickes Kuvert mit Handschriftlichem Schreiben von Hans-Adam für Kieber und den zwei Pässen. um die Wahrheit der „schmutzigen Geld-Geschäfte“ in Liechtenstein zu offenbaren. Das Gesetzt macht da ganz klar einen Unterschied.VADUZ 13. einen neuen Akt gegen Kieber anzulegen. Der Bankdirektor und die rechte Hand Hans-Adams trafen in Frankfurt ein und nahmen sich zwei Zimmer im Hotel Palmenhof in der Bockenheimer Landstrasse. die Nötigung des Staatsoberhauptes Hans-Adams und – was aus Liechtensteiner Sicht am Schlimmsten war . Ich wurde in der Folge später auch nie wegen Erpressung angeklagt und logischerweise auch nie dafür verurteilt. war der Professor mit dem Aktenstudium endlich fertig. da Kieber die Wohnung im FL aufgelöst hatte. wo er zusammen mit dem eintrudelnden Regierungschef Hasler die erste von vielen Tassen Kaffee oder Tee tranken. war mein Brief eine versuchte Nötigung und KEINE Erpressung! Eine Erpressung wäre es dann. 213 .B. B) eine Verdunkelungsgefahr gegeben. Die Untersuchungsrichterin. Der Haftbefehl sollte aber noch nicht im Polizeisystem aktiviert werden. wenn ich z. Anm. Um 07 Uhr war er schon wieder in der KKZ. Kaiser und der Bankdirektor von Vaduz aus mit dem Diplomatenstaatswagen des Hans-Adams (dunkler Audi A8 mit Wechselkennzeichen FL 6333.

sich mit dem Dieb einigen zu können und somit ein Aufsehen mit einem Strafprozess und auch Schädigung des Rufes verhindern zu können.wenn möglich . wurde angeregt. der sich höchstwahrscheinlich im Ausland aufhielt. dass jemand hier sei. diverse Handynummern sowie zwei Festnetzanschlüsse von Personen zu überwachen. Zudem wurde beschlossen. ob ein Kuvert für mich da sei. auf die er vielleicht anrufen würde.Das Liechtenstein (über die KKZ) immer dann alle gesetzlichen Richtlinien und Vorschriften einfach zum Fenster raus schmeisst. dass niemand davon etwas erfährt und keine nötigen Gerichtsbeschlüsse gezeigt werden müssen. nur wenn die Bank oder die Treuhand es selber wollen und sie einen Datendiebstahl bei der Polizei anzeigen. da die betroffenen Firmen (3 Treuhandfirmen und 1 ausländische Bank) mit „Zahlungen“ die Sache selber. Er habe einen Umschlag von Hans-Adam für mich dabei. instruierte das KKZ das Landgericht ein paar Hausdurchsuchungsbeschlüsse. Die Angestellte dort sagte mir. dann die Behörden aktive werden können. die Uhr zeigte Punkt 14 Uhr. da der Diebstahl von Daten in Liechtenstein kein Offizialdelikt sondern ein Antragsdelikt ist und das bedeutet.oder Treuhanddaten) geht. Der Vorwurf des Datendiebstahls hätte gar nicht als Grundlage für den Haftbefehl herhalten dürfen. dass man sich für eine oder mehrere Razzien in Liechtenstein allzeit bereithalten sollte. da man es der Bank oder Treuhand überlassen wollte. Januar 2003 (nachmittags bis in die Nacht) Endlich. BERLIN 13. Der Bankdirektor Schlachter nahm den Hörer in die Hand. einen Datendiebstahl nur als Antragsdelikt zu klassifizieren. bereinigen konnten. Im KKZ wurde weiters folgendes entschieden: Um der Person des Kieber aufzuspüren. Das hat oft gut geklappt. dass die Bewohner der Gebäude anwesend wären. Nur für den Fall. Ich 214 . dass in den Jahren 1994 bis 2004 (die Batliner CDs und meine LGT Daten ausgenommen) es 4 weitere. Ich sagte meinen Namen und fragte. Es ist in Liechtenstein kein Geheimnis. Eine Datendiebstahlanzeige in meinem Fall lag aber nicht vor. wenn es ums eigene Geld (Bank.so ausgeführt werden. zeigte sich auch in diesem Fall wieder. wenn auch kleinere Fälle von Datendiebstahl gegeben hatte. auch „pro forma‚ anzufertigen. offenbar erfolgreich. der mich sprechen möchte. lag darin. Der Hintergrund des Gesetzgebers. Die Razzien sollten aber . wo es nie zu einer Anzeige kam. Ich rief die Nummer der LGT Frankfurt an.

Nein. Ich war schon etwas sehr verwirrt über diese Aussage. dass wir am Telefon sehr vorsichtig sein müssten.w. wieder einmal haben sie es nicht fertig gebracht. Noch nach Luft ringend. vollständig und richtig zu lesen. das ich in Frankfurt sein würde! Ich fragte den Bankdirektor. ob er den keine Telefonnummer auf dem Display sehe würde. mit ihm weiter zu telefoniere. Da hatte ich eine Idee. Er sagte. Ich musste ihm aber diesbezüglich glauben. 36. meine Schreiben. Die Dame dachte. ob er wüsste was in dem Kuvert sei. Er wiederholte zudem mehrmals. Ich erklärte ihm. sondern in Berlin! Er glaubte mir es nicht. Zu meinem Erstaunen erläuterte er mir. Mir kam dies sehr suspekt vor. was man ihn gesagt hätte. Ich äusserte den Wunsch. aber dass es auch keinen Sinn machen würde. Wir dürften keine Details oder Worte wie „LGT‚. aber in diesem Stadium des ganzen Dramas war für mich die Gefahr. NEIN. dass ich wirklich in Berlin sei. dass ich nicht in Frankfurt war. oder „Daten‚ u. Hans-Adam am Abend selber anrufen zu können. Er wüsste nicht um was es gehe. er wüsste es nicht und möchte und musste es nicht wissen. dass er vom Hans-Adam persönlich beauftragt worden sei. dass ich in Berlin war. hätte. Er verlangte den Beweis. Ich sagte. Ich dachte nur: Mist. dass man hier wohl alles selber machen musste. Ich sagte ihm.müsse ihn aber selber abholen. Er sei am Sonntag aufs Schloss gerufen worden und ihm sei aufgetragen worden. Ich fragte ihn. das Kuvert mir persönlich zu übergeben. erzählte ich der Empfangsdame. wie ich beweisen konnte. da ich ja von einer öffentlichen Telefonzelle anrief (was er als erstes von mir erfahren hatte). ich würde in 10 Minuten wieder anrufen. sprich von HansAdam schnell „geschnappt‚ zu werden. in diesem Fall den Brief vom 7. dass er angeblich absolut KEINE Ahnung habe. einen Gefallen für den Hans-Adam zu tun.1. Er erwiderte.03. Ich rannte so schnell es ging zur neuen Niederlassung der LGT in Berlin am Kurfürstendamm Nr. kalkulierbar. Ich schlug dem Bankdirektor auch vor. um was es sich handle. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. Ich wurde dann mit dem Bankdirektor verbunden und damit gab es dann absolut keinen Zweifel mehr: ich war in Berlin! 215 . Das sei alles gewesen.s. Etwas riskant. sprich nicht akut. er verneinte dies. ja das wäre logisch. der jetzt in der LGT Frankfurt sei. Da stand kein Wort darin. wenn er ja nicht im Bilde war. dass ich einen Telefontermin mit einem hohen Bankdirektor der LGT Vaduz. erwähnen. ich sei wohl ein etwas wirrer Kunde und rief die LGT Frankfurt an. Ich regte mich auf. nein – versicherte er mir.

da die Leitung dorthin nicht gesichert war. da es utopisch war. machte mir schon zu schaffen. die schnell verbraucht waren. dass der Feinde. den Bankdirektor über den Sinn und Zweck seiner Reise aufklären sollte. die Deutschen mithören könnten. Ich hatte um Bedenkzeit gebeten und sowieso musste ich das Telefonat oft unterbrechen und die Nummer neu anwählen. dass ich ihn gestern aufs Schloss angerufen hatte: typisch Hans-Adam – immerzu bestrebt. In derselben Minute widerrief der Bankdirektor die Aussicht. was wirklich los war. Die angebliche Unkenntnis seitens des Bankdirektors darüber. Ich lag mit einer meiner Vermutungen wieder richtig: Hans-Adam hatte seine „Soldaten‚ nie ganz aufklärt und niemand gesagt. Ich suchte ein Internetcafé auf und schickte von meinem alten Emailkonto aus dem Hans-Adam und seinem Sohn Alois eine Email aufs Schloss Vaduz. er hätte ja auch das Kuvert. dass es keine Falle sei. Ich hatte nochmals vorgeschlagen. dass nun Hans-Adam mich persönlich sehen möchte und wir alle uns am Abend noch in Hannover treffen sollten.Der Bankdirektor erzählte mir. Ich erwiderte: Wenn Hans-Adam mit mir sprechen wollte. dies würde nicht gehen. Ich schlug vor und bat ihn auch. Je mehr ich mit dem Bankdirektor kommuniziert hatte. Ich lehnte dies ab. mir zu sagen. dass man sich in Berlin treffe würde. dass ich aufs Schloss anrufen könnte. mir aus Frankfurt entgegenzufahren. da ich Telefonkarten mit einem Wert von 5 oder 10 Euros gekauft hatte. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. fragte ich. Ich hatte darin mein Unverständnis darüber dargelegt. so könnte er doch die LGT in Berlin anrufen. sprich nicht abhörsicher war und die Gefahr bestand. In einem späteren Telefonat wurde mir gesagt. Der Bankdirektor schwieg dazu und hatte stattdessen vorgeschlagen. ihm in einem Ferngespräch gerade heraus über das Drama zu berichten. dass er offenbar frustriert war. Das Email hatte ich 3 Mal 216 . dass ich ihn. da meine abgeschätzte Ankunft in Hannover erst spät in der Nacht erfolgen würde und ich mich dort sowieso nicht sicher fühlen würde. Mir wurde gesagt. Der Bankdirektor sagte mir dann. erinnerte ich mich. dass Hans-Adam mich sprechen möchte und ich ihn aufs Schloss anrufen sollte. Ich konnte diesem Plan nicht zustimmen. dass ich nicht in Frankfurt war und entschuldigte mich für die "Missverständnisse". mit dem von mir gewünschten Inhalt. dass er mit Hans-Adam in der Zwischenzeit telefoniert hätte und dieser ihm nun aufgetragen hatte. um so weniger erschienen mir seine Verschläge einleuchtend. einen strategischen Vorteil zu behalten. Wer garantierte mir.

Dies trotz der Gefahr. lachte ich laut: Ich würde sicherlich kiloweise Unterlagen und Datenträger jetzt mit mir in Berlin herumschleppen. Dies von der LGT Köln aus über eine abhörsichere Leitung. die Datensicherung hier in Berlin.li) gesandt. dass sie mich elektronisch lokalisieren konnten. Er sagte mir. Ob ich die Unterlagen auf mir oder mit mir hätte. dass über die IP-Adresse meiner versandet Email der Standort des Internetcomputers herausgefunden werden könnte. so wie er mir erläuterte.li. Er 217 . dass ich mich mit dem Bankdirektor noch heute treffen würde. Aber ich wusste. Es wäre ein komplexes Thema. office@fuerstenhaus. dass er in der Zwischenzeit wieder mit Hans-Adam gesprochen hatte und dieser ihn nun über die Lage informiert hätte. hatte der Bankdirektor mich höflich gefragt. Danach rief ich wieder den Bankdirektor an und erzählte ihm vom Email. dass wenn jemand die wirklich Strassenadresse ausforschen würde. Bis spät in die Nacht hatte ich mehrere Anrufe an die LGT Frankfurt gemacht und mit dem Bankdirektor gesprochen. Ich war erleichtert. Ein paar Mal wurde heiss diskutiert und der Frust von Seiten des Bankdirektors war nicht zu überhören: „Enttäuschung‚ in Vaduz darüber.liechtenstein@sfl. auf der Suche nach neuen. Mir wurde auch eine Liechtensteiner Handynummer mitgeteilt. Ich sollte nun den Zug um 19:56 von Berlin nach Köln nehmen: dort würde er. dass offenbar Hans-Adam den Bankdirektor aufgeklärt hatte. Des Weiteren wurde mir erklärt. „frischen‚ Telefonzelle. Dabei wechselte ich immer den Standort und rannte dafür wie ein geköpfter Hahn kreuz und quer im Zentrum von Berlin herum. so. Es war die Nummer eines Handys worauf ich Hans-Adam persönlich anrufen könnte. wo ich die Unterlagen aufbewahrt hatte. erklärte ich ihm. post@sfl. ich schon lange wieder weg über alle Berge sei. sfl@sfl. der Bankdirektor auf mich warten und ich würde nur so mit dem Hans-Adam telefonieren können. Na klar. Natürlich nicht! Sie wären gut versorgt. Er wiederum. dass Hans-Adam grossen Wert darauf lege.li oder mail@sfl. erwiderte ich.li. Der Bankdirektor versuchte mehrmals auf verschiedene Art und Weise in Erfahrung zu bringen. muss jeweils telefonische Rücksprache mit Hans-Adam führen und sich sein „OK‚ zu holen. wie ich es geschrieben hätte. Ich sagte ihm auch. So. Dies um zu verhindern. die ich mir notierte.li. dass ich es ihm persönlich unter vier Augen in Berlin erklären könnte. dachte ich mir.an die öffentlich bekannten Emailadressen (a. dass ich nicht in Frankfurt war. auch noch zu dieser dunklen Stunde.

muss. dass wenn Hans-Adam wisse würde.ist absolut unmöglich und reine Phantasie. dass er nur darum ständig nach den Daten fragte. Oder b) sie allen Ernsten wünschten. Obwohl ich nie erwähnt hatte. dass Hans-Adam in den Telefonaten mit ihm sehr besorgt über die Daten geäussert hatte. Was ich nicht wusste war. sagte ich. hatte ich dem Bankdirektor in Erinnerung gerufen. fragte ich ihn künstlich erstaunt.. fragte ich den Bankdirektor. dass Hans-Adam Macht und Milliarden hat. aber höflich. dass sie sicher in einem Schliessfach waren. dass in der Nacht nicht zugänglich sei.) irgendjemand die Sache sehr höchst suspekt vorkommen würde. er die Mittel und Wege hätte.. aber bitte – dass er die Autorität hat – rein hypothetisch . So einen Blödsinn dachte ich mir. wie dies den geschehen sollte? Es sei jetzt Montagabend. dass er die Daten zurück haben muss. Da ich die offensichtliche Dummheit dieser Idee dem Bankdirektor nicht schnurgerade ins Gesicht schleudern konnte. weil er 218 . dass Hans-Adam die Pässe heute Nacht übergeben würde und im Gegenzug heute Nacht gerne die Daten zurück hätte. um welche Bank es sich handelte. damit dort Mitten in der Nacht ein Safe geleert werden konnte . ich würde euch die Daten jetzt schon zurückgeben. Sowieso würde eine Datenübergabe für mich gar nicht zu Frage stehen. Zudem fragte ich den Bankdirektor ob er und die in Vaduz wohl verrückt geworden seien: a) wie sollte – wiederum rein hypothetisch – eine solche Aktion über die Bühne gehen. Filialleiter Mitarbeiter. ohne das von Deutscher Seite (Bankvorsitzender. Um meiner ausgefeilten Sicherheit in Bezug auf die Daten etwas mehr Betonung zu geben. versuchte er mir weiszumachen.schilderte mir. Ich entgegnete. dass seine LGT den Verlust des DLT-Bandes sowie der Originaldokumente ja nicht einmal gemerkt hatten. Er stammelte nur ständig. muss. Man hatte ja noch gar nichts in Sachen Argentinienfall gemacht. Sicherheitspersonal etc. Als ich dann weiters erwähnte. die Filiale noch heute Abend öffnen zu lassen.einen Vorstandsvorsitzenden eines Deutschen Bankkonzerns aus dem Bett zu holen und zum Öffnen einer seiner Filialen zu bewegen.. alle Geschäfte sind zu. Wie kommt ihr da auf die Idee. es ist jetzt fast 20 Uhr und es ist mir durchaus ganz klar. dass ich das Fach leeren sollte und mit all den Daten und Papieren quer durch Deutschland per Zug zu ihm reisen musste. nahm der Bankdirektor dies als gesicherte Information an und behauptete weiters. dass es sich um ein Schliessfach bei einer Bank handeln würde. Ich konnte mein Gelächter nicht mehr unterdrücken.

Ende.herausfinden wollte. Nur sein Wort gelte für ihn.oder Bussstation entfernt war. Es war nichts zu finden. jetzt wollte er. Wir könnten uns um 10 oder 11 Uhr treffen. Ich erklärte nochmals. dass er dies nicht alleine entscheiden könne. dass Hans-Adam mir für meine Loyalität gegenüber seiner Familie. dass er am nächsten Tag nach Berlin kommen sollte. dass ich am Ende meines Lateins sei. Ich dachte zuerst. er sei auf Anordnungen von Hans-Adam angewiesen. nach zehn oder mehr Telefonaten. Ich bat ihn. Jetzt. erklärte ich ihm. mich aber für seine Geduld und angebotene Lösungshilfen bedanken würde. Es war jetzt 20. wo alle müde und gleichzeitig angespannt waren. Der Bankdirektor bat mich. der noch um diese Zeit geöffnet hatte. die zu diesem Drama geführt hatten. Ich hatte eine neue Telefonzelle erspäht und wählte die Nummer in Frankfurt. erzählen könne. da ich nur noch wenig Guthaben auf der Telefonkarte hatte. Ich wartete. aber der Bankdirektor bat mich nochmals in einem Augenblick anzurufen. was immer das war. donnerte ich – ein langer Fussweg nach Hause stand mir bevor.35 Uhr. dass ich unter Umständen nicht mehr anrufen könnte. Amen. Ich schlug nochmals vor. Ich hatte den Bankdirektor gewarnt. Ich wollte nun auflegen. Aus. da ich nicht wüsste. Dann erkannte ich. Null Euro Guthaben und die Verbindung war tot. Er sagte mir. Was ich dann auch tat. Hans-Adam mitzuteilen. Weit weg brannte noch Licht in einem Geschäft. ihn in 20 bis 25 Minuten wieder anzurufen. so spät. Einen Tag später könnte ich aber an die Daten kommen. Zum Glück hatte ein Internetcafé noch offen: ich konnte günstige Telefonkarten kaufen. Dann ein Klick. Der Bankdirektor fragte mich ob ich ihm nicht mehr über die ganzen Umstände. ich hatte mich verhört. Halt. der LGT und Liechtenstein bedankt hätte und nun keine nächtliche Reise von mir irgendwohin verlangen würde. Auch das noch. Um dem Unsinn ein Ende zu machen. Ich sagte auch. Er sagte. 219 . Ich musste das Gespräch kurz halten. Schluss. dass ich hundskaputt war und keine Reise mehr irgendwohin machen würde. dass ich jetzt NICHT an das Schliessfach konnte. dass ich ihm am Telefon in 20 bis 30 Minuten wohl als Schlecht-Nacht-Geschichte die Ereignisse der letzten sechs Jahre erzählte. Punkt. ob ich sie überhaupt hatte. Ich suchte verzweifelt nach einem Kiosk. dass es kein Banktresorfach sei und ich unmöglich heute Nacht an die Daten kommen könnte. Er müsste wieder Meldung nach Vaduz machen. wo ich zu dieser späten Stunde noch Telefonkarten kaufen könnte. dass ich nun nicht genau wusste wo ich war und wie weit die nächste U-Bahn.

Er war noch wach und in der Frankfurter Niederlassung.15 Uhr. um mich auf die Palme zu treiben. Klack – die Linie war tot. Könnte aber nichts garantieren. Man glaubte mir nicht (ohne mir zu sagen. dachte ich. Nach zehn Minuten war ich an einer einsamen Telefonzelle vorbei gekommen.w.‚ „Gute Nacht Herr Kieber. Ich herrschte ihn an nach Berlin zu kommen. besser den Bankdirektor nochmals anrufen. Hannover oder Köln komme. dass ich nicht in Frankfurt sei. Fuck! Das war wieder so ein Trick. Ich rannte nochmals zum Internetcafé und kaufte eine weitere Telefonkarte für den nächsten Tag. Die Uhr zeigte 22. er würde es versuchen. Er sagte. Sie wollten. dass sie eine Falle planten. dass ich ihn am nächsten Tag um 07. man sei mir böse. dass ich mit dem Schliessfachschlüssel sofort nach Frankfurt. Eine UBahnstation war auch schnell gefunden der Zug war aber schon weg. dass ich ein Schliessfach hatte? Ich mag zwar ab und zu verrückt sein. Nun gut. So blieb nur ein Fussmarsch um nach Hause zu kommen. was man mir den nicht glaubte). Ich müsse jetzt auflegen. dass ich angeblich nicht jetzt an die Daten kommen könnte u. Ich solle einen Beweis liefern. man sei erbost. dass ich sicher war. zum letzten Mal mit dem Bankdirektor in Frankfurt. Ich fasste es nicht. er solle einfach nach Berlin kommen. diesmal von derselben öffentlichen Telefonkabine aus. dass ich ein Schliessfach hatte. Warum wollten die einen Beweis. Man vereinbarte.‚ 220 . „Gute Nacht Herr Bankdirektor. um deren Psychospiele nicht zu durchschauen. da die Telefonkarte nur noch zehn Sekunden Gesprächsguthaben anzeigen würde. Ich erklärte nun. sagte ich mit immer schwächer werdender Stimme.s. dass es in Vaduz heftig zuginge. Der Ton hatte sich beachtlich verschlechtert.30 Uhr in der Früh wieder telefonisch kontaktieren würde. Für „Gute Nacht‚ reichte die Zeit noch aus und ich ersuchte ihn auch bis 10 Uhr morgens eine Nachricht bei der LGT in Berlin für mich zu hinterlassen. Höflich hatten wir uns dann verabschiedet. Ich war mit den Nerven am Ende und wiederholte meine Bitte. aber nicht genug. Der Bankdirektor schimpfte mit mir.Ich telefonierte. Er sagte.

wo alle Behörden und die USBotschaft waren. dass ein ehemaliger Mitarbeiter der LGT. auf der er Hans-Adam persönlich anrufen könne. Das KKZ hielt fest. herauszufinden. man solle Kieber mitteilen. Hans-Adam erhielt ein Handy der Polizei. Hans-Adam erklärte. dass er nicht über das 221 . um über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten und weitere Befehle vom Fürst zu erhalten. da man nicht erwartet hatte. falls dieser es versuchen sollte. Der Professor sagte ihm. dass er persönlich grossen Wert auf ein Zustandekommen eines Treffens zwischen dem Bankdirektor und Kieber legte. Dann würde er mit dem Kieber reden und zwar nur über eine gesicherte Leitung nach Vaduz. Dort. Die Sache war sehr delikat.VADUZ 13. Denn alleine die Tatsache. dass er ihn direkt im Schloss anrufen könne. dass sie alle auf Zeit spielen sollten. Er sagte dem KKZ. Die Liechtensteiner Telekom erhielt von der KKZ den Befehl. Es wurde sehr fieberhaft zwischen dem Schloss. dass Kieber nicht nach Hannover kommen könne oder wolle. den Bankdirektor mit dem Kieber zusammenzubringen. da der Fürs die Sache mit ihm besprechen müsse. war in den Augen von Hans-Adam Sprengkraft genug. dass Kieber wahrhaftig in Deutschland und zudem auch schon in Berlin war. um eine eigene Reise nach Deutschland ins Auge zu fassen. Hans-Adam wurde aber von Seite des KKZ empfohlen. wie Kieber sich bei der LGT in Berlin verhalten hatte und was er dort den Mitarbeitern sonst noch gesagt hatte. in der Hauptstadt des „Feindesland" herumirrte. deren Liechtensteiner Nummer Kieber heute mitgeteilt werden sollte. Ausserdem sollte ihm gesagt werden. Sie glaubten dem Schreiben von Kieber ja nicht. Januar 2003 (nachmittags bis spät abends) Seit dem Mittagessen rief der Bankdirektor mehrmals Hans-Adam und die KKZ an. Ihm wurde aber im Verlauf des Abends gesagt. um den Wünschen und der Autorität des Hans-Adams entsprechen zu können. Er erhielt dann von seiner Sekretärin auch das Email von Kieber aus Berlin. dass das Ziel nun war. Die Lage sei jetzt anders und komplizierter. sich vorerst keine Anrufe von Kieber auf sein Schloss durchstellen zu lassen. Er hätte dem Bankdirektor auch gesagt. der weit reichende Kenntnissen über das Geschäft „im Kopf‚ gespeichert hatte. Hans-Adam hatte den Auftrag gegeben. alle Anrufe auf diesem Handy aufzuzeichnen. dass es die Nummer war. der Regierung und den anderen Mitgliedern des KKZ kommuniziert.

Er. Hannover oder Köln reisen würde und er. Wohl eine Art gefälschte GeneralVollmacht von mir für den Bankdirektor für alle Schliessfächer in Deutschland. Hans-Adam sagte dem KKZ. Es solle dem Kieber gesagt werden. dem Kieber zu fragen. für heute kein Treffen mehr zu verlangen. Man kam zu dem Schluss. bei welcher Bank dies wäre. dass der Bankdirektor sich für eine Reise nach Berlin am nächsten Tag vorbereiten sollte. Er wäre Hundskaputt und müsste nun ins Heim ins Bett. dass Kieber dankbar für seine Unterstützung sei und er nichts Böses wolle. Hans-Adam wurde informiert. Wäre ich nach Frankfurt. konnte ich leider nie ganz in Erfahrung bringen. dass die Daten sicher in einem Schliessfach versorgt wären. Hans-Adam regte an. verrückt aber hoch intelligent. Hans-Adam hätte dann die Macht den Vorsitzenden jener deutschen Bank anzurufen und zu arrangieren. Hans-Adam dann weitere Anweisungen. hätten sie versucht. falls er sie denn hätte. Es wurde darüber gegrübelt. Nach Beratung gab Hans-Adam die Order. dass sein Bankdirektor mit Kieber später das Fach gemeinsam leeren sollte. dass er die Daten gut und vor allem sicher versteckt hatte. da dies Hans-Adam offenbar nicht wollte. ob die Daten evt. wie und was nun geschehen soll. dass der Bankdirektor ein dickes A4 Kuvert mit dem von ihm gewünschten Inhalt und einem handschriftlichem Vermerk des HansAdam für ihn hätte. dass er abwarten wollte. Das KZZ entschied sich. Anm. warum ein Treffen nicht möglich war und wo die verdammten Daten waren. an das Schliessfach zu kommen. mithilfe der Vollmacht. dass er sich nicht vorstellen könnte. Kieber hätte gesagt. Der Liechtensteiner Fürst wurde sehr ungeduldig. dass Kieber ihm gesagt hätte. Hans-Adam wollte wissen. 222 . Der Bankdirektor meldete zurück. Hannover oder Köln gereist und sie hätten mich dort in Empfang genommen und irgendwie festgehalten. ob Kieber nicht doch noch nach Frankfurt. dass Kieber eben Kieber sei. Man konnte davon ausgehen. dass Hans-Adam in Deutschland nun mit den vorgeschlagenen Treffen oder dem Mitten-In-Der-Nacht-Tresor-Öffnen Aufsehen erregen wollte. Sicherheitshalber wurde entschlossen.: Um was für welche Art von Vollmacht es sich dabei handelte. in einem Postfach oder in einem Schliessfach bei einem Bahnhof oder Flughafen versteckt waren. geben würde.Telefon über die Daten sprechen möchte. eine Vollmacht zu Gunsten des Bankdirektors in Vaduz erstellen zu lassen und ihm per Fax ins Hotel Palmenhof zu senden. Hans-Adam wurde noch ungeduldiger.

Dem 223 . Er brauche ja die Schutz-ID nicht um unterzutauchen. ob er dem Bankdirektor vertrauen könne. Der Bankdirektor bestätigte. Dass er irgendwelche Daten im Austausch gegen die Schutzidentität aushändigen würde. Herr B. bis Gerechtigkeit geschehen sei. Kaiser müsste dann per Flugzeug von Berlin nach Zürich heim fliegen.Der Bankdirektor wurde gefragt. nach Frankfurt zu kommen. Kieber verstehe die Aufregung von Hans-Adam nicht.01. habe er nie zugesagt oder geplant. dass es das Schliessfach wirklich gab. entschloss man sich im KKZ Druck auf Kieber zu machen.35 Uhr und 20. weil er nicht in Frankfurt sei. Er verneint dies. nein besser sei es. morgen mit den Daten nach Köln zu kommen. es ginge um was ganz anderes. Man war sich nur nicht ganz im Klaren. dass man seinen Brief vom 7. dass Kieber die Daten nicht in der Nacht holen konnte. dass Kieber in Berlin war u.03 in Frankfurt sein würde. Der Bankdirektor würde am Dienstagmorgen einen Flug von Frankfurt zurück nach Zürich nehmen und nach Hause kommen. Das A4 Kuvert würde bei Herrn Gilbert Kaiser im Diplomatenwagen bleiben. dass er am 13.2003 nochmals genau lesen solle.1. was darin aufbewahrt wurde. Er habe nie vorgehabt. ob er im Hintergrund vielleicht Zuggeräusche oder Flughafengeräusche gehört hatte. Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. dass es ein weiteres Telefonat zwischen 20. Der Bankdirektor sollte ihm sagen. Zum persönlichen Eindruck über Kieber befragt. er sicherlich Angst hätte und verzweifelt sei. Alle waren nun der Überzeugung. sagte der Bankdirektor. dann aber korrigiert und gesagt. Nach erneuter Beratung zur späten Stunde. Kieber fordere. sondern sich die Schutz-Identität irgendwo in Deutschland nachsenden zu lassen. Nach erfülltem Auftrag meldete sich der Bankdirektor wieder beim Hans-Adam.50 Uhr mit Kieber gab. Darin stehe nichts davon. wie Kieber sich das vorstellte. Später erteilte Hans-Adam den Auftrag. Es müsse alles ein Missverständnis sein. dass der Hans-Adam enttäuscht war. Aber nicht so.w. dass Kieber nicht in Frankfurt war. sich mit Kieber in Berlin zu treffen. Dieser würde von Frankfurt nach Berlin fahren. Der Professor empfahl Hans-Adam Kieber weiterhin Hilfe anzubieten. dass Kieber wohl weinend in Berlin stehen würde. wenn man zu ihm nach Berlin komme. Es ginge ja auch nicht um Millionen (für ihn). würde am Dienstag früh um 07. im Gegenteil.25 Uhr das Flugzeug von Zürich nach Berlin nehmen und den Wagen von Kaiser übernehmen. Kieber sei sich auch nicht sicher.s. er würde sogar so lange in Deutschland bleiben. Darin habe ihm Kieber zuerst offeriert.

den Bankdirektor an. heute schon wieder heim in die Schweiz fahren müsste – „dringende Geschäfte‚. Irrsinnig! Und unter welchem Namen sollte ich die hunderte von Kilometer im Wagen mitreisen. BERLIN 14. Pünktlich um 07. ihn ab jetzt auf seiner Handynummer anzurufen. behauptete ich.30 Uhr rief ich. Um Zeit zu gewinnen. mit den Daten natürlich. Offenbar wäre dies der Wunsch Hans-Adams. Die Schutzidentität (die 2 Pässe) würde der Fahrer ja dann haben. dass es wohl dass Beste wäre. Die Nachricht. Daniela war leider auch schon aufgestanden. Ich sagte ihm.15 Uhr vor der LGT am Kurfürstendamm auf mich warten würde und ich einsteigen solle. Warum um Himmels Willen glaubte Vaduz. schon bezahlte Monatsmiete natürlich behalten könne. dass ich leider evt. was ich den in den letzten Tagen in Berlin so gemacht hätte. da 224 . dachte ich mir. müsste er mit dem HansAdam verhandeln. beunruhigte mich sehr. dass sein eigener Chauffeur mit dem dunklen Audi A8 heute in Berlin um 12 Uhr oder 12. dass sich Hans-Adam die ganze Sache mehrmals überlegt hätte und mir anbieten würde. Was sollte das ganze nun wieder. dass ich mindestens zweieinhalb Stunden brauchte. dass ich in Vaduz nicht im Gefängnis landen würde? Alles sei geregelt. wenn er wie befohlen nach Hause zurückkehrte. dass sie die nicht voll genutzte. versuchte er mich zu beruhigen. Ich hatte nicht viel Zeit und sagte. bis ich alle Daten und Papiere eingesammelt hatte. Der Bankdirektor erzählte. Der Diplomatenwagen werde dann auf schnellstem Weg nach Vaduz fahren. Und was ich heute vorhätte.Kieber sollte dieses erst am nächsten Tag in der Früh mitgeteilt werden. Januar 2003 (in aller Herrgottsfrüh) Schon vor sechs Uhr war ich aus dem Bett raus. Und es wäre keine Falle. eine Kontrolle unmöglich. Und wer garantiere mir. Ich notierte sie. Es wäre zudem ein Diplomatenwagen. Ich hatte gleich nachgeschoben. Er instruierte mich auch. dass er von Hans-Adam zurückbeordert worden war. Würde Kieber diese Variante nicht annehmen. wo mich Hans-Adam auf seinem Schloss empfangen werde und das weitere Vorgehen besprochen und Lösungen gefunden werden könnten. wie zuletzt abgemacht. dass ich JETZT wieder nach Hause fahren würde. Während eines schnellen Frühstücks hatte sie mich wieder darüber ausgefragt. fragte ich ihn. Ich entschuldigte mich für all die Hektik vom Vortag.

Sie arbeitete als Innendekorateurin beim französischen Edelkaufhaus Lafayette in der Friedrichstrasse. die paar Stockwerke in Riesenschritten hinauf gesprungen. einen Mann als Untermieter nehmen würde. Sie gab mir auch schon gleich die Schlüssel. erwiderte ich. ein Elsässer (der irgendwo anders in Deutschland lebte und an einer Uni studierte) sehr eifersüchtig sein könne. ihr die Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt. in den fürstlichen Wagen einzusteigen. Ich würde aber dort sein. Sie solle ihn täuschen und einfach behaupten. Es könnte also sein. Badezimmer und Küche würden gemeinsam benutzt werden. beteuerte ich. da ich noch vor 10 Uhr bei der neuen Vermieterin Petra aufkreuzten musste. dass ihr Freund. Sie erwähnte aber noch. Ich ging zur Wohnung von Petra. dass er inzwischen wieder mit dem Hans-Adam telefoniert hätte und ich HansAdam um 10 Uhr oder 10. so um die Mitte Zwanzig. ja nehmen musste. scherzte ich. dass ich es nehmen würde. nachdem ich die Miete für 4 Wochen bezahlt hatte. obwohl es für mich sowieso schon vor Eintritt klar war.15 Uhr anrufen sollte. Dann hätte ihr Freund sicherlich keine Bedenken mehr. als ob ich alles genau inspizieren würde. Zum Schluss flehte mich der Bankdirektor nachdrücklich an. Ich musste schnell nachdenken. Was der Bankdirektor nicht wusste war. Er bat mich ihn um 09:00 Uhr wieder anzurufen. dass ihr Freund dies gar nicht mochte. Was ich nicht tat. Sie verabschiedete sich und ich war wie ein Wirbelwind zurück in die Ansbacherstrasse gedüst. dass ich unter enormem Zeitdruck stand. Ich könne diesbezüglich nichts versprechen. dass sie evt. sie auf die Wange geküsst 225 . Ich hatte etwas von „Flugzeug geht in 90 Minuten‚ gemurmelt. Frische Bettwäsche hatte Petra säuberlich gefaltet aufs Bett gelegt. Weil keine Zeit dazu vorhanden war. mir meine zwei Koffer geschnappt. Ist schon OK. Daneben eine Kommode und einen Stuhl. Eine nackte Matratze ohne Bettgestell lag auf dem Boden. Daniela war zu Hause. Sie habe ihm nicht gesagt.sie sich in drei separaten Schliessfächern befänden. erzählte er mir. aber mit hoher Decke. Als ich ihn wieder in der Leitung hatte. dass ich in zehn Minuten wieder anrufen würde. dass ich wäre eine Frau. Mein Zimmer war klein im Ausmass. Ich unterbrach den Bankdirektor in seiner langen Rede und sagte. Sie war eine sehr hübsche Frau. Sie zeigte mir das Zimmer und ich tat so. erwiderte ich ihr. erst mal einziehen und dann werden wir schon sehen.

dass er denke.30 Uhr angerufen hatte. Kieber nach Vaduz zu bringen. VADUZ 14.50 Uhr beim KKZ und berichtete. dass er nicht in Frankfurt sei. 226 .25 Uhr Flug von Zürich nach Berlin. Eine Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin nach Frankfurt sei Kieber einfach zu riskant. dass ihm der Schutz der Daten wichtig sei und daher auch die Schutz-Identität dringend notwendig sei. Man muss Kieber zugute halten. Die Koffer hatte ich in das Zimmer geschleudert. Kieber habe bewiesen. flog mit dem 07. dass ihn in Frankfurt eine Falle erwarte. er sei halt in Berlin. Das Resultat druckte ich mir aus und steckte es in ein neues Kuvert. Es war jetzt schon nach 09:30 Uhr. wie weiter vorzugehen sei. Ich suchte eine noch nie von mir verwendete Telefonzelle gegenüber einer Kneipe. Ich musste mich auf den Anruf an Hans-Adam geistig vorbereiten. Mit dem Taxi war ich zurück in Petras leere Wohnung gefahren. Der Bankdirektor meldete sich um 7. Es müsste auf Teufel komm raus versucht werden. in dem ich die Ereignisse der letzten 48 Stunden aufgeschrieben hatte und kundtat was ich davon hielt. Der Bankdirektor und Herr Kaiser checkten aus dem Hotel in Frankfurt aus und der Bankdirektor lies sich bei der LGT Frankfurt absetzten. Im KKZ wurde beraten. Er hätte dies ja alles im Brief geschrieben. Es täte im Leid. Seine Rückreise nach Zürich per Flugzeug und Vaduz per Limousine hatte er sich für den Nachmittag organisiert. dass er Loyalität wahre. geprüft werden.und ihr Alles Gute gewünscht. die Türe zugeknallt und war mit demselben Taxi wieder zurück nach Berlin-Mitte gehetzt. weil sich dort alle Ministerien und auch die US-Botschaft befinden. mit Diskretion agiere und die Daten schützen kann und dies auch tut. Für alle Fälle setzte ich ein Schreiben in einem Internetcafé ein Schreiben am Computer auf. Er sei enttäuscht. Die Daten sollten dann vom Bankdirektor. Januar 2003 (vormittags) Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. ganz abgesehen davon. Herr B. Kaiser fuhr mit dem Audi nach Berlin. dass Kieber ihn um 07. dass der Bankdirektor nun nach Hause beordert worden sei. Ich habe sie nie wieder gesehen. der dann schon wieder nach Vaduz zurückgekehrt sein würde. An der Theke wartete ich und beobachtete die Telefonzelle.

wenn das Telefon nicht funktioniert. BERLIN 14. die Karten 227 . dass Kieber ihn nicht mehr angerufen hatte. Ich war nervös und auf einmal dachte ich. Es wurde ihm auch empfohlen. Der Bankdirektor verdeutlichte. Von Experten liess sich Hans-Adam nur ungern instruieren. dass es taktisch gelungen sei. Inzwischen hatte sich der Bankdirektor wieder bei Hans-Adam gemeldet und berichtet. dass es sich um einen „wichtigen Auftrag‚ von HansAdam handele. getan. Er sollte klar zum Ausdruck bringen. Besser war es. Einwände von Kieber sollten übergangen werden.Der Bankdirektor wurde unterwiesen. Kieber müsste den Eindruck erhalten. Er würde es ihm aber nochmals mitteilen. Gesagt. Hans-Adam wurde empfohlen. Kieber klar zu machen. dass er in diesem Sinne schon mit Kieber gesprochen habe. indem er berichtete. Sicherheit und Diskretion von Kieber appelliert werden. Kieber zu sagen. Es müsse eindringlich stärker an die Loyalität. dass er ganz sicher wäre. dass dies die letzte Möglichkeit sei. Der Bankdirektor versuchte Hans-Adam zu beruhigen. dass dieser am sichersten im Diplomatenwagen sei und der Chauffeur ihn wohlbehalten nach Vaduz bringen würde. HansAdam müsse gegenüber Kieber auf ein „hohes Podest‚ gehoben werden. Das Telefon war OK. wenn Kieber mit Hans-Adam direkt reden könnte. Er war schon immer sehr „Beratungs-Resistent‚. was ist. dass es das Beste wäre. seinen Chauffeur samt eigenem Wagen nach Berlin zu schicken. das Telefon zu testen. sich auf keinen Fall auf längere Diskussionen mit Kieber einzulassen. dass Kieber die Daten sicherlich aus den Schliessfächern in Berlin rausholen und auch Hans-Adam anrufen würde. Aus psychologischen Beweggründen könnte HansAdam auch erwägen. beim nächsten Anruf von Kieber ganz klar zu machen. Man teilte ihm mit. sodass „psychologisch‚ Zeit gewonnen werden könne. dass es das letzte Angebot von Hans-Adam sei. das Telefon nicht gleich abzunehmen und Kieber ein zweites Mal anrufen zu lassen. Nach reiflicher Überlegung entschloss man sich. dass er es nicht nötig habe mit ihm zu diskutieren. Januar 2003 (vormittags) Ich schlürfte sicher mindestens fünf Kaffeetassen leer und hielt die Telefonzelle immer unter Beobachtung.

Es tue ihm leid. Verärgert ging dieser seiner Wege. Mit zitternden Fingern wählte ich die Liechtensteiner Handynummer. dass jemand nach Frankfurt komme. Aber Sie müssen mich verstehen. K: Ja. Niemand nahm ab. dass Dr. Ich rannte auf ihn zu. dass (keine Fortsetzung dieses Satzes) Es wurde dann immer länger und (kein Fortsetzung dieses Satzes) K: Ich habe nicht verstanden. Ich wollte nicht. Die Uhr über der Theke zeigte 09. Diesmal klappte es. S. das verstehe ich schon. Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein (LF) mit Heinrich KIEBER (K) am Dienstag den 14. dass er bös war. Protokoll des Gespräches zwischen S.. und dann war Dr. Ohne Hektik ging ich auf die Telefonzelle zu. Ich habe natürlich Angst gehabt. Januar 2003. 10:22:29 bis 10:33:22 Uhr: Begrüssung. Ich habe das nicht verstanden.58 Uhr: Zeit zu gehen. Was nun wieder. tauchte ein Passant auf und nahm Kurs auf die Kabine. Es klingelte. S. Ich wählte ein zweites Mal. dass ich ihn entweder anrufe oder selber hole. Später hiess es dann. ich solle einen Beweis bringen und so Ich dachte mir. dass ich mitten in der Nacht einen Safe 228 . weil ich nicht da war und ich verstehe das schon. fluchte und schob ihn einfach weg.. Es tut mir wirklich leid. Er habe nicht erwartet. wer weiss wie lange der Telefonieren will. da.auch.D. Leider verspätet. Es tue ihm sehr leid. Es tue ihm leid. Ich beruhigte mich wieder und kehrte zurück zu meiner nächsten Kaffeetasse. dachte ich. Der Nachteil war halt. Gerade als 10 Uhr immer näher rückte. LF: Das war mir zu heikel. Wiederum kann ich meinen Lesern hier ein Originaldokument vorlegen. Das KKZ hat dieses Gespräch aufzeichnen lassen und eine Abschrift angefertigt. schrie. Hatte ich die richtige Nummer? Ich wartete und versuchte den Herzschlag runter zu bringen. Er habe nicht verstanden. nicht informiert wurde. Darum bin ich nicht selber hingegangen und habe angerufen. dass da . Ich habe ja geschrieben.. wie ein Bauer das Schwein. schimpfte ich. dass alles schief gelaufen ist. Ich erkannte seine Stimme sofort. Scheisse. das kann doch nicht im Interesse von unseren Landesfürsten sein. KIEBER entschuldigt sich.

wie Sie wissen umgestellt. ich weiss. kann doch nicht ‚ äh über das Telefon. Ich solle den Dr. ja. LF: Man weiss nie. (keine Fortsetzung des Satzes). K: Ja. sicher. ich . Ich verstehe nun nicht. Warum soll ich zurückkommen? Das verstehe ich nicht. den Sie mir da geschickt haben. Sie sicher hierher nach Liechtenstein zu bringen.. Das ist die einzige Möglichkeit. Sie wissen ja. Er hat es ja aber bei sich gehabt. Darum habe ich nicht begriffen.. Ich hab‘ das nicht begriffen. Über die österreichische Grenze. Sie können Ihr Ziel nur erreichen. weshalb es wegen der 500 km gescheitert hat. das ist ein Drama. ja. Das ist ja wirklich ein grosser Aktenstoss. Gut. LF: Ich habe das genau studiert. Ich habe auch nicht begriffen. Ich kann es Ihnen im Einzelnen nicht erklären. Und das wurde dann fallengelassen. Was ich alles gemacht habe. ich. Es gibt keine andere Möglichkeit. ich weiss. ich. ja.. aufklären. wenn Sie sich in das Auto setzen und hier her kommen. S. darum habe ich (keine Fortsetzung des Satzes) LF: Darum habe ich auch das Auto geschickt. Ja. K: Ja. Das sage ich ihnen. dass wir das lösen. das kann ich mir nicht vorstellen. Das ist ein Drama. Das sollte problemlos passieren. Das kann ich Ihnen jetzt nicht genauer erklären. der Fahrer steht bereit. LF: Das ist die einzige Möglichkeit. Der Chauffeur ist auch nicht instruiert. ich werde auf jeden Fall dort sein. Ich habe mir Ihre Unterlagen durchgelesen. LF: Also wir haben jetzt.. LF: Sie müssen sich ganz genau an die Instruktionen halten. Damit wir dieses Problem gelöst haben. das tut mir leid.. K: Ich weiss. Ich weiss aber nicht. dass das eine sehr heikle Sache ist. kann doch nicht mit meiner Person meiner ID in der Nacht durch Deutschland fahren. Ich habe Ihnen doch geschrieben. nur rein hypothetisch in meine Lage versetzen. Durchlaucht. Sie wissen. ja. dass. Kein Problem. wer da alles mithört. äh .öffnen soll. ob ich einsteigen kann. Es gibt keine andere Möglichkeit. K: Ja. Warum soll man mich verschonen? Wenn Sie sich jetzt. 229 . K: Ja. ich weiss. mein Auto mit meinem Fahrer. Er hat die Instruktion. K: Ja. äh..

Ich habe ja unverbindlich geschrieben. Ich werde sicherlich dort sein. Darum habe ich mich ja in die Höhle des Löwen begeben. auch im Rahmen der von Ihnen gestreckten Grenzen. es ist das Auto. Ich konnte noch nicht — Sie kennen die Probleme. welches ich immer nehme für eine offizielle Sache. es gibt wirklich nur eine Möglichkeit. kein Problem. Es war verwirrend. Wissen Sie. es ist der schwarze Audi. LF: Das E-Mail konnte ich noch nicht (Satz nicht beendet) Es ist nicht mein Büro.. um auch Sie nicht zu exponieren und um mich nicht zu exponieren. wenn er kommt. Ich weiss nicht... uns daran zu halten. Wir haben jetzt im Rahmen des Möglichen. Ich kenne die Probleme. LF: Sie können nur so ihr Ziel erreichen. K: Ja.er war nicht informiert. Setzen Sie sich dort ins Auto und kommen Sie zu mir. haben wir versucht. ich wusste nicht. dort ins Auto zu steigen. ja. Sonst habe ich immer den roten 230 . Ich möchte und Sie möchten es auch. ja ich weiss. Sie kommen zu mir her. er war informiert .. warum sollten Sie warum Sie wissen ja warum sollten Sie? LF: Schauen Sie. Ich wusste nicht. LF: Schauen Sie. Warum.. dass Ihnen in Ihrer Sache Gerechtigkeit widerfährt. Was wird mich erwarten. K: Haben Sie das E-Mail gelesen? Das wo ich Ihnen geschickt habe. kein Problem. natürlich auch in meinem eigenen Interesse. Warum. warum. ob ich es schaffe. Was ist es für ein Auto? LF: Ja. In Ihrem eigenen Interesse.. K: Ja. warum sollten Sie mit mir Gnade walten lassen. Das ist wirklich der einzig sichere Ort. Sie haben da vieles mitgemacht und jetzt müssen wir schauen.LF: Ja. im Interesse des Landes. (Kurzes Gespräch über die Farbe). wo Sie sich sicher fühlen können. ja. Sie haben ja keinen Grund Sie wissen ja ganz genau. Er fährt Sie zu mir aufs Schloss und dann besprechen wir im Einzelnen die nächsten Schritte. er war ein Vertrauensmann. Ich habe mich im Rahmen des Möglichen und der Beschränkungen hier erkundigt und was für Möglichkeiten es hier gibt. Hier ist nur eine relative Sicherheit.. K: Ja. K: Ja. Ich bin auch über die österreichische Grenze hierher gefahren. wissen Sie. dass alles gerecht abläuft.

Geben Sie mir einen Grund. Ja. man hat 6 Jahre gemacht. wenn‘s ums Geld geht ist man schnell und wenn‘s ums Blut geht. Ich habe ja nichts mehr (Kieber weint und spricht noch einige nicht verständliche Worte). das ist ein Problem. Drum kommst so weit. Ich habe keinen Ausweg gefunden. Man hat 6 Jahre lang nichts gemacht. Ich hab ein Modell gebaut und ausser Paul MEIER und mein Anwalt. wo die Sachen hier liegen. Es gibt auch andere Fälle. Bequem und hat alles was Sie haben wollen.. LF: Ich gebe ihnen Recht. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. ich hab geschrieben und geschrieben und Arbeit gehabt. was soll ich Sie belästigen<(weitere undeutliche und hektische Wort. LF: Ein Gespräch mit mir. Da werde ich auch schauen. Dann werden wir die Einzelheiten auch von der juristischen Seite ganz genau Punkt für Punkt durchgehen. wo man einfach geschaut hat. LF: Schauen Sie. wie . weshalb ich nicht abgeführt werden sollte. Das ist alles kein Problem. K: Ja. ich werde abgeführt.. Jetzt haben wir diesen Audi gekauft und nicht mit FL 1 sondern mit der Nummer FL 6333. zumindest nicht genügend fähige. wie wir das beschleunigen. Ich bin mir bewusst. Sie kommen jetzt zu mir her und besprechen das im Einzelnen.. ich weiss wir können nicht Wochen miteinander sprechen. Was ist dann? Und was ist dann? Was ist dann? Ich kann ja nicht nach Hause. dass ich wieder grösste Scheisse gebaut habe.. (KIEBER weint erneut). den kleinen. nicht verständlich). LF: Schauen Sie.. es hat keinen Sinn. wir können Stunden miteinander sprechen. dass Sie eine gute Unterkunft haben. Das ist kein Problem. K: Ja. wie das weitergehen soll in Liechtenstein. wie man das macht. das regle ich für Sie. K: Was wird mich erwarten? Was wird mich erwarten? Das ist die Frage. Warum sollte ich nicht abgeführt werden. 231 ...Pkw. Wir werden schauen. K: Ich habe mir auch Gedanken gemacht. K: Ja. Sie setzen sich ins Auto und kommen zu mir hier aufs Schloss und regeln dass. Wenn es um kompetente Leute. Wir haben nicht genügend Leute hier. dann hilft man keinem.

K: Ich habe ja immerhin gegen Sie. Sie müssen ja erkennen. Ich kann jetzt nicht mehr. nein? Ich werde auf jeden Fall dort sein.. entspannen Sie sich und . Sie haben ja sonst keinen Ausweg.LF: Es ist ja kein Haftbefehl gegen Sie da. Dann haben wir Zeit. Instruktion K: Ich danke Ihnen 1OOO-maI. K: Ja. Anmerkung: KIEBER war während des gesamten Telefongesprächs sehr nervös. Er wiederholte sich fortwährend und fand nur schwer zu einem Gesprächskonzept. Ich bin in Zugzwang. Ich entschuldige mich für die Umstände. Aber da können Sie nichts dafür. 886 Nein. die das abgehörte Gespräch niedergeschrieben hat. Auf Grund dieses Zustandes sprach er undeutlich und vollendete oftmals nicht seine angefangenen Sätze. kommen Sie her. das können wir dann auch im Einzelnen besprechen. da die Wertkarte des KIEBER aufgebraucht ist) Fortsetzung des Gespräches: K: Entschuldigen Sie. dann können wir das durch besprechen. was für Probleme Sie jetzt haben.: Die obige Anmerkung stammt von der KKZ. Ich will ja keinen Euro. 232 . LF: Ich sage Ihnen. Dann kann ich Ihnen auch das Drumherum erklären. psychisch sehr angespannt. dass das für Sie selber der beste Weg ist. Ich gebe Ihnen den Befehl. LF: Das ist dann ein Problem. habe ja immerhin gegen Sie Sie wissen ja. Sehen Sie die Nummer auf dem Display. Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen. Vertrauen Sie mir. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Ich bin nicht sicher hier will ja keine 30 Millionen. Sie sollen Sie ja auch bekommen. Sonst können Sie ja nichts erreichen. LF: Richtig. ich bin in Zugzwang. Setzen Sie sich ins Auto. wenn der Wagen dort ist. Sie wissen. das ist die einzige Möglichkeit die Sie haben. (Unterbrechung des Gespräches. Ich will nur Gerechtigkeit. hektisch und emotional bzw. Steigen Sie jetzt ein-. was ich gemacht habe. Dann können wir wirklich das in Ruhe überlegen. Anm. Kommen Sie her. Hier können wir die Probleme lösen. die Karte ist so schnell fertig. Dann haben Sie ja immer noch die Möglichkeit sich zu entscheiden..

Also GUT! Das zweite Telefonat mit Hans-Adam war überstanden. NEIN. Oder? Mal sehen. So hatte ich Hans-Adam noch nie reden hören. dass ich nichts über ein KKZ und deren Aktivitäten wusste. dass zu diesem Zeitpunkt nur Hans-Adam in vollem Umfang und der Bankdirektor im limitierten Umfang im Bilde waren. dass Hans-Adam und der Bankdirektor mich nicht verstanden hatten oder verstehen wollten. mir mit Drohungen zu kommen. nicht wahr sein könnte und sie nur mit mir „freundlich‚ reden mussten. Ich dachte. ich kam zu dem Schluss. Ich war erleichtert. Für die nächsten 30 Minuten lief ich ziellos in Berlin-Mitte herum und versuchte mir einen Reim auf das Gespräch mit Hans-Adam zu machen. Und niemand gab mir eine Garantie. dass da vieles falsch gelaufen war in Liechtenstein. Oder doch? Oder nicht? Ich werde nicht. Anm. in den Wagen zu steigen‚ hatte schon ein seltsames Gefühl in mir hinterlassen. dann wieder: Nein – niemals. ich darf nicht. dann hätte sich nichts geändert. Wie konnten die in Vaduz nur glauben. Er „befiehlt‚ mir nach Hause zu kommen? So oder so. Wenn ich jetzt nach Hause gehen würde. NEIN. dass ich in der Sache (Argentinien) Gerechtigkeit bekommen würde. der Ausdruck von Hans-Adam am Telefon „Ich befehle Ihnen. dass alles was sie mir gesagt hatten. solange würden sie mit mir reden müssen. Hans-Adam hatte ja am Telefon bestätigt. dass ich. gut. Nur ein Dummkopf würde jetzt zurück nach Hause fahren. Ich war wie gespalten: Einerseits dachte ich. Mit schnellen Schritten machte ich mich auf und davon. NEIN. ich KANN nicht. Er hatte sich also der Sache angenommen und erkannt. 233 . Solange ich nicht heimkehren würde. Sie hatten keine andere Wahl.: Man darf nicht vergessen. Obwohl. dass mir nichts angetan werden würde. Ich stand sicher noch 20 Minuten in der Telefonzelle und wusste weder ein noch aus. wieder nach Hause zurückkehren würde? Vor allem. Offenbar hatten sie den vollen Ernst der Lage nicht begriffen. dass es keine Sinn hatte. Gerechtigkeit im Fall Argentinien. Offenbar hatte Hans-Adam erkannt. Ich konnte mir sehr gut vorstellen. nachdem ich einen solchen Brief an Hans-Adam geschickt hatte. steige ich in den Wagen. damit sie mich nach Hause locken konnten. nachdem was ich alles in den letzten fünf Jahren durchgemacht und erlebt hatte.

dem Hans-Adam zu empfehlen.VADUZ 14. B. Hr.wie besprochen . Warum sollte er die „gut funktionierende‚ Kontaktmöglichkeit zwischen ihm und Kieber unterbinden? Dann kam ihm in den Sinn. Kieber würde in den Wagen steigen und mit den Daten nach Hause kommen. Diesbezüglich gab es dann vor allem aber Bedenken von Seiten der Regierung. B. Januar 2003 (nach dem Telefongespräch mit Hans-Adam) Hans-Adam war sich nach dem Telefongespräch mit Kieber sicher. erreichte das Zentrum Berlins und parkte den Wagen genau vor der LGT 234 . Er sollte insbesondere auf den Inhalt des Kuverts achten und müsste verhindern . war schon mit einer Maschine aus Zürich gelandet und wartete auf ihn. Es wurde im KKZ beschlossen. über das was er dem HansAdam angetan hatte. Er soll pünktlich laut Auftrag abfahren. Der Audi A8 kam in Berlin an. Die Experten im KKZ zeichneten nun ein Bild von Kieber. nein – insbesondere darum. dass er ja ein fest eingebautes. Kaiser buchte sich einen Flug nach Zürich. zeigte. keinen Anruf mehr auf dem Handy entgegenzunehmen und für Kieber nicht mehr erreichbar zu sein. Kaiser parkte den Wagen vor dem Ankunftsterminal am Flughafen. dass in wenigen Stunden der ganze Spuk vorbei sein würde. weil er Gutes von Bösem unterscheiden konnte und schon jetzt starke Symptome von Reue. und der Fahrer Richtung Vaduz abgefahren sei. nachdem Kieber in den Wagen eingestiegen sei. abhörsicheres Telefon im Staatswagen hatte. Aber Hans-Adam war damit nicht einverstanden. dass er leicht zu knacken sei. mit diesem Telefon nochmals Hans-Adam anzurufen. Herr B. sollte der Fahrer sich telefonisch in Vaduz melden. Wenn Kieber im Wagen sei. Nur wenn Kieber die Rückreise nicht antreten würde. sich gegenüber Kieber nur auf den Auftrag des Hans-Adam zu beziehen und ansonsten sich auf keine Gespräche mit ihm einzulassen. fuhr mit dem Wagen in die Stadt und rief über das Autotelefon auf dem Schloss an. Die beiden tauschten kurz ein paar Worte aus und Kaiser übergab ihm das dicke Kuvert und die Wagenschlüssel. Hr. Es wäre besser keinen „offiziellen‚ Kontakt mehr zwischen dem Dienstwagen auf deutschem Gebiet und Vaduz herzustellen. Er wäre emotional am Ende. Er sollte sich uninteressiert zeigen und sehr diskret verhalten. solle man ihm die Chance geben.dass Kieber direkten Zugriff darauf hatte. worin sie zum Schluss kamen. Er wurde nochmals instruiert. Nicht nur wegen dem Erlittenem in Argentinien.

1. dass Kaiser mit ihm in Frankfurt war. dass Kaiser nicht der Fahrer sein würde. ob es eine Falle sein könnte. einen Moment mal.und Innenrenovation des Schlosses hat er zu 90 Prozent an ausländische Firmen gegeben. was jetzt geschehen soll. Es sass jemand im Wagen. Ich kannte ihn persönlich.Niederlassung am Kurfürstendamm. Januar 2003 (11:30 – 13:00 Uhr) Ich fuhr in meine neue Unterkunft. es ist Herr B. da er oft nach der Arbeit im Schloss runter ins Vaduzer Städtle kam und ein Feierabenddrink im Geschäft meines Onkels Guntram (der Hermann meiner Tante) zu sich nahm. an Hans-Adam geschilderte Massnahme unter Punkt IX. wo ich die externe Harddisk mit all den Daten der ganzen Treuhand aus dem Koffer holte und in meiner Manteltasche verstaute. wo ist dann der Herr Kaiser? Ich wusste von den vielen Telefonaten mit dem Bankdirektor. Dies ist aber nicht der Hauptgrund. Wenn Hr. um heraus zu finden. der mit seiner lieben Mutter im Vorarlberg lebt. sagte ich zu mir. Ich schritt mehrmals im grossen Rechteck um den Audi herum. Aber halt. Im Gegensatz zu seinen Eltern. ist ein feiner (Jung-)Geselle.: Die meisten Angestellten auf dem Schloss sind Ausländer. Anm. Aus zwei Gründen: Hans-Adam ist sehr. Ausländisches Personal kommt ihn nur halb so teuer wie Einheimisches. Schon von Weitem konnte ich den Audi A8 mit Liechtensteiner Kennzeichen erkennen. einige aus der Schweiz und sogar aus Brasilien. Viele aus Österreich. Irgendwelche Berliner 235 . BERLIN 14. es zu beklagen. Er ist noch misstrauischer als ich. Das ist dem einheimischen Baugewerbe sehr sauer aufgestossen – obwohl sich öffentlich niemand traut. Es wurde mir nicht gesagt. ist dem Hans-Adam in Bezug auf Diskretion das einheimisches Personal immer etwas suspekt geblieben. Aha. na sagen wir es mal so: „kostenbewusst“. Auch die Aussen. Herr B. Es ist immer besser. Ich schlich mich an jenen Strassenabschnitt des Kurfürstendamm heran. Ich setzte meine eigenen Schutzmassnahmen in Gang. wo die LGT das Büro hatte. B. Vielleicht versteckte sich Kaiser im Wagen oder in den Büros der LGT. früher als abgemacht aufzukreuzen. Also die im dicken Brief vom 7. Er ging den ihm aufgetragenen Plan nochmals im Kopf durch und wartete darauf. im Wagen sitzt.

dass ein mobiles Überwachungsteam sich so positionieren würde. HansAdam habe ihn gestern spät am Abend beauftragt. die diese Bedingung erfüllten. Aha. Er war etwas erstaunt und drückte aber ohne Diskussion die entsprechende Taste. Blödes Gespräch.Polizei? Oder gar Privatschnüffler? Andere Autos mit ausländischem Kennzeichen? Ich vermutete. dass es freie Sicht auf den Audi hätte. Er sagte. ob man mich beobachtete. Aber wo ist Kaiser. So. Er bewegte den Kopf nicht und starrte nur nach vorne. fragte ich. Alle parkierten Wagen. damit alle Türen abgeschlossen sind. Selbst auf dem Gehsteig niemand. dass ich meine Schutzvorkehrungen aktiviert hatte und daher keine Überraschungen haben möchte. während ich die Aussenwelt beäugte. zu warten. B. keine Seele war zu sehen. OK – ich riskiere es. dieser sei mit dem Flugzeug nach Zürich zurückgeflogen. Ich lief auf der gegenüberliegenden Strassenseite zwischen den Schaukästen und Bäumen in Richtung LGT. wiederholte ich. Nichts bewegte sich. schaute rechts und links. am Telefon war. Ich sagte zu mir. B. Er erkannte mich sofort. dann nach oben. zur Türe und den Fenstern des Treppenhauses des Gebäudes wo die LGT drin war. dass er keinen Kunden vor sich hatte. 236 . Dafür hätte die LGT ihre eigene Wagenflotte und Fahrer. Blieb stehen und sah. ein LGT Kunde. ob er genau wisse. Der Motor des Audi war im Leerlauf. Ich fragte ihn. Wenn sie zuschlagen. fuhr es mir gleich durch den Kopf. Und wo ist der Bankdirektor? Von einem Bankdirektor wüsste er nichts. Ohne auf die Einladung von Hr. Er erwiderte überzeugend er habe „Keine Ahnung‚. Totenstille im Wagen. Ich ging zur Beifahrertür und klopfte an die Scheibe. waren aber menschenleer. Ich wartete weiter ab. dass er gekommen war. warum ich hier sei. Ich bedankte mich. Da hatte ich keine Chance herauszufinden. Ich knallte die Türe sogleich zu und bat ihn sofort die Zentralverriegelung zu betätigen. Herr B. dann jetzt. Wie ein Marktschreier röhrte ich mehrfach schnell nacheinander. Er beendete das Gespräch. In meiner linken Manteltasche hielt ich die externe Harddisk mit meiner Hand fest umklammert. Er was aber eher nicht erstaunt. bemerkte ich. heute früh mit dem Flugzeug nach Berlin zu fliegen und einen Kunden der LGT per Auto wieder nach Vaduz zu fahren. war sehr erschrocken und mehr als etwas verlegen. Mein Puls stieg und trotz der Kälte begann ich zu schwitzen. Dann blieben nur die Wohnungen und Büros auf beiden Seiten des Kurfürstendamm. dass Hr. so einen Kunden murmelte ich. kein Mensch weit und breit. Ich setzte zum Sprint an und blieb hinter dem Audi abrupt stehen. riss ich die Türe auf und sprang auf den Sitz.

da ich selber vor wenigen Minuten verlangt hatte.06. Er hatte sich eingeschlossen. Er sagte dann zu mir. Der Gedanke an solche Pläne von Hans-Adam mag nur auf den ersten Blick weltfremd sein. Sofort konnte ich erkennen. dass es ein Liechtensteiner Reisepass war. sagte aber gleich. dass Hr. 750 Kilometer würden wir leicht in sechseinhalb Stunden abspulen. Hallo! Ich war ja nicht mehr im Wagen. Ich aber dafür aus dem Wagen steigen müsste und bitte vorne rum um den Wagen vor die Fahrertüre kommen soll. geboren am 18. Mit einem Foto von mir. Spinnt er jetzt? Scheisse. er könnte mich auf Befehl seines Herrn mit Vollgas vor dem Wagen überfahren und es dann als „Unfall‚ verkaufen. dass die Türen geschlossen wurden. dachte ich mir. Mit dem Pass sei ich Herr Ulrich Meier aus Liechtenstein und sollte keine Angst haben. Herr B. mir diesen Pass „auszuleihen‚. da mir fix der Gedanke kam. Er drückte wieder die Zentralverrieglungstaste und ich stieg aus und nahm den Weg hinten. sie würden den Pass wegen den Daten ausstellen. Der Pass lautete auf den Namen Ulrich Meier. Ich konnte noch die letzten drei Zahlen der Passnummer erkennen: 212. Trotzdem. Herr B. Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Sie hatten damit Zeit und Sicherheit erzielt. Die ca. dass ich den Pass nicht in die Hand nehmen dürfte. es war eine Falle. lies das Fenster noch ein Stück runter und sagte. Da war er! Der Pass. mir etwas zu zeigen.Ich erkannte sofort. um das Heck des Wagens herum. Ich wusste.1963. dass er von Hans-Adam beauftragt worden sei. sie würden es tun. Herr B. Er würde den Pass während der Fahrt in einem abschliessbaren Koffer verwahren. nichts. Ich stieg aus und hörte ein „Klack‚ und alle Türen waren verschlossen. Ich wusste es. wenn Hans-Adams Schläger zuschlagen. Der starke V8 Motor lief ja ständig. Allerdings nur. keine Gefahr für mich darstellte. da kann auch ein Hans-Adam ganz neue Wege gehen (wie sich fünf Jahre später zeigen sollte). Dort hinein müsste er auch alle Unterlagen und 237 . kein Ansturm weit und breit. hielt etwas in der Hand und presste es an die Scheibe. falls wir auf der langen Strecke von Berlin bis an die Grenze Österreich / Liechtenstein aufgehalten. Zeit um die wahren Probleme zu lösen. Aber hier ging es um ein Milliardengeschäft. dass er den Auftrag habe. wenn ich mit ihm im Wagen zurück nach Hause fahre. sodass ich ihn aus Zorn keine runterknallen könnte. Dies erschien mir dann etwas suspekt. Nein. B. die Schutz-ID. bzw. Kommen die Bullen etwa? Ruhe. kontrolliert würden. Dann hörte ich das Geräusch eines automatischen Fensters.

Er erwiderte. dass alles gemäss den Anordnungen von Hans-Adam geschehen sei. dass ich an einer Lösung arbeiten würde und ich mich bei Hans-Adam und allen bedankte. in die erste Seitenstrasse die ich finden konnte. Aha. dass mir die Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. Ich müsste zuerst wieder nachdenken. Dann immer gerade aus. legen. Es klingelte. Herr B. Ich verabschiedete mich mit dem Versprechen. Ich drückte ihm den Brief in die Hand und bat ihn diesen HansAdam persönlich zu übergeben. ob ich sicher nicht mitkommen wollte. Worauf ich noch wütender wurde und schrie: Welch guter Wille? Mir gegenüber? Scheiss guter Wille! Alles was ihr macht ist nur deswegen. Ich rannte wie vom Teufel verfolgt davon. die ich von der LGT mitgenommen habe. Ich schrie ihn an.‚ Du kennst die Leichen im Keller. wusste also mehr als er zugeben wollte. Herr B. 238 . Immer nur gerade aus. damit Deutschland. Wo gab es eine Telefonzelle? Dort war eine! Ich rief den Bankdirektor auf seinem Handy an. sobald er in Vaduz angekommen sei. drei Kilometern musste ich atemlos anhalten. Ich lief natürlich hinten rum. Ich schilderte ihm kurz was geschah und schimpfte mit ihm. tobte ich am Hörer. war konsterniert und meinte nur. Erst nach zwei. so die Order von Hans-Adam. also war er entweder schon gelandet oder noch gar nicht abgeflogen. ich solle vorne um den Wagen zur Beifahrerseite kommen. die USA und all die anderen Länder Eure schmutzigen Geschäfte nicht erfahren. Ohne Pass keine Heimreise. ob ich denn die Daten nicht mitgebracht hätte? Ich deutete ihm an. dass die Daten sicher seien. Ich schüttelte nur den Kopf. Im Wagen sagte ich zu ihm. dass er nicht in Berlin war und vor allem darüber. Nachdem ich mich wieder besonnen hatte. ich einen Brief für Hans-Adam geschrieben habe und leider NICHT mitkommen könne. dass ich wieder in den Wagen steigen möchte. sondern nur für eine Heimreise unter ihrer Beaufsichtigung ausgestellt wurde. Herr B. Ohne Unterlagen keinen Pass.Datenträger. Der Motor war noch an. entschuldigte ich mich sogleich für den Ausraster und sagte. fragte mich dann besorgt. Er nickte mit dem Kopf und machte ein Handzeichen. dachte ich mir. es gebe keine weitere Gelegenheit und ich würde den guten Willen von Hans-Adam sehr strapazieren. Ich liess ihn fast gar nicht zu Wort kommen. ihn bald wieder anzurufen.

Aufruhr in der KKZ! Herr B. Wir könnten ihn ja nicht auf ewig hinter Gitter sperren. Herr B. hatte gerade via Autotelefon mitgeteilt. dass in diesem Fall Kiebers Rache das Vorstellungsvermögen der KKZ übersteigen würde. Die Vertreter der LGT beeindruckte dies nicht gross. dass dafür später noch Zeit sei. Zudem warnte der Professor. Man erhoffte sich endlich ein Ende des Dramas. kurz mit ihm gesprochen und ein Schreiben für Hans-Adam abgegeben hatte. Man sollte Kieber seinen Mut und die Entscheidung nach Hause zurückzukehren. was mit Kieber geschehen sollte. sobald dieser heimischen. dass wir ihn ins Gefängnis werfen könnten. hiesse dies noch lange nicht. die wir auf unsere Seite im Kampf gegen ihn besitzen. Liechtensteiner Boden unter seien Füssen hätte. Auch die Möglichkeit.VADUZ 14. Mit dem Hinweis. dass Kieber die Daten gar nicht hatte. Januar 2003 (11:30 – 14:00 Uhr) Alle Mitglieder der KKZ trafen sich im Regierungsgebäude und waren nervös. er verstehe nicht. Vertreter der LGT verlangten aber das Kieber sofort nach Grenzübertritt von einem Polizeikommando überwältigt werden sollte. 239 . schloss der Professor seinen Ausführungen. sehr misstrauisch sei und bewiesen habe. in den Wagen einzusteigen. ihm alles abgenommen werden und er in das Gefängnis nach Vaduz überstellt werden sollte. dann würde er auch jede nur erdenkliche Möglichkeit. führte der Professor weiter aus. dass er zu hoch komplizierten Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf die Daten fähig war. dass er nicht mitfahren wolle oder könne. Wenn Kieber sich dazu entscheiden sollte. Niemand ausser Hans-Adam mochte laut aussprechen. warum er nicht in Berlin sei. um sich nach Hause chauffieren zu lassen.10 Uhr rief der Bankdirektor in Vaduz an. Er werde um 12.15 Uhr abfahren. dass Kieber zwar gekommen sei. Und er hatte gesagt. dass Kieber sehr. Herr B. Der Professor meinte aber. dass er nicht später noch Aktionen umsetzten würde. Kieber habe ihn gerade angerufen und gesagt. hoch anrechnen. Um 12. Falls im Falle einer Falle Kieber keine sofortigen Reaktionen/Aktionen geplant haben sollte. antizipiert und ergründet haben. würde Kieber jetzt nicht mehr sehen. hatte ihm den Pass durch die Scheibe gezeigt. Sollte er die Daten den haben ! Eines sei ganz sicher. da sie eher der Meinung waren.

nein – natürlich nicht. verdeutlichte Regierungschef Hasler. Vielleicht um ihr eigenes Versagen zu schmälern. dass Kieber jetzt nach Hause kommen würde. ob nun Kieber die Daten hat oder nicht. Enttäuschung machte sich breit. Kein Staat darf etwas davon erfahren. wenn der Staat nicht kann. insbesondere der Treuhand. dann müssten wir hier dicht machen! Die Zukunft des Landes stehe auf dem 240 . fuhr um 12. Selten hatte man ihn so fluchen hören. Wenn die Daten und die Art und Weise. dass es hier um die Grundexistenz gehe. Nichts offizielles. Nicht vorzustellen. wo sie sich befinden finden. oder man in Erfahrung gebracht hätte. interessante Hypothese. Hans-Adam jedoch war sehr fuchsteufelswild. Es müsste doch sicher etwas in dieser Richtung in Berlin geben. wenn dies dann an die Öffentlichkeit gelangen würde. Der Liechtensteiner Staat lässt einen eigenen Bürger in Berlin kidnappen und illegal „nach Hause bringen‚. Es sollte doch möglich sein. Was sollte das alles. Der Professor. Es zeigten sich die ersten Risse in der durchs Schicksal zusammengewürfelten Gruppe in der KKZ. bemerkte der Professor.warum ihm die gezeigte Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde.oder Rechtshilfegesuch? Interpol? Nein.22 Uhr von Berlin ohne Kieber und vor allem ohne Daten Richtung Vaduz ab. seiner Marionettenregierung und der LGT. die dann aushelfen. wie wir hier Geschäfte tätigen ausländischen Behörden im Detail bekannt gemacht würden. Der Professor. Der Professor hakte nach: Wie denn? Mit Hilfe der Deutschen? Ein Amts. dass ihm bis heute niemand mit Sicherheit sagen konnte. Herr B. rein gar nichts erfahren. jammerten aber. Offen wurde über unorthodoxe Massnahmen diskutiert. Weniger von Seiten der Justiz und der Polizei. die LGT und die Regierung konnten dies zwar nachvollziehen. die Justiz und die Polizei lehnten jede Gewaltanwendung kategorisch ab. Kieber in Berlin aufzuspüren und überwachen zu lassen. Hans-Adam. dass Kieber darum nicht in den Wagen gestiegen sei. Nicht nur sie sondern auch viele tausend Kunden würden Probleme bekommen. Sobald er zu den Daten gehen würde. erwiderten alle anderen im Raum. die Justiz und die Polizei rieten von solchen Massnahmen dringend ab. Entschlossen aber von Seiten Hans-Adams. könnte man ihn samt den Daten „nach Hause befördern‚. Es gibt ja schliesslich private Firmen. warfen die Vertreter der LGT die Schlussfolgerung in die Runde. weil er in Wahrheit die Daten gar nicht hatte! Aha. Deutschland darf nichts. fragte sich der Bankdirektor. Wie konnten sie nur glauben.

der auch noch Polizist war.Spiel. dass eine Person.Staatsbürgern 100 Prozent Loyalität erwarten.oder Nachforschungsmassnahmen für Hans-Adam. Klar. Jetzt kam mir in den Sinn. was aus technischen 241 . Auch wurde fieberhaft versucht. VADUZ 14. der dort als Experte für die FL-Polizei arbeite. Zudem wurde auch entschieden. Man beschloss sich von nun an jeden Tag mindestens einmal zu treffen. aus den früheren Fehlern zu lernen und eine Liste anzufertigen. Obwohl ich todmüde war. dachte ich mir. Es wurde bei der Landesbibliothek Vaduz in Erfahrung gebracht. Am besten ginge ich schlafen. Regierung. nämlich das Strafgesetzbuch(!) und die Strafprozessordnung(!) ausgeliehen und erst nach langer Zeit wieder zurückgebracht hatte. die er in der Bibliothek angeschaut hatte. da die Gespräche über das Handy von den Bullen abgehört würden und dies Hans-Adam im voraus wusste.B. musste er einen deutschen Staatsbürger gemeint haben. nahm ich eine heisse Dusche und legte mich flach. konnte ich nicht einschlafen. die von der Angelegenheit wussten. Hans-Adam befürchtete anscheinend. Polizei. dass Kieber einen Mitgliederausweis besass und 1999 zwei Bücher. an die Daten ran zu kommen. Die Führungspersonen jeder Einheit der Justiz. Januar 2003 (nachmittags) Die Polizei verfasste einen weiteren schriftlichen Bericht über die ausgedehnten Überwachungs. es könnte sein. geneigt sein könnte. welche Person Hans-Adam gemeint hatte. Zudem wären die Daten für Deutschland ja hochinteressant. mithören würde. Selten von den Ausländischen. herauszufinden. BERLIN 14. die ich im Brief erwähnt hatte. LGT (das Schloss ausgenommen) sollten unter Androhung schwerer Konsequenzen (z. Hans-Adam konnte sich nur von den eigenen – wenn auch nicht von allen . Dort angelangt. als er mich im Telefongespräch am Montag kurz vor Mittag warnte. waren sich alle einig. Januar 2003 (nach Abfahrt des Diplomatenwagens) Was nun? Ich wusste es nicht. mit all jenen Personen. alle Internetseiten. sofortige Kündigung) die mitwissenden Angestellten zu äusserster Verschwiegenheit verpflichten. heim in Petras Wohnung. dass dieser Deutsche.

" beschrieben hatte. Er erhielt den Brief von Kieber. dass eine von Kiebers Prioritäten vorerst die Sicherheit der Daten und damit die der Liechtensteiner Finanzwelt war. dann müsste sie seit 2008 nicht hilflos zusehen. wie Woche um Woche. Gegen späten Abend traf der Chauffeur Herr B. Auch wurden all seine alten Bankkonten bis ins kleinste Detail auf Jahre zurück ausgeforscht und dokumentiert.03 befehligte Razzia von zwei Wohnungen und dem Haus von Kiebers Stiefmutter erst gegen Ende Januar oder Anfang Februar 2003 durchzuführen. Kieber könne nicht einfach sagen: „Schwamm drüber – hat halt nicht geklappt‚. Abstand zu nehmen und Zeit zu gewinnen. dass er unter Zugzwang stehe. So konnte es nicht weiter gehen. Kieber müsse etwas machen. Anm. Hans-Adam war nach der Lektüre erleichtert. mit dem Audi auf Schloss Vaduz ein. die am 13.00 Uhr morgens auf. Hans-Adam wurde sofort aufgesucht. Natürlich war die Durchsuchung ohne brauchbares Ergebnis. Der Wagen war weg und nichts hatte sich geändert. weil sie nicht anwesend waren. Nein.Gründen nicht gelang. BERLIN 15.03 unter Punkt "X. Dafür musste ich die nächste Stufe der vorbereiteten Kommunikationsmöglichkeit aktivieren. das wusste Kieber selbst noch nicht. beschloss das KKZ weiter. Die Art von Verbindung wie ich es im Brief vom 07. Januar 2003 Immer noch müde stand ich trotzdem schon um 06. dass die Bewohner nichts davon merkten. obwohl ich nie dort gewohnt habe und es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den Wohnungen oder der LGT gab. Anm.01.: Dazu kann ich nur sagen: hätte die Liechtensteiner Justiz nur halb soviel Energie für die Entdeckung der Bankdaten von schlimmen Kunden verwendet wie für die „Ausgrabung“ meiner wenigen Bankunterlagen.01. nur was. Damit die Angelegenheit im Ländle selber nicht so bekannt wurde. da er erkannte. Die später dann erfolgte illegale Durchsuchung wurde sogar so orchestriert. Obwohl 242 . rund um den Globus diese Art Kunden entlarvt werden. Nach reiflicher Überlegung kam ich zum Schluss. dass es besser war. Dann war er wieder besorgt. Eine Woche sollte reichen. da Kieber ihm weiter schrieb.: Unglaublich aber wahr: Das KKZ ordnete die Durchsuchung von zwei bewohnten Wohnungen in Balzers an.

03 geschrieben. Im Text wiederholte ich die Begebenheiten der letzten 48 Stunden und meine Gründe. hatte ich bedenken. Ich musste ihm nur noch den Namen der Webseite mitteilen.03 geschrieben wurde. Dies aus taktischen Gründen. absolut nicht. ob die in Vaduz diesen Punkt auch richtig lesen und interpretieren könnten.03. Klare Hinweise auf das LOGIN-Wort und damit auf das Passwort hatte ich ja schon im Brief vom 07. sehr schwierig sein würde. die IP-Adresse (und damit den genauen Computerstandort) herauszufinden.01. dass es ohne den klassischen Emailversand praktisch unmöglich oder zumindest sehr. dass sich Hans-Adam persönlich mit dem Fall befasste. Für die letzte Säule erschien mir die Webseite einer katholischen Organisation mit Sitz und Server in den USA als ideal. Instruktionen wie das Konto von mir und Hans-Adam verwendet werden sollte. obwohl er am 14. warum 243 . Mit dem Thema „Frankfurt‚ hatte es ja nun gar nicht geklappt. eine Wortkombination zu finden. dass ich unbedingt erreichen wollte. würde kein Email versandt werden.01. Obwohl ich den direkten Kontakt nicht scheute. die praktisch jedes Missverständnis ausschliessen würde. fand ich.01. Mit einem Trick deponierte ich den fertigen Text mit Datum 15. Da ja beide Seiten dasselbe Emailkonto verwenden würden. Auf die Idee kam ich. weil meine Recherchen ergeben hatten. war ja. Das Konto hatte ich schon im Dezember 2002 eingerichtet. wenn auf schriftlichen Weg kommuniziert würde und zwar so lange bis wieder ohne Drohungen und Schimpfen miteinander geredet werden konnte. Der Grund warum ich ein „codiertes‚ Kennwort ausgerechnet im sichersten Raum im Schloss Vaduz angebracht hatte.org‚ wollte ich auch im Unterbewusstsein an das starke Dogma von Hans-Adam appellieren. dass es besser sei. formulierte ich eine neue Nachricht für ihn und speicherte sie im Entwurf-Ordner. Die drei Säulen von Hans-Adam bestehen aus Geld. sondern nur jeweils der neue Text im Ordner „Entwurf‚ abgespeichert werden. Macht & Kirche (Glaube). Bevor ich dies aber tun konnte.catholic. hatte ich in einer ersten Email im Ordner „Entwurf‚ gespeichert. Es war nicht einfach. Selbst bei der Auswahl des Internetproviders für das gemeinsam zu benutzende Emailkonto hatte ich mir vor der Abreise aus Liechtenstein den Kopf zerbrochen.ich es darin präzise geschilderte hatte. Die ersten zwei Säulen hatte ich ja schon in starke Vibrationen gesetzt. Mit der Auswahl von „www.

org. Um nicht ewig hier in Berlin herumhängen zu müssen. ihn beschatten müsste und ein Verhaltens. Da die KKZ ja genügend Anhaltspunkte über den Aufenthalt von Kieber besass. Dann sollte er im Gegenzug aber auch akzeptieren. Ich schloss das gemeinsam zu nutzende Emailkonto und loggte mich in mein eigenes. falls Post da sein würde. den 31. dass ich akzeptiere würde. ob ein Umschlag für mich angekommen sei. VADUZ 15. dass ich ab nächsten Dienstag. er bei der LGT gearbeitet hatte und er eventuell alle Daten der LGT Treuhand hatte. altes ein. dass Kieber Liechtensteiner sei. um in Erfahrung zu bringen. die sich auf das Aufspüren von Personen und Güter spezialisiert hatte. also Freitag.catholic. dass ich andere Wege gehen müsste. sondern eine andere Lösung (z. Er als Psychologe war naturgemäss dagegen. Januar 2003 Die KKZ kam zusammen und diskutierte das weitere Vorgehen. dass ich nur bis Ende Januar. diese nicht selber abholen würde. Ich erklärte. schrieb ich ganz deutlich.01. wenn Hans-Adam nun die Schutz-ID nicht mehr hergeben will. worin ich den Namen der gesuchten Homepage (Webseite) preisgab: www. so würde ich mich simultan an die Deutschen und die Amerikaner wenden.und Bewegungsmuster erstellt werden sollte. Nach erfolgreicher Identifikation sollte die Firma 244 . Sollte es nur die kleinste Andeutung einer Falle geben.ich nicht in den Wagen eingestiegen war. Der Professor distanzierte sich nochmals von jeglicher Anwendung von Gewalt. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht. Sollte bis dahin nichts gehen. Der Auftrag sollte aber sehr vorsichtig erteilt werden.01. Um jede Unklarheit auszuschliessen. Von diesem Emailkonto schrieb ich an die drei bekannten Emailadressen von Hans-Adam eine höfliche Mail mit einem Einzeiler. dass ich. Die LGT Treuhand konnte immer noch keine felsenfesten Beweise vorlegen. wurde beschlossen. musste ich ein Datum festlegen. man dürfte der Spezialfirma auf keinen Fall mitteilen. dass man Kieber ausfindig machen sollte. eine private Firma. anzuheuern. Auf keinen Fall dürfe er angesprochen werden. Kurier oder Weiterversand) im Sinne hätte. so würde ich mich zurückziehen. den 21.B. Es soll nur gefordert werden. So weit – so gut.03 warten könnte. Ausserdem schrieb ich. Ich schrieb.03 ein Mal pro Tag bei der LGT in Berlin anrufen würde.

VADUZ 16. Man erinnerte sich an irgendwelches Zeug. Weder die Sekretärin von Hans-Adam noch Alois selber nahmen sie vorerst ernst.oder Emailnetz erlaubt.01. war der Professor mit diesem Plan einverstanden. Auch sollten dafür keine Anrufe oder Emails aus Liechtenstein gesendet werden. Damit keine Rückschlüsse möglich waren. Das KKZ rief Hans-Adam auf dem Schloss an und bat ihn doch nachschauen zu gehen.03 erwähnt hatte. Er bat sie sofort aufs Schloss zu kommen. Herr Kaiser öffnete die schwere Türe zur betonierten 245 . Deswegen hatte Hans-Adam auch nicht nachgeschaut.01. Kontakt mit den Zwischenmännern wäre nur über das Schweizer Telefon. wenn die LGT über einen Firmenanwalt aus Belgien. Januar 2003 Im Protokollzimmer der KKZ wurde die Email ausgedruckt und fein säuberlich protokolliert. Und ob es gefährlich sein könnte. genauer aus Brüssel den Auftrag erteilen würde. dass Kieber in diesem Zusammenhang im Schreiben vom 07. Das Sekretariat des Schlosses sendete um 14. Der Kripochef nahm sich einen bewaffneten Beamten mit und holte dann Hasler mit einem unmarkiertem Polizeiwagen wieder vom Regierungssitz ab. kamen zu einer weiteren Sitzung zusammen. Er und sein Sohn Alois wollten aber nicht alleine in ihren eigenen Bilderbunker gehen. wäre es zweckdienlich. Es wurde gerätselt ob Kieber vielleicht doch in den Bilderbunker gelangt war und ob er etwas hinterlassen oder platziert haben könnte. Die Email Kieber's mit dem Namen der Webseite kam drei Mal auf Schloss Vaduz an. dachten sie sich. Da keine Massnahmen mit Gewaltanwendung erteilt worden waren.03 zum ersten Mal gelesen hatte. ohne Hans-Adam und seinen Sohn. als er davon im Brief vom 07. Gemeinsam fuhren sie zum Schloss. Kieber könnte unmöglich im sichersten und wertvollsten Raum des Schlosses ein Hinweis angebracht haben. Die Kernmitglieder der KKZ. Hans-Adam telefonierte mit dem Regierungschef Hasler und dem Kripochef Hoch.32 Uhr eine Kopie der Email zur Polizei und eine an das KKZ.sofort Rückmeldung an den Auftraggeber machen. dass Liechtenstein der Auftraggeber war.

Somit hatten sie nun das LOGIN-Wort „mexico67‚ und das Passwort „hochzeitsreise‚. Alles schien normal zu sein. die Hans-Adam als seine Geschäftszimmer benutzt.: Auch der Hinweis auf den Maler Gerard DOU war speziell von mir ausgesucht worden. Alois. dass Kieber sehr wohl alles äusserst penibel geplant haben musste.catholic. dem sofort das Wort „Hochzeitsreise‚ einfiel. Sicherlich. Grundsätzlich waren alle etwas erleichtert. Die Sekretärin loggte sich auf www. Hasler. dass Dou sich selber als Musiker zeichnete und damit seinen wahren Beruf (Maler) verschleierte. brachte kein Wort mehr heraus. Aber das besondere für mich im Bild von Dou im Besitzt von Hans-Adam war. Dou gilt als Begründer der Leidenden Feinmalerei – Leiden mussten hier in dem aktuellen Drama alle. dass Kieber vor Ende Januar 2003 nichts unternehmen würde. Der Metallrahmen Nr. Gemäss den Angaben von Kieber sollte sich im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses des Malers Gerard DOU ein Hinweis verstecken. diesem Bild und des sich abspielenden Dramas erkannten weder HansAdam noch seine Truppe nicht. So war es sein Sohn Alois. Hans-Adam und Alois waren schockiert: ein 4 cm x 1 cm langer Kleber war dort angebracht. im Jahre 1967 waren er und seine Frau Marie auf ihrer Hochzeitsreise in Mexiko. Ja genau." aus dem Brief von Kieber fanden sie seine erste Mitteilung.Schatzkammer im Rundturm im Beisein von Hans-Adam. gespeichert im Entwurf-Ordner. Die Verbindung zwischen dem Leben des Maler Gerard Dou. worauf „Mexico 67‚ stand. Mit Hilfe des Punkt "X. Die im Raum nicht anwesenden Mitglieder des KKZ wurden später über den Stand der Dinge informiert. Diese Kunst der “Verschleierung. Hoch und dem Beamten. 49/50 auch. Langsam begriffen alle im Raum. woraus Hans-Adam das LOGIN-Wort und auch das Passwort erraten könnte. die an die Schlossaussenmauer grenzenden Räumlichkeiten. Hans-Adam. 246 . der „Täuschung“ gefiel mir sehr als Metamorphose. Zuerst inspizierten sie die elektrische Anlage gleich rechts neben dem Eingang. da sie jetzt schon mal eine Woche Zeit gewinnen konnten und der Professor kam auch zu dem analytischen Schluss. es war nicht von soooo grosser Bedeutung.org ein. Sie alle liefen die Treppe hoch ins Freie und runter zum kleinen „Bürokomplex‚. Das Bild wurde schnell gefunden. erwiderte Hans-Adam. Anm.

mich in eine Ecke zu stellen. der Bahn oder zu Fuss entdeckte ich andere schöne Teile der Grossstadt. um mich abzulenken. Und meiner früheren Vermieterin Daniela wollte ich auch nicht wieder über den Weg laufen. die man von aussen nicht einsehen konnte. Januar 2003 Ich hatte mir eine Verschnaufpause gegönnt. freundlich und lächelnd. wie immer. fühlte ich mich sicherer hier in Berlin als in Liechtenstein. Mit der Zeit lernte ich die Berliner Strassen und Besonderheiten gut kennen. Man wusste ja nie. – 20. ob irgendwas bis zur Presse durchgesickert war. Hauptsache war . Ich stellte sehr schnell fest. das Brandenburger Tor. der Berliner Schlag.sie machten irgendwas. Ich war. Ab und zu besuchte ich ein Internetcafé. dass meine Sachen bei ihr nicht in Gefahr waren. Diese Tatsache alleine war schon eine Tröstung für mich. Dort wo ich die Daten im Safe hatte. dass sich fürchterliches mit mir.BERLIN 16. ob die von der LGT oder andere Ausschau nach mir hielten. dass sie mir auch Böses antun konnten. wartete in der Schlange vor dem Schalter bis ich an der Reihe war. Nur ein Mal die Woche besuchte ich meine Bank. die ich dringend benötigte. Niemand hätte im Traum erraten. wann immer es die Räumlichkeiten erlaubten. Ich durfte sie sogar einmal bei ihrer Arbeit im Luxuskaufhaus Lafayette besuchen. Den Kiez. um später denselben Weg nie mehr zu nehmen. begab ich mich täglich in eine andere Bank(Filiale) irgendwo in Berlin. Meine Situation war schon paradox. Meine Vermieterin Petra war sehr angenehm. So 247 . Obwohl ich eigentlich im totalen Stresszustand war. dass im Unterschied zu den vorhergegangenen sechs Jahren Liechtenstein nun gezwungen war. die Museen. Um eventuelle Verfolger zu verwirren. um mich und wegen mir abspielte. um zu beobachten. Ich vermied in die Nähe der LGT Berlin oder in die Ansbacherstrasse zu gehen. Jeweils fürs Wochenende fuhr sie ins Elsass zu ihrem Freund und ich hatte die ganze Wohnung für mich allein. Mit dem Bus. Ich notierte mir den ausgewählten Weg dorthin jedes Mal genau. die grossen geschichtsträchtigen Plätze. Obwohl ich wusste. Was mich antrieb war der „beruhigende‚ Gedanke. etwas zu tun. Ich durchforschte die Schweizer Medienlandschaft. war dies mir „scheiss egal‚. stellte dann triviale Fragen und versuchte nachher.

Dann aber löste ein Auto einen Blitzgedanken bei mir aus. Als der Jogger nicht aufhören wollte. Ich dachte. definitiv nicht. der die Beifahrertüre öffnete. Der VW war in einer Seitenstrasse geparkt. Der Jogger lief schnurgerade auf den VW Transporter zu und stieg hinten ein. wo ich mich befand. sagte ich. Ich fragte ihn. ich sei in den Tresorraum der Bank gegangen. wusste ich. In der Glasspiegelung konnte ich einen fetten Mann sehen. Hans-Adam lässt mich beschatten und man hatte 248 . etwas älterer Mann aus einem Hauseingang trat und auch im Wagen verschwand. Dem Dialekt nach zu beurteilen. Der Wagen hatte ein Berliner Kennzeichen. dass er keine Uhr habe. Aber der Zufall. Unerwartet rannte ein kreuzdumm gekleideter Jogger sehr nahe an meinem Körper vorbei. dass in der Millionenstadt Berlin innerhalb von wenigen Stunden derselbe auffällige Wagen genau dort war. Nun befand ich mich aber in Dahlem. bei bald Minustemperaturen hier mitten in Berlin so gekleidet joggen zu gehen. Was mich nun sehr stutzig machte. Viele Schweizer Dörfer und Gemeinden fuhren genau so einen als Kommunalwagen (Werkshofwagen). ohne gross vorher nachzudenken. mich anzugucken und ich halt „zurückstarrte‚. Mit weit geöffnetem Mund beobachtete ich dann wie ein weiterer. was für ein Idiot. begab ich mich auf die andere Strassenseite. Ich liess mir nichts anmerken und anstelle in die nächste zufällig ausgewählte Bank zu gehen. Schönen Tag noch. dass ich genau diesen Wagentyp mit der ungewöhnlichen Farbe schon früher am selben Tag gesehen und anscheinend im Unterbewusststein registriert hatte. Sofern ich dies erkennen konnte.würden eventuelle Beobachter denken. Er drehte sich um und schaute mich an. Er erschrak und blieb wie versteinert stehen. Ich beobachtete vor allem die parkierten oder langsam fahrenden Wagen. war die Tatsache. Niemand war im Wagen. Und zwar in Wedding. OK. einstieg und dann in meine Richtung schaute. Ich war stets übervorsichtig und beobachtete was um mich herum geschah. war es ein Berliner. Ich stellte mich vor einen Laden und drehte mein Gesicht zum Schaufenster. ist und bleibt immer Trumpf. Nie war etwas Besonderes zu bemerken. rannte ich einfach los. Spontan. dass hier etwas faul war. Nicht das ich behaupte übernatürliche Fähigkeiten zu besitzen oder „James Bond‚ zu sein. Verwirrung war. kann keiner sein. ob er wisse wie spät es sei und er erwiderte. Dahlem und Wedding sind ein gutes Stück voneinander entfernt. Verdammt noch mal – fluchte ich. Ein alter VW LT Transporter in orange-gelber Farbe. auf ihn zu.

Aus all den Observationen und weiteren Befragungen (auch von anderen Personen) waren dann schlussendlich keine brauchbaren Ergebnisse zu vermelden. sozusagen einen ‚Vaduzer Riesling‚. Sie wurde aufgefordert. Aber was wussten sie? Wo ich wohnte. Stets mit erneuertem Fahrschein. es wurde verbreitet. ob sie etwas wussten. Dazu bräuchte man aber seine Adresse oder Kontaktnummer im Ausland. Keiner war mir gefolgt.mich gefunden. VADUZ 17. dass Kieber in Gefahr sei und man ihn dringend warnen müsste. oder ob sie gar mit ihm im Januar Kontakt hatten. dass die beauftragte Schnüfflerfirma aus Belgien Erfolg hatte. Gute Nachricht aus Deutschland: die KKZ meldete Hans-Adam. wo die Daten waren? Ich rekapitulierte meine Aktivitäten der letzten Tage und versuchte fieberhaft mich zu erinnern. die engsten Freunde von Kieber in Liechtenstein sorgfältig anzugehen und unter Anwendung von Tricks aus der Psychologiekiste herauszufinden. dass ich die Verfolger entdeckt hatte. – 21. wo nötig. sich bei der Polizei sofort zu melden. Sie konnten Kieber auf Grund der ihnen per Email zugesandten Fotos identifizieren. dass Kieber Hans-Adam einen bösen Brief geschrieben hatte. Gott sei Dank. es wurde ihr aber gesagt. Erstaunlicherweise wurde ihr mehr oder weniger reiner Wein eingeschenkt. Die 249 . Ich fuhr mit der Ringbahn sicher mindestens eineinhalb Stunden im Kreis herum. Ich konnte mich natürlich nicht erinnern. dass er die Daten hätte. Mir wurde schlecht und ich brach alle geplanten Aktivitäten für diesen Tag ab. Die Tatsache. Einer der Tricks war. Man hatte ihr zwar nicht gesagt. dass sie mich gefunden hatten. verwirrte mich nicht so sehr. Eine meiner besten Freundinnen wurde von der Polizei zur Seite genommen und ausgefragt. Ich traute mich erst im Dunkeln wieder nach Hause. Januar 2003 Das KKZ beschloss. falls Kieber sie kontaktieren würde. ob ich den Wagen schon mal anderswo früher gesehen hatte – erfolglos. Es war ja ein Kampf zwischen meiner Wenigkeit und der geballten Geldmacht aus Liechtenstein. Ich entschloss mich. vorerst meinem Feind in Vaduz nichts darüber zu berichten. dass Kieber behaupten würde. Da konnte ich nur den Kürzeren ziehen.

Auf Grund des „Feindkontakts‚ musste sich die Verfolgertruppe zurückziehen und hatte deshalb Kieber aus den Augen verloren. dass vor allem der Exboss von Kieber. und die anderen Herren der LGT. Man sei sich aber ganz sicher. Alle dachten nun. Hans-Adam war mit diesem Zwischenbericht sehr zufrieden und wollte nochmals versichert haben.grossen (finanziellen) Auslagen. Die beauftragte belgische Firma bestätigte. Leider musste die KKZ des Weiteren berichten. In den vergangenen Tagen musste Feuerstein mehrfach zur Besonnenheit aufgerufen werden. als er lautstark nach. Dank der Verfolger. Feuerstein. Was so beruhigend in den Hinterköpfen der meisten Mitglieder des KKZ war. auf einen gefährlichen Weg einschwenkten. bei dem Kieber einer der Verfolger persönlich angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt hatte. dass man noch nicht herausgefunden habe. ihn wiederzufinden. war die Vorstellung. Wie so oft in dieser Affäre. Dr. um Kieber in Deutschland mit Hilfe von Privatfirmen festzuhalten und nach Liechtenstein zu verschleppen. um an 23 Internetcafés rund um das Zentrum von Berlin strategisch nach Kieber Ausschau zu halten. dass wenn alles Verhandeln mit Kieber schief gehen würde. wo Kieber die Daten aufbewahren und wo er wohnen würde. hatten sich gelohnt. dass sie einen grossen taktischen Vorteil hatten. „Er muss Mundtod gemacht werden‚. um so mehr wurde er stutzig und erkannte als Psychologe. wörtlich. sich mit moralischer Unterstützung von der Regierung. Es hätte auch einen Zwischenfall gegeben. HansAdam. dass weder die Belgier noch deren Deutsche Partner wissen. als „Oberkommandierender‚ hatte Mühe seine Truppe auf eine 250 . dass Kieber nichts gemerkt hätte. dass deren Deutsche Partner aber ausgesagt hatten. Je länger der Professor mit den anderen aus der KKZ über diesen Fall diskutiere und sich beriet. Schon am dritten Tag war man erfolgreich. Diese Zusicherung wurde ihm vom Regierungschef Hasler erteilt. In der Hitze der Debatte fielen auch symbolische Worte wie: „Wir müssen Kieber umlegen‚. Die Stimmung innerhalb des KKZ stieg merklich. man ihn auch mit harten Methoden habhaft werden könnte. „Anwendung von Stasimethoden verlangte‚. da Geld absolut keine Rolle spielte. versicherte Hans-Adam. dass er von den Kosten nichts hören wollte. um was es in Wirklichkeit ginge.

Hans-Adam entschied. auf keinen Fall seinen Exboss als Mediator oder Schlichter für dieses Drama zu ernennen. als dieser ihn im Brief gebeten hatte.01. den 21.03 in das Emailkonto gestellt werden sollte. der dann als Mitteilung am nächsten Tag.Linie zu bringen. dass Kieber gute Gründe hatte. 251 . einen Text vorzubereiten. Er begriff. dass neue Ideen für eine Lösung nur vom Professor als Spezialisten kommen sollten. Der Professor wurde beauftragt.

Diesbezüglich enthalte ich mich jeglichen Kommentars. sie mussten auch noch das halbe Liechtenstein umgraben. sie könnten mich übertölpeln. Wenn ich etwas in den letzten fünf Jahren gelernt hatte. wer dort wo. Ich fuhr mit der Bahn an die südliche Stadtgrenze von Berlin und suchte ein Internetcafé auf. fluchte ich schon wieder. Wartet nur. indem ich zufällig ein paar Bekannte und Freunde dort anrief. Ich öffnete das gemeinsame Emailkonto und fand nachstehende Nachricht für mich im Entwurfs-Ordner: Ich wurde beauftragt. Kontrolle ist besser. dachten wohl. es war eine Falle! Was nun. diese Transaktion abzuwickeln. dann dass man in einer solchen Situation zuerst immer den Kopf klar bekommen muss und nicht gleich gegen die nächste Wand rennen darf. die von Ihnen 252 .KAPITEL 9 Chaos-Tage ohne Ende BERLIN 21. In diesem Zusammenhang wurde ich sowohl über die Hintergründe als auch über die bisherigen Versuche informiert. Nicht zu fassen! Schon beim zweiten Anruf brach die schöne Scheinwelt zusammen (siehe auch „Vaduz 22. Ein Anruf bei der LGT Berlin kam also nicht mehr in Frage. grübelte ich. kam mir ein altes Sprichwort in den Sinn: „Vertrauen ist gut. warum und eventuell etwas wusste. Januar 2003‚). Bevor ich die LGT am späteren Nachmittag anrufen würde. Januar 2003 Dienstag! Ein Tag der Wahrheit. dachte ich mir schon die ganze Nacht hindurch. Es wurde mir noch kälter als es sowieso schon war. Das bedeutete. was sich in Liechtenstein so zutragen würde. die schon früh ihre Ware an die Kundschaft verkauften. Ich war schon um fünf Uhr auf den Beinen und im winterlichen Berlin unterwegs. Ich konnte der Sache nur auf den Grund gehen. Ich war neugierig. was. ja nicht einmal ins Zentrum von Berlin gehen durfte. Zum Glück gab es einige Bäcker. Diese Mistkerle. dass sie in Berlin Verfolger auf mich angesetzt hatten. um herauszufinden. dass ich auf keinen Fall in die Nähe der LGT. Nein. Himmel und Hölle noch mal. Mir lief es kalt den Rücken runter. mit Ihnen eine Transaktion durchzuführen. welche von gegenseitigem Interesse getragen ist. Mein Auftrag besteht lediglich darin. Nicht nur.

was im Ländle so vor sich ging. Ich verschwand in der Masse von Fussgängern in Richtung Bahnhaltestelle. Schuldzuweisungen etc. Thomas Müller geschrieben wurde. was die Vor.s. was der Grund für das Problem sein könnte. Diesmal ging ich dafür in einen Buchladen. im gemeinsamen Emailkonto ständig eingeloggt zu bleiben. Schnell loggte ich mich wieder aus dem Emailkonto aus. verspottete ich sie: Sie spielten auf Kooperation. Die Katholiken von www. Klar. Dies alles ergab keinen Sinn. fragte ich mich.) habe ich kein Interesse. Ich zweifelte an meinem Geisteszustand. die technisch so ausgerüstet waren.: Ich wusste natürlich zu jenem Zeitpunkt nicht. aber – die Superschlaumeier in Vaduz! Auf einmal wusste ich. Ich versuchte mich ins Emailkonto einzuloggen. „Wir helfen dir‚. mein eigenes Drehbuch war ja auch nicht gerade des Himmels würdig. da ich immer nervöser wurde. dass überhaupt ein Professor angeheuert wurde. – alles Quatsch und fauler Käse. Aus Höflichkeit kaufte ich am Ende ein Kochbuch (ich habe es heute noch). Fast drei Stunden lang versuchte ich es. sind nicht Teil meines Auftrages und deshalb unerheblich.gewünschte Transaktion vorzubereiten und in beiderseitigem Interesse sauber durchzuführen. War ich nun wahnsinnig geworden.und die Nachteile wären. An weiteren Hintergrundinformationen (Namen. ehrlich gesagt. dass gleichzeitig von zwei verschiedenen Terminals aus dasselbe Emailkonto benutzt werden konnte. Die Angestellten vom Buchladen wunderten sich schon. Ich entschloss mich. dem Hans-Adam eine diesbezügliche Nachricht im Emailkonto zu hinterlassen.org gehörten 253 . Na ja. dass ich die Verfolger erkannt hatte und auch wusste. um die Kontrolle zu haben. Im Gegensatz zum Gegner hatte ich nur mich selber. Aber. Meine Hirnmasse gegen alle anderen. Anm. Ich wusste ja auch nicht. Ich überlegte lange. Aha. Garantiert hatte Hans-Adam angeordnet. „Wir suchen eine gemeinsame Lösung‚ u. Geben Sie mir die weitere Vorgehensweise für die Transaktion bekannt.catholic. Klappte nicht. dass dies vom Professor Dr. Ich wusste.w. dass es wenige Emailprovider gibt. wenn ich denen in Liechtenstein mitteilen würde. Details. Warum konnte ich nicht ins Emailkonto rein? Das LOGIN und das Passwort stimmten. Noch schneller verliess ich das Internetcafé. das musste es sein. die da offenbar Böses erwogen.

Darin schrieb Kieber. die Ordner sehe ich nicht.48 Uhr wurde sich schon in das Emailkonto eingeloggt und ein drei Seiten langer Text von Kieber vom Vortag gefunden.k. Kieber schrieb. 254 . ansonsten kann ich nichts hineinschreiben. VADUZ 22. dann über zwei Vorkommnisse reden möchte. denn ab 16 Uhr war das Login von meiner Seite aus wieder erfolgreich. 4 Stunden versuche ich eine neue Mitteilung einzugeben. Januar 2003 Das KKZ war pünktlich ab 07. dass ich nichts davon wusste. Um 07. Es war kein neuer Text für mich gespeichert. dass mir niemand bis zur Wohnung gefolgt war. Seit ca. dass man diese Schnüffler sofort abziehen sollte.nicht dazu. von denen er fest glaubte. alten Emailkonto aus zwei Mal die folgende Meldung an HansAdam eigene Büro-Emailadresse. konnte ich den Tag endlich vergessen und war froh. sollte er wieder Verfolger sehen.h. Um 14. So sah ich es für angebracht. würde er eine Konfrontation mit katastrophalen Folgen provozieren. Erst spät in der Nacht hatte ich den formulierten Text fertig und stelle ihn in den Entwurfsordner. Ich kann zwar das E-mailaccount aufrufen. Am Terminal liegt es nicht. Er warnte sie. Vielen Dank und mfg h. Er verlangte. dass er sich zuerst für die Nachricht bedankte. Durchlaucht Ich habe die Nachricht im anderen E-mailaccount heute Morgen gelesen. Er hatte sie erkannt. Kann es sein. dass Sie oder der andere Herr das Emailaccount ständig offen haben? Bitte jeweils immer ausloggen. dass er wisse.30 Uhr wieder aktiv. dass Privatdetektive in Berlin auf ihn angesetzt worden waren. die ihn offenbar sehr beunruhigten. Offenbar hatte man in Vaduz diese Email gleich begriffen.37 Uhr schickte ich deshalb. Mit der erhofften Sicherheit. wie immer höflich aber bestimmt. da ich schon an 4 verschiedenen es versucht habe. klares Wasser einzuschenken und dem Hans-Adam ein paar Dinge zu erzählen. wiederum von meinem eigenen. aber die Anzeige bleibt BLANK: d. als Petra mich zu einem gemeinsamen gekochten Nachtessen einlud.

Harte Worte.01. da ja jeder seine eigenen Ziele verfolgen würde. Damit sich Kieber dann wieder beruhigen würde und als Zeichen. dass Kieber nun noch misstrauischer geworden wäre und es schwieriger sein würde. ihm ihre Position glaubhaft verkaufen zu können. Er ging sogar soweit. die Situation neu zu beurteilen.03 ausdrücklich darum gebeten hatte – im Interesse von allen wenigen Beteiligten und Informierten . dass dabei ständig nach seiner Adresse im Ausland gefragt würde. die die Bad News dem Hans-Adam überbringen würde. dass er die Anwesenden beschuldigte. gegeben hatte. Dieser kam zum Ergebnis. dass die Polizei mehrfach diskret aber abnötigend bei Bekannten und Verwandten nach ihm geforscht hatten. Er fragte. dass es mehrere Krisensitzungen der Regierung mit HansAdam und Co. Dann Stille wie auf einer Beerdigung. dass es offenbar zu einer Anzeige gekommen sei und eine Art Krieg gegen ihn geführt würde. Trotzdem sei er zu triefst geschockt. Der Professor war da wohl am Besten geeignet. wie konnte Kieber. Er wisse nun. herausfinden. seinen 255 . Grrrrrrrrr. was verlangt wird. was für eine Tölpelfirma man da in Berlin angeheuert hätte. die mit Kieber Kontakt hatten. wenn er nicht das tue. dass Liechtenstein ihn an die Deutschen „verraten‚ würde. ja verkaufen würde. Man fand die Personen nicht. sollte man ihm die Hand ausstrecken und nochmals eine letzte Chance geben. Hans-Adam wurde aufgeklärt und er bekam einen seiner seltenen öffentlichen Wutanfälle. indem man ihm androht. dass man es „gut‚ mit ihm meine. Jemand musste es aber tun. Rund um blasse Gesichter im der KKZ. habe er in Erfahrung bringen könnten. der "1000 Km" weit weg in Berlin war. dass das Gegenteil geschehen war. den 24. Kieber wisse auch. Der Professor war beauftragt worden. Hans-Adam entschloss sich daher. Niemand traute sich vor und wollte derjenige oder diejenige sein. einer von ihnen sei ein Maulwurf. was wir hier in Vaduz unternommen hatten. Aber Zuckerbrot und Peitsche wären erstklassig in der jetzigen Situation.alles zu unterlassen.03. was einer Bekanntmachung des sich anbahnenden Dramas gleich kommen würde. Er schrieb sogar. Er schrie. Zuerst sollte man Kieber etwas Angst einjagen. Kieber bat auch um ein Treffen am Freitag. wenn Kieber schon beim ersten und offenbar einzigen Kontakt deren Mission entdeckt hatte. Alle meine Freunde hielten dicht.Obwohl er im Brief vom 07. dass dies ihn nicht überraschte.01. Er befahl diejenigen in Liechtenstein zu finden.

Zur Info: bitte markieren und drucken Sie jeweils meine texte und behalten sie sie auf . Januar 2003 Seit meinem Erlebnis mit den "Schnüfflern" war ich noch achtsamer geworden und wählte meine Wege von und zu Petras Wohnung immer neu aus.. 18 Uhr vor der LGT in Berlin zu parken. Kaiser hatte den Auftrag um ca. Während meiner Wanderschaften durch Berlin fand ich mehr und mehr ausgezeichnete Internetstationen.10 Uhr ersetzte man Kiebers Drei-Seitentext mit einem Einzeiler von Hans-Adam. Um 17. haben sie meinen obigen text noch nicht gelesen.55 Uhr schaute ich wieder ins Emailkonto. notierte ich mir die Adresse in einem kleinen Buch.Chauffeur mit dem Staatswagen am nächsten Tag in der Früh schon wieder nach Berlin zu schicken. hier vorzumerken.K. keine Reaktion oder Antwort von Hans-Adam. BERLIN 22. 24. auf Kieber zu warten und ähnlich wie es der andere Fahrer. sondern nur eine kurze Botschaft hinterlassen. um es später wieder finden zu können. danke H. Herr B. Januar 2003 (A) Es war noch dunkel und die meisten schliefen noch.03 17 Uhr 01 . Um 18.01. Um 16.01. Sobald ich ein solches Geschäft fand. mir eine antwort gegeben. ein treffen für kommenden freitag. gemacht hatte.01 Uhr ergänzte ich meinen alten Text mit folgender Mitteilung: 22. ich bitte sie.wie ich sehe. wenn dieser ihm 256 . Kaiser soll aber Kieber nur dann mitnehmen. Meist handelte es sich dabei um von Immigranten geführte Call-Center in einem alten Berliner Laden oder Schuppen. die von aussen nicht als solche zu Erkennen waren. Mein Text vom Vortag war immer noch da. Er hatte das Kuvert mit dem „falschen‚ Pass bei sich und auch sonst war alles so wie sein Boss es gewünscht hatte. ich werde morgen .um 10 uhr wieder hier hinein schauen. bzw. ihn mit einem Pass zu einer Heimreise zu ködern. Dem Kieber sollte man aber nichts davon im Netz schreiben. als der Herr Kaiser den Staatswagen in Bewegung setzte. ich danke für baldige antwort. VADUZ 23.um keine missverständnisse aufkommen zu lassen.

ich bin erst jetzt ins internet gekommen. bitte schreiben sie.00 Uhr. 09:00 Uhr.15 Uhr ins Emailkonto ein. wenn es nicht klappt. Januar 2003 (Teil 1) Ich hatte verschlafen und war erst um 09. danke 23. steht für Fürst. sodass ich lange mit ihm reden konnte.01. 14. ich rufe jetzt trotzdem an. Dies obwohl ich in meiner Mitteilung vor seiner Nachricht im Emailkonto klar geschrieben hatte. ob sie grundsätzlich kommen oder nicht. BERLIN 23. Ich fuhr direkt zu einem der Internetanbieter von meiner langen Liste und loggte mich um 10. Anm.00 Uhr und 14. brachten sie es nicht fertig. Dies war ein gutes Zeichen.03 10:25 Ich war froh. nach 10 uhr wieder hier hinein sehen kann. Insgesamt telefonierte ich drei Mal mit ihm an diesem Tag: um 10.: F.01.36 Uhr. wenn man seine Termine nicht einhält. Nervös wählte ich jeweils die Nummer. Donnerstag. Meine Mitteilung war noch gestern Abend gelöscht und mit folgendem Einzeiler ersetzt worden: F. Wenn alles klappte. Aber.2003. ich schrieb doch gestern. Wie so oft in der Vergangenheit und in den kommenden Monaten. wenn er nicht lesen konnte. Der Audi A8 kam gut voran. dass ich erst ca. erwartet ihren Anruf unter 00423 xxx xxx. der Hans-Adam wird ja fuchsteufelwild. dass Hans-Adam wieder mit mir reden wollte.00 Uhr wieder reinschauen würde. es war ja nicht meine Schuld. dass ich erst um 10.zumindest ansatzweise die Daten zeigen würde.30 Uhr aufgestanden. Man beachte den von Hans-Adam geforderten Zeitpunkt. 257 .12 Uhr. sofern dies notwendig und erwünscht war. dann würde Kaiser am Nachmittag in Berlin eintreffen. 23. Ich schrieb ihm zurück: Sorry. dachte ich mir. wann ich ihn Anrufen sollte: 09. es ist jetzt 10:25. Ich rannte aus dem Internetladen raus und kaufte mir für 40 Euro genug Telefonkarten. Geschriebenes wirklich zu lesen! Oh mein Gott.

Er erklärte mir nochmals. Hans-Adam sagte. Denn sollte nach einer Verhaftung durch die Deutschen seine reiche Kundschaft massiven Ärger bekommen. dass die Zeit für eine gute Lösung ablaufen würde. Und die Daten. Ich erwiderte. dass ich auch nach Absitzen einer jahrelangen Haftstrafe in Deutschland. Ist es Euch egal. Er palaverte etwas darüber. dachte ich mir – der Hans drehte jetzt völlig durch. Bank. Jeden einzelnen Anruf nahm er schon nach dem ersten Klingeln ab. Hans-Adam verdeutlichte mir. die ich schon am 14.und Treuhandkreisen wäre man sehr besorgt über die ‚Daten‚ und mich natürlich auch. Ich dachte zuerst. ich hätte mich verhört. Treuhand oder andere "verräterische" Worte im Gespräche nennen würde. dass ich keine solchen Wörter in den Mund nehmen sollte. dass es nur die zwei Varianten gäbe. In Regierungs-. dass ich mehr Zeit für das Sammeln der Unterlagen 258 .03 angerufen hatte und daher nahm ich mir vor. warum es die Anzeige gab. würde er höchstpersönlich dafür sorgen. dass es besser für mich wäre. Leider aber nicht! Hans-Adam wiederholte seine zwei Varianten. Merkwürdigerweise ging Hans-Adam darauf gar nicht ein. Es sei eben nicht gerade förderlich von mir gewesen. so wie es Hans-Adam wollte. Er könne mich aber verstehen. Die Staatsanwaltschaft wäre sehr verärgert. auch noch in Vaduz für lange Zeit ins Gefängnis müsste. Er sagte. dass er nachvollziehen könnte. Entweder ich würde mit den ‚Unterlagen‚ heute Abend um 18:00 in den Wagen einsteigen oder er und die Liechtensteiner Regierung müssten den Deutschen sagen. wo ich sei. dass er selber.Es war ja dieselbe Nummer. indem ich sagte. dass es keinen Haftbefehl gegen mich gäbe. Er war merklich künstlich angestrengt höflich. wenn ich die Daten jetzt vernichten würde. wenn sie in die Hände der Deutschen und Amis kommen? Uppps. Er versicherte mir aber. fragte ich. dass mich dies nicht im Geringsten verwundern würde. als Multimilliardär eine solche Katastrophe locker überstehen würde und seine Familie schon ganz andere Krisen überlebt hätte.01. dass ich beim Auto sein würde. dass ich weder Liechtenstein. Mann oh Mann. oder wo auch immer. Ich versuchte ihm nicht zu versprechen. dass weder die Deutschen noch die Amis oder ein anderes Land Interesse an den Daten hätten. die STA und andere der Inkompetenz und Lüge zu bezichtigen. Er meinte abschliessend. dass es nur zwei Varianten gäbe. darauf zu achten. ich vergass. dass ich letzte Woche nicht in seinen Wagen eingestiegen war. Er bemerkte hochmütig. Banken. Er behauptete auch zu wissen.

Der Fahrer Kaiser meldete sich über das Autotelefon. danke für das verständnis 259 . alle unterlagen bringe ich bis zum vereinbarten zeitpunkt nicht zusammen. wenn er in Berlin angekommen sei. dass Kieber nun gebrochen sei. Er ging auch darauf nicht ein. kam mir komisch vor. Januar 2003 (B) Das KKZ wurde über den Inhalt der drei Telefonate von Hans-Adam selber informiert. vielleicht redete er so. weil es ja auch eine rundweg neue Lage für ihn war. dass weder er noch ich im Gespräch weiterkamen. BERLIN 23. Er würde gut vorankommen und würde sich wieder melden. scherzten sie. Der Professor bekräftigte seine Analyse. Es klang gar nicht nach ihm. Bei Nichtbefolgen tritt unverzüglich die zweite Option in Kraft. OK. Natürlich war allen in Vaduz klar.bräuchte. Januar 2003 (Teil 2) Ich fand die Mitteilung von Hans-Adam und schrieb um 16. Vor allem wie er es ausdrückte. dachte ich mir.22 Uhr zurück: ich habe ihre mitteilung gelesen. Ich merkte. Sonst könne man sich ja gleich selber erschiessen. war der Inhalt erst einige Stunden nach dem eigentlichen Anruf fürs KKZ abspielbar. Alle waren mit ihm einverstanden. die Drohung hätte gewirkt.40 Uhr folgenden Text ins Emailkonto schreiben: Vorgaben des F. sind klar: Erscheinen bis 18. Obwohl die Gespräche zwar aufgezeichnet worden waren.00 Uhr mit Unterlagen am vereinbarten Ort. dass Hans-Adam offenbar von irgendjemand angeleitet worden war. dass ich mich via Internet in wenigen Minuten melden würde. verabschiedete ich mich und sagte noch. Bis anhin war sein Imperium nie in eine solche Situation geraten. Fahrzeug und Fahrer stehen bereit. dass auf keinen Fall irgendjemand irgendetwas den Deutschen sagen würde. bitte warten sie wenigstens bis morgen nachmittag. VADUZ 23. Nach dem letzten Telefonat lies Hans-Adam um 14. Als ich merkte.

der dunkle Audi A8 war fast an derselben Stelle wie letzte Woche parkiert. obwohl HansAdam das Gegenteil behauptete. Jetzt zeigen wir dem Kieber mal so richtig. wie es sonst so üblich ist. VADUZ 23. schwelgten sie im süssen Sieg. bleibt bestehen: Treffpunkt 18. dass sie den in den letzten Tagen geäusserten Verdacht als Tatsache bestätigen könnte: Kieber hätte die Daten NICHT! Kieber konnte sie nicht haben. Gerade hätte die IT-Abteilung von der Treuhand berichtet. Januar 2003 (C) Spät am Nachmittag erreichte Hans-Adam auf Schloss Vaduz ein wichtiger Anruf der LGT Bank. Ja nickten sie alle in der KKZ. Ich duckte mich fest in den Bussitz und stieg erst an der allerletzten Haltestelle aus. Ich hatte Angst. Sofort wurden die Regierung und die Justiz auf den neusten Stand gebracht.41 Uhr antwortete: Vorgabe des F. Alle Beteiligten ausser dem Professor waren in einem Rausch nach Rache. der schnurgerade vor der LGT vorbeifuhr. was ich machen sollte. Unter Druck konnte ich erstaunlicher Weise gut funktionieren. danke Worauf er mit folgender Mitteilung um 16. meinten alle. notfalls nur mit Teilunterlagen! Rufen sie F.00 Uhr. dass ich auch jetzt auf keinen Fall in den Wagen steigen würde. Was nun. Kieber hatte ja auch kein einziges Dokument als Beweis geliefert. unverzüglich an! Mir war von Anfang an klar. Ihre Brummschädel waren 260 . Ich hatte die dunkle Befürchtung. Niemand war im Wagen. Ich studierte den Busfahrplan von Berlin und stieg in jenen Linienbus ein. dass ein Haftbefehl auf mich zu Hause wartete. dachte ich. Hans-Adam war ausser sich vor Freude und Hass zugleich. wer hier der Herr im Ländle ist. Ich entschloss ihn nicht mehr anzurufen. Wahrhaftig. Ich überlegte lange. ich werde morgen 13 uhr (dreizehn uhr) hier wieder mich melden.bitte informieren sie die dame ihres büros (LGT) hier. Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen sehen. um 18 Uhr zur LGT in Berlin zu gehen. Ich schlich mich nach Hause und setzte mich im Dunkeln ins Zimmer. Mir war das Risiko zu gross. ob überhaupt Hans-Adams Staatskarosse wieder in Berlin aufkreuzte. Ja.

Man bedachte. an. Sein genauer Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Es wurde beschlossen. dass er sich in Berlin aufhalte.55 Uhr kam in Wiesbaden (BKA) und in Madrid eine offizielle Meldung / Warnung aus Vaduz an. Im Schreiben (in Englisch) wurden zuerst die allgemeinen Personendaten von Kieber genannt. Im Falle einer Verhaftung von Kieber. Zahn um Zahn. Geistesgestört war ich auch nicht. den Kieber zum Abschuss freizugeben. Auge und Auge. dass in die Liechtensteiner Polizei integriert ist. ° Gemäss Information ist ein hohe Gewaltbereitschaft vorhanden. ° Interpol Vaduz hat Hinweise. dass ich einen Berufspilotenschein für Flugzeuge und einen Schein für Helikopter besass. Anm. Er kommuniziere über öffentliche Telefonzellen und Internetcafés. bitte Interpol Vaduz sofort verständigen.und Justizbehörden im Ausland zeigen konnte. Nie im Leben besass ich eine wirkliche Waffe. wurde mir klar. dass Vaduz sehr bewusst vermied. ° Kieber ist vermutlich bewaffnet! ° Kieber kann Flugzeuge und Helikopter fliegen. als ich diese Meldung diversen Polizei. traf mich der berühmte Schlag. Und hier. Vielen Dank für Ihre Kooperation. Aber erst Jahre später. Was für ein Scheiss. irgendeinen Zusammenhang mit Bankdaten oder der LGT zu erwähnen. Richtig gemeldet war. dann folgende Punkte (mit allen Ausrufezeichen und Unterstreichungen) aufgelistet: SEHR DRINGEND ! ° Warnung: Kieber könnte bewaffnet sein! Er könnte geistesgestört sein! ° Kieber hat schon einen Haftbefehl im SchengenSystem.verschwunden. ° Foto von Kieber liegt bei. eine Meldung an Interpol Wiesbaden und Madrid zu senden. Fingerabdrücke folgen. Um 19. Und Gewalt ist nun wirklich nicht mein Ding. dachte ich mir. liebe Leserinnen und Leser wird es wieder sehr interessant! Hans-Adam ordnete das Interpolbüro in Vaduz. warum Liechtenstein 261 .: Als ich das Original und andere damit zusammenhängende Dokumente ab dem Spätsommer 2003 zum ersten Mal lesen konnte oder als Kopie inoffiziell erhalten hatte.

der irgendwo im Grossraum Berlin im Auto sitzend auf weitere Instruktionen wartete. 262 . Die ausländischen Experten fanden den Hintergedanken für solche massive Falschinformationen (bewaffnet. kombiniert mit dem Hinweis. sie wäre sogar in derselben Strasse. sehr schnell: Mit den Worten „bewaffnet. dass man sich die günstige Gelegenheit nicht nehmen lassen wollte.00 Uhr aussteigen. 17.45 Uhr. 18. Am Kurfürstendamm Nr. Man bestätigte mir. Aber Kieber war dann weit und breit nicht zu sehen. wie die Telefonnummer einer dem LGT Büro nahe liegenden Polizeistelle ist.oder besser erschiessen würde und erst dann Fragen stellen würde. dass es sich hier um einen sehr gefährlichen Mann. geistesgestört. Also dann. Kaiser rief dann zehn Minuten später in Vaduz zurück und meldete. privaten Zwecke missbrauchten. Man rief Kaiser. Hans-Adam beschloss zusammen mit der Regierung. Er durfte sich ein Hotel in Berlin suchen und sollte am nächsten Morgen in der Früh wieder nach Hause fahren. Für die Profis war schnell ersichtlich. dass man quasi Kieber zuerst an. hohe Gewaltbereitschaft“ sollte der Eindruck beim BKA und in Madrid erweckt werden. dass ich fliegen kann. dass dieses offizielle Schreiben von Interpol Vaduz sehr unprofessionell und entgegen den Vorschriften war. immer den Wagen beobachtend und die Nummer der Polizei griffbereit.schwarz auf weiss gelogen hatte. Kaiser wartete noch bis ca. Die Lage hätte sich drastisch verändert. Er sollte sich in ein Restaurant oder Café setzen von wo aus er den Wagen und die unmittelbare Umgebung gut beobachten könnte. 142. er solle die Augen offen halten. so müsste er die Berliner Polizei unverzüglich anrufen und mitteilen. Um 19. ja fast um einen „Terroristen“ („kann Flugzeuge fliegen“) handeln würde.00 Uhr rief er via Autotelefon auf dem Schloss an und vermeldete das Misslingen dieser Massnahme. Sollte er Kieber kommen sehen. dass Hans-Adam und seine Regierung das Interpolbüro in Vaduz für ihre individuellen. wo genau am Kurfürstendamm sich die international gesuchte Person mit Namen Kieber Heinrich aufhalte. aber die Türen nicht abschliessen. Er sollte sich kundig machen. dass man sich in Liechtenstein offenbar erhoffte. Auch wurde deutlich. auf dem Autotelefon an. dass er die nächstgelegene Polizeidienststelle gefunden hätte. Dann sollte er wie geplant um ca. den Deutschen etwas mehr „unter die Arme‚ zu greifen. geistesgestört und gewaltbereit). wurde ihm zum Abschied gesagt.30 Uhr den Wagen vor der LGT Berlin parken und kurz vor 18.

Januar 2003 Im Hinterkopf störte mich irgendetwas am Gespräch mit Hans-Adam. Es war ein besondere Satz von ihm: „Die Daten. Die in Vaduz glaubten mir also nicht! Natürlich. dass beim gestrigen Telefongespräch mit mir in diesem detail und Klarheit geredet wurde. damit es‚ wenn es zu Verhaftung kommt. dass musste es sein. sicherlich wurde das Gespräch aufgezeichnet und dient für evt. Variante nun?! Ich befürchtete. ich war dumm dies zu glauben — aber eben unser F.40 Uhr schreibt Hans-Adam die ultimativen Worte: Die gesetzte Frist ist abgelaufen. ich wurde vorverurteilt wie ich es schon kannte. Darum lief die 2. einen klaren Kopf zu behalten. sagte im gestrigen Gespräch (sinngemäss) "die Daten. Variante aktiviert. Januar 2003 (vormittags) Um 08. Ich hatte so ein komisches Gefühl. Es war nicht einfach für mich. Um 12. Ein Desaster.. sollte ich besser vernichten. jetzt dämmerte es mir: „Die Daten die sie glauben zu haben‚.. ich möchte zum Schluss noch folgendes sagen: ich bin mir sicher. dazu möchte ich wie folgt sagen: A) wenn auch nur der kleinste Zweifel vorhanden war. BERLIN 24. war meine letzte Hoffnung diese stirbt zuletzt. wie ich jetzt sehe‚ ist mit einer Hilfe aus meinem Heimatland nicht mehr zu rechnen.40 Uhr schrieb ich Hans-Adam folgenden Text: Sehr geehrte Damen und Herren Obwohl ich gestern um die Frist bis heute Nachmittag bat — haben sie die 2. Im Gegenteil. Sonst würden sie doch nicht so cool daherreden. Was meinte er wohl damit? Oh – NEIN. die Berliner Bullen würden gleich vor meiner Haustür stehen. Variante zwei läuft. um sich später abzusichern. die ich angeblich habe". Tief durchatmen. keine weiteren Probleme für mich gibt.VADUZ 24. dann kann man jetzt nichts mehr machen. Oh mein Gott. das ich das Tape zu mir genommen habe — war ein Fehler. tief durchatmen. der F. dann hätten 263 . spätere Erklärungen. die sie glauben zu haben‚. dass ich die Daten vom Tape lesbar machen konnte.

ich glaube ihm aber nicht (vermutlich haben ihn seine Berater dazu bewogen sich so zu äussern). vermutlich haben auch seine Berater ihm geraten mir einzureden. er ist sich wie ich und alle Mitwisser des Flächenbrands voll bewusst. Dass die Behauptung von Hans-Adam. ein schwachköpfiger Witz war.. gestern sagte. ich bin aus Berlin jetzt raus und werde meinen weg suchen‚ um das schlimmste zu verhindern. dass weder das eine noch das andere land wirklich Interesse an den Daten haben könnte. falls sie ein Schlusswort eingeben möchten. Langsam aber sicher begriff ich. ich bin nur ein kleiner fisch mit einem dicken „Datenbuch‚. 264 . die gegen mich waren. B) wieso soll ich die Daten jetzt vernichten. 5 10 ‚ 20 oder 30 willkürlich ausgewählte MAN-Nummern nennen können und ich hätte ihnen die dazugehörigen Daten der MAN auf CD gebrannt und zukommen lassen. da sie sich ja gegen mich entschieden haben. soweit zu den Daten. ich danke denen‚ die mir glaubten und verwünsche jene. die ich im Brief geschildert habe. ich bin kein Mörder. da wo mein eigenes land mich bei den Behörden hier preisgibt??? Ich muss ehrlich sagen. dass er wirklich es so meinte. dass die Bekanntgabe der Daten der tausender von Kunden ihm nichts aus macht. dass ich nicht im kopf hatte. dass die in Vaduz endlich den Durchblick erlangen würden und sich wieder melden würden. die Daten zu verwerten.. ich werde in den nächsten tagen noch 1 mal hier hineinschauen. dass es wohl besser wäre. musste sowohl mir als auch ihm von Anfang an klar sein. ich werde nicht mehr mit ihnen kommunizieren.sie mir aus der bandbreite der Mandats-Nummern (wie ich sie im Brief beschreiben habe) 1. Wohin sollte ich auch gehen. ich glaubte — fälschlicherweise — dass mir mein F. diese Auffassung entspricht nicht der Wirklichkeit. Natürlich war ich aus Berlin noch nicht raus. als er sagte. ich besitze genau die Daten darüber. steht dies ihnen frei. kein Land hätte Interesse an den Daten. Ich kam mir sehr verlassen vor und meine letzte Hoffnung war. alles kann man überleben — so wie es der F. nun bin ich aber soweit: gehe ich unter — geht teilweise Liechtenstein mit mir. wenn ich aus Berlin wegginge. helfen kann.

nicht mehr mit der Causa Kieber zu belästigen und ihm daher das letzte Schreiben vorerst nicht vorzulegen. Die Daten sind sicher. Mehr als das! „Wenn schon – denn schon‚. sagte mach sich im KKZ und befand. Die Freude war unmessbar.VADUZ 24. etwas zu tun. Darin bat Liechtenstein die zwei Länder. da er zu viel wusste – auch ohne das Datenmaterial zu besitzen. dass Kieber bald in Berlin oder sonst wo gefasst würde. Er habe zwar bis heute noch nie jemanden bedroht und auch sonst nie Gewalt angewendet. dass es wieder einmal an der Zeit wäre.-V. Er sei sehr gefährlich. dass er und auch die ganze heimische Bankenwelt dies schon überleben würden. Januar 2003 (nachmittags) Das KKZ war den ganzen Tag berauscht anlässlich des Siegs über Kieber. zu warnen. Bei der STA. OZA. Hans-Adam. für die „armen Verbrecher" Helmut Roegele. aber Interpol Vaduz gehe davon aus. Einige Stimmen wurden zwar laut.doch bitte die Roegele’s & Co. speziell in Hauns Büro. dass Kieber auf dem Weg zu ihnen sei und ihnen schlimmes antun würde. da sie befürchteten. 265 . wobei er versicherte.15 Uhr und 16.40 Uhr auf Papier und löschte den Text ohne eine Antwort zu hinterlassen. Man loggte sich zwar noch einmal ins Emailkonto ein. das grosse Staatsoberhaupt. So viel konnte Kieber gar nicht wissen. Hans-Adam äusserte sich dazu später am Tag. denn es könnte sein. dass Kieber in den Händen der Deutschen dennoch Schaden anrichten könnte. seine Frau Hidalgo und seinen Schwager Karl-Heinrich K. nochmals eine dringende Meldung nach Wiesbaden und Madrid zu senden. rieb man sich schon mal die Hände und hoffte. sowie den Spanier Mariano M. druckte die Mitteilung von Kieber von 12.00 Uhr befohlen. wer sollte da dem Kieber ein einziges Wort glauben. Und ohne Material. jubelten sie. dass er es tut -OZE. beruhigte man sich gegenseitig. Nach kurzer Beratung mit dem Professor entschloss man sich. Die Truppe war lediglich enttäuscht darüber. dass man Kieber am Vortag den Deutschen nicht bei der ersten Gelegenheit auf dem Tablett hatte servieren können. Interpol Vaduz wurde um 15. Niemand knackt unsere Tresore.

als hätte Godzilla mir eine runtergeknallt. im Delirium vom hohen Ross nicht mehr runterzukriegen. Er könnte nun allerdings nicht ausschliessen. die LGT Treuhand. Vertreter der Polizei. Sie hätten doch alles Recht der Erde dafür. als Topfachmann und einzige Psychologe. Daten oder keine Daten – das spielte keine Rolle. Ich wusste nicht mehr ein noch aus. meiner Meinung nach. eine Kopie der Daten als Beweis dem Hans aufs Schloss zu schicken. entdeckt hatte. dass Kieber. Und wenn er wirklich Skepsis gehabt hätte. Aber dennoch. dass meine sehr präzisen Angaben bezüglich der Daten im Brief vom 07. dass ich den drastischen Schritt. dass man schon in den zwei Wochen. eine Kurzschlusshandlung beschliesst und sich den Amis oder Deutschen anvertraut. Der Professor. So wie man Kieber kenne. mit Heimatgefühlen. Eventuell wollten sie mich nur unter Druck setzten. die Daten auszuhändigen.01. Kieber selber dingfest zu machen. es war ja seine eigene Firma. warum hatte er mich dann am Telefon nicht direkt gefragt? Vielleicht war dies wieder so ein Psychospiel von denen in Vaduz. der Justiz und der Professor distanzierten sich sofort von solchen Gedanken. BERLIN 25. sodass ich Angst bekam und schnell nach Hause kommen würde. von dem Handeln des KKZ in die Enge gedrängt. einfach NICHT machen konnte. vermutlich hatte Hans-Adam so gute Berater.Gewisse Mitglieder des KKZ. mutmasste ich. Angst? Ich? Jetzt? Mein Begriff „von wirklich Angst haben‚ war im März und April 1997 neu definiert worden. Ein hochriskantes Manöver. – 30. hätte der wieder unbegreifliches Glück und könnte auf nimmer Wiedersehen abtauchen. an Hans-Adam reichen würden. Sie mussten doch wissen. dass sie doch einen Versuch unternehmen sollten. dann könnte er ja runter ins Tal gehen und selber nachschauen. dass Kieber sicher nicht untertauchen würde. Der Grund: Ich war ja selber ein Bürger Liechtensteins. 266 . dass ich die Daten hatte. Januar 2003 Am Samstag wachte ich schweissgebadet und mit Kopfweh auf. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. verschärften den Ton und schwadronierten darüber. Ich war sicher. versicherte den Anwesenden. Warum auch? Wenn er Zweifel an meinen Angaben gehabt hätte. Nie kam mir in den Sinn.

Wenn sie mit dem Feuer spielen wollten. Nach dem Frühstück änderte sich meine Meinung schlagartig: nicht aus Berlin raus. Was mir etwas Tröstung gab. Hungrig wie ein Bär nach dem Winterschlaf würgte ich nach dem Schwimmen einen feinen Kebab runter. nein weglaufen bringt nichts. meine Geschichte verstehen. war die Gewissheit. was mich ablenken würde. verstehen wollen? Hätten sie genügend Zeit für mich? I didn’t know! Ich könnte ja später wieder kommen. Auf einmal war ich mir meiner Mission nicht mehr sicher. Auf einmal stand ich in der Strasse. Emails). in der auch das Finanzministerium ist. fragte ich mich. 4-5. Coasts und seinem Vize T. konnte Gutes von Bösem auseinander halten. War schwer Bewacht die Bude. Würden die Amis ohne vorherigen Kontakt (Telefon. „9/11‚ war ja noch sehr frisch in den Köpfen. wegen meiner früheren Vermieterin Daniela. Ob dies ein Zeichen war. Suell meine Lage und bat um Hilfe. Ich schlenderte an der Botschaft vorbei und versuchte so gut es geht keine Aufmerksamkeit bei den Polizisten zu erwecken. die sich gerade aufmachte. Sport war immer gut dafür. Da neben der Fastfoodbude praktischerweise ein türkischer Coiffeur & Barbier war.ein Monarchist durch und durch. in der Wilhelmstrasse. Hr.R. den ich je erlebt hatte. Der Sonntag war einer der einsamsten. Ich spazierte den ganzen Tag herum. Ich verabschiedete mich von Petra. D. handgeschriebenen Brief auf Englisch vor. Ich nahm die externe Harddisk. ihren Freund besuchen zu gehen. Dann kam mir in den Sinn. Ein Schwimmbad hatte offen und ich schwamm mindestens 60 Minuten und konnte meine Gedanken dabei wieder reinwaschen und ordnen. dass ich den nahe liegenden Wittenberg Platz ja vermeiden musste. packte sie zusammen mit meinem Pass in die Manteltasche und fuhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln so nahe wie möglich an die US-Botschaft in die Neustädtische Kirchstrasse Nr. dass einige in Vaduz derzeit 267 . Bitte Schön! Ich setzte mich an meine kleine Kommode im Zimmer und bereitete einen vier Seiten langen. Es musste etwas her. Ich notierte mir die Öffnungszeiten für Besucher/Antragsteller und nahm den Bus zum Zoologischen Garten.R. machte ich mich 35 Minuten später frisch geschnitten und sauber rasiert auf den Heimweg. Darin schilderte ich dem US-Botschafter in Berlin.

fand ich es genüge. Was den Letzteren immer noch zum strategischen Vorteil dient. wenn ich ca. Ich hätte nach Mandatsnummer oder dem Alter des Mandats gehen können. wobei ich mich ca. an den Laptop an. eine eins zu eins Kopie des DLT-Tapes. oder nach einer eigenen Liste der dicksten Leichen im Keller oder PEPs (Politisch exponierte Persönlichkeiten oder Parteien). wo ich meinen Laptop im Safe verstaut hatte.03 an Hans-Adam unter Punkt V. einen Beweis nach Vaduz zu liefern. 10 Prozent der Gesamtmenge aller Kundendaten auf die CDs brannte. Sicher ist Sicher. Für eine gute Weile musste ich die Software für die Entschlüsselung laufen lassen. Anm. Der 27. da ich nicht preisgeben wollte. Ich inkludierte alle PEP-Mandate sowie auch ca. Dann wählte ich Daten aus fast allen Kundendossiers aus und brannte diese unverschlüsselt und unkomprimiert auf vier neue CDs mit jeweils 700 MB Speicherplatz. Darin waren auch alle jene Mandate (von US. geschildert hatte. Die Frage war nun. mit oder ohne Mitwirkung der LGT Gruppe).und Deutschen Kunden). nicht mandatspezifischen Dokumente auf die CDs kopiert. Da ich reichlich Zeit hatte. um die in Vaduz zu überzeugen. 268 . die ich im Brief vom 7. wie viel von den hunderttausende Dokumenten ich als Beweis auf externe Datenträger.1. oder nach der Grösse der Vermögen. Das sollte genügen.: Mit Absicht hatte ich keine der massenhaften INTERNEN. Ich schloss die externe Master-Harddisk. Bis heute weiss niemand in Vaduz. brennen sollte. an welchem Datum ich 2002 das Back-Up-Tape entwendet hatte und sie anhand solcher Dokumente den Tag sehr genau hätten errechnen können. 800m Meter davon entfernt absetzten liess. welche und wie viel interne Dokumente in meinem und nun im Besitz der ausländischen Strafverfolgungsbehörden sind.auch kein leichtes Leben hatten. Januar kam und ich stand schon als erster Kunde vor der Berliner Sparkassenfiliale. 25 Prozent aller Leichen (Mandate mit erkennbarem kriminellen Hintergrund. Erst dann konnte ich die Daten lesen. Nach langem Grübeln entschloss ich mich am Montag. die ich irgendwie nach Vaduz befördern musste. + VI. Ich entnahm ihn und fuhr mit dem Taxi in Richtung Wohnung.

obwohl relative neu. Erst viele Monate später. dass noch mehr Zeit verloren ging und unvorhergesehene Störungen erst gar nicht aufkommen konnten. Und zwar eingegliedert in eine Rechtsanwaltskanzlei oder ähnlichem. sodass er mittels einem seiner Computer im Schloss die Dateien ohne Probleme öffnen könnte. Es war ein nicht gerade schönes Bürogebäude. Das kleine Liechtenstein hatte ja eine eigene Botschaft in Berlin. Ich fuhr mit dem Lift 269 . Nicht. verschlüsselte Daten mittels mitgelieferter Entschlüsselungssoftware lesbar zu machen. dass hier die Botschaft Liechtensteins angesiedelt war. Aber die Tatsache. Am Besten wäre es. siedelte er um. Er wohnte noch im Ländle. Eine Frau Namens Frenkel gab mir die Öffnungszeiten bekannt und ich bedankte mich brav. Ich erinnerte mich. Das grösste Problem für mich war. Zudem hatte ich ja vor. dass die von der Botschaft nichts von dem Drama der vergangenen 14 Tage wussten. Nach Vaduz zu reisen? Logischerweise NIE. Bevor ich dort aufkreuzen wollte.Das Total der Daten auf den vier CDs erreichte dann genau 1. Per Einschreiben die Ware versenden? Zu grosses Risiko. da ich vermeiden wollte. Viele Möglichkeiten hatte ich ja nicht. wenn ich von meinem Plan überhaupt nichts im Voraus erzählte. musste ich die Umgebung genau inspizieren. Ich war mir ganz sicher. Jemand von dort nach Berlin zu beordern? Keine gesunde Idee. In der Mohrenstrasse 42. musste ich in meinem Denken und Handeln berücksichtigen. Schliesslich fand ich eine Lösung. in Berlin – 10117. da das Paket verloren gehen könnte. dass ich an der Fähigkeit der IT-Abteilung der LGT gezweifelt hätte. Zudem würde eine solche Sendung über den Schweizer Zoll gehen. was auch nicht wünschenswert war. die CDs sicher bei Hans-Adam abzuliefern. wer der nicht residierende Botschafter von Liechtenstein in Deutschland war. Ich rief die Botschaft an und meldete mich unter dem Namen Sebastian. dass sie meine Entwendung des DLT-Tapes und somit den Besitz der Daten offenbar kategorisch abgelehnt hatten. Eine kleine Tafel informierte die Passanten. die Daten auf den CDs zusammen mit Instruktionen Hans-Adam zukommen zu lassen.590 Gigabyte. ohne die Daten und natürlich mich selbst in Gefahr zu bringen. als Liechtenstein eine Villa in bester Lage in Berlin kaufte. Hatte sich ja gezeigt. Ich hätte diese vier CDs auch aus Sicherheitsgründen verschlüsseln können. entschied mich aber dagegen.

Frau Frenkel. Alles OK. S. Frau Frenkel. fertigte ich zwei Briefe an. aber ich war schon auf dem Sprung hinaus. runter. Rauf. Ich betrat das Büro und fragte nach Frau Frenkel. Ich bitte Sie.2003 . 28. da die Daten unverschlüsselt sind. Hd. eine Abholung per Gesandten nicht wünscht. Ich danke viel Ihnen vielmals und verbleibe mit freundlichen Grüssen H. Fürst Hans-Adam. dass ich den Auftrag hätte. 00423 xxx xx xx gleich anzurufen und mitzuteilen.01. Darauf notierte ich: FL-Botschaft. das Schloss in Vaduz oder die persönliche Handynummer S. Hans-Adam der II.Persönlich/Vertraulich.D. Dieses Kuvert verklebte ich mit breitem Paketklebeband und steckte es in ein grösseres Kuvert. Schloss Vaduz. Sie wollte noch was fragen. einen brannte ich auf CD.alles innerhalb von 2 Minuten.in die angegebene Etage und schaute mich um. Um ganz sicher zu gehen. ging ich in ein Internetcafé und schrieb von meinem eigenen Emailkonto aus aufs Schloss.D. 10117 Berlin.01. dass ein Umschlag mit Daten S. Mohrenstrasse 42 . Ich entfernte mich so schnell es ging von der Botschaft. Es sind Datenträger im Umschlag. Wenn S. H.K. die Weiterleitung an S. die CDs spätestens am Mittwoch. Kieber.An die Liechtensteinische Botschaft z. Am Mittwochmorgen packte ich die CDs in ein Kuvert und schrieb mit dickem Filzstift drauf: Bitte Aushändigen . dass gerade 270 . rein. Ich vermerkte lediglich. den 29. täuschte ich vor. Keine vielen Sätze. dass Hans-Adam die Ware bekommen würde. Liechtenstein. den 28. Ich bitte Sie. ohne Ankündigung bei der Botschaft abzugeben. Auf der Rückseite: H.Sehr geehrte Frau Frenkel.D.D. Die würden auf ihren Anruf warten. gemäss seinen Wünschen auszuführen.01.D.10117 Berlin . raus . An S. einen von Hand. bitte ich auf jeden Fall den Umschlag mit Diplomatenpost nach EL zu versenden. Ich begab mich zu dieser Adresse und fuhr mit dem Lift hoch. Am Dienstag. F. Mohrenstr. Ich entschloss mich. das Fürstenhaus gleich anzurufen. Vielen Dank und auf Wiedersehen. bestimmt ist. 42. Anschliessend brachte ich den Laptop zurück in den Banksafe. dieses Paket hier abzugeben und sie zu bitten.Kieber. In der Beilage erhalten Sie einen Umschlag.D. abgegeben worden ist. Sie kam und ich sagte ihr in wenigen Worten. 9490 Vaduz. der für unseren Fürsten.

Insbesondere in Sachen Richterernennung. Er sei sehr beunruhigt darüber und Petra bat mich darum. Er sagte auch.dass sich das Ländle seiner Meinung nach. dass ich etwas anderes finden würde.org verwendet hatte. The Show must go on! Hans-Adam und seine Familie waren in der Endphase des erbitterten Abstimmungskampfs über die neue Verfassung für Liechtenstein. Den Namen „Liechtenstein‚ nehme er ja mit (nach Wien). Ich wollte dieses mal Hans-Adam die technische Möglichkeit geben. Unangenehme Nachrichten gab es aber dann bei Ankunft. dann Microsoft nennen könnte -OZE. und -bestätigung. Petra hatte ihrem eifersüchtigen Schatz erzählt. – 30. dass – falls er nicht die Mehrheit der Stimmen bekommen würde. die einseitig von ihm erwünscht wurde und von seinen eigenen Experten formuliert wurde. würde dem Hans-Adam noch nie da gewesene Macht verleihen. Es hatte natürlich einen Grund. Februar bleiben konnte. er OZA. Dank der IP-Adresse könnte er dies herausfinden. Hans-Adam hatte mehrfach damit gedroht. Die Abstimmung war für März 2003 geplant. da die Daten unverschlüsselt wären. begab ich mich erleichtert auf den Heimweg. VADUZ 25. er solle sich gleich darum kümmern.Datenmaterial für Hans-Adam bei der FL-Botschaft in Berlin abgegeben worden war. 271 . Was konnte ich da noch erwidern? Ich erreichte. Ich war mir sicher. Eine neue Verfassung. Mit der Zuversicht. den 03. Januar 2003 Mit einer Mischung aus Angespanntheit und Verdrängung ging man in Vaduz mangels neuer Nachrichten in der Causa Kieber dem gewohnten Gang der Dinge nach. Bitte. ob meine Email wirklich aus Berlin kam. dass der Ball wieder bei Hans-Adam lag. etwas anderes zu suchen. dass ich bei ihr in Untermiete war. dass ich noch bis zum Montag. warum ich für diese Mitteilung nicht das gemeinsame Emailkonto auf catholic. nachzuprüfen. OZA. dem Notrecht und anderen grundstaatlichen Pfeiler wurde heftig im Land gestritten. der Auflösung des Parlaments.mit Sack und Pack (Familie und Bilder) nach Wien auswandern würde -OZE.

01. Ich verbinde vor allem wunderschöne und persönliche Erinnerungen mit den 1989 verstorbenen Eltern von Hans-Adam. um seine (politischen) Gegner mit Worten zu verletzen. Man kenne die Person. Er habe ein versiegeltes Kuvert für Hans-Adam in den Händen. die sich offen gegen die neue Verfassung stellten. Auf Grund der ihr bekannten Sachlage. erlebten blanken Horror. Fürst Franz-Josef und Fürstin Gina. 272 . Dieser fragte den Botschafter. den 29. Man wartete. Hans-Adam hatte immer schon eine hinterlistige. solle der Botschafter den Diplomatenkoffer als Transportmittel für die Daten verwenden. Und dazu einen handgeschriebener Brief. solange er die Fiktion der aufziehenden. Es wurde nichts gefunden. in den Köpfen vor allem der älteren Bevölkerung frisch hielt. Man verneinte dies. keine zehn Minuten nachdem auf Schloss Vaduz eine neue Email von Kieber geöffnet und gelesen wurde. Insbesondere die. Man bat ihn diesen am Telefon vorzulesen. nicht.Die Befürworter und Gegner waren in ungefähr zwei gleichgrosse Lager geteilt. Ich selber war ja ein Monarchist. Hans-Adam kalkulierte sehr clever. Dann aber am Mittwoch. bösen Wolken am Himmel über Liechtenstein. die Leitung sei relativ sicher. Trotzdem erlebte die Mehrheit der Liechtensteiner wie anmassend und verletzend Hans-Adam mit einigen Bürgern und demokratisch gewählten Politikern umging. den Umschlag NICHT zu öffnen und bat den Botschafter so schnell wie möglich die Ware persönlich nach Vaduz zubringen. exekutierte man eine Razzia in zwei Wohnungen in Balzers. bis die Bewohner nicht anwesend waren. Er wusste. ob er Kieber gesehen hätte. Beide waren ein ganz anderer Menschenschlag. Ein Diplomatenkoffer kann von Deutscher Seite aus nicht inspiziert werden. ob Hans-Adam anwesend sei.01. stellte die Sekretärin im Schloss den Anruf zum Bürotisch von Erbprinz Alois durch. die wie ein Hurrikan über die Menschen herabstürzen würden sobald das Blaue Blut abzieht. rief der Liechtensteiner Botschafter aus Berlin an.. Er fragte. Wirkliche Gegner waren es aus seiner Sicht ja eh nicht. sehr perfektionierte Strategie.Kieber‚. was dieser verneinte. Alois ordnete an. Gemäss Frau Frenkel soll es sich um einen "Kurier" gehandelt haben. Am Montag. den 27. Er las ihn vor. die den Umschlag abgegeben habe. Auf der Rückseite stehe „H. Um eine mögliche Kontrolle zu vermeiden. solange konnte er sich einem Sieg sicher sein.

Als gebildeter Mann konnte er sich schon einiges nahe der Wahrheit selber vorstellen. weil Hans-Adam selber beim Öffnen der Datei anwesend sein wollte. Einige Mitglieder des KKZ gerieten kurzzeitig in Panik. warteten alle gespannt auf den nächsten Tag und was ihnen Hans-Adam berichten würde. wurde der Botschafter von Chauffeur Kaiser abgeholt und direkt aufs Schloss gefahren. 273 . Es folgten ein paar klärende Telefonate zwischen dem KKZ. den 30. Bis dahin sollte der Botschafter angekommen sein. die er da erleben durfte. dem Büro des Regierungschefs und dem Schloss. Er wurde weder von HansAdam noch vom KKZ je aufgeklärt. dass die Daten echt seien. Weiterhin wurde gesagt. dass man davon ausgehen müsste. 13 Uhr anberaumt. Die CDs wurden im Schloss vom Botschafter abgegeben und vom Sekretariat bis auf den nächsten Tag in einem Safe eingeschlossen. dass Kieber angeblich CDs mit LGT-Kundendaten der US-Botschaft gegeben hätte und die Amis sich nun gemeldet hätte. da sie in der Hektik etwas missverstanden hatten. Erleichtert. Es wurde eine Sitzung des KKZ für Donnerstagmittag. Irgendjemand hatte gesagt. dass es sich um die eigene Botschaft und nicht die der Amis handelte. Nach Ankunft in Zürich am Donnerstag. anschliessend die Mitglieder des KKZ.Bei nächster Gelegenheit wurde Hans-Adam von seinem Sohn informiert. Er wunderte sich etwas über die grosse Aufmerksamkeit.01.

sich die Dokumente auf der CD anzusehen. Januar 2003 Zu ungewöhnlich früher Stunde waren Hans-Adam und sein Sohn in ihren Büros schon sehr aktiv. Mit jedem Klick. Anm. oder noch schlimmer. Er wollte von den Original-CDs eine Kopie erstellen und diese der LGT zur Prüfung geben. Er verstand es so. Ich kopierte diesen Vermerk und schickte es mit einer Kurznotiz Anfang September 2003 Hans-Adam zur Kenntnisnahme ins Schloss. mit jedem Öffnen einer Datei 274 . Oben im Schloss hatte niemand bemerkt.KAPITEL 10 Heinrich! Mir graut’s vor Dir. nur vier brandneue CDs. dass seine Polizei Ende Januar 2003 irrtümlicherweise die Original-CDs behielt und diese seit damals in ihrem Safe aufbewahrte und er nur eine Kopie erhalten hatte. Der Bankdirektor konnte nicht anwesend sein. dass er eine originalgetreue Kopie der CDs brennen und diese zum Schloss bringen sollte. VADUZ 31. Die Originale würde er dann (ungesehen) bei der Kripo im Safe lassen. kein Sprengstoff drin. Kieber habe die Daten nicht. dass Kieber ihm anstelle der behaupteten Daten einen Computervirus. Er untersagte er seiner Polizei. Doch es gab ein Missverständnis zwischen der Sekretärin vom Schloss und dem ranghohen Beamten. dass die gelieferten CDs gerade erst frisch von der Kripo gebrannt worden waren. Ich erfuhr davon per Zufall. Im Hinterkopf der Hochwohlgeborenen muss es wohl immer noch das Hirngespinst gegeben haben. als ich im Spätsommer 2003 einen diesbezüglichen kleinen Vermerk der Polizei in einer anderen Aufzeichnung gefunden hatte. Diese brachte das Paket in ihre Spezialabteilung unten im Polizeigebäude. rief man die Kriminalpolizei zu sich. Ein Virencheck wurde durchgeführt: alles clean. Kein Virus. Er stelle also die Kopien her und fuhr sie hoch zum Schloss. Während eines Telefongesprächs mit dem Schloss öffnete man unter strengen Sicherheitsvorkehrungen das kleine braune Paket. Hans-Adam kam auf die übergeschnappte Idee. da er ausser Lande war. Da weder er noch sonst jemand aus seiner Familie sich die Finger verbrennen wollten. eine Briefbombe geschickt haben könnte. Nein. Es wurde die erste CD in das Laufwerk gelegt.: Hans-Adam wusste bis zum Spätsommer 2003 nicht einmal. Hans-Adam verlangte dann sofort. dass man die CDs aufs Schloss bringen sollte.

Aber nur eine Person aus dem KKZ. an ihrem Grabstein meisselten. nichts in Sachen inoffizielle oder offizielle Jagd und Hetzte auf Kieber zu unternehmen. als ihm und seinem Sohn klar wurde. er wagte zu bemerken. solange man mit ihm reden könnte und solange man nicht zu 100 Prozent sicher war. wo Blaublut machen konnte. Von diesem Zeitpunkt an hörte Hans-Adam ein wenig mehr auf den Professor. Es dauerte einige Stunden. den Hans-Adam zu sich rief. bis man sich auf dem Schloss wieder beruhigt hatte. die Augen grösser. Die genauen ersten Worte sind nicht überliefert. durfte die CDs im Detail inspizieren. nicht bei der LGT Treuhand. Hans-Adam war zuerst dagegen. Es muss eine sehr absurde Situation für sie gewesen sein. die LGT sei nicht in der Lage.wurden die Gesichter länger. aber HansAdam wünschte sich in die Zeiten Napoleons zurück (übrigens erst dank diesem Kaiser ging es mit den „von Liechtensteins‚ steil bergauf). der die Daten selber nie einsehen durfte (und auch in dieser Situation nicht zu Gesicht bekam). nein. Besonders mit Leuten wie Kieber. die Daten ohne grosses Aufsehen auf ihren eigenen PCs zu laden. was es wollte. dass er von seinen Untergebenen im Land und der Führung der LGT komplett falsch informiert worden war. die dorthin von der LGT gesandt worden war. anzuschauen. wie immer. da er Angst hatte. dass er keine Daten habe. was ihnen abhanden gekommen war. Der Professor war der Erste. Der Professor. Die Magensäure musste sich hoch gefressen haben. jedoch hatte er. die vier CDs gemeinsam bei der LGT Bank. Die anderen Anwesenden durften aus gutem Grund nur 275 . der Druck im Kopf stärker. Nicht unbedingt ganz nachvollziehbar. Psychologischer Beistand war jetzt gefragt. Drei Stunden später beschloss er. dass sie seit sie Kieber in Deutschland via Interpol „zum Abschuss‚ freigegeben hatten. Insbesondere die LGT musste natürlich mit eignen Augen sehen. das letzte Wort. Die anderen Mitglieder des KKZ wollten nicht glauben. dass Kieber die Daten hatte. Man schlug dem Hans-Adam vor. nur eine auf dem Schloss neuerstellte Kopie der CDs auf einem Computer des KKZ öffnen zu lassen. Sie baten einen Blick darauf werfen zu dürfen. Es war aber kein Schütteln. ER HATTE DIE DATEN! ER HATTE DIE DATEN! Der Mistkerl hatte die Scheissdaten! TONNENWEISE! Augenblicklich wurde Hans-Adam bewusst. weil Kieber die Daten hatte. dass er sie doch gewarnt hatte. konnte sein Kopfschütteln nicht verbergen.

Hoppla. Polizei und Regierung . Wo sind die denn hin? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Hans-Adam muss angeordnet haben. dass die deutsche Polizei eine in deren Augen sicher „seriöse‚ Meldung mit solchem Inhalt nicht einfach links liegen lassen würde. Oder ein anderer Vorschlag war. dass fremden Augen. übermässig auf die IT-Leute einzudreschen. Die KKZ beriet was man tun könnte. die seiner Meinung nach schlimmsten Mandate für die neue Kopie wegzulassen.303 GB. Ich kann auch berichten. Anm.obwohl auf jeden Fall alle auf seiner Seite waren . dass einzelne Personen aus der Kripo später die Daten in der Tat gemustert hatten. beim KKZ angelangt: 1. Etliche Varianten wurden diskutiert. Warum sollten sie auch nicht? Man kann ruhig sagen. dass deutsche Bürger (Helmut R. die sie prinzipiell nichts angehen. in der Mitte die Justiz und an der Spitze die Regierung zusammen mit der LGT einzugliedern waren. man hätte Kieber verhaften können und es daher keine Anhaltspunkte mehr gäbe.287 Gigabyte. worin man die erste und zweite Meldung korrigierte. Es machte keinen Sinn. Er wollte Verhindern. indem man schreiben würde dass Kieber nicht in Berlin sondern in Basel sei. Diese waren verblüfft und geschockt. dass die deutschen Behörden Kieber finden würden. Die Hinweise. und sein Schwager) angeblich in "Lebensgefahr" seien. die Interpol Vaduz erhalten hatte. hatte Liechtenstein selber massiv gesteigert.B. Z. wobei auf einer Skala unten die Polizei. ihn in Berlin zu vermuten oder gar zu suchen. Die LGT Person errechnete das Total der gesamten gespeicherten Datenmenge auf 1. dass die Polizei eine eigene Kopie im Safe schlummern hatte.590 GB. Man hätte die Städte verwechselt. Und darüber noch nachschoben. also über 300 MB. Man holte sich die Verantwortlichen der IT-Abteilung. Am Ende wurde beschlossen.: Achtung! Man rechne: In Berlin abgegeben: 1. dass man meldete. Die Wahrscheinlichkeit das Deutschland Kieber aktiv suchen würde. geistesgestört und mit hoher Gewaltbereitschaft gebrandmarkt hatten.flüchtig einen Blick auf die heisse Ware werfen. Er wusste ja nicht.287 GB. um zu verhindern. namentlich die der Justiz. da fehlen ja 0. indem es Kieber als bewaffnet.Dinge sehen. dass allen Anwesenden kotzübel wurde. Man war sich in Vaduz sicher. keine neue Meldung in Sachen 276 . könnte man nach Deutschland eine neue Interpolmeldung senden. wären falsch gewesen.

um mich zu finden und mich dann den deutschen Behörden zu übergeben. dass ausgerechnet mein Pass oder die ID am Flughafen durch das Lesegerät gezogen würden und dann das Chrom der Handschellen blitzen würde. dass eine erneute Meldung nur die Aufmerksamkeit auf den Fall lenken würde. entschloss ich. dass die Schnüffler nicht zurückgepfiffen worden waren. Dies darum. ihm aber nichts über Interpol u. damit er nicht noch aufgewühlter würde. ca. Grenzüberschritt zu 277 . Der Professor wurde beauftragt. nun war es so. 03. Hirn verbrennendes Gefühl machte sich innerhalb des KKZ breit. Aber wohin nur. Weitere Infos hier am Montag. dass Kieber mit seiner Argumentation zu Gunsten einer Schutz-ID eigentlich Recht hatte. sondern im Gegenteil. weiter im Solde Hans-Adams stehen würden. Langsam aber sicher sank die Erkenntnis in den Köpfen. koste es was es wolle. die ich auf dem Landweg erreichen könnte: Österreich? Nein. dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein würde. Januar 2003 Den ganzen Tag zerbrach ich mir meinen Kopf darüber. da ich wusste. Alles abgewogen. Schweiz? Nein. Das ursprüngliche Ziel aber bleibe weiterhin bestehen: die Daten und den Kieber sicher nach Vaduz bringen.s.Kieber an Interpol Wiesbaden oder sonst jemanden in der EU zu senden.2003. Man kam zum Schluss. Material ist angekommen. dass Kieber im Moment sicherlich sehr gut auf sich selber aufpassen konnte und einem Zugriff der deutschen Behörden zu entgehen wusste. dass sie ihm „zu Hilfe‚ eilen mussten. Vor ein paar Tagen noch wollten viele den Kopf von Kieber rollen sehen. eine Strategie zu entwickeln. die der neuen Lage entsprach.04 Uhr in das Emailkonto zu stellen. Ein anderes. ein. Berlin zu verlassen. selbst bei HansAdam. Ich vermutete.02. Ich ging die Liste der Länder durch. was Liechtenstein wohl alles mit der „Variante 2‚ ausgelöst hatte.w. zu nah an Liechtenstein. mit all den Daten und Papierdokumenten? Ich konnte keinen internationalen Flug buchen. zu sagen. den folgenden Text um 20. 11:30 BERLIN 31. wieder mit Kieber zu reden. Nach einem sehr langen und harten Tag ordnete Hans-Adam an. Man entschloss sich. weil man befürchtete.

Eine eigens dafür neu eröffnete Emailadresse sollte als Kontaktmöglichkeit zu mir dienen. Ich lud Petra zum Abendessen ein und wir gingen in ein vor ihr gewähltes Restaurant. klar – ist ja eine grosse UniStadt. Lag nahe an der Grenze. nach Schweden? Nein. zu lange Fahrt (und mir war schon kalt genug in Berlin). jetzt im hässlichen Winter? Nach dem Essen suchte ich eine Internetbude aus meiner Liste aus. Eine Möglichkeit wäre. Polen oder sonst wo in den Osten? Nein. Ich schrieb an drei Angebote und suchte dann nach einer Wohngelegenheit im Netz. Da keine aktuellen Angebote für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam vorhanden waren. Per Zufall stiess ich auf Webseiten. Dazu zählten auch die Nationalität und die Nummer des Reiseausweises. nicht mein Favorit. Nordwärts. Ich entschloss mich. dass alle Firmen vor der Abfahrt genaue Angaben zum Passagier einsammeln und speichern mussten. Leider war es Vorschrift. Ein kurzer Blick auf die Landkarte und Münster sollte es sein. Sie freute sich für mich und fragte nach. ob es mir den soooo gut in Berlin gefallen würde. Frankreich? Nein. Haufenweise in andere deutsche Städte. Schnell fand ich eine passende Unterkunft. Ich recherchierte im Internet nach den Transportmöglichkeiten dort hin. auch keine Alternative. dass ich ein anderes Zimmer in Süden Berlins gefunden hätte und am kommenden Montag ausziehen würde. Leider kein Angebot für eine Mitfahrgelegenheit nach Holland. zahlender Mitfahrer ein. Das schien mir die beste Lösung zu sein. 278 . am Ziel auszusteigen und einfach die Rückfahrt nicht mehr anzutreten. die regelmässige Touren von Berlin nach Amsterdam anboten. Holland. Günstig und schnell könnte ich mit den Busgesellschaften fahren. vor allem Münster. trug ich mich unter einem Pseudonym als suchender. Gepäck: ein grosser und ein kleiner Koffer. Holland? Ja. Ich sagte ihr. Oder mit dem Zug bis an die Grenze zu fahren und dann weiter schauen. Ich fand keinen Anbieter. kurze Teilstrecken mit so genannten Kaffeefahrten innerhalb Deutschlands zu buchen. heute am späten Abend nochmals ein Internetcafé aufzusuchen und nachzuschauen. der diese Regel nicht auf der Firmenwebseite hatte.riskant. wo private Kfz-Besitzer Mitfahrer für bestimme Strecken und Tage suchten (Mitfahrzentrale oder Mitfahrgelegenheit). Für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam ab der ersten Februarwoche 2003. Aha. Warum nicht? In Amsterdam war ich noch nie. ob ich Erfolg hatte.

war ich dann wieder erleichtert. wenn er dann das Fahrgeld schon tags zuvor erhalten hätte. mich am Montag pünktlich um 12 Uhr vor dem Beate Uhse Sexladen. dass ich das Richtige getan hatte. ist jeder Euro nicht ausgegeben. Ich notierte mir ihre Telefonnummer und rief gleich an. Bei Ankunft in Münster sollte ich an der Haustüre klingeln und man würde mir die Schlüssel geben. da sie sogleich zusagte aber erwähnte. 23. Ich wandte ein. noch vor der Abfahrt haben. sagte ich. Februar 2003 Moralisch gefestigt. Zwei der drei Kontaktierten hatten geantwortet. wie kann ich den sicher sein. der ihr kleines möbliertes Zimmer in einer WG für den ganzen Februar 2003 für 170 Euro mieten möchte. bei ihrer Familie. Um ca. im Internet nach. nähe Bahnhof Zoo abzuholen. BERLIN 1. Ich musste einen guten Eindruck bei ihr hinterlassen haben. Der Fahrkostenanteil war so um die 30-40 Euros. den 01. dass sie morgen. Er hängte das Telefon einfach auf.3. dass sich jemand so schnell meldete. hinter Gitter zu bringen. Tausend Dank! Ein Problem weniger. damit er sicher gehen konnte. Auf meine 279 .. da sie das Angebot erst vor ein paar Stunden ins Netz gestellt hatte.02. einer gespart. Meine Hoffnung stieg. die verdammten Verbrecher Roegele & Co. dass er zum Treffpunkt kommen würde. Jetzt nur noch die Fahrt dorthin. Samstag schon abreisen würde. Mann. Sie war froh. Sie vertraue mir. Die 170 Euro müsste ich auf ihr Konto bei einer Sparkasse in München einbezahlen. Der Erste wollte die Kohle jetzt gleich. Ich schrieb Hans-Adam nichts zurück.Eine Iris aus Münster suchte jemanden. Wenn auch nur in mikroskopischen Schritten. Ich rief beide an. Super. dass ich meinem Ziel. dass ich auch zum Treffpunkt kommen würde und er nicht verarscht würde. Ich hatte ja Zeit bis Montagmittag. Sie sei dann in München. ob ich Erfolg mit der Mitfahrgelegenheit hatte. Der Zweite war sehr freundlich und sagte mir zu.00 Uhr las ich die Mitteilung von Hans-Adam. schaute ich schon morgens früh am Samstag. Sie musste nach München gehen und in den harten Zeiten einer Uni-Studentin. liess seinen Text stehen. Der Eine würde schon am Sonntagabend von Berlin losfahren und der Andere am Montag um die Mittagszeit. wieder etwas näher gekommen war. Ich schlief beruhigter wenn auch zu später Stunde ein.

sagte er „Null Problemo‚. um den Schaden für sich selber so klein wie möglich zu halten. ° ich versuche das .so lange es geht . A) wir lassen die Situation wie sie jetzt ist: ° sie helfen aktiv mich zu fassen.11 Uhr drückte ich die Entwurfsspeichertaste im Emailkonto. Der Abschied von Berlin war nicht einfach. hatte ich wieder Zeit. An der Hasenheide am Herrmannplatz.Frage hin.nur die Zeit wird knapp. dass heute die Eröffnung eines neuen Fitnesstempel sein würde.wie so oft in meinem Leben . dass ich nach Vaduz kommen sollte. Ich konnte mich mittlerweile gut in der Stadt bewegen und dass die Amis und die deutsche Regierung hier waren. Genau um 14. ° abgesehen von den unrechtmässig entwendeten Daten bin ich als unschuldig anzusehen‚ solange bis das Gegenteil bewiesen ist. ° alle Beteiligten suchen nach dem besten Weg.nachdem nun alles offiziell und amtlich ist . wollte ich auch körperlich am Ball bleiben. ° ich bin nun in der Situation. wo ich . und dann alles auf den zwei Stockwerken benutzten. Gerne wäre ich hier geblieben. Um zu vermeiden. es wäre besser. 280 .zu verhindern. ob sein Auto gross genug für meine 2 Koffer wäre. und auch auf Grund der Möglichkeit. Sehr geehrte Herren. B) wir finden einen Weg aus dem Drama: ° das ich nicht zurückkehren kann . nicht das ich mich davon scheue . Da meine Abreise und die neue Bleibe geregelt waren. mich dem Thema Hans-Adam zuzuwenden. dass er wieder vorschlägt.verstehen sie sicher. Ich hatte irgendwo gelesen.alleine grundsätzliche Entscheide fällen muss. dass ich reisebedingt in den kommenden Tagen nicht ins Netz kann. auf Grund der nun vorliegenden Lage möchte ich folgendes mitteilen: wir haben 2 Möglichkeiten.nein . dachte ich. ihm eine Nachricht zu schreiben. Ich suchte ihn auf und konnte für ca. 20 Euro eine Tageskarte kaufen. Es würden nur er und ich im Wagen fahren. empfand ich stets als eine Art Sicherheit. Nebst der geistigen Fitness. Wobei jeder seine diesbezüglichen Möglichkeiten nutzt. ich habe ihre Nachricht erhalten.

nach Hause zu kommen) oder einer Flucht nach hinten. K. meine Anwesenheit in diesem Land (Deutschland) hier offensichtlich IHR grösstes Problem darstellt. um unter 4 Augen zu sprechen.02. FebruarMonatshälfte hier wieder melden kann. dass ich mit den Daten unter keinen Umständen (mit einer Ausnahme) etwas unternehmen werde. nicht mal das Sie die „Variante A)‚ wählen oder wünschen. bevor es zu einem 4Augengespräch gekommen ist. bitte Text markieren und für sie ausdrucken. Ich hoffe Sie können dies alles nachvollziehen und ich verspreche Ihnen. dass ich mich erst in der 2. aber ich möchte nicht mehr über das Telefon oder hier Tagelang kommunizieren. Löschen sie dann bitte einfach diesen ganzen Text. so glaubte ich. sehr begrenzter Kreis von Menschen dieses Emailaccount samt Passwort kennen. Es kann also sein. meine Hoffnung ist es zurzeit.. versuche ich samt den Unterlagen (die Originaldokumente machen mir zu schaffen) dies zu ändern.° ich habe nichts mehr zu verlieren! es klingt zwar wie ein Spruch aus einem billigen Film.wenn ich meine Situation anschaue . Danach 281 . N. Bei Variante B) kommt es drauf an.trifft dies genau zu. Am Sonntag.B. Sie war an diesem Wochenende nicht weggefahren. gab es noch das letzte gemeinsame Frühstück mit Petra. den 02. oder? Mit diesem Text. aber . ° in diesen Tagen schwanke ich zwischen einer Art flucht nach vorne (was nicht beinhaltet. Bei Variante A) bitte ich Sie nichts mehr hier hineinzuschreiben.a. was ihr und mein Ziel ist. dass nur ein sehr. dass man dann ein Treffen mit einem wirklich Informierten organisieren kann. sollte für alle wieder grösstmögliche Klarheit herrschen. H. natürlich bin ich mir bewusst. Auch hoffe ich. Da u. dass sie einen solchen Anlass als Gelegenheit für das Ziel von Variante A) missbrauchen könnten.

Am Montag. Ich löste mein Konto auf. ob ich „Gerhard‚ sei.sowie Zimmerschlüssel für mich hinterlegt. Dort angekommen. Ein Bett. dass er morgen auch fährt. Ich bedankte mich und er verschwand im Verkehr. spülte das Geschirr in der Küche ab. Der Computer verschwand in einer gepolsterten. verstaute ich alles tief unten in den Taschen. ein kleiner Fernseher sowie ein Bücherregal. das mich zum Treffpunkt bringen sollte. sodass ich am Montag ohne Verzögerung den Treffpunkt finden würde. Vorbei an Mülltonnen zog ich mein Gepäck hinter mir her zum Hauseingang. auf der Dammhöhe verlegt war. die hinter dem Haus. grösser als in Berlin aber wiederum ohne Beine. 500 Meter entfernt. Ich schleppte die Koffer um die Ecke zu einer kleinen Berliner Kneipe. Ich nickte und er zeigte mir das Zimmer von Iris. Alles beim Alten.02. Man hätte mich von einem der wenigen Touristen. an dem ich Berlin etwas entspannter geniessen konnte. Auch rief ich den Fahrer nochmals an.suchte ich den Sexladen auf. schwarzen Laptoptasche aus Leder. Einer der Mitbewohner war zu Hause und fragte mich. nicht unterscheiden können. bis mein Fahrer an der Strassenseite vor dem Beate Uhse Laden anhielt. das aus alten Holzteilen 282 . Er setzte mich in Münster vor dem Haus mit der Adresse von Iris ab. Von dort bestelle ich mir ein Taxi. Sie hatte einen Zettel mit der Bankverbindung und einen Wohnungs. Der Bahnhof war ca. die um diese Jahreszeit in Berlin herumspazierten. leerte den Safe und gab die zwei Safeschlüssel zurück. präzise als die Glastüre der Sparkasse sich für Publikum öffnete. um ganz sicher zu gehen. Das Fenster war genau auf der Höhe der Bahnlinie. Die Fahrt ging sehr zügig voran und mir lag nicht viel an tiefen Gesprächen. Ich sah mich im Zimmer um. musste ich nicht lange warten. Wieder zu Hause. Ich räumte mein Zimmer auf. stand ich schon davor. den 03. Den Laptop und die anderen Sachen verstaute ich in einen roten Baumwollsack einer Bäckereikette aus Berlin. Petra war schon arbeiten gegangen. Small Talk war OK. Er half mir beim Einladen und ich bezahlte den gewünschten Anteil an den Fahrkosten in bar. schrieb ein Abschiedsgruss an Petra und liess die Haustüre hinter mir zufallen. Es war der einzige Tag. ein Tisch. die Wohnung lag im dritten oder vierten Stock und kein Lift. Klar.

Aber nur hinsichtlich meines grossen Hungers. antiken Schlüssel zwei Mal um und inspizierte das Bad (dreckig). Holz aus einer Kiste. Ich packte meine Kleider aus und versicherte mich. Immerhin alles schön sauber. Ein Spaziergang durch die Einkaufsmeile von Münster brachte etwas Erlösung. kräftig über mich selber zu fluchen. die Küche (noch schlimmer) und schimpfte über mich. Es war schon nach 17 Uhr als ich dann diese Nachricht aus Vaduz lesen konnte: Erwarte Anruf unter bekannter Nummer heute um 17:00 Uhr. Nun gut. Ich hatte Hunger. Aber in solch Situationen sind es oft ganz triviale Dinge. Anlass genug sein sollte. Das Türschloss war eher primitiv. dass alles LGT Datenmaterial gut verstaut war. sprich die Auseinandersetzung mit Hans-Adam. die im früheren Leben einer Explosion zum Opfer gefallen worden sein musste. Nicht dass mein üblicher Ärger. Diesen Termin hatte ich verpasst. 283 . Dank der hohen Konzentration junger Studenten in der Stadt war die Anzahl von Internetmöglichkeiten blendend. Ich hatte ja dem Hans-Adam berichtet. dass ich in eine solche Lage geraten war. Dennoch. die einem anstrengender erscheinen. Im Winter sehen alle deutschen Städte nicht sehr einladend aus. besser als gar kein Schloss. Eine Pizza und Cola fühlte den Magen schnell auf. Ich drehte den dazugehörenden.zusammengehämmert war.mich eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder melden würde. hätte aber sowieso nicht angerufen. dass ich – reisebedingt .

Sie bedankte sich. Sie kenne die anderen auch nicht so gut. Es war dann auch eine Mammutanstrengung die 170 Euro in Münster auf ein Konto der Sparkasse in München einzuzahlen. Stundenlang beobachtete ich die wenigen Studenten. Und meine Miete war bis Ende Februar 2003 bezahlt. einen Schalterangestellten zu überzeugen. Meine diesbezüglich eigenen Erfahrungen in Berlin waren eigentlich gut. Ich hatte ja kein Konto in Münster. Horrorgeschichten. hier in Münster keine Ferien zu machen. setzte mich ins Foyer. geschichtsträchtige Stadt mit einer sehr alten Universität. Wie diffizil und unfreundlich einige Banken in Deutschland seien. vor allem aber keinen Anruf machen. Am nächsten Tag musste ich der Iris die Miete bezahlen. Da Münster eine kleine und somit überschaubare Stadt war. Jeden Monat entdeckte sie auf dem Weg zum Bad oder in die Küche neue Gesichter. die Holztische und dunklen Stühle. da ich hier sicher sein konnte. wollte ich von hier aus keine Email schreiben. Mein Plan war es ja. Dort auf dem Gelände gab es verschieden Kantinen und Cafeterias. Ich erinnere mich noch genau an den feinen Kuchen. jammerte sie hurtig. hätte ich mir am ersten Tag auch nicht erträumt. ob ich nicht einfach die 170 Euro ihrem Mitbewohner übergeben könnte. dass ich das Geld unbedingt überweisen musste. Dass es trotzdem zehn lange Tage hier werden würden. war für mich nur ein Streckenposten auf dem Weg nach Amsterdam und eine kleine Oase der Ruhe. dass ich mein Wort gehalten hatte und auch für die Einzahlung der Miete. Ich kaufte mir einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Bloss nicht. Bis anhin waren es für mich nur Gerüchte. Erst nach drei Anläufen in derselben Bank gelang es mir. dass ich angekommen und alles OK sei. Ich musste zwei dicke Formulare ausfüllen und eine Gebühr von ca. Ich rief sie von einer Telefonzelle an und sagte ihr. Am Ende war die Kohle auf dem Weg nach München.KAPITEL 11 Die Polizei. Ich machte mich auf den Weg zur Sparkasse in Münster. Sie hatte ein Konto bei einer Sparkasse in München aufgeschrieben. da die Leute kommen und gehen. dass keine Staatskarossen aus Vaduz auf mich lauerten. Schreckenszenarios die offenbar jeder Deutsche zu erzählen wusste. 35 Euro bezahlen. Ich fragte sie. dein Freund und Helfer Diese schöne. die zu dieser Zeit offenbar eine 284 . Anschliessend spazierte ich in Richtung Uni. Keine Wurzeln zu schlagen. Sparkasse ist eben nicht gleich Sparkasse. Die einzige langjährige Mitbewohnerin sei auch verreist.

Keine. dessen Anfang verrückter nicht hätte sein können. Es war wie ein anderes Leben. Auf jeden Fall war es in jener Stadt. In der Mitte die Taxis. Keine Drohungen. Abfahrt war jeweils früh am Morgen und Rückfahrt am späten Nachmittag. meinen Standort preiszugeben. Ich verbrachte auch viele Stunden im Bahnhof Münster. Er erzählte mir. verdrängte es aber gleich wieder. Keine Appelle.Pause hatten. Zuerst wollte ich dies an einem Computer in Münster machen. Bielefeld oder gar eine andere Kleinstadt war. Ich fand folgendes Angebot: Ein Mann offerierte eine Mitfahrgelegenheit für vier bis fünf Mal pro Woche für die nächsten Monate. Der Ausblick war auf den parkähnlichen Garten der Uni. Was hatte ich aber mit denen zu tun? Ein Tag. was sich in den Köpfen derjenigen in Vaduz abspielte. um abgelenkt zu bleiben. Ein schönes Gefühl. ohne etwas hineinzuschreiben würde das mögliche Risiko ganz beseitigen. der Bundesgrenzschutz stationiert war. Nur Nachschauen. Im Moment. Da ich in Münster sozusagen inkognito war. Das Bedürfnis. Ich musste mich sehr anstrengen. Keine Fragen wo die Daten sind. dass er in Münster (oder im nahen Umland von Münster) lebte und 285 . keine Staatskarre. das sich parallel zu meinem entfaltete. evt. Was aber. wo eine grössere Polizeistelle. Keine. Der Vorplatz war schön gestaltet. Nicht mehr. ob es dann Osnabrück. Dann wurde ich wieder von den Gedanken eingeholt und ich stellte mir vor. fühlte ich mich prächtig.nicht mehr ganz sicher. eine Art Regionalkommando. dass ich dafür von Münster wegging. Keine Befehle. Keine Telefonate mit Hans-Adam. nicht weniger. Ich tippe auf Osnabrück. Da ich nur gute Erfahrung damit gemachte hatte. drängte sich sofort die Realität wieder auf. Ohne Gewähr). Für mich war dieser Augenblick doch wie Ferien. die auf mich wartete. Hamm. suchte ich im Internet nach einer Mitfahrgelegenheit in eine der grösseren oder kleineren Städte im Umfeld von Münster (Ich kann mich noch so sehr anstrengen: ich bin mir heute – im Rückblick . wenn ich antworten oder gar telefonieren musste? Die beste Lösung war. wurde immer stärker. wo mir dies nicht gelang. wo ich einen Tag verbrachte. Eine Art kreisförmige Zufahrtsstrasse mit ein paar Geschäften auf der Rechten Seite. Nachsehen. zu erfahren ob man mir wieder eine Nachricht im Emailkonto hinterlassen hatte.

ich glaubte. Nicht zu vergessen. Hatte etwas zu tun mit Grenzschutz. da fährt der deutsche Polizist in seinem Wagen mit einem falschen 286 . fragte ich. Ich gab ihm meine Adresse und er sagte. Ich wusste ja. es mag für euch Leser absurd klingen. fragte ich.00 Uhr gewesen sein) abholen würde. dass es ein deutsches Fabrikat war. sehr früh jeweils von zu Hause ab.30 Uhr oder 06. wie mein Blut das Gesicht verliess und tsunamihaft runter in die Beine entkam. Ich weiss. Er erzählte. Ich ahnte ja nichts von dem was kommen sollte. dachte ich mir. dass er seine Variante 2 aktiviert hatte. Und er erzählte mir von seiner Familie.täglich zur Arbeit nach „Osnabrück‚ pendelte. nennen wir ihn mal ‚Bruno‚. Für ein paar Euro könnte man mit ihm mitfahren. sagte ich. Zum Glück war es drinnen so dunkel wie draussen. woher aus der Schweiz ich komme. Wann geht es los. stand ich in der Kälte am Strassenrand gegenüber dem Haus wo ich wohnte. Was er den so mache. Aber es war doch ich der Bruno zuerst kontaktiert hatte. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr und eingekleidet wie für einen Trip auf einen Schweizer Gletscher. dass er am nächsten Tag (es muss so um die 05. Sonst hätte er gesehen. evt. Ich fragte ihn. Vielleicht wussten sie. dass ich in Münster war. Nicht umgekehrt. Er fuhr sehr. dass ich voll in eine Falle gelaufen war. Super. Ehrlich. Tausend Gedanken schossen durch mein fast blutleeres Hirn. er bejahte dies. ob er der Bruno sei. Ich glaube mich zu erinnern. Er habe einen guten Rang erreichen können. Wir plauderten so daher und er fragte mich. die vielen Schweissperlen auf meiner Stirn. Polizei? Polizei! Flink hatte ich das Gefühl. seinen Kindern und sogar seiner Arbeit. erinnerte ich mich blitzartig. dass er seit Jahren bei der Polizei arbeitete. Mein lieber Vater. Ich war ja auch der einzige Mensch weit und breit. eventuell mobilem Grenzschutz. Die Fahrt muss zwischen 30 und 50 Minuten gewesen sein. Grau oder Blau. Wir redeten über Verbrecher. stoppte vor meiner Nase. Ein VW Passat Kombi oder ein Opel Kombi. Drogen und die kläglichen Löhne bei der Polizei. Schmuggler. Er konnte mich also nicht kennen. als würden mich ein Hirnschlag und ein Herzinfarkt gleichzeitig treffen. ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen. Ich stieg in seinen Wagen ein. Ich erzählte von Zürich und dass ich auf Besuch in Münster sei und mir die Stadt Osnabrück anschauen möchte. Er. Dunkle Farbe. der an der Strasse zu dieser ungemütlichen Zeit stand. aber es war Krieg zwischen mir und Hans-Adam.

So genau konnte ich es nicht sehen. das stand fest. „Nehmen sie doch bitte Platz und nennen sie uns ihren Namen und Anschrift. Eher eine Verschachtelung von verschiedenen Bauwerken. Daher verwunderte es ihn schon. dachte ich mir und mir wurde noch schlechter. Es ist eine Falle. evt. So wie er es gesagt hatte. Ein Publikumseingang war es nicht. Er grüsste sie und erhielt den Gruss erwidert. Es war noch so früh. dass keine anderes Geschäft offen hatte. eng und verwinkelt wie bei einer Burg oder so ähnlich. man wird mich verhaften. Da ich nicht unhöflich sein wollte und keinen Verdacht aufkommen lassen wollte. einer der in Wahrheit heiss gesucht wurde. dass er einen höheren Rang/Funktion bei der Polizei ausüben musste. Es kam noch schlimmer: Als wir schon im Stadtpendlerverkehr von Osnabrück steckten. sah ich eine Art Innenhof. eine Stufe darunter. Er zeigte mir den Weg aus dem Labyrinth im Innenhof und verabschiedete sich. er war kein Kommissar. Sicher aber ein Gruppenleiter. Gleich nach Eintritt stand ich in einem Gang. dass ich mit ihm am späteren Nachmittag auch zurück nach Münster fahren könnte. die entweder aus Beton oder Steinen geformt war und ein einfaches Eisenstangendesign als Treppengeländer hatte. sein 287 . Er schritt auf eine Treppe zu. Er wollte sogar die paar Euro. wieder einmal Glück gehabt. An der Aussenmauer waren einige Polizeitransportwagen parkiert. Er fragte nochmals und bemerkte zum wiederholten male. Er hielt vor einem grossen Tor und nachdem es sich geöffnet hatte. bedeutete dies für mich. Als nächstes erwartete ich seine Einladung. dass ich sein schönes Angebot ablehnte. Ich bedankte mich und versuchte meine flatternde Nervosität zu verbergen.‚ Aber Nein. Es gab nicht viele Parkplätze hinter dem Tor. Da er einen hatte. Es war definitiv kein neues. offerierte er mir auf einmal einen Kaffee in seinem Büro (!). Ich lehnte das Angebot ab. da es noch nicht genug hell war. modernes Gebäude. ob und wie ich aus dem nun langsamer rollenden Fahrzeug springen sollte. Es kamen uns uniformierte Polizisten entgegen. Wir stiegen aus und ich lief ihm hinterher. Es war ein wenig heller draussen geworden.„Touristen‚ aus der Schweiz durch die Gegend. in Münster brisante Daten stapelte und plaudert mit ihm über Vergleiche von deutschen und schweizerischen Polizeitaktiken. Ich glaube aber. was ihn erstaunte. Jetzt wurde mir ganz heiss. Ich musste dort warten und er holte mir einen Kaffee vom Automaten. sagte ich diesmal zu. Ich überlegte mir schon. Wir fuhren auf ein älteres mehrstöckiges Gebäude zu.

Die Angebote für Münster . Zu viel Geld in Deutschland und zu günstige Drogen in Holland. Von Deutschland aus wurden Fahrten bis nach Madrid oder gar Moskau angeboten oder gesucht. die internationalen Züge von mobilen Grenzbeamten kontrolliert werden. Mit den Datenträgern und den Dokumenten.Fahrgeld. sagte ich zu mir. Er wünschte mir noch eine schöne Zeit in Deutschland.Amsterdam waren aber sehr dünn gesät. wie ERFREUT ich war. kam für mich nicht in Frage. dass ich ihn im Büro anrufen würde. dass ich schon jetzt nach Hause fahren würde und zwar mit der Regionalbahn. Ich traf ihn an der Uni und um sicher zu gehen. Ein Student aus Münster plante für Mitte Februar eine Reise nach Amsterdam. Aber das Restrisiko. nicht entgegennehmen. Endlich fand ich ein geöffnetes Café. Gleichwohl hatte ich Erfolg. den Polizisten. Auch gut. Ich bestand aber darauf. Ich rief Bruno. dann hätte mal wieder alles super geklappt. sagte er zum Abschied. Ergebnis: Keine neue Nachricht. Da fragte niemand nach Ausweisen oder wollte dein Gepäckinhalt inspizieren. dass ich gehen durfte. Zurück in Münster verbrachte ich die Tage mit dem neuen Thema: Holland und die Reise dahin. Jetzt noch eine Unterkunft in Amsterdam suchen. Die Gelegenheit mit dem Zug via Enschede nach Amsterdam zu fahren. war die mir schon bekannte Art und Weise: die gute alte Mitfahrgelegenheit. dass trotz der „offenen EU-Grenzen‚. Wie neugeboren bummelte ich in Osnabrück durch die mir unbekannten Strassen. Ich blieb noch eine Weile dort und beobachtete die Kundschaft. Mit einer Tasse heisser Schokolade und einem belegten Brötchen war die Welt wieder in Ordnung. wäre machbar gewesen. blieb bestehen. Ich wusste. Um die Mittagszeit fand ich eine Gelegenheit ins Internet zu kommen. dass er mich mitnehmen würde. zahlte ich ihm die Hälfte des Fahrpreises schon mal gleich. sollte ich doch noch mit ihm nach Hause fahren wollen. Touristen hilft man doch gerne in Deutschland. Die einzige und letzte Lösung. Ich musste ihm versprechen. Die Möglichkeit mit der Regionalbahn bis an die Grenze zu fahren. kurz nach Mittag in seinem Büro an und sagte. Ich war noch nie in Amsterdam City und suchte im Internet 288 . dann mit einem Linienbus rüber und auf der anderen Seite mit dem holländischem Zug weiter. Er erschien mir vertrauenswürdig. dass er den Zehner erhält und drückte ihn fest in die Hand. Sie wurde von den Deutschen rege genutzt und war praktisch immer billiger als mit dem Bus oder dem Zug. Er hatte keine Ahnung. auch hier kontrolliert zu werden.

wo ich zwei bis drei Monate bleiben könnte. Ja. um 11. von einer Person unten in Vaduz. stiess ich auf eine schöne Webseite eines B&B in Monnikendam. Donnerstag. In Holland würde ich mich Claudio nennen.nach einem günstigen Bed & Breakfast. Das B&B hiess Flowergardens und war in der Margrietstraat zu finden. VADUZ Erste Monatshälfte Februar 2003 Das gemeinsam benutzte Emailkonto wurde jeweils am Wochenende. wenn das Sekretariat oben im Schloss nicht besetzt war. druckte ihn aus und 289 . Jane und ihr Mann erwarteten mich am 14. Ich konnte nicht weggehen und ihn anrufen.) fand man den längeren Text von Kieber. Immer noch kein Fahrer in Sicht. Ich erwiderte die Frage mit der Gegenfrage ob dies das Auto sei. roter Ford Fiesta. Wie abgemacht. Frühstück. Wir stoppten 2.: Hans-Adams Geburtstag). Seine Freundin und er fuhren nur fürs verlängerte Wochenende weg.30 Uhr hielt ein alter.30 Uhr. Das ist aber günstig. Wir verstauten meinen grossen Reisekoffer und den Rest packten wir hinten auf die Sitzbank. Ihre Musikauswahl während der Fahrt traf meinen Geschmack oft. 11. Nicht viel Gepäck dabei. den er am Tag zuvor abgespeichert hatte.45 Uhr. die für das KKZ arbeitete. Aber hat es da noch Platz für mein Gepäck. Endlich. mit dem wir nach Amsterdam fahren würden. Beide waren ein sehr aufgestelltes Paar. Ich reservierte das Zimmer für erstmals 2 Monate. incl. 10. der 13. Ein attraktiver Name. Ja. die entweder zu teuer oder mitten in der Stadt waren. 10. beschwerte ich mich laut. denn dann würde ich ja nicht auf dem abgemachten Platz stehen und er würde mich nicht sehen und ohne mich wegfahren. 3 Mal für Benzin und kleine Snacks.10 Uhr. Sicher. stand ich zuverlässig um 10 Uhr am Bahnhof Münster. Er fragte mich. mit schon zwei Leuten drin vor meinen Füssen an. Februar 2003 in Monnikendam (Wieder dieser 14. Der Kofferraum war praktisch leer. wartete auf den Fahrer. fragte ich. ob ich Claudio sei. sicher – war seine Antwort. Für Langzeitgäste nur 21 Euro pro Nacht. vier bis fünf Mal pro Tag kontrolliert. Am Sonntag (02. Nach Durchsicht von etlichen B&Bs.02. Die unsichtbare Grenze war in der Mitte der Autobahn und niemand hat uns aufgehalten.02. Wo blieb der nur. Mist noch mal. Und so war’s auch.02. Ich durfte vorne Platz nehmen.

geraten. sagte er. wie man es zu deuten hatte. dass er eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder Kontakt aufnehmen könnte.Februar 2003‚ ) niemand mehr hier als eine Lösung des Problems betrachtete. verschiedene Mutmassungen darüber angestellt und wieder verworfen. Und schloss mit der 290 . Hinsichtlich des restlichen Textes. da er ja versprochen hatte. nur Zeit für sich gewinnen wollte. hob Hans-Adam hervor. Kieber hatte ja die Daten und wenn die in die falschen Hände. bekam er als Antwort. Einige mutmassten. Er deutete dies als ein Zeichen für hohen Stress und eventueller Selbstmordgefährdung. Es wurden wilde Spekulationen darüber angestellt. wohin er wohl reisen würde. dass wir uns den Kieber schnappen. das Land zu wechseln und sich auch sorgen wegen der mitgeschleppten Dokumenten machte. Man war sich einig. dass Kieber mit dem Hinweis. dass die beschriebene Möglichkeit „A)‚ (siehe ‚Berlin 1-3. bis ein solches stattgefunden hatte. nichts mit den Daten zu machen. waren sich alle Anwesenden nicht einig. Am Ende der Sitzung berief sich der Professor auf seine jahrelange Berufserfahrung und beruhigte damit die Anwesenden. Kiebers letzter Text wurde in seine Einzelteile zerlegt. Besser als Kieber kann keiner auf die Daten aufpassen. Er würde für ein solches Gespräch zur Verfügung stehen. Kieber wusste ja nichts von dem Missgeschick mit den Interpolmeldungen. Ihm machten Kiebers Sätze „ …alleine grundsätzliche Entscheide zu fällen… die Zeit wird knapp‚ grosse Sorgen. um weit weg abzuhauen oder gar Gespräche mit den Deutschen oder den Amis zu beginnen.lieferte ihn beim Portier im Schloss ab. Teile des KKZ tauchten wieder in alte Ideen ab: Es müsse doch möglich sein. unter „B)‚ (siehe wie oben). Die einen tippten auf Spanien. dass er offenbar von sich aus entschied. wegen der Daten. Am Montag traf mach sich wieder zu einer KKZ-Sitzung. Der Professor schüttelte seinen Kopf. Natürlich den Knall beim Hochgehen der Datenbombe. Bis dahin sei man ja sicher. Die Gelegenheit wäre doch dann gegeben. wo man in vermuten würden. daher war man in Vaduz aber erleichtert. resümierte der Regierungschef. dann Gnade uns Gott. fragte Hans-Adam. Welchen Knall. sprich deutsche oder amerikanische. weil dies das letzte Land wäre. Andere auf Skandinavien oder auf ferne Länder wie Südafrika. Quasi ein Selbstzerstörungsplan plus grossem Knall. wenn Kieber zu einem von ihm gewünschten Vier-Augen Gespräch erscheinen würde. x-mal analysiert.

Lasst uns abwarten und schauen. Anm.in Richtung LGT und Hans-Adam schauend – dies natürlich nur nach einer Zusicherung von Seiten Hans-Adam.02.B. Für solche Spiele sei er bei allem bezahlten Geld nicht zu haben. während der Zeit wo ich in Deutschland war.02.Bemerkung ab . am falschen Ort landen oder auf dem Weg zum Empfänger von unerwünschten Mitlesern gesehen werden könnten. Als Begründung gab ich im Brief an Hans-Adam an. 291 . zu finden. Köln. In diesem Fall in der Stadt Köln. Man hatte mich daher am 01. die evt. Kieber rief nicht an. dass die gespeicherte IP-Adresse eine Nummer eines Computers hatte. mit Hilfe von Internetspezialisten zumindest die richtige Stadt. von der von mir benutzte Computerterminals stand.B. der in der Stadt Köln stand.: Ich weiss schon. dass wir gemeinsam nutzten. Sicherlich hätte das KKZ die Mittel und Wege gehabt. ob Kieber um 17 Uhr anrufen würde. verabschiedete man sich aus der Runde. Z. warum die in Vaduz damals auf Köln gestossen sind. z. Diese schlechte Nachricht wurde per Telefonkette weitergemeldet. Wieder fingen die wilden Spekulationen an.03 hatte ich in Berlin an einem Computer eines Internetcafés eine Nachricht im gemeinsamem Emailkonto geschrieben und wie immer nur im Entwurfsordner gespeichert. in der ich nie gewesen bin.die IP-Adresse des Terminals wo der Text eingetippt wurde.03 in Klön vermutet. In einer Stadt. war mein anderer Hintergedanke: Ich wusste. dass Kieber in Köln gewesen sein muss.wenn überhaupt . Das KKZ forschte nach und kam mit der erstaunlichen Auskunft zurück. In Köln? Was macht Kieber in Köln. Ja. Es war ja meine Idee für die Kommunikation ein Emailkonto zu haben. aber – wie das KKZ in einem Aktenvermerk richtig erkannte – wurde. dass wir dadurch keine Emails versenden müssen. dass bei einer Abspeicherung eines Textes im Entwurfsordner NICHT . Ja – rief man ihm aus dieser Ecke zu. Was ich ihm nicht erzählte. von wo genau aus er die letzte Meldung geschrieben hatte. ob man den letzten genauen Standort von Kieber irgendwo stichhaltig festlegen könnte. Um es an diesem konkretem Beispiel aufzuzeigen: Am 01. Hans-Adam fragte nach. Das KKZ versuchte den Standort des Computers via der am Entwurf (manchmal) elektronisch angehängten IP-Adresse herauszufinden. fragte Hans-Adam mehrmals. Deren Nachforschungen ergaben. wunderte man sich. abgespeichert wird. Dies alles ergab keinen Sinn. sondern die IP-Adresse wo der nächstgelegene Server des Providers physisch stand. dass keine Falle für Kieber geplant werde.

einer juristischen Person liechtensteinischem Rechts mit Sitz in Vaduz/FL. sohin durch Drohung mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz. mit dem Vorsatz unterdrückt zu haben.01.01. ordnete das KKZ. Man wolle nicht. Zusatz Interpol Vaduz: Es kann nicht ausgeschlossen werden. das Landgericht Vaduz an. nach Auftrag von Hans-Adam. im Jahre 2002 in Vaduz. dass jene im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts. wodurch seine damalige Arbeitgeberin Kundengelder verlieren werde. Justiz. Was absolut nicht erwünscht war. eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden. dass er nur für Liechtenstein und die Schweiz gelte. 292 . Kieber Heinrich steht im Verdacht.. Regierung. zu verhindern. aufgrund der neuen Lage.02. um 16. da man ansonsten der deutschen Polizei den Sachverhalt hätte mitteilen müssen -OZE. LGT und Hans-Adam) nicht versucht.OZA. er werde die von ihm unter Ziffer 1 erlangten Unterlagen Dritten übergeben. zu weiteren Handlungen zu nötigen versuchte. nämlich durch die Behauptung. als damaliger Angestellter Unterlagen seiner Arbeitgeberin. die genauen Örtlichkeiten (von Kieber) zu ermitteln. Nach den Ereignissen in Vaduz am 31.in Absprache mit allen Beteiligen (Polizei. wollte man keine Mitteilung über diese Änderung an Deutschland oder Spanien machen.02. dass Kieber Heinrich b e w a f f n e t ist! Kieber ist bisher nicht gewalttätig in Erscheinung getreten. dass andere Länder von einem Liechtensteiner Haftbefehl erfahren würden. Am 06. im Januar 2003 vom Ausland aus durch gefährliche Drohung. Weiters steht Kieber im Verdacht. Nach hier vorliegenden Erkenntnissen muss jedoch aufgrund seiner aktuellen psychischen Verfassung von einer hohen Gewaltbereitschaft ausgegangen werden.03 so abzuändern. Auftragsgemäss schrieb das Interpoliere Vaduz am 10. da dies nur wieder deren Aufmerksamkeit erhöhen würde.10 Uhr an die Schweizer Polizei (RIPOL und Interpol Bern) folgenden Ausschnitt: Sachverhalt: 1. 2. dessen (inaktiven) Haftbefehl vom 13.

Wiederum konnte Vaduz der Versuchung nicht widerstehen, gefälschte Angaben zu machen („bewaffnet, hohe Gewaltbereitschaft‚ und auch den kleinen „Terroristenhinweis‚: „kann Flugzeuge fliegen‚), wohl als Ermutigung an die Schweizer zum Abschuss von Kieber. Anm.: Einigen Lesern ist sicherlich aufgefallen, dass im Gegenteil zu der Interpolmeldung nach Wiesbaden und nach Madrid (vom 23.01.), wo nichts über den Sachverhalt geschildert wurde, die Liechtensteiner den Schweizern sehr offen über den Tatbestand schreiben. Dies aus zwei Gründen: 1. Logischerweise musste man bei der Meldung vom 23.01.2003 verhindern, dass deutsche oder spanische Behörden erfahren, dass jemand Bankdaten über deutsche und spanische Kunden in Liechtenstein gestohlen hatte und damit (in Deutschland) herumirrte. 2. Konnte Vaduz gegenüber der Schweiz etwas freimütigerer sein, da man in dieser Branche ja im gleichen Boot sass. Es war jedem Schweizer Polizisten klar, dass mit den Angaben über den Sachverhalt eine Bank oder Treuhandfirma gemeint war. Man konnte sich in Vaduz auf die Verschwiegenheit der Schweizer verlassen, sollten sie Kieber samt Daten festhalten können. Auch wäre eine Überstellung von Kieber als Gefangener von der Schweiz nach Liechtenstein eine reine Formsache. Wie immer hatte das letzte Wort der Hans-Adam. Als er über den neusten Stand der Dinge unterrichtet wurde, bemerkte er, dass die Ausschreibung (zur Verhaftung) im Schweizer Polizeisystem (RIPOL) absolut nicht ideal für seine Sache wäre. Hans-Adam befürchtete, dass u.a. die Schweizer Behörden aus politischen Gründen Interesse an gewissen Daten von Kunden aus Drittländern haben könnten. Um eine bessere Kontrolle zu haben, ordnete Hans-Adam die Landespolizei an, den Schweizer Behörden mitzuteilen, dass Vaduz nur die passive Ausschreibung in der Schweiz wünschte. Was am 11.02. dann auch geschah. Bei dieser Art der Ausschreibung würden die Schweizer, sofern sie über Kieber stolpern sollten, nur dessen Aufenthaltsort nach Vaduz melden, ihn aber nicht verhaften. Dies aber auch nur, sofern die Schweizer nicht erkennen würden, dass Kieber auch im SchengenSystem vermerkt war, was genau Vaduz sich insgeheim erhoffte und mit dieser „Zurückstufung‚ auch erzielen wollte.
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Auch am 06.02. stellte die LGT Treuhand ohne Konsultation mit HansAdam den Antrag an das LG Vaduz auf die strafrechtliche Verfolgung Kiebers wegen Datendiebstahls. Am 10.02. (oder am 18.02 – verschiedenen Dokumente nennen beide Tage) informierte das Landgericht das Schloss Vaduz darüber und unterbrach den oben genannten Antrag vorläufig, da Hans-Adam mit der Anzeige von Dr. Feuerstein „im Namen‚ der LGT Treuhand gar nicht einverstanden war, mit dem Resultat, dass später, am 02.07.03 die Anzeige zurückgezogen wurde. Eine Verurteilung in Sachen Datendiebstahl war also nicht erwünscht. Der Professor und der von einer längeren Auslandsreise heimkehrende Bankdirektor trafen sich in mehreren Sitzungen, da der Professor noch mehr über das Wesen von Kieber erfahren wollte und der Bankdirektor diesen ja persönlich kannte. Dem Bankdirektor wurde von beiden Seiten eine besondere Rolle zugeteilt. Von Seiten Hans-Adam, da er ihm vertrauen konnte und von Seiten Kiebers, da dieser ihn im Brief vom 07.01.03 als einen der zwei möglichen Gesprächspartner namentlich genannt hatte und daher Kieber ihm offenbar traute. Je mehr der Professor über Kieber erfuhr, umso mehr empfand er es als eine Herausforderung, der Sache auf den Grund zu gehen. Er musste ihn kennen lernen. Er erkannte, dass es nicht einfach sein würde, die Psyche von Kieber richtig zu verstehen. Der Professor und der Bankdirektor stellten sich auf komplizierte und lange Diskussionen mit Kieber ein, um an das gewünschte Ziel von Hans-Adam zu kommen. Inzwischen war es in den Justizkreisen von Vaduz kein Geheimnis mehr, dass sich seit Anfang Januar offenbar Dramatisches zwischen Kieber, Hans-Adam und seiner Regierung abspielte. In dieser spannungsgeladenen Zeit wagte niemand offen Partei zugunsten Kieber zu ergreifen. Natürlich war die grosse Mehrheit, vor allem diejenigen, die keine Detailkenntnisse hatten, auf der Seite des „armen‚ HansAdam. Ein weiteres wichtiges Ereignis in der Saga Kieber passierte am 14.02.03 beim Oberbersten Gerichtshof in Vaduz. Da entschied das Gericht im Zivilstreit um die in Österreich blockierten Gelder in einer nicht294

öffentlichen Sitzung, dem Revisionsantrag von Kieber nicht Folge zu leisten und das Urteil der unteren Instanz zu bestätigen. Anm.: Obwohl mein Anwalt exzellente Gründe in der Revision darlegte, waren meine Chancen dafür auf Null geschrumpft, nachdem ich seit Januar 2003 das Land in den Schwitzkasten genommen hatte. Meine berechtigten Vorwürfe auch gegen die Justiz im Brief und auf der Tonkassette (07.01.03) sind logischerweise bei den Betroffenen nicht gut angekommen. Diesen Beschluss vom 14.02.03 reichte der RA von Helmut Roegele sofort beim Bezirksgericht Feldkirch ein. Dieses Gericht fällte dann am 26.02.03 einen Vollstreckbarkeitsbeschluss. Am gleichen Tag entschloss man sich, die am ursprünglich am 13.01. geplante Razzia des Elternhauses von Kieber durchzuführen. Es ging nicht darum, Kieber selbst dort zu finden. Man erhoffte sich die Daten oder den Computer von Kieber dort vorzufinden. Die Suche ergab nicht das erwünschte Resultat. Alle im KKZ waren über die neuen, erledigten Aktivitäten von Polizei und Justiz voll zufrieden. Man musste nur sicherstellen, dass Kieber nichts davon erfahren würde. Um dies sicherzustellen, wurde nochmals allen Beteiligten mehr oder weniger freundlich eingehämmert, dass es als (Landes-)Verrat angesehen würde, wenn jemand Kieber etwas davon erzählen würde.

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KAPITEL 12 Holländischer Käse AMSTERDAM Hurra, hurra - Holland ich war da. Ich war sehr erleichtert. Bei so vielen Kilometer zwischen mir und Liechtenstein fühlte ich mich besser. Warum genau wusste ich nicht. Ich war ja nicht auf einer Flucht. Ich glaubte auch, dass ich mich in Amsterdam unauffälliger in der Menschenmenge bewegen könnte, als in Berlin. Man liess mich beim Hauptbahnhof aussteigen. Ich wollte das bunte Leben von Amsterdam rund um den Bahnhof auf mich einwirken lassen. Hier müsste es sich eine Weile aushalten lassen, da war ich mir sicher. Ich stieg in eines der vielen wartenden Taxis ein und liess mich nach Monnikendam fahren. Nach 20 Minuten stieg ich aus dem Taxi und stand vor einem der typischen holländischen Reihenhäuschen. Ein Schild an der Wand bestätigte mir, dass ich vor dem Flowergarden B&B stand. Alles niedlich und sauber, wenn auch sehr klein. Ich klingelte und eine schlanke Dame öffnete die Türe. Claudio? Jane?, Ja – Ja. Herzlich Willkommen, Haaartelijk welkom en Holland, willkommen in Monnikendam, willkommen im Flowergarden. Sie führte mich eine schmale Treppe hoch in den ersten Stock des Hauses. Ich bekam das Zimmer Nr. 3, mit dem grossen Einzelbett, einem Schminktisch, der später als Bürotisch dienen sollte, einem Stuhl, Spiegel, einem Ventilator einem eingebautem Wandschrank. Rechts neben mir waren die Gästezimmer Nr. 1 und 2, eines mit zwei Einzelbetten und das andere mit einem grossen Ehebett, beide mit etwas mehr Platz. Auf dem Gang befand sich eine Dusche mit WC. Alles trotz des Alters sehr gut im Schuss. Schriftliche Instruktionen klebten an den Wänden: bezüglich Benutzung der Dusche und allgemeine Pflegehinweise. Ein Blick von meinem Zimmer aus in den Garten erklärte den Namen des B&B: ein paradiesischer Garten, eher die englische Art. Es blühten schon ein paar Blumen. Im Sommer würde dies aber ein Meer an Farben geben, sagte ich zu mir. Ich konnte meine Sachen auspacken, bevor ich wieder runter ging, um die Formalitäten zu erledigen. Na ja, da war nicht viel Formelles zu tun. Bezahlen würde ich immer in bar einen Monat im Voraus. Ausweise wollte hier niemand sehen. Unten, da waren die Diele, die Küche und
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die Stube mit Blick zur Strasse hinaus. Am anderen Ende der Stube stand ein grosser, runder Tisch mit schweren Stühlen. Dort dürfte ich das Frühstück einnehmen, sagte Jane. In meiner Zimmermiete war das Frühstück auch inbegriffen. Zwischen 07.30 Uhr und 08.30 Uhr wurde es serviert: Englisch Breakfast Tea oder ab und zu mal heisse Schokolade, Toastscheiben, dazu Butter und Konfitüre, ein paar Scheiben holländischer Käse und dünnen Wurstaufschnitt. Sieben Mal die Woche. Ich war froh, auf Anhieb eine gute Unterkunft gefunden zu haben. Monnikendam ist ein reizendes Dorf, mit einem Hafen, einer kleinen, auf Touristen ausgerichteten Geschäftsmeile und endlosen Kanälen. Es war ruhig und Amsterdam trotzdem gut erreichbar. Nur 13 Kilometer weit weg. Ich konnte zwischen dem Linienbus, der von frühmorgens bis spät in die Nacht regelmässig verkehrte, oder dem Fahrrad wählen. Sobald das Wetter besser und ich mich in der Gegend mehr auskennen würde, könnte ich von einem Bekannten von Jane, der auch in Monnikendam wohnte, für eine kleine Gebühr einen holländischen Drahtesel mieten. In der ersten Woche versuchte ich, eine Bank für eine Schliessfachmiete zu finden. Leider war es in Holland gar nicht einfach ein Bankkonto zu eröffnen, das die Voraussetzung für eine Safemiete war. Als nicht EUBürger und ohne Aufenthaltsbewilligung in Holland war es mir unmöglich, ein Konto zu eröffnen. Egal, dachte ich mir. Ich war zuversichtlich, dass wenn ich den Laptop, das DLT-Tape, die anderen Datenspeicher und Papierdokumente gut im kleineren Koffer verstaute und abschliesse, niemand an sie ran könnte. Den Koffer verstaute ich ganz hinten im eingebauten Kleiderschrank im Zimmer. Obwohl Jane täglich mein Bett machte, hatte ich nichts zu befürchten. Sie war immer diskret und höflich. Aber wenn sie etwas störte, dann hielt sie auch nicht hinter dem Berg zurück. Ich erzählte ihr, dass ich etwas länger als üblich hier bleiben wollte, da ich von hier aus diverse Tagesausflüge in alle Ecken von ihrem schönen Land machten wollte. Amsterdam war so anders als Berlin. Zuerst einmal die Horden von Touristen, schon im Februar. Dann die Häuser und das Leben am und auf dem Kanal. Ich hatte noch nie so schöne Innenstadtgebäude gesehen. Einige der mehrstöckigen Bauwerke waren vor ein, zwei oder gar drei Jahrhunderten gebaut worden und standen immer noch prachtvoll da.
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Die alte Aktienbörse ist sogar noch älter, sie ist aus dem Jahr 1611. Und dann die vielen Grachten mit den Hausbooten. Ich absolvierte alle erdenklichen Touren, die man als Tourist machen konnte. Die Kanalfahrten, Besuch des Seefahrermuseums, das Rijksmuseum, das Museum der holländischen Maler. Die Mischung von Kulturen aus allen Ecken der Erde drückte sich auch in der immensen Auswahl von verschiedenen Restaurants aus. Stundenlang konnte ich in den Strassen umherlaufen, immer mit dem Stadtplan in den Händen. In Amsterdam gab es mindestens so viele Internetmöglichkeiten wie es Apotheken in Berlin gab. Mit der Zeit liebte ich diese phantastische Stadt immer mehr. Sobald man sich nämlich von den städtischen Hauptwanderrouten der Touristen entfernte, entdeckte man schnell die ruhigen, oft entvölkerten Strassen und Parks.

AMSTERDAM 17. Februar 2003 Nach einem schönen Wochenende voller Sehenswürdigkeiten, war wieder die Zeit gekommen, wo ich mich bei Hans-Adam melden sollte. Montags war immer ein guter Tag für einen Neuanfang. Ich schrieb ihm eine kurze Nachricht ins Emailkonto. Ich wünschte ihm nachträglich alles Gute zum Geburtstag und bat um Entschuldigung, dass ich Anfang Februar nicht angerufen hatte. Ich erwähnte mit keinem Wort, wohin ich verreist war. Ich fragte aber nach der Schutz-ID. Ich wiederholte meine Gründe warum ich glaubte, eine Schutz-ID für die Zeit bis zu meiner Rückkehr sei dringend notwendig. Ich war überzeugt, dass schon am gleichen Tag eine Antwort aus Vaduz kommen würde. Leider war dem nicht so.

VADUZ 18. Februar 2003 In der KKZ machte mach sich Sorgen, weil Kieber sich noch nicht wieder gemeldet hatte. Taktisch wurde so vorgegangen, dass, sobald er sich melden würde, man einen Tag mit der Antwort warten würde. Um Kieber nicht offenbaren zu müssen, dass Hans-Adam und die Regierung wie auf Nägeln sitzend auf Nachricht warteten. Hans-Adam hatte nochmals rigoros festgelegt, dass unter keinen Umständen die gedruckten Pässe Kieber überlassen werden sollten. Er,
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wie auch die Hälfte des KKZ, befürchtete, dass Kieber heimlich Verhandlungen mit dem Feind aufgenommen hatte und den Pass gegen sie verwenden könnte: als Beweis, dass man in Vaduz auch zu allen Mitteln greife, um wieder an die Daten kommen.

AMSTERDAM 18. Februar 2003 Mein neues Zuhause behagte mir sehr. Es war die ideale Rückzugsmöglichkeit. Während des Tages schwirrte ich in der quirligen Stadt herum und abends genoss ich die Friedhofsruhe in Monnikendam. Alles, was man zum Leben brauchte, konnte man dort finden. Gemüseladen, Bäckerei, Spazierwege, Kirche und auch ein Autohaus. Auto? Ja warum nicht, dachte ich mir und besuchten den Händler. Ich könnte mir einen alten Volvo kaufen. Damit wäre ich etwas flexibler. Müsste nur aufpassen, nicht in eine Kontrolle zu geraten. Leider hatte die Holländische Regierung ein Gesetz erlassen, dass praktisch nur im Lande wohnhafte Personen ein Auto mit Holländischem Kennzeichen kaufen und fahren dürfen (Ausgenommen Mietwagen natürlich). In der Vergangenheit, als dies noch keine Vorschrift war, wurde offenbar diese Gesetzeslücke von zu vielen zweifelhaften Gestalten missbraucht und nun fahren zigtausend Kisten mit holländischen Kennzeichen in ganz Europa herum, ohne Steuern oder Abgaben zu bezahlen. Somit war das Thema Automobile auch gleich wieder gestorben. Am Nachmittag suchte ich eine Internetstation auf. Aus dem Osten war nichts Neues zu lesen. Erst kurz vor 19:30 konnte ich folgende Nachricht lesen: In der ID-Frage gibt es wie kommuniziert keinen Spielraum. Erwarten Anweisungen für das von ihnen vorgeschlagene VierAugen-Gespräch. Aha, dachte ich mir, sie sind immer noch stur in Sachen ID. Wollten die Schutz-ID nur für eine „begleitete‚ Heimreise zu Verfügung stellen. Wirklich ein enger Spielraum. Was mich auch verwunderte, war, dass sie nicht nachgefragt hatten, wohin ich den nun verreist sei. Ich war zu müde um zu überlegen, was ich jetzt wieder schreiben sollte. Besser war es, wenn ich nach Hause ginge und mir über Nacht Gedanken machte.
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VADUZ 19. Februar 2003 (1) Man fand die neuste Nachricht von Kieber, die er am morgen um 08.16 Uhr abgespeichert hatte. Kieber bedanke sich für die letzte Nachricht und war allgemein verärgert, dass die Schutz-ID ihm nicht für eine Zeit ausgeliehen würde. Er wäre frustriert und beklagte sich darüber, dass wenn man nur einen Bruchteil der Energie und Arbeitsstunden, die man jetzt in die Lösung des aktuellen Problems steckte, in seinen 101er und 140er Gerichtsfall investiert hätte, wäre es nie so weit gekommen. Er befände sich nun ist einer Situation, in der er nicht viele Optionen hätte. Er habe keine andere Wahl als sich um andere Papiere zu bemühen. Er wüsste zwar nicht wie und wo, aber er würde solange suchen, bis er sie finden würde. Es dauerte ihm alles zu lange. Er könnte ja unmöglich als H.K. hier auf eine Lösung warten. Er vermutete auch, dass Hans-Adam dies wohl so wollte. Damit er kriechend nach Hause zurückkehren würde. Kieber wäre sich im Klaren darüber, dass die in Vaduz den längeren Atmen hätten. Da er weiters vermutete, dass man nur Zeit gewinnen wollte, setze er eine Frist bis Ende Februar 2003, den 28.02.03. Sollte bis dann keine Lösung in Bezug auf eine temporäre Schutz-ID gefunden werden, dann gäbe es keinen Sinn weiterhin zu kommunizieren. Am Schluss seines Schreibens entschuldigte er sich dafür, dass er keine besseren Nachrichten übermitteln konnte. Man rätselte wie nach jeder Botschaft von Kieber, was er nun wieder damit meinte. Die im Raum Anwesenden blickten hoffnungsvoll in die Augen vom Professor. Wie üblich, wurde jeder einzelne nach dessen Mutmassungen gefragt. Kieber sei sicher noch in Berlin, sonst hätte er uns doch geschrieben, wenn er Deutschland verlassen hätte. Oder, Kieber sei schon in Verhandlungen mit den Amis und schreibe nur um selber Zeit zu gewinnen und um keinen Verdacht zu schöpfen. Oder, Kieber redet schon mit den Deutschen über die Daten. Hans-Adam beauftragte wiederum die KKZ herauszufinden, von wo aus Kieber diesmal die abgespeicherte Nachricht geschrieben hatte. Nach ca. 35 Minuten kam die Antwort zurück: Frankreich. Wo in Frankreich, fragte der Schlossherr. Leider wäre dies nicht zu ermitteln, wurde ihm gesagt.

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Frankreich? Aha, in Frankreich, machte die Feststellung die Runde. Oh Gott, Frankreich! Dabei dachte Feuerstein laut über den sehr grossen Treuhandkunden aus Frankreich nach, der seit Jahren fast eine halbe Milliarde Euro in verschiedenen Stiftungen und anderen Gesellschaften gebunkert hatte. Ja, ja – meinte Hasler, wir haben keine Zeit um jetzt an einzelne Kunden zu denken. Wir müssen handeln, beendete er laut seine Gedanken. Der Professor regte an, dass man den Bankdirektor auf ein Treffen mit Kieber vorbereiten sollte. Nach Einholen des Einverständnisses von Hans-Adam, informierte man Kieber: Zwecks Lösungsfindung kontaktieren Sie heute um 1700 die Ihnen bekannte Kontaktperson unter der Nr. OT Entfernt

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (a) Ich verbrachte die meiste Zeit dieses Tages im Foyer des Hotels Victoria am Damrak, gegenüber dem Hauptbahnhof. Dort konnte ich mich in einem Klubsessel an ein grosses Fenster setzen und die vorbeiziehende Welt draussen beobachten. Oder in der Brasserie des Hotels, wo ich näher am Geschehen sitzen konnte. Knipsende Urlauber, andere Fussgänger wie Immigranten aus allen Herren Länder, Bettler, Drogenabhängige und die Taschendiebe. Alle zwei Stunden ging ich nachsehen, ob Vaduz endlich mit positiven Meldungen aufwartete. Je mehr ich versuchte, mich in deren Lage hineinzudenken, desto mehr kamen mir die Zweifel, ob es überhaupt Hans-Adam sei, mit dem ich im Netz „plauderte‚. Angriffslustig nachfragen, ja das wäre am Einfachsten, sagte ich zu mir. Es war mir natürlich klar, dass ich keine ehrliche Antwort erwarten konnte. Aber immerhin, besser als keine Antwort. Ich fand es auch zweckmässig, wenn ich Hans-Adam mit diversen Fragen beschäftigt halte. Beim dritten Internetbesuch entdeckte ich die jüngste Nachricht aus Vaduz. Sie wollten, dass ich den Bankdirektor direkt auf seinem Handy anrufe. Er war derjenige, den ich in meinem Schreiben als Vertrauensperson erwähnt hatte. Na endlich, schoss es mir durch den Kopf. Dieser Kurs war der einzige Richtige. Bei der Auswahl einer
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Vertrauensperson war ich sehr vorsichtig vorgegangen. Nebst dem Bankdirektor hatte ich den Erstgeborenen, Alois, angeführt. Obwohl ich stark vermutete, dass Hans-Adam seinen Alois nicht zu Diskussionen mit mir senden würde. Dazu sind sie zu schreckhaft. Aber ganz genau wusste man ja nie. Hans-Adam lässt die Drecksarbeit lieber von der „Dienerschaft‚ oder über Mittelsmänner erledigen, um es mal salopp auszudrücken. Das hatte den Vorteil, nebst vielen anderen, dass er und seine Familie nie direkt überführt werden können. Den Bankdirektor hatte ich mir als mögliche Diskussionsperson ausgewählt, da er – obwohl Banker – eine hohe emotionale Intelligenz hatte und ich ihn aus meiner Anfangszeit bei der LGT Treuhand persönlich kannte. Ein ausserordentlicher Mensch. Ich formulierte die nachstehende Antwort: Danke für die Nachricht, die Nummer habe ich noch von Früher. Zuerst mochte ich fragen, ob hier in diesem Emailaccount mit mir aus einem Haus im Gewerbeweg (neben Passamt) in der Herrengasse (Anm.: das wäre dann das Polizeigebäude gewesen), im Städtle (Anm.: LGT) oder in der Fürst-Franz-Josef-Strasse (Anm.: Schloss) kommuniziert wird? Danke für eine Antwort. Ich bin froh, dass jene Person, mit der ich schon im anderen Land so oft telefoniert hatte nun wieder da ist. Ich kann aber ihn nicht anrufen: bitte verstehen sie, dass durch einen Anruf sie den Anruf eventuell zurückverfolgen können. Ich nehme an, dass er mir am Telefon vermutlich auch erklären will und muss, warum eine Schutz-ID nicht möglich ist. Ich weiss, dass es unter normalen Umständen nicht möglich ist - wenn man aber wollte, dann ginge es schon. Über die anderen möglichen Lösungsvorschläge, die sie haben, kann man auch hier im Emailkonto schreiben. Durchlaucht, Ende Februar sind es 6 Wochen und 4 Tage seit dem 13.01.2003. Wir alle hatten sehr viel Zeit, um über alles nachzudenken etc. Darf ich was fragen? Haben / konnten sie wirklich sich die Zeit nehmen und die Unterlagen zum Fall 10 Vr 101/97 lesen? Konnten sie das? Ich glaube auch, dass sie von den zuständigen Behörden (STA etc.) nicht im ganz informiert worden sind - alles belastende über mich hat man ihnen wohl voll erzählt - die Fehler der Behörden in Akt 101er u. 140er wurden sicher verschwiegen. Vielleicht
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wäre es gut, wenn sie meinen langen Brief, den sie mit dem 1. Paket erhalten haben - jetzt nochmals lesen könnten - vielleicht sehen sie es nun in einem anderem Licht. Mehr kann ich leider nicht schreiben - ich habe auch kein Rezept für eine Lösung. Ich habe / hatte auch keinen PLAN ‚X‚ wenn dies oder jenes geschieht. Alles ist schief gelaufen und ich empfinde irgendwie auch das Ende nahen. Es kommt wohl der Punkt, wo sie das tun müssen, was sie entscheiden werden und ich dasselbe. Vielen Dank für ihre Zeit und es tut mir wirklich leid, dass Ausgerechnet ich - ein grosser Fan ihrer Familie - dies tue. Ich schaue heute (19.02.03) nochmals um ca. 18 30 nochmals rein: ansonsten morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 19. Februar 2003 (2) Jede Zeile wurde aufmerksam gelesen und interpretiert. Der Professor merkte an, dass Kieber offenbar sehr deutlich mit sich selber kämpfte. Und auch Anzeichen grosser Reue zeigte. Diese Indizien müssten für die Ziele von Hans-Adam ausgenützt werden können. Man musste ihm unbedingt die Angst vor einer Falle nehmen. Hans-Adam wollte, dass keine Lösungsvorschläge mehr übers Telefon oder das Netz mitgeteilt würden. Wo bleibt da sonst die Diskretion, die Verschwiegenheit und die Vorsicht, ermahnte er sie alle. Nach kurzer Diskussion einigte man sich auf folgende Antwort an Kieber: Telefonat dient lediglich der Vorbereitung des von ihnen gewünschten Vier-Augen-Gesprächs mit Vertrauensperson. Mögliche Lösungsvorschläge werden aus verständlichen Gründen nicht am Telefon oder im Netz diskutiert. Zusicherung, dass bei Organisation und Durchführung des Treffens mit Vertrauensperson keine Fallen gestellt werden. Vorschlag für Organisation des Vier-Augen-Gespräch bis morgen Donnerstagmittag.

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (b) Meine Antwort kam dann prompt:
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Danke für die Nachricht. Es wurden zwar keine meiner Fragen beantwortet. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob ein Gespräch die Lösung bringen würde. Ich kann mir auch mit der grössten Mühe nicht vorstellen, was sie vorschlagen könnten: Die Verbrecher von Argentinien werden wohl nie durch ein Gericht meiner Heimat verfolgt werden. Die Schutz-ID ist also nicht machbar. Gegen mich läuft alles... Ein Treffen, ohne dass eine Schutz-ID gegeben wird - macht keinen Sinn für mich. Danke für die Zusicherung: logischerweise würden sie mir aber auch nie sagen, wenn sie ein Falle organisieren. Ich bitte sie mir wenigstens in Andeutungen hier hinzuschreiben, was für welche Lösungsansätze es wären. Ich melde mich wieder morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 20. Februar 2003 Die letzte Meldung von Kieber lag schon frisch ausgedruckt auf dem Tisch im Sitzungszimmer des KKZ. Nun gut, dachte man sich in Vaduz. Bis zu einer Antwort hätten sie ja noch über zweieinhalb Stunden Zeit. Es müsste nur eine neue Nachricht vor 11 Uhr eingegeben werden, sodass Kieber nicht denken würde, die in Vaduz hätten ihn abgeschrieben. Die morgendliche Sitzung des KKZ wurde dazu genutzt, eine offene Diskussionsrunde zu starten. Sehr zum Frust des Professors, der Polizei und der Justiz, stimmten einige von der LGT und der Regierung wieder ein tot geglaubtes Lied an: Man sollte Kieber so schnell wie möglich dingfest machen. Ohne auf „fremdstaatliche Hilfe‚ angewiesen zu sein. Ohne Zweifel stand fest, dass Liechtenstein aufgrund internationaler Vereinbarungen und Mitgliedschaften schon lange hätte Genaueres dem Ausland mitteilen müssen. Mit dem Resultat, dass Kieber nicht in Vaduz sondern in Spanien gelandet wäre, was - verständlicherweise - das Staatsoberhaupt HansAdam ausdrücklich nicht wünschte. So waren die Gegner solcher Ideen schon etwas Sprachlos, als die Befürworter ein fertiges Konzept auf den Tisch legten. Schliesslich standen die höchsten Staatsinteressen auf dem Spiel. Man könnte doch Kieber mit der Zusage einer Aushändigung der
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Schutz-ID ködern und ihn für ein Gespräch nahe an die französischschweizerische Grenze einladen. Z.B. nach Strassburg oder besser noch nach Mulhouse. Psychologisch müsste ihm dies aber so verkauft werden, dass er glaubt, es sei seine Idee gewesen, dorthin zu kommen. In Strassburg müsste der Bankdirektor Kiebers Vertrauen in ihn festigen und herausfinden, ob er die Sicherheitsmassnahmen, wie er sie im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, wieder in die Wege gleitet hatte. Vielleicht hätte er gar keine solcher Massnahmen aktiviert. Möglicherweise blufft er nur. Ja, sicher, sicher, erwiderte der Professor, wurden wir nicht gerade selber überrumpelt, als sich herausstellte, dass er die angeblich nicht entwendbaren Daten in der Tat hatte? Er konnte als Experte nicht ganz ausschliessen, dass Kieber nur aus schlauen Überlegungen so explizit auf seine eigenen Schutzvorkehrungen hingewiesen hatte. Ihn würde es aber ganz und gar nicht verwundern, wenn er im Gegenteil, grössere und bessere Vorkehrungen organisiert hat, als er uns mitgeteilt hatte. Er würde dies lieber nicht testen wollen. Die Befürworter radikaler Massnahmen hatten einiges an Arbeit in das Manuskript gesteckt und wollten es darum fertig diskutieren. Für die Ausführung hatte man verschwiegene Dritte zur Hand. Nein, keine Schnüffler. Man könnte auf gewisse Kreise zurückgreifen, die aus innerlicher Überzeugung mithelfen würden. Natürlich gegen entsprechend fettes Geld, wegen dem allgemeinen hohen „Risiko‚. Der Plan sah Folgendes vor: Sobald der Bankdirektor überzeugt war, dass Kieber ihm voll vertrauen würde und dieser keine Massnahmen getroffen hätte und er wisse, wo Kieber die Daten aufbewahre, dann, erst dann soll er Kieber in die Tiefgarage seines Hotels führen, um ihm die angeblich dort im Mietwagen verstaute Schutz-ID aushändigen zu können. Bevor Kieber merken würde, was los ist, wäre er schon von einer Gruppe starker Männer überwältigt und ruhig gestellt worden. Ein Abtransport über einen nicht bewachten, nicht besetzten Grenzübergang mit einem Auto mit Schweizer Kennzeichen sei absolut kein Hindernis und man hätte dann freie Fahrt für die drei bis vier Stunden bis nach Liechtenstein. Sollte Kieber, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit in die Garage kommen wollen, so könne man auch ohne Probleme die
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Festnahme im Hotelzimmer vom Bankdirektor organisieren, indem man dort auf die beiden wartete. Man sei sich zu 1000 Prozent sicher, dass Kieber, zurück in Vaduz, voll kooperativ wäre und sofort mitteilen würde, ob er noch evt. Kopien, z.B. in Berlin gelassen hätte oder schon mit fremden Staaten gesprochen hätte. Sollte sich Kieber immer noch unbelehrbar zeigen, so könnte man ihn mit der Auslieferung nach Spanien drohen. Egal, das Spanien dies nie verlangt hatte. Da das ganze Konzept ohne die Mitarbeit und ohne Absprache mit dem Bankdirektor erstellt worden war, lehnte dieser es kategorisch ab, Komplize einer solch illegalen Aktion zu werden, wäre sie auch noch so gerechtfertigt. Hans-Adam und Alois gefielen diese Zukunftspläne auch nicht. Der Skandal wäre unvorstellbar, erinnerten sie die Anwesenden, wenn es später an die Öffentlichkeit kommen würde. Sie schimpften auch mit den Erfindern des Konzepts: Was wäre, wenn Kieber sich vehement gegen einen gewaltsamen Zugriffsversuch wehren würde? Wollte man ihn halb totschlagen? Nein, auf keinen Fall. Auch daran hätten sie gedacht, sagte Feuerstein. Es gäbe hochwirksame Beruhigungsmittel in Spritzenform, die innerhalb von Sekunden ihre volle Wirkung entfalten würden. Kieber hätte gar keine Chance, da er keine eigene Kraft mehr hätte, sich zu wehren. Die Dosierung könnte so abgestimmt werden, dass er erst wieder nach zwei, drei oder vier Stunden zu sich kommen würde. Die Methode sei medizinisch abgesichert und Kieber würde keine bleibenden Schäden davontragen. Spuren der Droge würden zwar im Blut noch lange nachweisbar sein, aber der Plan sehe ja nicht vor, dass Kieber die Gelegenheit für eine „Beschwerde‚ oder Arztvisite habe. Dem Professor wurde es zu viel. Er verabschiedete sich von der Runde und sagte, dass er frische Luft atmen gehen müsste. Wenn sie Glück hätten, dann käme er vielleicht wieder zurück. Dem Bankdirektor wurde auch ganz bange. Da fiel ihm etwas ein, was einem Banker normalerweise beim Aufstehen immer als erstes in den Sinn kommt: das liebe Geld. Moment mal, sagte er, warum das Geld nicht dem Kieber anbieten, anstelle es dubiosen Gestalten (‚die Gruppe starker Männer‚) nachzuwerfen. Geld gegen Daten, das könnte die Lösung sein. Man wäre ja heilfroh, wenn dem so wäre, erwiderte Hans-Adam. Aber darum geht es Kieber
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doch gar nicht. Er hat nie ein Wort davon gesagt. Hier haben wir es leider nicht mit einem klassischen Fall zu tun, fasste Hasler, fast schon wehmütig, zusammen. Der Liechtensteiner Weg, wo Geld alle Wunden heilt, funktioniert eben nicht immer, erwiderte der Bankdirektor. Trotzdem, lasst es uns versuchen, ermunterte das Staatsoberhaupt. Von einem chaotischen Tag blieben dann nur noch folgende kurze Zeilen für Kieber übrig: Die in ihrem gestrigen Mail von 10:33 angedeuteten alternativen Lösungsvarianten werden nur in persönlichem Treffen mit Vertrauensperson besprochen. FL-ID-Variante definitiv nicht möglich. Manchmal kann aber Geld Probleme lösen. Besprechung dieser Variante mit Vertrauensperson persönlich und nicht über Internet und Telefon.

AMSTERDAM 20. Februar 2003 Ich wusste es. Ich wusste es! Früher oder später – wie immer bei solchen Leuten – bildeten sie sich ein, mit Geld alle Probleme lösen zu können. Tja, in meinem Fall hatten sie falsch gedacht. Sie begriffen es immer noch nicht. Ich war eher erbost, dass sie mir Geld offerierten, anstatt ihre eigenen (Justiz-)Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Dann wieder konnte ich sehen, dass es eben der einfachste Weg für sie war. Ich wollte aber kein Geld. Nie und nimmer. Ich war auf das Ziel fixiert, die Verbrecher Roegele & Co. hinter Gitter zu bringen. Koste was es wolle. Ich blieb in meiner Antwort ehrlich und versuchte meine gefühlte Wut nicht zum Ausdruck zu bringen. Was mir gegen Ende nicht so gut gelang. Mit der unbehaglichen Gewissheit, dass meine Zeilen ein paar neue Wutanfälle in der Heimat auslösen würden, schrieb ich folgendes und drückte dann die Speichertaste: Tja - da bin ich aber überrascht worden! Wenn man all meine Unterlagen gelesen hat, dann weiss man, dass ich NIE um GELD gebeten habe. Ist dies ein Versuch mich in einen Gelderpresser zu wandeln? Damit es später besser in die ‚Geschichte‚ passt: sollte die Katastrophe eintreten?!? Ich bin kein Erpresser.
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Die Verurteilung der Folterer wäre meine Erlösung. Sicherlich Geld macht das leben leichter, ich gebe auch zu‚ dass ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, Ersatz für den finanziellen Schaden, den ich durch das Urteil im 2002 in der Zivilsache gegen den Hauptverbrecher aus Argentinien erlitt, nämlich die über eine Million CHF (blockiertem Geld, Anwaltskosten von 5 ½ Jahren etc.) zurückzufordern. Aber wie sie ja wissen, habe ich nie ein Wort davon erwähnt. Ich habe mit meinem Handeln auf die unrechtmässige Behandlung meinerseits durch die Justiz hingewiesen. Meine Ziele habe ich leider nicht erreicht! Ich hatte so gehofft (selbst wenn sie es nicht glauben), dass der Fürst etwas bewegen kann: natürlich habe ich in den letzten Wochen auch erkennen müssen, dass er es nicht einfach hat und wohl so handeln muss, wie er es sieht. Ich verstehe ihre Seite ganz und gar - wie sie ja wissen, bin ich nicht dumm (um es so auszudrücken). Ich kann mich sehr gut in ihre Lage versetzten (was man allgemein mit analytischem Denkvermögen betitelt). Ich nehme an, dass auch sie sich mehr oder weniger in meine Lage versetzten können und auf Grund der Vorkommnisse der letzten 6 Wochen verstehen und nachvollziehen können, dass ich übervorsichtig und extrem misstrauisch geworden bin... Ich sehe die Teamsitzungen der involvierten Behörden vor mir, wo die vorherrschende Meinung gilt, dass sie mich schon kriegen werden - dies sind die Ihnen, Durchlaucht doch schuldig - oder? Apropos Meinungen: sollte die Meinung vorherrschen, dass ich nie und nimmer die Daten verraten könnte, da ich sonst ja nichts mehr in der Hand hätte, dann irren jene Leute, die dies proklamieren: abgesehen davon, dass ich nur ein paar Tage hintereinander mich mittels meiner immer noch frischen Erinnerungen und den Unterlagen aus dem 101er die erlittene Folter in Argentinien vor Augen halten muss - um in eine solche Wut zu geraten, dass ich keine Probleme habe den involvierten Staaten ein DVD zu senden, hat ja der Besitz aller Daten für mich auch keinen ‚nutzten‚ gebracht, da ich ja nichts damit erreicht habe: mir sind die Ideen ausgegangen. Aber solange wir noch miteinander kommunizieren, muss es eine Lösung geben. Wenn ich nur zu 100 % sicher wäre, dass ein 4Augen-Gespräch keine Falle ist.
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VADUZ 21. Februar 2003 Mist, den Plan Kieber Geld zu offerieren war ihm in den falschen Hals geraten, lästerte man im KKZ schon zu früher Stunde. Und die Drohung am Ende, was sollte das wieder heissen? Man war wieder am Anfang des Problems. Jede Debatte unter den Mitgliedern des KKZ, die hin und her Schreiberei mit dem Kieber, alles für nichts und wieder nichts. Kieber erschien ihnen abermals wie ein Buch mit sieben Siegeln, schlimmer noch, eines mit 7000. Alle sahen ein, dass nur ein Gespräch mit Kieber sie aus der verfahrenen Situation führen konnte. Hans-Adam befahl, alle Pläne und Konzepte einzufrieren und abzuwarten, was das Meeting mit Kieber an neuen Erkenntnissen bringen würde. Der Professor war derselben Meinung. Die KKZ stellte folgende Mitteilung ins Netz: Sie haben Recht. Kommunikation ist die Voraussetzung einer Lösung. Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch dient zur Lösungsfindung. Es gibt keine Fallen, sie bestimmen Ort, Zeit und Vorgehensweise für dieses Gespräch mit der Vertrauensperson.

AMSTERDAM 22. Februar 2003 Nach langem hin und her, konnte ich meine Befürchtungen etwas dezimieren und entschloss mich das Experiment „Treffen‚ durchzuziehen. Schlussendlich war mir klar, dass ich ohne Diskussionen meine Ziele nicht erreichen konnte. Um Hans-Adam und seine, meiner Vermutung nach gross angeschwollene Beratertruppe, so lange wie möglich im Bezug auf Holland zu täuschen, setzte ich wieder auf die Verwirrungstaktik, indem ich ein Treffen im hohen Norden andeutete. Ich konnte es mir nicht verkneifen, einen Hinweis in Sachen Sicherheitsvorkehrung mitzuliefern. Folgender Text war das Resultat meiner Gedanken: Also, einen Versuch will ich wagen .... obwohl alles dagegen spricht. Könnte sich Dr. S. MO + DI, den 3. + 4. März 03 oder DI + MI, den 4. + 5. März freihalten? Es ist für mich erst zu jenen Tagen möglich, weil ich noch einiges vorbereiten muss, was sie
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sicher verstehen. Das Treffen findet in einem der Skandinavischen Länder statt. Welches Land es ist, kann ich erst später mitteilen. Ich bitte aber um folgendes: Dr. S. soll eine Schriftkopie meiner Tonbandaussage bei der Kripo vom 11.04.1997 über die Ereignisse in Argentinien erhalten, sowie eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachten. Er möge beides intensiv lesen. Ich möchte nämlich nicht, dass er ohne meine Motive zu kennen, mir gegenüber steht. Falle: ich bin mir bewusst, dass sie durchaus eine (erfolgreiche) Falle vorbereiten könnten. Daher bleibt mir auch nichts anderes übrig, einen automatischen Mechanismus vorzubereiten, wo sichergestellt ist, dass ein paar Länder und 3 Medien alle Daten auf einmal erhalten, sollte ich nicht frei bleiben. Ich nehme an, dass sie dies verstehen. Ich melde mich wieder anfangs nächster Woche.

AMSTERDAM 23. - 27. Februar 2003 Die Tage vergingen wie im Flug. Komisch, ich fand keine Reaktion auf meine letzte Nachricht. War wohl zu deftig, dachte ich mir. Aber besser Klartext reden, als die Gegenseite an falsche Sicherheit glauben zu lassen. Dass würde nur die Geburt von Radikallösungen, die mir sicher nicht gut bekommen würden, fördern. Da war ich mir sicher. Oder der Bankdirektor kann nicht Anfang März reisen. Oder „Skandinavien‚ passt ihnen nicht. Oder Hans-Adam hatte andere Probleme. Ich wusste es nicht. Egal, er wird sich sicher wieder melden, sagte ich zu mir. Es war ja noch Zeit bis Anfang März. Am Mittwoch, 26.02. stellte ich denselben Text wie vom 22.02. nochmals in Netz und fügte einen Satz vorneweg, wo ich Hans-Adam fragte, ob er meine Nachricht vom Samstag, den 22.02.03 gelesen habe. Am nächsten Tag, um die Mittagszeit hoffte ich schon eine Antwort zu bekommen. Wieder war nichts. Oje, ich befürchtete, dass etwas schief gelaufen sei muss. Ich konnte es nicht verstehen, dass die in Vaduz offenbar nicht begriffen hatten, dass jeder Unterbruch in der Kommunikation nur zu wilden Spekulationen führen würde. Das galt für beide Seiten. Ich schrieb an Hans-Adam:
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Bitte löschen sie jeweils den Text nach dem sie ihn gelesen haben. Auch wenn sie nichts antworten; damit sehe ich (und umgekehrt auch sie), dass man die Nachricht bekommen hat. Da sie meinen letzten langen Text über Tage stehen haben lassen, nehme ich an, dass sie noch nicht hier in der Emailbox waren. Danke. Diese Tage ohne ihre Nachricht brachten mich auch auf den Gedanken, dass sie eventuell die Meinung bezüglich eines Treffens geändert haben. Dies ist nicht weit hergeholt, da auch ich, wie sie auch, den Umständen entsprechend mehrere ‚Wege aus dem Wald planen‚ muss. Wenn es dem Dr. S. am MO + DI ‚ 3. + 4.03.03 zeitlich gehen würde, dann werde ich ihm am Sonntagabend auf seinem Handy anrufen und die Route durchgehen. Ist dies OK für sie? Hat er die Unterlagen lesen können? Es ist zwar eine idiotische Frage, aber ich stelle sie bewusst trotzdem: sind sie sicher, dass es keine Falle wird? Ich bitte sie, den Dr. S. über die offenen Akten (101er, 140er, neuer etc.) zu informieren und ihm zu erlauben, dass er mich informiert. Auch möchte ich bei dem Treffen erfahren können, was mich zu hause erwarten würde, wenn ich im März 03 samt allen Unterlagen freiwillig nach hause kommen würde? Vielen dank für ihre Mühe und wirklichem Vorhaben, ein Treffen ohne Überraschung zu wollen.

VADUZ 22. - 27. Februar 2003 Rasch sprach sich in den involvierten Kreisen herum, dass Kieber nicht wie vermutet in Frankreich war, sondern irgendwo in Skandinavien oder zumindest auf dem Weg dorthin wäre. Man versuchte den Aufenthaltsort von Kieber zu eruieren. Der Befund sagte, dass die vorletzte E-Mail aus Rotterdam, Holland kam und die Letzte wieder irgendwo aus Frankreich. Dies brachte auch kein Licht in die vernebelte Angelegenheit. Beim Wort Skandinavien zogen nicht nur die LGT und die Regierung die Mundwinkel nach unten. Clever ausgesucht, sagten sie. Kieber wusste offenbar, dass die skandinavischen Länder sehr strenge Steuergesetzte haben und er dort sicher auf offene Türen stossen würde, sollte er sich an die Behörden wenden (müssen). Die LGT Treuhand
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bestätigte, dass mehrere hundert Bürger aus dieser Ländergruppe ihre Kunden waren. Man war verärgert, da man eine Lösung des Problems im „Strassbourg‚-Stil in Skandinavien nicht so einfach durchziehen könnte. Man müsste wieder zuerst die Möglichkeiten eruieren. Die Kluft zwischen den KKZ-Mitgliedern wurde immer grösser. Auf der einen Seite hatten die Vertreter der LGT und die Regierung immer weniger Geduld in der Sache. Hans-Adam und seine Familie hatten als Zerstreuung, wenn dies auch keine herrliche Vergnügungstour war, die laufende, heisse Enddebatte um die neue Verfassung zur Verfügung. Die Abstimmung war auf den 16. März angesetzt. Hans-Adam war auch mehr und mehr frustriert, dass es überhaupt soweit kommen konnte. Das er und seine LGT wegen brutalen Fehlern der eigenen Justiz nun so leiden mussten. In den vergangenen Tagen gab es mehrere längere und private Beratungen zwischen dem Professor und Hans-Adam. Der Professor warnte vor einer Katastrophe, sollte man einem Konzept im Stil „Strassburg‚ zustimmen. Als gebildeter Mann war natürlich auch HansAdam klar, dass man sich auf sehr dünnes Eis begeben würde, sollte man Kieber mit kriminellen Methoden schnappen. Aber die Zeit, die Zeit läuft mir davon, jammerte er zu Recht. Erst nach grosser Überzeugungskunst von Seiten des Professors, fällte er als Staatsoberhaupt einen wichtigen Entscheid. Er befahl, dass sich die Regierung, die Justiz und die Polizei aus der ganzen Angelegenheit zurückziehen mussten und er bis auf Widerruf keine Vorschläge und Randbemerkungen von denen mehr hören wollte. Er erklärte weiters, dass er die dem KKZ mündlich erteilten speziellen Vollmachten annulliert habe und sich der Sache nur noch direkt annehmen würde. Es wäre eine grosse Untertreibung zu behaupten, dass gewisse Kreise in Vaduz nicht hocherfreut über diese Dekret vom Staatsoberhaupt waren. Die Polizei vermerkte am 28.02.03 in einem Protokoll, dass man sich absprachegemäss aus dem Kontakt mit Kieber zurückgezogen hatte und war sichtlich erleichtert. Die Justiz hatte auch genug andere Fälle und wurschtelte wie üblich weiter als wäre nichts geschehen. Andererseits deuteten die Befürworter radikaler Massnahmen, namentlich die LGT und die Regierung, diese Änderung im Kurs gegenüber Kieber als Zeichen von Hans-Adam, dass er doch noch geneigt wäre, ihre Ideen zur
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Lösung des Falls in die Tat umzusetzen. Denn die Justiz sowie die Polizei hatten ihn ja in diese Lage gebracht, durch ihre bewiesene Inkompetenz und offensichtlichen Fehlurteile in Sachen Argentinien und das „Interpoldebakel‚. Als aktuelle Mitteilung liess Hans-Adam am 27.02., am früheren Abend folgenden Text eintippen: Dr. S. wartet ihren Anruf am Sonntagabend. Er hat ihren Fall studiert. Es ist keine Falle. Anm.: Dies war dann auch die allerletzte Mitteilung, die von Seiten HansAdams über dieses System gemacht wurde.

AMSTERDAM 28. Februar 2003 Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich die Nachricht las, dass der Bankdirektor meinen Fall studiert hatte. Nichts hasste ich mehr in den vergangenen Jahren als mit Leuten zu reden, die vorgaben, den Sachverhalt zu kennen, wenn das in Wahrheit nicht der Fall war. Obwohl meine früher gesetzte Frist „Ende Februar 2003‚ abgelaufen war, ohne dass ich die Schutz-ID erhalten hatte, freute ich mich irgendwie auf das Treffen mit dem Bankdirektor. Es waren über sieben Wochen vergangen, seit ich auf meiner Mission gestartet bin. Um überleben zu können, wusste ich, dass ich äusserst flexibel sein musste. Und das war ich immer schon in meinem Leben. Anpassungsfähig wo es nötig und richtig erschien. Als meine letzte Meldung nach Vaduz schrieb ich: Vielen Dank für ihre Nachricht. Ich werde ihn am Sonntagabend sicher anrufen. Ich bitte ihn für die Reise auch eine Badehose (nicht das er verkabelt kommt) und gutes Schuhwerk mitzubringen, sowie sein Handyladegerät. Ich werde am Sonntag um die Mittagszeit nochmals hier hinein schauen. Vielen Dank für ihre Mühe. Ich hatte mich noch nicht festgelegt, wo und unter welchen Umständen ich ihn treffen wollte. Den Hinweis mit der Badehose formulierte ich deswegen, weil ich verhindern wollte, dass die in Vaduz auf die Idee kamen, den Bankdirektor zu verkabeln, um das Gespräch zwischen uns
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aufzunehmen oder einen so genannten Lokalisierungssender an seinem Körper zu verstecken. Ich ging davon aus, dass solche technischen Spielereien batteriebetrieben und voll mit elektronischen Komponenten sein würden. Da gab es nur eines, was diesen Geräten den Saft abdrehte: eintauchen in viel, viel Wasser. Im Schwimmbad oder in einer heissen türkischen Sauna. Heisser Dampf bekommt solchem Schnickschnack sicher auch nicht gut. Natürlich hätte man den Bankdirektor auch mit wasserdichtem Material ausrüsten können. Aber nur mit Badehose bekleidet oder gar splitternackt, da müsste er es schon sehr gut verstecken. Mit dem Hinweis gutes Schuhwerk mitzubringen, wollte ich auf die Möglichkeit einer Wanderschaft zu einem Treffpunkt hinweisen, vielleicht an einem abgelegenen, schwer erreichbaren Ort.

VADUZ Ende Februar / Anfang März 2003 Als hätten die in Vaduz nicht schon genug Probleme (Kieber) und Ärger (der Abstimmungskampf um die Neue Verfassung), tat sich ein neues Grab in Vaduz auf. Ein ehemaliger, langjähriger Angestellter der Liechtensteiner Landesbank (LLB), Herr Roland Lampert, kündigte im Februar aus heiterem Himmel seine Stelle und begab sich auf eine folgenschwere Erpressertour. Nachdem die LLB den wahren Grund für seinen Abschied erkannt hatte und ihn wegen Kontoungereimtheiten sprechen wollte, informierte er im Gegenzug die LLB, dass er im Übrigen über 2300 Datenausdrucke mit einer Vermögensübersicht von über 1300 verschiedenen deutschen Kunden der LLB besitzen würde. Zuerst glaubte man ihm nicht. Bis er den Beweis dafür lieferte. Da die LLB mehrheitlich in Staatsbesitz(!) war (und heute noch ist), wurde – entgegen den aktuellen Beteuerungen aus Liechtenstein - natürlich die Regierung und somit Hans-Adam sofort im Februar 2003 informiert. Nicht schon wieder, man konnte es nicht fassen. War „der Tag des jüngsten Gerichts‚ in Liechtenstein angebrochen, fragte man sich nun in Vaduz. Nachforschungen der LLB ergaben, dass Lampert zwischen August 2000 und Ende Februar 2003 klammheimlich die Daten gesammelt hatte.

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Da ja der Diebstahl von Daten ein Antragsdelikt war, wurden vorerst Polizei und Justiz nicht informiert. Die nicht kleine Unterschlagung von (Kunden-)Geldern wurde zwar auch rasch bemerkt, jedoch weder der Polizei noch der Justiz gemeldet. Die LLB versuchte am Anfang mit der Billigung von Regierung und Hans-Adam alleine, dann mit der geballten Macht der Liechtensteiner Justiz und am Schluss mit Privatdetektiven und millionenschweren Eurozahlungen, die Sache zu bereinigen. Mit einem katastrophalen Endergebnis aus Liechtensteiner Sicht. Anm.: Über diesen Fall, den LLB-Fall, wurde in den deutschen Medien seit 2008 ausgiebig berichtet. Eigentlich nur deswegen, weil jene Gruppe von Kriminellen, die nach der geheimen Verurteilung von Lampert in Liechtenstein an die betroffenen Daten gelangten, selber nun in Rostock vor Gericht stehen. Ich rege meine Leser an, im Internet die Einzelheiten nachzulesen. Einiges macht aber den LLB-Fall in Bezug auf meine Sache sehr interessant. Erst mal die Tatsache, dass es sich zeitlich praktisch parallel zu meinem Fall abspielte und ich daher aufzeigen kann, wie heuchlerisch die Regierung und Hans-Adam agierten. Zudem – was der Öffentlichkeit nicht bekannt ist - wurde versucht, mich mit dem LLB-Fall zu ködern und zu manipulieren (nachzulesen in den kommenden Kapiteln). Da praktischerweise der Professor Dr. Thomas Müller in Vaduz schon seine Zelte aufgeschlagen hatte, fragte die Regierung ihn, ob er ihnen auch im LLB-Fall helfen könnte. Er erkannte die aussergewöhnliche Herausforderung und sagte zu. Hans-Adam bestand darauf, acht zu geben, dass man die zwei Fälle nicht vermischen würde. Von diesem Zeitpunkt an arbeitete der Professor im behördlichen Auftrag der Justiz am LLB-Fall und nur noch im Privatauftrag von Hans-Adam am LGT-Fall. Der Bankdirektor Dr. Pius Schlachter wurde am letzten Samstag im Februar von Hans-Adam und Alois aufs Schloss eingeladen und dort auf seine Mission vorbereitet. Es wurde beschlossen vorerst keine Falle für Kieber vorzubereiten. Erstens fehlten für den Entscheid zugunsten einer Falle die wichtigen Informationen, wie welches Land in Skandinavien? Hatte man Verbindungen dorthin? Hatte man Verbündete dort? Wie lauten die Gesetze dort? Gibt es Spielraum in diesen Gesetzen? Und Zweitens hatte der Bankdirektor seinen persönlichen Wunsch klar zum
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Ausdruck gebracht, kein Komplize einer solchen Sache werden zu wollen. Hans-Adam akzeptierte dies. Er meinte zwar, ein bisschen Einschüchterung, wenn es die Situation bei einem Meeting mit Kieber erlauben würde, wäre schon abgebracht. Nicht zuletzt, um ihm zu zeigen, wie schwer er die in Vaduz beleidigt und verletzt hatte. Wer hier der Herr im Hause ist ! Mal sehen, erwiderte der Bankdirektor. Ihm wurde weiterhin eingetrichtert, dass es das oberste Ziel sei, die Daten zu bekommen und Kieber zu überreden, nach Hause zu kommen. Der Bankdirektor wollte die Gelegenheit dieser privaten Audienz mit Hans-Adam & Erbprinz Alois für eine Debatte über ein bisher nicht angesprochenes Thema nutzten: Sollte man nicht die Kunden warnen? Wie aus einer Pistole geschossen, riefen Hans-Adam und sein Sohn gleichzeitig, NEIN, auf keinen Fall. Warum auch? Es gab keinen Grund. Kieber habe zu keiner Sekunde jemals etwas gesagt oder geschrieben, dass er direkt auf die Kunden zugehen würde. Und mit den ausländischen Behörden hatte Kieber hoffentlich noch nicht geredet. Wenn dem aber so wäre, dann wäre es sowieso zu spät, die Kunden zu warnen. Wie sich der Bankdirektor dies vorstellen würde, fragten sie ihn. Da Kieber ja die komplette Datenbank hatte, müsste man ja extra 50 neue Leute einstellen, um die tausende aktuellen und die hunderte ehemalige Kunden entweder telefonisch oder per Brief warnen. Bitte, Herr Bankdirektor, Sie müssten es doch besser wissen, die Medien würden schon nach dem zehnten Kunden sicher irgendwie Wind davon bekommen. Unser Bankengeheimnis, die Säule unseres Geschäfts, würde implodieren, redete Hans-Adam auf ihn ein. Da half auch nicht der Hinweis des Bankdirektors, welche Konsequenz es für die Kundschaft von Dr.Dr. Batliner hatte, als dieser sie nicht warnte, als eine CD-Rom mit deren Daten gestohlen wurde. Eine CD-Rom die erst lange Zeit später bei den deutschen Behörden landete. Hans-Adam und Alois beharrten auf ihre Auffassung, dass eine Warnung ihrer Kunden zu viel Schaden für ihr gesamtes Geschäft bringen würde. Sollte die Katastrophe eintreten, „wovor Gott uns bewahren soll‚.
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Man versicherte dem Bankdirektor auch, dass, sollte ein Wunder geschehen, und Kieber schon nach dem ersten Treffen nach Hause kommen wollen, ein Anruf von ihm genügen würde und Hans-Adam sein Auto samt Fahrer und Schutzvorkehrungen für Kieber schicken würde. Der Bankdirektor hatte schon vom Sekretariat die Informationen zu allen möglichen Flugkursen von Zürich nach Schweden, Norwegen und Finnland erhalten.

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Der Fussweg führte über Strassen und Brücken. Wie würde ich dieses Treffen überleben? Ich verbrachte die Tage damit. Zudem hoffte ich. das Treffen weit ins freie. dem Central Station East fuhren in regelmässigen Abständen verschiedenen Rundfahrten ab. flache Land hinaus zu verlegen. Es gäbe für eventuelle Schattenmänner nur zwei 318 . Weil ich dann auch auf ein ähnliches Transportmittel hätte zugreifen müssen. Ich fuhr mit dem Boot zurück an den Ausgangspunkt. da dies nur die Möglichkeit von „Überraschungen‚ seitens der Gegner erhöhen würde. Bevor es überhaupt zu einem direkten Wortwechsel zwischen mir und dem Bankdirektor kommen konnte. Ich kaufte mir ein Tagesticket und fuhr jede einzelne Strecke ab. Ein Blick auf die Wasserkanäle vor meiner Nase brachte mich auf eine knifflige. dass mir niemand mitten in der Stadt am helllichten Tag etwas antun würde. stand für mich fest. kam daher nicht in Frage. um Schritt halten zu können. Davor waren ein paar Haltestellen. Die Anonymität der Menschenmenge von Amsterdam war mir da lieber. Ab dem Hauptbahnhof. Ich studierte die Grachtenrundfahrten mit dem Kanalbus sehr genau. da man aufgrund der Verkehrsführung in der Stadt schon nach fünf Minuten das Boot und somit mich als begleitenden Fussgänger aus den Augen verlieren würde. Dem nächsten Boot zum Van Gogh Museum folgte ich auf dem Landweg zu Fuss und stoppte die Zeit bis zur Station Leidseplain: knapp 50 Minuten. Mit der roten Linie kam man nach ca. dass ich derjenige sein müsste. einen dafür geeigneten Platz in der Stadt Amsterdam zu finden. rechnete ich mir aus. Oft in einer Richtung. dachte ich mir. aber machbare Lösung.KAPITEL 13 Ein Essen für Sechs Euros Also gut. Die Vorletzte hiess Leidseplain. der ihn vorher für eine Zeitspanne von mindestens 30 Minuten im Auge behalten und beobachten musste und nicht umgekehrt. Ideal! Könnte klappen. Dafür wollte ich ihn irgendwie ständig in Bewegung halten und dies auch noch mit einer anderen Fortbewegungsart als die meine. was ein Fahrverbot für Autos bedeutete. Meine ursprüngliche Idee. Und sowieso wäre man mit dem Auto schnell verloren. 60 Minuten an der Endstation „Van Gogh Museum‚ an. weil es entweder eine Einbahnstrasse oder die Brücke zu schmal war. Ihn in einen Bus oder Taxi einsteigen und irgendwohin hinfahren zu lassen. Das war’s! Eine Kanalfahrt. verwarf ich wieder.

so könnte ich den Bankdirektor zum Aussteigen an einer Zwischenstation auffordern und ihn dort auf den nächsten Kurs für die Weiterfahrt warten lassen. mich dem Bankdirektor vor seiner Kanalfahrt zu zeigen. Schräg gegenüber der Kirche sehen Sie am Kanal ein kleines Häuschen. Ich setzte mich in ein Internetcafé und formulierte: Hallo Herr Direktor. so weit hinten im Boot wie möglich. Ein Kreuzschlag vorher wäre vielleicht nicht schlecht. Nicholas Kirche gegenüber dem Hauptbahnhof. Nehmen Sie den nächst verfügbarem Kurs und setzten Sie sich bitte auf einen unüberdachten Sitz. wo ich bin. würde er weitere Instruktionen von mir finden. Bitte gehen Sie aus der Kirche wieder raus. Im Verlauf der Kanalfahrt werde ich Ihnen weitere Instruktionen zukommen lassen. wüsste ich was die Stunde geschlagen hätte. Zudem hatte ich ja nicht vor. Falls ich aber irgend etwas faules sehen oder spüren sollte. ich hatte ja die möglichen Schattenmänner oder Kameraden vom Bankdirektor nie gesehen und würde sie daher auch nicht erkennen können. an der Prins Hendrickkade begeben. Er würde nicht erfahren. falls sie mit ihm ins Boot einsteigen würden. Das Gespräch sollte sich nur auf folgende Bitte beschränken: Er sollte sich am Montag in die Eingangshalle der grossen St. Sollte(n) dann die Verdachtsperson(en) auch mit aussteigen und in der Nähe von ihm bleiben und dumm aus der Wäsche gucken. Die Strecke zu Fuss führt so stark im Zick-Zack Kurs durch die Stadt. das Prospektregal aufsuchen und dort ganz oben rechts. dass Tickets für Kanalrundfahrten. Zugegeben. Ich hatte die Öffnungszeiten der Kirche kontrolliert und musste nur noch die Instruktionen zu Papier bringen. sobald er in Holland war. Wie ich Sie gebeten hatte.Chancen uns zu verfolgen. dass Begleiter im Boot anwesend waren. hinter dem Stapel des Rundschreibens der Kirchgemeinde. Sollte ich den Verdacht haben. rufen Sie niemanden an und lassen alle Handy ausgeschaltet. oder man würde es zu Fuss verfolgen. Entweder man stieg mit dem Bankdirektor in dasselbe Boot ein. nur kurz mit dem Bankdirektor am Telefon zu reden. Kaufen Sie sich bitte einen Tagespass für die Rote Linie bis zur Endstation. den Canalbus verkauft. Ich fand es besser. dass es mir sofort auffallen würde. wenn jemand wie ich das Boot zu Fuss verfolgen würde. Dagegen gab es auch ein einfaches Mittel. 319 .

März 2003. genauer die Politie Centrum. Ich fragte ihn. nachdem ich ganz sicher war. Dort setzte ich mich in ein Touristencafé und ging im Kopf den Plan für die nächsten zwei Tage nochmals durch. Dies sah ich als kein Problem an. Entschuldigen Sie die Umstände. dass mir keiner über die Schulter schauen konnte. Ich änderte nur den Text in Bezug auf meinen neuen Wohnort und die Adresse in Monnikendam. 03. Ich begab mich am Samstag. Hans-Adam sei sehr nervös wegen den Daten und der Abstimmungskampf sei immer noch voll im Gange. dass ich mich gemeldete hatte.3. zur Kirche und steckte fünf der sechs Schreiben fein säuberlich hinter den vorhandenen Stapel.ist unser Treffen damit zu Ende und ich wünsche keine weiteren Kontakt mit Ihnen oder dem Schlossherrn zu Hause. Obwohl ich ja datenmässig nichts mehr in Berlin hatte. Ob sich alles etwas beruhigt hatte? Er antwortete: alles sei soweit ruhig. Ich wollte aber nicht preisgeben. passte ich meine elektronische Sicherheitsvorkehrung an die geänderte Situation an. Ich bedankte mich für seine Geduld und entschuldigte mich nochmals für die Umstände. Ich kaufte mir eine Telefonkarte und wählte die Handynummer vom Bankdirektor. wollte ich die ursprünglichen Empfänger von dort aus der Liste nicht auswechseln. sobald ich am Sonntagabend auf dem Handy vom Bankdirektor anrufen würde. Entweder möchte ich das Treffen oder ich lasse es ganz bleiben. Schönes Städtchen. Ich fuhr deswegen am Sonntag mit dem Zug 20 Minuten nach Haarlem an die Nordseeküste. In einem anderen Internetcafé. Ich wusste. wie es den so im Ländle zu und her und wie es dem Hans-Adam ginge. Ich druckte diese Zeilen aus und kopierte sie sechs Mal. Bewusst nannte ich keine Namen. den 1. Das sollte reichen. wo ich mich befand. Ich knickte jedes einzelnes Blatt genau so wie der Rundbrief in der Kirche gefaltet war. er zumindest das Land herausfinden könnte. schilderte wo die Daten aufbewahrt waren und fügte einen neuen Adressenten dazu: die Polizei der Niederlande. Er nahm gleich ab und war hörbar froh. 320 . dass ich in Amsterdam war. Sodass man dachte. dass es Teil des Zirkulars wäre.

Ich musste mir was einfallen lassen.Ich erzählte ihm. Ja. ich hätte euch nicht gewarnt. wohin die Reise nun gehen sollte. Ich würde von einer anderen Stadt nach Amsterdam kommen. Ich schaute mich schnell um. Bei mir hatte ich eine der externen Harddisk mit den elektronisch gespeicherten Daten. Gut. weil mich ein Gefühl überkam. Er bedankte sich. Die Einen beteten. Ja. Ab jetzt. Aber es war niemand am Eingang. schob ich hinten nach. dass ich etwas davon im Internet gelesen hatte. Er solle bitte spätestens um die Mittagszeit in der Stadt sein. dachte ich mir. was er denn vermuten würde. Ich würde ihn anrufen und dann sagen. ich stelle die Frage nur. Er sagte. da ich dem Bankdirektor nicht am 321 . die Anderen staunten. er hätte die kleine Vermutung. Kein Problem: was war noch mal mein Plan B? Ohh. Und ob es sicher sei. Bis Morgen Herr Kieber. betonte ich. damit nachher nicht behauptet wird. Na dann ist es doch wieder Zeit diese schöne Stadt zu besuchen. Da wäre er zum letzten Mal auf seiner Hochzeitsreise gewesen. Aber. Er solle sich bitte heute Abend den letzten Kurs oder für morgen früh den Ersten nach Amsterdam buchen. ja hatte gar keinen. Amsterdam? Amsterdam! rief er aus. antwortete er zurück. dass meine fünf Blätter weg waren. wo wir uns treffen würden. dass es nicht in den Norden ginge. ob die Kirche auch wirklich offen war. ja nix mit Skandinavien. da musste wohl ein übereifriger Kirchenpfleger meine Zettel gefunden und gleich festgestellt haben. dann wäre ich der letzte auf Erden. Ich fragte ihn. ich sagte ihm. Ob er die Badehose eingepackt hätte und ob er alleine komme. als ob mich jemand beobachtete. So ein Mist. Hätten sie eine Falle geplant. Ich lachte und sagte. Nur ein paar ältere Damen und zwei Frühaufsteher-Touristen waren in der Kirche. Montag! Ich fuhr schon mit dem ersten Linienbus von Monnikendam nach Amsterdam. der davon im Voraus erfahren würde. fragte ich in schnell. dass es keine Falle wäre. Ich erwähnte auch das Inkrafttreten meiner Schutzmassnahmen. Obwohl mir die letzten zwei Fragen auch sinnlos vorkamen. die Kirche war offen. Ja. Gar nicht gut war. Er fragte mich. dass es nix mit Religion zu tun hatte und weg waren sie. Ich wollte überprüfen. Nicht wahr? bemerkte ich. Bis Morgen Herr Bankdirektor.

Es gab viele von ihnen. ob ich eine Nachricht für einen Bekannten abgeben könnte. aber in diesem waren die Köche spitze. Ein feines Essen für unglaubliche 6 Euro. verklebte die Rückseite und notierte den Namen des Bankdirektors vorne rauf. eine andere Hinterlegungsmöglichkeit zu finden. viele Immigranten und oft auch jämmerlich aussehende. vom täglichen Drogenkampf gezeichnete Gestalten oder aufgedonnerte Huren. Die Kundschaft war immer dieselbe: ein paar Touristen. Ich war schon hungrig und wählte für das heutige Mahl eines der asiatischen Minirestaurants aus. Dazu eine Cola Light. Dies würde dem Gegner einen zeitlichen Vorsprung geben.Telefon erklären wollte. Aber wo? Ein Hotel? HOTEL !! Das Hotel Victoria gleich unter dem Hauptbahnhof. nein. In den letzten Tagen hatte sich ein Restaurant als meinen Favoriten entwickelt. die vom nahen Rotlichtbezirk hoch kamen. Bis zur Mittagszeit waren es noch gute drei Stunden. wo dies war. ob dieser denn Gast bei ihnen wäre. Zusammen mit fünf Euro händigte ich den Umschlag dem Angestellten aus. aber er würde heute einziehen und in ein paar Stunden kommen. wo ich schon ausgedehnte Ruhezeiten im Sessel verbracht hatte. Es hatte nur um die zehn kleinen Tische mit jeweils vier Stühlen. Mahlzeit. schrieb ich Central Station East. 322 . Er würde schon raus finden können. schmackhafte Runde mit Reis und Huhn. falls sie am Telefon mithören würden. Im Zettel für den Bankdirektor strich ich die Worte Kirche durch und schrieb Hotel Victoria darüber. Ich behauptete. Man gab mir ein leeres Kuvert. wäre ideal dafür. Ich bestellte mir heute eine frisch zubereitete. Was aber wenn wieder einer aufräumen kommt? Besser wäre es. wohin er gehen sollte. Anstelle schräg gegenüber. Ich könnte den letzten Zettel nochmals in der Kirche deponieren. Ich lief die kurze Strecke dorthin und fragte beim Concierge nach. Man konnte aus einer Vielzahl verschiedener Gerichte auswählen. Man fragte mich. ich legte den Zettel rein.

Er war elegant gekleidet und hatte einen beigefarbenen langen. Bitte keine Fragen mehr. erwiderte ich und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten. Ich observierte abwechselnd ihn und die Umgebung. Mein Puls stieg wieder in ungesunde Höhen. Ich wartete nicht auf seine Antwort und legte den Hörer auf. Es war noch kein Boot da. sagte ich zu ihm. Ja. Dann ist ja gut. dass er alleine hier sei und es keine Falle sei. Ich fragte ihn wo er jetzt wäre. bestiegen nur fünf weitere Personen das Boot. wenn er sich in Richtung Canalbus bewegen würde. Er nahm weit weg von den anderen Bootsgästen Platz. Er sagte in einem Hotel in der Stadt. er sei auch erleichtert. Für den Anruf auf das Handy vom Bankdirektor wählte ich eine etwas versteckte Telefonzelle in einer der schmalen Gassen hinter der Kirche. es sei alles in der Nachricht vermerkt. Es erschien mir wie eine Ewigkeit. Ich lief rasch zu meinem ersten Streckenposten. ob er mit jemanden telefonieren 323 . Welches? Er wollte es mir nicht sagen. einen Tee im Hotel Viktoria zu geniessen und eine englischsprachige Zeitung zu lesen. Hallo. Gut. unterbrach ich ihn. Hallo? Ja? Endlich. sagte er noch schnell. Ohne dass ich ihn danach gefragte hatte. Niemand folgte ihm. Eine Familie mit Kind und ein Ehepaar. von wo aus ich den Bankdirektor gut beobachten konnte. Er hielt klar ersichtlich einen weissen Zettel in der Hand. Auch gut! Ich bat ihn in das Hotel Victoria zu gehen und dort wäre eine Nachricht für ihn beim Concierge hinterlegt. Er näherte sich der Ticketverkaufsstelle und schaute sich um. wie er sich ein Ticket kaufte und etwas gelangweilt wirkte. so wie ich es gewünscht hatte. endlich können wir uns unter vier Augen aussprechen. Als sein Kurs angelegt hatte. und dann wollte er zur nächsten Frage ansetzten. dünnen Businessmantel an. Ich sah.KAPITEL 14 Weisswein und Rotes Blut Nach dem Essen hatte ich noch Zeit. bis ich ihn sehen konnte. vor allem die Strassen hinter dem Bankdirektor. Ich duckte mich in eine Ecke und musterte die Umgebung. Die Stunde der Wahrheit rückte immer näher. sagt er. Vor allem war ich scharf darauf sehen. als er auf die Abfahrt wartete.

da seine Sicht wegen des Schiffsaufbaus verdeckt war. Auch wechselte er ein paar Worte mit der Crew. Am Sockel einer grösseren Brücke. Von jetzt an lief ich mit einem guten Abstand dem Boot hinterher. Ich rannte weg vom Kanal. Aber er wusste ja nicht. Kein Regen. Es war ein schöner Tag. er fragte nach der Uhrzeit oder wie lange die Fahrt bis zur Endstation dauern würde. bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. Ich verschwand wieder aus seinem Blickwinkel. Als das Boot unten durch kam. Er entdeckte mich aber nicht. Mein zweiter Streckenposten war ein kleines. Ich nahm eine Abkürzung und war schon fünf Minuten vor seiner Ankunft am Leidseplein. Zudem stand ich auf der anderen Brückenseite. bis zu einer Brücke. burgturmähnliches Gebäude am Kanal mit einem kleinen Café drin. Um mich zu sehen. ihm ein Zeichen zu geben. rief ich ihn beim Namen. mich zu sehen. 20 Minuten merkte ich. dass ich ihn für sieben bis acht Minuten aus den Augen verloren hatte. Ich entschied mich für die vorletzte Haltestelle. Er starrte die meiste Zeit nur nach vorn. Er hatte seine Hände auf die Lehne des Stuhl vor ihm platziert. dass er etwas nervös wurde und sich gelegentlich ganz umdrehte. Ich drückte mich an die kalte Mauer des Turms. Er drehte sich etwas um und freute sich. Nach ca. Ihm war dies alles merklich unangenehm. Ich nahm an. Ich stand gut 150 Meter weit weg. Natürlich hätte er jetzt telefonieren können. nur ein leichter Wind. sodass mögliche Kameraden vom Bankdirektor vergebens auf uns an der letzten Haltestelle warten würden. durch ein paar Seitenstrassen hindurch. Das Boot legte ab. Das Boot schaukelte an mir vorbei und ich konnte ihn gut sehen. dass ich noch da war. der mir folgen würde. Er nickte. dass er mir bitte folgen sollte. 324 . Ich konnte niemanden sehen. an dem ich zeitlich vor Schiff ankommen würde. Nach 40 Minuten war es an der Zeit.würde. Die anderen Gäste blieben sitzen. Der Bankdirektor konnte mich auf der Brücke nicht sehen. hätte der Bankdirektor mindestens seinen Kopf um 150 Grad drehen müssen. Ich lief im Eiltempo dort hin. Das Boot näherte sich. Dieser Posten war der einzige. Sein Boot legte an und er stieg aus. Ich rief ihm zu. Ich winkte ihm zu und deutete an. Bei allen anderen würde ich immer schräg hinter dem Boot mitlaufen.

dass alle in Vaduz extrem bestürzt über meine Geschichte. ja. 400 Meter wagte ich mich. dass irgendjemand von meinen ehemaligen Mitarbeitern deswegen den Job verliert.Nach ca. Ohne Widerrede streckte er mir sein Telefon entgegen. Er sagte nein. dass er ein Schnelldenker war. Ich wollte mich auf keinen Fall irgendwo hinsetzten. dass ich mich mit ihm treffen wollte. Ich fragte. dass Hans-Adam fundamentale Veränderungen in der Datensicherheit verlangt hätte. warum die Justiz nicht schon lange Anklage gegen die Verbrecher erhoben hatte. Ich fragte ihn. dass sie noch auf dem Schloss sind. Er erwiderte den Gruss und bedankte sich. die ich Hans-Adam zugesendet hatte. ob Köpfe rollen mussten. wie ich. an ihn heranzutreten und schüttelte heftig seine Hand zur Begrüssung. Er übermittelte auch die Grüsse von Hans-Adam. dass ich eine der externen Harddisks bei mir tragen würde. drehte ich mich pausenlos nervös um die eigene Achse und auch um den Bankdirektor. Ich nahm die Batterie aus der Rückseite raus und bat ihn beides getrennt in seiner Manteltasche aufzubewahren. Er fragte mich. um mit ihm zu reden. ob er verkabelt sei und ob er wirklich alleine sei und ich warnte ihn. wo jetzt die Unterlagen und das 3D-Modell waren. Ich wollte ja nicht. Ich sagte ihm. Er konnte auch nicht verstehen. ob nicht doch noch ein Rollkommando andonnerte. Es war ausgeschaltete. ob er mir sein Handy geben könnte. ob ich eine gute Unterkunft gefunden hätte. Der Bankdirektor bemerkte aber. Er fragte. ob die Daten gut 325 . ob er ein anderes Handy habe. Ich fragte ihn. Er erzählte mir. verstehe. Man verstand sich darum besser. Aber. Gut. dass ich angeblich in Rotterdam ein Zimmer hätte. er denke. Da zeigte sich wieder. entgegnete er flott. er wüsste es nicht. Ich fragte. die Verletzungen und Erlebnisse wären und natürlich auch entsetzt über die Fehler der Behörden wären. Natürlich sei Hans-Adam am Anfang sehr erbost gewesen und hätte auch die LGT böse zusammen geschissen. Während wir so redeten. Behutsam schob ich ihn daher in den nahe gelegenen grossen Park und wir spazierten dort fast zwei Stunden. Er habe meinen Akt gut studiert. vorerst nicht. erwiderte ich. Er sagte. Ich war erleichtert darüber. Nein. um Ausschau zu halten. nein.

sagte er. Kein Problem. dass ich die Daten nicht hätte und nur bluffen würde. dass ich die Daten NICHT hatte. als die in Vaduz. Warum. Aber auch nur. dass ich selber dies wusste. ich selber es gemerkte hätte. na dann wollen wir mal HansAdam loben. sonst wäre ich nie darauf gekommen. dass ich auf die Daten besser aufpassen kann. alles zu vermeiden. ob er Recht in der Annahme hätte. wolle Hans-Adam wissen. Den Rest vom BackupTape. 326 . Er wunderte sich. warum um Himmels Willen hätte ich Hans-Adam einen solch gewaltigen Brief zusenden sollen. dass. man habe in Vaduz weder den Verlust des DLT-Tapes noch das Fehlen von irgendwelchen Originalpapieren bemerkt.versorgt seien. Da man nach einigem Hin und Her davon überzeugt war. sagte ich und ergänzte. erwiderte ich. er wurde im Glauben gelassen. sagte ich wahrheitsgemäss. Ich zuckte nur mit den Schultern. dass ich soviel Aufwand wegen einer Neuerstellung des Datenaufbaus (die Art und Weise wie ich die Mandate auf den neuen Datenträgern strukturiert hatte) betrieben hatte. Ich hätte doch darum gebeten. Einleuchtend. was dazu führen würde. Sonst wäre heute vielleicht alles ganz anders. war es überflüssig und sinnlos bei mir nach den Daten zu fragen. Ich schlug meine Hände über dem Kopf zusammen. Hans-Adam war halt der Meinung. dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Ich fragte nach. Was für andere Daten ich denn hätte. betonte ich. dass ich sehr gründlich arbeite. Er wüsste doch. das heisst. Ja. warum es mir niemand einfach ins Gesicht sagen konnte. dass ich mehr Daten als die auf die vier CD-ROMs gebrannten Informationen hätte. warum man offenbar sofort zu den Bullen gerannt sei. weil mir der Satz von Hans-Adam „die Daten. dass er einen Kommentar dazu am Telefon abgegeben hatte. nicht haben konnte und die logische Konsequenz daraus war. wenn ich nur alles vortäuschen würde? Ich sagte auch. Frech antwortete ich. Ich fragte ihn. sagte ich. dass man in Vaduz froh sein sollte. Er fragte. Der Bankdirektor wollte über die vier CD-ROMs reden. Er hatte eine plausible Erklärung dafür. klagte er. weil mir die Frage zu dumm war. nachdem es mir niemand direkt sagen wollte oder konnte. Ja eben. die Sie glauben zu haben‚ im Hinterkopf hängen geblieben war.

im Rückblick sicher. Ich ergänzte. fragte er mich. erklärte er mir. fragte er mich. Zu meinem Schutz. was gemacht wird.Welcher Tag. Nur wenn es euch passt und es euch dienlich ist. Er antwortete. die primär ‚zu meinem Schutz‚ da gewesen seien. man hatte Angst. Da ja unser aller Ziel eine friedliche Lösung wäre. Dies sei eine äusserst dumme Idee gewesen. mit ihm nach Hause zu fahren. Ich erzählte ihm dann von Daniela in Berlin und dem Polizisten in Münster. Er kam aus dem Staunen nicht mehr raus. dass ich die Schutz-ID vielleicht gar nicht mehr brauchen würde. Unfassbar und typisch Vaduz. Ich sei sehr verärgert gewesen über die ständige Zurschaustellung des Passes. hätte nicht viel an Gewicht in Vaduz. Warum 327 . Logisch !!!!!!!!! Woran ich die „Beschützer‚ erkannt hätte. dann läge sie dafür bereit. Diskreter Schutz. wiederholte ich seine Worte und klopfte ihm auf den Rücken. sagte ich. klärte ich ihn auf. Ihr habt eine gedruckt. Wie knapp wir da einer Katastrophe entkommen konnten. Er wäre dagegen gewesen. warum man mir in Berlin Privatdetektive oder Schnüffler auf den Hals gehetzt hatte. Hätte HansAdam die Leute anständig bezahlt. dass dies eine fette Lüge war. meinte er. wie ein Schweizer Jodler im Trachtenkostüm auf dem Kurfürstendamm. dass es Privatdetektive gewesen wäre. zog man sich zurück. aber sie mir übergeben wollt ihr nicht. dazu als Ausländer (er ist Österreicher). Der Schutz hätte aber diskret erfolgen sollen. die so ins Auge sticht. Nun zuckte er mit den Schultern. Falls ich mich aber dazu entschliessen würde. Ich fragte auch nach der SchutzID. entschuldigte sich der Bankdirektor. dann würde sie benutzt werden. Ich habe den genauen Tag vergessen. welches Tagestape ich besitze. Wir beide wussten. Na klar doch. Er erklärte mir. dass man sich in Vaduz nicht den Kopf zerbrechen soll. Ich teilte ihm mit. Ja. Aber sein Wort. dass mir was in Berlin passieren könnte. Ob er sie dabei hätte. leider nicht. sagte ich betont überzeugend. Nein. Da würden ganz andere Kreise bestimmen. dann könnten sie sich auch ein richtiges Auto leisten und nicht mit einer alten Kiste herumfahren. Verdutzt schaute ich ihn an. Aber da ich sie bemerkt hätte. Ich lachte nur. Ich wechselte das Thema und wollte wissen. HansAdam wäre wohl etwas falsch beraten worden. fragte ich ihn ungläubig. spiele dies keine wirkliche Rolle.

Wenn auch nur meistens dann. eröffnete er seine lange Rede. klärte ich ihn auf. als wenn er mir was vormachen würde. ob man die Anzeige wegen des Briefs nicht wieder zurücknehmen könnte. Hans-Adam hätte gemäss Verfassung das Recht dazu. Besser so. bis meine Forderung danach erfüllt sei. hatte ich mir mit der Drohung. Wie bitte. sagte ich zu ihm. fragte ich. dass er als Staatsoberhaupt wieder in die auf dem Papier unabhängige Judikative eingriff. wie der Bankdirektor die Augen verdrehte. Alles schlechte Voraussetzungen. ich war quer durch Europa ohne sie gereist und hatte bisher Glück und wurde nie kontrolliert. Der Bankdirektor sagte dazu nur. dass er in der Vergangenheit schon oft in Anspruch genommen hatte. Welche versuchte Nötigung. um hier Forderungen zu stellen. wenn es entweder um seinen politischen oder ökonomischen Vorteil ging. dass Hans-Adam in der Vergangenheit oft interveniert hat. betonte er. dem Ausland die Daten zu übergeben. Und überhaupt. Der Abstimmungskampf in der Verfassungsfrage hätte den Höhepunkt erreicht und der Landesführer könne im Moment nicht so herumkommandieren. viele hasserfüllte Feinde in Vaduz gemacht. wäre kein Thema für mich. dass seine politischen Gegner sehen würden oder erfahren könnten. Die Lage in Vaduz sei schwieriger als ich denke. Eben der Brief in dem ich von Hans-Adam seine Intervention in die Angelegenheiten des Gerichts fordere. Er wolle nicht. Ich ergänzte. und dass wüsste ich. Zudem. dass ich sie bei Hans-Adam der Inkompetenz und der Lüge bezichtigt hatte und daher sei von dieser Seite keine grosse Hilfe für mich zu erwarten. Ein Recht. dass versuchte Nötigung nicht so einfach ausradiert werden kann. aber im Grunde sprach der Bankdirektor die Wahrheit. Darum sei auch in den letzten Wochen so vieles schief gelaufen. Ich fragte ihn. fragte ich. nach Hause zurückzukehren.auch. Ich war schon etwas beleidigt. dass ich solange ausharren würde. 328 . Zudem wüssten mittlerweile Richter und Staatsanwaltschaft. Ich konnte sehen. Wir wissen alle. ohne dass man eine unabhängige Untersuchungsperson für den Argentinienfall benannt hätte.

Amtsmissbrauch? fragte er. man solle mir hier bitte keine Lektion in guter Moral und ehrlichem Business erteilen. dass kriminelle Geschäfte im Spiel waren und auch jetzt vermutlich in diesen Minuten immer noch gemacht werden. sonst würden uns doch alle hören. Die Ursache war ganz klar die behördliche Inkompetenz und Lügerei. die Kunden bei der LGT oder in Liechtenstein sind. Ich hätte auch keine Lösung zur Hand. Ja. hatte einmal zu mir 329 . solange niemand mir beweisen könnte. Natürlich sei mir bewusst. dass am 101er Fall und am 140er Fall ein frischer. Die Dinge seien nun aber so wie sie sind. Und auch der Amtsmissbrauch. dass HansAdam irgendjemand in den Kerker wirft oder Urteile zu meinen Gunsten abändern sollte. mit der Lautstärke herunter zu kommen. Der Bankdirektor könne mir glauben. Aber eben. dass ich heute mit ihm hier in einem Park in Amsterdam stehe.Ich beharrte auf dem Standpunkt. Ein pensionierter Richter in Liechtenstein. von denen die LGT wusste. Und zudem auch der dümmste Aussenstehende eine aktive und passive Mittäterschaft der LGT („mitgegangen ist mitgefangen‚) erkennen würde. dass in diesem Fall es um Gerechtigkeit gehen würde. Auch dafür. fragte er dann. der meinen Fall gut kannte. Was dort illegal sei. antwortetet ich resignierend. Die Gesetze wären im Ländle halt anders als im Ausland. trennen. Er musste mich auch bitten. fragte ich. da werden alle Augen zugedrückt. dass meine Vorgehensweise nicht die feine Art sei. Ich wechselte um auf den Flüsterton um und fand es an der Zeit ihn an die vielen Mandaten zu erinnern. versuchte er meine steigende Wut zu besänftigen. Warum. Ich weiss es auch nicht. Ich sagte ihm. Bei diesem Thema kannte der Bankdirektor kein Pardon. dass ich nicht nach Hause kommen würde. aber bei jedem illegalen Geschäft der Banken und Treuhänder in Liechtenstein. Amtsmissbrauch. dass mir schon bewusst wäre. unabhängiger Staatsanwalt arbeitete. warum wollte man mir jetzt nicht helfen. hielt ich fest. sei halt im Ländle legal. Die nächsten 15 Minuten sagte er nichts mehr. dass ich viele schlaflose Nächte in Vaduz verursacht hatte. Ich müsse mein Schicksal strickt von den Personen. dass für mich feststehe. Wie weiter. dass ich so rasend geworden war. Ich entschuldigte mich bei ihm. sei die Wirkung einer Ursache. Ich würde ja nicht verlangen.

fragte er mit dem Hintergedanken. Nicht nur finanziell. nein. das geliebte Geld. erwiderte ich. nein auch emotional. falls er mir künftig wieder mit der Mitleidstour kommen sollte. erwiderte ich. ob ich denn nicht mit meinem Rechtsanwalt Kontakt hätte. klärte ich den Bankdirektor auf. wenn es nach ihm gegangen wäre. wenn sich ein Kunde umbringen würde? Und zu Hause. nein – natürlich nicht. hätte man dies nicht im Text geschrieben. Er verneinte dies. Nein.gesagt: "Nicht-Handeln ist auch eine Art von Amtsmissbrauch". Ich fühlte mich in eine Ecke gedrängt. sicher nicht. Vermutlich würden sich auch ein paar umbringen. Man würde mir auch nochmals anbieten. Von den Wirtschaftsskandalen gar nicht zu reden. Aha. drei politische Skandale. in Liechtenstein. würde man mich als den grössten Verräter aller Zeiten ansehen. fragte ich. Bei dieser Gelegenheit fragte ich ihn. Er antwortete nicht und rieb nur den rechten Daumen über die vier anderen Finger kreisförmig vor und zurück. was ich wolle. fragte ich ihn. fragte er mich zum wiederholten Male. Ich hätte mit niemand Kontakt dort und der Rechtsanwalt Dr. wie viele der Kunden in grosse Schwierigkeiten geraten würden. Ob ich das alles bedacht hätte? Ja. Er versuchte an mein gutes Herz zu appellieren. er würde nur seine Zeit vergeuden. Es müsste mir doch klar sein. Ich erklärte ihm. ja – klar sehe ich die Probleme. Nein. Leiden sollte niemand wegen mir. Ob es das wäre. Frankreich und anderswo würde es auch geben. indem er mir vorrechnete. Das geliebte Pulver. ob Geld das Problem lösen könnte? Der Bankdirektor lief rot an und sagte. Was wäre mit der Witwen und den Waisenkindern. Wie weiter. Sondern. ob er wüsste. dass das Thema Selbstmord mir sehr sensibel war. dass einige Kunden im Gefängnis landen würden. psychologisch. 330 . Wer kam auf die Schiessidee mir zu schreiben. Hirn wüsste von nichts. Er als Banker würde einen solchen Lösungsvorschlag nur diskret und in einem Gespräch andeuten. Ob ich diese massiven Schwierigkeiten für die Kunden von Hans-Adam wollte. Und stellte die Gegenfrage. Apropos Geld. jetzt kam es mir wieder in den Sinn. zum Beispiel in Deutschland. was der Stand der Dinge in Sachen Zivilprozess sei. Hans-Adam verdiente ja Millionen mit seiner LGT. Und zwei. fragt er fast wie ein Pfarrer. Das wollte ich nicht.

dass ich ihn um 18 Uhr auf sein Handy anrufen würde. er hätte von HansAdam ein Budget erhalten. sagte ich ihm. dass der Bankdirektor noch mehr mit mir reden wollte oder musste. "für ewig sicher" wiederholte ich seine Worte. worauf er nur ein Grinsen von mir erhielt. Mann war ich froh. Es wurde mir ein malaysisches oder indonesisches Restaurant empfohlen. Ich hatte das Gefühl. bei mir gibt es nichts ‚diskret anzudeuten‚. Ich fragte bei der Touristeninformation nach. Ja dann ist ja gut. dachte ich. Bis dann Herr Kieber. sagte ich ihm auch. Ich sagte. wenn am Schluss niemand zu Schaden gekommen wäre. 331 . Absolut nicht. erwiderte ich. so fein essen gehen wollte man mit mir. Wir könnten in ein feines Restaurant gehen. dachte ich mir. ich habe meine eigenen Euros. ob ihm Asiatische Küche schmecken würde. nur wenn ich das Lokal aussuchen könnte. Ich notierte mir die Adresse und ging gleich auf einen Besichtigungstrip. Einem feinen Essen war ich nie abgeneigt. Ob ich Geld zum Leben brauche. Für ewig sicher. ob er mich zum Abendessen einladen könnte. egal was es kosten würde. welches das teuerste asiatische Restaurant der Stadt war. Geld interessiert mich nicht.mich mit Geld sicher nach Südamerika zu bringen. Er sollte bitte aber erst 15 Minuten nach mir aus dem Park gehen. wo ich den wohnen würde. Ich muss euch leider enttäuschen. OK. Keine schlechte Taktik. dass nichts passiert war. Ich war auch überaus erleichtert darüber. Ich hätte doch sicher schon lange nicht gut gegessen. fügte er an. Aha. Vermutlich vergraben auf der mexikanischen Halbinsel. Ich verabschiedete mich mit dem Hinweis. Er fragte sachte nach. Nein. Ja klar. ich esse sehr gut. Bis dann Herr Bankdirektor. Ich lief so schnell ich konnte in Richtung Bahnhof. entgegnete er schnell. Erstmal Luft holen. Er hätte auch kein Angebot in der Tasche. Ich setzte mich in eines der vielen kleinen Cafés. beendete ich dieses Thema. Egal. Er fragte mich. Diskretion bis zum Ende. Aber Danke. dass man in Vaduz offenbar nicht allzu brutal nach meinem Kopf schreien würde. sagte er. riskieren könnte ich es ja. Gemäss den Schilderungen vom Bankdirektor würde man jetzt in Vaduz auf meine Heimreise hoffen und nicht allzu böse sein. sagte er. So. erwiderte ich. ich solle ruhig ein teures auswählen. um Spesen und andere Kosten zu bezahlen. Ich fragte ihn.

dieses Schweizer Haus kaufen zu können. Es war kühl geworden und wenn ich mich richtig erinnere. Um 18 Uhr rief ich ihn an und gab die Adresse durch. erwiderte ich . wenn einer hier Fehler manchen würde.Das Wirtshaus war in einer überschaubaren Ecke der Stadt. Es war 17. Ich fühlte mich wohl und nicht bedroht. wurde seine Zunge etwas lockerer. Warum er dies wissen wollte. Dadurch konnte die Umgebung beobachten. mehr noch. als Zeichen der Überlegenheit. mich nach Liechtenstein bringen zu lassen. mit Sitz in Basel) schon gemacht hat oder in Kürze abschliessen würde. Ich hatte ein Gefühl. Er erschien mir auch etwas entlasteter. Es gab gute Ecken in der Umgebung sodass ich das Restaurant vor eintreffen des Bankdirektor eine Weile beobachten könnte.wenn es sein muss. 332 . man befürchtet in Vaduz. quasi als einen Wink mit dem Zaunpfahl. dann SIE. CHF. Aber nein. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. rieselte der Regen ein wenig. Der Bankdirektor kam zu Fuss. dass es am Besten wäre. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster. ja natürlich. Man wusste ja nie. Bis er sich entschloss. Weit weg von den Anderen. mir mitzuteilen. dass ein Unfall passieren könnte und die Feinde wegen eines Systemfehlers oder so die Daten bekommen könnten. versicherte ich ihm. Der Preis war um die 200 MIO. Der Eingang versprach nicht so viel. fragte ich zurück. schräg gegenüber dem Lokal auf den Bankdirektor wartete. wenn ich hier. Auf einmal fragte er mich. Ich entschied. Man sei in Vaduz sehr stolz. aber im oberen Stock eröffnete sich ein prächtig dekoriertes Gastlokal. Er sagte. ob ich die Sicherheitsvorkehrungen immer aktiviert halte. dass Hans-Adam und seine Gehilfen jederzeit die Macht und die Mittel dazu hätten. Ich sagte. dass nun alles gut gehen würde. Der Bankdirektor erzählte mir auch von den Geschäften zu Hause. Na ja. Nach der Vorspeise und zwei Gläsern feinem Wein. Es waren ausser uns nur zwei. h. D. aber er erwähnte entweder dass die LGT Gruppe den Kauf der altehrwürdigen Schweizer Treuhand Gesellschaft (die "STG". Es war die erste Gelegenheit. drei andere Gäste anwesend.15 Uhr. bei der ich etwas gelöster mit dem Bankdirektor reden konnte.

Ich schluckte erstmal leer und fragte aufsässig: Wie denn? Nichts leichter als das, fuhr er fort, eine angeheuerte Truppe könnte mich in nullkomma-nichts überwältigen, in den Kofferraum eines Diplomatenwagen stecken und in zehn Stunden wäre ich auf dem kalten Betonboden des Gefängnisses in Vaduz zu finden. Mir wurde kotzübel. Ich dachte, hoffentlich sind meine eigenen Sicherheitsvorkehrungen stabil genug. Er merkte, dass ich nervös wurde und beruhigte mich schnell, indem er sagte, dass diese Lösung angeblich nie ernsthaft diskutiert worden wäre und angeblich niemand dies wollte. Im Gegenteil, alle hofften, dass man mit „mir reden kann‚ und ich freiwillig nach Hause zurück kehre. Ich war immer noch erzürnt und murmelte etwas im Sinne: „Ja, ja versucht’s nur mal mich mit Gewalt in einen Wagen zu packen. Vorher wehre ich mich bis zum letzten Tropfen Blut.‚ Der Bankdirektor hörte mir gar nicht mehr zu, da er schon wieder mit seinem anderen Tropfen, dem Weisswein, beschäftigt war. Morgen sei auch noch ein Tag, kam es aus seinem Mund. Ja, morgen, da sollten wir uns wieder treffen, oder? Ich wollte dies nicht. Er war enttäuscht darüber. Ich sagte, es sei besser wenn er morgen nach Hause fliegen würde und denen dort versichere, dass ich die Daten sicher aufbewahrt hatte. Und das ich nicht nach Hause kommen würde, solange keine wirklichen Anstrengungen unternommen würden, die Fehler von Justiz und STA zu untersuchen. Ich sagte es ihm ungern, aber ich wiederholte, dass ich felsenfest davon überzeugt sei, dass mir Deutschland oder die USA helfen würden. Er schüttelte nur den Kopf. Ist mir egal, was ihr über diese meine Gedanken denkt, es mag zwar sein, dass weder die USA noch Deutschland helfen könnten, sagte ich. Aber eben dieses herauszufinden wäre der einzige richtige Schritt für mich. Entweder räumt Liechtenstein seinen Saustall auf oder eben nicht. Er wollte eine Zusicherung von mir, dass ich mich wieder mit ihm treffen würde, wenn er zurückkehren würde. Klar, natürlich werde ich, sagte ich. Wann er dann wieder kommen wolle. In einer Woche. Gut OK. Passt mir auch. Wir vereinbarten, dass ich ihn am kommenden Freitag oder Samstag auf seinem Handy anrufen werde. Er erklärte mir, dass sein
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Handy nicht abgehört wird. Er schwöre es. Die Behörden seien ja auf Geheiss von Hans-Adam aus dem Spiel draussen. Ich erwiderte kühl, ja, ja – wer’s glaubt wird selig. Er fragte mich, ob ich noch zur so später Stunde eine Heimfahrt nach Rotterdam finden würde. Ja, sagte ich. Die Züge fahren bis spät in die Nacht. Also bis nächste Woche dann. Ja, bis dann. Er bestellte die Rechnung. Er bezahlte und ich bedankte mich für das feine Essen. Mein Abendbrot kostete sechzig Euro. Guten Flug Herr Bankdirektor. Gute Heimfahrt Herr Kieber.

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KAPITEL 15

Heinrich‘s Tod in Utrecht

VADUZ März 2003 (1) Hans-Adam und Alois warteten ungeduldig auf die Rückkehr vom Bankdirektor. Dieser landete am frühen Nachmittag des 04.03. aus Amsterdam kommend in Zürich. Dieses Mal wurde er vom Firmenwagen der LGT Gruppe abgeholt und gleich hoch zum Schloss gefahren. Er berichtete über das Treffen mit Kieber. Ob er die Datenträger gesehen hätte, fragte der Schlossherr. Nein, aber er wäre sich ganz sicher, dass Kieber auf sie aufpassen würde. Und die Papierdokumente, wo sind diese? Er wisse es nicht, erwiderte der Bankdirektor. Und die Schutz-ID, hat Kieber sie wieder verlangt? Ja, aber nur zu Beginn. Kieber hätte die Meinung geändert, schilderte der Bankdirektor, er würde sich überlegen, ob er auch ohne sie leben könnte. Solange er sich an gewisse Grundregeln im Bezug auf Reisetätigkeiten halten würde, würde er es sicher überleben. Kieber würde aber ausrichten lassen, dass, sollte seine Identität im Ausland erkannt werden, und die Aufdeckung der Daten eine Konsequenz daraus wäre, dieses Risiko alleine Hans-Adam und die Finanzbuden in Liechtenstein übernehmen und akzeptieren müssten. Der Bankdirektor sagte auch, dass er denke, selbst wenn man Kieber nun die Schutz-ID anbieten würde, er sie nicht mehr annehmen wolle. Der Bankdirektor hätte im Gespräch mit Kieber den Eindruck erhalten, als würde er es einfach darauf ankommen lassen, ob nun seine Identität entdeckt würde oder nicht. Dass es dem Kieber bald wurscht sein würde, ob ihm nun Vaduz bei diesem Punkt helfen würde oder eben nicht. Hans-Adam bat den Bankdirektor über diese Wahrnehmungen mit dem Professor zu reden, um so ein genaues, momentanes Bild von Kiebers Psyche erstellen und dementsprechend handeln zu können. Nachdem die Polizei und Justiz von Hans-Adam aus dem KKZ ausgeschlossen wurden, musste man nur noch den Regierungschef Hasler und den Professor informieren. Der Professor analysierte die neue Situation und kam zum Schluss, dass Kieber an eine friedliche Lösung glaube, sehr gesprächsbereit wäre und man auf keinen Fall die Kommunikation unterbrechen sollte, wollte man eine mögliche Katastrophe abwenden.
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Vermutlich würde es aber mehrere Gespräche und daher Reisen zu Kieber bedürfen, bis dieser soweit bearbeitet wäre, nach Hause zu kommen. Hans-Adam ordnete an, dass der Bankdirektor weitere Reisen nach Holland in seinem Zeitplanung vorsehen sollte. Vor der nächsten Reise solle er ihn oder seinen Sohn nochmals kontaktieren. Er würde dann genaue Anweisungen erhalten.

Amsterdam März 2003 (a) Ich genoss meine Freiheit in diesem schönen, grossen Land. Obwohl Liechtenstein auch ein wunderschönes Landschaftsbild mit den Bergen, dem Rhein und den Wiesen und Wäldern abgibt, war das neue Leben in Holland für mich sehr attraktiv. Ich wollte und musste mein Monnikendam vor Entdeckung durch Hans-Adam schützen. Deswegen musste ich tief in die Trickkiste greifen, um nach dem Abendessen mit dem Bankdirektor, den Weg nach Hause so gut es ging verschleiern. Fast eineinhalb Stunden brauchte für den Heimweg, aufgeteilt ein Drittel Taxi, ein Drittel Bus und der Rest zu Fuss. Fest im Glauben, dass man in Vaduz das richtige tue, schlief ich beruhigt ein. Ich mietete mir für die nächsten sieben Tage ein Fahrrad und erkundete die nähere Umgebung. Am letzten Tag meiner Fahrradmiete war ich in Amsterdam City zu Fuss unterwegs. In einer der kleinen Seitengassen wurde ich von einem jungen, etwas traurig dreinschauenden Mann auf einer Brücke auf Englisch ruppig aber leise angesprochen. Das man angepöbelt wurde, kam des öfteren vor, vor allem in dem Stadtteil, wo Drogen konsumiert oder verkauft werden. Zu einer Plage wurde die Anmache aber nicht. Dieser Mann wollte weder Drogen verkaufen noch welche kaufen. Er sah aber wie ein typischer Drogenkonsument aus. Zu meinem Erstaunen fragte er mich, ob ich dieses Hollandrad, das er mit einer Hand festhielt, kaufen möchte. Er bräuchte unbedingt Geld. Es war ein schönes Modell. 3-Gang und rabenschwarz. Sah nicht sehr alt oder gebraucht aus. Ob es ihm gehören würde, fragte ich. Ja, sagte er. Wie viel? Fünf Euro. Wie viel? 50?, Nein! Fünf Euro und es ist deins, sagte er. Nachdem ich ihn von oben bis unten genauer gemustert hatte, um zu sehen ob er mir kräftemässig gewachsen wäre, sagte ich zu ihm, dass er ein Dieb sei und dazu ein blöder. Ich sagte ihm, dass jeder doch sofort merken würde, dass er das Velo
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gestohlen haben muss, wenn er es für nur fünf Euro verkaufen würde. Nein Danke, sagte ich. Ich hätte mein eigenes Velo. Verärgert ging er weg und schob das Velo vor sich hin. Ich beobachtete, wie er schon die nächste Person anquatschte und wahrhaftig, nach drei Minuten, vermutlich für die fünf Euro, wechselte das Bike den Besitzer. Der neue, stolze Eigentümer kam an mir vorbei und ich rufte ihm auf Englisch zu, günstig gekauft, das geklaute Fahrrad, Yes? Er starrte mich mit Entsetzten an und entfernte sich in aller Eile mit seinem neuem Besitz. Das Wetter wurde immer schöner und ich mietete mir das Velo für einen weiteren längeren Zeitraum. Oft radelte ich nach Volendam, eine andere Stadt in der Provinz Noord-Holland, die am Ostufer des Markermeers lag, dass wiederum ein Teil des Ijsselmeers war. Volendam liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Amsterdam und war bekannt für feinen (Edamer) Käse. Was für ein Unterschied, biken in Holland war ganz ohne Qual. Alles flach und übersichtlich und viele Radwege überall hin. Ich begann auch mit dem Fahrrad regelmässig nach Amsterdam zu radeln. Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs, an der nördlichen Flussuferseite (Amsterdam Nord) konnte ich mein Velo am Ende des langen Buikslotenweg an geeigneter Stelle stehen lassen und die GratisFähre rüber zum Hauptbahnhof nehmen. Manchmal genoss ich die Überfahrt so sehr, dass ich einfach 30 Minuten lang auf dem Schiff ausharrte und mit hin- und herfuhr. Einmal fuhr ich schon um fünf Uhr in der Früh von zu Hause los und war dann einer der ersten am Pier. Ich kettete mein Velo an eine lange Stahlröhre und nahm die Fähre rüber. Nach ein paar Stunden in der City kehrte ich zum Fahrrad zurück. Aber welches war meines? In der Zwischenzeit waren sicher 200 andere Velos auf dem Platz. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich meines erkannte; fast alle Fahrräder in Holland sehen gleich aus. Auch wünschte ich mir, ich hätte auf die Warnung meines Velovermieters gehört, als dieser sagte, ich solle die Pumpe vom Velo wegnehmen, wenn ich das Velo irgendwo abstellen würde. "Seinen Rat ich nicht befolgte, drum ich auch keine Pumpe mehr vorfinden sollte". Ich plante, den Bankdirektor am Freitag anzurufen. Dieses Mal wieder aus einer anderen Stadt. Leiden, südwestlich von Amsterdam, sollte es sein. Ich war erstaunt, wie billig Zug fahren in Holland war. Wirklich! In 35 Minuten war ich schon dort angelangt. Ich rief ihn um die Mittagszeit an und er schlug vor, da er ja glaubte ich würde in Rotterdam wohnen, dass wir und doch auf halbem Weg treffen könnten, in Utrecht. OK,
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sagte ich. Er hätte sich für drei Tage und zwei Nächte Zeit genommen. Er müsse mir wichtiges sagen. Gut, erwiderte ich und bestätigte ihm, dass ich ihn am kommenden Montagnachmittag auf seinem Handy anrufen würde. Keine Überraschungen, ermahnte ich ihn. Natürlich, keine einzige, meinte er. Am Sonntag sah ich mir Utrecht an. Hauptstadt der Provinz Utrecht. Auch nur 30 Minuten mit dem Zug von Amsterdam Ceentral. Eine Stadt mit vielen historischen Bauten. Vor allem der berühmte gotische Dom mit seinem Kreuzgang und dem freistehenden Turm währen da zu erwähnen. Ich spazierte durch die Strassen und Gassen. Nicht viele Touristen unterwegs. Als Treffpunkt geeignet, erkannte ich. Ich notierte mir die Zugverbindungen und rechnete die benötigte Anreisezeit für Montag aus. In einem Internetcafé aktivierte ich meine „Lebensversicherung‚. Wieder zu Hause abgekommen, prüfte ich mein ganzes Gepäck und verstaute alle Unterlagen und Datenträger behutsam im Handkoffer. Es war noch Zeit für einen kleinen Schwatz mit Jane in ihrem Garten. Mehr und mehr Blumen blühten und sie strahlte deswegen sehr. Meistens war ich der einzige Gast im Haus. Meine Wäsche konnte ich nicht bei ihr Waschen. Im Dorf gab es aber eine Kundenwäscherei, die den Auftrag jeweils zu meiner grössten Zufriedenheit ausgeführt hatte. Für fast alle Handwerksbetriebe in Monnikendam waren dies ruhige Zeiten. Erst im Sommer, wenn die Besucher kommen, dann sollte es hektisch zu und her gehen und die Umsätze steigen. Am Montag, den 10.03. gab es dann die zweite Zusammenkunft mit dem Bankdirektor. Als Treffpunkt hatte ich ihm den Dom vorgeschlagen. Er soll dort bitte pünktlich um 14 Uhr auf mich warten. Von einer verdeckten Stelle aus konnte ich den Platz gut beobachten. Er kam alleine. Ich liess ihn bewusst 15 Minuten einsam dort stehen. Er nahm mehrmals das Handy aus der Manteltasche und blickte auf das Display. Diese Mal hatte ich ihn nicht aufgefordert, sein Handy auszuschalten. Ich lief auf ihn zu und wir begrüssten uns freundschaftlich. Er wollte wissen, ob ich meine Sicherheitsvorkehrungen eingeschaltet hätte. Ich bejahte es und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten.
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Ich unterwies ihn, bitte in Zukunft mich deswegen nicht mehr zu fragen, er solle dies als gegeben annehmen. Für jedes Treffen. Da wir nun schon mal da waren, wollten wir was für die Bildung tun und besuchten den Dom. Wie lasen uns durch die vielen Hinweistafeln durch und waren besonders von den in den Boden eingelassenen Schrifttafeln beeindruckt. Der Dom wurde zwischen dem 13. und 16 Jahrhundert gebaut. Wir konnten lernen, dass Kaiser Heinrich der V. (Heiliges Römisches Reich, Schwiegersohn von Heinrich I. von England) im Jahr 1125 in Utrecht starb. Na dann wollen wir mal hoffen, dass ein anderes Geschlecht, welches das Heilige Römische Reich überleben konnte (die „‚von Liechtenstein‚), nicht dafür sorgen würde, das im Jahre 2003 ein anderer Heinrich – nämlich der Heinrich Kieber - hier in Utrecht seinen Tod finden sollte, betete ich laut vor. Wir lachten beiden darüber. Nun aber zum Business, sagte der Bankdirektor. Als Zeichen des Guten Willens mir gegenüber, so wurde mir erklärt, hätte sich Hans-Adam diskret an vertrauenswürdige Staatsrechtler ausserhalb von Liechtenstein gewandt. Diese sollen prüfen, wie man in dem festgefahrenen Strafverfahren gegen Helmut Roegele & Co. am Besten vorgehen sollte. Hans-Adam würde die Kosten dafür persönlich übernehmen. Er konnte mir die Freude buchstäblich von den Augen ablesen. Ohne die mir unbekannten Akademiker (die erwähnten Staatsrechtler) düpieren zu wollen, sagte ich, wäre es doch am Einfachsten, wenn die STA den Fall wieder öffnen und dann die Anklage erstellen würde. Dazu bräuchte Hans-Adam nur ein paar Telefonate zu führen. Und er müsste wegen mir nicht einmal irgendein Gesetz brechen oder erwürgen. Die Liechtensteiner Strafprozessordnung sieht eine solche Möglichkeit explizit für das Staatsoberhaupt vor. Deswegen hatte ich ihm ja, nebst der Tatsache, dass er der Besitzer der LGT war, Anfang Januar 2003 den Brief geschrieben. Schon mit diesen wenigen Schritten, wäre ich HansAdam auf immer und ewig dankbar, versicherte ich. Die Untersuchung war seit langem fertig, jeder halbwegs zum Denken fähige STA sollte es zustande bringen, binnen kürzester Zeit eine Anklageschrift beim Kriminalgericht in Vaduz einzureichen, betonte ich.
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Ich sagte auch, dass sobald die Anklage für rechtsgültig erklärt würde, ich am nächsten Tag wieder in Vaduz auf der Matte stehen würde. Mit den Daten und allem was dazugehört. Mehr könnte und würde ich nicht verlangen. Ohne der Zukunft vorauszueilen, hob ich weiters hervor, würde nach erfolgter Anklage der Oberste Gerichtshof in Vaduz den zu erwartenden, letztinstanzlichen Entscheid in der Zivilsache ums blockierte Geld aussetzen, um das Urteil im Fall 101er abzuwarten. Der Bankdirektor nickte zustimmend. Ich würde auch Hans-Adam die Kosten ersetzten, versprach ich. Sofern es mir finanziell möglich sein sollte, musste ich nachschieben. Der Bankdirektor holte tief Luft und sagte: Als Zeichen des guten Willen gegenüber Hans-Adam erbitte dieser, dass ich anfangen würde, die Extrakopien, also eine der elektronischen externen Harddisks oder DVDs zu vernichten. Stück für Stück. Ich hatte nicht viel Zeit erstaunt zu sein, denn der Vortrag war noch nicht zu Ende. Auch würde Hans-Adam gerne vom Bankdirektor bestätigt bekommen, dass ich die über 2000 Stück Originalpapierdokumente ebenfalls anfange zu zerreissen. Man könnte mir einen Dokumentenvernichter zur Verfügung stellen oder das Geld zum Kauf dafür geben. Wie bitte, fragte ich ihn entsetzt. Das ich eine kleine Harddisk zerstöre, leuchtet mir ein. Aber ihr wünscht euch, dass Originaldokumente, mit Originalunterschriften der Kunden vernichtet werden? Ihr wollt dies wirklich, erkundigte ich mich. Muss wohl ein Witz sein, sagte ich. Nein, verdeutlichte er. Die Kunden wissen ja nicht, dass ihre Originalpapiere, die ja keine Wertpapiere waren, fast 1000 Kilometer entfernt von dort wo sie sein sollten, waren. Zudem hätte man ja jedes Dokument auch im elektronischen Speicher bei der LGT. Das stimmte. Ich weiss nicht warum, aber mir gefiel der Gedanke überhaupt nicht. Nicht das ich Mühe damit hätte, die über 2000 Seiten in den Papierfresser zu stopfen, aber ich vertrat die Meinung, das die Dokumente dem Kunden gehörten und sie wieder dorthin zurück gelangen sollten, wo sie hergekommen sind. Offenbar hatte sich der Bankdirektor keine solchen Gedanken gemacht. Er runzelte die Stirn und fragte wie die Papiere denn transportiert werden sollen. Es bedarf einiger Überredungskunst, um ihn zu überzeugen, dass er doch die Papiere in Etappen wieder mit nach Hause nehmen könnte. Ich könnte ihm morgen schon einige Stapeln bringen. Kopien jener Dokumente hätte ich ja auch auf meinen elektronischen Datenträgern. Mir wäre es sogar lieber, wenn ich die Papiere loswerden könnte. Immer
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diese Schlepperei, sagte ich. Was aber, wenn er an der Grenze kontrolliert würde und man in seiner Tasche tausende Bank- oder Treuhandpapiere aus Liechtenstein finden würde. Mein Gott, sagte ich zu ihm, er sei doch der weitgereiste Bankdirektor. Wie viel Gepäck er sich für diese Reise mitgebracht hätte, fragte ich ihn. Eine Mappe und ein Handrollkoffer. Das ist doch schon ein guter Anfang, rief ich aus. Er soll seinen Pyjama und die Zahnbürste in die Mappe quetschen und die Papiere in den Rollkoffer. Diesen soll er am Flughafen Schiphol als Gepäckstück aufgeben und nur mit der Mappe als Handgepäck reisen. Soweit ich wusste, wurde in Amsterdam bei aufgegebenem Handgepäck noch keine Extrakontrolle durchgeführt. Der Abflug war also kein Problem. Bei Ankunft in Zürich sei er ja schon fast auf heimischem Boden. Die Schweizer Zöllner würden bei einer Kontrolle keine Fragen zu solchen Papieren stellen. Dem Bankdirektor gefiel die Idee noch nicht so ganz. Mir kam nicht in den Sinn, warum er Angst davor hatte. Er müsse mit Hans-Adam Rücksprache halten. Kein Problem, sagte ich. Wenn er möchte, so könnte er alles schon morgen haben, offerierte ich ihm. Falls alles in seinen Koffer passte, fügte ich hinzu. Er entfernte sich von mir und machte ein Telefongespräch. Nach 20 Minuten kam er zurück und strahlte über das ganze Gesicht. HansAdam sei begeistert von der Idee. Und er schätze meine Fürsorge um die Daten. Bitte, gern geschehen, erwiderte ich. Also gut, ich würde ihm als Zeichen des guten Willens Teile der Daten morgen übergeben. Wo, fragte er. Ich antwortete, lass uns doch in Amsterdam treffen. Von "Rotterdam" wäre es nur eine Stunde mit dem Zug. Der Bankdirektor war damit einverstanden. Ob ich schon eine elektronische Kopie bis Morgen vernichten würde, fragte er höflich. Nur nicht so übereifrig, sagte ich. Eines nach dem Anderem. Morgen gibt es die Dokumente und dann sehen wir weiter. Ich erklärte ihm auch, dass ich es gar nicht eilig hätte. Und ich zum Schluss gekommen sei, dass ich die Schutz-ID wirklich nicht mehr wolle. Ich würde schon ohne sie durchkommen. Wenn die in Vaduz so stur seien und den Vorteil für sie nicht sehen wollen, dann müssten sie eben dieses Extrarisiko selbst tragen. Ich müsste jetzt wieder heim nach Rotterdam fahren, sagte ich zu ihm. Er wollte mich noch zum Abendessen einladen. Ich lehnte dankend ab. Wir verabredeten, uns am nächsten morgen um 11 Uhr in der Lobby des Hotel Marriott, in der
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Stadhouderskade zu treffen. Ich versprach mit den Dokumenten zu kommen. Ich warnte ihn, es solle mir ja keiner folgen. Es sei zwecklos, machte ich im vor, da die Papierdokumente nicht am selben Ort seien, wo die elektronischen Datenträger aufbewahrt würden. Aber nein, niemand würde mir folgen, er sei alleine da, versicherte er mir immer wieder. Und was war dann das ganze Gerede beim ersten Treffen, über gewaltsame Verschleppung und so? Ich solle dies vergessen, bat er mich. Alle nur dummes Geschwätz. Na wollen wir mal hoffen, dass das stimmt, sagte ich als Abschiedsgruss. Auf Umwegen lief ich zum Bahnhof und nahm erst den dritten Zug nach Amsterdam. Ich wechselte mindestens vier Mal den Platz. Keiner zeigte Interesse an mir. Nach Ankunft im Hauptbahnhof in Amsterdam bestieg ich die kleine Fähre rüber nach Amsterdam Nord. Mein Fahrrad hatte niemand geklaut. Aber einen Platten hatte ich. Mist! Zum Glück gab es ca. 300m nordwärts, am Buikslotenweg auf der linken Seite, ein Fahrradgeschäft mit Reparaturstätte. Für ein paar Euro war die Sache geregelt. Ich radelte mit Genuss Richtung geliebtes Heim in Monnikendam. Das Fahrrad durfte ich immer neben dem Schuppen am Ende des Gartens abstellen. Es brannten keine Lichter mehr im Hause. Jane und ihr Mann mussten wohl ausgegangen oder schon zu Bett gegangen sein. Ich verspürte den Drang wieder etwas für meine Fitness zu tun. Monnikendam hatte ein Gemeindehallenschwimmbad. Ein kleines Sportgebäude und leider war das Wasser im 25m Becken nur hüfttief. Etwas ungewohnt, aber zur Muskelbewegung reichte es allemal. Wieder zu Hause packte ich die Papierstapel aus und schaute sie mir nochmals an. Da war Eines mit der Unterschrift von Klaus Zumwinkel. Einer der deutschen PEPs. Wenn der wüsste, was hier vor sich ginge, dachte ich. Ich nahm die Hälfte aller Dokumente aus dem Koffer und legte sie für morgen früh bereit. Wie immer verschloss ich in der Nacht meine Zimmertüre von innen. Am Dienstag, den 11.03. war ich schon um 7 Uhr mit dem Velo unterwegs Richtung Amsterdam City. Schwer bepackt mit einer Plastiktüte, die ich von der Wäscherei in Monnikendam erhalten hatte. Darin waren die Unterlagen nochmals in Einkaufstüten eingewickelt. Es war irgendwie ein lustiges Gefühl, als ich mit Treuhandurkunden wie etwa Verträgen oder internen Aktenvermerken und mit Bankbelegen in Milliardenhöhe die frische Brise der kurzen Kanalüberfahrt zum
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Hauptbahnhof genoss. Ich stellte mir vor, mit welcher Freude ich von jedem Steuerfahnder und jedem Kriminalpolizisten in Holland empfangen würde (auch ohne die elektronischen Datenträger, wo 1000fach mehr Datenmaterial zu finden war). Weihnachten schon im März 2003! Ein Bankett für die Kämpfer gegen Geldwäscherei, Kriminalität und Steuerhinterziehung. Aber offenbar war die Zeit noch nicht reif dafür. Ich nahm mir ein Taxi vom Hauptbahnhof zum Hotel Marriott. Ich war 25 Minuten zu früh da. Ich setzte mich in die Lobby und versuchte, nicht all zu grosse Aufmerksamkeit mit dem langen, dicken Plastiksack zu verursachen. Zu spät. Ein Wachmann sah mich und kam auf mich zu. Er fragte, ob ich Gast wäre, was ich verneinte. Ich sagte, dass ich auf einen Bekannten warten würde. Der Bankdirektor bog gerade um die Ecke. Er musste durch den anderen, kleineren Eingang auf der Vorderseite ins Hotel gelangt sein. Der Wachmann nahm seinen Rundgang wieder auf. Der Bankdirektor war mit seinem geleerten Rollkoffer gekommen. Da ich ihm nicht einfach den Sack so zuwerfen wollte, suchten wir uns eine ruhige Ecke und nahmen Platz. Zuerst drückte ich ihm zwei Bündel mit ca. je 500 Blättern in die Hand und erklärte, dass dies nun die Hälfte der Papiere wäre. So viele, so viele und so schwer, sagte er mit offenem Mund. Er bedankte sich artig, überflog sie schnell und erinnerte sich laut an den einen oder jenen vermerkten Kunden. Dabei machte er Randbemerkungen im Sinne von „oh, nicht dieser‚ oder „was, von dieser Kundschaft auch?‚. Ich erinnerte mich, dass wir eigentlich bis anhin gar nicht gross über die Originaldokumente gesprochen hatten. Selbst beim ersten Treffen wurde ich niemals danach gefragt. Speziell nicht nach der Kategorie von Dokumenten, die ich im Brief an Hans-Adam unter Punkt „III. C)‚ beschrieben hatte. Er berichtete, dass nachdem sie sich in Vaduz vom Schock erholt hatten, spielten die Originaldokumente keine grosse Rolle mehr. Jedes dieser Papierstücke wäre ja ohnehin auch auf dem elektronischen Datenspeicher. Ja genau, erwiderte ich. Was für Papiere sind diese denn, fragt er und zeigte mit dem Finger auf das letzte, kleine Bündel. Ich hielt noch ein kleineres Bündel mit ca. 125 Blatt Papier mit beiden Händen fest, solange bis es der Bankdirektor auch merkte. Er fragte mich: „Und diese Akten?‚ Ich erwiderte scherzend, welche? Er zeigte auf meine Hände.
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Dies sind die Originaldokumente jener Mandate, deren Vermögen politischen Parteien oder Körperschaften davon gehören, so wie ich sie unter Punkt „VI‚. im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, sagte ich. Er kannte alle „politischen Mandate‚ und wusste auf Anhieb um welche "Gruppe" es sich handelte. Die Kundendatenspeichersysteme von Treuhand und Bank sind zwar getrennt. Da er aber selber mehrere Jahre bei der Treuhand gearbeitet hatte, wunderte es mich nicht, dass er die Kunden und die Hintergründe zumindest der heiklen, politischen Mandate im Detail kannte. Trotz der hohen Nummer von fast 4000 Mandaten. Ich übergab sie ihm mit der Bitte, diese dem Hans-Adam persönlich zu geben. Er blätterte sie durch und schüttelte mehrmals den Kopf. Er legte sie vorsichtig zu den anderen Papieren im Koffer und zog den Reissverschluss zu. Als würde er sich selber belehren wollen, meinte er, dass die LGT diese Mandate gar nie hätten annehmen dürfen. Nicht auszudenken, wenn diese Mandate der Öffentlichkeit bekannt würden. Wir wunderten uns gemeinsam, was für Motive die Auftraggeber dieser Mandate hatten, Konten in Liechtenstein zu eröffnen und so viele Millionen zu horten. Aus Steuergründen sicher nicht. Besser keine Fragen dazu stellen, schlossen wir das Thema ab. Er müsse jetzt kurz nach Vaduz telefonieren, sagte er mir. OK, ich würde im Terrace Café des Hotels auf ihn warten, erwiderte ich. Als er 15 Minuten später zu mir kam, war seine Freude über meine Lieferung fast schon verflogen. Er richtete ein Dankeschön von Hans-Adam aus. Dieser würde es hoch schätzen, dass ich mich Kooperative zeigen würde und die Loyalität ihm gegenüber aufrechterhalten würde. Hans-Adam würde fragen, wann er die andere Hälfte der Originalpapiere bekommen könnte. Der Bankdirektor erzählte weiter, dass der Landesführer gerne heute noch hören würde, dass ich einen der Datenspeicher vernichtet hätte. Dies darum, weil er sich Sorgen machen würde, falls mir etwas gestohlen würde. Zum hundertsten Male versicherte ich dem Bankdirektor, dass nichts passieren könne. Die Daten seien in einem Safe aufbewahrt, behauptete ich. Er fragte mich, ob ich schon einen Heimreisetermin im Kopf hätte. Ich sagte ihm, dass ich vieles im Kopf hätte, aber leider noch keinen solchen Termin. Zuerst müssten wir doch abwarten, zu welchem Schluss die Rechtsexperten in Sachen Anklage gegen Helmut Roegele & Co.
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kommen würden. Oder hat Hans-Adam etwas von einer Frist gesagt, fragte ich ihn. Nein, nein, er habe nichts in dieser Richtung erwähnt, aber in Vaduz sei man natürlich der Meinung, je früher ich nach Hause kommen würde, desto besser. Da es schon fast Abendessenszeit war, schlug ich eine Einladung von ihm nicht aus. Wir blieben in der Nähe des Hotels und ich wollte während des Essens kein Wort mehr über die LGT oder Bankengeschäfte im Allgemeinen verlieren. Er erzählte mir von seiner lieben Frau, die ich nie kennen gelernt hatte. Und von seinen gut erzogenen Kindern. Eines Tages, so hoffte ich, würde ich auch Frau und Kinder haben. Das hatte ich aber auch schon vor sechs Jahren gehofft, als ich angekettet in einem feuchten Kerker sass. Er würde noch eine Nacht in Holland bleiben, da er erst für den nächsten Tag den Rückflug gebucht hatte. Ich bedankte mich für seine Gastlichkeit und vor allem für sein Verständnis und die Geduld mit mir. Ich fragte ihn, wann wir uns wieder sehen würden. Er überlegte kurz und antwortete, dass er am Freitag, den 21.03. nach Amsterdam kommen könnte. Gut, sagte ich. Das passt mir sehr. Nicht, dass ich viele andere Termine hätte, scherzte ich. Also, abgemacht, sagte er zum Abschied. Ich solle ihn nächste Woche am 18. oder 19. auf seinem Handy anrufen, sodass wir die Details des nächsten Treffens absprechen könnten. Mach ich doch. Auf Wiedersehen Herr Bankdirektor. Pass auf Dich auf, rief er mir zu. Überzeugt mit der Rückgabe das Richtige getan zu haben, machte ich mich zufrieden auf den Heimweg. Dies nicht ohne die übliche Verschleierungstaktik, was die Streckte anbelangte.

VADUZ März 2003 (2) Während Kieber mit dem Bankdirektor lange Diskussionen über die Daten, Gott und die Welt hatte, war man in Liechtenstein auch wieder aktiv geworden. In einer nicht-öffentlichen Sitzung wurde am 10.03. der Einspruch von Kieber vom 07.11.02 gegen die Anklage im Fall 140er vom Gericht einstimmig abgelehnt. Gleichzeitig wurde beschlossen, das (Verbrecher-)Ehepaar Helmut Roegele und Salud Hidalgo als Zeugen der STA einzuladen.
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Hans-Adam interessierte dies alles im Moment nur am Rande. diese unter Verschluss zu halten. Da hat man es.Hans-Adam wurde wunschgemäss über diese Beschlüsse informiert und er ordnete an. Seine Künste waren jetzt vor allem an der anderen Front in Liechtenstein gefragt. dass sonst Hans-Adam samt Familie und Kunstbildern nach Wien auswandern würde.in bar und sofort. eingeladen würde. also für "ihn". Die LLB war geschockt über seine Rücksichtslosigkeit. mietete er sich ein Zimmer in Triesen. dass man zum Wohle Liechtenstein nichts riskieren dürfte. Viele stimmten darum für die neue Verfassung. dass er die Daten hatte. CHF 700'000. andererseits war dieser Fall ganz anders. Einerseits wollte man auch die begangenen Fehler im Fall LGT vermeiden. Mitte März händigte man ihm dann CHF 100'000. war der Tag. wie der Teufel vor dem Weihwasser. Trotzdem konnten sie nicht verhindern. sollte er insbesondere vom Umstand erfahren. an dem er für sich und seine Familie über die nächsten hundert Jahre das Sagen in Liechtenstein durch die neuen Verfassung einzementieren lassen würde. Liechtenstein wie in 346 . dass die Medien davon erfahren könnten.. Mitte März. was die komplizierten Gespräche mit Kieber im Ausland stören könnten. verlangte er Geld! Ähnlich wie am Anfang bei Kieber.in bar aus. Da der Professor jetzt regelmässig zur Arbeit in Liechtenstein war. Sein Tag. weil sie Angst davor hatten. Vor solcher Art Publizität hatte man und hat man heute noch eine derartige Angst. dass er sie für die kommenden acht Wochen mehr als einmal an der Nase herumführten konnte. Was Lampert nicht wusste war. dass die STA Helmut Roegele & Co. am 16. hatte Lampert noch keinen Beweis geliefert. noch er selbst davon erfahren würden. Dies begründetet HansAdam in einer kurzen mündlichen Stellungsnahme damit. Der ehemalige LLB Banker Lampert verlängerte praktisch jede Woche die Liste seiner Forderungen. sodass weder Kiebers RA. Die Regierung Hasler hatte grosse Angst. was aus Liechtensteiner Sicht kein Problem darstellte. Die Bürger und Bürgerinnen stimmten ab. Er befürchtete.oder überwachbar und zweitens. Der Abstimmungstag war gekommen. 66 Prozent Zustimmung für den Hans-Adam. Erstens war Lampert noch im Land und daher kontrollier.. Dies holte er in der zweiten Woche im März nach. Lampert forderte u.a. dass Kieber explodieren würde. dass die LLB ihn ständig beschatten lies.

dass Deutschland solche Mandate sehr heiss begehren würde. 347 . dass man gewisse alte Ideen aus dem KKZ nichts ganz verwerfen wollte. Nein. ob Kieber bei seiner Ex-Freundin in Zürich eventuell Datenträger versteckt haben könnte. Kieber einen der zwei gedruckten Pässe für die paar Wochen. es wäre ein neuer Brief von Kieber. eine glückliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. ob es jetzt nicht besser wäre. Schon Tage vor seinem Triumph in der Abstimmungssache. dann müssen wir es in Betracht ziehen. Der Bankdirektor war sich auch ganz sicher. wurde Hans-Adam laut. Hans-Adam erwähnte im Gespräch. Alois deutete an. auszuhändigen. Er vergeudete nicht viel Zeit damit. Es wurde leider nichts gefunden. jede Veränderung des Status Quo ist zu vermeiden. Ein dicker Brief. In Zürich. hatte HansAdam anderen Grund zur Freude. Hans-Adam wollte daher abgeklärt haben. herauszufinden. Wenn es unserer Sache dienlich sein soll. Es sei in der Zwischenzeit gelungen. absolut gar nicht. Warum er und nicht die Treuhand die Papiere nun habe. fragte er nach. dass Kieber nie vorhatte. Der Bankdirektor wurde auch mit anderen Neuigkeiten überrascht. bis er nach Hause kommen würde. unterzutauchen sondern er sich ganz fest vorgenommen hätte. Die politischen Gegner waren eingeschüchtert und sollten den Sieg von Hans-Adam über sie seit jenem Tag ständig zu spüren bekommen. Kieber wollte nur einen Beweis abgeben. Der Bankdirektor übergab dann wunschgemäss das Bündel mit den 125 Blatt Papier an Hans-Adam.Bayern: Alles ungewisse. dass niemand in Deutschland Interesse an den Daten hätte. ohne Schweizer Teilnahme die Dreizimmerwohnung der besagten Dame zu durchsuchen. Etwas verlegen erklärte der Gesandte. sich bei den 66 Prozent zu bedanken. Er und sein Sohn Alois kamen an einem Nachmittag zu einem Sechs-Augengespräch mit dem Bankdirektor auf Schloss Vaduz zusammen. Die Angst war und ist immer grösser. Die Dokumente hätte er dem Direktor Dr. Er nahm die Papiere entgegen und las aufmerksam die Kundennamen und andere Details. dass Kieber damit nur zeigen wollte. Eine davon war. Solle er dies als Drohung auffassen. Dies gefiel dem Landesführer. resümierte er. Dieser dachte zuerst. Weil HansAdam ihm ja am Telefon erklärt hatte. fragte er. Feuerstein am Morgen schon übergeben. Nach dem Abstimmungssieg fühlte sich Hans-Adam so stark wie ein Godzilla. dass man auch in Zürich nicht fündig geworden sei.

Müller darüber.h. anrufen würde. Wie abgemacht. Für mich steht fest. Ich hatte sie nie über das ganze Drama der LGT-Daten aufgeklärt. mit der Auswahl vom Bankdirektor richtig gelegen zu haben. Ich gehe davon aus. ob denn die betroffene Frau einer Hausdurchsuchung ohne Schweizer Durchsuchungsbefehl zugestimmt hätte. d. schon fest gebucht. dass ihn Kieber wieder am 18. Mit ihm konnte man wirklich von Mensch zu Mensch reden. Verwundern würde es ihn aber nicht. die sie auch ab und zu mal hatte. war ich sehr empört. Er wusste von der Sache nichts. Ich war heilfroh. Ich schaute nie viel Fern. Manchmal durfte ich mit ihr und ihrem Mann vor dem grossen TV sitzen und gemeinsam schauten wir uns eine holländische Abendsendung an. dass sie zu keiner Zeit von irgendjemand über mich befragt worden sei. als feststand. Wäre gar nicht notwendig gewesen. oder 19. dass sie zu Bekannten in die Ostschweiz abgefahren war. Amsterdam März 2003 (b) Während ich mich schon auf den nächsten Besuch vom Bankdirektor in knapp zehn Tagen freute. Ich war die meiste Zeit unterwegs und ging zeitig zu Bett.: Als ich dann selber gegen Ende Oktober 2003 von dieser Aktion erfahren hatte. da man ihre Wohnung erst dann betreten hatte. Der Bankdirektor rapportierte. In dem kleinen Haus konnte man jedes Geräusch hören.Der Bankdirektor erkundigte sich. Er bat um Instruktionen.3. Ich war ein ruhiger und kein lästiger Gast. dass die üblichen Handlanger von Hans-Adam die Wohnung professionell durchsucht hatten. was er Kieber am Telefon oder beim nächsten Besuch erzählen soll. Meine Vermieterin hatte keine Probleme mit mir und ich keine mit ihr. dass Hans-Adam sie beschatten lies. In meinem Zimmer konnte ich einen Deutschen Sender empfangen. 348 . dass meine Ex-Freundin wahrhaftig zum angegebene Zeitpunkt nicht in ihrer Wohnung war. Meine eigene Nachforschungen ergaben. Ich schimpfte dann mit dem Professor Dr. erklärte ihm Alois. selten war ich nach 20 Uhr zu Hause. ohne Spuren zu hinterlassen. ich war immer schon kein grosser Glotzengucker. stieg meine Zuversicht Tag um Tag. hätte er sich einen Flug nach Holland für den 21. Sie sagte mir auch. Anm. T.

Ungeduldig fragte mich der Bankdirektor noch mehrmals während dieses Besuchs. er sei am Freitag um 10 Uhr im Marriott. Wie soll ich dies verstehen. nicht mehr so freundlich. Er kam mit einer Gegenfrage und wollte wissen. wenn es ihnen besser gefallen würde. Er als Bankdirektor hätte auch andere Verpflichtungen. Bis dann. sollte ich? Und wer will das wissen? Nein. Am 19. wie viele Reisen er noch machen müsse. Er schluckte sicher zwei Mal leer und erzählte. dass er überzeugt wäre.03. Ich fragte. OK. erwiderte er. Er erzählte weiter. Ich lachte nur und sagte. Er hatte nicht viel Zeit und bat mich einen Tag später anzurufen. was los wäre. Er erschien auch pünktlich um 10 Uhr. Einige würden in Vaduz denken. was ich dann auch tat. sagen könnte. um 13 Uhr rief ich den Bankdirektor an. Er schien über etwas verärgert zu sein. Dies sei unter der Kontrolle von Hans-Adam und dieser hätte ihm beim letzten Meeting nichts Frisches gesagt. warum ich nicht nach Hause kommen würde. OK. nicht angerufen hatte. sagte ich zu mir. dass sie doch endlich begreifen sollen. rief ich den Bankdirektor an. da ich die Aufgabe in meinem Kalender am falschen Tag eingetragen hatte. vormittags und am 20. es hatte keinen Sinn sich darüber gross den Kopf zu zerbrechen. dass ich eine One-Man-Show wäre. Aber was soll’s.03. Nein. ob ich mit meiner Ex-Freundin Kontakt hatte. wartete ich schon seit 9 Uhr auf ihn in der Hotellobby. Seltsam. fragte ich.3. dass ich ihr was gesagt oder erzählt haben könnte. was er mir mitteilen könnte. Er war sehr kurzgebunden und sagte nur. was nun wieder los war. Am Freitag.Am 19. dass er in Vaduz immer betont hätte. Man würde dort nicht verstehen. dass ich ein Einzelkämpfer bin und es immer war. Der Bankdirektor schien mit meiner Antwort zufrieden zu sein.03. ob man mir schon Neues zum Thema Anklage gegen Roegele & Co. den 21. beendete ich dieses Thema. jetzt wo doch alles in die Wege geleitete worden sei. Wir wechselten von der Lobby zum Terrace Café des Hotels. Ich wollte von ihm wissen. Morgen würde ich ja sehen können. Er erzählte mir. Das Geschäft blühe zu 349 . nichts besonderes. Dies sei mein Kampf und dies würde immer so bleiben. Es gab eine kühle Begrüssung. Beim ersten Anruf entschuldigte ich mich. Zudem würde ich nie andere in Gefahr bringen. dass man in Vaduz wieder ungeduldiger geworden sei. Das Gespräch war schon nach 2 Minuten zu Ende. dass ich am 18. sein Ton war auch ganz anders. dann eben ein Einzeltäter. dass er leider nichts Neues gehört habe. sagte ich. sagte ich. Hört sich gar nicht gut an.

dass ich doch innerhalb einer Woche eine Entscheidung treffen könnte. Er wäre sinnlos einen Beweis nach Vaduz zu bringen. in der nahen Zukunft nach Hause zu kommen. Er verneinte. jetzt versprechen würde. So. ob ich schon einen der elektronischen Datenträger vernichtet hätte. ich kann jetzt nicht nach Hause kommen. April wieder nach Amsterdam und würde mir einen der zwei Pässe als Schutz-ID für die Reise nach Hause übergeben. dann sehe ich kein Problem. dass ich spätestens bis Ende April. erwiderte er. (vom Vorstand der Bank) dass er auf heikler Mission wäre. zwei Tage verschwindet. wie man mir durch ihn ausrichten lässt. mir auf einmal einen Schutz-Pass auszuhändigen. Wenn ich ihm. Und wie würdet ihr verhindert. Aber ich versprach ihm. fünf Wochen. warum er praktisch jede Woche ein. man brauche ihn auch dort. Ob er den Beweis für die Zerstörung bräuchte. Hans-Adam lässt nach nachfragen. bis zum nächsten Besuch eine solche Kopie der Daten zu vernichten. rein theoretisch – mit dem Pass in eine „andere Richtung‚ reise. Für mich habe sich nichts geändert. wieder in Liechtenstein sein würde. als weiteres Zeichen seines Guten Willens könnte er mir folgendes offerieren. dass ich im April alle Datenträger vernichte und nichts mit auf die Reise nach Hause nehmen würde. Darum wäre es reine Zeitverschwendung auf einen solchen Beweis zu beharren. Ich musste leider eine negative Auskunft geben. Im elektronischen Kalender der LGT wären seine Besuche als Kundentrips getarnt. fragte ich ihn. Wie gesagt. Die Antwort darauf wüsste ich ja. ob ich nach Hause zurückkehre. so – was hat euch bewegt. Auf Anordnung von Hans-Adam wisse niemand von der LGT ausser seiner persönliche Sekretärin und Herr Piske. wann ich nach Hause kommen würde. Wo sei der Beweis. dann käme er am 2. dass – wenn ich wollte. oder 3. würde dieser immer ungeduldiger. Ob ich schon eine Ahnung davon hätte. und damit Hans-Adam. Er sei unter Druck von Hans-Adam.Hause. Ich erwiderte. Schliesslich hätte er auch eine Mannschaft zu leiten und das ihm direkt unterstellte Führungsteam würde sich schon wundern. also in ca. Dennoch. da es ja technisch kein Probleme für mich wäre. Auch dafür hätte man 350 . Er argumentierte. sagte er. Ich müsste mich aber auch verpflichten und dies hoch heilig schwören. vor der Zerstörung wieder eine neue Kopie zu machen. dass man wenigstens ein Teil meiner Bitten erfüllt hätte? Ich bleibe lieber hier in Holland und wenn alles so läuft.

erstaunte mich schon und bewies mir. Aber ich konnte ja mit niemandem reden. welche Lösung sie dafür gefunden hatten. auch „im Vertrauen‚. Wir verabschiedeten uns und ich entfernte mich mit dem üblichen Verwirrspiel in Richtung Menschenmenge. dass sie sich offenbar in die Materie. Natürlich müsste ich im Tausch alle meine Ausweise. Um zu verhindern. in die Gedankenwelt von mir vertieft hatten. Wenn ich nur nicht so misstrauisch wäre.04. dass ich den Pass als neue Lebensgrundlage verwenden würde. aushändigen. Er war zum Verrückt werden. die auf Heinrich Kieber lauteten. Davon hätte ich nur zwei: A) ich finde eine friedliche Lösung mit Hans-Adam oder B) ich suche die Hilfe bei den Deutschen oder Amis. Er verdeutlichte. Der Bankdirektor hatte bei diesem Besuch nicht viel Zeit für mich. dass ich es dem Landesführer Hans-Adam hoch anrechnen sollte.05. Ein Abtauchen oder Untertauchen als „Ulrich Meier‚ mit den Daten würde keinen Vorteil für mich ergeben. Die nächste Minute glaubte ich wieder kein 351 . Oder vielleicht das Angebot doch nicht annehmen? Würde es nicht eher so sein. fragte ich mich auch ständig.falls ich am 30. Er bat mich ihn spätestens in einer Woche wieder anzurufen. Und die Daten? Was ist. erwiderte ich.vorgesorgt. ob ich das Angebot annehmen sollte. Ich erbat mir Bedenkzeit von ein paar Tagen. würde man . Mit dem Aushändigen des Passes wollte man mir den Stress der Heimreise nehmen. Eine Minute lang dachte ich alles passiere so. sagt er. den Pass am 01. was ich hören will. Keine schlechte Idee. dass er mit mir . beendete er deren Theorie.03 im Laufe des Tages nicht in Vaduz eintreffen würde. dass ich die oben genannte Variante A) auswählen würde. Der Bankdirektor sagte mir „im Vertrauen‚ (was immer dies bedeutete). dass man sich in Vaduz sicher sei. Er schilderte mir. Ich war schon ganz gespannt. In den folgenden Tagen überlegte ich. wie man es mir geschildert hatte. dass man in Vaduz alle meine möglichen Optionen studiert hätte. Dies würde im Grossen und Ganzen ungefähr meinen Vorstellungen entsprechen. Ich sagte zu mir. dass sie mir genau dass sagen. polizeilich als gestohlen melden und die Passnummer in ein internationales Register eintragen lassen. offenbarte ich ihm.wenn auch nur durch seinen Gesandten – überhaupt redet. wenn ich – rein hypothetisch – mit Daten und Pass auf Wanderschaft gehen würde? Was er dann zur Antwort gab.

die schönen Seiten von Amsterdam zu erkunden und die Freiheit zu geniessen. Ich wäre aber nicht sicher. da zu jener Zeit meine Schwestern und meine Mutter ihren Geburtstag feierten. Ich bat ihn zu kommen. Ich konnte keinen definitiven. Am 28. Er sagte mir. ich die Bombe zünden oder sie Gewalt anwenden. Sie fühlte meine Niedergeschlagenheit. Sie zeigte Mitleid mit mir und das Thema war vom Tisch. Um meiner Unsicherheit gleich noch eines drauf zu geben. Herr Kieber. sollte es dieser Auftrag wirklich geben. Aber so konnte es auf ewig ja nicht weitergehen. Ich erzählte ihm dass ich mehr durcheinander als klar im Kopf sei. ob er nun am 2. Ich versprach ihn am 1. gern geschehen. Ich sperrte mich für ein paar Tage im Zimmer ein und verliess es nur.3. wieder anzurufen. 352 . Ich war sehr traurig. dass. erwähnte ich im selben Atemzug. Ich hätte keine Bedenken gehabt mit ihnen zu telefonieren. April kommen soll oder nicht. Danke schön Herr Bankdirektor. Bitte. Als Ausrede erzählte ich ihr von einer unglücklichen Liebe. Ich wollte keinem Druck ausgesetzt werden und im Grunde hätte man mir nichts gezeigt. was in die erforderliche Richtung einer Anklage der Verbrecher aus Argentinien gehen würde. Einen friedlichen Geburtstag wünschte er mir aus heiterem Himmel für den kommenden Sonntag. keinen klaren Entscheid fällen.Wort von dem. was man mir gesagt hatte. Er konsultierte seinen Kalender und bat mich um 13 Uhr anzurufen. dass ich an die Existenz eines Auftrages von Hans-Adam an ein Rechtsexpertenteam absolut nicht glauben würde. ob es ein fruchtbares Treffen werden würde. Dies waren in Wahrheit die Möglichkeiten. um 20 Uhr rief ich den Bankdirektor an. Er fragte mich. weil ich keine Kraft dazu hatte. und 3. Irgendwann musste ich klein beigeben oder sie klein beigeben. Ich konnte es nicht. ich mich für die Behauptung entschuldigen würde. dass er gerade zu Hause bei seiner Familie angekommen sei.04. Ich fand auch keinen Gefallen mehr. Ich behauptete. um zu frühstücken und wenn Jane das Zimmer machen wollte.

Besser wäre es. Unbestritten. Hasler und Feuerstein keinen Spielraum. Der Professor hatte wiederum mehrfach darauf hingewiesen. Gewalt anzuwenden. Nach jeweiligen solchen offenen Gedankenspiele war der Professor beunruhigt. dass es zwar gegenseitigen Sympathie und Vertrauen zwischen Kieber und dem Bankdirektor gebe. was man von vornherein nicht einhalten würde. die Restgruppe in regelrechten Marathonsitzungen oder in einzelnen Gesprächen davon zu überzeugen. Kieber sei noch immer extrem misstrauisch. neutral aus der Sicht von Kieber. Piske. In diesem Punkt sah man bei Hans-Adam. sein Sohn Alois. spürte auch dieser ausländische Experte. Einmal zu Hause angekommen. wenn Kieber die Datenbombe zünden würde. nicht zu glauben. Abschied nehmen. Natürlich war es aus Sicht Liechtenstein ein massives Problem. Die Restgruppe des KKZ.h. Obwohl sich der Professor die allergrösste Mühe gab. Hans-Adam. Trotz seiner guten Entlohnung stellte er mehr 353 . dass es vorerst eine Bedrohung sei und es erst dann ein massives Problem werden würde. wegkommen sollte. dass man dem Kieber nichts Versprechen soll. dass sich die Herrschenden im Ländle nicht gerne vorschreiben lassen. dass Kieber schlussendlich aber eher dazu neigen würde. man brauchte den Professor um Kieber und die Daten nach Liechtenstein zu bringen. würden die Ideen und Ratschläge vom Professor allenfalls zur Kenntnis genommen. wenn eine völlig neutrale Person. mit ihm reden würde. Und immer noch keine Heimreise von ihm in Sicht.VADUZ April 2003 (1) Jetzt waren es schon bald ganze drei Monate seit Kieber Liechtenstein mit den Daten verlassen hatte. Guter Rat in Form einer besten Lösung des Problems war einfach nicht zu finden. wie man auf heimischen Boden zu agieren gedenke. die in Vaduz für ihn gestartet worden seien. Alois. Ziel sei es Kieber nach Vaduz zu bringen und dann hätte man ja immer noch die Gelegenheit ihm ein schönes Dankeschön auszudrücken. Hasler und Feuerstein konnten erst nach intensiven Gesprächen mit dem Professor endgültig von der Idee. was einem mit Kieber verbinden würde und nicht was sie trennen würde. Wie so oft in Liechtenstein. Der Professor sagte. dass man von der fixen Idee ein Problem lösen zu müssen. Der Professor erklärte ihnen aber. Regierungschef Hasler. Feuerstein und der Bankdirektor waren mit der Situation gar und gar nicht zufrieden. d. die (angeblichen) guten Handlungen. Man müsse daran arbeiten und darauf aufbauen. Er hatte dabei an sich selbst gedacht.

Man wäre es Kieber irgendwie schuldig. Hilfe? Von Kieber? Der Landesführer wurde hellhörig. sollte dieser die Bombe nicht zünden und nach Hause zurückkehren. Auch nicht viel weiter war man gekommen. Zudem hätte dies den positiven Seiteneffekt. sah er darin. Es hatte ja nichts mehr gebracht wieder an Kiebers Loyalität. als jemand. Der Professor erklärte. dass er in seiner Arbeit am aktuellen LLB-Fall (Lampert) begriffen hatte. Wenn Kieber etwas in den letzten fünf Jahren mit den Liechtensteiner Behörden erleben musste. mit Blick zu Hasler und der LGT. Man müsste ja dem Kieber nicht alle Details erzählen. die Liechtenstein nie zu erfüllen gedenke. diese Chance mit dem Professor zu diskutieren. Mit dieser Aussage von Hans-Adam war der Professor zufrieden. so war die eine endlose Abneigung und gigantische Ignoranz. erwiderte Hans-Adam. Er machte aber. Kiebers Denkvorgänge seien nicht zu unterschätzen und könnten zur Problemlösung mit Lampert angewendet werden. Diskretion und Autoritätsgläubigkeit zu appellieren. Kieber um Hilfe zu bitten. als man ihn an seine guten Seiten erinnerte oder sein Schuldgefühl gezielt bearbeitete. völlig realistisch. aber dennoch eben auch als Täter – beantworten könnte. müsste man ihn für Kieber nicht neu erfinden. dass er nicht dazu missbraucht werden könnte. Bei einem weiteren Treffen mit Hans-Adam eröffnete der Professor ihm seine neue Strategie. ergänzte Hans-Adam. dass man Kieber. die nur dieser – zwar mit unterschiedlichen Motiven. Hans-Adam rief den Bankdirektor zu sich und ordnete ihn an. ob den Worten auch die Taten folgen würden. auch klar. Ob Hans-Adam die Strafverfolgung der Täter aus Argentinien und die daraus folgenden Konsequenzen wirklich im Sinne habe. dem Kieber Hoffnungen zu vermitteln. Aber natürlich. Eine dritte Chance Kieber zur raschen Heimreise zu bewegen. um Hilfe in diesem Fall bitten könnte. dessen Meinung gefragt ist. dass man ihn als Mensch braucht. Und da der LLB-Fall in der Tat existiere. 354 . dass Kieber fühlen würde.als einmal die Frage. Aber er hätte schon ein paar Fragen an Kieber.

20 Minuten später verliess ich den Laden mit einem Haarschnitt wie nach dem Einrücken ins Militär. Zwei Monate. ob ich schon Ende April nach Hause kommen könnte. Das Wetter war ja sehr einladend. Ja. über das was vor sich ging. da mir ganz klar war. er könne die Schutz-ID mitbringen. als ich von der gegenüberliegenden Strassenseite auf das Hotel zuging. Nicht dass ich selber irgendwelche Erfahrungen im Militär hätte. dass ich 355 . die Haare waren aber wieder gewachsen. dachte ich mir. das Ländle hat ja keine Armee. selbst wenn Hans-Adam am Drücker sei. ob ich froh sei. Ich sagte daher dem Bankdirektor. ein neuer Anfang. Wie versprochen rief ich am 1.4. bis Ende Mai. Ich erwiderte. dass ich meinen Mietvertrag um zwei Monate verlängert hätte. dass ich ja noch Zeit dafür hätte. Ich war nervöser als sonst. ob er den Schutzpass mitbringen sollte. weil ich gleich den Bankdirektor enttäuschen würde.Amsterdam April 2003 (a) Ein neuer Monat. der 2. dass wir im nahen Park spazieren gehen. Er war voller Zuversicht und schlug vor. Er schlug die Hände über seinem Kopf zusammen. wenn er fast jede Woche nach Holland fliegen würde. weil ich nicht mehr sicher sei. Er fragte mich. Ich hätte doch darum gebeten.4. Dies darum. Er bestätigte seine Ankunft für den nächsten Tag und fragte. In ein. fragte er erstaunt. dass das Drama mit den Daten bald zu Ende sei. zwei oder drei Monaten könnte nicht so viel geändert oder in Bewegung gesetzt worden sein. Ich erwähnte dann. Ich sah ihn mir zuwinken. pünktlich um 13 Uhr den Bankdirektor an. sagte ich zu mir. ob ich angefangen hätte. Er freute sich über meine „Einsicht in die Notwendigkeit". Der Bankdirektor hatte schon an einem Fenster im Terrace Café Platz genommen. Ich sagte. Oh. Doch ich wollte ihn nicht enttäuschen und sagte nichts am Telefon. aber eine kolossale Kaserne. Ende April schien mir einfach zu früh. Er habe extra den Pass mitgebracht. Er sagte. die Datenträger zu vernichten. für die Horde der Internationalen Steuerhinterzieher. dass er sie beschränkt informieren konnte. dass ich noch nicht nach Hause fahren würde. Nach dem Anruf kam ich an einem Coiffeurladen vorbei und sah mich im Spiegel. Ich lächelte gezwungen. Ich versuchte das Thema zu wechseln und fragte ihn. Dienstag. was er denn seiner Frau sagen würde. Er fragte mich.

Wo. Er sei wegen einer ganz anderen Geschichte. Es dürfe mir den Namen nicht nennen.es gestern noch nicht genau wusste. in meiner jetzigen Lage. dafür wäre er ja da. was er schade finden würde. Wenn ich damit einverstanden wäre. Aber. Er sagte. angeheuert worden. Ich sagte ihm auch. es nicht auf die Spitze zu treiben. bemerkte ich. um weg von solchen übergeschnappten Ideen zu kommen. sehr skeptisch gegenüber Vertretern des Establishments sei. fragte ich. Es wäre ja kindisch. könnte ein Psychologe nach Holland kommen und mit mir reden. bitte schön. fügte er hinzu. ich solle mich nicht so aufführen. die sich momentan in Vaduz abspielte. dann hätte man da jemand zur Hand. Anderes Drama? Jetzt? Meine Hilfe? Röhrte ich kopfschüttelnd und legte eine Gang beim Laufen zu. dies sei kompliziert. rief ich aus. Ich verlangte. Warum kann man mir den Namen nicht nennen? Ich treffe mich mit niemandem. wäre der versprochene Beweis dafür. wobei meine Hilfe möglicherweise gebraucht werden könnte. dass man die Täter von Argentinien anklagen würde? Ich müsse ihm glauben. Das wäre nichts Neues für mich. dass die in Vaduz auch unter Zeitdruck stehen und daher auf absurde Geschichten kommen würden. offerierte er mir. Der „Psycho‚ wäre eine grosse Hilfe für alle. Ein anderes schweres Drama. wohl wieder so ein Trick. versuchte er die Situation zu retten. selbst mit Hans-Adam zu sprechen. Es wäre mir klar. um mich zu benebeln und Zeit für einen Angriff zu gewinnen. Trotzdem sei ich manchmal hartnäckiger als ein alter Esel. Dies sollte ja kein Problem sein. Und wer soll dies den sein. Ich bat ihn. wenn ich ihm nicht glauben würde. er müsse wohl geisteskrank geworden sein. da er selbst erlebt hatte. wenn ich früher oder später ganz durchdrehe. Er sagte. über den ich nicht vorher Bescheid wisse. dass ich. obwohl er sich auch nur auf die Angaben von Hans-Adam berufen könnte. konterte ich. Man würde aber nachvollziehen können. nur um mich nach Hause zu 356 . dass man mit mir am Telefon eigentlich normal reden könnte. Heute aber sei ich mir sicher. dass ich Ende April nicht nach Hause kommen werde. der mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen könnte. dass man in Vaduz langsam aber sicher die Geduld mit mir verlieren würde. dass ich unter massivem psychologischem Druck stehe und es ihn nicht verwundern würde. Der Bankdirektor erzählte mir. Das er auch erkannt habe. griff ich ihn an. Einen Psychofreak also. Aha.

dass man keine Zeit und Ressourcen für mich hätte. sagte er mir. Da war ich selber mitten in einem länderübergreifenden Krimi. dann eventuell. um mir das Gefühl zu geben. Dieser wäre ein Ex-Mitarbeiter von der LLB und hätte dort Daten von deutschen Kunden gestohlen und würde jetzt seit Februar/März die LLB erpressen. Dass aber eine Erpressung ausgerechnet jetzt stattfinden würde. Genau dies sei das Kernproblem. ob er all die Daten hat. aber man sei sich in Vaduz nicht sicher. Nein. Ich fragte ihn. Würde ich im LLB-Fall helfen. was kommt als nächstes. Gleich verwarf ich diese Gedanken. wenn ich ihn sehe. die er behauptete zu haben.locken. aber nein. Nein. dass dies eine Taktik sein könnte. Blitzschnell kam mir laut der Gedanke. dann die LLB. vielleicht. und da kommt man mir mit einer Story. Geld sei an Lampert schon geflossen. Komisch. desto glaubhafter wurde er für mich und umso ernster wurde mein Gesicht. sagte ich. Nicht zu fassen. fragte ich. Die Abdankung des Landesführers? Ganz und gar nicht. hatte also genug eigene Probleme am Hals. erwiderte er. dass ich niemandem absolut gar nichts davon erzählen würde. dass überhaupt jemand Daten von der LLB gestohlen haben könnte. Die „Konkurrenz‚ schläft wohl nie. also meinen Fall. erwiderte ich. der Aktienmehrheitsbesitzerin der LLB und nicht das Problem von Hans-Adam oder seiner LGT. ob und wie viele Kopien der Daten er habe. Die Sache sei auch unter strenger Geheimhaltung in Vaduz. in der ich angeblich ähnliches ZUR GLEICHEN ZEIT IN VADUZ abspielen sollte. Ich müsse ihm versprechen. Aber nein. Ob ich einen Roland Lampert aus Vaduz kenne. die LLB wäre ja das Problem der Regierung. dann könnte ich mein ramponiertes Image bei der Justiz und der STA in Vaduz sicherlich verbessern. Ich vergrub mein Gesicht in den Händen. ob der Lampert auf der Flucht sei. Wie bitte? Für einen Moment genoss ich die absurde Situation. meiner Meinung nach. wobei man den LGT Fall. 357 . Die grösste Knacknuss im LLB-Fall wäre. Je mehr der Bankdirektor im Detail darüber erzählte. witzelte ich. erwiderte der Bankdirektor. Ich war ob dieser Antwort sehr erstaunt. wollte ich nicht glauben. herauszufinden. Zuerst ein Psychofreak. der sitze gemütlich zu Hause. der Lampert muss wohl sehr starke Nerven haben oder etwas geisteskrank sein. Dies kam in der Vergangenheit vor und wird immer passieren. was dies alles mit mir zu tun habe. Ich hatte absolut keine Zweifel. Ich fragte ihn postwendend. als zweitrangig herabstufen würde.

sagte ich. sollten wir nicht zuerst unseren Fall lösen? Ich willigte ein. Die LLB sei ja de facto eine Staatsbank. Warum das. dass. komme gerade von einer „Tour de Daten‚ in Berlin und Amsterdam zurück. von mir eine schriftliche Erklärung zu bekommen. erwiderte der Bankdirektor. fragte ich. indem er sagte. Schickt doch euren Top-Psycho hin. Der kann dies sicher tausendmal besser. noch nicht persönlich mit dem Lampert gesprochen hätte. Aber Angaben über die fachliche Kompetenz. wenn ich nach Hause kommen würde. Hans-Adam würde auch froh sein. Es wäre ja primär keine Hilfe für die LLB. ich hatte keine Zeit oder Energie um der LLB zu helfen. ich habe auch tonnenweise Daten von einer „Bank‚ gestohlen. dass der Psychologe. mir schon eher.‚ Ja ungefähr so. wenn ich meinen Anteil an der Lösung des LLB-Falls beitragen könnte. wenn er wollte. sagte der Bankdirektor. Sowieso. mich zuerst einmal mit dem Professor zu treffen. Nach dem Spaziergang gingen wir zurück zu seinem Hotel und er lud mich zum Abendessen ein. sagte ich. habe die Sinnlosigkeit der Handlung erkannt und bin jetzt hier um dich vor einem grossen Fehler zu bewahren. dass ich 358 . ich hätte genug andere Probleme. Weil man noch abwarten wollte. Was ich ja wusste. Dieser habe ihn beauftragt. meinte der Bankdirektor. war die logische Frage von mir. Dieser könnte also kommen. Ich sollte versuchen. Den Namen könnte er für sich behalten. Aha.Der Bankdirektor versuchte mir eine Heimreise schmackhaft zu machen. dachte ich mir. Warum nicht. Einen Versuch wäre es Wert. man mich bitten würde. Ich bat den Bankdirektor aber mir vor einem solchen Treffen etwas mehr Hintergrundinformationen über die Persönlichkeit dieses Professors zu geben. intern "der Professor" gerufen. das Herkunftsland und die Beziehung zur LGT und Hans-Adam würde ich schon gerne erhalten. sondern fürs ganze Land. wie viele Daten. Einem Professor würde der Lampert nichts erzählen wollen. meinte er. Warum gerade ich. Der Bankdirektor sagte. Vorher musste er mir aber noch eine andere Bitte von Hans-Adam vortragen. fragte ich und fuhr fort: Soll ich den einfach zu Lampert gehen und ihm sagen: „Hallo ich bin der Heinrich Kieber aus Mauren. Mann oh Mann. worin ich bestätige. mit dem Lampert zu reden. vor allem wie viele Kopien er davon er habe und wo er sie versteckt haben könnte. obwohl mir dies alles keinen Sinn mehr ergab. ihm die Erpressung auszureden und herausfinden.

Wir suchten ein Geschäft auf und nach 15 Minuten war ich Besitzer eines neuen Telefons mit Prepaid-Nummer und einem 100 Euro Guthaben. Dadurch könnte er mich telefonisch erreichen und mich auf dem laufenden Halten. mir ein neues Handy samt SIM-Karte und Guthaben zu berappen.alle Datenträger vernichtet hätte. Ich wollte nun nach Hause. Ich verschwand in den schwach beleuchteten Gassen von Amsterdam. am nächsten Morgen um 11 Uhr wieder beim Hotel zu sein. Solange ich es vor meiner der Heimreise erledigen würde. sollte ich die gewünschte 359 . Ich versprach ihm. nach „Rotterdam‚ gehen und versprach ihm. sagte ich. Hans-Adam wolle einfach etwas in den Händen haben. sei dies kein Problem. sodass am Ende die Verbrecher vor ein Gericht gestellt werden können. Um eine bessere Kontaktmöglichkeit zu haben. Das sei schon OK. sagte ich wahrheitsgetreu. Er war damit einverstanden und offerierte. Allerdings würde ich es nur für einen kurzen Anruf von ihm zu exakt abgemachter Zeit einschalten. Zuerst schüttelte ich vehement den Kopf. Ich hätte aber mit der Zerstörung noch nicht begonnen. Ich wusste. johlte ich ihn an. Manchmal könnte ich sehr fanatisch sein. brüllte er. Er bedankte sich für meine Einsicht und wünschte mir eine gute Nacht. dann könnte ich eine neue persönliche Erklärung darüber für Hans-Adam ausfertigen und er würde dies ihm dann auch überreichen. Ihr wollt dies nur. Komm mir ja nicht mit dieser Tour. Das Mindeste was ich momentan in dieser Situation für ihn tun könnte. entfiel es mir da. Fair für Hans-Adam. Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten. Ohlala. dass ich morgen in eine furchtbare Situation kommen würde. Vorher schaltete ich mein neues Handy aus und entnahm die SIM-Karte sowie die Batterie. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Hans-Adam würde ja auch aktiv an Lösungswege arbeiten. Der Bankdirektor würde gerne ein solches Schreiben morgen mit nach Hause nehmen. willigte ich ein. ich sollte mir doch eine holländische SIM-Karte für ein Handy kaufen. ein solches Schreiben mit ihm morgen aufzusetzen. ein holländisches Handy samt Nummer zu kaufen. Wenn ich dann die Datenträger vernichtet hätte. um mich lokalisieren zu können. tobte ich. schlug der Bankdirektor vor. erwiderte der Bankdirektor. Nach dem Essen kam wieder eine neue Idee vom Bankdirektor. Auf gar keinen Fall. sodass die in Vaduz nicht immer auf meine Anrufe angewiesen waren.

Selbst wenn ich in der Nacht alle Datenträger noch vernichten hätte. sehr gering. Aber 360 . Ich entschied mich auch für eine kleinere Bank und keine Filiale einer Schweizer Grossbank. Erstmals kann ich meinen Lesern ein weiteres meiner Geheimnisse verraten. dass Hans-Adam mir im Verlauf der Konfrontation mit Gewalt die Datenträger abnehmen könnte oder für den Fall. so schnell ging er wieder weg. speziell ab 1997 sehr Vorsichtig geworden bin. Beide Schlüssel durfte ich. weil die Grossbanken eine zentral geführte Kundendatenbank führten. Ich wählte auch bewusst eine Bank in der französischen Schweiz aus. Zurück nach Amsterdam. erstellte ich Ende Dezember 2002 eine so genannte Masterkopie des Back-Up-Tape auf einer neuen. so wäre die Wahrscheinlichkeit. Mein Plan im 2002 sah vor. bei der Bank selber deponieren. Ich eröffnete ein Bankkonto mit genügend finanziellen Mittel. stabilen 100 GB Harddisk. dass ich sie verlieren würde oder sie sonst wie unlesbar geworden wären. eine Masterkopie bliebe immer vorhanden. Und praktisch alle diese Grossbanken ihren Firmenhauptsitz in der deutschsprachigen Schweiz hatten. Denn sollte irgendetwas mit mir auf den Reisen 2003 passieren und mein Namen in den Medien in Liechtenstein. Für einen Moment dachte ich nach. Jeder der mich kennt. Bisher weiss niemand davon. So schnell der Gedanke gekommen war. Natürlich konnte ich die Reaktion von Hans-Adam und den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nicht zu 100 Prozent voraussagen. Ich sichere mich immer mehrfach auf allen Seiten ab. Also selbst wenn ich alle Datenträger in Holland hätte vernichten wollen. dass ich das Original DLT-Band.Erklärung für Hans-Adam abgeben. eine Kopie würde ja immer noch in der Schweiz bestehen bleiben. ob ich dem Bankdirektor beim Gespräch morgen davon erzählen sollte. die DVDs und externe Harddisks mit nach Berlin nehmen würde. um die jährlich automatisch abgezogene Mietgebühr bis Ende 2008 bezahlen zu können. Dies deswegen. Deutschland oder Österreich genannt werden. dass man deutschsprachige Zeitungen oder News in der französischsprachigen Schweiz lesen würde. dass ich mit der Zeit. eigentlich entgegen den normalen Gepflogenheiten. Für den Fall. kann bestätigen. Diese Kopie zusammen mit verschiedenen anderen Dokumenten bewahrte ich in einem neuen ausschliesslich dafür angemietetes Banksafe in der Westschweiz auf. dass ich dies gegenüber Hans-Adam nicht erwähnt hatte oder je erwähnen wollte. Es verstand sich von selber.

Hans-Adam hatte ihm diese mitgegeben. Die hatte er ja schon. vielen Dank erstmal. Hans-Adam hätte ihm ausdrücklich verboten. Er versicherte mir. die Vollmacht wäre nicht für Hans-Adam. dass ich ihn in Berlin leider nur durch die Fensterscheiben des Diplomatenwagen von Hans-Adam hatte sehen können. Hans-Adam übernehme die Kosten. sagte der Bankdirektor. spätestens am 31. 361 . Nachdem der Bankdirektor das Schreiben in seinem Koffer verstaut hatte. Um meine Interessen im Argentinienfall bestmöglich zu wahren. fuhren wir gemeinsam mit dem Lift hoch.1. sagte ich. der auch internationale Verbindungen hatte weil die Täter aus Argentinien ja in verschiedenen Ländern leben würden und verschiedene Nationalitäten hatten. sagte er. geschweige denn zu geben. dass nichts geschehen würde. würde völlig unmöglich sein. sagte ich.03 beigelegt. die Gelegenheit wäre günstig. Nein. um meine vollständigen Gerichtsakten lesen zu können. fragte ich. Wie heisst der neue Anwalt denn. Und jetzt in die Schweiz zu reisen. Und . Besser wäre es einen wirklichen Profi damit zu betreuen. dass dies DIE letzte Kopie sein würde. Ich wollte lieber nicht in einen Raum. Leuchtete mir ein. Der Bankdirektor erzählte mir. Nach etwas Gerede. Was ist. wenn ich überrumpelt würde. ihn zu fragen. falls er eine brauche. fragte ich.wie immer – erwiderte ich. Er wisse es noch nicht. Er wusste. Einen neuen Rechtsanwalt? Ich hatte ja schon einen seit Jahren.03 wieder in Vaduz zu sein. wenn ihr die Anwendung von Gewalt plant. dass man mir nicht glauben würde. Ich unterschrieb die blanko Vollmacht. Wie vereinbart traf ich um 11 Uhr im Hotel Marriott ein. Ich habe ihm schon eine in meinem Schreiben vom 7. klar.dann befürchtete ich. fragte ich. dann würde man mir es ja nicht auch noch vorher ankündigen. Er konnte dies nicht erlauben. Na dann. ergänzte ich. Eine Vollmacht für Hans-Adam. Man suche nach einem geeigneten Anwalt. ob ich den Pass mal in die Hände nehmen könnte. falls ich nicht hoch und heilig versprechen würde. dachte ich mir. war alles was ich darauf erwidern konnte. sagte der Bankdirektor. Im Zimmer half mir der Bankdirektor die Erklärung für Hans-Adam anzufertigen und zeigte mir eine neutrale Vollmacht. mir den Pass zu zeigen. dass er mit Vaduz telefoniert habe und mir weiteres Positives mitteilen könnte. sollte man einen Rechtsanwalt damit beauftragen. Ich solle mit ihm aufs Zimmer kommen. wo er und ich alleine waren.04.

Insbesondere war ich froh. dass ich mit der Datenträgervernichtung anfangen würde. Er war mit dem Erreichten zufrieden und wollte nochmals von mir bestätigt haben. Ich war mit dem Ergebnis dieses Treffens auch sehr zufrieden. am Geertebolwerk 1 gebucht. Nicht weil ich in der Lage war.03 zu Hause zu sein. erwiderte er. bis er dann nach Vaduz fahren würde. sagte er. Er sei aber wieder am 24. Da niemand von der LGT Schweiz etwas wüsste und man alles geheim halten würde. um den Professor auf den Besuch einzustimmen und die angefangenen Arbeiten in Sachen Anklage gegen Roegele & Co. Ich müsste dann nicht so weit von Rotterdam anreisen. da er nach Ankunft in der Schweiz ein paar Sitzungen habe. bis ich nach Hause kehren würde. Drohungen auszusprechen oder sonst wie Druck auszuüben. dass ich nichts vom meiner Masterkopie in der Schweiz erzählt hatte. indem ich sie einfach später vernichtete. Obwohl ich zuerst mit der Datenbombe hatte drohen müssen.‚ in Utrecht. weiterzuführen. am 31. dass man in Vaduz einige der eigenen Fehler erkannt und zugegeben hatte und mir nun helfen würde. dass ich jetzt versprechen würde. Er hätte schon ein Zimmer im Luxushotel „Karl V. Ich schlug vor. die Papiere doch bei der LGT in Zürich zu deponieren. fragte ich ihn zum Abschluss. wo er die Daten auf keinen Fall bei sich tragen wolle. Er wüsste jetzt ganz genau. Auf Grund geschäftlicher Verpflichtungen würde er mit mir die nächsten zwei Wochen nicht telefonieren können. Wann er die andere Hälfte der Papierdaten mitnehmen wolle. dass es noch eine Weile dauern würde. bemerkte er. dass man mir helfen würde. sagte er nur. Ich könnte diese Datenbombe ganz einfach auslöschen. Nein. Diesmal könne er sie nicht mitnehmen. Es störte mich auch nicht gross. verdrängte ich. Die Tatsache. und 25. Dies hätte Zeit. 362 . Geht gar nicht. April für mich da. weil man mir sagte.04. mich überkam ein unbeschreibliches Glücksgefühl.Ich stichelte den Bankdirektor und sagte. Netter Versuch. Irgendwann sollte ich ja wieder in die Schweiz reisen können. Während dieser Tage in Amsterdam war ich eigentlich in Hochstimmung. Zudem würden die nächsten zwei Wochen in Vaduz genutzt werden.

in bar übergeben und zusätzlich andere Versprechungen gemacht wurden. Der Professor wurde abwechselnd von der Polizei für den LLB-Fall und von Hans-Adam für den LGT-Fall für Ratschläge angegangen. machte er einen weiteren seiner vielen Fehler. Lampert erkannte den Wert seiner Sammlung offenbar erst im April.CHF seiner Erstforderung bald fliessen. Alles aber unter strengster Geheimhaltung. Oder der Rummel um einen LLB-Skandal könnte zu einem Informationsleck in Liechtenstein führen. Der Landesführer hämmerte dem Professor immer wieder ein. dass es gelingen musste. dass ihm ohne grosses Trallala gleich mal CHF 100'000. wenigstens an einer der zwei Fronten erfolgreich zu sein. was in seiner Autorität 363 .B.. den Professor und den Regierungschef Hasler über die letzte Reise nach Holland aufgeklärt hatte. alles zu tun. Er schickte einem Dutzend Kunden eine Kopie ihrer Vermögenszusammenstellung bei der LLB per Post (aus der Schweiz. machte sich das Gefühl breit. dass die Kunden aus Deutschland sofort irgendwie die LLB anrufen würden. Der Professor sah diese Gefahr nicht und versprach. Kieber davon erfahren könnte und sich im Zuge der nachfolgenden Medienschlacht dazu ermutigt fühlen könnte. Ein Klacks für die LLB. Er wusste. Die LLB wandte sich dann Hilfe suchend an Polizei und Justiz in Vaduz. Er forderte frech und ohne Umwege. die Annullierung oder Teilannullierung seiner Hypothek bei der LLB. Auch sollten die restlichen 600'000. wobei irgendjemand den LGTFall den Medien verraten würde und Kieber sich gezwungen sähe. die kleine Summe von 18 Millionen CHF.. Wie z. Er befürchtete. an die deutsche oder die US-Regierung zu gelangen. wenn der LLB-Fall zu einer Katastrophe führen sollte und die Daten in Deutschland landeten. Kieber so schnell wie möglich nach Hause zu bringen.VADUZ April 2003 (2) Nachdem der Bankdirektor die Adligen von Liechtenstein. weitere monatliche Zahlungen und ein Beratervertrag. Spätestes bei dem Angebot als Berater in Teilzeit weiterhin für die LLB zu arbeiten. sich den Deutschen anzuvertrauen. An der LLB-Front brodelte es sehr. Ohne erst auf eine Reaktion von Seiten der LLB auf die 18 MIO. Forderung zu warten. wenn ich mich richtig erinnere). dachte er sich wohl. Lampert war überrascht. hätte ihm ein Licht aufgehen sollen.

den 24. Die externe Harddisk würde ich erst vor Abreise vernichten. Das DLT-Tape zusammen mit dem Bankdirektor. Würde es nicht doch eine Falle sein? Würde man mir keinen Bären aufbinden? Dennoch. das Positive dominierte das Negative bei weitem. Nun hatte ich nur noch die zweite externe Harddisk und das original DLT-Back-Up-Tape. warf ich sie in Amsterdam City in drei verschiedene Müllcontainer. dachte ich und sammelte alle zerquetschen Elektroteile ein. Um 17. an verschiedenen Orten rum um Monnikendam und Volendam in den Müll. dass sogar Teile der Mauer darunter zerbröckelten. verteilt in acht kleine Abfallsäcke. Sicher ist sicher. Dort spazierte ich am Ufer entlang und sobald ich weit genug weg von den Häusern war. legte die unschuldige Harddisk in die Mitte und hämmerte wie wild auf sie ein. dass mir Hans-Adam. Am Donnerstag. Zuerst einmal sollte man das nächste Treffen zwischen dem Bankdirektor und Kieber abwarten. fuhr ich mit der Bahn und dem DLT-Tape nach Utrecht. Und Wunder gibt es ja bekanntlich keine. ab und zu glaubte ich trotz allem dunkle Wolken am blauen Himmel zu sehen. 364 . Ich schlug so fest. so hatte ich es mir vorgenommen. Nur ein Wunder würde diese Harddisk wieder zum Leben erwecken. Ich war überzeugt. Ich zerstückelte sie in unzählige Einzelteile und warf alle vermischten Bruchstücke. Verpackt in altes Zeitungspapier und Essensreste. Gewiss. dank seiner Macht und seinen Verbindungen helfen würde.30 Uhr betrat ich die kleine Lobby des Hotels Karl V. verteilt auf drei kleine Abfallsäcke. breitete ich ein altes T-Shirt von mir auf der Kanalmauer aus. Ich vernichtete der Reihe nach jede der vier DVDs.stehen würde.4. Beides lagerte nun schon seit zwei Monaten in meinem Koffer bei Jane. Ich borgte mir einen Hammer von Janes Mann und fuhr mit dem Velo zum Hafen von Monnikendam. An der Rezeption erkundigte ich mich nach der Zimmernummer des Bankdirektors und rief ihn dann von der Lobby aus an. Als nächstes war eine der externen Harddisk dran. Amsterdam April 2003 (b) Die knapp zwei Wochen bis zum nächsten Besuch aus der Heimat waren wie Ferien für mich.

sagte er. dass dieser mir von neutraler Seite erklären würde. fragte er mich. erschrak er heftig. Ob er die Überreste davon dann haben möchte. dies war mir nun aber egal. Zudem hätte ich. Wir bestellten uns ein Taxi und liessen uns ins Zentrum. Ich dachte er wäre primär mit dem LLB-Fall beschäftigt. schlug ich vor. wenn er richtig gerechnet hatte. um Gottes Willen nicht. wenn er sich nicht irre. Der Bankdirektor antwortete. Jawohl. sei nicht meine Schuld. wenn es nach mir ginge. Nicht nur. was man in Liechtenstein im 101er in die Wege geleitet hatte und 2. erwiderte er. salutierte ich ihm. wollte er wissen. Dann würde er zwar in Erfahrung bringen können. Friedenszeiten. Ja. erklärte er mir. Der Professor würde eben deswegen kommen. bestätigt bekommen würde. offerierte ich ihm und strecke es ihm entgegen. von welchem Tag im Herbst 2002 das Band stammte. ja noch eine externe Harddisk irgendwo versteckt. ob denn der Professor den Argentinienfall so gut kennen würde. Mir wurde dann gesagt. Man könnte es dem Hans bringen. Sollte ihm auf der Heimreise etwas zustossen. was soll er damit anfangen. Ich sah ein paar Schweissperlen auf seiner Stirn. sagte ich. was das ist. dass der Professor sich freuen würde. Niemand ausser uns zweien weiss. seien ja die Daten auf dem Band nicht verschlüsselt. sagte ich. wäre das Desaster perfekt und. Es waren ja andere Zeiten angebrochen. Das die Daten auf dem BackUp-Tape nicht verschlüsselt waren. Lass uns die Stadt etwas ansehen gehen. nein – der will sicher keinen Abfall sehen. Nein. sodass ich von einer neutralen Person 1. Nein. Als ich ihm ohne Vorwarnung das DLT-Tape unter die Nase hielt. Warum ich das Band mitgebracht hätte. das eh nicht weit weg war. fragte ich ihn. eine Lösung für ein gemeinsames Ziel 365 . schlug er vor. Dies gefiel ihm sehr. Um es gemeinsam zu zerstören. Ich erzählte. dann könnte er es gleich mitnehmen. chauffieren. Ich fragte nochmals nach. sagte er. seit dem Februar seien sie in der LGT neuerdings verschlüsselt. Er könne das Band nicht mitnehmen. Garantiert! Ich versprach ihm. Der Bankdirektor lehnte aber dankend ab. Nur ruhig Blut. Oder wenn er es wollte. Dies sei zu gefährlich. Er vertraue da lieber auf meine Fürsorge um die Daten.Er kam im Freizeitlook runter. mit Aussicht auf einen „100jährigen Frieden‚. was die Aufgabe des Professors sein würde. Ich war etwas überrascht und fragte nach. mich zu treffen. das DLT-Tape noch im April zu vernichten. dass ich die vier DVDs und die externe Harddisk schon zerstört hatte. was und wo nach meiner Rückkehr geschehen würde. wie.

so. dass es wichtig sei. Später erzählte er mir. Der Professor. Also. sagte ich. Ich wusste was den Bankdirektor seit seinem ersten Besuch auf den Nägeln brennt. müsste ich nichts befürchten. erwiderte er. fragte ich.aufgezeigt bekommen würde. fragte ich. Der Bankdirektor erwähnte nochmals. Ich hatte darauf auch immer wieder dieselbe Antwort. Zeit für Detailfragen zu verschwenden. ich könne ihn am nächsten Tag. Es wären da noch ein paar mehr Bedingungen. Es würden hoffentlich keine unerfüllbaren Bedingungen sein. dass ich in einer ausserordentlichen Lage sei. als den Besuch vom Professor abzuwarten. ohne dass die EDV-Abteilung den Verlust bemerkt hatte. dann könne ich mein Leben neu beginnen. a) eine Back-Up-Tape zu entwenden und b) dies so durchzuziehen. Ich lehnte ab und sagte. Um ihn zu beruhigen. dass so etwas nicht nochmals passieren könnte. dass die LGT grossen Erfolg mit Neukunden habe und die Eröffnung der einzelnen Büros in Deutschland gemäss Plan stattfinde. dann bin ich damit einverstanden. Ein paar Geheimnisse müsste ich vorerst schon noch behalten. und würde ich einige der Bedingungen von Hans-Adam erfüllen. sagte ich zu ihm. fügte er an. dass ich mit den Details erst rausrücken würde. Mir blieb aber nichts anderes übrig. Ich gehe davon aus. Dieser sollte ja ein Genie sein. Er konterte immer wieder mit derselben Aussage. wenn dieses Drama ein glückliches Ende genommen hätte. Damals und bei jedem späteren Besuch fragte er mir Löcher in den Bauch. wenn es der Sache dienlich sein würde. was ich davon halten soll. Ich war sehr froh darüber. Ja. die ich aber besser vom Professor erklärt haben sollte. Mir war jetzt gar nicht klar. jetzt zu Erfahren wo offenbar die Sicherheitslücke sei. Aber ich müsse mehr über diesen Professor erfahren. dass man seit Februar 2003 a) die Daten auf dem Back-Up-Tape verschlüsselt und b) sicherlich jedes Back-Up-Tape keine Sekunde aus den „Augen lässt‚. offerierte er mir ein Zimmer im Hotel Karl V. wie es mir gelang. Würde ich nach Hause zurückkehren ohne dass jemand zu Schaden kommt. Es hätte keinen Sinn. Nein. Ich hatte ihm schon beim ersten Besuch gesagt. Glücklicherweise hätte niemand von der LGT Frankfurt und Berlin etwas von unserer Tragödie gemerkt. so. um 11 Uhr wieder besuchen kommen. Bedingungen? Welche Bedingungen. versprach ich ihm bald die Details offen zu legen. Da es schon spät war. 366 . das wäre Prima. nein. Solange ich mich benehme und dem Hans-Adam und Liechtenstein helfen würde.

Vorher warf ich noch einen Blick in den Sack. Schnell stampfte ich heftig auf das Lagerfeuer und löschte es. Ich blieb sehr wachsam. wäre es denen in Vaduz – Hans-Adam hatte immer die feste Überzeugung. bevor ich mit dem Zug zurück nach Amsterdam fuhr. Ich war mir nicht sicher. Und mein Gepäck „leichter‚. Für den Bankdirektor war der Glanzpunkt des nächsten Tags meine Meldung über die erfolgreiche Einäscherung des DLT-Tapes. Ich blieb noch eine Stunde in Utrecht und wanderte durch die Stadt. Ich zündete die unterste Lage an und lies sie brennen.04. Dies war schwieriger als ich dachte. und 13. An einem Kanal stoppte ich ausserhalb der Sichtweite der wenigen Hausboote. Ich entnahm die 18 Kuverts aus meiner Tragetasche und schichtete sie am Wegrand aufeinander. Sein Besuch mit dem Professor würde am 12. die aus Richtung Süden kamen. Mai in Amsterdam erfolgen.Am nächsten Morgen. dass mit Geld für ihn alles 367 . Mit meinem Velo fuhr ich in Richtung Amsterdam. Hunderte von Metern. Wir vereinbarten. Nach ca. Auf einem der grösseren Plätze in der City schmiss ich den Sack in einen Abfallcontainer. Gute Heimreise Herr Bankdirektor. Dann sammelte ich die verschmolzene Ware ein und packte sie in einen Plastiksack. zwischen 12 und 14 Uhr eingeschaltet lassen würde. mindestens. fünf Minuten sah ich zwei Velofahrer. dass ich mein neues Handy am 30. Mit einem Holzstecken mischte ich die brennenden Umschläge auf. Alle paar Minuten schnitt ich das Band in der Mitte durch und steckte den Abschnitt in ein C5 Kuvert. Am Ende hatte ich 18 fette solcher Kuverts. dachte ich. Es wird alles Gut Herr Kieber. sagte er zum Abschied. So gut es ging. in der Früh begann ich mit der Zerstörung des DLT-Bandes. niemals würde irgendjemand daraus irgendwelche Daten lesen können. Nein. Wieder ein Problem weniger. Noch waren sie weit weg. versuchte ich meine Bewegungsmuster nicht zu wiederholen. Dicker Rauch stieg empor und das Feuerchen stank sehr. Erstaunlich. das fette Band abzuspulen. Er bestellte sich ein Taxi und ich wartete mit ihm auf der Treppe vom Hoteleingang. ab man mir die Wahrheit gesagt hatte und mir nicht nachspioniert wurde. Da ich jetzt ein Handy hatte. sodass jeder Einzelne Feuer fing. Ich öffnete das Gehäuse und fing an. wie lang so ein Band sein konnte.

Schon nach zehn Minuten rief er an. Ich sollte so nett sein und die restlichen Papierdokumente mitbringen. Er sagte. er komme aus dem deutschsprachigen Raum und sei in jenem oder diesem Feld ein Experte.. hatte es aus Kübeln geregnet. trotz ausgeschaltetem Handy den Standort zu identifizieren. Ich stand unter einer Markise eines Cafés in der Haarlemstraat und setzte mein Handy um genau 12 Uhr in Betrieb. am 12. sagte ich. mich mit Hilfe der SIM-Karte geographisch zu lokalisieren. mit Hilfe von bezahlten Spezialisten meine Position in Amsterdam auf ein paar Meter genau zu finden. den Professor zu identifizieren. dem 30. Ich musste also aufpassen. Massenhaft Menschen unterwegs. Dies war mir klar. fragte ich erstaunt. Ich fragte nach Details zum Professor. um meinen Standort in Monnikendam nicht preiszugeben. Wenn die Angaben stimmen sollten. Er sagte. dass er mir den Namen am Telefon aus Sicherheitsgründen nicht nennen könnte. dass ich innerhalb Amsterdams immer mein Handy ein. dass der Professor in seinen Diensten steht.erreichbar war – möglich geworden. Aber ich hatte keine Probleme damit. Es war der Geburtstag der Königin Beatrix. aber Hans-Adam will nicht. sofern ich dies ohne Gefährdung machen könnte. da ich nur mein Zimmer in Monnikendam vor einem Zugriff schützen wollte. war viel los in der Stadt. 368 . Mir genügten die paar Hinweise.und ausschalten würde. Nein. OK. die SIM-Karte und die Batterie aus dem Gehäuse zu entfernen. Nur dadurch konnte ich vermeiden. dann müsste ich in der Lage sein. Technisch ist es möglich. Auch musste ich für jeden angekündigten Anruf einen anderen. dass die ganze Welt erfährt. Ich protokollierte ab jetzt jeden „verbrauchten‚ Standort in meinem Taschenkalender (ein früheres Geschenk der LGT an Angestellte).04. dass ab dem zweiten Anruf eine Leibwache von Hans-Adam auf mich wartete. Mai um 10 Uhr auf mich warten. Rein theoretisch hätte der Bankdirektor auch um 13:59 anrufen können und hätte somit eine Stunde und 58 Minuten Zeit gehabt. Man kann bei den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nie vorsichtig genug sein. Ich musste aber nicht lange warten. erwiderte er. Sicherheitsgründe? Ist der Mann in Gefahr. Ratsam war es auch. er würde mit dem Professor nächste Woche. neuen Standort innerhalb Amsterdams suchen. Es folgten ein paar Details: ungefähres Alter. Aha. Am nächsten Tag. Wenn ich mich nicht irre.

Ich war damit einverstanden. aber wenn etwas in Sachen Reise sich ändern sollte. dann könnte er mir es sagen. 8. Mai jeweils zwischen 12 – 14 Uhr eingeschaltet halte.Zum Abschluss ermahnte ich den Bankdirektor nur alleine mit dem Professor zu kommen. Er schwöre es. dass ich das Handy am 7. Und nicht. Er würde nicht unbedingt anrufen. 369 . dass sich der Professor als weisser südafrikanischer Söldner entpuppt. hörte ich von ihm.. Wir vereinbarten. + 9.

Ich änderte den Plan und anstatt auf seinen Anruf zu warten. Als es dann klingelte war ich leider nicht mehr in guter Stimmung. Demnach würde ich von 13 – 14 Uhr mein Handy eingeschaltet haben. Ich machte im etwas vor und sagte. Ich durchstreifte sicher drei Stunden die weitläufige Anlage. dass man in Vaduz wirklich an einer guten Lösung arbeitete. Meine Gastgeberin wunderte sich schon darüber.5. 24 Stunden später stand ich im Historischen Museum in der City. erfüllt oder in die Wege geleitet hatte. Ich wartete an einem der kleineren Tische. weit weg von den anderen Gästen. Der Bankdirektor rief zur vollen Stunde 370 . Zur Mittagszeit setzte ich mich draussen ins Openair-Café. Also dann bis morgen. Sie freute sich. so dass ich sie bei Bedarf schnell griffbereit und reisefertig hatte. Aber einen Beweis dafür sei man mir immer noch schuldig geblieben. Wieder notierte ich mir den Standort in der Liste der Plätze an denen ich mein Handy eingeschaltet hatte. Am nächsten Tag. Es wäre mir zwar viel erzählt und berichtet worden. dass ich immer noch bei ihr logierte. auf den Anruf vom Bankdirektor. was alles angeblich in Vaduz schon in die Wege geleitet worden wäre. Ich sagte. dass ich praktisch alles was von mir verlangt worden war. aber auf einmal gefiel mir die Sache ganz und gar nicht mehr. Er war überrascht. rief ich ihn den Bankdirektor an. Er hätte nichts Neues für mich und ich hatte nichts Neues für ihn. sagte er. Ich begab mich in den berühmten Amsterdamer Zoo. Ich weiss nicht mehr warum. Ich packte die LGTDokumente schon mal um. Nie hatten sie so lange einen Gast. Er redete wie ein Trainer auf mich ein und am Ende des 38 Minuten langen Gesprächs war wieder Frieden zwischen uns. bewunderte ein Gehege nach dem Anderen. verabschiedete ich mich schnell. schien die Sonne prächtig. dass ich aber gerne das Anruffenster um eine Stunde reduzieren möchte. dass es mir offenbar gut bei ihr und in Holland gefallen würde. dass ich nur das Handy nochmals testen wollte.KAPITEL 16 Vier mal 9 mm Amsterdam Mai 2003 Noch 12 Tage bis zum wohl wichtigsten Treffen. OK. den 8. Ich fasste für den Bankdirektor am Telefon zusammen. Ich hatte wieder Zweifel daran.

Keiner hatte eine eigene Webseite. Der Bankdirektor sagte schnell zum Professor.30 Uhr noch nicht aufgekreuzt wäre. dass ich den richtigen Psycho erraten hatte. Gegenüber dem Terrace Café nahm ich auf der Kanalmauer. Herr Kieber! Endlich treffe ich sie. lächelte er und sein Gast stand auf. Da war er also. Thomas Müller. hier! Der. der berühmte Professor. Alle waren Europäer. der an einem kleinen Tisch sass. Ich bedankte mich für sein Kommen. 12. Einer von ihnen müsste es sein. Ich wusste damit. Er war immer noch etwas verdutzt über die Tatsache. Heute war der grosse Tag des Kennenlernens. sagte er und stand auf. Halt. wenn ich diesmal nicht pünktlich erscheinen würde. wenn ich bis 10. Nach dem Anruf suchte ich ein Internetcafé auf und suchte nach dem Professor. auf die die Details passten. Alle in Vaduz seien zuversichtlich und er würde am Montagmorgen mit dem Professor abfliegen. Um nicht verschwitzt zur Verabredung zu kommen. Bevor er etwas sagen konnte. Wir redeten zuerst über belangloses Zeug 371 . Da ich für Pünktlichkeit bekannt war. Zuerst aktivierte ich meine eignen Sicherheitsvorkehrungen und schlich mich dann in die Nähe des Hotel Marriott. Ich sah den Bankdirektor. Ihm gegenüber sass ein etwas grösserer Mann mit dem Rücken zu mir. Mit dem Gesicht zu mir gewandt. Ich streckte meinen Arm aus und die Hand in die des Bankdirektors. Am Ende hatte ich drei Psychologen auf meiner Liste. drehte ich mich zum Professor runter und nannte seinen Name: Dr. wollte ich nun mein Handeln in diesem Punkt etwas weniger voraussehbar machen. Ich rannte aus der Deckung durch den mehrspurigen Verkehr gerade wegs auf die grosse Glasscheibe des Terrace Café zu. Nach zehn Minuten wurde es mir aber selbst zu bunt und ich war neugierig auf den Professor. aber – wie bekannt – einige Details preisgeben musste. nahm ich den Linienbus nach Amsterdam und nicht wie sonst üblich das Velo. der müsste es meiner Meinung nach sein. Es war 9. Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch und bestellte eine Cola. dass er mir . Ich ging auf sie zu und sobald der Bankdirektor mich erblickte. was der Bankdirektor und sein Begleiter machen würden. sagte ich zu mir. Es gab nicht viele. dass ich seinen Namen erraten hatte. aber aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfolge konnte man einiges im Netz nachlesen.an. Ich fand es besser.wie abgemacht seinen Namen nicht genannt hatte. Er lächelte und war gleichzeitig überrascht.55 Uhr. hinter einem Baum Platz und beobachtete das Hotel. Mai. Ich wollte sehen.

Nicht schlecht. ob er eine Waffe darin hätte. Der Professor trug eine offenbar schwerere Tüte mit sich herum. süssen Geste. weil ich erkannte. die Kirche. Normalerweise. dass er sich um meinen Fall kümmerte. die Stadt. Als ich fertig war. Die Beste. Ich öffnete die Schachtel und zu meinem Glück lagen keine vier 9 mm Schusspatronen drin. Das letzte Mal als ich bei mir nach schaute. sagte ich. von nichts zu wissen. dass wir alle spazieren gehen könnten. Der Bankdirektor war mit der Vorstellung des Professors zufrieden und er verabschiedete sich. dass ich noch Lebe. Ich gab ihm eine extreme Kurzfassung meiner letzten acht Jahre. so gross wie ein DIN A4-Blatt und fünf oder sechs Zentimeter hoch. Ich musste laut lachen. holte er tief Luft und schilderte mir seinen Lebenslauf. sondern eine original Sachertorte aus Wien. Also auf der Lohnliste von Hans-Adam. stand aber fest. Er bestätigte mir. Ja. da er uns beiden Zeit für ein Vieraugengespräch lassen wollte. Er drückte mir die Schachtel in die Hand und sagte. Ich verzog meine Lippen und schaute nach dem Bankdirektor. Ich war überrascht. Ich wollte ihn provozieren und fragte nach. scherzte ich. dass ich leider mit niemandem die Torte teilen könnte. dachte ich. die Menschheit. Nein lachte er. seine Heimat und dann meine Heimat. Dieser zuckte die Schultern und gab an. aber dies sollte kein Problem für mich 372 . Es seien ja harte Zeiten momentan. Mit nichts besserem hätte man das Eis brechen können. so hatte ich es nachforschen können. Er griff in die Tüte und entnahm eine Holzschachtel. Ich bedankte mich artig und fügte gleich an.wie das Wetter. dass jemand in Vaduz auffallend gut die Hausaufgaben gemacht hatte. Ich redete sicher die ersten eineinhalb Stunden alleine. so wird alles enden. als mit einer so schönen. Ein Geschenk von Hans Adam? Ich wunderte mich. Der Professor war sehr geduldig mit mir. Er nickte nur ab und zu oder brummte ein Ja oder ein Nein. aber ein Geschenk von Hans-Adam. arbeitete er eher mit „Toter Materie‚ (Leblose Opfer von Gewaltverbrechen). Die Echte. Es waren keine Patronen eines Schiesseisens drin. Der Bankdirektor bezahlte wie üblich die Zeche und wir bummelten über den Kanal rüber und dann immer Nordwärts. Ich wollte nicht zu lange am selben Ort bleiben und schlug vor. dass er im direkten Auftrag des Landesführers handle und ihm auch persönlich rapportieren müsste.

dann ist er nicht nur ein Idiot sondern auch hoch kriminell. Ich schaute mich um. man hätte ein 373 . Bei einer fingierten Geldübergabe nähe Triesenberg. bekam ich als Antwort und ich dachte wie klein die Welt war: alle wollen nur mit dem blauen Blut reden. herauszufinden.5. Im Prinzip schon. Dann schilderte er im Detail den LLB-Fall. Ständig würde Lampert die Drohung aussprechen. Ja. wem sollte ich auch etwas verraten. sagte ich.. Er hätte 18 MIO. Wenn dieser 18 MIO. dass ich denen in Vaduz helfen könnte. also die Leichen im Keller wisse und was er sonst geplant haben könnte. Warum er den nicht mit ihm rede. Im Gefängnis würde Lampert wie ein wilder Stier wüten. Brand aktuell sei die Verhaftung von Lampert in der vergangenen Woche gewesen. fragte ich den Professor. Ich fragte nach dem LLB-Fall und ob es stimmen würde. CHF verlangt hat. was Lampert über die „schwierigen‚ Geschäfte der LLB. Er würde auf keiner Seite stehen. dass ich meine Kenntnisse über diesen Fall für mich behalten müsste. mit einem Blick als hätte ich einen Kirchenchor hinter mir. Und welch schwachköpfigen Ansprüche. Der Professor sagte. stellte ich als erstes fest. Wow! Dieser Lampert muss Nerven haben. da ihm ein solches mögliches Ende in seiner Planung sichtbar nicht in den Sinn kam. CHF verlangt.sein. ergänzte er. Der Lampert wolle mit niemanden ausser Hans-Adam oder seinem Sohn reden. Ich könnte ja so denken wie Lampert. fragte ich den Professor. Wie viel? Achtzehn Millionen Schweizer Franken. sagte ich kopfnickend. dass er die Daten den ausländischen Behörden verraten würde. sagte er. sonst wäre er nicht in seinem Haus und im Ländle geblieben. fragte ich. Hat er die Daten wirklich. Ja. Er bestätigte mir dies und verlangte von mir. Ich bin nicht Lampert. am 8. sagte ich. Vielen Dank für die dornigen Blumen. sagte der Professor. dass ich schneller als er auf die richtige Antwort der vielen Fragen an Lampert kommen würde. dass Lampert sehr geschockt über die Verhaftung gewesen wäre. Der Lampert wurde verhaftet? Wo wurde er verhaftet? In Liechtenstein. wiederholte ich langsam die Worte vom Professor. dem ich alles gleich verpetzen würde und sagte ihm: Logisch. antwortete er. Gemütlich von zu Hause aus Forderungen stellen. Wäre das nicht gerade seine Domäne. dass er von der Regierung für diesen Fall angeheuert wurde. sondern immer versuchen beide Seiten an einen Tisch zu bringen. Aber man glaube. Der Professor versuchte mir mehr oder weniger überzeugend einzureden.

dass er. Ein Restrisiko würde immer da sein. Mein Fall liege ganz anders. Es hätte lange Diskussionen gegeben. ob man denke. Nein. die er aus der LLB mitgenommen hatte. dass Lampert alleine agiere. Es wäre mir unbekannt. Und ob er andere Daten als diejenigen. Oder nicht. fragte ich. Aha. Egal. die man gefunden hat. dass Lampert nur mit den Daten der deutschen Kunden gewedelt hatte. Er. Ich fragte nach. vor allem Daten von grossen russischen Kunden mitgenommen hatte. brisanteres Material. Man befürchtete bei der LLB und der Regierung. Und was wäre mit eventuellen Komplizen? Nein. Ganz anders wäre es natürlich in meinem Fall. dass Lampert eine eigene Sicherheitsmassnahme geplant hätte. Dieser sei doch massiv beratungsresistent. wie geht es nun weiter? 374 . ich selber hatte ja Liechtenstein mit allen Daten verlassen. Er hätte einfach keine Einsicht gezeigt. dass man auf Hans-Adam einreden könnte. Da hätte ich aber „Glück‚ gehabt. sagte ich. dass ich den Lampert zwar nicht kenne. Ich dachte nämlich dabei an meinen geheim gehaltenen Banksafe in der Schweiz. sagte ich dem Professor. oder. dass. eine Kopie ausserhalb einer Zugriffsmöglichkeit durch die Liechtensteiner versteckt halten würde. ihn mit Samthandschuhen anzufassen. erklärte der Professor. ob er weiteres Material hatte. dass der Professor meine Antwort nicht allzu sehr analysierte. ob man ihn verhaften sollte. fügte ich sehr schnell an. meinte er. der Professor. Alles Klar. keines von beiden. meinte der Professor. Falls es mit seinem Plan nicht klappt. Man wisse aber nicht ganz sicher ob dies all die Originalkopien wären. Aber jede Wirkung hat ihre Ursache. Nach wochenlanger Analyse der Situation kam man zum Schluss. Wie bitte. dann würde ich persönlich allen empfehlen. Ich hoffte. hätte auch in diesem Sinne auf Hans-Adam eingeredet. besitze. wenn Lampert die Daten wie beschrieben habe. Ich antwortete dem Professor. solange man nicht sicher sein konnte. ginge aber davon aus. um seine Geldforderung erfüllt zu bekommen. Hans-Adam würde meine Motive anerkennen. er aber weiteres. sagte ich. sonst hätte man ihn sicher nicht ins Gefängnis geworfen. Am Schluss musste man ihn verhaften.vollständiges Set bei ihm zu Hause gefunden. wenn er nur halbwegs Grips hätte. Ich hätte zwar Hans-Adam schon in eine Ecke gedrängt wie noch keiner vor mir. Nach meiner Meinung gefragt. fragte ich.

Die Abgabe einer diesbezüglichen Erklärung. Vielen Dank. Und was ist mit dem blockierten Geld in Österreich? Er habe vom Regierungschef Hasler gehört. könnte Hans-Adam dieses Verfahren einstellen lassen. Ich wollte es glauben. fragte ich. Und was wäre mit der Anzeige wegen der Daten. bis eine Kriminalgericht in der Sache Argentinien letztinstanzlich ein Urteil gefällt hätte. Ich bedankte mich tausendmal und konnte mein Glück nicht fassen. Und die falsche Anzeige von Roegele gegen mich. worin ich beschreiben soll. Leuchtete mir ein. Wo sei der Haken an der ganzen Sache. dass ich an das Gute im Menschen glauben sollte. dass Hans-Adam an einer Lösung meiner Anliegen arbeitete. Diese würde zurückgezogen oder für nichtig erklärt. Oder ob er von Seiten der hohen Finanz-Herren bewusst angelogen wurde. sagte ich. im Falle von notwendigen Verhandlungen (bei 375 . fragte ich. Ich erinnerte ihn daran. Nach Prüfung der Sachlage würde man eine Anklage gegen Helmut Roegele & Co. Eine Denkschrift von mir. Ich wüsste. berichtete der Professor. befürworten und unterstützen. wie man in Zukunft bei der LGT Gruppe einen Datendiebstahl verhindern kann und. Er verstand meine Bedenken und konnte dazu nur sagen. dass es Fristen einzuhalten gäbe. nicht abgelaufen wäre. Kein Kunde darf zu Schaden kommen. Vielen Dank. wie in meinem Fall (101er). Hans-Adam wünschte: Die Vernichtung aller Daten. solange die Verjährungsfrist. Aber vorläufig glaubte ich ihm jedes Wort. Die Rückkehr nach Liechtenstein. so wie die in Vaduz an mein Gutes glauben würden. Zuerst dachte ich laut nach. Da weder Spanien noch der angebliche geschädigte Roegele einen Antrag auf Strafverfolgung an oder in Liechtenstein gestellt hatten. sollte ich nach Hause kommen und kein Kunde einen Schaden erlitten haben. um mich nach Hause zu bringen.Der Professor bestätigte mir. dass die Justiz in Liechtenstein angewiesen würde. Ich spitze dafür meine Ohren. Aber alles müsse der Reihe nach erfolgen. solange mit einem endgültigem Urteil zu warten. fragte ich. Volle Kooperation in Liechtenstein. Der Professor konnte dazu nichts sagen. ob der Professor mich anlügen würde. Er zählte mir die Bedingungen von Hans-Adam auf. Aber ich kenne die StPO und eine Wiederaufnahme einer Strafuntersuchung kann jederzeit erfolgen. dass ich mit meiner langen Abstinenz vielleicht die eine oder andere gesetzliche Frist verpasst hätte.

Ich lief in Richtung Kanal weg. Vielen Dank. Oder müsste ich eine neue Batterie für euch kaufen? Wir alle lachten uns krumm. Ich erkundigte mich. Ich drehte mich auf den Absätzen um und rannte zu den Beiden.‚ Ich bedankte mich bei ihm. Da kam mir etwas in den Sinn. Pünktlich um 16 Uhr stand ich wieder vor dem Marriott. meine Sicherheit und Unverletztheit garantieren würde. Anmietung und Bezahlung einer möblierten Unterkunft in Vaduz. Wieder in Amsterdam angekommen hatte ich erstmal wieder grossen Hunger. um auch noch in Rotterdam Signale senden zu können. Ich würde Hans-Adam nicht enttäuschen. Beide fragten mich. Ich fragte nach der Zeit und sagte ja. dass er. In zweieinhalb Stunden sollte dies machbar sein. Eine Kebab löste dieses Problem. Ich hatte ja genug Zeit. Die Sachertorte in der Holzschachtel in den Händen. Liechtenstein eine mögliche Katastrophe abwenden kann. Bestellung und Bezahlung eines Rechtsanwaltes. Hans-Adam biete mir als Unterstützung für die kommenden Wochen und Monate folgendes an: Sichere Überfahrt von Holland nach Liechtenstein. Ich überreichte wie in einer Zeremonie dem Bankdirektor unter den wachsamen Augen des Professors die Dokumente. Wir verabredeten uns um 16 Uhr am Hotel. ich hatte Dich nicht angelogen. Als ich sicher war. Sie dachten ja ich würde in Rotterdam leben. Zu Hause legte ich mich zuerst mal aufs Bett. dass mir keiner gefolgt war. Ich nahm mir vom Hotel Marriott aus ein Taxi zum Hauptbahnhof von Amsterdam. Niemand würde mir ein Haar krümmen. Auf halber Strecke musste ich nur auf einen anderen Bus umsteigen. Dann inspizierte ich die Sachertorte ganz genau. schlich ich mit hinten aus dem Bahnhof wieder raus. ob ich die restlichen Papierdokumente bringen könnte. Der Bankdirektor war wieder zu uns gestossen und sagte zu mir: „Siehst Du.zukünftigen Datendiebstählen). Nicht das da doch was mit "eingebacken" wurde. dass Hans-Adam ihm aufgetragen hatte. Ich kam an einem Käseladen vorbei und kaufte den beiden spontan ein dickes Stück Edamer Käse für ihren Heimweg. wann ich den letzten 376 . Bestellung und Bezahlung eines Psychologen. rauf auf die Fähre und mit dem nächsten Linienbus in Richtung Monnikendam. mir ausdrücklich zu sagen. Der Professor fragte. Hans-Adam. Der Professor erwähnte extra. ob die Batterie des Peilsenders in der Sachertorte noch genug Saft hätte.

Halt. Ich hätte die letzte externe Harddisk noch nicht vernichtet. Ich würde ihnen sagen. Sowie was man von mir verlangte. Fix und fertig warf ich mich ins Bett. heute Nacht schon. Dies News würde dem Landesführer sehr gefallen. Ich kam zum Schluss. Schon vor 10 Uhr war ich wieder in der Nähe des Hotels. Wenn ihr wollt. sah ich den Professor und den Bankdirektor gerade in den vorderen Eingang des Hotels gehen. Sie drehten sich um und der Professor winkte zurück. sagte der Professor.5. ob er in Anwesenheit des Bankdirektors nochmals die Punkte aufzählen würde. In dieser Nacht konnte ich sehr tief schlafen. in seinen Gegenverkehr steuern. dass es nicht wie beim Lampert geendet hätte. Ich wurde zu einem Nachtessen eingeladen und um 22 Uhr war Schluss mit den Aussprachen. Prima. dass es jetzt schon OK wäre. 377 . Sicher. Ich entschuldigte mich indem ich beide Handflächen in die Höhe hob. wenn Kieber ausgerechnet am dem ersten Tag nach Vernichtung aller Daten zu Tode gekommen wäre. Ein kleiner Lieferwagen. war meine Antwort. nicht so voreilig. dann könnte ich auch schon morgen eine neue. es würde in Liechtenstein ein paar Fragen aufwerfen. dass wir alle froh sein können. Ich fragte den Professor. Auf der anderen Seite angelangt. In Gedanken ging ich den heutigen Tag durch und ich war seelenfroh. Ich rief ihnen zu und winkte. Der Bankdirektor nickte nur ständig und meinte zum Schluss.Datenträger vernichten würde. dass ich ihnen leider etwas vormachen müsste. Ich sinnierte lange wegen der Vernichtung der letzten externen Harddisk. Ohne zu schauen rannte ich quer über die grosse Strassenkreuzung und fast hätte es mich erwischt. sie anzulügen behagte mir jetzt nicht. letzte diesbezügliche Erklärung für Hans-Adam unterschreiben. Als ich über die kleine Brücke schräg gegenüber vom Marriott lief. scherzte der Bankdirektor. dass ich diese Harddisk am Tage vor meiner Abreise zerstören würde und hoffte. Was alles in Vaduz passiert wäre und passieren würde. Er hatte damit keine Probleme und erfüllte meinen Wunsch. vernichten können. Dienstag. dass sie dies verstehen können. der von links kam. wenn ich den Tod im Strassenverkehr finden würde. Ich erreichte mein kleines Heim gegen Mitternacht. Nein. Halt. Ich hätte ja alle Datenträger vernichtet. sagte ich. den 13. musste wegen mir eine Vollbremsung einleiten und massiv nach rechts. dass Hans-Adam diesen Professor ausgewählt hatte.

Diese hatte einen Briefkopf einer Rechtsanwaltskanzlei. dass dies nun mein RA wäre. Sobald ich diesen Brief fertig hatte. sagte der Bankdirektor. wenn ich noch einmal einige persönliche Zeilen an Hans-Adam richten würde. Sie bezahlen ja die Rechnung. kombinierte der Professor grinsend. Sie sagten. den letzten Datenträger erst kurz vor der Abreise zu vernichten. alle Bedingungen zu erfüllen. Ich bedankte mich bei ihm für die Hilfe und versprach ihm. Wenn ich selber bezahlen könnte. wurde mir weiters erklärt. Paul Schockemöhle aus Deutschland. Ohne mich zu fragen. ob ich mit diesem RA einverstanden wäre. Dies wäre eine Hypothese. erwiderte ich. Wolfgang Müller von der Kanzlei Müller & Partner in Schaan/FL angeheuert.Oh. Schlussendlich unterschrieb ich trotzdem die Vollmacht und fragte nach der anderen. Dr. Man hätte einen sehr guten Rechtsanwalt. dass ich mich bald dazu entschliessen könnte. Der Professor fügte hinzu. Dieser Punkt war besonderes wichtig. Was ich dann auch tat. die man erforschen könnte. Batliner im Prozess bei die Schadensersatzforderungen von Dr. der Lieferwagen wäre also nicht unsere Lösung gewesen. Sie waren damit einverstanden. wenn ich als Garantie den letzten Datenträger nicht vernichten würde. Ich hatte den Eindruck. sagte ich. dass das Zimmer von keinem der beiden benutzte wurde. Lieber hätte ich die Rechnung selber bezahlt. zauberte der Bankdirektor wieder eine Vollmacht hervor. Wir alle begaben uns in ein Hotelzimmer. da ich dann zumindest eine stärkere Mitsprache im Argentinien-Fall haben würde. 378 . Ich drückte meine Hoffnung aus. dass es ihn aus psychologischer Sicht nicht verwundern würde. Nicht. Diese Kanzlei hatte Internationale Verbindungen auch nach Spanien und Deutschland. meinte der Bankdirektor. Aber ich hätte mich sicher auf einen Abzahlungsplan mit einem RA geeinigt. Den kenne ich. Mir war dieses Angebot etwas schwammig. Ich erzählte ihnen von meinem Plan. dass ich die Kanzlei Müller für nicht gut genug gehalten hätte. nach Hause zu kommen und das mir bei Ankunft nichts passieren würde. dann hätte ich den optimalen Einfluss auf einen RA. Vielleicht hatten sie sich nur ein Tageszimmer für unser Treffen heute gemietet. dort wo ja einige der Täter aus Argentinien wohnen würden. dass sie meinen Worten glaubten. Der ist gut und vertritt ja prominent den Treuhänder Dr. Dr. Trotzdem wäre es von Vorteil. auch wenn mir das Geld dafür sicher schon sehr schnell ausgegangen wäre.

Um auf Lampert zurückzukommen fragte ich ob der Professor denn denke. fragte ich. sagte ich. Man könnte dafür eine im EU-Raum registrierte Maschine buchen. ich weiss nicht warum. Ich fragte. Sobald fest stehen würde. sagte ich. Nur ganze fünf Personen. Einen Versuch würde er auf jeden Fall befürworten und anregen. Dann bin ich aber beruhigt. Regierungschef Hasler und Justizministerin Rita Kieber-Beck. war die Antwort vom Bankdirektor. um eine mögliche Sabotage der Operation „Rückführung von Kieber‚ zu verhindern. aus dieser Diskussion heraushalten und verliess den Raum. Dies sei eine heikle Sache. sagte er. Natürlich hätte man verschiedene Optionen geprüft. Man hätte dies so vereinbart. Eine von Hans-Adam favorisierte Lösung wäre ein Flug von einem kleinen Flughafen in Holland nach Zürich oder Altenrhein (auch in der Schweiz). Die wolle man für später aufbewahren. Zwei davon wären jetzt im Raum. Sabotage? Wer würde eine Sabotage wollen. effektiv dazwischenzufunken. wenn ich in Spanien anstatt in Liechtenstein landen würde. erwiderte der Bankdirektor. Er sagte. sagten beide. die es lieber hätten. Die Anzahl derer hätte sich aber in der letzten Woche verkleinert. dann würde dem nichts im Wege stehen. Genau. wer alles wüsste. die von dem LGT. Ich weiss nicht. dort den Wagen zu wechseln und bei einem der unbemannten Grenzübergänge mit einem Fahrzeug mit Schweizer Nummernschild in 379 . Er gäbe Leute in Vaduz. Eine andere Variante wäre mit einem Privatauto in die Nähe der französisch-schweizerischen Grenze zu fahren. Der Professor wollte sich. Ich schluckte leer und blieb still sitzen. Die anderen wären Hans-Adam und Alois.die ich früher unterschrieben hatte.und dem LLB-Fall wussten. dass ich in Holland sei und wer in Liechtenstein auch von meiner baldigen Heimreise Kenntnis hatte. wann ich konkret heimreisen wollte. dass man mich in Vaduz überhaupt zum Lampert ins Gefängnis gehen lasse. angesichts was Lampert gemacht hätte. Wenn er es empfehle und Hans-Adam es anordne. doppelt hält besser. dass niemand auf die Idee kommen würde. dass er Sandwich für uns kaufen ginge. sagte der Bankdirektor. Ich wollte auch wissen. wie die sich eine Reise von Holland nach Vaduz vorstellen würden. dass es Personen aus dem kleinen Kreis derjenigen sein mussten. Dies bedeutet. würden Hans-Adam oder Alois schon sicherstellen.

Herr Professor und Herr Bankdirektor. Die Telefonate fanden am 15. wenn es keine Probleme für alle geben würde. In der Folge wurde der Regierungschef Hasler in der 3. rund 1000 Originaldokumente wurden dem Chef der Treuhand. da sonst in der Belegschaft bekannt geworden wäre. um 13:05 und 17:30 und am 26. um 13:30.‚ reisen. dass es am 16. Ich begann. lehnte ich ab. Ich würde es Hans-Adam und der Liechtensteiner Regierung aber auch nicht leicht machen. Das wäre ja klar. Sie müssten bald zum Flughafen aufbrechen und wir vereinbarten die weiteren Termine.K. Gefällt mir nicht. wann Kieber zurück nach Vaduz kommen würde. beklagte sich der Bankdirektor.die Schweiz zu fahren. Der Professor konnte nicht definitive sagen.5. um eine definitive Lösung zu erarbeiten. Zudem würde ich nicht als „H. Ich wurde darüber informiert. VADUZ Mai 2003 Alle Beteiligten bewerteten des Professors Reise als Erfolg. Am kommenden Freitag würde er sich mit dem Hans-Adam treffen. Wir hätten ja noch Zeit. um 13 Uhr statt. ein längeres Treffen mit Hans-Adam gegeben hatte und eine Arbeitssitzung zwischen dem Bankdirektor und dem Professor am 20. In den kommenden Tagen hatte ich 3 Anrufe vom Bankdirektor und 2 x war der Professor mit an der Strippe. "Halt die Ohren steif. Aber er versicherte Hans-Adam. am 21. Man konnte keinen Kundenberater oder gar eine Sachbearbeiterin damit beauftragen. sagte er. Sie verabschiedeten sich und ich wünschte ihnen eine gute Heimreise. Sorry. beruhigte mich der Bankdirektor. Feuerstein übergeben. achte auf Lieferwagen und Tschau Herr Kieber". mich mit dem Gedanken anzufreunden. sagte ich.5. und 4. mir wäre es auch lieber. dass Kieber kommen würde. sie in die jeweiligen Akten im begehbaren Tresor im dritten Stock einzuordnen. dass 380 . Maiwoche persönlich konsultiert und unterrichtet. Dieser bat zwei eingeweihte Mitglieder aus dem Verwaltungsrat der Treuhand ihm behilflich zu sein. Der Professor kam zurück. Die restlichen ca. Auf baldiges Wiedersehen. bald wieder in Vaduz zu sein.

und – wer weiss – vielleicht auch bald eine eigene Familie haben.irgendetwas faul war oder dass Daten entwendet worden waren. Wie würde wohl mein Leben nach einer Rückkehr nach Liechtenstein sein? Da der Gerichtsprozess gegen Roegele & Co. schlussfolgerte man. der sich mit der Planung der Rückkehr von Kieber befasste. würde ich mich auf Jahre hinaus in Liechtenstein einrichten. Amsterdam Juni 2003 Während einer Velotour machte ich mir Gedanken über die Zukunft. über die Schnüffler in Berlin. Sollte ich das greifbare Glück haben und alles ohne „Blutvergiessen‚ 381 . mehrheitlich abgeblasenen Handlungen und Hintergründe. hoffentlich einen guten Job finden. wüsste. da sonst er wieder in ein psychologisches Loch fallen würde und die in Vaduz noch an Weihnachten ins ferne Holland reisen müssten. Bis anhin wusste niemand von der Belegschaft darüber. Die LLB und die Regierung waren beruhigt. trafen sich der Bankdirektor und Hans-Adam zu einer Krisensitzung. Kieber hätte ständige Wechselbäder in Bezug auf was er denen in Vaduz glauben soll oder nicht. hätte ich keine Mühe damit. Der kleine Kreis. Lampert bekam einen Anfall im Untersuchungsgefängnis in Vaduz und musste ärztlich betreut werden. teilweise ausgeführten. Also keine Komplizen. Am 16. Bescheid wüsste. Er hatte nicht aufgehört zu toben und zu schreien. sicherlich lange dauern würde. Hans-Adam ordnete an. Auch meldete sich niemand sonst bei der LLB direkt. Der Bankdirektor war sich sicher. wie z. Weder riefen Kunden aus Russland noch Kunden aus Deutschland an. steckte in einer Sackgasse.5. Mai keine Zeichen von irgendwelchen Katastrophen in Deutschland erkennbar waren. Da ich äusserst anpassungsfähig bin.B. aber ohne ihm zu drohen. dass Kieber nur limitiert über die geplanten. dass Kieber nicht einfach einzuschätzen wäre. dass verstärkt auf Kieber einzureden wäre. Am 20.5. Der Gesandte berichtete. die man am Anfang des Dramas angewendet hatte. Hans-Adam wollte wissen. ob Kieber etwas von grobschlächtigen Taktiken. nach der Rückkehr erstmal klein anzufangen. kamen der Professor und der Bankdirektor zu einem Brainstorming zusammen. Eines stand aber schon jetzt für mich fest. weil nach der Verhaftung von Lampert am 8.

strengte ich mein Hirn an. Ich hatte ihn schon mehrmals in Vaduz gesehen und mit ihm übers Geschäft im Allgemeinen geplaudert. dachte ich mir. Oft wurden solche Treffen im Ausland abgehalten. Ich spitzte meine Ohren. mit einem beleidigtem. Liechtensteiner Mundart.‚ Ich wüsste nicht. ein wieder lebensfroher Kieber. dass er wissen könnte. keinen Einnahmeverlust für Hans-Adam. Ich hielt mich fit indem ich fast jeden Tag ins Freibad. nach Liechtensteiner Redensart: Kein Kunde ist belästigt worden. Himmel Donnerwetter noch mal. dass ich dort meine Konsumation 382 . fluchte ich leise. wenn der Kunde sich scheute nach Liechtenstein zu kommen. wieso es nicht so kommen sollte. Ich sass im La Terrasse des Hotels De L’Europe beim Muntplein und las eine ältere Ausgabe des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL. einem beruhigten Bankdirektor. wo ich darauf bestehen musste. Wenn ich nach Hause komme. Auf einmal wanderte meine Konzentration. aber verzeihendem Landesführer. Ich drehte mich um und schaute nach ihnen. Oho. wer ich bin. gefährlicher ist. keine Kundengelder sind verloren gegangen. Vermutlich war der Andere ein Kunde. Wie hiess er noch mal. einem verstummten Treuhandchef. Mist. Was übrig bleiben würde. vorab unbewusst zu einer Konversation zwischen zwei Herren. dass niemand zu Schaden gekommen war. Das heisst. dann würde dies bedeuten. die ein paar Meter weg von mir sassen und mit tiefer Stimme aufeinander einredeten. Langsam packte ich den Spiegel in meine Tasche und entfernte mich wie ein geschlagener Hund in Richtung Concierge. Aha. dann müsste ich für alle in Stein meisseln: „Wirklich Schwein gehabt. Rheintaler Dialekt stellte ich dann fest. Egal wie er heisst.und ohne die Rache von Hans-Adam oder der hohen Finanz-Herren überstehen. dann wollen wir mal sehen. wäre eine Geschichte einer BeinaheKatastrophe. schwimmen ging. das sass ein Treuhänder von der LLB eigenen Treuhandbude. einem erfolgreichen Professor. dass auf der Velostrecke nach Amsterdam war. Selber schuld. als mir Mitte Juni ein Stück Kuchen fast im Hals stecken blieb. einem wieder heiteren Regierungschef. ein paar gekränkten Staatsanwälten. meine Folterer für Jahre hinter Gittern und zu guter Letzt. Ich erkannte ihn. Ab und zu setzte ich mich in eines der Hotels der Stadt und beobachtete Tee schlürfend was sich vor mir abspielte. Na. Schweizer dachte ich zuerst. einer der Zwei war definitiv aus Liechtenstein.

Ich hatte zwar nie Daten von der LGT in meinem Laptop direkt gespeichert gehabt. 10’ am 18. dass ich wieder nach Hause reisen würde. schreibe ich wieder im alten Stil. entschloss ich mich auch die in meinen eigenen Laptop eingebaute Harddisk und den Arbeitsspeicher (RAM) ganz zu entfernen und endgültig zu zerstören. nicht weniger spannend. ob alles so geschehen würde. aber im Grossen und Ganzen wurde man sich einig.bezahlen konnte. Noch mal gut gegangen. Jedes Mal wenn sie wieder weg waren.: Hier endet die im Kapitel 8 angefangene Aufteilung in der Erzählung zwischen mir im Ausland und den Anderen in Liechtenstein. 13’ am 10. Es gab immer noch einige Meinungsverschiedenheiten. 383 . um 12:20. sowie der Ersten & Dritten Person. Das letzte Telefongespräch am 26. Mai brachte den erhofften Durchbruch leider noch nicht. um 12:30. In den folgenden Kapiteln. bekam ich wieder Zweifel. Juli 2003 die Heimreise unter Begleitung antreten würde. Da nun feststand. Über den Monat Juni verteilt hatte ich mehrmaligen telefonischen Kontakt mit dem Bankdirektor. um 13:38 und die letzten 22’ am 26. wie man mir es gesagt hätte. Ich war mir zwar sicher. aber besser war es auf jeden Fall. dass er nichts von meinem Drama wusste. dem Professor oder beiden zusammen. Wer hätte das gedacht. dass ich am 01. Fast ein halbes Jahr lang war ich im Ausland. Vor der Entnahme kopierte ich ein paar persönlich Dateien auf eine CD-ROM und zerstörte die ausgebauten Teile. So 25’(Minuten) am 2. wenn er mich nicht sehen würde. Genau 175 Tage nachdem ich Liechtenstein verlassen hatte. der Professor und der Bankdirektor. In einem Computerladen kaufte ich eine neue Harddisk plus RAM und ein Fachmann baute sie ein. um 13:30. Juni um 13:30. 4’ am 4. Anm.

Da ich mich aber freiwillige zur Rückkehr entschlossen hatte. Würden wir in eine (mobile) Zoll. der Professor. Ich glaubte ihnen zu 75 Prozent. dass ich mich dann den Deutschen „datenmässig offenbaren‚ würde.blieb nur der Weg über Land. und ich mich als „H. Jetzt ging es um Juristische und Rechtsstaatliche Fragen! Das Problem für Liechtenstein war.KAPITEL 17 Explosives Gutachten und Freies Geleit Die in Vaduz Eingeweihten brüteten lange über einer Lösung nach. dass es einen endgültigen Beweis dafür nie geben würde und zudem meine insider Geschäftskenntnisse auch ohne das Datenmaterial gefährlich werden könnten. war ihnen bewusst. dass ich nicht im Kerker verschwinden würde.K. der Bankdirektor und Hans-Adam. wie man mich sicher nach Liechtenstein zurückbringen könnte. Die grösste Sorge für Hans-Adam. Alle. Es waren gewaltige Interessen damit verbunden. dass ich alle Daten und Kopien vor einer Abreise vernichten wuerde.oder Strassenkontrolle kommen. die Regierung und die LGT war natürlich die Gefahr. wie dies alles geschehen sollte. Dabei ging es überhaupt nicht um die Frage. sobald ich heimischen Boden betreten würde. Da sind darauf hoffen konnten. Auf keinen Fall wollte ich die Reise mit einer unbekannten Person durchführen. würde Deutschland aufgrund des Eintrags im Schengencomputersystem den spanischen Haftbefehl entdecken und eine Weiterreise fuer mich unmöglich machen. vielleicht wäre der Pilot auch in Barcelona gelandet . dass es hier um ein Milliardengeschäft geht. ohne dass es politische oder juristische Komplikationen mit Deutschland (und im gerigeren Masse mit Holland) geben würde. ob ich den Zusicherungen von Seiten Liechtenstein glauben würde.‚ ausweisen. Wobei ich auf die schnellste und kürzeste Strecke pochte ohne Begleitung einer offiziellen Liechtensteiner Aufsicht. 384 . Da ich die Reise mit dem Flugzeug kategorisch ausgeschlossen hatte – wer weiss. Tief in mir war immer die Angst da. musste ich diese Ängste irgendwie unterdrücken. hatten mir ja mehrmals zugesichert. dass es eine Falle sein könnte. wenn das offizielle Liechtenstein mich von Amsterdam aus quer durch Deutschland zum Bodensee nach Österreich transportieren würde. Man darf in dieser ganzen Geschichte nie vergessen. Menschen sind schon wegen viel „weniger‚ spurlos verschwunden.

Anm. Liechtenstein könne ja Deutschland nicht um Hilfe für den Transport bitten.: Das ich über die Existenz dieses Gutachten weiss liegt wie folgt: Einige Wochen nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein im Juli 2003. dass ohne die Verletzung von national und internationalen Vereinbarungen und Bestimmungen es unmöglich sein würde. dann würde schlussendlich Deutschland bestimmt die Daten von mir erhalten und dies wäre ein Desaster für Liechtenstein.6. dass ich alle Datenträger "vernichtet" haette. Anm. dass ich aber gerne eine hätte. Es müsse doch eine Kopie davon irgendwo an einer 385 . Wie immer wussten sich Hans-Adam und die Hohen Finanzherren aus Liechtenstein zu helfen. war mir beim Aktenstudium ein kleiner schriftlicher Aktenvermerk aufgefallen: eine kleine Randnotiz über das oben erwähnten Gutachten. Aufgrund der Brisanz der Schlussfolgerungen wurde es sofort als Geheimsache abgestempelt und unter Verschluss gehalten. In einer Sitzung vom 10. Weiters wurde festgehalten. ohne das Land Liechtenstein in Gefahr zu bringen und mich als Person samt meinem spezifischem Fachwissen zu exponieren.03 wurde die Expertenmeinung behandelt. Anfang Juni 2003 wurde es in Auftrag gegeben. Nichts regte sich.08. mich von Holland via Deutschland und Österreich nach Liechtenstein zu bringen. 03 schrieb ich nochmals an das Gericht. dass das Gutachten aus dem Archiv verschwunden sei. am 23. dass es leider keine Kopie für mich gäbe. Liechtenstein und dessen Regierung gewährleisten würden. Darin wurde zuerst daran erinnert.: Zum Zeitpunkt des Gutachtens hatte Vaduz ja noch nicht von mir "mitgeteilt bekommen". HansAdam und die LGT. Das offizielle Deutschland (sowie Österreich & Holland) müsse um jeden Preis raus gehalten werden. Erstaunlicherweise erhielt ich nicht vom Gericht eine Reaktion.03 bat ich bei Landgericht schriftlich um eine Kopie dieses Gutachtens. Eine Dame aus der Regierungskanzlei rief mich an und teilte mir mit.K. Sechs Wochen später. Es wurde der Regierung empfohlen. die eine 100 % Gefahrlosigkeit fuer Hans-Adam. Am 13. nur nach Lösungen zu suchen. Eine Woche später kam wieder ein Anruf und es wurde behauptet. Ich erwiderte.09. dass sollte ich nicht nach Hause kommen. von Holland nach Liechtenstein via Deutschland und Österreich‚ erfahren.Regierungschef Hasler und Hans-Adam wollten von diskreten Experten in einer Art Gutachten mehr zum Problem „Transport H.

dass hier ein Problem für seinen Mandanten entstehen könnte. dass es nie ein Gutachten gegeben hätte. warum ich keine Kopie des Gutachtens erhalten hatte. Mit der Vollmacht von mir hatte er zumindest alle Gerichtsakten einsehen können. Wann und wie. Der Name des Verfassers war dunkelblau übermalt worden. Ihm wurde gesagt. Ich hatte aber Glück. sondern bis zum Ende eines allfälligen Prozesses auf freiem Fuss bleiben können. Dies war umso wahrscheinlicher. Auch sonst wurde er vorläufig eher im Dunkeln darüber gelassen. sagte ich. Da mein Einspruch gegen die Anklage im 140er am 10. gemäss Auskunft vom Bankdirektor. was man mit mir vorhatte. Man würde ihn nach meiner Ankunft kontaktieren und "aufklären". Als Profi stellte er in meinem Namen einen Antrag auf freies Geleit. dass diese nicht verhaftet werden. Einen knappen Monat später. Er wusste nichts von den Zusicherungen seitens Hans-Adams. Dr. Zurück zum Juni 2003 In der Zwischenzeit hatte sich „mein‚ neuer Rechtsanwalt. Damit sei das Thema beendet. 386 . wurde mir erklärt. Als schlauer Rechtsanwalt bemerkte er rasch. mir eine Kopie des Gutachtens zuzusenden. denn er wusste nicht wo ich war. dass ich nach meiner Ankunft eventuell in U-Haft genommen werden könnte. das Beschuldigten von Seiten der Justiz bestätigt. darüber durfte er keine Fragen stellen.anderen Stelle geben. in die Materie eingelesen. befürchtete er. Es kam nie eine Antwort. Jetzt begriff ich. Elf Tage später wurde mir dann ausgerichtet. Freies Geleit ist ein Instrument der Strafprozessordung. im November '03 erhielt ich dank eines Bekannten aus dem Staatsapparat die Möglichkeit eine Originalkopie des Gutachtens zu lesen. Er konnte nicht mit mir kommunizieren. da ich ja seit bald einem halben Jahr unterwegs im Ausland war. dass ich bald nach Hause kommen würde. Obwohl er von meinen.03 abermals ans Gericht mit der Bitte.3.03 vom Gericht abgewiesen wurde (was mir niemand im Ausland sagte) und da eine mögliche Anklage wegen des Datendiebstahls drohte (was mir auch niemand im Ausland sagte!). Wolfgang Müller. Ich wollte nicht locker lassen und schrieb am 13.10. sozusagen nun alten (wie ich dachte) Gegnern bezahlt wurde.

wenn kein freies Geleit gewährt würde. Die am Entscheid beteiligen Behörden wussten aber nicht.06. dass ich irgendwo im Ausland war. Sie wussten nur. Notabene war im Obergerichtsentscheid zum Freien Geleit protokolliert. Obwohl die STA es lieber gesehen hätte. dass es eine verbindliche Zusage der LGT gebe. Sie mussten es nicht wissen. 387 . dass ich in Holland war. Wobei mir der Sinn und Zweck dieser Übung (Freies Geleit) nie ganz durchsichtig erschien. Die STA. Ich erfuhr vom Freien Geleit erst nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein. Gültig nur in Liechtenstein. wenn ich nach Hause kommen sollte.03 genehmigt. dass ich sicher nicht nach Hause kommen würde. wurde bei Gericht erkannt.06.03 gestellt und vom Obergericht in Vaduz formell in einer nicht-öffentlichen Sitzung am 16. hatte (wen wundert’s) keine Einwände gegen ein freies Geleit.Der Antrag wurde am 04. wenn ich in Spanien gelandet wäre. Eine brillante Schlussfolgerung! Eine Aufhebung des Liechtensteiner Haftbefehls alleine genüge gewiss nicht. dass sie auf eine Bestrafung von mir verzichten würden. Das Gericht kam zum Schluss. die wie immer auch ihren Senf dazu sagen konnte.

Ich müsste alle meine Ausweise (Pass. Ich protestierte und sagte. Er begriff. was ist. Eines für ihn und eines für mich. Am nächsten Tag. genauer in das Terrace Café kommen. wo Heinrich Kieber drauf steht. zukleben und ihnen vor der Abfahrt aushändigen. Führerschein).. . vor der Abreise in ein weisses Kuvert einpacken. Ich solle meine sieben Sachen packen und am 30. wie alles abläuft. Ich bestand auf eine schriftliche Garantie von Hans-Adam. dem 01. auf seinem Briefpapier mit Stempel und so. Auch dafür hätte man gesorgt. 880 Kilometer bis zur Grenze ÖsterreichLiechtenstein fahren. dass man in Vaduz eine Lösung für eine reibungslose Reise zurück nach Liechtenstein gefunden hätte. lies ich mich beruhigen. Ich würde vor Abreise eine handschriftliche Note von Hans-Adam erhalten. steige ich in keinen Wagen ein. wies aber darauf hin. Juli 2003 würden er und ich zusammen in einem Mietwagen mit holländischem Kennzeichen frühmorgens Amsterdam verlassen und auf direktem Weg die ca. dass ich weder Haft noch sonstige psychische oder physische Nachteile zu erleiden hätte.. Der Professor würde dort auf mich warten. bei Ankunft nicht doch noch ins Gefängnis geworfen zu werden. spätestens um 18 Uhr zum Hotel Marriott. als er mir den Plan erklärte. dass niemand weiss. mir nicht allzu viele Details der Lösung zu verraten. mir eine Fälschung unter die Nase zu reiben. Ich war mit dem Text zufrieden. einfach alles. Er würde im Hotel zwei Zimmer mieten. Auf meine Frage hin. dass ich mir keine Sorgen darum machen sollte. Darin würde er mir als Staatsoberhaupt garantieren. dass ich unter keinen Umständen mich auf ein vernebeltes Abenteuer in Sachen Heimreise einlassen werde.. dass ich die Unterschrift von Hans-Adam kennen würde und daher man nicht versuchen sollte.KAPITEL 18 Ach wie gut. ID-Karte.dass ich Kieber Heinrich heiss. dass Hans-Adam ihm eigentlich strengstens aufgetragen hatte. Juni. Nach einigen Feinabstimmungen wurde mir vom Bankdirektor die gefundene Transportlösung mitgeteilt. 388 .. wenn ich nicht genau wüsste. sagte er mir. In den sieben Telefonaten im Monat Juni zwischen mir und dem Bankdirektor und/oder dem Professor wurde mir erklärt. Mit dem Hinweis. wenn wir irgendwo kontrolliert werden.

Geplant sei. Ich fragte. der uns immer mit Abstand und in Sichtweite nachfahren würde. sagte der Bankdirektor. So wie er es mitbekommen habe. sei der geniale Schlüssel. Er könne mir aber nicht sagen. Sonst würde ich es wieder nicht glauben. ob es Diplomaten aus dem Liechtensteiner Corps seinen. soweit schien mir die Lösung als OK. Sollten der Professor und ich durch ausländische Beamte aufgehalten werden. dass mir der Pass mit Namen „Ulrich Meier‚ nicht persönlich für die Rückreise ausgehändigt werden dürfe. dass der Professor die Anderen einmal kurz vorher in Zürich oder Vaduz treffen würde. Ich solle dann sagen. Und was würde mit meinen Papieren geschehen.Sollten der Professor und ich in eine Kontrolle in Holland. die seit Jahren von Hans-Adam mit Liechtensteiner Diplomaten-Pässen ausgestattet werden.01. was jetzt meine nächste Frage sein würde und sagte.K. dann würde man „H. dass es (diplomatisch) befugte Personen seien. Klar sei aber.‚ nicht entdecken. Der Bankdirektor wusste schon. 389 . wer die Personen im anderen Wagen seien. dass ich meinen Pass im anderen Wagen hinter uns eingepackt hätte. konterte ich schon der Frage. wie schon oft in den letzten Wochen. Dann könnte ich ihn holen und zeigen.oder Zollkontrolle des Koffers sei nicht möglich. er glaube dies nicht. soll mir der Pass aber vor Abfahrt gezeigt werden. sagte ich. Eine clevere Lösung. seien es Personen aus jenem Kreis. damit er sie dann in Amsterdam wieder erkennen könnte. Eine eventuelle Polizei. Der Pass soll jedoch in den Händen der Insassen des Zweitwagens. Hans-Adam und die Regierung in Vaduz haben aber darauf bestanden. Bevor er den logischen zweiten Teil des Plans weiter erklären konnte. wenn diese zwar nicht bei mir aber mit uns im Mietwagen gefunden wurden? Ihr würdet nicht alleine sein. Der Liechtensteiner Pass.03 in Berlin vor der LGT Niederlassung durch das Wagenfenster gezeigt hatte. Und wir beide erkannten. Nun gut. Um mich zu beruhigen. dass ich mir keine Sorgen um meine "Identität‚ während der Transitfahrt machen müsste. als wer ich mich denn bei einer möglichen Kontrolle ausgeben sollte. wie viel Wahrheit im Spruch „Geld regiert die Welt‚ liegt. Deutschland oder Österreich geraten. den der Fahrer von Hans-Adam mir am 14. Er sagte. Meine Papiere würden versiegelt und sicher in einem Diplomatenkoffer verstaut transportiert. dann würde unsere Schatten dies sofort mitbekommen und hinter uns aufschliessen. Ein Zweitwagen mit zwei Passagieren würde unserem Auto ab dem Hotel in Amsterdam folgen. bleiben.

mich auf dem Heimweg in Deutschland zu „verkaufen‚. im selben Hotel wie der Professor zu verbringen.im Rückblick .7. Meine gepackten sieben Sachen liess ich aber bei Jane in ihrem B&B in Monnikendam. dass ich unter Zwang niemals heimkehren würde. Ich wollte aber den steigenden Enthusiasmus vom Professor nicht unnötig eindämmen und sagte dem Treffen im Terrace Café zu. Was nicht verwunderlich ist. konnte dies alles NICHT ohne die Zustimmung von Hasler und Hans-Adam geschehen. Mittels. Zudem waren fast sechs Monate vergangen. dass ich freiwillig nach Hause zurückkehren wollte. Nach reiflicher Überlegungen kam ich zum Schluss. Ich vernichtete den letzten Datenspeicher im Juni auf dieselbe Art wie sein Zwillingsbruder. ob es nicht dennoch eine Kurzschlusshandlung auf deren Seite geben würde.die gefundene Lösung für den LLB-Fall anschaut. Hart hämmernd. Trotz aller Ehrenworte seitens des Professors und des Bankdirektors war ich mir nicht ganz sicher. Lange Monate in denen alle Seiten sich beruhigen konnten und die Sache mit der nötigen Distanz betrachten konnten. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. aber schmerzlos. wenn man sich jetzt . 390 .Wenn es um die heiligste Kuh aller Kühe in Liechtenstein geht. Es wäre das erste Mal. Da die Mehrheitsaktionärin der LLB das Land Liechtenstein ist und diese Beteiligung durch die Regierung (!) kontrolliert wird. wo ich übernachtete. 9 Mio. dass ich die letzte externe Harddisk mit den Daten vor der Abreise vernichten würde. dass es Liechtenstein nicht riskieren würde. dass sie wissen würden. dann sind Hans-Adam und seine Regierung sofort bereit. Dort hat die LLB über Jahre hinweg Erpressern ca. Ich wusste zu viel und das war meine Versicherung.und Strohmänner angeheuert. Ich hatte ja bis Ende Juni 2003 das Zimmer dort bezahlt und konnte ohne weiteres eine extra Nacht bleiben. ihre eigene sowie internationale Gesetzte zu brechen. Spitzel auf die Erpresser angesetzt und so weiter. Ich machte mir eine Liste der Pro und Contra. Selbstverständlich kam mir die von Liechtenstein orchestrierte Lösung für meinen sicheren Transport von Holland via Deutschland nach Hause auch ganz gelegen. gefiel mir nicht so gut. Ich hatte dem Duo Professor und Bankdirektor versprechen müssen. Die Idee. Wobei ich nochmals betonen möchte. die Nacht zum 1. Nach monatelangen Diskussionen mit den Gesandten von HansAdam war es allen Beteiligten klar. Euro ausbezahlt.

Er lud mich zu einem späten Abendessen ein. Ich war den ganzen Tag sehr nervös und bereute es. Plötzlich stand ich vor einem alten Barbiershop. wie immer von Hans-Adam spendiert. dass er. Endlich war er so müde. da es auf der Rückseite die Krone aufgedruckt hatte. dass sie einen Zweitschlüssel für mein Zimmer hatten. Er gab mir meinen Zimmerschlüssel. Ich erkannte sofort. benutzte die Seife. Ich ging hinein und liess mir den kürzesten Haarschnitt den es gibt machen. Ich sagte. Bis anhin hatte ich bei fast allen Treffen beharrlich darauf geachtet. dass er sich verabschiedete. hier zu übernachten. schon so früh in der City zu sein. mit dem Hintergedanken.00 Uhr. öffnete eine Packung Chips und goss Wasser in ein Glas ein. Er bestätigte mir. Er übergab mir ein zugeklebtes Kuvert. Er war ausser Sichtweite. ich um 07. länger als er im Café bleiben zu können. dass ich noch die letzte Nacht alleine in der Stadt verbringen möchte und wenn er nichts mehr von mir auf seinem Handy hören würde. dass ich es erst später öffnen würde und steckte es behutsam ein. Ich verliess das Hotel wieder und schlenderte das letzte Mal in der schönen Stadt herum. fuhr ich frühmorgens mit dem Linienbus Richtung Amsterdam City und war schon um 09. Ich rannte hoch in mein Zimmer. Er erschien erst nach 18. weil dies die erste und letzte Möglichkeit wäre. Sein Zimmer sei in einem anderen Stockwerk. den Lift hoch zu den Zimmern nahm. Ich sagte. Ich bestellte noch eine Cola. dass sie mich evt. einfach nicht aus meinem Kopf löschen. mit Gewalt irgendwo hinschleppen würden. Ich nannte ihn den Prison-Cut. dass es bald zu Ende war. den Gefängnisschnitt.30 Uhr beim Marriott. Ich versicherte mich. 391 . dass es vom Schloss Vaduz war. dass sie in der Öffentlichkeit stattfanden. dass die vom anderen Wagen auch schon in Amsterdam seien und er sie schon getroffen hätte. Ich riss die Bettdecke hoch. Ich konnte die zu Recht vorhandenen Ängste (siehe ihre Aktivitäten in Berlin!). Wir gingen nochmals die wichtigsten Punkte durch.06. da sie ja die Zimmer reserviert und bezahlt hatten. Wir waren beide sehr aufgeregt und gleichzeitig froh. Meine Absicht war ganz und gar nicht. wie angekündigt. Auch darum nicht.Am 30. schmiss ein paar Handtücher im Badezimmer auf den Boden. Nach einem letzten feinen Essen in meinem Lieblingslokal lief ich zurück ins Hotel und wartete auf den Professor. mich ohne Zeugen zu erwischen. Ich war mir ganz sicher.00 Uhr am nächsten Morgen in der Hotellobby auf ihn warten würde.

ob er wisse.D. Wieder unten. Dort. Chips. Ich schlief nicht so gut. was man mir angekündigt hatte. Der Professor lachte und bezahlte beide Zimmer und die ca. oder zumindest eine geprüfte Fluchtmöglichkeit zu kennen. Jane und ihr Mann bedankten sich sehr für meine Treue und wünschten mir alles Gute. Nach viereinhalb Monaten als Gast verabschiedete ich mich von meinen Gastgebern am Abend. sammelte ich den ganzen Inhalt des Kühlschranks (mit Ausnahme der alkoholischen Getränke) inklusive allem Essbaren (Schokoriegel. Er verneinte es. Pünktlich um 05. Auf jeden Fall super teure Papierqualität. Ich fragte ihn. Er sagte mir. weil ich am nächsten Morgen schon um 5 Uhr in der Früh von einem Taxi abgeholt werden würde. Zurück an der Rezeption kam die übliche Frage: Minibar? Verlegen fragte ich ihn. Es war ein wunderschöner Sommermorgen. Noch schnell eine kalte Dusche und das war’s. wartete ich in der Lobby auf den Professor. Darin befand sich die postkartengrosse Notiz. Er wolle und müsse es nicht wissen. Erst dort öffnete ich den Umschlag. Er kam frisch rasiert und parfümiert zur abgemachten Zeit runter und wir stopften unser Gepäck in den praktisch brandneuen Mietwagen der Marke Renault. Eigentlich gar nicht. mich nun nach einem weissen Kuvert zu fragen. Er bat mich in der Lobby zu warten und er verschwand mit meinem Umschlag. Unter dem Logo vom Schloss Vaduz war von Hans-Adam handschriftlich genau das vermerkt. dass er beauftragt worden sei. Unten stand noch zusätzlich: Angenehme Reise. Ich machte mich auf den Weg zurück nach Monnikendam. Daneben die schnelle Unterschriftsvariante von ihm. Amsterdam Ade. Käsesnacks) ein und packte es in eine Tasche. von anderen Menschen umgeben zu sein.h. ob Hans-Adam was dagegen hätte. Er bat mich. Ohne Kuvert. Gleichzeitig zeigte ich ihm die gefüllte Plastiktasche.00 Uhr hielt das Taxi in der kleinen Strasse vor dem B&B und 25 Minuten später liess es mich in einer Seitenstrasse in der Nähe des Hotels Marriott wieder raus. Ich liess meine Koffer unten an der Rezeption stehen und nahm den Lift hoch zum Zimmer. in einem Anfall von „die letzten guten Tage sind vorüber‚. Modell Twingo. Ich übergab es ihm. mit aufgedruckter Adelskrone und aus weissem Büttenpapier vermutlich. Nach 20 Minuten kam er wieder. dass ich praktisch alles ausser Alkohol aus der Minibar abgeräumt hatte. was da drin ist. 50 Euro für meine Minibarsammlung. 392 .

wie es mir gehe und dass ich mir keine Sorgen wegen der Deutschen machen soll. Den allezeit beliebten Schutz-Pass. dass es ein österreichisches Kennzeichen hatte. nein. Es war ein dunkler BMW der 5er Reihe. grösser als ein DIN A4-Format und zeigte mir den Pass mit meinem Foto drin. den ich noch nie vorher gesehen hatte. die mit den Diplomatenpässen. Ich erblickte den richtigen Wagen schon als wir noch auf dem Stadtgebiet Amsterdam fuhren.nach draussen zu kommen. Der Herr Professor und der Herr Ulrich Meier stiegen in den Mietwagen ein. Nur noch alles in meinem Kopf! Er gab zurück: „Ja. Ich hatte keine Probleme damit. Als er mich mit Herr Ulrich Meier begrüsste. Dank meines grossen Vorrats an Süssem aus dem Hotelzimmer musste ich auch nicht hungern. Ich bedankte mich und er nickte nur. Er fragte mich. ob ich ja nichts in Holland vergessen hätte. Er öffnete eine blaue Dokumentenmappe. dass ich ihn sobald als möglich persönlich sehen könne und auf mich ein schönes. es sind sicher Hans-Adams Verwandte aus Österreich. es war ja ihr Eigentum. Ich versicherte ihm. Karlsruhe und Stuttgart führen. Die Fahrt war angenehm. Sofort rief ich zum Professor: „Aha. Ich dachte mir nichts dabei.‚ Er beteuerte nochmals. Vorher musste ich noch mein Handy samt SIM-Karte abgeben. Zu meiner Verblüffung. ob alles gemäss Plan abgelaufen sei. kleines. das wissen wir alle. kein holländisches Kennzeichen. nein. die abwechselnd während der ganzen Fahrt mindestens alle 30 Minuten klingelten oder vibrierten. rief Hans-Adam an und fragte. hoffentlich nicht in der Aeulestrasse/Gewerbeweg (dort wo das Gefängnis ist). Er fragte auch. nichts vergessen. Der Professor selber hatte zwei eigene Handys bei sich. Auf halben Weg dorthin stand ein Mann. Ich erwiderte. Der Wagen blieb immer vier bis fünf Autos hinter uns. Er bat mich die kurvige Einfahrt entlang zu laufen. gell?‚ 393 . neu möbliertes Zimmer in Vaduz warten würde. fiel auch mir der Groschen runter. Dann verstaute er den Pass wieder in der Mappe und ging in Richtung Vorderseite des Hotels. Wir hatten eine Europastrassenkarte mit uns und der Weg sollte uns ungefähr via Köln. die Schutz-ID. Später konnte ich erkennen. Das konnte ich sehen. nein. Frankfurt. Nach einer Stunde Fahrt. wollte Hans-Adam mit mir reden. Ganz offen schaute ich ständig nach unserem Schatten. Er lachte und rief< nein. Der Professor hatte nichts dagegen.

Polizei und Justiz wussten ja nicht.Er sagte. dass ich jetzt unterwegs war. Natürlich könnte ich die Dinge nicht beim Namen nennen. spielte sich in Vaduz anderes ab. dass Liechtenstein knapp einer Katastrophe entkommen war und dass Hans-Adam ganz anders war. aus Liechtenstein wurde Monaco. als die meisten Menschen dachten und dass die Datensicherheit in Liechtenstein löchrig wie ein Schweizer Käse war. Die Stunden vergingen und wir machten Witze übers Bücherschreiben. Hätte man mir damals gesagt. Um nicht in einer Radarkontrolle gestoppt zu werden. Und über Argentinien. in der man alle vorhergegangenen Meldungen und Sachverhalte widerrufen sollte. Der Bodensee war 394 . aus Hans-Adam wurde Duke of Full-Pockets. dass ich über 5 Jahren später. Der BMW hielt auch. sagte der Professor. nachdem was ich alleine und wir zusammen erlebt hatten. ordnete er die Vaduzer Polizei an. Im Laden der Autobahnraststätte kauften wir uns Essen und bezahlten das Benzin. Ich könne doch ein Buch schreiben. ich hätte alle für verrückt erklärt. Ich sah zwei Männer neben dem BMW stehen. ohne die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. Wiesbaden) zu senden. Während der Professor uns unaufhaltsam Liechtenstein näherten. Gemäss Aktennotiz wurde dies (am 1. Der Kreis der Informierten war ja sehr klein. ein Buch zu schreiben. einer tankte den Wagen. Das ginge nicht. dass es unmöglich sein würde. Vielleicht weil ich mich sichere fühlte. Wir erfanden Pseudonamen für ein imaginäres Buch: aus STA Haun wurde STA Schaum. aus LGT wurde Banque de la Liberté. Erstaunlicherweise atmete ich nicht schwerer sondern leichter. Die deutsch-österreichische Grenze kam näher. er wisse es nicht und blickte nur stur nach vorne. sagte er. dass ich dem Professor sagte. der andere lief weg um mit dem Handy zu telefonieren. fuhren wir strikt nach Vorschrift. Da Hans-Adam telefonisch vom Professor über den Fortschritt der Heimführung auf dem Laufenden gehalten wurde. eine dringende Interpolmeldung nach Deutschland (BKA.) dann um 15:58 erledigt. Auf halber Strecke entschieden wir zu tanken und kalte Getränke einzukaufen. der mir in Amsterdam den SchutzPass gezeigt hatte. Ich erinnere mich noch ganz gut daran. Dann würde man ja erkennen können.7. Es war der Mann. in 2008/2009 wirklich dieses Buch mit der wahren Geschichte schreiben würde. Österreich grenzt ja an Liechtenstein.

wenn wir zuerst zur LGT BANK in der Herrengasse fahren würden. wo es rechts ein Thai. wie ich vor fünf Monaten und 24 Tagen hier den Zug nach München genommen hatte. Wir überquerten die unsichtbare Grenze der zwei EU-Staaten und dann waren es nur noch ein paar Minuten bis nach Feldkirch. Es sei keine Falle.so schön an diesem Tag. 395 . vorbei am Portier und der Sicherheitskanzel und parkten den Wagen. Man winkte uns wie Touristen durch. rechts und links. so ruhig war alles. Dies sollte mich vor jedem Ärger schützen. Nur die Musik aus dem Radiosender störte etwas. wie ein Kleinkind sein liebstes Spielzeug. dachte ich. Ich erinnerte mich. alle kannte ich sie auswendig. Wir fuhren in die Tiefgarage. praktisch windstill. Endlich am Ziel! JETZT war ich wieder voll in den Händen und unter Gnaden von HansAdam. An der Grenze. Etwas zu wild für den Professor schaute ich mit langem Hals ständig nach vorne. Die Sonne hoch und stark. 1. Ich kramte die handschriftliche Botschaft von Hans-Adam aus meiner Computertasche und hielt sie fest. wieder in meiner Heimat zu sein. Kein Problem. Es war ja mein Hinterhof. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. bevor es wieder den Hügel runter geht.5 Kilometer von liechtensteinischem Boden entfernt. Fast jedes Haus an dem wir vorbeifuhren. Ich behielt den BMW im Seitenspiegel streng im Auge. Gleichzeitig stiessen wir beide einen erlösenden Seufzer aus. die von Schweizer Zöllnern auf liechtensteinischem Boden kontrolliert und bewacht wird. ob es OK wäre. Sofort klingelte sein Handy wieder: Das Schloss wusste schon. Er beruhigte mich. dass alles gut gegangen war. Er fahre mich nach Vaduz zu der gemieteten Einzimmerwohnung.oder Chinarestaurant gab. sagte ich. dass ich unter diesen Umständen wieder durch Feldkirch fahren würde. Da brauchte man den „Schutz‚ jener aus dem BWM wohl nicht mehr. Niemals hätte ich gedacht. Man fragte mich. Der Bankdirektor rief den Professor an. hielt der BWM an und wurde im Spiegel immer kleiner und kleiner. sagte ich. Auf der Höhe. verlief alles sehr schnell. Der Grenzübergang Schaanwald war schon in Sichtweite. Wie als wären die letzten sechs Monate gar nicht passiert. Richtung Grenzposten. Wir waren nur noch ca. jede Strasse die wir benutzten. genau in der Anhaltebucht der Stadtbusse. nach hinten.

Dies erledigte er so gut wie nur möglich. Es war so gegen 17 Uhr als wir auf dem Parkplatz vor dem Haus ankamen. den 4. alles beim alten. Jetzt wäre es ja klar. Links. Es gab einen Esstisch mit vier Stühlen. Der Bankdirektor und eventuell er selber würden auch dort sein. 2008 hinein). Wolfgang Müller. Er gab ihn mir. erwiderte ich. ihm die persönliche Notiz von Hans-Adam zurückzugeben. Natürlich darüber schwebend immer der Hans-Adam.7. Ja. Er bat mich. dass ich mich erstmals einrichten und ein paar Tage erholen soll. Der grösste Teil am Erfolg dieser Etappe war dem Professor zuzuschreiben. Ich hatte ja nicht viel Gepäck und nach zehn Minuten war ich schon eingezogen. Er habe ein Zimmer in Triesen. Es roch noch frisch gestrichen. Es hatte einen kleinen Balkon. den 9. einen Kleiderschrank und eine Stehlampe.Zuerst musste ich mich mal richtig strecken. hatte er den weissen Umschlag in seinen Händen. fragte er. Es war eine kleine eineinhalb Zimmerwohnung. Er war wie ein Ventil zwischen Hans-Adam und mir. Zu meinem Erstaunen. erwiderte ich und bedankte mich bei ihm für alles was er getan hatte. ein Ledersofa mit Glastischchen. der direkt über dem Hauseingang war. Ging leider nicht. Am Freitag. Er gab uns die Wohnungsschlüssel und nannte uns die Adresse: Buchenweg 1. Die Einbauküche war relativ gross und das Badezimmer auch. 396 . Dieser Meinung war ich auch. Der Rest dem Bankdirektor. Vaduz. Zudem solle ich mich auch auf ein Vier-Augen-Treffen mit Hans-Adam für nächste Woche Mittwoch. hätte ich um 10 Uhr einen Termin beim RA Dr. war sein Teil der Aufgabe der schwierigste. Die Möbel waren brandneu.7. Der Professor verabschiedete sich mit der Bemerkung. Der Bankdirektor kam aus dem Personalausgang auf uns zu und begrüsste uns freundlich. Ich kannte den Weg und dirigierte den Professor dort hin. Obwohl der Professor auf der Lohnliste von ihm stand (nebenbei noch bis weit ins letzte Jahr. Ich wollte die Notiz aber als Andenken behalten. Es wäre. ein Bett mit Nachtisch. vorbereiten. mit meinen Ausweispapieren drin. Wenn es mir genehm wäre. weg vom Balkon konnte man auf die Wiese vor der Wohnung meines Nachbarn laufen und runter zum Parkplatz. ebenso Bettwäsche und Handtücher. Alles gediegen und farblich abgestimmt. dass mir nichts passieren würde. erwähnte er noch. Nämlich mich zu überzeugen und mir neue Wege aufzuzeigen. Ob es mir wieder daheim gefallen würde.

nach meiner Rückkehr erfuhr. bestialische Sprache verwendete. sodass sich auch die zornigsten Gemüter wieder beruhigt hatten. Ich habe meine Meinung über den Professor auch dann nicht geändert. deren und meine Worte so umzuformulieren.Während der vielen Debatten in den vergangenen Monaten hatte ich. Teil der Aufgabe des Professors war es. dass eine Lösung schlussendlich zustande kommen konnte. dass Hans-Adam mehrfach eine ganze andere. dem Bankdirektor und dem Professor über mich sprach. wenn er mit seiner Regierung. ganz nach dem Spruch „Zeit heilt Wunden‚. ist mir scheiss egal‚ -OZE. oft direkt. dass der einzige Auftrag von Hans-Adam an ihn lautete: OZA. Dies galt auch für den umgekehrten Weg. die fast sechs Monate meiner Abwesenheit reichen würden. Es sah ganz danach aus. als ich später. mitbekommen. 397 . dass. überwiegend zwischen den Sätzen horchend.„Bring mir die Daten zurück! Koste es was es wolle! Mit Kieber oder ohne Kieber. Ich hoffte nun.

Die Haltestelle ist auf der Höhe des Gebäudekomplex. der dort in einer Zelle sitzen würde. machte ich mich zu Fuss in Richtung Hauptstrasse. Ein besseres Kopfkissen müsste ich noch kaufen. Fast sechs Monate lang unzählige Menschen unzählige Nerven gekostet. Ich dachte an Lampert. Wenn man wählen kann. dann muss es ja mindestens zwei verschiedene Wege geben. War ich froh. Da ich ja kein Auto hatte. dass ich meine Drohungen nicht in die Tat 398 . "Hast es mal wieder geschafft. Ich will nicht sagen. sondern weil keine Daten verraten wurden und es somit keine geschädigten Kunden gab. war das letzte. Und ein frisches heisses Leberkäs-Brötchen. Es war nicht der richtige weg. weil ich wieder daheim war. wieder zu Hause zu sein.KAPITEL 19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe Ich packte meine sieben Sachen aus und richtete mich gemütlich in meinem neuen Heim ein. Herr Kieber". keine Sicherheitsvorkehrungen. Genau so wie ich ihnen nie zu 100 Prozent trauen konnte.und ausschalten. das Passamt und das Gefängnis befanden. zur Bushaltestelle. kein ständiges Handyein. die mir nicht ganz vertrauen würden. Ich lief über Nebenstrassen bis zum Denner (Einkaufsladen) nach Triesen. Die nette Verkäuferin (er)kannte mich zum Glück nicht. Himmel auf Erden: ein Liechtensteiner Leberkäse. Ich wusste. Wieder zurück in der Wohnung wurde es mir schnell langweilig. So fein. dass ich keine andere Wahl hatte. Ich fühlte auch. es würde immer diejenigen geben. was ich vor dem Tiefschlaf dachte. und was für Liechtenstein viel wichtiger war. Ich schämte mich meiner Taten. Die Sonne heizte den Raum trotz heruntergelassenen Rollos heftig ein. Keine versteckten Kameras? Mikrofone? Wer weiss. Der Abend war schwül. dass – egal was ich in den 6 Monaten zuvor angestellt hatte – sich ein grosses Gefühl der Erlösung bei den Machthabern breit gemacht hatte. Am nächsten Morgen sah die Welt auch wieder gut aus. Ich kaufte Milch. Der Jahrhundertsommer 2003 war ja voll im gang. auch kein Velo mehr. Nicht so sehr. war schon um 19 Uhr Bettzeit. Brot und Müsli ein. Es war schön. Nein. Von der langen Fahrt müde. Im Badezimmerspiegel starrte ich mich an. Was soll’s? Ich hatte eine Entscheidung getroffen. wo sich die Polizei. Ich inspizierte die ganze Wohnung. Aber vor allem keine Diskussionen mehr und keine schwedischen Gardinen. das Land wurde von einem politischen Tsunami mit vielen furchtbaren Konsequenzen verschont. Kein Versteckspiel mehr. Es war ein ungewohntes Gefühl.

der Polizei oder der Führungsetage der LGT mich sehen würde und vor lauter Schreck einen Karambolage auslösen würde? Ich setzte mich auf die Bank im Wartehäuschen. Ohne auf meine Antwort zu warten. Und ich wollte nicht gesehen und erkannt werden. ich war halt im Ausland unterwegs. die gar nichts wussten. Aber das halbe Land fährt zu dieser Zeit diese Strasse entlang zur Arbeit. dass hoffentlich alles gut gegangen sei. dass es einen Knall gab. Der Rest wusste nicht ob sie mich verteufeln oder loben sollten. Vogelfrei. war meines Erachtens schon da. dass auch etwas ganz anderes sein Gültigkeit hatte: das freie Geleit. dass ich im Januar dem Hans-Adam einen Brief geschrieben hatte. Die Möglichkeit. dass ich wieder da war und dass augenscheinlich keine Katastrophe eingetreten war. Er wusste. der mir über den Weg lief. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht. Vaduz ist wie ein Dorf in den Bergen. Im Zentrum angekommen wollte ich bei der Post eine Monatsbusfahrkarte kaufen. Ich hatte ihn und seine Freundin Marina immer sehr gemocht. sonst hätten sie es ja in den Medien gelesen und ich würde am Galgen hängen. (Fast) jeder kennt jeden persönlich oder man weiss zumindest wohin mit dem Gesicht. Dank Hans-Adams persönlicher. Beim Kiosk Schreiber sah ich Jumbo (sein Spitzname) 399 . gell? Es war für mich ein Einfaches zu erkennen. war mein Onkel Guntram (der Ex-Mann meiner Tante). wartete auf den Bus und beobachtete die vorbeifahrenden Autos. ja Heinrich – wo warst du dann. Ja Heinrich. Ich erblickte die Bäckerei Amman. Grüsse von hier aus an die Beiden. Ich hätte auch die Hauptstrasse entlang die paar Kilometer ins Dorfzentrum laufen können. Ich erkannte die eine oder andere Person. Da musste ich hin. Endlich wieder heimische Backwaren. Diejenigen. Ich versprach. seit sie mich das letzte Mal gesehen hatten. er wusste es immer.umgesetzt hatte. Bist ein Kieber. wer. das Volk. sagte er. dass es lange her war. Er erzählte mir davon. Wenn etwas los war in Vaduz. egal wie viel. wenn jemand von der Justiz. Der Erste. sie bald besuchen zu kommen. rief er voller Freude. Niemand sah zu mir rüber. Was. grüssten mich ganz anders und erinnerten sich oftmals erst dann. Ja. war erkennbar froh. So oder so. sonst wäre ich auch dort. das etwas wusste. Ich war frei. schriftlicher Notiz. dass er etwas wusste. Ich kaufte mir einen Nussgipfel und trank eine heisse Ovomaltine. Mehr Details wusste er aber dieses Mal offenbar nicht. etwas von dem Drama wusste oder nicht. Ich merkte sofort. Von den Anderen traute sich die Hälfte gar nicht mich anzusprechen.

400 . Er war. Komisch. Ich entschuldigte mich dafür.er wusste nichts. Im Moment ginge es zeitlich gerade nicht. sagte er. Die war überrascht. Ich bat ihn jetzt und hier den RA-Wechsel offiziell zu protokollieren. Er bestätigte aber. Also dann bis nächsten Dienstag. Erst als ich mich umdrehte. nichts dergleichen. dass ich wieder zu Hause war. Von 11:30 bis 12:25 durfte ich mit ihm plaudern. Sie wieder zu sehen. die sie eventuell wegen mir hatten. Ob mich Dr. Ich wollte nicht. im Büro vom Richter Dr. Wolfgang Müller bei ihm gemeldet. fragte ich mich. Ein Besuch beim gescheitesten Mann in der Justiz. fragte er. nichts wie weg. der Akt sei immer noch beim Obergericht. erinnerte ich mich. Noch dachte ich mir nichts dabei. Herr Kieber. als mein neuer RA in dieser Sache? Nein.7. Dieser würde in Kürze über meinen Antrag (vom 22. der das freie Geleit beschlossen hatte). seit ca. Ich fragte natürlich sofort. sagte ich. sechs bis acht Wochen sollte es der neue RA Müller aus Schaan sein. Das war schon mal positiv. Niemand schimpfte mit mir. seltsam. Kann ich mit dem Landrichter Dr.11. Meier. dass es seit meiner Abreise im Januar zu keinem Wechsel des Rechtsanwalts gekommen sei. den 8. meine Schwester und ein paar Freunde aus einer Telefonzelle bei der Post Vaduz an. dass schnurgerade gegenüber die LGT Treuhand war. sagte er. aber Hallo! Gut. Ich bedankte mich bei ihm.. dies könne nichts stimmen. als sie im Januar von meinem Brief an Hans-Adam hörten. ob es im 101er vorwärts gegangen sei. Ich lief rüber zum Gerichtsgebäude. Er sei immer noch der UR in diesem Fall und er würde schwören. Ich erwarb ich eine Telefonkarte. Seltsam. konnte ich da nur sagen. Sorry. Die Treppe hoch und klopfte bei seiner lieben Sekretärin an. wie seine zwei Damen im Vorzimmer. Mist. Mislik (übrigens derselbe Richter. dass er mich nicht an der Nase herumführe. Alle konnten es nicht glauben. erinnerte mich UR Dr. hätte er Zeit. dass ich mich nicht gemeldet hatte und auch für alle Belästigungen. Ich rief meine Stiefmutter. Nein. Ohne Termin? Wie immer! Ich versuche es einfach. dass mich jemand von dort sieht. Hätte sich den nicht der RA Dr. Hirn nicht mehr vertreten würde. entscheiden.02) auf Fortsetzung der Strafuntersuchung gegen Roegele & Co. Ich sagte. Am nächsten Dienstag. Paul Meier reden? Ja sicher. sehr geschockt. sagte ich zu ihm. G. Nein. Was sollte ich als nächstes tun.

Hunger hatte ich auch wieder. worin sie den Rückzug ihrer Privatanklage in Sachen Datendiebstahl erklärten und den Antrag stellten. Die Polizei war ja gestern beauftragt worden. Und ich wollte mein Mittagessen nicht in einem Restaurant in Vaduz einnehmen. nach Vaduz zurückkehren würde. da ich noch passiv im Schweizer System (RIPOL) ausgeschrieben war. Buchs ist zwar Ausland. wo ich ein Kissen kaufen könnte.7. Ich schaute auf und drehte meinen Kopf zum rechten Bürgersteig. sollte ich die Grenze dort überschreiten. Es folgten mehrere hektische Anrufe und Faxe zwischen der Polizei und der STA. überlegte ich. am 2. Die STA wusste auch nichts Genaueres. Ich nahm den Bus dorthin. Wie sich später herausstellte. Nachdem ich das Büro des UR Dr. dass ich erst am 2. unverständliches Gefasel und dann die Klänge von weggestossenen Stühlen. erreichte schliesslich die Polizei. das Gericht möge daher das Verfahren gegen mich einstellen. 401 . Diese war etwas irritiert. dass die Polizei schleunigst die Grenzstelle in Schaanwald anrufen sollte. ob die etwas wüssten und formulierte ihre Bedenken. der fluchtartig die Tische eines kleinen Cafés verlies. dem Landgericht einen Brief. Im Einkaufszentrum Buchs. aber weder der Professor noch der Bankdirektor hatte mir untersagt in die Schweiz zu gehen. war dieses Gerücht gezielt gestreut worden. bis ich die erste von mehreren peinlichen Situationen der kommenden Zeit erlebte. Es dauerte nicht lange. sollte ich von irgendeiner Richtung aus schon heute zurückkommen. um mögliche Saboteure im Glauben zu lassen. mich nicht aufzuhalten. als sie hörte. Die Polizei kontaktierte die STA per Email und fragte nach. Sie sorgten sich um mich. auf der Schweizer Rheinseite gab es genügend Auswahl.7. einreisen würde.7. Dort sah ich einen Mann. Auf der Höhe des COOP Ladens hörte ich zuerst lautes. Eines. Erst dann erkannte ich ihn. ein Falsches. Meier verlassen hatte. Gleich als nächstes sollte die Polizei die Ausschreibung im RIPOL von den Schweizern löschen lassen. schnellst möglich den Deutschen eine Meldung zukommen lassen. Es war der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand.In der Zwischenzeit gingen ein paar Gerüchte wie ein Lauffeuer in Vaduz umher. Ich spazierte vom Bahnhof Buchs auf der linken Seite der Einkaufsmeile Richtung Werdenberg. um als Vorsichtsmassnahme anzuordnen. wünschte aber. Die LGT Treuhand schickte am 2. dass ich heute. An der Hand hielt er eine junge Frau.

Er sagte mir. Beide waren Schweizer. dass ich ihn überhaupt und wenn doch auch noch so schnell wieder besuchen kommen konnte. Ich wüsste auch nicht. bog der Bankdirektor mit seinem Wagen in meine Strasse ein. Er drückte mir auch eine Kopie des Rückzuges der Privatanklage der LGT Treuhand in die Hand. W. TV und Videorecorder in einem. ohne dass ich dabei war? Man musste sich nämlich dafür ausweisen. Im Auto gab er mir ein Geschenk. sagte ich.ärmer und um einen Fernseher reicher. Ich bog in die nächste Abzweigung nach links und dann zum Migroseinkaufszentrum. Den Donnerstag hatte ich mit meiner alten Liebe abgemacht. hatte er mir eine neue SIM-Karte mit Rufnummer von der Telekom Liechtenstein kaufen und aktivieren können.Er musste mich zuerst gesehen haben und war wohl geschockt. Wieder etwas Positives erlebt. Am Freitag. So. dass er mich abholen würde. dass er vergessen hätte. als ich das letzte Mal dort war. Mit dem Bus erreichte ich wieder Buchs und traf mich mit meinem Schatz. den 4. mir mitteilen zu lassen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle beim Bahnhof Buchs kam ich an einem TV-Geschäft vorbei. CHF 300. Wir verbrachten den Tag am kleinen Werdenbergersee. redete ich mit ihm und erinnerte mich. Er wich aus und sagte nur. Da das Handy ja keinen SIM-Lock hatte. Ich erinnerte mich.7.. Dort angekommen.. Besser so. Super. Sie war auf meinen Namen registriert. wie konnte er denn die Nummer auf meinen Namen einlösen. 402 . schönes Wetter heute. Weisser Marmor überall. dass er immer mehrmals in der Woche zum Mittagessen nach Buchs zu seiner Freundin fuhr. dass es besser war. Das TV-Gerät würde man mir am Wochenende ausnahmsweise nach Vaduz bringen können. Er wollte wohl eine Konfrontation mit mir vermeiden. Mit dem Kissen unter dem Arm fuhr ich mit dem Linienbus gleich wieder nach Vaduz. Fünf Minuten später war ich CHF 300. Ich kaufte mir ein Kissen und einen dazu passenden Bezug.kostete es. Es war das Nokiatelefon aus Holland. Ich betrat auch die wunderschöne renovierte Kirche in Mauren. gerade als ich mich auf den Weg zum neuen RA Dr. es so zu belassen. Sie hatte von nichts eine Ahnung und ich entschied. Müller machte. Es gab da ein Superangebot für ein kleines Kombigerät. was ich ihm hätte sagen sollen. Zuerst wollte ich aber mit dem Bus in meine Heimatgemeinde fahren und das Grab vom Vater besuchen. hätte ich nie geglaubt. da ein Mitarbeiter der Firma in der Nähe von mir wohnen würde. Ich bedankte mich dafür..

und wohl ganz im Sinne des wirklichen Auftraggebers (Hans-Adam). Er brauchte auch seine Ruhetage. Er kam auf Schlussfolgerungen. die fern der Realität waren. 403 . wenn überhaupt. Dieser konnte meine verschiedenen Gesichtsausdrücke ja schon im Schlaf richtig deuten. Der Professor konnte leider nicht kommen. Dies ist aber sehr mager. da er wieder nach Hause. Kein Wunder. Seine Hauptaufgabe hatte er ja soweit erfüllt. Ich sollte mir weiters keine Gedanken machen. Müller fragte mich. dachte ich gleich.Um 09. dass er sich. ich würde bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben? Der Bankdirektor schaute verlegen aus dem Fenster. Man hätte die Anzeige wegen der Nötigung noch nicht zurückgezogen. Zu meinem Schrecken erkannte ich bald.50 Uhr waren wir schon im grossen Sitzungszimmer der Kanzlei. hätte er die Akten studiert. erklärte er mir dann. Nach bald 35 Minuten wandte er sich direkt an mich. dass er es nicht so gemeint hätte. Dies sei jedoch alles nur eine Formsache. Die erste halbe Stunde sprach er ausschliesslich mit dem Bankdirektor und widmete mir keine Minute. erwiderte ich. Zehn Minuten später begrüsste uns Dr. Er durchblätterte die wenigen Seiten im Akt und zeigte mir den Beschluss. Er schilderte was in den letzten 4 Wochen alles passiert sei und als er dann anfing von einem erfolgreichen freien Geleit zu erzählen. Warum stand da. Ich bedankte mich für sein Zeit und die Annahme des Mandats. tadelte Müller mich und meinte. Wolfgang Müller und legte eine Aktenmappe auf den Tisch. Ich stand auf und lief die Treppe hinunter zum Ausgang. dass sich mein Vater im Grab umdrehen würde. nach Österreich gefahren war. extrem minimal in meine Geschichte eingelesen hatte. Nein. OK. deren Antworten er eigentlich wissen müsste. wüsste er was ich dem Blaublut angetan habe. Wochen zurück. konnte ich da zuerst nur stammeln. dass seine Mappe über mich so dünn war. erst nächste Woche. die Beziehung startete auf dem linken Fuss. Ich war absolut nicht auf so etwas vorbereitet und anstatt ihm zu antworten. Man kann sagen. Sehr zum Erstaunen des Bankdirektors. Ich kam aus dem Staunen nicht raus und rechnete die Tage. starrte ich den Bankdirektor an. Er hätte dies in weiser Voraussicht Anfang Juni beantragt. Müller sagte. ob Hans-Adam noch nicht mit mir gesprochen hätte. Nach fünf Minuten kam der Bankdirektor raus und bat mich wieder herein. Draussen sass ich auf der steinernen Treppe und beobachtete den Verkehr auf der Schaaner Hauptstrasse. Aha. Nicht nur stellte er Fragen. erlaubte ich mir ihn zu unterbrechen.

sonst wäre ich doch nie mit dem Professor im Wagen nach Hause gefahren. war die Antwort. Hans-Adam hätte dies auch dem RA am Telefon versichert. Und was war mit dem Zivilverfahren? Er war ehrlich sehr überrascht: Von einem 101er oder dem Zivilverfahren hätte er zwar am Rande gehört. Er erklärte. dass dieser Gnade vor Rache walten liesse. Ich fragte den RA ob er sicher meine Interessen vertreten würde. dass ich unter Umständen im Gefängnis landen könnte? Sonst hätte ja RA Müller kein freies Geleit beantragen müssen. fragte ich. dass ich sowieso freies Geleit hätte. Ja gilt die Notiz denn nicht mehr. immer. wenn da steht. doch. Sein Mandat beschränke sich aber auf die juristischen Konsequenzen meines Briefes vom 7. Ich war völlig perplex. Wie bitte? Gnade vor was? Rache? Das höre ich zum ersten Mal. fragte ich entsetzt. Als ich zurückkam weinte ich und wollte gehen. indem er sagte. Was soll das wieder bedeuten. sagte ich. Der Bankdirektor wurde wieder etwas griesgrämiger. dass die Notiz eine Geste von Hans-Adam gewesen. Mir wurde schlecht und ich musste die Toilette aufsuchen. Müller mit der Frage. dass er es im Gespräch mit Hans-Adam so verstanden hätte. da er ja schlussendlich aus der Kasse von Hans-Adams bezahlt würde. Natürlich. P. war die banale Auskunft darauf. Zum Abschied drückte er mir fest 404 .Aber seine Antwort genügte mir nicht. Man überredete mich aber zu bleiben. Ich bedankte mich artig beim ihm. alles nur rein juristische Formsache. Der Bankdirektor rechtfertigte. Der Bankdirektor entschärfte die Lage. an Hans-Adam. Und das mit dem „bis zum Urteil auf freiem Fuss bleiben‚ soll ich nicht wortwörtlich nehmen. warum er sich beim UR Dr. Eines nach dem Anderen.1. Innerlich wurde ich schon wieder wütend: „Am Rande gehört?‚ Beide Fälle sind im Detail als Beilage meines Schreibens an Hans-Adam geschildert. Ich fragte den Bankdirektor für was dann die persönliche Notiz von Hans-Adam gewesen sein soll. dass es sich hier um einen sehr aussergewöhnlichen Fall handeln würde und die Interessen aller berücksichtigt werden müssten. Und warum musste ich sie dann zurückgeben? Hans-Adam wollte solch ein Schriftstück nicht im Umlauf haben. prinzipiell sei er natürlich für mich da. dass sich alles aufklären würde. Aber. Meier noch nicht als mein neuer RA im 101er gemeldet hätte. Nichts würde mir geschehen. Und warum hier im Beschluss suggeriert wird. Ich wandte mich deshalb an Dr. Müller sagte. stöhnte ich.

also ein gutes Jahr lang. dass ich ab sofort bezugsberechtigt wäre. Bei der ALV wurde mir mitgeteilt. verfasste die Polizei eine Randbemerkung. dass ich die Miete selber bezahlen wolle. ob sich in Vaduz in den letzten paar Monaten alles so abgespielt hatte. Kein Problem. könnte die Firma die Wohnung für anderes Personal benutzen. dass sich nach so vielen monatelangen Diskussionen mit dem Bankdirektor und dem Professor alles in Luft auflösen sollte. Stempelgeld beantragen.7. Er war immer noch angespannt. Wir verloren daher keine Worte mehr über juristische und andere Kämpfe. Nein. wie man es mir im Ausland bunt ausgemalt hatte. wie mein analytisches Denkvermögen wieder überdrehte. Die Übernahme der Mietkosten (ca. Mein Arbeitslosengeld würde ca. müsste ich meinem zugeteilten Sachbearbeiter fünf Bewerbungen pro Monat vorlegen. wie man es mir im Ausland erzählt hatte. der jedes zweite 405 . sagte ich.und damit sehr hoch. Angeblich soll ich wieder nach Liechtenstein eingereist sein. zur Arbeitslosenversicherung (ALV). wie in dieser Sache weitergefahren werden soll. Ich sagte zum Bankdirektor.. Ich hätte Anspruch auf 250 bezahlte Wochenarbeitstage. dass die LGT mir auch noch Brot und Butter bezahlt. Ich merkte. Daher bat sie um ein Treffen mit der STA und der Justiz. Nein. Nach diesem eher bemerkenswerten Meeting fuhr mich der Bankdirektor nach Vaduz. Und ich war keiner. Ich hatte also mehr als genug für meinen bescheidenen Lebensunterhalt. es konnte nicht sein. freiwillig nach Hause zurückzukehren.die Hand und beglückwünschte mich zu meinem klugen Entscheid. Mein kalkulierter Durchschnittslohn war CHF 3'840. sagte ich. Schlimmer noch. undenkbar. 70 Prozent des Durchschnittslohns der letzten fünf Jahre betragen. Als Beweis für meine Bemühungen einen neuen Job zu finden. Nochmals tausend Dank dafür. ob sich alles so abspielen würde. Dieser lehnte dankend ab. Ich wollte nicht.pro Monat) war schon grosszügig genug. Am 4. Er fuhr mich nach Hause und verabschiedete sich ins Wochenende. Am Wochenende kamen mir die ersten Zweifel auf. Wenn ich dann eines nicht allzu fernen Tages ausziehen würde. Die LGT habe ja die Möbel gekauft und der Mietvertrag läuft auf ihren Namen. CHF 750. Die Polizei war immer noch nicht voll im Bilde und offenbar hatte mich weder sie noch jemand von der STA schon gesichtet. um zu besprechen.

Im Gegenteil. Wenn überhaupt. umso weniger gefiel mir die Ausführung. Trifft sich gut. Anton‚. Die Aussicht war atemberaubend. dem Liechtensteiner „St. Meier auf der Matte.und Feldwege bis ich in Triesenberg angelangte. dass wie alle dasselbe darunter verstehen. Für Montag. Das wäre zu begrüssen.7. Gerne willigte er ein. erwiderte ich. Dr. wäre es besser zuerst einen Brief zu schreiben und die Reaktion abzuwarten. so kam im zum Schluss. Ich bat ihn doch für das kurze Gespräch mit dem UR zu bleiben. dass der Neffe vom RA Wolfgang Müller. die Beine hoch legen zu können. Zum Glück wurde mir am Samstagnachmittag der Fernseher geliefert. Nach einem langen Tag war ich froh. Welch Kontrast zur holländischen Landschaft. Aber. Ich überlegte lange. jedem Versprechen von Seiten des Bankdirektors und HansAdam gründlich auf den Grund. dass sie die Strafuntersuchung 406 . den 7. ob ich in den sauren Apfel beissen und STA Haun direkt anrufen sollte. Der Zufall wollte es. Natürlich hatten wir selten dieselbe Meinung. Ich wanderte eine Runde im Kreis. Roland Müller (Partner/Rechtsanwalt in der Kanzlei Müller) wegen einer anderen Sache gerade beim UR im Büro war. Also ab ging es mit dem Bus nach Malbun.7. dann runter nach Steg und durch einen kleinen Tunnel auf die Westseite des Höhenzugs. Wie abgemacht stand ich am Dienstag. Ich war mir sicher. Nachfragen. wann man die Anklage im 101er erheben würde. dass das Obergericht sehr bald meinem Antrag zur Fortsetzung der Strafuntersuchung befürworten würde. ich ging jede Aussage. Das ganze Rheintal lag einem zu Füssen. Je mehr ich darüber nachdachte.. Wahrscheinlich. den 8. da ich erst seit vier Tagen wieder daheim war und den vollständigen Überblick noch nicht hatte. Von dort ging es mit dem Bus wieder heim. schon vorher würde die STA ihn informieren.oder dritte Wort falsch verstanden hatte. Dies brachte etwas Ablenkung. aber in Bezug auf die Lösungswege stellte ich sicher. hatte sich niemand angemeldet und ich hatte auch keine Termine. Als UR im 101er wäre er überaus zuversichtlich. Eine schöne Abwechslung würde mir ein Ausflug in die Berge geben. pünktlich um 11 Uhr beim UR Dr. fuhr ich fort. Ich durchquerte Wiesen und etliche Wald. dass die Audienz bei Hans-Adam mir den nötigen Durchblick bringen würde. Der UR erläuterte ihm schnell die Sachlage im 101er Gerichtsfall.. sagte ich. war ich nur deswegen verwirrt.

versicherte ich beiden. Am Nachmittag rief der Bankdirektor auf meinem Handy an und teilte mit. Dies wäre nur ein guter Tipp von ihm. antworteten beide Juristen. Er sagte auch.gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. 407 . rasch seine Rechtsvertretung von mir in diesem Fall formell abzuschliessen. Er müsse jetzt gehen und beendete das Telefonat. Wird schon noch kommen. was Hans-Adam für mich getan hätte und keine Angst haben soll. Der Dr. soll ich wegen allfälligen Meinungsverschiedenheiten nicht gleich aufbrausen. dass ich morgen um 9 Uhr ins Schloss kommen kann. Dann müsste ich ja nicht selber als Subsidiarankläger fungieren. Warum? Warum sollte ich Missverständnisse mit ihm haben. Und wenn es geht. fragte ich. Roland Müller versprach mir. Das würde viele erleichtern. dass ich nie vergessen soll. Noch hätte der UR aber nichts in diese Richtung von der STA gehört. seinen Onkel zu bitten. wieder aufgenommen habe und eine Anklage einreichen würde.

In meiner Kindheit und Jugend hatte ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Hans-Adams Mutter. Der heutige Besuch war natürlich anders. Der schnellste Weg hinauf zum Hans wäre die Abkürzung durch den Wald unterhalb vom Schloss. mich zum Schloss zu fahren. Fürstin Gina. zu ihrem Schloss. Ich kannte Kaiser seit einigen Jahren persönlich. Beim grossen Eisentor des Schlosses angekommen. Es war jetzt 15 Minuten vor 9 Uhr. Oft backte ich ihr meinen köstlichen Apfelstrudel und lief zu Fuss. vorbei an der Rückseite des Regierungssitzes und dem Restaurant Real. Dann würde ich aber verschwitzt ankommen. drehte er seinen Wagen um und wünschte mir viel Glück. Ich klopfte ans Fenster des kleinen Portierhäuschen. erkannte ich. war ich marschbereit. Ich war nicht zum ersten Mal auf Besuch im Schloss. Je nach dem. was für einen Termin man mit dem Blaublut hatte. Er war immer eine hilfsbereit Seele . Zum meiner Verwirrung kam die rechte Hand von Hans-Adam. Und das ging nicht. Am Abend zuvor hatte ich mir bei meiner Nachbarin ein Bügeleisen ausgeliehen. Man erwartete mich schon. bis zu den Büroräumen oder rechts um die Kurve in den Innenhof der Burg. Von dort sind es nur ein paar Schritte. Er und seine nette Frau. im Sommer wie im Winter. Gilbert Kaiser den Kieselweg auf der anderen Seite des eisernen Tors hoch gelaufen. Frisch geduscht und rasiert. dem Staatsoberhaupt und Landesführer.KAPITEL 20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam Der wohl wichtigste und schwierigste Tag meiner letzten sechs Jahre war gekommen. Man wollte wohl bei mir von nun an auf Nummer sicher gehen.. vorbei an den Kanonen. Er hatte auch seit Jahren Kenntnis von meinem Argentinienfall. wurde mir gesagt. Besser den Bus ins Zentrum nehmen und meinen Onkel Guntram bitten. mit weissem Hemd und blauer Jeans bekleidet. Bis zu ihrem Tod 1989 hatte ich schriftlichen Kontakt und besuchte sie ab und zu. Normalerweise wird ein Besucher alleine durch das Tor und dann runter zu alten Holzbrücke gelassen. Das schwere Portal öffnete elektronisch und ich schritt ihm entgegen. die ab 408 . den langen Fürstenweg von Schaan nach Vaduz durch den Wald. die Richtung Tal ausgerichtet sind. DAS Vier-Augen-Gespräch mit Hans-Adam dem II.

Keiner pisst ungestraft denen ans Bein (Kaisers Worte). dass es kein Witz war. Es sei ja alles noch mal gut gegangen. ob ich weiter laufen oder umkehren und raus rennen sollte. Blau. 409 . wo die zwei Sekretärinnen am Computer sassen. Er drehte sich um und ich folgte ihm. Die dunkle Holztüre öffnete sich und auf seine charakteristische Art & Weise kam Hans-Adam zwei Schritte auf mich zu und drückte meine Hand. Diesen Satz untermauerte er bildlich indem er langsam mit dem Daumen seiner rechten Hand von ganz links bis ganz rechts entlang seiner Kehle fuhr. Ich weiss. Ich murmelte etwas verlegen und fragte ihn. endlich bist du wieder da. Auf dem Weg zum Büro erzählte er mir. Die Aussprache fand im jenem Raum statt. Mir war bewusst. dass ich zu meiner Verteidigung sagen konnte. im 90° Winkel zueinander Platz. Wir nahmen. war das wenige.1. Jetzt wieder. Da musste ich durch und damit Basta. Er beschwerte sich. die Farbe der Adeligen. Dann wäre Durchlaucht empfangsbereit. freute ich mich zu hören. hätte ich diese Übeltat nicht überlebt. strich Hemd und Hose glatt und versuchte meine Nervosität zu unterdrücken. rief er mir zu. Da erst erkannte ich. Man wäre sehr besorgt um die Reputation der Familie und der LGT gewesen. nicht zu vergessen die Gefahr für die Kunden. Dann wurde er ernst und sagte. Ich stülpte meine Hemdsärmel wieder runter und knöpfte sie zu. Kaiser begleitete mich bis ins Vorzimmer. Er wurde noch deutlicher und sagte wortwörtlich. reichlich Hektik hier in den Haushalt gebracht hätte. in dem er auch die ausländischen Gäste und ab und zu die Medien zu Gesprächen empfängt. gehören zum treuesten Mitarbeiterstab der von Liechtenstein. dass man es mir sehr übel genommen hätte. ich hatte in Wirklichkeit keine Wahl. Franz Josef II. jeans-artige Hose. Aber. dass ich so viele Monate schlaflose Nächte hier im Schloss produziert hatte. ob Hans-Adam gut gelaunt wäre.und zu mit im Schloss arbeitete. Ich begrüsste ihn stürmisch und bedankte mich 10'000 Mal für die Audienz. Die Möbel waren noch aus Zeiten seines Vaters. Endlich. Mir wurde sofort klar. dass ich ab dem 7. Mir wurde gesagt. dass er gleich gekleidet war wie ich: weisses Hemd und eine blaue. dass Hans-Adam mich die ersten 30 Minuten definitiv beschimpfen wird. ich weiss. dass ich noch ein paar Minuten warten müsste. Ich war mir nicht mehr sicher. erwiderte ich. wenn ich die Daten verraten hätte. jeder auf einem der Sofas. dass mich die Blaublüter bis zum bitteren Ende gejagt hätten.

Ich. Keine Schimpftiraden. Allen gehe es gut. die mit Heinrich Kieber markiert war. Ich bedankte mich für die Notiz. Mit dem Stichwort Professor gewann unsere Unterredung an Fahrt. wie und warum ich ausgerechnet einen Hinweis in seiner Bilderkammer hinterlegt hatte. Ich sah. mit offenen Augen und Ohren. dass ich immer mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend ziehe. das Datenband zu entnehmen wohl nie erspäht. die STA. Es wäre auch für ihn ein Novum gewesen. Ich bedankte mich für die Sachertorte. sagte er. über den ehemaligen CEO der LGT Gruppe. Ihm sei gesagt worden. Ich erzählte ihm die Vorgeschichte dazu und dass ich unbedingt einen Mechanismus finden musste. seiner Kindern und den Enkelkindern zu fragen. Hans-Adam war überrascht. die Kunden. Er war auch nicht gerade ein Gesprächsschnellstarter. aber eine solche Notiz hätte er noch nie ausfertigen lassen und unterschrieben müssen. was als nächstes passieren würde. den Hans-Adam vor vielen Jahren wegen (ABB-) Insidertrading (illegaler Handel mit ABB Aktien) schassen musste und über seinen Bunker wo die kostbaren Bilder aufbewahrt werden. dass ich so viele Detailkenntnisse über seine Belange hatte. Gern geschehen. dass er vor sich auf dem Salontisch eine Mappe liegen hatte. Die feine Torte. die LGT. Der Professor hatte ihm dies empfohlen. sehr viel lese und mich die Familie Liechtenstein immer schon fasziniert hatte. seinen Erfolg bei der Abstimmung im März. die Daten. erwiderte er. Stille. Die meisten Liechtensteiner wüsste nur ein Zehntel davon. kam es mir in den Sinn. Wir redeten über die Richter. Sie war dicker als diejenige beim RA Müller. ja. er war es auch. sagte er. Aber zuerst wolle er wissen. Ich dachte es wäre immer eine gute Idee. sonst hätte ich die Gelegenheit. Er wollte mehr über die näheren Umstände des Diebstahls erfahren. war ganz still und wartete ab. Er hätte schon vieles in seinem Leben gemacht. dass ich den Kniff noch nicht im Detail verraten hätte. nach dem Wohlbefinden seiner Frau. Er lachte freimütig – dies war für mich ein gutes Zeichen – und sagte. bei dem ich sicher war. die Justiz im Gesamten.Er wirkte nicht nur gelöst. sagte er. dass er selbst agieren musste und nicht wie immer einfach alles ohne es zu lesen 410 . Ich erwiderte. seine Beteiligung an der Firma Ricetec. Keine Ursache. Der Gesundheitsstand seiner Schwiegertochter gab Anlass zur Sorge in letzter Zeit. sonst immer eine grosse Klappe. Die Torte.

die ich für ihn in Berlin abgegeben hatte. Er erzählte davon. dass niemand zur Rechenschaft gezogen worden sei. fragte er mich als nächstes. Aber natürlich erwiderte ich. sagte er mit Unterstützung seiner Arme. Kieber hätte die Daten nicht. mit den vielen Details ausreichen würde. In Bezug zum DLT-Band. Einmal hiess es. Nun ja.weiterdelegiere. nein. geliefert hätte. dass die Datenträger. Ich hätte halt gedacht. Ich hätte ja vom aktuellen Drama bei der LLB gehört. dann hiess es er hätte sie doch und so weiter. Warum ich keinen Beweis als Beilage in meinem Brief vom 7. wie es zu Missverständnissen innerhalb der LGT gekommen wäre. dass mein langer Brief. Ich fragte ihn. wie in Zukunft so etwas verhindert werden könnte. Er erwarte in Bezug auf seine LGT schon eine gut formulierte Denkschrift (Analyse) von mir. sagte er. Ich erzählte ihm die Details. Ich bat ihn meinen Beitrag nicht zu überschätzen. Nein. Wann er diese haben möchte. dass es mir gelingen würde. dass es kein grosser Trick war.1. ob es wirklich keine personellen Konsequenzen für meine ehemaligen Mitarbeiter gab. Unbewusst nannte ich das genaue Datum nicht. fragte ich ihn. Ich würde schon morgen damit beginnen. Er bestätigte. Er beschrieb mir. Erst später fiel mir auf. Ich entschuldigte mich für die Ungenauigkeit meines Schreibens. wie ich mir ohne Gewalt Zugang zum Bunker verschafft hatte. dass er strengere Sicherheitsvorkehrungen angeordnet hatte. fragte ich ihn. eher eine günstige Verkettung von Unachtsamkeiten seitens der LGT Treuhand. sagte ich. sagte er. Diese Lücke sei jetzt geschlossen. sagte er und hob den Zeigefinger. Ja! Inwiefern man denken würde. hätte er nicht 411 . Er sagte mir. Zusammen. nie im Leben würde ich irgendwo einbrechen oder so. er denke. antwortete er mir. Er erzählte mir auch. dass er schon herausgefunden hatte. mein Input wäre wichtig und Teil meiner eigenen Rehabilitation. würde das die LGT wieder an die Spitze in Sachen Datensicherheit katapultieren. dass ich da eine Hilfe sein könnte. Er würde aber lügen. versprach ich ihm. antwortete er. Hoffentlich sei niemand entlassen worden. So schnell es ginge. mit meiner noch abzuliefernden Analyse. die richtigen Fragen an Lampert zu stellen oder zumindest für die Polizei zu formulieren. unter Aufsicht vollständig zerstört worden waren. dass er auch nicht danach gefragt hatte.

Das Geschäft laufe ausgezeichnet. dass eine so frühe Rückkehr ein anderes Resultat gebracht hätte. Hätte man mir die Schutz-ID in Berlin überlassen. ja die Daten. Er fragte mich. dass alle Datenträger unwiderruflich zerstört sind. Er war mit meiner Antwort merklich zufrieden. je in Gefahr gewesen waren. sagte er. sagte er wortwörtlich.B. nichts sei einfacher als das. im Stiftungsrat. sagte ich. Ich konnte nicht. Warum ich ausgerechnet nach Holland weitergefahren bin. Nachdem ihre berühmte Option 2 oder Variante 2 in Kraft getreten war. In Berlin konnte ich nicht mehr bleiben. sagte ich. Ob ich mich versichert hätte. Gott sei Dank wäre ich die los.1. als wir es jetzt erlebt hatten und erleben würden. Ich hätte ihn aber per Emailkommunikation darauf hingewiesen. Ich wäre mir sicher gewesen. 412 . Was nie rüberkopiert worden war. Er konterte mit der Diagnose der IT-Abteilung der LGT Treuhand. die ihm gesagt hätte. aber auf dem DLT-Band natürlich vorhanden waren. dann kopiert man sie einfach nicht rüber. teile er mir mit. erwiderte ich. kann auch nie dort gefunden werden. erlaubte ich mir zu erwähnen. dass ich dem Bankdirektor gegenüber so beharrlich war und er deshalb die Papieroriginale wieder mit nach Hause genommen hat. Wenn man eine Kopie von einem Datenstamm herstellt und man diverse Dateien nicht in dieser Kopie (auf neuem Datenträger) haben möchte. Nicht dass sie jemand finden würde und die Daten rekonstruiert. wäre alles viel leichter für mich gewesen. Warum ich in Berlin nicht in seinen Wagen eingestiegen bin. da nichts passiert sei. fragte er weiter. wie ich es in meinem Brief an ihn vom 7. eine Trennung solcher Mandate von der Masse sei nicht möglich. Anstelle man sie in den Reisswolf stopfte. sagte ich. sei es als Begünstigte oder z. dass er und die LGT dieses zusätzliche Risiko tragen müssten. Insbesondere dachte er an Dr. mit den Originalpapieren und den Datenträgern kreuz und quer durch Europa zu reisen. müsse man aber wieder in die Zukunft blicken. Das Risiko war enorm. Ich war sehr erstaunt darüber und erklärte ihm. Nein. ob die Daten der Mandate seiner grossen Familie.mit dem Gedanken gespielt. Er bedankte sich ausdrücklich dafür. Jetzt. All diese Mandate wären nicht auf den zwei externen Harddisks und den vier DVDs gespeichert gewesen. Es wäre so gewesen. Ja. Feuerstein. geschildert hatte. fragte er mich.

mich mit Gewalt nach Hause zu holen. Gerne. Der Bankdirektor und sein Gilbert Kaiser hätten sich diesbezüglich klar geäussert. wie der Beginn des letzten Abendmahls vor. Ich fragte ihn. dass. im Rückblick hätte er mir den Schutz-Pass in Berlin übergeben sollen. dass ich ihm offen und direkt solche gangstermässigen Pläne unterstellen würde. sagte ich ihm. Uns allen hier in Vaduz kam die Vorstellung. fügte ich fix dazu. Nie im Leben würde ich ihm deswegen Vorwürfe machen. Da Hans-Adam sein Glück fast nicht fassen konnte. wohl noch nie in eine solche Lage geraten war. Oder mich ganz zu beseitigen. er habe heute für alles ein offenes Ohr. ob es stimme. überhaupt auf solche Fragen eine Antwort zu formulieren. sagte er mit grosser Erleichterung. Ich berichtete ihm über meine Vermieterin Daniela in Berlin. Nie würde er es zulassen. Ich hätte an seiner Stelle vermutlich dasselbe getan. Und der Zwischenfall in Berlin mit den Privatdetektiven wäre nicht seine Idee gewesen. Und über den Polizisten aus Münster/Osnabrück. geben könnte.Ja. ob ich diesbezüglich ein paar Anekdoten erzählen dürfte. wie ich mit den Angaben zu knapp 4000 Treuhandgesellschaften mit einem kombiniertem Bankvermögen von mehr als 7 Milliarden CHF in Berlin herumrenne. Man sah es ihm geradezu im Gesicht an. dass er als Landesführer. Er hielt inne und dachte nur kurz nach. was immer er jetzt dazu sagen würde. Ich konnte ihn verstehen. ihre Ängste ich könnte ein Terrorist sein. Offenbar fühlte er sich sehr (selbst-) sicher und es war ihm auch bewusst. Nachdem er tief Luft geholt hatte. dass er mir darauf keine ehrliche Antwort geben würde. Ich war mir sicher. die in soweit bringen würde. er es einmal und nie wieder in Worte fassen würde und es unter uns bleiben würde. legte ich noch eines drauf und illustrierte ihm mein Aufeinandertreffen mit den angeheuerten Schnüfflern in Berlin. als Mensch. Trotzdem war seine Antwort glasklar: Obwohl er als Katholik Gewalttaten wie Kidnapping oder ähnliches ablehnen würde. dass wir alle nochmals mit einem dicken veilchenblauen Auge davongekommen waren. dass man sich mit dem Gedanken befasst hatte. Ich fragte vorsichtig. sagte Hans-Adam. formulierte er es bildhaft. dass sein Geschäftsimperium einen Schaden erleiden 413 .. Sofort nachdem ich diese Fragen artikuliert hatte. Ich nickte beipflichtend. hätte ich ihm mit meinem Handeln nur zwei Optionen offen gelassen. um nicht den Eindruck zu hinterlassen. bereute ich sie gestellt zu haben. sagte ich etwas gedrückt.

dass die Daten nie den ausländische Behörden in die Hände fallen. ich verstehe ganz – kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen. dachte ich. dass er selber nie alle Mandate persönlich kennen könnte. Dies sei eine rein theoretische Frage. Aber wären die Daten wirklich verraten worden. erwiderte er. Da ich spürte. Um das Gespräch weg von solchen Horrorszenarien zu bringen. dass man mit ihm wirklich Klartext reden konnte und ich das Gespräch von meinem Handeln wegleiten wollte. Ich sagte auch. wie erstaunt ich gewesen war. wenn dem so sei. bat ich ihn. dass wenn der Schaden gross wäre.würde. Na. die davon am schwersten Betroffenen ihr Recht. sagte ich. Ich schilderte. stellte ich in Gedanken fest. Ich fragte ihn. Sein Bruder aber schon. den Schuldigen aus der Welt zu schaffen. hörte er dann auch von mir: Aha. Hans-Adam erklärte dazu. wagte ich mich vor und erwähnte seine Leichen im Keller. fuhr er fort. Er äusserte sich dahingehend. Besser in dieser Richtung nicht tiefer bohren. erwiderte ich. Wobei er sich keine Mühe gab zu verbergen. dass ich weder ihn noch die LGT kritisieren wolle. nicht automatisch bei uns so sei. mir das 3-D-Modell des Kerkers in Argentinien zurückzugeben. Das Dümmste was ich dazu sagen konnte. dass ich schon verstehen müsse. auch andere Mitarbeiter des Projekts e-Doc aus allen Wolken gefallen wären. schloss er seinen Vortrag dazu. Der 414 . Als würde ich eine solche Massnahme auch noch selber befürworten.als wir die vielen Mandate mit kriminellem Hintergrund gefunden hätten. Natürlich sei es klar. Dass nicht nur ich. Seine Sippe. die im starken Kontrast stand zu dem gängigen Bild was die (Finanz-) Welt von der LGT hatte und die LGT selber pflegen würde. bei der LGT nicht nur Leichen gefunden zu haben. da ja keine Daten verraten worden waren. wen er mit den Schwerstbetroffenen meinte. meinte ich frech. ob man mittlerweile so klug gewesen wäre und sich jener Mandate entledigt hatte. Schliesslich waren wir zwei alleine im Raum. dann wäre eine solche drastische Massnahme – von wem auch immer durchaus evident. Wie blöd von mir. war die kurze Antwort. dann lasst uns nur hoffen. sondern auch aktive Mandate identifizieren konnte. in die eigenen Hände nehmen würden. dass was im Ausland als kriminell gelten würde. Nein.

stünde in einem anderem Buch. dachte ich. Ich dachte zuerst es wäre ein blöder Scherz von ihm. Wenige Menschen hätten solchen Terror ohne einen psychischen Schaden überlebt. sehr betroffen. dass ihm seine Experten auch bescheinigt hätten. aber in der Anfangsphase wäre man sehr wütend auf mich gewesen. Er führte weiters aus. Mir kamen die Tränen und er wusste nicht. Aber nein. dass er den 101er und der 140er selber studiert hätte. Er wisse es nicht mehr. Wie konnte er es da wegwerfen? Warum man es nicht runter zum Gericht habe bringen können. wie ich diese wortwörtliche Aussage von ihm deuten sollte. oder meinte er ich hätte keinen. Er kenne Südamerika gut. die habe er entsorgen lassen. Abscheuliche Dinge passieren da immer wieder. Um die Stimmung wieder zu heben. ich hätte einen Dachschaden davongetragen. Er selber sei leider kein Jurist. Mich traf es sehr. sagte er. Ach ja. die grosse Schachtel. den seine Antwort im mir auslöste. Oft hätte er sich dies in der Vergangenheit aber gewünscht. Von diesem Spanier Ventosa und dem Deutschem. antwortete er. Man wusste nicht wohin damit im Schloss. Böse hatte er sicher nicht gemeint. Das Modell wäre ein wichtiges Beweisstück. Meinte er damit. Die STA hätte ohne Schwierigkeit Anklage erheben können. Ich wusste nicht genau. fragte ich. sagte ich. Ich stimmte vollkommen mit ihm überein. sagte er wieder. nicht wahr? Ich würde ihm Leid tun. erzählte er mir. sagte Hans-Adam. für den Gerichtsprozess. Grausam was mir dort angetan worden war. Meier hätte mir gestern gesagt. Er bestellte Papiertaschentücher bei seiner Sekretärin. dass mir Unrecht geschehen war. sagte er in Anspielung auf die verbittert geführte Auseinandersetzung im Abstimmungskampf um die neue Verfassung. sagte er. um im 101er nicht vorwärts zu kommen. wie er damit umgehen sollte. dass es nicht zum Gericht gebracht wurde. dass die STA die ganzen Jahre hindurch stets eine andere Ausrede gesucht und gefunden haben muss. leider nicht.UR Dr. Roegele heisst er. Ich sagte. Ob das Kriminalgericht in der Folge die Täter verurteilt hätte. Egal. warum der neue RA Müller noch nicht beim Gericht in diesen zwei Fällen vorstellig geworden sei. Es tue im Leid. 415 . Ich fragte ihn vorsichtig. Er war dann auch über den Schock.

erklärte er mir buchstäblich. Diese Hass sei zwar keine ideale. Er stand auf. dass man den 140er Gerichtsfall und die Strafuntersuchung im Zusammenhang mit meinem Brief an ihn einstellt. professionelle Berufsauffassung. Hass) mir gegenüber aufgebaut. um seine angestaut Pressluft loszuwerden. erwiderte ich. Er müsse den involvierten Parteien. Ich müsste es von der positiven Seite sehen. würde man die neu dazu gekommenen Straftaten. sagte er. ihn bitte ausreden zu lassen.Auf einmal piepste es aufdringlich aus Richtung des alten Schrank oder der Kommode nahe dem Kasten. Noch bis Anfang dieser Woche hätte er Gespräche deswegen geführt. Dann kam mir der Gedanke. Ich sass da und dachte über das bisher gesprochenen nach. dann kam er wieder rein und setzte sich auf seinen Platz. entschuldigte sich und verliess den Raum. Unter kontrolliert würde er mit „minimalem Schaden für mich‚ meinen. Ihm sei es angeblich nicht gelungen. Wegen der ganzen Angelegenheit hätte sich bei der Justiz und der STA ein gewisser Level an Ressentiments (Groll. unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich.. Darum der Piepston. Ich hatte eher das Gefühl. dass er das Ventil braucht. Als er merkte. dass er womöglich das Gespräch heimlich aufzeichnen lässt. dennoch führe kein Weg daran vorbei. Da die Anklage im 140er rechtskräftig wäre. Seit wann wäre die Anklage im 140er rechtskräftig? Warum wurde mir nichts davon gesagt? Warum wurde mir von seinen zwei Gesandten etwas ganz anderes in Holland aufgetischt? Als er merkte. Er war noch nicht fertig mit der Ausführung seines Plans. Die Tonbandkassette voll oder das Digitalaufnahmegerät hatte keinen Saft mehr. wobei sie ihr Gesicht nicht verlieren. 416 . Ich erschrak. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzte. wie die versuchte Nötigung seiner Person mit dem 140er zusammenlegen und alles in einem raschen Verfahren gerichtlich abschliessen. kontrolliert entweichen zu können. dass er folgenden Plan habe. Ein Ablassventil sozusagen. Das wäre wünschenswert. Es vergingen zwei oder drei Minuten. Ich konnte nicht mehr ruhig sitzen bleiben und bombardierte ihn mit Fragen. der Justiz eine gewisse Lösung anbieten. um der angestauten dicken Luft die Gelegenheit zu geben. die Affäre ein für alle mal. die Justiz davon zu überzeugen. ergänzte er. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzen wollte. Er erzählte mir. hier und jetzt in Vaduz zu beenden. Er würde gerne jetzt über meine Zukunft reden.

Aufgrund der Vereinbarung mit der spanischen Justiz würde das Gericht in Barcelona unser Urteil anerkennen und somit den Fall dort schliessen. Er wisse dies alles. würde sich dieser Fall über Jahre durch alle Instanzen ziehen. Er habe das Gericht und die STA angewiesen. Tatsache wäre auch. fragte er mich und fuhr fort. dass er die Justiz von einer Einstellung der Verfahren nicht überzeugen konnte. nicht wahr. Warum. fragte ich ihn. Da ich mich vehement gegen die Beschuldigungen im 140er wehren würde. ob die den bei Gericht in Barcelona hängigen Fall an uns abtreten würden. dass ich keinen Schaden für ihn und Liechtenstein verursacht hätte. auch der spanische Haftbefehl gegen mich aufgehoben würde. wiedereröffnen oder einstellen kann. Wir könnten die Spanier nochmals anfragen. freiwillig nach Hause gekommen war und Reue gezeigt 417 . sagte er und fügte folgende Argumentation an: Wir hätten hier zwei Optionen. sagte er. Er hätte dies mit seinen Experten auch bedacht. Aber. ohne auf meine Antwort zu warten. welches Resultat würde er sehen. nach so vielen Jahren. Meine eigene Position in der Verfolgung der Täter von Argentinien würde immens an Stärke gewinnen. erwiderte er zu meinem erstaunen. wenn vorher alle anderen Fälle juristisch abgeschlossen waren. oder wir könnten die in Spanien vorgeworfene Tat bei unserem Gericht selber behandeln (dem 140er) und das Resultat an die Spanier übermitteln. fragte ich. sagte ich entsetzt und schüttelte den Kopf hin und her. Insbesondere weil die verurteilungssüchtige STA mit einem möglichen Freispruch nicht zufrieden sein wird. Da der Plan vorsah. ihn bitte ausreden zu lassen. Sie wollen doch das alles rasch hinter sich bringen. wenn er doch Kraft der Verfassung jedes Gerichtsverfahren in Liechtenstein eröffnen. Was bedeuten würde. könne ich ein mildes Urteil erwarten. Dies leuchtete mir ein. diesem Fall nun die höchste Priorität zu geben.unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. den 140er mit den neuen Vorwürfen zusammenzulegen. Mein Vorstrafenregister beim Gericht sei ja leer. Unmöglich! Und sowieso. dass endlich. Ich befände mich in einer aussergewöhnlich optimalen Lage. warum er sagt. Ende des Jahres. Zudem würde ich nicht verstehen. a-b-e-r. sodass alles am Ende dieses Jahres erledigt sein würde. das Endresultat wäre dasselbe.

Weiss mein neuer RA davon. hätte nichts von dem verstanden. Es wäre mir bewusst. so empfahlen es ihm angeblich seine Experten. wenn ich mich im 140er ohne weiteren Kommentar für schuldig bekennen würde und im nächsten Atemzug eine Anklage gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Ob hier alle verrückt geworden wären. könnte ich mir wage vorstellen. könne dies alles nur reibungslos und in einer überschaubaren Frist passieren. dass meine Karten im Moment nicht gut sind. auf keinen Fall würde ich mich im 140er schuldig bekennen. belehrte er mich. stellte ich fest. fragte ich ihn. vorgelegt würde. wenn ich mich zu allem schuldig bekenne. Dies alles würde das Gericht berücksichtigen müssen. Und manchmal mache es doch keinen Sinn. Am Besten sei es.1. dass ein Schuldbekenntnis im 140er absolut keinen Einfluss auf eine Anklage im 101er hätte. Hans-Adam hatte auch darauf eine Antwort. sagte er. auf die ultimative Wahrheit zu pochen. was mir konkret im Gericht dazu dann vorgeworfen würde. Ich war. Beide Fälle wären juristisch getrennt behandelbar. Und wie man sich die Anklage im 101er vorstellen würde. Es wäre doch absurd. Ein undurchdachtes „sich schuldig bekennen‚ könnte schwere Konsequenzen für mich haben. Das ergibt doch alles keinen Sinn! Nach über sechs Jahren Widerstand gegen die falschen Behauptungen. Der Anwalt von Helmut würde sich doch kaputtlachen und die Anklage in der Luft zerreissen. sagte er. was selten vorkam. was ich anprangert hatte. Natürlich. soll ich aus heiterem Himmel eine 180°-Drehung machen und mich ohne Kommentar einfach schuldig bekennen? Wer das von mir verlangen würde. sagte ich. sprachlos. wenn ich mich bei der Gerichtsverhandlung nicht gross äussern würde. Sollte dies nicht der Fall sein. Es komme aber darauf an. Wie bitte? Ich musste erst die Worte verdauen. Ich widersprach scharf. Der Grund dafür waren die Fehlurteile der Justiz hier. Aber unter keinen Umständen. 418 . Ich musste zehn Mal leer schlucken. Seine Rechtsexperten wären der Meinung. Alles sei mit ihm so diskutiert worden. fragte ich ihn dann.) schuldig bekenne. Ja.hätte. sagte ich. würde er sofort vorstellig werden. fragte ich ihn und entschuldigte mich sofort für diese Frage. Recht haben und vor Gericht Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe. Das ich mich im Bezug auf die neuen Vorwürfe (resultierend aus dem Brief an ihn vom 7.

Und was ist mit dem blockierten Geld. fügte ich konsterniert bei. die wichtige Anklage gegen die Verbrecher mitzuerleben. jetzt auf Paragraphenreiterei zu pochen. Gnade und sein Verständnis. Zudem hätte er Mittel und Wege zur Hand. Hans-Adam wurde etwas ungeduldig. dass man mich ins Gefängnis werfen würde und ich nie die Zeit. 419 . die Gelder durch ein Zivilverfahren am Wohnort von Helmut wieder zurückzuholen. mit dem er die Beute nicht mehr teilen müsste. Er offenbarte mir. worauf er hinaus wollte. stand auf und lief zur Türe. über mich und über seinen Komplizen Mariano M. Koste es was es wolle. Kraft und Chance hätte. begriff ich die Bedeutung des Satzes im Beschluss zum Freien Geleit: „Der Antragsteller kann bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben. Weiters fragte ich ihn. Ich sah ihn mit ganz offenen Augen an und fragte. bedeute dies automatisch. die er jetzt offenbar nicht einhalten konnte oder wollte. dass er mich mit Versprechen nach Hause gelockt hat. warum mich ein Gericht zu einer Haftstrafe verurteilen sollte. Ich sagte ihm. noch schlimmer Helmut würde alles bekommen. warum der neue RA Müller nicht für die Fälle 140 und 101 nominiert worden war. nach einem sensationellen Schuldbekenntnis ins Gefängnis wirft? In der Sekunde. Würde ich mich im 140er schuldig bekennen. Es wäre doch das Beste. Diese Worte waren zu viel für mich.-V. Was würde passieren. Jetzt wäre mir auch klar. dies zu verhindern. die Verbrecher ihre verdiente Strafe hier in unserem Land erhalten würden.‚ Ich schilderte Hans-Adam meine Befürchtung. dass ich es ihm nicht übel nehme. Ich erkannte sofort. Er sehe nicht. Ich entschuldigte mich höflich. dass nicht nur er aufgrund meines gestörten Verhältnisses zur STA und der Justiz eine ganz kleine Erfolgsaussicht sehen würde. wie dies alles praktisch ablaufen sollte. Es würde keinen Zweck haben. Nein. fragte ich. was er damit meine. Dank dem Urteil vom Gericht in Vaduz könnte er einen doppelten Sieg feiern. dass meine Folterer das Geld bekommen. in der ich diese Frage beendet hatte. Er versprach mir dass er sofort nach Abschluss einer erfolgreichen Strafverfolgung auch helfen würde. sagte er. wenn mich das Gericht. wenn ich endlich über die Kombination Argentinien und Liechtenstein hinweg kommen würde. Auch dazu hatte er sich eine rechtliche Meinung einholen lassen. R. Auf dem kurzen Weg dorthin bedankte ich mich nochmals für seine Mühe.

dass das angestrebte Ziel. die absolut keine saubere Weste hatte. Sonst würde er sie erst gar nicht aussprechen und überbringen lassen. Herr Kieber. dass er selbstverständlich seine Zusagen und Versprechungen halten würde. viel besser in den Wohnsitzländern der Täter erreicht werden könnte. Ein ehemaliger Mitarbeiter. der dann Daten mitgenommen hatte. dem vertraut wurde. Natürlich wäre dies alles mit enormem finanziellem Aufwand verbunden. sagte er. Der genaue Aufenthaltsort der Täter könnte gegebenenfalls mit Hilfe von privaten Ermittlern ausfindig gemacht werden. was 1996 in Spanien und 1997 in Argentinien passiert war. wer war ich. Das würde doch zeigen. Die meiste Zeit wurde ja bei der Liechtensteiner Justiz vergeudet. dass das Einsetzten oder Bestellen eines Sonderstaatsanwaltes sowie die Benennung eines ausserordentlichen Richtergremiums in LIECHTENSTEIN kein Vorteil (für mich) bringen würde. dass ich 420 . dass unser System nicht das schnellste wäre. Seine Experten kamen zum Schluss. Ich begriff nichts mehr. Das waren Deutschland. Die Straftaten seien Offizialdelikte und sehr gut dokumentiert. Für Spanien und vor allem Deutschland sehe er keine solchen Probleme. Ich setzte mich wieder. Er konnte ja wirklich nichts dafür. dass die Mühlen der Justiz in Argentinien sehr langsam mahlen würden. zitierte er die Worte der Experten. Weil wir da auf zu starke Widerstände treffen würden. Er habe nach sorgfältiger Prüfung festgestellt. Mir war die ganze Situation peinlich. Vorher sagte er noch. b-l-e-i-b-e-n sie hier. rief er. Sollte ich jetzt rausgehen oder sollte ich bleiben. Ich konnte ihm da nur leise und kopfnickend zustimmen. Besser ich bleibe. ihm etwas vorzuwerfen. Selbst im Hinblick auf seine LGT. Hans-Adam sagte. Ich sollte ihn einfach mal fertig ausreden lassen. Ich stand für ein paar Sekunden still und dachte blitzschnell nach. Mit der Verpflichtung der besten Rechtsanwaltskanzleien vor Ort wären die Täter schon mit einem Bein im Gefängnis. stellte er gleich selber die Frage. die Beweislage exzellent. Spanien und Argentinien. Dieser stand auf und ging raus. Warum. er würde auch anerkennen. rechnete er mir laut vor. Seit der Anzeige sind über sechs Jahre vergangen. Hans-Adam sagte.Herr Kieber. was den Plan betreffen würde. dachte ich. die Verbrecher von einem Kriminalgericht erfolgreich verurteilen zu lassen. Die Sekretärin klopfte an die Türe und meldete einen Anrufer für HansAdam.

Meine restlichen eigenen Mittel würden nie und nimmer ausreichen. dass wenn ich alle weiteren Forderungen von ihm erfüllen würde. Er holte tief Luft und lieferte die bedeutendste Antwort. Ja. Nein. das meine er ja gerade. Langsam verstand ich die Erläuterungen von Hans-Adam. diesem Plan zuzustimmen. Ja. Der Plan wäre durchführbar. Wer garantiere mir. wer garantiere mir. Er erkenne an. rief ich. Was er als sehr wünschenswert empfinden würde. sollte ich im 140er ein Schuldbekenntnis abliefern. garantiere es mir. dass die Täter freiwillig vor dem Kriminalgericht erscheinen würden. Besser wäre es doch zumindest parallel dazu. Johann Adam II. Er hat sicher nur Topakademiker um Rat gefragt. Wenn ich es wünschte. sagte ich zu ihm.würde dies nicht bedeuten. wie es von ihm gewünscht wird. stehe in den Sternen. wer versichere mir. nein. die ich je von ihm gehört hatte: Er. um gleichzeitig in mehreren Ländern Topanwaltskanzleien zu bezahlen. Denkbar. sagte ich zu mir selber. erzählte ich ihm. dass im 101er ja noch der Entscheid des Obergerichts ausstehen würde. So wie die Lage sich heute zeige. sagte er und erklärte mir: Selbst wenn meinem Antrag auf Fortführung der Strafuntersuchung stattgegeben würde. dass er Recht hatte. Haftbefehle für die Täter wären dann der nächste logische Schritt. fragte ich idiotisch. könnte er der Justiz den Auftrag geben den 101er Gerichtsfall an die Justiz der betroffenen Länder abzutreten. Oder würde das Land Liechtenstein die Kosten übernehmen. und wenn ich mich zudem so verhalte. dass man nachher immer noch zu mir stehe würde und der Gerechtigkeit ihren Erfolg bringen würde? Von dem blockiertem Geld in Österreich kann ich mich endgültig verabschieden. Das dauert sicher wieder zu lange. eine Anzeige bei den Bezirksgerichten des Wohnorts jedes einzelnen Täters einzureichen. Ich sei zwar länger als 421 . jubelte er.mir die Angelegenheit doch ein paar Minuten durch den Kopf gehen lassen soll. wie zum Beispiel ein Pauschal-Schuldbekenntnis der zusammengelegten Vorwürfe. Natürlich wäre es mir freigestellt. dass ich alle bisherigen Forderungen erfüllt hatte. Oder. Ob das Ausland die Täter nach Liechtenstein ausliefern würden. Als er zurückkam. fragte ich. sagte er. oder – was von Anfang an der Fall hätte sein sollen – die STA in Vaduz die Anklage erhoben hätte . er wisse dies. sagte ich.

die höchste Instanz im Lande. Seine Institution war höher. Mir reichte es. witzelte ich ohne eine Antwort zu erwarten. keine Details zu den Mandaten der LGT preiszugeben. Es habe ihn auch stark beeindruckt. Ob ich dies schriftlich haben könnte. wie – auf Deutschland umgelegt – das Wort von Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel und Bundespräsident Herr Horst Köhler zusammen. Nicht dass ich dachte. dann der Papst und gleich danach er. aber ich hätte mein Versprechen gehalten und niemanden verraten. Er forderte mich auf. Er gebe mir sein WORT -OZE Ich war wie gelähmt. Er versichere mir. Ein Ehrenwort kommt von einem Ehrenmann. Gab mir sein Wort. Um es für meine deutschen Leser und Leserinnen symbolisch aufzuzeigen. für mein Leben sowieso. Er war mehr. Das Wort von Hans-Adam hat soviel Bedeutung für uns Untertanen. nein. ganz im Gegensatz zu Lampert. Er habe sehr gute Regierungskontakte nach Spanien und Deutschland. mein Staatsoberhaupt gab mir sein Wort. 422 . dass ich kein Erpresser wurde. Sein Wort. um eine Strafanzeige gegen die Verbrecher in meinem Sinne voranzubringen. Unser Staatsoberhaupt. dass ich die zwei ausserordentlichen Politiker und Menschen mit dem Charakter eines Hans-Adam vergleichen will. Er bat mich auch. Und Hans-Adam war keiner. er wäre wirklich an dritter Stelle: zuerst Gott. Als Dank für meine Loyalität übernehme er auch ohne zeitliches oder betragsmässiges Limit alle Kosten die in diesem Zusammenhang anfallen würden. Mir sein Wort. wenn er dies glaubte. Es war kein Ehrenwort.ertragbar im Ausland geblieben. wenn Aussenstehende wie die Justiz oder die STA von unserem Gesprächsinhalt erfahren würden. Er würde es sehr ungern sehen. niemandem von unserem Gespräch etwas mitzuteilen. wer sollte mich dazu befragen. dass er alles was in seiner Macht stehe unternehmen werde. OZA- Er gebe mir sein Wort dafür. Ich wunderte mich über diesen Wunsch und sagte. W-O-R-T. Ohne.

sagte ich und zuckte mit den Schultern. Ich durfte den Weg zum Tor alleine hoch laufen. 423 . Wieder ausserhalb der Schlossmauern. Ich wollte. Hans-Adam sah wohl. Auf halber Strecke des Fusswegs setzte ich mich auf den Rand eines Brunnen. als ursprünglich geplant war.Der erste Schritt in diesem Plan wäre meine Einvernahme morgen beim Untersuchungsrichter. dass ich morgen um 9 Uhr einen Termin beim Untersuchungsrichter habe. Ich erzählte ihm. Als er mich fragte. Er glaubte es mir. dass das Gespräch länger gedauert hatte. scherzte ich. Hans-Adam sagte. Ich lehnte dankend ab und wollte lieber an der frischen Luft runter ins Dorf laufen. Als wir beide aufstanden. Hans-Adam meinte. dass ich den Haun ignorieren solle. Er musste auch lachen. Nun. Mit einem Schmunzeln sagte er. dieser hätte nichts zu sagen und stelle kein Hindernis für mich dar. dass ausgerechnet der STA Haun für die Strafuntersuchung der neuen Vorwürfe eingesetzt wurde. Er schaute auf seine grosse Armbanduhr und mit einem Seufzer sagte er. antwortete er. wichtige Geschäfte warteten auf ihn. musste ich ja sagen. Er betonte aber. dass ich ihn jederzeit anrufen könne. Er bat mich ihn auf dem Laufenden zu halten. Und er wünschte mir für die Arbeitssuche alles Gute. dass er und ich sehr verschwitzt waren. ob nun alle Datenkopien vernichtet seien und ich keine mehr hätte. dass ich mich bei keiner Bank oder Treuhand bewerben würde. Er müsse sich leider verabschieden. dass dies mir gegenüber nicht fair wäre. er wisse dies nicht genau. In der ganzen Diskussion von 1 Stunde und 50 Minuten hatte ich ihm gegenüber immer die Wahrheit gesagt. von Kaiser nach Hause gefahren zu werden. Ansonsten wäre ja der Professor auch noch für mich da. dass er davon ausgehe. dass ich Gerüchte gehört hatte. Dort sei ja eine Stelle frei. Er erwähnte noch. Natürlich konnte (und kann) ich nicht in seinen Kopf hineinschauen. sagte ich. Untersuchungsrichter? Morgen? Ich wüsste von nichts. Mir einer einzigen Ausnahme. wenn mich etwas bedrücken sollte. Aha. würde aber aufgrund der Vorgeschichte mit mir übereinstimmen. ich musste nachdenken. merkte ich. bog ich links ab und nahm den Weg runter durch den Wald ins Städtle nach Vaduz. dass ich etwas wacklig auf den Beinen war und bot mir an. ich fange morgen bei der LLB an.

Vielleicht wollte der Professor dies nicht. Er fragte wie es gegangen sei. sagte ich. Ich weiss nicht warum. ebenso wie der Professor im August/September in die Ferien verreisen würde. dass die ganze Familie wieder an einem Tisch sass. dass ich als eine Art Selbstschutz eine Kopie für mich behalten hatte. Zu Hause angekommen. 424 . Am Abend notierte ich. dem Professor meine Grüsse auszurichten.Aber selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt noch den kleinsten. aber diese Nummer wurde mir nie mitgeteilt. Der Kontakt war ausschliesslich über den Bankdirektor möglich. Schön für sie. dass er. dann muss sich diese Befürchtung innerhalb weniger Wochen oder Monate in Luft aufgelöst haben. rief ich den Bankdirektor auf dem Handy an. wie so vieles in den letzten 10 Jahren. Eigentlich wollte ich den Professor auch anrufen. Er war froh. Super sagte ich. Aber seine echte Nummer hatte ich ja nicht. sonst hätte er sich nicht so benommen. wie er es in den Monaten und Jahren die folgten. gezeigt hatte. logischen Verdacht gehabt hätte. die Details vom heutigen Gespräch mit Hans-Adam in meinem Taschenbuch. Er kündigte an. So bat ich diesen.

Eine schöne Frau. Ich lief die paar Hundert Meter von meiner Wohnung rüber zum Polizeigebäude. traute ich meinen Ohren nicht. da sie mich fragte. Sie konnte von aberwitzig wechselnden Haftbefehlen. was sich da in Vaduz zugetragen hatte. Ich wusste nicht.oder Kriegkommandozelle und von Abhörmassnahmen zu berichten. dass meine Abenteuer in Berlin und Holland die schrillsten waren. Wirklich filmreif. Daher gratulierte ich ihr erstmals. Wie so oft in den folgenden Monaten. Als sie aber anfing aus dem Nähkästchen zu plaudern. Spontanbesuche sind oft kein Problem. den 10. Weil alle so erleichtert waren. Es war das Gefühl einer Befreiung für sie.KAPITEL 21 Blutspur auf den Rheindamm Am nächsten Tag.1. dass Hans-Adam hinter der Schrumpfung des Umfangs stecken musste. waren die Zungen meiner ehemaligen Gegenseite locker. was ich nebst der besprochenen Kassette. sass ich pünktlich um 9 Uhr bei einer Untersuchungsrichterin im dritten Stock des Gerichts. dass dies alles war. dass mehrere Seiten fehlten. dass sie eine Untersuchungsrichterin geworden war. dem 3-D-Modell und der dicken Schachtel mit den Kopien von Gerichtsunterlagen zum Argentinienfall dem Hans-Adam Anfang Januar hatte habe zukommen lassen. sobald ich einen Verdacht schöpfte oder mich etwas stutzig machte. ob die ihr vorliegende Kopie meines Briefs vom 7. Auch hatte ich Glück und konnte fast immer die richtigen Fragen stellen. Am Freitag. Ich kannte sie von meiner Jugend in Schaan.7. beim Polizeichef Jules Hoch vorbei zu gehen. entschloss ich mich. Ich hatte mich nicht auf die Befragung vorbereitet. dass die Katastrophe nicht eingetreten war. Irgendetwas musste der jungen UR aufgefallen sein. war mir gleich klar.. Liechtenstein ist ein kleines Land. Am Empfang fragte ich den Schalterbeamten. den 11.. Zimmer 23. Nach Abschluss der Einvernahme wollte die UR mir über ihre Sicht der Dinge erzählen. Da die Justiz diese Kopie vom Schloss erhalten hatte. Warum auch? Gemäss Hans-Adam wäre ja alles nur eine Formsache. Ich erkannte sofort. Weil es Fragen nach den (technischen) Details zum Datendiebstahl oder grob zum Inhalt der Daten selber waren. Zuerst dachte ich. Sie zeigte mir die Kopie. Auf die Hälfte der Fragen gab ich dem Wunsch von HansAdam und der LGT entsprechend keine Antworten. von einer Krisen.7. so vollständig sei. ob Herr Hoch da wäre und eventuell Zeit für mich hätte für ein kurzes 425 . Also sagte ich zu ihr.

Gespräch. zu denen er vom KKZ beauftragt worden war. Hochzeitsreise. sagte Hoch zum Schluss. Für mich nicht ganz überzeugend. Er erzählte mir. dass es eine surreale Situation. war dann das richtige Resultat. Darum war es sein Erstgeborener. was sie dort erwarten würde. ich hätte ihm seine kostbarsten Bilder verätzt. Langweilig wurde es denen hier mit meinem Treiben nicht. war Hans-Adam zuerst sprachlos und dann sehr erzürnt. auch hier wieder auf eine allgemeine Erleichterung zu stossen. Als man den Hinweis gefunden hatte. nachzudenken. Er habe gehört. Anm. Niemand wusste. Ich sagte zu ihm. Ich fragte ihn ob er etwas über Haftbefehle wüsste. erwiderte ich. als sie alle im Schloss vor dem Kunstgemäldebunker standen. Ich war froh. Das Gespräch dauerte exakt von 11:00 bis 11:55. Ich möchte mich bei ihm und seinem Team für den Stress entschuldigen. schrieb ich meinem RA Müller einen Brief. als er mir auf der Treppe herunter entgegen kam. Ich erzählte ihm. da ich immer noch Bedenken hatte. der Zeit hatte. Herr Kieber. wie aus einem Horrorfilm gewesen sei. sagte Hoch. dass ich wieder im Land sei. das ich nach meiner Abreise verursacht hätte. Hoch bedankte sich und fragte wie es mir ginge. 426 . Blendend. dass ich a) überhaupt einen Hinweis anbringen konnte und b) es niemand gemerkt hatte.und Zahlkombination einfallen würde. was wohl seinem Papa als erstes zur Wort. Zu Hause angekommen. dass ich am Mittwoch eine Audienz mit Hans-Adam auf dem Schloss hatte und ich mich dort auch entschuldigt hatte. Ich bedankte mich und versprach mich in Zukunft zu benehmen. Ich schilderte ihm meine Einvernahme bei der UR. Hans-Adam hatte Angst gehabt. wenn er quasi von meinem Gegner nicht nur bezahlt sondern offenbar auch instruiert wurde. Er bat mich mit in sein Büro zu kommen. Ich äusserte mich auch zum möglichen Interessenkonflikt. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ausser den Kurzkommentaren der UR auch nicht mehr über das KKZ. einem Kriegsstab oder so etwas. Man telefonierte herum und liess mich dann durch die doppelte Sicherheitstüre hindurch. In einem freundlichen Ton schilderte er mir das Chaos. ob er wirklich zu 100 Prozent meine Interessen vertreten würde. Er verneinte.: Hoch erzählte mir natürlich nichts von den diversen Handlungen. übermalt oder zerschnitten. mein lieber Kieber. dass ich deswegen heute persönlich gekommen wäre.

2003. Am Mittwoch. a. Dann kam mir in den Sinn. am 18. An Herrn Kieber Heinrich. Beide Zeitungen sind das Organ einer der zwei Volksparteien. die Zeitung zu lesen. Da der Aufenthalt der oben genannten Person unbekannt ist. sind in der Exekutionssache Roegele Helmut vd: Heinrich Concin u. 5. Es sei ein Edikt publiziert worden. Burkhard Hirn. 27. 6800 Feldkirch zum Kurator bestellt. bis sie selbst auftritt oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. fragte ich. Schliesslich überleben beide Publikationen seit Jahrzehnten nur dank des dicken Zuschusses aus der Staatskasse. zuletzt in Neue Churerstr. der sie auf ihre Gefahr und Kosten vertreten wird. Ich bedankte mich für ihren Anruf und fuhr fuchsteufelswild mit dem Velo vom Rheindamm runter ins nächste Dorf. dass ich mich erst wieder auf dem Rheindamm traute. ein solches Drama publik zu machen.Am Wochenende konnte ich mein altes Fahrrad. 2. Im Liechtensteiner Vaterland.7. WAS. zuzustellen. Ab und zu fuhr ich ins schweizerische Sargans oder sogar bis nach Chur hoch.. nach Ruggell. dass irgendjemand eine Story über die vergangenen sechs Monate gedruckt hatte. FL9496 Balzers. wieder abholen. schrie ich. Irgendetwas von einer Exekutionssache mit einem gewissen Herrn Helmut Roegele. Rechtsanwälte in Bludenz gegen Kieber Heinrich die Beschlüsse vom 26. Dort kaufte ich mir die Zeitung. Ich würde in der Zeitung stehen. den 16. OT Entfernt. sagte sie. Gilmstr. 6. mit welchen die ausländischen Titel für vollstreckbar erklärt wurden und die Exekution bewilligt wurde. 2003 427 . Mein Blut begann zu kochen. Warum? Wieso. Abt. Folgendes war mit dem Titel EDIKT abgedruckt. Gerade als ich umkehren wollte. dass keine der zwei Liechtensteiner Zeitungen wirklich Interesse haben könnte. 2. Bezirksgericht Feldkirch. wird Herr Rechtsanwalt Dr. Ich war so nervös. Ich genoss es auf den Rheindamm rauf und runter zu radeln. Ich befürchtete. Damit war ich wieder mobil. erreichte mich ein Anruf einer Bekannten auf meinem Handy. das ich eigentlich einem Bekannten geschenkt hatte. machte ich einen Veloausflug bis an die österreichische Grenze.

wen sah ich auf einer Bank beim Rheindamm. Ihm vertraute ich immer ganz. die Justiz. kreischte ich. Meine beiden Knie bluteten stark. verplapperte ich mich ein wenig. Alles nur Lug und Trug. Was für ein Urteil vom 23. Und was jetzt.2. Paul Meier dort. dass alle ihr Gesicht nicht verlieren würden. Ich bremste so stark. verdammt. Man hätte hochkarätige Anwälte für meine Sache eingespannt. dass ich ausgerechnet ihn getroffen hatte. Ich fluchte die ganze Zeit. Ich war froh. schrie ich in den Himmel. sodass er. also das Gespräch nicht in einem offiziellen Rahmen stattfand.Anm. Zu Recht. auf Höhe des Schaaner Sportplatzes sitzen. Ich stolperte und fiel ungebremst auf die geteerte Rheindammstrasse. Was ihm dann gelang. was denn los sei. Er war sehr bemüht mich zu beruhigen. den nie hatte er mich so gesehen. Aus einem Zeitungsinserat muss ich erfahren. Ich musste sofort nach Vaduz. er musste wohl gedacht haben. was ich in der LGT Bank angestellt hätte. Der arme UR. Ich zeigte ihm den Artikel und fluchte über alle. Niemand hätte mir davon etwas gesagt. Ich 428 . Er war über meinen Zustand sehr erschrocken und fragte nach. Und auch ich selber erkannte mich nicht mehr. dass es in Bezug auf das blockierte Geld schon zu spät sein könnte. ballte meine Fäuste und sagte etwas im Sinne: Ich wusste es! Ich wusste es! Euch kann ich es auch noch zeigen. Und. ich konnte es nicht glauben. konnte ich ihm mehr Details erzählen. was man von mir verlangt hätte. In meiner Wut konnte ich mich nicht mehr beherrschen. Ich war kurz vorm Explodieren. seine Regierung. Wer weiss. Ich warf mein Velo auf den Boden und ging zu ihm. dass es ein paar Meter schwarze Gummispuren gab.2003? Wieso exekutierbar? Das letzte Wort in der Zivilsache war doch noch nicht gesprochen. Es war schon nach 16 Uhr und ich wollte noch den Bankdirektor in seinem Büro antreffen. Es sass der UR Dr. Ich bat ihn um Verzeihung. neben sich sein Velo. Ich hätte alles gemacht. schrie ich. sagte ich. ich sei verrückt geworden. da sie keine rechtsgültige „“Adresse“ meinerseits mehr hatte. man glaubte es kaum. Ich drückte die Pedale so schnell es ging. Ich hyperventilierte stark. Wir redeten über die Angelegenheit und da wir nicht in seinem Büro waren. zum ersten und letzten Mal. seine LGT und ihr.: Da mein alter RA HIRN nicht mehr für mich beim Gericht in Feldkirch tätig war. Verdammt. Dann. verdammt noch mal. Erst vor einer Woche hätte ich Hans-Adam alles Mögliche zugestanden. musste das Gericht diese Anzeige publizieren. Ich fing an zu schluchzen.

schilderte ihm. Es wäre rechtlich unmöglich. Ich musste lachen. dass ich keine habe. Erstens habe ich keine Kopie mehr. wo ich eine Kopie der Daten versteckt halte. Wenn die Gelder in Österreich verloren sind. Warum auch. „Im Internet. Die sind ja alle paranoid mit diesem Thema. Wo denn. fragte ich frech. Denn schon letzte Woche wurde ich mehrfach gefragt: am Donnerstag die Untersuchungsrichterin. Es wurde Zeit für ihn nach Hause zu gehen. nicht wahr?‚ meinte er. am Freitag der Polizeichef. er wisse dies. sagte ich. Also in beiden Fällen wäre die Antwort dieselbe. Zudem hatte ich nie um Geld gefragt und würde solches nie annehmen. sagte ich. um mich nachher als Erpresser abzustempeln. Ja. Er grinste dabei. dass selbst wenn ich eine hätte. Wie bitte. Nicht der Rede wert. was ich alles in Berlin und Amsterdam erlebt hatte. dass es der Verbrecher Helmut es bekommen könnte. Bei der nächsten Abzweigung verabschiedete er sich von mir und radelte fort. als ich im Ausland war. Ich erzählte ihm. Ich war aber nicht darauf eingegangen. Da meine beiden Knie noch sehr schmerzten. Was ich damit gemeint hätte. dachte ich. Rein aus Sicherheitsgründen. schoben wir beide unsere Velos neben uns her. wie das Gespräch mit Hans-Adam abgelaufen war. dass es eine Falle wäre. euch könnte ich es auch noch zeigen. als ich geschrien habe. 429 . sagte er. Unter schwachen Schmerzen setzte auch ich mich aufs Radl und fuhr gleich nach Hause. Es wurde eine frühe Nacht für mich. da ich sicher war. erwiderte der UR. irgendwann zu vergüten. sagte ich. fragte er mich. meinen finanziellen Schaden. dass mir einmal eine Art Geld für eine organisierte Flucht angeboten wurde. Zweitens müsse ihm doch klar sein. Typische Liechtensteiner Denken – mit Kohle jeden Ärger aus der Welt schaffen. Daher bitte ich euch alle. Ich plante ganz früh am nächsten Morgen mit dem Bus zum RA Müller zu fahren und ihn wegen des Edikts zu fragen. dass er sich vorstellen könnte. den ich seit der Barcelonageschichte erlitten hatte. Das blockierte Geld ist meines. Als das Thema wieder auf den Zeitungsartikel kam. Ich war felsenfest davon überzeugt. dann sind sie halt verloren. fragte er mich auf einmal folgendes: Ob die LGT oder Hans-Adam mir nicht angeboten hätten. Aus heiterem Himmel erwähnte er beiläufig. ich sagen müsste. Drittens wäre das Internet der letzte Ort wo ich eine Kopie herumfliegen lassen würde. diese Frage nicht mehr zu stellen. sagte ich.

Daher rief ich ihn auf seinem Handy an und bat ihn mich kurz bei der Post zu treffen.7.00 Uhr am Donnerstag.7. den 18. Ich erzählte ihm. Offenbar hatte er Bruchstücke von einem Drama Anfangs Januar erfahren.. Um 16. Freitag. 430 . den 17. Ich wusste. Ich liess mich auf keine Diskussion ein und verliess diesen Rheinabschnitt. Kein Problem für mich. erhielten sie die Zweitschlüssel. Um die Mittagszeit rief die Bank noch einmal an und verschob den Besuch auf 16:00. was jetzt wirklich alles passieren würde. Nein. wüsste ich nicht. bestätigte ich die neue Zeit. Dort tummelte sich auch ein alter Bekannter von mir. dass er ja kein Mandat von Hans-Adam oder der LGT für die blockierten Gelder bekommen hatte. Sollte die fertige Schrift in die falschen Hände gelangen. ohne Schlüssel. Ich zeigte ihm das Edikt und fragte. wo ich die bestellten Kopien vom 101er beim Gerichtssekretariat abholte. Er fragte wie es mir gehe und ich sagte so lala. ob dies der Dank für mich wäre. Für den Notfall. Er war sichtlich geschockt und begleitete mich zu Müller. getan. indem er sagte. Ich schnappte mir die Badehose und fuhr mit dem Velo zum Rhein. Ja aber Hallo. RA Müller konnte sich aus der Affäre ziehen. Dieser hatte wiederum enge Freunde im Regierungsamt. dass sie den Zweitschlüssel für unten und oben haben. dass dies ein Versäumnis war. Zehn Minuten später war er angekommen. Gute Idee. Ich hätte die Idee.10 Uhr stand der Bankdirektor vor meiner Wohnungstüre und klopfte. dass der Bankdirektor auf seinem Weg zur Arbeit durch Schaan fahren könnte. klärte er mich auf. Ich nutzte die Zeit und begab mich zum Landgericht.. sagte ich und fragte. Der Bankdirektor sah ein. erwiderte ich.Gesagt. Firmen oder Zeitabschnitte zu benennen. würde nichts geschehen. sozusagen. sagte ich. Er müsse mit mir einiges besprechen. der Sache nachzugehen. dass ich mit der Grundstruktur der gewünschten Denkschrift angefangen habe. Ich bedankte mich bei allen und wünschte einen schönen Tag. Ich war schon um 08. Man müsste halt abwarten. bestätigte er mir. dass ich doch wüsste. Er zeigte auf den Schlüssel in seiner Hand und meinte. darin keine Namen. Er gab dem RA Müller die Order. wie er durch die Haustüre kommen konnte. bei der Post in Schaan. Am nächsten Tag. Da sie die offiziellen Wohnungsmieter waren. rief die Sekretärin vom Bankdirektor an und kündigte seinen Besuch bei mir zu Hause an.

insbesondere Dr. Von meinen neuen Nachbarn in Vaduz lernte ich einige besser kennen. dann durchquere ich das Zentrum. sagte ich. sondern einfach in eine andere Richtung weglaufen würde. Keiner bedrängte mich mit Fragen. zum Beispiel dass ich einfach nicht verstehe. nach Buchs fahren würde. hatte sich gut eingelebt und war sehr glücklich dort. Schönes Wochenende Herr Bankdirektor. so wäre man froh. Meine einzige Waffe war das Schreiben. dass alles gut werden würde.B. Herr Kieber. sollte ich irgendwo auf einen ehemaligen Arbeitskollegen der Treuhand. Ihnen auch. mein Kommandant. den ich hatte war der Pflichtbesuch beim Sachbearbeiter der ALV. Feuerstein und den Rest der Geschäftsleitung der LGT Treuhand nicht über seine Reisen ins Ausland. Auch wussten sie nichts von meiner Heimkehr. warum man in der Angelegenheit der blockierten Gelder 431 . Ich konnte ihm die erforderlichen fünf schriftlichen Bewerbungen vorlegen. Den einzigen Termin. Feuerstein treffen. dass ich bald keine Stelle mehr antreten könnte. Niemand hatte sich bei mir angemeldet. Hans-Adam wollte dies nicht. Ehrlich gesagt. das meine alte Mietwohnung gekauft hatte. steige aber nicht aus dem Bus. Alle waren ohne Erfolg. Auch das Ehepaar. So wie die Dinge langen. Drei oder viermal die Woche absolvierte ich ein Krafttraining dort. wenn ich keine Diskussion anfangen würde. den Professor und die getroffenen Abmachungen eingeweiht. Ja. wäre es durchaus möglich gewesen. wurde ich wieder Mitglied beim OLO’s GYM in Triesen. Ausser wenn ich im Linienbus von hier z. Ich verfasste einen Brief an den Bankdirektor und einen an RA Müller. hatte ich mich nicht gross angestrengt. Die letzten zwei Wochen im Juli 2003 waren besuchsmässig sehr ruhig. Niemand aus diesem Hause hatte etwas mitbekommen. was sich seit meiner Rückkehr abgespielt hatte aus. Höchstens in der Gefängnisküche. nicht in die Nähe der Treuhand zu gehen. Im Brief an den Bankdirektor drückte ich (im Vertrauen) mein Befremden über einiges. Ausserdem. zu Befehl. Um fit zu bleiben. Auch besuchte ich meine alten Nachbarn in Balzers. Zum Abschied sagte er mir. In Zukunft werde ich zu den Büroöffnungszeiten das Zentrum von Vaduz meiden. Man hatte ja den Dr. Ich solle ihnen vertrauen und aufhören so misstrauisch zu sein. Diverse Leute der Treuhand hätten mich aber mehrmals mit dem Velo in der Umgebung der LGT Treuhand gesehen.Er hätte noch ein anderes Anliegen. Er bat mich deshalb.

dass man es doch lieber zuerst einmal beim Liechtensteiner Gericht versuchen sollte. Beide Briefe lieferte ich persönlich am 31. wie Hans-Adam auf einer Seite mir massiv helfen würde. dass ich insofern wieder Hoffnung habe. Ich schilderte im Brief weiters. Dieses Thema schloss mit den Zeilen. insbesondere Deutschland und die USA (§124). dem Verbrechen der schweren Nötigung (§15. bei den Büroadressen der Herren ab. dem Vergehen der Datenbeschädigung (§126) und dem Vergehen der Urkundenunterdrückung (§229) angeklagt.7. da man jetzt den RA Müller für die blockierten Gelder angeheuert hatte. was allgemein erwartet wurde. Ich würde langsam den Verstand verlieren. die Verbrecher zur gerechten Strafe zu bringen. ganz entgegen den Erwartungen und Beteuerungen. wenn einer der Verbrecher mit einem Sack voll Kohle für seine Taten auch noch belohnt würde. Zu unserer (Bankdirektor. Ich bat den RA. 432 . sollte das Obergericht meinem Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zustimmen. Am gleichen Tag war auch die magere acht Seiten lange Anklageschrift mit den Vorwürfen im Zusammenhang mit meinem Schreiben an HansAdam fertig. dann wäre ich froh. Ich war von der Argumentation von Hans-Adam noch nicht ganz überzeugt. wie der RA Müller für mich im kommenden Prozess (140er) kämpfen wollte. dem Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. wegen dem Verbrechen der Gewalt und gefährliche Drohung gegen den Landesfürsten (§ 249 StGB). Im Brief an RA Müller befasste ich mich vor allem mit den Fall 101er. Mit welchem Kenntnisstand er mich verteidigen würde? Mit einer fliegenden Durchsicht des dicken Aktes einen Tag vor dem Prozess. fragte ich. wenn er mir als Subsidiarankläger bei der Ausfertigung der Anklage helfen würde. 105. 106). RA Müller und ich) Fassungslosigkeit wurde ich. wenn er bis jetzt noch nicht einmal die Akte studiert hatte. Es wäre ein wichtiger Bestandteil meines Kampfes der letzten sechs Jahre. Ich würde nicht verstehen.noch nichts unternommen hatte. In Liechtenstein formuliert die STA in der Anklage keinen Antrag auf die von ihr gewünschte Strafe. dass ich verwundert wäre. Ich wäre der Meinung.oder Betriebsgeheimnisses zugunsten des Auslands. aber es ihn auf der anderen Seite offenbar nicht allzu gross stören würde. Ich sei deswegen zu bestrafen. Die STA würde ja sicher keinen Auftrag von Hans-Adam bekommen.

damit die Verbrecher vor ein Kriminalgericht kommen. Jeder wollte zum Schuss kommen. wenn Hans-Adam mich unverkennbar zum Schlachthof führen lässt und mir gleichzeitig seine universelle Hilfe anbietet. Speziell dann. beteuerte mir. sodass sie Luft ablassen könnte. als Jurist. Der Professor wurde telefonisch über den sich verschlimmernden Zustand von mir informiert. was schlussendlich zu einer möglich Verurteilung gelangen würde. Zudem stellte ich die berechtigte Frage. Aus psychologischer Sicht ein total falscher Schritt. dass dahinter ein ganz fieser (Rache)Plan stand. dass die allermeisten Menschen. Über die Anklagepunkte selber und das ausgerechnet Haun diese vertreten soll. als er mir sagte. Der RA. Er war entsetzt. Ja. solange Haun dort sei. dass man der Justiz ein Ventil geben müsste. sei noch lange nicht dasselbe. der immer schon eine feine Antenne für meine Gefühlslage hatte. fragte ich. Mein Gott. was Hans-Adam meinte. Dieser Umstand war äusserst unerträglich für mich. Mit meinem RA und dem Bankdirektor diskutierte ich ausgiebig die Anklage. Warum ausgerechnet ER? Man hatte andere Staatsanwälte bei der Staatsanwaltschaft. diagnostizierte er aus der Ferne. dass ich keine Angst wegen der vielen Einzelvorwürfen haben sollte. Ende. war die Tatsache. warum mussten sie mich immer noch quälen? Hatte ich mich nicht genug unterworfen? Was ich noch nicht begriffen hatte. Liechtenstein und die LGT wegen ihm durch mich seit Januar 2003 (unter der Berücksichtigung des Datendiebstahls eigentlich schon sein 2002) mitmachen mussten! Warum? Warum. wie das Gesamtbild noch stimmen könnte.Meinen aufmerksamen Lesern können sicher auch auf den richtigen Namen des STA tippen. Dies sei so üblich. abwechselnden Akteuren. Warum konnte man nicht einfach einen "unvorbelasteten" Ankläger nehmen? Langsam begriff ich. Dies war wohl eines der notwendigen Ventile. HAUN. es auch als sehr verletzend und demütigend empfunden hätten. Ich bin mir sicher. dass ich nie freiwillig zu der Verhandlung gehen würde. Nachdem was ich alles wegen ihm seit Jahren ertragen musste! Noch schlimmer: Nachdem was Hans-Adam. Der Bankdirektor. machte sich grosse Sorgen um mich. wären sie an meiner Stelle gewesen. Mit verschiedenen. als ich trotzig kundtat. Was in einer Anklage stehen würde. wer den sonst. Er empfahl 433 . der dieses Anklage geschrieben hatte und sie vor Gericht vertreten möchte.

Und warum Haun. wenn mir schon in Holland felsenfest versprochen wurde.CHF freuen. Bevor dieser aber mich anrief wurde mein Zustand noch unerträglicher.7. Nicht nur konnte er sich auf fast 900'000. schrie ich. Es war wie eine zweite Folter für mich. nein. Helmut Roegele. Alles würde gut werden. was in den Köpfen derjenigen in Liechtenstein vorgegangen war. Selbst beim blockierten Geld sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Da 434 . dass ich die Anklage nicht als fehlerfrei ansehen soll. Zu spät? Zu spät.03 abgelaufen wäre. fragte ich. quasi ‚abgefolterte‚ Beute abkassieren. Nach über sechs Jahren konnte mein Folterer Helmut Roegele sein Glück nicht fassen und seine erpresste. Nachvollziehbarerweise tobte ich wie ein Wildschwein. Man hätte also fristgerecht einen Einspruch erwirken können. Am frühen Abend bekam ich einen Anruf von Hans-Adam. Nötigung u. wohin es noch führen würde. Es wäre eine 14Tage-Frist gewesen. Die Gelder wären nun in Reichweite des Täters aus Argentinien. als sie davon erfahren hatten. WAS. Was für eine Frist.s. angeklagt werden soll. dass ich den Haun ignorieren sollte. schrie ich ihn am Telefon an und entschuldigte mich gleich für den Ton. dass ich überhaupt nicht belangt würde.dem Bankdirektor Hans-Adam zu bitten. Die nächsten paar Tage verbarrikadierte mich in meiner Wohnung und brütete darüber.. Natürlich schmerzte mich dieses Ende sehr.w. jammerte ich. Er wiederholte. Sicher ist. von Haun und der abgelaufenen Frist. wenn ich all seine Forderungen erfüllen würde. dass dieser mich anrufen soll und einiges klären soll. was das alles bedeuteten soll und vor allem. RA Müller meldete sich wieder. dass es furchtbare emotionale und psychische Konsequenzen für mich haben würde. Er erzählte mir. dass eine Frist verpasst worden wäre. Ich konnte es nicht fassen. er musste auch keinen einzigen Franken mit einem seiner Komplizen teilen. Er sagte zu mir. fragte ich. Seine Nachforschungen in Bezug auf die Gelder in Österreich hätten ergeben. dass er mir dies mir beim Besuch auf dem Schloss ausführlich erklärt hätte. dass es allen direkt oder indirekt Beteiligten klar sein musste. warum ich überhaupt wegen Drohung. Ich fragte ihn. dass es zu spät sei. Er entschuldigte sich und meinte nur. Er wusste von der Anklage. die am 25. Ich weiss nicht.

Darin "bedankte" ich mich im Voraus für seine Mühe. Er habe mit dem Chef der STA. dass ich bei einer Verhandlung anwesend sein würde.8. Ich wies ihn nochmals darauf hin. Klar kann eine STA nicht "neutral" sein. Dass man aber extra den Haun dafür nominieren würde. Ich versprach ihm dies. den ganz klar voreingenommenen Haun als Kläger zu bestimmen. sodass zumindest eine Anklage angenommen würde. Wenn er erlauben würde. wenn es sich als wahrhaftig herausstellen sollte. ignorieren. dass das Gericht meine Subsidiaranklage annehmen würde. Ignorieren. da sollte ich dankbarer sein. nicht allzu sehr darüber nachzudenken und mich stattdessen auf den mit ihm vereinbarten Fahrplan zu konzentrieren. dem Oberstaatsanwalt Dr. Diesem Hinweis folgend verfasste ich dann am 5. Ich 435 . besser gesagt wohl die Unantastbarkeit der STA. ob er ganz sicher wäre. Ich fragte ihn. Er würde sich der Sache Haun nochmals annehmen. Nach allem.wüsste er aber mehr als ich. beendete ich meinen Vortrag. dass Haun die Anklage vertreten würde. Er bedauerte zu sagen. dass ich bei der Justiz in Vaduz nie eine wirkliche Chance haben würde. hier musste ich beiden Augen zudrücken. sodass jene das seit Jahren liegende Verfahren dort einstellen und den Haftbefehl löschen können. kann es doch nicht der Wille von der Leitung der STA sein. dass er davon überzeugt wäre. wäre schon sehr niederträchtig. Bei allem Verständnis für die Unabhängigkeit. so wollte ich ihn wissen lassen. das kommende rechtsgültige Urteil persönlich den Spaniern zu übermitteln. Ich weinte und fragte. sagte ich. Wallner. Er bat mich. Je mehr ich über die ganze Sache nachdachte. Robert Wallner mehrfach gesprochen. aber das ist einfacher gesagt als getan. desto verwirrter war ich. sagte ich. Dieser wäre von ihm beauftragt worden. ein kurzes Schreiben an Dr. Ob das Kriminalgericht auf die Anklage mit Strafurteilen folgen würde. wiederholte ich Hans-Adams Worte. Ich bräuchte sie schliesslich noch wegen der Spaniensache. versprach mir Hans-Adam und sagte auch. dass eine Anklage ja kein Urteil sei. schliesslich vertritt sie ja die Anklage. kann niemand voraussagen. Hier musste ich Rücksicht nehmen. warum er nicht die ihm durch die Verfassung zustehenden Rechte benützen würde. eine Anklage im 101er rechtsgültig vorlegen zu können. ich könne nicht garantieren. Aber. sich mit der STA nicht allzu sehr anzulegen. dass es besser wäre. da sollte ich kooperativer sein. dann hätte er doch dafür keine Macht missbraucht. was schon passiert war.

oder wenn dann nicht richtig oder vollständig gelesen. Schreiben. mich von dem Einreichen des oben genannten finalen Antrags abzubringen. Analysen. verfasste ich eine kurze Mitteilung an das Gericht. dass der UR Dr.11. Antworten und was ich sonst noch alles für den 101er. Mit diesem Schreiben bin wenigsten i-c-h selber derjenige. Ich habe einfach keine Kraft und Energie mehr. Wenn ich dies tun würde. Heinrich Kieber. überhaupt nicht. Insbesondere möchte ich dem UR Dr. dann könnten die Verbrecher wiederum 436 . wenn ich all dem ein Ende setzte. Beweismappen. Aber eben. Insbesondere die letzten vier Worte hätten beim Gericht diverse Leute aufmerksam machen sollen. der den „Deckel‚ auf diese Akt 10 Vr 101 / 97 – der mein ganzes Leben in den letzten 6 1/ 2 Jahren bestimmt hat – zuschlägt. Er redete wie ein Irrer auf mich ein. die er sich sicher genommen hätte . Obwohl der UR und mein RA. das stand fest. Paul MEIER für seine jahrelange Arbeit und dem Oberrichter Dr. Ich stellte den Antrag auf Rücknahme meines Antrags vom 22. eine mögliche weitere Demütigung nach neuerlichem jahrelangem Kampf vor Gericht zu bewältigen ohne dabei am Ende komplett durchzudrehen. 140er und das Zivilverfahren eingereicht hatte. dass es besser wäre. die ich dem Gericht geschrieben hatte.von ganzen Herzen danken. ein zutiefst verbittertes. Gerhard MISLIK für seine Mühe und Zeit. beide juristische Experten. Eine nochmalige Demütigung würde ich nicht ertragen können.08. wurden meine Notizen. Ich habe auf ganzer Linie versagt und resigniert. das Gegenteil erwarteten. enttäuschtes Opfer Dies waren überhaupt meine allerletzten Zeilen. „hätten‚. Ausdruck meiner damaligen persönlichen Verfassung zeigen deutlich die letzten elf Zeilen jener Mitteilung ans Gericht. Wie fast immer in den letzten sechseinhalb Jahren. Auf einmal hatte ich grosse Angst. es nicht zu tun. Am 08. Anträge. Paul Meier fast eine Stunde lang versucht hatte. Ich muss dazu sagen.verlor den Überblick.02 in Sachen Fortsetzung der Strafuntersuchung. dass der ausstehende Obergerichtsentscheid im 101er negativ ausfallen könnte. So kam ich zum traurigen Schluss.

Meier meinte dann. Meier versuchte es hartnäckig.und Energieverschwendung mehr mit der Justiz hier. dass ich ein Gefühl der Erleichterung hatte. dass nicht alle Richter so wie der LR Uwe Oehri wären. war mein letztes Wort. bedeutet Fall geschlossen. Jetzt. selbst wenn das Obergericht mir den Status als Subsidiarankläger erlauben würde? Dr. sagte ich. deren Widerstand gegen eine Kriminalverhandlung im 101er sich wie ein roter Faden durch die ganzen letzten sechseinhalb Jahre zog. ich nie wieder das Verfahren in Liechtenstein eröffnen könne. Er versuchte mich davon zu überzeugen. endlich den 101er losgeworden zu sein. Aber eben.8. Glaubst Du nicht auch. wo ich es radikal gemacht habe. Was das war. so wie es mir Hans-Adam versprochen hatte. Er warnte mich. ist man 437 . die ja einen Anwalt in Vaduz hatten. dass er den Antrag von Müller mitunterschrieben haben wollte. sagte ich. Es gäbe noch die Möglichkeit eines Verfahrens im Wohnsitzland der Täter. Welche Chance hätte ich da. erhalten hatte. Helmut? Nachdem mein RA Müller eine Kopie meines Antrages vom 8. sie wussten und wissen es bis heute nicht. leider oft nur zu ihren Gunsten.einen Sieg über mich verbuchen. Klar war mir auch. erinnerte ich ihn. Gemäss Gesetzt kann ich den Antrag auch ohne meinen RA einreichen. dass können mein Folterer Helmut und seine Kinder in diesem Buch nachlesen. Zuerst reden alle auf mich ein. rief er mich sofort an und war entsetzt. Was nun wieder. Insbesondere die STA. Ich konterte mit der Tatsache. Endlich wusste ich wo ich stand. Ich muss gestehen. Widerwillig nahm er meinen Antrag an. Das wäre mir klar. ich muss verrückt geworden sein. Gerade als Privatbeteiligter am Prozess. Netter Versuch. Ein fettes „Dankesschreiben‚ zusammen mit einem "Spendenscheck" von Helmut & Co. Ich sagte nein. Er machte einen letzten Versuch und fragte mich. dass ausgerechnet dieser Oehri den Vorsitz des Kriminalgerichts inne hat. ob mein RA Müller davon wüsste. dass sobald der Antrag die Runde gemacht hätte. sagte er. es nutzte nichts. abgelaufen war. nicht wenige bei der Justiz froh waren. ich soll die Argentiniensache in Liechtenstein vergessen. an Hans-Adam und die LGT wären jetzt sicher angebracht. zumindest von Helmut Roegele & seiner Frau. wusste ich zu berichten. Ich reiche den Antrag hiermit ein. sagte ich. Nicht zu vergessen die überraschten Gesichtern der Täter. Die Täter dachten sicher. sollte ich diesen Antrag stellen. Keine Zeit. Aktenmappe zu. was alles im Hintergrund.

dass ich ihn jederzeit anrufen könnte. wenn Oehri diesen Fall behandeln würde. Ich musste meine Verbitterung unter Kontrolle bringen. und korrigierte mich gleich: Bei allem Bösen. Er sagte. Er würde sich dieser Sache auch annehmen. Was denn wieder? Ist Helmut Roegele gestorben. dann könnte er sicherlich innerhalb der nächsten Stunde zurückrufen. Hassen die mich so sehr. dass mich keine 100 Pferde in den Saal bringen würden. Danke und Auf Wiederhören. dass er auch keinen Sinn darin sehen würde. Tausend Dank. Hans-Adam sagte gleich. Ja. Nie hätte er ein solches Mass an Interessenkonflikt angetroffen. Er wäre nicht im Hause. Auf Wiederhören Landesführer. Wie bitte? Ich glaubte es nicht. Ca. das stimme. Ich bat darum. was durchaus möglich wäre. So entschloss ich. Wie könnte Oehri den Fall behandeln. dass ja Gegenstand der Kriminalverhandlung sein würde. versprach er. Auf Wiederhören Herr Kieber. er hätte gehört. wenn mich etwas bedrücken würde. 40 Minuten später rief er an. würde ich kein einziges Wort sagen. Wenn es dringend wäre. Sollte ich mit Polizeigewalt in den Saal gebracht werden. dass der LR Uwe Oehri meinen Fall beim Kriminalgericht verhandeln möchte. Hans-Adam war auch erstaunt. das habe ich nicht verdient. Bei aller Liebe. Nein. mit der Betonung auf Bösen. zu Recht der Inkompetenz und der Entwürdigung überführt hatte. fragte ich ihn. zumindest hinterliess er bei mir diesen Eindruck. Er wäre seit mehreren Jahrzehnten Anwalt. sagte ich. nicht aus den Augen lassen. Ich erzählte ihm. aber er habe mir ja gesagt. dass es an der Zeit wäre. Für mich war das Fass voll. Ich wählte sofort die Nummer vom Schloss und bat beim Sekretariat mit Hans-Adam verbunden zu werden.entsetzt. fragte ich sarkastisch. Hans-Adam hatte Recht. mit Freundlichkeit kommt man viel weiter im Leben. wenn er als Richter im Zivilstreit amtete und mir dort einen enormen Schaden zugefügt hatte und ich ihn in dem berühmten Schreiben. wenn Oehri und Haun mir gegenüber stehen würden. sagte er mir. Ich erzählte ihm vom Vorhaben des LR Oehri. Er hätte leider wieder schlechte Nachrichten für mich. niemand will mir Böses. Und immer nur das von Hans-Adam versprochene Fernziel. die Täter von Argentinien vor ein Gericht zu bringen. dem Regierungschef Hasler und 438 . Müller war auch erstaunt. da ich als Angeklagter anwesend sein muss. Ich bedankte mich für den Anruf. Ich entschuldigte mich für die Anspruchsnahme seiner kostbaren Zeit.

Ein kleiner Erfolg. Das Lokal war klein und jeder der das Lokal verlassen wollte oder auf die Toilette musste. wählte er das GECCO in Buchs/SG aus. Das genaue Datum hatte ich leider nicht festgehalten. Es war aber im Juli oder August 2003. Auf zynische Art und Weise macht er meine Befürchtungen lächerlich und erklärt sogar. Ein paar Tage später rief mich RA Müller wieder an. Warum der Aufwand.dem Liechtensteiner Botschafter in Berlin ein paar kurze Zeilen zu schreiben. Nun wieder zurück zu etwas heiterem: Eine weitere peinliche Situation erlebte ich ausgerechnet mit dem Bankdirektor. Am 18. dass er persönlich nicht im Stande wäre. fragte ich. Er hatte mich zum feinen Essen eingeladen. Hr. Der Bankdirektor konnte ihn diagonal über meine linke Schulter sehen. Max Bizozzero telefoniert haben muss und seinen Unmut über die Einsetzung von LR Oehri in diesen Fall kundtat.8. ein Gourmetrestaurant. die ich verursacht hatte. fragte ich mich. weil ich 439 . lieferte ich beide Briefe bei der Regierungskanzlei im Regierungshaus ab. Ganz logisch erschien mir diese Aktion jedoch nicht. Ich bedankte mich für die News. Warum nahm sich der Oehri die Mühe aktenkundig seine Befangenheit zu erklären? Er. kam nicht um unseren Tisch herum. Ja. Damit wir nicht zusammen in Liechtenstein gesehen wurden. sich selber für befangen zu erklären. nachlesen. Warum. Ich wurde nervös. Er sei in dieser Sache aktiv geworden und wollte gerade in meinem Namen einen Antrag auf Befangenheit des LR Oehri stellen. sondern ihm bei der nächsten Gelegenheit in Vaduz übergeben. als Präsident des Kriminalgerichts hätte doch einfach von Anfang an „entscheiden‚ können. In der Folge wäre LR Oehri aufgetragen worden. den Vorsitz zu übernehmen. dass Hans-Adam offenbar mit dem Präsidenten des Obergerichts. Die Antwort dafür konnte ich in seiner Befangenheitserklärung vom 27. ob ich mit Hans-Adam über den Oehri gesprochen hätte.08. Darin entschuldigte ich mich für die turbulenten Zeiten. Ausgerechnet an jenem Tag speisten zwei Tische schräg hinter uns der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Somit wäre der Weg frei für einen unvorbelasteten Richter in dieser Sache. Der Brief für den Botschafter wurde aus Vorsicht nicht nach Berlin gesandt. nichts mit der Verhandlung zu tun zu haben. Vor Einreichung des Antrags habe er vom Gericht erfahren. Zusammen mit drei weiteren Personen. sagte ich. Er fragte gleich. Ich sass zum Glück mit dem Rücken zu ihm.

Natürlich liess ich es mir nicht nehmen. auch zum Schloss zu pilgern. Ich stand auf. Aber man beachtete sich einfach nicht gross. Zum Gedenkgottesdienst auf der grossen Wiese unterhalb des Schlosses und zur anschliessenden Verköstigung vom Volk und Touristen. Gut. Ende August schrieb ich Hans-Adam einen Brief indem ich meine Gedanken über meine Gerichtsverhandlung schilderte. 2003. Diese Mal achtete ich darauf. Meine Dienste wurden nicht gebraucht (erst 2005 wurde es so heiss. Ich bat ihn um ein Vier-Augen-Gespräch vor der Verhandlung. fragte ich mich. Die meisten waren in den Ferien und Mitte August feierten wir den Staatsfeiertag. fragte er mich. als ich hinter dem Rücken von Hans-Adam auftauchte. dass er es weiss. Er fing an mit ihm zu reden und erblickte mich. Wie es ihm wohl gehen würde. begrüsste ihn und fragte. Oft fuhr ich hinter dem Gefängnis vorbei auf eine geteerte Feldstrasse die zum Rhein führte. spendiert vom Haus Liechtenstein. Im Rückblick auf jenen Staatsfeiertag kann man heute wohl eine gewisse Ironie erkennen. Nach ein wenig Plauderei merkte ich. Ich hatte meine eigenen Probleme und sowieso keine Zeit für Andere. Ich nutzte die Tage um viel Sport zu treiben und mit dem Velo hatte ich schon über 1100 km abgeradelt. lange nicht gesehen. ein so guter Mensch.2001 einige Minuten über den Staatsfeiertag berichtet. Ab und zu kam mir der Lampert in den Sinn. In seinem Fall kam man nicht voran. Jetzt. die irgendwann im Oktober stattfinden sollte. dass man auch auf mich zukam). Nicht wie im August 2001. ich würde nicht wissen. dass seine Verhandlung im November stattfinden soll. Das Schweizer Fernsehen hatte in der "10vor10" Sendung vom 15. Der Bankdirektor beruhigte mich. Meine Wege kreuzten sich auch dieses Mal mit denen des Blaubluts. Der IT-Chef stand auf und erkannte den Bankdirektor. den Bankdirektor mit mir essen zu sehen. was kommen musste. sagte er. eine Menge Ärger bereitet hatte. stelle sich Lampert stur und wollte mit niemandem reden. Und dir. wie es ihm gehe. Ausgerechnet. Ich hatte vom Gerichtspersonal gehört. Die letzten Tage im August 2003 waren ruhig. dass er offenbar dachte. nicht die Wege von Hans-Adam oder seinem Erstgeborenen zu kreuzen.08. Dann kam.doch dem IT-Chef. lief die Kamera. Kurz darauf konnte ich in den Besitz einer 440 . Er bemühte sich sehr seinen verständlichen Frust auf mich zu unterdrücken und seine Verwirrung darüber zu verbergen.

dass sie meine vier CD-ROMs von Berlin im Safe aufbewahrten. wenn jetzt in den Unterlagen stand. Es waren exakt sieben Zeilen: KIEBER! Lass Dich nicht klein kriegen! Pass auf den 10 Vr 140 97 auf! Du wirst reingelegt! Sag nicht zu allem Ja und Amen! Deine Unterkunft wird abgehört! Dein Mobiltelefon auch! Mir wurde schlecht. Hatte es vielleicht mit dem Schreiben vom 13. Offenbar muss es da ein Missverständnis geben. Und RA Müller. um herausfinden. was in diese Richtung zeigte. dass er meine 4 CDs auf dem Schloss komplett vernichtet hätte. Mist. anbandeln. Ich hatte absolut nichts bei mir oder in meinen Sachen. auf meiner Seite stand. Ich rannte hoch in meine Wohnung und las den Zettel nochmals. Denn nur wenn ich wusste. wenn auch nicht so ausgeprägt wie vorher. die wirklich auf meiner Seite standen. aber von Hans-Adam bezahlt 441 . Eine ganz andere Art von Herzklopfen erlebte ich. der zwar für mich intervenierte. wäre wenn sie einen Hinweise auf meinen Safe ich der Schweiz finden würden. dass die Polizei meine 4 CDs hatte. Nur im Kopf. Darin lag ein gefalteter Zettel mit einem Text in Computerschrift und in Grossbuchstaben. zu tun.Notiz der Vaduzer Polizei gelangen. als ob die Person. All die wenigen. genauer am Dienstag. wer mir diese Worte zugesteckt haben könnte.9. Ich strengte mich sehr an. kam ich beim zweiten Blick zum Schluss. nach einem Besuch beim Landgericht wieder nach Hause kam und meinen Briefkasten öffnete. fluchte ich. Der Grund dafür lag dran. In einem kurzen Schreiben teilte ich dies dem Hans-Adam mit. Nicht. Das einzige. dass eigentlich das Gegenteil der Fall war. als ich eines schönen Morgens.. die den Zettel geschrieben hatte. konnte ich analytisch die Motive erforschen und den wirklichen Grund dieser Information herausfinden. Dies war aber unmöglich. den 9. Auch konnte ich wieder mit meiner alten Liebe. nie hat man Ruhe. was mir Ärger bereiten würde. Darin war die Rede davon. würden mich offen warnen und mir die Information ins Gesicht sagen. dass er mir ja während der Audienz gesagt hatte. in dem ich das Gericht um eine Kopie des Gutachtens gebeten hatte (siehe Kapitel 17)? Oder hatte ich zu viele Fragen gestellt? Denn obwohl es auf den ersten Blick es so aussah. Und dieser war ja vor deren Zugriff geschützt. wer dies war.08. dass ich etwas zu befürchten oder zu verstecken hätte.

Dazu war er zu seriös. Sie wussten ja nichts davon und ich konnte jetzt im Moment diese letzte Kopie nicht vernichten. war für mich kein ideologisches Hindernis für einen dauernden Frieden. dass sich langsam aber sicher abzeichnende aggressivere Verhalten mir gegenüber. dass es aus ihrer Sicht meine Gegner waren. Warum ich überhaupt abgehört werden würde. War mein Handy nicht von der LGT gesponsert und mit neuer SIM-Karte ausgestattet worden? Ich selber war ja kein grosser Technik-Freak und konnte daher schwer. würde so etwas nie tun. die die angebotene Lösung von Hans-Adam nur widerwillig akzeptierten. falls es welche gab. B) Sie suchten nach neuem Belastungsmaterial. ich hatte ja Frieden mit ihnen geschlossen und dieser Friede wurde mir auch permanent von ihnen verbal bestätigt. ob man mich in der Wohnung abhören würde. ob mein Leben abgehört wurde. Gegen A) sprach. Denn es ergab doch keinen Sinn. die mich keine Minute aus den Augen lassen wollten und alles über mein Tun und Denken sammeln wollten. wie ich herausfinden könnte. wie ich herausfinden könnte. Ich hatte mittlerweile erkannt. dass ich noch eine komplette elektronische Kopie von Kundendaten plus diverse Geschäftsunterlagen in einem Safe in der Schweiz gebunkert hatte.wurde. um einen Treffer zu landen. dass einige hier in Vaduz nicht am selben Strang zogen. dass ich eventuell eine Kopie zurückbehalten hatte und er/sie deswegen herausfinden musste. Was für B) sprach. zu vermuten. dass jeder halbwegs intelligente Gegner vermuten konnte. mit elektronischen Mitteln die Wahrheit herausfinden. war die teilweise krankhafte Kontrollsucht derer. Ausserdem würden sie mich dann nicht ständig demütigten und weiterhin auf mir herumhackten. Das bedeutete. Nach ein paar Brainstormings (‚Hirnzellenkochen‚) kam mir eine einfache Idee. Dazu würde ich immer noch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit haben. Ich versetzte mich in die Lage der Lauscher. Lange überlegte ich. Ich schreibe hier bewusst von Gegnerschaft. A) Sie wollten herausfinden. ob ich eine weitere Datenkopie hatte. dass ich eine Datenkopie besass und sich gleichzeitig liessen sie ein Versprechen nach dem anderen platzen. wenn überhaupt. Es gab sogar zwei Theorien. Aus meiner Sicht waren sie keine Gegner mehr. In meiner Gegnerschaft gab es Leute. war mir schnell klar. Die isolierte Tatsache. Für A) sprach. wo ich sie versteckt haben könnte. Ich plante einen Test in den nächsten Wochen 442 .

Er hatte und hat immer noch die absolute Kontrolle über jeden Richter..9. das Publikum auszusperren. fand ich Quittungen von über CHF 35'000. die mich noch mehr zur Verzweiflung trieben. dass nach Buchstaben des entsprechenden Gesetz. STA Haun hatte für diese horrende Summe Dokumente aus Spanien ins Deutsche übersetzten lassen. Es dauerte nicht lange. Wegen dem Abhören des Handys redete ich am besten mit dem UR Paul Meier. hatte ich so gut es ging diverse Unterlagen selbst übersetzt. Da ich ja viel freie Zeit hatte. Sonst hätte ich mich ja gleich in die Mitte des Raums stellen können und schreien „ihr könnt mich alle mal kreuzweise – ich grüsse die Lauscher‚. Dank der 443 . Da spielte es keine Rolle. Da ich dieser Fremdsprache selber mächtig war. da die Regierung. erhielt ich die Vorladung zum Prozess. Ich wollte meine Wäsche auch nicht für alle sichtbar geschrubbt haben.durchzuführen. bis ich wieder auf Belege gestossen war. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Permanent hatte das Landgericht meinen Antrag (basierend auf die mir gewährte Verfahrenshilfe) auf Übersetzung jener spanischen Dokumente.03 um 08. Wieder passte dies dem LR Oehri (im Zivilstreit) nicht.30 Uhr im Saal 1 beginnen. ohne Begründung abgewiesen. es waren ausschliesslich solche. dass ich mich schuldig bekennen sollte und vor dem Kriminalgericht so wenig wie möglich sagen sollte. Der RA von Helmut Roegele nutzte die alleine vom Liechtensteiner Staat bezahlten teuren Übersetzungen im Zivilverfahren gegen mich. Eine weitere Arbeit für mich war das genauere Studium der 140er Anklage. organisierte ich mehrere Besuche zum Aktienstudium beim LG. die mich entlasteten. Die „Sicherheit‚ des Landes würde riskiert werden.10. dass ich von ihrer illegalen Operation wusste. einen Trick. Illegal darum.. sodass sie nicht merken würden. die von Seiten der argentinischen Bande geliefert wurden. Im 140er z.B. Dieser würde am 22. entschied ich. Hans-Adam verlangte ja von mir. Am 10. Im Prinzip wären die Anklageverlesung und die Urteilsverkündung immer öffentlich. nur die eigentliche Verhandlung selber als nicht-öffentlich deklariert werden kann. Natürlich hatte ich auch nichts dagegen. weil streng nach dem Gesetzt ein solcher massiver Eingriff in meine Privatsphäre nur während einer gerichtlichen Untersuchung erlaubt ist. Und wen wundert’s noch. Hans-Adam und die LGT die Angelegenheit als zu sensibel für die Ohren der Allgemeinheit befanden.

wenn ich mich sternenklar für schuldig bekennen würde und somit die Anzahl der möglichen Fragen drastisch reduzieren würde. dass die Täter von Argentinien mein Schuldbekenntnis garantiert weiterverwenden würden. dass ich unmöglich ohne mich wenigsten minimal verteidigen zu können. einfach Ja sagen könnte.. die Dichtung von Helmut & Co. wenn ich mich zu dieser formulierten Anklage ohne massiven Protest für schuldig erklären würde. wenn es sein muss unter fadenscheinigen Gründen. Abgesehen davon. aus dem Amt entheben. Ich wies ihn auf die gefährliche Konsequenz hin. nein. Sie können alles von mir verlangen. desto grösser wurde meine Abneigung gegenüber einem MEA CULPA. Am Freitag. die mir das Richtergremium während der Verhandlung stellen konnte. Was er natürlich nicht unter Kontrolle hatte. fragte seine Sekretärin. Eine völlig absurd aufgebaute Erzählung. Daher fand er es besser. ihn alle zehn oder 14 Tage anzurufen. Je mehr ich in der ausgefertigten Anklage las.9. Die Anklageschrift hätte genauso gut aus der Hand vom Täter Helmut Roegele stammen können. mit einem Schlag als Gewissheit für immer und ewig einbetonieren.30 Uhr rief er mich dann auf meinem Handy an. Ich erzählte ihm die Details von der 140er Anklage. Ob es dringend wäre. nein . bekenne mich aber schuldig. um exakt 10. STA Haun hatte praktisch Wort für Wort die Lügen von ihm und seiner Frau in die Anklageschrift übertragen.neuen Verfassung konnte er jeden von ihnen.‚ Er müsse dies bitte verstehen. Er wäre ausser Landes. Nein. sagte man mir. ich bekenne mich schuldig‚ würde ich selber. Nein erwiderte ich. dass ich ihn immer kontaktieren dürfte. dass die vorgeworfene Tat (Wohnungskauf) nicht zutraf. wäre es geradezu hirnverbrannt. die Grösstenteils auch in der Abwehrstrategie von Helmut und seiner Komplizen für den 101er Fall und dem Zivilverfahren zu finden war. Aber nach jedem Anruf sagte er mir. den 12. Mit dem verlangten „ja. Ich sagte. nur das nicht. Ich könnte ja auch nicht sagen: „Eigentlich bin ich nicht schuldig. war die möglichen Fragen. Er konnte meinen Bedenken folgen. Es war mir peinlich. unterbrach er mich auf halber Strecke. Das Gespräch dauerte genau 24 Minuten und 31 Sekunden. Er hätte eine Kopie davon in seiner Mappe. wo immer wir es schaffen würden Helmut Roegele und 444 . Wiederum musste ich unser Staatsoberhaupt mit einem Anruf belästigen. man stelle sich das vor. Ich würde doch vor jedem Gericht auf dieser Welt.ich konnte hierzu auf keinen Fall einfach JA sagen.

dass er den grösseren Überblick als ich hatte. den 16. Wiederum konnte er mich beruhigen. Die Kanzlei Müller musste mir leider auch mitteilen. dass es Helmut Roegele inzwischen gelungen sei. Alles würde gut werden. erklärten die Müllers. Wieder ein Tiefpunkt in meinem Leben. Diese Nachricht erfreute mich sehr. war ja durch den jahrelangen Kampf geschwächt.seine Komplizen vor ein Kriminalgericht zu bringen. ich würde wieder zu viel nachdenken. Ich konnte dazu nichts mehr sagen. was der Verbrecher Helmut Roegele von mir nun offiziell plündern durfte.9. Nach Abschluss würde man das Urteil auf offiziellem Weg via Eurojust in Holland bekommen. waren es über CHF 825'000. Es wurden den spanischen Behörden mitgeteilt. funktioniert die Eurojust als Drehscheibe der verschiedenen Gerichtsbarkeiten innerhalb Europas. Die Kanzlei Müller. typisch Juristen. Egal wie erdrückend unsere Beweise sind und. Ähnlich wie bei Interpol. aufs Schloss und gab ihn beim Portier ab. Den Brief brachte ich persönlich am folgenden Dienstag. Den Zettel in meinem Briefkasten erwähnte ich im Schreiben aber nicht. Wenn ich mich beim Gericht im 140er schuldig 445 .. dass die dort hängige Sache bald in Vaduz vor dem Landgericht behandelt würde. Als es vor mehr als sechs Jahren blockiert wurde.9. Ich glaubte ihm.sein. an die Gelder in Österreich zu kommen. Man hätte dies verhindern können. Zudem hatte ich auch Angst vor dem Resultat der kommenden Verhandlung. Er beherrschte die spanische Sprache und hatte in Spanien via einer Topanwaltskanzlei dort für mich interveniert. Leider sei ihnen die Auskunft verwehrt worden. Da war es immer besser. dank seiner (Hans-Adams) finanziellen Supermacht. als geisteskrank abgewiesen werden. sahen auch eine positive Seite. Am nächsten Tag schrieb ich Hans-Adam wieder einen Brief und bedankte mich für seine Worte. Ich bat ihn um sein Einverständnis. Hoffnung zu schöpfen. Hans-Adam meinte. hatte ich einen Termin mit dem Neffen vom RA Müller. im Gegensatz zu seiner. Viel mehr als das.. Ich informierte ihn. dass ich erfahren hatte. wie viel am Ende auf dem Konto lag. dass ich zwei Personen mit zur Verhandlung nehmen könnte. Ich fragte. Am 23.-. Meine Wahrnehmung. warum mir das Gericht in Österreich die Differenz nicht zurückgegeben hätte. Mit den Zinsen müsste es heute weit über 920'000. den Bankdirektor mitnehmen zu können. ich wollte auch nichts mehr sagen. egal wie stark mein Anwaltsteam wäre.

Die würden sich hüten. Ja. dann müsste ich ein klares Schuldbekenntnis abliefern. Die Nummer muss er von meinem Briefkopf aus dem Schreiben an seinen Chef vom 5. Er wusste ferner. abgelesen haben. Von Einsicht in die eigenen Fehler absolut keine Spur. Null. was seinen Auftritt als Ankläger betreffe. wiederholte er schon wieder. wurde mir klar. Wenn sie meinten. irritierte mich stark. Dieser war so gekränkt und beleidigt. dass ich zuerst seine giftige Drohung gar nicht fassen konnte. vorladen. Es dauerte nicht lange.bekennen würde. bis meine mündlichen und schriftlichen Beschwerden über Haun als Vertreter der Anklage auf seine Ohren trafen. Das macht er nicht. dass die „Schuld‚ gegenüber Helmut Roegele in der Zwischenzeit beglichen wurde. zur Verhandlung am 21. dass ich mich dazu weigerte und mich wegen seiner kommenden Präsenz in der Verhandlung beschwert hatte. Nada. dachte ich mir. Er fackelte nicht lange.8. ob ich mich schuldig bekenne. dass ich aufgefordert worden war. Ich drücke mit solcher Kraft und Repetition auf die Ausschalttaste meines Handys. Erpressung! Er wusste inzwischen. feixte er. Diese miese Kreatur erpresste mich.) auf die schlaue Idee kommen würde auf „nicht schuldig‚ zu plädieren.10. falls ich ein Schuldbekenntnis ankündigen würde und am 21. gefälligst die Klappe halten soll. Er darf so etwas nicht machen. Und sollte ich mich nicht schuldig bekennen. Ich dachte nur. mich persönlich zu kontaktieren. Ich war so erschrocken. war meine lapidare Antwort darauf. Er erwarte bis spätestens zwei Wochen vor der Verhandlung eine Nachricht von meinen Verteidiger. 446 . Er sagte ganz cool. Nicht mehr. würde er das Ehepaar Helmut Roegele & Salud H. Dieser Sauhund. Unmöglich. lachte er gemein. die Verhandlung zu verschieben und dann Helmut Roegele & Co. wie kam der überhaupt auf die Idee mich anzurufen. dann würde er beantragen. Wenn ich dies nicht wollte. Der hat sich gar nicht geändert. Seinen Namen und seine Stimme zu hören. Diesem Antrag hatte das Obergericht stattgegeben. Das wäre doch ein Spektakel. dann könne man dem Gericht auch mitteilen. höchstpersönlich herkarren. dass ich. Ansonsten er Helmut und das ganze spanische Pack zur Feier einladen würde. (10. Er brüllte wie ein Pavian. als er mich anrief. Zudem drohte er mir. mich zu 10000 Prozent schuldig zu bekennen. schrie ich ihn ohne gross zu überlegen an. meinen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zurückzuziehen. Er erpresste mich. hier her zu kommen. dass er es für korrekt hielt. Nichts. bis mein rechter Daumen schmerzte. da ich ja so schwachköpfig gewesen wäre.

Dann sagte der Bankdirektor etwas erstaunliches. Ich musste dem Bankdirektor versprechen. Nein. Schon gar nicht vom einem wie Haun. Ich flehte ihn an. die 1997 meine kurzzeitige Nachbarin im Altersheim von Eschen war. Ich erwischte gerade noch den Schlosspförtner bevor er Feierabend machte und bat ihn den Brief gleich ins Schloss zu tragen. Noch nie war eines meiner Schreiben so schnell beim Empfänger.10. Ob den nun alle durchgedreht wären. Trotzdem verfasste ich sofort einen neuen Brief an Hans-Adam. dass ich keine Dummheit begehe und beim Haun oder sonst irgendjemanden bei der STA Radau machen würde. Dr. Ich war sehr betrübt über diese Geschichte.Zuerst musste ich ihnen von einer grausigen Nachricht erzählen. ob sie davon wussten. Aha. leuchtete es mir ein. sondern der Bankdirektor an. Es stelle sich heraus. wie sich Haun so aufführen konnte. pflichtete er mir bei. Am nächsten Morgen rief mich nicht Hans-Adam. ohne einen Rüffel von seinem Boss. Haun habe vom Leben doch keine Ahnung und nachdem alles über die Bühne gegangen wäre. Ich begriff nicht. hätte man für ihn in Liechtenstein keine Aufgabe mehr. 447 . Versprochen? Versprochen! Am 3. dachte ich mir. habe wieder ein Teilstück eines anscheinend grösseren Plans erfahren. dann wüsste Haun dies sicher auch. Natürlich lassen wir uns nicht erpressen. Ich tat es und teilte ihm unmissverständlich mit. hatten sich der Bankdirektor und der Professor für einen Besuch bei mir zu Hause angemeldet.Je mehr ich darüber nachdachte. antworteten sie. Wenn mein Handy abgehört wurde. dass ich mir nicht drohen lasse. dass ich mich nicht erpressen lasse. Wallner oder der Justizministerin Rita Kieber-Beck zu riskieren. Unsere Unterredung dauerte von 11:00 bis 12:15. Das heisst. Er bat mich nochmals die genauen Worte von Haun zu wiederholen. was ich durchwegs als glaubhaft schluckte. Im Schreiben gab ich im genauen Wortlaut den Anruf von Haun wieder und teilte Hans-Adam mit. ein zutiefst traurige und vom Leben geschundenen Italienerin sich in dieser Unterkunft kurze Zeit vor meiner Ankunft das Leben genommen hatte. diesem Haun eine auf die Rübe zu knallen. Ich hatte in einem alltäglichen Gespräch unter Nachbarn erfahren. dass es jede Dame war. Um mir Angst einzujagen. er hatte sicher Rückendeckung für eine solche Wortwahl mir gegenüber. Ich fragte die beiden Besucher. fragte ich offen. Vielleicht wollte man es so. dass meine Vormieterin. desto weniger verstand ich die Situation.

Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Kurz festhalten möchte ich nochmals. Aus h e u t i g e r Sicht. ich griff Feder. Januar dieses Jahres aufgesetzt und geschrieben. Teil 1) betraf den Wohnungskaufs in Barcelona und Teil 2) betraf die Daten und den Brief an Hans-Adam. alles mit ihm zu besprechen.und bereue es aufs tiefste. als ich die Unterlagen bzw. Zum Thema „Landesfürst‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Ich bekenne mich schuldig. eine Kassette besprochen und zusammen mit verschiedenen Beilagen seiner DL nach Hause geschickt zu haben. Die juristische Beurteilung liegt selbstverständlich nicht bei mir. Ich bedauere es ausserordentlich. den ich nach der Anklagevorlesung ablesen sollte. übergeordneten Gründen . sagten sie. Juli dieses Jahres verweisen. sollte ich zu beiden Teilen folgendes und nicht mehr sagen: Zum Thema „Roegele‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Die Liechtensteiner Justiz hat in einem Zivilverfahren schlussendlich rechtsgültig nicht meiner. das ich dadurch seine DL und Andere unverschuldet in eine schwierige Lage gebracht habe. Was gäbe es da noch zu 448 . mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht habe. bekenne ich mich – aus verschiedenen. Manche greifen zu Gewalt. hätte ich noch genügend Zeit. Die Anklage war in zwei Teile gespalten. Es wurde mir ein Text vorgelegt. schäme mich dafür sehr – insbesondere als bekennender Monarchie-Fan . elektronischen Datenträger an mich genommen habe. Hier möchte ich auch auf meine Einvernahme bei der Untersuchungsrichterin am 10.formell juristisch schuldig. Ich befand mich in einer äusserst destruktiven Situation und meine Motive habe ich in besagten Unterlagen vollumfänglich und vollständig dargelegt. den Brief vom 7. Sobald ich das Wort hätte. sowie sich die Dinge für meine Zukunft präsentieren. Da noch zwei Termine mit meinem RA Müller geplant waren. die ich da schlucken musste. was ich damit anstellen werde. sondern der Version des Klägers glauben geschenkt. dass ich zum Zeitpunkt. Es war eine bitte Pille. Mehr kann ich dazu nicht sagen.Hauptsächlich drehte sich die ganze Diskussion um die bevorstehende Verhandlung. Dies muss ich akzeptieren.

Zum Beispiel den 101er. sagte ich zu ihm. Ob er eine Kopie davon haben könnte. da mir Hans-Adam bei der Audienz gesagt hatte. Es würde ja bald alles zu Ende sein. Ich denke. dass evt. Weil es doch so aussieht. Obwohl ich dem Hans mehrmals erklärt hatte. dass ich über mich selber verärgert wäre. Ich bedankte mich für seine Bemühungen und brachte auch meine Hoffnung zum Ausdruck. dass wir in die Schweiz fahren und dort Mittagessen gehen. sein Land oder die LGT diskreditieren würde. alles würde alles anders rauskommen. er wird mit meiner Arbeit zufrieden sein. RA Müller versicherte mir mehrmals. endlich den Tätern aus Argentinien an den Kragen gehen.besprechen. sagte ich. Er fragte mich noch. Ich befürchtete auch. Er meinte. zählte ich auf. mehr als üblich. fragte er. Ich denke. meine Gedanken darüber zu lesen. Als ich in Berlin und Holland war. der Haun als Überraschungseffekt 449 . dass ich nur ihm die fertige Arbeit übergeben sollte. noch vor dem Gerichtstermin mit Hans-Adam ein VierAugen-Gespräch halten zu können. ich könnte wieder von den Leichen schreiben oder über sonst etwas. Wenn ich nichts zur Verteidigung sagen darf? Nachdem der Bankdirektor gegangen war. hätte ich nie geglaubt. Der Professor würde diesen Wunsch auch unterstützen. Für ihn als Psychologe wäre es sehr interessant. Ja. dass es sich schlussendlich als der richtige Weg herausstellen wird. der den Deckel zumacht. Endlich. sagte ich. über alle möglichen Themen. Wir redeten offen. Warum. Aus seinen Schilderungen wurde mir dann auch bewusster. als wir es in Holland besprochen hätten. dass es für Hans-Adam auch nicht einfach war und ist. Ich musste ihn aber enttäuschen. dass ich derjenige sein würde. dann kann man die zweite Etappe in Angriff nehmen. schlug der Professor vor. Wir fuhren mit seinem Wagen über den Rhein nach Buchs. fragte ich. dass ich keine Angst haben sollte. dass er ihm dann eine Kopie überlassen würde. kauften uns eine feine Schweizer Servalat (Bratwurst) und ein Bürli (Brötchen) und setzten uns draussen vor den Fussballplatz des FC Buchs. Das hoffte ich zumindest und ich wäre mir sicher. Ihr habt mich dazu clever überredet. Die sei bald fertig. Der Professor konnte nicht versprechen. am Tag der Gerichtsverhandlung zu kommen. dass ich keine Namen oder Orte erwähnen würde. was ihn. dass Hans-Adam Angst hat. Gute Idee. erwiderte ich. wenn der Text mir zwingend vorgegeben wird. Er würde aber sicher telefonieren. Ich erwähnte. wie weit ich mit der Denkschrift wäre. sagte ich zum Schluss.

dass mein RA trotzdem noch einen Freispruch beantragen kann. was mir eingetrichtert wurde. Wenn ich die Schnauze halten muss. Er würde die Sache abklären. Ich fragte Müller auch. versuchte ich klarzustellen. RA Müller sagte mir auch. das wäre doch klar. fragte ich. sagte ich ihm. Ich zeigte ihm das Blatt. sagte er. Das hätte er schon zu Anfang gesagt. Da man sich ja auf einen Schuldbekenntnis geeinigt hatte. schuldig und nochmals schuldig in den Ohren und vergass vollständig. dass er diesbezüglich keine Hinweise bei Gericht gesehen habe. würde ich nach seiner Berufserfahrung und unter den speziellen Umständen dieses Falles mit einer Bewährungsstrafe davon kommen. Er instruierte mich auch. Er habe aber gehört. um über herausholen zu reden. er müsse reden wie ein Kirchenprediger zu Ostern. gilt dies doch nicht für ihn. zumindest was den Brief von mir an Hans-Adam angehen würde. Freispruch? fragte ich erstaunt. Ich hatte immerzu nur schuldig. besser gesagt zu antworten. das geheime Gutachten (siehe Kapitel 17) zu organisieren. dass Haun Massnahmen getroffen habe. diesem Prozess beizuwohnen. Leider ja. Mehr konnte er nicht für mich herausholen. für den Fall. ob er mir helfen kann. Aber dann wäre ich ja vorbestraft. Alles unter Kontrolle. Gemäss Gerichtssekretariat wären von Klägerseite nur Haun und Dr. falls ihm etwas passieren sollte. Muss mir wohl entgangen sein. Er wusste von keinem solchem Gutachten. er würde dieses Spektakel nicht verpassen wollen. RA Müller meinte dazu. Was herausholen. Selbst wenn er im Endstadium einer furchtbaren Krankheit wäre. Nein. Dr. Aber er sei doch mein Verteidiger. eingeladen hatte. nur das vorzulesen. anders ginge es nicht. dass darin etwas mich entlastendes stehen könnte. Er wisse es nicht. Ja. Ich solle endlich aufhören mir den Kopf zu zerbrechen. Bei Gericht würde nicht viel geredet. sagte ich. sagte er. Wallner angemeldet. formulierte er es elegant. dass ich den Text auf ein Blatt Papier ausgedruckt habe und mit ins Gericht nehmen würde. Ich sagte ihm. fragte ich. erwiderte er. dass ich zu nervös werde und den Text vergesse.Helmut Roegele & Co. Wenn die STA etwas fragen würde und ich nicht antworten möchte. dass er ja auf Freispruch plädieren würde. Müssten wir nicht zuerst die Verhandlung abwarten. meinte er. Wallner? Warum kommt die STA mit Doppelbesetzung. Ihm etwas passieren? Nichts würde ihn dran hindern. Er las es durch. Ich zeigte ihm die Randbemerkung in der Aktennotiz. verlangte ich. fragte ich. dann soll ich auf ihn 450 . Ich erwähnte. Nicht das noch was schief ginge.

Morgen wird alles gut. Ich war froh. schiebe ich noch ein Kapitel dazwischen. erfahrenen RA hatte. Hans-Adam persönlich nach Hause. war ich noch einmal beim Landgericht. Am 14. Er hatte Zeit für mich und ich besuchte ihn. bemerkte ich. Er erinnerte mich auch daran. dass ich so einen ruhigen. dass Hans-Adam keine Zeit mehr für ein kurzes Gespräch mit mir vor der Verhandlung hatte. meinte er nur. 451 . mich für das Urteil bei den Richtern zu bedanken. die sich langsam aber sicher herauskristallisierten. Wegen des „Ventils‚. Das Wochenende vor dem Prozess war ruhig. das mit dem Ventil hat sich also auch schon herumgesprochen. beruhigte er mich. Am Montag vor der Verhandlung war ich ganz nervös und hatte auf einmal 1000 Fragen an meinen RA. Ich war nahe daran. war meine Denkschrift fertig und eine Kopie brachte ich dem Auftraggeber. habe ich damit keine Probleme. die Akten selber studierte. wie ich es immer in den letzten sechs Jahren gemachte hatte (mit oder ohne RA). Bevor ich aber meinen Lesern die Geschichte über die Gerichtsverhandlung erzähle. zu erzählen.10.verweisen. dass ich nach der Urteilsverkündung auf keinen Fall vergessen soll. dass ich. Ich war auch schwer enttäuscht. ihm von dem Zettel oder den vielen Ungereimtheiten. Solange ich dem Haun keinen Handkuss geben muss. worin ich euch das Resultat meiner von Hans-Adam geforderten Denkschrift zeige. Aha.10. um kurz diverse Akten einzusehen. Was ja klar war. Am 17. fragte ich. Als Wertschätzung gegenüber dem Hohen Gericht und den Richtern. dafür sei er ja da. da ich eines sicher wusste: Er war 1000-mal pflichtbewusster Hans-Adam gegenüber als mir. sagte ich. Ich vertraute mich aber Müller nicht an. Warum das. Mein RA Müller hatte sich in der Zwischenzeit damit abgefunden. Ich hatte mir für diese Forderung von ihm sehr viel Mühe gegeben.

Knapp drei Monate hatte ich daran gearbeitet. . die ich vier Tage vor dem Gerichtstermin im Oktober 2003 fertig verfasst hatte. sondern die von innen kommende. F. Vom Ergebnis druckte ich zwei Kopien: eine für mich und eine für den Auftraggeber Hans-Adam. ein kurzes Werk zu schreiben. wie es ist. Es ist nicht jene Gefährdung. in Haft sitzenden XY" beziehe ich mich auf Hrn. Als meinen Beitrag zur Versöhnung hatte ich mich so gut es ging bemüht. Dieses Phänomen werden wir verstärkt in der Zukunft erleben können. . die mehr und mehr entseelt und habgierig erscheint und durch übermässiges Regulieren des privaten sowie öffentlichen Bereiches dem Mitbürger das Gefühl der Ohnmacht verleiht und ihn versucht in ein Korsett des „Normalen‚ zu zwängen. Normal hiess einst (und 452 . Unter dem Hinweis auf einen "z. Dieser englische Überbegriff umschreibt die Gefahr. Aber eben. . Dieser Satz (geborgt aus dem Roman Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa) war auch der Titel meiner Denkschrift. damit . Am Freitag. Wahrlich stürmische Monate mit vielen bangen Momente.10. abenteuerliche Szenarien und hektische Umstände sind diesem Denkbericht vorausgegangen. brachte ich seine Kopie hoch zum Schloss. den 17. Leibacher im September 2001. Das Resultat waren meine Gedanken zum Phänomen „Workplace Violence‚ (Verbrechen am Arbeitsplatz). Lampert.: Der Inhalt selber entspricht Wort für Wort dem Original. die von aussen kommt. . R.KAPITEL 22 Es muss sich was ändern. Geschätzter Leser. Was ist geschehen? Die Antwort lautet „ w o r k p l a c e v i o l e n c e “. es so bleibt. mit speziellem Blick auf die Banken. die jede Firma treffen kann. Wenn sich Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichsten Gründen dazu Entscheiden. Anm. Es ist die ständig rasant sich verändernde globale Welt. Bei dem Hinweis auf das Massaker im Kantonsparlament Zug (Schweiz) beziehe ich mich auf die mörderische Tat vom Hrn. Zt. zum Schaden des Arbeitgebers aktiv zu werden.& Treuhandwelt in Liechtenstein. . EINLEITUNG Geschätzte Leserin.

und Treuhandunternehmungen hier auf Papier zu bringen. und dies ist ein Richtmass. diejenigen. Aus aktuellem Anlass und quasi aus erster Hand. diejenigen. die die Situation kennen. Die vorliegende Niederschrift ist – nebst meinen mündlichen Angaben zum Thema . potentielle Ziele für eine destruktive Absicht eines Mitarbeiters oder Mitarbeiterin sind die harten Faktoren (Einrichtungen.heisst es heute noch oft) gerade nicht das Gewohnte. Es gibt nur einen Konkurrenzkampf beim Stehlen. Diejenigen. denken. übertrieben gesagt. ° Neuanstellung von Mitarbeitern ° Täterprofile / Tätervorgehensweise ° Verbesserte Sicherheit: Allgemein . die kämpfen wollen. weil jeder hofft. die gebildet sind. Arroganz und den Egoismus ist verloren. kennen die Situation nicht.versucht in meinen Überlegungen und meiner Analyse ein breites Spektrum von möglichen Themenkreisen rund um die Datensicherheit bei Banken.E D V . die Angelegenheit optimal für alle Aufzuarbeiten. dass einige meiner 453 . Dies mit dem Ziel Veränderungen auszulösen und nicht nur luftleere Interpretationen zu produzieren. wollen keine Opfer bringen. Zur Wirklichkeit gehört aber auch. Es kann sein. ein Gebot.als weiteren Teil meines Beitrages anzusehen. eine Vorschrift. mitmachen zu können. Diejenigen. dass es. (Bank)Überfälle sind in unserer Region ja praktisch ausgeschlossen oder zumindest sehr selten. Gebäude aber auch Arbeitskollegen sowie Vorgesetze) und die weichen Faktoren (sensible Daten). Der Kampf gegen die Ignoranz. die Opfer bringen wollen. sondern das. sind stockdumm. was der aktuellen (!) Norm entspricht. habe ich – der Verfasser. Die Wertvorstellungen und ethischen Prinzipien vieler Menschen haben sich unter anderem dadurch verändert. Weitere Ausführungen meinerseits erfolgen nicht.Buchhaltung ° die 50 % Katastrophe ° Schlusswort. wollen nicht kämpfen. Die Aufteilung in Kapiteln habe ich wie folgt vorgenommen: ° Abkürzungen / Erläuterungen. dass viele Menschen. als Laie . die nur den Niedergang und Verfall erwarten. keine GerechtigkeitsDemokratie gibt.

verlagert hat.„Problem-Lösungs-Gedanken‚ sich bereits in der Umsetzungsphase befinden oder sogar schon verwirklicht worden sind. verfeinerte und umweltschonende Technik rund um den gesunden und modernen Arbeitsplatz. sind vielleicht . seine Drohung wurde aber noch nicht umgesetzt Die 100%-Katastrophe = die Daten wurden verraten oder verwendet. die Sabotage wurde ausgeführt Neuanstellung von Mitarbeitern Während sich der Fokus auf eine verbesserte. Vielen Dank. bedingt durch die ständig steigenden Anforderungen insbesondere von Seiten möglicher neuer MA. Es werden sich gewisse Beteiligte beim Lesen leicht selber erkennen können. KB = KundenberaterIN SB = SachbearbeiterIN MA = MitarbeiterIN. In diesem „Bericht‚ – der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt . bzw. Abkürzungen / Erläuterungen T–A = Täter Typ A T–B = Täter Typ B T– C = Täter Typ C EDV = EDV–Abteilung. HR = Personalabteilung Workplace Violence = existenzielle Gefahr für die Firma Die 50%-Katastrophe = die Daten oder Sabotageeinrichtung sind in der Hand des Täters. dies ist vom Verfasser so gewollt. Orte oder Dergleichen finden. Es versteht sich von selbst und wurde auch dem Verfasser ausdrücklich vom Auftraggeber zugesichert.oder zivilrechtlicher Form jemals verwendet wird. Die Anonymität für Alle (!) ist eine gut gewählte Form und bietet zudem Schutz.werden Sie keine Namen.trotz aller Anstrengungen – der 454 . dass nichts aus der vorliegenden Denkschrift gegen ihn oder andere in straf.

oder Ausland ein oder mehrere Verfahren*. ansonsten die speziellen obigen Fragen nicht die gewünschte Wirkung haben: „Jegliche Falschangabe k a n n zur sofortigen/fristlosen Kündigung führen und unter Umständen zivil. Um schon potentielle Täter aller Couleur aus dem Kreis möglicher Kandidaten für eine offene Stelle so gut wie es geht herauszufiltern. Zweifelt man an den Angaben des Bewerbers. die wie folgt lauten könnten: ° Wurde je im In.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren* gegen Sie eröffnet? Wenn ja: Was waren die Vorwürfe an Sie? Wie endete(n) das/die Verfahren? Durch Einstellung? Warum? Durch Verurteilung? Wie lautete das/die Urteil(e)? ° Läuft gegenwärtig gegen Sie im In. die Möglichkeit.w.B. so besteht heute mit der Datenflut. bei Behörden im In. Ein Hinweis sollte im Fragebogen oder im persönlichen mündlichen Gespräch nicht fehlen. die über jeden Mitbürger gespeichert ist.das zudem von j e d e m Land vorgelegt werden sollten. z. relativ leicht an 455 .oder strafrechtliche Folgen nach sich ziehen‚. wo der Bewerber in den letzten 10 Jahren gelebt(!) und/oder gearbeitet hat – und den üblichen standardisierten Fragen (schriftlich in Formularen oder protokollarisch(!) mündlich) weiterer Fragestellungen.s. die noch nicht rechtsgültig/ rechtskräftig erledigt sind? Wenn ja: Was sind die Vorwürfe an Sie? ° Hatten Sie früher Verurteilungen.und Ausland. die auf den von Ihnen vorgelegten Strafregisterauszügen nicht mehr erscheinen oder vermerkt sind? Wenn ja: welcher Art waren diese Strafregistereinträge? ° Kamen Sie je in den Genuss einer Generalamnestie oder Begnadigung? Wenn ja: Was waren es für Vorwürfe an Sie? Wie lautete das ursprüngliche Urteil? * = ausgenommen Verkehrsdelikte. bedarf es nebst dem aktuellen Strafregisterauszug . Gemeinderegister u.feinen Instinkt und Sensibilität für das Individuum selber etwas zu kurz gekommen. aus seiner (meistens öffentlich zugänglichen) Steuererklärung.

Daher ist es wichtig. dass man neuen MA. das wurde mir immer mitgeteilt…“. dass der neue MA sensible Fragen beantwortet oder gar Unterlagen (Original oder Kopien) aushändigt. Täterprofile / Tätervorgehensweise Aus der Vielzahl von möglichen Täterprofilen habe ich drei Typen ausgewählt. Vermutlich verwendet er eine Redensart die so lauten kann: „….. Mit dem Resultat. Was sie unterscheidet ist das alles antreibende MOTIV.und Vorgehensweise haben die drei Arten gemeinsam. in dem er zum Beispiel durch systematische Fragen oder Bitte um Unterlagen den neuen MA für sich „instrumentalisiert‚. sich über ihre Arbeit im Detail zu „informieren‚. die Unterlagen brauche ich jeweils…“ u. die in empfindlichen Bereichen arbeiten werden.. mit denen wir hier in unserer Gesellschaft wohl am ehesten konfrontiert werden. der Fragende ist ja viel länger als ich im Betrieb tätig und wird schon Recht mit seiner Argumentation haben.aussagekräftige Informationen zu kommen – vorausgesetzt man kann sie richtig interpretieren. wenn ein neuer MA für einen sensiblen Bereichen zu einem bestehenden Kreis von alten MA (aller Abteilungen) stösst. aber nicht alle Aspekte in Bezug auf Verhaltens. klar kommuniziert welche Rechte andere MA haben. Oder der neue MA – den organisatorischen Abläufen noch nicht ganz vertraut .will dem Älteren nicht „widersprechen‚. Durch gezielte Fragen kann man aber einiges Erfahren. Viele. Freiwillig wird wohl kaum ein neuer MA Angaben zu seinem – falls vorhandenem – „belastetem Verhältnis‚ mit der Justiz machen. Ein möglicher Täter (alter MA) – der durchaus n i c h t in derselben Abteilung wie der neue MA arbeiteten muss . Da er denkt.s. Ein spezielles Thema ist auch „umgekehrte Verhältnis‚.ausschlaggebend für alles Handeln seitens des Täters u n d auch der dann später betroffenen Firma und evt.kann sich diesen Umstand zu nutze machen. eingeschalteten Behörden! Das 456 . Ein rechtschaffener Bewerber wird diese Vorsichtsmassnahme verstehen und keine Einwände haben.w. Das MOTIV . Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen! Weitere Angaben dazu können Sie auch unter dem Abschnitt „E D V“ im Kapitel *Verbesserte Sicherheit* nachlesen.

Auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit hat er Zugriff auf mehr oder weniger sensible Daten (Kundendaten). Und ob der menschliche Geist (des Täters) sich selber verstehen kann – das ist eine philosophische Frage<< Leider kann im normalen Berufsleben die Psyche allfälliger potentieller Täter mittels Früherkennungsprogramme (Annahme prädikativer Symptome) präventiv nur schwer erkannt werden.MOTIV . Beschränkt durch seiner eigene Intelligenz sich nicht klar ausdrücken kann. wo er Entscheidungen (z. ° die Täter auch oft Opfer ihres Umfeldes sind. Vielleicht wäre es das Beste. ° die wenigsten Täter haben wirklich böse Absichten (aus seiner eigenen Sichtweise). Die drei Typen sind: ° Typ A kurz T-A ° Typ B kurz T-B ° Typ C kurz T-C Der Typ A (T-A): Dieser Tätertyp ist rein auf einen wirtschaftlichen Vorteil. (Gefühle zu empfinden). dass jeder seine eigenen Gründe hat. wenn er an dem Punkt gelangt ist. unter einer psychischen Verhornung leidet – eine verminderte Fähigkeit oder Bereitschaft.B. Denn. die sich nicht gleich in eine der 3 Kategorien einteilen lassen. ° jeder Täter wohl die Nähe zu seinem Thema braucht. Forderungen) treffen muss. Gutes von Böse zu unterscheiden. Ohne die Täter zu beschönigen steht leider fest: Das Schlimme im Leben ist. an das Innere des Täters mit speziellen psychoanalytischen Methoden ran zu kommen. 457 . ° die Täter evt. Es gibt aber auch solche Täter. sprich GELD fixiert. entweder weil er (!) es vorerst so will o d e r weil er – evt.ist eng mit der Psyche und der geistig-moralischen Haltung des Täters verbunden. Dieses „Problem‚ löst sich aber meistens von selber: Des Täters Persönlichkeit (was er wirklich will) offenbart sich spätestens dann. oft auch Zuneigung.

Zt.Tätertyp ist der z. die in den moralischen Vorstellungen und juristischen Realitäten der Gemeinschaft – im Vergleich zu seinen echten Motiven . ich bleibe arm<‚ . dass der angegebene Grund – sollte das vom Täter behauptete oder angedeutete Motiv angeblich aus einem Konfliktthema z.B.die er „zu verraten‚ droht. unberechtigterweise und kriminell an viel Geld zu gelangen. Je nach der psychischen Verfassung und Intelligenz des Täters kann entweder er selber oder sein Komplize die Idee und das Konzept zur Tat erarbeitet sowie die Federführung übernommen haben.B. Ein Beispiel für diesen – kein altruistischen . Geld für aufwendigen Lebensstil. hat er dem möglichen finanziellen sowie ideellen Schaden der Firma ein „Preisschild‚ verpasst und seine geldmässige Forderung dementsprechend ausgerichtet. er kann sowohl in intakten als auch gestörte soziale Netze leben. Mobbing. oder er kann durch seine innerbetrieblichen Kenntnisse der Firma mit Umsetzung seiner Sabotagedrohungen (z. m i t der Firma (falsche Behandlung.) entstanden sein – nur vorgeschoben ist. übergangene Beförderung etc. nicht ausser Augen lässt. Dies innerhalb oder ausserhalb der Firma. da eine „verbrecherische Verbindung‚ unter beruflichen MA (auf diesem tieferem Niveau. Schulden aller Art. in Chefetagen kann dies schon anders aussehen) psychologisch eine höhere Hürde darstellt als eine zwischen privaten Bekannten/ enge Verwandten. in der EDV) erheblichen Schaden anrichten. Geltungssucht.w. kann es durchaus sein. dass er Komplizen hat. seine wahren Motive durch solche zu vertauschen. Wenn man das Ziel des Täters. in Haftsitzende XY. u.als weniger verwerflich angesehen werden. kommt nicht klar mit der Tatsache „<Kunden sind reich. . er kann durchaus Frau und 458 . Da Geld sein Ziel ist. Es muss nicht ein gesellschaftlicher Einzelgänger sein. Die Gründe seiner Motivation können vielfältig sein. denn ein etwas cleverer Typ dieses Täters könnte auch versuchen. Das aktuelle (aus präventiver Sicht) bestehende soziale Umfeld verrät leider wenig über einen potentiellen Täter dieses Typs aus.s. Andere MA derselben Firma als wirkliche Gehilfen sind im Vergleich zu Komplizen ausserhalb der Firma aber eher unwahrscheinlicher. Und dies im vollen Bewusstsein der Scheinheiligkeit seiner Argumente! Es besteht auch durchaus die Gefahr bei diesem Tätertyp.

Bei 459 . Kündigung) aus der Firma betrifft. Es ist also n i c h t so. Was seinen „Abgang‚ (Austritt. ohne dass es von Dritten in der Firma bemerkt wird. Ist sich der Täter sicher.) gefasst. wird er – trotz Strategie und Plan – die Firma ohne Kündigung verlassen. Einmal den Beschluss zur Tat (Datendiebstahl. Drohung etc. wann und wie sein Datendiebstahl oder seine Sabotageeinrichtung bemerkt wird.nach meinem Wissensstand . damit liesse sich Geld machen.um mehr Zeit zu gewinnen – sich Krank melden. Bei einem aktuellen Fall (XY) . dass er „per Zufall‚ auf irgendetwas in der Firma als Droh. ob. lässt er sich schwer vom falschen Weg abbringen. kann er unter einem Vorwand sofortige Ferien beantragen. sind viele Varianten möglich und diese stark von bestimmenden Faktoren anhängig. Es gibt aber auch Täter.sogar Kinder haben (Geldgierige Menschen lassen sich davon nicht immer behindern). er handelt oft emotionslos und ist aber daher in meinen Augen erstaunlicherweise eher während seinen „Vorbereitungen‚ innerhalb der Firma erkennbar / optisch fassbar als die anderen hier beschriebenen Tätertypen ! Dies darum. wird er . dass in unmittelbarer Folge (Tage später) der Datendiebstahl bemerkt wird.mit oder ohne Taktik und Zielsetzung – die Firma rasch verlassen und schnellstmöglich die Forderung/Drohung (oder beim T-B sein Hilferuf) mitteilen. d.war der Täter wenige Wochen vor seinem „grossen Auftritt‚ aus der Firma ausgeschieden. Ist sich dieser Täter nicht sicher. Falls ihm der Datenklau oder die Sabotageeinrichtung gelingt. sich zur finalen Erpressungsperiode entschliessen. Sabotage. wird er nicht überstürzt kündigen.und Erpressungsmittel stösst und dann auf die Idee kommt. Dieser Tätertyp arbeitet n i c h t unbedingt nach dem Zufallsprinzip. sozusagen „aus heiterem Himmel‚.h. um keinen Anlass zu Spekulationen zu bieten. Wenn es im gelingt. sondern während ein