Der Fürst.

Der Dieb.

Die Daten.

TATSACHENBERICHT von HEINRICH KIEBER

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INHALT

Seite

Vorwort Urheberrechte / Hinweis / Erklärung / Abkürzungen Kapitel:
K1 K2 K3 K4 K5 K6 K7 K8 K9 1997 – ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS Zimmer unter den Alten Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Ein Kübel voll Schweineblut Die Welt des schmutzigen Geldes Heiligsprechung unter Vollnarkose Dicke Post für Hans-Adam Wenn Herr KIEBER eine Reise tut Chaos-Tage ohne Ende

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9 97 101 124 133 152 167 196 252 274 284 296 318 323 335 370 384 388 398 408 425 452 479 2

K10 Heinrich! Mir graut's vor Dir! K11 Die Polizei – Dein Freund & Helfer ! K12 Holländischer Käse K13 Ein Essen für Sechs Euros K14 Weisswein und Rotes Blut K15 Heinrich's Tod in Utrecht K16 Vier mal 9 mm K17 Explosives Gutachten und Freies Geleit K18 Ach wie gut das niemand weiss.... K19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe K20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam K21 Blutspur auf dem Rheindamm K22 Es muss sich was ändern, damit... K23 Überraschung! Überraschung!

K24 Führt die Todesstrafe wieder ein K25 Der Feind hört mit K26 Gnade im Sonderangebot K27 Blaue Flecken und Herzinfarktsymptome K28 Listen, Listen - wer hat noch keine? K29 Zürcher Geschnetzeltes K30 Afrikanische Hitze K31 D A V I D K32 My BIG Brother is watching YOU! K33 Skandal! Skandal! Wirklich, der Skandal? K34 Handbuch! Handbuch! Wer will noch eins? K35 Gib mir Deine Kohle! K36 Letzter Akt! Vorhang auf für .....

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EPILOG

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INTERNETLISTE

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Vorwort Geschätzte Leserin, Geschätzter Leser Was haben wir in den vergangenen Monaten nicht alles über den „grössten Steuerskandal Deutschlands - die Liechtenstein-Affäre - die grösste Sensation 2008‚ weltweit lesen können. Jede und jeder hatte dazu etwas zu sagen. Die Steuerfahndung, der BND, Finanzminister Peer Steinbrück, Kanzlerin Angela Merkel, Parteien von rechts bis links, diverse sonstige Behörden, die Medien, ja selbst ein Bischof und natürlich Fürst Hans-Adam und sein Clan, plus seine Regierung in Liechtenstein und die LGT Banken- und Treuhandgruppe. Pünktlich zum Karneval 2008 brach eine weltweite FasnachtsSchnitzeljagd nach tausenden Steuersündern aus. Völlig zu Recht, wie auch die solide Mehrheit meint. Zu einer anderen Hetze, ganz nach seinem Geschmack hat Hans-Adam schnell geblasen: die auf den Dieb, den Bankdaten-Terroristen, wie die hohen Finanz-Herren aus Vaduz ihn nun nannten. Der Dieb, ja der war ich. Der kleine Tropfen Öl, na ja, vielleicht waren es doch ein paar Gallonen, die ich in das nur scheinbar lupenreine Trinkwasser des Fürstenhaushaltes sowie der Liechtensteiner Regierung geworfen hatte, hat unglaubliche Wellen geschlagen. Für viele Menschen ist es schon erstaunlich, ja geradezu faszinierend beobachten zu können, mit welcher multimedialer Kraftanstrengung Hans-Adam und seine MarionettenRegierung geradezu paranoid und krankhaft ständig damit beschäftigt sind, die Weltöffentlichkeit und insbesondere auch das eigene Volk zu täuschen, bzw. einer fortdauernden Gehirnwäsche zu unterziehen. Beim Volk den Hasspegel auf mich ja extrem hoch zu halten. Damit der Fokus immer schön auf den ‚bösen, bösen‚ Kieber bleibt. Und niemand wirklich einmal richtig der Sache auf den Grund geht und in Frage stellt. ERSTENS über die Art und Weise wie die Hohen-Finanz-Herren in Liechtenstein ihre oft schmutzigen Bank/Treuhand-Geschäfte tätigen, bzw. ausgeführt hatten.
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Und ZWEITENS über die Wahren Gründe seitens des Datendiebs und die Wahren (illegalen und durchaus kriminellen) Handlungen von Hans-Adam und seiner Regierung in der ganzen Angelegenheit ‚der Fürst- der Kieber-die Daten‚ . Zu dem was in den verschiedenen Medien berichtet wurde, kann ich nur in ganz, ganz wenigen Fällen meine Zustimmung geben. Über vieles habe ich bloss den Kopf schütteln können. Oft musste ich auch schmunzeln, denn ganz ohne Humor lässt sich dieses eher traurige Multi-Akt-Drama nicht durchstehen. Ein paar Seiten in einer Zeitung oder ein TV-Interview reichen einfach nicht aus, um die wahren Hintergründe, die zu dieser einmaligen Sensation führten, aufzuzeigen. Knallharte Hintergründe, deren Veröffentlichung Hans-Adam und seine Vasallen unbedingt verhindern wollen. In diesem Buch, meinem Buch, gebe ich euch einen sehr tiefen und detaillierten Einblick in die Umstände, wie es geschehen konnte, dass das was 1997 mit meiner Folter tief im südamerikanischen Kontinent begonnen hatte, elf Jahre später mit der öffentlichen Zündung der deutschen Datenbombe endete. Wie es soweit kommen konnte, dass z.B. Leute wie Klaus Zumwinkel live im Frühstücksfernsehen abgeführt wurden. Es ist eine bewegende Geschichte, bitter für alle Seiten, obendrein oft peinlich. Ich kann enthüllen wie Hans-Adam seine heiligste aller heiligen Kühe, die LGT Gruppe, krampfhaft schützte und seinen mittelalterlichen Herrschaftsanspruch verteidigte. Wie er sein Geld, seine Macht und Position als Staatsoberhaupt missbrauchte, um mit Hilfe der Marionetten-Regierung in Vaduz die Veröffentlichung der Daten zu verhindern und sie alle nicht davor zurückschreckten, dafür Methoden anzuwenden, die meilenweit entfernt von Gut und Böse waren. Natürlich kriege auch ich mein Fett im Buch ab. Ehrenwerte Personen gibt es in dieser Geschichte wenige. Ich bin zuversichtlich, dass jeder von euch am Ende des Buchs ein eigenes, komplettes Bild über diesen Skandal machen kann. Nun denn, ich wünsche euch reichlich Lesevergnügen. Vielen Dank Heinrich Kieber Washington, D.C. Valentinstag, 15.Februar 2009
PS Am Ende des Buches findet ihr eine Liste mit interessanten Internetwebseiten. 5

Urheberrechte/ Hinweis / Erklärung / Abkürzungen

Urheberrechte © Heinrich Kieber 2009 Alle möglichen Rechte (Copyright) zu diesem Buch und den Fotos / Zeichnungen liegen ausschliesslich bei Heinrich KIEBER. Das Buch darf nur für den PRIVATEN Gebrauch verwendet werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung vom Rechteinhaber darf für KOMMERZIELLE Zwecke aus diesem Buch nichts kopiert, weitergegeben, veröffentlicht, zitiert oder anderweitig verwendet werden.

Hinweis Für dieses Buch habe ich so oft wie möglich Originaltexte verwendet. Alle Originaltexte haben als Unterscheidung zur restlichen Niederschrift links und rechts einen b r e i t e r e n Seitenrand, sind also als Textblock beidseitig nach innen verschoben. Kurze Originalzitate haben jeweils am Anfang das Zeichen OZA- und am Ende das Zeichen -OZE. Bei dem in Buch genannten BANKDIREKTOR handelt es sich um Herrn Dr. Pius Schlachter der LGT Bank. Bei dem in Buch genannten PROFESSOR handelt es sich um den Kriminalpsychologen Herrn Dr. Thomas MUELLER. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr oft kurze Anmerkungen. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm.: “ an. An wenigen Stellen musste ich – von Dritten angeordnet - aus rechtlichen Gründen und in einigen Fällen aus Sicherheitsüberlegungen
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diverse Originalnamen und/oder Originalindizien abkürzen oder ganz umbenennen. Auch musste ich Textstellen ganz oder teilweise weglassen, was dann mit dem Zeichen ‚OT Entfernt‚ gekennzeichnet ist. Alle erwähnten Plätze, Städte, Länder, Sachdetails und Zeitangaben entsprechen den wahren Örtlichkeiten oder Gegebenheiten. In meiner nächsten, kommenden Veröfftenlichung werde ich eine unzensierte Version frei vorlegen können.

Erklärung zu Zeichnungen, Fotos und dem Diagramm Die drei Bleistiftzeichnung im Buch sind Originalabdrucke von Handzeichnungen, die ich im September 1997 für das Landgericht Vaduz habe anfertigen lassen. Alle Fotos in diesem Buch (Ausnahme Titelseite) sind Originalabzüge von den Fotos die ich im Dezember 1997 (Kette und ich) oder Februar 1998 (Turmnachbau) für das Gericht habe herstellen lassen. Die abgebildete Person auf den Fotos bin ich selber. Alle Fotos wurden von meinem Vater Alfons erstellt. Wie tief die Wunden (zwei runde Verbrennungspunkte und horizontale Schürfwunde) waren, kann man auf einigen Fotos noch sehr gut sehen, obwohl die Wunden damals schon neun Monate alt waren und auch medizinisch behandelt wurden. Das Drei-Seiten-Diagramm wurde an Ostern 1998 von mir für das Gericht angefertigt. Der Originaltitel: "Psychogramm vom Opfer - Grafik über den Psychoterror und die seelische Grausamkeit während der Gefangenschaft".

Abkürzungen (in alphabetischer Reihenfolge) AVOR BAK DB DL / LF = Arbeitsvorbereitung (fürs Scannen von Treuhanddokumente) = Belegartenkatalog (Index zu jedem Treuhanddokument) = Drittbegünstigter (einer Stiftung) = Durchlaucht / Landesfürst Hans-Adam
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EB FL IT KKZ KYC LG LR LTV NGO’s OG OGH OT

= Erstbegünstigter (z.B. einer Stiftung) = Fürstentum Liechtenstein = EDV / IT Abteilung = Kriegskommandozentrale (in Vaduz) = (Englisch) Know Your Customer („Kenne Deine Kunden‚Profile) = Landgericht Vaduz = Landrichter = LGT Treuhand Vaduz (alte firmeninterne Abkürzung) = Nicht-Regierungs-Organisationen = Obergericht Vaduz = Oberster Gerichtshof Vaduz = Originaltext

OT Entfernt = Weggelassene Textstellen (siehe unter Hinweis) OZA-OZE RA SR STA StGB StPO UR VR WB ZB = Start Original-Kurzzitat = Ende Original-Kurzzitat = Rechtsanwalt / Rechtsanwälte = Stiftungsrat (einer Liechtensteiner Stiftung) = Staatsanwaltschaft / Staatsanwalt / Staatsanwältin = Strafprozessgesetzbuch = Strafprozessordnung = Untersuchungsrichter oder- richterin = Verwaltungsrat (bei Liechtensteiner Anstalten, AG’s) = Wirtschaftlicher Berechtigter (z.B. einer Stiftung) = Zweitbegünstigter (z.B. einer Stiftung)
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Kapitel 1

1997 - ANNUS HORRIBILIS MAXIMUS

SWISSAIR Flug Nr. SR 143, von Buenos Aires nach Zürich, 30 Minuten seit Take-Off, C-Class, 1. Reihe rechts, Fensterplatz. Ein Mann sitzt zittern, schwitzend und mit sehr ängstlichen Augen unruhig auf dem ihm gerade neu zugewiesenen Platz. Nicht nur ist sein Verhalten äusserst verdächtig (Gott sei Dank waren dies noch die "Vor 9/11"Zeiten, sonst hätte er es gar nicht bis in das Flugzeug geschafft), nein, er hat auch noch seltsame, blutbesudelte, weisslich-gelbe Stofffetzen um seinen Hals und die beiden Handgelenke gewickelt. Seit dem Abflug hat er nicht aufgehört zu weinen. Sonst eher eine Plaudertante, konnte er praktisch fast nicht mehr sprechen. Es reichte aber aus, dem netten Steward in der Economyklasse, der sich Sorgen um ihn machte, zu erzählen, dass er vor Jahren selber 5 Jahre lang mal bei der SWISSAIR gearbeitet hatte und damit ein Flugzeug, diese Flugzeug irgendwie Heimat für ihn bedeutete. Damit er sich besser, vor allem in Ruhe erholen konnte offerierte der Steward ihm einen Sitz in der praktisch leeren Businessklasse bis zum Zwischenstopp in San Paulo. Klar erkennbar war es, dass der Passagier Furchtbares durchgemacht haben musste. Dieser Passagier war ich. Je weiter ich weg von Argentinien war, desto besser ging es mir und desto weniger glaubte ich, dass mir noch mehr Leid & Terror zugefügt werden konnte. Ich war sehr abgekämpft, leiblich und vor allem psychisch. Wie in Trance erlebte ich die Ankunft am Mittwoch, den 9. April 1997 morgens früh um 06.15 Uhr in einer sauberen, heilen Welt namens Airport Zürich. Auch der Gang durch die Passkontrolle, die Gepäckausgabe und der Zoll. Ich versuchte einige Leute telefonisch zu erreichen, um sie eindringlich zu bitten, mich am Flughafen abzuholen. Doch waren sie entweder schon bei der Arbeit oder einfach nicht erreichbar. Mit dem Zug fuhr ich dann via dem Zürcher Hauptbahnhof nach Sargans im Schweizer Rheintal und von dort mit dem Linienbus zur Haltestelle des Spital Vaduz, wo ich um 09.10 Uhr eintraf. Mit samt meinem Koffer und den Taschen schleppte ich mich ins Spital. Der untersuchende Arzt Dr. M. Moser verfasste folgenden Bericht: Datum: 10.04.1997 / Zeit 09.20 Uhr Diagnose / Behandlung Kieber Heinrich / 30.03.1965 / Meldina 312 / FL-9493 Mauren
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Angaben des Patienten: Der Pat. ist heute Morgen am Flughafen Kloten/ZH aus Argentinien angekommen. Laut Bericht hat er dort einen Freund besucht, den er in Spanien kennen gelernt hat. Der Freund habe ihm noch Geld geschuldet, deshalb wollt er dies in Argentinien eintreiben. Dort angekommen sei er jedoch eingesperrt und am rechten Bein angekettet worden. In Todesangst habe er mehrmals versucht, sich das Leben zu nehmen (siehe Bericht). Gegen Bezahlung eines Lösegeldes sei er schliesslich freigelassen worden. Die Wundversorgung sei durch einen Laien auf der Hazienda des Freundes vorgenommen worden. Beschreibung der Verletzungen: 1. Im Bereich des rechten Handgelenkes, volarseitig, in der mittleren Handgelenklinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde verheilt, es liegen drei Nähte in sito. Die Wunde ist zum Teil mit weisslichem Wundpuder verklebt. Im Bereich der Finger keinerlei Sensibilitätsstörungen oder motorische Ausfälle. 2. Im Bereich des linken Handgelenks, volarseitig, im Bereich der mittleren Handgelenkslinie, eine ca. 5 cm lange Wunde. Die Wunde ist leicht entzündet, mit gelblichem Sekret bedeckt, drei in sito liegende Wundnähte, die aus Zahnseide oder irgendeinem, bei uns nicht verwendeten Material bestehen. Die Sensibilität im Bereich der Langfinger unauffällig. Der Daumen und der Daumenball jedoch deutlich mit herabgesetzter Sensibilität. Hier ist die Zweipunktdiskriminierung nicht möglich. Die Motorik der Langfinger ist ebenfalls nicht beeinträchtigt. Der Daumen kann operiert werden. Die Kraft der Oppositionsbewegung ist jedoch herabgesetzt (schmerzbedingt?). Das Spreizen der Finger ist unauffällig. Die Sensibilität im Bereich des Handrückens und der Handinnenfläche ist unauffällig. 3. Unterhalb der Fossa interjugularis findet sich eine 7 cm lange Wunde, rechts lateral davon eine oberflächliche ca. 3 cm lange Wunde. Die Wunden sind mit weisslichem Puder verklebt, es liegen einige Nähte in sito. Der Patient gibt an, bei seiner Verletzung sei die Wunde so tief gewesen, dass aus der Luftröhre Luft nach aussen entweichen konnte. Derzeit ist jedoch diesbezüglich keinerlei (Atmungs-) Beeinträchtigung festzustellen.
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4. An der linken Halsseite, am Vorderrand des Musculus dernoclaidum mastoideus im mittleren Drittel, eine ca. 3 cm klaffende Wunde. Die Wunde ist ebenfalls mit weisslichem Puder verklebt, eine Naht am Wundrand noch in der Haut vorhanden. Die Wunde befindet sich direkt oberhalb der Carotis!! 5. Im Bereich des rechten Unterschenkels lateral, dorsalseitig, drei etwa ein Zentimeter im Durchmesser messende Krusten. Ansonsten hier nichts zu sehen. Neurostatius: Der Patient ist grob neurologisch unauffällig. Er ist klar zu sich, seiner Person, zeitlich und örtlich orientiert. Keine Hinweise auf eine Psychose. Der Patient ist doch sehr agitiert, was auf den Schlafmangel und die Erlebnisse der vergangenen Tage zurückzuführen ist. Diagnose: Schnittwunde im Bereich beider Handgelenke volarseitig, unterhalb der Incisura interjuguleris, sowie im Bereich der linken Halsseite. Behandlung: Entfernen der Wundnähte, reinigen aller Wunden, Beta-isotoner-Verbände. Der Pat. ist Tetanusgeschützt. Eine Wundkontrolle ist am Samstag, den 12.04.1997, vorgesehen. Mit freundlichen Grüssen Dr. M. Moser , Assistenzarzt / rb (Anhang: 4 Fotos der Verletzungen) Nach der Arztuntersuchung, wobei auch Fotos von allen Verletzungen gemacht wurden, kamen die zwei Liechtensteiner Kriminalbeamten Hr. Büchel und Hr. Kindle zu mir ins Spital. Ich schilderte ihnen aufgeregt die Erlebnisse der letzten zwei Wochen. Je mehr ich ins Detail ging, umso so grösser wurden ihre Augen, ebenso wie ihr Entsetzen. Wir vereinbarten, dass ich am nächsten Tag zu ihnen (Kripo) kommen soll, um eine umfassende Anzeige auf Tonband zu machen. In einem Gästezimmer von Freunden in Vaduz konnte ich den bitter nötigen Schlaf – mit Hilfe von kleinen, ärztlich verordneten Pillen – für fast 24 Stunden lang nachholen. WAS IN ALLER WELT IST IN ARGENTINIEN PASSIERT? Am nächsten Morgen wurde ich von den Kripobeamten im Polizeigebäude empfangen und in ein Sitzungszimmer gesetzt. Dort wurde ich mit ausreichend leeren Tonbandkassetten versorgt und man bat mich meine Anzeige auf Band zu sprechen.
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Beginn Originaltext (OT) meiner Anzeige: Anm.: Ich bitte die Leser zu Berücksichtigen, dass ich zum Zeitpunkt meiner Aussage/Anzeige noch sehr stark unter dem Schock des gerade erlebten stand und meine gesprochenen Worte eins zu eins in die Niederschrift übernommen wurden. Daher die oftmals sehr langen Sätze, die wenigen unfertigen Sätze, Wort- oder Satzwiederholungen und verkehrte Satzaufbauten. Weitere Details, die ich zusätzlich zur Tonbandaussage in schriftlicher oder mündlicher Form bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft (STA) und dem Untersuchungsrichter (UR) gemacht habe, sind auch integriert im OT wiedergegeben. Guten Tag Heute ist der 11. April 1997 und ich bin hier in einem Sitzungszimmer der Landespolizei Liechtenstein um meine Aussage auf Band aufzunehmen. Diese Aussage soll gleichzeitig Dokument für mich und Anzeige gegen die Täter sein und ich werde in Hochdeutsch sprechen, was die Abschrift meiner Aussage erleichtern wird, und auch damit ich eine gewisse Distanz zu dem Geschehenen machen kann. Mein Name ist Kieber Heinrich, geb. 30.03.1965 in Mauren, Bürger von Mauren, z. Z. nicht angemeldet im Land, da ich mich Ende November letztes Jahr (1996) von Mauren wieder nach Australien abgemeldet hatte, wo ich auch ursprünglich hin wollte, aber noch ein paar persönliche Sachen und Angelegenheiten in Europa erledigen wollte, bevor ich wieder zurückgehe. Jetzt mache ich noch ein paar Angaben zu Namen der Personen, die involviert waren bei dieser Entführung und Geschehnissen, das wären: Ich selber natürlich, dann als Organisatoren die zwei Personen, der Spanier Mariano Marti-Ventosa Roqueta aus Barcelona und Herr Helmut Roegele und sein Frau Salud Hidalgo, beide aus Sant Pol de Mar, nördlich von Barcelona, Katalonien, Spanien. Ich werde später dann die genaue Abschrift und Daten, die ich zu diesen Personen habe, auf einem Blatt vermerken. Zur Vorgeschichte: Den besagten Mariano kenne ich seit ursprünglich 1981, weil er der Freund von einer Deutschen war, die Helga heisst und mit deren Tochter Ruth besuchte ich damals in die Schweizerschule in Barcelona. Aber erst 1992/1993, um die Jahreswende, als ich zufällig das erste Mal aus Australien zurück war, um in Bern auf der australischen Botschaft meine Niederlassungspapiere zu
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regeln, erfuhr ich, dass Mariano und seine Freundin Helga in Zürich waren wegen irgendeinem komischen Geschäft, das sie da hatten, und da habe ich sie natürlich besucht, weil ich sowieso 2 bis 3 Monate warten musste bis meine Papiere für Australien geregelt waren, im Zuge dieses Wiedersehens hat mich Mariano dazu überredet, dass ich ihm einen Kredit von ca. CHF 240'000.-gewähre, den er mir zu 12 % verzinsen wollte; was ich auch gemacht habe, weil ich wusste, Mariano hat Gutsbesitz in Spanien und ein riesiges Boot und das Übliche halt, was man sich als geistige Absicherung nimmt. Ich habe natürlich auch ein Dokument über diese Schuld, das er mir gegeben hatte. Ich ging dann ungefähr im März 1993 nach Australien zurück und wartete seit damals auf die Rückzahlung dieses Darlehens. Ich hatte viel Briefkontakt mit Mariano, hin und zurück von Australien, auch von Neuseeland aus und er versprach mir immer, dass er zahlen wird, im Moment aber kein Geld hatte: "Liquiditätsprobleme", dies und das und jenes und ich habe natürlich nur geduldig gewartet. Ich habe nie gross gedrückt, denn ich wusste, dass er fast alle seine Besitztümer im Namen seiner Frau oder Söhne hatte, wie es in Spanien üblich ist, damit die Steuerbehörden oder andere Kreditoren nichts wegnehmen können. Also, wenn ich Druck gemacht hätte, dann hätte ich sicher NIE etwas erhalten. Ich kam dann Mitte 1995 das erste Mal wieder nach Europa, nach Spanien zurück, weil ich mich um meine Schuld, also um die Schuld, die er gegenüber mir hat, kümmern wollte, und ich wurde dann vertröstet, ja, vielleicht in diesem Jahr (1995) oder eben im nächsten Jahr bekäme ich mein Guthaben sicher zurück. Ich blieb dann ein Weilchen in Spanien, habe auf seinem Boot gewohnt, das ich übrigens zeitweise, das heisst vom September 1995 bis Ende September 1996 sogar als Garantie vollständig besass, aber nur Ärger mit ihm und dem Boot hatte. Mit der Zeit merkte ich, dass Mariano nicht fähig war, mir die Schuld zurückzuzahlen, ohne dass er irgendwo eine Hypothek aufnimmt oder was immer er herbeizaubert. Zu Herrn Helmut Roegele ist zu sagen, dass ich den auch schon länger kenne und dass wir im letzten Jahr ein Immobiliengeschäft gemacht haben, womit er nachher nicht zufrieden war und eine erfolglose Anzeige in Spanien gegen mich erstattet hatte, die auch zu einer Aussage seinerseits führte und dann aber stillgelegt
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h. meiner Mutter. wollte ich ihn besuchen. damit er mich bezahlen kann. wo auch seine drei Söhne mit deren Frauen und Kinder auf der Farm wohnen. so habe ich mir gedacht. Dort. wo er mir hoch und heilig schreibt. das sagte er mir im Februar so. trotzdem aber wollte ich Argentinien und seine Farm kennen lernen.wurde. Ich soll doch bitte rüberkommen und dort könnte ich es auch kriegen. Wie ich dann meine Tasche gerichtet habe mit Kleider dementsprechend für Herbstwetter. März. was ich machen würde. April. mit Zinseszinsen und Kosten. dass man nicht alles haben kann. und wenn er zahlt dann ist gut. Ich habe meinen Freunden oder Familie. mit Rückflug Buenos Aires-FrankfurtZürich am 21. dass er am 1. in die Ferien. Ich hab mich darüber zwar gefreut. April 1997 fest gebucht. obwohl über 4 Jahre verstrichen sind. weil es Aussage gegen Aussage war. So kam es. CHF 1500. die den Kredit auszahlt auch ein Konto eröffnen könnte und er mir die Schuld. den er mir gegeben hat. für den Dienstag. d. dass er alles bezahlen werde und 14 . seine Farm besuchen und dann bei derselben Bank. Ein Flug Zürich-Frankfurt-Buenos Aires direkt. dass ich in der 3. Woche März tatsächlich ein Ticket am Flughafen Zürich mit der Lufthansa für ca. April die Unterschrift bei der Bank in Argentinien tätigen würde und ich doch ganz gerne rüberkommen könnte. von der er mir früher viel erzählt hat. dann kann ich auch nichts machen. Am Anfang dieses Jahres als Mariano mir erzählt hat. am 1. die er gegenüber mir hat. Helmut Roegele (wie auch Mariano Marti-Ventosa Roqueta) hatte akute flüssige Geldsorgen und Helmut musste dringend eine seiner Wohnungen um jeden Preis verkaufen. so im letzten Fax. dass er mir jetzt seine Schuld zurückbezahlen könnte und zwar hätte er auf seiner Hazienda (also Farm) in Argentinien einen Hypothekarkredit beantragt. nicht viel darüber erzählt.gekauft habe. wenn er nicht zahlt. ich ging einfach für einen Monat. das ist halt im Leben. dass es noch was kommen wird. es soll dann ja noch warm sein. seit ich ihm das Darlehen gegeben habe und ich eigentlich nicht mehr geglaubt habe. weil er gewisse Änderungen auf der Farm vornehmen wolle und die Kreditsumme um seine Schuld gegenüber mir erhöht hatte. Ich hätte aber die Möglichkeit für eine Gebühr den Rückflug auf ein anderes Datum zu ändern. 25. überweisen würde.

so glaube ich. noch in Buenos Aires herumgefahren um eine anständige Werkstatt zu finden. die Mutter seiner Kinder. wie üblich ganz gut gelaunt und hektisch und erzählte mir von dem Problem mit seinem alten Mercedes Coupe. Die Zylinderkopfdichtung war angeblich geplatzt und es kam Wasser heraus. Ich bin im Hotel angekommen und mir wurde vom Türsteher mitgeteilt. mich abholen. der am kommenden Sonntag stattfand. den 26. März kam ich um 07. dem Mittwoch.wie er mir am Telefon vorher gesagt hatte . Also sind wir am Abend. (ungefähr CHF 8000. das ich Bar auf mir hatte. das er nach Argentinien mitgebracht hatte. erste Frau. —) mitgenommen. ein blauer SLC-Type mit Argentinischem KFZ-Nr. ich musste ja nicht pressieren um auf die Farm zu kommen und so kam es.ich mir keine Sorgen machen solle und so weiter und so fort. Das liegt eine Stunde Flugzeit. dass Mariano und seine Frau gerade zur Tür hinausgegangen sind. eigentlich nur vom Hoteleingang aus und am Abend kam dann Mariano.weil seine nicht-geschiedene. der mit leicht rötlichen Haaren. Mariano sprach auch von einem Empfang für mich wie für einen "König" und er sagte auch. angeblich am selben Tag nach Spanien fliegen würde. dass ich diese Nacht von Mittwoch auf Donnerstag doch in Buenos Aires im 2-Bett-Hotelzimmer blieb. ja fast keine Haare mehr. Mariano ist dort . — in Schweizerfranken und US$ 1‘500. 500 km südlich von Buenos Aires und dort würde sein Sohn Marco.30 Uhr früh Lokalzeit in Buenos Aires an. Am Dienstag war Abflug und am Mittwoch vor Ostern . weiterfliege oder weiterfahre nach Bahia Blanca. fuhr in das Hotel SALLES in Buenos Aires. 15 . weil ich wusste. Carmen. dass er eine Überraschung für mich habe. Geburtstag. die nicht zu teuer war für ihn und die fanden wir auch. Ich habe meine Ausweispapiere und dummerweise auch noch mein Reisegeld. Warum sollte ich jetzt mit dem Flugzeug fliegen? Ich hatte ja Zeit. der kaputt war. damit ich die Landschaft ein wenig sehen kann und er müsste nicht alleine fahren. daran. mein 32. wobei ich darauf tendierte. dass ich schon an jenem Tag. dass es sich um meinen Geburtstag handeln sollte. Mariano wollte eigentlich. Ich aber sagte zu Mariano. Ich habe dann den ganzen Tag gewartet und schaute mir Buenos Aires ein wenig an. bevor es dunkel wurde. ich fahre gerne mit dir mit dem Auto runter.

was ich ungewöhnlich fand. Mit meinem mitgenommenen Gepäck kam ich dann abends um 20. Der kleine Wagen stand draussen auf dem Flughafenparkplatz: wir haben meine grosse. sondern einen Fiat 600 oder Seat 600. dass er Marco war.welches Marino schon die Tage vorher belegt bzw. Er hat sich verabschiedet und hat gesagt sein Sohn. aber im nachhinein wusste ich ja. dass ich am Abend fliege . „Marco‚ fuhr nicht den Bronco. den anderen Sohn. Marco. Ich habe dann. das sie auch aus Spanien als Haushaltsgut mitgebracht haben. Er fuhr mich dorthin. da ich ja nichts vermutete. sogar mit noch den alten Kennzeichen aus Barcelona. obwohl er sich als Mario ausgab. weil er sonst nie Leute so einlädt oder nie etwas ausgibt in diesem Stil.im Nachhinein weiss ich jetzt natürlich schon weshalb ich am Abend fliege sollte .00 Uhr in Bahia Blanca zum ersten Mal in meinem Leben an. um 19. er würde mir sogar das Ticket für den Flug von Buenos Aires nach Bahia Blanca bezahlen. sobald das Auto fertig repariert sei.15 ab dem Inlandsflughafen in Buenos Aires. einen grossen amerikanischen braunen Ford. Während der Gepäckausgabe kam schon der Sohn von Mariano. gebucht hatte.für ungefähr US$ 68.-. er werde mich in allen Ehren empfangen und ich solle dann warten. blaue Reisetasche hinten hinein 16 . Ich musste also kein eigenes Zimmer buchen oder im Hotel einchecken. Marco. so glaube ich. Mariano käme dann in den nächsten Tagen runter. er ist ungefähr gleich alt wie ich. Am Nachmittag hat er wieder gesagt. Ich hatte kurze blaue Hosen (Jeans-Shorts) und ein T-Shirt mit kurzen Ärmeln an.10 Uhr oder 19. er bezahlte es mit seiner goldenen Kreditkarte von der Banco Santander oder Banco Atlantico. Ich hatte noch einen Adressenaustausch mit einer Nachbarin. Er wollte unbedingt. dieser leicht Rothaarige. kaufte das Ticket . weiche.. Das Auto. beide aus Spanien. entgegen dem was Mariano mir gesagt hatte.30 Uhr oder sogar erst 21. als die Söhne nach Argentinien ausgewandert sind. Am Donnerstag assen wir zusammen Frühstück und Mittagessen und waren damit beschäftigt in die verschiedenen Garagen zu fahren um sein Auto reparieren zu lassen.ohne Name . die neben mir im Flugzeug sass.und der Abflug war. das Ticket akzeptiert und wir haben nachgeforscht wann ein Flug ist. den es gibt.

sogar ein Stück über eine Wiese und während dieser gut dreiviertel bis 1 Stunde Fahrt redeten wir über das Leben auf der Farm etc. wo niemand oder fremde Menschen weit und breit sind. konnte ich noch weiter vorne rechts ein anderes Auto parkiert erkennen. weil ich auch nichts dergleichen erwartet habe.gestopft und meine Anzugtasche.abfuhren . irgendeine Türe geschlossen werden muss. Als wir dann endlich – es war schon stockdunkel . bevor wir zum Haupthaus fahren. die Strecke. im Nachhinein ist es natürlich komisch. dass auf einer so grossen Farm. ob dies ein Schopf war. Auf den letzten Metern bevor wir mit dem Auto anhielten. ich glaubte es neben einem Schopf. Ich nahm auf dem Beifahrersitz Platz und geplant war. gleich in Angriff zu nehmen. Wir fuhren also von dem Parkplatz beim Flughafen in Bahia Blanca weg. schon auf dem Farmgrundstück. etc. also eine kleine Halle oder ein kleines Gebäude. Baracke zu sehen. die ungefähr 15 km von dem Dorf Saavedra entfernt liegt. dass es ein kürzerer Weg wäre. von Bahia Blanca Richtung Saavedra und dann zur Farm. Die Farm heisst "Estanzia San Francisco" und der Haupteingang der Farm sollte eigentlich über die Strasse "Camino de la Ermita" erreicht werden. auf den hinteren Sitz geworfen. nicht alle merken. Ich konnte mir natürlich die Schilder. wo doch sonst alles immer offen gelassen wird. dass er noch eine Türe schliessen müsse. Bevor das Wagenlicht ausging.oder Geröllweg. ich sass im Auto. die ca. nichts ahnend und dann ging es los: 17 . Ich habe mich nicht darüber gewundert. Irgendwann fuhren wir rechts von der geteerten Strasse weg auf einen breiten weissen Sand-. wo auch meine Dokumente und mein Geld und alles drin war. also nicht geteert. Gesteins. Das Wagenlicht war aus. die ich gesehen habe. wenn wir den hinteren Teil der Farm anfahren und nicht den Umweg über das Dorf Saavedra machen und dann von dort auf die normale Zufahrtsstrasse Richtung Haupteingang der Farm fahren würden. sagte mir Marco. Marco sprang aus dem Auto. an dem wir links davor anhielten. Die Fahrerwagentür blieb offen. sagte Marco. Ich bin aber nicht sicher. Der Motor wurde abgestellt. was nachher geschehen ist. 90 bis 100 km lang ist. Wir fuhren die letzten 150 Meter auf Gras und im Wagenscheinwerferlicht konnte ich dann einen runden Turm erkennen.

wobei der Zement ziemlich dick zwischen den Natursteinrillen aufgetragen wurde. die Beifahrertür aufrissen. Ich konnte einem von den Dreien einen Fausthieb verpassen. Ich wusste nicht. konnte ich auf der linken Seite einen Elektroschweissapparat erkennen. Einer von denen hatte eine deutlich erkennbare Maschinenpistole. eher kleinen Stücken. wie vermutlich jeder der so was nicht erwartet hat. dass es ein solcher Apparat ist. Ich habe sie angefleht. Der Raum war bestückt mit Naturstein in verschiedenartigsten Formen. eine Art Skimütze. mich nicht umzubringen. die Hände wurden mir hinten mit einer dicken Schnur fest übereinander zusammengebunden und zwei oder eineinhalb der drei Personen setzte sich dann auf mich und ich habe gezittert wie Laub im Herbst und um mein Leben gebeten.Auf einmal kam von hinten ein maskierter Mann mit einer Pistole in der Hand zum Fahrersitz. lag. wobei. war das nicht so einfach. wobei das Magazin seitlich. habe im Schock reflexartig den Pistolenlauf mit meiner Hand umschlossen und versucht die Pistole. da passiert noch was. es sich um einen Getreidesack oder ähnliches handelt. Beim Eintritt in diesen Raum. wegzudrücken. Aber das hat mir nicht viel geholfen. worin man Getreide abfüllt. weil obendrauf die Gesichtsschutzmaske. weil dann zwei andere Männer mit Maskierung. blutrünstig auf sofort hinauszugehen. setzte sich und forderte mich. sie natürlich schlugen zurück. Ich konnte trotzdem noch auf den Boden runter schauen und wurde zuerst über Gras und dann über Beton in einen Raum geschleppt und gezogen. mit der Pistole auf mich gerichtet. Ich wurde dann bäuchlings auf eine Matte oder Bett geworfen. die auf mich gerichtet war. warum das 18 . und nicht wie normal von unten eingesteckt war. wie ich später sah. wo dann auch das Blut zu fliessen begann. wo das Licht brannte. also 90 Grad horizontal herausragte. eine alte. Ich natürlich. Sie stülpten mir einen weiss-gelblichen Sack über den Kopf. Sie zerrten mich brutal aus dem Wagen und da ich ja ziemlich kräftig gebaut bin. wobei dann meine Brille über dem Nasenbein zu Bruch ging und ich die Brille verlor. die in Zement rundherum eingelegt waren. der drückt noch ab und ich bin tot. die man bei solcher Apparatur verwendet. weil ich dachte. Dadurch gab es eine triefe Schramme. ich wusste.

Der weisse Sack über meinem Knopf hatte sich rot verfärbt und da haben sie sehr wahrscheinlich gedacht. Opfer anderer Verbrecher wurden. Es war dann aber so. es war nicht Blut aus der Nase. damit sie mich nicht umbringen. da ich sonst eventuell nicht atmen konnte. warum sie mir überhaupt einen Knäuel gegeben haben. die Funken. und ich. wieder wegnehmen. das ja frei war. Marke Timberland. hören könnten. also Textilstoffteile auf mein rechtes Bein. Es wurde kein Wort gesprochen während der 19 . Während mir Tücher.und Unterbein gelegt hatten. Sie hoben meinen Kopf und unterlegten ihn mit einem Kissen. Ich zitterte und nachdem sie ihre Schweissarbeit erledigt hatten. die dort auf der Farm wohnten. abgezogen. Ich spürte auch wie sie eine zusammengefaltete Decke auf meine Beine legten. als die Brille beim Wegschlagen zerbrochen wurde und dadurch einen Schnitt in das Fleisch gemacht hatte. hatten doch zwei Stellen an meinem unteren Schenkel an der Wade verbrannt.alles geschehen sollte. darum möchte ich hier auch noch hinzufügen. wurde mir der Sack vom Kopf weggenommen und sie tupften das Blut in meinem Gesicht mit einem schmutzigen Lappen weg und ich glaube. gelegt wurden. dass mir ein Eisenstück an mein rechtes Bein oberhalb der Ferse angeschweisst wurde und obwohl sie mir schützende Tücher auf mein Ober. Ich dachte an grausame Folter oder so und hab nur um mein Leben gefleht. die man heute noch sehr gut erkennen kann. „Marco‚. die die Farm oder wem immer das Gebäude gehörte. sondern es war Blut aus einer Wunde ausserhalb des Nasenflügel. damit ich vermutlich nicht schreien konnte oder so. Heute weiss ich. überfielen. die dadurch entstanden war. hörte ich wie der Elektroschweissapparat in Betrieb gesetzt wurde. Währenddessen haben sie mir auch den Knäuel wieder aus dem Mund genommen. dass ich anfange zu schreien und das es jemand von den Angestellten oder den Leuten. sie müssten mir dem den Knäuel.h. der Sohn von Mariano. da die Nase stark blutete. weil der Turm nicht weit weg vom Hauptwohnhaus der Farm liegt und sie vermeiden wollten. den sie mir vor dem Haus in den Mund gestopft hatten. dass ich eigentlich die ersten Sekunden dachte. die so ein Elektroschweissapparat abgibt. samt dem Socken. d. dass wir. Mir wurde dann der rechte Schuh. weil ich ja kurze Hosen an hatte.

traute ich mich nicht umzudrehen. in der Annahme. dass es sich ja um Mario handelte. obwohl es ja der Marco war und nicht der Mario. ein Riesenlärm und das Licht brannte noch. schwere Metalltür wurde zugeschlagen. mein Münzportemonnaie . wo ich ungefähr US$ 180. sondern war 2 bis 3 cm offen. Mario gerufen. der zum Schloss gehört. dort wo zwei Gliedstücke. es war das Endstück eines Rohres mit einem Gewinde daran. warum. mit Gesicht zur Wand. vermutlich vorher schon. Ich drehte mich nach einer Weile um und habe den Raum liegend angeschaut. ich habe nur zwei Mal den Namen Mario.ganzen Angelegenheit. bevor sie gegangen sind. ein Stoffstück unterlegt und auf meine Haut darunter ein schwarzes Gummistück und dann die kalte Kette. ich nehme an. Das Eisenstück war nicht rundherum geschlossen.und auch einen kleinen goldfarbenen Schlüssel. Erst nach weiteren zwei Stunden getraute ich mich aufzustehen und musste Folgendes feststellen. In Zeichnung auf der nächsten Seite und der Zeichnung auf Seite 42 hat die Zeichnerin aus praktischen Gründen den in meiner Aussage beschriebenen Kasten mit dem Stromzähler und der Steckdose (für das Elektroschweissgerät) weiter unten an die Wand skizziert. Es war ein Stück von einem Rohr. die an der Wand eingelassen war. die ich nicht erkennen konnte. das ich an der Anzugstasche befestigt hatte. also Rillen für ein Gewinde. weil ich nicht wusste. Ja. schwere Stahlkette. Obwohl die Verbrecher schon ein Weilchen den Raum verlassen hatten und ich ja auf dem Bauch lag. wo die Dokumente drin waren. wo es an die Turmwand angeschraubt war. und dann ein weiteres Gliedstück auf die zwei Gliedstücke darauf geschweisst und an diesem dritten Gliedstück hängte dann eine zwei bis drei Meter lange. Anm. 20 . der um mein Bein war. Ich zitterte noch lange und hatte Angst und dachte nur warum.— in kleinen Noten hatte. habe ich gespürt wie sie meine Hosentaschen leerten. der das alles gemacht hat mit seinen Gehilfen. weil sie ja maskiert waren. anstelle weiter oben.: Alle Zeichnungen wurden für das Landgericht Vaduz angefertigt. warum. Eine braune. ob noch jemand im Raum ist. Es wurde eine schwere Kette an mein Bein geschweisst und unter dem Ring. je eins links und rechts auf den Ring geschweisst wurden.

21 .

das man mit der Tür schliessen konnte und das vierte Bein war gebrochen.h. sodass man es entweder an die Wand oder an den Ofen anlehnen musste. Vor allem das Abflussrohr. schwarzen Ofen stand ein kleines Möbelstück. Am Kopfende des Bettes war ein alter Ofen ohne Türchen für die zwei Stellen. dass es mit flüssigem Klebstoff schon mehrmals repariert worden. d. sehr feucht und kalt und wenn man bei der Türe hinein kommt war links mein Feldbett. sehen. wurde die Wand und der Boden im 90 Grad Winkel. Neben dem schmutzigen. die herunter hing und am Ende 2 bis 3 Knoten hatte. das sich zur Hälfte im Raum befand und zur anderen Hälfte in der Wand verschwand und unten wieder heraus kam. Rechts davon ist eine Dusche in die Wand eingelassen. Oberhalb des Ofens ist ein ca. eine schwarze Plastiknylonschnur. Vorbei an diesem Waschbecken konnte ich in einen Raum. Die Wasserspülbetätigung war eine Schnur. Es war alles ziemlich schmutzig. wo man Holz hinein gibt und es ist ein so genannter Wasserofen. nicht angeschraubten. rechteckiges Herstellerkennzeichen erkennen. wie so ein Mini-Mini-Sekretär mit einem Fach. Sonst war alles weiss in diesem runden Raum und in diesen zwei Nebenräumen. weil es am Wassersystem angeschlossen ist damit man Heisswasser produzieren kann und gleichzeitig kochen kann.Den Raum beschreibe ich wie folgt: Es ist ein runder Raum. dann auffangen sollte. Weiter nach rechts schwingend im runden Kreis sieht man dann einen Durchgang ohne Türe. Neben meinem Feldbett an der Wand war ein Fenster in der Grösse eines normalen Fensters mit zwei Flügelfenstern zum Öffnen. wo links ein Waschbecken eingemauert ist mit Sims und unter dem Sims an der Aussenwand des Waschbecken konnte ich ein verschobenes. wo links ein schmutziges WC mit einem losen. der das gekochte Wasser. silberner Wasserbehälter. die Duschvorrichtung kam aus der Wand heraus und dort wo sich der Wasserstrahl verbreiten kann. schwarzem WC-Deckel war. dieser Durchgang führt zu einem kleinen Gang. also links und rechts. 50 Liter grosser. 22 . die Wand und der Boden braun angemalt. oberhalb der Wasserbehälter für das WC. es ist ein Wasserturm. wenn man darauf etwas schreiben oder essen wollte. weil sonst das Stück umkippen würde.

an die Wand geschraubt ein Spiegelschrank mit einem kleinen Abstellfach darunter. zugeschnittene Wellbleche mittels Draht befestigt. Ich konnte nur schräg hoch in den Himmel durch einen Schlitz schauen und sonst sah ich nichts von diesen zwei kleinen Fenstern. ein Ausbruchgitter. es gab kein Wasser. der geschlossen war. Es war ein Lattenrost aus braunem Metall und war zu. Das Wasser funktionierte nicht. in meinem Raum. Der Wasserablauf der Dusche ist ohne Gitter im Boden und rechteckig. die an der Wand war. damit ich vom Bett bis zum WC gehen konnte. ein hellblaues Handtuch und eine neue Seife in der Seifenschale. damit man nicht herausschauen kann oder andere Leute nicht hinein schauen konnten. obwohl ich in kurzen Hosen war und im kurzen Hemd. die man zum Dachbauen nimmt. viel kleiner als das im Zimmer wo ich schlief. im so genannten „Badezimmer‚. und an dem Fenster vor dem grossen Waschbecken und dem kleinen Fenster im Badezimmer wurden von aussen an die Gitterroste Wellbleche. alles sehr dreckig. Nachdem ich alles inspiziert hatte und feststellen musste. wie schon beschrieben. trotzdem waren auf der rechten Seite des Waschbeckens. Draussen am Fenster war noch ein Metallgitter. Die Eisenkette wurde so angelegt. nur bei ungefähr die Grösse eines A4-Blattes im Lattenrost konnte man die Latten verstellen und man konnte dann etwas hinausschauen. dass es genau reichte. weder für das erste noch das zweite Waschbecken oder die Dusche oder das WC. ein Fenster. als man den Turm baute. ausserhalb dieses Fensters war ein Lattenrost. Es gab drei Fenster. Das Fenster im Gang. Und darüber. zwischen dem Badezimmer und dem Hauptraum war mit zwei Kippfenstern versehen. Ich hatte riesige Angst und betete und eigentlich war mir nicht kalt. ich vermutete auch. dass die Kettenvorrichtung. oberhalb meines Bettes. Im WC war nur eine Füllung im Tank der WC-Spülung vorhanden.Gegenüber der Dusche war ein Spülbecken mit je Kalt. Es war alles sehr schmutzig und dreckig.und Warmwasserhähnen separat angebracht. dass die Kette fest in der Wand eingemauert war. Es war also unmöglich dort auch hinauszugelangen. erst frisch 23 . das aber sicher schon vorher dort war.

24 . die in diesem Raum offenbar früher vorhanden waren. womit ich einen Wächter oder wen auch immer erschlagen konnte oder verletzen würde. An vielen Stellen konnte man sehen. darum gab es überall Stellen mit diesen Abzeichnungen mit ehemals vorhanden Regalen. dass Regale und Aufhängevorrichtungen. Schränken und anderem Zeug. ist braun gemalt. der übrigens auch auf der gegenüberliegenden Seite meines Bettes eine Rundtreppe in den oberen Stock hatte. Ich legte mich dann ins Bett auf mein Kissen. alles aus Beton. weggeschraubt wurden. Ich muss auch sagen. dass man überall im runden Raum. dass ich nichts wegnehmen konnte. Vermutlich wollten sie. wo man die Hand drauflegt. das einen riesengrossen Blutfleck vorwies von den Stunden. und legte mich schlafen. die ich regungslos auf dem Kissen lag. die weiss gemalt war und das Geländer. weil es weiss gestrichen war und auch die ersten Kettenglieder von der Wand mit weisser Farbe überzogen waren.gemacht wurde. weil man die alte Farbe darunter sah und auch die riesengrossen Löcher von Schrauben mit Dübeln.

25 .

vermutlich wurde die Türe immer so aufgeknallt.Freitag vor Ostern. weil mir meine Uhr auch weggenommen wurde. dass er den Blutflecken meinte und ich sagte dass es das Blut von gestern Abend war. als würden 50 Schlösser daran sein. mittags hörte ich ein Auto. ein silberner mit einem langem Lauf. sodass ich mehr erschrak: ich sah zwei Männer. Er deutete ohne Worte an. auf mich gerichtet vor der Tür standen. auf mein Kissen und zwar auf den Blutfleck auf dem Kissen. die mir alt erschien und einem Revolver. Ich vermutete. ich solle mein Kopf unter das Kissen begeben und mit den Oberarmen und Händen von aussen das Kissen an meinen Kopf drücken damit ich nicht sehe wer kommt oder was sie tun. Ich lag seitlich gekauert auf dem Bett und von draussen hörte ich laut Schlösser öffnen. das Zeitgefühl ging mir auch weg. vermummt. jedoch so ca. die leicht gebückt wie beim Skifahren mit gespreizten Beinen und einer Pistole. in dem Fall. Den ganzen Tag habe ich kein Essen erhalten. Mit einem Tritt. Einer kommt auf mich zu und deutet mit dem Revolverlauf oder Pistolenlauf. 26 . es war ein Diesel. der mir neu erschien. und ein Geknalle und sehr laute Geräusche. Ich lag noch auf dem Bett und bekam Herzflattern.

was mich noch mehr ängstlich machte. ich schätze so um 22. bekam ich wieder Besuch. Ich hatte Angst und zitterte andauernd. die sie mit Schnellklebstoff zusammengeflickt hatten und Schreibpapier 27 . Samstag früh bekam ich wieder Besuch. die Fenster nochmals inspiriert und festgestellt. dann kommt automatisch der Fluchtgedanke. was für mich bedeutete. dann setzte sich die Wasserpumpe in Bewegung. dann die Türschlösser geöffnet. ob ich nicht was gemacht habe. Es wurde dann von einem der Männer in Spanisch gesagt. Beim Laufen. sie mich ohne Skrupel umbringen würden. Ich weinte und weinte und weinte. Ich hörte meistens ein Auto heranfahren. hat sich dauernd die Kette verdreht. wenn man es so nennen kann. Wenn man in einer solchen Situation ist und lange Zeit zum Denken hat. sie kontrollierten das andere Ende der Kette um zu schauen. Sie kontrollierten die Kette und hoben mein Bein und rüttelten daran. Ich musste dann immer öfters im Tag mich nach links um meine eigene Achse drehen damit sich die Kette wieder entwindet.00 Uhr abends. falls ich versuchen sollte zu fliehen oder sonst was machen würde. kein Wort zu mir und dann gingen sie wieder. als es ein wenig hell wurde.Ich tat es und spürte den Revolverlauf auf meinem Kopf. der sich wie immer in den folgenden Besuchen so abspielte. Riesenlärm. Die verfluchte Kette war aber nicht so leicht loszukriegen. was dann zu einem kürzeren Radius meiner Bewegungsmöglichkeit führte. Ich glaube auch. Ich weinte oft und betete wieder und fragte mich warum. das spürte ich. dass ich. oder wenn ich ausschlagen würde. Kontrolle der Kette. Am selben Tag. Ich habe dann. an jenem Freitag. weil ich meine Fenster offen hatte. sie brachten mir meine Brille. Ich konnte mehr oder weniger schlafen in der Nacht von Freitag auf Samstag. innerhalb dieser 3 kleinen Raumebenen. dass es unmöglich sein wird durch diese Fenster ohne Werkzeuge oder andere Hilfsmittel zu entkommen. Die Männer gingen und dies nicht ohne dass sie die Tür mit einem Riesenschwung zuknallten. aber ich hatte sowieso keinen Hunger. dass es eine Windwassermühle sein musste. warum nur? Sie haben mir am Freitag nichts zu essen gegeben. Wenn der Wind ein wenig kam. meistens ein Diesel. dann ein Schlag an die Türe. Waffen.

die mich sehr traurig stimmten wie z. die auch 01 865 u. 13 von einer Telefongesellschaft. das eine war der SPIEGEL Nr. da ich doch dachte. Es kam wieder zu Morddrohungen von einem der Bewacher auf spanisch und wieder mit den Angaben. wo ich mich befand. 28 . dass ich mehr oder weniger beruhigt war. 13 von diesem Jahr und die rosarotfarbene Financial Times. mit einem abgebildeten Mobiltelefon und eine Nummer im Display : die Nummer. den hätte ich gerne gehabt um den Saustall. weil ich sonst tot bin. sie seien ein wenig human. die fing mit 01 80 an und die war eigentlich nur 3 bis 4 Nummern anders als die Nummer meines besten Freundes in Zürich. ich soll ja nicht versuchen zu fliehen. aufzuräumen. Ich versuchte dann den SPIEGEL Nr.s. gab es eine Werbung einer Autofirma mit einem Besenfresserzitat und der Besen. Es kam dann so. Dann gab es noch eine Werbung im SPIEGEL Nr.B. den dieser Mann in der Hand hielt. die ich mir in Frankfurt am Flughafen gekauft hatte. einer Mobiltelefonfirma. die dort eingegeben war. da sie ja mir was zum Lesen brachten und auch Früchte und altes Brot bei diesem Besuch am Morgen. war.w. 13 als Abwechslung zu lesen und musste an die Story der Entführung des Hamburgers Industriellen Reemtsma denken und es gab auch sonst in diesem SPIEGEL einige Seiten.mit Schreiber und die zwei Nachrichtenmagazine.

falls ich dummes Zeug vorhatte. wie sich Leute. ob er sich nicht schäme mich als Freund dort so zu haben. Am Nachmittag desselben Tages bekam ich wieder Besuch. wofür. Ich habe alles über die Tage verteilt gelesen ausser ein paar Artikel: z. einer der über Selbstverletzungen geschrieben war. Ich schrieb ihm. den habe ich noch vergessen zu beschreiben. auch in diesem Raum. an 29 . aber auf Faxpapier gedruckt war.B. Es ist auch zu sagen. Zu jenem Zeitpunkt schrieb ich noch normal mit dem mir verteilten Papier und Kugelschreiber an Mariano. Tropfen aus der Wasseranlage kamen. Darauf stand auf Spanisch. von Europa. den ich verschieben konnte und sah ein paar Bäume vor mir und rechts davor einen künstlich aufgehäuften Erdhügel in dieser Waldlichtung und weiter weg sah ich dann die gelbe Wiese mit ein paar Kühen. Der Preis pro Minute war dort in der Anzeige 69 Pfennig. so wie man sie für Gartenstühle verwendet. sie haben es mit dem Faxgerät des Hauses kopiert. ich hätte ihn so gerne jetzt angerufen. das ich besass. Wie befohlen verdeckte ich mein Gesicht damit ich nichts sehen konnte und wie üblich wurde mir die Pistole auf den Kopf oder auf die Brust gedrückt. Es wurde mir eine Notiz hinterlegt. Es sollte so aussehen. Die Zeitung habe ich dann nur als Tischdecke für das schmutzigen kleinen Möbelstücklein verwendet. als wäre dieses ein Fax von Übersee gewesen. Ich nehme an. wie viel und was das alles bedeuten soll. Ich öffnete das kleine Look-Out wie man auf Englisch sagt. Die Hände konnte ich ein wenig waschen indem ein paar kl. Ich hatte einen weissen Plaststuhl.was hätte ich bloss gegeben damit ich ihn anrufen könnte. also dieser kleine Lattenrost vom Hauptfenster. dass die Financial Times in solchen Situationen nicht das geeignete Lesemittel ist über Geld und Kurse nachzulesen. aus welchen Gründen auch immer. ich habe mir gedacht. Später musste ich auf das WC und spülte das WC. Selbstverletzungen am eigenen Fleisch zutun. die mit Schreibmaschine geschrieben worden war. Ich schrieb warum. auch wenn die Minute 690 Mark kosten würde. vor allem am nächsten Tag. mich zu besuchen damit wir darüber reden könnten. Ich bat ihn dringend. Ich sass auf dem weissen Plastikstuhl. dass ich Angaben machen soll über meine Geschäfte oder vor allem über mein Vermögen.

ich kannte die Farm nicht und war in der Nacht gekommen.meinem Geburtstag am Sonntag. Ich hätte ja in die falsche Richtung rennen können 30 . mein 32. aber wie konnte ich flüchten. Ich war traurig für mich selber. 30. Falls ich je aus diesem Turm raus kommen sollte. Den Brief den ich an Mariano geschrieben habe. schlief ich im Bett mit den zwei Decken ein. Ich ass einen Apfel und das alte Brot und war ein wenig beruhigt an jenem Tag.. März. links rechts oder wohin. Geburtstag. weil ich keine Besuche mehr erwartete und dadurch für mich selber alleine sein konnte. wann und ob er weggenommen wurde. Ich hoffte auf eine ruhige Nacht. Sonntag. zu kommen. für meine Familie und für seine Familie auch.03. weil ich ja nicht wusste wo Sicherheit für mich sein könnte. Müde und mit der schweren Eisenkette an meinem rechten Bein. habe ich unter der Türe so durchgesteckt. damit ein Ecken des Briefes noch in meinem Raum lag und ich so sehen konnte. wohin ich dann rennen sollte. Ich wachte früh auf und dachte an Flucht. also ist es sehr schwierig. 30.

weil während dem Tag wegzuspringen. also dieser Eisenring war ja nicht ganz geschlossen und die dementsprechenden Ecken. was noch passiert. dass man. weil ich an meine Familie dachte und dass mich keiner so schnell vermissen würde. weil ich keine genauen Angaben gemacht habe. weil sich die Seife auch in den feinen Rillen des Gewindes festgesetzt hatte. Die Kette. seifte meinen nackten Fuss samt dem Eisenring ein und nahm auch das Tuch und das Gummiband unter dem Eisenring weg und versuchte mit aller Gewalt den Eisenring über meinen Fersen und Vorderfuss zu stülpen. weil ich realisierte. die Kette mit Wasser und Seife über meinen Fuss zu ziehen. Es ging aber nicht. Ich erinnerte mich. dass es auf einer solch grossen Farm eine Leiche loszuwerden kein Problem wäre. also wollte ich. wer weiss. wie konnte ich die Kette lösen. der Verschluss.und dann 30 km lang in der Wildnis herumirren. da würden sie mich auf 100 km auf dem freien wohl Feld sehen. die dieser Ring hatte. dass wenn bei 31 . Meine Nerven lagen frei. stachen sehr fest auf meine Ferse. aha. wenn schon. Auf einmal bekam ich grössere Angst: Nach einer halben Stunde hatte ich meine Meinung geändert und sagte zu mir. Wer sollte mich je da finden? Ich bekam auch Panik. Ich weinte. wenn man verheiratet ist oder Leute die verheiratet sind und sie den Ehering loswerden wollen. Da ich ja eine Seife hatte. wo ich jetzt noch mal hinging. denn selbst mit Seife ging es einfach nicht. es ist besser. ich werde mit dem Versuch. was mein Tod bedeutete. weil ich die Seife nicht vollständig vom Ring entfernen konnte. wenn ich es jetzt versuche. Ich war traurig. und zudem hatte ich auch realisiert. was mir nicht ganz gelang. Ich zog so meinen rechten Schuh aus und auch den Socken und da ich kein fliessend Wasser hatte. Ich war traurig und weinte und trocknete meinen eingeseiften Fuss mit dem Handtuch ab und war sehr bemüht den Stahlring auch von der Seife zu befreien. warten. in der Nacht weg. dann denkt man sowieso an Flucht. benützte ich ein wenig Wasser von der WC Schlüssel. es mit Seife probieren. dass es für ewig war. und ich befürchtete. das ging also nicht. aber wenn man eingesperrt ist. ich war verzweifelt. dass die Kette so angemacht wurde. wo ich mich leicht verletzte. ich werde warten bis es Abend ist. dachte ich mir. Also dachte ich mir gut.

und erkennen. die von Funken beim Anschweissen der Kette herstammen. den ich die Nacht zuvor unter die Tür gelegt hatte dann weg. Auf dem 2. dass es dort Seife daran hat und dann vielleicht erkennen oder erraten. wenn kein Wasser vorhanden ist. falls sie die Seifereste entdecken würden und ich dachte mir.: Auf den 2 Fotos (nächste und übernächste Seite) kann man sehr gut die 2 eingebrannten Stellen an meiner rechten Wade erkennen. Es war Lärm mit Autos. mit Urin oder mit was. Die für das Landgericht Vaduz nachgebaute Kette samt „Mauerstueck“ befindet sich heute im Keller des Landgerichts. Revolver auf Kopf und kein Wort. Anm.einer Kontrolle die Wächter nicht die Dümmsten sind. Die Kette wurde kontrolliert. brachten mir Kaltes zum essen und zum trinken Wasser. im „Argentinien-Akt“. Ich hatte Angst. Tür aufgeschlagen. Spät abends am Sonntag bekam ich wieder Besuch. was ich vorgehabt hatte. dass sie mich dafür foltern werden oder anderswie bestrafen würden. Sie gingen dann aber wieder. Ich hatte Riesenangst. sie würden mich fragen mit was. wenn sie es entdecken würden. Sie nahmen den Brief. dann würde ich sagen. 32 . Foto ist auch die noch nicht verheilte horizontale Schürfwunde wunde der Kette gut sichtbar (2-3 cm oberhalb meines rechten Daumens). Aber dann war das Problem. dass ich meine Füsse gewaschen habe. Ich blieb den ganzen Vormittag im Bett.

sondern auch meine Fluchtmöglichkeit. ich dann weiterhin nicht aus dem Raum flüchten konnte. Ich weinte und war traurig. da die Fenster so zugenagelt waren. also war es aussichtslos. Der Fluchtgedanke ist dabei gestorben. aber wohin sollte ich auch flüchten. falls ich überhaupt von der Kette wegkommen sollte.Das WC füllte sich ohne dass ich es spülen konnte und auch tagsüber war der Raum gefüllt mit dem Lärm von der Wasserpumpe draussen. Ich war mir auch bewusst. In der Nacht hörte ich oft Schüsse und auch Hunde. 33 . wie ich ihn gebeten habe an meinem Geburtstag. Das war kein gutes Zeichen. Nervös schlief ich ein. Mariano kam doch nicht. weil sie mir nicht nur meine Freiheit genommen hatten.

Montag. etc. etc.Am nächsten Tag. Bitte ihn zu kommen. hoffte auf baldige Freilassung. denn man muss ja etwas tun. Ich schreibe wieder an Mariano. sehr lang. Ich las den SPIEGEL nochmals. Es ist der Geburtstag meiner Mutter. Ich weinte wieder. hoffte auf seinen Verstand. Der Tag ist ja sehr. um die Zeit totzuschlagen. sie ist 60 Jahre alt geworden. aber weniger. 31. um auf einen anderen Gedanken zu bekommen. März. weil ich nicht mehr soviel weinen konnte. 34 . Diesmal etwas unterwürfiger. offeriere ihm mein ganzes Geld und schreibe auch. wie er es sich aneignen kann.

wenn sie mir gesagt hätten. wieder vermummt und wieder Morddrohungen. denn es waren Forderungen an mich. man will nur lebendig aus der Sache wieder herauskommen. dass die Zeit auslaufe und es wurde Besuch aus Europa angekündigt. das ich nicht sehen konnte von der kleinen Fensteröffnung aus. Ich habe mir überlegt. Ich meine den Mord an Wächtern um hier herauszukommen. mit einer Kette am Bein würde evt.und ausschalten kann. Wenn man bei der Türe herein kommt. wenn sie zur Tür hereinkommen. Rechnung in „Anführungszeichen‚. wo man die elektrische Wasserpumpe ein. links oben an der Wand. Ich hätte auch unterschrieben. aber wie. Es war sogar. Ich wusste aber und konnte an der Art und Weise wie es geschrieben war. dann unterschreibt man alles. damit ich meine Hand hätte anlegen können 35 . ich wusste sie war von ihm. wie ich John F. Die Notiz von Mariano. dass es Mariano's Stil war. dass Mariano angeblich für wichtige Geschäfte nach Europa zurückkehren musste. weil ich nicht nahe genug an die Waffe gekommen wäre. weil ich mich mit Strom nicht gut auskenne und nicht gewusst hätte. ich soll schreiben. Sie brachten Essen und eine Notiz von Mariano. wenn man in Gefangenschaft ist. weil wissen Sie. ein Dieselfahrzeug. kam ein Stromkabel aus der Wand heraus in einen kleinen Kasten mit drei runden Sicherungsknöpfen und dann in einen grauen Kasten führt. Bin mir aber nachher unsicher geworden.An diesem Montag bekam ich Vormittags wieder Besuch. Kennedy ermordet hätte. Es ist egal. mit einem Stromschlag erledigen könnte. Es kam auch der Gedanke an Mord. erkennen. Wenn nicht ein Stromschlag dann vielleicht die Waffe entnehmen dachte ich mir. absurde Forderungen an mich. Neben dem Stromkabel war auch ein Stromzähler der Marke ABB von 1992 mit dem Zählerstand von entweder 2030 oder 3020. wo sie vermutlich meine späteren Geldzahlungen rechtfertigen wollten. ob ich eventuell die Wächter. es ist zwecklos. was aber nicht so einfach sein wird. Wie üblich ein Auto. die ich hatte. ich bin mir nicht mehr sicher. Auf der Notiz stand. Sie legten mir Rechnungen vor. man unterschreibt einfach alles. dass darin stand. aber sie wurde nie von ihm unterschrieben. Ich habe sie im Detail nicht gelesen. der Strom wie eine Erdung an mir vorbeigehen. Wieder Waffen. welches Kabel wo zu was führte und zudem dachte ich.

weil ich fast eine Woche in derselben Kleidung gesteckt habe und die Luftfeuchtigkeit in diesem Wasserturm. Wenn man sich in Händen solcher Verbrecher befindet. Es gab auch erste Schläge auf meinen Kopf. dann macht man sich sicherlich Gedanken. wenn ich nicht im Bett bin. dass man lebend aus dieser Gefangenschaft herauskommt. kein Schaum. ein paar kleine Seifen von Hotels. dass ich während des Tages. also meine Badeutensilien. die Türe und Morddrohungen. Wasserwindmühle. was ich später tat. 36 . dies ist nicht sehr hilfreich. wird vermutlich zugestehen. Auch begann der Stahlring in der Nacht zu kratzen. mit einer Fingernagelreinigungsvorrichtung. wenn man selber nicht in einer solchen Lage war. Der Gedanke an eine Schlägerei kam auch. weil sie vermutlich vermutet hatten. ist es vermutlich nicht so einfach für Aussenstehende nachvollziehbar: wie und warum ich das. dass es zum ersten Gedanken an möglichen Selbstmord kommt. für andere Möglichkeiten. ein Rasiermesser von der Marke Gillette. die ich im Brief davor formuliert hatte. was sicher mein Tod bedeutet hätte. ziemlich hoch war. womit ich das verdiente oder was ich getan hatte. sonst gaben sie mir nichts und es gab auch keine Antwort auf meine Bitten. Bei jener Visite wurde mir wieder Essen. weil die Sonne nur ganz klein. diesmal sehr gründlich und knallten die Türe beim Hinausgehen zu und verriegelten sie mit massivem Lärm. Für einen Rest. machte und wie und warum ich dazu kam. wobei ich nicht wusste. Sie checkten wieder die Kette. die Waffen. aber einen gegen zwei oder drei und ich dann noch angekettet. hatte ich einfach keine Kraft oder war zu dumm dazu. eigentlich frieren sollte. was wie folgt beinhaltete: Es war eine Hygienetasche und es war ein Nagelklipser drin. Reinigungsutensilientasche mit. Wisst ihr. Zu meiner Überraschung brachten sie auch mein kleines Necessaire. Ich bekam wieder Besuch mit denselben Vorzeichen wie Lärm. das Auto.und ich kein Tumult riskieren wollte. Jeder der so was miterlebt hat. wovon man heute noch die Schürfwunden erkennen kann. Brot und Früchte und sogar meine blaue Jacke gebracht. wie stehen die Chancen. also der ganze Raum immer im Schatten war. Ich selber war sehr schmutzig.

Aber in einer Gefangenschaft sieht die Sache ganz anders aus. Es ist nämlich so. heraus zu nehmen.Die Gründe warum ich an Selbstmord gedacht habe. lernte mit verschlossenen Augen wie ich ohne mich zu schneiden erkennen konnte. ich dann freikomme.5 bis 1 mm hatte. die Macht über sein eigenes Leben d. es ist anders. welche Seite das Messer und welche Seite nur diese angehefteten oder angeschweissten kleine Metallstreifen waren. Der Grund darin liegt da. 2 cm und ca.h. wann ich sterben wollte oder nicht. was einem noch übrig blieb war die Macht über Leben und Tod d. Münztasche von meiner kurzen Jeanshose und die andere habe ich mir in die linke Po-Hosentasche gesteckt. ich konnte noch selber bestimmen. So entschied ich mich die zwei kleinen Rasierklingen. wenn sich jemand wegen einer verlassenen Freundin oder eines verlorenen Arbeitsplatzes in Freiheit vor den Zug wirft oder sich sonst irgendwie umbringt. ich vermutete. waren die Folgenden: Ich hatte Todesangst auszustehen unter diesem psychischen und sonstigem Terror. Ich bin selber kein Feigling und möchte hier sagen. so hätte ich doch noch eine Möglichkeit mit der rechten Hand auf den Rücken gebunden in die linke Potasche zu greifen und das Messerchen. rechte kl. dass ich dort realisieren musste.h. heraus zu nehmen und vielleicht dadurch die Schnur um meine 37 . falls ich dies und dies erfülle. das eine Länge von ca. dass. falls sie mich foltern oder sonst was mit mir machen würden oder nur meine Hände gefesselt auf den Rücken binden würden. Ich brach die zwei Klingen heraus. eine Breite von 0. Ich hatte auch Riesenangst vor Folter. die in dem Wegwerf-Giletterasierapparat darin waren. dass sie mir nicht nur meine Freiheit. weil sie es auch in zweideutigen Andeutungen so gemacht hatten. weil wegen einer Freundin oder anderen zerbrochenen Beziehungen oder eines verlorenen Arbeitsplatzes sollte man sich nicht umbringen. sondern auch meine Fluchtmöglichkeiten genommen hatten und das Einzige. Während der ganzen Zeit sagten sie das nicht. Ich wickelte sie je in ein Stück Zeitungspapierchen hinein und steckte eine Klinge in die vordere. Dann ist er vielleicht in meinen Augen ein Feigling oder dumm. Ich tat es mit der Fingernagelreinigungsvorrichtung am Nagelknipser. was auch eine sexuelle Folter beinhaltet hätte. und ich habe nie von den Entführern gehört.

wobei ich natürlich auch sagte. er war ein Farmknecht. Natürlich ausser sie kämen mir zuvor und davor hatte ich natürlich wieder Angst.Hand oder sogar meine Blutvenen aufzuschneiden. dass sie es mir wegnehmen könnten. wäre eventuell eine letzte Masturbation an Gedanken an die letzte Frau die ich lieben durfte. aber auf der anderen Seite war die Leichtigkeit mit der er mich 38 . da ich glaubte. dass ich gedacht habe. dass ich von seiner Geldschuld nichts mehr haben wollte. wenn ich ihre Bedingungen. Das war das Letzte was mir blieb. selbst wenn es Mordbefehle wären. weil im späteren Gespräch einem der Bewacher. ich alleine entscheide. was kann ich mir selber noch Schönes machen. aber ich kannte ihn zumindest so gut: er würde nie einen Mord planen. Komischerweise fühlte ich mich nach den getätigten Dingen mit der Rasierklinge besser. Ich möchte hier auch hinzufügen. wann ich sterben will oder nicht. Also Mariano müsste sich nicht mal die Finger selber schmutzig machen. ich glaubte es nicht. Das WC war verstopft und Mücken und anderes Zeug verbreiteten sich in meinem Raum. er würde im Effekt jemanden umbringen lassen. davon schrieben sie aber nichts. erfüllen würde. wobei ich jedes Mal immer unterwürfiger wurde. dass in Argentinien ein Menschenleben nicht viel wert hat und dass es für die Angestellten nicht möglich war sich den Befehlen des Gutsherrn. da mich diese Geldschuld in diese Lage gebracht hatte. aber ich hatte nur dies und ich wollte nicht. Den Rest der Klinge. Abgesehen davon ist er ein riesiger Feigling. Lassen sie mich frei. also den Rest der Vorrichtung zum Rasieren habe ich in altes Brot rein gesteckt. Ich bin ein lebensfroher Mensch und sonst nie depressiv oder sonst was. Sicher gebe es Gründe. sagte dieser auch. Ich überlegte mir dann. Ich dachte ich kannte Mariano gut. die sie mir ja nicht konkret gestellt hatten. warum mich Mariano freilassen sollte. zu widersetzen. Ich schrieb wieder an Mariano. Aber ich war mir sicher. und ich flehte ihn an. bevor ich diese Welt verlassen sollte und das Einzige. mich freizulassen. Ich überlegte mir auch. was dann passieren würde. Die Lage wurde auch sonst unangenehm. dass es selbst nach meinen Zahlungen keinen Grund geben würde. was mir in den Sinn kam.

die Argentinier oder die Latinos im Generellen. 1. Ihr müsst verstehen. Am Montagnachmittag. Dienstag. wo ich bin und da gibt es mögliche Unfälle oder da ist einfach die Leichtigkeit eines solchen Vorhabens viel grösser und dadurch auch viel präsenter im Kopf von Mariano. obwohl mein Geist ganz scharf blieb. Ich versuchte zu schlafen. Wieder der Lärm eines Wagens.auf der Farm verschwinden hätte lassen können viel grösser und das beunruhigte mich. Mein ganzer Körper schmerzte und ich hatte eine unruhige Nacht hinter mir. weil man Ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist. dass ich kein Rachemensch bin. Ich schrieb so. wenn er mich in Spanien oder in Vaduz entführt hätte und mich gefangen genommen hätte. dass man alles macht. konnte aber nicht. nehme ich an. Ich war traurig und glaubte. sondern sagte nur. Ich überzeugte mich davon selbst. bekam ich wieder Besuch. wie Heirat. wo kein Mensch genau weiss. Ich will einfach auch Dinge erfüllen. Eine Notiz von Mariano mit Schreibmaschine geschrieben. Das Essen ist wieder kalt gewesen.B. dass er gar nicht darauf eingehen sollte. Geburtstag meiner Mutter und ich musste ihn in den Briefen immer ständig davon überzeugen. Die Türe wurde wieder massiv aufgeschlagen und die Waffe an den Kopf gehalten und die Kette wieder kontrolliert. wurde mir wieder zugesteckt. ohne seine Unterschrift darauf. Ich will hier nur heil rauskommen und werde niemand etwas sagen. Familie. Er glaubte mir nicht oder sie glaubten mir nicht in Bezug auf mein Geld und wie man es transferieren könnte oder meine einzige geschilderte Möglichkeit wie ich an das Geld kommen könnte und er sagte auch. der sich ankündigte. Das war alles. was sie verlangen. ich will hier raus und das Geld ist mir nicht wichtig. spät. April. Auf einer grossen Farm. Ich glaubte durchzudrehen. Wir haben immer noch Montag. dass Morgen der letzte Tag sei und dass die Zeit zu Ende gehe. Es wäre anders gewesen. wie z. und ich bekam sofort Herzflattern. dass ich hier nie rauskommen werde. meine Träume. Da ist die Lage komplizierter. wartete 39 . Kinder und ein ruhiges Leben führen.

Schritte und zu meiner völligen unglaublichen Überraschung stand da Verdammt noch Mal dieser Verbrecher Helmut Roegele mit seiner Frau Salud Hidalgo und zwei Wächtern mit gezogenen Revolvern und Pistole vor mir im Raum." Die Worte von Helmut waren sicher ein grosser Teil des Auslösungsprozesses. So geschah es. dass ich bei einem dieser Besuche beim Wächter klar erkennen konnte. Ich zitterte am ganzen Körper am ganzen Leib. Aber von hier aus konnte ich ja niemanden erreichen. Ich liess alles nochmals durch meinen Kopf gehen und es widersträubte mir. Helmut und seine Frau nicht. daran zu denken. Es kann ja nicht sein. Er sagte wortwörtlich: "Ermordet wirst du hier sicher nicht. Entweder du machst es uns als Überweisung oder du wirst hier einen "Unfall" erleiden. dass der silberne Revolver mit Patronen in der Trommel voll geladen war. meinen besten Freunden und der Welt ADIOS gesagt hätte. was ich mir dann später angetan habe. Ich möchte noch anfügen. eingekauert unter meine Bettdecke. Sie kamen in sehr gepflegtem Stil daher. meinen Freunden." Er sagte es in vollem Ernst. dass ich gehe. wir sind nicht so blöd und machen uns die Hände schmutzig. Helmut schrie mich auf Spanisch an und dann auf deutsch und er sagte: "Ja. Ich begab mich wieder in die übliche Position. dass ich bald soweit kommen könnte. ohne dass ich meiner Familie. die du in Gefangenschaft unterschrieben hast oder mit den 40 . das Gesicht unter das Kissen und die Hände und Oberarme vor meinem Gesicht. jetzt können wir Dir das antun." Ich kniete auf vom Bett und kniete vor ihm auf dem kalten Boden mit meinen kurzen Hosen und sagte: „Ich habe Euch doch nichts getan und ich flehe um mein Leben. Ich hörte mehrere Personen. ich kontrollierte die Rasierklingen in meinen Hosen und merkte mir wieder auf welcher Seite die scharfe Klinge war. sondern du wirst z.aber ab.B. dass ungefähr am Mittag wieder Besuch kam. dass wahrhaftig Helmut Roegele und Mariano das alles ausgeheckt hatten. mir selber das Leben zu nehmen. Er sagte: „Wir kriegen dein Geld sowieso. einen "Reitunfall" oder von einem "hohen Baum fallen" und der Arzt wird dies als Unfall bestätigen und mit den Rechnungen. Ich begann erst dann zu realisieren. Es war mir sehr kalt. Die zwei Wächter waren maskiert und mit Waffen.

Die massiven Drohungen. wieso dachten die ich hätte so viel Geld und zweitens wie konnten sie mir so was unterschieben. weil ich sie nicht ganz verstehen konnte. dass ich keinen Anlass dazu hatte. zuerst 2 bis 3 Mal meine Originalunterschrift üben. seine Frau. es mir vorzulesen. die sicherlich jedem eingefahren wäre. auf keinen Fall. Er hat es mit einer solchen Deutlichkeit gesagt. ich wurde genau beobachtet und Helmut hat darauf geachtet. Ich unterschrieb aber. da ich ihnen doch absolut gar nichts schulde! Im Gegenteil. an seinen Worten oder den möglichen Taten seiner Mittäter zu zweifeln. dass die Frau von Helmut sich aufgeregt hat und geschrienen hat: "Willst du sie nicht lesen?" Ich habe geantwortet: "Ich kann es nicht.Schuldanerkennungen werden wir gegen deine Erben losgehen. was dann dazu führte. zu gestalten. Ich las nur eine Forderung von 80 Millionen Peseten von ihm und eine Forderung von 150 Mio. Ich habe die Postenaufstellung nicht gelesen. Mariano schuldet mir sogar viel und das weiss er und Helmut ganz genau." Sie forderte ihren Mann auf. dass ich meine genaue Unterschrift mache und nicht eine schusslige. da ich nicht verheiratet bin und keine Kinder habe. die darauf folgten möchte ich nicht wörtlich wiederholen. das ist mein Ende. Peseten von Mariano und ich dachte nur. das ich erst gar nicht gelesen hatte. weil ich so zitterte und ich mich erst beruhigen musste. Erstens. Sie machte noch den Kommentar auf spanisch. dass ich nur soviel Geld. dass ich halt noch weiter leiden muss. weil sie mir nicht glaubten. Dann im vierten Anlauf unterschrieb ich auf das Papier von Helmut. die ich als Tischdecke benutzte. aber es war einfach eine massive Drohung. 41 .‚ Die Erben wären mein Vater Alfons Kieber oder meine Mutter Maria. Ich musste also zuerst auf der Zeitungen. wenn man so sagen kann. Er legte mir zwei Rechnungen vor um die Transaktionen wohl ein wenig legaler. aber das tat er nicht.

42 .

Wiederholt hatten sie ja nie von Freiheit gesprochen. meinen Freunden und allen Leuten. Da kommt mir wieder in den Sinn. Ich erinnere mich dann an einen Sonntagsartikel oder einem Samstagartikel in dem Magazin vom 43 . ich auf einen speziellen Artikel gestossen bin. wohin das Geld zu überweisen war. wohin es überwiesen werden soll. ohne dass mich je jemand gefunden hätte. weil ich nicht "Good Bye" und "Auf Wiedersehen" zu meiner Familie. "verfälscht". Ich schrieb ein normaler Brief an ihn und bat um Überweisung mit dem nötigen Codewort. in meiner Angst. auf Grund der Worte. Sie sind dann schon nach 20 Minuten gegangen. da ich ja leben möchte. obwohl ich ja nicht wusste. Ich war traurig. Sie wollten noch mehr Tortur und er hat es auch so ausgedrückt. der auch Englisch kann. was ich bis anhin erlebt habe. dass Helmut. dass meine Situation hoffnungslos war. erzwungenen und vordiktierten. einen ersten. die ich kenne und die mich geliebt haben. und dass mein Ende nah war. den Artikel sehen würde und mich beschuldigen würde. kein Mensch hat von Freiheit gesprochen. dass ich noch gefoltert werden sollte. die ich bis anhin durchgemacht hatte. habe. Ich spürte.wie ich dem Mariano aus dem Kerker geschrieben habe. weil sie mir noch keine Angaben dazu gemacht haben. nach Erfüllung der Bedingungen und sie hätten mich ohne Probleme Monate so halten können. wie im Artikel verwendet wurde. ich hätte Aussagen zu meinem Vermögen. wenn man es als normal bezeichnen kann. dass ich – als ich die Financial Times im Kerker gelesen hatte. handgeschriebenen Brief an Herrn Bankdirektor Bröll der BAWAG in Österreich in Feldkirch auf. was mich gezwungenermassen zu der Annahme brachte. Es lag einfach in der Luft. nicht ohne einen weiteren Besuch am Abend anzukündigen und ich setzte. da ja die normale Haft. ohne grosse Folter. hätte sagen können. in der Aufregung fällt mir jetzt der Inhalt nicht mehr ein: es hatte aber zu tun mit Angaben über Vermögen oder so. Ich bekam wieder eine Panik und riss den Artikel aus dem Blatt und zerkaute den ganzen Artikel und ass ihn auf. dass das das Wenigste oder das Einfachste in deren Augen war oder das weniger Schlimmste in deren Augen. Da schrieb ich einfach den Überweisungsauftrag und liess dann den Platz leer damit Helmut oder Mariano dies selber einfüllen konnten.

die Sonne.Tagesanzeiger in Zürich. Meine Sinne waren sehr geschärft. Ironischerweise hiess das Lösungswort Teklanika und das ist ungefähr der Name eines Flusses in Alaska.5 Mil. Vaduz. Ich dachte mir. meine Familie. Und ich war nun dort in dem Raum und musste Teklanika schreiben und nachher meinen eigenen Tod bestimmen. wo ein Journalist ein Buch geschrieben hat "Das war es also" und er Leute interviewt hat. Teklanika nennen. weil er nicht im Geringsten so nahe an das Geld kommt. Im Denali-National. um zu sterben. Das machte mich sehr. musste ich annehmen. Von späterer Freiheit sprach ja niemand. auf Besuch war. Frau und Kinder erleben werde. Nebst dem Verlust und nebst dem Nichtbezahlen seiner Schuld dazu.Park in Alaska sagten wir uns. vor allem Mariano mit seiner 1. dass sie mich töten werden. die ich sehr geliebt habe. Helmut und Mariano. falls ich zu detailliert vorgehe. ob es DAS wirklich schon war. sehr traurig. Damit ich sicher war. dass sie mir nicht glauben werden. So ist er und er wird bestimmt böse. ob es das schon war. meine eigene "zukünftige" Familie. Die Zuhörer mit schwachem Herz sollten jetzt nicht weiterhören und die anderen bitte ich um Verzeihung. weil uns dieser Name sehr gefallen hat. dass ich auch genug Stunden habe. Ich schrieb den handgefertigten Brief an Herrn Bröll zu Ende. wo ich 1989 mit meiner damaligen Freundin. dann werden wir es. wenn es ein Mädchen werden sollte. wenn ich verblute. die Dinge im Leben erlebt haben und die sich dann schon in gewissen Altersstufen gefragt haben. an diese Summe. es waren eineinhalb Seiten. ich könnte mir eigentlich auch am Abend nach dem letzten üblichen Besuch das Leben nehmen. Auf dem Brief waren auch die genauen Angaben des Kontos und des Lösungswortes darauf. wegen der tatsächlichen Höhe meines Vermögens. Ich war mir sicher. dass beide Verbrecher. die er sich erwünscht hat von mir und als Profit aus dieser Operation schlagen wollte. und unterschrieb ihn korrekt. Mir 44 . Ob ich nie mehr das Licht. als 32-jähriger Mann plus zwei Tage selber fragen. Ich musste mich dann auch wahrhaftig. falls wir eines Tages heiraten werden und ein Kind haben sollten. Da ich auch vermutete. CHF-Forderung "enttäuscht" sein würde und er sicher schon das Geld in Gedanken ausgegeben hat.

die linke Hand aufschneiden. da war ich mir sicher. zweimal. warum auch. Ich zog meine Jacke aus. dass es mir noch schlechter ergehen sollte und dass ich noch leiden musste. fünfmal mit schräg. wobei ich vermutlich eine Vene oder einen Nerv angeschnitten hatte. dreimal. dass es mit Handgelenken aufschneiden genügen sollte und dann das Blut fliessen sollte und einfach der Herzstillstand eintritt. Ich stand auf vom weissen Plastikstuhl mit all meinen Sinnen sehr geschärft und auch die Augen wie ein Adler geschärft. weil doch die Worte von Helmut und seiner Frau und die Andeutungen der Wächter. die ich an hatte und legte mich auf das Bett. viermal. sie einen Brief an meine Mutter oder meinen Vater nicht übergeben werden würden. Klinge. darum hätte es auch keinen Sinn gemacht einen zu schreiben. Beim 5.kam dann die Angst. schnitt ich mit der rechten Hand einmal. Ich hatte keine Zeit mehr und wollte auch nicht einen Abschiedsbrief schreiben. wenn ich tot bin. und bin auch sonst kein Mediziner. aber mit der Kette am Fuss kann ich nicht genug Anlauf nehmen und zudem war ich mir nicht sicher. Auch die Glasscheiben habe ich mir vorgestellt als Selbsttötungswaffe. weil kein Blut mehr kommt. Ich dachte einfach. ob das funktioniert. aber die Rasierklingen schienen mir schon sauberer und schärfer als das Glas. Das Blut floss nicht gleich und nicht so wie ich es mir erdacht hatte und gar nicht so wie es im Film immer ist. Ich war ja der Gefangene und nicht sie. wobei natürlich meine eigene ANSICHT darüber wichtiger und vor allem die ECHTE ist. Ich wollte mit einer frischen Klinge. Ich legte mich also auf mein Bett und nahm zuerst mit der rechten Hand die rechte Klinge aus der vorderen Münztasche meiner kurzen Hose und ohne dass ich grossen Schmerz empfand. als nur diese in deren Augen "einfache Gefangennahme". Meine Gefühle dazu waren natürlich die Ausschlaggebenden und meine Eindrücke und nicht deren die draussen frei herumlaufend konnten. dass ich gegen die Wand rennen könnte. weil kein Blut mehr kommt oder das Gehirn stirbt. dass ich vielleicht nachher keine Gelegenheit dazu hätte über mein Leben selbst zu bestimmen. weil ein Abschiedsbrief. dem schräg angesetztem kleinen Messer in das linke Handgelenk. Mal machte es "SSSSch". mit der 2. So dachte ich jedenfalls. 45 . Natürlich habe ich mir auch gedacht. Ich hatte natürlich selber nie Erfahrung mit einem Selbstmordversuch.

und dann zwei. die Klinge aus dem Papier auswickeln. dass sie mich umbringen werden und mich dadurch zum Selbstmord getrieben hatten. nicht sterben konnte. dass ich ja auf dem Bett lag. Wenn ich eine Pistole gehabt hätte. das Bedürfnis es abzubrechen. sondern im Gegenteil.bis dreimal mit schräg angesetztem Messer tief in das rechte Handgelenk schnitt. nahm ich mit der rechten Hand weg und setzte mit dieser Hand zum hoffentlich finalen brutalen Schnitt in die linke Halsschlagader an. auf dem Rücken. die noch in meiner linken Hand. es gab keinen Weg zurück. man muss seinen ganzen Mut aufbringen um sich selber das Leben so zu nehmen. zusammennehmen musste. Es ist falsch zu glauben. brennenden Stich in meinen Händen. Ich will noch jetzt dazu sagen. wo ich feststellte. dass ich SO nicht sterben werde. wäre es einfacher und schmerzfreier erledigt gewesen und viel schneller. dass wenn diese durchtrennt oder massiv angeschnitten ist. Ich lag wieder auf dem Bett und legte die Hände auf den Boden damit das Blut auch gut fliessen konnte. Die zweite Rasierklinge. was sie für mich getan hatten und ich bat Gott um Verzeihung auch für das was ich getan hatte und dass er mich bitte in den Himmel nimmt und mir meine Familie verzeihen werde. und ich dadurch in eine Lage kam. Zudem musste ich leider wiederum feststellen. den ich je in meinem Leben gehabt hatte. Ich musste aber sterben. Komischerweise verspürte ich keinen Schmerz. Ich dankte Gott und noch anderen Leuten für das. so musste ich wieder aufstehen mit der rechten Hand nach hinten in die linke Po-Tasche greifen. solche Verletzungen beifügen konnte. unterhalb des Unterkiefers ins Fleisch und beim Herunterschneiden versuchte ich den Druck auf die Klinge zu 46 .musste aber feststellen. damit ich mir solchen Schaden. ich wusste. dass ich all meinen Mut. das Blutfliessen ohne Hilfe von Aussen nicht gestoppt werden kann. zwischen den zwei Fingern blutverschmiert klebte. in die linke Hand geben. Ich war bereit zu sterben und auch hatte ich nicht eine Sekunde lang. die komischerweise nicht geschmerzt hat. wie ich es vermutet hatte. dass es einfach war. aber das hatte ich ja nicht. nachdem ich die Hände aufgeschnitten hatte. ich wollte sterben. nur vielleicht einen kleinen. weil die Täter mich überzeugt hatten. dass das Blut nicht so floss. Wieder machte es "SSSSch". Die kleine Klinge bohrte sich links ca.

. Ich suchte mir ein Stück. was ich noch konnte. Minuten. so war ich überzeugt. Fenster. ein. Ich nahm eine Decke vom Bett. Ich legte die Arme wieder hinunter auf den Boden und hoffte. Ich konnte links und rechts von der Halsgrube dort den Puls stark spüren. ein wenig von mir ausgesehen nach links. bzw. Es gab einen starken Schnitt in meinen Hals und ich hörte auch Luft entweichen. So. aber am stärksten spürte ich ihn an der kleinen Mulde am Halsansatz. 0. Das Glas. seine "eigene Kehle" durchzuschneiden. dass längste Stück mit dem spitzigsten Spitz aus und legte mich wieder hin. Ich legte die Glasspitze darauf an und hielt mit der linken Hand das Glas fest und mit der rechten Hand machte ich eine Faust.: später im Spital Vaduz) herausstellte. dass sie mich umbringen würden oder 47 .erhöhen. holte mit dem Arm aus und schlug mit voller Wucht. links und rechts von meinem Hals und in meine Haare. Es strömte sehr viel Blut heraus und floss herunter. wenn sich Blut in die Lungen füllt.. so dass ich die tief irgendwo darunter liegende Haupthalsschlagader zerschneiden kann.. habe ich die Hauptschlagader um ca. zwischen Daumen und den anderen Fingern und mit der rechten Hand suchte ich nach den Pulsadern. stand ich wieder vom Bett auf und glauben Sie mir. Da ich sicher war. dass Gott mich zu sich nehmen würde. das sollte genügen. umwickelte die Decke um meine rechte Faust und schlug in beide kl. die mir wie Sekunden erschienen vergingen und der Tod wollte nicht kommen. Auch hatte ich jetzt tiefe Schnitte am linken Daumen und Zeigefinger. dass es die Luftröhre war und dachte. Ich wollte aber ganz sicher gehen und setzte das Glas nochmals links. Ich wollte sterben. die oberhalb von meinem Bett waren. dass ich dann so sterben konnte. obwohl man beide Handgelenke zerschnitten hat und wenn man auch ohne grossen Erfolg versucht hat. Wie sich jetzt (Anm. die Spitze versetzte ich nach links und – nach einer Drehung des Glasstücks .4 cm verpasst. hielt ich in meiner linken Hand. Ich vermute. damit es einen Stich gibt. So stand ich. dem heftig schlagenden Puls in der „Halsgrube‚. auf das Glasmesser drauf. Verdammt noch mal.schlug nochmals zu und liess das Glas danach auf meinen Bauch fallen. Es war ein Riesenkrach und die Scheiben flogen überall herum. in einer Form eines Dreiecks. es ist möglich wieder aufzustehen.

warum. er solle mir verzeihen und mich zu ihm aufnehmen. komische Laute von sich zu geben. in unserer Schule. hast du das getan?‚ Ich sagte nur. Dann auf einmal fing der Körper selber an. irgendwo hin. Es war komisch. der Vollidiot oder versucht sich umzubringen und dann ging das Gerenne los. dass es mir nicht gelungen ist meinem Leben ein Ende zu setzen. sie müssten den Papa. denn ich lag nochmals ca. hatte ein Mobiltelefon und hat sofort. der kam nicht. und einer von beiden schrie dann. weil sie. Mario. "der verdammte Sauhund" hat sich umgebracht. es müssten langsam die Sinne nachlassen. komischer Weise keinen grossen Schmerz. Mario. das heisst der Unterteil von meinem Kiefer war wie gelähmt und mein Herz pumpte wild daher und die Lunge oder der Magen füllte sich mit Luft und die Laute waren so wie eine Kuh schreit. mir mit einem Handtuch meine Halsverletzung und die Hände eingewickelt. ich wollte nur alleine gelassen werden. Sie haben noch kurz. die aussah wie auf einem Schlachthof. also den Mariano informieren. ohne dass ich es wollte. dass der eine habe sich umgebracht. weiss Gott wen. sie die Kapuzen abgenommen haben und die Waffen weggeschmissen. Ich wartete auf den Tod und wartete und wartete und betete zu Gott. konnte aber noch durch die Nase und dieses Loch atmen. angerufen und einer sagte noch. 1015 Minuten so da. ich weiss es nicht. das war dann der Sohn Mariano's. aber es war nicht dementsprechend. als sie mich gesehen haben in dieser Blutschweinerei. Und habe vielleicht geflucht. Ich lag da. wie wir es in der Schule gelernt hatten. und fragte: "Warum. ich habe ihn dann erkannt. ich konnte die Vögel klar hören und die Decke des Zimmers gut beobachten und ich konnte auch meine Zehen bewegen und ich verstand nicht wie so was möglich war. eigentlich. Ich war nicht bewusstlos und ich hörte die Tür aufgehen und sah zwei vermummte Gestalten dort. die Augen und die Ohren oder so. ich dachte. weil 48 . aber dafür kamen die Wächter. ich weiss nicht welcher. vielleicht 15 . nein ich sagte nichts. Sie haben sofort die Handtücher oder das Handtuch aus dem Badezimmer geholt und der eine Sohn. Ich spürte. weil sie vielleicht mein Schreien gehört hatten oder nicht. Ich hörte auch. Später dann kam der Knecht zu meinem Bett.zuerst foltern würden und davor hatte ich Angst.20 Minuten und wartete auf den Tod. mit Waffen in denen Händen und der eine.

Man darf nicht vergessen. hingelegt. unter die Steinwendeltreppe. Ich habe dann nichts gesagt und sie haben eine zweite Matratze eine alte. denn früher oder später wäre ich mit dem Blutverlust sowieso gestorben. ich muss dich jetzt‘ nähen. Ich lag dann dort. Tetanusspritze. geholt hat und auch Gaze. er hat nur gesagt. dass ich noch die Kette am Bein hatte. Sie richteten meinen Körper auf und die Beine schoben sie von Richtung Bett auf den Boden. ich kenne seinen Namen nicht. Sie hatten einen halbtoten Gefangen und kein Geld. da bin ich mir ganz sicher. dass sie nur für das Geld. Dann haben sie mir das Hemd vom Leibe gerissen.h. Dies war natürlich ein Problem und da ich jetzt weiss. ob sie mich sterben lassen sollten. Dann hatten sie einen Knecht beauftragt. Es gab Diskussionen über was zu tun war. sie sind wie Leibeigene bei diesem Gutsherrn Mariano. Sie schmierten die Glasscherben weg und hoben auch noch den vorhandenen Fensterrahmen links und rechts auf der Fassung und brachten das ganze Fenster mit den zerbrochenen Scheiben ins Freie. dass sie darüber referiert haben. dass einer der Söhne dann wie verrückt ins Dorf gefahren ist und bei der Apotheke Verbandszeug. das andere war ja nur ein Schaumstoff mit einem Stoff überzogen. die Hose behielt ich an. Jetzt hatten sie natürlich ein Problem. echte Matratze. Ich wollte oder stammelte etwas von Spital oder Arzt. das haben sie auch gemeint.sie nicht wussten wie mit der neuen Lage umzugehen. Sie schleppten mich über den Boden oder noch besser gesagt schleiften mich über den Boden samt Kette auf die andere Seite und legten mich hin. wo ich jetzt mein Bett hatte. Darum hatten sie mir auch geholfen. Dieser Stoff wird da zum 49 . vom oberen Stock die Treppe hinunter geschleift und sie gegenüber von der Wand. und ich weiss heute. sonst hätten sie mich sterben lassen. ich soll ihn auf Spanisch "den Vogel" nennen. gleich totschlagen sollen oder ob sie mir helfen sollten. so geldscharf waren die und mich natürlich für das Geld "operiert" hatten. d. Er war ja nur der Handlanger. und ein Knecht hat in Argentinien sowieso nichts zu sagen. der Knecht kam zu mir und sagte: ‚Enrique. Infusion. Nadel und weiss Gott was. Ich konnte mich selbst nicht mehr bewegen und war in Ekstase oder so. sodass ich dann so eingeknickt auf dem Bett sass und diese Handlung mit mir geschehen liess. aber sie gingen nicht darauf ein.

Jetzt lag ich zwar halbwegs verpflegt. weil wir können auf keinen Fall einen Arzt hierher kommen lassen oder dich ins Spital bringen. Es gab natürlich keine Betäubungsmittel und zudem habe ich gar nichts gespürt. wo sie jeweils die Reste der Kühe oder der Kuh. verbrennen. kalten. wie zu einer Infektion oder Lungenentzündung oder so. du musst selbst gesund werden hier. damit sie keine 50 . den ich je in einem Mann oder Menschen gesehen habe: „Heinrich.‚ Nämlich selbst in Argentinien ist die Polizei auch reaktionsfähig und nicht dumm. als ich wieder zu normalen Gedanken kam und dort lag. Die Kette blieb noch daran. weil du sonst die Polizei rufen würdest und das ganze Unternehmen samt der Hazienda in Gefahr bringen würdest. Alles wurde mit Gaze verbunden und ich blieb dann unter der Decke ohne Hemd auf einem Kissen aus Kunststoffwolle liegen. die sie pro Monat für den Eigengebrauch schlachten. dann müssen wir dich umbringen. Marco sagte ganz kalt mit dem kältesten Blick. entweder heisst es. einmal rechts unter der Wendeltreppe in die Ecke und fing an beim Hals. meinem Leben ein Ende zu machen. da es ihn doch Mühe kostete die Nadel durch meine Haut zu stecken. Nachdem er den Hals zusammengenäht hatte. der Rothaarige. Ich weinte nur. weil ich um einen Arzt beim Knecht gebeten hatte. falls es zu Komplikationen kommen könnte. Sie haben dort einen grossen Ofen. dass ich es nicht geschafft hatte. Später bekam ich dann Besuch vom Sohn Marco. ich weiss den medizinischen Ausdruck nicht. dass ich um die Gegend der Verletzungen sowieso schon so sehr. verfluchte ich es. nähte er vier Stiche auf das linke Handgelenk und drei Stiche in die rechte Hand. denn ich wollte doch von dieser Situation rauskommen und jetzt war es noch schlimmer. da heisst ich die Nadel nicht spürte. wenn ich das so sagen darf. sie natürlich keinen Arzt rufen könnten und ich dann im Ofen verbrannt würde. zusammen zunähen. Der Sohn Marco. Der Unfall passierte so ungefähr um 14:00 Uhr / 14:30 Uhr. Ich blieb dann eingedeckt liegen und der Knecht kniete sich einmal links. wenn nicht. dreckigen. weil ich dachte. mein Selbstmordversuch. verdammten.Verbinden gebraucht. schmutzigen Verliess und immer noch die Kette am Bein und es hatte sich nichts geändert. aber immer noch in diesem scheiss. aber sicher schon sehr betäubt war. ich vermute. sagte mir auch. falls ich nicht. die Haut. kühlen.

Sie haben auch die Flasche mit der Infusion so hoch über mir an die Wand genagelt und aufgehängt. Und nicht wie es sein sollte mit kleinen Tropfen. dass ich nicht an den Verletzungen einer Entzündung gestorben bin. Ich musste ihn darauf hinweisen. dass sich die Venen im Unterarm links und rechts nicht deutlich zu erkennen gab. Die Unterhosen und Hosen konnte ich nicht wechseln. weil sie zuwenig mit Blut gefüllt war. Ich war natürlich nicht gerade fröhlich über solche Nachrichten und was mich natürlich anstrengte selbst gesund zu werden. so gut wie ich es selbst in der Hand hatte. da es früher oder später zu Funden meiner Gebeine kommen könnte. dass die Lösung wie aus einem voll offenen Wasserhahnen sprudelte. wie man heute noch an den Unterarmen links und rechts erkennen kann. lassen wir es lieber sein. dass der Flüssigkeitsdruck so stark war. konnten sie keine vernünftige Vene finden. So kam es. Mich wundert es heute. Ein Vergraben käme nicht in Frage. Sowieso. weil ich mich ja nicht waschen und die Wäsche auch nicht wechseln konnte. 51 . die Infusionslösung ging nicht in eine Vene hinein. d.Restspuren hinterlassen. Dummerweise. denn dem Knecht seine Hände sahen schwärzer und dreckiger als die eines Kaminfegers aus. Am Abend spät kamen sie mit einer Infusionslösung. dass die Nadeleinstiche nicht korrekt sind und er versuchte es dann bis zu 10 Mal oder so und dann haben wir gesagt. weil man sie nicht über die Kette ausziehen konnte. dass ich links sieben Einstiche mit der blöden Scheissnadel links und zwei oder drei Einstiche rechts im Unterarm bekam. Da lag ich nun wie ein halbtoter Hund an einer Kette und schmutzig war ich auch noch dazu. wobei ein Ofen mit so hoher Temperatur nichts übrig lassen werde von mir. sondern in die Haut dazwischen und es bildeten sich Schwellungen in der Haut.h. ich musste soviel Blut verloren haben. weil ich soviel Blut verloren hatte.

räumten sie mit grosser Gründlichkeit die andere Raumseite auf und nahmen die andere Matratze weg. dass es die Speiseröhre ist. aber sie sagten nein. der vor mir auf dem Stuhl sass und mich beobachtete. um zu schauen. Mir tat alles weh. das habe ich gesehen.h. oder ob die Bewachung und Beobachtung wirklich dazu da war. es war der Knecht. ob ich nicht doch sterben würde. es sei die Speiseröhre und es wäre die Luft vom Magen herausgekommen. Auch wurden alle Scherben aufgeräumt und die Fensterrahmen aus den Angeln genommen und weggenommen. ich weiss nicht. ob die Angst grösser war. ich dachte es sei die Luftröhre. jetzt 52 . die Öffnung in der Speiseröhre. d. Moser im Spital Vaduz selbst geglaubt. dass ich mir noch einmal was antun könnte und sie dadurch das Geld nicht erhalten könnten. Das Bettgestell. Von nun an hatte ich einen ständigen Bewacher. bis zu meinem Besuch bei Herrn Dr. das auch durchblutet war. dass das Blut durch die Schaumstoffmatratze floss und dann auf die Federn und auf das Bettgestell durchtropfte. aber er hat mir gesagt dass die vordere Röhre die Luftröhre ist. Ich habe bis gestern.Währenddem ich gepflegt oder behandelt wurde. wie sie mir jetzt sagten.

wegen dem Loch in der damals noch Speiseröhre. dass ich fliehen konnte. dem linken. hinüber zur Tür geschaut habe. Ich hatte auch Riesenangst als der Knecht mein Hals zugenäht hatte und dann. Mario und Marco. Sehr. sie haben die Tür nicht mehr zugeschlossen und vor mir auf dem Stuhl oder zeitweise auch neben den Stuhl der Bewacher sass. dass sie doch entschieden mich gleich zu beseitigen. hatten sie mich trotzdem in der Kälte gelassen. ob er auch informiert war. weil die Matratze. dass Mariano mit seinen drei Söhnen. Ob Mariano mit seinen Söhnen. was ich denken soll. Ich lag nur bewegungslos da und schaute mit meinen Augen unter den Lidern hervor und sah wie Mario mit seinem grossen. aus diesem Raum. Ich hatte solche Angst und ich glaubte fest. sodass mein Gesäss im Loch lag und ich dann mit den Rippen auf einer gewissen Kante lag und dazu mir der ganze Rücken und der ganze Körper schmerzte. ich hatte Angst wegen der Öffnung. d.h. aus diesem Land weg. den ich nie gesehen hatte. und ich nicht weiss. ich wollte auch nicht mehr fliehen. langen Messer an meiner Kehle die Schnüre vom Nähen abtrennte. wie ich noch glaubte. dass er mir im Effekt die Kehle durchschneiden könnte um diesem Drama und diesem Problem ein Ende zu machen. ich habe ihn dort nie gesehen. ich weiss nicht wieso. hatte ein Riesenloch in der Mitte. weil mir nur die Haut zugenäht wurde. weil ich mit einem Auge. ich konnte sowieso nicht schlafen. Ich wollte auch nicht schlafen. aber ich habe in einmal in Spanien kennen gelernt. Sie sorgten sich um mich. Ich hatte immer noch das Gefühl. dass ich nicht durchkommen könnte oder was immer. Pedro. Obwohl ich mich in so schlechtem Zustand befand. unmaskierte Mario mit seinem Messer das Ende der Schnur durchtrennte. Logischerweise mussten sie mich ja aufpäppeln damit ich die Kohle organisieren konnte und wegen meines miserablen Zustandes und ob wirklich keine Gefahr bestand. wobei der dritte Sohn. doch nicht zum Schluss gekommen sind. ich wollte entweder nur Tod oder lebendig aus diesem Haus. aus dieser Geschichte. Egal.weiss ich auch nicht. der anwesende. Im oberen Stock hat der Knecht im Bett geschlafen oder er beobachtete mich. Spät am Abend. die sie mir untergelegt haben. dass sie mich wegen meinen schweren Verletzungen und der Gefahr. die jetzt offen blieb. es tat mir alles weh. sehr spät am Abend kamen dann überraschend der Verbrecher 53 .

dass er ist der Einzige von dieser Bande hier. Sie schworen mir und sagten auch. April. Zweitens habe ich immer die Tür beobachtet. d. Ich flehte Helmut Roegele an. mich umzubringen. Das Einzige das es wirklich zu jenem Zeitpunkt bewirkt hat. die nicht verschlossen wurde. war dass sie mir geglaubt haben. was ich habe und keinen Pfennig mehr. dass ich nur das habe. dass ich sicher hier in dieser Kälte und bei dieser Luftfeuchtigkeit an einer Lungenentzündung sterben werde. erst nach dem Nachtessen wurde es ihnen erzählt und sie hätten sich angeblich sehr aufgeregt und verstanden nicht. sie verstehen es schon. dass er sich nicht die Hose verbrannte. sondern nur noch auf der nackten Matratze auf dem Boden. weil ich vermutete und überzeugt davon war. warum Mariano mich nicht in ein Spital bringen wolle. dass wenn ich nicht an meinen Verletzungen oder einer Vergiftung oder Entzündung von den dreckigen Händen des Knechts sterben werde. Mittwoch. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. aber sie wollten es nicht machen.h. Denn sie hatten sich nun auf das eingelassen. ihre Geldforderungen bezahlt hätte. 2. Ich lag ja nicht mehr auf einem Gestell. Ich erzählte ihnen von den missglückten Infusionseinführungen. da ich fälschlicherweise dachte. Sie versprachen mir. mich nicht alleine zu lassen und hier wie ein Hund verrecken zu lassen. da ich sonst schon schwach war. weil er vor dem Stuhl einen Gaskocher aufgestellt hatte und vor mir eingenickt war und die Beine und damit seine Hosen ziemlich nah am Feuer dieser Gasflamme gestreckt hatte. der noch ein wenig menschlich auf mich wirkte und meine Tränen kamen mir in die Augen und ich flehte sie an. diese Herren und Verbrecher und sie wollten auf keinen Fall jetzt ohne einen Pfennig Verdienst diese Lage beenden. weil ich mit einem Auge auf den Bewacher schaute und aufpassen musste. damit ich hier herauskomme natürlich nachdem ich Ihre Bedingungen. dass sie sich um mich kümmern würden und ich solle so schnell wie möglich gesund werden. dass es zu einer Kurzschlussreaktion kommen könnte von Seiten der Verbrecher und dass sie in der 54 . nur weil ich versuchte.Helmut und seine Frau zu meinem Bett.h. dass sie angeblich von dem Ganzen zuvor nichts gewusst hätten. d.

Ich weiss nicht auf wessen Treiben hin entschieden wurde. wenn ich nicht selber gesund werde. die dir von hinten in den Rücken fallen und dies vermutlich einfach ihren Angestellten übertragen würden. weil ich nicht glauben konnte. Jetzt kommt mir noch in den Sinn. dass das so heilen würde. meine Arme und nichts bewegen. die der Knecht an mir verübt hatte. ich konnte nicht glauben. Mir ist dann auch aufgefallen. wo ich auf den Stuhlgang musste und ich mich aber schämte. Mein Hals war ganz starr. Zudem war ja mein seelischer Zustand auch nicht der Beste und das heisst es war eigentlich eine sehr verrückte Lage. dass man mich beseitigen muss. Auch bat ich um einen Arzt oder um ein Spital. die sie beim Arzt im Dorf oder sonst wo gekauft hatten. Wobei sie es nicht selber machen würden. nehme ich an. Das Herz und das Hirn waren sehr geschärft. Tag und Nacht. sie mich erschiessen oder umbringen müssten. dass an der Aussenseite der Stahltüre offenbar extra für diese Gefangenschaft mehrere zusätzliche Riegel mit Schliessvorrichtung daran angeschweisst wurden. da ich ja sowieso nicht viel gegessen hatte. sehr gross. die Möglichkeit war sehr. Ich blieb dann den ganzen Tag im Bett liegen und dauernd kamen Leute und fragten nach meinem Bewusstsein. Für den Urin war es kein Problem. Nochmals. weil die ganze Familie Marti-Ventosa Roqueta Feiglinge sind. dass sie mich verlegen würden und zwar aus diesem Raum heraus und in einen anderen Keller. ein Ende zu bereiten. Es waren solche Leute. die ihr Verbrechen genommen hatte. dass es passieren würde. ich könne meine Hände. am Mittwoch morgen kam Marco und sagte mir. dass ich.Nacht kommen und mich erschiessen. dass es lebensnotwendig für den Erhalt der Einheit und den Erhalt dieser Farm ist. mit der Begründung. dass ich 55 . um dieser unvorhergesehen Wendung. und es gab auch einige. überleben würde. weil sonst alle im Knast oder wo immer landen würden. Obwohl sie mir auch noch eine Tetanusspritze in den Hintern geschossen haben und noch eine andere Spritze. peinliche Situationen. denn da konnte ich in eine leere Mineralwasserflasche aus Plastik meine Blase entleeren und auf die Toilette musste ich im Moment nicht gehen. dass mit diesen kleinen Korrekturen. weil ich ja noch angekettet war und wieder in der Scheisse des Kerkers drin war. nach meinen Gefühlen und ich sagte. Der Knecht blieb die ganze Zeit bei mir.

die sie ja nicht gut brauchen konnten. sofort verstehen würden oder sofort die Hand ins Feuer legen würden. weil der Arzt ja vermutlich dann zur Polizei gegangen wäre und weil er vermutlich auch die Verletzungen oder die Kette gesehen hätte. sie sagen würden. dass ich mir nie selber ohne diese zwingenden Massnahmen oder Umstände unter denen ich mich befunden hatte. ich mir das Leben nehmen würde und zudem ist dann die grosse Frage hier. einer ganz Kleinen. weil er depressiv war. Zudem müssen jetzt beim betonierten Treppengeländer von dieser Rundtreppe zwei bis drei Löcher in die Betonmauer eingehämmert sein. weil ich eben in Gefangenschaft war und sie es nicht riskieren konnten. wo sie den Nagel eingeschlagen haben damit man die Infusionsflasche aufhängen kann. die es hinterlässt auf dem dunklen. grauen Betongrund ist die Form einer Maus oder einer Ratte. Zudem kann jeder ganz klar erkennen warum. dass ich mal rauskomme. denn falls es zur Anklage kommt. dort eine Stelle gibt. April an bis ich zu meiner Abreise aus Argentinien gesehen hat. wenn die. dass es keinen einzigen Arzt in Argentinien oder sonst wo gibt.für mich selber. als ich dort auf dieser Matratze auf dem Boden unter der Rundtreppe lag. Ich weiss z. warum holten sie denn keinen Arzt oder haben mich ins Spital gebracht. 56 . ja das hat der Heinrich sich selber beigebracht. wenn ich dachte. obwohl mich alle Leute die mich kennen. der mich vom 1. die Infusionslasche. wo der weisse Verputz und die Farbe weggebröckelt ist und die Form.B. ich mir soviel wie möglich merken muss von den Details dieses Gefängnisses. die als meine Freunde gelten oder galten. als ich mir solche Verletzungen zufüge und ich weiss ganz genau. Mariano und Kompagnon. die. dass ein Arzt mich aufsucht.

vor allem die Frauen. dem Mariano und seinen Söhnen und der ganzen Angelegenheit ausgeliefert war. dass die restlichen Familienangehörigen. Ich konnte mich mit meiner letzten Kraft und mit Hilfe von ihnen dann vom Bett aufstehen und trotzdem musste ich wieder vier bis fünf Stunden auf dem weissen Stuhl in dem leer geräumten Raum warten. Die Komplikationen gab es daraus. Ja. weil er selber mit seiner Frau auf dieser Farm. und sie mussten es also so herdrehen. wie der Weiterverlauf dieser Angelegenheit sich entfalten sollte. in der er glaubte sich zu befinden. wobei ich ihn hier nicht in Schutz nehmen möchte. dass ich in der Nacht oder im Dunkeln oder ganz geheim in ein Zimmer in diesem grossen Haus eingeschleust werde. wo ich besser genesen kann. weil es wieder Komplikationen gab. Ich musste also vier bis fünf Stunden auf diesem Stuhl warten und das Zimmer wurde ganz. dass ich aus dem kalten Keller in das Haupthaus verlegt werden sollte. das Problem lag daran. dass Helmut und Mariano sich zugehend uneinig wurden.Auf jeden Fall haben sie dann entschieden. Alle Spuren 57 . nicht informiert waren. weil er ein Hauptinitiator zusammen mit Mariano von dieser Angelegenheit ist und dann natürlich selber verantwortlich ist für die Lage. Helmut hatte schlechte Karten. glaube ich. ganz leer geräumt.

Es war für mich eine grosse Erlösung.um die sie sich eine ganze Woche nicht gekümmert hatten. in meiner Elendsverfassung. wie noch nie in meinem Leben während der ganzen Geschichte. Natürlich. weil ich dachte. weil es keinen Strom gab. dass ich mir so was zugetan habe und dass ich die ganze Organisation auf den Kopf gestellt hatte. die sie dann nicht benutzen konnten. dass es ganz feige Leute sind. wegzurennen.weil sie vielleicht meine Fusssohlen verbrennen wollten. Der Knecht war auch da und hat mich beruhigt und hielt den Eisenring fest und abwechslungsweise haben sie dann die Kette oder den Eisenring aufgesägt. Ich natürlich. da ich nicht mehr auf den Füssen stehen könnte. und ich war so geängstigt. elektronische Eisensäge. endlich frei war. eine grüne "Black and Decker". dass sie mir nicht weh tun. nein. Ich hatte solche Angst. glaube ich. es war. Sie waren böse. Ich musste leider wieder Angst haben. aufpassen was geht und weil ich eben wusste. auf jeden Fall war es eine grüne. haben sie den Gaskocher aufgestellt und heisses Wasser gekocht. Sie haben mir dann Tee gemacht und nicht die Fusssohlen verbrannt und ich trank ihn NICHT. glaubte eher an einen Trick. dass dies ab und zu bei solchen Situationen sein muss. Sie zogen mir meinen Socken und meinen Schuh wieder an. bevor ich gehen konnte. dass sie wieder versuchen würden etwas mit mir zu machen. sie zogen mir beide Schuhe und den Socken aus und steckten meine Füsse unter die Bettdecke. denn mein Körper war ganz auf Alarm eingestellt. dass ich nach einer Woche an dieser Kette. die mich 58 .wurden soweit wie möglich entfernt. dass man die Füsse in kochendes Wasser stellt und dadurch die Fusssohlen aufschwollen und natürlich keine Möglichkeit für mich bestehen würde. sie hätten mir meine Schuhe und meine Socken ausgezogen . so sprang der Marco weg und brachte eine Handeisensäge und ich habe mein Fuss nicht gesehen. vor dem Abtrennen. Den Eisenschneider konnten sie dann nicht verwenden. den sie vorher ausgezogen hatten. weil der Strom ausgefallen war. dass ich mir vorstellen konnte. In diesem Zwischenraum. 24 Stunden lang. damit ich nicht wegflüchten könne. weil ich ja dafür unbeweglich liegen bleiben musste und habe nur gehofft. dass sie mit dem Eisenschneider vielleicht mein Bein abhacken könnten. so Angst. haben sie eine Eisensäge gebracht. der zum Badezimmer geht. Mir sagten sie.

mich bitte mit der Pistole erschiessen und daraufhin hat Helmut gesagt: "Nein. so einfach machen wir es dir nicht. dass ich gesagt habe. was los ging. wenn sie mich umbringen. ich bin mir nicht mehr sicher. ich dann gefoltert werde. ist es wahrscheinlich besser. was genau geschehen wird und mich falsch informierten. dann sollen sie mich. Einmal sagten sie. und ich dadurch mehr Angstzustände bekam. das war kurz vor meinem Selbstmordversuch. bewusst. der Deutsche – Helmut . mich dauernd in der Unwissenheit liessen. dass das alles ist und wenn dann der Lügendetektor das herausfände. als dass ich mich hätte beruhigen können. das was ich habe. weil dauernd der Sohn Marco oder Mario immer rein kamen und raus gingen und geflüstert haben mit meinem Knecht und ich wusste nicht. 59 . dass an dem Besuch. dass ich beim Flehen um mein Leben und wo ich gemerkt habe. auf dem Stuhl und wartete nochmals weitere drei Stunden. mir gut zulächeln würden. wo du noch lange halb tot bei Bewusstsein sein bleibst und dann stirbst. denn wenn man schon in Gefangenschaft ist. dann finde ich. als mir die Kette gelöst wurde. wo mich Herr Helmut und seine Frau und die zwei Bewacher zum ersten Mal besucht haben. wo ich diese drei Stunden auf dem Stuhl auf die Verlegung wartete. wenn man direkt konfrontiert wird und es wird gesagt. Jetzt kommt mir noch in den Sinn.eigentlich nur von hinten umbringen. dass man ihnen 100-prozentig ausgeliefert ist und dass sie wie sie es mit mir gemacht haben. an dem Tag. das ist mir noch in den Sinn gekommen. Dies war ein grosses Problem.h.habe einen Lügendetektorapparat organisieren können und sie werden mich daran anschliessen und wenn sie mir Fragen stellen würden über mein Vermögen und es nicht stimme. d. dass ich am Tag zuvor oder waren es zwei Tage. Ich konnte es nicht glauben. ob es schon Dienstag. wir werden dich einem grausameren Tod. bedingt durch meine Gemütslage und meine Nerven beim Lügendetektor versagen werde und dass dieser vielleicht falsch reagieren würde. Ich sass also. denn ich hatte solche Angst." Ja. einen grausamen Unfall erleben lassen. sie glauben mir nicht. dass ich vielleicht. Meine Nerven wurden wieder auf das Äusserste gespannt. Am Schluss konnte ich keinem von allen Leuten mehr trauen und war sehr traurig darüber. Mittwoch oder Donnerstag war. erschiesst mich oder anstelle man fälschlich schon in solcher Lage ist.

sie haben nur die Befehle ausgeführt von Mariano. dass es doch so Leute sind. man versucht sich daran anzuhängen und das Menschliche zu sehen und man wünscht sich. Also ich konnte auch nicht etwas in meine Hand nehmen oder so. dass ich die Wahrheit sage. allem Positiven. Auf einmal kam der Täter Helmut herein – mit etwas. dass ich das 60 . Zudem wussten sie ganz genau. dass ich es nicht verstecken konnte und dummerweise zitterte ich um mein Leben und zitterte." Ich weiss genau. Das ist die Ironie darin. wieso. wenn sie mir wieder falsche Informationen gaben und mir Angst machten. wie Sie und ich zusammen und dass wir uns nie fähig sehen. ich habe ja nicht mehr Geld. so etwas anderen Menschen anzutun. wenn man es so nennen darf.einem Kuvert. jedem positiven Gedanken eines der Bewacher oder der Verbrecher. dass. Es kamen sehr oft Momente. Die Söhne von Mariano eben. und ich will hier nur raus. wollten. dies ist alles was ich habe. weil ich nicht die Wahrheit gesagt hätte und nicht deshalb‚ weil sie mit der Folter gedroht hatten. darin war ein Brief. nämlich dass wenn ich zitterte. Ich habe dann wieder geweint und gesagt. und ich habe schon mal gehört und ich weiss. weil ich einfach nicht wusste. dass ich am Ende meiner Nerven war und dadurch noch mehr Angst hatte. wenn man es so nennen kann. Der Knecht hat mich versucht zu beruhigen. dass ich so Angst hätte. versuchen sie halt an jeder Hoffnung. sie würden mir nicht glauben. ich habe es zuerst gar nicht gesehen . weil ich Angst hatte. warum‚ was. sie zitterten einfach so stark. Sie wiederum nahmen genau das Gegenteil an. Er sagte mir heuchlerisch: "Entschuldigung Heinrich. wo man meine ganze Hand und beide Arme stark zitterten und ich konnte es nicht stoppen. weil "die Söhne von Mariano". er schiebt gerne die Schuld auf andere Leute. die angeblich wirklich nichts wussten. wenn Mariano so was sagt. Ich wartete und wartete und mir wurde schlecht. sie wussten angeblich nicht genau. ist es immer er selber. Geld und so. wir konnten dich nicht früher verlegen wegen den Söhnen von Mariano. warum wir warteten. sie vermuteten. dass wenn gefangene Leute oder so westliche Gefangene über längere Zeit gefangen sind. aber vielleicht würde durch meine Situation das Resultat des Lügendetektors anders herauskommen und ich dadurch gefoltert werde. dass sie zitterten.weil ich wusste ja. Er war der Menschlichste von allen.

weder ich noch die andere Seite. wie ich erkennen konnte. die würden mir nur sagen. es ist mir Wurst. wie es von mir aufgesetzt wurde. ungefähr die Abschrift von meinem handgeschriebenen Brief war. den an Bankdirektor Bröll in Feldkirch und die zusätzlichen Angaben. aber in Wirklichkeit würden sie mich umbringen. den ich geschrieben habe an. die heisst "Maritim Compania Naviera S." oder so ähnlich. Sie haben mir unter die Arme gegriffen und mir das kleine Möbelstück gebracht. die darauf waren. wo die rosarote Zeitung schon weg war. waren eben Angaben mit Bankkonten und so. die ich selber nicht wusste. alles war eigentlich schon weg und ich musste dort auf der Rückseite des Kuvert wieder meine Unterschrift üben. was mir vorgelegt wird. 61 . Ich habe gedacht.unterschreibe. wie ich das Geld bei der BAWAG hatte. Ich sagte: "Klar. aufstehen. Der andere Sohn von Mariano. Ich habe es unterschrieben und dann musste ich wieder warten und wieder warten und der Knecht stand immer neben mir und machte einen Kreis um mich herum und machte mich ganz nervös. das der Firma gehört. dass es in dem spezifischen Fall. dass sie mich in Sicherheit bringen würden. Ich glaube eine Überweisung würde auf ein Konto in Spanien gemacht. Ich habe es gemacht und dann habe ich die Unterschrift auf ein maschinen geschriebenes Papier gesetzt. das Buch selber erforderlich war. die ist auch Besitzerin der Hazienda "Estanzia San Francisco". einer Briefkastenfirma von Panama und es ist dieselbe alte Briefkastenfirma aus Panama. weil wir alle noch nicht wussten. also der Farm San Francisco und das andere Konto war ein Geschäftskonto von Helmut Roegele. dem Knecht und dem einen Sohn von Mariano. ich unterschreibe alles. damit es nicht verzittert ausschaute. kamen abwechslungsweise zur Tür herein und flüsterten und standen drinnen vor der Tür und öffneten die Tür ganz wenig und schauten hinaus was vor sich ging und was nicht vor sich ging und so. jeweils der Marco oder Mario.A. Marco. das. Kontos wohin das Geld hinkam. Ich habe den Fax und den Brief unterschrieben und vielleicht hätten sie ja Glück gehabt und hätten das Geld so gekriegt." Wiederum musste ich mit Hilfe der zwei Wächter. den Letzten. das Sparbuch in dem das Geld verbucht war.

dass er nicht einen falschen Weg fährt. Die Skimütze war nicht ganz dicht. die sie hatten. Ich habe die Hand von Helmut ganz fest gedrückt und ich bat Helmut auf Deutsch: "Du kennst den Weg. wie ich später erkennen konnte und sass in der Mitte. Es war eine Fahrt von. Ich wurde in ein Auto gebracht. und ich wusste Dunkelheit. mich nicht in der Dunkelheit zu verlegen. das hat kein gutes Omen. denn ich habe darum gebeten. Trotzdem wurde es dann dunkel und endlich kam Helmut wieder und hat gesagt. der den Wagen fuhr. war nicht die normale Route gefahren. vermutlich aus Blutmangel oder so. weil ich wusste. du bist schon hierher gefahren. weil ich über 100 kg schwer bin. er solle sich beruhigen. es 62 . Dies hat er mir zum ersten Mal gesagt. worin sich ein Leintuch befand. jetzt haben sie den Helmut auch überrumpelt oder sie spielten mir alle etwas vor und weil Helmut offensichtlich ohne zu lügen erkannt hat. Ich bin bei Dunkelheit auf die Farm gekommen und bin überfallen worden. Sie stülpten mir eine dieser Skimasken über den Kopf und halfen mir auf die Beine. ich dachte. dass Dunkelheit der Tod bedeutet.Schlussendlich. und da mussten sie mich angestrengt auffangen. dass es nicht derselbe Weg ist und Mario nur sagte. das weisse Leintuch um meinen Kopf wickeln. er fahre einen Umweg damit die Angestellten und die Frauen vom Haupthaus mich nicht erkennen oder sehen würden. sie würden mich an eine Waldlichtung fahren und ich hätte eine Kugel im Kopf. Ich sagte das im Auto zu Helmut. Rechts von mir sass Helmut und links wurde das Auto von Mario gesteuert. dass ich halbwegs laufen konnte und wäre eigentlich nach vorne hingefallen. er würde mich zum Haupthaus begleiten. ich dachte. damit ich den Weg vom Wasserturm zum Haupthaus nicht sah. Ich hatte solche Angst. Meine rechte Hand hat mir so weh getan und ich habe die Hand von Helmut gehalten. ich weiss nicht. wohin fährst du? Warum fährst du so? Wo fährst du hin?" Ich hatte solche Angst. ein grosser Jeep." Ich habe wieder Angstzustände bekommen. weil ich hörte wie Helmut zu Mario auf Spanisch sagte: ‚Ja. das übrigens nicht weit weg liegt. also Arbeitsauto. Ich glaube es war auch sein Dienstwagen. als es dunkel wurde. also mussten sie mir aus einer Tasche. Es war das erste Mal. pass auf. ein Amerikaner. ich wusste ja nicht wie weit und wo dieser Wasserturm war oder wie viele Wassertürme es auf dieser Farm gibt. weil Mario.

Ich habe aber das Wort Folter nicht mal in den Mund genommen. die andere Tür in mein Zimmer und noch ein Badezimmer und ein weiteres Zimmer. mehr nicht mit seinen Umwegen. Der Knecht. drei bis vier Minuten. die sie vielleicht im Moment gar nicht hatten oder an die sie gar nicht dachten im Moment und wenn sie merkten. Das Zimmer war durch eine Tür zu betreten. wie er mir sagte. weil ich selber nicht gut laufen konnte und durch eine Tür in das Hausinnere gebracht. weil er sehr arm ist. ich war beruhigt. Ich wurde an der Hand unterstützt. Ich wurde die Treppe hoch und dann in ein Zimmer gebracht. dass genau dieses Thema mich sehr beängstigte. Es war ein Haus aus den 30er Jahren. aber ich schätze so ca. er hat das Auto angehalten und dann wurde mir das Leintuch vom Kopf abgewickelt und die Mütze auch. dass er in einem solchen Haus gewohnt hat oder solch ein Badezimmer gesehen hat. bitte eine Kugel in den Kopf. dann würden sie mich extra damit foppen oder mich ängstlich machen. Ich konnte dann sehen. hinter der Türe war ein Gang und von diesem Gang aus ging eine Tür in ein Zimmer. sie haben mich so viel irregeführt. war auch bei mir und für ihn. Ein Tisch." Wahrhaftig. auch Kinderspielzeug. aber ich wusste nicht. gross gebaut und mit sehr viel Holz. vermutlich original eine andere Farbe. Bitte lasst mich als Mensch sterben und nicht als ein Schwein oder eine Kuh. denn ich konnte ein kleines drei mal zwei Meter grosses Kinderschwimmbecken auf der Wiese erkennen. Ich habe darum gebeten: "Nur eine Kugel im Kopf. aber dann mit brauner Farbe dick übermalen mit einem Stuhl und einem weiteren Stuhl ohne Armlehnen oder beide mit Armlehnen. Auf 63 .kam mir länger vor als es war. einer ohne und einer mit. dass ich vor irgend etwas sehr viel Angst hatte. weil es dumm ist die Leute auf Ideen zu bringen. ich glaube. Ich habe Helmut gebeten. war mit zwei Einzelbetten aus schönem Holz belegt. ein Gartenstuhl mit rundem Tisch aus Metall und zwei Stühlen. mein Bewacher. weil im Zimmer meine blaue Tasche war und meine Anzugtasche. Das Zimmer. glaube ich. falls es soweit ist. weil sie wissen würden. war es das erste Mal. Ich war sehr beruhigt für den Moment. wo ich war. nur bitte keine Folter. was ich glauben sollte und was nicht. die andere Tür in ein Badezimmer. Er hat eine Frau und vier Kinder. dass wenn sie mich erschiessen.

was nicht eine peinliche Situation für mich war. Es gab peinliche Situationen. Ich sass nackt in der Badewanne mit halbvollem. ich weiss nicht. Ich hatte im Boden der durchsichtigen Plastikflasche.5 Meter mit drei oder vier Türen. schön angerichtet von der Köchin und mit Wasser. Auf jeden Fall konnte ich am Donnerstagabend früh ins Bett. Eines in eine Richtung und das andere in die andere Richtung. der Rest des Bodens im Zimmer war mit Holz belegt. links und rechts Bücherregale eingelassen. Dann gab es einen grossen Schrank. weil der Bewacher immer bei mir bleiben musste und ich war ja sehr stinkig und dreckig und meine Haare waren von der Halsverletzung voll vom Blut verklebt. warmen Wasser und rote Farbe floss überall herunter. Zwischen den zwei Betten war ein weisser. In der Wand vor meinem Bett. vom getrockneten Blut. Der Verband wurde gewechselt und ich wurde ins Badezimmer geführt und dem Knecht wurde aufgetragen mich zu waschen. Der Schrank selber war mindestens 2.dem Tisch hatte es ein kleines Regal fest montiert. einer zweiten Tischplatte nach hinten. aber ich traute ihnen nicht. im Wasser weisses Pulver gesehen. Ein gelbes. mit Sicherheit. darauf einem Teller. worauf man Sachen abstellen konnte. wo ich schlief. Er hat dann alles. Beide Zimmerfenster waren wie alle Zimmer im Haus mit Eisengitter zugemacht. alter ein Meter mal 1. Der Verband wurde gewechselt. wenn sie im KZ waren. es war sehr hoch. Das Zimmer war ein Eckzimmer des Hauses. Mir wurde das Essen auf verschiedenen Tablaren gebracht. angestrichenes Holztablar.5 Meter grosser Teppich. dass ich mich erholen konnte. wenn der 64 .5 Meter oder drei Meter Höhe. es war Donnerstag. wo das Fenster in der Mitte ist. Ich konnte mich natürlich nicht selber waschen und sie liessen mich in Bezug auf das Geld einen halben Tag in Ruhe. Das Zimmer hatte zwei Fenster. vielleicht. dann ein braunes. waren an der Wand. gegen Diebe und sonstiges Zeug. original gebaut. gründlich mit Seife gereinigt und ich konnte aus meinem eigenen Gepäck frische Unterwäsche und ein Pyjama anziehen. ausser meinen Händen und dem Hals. Auf jeden Fall habe ich das Wasser immer ausgeleert. ob sie mich so umbringen wollten oder ob sie mich so betäuben wollten. nur so dünn war ich nicht. das Zimmer hat eine Decke von mindestens 2. Mir tat alles weh und im Spiegel sah ich aus <wie Leute ausschauen. ich wusste also nicht.

Ich sollte anrufen und fragen. der aussen steckte. dass er in Argentinien hat. sag es niemandem und er hat mir erzählt. Uhrzeit und Dauer und Gesprächskosten erscheinen wird. dass ihnen. Aber trotzdem. dass wie in den meisten Ländern. das ist die Mobilnummer von Mariano und von diesem Mobil aus haben wir dann die Gespräche geführt. hätte ich vielleicht ohne Kette eine bessere Möglichkeit gehabt. die man angewählt hat mit dem Datum. Also. dass bei den Abrechnung die ganzen Nummern. was für Konsequenzen es gehabt hätte. alle Anrufe wurden von Marianos Telefon. ob es dann so gemacht werden könne. daran will ich nicht denken. ob es so in Ordnung sei.Knecht nicht da war. also den Bewachern. weil wir ja 5 Stunden hinter Europa sind. ich hätte ja nicht gewusst wohin ich fahren sollte. sonst legen wir dich um. wurde immer abgeschlossen mit einem Schlüssel. wenn ich ein Auto geschnappt hätte und sie mich wieder geschnappt hätten. er hat es mir so gesagt. Übrigens. er ging nach unten und hat mit dem Personal gegessen. dass ich ein 65 . und ich will nicht daran denken. Es hiess also am Donnerstagabend. sie wollten zuerst den Fax schicken und ich hatte die Nummer nicht. sag es niemandem. Zeit. ich hatte sowieso keine Fluchtgedanken mehr gehabt. seinem Mobiltelefon." Er ist zwar oft zu mir gekommen und hat geflüstert. zeitlich gesehen. Ich wollte nur heil hier raus und wenn es vielleicht länger gedauert hätte. wenn die Telefonrechnung kommt. Sie glaubten mir jetzt. warum ich hier bin und so. zuerst meine Zimmertüre mit lautem Knalle und dem Schlüssel abgeschlossen wurde und dann die nächste Türe vom Gang in die restlichen Räume des Hauses ging. Marianos Mobil-Nummer ist von Europa aus ist 0054 68441800. dass wir am Freitag früh aufstehen müssen. etwas ganz anderes erzählt wurde. Wobei natürlich immer alle Türen. wenn sie das Fax an die Bank in Feldkirch schickten. wegzukommen. ob es stimmt weiss ich nicht. Also am Donnerstagabend ging ich ins Bett und der Knecht hat im selben Raum über mich gewacht und mir dauernd gesagt: "Mach keinen Blödsinn. dass Mariano's Söhne den Bewachern und einigen Mitbewohners gesagt haben. weil ich doch nachher näher an den Autos war und näher im Hauptgebäude. die sie mich gezwungen haben zu führen. wie es im Fax stand. Er hat nicht mit mir gegessen. sie wollten bloss feststellen. ausgeführt und ich bin sicher. Aber wie gesagt.

Freitagmorgen. künstlichen Tagesdecke bedeckt. weil ich wollte nichts riskieren. Ich habe dann. Ich glaube. Er erzählte mir auch. befahlen mir. Sie haben dann. ich solle einfach sagen. Sie haben genau aufgepasst. Es war ein gutes Bett mit weissen Kissen und Laken und ich habe zwei Decken über mir gehabt und beide Betten waren mit einer violetten.Terrorist sei und. ich wollte nur meine Sachen erfüllen und was sie von mir verlangten und bat: "Lasst mich frei. Die Fenster waren von aussen grün gestrichen und braun von innen. den Fax nach Feldkirch abgeschickt. Das Holz war abgeschmirgelt und die Fenster hatten Fliegengitter. Ich habe dann gefragt. dass ich noch einmal mein Land Liechtenstein. wieder sehen kann und mein Leben als wiedergeborener 32-jähriger Mann von vorne anfangen kann. Der erste Freitag im April. ich nehme an. ich sei in Buenos Aires. Er käme erst später. wo sie mich festnehmen würden und für die Zeit danach. ob Herr Bröll da sei und das wurde verneint. Ich wollte nichts Persönliches wissen. dass ich keinen Fehler machte und ich solle ja nichts verraten. die Sekretärin hat das Telefon abgenommen. weil sie sind wie Leibeigene und er hat vier Kinder und eine Frau zum Pflegen und das ganze Zeug und ich wusste nicht. weil sie vermuteten oder wussten. dass er sich nicht den Befehlen von Mariano widersetzen kann." Ich ging also zu Bett. sonst sei ich ein toter Mann. es war die erste Nacht in diesem Bett. da ist Kieber Heinrich aus Argentinien.00 Uhr wurde ich geweckt und musste humpelnd unterstützend von den Wächtern mit Helmut zusammen ins Freie gehen. morgens um 03. meine Familie und Freunde. dass der Empfang vom Mobiltelefon im Freien natürlich besser sei als im Haus drinnen. es war dort zwischen 09:30 Uhr oder 10:00 Uhr angerufen und mit einer fröhlichen Miene nach Feldkirch telefoniert. schon zu diesem Zeitpunkt. ob es gut für mich ist oder nicht. Ich 66 . und ich habe gesagt: "Ja. dass ich zu allem fähig wäre und sehr kampffähig sei und so weiter und dadurch müsste äusserste Vorsicht angewendet werden zu dem Zeitpunkt. Grüss Gott. wenn er mir das in angeblicher Vertrautheit erzählte." Helmut und die mich gefangen genommen haben. Ich konnte ein Fenster für die frische Luft öffnen.

überreichte er. da wir ja sonst immer in unserem Dialekt reden. wenn ich mit dem Sparbuch komme oder jemand anders. Sie hatten ihn nicht gelesen. Dann hat sie gesagt. der Sohn könnte abdrücken und die Kugel würde ja durch meinen Kopf aus der meiner anderen. ja er. Aber während jedem Telefongespräch. denn jedes Mal. in seinen Kopf fliegen. und ich habe gefragt. ich soll in einer Stunde nochmals anrufen. weil er an Direktor Bröll gerichtet war. Eher eine Ladypistole. teilweise blanker Stahl. Einmal hielt einer der Söhne die Knarre an meine linke Schläfe. die Knarre immer einem der Söhne von Mariano. Helmut würde mir nicht 67 . Es war eine kleine. ausser er wäre einer von diesen gewesen. Ich habe natürlich dem Helmut vorher gesagt. vorne auf meine Stirn zu setzten. man kann nur was abheben oder verschicken kann. dass es verdächtigt sein würde. Er war also immer Kopf an Kopf mit mir. was Helmut aber sofort energisch ablehnte. die mir aufgezwungen wurden. Nie dem Knecht. weil er ja immer ständig sein Ohr mit am Mobiltelefon hatte. Es muss die von Helmut oder seiner Frau gewesen sein. es geht nicht so. die Pistole halten. was gesagt wurde. dass jetzt alles ein gutes Ende nehmen würde. aus Angst. wenn er zu mir ins Zimmer kam. leider nicht. um mitzubekommen. zog er sie aus seiner Tasche. Ich habe Herrn Bröll. Einer der Söhne setzte also den kalten Lauf an meine Kopfrückseite. eine Pistole an meinen Hinterkopf gedrückt. rechten Seite. Helmut verlangte dann vom Waffenhalter. den Lauf gerade. diesen hatte ich nie mit einer Waffe gesehen. Dies weil es Helmut ja nicht selber machen konnten. Auch wurde mir bei allen Telefonaten. Ich glaube eine Stunde später haben wir angerufen und Herr Bröll war dort. also Anruf nach Europa. Ich bin dann wieder ins Zimmer gebracht worden und legte mich auf mein Bett und hoffte. teilweise braun. weil ich Angst hatte. was gesprochen wird. Diese hatte ich vorher noch nicht zu Gesicht bekommen. ob es so. die vermummt früher in meinen Kerker stürmten.fragte. Während dem Telefongespräch mit dem Mobil habe ich ja immer das Telefon so abgewinkelt von meinem Ohr gehabt damit es Helmut auch verstehen konnte auf Deutsch. wie im Fax gewünscht gehe? Und Herr Bröll hat gesagt. wenn ich jetzt mit Herrn Bröll Hochdeutsch sprechen würde. ob sie das Fax erhalten und gelesen haben. und mit dem Codewort. Herr Bröll hat mir erklärt.

ist immer am ersten Dienstag des Monats. lokale Zeit in Vaduz. wo das Sparbuch ist und das Sparbuch hatte ich. weil sonst würde ich es in einer solchen Lage nicht schreiben. ungefähr um Mittagszeit. nein wir haben gesagt. Ich habe dann den Verbrechern gesagt. Ich sagte. dann habe ich ihn gebeten. Frau Türtscher dort und die wisse über den Fall auch Bescheid. muss man ein Codewort haben. das Buch ist bei dieser Person und diese Person ist immer.30 Uhr und 11.00 Uhr. kommt man gar nicht auf die Idee. sie noch reinzulegen. geschrieben habe." Er hat gesagt. wir würden es organisieren. oder am 30. und dann haben wir aufgehängt. ist eben dieser Tag. dann wäre aber seine Sekretärin. ich hätte es in Vaduz bei einem Bekannten von mir und der heisst Martin OT Entfernt. da wusste natürlich Herr Bröll nicht. im Brief. gebeten: "Bitte erklären Sie DAS meinem Bekannten hier. den ich an Mariano am Sonntag oder am 31. Er hat dann mit Helmut am Telefon gesprochen. Nur ich und die Bank wissen das Codewort. Es wäre ja purer Selbstmord in einer anderen Form. Die Leute denken natürlich nicht so und dann habe ich gesagt. ich weiss es ganz genau. schrieb ich dies und es ist auch die Wahrheit. weil er seine Arbeit 68 . was ich natürlich nicht gesagt habe. Ich habe mich bei Herrn Bröll bedankt und wurde wieder ins Zimmer geführt. Ich habe geschrieben. nur nicht zwischen 9. erklären sie einfach generell was es auf sich hat mit solchem Typ von Sparbüchern in Österreich. Mittlerweile natürlich auch Helmut und Mariano.glauben und so. wo Martin stempeln gehen muss. das an den Überbringer lautet. wo ich Mariano das ganze Geld angeboten habe. das ich gesagt habe. weil ich ja wirklich sterben wollte. Sonst ist er oft unterwegs. dass das Buch abgeholt werde und falls alles gut gehen würde. Sie haben nicht mehr an jedem Wort gezweifelt. sie glaubten mir jetzt ein wenig mehr nach meinem Selbstmordunfall. in der Wohnung zu Hause. Ich glaube. sonst kann man kein Geld abheben.03. Alle 14 Tage Dienstags. wenn man in einer solchen Lage ist. also auch wenn jemand das Buch findet. weil man braucht ja ein Codewort dazu. Abgesehen davon. weil ich es nicht eingeschlossen habe. wer es war.03. würde am kommenden Montag jemand erscheinen und Herr Bröll sagte. den kennen Sie sicher auch vielleicht. dass er dort sei. Vorher haben wir gesagt. das könne er nur mir sagen. dass wir später nochmals anrufen würden.

nein.00 Uhr nachmittags in Europa einen Versuch gemacht. Wir haben dann am Freitag morgen. der nachher Mariano benachrichtigte. habe ich schon vermutet. sie konnten es nicht begreifen. Ich kenne Martin schon seit ewig. den 01. Somit war Helmut. sei sein Bruder aus Deutschland mit deren Kinder und Frau nach einem längeren Aufenthalt für die Osterferien abgereist. 12. Das Gespräch mit Martin hat also stattgefunden. das Erste. in Buenos Aires. dass ich jemanden vorbeischicken werde. hatte ich auch geschrieben in jenem Brief. dass 69 .‚ Vorher habe ich ihm eben gesagt. Martin sagte noch: „Am Besten rufst Du mich am Abend an. es war 10. Interessanterweise versteht natürlich keiner von Marianos Seite Deutsch. informiert.zu meiner grössten Freude war er zu Hause und hat das Telefon abgenommen. Mariano musste also Helmut vertrauen. die Bank war auch informiert. ich glaube. gehst du die nächsten paar Tage weg?" Helmut hat immer zugehört. ich habe ihn noch nicht gesehen oder mit ihm darüber gesprochen . zu Hause sein musste. aber für die da drüben in Argentinien. April.00 Uhr mittags. Martin sagte. wenn Du für eine Übergabe etwas organisieren willst. schon aus meiner Jugend. Sie mussten sich nur noch einig werden. Wir müssten es versuchen und da der erste Dienstag im Monat schon vorbei war. der dritten Dienstag in dem Monat. Es war Freitag. Ab und zu habe ich ihn besucht und ich kann meine Sachen bei ihm unterstellen. wen sie schicken wollten. Er müsse viel Wäsche waschen und er hätte nicht vor. Da ich Mariano gut kannte. warum ein erwachsener Mann. ich habe mich noch nie so darüber gefreut . Ich habe gesagt. gerade gestern Donnerstag. nein. April. der Martin. ja. Hier ist die Geschichte natürlich normal. und ich wollte dich nur fragen. in Argentinien. Ich habe gesagt: "Martin. dass er im schlimmsten Fall erst wieder am 14.00 Uhr morgens in Argentinien und da war es ungefähr 03. wegen einem Dokument. wie geht es denn so? Ich bin hier in Argentinien. denn so wenig zu Hause sei. das kommende Wochenende wegzugehen. Zu meiner grössten Freude.verloren hatte in Liechtenstein. dass er keinen Kompromiss eingehen würde und er jedem misstraut und so hoffte ich.das weiss Martin natürlich noch nicht. Sie haben mir meine Uhr zurückgegeben. Martin hat noch Kunden oder geht andere Leute in Österreich besuchen und so. Ich konnte die Uhrzeit ablesen.

jetzt haben die auch noch miteinander gestritten. Ab und zu kam der Bewacher mit Ach und Krach herein und wollte irgendetwas. weil ja von meinem Geld 50 Prozent an Helmut und 50 Prozent an Mariano zugeteilt war." Ich dachte. wer wie viel bekommt. Ich habe zu Helmut gesagt: "Schau. Der Bewacher stand auf. also lautes Schimpfen. Ich hatte wieder mehr Angst bekommen. wie ich später erfahren habe. vor allem seine Frau Salud hat natürlich gesehen. der kein Deutsch versteht. ist dadurch zwischen den Verbrechern ausgebrochen. Lasse dich nicht einschüchtern. weil ich dachte. weitere Bänder etc. damit ich noch mein Essen kaufen könne oder sie würden mich umbringen. Dann geschah folgendes. Mariano und meine Frau. Denn ursprünglich wollte ja Helmut 80 Mio. wir haben uns gestritten. aber der Bewacher. machte die erste Tür im Zimmer auf. Dann ging er in den Gang hinaus. ich kann nur geben. jetzt werden sich die scheiss Verbrecher nicht einig. sondern auch die CHF 250‘OOO.sie auf einen gemeinsamen Nenner. Ich war in meinem Zimmer eingesperrt und lag meistens auf meinem Bett und war nur froh wenn ich von meinem Bett aus die Sonne und die Vögel und den blauen Himmel aus einem ganz geöffneten Fenster sehen konnte und hoffte.-). noch was übrig bleibt. das wollte ich nicht. mein Gott. weil er ja nicht nur die Hälfte von dem erpressten Geld erhalten sollte." Der Streit. oder hat nachgerechnet. die dann das Sparbuch abholen musste und es zur Bank brachte. Franken und mir würde nach dem ganzen Drama. Aber Helmuts Seite.. auf eine gemeinsame Person kommen könnten. Ich hatte vorher Schreie unten im Haus gehört.70 . Helmut kam zu mir und sagte auf Deutsch. drängte ihn wieder weg nach aussen. was ich habe und ihr müsst euch selber einig werden. dass sich die Lage jetzt besserte. ich weiss nicht. er wollte zu mir rüberkommen. also ich. Helmut sagte zu mir: „Heinrich. Peseten (ca. Peseten (ca. Die Wunden verheilten. Also haben sie vermutet.-) und Mariano wollte 150 Mio. wer wie viel kriegen sollte von meinem Geld. CHF 800‘OOO. Ich wollte nur meinen Frieden. und stellte natürlich fest. der Knecht. CHF 1. Dann auf einmal klopfte es wieder.5 MIO. dass Mariano mehr bekommen würde. man hätte es nicht geglaubt. ich hätte vermutlich zwei bis drei Mio. hoffentlich gibt es da nicht noch mehr Drama. zum anderen Zimmer und ich sah Helmut hereinkommen.

Dadurch sahen Helmut und seine Frau ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Fangpraemie und wollten vermutlich mehr.. schau. dann würde Mariano noch mehr unter Zugzwang kommen und müsste vermutlich eine Radikallösung suchen. mache keinen Streit. Helmut wurde also aus meinem Zimmer rausgedrückt und eine halbe Stunde später kam der Sohn von Mariano herein." Ich konnte nicht viel tun. schau. sondern auch obendrein CHF 250000. weil sonst zu viel gegen ihn in der Hand wäre. . Wollte. sie mussten sich nur auf eine Person einigen. Das wollten sie natürlich nicht. und sagte zu mir: "Heinrich. ich habe gefleht: „Bitte. wenn sich die scheiss Verbrecher nicht einigten. Ich war nicht erfreut über eine solche Wende." Er sagte wahrhaftig. bitte werdet einig. er solle mit dem Büchlein nach Feldkirch gehen und die Banküberweisung machen. falls es zu einer Einsperrung kommt von den anderen.bis CHF 260'000. die ja auch hilflos waren und nichts zu sagen hatten auf der Farm. weil ich dachte mir.von der Schuld an mich gratis bekommen sollte. weil ich wusste oder weiss. Also erhielt Mariano nicht nur dieselbe Summe wie Helmut. Ich habe gesagt. wenn Mariano so weit geht und die Deutschen auch noch einsperrt und dann müsste er alle drei beseitigen. ich hatte ihnen alles anvertraut. auch in den Turm einzusperren um mit mir einen Deal einzugehen. Und dies wusste Helmut. wo das Geld zu holen war. Aber ich war mir gar nicht so sicher. sonst gibt es am Schluss noch mehr Blut. es hat Krach gegeben. hat der Sohn gesagt und nachher auch Marco. ich bin in einer Lage. dass falls sie die Deutschen einsperren müssten. Auf jeden Fall. dass Mariano ein so sturer Mensch sei.geschenkt. wer es holen musste oder ich könnte auch Martin sagen. ich hatte alles getan. dann hätten sie mit mir vermutlich einen Deal gemacht. ein Manipulant. dass er angeblich kurz davor war Helmut. Ich habe gesagt. ich verhandle mit 71 . da er mir mein Darlehen von 1993 nicht mehr zurückbezahlen „musste‚. bitte. wir würden nur drei Viertel überweisen lassen von dem was ich habe und ich könnte den Rest behalten. ja. den Deutschen. bzw. das würde nicht passieren oder Martin würde mit meinem Geld abhauen. Mario. mit seiner Frau. weil sie Angst hatten. wenn er das Codewort und das Sparbüchlein habe. was den Tod meines und des Deutschen und seiner Frau beinhalten könnte. Sein Sohn hat mir vorgeschlagen.

Die Sache hat sich dann beruhigt. wo wer hat. dann kommt der andere zu mir. auf den. weil ich ja freikommen wollte: "Helmut. Wenn Martin das Telefon abnimmt. ich wollte nur meine Freiheit. hier in Liechtenstein in Vaduz auf seine Nummer. ich wollte nur das. 10 Uhr morgens europäischer Zeit. weil später. Durch die ganze Geschichte haben wir natürlich den Anruf an Martin am Freitagabend verpasst. Auf der anderen Seite stand die Frau von Helmut und sagte: "Heinrich. Er heisst Peter Kroschel. wie er mich "liebt". am Nachmittag. Es ist alles wieder OK. Gewalt über mich hatte Mariano. ich glaube. Ich wollte nicht in das Spiel eintreten. Auf jeden Fall. Aber Martin nahm nicht ab und von diesem Zeitpunkt an. so dachten wir. aber da wir alle glaubten.00 Uhr haben wir versucht Martin anzurufen. wir rufen einfach am Samstag nochmals an. also komme nicht jedes Mal zu mir ins Zimmer mit dem dazugehörenden Drama. Ich möchte hier noch anfügen. Mariano und Helmut. dann hängst du einfach gleich wieder auf und springst zu mir und dann kann ich mit ihm reden und ihm sagen. um meine Freilassung verhandeln.00 Uhr bis 10. der Knecht. jemand klopfte an der Türe. Wir haben nur wegen Geld gestritten und so". wissen Sie. Am Freitagabend wurde mir das erste Mal gutes Essen gebracht. mussten wir wieder früh aufstehen.00 Uhr oder so und von 05.dem der Gewalt über mich hat. da Liechtenstein ja fünf Stunden voraus ist. den Schwager von Helmut geeinigt. beruhige dich. voller Name Karl-Heinrich Peter Kroschel aus Ochsenhausen in 72 . Sie sollten das Geld haben und mich wieder frei lassen. was er machen muss oder wer kommt. Ich wollte gar nicht darauf eingehen. was hat oder einer kommt zu mir und fragt. OK. du hast ja das Mobiltelefon in der Hand. er bleibt am Wochenende zu Hause. April Mariano's Geburtstag war. dass mir gerade in den Sinn kommt. Der Bewacher. um 05. Ich musste also mit ihm um mein Leben. dass am 6. das Spiel. wo sie mir nachsagten. ich wollte keine Geheimnistuerei. was hat der andere gesagt." Ich wollte auch nicht zu viel diskutieren. Freitag Nacht gingen wir alle aufgeregt ins Bett und am Samstag. da habe ich dann spüren können. und so weiter. Ich sagte: "OK. vergangene Woche. haben wir jede halbe Stunde probiert. Ich habe zu Helmut gesagt. war nicht im Raum mit mir und ich ging leise zur Türe.‚ Mittlerweile haben sich die zwei Parteien.

Peter. und sie haben auch Kinder. Es klingelte. bitte. dass es vielleicht nur ein Codewort war. glaube ich.Deutschland. klingelte und er nahm nicht ab. als du mit Martin früher telefoniert hast. verheiratet. Mariano auch und so. überbringen. Zudem habe ich zu Helmut gesagt: "Überlege doch bitte. angerufen. Und das Wort "Dokument" ein Stichwort / Codewort zwischen dir und Martin war.das Bankdokument gibst. das sein Vater. wir haben jetzt jemanden gefunden und zwar kommt ein Herr. also alles in einem kurzen Wort zu beschreiben. bitte nicht!‚ Wie hätte ich es auch machen sollen in einem Wort? Wenn sie gedacht haben. Wir glauben.‚ Ich hatte ja Martin am Telefon bis anhin am einzigen Anruf nicht Bankdokument gesagt. er solle es herausholen und es ihm übergeben. das musste ich dem Bankdirektor später auch genau buchstabieren. da kam Helmut herein und sagte zu mir: "Wir sind ganz nervös.‚ Was natürlich eine Lüge war. ein grosser Schlanker . von Deutschland aus nach Buenos Aires fliegen und das Dokument mitbringen und ich selber sei noch im Norden von Argentinien an der Grenze zu Brasilien und würde dann auch am Mittwoch in Buenos Aires ankommen. Es war dann bei euch in Europa abends. Peter Kroschel's Sohn Jürgen aus Ulm. der gerade zufällig in der Gegend von Liechtenstein ist. weil wir wissen nicht. Mir wurde gesagt. ist pensionierter Arzt und mit der Schwester von Helmut und diese heisst Isolde. so sollte ich Martin sagen.wie mir gesagt wurde . Dessen Sohn Jürgen. Dort würde mir der Jürgen das Kuvert. was denkst du. er heisst Peter Kroschel. Wir haben am Samstag den ganzen Tag. sondern nur Dokument. „Dieser Herr kommt also vorbei und ich würde dich bitten Martin. dass du dem Herrn. der Martin würde jetzt 73 . das Dokument. weil ich es für gewisse Sachen brauchen würde." Also ich habe bis anhin noch nicht vom Bankdokument gesprochen mit Martin. es wäre ein Codewort gewesen für meine ganze Gefangenschaft und der Situation hier. der würde dann am kommenden Mittwoch. hier ist der Heinrich. Dieser Kroschel wohnt in Ochsenhausen oder in Ulm oder irgendwo. Ich flehte Helmut an: „Nein. bei uns Nachmittag. was wir von dir glauben sollen. Das durfte doch nicht wahr sein. wenn ich mit Martin wieder spreche. bei dir abgeholt hat. aber ich müsste dann sagen. ein Deutscher. ja. jede halbe Stunde. solle ich ihm Folgendes sagen: "Martin.

die nicht in derselben Situation waren wie ich. wo ich bin und würde das Flugzeug besteigen und nach Argentinien kommen?" Sowieso würde er auch. ein kleines Schweinchen braten. bis Helmut es mir geglaubt hat. ich habe solange gefleht. kein Säufer. da war bei uns ja noch 22. wenn es ihm gefalle. nein. selbst die Verbrecher konnten das gar nicht begreifen. Ich habe dann das Leben von Martin durchgedacht und diskutiert. Martin war die ganze Nacht nicht zu Hause. könne er nach Afrika gehen oder nach Australien übers Wochenende. so scheint es mir. Es war furchtbar. das Geld von mir.das habe ich dummerweise auch noch gesagt. Wir haben die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag. Sie sind den ganzen Tag frei herumgelaufen und haben sich auf Millionen von Peseten gefreut. im Gegenteil. die haben keine Ängste durchgemacht.und wenn es so wäre. dann habe ich aber zu Mariano und Helmut gesagt. . sie glaubten ich plane ein Befreiungskommando oder so etwas. Auf jeden Fall wurde es dann schlimmer. er ist nicht von mir abhängig. Meistens blieb er zu Hause oder. Und wir haben uns gefragt. dieser Martin ist ein Bekannter von mir. dass es dann ja stimmen muss. es könnte sein. probiert.wissen. Für die Leute. er ist am 06. weil den ganzen Samstag wir es versucht haben Martin zu erreichen. nur weil ich angerufen hätte. Sie haben wieder Morddrohungen gemacht und gesagt: "Wir werden dich am kommenden Sonntag aufspiessen". er bliebe zu Hause.00 Uhr abends oder so. April geboren und der kommende Sonntag dann war ja seiner. Das ist eine ganz andere Sache. bitte. er würde doch nicht das Telefon nicht mehr abnehmen. wieso nimmt er nicht ab? Es kann doch nicht sein. er ist keiner der abends in Bars herumhängt. damit "bestätigte" ich noch ihre falsche Theorie . war es schwierig. Und nicht das Schwein. Ich habe solche Angst gehabt. dann würde er trotzdem das Telefon abnehmen. weil ja Marianos Geburtstag ist. bitte. Ja. Und wahrhaftig. bitte. weil dieses Vorhaben habe ich vom Knecht erfahren. weil sie ja in Freiheit sind. er müsse nicht wegen mir in Vaduz bleiben. dass wenn einer so viel fleht und wieder so um sein Leben auf den Knien bittet. das sie vor hatten aufzuspiessen. wenn es so wäre. weil der Martin hat doch gesagt. europäische Zeit. Sie haben mir nicht mehr geglaubt. und wo konnte er bloss sein und er hat 74 . er ist nicht ein Sklave von mir. weil er dann selber denken musste.

Übrigens konnten wir dann schon von meinem Zimmer aus telefonieren. er bleibe dort. der sagte. es ist vielleicht eine Abkürzung.00 Uhr abends. Ich habe gesagt. Helmut hat vom Mobil aus seinen Schwager angerufen. es war schon 22. Ich rief nochmals an und dieser Helmut Wohlwend von Balzers. weil mein Zimmer ein Eckzimmer war. so. ich rufe den besten Freund von Martin an: Sigi Wohlwend. ich habe jedoch die Nummer nicht bei mir. vielleicht heisst er Siegfried oder Sigmund. die wir vom Schwager bekommen haben und dann sagte ich: "Hier ist Kieber Heinrich. ich solle die Nummer 38 so. geben?" Er sagte: „Nein. am Samstag. wenn ich sie störe. Die Linie wurde unterbrochen. Dann haben wir. Ich rufe aus Buenos Aires an. dass ich störe. es gäbe keinen Sigi Wohlwend. dass ich sagte. ob Martin weggegangen ist oder was immer. sonst werde er ganz "grantig". glaube ich. den Peter Kroschel in Deutschland und der Schwager sollte bei der Schweizer Auskunft abklären. aber der weiss sicher.doch gesagt. Auf jeden Fall war es dann so. so anrufen und ich solle solche späten Telefongespräche unterlassen. aber ich habe von der Auskunft ihre Nummer erhalten. und ich habe mir gedacht. sondern es gäbe nur einen Helmut Wohlwend und der sei noch Anwalt und da dachten sie. die Nummer. was hier 75 . dies ist ein Lehrer in Balzers. ja. trotzdem diesen Helmut Wohlwend angerufen. es wäre eine Täuschung. es muss der Sigi Wolfinger sein. wie Helmut Roegele mir gesagt hatten. nein. wenn der wüsste. Anwalt. ich müsse eine Lösung finden. wie die Nummer des Sigi lautet. Bitte können Sie mir die Nummer von Sigi Wohlwend. Helmut Wohlwend hat mir dann seine Tochter an das Telefon gegeben und die Tochter hat mir die Nummer herausgesucht und ich habe dann gewartet und gewartet und gewartet am Telefon in meinem Zimmer. ein Trick von mir gewesen und ich hätte nur "meinen" Anwalt anrufen wollen.30 Uhr oder 23. das ist der Sigi Wolfinger. entschuldigen Sie 1000 Mal. dass der Mobilkontakt in meinem Zimmer funktioniert. es tut mir leid. aber ich habe ein dringendes Bitten. weil wir festgestellt haben.‚ Dann sagte ich: "Ja. ja. es war furchtbar." Ich konnte mich nicht mehr erinnern in den Ängsten die ich hatte. Eine halbe Stunde später wurde Helmut wieder von seinem Schwager angerufen und Helmut kam dann zu mir und sagte. Also es war furchtbar. dass der Lehrer Sigi Wolfinger heisst.

als hätte ich etwas gegessen und die Haut vom Schwein ein wenig verschnitten damit es nicht so aussah. Wir dachten. er solle zu Hause bleiben.. dass er weggegangen ist. damit sie nicht böse wurden. nehme ich an. mich selber mit der rechten Hand ein wenig waschen im Badezimmer ohne dass ich in der Badewanne in die Hocke gehen musste. er wird schon zurückkommen. machten. Den Kopf konnte man sowieso nicht essen. ich fand es eine Beleidigung. wenn er was höre. weil ich nirgends aufstützen konnte mit den schmerzenden Handgelenken. so nennt man das. zarten Sau und mir gab er den Kopf und die Haut. Ich konnte durch das Fenster nach draussen sehen. dass er am Freitagnachmittag kommen würde. der Geburtstag von Mariano. das war nur ein Code von Dir. Sonntag der 06. mir haben sie nachher den halben Kopf von dem Schwein.‚ er ass das ganze Fleisch von dieser kleinen. Sie haben ein kleines Schwein geschlachtet zu Ehren Mariano's Geburtstag und zu Ehren der grossen Geldsumme. werde er es ihm sagen.. Ich hatte nichts gegessen. Ich habe das Telefongespräch mit Sigi beendet und Helmut und dadurch Mariano waren sehr beruhigt über die Aussage von Sigi. dass ich ihn dringend sprechen müsste. Ich sagte ihm. leider nur vorläufig. dass ich aus Buenos Aires anrufen werde und Sigi hat gesagt. aber das war nicht mehr da. Es war eine Schweinerei. nur mit der Haut und kein Fleisch gebracht. dass das Fleisch auf den Backenknochen. April kam. Sie haben es mir auf einem Tablar serviert und fünf Tonnen Brot dazu und „Einen Guten‚ gewünscht. als hätte ich nichts angefasst. weil der Martin hätte ihn am vergangenen Donnerstag oder Freitag in Balzers besucht und Martin habe zu ihm gesagt. Auf jeden Fall waren sie mir wieder böse und glaubten mir nicht und sagten wieder. ich konnte schon ein wenig selbständig im Zimmer laufen.lief. und weil er nichts darüber gesagt hätte. Es war natürlich 76 . ich weiss nur. Trotzdem habe ich ein wenig herumgestochert. Ich habe nachher sofort Sigi angerufen und er hat das Telefon am Samstagabend abgenommen. dann würde er nicht so reden und ich habe mich 1000 Mal bedankt. aber gekommen sei er nicht. So ein verdammter . die bald kommen würde. Sigi fand es komisch. Ihn wurmte es auch. haben sie das gemacht. wie sie ein Feuer auf dem Erdgrill auf einem Wellblech. weil der Heinrich versucht habe ihn jede halbe Stunde anzurufen. das Beste wäre.

dass es mir besser ging. da kann ich meine Hand ins Feuer legen. Suppe. Es waren alle froh. denn es wäre sinnlos. Ich versuchte Helmut zu beruhigen. Ich habe 32 Tabletten von denen geschluckt. nach meinen Berechnungen. Mir ging es dann wieder besser. alle 6 Stunden eine. obwohl Dienstag kein "Stempeltag" wäre. Da Saavedra ein kleines Dorf ist. ach ja. von diesem Antibiotikum "Antinags" oder so ähnlich heisst es. dass Martin sicher am Montag kommt. oder seine Farm verlieren. sicher. Ich hatte wieder Gründe gesucht und mir versucht zu bestätigen. Cola haben sie mir einmal gebracht. der Verband wurde mir mehrmals gewechselt. Das Wasser habe ich nicht getrunken. sicher die Putzfrau kommen musste. Es kam 77 . Ich habe zu Gott gebetet. Hähnchen und Brot und wieder das Wasser mit dem komischen. dass er am Dienstag da ist. weissen Pulver unten am Boden. dass jemandem in Europa evt. Ich habe nichts getrunken. der erste Donnerstag im April. dass mir keiner irgendein Befreiungskommando schickt. Bevor er in den Knast gehen würde. also wirklich. würde das Polizistenauto verbrennen oder die Polizisten erschiessen und mich dazu! Ich bin überzeugt davon. aber aufgrund der allerdings komischen Anrufe. die Sache verdächtig vorkam. Ich musste auch seitlich verlegt werden und sie haben mir 500 ml Tabletten oder mg. Ich dachte. Sie haben mir später am Abend besseres zum Essen gegeben: Salat. zwei oder drei Dorfpolizisten und wenn die kommen würden und ich bin heute noch davon überzeugt. dass niemand eine solche Organisation planen würde. gegeben. Diese Tabletten haben mir sicher auch gegen irgendeine Erkrankung geholfen. was es ist. dass ein Familienangehöriger von Helmuts Seite das Geld abholte. wenn die gekommen wären. wüsste Mariano sofort um was es ginge und er würde alle umbringen.keiner. welches sicher nicht 500 Polizisten hat. es wäre selbstmörderisch und mörderisch. Martin Besuch von der Familie mit zwei Kindern hatte. weil ich nicht wusste. Ich habe nur gebetet. Er hat dann gesagt. dass die Putzfrau jeweils Dienstags kommt und da ja über Ostern bis zum vergangenen Donnerstag. wie es mir geht und so. dass Mariano darauf eingegangen ist. die haben vielleicht einen. ich weiss nicht mehr. immer haben sie mich gefragt. Faxe konnte ich nicht ausschliessen. sicher und Helmut musste dann Mariano beruhigen und mich wundert es heute noch.

er ist der Jüngere. ist auch der. graue Haare. was nun geschehen sollte und ob es Mariano auch wisse. der die Farm leitet.30 Uhr oder 00. eingelassen hatte. seit diesem Abend. ich rufe gleich nochmal an". Ich habe gesagt: "Super. Ich habe Mario gefragt. wo ich dem Knecht gesagt habe. dass er genau wisse. ganz unangekündigt. also auf eine Person. hoffentlich machen sie nicht so was und darum habe ich nach dem Sohn gefragt. denn sobald der Gesandte von Helmut. wie es mir aufgetragen wurde. Ich rief nach dem Sohn und habe Marco gesagt. Helmut sprang in mein Zimmer und sagte: "Jetzt ist er zu Hause. ca.30 Uhr. bitte rufe nach dem Sohn von Mariano. in diesem Falle. Martin erzählte. er alleiniger Besitzer vom ganzen Geld war. Und Mariano verstand ja kein Deutsch. Er hat mir bestätigt. Mariano selber wollte ja nicht kommen. Der einzige Grund ist. als Beauftragter. die eine Schreinerei haben. Martin prompt das Telefon abgenommen. der feige Hund. sobald er den Code mit dem Sparbuch in der Hand hatte. dass am Sonntagabend in Argentinien. der Heinrich hat uns angelogen. nie mehr gesehen.zu Situationen. dem Mario. Peter Kroschel. dass er sich auf eine Einzelperson. der Mario. da war nicht genug Geld darauf und ich hätte das Gegenteil nicht von meinem Zimmer aus beweisen können.‚ Dann habe ich ihm gesagt. weil ich wissen musste. dass wir fast jede halbe Stunde in den letzten 48 Stunden probiert hatten. ihn anzurufen. 22. Den habe ich seit er mich am Inlandflughafen in Buenos Aires auf den Flug nach Bahia Blanca zu seiner Farm abgesetzt hat. Ich wollte ja nicht. Ich konnte mir natürlich nichts anmerken lassen. ob die wussten was hier abläuft. was ich mit Helmut vereinbart hätte. dass da noch was gedreht wurde und der andere den anderen betrügt und ich bin nachher der Not leidende "Tote". Ich habe gedacht. nein dem Mario. 78 . dass die keinen extra Deal machen oder Helmut auf die Idee kommen könnte und sagen könnte. Mariano hätte natürlich Helmut und seine Frau hier in Gewalt haben können. Ich habe nur gebetet. gross. bis er seinen Anteil vom Verbrechen erhielt. ob er wisse was hier ablaufe. Auf jeden Fall wusste Mariano um was es ging und ich kann nur annehmen. die nur dem Helmut vertraut ist. So kam es dann. nachdem wir wieder jede halbe Stunde den Versuch gemacht haben nach Vaduz zu telefonieren. dass ein Peter Kroschel. dass er zwei Tage im Tirol bei seinen Bekannten war.

Und dann war Helmut sehr erleichtert. Am Montagmorgen um 08. er wusste bestimmt nicht. Ich habe zu Martin gesagt: "Bitte.00 Uhr.00 Uhr in Europa und ich dachte. dass die Überweisung. dass es so passierte: Herr Kroschel musste nach Feldkirch gegangen sein und als Beweis wollte dann Helmut und Mariano. meiner Intelligenz verlieren werde und jetzt wird es übergeben.00 Uhr plus fünf Stunden gibt 13. was da läuft. Martin sagte: "Gar kein Problem". holte die Jacke raus und ich habe extra nicht gesagt. In dieser Sonntagnacht haben wir "alle" wieder einmal gut geschlafen. wann es ihm passen würde.30 Uhr der Typ schon in Feldkirch ist. die er auf die Konten gemacht hatte. denn 08. Ich sagte zu Martin: "Bitte stecke es in ein Kuvert und am Montag kommt dieser Peter Kroschel und holt es ab und gibt es seinem Sohn Jürgen und dieser Jürgen kommt dann per Flug von Deutschland am Mittwoch nach Argentinien und gibt es mir". in dem Zimmer in dem Schrank hängt eine gelbe Regenjacke. Ich bin wach geblieben und habe die Stunden gezählt und habe gedacht. wenn man ihn Einvernehmen würde oder so. es ist ein Banksparbuch. Ich nehme an. am Montag um 01.00 Uhr war ich bereits wach in Argentinien. Das wurde Herrn Kroschel so aufgetragen. die ich mir letztes Jahr gekauft habe.vorbeikommen werde und ich fragte Martin. per Fax nach Argentinien sandte. dass ich eingesperrt war – aber. ob er genau wusste. ich nahm an. Sie hängt in einer weissen Schutzhülle". aber ich wäre froh. weil Helmut es nicht wollte. Wir haben die Bank nach dem letzten Gespräch von Freitagnachmittag mit Herrn Bröll nicht mehr angerufen. weil damit der Helmut von Martin am Telefon mithört. Er sagte. meines Sparens. das muss die 79 . Ihm wurde es aufgetragen und er hat es gemacht. was drin ist. ich konnte dies nicht definitiv wissen. dass dies die Stunde ist. Was steht vorne drauf?" BAWAG. Ich bin mir nicht sicher. da es zu verdächtig sei. aber noch nie getragen habe. Aber trotzdem war er Mitläufer und er muss für seine Taten die Verantwortung stehen. wo ich mein Vermögen verlieren werde. wo ich die Früchte meiner Arbeit. dass vielleicht um 13. Ich habe zu Martin bei diesem Gespräch – immer mit Helmuts Ohr auch am Telefon – gesagt: "Gehe in dein Gästezimmer. da ist ein rotes Büchlein drin. was drin ist. Er kann immer noch alles abstreiten. mache die Brusttasche auf. Er ging hin. dass alles so gut ging. was findest du? Ja. gut.

dass ja mein Reisegeld in Bar. Denn wenn ich nach massiven Drohungen seitens Mariano und Helmuts Clique wieder überzeugt war. was sie mir positives gesagt hatten. machten sie 52 Prozent für Helmut und 48 Prozent für Mariano.. Bis anhin. Mariano ist eigentlich nur darauf eingegangen.00 Uhr bis 16. ich wusste immer noch nicht. da ich ihn persönlich kenne. das muss jeder verstehen. CHF 8000. ob ich mich am Telefon komisch angehört habe. sodass ich positive denke. Diese Nummer muss man zuerst anrufen und sagen. man solle das Faxgerät in Betrieb einstellen. dass er. sie bringen mich um. Peter Kroschel ging auf die Post. sagen können. Mich würde es nicht verwundern. weil ich weiss nicht<.manchmal in gute Stimmung zurückbringen mussten. ich weiss nicht. das ich bei mir hatte.in US$ Noten. alles erledigt und die Bank hat sich dann geweigert. das ist auch die Telefonnummer der Hazienda. ich war mir nicht sicher. weil sie mich . den Fax nach Argentinien zu schicken und so. ihr kriegt kein Geld von mir.. das hat mir Helmut gesagt. haben sie natürlich auch nur darum gesagt. Mariano dieses Geld behalte könne. Montagnachmittag in Europa. weil Helmut argumentiert hat.. Bröll etwas vermutet hatte.. was sie von mir verlangt haben. US$ 1 ‘500. damit ich alles schön mache. bringt mich gleich mit einer Kugel um. damit ich überhaupt noch . dass sie sich geeinigt haben. Helmut und Mariano und um es nicht offensichtlich Halbe-Halbe zu machen. wenn er.und ca.um ihre verbrecherischen Ziele zu erreichen . Sie mussten ja "freundlicher‘ mit mir umgehen. die nicht weit weg ist und versuchte das Fax von dort zu senden. ich habe es nicht freiwillig gemacht. Am Nachmittag um ca. Die Bank hätte sich geweigert. machten sie.Polizei wissen.‚ haben sie mir gesagt. Peter Kroschel hat. ob sie mich freilassen würden. glaube ich.00 Uhr europäische Zeit kam Helmut in mein 80 . 15. Das Geld wurde vom Konto weggenommen und die Überweisungen gemacht. Beim zweiten Anruf kann man faxen. Am Telefon mit ihm war ich ganz kalt und habe schnell die Anordnungen durchgegeben und die nötigen Fragen gestellt. aber ich musste ja. so glaube ich. das Wenige. ca. dies zu faxen. Dass es ihm komisch vorkam. Ich wusste. Der Fax im Haus von Mariano hat die Nummer 0054 9239 1287. Mir soll er einen Teil davon geben. Die Bank hat sich aber nicht bereit erklärt. hätte ich ja auf stur stellen können.

weil sie meine Kohle gekriegt hatten. Vor allem Mariano. er hätte nichts gekriegt. Nicht nur die Hälfte meines Geldes hat er genommen.. Ich habe dann angerufen und Herrn Bröll hat abgenommen und ich habe ihm gesagt: „Vielen Dank Herr Bröll. damit ich das alles mache und wenn ich dann wieder gesund bin. sie haben mir die Faxüberweisung nie gezeigt. wenn sie mich jetzt umbringen oder umlegen wollen. Sie können mich ja immer noch foltern oder mir Angst machen oder dann wieder einsperren. wir nehmen das. Wir mussten also noch länger warten. wenn keine Lebensgefahr wegen den Verletzungen mehr besteht. dass dummerweise nur der obere Teil des Fax angekommen sei. wenn sie mich nur aufgepäppelt hätten. den Herr Kroschel geschickt habe. Und nur mit genau dem Teil von Helmut Roegele's Überweisungen und nicht den von Mariano. Helmut hat. Ich war dann nicht mehr der Wichtigste nachdem das passiert war und sie haben Herr Kroschel. der wieder auf die Hausnummer angerufen hat. Ich hätte mich nicht gewundert. dann müssen sie es schnell machen. Sie haben genug Andeutungen gemacht. bis Herr Kroschel die Überweisungsbelege auf die neue Faxnummer in Saavedra geschickt hatte und jemand musste sie dort holen gehen. eine andere Faxnummer gegeben und zwar die Faxnummer von einem Telefondienst im Dorf von Saavedra. Nur davon gesprochen. Nur ich wurde immer nervöser und unruhiger und zitterte. Die Zeit verging an dem Montag und alle waren sichtlich erleichtert oder „Happy‚. es war wieder ein Drama. Er kam ins Zimmer und erzählte. was Mariano natürlich wieder sehr misstrauisch stimmte. dass sie mir jetzt nicht mehr geglaubt haben. sondern auch die Geldschuld. mich gezwungen. Ich vermutete. dass ich die Bank am Nachmittag. der hat sich einen schönen Schnitt daraus gemacht. um die Bank "zu beruhigen". kann ich ja wieder in den Kerker gehen.alle anderen waren Happy. am Montagnachmittag wieder anrufe und Herrn Bröll verlange und mich für die ganze Transaktion bedanke. kann ich vergessen. mir aufgetragen bzw. bevor sie geschlossen haben... Ich habe die Überweisungen nie gesehen.Zimmer. die er mir schuldet.. weil ich dachte. wenn 81 . Er dachte. was wir haben und dann können wir ja immer noch. ich erzähle es Ihnen dann.. dass ich nicht mehr Geld besitze und dass sie zuerst vermutlich dachten. Auf jeden Fall war ich ganz nervös .

sie müssen da noch schauen. Ich habe den Sohn von Mariano. Was mich am Meisten verwundert hat ist. weil er und sein Clan kein Deutsch verstanden. weil Helmut immer mit mir Deutsch gesprochen hat und ich habe dann spanisch geantwortet. gefragt. Da habe ich mir gedacht. überhaupt nichts gesehen habe. nachdem ich schon fast 1 1/2 Wochen oder über 10 Tage eingesperrt war . vor allem im zweiten Zimmer. Ich habe mich dann immer aufgeregt.und das 24 Stunden. Am Dienstag haben sie mich dann aus dem Zimmer gelassen und einen bewachten Rundgang gemacht. er würde sicher warten. Darauf sagte er.dass ich etwas mit Helmut aushecken könnte. ob Mariano mich besuchen kommt oder was er vorhat. Und er. dass ich nichts mit ihm habe. ohne dass ich viel bzw.ich wieder nach Hause komme. dass es am Besten sei. Zu meiner Überraschung haben sie dann Helmut Fluginformationen einholen lassen. wenn ich am Dienstagnachmittag verdufte. Auf jeden Fall zu meiner Verwunderung bin ich dann eingeschlafen und am Montagabend konnte ich nicht gut schlafen und habe immer zur Tür geschaut. oh je. wenn Helmut nicht auf Spanisch mit mir sprach.welche nicht gut deutsch spricht und ich nur spanisch mit ihr rede . Marco. der Bewacher immer. Und sie haben mir gesagt. vielleicht haben sie einen Kurzschlusseffekt und bringen mich doch um.bestätigt. bis seine Bank in Spanien was sehr lange dauern kann . weggerannt und zu Mariano gegangen ist und ihm alles erzählt hatte. dass Mariano sich mit einer Fotokopie der Überweisung zufrieden gab. Mariano war immer informiert. damit es mein Bewacher auch hört und damit sie sahen. Mariano hatte Angst – keine Ahnung warum . sondern dass ich ihm auf Spanisch antworte und ich nichts dafür kann. ob nicht doch noch einer kommt und mir die Kehle durchschneidet. ausser aus dem Fenster raus. jetzt machen sie wieder so ein Spiel.‚ Mariano hat dann zeitweise an diesen Tagen entweder Helmut alleine oder Helmut samt seiner Frau oder nur seiner Frau Besucherverbot für mein Zimmer erteilt. Dies hat dann der Bewacher verstehen können. Sie haben deshalb verboten.mich besucht haben. dass ich mit Helmut auf Deutsch spreche. sofern ich gehen könne. wie er mir erzählt hatte. nachdem Helmut oder seine Frau . also keinen Deal hinter dem Rücken machen will. dass sie das Geld erhalten 82 . Ich hatte gedacht. im Moment wisse er es nicht.

mich umzulegen und irgendwo zu verstecken. dass Helmut mich bis zu meinem Flug begleitet und ich abhauen soll. vernichten müssen. weil ich auf keinen Fall ein Spital oder einen Arzt aufsuchen darf. Das haben sie mir durch die vielen Details. hat vielleicht auch damit zu tun. Aber oft doch sehr logisch.der Vogel .:Es war vermutlich naiv von mir zu denken. Wahrscheinlich war er zu feige und hat immer seine Söhne vorgeschickt. dass ich heute hier sitzen kann und mein Herz normal schlägt und mir nur die Hände und der Hals weh tun. nachdem ich das Geld bezahlt habe. mir gleich nach dem Unfall mit einem kalten Blick gesagt wurde. wenn ich jetzt nicht selber gesund werde. Vermutlich hatte er Angst. dass ich noch denke er würde kommen und mit mir sprechen.haben. Sie wussten ja von meinen Aussagen. Ich hatte 83 . eben Freiheit.B. welche ich jetzt habe. wenn man in Gefangenschaft ist. wenn ich nicht tue was sie wollen. Beides hatte die gleich grosse Chance. Auf jeden Fall kam es so. zur argentinischen Polizei gehen. Am Dienstag haben sie mich gebeten meine Sachen zu packen.nein. Es geht einfach nicht anders. dass sie die Möglichkeit hätten. Aber man denkt halt anders. Es wäre entweder das Eine. wenn ich auch die Möglichkeit gehabt hätte. denn das Land ist so korrupt und kompliziert. Sie hätten nämlich kein Problem gehabt. Wie z. Das habe ich dann auch gemacht. Einmal hat mir der Wächter gesagt . Ich weiss es nicht . Ich kann nur sagen. und das müssen Sie mir bitte glauben. mich zu beseitigen. ich kann es nicht sagen. ständig bewiesen und auch mir vor Augen geführt. es hätte auch ebenso gut das andere passieren können. dass es in den Köpfen von denen war. dass es mir passieren könne. indem es notwendig wäre. aber er kam nicht. Ich wollte immer mit Mariano sprechen. die Möglichkeit auch ausnützen werden. die ich auf diesen sieben Kassetten darauf gesprochen habe. was überhaupt hier passiere. Ich vermute. Es war immer ein Kopfproblem. nachdem was sie mir alles angetan hatten. dass. nicht normal und oft nicht logisch. von meiner Angst. oder das Andere passiert. Ich würde nie. dass sie abgesprochen hatten. ich würde ihm eine kleben oder ihn ermorden oder ich weiss auch nicht. Damit will ich sagen. die ich hatte. dass ich mit meinem Selbstmordversuch denen vor Auge geführt habe. oder vorher. dass sie mich umlegen müssen oder verbrennen bzw.

ich wollte nur Helmut sagen. Ihr werdet vielleicht fragen. Ich will mich gar nicht mehr damit befassen. Vor allem die dummen Leute.ist viel grösser als die Trauer über das was mir angetan wurde.solche Angst. färbt es nur negativ auf mich ab. das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Das konnte nicht das Ende sein. löst dann doch einen Prozess aus. dass ich jetzt noch lebe. ich hatte so viel Heimweh gekriegt. Wenn ich mich mit Helmut oder Mariano näher befasse. Auf jeden Fall traute ich niemandem mehr dort in Argentinien. Ich weiss. bevor ich überhaupt eine Zeugenaussage machen könnte. nachdem was vorgefallen ist. aber ich bin nicht deprimiert. aber ich verdiene es wieder. aber das ist mir im Moment nicht wichtig. weil ich ja noch nicht von dieser Welt gehen konnte. nimm mich mit. 84 . Ich weiss alles. jeder hat seine Fehler. Klar ist das Geld weg. dass ich noch LEBE . könnte es nicht sein. vor allem die negativen Dinge nicht mehr interessieren. wo einem doch alles andere. Selbst wenn ich als Toter nach Mauren gekommen wäre. die bestimmt das tut. Ich weiss nicht. was ich vielleicht selbst in die Hand genommen hätte. Ich vertraue der Liechtensteiner Polizei und der Justiz. Darum ist die Freude noch viel grösser. was sie sich dabei gedacht haben. ich kann ja wieder arbeiten und bin gesund. dass ich schon als 32-Jähriger ein Grab mit einem Kreuz bei der Maurer Kirche habe. Ich sehe vieles in einem anderen Licht. Aber was eben den Wandel oder das so nahe am Tod gewesen zu sein. sehe viele kleine Freuden und würde auch nicht mehr weggehen.da ich ja wirklich hätte tot sein sollen . Klar empfindet man riesigen Hass und ich würde vielleicht dasselbe denen antun. Liechtenstein lässt mich nicht verhungern. ohne mich von allen zu verabschieden. Ich kenne sogar ein wenig ihre Lebensgewohnheiten. Ich war nicht immer ein guter Mensch. Aber das Gefühl der Freude. Ich will nicht mehr reisen. in einem Grab oder Ofen in Argentinien. wie sie heissen und wo sie wohnen. wo ist der Hass? Ich hatte damals keinen Hass. dass sie mich im Effekt erschiessen würden. Der Hass kommt vielleicht heute oder jetzt oder seitdem ich frei bin. wenn Dir noch etwas an mir liegt. Nur Dank der Differenz zwischen den Gefühlen kann ich jetzt noch als gerader Mann aufstehen und mein Leben weitermachen. da ich weiss.

weil ich gesagt habe. Die Farm hat er auch nicht länger als seit 1991. Auf jeden Fall habe ich gedacht. Ich habe einfach wie apathisch das gemacht. Er hat mir meinem Pass hingeschmissen und die Wunde angeschaut und ist dann wieder gegangen. kann ich nicht richtig beurteilen. was sie von mir verlangt hatten und dann meine Koffer gepackt. Er hatte noch zwei Wächter dabei. damit ich etwas hatte. meine Sachen hatte ich gepackt.00 Uhr.und US 200. weil sie vermutlich Streit hatten. was 85 . Dann habe ich noch gehört. dass ich kein Geld mehr habe. 3000. Dann hiess es. 13. da sie wohl Angst hatten ich würde versuchen Mariano mit meinen Händen zu erwürgen oder so. Dann haben sie mir gnädigerweise.. glaube ich. dass sich die Sache ein wenig gewendet hat. Wir sind dann alle in den Ford Bronco eingestiegen.Auf jeden Fall habe ich meine Sachen gepackt. Alles was sich ausserhalb abgespielt hat. 100 km weit weg. das kann nicht sein. das ist ein zu einfacher Abgang. Ich weiss aber nicht. die müssten noch irgendwo sein. ein Riesending mit einem gewaltigen Motor und zwei Türen vorne und hinten eine Heckklappe und hinten mit einer kleinen Bank und vorne mit zwei grossen Sitzen. Mariano würde uns – Verbrecherehepaar Roegele und mich . Er hatte dieses Fahrzeug zu der Zeit gekauft. wenn ich in Zürich ankomme. Er alleine mit meinem Koffer. von meinem eigenen Geld Fr. als er die Farm gekauft hatte. Aber ich nehme an. was ich selber erlebt habe. die Schuhe geputzt und die letzte Bandage um den Hals und die Hände gemacht und das Zimmer nochmals angeschaut. Ich kann nur aus meinen kleinen vier Wänden das beschreiben. ob sie mich wirklich gehen lassen werden. . Ich wusste noch immer nicht. Mariano kam dann eine halbe Stunde bevor ich das Zimmer verliess zu mir und hat nicht viel gesagt. Dies ist auch nur mein Eindruck. ca.zum Flughafen fahren ca. Nach dem Mittagessen am Dienstag. wie Mariano seinen Sohn fragte.gegeben. meine Ausweise hatte ich nicht gesehen. dadurch dass Helmut und Mariano sich in die Haare gekommen sind und Helmut nun auch um sein Leben gebangt hat oder auch nicht. Ich konnte es einfach nicht glauben. ob das alles nur vorgespielt war. hatte frische Unterwäsche und Hosen an. Ich wollte es aber nicht zeigen. Es hatte einen braunen Teppich und ein argentinisches Kennzeichen. das ist ein USFordmodel. Helmut und seine Frau wollten auch weg von dort.

Vor uns tauchte ein weisses Auto auf. Einbandagiert. Es war so heiss und staubig. Aber das andere. weisse Auto ist dann Richtung einer anderen Farm gefahren. mit langen Hosen. Auf jeden Fall sind wir dann alle eingestiegen und zu aller Frechheit wollten sie noch ein Foto mit mir machen.000 Einwohnern. dass mir nichts passieren würde. Weisses Auto. Wir gingen gleich zum Flughafen. Bahia Blanca ist ein Dorf von ca. Weil auf dem Weg von der Farm bis zum Flughafen hätte noch ein Unfall oder alles 86 . die spinnen ja vollkommen. der oft auf der Farm war. weg von den Hausangestellten und seiner Frau Carmen neu irgendwohin verschleppen und umbringen. damit ich nicht auf dumme Ideen komme. Dann lieber eine Kugel. Wir fuhren und fuhren. Ich dachte sofort dies könnte die Söhne von Mariano sein. einfachste Weg aus der Farm ist und wenn er das Haupttor verlassen habe. Vielleicht wollte er mich. Roegele machte dann ein Scheisskommentar und sagte dass jetzt die letzte Stunde für mich geschlagen hat. spare er ca. warum wieder das ganze Drama. Obwohl der Sohn sagte. Ich hatte nur das Bargeld und mein Gepäck. Ich sagte kein Wort und war froh um jeden Meter. ob er dann links oder rechts fahren soll. Weit vor uns sah ich eine Strassenblockade und ich habe wieder gezittert und gedacht das ist das Ende. den ich von dieser Farm hinter mir liess. Und nach ca. die die Strasse neu planiert haben. 100. Mit Hilfe vom Roegele. Auf einmal sah ich ein kl. dasselbe was ich heute hier bei der Polizei anhabe. Links ging es dann über das Dorf Saavedra und dann auf die Nationalstrasse und rechts ging es über Grenzstrassen zwischen den Farmen auf die Nationalstrasse. seinen Sohn nach dem kürzesten Weg fragen musste. ist Mariano nach rechts gefahren. Vielleicht brauchten sie das zum Erklären. Ich war erst da ziemlich sicher. Wieso ist er nach rechts gefahren? Da bekam ich Angst. dass es ein „lustiges Ferienabenteuer‚ für mich war. Wenn er nach rechts fahre.der schnellste bzw. einer Stunde kamen wir in Bahia Blanca an. dass man links fahren solle. Aber es hat sich dann herausgestellt. 15 oder 18 km. kleine. Mich wunderte es. dass Mariano. dass es die Strassenarbeiter mit Baumaschinen waren. Wir sind dann losgefahren. Ich hatte kein Ticket von Bahia Blanca nach Buenos Aires. Sie mussten den Angstpegel hoch halten. dass ich nicht sterben werde oder sicher.

das Mariano für uns reserviert hatte. stumm. Als ich dann sicher war. Wir haben gewartet. Sie haben zwar Polizisten im Flughafen. Das überraschte mich sehr. Mein ursprüngliches Lufthansaticket hätte dann geändert werden können. seiner Frau und sich . Ich glaube wir flogen mit LAPA oder LACA. obwohl der Flug ausgebucht war. Ich ging zum Schein in ein. er könnte meinen. vier Apotheken bis ich das gefunden hatte. Ich konnte im Flugzeug nach Buenos Aires nur weinen. Die Lufthansa fliegt am Montag. Helmut und seine Frau hatten ein Doppel. hat man keine Energie mehr. Nachdem was geschehen war. Es war dasselbe Hotel. Mittwoch und Freitag . Für mich wurde auch ein Lufthansaflug reserviert. dass ich das selbst kaufen gehen solle. Dort habe ich mich eingeschrieben. mit richtigen Namen und eigener Passnummer und so.und ich ein Einzelzimmer. Verbrecher Roegele sass auf der anderen Seite des Ganges mit seiner Frau neben mir. April ja fix den Rückflug original gebucht hatte.so glaube ich. was ich brauchte . Wir sind dann am Abend in Buenos Aires angekommen. Ich sagte auch nichts. Wir haben am Dienstag für den nächsten Tag reserviert. ich wolle Rache üben.das Ticket bezahlt. dass ich auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause wollte.mir. Mariano hat sich dann verabschiedet. dass mir keiner 87 . eher LAPA von Bahia Blanca nach Buenos Aires. würden sie mir glauben oder nicht. Ich wusste nicht. in welchem ich schon bei meiner Hinreise war – Salles. vom ganzen Kontinent und einfach nach Hause. Ich wollte ihm natürlich nicht die Hand drücken. Ich wollte nur weg von diesem Land. dass sie mir evtl. ich wollte auch niemanden sehen. Es war schon ein wenig dunkel.Mögliche passieren können. zwei. aber ich war auf der Warteliste. Helmut sagte zu mir. uns allen drei . das kostet pro Person USD 68. -. Vielleicht halten sie mich für verrückt und stecken mich in eine psychiatrische Klinik. Wir steigen in ein Taxi und fuhren zum Hotel. mehr oder weniger freundlich. ob es eine Goldene war. Helmut hat mit seiner Kreditkarte. da ich am 21. Ich hinterliess nur den Eindruck. drei. weil ich Angst hatte. ich weiss nicht.die anderen hatten es nicht. folgen. Alle gingen aufs Zimmer und ich musste mir neues Verbandsmaterial kaufen. Ich wollte aber nicht gehässige oder aufmüpfig erscheinen. Ich bin dann zum Hotel raus und dachte. aber was sollte ich jetzt tun.

evt. welche sich im untersten Stockwerk vom Hauptgebäude der Telefongesellschaft von Argentinien. dass es schon stimme und dies eine Faxnummer sei. in Europa Mittwoch. dass es eine Faxnummer in Innsbruck war. Ich dachte mir.30 Uhr oder 21.00 Uhr oder 02. Der Mann an der Kasse der Telefongesellschaft hat mir nämlich eine alte Liste gezeigt. dass ich diese Nummer erhalten habe und wenn es eine falsche Adresse ist. Ich hatte der Frau gesagt. dass es schnell geht damit Roegele nichts merkt.00 Uhr morgens. dass sie mir die Faxnummer von der BAWAG in Feldkirch geben. zuerst die argentinische Auskunft angerufen und darum gebeten. in nur einer Seite – die würden die Situation nicht auf Anhieb kapieren. dass es evtl. Die Auskunft in Wien sei um diese Zeit nur sehr knapp besetzt und sie müssten deshalb zurückrufen. wurde mir mitgeteilt. die zurückgerufen hat. dass es nicht sein kann. dass die Nummer nicht stimmen konnte.das ich so lange weg bin. 43 aus. auch von der BAWAG . es war dann Dienstag um 20. habe ich Leute gefragt. wo ich einen Fax senden könne. Ich hoffte. 01. dachte ich mir. Also habe ich von der Kabine Nr.00 Uhr. 512 ist nicht Feldkirch.folgte. Ich habe dann nochmals die Auskunft angerufen und habe die Faxnummer von Wien erhalten. Und es konnte schon sein. zur Hauptstelle der staatlichen Telefongesellschaft von Argentinien gegangen. der den Zusammenhang erkennen könnte. Und dann hat sie nochmals nachgeschaut und gesagt. und zudem war Herr Direktor Bröll der Einzige. dass sie mir zwei Blatt Papiere oder ein Blatt und einen Kugelschreiber geben sollen und ich musste die Faxnummer von Feldkirch erfragen. Ich habe mit zitternder Stimme darum gefleht. Dann kam der Rückruf und sie gaben mir eine Nummer mit der Vorwahl 512 und ich wusste. auf der Innsbruck mit 512 aufgeführt war. Vielleicht ist es 5522. mit dem Wenigen das ich ihm geschrieben habe. Dann habe ich die Nummer gewählt und die zwei A4-Blätter der dort arbeitenden 88 . Ich bin dann sofort. sollen der Empfänger dieses Fax ihn an die BAWAGZentrale in Wien oder Herrn Bröll in Feldkirch weitersenden. Dort im Erdgeschoss gab es eine Möglichkeit ins Ausland zu Telefonieren oder zu Faxen. Es kann schon sein. mit einer Eins. Auf jeden Fall habe ich den Brief fertig geschrieben und darauf vermerkt. Innsbruck war. ich kann es nicht der Polizei in Liechtenstein oder Österreich schreiben.aber ich wollte ja Feldkirch haben.

Die Lufthansa würde erst am 89 . ich glaube es waren 2490 oder 2480. die ich kaufte kostete nur US$ 3 also müsste ich ja von diesen US$ 200 noch US$ 197 haben. die Liste von meinen geführten Gesprächen verlangen würde. Sie sagten nur. dass es einen Swissairflug am Mittwoch morgen gibt. anhängen. Die Binde. Denn vom Hotel aus wollte ich nicht anrufen. Es ist mir zwar komisch vorgekommen. was macht denn ein Arbeiter der BAWAG um 02:00 Uhr nachts? Es war soviel ich weiss der Nachtwächter und ich habe ihn nur um eine Faxnummer gebeten. Aber ich hatte ja nur noch US$ 155. Dann kam aber kein Fax-Ton sondern eine männliche Stimme. denn ich hatte für das Fax US$ 27 bezahlt und ich hatte US$ 200 bei mir gehabt.A.in die Hand gegeben. das kann doch nicht wahr sein. dass es sich vermutlich um einen Telefoncomputer handelte. Es war dann tatsächlich die BAWAG in Wien. Ich hatte Angst. Es sei seine Sache. Wir gingen dann ins Hotel und ich konnte in der Nacht nicht schlafen.Frau . . Da dachte ich mir. Ich hatte Angst. ich solle an die jetzt gewählte Nummer die Ziffern. dass ich erst eine normale Telefonnummer anwählen und dann diese Nummer anhängen musste. Also habe ich es gemacht. und zwar der um 9. warum ich auf einmal US$ 45 weniger hatte. Die Frau gab mir dann den Hörer in die Hand und ich habe dann gesprochen. falls ich meine Mutter oder jemanden anrufen könnte. Und es war eine Faxnummer und es hatte funktioniert. Ich bin dann mit essen gegangen. dass Helmut auf die Idee kommen könnte und meine Geldtasche verlangen würde und ich könnte nicht erklären. Ich war so nah am Ziel und ich wollte nur noch weg. Sie wollten mich nicht aus den Augen verlieren. Sie haben dann aber nicht nachgefragt. dass Helmut evtl. Interessant war. Ich wusste. Er sagte mir. da ich befürchtete.in der Telefongesellschaft in B. weil ich für die Telefonkarten US$ 18 und Fax US$ 27 bezahlt hatte.40 Uhr. ich solle zum Essen mitkommen. Aber ich nahm dann an. dass sie die ganze Schuld Mariano zuschieben wollten. Auch hatte ich aus dem Geld noch Telefonkarten gekauft. Ich hatte den Fax geschickt und bin nachher gleich zurück zum Hotel gegangen und schon waren Helmut und seine Frau beim Eingang des Hotels und hatten gefragt wo ich gewesen wäre und was ich gemacht hätte. Ich habe nicht viel gemacht und gesagt. Es sei seine Idee gewesen. Da sagte ich.

obwohl ich gar nicht mehr zurückkehren wollte. Man kann niemandem mehr trauen im Land. und dass ich jetzt nicht weiss. dass ich schon halb in Sicherheit bin. es ist so korrupt. wird sich zeigen. er bringe mich in Sicherheit und ich sagte. Ich bin ohne Probleme durch die Passkontrolle gegangen und habe einen Stempel bekommen. nur Hinflug. Ich bin dann sofort ins Hotel zurück.00 Uhr aufgestanden oder 04. Also habe ich meine Sachen gepackt. Ich wollte nicht noch warten. So wie es Gott oder die Justiz vorgesehen hat. ich weiss es nicht mehr genau und bin aus dem Hotel raus gegangen. ob er meinem Fax erhalten habe. In Vaduz bin ich mit dem Reisegepäck direkt ins Spital gegangen. mit welcher ich später im Vaduzer Spital aufgekreuzt bin. kaufen: das kostete nur US$ 1'118.00 Uhr oder 03. Ich habe nur geweint. Ich bin dann schon um 05. dass ich überlebt habe. Moser hat mich angeschaut. Er sagte. Es hatte ein Nachtportier. ich solle ein Rückflugticket. Ich habe also genügend CHF für diesen US$-Betrag umgetauscht und das Ticket bezahlt. Dann hat der Swissairangestellte mir einen besseren Deal vorgeschlagen und zwar. dass für das menschliche Verbrechen. Herr Dr. Ich war schon früh am Flughafen und habe nach dem Swissairflug gefragt. das mir angetan wurde. dieselbe. die sie mir entgegengebracht haben und ich möchte auch bitten.00 Uhr. Ich danke allen für ihre Hilfe. ob ich doch noch 90 . Aber ich spürte von ihm Vertrauen. geweint und geweint. Er bejahte. Die Telefonkarten waren sehr schnell aufgebraucht und ich konnte nicht mehr mit Herrn Bröll sprechen. dass Sie in vollem Bewusstsein sind.Nachmittag fliegen. Es hatte noch Platz und kostete US$ 1'600. Und habe das Flugzeug bestiegen. dass es ein schwerer Schlag für mein Leben war. Das sind fast CHF 2'500. Ich habe ihn gefragt. Ich hoffe. Ich bin weit weggelaufen und habe eine Telefonzelle gefunden und habe dann eine Nummer gewählt und prompt hat jemand abgenommen und ich wurde mit Herrn Bröll verbunden. Ich wollte nur weg. habe mich rasiert und ich habe meine letzte Binde selber gemacht. alles zusammen! Ich war nur froh. Jetzt ist die Geschichte zu Ende und was weiter geschehen wird. der vor dem Hotel stand. habe ausgecheckt und für mein Hotelzimmer bar bezahlt (US$ 70). vor allem Mariano Marti-Ventosa Roqueta und auch Helmut Roegele und Bande ihre Strafe erhalten werden. Ich habe den Sammelbus genommen.

Zahnfleisch Ein anderes Detail des Kellers (Wasserturm). sind die 3 Glühbirnen. Notiz.K. quasi auf der gerundeten Aussenwand des Turms.irgendwie Depressionen erhalten werde. Wie um tonnenschwere Felsen erleichtert schritt ich aus dem Polizeigebäude Vaduz hinaus. ist ein Licht links oben montiert. im Dunkeln sitzen. dort wo das grössere Waschbecken installiert ist. dass mich dann die Gedanken oder die Erinnerung an die Geschichte sich wieder aufwärmen. Sie ging zu Bruch und ich musste sie mit einer der 2 anderen Birnen tauschen. warmen und sonnigen Aprilnachmittag. Vielen Dank für alles. Ursprünglich. war eine 60 Wattbirne aus klarem Glas in der einfachen Fassung drin.h. aber vielleicht kommt es später. habe ich der Polizei weitere Angaben über die Gefangenschaft in einem Schreiben überbracht: A) Glühbirne. während meinen ersten Tagen. und 21. Ich schraubte die Birne raus.auch aus klarem Glas . Ende Originaltext (OT) meiner Anzeige. aber auf jeden Fall eine schwächere Birne. in den schönen. wollte ich nicht 24 Std. Jene vom WC-Raum . dass ich es mit angespannter Kette gerade noch berühren konnte). Im Durchgangsraum (vom rundem Raum zum WC-Raum). wenn ich ein normales Leben führe. Am 17. Im Moment sehe ich das zwar nicht so. H. 11. Nach der erforderlichen Anzeige (auf Tonband) und der weiteren Detailangaben zum Verbrechen war ich sehr befreit. als die‚ die ich dann im WC-Raum abgeschraubt habe). auch eine 60 Watt. Im runden Raum ist ein Licht links oben.4. wie ich ein Hinweis meines "dortgewesenseins" 91 . es war eine 40 Watt aus mattem Glas (evt. wo ich gefangen gehalten wurde. April 1997.brachte ich in den runden Turmraum weil sie die Stärkste war und jene vom Durchgangsraum schraubte ich in den WC-Raum .oberhalb des kleinen hölzernen Spiegelkästchens. gleich beim Eintritt durch die Türe (so hoch. Ich habe mir während der Gefangenschaft auch Gedanken darüber gemacht. d.

Ich rechne die Tage hin und her und bemühe meine Erinnerung so stark es geht: ich kann aber heute nicht ganz genau sagen. Als ich dann später einen Apfel (grüner) essen wollte und natürlich beissen musste. war (weil mein Geburtstag) und nicht am Montag 31. Zwischen dem Beckenboden und dem Eisenstück hätte die Notiz gut rein gesteckt werden können.hinterlassen kann. dass ich im Turm über 24 Stunden nichts zu mir nahm (ausser eventuell ein Schluck Wasser aus der Flasche). dann möchte ich nicht an die daraus resultierende Strafe denken. April als den Tag genannt. Ich tat es nicht. den Dienstag 01. Dies müsste ein Arzt oder Zahnarzt bestätigen. die Zähne bleiben im Apfel stecken. von dem ich noch weniger ass. Ich vermute. dass es nicht am Sonntag 30. B) Genauer Tag In meiner Tonbandaussage habe ich. und zwar war das grosse Waschbecken im Durchgangsraum unten auf zwei aus der Wand herausragenden ca.Möglichkeiten gab es dazu sehr viele.3.3. ob es der 01. Ich weiss nur ganz genau. und es dann finden würden. Somit verschwand meine kleine Notiz in tausend Stücke Ein anderes Erlebnis hatte ich mit meinem Zahnfleisch: Die Täter geben mir sehr wenig zu Essen. dass wenn die Verbrecher vielleicht auch darauf kommen könnten. dass ich über eine so ungewöhnlich lange Zeit nichts gebissen habe. dass ich so was tue. Ich hätte auch eine gute Stelle gefunden. Ich schrieb sogar auf einen kleinen Zettel (Papier und Schreibzeug hatte ich ja) ein Text mit folgendem Inhalt : HIER WAR ICH. Es kam vor. Mit ein Grund kann auch die hohe Luftfeuchtigkeit und die dauernde Kälte sein. so mag ich mich erinnern. dass es damit zusammenhängt. war (weil der Geburtstag meiner Mutter) 92 . tat mir mein Zahnfleisch so weh. 4 cm langen Eisenstützen gestellt. April war. weil ich auf einmal Angst bekam. wo ich die grösste Todesangst empfand und mir (auf Grund der aussichtslosen Situation in der ich mich befand) das Leben nehmen wollte. April oder der 02. dass ich dachte. HEINRICH KIEBER aus Liechtenstein seit dem Donnerstag vor Ostern 1997 gefangen gehalten bis zum Tag meiner Freilassung oder Todes. Ich kam auf die Idee eine kleine Notiz auf Spanisch irgendwo zu verstecken .

und ich die Tage bis zum 31. den notariell beglaubigten Immobilienverkauf.3. Dort wurde mir eine Abschrift der Tonbandaussage vorgelegt. (alle 1997). 3. Dies nur darum. Eine Kopie wurde mir gegeben. Wieder sicher bin ich mir aber ganz. den Hr. die Faxe von Mariano. wirklich wie ein Wunder konnte die BAWAG die Gelder in allerletzter Sekunde zurückholen. datiert vom 31.00 Uhr morgens) gezwungen wurde. Was wurde aus meinem Sparbuch? Ich hatte Glück. Selbstverständlich habe ich in den in Folge der Polizei und den Untersuchungsbehörden alle Dokumente und Beweise im Original überlassen: wie zum Beispiel dem beglaubigten Darlehensvertrag zwischen Mariano Marti-Ventosa Roqueta und mir vom 6. Kaufvertrag zwischen Helmut Roegele und mir vom Oktober 1996 (worin er richtigerweise schriftlich bestätigt hatte. weil ich sehr früh am Freitagmorgen (ca. dass weder Helmut noch Mariano zufällig ihre Bankkonten nicht auch bei der Korrespondenzbank der BAWAG in Spanien hatten. so dass ich eventuelle Fehler oder Missdeutungen korrigieren konnte.2. Es war also pures Glück. weil es bei noch auf einem Konto bei ihrer Korrespondenzbank im Ausland lag. 9. riesengrosses Glück. dass ich die Nacht vom -Donnerstag nach Ostern (1. Dann wäre 93 . Donnerstag im April) im neuen Gefangenenzimmer im Haupthaus verbracht habe. Das Geld war schon von der BAWAG weg und sogar schon ausserhalb Österreichs. Auf Grund meines Fax an die BAWAG wurde die Bank sofort aktiv und versuchte fieberhaft die schon eingeleiteten Banküberweisungen an die Verbrecher Helmut und Mariano zu stoppen.1. dass er die ganze Kaufvertragssumme für die Wohnung in BAR und vor der Unterzeichnung erhalten hatte).2. Wie ein Wunder. Die Behörden machten für sich Kopien von allem und die Originale bekam ich später wieder zurück. + 12.3. Durch den Schock des getriebenen Selbstmordes entstand wie eine Lücke in meinem Gehirn.00 Uhr / 4.. mittels Strichlein gezählt habe. Dann wurde die Abschrift als Anzeige angenommen. wo ich etwas berichtigen musste. Bröll zum Ersten mal anzurufen.4. nachdem die Verbrecher den Fax nach Feldkirch gesendet hatten. was den genauen Monatstag betrifft. ging ich wieder zur Polizei. und noch nicht auf die Bankkonten der zwei Verbrecher weitergeleitet wurde. womit er mich nach Argentinien lockte. welche bei anderen Banken eingerichtet waren. Am 21.1993. Es gab nur ganz wenige Stellen.bzw.

dass ich der Verbrecher wäre. weil nur ein Gericht in Spanien die definitive Gutschrift auf die Konten der Beiden verhindern hätte können. Beide hatten sicher einen 99-prozentigen Herzinfarkt. Ich hatte die Polizei in Vaduz immer über jede Bedrohung und Belästigung informiert. sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. Helmut war 94 . sollte ich die Anzeige nicht zurücknehmen. Nicht nur bedrohte er sie beide mit schweren Konsequenzen. Er bekam Panik und belästigte zuerst meine Mutter und meine Tante in Spanien per Telefon. dass der Bankkontobesitzer (ich) eine Anzeige gegen ihn und andere bei der Polizei erstattet hatte. Es war dann. Die Telefonnummern hatte sie ja von mir schon in der Gefangenschaft abverlangt. Ich konnte es immer noch nicht glauben. an Brutalität und Waffengewalt ausüben mussten. um seinen Anteil der Beute doch noch zu bekommen. dass meine Mutter (und Tante) aus Spanien kommen. Und nun war er auf Helmut (in Europa) angewiesen. rückgängig machen können. sein Gebiet war. da es ja seine Farm. meine Gefangennahme. Ich konnte es nicht glauben. Die Telefongespräche mit ihm wurden aufgezeichnet.er zu spät gewesen. Zuerst hatte Mariano die volle Kontrolle über alles (in Argentinien). Erpressung und Folter erfolgreich zu machen. Helmut musste schnell handeln. wäre das Geld auf ihren Konten gelandet. um meine Entführung. Seine Frau und Mariano riefen auch bei ihnen an. bzw. Hätten sie mich in Argentinien nur 24 Stunden länger gefangen gehalten. Mariano hatte wegen der Anzeige weniger Angst. als er erfahren konnte. Bröll die Gute Nachricht brachte. bis sie sich davon erholen konnten. Es war wie in einem Traum. nicht er. warum die dicke Kohle noch nicht angekommen war. als sie erfolglos bei ihren Banken nachgefragt haben mussten. Meine Mutter und meine Tante sollten mir ausrichten. Man kann sich die langen Gesichter der Verbrecher gar nicht vorstellen. sein Kerker. dass nix eingetroffen war. dass er nun in der tiefen Scheisse steckte. so konnte er mit ihnen auf Spanisch reden. Beide haben sicher vor Wut gekocht. als mir Dir. Er war ja weit weg. Nachdem was sie alles an operativer Logistik. Dem Helmut wurde hörbar schlecht und er leierte etwas von dem Wohnungsverkauf und behauptete. Da Helmut ja Deutsch konnte. dass sie mich umbringen würden. Mariano wusste. Es war schon eine verrückte neue Situation für die beiden Folterer. hatte er mehrere Male bei der BAWAG in Feldkirch angerufen und wurde dort auf die Rechtsabteilung der Bank in Wien verwiesen. Er hatte natürlich sofort gemerkt. Meine Familie stand wegen den Telefonaten unter einem grossen Schock und es dauerte lange. als ihnen ihre Bank mitteilte.

Er musste also in erster Linie das Motiv (die Beute) bekämpfen. indem er den Betrag auf seinem eigenen. neuen Konto bei der BAWAG gutschreiben liess. was ich mit den dazugehörigen Quittungen. bzw.nun bekommen hätte sollen.dank der BAWAG . Sie wollte damit .die extrem verdächtige Auflösung meines Sparbuches hinterfragen würde. was für eine schwere Gefängnisstrafe sie zu erwarten hätten. die Zahlung an ihn als rechtmässig erscheinen lassen. dass er ein massives Problem damit hatte.eigentlich 3 Probleme hatte: a) Die Zahlung an ihn. zu erklären.von mir bekommen hatte. 95 . Kroschel war ein Mann. würden sie die Schriftstücke aus Argentinien "vorlegen" und hoffen. . dass er . Ich war richtigerweise in der Position. auch nur einen einzigen Franken von meinem Geld zu nehmen. dass man mir während der Gefangenschaft zwar diverse Pseudorechnungen. Helmut wollte seinen Schwager damit für seine "Umstände" belohnen. mit dem ich nie in meinem Leben je etwas zu tun hatte.B.eine "berechtigte" Grundlage auf Papier haben. Dasselbe würde passieren. Mariano schuldete mir seit 1993 CHF 245'000. ungeachtet ihrer Drohungen es trotzdem wagen die Zahlungen bekämpfen. Wie detailliert ich die Anzeige erstattet hatte. Man erinnere sich. wusste er noch nicht.plus Zinsen. Er hatte aber sofort richtig kombiniert.einfach in den eigenen Sack gesteckt. bis er als Mittäter in den Kreis der Verbrecher aufgenommen wurde. wo ich nebst dem Helmut und dem Mariano auch dem Kroschel die absolut berechtigte Frage stellen konnte. b) Die ungefähr gleichgrosse Zahlung an Mariano und c) die "Zahlung" an seinen Schwager! Kroschel hatten sich nämlich den übrig gebliebenen Restbetrag meines Sparbuches. Anerkennungen für beide Überweisungen zur Unterschrift vorgelegt hatte. hochgefährlich.was die abgepressten Zahlungen betraf .-. um die CHF 10'000. Vertrag.für alle Fälle . meine Familie oder die Bank . Denn sollte ich nach meiner Freilassung. Helmut hatte keinen einzigen Franken aus dem Wohnungskauf zu Gute . den ich nie in meinem Leben je getroffen hatte.. welches Recht alle Drei hatten. Banküberweisungen und bankenseitigen Bestätigungen locker beweisen konnte. bzw. wenn ich tot wäre und dann irgendjemand – z. Die Banküberweisungen sind ja für immer dokumentiert. Im Moment konnte er keinen Gedanken darin verlieren. Mit einer Anzeige war die Situation für Helmut & Co.was ich mit dem Notarvertrag beweisen konnte. dass sie damit durchkommen.aber mit seiner Frau wieder zurück in Spanien und konnte sich klar vorstellen.-. er musste auf Teufel komm raus versuchen. warum er rund CHF 400'000. Das heisst.

Niemals. Es gab überhaupt keine ökonomische Grundlage dafür. die Beute fast 50-50 aufteilten.Ich bin ja selber kein Jurist. wie die Verbrecher an mein Sparbuch. sich aus der Sache herauszureden. Daher war ich und bin heute noch zu 1000 Prozent überzeugt. aber die knallharten Fakten lagen im meinem Fall "sternenklar" vor. niemals. im Gegenteil. schwerer Freiheitsberaubung und schwerer Erpressung und Nötigung etc. dass die Verbrecher überhaupt kein Geld oder sonstiges von mir zu erhalten hatten. Abgesehen davon. dass die Verbrecher vor einem Kriminalgericht absolut keine Chance haben. Zinsen schuldet. warum ich in Argentinien jeweils mehr als CHF 400'000. nie und nimmer und nochmals NIEMALS!!!! 96 . Mariano mir seit März 1993 (und dies heute immer noch) über CHF 245'000. niemals. das Codewort des Kontos bei der BAWAG kamen. — plus 12 Prozent p. niemals.— den Tätern Helmut Roegele und Mariano Marti-Ventosa Roqueta hätten überlassen sollen. war die ganze Konstellation.a. eine Analogie des klassischen Deliktes von schwerer Entführung.

Dennoch. Ich wollte unbedingt mit einem meiner damaligen Freunde reden. dann ihren Schock und später ihre Abneigung nicht verbergen. konnte sie erst ihre Verwunderung. fuhr ich mit dem Zug zurück nach Zürich. Ein Anruf bei meiner Exfreundin. Ich hatte immer noch die frischen Vaduzer Bandagen an den verletzten Körperstellen und das Bild. brachte etwas emotionale Erleichterung. das ich in einer der verglasten Telefonkabinen auf dem Bellevueplatz in Zürich abgab. konnte nicht surrealer sein. dass ich zurück aus Argentinien sei und es mir nicht gut gehe. alleinerziehende Deutsche Mutter arbeitete im Schauspielhaus oben am Heimplatz. 4 war mir nicht ganz geheuer.Kapitel 2 Zimmer unter den Alten Am nächsten Tag. dem 12. traf ich per Zufall im Restaurant unten eine Frau wieder. die ich vor zwei Monaten kennen gelernt hatte. Die kommen nur alle drei oder vier Jahre zu ihm und ausgerechnet an diesen Tagen war es wieder soweit. um meine wenigen Sachen zu holen. Schade! Wir hatten uns sehr gut verstanden. Unter anderen Umständen wäre vielleicht was aus uns geworden. Aus Schamgefühl wollte ich nicht bei meinem Vater und meiner Stiefmutter in deren Haus leben. blieb mir nur die Möglichkeit. Dort. obwohl ich doch gerade der Hölle entkommen war. Da ich aber auch nicht alleine irgendwo hausen wollte und ein Aufenthalt im Spital nicht notwendig und angebracht war. Als sie mich dann so sah. ein 97 . Leider hatte mein Freund gerade seine Eltern zu Besuch. Die nette. Als ich mich später vom Wirt des „Blockhus‚ verabschiedete. Ein Treffen mit ihm war deshalb nicht möglich. Mein bisheriges Leben wurde durch gewalttätiges Drücken der "RESET-Taste" aus den Fugen geworfen. All meine Träume waren zerstört. Die Passanten begannen schon mich anzustarren. April. im Dachstuhl des Gourmets Restaurant "Blockhus" hatte ich vom Wirt Pierre seit ein paar Monaten ein möbliertes Zimmer im Dachstuhl angemietet. als ich einen Freund. Ich war immer noch müde und zutiefst traurig. der in der Nähe des Flughafens wohnte. ging die Reise abermals nach Vaduz. Es war schon spät am Abend. Nach meiner letzten Nacht im Zimmer in Zürich. selbst der Fussmarsch in der Abenddämmerung vom Hauptbahnhof via Hechtplatz zum Haus Schiffländi Nr. endlich erreichen konnte. Ich habe ihm nur sagen können. die weit weg von Zürich wohnte.

Ich fügte mich in den geordneten Rhythmus des Altersheims stillschweigen ein. eigener Herr über die TV-Fernbedienung und somit den Fernseher war. zog ich ausgerechnet in jene frisch gestrichene 1-Zimmerwohnung im Mehrfamilienhaus am Buchenweg 1 in Vaduz ein. Etwas älter als ich und mit grossen zwischenmenschlichen Problemen überladen. 98 . nicht teilen wollte. links und rechts. waren auch keine echten Rentner. Stundenlange Diskussionen mit den 70-80-Jährigen waren sehr aufschlussreich und spannend. Ich kann nur jedem empfehlen. Mit der Zeit lernte ich sie alle persönlich kennen. Ich kannte sie aus meiner Kindheit in Schaan. Mein Zimmer war im unteren Stock. Sechs Jahre später. Sie wurde hier in Sicherheit vor ihrem gewalttätigen Ehemann untergebracht. wo sie sich kurz davor das Leben genommen hatte. Ich habe sie anschliessend nie wieder getroffen. wenigstens einmal sich das Leben in einem Altersheim genau anzuschauen.sowie Abendessen wurden in zwei Schichten serviert. Ich durfte aber kommen und gehen wann ich wollte und war auch vom obligaten Meldesystem in Bezug auf die Menueauswahl befreit. Das Leben im Altersheim war voller Überraschungen. Drei Zimmer weiter war eine freundliche und liebenswerte italienische Dame für kurze Zeit auch Gast im Altersheim. Ihre liebenswerte Eigenart kam unter tragischen Umständen wieder in mein Bewusstsein. dass ich jeweils am Abend dank der frühen Gute-Nacht-Stunde meiner Mitbewohner. Wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen. Aussicht auf blühende Wiesen. Frühstück und Mittag. im Juli 2003. Dort wurde für warmes Essen und reine Wäsche gesorgt. Toll war. Martin in der Dr. ich versichere Euch. Mit Sack und Pack zog ich also nach Eschen im Liechtensteiner Unterland. die ab und zu von gefrässigen Huftieren abgegrast wurden. trotz meines verzigfache Energieüberschusses im Vergleich zu den Mitbewohnern. Zumindest für die erste Zeit. schön möbliert und mit eigener Dusche ausgestattet. Angemietet und neu möbliert wurde diese Wohnung für mich durch die Bank des Fürst von Liechtenstein – Hans-Adams LGT Bank. Meine beiden Nachbarn.kleines Zimmer im Altenheim übrig. wo ihre beiden Söhne mit mir in die Schule gegangen waren. Das heisst. in das Betreuungszentrum St. Schädler-Strasse ein. A. der Staat bot es mir an. Das Essen war erstklassig und die sprichwörtliche Friedhofsruhe war schon wieder wohltuend. wobei ich meine Erlebnisse in Argentinien nicht mit ihnen teilte.

ob die Nervenstränge wieder zusammenwachsen und keine Schwächung der Empfindsamkeit zurückbleibt. Da war die Ärztin Dr. Zum Glück war keine 99 . Es war traurig mit anzusehen. wird oft untersucht. Nicht das es an Geld je mangelt. wie man "erfolgreich" die Hauptblutader am Handgelenk durchtrennt: nämlich tief und parallel zum Arm und nicht quer. Nach und nach traten also immer mehr neue Leute in mein Leben. Vor allem für jene. Ganz anders war dies mit jenen. Nach gründlicher medizinischer Prüfung aller Verletzungen überwies sie mich an einen Spezialisten beim Spital St. Viele von ihnen würden Jahre später noch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen. Ich verbrachte die Tage damit. Silvia Rheinberger aus Vaduz. Eine äusserst kompetente und mitfühlende Person. Ich hatte immer noch Schmerzen im Hals und an beiden Handgelenken. Gott sei Dank hatte ich im Kerker in Argentinien auch keine medizinische Kenntnisse darüber. Nach solch messerscharfen Schnitten am Handgelenk wie ich sie hatte. viel nachzudenken. Da hatte ich oft Angst vor deren Reaktion. mit mir vorher unbekannten Menschen ausführlich über das Ertragene zu reden. wie ich es tat. wie viele der Bewohner tagein. tagaus anspruchslos auf den unvermeidbaren Sensenmann warteten. Erstaunlicherweise hatte ich überhaupt keine Mühe. Meine Hausärztin. Schon wenige Tage nach meiner Anzeige bei der Polizei in Vaduz begann ich. Ganz zu schweigen von dem Stigma einen Selbstmordversuch gemacht zu haben. umfassende Schriftstücke mit mehr Details und Erklärungen zu den Tätern zu verfassen und sie den Behörden zu übergeben. aber auch in einem so reichen Land wie Liechtenstein ist das Seniorenheim ein (geistiges) Abstellgleis für viele alte Bürger. die keine eigenen Familienmitglieder mehr haben oder deren eigenes Fleisch und Blut den "Wir-besuchen-die-Alten-NIE" – Bazillus pflegen. die mir nahe standen. die sich beruflich mit dem "Ausgang meiner Argentinienvisite" befassen mussten. mich wieder aufzufangen und mein Kampf gegen die Täter zu organisieren und aufzunehmen. Weil mein Schmerz ja fast unfassbar war. insbesondere mit den Untersuchungsbehörden. Gallen.ihr werdet ganz anders über alte Menschen und speziell euer eigenes "älter werden" nachdenken. Mein vorher sehr gutes Gedächtnis und meine Konzentrationsfähigkeit haben unter der Tortur und dem Stress der letzten Wochen stark gelitten.

Erst zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Argentinien war ich innerlich so weit. war der Schnitt an meinem linken Handgelenk etwas tiefer. zu denen glücklicherweise ich gehöre. 100 . Sie waren sehr mitgenommen von der ganzen Geschichte und versicherten mir – falls erforderlich – mir finanziellen und sonstigen Beistand für den juristischen Kampf um die Gerechtigkeit zu leisten. da ich motorisch automatisch mehr Druck und Kraft mit der rechten Hand ausübte.neurologische Operation nötig. Und die anderen. Heute noch empfinde ich nur beim Fingernagelschneiden an der linken Hand ein kleines Kribbeln in den Fingern und im Handgelenk. Es wurden somit die durchlaufenden Nervenstränge mehr in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch dass ich Rechtshänder bin. Ich glaube. auch meinen Vater und die Stiefmutter persönlich für etwas längere Zeit zu treffen. es gibt zwei Gruppen von Opfern: jene die nach grausamen Erlebnissen nur schweigen können und oft einsam und depressiv werden. die sich LAUT und STARK äussern können.

Freiheitsberaubung. Freiheitsberaubung u. Dies war deshalb der Fall. der STA und von mir gefüllt. die Staatsanwältin Alma Willi aus Balzers. Körperverletzung. dass er äusserst qualifiziert war. die ich auf Tonband bei der Polizei Wochen zuvor ausgesagt hatte. zusätzlich zu meiner ausführlichen. schwere Erpressung und schwere Nötigung zusammen mit der unberechtigten Annahme oder Übernahme meines Sparbuchs in VADUZ durch den Mittäter Kroschel. Hirn (mit solchem Nachnamen muss man ja ein RA werden). Mal treffen konnte. ein rechtsmedizinisches Gutachten bezüglich aller Körperverletzungen erstellen zu lassen. am Strafverfahren (101er) gegen die diversen Täter beteiligt. B. Ich erkannte sofort. sollte für die ersten paar Jahre meine ganze Hoffnungsträgerin sein. ein Österreicher. war meine Akte schon mit vielen Schriftstücken seitens der Polizei. Alles lief aber gut. dass er ein offenes Ohr hatte. dass Liechtenstein in diesem Fall (Aktennummer 10 Vr 101/97. Das weitere Verhalten der Staatsanwaltschaft (STA) in Vaduz spielte eine massgebliche Rolle.Kapitel 3 Die Jagd nach den Verbrechern und der Kampf ums Geld Eine weitere Dame. Meier sehr wichtig. Aufgrund der massiven Schwere der Taten (schwere Erpressung. Landgericht Vaduz. Ich hatte mich sogleich als so genannter Privatbeteiligter. schwere Nötigung.kurz der „101er‚) eine juristische Zuständigkeit besass. der eine Kanzlei in Feldkirch und in Vaduz hatte.w. Als erste Amtshandlung hatte sie gerichtlich feststellen lassen. Nie sollte ich mich in ihm täuschen. war es für den UR Dr. was mir als Opfer einige Rechte gibt. Über diesen Bescheid war ich sehr erfreut. irgendein der vielen wichtigen Details. Als ich ihn zum 1. Bei der ersten Vernehmung durch den UR Dr. warum sich ein anderes Unheil ab dem Jahr 2002 zusammenbrauen würde.s. Ich war heilfroh. Paul Meier. sowie der 101 . die nach Strafgesetzbuch jeweils pro Delikt eine Maximalstrafe zwischen fünf und zehn Jahren Gefängnis vorsehen.). weil das Verbrechen als geschlossene Tat angesehen werden konnte. an Details nicht zu überbietenden Wiedergabe des brutalen Verbrechens. Ferner unterstütze mich auch der geachtete Rechtsanwalt (RA) Dr. da ich Angst hatte. also die Entführung. Der meinem Fall zugewiesene Untersuchungsrichter (UR) war der Landrichter Dr. zu vergessen oder zu verwechseln. Meier war ich etwas nervös.

befragt und untersucht. brustbeinnahe. war voll orientiert. 4. Diese Narbe dem Aspekt nach vorne unten seichter auslaufend. In gerader Verlängerung nach unten rechts der erstgenannten Narbe ist eine gleichartige 1 cm lange Narbe im Abstand von ca.5 cm gegeben. Da all dies schon in diesem Buch erwähnt ist. Umach hat mich dann im Altersheim in Eschen am 25.: Das Kapitel Eins (I.. Knapp oberhalb der beschriebenen Narbe eine weitere 6 cm lange. Oberhalb des Schüsselbeines rechts. An der Beugeseite des linken Handgelenkes war eine quer verlaufende. Dr. unregelmässig gestaltete Narbe quer nach links abgehend. Dr. war eine weitere v-förmig gestaltete 3 cm lange Narbenbildung über den rechtsseitigen Halsweichteilen gegeben. von links oben nach rechts unten verlaufende. Im Bereich der Drosselgrube wurde eine leicht geschwungen verlaufende. 1. war eine 6 cm lange. voll kommunikationsfähig.und Ernährungszustand. Österreich. Etwa in der Mitte der Narbe war eine weitere 3 cm lange. beginnt der Originaltext ab der Mitte des III. Seine Wahl fiel auf den ausgewiesenen Univ. (III. Sein Gutachten gebe ich im OT hier wieder: Anm. eher strichförmige Narbe. welche im Bereich des hinteren Narbenendes schwalbenschwanzartig gespalten war. 5 cm lange. Etwas handflächenwärts dieser Narbe war eine umschriebene Druckempfindlichkeit mit elektrisierendem 102 . knapp unterhalb derselben eine weitere 1 cm lange Narbe nach rechts oben abzweigend.Faktenlage zu der versuchten Erpressung. ebenfalls von hinten oben nach vorne unten über dem Vorderrand des Kopfnickermuskels verlaufend. An der linken Halo-Vorderseite. Facharzt der Gerichtlichen Medizin in Innsbruck.5 cm lange.Bei der klinischen Kontrolluntersuchung befand sich Heinrich Kieber in gutem Allgemein. etwas unregelmässige rote und verdickte Narbenbildung festgestellt. seines Gutachtens beinhalten eine Zusammenfassung des Auftrages des UR. etwas verbreiterte und rot gefärbte Narbenbildung gegeben mit den deutlichen Spuren von vier Nähten. meine Schilderungen aus der Anzeige und die Angaben des Spital Vaduz.). Juni 1997 besucht. Kapitels. Paul Umach. quer über dem Kopfnickermuskel verlaufend.) bis zur erste Hälfte von Kapitel Drei (III. verdickte rote Narbenbildung gegeben.)<.

im Durchmesser 1 cm haltende bräunliche Narbenbildung mit strahlig-narbiger Oberfläche gegeben.3 cm lange und bis 3 mm breite rötlich-braune Verfärbung der Haut ohne Veränderung der Hautstruktur wie nach abgeheilter Hautabschürfung gegeben. war eine etwa 8 mm messende. quer verlaufend. so sollen die Verletzungen am rechten Unterschenkel mit der Tathandlung 103 . welche als Folge angeblich verschiedener Tathandlungen und Ereignisse eingetreten sein sollen. eine Zuordnung auf Tage genau zu treffen. war eine rundliche.5 cm über der Fersensohle. Unterhalb dieser Narbe in einer mittleren Höhe von 26. Die Sensibilität im Bereich der Finger und der linken Hand ungestört. oval gestaltete bräunliche Narbenbildung mit strahliger Oberfläche gegeben. zwischen 30 und 31 cm über der Fusssohle gelegen. Die Beweglichkeit der Langfinger ungestört. die Beweglichkeit des Daumens insofern eingeschränkt. Es ist natürlich nicht möglich. IV. etwas innerhalb davon eine gleichartige reiskorngrosse Narbe. Folgt man den Angaben des Heinrich Kieber. dass bei Heinrich Kieber Narbenbilder vorliegen. 20 cm über der Fersensohle lokalisiert. Sowohl nach dem dortigen Befund als auch dem jetzigen Narbenbefund ist davon auszugehen. An der Beugeseite des rechten Handgelenkes. Die Verletzungen sind im Ambulanzbericht des Krankenhauses Vaduz beschrieben und auch lichtbildmässig dokumentiert. als das Abspreizen nur unzureichend möglich ist im Vergleich zu rechts. dass die Verletzungen des Heinrich Kieber tatsächlich in jenem Zeitraum zustande kamen. etwas verbreiterte Narbenbildung mit den Spuren nach drei Wundnähten.ausstrahlenden Schmerz in die beugeseitigen Langfinger gegeben. jetzigen Narbenbildern eine oder mehrere wesentlich früher zustande gekommen wären als in der letzten Märzwoche 1997. Nach den Unterlagen ist festzustellen. war eine praktisch horizontal verlaufende. eine 5 cm lange. An der hinten Aussenseite der rechten Wade. rote. 1. Sensibilität und Motorik im Bereich der rechten Hand und der Finger rechts nicht gestört. An der hinteren Aussenseite des rechten Beines. dass von den bei Heinrich Kieber befundenen Verletzungen bzw. wie von Kieber berichtet. jedoch ist es auszuschliessen. welcher von ihm angegeben wird.

Diese Verletzungen sind in ihrer Gesamtheit wohl noch als solche medizinisch an sich leichten Grades anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. da bei dieser Schnittführung grosse arterielle Gefässe nicht getroffen werden und somit der Blutverlust in engen Grenzen bleibt. Die Verletzungen am Hals können von verschiedenen Tathandlungen herstammen. wobei am linken Handgelenk offenbar auch der Mittelnerv etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde mit den vorübergehenden Sensibilitätsstörungen im Bereich des Daumens und der Finger und der minimalen Bewegungseinschränkung. Die Narben sind jung.durch Dritte in Zusammenhang stehen. zum anderen durch Einwirkung der beschriebenen Metallmanschette zur Kettenanlage am rechten Bein zurückgeführt werden. welche lebensbedrohlich wären. Die an der linken Halsvorderseite gelegenen etwa quer bzw. schräg von hinten oben nach vorne unten verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel. dass die beschriebenen Narben im knienahen Bereich des rechten Unterschenkels eindeutig auf Hitzeinwirkung zurückzuführen sind und es sich um sog. Verbrennungsnarben handelt. Nach dem Narbenbild ist festzustellen. was auch aus dem Arztbericht des Krankenhauses Vaduz unschwer abzuleiten ist. welche an die 24-Tage-Grenze wohl heranreichte. sind als Narben nach Schnittverletzungen 104 . Aus derart angelegten Pulsaderschnitten kommt es nicht zu schweren Blutungen und insbesondere nicht zu solchen. beide etwa 6 cm lang. während die unterste quer verlaufende Narbe ihrer Struktur nach für eine oberflächliche Hautverletzung im Sinne einer Hautabschürfung spricht und durchaus mit jener Kanteneinwirkung der angebrachten Metallmanschette in Zusammenhang gebracht werden kann in der Form. Somit können diese Verletzungen am rechten Unterschenkel zum einen auf Verbrennungseinwirkung durch möglichen Funkenflug beim Schweissen. Pulsaderschnitte im Rahmen von Suizidversuchen. diese aber nicht überschritt. die zurückgebliebenen Narbenspuren zeigen. Die zurückgebliebenen Narbenbildungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind typisch für die Zufügung sog. wie dies von Kieber auch berichtet wird. dass eher unkundige Wundversorgung primär stattgefunden hat.

etwa an jener Stelle.anzusprechen. Der Schnitt war aber über der Halsschlagader lokalisiert. typisch. um einen direkten Zugang zur Luftröhre zu erreichen. den Splitter wieder etwas herausgezogen und gedreht und nochmals hineingestossen zu haben. Diese Schnittführung ist für einen Rechtshänder. bei dem es sich offensichtlich um Bronchialschleim gehandelt hat. 3. Auszuschliessen ist. sodass durch eine Sticheinwirkung hier sehr leicht eine Eröffnung der Luftröhre möglich ist ohne relevante Verletzung benachbarter Organstrukturen. dass es auch zu einer entscheidenden Verletzung eines arteriellen Gefässes kommt. wobei der Schnitt von hinten oben nach vorne unten geführt wurde. welcher sich durch Halsschnitte vom Leben zum Tod befördern will. Eine mehrläufige Narbe befindet sich bei Heinrich Kieber direkt über der Drosselgrube mit unregelmässiger Gestaltung. Auch die v-förmige Verletzung etwas rechts der genannten Narbengruppe oberhalb des rechten Schlüsselbeins wäre als Glassplitterverletzung durchaus möglich. wo auch bei einem therapeutischen Luftröhrenschnitt durch die Weichteile eingegangen wird. allerdings zu oberflächlich. V. Wenn Heinrich Kieber nun angibt.gedrückt bzw. dass er Luft heraus pfeifen gehört habe und auch eine Art Schleim gespürt habe. 1997 entstanden sein konnten. sondern auch die Angabe des Verletzten erklärbar sein. 4. Die über der Luftröhre hier liegenden Weichteile sind dünn. Auch hier wurden offensichtlich entscheidende tiefer liegende Strukturen nicht erwischt. dass diese Verletzungen oder ein Teil 105 . hier ein dreieckiges Stück eines Glassplitters eines Fensterglases angesetzt und hinein. Zusammenfassend sind die gegenständlichen Verletzungen des Heinrich Kieber nach dem eigenen Untersuchungsbefund und in Beachtung der Unterlagen des Krankenhauses Vaduz junge Verletzungen. mit welchem nicht so weit in die Tiefe geschnitten werden kann. so würde sich daraus nicht nur das unregelmässige Narbenbild über der Drosselgrube erklären. welche durchaus in dem in Rede stehenden Zeitraum 26. 97 bis 2. hineingeschlagen zu haben. Natürlich sind die von Heinrich Kieber verwendeten Klingen eines Einwegrasierers diesbezüglich nur ein bedingt taugliches Mittel.

wie von Heinrich Kieber geschildert. Diese Verletzungen konnten durchaus durch eigene Hand mit einer Rasierklinge zugefügt worden sein. Bei einem solchen Vorgehen ist auch eine Anspiessung der Luftröhre. wenn auch nicht sehr kundig. Die im Bereich der Drosselgrube zurückgebliebene unregelmässige.derselben wesentlich früher als in diesem bezeichneten Zeitraum entstanden wären. Diese Verletzungen sind insgesamt noch als medizinisch an sich leichte Körperverletzungen anzusprechen mit einer Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit. welche hier sehr oberflächlich unter den Weichteilen liegt. Eine Selbstheilung der Luftröhrenverletzung ohne weitere operative Massnahmen ist möglich und nicht ungewöhnlich. wie sie von Kieber beschrieben wurde. zwanglos möglich. die am weitesten am Unterschenkel unten gelegene Verletzungsmarke ist eine solche. ohne dass die Glasscherbe jeweils aus der Wunde ganz herausgezogen wurde. diese aber nicht überschritt. Die Verletzungen an der Beugeseite des linken und rechten Handgelenkes sind Schnittverletzungen. zumal offensichtlich ja die Weichteilwunden selbst mit Nähten. welche Heinrich Kieber von fremder Hand zugefügt wurden. wie sie typischerweise nach Verbrennungen auftreten. welche an die 24-Tage—Grenze wohl heranreichte. wie sie nach primär etwas tiefer reichender Hautabschürfung zurückbleibt und ist der Lokalisation und Form nach durchaus möglich als Einwirkung des oberen Randes der behaupteten Metallmanschette. wobei die Schnittrichtung von hinten oben nach vorne unten anzugeben ist. versorgt wurden. Es handelt sich dabei um drei Verletzungsmerkmale. Jene Verletzungen. dass nämlich die Spitze einer Glasscherbe hier eingestossen wurde. Die weitere Narbe an der Halsseite 106 . schräg verlaufenden Narben über dem Kopfnickermuskel handelt es sich um Zustände nach Schnittverletzungen eher oberflächlicher Art. sind diese am rechten Unterschenkel lokalisierten. Bei jenen zwei an der linken Halsseite mehr oben gelegenen. welcher ihrer Art und Lokalisation nach typisch für Suizidversuche sind mit anschliessender eher laienhafter Wundversorgung. wobei von einem mehrfachen Einstechen mit verschiedener Richtung der Glasscherbe ausgegangen werden kann. mehrfach geschenkelte Narbenbildung wäre zwanglos erklärbar durch ein Vorgehen.

ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Meier. beim UR angeklopft und höflich gefragt. dass seine Hände gebunden seien. Paul Umach. tiefer reichende und schwerwiegendere Verletzungen entstehen. den schweren Beschuldigungen juristisch auf den Grund zu gehen und mittels der gesetzlichen Macht und den weitreichenden Hilfsmitteln hat die STA die Möglichkeit dazu. da sich ihr Büro damals noch in demselben Gebäude wie das Landgericht befand. die Leute würden einem nicht oder nur teilweise glauben. Alles ging sehr langsam voran. Insgesamt ist festzustellen. Als Opfer hat man immer Angst. (gez. Ich nahm meine Rolle als Privatbeteiligter sehr ernst und nutzte 100fach die Gelegenheit. Drei bis vier Mal pro Monat habe ich. dessen Bürotüre immer für mich offen stand. dass das befundene Narben. so will es die Strafprozessordnung (StPO). Sie war sehr kurz angebunden. als die anklagende Behörde. dass die STA an der Anklage arbeiten würde. bestätigte mir aber. Es ist die dienstliche Pflicht der STA.rechts oberhalb des Schlüsselbeins wäre ebenfalls durch Einwirkung einer Glasscherbe erklärbar. Er sagte mir. Leider nutzte die STA ihre Macht zur Nachforschung nicht aus. Ich hatte immer Respekt und Anstand vor den Behörden gezeigt 107 . mit mir persönlich zu reden. Innsbruck. Im Gegensatz zum UR Dr. Ich hatte eigentlich soweit Glück. Dialoge mit dem Opfer waren nicht ihre Stärke. 7. 1997. Unglaubliches passierte. da es an der Glaubhaftigkeit meiner Anzeige und all meiner Aussagen seitens der Polizei und dem Gericht in Vaduz absolut nie Zweifel gab.) Dr. um der so genannten Wahrheitsfindung zu dienen. STA Alma Willi. ohne dass hier relevante bzw. 16. habe ich mit ihr in der Zeit nur einmal kurz zwischen Tür und Angel reden können und dies auch nur per Zufall.und Verletzungsbild aus gerichtsmedizinischer Sicht durchaus mit den Schilderungen des Heinrich Kieber in Einklang gebracht werden kann. In den verbleibenden Monaten des Jahres 1997 war ich praktisch ein Dauerbesucher beim Landgericht Vaduz gewesen. P. er könne faktisch nur auf Antrag oder Anweisung der STA handeln. oft ohne Termin. wie der Stand der Dinge sei. Als ich dann eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachtens erhalten hatte. hatte es nie für notwendig angesehen.

Unterstützung der organisierten Kriminalität und generell als Steuerparadies. später gelangte sie in die Hände der Medien und der deutschen Behörden. Diese schimpfte öffentlich über den BND und Deutschland sowieso. und ihm daher für das vollständige Bild fehlte: einen tiefen Einblick in die "Dunkelkammer" der betroffenen Banken und Treuhänder. um die alle (wieder) Milde zu stimmen. Billigung und Förderung von Steuerbetrug und –hinterziehung. dass die Ausstattung der Untersuchungsbehörden (STA. Justiz und die Kripo) in seinem Land in personeller als auch technischer 108 . Auf einmal war das kleine Liechtenstein nicht nur in aller Munde sondern auch in Verruf geraten. beweiskräftigen Dokumente lagern! Diese "Unvollständigkeit" sollte dem BND Jahre später nicht mehr passieren. Der Druck stieg auch mit dem exklusiv für die damalige deutsche Regierung eigentlich als vertraulich klassifizierten BND-Bericht von 1999 über die kriminellen Netzwerke der Liechtensteiner Finanzwelt. Es folgten massenhafte Steuer-Strafuntersuchungen und seitenweise negative Berichte in den deutschen Medien. Zu Hause aber lachten sie hinter vorgehaltener Hand: "Fast hätte es uns erwischt!". Die hohen FinanzHerren hatten das Glück. 1996 hatte ein Mitarbeiter Batliners die CD mit nach Hause genommen. Wegen Geldwäschereivorwürfe. Dazu muss man folgendes wissen: Gerade ab dem Jahr 1997 kam das Land Liechtenstein immer stärker unter Beschuss von diversen Europäischen Staaten und den USA. Er erkannte an. was dem BND 1997 nicht gelang. dass der Hauptzuträger des BNDs (aus Quellen von 1997 und 1998) selber kein "vorbildlicher Treuhänder" war.und mit dieser für mich wichtigen Aussage seitens der STA war ich mehr als zufrieden. Dr. Wir in Liechtenstein wussten. da er in verdächtige Geldverschiebungen und Aktionen im Ländle verwickelt war. schickte den Liechtensteiner Regierungschef samt Gefolge nach Berlin. Batliner" aus Vaduz sorgte für reichlich Aufsehen. direkt oder über die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) oder der FATF (Financial Action Task Force). Selbst Hans-Adam war gezwungen öffentlich seinen "sauberen Finanzplatz" zu verteidigen. Auch der Inhalt der berühmten CD vom Treuhandbüro "Dr. wo die ultimativen.

SPITZER hat aufgeräumt" jubelte Hans-Adam. All diese hektischen Aktivitäten über Jahre hinweg seitens der Justiz. Wenn man es genau nimmt. Kurt Spitzer aus Österreich sowie mehrere ausländische Spezialisten mit grossem multimedialem Pomp von Hans-Adam persönlich angestellt und dirigiert. dass ich als Opfer (nicht nur in der Rolle als Privatbeteiligter am Prozess) alles nur denkbare und Menschenmögliche gemacht habe. Dr. um dem ständigen Druck vom Ausland entgegenzuwirken: zum Beispiel die FIU (Financial Intelligence Unit) im März 2002 oder im Mai 2004 die FMA (Finanz Marktaufsicht). die Herren Marxer & Ritter etc. Auch wurden neue Sorgfaltspflicht. Erst Jahre später wurden neue – angeblich von den Finanzmachthabern unabhängige – Aufsichtsbehörden geschaffen. Es wurden Büroräume durchsucht.Hinsicht schon lange nicht mehr den damaligen Anforderungen entsprach. der STA und der Regierung hatten zur Folge.und andere Finanzgesetze erlassen. grosse Untersuchungsberichte angefertigt und noch grössere Prozesse angekündigt. "Das (verfluchte) GELD" hatte eben IMMER Vorrang!! Ohne Übertreibung kann ich fest behaupten. war die Realität. In aller Eile wurde Anfang 2000 ein Sonderstaatsanwalt.und Bankendokumente beschlagnahmt. dass praktisch keine Zeit da war für die Arbeit an den anderen bei Gericht oder STA liegenden Fällen wie der meine. Ich habe im Jahr 1997 (bis Ende 2002) Hunderte 109 . um der STA und dem UR bei ihrer Arbeit zu helfen. gar (kurzzeitig) verhaftet und später auch angeklagt. Treuhand. Denn schlussendlich wurde niemand aus der Gruppe der Beschuldigten Banker und Treuhänder je rechtsgültig verurteilt (abgesehen von kleineren Vergehen). All dies hauptsächlich zum Gefallen der ausländischen Behörden.) abgeführt. Wie in einem Fasnachtsumzug wurden diverse Persönlichkeiten aus Liechtenstein (z. die Regierung in Vaduz musste Jahre später nach praktisch geheimen Verhandlungen sehr hohe Entschädigungssummen an sie auszahlen. "Dr. Wir in Liechtenstein verurteilen prinzipiell keine Banker oder Treuhänder nur weil sie Geldwäscherei fördern oder billigen oder Steuerbetrug und hinterziehung aktiv unterstützen.B. habe ich die Arbeit der STA getan. um das Böse im Ländle auszurotten. Was das Ausland nicht mehr mitbekommen hatte. staatlichen Organisationen und den lästigen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO’s). Im Gegenteil.

Zudem verstand ich es auch nicht. Da ich nicht verlangen kann.5 x 1 Meter gross. Nicht das ich nochmals im Kerker auf der Farm lande.1997 mit Fotomappe und Begleitschreiben dem UR überreichen. warum die STA nicht einmal via Interpol die Argentinier zumindest bitten konnte. an dem wohl ausgetauschten neuen Fenster u. 0. entschloss ich mich einen professionellen Nachbau in Auftrag zu geben. Dies habe ich alles dem UR geschrieben. dass eine solche Reise. In der Fotomappe waren Fotos mit mir in diversen Situationen während der Gefangenschaft nachgestellt. um einen Tatort anzusehen. Ich war sehr enttäuscht. 1 x für STA und 1 x für meinen RA Dr. Selbst wenn die Täter den Gefängnisturm mit einem Hochdruckreiniger gereinigt hätten. unter Aufsicht von Interpol Argentinien. immer noch Blutspuren von mir zu finden. Kriminalspezialisten sollten in der Lage sein. Ich war im Glauben.12.w. dass ausländische Strafverfolgungsbehörden in ein anderes Land reisten. Hirn. Die STA hätte es nicht bewilligt.09. Diese Foto-Mappe 110 .von Seiten niedergeschrieben. Meier die Möglichkeit nach einer Reise zum Tatort zu erfragen. Am Anfang war ich sogar naiv genug in einem Schreiben an den UR Dr. Über 1000 Franken habe ich dafür bezahlt. Da niemand in Argentinien nachschauen gehen wollte. 1. Genau nach dem Spruch "ein Bild sagt mehr als Tausend Worte" hatte ich schon im August 1997 den Auftrag für 3 Kohle-Zeichnungen gegeben und sie am 01. Kurz vor Weihnachten 1997 hatte ich auch das 1:1 Modell des Eisenfussrings und Eisenkette samt Mauerstück fertig und am 21. Nur unter höchstem Polizeischutz natürlich. fotografisch und im Modell den Tatort nach Vaduz gebracht. 1x für UR. Im Februar 1998 war Nachbau des Kerkers (mit jedem kleinsten Detail) als dreidimensionales Modell fertig. zu finden sein. Ich habe eine Serie von verschiedenen Fotos davon gemacht um die in meiner Anzeige bei der Polizei gemachten Angaben bildlich zu unterstützen. Akten angefertigt. den Turm und die Farm wenigstens zu besuchen und zu inspizieren. durchführbar wäre. dass die Justiz sich zum Tatort nach Argentinien begibt.1997 zusammen mit einem Begleitschreiben dem UR übergeben. Es wäre nicht das erste Mal. Das Modell war auf einer ca. Abgesehen davon müssten noch die Spuren der Kette (an der Wand). Fotos gemacht und Modelle bauen lassen.s.5 cm dicken Holzplatte. Alles jeweils in dreifacher Form. geklebt. habe ich bildlich. Leider war eine solche Reise (mit mir oder ohne mich) nicht machbar.

als Opfer einen Input zur (geplanten Vernehmung) 111 . Auf einer meiner Gänge zum UR Dr. wurde mir Kotzübel und ich musste von der Sitztribüne fliehen.1997". Obwohl ich weiss.mehr dazu später im Buch. So zum Beispiel als ich mit einem Freund einen Kinofilm der US-Regiebrüder Ethan und Joel Coen mit dem Titel FARGO im Freiluftkino in Vaduz ansehen wollte (es war im Sommer 1997 oder vielleicht auch 1998). Meier. Die tiefen seelischen Narben verursachten aber einiges an Nebeneffekten.1998 fertiggestellt und dem UR gebracht. Gerade als ich dachte. worüber ich mich am meisten massiv ärgern sollte: A) Dass der Haupttäter vernommen wurde – ohne dass das LG mich oder meinen RA informierte hatte und mir daher die Möglichkeit genommen hatte. Ich habe mir seit dieser Zeit nie wieder einen Gewaltfilm angesehen.08. Mein Leben drehte sich nur um den 101er Akt! Alles andere war nebensächlich. die Gewaltszenen sind einfach noch immer zu viel für mich. als die (seelischen) Narben etwas verwachsen waren und ich den Film bei einem Freund per Zufall auf DVD sehen konnte. Selbst Jahre später. blieb mein Herz stehen und der Atem stocken: gemäss Eintrag gab es eine Beschuldigteneinvernahme von Helmut Roegele hier in Vaduz am 11.1997. das Horrorjahr 1997 wäre bald vorüber. 11. Als jene Szene gezeigt wurde. dass es Schauspieler waren. zum Glück hatte ich aber meinen Humor nach meiner Rückkehr aus Argentinien nicht ganz verloren. wo die zwei Amateurkidnapper die Frau des Autoverkäufers aus ihrem Haus entführen wollten.2. und dem obligatorischen Blick auf die ON-Liste (Akteninhaltsverzeichnis) des 101er. Der nächste Eintrag auf der darunter liegenden Zeile war: (Eingang) "Schreiben von H. Ich war natürlich auch jeden Tag froh. Das 3D-Modell musste ein trauriges Ende nehmen . Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.08.mit exakten schriftlichen Hinweisen und Querverweisen auf die jeweilige Zeile aus der Anzeige. hatte ich am 17. Ich konnte mich nicht gleich entscheiden. schaffte ich es zwar etwas länger sitzen zu bleiben. dass ich noch lebe und noch nicht in Depressionen verfallen war. da wurde ich eines besseren belehrt. Kieber v.

sie selber gerne eine Zeugenaussage machen wollte. wenn ich nur daran denke. (All die Jahre habe ich immer jedes Schreibstück etc. Ich verfluchte alle im Land. den Tätern das selbe zu wünschen.von Helmut Roegele zu machen (was ich als Privatbeteiligter am Prozess hätte machen dürfen) oder B) Dass ich offenbar einem "explosivem Schock" knapp entgangen bin. die mit ihm in Vaduz gegenwärtig war.. Meier sagte mir. Zumindest symbolisch. Zuerst war mir aufgefallen. Ich bin zwar absolut kein Mensch der Gewalt. was ich beim Lesen dieses Schriftstücks durchgemacht hatte. überhaupt auf den Weg nach Vaduz trauten. Salud "praktischerweise" anwesend war. 112 .11. dass die STA nur die Vernehmung von Helmut verlangt hatte und da seine Frau. Ich bin ja kein Jurist. Sofort verlangte ich eine Kopie der Vernehmung. um ein Schreiben von mir in den Akt einfügen zu lassen. Das sich Helmut & Co.1997) im Büro des UR Dr. sondern als Zeugin!?!? Völlig unverständlich für jeden Juristen. was sie mir angetan hatten. Meier war. Der UR Dr. Wie praktisch<. was es wohl in mir ausgelöst hätte. weil ich ja am selben Tag (08. dass die Behörden in Liechtenstein offenbar nicht gross handelten und die Sache sich lange. dass die Frau von Helmut Roegele. Sie konnten ja sehen und selbst erleben. Ich kann es nicht in Worte fassen. meinen Peinigern & Folterern. Aber selbst als gut erzogener und intelligenter Mensch wäre mein Verlangen einfach nicht Unterdrückbar gewesen. wäre ich wahrhaftig dem Helmut Roegele samt seiner Frau. ich hätte ihn und seine Frau vermutlich glatt platt gemacht. war für mich rückblickend keine Überraschung. Obwohl ich ihre Taten im Detail aufgezeigt hatte und sie einen grossen Teil der Verantwortung der Taten übernehmen müsste. lange hinziehen würde. in den Gängen des LG im August 1997 (ohne Vorwarnung oder Betreuung) begegnet. Es läuft mir heute noch – bald 12 Jahre später . ich ziehe das geschriebene Wort vor. persönlich bei Gericht abgegeben und nie per Post versandt). aber zum minimalen Verständnis einer Strafuntersuchung gehört die Vernehmung aller Beschuldigten. Ohne zu Übertreiben.eiskalt den Rücken runter. NICHT als Beschuldigte einvernommen wurde.

die Sache mit dem Geld sei aber "freiwillig" geschehen. In seiner Aussage bestätigte Helmut sogar.B. Man kann es fast nicht glauben: Niemand hatte von Helmut gefordert. In einer schriftlichen Eingabe an das LG Feldkirch hat Helmut behauptet. die schwere Körperverletzung etc) abwehren. Alles kompletter Unsinn. ich sei ja medizinisch bestätigt geistesgestört. meine runden Verbrennungen auf der Rückseite (!) meiner rechten Wade dadurch geholt. dann 113 . Es dauerte einige Wochen. Niemand! Er erklärte weiter. was er mit "ein wenig Druck ausüben" gemeint hatte. hätte eine langjährige psychiatrische Betreuung abgebrochen und vor der Psychiatrie „auf der Flucht‚. er solle im Detail erklären.Als ich die an den Haaren herbeigezogenen Antworten von Helmut auf die Fragen des UR gelesen hatte. verzweifelt versuchte hatte. er musste ja seinen angeblichen Anspruch auf die Hälfte der Ausbeute der schweren Erpressung irgendwie untermauern und auch irgendwie die noch schweren Anschuldigungen (die schwere Nötigung. Und spätestens hier hätte die STA massiv nachhacken sollen. zwischen meinen Beinen hindurch sausen und dann eine 180 Grad-Drehung machen. ich hätte z. Nie im Leben war ich je in oder runter einer Psychiatrischen Behandlung. In der Zwischenzeit waren die Täter auch nicht untätig. die ganze vorher angeblich von mir "genehmigte" Geldtransaktion zu stoppen obwohl doch alles so makellos "freiwillig" gewesen sein soll. indem ich angeblich zu nahe stand als ich einem Farmknecht beim Schweissen "zugeschaut" hätte. die Freiheitsberaubung. Sehr erbost über seine misslungene Erpressung. dass er zwar in Argentinien gewesen sei. Wie soll dies gehen? Physikalisch gar nicht möglich: Wie kann ein Schweissfunke über mehrere Meter hinweg horizontal fliegen. sobald ich (in Buenos Aires) alleine war. bin ich emotional in ein tiefes Loch gefallen. die Verletzungen seinen ein "Unfall" gewesen. bis ich mich von diesem Schock erholt hatte. Er bejahte. warum ich. Völliger Mist. um hinten in der Mitte meiner Wade zu landen und sich dort einzubrennen? Verdammt noch mal – völliger Mist. insbesondere aus monetärer Sicht. ging Mariano in kellertiefe Deckung. Es war wie eine zweite Folter. Wenn ich heute so zurück denke. Aber Helmut war ja gezwungen Phantasie-Antworten zu geben. dass er (mit anderen) "ein wenig Druck" auf mich hätten ausüben müssen. dass er keine Erklärung dafür hatte.

Ich bin 1995 extra wegen seiner Geldschuld mir gegenüber (bzw. dass die spanischen Behörden einen internationalen Haftbefehl gegen mich ausstellten.. Mit dem Boot hatte ich mehrheitlich nur Ärger. ist sein kriminelles Glanzstück. im Jahr 2009.. dass in Barcelona Helmut vehement. Um dort zu sein. Er und seine Frau suchten dringend und verzweifelt nach einem Mittel. worin ich zusammengefasst die Verbrechen der Täter schilderte und den Grund erklärte. auf Grund diverser polizeilicher Vernehmungen in Deutschland. schlussendlich ohne Erfolg. Erst einige Jahre später habe ich erfahren können. ich hätte die Yacht (Holzboot) ANALIA verkauft. Ein ganzes Jahr lang (von September 1995 – September 1996) gehörte das Boot mir. Helmut und seine Frau aber wurden sich der zu Recht schweren Beschuldigungen sehr rasch bewusst (u. Österreich. weil er mir ständig in den Ohren lag und behauptetet. Mai 1997 (also knapp sechs Wochen nach Argentinien). war. meine Position im Strafverfahren gegen sie in Liechtenstein zu "schwächen". Spanien und Liechtenstein) und musste daher rasch handeln.. Zeitweise lebte ich auf dem Boot im Hafen. Sobald ich durch meinen eigenen Rechtsanwalt in Spanien von dem internationalen Haftbefehl via LG Vaduz erfahren hatte.a. Auf meinen ständigen Druck hin hat er mir dann im September 1995 alle Aktien der spanischen Einzelf irma. Ich wurde auch als einziger Direktor der Firma nominiert und registriert. und dies völlig zu unrecht. die das Boot seit Jahren besass als Sicherheit für das Darlehen überschrieben. den Eingang dieses Schreibens in den dortigen Akt zu verhindern. versucht hatte.wünsche ich mir. ‚warte‚ ich – wohl vergebens – auf seine Rückzahlung des Darlehens. die ‚nächste Woche‚. Zu meiner grossen Bestürzung wirkten sie massiv auf die Behörden in Spanien ein (die natürlich vorher nichts von deren Verbrechen in Argentinien wussten) und erwirkten am 25. Wie er mein Boot ohne die Firmenaktie und ohne meine Unterschrift als Direktor Jahre (nach dem Argentiniendrama) später verkaufen konnte. warum ich derzeit nicht nach Spanien kommen konnte. werde er mir sicher das Darlehen samt Zins zurückbezahlen. Der Grund warum ich es nicht verkaufte. wo er lebte. Heute noch. Kaufangebote hate ich einige. 114 . Er wollte das Boot unbedingt wieder haben. Das NICHT-Bezahlen der Schuld) nach Barcelona gezogen. habe ich den zuständigen Richter in Barcelona ausfindig gemacht und ihm auf Spanisch einen 3seitigen Fax gesendet. im nächsten Monat‚.

Ich war sehr erfreut. aber ich rannte vor niemanden weg. da ein möglicher Zivilprozess um das Geld voraussichtlich beim LG in Feldkirch stattfinden würde und der internationale Haftbefehl mich daran hindern könnte. was sich der "Bote" Peter Kroschel einsteckte) schon bei der spanischen Korrespondenzbank der BAWAG in Madrid lagen. bis ein Gericht entscheiden würde. April 1997 war für mich die Verfolgung und Bestrafung aller Täter. Natürlich war es mir absolut nicht angenehm. zumindest symbolisch immer darauf hinzuweisen. was damit geschehen sollte. Und schon konnten sich die Täter nicht mehr mit ihren Lügengeschichten zusammenhalten: Mariano hat erst gar nicht versucht. weil ich selber NICHT mehr nach Spanien gehen wollte und konnte. Um zu verhindern. viele Jahre seit dem 9. einen angeblichen Rechtsanspruch auf seine "Hälfte der Beute" beim LG in Feldkirch. Österreich oder irgendwo sonst anzumelden. Die taktisch agierenden Täter hatten immer darauf gehofft. Um es eindeutig richtig zustellen: Der Haftbefehl war nur deshalb ausgestellt worden. Aber die absolute Priorität Nr. eigentlich Sekunde gelungen ist. Und ich glaube alle meine Leser und Leserinnen können nachvollziehen. Damit versuchten sie. der sich darum kümmerte. dass dies der Bank gelang. Wiederum erhofften sie sich einen Vorteil. da die Gelder (mit Ausnahme dessen. 1 (eigentlich die Einzige) für viele. dass ich nach diesen abscheulichen Erlebnissen sicherlich KEINE Lust hatte. der Internationale Haftbefehl. meine Kraft und Zeit auf dieses Ziel konzentriert. Wahrhaftig unglaublich. dort selber aufzutreten. was für ein "Segen" für die Täter. Ich engagierte einen Rechtsanwalt in Spanien. meine Energie. dass ich ja der Luzifer sei. Mein in Liechtenstein beauftragter RA Dr. mussten sie ihren angeblichen echten Anspruch auf die nun blockierten Gelder schnell anmelden. um mich persönlich zu verteidigen und somit die Verfolgung ihrer schweren Verbrechen beim LG Vaduz für Jahre hinaus ins Stocken geraten würden oder gar eingestellt würden. Helmut Roegele und seine Frau waren sich um die Konsequenz eines "Nicht-Handelns" sehr bewusst und engagierten einen RA in Feldkirch.Ja. Ich habe all mein Denken. einen internationalen Haftbefehl zu haben. Die Gelder blieben bei der BAWAG Bank. Hirn hatte 115 . dass ihre Verbrechen durch sie selber "bestätigt" werden würden. ins Land des Folterers Helmut zu gehen. Die Täter kamen dadurch in radikalen (juristischen) Zugzwang. dass ich nach Spanien komme. dass die BAWAG Bank in Österreich den Diebstahl meines Gelds durch Rückabwicklung der Transaktion in sprichwörtlich allerletzter Minute.

auch eine Kanzlei in Feldkirch und konnte somit für mich in der Zivilsache dort auch tätig werden. ich suchte und fand Kontakt ausserhalb meines üblichen Kreises von: "UR – (STA) – RA – UR – (STA) – RA -UR <. die Täter davon erfahren und nach meiner Auslieferung von Österreich nach Spanien geschrien. Aus den ursprünglichen geplanten "paar Monaten" im Altersheim wurden es schlussendlich über acht Monate. NEIN" rief ich. Ich traute mich wieder etwas mehr unter die normalen Menschen. hätten evt. während das Velo alleine weiterrollte. der Sitz brach weg und ich war für Sekunden in der Luft gehangen. Hans-Adam hatte nicht an der Schraube gesägt. Ich landete – mit dem Hintern zuerst – in der Mitte der stark befahrenden Hauptstrasse. das Schicksal würde uns erst Jahre später enger zusammen führen). Wer weiss. "NEIN. Wäre ich in Feldkirch gelandet. Mein RA Dr. im Liechtensteiner Oberland ein. Gut für die Haltung. 22'000. (Nein. Der Lastwagen hinter mir konnte gerade noch ausweichen. wenn man einen internationalen Haftbefehl am Hals hat: Im Sommer 1997 hatte ich einen Mountainbikesturz auf der Essanestrasse in Eschen. die den Sitz an der Sitzstange festhält war urplötzlich während der Fahrt abgebrochen. aber ein Personenwagen aus der Gegenrichtung machte kurzen Prozess mit dem Velovorderrad. Zu Beginn des neuen Jahres 1998 zog ich in eine möblierte 1-Zimmer-Anliegerwohnung ins das schöne Balzers. Hirn hatte die Gelegenheit für Schadenersatz beim österreichischen Hersteller der Schraube gesehen und prompt zahlten sie ohne grossen Streit ca. Die dicke Schraube.". Was man so alles bedenken muss. wie lange ich im Spital liegen muss. Ich musste aber für 9 Wochen tagsüber ein massgefertigtes Spannkorsett tragen. Ein Krankenwagen musste her und sie wollten mich ins nahe liegende Spital nach Feldkirch fahren.Schweizer Franken: ging alles in meine Kriegskasse. 116 . in der Schweiz auf der anderen Rheinseite. Da war mir die Schweiz schon lieber! Ich hatte Glück. Keine Operation notwendig. es war nur ein kleiner Bruch am Ende des Steissbeins und eine Verstauchung der unteren Wirbelsäule. Ich gehe nur ins Spital Grabs.

Eine Originalkopie des Schemas findet ihr auf den nächsten drei Seiten.04.1998 dem UR für den Akt gebracht. Um vor allem den grossen psychologischen Stress und die durchgemachte Todesangst während der Gefangenschaft aufzuzeigen.Nicht das ich meinen Fokus änderte. (Bitte Buch nach links drehen) 117 . erstelle ich zum ersten Jahrestag meiner Folter eine schematische Darstellung (Psychogramm/Diagramm) und hatte es am 10.

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Wie sie so sind. Während der LIGA (Liechtensteinische Industrie & Gewerbe Ausstellung) im Jahr 2000. als der frische und neue Leitende Staatsanwalt. wo er anlässlich seiner Anstellung ein Interview gab. wenn sie nichts gesagt hätten. Mit der Zeit war ich eher froh. Robert Wallner seine Arbeit in Vaduz aufnahm. dass er an der 121 . und dies zum letzten Mal im Januar 2002. Widersprüchlichkeiten nicht nur zwischen den Aussagen der diversen Täter.Ich verfiel in eine noch grösser Schreibwut und nahm jede einzelne Aussage. der Österreicher Dr. Später. schlimmer wäre es gewesen. die nichts als kostbare Zeit ungenutzt verstreichen liess. Er bestätigte mir. die Juristen und Staatsanwälte: immer hektisch erscheinend und kurzgebunden. dass Herr Haun. Schon am 18. sondern auch jene Widersprüche in den zu verschiedenen Zeiten gemachten Aussagen derselben Person. dass ich überhaupt einige Aussagen der Täter hatte. versicherte er mir.6 Kilogramm (!) wog. Ich sprach ihn an und erklärte ihm wer ich sei und referierte kurz über meinen Fall. Dadurch. konnte ich deren Lügengeschichten einfach und klar den Behörden aufzeigen. die ich von den Tätern hatte. die über 1. als ich ihn mehrmals zufällig entweder in den Gängen des Gerichtsgebäudes oder auf dem Platz davor in den Jahren 2000 bis 2002 traf. Einerseits war ich froh. Andererseits hatte ich auch die Befürchtung. unter die Lupe und stellte eine ausführliche schriftliche Mappe zusammen. In der Folge wurde die STA Willi vom Fall abgezogen und dem ebenfalls neu angestellten Staatsanwalt. sah ich ihn per Zufall am Messestand des Radio L (Radio Liechtenstein).10. dass sie sich immer und immer wieder widersprochen hatten. Herrn Frank HAUN zugeteilt. dass mein Fall weg von der Willi war. Er zeigte sich sehr interessiert und versprach mir. Meine ursprüngliche Befürchtung verflüchtigte sich. eher unerfahrener Jurist aus Österreich mit meinem Fall überfordert sein könnte. Darin zeigte ich dem UR und der STA die unzähligen Widersprüche auf. Neuen Optimismus in Bezug auf die Arbeit der STA in meinem Fall hatte ich erlebt.2000 habe ich ihm einen zehnseitigen Brief mit einer wirklich kurzen Zusammenfassung aller Ereignisse zukommen lassen. dass er meinen Fall sehr gut kennen würde und sich damit stark befassen würde. in den nächsten Tagen der Sache nachzugehen und mir zu berichten. ein junger.

Auf diesem Weg hier grüsse ich sie alle ganz herzlich. der REAL INVEST AG gebaut. NIE aus der Verantwortung herausreden können! Zu jener Zeit hatte der UR Meier in seinem zweiten Versuch wieder keinen Erfolg. die pikanterweise wiederum die finanziellen Mittel dafür aus Schwarzgeldkonten einer Stiftung aus Liechtenstein erhielt. die einem Deutschen aus der Nähe von Hamburg gehörte. wenn 122 . Im Mai 1998 zog ich in eine 3-Zimmer-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus (MFH) in der Neue Churerstrasse 27 in Balzers um. Ich lernte meinen neuen Wohnort Balzers besser kennen und erlebte dort sowie im Nachbarort Triesen neue. Nichts geschah von Seiten der spanischen Justiz. dass bald ein Kriminalgericht in Vaduz über die Täter (falls sie denn zur Verhandlung erscheinen sollten) zu Gericht sitzen würden.Anklageschrift gegen die Täter arbeite und diese in drei bis vier Monaten fertig sein sollte. erfuhr niemand. Der Neubau mit sieben Wohnungen wurde von einer Liechtensteiner Aktiengesellschaft (AG). NIE. In meinem Privatleben ging es auch wieder bergauf. Somit blieb der Haftbefehl aus Spanien aufrecht. Und weshalb sie auch nie ein Rechtshilfegesuch oder einen "Auslieferungsantrag" an Liechtenstein stellten. und ich fuhr mit dem Mountainbike an den Rhein und war voller Zuversicht. Von meinem Drama in Argentinien sowie dem juristischen Kampf wussten sie alle nichts. ist unerklärlich. dass bei einer Gerichtsverhandlung über die Taten in Argentinien die Täter sich NIE. meinen Fall dort an das LG Vaduz abzutreten. Er wollte auf Grund internationaler Vereinbarungen bezüglich der Übernahme von Strafverfahren (via Eurojust oder so ähnlich). Ganz wie sich dies der Verbrecher Roegele wünschte. diese für mich sehr wichtigen Worte! Es war ein schöner Wintertag. Für einen sehr niedrigen Mietzins von CHF 700. Ich wusste immer und es ist heute noch so. Dem Gericht in Spanien war seit dem Spätsommer 1997 mein Aufenthaltsort bekannt und sie hatten auch eine Adresse von mir in Liechtenstein. Warum Spanien den Fall nicht abgeben wollte. zum zweiten Mal Spanien dazu bewegen (übrigens mit meiner vollen Unterstützung). Ich erinnere mich sehr genau an seine.. Ich kannte den Direktor der AG gut und er machte mir ein super Angebot. wunderbare Freundschaften.pro Monat konnte ich einziehen.

123 . Unter mir war einige Monate vor mir eine junge Person eingezogen. Die noch freien Wohnungen sollten an Kunden verkauft werden. neu gekauften IKEA Möbeln ein. leeren Wohnungen zu führen. Mein Einzug in dieses MFH-Haus an der Neue Churerstrasse würde – rückblickend – eine schicksalhafte Rolle spielen. Darin hatte ich auch ein kleines Büro eingerichtet und dort fast täglich für meinen Kampf recherchiert. geschrieben und gedruckt. Meine Aufgabe bestand darin. die wiederum persönlich mit dem Direktor der besagten AG seit langem befreundet war. Die Person arbeitete seit Jahren bei der Treuhand der LGT Gruppe in Vaduz.ich "ein Auge" auf das seit Fertigstellung fast leer stehende MFH halten würde. Mehr dazu etwas später. Ich richtete meine Wohnung mit meinen eigenen. die Anlage im Schuss zu halten und Kaufinteressenten durch die schönen.

denn fast wäre es dem Täter Helmut etwas später auf Grund eines Formfehlers gelungen. Mein RA hatte dann sofort umfassend eine Klagebeantwortung abgefasst und beantragt. die schon mal zum Gericht "springen" mussten. den Kampf um das Geld erbittert weiterzuführen. Den heuchlerischen Antrag von Helmut. Dennoch blieb die Sperre aktiv und Helmut wurde auferlegt. mussten sie mit allen möglichen Mitteln bekämpfen.vom LG Feldkirch sowie dem Oberlandesgericht Innsbruck niedergeschmettert. eine Zivilklage im Wohnsitzland der anderen Partei (ich) einzureichen. es war ein Zivilprozess. Also beim LG in Vaduz. in Österreich liegenden Gelder. kein Strafprozess! Trotzdem stand für Helmut & Co. All die massiven Beweise gegen sie. Sehr unangenehm für ihn und seine Truppe (Frau und Schwager) war. Über meine Vorstellungskraft hinaus sollte sich dieser Zivilprozess auch massgeblich an meiner steigenden Wut über die Aktionslosigkeit der Justiz im Argentinienfall entwickeln. die im Sommer 1999 definitiv gerichtlich gesperrten Gelder seien ihm sofort auszuzahlen. Für sie darum sehr unerfreulich. wurde – mangels Rechtsanspruch . sah der Sache sehr zuversichtlich entgegen. die schreiende Logik daraus. weil diese Tatsache auch indirekt beweist. dass die Akten aus dem Strafprozess gegen Helmut Roegele & Co. Das wird ja interessant. Und ich war eigentlich hoch erfreut über die Forderung des Gerichts in Österreich. weil er nie und nimmer einen solchen Prozess gewinnen konnte. auf meiner Seite mit RA Hirn. dass die anderen Täter (Farmbesitzer Mariano und Söhne) sich seit der missglückten Erpressung nicht mehr ans Tageslicht getraut hatten. Vermutlich haben auch einige meiner Leser. Erfreut deswegen. alles auf dem Spiel. In der Folge wurde eine Zivilklage um das Geld beim LG Vaduz im Januar 2000 eingereicht. (101er) zugezogen werden. Der RA von Helmut in Vaduz entpuppte sich als sehr skrupellos (Er vertrat ihn auch im Strafprozess). selber – wie ich – entrüstet erleben müssen. wenn ein rechtsgültiges Zivilurteil in Bezug auf die Gelder aus Vaduz vorliegt. hatte mein RA zu mir gesagt. Um seine angebliche Unschuld in Argentinien (vor allem aus taktischer Sicht) zu untermauern. Ich. dass 124 . dass erst dann das gesperrte Geld freigegeben wird. dass ihre ganze Version eine Lüge war. unrechtmässig an meine gesperrten Gelder zu kommen. Nicht vergessen. war es für Helmut sehr wichtig.Kapitel 4 Ein Kübel voll Schweineblut Ich war natürlich auch sehr aktiv an der Front um meine.

Uwe Oehri zugewiesen. Auch habe ich gebeten. ich könnte mich nicht 125 . Nach zwei Tagessatzungen (nur in Anwesenheit der Rechtsanwälte) im Februar und Mai 2000 wurde die Hauptverhandlung der Zivilsache auf den 20. der Täterin Salud. mein RA und ich. dass die STA bitte eine Verhaftung der beiden wegen "Fluchtgefahr und/oder Verdunkelung" wirklich. Ich habe der STA und dem UR über die Möglichkeit von Helmuts Erscheinen geschrieben und verlangt. Es sei sehr parteiisch und seine richterliche Würdigung vorgebrachter Beweise oft abstrus. vergessen hatte. wirklich in Betracht ziehen sollte. Ich hatte viele unruhige Nächte vor dem wichtigen Termin. Ich hatte solche Angst. denn ich hatte da keine Bedenken. bei der die STA endlich Helmut und seine Frau in die Mangel nehmen konnte. Nicht dass ich die Mittäterschaft von Mariano & Co. mit dem ich seit April 1997 alleine leben musste. Wie im Delirium schwankte ich einerseits zwischen der nackten Furcht. Man muss es sich vorstellen: Es würde das ERSTE Aufeinandertreffen von uns beiden seit Argentinien sein. Der Zivilprozess wurde dem Landrichter Dr. Ich kannte ihn nicht persönlich. leider nicht dank "gerechter Urteile" – eher wegen des Gegenteils: Es lagen schon damals einige Beschwerden bei der Justiz über ihn vor. Mein monumental aufgestauter Hass auf meine Peiniger. würde auf seine Quelle treffen. Mein RA aber schon.Recht haben und Recht bekommen zwei fundamental verschiedene Dinge sind. Je näher der Termin kam. meine Folterer persönlich und leibhaftig wieder zu sehen und den daraus unbeschreiblichen Konsequenzen für mich und andererseits der euphorischen Freude darüber. Ein Erscheinen von Helmut (oder auch mir selber) war von Gesetztes wegen nicht zwingend erforderlich. ich aber wollte unbedingt persönlich dort anwesend sein und mich nicht nur durch meinen RA vertreten lassen. umso aufgewühlter wurde ich. da waren wir. dass sie eine Neuvernehmung von Helmut wegen seiner unzähligen Widersprüche durchführten und ausserdem eine Erstvernehmung seiner Frau. LR Oehri ist ungefähr in meinem Alter. ER war im Land "berühmt". dass dies die Gelegenheit sein würde. Dies kümmerte mich nicht gross. Nicht wegen dem Inhalt des Zivilprozesses. uns zu 1000 Prozent bombensicher. dass Helmut (als Kläger) diesen Prozess hochgradig verlieren würde. Angst vor mir selber! Angst. Eben die Beiden. Juni 2000 festgesetzt. Der RA von Helmut hatte die Information über das mögliche Erscheinen des Ehepaares bis zur allerletzten Minute zurückbehalten.

meinen Stress zu mildern. Ich ging sogar so weit. Ich verwarf diesen Plan. Ich entschied mich dem Gericht einen Brief zu schreiben. kam ich zum Schluss. Zuerst wollte ich dem LR Oehri. Sie konnte mir keine klärende Antwort geben. Blut. nachfragte. weil mir bewusst wurde.B. schreiben. dass ich nicht ausflippe. Man konnte ja nicht feststellen. um auf diese ausserordentlichen Umstände hinzuweisen. ob ein Kübel davon. Nein. dass ich das ganze Thema "Folter in Argentinien" mit der Zeit hätte verarbeiten können. Was habe ich mir in den Tagen vor dem grossen Tag alles ausgedacht. Ich wollte keine Gesetzwidrigkeit machen und auch nichts. So verzweifelt war ich. dass ich bei einer Jurastudentin. ihn zur Strecke zu bringen. jeden Tag seit April 1997. Nein. was den Bemühungen der STA oder UR im 101er zuwiderlaufen würde. ich musste mich beherrschen.beherrschen und würde etwas Dummes tun. Wobei ich zum Schein auf ein fiktives "Versöhnungsangebot" eingehen würde. wenn ich die Folterer sehen würde. ich konnte ja nicht feststellen. wenn ich als Beklagter dem zugeteilten Richter direkt anschreiben würde. bzw. Polizei oder Schutzpersonal) gebeten. dass ich aus Zorn mich nicht hätte beherrschen können. Ich schilderte meine Ängste vor einem Zusammentreffen und dass ich einfach ausserstande sei. Ich wusste. Zuerst dachte ich mir eine raffinierte Falle für Helmut aus. Und zudem Helmut ein ganz gerissener Delinquent ist. die beim LG Vaduz das Praktikum absolvierte. vor allem in Justizkreisen schon lange herumgesprochen hatte. dass er alles tun werde. zu garantieren. Nach Absprache mit meinem RA. keine fliegenden Kugeln. B. Er war mit dem 101er Fall vertraut. Mit Hilfe des katholischen Pfarrers von Vaduz wollte ich ihn während einer Sitzung mit dem Pfarrer in ein heimlich aufgezeichnetes Schuldgeständnis locken. jedes mal wenn ich aufstehe. das ich ohne Probleme vom "Onkel Herbert" (der Besitzer der Malbuner Spezialitäten) hätte organisieren könnte. ich durfte unter keinen Umständen "Hand an Helmut oder seiner Frau legen". So richtete ich den Brief an Dr. als Einzelrichter in dieser Sache. Daher hatte ich ihn um die Anordnung von Vorsichtsmassnahmen (z. Dann hatte ich die Idee mit dem Blut. Ich 126 . Er bedankte sich für mein Schreiben per Telefon und sagte. da sich dieser aussergewöhnliche Fall im kleinen Liechtenstein. sehe ich die vielen Narben und denke an das furchtbar Erlittene. Ich wusste. den Landesgerichtspräsidenten. dass es nicht angebracht wäre. gemäss StGB eine grobe Tat wäre. um eine mögliche Konfrontation zu entschärfen. Marxer.

Der Richter mit Sekretärin zwischen uns allen. die STA wird bald in Aktion treten. Und sie spuckte mich 3 Mal an. Mein RA versuchte so gut es ihm gelang. Oder ein anderer Traum: Ich stopfe die stark blutverschmierten kurzen blauen Jeanshosen den Zwei in den Hals. Zu unserem Erstaunen. Ja. Nach Ankunft in Liechtenstein habe ich sie in einen Plastiksack der COOP Ladenkette ungewaschen umgepackt und mit Klebeband luftdicht verschlossen. rechts von mir. Ich war felsenfest überzeugt. Wie noch nie im Leben beherrschte ich mich. bis nichts mehr davon ersichtlich ist. da ich mit raschen Kopfbewegungen der Spucke ausweichen konnte. als sie sicher war. Ich kannte sie flüchtig. verstaut tief unten in einer Box. Helmuts RA kam kurz darauf und dann< er und sie. Es ist. Das ging gut. wie meine Narben. Ich und mein RA sassen am grossen U-förmigen Tisch gegenüber von Helmut und seinem RA. Ich war überpünktlich vor Ort und wartete draussen auf meinen RA. und ich habe sie heute noch. arm in arm. bei mir. erlaubte es der LR Oehri der Frau von Helmut in den Saal zu kommen und ca. Die Sicherheitslösung des Gerichtspräsidenten bestand aus zwei Landespolizisten. Die Beiden Polizisten hinter Helmut.malte mir das Bild aus. Also. du wirst deine Gerechtigkeit erhalten". Ich sah sie vor dem Gerichtssaal im Gang stehen. Ein Traum! Es ist jene Hose. dass nun endlich die STA die Hände aus dem Sack genommen hatte und eine Verhaftung der Beiden nach der Verhandlung angeordnet hatte. mich abzulenken. Nie mehr geöffnet seit April 1997. die ich im Kerker anhatte und seit dem Umzug ins Eckzimmer auf der Farm in meiner Tasche ausgetrocknet aufbewahrte. zurück zum Showdown beim LG Vaduz. wir sind ja ein kleines Land. Wer weiss. dass es niemand ausser uns hören würde und zudem sprach sie natürlich auf Spanisch: "Wir hätten dich gleich im Kerker umlegen sollen". fast 12 Jahre später. aber erst dann. wobei sie kein einziges Mal traf. bis Frau Salut einen bissigen Spruch losliess. ein Symbol für meine Gefangenschaft und das Erlittene. drei Meter 127 . wo ich vor dem Gerichtsgebäude auf die Folterer lauerte und ihnen dort einen Kübel voll warmem Schweineblut ins Gesicht schleuderte. Ständig dachte und sagte ich zu mir: "Warte ab Heinrich. Ich antwortete auf Spanisch: "Du Hure". eines Tages kann ich sie doch noch den Tätern "zum Frass vorlegen". Mein Herz drohte zu explodieren und ich konnte nicht mehr atmen. uniformiert und normal bewaffnet.

dass das Verbrecherehepaar wegen der zwei Polizisten stark irritiert war. um ihn 128 .von mir. Ich musste mich so brutal unter Kontrolle halten. er wollte meine Beweise und Argumentation in der Verhandlung nie fertig anhören und unterbrach ständig meinen RA und auch mich. trotz Proteste seitens meines RA. Mir wurde sehr heiss und ich bekam von dem Gesprochenen schnell nicht mehr viel mit. Obwohl ja der Zivilprozess nur daraus resultierte. obwohl er ja über diese ausserordentlichen . erlaubte es sogar. wenn er sich in seiner Aussage gerade widersprochen hatte. und mit massiver Verzögerung beantwortet. Zeugen werden nur dann in den Saal gerufen. dass die Erpressung von Helmut (zumindest) finanziell keinen Erfolg hatte. einen Haftbefehl unter die Nase reiben würde. wie es "denn genau" gewesen war und er dann – auf Deutsch – die "korrigierte" Antwort dem LR gab. was jetzt geschehen wird. dass Helmut. Er genoss es augenscheinlich die ganze Tragödie. die sich vor seinen Augen abspielte. indem sie mich wie eine Irre ständig anstarrte. Mein Anwalt machte sich grosse Sorgen. wenn deren Aussage dran ist. Platz zunehmen. Den LR Oehri interessierte das einen feuchten Scheissdreck. an der Wand. die ganze Zeit im Saal präsent zu sein. was er als Beweise "würdigen" möchte oder eben nicht. in der ich mich mit den "Klägern" befand. als ich meine Antworten auf seine Fragen und die des RA von Helmut gab. Ich brachte fast kein Wort aus mir heraus – und das will was heissen! Nach mehreren Stunden war die Tortur vorüber. Sie fragten sich auf Spanisch. Auch wurden praktisch alle meine Anträge auf Beweisaufnahme von ihm abgelehnt. der LR Oehri. Bescheid wusste. LR Oehri. erlaubt es ihr. Ich merkte schon. Der LR Oehri hat meinen Antrag auf Zuziehung der Gerichtsunterlagen des Argentinienfall (101er) nur sehr widerwillig. Für mich war die Anwesenheit der Folterer unerträglich. Aber nein. auf Spanisch bei seiner Frau nachfragen konnte. Der LR war zum Schrecken von mir und meinem Rechtsanwalts seit Prozessbeginn sehr auf Seiten von Helmut. warum die Polizisten hier seien. Ich wartete auf das. Er war an einer Vollzulassung nicht interessiert. Ich hoffte so sehr. dass jetzt die STA im Gerichtskorridor auftauchen würde und den beiden. mit Gesicht zum Richter. Warum? Sie war ja nicht die Klägerin sondern eine Zeugin von Helmut. In einem Liechtensteiner Zivilprozess ist ein Einzelrichter wie Oehri praktisch narrenfrei. oder zumindest Helmut. vermutlich ganz seltene Konstellation. Es war grausam! Dir Frau von Helmut versuchte mich aus der Fassung zu bringen.

Man konnte keine Einvernahme "organisieren". ob die STA sie zur Einvernahme vorgeladen hat. dass eine der längsten Verhandlungen sogar ohne meinen RA stattfinden konnte. endlich aktiv zu werden und eine Überführung der Täter in Untersuchungshaft anordnen. Am selben Tag habe ich herausgefunden. Und jedes Mal haben Helmut und seine Frau mich mit bissigen Randbemerkungen zur Weissglut gebracht. dass sie nicht in Liechtenstein. aber sie würden dies zuverlässig nachholen. Er hatte seine Amtsgewalt geschickt genutzt. Ich habe nach aussen hin nicht mehr darauf reagiert. Aber nichts geschah. Es kam zur zweiten Verhandlung am 19. wie wir es für richtig halten. dass die persönliche Anwesenheit meiner Foltere während der Gerichtsverhandlungen mich absolut starr und aktionslos machte. wenn Helmut von der ihm ja bald zu präsentierenden Anklage der STA wegen Argentinien erfahren würde. Deren Antwort: Lassen Sie uns unsere Arbeit so machen. widersprach ich. Das ergibt doch keinen Sinn. auch mein Anwalt staunte darüber. Ersteinvernahmen der Täter vollbracht hatte. LR Oehri brachte es ausserdem fertig. sagte er mir.2000 und später auch einer Streitverhandlung im April 2001. er nie wieder in Liechtenstein auftauchen würde. ob die STA nun endlich die erforderliche Neu. Wir werden ja später im Akt lesen können. die Gelegenheit zu nutzten. um 129 . Auf meinen Verweis hin. Da ansonsten beide wieder ins Ausland verschwinden würden und deren Auslieferung langwierig und komplex sein würde. dass beide einfach so aus dem Gebäude laufen konnten. Bevor ich selber abklären konnte. kontaktierte mich die STA via Telefon. Ich verstand nichts mehr. obwohl ich auf glühenden Kohlen sass. Ich steigerte mich in einen Wutanfall hinein und mein RA hatte wirklich Mühe mich zu beruhigen. in Österreich gebucht.bzw. Ich musste still sitzen.10. dass. Vor jeder Verhandlung informierte ich wiederum schriftlich die STA und den UR und hatte abermals gebeten. immer noch vor dem LR Oehri. dass die STA dann eben einen internationalen Haftbefehle gegen ihn ausstellen würde und die Auslieferung beantragen würde. sagte man mir. Sie hatten Angst (vor einer Verhaftung oder Ähnlichem) und hatten sich ein Hotel in Feldkirch. ohne dass irgendjemand sie anhielt. geschweige denn ansprach. Alle Beteiligten merkten sofort.anschliessend abzuführen. ja nicht einmal in der nahen Schweiz übernachtet hatten.

Um mich zu plagen! Was hatte ich dem Oehri angetan? Nichts! Ich habe mich so. ganz ausserordentliche Umstände bei diesem Zivilprozess waren und LR Oehri. Diese waren komplett diametral zu dem was im öffentlich-rechtlichen (!) Notarvertrag über den Wohnungskauf stand. so stark zusammengerissen. Dieser bestätigte übereifrig alle Angaben des Klägers. Und dann war ich noch alleine. als Zeugin für Helmut zur Verfügung stehen würde. dass eine Schweizer Treuhänderin. jedes Mal die Sache noch ein Stück schlimmer machen konnte. solange sie nicht selber dran ist mit der Aussage. dass der LR Oehri dies zugelassen hatte. dass mein RA teilhaben konnte (der Grund dafür war. Eigentlich konnte ich mich auf nichts konzentrieren. weil ständig die zwei verdammten Folterer zwei. dass es ganz. wieder hatte der LR Oehri es zugelassen. da meine eigenen Mitteln zu Ende gingen). Frau Rita Hauser aus Rorschach am Bodensee. war ausserstande den Zeugen richtig zu befragen. eine Minute länger und ich hätte mir alle Knochen meiner eigenen Hand gebrochen. eine "Zeugin". Ich konnte meine Gedanken nicht auf das Wichtige konzentrieren. ohne Rechtsbeistand. Ich bin mir ganz sicher. ständig im Gerichtsaal präsent sein konnte. Des Weiteren wurde von Helmuts RA angekündigt. Wie bitte? Die Erwähnung ihres Namens dürfte bei vielen ihrer ehemaligen über 1000 deutschen Kunden. Ich.mittels Paragraphenreiterei und Ausnutzung von Fristen. Verflucht noch mal. gedemütigt hatte.gebeten hatte. LR Oehri nickte nur eifrig in Richtung Kläger. weil ich bei Gericht um Verfahrenshilfe . dass die Frau von Helmut. Bei dieser Verhandlung brachte Helmut sogar einen (gekauften) Zeugen aus Spanien mit. sodass ich deswegen noch mehr in Wut gerate. Er hatte dies bewusst so gewollt.Uebernahme der Anwaltskosten . nicht nur um dem Kläger einen Vorteil zu geben. Warum hat er dies erlaubt? Eine Zeugin im Verfahren hat absolut nichts im Saal zu suchen. noch heute einen Wutausbruch und Nervenzusammenbruch auslösen und die Haare 130 . ohne mein Anwalt im Saal. so fest hatte ich meine Hände zusammengepresst. buchstäblich eine Minute vor Verhandlungsbeginn zu verhindern. weil ich fortwährend an Argentinien denken musste. Man muss sich das mal vorstellen: Ohne Übertreibung kann ich wirklich sagen. drei vor meiner Nase sassen. weil seine Zeugin ja den ganzen Prozess hautnah mitbekommen hatte und dadurch ihre eigenen Aussagen dementsprechend hätte modellieren können. Das ist doch fundamentalstes Zeug jeder Gerichtsverhandlung. der mich schon bisher im Verfahren ständig genötigt bzw. vor allem jenen aus dem süddeutschen Raum.

Dies hatte den LR Oehri aber gar nicht gestört. Erst im erzürnten Streit um ihre Person als Zeugin. machten nun aber wieder Geschäfte zusammen. Obwohl es nur ein paar KM zwischen Rorschach und Vaduz sind. fast zu spät. Sie soll ihre Kunden um über 70 Millionen CHF betrogen haben. dass sie eindeutig über Dinge berichte. er musste etwas aus ihren vergangenen gemeinsamen Geschäften wissen. Die Print. Er verletzte meine Rechte im Verfahren mehrmals. Ich kannte sie nicht. kam mir ihre Geschichte sehr. da sie ihm als Gegenleistung für frisches Geld (für ihren angeblichen juristischen Kampf gegen eine US-Bank in Lugano) eine hohe. Helmut erzählte mir aber im Jahre 1996 (dem Jahr des Wohnungskaufs). habe ich für das LG Vaduz ein Schreiben aufgesetzt und öffentlich bekannte Dokumente beigelegt. dass ich einen Teil des Kaufpreises für die Wohnung an sie ausbezahle. dass sie Helmut als Zeugin für Vaduz "helfen" sollte. dass er ein oder mehrere Tage vor ihrer terminierten Aussage beim Gericht in der Schweiz extra von Spanien zu ihr nach Hause gereist sei und sie genau instruiert habe. Nach einem Telefongespräch mit ihr im Jahr 1996.(sofern sie noch welche haben) "wie elektrisch geladen" zu Berge stehen lassen. Sie liess sich nur schriftlich per Rechtshilfegesuch aus Liechtenstein an die Schweiz mit Hilfe eines Richters in Rorschach zur protokollierten Aussage bewegen. die sie gar nicht wissen konnte. eine mögliche Zahlung an sie. fette Geldsumme versprochen hatte. hatte sich Helmut verplappert und bestätigt. Nach weiteren Abklärungen in Schweizer Bankenkreisen. sehr anrüchig vor. dass ihr – wenn es publik gemacht würde – sehr schaden würde. dass er eine Art langjähriger Geschäftspartner der Treuhänderin Hauser ist. Darin warnte ich LR Oehri vor der äusserst zweifelhaften Zuverlässigkeit einer möglichen Aussage seitens der Treuhänderin Hauser. Er wollte ursprünglich. dass sie befürchtete. in Liechtenstein. Ausgerechnet sie! Frau Rita Hauser war seit Mitte der 90er in einen grossen Anlage-Betrugsskandal verwickelt und von der Schweizer Justiz seit 1994 strafrechtlich verfolgt.und Internetmedien berichteten ausführlich darüber. Die beiden hatten sich zwar zerstritten. Interessanterweise traute sie sich selber nicht nach Vaduz zur Zeugenaussage. Als ich erfuhr. Ihre Zeugenaussage wurde vom LR Oehri mit Jubel in den Zivilprozess assimiliert und er merkte nicht einmal. oder gewesen war. verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert zu werden. Meine Einwände gegen 131 . Der Grund dafür lag darin. annullierte ich. Offenbar hatte Helmut sie "in der Hand".

Das Urteil in erster Instanz in meinem Zivilprozess wurde im Oktober 2001 gefällt: Ich verlor den Prozess. Was für ein Hohn musste ich erdulden. Nicht nur hatte es den Helmut bis heute geschafft. zeigte sich später. als Frau Hauser in der Schweiz angeklagt wurde und die STA 10 Jahre (!) Haft verlangte. weil ich fest im Glauben war. der Richter irre sich oder sei inkompetent die komplexe Sachlage richtig zu beurteilen. danke für dieses äusserst "gerechte Urteil". Nun gut. Punkt. Demzufolge waren sie bei jedem Besuch selbstbewusster aufgetreten. zu schreien. vielleicht war ich zu naiv. vor allem gefühlsmässiger Schock für mich und "Verbrecher-Sieg" für ihn: Anstelle die in Südamerika erpresste Summe mit dem anderem Verbrecher Mariano teilen zu müssen. Ich kann es heute immer noch nicht fassen. "Danke" für den unerwarteten Sieg für Helmut. Sie hat die Autorität. Aber ich bin doch nur zum Narren gehalten worden. Aber dennoch die Aussage mir gegenüber. Wieder schlief die STA. Sie war die Behörde. erhielt er ALLES. weil ich fest im Glauben war und auch im Glauben gelassen wurde. dass die Staatsanwaltschaft schon das richtige tue. dass ihnen hier in Liechtenstein im 101er-Verfahren offenbar nichts passiert.die Glaubwürdigkeit dieser Treuhänderin wurden erst gar nicht vom LR Oehri zu Kenntnis genommen. sich der Verantwortung seiner schweren Verbrechen in Argentinien zu entziehen. er wurde noch dafür belohnt! Was für ein beissender. Darum hier an dieser Stelle eine grosses "Dankeschön" an den LR Uwe Oehri. Wieder. über mich als Mensch und über mein Vermögen. Ich weiss. Man stelle sich dies vor. Was soll ich da noch sagen?!?!? Mein RA war ausser sich. nein. wieder und wieder<. Im Januar 2006 wurde sie mit medialer Begleitung dann wegen gewerbemässigen Betrugs und Geldwäscherei zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. dass sie hart an der Arbeit sind. er hatte so etwas noch nie erlebt. es ist immer einfach für diejenigen. 132 . Keine Verhaftung! Keine Einvernahme! Nichts. Wie Recht ich aber hatte. dass ich mich auf die Angaben und diesbezüglichen Aussagen seitens der STA verlassen musste. die vor Gericht verlieren. Aber hier war es ganz anders. Helmut & seine Frau haben schnell gemerkt. Natürlich bin ich mit dem Urteil vom Erstgericht sofort in Berufung gegangen. Aber zu meiner Verteidigung muss anerkannt werden. Und ich Idiot habe mich zurückgehalten. Eine Nicht-Öffentliche Obergerichtsverhandlung war für den Oktober 2002 anberaumt.

deren Zufahrt sich in der öffentlichen Parkebene des ersten Untergeschoss (UG) befindet. dass ich mit meiner diversifizierten Ausbildung und Beherrschung mehrerer Fremdsprachen ideal für das Projekt bei der LGT Treuhand wäre. dass im Herbst 2000 die LGT Treuhand (die Treuhandfirma des Fürstenhauses). aus Vaduz dringend geschultes Personal für ein kurz zuvor fertig geplantes Projekt brauchte. Der Ausbau beinhaltete sogar einen begehbaren Panzerschrank im dritten Stock sowie eine spezielle. wie die Person mir in der Tiefgarage sagte: "Du solltest mal wieder was Sinnreiches tun und nicht nur hier zu Hause herumhängen". Die Person wusste ja nichts von Argentinien und meinem Kampf.gehört der Gemeinde Vaduz. Die LGT zahlte den fast 10 Millionen CHF teuren Innenausbau selber und hatte einen langjährigen Mietvertrag in der Tasche.Kapitel 5 Die Welt des schmutzigen Geldes Nun zurück in meine andere Weltordnung. von aussen nicht erkennbare Panzergarage. (später auch zu) der FMA und FIU gelangen. die Wege in Vaduz sind eben auch "Strassen-Parkmässig" sehr kurz. Die Person meinte auch. Die Parkebene zweites UG ist öffentlich und hat eine befahrbare Verbindung unter dem Kunstmuseum hindurch zur Parkgarage der Vaduzer Post. gegenüber dem traditionellen Feinschmecker Restaurant der Familie REAL. wo diverse Läden einziehen sollten. Auf dem unterirdischen Weg dorthin kann man praktischerweise auch in die Gebäude und Büros der Staatsanwaltschaft. eine Welt bestehend aus guter Arbeit. Trotz der sich Jahr für Jahr anhäufenden starken psychologischen Schläge für mich und den einigen nur mit dem Kampf für die Gerechtigkeit ausgefüllten Jahren. waren alle oberen drei Stockwerke exklusive für die Treuhand reserviert. der Arbeitgeber derjenigen Person. Die LGT Treuhand residierte im Städtle 18 und wenn ich mich nicht irre. Das neue Gebäude – im Städtle 28 . Die LGT Treuhand plante für den Frühling 2001 einen Umzug in ein super modernes Bürogebäude. Ich erinnere mich noch genau. war es das ehemalige alte Postgebäude in Vaduz. Die 133 . Mit Ausnahme des Erdgeschosses. wurde es Zeit. liebe Freunde und sinnvolle Freizeit ! Der Zufall wollte es. die im selben Haus in Balzers wohnte wie ich. dass ich mich langsam aber sicher wieder in die normale Welt begebe. gleich neben dem Kunstmuseum Vaduz.

Diese wiederum engagierte einen Subunternehmer aus Chur im Bündnerland. Was braucht eine Treuhand eine Panzergarage? Eine Bank: ja. dem so genannten "eDoc"-Projekt. Ich persönlich fand die Panzergarage im JamesBond-Stiel sehr aufregend. bis das Tor. 80 ständigen MitarbeiterInnen schaffen. Kurz vor der Ankunft beim LGT Treuhand Gebäude nehmen sie Kontakt mit ihrem Kundenbetreuer auf. Dadurch können jene Kunden. Man will damit nicht in Verbindung gebracht oder davor gesehen werden. öffentliche Tiefgarage (1.a. logisch! Man darf aber diejenigen Treuhandkunden nicht vergessen. Das Angebot von XEROX Schweiz AG bekam den Zuschlag. hinter ihm wieder vollständig geschlossen war. Dr. angeordnet worden. Die beinhaltete wegen der begrenzten Aufbewahrungskapazität im neuen Gebäude (im Städtle 28) in der Zukunft so wenig Akten und Dokumente wie möglich in den Schränken der Kundenbetreuern oder SachbearbeiterInnen liegen zu haben. Nicola Feuerstein hatte eine fortschrittliche Vision "vom Papierlosen Büro". mittels einer verstecken Kamera immer kontrollierund steuerbar. Verrückt und Genial! Wer plant und baut schon eine Türe in der Kurve einer Tiefgarageneinfahrt. Der neue Chef der Treuhand.Verbindung zwischen den Parkgaragen der Post und der LGT ist auf Betreiben der LGT bautechnisch geöffnet. bzw. elektronisch entriegeln. dann fahren sie in die normale. UG. Erst dann konnte man intern die andere kleinere Panzertüre. dort wo das grosse Schild "LGT Treuhand" hängt. die Firma CONNEX AG. Eine weitere Besonderheit: die diversen verdeckten Eingänge zur Treuhand. UG und dem 2. Kein Kunde setzt seinen Fuss via den Haupteingang auf Ebene Grundgeschoss (Schlossseitig) in die Treuhand. Der Kunde sollte im Wagen eingeschlossen sitzen bleiben. der CS oder UBS in Zürich. die Türe fast noch in der Kurve der Tiefgarageneinfahrt zwischen dem 1.B. UG. so erinnere ich mich) angeeignet und war für den 134 . um dann rechts vom öffentlichen Lift/Treppe durch das von Geisterhand automatisch geöffnete Panzertor hinein auf den Abstellplatz zu fahren. die in das Bürogebäude der Treuhand führt. die sich noch mit dem eigenen Auto nach Vaduz trauen.). Die Kunden kennen die diversen Türen. z. die ihre dicke Kohle in BAR im eigenen Auto oder im Mietwagen nach Vaduz kutschieren. Er wollte ein modernes Arbeitsumfeld für alle damals ca. via Tiefgarageneinfahrt bei der Post ungesehen bis zur LGT heranfahren. Die Connex AG hatte sich gute Fertigkeiten mit der Digitalisierung von Bankkundendaten (u.

Eine Dokumenten-Verwaltungs-Datenbank.Auftrag bestens gerüstet. abgesehen vom einem "Bombenlohn". Ich kannte flüchtig mehrere Mitarbeiter. fachkundige Mitarbeiter angeheuert werden. Die XEROX lieferte die Maschinen und die Connex AG war für das Personal zuständig. auch kennt im kleinen Vaduz jeder jeden. der mir immer noch zu denken gab.oder Treuhandsektor gehabt. Auch solche. die in der treuhandeigenen Rechtsabteilung tätig waren. Obwohl ich es bis anhin in meinem Privatleben in Liechtenstein gut "verstecken" konnte. Der Reiz für mich bei diesem Job lag daran. Da das normale Kundentreuhandgeschäft weiterlaufen musste. Alle potentiellen zukünftigen Teammitglieder mussten sich einer strengen Sicherheitsprüfung seitens der LGT Gruppe unterziehen: schliesslich ging es um hochgeheime und ultimative Kundenunterlagen tausender Stiftungen. dass es die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit (zwischen ca. Die zu verwendende Software und Plattform war die DOCUWARE. dass wenn ich nicht offen mit der LGT bin. drei bis vier Monate befristete Stelle war.. war ich mir nicht sicher. ob ich die Erwartungen für einen solchen Job erfüllen konnte. alle Dokumente der aktiven und passiven Mandate der LGT Treuhand einzuscannen und einem neu zu schaffenden Treuhand spezifischen Index (dem benannten Belegartenkatalog = BAK) zuzuordnen. war mir ganz klar. Als ein aufgeweckter. In Juristen.und Gerichtskreisen war mein Fall sehr präsent und oft diskutiert worden. In der zweiten Woche im Oktober 2000 habe ich einen Mitarbeiter 135 . waren mir aber die "Finessen" des heimischen Finanzsektors absolut bekannt. konnte die LGT Treuhand nicht auf den bestehenden Mitarbeiterpool für das Projekt zurückgreifen. Anstalten und anderer Gesellschaftsformen Liechtensteiner Briefkastenfirmen. Ich hatte noch nie eine Arbeitsstelle im Banken. Da meine 100-prozentige Konzentrationsfähigkeit in Argentinien gelitten hatte. 60-80 %) gab und es eine auf ca.. Es mussten eigens rund 30 neue. immer mit offen Augen (und ich kann auch sagen "langen Ohren" – nicht zu verwechseln mit „langen Fingern‚) durchs Leben fliegender Liechtensteiner. die bei der LGT Treuhand arbeiten. Nach ein paar kurzen Telefonaten und Abklärungen sah ich eine hypothetische Möglichkeit mich bei der LGT via der CONNEX AG zu bewerben.. Natürlich war da auch mein internationaler Haftbefehl aus Spanien. sie es kurz nach meiner Anstellung sowie erfahren würde. die speziell für die Unterschiedlichkeit von Treuhandunterlagen (um-)programmiert wurde.

wenn gegen "Mitarbeiter" internationale Haftbefehle bestehen. Die vorgeworfenen Taten lagen u. für die Mitarbeit im laufenden Projekt e-Doc / DOCUWARE bewerben möchte. dass seit dem Jahr 1999 in den Medien (sporadisch in Liechtenstein und mehr in Deutschland) immer wieder Berichte auftauchten. die LGT wusste "von nichts" – 136 . Nach Prüfung und Durchsicht der Faktenlage durch die Leitung der Rechtsabteilung stelle der internationale Haftbefehl kein Problem für sie dar. so wurde mir mitgeteilt. der LGT) keine Aufregung.jener Abteilung angerufen und um ein Treffen gebeten. sind die zwei bekannten Treuhänder im Treuhandgeschäft in Liechtenstein tätig. Daher bedeutete es für die Liechtensteiner Finanzwelt (incl. die mitsamt Familien in Liechtenstein lebten und je einen internationalen Haftbefehl eines Berliner Gerichts (ich glaube es war vom Gericht Tiergarten oder Tempelhof) am Hals hatten und Deutschland deren Auslieferung von Liechtenstein verlangte. Ich musste diese Unterlagen für drei Tage in den Händen der Rechtsabteilung lassen. was ich dann stets tat. Am vierten Tag wurde ich angerufen und gebeten wiederum ins Büro zu kommen. In einem Kundensitzungszimmer zeigte ich alle Unterlagen zu Spanien und Argentinien und erläuterte ohne Ausnahme den Stand der Dinge. Die Liechtensteiner Justiz entschied sich schlussendlich gegen eine Auslieferung der beiden nach Deutschland. und dies war für Deutschland empörend. Sie erkannten . Ich wurde gebeten doch am nächsten Tag in die Treuhand zu kommen. Hauptsächlich. Der Oberste Gerichtshof in Vaduz konnte eine Trennung (im Falle einer Auslieferung) von ihren Familien (mit Schulpflichtigen Kindern) den zwei gut in Liechtenstein integrierten Treuhändern NICHT zumuten. Die nun von Seiten Hans-Adams im Frühling 2008 geäusserte Behauptung. Und sie mündlich auf dem Laufenden zu halten. Während jener Zeit. im Bereich des (Steuer-)Betrugs und anderer schwerer Delikte. dass die Anschuldigungen seitens der Täter weder Hand noch Fuss hatten.im Rahmen des Möglichen . Ich erinnerte mich damals auch. über die zwei (Schweizer?) Treuhänder.a. Oktober 2000 via Connex AG die Arbeitsstelle antrat.auch. Sie baten mich nur. Ich erwähnte. Die LGT Treuhand hatte also eine Woche bevor ich dann am 16. im Detail Kenntnis über meine "juristischen Angelegenheit". aus humanitären Gründen. und auch heute noch. dass ich mich evt. niemanden in der Firma davon zu erzählen.

wie z. vorhanden war. wo die grossen Scanner stehen würden. die einen Haftbefehl ausstehen haben. es gab schon Platz. vertraten aber die Meinung. dass die grosse Mehrheit ihrer Kunden. alle von ausserhalb. Im Übrigen war die ganze Idee des papierlosen Büros von Dr. moderneren Arbeitsweise nicht abgeneigt. die für das e-Doc-Projekt nötig waren. Anstalten etc. da ich keine Vorstrafen hatte. aber nur im verwinkelten Keller zweier (nur oberirdisch) miteinander verbundener Gebäude. Dieser war natürlich "Ohne Eintrag". langjährigen Kundenbetreuern. ob sie einer Digitalisierung ihrer Kundendaten zustimmten. Natürlich steht es der LGT Treuhand frei. lag daran.B. würde man sie den fragen. teils auf dem Gemeindeparkplatz hinter dem (alten) Bürogebäude aufzustellen und jeweils mit Sicherheitspersonal zu bestücken. interne Aktenvermerke) dem Kunden: die LGT Treuhand bewahrt sie nur für ihre Kunden auf. man müsse die jeweiligen Kunden (also die Begünstigten der Stiftungen.) anfragen. Wie alle neuen Mitarbeiter musste auch ich einen aktuellen Strafregisterauszug (ausgestellt vom LG Vaduz) vorlegen. Vor allem unter den älteren. Rechtlich gesehen. würden dann unter strenger Aufsicht die nötige und zeitraubende Vorarbeit zum Scannen erledigen und dann die ganze Kundenmappe jeweils in den Container. dass die LGT Leute in ihrer heiligsten aller heiligen Abteilungen einstellt. Aber ich verstehe ihn. Das heisst. drei bis fünf grosse Schiffscontainer oder dergleichen teils auf dem firmeneigenen. wie sie die internen Geschäftsabläufe organisiert. hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. bei Peter Meier herrschte die Meinung vor. gehören alle Dokumente (mit wenigen Ausnahmen wie z. Weder dort noch anderswo! Schon mein erster Arbeitstag war sehr spannend und ich lernte den Vertreter der XEROX (Schweiz) AG und den Boss der Connex AG persönlich kennen. tragen. Feuerstein nicht ganz unumstritten. Dass man überhaupt auf die Container kam. dass alle Büros im alten Gebäude ja schon vom bestehenden Mitarbeiterstab belegt waren und einfach kein Platz für die bis zu 30 Personen. Die Idee der Container wurde schnell verworfen. Viele Kundenberater waren zwar der beabsichtigten neuen. einer 137 . da er unbedingt die Realität verheimlichen möchte. nämlich. Der ursprüngliche Plan der LGT Treuhand war.entspricht NICHT der Wahrheit. Die neuen Mitarbeiter.B.

welches nebenbei das erste Treuhandbüro in Liechtenstein war. die schwanger war. bestehend aus der Leitung der Treuhand und externen Beratern. aber der jungen Mitarbeiterin. bevor die Treuhand im Frühling 2001 in das neue Gebäude einziehen würde. Die Wände waren sehr feucht und der über die Jahre angesetzte Staub in den Akten war auch nicht gerade ein Segen für unsere Lungen. so gut wie es eben ging ein. Jeweils in einem eigenen Raum standen die zwei Monster-Scanner von XEROX. zentral auf CDs oder DVDs speicherte. wurde empfohlen. Der Zeitfaktor spielte auch eine Rolle. Feuerstein damals erst kürzlich zum Chef der LGT Treuhand ernannt wurde und er von ausserhalb der LGT Gruppe kam. dass Dr. Batliner. dass die Kundendaten elektronisch. etwas zu hastig geplant und daher mit einigen Denkfehlern behaftet. Darum blieb uns. nichts anders übrig: wir richteten es uns in den circa acht Kellerräumen. Die meisten arbeiteten in Teilzeit. Alter. Der eigentliche Start war durch das Projektteam. sich von diesen Räumen fernzuhalten. ob der gut sichtbare Pilz an gewissen Wänden mit nördlicher Ausrichtung gefährlich sein könnte. Seine "neuen Wege" waren nicht nach jedermanns Gusto. Länger als drei bis vier Stunden am 138 . ganz zu schweigen von der Luftqualität. dass sie entweder die neuen Methoden akzeptieren oder sich halt anderweitig (nach Arbeit) umschauen müssten. da das ganze Projekt fertig sein musste. Schon kurz nach dem Start unserer Arbeit sollte sich der Aufenthalt in den Kellern (ich schätze mal gebaut in den 60er Jahren oder gar früher) für einige von uns gesundheitlich negativ auswirken. verteilt auf die zwei Gebäude. dem e-Doc-TEAM. War er nicht. Wir waren eine bunt gemischte Truppe: Liechtensteiner. Engagement und Moralverstellung nicht grösser hätte sein können. Immer zwei bis vier Mitarbeiter teilten sich einen Raum. Einige Damen verlangten nach Tests.Digitalisierung NICHT zustimmen würde. Dies vor allem aus Angst. Die Leitung der LGT Treuhand entschied sich. da die zu erledigenden Aufgaben höchste Konzentration abverlangte. Man erinnerte sich noch sehr gut an die Katastrophe resultierend aus dem CD-Diebstahl im Treuhandbüro Dr. der extra dafür mit alten LGT Büromöbeln ausgestattet wurde. die Kunden erst gar nicht zu fragen und teilte dem Rest der noch besorgten Kundenberater mit. Dazu muss man auch wissen. um zu klären. Schweizer und Österreicher deren Unterschied in Ausbildungen. Dr.

– das Wichtigste – gemäss dem BAK vollständig indexiert wurden. Englisch. Die Arbeit war für mich an und für sich sehr interessant. Daher war es ideal wenn wir diese Sprachen mehr oder weniger beherrschten. Jeder Akt gelangte in die so genannte AVOR. Dort wurde der Akt von allen Büro-. Wir konnten darüber nur lachen.Stück mit voller Achtsamkeit war nicht drin. von wem. Kundendossiers mitlaufen lassen. und dies war auch ein Hauptfaktor der sich anbahnenden massiven Zeitverzögerung. Deutsch.h. Briefen und auch Grusskarten (der Kunden) oder sonstiges ansammeln. also nicht geteilt wurden oder in den Weiten der "Bits und Bytes" verloren gingen. Aber mit ausreichend Gründlichkeit und Frohsinn schafften wir es tagein. Französisch. Stapelweise holten wir die Kundenakten in den kleinen Büros der Kundenberater ab und führten strenges Protokoll über was. 2. Der Hauptteil meiner Verantwortung lag darin sicherzustellen. der richtigen (original) Mandatsnummer zugeteilt wurden und 3. Um diese dritte Stufe überhaupt fachgemäss auszuführen. Wir sassen "da unten" im Keller und die Creme de la Creme der Kundenberater plus deren Sachbearbeiterinnen "oben". die Arbeitsvorbereitung. wann und warum weggetragen wurde. Es gab 139 . Spanisch und Italienisch waren die üblichen Sprachen. Über den ganzen Zeitraum des Projekts wurde an den Personaleingängen der Treuhand externes Sicherheitspersonal postiert. in unseren Taschen nachschauten ob wir evt. im Computersystem "zusammen blieben". das uns jeweils beim Eintreten oder Verlassen des Gebäudes kontrollierte. musste ich und meine dafür geschulten Teammitglieder ALLE einzelnen Dokumente durchlesen und dann entsprechend dem BAK-Index abschliessend unter der Mandatsnummer elektronisch speichern. dass sich im Leben einer Stiftung unzählige verschiedene Arten von Belegen. tagaus. war sicher nicht die Arbeit auch noch nach Hause zu nehmen. d. Der moderne Scanner hasst alles was nicht die Norm ist. Das letzte was wir nach stundenlangem Aktenwälzen noch machen wollten. Das Problem bestand darin. Heft.und sonstigen Klammern befreit um dann stapelweise – wenn es geht ohne ein Blatt zu verlieren – in den Scanner gefüttert zu werden. Die LGT Treuhand hatte Kunden aus aller Welt. dass die nun eingescannten Dokumente 1. in der die LGT Treuhand mit ihren Kunden kommunizierte. Viele Dokumente waren sehr alt oder für die AVOR äusserst knifflig.

Prinzipiell bleibt er (und andere die er benennen kann) Kraft dem so genannten Beistatut Begünstigter der Stiftung und somit aller Gelder und sonstigen Aktiven. Der reine Bankkunde in Liechtenstein hat ein oder mehrere Konten direkt bei der Bank selbe.B. Für diejenigen unter den Lesern. All diese "Besitztümer" einer Stiftung produzieren eine Flut an Papier. Beim Bankkunden ist alles Schwarzgeld ist im Namen des Kunden auf seinem eigenen Konto gelagert. indem er diese durch die Treuhand gründen lässt. eine rechtlich eigenständige Liechtensteiner Stiftung aus. wieso und wie hoch als Begünstigter von dem Vermögen profitieren kann. Panama oder den Britischen Jungfrau Inseln). Anstalt oder AG in Liechtenstein besitzen oder wenig Wissen darüber haben. dass ein Treuhandkunde eine grössere und intensivere Beziehung zu seinem Kundenberater hat. wer. die zu 100% bei der Bank zurückbehalten und dort gelagert wird. Yachten und dergleichen besitzt und kontrolliert. Bilder. erhält Auszüge. dass die Stiftung direkt oder mittels unterliegenden Offshorefirmen (andere rechtlich eigenständige Gesellschaften aus Liechtenstein oder anderen Steuerparadiesen wie z. die bis zu 300 hatten. die nur 80 – 100 Einzeldokumente (mit jeweils einer oder mehr Seiten) hatten. Der Treuhandkunde transferiert sein Schwarzgeld auf die Konten der Stiftung. Generell kann gesagt werden. Also der berühmte "Paper-Trail" (nahtlose Nachvollziehbarkeit jeder Transaktion) geköpft wird. hier ein paar kurze. das wiederum im Akt landet. oder solche. vereinfachte Erläuterungen: Der Treuhandkunde ist im Vergleich zum reinen Bankkunden ein sehr komplexes Wesen. Der Stiftungsrat eröffnet im Namen der Stiftung dann die Bankkonten.B. sodass ein direkter (offener) Bezug zwischen ihm und der Stiftung (z. Dies natürlich auf hoch komplizierten und raffinierten Umwegen.beim Finanzamt.B. einfacher‚ direkter 140 . von offizieller deutscher Seite aus) nicht nachvollzogen werden kann. als ein „normaler. Oft ist es so. Oder – oh Schreck .solche Akten. Patente. Das Beistatut einer Stiftung hält fest. neben den meist beträchtlichen Bankkonten auch Immobilien. Der Treuhandkunde. eben der eher Superreiche und/oder Übervorsichtige wählt z. Belege oder sonstige Bankkorrespondenz. Nicht das der eine Bankauszug versehentlich beim Kunden oder schlimmer beim Nachbarn in Deutschland im Briefkasten landet. die der Stiftung gehören. die keine Stiftung. wann.

das grösste Konto? "Oh< hier ist einer mit 8 Mio. Alleine aus den Tausenden verschiedenen oft skurrilen Geschichten. interne Familienstreitigkeiten und Versöhnungen. der letzte Trick um an mehr Geld zu kommen. Daher hat jede Treuhandfirma (speziell wenn es eine Treuhandabteilung einer Liechtensteiner Bank ist) die höchste Sicherheitsstufe im Umgang mit den Kundendaten. vor allem wenn es Auswirkungen auf das jeweils aktuelle Beistatut hatte. keine Steuern bezahlen zu müssen. Kinder oder sonstige Familienmitglieder. stand immer prominent am Anfang jeder Kundenbeziehung und wurde auch als Verkaufsargument für eine Gesellschaft aus Liechtenstein verwendet. "Aha< hier ist einer mit 28 Mio. die längste Luxusreise. noch besser – hier ist ein PEP (Politisch exponierte Persönlichkeit).a. << "Nein. in den internen Aktenvermerken wieder.Bankkunde. die neuste Anschaffung.) hatte schon an und für sich grosses Volumen im Akt. Mit der Zeit wurden wir in unserem Team beim Indexieren der Dokumente immer besser und schneller.h. könnte ich ein dickes zweites Buch auflegen. Berichtet wurde über Ängste und Bürden. und den Weg via Vermerk in den Akt fanden. Unabwendbar bekam man den Eindruck. hier jemand aus dem Umkreis eines Ex-Diktators" etc. zwischen der Stiftung und der Bank wo die Konten sind oder der Stiftung und einer Immobilienfirma. Euro". d. dass jedes Dokument zumindest ein Mal genau einer der Untergruppen zugeordnet werden musste. die sich im Leben der Begünstigten abspielten. Das bedeutet. sie sollte es haben. Dollars". Am Anfang war es noch ein Wettrennen: Wer hat den Akt mit dem dicksten Fisch. Denn viele Kunden erzählten ihren Kundenberatern auch im Detail wie es "zu Hause" oder "im Geschäft" zu ging. "Und dieser mit 150 Mio. Endlos die Beispiele und all dies fand sich u. dass wir als Treuhand aus dem Leben des Kunden oft mehr wussten als seine Frau.". Der BAK war in 12 Hauptgruppen und diese in rund 120 Untergruppen eingeteilt. 141 . Und was wir da alles zu lesen hatten! Die geschäftsbedingte Korrespondenz (z.B. die die Villa in Sardinien betreut etc. Mit der Zeit war diese Art von Schreiben eher langweilig zu lesen. dort ein Sportler. Eines hatten aber alle gemeinsam: "Sie zahlen für ihre Vermögen in diesen Gesellschaften KEINE Steuer zu Hause!" Dieses Kundenverlangen.

der noch nach seinem Tod "Die Rache ist MEIN" inszeniert haben möchte.h. auf der anderen Seite des Rheins.Da war z. Er hatte auch ein versiegeltes B5 -Kuvert seinem Kundenberater übergeben. Sie hatte ein Bankvermögen von mehreren Millionen Euro. Dritt. gleich neben der Apotheke Hasler. im Normalfall wird sie dann Erstbegünstigte. Oder Der angriffslustige Kunde.und Viertbegünstigte zu führen. Seine Familie wusste nichts von dem Geld in Vaduz. ein rassistischer Kunde. Oder Ein heissblütiger Kunde. Der Stiftungsrat tat was ihm "befohlen" wurde. Zu Lebzeiten hat er den Stiftungsrat instruiert. solange sie diesen Freund hat.B. dass das gesamte Vermögen dieser Frau im Ausland zufallen soll und nicht an die „heimische‚ Ehefrau. Oder Der überängstliche Kunde. Jahre später findet sich ein Vermerk. Diese hatte aber einen Schwarzafrikaner als Geliebten. folgende Vereinbarung mit der LGT Treuhand getroffen hatte: Er parkiert sein Fahrzeug in der Schweiz. stirbt). Auf den ersten Blick erschien seine Stiftung ganz normal. nimmt den Linienbus nach Vaduz und trifft sich mit seinem Kundenberater für eine Geldübergabe oder – auszahlung jeweils vor der Toilettentüre im unteren Stockwerk des Restaurants Amman. in Vaduz sollen sich deutsche Steuerfahnder herumtreiben und Autos mit deutschen Kennzeichen in den Tiefgaragen der diversen Geschäftsgebäude fotografieren. dessen Tochter als Zweitbegünstigte im Beistatut nominiert war (d. wenn der Aktuelle. der eine geheime Zweitehefrau samt Kind im Ausland hat und im Falle seines Todes will. Und sich dann sofort danach die Wege trennen sollen. dass die Tochter nun einen "Weissen" als Freund hat und wieder in die Begünstigtenliste eingetragen werden soll. eben ihr Vater. Der Vater gab dem Stiftungsrat den Auftrag. der aufgeschreckt durch Medienberichte. seine Tochter im Beistatut zu streichen. seine Frau und Kinder als Zweit-. worauf stand: 142 .

Nach Absprache mit dem Kundenberater musste ich diese Instruktion aus der Computerdatei löschen und das Original vernichten. Ich hatte dann den Akt auf dem Bildschirm. Zudem zählt das Vermögen in der Stiftung rechtlich gesehen nicht zum Erbe des Verstorben. speziell wenn sie Minuten zuvor noch erhofften. Also nach seinem Tode. Die erwähnte Person."Nur im Todesfall von Hr. Im Schreiben aus dem Kuvert stand. jetzt war es nicht mehr versiegelt) ist rechtsgültig. Was für ein Schock dies wohl für seine Frau und Kinder auslösen wird. dass er. weil das Stiftungsvermögen gemäss seinen letzten Instruktionen gleichzeitig auch weg von der LGT Bank hätten gehen sollten. als letzte rechtsverbindliche Instruktion an den Stiftungsrat hiermit anordnet. In diesem Fall soll dann das versiegelte Kuvert in Anwesenheit der Familie geöffnet und vorgelesen werden. XY zu öffnen – siehe Aktenvermerk vom xx. So kann auch "Kundenpflege" betrieben werden. die das ganze Geld bekommen soll. der nun verstorbene. seine Frau hätte mit dem Herrn XY und mit dem Herren XZ ein jahrelanges Verhältnis gehabt. diese unverzüglich die Witwe und Kinder gemäss üblicher Prozedur kontaktieren und nach Vaduz oder Zürich einladen sollte. Die LGT hat es aber immer lieber.1998". wenn nachrückende Begünstigte als Kunden von der Treuhand betreut werden und auch die Gelder bei der LGT Bank bleiben. Es ist nicht ungewöhnlich. stammte nicht aus seinem Familienkreis. Die schriftliche Instruktion im versiegelten Kuvert (na ja. dass das ganze Vermögen der Stiftung unverzüglich an die "so-und-so" ausbezahlt werden soll und die Stiftung dann gelöscht werden soll. dass sobald die LGT gesicherte Kenntnis über sein Ableben hatte.xx. Seine Kinder seien auch nicht ehrlich gewesen. dass Ehefrauen und Kinder erst nach Ableben des Stifters von der Existenz einer Stiftung in Vaduz erfahren sollen. da sie vom Erstbegünstigten (dem Mann) zu seinen Lebzeiten niedergeschrieben wurde und dem Stiftungsrat vor seinem Ableben zur Aufbewahrung übergeben wurde. Ein Mitglied meines Teams in der AVOR öffnete aus Versehen dieses Kuvert und bereitete es zusammen mit dem Umschlag zum Scannen vor. In dem dazu gehörenden Vermerk stand. Was gewöhnlich viel Begeisterung bei der ahnungslosen Familie auslöst. Dies darum. Der einzige (ausserhalb der LGT 143 . dass Erstbegünstigte wünschen. Als Grund gab der Kunde in hässlichen Worten an. zu einer Bank in der Schweiz. gerade Millionäre geworden zu sein.

als wenn die Kundenberater in ihren selbst angefertigten oder angeordneten internen Aktenvermerken schwarz auf weiss. Bemerkungen und Erklärungen protokollieren. persönlich kannte. die als Begünstige hinter einer solchen Briefkastenfirma stehen. sei es z. dass es bei mindestens der Hälfte aller Mandate – würden 144 . Worauf wir alle aber vor Seiten der LGT nicht vorbereitet wurden. der uns allen aus den Medien bekannt war.oder Treuhandkunden in Liechtenstein absolut kein Strafbestand oder Vergehen ist. Es ist ja allgemein bekannt. Transaktionen und damit deren Zusammenhänge schnell zu erkennen (wir mussten ja jedes Blatt lesen. deren Begünstigte ungefähr zur selben Zeit im Zusammenhang mit einer grossen europäischen Firmenpleite standen. Die vier oben kurz veranschaulichten Beispiele waren für uns damals eher Anlass für riesiges Gelächter. Nein. Schade für die Gläubiger. sprich Mandate über Jahre betreute. "Aha!". dass Steuerhinterziehung im Heimatland des (ausländischen) Bank.um es grausig auszudrücken . weil wir einen sehr tiefen Einblick in die Seele und "Sorgen" des Reichen Deutschen erhalten hatten. alle Abläufe. die über illegale Aktionen Auskunft geben. manchmal ganz klar. oft etwas in der speziellen Treuhandsprache verschleiert. dass die LGT (!) so viele "Leichen im Keller hatte".der Kunde selber. Wir im Team wären dank unserer Erkenntnisse jede Wette eingegangen. aus der Politik. um es einem Index zuordnen zu können). Natürlich tauchte ab und zu ein Name in den Unterlagen als Begünstigter auf. Wirtschaft oder aus aktuellen oder vergangenen Gerichtskriminalfällen. war die Tatsache. der vom ursprünglichen Plan wusste. die eindeutig über das "normale Mass" (wenn ich mal so sagen kann) der reinen Beihilfe zur Steuerhinterziehen hinausgehen. dass sehr unsaubere Geschäfte getätigt wurden und werden.Treuhand). Da wir in unserem Team den gesamten Akt nach dem Scannen vor uns auf dem Bildschirm abrufen konnten. sagten wir uns – die Kohle hier in Vaduz hatte man mal wieder nicht entdeckt". waren jene Kundenmandate. Nach dem "Aktenstudium" tausender deutscher Kundendossiers fühlten wir uns in meinem Team wie abgeklärte Psychologen. wo buchstäblich sofort erkennbar war. Was kann es dümmeres geben. Nicht dass ich die Personen. Hinweise. war .B. war es uns möglich. Was mich besonders überrascht hat. dachten wir uns. Zum Beispiel hatte ich einen Akt vor mir. Der würde ja aber dann schon tot sein.

die Öffentlichkeit (Medien etc) nie die vollständigen Unterlagen zu einem solchen Fall 145 . wer immer schon. aber man findet sie dennoch alljährlich in irgendwelchen Untersuchungsberichten diverser ausländischer Strafverfolgungsbehörden vom "around the Globe" wieder. auf Grund der sehr lahmen Anwendung der eigentlich guten Sorgfaltspflicht und anderer bestehender Gesetze. die Russen nicht gerne bei der LGT als Kunden gesehen werden. dass. u. dass z.w.99 Prozent NICHT in Liechtenstein beginnen. böse Überraschungen" geben würde.s."böse.und Bankenbusiness sind. es war und ist ja Allgemeinwissen im Ländle. Wir wussten alle. . das Letzte mal im Februar 2009. die mit der Liechtensteiner Finanzlandschaft vertraut waren. Weil sie natürlich wissen. die illegale Geschäfte tätigen und dies auch unter Mithilfe oder Tolerierung der LGT Treuhand und der LGT Bank. ein solches Reputations-Risiko eingehen würde. die Serica Bank oder First Advisory (ehem. Aber die LGT ? ? ? !!!! Nie hätte ich und andere im meinem Team. Mein Gott. deren Enthüllung zu 99. sollte eine Leiche unerwartet an die Oberfläche gelangen. damals und heute die Schwarzen Schafe im Treuhand. Dr.sie öffentlich bekannt gemacht . weiss man doch: "Irgendwann fliegt andauernd etwas auf!". Was soll jetzt als Entschuldigung für die LGT herhalten? ° Dass viele dieser Mandate vor dem Inkrafttreten der strengeren Sorgfaltspflichtgesetze angenommen wurden? Diese lumpige Ausrede wurde in den vergangenen Jahren immer und immer wieder von Liechtenstein verwendet. als ultimativer Besitzer der LGT Gruppe. Um diese Kundschaft kümmert sich speziell in Vaduz zum Beispiel die Sinitus Treuhand. Nach den immer wieder aufkommenden Skandalen. Sie ändern zwar oft ihren Firmennamen. indem er Kunden in seinen Büchern stehen hat. Batliner).B. Dies bewusst und unbewusst. dass Hans-Adam. gedacht. Dr. Etwas Besseres fällt denen nie ein.

Dies darum. ausnahmslos im Ausland begangen wurden und dort die Fristen praktisch in allen bekannten Fällen noch nicht abgelaufen waren.haben wird. hätten sie bloss! Liechtenstein agiert praktisch nie von sich aus. 146 .B. auch wenn es detaillierte Kenntnisse über die übelsten Straftaten erlangt. Deswegen kann die betroffene Bank oder Treuhandfirma behaupten. Eben. weil die den Bankvermögen zugrunde liegenden (Erst)Straftaten (z. Abgesehen davon. also der Kunde weiterhin illegale Geschäfte mit oder ohne Wissen der LGT getätigt hatte oder noch tätigt. Korruption. sehr. da die Fristen in Liechtenstein dafür abgelaufen wären. keine "Leichen" erkennbar waren oder sind? Haben die in Vaduz mit der ersten Ausrede keinen Erfolg. dann könnte es mit diesem Material die Liechtensteiner um Hilfe bitten. dass die meisten Straftaten (der LGT Kundschaft) im Zeitraum der neuen. sehr flexibel. Korruption oder Betrug auch geahndet werden. wenn die Tat in der Zeit davor passierte. also Liechtenstein den Vorfall oder Skandal für die Medien "zurückdatiert". wo noch die schwachen Sorgfaltspflichtgesetze galten. dann muss diese Formel herhalten: "Was bei denen im Ausland als kriminell gilt. Betrug). Und da in Liechtenstein eine Einzelstraftat wie z. Egal ob das Mandat noch aktiv ist.B. Die einfache Steuerhinterziehung meine ich damit gar nicht. Quasi sei eine Strafverfolgung (wegen der Geldwäscherei) aus Liechtensteiner Sicht leider nicht mehr möglich. wäre nach dem Wortlaut des Gesetztes auch dann eine Strafverfolgung. wie ich in den folgenden Kapiteln beweisen kann. dass die schmutzigen Geschäfte der Stiftung oder Anstalt etc. strengeren Sorgfaltspflichtgesetzte vollbracht wurden. Hätte bloss das Ausland mehr Glück und könnte viel öfter selber auf Unterlagen über eine Verbindung zwischen einer Straftat in ihrem Land und einem Vermögen in Vaduz stossen. ist Liechtenstein in der Interpretation was eine Straftat ist und was nicht. oder zumindest eine Strafuntersuchung zu beginnen. ° Das auf Grund der Auffassungsgabe der LGT über das was "kriminell" ist und was nicht. Streng genommen macht dies keinen Unterschied. Auch wenn es um andere Vorwürfe aus dem Ausland geht. angeblich aus einer Zeit stammen. muss nicht unbedingt bei uns so sein". müsste man in Vaduz der Sache auch nachgehen.

wie bei vielen anderen Betrieben wurden Mitarbeiterausflüge in die Schweiz oder nach Österreich durchgeführt. zusammen mit den Besitzern der Gruppe. wurde dann auf den Stuhl des Vorstandsvorsitzenden beordert und der neue CEO wurde der zweitälteste Sohn von Hans-Adam. Die LGT Führung hatte nicht nur mir gesagt. Im Befehlston wurde uns gesagt: Dokument lesen – Dokument indexieren – und die Klappe halten! Basta. "dumme Fragen" zu stellen. wenn man auf die "Räume mit den Leichen" stossen sollte. Sein Bruder.M. Schlussendlich trägt die Leitung die Verantwortung. "Schweigen ist pures Gold". Januar 2003 – siehe Kapitel 7. Sobald ein Betriebsausflug ins Ausland bevorstand. eben HansAdam und seine Familie. Man kann also festhalten. Beide Teammitarbeiter wurden durch Neue ersetzt. der LGT Bank oder jeder anderen Treuhand oder Bank jetzt nicht verdammen.° Das intern eine Art Dogma gilt: "Reden ist der schnelle Tod". ob ich mitgehen wolle. Ausdrücklich nicht mehr seit dem 7. dass er "von nichts" wusste. wurde ich von der Rechtsabteilung gefragt. solches mitzumachen. Sie kündigten und mussten sofort gehen. Das Arbeitsklima bei der Treuhand war sehr gut. Wegen dem Haftbefehl. Ich war nicht der Einzige aus dem Team der die Leitung der Treuhand bei der wöchentlichen Sitzung . Feuerstein über die falsche Moral der LGT im Allgemeinen und der Liechtensteiner Finanzwelt im Bezug auf die schmutzigen Mandate. Man darf aber die einfachen Mitarbeiter bei der LGT Treuhand. dass man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen soll. einschliesslich "die blinde Kuh dazu" und man ist vollkommen? Dies war leider die Wahrheit. dass sich Hans-Adam nicht damit herausreden kann. Einer von ihnen. Schon nach einem Monat hatten zwei junge Mitarbeiter keine Lust mehr. Uns wurde schnell klar gemacht. Ein Ausflug in die Schweiz. Prinz Philipp Erasmus war bis im Sommer 2006 der CEO der LGT Gruppe. es war ein Jurastudent.naiv genug waren wir ja – mit Fragen über solche Kunden bedrängte. egal ob mit 147 . dass es nicht unsere Aufgebe sei. hatte sogar ein heisses Streitgespräch mit dem Dir. Prinz Maximilian N. Für sie ist es ein Job wie jeder andere auch.

Mit Mühe und Not schafften wir es im Keller. wie ich. war kein Problem. trotzdem habe ich bei der LTG immer volle Leistung gebracht und meine Vorgesetzten lobten mich sehr. März 2001 offiziell zu Ende. Auch fuhr ich oft mit dem Linienbus über die grosse Grenze Schellenberg / Feldkirch nach Österreich. Hat man darin. gehörte nicht der Treuhand und wurde von den Besitzern schon weitervermietet. Das Projekt e-Doc. Ich bin auch heilfroh. um auch die inaktiven. alten Mandate via AVOR zum Scannen zu bringen und zu indexieren. Die Grenze ist von Balzers bis nach Ruggell offen. dann winken sie einen oft durch. aber seit meiner Rückkehr aus Südamerika sahen wir uns regelmässig. 148 . Ein Grenzbeamter steigt zwar in den Bus ein. Es war keine Zeitreserve mehr vorhanden. Ferienansichtskarten der Kunden). auf allen Bühnen verbrauchte viel meiner Energie.Firma oder Privat. im Städtle 18.B. Einen emotionalen Dämpfer war der unerwartete Tod meines Vaters Anfang 2001. Ein Jahr zuvor erhielt er die Diagnose Krebs. wird man gleich weiter gelassen. Es wurden mir auch nie irgendwelche Verordnungen oder Reiserestriktionen von Seiten Liechtenstein auferlegt. Mein gleichzeitiger Kampf gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Manchmal bin ich auch in die Kanzlei meines RA nach Feldkirch gefahren. Der Umzug stand vor der Türe. nicht miterleben musste. wollen sie die Identitätskarte sehen. Ich hatte nie eine sehr innige Beziehung zu ihm. Schon kurz nach Argentinien verdrängte ich die eigentlich kleine Gefahr wegen des Haftbefehls dort Ärger zu bekommen. sofern es die extern angeheuerten Mitarbeiter betraf. Wird man aber angehalten. Wir gingen essen oder einfach einen Kaffee trinken. wirft einen Blick auf die ID-Karten oder Pässe und das war’s auch schon. Ich bin in meiner Freizeit oft mit dem Mountainbike oder dem Auto in die Schweiz gefahren. fristgerecht die aktiven Mandate einzuscannen und die Papierakten von Unnötigem zu befreien (z. war am 31. dass er all dies was in 2003 und später passiert ist. Das alte Bürogebäude. da die Benutzung dieses abgelegenen Grenzübergangs "als einer aus Mauren" den Beamten logisch erschien. den Heimatort Mauren eingetragen. Jeden Monat drei oder vier Mal. Bei einem Betriebsausflug meines Teams nach Feldkirch bin ich einfach mit dem eigenen Auto via meiner Heimatgemeinde Mauren über die kleine Grenze dort nach Österreich gefahren. Er war sehr bekannt und beliebt in Liechtenstein. Sind die Grenzbeamten überhaupt präsent.

ein unglaubliches mentales Lexikon über mehr Mandate in uns gespeichert. Schon seit Anfang des Jahres 2001 wurden systematisch alle Treuhandmitarbeiter. ALLE Mitarbeiter auf eine LINIE zu bringen. dem Belegartenkatalogs. Heute noch. im Umgang mit dem neuen System geschult. hatte ständig den vollen Zugriff. Und ich. eine Jurastudentin. Meine Kurse waren sehr beliebt. in gefrässigen Papiervernichtungsmaschinen 149 . da jeder und jede seine/ihre eigene Vorstellung davon hatte. Oder die heiklen Mandate. die sie betreuten. mittendrin als Allrounder und Problemlöser für alle. Die Direktion hatte logischerweise Zugriff auf alle Mandate. Die von Klaus Zumwinkel fällt mir da gerade ein. einschliesslich der Direktion sowie jene Vorstandsmitglieder der Treuhand. die Kundenberater hatten nur Computerzugriff auf jene Mandate. Das heisst. Dies galt auch für die Mitarbeiter der IT-Abteilung. Bei den aktiven Mandaten wurden alle Papierdokumente. Natürlich hatten wir den Inhalt der fast 4000 Mandate nicht auswendig im Kopf abrufen können. als die eigentlichen Kundenbetreuer. Zugriffsmässig wurde das neue System analog dem Alten ausgelegt. Ich war sehr stolz darauf. die auffällig noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt sind. Ich durfte die dafür notwendigen Unterlagen in Eigenregie herstellen und auch jeweils die neuste Version des BAKs. Interessanterweise hatten wir drei. oft heiter und äusserst abwechslungsreich. Trotzdem waren die Treuhandmitarbeiter fortwährend erstaunt.Drei aus meinem Team. erinnere ich mich bildlich noch immer seitenweise an Hunderte von Stiftungen und deren wahnsinnige Geschichten. in welchem Index ein Dokument abzuspeichern sei. die sich seit Jahren mit dem Kunden austauschten. März 2001 von der LGT direkt übernommen und wir alle bekamen unbefristete Arbeitsverträge. Es dauerte über 12 Monate bis alle der fast 100 Mitarbeiter aus Vaduz. die sie selber betreuten. ein Fachmann und ich wurden per 29.bis dreitägigen Lehrgänge mit jeweils einer bis drei Personen pro Gruppe bei mir in Vaduz absolvierten. die intern Zugriff auf die elektronischen Kundendateien wünschten. Zürich und Lugano die zwei. die verbliebenen aus dem e-DocTeam. als wir auf Anhieb Details aus Stiftungen erzählen konnten. von wenigen Ausnahmen abgesehen. Der Kern des Problems lag darin. Sicherheitstechnisch waren wir auf den neusten Stand. obwohl ich die Firma seit mehr als sieben Jahren verlassen habe. Die Sachbearbeiterin auf diejenigen. Die Schulung wurde mir aufgetragen.

Wir hatten keine Zeit mehr. haben wir im begehbaren Panzerschrank im 3. Insbesondere passierte dies dann. 1000 Grad heisse Flamme werfen. wo ich Stunden im Keller Akten von links nach rechts. Der Zugang zu allen internen und externen Türen im ganzen neuen Gebäude war mittels elektronischen Schlüssels geregelt. Die LGT mietete diese Räume weiterhin. Schweiz gefahren. aber bei anderen Treuhändern. Nach Voranmeldung kann man. die nicht verbrannt werden sollten. die ja aus Zeitmangel nicht eingescannt worden waren. Die Kundenberater. Es gab Tage. Bei Wechsel des Treuhänders wird nicht immer die ganze Mappe dem neuen Treuhänder übergeben. eine kleine Seitenöffnung im Ofen benutzten und dort die Papierschnitzel direkt in die. sich bündelweise die verrücktesten Mandate durchzulesen. hätten auch selber dorthin gehen können. Der Zugang dazu wurde elektronisch gesichert. um endlich an eine gesuchte Stiftung zu kommen. der vor allem von Banken und den Treuhändern gerne in Anspruch genommen wird. ca. dass ab und zu aus juristischen Gründen alte Geschichten exhumiert werden mussten. zusammen mit einem Mitarbeiter der Anlage. dass es häufig berauschend war. In Plastiksäcke abgefüllt. einen bestimmten alten Akt in jenen Kellerräumen heraus zu graben. Das Set jener Dokumente. Das jemand danach fragte. wurden im alten Gebäude (mit Zugang von Aussen durch eine Stahltüre) auf drei Kellerräume verteilt aufbewahrt. dass ich 100 Mal schneller den Akt im dort vorherrschenden. natürlich mit Ausnahme des Chefs.zum Verschwinden gebracht. Dort gibt es einen speziellen Dienst. Manchmal wurde ich von Kundenberatern oder gar vom Direktor gebeten. 150 . Die Stiftungen lebten ja oft weiter. nicht bei uns. so glaube ich. Die Schlüssel dafür hatte ich auch. Stockwerk des neuen Büros pingelig genau und sauber eingelagert. Mein Schlüssel öffnete mir fast alle Türen. eine bestimmte Seite oder einen Sonderfall aus einem alten Akt herauszusuchen. wenn mein Auftrag darin bestand. von oben nach unten und von hinten nach vorne bewegen musste. lag daran. Ich gestehe. wurden sie von eigenen Mitarbeitern per Firmenwagen in die Müllverbrennungsanlage Buchs. Aber sie wussten. diese Akten auch auszusortieren. In "Null Komma Nix" sind verfängliche Dokumente in Rauch aufgegangen. chaotischen alten Archivierungszustand finden würde. Die dicken Mappen der inaktiven Mandate.

Berufsbedingt hatte ich alle Akten dieser Stiftungen durchgelesen und indexiert. Gegenseitig wurde man ausgequetscht um in Erfahrung zu bringen.Zum Glück waren solche Anstrengungen und Trips in alte. wenn man auf ehemalige Arbeitskollegen traf. Unterhaltsam wurde es dann. wo mehr Leichen verwaltet werden. die klar der Familie zuzuordnen sind. beinhalteten im Vergleich zu anderen superreichen Kunden nichts Aussergewöhnliches oder Spektakuläres. Mal geizen sie und manchmal sind sie generös. die jetzt bei anderen Treuhändern oder einer anderen Bank arbeiteten. wo es nur besser sei. Es sind Menschen wie du und ich. umso weniger regte ich mich über einzelne. Na ja. Mal streiten sie. Man kennt sich. Beim Feierabendbier oder Cola wurde zwanglos über die neusten Mandate oder Skandale geredet. eher geheime Büro mit Sitz an der Herrengasse in Vaduz. dass die meisten der persönlichen Stiftungen der Mitglieder der Fürstenfamilie auch bei der Treuhand verwaltet wurden. Man arbeitete nicht bei einer x-beliebigen Treuhandbude. Er hätte die Mandatsleitung auch an jenes. das auch die Mutter aller Stiftungen. 151 . Hans-Adam. Die über 29 bei uns verwalteten Gesellschaften. als verschwiegener und äusserst auf Diskretion bedachter Führer. Ab und zu versuchte einer aufzutrumpfen. Dies war für ihn nicht zwingend oder logisch notwendig. heisse Mandate auf. indem er erzählt. dunkle Kellerräume bei den aktiven Mandaten dank des neuen Systems nicht mehr notwendig. etwas Leichengeruch hatte die eine oder andere Stiftung schon. delegieren können. dass diese Persönlichkeiten bei seiner Firma Kunden sind oder jene Millionen bei seiner Firma verwaltet werden. Dieser Stiftung gehört alles was Hans-Adam und sein Clan besitzt. vertraute den Leute seiner LGT Treuhand so sehr. nein! Bei der Fürstlichen Treuhand. Die Welt der Treuhandmitarbeiter in Liechtenstein ist klein. Je länger ich bei der Treuhand arbeitete. die "Fürst von Liechtenstein Stiftung" verwaltet. Bei der LGT zu arbeiten. war auch wie ein Statussymbol.

schwerer Freiheitsberaubung. wie schon lange nicht mehr. Ein dicker Kuss nach Zürich . Obwohl es für mich absolut keine Anzeichen gab. eben rücksichtslose Rache ausüben würde. was sich im Oktober 2002 abspielen werde.KAPITEL 6 Heiligsprechung unter Vollnarkose Das Jahr 2002 begann eigentlich wie jedes der fünf vorhergehenden Jahre. dass ich mich zumindest gedanklich mit "ebenbürtiger" Rache – auch als Teil meiner eigenen Therapie – auseinandersetzten musste. Deswegen hatte ich mich entschlossen. ja eigentlich von Seiten der STA überzeugt worden. schwerer Erpressung. Dass Gerechtigkeit geschehen werde und ich meine ganze Energie auf diese kommenden wichtigen Wochen 152 . kann jeder wirklich nachvollziehen. das Gefühl ein normales. Dem Rechtsdienst der LTV erzählte ich dann voller Zuversicht. die Arbeitsstelle bei Treuhand zu kündigen. Natürlich. Beharrlich hielt ich den UR Dr. muss sich mein Unterbewusstsein vorerst unbemerkt schleichend in eine andere Richtung orientiert haben. Nötigung und Körperverletzung stehen und ein Kriminalgericht einberufen würde. dass in diesem Jahr 2002 die anspruchsvolle Anklage wegen schwerer Entführung. dass sich irgendetwas drastisch an den über die Jahre hinweg vorgezeichneten Pfaden ändern würde. Ganz im Gegenteil. dass dies mein ausgewählter Weg zur Gerechtigkeit sein oder werden sollte. in dem die Verbrecher vor ein Kriminalgericht gestellt werden. ich war so felsenfest davon überzeugt. wenn auch nicht optimales Leben zu führen. um mich zu 1000-prozentig darauf zu konzentrieren. Sogar in Sachen Herzblatt hatte ich Glück und wunderschönen Zeiten erleben können. Nie habe ich aber Anlass dazu gegeben. genährt von meinem unerschöpflichem Optimismus und dem Glauben. Dies war wohl der Anfang vom Ende meines ehrlichen Kampfes um die Gerechtigkeit. nachdem was ich in Argentinien durchstehen musste. Paul Meier und die STA über die allerdings immer weniger werdenden Neuigkeiten in Sachen Argentinien oder Spanien auf dem Laufenden.-). dass die Gerechtigkeit siegen wird und dies das Jahr sein wird. Meine Arbeit bei der LGT Treuhand erfüllte mich sehr und ich hatte. Damit meine ich nicht eine Richtungsänderung wonach ich die STA und das LG Vaduz links liegen lassen würde und selber Hand an die Verbrecher legen würde.

und Monate konzentrieren wollte. Man kann heute feststellen.. quasi nur einen Einzeiler. einfach hineinzuschreiben. Ich sagte ihnen... Mit meinen jungen 37 Jahren sehe ich noch die Kraft und Möglichkeit meinen Wissens-Horizont im grösseren Stil zu erweitern. August 2002 Sehr geehrter Herr Dr. 153 .08. ° alle MitarbeiterInnen sind bis ins Detail geschult. Sie waren enttäuscht. Es ist mir nicht leicht gefallen! Auflösung des Dienstverhältnisses. dass ich unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende November 2002 die Firma verlassen wollte. ° Der neue BAK ist in Kraft. November 2002 kündige. Vaduz. schwierigere Sprachen zu erlernen und auch Kurse/Schulen zu besuchen. Nicola Feuerstein. den 29. das wollte ich auch nicht. dass mein Aufgabengebiet (e-doc) eine gute Eigendynamik entwickelt hat: ° das e-doc-Organisation steht. neue. dass ich gehen wollte und versuchten mich zum Bleiben zu überreden.das gilt auch für mich. die neues Wissen vermitteln und die Persönlichkeit formen. Z... dass ich mich ausserhalb der Firma weiterbilden möchte. Da ich natürlich nichts im Kündigungsschreiben über meinen juristischen Kampf erwähnen konnte und wollte. Nach Absprache mit ihnen. setzte ich folgendes Schreiben auf und sendete diese am 29. Meine Hauptaufgabe bei der Treuhand war erfüllt: alle Mitarbeiter waren auf dem neusten Stand der internen Schulung und auch alle dazu notwendigen Unterlagen waren up-to-date. In den letzten Wochen habe ich mir Gedanken gemacht. empfahlen sie mir. Denn rein gar nichts schreiben. Niemand ist unersetzbar .B.2002 dem Personaldienst der LGT. Der errechnete Zeitaufwand für die in Frage kommende Neuorientierung ist beachtlich. Sehr geehrte Herren der Geschäftsleitung.. dass dafür meine ganze Energie gebraucht wird und ich darum die Arbeitsstelle fristgerecht. unter Einhaltung der 3-monatigen Kündigungsfrist auf den 30. An die Geschäftsleitung der LGT Treuhand AG. Sehr geehrter VR Werner Orvati. Nach reifer Überlegung bin ich zum Schluss gekommen. wie ich meine Freizeit sinnvoll mit persönlicher und beruflicher Weiterbildung ausfüllen kann. Der diesbezügliche Markt ist sehr gross und die Auswahl keine leichte Aufgabe.

dass für die noch nicht verkauften Wohnungen (also auch diejenige. Ich arbeitete noch die vollen DREI Monate der Kündigungsfrist. Nicola Feuerstein. Sie kündigten mir deshalb und wir vereinbarten. Es sieht einfach für sie besser aus. oder ich wäre (ohne Kündigung) ins "Ausland abgetaucht" ist falsch und eine Lüge. in der ich seit Jahren wohnte) endlich Käufer gefunden worden waren. Sie sagten. ein aufgeweckter "bunter Hund". Alle Mitarbeiter der LGT Treuhand waren über meine Kündigung erstaunt und viele fanden es schade. wie mein Ex-Chef einmal sagte. Ob Sie nun die Stelle neu besetzten oder die Aufgaben auf bestehende MA verteilen. VR Werner Orvati. das schon lange in Liechtenstein wohnte. Meine Wohnung wurde von einem netten italienischen Ehepaar mit zwei Kindern. die LGT Treuhand hätte mir gekündigt. selbstverständlich werde ich bis zu meinem letzten Arbeitstag zu 100 % mithelfen. Auch im Sommer 2002 wurden alle Bewohnern des Hauses Neue Churerstrasse 27 in Balzers von der neuen Hausverwaltung informiert. dass ich für fast 2 Jahre Teil dieser LGT Familie sein durfte. (gez. sie könnten in ihrer jetzigen Mietwohnung noch bis Ende Februar 2003 154 . für den Eigengebrauch gekauft. Ich war. nach dem Ausbruch des Skandals Mitte Februar 2008.° Die Bereinigung der MAN ist voll im Gang ° Die e-doc-Unterlagen sind up-to-date. Natürlich kann ich deren Entstellung der Wahrheit nachvollziehen. Dr. Glück und Zufriedenheit. dass ich spätestens bis Ende Dezember 2002 ausziehen werde. Pius Schlachter.) Heinrich (HENRY) Kieber Die nun von Hans-Adam und anderer diversen Liechtensteiner Seiten im Februar. Wolfgang Bösch aussprechen. Ich wünsche allen gute Geschäfte und vor allem Gesundheit. bis Ende November 2002 durch. Auch allen Anderen danke ich für das Vertrauen und für den gezeigten Führungsstil. Und war abermals zusätzlich im Dezember 2002. dass die Übergabe nach Ihren Wünschen und Vorstellungen über die Bühne geht. berufsbedingt viermal zurück ins Büro zur Unterstützung in Sachen e-Doc gerufen worden. März 2008 gemachten Behauptung. Hiermit möchte ich auch meinen Dank speziell an Dr.

Ich dankte dem Staatsanwalt wie immer für seine Mühe und er hat mir wortwörtlich zugesagt. Ich war sehr erleichtert und dankte ihm tausendmal dafür. Helmut und seine Frau wegen Argentinien festzunehmen und endlich richtig einzuvernehmen. dem (Spanien-) Fall in Vaduz gegen mich und nicht eine Einvernahme im 101er. Die Anklage würde dem Paar dann ausgehändigt. dass Haun schon zu Mittagessen gegangen sei. da beide vermutlich zur Verhandlung nach Vaduz kommen würden. Helmut Roegele nochmals und seine Frau erstmals als Beschuldigte wegen Argentinien durch den UR befragen zu lassen. Meier die Kopien der Einvernahme des Ehepaars Roegele holen. dass sie jetzt definitiv wegen Argentinien einvernommen werden sollten und dass die Anklage druckfrisch kommen würde. Ich musste mich beruhigen! Ich musste mich verdammt noch mal beruhigen! Mir wurde ganz schlecht! Aber warum hat er mich angelogen? Warum hat er 155 . dem (Argentinien-) Fall gegen Helmut & Co. er könne das für mich tun. Oktober war nicht-öffentlich. Im Gang traf mich der Schlag! Es war eine Aussage von Helmut und seiner Frau im 140er. Es war ein oder zwei Minuten vor 12 Uhr Mittags. Circa zehn bis 14 Tage später wollte ich bei der Sekretärin des UR Dr. dass es im Oktober 2002 wohl die letzte Möglichkeit wäre. Das Ehepaar war im Oktober zur nächsten Runde im Zivilprozess angereist. Sie wurden deswegen überhaupt nicht einvernommen.bleiben und dass sie einen Umzug in ihre neu gekaufte Wohnung im Januar/Februar 2003 planten. Als im August 2002 der Termin für die Obergerichtsverhandlung in der Zivilsache bekannt gegeben wurde. denn ich wusste ja. dass es jetzt endlich. Über eine mögliche angeordnete Inhaftnahme konnte er mir aus beruflichen Gründen leider nichts verraten. Ich war ausser mir! Mein Zorn war nicht zu bändigen! Ich rannte sofort quer durch Vaduz zum Haus der STA rüber und klingelte. Ich musste mich beruhigen. Sie gab mir eine Kopie in die Hand. endlich vorwärts ginge. habe ich sofort den Staatsanwalt Haun angerufen. In der Hektik und da emotional zu aufgewühlt hatte ich das Deckblatt nicht gleich gelesen. Die Obergerichtssitzung am 03. Ich teilte ihm mit. gar kein Problem. Er sagte sogar. Und auch ohne Beisein der Parteien. Ich machte mir wiederum keine Sorgen. Dies war besser so – für mich. Eine Männerstimme sagte mir über die Gegensprechanlage.

11. dass das Gericht mir die Post direkt schickte. er ist nicht dazu verpflichtet mir Auskunft darüber zu geben. datiert auch vom 7. Er war der Staatsankläger. Der eine Umschlag enthielt eine fixfertige Anklage (140er) gegen mich (Wohnungskauf in Spanien 1996). was läuft und was nicht. Immer ohne Erfolg. Im November 2002. Jedes Mal wurde ich von einer Sekretärin dort vertröstet und aufgefordert am nächsten Tag anzurufen. oder 9. Obwohl ich einen RA hatte. Einiges deutet auf ein falsches Spiel der STA hin: Fakt ist. Einige Tage später kam das Urteil des Obergerichtes vom 3. mich verbissen wegen Barcelona verurteilt sehen möchte. Nur Gott weiss genau. am 8. Die Anklage war mit 7. Ich ging mit meinem RA sofort wieder in die Berufung.10. er würde Helmut & Co. vom Teufel geritten.gesagt. es ginge vorwärts. mit der Anklage in die Mangel nehmen. wenn er in Wahrheit nichts getan hat? Er hätte es nicht sagen müssen. Meier 156 . konnte ich es so organisieren. Die STA muss gemäss Gesetzt niemandem den Grund angeben. dieses mal an den Obersten Gerichtshof in Vaduz. Meine Augen begingen zu schimmern und der Kopf wurde schwer. Das andere Kuvert enthielt einen zwei Seiten langen Brief vom UR Dr. Ich musste zwei dicke Kuverts (per Einschreiben) vom Gericht aus Vaduz abholen. warum sie einen Fall einstellt.02 datiert und von STA Haun unterschrieben. Es genügt.11. warum STA Haun. Ich war sprachlos. dass die spanische Justiz zwei mal die Bitte (offizielle Anträge) des UR Dr. Ein weiterer Tiefschlag. Ohne Angabe von Gründen. dass die STA das Strafverfahren (101er) gegen alle Beteiligten im Argentinienfall eingestellt hatte. Meier. er könne das für mich tun. wenn die STA in ihrem eigenen.02 per Post zu mir nach Hause: Verloren. Ich rief dann sicher 30 Mal die Büronummer von STA Haun an. nicht-öffentlichem "Fallbuch" die Gründe einträgt. Für mich war die Welt am Ende! Die Scheiss STA! Warum keine Anklage im 101er? Warum der 101er eingestellt? Was heisst ohne Grund? Warum ich angeklagt? Wie konnten sie nur? Diese Lügner. Mir wurde übel und ich konnte die Zeilen in der Anklage nicht klar lesen. bekam ich eine Abholaufforderung der Post in Balzers.02. Darin musste er mir auf Anordnung des STA Haun mitteilen. Dieses Buch wird bei der STA verwahrt.

Denn nur wenn ich weiterhin in meiner juristischen Verteidigung geschwächt und persönlich in meiner Mobilität eingeschränkt bliebe. hatte Helmut das ureigenste Interesse daran. hat nie ein Gesuch gestellt oder den Wunsch gegenüber der Justiz in Liechtenstein oder in Spanien geäussert. wurde ich von Seiten des LR Oehri und speziell seitens der STA wie der letzte Dreck behandelt. könnte mein Kampf um eine Strafanklage gegen die Täter aus Argentinien beeinträchtigt werden. Er und sein RA in Vaduz kannten seit Sommer 1997 mein offizielle Adresse. Es bestand also nie ein Antrag von irgendwelcher Seite an die STA in Vaduz. der Verbrecher Helmut Roegele. Meine Unterlagen. Trotzdem war Herr Haun scharf auf eine Anklage gegen mich. dass sich der LR Oehri mit dem STA Haun ständig abgesprochen haben musste und dass sie auch die Entwicklungen in beiden hängigen Gerichtsfällen (Zivil und Straf) in Vaduz gemeinsam orchestrierten. Da dies nicht der Fall war. dass der Haftbefehl gegen mich aufrechterhalten blieb. nämlich das LG Vaduz in Liechtenstein. Das wäre das "Logischte" gewesen. Erst dann wurde mir langsam bewusst. Nie wurden sie aber gewürdigt! 157 . ihren Fall nach Vaduz abzugeben. Obwohl ich mich (bis zur "dicken Post" an Hans-Adam im Januar 2003 . Eine solche Möglichkeit würde das entsprechende europäische Abkommen ausdrücklich vorsehen. abgelehnt hatte. ein Strafverfahren wegen des Wohnungskaufs in Vaduz durchzuführen. die schwerwiegende juristische Konsequenzen für mich bedeuteten (ganz zu schweigen von den Demütigungen). Obwohl dies so war. dass die Spanier nicht auf die Idee kommen würden. wenn sich der LR und vor allem die STA von Anfang an etliche offenkundige Fehler leisteten. Für ihn war es lebensnotwendig. Ein weiteres Faktum ist: Der Kläger in Spanien. Weder hatte ich die Fassung verloren noch mich beschwert. die zum Himmel schreienden Beweise werden einfach nicht gelesen! Und wenn dann nur oberflächlich.siehe nächstes Kapitel) gegenüber der ganzen Justiz gegenüber immer korrekt und anständig verhalten hatte.um die Abtretung des Falls an das Gericht des ständigen Wohnsitz des Beklagten. Ja. Rückblickend weiss ich ganz genau warum man dies so wollte: Ich wurde der Liechtensteiner Justiz immer lästiger. es wäre logisch gewesen. hätte sich die ganze Sache in Barcelona (Wohnungskauf) und in Argentinien nach der Version von Helmut ereignet. dass er eine Strafverfolgung meinerseits wegen des Wohnungskaufs 1996 in Barcelona hier beim LG Vaduz haben möchte.

. Gemäss StPO muss die STA sogar Anklage erheben. nicht überprüft? Es hätte auch Liechtenstein nichts gekostet. in dem ich gefangen gehalten wurde. CHF 400'000. Helmut war mit der verlogenen "Wohnungskauf"Geschichte ja bekanntlich erfolgreich.-. springt ein weiterer Beweis jedem.1. das Verfahren gegen die Verbrecher ohne Grund einstellen zu können. geradezu ins Auge: Wo ist die wirtschaftliche Grundlage für die Behauptung des Verbrechers Helmut. "quasi aus Spass am Geldverteilen" ihm ca. dem Komplizen Mariano ca. Blutproben von meinem Blut im Turm festzustellen. Herr Kroschel nach meiner Anzeige eiligst auf seinen Anteil "verzichtet". Eine Spurensicherung am Tatort in Argentinien hätte ohne Probleme durch Interpol Argentinien bewerkstelligt werden können. Ob dann ein Kriminalgericht die Täter verurteilen würde. ist eine ganz andere Sache. Es ist halt billiger für das Land und besser für seine Reputation.. Und warum hat man meine anderen Angaben zum Inneren des Turm. Nichts was der Wahrheitsfindung dienlich war. rein gar nichts! Er hat nur all seine Kraft auf das Ziel gesetzt. Abgesehen von den im Detail nicht zu überbietenden Schilderungen zur Entführung.Was die Einstellung des 101er Strafverfahrens betrifft. Es wäre sicher kein Problem für deren Spezialisten gewesen. hat er den falschen Beruf ausgewählt. Die Hürde für eine Anklageerhebung durch die STA ist laut Strafprozessordnung gar nicht hoch. Und wenn in meinem Fall die 158 . In meinem Fall waren die involvierten Staatsanwälte nicht dumm. siehe nächstes Kapitel): Wenn man den Akteninhalt des 101er ansieht. Weder Mariano noch der Schwager hatten seit Argentinien nie auch nur eine Sekunde lang einen Anspruch auf "ihren Teil" der bei der BAWAG liegenden Gelder gemacht und beide sind um Untergrund verschwunden. so hat eigentlich der STA Haun nichts gemacht.03" mitgeteilt habe. möchte ich auch noch Folgendes schreiben (was ich übrigens auch Hans-Adam auf eine Tonkassette als Beilage zum "Brief vom 7. Vorher hatte der Schwager. Wenn da ein halbwegs normal funktionierender Staatsanwalt keine starken Gründe für eine Anklageerhebung sieht.überweisen bzw. CHF 10'000. die "niemand sich einfach nur ausdenken kann" und abgesehen vom Gutachten des Gerichtsmediziners. obwohl die Verbrecher vermutlich schon alles gereinigt hatten. Freiheitsberaubung und Gefangenschaft in Argentinien. vor allem einem Staatsanwalt. CHF 400'000. überlassen wollen??? Das ist eine völlig absurde Behauptung seitens der Täter.und dem Schwager von Helmut ca. Wo sind seine Bemühungen vermerkt? Nichts hat er gemacht. ich hätte f r e i w i l l i g.

unehrliche Umgang der STA mit meiner Folter. Die Chance auf Weiterführung des Strafverfahrens sei sehr gut. war – der nun rückblickend klar ersichtliche. er helfe mir! Ich verlangte nie. Erstens geht das nicht und zweitens fehlt der Justiz naturgemäss die eigene. exakt gleichzeitig terminierte Versand der zwei Umschläge (Anklage 140er & Einstellung 101er). Anschliessend erhebt derselbe Staatsanwalt Anklage gegen mich (was man doch wirklich einem anderen Staatsanwalt hätte überlassen können). Meier in sein Büro. sprich einem Kriminalgericht zuzuführen. Der Privatbeteiligte (also ich) könnte dann Anträge an den UR 159 . In Wahrheit wollte er mir nie helfen. persönliche Erfahrung dafür. Ich finde es auch eine absolute heuchlerische Berufsauffassung wenn derselbe Staatsanwalt mir seit mehreren Jahren in der Causa Argentinien vorgibt die Anklage sei bald fertig geschrieben. Nicht mal eine ordentliche Einvernahme der Beschuldigten und Vorenthaltung derer Widersprüche hatte man bewerkstelligen können. So hat er mir meine letzte Möglichkeit geraubt. Er hat mir aber Mut gemacht und gesagt. Ich war so naiv zu glauben. die Leute zur Rechenschaft zu ziehen. ich war ihm ein zu lästiger Fall. ob das Strafverfahren wieder fortgesetzt würde und wenn ja. dass die STA und Justiz den Fall zum Kriminalgericht bringen würde. Gegen die Anklage habe ich postwendend und fristgerecht schriftlich Einspruch erhoben.Beweise für eine Anklage nicht ausreichen. Auch der hinterlistige. zeigt die deutlich zynische Geistesrichtung der STA. ja er verstehe das. die Verbrecher der gerechten Strafe. Ich fuhr sofort zum UR Dr. Haun wusste ganz genau. ja er verstehe was ich durchgemacht habe. meinte er. dann ohne die STA. dass ich nie die finanziellen oder kräftemässigen Möglichkeiten hatte. Er war auch betrübt über die Einstellung. dass ich als Privatbeteiligter an diesem Verfahren unbedingt einen Antrag auf Fortsetzung des Strafverfahrens bei Gericht innerhalb der 14-Tage-Frist stellen sollte. er kann es nachvollziehen. Ich habe nur wieder und wieder und wieder schriftlich und mündlich gebeten. Abgesehen davon. dass ich nochmals zehn Jahre auf die Gerechtigkeit hätte waren müssen. STA Haun sagte mir einmal am Telefon. diese aber nie produziert. dann weiss ich nicht was der Gesetzgeber verlangt. dass die Justiz alles im Detail nachlebt. Was mein Blut zum kochen brachte. Ich habe auch nicht um Mitleid gebeten. eine Anklage in Argentinien voranzutreiben. Das Obergericht würde dann entscheiden. der mich emotional hart treffen sollte.

Ende November 2002 gab es dann eine kleine Abschiedsparty im grossen Pausenraum der Treuhand und es wurde mir eine schöne Abschiedskarte mit kleinen Geschenken überreicht. Nimmt man die wenigen Gerichtsurteile unter die Lupe. Da ich schon gekündigt hatte. die Regierung und die hohen Finanz-Herren über all die Jahre hinweg immer wieder dem Ausland versichern konnten. aus der Schweiz) viel mehr 160 . Somit fand meine Arbeit in der Welt der dicken Koffer voller Geld. Einem Vertrauten aus der Rechtsabteilung hatte ich von den Horrornachrichten erzählt. dass die Justiz und praktisch der ganze Finanzsektor ständig im Abwehrkampf gegen die bösen. Die STA ist aus dem Spiel. November 2002 einen siebenseitigen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung für den Fall 101 gestellt und am gleichen Tag für beide Fälle (101er &140er) einen Antrag auf Verfahrenshilfe gestellt. die einheimischen Banken und Treuhänder immer verschont und geschützt haben. Es waren glattzüngige Behauptung zu sagen. Dass sie die Besten sind. Korruption. Treuhänder und anderer Organe mit dem Total der verwalteten Vermögen aller Liechtensteiner Banken zum jeweiligen Zeitpunkt. dass hier alles lupenrein war. Geldwäscherei. kriminellen Kunden gewesen wären. Obwohl wir doch alle in Vaduz wussten. Damit ich weiterhin professionellen Beistand durch meinen RA erhalten konnte und bezahlen konnte. kann man klar erkennen. als benannter Subsidiarankläger einbringen und erheben. Oder vergleicht man die Jahresstatistik der gesetzlich vorgeschriebenen Geldwäscherei-Verdachtsmeldungen von Seiten der Banken. Also hatte ich am 22. Bei so vielen Milliarden Schweizer Franken und den damit einhergehenden Banktransaktionen müssten in Wahrheit schon aus vergleichbaren Erfahrungswerten (z. wünschte man mir Alles Gute und viel Zuversicht. dass sie die Schwarzen Schafe im Rhein ersäuft hätten. dass die hohen Finanz-Herren. Was mich aber mehr und mehr erstaunte. Es waren die letzten Wochen meiner Arbeitszeit bei der LGT Treuhand. dann war die Anzahl der Meldungen geradezu lächerlich. dass dies fette Lügen waren.B. war mit welchem Selbstbewusstsein. der schmutzigen Geschäfte. der Leichen. Betrug etc. der Machtkämpfe und der offener Gier ein Ende. die im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen. in Liechtenstein gefällt worden waren.machen oder gar selber eine Anklage. ja fast schon Leichtigkeit Hans-Adam.

Mehr darüber in den folgenden Kapiteln. Hans-Adam. Es wäre meine erste Vollnarkose in diesem Leben. Ich hatte Angst davor. Rheinberger in Vaduz brachte keine grosse Linderung. 161 . überhaupt ins Spital wollte. für mich waren dieses Jahr wahrhaftig keine Weihnachtsfeiern geplant. Ob man da wieder aufwacht? OK. oder 21. Schnell wurde ich der andauernden. Wegen des enormen emotionalen Stresses bekam ich im November auch zusätzlich gesundheitliche Probleme: Schmerzen im oberen Bauchbereich. selbst erfundenen "Heiligsprechung" der hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein überdrüssig. Die Entfernung der Galle. in der Folter. warum ich so kurz vor Weihnachten unters Messer. Die Liechtensteiner Finanzwelt hat ausgefeilte Tricks entwickelt. Verwundert hatte es aber keinen der einheimischen Analytiker. er stülpt sich immer die passende Maske über. der ich nie entkommen konnte. Ein Besuch bei meiner Hausärztin Dr. Sie empfahl mir. Alle meine Freunde und Bekannten und die im Spital wunderten sich.12. Mit der Statistik wollte Liechtenstein natürlich dem Ausland weiss machen. Eine Operation wäre nur unter Vollnarkose machbar. wünschen sich jetzt vermutlich. Mir war das egal. Jeder Finanzanalytiker wusste dies. eine Operation durchführen zu lassen. Behörden oder die Medien vor sich hat oder wichtigen Kunden eine Privataudienz gewährt. dass der Finanzplatz sauber sei und die Kontrolle funktionierte. Hans-Adam. stellvertretend für die Finanzwelt von Liechtenstein. Wenn ich in meine andere Welt wechselte.02 geplant. Erpressung und mir geraubtes Geld regierten. verhindert werden kann. gebetsmühlenartigen. sodass die Pflicht zur Meldung umgangen bzw. Meine Operation war für den 20. die Regierung in Vaduz und einige der Leser. eine Welt. ist ein Meister der verschiedenen Masken. die Kunden der LGT Treuhand waren oder sind. dass ich nie wieder aus der Narkose aufgewacht wäre.Verdachtsmomente vorhanden sein und gemeldet werden. Gallensteine hatte ich zwar keine. Je nach dem ob er entweder ausländische Regierungsvertreter. dann verformte sich dieses Erstaunen in eine steigende Desillusionierung. Als ehemaligen LGT Treuhandmitarbeiter konnte ich solche Tricks schwarz auf weiss in den Akten nachlesen. aber der Schmerz kam mitten in der Nacht und dies schnell und heftig.

02 für beide Fälle vom UR bewilligt. Aber dann wieder die STA.02 erledigt hatte. Meier ein. habe sie trotzdem die rechtliche Möglichkeit ihren "Senf" weiterhin dazuzugeben. mir Verfahrenshilfe im Argentinienfall zu gewähren. aber wenn es ums dicke Kohle geht. Ich hatte dann 14 Tage Zeit. Leider hatte ich niemanden ausser dem UR. Je mehr ich über die Einstellung des 101er nachdachte. Irgendwann hat alles ein Ende. konnte mal bald sehen.12.02 auch selber geschrieben hätte. Und all ihre Fehler und Unzulänglichkeiten. Ich hatte keine Kraft mehr dafür. da ich ja den Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung (101er) vom 22. warum ich keine Verfahrenshilfe bekommen sollte. keinen kümmerte es. meine Wut und mein Hass. um gegen diese Beschwerde eine Gegenäusserung zu machen. Was für Schwachsinn. dass all meine Schreiben an die Justiz und die STA. dachte ich mir.11.12. dann war und ist man in Vaduz schnell bei der Sache. dass ich keine Verfahrenshilfe brauchen würde und erhalten sollte. Unglaubliche Frechheit! Ich bat den UR um Rat.Mein Antrag auf Verfahrenshilfe wurde am 04. Verflucht noch mal. Sie legte am 12. Wie soll ich. Was mich noch am leben hielt. Mir wurde immer klarer.02 Beschwerde gegen den Beschluss des UR Dr.12. Deren zynische Logik. den ich um Rat oder Hilfe bitten konnte. Was für Quatsch. Wo solches und anderes Verhalten seitens der Staatsanwaltschaft bei gepeinigten Opfern hinführt. um so grösser wurden meine Enttäuschung. keine Kraft mehr Briefe aufzusetzen. einen kommenden denkbaren Kriminalgerichtsfall ohne einen Profirechtsanwalt an meiner Seite als "Kläger" durchzuführen. um mir – der nun ohne die STA. war das Ziel alle 162 . obwohl die STA aus dem Spiel sei. Das war immerhin somit geregelt. alleine weiterkämpfen musste – das Leben schwer zu machen. die eh keiner liest! Und das war auch Teil des Problem: keiner liest es. fähig sein. Man erkennt. all meine Arbeit nichts genützt hatte. Ich war und bin sicher auch nicht vollkommen fehlerfrei. und daher als Subsidiarankläger "selbst zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung in der Lage sei". möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten: Die STA argumentierte auf vollen fünf Seiten. was ich dann auch später am 26. Obwohl sie nichts mehr mit dem 101er zu tun hatte und ihre Bücher geschlossen hatte. Aber meine Wege zu ihm waren auch schon ausgelatscht. Briefe. mich weiterhin zu ärgern. dass die STA alles versucht hat. als Laie. konnte sie es nicht lassen. Er sagte. meine Trauer.

sich immer wieder zu fragen. dass ich in den Besitz aller Kundendaten der LGT Treuhand gelangt war. Ich konnte mir gut vorstellen. Es waren äusserst schwierige und verrückte Wochen für mich. hatte ich ein Machtinstrument in den Händen. Ich musste viele Entscheidungen treffen: Was soll mit dem Datenband geschehen? Was mit den kiloschweren Originaldokumente? Wohin damit ? Soll ich es nutzten? Wie? Wann? Gesundheit: Wird die Operation gut verlaufen? Neue Wohnung: Noch nichts gefunden.am Verbrechen Beteiligten zur gerechten Strafe zu führen. ohne die Freiheit der Anderen zu beschädigen". Wie greifbar ich dies auf meine Situation beziehen konnte. mir endlich zuzuhören. löste den ganzen Haushalt auf. Ich verkaufte mein Auto.12. Bezeichnenderweise dachte ich dabei nicht nur an meine ehemaligen Arbeitskollegen. Die nächsten paar Kapiteln in meinem Buch werden für Klarheit schaffen. war schon "beängstigend und faszinierend". dass ich im Aufwachzimmer meinen "Plan" ausplappern würde. Die Vollnarkose war eine neue Erfahrung und meine grösste Angst dabei war. löschte 163 . Wie bei so vielem in meinem Leben spielte der Zufall wieder eine grosse Rolle. Mit den neuen Eigentümern der Wohnung konnte ich vereinbaren. dass ich alles sauber gereinigt erst am 06. Wohin umziehen? Daten? Welche Daten? Ach ja. so war mir voll bewusst. Mit den Daten. Koste es was es wolle! Koste es was es wolle! So fasste und formulierte ich einen Plan und entschied mich als letzten Strohhalm bei Hans-Adam um Hilfe zu bitten. bis anhin habe ich Euch noch nicht geschildert. ich dachte auch an die tausenden Kunden. Januar 2003 übergeben musste. womit ich sie alle zwingen konnte. verschenkte meine Möbel. die ja nichts dafür konnten. wie weit die eigene Freiheit – auch die zum Bösen – gehen darf. Trotz der inneren Hektik ging ich ins Spital Vaduz und wurde erfolgreich operiert und am 22. Zufällig las ich zu jener Zeit auch irgendwo einen Spruch von KANT: "Er fordert den Einzelnen auf. Nein.02 entlassen. was die über die finanziellen Konsequenzen hinausgehenden Auswirkungen sein könnten. deren Leben ich aus den Aktenvermerken kannte.

Weihnachten 2002 und die Neujahrstage verbrachte ich damit. war ich um 09:35 in der LGT Bank in Vaduz. wo ich noch am 03.meine Bankkonten. Ich schlief viel und ging alles im Kopf noch mal durch. Januar 2003. Sie kannte mich seit meiner Kindheit im Gamander in Schaan. Mit dabei hatte ich einen grossen Koffer (mit wenigen Kleidern und viel Originaldokumente drin).01. Am Dienstagmorgen.01. Fürstin Gina hatte eine spezielle Beziehung zu mir. den 7. wie der UR. hatte ich bis anhin bei mir zu Hause aufbewahrt. Der UR war mit den Fotos davon und dem damaligen Begleitschreiben vorerst zufrieden und fügte er sie in den Akt ein. wie man das 3-D-Modell in einem Kriminalprozess verwenden könnte. ob ich den Brief an Hans-Adam (siehe nächstes Kapitel) schlussendlich bei der Post aufgeben würde. Als Beilage zum Brief habe ich noch einige Kopien der Gerichtsakten beigelegt. All die Jahre über. Ich hatte grosse Skrupel. dass ich 1998 für das Gericht habe bauen lassen. Ich erinnerte mich. einen kleinen Koffer und meine Computertasche (mit dem Tape. Dann ging es mit dem Linienbus weiter in meine Heimatgemeinde Mauren.01. dass ich ab dem 7. Ehrlich gesagt war ich nicht ganz sicher. Meier und ich uns 1998 bildlich vorstellten. um mein letztes Konto dort aufzulösen.2003. gefüllt mit weiteren Akten und gab es am 04. Das 3-D-Modell des Kerkers. Ich erzählte meinen Freunden. Ich kannte seine Familie sehr gut. Der Brief und die Kassette waren fein säuberlich abgepackt.2003 am Schalter einen Kontoauszug abholte. samt Ring und Mauerstück zukommen lassen. Seine Mutter.2003 dem Taxiunternehmen Gabor mit dem Auftrag ab. der externen Harddrives und den DVD’s). Das Modell verpackte ich zusammen mit einer Schuhschachtel (die ich auf die Holzplatte festklebte). Januar 2003 für drei Monate oder so Ferien im Ausland machen würde. Natürlich war ich sehr traurig. es spätestens bis zum 08. mit Ausnahme des Kontos bei der auch nun berühmten LLB (Liechtensteinische Landesbank). dass alles soweit kommen musste. Punkt 11 Uhr hinauf zum Schloss an Hans-Adam zu überbringen. die Wohnung zu reinigen und übergabebereit zu machen. Januar 2003. im Liechtensteiner Unterland. Aber dieses Beweisstück lagerte (und lagert heute noch) im Keller beim LG Vaduz. Dr. Der Stichtag für mich war der 7. Gerne hätte ich auch Hans-Adam den originalgetreuen Nachbau der Eisenkette. bis zu 164 .

Er würde den dicken Umschlag noch am selben Tag erhalten. Mit ihrem VW Jetta und wie immer voller Freunde am Leben. Dort angekommen. wäre in jenem Paket nichts was mir hätte Ärger einbringen können. Vom Friedhof aus. Hans-Adam kannte ich auch aus jener Zeit persönlich. als ich ihr in meinen Teenagerjahren selbst gemachten Apfelstrudel im Winter im Schnee zu Fuss über den Fürstenweg von Schaan ins Schloss brachte. Am Grab meines Vater hielt in inne und nahm Abschied von ihm. beim (heutigen) Landesmuseum am Nachmittag auf sie warten. Ich zog die Koffer hinter mir her hoch zum Friedhof. hinten bei den Gräbern. Ich konnte bei Bekannten von ihr in Schaan eine Weile bleiben. dass ich nie wieder nach Liechtenstein oder an sein Grab zurückkommen könnte. Aber selbst wenn ich dies nicht hätte stoppen können. Ich war mir relativ sicher. ich glaube es war zwischen 11 und 12 Uhr. Sie hatte so ein grosses Herz.für die eingeschriebene Express-Lieferung zu Hans-Adam auf sein Schloss Vaduz. sie sei in zwei Tagen in Zürich und ich solle auf der Rückseite des HB Zürichs. Erst mit der unwiderrufbaren Aufgabe des dicken Briefes am Schalter bei der Post in Mauren würde das Unheil seinen Lauf nehmen. CHF 25. kann man eine Steintreppe hinunter Richtung Post laufen. Zumindest für einige Jahre nicht mehr. Unbestritten war ich ein starker Anhänger der Monarchie. Ich vergesse nie die grosse Freude die sie hatte. Langsam und schleppend war ich an der Bushaltestelle "Gemeindeverwaltung" in Mauren ausgestiegen. Jede Sekunde bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich den Lauf der Dinge anhalten können.. Ich hatte noch einen zweiten Brief 165 . Und wahrhaftig. Sie sagte. Das machte das alles nicht einfacher. Es war schon seltsam: Ich fühlte gleichzeitig eine ungeheuere Traurigkeit und auch Erleichterung darüber.Ihrem Tod Ende der 80er hielt ich schriftlich Kontakt mit ihr. Während der Vorweihnachtszeit habe ich auch einige meiner ehemaligen Arbeitskollegen der LTV im Dorf getroffen oder sie kamen mich im Spital besuchen. bis ich dann eine kaufmännische Ausbildung anfing und eine eigene Wohnung hatte. bezahlte ich die Gebühr von ca. Der Transport des Kerkermodells zum Schloss hatte ich zwar schon organisiert und bezahlt. Als ich einmal Anfang 1983 in Zürich strandete. dass der Argentinienfall wieder oben auf dem Stapel landen würde. Niemand bei der LGT Treuhand hatte den Diebstahl des Datenbandes bemerkt. rief ich sie an. Bis anhin ging alles gut. Fürstin Gina kam angefahren.

Dort. diese Unterlagen zu kopieren und im 101er. Ich bat ihn höflich. lief alles genau nach Plan. Da angekommen. all meine Koffer festhaltend und ass etwas kleines. in einem alten. Darin schrieb ich ihm kurz. Ich wartete auf den Linienbus nach Feldkirch. Ich kaufte mir für die kommende Zeit genug Euros und nahm den Zug nach München. um die Zeit bis zur Zugabfahrt nach Berlin totzuschlagen. Im Brief waren auch neue Beweise. Berlin. festhalten wollte und würde. komme was wolle. Meier. die ich aus Spanien per Post erhalten hatte und selber ins Deutsche übersetzt hatte. Hauptstadt Deutschlands. dass ich unter allen Umständen an meinem Antrag zur Weiterführung der Strafuntersuchung gegen Helmut & Co. 166 .abgeschickt. der mich zum Bahnhof bringen sollte. 140er und im Akt des Zivilverfahrens abzulegen. An UR Dr. staubigen aber gemütlichen Imbissrestaurant gegenüber dem Hauptbahnhof sass ich in einer Ecke.

167 . Mein restliches Blut hatte den Siedepunkt erreicht. den Dampf gehörig abzulassen. mich an Hans-Adam zu wenden. insbesondere die grosse Frustration zu darzulegen. wie immer. Er hat nicht nur unbegrenzte Geldmittel in Milliarden Höhe und viel Macht. Ignoranz und Machtbesessenheit vor Schreck erstarren lassen würde. Für ganz wenige Stellen im Brief wurde mir aus verschiedenen rechtlichen Gründen und vereinzelt auch wegen Sicherheitsbedenken aufgetragen Originaltext/-Worte mit dem nachstehenden Ausdruck zu ersetzt: OT Entfernt. Die gesprochenen Worte auf der Kassette beinhalteten praktisch identisch das Thema unter Punkt I. Ausserdem hatte ich zusätzlich eine persönliche Tonbandkassette besprochen und dem Brief beigelegt.Kapitel 7 Dicke Post für Hans-Adam Es war wirklich kein einfacher Entschluss. Ich musste auf alle möglichen Gegenschläge seitens Hans-Adams vorbereitet sein. Arroganz. aus dem Brief.: “ an. nebst dem gedruckten Wort auch in akustischer Form meinen Standpunkt. was ich in den vorhergegangenen Jahren erleiden musste. „die Macht zu missbrauchen‚! Der Originalbrief an ihn hatte über 38 Seiten. nur eine Ein-Mann-Truppe. Es war mir klar. Ich bin sicher. Während des ganzen Monats Dezember 2002 feilte ich am Text des Briefes und an den Worten für die Kassette. Sozusagen eine Art Fürstentum Liechtenstein-Neutronenbombe. Ich hatte alles bis ins kleinste Detail nachgeforscht. ausgeprägten Liechtensteiner Geldgier. Ich war ja. ihm einen Brief zu schreiben. Ich war aber in höchster Wut über all das. weil es mir wichtig und richtig erschien. sondern auch die Macht. Diese sind kursiv geschrieben und fangen immer mit „ Anm. ich habe meine Hausaufgaben gut gemacht. Er hingegen hatte alle nur vorstellbaren staatlichen sowie privaten Mittel zur Verfügung. dass ich zu einem späteren Zeitpunkt die unverdeckte Version dieses Briefes veröffentlichen kann. dass ich mit dem Absenden des Briefes eine Sprengladung scharf machen würde. überlegt und ausgearbeitet. deren explosive Legierung die hohen Finanz-Herren mit ihrer gigantischen. um Krieg gegen mich zu führen. Es hat sich alles aufgestaut und nun war es Zeit. Gewiss. Als unterstützende Hilfe für meine LeserInnen findet ihr kleine Anmerkungen im Brief.

Es tut es mir sehr. Hans-Adam der II. mir den Tod zu wünschen: die Macht und das Geld dazu haben Sie ja – fehlt nur noch der Wille. was ich mitteilen möchte. dass mir im März/April 1997 in Argentinien angetan wurde und mein Handeln und Denken massiv geändert hat. Ich habe Ihnen einen Grussbrief im Januar 2002 auf das Schloss gebracht und auch ein Glas einer Ihrer Lieblingskonfitüre – schwarze Kirschen. niemand – auch Sie Fürst Hans-Adam – wird mich verstehen können. Beiliegend zu diesem Brief hier finden Sie alle Unterlagen über ein brutales Verbrechen. Was immer jetzt in der Folge geschieht. von und zu Liechtenstein und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein. So wie man Ihre direkte Sprache kennt. in den darauf folgenden 12 Stunden wird eine Wut aufkommen.kieber heinrich – liechtensteiner staatsbürger . die SIE jetzt nun und morgen haben werden. Dieses Schreiben hat zehn Themenpunkte.einem visionären Staatsmann und sehr guten Fürsten . studieren. wenn Sie wirklich die Zeit aufbringen würden. wenn man nicht die umfassenden Unterlagen. dass es alle sehr hart trifft und noch härter treffen kann. sehr Leid. Am nächsten Tag wird diese Wut sich immens steigern.D.das heimliche Verlangen aufkommen wird. Denn innerhalb der kommenden 2 Stunden werden Sie erschrecken. ich lege daher alle Briefe der letzten 15 Jahre gebündelt bei.03 um ca. will auch ich versuchen. alles selber bis zum Schluss zu lesen.im Januar 2003 An unseren regierenden Fürsten S. dass selbst bei Ihnen . Aber. ich bin es nicht mehr würdig Antwort. innerhalb weniger Tage werden Sie mich hassen. 168 . Ein zweites Paket mit weiteren Dokumenten kommt Morgen. ohne Umschweife kurz und bündig aufzuschreiben. Ich bedanke mich für Ihre Antwort. Vielleicht erinnern Sie sich an mich. Und um einen Weg aus diesem schwarzen Loch zu finden – muss man mich verstehen! Ich habe ein Gewissen und in diesem Fall ein sehr Schlechtes. Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit und wäre Ihnen sehr dankbar. So sehr hassen.oder Grussbriefe von der Fürstenfamilie aufzubewahren. 11 Uhr per Kurier für Sie im Schloss an. den 08.01.

(gez. * = Kopie Beiliegend. Da meine Aufführungen diesbezüglich über 400 Seiten füllen würden und ich schon in den letzten sechs Jahren hunderte Seiten voll von Anträgen. Ich habe von allen Unterlagen. kieber beilagen: erwähnt Die Zeichnungen auf den jeweiligen Rückseiten der zehn Themen sind Fotokopien der drei Kohle-Bilder aus dem 101er Akt. was ich tun werde. die ich zu selber zu Hause hatte. die ich in Argentinien erleiden musste.Nein. Meine Antriebskraft zu tun was ich getan habe. liegt in der Unfähigkeit / Weigerung der FL-Staatsanwaltschaft Anklage gegen die bekannten Täter zu erheben. Ich bin ein intelligenter Mensch und mein Handeln ist mir sehr bewusst. elektronische Kopien erstellt und übergebe Ihnen als Beilage (zu diesem Brief und im Paket) alle meine Papierkopien. 169 .) h. der Demütigung. dass ich von der FL-Justiz.02. die ich extra dafür zeichnen lies. Dass SIE Durchlaucht diesen Brief samt den Unterlagen in den Händen halten. der Todesangst und in dem Schmerz der Folterung. die Kassette abzuspielen und mehrmals abzuspielen und zuzuhören! Danke. an die Justiz geschrieben habe. Zusammengefasst erkennt man meine Motive in der Tonbandaussage* von meiner Anzeige bei der FL-Polizei vom April ’97 und in meinem Schreiben* an den Hauptverbrecher vom 24. liegt daran. insbesondere von der Staatsanwaltschaft trotz der erdrückenden Beweise und massiver Widersprüche seitens der Beschuldigten billig im Stich gelassen worden bin. ich bin nicht verrückt! Trotz Ihrem Hass auf mich bitte ich Sie um Vergebung. liegt in der Erniedrigung. habe ich für Sie Vollmachten (vermutlich bräuchten Sie gar keine) für die volle Aktensicht beigelegt.2000. Eine kurze Zusammenfassung mit meinen konkreten Klagen habe ich mittels meines Rechts auf freie Meinungsäusserung auf beiliegende Kassette (Seite A) gesprochen. Ich bitte Sie. Meine Antriebskraft zu tun. Analysen und Aussagen etc.

der mich im grossen Stil der Richter Uwe Oehri bewusst ausgesetzt hat. dann. Spitzer einsetzen. ist absurd. Gerechtigkeit Einschliesslich an meine Ausführungen auf der beiliegenden Kassette bitte ich Sie. Es ist traurig und geradezu ironisch. Wie so oft hat sich auch hier gezeigt. Die Justiz musste wohl Prioritäten setzten. hat mich vor allem die gemeine Demütigung. Vaduz & Feldkirch. es würde etwas geschehen.I. ja dann muss man warten. Obwohl ich nicht will. Nach der grössten Demütigung. da sich dort die Gesellschaftsstrukturen im Stadium der Auflösung befinden. ein kleiner Mann. kann ich es nicht abbauen. die mit dem Finanzplatz Liechtenstein zu tun hatten/haben. In den vergangenen sechs Jahren hatte die FL-Justiz viele aufgestaute Strukturprobleme zu bereinigen. Deutschland und Argentinien. Ein lästiger Fall. Seit langem frage ich mich. Fast sechs Jahre habe ich jeden Tag gewartet. wer mir helfen kann. Wenn es ums Blut geht. die ich im Kerker in Argentinien erfahren musste. dass mir wohl niemand im FL helfen will. Rückblickend bin ich überzeugt. Durchlaucht. um Anzeige/Anklage zu erheben. warten. dass die Staatsanwaltschaft endlich etwas macht. mit Tatorten in Argentinien.a. mit Tätern aus Spanien. So mussten Sie ja u. Ich. Ich will nicht das Recht beugen oder gar etwas zu meinen Gunsten erzwingen. dass wenn es um materielle Dinge (sprich GELD) geht oder wenn das Ansehen unseres Landes gefährdet ist. wenn das Opfer ein niemand ist.) wie Sieger über meinen 170 . warten. dass ich mit nun solchen Mitteln meinen Fall in der ‚Prioritätenliste‚ nach vorne katapultieren musste. dort wo die Haupttat geschah. dass man mich einfach im Glauben lassen wollte. Mein Fall ist komplizierter als jene Fälle. indem er meine Folterer (Herr und Frau R. mit einem Schmerz und Hass so gross wie der Ozean. dann ist man fix und schnell. Nach Argentinien zu gehen. Mein Fall wurde einfach immer wieder nach hinten geschoben. den Sonderstaatsanwalt Dr. dass der Hass auf die Verbrecher mich in meinem Tun leitet. als Oberste Instanz unseres Staates mir Gerechtigkeit zu ermöglichen. Mit der Zeit kam auch mir die Einsicht. Aber nichts geschah.

Wallner zugeteilt bekam. wenn durch den ständigen Informationsaustausch zwischen den Richtern im Zivilverfahren und der STA eine Art Absprache. Aber ihm waren ja die Hände gebunden. Mir geht es nicht um das Geld! Das gesperrte Geld in Feldkirch ist und bleibt mein Eigenes. Ich bin ein niemand. Viel früher. obwohl sie mit dem Zivilprozess gar nichts zu tun hatte. Daran ändert auch ein erstes Urteil zugunsten der Verbrechers Helmut R. ohne meinen Anwalt. die dem UR zu beauftragen hat. R. so wie er mir sagte. dass er mich verstehe und er an der Anklage arbeite. Paul MEIER. In früheren Telefongesprächen und einmal persönlich im Gerichtsgebäude sagte mir Haun ständig. Und damit ist Liechtenstein ein teurer. dass ich nie und nimmer beweisen kann. kurz nachdem er den Fall vom Oberstaatsanwalt Dr. Es würde mich nicht wundern. dann wären sie zu einem anderen Urteil gekommen. Alle Beteiligten wissen. Aber so einfach ist das nicht. vielen Widersprüche der Kläger samt deren ‚Zeugen‚ wirklich zu lesen und zu analysieren. dass durch das Urteil in der Zivilsache die STA „praktischerweise‚ den Fall 10 Vr 101/97 elegant killen konnte. sagte er mir am Telefon. Der Einzige. Insbesondere hat sich der Staatsanwalt F. dass ich nicht gewonnen habe.Geist und Körper hat auftreten lassen. Ein Mal sogar. Hätten sich die Richter die Mühe gemacht. Die STA ist ja die. Die STA wusste immer vor mir wie wann. Seitdem sind über zwei Jahre vergangen. Die betroffenen Richter werden sagen. Ich habe diese Selbstbestimmung in mich aufgenommen und erkannt. weil dies der LR U. die Beweise und vielen. wo. zwei Monaten die Anklage erheben kann. dass er in ca. Sie sind ein bekennender Anhänger der Selbstbestimmung. Oehri so wollte. Denn es ist nicht zu verkennen. langwieriger Fall erspart geblieben. Haun einen Haufen Arbeit erspart. nicht. ich sei nur beleidigt. komplizierter. dass ich selber für eine gerechte Verurteilung der Verbrecher sorgen 171 . Burkart HIRN) war der Landrichter Dr. Durchlaucht. was. DREI mal musste ich diese zusätzliche Demütigung ertragen. stattfand. sprich Vorverurteilung. derer ich mich schäme. das Zivilgericht entschieden hatte. der zu mir stand (nebst meinem Anwalt Dr. zu Mitteln greifen lassen. warum die Richter oder die STA dies oder jenes unterlassen haben zu tun.

Ich habe nichts mehr zu verlieren. dass mir die USA sowie Deutschland helfen werden. dass Sie nun doch involviert werden. aber eines ist für mich klar: Wenn Akt 10 Vr 101 /97 so enden und 10 Vr 140 /97 so starten soll. + Co... Ich bitte Sie daher. Dass der Zeitpunkt auch noch mit Ihrem erbittertem Abstimmungskampf über die neue Verfassung im FL und der Neuorientierung Ihrer LGT Gruppe in 172 . Das Schicksal will es.muss.. das sich dem Zivilfall annimmt. einen Sonderstaatsanwalt zu ernennen. zeige ich Ihnen in den folgenden Kapiteln im Brief auf. dass ein Unglück über die LGT und FL-Finanzwelt hereinbricht. Mit all meinen sozialen Kontakten habe ich gebrochen u. um zu erfahren. analog zu anderen Fällen. gehofft und meine ganze Energie in die Verfolgung der Verbrecher gesteckt – es soll jetzt keiner kommen und sagen. dann ewige Zeit! Verdammte lange sechs Jahre habe ich gewartet.. auch nur einen EURO von meinem gesperrten Geld in Feldkirch ausbezahlt (offiziell oder im geheimen) erhalten sollten.s. Wenn ich etwas nicht habe. aus der Mietwohnung bin ich ausgezogen und meinen Hausrat aufgelöst. dann werde ich mich für Hilfe an die USA und Deutschland wenden. ob überhaupt was gemacht wird. wie es sich Haun jetzt erdacht hat und wenn die schlimmsten Verbrecher R.w. ohne dass ein Sonderstaatsanwalt und/oder ein ausserordentliches Richtergremium in den Fällen nach neuer Untersuchung ein neues abschliessendes Urteil fällen konnten. Warum ich der festen Überzeugung bin. .. Ich will nicht. Ich habe in Liechtenstein all meine Strukturen aufgelöst: meine Arbeitstelle hatte ich gekündigt. wir brauchen Monate. unabhängiges Richtergremium zu ernennen. gemäss dem Gesetz zu agieren und ein ausserordentliches. Sie und Ihre LGT können ja gar nichts dafür. der sich intensiv mit dem ganzen Fall befasst und die Befugnis erhält.. Auf Grund der besonderen Umstände kann und werde ich nur bis Ende Januar 2003 warten. Ich bin jetzt in Deutschland...

dass Sie ihm helfen können. wer alles von diesem Drama in der LGT-Gruppe erfahren soll. Ich bin fest entschlossen alles. LGT Treuhand Anm. tut mir leid. Dort hatte ein ehemaliger Mitarbeiter vor Jahren eine CD-Rom mit 173 . seine Kunden und Liechtenstein hereinbrechen kann. Es liegt natürlich in Ihrem Ermessen. Meine ehemaligen Chefs und MitarbeiterInnen können nichts dafür. Diesen Preis bin ich gewillt zu bezahlen.: Das vollständige Kunden-Datenspeicherband) Im vergangenen Jahr erschienen immer wieder neue Artikel über die Probleme von Dr. Vielen Dank. als das Selbstbestimmungsrecht in die Hand zunehmen und sich an Andere (in diesem Fall andere Länder) zu wenden. alles. um meine Folterer zur Strecke zu bringen. Ich bin mir bewusst.Deutschland zusammen fällt. dass eine Katastrophe über die LGT. keine personellen Konsequenzen bei der LTV zu ziehen.. dann bleibt dem Bürger nichts anderes übrig. So kann keine Unruhe entstehen und mit Gottes Hilfe wird das Unglück abgewendet. Herbert Batliner in den Medien.Backup-Tape (Anm.: Es folgt eine Beschreibung der Umstände. dann gut. Es gibt aber keinen ‚passenden‚ Zeitpunkt. wenn ich meine Folterer der verdienten Strafe zuführen kann. Dr. alles in meiner Macht und Unmacht stehende zu tun. dass ich bei seiner LGT Treuhand arbeitete und später selber kündigte: OT Entfernt. seinen Bürgern gemäss dem Gesetz und den Auslegungsmöglichkeiten des Gesetztes zu Gerechtigkeit zu verhelfen. Wenn der Staat Liechtenstein mir wirklich hilft. Ich bitte Sie. Wenn der Staat aber nicht fähig ist. Bitte beschränken Sie den Personenkreis bei der LTV und LGT auf das absolute Minimum. von denen er glaubt. II. dass ich am Ende die Zukunft für mein Leben verloren habe. Ich weiss auch. III. Dann…. wie es dazu kam. DLT.

externes DLT-Laufwerk gekauft um die Daten überhaupt lesen zu können. Zum Zeitpunkt der Entnahme.und Strafsteuern einkassiert. Vermutlich schon. wenn man solche Daten in den Händen hält. wenn es in der LTV passieren würde? Jemand hat gesagt. Aus den Gründen. dass die Backup-Daten nicht verschlüsselt auf dem Tape gespeichert wurden. OT Entfernt. Ich habe dann ein gebrauchtes. alle Programme und alle Daten (MASTER + DOCUWARE). Im DocuWare auf dem Tape sind über 1'159'000 Mandatsspezifische (Kunden-) Dateien gespeichert.OG) via CP360-62 das komplette System.Angaben über sein Kunden sowie deren Vermögenswerte von ca. ob die Daten verschlüsselt sind. Irgendwann im letzten Jahr habe ich zufällig mitbekommen und erkannt. die ich im Punkt I. Zu meiner völligen Überraschung stellte sich heraus. habe ich ein solches DLT-Tape an mich genommen. 400 Gesellschaften entwendet und dem SPIEGEL zugesandt. (Gerechtigkeit) erklärt habe. Jede Nacht wird bei der LTV im Serverraum (2. Was wären die Konsequenzen. Da alle DLTTapes der LTV eine fortlaufende Serienproduktionsnummer des 174 . Die Bänder werden üblicherweise mehr als 1 x für diese Aufgabe verwendet. Nicht ganz einfach. so dachte ich mir. Ich wusste auch nicht. auf Raid5-Bereich 2 (f:SQL_Backup) gesichert. Aus dem Inventory DOCUWARE sind alle Dateien im TIFF-Format mit MS-Software lesbar. 300 Mio. (DM) an Nach. wie relativ leicht es wäre an eines der zwei täglichen Tages-Backup DLT-Tape der LTV zu kommen. welch ein Instrument dies wohl wäre. da DocuWare ein so genanntes selbsttragendes Archiv ist und daher keine spezifische DocuWare-Software (Zugang) zum Lesen der Daten erforderlich ist. sprich gespeichert. sprich Diebstahl des Bandes wusste ich aber noch nicht ob ich die Daten je missbrauchen würde. Die deutschen Steuerbehörden haben in der Folge mehrere hundert Steuerstrafprozesse eröffnet und nach eigenen Angaben bis heute ca. Auch unter uns Mitarbeitern bei der LTV wurde darüber diskutiert. Das Tape (aus CP TL891) wird dann jeweils von der IT Abteilung beschriftet und im kleinen Datentresor aufbewahrt. aber mit der verwendeten BackupSoftware OT Entfernt kann man die Daten lesbar machen.

Archive (Raum G1346. gezielt Originaldokumente ‚ausgeliehen‚. die interne ITMarkierungen.// Einzahlungen CHF 212'331'000. OG // Raum G1851. ich hätte nie dort gearbeitet. wie z. Der Datums-Kleber. Und Städtle 18: Raum 704/705 A + B. wird vielleicht die LGT zu Behaupten versuchen.oder AUSzahlungsausführungen des UFF. UG). obwohl ich mit Arbeitsvertrag und Lohnzahlungen (ganz abgesehen vom DLT-Tape selber) es widerlegen kann. Anm. Total in CHF 6'784'183'000. sodass man nicht genau feststellen konnte. worauf klar die Seriennummer und andere Details ersichtlich waren.oder EINzahlungsbelege (BX= Belegexemplar) vom Kassenschalter der LGT (vereinzelt von Fremdbanken) mit zusätzlicher Empfangsunterschrift (und Fingerabdrücke) des wirklichen Wirtschaftlichen Berechtigten. Aufgeteilt in Total in CHF: Auszahlungen CHF 334'203'000. wo ich die Hilfe der USA oder Deutschland oder anderer betroffener Länder erbeten muss. habe ich aber vorher entfernt. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend aufgerundet. um die Verbrecher zu bestrafen. der angibt. habe ich zum Beweis.und IBEX-Trust an 26 externe Stiftungen zwischen Dezember 1988 und Dezember 2000.Herstellers auf der Rückseite haben.-. Sie stammen aus dem Städtle 28: div.: Ich habe dem Brief Fotos des DLT-Tapes beigelegt. s sind drei Arten von Originalen: A) AUS. von welchem Tag das Back-UpTape stammt. 175 . können Sie feststellen. Dies aus strategischen Gründen (siehe auch am Ende dieses Buchkapitels).OT Entfernt. 3. dass ich sehr wohl dort gearbeitet habe. Zum Raum G1346 wurde ich jeweils auf Grund meiner Arbeit hineingelassen.B. dass Ihnen das TAPE mit folgender Serie-Nummer fehlt: 122054 SH207F822 86. OT Entfernt B) Unterlagen über EIN. ORIGINAL-DOKUMENTE: Wenn es zu der Notwendigkeit kommt. 1. . bis zu welchem Tag ich alle Daten hatte.

Auszahlungen.). Patente. OT Entfernt etc. Anm. Über den Inhalt dieser Originale möchte ich vorerst nichts sagen.B. Transfers. Jene Stiftungen wurden aber nicht von der LTV verwaltet. Aktenvermerke u. von Total 3929 verschiedene Gesellschaften (Stiftungen.B + C) dienen nur zur Beweiskraft.C) Diverse Originale mit Kundenunterschrift.B. die in Vaduz registriert sind. Bilder etc. Trust etc. Wirtschaftliche Berechtigte [WB oder BO]. AG.: Auch hier habe ich Fotos (von ausgewählten Einzeldokumenten) im Brief beigelegt. LGTSorgfaltspflichtdokumente. 176 . Anstalten. Beistatuten.und andere Vermögenswerte (Immobilien. Inklusive die mehreren hundert Mandate der LGT Treuhandbüros in Zürich & Lugano (sowie der OT Entfernt). Sowie Kopien von über 105 (Leichen-) Mandate aus dem alten Vaduzer Archiv. besitze ich alle Unterlagen über Gründungen.). Aktienzertifikate oder Zessionen) darunter. Nach erfolgreichem Abschluss werde ich Ihnen alle Originaldokumente vollumfänglich retournieren. 1988 und Dez. Bei den Dokumenten unter „B)“ handelt es sich um einen grossen Europäischen Konzern. Es sind keine Wertdokumente (wie z. der für die Gewinnausschüttung von über 6.7 Milliarden(!) CHF zwischen Dez. Alle diese oben genannten 3929 (Schwarzgeld)-Briefkastenfirmen haben / hatten genau 8655 verschiedenen Einzelbankkonten.s. Die LGT Bank fungierte als Gelddrehscheibe und die LGT Treuhand stellte ihr Fachwissen für die Abwicklung über die 2 genannten Trusts zur Verfügung. Davon 7834 Bankkonten bei der LGT Bank und 821 Bankkonten bei Fremdbanken (z. Übersicht Kunden und deren Vermögen Nach Auswertung aller Daten aus dem DLT Tape. Barein. Auftraggeber. LTV. 2000 faktisch eine geheime Doppelbuchhaltung führte.w. sondern von anderen Liechtensteinischen Treuhandfirmen. der Rest A4.u. IV. 2’150 Einzeldokumente: 85 % davon im Format DIN A5.u. Es waren ca. Bank. Schiffe. Alle Originale (A. um diese kolossale Summe an diverse Personen via 26 verschiedene Stiftungen über komplizierte Umwege steuerfrei zukommen lassen zu können.).

18 aus OT Entfernt und der Rest aus diversen Ländern. Italien über 390. Zusätzlich habe ich in verschiedenen Listen genaue Personenangaben (Aktenvermerke) über weitere total 207 Interessenten gefunden. und daher einmal in der Zählung Deutschland und einmal in der Zählung Österreich erschienen.Ein/Auszahlungen. Gemäss internen Angaben wollten diese 207 Interessenten Total CHF 517’000’000. nach Deutschland und nach Österreich haben. Schweiz über 700.-.auf Konten bei der LGT Bank und CHF 1'478'548'000. mehrheitlich natürliche Personen sind / waren für diese 8655 Einzelbankkonten der 3929 Gesellschaften als Erstbegünstigte / Wirtschaftlichen Berechtigten registriert. Anm. 2000 gelaufen sind. die für den UFF. Osteuropa (incl.. U.bei LGT Bank und CHF 1'842'733'000.). die eine Verbindung z. USA über 600 . 41 aus den OT Entfernt. die immer höher ist). Davon waren 68 aus OT Entfernt.-. die aber nach dem 1. Höchststand gemäss Unterlagen: CHF 9'866'237'000. weil es einige Gesellschaften gibt. über 450. 1 x ging es um eine Umgehung des US-Embargos gegen den IRAK. In 46 Fällen sind Politisch Exponierte Personen (PEP) involviert. Genau 5828. Alle Beträge sind auf die nächsten Tausend CHF aufgerundet. aller Länder ist grösser als die Zahl „Total Gesellschaften“ (3929). Skandinavischen Länder über 195.und IBEX-Trust über die LGT Gruppe zwischen Dez. 1988 bis Dez.bei Fremdbanken). Südamerika über 135. Eine Auswahl: Deutschland über ca.(davon liegen 5'682'296'000.Aktueller Stand der Bankvermögenswerte aller obigen Konten (2001/02): CHF 7'160'844'000..: Es folgte eine vollständige Länderliste (Total 82 verschiedene Ländern) mit der jeweiligen Anzahl von Stiftungen. 177 ..w. Das Total aller Stiftungen u. (Siehe "Original-Dokumente" unter Punkt IV.K.s. Kanada über 280.. 56 aus der OT Entfernt. Anstalten u.bei Fremdbanken).‚Schwarzgeld‚ als Neukunden bei der LGT deponieren.s. Hier nicht eingerechnet sind die CHF 6'784'183'000. Beneluxländer über 230. 1400 Stiftungen/Anstalten etc. (nicht die Anzahl involvierten Personen.. Österreich über 350. Besuch/Gespräch nicht eine Kundenbeziehung mit der LGT eingegangen sind. oder 2.B. Frankreich über 195. Spanien über 220.w.-(davon 8'023'504'000. Russland) über 150.

Bei drei Gesellschaften sind nach meinen Daten PEPIndikatoren da. Zwei Personen sind Doppelbürger und als PEP zu deklarieren. um so US-(Steuer)-Gesetze umgehen zu 178 . obwohl keine PEP-Formulare ausgefüllt wurden. die selber Iraner.. die sich gegenüber den US-Behörden (IRS) nicht Offenlegen wollen und dennoch US-Aktien und/oder insbesondere US-Immobilien weiterhin halten oder neue erwerben wollen. dass fast alle Gesellschaften gegen die US-Gesetzesvorlagen (IRS-Codes etc. USA Wenn mir Liechtenstein nicht helfen kann.) verstossen haben. des IRS-Code 1957 und im geringeren Masse Code 1956 festzustellen.08. dass bei denjenigen Kunden der LTV. Ich bin mir aber sicher. Zusätzlich sind weitere 41 Personen aus den USA als Interessenten bei der LTV registriert. Protektor.. amerikanische Lupe) genommen. dass die LGT (bewusst) irgendetwas mit Terrorismusfinanzierung oder dergleichen zu tun hat. wenn die Tat im Ausland geschah und keine der Involvierten Personen US-Bürger ist. dass die Amerikaner mir helfen werden? In den USA gibt es spezielle Gesetzte.V. oder andere Nationalitäten besitzen und mit Iran. werde ich mich zuerst an die USA wenden. Irak oder anderen terrorismushelfenden Staaten Geschäfte machen. Zudem kann man feststellen. wie die Kundenberater der LTV die Kunden (alle Nationalitäten) beraten können. sei es weil der Settlor. alle N.a.. Warum glaube ich. US-Gesetzes-Verletzungen zum Vorschein kommen werden. Ich behaupte nicht. Iraker sind oder aus anderen arabischen Ländern kommen. die einer Verurteilung von Tätern selbst dann ermöglicht. Bei allen involvierten Gesellschaften ist eine Verletzung u. US-Bürger oder Greencardholder ist. Zudem gibt es den US Patriot Act of 2001 (26. In den über 645 Gesellschaften der LTV hat es Verbindungen mit den USA. meine Folterer zu gerechten Strafen zu verurteilen. oder grössere Zahlungen an US-Personen im Ausland getätigt wurden oder Transfers über die USA liefen. werden sie genauer unter die Lupe (d. vom 30.h. die ganz deutlich die Wege aufzeigen.Y. Auch habe ich auf dem Tape interne Schriftsätze gefunden. die im Gutachten von OT Entfernt.2002 erwähnt sind.OCT). ohne dass es zu einem Mandat kam. WB/BO. Beirat etc.

Es gibt/gab also Kundenbeziehungen mit Status ‚US-Persons‚ mit US-Aktientiteln im Depot. ° Bei einigen neuen Stiftungen/Anstalten der LTV im Kundenauftrag nach dem 01.01.01.2001 durch die LGT oder Fremdbank US-Aktientitel gekauft wurden. Also die eingesetzten SR/VR Geschäfte im Namen der Stiftung im Heimatland des Wirtschaftlichen Berechtigten tätigen: wo wir doch alle wissen.03.02. Nun.a. Hauptsächlich wird empfohlen.Regeln (KYC-Rules) am 28.01 bewilligt und zugestimmt und dem Land rückwirkend auf den 01. mit dem LAJOFP (Long Arm Jurisdiction Over Foreign Persons) verfolgen. dass solche Aktivitäten wegen der Aufdeckungsgefahr hoch riskant sind. dies mit einer Panama Gesellschaft zu tun. Dadurch unterläuft/verhindert die LGT automatisch die erforderliche. Nach den ersten 2 Jahren wurde der QI-Status nochmals um 2 Jahre – bis Ende 2004 verlängert. obwohl der Kunde OT Entfernt hat oder die LGT gemäss QI-Vertrag zwischen LGT & IRS ‚vergessen‚ hat. ° Es eine kleine Anzahl Stiftungen/Anstalten (Simple/Grantor) gibt.: ° bei 38 Stiftungen/ Anstalten noch nach der Ablauffrist vom 31. kann man Verstösse feststellen und es wird die IRS interessieren. W-8IMY oder W8BEN incl.2001 der Kauf von US Aktien erfolgte. obwohl die erforderliche Dokumentationspflicht (W-9. externe US-Buchprüfung für den QI Status. wo der Wirtschaftliche Berechtigte US Steuerbürger ist. beglaubigter Passkopie pro WB) nicht erfüllt waren. Diverse Beratungen bei einigen Kunden stehen eigentlich auch im Gegensatz zu der heiligen Devise der LTV: ‚Keine Geschäfte mit dem oder im Steuerdomizil des Kunden‚. Die LGT hat am 07. die gemäss QI-Vereinbarung hätten registriert sein müssen – es aber nicht sind. weil die 179 . dass z. nach Durchsicht aller Mandate mit QI-Angelegenheit die ich gefunden habe. dies zu tun. sporadisch.01 das Gesuch für den Banken-QI-Status eingereicht und konnte ab diesem Datum provisorisch als QI handeln. Solches Vorgehen der involvierten Stiftungs (SR).12.können. Verletzungen des (QUALIFIED Intermediary Status) QI-Status: Die US Steuerbehörde IRS hat die Liechtensteinischen „KenneDeine-Kunden‚.01 den QI Status erteilt.B.oder Verwaltungsräte(VR) könnten die US-Behörden u.

die er in den Konkurs getrieben hat. ° Die Amerikaner wird auch interessieren. Deutschland Will mir Liechtenstein nicht helfen. wo der WB als ehemaliger Firmenbesitzer. da der 180 . Keine Registrierung = Keine Prüfung! Das würde den USA sehr sauer aufstossen! US-Verbrechen: Eine Auswahl von 6 Stiftungen der LTV zeigen gemäss AV.. dass die/der WB selber in US-Crimes verwickelt waren oder es wurden Zahlungen getätigt. ° oder es werden Kundenbeziehungen aufrechterhalten. Beispiele: ° hat die LGT eine Struktur angeboten (damit sie nicht selber in die Schusslinie gerät aber dennoch mitverdienen kann). ~ wie ehemalige und tätige ausländischer Hohe Beamte so solch grosse Vermögen kommen. eine Benachteiligung der Gläubiger durchsetzen konnte. Warum sollte mir Deutschland helfen? Ich bin sicher. wie viel Geld und andere Werte bei der LGT Treuhand verwalten lassen.Prüfung nur für solche Konten gemacht werden kann. so wende ich mich nach den USA an die Deutschen um Hilfe. wo man verschiedenste Gesetzesverstösse feststellen kann. D. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen.. meine Foltere hinter Gittern zu bringen. Diese hier auflisteten Beispiele sind nur eine Auswahl von vielen mehr.h. Insbesondere kommt auch die die Organhaftung (seitens SR & VR) bei vielen Mandaten ins Spiel. VI. obwohl der Kunde wegen einem 50 MIO US$-Betrugs-Scam auf der Internationalen Watchliste steht.. die US-Strafprozessen zuwiderlaufen. diktatorische Herrscherfamilien wo. wo USPersonen als WB/BO registriert sind. eine Deutsche Zuständigkeit ergibt sich auch dadurch. ~ welche ausländische. ~ oder das Mitglieder aus dem Familienkreis des früheren Diktators OT Entfernt Gelder bei der LGT liegen haben.

bei politikus. bilden die grösste Gruppe der LTV-Mandate (Aktive. ~ Ein höherer OT Entfernt aus OT Entfernt hatte eine Stiftung bei der LTV. die in Deutschland ihr Steuerdomizil haben) und die zusammen über 3 Milliarden CHF Bankvermögen haben. die als solche deklariert sind. Vermögen.w) erstaunliches hervorgebracht (24 Treffer). die sich als illegale Preisabsprachen bzw. die von ihrem Umfeld her (gemäss Gründungsaktenvermerk [z.Haupttäter im Argentinienfall. in diversen Internetdatenbanken (z.B.de u. der Verbrecher Roegele ein Deutscher ist und der Lösegeldabholer Kroschel auch! Die 1409 Briefkastenfirmen. die als Off-Shore-Company für die mit politischem Klagelied in Konkurs gegangene PHILLIP HOLZMANN AG galt und US-Geschäfte tätigte. Abgesehen von den wenigen deutschen PEP’s. Ehepartner] oder späteren AV’s) etwas mit der Politik oder Wirtschaftspolitik zu tun haben könnten.B. haben mal kleine. der der Korruption beschuldigt wird.s. Abgänge oder Löschungen). mal grosse Summen auf den Konten! Sind dies etwa OT Entfernt gelder? Einige aus Deutschland politisch wie wirtschaftlich heikle Mandate. hat ein Check von Kunden. Beispiele: ~ eine Gesellschaft. ~ Ein Kunde der LTV ist Mitglied der OT Entfernt OT Entfernt Alle hatten bzw. Bestechung herausstellten (Gemäss AV) 181 . spiegel. ~ Ein Mitglied der deutschen OT Entfernt-Stiftung ist Kunde bei der LTV. die der LTV klar bekannt sind. mit den Total über 2800 Erstbegünstigten (mit Deutschem PASS oder Nicht-Deutsche. Fünf Beispiele: ~ ein Familienmitglied eines Anwaltes der OT Entfernt hat eine Stiftung der der LTV (Adresse des Anwalts stimmt mit der Adresse des EB im Formular überein) ~ eine ehemaliger Kommunal OT Entfernt. hatte eine Stiftung bei der LTV. Beruf.de.

~ Eine eigene LTV-Gesellschaft tätigte eine Zahlung von etwas über DEM 5. indem sie mehrere Rechtshilfegesuch nach Deutschland versandt hat. ~ Über eine BVI-Company der LTV wurde eine Zahlung von US$ 10 MIO im Zusammenhang mit der ABB (Asea Brown Boveri) getätigt. ~ Selbst der Französische Ölkonzern ELF. Im AV schrieb der KB. die ‚ OT Entfernt -Stiftung‚. dass die Zahlung eindeutig als Bestechungsgeld zu werten sei.2002 las ich ein Artikel (Seite 124+126) über div. dessen OT Entfernt der OT Entfernt in Deutschland seit Jahren ein Skandal ist und neuerdings gemäss dem OT Entferntartikel in OT Entfernt auch die FL-Justiz beschäftigt. Sind diese Gelder auch OT Entfernt gelder? ~ Des weiteren gibt es ein OT Entfernt Schwarzgeldkonto der OT Entfernt. ~ Auch im SPIEGEL Nr. hat in den 90er bei der LTV eine Holding einrichten lassen. die als Eigentum OT Entfernt identifiziert wurde. Der in mehreren AV’s offen geschilderten Hintergrund der Einzahlungen und Verwendungszweck der Auszahlungen werden OT Entfernt als massiv rechtswidrig eingestuft. 47 vom 18. die im Zusammenhang mit der Ölexploration stehen. Eine ähnliche Einrichtung. Diese Zahlung ist als Bestechung leicht zu erkennen (da im AV schlecht verschleiert vermerkt). ~ den (politischen wie wirtschaftlichen) Chef einer der grössten Deutschen Staatsfirmen und Arbeitgeber und Inhaber einer sehr vermögenden LTV-Stiftung will ich hier erst gar nicht namentlich erwähnen. ~ Der OT Entfernt Mann OT Entfernt hat seine Stiftung (die OT Entfernt Stiftung) bei der LTV via der im OT Entferntskandal federführenden OT Entfernt -Stiftung (bei OT Entfernt) über ein Konto bei der Fremdbank OT Entfernt gefüllt. die ganz offensichtlich dazu diente Korruptionsgelder zu verteilen und zu waschen. dubiose Zahlungen rund um das Kirch182 . wurde vor Jahren bei OT Entfernt ‚gefunden‚.11.6 MIO via Deutschland.

~ Der extremste wirtschaftlich kriminelle (deutsche) Fall. Korruption (OT Entfernt) Schmiergeldzahlungen und Bestechungen (OT Entfernt). Auch viele andere Mandate zeigen offen Kriminelle Handlungen: z. Aber die hastig gewünschte und dann ausgeführte Banküberweisung von über 2 MIO CHF (ausgerechnet in das Steuerdomizilland des WB . deren einzige Aktiva verschieden grosse Aktienpakete von an der Börse in Deutschland kotierten Gesellschaften sind. 183 . Manche der durch die LTV im Namen der Stiftung ausgeführten Transaktionen sind gelinde gesagt nicht gerade Kleinaktionärsfreundlich und verstossen eindeutig gegen diverse Gesetze. die weit über eine reine ‚Schwarzgeld‚-Vermögensverwaltung (= Steuerhinterziehung) hinausgehen. Oft dienten solche Transaktionen zur Vertuschung und Verschleierung der vom (Börsen-)Gesetz vorgeschriebenen Offenlegungspflicht bei Überschreitung eines definierten Prozentsatzes bezüglich Besitz von Aktien oder Börsenkapital oder bei vorgenommenen Aktienkkapitalschnitten. Gläubigerbetrug (Mandats-Nummern: OT Entfernt). ist jenes Mandat wo massive OT Entfernt sgelder auf ganz präzis ausgefeilten Wegen über mehrere Gesellschaften hier in Vaduz und in OT Entfernt an OT Entfernt OT Entfernt (und anderen Personen in dessen Umkreis) des grossen Deutschen OT Entfernt OT Entfernt gezahlt wurden. Z.Imperium in Deutschland.B. Ich habe mich an ein Dokument (‚Checkliste aussergewöhnlichen Transaktionen‚) mit Hinweis auf den Kirch Komplex eines Mandats auf dem Tape erinnert: der Name des WB steht zwar nicht im Artikel des Magazins. half abzuwickeln. Subventionsbetrug (OT Entfernt). deren richtige & korrekte Interpretation der Aktenvermerke (Avs) und Zahlungsabläufe verschiedenste Gesetzesverstösse aufzeigen.die USA). passt genau in das Schema der im Artikel aufgeführten Verschleierungstaktik. Kreditbetrug (OT Entfernt ). solche LTV-Stiftungen.B. Es gibt hunderter weitere Deutscher Mandate. Geldwäscherei (OT Entfernt). den die LTV betreut(e) bzw. Mit dieser OT Entfernt wurde OT Entfernt.

184 . habe ich ja die Probleme mit Spanien.und Strafrecht zeigen die Ausführungen von Dr. die auch auf dem DLT-Tape gespeichert sind. habe ich den Schritt gemacht. hoffentlich sicher. Falls ich in eine Kontrolle gerate. Die Problematik einer FL-Stiftung im (deutschen) Steuer. Gelingt mir das nicht. was dem vom Deutschen Fiskus festgestellten „Durchgriffsrecht‚ des WB/Stifters bei einer Stiftung mit Mandatsvertrag (STMM) entgegengesetzt werden kann: nämlich die STOM (Stiftung OHNE Mandatsvertrag). Wie die LTV in Zukunft mit Deutschland Kunden Geschäfte machen will. Ich bin mir der grossen Gefahr bewusst. schon in Deutschland angekommen. denn wäre ich nicht nach Deutschland gegangen. so habe ich keine andere Wahl.Des weiteren haben sich namentlich 68 Personen aus Deutschland als Interessenten bei der LTV gemeldet. Schutz-Identität Durchlaucht Fürst und Erbprinz. bin ich. in Deutschland in eine Polizeikontrolle geraten kann. dass ich unter den nun vorliegenden Umständen nicht in Liechtenstein oder in der Schweiz auf eine Lösung warten kann. Rainer Spatscheck aus München. so würde gar nichts mehr gegen die Verbrecher geschehen. Ich versuche es zu vermeiden. Ich kann mich aber nicht 24 Stunden verstecken. zeigt auch das NSL-Gutachten vom Sommer 2002. Dank dem Hauptverbrecher Helmut R. Auf dem Band findet man auch Aktenvermerke und Schulungsunterlagen für die Kundenberater. werde ich versuchen in eine US-Einrichtung (Botschaft oder Konsulat) zu gelangen. VII. wobei bei Ausländern meist ein Computercheck durchgeführt wird und die Deutschen versuchen würden mich festzuhalten. dass ich evt. als die Deutschen über meinen wirklichen Grund des Aufenthalts aufzuklären. Obwohl gerade Deutschland als EU–Land eine „Gefahr‚ für mich darstellt. Selbstverständlich werden Sie verstehen. wenn Sie nun diesen Brief in den Händen halten. alle Daten auszuhändigen und um deren Hilfe zu bitten. ohne dass es zu einem Mandatsvertrag kam (gemäss AV).

Er hätte sicherlich Interesse zumindest an den Deutschen Datenmenge. sofort die Polizei einzuschalten. aber nur mit einer neuen temporären Schutz-ID werde und kann ich zum Schutz von Liechtenstein. dass Ihnen an der Lösung etwas liegt. Ich bitte Sie beide Pässe in einer Hülle in das beigelegte beschriftete Kuvert einzupacken und fest zuzukleben. liegt daran. wenn einer unbrauchbar wird oder verloren geht. Nach Ende. wer davon erfährt. gibt es keine Verwechslung mit einer echten Person. bis ich erfahre. zu welchem Urteil bzw. welches auch immer. Vor Ihnen verstecken kann und will ich mich ja mit diesem neuen Pass nicht. um einen Weg aus der drohenden Katastrophe zu finden. Abgesehen davon. dass ich alle meine Verbindungen nach FL aufgelöst habe und weder dort noch arbeite noch wohne. der LGT und der tausenden Kunden aus aller Welt so lange in Deutschland warten. Sie kennen ja die Passdaten. Bitte beachten Sie aber. 185 . Da der Name und das Geburtsdatum zufällig gewählt wurden. möchte aber darauf hinweisen. dass ich einen Reserve-Pass brauche. Sekretärin. Auf diesem A4-Kuvert vorne bitte folgende Aufschrift anbringen: ‚Wird von Hr. Selbst wenn alle Vorsicht geboten wird – irgendjemand (Sachbearbeiter.ein DEUTSCHER ist. Kieber abgeholt oder er lässt es abholen oder gibt telefonisch an wohin es weitergeleitet werden soll‚. Archivar oder Bote etc. Ich bitte Sie daher mit beiliegenden Fotos von mir zwei gleichnamige FL Pässe auszustellen. dass der Chef der FL-Wirtschaftspolizei (EWOK) in Vaduz – die in diesem Fall sicherlich die Führung der Untersuchung haben möchte .) in der Justiz oder bei der Polizei in Liechtenstein oder sonst wo würde es ausplaudern. Zudem kann ich mit der Zusendung der neuen Pässe erkennen. Bericht ein unabhängiger Staatsanwalt und unabhängiges Richtergremium gekommen sind. werde ich Ihnen beide Pässe zurückgeben. dies zu verlangen.Um diesem Desaster zu entgehen gibt es nur eine Möglichkeit! Es tut mir Leid. Das ich um 2 Pässe bitte. Dieses Kuvert bitte wiederum in ein neutrales grosses A4 Kuvert geben. Bedingungslos vom Urteil oder Bericht bin ich dann bereit mich mit einer Vertrauensperson von Ihnen in Deutschland zu treffen. Man wird Ihnen sicher raten. dass Sie es in der Hand haben.

dass die ID-Karten für Liechtensteiner Bürger von einer Spezialfirma in der Schweiz hergestellt werden und das Liechtensteiner Passamt sie von dort per Post bestellt. 14 Uhr dort ist.01. aber kein oder nur ein Pass drin ist. den 13. (Bitte nicht mit der UPS Schweiz senden. man braucht auch keinen Ausweis vom Abholer einzusehen. damit es spätestens am Montag. Hans-Adam hat nämlich das absolute Recht. Nachforschungen meinerseits ergaben aber. sichere Identität während meines Aufenthaltes in Deutschland) auch ausgereicht hätten. Die LGT Frankfurt sollte natürlich NICHT eingeweiht werden. Herr Kieber anrufen sollte. Dies kann bis zu 14 Tage dauern. Falls evt. Bockenheimer Landstrasse 107. jemand kommt und nach dem Kuvert für Herrn Kieber fragt.Hd. aber im grossen A4-Umschlag. Ich bat ihn um 186 . Man soll nur telefonisch (0049 69 xxxxxxxx) mitteilen.60325 Frankfurt. Sollten die Pässe nicht bis am Montag. dass Sie andere Pläne zur Lösung dieser Situation verfolgen.01. soll man es einfach ohne UPS-Umschlag.03 ist das Büro wieder besetzt. D. das ein Kuvert für einen Kunden per UPS oder Kurier ankommen wird. Anm. grosse Familie) zu verteilen. den 13.2003.Ich bitte Sie das Kuvert einer Vertrauensperson zu übergeben. Dann muss ich keine Rücksicht mehr nehmen und werde sofort Hilfe bei den Amerikanern erbeten. Inhalt: Dokumente. Oder nach seiner Wahl (wovon er auch rege Gebrauch macht) Liechtensteiner Diplomatenpässe (zu 95 % exklusiv an seine eigene. Ich wusste aber. * = ab dem 07. sogenannte Identitätskarten von Hans-Adam verlangen. z. oder ein Kuvert zwar ankommen. soll man bitte das Kuvert gemäss seinen Angaben weiterleiten. so nehme ich an. Wenn evt. unabhängig von der Regierung. Januar 2003 in Frankfurt sein. übergeben. Geschäftsführer oder Sekretariat. Kosten zu Lasten der LGT Deutschland. dass Hans-Adam selber (!) schnell Liechtensteiner Pässe drucken kann. Diese soll damit entweder nach Feldkirch fahren und dort bei UPS Austria (Freecall Austria 0810-xxxxxx) abgeben.: Ursprünglich wollte ich in diesem Punkt zwei einfache. da dann der Zoll Einblick nehmen könnte) oder die Vertrauensperson soll das Kuvert persönlich in Frankfurt abgeben. Ausländern jederzeit per Dekret die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft zu verleihen. da sie eigentlich für meine Zwecke (eine andere. Empfänger ist die LGT Niederlassung Frankfurt*.

also 256 Bits nach AES-Standard) vor fremdem Zugriff absolut sicher. ‚xdrive.01.03“ habe ich bewusst gesetzt.B.7 GB) gebrannt. alle brauchbaren kundenspezifische Dokumente komplett und verschlüsselt ins Internet zu stellen. die notwendig sind. Von dieser Version habe ich aber abgesehen. Einfacher und sicherer ist eine externe Harddisk (Festplatte). Sie werden getrennt und werden sicher verwahrt. ist klein. Mit zu viel Zeit. war zu keiner Zeit am Internet angeschlossen. Die grosse Datenmenge wäre technische kein Problem gewesen. den ich für diese Vorgänge verwendet habe. Eine 20 GB Festplatte reicht mehr als nötig aus. Datensicherheit Meine erste Idee war. da ich Hans-Adam nicht zu viel Zeit geben wollte. somit ist ausgeschlossen. da es als zusätzliches Laufwerk erscheint. Den Termin „13. beim Installieren dennoch Einsicht in die Daten nehmen könnten. Internetfirmen wie z.com‚ bieten solche Dienste an. um von allen Gesellschaften jene Kunden-. Zusätzlich habe ich mir dieselben Daten auf vier DVD-Rom’s* (je 4. OT Entfernt. diesen ersten Schritt zu machen. wer weiss auf welche „dummen“ Gedanken er und seine Truppe hätte kommen können. Sie kostet nicht viel.und Geschichtsdaten zu speichern. Die 4 DVD’s* habe ich auch mitgenommen und sie werden sicher aufbewahrt. Die Daten auf diesen 2 externen Festplatten* sind mittels eines Verschlüsselungsprogramms (ähnlich dem Crypto-Suite von BHV. Das Original-LTV-DLT-Tape habe ich so belassen wie es ist (keine Verschlüsselung). dass je etwas ins Netz gelangen konnte oder Viren oder Spione sich eingenistet haben könnten. Den Computer. dass die involvierten ITSpezialisten evt. Ich habe mir 2 solcher ‚PocketDrives‚ gekauft. Vermögens. VIII. Das Tape und all die Originaldokumente habe ich nach Deutschland trotz des hohen Risikos mitgenommen. da ich nicht zu 100 Prozent ausschliessen kann. Die 2 Externen Harddisks* habe ich auch 187 . um eine Identifizierung und History zu ermöglichen.zwei normale Pässe. handlich und einfach zu bedienen.

Kinder etc.mitgenommen. dass das Hans-Adam etwas besser schlafen könnte. die zu Ihrer fürstlichen Familie gehören (Schwester. die Prinz Philipp sowie seinen Schwiegereltern zugeordnet werden. die Originaldokumente. die . nicht aus dem DLT-Tape rüberkopiert. Die VIERTE Komponente ist natürlich der 256 Bits-Verschlüsselungs-Schlüssel. IX. Die DREI ersten Komponenten sind einfacher Natur. Sie werden auch getrennt und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.) sowie jene Mandate. zu den Daten gelangen kann. falls er/sie überhaupt es als solche erkennt. Damit kann ich zu 100 Prozent ausschliessen. der LGT als Gruppe. den tausenden einzelnen Kunden und dem Finanzland Liechtenstein Schaden zuzuführen.: Irgendwie dachte ich mir. Niemand kann jetzt ohne mein Dazutun weder an das Tape.es ermöglichen. wenn er weiss. Wobei DREI der 4 Komponenten nichts mit Software oder hochtechnischem Zeug zu tun haben. dass wenn jemand – was eigentlich unmöglich ist durch widrige Umstände Kenntnis von einer der 3 ersten Komponenten erhält. Es sind VIER voneinander unabhängige Hürden zu nehmen: es braucht VIER unterschiedliche Komponenten.Eröffnung tausender Strafsteuerverfahren gegen die 188 . dass ich kein Interesse habe. wo er und Mitglieder seiner grossen Familie persönlich Wirtschaftlich Berechtigte sind. Sie haben nichts miteinander gemein. Meine Sicherheit Grundsätzlich möchte ich bekräftigen. nicht auf dem im Brief beschriebenen Datenträgern gespeichert hatte. Denn der Auswirkungen einer möglichen ultimativen Katastrophe bin ich mir bewusst: Immense Imageschädigung der LGT Gruppe weltweit . Das jemand nur schon 2 Komponenten ohne meine Angaben in den Händen halten kann. ist unmöglich. dass ich all jene privaten Mandate der Treuhand. Anm. schlussendlich wirklich zu lesbaren Daten zu kommen. noch ohne mein Dazutun die Daten lesen. * = Auf diese Datenträger habe ich jene Mandate.in der richtigen Reihenfolge . die DVD’s* oder 2 Externen Harddisks* kommen.

1. Privat schnappen wollen. denn ich habe es so eingerichtet. auf Alles (DLT-Tape. dann muss ich keine Rücksicht nehmen und werde selber mit den Daten samt den Originaldokumenten mich bei den Amerikanern melden).w.Rufschädigung des Finanzplatzes Liechtenstein Verlust von Kundengeldern in Milliardenhöhe Schadensersatzklagen gegen die LGT (analog wie bei Batliner) Einleitung verschiedener Strafverfahren. . In 189 . da ohne Zweifel viele der grossen Vermögen unrechtmässig erworben wurden (Korruption. Und das alles wegen einer handvoll Verbrecher aus Deutschland. Sollte man mir während meiner Entgegennahme des Kuverts mit der Schutz-ID oder bei einem späteren Treffen eine Falle stellen. dass ich jeweils für diese und andere Zeiten die zweite externe Harddisk bei mir tragen werde. Ein kleiner Teil des Schutzes der LGT (Daten) und Liechtensteins ist auch mein Schutz (sollte mir diese Schutz-ID verweigert werden. dass ich ohne meine physische Präsenz Dritten den Zugriff wahlweise. Betrug. Sollte dies alles nichts bringen und mich nicht schützten. Oehri.. Oder sollte man mir bei diesen zwei Gelegenheiten (Schutz-IDAbholung) oder bei einem späteren Treffen eine Falle ‚privater Natur‚ stellen. dass ich mich sehr gut zu wehren weiss. LR U. so müssen Sie wissen.s.politische Konsequenzen einiger OT Entfernt-Parteien . 2. Externe Harddisk und die DVD’s) oder auf einzelne Datenträger gewähren kann. so nützt es Ihnen auch nichts. so teile ich Ihnen mit.Die vielen Möglichkeiten der Amerikaner will ich erst gar nicht erwähnen u. Ich aktiviere einen vorbereiteten zeitlich programmierbaren E-Mail-Versand.B. aber die Verantwortung trägt die FL-Staatsanwaltschaft. Dann übergebe ich eine Harddisk sofort und führe die deutschen Steuerbeamten zu den Originaldokumenten. der Auslöser werde ich sein. Spanien und Argentinien. obwohl räumlich / geographisch getrennt. also Sie mich z.Kunden . Verbrechen. Insiderhandel etc. Sicherlich. Originaldokumente..) Gravierende Konsequenzen für viele einzelne Kunden (Job. zusammen mit den Verbrechern. politische Karriere) .

) patrikdaniel@sph.erhalten auch eine zweite E-Mail.fr (Fr). cmeier@gujba. Fr). die Deutschen Behörden an die zweite externe Harddisk und der Spiegel an die 4 DVD’s. zentrale@bundesnachrichtendienst. info@bild.com.uk (The Observer. Zudem habe ich noch eine Sicherheitsstufe (Schlüssel der verschlüsselten zweiten E-Mail) eingebaut. Coats or 2nd in charge MR Terry. OES. money.editor@guardianunlimited. HK) marcello.de (für Dr.Snell).Minuten nach dem kritischen Zeitpunkt die Möglichkeit habe.com (to the editor of the South China Morning Post. radaktion@profil.com.gov (for the US-Ambassador in Berlin MR Daniel R. letters@iht.com (UK). dessen Versand-Zeitpunkt auch programmierbar ist. Der Zeitpunkt des Abschickens beider E-Mails habe ich so gewählt.net (FAZ. CH).einer ersten E-Mail (Text in Englisch und Deutsch) beschreibe ich wer ich bin. Die Behörden in den USA und Deutschland sowie Der SPIEGEL = die ersten 5 Adressen in obiger Liste . um versehentliches Senden zu 190 . Darin teile ihnen zusätzlich mit. business@ thetimesco. D).R. SIN).com (Intern.de (für Stefan Aust). US) redaktion@nzz.it.Reclus@ lefigaro. wie sie über die 4 Komponenten direkt an die (lesbaren) Tapes und die Originaldokumente kommen: die USA an die erste externe Harddisk und Originaldokumente. SIN). Washington Post. synd.bund.admin@ft.de. wirtschaft@myfaz.fr (to Boris Razon.com (Financial Times UK). dass ich bis zu „xy‚.ch (für Hugo Bütler. die E-Mails zu stoppen.sg (The Business Times. August Hauning). Wolfgang Kaden. was ich habe und meine Gründe warum es tue.sorgi@lastampa. stworld@cyberway.de (für Finanzminister Hans Eichel).UK).de (für Dr.t-online. D). aizenmann@washpost.at (für Dr. info@bka. Philippe.uk (UK). spiegel@spiegel. Robert Buchacher.sg (The Straits Times.co. editor@sundayherald. mm_redaktion@managermagazin. D). Die Liste der Empfänger sind: askDOJ@usdoj. info@scmp.com (Gruner+Jahr. Harald Tribune).de (D). poststelle@bmf. info@lemonde.com (for Nurit Aizenmann.

Dort wo all Ihre 191 . Jede zusätzliche Person ist eine Person mehr. X. Sie alleine haben es ab jetzt in der Hand.unterbinden. Das Bedeutet. WIE WEITER & Kontaktmöglichkeit Ich bitte Sie und Ihren Erbprinzen die Angelegenheit nicht einfach wieder den alten Behörden zu delegieren – das führt zu nichts! Ich bin aber auch nicht in einer Position. Wenn ich schon keine faire und rechtsstaatliche Gerechtigkeit bekomme. Der verwendete Provider ist aus Taiwan und ist daher (frei von fremdstaatlicher Kontrolle) völlig unabhängig. wer involviert werden soll. dann sollen wenigstens all die verschiedenen Länder (gemäss Liste unter Punkt IV. die Sie in den Händen halten erfahren soll. Mein Anwalt ist nicht informiert. nicht in Ruhe gelassen. Das nötige LOGIN Wort der E-MailAdresse ist ganz in Ihrer Nähe: Ich bitte Sie in die Schatzkammer in Ihrem Rundturm im Schloss zu gehen. Sie müssen es selber abwägen. die meine Wandlung zum Rächer auslösen kann. an wenn Sie sich wenden sollen. wenn Sie sofort den Henker rufen. Ihnen mitzuteilen. dann werde ich zum Bluthund von Liechtenstein. aber was habe ich zu verlieren? Habe ich nicht heute schon alles verloren? Muss eine solche Katastrophe passieren. bis man in Liechtenstein zum Minimum von Grundrechten kommt? Offensichtlich JA. Auf der einen Seite verstehe ich ganz klar. aber mit Ihnen sind es jetzt zwei Personen (Sie und ich) die von diesen Unterlagen erfahren haben. Es widerstrebt mir sehr. Die Formel ist einfach: Werde ich während ich auf einen Schlussbericht eines Sonderstaatsanwaltes und eines Richtergremiums warte und das Resultat bei einem Treffen in Deutschland vorgelegt bekomme. wer wie viel von diesen Unterlagen. und die Vorstellung der Kettenreaktion ist grausam.) ihre (Steuer-) Gerechtigkeit bekommen!! Amen und Ende. Ich habe eine sichere und einfache Kommunikationsmöglichkeit übers Internet eingerichtet.

das PASSWORT und den PROVIDER (alles in Kleinbuchstaben eingeben). Somit haben Sie das LOG-IN Wort.kostbaren Bilder hängen. Ich will nicht zum Mörder werden. Dann haben Sie das LOGIN Wort. Sehr geehrter Fürst und Erbprinz. ich weiss. dort 1x klicken. Ich habe dies alles so gemacht. die Inkompetenz und Selbstherrlichkeit gewisser Staatsanwälte und Richter ein und für allemal zu korrigieren. Liechtenstein hat eine letzte Möglichkeit. (Falls das Selbstbildnis im Lager umgehängt worden ist. Später werde ich Ihnen sofort mitteilen. Im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses (wo er sich als Musiker darstellt) des Maler Gerard DOU ist im Innenrahmen des gegenüberliegenden Metallgitters (an welche die verschiedenen anderen Bilder aufgehängt sind) habe ich selber das LOGIN Wort angebracht. Durchlaucht Fürst Hans-Adam. entweder mit Dr. die Ihnen nicht würdig ist. Aber es ist zum Schutz IHRER Daten. Auf der Homepage des Providers finden Sie auf der 1. darauf klicken und Sie finden meine Meldung. aber auf Grund der speziellen Umstände gibt es keine andere Lösung. als erstes einfällt. Ich hatte keine andere Wahl. dass Sie mit hinein gezogen werde. Sie werden es sofort erkennen: das Wort (mit 2 Zahlen) hat nichts mit den Bildern oder dem Rahmen zu tun. Auch dass ich Sie zu einer Kommunikation bitte. fahrbare Metallrahmen trägt die Nummer 49/51). der hängende. Im Grunde bin ich mir aber auch bewusst. dass Sie und Ihre Berater. wenn Sie dann das LOG-IN Wort in der Schatzkammer lesen. Im E-MailAccount auf der linken Seite bitte auf *Draft* (rot) 1x klicken. Ein Treffen kann nur in Deutschland stattfinden. das Ihnen persönlich. Linie das Kästchen ‚E-Mail‚. Bei der nächsten Seite das LOGIN Wort und das PASSWORT eingeben. mit dem Erbprinzen Alois. im Gegenteil. da ich sicher gehen will. dass Sie wirklich mich versuchen zu verstehen. 192 . Pius Schlachter oder. beim welchem Provider (Homepage) die E-MailAdresse eingerichtet ist. Im Draft ist eine Mail mit Header „Documents‚ gespeichert. Das dazugehörende PASSWORT ist jenes Wort. wenn Sie es wünschen. unberechtigterweise verlange ich von Ihnen die Schutz-ID. Es tut mir ausserordentlich Leid.

weil es für ihn einen Schreckschuss sein würde. der dicke. Ich verstecke mich nicht einfach irgendwo und warte gemütlich bis was geschieht – NEIN! Da der Staat mit seiner Staatsanwaltschaft nicht Handeln wollte. etwas gemacht hatte. ausgerechnet in Hans-Adams persönlicher Schatzkammer den Hinweis für das Passwort für die vorher eingerichtete Internetkommunikation zu hinterlassen. Anm. wo seine kostbarsten Bilder hängen. Auch schäme ich mich obigen Brief an Hans-Adam geschrieben zu haben. Sie selber können erkennen. wo ich mit absoluter Sicherheit vorauserahnen konnte. das war also DER BRIEF. Dieser Rundturm (vom Dorf unten aus gesehen. dass „ ein Fremder“ ausgerechnet in jenem Bunker.höchstwahrscheinlich alles daran setzten werden. Natürlich schäme ich mich (auch als Liechtensteiner) heute noch. mich selber. dass ich durch meinen jetzigen Aufenthalt in Deutschland alles riskiere: die LGT. Ich wählte dieses eher abnorme Art einen Hinweis anzubringen aus. Hochachtungsvoll H. dass ich solche Methoden anwende. wo ich den Kleber anbrachte.K. hatte für die ganze Sache eine ausdrückliche Bedeutung. ein DLT-Tape geklaut zu haben auch wenn es nur eine „Kopie‚ der Kundendaten darstellt. Entschuldigen Sie meine Fehler und vergeben Sie mir. Dies alleine schon deshalb. habe ich selber den Startknopf für das ‚letzte Kapitel‚ gedrückt. Aber eben.: Mir war klar. nicht aufgefallen. der Hans-Adam selber nachsehen würde. So. weil dies der einzige für mich logische Weg war. Auch der ausgewählte Platz. 193 . Liechtenstein. mich zu vernichten. in der seine monströse Kunstsammlung fachgerecht und absolut sicher verwahrt wird. Mit meiner Abreise aus Liechtenstein gibt es für mich keinen Weg zurück. Dieser Hinweis in der „Schatztruhe“ Hans-Adams soll nach meiner Rückkehr noch zu wilden Diskussionen führen. runde linke Teil der Schlossmauer) wurde in den 90er Jahren mit Tonnen von Beton ausgegossen und beinhaltet mehrere Stockwerke. nämlich im eigenen Blickwinkel des Selbstbildnisse des Malers Gerard DOU. die mit ihm später im Raum vor dem Bild standen. dass es psychologisch hoch riskant war. Der Brief an Hans-Adam ist hier zu Ende. der eine ungesunde Kettenreaktion und äusserst stürmische Zeiten für Hans-Adam. in der Hektik des Dramas ist meine Metamorphose Zweideutung dem Hans-Adam und all jenen. Liechtenstein und mich 2003 bringen sollte.

dann könnten sie exakt feststellen. Thomas Müller & Dr. verraten hatte. in Bezug auf verwaltete Geldsummen und so weiter. Das Hans-Adam und seine LGT natürlich vehement versuchen vor allem die Zahl betroffener Kunden (insbesondere der Deutschen) „kleinzureden‚. Oh. Januar 2003 nicht geschrieben hatte und auch später im 2003 weder ihm.oder Zweitbegünstigte). Anstalten. mal den Gärtner. mal „aufgetaucht‚. mal den Hans-Adam erpresst und hätte von Hans-Adam zwei Pässe für die „Flucht‚ verlangt.mehr über die Beiden in den folgenden Kapiteln). egal ob als Totalzahl oder pro erwähntem Land. da man seit Februar 2008 nun unzählige Varianten dieser Zahlen in den Medien nachlesen kann. dass es eine ständige wiederkehrende Chance war. hätte angeblich mal die LGT Bank. der Aufteilung der Begünstigten (Erst. Wüssten sie das genaue Datum. mal die LGT Treuhand.rein strategischer Natur. wie passte es Liechtenstein schön ins Bild. Wobei ich aber zugeben muss. wurde der Diebstahl von der LGT Treuhand nicht bemerkt. liegt in der Natur ihres versuchten. dass ich die reine Möglichkeit ein Tages-Back-Up-Tape zu entwenden.). war der Zeitpunkt. schon einige Zeit vor diesem Datum entdeckt hatte. 194 . Wie ich vermutete hatte. sind die faktischen. böse und kriminelle Kieber hat die Daten gestohlen. kläglichen „Desaster Management‚. dass ich das Back-Up-Tape zeitlich NACH meiner Kündigung (vom 29. der LGT noch "dem Professor" und ‚den Bankdirektor‚ (Dr. welche Daten/Dokumente nicht auf dem Band sind.Was ich aber im berühmten Brief an Hans-Adam vom 07. sei mal aus Liechtenstein „abgehauen‚. mal den Teufel. jener genaue Tag wann ich mir das Back-Up-Tape angeeignet hatte. etc. Der Hauptgrund dafür. sei es bezüglich der Briefkastenfirmen (Stiftungen. Die ausländischen staatlichen Behörden wollen u. mal „quergetaucht‚. Pius Schlachter . August 2002) entwendet hatte. im Buch aufklären. es nicht mitzuteilen. Exklusive kann ich erstmal in dieser "Tragödie ohne Ende" hier. mal „untergetaucht‚. richtigen Zahlen! Ich erwähne dies deshalb. war – damals wie heute . aus taktischen Gründen die genaue Zahl nicht bekannt geben. Was konnten sie nicht alles den Medien seit Februar 2008 „erzählen‚? Der hochintelligente. Ich konnte auch feststellen.a. Ich möchte hier und heute die Gelegenheit auch nutzten und folgendes klarstellen: Alle im Brief an Hans-Adam genannten Zahlen.

Ich habe weder von Hans-Adam noch von anderen je Geld. erschien die ganze Geschichte unlogisch: Wäre der Kieber kriminell wie die hohen Finanz-Herren aus Liechtenstein behaupteten. Und er wäre samt der Pässe für die angebliche „Flucht‚ untergetaucht. dass sie es evt. je nach dem wie es ihnen in ihrem Krieg gegen mich passt.w. In der Tat habe ich nie weder Hans-Adam. die zuvor unter allen betroffenen in nächtlichen Krisensitzungen in Vaduz abgestimmt wurden. Definitiv habe ich verschiedene Gesetze mit meinem Handeln gebrochen. Was nicht heisst. Einige Journalisten. Meine Beweggründe (die Daten zu entwenden. als es sich dann über fünf (!) Jahre später.. „Fluchthilfe‚ oder ähnliches verlangt. den Brief an Hans-Adam zu schreiben und dann nach Deutschland zu reisen) waren genau so. die der Sache etwas tiefer nachgingen. Robert Wallner durfte nur genau die Worte wiedergeben. Dass diese meine Aussage 100% der Wahrheit entspricht.hat ihm lange Briefe geschrieben. wird auch klar von denen in Vaduz bestaetigt: nie wurde solches behauptet. 195 . Das Datenmaterial in seinen Händen war ja im Januar 2003 viel aktueller und brisanter. u. Ich habe nie Geld oder andere Vorteile (Fluchthilfe etc. im Februar 2008. eines Tages behaupten werden. Der wahre Inhalt dieses Briefes und die ganze Vorgeschichte dazu wurden auf Befehl von Hans-Adam im Februar 2008 von Seiten Liechtensteins bewusst vollständig unterdrückt. verlangt oder erhalten. wie ich sie in den bisherigen Kapiteln im Buch Wort für Wort niedergeschrieben habe. explosiv uns allen offenbarte. Selbst der leitende Staatsanwalt Dr.) erpresst. dann hätte er doch den Hans-Adam. Die Reaktion auf meinen Brief von Hans-Adam und der von ihm befehligten Regierung und der von ihm indirekt kontrollierten Justiz und Polizei kann ich Euch Lesern in den nun folgenden Kapiteln in messerscharfem Detail berichten. die Regierung noch die LGT erpresst. Meine Leser können nun die Fortsetzung der wahren Geschichte weiter schwarz auf weiss lesen. Ich will mein Verhalten nicht schönreden.s. die Regierung oder zumindest die LGT um massenhafte Millionen erpresst.

von Hans-Adam selber. oft gefahrvollen und sehr stressigen Zeiten während meiner Reise quer durch Deutschland. 196 . geheim geführten Aktenvermerke der von den Hohen-Finanz-Herren im Januar 2003 eingerichteten „Kriegs-Kommando-Zentrale‚. Dort wo es mir für meine LeserInnen hilfreich erscheint. Schlachter oder dem Professor Dr. die über die Jahre hinweg meinen Kampf mit ansehen mussten und die anhaltende Ungerechtigkeit nicht auch mit unterstützen wollten. diese sind kursive geschrieben und fangen wie immer mit „Anm. Daher hatte ich das Glück. die KKZ.B.:“ an. Auch Angaben zu all dem was ich im Ausland (also Deutschland & Holland) über die zeitgleichen Aktivitäten deren in Vaduz in Erfahrung bringen konnte (entweder durch den Professor/den Bankdirektor oder durch meine eigenen Nachforschungen). * = es gab immer wieder mutige. Diese Details hatte ich nach meiner Heimkehr nach Liechtenstein direkt oder auf Umwegen erfahren können. Thomas Müller. Alle Episoden sind für den besten Überblick chronologisch niedergeschrieben. In diesem Kapitel bis und mit Kapitel 16 schildere ich unter den drei abwechselnden Zwischentiteln BERLIN / VADUZ / AMSTERDAM die turbulenten. Unter BERLIN und AMSTERDAM könnt ihr nachlesen was meine eigenen Aktivitäten waren und was ich während den vielen heimlichen und komplizierten Treffen mit den zwei Gesandten von Hans-Adam erlebt hatte.KAPITEL 8 Wenn Herr Kieber eine Reise tut. Holland und zurück ins Rheintal. beim Versuch die sich anbahnende Katastrophe abzuwenden. tröpfchenweise ab und zu einen richtigen Tipp und Originale oder Kopien von Dokumenten zu bekommen. Und wiederum vom Bankdirektor Dr. als er mir eine Privataudienz auf Schloss Vaduz gewährte und wir intensive über die Affäre diskutiert hatten. habe ich bei wiederum erklärende Anmerkungen angebracht. Aus verschiedenen Quellen: Z. kleine Beamte oder Leute in verschiedenen Stellen bei der Landesverwaltung oder Justiz. Oder aus Gerichtsakten und auch aus mir anonym zugespielten* internen. Unter VADUZ ist umschreiben was weit weg in Vaduz Hans-Adam und sein Liechtenstein an legalen und insbesondere illegalen Anstrengungen an den Tag gelegt hatten.

habe ich alles unter dem Titel BERLIN und Amsterdam wie bisher in der Ersten Person und alles unter dem Titel VADUZ in der Dritten Person geschrieben (mit Ausnahme von etwaigen Anmerkungen). um die für sie so wichtigen Geldgeschäfte zu schützen. erst in Deutschland dann in Holland waren. Dieser Name war ab jetzt tabu. meine 197 . die nicht nur viele Gesetzte aus Liechtenstein schwer verletzten. Das kleine möblierte Zimmer in Berlin hatte ich schon im Dezember 2002 via dem Internet gefunden. Nunmehr war es das Berlin im Jahr 13 nach der Wiedervereinigung. wie der offenbar deutliche automatische Trieb von den Hohen-Finanz-Herren aus Liechtenstein in Aktion getreten war. Es war kalt und die Menschen dort waren nicht gerade Gesprächsfreudig. wo ich euch vor allem diese Episoden nicht nur im Rückblick sondern auch mit äusserst vielen Detailangaben schildern kann.Um auf idealer Weise nebst der geographischen auch die innerliche Distanz und fundamentale Diskrepanz zwischen mir und denen in Vaduz hervorzuheben. Januar 2003 Ankunft im Hauptbahnhof Berlin. ist die einmalige Situation. Handlungen vorgenommen hatten. Viel Spass beim Lesen ! BERLIN 7. Rückblickend war es nicht nur für mich sehr interessant und allgemein aufschlussreich zu erkennen. Ich nahm mir ein Taxi zu meiner neuen Unterkunft in Berlin Mitte. Holländische & Internationale Gesetzte und Vereinbarungen. Na ja. sobald sie merkten. Meine Vermieterin war die Daniela. sondern auch zahlreiche Deutsche. Ich nannte mich nicht mehr Heinrich. Diese Mal hatte ich aber keine grossen Erinnerungen an die Stadt. Ich war schon einmal hier – 1987. dass ihre geheiligten Kühe wirklich in Gefahr gekommen waren. Man kann sich gar nicht vorstellen wie hochgradig und hektisch die Aktivitäten von Hans-Adam und seiner Truppe in Vaduz und meine eigenen. Was es so aufklärend spannend macht. Und sie dann.

alles was natürlich auf Heinrich Kieber lautete – hatte ich für die Reise von Feldkirch nach Berlin umsichtig tief in meinen Taschen vergraben. Sie stellte viele Fragen über die Schweiz. Sie war schon fast 10 Jahre in dieser Endlosschleife. oder 3. es hiess. die eine relative günstige Mietwohnung ihr "eigen" nennen konnte. Es war eine bedeutende Nacht: meine erste Nacht seit 5 Jahren und 261 Tagen ausserhalb Liechtensteins. Daniela war eine etwas verrückte Henne. etwas verwildertem Innenhof. Nervös über alles was jetzt passieren würde. Ich hatte ja schon einmal davon gehört. Wir hatten ja zuvor nur 2. es sei sehr schön dort im Sommer. Oder sie wog den offenen Tee aufs Gramm genau ab. Was ich auch gleich am 1. Stock. vor allem in diesem Winter war Berlin grausig anzusehen. wie sich Langzeitarbeitslose in Deutschland den Lebensinhalt speziell danach ausgerichtet hatten. schlief ich in meiner ersten Nacht in Berlin in einem grossen Bett mit fein duftender Wäsche ein. bar bezahlt hatte. Ecke Geisbergstrasse. Sie wohnte in einer klassischen Altbauwohnung an der Ansbacherstrasse (um die Hausnummer 60/62/64 rum). So zählte sie wahrhaftig die Cornflakes fürs Frühstück ab. vermietete sie das zweite. aber gut erhaltenem typischem Berliner Mehrfamilienhaus mit kleinen Balkonen nach vorne.diversen Ausweise (Pass. im 2. Am späteren Nachmittag war ich also dann bei Daniela mit Sack und Pack eingezogen. Im Winter. wie sich rasch herausstellte. in der Nähe des berühmten KaDeWe Kaufhaus. warum Berlin. 198 . 3 Mal per Email und mittels eines einzigen Telefonanruf Kontakt. Mein Zimmer war sehr sauber und kostete mich 300 Euro pro Monat. Tag. ID-Karte und Führerschein) . In einem alten. das schöne Berlin. Vom Wittenbergplatz. wie abgemacht. warum im Winter? Berlin. Nun gut. wenn es bitter kalt in Berlin wird und die Kosten wegen der Heizung steigen. woher ich komme. Sie war eine derjenigen Glücklichen in Berlin. In all den Jahren „auf Arbeitssuche‚ hatte sie sich aus Kostengründen eine extreme Art von Knauserigkeit angeeignet. Jeweils in den Wintermonaten. kleinere Schlafzimmer. her kommend war das Haus auf der rechten Strassenseite. was ich tue. sowie noch kleineren nach hinten raus und einem grünen.

Hans-Adam. Eine der zwei Sekretärinnen von Hans-Adam öffnete den Brief und konnte sich keinen Reim daraus machen. Dass er ihnen einen wilden Brandbrief schreiben würde. entschied sich der Schlossherr vorerst niemanden ausserhalb der Familie zu informieren. Der Diener nahm das Paket an und übergab es Hans-Adam: obwohl dieser lesen konnte. entschloss er sich doch die Landespolizei zu 199 . Da der Brief ausgiebige Schriftstücke enthielt. Die ganze Nacht hindurch wurde über dem Brief gebrütet und sie versuchten sich einzureden. Da im Brief erwähnt war. Für die nächsten 24 Stunden wurde das Kuriosum „Heinrich Kieber‚ wiederum unter den ranghöchsten Mitgliedern des Hauses Liechtenstein im Schloss diskutiert. Januar 2003 Mangels steigender Unklarheit was Kieber mit all dem meinte und da Hans-Adam als Staatsoberhaupt ja immer auf seine eigene Polizei zurückgreifen konnte. dass nun nur zwei Personen. fuhr das Taxiunternehmen Gabor mit dem rissen Paket um 11:35 beim Schlosstor vor. waren dies für Hans-Adam und seinen Sohn mehr verwirrend als aufklärend. Sie beiden kannten Kieber ja persönlich und wussten daher wer der Absender war.VADUZ 7. dass das 3D-Modell für das Gericht hergestellt worden war. erschien als total undenkbar. VADUZ 8. Januar 2003 Wie von Kieber beauftragt. zusammen mit seinem Erstgeborenen. sondern auch mit den Vorbereitungen für die in den nächsten Tagen alljährlichen stattfindenden Empfang des ausländischen Diplomatischen Korps auf Schloss Vaduz. VADUZ 9. HansAdam und Kieber von der Sache wussten. dass dies alles entweder ein Dummer Streich oder ein Irrtum von Kieber sein musste. riss er die angeklebte Schuhschachtel voll mit Gerichtspapieren weg und lies das 3-D-Modell ohne Hemmungen im Schlossabfall-Container entsorgen. Januar 2003 Kiebers dicker Brief war auf Schloss Vaduz am Nachmittag angekommen. Alois war nicht nur sehr stark mit dem Endkampf der im März 2003 bevorstehenden Volksabstimmung um die neue Verfassung beschäftigt.

dass es sich bei den von Kieber beschriebenen Vorgängen und exakt aufgelisteten Mandatsdetails tatsächlich um LGT Treuhand. Hr. dass sich grosses Unheil über sie zusammenbraute. Um 11:30 rief Frau Schädler vom Schloss dort an. Worauf hin HansAdam heftig unterbrach und fragte. zeigte der Hausherr allen anwesenden die vollen Unterlagen von Kieber.) der LGT Treuhand berichteten. Punkte V. in welchem Umfang. Es war nicht nur die Ungewissheit darüber. die im Detail über die schmutzigen Geschäfte und Leichen (u. seinem Erstgeborenem Alois. Bevor aber die von Kieber dem Hans-Adam zugesandten Schriftstücke der Polizei übergeben wurden. wurden bei ihm streng unter Verschluss zurückbehalten. seinem Bruder Philipp (CEO der LGT Gruppe). sowie auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine auf CD gebrannte Kopie dem Generaldirektor der LGT Gruppe.B. + VI. Feuerstein versuchte die anwesenden damit zu beruhigen. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht hatte und wenn überhaupt. Schon alleine die Vorstellung.a. 200 . die Herren Piske und Dr. Feuerstein erwiderte. wie den Kieber an solch massive Detailkenntnis gelangen könnte. dass niemand die Daten der Treuhand mitnehmen kann und Kieber ja keinen Beweis (z. dass Kieber – mit seinen offenbar tiefen Kenntnissen aller Daten und Leichen im Keller – angeblich in Deutschland herum irre. Bei einem Treffen um 18 Uhr im Schloss zwischen Hans-Adam. Piske. nicht dumm sei und bekanntlich ein Elefantengedächtnis besitze. führte zur allmählich Dämmerung bei den Herren. veranlasste der Schlossherr die Unterlagen zu zensieren: Alle jene Seiten.rufen. Der Rest des Originalbriefes samt Beilagen (ohne das Kerkermodell. Davon überbrachte die Polizei persönlich jeweils ein Set Kopien auf Papier der STA. Alle vier Herren bestätigten ihm. ohne die Daten zu haben. Schlachter von der LGT Bank und dem Chef der Treuhand Nicola Feuerstein (der Exboss von Kieber). Auf Befehl von Hans-Adams wurden danach von ausgewählten Einzelstücken Kopien angefertigt. wer welche Dokumente erhalten hatte). 1000 Grad heissen Flamme des Müllverbrennungsanlage im schweizerischen Buchs/SG über dem Rhein wartete) wurden dann von der Polizei abgeholt und ein Register angelegt. als Beilage im Brief) dafür geliefert hat. dass er also die eigentlichen Daten wirklich hatte.oder -Bankgeschäfte handelt. dass im Abfallcontainer des Schloss auf das Ende in der ca. dem Gericht und dem Schloss (damit Hans-Adam den Überblick behielt. dass Kieber lange genug bei der Treuhand gearbeitet hatte. indem er behauptete.

jegliche unter dem Schirm der KKZ möglicherweise gewonnene Erkenntnis über die Geschäfte seiner LGT Gruppe im Sinne der rechtsstaatlichen Aufgaben zu verwenden. VADUZ 10.: Was immer das heissen mag. da allein Kiebers Andeutung. die öffentliche Dienstpflicht der mit staatlichen Aufgaben betreuten Teilnehmer (Regierungschef. Im KKZ hatten federführend Hans-Adam und Erbprinz Alois das Oberkommando. Kundendaten aus Liechtenstein mit ins Ausland genommen zu haben. Sie machte sich angeblich Sorgen um Kieber. ich vermute aber Piske. Diese Sitzung verlief sehr chaotisch. unter dem Vorsitz von Hans-Adam. um 20:30 die Regierung in einer Sondersitzung im Regierungsgebäude informiert. in Anwesenheit vom Erbprinz Alois. Thomas Müller aus Wien) waren der weitere Personenkreis im KKZ.: Namen mir nicht bekannt. Regierungschef Herr Otmar Hasler. Gegen eine solche einschneidende. Haun und Willi) sowie die Führung der LGT Bank und der LGT Treuhand.und Aussenministerin. Dieser sollte sich einen Reim aus der Schriftenflut von Kieber machen und hauptsächlich die KKZ beraten. im Prinzip rechtswidrige und beispiellose Massnahme hatten die Betroffenen nichts einzuwenden. einen TOP Psychologen hinzuzuziehen – Den besten Psychologen Europas . hatte er ihnen untersagt. sowie später dann „der Professor‚ (Dr. Es wurde dort sofort eine Kriegskommandozentrale. 201 . die Truppe der STA (Dr. Unter dem Vorwand der Sicherheit für seine LGT Gruppe. für ihn als Staatsoberhaupt und für das ganze Land. die Aussen. STA und Polizei) zu beschneiden. Justiz.Wegen der akuten Brisanz der Lage wurde am selben Abend. Robert Wallner. einer Kriegserklärung gegenüber dem "ganzen" Land Liechtenstein gleich kam. Anm. der Kripochef Herr Jules Hoch. kurz die „KKZ‚ installiert und mit allen nur erdenklichen Mitteln und Vollmachten von Seiten Hans-Adam ausgestattet.: Nicht mit mir verwandt). dem Regierungschef Hasler und weiteren Teilnehmern (Anm. Als allererste Vorsichtsmassnahme hatte Hans-Adam beschlossen. Schlachter und Feuerstein) hatte entschlossen.und Justizministerin Frau Rita Kieber-Beck (Anm. Januar 2003 Die KKS. Angeblich soll sich die STA Alma Willi sehr betroffen gezeigt haben.

wo er sich versteckt hielt.03 um 10:06 an meine Hausärztin) abgeschaltet hatte und die SIM-Karte vernichtet hatte. da eine solche verdeckte Polizeioperation der Liechtensteiner in Zürich sicher nicht durch den Polizeikooperationsvertrag vom 9. Eine juristische Hürde sozusagen.1.1. dritte Person ruckzuck mit einem unmarkierten Liechtensteiner Polizeiwagen (VW Bora) ins 110 Km entfernte Zürich geschickt und die Strasse/Wohnung wo die besagte Dame wohnte. dass Kieber eine Art Freundin hatte. den 13. bis Montag Mittag. In deren paranoiden Besessenheit herauszufinden. sich per Privatflugzeug nach Altenrhein in die Schweiz fliegen zu lassen und dort von einem Fahrer der Regierung am Flughafen abgeholt und sofort auf Schloss Vaduz chauffiert zu werden. da sie in Zürich wohnte und auch noch Schweizerin war. Des Weiteren hatten die Handlanger von Hans-Adams in Erfahrung bringen können. Es wurde vermutet. wo seine Post seit Anfang Januar ’03 umgeleitet wurde. plus eine weitere. Illegal daher. die Mobiltelefonanschlüsse von Kieber und seiner Stiefmutter sofort abhören zu lassen. Dieser „Professor‚ wurde sofort im Ausland kontaktiert und man hatte Glück. Kieber würde sich dort im Haus versteckten.im Grunde illegal – überwacht. das Postfach in Mauren. Es wurde auch eine zeitlich unbefristete Rund-um-die-Uhr Objektüberwachung seines Elternhauses im Mauren ab 16 Uhr angeordnet. Man glaubte ihm nicht. die besagte Dame überwachen zu lassen. Juli 2001 zwischen der 202 . er konnte den Auftrag annehmen. da ich mein Mobiltelefon nach meinem letzten Anruf (am 7. Dies war dem HansAdam egal! Es wurden zwei Liechtensteiner Polizeibeamten.wie am Besten an Kieber und vor allem an die Daten gekommen werden kann. Er schlug Hans-Adams Angebot dankend aus.: Alle drei Massnahmen brachten nichts. Die KKZ hatte keine Zeit und Lust auf die im Gesetzt vorgeschriebenen Richterbeschlüsse zu warten und es wurde von oberster Stelle befohlen.03 . sondern in Berlin war und meine Stiefmutter für mehrere Wochen nach Asien abgereist war. Er versprach. Er wollte lieber mit dem eigenen Auto anreisen. am nächsten Tag nach Vaduz zu reisen. zudem nicht in Mauren. ordnete Hans-Adam an. dass er wirklich nach Deutschland abgereist war. Da gab es aber ein grosses Problem. Anm. zu leeren und dann zu überwachen.

wurde dem Professor natürlich nicht gesagt: das liebe Bankengeheimnis.: Herkunft und Funktion der „dritten Person“ wurde mir nie ganz verraten. Aber es hat mit der Tatsache zu tun. wenn ausländische Polizei ihre Bürger in der Schweiz überwacht. Zwischen 16 und 18 Uhr wurde unter Mithilfe des Leiters der ITAbteilung ein Inspektion des alten Arbeitsplatz von Kieber bei der LTV durchgeführt. Er hatte aber Zugang zu allen Daten. Kieber hatte lediglich im DOCUWARE (e-Doc) Projekt gearbeitet. daher eine dritte. Ihm wurde insbesondere eingehämmert. dass. Wer diese waren. Thomas Müller erreichte Vaduz schon in aller Frühe. Die Schweiz mag es auch gar nicht gerne. alle Beilagen. war ein Termin mit dem Regierungschef Hasler unten im Regierungsgebäude der nächste Stopp. Kieber hätte kein Fachwissen. elektronisch wie auf Papier. Die Sache wäre höchst delikat. Unten im Dorf war aber das Gefühl einer 203 . zu jammern. VADUZ 11. wo er alle Unterlagen über und von Kieber (zensierter Brief. da sie überzeugt waren.: Wie man sich später täuschen würde. Fazit und Kommentare der IT-Spezialisten: Kein Material von Kieber gefunden. Der Professor erkannte sofort. falls ich dort anzutreffen gewesen wäre. die Besten der Besten zum Lösung des Problems verpflichten konnten. die zwei Vaduzer Polizisten aus juristischen Gründen NICHT hätten auf mich zugehen können. dass Hans-Adam als auch die Regierung äusserst angespannt waren und nicht aufhören wollten. da man unter den normalen Kunden auch sehr viele exponierte habe. Hans-Adam und sein Erstgeborener fühlten sich nun etwas entlastet. Anm. Nachdem er von Hans-Adam auf Schloss Vaduz empfangen wurde und mehr oder weniger aufgeklärt wurde. den 101er & 140er Akt) praktisch ohne Unterbruch für die nächsten 48 Stunden studierte. Anm.Schweiz und Liechtenstein gedeckt war. Januar 2003 Der Professor Dr. „neutrale“ Person vermutlich versucht hätte mich bis zum Eintreffen der vermutlich herbeizurufenden Schweizer Polizei irgendwie „festzuhalten". Dann wurde er buchstäblich in eine Art Abstellkammer gesetzt. Er verstand und versprach sein Beste zu tun. als würde die Welt untergehen können. nichts und niemanden je etwas zu sagen.

Januar 2003 Die Kälte und Berlin. Kommentare & Vermutungen am Ende der Sitzung: Es fehle der Datumskleber auf dem fotografierten DTL-Band (Tape). Fazit. Das Herauslassen der privaten Stiftungen der Mitglieder der Familie von Hans-Adam auf den Extra-DatenSpeicher sei gar nicht möglich. dass dies nicht notwendig wäre. Berlin ! Ich weiss jetzt nicht mehr ob der Spruch des regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit „Berlin ist 204 . Zudem war es in der Tat kein Problem einzelne Mandate für eine Kopie des DLT-Tapes wegzulassen. da ich der Überzeugung war. Sie konnten doch gar nicht wissen. Hans-Adam hatte hauptsächlich Angst um seine sprudelnde Geldquelle. driftete eher zur Meinung. Anm. Zwischen 18:15 und 20:30 wurde wiederum eine KKZ Sitzung bezüglich der Daten einberufen.Erleichterung bei der Regierung noch nicht angekommen. HansAdam und die Regierung mussten sich auf die Aussagen seitens der ITAbteilung irgendwie verlassen können. Hans-Adam und seine Regierung mussten sich ja auf die den Aussagen der IT-Leute zu 100 % verlassen können. Meine Angaben im Brief waren ja deutlich genug. im Brief an Hans-Adam beigelegt. Kieber habe gar keinen DVD-Brenner. Ich hatte ja KEINEN Beweis. All dieses Verhalten seitens der IT-Abteilung (was ich menschlich nachvollziehen kann) würde aber folgenschwere Konsequenzen für alle an diesem nun sich entfaltenden Drama haben: Das Vertrauen von Hans-Adam und der Regierung in die IT-Abteilung der LGT Treuhand wurde in der Folge sehr stark strapaziert. Kieber habe wohl leeres Band mitgenommen. die LGT Gruppe. seinem goldenen Esel. ob ich einen habe oder nicht. dass offenbar ein Tages-BackUp-Tape (das Datensicherungsband) ihnen irgendwann im 2002 „abhanden“ gekommen war und sie all die Monate nichts davon gemerkt hatten. wie zum Beispiel eine Kopie der Daten. da Kieber den Deutschen aufzeigen und beweisen könnte. Sie versuchten fälschlicherweise mein Computerwissen klein zu reden und auch sonst unlogische Kommentare abzugeben: wie die mit dem DVD-Brenner. blind davon „Kalt erwischt“ worden zu sein. .12. weil sie wussten. wie man in Liechtenstein wirklich die heissen Finanzgeschäfte abwickelte. Anwesend war Herr Feuerstein und der Leiter der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Die Regierung dagegen war in Panik. dass ich die Daten nicht hätte. Brrrrrr.: Der IT-Abteilung war es äusserst peinlich. Die IT-Abteilung. dass es mit dem „guten Ruf‚ Liechtensteins vorbei sei werde. BERLIN 8. Berlin.

war ein Besuch vom 205 . Die Stadtbusse sehen aus. 2 Stunden am Nachmittag. Als hätte ich nicht schon genug Action im Leben konnte sie mich überreden. Warm verpackt waren wir um die die Mittagszeit aufgebrochen. so dreckig waren sie. bis zwei davon zu ihr nach Hause kamen und den Libanesen besuchten. sie glaubte mir. die – zumindest im Winter – soviel Hundekot auf den Bürgersteigen liegen hat wie Berlin. dass sie mit dem Berliner Verfassungsschutz in Kontakt getreten war und diese ihr zuerst nicht glaubten. Konnte ich nachvollziehen: etwas paranoid erschien sie mir ja auch. Dies muss ihr wohl etwas suspekt vorgekommen sein. dass er etwas mit Terrorismus zu tun hatte. Die Berliner Leute selber. Mist für mich! Was würde sein wenn die Daniela irgendwas über mich zusammen spinnt und das letzte was mir jetzt noch fehlen würde. die sind wirklich nett. Aber plötzlich. Um gegen den Stress anzukämpfen wollte ich einmal schwimmen gehen. aber sexy‚ schon damals galt. dachte ich. Ich habe mich im kleinen Zimmer eingerichtet und versuchte so wenig wie möglich mit der Daniela zu kommunizieren. dass sie halt ein paar eher private Fragen stellen müsse. wobei sie sich als Mitarbeiter der Ausländerbehörde ausgegeben hatten. Überall musste gespart werden. Sie hätte vor 2 Jahren einen Libanesen als Untermieter wie ich gehabt und sie schöpfte den Verdacht. Dass die Deutsche Hauptstadt pleite war. Der Libanese war kein Terrorist. der Rest hatte irreale Öffnungszeiten von 1-2 Stunden am Morgen und evt.pleite. Was immer ich ihr erzählt hatte. Sie würde mir gerne die Sehenswürdigkeiten Berlins zeigen. Der Berliner Menschenschlag ist sehr erfrischend. Und der Hundekot! Meine lieben Berliner. als wären sie gerade von Hindukusch her angereist. und da wurde ich hellhörig. dass er ihr über sein Leben eine Lügengeschichte auftische. Gut für ihn. konnte ich an allen Ecken sehen. Da sind die Schweizer Hundebesitzer erstklassig. sagte sie mir. So hatte ich jedenfalls gedacht. ich kenne keine Stadt der Welt. Ich hörte ihr geduldig zu und hackte nach: Ja. mit ihr im nahen Park des Zoologischen Gartens spazieren zu gehen. erklärte sie mir. Sie war sich sicher. und was dann? Sie schilderte mir. Auf jeden Fall hatte sie die Beamten solange bearbeitet. von der Handvoll öffentlicher Hallenschwimmbäder waren mehr als die Hälfte aus Kostengründen oder mangels Unterhalt geschlossen. Sie hatte ursprünglich keine Skepsis mehr. Daniela fragte mich „dicke‚ aus und naturgemäss konnte ich ihr nichts von meinem wirklichen Leben erzählen.

die Kopien davon sowie die 2 kleinen Externen Harddisk nicht ständig auf mir tragen konnte und auch nicht mehr im Zimmer aufbewahren wollte. Mich beruhigte dies ganz und gar nicht. bat sie mich mit ihr ein Stockwerk tiefer zu gehen. dass die Daniela ab und zu spinnt. und noch Platz für den Rest da wäre. Ich erfuhr dies. dass ich OK sei. Es stellte sich heraus. das solche Strahlung 206 . Am Freitag war ich in aller Früh schon losgefahren um bei diversen Banken nachzufragen. Vorher musste ich aber ein anderes. die Kundenfächer selber wurden von der Bankseite aus elektronisch geöffnet und nur von Kundenseite aus mit einem Schlüssel. dass ich meinen ganzen Laptop etwas quer gestellt hinein schieben könnte. Er bescheinigte ihr. Nicht weit weg von Danielas Wohnung. dass ich mich jetzt schon auf eine Suche nach einer anderen Unterkunft machen musste und auch einen guten Grund finden musste. All die Daten bei ihr zu Hause. musste ich eine passende Bank mit passendem Tresorfach dafür suchen.Verfassungsschutz! Je länger wir da in der Kälte spazierten. Wie bei meinen Erkundungsausflügen kreuz und quer durch Berlin in den letzten Tagen. ob sie freie Tresorfächer zu vermieten hätten. sodass ich sogar schwitze. dass sie ihn vorher beauftragt hatte. Scheisse und Merde zusammen. Als wir dann nach Hause zurückgekommen waren. Ideal wäre die Filiale der Berliner Volksbank AG an der Budapester Strasse gewesen. um meinen raschen „Abschied‚ vor ihr nicht verdächtig erschienen zu lassen. Nun wusste ich. in den Taschen.h. wo wir Tee bei einem langjährigen Nachbar (wenn ich mich nicht täusche. Die kiloweise Papierdaten waren aber im blauen Handkoffer im Schrank im Zimmer verschlossen. mich beim Besuch zu begutachten. Ein Test ergab. hatte ich auch jetzt meine elektronischen Datenspeicher auf mir. war es ein Lehrer oder ein Pädagoge) trinken würden. akuteres Problem lösen: Da ich ja meinen Laptop. zumindest 4-6 Wochen bei dieser Adresse zu bleiben. das DLT-Tape. nun hatte ich ein weiteres Problem. in der Nähe des Eingangs des Zoos. Mein Plan war. Leider war deren Tresorraum eine der neueren Bauweise: d. weil er mich in der Küche an die Seite genommen hatte und mir es erzählte und zum Schluss bemerkte. Aber die elektronische Verriegelung und damit die elektromagnetische Strahlung machten mir Sorgen: ich habe gehört. um herauszufinden. umso heisser wurde es mir. ob ich eventuell eine Gefahr für sie und/oder Deutschland sei.

Ich verabschiedete mich mit der Lüge. Ein Rest von Bankgeheimnis war doch wohl in Deutschland noch vorhanden. Freundlich begleitete man mich bis zur Türe. 50 Postschliessfächer. Im Gegensatz zum Deutschen Pass. Die Berliner Sparkasse hätte ja keinen Grund gehabt. Oder? Die Bank aber forderte von mir eine Wohnsitzbestätigung aus Berlin. aber um ein Konto zu eröffnen. gefundene Filiale wäre auch ideal gewesen. dass die Berliner Sparkasse noch ältere Filialen hatte. Da ich ja nur ein einfaches Sparkonto. den CDs oder auf den externen Harddisks eventuell schaden könnten. D. unechten Wohnadresse zu überzeugen. Ich mietet mir ein Fach und bezahlte die Gebühr bis Ende März '03 im Voraus in Bar. z.h. also keine Karte für die Geldautomaten oder ähnlichem haben wollte. dass diese Art von Konto keinen Postversand generierte. dass ich mir eine solche Wohnsitzbestätigung holen würde und morgen wieder kommen würde. von wo nur die Miete für das Tresorfach abgebucht würde. worin meine alte Adresse aus Liechtenstein notiert stand. Eine Internetsuche ergab. Ich hatte keine Angst. Eine halbe Stunde später stand ich vor der ausgewählten Filiale Nr. Meine Erhebungen ergaben. ehemaligen Quartierladen. Vorher könne man mir kein Konto und Schliessfach anbieten. sagten sie mir. wo noch altehrwürdige Tresorräume verwendet würden. Ein älteres Ehepaar führte das Geschäft in einem kleinen.den Daten auf dem DLT-Tape. Ich konnte ja schlecht die Adresse von Daniela verwenden. Diese Bank kam also nicht in Frage. den Namen Heinrich Kieber zu verwenden. klappte es mit dem Kontoeröffnung. Filiale wurde ich fündig.B. die man von Aussen her Tag und Nacht erreichen konnte. Und mein Plan sah nicht 207 . der Polizei „zu melden‚. zumindest nicht bis Jahresende. 7. Bei der 7. musste ich meine Liechtensteiner Identitätskarte vorlegen. da ich denen ja geschildert hatte. ausgerechnet mich bei den irgendwelchen Behörden. dass ich gerade aus der Schweiz hierher gezogen wäre. Ich erklärte dies dem braven Bankangestellten und gab die Geschäftsadresse der privaten Postfachfirma als meine Wohnhausadresse und die zweistellige Zahl meines neuen Postfachs als meine Wohnungsnummer aus. stand im Liechtensteinischen Pass KEINE Wohnadresse. Dieses Mal klappte es mit meinem Reisepass. Die 6. dass es eine kleine Firma in Berlin Wedding gab. die eine Art ‚Postfächer‚ an Private vermietete. Sie hatten ca. Ich musste unbedingt eine Lösung für eine Berliner Adresse finden. Ich fuhr per Taxi an die angegebene Adresse. Es bedurfte geschickter Überredungskunst um ihn von meiner neuen. Zudem wusste ich.

denn schnellsten Weg dorthin via Ringbahn. Man wusste ja nie. Ich wickelte den Laptop in ein Küchenhandtuch und verstaute es zusammen mit den anderen Datenträgern (mit Ausnahme einer der zwei externen Harddisks). Die paar Kilos an Treuhand. Einen legte ich wie immer in solchen Fällen direkt in das Tresorfach hinein (nicht empfehlenswert. Besser irgendein Ausweis. dass mir zumindest keine „elektronische Datenpanne‚ bei der Daniela passieren könne. Ungern entschloss ich mich deshalb. einen ringformähnlichen Ausschlag geholt. Den Pass brauchte ich ja um mich beim nächsten Bankbesuch ausweisen zu können. die ich mitgenommen habe. dann muss man der Bank ein neues Schloss bezahlen). wo Heinrich Kieber drauf stand (mit Ausnahme des Passes) im Tresorfach. als keiner. Ich notierte mir wichtige Punkte. dort wo die Winterstiefel sich oben an der Haut schürften. Ich bekam zwei Schlüssel. Ich war sehr müde. Daniela liess mich zum Glück alleine. Daniela empfahl mir in einer der massenhaften vorhandenen Apotheken (kein Land hat so viele wie 208 . Am Wochenende unternahm ich eine Monstertour kreuz und quer durch Berlin. ich weiss es nicht mehr genau). Im Notfall auch per Taxi. 250 Euro auf das Konto ein. obwohl sie – dank ihrer vielen freien Zeit – ständig Vorschläge für den Besuch von Berliner Sehenswürdigkeiten machte. denn wenn man den 2. Ich kaufte mir eine Monatsfahrkarte (evt. ja nach dem. auch für unterwegs immer einen Ausweis. In meiner Situation war es besser immer einen gültigen Fahrschein zu haben. Erleichtert legte ich die lange Strecke von der Bank zurück zur Wohnung von Daniela zu Fuss ab.und Bankdaten. als ich Sonntagabend heimkehrte. um sicherzugehen. wie die genaue Adresse der USBotschaft oder des Deutschen Finanzministerium. dass ich dann noch in Berlin wäre. Um nicht evt. dass ich während deren Öffnungszeiten immer Meilenweit davon weg war. Ich zahlte ca. war es eine Wochenfahrkarte. Von den vielen hektischen Fussmärschen durch Berlin hatte ich mir rund um die Fussfessel. zusammen mit allen meinen persönlichen Papieren. Nicht auszudenken: ich gerate in eine Kontrolle mit keinem oder ungültigen Fahrschein und würde mangels Ausweis bei der Polizei landen. meinen Reisepass auf mir zu tragen. Ich suchte das Gebäude wo die LGT in Berlin eingemietet war auf. von irgendjemand vom Hauptsitz aus Vaduz auf Besuch in Berlin erkannt zu werden. Schlüssel verliert.vor. von wo ich aus starten müsste. U-Bahn oder Linienbus. waren im Handkoffer mit einem kleinen Bügelschloss abgesichert. Jetzt war ich sicher.

nööö – es war so kochend heiss. vermutlich schon bald mehr als Gläubige) Essigsaure Tonerde in Flüssigform zu kaufen und die roten Schrammen damit einzureiben. schwang ein Badetuch um meine Hüfte und holte noch schnell meinen blauen Handkoffer aus dem Zimmer und schleppte ihn mit ins Badezimmer. sagte ich zu meinem Spiegelbild. sicher mehr als Kirchen. VADUZ 12. „Nein Danke‚. Mann oh Mann. 209 . raus aus dem Raum. rein in die nächstgelegene Apotheke. Hastig ging ich also raus aus der Wohnung. dass man die Badewanne zu 4/5 mit eiskaltem Wasser füllen musste. Jetzt war es wirklich Zeit für mich eine andere Unterkunft zu finden. Die kommende Woche würde ja streng werden. Januar 2003 Der Professor kam nach 2 Tagen Studium am Sonntag mit schwerem Kopf für eine kurze Mittagspause aus der Kammer gekrochen. rief Daniela mir aus der Diele zu. Korruption etc. Ebenso würde er später auch NIE auch nur ein einziges Mandat je zu Gesicht bekommen. unter die Nase reiben würde. Aber Hallo. dass sie nur schnell Tabak und Zigarettenpapier (kam günstiger) kaufen gehe und fragte. wenn Liechtenstein einem ausländischem und auswärtigen Professor auch noch den Beweis von Kiebers Anschuldigungen in Bezug Geldwäscherei. hätten ihn schon brennend interessiert. auch das noch. wo das KKZ alle relevanten Unterlagen zu Thema „Heinrich Kieber‚ aufgeschichtet hatte. schlüpfte ich in mein Pyjama und Daniela hatte mir eine Tasse Tee angeboten. um nicht verbrüht zu werden. Frisch gewaschen und durchweicht. Sicher ist sicher. als ich mich spontan entschied ein heisses Bad zu nehmen. Nicht das das Wasser daraus zu kalt war.Deutschland. schrie ich höflich zurück. Der Warmwasserboiler im Badezimmer wurde vermutlich noch zu Hitler’s Zeiten gebaut. noch eine Kopie von deren Schilderungen. Zurück daheim. dachte ich mir. die sein eigenes Land (Österreich) betrafen. Man weiss ja nie. wo kämmen die da hin. „Es ginge mir nicht so gut‚. gewährt. Natürlich hatte ihm niemand weder einen Einblick in die echten Treuhand/Bank-Daten (diese Daten hatte die Regierung logischerweise selber auch nicht). Wir schauten gemeinsam noch etwas TV und dann ging ich zu Bett. ob sie auch Kondome mitbringen soll. Jene „schmutzigen‚ Mandate. wie Kieber sie beschrieben habe.

herstellen zu lassen. dass sie angeblich keine Pässe ausgestellt hatten. BERLIN 13. nur ganz wenige Tage zwischen der Briefankunft auf dem Schloss (7.03 nach Frankfurt fahren. Beide wurden über die ganze Angelegenheit ausführlich informiert. Als Fahrer soll die rechte Hand von Hans-Adam.) zuzulassen. Der Professor erwiderte. um von Professor zu erfahren. Ein Bankdirektor der LGT Vaduz soll mit ihm am 13.1. Januar 2003 (vormittags) Wieder hatte ich eine Nacht in Berlin überlebt. die er dem Brief beigelegt hatte.) und dem „1. Da es Sonntag war. Schlussfolgerungen ziehen konnte und jetzt Empfehlungen abgeben könnte. Auf Anordnung von Hans-Adams wurde das KKZ beauftragt.1. 2008 inkorrekt behauptet. aber immerhin nach einem selbst gemachten Tee. ob er sich schon einen Bild machen konnte. wurde von Kieber sehr präzises im seinem Schreiben festgehalten. ich würde eines der vielen Museen besuchen gehen. wo ich fieberhaft im Netz nach Angebote für ein möbliertes Zimmer suchte. wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen sollte.nachvollziehbarem . Der Professor empfahl. Stattdessen begab ich mich auf schnellstem Weg zu einem Internetcafé. Ich musste eine Unterkunft für spätestens 210 . Aus reinem . verabschiedete ich mich bei Daniela mit der Bemerkung. Dies misslang auf Grund technischer Unkenntnis in Bezug auf Bedienung der Passmaschine. versuchte man es zuerst mit eigenem. erklärte er Hans-Adam am Telefon. Den „Fahrplan‚. Somit hatten sie keine Zeit viel nachzudenken.: Ich lag richtig in meiner Planung. zum Schein auf Kiebers Angebot einzugehen und zwei neue Pässe herzustellen und in einem Umschlag am Montag zur LGT in Frankfurt zu bringen. Ohne Frühstück. eingeweihtem Personal aus dem KKZ. dass er sich seit Monaten für dieses Bühnenstück vorbereiten konnte. Man holte eine Passamtperson um 10 Uhr aus der verdienten Sonntagsruhe und bewerkstelligte die Herstellung der zwei Pässe rasch und problemlos.01. dass das Problem sehr tief liegen würde. ob sie die Pässe überhaupt erstellen sollen. Der Vorteil für Kieber war.Hans-Adam rief mehr als 4 Mal in der Kammer an.Selbstschutz wird von HansAdam und Liechtenstein seit Feb. Anm. zwei Pässe mit den gewünschten falschen Namen und mit 2 der 4 Passfotos von Kieber. Termin“ (14. Herr Gilbert Kaiser fungieren.

Ihre bisherige Mitbewohnerin habe sich letzte Woche klammheimlich aus dem Staub gemacht und sei ihr aber noch 2 Wochen Miete schuldig.sehr schön. das Zimmer doch morgen. Petra suchte eigentlich eine Untermieterin. in der Ecke. offerierte sie mir. Gemäss Klingel musste es die Wohnung im Erdgeschoss. „Zimmer zu vermieten‚ oder „Mitwohnzentrale‚ etc. Ich begriff. Es war eine ruhiges Quartier und das Mehrfamilienhaus am Ende. dachte ich mir. Auch sie musste Untervermieten. Etwas Schnee lag auf dem Fussweg. Heute ging es ihr nicht mehr. Ich versuchte mir vorzustellen. sodass ich am nächsten Tag keine Zeit verlieren würde. Ich erzählte ihr. dass der Überraschungseffekt mir dienlich sein könnte. Treppe runter und Rechts sein.Morgen Abend finden. Es war schon komisch. also eine Frau. ungefähr immer zur selben Zeit das Mittagessen von der Küche bestellt. Ich wusste. In ca. jetzt schon mal die Strasse aufzusuchen. Aus heiterem Himmel entschloss ich mich einfach mal beim Schloss Vaduz auf die Zentrale anzurufen. Da ich solches im Brief nicht angekündigt hatte. Ich würde meine Miete pro Monat im Voraus bezahlen. ein Anruf kann nicht Schaden und bis jetzt gab es ja noch keine Tote in diesem Drama. rechnete ich ihr vor. von wo ich die Berliner Welt zwischen 10 Uhr und 12 Uhr vor meinen Augen vorbeiziehen lies. Die Monatsmiete für mein Zimmer war 380 Euros. ich sei auf Besuch aus der Schweiz hier und Berlin sooo schön finde. kein Mann. Es sei ja billiger als im Hotel zu wohnen. Ich nahm den Bus zurück ins Zentrum von Berlin und setzte mich in ein Café. Ich tippte in die Suchmaschine ein: „Untermieter gesucht‚. da sie gleich zur Arbeit müsse und erst sehr spät abends heimkehren würde. Ich notierte die Nummer und rief auch gleich von einer Telefonzelle aus an. dass Hans-Adam. sodass sie ihre eigenen Mietkosten reduzieren konnte. Sie wohne in der Nähe der Kirche zum Heiligen Kreuz. Etwas Mut dazu brauchte ich schon. 40 Minuten war ich dort angelangt. im Garten und auf der Strasse. dass ich gerne noch 4-8 Wochen hier bleiben möchte und daher ein Zimmer suche. wenn er im Schloss war. Dienstag in der Früh anschauen zu kommen. Eine nette junge Stimme nahm den Hörer ab. Ich fand ein Angebot. Dies gefiel ihr. 211 . Ich notierte mir die Strasse und entschied für mich. wo ab sofort ein kleines möbliertes Zimmer offeriert wurde. das ganze. was die in Vaduz jetzt wohl alles machen. Es hatte grosse Fenster und alte Bäume im Garten . Und da sie viele charmante Schweizer kenne.

um die Zeit bis 14 Uhr totzuschlagen. die ich im Brief erwähnt hätte. Ungeduldig stampfte ich zwischen den Telefonkabinen auf dem Wittenbergerplatz hin und her. das Kuvert an meine neue. dann würde ich den Auftrag geben. Sollte dies klappen. mein Fach leeren kommen. Ich begriff diese Gerede über „Mithören‚ nicht ganz. da ich nicht wusste. aber eben: Ich war froh. wie die Sekretärin auffallend perplex über meinen Anruf war. ob ich mit Hans-Adam sprechen konnte. Nach kurzer Wartezeit stellte sie mich zu Hans-Adam durch. Er sagte auch. nannte meinen Namen und fragte. sollte ich am nächsten Tag ausziehen. was ich postwendend 3 mal bejahte. dass ich gemäss den Angaben in meinem Brief vorgehen sollte und er die Pässe ausgestellt hatte. dass keine Fangschaltung da sei und wir aber vorsichtig sein müssten. Ich erwähnte.h. für ein paar Tage ausgiebig beobachten und dann zu einer Zeit. was mir sehr gelegen kam. Wenn ja. Ich sagte ihm schnell. Das ganze Gespräch dauerte nur 2-3 Minuten. sagte er zum Schluss. dass ich nicht mehr aufs Schloss anrufen solle. um schneller bereit zu sein. Ich rief also vor dem Mittagessen an. dass ich nicht allzu lange telefonieren möchte. ob ein Kuvert für mich da wäre. Er sagte mir. Daniela war nicht da. wo ich sicher sein könnte. Darauf hin konnte ich nur ein starkes Seufzen hören. dass er überhaupt mit mir sprach und ich glaubte. Er war erstaunlicher Weise nicht all zu böse. Ich packte meine sieben Sachen zusammen. Dann könne ich mit ihm sicher reden. dass ich in Deutschland war. solches von ihm zu hören. Er fragte mich 3 mal ob ich die Daten gut versteckt hätte. um zu erfahren. eine Person. dies sei der Anfang einer Lösung und nicht der Anfang vom Ende. Mir würde später eine andere Möglichkeit zum Telefonieren mitgeteilt werden. vielleicht würde ja jemand mithören. ob vielleicht eine Fangschaltung installiert wurde. Er sagte weiters. dass letztmöglich jemand mithören würde. Ich solle aber vorsichtig sein und nicht über die Daten reden. Ich hörte. wo mein Berliner Postfach im Erdgeschoss liegt. 212 . d. Ich fuhr auf Umwegen mit Bus und Bahn wieder nach Hause. was wir am Telefon hier besprechen: Man wisse ja nie. wer mithöre.Er legt grossen Wert darauf. Man kann sich heute nicht auf alle Verlassen. Dann würde ich nämlich die LGT in Frankfurt anrufen. dass eigentlich niemand unterwegs war. er war sehr besorgt über die Geschichte. also zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht. dies mit seiner Grossfamilie pünktlich und gemeinsam einzunehmen. Ich war eher erstaunt. Er sagte mir. private Postfachadresse in Berlin zu senden. würde ich zuerst das Gebäude.

Ich wurde in der Folge später auch nie wegen Erpressung angeklagt und logischerweise auch nie dafür verurteilt. einen neuen Akt gegen Kieber anzulegen. war mein Brief eine versuchte Nötigung und KEINE Erpressung! Eine Erpressung wäre es dann. „pro forma‚ einen Internationalen Haftbefehl zu beschliessen. da er dies detailliert im Brief an Hans-Adam angedroht hatte. bei Staatsanlässen wird das anderen Kennzeichen.VADUZ 13. Januar 2003 (vormittags) In aller Herrgottsfrühe fuhren Hr. Um auf alle Seiten abgedeckt zu sein. Der Bankdirektor und die rechte Hand Hans-Adams trafen in Frankfurt ein und nahmen sich zwei Zimmer im Hotel Palmenhof in der Bockenheimer Landstrasse. da Kieber die Wohnung im FL aufgelöst hatte. Die Untersuchungsrichterin.oder Betriebsgeheimnis zu Gunsten des Auslandes. Mit dabei hatten sie ein dickes Kuvert mit Handschriftlichem Schreiben von Hans-Adam für Kieber und den zwei Pässen.: Welch Ironie dieses Gesetzeswortlauts: Im Gegenteil. die Nötigung des Staatsoberhauptes Hans-Adams und – was aus Liechtensteiner Sicht am Schlimmsten war . wo er zusammen mit dem eintrudelnden Regierungschef Hasler die erste von vielen Tassen Kaffee oder Tee tranken. um 03 Uhr morgens erst.: Wie die UR richtigerweise festgestellt hatte. war der Professor mit dem Aktenstudium endlich fertig. orderte das KKZ das Landgericht Vaduz an. FL 1 angebracht) Richtung Frankfurt los.) und C) insbesondere die Ausführungsgefahr. Es wäre A) die Fluchtgefahr gegeben. wenn ich z.B. Der Haftbefehl sollte aber noch nicht im Polizeisystem aktiviert werden. um die Wahrheit der „schmutzigen Geld-Geschäfte“ in Liechtenstein zu offenbaren. Frau Netzer wurde beauftragt. Das Gesetzt macht da ganz klar einen Unterschied. Ausgiebigen Schlaf konnte er aber nicht erleben. Noch viel früher in der Nacht. Kaiser und der Bankdirektor von Vaduz aus mit dem Diplomatenstaatswagen des Hans-Adams (dunkler Audi A8 mit Wechselkennzeichen FL 6333. Um 07 Uhr war er schon wieder in der KKZ. Geld im Austausch für die Daten verlangt hätte. Anm. 213 .das Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. dass er – auf freiem Fuss gelassen – die Ermittlung der Wahrheit erschweren werde (Anm. Die Grundlage für einen Haftbefehl wäre eben die versuchte Datenunterdrückung & der Datendiebstahl. die damit zu erklären sei. B) eine Verdunkelungsgefahr gegeben. ich war auf einer Mission ins Ausland gegangen.

Nur für den Fall. wurde angeregt. Der Hintergrund des Gesetzgebers. dass in den Jahren 1994 bis 2004 (die Batliner CDs und meine LGT Daten ausgenommen) es 4 weitere. da der Diebstahl von Daten in Liechtenstein kein Offizialdelikt sondern ein Antragsdelikt ist und das bedeutet. offenbar erfolgreich. Zudem wurde beschlossen. Es ist in Liechtenstein kein Geheimnis. dass man sich für eine oder mehrere Razzien in Liechtenstein allzeit bereithalten sollte. BERLIN 13. wo es nie zu einer Anzeige kam. dass niemand davon etwas erfährt und keine nötigen Gerichtsbeschlüsse gezeigt werden müssen. Der Bankdirektor Schlachter nahm den Hörer in die Hand. auch „pro forma‚ anzufertigen. Er habe einen Umschlag von Hans-Adam für mich dabei. einen Datendiebstahl nur als Antragsdelikt zu klassifizieren. dass jemand hier sei.so ausgeführt werden. Im KKZ wurde weiters folgendes entschieden: Um der Person des Kieber aufzuspüren. instruierte das KKZ das Landgericht ein paar Hausdurchsuchungsbeschlüsse. auf die er vielleicht anrufen würde. dass die Bewohner der Gebäude anwesend wären. dann die Behörden aktive werden können. Ich rief die Nummer der LGT Frankfurt an. lag darin. bereinigen konnten. Ich 214 . da die betroffenen Firmen (3 Treuhandfirmen und 1 ausländische Bank) mit „Zahlungen“ die Sache selber. da man es der Bank oder Treuhand überlassen wollte. wenn es ums eigene Geld (Bank. Eine Datendiebstahlanzeige in meinem Fall lag aber nicht vor. sich mit dem Dieb einigen zu können und somit ein Aufsehen mit einem Strafprozess und auch Schädigung des Rufes verhindern zu können. Das hat oft gut geklappt. wenn auch kleinere Fälle von Datendiebstahl gegeben hatte. der mich sprechen möchte.Das Liechtenstein (über die KKZ) immer dann alle gesetzlichen Richtlinien und Vorschriften einfach zum Fenster raus schmeisst. Die Razzien sollten aber .oder Treuhanddaten) geht. zeigte sich auch in diesem Fall wieder. Januar 2003 (nachmittags bis in die Nacht) Endlich. der sich höchstwahrscheinlich im Ausland aufhielt.wenn möglich . Die Angestellte dort sagte mir. Ich sagte meinen Namen und fragte. die Uhr zeigte Punkt 14 Uhr. ob ein Kuvert für mich da sei. diverse Handynummern sowie zwei Festnetzanschlüsse von Personen zu überwachen. Der Vorwurf des Datendiebstahls hätte gar nicht als Grundlage für den Haftbefehl herhalten dürfen. nur wenn die Bank oder die Treuhand es selber wollen und sie einen Datendiebstahl bei der Polizei anzeigen.

da ich ja von einer öffentlichen Telefonzelle anrief (was er als erstes von mir erfahren hatte). Hans-Adam am Abend selber anrufen zu können.müsse ihn aber selber abholen. dass ich nicht in Frankfurt war. Er sei am Sonntag aufs Schloss gerufen worden und ihm sei aufgetragen worden. nein – versicherte er mir. Ich äusserte den Wunsch. vollständig und richtig zu lesen. meine Schreiben. erwähnen. Die Dame dachte. Ich rannte so schnell es ging zur neuen Niederlassung der LGT in Berlin am Kurfürstendamm Nr. er wüsste es nicht und möchte und musste es nicht wissen. das ich in Frankfurt sein würde! Ich fragte den Bankdirektor. einen Gefallen für den Hans-Adam zu tun. Ich schlug dem Bankdirektor auch vor.03. oder „Daten‚ u. Das sei alles gewesen. Er erwiderte. erzählte ich der Empfangsdame. Zu meinem Erstaunen erläuterte er mir. dass er angeblich absolut KEINE Ahnung habe. Noch nach Luft ringend. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. Etwas riskant. Ich musste ihm aber diesbezüglich glauben. wenn er ja nicht im Bilde war.1. Er wiederholte zudem mehrmals. dass ich einen Telefontermin mit einem hohen Bankdirektor der LGT Vaduz. aber in diesem Stadium des ganzen Dramas war für mich die Gefahr. ob er wüsste was in dem Kuvert sei. ich würde in 10 Minuten wieder anrufen. Ich fragte ihn. was man ihn gesagt hätte. ob er den keine Telefonnummer auf dem Display sehe würde. sprich nicht akut. Er verlangte den Beweis. um was es sich handle. Ich dachte nur: Mist. der jetzt in der LGT Frankfurt sei. das Kuvert mir persönlich zu übergeben. sondern in Berlin! Er glaubte mir es nicht. kalkulierbar. dass man hier wohl alles selber machen musste. NEIN. 36. wieder einmal haben sie es nicht fertig gebracht. Ich war schon etwas sehr verwirrt über diese Aussage. dass wir am Telefon sehr vorsichtig sein müssten. in diesem Fall den Brief vom 7. ich sei wohl ein etwas wirrer Kunde und rief die LGT Frankfurt an. wie ich beweisen konnte. sprich von HansAdam schnell „geschnappt‚ zu werden. Nein. Da stand kein Wort darin. dass er vom Hans-Adam persönlich beauftragt worden sei. Ich sagte ihm. er verneinte dies. Ich erklärte ihm. Ich regte mich auf. Wir dürften keine Details oder Worte wie „LGT‚. Er sagte. Ich sagte. Ich wurde dann mit dem Bankdirektor verbunden und damit gab es dann absolut keinen Zweifel mehr: ich war in Berlin! 215 . hätte.w. dass ich wirklich in Berlin sei. aber dass es auch keinen Sinn machen würde. dass ich in Berlin war. mit ihm weiter zu telefoniere. ja das wäre logisch.s. Er wüsste nicht um was es gehe. Da hatte ich eine Idee. Mir kam dies sehr suspekt vor.

In einem späteren Telefonat wurde mir gesagt. Ich hatte nochmals vorgeschlagen. Der Bankdirektor schwieg dazu und hatte stattdessen vorgeschlagen. die Deutschen mithören könnten. den Bankdirektor über den Sinn und Zweck seiner Reise aufklären sollte. dass ich ihn. Ich suchte ein Internetcafé auf und schickte von meinem alten Emailkonto aus dem Hans-Adam und seinem Sohn Alois eine Email aufs Schloss Vaduz. dass ich nicht in Frankfurt war und entschuldigte mich für die "Missverständnisse". mir aus Frankfurt entgegenzufahren. da es utopisch war. sich am nächsten Tag in Berlin zu treffen. Das Email hatte ich 3 Mal 216 . Je mehr ich mit dem Bankdirektor kommuniziert hatte. da ich Telefonkarten mit einem Wert von 5 oder 10 Euros gekauft hatte.Der Bankdirektor erzählte mir. dass ich aufs Schloss anrufen könnte. In derselben Minute widerrief der Bankdirektor die Aussicht. die schnell verbraucht waren. Ich erwiderte: Wenn Hans-Adam mit mir sprechen wollte. da die Leitung dorthin nicht gesichert war. machte mir schon zu schaffen. fragte ich. Wer garantierte mir. Ich hatte darin mein Unverständnis darüber dargelegt. Ich konnte diesem Plan nicht zustimmen. dies würde nicht gehen. erinnerte ich mich. was wirklich los war. so könnte er doch die LGT in Berlin anrufen. er hätte ja auch das Kuvert. dass er mit Hans-Adam in der Zwischenzeit telefoniert hätte und dieser ihm nun aufgetragen hatte. Ich lag mit einer meiner Vermutungen wieder richtig: Hans-Adam hatte seine „Soldaten‚ nie ganz aufklärt und niemand gesagt. dass Hans-Adam mich sprechen möchte und ich ihn aufs Schloss anrufen sollte. Mir wurde gesagt. ihm in einem Ferngespräch gerade heraus über das Drama zu berichten. mir zu sagen. dass es keine Falle sei. da meine abgeschätzte Ankunft in Hannover erst spät in der Nacht erfolgen würde und ich mich dort sowieso nicht sicher fühlen würde. mit dem von mir gewünschten Inhalt. um so weniger erschienen mir seine Verschläge einleuchtend. dass man sich in Berlin treffe würde. Ich hatte um Bedenkzeit gebeten und sowieso musste ich das Telefonat oft unterbrechen und die Nummer neu anwählen. dass nun Hans-Adam mich persönlich sehen möchte und wir alle uns am Abend noch in Hannover treffen sollten. sprich nicht abhörsicher war und die Gefahr bestand. Der Bankdirektor sagte mir dann. dass der Feinde. Ich lehnte dies ab. Ich schlug vor und bat ihn auch. einen strategischen Vorteil zu behalten. dass ich ihn gestern aufs Schloss angerufen hatte: typisch Hans-Adam – immerzu bestrebt. dass er offenbar frustriert war. Die angebliche Unkenntnis seitens des Bankdirektors darüber.

Er sagte mir.an die öffentlich bekannten Emailadressen (a. post@sfl.li) gesandt. hatte der Bankdirektor mich höflich gefragt. Der Bankdirektor versuchte mehrmals auf verschiedene Art und Weise in Erfahrung zu bringen. Ob ich die Unterlagen auf mir oder mit mir hätte. Dies von der LGT Köln aus über eine abhörsichere Leitung. Natürlich nicht! Sie wären gut versorgt. „frischen‚ Telefonzelle. so wie er mir erläuterte. auch noch zu dieser dunklen Stunde. Es war die Nummer eines Handys worauf ich Hans-Adam persönlich anrufen könnte. so. dass sie mich elektronisch lokalisieren konnten. dass Hans-Adam grossen Wert darauf lege. ich schon lange wieder weg über alle Berge sei. Ich sollte nun den Zug um 19:56 von Berlin nach Köln nehmen: dort würde er. wie ich es geschrieben hätte. Dies trotz der Gefahr. dass über die IP-Adresse meiner versandet Email der Standort des Internetcomputers herausgefunden werden könnte. office@fuerstenhaus. dachte ich mir.li. lachte ich laut: Ich würde sicherlich kiloweise Unterlagen und Datenträger jetzt mit mir in Berlin herumschleppen. Er 217 . auf der Suche nach neuen. erklärte ich ihm. Danach rief ich wieder den Bankdirektor an und erzählte ihm vom Email. dass ich es ihm persönlich unter vier Augen in Berlin erklären könnte. wo ich die Unterlagen aufbewahrt hatte. dass wenn jemand die wirklich Strassenadresse ausforschen würde. Na klar. dass ich mich mit dem Bankdirektor noch heute treffen würde. Mir wurde auch eine Liechtensteiner Handynummer mitgeteilt. Bis spät in die Nacht hatte ich mehrere Anrufe an die LGT Frankfurt gemacht und mit dem Bankdirektor gesprochen. Er wiederum. Des Weiteren wurde mir erklärt. Aber ich wusste. Ich sagte ihm auch.li oder mail@sfl. sfl@sfl. dass ich nicht in Frankfurt war. muss jeweils telefonische Rücksprache mit Hans-Adam führen und sich sein „OK‚ zu holen.liechtenstein@sfl. Dabei wechselte ich immer den Standort und rannte dafür wie ein geköpfter Hahn kreuz und quer im Zentrum von Berlin herum. die ich mir notierte. Ein paar Mal wurde heiss diskutiert und der Frust von Seiten des Bankdirektors war nicht zu überhören: „Enttäuschung‚ in Vaduz darüber. Es wäre ein komplexes Thema. der Bankdirektor auf mich warten und ich würde nur so mit dem Hans-Adam telefonieren können. Ich war erleichtert.li. erwiderte ich. die Datensicherung hier in Berlin. So. dass offenbar Hans-Adam den Bankdirektor aufgeklärt hatte.li. Dies um zu verhindern. dass er in der Zwischenzeit wieder mit Hans-Adam gesprochen hatte und dieser ihn nun über die Lage informiert hätte.

fragte ich den Bankdirektor. damit dort Mitten in der Nacht ein Safe geleert werden konnte . nahm der Bankdirektor dies als gesicherte Information an und behauptete weiters. Sicherheitspersonal etc. es ist jetzt fast 20 Uhr und es ist mir durchaus ganz klar. muss. alle Geschäfte sind zu. Ich entgegnete. Er stammelte nur ständig. ich würde euch die Daten jetzt schon zurückgeben. dass Hans-Adam die Pässe heute Nacht übergeben würde und im Gegenzug heute Nacht gerne die Daten zurück hätte. dass ich das Fach leeren sollte und mit all den Daten und Papieren quer durch Deutschland per Zug zu ihm reisen musste. versuchte er mir weiszumachen.schilderte mir. Filialleiter Mitarbeiter.einen Vorstandsvorsitzenden eines Deutschen Bankkonzerns aus dem Bett zu holen und zum Öffnen einer seiner Filialen zu bewegen. wie dies den geschehen sollte? Es sei jetzt Montagabend. weil er 218 . Wie kommt ihr da auf die Idee. Obwohl ich nie erwähnt hatte. aber bitte – dass er die Autorität hat – rein hypothetisch . ohne das von Deutscher Seite (Bankvorsitzender. Als ich dann weiters erwähnte. Um meiner ausgefeilten Sicherheit in Bezug auf die Daten etwas mehr Betonung zu geben. dass Hans-Adam Macht und Milliarden hat. er die Mittel und Wege hätte. die Filiale noch heute Abend öffnen zu lassen. So einen Blödsinn dachte ich mir. dass wenn Hans-Adam wisse würde. Was ich nicht wusste war. Sowieso würde eine Datenübergabe für mich gar nicht zu Frage stehen. Oder b) sie allen Ernsten wünschten. Ich konnte mein Gelächter nicht mehr unterdrücken. um welche Bank es sich handelte. sagte ich. fragte ich ihn künstlich erstaunt.. hatte ich dem Bankdirektor in Erinnerung gerufen.. dass es sich um ein Schliessfach bei einer Bank handeln würde. dass in der Nacht nicht zugänglich sei. Man hatte ja noch gar nichts in Sachen Argentinienfall gemacht. dass sie sicher in einem Schliessfach waren. Da ich die offensichtliche Dummheit dieser Idee dem Bankdirektor nicht schnurgerade ins Gesicht schleudern konnte.) irgendjemand die Sache sehr höchst suspekt vorkommen würde. dass seine LGT den Verlust des DLT-Bandes sowie der Originaldokumente ja nicht einmal gemerkt hatten.. dass er nur darum ständig nach den Daten fragte. dass er die Daten zurück haben muss. aber höflich. dass Hans-Adam in den Telefonaten mit ihm sehr besorgt über die Daten geäussert hatte. muss.ist absolut unmöglich und reine Phantasie. Zudem fragte ich den Bankdirektor ob er und die in Vaduz wohl verrückt geworden seien: a) wie sollte – wiederum rein hypothetisch – eine solche Aktion über die Bühne gehen.

Ich sagte auch. erzählen könne. Ich musste das Gespräch kurz halten. er sei auf Anordnungen von Hans-Adam angewiesen.35 Uhr. donnerte ich – ein langer Fussweg nach Hause stand mir bevor. Ich dachte zuerst. nach zehn oder mehr Telefonaten. Es war jetzt 20. 219 .herausfinden wollte. Wir könnten uns um 10 oder 11 Uhr treffen. Er müsste wieder Meldung nach Vaduz machen. dass er dies nicht alleine entscheiden könne. dass er am nächsten Tag nach Berlin kommen sollte. dass ich nun nicht genau wusste wo ich war und wie weit die nächste U-Bahn. Nur sein Wort gelte für ihn. aber der Bankdirektor bat mich nochmals in einem Augenblick anzurufen. erklärte ich ihm. ich hatte mich verhört. Ich schlug nochmals vor. Weit weg brannte noch Licht in einem Geschäft. Ich suchte verzweifelt nach einem Kiosk. was immer das war. wo ich zu dieser späten Stunde noch Telefonkarten kaufen könnte. Ich hatte eine neue Telefonzelle erspäht und wählte die Nummer in Frankfurt. der noch um diese Zeit geöffnet hatte. Dann ein Klick. Amen. Dann erkannte ich. Jetzt. Er sagte mir. wo alle müde und gleichzeitig angespannt waren. jetzt wollte er. Der Bankdirektor fragte mich ob ich ihm nicht mehr über die ganzen Umstände. dass ich am Ende meines Lateins sei. Ich wartete. dass Hans-Adam mir für meine Loyalität gegenüber seiner Familie. da ich nicht wüsste. die zu diesem Drama geführt hatten. Um dem Unsinn ein Ende zu machen. da ich nur noch wenig Guthaben auf der Telefonkarte hatte. dass ich ihm am Telefon in 20 bis 30 Minuten wohl als Schlecht-Nacht-Geschichte die Ereignisse der letzten sechs Jahre erzählte. Was ich dann auch tat. mich aber für seine Geduld und angebotene Lösungshilfen bedanken würde. Es war nichts zu finden. ob ich sie überhaupt hatte. Einen Tag später könnte ich aber an die Daten kommen. Aus. Ich bat ihn. Null Euro Guthaben und die Verbindung war tot. Ich erklärte nochmals. Halt. Zum Glück hatte ein Internetcafé noch offen: ich konnte günstige Telefonkarten kaufen. Punkt. Er sagte. dass es kein Banktresorfach sei und ich unmöglich heute Nacht an die Daten kommen könnte. der LGT und Liechtenstein bedankt hätte und nun keine nächtliche Reise von mir irgendwohin verlangen würde. Auch das noch. Ende. Der Bankdirektor bat mich. dass ich jetzt NICHT an das Schliessfach konnte.oder Bussstation entfernt war. so spät. dass ich unter Umständen nicht mehr anrufen könnte. Ich wollte nun auflegen. dass ich hundskaputt war und keine Reise mehr irgendwohin machen würde. Hans-Adam mitzuteilen. Schluss. ihn in 20 bis 25 Minuten wieder anzurufen. Ich hatte den Bankdirektor gewarnt.

um deren Psychospiele nicht zu durchschauen. Er sagte. Sie wollten. Man vereinbarte. Warum wollten die einen Beweis. er würde es versuchen.w.‚ 220 . Könnte aber nichts garantieren.15 Uhr. aber nicht genug. um mich auf die Palme zu treiben. Nach zehn Minuten war ich an einer einsamen Telefonzelle vorbei gekommen. Man glaubte mir nicht (ohne mir zu sagen. Der Ton hatte sich beachtlich verschlechtert. Ich müsse jetzt auflegen. So blieb nur ein Fussmarsch um nach Hause zu kommen. dass ich nicht in Frankfurt sei. dass ich ihn am nächsten Tag um 07. man sei mir böse. Er war noch wach und in der Frankfurter Niederlassung. Ich rannte nochmals zum Internetcafé und kaufte eine weitere Telefonkarte für den nächsten Tag. „Gute Nacht Herr Bankdirektor. Höflich hatten wir uns dann verabschiedet. sagte ich mit immer schwächer werdender Stimme. Eine UBahnstation war auch schnell gefunden der Zug war aber schon weg.Ich telefonierte. Ich herrschte ihn an nach Berlin zu kommen. dass es in Vaduz heftig zuginge. dass ich mit dem Schliessfachschlüssel sofort nach Frankfurt. Die Uhr zeigte 22. Nun gut. dass sie eine Falle planten. zum letzten Mal mit dem Bankdirektor in Frankfurt. besser den Bankdirektor nochmals anrufen.‚ „Gute Nacht Herr Kieber.30 Uhr in der Früh wieder telefonisch kontaktieren würde. Ich solle einen Beweis liefern. Hannover oder Köln komme. dass ich angeblich nicht jetzt an die Daten kommen könnte u. Für „Gute Nacht‚ reichte die Zeit noch aus und ich ersuchte ihn auch bis 10 Uhr morgens eine Nachricht bei der LGT in Berlin für mich zu hinterlassen. er solle einfach nach Berlin kommen. da die Telefonkarte nur noch zehn Sekunden Gesprächsguthaben anzeigen würde. Ich fasste es nicht. was man mir den nicht glaubte). dachte ich. Ich erklärte nun. Er sagte. dass ich ein Schliessfach hatte. Der Bankdirektor schimpfte mit mir. Ich war mit den Nerven am Ende und wiederholte meine Bitte. Klack – die Linie war tot. dass ich sicher war. Fuck! Das war wieder so ein Trick. diesmal von derselben öffentlichen Telefonkabine aus. dass ich ein Schliessfach hatte? Ich mag zwar ab und zu verrückt sein.s. man sei erbost.

um eine eigene Reise nach Deutschland ins Auge zu fassen. dass das Ziel nun war. man solle Kieber mitteilen. Sie glaubten dem Schreiben von Kieber ja nicht. Er sagte dem KKZ. Das KKZ hielt fest. Es wurde sehr fieberhaft zwischen dem Schloss. Ausserdem sollte ihm gesagt werden. dass sie alle auf Zeit spielen sollten. dass Kieber nicht nach Hannover kommen könne oder wolle. Hans-Adam hatte den Auftrag gegeben. dass ein ehemaliger Mitarbeiter der LGT. da man nicht erwartet hatte. da der Fürs die Sache mit ihm besprechen müsse. war in den Augen von Hans-Adam Sprengkraft genug. um den Wünschen und der Autorität des Hans-Adams entsprechen zu können. dass Kieber wahrhaftig in Deutschland und zudem auch schon in Berlin war. deren Liechtensteiner Nummer Kieber heute mitgeteilt werden sollte. Januar 2003 (nachmittags bis spät abends) Seit dem Mittagessen rief der Bankdirektor mehrmals Hans-Adam und die KKZ an. Dann würde er mit dem Kieber reden und zwar nur über eine gesicherte Leitung nach Vaduz. Der Professor sagte ihm. um über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten und weitere Befehle vom Fürst zu erhalten. dass er ihn direkt im Schloss anrufen könne. Er hätte dem Bankdirektor auch gesagt. den Bankdirektor mit dem Kieber zusammenzubringen. Dort. wo alle Behörden und die USBotschaft waren. der weit reichende Kenntnissen über das Geschäft „im Kopf‚ gespeichert hatte. Hans-Adam wurde aber von Seite des KKZ empfohlen. Die Lage sei jetzt anders und komplizierter. falls dieser es versuchen sollte. sich vorerst keine Anrufe von Kieber auf sein Schloss durchstellen zu lassen. auf der er Hans-Adam persönlich anrufen könne. alle Anrufe auf diesem Handy aufzuzeichnen. dass es die Nummer war. dass er persönlich grossen Wert auf ein Zustandekommen eines Treffens zwischen dem Bankdirektor und Kieber legte. Die Sache war sehr delikat. Hans-Adam erhielt ein Handy der Polizei.VADUZ 13. Er erhielt dann von seiner Sekretärin auch das Email von Kieber aus Berlin. Die Liechtensteiner Telekom erhielt von der KKZ den Befehl. wie Kieber sich bei der LGT in Berlin verhalten hatte und was er dort den Mitarbeitern sonst noch gesagt hatte. Denn alleine die Tatsache. in der Hauptstadt des „Feindesland" herumirrte. Ihm wurde aber im Verlauf des Abends gesagt. Hans-Adam erklärte. dass er nicht über das 221 . der Regierung und den anderen Mitgliedern des KKZ kommuniziert. herauszufinden.

dass er abwarten wollte. in einem Postfach oder in einem Schliessfach bei einem Bahnhof oder Flughafen versteckt waren. dass der Bankdirektor sich für eine Reise nach Berlin am nächsten Tag vorbereiten sollte. bei welcher Bank dies wäre. dass sein Bankdirektor mit Kieber später das Fach gemeinsam leeren sollte. Hans-Adam dann weitere Anweisungen. Wohl eine Art gefälschte GeneralVollmacht von mir für den Bankdirektor für alle Schliessfächer in Deutschland. Der Liechtensteiner Fürst wurde sehr ungeduldig. mithilfe der Vollmacht. dass die Daten sicher in einem Schliessfach versorgt wären. dass Kieber dankbar für seine Unterstützung sei und er nichts Böses wolle. Wäre ich nach Frankfurt. wie und was nun geschehen soll. Kieber hätte gesagt. dem Kieber zu fragen. geben würde. Hans-Adam sagte dem KKZ. warum ein Treffen nicht möglich war und wo die verdammten Daten waren. konnte ich leider nie ganz in Erfahrung bringen. Er. Das KZZ entschied sich. Hans-Adam wurde informiert. Es solle dem Kieber gesagt werden. Nach Beratung gab Hans-Adam die Order. ob die Daten evt. hätten sie versucht. dass er sich nicht vorstellen könnte. Hannover oder Köln gereist und sie hätten mich dort in Empfang genommen und irgendwie festgehalten. da dies Hans-Adam offenbar nicht wollte. verrückt aber hoch intelligent. Sicherheitshalber wurde entschlossen. Der Bankdirektor meldete zurück. Man konnte davon ausgehen. dass Hans-Adam in Deutschland nun mit den vorgeschlagenen Treffen oder dem Mitten-In-Der-Nacht-Tresor-Öffnen Aufsehen erregen wollte. Man kam zu dem Schluss. dass Kieber ihm gesagt hätte. Er wäre Hundskaputt und müsste nun ins Heim ins Bett.: Um was für welche Art von Vollmacht es sich dabei handelte. für heute kein Treffen mehr zu verlangen. an das Schliessfach zu kommen. Hans-Adam wollte wissen. Hannover oder Köln reisen würde und er. eine Vollmacht zu Gunsten des Bankdirektors in Vaduz erstellen zu lassen und ihm per Fax ins Hotel Palmenhof zu senden. Hans-Adam wurde noch ungeduldiger.Telefon über die Daten sprechen möchte. Anm. Hans-Adam regte an. dass er die Daten gut und vor allem sicher versteckt hatte. Hans-Adam hätte dann die Macht den Vorsitzenden jener deutschen Bank anzurufen und zu arrangieren. dass der Bankdirektor ein dickes A4 Kuvert mit dem von ihm gewünschten Inhalt und einem handschriftlichem Vermerk des HansAdam für ihn hätte. falls er sie denn hätte. Es wurde darüber gegrübelt. 222 . ob Kieber nicht doch noch nach Frankfurt. dass Kieber eben Kieber sei.

Nach erfülltem Auftrag meldete sich der Bankdirektor wieder beim Hans-Adam. nein besser sei es. dass man seinen Brief vom 7. es ginge um was ganz anderes. Nach erneuter Beratung zur späten Stunde.35 Uhr und 20. Kieber sei sich auch nicht sicher. Kieber verstehe die Aufregung von Hans-Adam nicht.s. morgen mit den Daten nach Köln zu kommen. dann aber korrigiert und gesagt.1.01. dass es das Schliessfach wirklich gab. Kaiser müsste dann per Flugzeug von Berlin nach Zürich heim fliegen. sondern sich die Schutz-Identität irgendwo in Deutschland nachsenden zu lassen. im Gegenteil. dass er am 13. Kieber fordere. dass Kieber nicht in Frankfurt war. Es ginge ja auch nicht um Millionen (für ihn). er sicherlich Angst hätte und verzweifelt sei. dass Kieber die Daten nicht in der Nacht holen konnte. Das A4 Kuvert würde bei Herrn Gilbert Kaiser im Diplomatenwagen bleiben. was darin aufbewahrt wurde.Der Bankdirektor wurde gefragt. entschloss man sich im KKZ Druck auf Kieber zu machen. wenn man zu ihm nach Berlin komme. Er verneint dies. nach Frankfurt zu kommen.25 Uhr das Flugzeug von Zürich nach Berlin nehmen und den Wagen von Kaiser übernehmen.2003 nochmals genau lesen solle. Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. Darin stehe nichts davon. Der Bankdirektor bestätigte.w. dass Kieber wohl weinend in Berlin stehen würde. Es müsse alles ein Missverständnis sein. sich mit Kieber in Berlin zu treffen. Der Bankdirektor würde am Dienstagmorgen einen Flug von Frankfurt zurück nach Zürich nehmen und nach Hause kommen. bis Gerechtigkeit geschehen sei. Zum persönlichen Eindruck über Kieber befragt. Dieser würde von Frankfurt nach Berlin fahren. wie Kieber sich das vorstellte. weil er nicht in Frankfurt sei. Er brauche ja die Schutz-ID nicht um unterzutauchen. sagte der Bankdirektor. Der Bankdirektor sollte ihm sagen. Herr B. er würde sogar so lange in Deutschland bleiben. dass Kieber in Berlin war u. ob er dem Bankdirektor vertrauen könne. Der Professor empfahl Hans-Adam Kieber weiterhin Hilfe anzubieten. Er habe nie vorgehabt. Später erteilte Hans-Adam den Auftrag. Man war sich nur nicht ganz im Klaren. dass es ein weiteres Telefonat zwischen 20.50 Uhr mit Kieber gab. Alle waren nun der Überzeugung. Aber nicht so. Dass er irgendwelche Daten im Austausch gegen die Schutzidentität aushändigen würde. Dem 223 .03 in Frankfurt sein würde. dass der Hans-Adam enttäuscht war. habe er nie zugesagt oder geplant. Darin habe ihm Kieber zuerst offeriert. ob er im Hintergrund vielleicht Zuggeräusche oder Flughafengeräusche gehört hatte. würde am Dienstag früh um 07.

Der Bankdirektor erzählte. Was sollte das ganze nun wieder. mit den Daten natürlich. bis ich alle Daten und Papiere eingesammelt hatte. dass es wohl dass Beste wäre. Ich notierte sie. wo mich Hans-Adam auf seinem Schloss empfangen werde und das weitere Vorgehen besprochen und Lösungen gefunden werden könnten. Und wer garantiere mir. heute schon wieder heim in die Schweiz fahren müsste – „dringende Geschäfte‚. Pünktlich um 07. dass sein eigener Chauffeur mit dem dunklen Audi A8 heute in Berlin um 12 Uhr oder 12. Daniela war leider auch schon aufgestanden. ihn ab jetzt auf seiner Handynummer anzurufen. Die Nachricht. Und was ich heute vorhätte. Irrsinnig! Und unter welchem Namen sollte ich die hunderte von Kilometer im Wagen mitreisen. dachte ich mir. dass sich Hans-Adam die ganze Sache mehrmals überlegt hätte und mir anbieten würde. fragte ich ihn. wie zuletzt abgemacht. Würde Kieber diese Variante nicht annehmen. was ich den in den letzten Tagen in Berlin so gemacht hätte. Um Zeit zu gewinnen. Der Diplomatenwagen werde dann auf schnellstem Weg nach Vaduz fahren. dass ich leider evt. Ich entschuldigte mich für all die Hektik vom Vortag. dass ich in Vaduz nicht im Gefängnis landen würde? Alles sei geregelt.Kieber sollte dieses erst am nächsten Tag in der Früh mitgeteilt werden. dass sie die nicht voll genutzte. eine Kontrolle unmöglich. wenn er wie befohlen nach Hause zurückkehrte. Warum um Himmels Willen glaubte Vaduz. Offenbar wäre dies der Wunsch Hans-Adams. Während eines schnellen Frühstücks hatte sie mich wieder darüber ausgefragt. Ich sagte ihm. Die Schutzidentität (die 2 Pässe) würde der Fahrer ja dann haben. dass ich JETZT wieder nach Hause fahren würde. dass er von Hans-Adam zurückbeordert worden war. dass ich mindestens zweieinhalb Stunden brauchte.15 Uhr vor der LGT am Kurfürstendamm auf mich warten würde und ich einsteigen solle. Januar 2003 (in aller Herrgottsfrüh) Schon vor sechs Uhr war ich aus dem Bett raus. den Bankdirektor an. da 224 . Er instruierte mich auch. behauptete ich. Ich hatte nicht viel Zeit und sagte. versuchte er mich zu beruhigen. Es wäre zudem ein Diplomatenwagen. Und es wäre keine Falle. müsste er mit dem HansAdam verhandeln. Ich hatte gleich nachgeschoben.30 Uhr rief ich. beunruhigte mich sehr. BERLIN 14. schon bezahlte Monatsmiete natürlich behalten könne.

obwohl es für mich sowieso schon vor Eintritt klar war. Zum Schluss flehte mich der Bankdirektor nachdrücklich an. Mein Zimmer war klein im Ausmass. Was ich nicht tat. scherzte ich. Ich hatte etwas von „Flugzeug geht in 90 Minuten‚ gemurmelt. Sie verabschiedete sich und ich war wie ein Wirbelwind zurück in die Ansbacherstrasse gedüst. einen Mann als Untermieter nehmen würde. als ob ich alles genau inspizieren würde. dass ihr Freund.15 Uhr anrufen sollte. Sie solle ihn täuschen und einfach behaupten. in den fürstlichen Wagen einzusteigen. dass ich wäre eine Frau. beteuerte ich. ein Elsässer (der irgendwo anders in Deutschland lebte und an einer Uni studierte) sehr eifersüchtig sein könne. da ich noch vor 10 Uhr bei der neuen Vermieterin Petra aufkreuzten musste. Sie erwähnte aber noch. erwiderte ich. Ich würde aber dort sein. Sie war eine sehr hübsche Frau. Er bat mich ihn um 09:00 Uhr wieder anzurufen. Was der Bankdirektor nicht wusste war. sie auf die Wange geküsst 225 . Sie zeigte mir das Zimmer und ich tat so. Daniela war zu Hause. erwiderte ich ihr. aber mit hoher Decke. dass ich unter enormem Zeitdruck stand.sie sich in drei separaten Schliessfächern befänden. erst mal einziehen und dann werden wir schon sehen. Frische Bettwäsche hatte Petra säuberlich gefaltet aufs Bett gelegt. Sie habe ihm nicht gesagt. Daneben eine Kommode und einen Stuhl. Sie gab mir auch schon gleich die Schlüssel. Es könnte also sein. dass sie evt. Als ich ihn wieder in der Leitung hatte. mir meine zwei Koffer geschnappt. so um die Mitte Zwanzig. nachdem ich die Miete für 4 Wochen bezahlt hatte. Ist schon OK. dass ihr Freund dies gar nicht mochte. Weil keine Zeit dazu vorhanden war. Sie arbeitete als Innendekorateurin beim französischen Edelkaufhaus Lafayette in der Friedrichstrasse. Ich unterbrach den Bankdirektor in seiner langen Rede und sagte. ihr die Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt. dass er inzwischen wieder mit dem Hans-Adam telefoniert hätte und ich HansAdam um 10 Uhr oder 10. die paar Stockwerke in Riesenschritten hinauf gesprungen. Ich ging zur Wohnung von Petra. Ich musste schnell nachdenken. Badezimmer und Küche würden gemeinsam benutzt werden. Eine nackte Matratze ohne Bettgestell lag auf dem Boden. Ich könne diesbezüglich nichts versprechen. erzählte er mir. dass ich es nehmen würde. Dann hätte ihr Freund sicherlich keine Bedenken mehr. ja nehmen musste. dass ich in zehn Minuten wieder anrufen würde.

geprüft werden. Kieber habe bewiesen. Herr B. dass er Loyalität wahre. Es täte im Leid. Die Daten sollten dann vom Bankdirektor. Der Bankdirektor meldete sich um 7. dass Kieber ihn um 07. Kaiser fuhr mit dem Audi nach Berlin. Das Resultat druckte ich mir aus und steckte es in ein neues Kuvert. in dem ich die Ereignisse der letzten 48 Stunden aufgeschrieben hatte und kundtat was ich davon hielt. wie weiter vorzugehen sei. die Türe zugeknallt und war mit demselben Taxi wieder zurück nach Berlin-Mitte gehetzt. weil sich dort alle Ministerien und auch die US-Botschaft befinden. dass er nicht in Frankfurt sei. Er sei enttäuscht. der dann schon wieder nach Vaduz zurückgekehrt sein würde. Der Bankdirektor und Herr Kaiser checkten aus dem Hotel in Frankfurt aus und der Bankdirektor lies sich bei der LGT Frankfurt absetzten. Ich suchte eine noch nie von mir verwendete Telefonzelle gegenüber einer Kneipe. Mit dem Taxi war ich zurück in Petras leere Wohnung gefahren.50 Uhr beim KKZ und berichtete. Es war jetzt schon nach 09:30 Uhr. Man muss Kieber zugute halten.30 Uhr angerufen hatte. Er hätte dies ja alles im Brief geschrieben.und ihr Alles Gute gewünscht. flog mit dem 07. Kieber nach Vaduz zu bringen. 226 . VADUZ 14. mit Diskretion agiere und die Daten schützen kann und dies auch tut. An der Theke wartete ich und beobachtete die Telefonzelle. Januar 2003 (vormittags) Der persönliche Fahrer von Hans-Adam. dass ihn in Frankfurt eine Falle erwarte. Für alle Fälle setzte ich ein Schreiben in einem Internetcafé ein Schreiben am Computer auf. Es müsste auf Teufel komm raus versucht werden. Seine Rückreise nach Zürich per Flugzeug und Vaduz per Limousine hatte er sich für den Nachmittag organisiert. Eine Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Berlin nach Frankfurt sei Kieber einfach zu riskant. dass ihm der Schutz der Daten wichtig sei und daher auch die Schutz-Identität dringend notwendig sei. Ich musste mich auf den Anruf an Hans-Adam geistig vorbereiten. dass der Bankdirektor nun nach Hause beordert worden sei. er sei halt in Berlin. dass er denke. Ich habe sie nie wieder gesehen.25 Uhr Flug von Zürich nach Berlin. Im KKZ wurde beraten. Die Koffer hatte ich in das Zimmer geschleudert. ganz abgesehen davon.

dass es das letzte Angebot von Hans-Adam sei. Es müsse eindringlich stärker an die Loyalität. wenn das Telefon nicht funktioniert. Kieber zu sagen. dass es taktisch gelungen sei. beim nächsten Anruf von Kieber ganz klar zu machen. Nach reiflicher Überlegung entschloss man sich. BERLIN 14. dass es das Beste wäre. dass dies die letzte Möglichkeit sei. sodass „psychologisch‚ Zeit gewonnen werden könne. Hans-Adam wurde empfohlen. Aus psychologischen Beweggründen könnte HansAdam auch erwägen. Der Bankdirektor versuchte Hans-Adam zu beruhigen. Es wurde ihm auch empfohlen. Ich war nervös und auf einmal dachte ich. Gesagt. sich auf keinen Fall auf längere Diskussionen mit Kieber einzulassen. dass er es nicht nötig habe mit ihm zu diskutieren. Kieber müsste den Eindruck erhalten. die Karten 227 . das Telefon nicht gleich abzunehmen und Kieber ein zweites Mal anrufen zu lassen. seinen Chauffeur samt eigenem Wagen nach Berlin zu schicken. was ist. Januar 2003 (vormittags) Ich schlürfte sicher mindestens fünf Kaffeetassen leer und hielt die Telefonzelle immer unter Beobachtung. Besser war es. Man teilte ihm mit. HansAdam müsse gegenüber Kieber auf ein „hohes Podest‚ gehoben werden. indem er berichtete. Von Experten liess sich Hans-Adam nur ungern instruieren. wenn Kieber mit Hans-Adam direkt reden könnte. dass er ganz sicher wäre. Kieber klar zu machen. dass dieser am sichersten im Diplomatenwagen sei und der Chauffeur ihn wohlbehalten nach Vaduz bringen würde. Der Bankdirektor verdeutlichte. dass er in diesem Sinne schon mit Kieber gesprochen habe. Einwände von Kieber sollten übergangen werden. Er war schon immer sehr „Beratungs-Resistent‚. das Telefon zu testen. Sicherheit und Diskretion von Kieber appelliert werden. Inzwischen hatte sich der Bankdirektor wieder bei Hans-Adam gemeldet und berichtet. dass es sich um einen „wichtigen Auftrag‚ von HansAdam handele.Der Bankdirektor wurde unterwiesen. dass Kieber die Daten sicherlich aus den Schliessfächern in Berlin rausholen und auch Hans-Adam anrufen würde. Das Telefon war OK. dass Kieber ihn nicht mehr angerufen hatte. Er sollte klar zum Ausdruck bringen. getan. Er würde es ihm aber nochmals mitteilen.

Darum bin ich nicht selber hingegangen und habe angerufen. Ich wählte ein zweites Mal. Ich erkannte seine Stimme sofort. dass ich ihn entweder anrufe oder selber hole. Es tue ihm sehr leid. ich solle einen Beweis bringen und so Ich dachte mir. Niemand nahm ab. Der Nachteil war halt. Was nun wieder. dass Dr. Protokoll des Gespräches zwischen S. Leider verspätet. schrie. Diesmal klappte es. schimpfte ich. Er habe nicht verstanden. weil ich nicht da war und ich verstehe das schon. das verstehe ich schon.D. Er habe nicht erwartet. Januar 2003. K: Ja. Ich habe das nicht verstanden. dass da . Gerade als 10 Uhr immer näher rückte. Es tue ihm leid. Später hiess es dann. das kann doch nicht im Interesse von unseren Landesfürsten sein. Verärgert ging dieser seiner Wege. Ich habe natürlich Angst gehabt. tauchte ein Passant auf und nahm Kurs auf die Kabine... Ich rannte auf ihn zu. Wiederum kann ich meinen Lesern hier ein Originaldokument vorlegen. Mit zitternden Fingern wählte ich die Liechtensteiner Handynummer. fluchte und schob ihn einfach weg.. dass jemand nach Frankfurt komme. Hatte ich die richtige Nummer? Ich wartete und versuchte den Herzschlag runter zu bringen. Ich wollte nicht. Ich beruhigte mich wieder und kehrte zurück zu meiner nächsten Kaffeetasse. dass er bös war. Ohne Hektik ging ich auf die Telefonzelle zu. dass alles schief gelaufen ist. Aber Sie müssen mich verstehen. Die Uhr über der Theke zeigte 09. Das KKZ hat dieses Gespräch aufzeichnen lassen und eine Abschrift angefertigt. KIEBER entschuldigt sich. 10:22:29 bis 10:33:22 Uhr: Begrüssung. dass (keine Fortsetzung dieses Satzes) Es wurde dann immer länger und (kein Fortsetzung dieses Satzes) K: Ich habe nicht verstanden. dass ich mitten in der Nacht einen Safe 228 . LF: Das war mir zu heikel. da. Scheisse. wie ein Bauer das Schwein. und dann war Dr. Es klingelte. wer weiss wie lange der Telefonieren will. nicht informiert wurde. dachte ich. Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein (LF) mit Heinrich KIEBER (K) am Dienstag den 14.58 Uhr: Zeit zu gehen. S. Ich habe ja geschrieben. Es tue ihm leid. Es tut mir wirklich leid.auch. S.

dass wir das lösen. aufklären. ich weiss. sicher. K: Ja. das kann ich mir nicht vorstellen. K: Ja. Sie können Ihr Ziel nur erreichen. ich weiss. K: Ja. Durchlaucht. Er hat es ja aber bei sich gehabt. Ich kann es Ihnen im Einzelnen nicht erklären.öffnen soll. ich weiss. Das kann ich Ihnen jetzt nicht genauer erklären. Das sage ich ihnen. kann doch nicht mit meiner Person meiner ID in der Nacht durch Deutschland fahren. LF: Sie müssen sich ganz genau an die Instruktionen halten. Es gibt keine andere Möglichkeit. äh. Das sollte problemlos passieren. Ich solle den Dr. weshalb es wegen der 500 km gescheitert hat. Sie sicher hierher nach Liechtenstein zu bringen. Ich habe mir Ihre Unterlagen durchgelesen. das ist ein Drama. wie Sie wissen umgestellt. K: Ja. ja. dass das eine sehr heikle Sache ist. (keine Fortsetzung des Satzes). der Fahrer steht bereit. äh . Ich verstehe nun nicht. LF: Das ist die einzige Möglichkeit. nur rein hypothetisch in meine Lage versetzen. K: Ich weiss.. wer da alles mithört. Er hat die Instruktion. ob ich einsteigen kann. Was ich alles gemacht habe. 229 . ich. Damit wir dieses Problem gelöst haben. Das ist ein Drama. Warum soll man mich verschonen? Wenn Sie sich jetzt. K: Ja. ja. den Sie mir da geschickt haben.. Warum soll ich zurückkommen? Das verstehe ich nicht. Kein Problem. LF: Man weiss nie.. Es gibt keine andere Möglichkeit. Sie wissen. Und das wurde dann fallengelassen. wenn Sie sich in das Auto setzen und hier her kommen. Darum habe ich nicht begriffen. Sie wissen ja. LF: Also wir haben jetzt. Ja.. Der Chauffeur ist auch nicht instruiert. das tut mir leid. Ich hab‘ das nicht begriffen. Gut. S. ja. Über die österreichische Grenze. Das ist ja wirklich ein grosser Aktenstoss. LF: Ich habe das genau studiert. Ich habe auch nicht begriffen. Ich habe Ihnen doch geschrieben.. ich werde auf jeden Fall dort sein. darum habe ich (keine Fortsetzung des Satzes) LF: Darum habe ich auch das Auto geschickt. kann doch nicht ‚ äh über das Telefon. ich.. ich . mein Auto mit meinem Fahrer. dass. Das ist die einzige Möglichkeit. Ich weiss aber nicht. ja.

Ich kenne die Probleme. Ich werde sicherlich dort sein. warum. Was wird mich erwarten.. Das ist wirklich der einzig sichere Ort. Ich weiss nicht.LF: Ja. LF: Das E-Mail konnte ich noch nicht (Satz nicht beendet) Es ist nicht mein Büro. auch im Rahmen der von Ihnen gestreckten Grenzen. um auch Sie nicht zu exponieren und um mich nicht zu exponieren. kein Problem. er war ein Vertrauensmann. Darum habe ich mich ja in die Höhle des Löwen begeben. K: Ja... ja. es ist das Auto. Ich habe ja unverbindlich geschrieben. Hier ist nur eine relative Sicherheit.. haben wir versucht. Ich wusste nicht. Ich habe mich im Rahmen des Möglichen und der Beschränkungen hier erkundigt und was für Möglichkeiten es hier gibt. im Interesse des Landes. ich wusste nicht... Wissen Sie. Sonst habe ich immer den roten 230 . er war informiert . ob ich es schaffe. Sie kommen zu mir her. es ist der schwarze Audi. warum sollten Sie warum Sie wissen ja warum sollten Sie? LF: Schauen Sie. Wir haben jetzt im Rahmen des Möglichen. wenn er kommt. Ich konnte noch nicht — Sie kennen die Probleme. natürlich auch in meinem eigenen Interesse. dass Ihnen in Ihrer Sache Gerechtigkeit widerfährt.. Warum. dort ins Auto zu steigen. K: Ja. Ich bin auch über die österreichische Grenze hierher gefahren. K: Ja. wo Sie sich sicher fühlen können. es gibt wirklich nur eine Möglichkeit. ja ich weiss. K: Ja. kein Problem. In Ihrem eigenen Interesse. K: Haben Sie das E-Mail gelesen? Das wo ich Ihnen geschickt habe. LF: Sie können nur so ihr Ziel erreichen. Sie haben da vieles mitgemacht und jetzt müssen wir schauen. wissen Sie. Was ist es für ein Auto? LF: Ja. Setzen Sie sich dort ins Auto und kommen Sie zu mir. ja. (Kurzes Gespräch über die Farbe). Es war verwirrend. Sie haben ja keinen Grund Sie wissen ja ganz genau. Warum. uns daran zu halten. dass alles gerecht abläuft. Er fährt Sie zu mir aufs Schloss und dann besprechen wir im Einzelnen die nächsten Schritte. welches ich immer nehme für eine offizielle Sache. Ich möchte und Sie möchten es auch. LF: Schauen Sie.er war nicht informiert. warum sollten Sie mit mir Gnade walten lassen.

Wenn es um kompetente Leute. Ich hab ein Modell gebaut und ausser Paul MEIER und mein Anwalt. Ich habe keinen Ausweg gefunden. wie man das macht. zumindest nicht genügend fähige. Sie setzen sich ins Auto und kommen zu mir hier aufs Schloss und regeln dass.. Ich habe ja nichts mehr (Kieber weint und spricht noch einige nicht verständliche Worte). wo man einfach geschaut hat.. dass ich wieder grösste Scheisse gebaut habe.. weshalb ich nicht abgeführt werden sollte. das regle ich für Sie. Bequem und hat alles was Sie haben wollen. nicht verständlich). Man hat 6 Jahre lang nichts gemacht. Wir haben nicht genügend Leute hier. Das ist kein Problem. ich werde abgeführt. Geben Sie mir einen Grund. Was ist dann? Und was ist dann? Was ist dann? Ich kann ja nicht nach Hause. K: Ich habe mir auch Gedanken gemacht. ich hab geschrieben und geschrieben und Arbeit gehabt. wie . (KIEBER weint erneut). Es gibt auch andere Fälle. dann hilft man keinem. LF: Schauen Sie.Pkw.. wie das weitergehen soll in Liechtenstein. K: Ja. K: Ja. 231 . Warum sollte ich nicht abgeführt werden. den kleinen. wie wir das beschleunigen.. es hat keinen Sinn. Das ist alles kein Problem. Dann werden wir die Einzelheiten auch von der juristischen Seite ganz genau Punkt für Punkt durchgehen. Ich bin mir bewusst. dass Sie eine gute Unterkunft haben. Wir werden schauen. man hat 6 Jahre gemacht. Da werde ich auch schauen. LF: Ein Gespräch mit mir. was soll ich Sie belästigen<(weitere undeutliche und hektische Wort. das ist ein Problem. wir können Stunden miteinander sprechen. K: Ja. Sie kommen jetzt zu mir her und besprechen das im Einzelnen. Jetzt haben wir diesen Audi gekauft und nicht mit FL 1 sondern mit der Nummer FL 6333. Ja. wo die Sachen hier liegen. ich weiss wir können nicht Wochen miteinander sprechen. wenn‘s ums Geld geht ist man schnell und wenn‘s ums Blut geht.. Warum sollte ich nicht abgeführt werden.. Drum kommst so weit. LF: Schauen Sie. K: Was wird mich erwarten? Was wird mich erwarten? Das ist die Frage. LF: Ich gebe ihnen Recht.

Kommen Sie her. (Unterbrechung des Gespräches. Sie sollen Sie ja auch bekommen.. Aber da können Sie nichts dafür. Dann kann ich Ihnen auch das Drumherum erklären. Sonst können Sie ja nichts erreichen.. Anmerkung: KIEBER war während des gesamten Telefongesprächs sehr nervös. K: Ja. LF: Richtig. 232 .: Die obige Anmerkung stammt von der KKZ. dass das für Sie selber der beste Weg ist. ich bin in Zugzwang. wenn der Wagen dort ist. was ich gemacht habe. dann können wir das durch besprechen. Ich gebe Ihnen den Befehl. Sie haben ja sonst keinen Ausweg. Anm. die Karte ist so schnell fertig. kommen Sie her. entspannen Sie sich und . da die Wertkarte des KIEBER aufgebraucht ist) Fortsetzung des Gespräches: K: Entschuldigen Sie. nein? Ich werde auf jeden Fall dort sein. psychisch sehr angespannt. Ich bin in Zugzwang. Sie müssen ja erkennen. Dann haben Sie ja immer noch die Möglichkeit sich zu entscheiden. was für Probleme Sie jetzt haben. das ist die einzige Möglichkeit die Sie haben. Ich will nur Gerechtigkeit. Sehen Sie die Nummer auf dem Display. K: Ich habe ja immerhin gegen Sie. Dann können wir wirklich das in Ruhe überlegen. Sie wissen.LF: Es ist ja kein Haftbefehl gegen Sie da. 886 Nein. LF: Ich sage Ihnen. LF: Das ist dann ein Problem. Auf Grund dieses Zustandes sprach er undeutlich und vollendete oftmals nicht seine angefangenen Sätze. Setzen Sie sich ins Auto. Hier können wir die Probleme lösen. Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen. Steigen Sie jetzt ein-. Vertrauen Sie mir. die das abgehörte Gespräch niedergeschrieben hat. habe ja immerhin gegen Sie Sie wissen ja. Ich will ja keinen Euro. Ich kann jetzt nicht mehr. Dann haben wir Zeit. Ich bin nicht sicher hier will ja keine 30 Millionen. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. das können wir dann auch im Einzelnen besprechen. Er wiederholte sich fortwährend und fand nur schwer zu einem Gesprächskonzept. Instruktion K: Ich danke Ihnen 1OOO-maI. hektisch und emotional bzw. Ich entschuldige mich für die Umstände.

steige ich in den Wagen. dann wieder: Nein – niemals. Er hatte sich also der Sache angenommen und erkannt. Obwohl. mir mit Drohungen zu kommen. nachdem ich einen solchen Brief an Hans-Adam geschickt hatte. solange würden sie mit mir reden müssen. Oder doch? Oder nicht? Ich werde nicht. 233 . Ich dachte. Hans-Adam hatte ja am Telefon bestätigt. dann hätte sich nichts geändert. Mit schnellen Schritten machte ich mich auf und davon. dass ich. gut. Gerechtigkeit im Fall Argentinien. dass ich in der Sache (Argentinien) Gerechtigkeit bekommen würde. NEIN. Ich stand sicher noch 20 Minuten in der Telefonzelle und wusste weder ein noch aus. Ich konnte mir sehr gut vorstellen. Wie konnten die in Vaduz nur glauben. Ich war erleichtert. So hatte ich Hans-Adam noch nie reden hören. dass Hans-Adam und der Bankdirektor mich nicht verstanden hatten oder verstehen wollten.Also GUT! Das zweite Telefonat mit Hans-Adam war überstanden. der Ausdruck von Hans-Adam am Telefon „Ich befehle Ihnen. dass alles was sie mir gesagt hatten. damit sie mich nach Hause locken konnten. Sie hatten keine andere Wahl. Für die nächsten 30 Minuten lief ich ziellos in Berlin-Mitte herum und versuchte mir einen Reim auf das Gespräch mit Hans-Adam zu machen. dass es keine Sinn hatte. Und niemand gab mir eine Garantie. nicht wahr sein könnte und sie nur mit mir „freundlich‚ reden mussten. ich kam zu dem Schluss. nachdem was ich alles in den letzten fünf Jahren durchgemacht und erlebt hatte. Wenn ich jetzt nach Hause gehen würde.: Man darf nicht vergessen. Er „befiehlt‚ mir nach Hause zu kommen? So oder so. Anm. Oder? Mal sehen. wieder nach Hause zurückkehren würde? Vor allem. Ich war wie gespalten: Einerseits dachte ich. NEIN. ich KANN nicht. NEIN. Offenbar hatten sie den vollen Ernst der Lage nicht begriffen. dass mir nichts angetan werden würde. dass zu diesem Zeitpunkt nur Hans-Adam in vollem Umfang und der Bankdirektor im limitierten Umfang im Bilde waren. dass da vieles falsch gelaufen war in Liechtenstein. dass ich nichts über ein KKZ und deren Aktivitäten wusste. in den Wagen zu steigen‚ hatte schon ein seltsames Gefühl in mir hinterlassen. Nur ein Dummkopf würde jetzt zurück nach Hause fahren. Offenbar hatte Hans-Adam erkannt. Solange ich nicht heimkehren würde. ich darf nicht.

worin sie zum Schluss kamen. Warum sollte er die „gut funktionierende‚ Kontaktmöglichkeit zwischen ihm und Kieber unterbinden? Dann kam ihm in den Sinn. Hr. nachdem Kieber in den Wagen eingestiegen sei. und der Fahrer Richtung Vaduz abgefahren sei. fuhr mit dem Wagen in die Stadt und rief über das Autotelefon auf dem Schloss an.wie besprochen . Er sollte sich uninteressiert zeigen und sehr diskret verhalten. Er wäre emotional am Ende. Die Experten im KKZ zeichneten nun ein Bild von Kieber. keinen Anruf mehr auf dem Handy entgegenzunehmen und für Kieber nicht mehr erreichbar zu sein. Kaiser buchte sich einen Flug nach Zürich. dass in wenigen Stunden der ganze Spuk vorbei sein würde. Nicht nur wegen dem Erlittenem in Argentinien. dem Hans-Adam zu empfehlen. dass er leicht zu knacken sei. dass er ja ein fest eingebautes. mit diesem Telefon nochmals Hans-Adam anzurufen. nein – insbesondere darum. Es wäre besser keinen „offiziellen‚ Kontakt mehr zwischen dem Dienstwagen auf deutschem Gebiet und Vaduz herzustellen. zeigte. Kieber würde in den Wagen steigen und mit den Daten nach Hause kommen. erreichte das Zentrum Berlins und parkte den Wagen genau vor der LGT 234 . weil er Gutes von Bösem unterscheiden konnte und schon jetzt starke Symptome von Reue. Der Audi A8 kam in Berlin an. über das was er dem HansAdam angetan hatte. Kaiser parkte den Wagen vor dem Ankunftsterminal am Flughafen. war schon mit einer Maschine aus Zürich gelandet und wartete auf ihn. B. Herr B. sollte der Fahrer sich telefonisch in Vaduz melden.VADUZ 14. Diesbezüglich gab es dann vor allem aber Bedenken von Seiten der Regierung. Er wurde nochmals instruiert. abhörsicheres Telefon im Staatswagen hatte. Die beiden tauschten kurz ein paar Worte aus und Kaiser übergab ihm das dicke Kuvert und die Wagenschlüssel.dass Kieber direkten Zugriff darauf hatte. Aber Hans-Adam war damit nicht einverstanden. Er sollte insbesondere auf den Inhalt des Kuverts achten und müsste verhindern . Nur wenn Kieber die Rückreise nicht antreten würde. Es wurde im KKZ beschlossen. Wenn Kieber im Wagen sei. B. Er soll pünktlich laut Auftrag abfahren. sich gegenüber Kieber nur auf den Auftrag des Hans-Adam zu beziehen und ansonsten sich auf keine Gespräche mit ihm einzulassen. Januar 2003 (nach dem Telefongespräch mit Hans-Adam) Hans-Adam war sich nach dem Telefongespräch mit Kieber sicher. Hr. solle man ihm die Chance geben.

Aber halt.Niederlassung am Kurfürstendamm. Auch die Aussen. da er oft nach der Arbeit im Schloss runter ins Vaduzer Städtle kam und ein Feierabenddrink im Geschäft meines Onkels Guntram (der Hermann meiner Tante) zu sich nahm. Er ist noch misstrauischer als ich. Ich kannte ihn persönlich. an Hans-Adam geschilderte Massnahme unter Punkt IX. dass Kaiser nicht der Fahrer sein würde. na sagen wir es mal so: „kostenbewusst“. wo die LGT das Büro hatte. Es sass jemand im Wagen. Wenn Hr. Schon von Weitem konnte ich den Audi A8 mit Liechtensteiner Kennzeichen erkennen. wo ich die externe Harddisk mit all den Daten der ganzen Treuhand aus dem Koffer holte und in meiner Manteltasche verstaute. Also die im dicken Brief vom 7. Im Gegensatz zu seinen Eltern. Dies ist aber nicht der Hauptgrund. es ist Herr B.1. Viele aus Österreich. einen Moment mal. dass Kaiser mit ihm in Frankfurt war. Es wurde mir nicht gesagt. Aus zwei Gründen: Hans-Adam ist sehr. BERLIN 14. ob es eine Falle sein könnte.: Die meisten Angestellten auf dem Schloss sind Ausländer. um heraus zu finden. Herr B. sagte ich zu mir. B. Ich schlich mich an jenen Strassenabschnitt des Kurfürstendamm heran. Es ist immer besser. Aha. was jetzt geschehen soll. wo ist dann der Herr Kaiser? Ich wusste von den vielen Telefonaten mit dem Bankdirektor. Ausländisches Personal kommt ihn nur halb so teuer wie Einheimisches. Vielleicht versteckte sich Kaiser im Wagen oder in den Büros der LGT. Er ging den ihm aufgetragenen Plan nochmals im Kopf durch und wartete darauf. ist ein feiner (Jung-)Geselle. Anm. im Wagen sitzt. einige aus der Schweiz und sogar aus Brasilien. Irgendwelche Berliner 235 . es zu beklagen. Januar 2003 (11:30 – 13:00 Uhr) Ich fuhr in meine neue Unterkunft.und Innenrenovation des Schlosses hat er zu 90 Prozent an ausländische Firmen gegeben. Ich setzte meine eigenen Schutzmassnahmen in Gang. Das ist dem einheimischen Baugewerbe sehr sauer aufgestossen – obwohl sich öffentlich niemand traut. ist dem Hans-Adam in Bezug auf Diskretion das einheimisches Personal immer etwas suspekt geblieben. früher als abgemacht aufzukreuzen. der mit seiner lieben Mutter im Vorarlberg lebt. Ich schritt mehrmals im grossen Rechteck um den Audi herum.

waren aber menschenleer. Er erkannte mich sofort. Ich wartete weiter ab. dann jetzt. dieser sei mit dem Flugzeug nach Zürich zurückgeflogen. war sehr erschrocken und mehr als etwas verlegen. schaute rechts und links. So. dass ein mobiles Überwachungsteam sich so positionieren würde.Polizei? Oder gar Privatschnüffler? Andere Autos mit ausländischem Kennzeichen? Ich vermutete. B. so einen Kunden murmelte ich. Ich sagte zu mir. 236 . Wie ein Marktschreier röhrte ich mehrfach schnell nacheinander. ob man mich beobachtete. Dafür hätte die LGT ihre eigene Wagenflotte und Fahrer. damit alle Türen abgeschlossen sind. Herr B. fuhr es mir gleich durch den Kopf. Da hatte ich keine Chance herauszufinden. bemerkte ich. Ohne auf die Einladung von Hr. Er erwiderte überzeugend er habe „Keine Ahnung‚. Blödes Gespräch. heute früh mit dem Flugzeug nach Berlin zu fliegen und einen Kunden der LGT per Auto wieder nach Vaduz zu fahren. In meiner linken Manteltasche hielt ich die externe Harddisk mit meiner Hand fest umklammert. dass Hr. Er was aber eher nicht erstaunt. dass es freie Sicht auf den Audi hätte. Der Motor des Audi war im Leerlauf. keine Seele war zu sehen. dass er gekommen war. Er bewegte den Kopf nicht und starrte nur nach vorne. Aber wo ist Kaiser. Ich fragte ihn. Ich setzte zum Sprint an und blieb hinter dem Audi abrupt stehen. warum ich hier sei. kein Mensch weit und breit. Wenn sie zuschlagen. zu warten. Ich knallte die Türe sogleich zu und bat ihn sofort die Zentralverriegelung zu betätigen. Er beendete das Gespräch. Nichts bewegte sich. fragte ich. dass ich meine Schutzvorkehrungen aktiviert hatte und daher keine Überraschungen haben möchte. wiederholte ich. Er sagte. Alle parkierten Wagen. Selbst auf dem Gehsteig niemand. Aha. Totenstille im Wagen. Er war etwas erstaunt und drückte aber ohne Diskussion die entsprechende Taste. OK – ich riskiere es. die diese Bedingung erfüllten. während ich die Aussenwelt beäugte. ob er genau wisse. Dann blieben nur die Wohnungen und Büros auf beiden Seiten des Kurfürstendamm. B. Und wo ist der Bankdirektor? Von einem Bankdirektor wüsste er nichts. zur Türe und den Fenstern des Treppenhauses des Gebäudes wo die LGT drin war. dass er keinen Kunden vor sich hatte. Ich lief auf der gegenüberliegenden Strassenseite zwischen den Schaukästen und Bäumen in Richtung LGT. riss ich die Türe auf und sprang auf den Sitz. HansAdam habe ihn gestern spät am Abend beauftragt. am Telefon war. Ich ging zur Beifahrertür und klopfte an die Scheibe. dann nach oben. Mein Puls stieg und trotz der Kälte begann ich zu schwitzen. Ich bedankte mich. Blieb stehen und sah. ein LGT Kunde.

1963. Der Gedanke an solche Pläne von Hans-Adam mag nur auf den ersten Blick weltfremd sein. Mit einem Foto von mir. bzw. mir diesen Pass „auszuleihen‚. Hallo! Ich war ja nicht mehr im Wagen. Nein. Die ca. Allerdings nur. Ich stieg aus und hörte ein „Klack‚ und alle Türen waren verschlossen. 750 Kilometer würden wir leicht in sechseinhalb Stunden abspulen. es war eine Falle. Er hatte sich eingeschlossen. da ich selber vor wenigen Minuten verlangt hatte. B. da kann auch ein Hans-Adam ganz neue Wege gehen (wie sich fünf Jahre später zeigen sollte). sie würden es tun. die Schutz-ID. kein Ansturm weit und breit. dass es ein Liechtensteiner Reisepass war. Er würde den Pass während der Fahrt in einem abschliessbaren Koffer verwahren. dass die Türen geschlossen wurden. wenn Hans-Adams Schläger zuschlagen. sagte aber gleich. Dann hörte ich das Geräusch eines automatischen Fensters. hielt etwas in der Hand und presste es an die Scheibe. Da war er! Der Pass. Dies erschien mir dann etwas suspekt. Ich wusste. um das Heck des Wagens herum. Spinnt er jetzt? Scheisse. dachte ich mir. sodass ich ihn aus Zorn keine runterknallen könnte. wenn ich mit ihm im Wagen zurück nach Hause fahre. Herr B.06. er könnte mich auf Befehl seines Herrn mit Vollgas vor dem Wagen überfahren und es dann als „Unfall‚ verkaufen. Sofort konnte ich erkennen. keine Gefahr für mich darstellte. kontrolliert würden. Ich konnte noch die letzten drei Zahlen der Passnummer erkennen: 212. Sie hatten damit Zeit und Sicherheit erzielt. Herr B.Ich erkannte sofort. nichts. dass er von Hans-Adam beauftragt worden sei. falls wir auf der langen Strecke von Berlin bis an die Grenze Österreich / Liechtenstein aufgehalten. sie würden den Pass wegen den Daten ausstellen. Dort hinein müsste er auch alle Unterlagen und 237 . da mir fix der Gedanke kam. dass ich den Pass nicht in die Hand nehmen dürfte. Ich wusste es. Der Pass lautete auf den Namen Ulrich Meier. Trotzdem. lies das Fenster noch ein Stück runter und sagte. Er sagte dann zu mir. Der starke V8 Motor lief ja ständig. geboren am 18. Kommen die Bullen etwa? Ruhe. Zeit um die wahren Probleme zu lösen. Zuerst dachte ich mir nichts dabei. mir etwas zu zeigen. Ich aber dafür aus dem Wagen steigen müsste und bitte vorne rum um den Wagen vor die Fahrertüre kommen soll. Aber hier ging es um ein Milliardengeschäft. Herr B. dass Hr. Er drückte wieder die Zentralverrieglungstaste und ich stieg aus und nahm den Weg hinten. dass er den Auftrag habe. Mit dem Pass sei ich Herr Ulrich Meier aus Liechtenstein und sollte keine Angst haben.

damit Deutschland. ich solle vorne um den Wagen zur Beifahrerseite kommen. Ich rannte wie vom Teufel verfolgt davon. dass die Daten sicher seien. Dann immer gerade aus. dachte ich mir. Der Motor war noch an. dass mir die Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. wusste also mehr als er zugeben wollte. tobte ich am Hörer. in die erste Seitenstrasse die ich finden konnte. Ohne Unterlagen keinen Pass. Er nickte mit dem Kopf und machte ein Handzeichen. Ich schilderte ihm kurz was geschah und schimpfte mit ihm. war konsterniert und meinte nur. 238 . entschuldigte ich mich sogleich für den Ausraster und sagte. dass ich an einer Lösung arbeiten würde und ich mich bei Hans-Adam und allen bedankte. die USA und all die anderen Länder Eure schmutzigen Geschäfte nicht erfahren. Erst nach zwei. Ich schrie ihn an. Er erwiderte. Immer nur gerade aus. Herr B. es gebe keine weitere Gelegenheit und ich würde den guten Willen von Hans-Adam sehr strapazieren. so die Order von Hans-Adam. ich einen Brief für Hans-Adam geschrieben habe und leider NICHT mitkommen könne. sondern nur für eine Heimreise unter ihrer Beaufsichtigung ausgestellt wurde. Aha. dass er nicht in Berlin war und vor allem darüber. Ich verabschiedete mich mit dem Versprechen. Ich schüttelte nur den Kopf. Herr B. ob ich denn die Daten nicht mitgebracht hätte? Ich deutete ihm an.Datenträger. Ich liess ihn fast gar nicht zu Wort kommen. Herr B. drei Kilometern musste ich atemlos anhalten. die ich von der LGT mitgenommen habe. legen. also war er entweder schon gelandet oder noch gar nicht abgeflogen. sobald er in Vaduz angekommen sei. ihn bald wieder anzurufen. fragte mich dann besorgt. dass alles gemäss den Anordnungen von Hans-Adam geschehen sei. ob ich sicher nicht mitkommen wollte. Ohne Pass keine Heimreise. Ich drückte ihm den Brief in die Hand und bat ihn diesen HansAdam persönlich zu übergeben. Im Wagen sagte ich zu ihm. Wo gab es eine Telefonzelle? Dort war eine! Ich rief den Bankdirektor auf seinem Handy an. Nachdem ich mich wieder besonnen hatte. dass ich wieder in den Wagen steigen möchte. Worauf ich noch wütender wurde und schrie: Welch guter Wille? Mir gegenüber? Scheiss guter Wille! Alles was ihr macht ist nur deswegen. Ich lief natürlich hinten rum. Es klingelte.‚ Du kennst die Leichen im Keller. Ich müsste zuerst wieder nachdenken.

was mit Kieber geschehen sollte. sobald dieser heimischen. sehr misstrauisch sei und bewiesen habe. Vertreter der LGT verlangten aber das Kieber sofort nach Grenzübertritt von einem Polizeikommando überwältigt werden sollte.VADUZ 14. die wir auf unsere Seite im Kampf gegen ihn besitzen. ihm alles abgenommen werden und er in das Gefängnis nach Vaduz überstellt werden sollte. Auch die Möglichkeit. Sollte er die Daten den haben ! Eines sei ganz sicher. Um 12. da sie eher der Meinung waren. Kieber habe ihn gerade angerufen und gesagt. Man erhoffte sich endlich ein Ende des Dramas. dass er nicht mitfahren wolle oder könne. dass Kieber sehr. Niemand ausser Hans-Adam mochte laut aussprechen. dass Kieber die Daten gar nicht hatte. hiesse dies noch lange nicht. dass er nicht später noch Aktionen umsetzten würde. würde Kieber jetzt nicht mehr sehen. warum er nicht in Berlin sei. schloss der Professor seinen Ausführungen. hoch anrechnen. kurz mit ihm gesprochen und ein Schreiben für Hans-Adam abgegeben hatte. Und er hatte gesagt. Er werde um 12. Mit dem Hinweis. dass Kieber zwar gekommen sei. Aufruhr in der KKZ! Herr B. Herr B. er verstehe nicht. antizipiert und ergründet haben.15 Uhr abfahren. dann würde er auch jede nur erdenkliche Möglichkeit. um sich nach Hause chauffieren zu lassen. Herr B. Zudem warnte der Professor. dass wir ihn ins Gefängnis werfen könnten. Januar 2003 (11:30 – 14:00 Uhr) Alle Mitglieder der KKZ trafen sich im Regierungsgebäude und waren nervös. 239 . Die Vertreter der LGT beeindruckte dies nicht gross. Man sollte Kieber seinen Mut und die Entscheidung nach Hause zurückzukehren.10 Uhr rief der Bankdirektor in Vaduz an. Falls im Falle einer Falle Kieber keine sofortigen Reaktionen/Aktionen geplant haben sollte. Liechtensteiner Boden unter seien Füssen hätte. Der Professor meinte aber. Wenn Kieber sich dazu entscheiden sollte. dass dafür später noch Zeit sei. in den Wagen einzusteigen. führte der Professor weiter aus. hatte ihm den Pass durch die Scheibe gezeigt. dass er zu hoch komplizierten Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf die Daten fähig war. hatte gerade via Autotelefon mitgeteilt. dass in diesem Fall Kiebers Rache das Vorstellungsvermögen der KKZ übersteigen würde. Wir könnten ihn ja nicht auf ewig hinter Gitter sperren.

dass Kieber darum nicht in den Wagen gestiegen sei. Es müsste doch sicher etwas in dieser Richtung in Berlin geben.warum ihm die gezeigte Schutz-ID nicht ausgehändigt wurde. dass es hier um die Grundexistenz gehe. Kieber in Berlin aufzuspüren und überwachen zu lassen. wenn der Staat nicht kann. wenn dies dann an die Öffentlichkeit gelangen würde. Entschlossen aber von Seiten Hans-Adams. verdeutlichte Regierungschef Hasler. weil er in Wahrheit die Daten gar nicht hatte! Aha. Sobald er zu den Daten gehen würde. die dann aushelfen. Was sollte das alles.22 Uhr von Berlin ohne Kieber und vor allem ohne Daten Richtung Vaduz ab. jammerten aber. Der Professor. dann müssten wir hier dicht machen! Die Zukunft des Landes stehe auf dem 240 . Der Professor hakte nach: Wie denn? Mit Hilfe der Deutschen? Ein Amts. wie wir hier Geschäfte tätigen ausländischen Behörden im Detail bekannt gemacht würden. Selten hatte man ihn so fluchen hören. die Justiz und die Polizei rieten von solchen Massnahmen dringend ab. Kein Staat darf etwas davon erfahren. Offen wurde über unorthodoxe Massnahmen diskutiert.oder Rechtshilfegesuch? Interpol? Nein. interessante Hypothese. bemerkte der Professor. Der Liechtensteiner Staat lässt einen eigenen Bürger in Berlin kidnappen und illegal „nach Hause bringen‚. Wie konnten sie nur glauben. dass ihm bis heute niemand mit Sicherheit sagen konnte. fuhr um 12. die LGT und die Regierung konnten dies zwar nachvollziehen. ob nun Kieber die Daten hat oder nicht. fragte sich der Bankdirektor. Weniger von Seiten der Justiz und der Polizei. insbesondere der Treuhand. Vielleicht um ihr eigenes Versagen zu schmälern. wo sie sich befinden finden. Herr B. Es sollte doch möglich sein. Deutschland darf nichts. Es gibt ja schliesslich private Firmen. oder man in Erfahrung gebracht hätte. erwiderten alle anderen im Raum. könnte man ihn samt den Daten „nach Hause befördern‚. Es zeigten sich die ersten Risse in der durchs Schicksal zusammengewürfelten Gruppe in der KKZ. Enttäuschung machte sich breit. Hans-Adam jedoch war sehr fuchsteufelswild. dass Kieber jetzt nach Hause kommen würde. Hans-Adam. die Justiz und die Polizei lehnten jede Gewaltanwendung kategorisch ab. warfen die Vertreter der LGT die Schlussfolgerung in die Runde. seiner Marionettenregierung und der LGT. nein – natürlich nicht. Wenn die Daten und die Art und Weise. rein gar nichts erfahren. Nicht vorzustellen. Nichts offizielles. Der Professor. Nicht nur sie sondern auch viele tausend Kunden würden Probleme bekommen.

Selten von den Ausländischen. dachte ich mir. Die Führungspersonen jeder Einheit der Justiz. an die Daten ran zu kommen. Auch wurde fieberhaft versucht. alle Internetseiten. nämlich das Strafgesetzbuch(!) und die Strafprozessordnung(!) ausgeliehen und erst nach langer Zeit wieder zurückgebracht hatte. Januar 2003 (nachmittags) Die Polizei verfasste einen weiteren schriftlichen Bericht über die ausgedehnten Überwachungs. was aus technischen 241 . der dort als Experte für die FL-Polizei arbeite. Am besten ginge ich schlafen. welche Person Hans-Adam gemeint hatte. waren sich alle einig. Polizei. Obwohl ich todmüde war. die er in der Bibliothek angeschaut hatte. sofortige Kündigung) die mitwissenden Angestellten zu äusserster Verschwiegenheit verpflichten. Regierung. heim in Petras Wohnung. herauszufinden. dass eine Person.Spiel. da die Gespräche über das Handy von den Bullen abgehört würden und dies Hans-Adam im voraus wusste. Hans-Adam befürchtete anscheinend. es könnte sein.B. mit all jenen Personen. Zudem wurde auch entschieden. dass dieser Deutsche. dass Kieber einen Mitgliederausweis besass und 1999 zwei Bücher.Staatsbürgern 100 Prozent Loyalität erwarten. die ich im Brief erwähnt hatte. Hans-Adam konnte sich nur von den eigenen – wenn auch nicht von allen . als er mich im Telefongespräch am Montag kurz vor Mittag warnte. Es wurde bei der Landesbibliothek Vaduz in Erfahrung gebracht. geneigt sein könnte. musste er einen deutschen Staatsbürger gemeint haben. Man beschloss sich von nun an jeden Tag mindestens einmal zu treffen. die von der Angelegenheit wussten. BERLIN 14. Jetzt kam mir in den Sinn. Zudem wären die Daten für Deutschland ja hochinteressant. aus den früheren Fehlern zu lernen und eine Liste anzufertigen. Dort angelangt. Januar 2003 (nach Abfahrt des Diplomatenwagens) Was nun? Ich wusste es nicht.oder Nachforschungsmassnahmen für Hans-Adam. konnte ich nicht einschlafen. VADUZ 14. nahm ich eine heisse Dusche und legte mich flach. Klar. der auch noch Polizist war. LGT (das Schloss ausgenommen) sollten unter Androhung schwerer Konsequenzen (z. mithören würde.

das wusste Kieber selbst noch nicht. Die Art von Verbindung wie ich es im Brief vom 07. dass die Bewohner nichts davon merkten. Abstand zu nehmen und Zeit zu gewinnen. rund um den Globus diese Art Kunden entlarvt werden. So konnte es nicht weiter gehen. Er erhielt den Brief von Kieber. dass er unter Zugzwang stehe. Anm. Nein. Natürlich war die Durchsuchung ohne brauchbares Ergebnis. da er erkannte. Gegen späten Abend traf der Chauffeur Herr B. mit dem Audi auf Schloss Vaduz ein. da Kieber ihm weiter schrieb.03 unter Punkt "X. dass es besser war. Dann war er wieder besorgt. Obwohl 242 .03 befehligte Razzia von zwei Wohnungen und dem Haus von Kiebers Stiefmutter erst gegen Ende Januar oder Anfang Februar 2003 durchzuführen.: Unglaublich aber wahr: Das KKZ ordnete die Durchsuchung von zwei bewohnten Wohnungen in Balzers an.: Dazu kann ich nur sagen: hätte die Liechtensteiner Justiz nur halb soviel Energie für die Entdeckung der Bankdaten von schlimmen Kunden verwendet wie für die „Ausgrabung“ meiner wenigen Bankunterlagen." beschrieben hatte. Die später dann erfolgte illegale Durchsuchung wurde sogar so orchestriert.01. dass eine von Kiebers Prioritäten vorerst die Sicherheit der Daten und damit die der Liechtensteiner Finanzwelt war. wie Woche um Woche. Eine Woche sollte reichen. Hans-Adam wurde sofort aufgesucht.Gründen nicht gelang. die am 13. Nach reiflicher Überlegung kam ich zum Schluss. weil sie nicht anwesend waren. Dafür musste ich die nächste Stufe der vorbereiteten Kommunikationsmöglichkeit aktivieren. obwohl ich nie dort gewohnt habe und es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den Wohnungen oder der LGT gab.01.00 Uhr morgens auf. Kieber könne nicht einfach sagen: „Schwamm drüber – hat halt nicht geklappt‚. nur was. Der Wagen war weg und nichts hatte sich geändert. Damit die Angelegenheit im Ländle selber nicht so bekannt wurde. Hans-Adam war nach der Lektüre erleichtert. beschloss das KKZ weiter. Januar 2003 Immer noch müde stand ich trotzdem schon um 06. Anm. dann müsste sie seit 2008 nicht hilflos zusehen. BERLIN 15. Auch wurden all seine alten Bankkonten bis ins kleinste Detail auf Jahre zurück ausgeforscht und dokumentiert. Kieber müsse etwas machen.

Die ersten zwei Säulen hatte ich ja schon in starke Vibrationen gesetzt. ob die in Vaduz diesen Punkt auch richtig lesen und interpretieren könnten. wenn auf schriftlichen Weg kommuniziert würde und zwar so lange bis wieder ohne Drohungen und Schimpfen miteinander geredet werden konnte.org‚ wollte ich auch im Unterbewusstsein an das starke Dogma von Hans-Adam appellieren. Auf die Idee kam ich.01. hatte ich bedenken. warum 243 . würde kein Email versandt werden. Die drei Säulen von Hans-Adam bestehen aus Geld.01. eine Wortkombination zu finden. Mit einem Trick deponierte ich den fertigen Text mit Datum 15. Dies aus taktischen Gründen.03 geschrieben. Da ja beide Seiten dasselbe Emailkonto verwenden würden. Ich musste ihm nur noch den Namen der Webseite mitteilen. obwohl er am 14. Mit der Auswahl von „www. Klare Hinweise auf das LOGIN-Wort und damit auf das Passwort hatte ich ja schon im Brief vom 07. dass es besser sei. Mit dem Thema „Frankfurt‚ hatte es ja nun gar nicht geklappt. sehr schwierig sein würde. sondern nur jeweils der neue Text im Ordner „Entwurf‚ abgespeichert werden.ich es darin präzise geschilderte hatte. absolut nicht. Für die letzte Säule erschien mir die Webseite einer katholischen Organisation mit Sitz und Server in den USA als ideal. Obwohl ich den direkten Kontakt nicht scheute.03.01. hatte ich in einer ersten Email im Ordner „Entwurf‚ gespeichert. Bevor ich dies aber tun konnte. dass sich Hans-Adam persönlich mit dem Fall befasste. formulierte ich eine neue Nachricht für ihn und speicherte sie im Entwurf-Ordner. Der Grund warum ich ein „codiertes‚ Kennwort ausgerechnet im sichersten Raum im Schloss Vaduz angebracht hatte. Das Konto hatte ich schon im Dezember 2002 eingerichtet. Im Text wiederholte ich die Begebenheiten der letzten 48 Stunden und meine Gründe. fand ich. war ja. die IP-Adresse (und damit den genauen Computerstandort) herauszufinden. Selbst bei der Auswahl des Internetproviders für das gemeinsam zu benutzende Emailkonto hatte ich mir vor der Abreise aus Liechtenstein den Kopf zerbrochen. dass es ohne den klassischen Emailversand praktisch unmöglich oder zumindest sehr. Macht & Kirche (Glaube). dass ich unbedingt erreichen wollte.03 geschrieben wurde. Es war nicht einfach. weil meine Recherchen ergeben hatten. Instruktionen wie das Konto von mir und Hans-Adam verwendet werden sollte.catholic. die praktisch jedes Missverständnis ausschliessen würde.

altes ein. so würde ich mich simultan an die Deutschen und die Amerikaner wenden. worin ich den Namen der gesuchten Homepage (Webseite) preisgab: www. falls Post da sein würde. Auf keinen Fall dürfe er angesprochen werden. die sich auf das Aufspüren von Personen und Güter spezialisiert hatte. dass man Kieber ausfindig machen sollte. dass Kieber Liechtensteiner sei. wenn Hans-Adam nun die Schutz-ID nicht mehr hergeben will. also Freitag. Ich erklärte. sondern eine andere Lösung (z. Es soll nur gefordert werden. Ich schloss das gemeinsam zu nutzende Emailkonto und loggte mich in mein eigenes.org. wurde beschlossen. er bei der LGT gearbeitet hatte und er eventuell alle Daten der LGT Treuhand hatte.01. Sollte bis dahin nichts gehen. Januar 2003 Die KKZ kam zusammen und diskutierte das weitere Vorgehen. Er als Psychologe war naturgemäss dagegen. dass ich nur bis Ende Januar.01. diese nicht selber abholen würde.03 warten könnte. Der Professor distanzierte sich nochmals von jeglicher Anwendung von Gewalt. dass ich. eine private Firma. Der Auftrag sollte aber sehr vorsichtig erteilt werden. Um jede Unklarheit auszuschliessen. Ausserdem schrieb ich. dass ich andere Wege gehen müsste. man dürfte der Spezialfirma auf keinen Fall mitteilen. schrieb ich ganz deutlich. Sollte es nur die kleinste Andeutung einer Falle geben. den 21.catholic. VADUZ 15. Von diesem Emailkonto schrieb ich an die drei bekannten Emailadressen von Hans-Adam eine höfliche Mail mit einem Einzeiler. Die LGT Treuhand konnte immer noch keine felsenfesten Beweise vorlegen. den 31. dass ich ab nächsten Dienstag. ob ein Umschlag für mich angekommen sei. ihn beschatten müsste und ein Verhaltens. ob nun Kieber die Daten hatte oder nicht. um in Erfahrung zu bringen. Da die KKZ ja genügend Anhaltspunkte über den Aufenthalt von Kieber besass. Kurier oder Weiterversand) im Sinne hätte.03 ein Mal pro Tag bei der LGT in Berlin anrufen würde.und Bewegungsmuster erstellt werden sollte. Ich schrieb. dass ich akzeptiere würde. musste ich ein Datum festlegen. so würde ich mich zurückziehen.ich nicht in den Wagen eingestiegen war. Nach erfolgreicher Identifikation sollte die Firma 244 . anzuheuern. So weit – so gut.B. Dann sollte er im Gegenzug aber auch akzeptieren. Um nicht ewig hier in Berlin herumhängen zu müssen.

Gemeinsam fuhren sie zum Schloss. Man erinnerte sich an irgendwelches Zeug. Da keine Massnahmen mit Gewaltanwendung erteilt worden waren.03 zum ersten Mal gelesen hatte. Er und sein Sohn Alois wollten aber nicht alleine in ihren eigenen Bilderbunker gehen. Herr Kaiser öffnete die schwere Türe zur betonierten 245 . Damit keine Rückschlüsse möglich waren. Kontakt mit den Zwischenmännern wäre nur über das Schweizer Telefon. Hans-Adam telefonierte mit dem Regierungschef Hasler und dem Kripochef Hoch.01.03 erwähnt hatte. Kieber könnte unmöglich im sichersten und wertvollsten Raum des Schlosses ein Hinweis angebracht haben. Weder die Sekretärin von Hans-Adam noch Alois selber nahmen sie vorerst ernst. wenn die LGT über einen Firmenanwalt aus Belgien. Das KKZ rief Hans-Adam auf dem Schloss an und bat ihn doch nachschauen zu gehen. Es wurde gerätselt ob Kieber vielleicht doch in den Bilderbunker gelangt war und ob er etwas hinterlassen oder platziert haben könnte. Das Sekretariat des Schlosses sendete um 14. Die Kernmitglieder der KKZ. Der Kripochef nahm sich einen bewaffneten Beamten mit und holte dann Hasler mit einem unmarkiertem Polizeiwagen wieder vom Regierungssitz ab.oder Emailnetz erlaubt. ohne Hans-Adam und seinen Sohn. war der Professor mit diesem Plan einverstanden.01. Deswegen hatte Hans-Adam auch nicht nachgeschaut. als er davon im Brief vom 07. VADUZ 16. Januar 2003 Im Protokollzimmer der KKZ wurde die Email ausgedruckt und fein säuberlich protokolliert.sofort Rückmeldung an den Auftraggeber machen. Er bat sie sofort aufs Schloss zu kommen. Und ob es gefährlich sein könnte. Die Email Kieber's mit dem Namen der Webseite kam drei Mal auf Schloss Vaduz an. genauer aus Brüssel den Auftrag erteilen würde. dass Liechtenstein der Auftraggeber war. wäre es zweckdienlich. Auch sollten dafür keine Anrufe oder Emails aus Liechtenstein gesendet werden. kamen zu einer weiteren Sitzung zusammen. dachten sie sich. dass Kieber in diesem Zusammenhang im Schreiben vom 07.32 Uhr eine Kopie der Email zur Polizei und eine an das KKZ.

Alois. Hoch und dem Beamten. So war es sein Sohn Alois. die Hans-Adam als seine Geschäftszimmer benutzt. Gemäss den Angaben von Kieber sollte sich im Blickwinkel eines ideellen Selbstbildnisses des Malers Gerard DOU ein Hinweis verstecken. Hans-Adam und Alois waren schockiert: ein 4 cm x 1 cm langer Kleber war dort angebracht. 246 . Zuerst inspizierten sie die elektrische Anlage gleich rechts neben dem Eingang. erwiderte Hans-Adam. Anm. dem sofort das Wort „Hochzeitsreise‚ einfiel. Hans-Adam. Der Metallrahmen Nr. brachte kein Wort mehr heraus. im Jahre 1967 waren er und seine Frau Marie auf ihrer Hochzeitsreise in Mexiko. Grundsätzlich waren alle etwas erleichtert. diesem Bild und des sich abspielenden Dramas erkannten weder HansAdam noch seine Truppe nicht. es war nicht von soooo grosser Bedeutung. 49/50 auch. Hasler." aus dem Brief von Kieber fanden sie seine erste Mitteilung.Schatzkammer im Rundturm im Beisein von Hans-Adam. dass Kieber sehr wohl alles äusserst penibel geplant haben musste. Ja genau. Dou gilt als Begründer der Leidenden Feinmalerei – Leiden mussten hier in dem aktuellen Drama alle. Das Bild wurde schnell gefunden. gespeichert im Entwurf-Ordner. dass Kieber vor Ende Januar 2003 nichts unternehmen würde. Die im Raum nicht anwesenden Mitglieder des KKZ wurden später über den Stand der Dinge informiert. die an die Schlossaussenmauer grenzenden Räumlichkeiten.: Auch der Hinweis auf den Maler Gerard DOU war speziell von mir ausgesucht worden. Sicherlich.org ein. Langsam begriffen alle im Raum. worauf „Mexico 67‚ stand. Die Sekretärin loggte sich auf www. Mit Hilfe des Punkt "X. der „Täuschung“ gefiel mir sehr als Metamorphose. Diese Kunst der “Verschleierung. Aber das besondere für mich im Bild von Dou im Besitzt von Hans-Adam war. woraus Hans-Adam das LOGIN-Wort und auch das Passwort erraten könnte. da sie jetzt schon mal eine Woche Zeit gewinnen konnten und der Professor kam auch zu dem analytischen Schluss. dass Dou sich selber als Musiker zeichnete und damit seinen wahren Beruf (Maler) verschleierte. Somit hatten sie nun das LOGIN-Wort „mexico67‚ und das Passwort „hochzeitsreise‚.catholic. Die Verbindung zwischen dem Leben des Maler Gerard Dou. Sie alle liefen die Treppe hoch ins Freie und runter zum kleinen „Bürokomplex‚. Alles schien normal zu sein.

Niemand hätte im Traum erraten. dass sie mir auch Böses antun konnten. Ab und zu besuchte ich ein Internetcafé. das Brandenburger Tor. wann immer es die Räumlichkeiten erlaubten. Ich durchforschte die Schweizer Medienlandschaft. Man wusste ja nie. begab ich mich täglich in eine andere Bank(Filiale) irgendwo in Berlin. ob die von der LGT oder andere Ausschau nach mir hielten. Nur ein Mal die Woche besuchte ich meine Bank. Mit der Zeit lernte ich die Berliner Strassen und Besonderheiten gut kennen. die Museen. – 20. Was mich antrieb war der „beruhigende‚ Gedanke. Januar 2003 Ich hatte mir eine Verschnaufpause gegönnt. Diese Tatsache alleine war schon eine Tröstung für mich. Mit dem Bus. wartete in der Schlange vor dem Schalter bis ich an der Reihe war.sie machten irgendwas. dass sich fürchterliches mit mir. Meine Situation war schon paradox. dass im Unterschied zu den vorhergegangenen sechs Jahren Liechtenstein nun gezwungen war. Dort wo ich die Daten im Safe hatte. etwas zu tun. mich in eine Ecke zu stellen. Ich vermied in die Nähe der LGT Berlin oder in die Ansbacherstrasse zu gehen. war dies mir „scheiss egal‚. Um eventuelle Verfolger zu verwirren. Jeweils fürs Wochenende fuhr sie ins Elsass zu ihrem Freund und ich hatte die ganze Wohnung für mich allein. stellte dann triviale Fragen und versuchte nachher. ob irgendwas bis zur Presse durchgesickert war. Ich durfte sie sogar einmal bei ihrer Arbeit im Luxuskaufhaus Lafayette besuchen. Meine Vermieterin Petra war sehr angenehm. der Bahn oder zu Fuss entdeckte ich andere schöne Teile der Grossstadt. Hauptsache war . die grossen geschichtsträchtigen Plätze. um später denselben Weg nie mehr zu nehmen. um zu beobachten. die man von aussen nicht einsehen konnte. Obwohl ich wusste. Und meiner früheren Vermieterin Daniela wollte ich auch nicht wieder über den Weg laufen. dass meine Sachen bei ihr nicht in Gefahr waren. Obwohl ich eigentlich im totalen Stresszustand war. um mich und wegen mir abspielte. Ich stellte sehr schnell fest. Den Kiez. wie immer. Ich notierte mir den ausgewählten Weg dorthin jedes Mal genau. So 247 . fühlte ich mich sicherer hier in Berlin als in Liechtenstein.BERLIN 16. Ich war. die ich dringend benötigte. der Berliner Schlag. um mich abzulenken. freundlich und lächelnd.

rannte ich einfach los. dass er keine Uhr habe. Der Wagen hatte ein Berliner Kennzeichen. Nicht das ich behaupte übernatürliche Fähigkeiten zu besitzen oder „James Bond‚ zu sein. kann keiner sein. Der VW war in einer Seitenstrasse geparkt. bei bald Minustemperaturen hier mitten in Berlin so gekleidet joggen zu gehen. ich sei in den Tresorraum der Bank gegangen. war die Tatsache. Verwirrung war. Nie war etwas Besonderes zu bemerken. Der Jogger lief schnurgerade auf den VW Transporter zu und stieg hinten ein. Und zwar in Wedding. wo ich mich befand. begab ich mich auf die andere Strassenseite. Dem Dialekt nach zu beurteilen. einstieg und dann in meine Richtung schaute. Ich dachte. Dahlem und Wedding sind ein gutes Stück voneinander entfernt. war es ein Berliner. Ich beobachtete vor allem die parkierten oder langsam fahrenden Wagen. auf ihn zu. ob er wisse wie spät es sei und er erwiderte. Ich stellte mich vor einen Laden und drehte mein Gesicht zum Schaufenster. ist und bleibt immer Trumpf. was für ein Idiot. Sofern ich dies erkennen konnte. Er erschrak und blieb wie versteinert stehen. Schönen Tag noch. Spontan. Ich war stets übervorsichtig und beobachtete was um mich herum geschah. sagte ich. der die Beifahrertüre öffnete.würden eventuelle Beobachter denken. Ich liess mir nichts anmerken und anstelle in die nächste zufällig ausgewählte Bank zu gehen. Nun befand ich mich aber in Dahlem. Mit weit geöffnetem Mund beobachtete ich dann wie ein weiterer. In der Glasspiegelung konnte ich einen fetten Mann sehen. OK. ohne gross vorher nachzudenken. dass in der Millionenstadt Berlin innerhalb von wenigen Stunden derselbe auffällige Wagen genau dort war. Als der Jogger nicht aufhören wollte. dass hier etwas faul war. Ein alter VW LT Transporter in orange-gelber Farbe. Unerwartet rannte ein kreuzdumm gekleideter Jogger sehr nahe an meinem Körper vorbei. wusste ich. dass ich genau diesen Wagentyp mit der ungewöhnlichen Farbe schon früher am selben Tag gesehen und anscheinend im Unterbewusststein registriert hatte. mich anzugucken und ich halt „zurückstarrte‚. Verdammt noch mal – fluchte ich. definitiv nicht. Dann aber löste ein Auto einen Blitzgedanken bei mir aus. Was mich nun sehr stutzig machte. Er drehte sich um und schaute mich an. Viele Schweizer Dörfer und Gemeinden fuhren genau so einen als Kommunalwagen (Werkshofwagen). etwas älterer Mann aus einem Hauseingang trat und auch im Wagen verschwand. Aber der Zufall. Ich fragte ihn. Niemand war im Wagen. Hans-Adam lässt mich beschatten und man hatte 248 .

Sie wurde aufgefordert. Ich konnte mich natürlich nicht erinnern. sich bei der Polizei sofort zu melden. Eine meiner besten Freundinnen wurde von der Polizei zur Seite genommen und ausgefragt. vorerst meinem Feind in Vaduz nichts darüber zu berichten. Ich fuhr mit der Ringbahn sicher mindestens eineinhalb Stunden im Kreis herum. dass ich die Verfolger entdeckt hatte. es wurde verbreitet. dass Kieber in Gefahr sei und man ihn dringend warnen müsste. – 21. Januar 2003 Das KKZ beschloss. Aus all den Observationen und weiteren Befragungen (auch von anderen Personen) waren dann schlussendlich keine brauchbaren Ergebnisse zu vermelden. dass die beauftragte Schnüfflerfirma aus Belgien Erfolg hatte. VADUZ 17. Gute Nachricht aus Deutschland: die KKZ meldete Hans-Adam. Die Tatsache. ob ich den Wagen schon mal anderswo früher gesehen hatte – erfolglos. Ich entschloss mich. Man hatte ihr zwar nicht gesagt. sozusagen einen ‚Vaduzer Riesling‚. dass Kieber Hans-Adam einen bösen Brief geschrieben hatte. dass Kieber behaupten würde. die engsten Freunde von Kieber in Liechtenstein sorgfältig anzugehen und unter Anwendung von Tricks aus der Psychologiekiste herauszufinden. Stets mit erneuertem Fahrschein. Die 249 . Da konnte ich nur den Kürzeren ziehen. wo die Daten waren? Ich rekapitulierte meine Aktivitäten der letzten Tage und versuchte fieberhaft mich zu erinnern. Einer der Tricks war.mich gefunden. dass sie mich gefunden hatten. verwirrte mich nicht so sehr. Aber was wussten sie? Wo ich wohnte. oder ob sie gar mit ihm im Januar Kontakt hatten. es wurde ihr aber gesagt. Es war ja ein Kampf zwischen meiner Wenigkeit und der geballten Geldmacht aus Liechtenstein. Erstaunlicherweise wurde ihr mehr oder weniger reiner Wein eingeschenkt. Keiner war mir gefolgt. falls Kieber sie kontaktieren würde. Sie konnten Kieber auf Grund der ihnen per Email zugesandten Fotos identifizieren. Mir wurde schlecht und ich brach alle geplanten Aktivitäten für diesen Tag ab. Gott sei Dank. wo nötig. dass er die Daten hätte. ob sie etwas wussten. Dazu bräuchte man aber seine Adresse oder Kontaktnummer im Ausland. Ich traute mich erst im Dunkeln wieder nach Hause.

sich mit moralischer Unterstützung von der Regierung. Die beauftragte belgische Firma bestätigte. In der Hitze der Debatte fielen auch symbolische Worte wie: „Wir müssen Kieber umlegen‚. Auf Grund des „Feindkontakts‚ musste sich die Verfolgertruppe zurückziehen und hatte deshalb Kieber aus den Augen verloren. Dank der Verfolger. um an 23 Internetcafés rund um das Zentrum von Berlin strategisch nach Kieber Ausschau zu halten. dass sie einen grossen taktischen Vorteil hatten. Man sei sich aber ganz sicher. Wie so oft in dieser Affäre. „Anwendung von Stasimethoden verlangte‚. um was es in Wirklichkeit ginge. HansAdam. und die anderen Herren der LGT. um so mehr wurde er stutzig und erkannte als Psychologe. dass wenn alles Verhandeln mit Kieber schief gehen würde. Leider musste die KKZ des Weiteren berichten. wo Kieber die Daten aufbewahren und wo er wohnen würde. Diese Zusicherung wurde ihm vom Regierungschef Hasler erteilt.grossen (finanziellen) Auslagen. Je länger der Professor mit den anderen aus der KKZ über diesen Fall diskutiere und sich beriet. Hans-Adam war mit diesem Zwischenbericht sehr zufrieden und wollte nochmals versichert haben. versicherte Hans-Adam. war die Vorstellung. dass Kieber nichts gemerkt hätte. dass weder die Belgier noch deren Deutsche Partner wissen. Die Stimmung innerhalb des KKZ stieg merklich. dass deren Deutsche Partner aber ausgesagt hatten. dass vor allem der Exboss von Kieber. man ihn auch mit harten Methoden habhaft werden könnte. Dr. Es hätte auch einen Zwischenfall gegeben. dass er von den Kosten nichts hören wollte. auf einen gefährlichen Weg einschwenkten. wörtlich. als „Oberkommandierender‚ hatte Mühe seine Truppe auf eine 250 . dass man noch nicht herausgefunden habe. bei dem Kieber einer der Verfolger persönlich angesprochen und nach der Uhrzeit gefragt hatte. als er lautstark nach. Feuerstein. Alle dachten nun. hatten sich gelohnt. da Geld absolut keine Rolle spielte. um Kieber in Deutschland mit Hilfe von Privatfirmen festzuhalten und nach Liechtenstein zu verschleppen. In den vergangenen Tagen musste Feuerstein mehrfach zur Besonnenheit aufgerufen werden. ihn wiederzufinden. Schon am dritten Tag war man erfolgreich. „Er muss Mundtod gemacht werden‚. Was so beruhigend in den Hinterköpfen der meisten Mitglieder des KKZ war.

251 . auf keinen Fall seinen Exboss als Mediator oder Schlichter für dieses Drama zu ernennen. als dieser ihn im Brief gebeten hatte. Der Professor wurde beauftragt. Hans-Adam entschied. Er begriff.Linie zu bringen. einen Text vorzubereiten. der dann als Mitteilung am nächsten Tag. den 21. dass neue Ideen für eine Lösung nur vom Professor als Spezialisten kommen sollten. dass Kieber gute Gründe hatte.03 in das Emailkonto gestellt werden sollte.01.

mit Ihnen eine Transaktion durchzuführen. Wartet nur. indem ich zufällig ein paar Bekannte und Freunde dort anrief.KAPITEL 9 Chaos-Tage ohne Ende BERLIN 21. grübelte ich. fluchte ich schon wieder. warum und eventuell etwas wusste. es war eine Falle! Was nun. Ich konnte der Sache nur auf den Grund gehen. Mein Auftrag besteht lediglich darin. Diesbezüglich enthalte ich mich jeglichen Kommentars. Nicht nur. Januar 2003‚). Wenn ich etwas in den letzten fünf Jahren gelernt hatte. Ich öffnete das gemeinsame Emailkonto und fand nachstehende Nachricht für mich im Entwurfs-Ordner: Ich wurde beauftragt. dachten wohl. Das bedeutete. dachte ich mir schon die ganze Nacht hindurch. Es wurde mir noch kälter als es sowieso schon war. In diesem Zusammenhang wurde ich sowohl über die Hintergründe als auch über die bisherigen Versuche informiert. die schon früh ihre Ware an die Kundschaft verkauften. Ein Anruf bei der LGT Berlin kam also nicht mehr in Frage. kam mir ein altes Sprichwort in den Sinn: „Vertrauen ist gut. was. um herauszufinden. Ich war neugierig. Zum Glück gab es einige Bäcker. ja nicht einmal ins Zentrum von Berlin gehen durfte. sie könnten mich übertölpeln. Mir lief es kalt den Rücken runter. Diese Mistkerle. dann dass man in einer solchen Situation zuerst immer den Kopf klar bekommen muss und nicht gleich gegen die nächste Wand rennen darf. dass sie in Berlin Verfolger auf mich angesetzt hatten. Ich fuhr mit der Bahn an die südliche Stadtgrenze von Berlin und suchte ein Internetcafé auf. Ich war schon um fünf Uhr auf den Beinen und im winterlichen Berlin unterwegs. Nein. Kontrolle ist besser. was sich in Liechtenstein so zutragen würde. Himmel und Hölle noch mal. diese Transaktion abzuwickeln. die von Ihnen 252 . Bevor ich die LGT am späteren Nachmittag anrufen würde. wer dort wo. welche von gegenseitigem Interesse getragen ist. Januar 2003 Dienstag! Ein Tag der Wahrheit. Nicht zu fassen! Schon beim zweiten Anruf brach die schöne Scheinwelt zusammen (siehe auch „Vaduz 22. sie mussten auch noch das halbe Liechtenstein umgraben. dass ich auf keinen Fall in die Nähe der LGT.

Klappte nicht. Aber. was im Ländle so vor sich ging. die technisch so ausgerüstet waren. Ich versuchte mich ins Emailkonto einzuloggen. dass gleichzeitig von zwei verschiedenen Terminals aus dasselbe Emailkonto benutzt werden konnte. um die Kontrolle zu haben. aber – die Superschlaumeier in Vaduz! Auf einmal wusste ich. verspottete ich sie: Sie spielten auf Kooperation. sind nicht Teil meines Auftrages und deshalb unerheblich. dass es wenige Emailprovider gibt. Ich überlegte lange.org gehörten 253 . Details. – alles Quatsch und fauler Käse. Die Katholiken von www. die da offenbar Böses erwogen. „Wir helfen dir‚. dass ich die Verfolger erkannt hatte und auch wusste. was der Grund für das Problem sein könnte. Aus Höflichkeit kaufte ich am Ende ein Kochbuch (ich habe es heute noch). Dies alles ergab keinen Sinn. ehrlich gesagt.catholic. Meine Hirnmasse gegen alle anderen. was die Vor. Ich verschwand in der Masse von Fussgängern in Richtung Bahnhaltestelle. wenn ich denen in Liechtenstein mitteilen würde. da ich immer nervöser wurde. Noch schneller verliess ich das Internetcafé. mein eigenes Drehbuch war ja auch nicht gerade des Himmels würdig. Garantiert hatte Hans-Adam angeordnet. Aha. dass überhaupt ein Professor angeheuert wurde.gewünschte Transaktion vorzubereiten und in beiderseitigem Interesse sauber durchzuführen. im gemeinsamen Emailkonto ständig eingeloggt zu bleiben. Schnell loggte ich mich wieder aus dem Emailkonto aus. das musste es sein. Ich zweifelte an meinem Geisteszustand. Ich wusste ja auch nicht. Geben Sie mir die weitere Vorgehensweise für die Transaktion bekannt.w. Die Angestellten vom Buchladen wunderten sich schon. „Wir suchen eine gemeinsame Lösung‚ u. An weiteren Hintergrundinformationen (Namen. War ich nun wahnsinnig geworden. Na ja.) habe ich kein Interesse. Klar. Im Gegensatz zum Gegner hatte ich nur mich selber. dass dies vom Professor Dr. Warum konnte ich nicht ins Emailkonto rein? Das LOGIN und das Passwort stimmten. Fast drei Stunden lang versuchte ich es. fragte ich mich. Anm. dem Hans-Adam eine diesbezügliche Nachricht im Emailkonto zu hinterlassen. Ich entschloss mich. Ich wusste.und die Nachteile wären.: Ich wusste natürlich zu jenem Zeitpunkt nicht. Schuldzuweisungen etc. Diesmal ging ich dafür in einen Buchladen. Thomas Müller geschrieben wurde.s.

Kieber schrieb. dass Privatdetektive in Berlin auf ihn angesetzt worden waren. würde er eine Konfrontation mit katastrophalen Folgen provozieren. Er hatte sie erkannt. Mit der erhofften Sicherheit. Januar 2003 Das KKZ war pünktlich ab 07. Um 07. dass er sich zuerst für die Nachricht bedankte. sollte er wieder Verfolger sehen. 4 Stunden versuche ich eine neue Mitteilung einzugeben. wie immer höflich aber bestimmt. die Ordner sehe ich nicht. klares Wasser einzuschenken und dem Hans-Adam ein paar Dinge zu erzählen. 254 .30 Uhr wieder aktiv. Offenbar hatte man in Vaduz diese Email gleich begriffen. dass ich nichts davon wusste. VADUZ 22. Durchlaucht Ich habe die Nachricht im anderen E-mailaccount heute Morgen gelesen. alten Emailkonto aus zwei Mal die folgende Meldung an HansAdam eigene Büro-Emailadresse.k. denn ab 16 Uhr war das Login von meiner Seite aus wieder erfolgreich. ansonsten kann ich nichts hineinschreiben.48 Uhr wurde sich schon in das Emailkonto eingeloggt und ein drei Seiten langer Text von Kieber vom Vortag gefunden. Um 14. wiederum von meinem eigenen. Er verlangte.37 Uhr schickte ich deshalb. Es war kein neuer Text für mich gespeichert. dass man diese Schnüffler sofort abziehen sollte. Vielen Dank und mfg h. die ihn offenbar sehr beunruhigten. Seit ca. Er warnte sie. dass Sie oder der andere Herr das Emailaccount ständig offen haben? Bitte jeweils immer ausloggen. von denen er fest glaubte. Am Terminal liegt es nicht. da ich schon an 4 verschiedenen es versucht habe. dass er wisse. So sah ich es für angebracht. Darin schrieb Kieber. Kann es sein. Ich kann zwar das E-mailaccount aufrufen.h. dass mir niemand bis zur Wohnung gefolgt war. als Petra mich zu einem gemeinsamen gekochten Nachtessen einlud.nicht dazu. konnte ich den Tag endlich vergessen und war froh. aber die Anzeige bleibt BLANK: d. Erst spät in der Nacht hatte ich den formulierten Text fertig und stelle ihn in den Entwurfsordner. dann über zwei Vorkommnisse reden möchte.

seinen 255 . Er ging sogar soweit. Aber Zuckerbrot und Peitsche wären erstklassig in der jetzigen Situation. was verlangt wird. den 24.Obwohl er im Brief vom 07. Der Professor war beauftragt worden. wenn er nicht das tue. Kieber wisse auch. Er wisse nun.03 ausdrücklich darum gebeten hatte – im Interesse von allen wenigen Beteiligten und Informierten . die die Bad News dem Hans-Adam überbringen würde. dass dabei ständig nach seiner Adresse im Ausland gefragt würde. der "1000 Km" weit weg in Berlin war. Alle meine Freunde hielten dicht. Er befahl diejenigen in Liechtenstein zu finden. dass man es „gut‚ mit ihm meine. Er fragte. gegeben hatte. Trotzdem sei er zu triefst geschockt. was für eine Tölpelfirma man da in Berlin angeheuert hätte. Hans-Adam entschloss sich daher.alles zu unterlassen. wie konnte Kieber. die mit Kieber Kontakt hatten. dass Liechtenstein ihn an die Deutschen „verraten‚ würde. Niemand traute sich vor und wollte derjenige oder diejenige sein. indem man ihm androht. was einer Bekanntmachung des sich anbahnenden Dramas gleich kommen würde. dass das Gegenteil geschehen war. einer von ihnen sei ein Maulwurf. dass dies ihn nicht überraschte. Harte Worte. da ja jeder seine eigenen Ziele verfolgen würde. was wir hier in Vaduz unternommen hatten. dass die Polizei mehrfach diskret aber abnötigend bei Bekannten und Verwandten nach ihm geforscht hatten. dass Kieber nun noch misstrauischer geworden wäre und es schwieriger sein würde. habe er in Erfahrung bringen könnten. Damit sich Kieber dann wieder beruhigen würde und als Zeichen. Man fand die Personen nicht. dass es mehrere Krisensitzungen der Regierung mit HansAdam und Co. Grrrrrrrrr. Er schrie. wenn Kieber schon beim ersten und offenbar einzigen Kontakt deren Mission entdeckt hatte.01. Er schrieb sogar. Der Professor war da wohl am Besten geeignet.03. Hans-Adam wurde aufgeklärt und er bekam einen seiner seltenen öffentlichen Wutanfälle. ihm ihre Position glaubhaft verkaufen zu können. ja verkaufen würde. herausfinden. Jemand musste es aber tun. sollte man ihm die Hand ausstrecken und nochmals eine letzte Chance geben.01. Kieber bat auch um ein Treffen am Freitag. Dann Stille wie auf einer Beerdigung. Rund um blasse Gesichter im der KKZ. Zuerst sollte man Kieber etwas Angst einjagen. dass es offenbar zu einer Anzeige gekommen sei und eine Art Krieg gegen ihn geführt würde. dass er die Anwesenden beschuldigte. die Situation neu zu beurteilen. Dieser kam zum Ergebnis.

VADUZ 23. Januar 2003 Seit meinem Erlebnis mit den "Schnüfflern" war ich noch achtsamer geworden und wählte meine Wege von und zu Petras Wohnung immer neu aus. Um 16. Um 18.K. ihn mit einem Pass zu einer Heimreise zu ködern. wenn dieser ihm 256 .55 Uhr schaute ich wieder ins Emailkonto. 24. haben sie meinen obigen text noch nicht gelesen. Kaiser hatte den Auftrag um ca. ein treffen für kommenden freitag. Kaiser soll aber Kieber nur dann mitnehmen.wie ich sehe. keine Reaktion oder Antwort von Hans-Adam. gemacht hatte. ich bitte sie.. Er hatte das Kuvert mit dem „falschen‚ Pass bei sich und auch sonst war alles so wie sein Boss es gewünscht hatte. 18 Uhr vor der LGT in Berlin zu parken. hier vorzumerken. danke H. Dem Kieber sollte man aber nichts davon im Netz schreiben.01. Mein Text vom Vortag war immer noch da. Während meiner Wanderschaften durch Berlin fand ich mehr und mehr ausgezeichnete Internetstationen. Herr B. um es später wieder finden zu können.um 10 uhr wieder hier hinein schauen.Chauffeur mit dem Staatswagen am nächsten Tag in der Früh schon wieder nach Berlin zu schicken. Januar 2003 (A) Es war noch dunkel und die meisten schliefen noch. sondern nur eine kurze Botschaft hinterlassen. BERLIN 22. notierte ich mir die Adresse in einem kleinen Buch.10 Uhr ersetzte man Kiebers Drei-Seitentext mit einem Einzeiler von Hans-Adam. auf Kieber zu warten und ähnlich wie es der andere Fahrer.01. Zur Info: bitte markieren und drucken Sie jeweils meine texte und behalten sie sie auf .um keine missverständnisse aufkommen zu lassen. Meist handelte es sich dabei um von Immigranten geführte Call-Center in einem alten Berliner Laden oder Schuppen. Sobald ich ein solches Geschäft fand. ich werde morgen . ich danke für baldige antwort.03 17 Uhr 01 .01 Uhr ergänzte ich meinen alten Text mit folgender Mitteilung: 22. Um 17. mir eine antwort gegeben. als der Herr Kaiser den Staatswagen in Bewegung setzte. die von aussen nicht als solche zu Erkennen waren. bzw.

00 Uhr und 14.00 Uhr wieder reinschauen würde.30 Uhr aufgestanden. Geschriebenes wirklich zu lesen! Oh mein Gott. Ich schrieb ihm zurück: Sorry. Wenn alles klappte. sofern dies notwendig und erwünscht war.01. Donnerstag. Dies obwohl ich in meiner Mitteilung vor seiner Nachricht im Emailkonto klar geschrieben hatte. nach 10 uhr wieder hier hinein sehen kann. ich bin erst jetzt ins internet gekommen.zumindest ansatzweise die Daten zeigen würde. 23. brachten sie es nicht fertig. Wie so oft in der Vergangenheit und in den kommenden Monaten. Ich fuhr direkt zu einem der Internetanbieter von meiner langen Liste und loggte mich um 10. erwartet ihren Anruf unter 00423 xxx xxx.00 Uhr. sodass ich lange mit ihm reden konnte. BERLIN 23.01. danke 23.03 10:25 Ich war froh. Der Audi A8 kam gut voran. dass ich erst ca. ob sie grundsätzlich kommen oder nicht. bitte schreiben sie. 257 . Aber.: F. Nervös wählte ich jeweils die Nummer. 14.36 Uhr. Meine Mitteilung war noch gestern Abend gelöscht und mit folgendem Einzeiler ersetzt worden: F. wann ich ihn Anrufen sollte: 09.12 Uhr. dachte ich mir. Dies war ein gutes Zeichen. der Hans-Adam wird ja fuchsteufelwild. Man beachte den von Hans-Adam geforderten Zeitpunkt. steht für Fürst. dass Hans-Adam wieder mit mir reden wollte. ich rufe jetzt trotzdem an. ich schrieb doch gestern. wenn man seine Termine nicht einhält. Januar 2003 (Teil 1) Ich hatte verschlafen und war erst um 09. wenn er nicht lesen konnte. Anm.2003. es war ja nicht meine Schuld. es ist jetzt 10:25. dann würde Kaiser am Nachmittag in Berlin eintreffen. wenn es nicht klappt. 09:00 Uhr. dass ich erst um 10. Insgesamt telefonierte ich drei Mal mit ihm an diesem Tag: um 10. Ich rannte aus dem Internetladen raus und kaufte mir für 40 Euro genug Telefonkarten.15 Uhr ins Emailkonto ein.

Mann oh Mann. Banken. die ich schon am 14. Bank. die STA und andere der Inkompetenz und Lüge zu bezichtigen. Jeden einzelnen Anruf nahm er schon nach dem ersten Klingeln ab. ich vergass. Er meinte abschliessend. Die Staatsanwaltschaft wäre sehr verärgert. Er sagte. indem ich sagte. Es sei eben nicht gerade förderlich von mir gewesen. Hans-Adam verdeutlichte mir. Hans-Adam sagte. Entweder ich würde mit den ‚Unterlagen‚ heute Abend um 18:00 in den Wagen einsteigen oder er und die Liechtensteiner Regierung müssten den Deutschen sagen. so wie es Hans-Adam wollte. Merkwürdigerweise ging Hans-Adam darauf gar nicht ein. dass die Zeit für eine gute Lösung ablaufen würde. fragte ich. Er palaverte etwas darüber. Er könne mich aber verstehen. Er erklärte mir nochmals. Er war merklich künstlich angestrengt höflich. oder wo auch immer. dass weder die Deutschen noch die Amis oder ein anderes Land Interesse an den Daten hätten. dass es nur zwei Varianten gäbe. Und die Daten. Ich dachte zuerst.Es war ja dieselbe Nummer. wo ich sei.und Treuhandkreisen wäre man sehr besorgt über die ‚Daten‚ und mich natürlich auch. dass ich keine solchen Wörter in den Mund nehmen sollte. warum es die Anzeige gab. dass ich weder Liechtenstein. wenn ich die Daten jetzt vernichten würde. dass ich auch nach Absitzen einer jahrelangen Haftstrafe in Deutschland. Treuhand oder andere "verräterische" Worte im Gespräche nennen würde. dass mich dies nicht im Geringsten verwundern würde. dass ich letzte Woche nicht in seinen Wagen eingestiegen war. dass er nachvollziehen könnte. Er bemerkte hochmütig. Ist es Euch egal. Er behauptete auch zu wissen. Ich versuchte ihm nicht zu versprechen. dass ich mehr Zeit für das Sammeln der Unterlagen 258 . Leider aber nicht! Hans-Adam wiederholte seine zwei Varianten. wenn sie in die Hände der Deutschen und Amis kommen? Uppps. dachte ich mir – der Hans drehte jetzt völlig durch. ich hätte mich verhört. würde er höchstpersönlich dafür sorgen.03 angerufen hatte und daher nahm ich mir vor. darauf zu achten. dass er selber. Ich erwiderte.01. dass ich beim Auto sein würde. In Regierungs-. Denn sollte nach einer Verhaftung durch die Deutschen seine reiche Kundschaft massiven Ärger bekommen. auch noch in Vaduz für lange Zeit ins Gefängnis müsste. Er versicherte mir aber. dass es besser für mich wäre. dass es nur die zwei Varianten gäbe. als Multimilliardär eine solche Katastrophe locker überstehen würde und seine Familie schon ganz andere Krisen überlebt hätte. dass es keinen Haftbefehl gegen mich gäbe.

Der Fahrer Kaiser meldete sich über das Autotelefon. dass Kieber nun gebrochen sei. Vor allem wie er es ausdrückte. dass weder er noch ich im Gespräch weiterkamen. vielleicht redete er so.22 Uhr zurück: ich habe ihre mitteilung gelesen. Er ging auch darauf nicht ein. kam mir komisch vor. Ich merkte. Als ich merkte.40 Uhr folgenden Text ins Emailkonto schreiben: Vorgaben des F.00 Uhr mit Unterlagen am vereinbarten Ort. dass ich mich via Internet in wenigen Minuten melden würde. Es klang gar nicht nach ihm. Fahrzeug und Fahrer stehen bereit. Er würde gut vorankommen und würde sich wieder melden. OK. Januar 2003 (Teil 2) Ich fand die Mitteilung von Hans-Adam und schrieb um 16. scherzten sie. Alle waren mit ihm einverstanden. Obwohl die Gespräche zwar aufgezeichnet worden waren. Nach dem letzten Telefonat lies Hans-Adam um 14. Sonst könne man sich ja gleich selber erschiessen. bitte warten sie wenigstens bis morgen nachmittag. Bei Nichtbefolgen tritt unverzüglich die zweite Option in Kraft. wenn er in Berlin angekommen sei. sind klar: Erscheinen bis 18. danke für das verständnis 259 . BERLIN 23. Bis anhin war sein Imperium nie in eine solche Situation geraten. alle unterlagen bringe ich bis zum vereinbarten zeitpunkt nicht zusammen.bräuchte. VADUZ 23. dachte ich mir. war der Inhalt erst einige Stunden nach dem eigentlichen Anruf fürs KKZ abspielbar. dass auf keinen Fall irgendjemand irgendetwas den Deutschen sagen würde. Januar 2003 (B) Das KKZ wurde über den Inhalt der drei Telefonate von Hans-Adam selber informiert. weil es ja auch eine rundweg neue Lage für ihn war. Natürlich war allen in Vaduz klar. Der Professor bekräftigte seine Analyse. die Drohung hätte gewirkt. dass Hans-Adam offenbar von irgendjemand angeleitet worden war. verabschiedete ich mich und sagte noch.

danke Worauf er mit folgender Mitteilung um 16. wer hier der Herr im Ländle ist. dachte ich. ob überhaupt Hans-Adams Staatskarosse wieder in Berlin aufkreuzte. wie es sonst so üblich ist. meinten alle. schwelgten sie im süssen Sieg. Jetzt zeigen wir dem Kieber mal so richtig. Januar 2003 (C) Spät am Nachmittag erreichte Hans-Adam auf Schloss Vaduz ein wichtiger Anruf der LGT Bank. Ja. Ich duckte mich fest in den Bussitz und stieg erst an der allerletzten Haltestelle aus.00 Uhr. Hans-Adam war ausser sich vor Freude und Hass zugleich. bleibt bestehen: Treffpunkt 18. obwohl HansAdam das Gegenteil behauptete. Was nun. notfalls nur mit Teilunterlagen! Rufen sie F. Unter Druck konnte ich erstaunlicher Weise gut funktionieren. VADUZ 23. Ich entschloss ihn nicht mehr anzurufen. ich werde morgen 13 uhr (dreizehn uhr) hier wieder mich melden. Sofort wurden die Regierung und die Justiz auf den neusten Stand gebracht. Ich überlegte lange.41 Uhr antwortete: Vorgabe des F. Gerade hätte die IT-Abteilung von der Treuhand berichtet.bitte informieren sie die dame ihres büros (LGT) hier. der dunkle Audi A8 war fast an derselben Stelle wie letzte Woche parkiert. Ja nickten sie alle in der KKZ. was ich machen sollte. dass ich auch jetzt auf keinen Fall in den Wagen steigen würde. Ich studierte den Busfahrplan von Berlin und stieg in jenen Linienbus ein. dass ein Haftbefehl auf mich zu Hause wartete. Wahrhaftig. Kieber hatte ja auch kein einziges Dokument als Beweis geliefert. dass sie den in den letzten Tagen geäusserten Verdacht als Tatsache bestätigen könnte: Kieber hätte die Daten NICHT! Kieber konnte sie nicht haben. Ich schlich mich nach Hause und setzte mich im Dunkeln ins Zimmer. Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen sehen. Niemand war im Wagen. Ihre Brummschädel waren 260 . Mir war das Risiko zu gross. Ich hatte die dunkle Befürchtung. der schnurgerade vor der LGT vorbeifuhr. Ich hatte Angst. Alle Beteiligten ausser dem Professor waren in einem Rausch nach Rache. unverzüglich an! Mir war von Anfang an klar. um 18 Uhr zur LGT in Berlin zu gehen.

° Gemäss Information ist ein hohe Gewaltbereitschaft vorhanden. den Kieber zum Abschuss freizugeben. Zahn um Zahn.: Als ich das Original und andere damit zusammenhängende Dokumente ab dem Spätsommer 2003 zum ersten Mal lesen konnte oder als Kopie inoffiziell erhalten hatte. Und Gewalt ist nun wirklich nicht mein Ding. ° Foto von Kieber liegt bei. ° Kieber ist vermutlich bewaffnet! ° Kieber kann Flugzeuge und Helikopter fliegen. Es wurde beschlossen. dann folgende Punkte (mit allen Ausrufezeichen und Unterstreichungen) aufgelistet: SEHR DRINGEND ! ° Warnung: Kieber könnte bewaffnet sein! Er könnte geistesgestört sein! ° Kieber hat schon einen Haftbefehl im SchengenSystem. Sein genauer Aufenthaltsort ist nicht bekannt. an. dass Vaduz sehr bewusst vermied. Auge und Auge. Um 19. Aber erst Jahre später. dass er sich in Berlin aufhalte. Anm. wurde mir klar. Im Falle einer Verhaftung von Kieber.und Justizbehörden im Ausland zeigen konnte. warum Liechtenstein 261 .55 Uhr kam in Wiesbaden (BKA) und in Madrid eine offizielle Meldung / Warnung aus Vaduz an. Im Schreiben (in Englisch) wurden zuerst die allgemeinen Personendaten von Kieber genannt. Er kommuniziere über öffentliche Telefonzellen und Internetcafés. eine Meldung an Interpol Wiesbaden und Madrid zu senden. ° Interpol Vaduz hat Hinweise. Vielen Dank für Ihre Kooperation. als ich diese Meldung diversen Polizei. traf mich der berühmte Schlag. dass in die Liechtensteiner Polizei integriert ist. Nie im Leben besass ich eine wirkliche Waffe. bitte Interpol Vaduz sofort verständigen. Und hier. Fingerabdrücke folgen. dachte ich mir. Geistesgestört war ich auch nicht. Man bedachte. Richtig gemeldet war. liebe Leserinnen und Leser wird es wieder sehr interessant! Hans-Adam ordnete das Interpolbüro in Vaduz. dass ich einen Berufspilotenschein für Flugzeuge und einen Schein für Helikopter besass.verschwunden. Was für ein Scheiss. irgendeinen Zusammenhang mit Bankdaten oder der LGT zu erwähnen.

dass man sich in Liechtenstein offenbar erhoffte. dass es sich hier um einen sehr gefährlichen Mann. Er sollte sich in ein Restaurant oder Café setzen von wo aus er den Wagen und die unmittelbare Umgebung gut beobachten könnte. geistesgestört und gewaltbereit). Am Kurfürstendamm Nr. Er sollte sich kundig machen.30 Uhr den Wagen vor der LGT Berlin parken und kurz vor 18. dass man sich die günstige Gelegenheit nicht nehmen lassen wollte. Dann sollte er wie geplant um ca. Aber Kieber war dann weit und breit nicht zu sehen. geistesgestört. dass man quasi Kieber zuerst an. wo genau am Kurfürstendamm sich die international gesuchte Person mit Namen Kieber Heinrich aufhalte.00 Uhr aussteigen. Für die Profis war schnell ersichtlich. der irgendwo im Grossraum Berlin im Auto sitzend auf weitere Instruktionen wartete. ja fast um einen „Terroristen“ („kann Flugzeuge fliegen“) handeln würde. sehr schnell: Mit den Worten „bewaffnet. 18. Auch wurde deutlich. hohe Gewaltbereitschaft“ sollte der Eindruck beim BKA und in Madrid erweckt werden.00 Uhr rief er via Autotelefon auf dem Schloss an und vermeldete das Misslingen dieser Massnahme.oder besser erschiessen würde und erst dann Fragen stellen würde. dass dieses offizielle Schreiben von Interpol Vaduz sehr unprofessionell und entgegen den Vorschriften war. den Deutschen etwas mehr „unter die Arme‚ zu greifen. aber die Türen nicht abschliessen. Die Lage hätte sich drastisch verändert. dass ich fliegen kann. Man rief Kaiser. Man bestätigte mir. sie wäre sogar in derselben Strasse. auf dem Autotelefon an. kombiniert mit dem Hinweis. 142. dass Hans-Adam und seine Regierung das Interpolbüro in Vaduz für ihre individuellen. wurde ihm zum Abschied gesagt. Er durfte sich ein Hotel in Berlin suchen und sollte am nächsten Morgen in der Früh wieder nach Hause fahren. Kaiser rief dann zehn Minuten später in Vaduz zurück und meldete. er solle die Augen offen halten. Also dann. Die ausländischen Experten fanden den Hintergedanken für solche massive Falschinformationen (bewaffnet. 17. privaten Zwecke missbrauchten. Kaiser wartete noch bis ca. Um 19. Hans-Adam beschloss zusammen mit der Regierung. dass er die nächstgelegene Polizeidienststelle gefunden hätte. so müsste er die Berliner Polizei unverzüglich anrufen und mitteilen. wie die Telefonnummer einer dem LGT Büro nahe liegenden Polizeistelle ist. Sollte er Kieber kommen sehen.schwarz auf weiss gelogen hatte. immer den Wagen beobachtend und die Nummer der Polizei griffbereit. 262 .45 Uhr.

VADUZ 24. die ich angeblich habe". wie ich jetzt sehe‚ ist mit einer Hilfe aus meinem Heimatland nicht mehr zu rechnen. Januar 2003 (vormittags) Um 08. der F. um sich später abzusichern. Was meinte er wohl damit? Oh – NEIN.. Oh mein Gott. einen klaren Kopf zu behalten. Es war ein besondere Satz von ihm: „Die Daten. Um 12. ich wurde vorverurteilt wie ich es schon kannte. war meine letzte Hoffnung diese stirbt zuletzt. Darum lief die 2. Ein Desaster. Januar 2003 Im Hinterkopf störte mich irgendetwas am Gespräch mit Hans-Adam. das ich das Tape zu mir genommen habe — war ein Fehler. dass ich die Daten vom Tape lesbar machen konnte. Variante aktiviert. dazu möchte ich wie folgt sagen: A) wenn auch nur der kleinste Zweifel vorhanden war. dass musste es sein. dass beim gestrigen Telefongespräch mit mir in diesem detail und Klarheit geredet wurde. dann hätten 263 . tief durchatmen. sagte im gestrigen Gespräch (sinngemäss) "die Daten. Tief durchatmen.. damit es‚ wenn es zu Verhaftung kommt. keine weiteren Probleme für mich gibt. Im Gegenteil. sicherlich wurde das Gespräch aufgezeichnet und dient für evt. BERLIN 24. Es war nicht einfach für mich.40 Uhr schreibt Hans-Adam die ultimativen Worte: Die gesetzte Frist ist abgelaufen. Variante nun?! Ich befürchtete. die Berliner Bullen würden gleich vor meiner Haustür stehen. sollte ich besser vernichten. spätere Erklärungen. Variante zwei läuft.40 Uhr schrieb ich Hans-Adam folgenden Text: Sehr geehrte Damen und Herren Obwohl ich gestern um die Frist bis heute Nachmittag bat — haben sie die 2. die sie glauben zu haben‚. dann kann man jetzt nichts mehr machen. ich war dumm dies zu glauben — aber eben unser F. ich möchte zum Schluss noch folgendes sagen: ich bin mir sicher. Sonst würden sie doch nicht so cool daherreden. Ich hatte so ein komisches Gefühl. Die in Vaduz glaubten mir also nicht! Natürlich. jetzt dämmerte es mir: „Die Daten die sie glauben zu haben‚.

als er sagte. falls sie ein Schlusswort eingeben möchten. musste sowohl mir als auch ihm von Anfang an klar sein. ich werde nicht mehr mit ihnen kommunizieren. B) wieso soll ich die Daten jetzt vernichten. helfen kann. ich bin nur ein kleiner fisch mit einem dicken „Datenbuch‚. gestern sagte. alles kann man überleben — so wie es der F. dass die in Vaduz endlich den Durchblick erlangen würden und sich wieder melden würden. dass ich nicht im kopf hatte.sie mir aus der bandbreite der Mandats-Nummern (wie ich sie im Brief beschreiben habe) 1. Ich kam mir sehr verlassen vor und meine letzte Hoffnung war. dass weder das eine noch das andere land wirklich Interesse an den Daten haben könnte. dass es wohl besser wäre. die gegen mich waren. Natürlich war ich aus Berlin noch nicht raus. ich danke denen‚ die mir glaubten und verwünsche jene. ich glaubte — fälschlicherweise — dass mir mein F. dass er wirklich es so meinte. die Daten zu verwerten. vermutlich haben auch seine Berater ihm geraten mir einzureden. ein schwachköpfiger Witz war. kein Land hätte Interesse an den Daten. wenn ich aus Berlin wegginge. da sie sich ja gegen mich entschieden haben. er ist sich wie ich und alle Mitwisser des Flächenbrands voll bewusst. ich bin aus Berlin jetzt raus und werde meinen weg suchen‚ um das schlimmste zu verhindern. ich besitze genau die Daten darüber. dass die Bekanntgabe der Daten der tausender von Kunden ihm nichts aus macht.. ich werde in den nächsten tagen noch 1 mal hier hineinschauen. nun bin ich aber soweit: gehe ich unter — geht teilweise Liechtenstein mit mir. 5 10 ‚ 20 oder 30 willkürlich ausgewählte MAN-Nummern nennen können und ich hätte ihnen die dazugehörigen Daten der MAN auf CD gebrannt und zukommen lassen. steht dies ihnen frei. ich bin kein Mörder. ich glaube ihm aber nicht (vermutlich haben ihn seine Berater dazu bewogen sich so zu äussern). diese Auffassung entspricht nicht der Wirklichkeit. Wohin sollte ich auch gehen. 264 . Langsam aber sicher begriff ich. Dass die Behauptung von Hans-Adam. da wo mein eigenes land mich bei den Behörden hier preisgibt??? Ich muss ehrlich sagen. die ich im Brief geschildert habe.. soweit zu den Daten.

dass Kieber auf dem Weg zu ihnen sei und ihnen schlimmes antun würde. Hans-Adam äusserte sich dazu später am Tag. speziell in Hauns Büro.doch bitte die Roegele’s & Co. denn es könnte sein.VADUZ 24. dass Kieber in den Händen der Deutschen dennoch Schaden anrichten könnte. nochmals eine dringende Meldung nach Wiesbaden und Madrid zu senden. Nach kurzer Beratung mit dem Professor entschloss man sich. jubelten sie. nicht mehr mit der Causa Kieber zu belästigen und ihm daher das letzte Schreiben vorerst nicht vorzulegen. Niemand knackt unsere Tresore. dass man Kieber am Vortag den Deutschen nicht bei der ersten Gelegenheit auf dem Tablett hatte servieren können. zu warnen. Und ohne Material. dass er es tut -OZE. da er zu viel wusste – auch ohne das Datenmaterial zu besitzen. das grosse Staatsoberhaupt. OZA. Die Truppe war lediglich enttäuscht darüber.00 Uhr befohlen. So viel konnte Kieber gar nicht wissen. seine Frau Hidalgo und seinen Schwager Karl-Heinrich K.40 Uhr auf Papier und löschte den Text ohne eine Antwort zu hinterlassen. da sie befürchteten. Mehr als das! „Wenn schon – denn schon‚. Einige Stimmen wurden zwar laut.15 Uhr und 16. sagte mach sich im KKZ und befand. druckte die Mitteilung von Kieber von 12. rieb man sich schon mal die Hände und hoffte. dass Kieber bald in Berlin oder sonst wo gefasst würde. Darin bat Liechtenstein die zwei Länder. Die Freude war unmessbar. für die „armen Verbrecher" Helmut Roegele. Bei der STA. wobei er versicherte.-V. Januar 2003 (nachmittags) Das KKZ war den ganzen Tag berauscht anlässlich des Siegs über Kieber. Hans-Adam. sowie den Spanier Mariano M. Er sei sehr gefährlich. Interpol Vaduz wurde um 15. dass es wieder einmal an der Zeit wäre. etwas zu tun. 265 . beruhigte man sich gegenseitig. dass er und auch die ganze heimische Bankenwelt dies schon überleben würden. wer sollte da dem Kieber ein einziges Wort glauben. aber Interpol Vaduz gehe davon aus. Er habe zwar bis heute noch nie jemanden bedroht und auch sonst nie Gewalt angewendet. Die Daten sind sicher. Man loggte sich zwar noch einmal ins Emailkonto ein.

Ich wusste nicht mehr ein noch aus. dass man schon in den zwei Wochen. versicherte den Anwesenden. vermutlich hatte Hans-Adam so gute Berater. dass sie doch einen Versuch unternehmen sollten. warum hatte er mich dann am Telefon nicht direkt gefragt? Vielleicht war dies wieder so ein Psychospiel von denen in Vaduz. Nie kam mir in den Sinn. es war ja seine eigene Firma. die LGT Treuhand. Daten oder keine Daten – das spielte keine Rolle. Kieber selber dingfest zu machen. hätte der wieder unbegreifliches Glück und könnte auf nimmer Wiedersehen abtauchen. verschärften den Ton und schwadronierten darüber. Ein hochriskantes Manöver. die Daten auszuhändigen. dass Kieber. Der Grund: Ich war ja selber ein Bürger Liechtensteins. als Topfachmann und einzige Psychologe. Ich war sicher. 266 . meiner Meinung nach. dass ich den drastischen Schritt. einfach NICHT machen konnte. von dem Handeln des KKZ in die Enge gedrängt. Sie mussten doch wissen. dass ich die Daten hatte. als hätte Godzilla mir eine runtergeknallt. Er könnte nun allerdings nicht ausschliessen. dass Kieber sicher nicht untertauchen würde. Und wenn er wirklich Skepsis gehabt hätte. Eventuell wollten sie mich nur unter Druck setzten. seit ich Liechtenstein verlassen hatte.Gewisse Mitglieder des KKZ. BERLIN 25. Sie hätten doch alles Recht der Erde dafür. eine Kopie der Daten als Beweis dem Hans aufs Schloss zu schicken. dass meine sehr präzisen Angaben bezüglich der Daten im Brief vom 07. – 30. sodass ich Angst bekam und schnell nach Hause kommen würde. dann könnte er ja runter ins Tal gehen und selber nachschauen. mutmasste ich.01. mit Heimatgefühlen. an Hans-Adam reichen würden. Vertreter der Polizei. Januar 2003 Am Samstag wachte ich schweissgebadet und mit Kopfweh auf. So wie man Kieber kenne. eine Kurzschlusshandlung beschliesst und sich den Amis oder Deutschen anvertraut. Aber dennoch. Angst? Ich? Jetzt? Mein Begriff „von wirklich Angst haben‚ war im März und April 1997 neu definiert worden. der Justiz und der Professor distanzierten sich sofort von solchen Gedanken. Warum auch? Wenn er Zweifel an meinen Angaben gehabt hätte. Der Professor. im Delirium vom hohen Ross nicht mehr runterzukriegen. entdeckt hatte.

Ich schlenderte an der Botschaft vorbei und versuchte so gut es geht keine Aufmerksamkeit bei den Polizisten zu erwecken. machte ich mich 35 Minuten später frisch geschnitten und sauber rasiert auf den Heimweg. Nach dem Frühstück änderte sich meine Meinung schlagartig: nicht aus Berlin raus. Ob dies ein Zeichen war. die sich gerade aufmachte. ihren Freund besuchen zu gehen. 4-5. Ich spazierte den ganzen Tag herum. Sport war immer gut dafür. Der Sonntag war einer der einsamsten. Auf einmal stand ich in der Strasse. konnte Gutes von Bösem auseinander halten. wegen meiner früheren Vermieterin Daniela. Was mir etwas Tröstung gab. meine Geschichte verstehen. Emails). in der Wilhelmstrasse. Hungrig wie ein Bär nach dem Winterschlaf würgte ich nach dem Schwimmen einen feinen Kebab runter. Dann kam mir in den Sinn. nein weglaufen bringt nichts. handgeschriebenen Brief auf Englisch vor. Es musste etwas her. Auf einmal war ich mir meiner Mission nicht mehr sicher. packte sie zusammen mit meinem Pass in die Manteltasche und fuhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln so nahe wie möglich an die US-Botschaft in die Neustädtische Kirchstrasse Nr. fragte ich mich. Coasts und seinem Vize T. verstehen wollen? Hätten sie genügend Zeit für mich? I didn’t know! Ich könnte ja später wieder kommen. dass einige in Vaduz derzeit 267 . War schwer Bewacht die Bude. Ich notierte mir die Öffnungszeiten für Besucher/Antragsteller und nahm den Bus zum Zoologischen Garten. Ich nahm die externe Harddisk. Wenn sie mit dem Feuer spielen wollten. was mich ablenken würde. dass ich den nahe liegenden Wittenberg Platz ja vermeiden musste. D.R. in der auch das Finanzministerium ist. Darin schilderte ich dem US-Botschafter in Berlin. Bitte Schön! Ich setzte mich an meine kleine Kommode im Zimmer und bereitete einen vier Seiten langen.ein Monarchist durch und durch. Suell meine Lage und bat um Hilfe. Würden die Amis ohne vorherigen Kontakt (Telefon. den ich je erlebt hatte. Ich verabschiedete mich von Petra. Hr. Ein Schwimmbad hatte offen und ich schwamm mindestens 60 Minuten und konnte meine Gedanken dabei wieder reinwaschen und ordnen. war die Gewissheit. Da neben der Fastfoodbude praktischerweise ein türkischer Coiffeur & Barbier war.R. „9/11‚ war ja noch sehr frisch in den Köpfen.

brennen sollte. Ich inkludierte alle PEP-Mandate sowie auch ca. Der 27. Ich hätte nach Mandatsnummer oder dem Alter des Mandats gehen können. Da ich reichlich Zeit hatte.auch kein leichtes Leben hatten.: Mit Absicht hatte ich keine der massenhaften INTERNEN. welche und wie viel interne Dokumente in meinem und nun im Besitz der ausländischen Strafverfolgungsbehörden sind. 800m Meter davon entfernt absetzten liess. an den Laptop an. wo ich meinen Laptop im Safe verstaut hatte. Bis heute weiss niemand in Vaduz. an welchem Datum ich 2002 das Back-Up-Tape entwendet hatte und sie anhand solcher Dokumente den Tag sehr genau hätten errechnen können. Sicher ist Sicher. Nach langem Grübeln entschloss ich mich am Montag. 25 Prozent aller Leichen (Mandate mit erkennbarem kriminellen Hintergrund. wenn ich ca. Für eine gute Weile musste ich die Software für die Entschlüsselung laufen lassen. Die Frage war nun. 10 Prozent der Gesamtmenge aller Kundendaten auf die CDs brannte. wobei ich mich ca. Dann wählte ich Daten aus fast allen Kundendossiers aus und brannte diese unverschlüsselt und unkomprimiert auf vier neue CDs mit jeweils 700 MB Speicherplatz. Darin waren auch alle jene Mandate (von US. nicht mandatspezifischen Dokumente auf die CDs kopiert. + VI. fand ich es genüge. um die in Vaduz zu überzeugen. mit oder ohne Mitwirkung der LGT Gruppe). 268 . die ich im Brief vom 7. oder nach einer eigenen Liste der dicksten Leichen im Keller oder PEPs (Politisch exponierte Persönlichkeiten oder Parteien). Das sollte genügen.und Deutschen Kunden). oder nach der Grösse der Vermögen.1.03 an Hans-Adam unter Punkt V. Ich entnahm ihn und fuhr mit dem Taxi in Richtung Wohnung. wie viel von den hunderttausende Dokumenten ich als Beweis auf externe Datenträger. da ich nicht preisgeben wollte. Ich schloss die externe Master-Harddisk. Anm. eine eins zu eins Kopie des DLT-Tapes. die ich irgendwie nach Vaduz befördern musste. Erst dann konnte ich die Daten lesen. Was den Letzteren immer noch zum strategischen Vorteil dient. geschildert hatte. einen Beweis nach Vaduz zu liefern. Januar kam und ich stand schon als erster Kunde vor der Berliner Sparkassenfiliale.

dass die von der Botschaft nichts von dem Drama der vergangenen 14 Tage wussten. musste ich die Umgebung genau inspizieren. Ich rief die Botschaft an und meldete mich unter dem Namen Sebastian. dass sie meine Entwendung des DLT-Tapes und somit den Besitz der Daten offenbar kategorisch abgelehnt hatten. wenn ich von meinem Plan überhaupt nichts im Voraus erzählte. Bevor ich dort aufkreuzen wollte. Ich fuhr mit dem Lift 269 . Hatte sich ja gezeigt. dass hier die Botschaft Liechtensteins angesiedelt war. als Liechtenstein eine Villa in bester Lage in Berlin kaufte. Viele Möglichkeiten hatte ich ja nicht.Das Total der Daten auf den vier CDs erreichte dann genau 1. obwohl relative neu. Zudem hatte ich ja vor. in Berlin – 10117. Schliesslich fand ich eine Lösung. die CDs sicher bei Hans-Adam abzuliefern. In der Mohrenstrasse 42. wer der nicht residierende Botschafter von Liechtenstein in Deutschland war. entschied mich aber dagegen. Nicht. Das kleine Liechtenstein hatte ja eine eigene Botschaft in Berlin. verschlüsselte Daten mittels mitgelieferter Entschlüsselungssoftware lesbar zu machen. Per Einschreiben die Ware versenden? Zu grosses Risiko. da das Paket verloren gehen könnte.590 Gigabyte. Das grösste Problem für mich war. Er wohnte noch im Ländle. Jemand von dort nach Berlin zu beordern? Keine gesunde Idee. dass noch mehr Zeit verloren ging und unvorhergesehene Störungen erst gar nicht aufkommen konnten. ohne die Daten und natürlich mich selbst in Gefahr zu bringen. sodass er mittels einem seiner Computer im Schloss die Dateien ohne Probleme öffnen könnte. Und zwar eingegliedert in eine Rechtsanwaltskanzlei oder ähnlichem. da ich vermeiden wollte. Aber die Tatsache. Nach Vaduz zu reisen? Logischerweise NIE. was auch nicht wünschenswert war. musste ich in meinem Denken und Handeln berücksichtigen. Eine Frau Namens Frenkel gab mir die Öffnungszeiten bekannt und ich bedankte mich brav. Erst viele Monate später. Ich war mir ganz sicher. die Daten auf den CDs zusammen mit Instruktionen Hans-Adam zukommen zu lassen. Eine kleine Tafel informierte die Passanten. Am Besten wäre es. siedelte er um. Ich hätte diese vier CDs auch aus Sicherheitsgründen verschlüsseln können. Zudem würde eine solche Sendung über den Schweizer Zoll gehen. dass ich an der Fähigkeit der IT-Abteilung der LGT gezweifelt hätte. Es war ein nicht gerade schönes Bürogebäude. Ich erinnerte mich.

Alles OK. ging ich in ein Internetcafé und schrieb von meinem eigenen Emailkonto aus aufs Schloss. 28.Kieber. fertigte ich zwei Briefe an. Hans-Adam der II. den 28. S. Keine vielen Sätze.01. täuschte ich vor.alles innerhalb von 2 Minuten. gemäss seinen Wünschen auszuführen.D. Ich danke viel Ihnen vielmals und verbleibe mit freundlichen Grüssen H.Persönlich/Vertraulich. 9490 Vaduz. bitte ich auf jeden Fall den Umschlag mit Diplomatenpost nach EL zu versenden. einen von Hand.D. da die Daten unverschlüsselt sind. eine Abholung per Gesandten nicht wünscht.D. das Schloss in Vaduz oder die persönliche Handynummer S. Sie wollte noch was fragen.An die Liechtensteinische Botschaft z. das Fürstenhaus gleich anzurufen.01. Anschliessend brachte ich den Laptop zurück in den Banksafe. Am Dienstag. Schloss Vaduz. Frau Frenkel. Die würden auf ihren Anruf warten. Ich vermerkte lediglich. Mohrenstrasse 42 . der für unseren Fürsten. F. 42. Ich betrat das Büro und fragte nach Frau Frenkel. dass ein Umschlag mit Daten S.in die angegebene Etage und schaute mich um. Dieses Kuvert verklebte ich mit breitem Paketklebeband und steckte es in ein grösseres Kuvert. die CDs spätestens am Mittwoch. rein. die Weiterleitung an S. Ich entschloss mich.D. 00423 xxx xx xx gleich anzurufen und mitzuteilen. In der Beilage erhalten Sie einen Umschlag. Ich entfernte mich so schnell es ging von der Botschaft. dass Hans-Adam die Ware bekommen würde. An S. raus . bestimmt ist. Fürst Hans-Adam.D.10117 Berlin . Ich bitte Sie.01. ohne Ankündigung bei der Botschaft abzugeben. runter. Darauf notierte ich: FL-Botschaft. einen brannte ich auf CD. 10117 Berlin. Rauf. Auf der Rückseite: H. dass gerade 270 . dass ich den Auftrag hätte. Hd. Wenn S. den 29. Es sind Datenträger im Umschlag. Ich bitte Sie. Um ganz sicher zu gehen.K.D. abgegeben worden ist.2003 . Frau Frenkel. Am Mittwochmorgen packte ich die CDs in ein Kuvert und schrieb mit dickem Filzstift drauf: Bitte Aushändigen . Vielen Dank und auf Wiedersehen. Sie kam und ich sagte ihr in wenigen Worten. H. Kieber. Liechtenstein. dieses Paket hier abzugeben und sie zu bitten. aber ich war schon auf dem Sprung hinaus. Ich begab mich zu dieser Adresse und fuhr mit dem Lift hoch. Mohrenstr.Sehr geehrte Frau Frenkel.

dem Notrecht und anderen grundstaatlichen Pfeiler wurde heftig im Land gestritten. Eine neue Verfassung.dass sich das Ländle seiner Meinung nach. und -bestätigung. Was konnte ich da noch erwidern? Ich erreichte. dass der Ball wieder bei Hans-Adam lag. Januar 2003 Mit einer Mischung aus Angespanntheit und Verdrängung ging man in Vaduz mangels neuer Nachrichten in der Causa Kieber dem gewohnten Gang der Dinge nach. der Auflösung des Parlaments. OZA. würde dem Hans-Adam noch nie da gewesene Macht verleihen. dass – falls er nicht die Mehrheit der Stimmen bekommen würde. Bitte. warum ich für diese Mitteilung nicht das gemeinsame Emailkonto auf catholic.org verwendet hatte. VADUZ 25. er solle sich gleich darum kümmern. den 03. dass ich bei ihr in Untermiete war.mit Sack und Pack (Familie und Bilder) nach Wien auswandern würde -OZE. – 30. die einseitig von ihm erwünscht wurde und von seinen eigenen Experten formuliert wurde. Er sei sehr beunruhigt darüber und Petra bat mich darum. dann Microsoft nennen könnte -OZE. Hans-Adam hatte mehrfach damit gedroht. Februar bleiben konnte. da die Daten unverschlüsselt wären. Ich war mir sicher. 271 . dass ich noch bis zum Montag. Ich wollte dieses mal Hans-Adam die technische Möglichkeit geben. Den Namen „Liechtenstein‚ nehme er ja mit (nach Wien). Unangenehme Nachrichten gab es aber dann bei Ankunft. Mit der Zuversicht. Dank der IP-Adresse könnte er dies herausfinden. begab ich mich erleichtert auf den Heimweg. dass ich etwas anderes finden würde. ob meine Email wirklich aus Berlin kam.Datenmaterial für Hans-Adam bei der FL-Botschaft in Berlin abgegeben worden war. Insbesondere in Sachen Richterernennung. Die Abstimmung war für März 2003 geplant. etwas anderes zu suchen. er OZA. Es hatte natürlich einen Grund. Petra hatte ihrem eifersüchtigen Schatz erzählt. Er sagte auch. The Show must go on! Hans-Adam und seine Familie waren in der Endphase des erbitterten Abstimmungskampfs über die neue Verfassung für Liechtenstein. nachzuprüfen.

Man wartete. Man verneinte dies.Kieber‚. Insbesondere die. bösen Wolken am Himmel über Liechtenstein. Wirkliche Gegner waren es aus seiner Sicht ja eh nicht.01. Er las ihn vor. Dann aber am Mittwoch. Am Montag. in den Köpfen vor allem der älteren Bevölkerung frisch hielt. Man kenne die Person.Die Befürworter und Gegner waren in ungefähr zwei gleichgrosse Lager geteilt. rief der Liechtensteiner Botschafter aus Berlin an. Er wusste. Er habe ein versiegeltes Kuvert für Hans-Adam in den Händen. Und dazu einen handgeschriebener Brief. Dieser fragte den Botschafter. um seine (politischen) Gegner mit Worten zu verletzen. Fürst Franz-Josef und Fürstin Gina. den Umschlag NICHT zu öffnen und bat den Botschafter so schnell wie möglich die Ware persönlich nach Vaduz zubringen. die wie ein Hurrikan über die Menschen herabstürzen würden sobald das Blaue Blut abzieht. den 29. Ich selber war ja ein Monarchist. Trotzdem erlebte die Mehrheit der Liechtensteiner wie anmassend und verletzend Hans-Adam mit einigen Bürgern und demokratisch gewählten Politikern umging.01. Hans-Adam kalkulierte sehr clever. Beide waren ein ganz anderer Menschenschlag. Man bat ihn diesen am Telefon vorzulesen. 272 . erlebten blanken Horror. die sich offen gegen die neue Verfassung stellten. nicht. Ich verbinde vor allem wunderschöne und persönliche Erinnerungen mit den 1989 verstorbenen Eltern von Hans-Adam. die den Umschlag abgegeben habe. Hans-Adam hatte immer schon eine hinterlistige. bis die Bewohner nicht anwesend waren. Um eine mögliche Kontrolle zu vermeiden. ob Hans-Adam anwesend sei. Ein Diplomatenkoffer kann von Deutscher Seite aus nicht inspiziert werden. Alois ordnete an. Auf Grund der ihr bekannten Sachlage. solange konnte er sich einem Sieg sicher sein. die Leitung sei relativ sicher. solle der Botschafter den Diplomatenkoffer als Transportmittel für die Daten verwenden. keine zehn Minuten nachdem auf Schloss Vaduz eine neue Email von Kieber geöffnet und gelesen wurde. ob er Kieber gesehen hätte. was dieser verneinte. Auf der Rückseite stehe „H. Er fragte. stellte die Sekretärin im Schloss den Anruf zum Bürotisch von Erbprinz Alois durch. sehr perfektionierte Strategie. Gemäss Frau Frenkel soll es sich um einen "Kurier" gehandelt haben. solange er die Fiktion der aufziehenden. den 27. exekutierte man eine Razzia in zwei Wohnungen in Balzers. Es wurde nichts gefunden..

Es wurde eine Sitzung des KKZ für Donnerstagmittag. den 30. dem Büro des Regierungschefs und dem Schloss. da sie in der Hektik etwas missverstanden hatten. Erleichtert. warteten alle gespannt auf den nächsten Tag und was ihnen Hans-Adam berichten würde. Es folgten ein paar klärende Telefonate zwischen dem KKZ.01. Als gebildeter Mann konnte er sich schon einiges nahe der Wahrheit selber vorstellen. anschliessend die Mitglieder des KKZ.Bei nächster Gelegenheit wurde Hans-Adam von seinem Sohn informiert. dass die Daten echt seien. Er wunderte sich etwas über die grosse Aufmerksamkeit. 13 Uhr anberaumt. Er wurde weder von HansAdam noch vom KKZ je aufgeklärt. dass Kieber angeblich CDs mit LGT-Kundendaten der US-Botschaft gegeben hätte und die Amis sich nun gemeldet hätte. die er da erleben durfte. Die CDs wurden im Schloss vom Botschafter abgegeben und vom Sekretariat bis auf den nächsten Tag in einem Safe eingeschlossen. 273 . Einige Mitglieder des KKZ gerieten kurzzeitig in Panik. Weiterhin wurde gesagt. Bis dahin sollte der Botschafter angekommen sein. dass es sich um die eigene Botschaft und nicht die der Amis handelte. dass man davon ausgehen müsste. Irgendjemand hatte gesagt. weil Hans-Adam selber beim Öffnen der Datei anwesend sein wollte. wurde der Botschafter von Chauffeur Kaiser abgeholt und direkt aufs Schloss gefahren. Nach Ankunft in Zürich am Donnerstag.

sich die Dokumente auf der CD anzusehen. Kieber habe die Daten nicht. Er stelle also die Kopien her und fuhr sie hoch zum Schloss. Es wurde die erste CD in das Laufwerk gelegt. Anm. da er ausser Lande war. Während eines Telefongesprächs mit dem Schloss öffnete man unter strengen Sicherheitsvorkehrungen das kleine braune Paket. dass Kieber ihm anstelle der behaupteten Daten einen Computervirus. dass man die CDs aufs Schloss bringen sollte. Hans-Adam verlangte dann sofort. Hans-Adam kam auf die übergeschnappte Idee. als ich im Spätsommer 2003 einen diesbezüglichen kleinen Vermerk der Polizei in einer anderen Aufzeichnung gefunden hatte. Ein Virencheck wurde durchgeführt: alles clean. Mit jedem Klick.: Hans-Adam wusste bis zum Spätsommer 2003 nicht einmal. rief man die Kriminalpolizei zu sich. oder noch schlimmer. kein Sprengstoff drin. mit jedem Öffnen einer Datei 274 . Er verstand es so. Er wollte von den Original-CDs eine Kopie erstellen und diese der LGT zur Prüfung geben. dass seine Polizei Ende Januar 2003 irrtümlicherweise die Original-CDs behielt und diese seit damals in ihrem Safe aufbewahrte und er nur eine Kopie erhalten hatte. Doch es gab ein Missverständnis zwischen der Sekretärin vom Schloss und dem ranghohen Beamten.KAPITEL 10 Heinrich! Mir graut’s vor Dir. Diese brachte das Paket in ihre Spezialabteilung unten im Polizeigebäude. eine Briefbombe geschickt haben könnte. Ich kopierte diesen Vermerk und schickte es mit einer Kurznotiz Anfang September 2003 Hans-Adam zur Kenntnisnahme ins Schloss. Ich erfuhr davon per Zufall. Kein Virus. dass die gelieferten CDs gerade erst frisch von der Kripo gebrannt worden waren. Im Hinterkopf der Hochwohlgeborenen muss es wohl immer noch das Hirngespinst gegeben haben. dass er eine originalgetreue Kopie der CDs brennen und diese zum Schloss bringen sollte. Januar 2003 Zu ungewöhnlich früher Stunde waren Hans-Adam und sein Sohn in ihren Büros schon sehr aktiv. Nein. Da weder er noch sonst jemand aus seiner Familie sich die Finger verbrennen wollten. Er untersagte er seiner Polizei. Die Originale würde er dann (ungesehen) bei der Kripo im Safe lassen. nur vier brandneue CDs. Der Bankdirektor konnte nicht anwesend sein. VADUZ 31. Oben im Schloss hatte niemand bemerkt.

dass er keine Daten habe. als ihm und seinem Sohn klar wurde. wo Blaublut machen konnte. den Hans-Adam zu sich rief. die LGT sei nicht in der Lage. die vier CDs gemeinsam bei der LGT Bank. anzuschauen. Die genauen ersten Worte sind nicht überliefert. weil Kieber die Daten hatte. wie immer. er wagte zu bemerken. Der Professor war der Erste. jedoch hatte er. Der Professor. Psychologischer Beistand war jetzt gefragt. Die anderen Mitglieder des KKZ wollten nicht glauben. nur eine auf dem Schloss neuerstellte Kopie der CDs auf einem Computer des KKZ öffnen zu lassen. Es muss eine sehr absurde Situation für sie gewesen sein. durfte die CDs im Detail inspizieren. Aber nur eine Person aus dem KKZ. dass sie seit sie Kieber in Deutschland via Interpol „zum Abschuss‚ freigegeben hatten. die Daten ohne grosses Aufsehen auf ihren eigenen PCs zu laden. nicht bei der LGT Treuhand. nein. was es wollte. aber HansAdam wünschte sich in die Zeiten Napoleons zurück (übrigens erst dank diesem Kaiser ging es mit den „von Liechtensteins‚ steil bergauf). ER HATTE DIE DATEN! ER HATTE DIE DATEN! Der Mistkerl hatte die Scheissdaten! TONNENWEISE! Augenblicklich wurde Hans-Adam bewusst. Nicht unbedingt ganz nachvollziehbar. da er Angst hatte. der die Daten selber nie einsehen durfte (und auch in dieser Situation nicht zu Gesicht bekam). Von diesem Zeitpunkt an hörte Hans-Adam ein wenig mehr auf den Professor. Die Magensäure musste sich hoch gefressen haben. bis man sich auf dem Schloss wieder beruhigt hatte. solange man mit ihm reden könnte und solange man nicht zu 100 Prozent sicher war. dass er sie doch gewarnt hatte. Hans-Adam war zuerst dagegen. die dorthin von der LGT gesandt worden war. Drei Stunden später beschloss er. Besonders mit Leuten wie Kieber. Insbesondere die LGT musste natürlich mit eignen Augen sehen. Man schlug dem Hans-Adam vor. die Augen grösser. was ihnen abhanden gekommen war. Die anderen Anwesenden durften aus gutem Grund nur 275 . an ihrem Grabstein meisselten.wurden die Gesichter länger. Sie baten einen Blick darauf werfen zu dürfen. das letzte Wort. Es dauerte einige Stunden. konnte sein Kopfschütteln nicht verbergen. dass Kieber die Daten hatte. Es war aber kein Schütteln. nichts in Sachen inoffizielle oder offizielle Jagd und Hetzte auf Kieber zu unternehmen. dass er von seinen Untergebenen im Land und der Führung der LGT komplett falsch informiert worden war. der Druck im Kopf stärker.

Man war sich in Vaduz sicher.287 Gigabyte. hatte Liechtenstein selber massiv gesteigert. ihn in Berlin zu vermuten oder gar zu suchen. Er wollte Verhindern. übermässig auf die IT-Leute einzudreschen. also über 300 MB. dass allen Anwesenden kotzübel wurde. Die KKZ beriet was man tun könnte. Polizei und Regierung . dass die deutschen Behörden Kieber finden würden. Wo sind die denn hin? Dafür gibt es nur eine Erklärung: Hans-Adam muss angeordnet haben.: Achtung! Man rechne: In Berlin abgegeben: 1.flüchtig einen Blick auf die heisse Ware werfen. Es machte keinen Sinn. Und darüber noch nachschoben. Oder ein anderer Vorschlag war. die sie prinzipiell nichts angehen. und sein Schwager) angeblich in "Lebensgefahr" seien. worin man die erste und zweite Meldung korrigierte. in der Mitte die Justiz und an der Spitze die Regierung zusammen mit der LGT einzugliedern waren. namentlich die der Justiz. geistesgestört und mit hoher Gewaltbereitschaft gebrandmarkt hatten.303 GB. die Interpol Vaduz erhalten hatte.B. Die Hinweise. Man holte sich die Verantwortlichen der IT-Abteilung. beim KKZ angelangt: 1.287 GB.590 GB. Anm. Z. dass fremden Augen. Man hätte die Städte verwechselt. keine neue Meldung in Sachen 276 . um zu verhindern. dass deutsche Bürger (Helmut R. Am Ende wurde beschlossen. könnte man nach Deutschland eine neue Interpolmeldung senden. wobei auf einer Skala unten die Polizei.Dinge sehen.obwohl auf jeden Fall alle auf seiner Seite waren . Er wusste ja nicht. dass die deutsche Polizei eine in deren Augen sicher „seriöse‚ Meldung mit solchem Inhalt nicht einfach links liegen lassen würde. Die LGT Person errechnete das Total der gesamten gespeicherten Datenmenge auf 1. Warum sollten sie auch nicht? Man kann ruhig sagen. Hoppla. wären falsch gewesen. die seiner Meinung nach schlimmsten Mandate für die neue Kopie wegzulassen. dass einzelne Personen aus der Kripo später die Daten in der Tat gemustert hatten. man hätte Kieber verhaften können und es daher keine Anhaltspunkte mehr gäbe. Diese waren verblüfft und geschockt. Ich kann auch berichten. dass man meldete. Die Wahrscheinlichkeit das Deutschland Kieber aktiv suchen würde. dass die Polizei eine eigene Kopie im Safe schlummern hatte. da fehlen ja 0. Etliche Varianten wurden diskutiert. indem man schreiben würde dass Kieber nicht in Berlin sondern in Basel sei. indem es Kieber als bewaffnet.

weil man befürchtete. sondern im Gegenteil. dass die Schnüffler nicht zurückgepfiffen worden waren. um mich zu finden und mich dann den deutschen Behörden zu übergeben. den folgenden Text um 20. 11:30 BERLIN 31. Berlin zu verlassen. Das ursprüngliche Ziel aber bleibe weiterhin bestehen: die Daten und den Kieber sicher nach Vaduz bringen. Ich ging die Liste der Länder durch. Nach einem sehr langen und harten Tag ordnete Hans-Adam an. dass ausgerechnet mein Pass oder die ID am Flughafen durch das Lesegerät gezogen würden und dann das Chrom der Handschellen blitzen würde. ihm aber nichts über Interpol u.02. mit all den Daten und Papierdokumenten? Ich konnte keinen internationalen Flug buchen. zu nah an Liechtenstein. Dies darum.s. dass eine erneute Meldung nur die Aufmerksamkeit auf den Fall lenken würde. ca. nun war es so. zu sagen.Kieber an Interpol Wiesbaden oder sonst jemanden in der EU zu senden. Weitere Infos hier am Montag. Alles abgewogen. 03. wieder mit Kieber zu reden. ein.w. Grenzüberschritt zu 277 . Der Professor wurde beauftragt. was Liechtenstein wohl alles mit der „Variante 2‚ ausgelöst hatte. Man entschloss sich. Langsam aber sicher sank die Erkenntnis in den Köpfen.2003. Man kam zum Schluss. Material ist angekommen. damit er nicht noch aufgewühlter würde. da ich wusste. selbst bei HansAdam. dass sie ihm „zu Hilfe‚ eilen mussten. dass Kieber mit seiner Argumentation zu Gunsten einer Schutz-ID eigentlich Recht hatte. koste es was es wolle. Aber wohin nur. Ich vermutete. weiter im Solde Hans-Adams stehen würden. Januar 2003 Den ganzen Tag zerbrach ich mir meinen Kopf darüber. Hirn verbrennendes Gefühl machte sich innerhalb des KKZ breit. die ich auf dem Landweg erreichen könnte: Österreich? Nein.04 Uhr in das Emailkonto zu stellen. dass Kieber im Moment sicherlich sehr gut auf sich selber aufpassen konnte und einem Zugriff der deutschen Behörden zu entgehen wusste. Schweiz? Nein. Ein anderes. die der neuen Lage entsprach. dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein würde. entschloss ich. eine Strategie zu entwickeln. Vor ein paar Tagen noch wollten viele den Kopf von Kieber rollen sehen.

Eine Möglichkeit wäre. wo private Kfz-Besitzer Mitfahrer für bestimme Strecken und Tage suchten (Mitfahrzentrale oder Mitfahrgelegenheit). trug ich mich unter einem Pseudonym als suchender. vor allem Münster. nicht mein Favorit. Ich schrieb an drei Angebote und suchte dann nach einer Wohngelegenheit im Netz. 278 . am Ziel auszusteigen und einfach die Rückfahrt nicht mehr anzutreten. Ich fand keinen Anbieter. nach Schweden? Nein. jetzt im hässlichen Winter? Nach dem Essen suchte ich eine Internetbude aus meiner Liste aus. Ich recherchierte im Internet nach den Transportmöglichkeiten dort hin. dass ich ein anderes Zimmer in Süden Berlins gefunden hätte und am kommenden Montag ausziehen würde. Lag nahe an der Grenze. die regelmässige Touren von Berlin nach Amsterdam anboten. Sie freute sich für mich und fragte nach. Nordwärts. dass alle Firmen vor der Abfahrt genaue Angaben zum Passagier einsammeln und speichern mussten. der diese Regel nicht auf der Firmenwebseite hatte. auch keine Alternative. Da keine aktuellen Angebote für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam vorhanden waren. Eine eigens dafür neu eröffnete Emailadresse sollte als Kontaktmöglichkeit zu mir dienen. Für eine Fahrt von Berlin nach Amsterdam ab der ersten Februarwoche 2003. klar – ist ja eine grosse UniStadt. Leider war es Vorschrift. Polen oder sonst wo in den Osten? Nein. heute am späten Abend nochmals ein Internetcafé aufzusuchen und nachzuschauen. kurze Teilstrecken mit so genannten Kaffeefahrten innerhalb Deutschlands zu buchen. Holland. Per Zufall stiess ich auf Webseiten. zahlender Mitfahrer ein. ob ich Erfolg hatte. Ich lud Petra zum Abendessen ein und wir gingen in ein vor ihr gewähltes Restaurant. Das schien mir die beste Lösung zu sein. Schnell fand ich eine passende Unterkunft. Holland? Ja. Frankreich? Nein. Dazu zählten auch die Nationalität und die Nummer des Reiseausweises.riskant. Ich sagte ihr. zu lange Fahrt (und mir war schon kalt genug in Berlin). Aha. Ein kurzer Blick auf die Landkarte und Münster sollte es sein. Günstig und schnell könnte ich mit den Busgesellschaften fahren. Haufenweise in andere deutsche Städte. Gepäck: ein grosser und ein kleiner Koffer. ob es mir den soooo gut in Berlin gefallen würde. Leider kein Angebot für eine Mitfahrgelegenheit nach Holland. Oder mit dem Zug bis an die Grenze zu fahren und dann weiter schauen. Warum nicht? In Amsterdam war ich noch nie. Ich entschloss mich.

Ich rief beide an. BERLIN 1. Mann. Ich schlief beruhigter wenn auch zu später Stunde ein. liess seinen Text stehen. Der Erste wollte die Kohle jetzt gleich.3. Tausend Dank! Ein Problem weniger. 23. bei ihrer Familie. damit er sicher gehen konnte. Februar 2003 Moralisch gefestigt. wie kann ich den sicher sein. Sie musste nach München gehen und in den harten Zeiten einer Uni-Studentin. einer gespart. nähe Bahnhof Zoo abzuholen.02. dass ich auch zum Treffpunkt kommen würde und er nicht verarscht würde. dass sie morgen. Samstag schon abreisen würde. sagte ich. der ihr kleines möbliertes Zimmer in einer WG für den ganzen Februar 2003 für 170 Euro mieten möchte.. dass ich das Richtige getan hatte. Sie vertraue mir. Die 170 Euro müsste ich auf ihr Konto bei einer Sparkasse in München einbezahlen. war ich dann wieder erleichtert. Sie war froh. Um ca. Auf meine 279 . Zwei der drei Kontaktierten hatten geantwortet. Der Zweite war sehr freundlich und sagte mir zu. Meine Hoffnung stieg. Der Fahrkostenanteil war so um die 30-40 Euros. im Internet nach. dass ich meinem Ziel. den 01. Bei Ankunft in Münster sollte ich an der Haustüre klingeln und man würde mir die Schlüssel geben. Er hängte das Telefon einfach auf. ob ich Erfolg mit der Mitfahrgelegenheit hatte. Ich wandte ein. mich am Montag pünktlich um 12 Uhr vor dem Beate Uhse Sexladen. noch vor der Abfahrt haben. da sie das Angebot erst vor ein paar Stunden ins Netz gestellt hatte. ist jeder Euro nicht ausgegeben. Sie sei dann in München. Ich hatte ja Zeit bis Montagmittag.Eine Iris aus Münster suchte jemanden. Ich notierte mir ihre Telefonnummer und rief gleich an. Super. die verdammten Verbrecher Roegele & Co. Ich musste einen guten Eindruck bei ihr hinterlassen haben. dass er zum Treffpunkt kommen würde. wieder etwas näher gekommen war. dass sich jemand so schnell meldete. da sie sogleich zusagte aber erwähnte. Der Eine würde schon am Sonntagabend von Berlin losfahren und der Andere am Montag um die Mittagszeit. Wenn auch nur in mikroskopischen Schritten. schaute ich schon morgens früh am Samstag. hinter Gitter zu bringen. Jetzt nur noch die Fahrt dorthin. Ich schrieb Hans-Adam nichts zurück. wenn er dann das Fahrgeld schon tags zuvor erhalten hätte.00 Uhr las ich die Mitteilung von Hans-Adam.

Nebst der geistigen Fitness. Genau um 14. Da meine Abreise und die neue Bleibe geregelt waren.zu verhindern. um den Schaden für sich selber so klein wie möglich zu halten. A) wir lassen die Situation wie sie jetzt ist: ° sie helfen aktiv mich zu fassen. und auch auf Grund der Möglichkeit. dass ich nach Vaduz kommen sollte. wollte ich auch körperlich am Ball bleiben. Sehr geehrte Herren. Ich konnte mich mittlerweile gut in der Stadt bewegen und dass die Amis und die deutsche Regierung hier waren. Wobei jeder seine diesbezüglichen Möglichkeiten nutzt.nachdem nun alles offiziell und amtlich ist . ob sein Auto gross genug für meine 2 Koffer wäre. wo ich .11 Uhr drückte ich die Entwurfsspeichertaste im Emailkonto. ° ich versuche das . 20 Euro eine Tageskarte kaufen. es wäre besser. dass ich reisebedingt in den kommenden Tagen nicht ins Netz kann. Ich suchte ihn auf und konnte für ca. ° alle Beteiligten suchen nach dem besten Weg. Um zu vermeiden. auf Grund der nun vorliegenden Lage möchte ich folgendes mitteilen: wir haben 2 Möglichkeiten. und dann alles auf den zwei Stockwerken benutzten.wie so oft in meinem Leben .so lange es geht . mich dem Thema Hans-Adam zuzuwenden. dass er wieder vorschlägt.verstehen sie sicher. An der Hasenheide am Herrmannplatz. dachte ich. nicht das ich mich davon scheue . empfand ich stets als eine Art Sicherheit. dass heute die Eröffnung eines neuen Fitnesstempel sein würde.nein . ° abgesehen von den unrechtmässig entwendeten Daten bin ich als unschuldig anzusehen‚ solange bis das Gegenteil bewiesen ist. Ich hatte irgendwo gelesen. ich habe ihre Nachricht erhalten. 280 . hatte ich wieder Zeit. ° ich bin nun in der Situation. Der Abschied von Berlin war nicht einfach. sagte er „Null Problemo‚. Gerne wäre ich hier geblieben. Es würden nur er und ich im Wagen fahren. ihm eine Nachricht zu schreiben.nur die Zeit wird knapp.alleine grundsätzliche Entscheide fällen muss. B) wir finden einen Weg aus dem Drama: ° das ich nicht zurückkehren kann .Frage hin.

sollte für alle wieder grösstmögliche Klarheit herrschen. Ich hoffe Sie können dies alles nachvollziehen und ich verspreche Ihnen. meine Anwesenheit in diesem Land (Deutschland) hier offensichtlich IHR grösstes Problem darstellt. dass nur ein sehr. um unter 4 Augen zu sprechen.02. aber ich möchte nicht mehr über das Telefon oder hier Tagelang kommunizieren. ° in diesen Tagen schwanke ich zwischen einer Art flucht nach vorne (was nicht beinhaltet.a. was ihr und mein Ziel ist. versuche ich samt den Unterlagen (die Originaldokumente machen mir zu schaffen) dies zu ändern. Danach 281 . Löschen sie dann bitte einfach diesen ganzen Text.wenn ich meine Situation anschaue . natürlich bin ich mir bewusst. meine Hoffnung ist es zurzeit. Am Sonntag. dass man dann ein Treffen mit einem wirklich Informierten organisieren kann. dass ich mich erst in der 2. Auch hoffe ich. bevor es zu einem 4Augengespräch gekommen ist. dass ich mit den Daten unter keinen Umständen (mit einer Ausnahme) etwas unternehmen werde. aber . oder? Mit diesem Text. nicht mal das Sie die „Variante A)‚ wählen oder wünschen. H. N. FebruarMonatshälfte hier wieder melden kann. nach Hause zu kommen) oder einer Flucht nach hinten. den 02. dass sie einen solchen Anlass als Gelegenheit für das Ziel von Variante A) missbrauchen könnten.B. bitte Text markieren und für sie ausdrucken. K.. Da u.trifft dies genau zu. Sie war an diesem Wochenende nicht weggefahren. Es kann also sein. gab es noch das letzte gemeinsame Frühstück mit Petra. Bei Variante B) kommt es drauf an. Bei Variante A) bitte ich Sie nichts mehr hier hineinzuschreiben. sehr begrenzter Kreis von Menschen dieses Emailaccount samt Passwort kennen.° ich habe nichts mehr zu verlieren! es klingt zwar wie ein Spruch aus einem billigen Film. so glaubte ich.

nicht unterscheiden können. schrieb ein Abschiedsgruss an Petra und liess die Haustüre hinter mir zufallen. Die Fahrt ging sehr zügig voran und mir lag nicht viel an tiefen Gesprächen. sodass ich am Montag ohne Verzögerung den Treffpunkt finden würde. den 03. Petra war schon arbeiten gegangen. präzise als die Glastüre der Sparkasse sich für Publikum öffnete. Es war der einzige Tag.02. Einer der Mitbewohner war zu Hause und fragte mich. Vorbei an Mülltonnen zog ich mein Gepäck hinter mir her zum Hauseingang. Ich bedankte mich und er verschwand im Verkehr. Alles beim Alten. Klar. an dem ich Berlin etwas entspannter geniessen konnte. die hinter dem Haus. Ich schleppte die Koffer um die Ecke zu einer kleinen Berliner Kneipe. Man hätte mich von einem der wenigen Touristen. um ganz sicher zu gehen. dass er morgen auch fährt. das aus alten Holzteilen 282 . Den Laptop und die anderen Sachen verstaute ich in einen roten Baumwollsack einer Bäckereikette aus Berlin. bis mein Fahrer an der Strassenseite vor dem Beate Uhse Laden anhielt. Small Talk war OK. leerte den Safe und gab die zwei Safeschlüssel zurück.sowie Zimmerschlüssel für mich hinterlegt. Er setzte mich in Münster vor dem Haus mit der Adresse von Iris ab. musste ich nicht lange warten. Ein Bett. Von dort bestelle ich mir ein Taxi. Dort angekommen. Sie hatte einen Zettel mit der Bankverbindung und einen Wohnungs. ein Tisch. grösser als in Berlin aber wiederum ohne Beine. Der Bahnhof war ca. Ich sah mich im Zimmer um. Ich löste mein Konto auf. die Wohnung lag im dritten oder vierten Stock und kein Lift.suchte ich den Sexladen auf. spülte das Geschirr in der Küche ab. ob ich „Gerhard‚ sei. schwarzen Laptoptasche aus Leder. Ich räumte mein Zimmer auf. Am Montag. verstaute ich alles tief unten in den Taschen. Ich nickte und er zeigte mir das Zimmer von Iris. 500 Meter entfernt. auf der Dammhöhe verlegt war. Auch rief ich den Fahrer nochmals an. ein kleiner Fernseher sowie ein Bücherregal. Das Fenster war genau auf der Höhe der Bahnlinie. Er half mir beim Einladen und ich bezahlte den gewünschten Anteil an den Fahrkosten in bar. das mich zum Treffpunkt bringen sollte. stand ich schon davor. Der Computer verschwand in einer gepolsterten. Wieder zu Hause. die um diese Jahreszeit in Berlin herumspazierten.

Im Winter sehen alle deutschen Städte nicht sehr einladend aus. Aber nur hinsichtlich meines grossen Hungers. Nicht dass mein üblicher Ärger. Anlass genug sein sollte. die Küche (noch schlimmer) und schimpfte über mich. die einem anstrengender erscheinen. Nun gut. Ich drehte den dazugehörenden. sprich die Auseinandersetzung mit Hans-Adam. Es war schon nach 17 Uhr als ich dann diese Nachricht aus Vaduz lesen konnte: Erwarte Anruf unter bekannter Nummer heute um 17:00 Uhr. Ein Spaziergang durch die Einkaufsmeile von Münster brachte etwas Erlösung. Aber in solch Situationen sind es oft ganz triviale Dinge. Dank der hohen Konzentration junger Studenten in der Stadt war die Anzahl von Internetmöglichkeiten blendend. dass ich – reisebedingt . 283 . Ich hatte ja dem Hans-Adam berichtet. dass ich in eine solche Lage geraten war. Dennoch. die im früheren Leben einer Explosion zum Opfer gefallen worden sein musste. Holz aus einer Kiste. hätte aber sowieso nicht angerufen. dass alles LGT Datenmaterial gut verstaut war. Ich hatte Hunger. kräftig über mich selber zu fluchen. antiken Schlüssel zwei Mal um und inspizierte das Bad (dreckig).zusammengehämmert war.mich eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder melden würde. besser als gar kein Schloss. Ich packte meine Kleider aus und versicherte mich. Eine Pizza und Cola fühlte den Magen schnell auf. Diesen Termin hatte ich verpasst. Das Türschloss war eher primitiv. Immerhin alles schön sauber.

Die einzige langjährige Mitbewohnerin sei auch verreist. Am Ende war die Kohle auf dem Weg nach München. Horrorgeschichten. Ich fragte sie. Ich musste zwei dicke Formulare ausfüllen und eine Gebühr von ca. Schreckenszenarios die offenbar jeder Deutsche zu erzählen wusste. Sie hatte ein Konto bei einer Sparkasse in München aufgeschrieben. hier in Münster keine Ferien zu machen. dass keine Staatskarossen aus Vaduz auf mich lauerten. dein Freund und Helfer Diese schöne. Sie bedankte sich. Wie diffizil und unfreundlich einige Banken in Deutschland seien. Jeden Monat entdeckte sie auf dem Weg zum Bad oder in die Küche neue Gesichter. Ich erinnere mich noch genau an den feinen Kuchen. Stundenlang beobachtete ich die wenigen Studenten. Und meine Miete war bis Ende Februar 2003 bezahlt. wollte ich von hier aus keine Email schreiben. Bloss nicht. Ich machte mich auf den Weg zur Sparkasse in Münster. Es war dann auch eine Mammutanstrengung die 170 Euro in Münster auf ein Konto der Sparkasse in München einzuzahlen. 35 Euro bezahlen. einen Schalterangestellten zu überzeugen. ob ich nicht einfach die 170 Euro ihrem Mitbewohner übergeben könnte. die zu dieser Zeit offenbar eine 284 .KAPITEL 11 Die Polizei. Da Münster eine kleine und somit überschaubare Stadt war. Sie kenne die anderen auch nicht so gut. Dass es trotzdem zehn lange Tage hier werden würden. Sparkasse ist eben nicht gleich Sparkasse. dass ich angekommen und alles OK sei. Bis anhin waren es für mich nur Gerüchte. Am nächsten Tag musste ich der Iris die Miete bezahlen. war für mich nur ein Streckenposten auf dem Weg nach Amsterdam und eine kleine Oase der Ruhe. geschichtsträchtige Stadt mit einer sehr alten Universität. die Holztische und dunklen Stühle. Ich rief sie von einer Telefonzelle an und sagte ihr. da ich hier sicher sein konnte. jammerte sie hurtig. Ich kaufte mir einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Erst nach drei Anläufen in derselben Bank gelang es mir. Anschliessend spazierte ich in Richtung Uni. hätte ich mir am ersten Tag auch nicht erträumt. Dort auf dem Gelände gab es verschieden Kantinen und Cafeterias. Meine diesbezüglich eigenen Erfahrungen in Berlin waren eigentlich gut. dass ich mein Wort gehalten hatte und auch für die Einzahlung der Miete. setzte mich ins Foyer. Keine Wurzeln zu schlagen. da die Leute kommen und gehen. Ich hatte ja kein Konto in Münster. vor allem aber keinen Anruf machen. Mein Plan war es ja. dass ich das Geld unbedingt überweisen musste.

Auf jeden Fall war es in jener Stadt. um abgelenkt zu bleiben. wo ich einen Tag verbrachte. Nur Nachschauen. Nicht mehr. dass er in Münster (oder im nahen Umland von Münster) lebte und 285 . Der Ausblick war auf den parkähnlichen Garten der Uni. Es war wie ein anderes Leben. die auf mich wartete. Keine Telefonate mit Hans-Adam. ohne etwas hineinzuschreiben würde das mögliche Risiko ganz beseitigen. Ohne Gewähr). das sich parallel zu meinem entfaltete. Er erzählte mir. In der Mitte die Taxis. Ich verbrachte auch viele Stunden im Bahnhof Münster. fühlte ich mich prächtig. verdrängte es aber gleich wieder. Zuerst wollte ich dies an einem Computer in Münster machen. Der Vorplatz war schön gestaltet. wenn ich antworten oder gar telefonieren musste? Die beste Lösung war. ob es dann Osnabrück. Keine Appelle. dessen Anfang verrückter nicht hätte sein können. Keine. suchte ich im Internet nach einer Mitfahrgelegenheit in eine der grösseren oder kleineren Städte im Umfeld von Münster (Ich kann mich noch so sehr anstrengen: ich bin mir heute – im Rückblick . Da ich in Münster sozusagen inkognito war. Keine Drohungen. Keine Befehle. wo mir dies nicht gelang. Für mich war dieser Augenblick doch wie Ferien. Keine Fragen wo die Daten sind. Keine. Ich tippe auf Osnabrück. meinen Standort preiszugeben. Da ich nur gute Erfahrung damit gemachte hatte. dass ich dafür von Münster wegging.Pause hatten. Ich fand folgendes Angebot: Ein Mann offerierte eine Mitfahrgelegenheit für vier bis fünf Mal pro Woche für die nächsten Monate. evt. Bielefeld oder gar eine andere Kleinstadt war. der Bundesgrenzschutz stationiert war. Was aber.nicht mehr ganz sicher. keine Staatskarre. wo eine grössere Polizeistelle. eine Art Regionalkommando. Ein schönes Gefühl. Hamm. nicht weniger. zu erfahren ob man mir wieder eine Nachricht im Emailkonto hinterlassen hatte. Das Bedürfnis. Im Moment. Was hatte ich aber mit denen zu tun? Ein Tag. Nachsehen. Abfahrt war jeweils früh am Morgen und Rückfahrt am späten Nachmittag. Dann wurde ich wieder von den Gedanken eingeholt und ich stellte mir vor. Eine Art kreisförmige Zufahrtsstrasse mit ein paar Geschäften auf der Rechten Seite. drängte sich sofort die Realität wieder auf. wurde immer stärker. was sich in den Köpfen derjenigen in Vaduz abspielte. Ich musste mich sehr anstrengen.

dass ich voll in eine Falle gelaufen war. dass es ein deutsches Fabrikat war. Die Fahrt muss zwischen 30 und 50 Minuten gewesen sein. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr und eingekleidet wie für einen Trip auf einen Schweizer Gletscher. als würden mich ein Hirnschlag und ein Herzinfarkt gleichzeitig treffen. Wir redeten über Verbrecher. Ein VW Passat Kombi oder ein Opel Kombi. Ich weiss. evt. Er habe einen guten Rang erreichen können. ob er der Bruno sei. stand ich in der Kälte am Strassenrand gegenüber dem Haus wo ich wohnte. Polizei? Polizei! Flink hatte ich das Gefühl. Nicht zu vergessen. ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen. Ich war ja auch der einzige Mensch weit und breit. Und er erzählte mir von seiner Familie. fragte ich.30 Uhr oder 06. Ich erzählte von Zürich und dass ich auf Besuch in Münster sei und mir die Stadt Osnabrück anschauen möchte. aber es war Krieg zwischen mir und Hans-Adam. ich glaubte. nennen wir ihn mal ‚Bruno‚. dachte ich mir. Was er den so mache. dass er seit Jahren bei der Polizei arbeitete. Ich fragte ihn. Ich ahnte ja nichts von dem was kommen sollte. Dunkle Farbe. Vielleicht wussten sie. Grau oder Blau. Er fuhr sehr. Er erzählte. Nicht umgekehrt. Wir plauderten so daher und er fragte mich. Super. Tausend Gedanken schossen durch mein fast blutleeres Hirn. sehr früh jeweils von zu Hause ab. Er. dass er seine Variante 2 aktiviert hatte. sagte ich. er bejahte dies. Ich stieg in seinen Wagen ein. da fährt der deutsche Polizist in seinem Wagen mit einem falschen 286 . Sonst hätte er gesehen. Schmuggler. Aber es war doch ich der Bruno zuerst kontaktiert hatte. woher aus der Schweiz ich komme. Für ein paar Euro könnte man mit ihm mitfahren. dass ich in Münster war. erinnerte ich mich blitzartig.täglich zur Arbeit nach „Osnabrück‚ pendelte. Zum Glück war es drinnen so dunkel wie draussen. fragte ich. es mag für euch Leser absurd klingen. Ich gab ihm meine Adresse und er sagte. eventuell mobilem Grenzschutz. seinen Kindern und sogar seiner Arbeit. stoppte vor meiner Nase. dass er am nächsten Tag (es muss so um die 05. Wann geht es los. Hatte etwas zu tun mit Grenzschutz. Ich glaube mich zu erinnern.00 Uhr gewesen sein) abholen würde. die vielen Schweissperlen auf meiner Stirn. Mein lieber Vater. Ehrlich. der an der Strasse zu dieser ungemütlichen Zeit stand. Ich wusste ja. Drogen und die kläglichen Löhne bei der Polizei. wie mein Blut das Gesicht verliess und tsunamihaft runter in die Beine entkam. Er konnte mich also nicht kennen.

„Touristen‚ aus der Schweiz durch die Gegend. Er schritt auf eine Treppe zu. sah ich eine Art Innenhof. Wir fuhren auf ein älteres mehrstöckiges Gebäude zu. Es gab nicht viele Parkplätze hinter dem Tor. Er wollte sogar die paar Euro. Als nächstes erwartete ich seine Einladung. Da er einen hatte. Wir stiegen aus und ich lief ihm hinterher. sein 287 . An der Aussenmauer waren einige Polizeitransportwagen parkiert.‚ Aber Nein. Es kam noch schlimmer: Als wir schon im Stadtpendlerverkehr von Osnabrück steckten. Ich lehnte das Angebot ab. Ich bedankte mich und versuchte meine flatternde Nervosität zu verbergen. Er grüsste sie und erhielt den Gruss erwidert. die entweder aus Beton oder Steinen geformt war und ein einfaches Eisenstangendesign als Treppengeländer hatte. in Münster brisante Daten stapelte und plaudert mit ihm über Vergleiche von deutschen und schweizerischen Polizeitaktiken. bedeutete dies für mich. offerierte er mir auf einmal einen Kaffee in seinem Büro (!). Sicher aber ein Gruppenleiter. modernes Gebäude. Ich glaube aber. Ein Publikumseingang war es nicht. man wird mich verhaften. Es ist eine Falle. evt. Es kamen uns uniformierte Polizisten entgegen. Ich musste dort warten und er holte mir einen Kaffee vom Automaten. So wie er es gesagt hatte. dachte ich mir und mir wurde noch schlechter. eng und verwinkelt wie bei einer Burg oder so ähnlich. Er zeigte mir den Weg aus dem Labyrinth im Innenhof und verabschiedete sich. was ihn erstaunte. Eher eine Verschachtelung von verschiedenen Bauwerken. Daher verwunderte es ihn schon. Ich überlegte mir schon. „Nehmen sie doch bitte Platz und nennen sie uns ihren Namen und Anschrift. ob und wie ich aus dem nun langsamer rollenden Fahrzeug springen sollte. sagte ich diesmal zu. Es war ein wenig heller draussen geworden. Gleich nach Eintritt stand ich in einem Gang. Jetzt wurde mir ganz heiss. dass ich sein schönes Angebot ablehnte. dass ich mit ihm am späteren Nachmittag auch zurück nach Münster fahren könnte. Er hielt vor einem grossen Tor und nachdem es sich geöffnet hatte. Es war definitiv kein neues. Es war noch so früh. dass er einen höheren Rang/Funktion bei der Polizei ausüben musste. Da ich nicht unhöflich sein wollte und keinen Verdacht aufkommen lassen wollte. dass keine anderes Geschäft offen hatte. da es noch nicht genug hell war. Er fragte nochmals und bemerkte zum wiederholten male. eine Stufe darunter. er war kein Kommissar. wieder einmal Glück gehabt. das stand fest. So genau konnte ich es nicht sehen. einer der in Wahrheit heiss gesucht wurde.

Er erschien mir vertrauenswürdig. Sie wurde von den Deutschen rege genutzt und war praktisch immer billiger als mit dem Bus oder dem Zug. Die einzige und letzte Lösung. Ich wusste. Touristen hilft man doch gerne in Deutschland. Mit einer Tasse heisser Schokolade und einem belegten Brötchen war die Welt wieder in Ordnung. Ich musste ihm versprechen. dass ich ihn im Büro anrufen würde. sollte ich doch noch mit ihm nach Hause fahren wollen. wie ERFREUT ich war. Ich blieb noch eine Weile dort und beobachtete die Kundschaft. dass ich schon jetzt nach Hause fahren würde und zwar mit der Regionalbahn. Ich war noch nie in Amsterdam City und suchte im Internet 288 . Ergebnis: Keine neue Nachricht. Ich rief Bruno. Endlich fand ich ein geöffnetes Café. Gleichwohl hatte ich Erfolg. kam für mich nicht in Frage. Er hatte keine Ahnung. Jetzt noch eine Unterkunft in Amsterdam suchen. blieb bestehen. Von Deutschland aus wurden Fahrten bis nach Madrid oder gar Moskau angeboten oder gesucht. Da fragte niemand nach Ausweisen oder wollte dein Gepäckinhalt inspizieren. Ein Student aus Münster plante für Mitte Februar eine Reise nach Amsterdam. Aber das Restrisiko. Um die Mittagszeit fand ich eine Gelegenheit ins Internet zu kommen. Die Möglichkeit mit der Regionalbahn bis an die Grenze zu fahren. dann mit einem Linienbus rüber und auf der anderen Seite mit dem holländischem Zug weiter.Amsterdam waren aber sehr dünn gesät. Mit den Datenträgern und den Dokumenten. die internationalen Züge von mobilen Grenzbeamten kontrolliert werden. auch hier kontrolliert zu werden. sagte er zum Abschied. Auch gut. Die Angebote für Münster . Ich bestand aber darauf. war die mir schon bekannte Art und Weise: die gute alte Mitfahrgelegenheit. Ich traf ihn an der Uni und um sicher zu gehen. dann hätte mal wieder alles super geklappt. kurz nach Mittag in seinem Büro an und sagte. dass er den Zehner erhält und drückte ihn fest in die Hand. dass trotz der „offenen EU-Grenzen‚. dass ich gehen durfte. Er wünschte mir noch eine schöne Zeit in Deutschland. nicht entgegennehmen. Wie neugeboren bummelte ich in Osnabrück durch die mir unbekannten Strassen. Zurück in Münster verbrachte ich die Tage mit dem neuen Thema: Holland und die Reise dahin. sagte ich zu mir. Zu viel Geld in Deutschland und zu günstige Drogen in Holland. dass er mich mitnehmen würde. wäre machbar gewesen. den Polizisten. zahlte ich ihm die Hälfte des Fahrpreises schon mal gleich. Die Gelegenheit mit dem Zug via Enschede nach Amsterdam zu fahren.Fahrgeld.

wo ich zwei bis drei Monate bleiben könnte. der 13. mit schon zwei Leuten drin vor meinen Füssen an. Ihre Musikauswahl während der Fahrt traf meinen Geschmack oft.) fand man den längeren Text von Kieber. Jane und ihr Mann erwarteten mich am 14. 10. Mist noch mal. Frühstück. Am Sonntag (02. Wie abgemacht. wenn das Sekretariat oben im Schloss nicht besetzt war. Ich reservierte das Zimmer für erstmals 2 Monate.02. Seine Freundin und er fuhren nur fürs verlängerte Wochenende weg.: Hans-Adams Geburtstag). mit dem wir nach Amsterdam fahren würden. Ein attraktiver Name. Donnerstag. 3 Mal für Benzin und kleine Snacks.02. vier bis fünf Mal pro Tag kontrolliert. beschwerte ich mich laut. Das ist aber günstig. die entweder zu teuer oder mitten in der Stadt waren. VADUZ Erste Monatshälfte Februar 2003 Das gemeinsam benutzte Emailkonto wurde jeweils am Wochenende. denn dann würde ich ja nicht auf dem abgemachten Platz stehen und er würde mich nicht sehen und ohne mich wegfahren. incl. Der Kofferraum war praktisch leer. Ich erwiderte die Frage mit der Gegenfrage ob dies das Auto sei. Nicht viel Gepäck dabei.45 Uhr. den er am Tag zuvor abgespeichert hatte. stand ich zuverlässig um 10 Uhr am Bahnhof Münster. Wir stoppten 2. Ich konnte nicht weggehen und ihn anrufen. Wo blieb der nur. Und so war’s auch. Nach Durchsicht von etlichen B&Bs. 10.nach einem günstigen Bed & Breakfast. Beide waren ein sehr aufgestelltes Paar. Für Langzeitgäste nur 21 Euro pro Nacht. wartete auf den Fahrer. druckte ihn aus und 289 . Die unsichtbare Grenze war in der Mitte der Autobahn und niemand hat uns aufgehalten. Er fragte mich.02. die für das KKZ arbeitete. Ja.30 Uhr hielt ein alter. 11. Wir verstauten meinen grossen Reisekoffer und den Rest packten wir hinten auf die Sitzbank. Aber hat es da noch Platz für mein Gepäck. sicher – war seine Antwort.30 Uhr. Immer noch kein Fahrer in Sicht. Das B&B hiess Flowergardens und war in der Margrietstraat zu finden. Februar 2003 in Monnikendam (Wieder dieser 14. stiess ich auf eine schöne Webseite eines B&B in Monnikendam. fragte ich.10 Uhr. In Holland würde ich mich Claudio nennen. Ja. roter Ford Fiesta. ob ich Claudio sei. von einer Person unten in Vaduz. um 11. Ich durfte vorne Platz nehmen. Endlich. Sicher.

x-mal analysiert. unter „B)‚ (siehe wie oben). Hinsichtlich des restlichen Textes. Er deutete dies als ein Zeichen für hohen Stress und eventueller Selbstmordgefährdung. nichts mit den Daten zu machen. dass er eventuell erst in der zweiten Februarhälfte wieder Kontakt aufnehmen könnte. dass die beschriebene Möglichkeit „A)‚ (siehe ‚Berlin 1-3. da er ja versprochen hatte. Besser als Kieber kann keiner auf die Daten aufpassen. bekam er als Antwort. Quasi ein Selbstzerstörungsplan plus grossem Knall. fragte Hans-Adam. Man war sich einig. dass wir uns den Kieber schnappen. verschiedene Mutmassungen darüber angestellt und wieder verworfen. geraten. Die Gelegenheit wäre doch dann gegeben. um weit weg abzuhauen oder gar Gespräche mit den Deutschen oder den Amis zu beginnen. Kieber hatte ja die Daten und wenn die in die falschen Hände. Ihm machten Kiebers Sätze „ …alleine grundsätzliche Entscheide zu fällen… die Zeit wird knapp‚ grosse Sorgen. Kieber wusste ja nichts von dem Missgeschick mit den Interpolmeldungen. wenn Kieber zu einem von ihm gewünschten Vier-Augen Gespräch erscheinen würde.Februar 2003‚ ) niemand mehr hier als eine Lösung des Problems betrachtete. resümierte der Regierungschef. Und schloss mit der 290 . Er würde für ein solches Gespräch zur Verfügung stehen. Die einen tippten auf Spanien. nur Zeit für sich gewinnen wollte. wegen der Daten. wohin er wohl reisen würde. dass Kieber mit dem Hinweis. bis ein solches stattgefunden hatte. Bis dahin sei man ja sicher. das Land zu wechseln und sich auch sorgen wegen der mitgeschleppten Dokumenten machte. daher war man in Vaduz aber erleichtert. sagte er. dann Gnade uns Gott. Am Montag traf mach sich wieder zu einer KKZ-Sitzung. Der Professor schüttelte seinen Kopf. Natürlich den Knall beim Hochgehen der Datenbombe. Kiebers letzter Text wurde in seine Einzelteile zerlegt. Einige mutmassten.lieferte ihn beim Portier im Schloss ab. hob Hans-Adam hervor. weil dies das letzte Land wäre. wie man es zu deuten hatte. waren sich alle Anwesenden nicht einig. Teile des KKZ tauchten wieder in alte Ideen ab: Es müsse doch möglich sein. dass er offenbar von sich aus entschied. sprich deutsche oder amerikanische. Andere auf Skandinavien oder auf ferne Länder wie Südafrika. Welchen Knall. Am Ende der Sitzung berief sich der Professor auf seine jahrelange Berufserfahrung und beruhigte damit die Anwesenden. Es wurden wilde Spekulationen darüber angestellt. wo man in vermuten würden.

wenn überhaupt . Lasst uns abwarten und schauen. Kieber rief nicht an. Anm. am falschen Ort landen oder auf dem Weg zum Empfänger von unerwünschten Mitlesern gesehen werden könnten. Diese schlechte Nachricht wurde per Telefonkette weitergemeldet. Z. in der ich nie gewesen bin. der in der Stadt Köln stand. Sicherlich hätte das KKZ die Mittel und Wege gehabt. Dies alles ergab keinen Sinn.die IP-Adresse des Terminals wo der Text eingetippt wurde. sondern die IP-Adresse wo der nächstgelegene Server des Providers physisch stand.Bemerkung ab . von wo genau aus er die letzte Meldung geschrieben hatte. Für solche Spiele sei er bei allem bezahlten Geld nicht zu haben.02. wunderte man sich. Man hatte mich daher am 01.B. während der Zeit wo ich in Deutschland war. dass keine Falle für Kieber geplant werde. Wieder fingen die wilden Spekulationen an. fragte Hans-Adam mehrmals. aber – wie das KKZ in einem Aktenvermerk richtig erkannte – wurde. war mein anderer Hintergedanke: Ich wusste. dass wir gemeinsam nutzten. dass Kieber in Köln gewesen sein muss. dass bei einer Abspeicherung eines Textes im Entwurfsordner NICHT .: Ich weiss schon. Köln. Das KKZ versuchte den Standort des Computers via der am Entwurf (manchmal) elektronisch angehängten IP-Adresse herauszufinden. In diesem Fall in der Stadt Köln. abgespeichert wird. Das KKZ forschte nach und kam mit der erstaunlichen Auskunft zurück.in Richtung LGT und Hans-Adam schauend – dies natürlich nur nach einer Zusicherung von Seiten Hans-Adam. Hans-Adam fragte nach. dass wir dadurch keine Emails versenden müssen. z. mit Hilfe von Internetspezialisten zumindest die richtige Stadt. dass die gespeicherte IP-Adresse eine Nummer eines Computers hatte. Es war ja meine Idee für die Kommunikation ein Emailkonto zu haben. In Köln? Was macht Kieber in Köln. ob man den letzten genauen Standort von Kieber irgendwo stichhaltig festlegen könnte. Deren Nachforschungen ergaben.02. von der von mir benutzte Computerterminals stand. Ja. verabschiedete man sich aus der Runde. Was ich ihm nicht erzählte. 291 . ob Kieber um 17 Uhr anrufen würde.B. zu finden.03 hatte ich in Berlin an einem Computer eines Internetcafés eine Nachricht im gemeinsamem Emailkonto geschrieben und wie immer nur im Entwurfsordner gespeichert. die evt. Ja – rief man ihm aus dieser Ecke zu.03 in Klön vermutet. In einer Stadt. warum die in Vaduz damals auf Köln gestossen sind. Um es an diesem konkretem Beispiel aufzuzeigen: Am 01. Als Begründung gab ich im Brief an Hans-Adam an.

Weiters steht Kieber im Verdacht. dass jene im Rechtsverkehr zum Beweis eines Rechts.01. Was absolut nicht erwünscht war.in Absprache mit allen Beteiligen (Polizei. mit dem Vorsatz unterdrückt zu haben. als damaliger Angestellter Unterlagen seiner Arbeitgeberin.02. Auftragsgemäss schrieb das Interpoliere Vaduz am 10. nämlich durch die Behauptung. Zusatz Interpol Vaduz: Es kann nicht ausgeschlossen werden. er werde die von ihm unter Ziffer 1 erlangten Unterlagen Dritten übergeben. da dies nur wieder deren Aufmerksamkeit erhöhen würde.01. sohin durch Drohung mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz. 2.. Am 06.03 so abzuändern. eines Rechtsverhältnisses oder einer Tatsache gebraucht werden. wollte man keine Mitteilung über diese Änderung an Deutschland oder Spanien machen. zu verhindern.OZA. aufgrund der neuen Lage.10 Uhr an die Schweizer Polizei (RIPOL und Interpol Bern) folgenden Ausschnitt: Sachverhalt: 1. wodurch seine damalige Arbeitgeberin Kundengelder verlieren werde.02. im Januar 2003 vom Ausland aus durch gefährliche Drohung. Justiz. die genauen Örtlichkeiten (von Kieber) zu ermitteln. nach Auftrag von Hans-Adam. 292 . Regierung. Nach hier vorliegenden Erkenntnissen muss jedoch aufgrund seiner aktuellen psychischen Verfassung von einer hohen Gewaltbereitschaft ausgegangen werden. dass andere Länder von einem Liechtensteiner Haftbefehl erfahren würden. dessen (inaktiven) Haftbefehl vom 13. einer juristischen Person liechtensteinischem Rechts mit Sitz in Vaduz/FL. dass er nur für Liechtenstein und die Schweiz gelte. um 16. Man wolle nicht. Nach den Ereignissen in Vaduz am 31. das Landgericht Vaduz an. im Jahre 2002 in Vaduz. Kieber Heinrich steht im Verdacht. dass Kieber Heinrich b e w a f f n e t ist! Kieber ist bisher nicht gewalttätig in Erscheinung getreten. zu weiteren Handlungen zu nötigen versuchte. LGT und Hans-Adam) nicht versucht. da man ansonsten der deutschen Polizei den Sachverhalt hätte mitteilen müssen -OZE. ordnete das KKZ.

Wiederum konnte Vaduz der Versuchung nicht widerstehen, gefälschte Angaben zu machen („bewaffnet, hohe Gewaltbereitschaft‚ und auch den kleinen „Terroristenhinweis‚: „kann Flugzeuge fliegen‚), wohl als Ermutigung an die Schweizer zum Abschuss von Kieber. Anm.: Einigen Lesern ist sicherlich aufgefallen, dass im Gegenteil zu der Interpolmeldung nach Wiesbaden und nach Madrid (vom 23.01.), wo nichts über den Sachverhalt geschildert wurde, die Liechtensteiner den Schweizern sehr offen über den Tatbestand schreiben. Dies aus zwei Gründen: 1. Logischerweise musste man bei der Meldung vom 23.01.2003 verhindern, dass deutsche oder spanische Behörden erfahren, dass jemand Bankdaten über deutsche und spanische Kunden in Liechtenstein gestohlen hatte und damit (in Deutschland) herumirrte. 2. Konnte Vaduz gegenüber der Schweiz etwas freimütigerer sein, da man in dieser Branche ja im gleichen Boot sass. Es war jedem Schweizer Polizisten klar, dass mit den Angaben über den Sachverhalt eine Bank oder Treuhandfirma gemeint war. Man konnte sich in Vaduz auf die Verschwiegenheit der Schweizer verlassen, sollten sie Kieber samt Daten festhalten können. Auch wäre eine Überstellung von Kieber als Gefangener von der Schweiz nach Liechtenstein eine reine Formsache. Wie immer hatte das letzte Wort der Hans-Adam. Als er über den neusten Stand der Dinge unterrichtet wurde, bemerkte er, dass die Ausschreibung (zur Verhaftung) im Schweizer Polizeisystem (RIPOL) absolut nicht ideal für seine Sache wäre. Hans-Adam befürchtete, dass u.a. die Schweizer Behörden aus politischen Gründen Interesse an gewissen Daten von Kunden aus Drittländern haben könnten. Um eine bessere Kontrolle zu haben, ordnete Hans-Adam die Landespolizei an, den Schweizer Behörden mitzuteilen, dass Vaduz nur die passive Ausschreibung in der Schweiz wünschte. Was am 11.02. dann auch geschah. Bei dieser Art der Ausschreibung würden die Schweizer, sofern sie über Kieber stolpern sollten, nur dessen Aufenthaltsort nach Vaduz melden, ihn aber nicht verhaften. Dies aber auch nur, sofern die Schweizer nicht erkennen würden, dass Kieber auch im SchengenSystem vermerkt war, was genau Vaduz sich insgeheim erhoffte und mit dieser „Zurückstufung‚ auch erzielen wollte.
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Auch am 06.02. stellte die LGT Treuhand ohne Konsultation mit HansAdam den Antrag an das LG Vaduz auf die strafrechtliche Verfolgung Kiebers wegen Datendiebstahls. Am 10.02. (oder am 18.02 – verschiedenen Dokumente nennen beide Tage) informierte das Landgericht das Schloss Vaduz darüber und unterbrach den oben genannten Antrag vorläufig, da Hans-Adam mit der Anzeige von Dr. Feuerstein „im Namen‚ der LGT Treuhand gar nicht einverstanden war, mit dem Resultat, dass später, am 02.07.03 die Anzeige zurückgezogen wurde. Eine Verurteilung in Sachen Datendiebstahl war also nicht erwünscht. Der Professor und der von einer längeren Auslandsreise heimkehrende Bankdirektor trafen sich in mehreren Sitzungen, da der Professor noch mehr über das Wesen von Kieber erfahren wollte und der Bankdirektor diesen ja persönlich kannte. Dem Bankdirektor wurde von beiden Seiten eine besondere Rolle zugeteilt. Von Seiten Hans-Adam, da er ihm vertrauen konnte und von Seiten Kiebers, da dieser ihn im Brief vom 07.01.03 als einen der zwei möglichen Gesprächspartner namentlich genannt hatte und daher Kieber ihm offenbar traute. Je mehr der Professor über Kieber erfuhr, umso mehr empfand er es als eine Herausforderung, der Sache auf den Grund zu gehen. Er musste ihn kennen lernen. Er erkannte, dass es nicht einfach sein würde, die Psyche von Kieber richtig zu verstehen. Der Professor und der Bankdirektor stellten sich auf komplizierte und lange Diskussionen mit Kieber ein, um an das gewünschte Ziel von Hans-Adam zu kommen. Inzwischen war es in den Justizkreisen von Vaduz kein Geheimnis mehr, dass sich seit Anfang Januar offenbar Dramatisches zwischen Kieber, Hans-Adam und seiner Regierung abspielte. In dieser spannungsgeladenen Zeit wagte niemand offen Partei zugunsten Kieber zu ergreifen. Natürlich war die grosse Mehrheit, vor allem diejenigen, die keine Detailkenntnisse hatten, auf der Seite des „armen‚ HansAdam. Ein weiteres wichtiges Ereignis in der Saga Kieber passierte am 14.02.03 beim Oberbersten Gerichtshof in Vaduz. Da entschied das Gericht im Zivilstreit um die in Österreich blockierten Gelder in einer nicht294

öffentlichen Sitzung, dem Revisionsantrag von Kieber nicht Folge zu leisten und das Urteil der unteren Instanz zu bestätigen. Anm.: Obwohl mein Anwalt exzellente Gründe in der Revision darlegte, waren meine Chancen dafür auf Null geschrumpft, nachdem ich seit Januar 2003 das Land in den Schwitzkasten genommen hatte. Meine berechtigten Vorwürfe auch gegen die Justiz im Brief und auf der Tonkassette (07.01.03) sind logischerweise bei den Betroffenen nicht gut angekommen. Diesen Beschluss vom 14.02.03 reichte der RA von Helmut Roegele sofort beim Bezirksgericht Feldkirch ein. Dieses Gericht fällte dann am 26.02.03 einen Vollstreckbarkeitsbeschluss. Am gleichen Tag entschloss man sich, die am ursprünglich am 13.01. geplante Razzia des Elternhauses von Kieber durchzuführen. Es ging nicht darum, Kieber selbst dort zu finden. Man erhoffte sich die Daten oder den Computer von Kieber dort vorzufinden. Die Suche ergab nicht das erwünschte Resultat. Alle im KKZ waren über die neuen, erledigten Aktivitäten von Polizei und Justiz voll zufrieden. Man musste nur sicherstellen, dass Kieber nichts davon erfahren würde. Um dies sicherzustellen, wurde nochmals allen Beteiligten mehr oder weniger freundlich eingehämmert, dass es als (Landes-)Verrat angesehen würde, wenn jemand Kieber etwas davon erzählen würde.

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KAPITEL 12 Holländischer Käse AMSTERDAM Hurra, hurra - Holland ich war da. Ich war sehr erleichtert. Bei so vielen Kilometer zwischen mir und Liechtenstein fühlte ich mich besser. Warum genau wusste ich nicht. Ich war ja nicht auf einer Flucht. Ich glaubte auch, dass ich mich in Amsterdam unauffälliger in der Menschenmenge bewegen könnte, als in Berlin. Man liess mich beim Hauptbahnhof aussteigen. Ich wollte das bunte Leben von Amsterdam rund um den Bahnhof auf mich einwirken lassen. Hier müsste es sich eine Weile aushalten lassen, da war ich mir sicher. Ich stieg in eines der vielen wartenden Taxis ein und liess mich nach Monnikendam fahren. Nach 20 Minuten stieg ich aus dem Taxi und stand vor einem der typischen holländischen Reihenhäuschen. Ein Schild an der Wand bestätigte mir, dass ich vor dem Flowergarden B&B stand. Alles niedlich und sauber, wenn auch sehr klein. Ich klingelte und eine schlanke Dame öffnete die Türe. Claudio? Jane?, Ja – Ja. Herzlich Willkommen, Haaartelijk welkom en Holland, willkommen in Monnikendam, willkommen im Flowergarden. Sie führte mich eine schmale Treppe hoch in den ersten Stock des Hauses. Ich bekam das Zimmer Nr. 3, mit dem grossen Einzelbett, einem Schminktisch, der später als Bürotisch dienen sollte, einem Stuhl, Spiegel, einem Ventilator einem eingebautem Wandschrank. Rechts neben mir waren die Gästezimmer Nr. 1 und 2, eines mit zwei Einzelbetten und das andere mit einem grossen Ehebett, beide mit etwas mehr Platz. Auf dem Gang befand sich eine Dusche mit WC. Alles trotz des Alters sehr gut im Schuss. Schriftliche Instruktionen klebten an den Wänden: bezüglich Benutzung der Dusche und allgemeine Pflegehinweise. Ein Blick von meinem Zimmer aus in den Garten erklärte den Namen des B&B: ein paradiesischer Garten, eher die englische Art. Es blühten schon ein paar Blumen. Im Sommer würde dies aber ein Meer an Farben geben, sagte ich zu mir. Ich konnte meine Sachen auspacken, bevor ich wieder runter ging, um die Formalitäten zu erledigen. Na ja, da war nicht viel Formelles zu tun. Bezahlen würde ich immer in bar einen Monat im Voraus. Ausweise wollte hier niemand sehen. Unten, da waren die Diele, die Küche und
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die Stube mit Blick zur Strasse hinaus. Am anderen Ende der Stube stand ein grosser, runder Tisch mit schweren Stühlen. Dort dürfte ich das Frühstück einnehmen, sagte Jane. In meiner Zimmermiete war das Frühstück auch inbegriffen. Zwischen 07.30 Uhr und 08.30 Uhr wurde es serviert: Englisch Breakfast Tea oder ab und zu mal heisse Schokolade, Toastscheiben, dazu Butter und Konfitüre, ein paar Scheiben holländischer Käse und dünnen Wurstaufschnitt. Sieben Mal die Woche. Ich war froh, auf Anhieb eine gute Unterkunft gefunden zu haben. Monnikendam ist ein reizendes Dorf, mit einem Hafen, einer kleinen, auf Touristen ausgerichteten Geschäftsmeile und endlosen Kanälen. Es war ruhig und Amsterdam trotzdem gut erreichbar. Nur 13 Kilometer weit weg. Ich konnte zwischen dem Linienbus, der von frühmorgens bis spät in die Nacht regelmässig verkehrte, oder dem Fahrrad wählen. Sobald das Wetter besser und ich mich in der Gegend mehr auskennen würde, könnte ich von einem Bekannten von Jane, der auch in Monnikendam wohnte, für eine kleine Gebühr einen holländischen Drahtesel mieten. In der ersten Woche versuchte ich, eine Bank für eine Schliessfachmiete zu finden. Leider war es in Holland gar nicht einfach ein Bankkonto zu eröffnen, das die Voraussetzung für eine Safemiete war. Als nicht EUBürger und ohne Aufenthaltsbewilligung in Holland war es mir unmöglich, ein Konto zu eröffnen. Egal, dachte ich mir. Ich war zuversichtlich, dass wenn ich den Laptop, das DLT-Tape, die anderen Datenspeicher und Papierdokumente gut im kleineren Koffer verstaute und abschliesse, niemand an sie ran könnte. Den Koffer verstaute ich ganz hinten im eingebauten Kleiderschrank im Zimmer. Obwohl Jane täglich mein Bett machte, hatte ich nichts zu befürchten. Sie war immer diskret und höflich. Aber wenn sie etwas störte, dann hielt sie auch nicht hinter dem Berg zurück. Ich erzählte ihr, dass ich etwas länger als üblich hier bleiben wollte, da ich von hier aus diverse Tagesausflüge in alle Ecken von ihrem schönen Land machten wollte. Amsterdam war so anders als Berlin. Zuerst einmal die Horden von Touristen, schon im Februar. Dann die Häuser und das Leben am und auf dem Kanal. Ich hatte noch nie so schöne Innenstadtgebäude gesehen. Einige der mehrstöckigen Bauwerke waren vor ein, zwei oder gar drei Jahrhunderten gebaut worden und standen immer noch prachtvoll da.
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Die alte Aktienbörse ist sogar noch älter, sie ist aus dem Jahr 1611. Und dann die vielen Grachten mit den Hausbooten. Ich absolvierte alle erdenklichen Touren, die man als Tourist machen konnte. Die Kanalfahrten, Besuch des Seefahrermuseums, das Rijksmuseum, das Museum der holländischen Maler. Die Mischung von Kulturen aus allen Ecken der Erde drückte sich auch in der immensen Auswahl von verschiedenen Restaurants aus. Stundenlang konnte ich in den Strassen umherlaufen, immer mit dem Stadtplan in den Händen. In Amsterdam gab es mindestens so viele Internetmöglichkeiten wie es Apotheken in Berlin gab. Mit der Zeit liebte ich diese phantastische Stadt immer mehr. Sobald man sich nämlich von den städtischen Hauptwanderrouten der Touristen entfernte, entdeckte man schnell die ruhigen, oft entvölkerten Strassen und Parks.

AMSTERDAM 17. Februar 2003 Nach einem schönen Wochenende voller Sehenswürdigkeiten, war wieder die Zeit gekommen, wo ich mich bei Hans-Adam melden sollte. Montags war immer ein guter Tag für einen Neuanfang. Ich schrieb ihm eine kurze Nachricht ins Emailkonto. Ich wünschte ihm nachträglich alles Gute zum Geburtstag und bat um Entschuldigung, dass ich Anfang Februar nicht angerufen hatte. Ich erwähnte mit keinem Wort, wohin ich verreist war. Ich fragte aber nach der Schutz-ID. Ich wiederholte meine Gründe warum ich glaubte, eine Schutz-ID für die Zeit bis zu meiner Rückkehr sei dringend notwendig. Ich war überzeugt, dass schon am gleichen Tag eine Antwort aus Vaduz kommen würde. Leider war dem nicht so.

VADUZ 18. Februar 2003 In der KKZ machte mach sich Sorgen, weil Kieber sich noch nicht wieder gemeldet hatte. Taktisch wurde so vorgegangen, dass, sobald er sich melden würde, man einen Tag mit der Antwort warten würde. Um Kieber nicht offenbaren zu müssen, dass Hans-Adam und die Regierung wie auf Nägeln sitzend auf Nachricht warteten. Hans-Adam hatte nochmals rigoros festgelegt, dass unter keinen Umständen die gedruckten Pässe Kieber überlassen werden sollten. Er,
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wie auch die Hälfte des KKZ, befürchtete, dass Kieber heimlich Verhandlungen mit dem Feind aufgenommen hatte und den Pass gegen sie verwenden könnte: als Beweis, dass man in Vaduz auch zu allen Mitteln greife, um wieder an die Daten kommen.

AMSTERDAM 18. Februar 2003 Mein neues Zuhause behagte mir sehr. Es war die ideale Rückzugsmöglichkeit. Während des Tages schwirrte ich in der quirligen Stadt herum und abends genoss ich die Friedhofsruhe in Monnikendam. Alles, was man zum Leben brauchte, konnte man dort finden. Gemüseladen, Bäckerei, Spazierwege, Kirche und auch ein Autohaus. Auto? Ja warum nicht, dachte ich mir und besuchten den Händler. Ich könnte mir einen alten Volvo kaufen. Damit wäre ich etwas flexibler. Müsste nur aufpassen, nicht in eine Kontrolle zu geraten. Leider hatte die Holländische Regierung ein Gesetz erlassen, dass praktisch nur im Lande wohnhafte Personen ein Auto mit Holländischem Kennzeichen kaufen und fahren dürfen (Ausgenommen Mietwagen natürlich). In der Vergangenheit, als dies noch keine Vorschrift war, wurde offenbar diese Gesetzeslücke von zu vielen zweifelhaften Gestalten missbraucht und nun fahren zigtausend Kisten mit holländischen Kennzeichen in ganz Europa herum, ohne Steuern oder Abgaben zu bezahlen. Somit war das Thema Automobile auch gleich wieder gestorben. Am Nachmittag suchte ich eine Internetstation auf. Aus dem Osten war nichts Neues zu lesen. Erst kurz vor 19:30 konnte ich folgende Nachricht lesen: In der ID-Frage gibt es wie kommuniziert keinen Spielraum. Erwarten Anweisungen für das von ihnen vorgeschlagene VierAugen-Gespräch. Aha, dachte ich mir, sie sind immer noch stur in Sachen ID. Wollten die Schutz-ID nur für eine „begleitete‚ Heimreise zu Verfügung stellen. Wirklich ein enger Spielraum. Was mich auch verwunderte, war, dass sie nicht nachgefragt hatten, wohin ich den nun verreist sei. Ich war zu müde um zu überlegen, was ich jetzt wieder schreiben sollte. Besser war es, wenn ich nach Hause ginge und mir über Nacht Gedanken machte.
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VADUZ 19. Februar 2003 (1) Man fand die neuste Nachricht von Kieber, die er am morgen um 08.16 Uhr abgespeichert hatte. Kieber bedanke sich für die letzte Nachricht und war allgemein verärgert, dass die Schutz-ID ihm nicht für eine Zeit ausgeliehen würde. Er wäre frustriert und beklagte sich darüber, dass wenn man nur einen Bruchteil der Energie und Arbeitsstunden, die man jetzt in die Lösung des aktuellen Problems steckte, in seinen 101er und 140er Gerichtsfall investiert hätte, wäre es nie so weit gekommen. Er befände sich nun ist einer Situation, in der er nicht viele Optionen hätte. Er habe keine andere Wahl als sich um andere Papiere zu bemühen. Er wüsste zwar nicht wie und wo, aber er würde solange suchen, bis er sie finden würde. Es dauerte ihm alles zu lange. Er könnte ja unmöglich als H.K. hier auf eine Lösung warten. Er vermutete auch, dass Hans-Adam dies wohl so wollte. Damit er kriechend nach Hause zurückkehren würde. Kieber wäre sich im Klaren darüber, dass die in Vaduz den längeren Atmen hätten. Da er weiters vermutete, dass man nur Zeit gewinnen wollte, setze er eine Frist bis Ende Februar 2003, den 28.02.03. Sollte bis dann keine Lösung in Bezug auf eine temporäre Schutz-ID gefunden werden, dann gäbe es keinen Sinn weiterhin zu kommunizieren. Am Schluss seines Schreibens entschuldigte er sich dafür, dass er keine besseren Nachrichten übermitteln konnte. Man rätselte wie nach jeder Botschaft von Kieber, was er nun wieder damit meinte. Die im Raum Anwesenden blickten hoffnungsvoll in die Augen vom Professor. Wie üblich, wurde jeder einzelne nach dessen Mutmassungen gefragt. Kieber sei sicher noch in Berlin, sonst hätte er uns doch geschrieben, wenn er Deutschland verlassen hätte. Oder, Kieber sei schon in Verhandlungen mit den Amis und schreibe nur um selber Zeit zu gewinnen und um keinen Verdacht zu schöpfen. Oder, Kieber redet schon mit den Deutschen über die Daten. Hans-Adam beauftragte wiederum die KKZ herauszufinden, von wo aus Kieber diesmal die abgespeicherte Nachricht geschrieben hatte. Nach ca. 35 Minuten kam die Antwort zurück: Frankreich. Wo in Frankreich, fragte der Schlossherr. Leider wäre dies nicht zu ermitteln, wurde ihm gesagt.

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Frankreich? Aha, in Frankreich, machte die Feststellung die Runde. Oh Gott, Frankreich! Dabei dachte Feuerstein laut über den sehr grossen Treuhandkunden aus Frankreich nach, der seit Jahren fast eine halbe Milliarde Euro in verschiedenen Stiftungen und anderen Gesellschaften gebunkert hatte. Ja, ja – meinte Hasler, wir haben keine Zeit um jetzt an einzelne Kunden zu denken. Wir müssen handeln, beendete er laut seine Gedanken. Der Professor regte an, dass man den Bankdirektor auf ein Treffen mit Kieber vorbereiten sollte. Nach Einholen des Einverständnisses von Hans-Adam, informierte man Kieber: Zwecks Lösungsfindung kontaktieren Sie heute um 1700 die Ihnen bekannte Kontaktperson unter der Nr. OT Entfernt

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (a) Ich verbrachte die meiste Zeit dieses Tages im Foyer des Hotels Victoria am Damrak, gegenüber dem Hauptbahnhof. Dort konnte ich mich in einem Klubsessel an ein grosses Fenster setzen und die vorbeiziehende Welt draussen beobachten. Oder in der Brasserie des Hotels, wo ich näher am Geschehen sitzen konnte. Knipsende Urlauber, andere Fussgänger wie Immigranten aus allen Herren Länder, Bettler, Drogenabhängige und die Taschendiebe. Alle zwei Stunden ging ich nachsehen, ob Vaduz endlich mit positiven Meldungen aufwartete. Je mehr ich versuchte, mich in deren Lage hineinzudenken, desto mehr kamen mir die Zweifel, ob es überhaupt Hans-Adam sei, mit dem ich im Netz „plauderte‚. Angriffslustig nachfragen, ja das wäre am Einfachsten, sagte ich zu mir. Es war mir natürlich klar, dass ich keine ehrliche Antwort erwarten konnte. Aber immerhin, besser als keine Antwort. Ich fand es auch zweckmässig, wenn ich Hans-Adam mit diversen Fragen beschäftigt halte. Beim dritten Internetbesuch entdeckte ich die jüngste Nachricht aus Vaduz. Sie wollten, dass ich den Bankdirektor direkt auf seinem Handy anrufe. Er war derjenige, den ich in meinem Schreiben als Vertrauensperson erwähnt hatte. Na endlich, schoss es mir durch den Kopf. Dieser Kurs war der einzige Richtige. Bei der Auswahl einer
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Vertrauensperson war ich sehr vorsichtig vorgegangen. Nebst dem Bankdirektor hatte ich den Erstgeborenen, Alois, angeführt. Obwohl ich stark vermutete, dass Hans-Adam seinen Alois nicht zu Diskussionen mit mir senden würde. Dazu sind sie zu schreckhaft. Aber ganz genau wusste man ja nie. Hans-Adam lässt die Drecksarbeit lieber von der „Dienerschaft‚ oder über Mittelsmänner erledigen, um es mal salopp auszudrücken. Das hatte den Vorteil, nebst vielen anderen, dass er und seine Familie nie direkt überführt werden können. Den Bankdirektor hatte ich mir als mögliche Diskussionsperson ausgewählt, da er – obwohl Banker – eine hohe emotionale Intelligenz hatte und ich ihn aus meiner Anfangszeit bei der LGT Treuhand persönlich kannte. Ein ausserordentlicher Mensch. Ich formulierte die nachstehende Antwort: Danke für die Nachricht, die Nummer habe ich noch von Früher. Zuerst mochte ich fragen, ob hier in diesem Emailaccount mit mir aus einem Haus im Gewerbeweg (neben Passamt) in der Herrengasse (Anm.: das wäre dann das Polizeigebäude gewesen), im Städtle (Anm.: LGT) oder in der Fürst-Franz-Josef-Strasse (Anm.: Schloss) kommuniziert wird? Danke für eine Antwort. Ich bin froh, dass jene Person, mit der ich schon im anderen Land so oft telefoniert hatte nun wieder da ist. Ich kann aber ihn nicht anrufen: bitte verstehen sie, dass durch einen Anruf sie den Anruf eventuell zurückverfolgen können. Ich nehme an, dass er mir am Telefon vermutlich auch erklären will und muss, warum eine Schutz-ID nicht möglich ist. Ich weiss, dass es unter normalen Umständen nicht möglich ist - wenn man aber wollte, dann ginge es schon. Über die anderen möglichen Lösungsvorschläge, die sie haben, kann man auch hier im Emailkonto schreiben. Durchlaucht, Ende Februar sind es 6 Wochen und 4 Tage seit dem 13.01.2003. Wir alle hatten sehr viel Zeit, um über alles nachzudenken etc. Darf ich was fragen? Haben / konnten sie wirklich sich die Zeit nehmen und die Unterlagen zum Fall 10 Vr 101/97 lesen? Konnten sie das? Ich glaube auch, dass sie von den zuständigen Behörden (STA etc.) nicht im ganz informiert worden sind - alles belastende über mich hat man ihnen wohl voll erzählt - die Fehler der Behörden in Akt 101er u. 140er wurden sicher verschwiegen. Vielleicht
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wäre es gut, wenn sie meinen langen Brief, den sie mit dem 1. Paket erhalten haben - jetzt nochmals lesen könnten - vielleicht sehen sie es nun in einem anderem Licht. Mehr kann ich leider nicht schreiben - ich habe auch kein Rezept für eine Lösung. Ich habe / hatte auch keinen PLAN ‚X‚ wenn dies oder jenes geschieht. Alles ist schief gelaufen und ich empfinde irgendwie auch das Ende nahen. Es kommt wohl der Punkt, wo sie das tun müssen, was sie entscheiden werden und ich dasselbe. Vielen Dank für ihre Zeit und es tut mir wirklich leid, dass Ausgerechnet ich - ein grosser Fan ihrer Familie - dies tue. Ich schaue heute (19.02.03) nochmals um ca. 18 30 nochmals rein: ansonsten morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 19. Februar 2003 (2) Jede Zeile wurde aufmerksam gelesen und interpretiert. Der Professor merkte an, dass Kieber offenbar sehr deutlich mit sich selber kämpfte. Und auch Anzeichen grosser Reue zeigte. Diese Indizien müssten für die Ziele von Hans-Adam ausgenützt werden können. Man musste ihm unbedingt die Angst vor einer Falle nehmen. Hans-Adam wollte, dass keine Lösungsvorschläge mehr übers Telefon oder das Netz mitgeteilt würden. Wo bleibt da sonst die Diskretion, die Verschwiegenheit und die Vorsicht, ermahnte er sie alle. Nach kurzer Diskussion einigte man sich auf folgende Antwort an Kieber: Telefonat dient lediglich der Vorbereitung des von ihnen gewünschten Vier-Augen-Gesprächs mit Vertrauensperson. Mögliche Lösungsvorschläge werden aus verständlichen Gründen nicht am Telefon oder im Netz diskutiert. Zusicherung, dass bei Organisation und Durchführung des Treffens mit Vertrauensperson keine Fallen gestellt werden. Vorschlag für Organisation des Vier-Augen-Gespräch bis morgen Donnerstagmittag.

AMSTERDAM 19. Februar 2003 (b) Meine Antwort kam dann prompt:
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Danke für die Nachricht. Es wurden zwar keine meiner Fragen beantwortet. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob ein Gespräch die Lösung bringen würde. Ich kann mir auch mit der grössten Mühe nicht vorstellen, was sie vorschlagen könnten: Die Verbrecher von Argentinien werden wohl nie durch ein Gericht meiner Heimat verfolgt werden. Die Schutz-ID ist also nicht machbar. Gegen mich läuft alles... Ein Treffen, ohne dass eine Schutz-ID gegeben wird - macht keinen Sinn für mich. Danke für die Zusicherung: logischerweise würden sie mir aber auch nie sagen, wenn sie ein Falle organisieren. Ich bitte sie mir wenigstens in Andeutungen hier hinzuschreiben, was für welche Lösungsansätze es wären. Ich melde mich wieder morgen um ca. 11 Uhr

VADUZ 20. Februar 2003 Die letzte Meldung von Kieber lag schon frisch ausgedruckt auf dem Tisch im Sitzungszimmer des KKZ. Nun gut, dachte man sich in Vaduz. Bis zu einer Antwort hätten sie ja noch über zweieinhalb Stunden Zeit. Es müsste nur eine neue Nachricht vor 11 Uhr eingegeben werden, sodass Kieber nicht denken würde, die in Vaduz hätten ihn abgeschrieben. Die morgendliche Sitzung des KKZ wurde dazu genutzt, eine offene Diskussionsrunde zu starten. Sehr zum Frust des Professors, der Polizei und der Justiz, stimmten einige von der LGT und der Regierung wieder ein tot geglaubtes Lied an: Man sollte Kieber so schnell wie möglich dingfest machen. Ohne auf „fremdstaatliche Hilfe‚ angewiesen zu sein. Ohne Zweifel stand fest, dass Liechtenstein aufgrund internationaler Vereinbarungen und Mitgliedschaften schon lange hätte Genaueres dem Ausland mitteilen müssen. Mit dem Resultat, dass Kieber nicht in Vaduz sondern in Spanien gelandet wäre, was - verständlicherweise - das Staatsoberhaupt HansAdam ausdrücklich nicht wünschte. So waren die Gegner solcher Ideen schon etwas Sprachlos, als die Befürworter ein fertiges Konzept auf den Tisch legten. Schliesslich standen die höchsten Staatsinteressen auf dem Spiel. Man könnte doch Kieber mit der Zusage einer Aushändigung der
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Schutz-ID ködern und ihn für ein Gespräch nahe an die französischschweizerische Grenze einladen. Z.B. nach Strassburg oder besser noch nach Mulhouse. Psychologisch müsste ihm dies aber so verkauft werden, dass er glaubt, es sei seine Idee gewesen, dorthin zu kommen. In Strassburg müsste der Bankdirektor Kiebers Vertrauen in ihn festigen und herausfinden, ob er die Sicherheitsmassnahmen, wie er sie im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, wieder in die Wege gleitet hatte. Vielleicht hätte er gar keine solcher Massnahmen aktiviert. Möglicherweise blufft er nur. Ja, sicher, sicher, erwiderte der Professor, wurden wir nicht gerade selber überrumpelt, als sich herausstellte, dass er die angeblich nicht entwendbaren Daten in der Tat hatte? Er konnte als Experte nicht ganz ausschliessen, dass Kieber nur aus schlauen Überlegungen so explizit auf seine eigenen Schutzvorkehrungen hingewiesen hatte. Ihn würde es aber ganz und gar nicht verwundern, wenn er im Gegenteil, grössere und bessere Vorkehrungen organisiert hat, als er uns mitgeteilt hatte. Er würde dies lieber nicht testen wollen. Die Befürworter radikaler Massnahmen hatten einiges an Arbeit in das Manuskript gesteckt und wollten es darum fertig diskutieren. Für die Ausführung hatte man verschwiegene Dritte zur Hand. Nein, keine Schnüffler. Man könnte auf gewisse Kreise zurückgreifen, die aus innerlicher Überzeugung mithelfen würden. Natürlich gegen entsprechend fettes Geld, wegen dem allgemeinen hohen „Risiko‚. Der Plan sah Folgendes vor: Sobald der Bankdirektor überzeugt war, dass Kieber ihm voll vertrauen würde und dieser keine Massnahmen getroffen hätte und er wisse, wo Kieber die Daten aufbewahre, dann, erst dann soll er Kieber in die Tiefgarage seines Hotels führen, um ihm die angeblich dort im Mietwagen verstaute Schutz-ID aushändigen zu können. Bevor Kieber merken würde, was los ist, wäre er schon von einer Gruppe starker Männer überwältigt und ruhig gestellt worden. Ein Abtransport über einen nicht bewachten, nicht besetzten Grenzübergang mit einem Auto mit Schweizer Kennzeichen sei absolut kein Hindernis und man hätte dann freie Fahrt für die drei bis vier Stunden bis nach Liechtenstein. Sollte Kieber, aus welchen Gründen auch immer, nicht mit in die Garage kommen wollen, so könne man auch ohne Probleme die
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Festnahme im Hotelzimmer vom Bankdirektor organisieren, indem man dort auf die beiden wartete. Man sei sich zu 1000 Prozent sicher, dass Kieber, zurück in Vaduz, voll kooperativ wäre und sofort mitteilen würde, ob er noch evt. Kopien, z.B. in Berlin gelassen hätte oder schon mit fremden Staaten gesprochen hätte. Sollte sich Kieber immer noch unbelehrbar zeigen, so könnte man ihn mit der Auslieferung nach Spanien drohen. Egal, das Spanien dies nie verlangt hatte. Da das ganze Konzept ohne die Mitarbeit und ohne Absprache mit dem Bankdirektor erstellt worden war, lehnte dieser es kategorisch ab, Komplize einer solch illegalen Aktion zu werden, wäre sie auch noch so gerechtfertigt. Hans-Adam und Alois gefielen diese Zukunftspläne auch nicht. Der Skandal wäre unvorstellbar, erinnerten sie die Anwesenden, wenn es später an die Öffentlichkeit kommen würde. Sie schimpften auch mit den Erfindern des Konzepts: Was wäre, wenn Kieber sich vehement gegen einen gewaltsamen Zugriffsversuch wehren würde? Wollte man ihn halb totschlagen? Nein, auf keinen Fall. Auch daran hätten sie gedacht, sagte Feuerstein. Es gäbe hochwirksame Beruhigungsmittel in Spritzenform, die innerhalb von Sekunden ihre volle Wirkung entfalten würden. Kieber hätte gar keine Chance, da er keine eigene Kraft mehr hätte, sich zu wehren. Die Dosierung könnte so abgestimmt werden, dass er erst wieder nach zwei, drei oder vier Stunden zu sich kommen würde. Die Methode sei medizinisch abgesichert und Kieber würde keine bleibenden Schäden davontragen. Spuren der Droge würden zwar im Blut noch lange nachweisbar sein, aber der Plan sehe ja nicht vor, dass Kieber die Gelegenheit für eine „Beschwerde‚ oder Arztvisite habe. Dem Professor wurde es zu viel. Er verabschiedete sich von der Runde und sagte, dass er frische Luft atmen gehen müsste. Wenn sie Glück hätten, dann käme er vielleicht wieder zurück. Dem Bankdirektor wurde auch ganz bange. Da fiel ihm etwas ein, was einem Banker normalerweise beim Aufstehen immer als erstes in den Sinn kommt: das liebe Geld. Moment mal, sagte er, warum das Geld nicht dem Kieber anbieten, anstelle es dubiosen Gestalten (‚die Gruppe starker Männer‚) nachzuwerfen. Geld gegen Daten, das könnte die Lösung sein. Man wäre ja heilfroh, wenn dem so wäre, erwiderte Hans-Adam. Aber darum geht es Kieber
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doch gar nicht. Er hat nie ein Wort davon gesagt. Hier haben wir es leider nicht mit einem klassischen Fall zu tun, fasste Hasler, fast schon wehmütig, zusammen. Der Liechtensteiner Weg, wo Geld alle Wunden heilt, funktioniert eben nicht immer, erwiderte der Bankdirektor. Trotzdem, lasst es uns versuchen, ermunterte das Staatsoberhaupt. Von einem chaotischen Tag blieben dann nur noch folgende kurze Zeilen für Kieber übrig: Die in ihrem gestrigen Mail von 10:33 angedeuteten alternativen Lösungsvarianten werden nur in persönlichem Treffen mit Vertrauensperson besprochen. FL-ID-Variante definitiv nicht möglich. Manchmal kann aber Geld Probleme lösen. Besprechung dieser Variante mit Vertrauensperson persönlich und nicht über Internet und Telefon.

AMSTERDAM 20. Februar 2003 Ich wusste es. Ich wusste es! Früher oder später – wie immer bei solchen Leuten – bildeten sie sich ein, mit Geld alle Probleme lösen zu können. Tja, in meinem Fall hatten sie falsch gedacht. Sie begriffen es immer noch nicht. Ich war eher erbost, dass sie mir Geld offerierten, anstatt ihre eigenen (Justiz-)Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Dann wieder konnte ich sehen, dass es eben der einfachste Weg für sie war. Ich wollte aber kein Geld. Nie und nimmer. Ich war auf das Ziel fixiert, die Verbrecher Roegele & Co. hinter Gitter zu bringen. Koste was es wolle. Ich blieb in meiner Antwort ehrlich und versuchte meine gefühlte Wut nicht zum Ausdruck zu bringen. Was mir gegen Ende nicht so gut gelang. Mit der unbehaglichen Gewissheit, dass meine Zeilen ein paar neue Wutanfälle in der Heimat auslösen würden, schrieb ich folgendes und drückte dann die Speichertaste: Tja - da bin ich aber überrascht worden! Wenn man all meine Unterlagen gelesen hat, dann weiss man, dass ich NIE um GELD gebeten habe. Ist dies ein Versuch mich in einen Gelderpresser zu wandeln? Damit es später besser in die ‚Geschichte‚ passt: sollte die Katastrophe eintreten?!? Ich bin kein Erpresser.
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Die Verurteilung der Folterer wäre meine Erlösung. Sicherlich Geld macht das leben leichter, ich gebe auch zu‚ dass ich auch mit dem Gedanken gespielt habe, Ersatz für den finanziellen Schaden, den ich durch das Urteil im 2002 in der Zivilsache gegen den Hauptverbrecher aus Argentinien erlitt, nämlich die über eine Million CHF (blockiertem Geld, Anwaltskosten von 5 ½ Jahren etc.) zurückzufordern. Aber wie sie ja wissen, habe ich nie ein Wort davon erwähnt. Ich habe mit meinem Handeln auf die unrechtmässige Behandlung meinerseits durch die Justiz hingewiesen. Meine Ziele habe ich leider nicht erreicht! Ich hatte so gehofft (selbst wenn sie es nicht glauben), dass der Fürst etwas bewegen kann: natürlich habe ich in den letzten Wochen auch erkennen müssen, dass er es nicht einfach hat und wohl so handeln muss, wie er es sieht. Ich verstehe ihre Seite ganz und gar - wie sie ja wissen, bin ich nicht dumm (um es so auszudrücken). Ich kann mich sehr gut in ihre Lage versetzten (was man allgemein mit analytischem Denkvermögen betitelt). Ich nehme an, dass auch sie sich mehr oder weniger in meine Lage versetzten können und auf Grund der Vorkommnisse der letzten 6 Wochen verstehen und nachvollziehen können, dass ich übervorsichtig und extrem misstrauisch geworden bin... Ich sehe die Teamsitzungen der involvierten Behörden vor mir, wo die vorherrschende Meinung gilt, dass sie mich schon kriegen werden - dies sind die Ihnen, Durchlaucht doch schuldig - oder? Apropos Meinungen: sollte die Meinung vorherrschen, dass ich nie und nimmer die Daten verraten könnte, da ich sonst ja nichts mehr in der Hand hätte, dann irren jene Leute, die dies proklamieren: abgesehen davon, dass ich nur ein paar Tage hintereinander mich mittels meiner immer noch frischen Erinnerungen und den Unterlagen aus dem 101er die erlittene Folter in Argentinien vor Augen halten muss - um in eine solche Wut zu geraten, dass ich keine Probleme habe den involvierten Staaten ein DVD zu senden, hat ja der Besitz aller Daten für mich auch keinen ‚nutzten‚ gebracht, da ich ja nichts damit erreicht habe: mir sind die Ideen ausgegangen. Aber solange wir noch miteinander kommunizieren, muss es eine Lösung geben. Wenn ich nur zu 100 % sicher wäre, dass ein 4Augen-Gespräch keine Falle ist.
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VADUZ 21. Februar 2003 Mist, den Plan Kieber Geld zu offerieren war ihm in den falschen Hals geraten, lästerte man im KKZ schon zu früher Stunde. Und die Drohung am Ende, was sollte das wieder heissen? Man war wieder am Anfang des Problems. Jede Debatte unter den Mitgliedern des KKZ, die hin und her Schreiberei mit dem Kieber, alles für nichts und wieder nichts. Kieber erschien ihnen abermals wie ein Buch mit sieben Siegeln, schlimmer noch, eines mit 7000. Alle sahen ein, dass nur ein Gespräch mit Kieber sie aus der verfahrenen Situation führen konnte. Hans-Adam befahl, alle Pläne und Konzepte einzufrieren und abzuwarten, was das Meeting mit Kieber an neuen Erkenntnissen bringen würde. Der Professor war derselben Meinung. Die KKZ stellte folgende Mitteilung ins Netz: Sie haben Recht. Kommunikation ist die Voraussetzung einer Lösung. Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch dient zur Lösungsfindung. Es gibt keine Fallen, sie bestimmen Ort, Zeit und Vorgehensweise für dieses Gespräch mit der Vertrauensperson.

AMSTERDAM 22. Februar 2003 Nach langem hin und her, konnte ich meine Befürchtungen etwas dezimieren und entschloss mich das Experiment „Treffen‚ durchzuziehen. Schlussendlich war mir klar, dass ich ohne Diskussionen meine Ziele nicht erreichen konnte. Um Hans-Adam und seine, meiner Vermutung nach gross angeschwollene Beratertruppe, so lange wie möglich im Bezug auf Holland zu täuschen, setzte ich wieder auf die Verwirrungstaktik, indem ich ein Treffen im hohen Norden andeutete. Ich konnte es mir nicht verkneifen, einen Hinweis in Sachen Sicherheitsvorkehrung mitzuliefern. Folgender Text war das Resultat meiner Gedanken: Also, einen Versuch will ich wagen .... obwohl alles dagegen spricht. Könnte sich Dr. S. MO + DI, den 3. + 4. März 03 oder DI + MI, den 4. + 5. März freihalten? Es ist für mich erst zu jenen Tagen möglich, weil ich noch einiges vorbereiten muss, was sie
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sicher verstehen. Das Treffen findet in einem der Skandinavischen Länder statt. Welches Land es ist, kann ich erst später mitteilen. Ich bitte aber um folgendes: Dr. S. soll eine Schriftkopie meiner Tonbandaussage bei der Kripo vom 11.04.1997 über die Ereignisse in Argentinien erhalten, sowie eine Kopie des gerichtsmedizinischen Gutachten. Er möge beides intensiv lesen. Ich möchte nämlich nicht, dass er ohne meine Motive zu kennen, mir gegenüber steht. Falle: ich bin mir bewusst, dass sie durchaus eine (erfolgreiche) Falle vorbereiten könnten. Daher bleibt mir auch nichts anderes übrig, einen automatischen Mechanismus vorzubereiten, wo sichergestellt ist, dass ein paar Länder und 3 Medien alle Daten auf einmal erhalten, sollte ich nicht frei bleiben. Ich nehme an, dass sie dies verstehen. Ich melde mich wieder anfangs nächster Woche.

AMSTERDAM 23. - 27. Februar 2003 Die Tage vergingen wie im Flug. Komisch, ich fand keine Reaktion auf meine letzte Nachricht. War wohl zu deftig, dachte ich mir. Aber besser Klartext reden, als die Gegenseite an falsche Sicherheit glauben zu lassen. Dass würde nur die Geburt von Radikallösungen, die mir sicher nicht gut bekommen würden, fördern. Da war ich mir sicher. Oder der Bankdirektor kann nicht Anfang März reisen. Oder „Skandinavien‚ passt ihnen nicht. Oder Hans-Adam hatte andere Probleme. Ich wusste es nicht. Egal, er wird sich sicher wieder melden, sagte ich zu mir. Es war ja noch Zeit bis Anfang März. Am Mittwoch, 26.02. stellte ich denselben Text wie vom 22.02. nochmals in Netz und fügte einen Satz vorneweg, wo ich Hans-Adam fragte, ob er meine Nachricht vom Samstag, den 22.02.03 gelesen habe. Am nächsten Tag, um die Mittagszeit hoffte ich schon eine Antwort zu bekommen. Wieder war nichts. Oje, ich befürchtete, dass etwas schief gelaufen sei muss. Ich konnte es nicht verstehen, dass die in Vaduz offenbar nicht begriffen hatten, dass jeder Unterbruch in der Kommunikation nur zu wilden Spekulationen führen würde. Das galt für beide Seiten. Ich schrieb an Hans-Adam:
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Bitte löschen sie jeweils den Text nach dem sie ihn gelesen haben. Auch wenn sie nichts antworten; damit sehe ich (und umgekehrt auch sie), dass man die Nachricht bekommen hat. Da sie meinen letzten langen Text über Tage stehen haben lassen, nehme ich an, dass sie noch nicht hier in der Emailbox waren. Danke. Diese Tage ohne ihre Nachricht brachten mich auch auf den Gedanken, dass sie eventuell die Meinung bezüglich eines Treffens geändert haben. Dies ist nicht weit hergeholt, da auch ich, wie sie auch, den Umständen entsprechend mehrere ‚Wege aus dem Wald planen‚ muss. Wenn es dem Dr. S. am MO + DI ‚ 3. + 4.03.03 zeitlich gehen würde, dann werde ich ihm am Sonntagabend auf seinem Handy anrufen und die Route durchgehen. Ist dies OK für sie? Hat er die Unterlagen lesen können? Es ist zwar eine idiotische Frage, aber ich stelle sie bewusst trotzdem: sind sie sicher, dass es keine Falle wird? Ich bitte sie, den Dr. S. über die offenen Akten (101er, 140er, neuer etc.) zu informieren und ihm zu erlauben, dass er mich informiert. Auch möchte ich bei dem Treffen erfahren können, was mich zu hause erwarten würde, wenn ich im März 03 samt allen Unterlagen freiwillig nach hause kommen würde? Vielen dank für ihre Mühe und wirklichem Vorhaben, ein Treffen ohne Überraschung zu wollen.

VADUZ 22. - 27. Februar 2003 Rasch sprach sich in den involvierten Kreisen herum, dass Kieber nicht wie vermutet in Frankreich war, sondern irgendwo in Skandinavien oder zumindest auf dem Weg dorthin wäre. Man versuchte den Aufenthaltsort von Kieber zu eruieren. Der Befund sagte, dass die vorletzte E-Mail aus Rotterdam, Holland kam und die Letzte wieder irgendwo aus Frankreich. Dies brachte auch kein Licht in die vernebelte Angelegenheit. Beim Wort Skandinavien zogen nicht nur die LGT und die Regierung die Mundwinkel nach unten. Clever ausgesucht, sagten sie. Kieber wusste offenbar, dass die skandinavischen Länder sehr strenge Steuergesetzte haben und er dort sicher auf offene Türen stossen würde, sollte er sich an die Behörden wenden (müssen). Die LGT Treuhand
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bestätigte, dass mehrere hundert Bürger aus dieser Ländergruppe ihre Kunden waren. Man war verärgert, da man eine Lösung des Problems im „Strassbourg‚-Stil in Skandinavien nicht so einfach durchziehen könnte. Man müsste wieder zuerst die Möglichkeiten eruieren. Die Kluft zwischen den KKZ-Mitgliedern wurde immer grösser. Auf der einen Seite hatten die Vertreter der LGT und die Regierung immer weniger Geduld in der Sache. Hans-Adam und seine Familie hatten als Zerstreuung, wenn dies auch keine herrliche Vergnügungstour war, die laufende, heisse Enddebatte um die neue Verfassung zur Verfügung. Die Abstimmung war auf den 16. März angesetzt. Hans-Adam war auch mehr und mehr frustriert, dass es überhaupt soweit kommen konnte. Das er und seine LGT wegen brutalen Fehlern der eigenen Justiz nun so leiden mussten. In den vergangenen Tagen gab es mehrere längere und private Beratungen zwischen dem Professor und Hans-Adam. Der Professor warnte vor einer Katastrophe, sollte man einem Konzept im Stil „Strassburg‚ zustimmen. Als gebildeter Mann war natürlich auch HansAdam klar, dass man sich auf sehr dünnes Eis begeben würde, sollte man Kieber mit kriminellen Methoden schnappen. Aber die Zeit, die Zeit läuft mir davon, jammerte er zu Recht. Erst nach grosser Überzeugungskunst von Seiten des Professors, fällte er als Staatsoberhaupt einen wichtigen Entscheid. Er befahl, dass sich die Regierung, die Justiz und die Polizei aus der ganzen Angelegenheit zurückziehen mussten und er bis auf Widerruf keine Vorschläge und Randbemerkungen von denen mehr hören wollte. Er erklärte weiters, dass er die dem KKZ mündlich erteilten speziellen Vollmachten annulliert habe und sich der Sache nur noch direkt annehmen würde. Es wäre eine grosse Untertreibung zu behaupten, dass gewisse Kreise in Vaduz nicht hocherfreut über diese Dekret vom Staatsoberhaupt waren. Die Polizei vermerkte am 28.02.03 in einem Protokoll, dass man sich absprachegemäss aus dem Kontakt mit Kieber zurückgezogen hatte und war sichtlich erleichtert. Die Justiz hatte auch genug andere Fälle und wurschtelte wie üblich weiter als wäre nichts geschehen. Andererseits deuteten die Befürworter radikaler Massnahmen, namentlich die LGT und die Regierung, diese Änderung im Kurs gegenüber Kieber als Zeichen von Hans-Adam, dass er doch noch geneigt wäre, ihre Ideen zur
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Lösung des Falls in die Tat umzusetzen. Denn die Justiz sowie die Polizei hatten ihn ja in diese Lage gebracht, durch ihre bewiesene Inkompetenz und offensichtlichen Fehlurteile in Sachen Argentinien und das „Interpoldebakel‚. Als aktuelle Mitteilung liess Hans-Adam am 27.02., am früheren Abend folgenden Text eintippen: Dr. S. wartet ihren Anruf am Sonntagabend. Er hat ihren Fall studiert. Es ist keine Falle. Anm.: Dies war dann auch die allerletzte Mitteilung, die von Seiten HansAdams über dieses System gemacht wurde.

AMSTERDAM 28. Februar 2003 Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich die Nachricht las, dass der Bankdirektor meinen Fall studiert hatte. Nichts hasste ich mehr in den vergangenen Jahren als mit Leuten zu reden, die vorgaben, den Sachverhalt zu kennen, wenn das in Wahrheit nicht der Fall war. Obwohl meine früher gesetzte Frist „Ende Februar 2003‚ abgelaufen war, ohne dass ich die Schutz-ID erhalten hatte, freute ich mich irgendwie auf das Treffen mit dem Bankdirektor. Es waren über sieben Wochen vergangen, seit ich auf meiner Mission gestartet bin. Um überleben zu können, wusste ich, dass ich äusserst flexibel sein musste. Und das war ich immer schon in meinem Leben. Anpassungsfähig wo es nötig und richtig erschien. Als meine letzte Meldung nach Vaduz schrieb ich: Vielen Dank für ihre Nachricht. Ich werde ihn am Sonntagabend sicher anrufen. Ich bitte ihn für die Reise auch eine Badehose (nicht das er verkabelt kommt) und gutes Schuhwerk mitzubringen, sowie sein Handyladegerät. Ich werde am Sonntag um die Mittagszeit nochmals hier hinein schauen. Vielen Dank für ihre Mühe. Ich hatte mich noch nicht festgelegt, wo und unter welchen Umständen ich ihn treffen wollte. Den Hinweis mit der Badehose formulierte ich deswegen, weil ich verhindern wollte, dass die in Vaduz auf die Idee kamen, den Bankdirektor zu verkabeln, um das Gespräch zwischen uns
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aufzunehmen oder einen so genannten Lokalisierungssender an seinem Körper zu verstecken. Ich ging davon aus, dass solche technischen Spielereien batteriebetrieben und voll mit elektronischen Komponenten sein würden. Da gab es nur eines, was diesen Geräten den Saft abdrehte: eintauchen in viel, viel Wasser. Im Schwimmbad oder in einer heissen türkischen Sauna. Heisser Dampf bekommt solchem Schnickschnack sicher auch nicht gut. Natürlich hätte man den Bankdirektor auch mit wasserdichtem Material ausrüsten können. Aber nur mit Badehose bekleidet oder gar splitternackt, da müsste er es schon sehr gut verstecken. Mit dem Hinweis gutes Schuhwerk mitzubringen, wollte ich auf die Möglichkeit einer Wanderschaft zu einem Treffpunkt hinweisen, vielleicht an einem abgelegenen, schwer erreichbaren Ort.

VADUZ Ende Februar / Anfang März 2003 Als hätten die in Vaduz nicht schon genug Probleme (Kieber) und Ärger (der Abstimmungskampf um die Neue Verfassung), tat sich ein neues Grab in Vaduz auf. Ein ehemaliger, langjähriger Angestellter der Liechtensteiner Landesbank (LLB), Herr Roland Lampert, kündigte im Februar aus heiterem Himmel seine Stelle und begab sich auf eine folgenschwere Erpressertour. Nachdem die LLB den wahren Grund für seinen Abschied erkannt hatte und ihn wegen Kontoungereimtheiten sprechen wollte, informierte er im Gegenzug die LLB, dass er im Übrigen über 2300 Datenausdrucke mit einer Vermögensübersicht von über 1300 verschiedenen deutschen Kunden der LLB besitzen würde. Zuerst glaubte man ihm nicht. Bis er den Beweis dafür lieferte. Da die LLB mehrheitlich in Staatsbesitz(!) war (und heute noch ist), wurde – entgegen den aktuellen Beteuerungen aus Liechtenstein - natürlich die Regierung und somit Hans-Adam sofort im Februar 2003 informiert. Nicht schon wieder, man konnte es nicht fassen. War „der Tag des jüngsten Gerichts‚ in Liechtenstein angebrochen, fragte man sich nun in Vaduz. Nachforschungen der LLB ergaben, dass Lampert zwischen August 2000 und Ende Februar 2003 klammheimlich die Daten gesammelt hatte.

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Da ja der Diebstahl von Daten ein Antragsdelikt war, wurden vorerst Polizei und Justiz nicht informiert. Die nicht kleine Unterschlagung von (Kunden-)Geldern wurde zwar auch rasch bemerkt, jedoch weder der Polizei noch der Justiz gemeldet. Die LLB versuchte am Anfang mit der Billigung von Regierung und Hans-Adam alleine, dann mit der geballten Macht der Liechtensteiner Justiz und am Schluss mit Privatdetektiven und millionenschweren Eurozahlungen, die Sache zu bereinigen. Mit einem katastrophalen Endergebnis aus Liechtensteiner Sicht. Anm.: Über diesen Fall, den LLB-Fall, wurde in den deutschen Medien seit 2008 ausgiebig berichtet. Eigentlich nur deswegen, weil jene Gruppe von Kriminellen, die nach der geheimen Verurteilung von Lampert in Liechtenstein an die betroffenen Daten gelangten, selber nun in Rostock vor Gericht stehen. Ich rege meine Leser an, im Internet die Einzelheiten nachzulesen. Einiges macht aber den LLB-Fall in Bezug auf meine Sache sehr interessant. Erst mal die Tatsache, dass es sich zeitlich praktisch parallel zu meinem Fall abspielte und ich daher aufzeigen kann, wie heuchlerisch die Regierung und Hans-Adam agierten. Zudem – was der Öffentlichkeit nicht bekannt ist - wurde versucht, mich mit dem LLB-Fall zu ködern und zu manipulieren (nachzulesen in den kommenden Kapiteln). Da praktischerweise der Professor Dr. Thomas Müller in Vaduz schon seine Zelte aufgeschlagen hatte, fragte die Regierung ihn, ob er ihnen auch im LLB-Fall helfen könnte. Er erkannte die aussergewöhnliche Herausforderung und sagte zu. Hans-Adam bestand darauf, acht zu geben, dass man die zwei Fälle nicht vermischen würde. Von diesem Zeitpunkt an arbeitete der Professor im behördlichen Auftrag der Justiz am LLB-Fall und nur noch im Privatauftrag von Hans-Adam am LGT-Fall. Der Bankdirektor Dr. Pius Schlachter wurde am letzten Samstag im Februar von Hans-Adam und Alois aufs Schloss eingeladen und dort auf seine Mission vorbereitet. Es wurde beschlossen vorerst keine Falle für Kieber vorzubereiten. Erstens fehlten für den Entscheid zugunsten einer Falle die wichtigen Informationen, wie welches Land in Skandinavien? Hatte man Verbindungen dorthin? Hatte man Verbündete dort? Wie lauten die Gesetze dort? Gibt es Spielraum in diesen Gesetzen? Und Zweitens hatte der Bankdirektor seinen persönlichen Wunsch klar zum
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Ausdruck gebracht, kein Komplize einer solchen Sache werden zu wollen. Hans-Adam akzeptierte dies. Er meinte zwar, ein bisschen Einschüchterung, wenn es die Situation bei einem Meeting mit Kieber erlauben würde, wäre schon abgebracht. Nicht zuletzt, um ihm zu zeigen, wie schwer er die in Vaduz beleidigt und verletzt hatte. Wer hier der Herr im Hause ist ! Mal sehen, erwiderte der Bankdirektor. Ihm wurde weiterhin eingetrichtert, dass es das oberste Ziel sei, die Daten zu bekommen und Kieber zu überreden, nach Hause zu kommen. Der Bankdirektor wollte die Gelegenheit dieser privaten Audienz mit Hans-Adam & Erbprinz Alois für eine Debatte über ein bisher nicht angesprochenes Thema nutzten: Sollte man nicht die Kunden warnen? Wie aus einer Pistole geschossen, riefen Hans-Adam und sein Sohn gleichzeitig, NEIN, auf keinen Fall. Warum auch? Es gab keinen Grund. Kieber habe zu keiner Sekunde jemals etwas gesagt oder geschrieben, dass er direkt auf die Kunden zugehen würde. Und mit den ausländischen Behörden hatte Kieber hoffentlich noch nicht geredet. Wenn dem aber so wäre, dann wäre es sowieso zu spät, die Kunden zu warnen. Wie sich der Bankdirektor dies vorstellen würde, fragten sie ihn. Da Kieber ja die komplette Datenbank hatte, müsste man ja extra 50 neue Leute einstellen, um die tausende aktuellen und die hunderte ehemalige Kunden entweder telefonisch oder per Brief warnen. Bitte, Herr Bankdirektor, Sie müssten es doch besser wissen, die Medien würden schon nach dem zehnten Kunden sicher irgendwie Wind davon bekommen. Unser Bankengeheimnis, die Säule unseres Geschäfts, würde implodieren, redete Hans-Adam auf ihn ein. Da half auch nicht der Hinweis des Bankdirektors, welche Konsequenz es für die Kundschaft von Dr.Dr. Batliner hatte, als dieser sie nicht warnte, als eine CD-Rom mit deren Daten gestohlen wurde. Eine CD-Rom die erst lange Zeit später bei den deutschen Behörden landete. Hans-Adam und Alois beharrten auf ihre Auffassung, dass eine Warnung ihrer Kunden zu viel Schaden für ihr gesamtes Geschäft bringen würde. Sollte die Katastrophe eintreten, „wovor Gott uns bewahren soll‚.
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Man versicherte dem Bankdirektor auch, dass, sollte ein Wunder geschehen, und Kieber schon nach dem ersten Treffen nach Hause kommen wollen, ein Anruf von ihm genügen würde und Hans-Adam sein Auto samt Fahrer und Schutzvorkehrungen für Kieber schicken würde. Der Bankdirektor hatte schon vom Sekretariat die Informationen zu allen möglichen Flugkursen von Zürich nach Schweden, Norwegen und Finnland erhalten.

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Dafür wollte ich ihn irgendwie ständig in Bewegung halten und dies auch noch mit einer anderen Fortbewegungsart als die meine. der ihn vorher für eine Zeitspanne von mindestens 30 Minuten im Auge behalten und beobachten musste und nicht umgekehrt. Meine ursprüngliche Idee. rechnete ich mir aus. aber machbare Lösung. Ich studierte die Grachtenrundfahrten mit dem Kanalbus sehr genau. Die Anonymität der Menschenmenge von Amsterdam war mir da lieber. einen dafür geeigneten Platz in der Stadt Amsterdam zu finden. da man aufgrund der Verkehrsführung in der Stadt schon nach fünf Minuten das Boot und somit mich als begleitenden Fussgänger aus den Augen verlieren würde. dass mir niemand mitten in der Stadt am helllichten Tag etwas antun würde. dem Central Station East fuhren in regelmässigen Abständen verschiedenen Rundfahrten ab. 60 Minuten an der Endstation „Van Gogh Museum‚ an. Ein Blick auf die Wasserkanäle vor meiner Nase brachte mich auf eine knifflige. Ihn in einen Bus oder Taxi einsteigen und irgendwohin hinfahren zu lassen. Der Fussweg führte über Strassen und Brücken.KAPITEL 13 Ein Essen für Sechs Euros Also gut. Es gäbe für eventuelle Schattenmänner nur zwei 318 . Die Vorletzte hiess Leidseplain. Dem nächsten Boot zum Van Gogh Museum folgte ich auf dem Landweg zu Fuss und stoppte die Zeit bis zur Station Leidseplain: knapp 50 Minuten. was ein Fahrverbot für Autos bedeutete. Ideal! Könnte klappen. Davor waren ein paar Haltestellen. Ab dem Hauptbahnhof. Oft in einer Richtung. da dies nur die Möglichkeit von „Überraschungen‚ seitens der Gegner erhöhen würde. Das war’s! Eine Kanalfahrt. dachte ich mir. verwarf ich wieder. flache Land hinaus zu verlegen. Wie würde ich dieses Treffen überleben? Ich verbrachte die Tage damit. Ich fuhr mit dem Boot zurück an den Ausgangspunkt. weil es entweder eine Einbahnstrasse oder die Brücke zu schmal war. Zudem hoffte ich. Ich kaufte mir ein Tagesticket und fuhr jede einzelne Strecke ab. Bevor es überhaupt zu einem direkten Wortwechsel zwischen mir und dem Bankdirektor kommen konnte. das Treffen weit ins freie. um Schritt halten zu können. kam daher nicht in Frage. Und sowieso wäre man mit dem Auto schnell verloren. Mit der roten Linie kam man nach ca. stand für mich fest. Weil ich dann auch auf ein ähnliches Transportmittel hätte zugreifen müssen. dass ich derjenige sein müsste.

Sollte(n) dann die Verdachtsperson(en) auch mit aussteigen und in der Nähe von ihm bleiben und dumm aus der Wäsche gucken. Ich setzte mich in ein Internetcafé und formulierte: Hallo Herr Direktor. ich hatte ja die möglichen Schattenmänner oder Kameraden vom Bankdirektor nie gesehen und würde sie daher auch nicht erkennen können. wo ich bin. so könnte ich den Bankdirektor zum Aussteigen an einer Zwischenstation auffordern und ihn dort auf den nächsten Kurs für die Weiterfahrt warten lassen. Zudem hatte ich ja nicht vor. nur kurz mit dem Bankdirektor am Telefon zu reden. Falls ich aber irgend etwas faules sehen oder spüren sollte. Ich hatte die Öffnungszeiten der Kirche kontrolliert und musste nur noch die Instruktionen zu Papier bringen. wenn jemand wie ich das Boot zu Fuss verfolgen würde. Nehmen Sie den nächst verfügbarem Kurs und setzten Sie sich bitte auf einen unüberdachten Sitz. Entweder man stieg mit dem Bankdirektor in dasselbe Boot ein. oder man würde es zu Fuss verfolgen. dass es mir sofort auffallen würde. Zugegeben. Die Strecke zu Fuss führt so stark im Zick-Zack Kurs durch die Stadt. Kaufen Sie sich bitte einen Tagespass für die Rote Linie bis zur Endstation. Das Gespräch sollte sich nur auf folgende Bitte beschränken: Er sollte sich am Montag in die Eingangshalle der grossen St. Ich fand es besser. Schräg gegenüber der Kirche sehen Sie am Kanal ein kleines Häuschen. falls sie mit ihm ins Boot einsteigen würden. das Prospektregal aufsuchen und dort ganz oben rechts. Nicholas Kirche gegenüber dem Hauptbahnhof. Bitte gehen Sie aus der Kirche wieder raus. Ein Kreuzschlag vorher wäre vielleicht nicht schlecht. rufen Sie niemanden an und lassen alle Handy ausgeschaltet. mich dem Bankdirektor vor seiner Kanalfahrt zu zeigen. so weit hinten im Boot wie möglich. dass Begleiter im Boot anwesend waren. Er würde nicht erfahren. Im Verlauf der Kanalfahrt werde ich Ihnen weitere Instruktionen zukommen lassen. hinter dem Stapel des Rundschreibens der Kirchgemeinde. den Canalbus verkauft. Dagegen gab es auch ein einfaches Mittel. 319 . an der Prins Hendrickkade begeben. dass Tickets für Kanalrundfahrten. wüsste ich was die Stunde geschlagen hätte. Sollte ich den Verdacht haben. Wie ich Sie gebeten hatte. sobald er in Holland war. würde er weitere Instruktionen von mir finden.Chancen uns zu verfolgen.

Sodass man dachte. genauer die Politie Centrum. Ich wusste. Ich kaufte mir eine Telefonkarte und wählte die Handynummer vom Bankdirektor. Ich bedankte mich für seine Geduld und entschuldigte mich nochmals für die Umstände. dass es Teil des Zirkulars wäre. Bewusst nannte ich keine Namen. Ich änderte nur den Text in Bezug auf meinen neuen Wohnort und die Adresse in Monnikendam. Er nahm gleich ab und war hörbar froh. zur Kirche und steckte fünf der sechs Schreiben fein säuberlich hinter den vorhandenen Stapel. Ich knickte jedes einzelnes Blatt genau so wie der Rundbrief in der Kirche gefaltet war. Ich fragte ihn. er zumindest das Land herausfinden könnte. Obwohl ich ja datenmässig nichts mehr in Berlin hatte. wo ich mich befand.3. Entweder möchte ich das Treffen oder ich lasse es ganz bleiben. wie es den so im Ländle zu und her und wie es dem Hans-Adam ginge. dass ich mich gemeldete hatte. Ich wollte aber nicht preisgeben. Ich druckte diese Zeilen aus und kopierte sie sechs Mal. wollte ich die ursprünglichen Empfänger von dort aus der Liste nicht auswechseln. In einem anderen Internetcafé. Hans-Adam sei sehr nervös wegen den Daten und der Abstimmungskampf sei immer noch voll im Gange. Ich fuhr deswegen am Sonntag mit dem Zug 20 Minuten nach Haarlem an die Nordseeküste. dass mir keiner über die Schulter schauen konnte. passte ich meine elektronische Sicherheitsvorkehrung an die geänderte Situation an. Entschuldigen Sie die Umstände. Schönes Städtchen. schilderte wo die Daten aufbewahrt waren und fügte einen neuen Adressenten dazu: die Polizei der Niederlande. 03. den 1. Ob sich alles etwas beruhigt hatte? Er antwortete: alles sei soweit ruhig. 320 . Das sollte reichen. dass ich in Amsterdam war. sobald ich am Sonntagabend auf dem Handy vom Bankdirektor anrufen würde. Ich begab mich am Samstag. März 2003.ist unser Treffen damit zu Ende und ich wünsche keine weiteren Kontakt mit Ihnen oder dem Schlossherrn zu Hause. Dort setzte ich mich in ein Touristencafé und ging im Kopf den Plan für die nächsten zwei Tage nochmals durch. Dies sah ich als kein Problem an. nachdem ich ganz sicher war.

Ich wollte überprüfen. Ich schaute mich schnell um. was er denn vermuten würde. Bei mir hatte ich eine der externen Harddisk mit den elektronisch gespeicherten Daten. Ich erwähnte auch das Inkrafttreten meiner Schutzmassnahmen. Montag! Ich fuhr schon mit dem ersten Linienbus von Monnikendam nach Amsterdam. wo wir uns treffen würden. Er bedankte sich. ob die Kirche auch wirklich offen war. Kein Problem: was war noch mal mein Plan B? Ohh. So ein Mist. dass es keine Falle wäre. Amsterdam? Amsterdam! rief er aus. Ich musste mir was einfallen lassen. Gut. Na dann ist es doch wieder Zeit diese schöne Stadt zu besuchen. dass ich etwas davon im Internet gelesen hatte. dachte ich mir. Nur ein paar ältere Damen und zwei Frühaufsteher-Touristen waren in der Kirche. Ich würde von einer anderen Stadt nach Amsterdam kommen. ja hatte gar keinen. als ob mich jemand beobachtete. dass meine fünf Blätter weg waren. Ja.Ich erzählte ihm. Ich fragte ihn. betonte ich. Nicht wahr? bemerkte ich. ich sagte ihm. da ich dem Bankdirektor nicht am 321 . Er solle bitte spätestens um die Mittagszeit in der Stadt sein. die Kirche war offen. Aber. Obwohl mir die letzten zwei Fragen auch sinnlos vorkamen. Aber es war niemand am Eingang. Er solle sich bitte heute Abend den letzten Kurs oder für morgen früh den Ersten nach Amsterdam buchen. dann wäre ich der letzte auf Erden. Ja. er hätte die kleine Vermutung. Bis Morgen Herr Kieber. schob ich hinten nach. Er sagte. der davon im Voraus erfahren würde. dass es nix mit Religion zu tun hatte und weg waren sie. Ja. ja nix mit Skandinavien. fragte ich in schnell. Ob er die Badehose eingepackt hätte und ob er alleine komme. damit nachher nicht behauptet wird. antwortete er zurück. Bis Morgen Herr Bankdirektor. Gar nicht gut war. ich hätte euch nicht gewarnt. Die Einen beteten. Ab jetzt. dass es nicht in den Norden ginge. ich stelle die Frage nur. Da wäre er zum letzten Mal auf seiner Hochzeitsreise gewesen. Und ob es sicher sei. da musste wohl ein übereifriger Kirchenpfleger meine Zettel gefunden und gleich festgestellt haben. wohin die Reise nun gehen sollte. Hätten sie eine Falle geplant. die Anderen staunten. Er fragte mich. Ich lachte und sagte. weil mich ein Gefühl überkam. Ich würde ihn anrufen und dann sagen.

vom täglichen Drogenkampf gezeichnete Gestalten oder aufgedonnerte Huren. Aber wo? Ein Hotel? HOTEL !! Das Hotel Victoria gleich unter dem Hauptbahnhof. Was aber wenn wieder einer aufräumen kommt? Besser wäre es. Mahlzeit. Ich lief die kurze Strecke dorthin und fragte beim Concierge nach. Ich könnte den letzten Zettel nochmals in der Kirche deponieren. die vom nahen Rotlichtbezirk hoch kamen. Zusammen mit fünf Euro händigte ich den Umschlag dem Angestellten aus. falls sie am Telefon mithören würden. Ein feines Essen für unglaubliche 6 Euro. viele Immigranten und oft auch jämmerlich aussehende. schrieb ich Central Station East. wohin er gehen sollte. Im Zettel für den Bankdirektor strich ich die Worte Kirche durch und schrieb Hotel Victoria darüber. wo dies war. ich legte den Zettel rein. Man konnte aus einer Vielzahl verschiedener Gerichte auswählen. Es gab viele von ihnen. ob ich eine Nachricht für einen Bekannten abgeben könnte. Man gab mir ein leeres Kuvert. ob dieser denn Gast bei ihnen wäre. Ich war schon hungrig und wählte für das heutige Mahl eines der asiatischen Minirestaurants aus.Telefon erklären wollte. aber er würde heute einziehen und in ein paar Stunden kommen. Dies würde dem Gegner einen zeitlichen Vorsprung geben. nein. Es hatte nur um die zehn kleinen Tische mit jeweils vier Stühlen. Er würde schon raus finden können. eine andere Hinterlegungsmöglichkeit zu finden. verklebte die Rückseite und notierte den Namen des Bankdirektors vorne rauf. wo ich schon ausgedehnte Ruhezeiten im Sessel verbracht hatte. Anstelle schräg gegenüber. 322 . aber in diesem waren die Köche spitze. In den letzten Tagen hatte sich ein Restaurant als meinen Favoriten entwickelt. Man fragte mich. schmackhafte Runde mit Reis und Huhn. wäre ideal dafür. Bis zur Mittagszeit waren es noch gute drei Stunden. Ich bestellte mir heute eine frisch zubereitete. Dazu eine Cola Light. Ich behauptete. Die Kundschaft war immer dieselbe: ein paar Touristen.

wenn er sich in Richtung Canalbus bewegen würde. Er war elegant gekleidet und hatte einen beigefarbenen langen. sagte ich zu ihm. Ich sah. als er auf die Abfahrt wartete. dass er alleine hier sei und es keine Falle sei. sagt er. wie er sich ein Ticket kaufte und etwas gelangweilt wirkte. Dann ist ja gut. dünnen Businessmantel an. Mein Puls stieg wieder in ungesunde Höhen. Vor allem war ich scharf darauf sehen.KAPITEL 14 Weisswein und Rotes Blut Nach dem Essen hatte ich noch Zeit. Er sagte in einem Hotel in der Stadt. Er hielt klar ersichtlich einen weissen Zettel in der Hand. Ich lief rasch zu meinem ersten Streckenposten. Bitte keine Fragen mehr. Ich fragte ihn wo er jetzt wäre. Er näherte sich der Ticketverkaufsstelle und schaute sich um. sagte er noch schnell. Für den Anruf auf das Handy vom Bankdirektor wählte ich eine etwas versteckte Telefonzelle in einer der schmalen Gassen hinter der Kirche. Hallo. und dann wollte er zur nächsten Frage ansetzten. einen Tee im Hotel Viktoria zu geniessen und eine englischsprachige Zeitung zu lesen. Es erschien mir wie eine Ewigkeit. Niemand folgte ihm. Gut. Ich observierte abwechselnd ihn und die Umgebung. bestiegen nur fünf weitere Personen das Boot. Es war noch kein Boot da. vor allem die Strassen hinter dem Bankdirektor. von wo aus ich den Bankdirektor gut beobachten konnte. Auch gut! Ich bat ihn in das Hotel Victoria zu gehen und dort wäre eine Nachricht für ihn beim Concierge hinterlegt. Die Stunde der Wahrheit rückte immer näher. ob er mit jemanden telefonieren 323 . Hallo? Ja? Endlich. Welches? Er wollte es mir nicht sagen. es sei alles in der Nachricht vermerkt. so wie ich es gewünscht hatte. Ja. erwiderte ich und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten. endlich können wir uns unter vier Augen aussprechen. Ohne dass ich ihn danach gefragte hatte. er sei auch erleichtert. Ich duckte mich in eine Ecke und musterte die Umgebung. unterbrach ich ihn. Eine Familie mit Kind und ein Ehepaar. Er nahm weit weg von den anderen Bootsgästen Platz. Als sein Kurs angelegt hatte. bis ich ihn sehen konnte. Ich wartete nicht auf seine Antwort und legte den Hörer auf.

dass er mir bitte folgen sollte. Ihm war dies alles merklich unangenehm. Natürlich hätte er jetzt telefonieren können. mich zu sehen. Dieser Posten war der einzige. Mein zweiter Streckenposten war ein kleines. Als das Boot unten durch kam. Er nickte. Aber er wusste ja nicht. Ich stand gut 150 Meter weit weg. 324 . Ich lief im Eiltempo dort hin. Nach ca. Das Boot schaukelte an mir vorbei und ich konnte ihn gut sehen. Zudem stand ich auf der anderen Brückenseite. Ich winkte ihm zu und deutete an. rief ich ihn beim Namen. Er drehte sich etwas um und freute sich. Bei allen anderen würde ich immer schräg hinter dem Boot mitlaufen. durch ein paar Seitenstrassen hindurch. an dem ich zeitlich vor Schiff ankommen würde. da seine Sicht wegen des Schiffsaufbaus verdeckt war. Um mich zu sehen. Ich drückte mich an die kalte Mauer des Turms. Die anderen Gäste blieben sitzen. Das Boot näherte sich. nur ein leichter Wind. Nach 40 Minuten war es an der Zeit. Von jetzt an lief ich mit einem guten Abstand dem Boot hinterher. Ich konnte niemanden sehen. bis zu einer Brücke. Sein Boot legte an und er stieg aus. Er starrte die meiste Zeit nur nach vorn. Ich verschwand wieder aus seinem Blickwinkel. der mir folgen würde. Ich nahm eine Abkürzung und war schon fünf Minuten vor seiner Ankunft am Leidseplein. dass ich ihn für sieben bis acht Minuten aus den Augen verloren hatte. Am Sockel einer grösseren Brücke. Auch wechselte er ein paar Worte mit der Crew. bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. Kein Regen. hätte der Bankdirektor mindestens seinen Kopf um 150 Grad drehen müssen. Ich nahm an. Das Boot legte ab. dass ich noch da war. sodass mögliche Kameraden vom Bankdirektor vergebens auf uns an der letzten Haltestelle warten würden. burgturmähnliches Gebäude am Kanal mit einem kleinen Café drin. Ich rannte weg vom Kanal. Er entdeckte mich aber nicht. er fragte nach der Uhrzeit oder wie lange die Fahrt bis zur Endstation dauern würde. Ich rief ihm zu. Der Bankdirektor konnte mich auf der Brücke nicht sehen. dass er etwas nervös wurde und sich gelegentlich ganz umdrehte.würde. ihm ein Zeichen zu geben. Er hatte seine Hände auf die Lehne des Stuhl vor ihm platziert. Es war ein schöner Tag. 20 Minuten merkte ich. Ich entschied mich für die vorletzte Haltestelle.

Nein. Ich nahm die Batterie aus der Rückseite raus und bat ihn beides getrennt in seiner Manteltasche aufzubewahren. Er übermittelte auch die Grüsse von Hans-Adam. wo jetzt die Unterlagen und das 3D-Modell waren. er wüsste es nicht. ob Köpfe rollen mussten. Er konnte auch nicht verstehen. die Verletzungen und Erlebnisse wären und natürlich auch entsetzt über die Fehler der Behörden wären. Natürlich sei Hans-Adam am Anfang sehr erbost gewesen und hätte auch die LGT böse zusammen geschissen. Ich sagte ihm. dass sie noch auf dem Schloss sind. ob er verkabelt sei und ob er wirklich alleine sei und ich warnte ihn. ob die Daten gut 325 . Während wir so redeten. ob er mir sein Handy geben könnte.Nach ca. er denke. Es war ausgeschaltete. Gut. um Ausschau zu halten. verstehe. die ich Hans-Adam zugesendet hatte. ob nicht doch noch ein Rollkommando andonnerte. dass Hans-Adam fundamentale Veränderungen in der Datensicherheit verlangt hätte. Er fragte. dass alle in Vaduz extrem bestürzt über meine Geschichte. dass er ein Schnelldenker war. an ihn heranzutreten und schüttelte heftig seine Hand zur Begrüssung. Er sagte. Der Bankdirektor bemerkte aber. dass ich angeblich in Rotterdam ein Zimmer hätte. erwiderte ich. dass ich mich mit ihm treffen wollte. Er sagte nein. nein. um mit ihm zu reden. dass ich eine der externen Harddisks bei mir tragen würde. Ich fragte. ob ich eine gute Unterkunft gefunden hätte. Behutsam schob ich ihn daher in den nahe gelegenen grossen Park und wir spazierten dort fast zwei Stunden. 400 Meter wagte ich mich. Ich war erleichtert darüber. wie ich. vorerst nicht. ob er ein anderes Handy habe. Ich wollte mich auf keinen Fall irgendwo hinsetzten. Ich fragte ihn. warum die Justiz nicht schon lange Anklage gegen die Verbrecher erhoben hatte. Da zeigte sich wieder. dass irgendjemand von meinen ehemaligen Mitarbeitern deswegen den Job verliert. Aber. entgegnete er flott. Er erwiderte den Gruss und bedankte sich. Er habe meinen Akt gut studiert. Ohne Widerrede streckte er mir sein Telefon entgegen. ja. Man verstand sich darum besser. Er erzählte mir. Ich fragte ihn. Ich wollte ja nicht. Ich fragte. drehte ich mich pausenlos nervös um die eigene Achse und auch um den Bankdirektor. Er fragte mich.

sagte ich. was dazu führen würde. dass ich die Daten nicht hätte und nur bluffen würde. Ich fragte nach. er wurde im Glauben gelassen. Der Bankdirektor wollte über die vier CD-ROMs reden. ob er Recht in der Annahme hätte. alles zu vermeiden. dass ich selber dies wusste. erwiderte ich. Ja eben. Er fragte. Einleuchtend. die Sie glauben zu haben‚ im Hinterkopf hängen geblieben war. dass. Da man nach einigem Hin und Her davon überzeugt war. Er wunderte sich. nicht haben konnte und die logische Konsequenz daraus war. Den Rest vom BackupTape. sagte ich wahrheitsgemäss. dass ich soviel Aufwand wegen einer Neuerstellung des Datenaufbaus (die Art und Weise wie ich die Mandate auf den neuen Datenträgern strukturiert hatte) betrieben hatte. betonte ich. Ich schlug meine Hände über dem Kopf zusammen. Er hatte eine plausible Erklärung dafür. Sonst wäre heute vielleicht alles ganz anders. wolle Hans-Adam wissen. dass die Öffentlichkeit davon erfährt. dass ich mehr Daten als die auf die vier CD-ROMs gebrannten Informationen hätte. warum es mir niemand einfach ins Gesicht sagen konnte. Ich zuckte nur mit den Schultern. weil mir der Satz von Hans-Adam „die Daten. klagte er. war es überflüssig und sinnlos bei mir nach den Daten zu fragen. dass ich die Daten NICHT hatte. Was für andere Daten ich denn hätte. Ich hätte doch darum gebeten. 326 . warum um Himmels Willen hätte ich Hans-Adam einen solch gewaltigen Brief zusenden sollen. dass ich auf die Daten besser aufpassen kann. Kein Problem. das heisst. warum man offenbar sofort zu den Bullen gerannt sei. Er wüsste doch. sagte ich und ergänzte. Ja. Frech antwortete ich. sagte er.versorgt seien. Warum. dass ich sehr gründlich arbeite. als die in Vaduz. man habe in Vaduz weder den Verlust des DLT-Tapes noch das Fehlen von irgendwelchen Originalpapieren bemerkt. dass man in Vaduz froh sein sollte. dass er einen Kommentar dazu am Telefon abgegeben hatte. Hans-Adam war halt der Meinung. wenn ich nur alles vortäuschen würde? Ich sagte auch. na dann wollen wir mal HansAdam loben. ich selber es gemerkte hätte. nachdem es mir niemand direkt sagen wollte oder konnte. weil mir die Frage zu dumm war. Ich fragte ihn. Aber auch nur. sonst wäre ich nie darauf gekommen.

meinte er. Nun zuckte er mit den Schultern. fragte er mich. dann würde sie benutzt werden. Na klar doch. Ich teilte ihm mit. wie ein Schweizer Jodler im Trachtenkostüm auf dem Kurfürstendamm. Ja. erklärte er mir. Ob er sie dabei hätte. entschuldigte sich der Bankdirektor. Ich sei sehr verärgert gewesen über die ständige Zurschaustellung des Passes. Falls ich mich aber dazu entschliessen würde. Nein. Da würden ganz andere Kreise bestimmen. Da ja unser aller Ziel eine friedliche Lösung wäre. spiele dies keine wirkliche Rolle. Logisch !!!!!!!!! Woran ich die „Beschützer‚ erkannt hätte. Ich fragte auch nach der SchutzID. sagte ich betont überzeugend. dass man sich in Vaduz nicht den Kopf zerbrechen soll. die primär ‚zu meinem Schutz‚ da gewesen seien. mit ihm nach Hause zu fahren. Aber da ich sie bemerkt hätte. hätte nicht viel an Gewicht in Vaduz. Dies sei eine äusserst dumme Idee gewesen. Er kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Hätte HansAdam die Leute anständig bezahlt. Ihr habt eine gedruckt. HansAdam wäre wohl etwas falsch beraten worden. Ich erzählte ihm dann von Daniela in Berlin und dem Polizisten in Münster. Er erklärte mir. dann könnten sie sich auch ein richtiges Auto leisten und nicht mit einer alten Kiste herumfahren. zog man sich zurück. dann läge sie dafür bereit. Diskreter Schutz. sagte ich.Welcher Tag. klärte ich ihn auf. Wir beide wussten. welches Tagestape ich besitze. dass dies eine fette Lüge war. Wie knapp wir da einer Katastrophe entkommen konnten. Ich ergänzte. wiederholte ich seine Worte und klopfte ihm auf den Rücken. Er wäre dagegen gewesen. Nur wenn es euch passt und es euch dienlich ist. dazu als Ausländer (er ist Österreicher). Ich lachte nur. Ich wechselte das Thema und wollte wissen. im Rückblick sicher. leider nicht. Aber sein Wort. Zu meinem Schutz. Warum 327 . Der Schutz hätte aber diskret erfolgen sollen. fragte ich ihn ungläubig. man hatte Angst. die so ins Auge sticht. dass es Privatdetektive gewesen wäre. was gemacht wird. Verdutzt schaute ich ihn an. fragte er mich. dass mir was in Berlin passieren könnte. Ich habe den genauen Tag vergessen. Er antwortete. warum man mir in Berlin Privatdetektive oder Schnüffler auf den Hals gehetzt hatte. Unfassbar und typisch Vaduz. aber sie mir übergeben wollt ihr nicht. dass ich die Schutz-ID vielleicht gar nicht mehr brauchen würde.

fragte ich.auch. ohne dass man eine unabhängige Untersuchungsperson für den Argentinienfall benannt hätte. dass ich sie bei Hans-Adam der Inkompetenz und der Lüge bezichtigt hatte und daher sei von dieser Seite keine grosse Hilfe für mich zu erwarten. Ich konnte sehen. Und überhaupt. dass Hans-Adam in der Vergangenheit oft interveniert hat. bis meine Forderung danach erfüllt sei. dass er in der Vergangenheit schon oft in Anspruch genommen hatte. und dass wüsste ich. betonte er. sagte ich zu ihm. Welche versuchte Nötigung. dass ich solange ausharren würde. wie der Bankdirektor die Augen verdrehte. Hans-Adam hätte gemäss Verfassung das Recht dazu. Die Lage in Vaduz sei schwieriger als ich denke. dass versuchte Nötigung nicht so einfach ausradiert werden kann. wäre kein Thema für mich. nach Hause zurückzukehren. ich war quer durch Europa ohne sie gereist und hatte bisher Glück und wurde nie kontrolliert. Zudem wüssten mittlerweile Richter und Staatsanwaltschaft. Ich fragte ihn. Der Abstimmungskampf in der Verfassungsfrage hätte den Höhepunkt erreicht und der Landesführer könne im Moment nicht so herumkommandieren. 328 . dass seine politischen Gegner sehen würden oder erfahren könnten. wenn es entweder um seinen politischen oder ökonomischen Vorteil ging. klärte ich ihn auf. Zudem. Er wolle nicht. Besser so. als wenn er mir was vormachen würde. Ich ergänzte. aber im Grunde sprach der Bankdirektor die Wahrheit. viele hasserfüllte Feinde in Vaduz gemacht. Ein Recht. dem Ausland die Daten zu übergeben. fragte ich. Eben der Brief in dem ich von Hans-Adam seine Intervention in die Angelegenheiten des Gerichts fordere. um hier Forderungen zu stellen. Wenn auch nur meistens dann. hatte ich mir mit der Drohung. Wir wissen alle. ob man die Anzeige wegen des Briefs nicht wieder zurücknehmen könnte. eröffnete er seine lange Rede. Ich war schon etwas beleidigt. Wie bitte. Der Bankdirektor sagte dazu nur. dass er als Staatsoberhaupt wieder in die auf dem Papier unabhängige Judikative eingriff. Darum sei auch in den letzten Wochen so vieles schief gelaufen. Alles schlechte Voraussetzungen.

antwortetet ich resignierend. fragte ich. Ja. Natürlich sei mir bewusst. sei halt im Ländle legal. Ich entschuldigte mich bei ihm. warum wollte man mir jetzt nicht helfen. Wie weiter. trennen. Ich hätte auch keine Lösung zur Hand. Der Bankdirektor könne mir glauben. da werden alle Augen zugedrückt. Was dort illegal sei. dass meine Vorgehensweise nicht die feine Art sei. versuchte er meine steigende Wut zu besänftigen. Ich wechselte um auf den Flüsterton um und fand es an der Zeit ihn an die vielen Mandaten zu erinnern. Auch dafür. sonst würden uns doch alle hören. Aber eben. dass ich so rasend geworden war. dass HansAdam irgendjemand in den Kerker wirft oder Urteile zu meinen Gunsten abändern sollte. Die Dinge seien nun aber so wie sie sind. man solle mir hier bitte keine Lektion in guter Moral und ehrlichem Business erteilen. Die nächsten 15 Minuten sagte er nichts mehr. Er musste mich auch bitten. Ich weiss es auch nicht. Amtsmissbrauch? fragte er. dass ich viele schlaflose Nächte in Vaduz verursacht hatte. Ich würde ja nicht verlangen. dass kriminelle Geschäfte im Spiel waren und auch jetzt vermutlich in diesen Minuten immer noch gemacht werden. Ich sagte ihm. hatte einmal zu mir 329 . dass am 101er Fall und am 140er Fall ein frischer. dass für mich feststehe. fragte er dann. Und auch der Amtsmissbrauch. unabhängiger Staatsanwalt arbeitete. aber bei jedem illegalen Geschäft der Banken und Treuhänder in Liechtenstein. dass mir schon bewusst wäre. Ich müsse mein Schicksal strickt von den Personen. Die Gesetze wären im Ländle halt anders als im Ausland. dass ich nicht nach Hause kommen würde. Amtsmissbrauch. solange niemand mir beweisen könnte. mit der Lautstärke herunter zu kommen. hielt ich fest. Warum. Und zudem auch der dümmste Aussenstehende eine aktive und passive Mittäterschaft der LGT („mitgegangen ist mitgefangen‚) erkennen würde. Bei diesem Thema kannte der Bankdirektor kein Pardon. sei die Wirkung einer Ursache. dass ich heute mit ihm hier in einem Park in Amsterdam stehe. der meinen Fall gut kannte. von denen die LGT wusste. dass in diesem Fall es um Gerechtigkeit gehen würde.Ich beharrte auf dem Standpunkt. Ein pensionierter Richter in Liechtenstein. Die Ursache war ganz klar die behördliche Inkompetenz und Lügerei. die Kunden bei der LGT oder in Liechtenstein sind.

Wer kam auf die Schiessidee mir zu schreiben. wenn es nach ihm gegangen wäre. Von den Wirtschaftsskandalen gar nicht zu reden. Ob ich diese massiven Schwierigkeiten für die Kunden von Hans-Adam wollte. Apropos Geld. das geliebte Geld. fragte ich ihn. Nicht nur finanziell. ob Geld das Problem lösen könnte? Der Bankdirektor lief rot an und sagte. drei politische Skandale. nein. Er versuchte an mein gutes Herz zu appellieren. Er verneinte dies. Und stellte die Gegenfrage. Frankreich und anderswo würde es auch geben. wenn sich ein Kunde umbringen würde? Und zu Hause. würde man mich als den grössten Verräter aller Zeiten ansehen. jetzt kam es mir wieder in den Sinn. psychologisch. nein – natürlich nicht. nein auch emotional. dass das Thema Selbstmord mir sehr sensibel war. Leiden sollte niemand wegen mir. sicher nicht. Ich erklärte ihm. erwiderte ich. Er als Banker würde einen solchen Lösungsvorschlag nur diskret und in einem Gespräch andeuten. zum Beispiel in Deutschland. hätte man dies nicht im Text geschrieben. was ich wolle. ob ich denn nicht mit meinem Rechtsanwalt Kontakt hätte. Hirn wüsste von nichts. Was wäre mit der Witwen und den Waisenkindern. falls er mir künftig wieder mit der Mitleidstour kommen sollte. in Liechtenstein. was der Stand der Dinge in Sachen Zivilprozess sei. Man würde mir auch nochmals anbieten. Das wollte ich nicht. fragte ich. Ob ich das alles bedacht hätte? Ja. Vermutlich würden sich auch ein paar umbringen. Wie weiter. indem er mir vorrechnete. Nein. klärte ich den Bankdirektor auf. ob er wüsste. ja – klar sehe ich die Probleme. Bei dieser Gelegenheit fragte ich ihn. er würde nur seine Zeit vergeuden. Nein. fragte er mich zum wiederholten Male. Das geliebte Pulver. erwiderte ich. Ich hätte mit niemand Kontakt dort und der Rechtsanwalt Dr. wie viele der Kunden in grosse Schwierigkeiten geraten würden. 330 . fragt er fast wie ein Pfarrer. Und zwei.gesagt: "Nicht-Handeln ist auch eine Art von Amtsmissbrauch". fragte er mit dem Hintergedanken. Hans-Adam verdiente ja Millionen mit seiner LGT. Es müsste mir doch klar sein. Ich fühlte mich in eine Ecke gedrängt. Aha. Er antwortete nicht und rieb nur den rechten Daumen über die vier anderen Finger kreisförmig vor und zurück. Ob es das wäre. Sondern. dass einige Kunden im Gefängnis landen würden.

ob er mich zum Abendessen einladen könnte. um Spesen und andere Kosten zu bezahlen. dass man in Vaduz offenbar nicht allzu brutal nach meinem Kopf schreien würde. welches das teuerste asiatische Restaurant der Stadt war. Wir könnten in ein feines Restaurant gehen. Ja klar. Für ewig sicher. worauf er nur ein Grinsen von mir erhielt. dachte ich. Absolut nicht. Ja dann ist ja gut. "für ewig sicher" wiederholte ich seine Worte. Keine schlechte Taktik. Diskretion bis zum Ende. Ich setzte mich in eines der vielen kleinen Cafés. Ich muss euch leider enttäuschen. Bis dann Herr Kieber. So. 331 . bei mir gibt es nichts ‚diskret anzudeuten‚. ich habe meine eigenen Euros. erwiderte ich. Ich notierte mir die Adresse und ging gleich auf einen Besichtigungstrip. Mann war ich froh. Geld interessiert mich nicht. Egal. ich esse sehr gut. riskieren könnte ich es ja. Ich war auch überaus erleichtert darüber. nur wenn ich das Lokal aussuchen könnte.mich mit Geld sicher nach Südamerika zu bringen. Er fragte sachte nach. Vermutlich vergraben auf der mexikanischen Halbinsel. dass nichts passiert war. sagte er. Ich sagte. er hätte von HansAdam ein Budget erhalten. Erstmal Luft holen. OK. Er fragte mich. dass der Bankdirektor noch mehr mit mir reden wollte oder musste. dachte ich mir. Ich verabschiedete mich mit dem Hinweis. ob ihm Asiatische Küche schmecken würde. Gemäss den Schilderungen vom Bankdirektor würde man jetzt in Vaduz auf meine Heimreise hoffen und nicht allzu böse sein. sagte ich ihm auch. Bis dann Herr Bankdirektor. Ich fragte ihn. fügte er an. Ich hatte das Gefühl. sagte ich ihm. Einem feinen Essen war ich nie abgeneigt. so fein essen gehen wollte man mit mir. wo ich den wohnen würde. erwiderte ich. entgegnete er schnell. beendete ich dieses Thema. egal was es kosten würde. Ich hätte doch sicher schon lange nicht gut gegessen. dass ich ihn um 18 Uhr auf sein Handy anrufen würde. Nein. Ich fragte bei der Touristeninformation nach. ich solle ruhig ein teures auswählen. Ich lief so schnell ich konnte in Richtung Bahnhof. Er sollte bitte aber erst 15 Minuten nach mir aus dem Park gehen. sagte er. Er hätte auch kein Angebot in der Tasche. Aber Danke. Ob ich Geld zum Leben brauche. wenn am Schluss niemand zu Schaden gekommen wäre. Es wurde mir ein malaysisches oder indonesisches Restaurant empfohlen. Aha.

dass ein Unfall passieren könnte und die Feinde wegen eines Systemfehlers oder so die Daten bekommen könnten. Er sagte. Ich sagte. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster. mit Sitz in Basel) schon gemacht hat oder in Kürze abschliessen würde. Aber nein. bei der ich etwas gelöster mit dem Bankdirektor reden konnte. schräg gegenüber dem Lokal auf den Bankdirektor wartete. Der Bankdirektor erzählte mir auch von den Geschäften zu Hause. Nach der Vorspeise und zwei Gläsern feinem Wein. Der Preis war um die 200 MIO. Es gab gute Ecken in der Umgebung sodass ich das Restaurant vor eintreffen des Bankdirektor eine Weile beobachten könnte. Man wusste ja nie. ja natürlich. Ich fühlte mich wohl und nicht bedroht. als Zeichen der Überlegenheit. mir mitzuteilen. D. aber im oberen Stock eröffnete sich ein prächtig dekoriertes Gastlokal. Warum er dies wissen wollte. drei andere Gäste anwesend. dass es am Besten wäre. dieses Schweizer Haus kaufen zu können. Es war 17. Man sei in Vaduz sehr stolz. Es war die erste Gelegenheit. h. rieselte der Regen ein wenig. Bis er sich entschloss. Der Bankdirektor kam zu Fuss. dass nun alles gut gehen würde. wenn ich hier. Auf einmal fragte er mich.15 Uhr. fragte ich zurück. Um 18 Uhr rief ich ihn an und gab die Adresse durch. dann SIE. versicherte ich ihm. Es waren ausser uns nur zwei. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Ich hatte ein Gefühl. wenn einer hier Fehler manchen würde. quasi als einen Wink mit dem Zaunpfahl. erwiderte ich . ob ich die Sicherheitsvorkehrungen immer aktiviert halte. man befürchtet in Vaduz.Das Wirtshaus war in einer überschaubaren Ecke der Stadt. Er erschien mir auch etwas entlasteter. aber er erwähnte entweder dass die LGT Gruppe den Kauf der altehrwürdigen Schweizer Treuhand Gesellschaft (die "STG". Es war kühl geworden und wenn ich mich richtig erinnere. dass Hans-Adam und seine Gehilfen jederzeit die Macht und die Mittel dazu hätten. Dadurch konnte die Umgebung beobachten. wurde seine Zunge etwas lockerer. Ich entschied. 332 . Der Eingang versprach nicht so viel. Na ja. mich nach Liechtenstein bringen zu lassen. mehr noch.wenn es sein muss. Weit weg von den Anderen. CHF.

Ich schluckte erstmal leer und fragte aufsässig: Wie denn? Nichts leichter als das, fuhr er fort, eine angeheuerte Truppe könnte mich in nullkomma-nichts überwältigen, in den Kofferraum eines Diplomatenwagen stecken und in zehn Stunden wäre ich auf dem kalten Betonboden des Gefängnisses in Vaduz zu finden. Mir wurde kotzübel. Ich dachte, hoffentlich sind meine eigenen Sicherheitsvorkehrungen stabil genug. Er merkte, dass ich nervös wurde und beruhigte mich schnell, indem er sagte, dass diese Lösung angeblich nie ernsthaft diskutiert worden wäre und angeblich niemand dies wollte. Im Gegenteil, alle hofften, dass man mit „mir reden kann‚ und ich freiwillig nach Hause zurück kehre. Ich war immer noch erzürnt und murmelte etwas im Sinne: „Ja, ja versucht’s nur mal mich mit Gewalt in einen Wagen zu packen. Vorher wehre ich mich bis zum letzten Tropfen Blut.‚ Der Bankdirektor hörte mir gar nicht mehr zu, da er schon wieder mit seinem anderen Tropfen, dem Weisswein, beschäftigt war. Morgen sei auch noch ein Tag, kam es aus seinem Mund. Ja, morgen, da sollten wir uns wieder treffen, oder? Ich wollte dies nicht. Er war enttäuscht darüber. Ich sagte, es sei besser wenn er morgen nach Hause fliegen würde und denen dort versichere, dass ich die Daten sicher aufbewahrt hatte. Und das ich nicht nach Hause kommen würde, solange keine wirklichen Anstrengungen unternommen würden, die Fehler von Justiz und STA zu untersuchen. Ich sagte es ihm ungern, aber ich wiederholte, dass ich felsenfest davon überzeugt sei, dass mir Deutschland oder die USA helfen würden. Er schüttelte nur den Kopf. Ist mir egal, was ihr über diese meine Gedanken denkt, es mag zwar sein, dass weder die USA noch Deutschland helfen könnten, sagte ich. Aber eben dieses herauszufinden wäre der einzige richtige Schritt für mich. Entweder räumt Liechtenstein seinen Saustall auf oder eben nicht. Er wollte eine Zusicherung von mir, dass ich mich wieder mit ihm treffen würde, wenn er zurückkehren würde. Klar, natürlich werde ich, sagte ich. Wann er dann wieder kommen wolle. In einer Woche. Gut OK. Passt mir auch. Wir vereinbarten, dass ich ihn am kommenden Freitag oder Samstag auf seinem Handy anrufen werde. Er erklärte mir, dass sein
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Handy nicht abgehört wird. Er schwöre es. Die Behörden seien ja auf Geheiss von Hans-Adam aus dem Spiel draussen. Ich erwiderte kühl, ja, ja – wer’s glaubt wird selig. Er fragte mich, ob ich noch zur so später Stunde eine Heimfahrt nach Rotterdam finden würde. Ja, sagte ich. Die Züge fahren bis spät in die Nacht. Also bis nächste Woche dann. Ja, bis dann. Er bestellte die Rechnung. Er bezahlte und ich bedankte mich für das feine Essen. Mein Abendbrot kostete sechzig Euro. Guten Flug Herr Bankdirektor. Gute Heimfahrt Herr Kieber.

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KAPITEL 15

Heinrich‘s Tod in Utrecht

VADUZ März 2003 (1) Hans-Adam und Alois warteten ungeduldig auf die Rückkehr vom Bankdirektor. Dieser landete am frühen Nachmittag des 04.03. aus Amsterdam kommend in Zürich. Dieses Mal wurde er vom Firmenwagen der LGT Gruppe abgeholt und gleich hoch zum Schloss gefahren. Er berichtete über das Treffen mit Kieber. Ob er die Datenträger gesehen hätte, fragte der Schlossherr. Nein, aber er wäre sich ganz sicher, dass Kieber auf sie aufpassen würde. Und die Papierdokumente, wo sind diese? Er wisse es nicht, erwiderte der Bankdirektor. Und die Schutz-ID, hat Kieber sie wieder verlangt? Ja, aber nur zu Beginn. Kieber hätte die Meinung geändert, schilderte der Bankdirektor, er würde sich überlegen, ob er auch ohne sie leben könnte. Solange er sich an gewisse Grundregeln im Bezug auf Reisetätigkeiten halten würde, würde er es sicher überleben. Kieber würde aber ausrichten lassen, dass, sollte seine Identität im Ausland erkannt werden, und die Aufdeckung der Daten eine Konsequenz daraus wäre, dieses Risiko alleine Hans-Adam und die Finanzbuden in Liechtenstein übernehmen und akzeptieren müssten. Der Bankdirektor sagte auch, dass er denke, selbst wenn man Kieber nun die Schutz-ID anbieten würde, er sie nicht mehr annehmen wolle. Der Bankdirektor hätte im Gespräch mit Kieber den Eindruck erhalten, als würde er es einfach darauf ankommen lassen, ob nun seine Identität entdeckt würde oder nicht. Dass es dem Kieber bald wurscht sein würde, ob ihm nun Vaduz bei diesem Punkt helfen würde oder eben nicht. Hans-Adam bat den Bankdirektor über diese Wahrnehmungen mit dem Professor zu reden, um so ein genaues, momentanes Bild von Kiebers Psyche erstellen und dementsprechend handeln zu können. Nachdem die Polizei und Justiz von Hans-Adam aus dem KKZ ausgeschlossen wurden, musste man nur noch den Regierungschef Hasler und den Professor informieren. Der Professor analysierte die neue Situation und kam zum Schluss, dass Kieber an eine friedliche Lösung glaube, sehr gesprächsbereit wäre und man auf keinen Fall die Kommunikation unterbrechen sollte, wollte man eine mögliche Katastrophe abwenden.
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Vermutlich würde es aber mehrere Gespräche und daher Reisen zu Kieber bedürfen, bis dieser soweit bearbeitet wäre, nach Hause zu kommen. Hans-Adam ordnete an, dass der Bankdirektor weitere Reisen nach Holland in seinem Zeitplanung vorsehen sollte. Vor der nächsten Reise solle er ihn oder seinen Sohn nochmals kontaktieren. Er würde dann genaue Anweisungen erhalten.

Amsterdam März 2003 (a) Ich genoss meine Freiheit in diesem schönen, grossen Land. Obwohl Liechtenstein auch ein wunderschönes Landschaftsbild mit den Bergen, dem Rhein und den Wiesen und Wäldern abgibt, war das neue Leben in Holland für mich sehr attraktiv. Ich wollte und musste mein Monnikendam vor Entdeckung durch Hans-Adam schützen. Deswegen musste ich tief in die Trickkiste greifen, um nach dem Abendessen mit dem Bankdirektor, den Weg nach Hause so gut es ging verschleiern. Fast eineinhalb Stunden brauchte für den Heimweg, aufgeteilt ein Drittel Taxi, ein Drittel Bus und der Rest zu Fuss. Fest im Glauben, dass man in Vaduz das richtige tue, schlief ich beruhigt ein. Ich mietete mir für die nächsten sieben Tage ein Fahrrad und erkundete die nähere Umgebung. Am letzten Tag meiner Fahrradmiete war ich in Amsterdam City zu Fuss unterwegs. In einer der kleinen Seitengassen wurde ich von einem jungen, etwas traurig dreinschauenden Mann auf einer Brücke auf Englisch ruppig aber leise angesprochen. Das man angepöbelt wurde, kam des öfteren vor, vor allem in dem Stadtteil, wo Drogen konsumiert oder verkauft werden. Zu einer Plage wurde die Anmache aber nicht. Dieser Mann wollte weder Drogen verkaufen noch welche kaufen. Er sah aber wie ein typischer Drogenkonsument aus. Zu meinem Erstaunen fragte er mich, ob ich dieses Hollandrad, das er mit einer Hand festhielt, kaufen möchte. Er bräuchte unbedingt Geld. Es war ein schönes Modell. 3-Gang und rabenschwarz. Sah nicht sehr alt oder gebraucht aus. Ob es ihm gehören würde, fragte ich. Ja, sagte er. Wie viel? Fünf Euro. Wie viel? 50?, Nein! Fünf Euro und es ist deins, sagte er. Nachdem ich ihn von oben bis unten genauer gemustert hatte, um zu sehen ob er mir kräftemässig gewachsen wäre, sagte ich zu ihm, dass er ein Dieb sei und dazu ein blöder. Ich sagte ihm, dass jeder doch sofort merken würde, dass er das Velo
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gestohlen haben muss, wenn er es für nur fünf Euro verkaufen würde. Nein Danke, sagte ich. Ich hätte mein eigenes Velo. Verärgert ging er weg und schob das Velo vor sich hin. Ich beobachtete, wie er schon die nächste Person anquatschte und wahrhaftig, nach drei Minuten, vermutlich für die fünf Euro, wechselte das Bike den Besitzer. Der neue, stolze Eigentümer kam an mir vorbei und ich rufte ihm auf Englisch zu, günstig gekauft, das geklaute Fahrrad, Yes? Er starrte mich mit Entsetzten an und entfernte sich in aller Eile mit seinem neuem Besitz. Das Wetter wurde immer schöner und ich mietete mir das Velo für einen weiteren längeren Zeitraum. Oft radelte ich nach Volendam, eine andere Stadt in der Provinz Noord-Holland, die am Ostufer des Markermeers lag, dass wiederum ein Teil des Ijsselmeers war. Volendam liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Amsterdam und war bekannt für feinen (Edamer) Käse. Was für ein Unterschied, biken in Holland war ganz ohne Qual. Alles flach und übersichtlich und viele Radwege überall hin. Ich begann auch mit dem Fahrrad regelmässig nach Amsterdam zu radeln. Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs, an der nördlichen Flussuferseite (Amsterdam Nord) konnte ich mein Velo am Ende des langen Buikslotenweg an geeigneter Stelle stehen lassen und die GratisFähre rüber zum Hauptbahnhof nehmen. Manchmal genoss ich die Überfahrt so sehr, dass ich einfach 30 Minuten lang auf dem Schiff ausharrte und mit hin- und herfuhr. Einmal fuhr ich schon um fünf Uhr in der Früh von zu Hause los und war dann einer der ersten am Pier. Ich kettete mein Velo an eine lange Stahlröhre und nahm die Fähre rüber. Nach ein paar Stunden in der City kehrte ich zum Fahrrad zurück. Aber welches war meines? In der Zwischenzeit waren sicher 200 andere Velos auf dem Platz. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich meines erkannte; fast alle Fahrräder in Holland sehen gleich aus. Auch wünschte ich mir, ich hätte auf die Warnung meines Velovermieters gehört, als dieser sagte, ich solle die Pumpe vom Velo wegnehmen, wenn ich das Velo irgendwo abstellen würde. "Seinen Rat ich nicht befolgte, drum ich auch keine Pumpe mehr vorfinden sollte". Ich plante, den Bankdirektor am Freitag anzurufen. Dieses Mal wieder aus einer anderen Stadt. Leiden, südwestlich von Amsterdam, sollte es sein. Ich war erstaunt, wie billig Zug fahren in Holland war. Wirklich! In 35 Minuten war ich schon dort angelangt. Ich rief ihn um die Mittagszeit an und er schlug vor, da er ja glaubte ich würde in Rotterdam wohnen, dass wir und doch auf halbem Weg treffen könnten, in Utrecht. OK,
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sagte ich. Er hätte sich für drei Tage und zwei Nächte Zeit genommen. Er müsse mir wichtiges sagen. Gut, erwiderte ich und bestätigte ihm, dass ich ihn am kommenden Montagnachmittag auf seinem Handy anrufen würde. Keine Überraschungen, ermahnte ich ihn. Natürlich, keine einzige, meinte er. Am Sonntag sah ich mir Utrecht an. Hauptstadt der Provinz Utrecht. Auch nur 30 Minuten mit dem Zug von Amsterdam Ceentral. Eine Stadt mit vielen historischen Bauten. Vor allem der berühmte gotische Dom mit seinem Kreuzgang und dem freistehenden Turm währen da zu erwähnen. Ich spazierte durch die Strassen und Gassen. Nicht viele Touristen unterwegs. Als Treffpunkt geeignet, erkannte ich. Ich notierte mir die Zugverbindungen und rechnete die benötigte Anreisezeit für Montag aus. In einem Internetcafé aktivierte ich meine „Lebensversicherung‚. Wieder zu Hause abgekommen, prüfte ich mein ganzes Gepäck und verstaute alle Unterlagen und Datenträger behutsam im Handkoffer. Es war noch Zeit für einen kleinen Schwatz mit Jane in ihrem Garten. Mehr und mehr Blumen blühten und sie strahlte deswegen sehr. Meistens war ich der einzige Gast im Haus. Meine Wäsche konnte ich nicht bei ihr Waschen. Im Dorf gab es aber eine Kundenwäscherei, die den Auftrag jeweils zu meiner grössten Zufriedenheit ausgeführt hatte. Für fast alle Handwerksbetriebe in Monnikendam waren dies ruhige Zeiten. Erst im Sommer, wenn die Besucher kommen, dann sollte es hektisch zu und her gehen und die Umsätze steigen. Am Montag, den 10.03. gab es dann die zweite Zusammenkunft mit dem Bankdirektor. Als Treffpunkt hatte ich ihm den Dom vorgeschlagen. Er soll dort bitte pünktlich um 14 Uhr auf mich warten. Von einer verdeckten Stelle aus konnte ich den Platz gut beobachten. Er kam alleine. Ich liess ihn bewusst 15 Minuten einsam dort stehen. Er nahm mehrmals das Handy aus der Manteltasche und blickte auf das Display. Diese Mal hatte ich ihn nicht aufgefordert, sein Handy auszuschalten. Ich lief auf ihn zu und wir begrüssten uns freundschaftlich. Er wollte wissen, ob ich meine Sicherheitsvorkehrungen eingeschaltet hätte. Ich bejahte es und bat ihn sein Handy jetzt auszuschalten.
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Ich unterwies ihn, bitte in Zukunft mich deswegen nicht mehr zu fragen, er solle dies als gegeben annehmen. Für jedes Treffen. Da wir nun schon mal da waren, wollten wir was für die Bildung tun und besuchten den Dom. Wie lasen uns durch die vielen Hinweistafeln durch und waren besonders von den in den Boden eingelassenen Schrifttafeln beeindruckt. Der Dom wurde zwischen dem 13. und 16 Jahrhundert gebaut. Wir konnten lernen, dass Kaiser Heinrich der V. (Heiliges Römisches Reich, Schwiegersohn von Heinrich I. von England) im Jahr 1125 in Utrecht starb. Na dann wollen wir mal hoffen, dass ein anderes Geschlecht, welches das Heilige Römische Reich überleben konnte (die „‚von Liechtenstein‚), nicht dafür sorgen würde, das im Jahre 2003 ein anderer Heinrich – nämlich der Heinrich Kieber - hier in Utrecht seinen Tod finden sollte, betete ich laut vor. Wir lachten beiden darüber. Nun aber zum Business, sagte der Bankdirektor. Als Zeichen des Guten Willens mir gegenüber, so wurde mir erklärt, hätte sich Hans-Adam diskret an vertrauenswürdige Staatsrechtler ausserhalb von Liechtenstein gewandt. Diese sollen prüfen, wie man in dem festgefahrenen Strafverfahren gegen Helmut Roegele & Co. am Besten vorgehen sollte. Hans-Adam würde die Kosten dafür persönlich übernehmen. Er konnte mir die Freude buchstäblich von den Augen ablesen. Ohne die mir unbekannten Akademiker (die erwähnten Staatsrechtler) düpieren zu wollen, sagte ich, wäre es doch am Einfachsten, wenn die STA den Fall wieder öffnen und dann die Anklage erstellen würde. Dazu bräuchte Hans-Adam nur ein paar Telefonate zu führen. Und er müsste wegen mir nicht einmal irgendein Gesetz brechen oder erwürgen. Die Liechtensteiner Strafprozessordnung sieht eine solche Möglichkeit explizit für das Staatsoberhaupt vor. Deswegen hatte ich ihm ja, nebst der Tatsache, dass er der Besitzer der LGT war, Anfang Januar 2003 den Brief geschrieben. Schon mit diesen wenigen Schritten, wäre ich HansAdam auf immer und ewig dankbar, versicherte ich. Die Untersuchung war seit langem fertig, jeder halbwegs zum Denken fähige STA sollte es zustande bringen, binnen kürzester Zeit eine Anklageschrift beim Kriminalgericht in Vaduz einzureichen, betonte ich.
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Ich sagte auch, dass sobald die Anklage für rechtsgültig erklärt würde, ich am nächsten Tag wieder in Vaduz auf der Matte stehen würde. Mit den Daten und allem was dazugehört. Mehr könnte und würde ich nicht verlangen. Ohne der Zukunft vorauszueilen, hob ich weiters hervor, würde nach erfolgter Anklage der Oberste Gerichtshof in Vaduz den zu erwartenden, letztinstanzlichen Entscheid in der Zivilsache ums blockierte Geld aussetzen, um das Urteil im Fall 101er abzuwarten. Der Bankdirektor nickte zustimmend. Ich würde auch Hans-Adam die Kosten ersetzten, versprach ich. Sofern es mir finanziell möglich sein sollte, musste ich nachschieben. Der Bankdirektor holte tief Luft und sagte: Als Zeichen des guten Willen gegenüber Hans-Adam erbitte dieser, dass ich anfangen würde, die Extrakopien, also eine der elektronischen externen Harddisks oder DVDs zu vernichten. Stück für Stück. Ich hatte nicht viel Zeit erstaunt zu sein, denn der Vortrag war noch nicht zu Ende. Auch würde Hans-Adam gerne vom Bankdirektor bestätigt bekommen, dass ich die über 2000 Stück Originalpapierdokumente ebenfalls anfange zu zerreissen. Man könnte mir einen Dokumentenvernichter zur Verfügung stellen oder das Geld zum Kauf dafür geben. Wie bitte, fragte ich ihn entsetzt. Das ich eine kleine Harddisk zerstöre, leuchtet mir ein. Aber ihr wünscht euch, dass Originaldokumente, mit Originalunterschriften der Kunden vernichtet werden? Ihr wollt dies wirklich, erkundigte ich mich. Muss wohl ein Witz sein, sagte ich. Nein, verdeutlichte er. Die Kunden wissen ja nicht, dass ihre Originalpapiere, die ja keine Wertpapiere waren, fast 1000 Kilometer entfernt von dort wo sie sein sollten, waren. Zudem hätte man ja jedes Dokument auch im elektronischen Speicher bei der LGT. Das stimmte. Ich weiss nicht warum, aber mir gefiel der Gedanke überhaupt nicht. Nicht das ich Mühe damit hätte, die über 2000 Seiten in den Papierfresser zu stopfen, aber ich vertrat die Meinung, das die Dokumente dem Kunden gehörten und sie wieder dorthin zurück gelangen sollten, wo sie hergekommen sind. Offenbar hatte sich der Bankdirektor keine solchen Gedanken gemacht. Er runzelte die Stirn und fragte wie die Papiere denn transportiert werden sollen. Es bedarf einiger Überredungskunst, um ihn zu überzeugen, dass er doch die Papiere in Etappen wieder mit nach Hause nehmen könnte. Ich könnte ihm morgen schon einige Stapeln bringen. Kopien jener Dokumente hätte ich ja auch auf meinen elektronischen Datenträgern. Mir wäre es sogar lieber, wenn ich die Papiere loswerden könnte. Immer
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diese Schlepperei, sagte ich. Was aber, wenn er an der Grenze kontrolliert würde und man in seiner Tasche tausende Bank- oder Treuhandpapiere aus Liechtenstein finden würde. Mein Gott, sagte ich zu ihm, er sei doch der weitgereiste Bankdirektor. Wie viel Gepäck er sich für diese Reise mitgebracht hätte, fragte ich ihn. Eine Mappe und ein Handrollkoffer. Das ist doch schon ein guter Anfang, rief ich aus. Er soll seinen Pyjama und die Zahnbürste in die Mappe quetschen und die Papiere in den Rollkoffer. Diesen soll er am Flughafen Schiphol als Gepäckstück aufgeben und nur mit der Mappe als Handgepäck reisen. Soweit ich wusste, wurde in Amsterdam bei aufgegebenem Handgepäck noch keine Extrakontrolle durchgeführt. Der Abflug war also kein Problem. Bei Ankunft in Zürich sei er ja schon fast auf heimischem Boden. Die Schweizer Zöllner würden bei einer Kontrolle keine Fragen zu solchen Papieren stellen. Dem Bankdirektor gefiel die Idee noch nicht so ganz. Mir kam nicht in den Sinn, warum er Angst davor hatte. Er müsse mit Hans-Adam Rücksprache halten. Kein Problem, sagte ich. Wenn er möchte, so könnte er alles schon morgen haben, offerierte ich ihm. Falls alles in seinen Koffer passte, fügte ich hinzu. Er entfernte sich von mir und machte ein Telefongespräch. Nach 20 Minuten kam er zurück und strahlte über das ganze Gesicht. HansAdam sei begeistert von der Idee. Und er schätze meine Fürsorge um die Daten. Bitte, gern geschehen, erwiderte ich. Also gut, ich würde ihm als Zeichen des guten Willens Teile der Daten morgen übergeben. Wo, fragte er. Ich antwortete, lass uns doch in Amsterdam treffen. Von "Rotterdam" wäre es nur eine Stunde mit dem Zug. Der Bankdirektor war damit einverstanden. Ob ich schon eine elektronische Kopie bis Morgen vernichten würde, fragte er höflich. Nur nicht so übereifrig, sagte ich. Eines nach dem Anderem. Morgen gibt es die Dokumente und dann sehen wir weiter. Ich erklärte ihm auch, dass ich es gar nicht eilig hätte. Und ich zum Schluss gekommen sei, dass ich die Schutz-ID wirklich nicht mehr wolle. Ich würde schon ohne sie durchkommen. Wenn die in Vaduz so stur seien und den Vorteil für sie nicht sehen wollen, dann müssten sie eben dieses Extrarisiko selbst tragen. Ich müsste jetzt wieder heim nach Rotterdam fahren, sagte ich zu ihm. Er wollte mich noch zum Abendessen einladen. Ich lehnte dankend ab. Wir verabredeten, uns am nächsten morgen um 11 Uhr in der Lobby des Hotel Marriott, in der
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Stadhouderskade zu treffen. Ich versprach mit den Dokumenten zu kommen. Ich warnte ihn, es solle mir ja keiner folgen. Es sei zwecklos, machte ich im vor, da die Papierdokumente nicht am selben Ort seien, wo die elektronischen Datenträger aufbewahrt würden. Aber nein, niemand würde mir folgen, er sei alleine da, versicherte er mir immer wieder. Und was war dann das ganze Gerede beim ersten Treffen, über gewaltsame Verschleppung und so? Ich solle dies vergessen, bat er mich. Alle nur dummes Geschwätz. Na wollen wir mal hoffen, dass das stimmt, sagte ich als Abschiedsgruss. Auf Umwegen lief ich zum Bahnhof und nahm erst den dritten Zug nach Amsterdam. Ich wechselte mindestens vier Mal den Platz. Keiner zeigte Interesse an mir. Nach Ankunft im Hauptbahnhof in Amsterdam bestieg ich die kleine Fähre rüber nach Amsterdam Nord. Mein Fahrrad hatte niemand geklaut. Aber einen Platten hatte ich. Mist! Zum Glück gab es ca. 300m nordwärts, am Buikslotenweg auf der linken Seite, ein Fahrradgeschäft mit Reparaturstätte. Für ein paar Euro war die Sache geregelt. Ich radelte mit Genuss Richtung geliebtes Heim in Monnikendam. Das Fahrrad durfte ich immer neben dem Schuppen am Ende des Gartens abstellen. Es brannten keine Lichter mehr im Hause. Jane und ihr Mann mussten wohl ausgegangen oder schon zu Bett gegangen sein. Ich verspürte den Drang wieder etwas für meine Fitness zu tun. Monnikendam hatte ein Gemeindehallenschwimmbad. Ein kleines Sportgebäude und leider war das Wasser im 25m Becken nur hüfttief. Etwas ungewohnt, aber zur Muskelbewegung reichte es allemal. Wieder zu Hause packte ich die Papierstapel aus und schaute sie mir nochmals an. Da war Eines mit der Unterschrift von Klaus Zumwinkel. Einer der deutschen PEPs. Wenn der wüsste, was hier vor sich ginge, dachte ich. Ich nahm die Hälfte aller Dokumente aus dem Koffer und legte sie für morgen früh bereit. Wie immer verschloss ich in der Nacht meine Zimmertüre von innen. Am Dienstag, den 11.03. war ich schon um 7 Uhr mit dem Velo unterwegs Richtung Amsterdam City. Schwer bepackt mit einer Plastiktüte, die ich von der Wäscherei in Monnikendam erhalten hatte. Darin waren die Unterlagen nochmals in Einkaufstüten eingewickelt. Es war irgendwie ein lustiges Gefühl, als ich mit Treuhandurkunden wie etwa Verträgen oder internen Aktenvermerken und mit Bankbelegen in Milliardenhöhe die frische Brise der kurzen Kanalüberfahrt zum
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Hauptbahnhof genoss. Ich stellte mir vor, mit welcher Freude ich von jedem Steuerfahnder und jedem Kriminalpolizisten in Holland empfangen würde (auch ohne die elektronischen Datenträger, wo 1000fach mehr Datenmaterial zu finden war). Weihnachten schon im März 2003! Ein Bankett für die Kämpfer gegen Geldwäscherei, Kriminalität und Steuerhinterziehung. Aber offenbar war die Zeit noch nicht reif dafür. Ich nahm mir ein Taxi vom Hauptbahnhof zum Hotel Marriott. Ich war 25 Minuten zu früh da. Ich setzte mich in die Lobby und versuchte, nicht all zu grosse Aufmerksamkeit mit dem langen, dicken Plastiksack zu verursachen. Zu spät. Ein Wachmann sah mich und kam auf mich zu. Er fragte, ob ich Gast wäre, was ich verneinte. Ich sagte, dass ich auf einen Bekannten warten würde. Der Bankdirektor bog gerade um die Ecke. Er musste durch den anderen, kleineren Eingang auf der Vorderseite ins Hotel gelangt sein. Der Wachmann nahm seinen Rundgang wieder auf. Der Bankdirektor war mit seinem geleerten Rollkoffer gekommen. Da ich ihm nicht einfach den Sack so zuwerfen wollte, suchten wir uns eine ruhige Ecke und nahmen Platz. Zuerst drückte ich ihm zwei Bündel mit ca. je 500 Blättern in die Hand und erklärte, dass dies nun die Hälfte der Papiere wäre. So viele, so viele und so schwer, sagte er mit offenem Mund. Er bedankte sich artig, überflog sie schnell und erinnerte sich laut an den einen oder jenen vermerkten Kunden. Dabei machte er Randbemerkungen im Sinne von „oh, nicht dieser‚ oder „was, von dieser Kundschaft auch?‚. Ich erinnerte mich, dass wir eigentlich bis anhin gar nicht gross über die Originaldokumente gesprochen hatten. Selbst beim ersten Treffen wurde ich niemals danach gefragt. Speziell nicht nach der Kategorie von Dokumenten, die ich im Brief an Hans-Adam unter Punkt „III. C)‚ beschrieben hatte. Er berichtete, dass nachdem sie sich in Vaduz vom Schock erholt hatten, spielten die Originaldokumente keine grosse Rolle mehr. Jedes dieser Papierstücke wäre ja ohnehin auch auf dem elektronischen Datenspeicher. Ja genau, erwiderte ich. Was für Papiere sind diese denn, fragt er und zeigte mit dem Finger auf das letzte, kleine Bündel. Ich hielt noch ein kleineres Bündel mit ca. 125 Blatt Papier mit beiden Händen fest, solange bis es der Bankdirektor auch merkte. Er fragte mich: „Und diese Akten?‚ Ich erwiderte scherzend, welche? Er zeigte auf meine Hände.
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Dies sind die Originaldokumente jener Mandate, deren Vermögen politischen Parteien oder Körperschaften davon gehören, so wie ich sie unter Punkt „VI‚. im Brief vom 7.1.03 beschrieben hatte, sagte ich. Er kannte alle „politischen Mandate‚ und wusste auf Anhieb um welche "Gruppe" es sich handelte. Die Kundendatenspeichersysteme von Treuhand und Bank sind zwar getrennt. Da er aber selber mehrere Jahre bei der Treuhand gearbeitet hatte, wunderte es mich nicht, dass er die Kunden und die Hintergründe zumindest der heiklen, politischen Mandate im Detail kannte. Trotz der hohen Nummer von fast 4000 Mandaten. Ich übergab sie ihm mit der Bitte, diese dem Hans-Adam persönlich zu geben. Er blätterte sie durch und schüttelte mehrmals den Kopf. Er legte sie vorsichtig zu den anderen Papieren im Koffer und zog den Reissverschluss zu. Als würde er sich selber belehren wollen, meinte er, dass die LGT diese Mandate gar nie hätten annehmen dürfen. Nicht auszudenken, wenn diese Mandate der Öffentlichkeit bekannt würden. Wir wunderten uns gemeinsam, was für Motive die Auftraggeber dieser Mandate hatten, Konten in Liechtenstein zu eröffnen und so viele Millionen zu horten. Aus Steuergründen sicher nicht. Besser keine Fragen dazu stellen, schlossen wir das Thema ab. Er müsse jetzt kurz nach Vaduz telefonieren, sagte er mir. OK, ich würde im Terrace Café des Hotels auf ihn warten, erwiderte ich. Als er 15 Minuten später zu mir kam, war seine Freude über meine Lieferung fast schon verflogen. Er richtete ein Dankeschön von Hans-Adam aus. Dieser würde es hoch schätzen, dass ich mich Kooperative zeigen würde und die Loyalität ihm gegenüber aufrechterhalten würde. Hans-Adam würde fragen, wann er die andere Hälfte der Originalpapiere bekommen könnte. Der Bankdirektor erzählte weiter, dass der Landesführer gerne heute noch hören würde, dass ich einen der Datenspeicher vernichtet hätte. Dies darum, weil er sich Sorgen machen würde, falls mir etwas gestohlen würde. Zum hundertsten Male versicherte ich dem Bankdirektor, dass nichts passieren könne. Die Daten seien in einem Safe aufbewahrt, behauptete ich. Er fragte mich, ob ich schon einen Heimreisetermin im Kopf hätte. Ich sagte ihm, dass ich vieles im Kopf hätte, aber leider noch keinen solchen Termin. Zuerst müssten wir doch abwarten, zu welchem Schluss die Rechtsexperten in Sachen Anklage gegen Helmut Roegele & Co.
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kommen würden. Oder hat Hans-Adam etwas von einer Frist gesagt, fragte ich ihn. Nein, nein, er habe nichts in dieser Richtung erwähnt, aber in Vaduz sei man natürlich der Meinung, je früher ich nach Hause kommen würde, desto besser. Da es schon fast Abendessenszeit war, schlug ich eine Einladung von ihm nicht aus. Wir blieben in der Nähe des Hotels und ich wollte während des Essens kein Wort mehr über die LGT oder Bankengeschäfte im Allgemeinen verlieren. Er erzählte mir von seiner lieben Frau, die ich nie kennen gelernt hatte. Und von seinen gut erzogenen Kindern. Eines Tages, so hoffte ich, würde ich auch Frau und Kinder haben. Das hatte ich aber auch schon vor sechs Jahren gehofft, als ich angekettet in einem feuchten Kerker sass. Er würde noch eine Nacht in Holland bleiben, da er erst für den nächsten Tag den Rückflug gebucht hatte. Ich bedankte mich für seine Gastlichkeit und vor allem für sein Verständnis und die Geduld mit mir. Ich fragte ihn, wann wir uns wieder sehen würden. Er überlegte kurz und antwortete, dass er am Freitag, den 21.03. nach Amsterdam kommen könnte. Gut, sagte ich. Das passt mir sehr. Nicht, dass ich viele andere Termine hätte, scherzte ich. Also, abgemacht, sagte er zum Abschied. Ich solle ihn nächste Woche am 18. oder 19. auf seinem Handy anrufen, sodass wir die Details des nächsten Treffens absprechen könnten. Mach ich doch. Auf Wiedersehen Herr Bankdirektor. Pass auf Dich auf, rief er mir zu. Überzeugt mit der Rückgabe das Richtige getan zu haben, machte ich mich zufrieden auf den Heimweg. Dies nicht ohne die übliche Verschleierungstaktik, was die Streckte anbelangte.

VADUZ März 2003 (2) Während Kieber mit dem Bankdirektor lange Diskussionen über die Daten, Gott und die Welt hatte, war man in Liechtenstein auch wieder aktiv geworden. In einer nicht-öffentlichen Sitzung wurde am 10.03. der Einspruch von Kieber vom 07.11.02 gegen die Anklage im Fall 140er vom Gericht einstimmig abgelehnt. Gleichzeitig wurde beschlossen, das (Verbrecher-)Ehepaar Helmut Roegele und Salud Hidalgo als Zeugen der STA einzuladen.
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Einerseits wollte man auch die begangenen Fehler im Fall LGT vermeiden. weil sie Angst davor hatten. dass er die Daten hatte. sodass weder Kiebers RA. wie der Teufel vor dem Weihwasser. dass die STA Helmut Roegele & Co. Die Regierung Hasler hatte grosse Angst.in bar aus. Trotzdem konnten sie nicht verhindern. was aus Liechtensteiner Sicht kein Problem darstellte. 66 Prozent Zustimmung für den Hans-Adam. diese unter Verschluss zu halten.Hans-Adam wurde wunschgemäss über diese Beschlüsse informiert und er ordnete an. andererseits war dieser Fall ganz anders. Die Bürger und Bürgerinnen stimmten ab. dass die LLB ihn ständig beschatten lies. am 16. eingeladen würde. Mitte März. Sein Tag. Da hat man es. dass man zum Wohle Liechtenstein nichts riskieren dürfte. sollte er insbesondere vom Umstand erfahren. Der ehemalige LLB Banker Lampert verlängerte praktisch jede Woche die Liste seiner Forderungen. was die komplizierten Gespräche mit Kieber im Ausland stören könnten.. verlangte er Geld! Ähnlich wie am Anfang bei Kieber. Hans-Adam interessierte dies alles im Moment nur am Rande. Seine Künste waren jetzt vor allem an der anderen Front in Liechtenstein gefragt. Vor solcher Art Publizität hatte man und hat man heute noch eine derartige Angst. noch er selbst davon erfahren würden. mietete er sich ein Zimmer in Triesen. also für "ihn".oder überwachbar und zweitens. Liechtenstein wie in 346 . Der Abstimmungstag war gekommen. Dies begründetet HansAdam in einer kurzen mündlichen Stellungsnahme damit. Erstens war Lampert noch im Land und daher kontrollier. dass er sie für die kommenden acht Wochen mehr als einmal an der Nase herumführten konnte. CHF 700'000. dass Kieber explodieren würde. hatte Lampert noch keinen Beweis geliefert. Mitte März händigte man ihm dann CHF 100'000. an dem er für sich und seine Familie über die nächsten hundert Jahre das Sagen in Liechtenstein durch die neuen Verfassung einzementieren lassen würde. war der Tag. dass die Medien davon erfahren könnten.in bar und sofort. dass sonst Hans-Adam samt Familie und Kunstbildern nach Wien auswandern würde. Die LLB war geschockt über seine Rücksichtslosigkeit. Was Lampert nicht wusste war. Lampert forderte u. Da der Professor jetzt regelmässig zur Arbeit in Liechtenstein war.. Er befürchtete. Viele stimmten darum für die neue Verfassung. Dies holte er in der zweiten Woche im März nach.a.

Nein. Weil HansAdam ihm ja am Telefon erklärt hatte. absolut gar nicht. resümierte er. herauszufinden. Alois deutete an. Kieber einen der zwei gedruckten Pässe für die paar Wochen. fragte er nach. ohne Schweizer Teilnahme die Dreizimmerwohnung der besagten Dame zu durchsuchen. dass niemand in Deutschland Interesse an den Daten hätte. Die Angst war und ist immer grösser. Er vergeudete nicht viel Zeit damit. Die politischen Gegner waren eingeschüchtert und sollten den Sieg von Hans-Adam über sie seit jenem Tag ständig zu spüren bekommen. Eine davon war. Kieber wollte nur einen Beweis abgeben. Wenn es unserer Sache dienlich sein soll. eine glückliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. Warum er und nicht die Treuhand die Papiere nun habe. jede Veränderung des Status Quo ist zu vermeiden. fragte er. dass Deutschland solche Mandate sehr heiss begehren würde. dass man gewisse alte Ideen aus dem KKZ nichts ganz verwerfen wollte. Hans-Adam erwähnte im Gespräch. bis er nach Hause kommen würde. dass Kieber damit nur zeigen wollte. Der Bankdirektor übergab dann wunschgemäss das Bündel mit den 125 Blatt Papier an Hans-Adam. Dies gefiel dem Landesführer. Etwas verlegen erklärte der Gesandte. ob Kieber bei seiner Ex-Freundin in Zürich eventuell Datenträger versteckt haben könnte. In Zürich. Schon Tage vor seinem Triumph in der Abstimmungssache. es wäre ein neuer Brief von Kieber. Dieser dachte zuerst. dass Kieber nie vorhatte. unterzutauchen sondern er sich ganz fest vorgenommen hätte. Hans-Adam wollte daher abgeklärt haben. dass man auch in Zürich nicht fündig geworden sei. sich bei den 66 Prozent zu bedanken. Er und sein Sohn Alois kamen an einem Nachmittag zu einem Sechs-Augengespräch mit dem Bankdirektor auf Schloss Vaduz zusammen. Nach dem Abstimmungssieg fühlte sich Hans-Adam so stark wie ein Godzilla. Der Bankdirektor wurde auch mit anderen Neuigkeiten überrascht. Solle er dies als Drohung auffassen. wurde Hans-Adam laut. Es sei in der Zwischenzeit gelungen. Er nahm die Papiere entgegen und las aufmerksam die Kundennamen und andere Details. hatte HansAdam anderen Grund zur Freude. Ein dicker Brief. ob es jetzt nicht besser wäre. Die Dokumente hätte er dem Direktor Dr.Bayern: Alles ungewisse. 347 . auszuhändigen. dann müssen wir es in Betracht ziehen. Der Bankdirektor war sich auch ganz sicher. Es wurde leider nichts gefunden. Feuerstein am Morgen schon übergeben.

anrufen würde. dass sie zu Bekannten in die Ostschweiz abgefahren war. die sie auch ab und zu mal hatte. hätte er sich einen Flug nach Holland für den 21.Der Bankdirektor erkundigte sich. was er Kieber am Telefon oder beim nächsten Besuch erzählen soll. Er bat um Instruktionen. mit der Auswahl vom Bankdirektor richtig gelegen zu haben. Meine Vermieterin hatte keine Probleme mit mir und ich keine mit ihr. dass ihn Kieber wieder am 18.3. ich war immer schon kein grosser Glotzengucker. In dem kleinen Haus konnte man jedes Geräusch hören. war ich sehr empört. Mit ihm konnte man wirklich von Mensch zu Mensch reden. Er wusste von der Sache nichts. Sie sagte mir auch. Anm. Für mich steht fest. dass meine Ex-Freundin wahrhaftig zum angegebene Zeitpunkt nicht in ihrer Wohnung war. Müller darüber. T. Ich war heilfroh. dass Hans-Adam sie beschatten lies. ohne Spuren zu hinterlassen. Wie abgemacht. stieg meine Zuversicht Tag um Tag. als feststand. Meine eigene Nachforschungen ergaben. Ich schimpfte dann mit dem Professor Dr.: Als ich dann selber gegen Ende Oktober 2003 von dieser Aktion erfahren hatte. erklärte ihm Alois. dass sie zu keiner Zeit von irgendjemand über mich befragt worden sei.h. d. schon fest gebucht. Manchmal durfte ich mit ihr und ihrem Mann vor dem grossen TV sitzen und gemeinsam schauten wir uns eine holländische Abendsendung an. da man ihre Wohnung erst dann betreten hatte. ob denn die betroffene Frau einer Hausdurchsuchung ohne Schweizer Durchsuchungsbefehl zugestimmt hätte. Ich hatte sie nie über das ganze Drama der LGT-Daten aufgeklärt. Der Bankdirektor rapportierte. dass die üblichen Handlanger von Hans-Adam die Wohnung professionell durchsucht hatten. Ich war die meiste Zeit unterwegs und ging zeitig zu Bett. Ich gehe davon aus. Wäre gar nicht notwendig gewesen. Ich schaute nie viel Fern. In meinem Zimmer konnte ich einen Deutschen Sender empfangen. Amsterdam März 2003 (b) Während ich mich schon auf den nächsten Besuch vom Bankdirektor in knapp zehn Tagen freute. oder 19. selten war ich nach 20 Uhr zu Hause. Verwundern würde es ihn aber nicht. Ich war ein ruhiger und kein lästiger Gast. 348 .

sagen könnte. sagte ich zu mir. dass ich eine One-Man-Show wäre. sollte ich? Und wer will das wissen? Nein. Aber was soll’s. Ich fragte. Wie soll ich dies verstehen. dass er überzeugt wäre. dass ich am 18. dass sie doch endlich begreifen sollen. Ungeduldig fragte mich der Bankdirektor noch mehrmals während dieses Besuchs.3. Bis dann. dass man in Vaduz wieder ungeduldiger geworden sei. nicht angerufen hatte.Am 19. Er erzählte weiter. Das Gespräch war schon nach 2 Minuten zu Ende. jetzt wo doch alles in die Wege geleitete worden sei. den 21. Einige würden in Vaduz denken. was er mir mitteilen könnte. Am 19. Nein. wartete ich schon seit 9 Uhr auf ihn in der Hotellobby. dass ich ein Einzelkämpfer bin und es immer war. Morgen würde ich ja sehen können. Das Geschäft blühe zu 349 . Am Freitag. Man würde dort nicht verstehen. Er schluckte sicher zwei Mal leer und erzählte. Dies sei unter der Kontrolle von Hans-Adam und dieser hätte ihm beim letzten Meeting nichts Frisches gesagt. sagte ich. um 13 Uhr rief ich den Bankdirektor an. Er als Bankdirektor hätte auch andere Verpflichtungen. es hatte keinen Sinn sich darüber gross den Kopf zu zerbrechen.03. rief ich den Bankdirektor an. wenn es ihnen besser gefallen würde. da ich die Aufgabe in meinem Kalender am falschen Tag eingetragen hatte. was los wäre. Er hatte nicht viel Zeit und bat mich einen Tag später anzurufen. Er schien über etwas verärgert zu sein. er sei am Freitag um 10 Uhr im Marriott. nicht mehr so freundlich. dass er leider nichts Neues gehört habe. nichts besonderes. Der Bankdirektor schien mit meiner Antwort zufrieden zu sein. warum ich nicht nach Hause kommen würde. erwiderte er. OK. Er war sehr kurzgebunden und sagte nur. Er erschien auch pünktlich um 10 Uhr. Er kam mit einer Gegenfrage und wollte wissen. Zudem würde ich nie andere in Gefahr bringen. Wir wechselten von der Lobby zum Terrace Café des Hotels. ob ich mit meiner Ex-Freundin Kontakt hatte. dann eben ein Einzeltäter. ob man mir schon Neues zum Thema Anklage gegen Roegele & Co. Er erzählte mir. Ich lachte nur und sagte. Beim ersten Anruf entschuldigte ich mich. beendete ich dieses Thema. sein Ton war auch ganz anders. Hört sich gar nicht gut an.03. dass ich ihr was gesagt oder erzählt haben könnte. sagte ich.03. Ich wollte von ihm wissen. Dies sei mein Kampf und dies würde immer so bleiben. was nun wieder los war. wie viele Reisen er noch machen müsse. OK. Es gab eine kühle Begrüssung. fragte ich. dass er in Vaduz immer betont hätte. Seltsam. vormittags und am 20. was ich dann auch tat.

Wenn ich ihm. jetzt versprechen würde. ich kann jetzt nicht nach Hause kommen.Hause. Wo sei der Beweis. also in ca. sagte er. Er sei unter Druck von Hans-Adam. Für mich habe sich nichts geändert. Ich erwiderte. Er wäre sinnlos einen Beweis nach Vaduz zu bringen. fragte ich ihn. Ob er den Beweis für die Zerstörung bräuchte. fünf Wochen. dass man wenigstens ein Teil meiner Bitten erfüllt hätte? Ich bleibe lieber hier in Holland und wenn alles so läuft. Darum wäre es reine Zeitverschwendung auf einen solchen Beweis zu beharren. dass ich spätestens bis Ende April. dann käme er am 2. Auf Anordnung von Hans-Adam wisse niemand von der LGT ausser seiner persönliche Sekretärin und Herr Piske. rein theoretisch – mit dem Pass in eine „andere Richtung‚ reise. bis zum nächsten Besuch eine solche Kopie der Daten zu vernichten. man brauche ihn auch dort. (vom Vorstand der Bank) dass er auf heikler Mission wäre. erwiderte er. Die Antwort darauf wüsste ich ja. Aber ich versprach ihm. oder 3. Ob ich schon eine Ahnung davon hätte. so – was hat euch bewegt. April wieder nach Amsterdam und würde mir einen der zwei Pässe als Schutz-ID für die Reise nach Hause übergeben. wieder in Liechtenstein sein würde. Und wie würdet ihr verhindert. Er verneinte. Ich müsste mich aber auch verpflichten und dies hoch heilig schwören. als weiteres Zeichen seines Guten Willens könnte er mir folgendes offerieren. wie man mir durch ihn ausrichten lässt. Auch dafür hätte man 350 . ob ich nach Hause zurückkehre. in der nahen Zukunft nach Hause zu kommen. Schliesslich hätte er auch eine Mannschaft zu leiten und das ihm direkt unterstellte Führungsteam würde sich schon wundern. zwei Tage verschwindet. Hans-Adam lässt nach nachfragen. und damit Hans-Adam. Ich musste leider eine negative Auskunft geben. da es ja technisch kein Probleme für mich wäre. vor der Zerstörung wieder eine neue Kopie zu machen. So. ob ich schon einen der elektronischen Datenträger vernichtet hätte. würde dieser immer ungeduldiger. mir auf einmal einen Schutz-Pass auszuhändigen. dass – wenn ich wollte. Im elektronischen Kalender der LGT wären seine Besuche als Kundentrips getarnt. wann ich nach Hause kommen würde. Er argumentierte. Dennoch. dann sehe ich kein Problem. Wie gesagt. warum er praktisch jede Woche ein. dass ich doch innerhalb einer Woche eine Entscheidung treffen könnte. dass ich im April alle Datenträger vernichte und nichts mit auf die Reise nach Hause nehmen würde.

was ich hören will. polizeilich als gestohlen melden und die Passnummer in ein internationales Register eintragen lassen. dass sie sich offenbar in die Materie. in die Gedankenwelt von mir vertieft hatten. Er verdeutlichte. In den folgenden Tagen überlegte ich. auch „im Vertrauen‚. Ich war schon ganz gespannt. Der Bankdirektor sagte mir „im Vertrauen‚ (was immer dies bedeutete). dass sie mir genau dass sagen. offenbarte ich ihm. Aber ich konnte ja mit niemandem reden. Er schilderte mir. sagt er. dass man sich in Vaduz sicher sei. Die nächste Minute glaubte ich wieder kein 351 . Ein Abtauchen oder Untertauchen als „Ulrich Meier‚ mit den Daten würde keinen Vorteil für mich ergeben. Er bat mich ihn spätestens in einer Woche wieder anzurufen.falls ich am 30. dass man in Vaduz alle meine möglichen Optionen studiert hätte. erstaunte mich schon und bewies mir. Eine Minute lang dachte ich alles passiere so. aushändigen. Wir verabschiedeten uns und ich entfernte mich mit dem üblichen Verwirrspiel in Richtung Menschenmenge. Um zu verhindern. Davon hätte ich nur zwei: A) ich finde eine friedliche Lösung mit Hans-Adam oder B) ich suche die Hilfe bei den Deutschen oder Amis. Dies würde im Grossen und Ganzen ungefähr meinen Vorstellungen entsprechen. dass er mit mir . Keine schlechte Idee. Oder vielleicht das Angebot doch nicht annehmen? Würde es nicht eher so sein.vorgesorgt.05. Und die Daten? Was ist.04. dass ich es dem Landesführer Hans-Adam hoch anrechnen sollte. den Pass am 01. Der Bankdirektor hatte bei diesem Besuch nicht viel Zeit für mich.wenn auch nur durch seinen Gesandten – überhaupt redet. wenn ich – rein hypothetisch – mit Daten und Pass auf Wanderschaft gehen würde? Was er dann zur Antwort gab. fragte ich mich auch ständig.03 im Laufe des Tages nicht in Vaduz eintreffen würde. die auf Heinrich Kieber lauteten. ob ich das Angebot annehmen sollte. Ich erbat mir Bedenkzeit von ein paar Tagen. Mit dem Aushändigen des Passes wollte man mir den Stress der Heimreise nehmen. Wenn ich nur nicht so misstrauisch wäre. welche Lösung sie dafür gefunden hatten. beendete er deren Theorie. Ich sagte zu mir. würde man . Natürlich müsste ich im Tausch alle meine Ausweise. Er war zum Verrückt werden. erwiderte ich. dass ich den Pass als neue Lebensgrundlage verwenden würde. wie man es mir geschildert hatte. dass ich die oben genannte Variante A) auswählen würde.

erwähnte ich im selben Atemzug. 352 . um zu frühstücken und wenn Jane das Zimmer machen wollte. weil ich keine Kraft dazu hatte. Irgendwann musste ich klein beigeben oder sie klein beigeben. gern geschehen. und 3. ob er nun am 2. Ich sperrte mich für ein paar Tage im Zimmer ein und verliess es nur. Ich hätte keine Bedenken gehabt mit ihnen zu telefonieren. keinen klaren Entscheid fällen. Ich versprach ihn am 1. Als Ausrede erzählte ich ihr von einer unglücklichen Liebe. dass. dass ich an die Existenz eines Auftrages von Hans-Adam an ein Rechtsexpertenteam absolut nicht glauben würde. Aber so konnte es auf ewig ja nicht weitergehen. Ich behauptete. Ich fand auch keinen Gefallen mehr. Sie fühlte meine Niedergeschlagenheit. ich mich für die Behauptung entschuldigen würde. ich die Bombe zünden oder sie Gewalt anwenden. Ich wäre aber nicht sicher. Ich war sehr traurig. die schönen Seiten von Amsterdam zu erkunden und die Freiheit zu geniessen. April kommen soll oder nicht. Einen friedlichen Geburtstag wünschte er mir aus heiterem Himmel für den kommenden Sonntag.04. um 20 Uhr rief ich den Bankdirektor an. Er konsultierte seinen Kalender und bat mich um 13 Uhr anzurufen. Bitte. Er sagte mir.Wort von dem. Sie zeigte Mitleid mit mir und das Thema war vom Tisch. Ich konnte es nicht.3. Herr Kieber. Ich konnte keinen definitiven. Am 28. Er fragte mich. wieder anzurufen. Danke schön Herr Bankdirektor. da zu jener Zeit meine Schwestern und meine Mutter ihren Geburtstag feierten. was in die erforderliche Richtung einer Anklage der Verbrecher aus Argentinien gehen würde. was man mir gesagt hatte. dass er gerade zu Hause bei seiner Familie angekommen sei. ob es ein fruchtbares Treffen werden würde. Um meiner Unsicherheit gleich noch eines drauf zu geben. Ich bat ihn zu kommen. sollte es dieser Auftrag wirklich geben. Ich erzählte ihm dass ich mehr durcheinander als klar im Kopf sei. Dies waren in Wahrheit die Möglichkeiten. Ich wollte keinem Druck ausgesetzt werden und im Grunde hätte man mir nichts gezeigt.

man brauchte den Professor um Kieber und die Daten nach Liechtenstein zu bringen. Regierungschef Hasler. Der Professor hatte wiederum mehrfach darauf hingewiesen. was einem mit Kieber verbinden würde und nicht was sie trennen würde. Hasler und Feuerstein keinen Spielraum.VADUZ April 2003 (1) Jetzt waren es schon bald ganze drei Monate seit Kieber Liechtenstein mit den Daten verlassen hatte. dass man dem Kieber nichts Versprechen soll. Wie so oft in Liechtenstein. Man müsse daran arbeiten und darauf aufbauen. Alois. was man von vornherein nicht einhalten würde. Der Professor erklärte ihnen aber. wenn Kieber die Datenbombe zünden würde. dass es zwar gegenseitigen Sympathie und Vertrauen zwischen Kieber und dem Bankdirektor gebe. Obwohl sich der Professor die allergrösste Mühe gab. Piske. Gewalt anzuwenden. Hasler und Feuerstein konnten erst nach intensiven Gesprächen mit dem Professor endgültig von der Idee. Einmal zu Hause angekommen. nicht zu glauben. Kieber sei noch immer extrem misstrauisch.h. dass es vorerst eine Bedrohung sei und es erst dann ein massives Problem werden würde. Abschied nehmen. d. die in Vaduz für ihn gestartet worden seien. Der Professor sagte. mit ihm reden würde. Unbestritten. wegkommen sollte. In diesem Punkt sah man bei Hans-Adam. wie man auf heimischen Boden zu agieren gedenke. Die Restgruppe des KKZ. neutral aus der Sicht von Kieber. Er hatte dabei an sich selbst gedacht. wenn eine völlig neutrale Person. Und immer noch keine Heimreise von ihm in Sicht. sein Sohn Alois. Besser wäre es. Ziel sei es Kieber nach Vaduz zu bringen und dann hätte man ja immer noch die Gelegenheit ihm ein schönes Dankeschön auszudrücken. Guter Rat in Form einer besten Lösung des Problems war einfach nicht zu finden. spürte auch dieser ausländische Experte. Nach jeweiligen solchen offenen Gedankenspiele war der Professor beunruhigt. die (angeblichen) guten Handlungen. Hans-Adam. Natürlich war es aus Sicht Liechtenstein ein massives Problem. Trotz seiner guten Entlohnung stellte er mehr 353 . Feuerstein und der Bankdirektor waren mit der Situation gar und gar nicht zufrieden. dass man von der fixen Idee ein Problem lösen zu müssen. würden die Ideen und Ratschläge vom Professor allenfalls zur Kenntnis genommen. dass sich die Herrschenden im Ländle nicht gerne vorschreiben lassen. dass Kieber schlussendlich aber eher dazu neigen würde. die Restgruppe in regelrechten Marathonsitzungen oder in einzelnen Gesprächen davon zu überzeugen.

auch klar. die Liechtenstein nie zu erfüllen gedenke. die nur dieser – zwar mit unterschiedlichen Motiven. Wenn Kieber etwas in den letzten fünf Jahren mit den Liechtensteiner Behörden erleben musste. aber dennoch eben auch als Täter – beantworten könnte. dass man ihn als Mensch braucht. dass er in seiner Arbeit am aktuellen LLB-Fall (Lampert) begriffen hatte. Zudem hätte dies den positiven Seiteneffekt. um Hilfe in diesem Fall bitten könnte. Diskretion und Autoritätsgläubigkeit zu appellieren. dem Kieber Hoffnungen zu vermitteln. 354 .als einmal die Frage. Es hatte ja nichts mehr gebracht wieder an Kiebers Loyalität. sollte dieser die Bombe nicht zünden und nach Hause zurückkehren. mit Blick zu Hasler und der LGT. Aber natürlich. Er machte aber. ergänzte Hans-Adam. Mit dieser Aussage von Hans-Adam war der Professor zufrieden. Bei einem weiteren Treffen mit Hans-Adam eröffnete der Professor ihm seine neue Strategie. Aber er hätte schon ein paar Fragen an Kieber. dass Kieber fühlen würde. erwiderte Hans-Adam. Hans-Adam rief den Bankdirektor zu sich und ordnete ihn an. Kiebers Denkvorgänge seien nicht zu unterschätzen und könnten zur Problemlösung mit Lampert angewendet werden. Kieber um Hilfe zu bitten. Und da der LLB-Fall in der Tat existiere. ob den Worten auch die Taten folgen würden. dass er nicht dazu missbraucht werden könnte. dessen Meinung gefragt ist. müsste man ihn für Kieber nicht neu erfinden. Ob Hans-Adam die Strafverfolgung der Täter aus Argentinien und die daraus folgenden Konsequenzen wirklich im Sinne habe. Hilfe? Von Kieber? Der Landesführer wurde hellhörig. Auch nicht viel weiter war man gekommen. Man wäre es Kieber irgendwie schuldig. sah er darin. völlig realistisch. als man ihn an seine guten Seiten erinnerte oder sein Schuldgefühl gezielt bearbeitete. so war die eine endlose Abneigung und gigantische Ignoranz. dass man Kieber. Der Professor erklärte. Eine dritte Chance Kieber zur raschen Heimreise zu bewegen. Man müsste ja dem Kieber nicht alle Details erzählen. als jemand. diese Chance mit dem Professor zu diskutieren.

In ein. Ich sagte daher dem Bankdirektor. Er habe extra den Pass mitgebracht. Ich sah ihn mir zuwinken. weil ich nicht mehr sicher sei. Dies darum. Ich war nervöser als sonst. Er freute sich über meine „Einsicht in die Notwendigkeit".Amsterdam April 2003 (a) Ein neuer Monat. sagte ich zu mir. Oh. Wie versprochen rief ich am 1. ob er den Schutzpass mitbringen sollte. über das was vor sich ging.4. selbst wenn Hans-Adam am Drücker sei. er könne die Schutz-ID mitbringen. für die Horde der Internationalen Steuerhinterzieher. Er war voller Zuversicht und schlug vor. dass wir im nahen Park spazieren gehen. ein neuer Anfang. wenn er fast jede Woche nach Holland fliegen würde. als ich von der gegenüberliegenden Strassenseite auf das Hotel zuging. Nicht dass ich selber irgendwelche Erfahrungen im Militär hätte. ob ich froh sei. aber eine kolossale Kaserne. Ende April schien mir einfach zu früh. fragte er erstaunt. da mir ganz klar war. ob ich schon Ende April nach Hause kommen könnte. Ich lächelte gezwungen. bis Ende Mai. 20 Minuten später verliess ich den Laden mit einem Haarschnitt wie nach dem Einrücken ins Militär. dass das Drama mit den Daten bald zu Ende sei. Er fragte mich. Ich sagte. die Haare waren aber wieder gewachsen. Zwei Monate. dachte ich mir. Ich erwiderte. was er denn seiner Frau sagen würde. dass ich 355 . dass ich ja noch Zeit dafür hätte. die Datenträger zu vernichten. Er schlug die Hände über seinem Kopf zusammen. Das Wetter war ja sehr einladend. dass ich meinen Mietvertrag um zwei Monate verlängert hätte. das Ländle hat ja keine Armee. dass er sie beschränkt informieren konnte. Doch ich wollte ihn nicht enttäuschen und sagte nichts am Telefon. der 2. Der Bankdirektor hatte schon an einem Fenster im Terrace Café Platz genommen. Er bestätigte seine Ankunft für den nächsten Tag und fragte.4. dass ich noch nicht nach Hause fahren würde. weil ich gleich den Bankdirektor enttäuschen würde. zwei oder drei Monaten könnte nicht so viel geändert oder in Bewegung gesetzt worden sein. Ich erwähnte dann. Nach dem Anruf kam ich an einem Coiffeurladen vorbei und sah mich im Spiegel. Dienstag. Er fragte mich. Ich hätte doch darum gebeten. ob ich angefangen hätte. Ich versuchte das Thema zu wechseln und fragte ihn. Ja. pünktlich um 13 Uhr den Bankdirektor an. Er sagte.

Man würde aber nachvollziehen können. er müsse wohl geisteskrank geworden sein. es nicht auf die Spitze zu treiben. dass die in Vaduz auch unter Zeitdruck stehen und daher auf absurde Geschichten kommen würden.es gestern noch nicht genau wusste. wäre der versprochene Beweis dafür. angeheuert worden. Aha. könnte ein Psychologe nach Holland kommen und mit mir reden. Er sei wegen einer ganz anderen Geschichte. Und wer soll dies den sein. Das er auch erkannt habe. fügte er hinzu. dann hätte man da jemand zur Hand. Er sagte. Aber. Einen Psychofreak also. dass man in Vaduz langsam aber sicher die Geduld mit mir verlieren würde. Das wäre nichts Neues für mich. fragte ich. dies sei kompliziert. Trotzdem sei ich manchmal hartnäckiger als ein alter Esel. Wenn ich damit einverstanden wäre. dass man mit mir am Telefon eigentlich normal reden könnte. wenn ich früher oder später ganz durchdrehe. Es wäre mir klar. Warum kann man mir den Namen nicht nennen? Ich treffe mich mit niemandem. selbst mit Hans-Adam zu sprechen. Dies sollte ja kein Problem sein. offerierte er mir. der mir bei meiner Entscheidungsfindung helfen könnte. wohl wieder so ein Trick. bemerkte ich. dass ich unter massivem psychologischem Druck stehe und es ihn nicht verwundern würde. Der „Psycho‚ wäre eine grosse Hilfe für alle. konterte ich. dafür wäre er ja da. bitte schön. sehr skeptisch gegenüber Vertretern des Establishments sei. Der Bankdirektor erzählte mir. dass ich. die sich momentan in Vaduz abspielte. Ein anderes schweres Drama. Es wäre ja kindisch. da er selbst erlebt hatte. um mich zu benebeln und Zeit für einen Angriff zu gewinnen. nur um mich nach Hause zu 356 . was er schade finden würde. Wo. Ich bat ihn. dass ich Ende April nicht nach Hause kommen werde. Ich sagte ihm auch. griff ich ihn an. Heute aber sei ich mir sicher. wenn ich ihm nicht glauben würde. versuchte er die Situation zu retten. Anderes Drama? Jetzt? Meine Hilfe? Röhrte ich kopfschüttelnd und legte eine Gang beim Laufen zu. ich solle mich nicht so aufführen. Ich verlangte. um weg von solchen übergeschnappten Ideen zu kommen. über den ich nicht vorher Bescheid wisse. Es dürfe mir den Namen nicht nennen. obwohl er sich auch nur auf die Angaben von Hans-Adam berufen könnte. rief ich aus. in meiner jetzigen Lage. Er sagte. dass man die Täter von Argentinien anklagen würde? Ich müsse ihm glauben. wobei meine Hilfe möglicherweise gebraucht werden könnte.

wenn ich ihn sehe. der sitze gemütlich zu Hause. Die grösste Knacknuss im LLB-Fall wäre. dass überhaupt jemand Daten von der LLB gestohlen haben könnte. Ich war ob dieser Antwort sehr erstaunt. Genau dies sei das Kernproblem. Dass aber eine Erpressung ausgerechnet jetzt stattfinden würde. Ich müsse ihm versprechen. Dieser wäre ein Ex-Mitarbeiter von der LLB und hätte dort Daten von deutschen Kunden gestohlen und würde jetzt seit Februar/März die LLB erpressen. Ich vergrub mein Gesicht in den Händen. Würde ich im LLB-Fall helfen. dass dies eine Taktik sein könnte. die LLB wäre ja das Problem der Regierung. Die Abdankung des Landesführers? Ganz und gar nicht. was kommt als nächstes. als zweitrangig herabstufen würde. fragte ich. aber man sei sich in Vaduz nicht sicher. vielleicht. der Aktienmehrheitsbesitzerin der LLB und nicht das Problem von Hans-Adam oder seiner LGT. die er behauptete zu haben. dass man keine Zeit und Ressourcen für mich hätte. und da kommt man mir mit einer Story. Dies kam in der Vergangenheit vor und wird immer passieren. ob der Lampert auf der Flucht sei. Zuerst ein Psychofreak. in der ich angeblich ähnliches ZUR GLEICHEN ZEIT IN VADUZ abspielen sollte. ob er all die Daten hat. also meinen Fall. Nein. desto glaubhafter wurde er für mich und umso ernster wurde mein Gesicht. wobei man den LGT Fall. sagte ich.locken. Ich fragte ihn postwendend. Aber nein. Die „Konkurrenz‚ schläft wohl nie. witzelte ich. dann eventuell. Ob ich einen Roland Lampert aus Vaduz kenne. erwiderte er. dass ich niemandem absolut gar nichts davon erzählen würde. um mir das Gefühl zu geben. was dies alles mit mir zu tun habe. Wie bitte? Für einen Moment genoss ich die absurde Situation. Komisch. Geld sei an Lampert schon geflossen. der Lampert muss wohl sehr starke Nerven haben oder etwas geisteskrank sein. 357 . Da war ich selber mitten in einem länderübergreifenden Krimi. aber nein. Ich fragte ihn. erwiderte ich. Die Sache sei auch unter strenger Geheimhaltung in Vaduz. wollte ich nicht glauben. ob und wie viele Kopien der Daten er habe. herauszufinden. Gleich verwarf ich diese Gedanken. dann könnte ich mein ramponiertes Image bei der Justiz und der STA in Vaduz sicherlich verbessern. Blitzschnell kam mir laut der Gedanke. meiner Meinung nach. Ich hatte absolut keine Zweifel. sagte er mir. Je mehr der Bankdirektor im Detail darüber erzählte. hatte also genug eigene Probleme am Hals. Nein. Nicht zu fassen. dann die LLB. erwiderte der Bankdirektor.

Weil man noch abwarten wollte.Der Bankdirektor versuchte mir eine Heimreise schmackhaft zu machen. fragte ich. komme gerade von einer „Tour de Daten‚ in Berlin und Amsterdam zurück. wenn ich nach Hause kommen würde. dass ich 358 . ihm die Erpressung auszureden und herausfinden.‚ Ja ungefähr so. das Herkunftsland und die Beziehung zur LGT und Hans-Adam würde ich schon gerne erhalten. worin ich bestätige. Nach dem Spaziergang gingen wir zurück zu seinem Hotel und er lud mich zum Abendessen ein. mich zuerst einmal mit dem Professor zu treffen. Ich sollte versuchen. dachte ich mir. Der Bankdirektor sagte. ich habe auch tonnenweise Daten von einer „Bank‚ gestohlen. sollten wir nicht zuerst unseren Fall lösen? Ich willigte ein. man mich bitten würde. Warum gerade ich. intern "der Professor" gerufen. mit dem Lampert zu reden. Vorher musste er mir aber noch eine andere Bitte von Hans-Adam vortragen. Aha. dass. mir schon eher. Dieser habe ihn beauftragt. Warum nicht. fragte ich und fuhr fort: Soll ich den einfach zu Lampert gehen und ihm sagen: „Hallo ich bin der Heinrich Kieber aus Mauren. dass der Psychologe. Den Namen könnte er für sich behalten. Die LLB sei ja de facto eine Staatsbank. meinte der Bankdirektor. obwohl mir dies alles keinen Sinn mehr ergab. Ich bat den Bankdirektor aber mir vor einem solchen Treffen etwas mehr Hintergrundinformationen über die Persönlichkeit dieses Professors zu geben. wie viele Daten. sagte ich. Dieser könnte also kommen. Hans-Adam würde auch froh sein. erwiderte der Bankdirektor. Sowieso. Schickt doch euren Top-Psycho hin. sondern fürs ganze Land. wenn ich meinen Anteil an der Lösung des LLB-Falls beitragen könnte. Aber Angaben über die fachliche Kompetenz. war die logische Frage von mir. vor allem wie viele Kopien er davon er habe und wo er sie versteckt haben könnte. von mir eine schriftliche Erklärung zu bekommen. ich hätte genug andere Probleme. Einem Professor würde der Lampert nichts erzählen wollen. Warum das. Es wäre ja primär keine Hilfe für die LLB. habe die Sinnlosigkeit der Handlung erkannt und bin jetzt hier um dich vor einem grossen Fehler zu bewahren. meinte er. ich hatte keine Zeit oder Energie um der LLB zu helfen. Einen Versuch wäre es Wert. sagte ich. Mann oh Mann. Was ich ja wusste. noch nicht persönlich mit dem Lampert gesprochen hätte. indem er sagte. sagte der Bankdirektor. Der kann dies sicher tausendmal besser. wenn er wollte.

Solange ich es vor meiner der Heimreise erledigen würde. sagte ich. tobte ich. dass ich morgen in eine furchtbare Situation kommen würde. sodass die in Vaduz nicht immer auf meine Anrufe angewiesen waren. Ich wusste. Das sei schon OK. Komm mir ja nicht mit dieser Tour. Er war damit einverstanden und offerierte. Ohlala. Hans-Adam würde ja auch aktiv an Lösungswege arbeiten. Hans-Adam wolle einfach etwas in den Händen haben. sollte ich die gewünschte 359 . Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten. Um eine bessere Kontaktmöglichkeit zu haben. willigte ich ein. Wenn ich dann die Datenträger vernichtet hätte. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. johlte ich ihn an. schlug der Bankdirektor vor. mir ein neues Handy samt SIM-Karte und Guthaben zu berappen. Allerdings würde ich es nur für einen kurzen Anruf von ihm zu exakt abgemachter Zeit einschalten. Vorher schaltete ich mein neues Handy aus und entnahm die SIM-Karte sowie die Batterie. Ich hätte aber mit der Zerstörung noch nicht begonnen.alle Datenträger vernichtet hätte. sagte ich wahrheitsgetreu. Ich verschwand in den schwach beleuchteten Gassen von Amsterdam. erwiderte der Bankdirektor. Das Mindeste was ich momentan in dieser Situation für ihn tun könnte. Ihr wollt dies nur. Wir suchten ein Geschäft auf und nach 15 Minuten war ich Besitzer eines neuen Telefons mit Prepaid-Nummer und einem 100 Euro Guthaben. brüllte er. ein holländisches Handy samt Nummer zu kaufen. am nächsten Morgen um 11 Uhr wieder beim Hotel zu sein. dann könnte ich eine neue persönliche Erklärung darüber für Hans-Adam ausfertigen und er würde dies ihm dann auch überreichen. Dadurch könnte er mich telefonisch erreichen und mich auf dem laufenden Halten. Ich versprach ihm. ein solches Schreiben mit ihm morgen aufzusetzen. Auf gar keinen Fall. Nach dem Essen kam wieder eine neue Idee vom Bankdirektor. ich sollte mir doch eine holländische SIM-Karte für ein Handy kaufen. Er bedankte sich für meine Einsicht und wünschte mir eine gute Nacht. Zuerst schüttelte ich vehement den Kopf. sei dies kein Problem. Der Bankdirektor würde gerne ein solches Schreiben morgen mit nach Hause nehmen. nach „Rotterdam‚ gehen und versprach ihm. um mich lokalisieren zu können. sodass am Ende die Verbrecher vor ein Gericht gestellt werden können. Ich wollte nun nach Hause. entfiel es mir da. Manchmal könnte ich sehr fanatisch sein. Fair für Hans-Adam.

Aber 360 . Denn sollte irgendetwas mit mir auf den Reisen 2003 passieren und mein Namen in den Medien in Liechtenstein. Für den Fall. Deutschland oder Österreich genannt werden. Erstmals kann ich meinen Lesern ein weiteres meiner Geheimnisse verraten. um die jährlich automatisch abgezogene Mietgebühr bis Ende 2008 bezahlen zu können. eigentlich entgegen den normalen Gepflogenheiten.Erklärung für Hans-Adam abgeben. dass ich dies gegenüber Hans-Adam nicht erwähnt hatte oder je erwähnen wollte. eine Masterkopie bliebe immer vorhanden. speziell ab 1997 sehr Vorsichtig geworden bin. Beide Schlüssel durfte ich. die DVDs und externe Harddisks mit nach Berlin nehmen würde. Selbst wenn ich in der Nacht alle Datenträger noch vernichten hätte. dass man deutschsprachige Zeitungen oder News in der französischsprachigen Schweiz lesen würde. kann bestätigen. dass ich mit der Zeit. dass ich sie verlieren würde oder sie sonst wie unlesbar geworden wären. Bisher weiss niemand davon. Also selbst wenn ich alle Datenträger in Holland hätte vernichten wollen. dass Hans-Adam mir im Verlauf der Konfrontation mit Gewalt die Datenträger abnehmen könnte oder für den Fall. erstellte ich Ende Dezember 2002 eine so genannte Masterkopie des Back-Up-Tape auf einer neuen. Es verstand sich von selber. Jeder der mich kennt. eine Kopie würde ja immer noch in der Schweiz bestehen bleiben. ob ich dem Bankdirektor beim Gespräch morgen davon erzählen sollte. Zurück nach Amsterdam. so schnell ging er wieder weg. Mein Plan im 2002 sah vor. sehr gering. Für einen Moment dachte ich nach. weil die Grossbanken eine zentral geführte Kundendatenbank führten. Ich wählte auch bewusst eine Bank in der französischen Schweiz aus. Diese Kopie zusammen mit verschiedenen anderen Dokumenten bewahrte ich in einem neuen ausschliesslich dafür angemietetes Banksafe in der Westschweiz auf. Und praktisch alle diese Grossbanken ihren Firmenhauptsitz in der deutschsprachigen Schweiz hatten. bei der Bank selber deponieren. Ich sichere mich immer mehrfach auf allen Seiten ab. stabilen 100 GB Harddisk. Ich eröffnete ein Bankkonto mit genügend finanziellen Mittel. So schnell der Gedanke gekommen war. Dies deswegen. dass ich das Original DLT-Band. Ich entschied mich auch für eine kleinere Bank und keine Filiale einer Schweizer Grossbank. Natürlich konnte ich die Reaktion von Hans-Adam und den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nicht zu 100 Prozent voraussagen. so wäre die Wahrscheinlichkeit.

04. Man suche nach einem geeigneten Anwalt. fragte ich. Wie vereinbart traf ich um 11 Uhr im Hotel Marriott ein. Eine Vollmacht für Hans-Adam. Er konnte dies nicht erlauben. Hans-Adam hatte ihm diese mitgegeben. fuhren wir gemeinsam mit dem Lift hoch. Hans-Adam übernehme die Kosten. Ich wollte lieber nicht in einen Raum. ergänzte ich. Hans-Adam hätte ihm ausdrücklich verboten. Leuchtete mir ein. der auch internationale Verbindungen hatte weil die Täter aus Argentinien ja in verschiedenen Ländern leben würden und verschiedene Nationalitäten hatten. dass ich ihn in Berlin leider nur durch die Fensterscheiben des Diplomatenwagen von Hans-Adam hatte sehen können. Ich unterschrieb die blanko Vollmacht. Ich solle mit ihm aufs Zimmer kommen.03 beigelegt. Und .dann befürchtete ich. wenn ich überrumpelt würde. Was ist. sagte der Bankdirektor. Ich habe ihm schon eine in meinem Schreiben vom 7. fragte ich. Die hatte er ja schon. wenn ihr die Anwendung von Gewalt plant. Er versicherte mir. Einen neuen Rechtsanwalt? Ich hatte ja schon einen seit Jahren. dass man mir nicht glauben würde. spätestens am 31. vielen Dank erstmal. Nachdem der Bankdirektor das Schreiben in seinem Koffer verstaut hatte. mir den Pass zu zeigen. sagte ich. Na dann. Der Bankdirektor erzählte mir. Um meine Interessen im Argentinienfall bestmöglich zu wahren. dachte ich mir. fragte ich. falls ich nicht hoch und heilig versprechen würde.1.wie immer – erwiderte ich. Er wisse es noch nicht. 361 . dass dies DIE letzte Kopie sein würde. würde völlig unmöglich sein. Er wusste. die Gelegenheit wäre günstig. die Vollmacht wäre nicht für Hans-Adam.03 wieder in Vaduz zu sein. dass nichts geschehen würde. ob ich den Pass mal in die Hände nehmen könnte. dann würde man mir es ja nicht auch noch vorher ankündigen. um meine vollständigen Gerichtsakten lesen zu können. Nein. dass er mit Vaduz telefoniert habe und mir weiteres Positives mitteilen könnte. sollte man einen Rechtsanwalt damit beauftragen. klar. war alles was ich darauf erwidern konnte. sagte er. ihn zu fragen. geschweige denn zu geben. sagte der Bankdirektor. wo er und ich alleine waren. Im Zimmer half mir der Bankdirektor die Erklärung für Hans-Adam anzufertigen und zeigte mir eine neutrale Vollmacht. falls er eine brauche. Nach etwas Gerede. Besser wäre es einen wirklichen Profi damit zu betreuen. sagte ich. Und jetzt in die Schweiz zu reisen. Wie heisst der neue Anwalt denn.

Netter Versuch.‚ in Utrecht. Er war mit dem Erreichten zufrieden und wollte nochmals von mir bestätigt haben. weiterzuführen. Er sei aber wieder am 24. dass es noch eine Weile dauern würde. die Papiere doch bei der LGT in Zürich zu deponieren. sagte er nur. da er nach Ankunft in der Schweiz ein paar Sitzungen habe. April für mich da. Diesmal könne er sie nicht mitnehmen. 362 . weil man mir sagte. Auf Grund geschäftlicher Verpflichtungen würde er mit mir die nächsten zwei Wochen nicht telefonieren können. bis ich nach Hause kehren würde. dass ich jetzt versprechen würde. Ich schlug vor.Ich stichelte den Bankdirektor und sagte. um den Professor auf den Besuch einzustimmen und die angefangenen Arbeiten in Sachen Anklage gegen Roegele & Co. Nicht weil ich in der Lage war. Wann er die andere Hälfte der Papierdaten mitnehmen wolle. Während dieser Tage in Amsterdam war ich eigentlich in Hochstimmung. Es störte mich auch nicht gross. Geht gar nicht. Ich müsste dann nicht so weit von Rotterdam anreisen. dass man in Vaduz einige der eigenen Fehler erkannt und zugegeben hatte und mir nun helfen würde. Insbesondere war ich froh. sagte er. Ich könnte diese Datenbombe ganz einfach auslöschen.03 zu Hause zu sein. am 31. Er hätte schon ein Zimmer im Luxushotel „Karl V. fragte ich ihn zum Abschluss. Dies hätte Zeit. indem ich sie einfach später vernichtete. dass ich nichts vom meiner Masterkopie in der Schweiz erzählt hatte. Nein. dass ich mit der Datenträgervernichtung anfangen würde. am Geertebolwerk 1 gebucht. verdrängte ich. Zudem würden die nächsten zwei Wochen in Vaduz genutzt werden. mich überkam ein unbeschreibliches Glücksgefühl. erwiderte er. Irgendwann sollte ich ja wieder in die Schweiz reisen können. und 25. Die Tatsache. Da niemand von der LGT Schweiz etwas wüsste und man alles geheim halten würde. bis er dann nach Vaduz fahren würde. Drohungen auszusprechen oder sonst wie Druck auszuüben. bemerkte er. Ich war mit dem Ergebnis dieses Treffens auch sehr zufrieden. Er wüsste jetzt ganz genau. wo er die Daten auf keinen Fall bei sich tragen wolle. Obwohl ich zuerst mit der Datenbombe hatte drohen müssen.04. dass man mir helfen würde.

VADUZ April 2003 (2) Nachdem der Bankdirektor die Adligen von Liechtenstein. wobei irgendjemand den LGTFall den Medien verraten würde und Kieber sich gezwungen sähe. Forderung zu warten.B. Oder der Rummel um einen LLB-Skandal könnte zu einem Informationsleck in Liechtenstein führen. machte sich das Gefühl breit. weitere monatliche Zahlungen und ein Beratervertrag.in bar übergeben und zusätzlich andere Versprechungen gemacht wurden. Ohne erst auf eine Reaktion von Seiten der LLB auf die 18 MIO. Auch sollten die restlichen 600'000. Er befürchtete. Kieber davon erfahren könnte und sich im Zuge der nachfolgenden Medienschlacht dazu ermutigt fühlen könnte. dachte er sich wohl. wenigstens an einer der zwei Fronten erfolgreich zu sein. Lampert erkannte den Wert seiner Sammlung offenbar erst im April.CHF seiner Erstforderung bald fliessen. dass ihm ohne grosses Trallala gleich mal CHF 100'000. an die deutsche oder die US-Regierung zu gelangen. sich den Deutschen anzuvertrauen... Der Professor wurde abwechselnd von der Polizei für den LLB-Fall und von Hans-Adam für den LGT-Fall für Ratschläge angegangen. Spätestes bei dem Angebot als Berater in Teilzeit weiterhin für die LLB zu arbeiten. Er wusste. wenn der LLB-Fall zu einer Katastrophe führen sollte und die Daten in Deutschland landeten. was in seiner Autorität 363 . Kieber so schnell wie möglich nach Hause zu bringen. Er forderte frech und ohne Umwege. machte er einen weiteren seiner vielen Fehler. die kleine Summe von 18 Millionen CHF. die Annullierung oder Teilannullierung seiner Hypothek bei der LLB. Wie z. dass die Kunden aus Deutschland sofort irgendwie die LLB anrufen würden. Alles aber unter strengster Geheimhaltung. An der LLB-Front brodelte es sehr. Ein Klacks für die LLB. den Professor und den Regierungschef Hasler über die letzte Reise nach Holland aufgeklärt hatte. Die LLB wandte sich dann Hilfe suchend an Polizei und Justiz in Vaduz. Lampert war überrascht. dass es gelingen musste. Er schickte einem Dutzend Kunden eine Kopie ihrer Vermögenszusammenstellung bei der LLB per Post (aus der Schweiz. wenn ich mich richtig erinnere). Der Landesführer hämmerte dem Professor immer wieder ein. hätte ihm ein Licht aufgehen sollen. alles zu tun. Der Professor sah diese Gefahr nicht und versprach.

Ich schlug so fest. Beides lagerte nun schon seit zwei Monaten in meinem Koffer bei Jane. das Positive dominierte das Negative bei weitem. Dort spazierte ich am Ufer entlang und sobald ich weit genug weg von den Häusern war. breitete ich ein altes T-Shirt von mir auf der Kanalmauer aus. Das DLT-Tape zusammen mit dem Bankdirektor. Zuerst einmal sollte man das nächste Treffen zwischen dem Bankdirektor und Kieber abwarten. dank seiner Macht und seinen Verbindungen helfen würde. Amsterdam April 2003 (b) Die knapp zwei Wochen bis zum nächsten Besuch aus der Heimat waren wie Ferien für mich. Ich borgte mir einen Hammer von Janes Mann und fuhr mit dem Velo zum Hafen von Monnikendam. dachte ich und sammelte alle zerquetschen Elektroteile ein. an verschiedenen Orten rum um Monnikendam und Volendam in den Müll. warf ich sie in Amsterdam City in drei verschiedene Müllcontainer. Und Wunder gibt es ja bekanntlich keine. dass mir Hans-Adam. so hatte ich es mir vorgenommen. fuhr ich mit der Bahn und dem DLT-Tape nach Utrecht. Verpackt in altes Zeitungspapier und Essensreste. Sicher ist sicher.30 Uhr betrat ich die kleine Lobby des Hotels Karl V. Ich vernichtete der Reihe nach jede der vier DVDs. verteilt in acht kleine Abfallsäcke. legte die unschuldige Harddisk in die Mitte und hämmerte wie wild auf sie ein. den 24. Als nächstes war eine der externen Harddisk dran. verteilt auf drei kleine Abfallsäcke.stehen würde. ab und zu glaubte ich trotz allem dunkle Wolken am blauen Himmel zu sehen. Ich war überzeugt. Die externe Harddisk würde ich erst vor Abreise vernichten. Gewiss. Würde es nicht doch eine Falle sein? Würde man mir keinen Bären aufbinden? Dennoch. Nur ein Wunder würde diese Harddisk wieder zum Leben erwecken. Ich zerstückelte sie in unzählige Einzelteile und warf alle vermischten Bruchstücke. dass sogar Teile der Mauer darunter zerbröckelten. An der Rezeption erkundigte ich mich nach der Zimmernummer des Bankdirektors und rief ihn dann von der Lobby aus an. Um 17. Am Donnerstag. 364 .4. Nun hatte ich nur noch die zweite externe Harddisk und das original DLT-Back-Up-Tape.

Als ich ihm ohne Vorwarnung das DLT-Tape unter die Nase hielt. Es waren ja andere Zeiten angebrochen. um Gottes Willen nicht. ob denn der Professor den Argentinienfall so gut kennen würde. Lass uns die Stadt etwas ansehen gehen. schlug er vor. Mir wurde dann gesagt. fragte er mich. Ich sah ein paar Schweissperlen auf seiner Stirn. Wir bestellten uns ein Taxi und liessen uns ins Zentrum. seien ja die Daten auf dem Band nicht verschlüsselt. Jawohl. Dies sei zu gefährlich. wenn er sich nicht irre. erschrak er heftig.Er kam im Freizeitlook runter. sagte ich. wäre das Desaster perfekt und. dass der Professor sich freuen würde. Ich war etwas überrascht und fragte nach. nein – der will sicher keinen Abfall sehen. Nein. seit dem Februar seien sie in der LGT neuerdings verschlüsselt. Ich fragte nochmals nach. ja noch eine externe Harddisk irgendwo versteckt. Das die Daten auf dem BackUp-Tape nicht verschlüsselt waren. Ich erzählte. mich zu treffen. Friedenszeiten. Dies gefiel ihm sehr. bestätigt bekommen würde. Ob er die Überreste davon dann haben möchte. Er könne das Band nicht mitnehmen. dann könnte er es gleich mitnehmen. chauffieren. Niemand ausser uns zweien weiss. Zudem hätte ich. Ja. dass ich die vier DVDs und die externe Harddisk schon zerstört hatte. was und wo nach meiner Rückkehr geschehen würde. Nicht nur. Dann würde er zwar in Erfahrung bringen können. Um es gemeinsam zu zerstören. Oder wenn er es wollte. was soll er damit anfangen. Garantiert! Ich versprach ihm. sei nicht meine Schuld. erklärte er mir. dass dieser mir von neutraler Seite erklären würde. das eh nicht weit weg war. sagte er. Nur ruhig Blut. was das ist. Der Professor würde eben deswegen kommen. Ich dachte er wäre primär mit dem LLB-Fall beschäftigt. Der Bankdirektor lehnte aber dankend ab. wollte er wissen. Sollte ihm auf der Heimreise etwas zustossen. Man könnte es dem Hans bringen. wenn er richtig gerechnet hatte. das DLT-Tape noch im April zu vernichten. Nein. dies war mir nun aber egal. wie. was man in Liechtenstein im 101er in die Wege geleitet hatte und 2. schlug ich vor. von welchem Tag im Herbst 2002 das Band stammte. sodass ich von einer neutralen Person 1. mit Aussicht auf einen „100jährigen Frieden‚. wenn es nach mir ginge. Er vertraue da lieber auf meine Fürsorge um die Daten. Der Bankdirektor antwortete. salutierte ich ihm. Warum ich das Band mitgebracht hätte. offerierte ich ihm und strecke es ihm entgegen. was die Aufgabe des Professors sein würde. sagte er. sagte ich. erwiderte er. eine Lösung für ein gemeinsames Ziel 365 . fragte ich ihn.

Also. Aber ich müsse mehr über diesen Professor erfahren. dass ich mit den Details erst rausrücken würde. sagte ich zu ihm. Es würden hoffentlich keine unerfüllbaren Bedingungen sein. Da es schon spät war. die ich aber besser vom Professor erklärt haben sollte. Der Professor. fügte er an. wenn es der Sache dienlich sein würde. 366 . a) eine Back-Up-Tape zu entwenden und b) dies so durchzuziehen.aufgezeigt bekommen würde. Mir blieb aber nichts anderes übrig. dass es wichtig sei. jetzt zu Erfahren wo offenbar die Sicherheitslücke sei. und würde ich einige der Bedingungen von Hans-Adam erfüllen. dass die LGT grossen Erfolg mit Neukunden habe und die Eröffnung der einzelnen Büros in Deutschland gemäss Plan stattfinde. Dieser sollte ja ein Genie sein. dann könne ich mein Leben neu beginnen. Ich wusste was den Bankdirektor seit seinem ersten Besuch auf den Nägeln brennt. Ich war sehr froh darüber. wie es mir gelang. Es hätte keinen Sinn. sagte ich. Würde ich nach Hause zurückkehren ohne dass jemand zu Schaden kommt. Um ihn zu beruhigen. offerierte er mir ein Zimmer im Hotel Karl V. erwiderte er. Mir war jetzt gar nicht klar. als den Besuch vom Professor abzuwarten. Der Bankdirektor erwähnte nochmals. wenn dieses Drama ein glückliches Ende genommen hätte. dass so etwas nicht nochmals passieren könnte. versprach ich ihm bald die Details offen zu legen. Ich lehnte ab und sagte. Ich gehe davon aus. Glücklicherweise hätte niemand von der LGT Frankfurt und Berlin etwas von unserer Tragödie gemerkt. dass man seit Februar 2003 a) die Daten auf dem Back-Up-Tape verschlüsselt und b) sicherlich jedes Back-Up-Tape keine Sekunde aus den „Augen lässt‚. Ich hatte ihm schon beim ersten Besuch gesagt. Ein paar Geheimnisse müsste ich vorerst schon noch behalten. das wäre Prima. Er konterte immer wieder mit derselben Aussage. Ich hatte darauf auch immer wieder dieselbe Antwort. Solange ich mich benehme und dem Hans-Adam und Liechtenstein helfen würde. Später erzählte er mir. nein. Damals und bei jedem späteren Besuch fragte er mir Löcher in den Bauch. um 11 Uhr wieder besuchen kommen. dann bin ich damit einverstanden. Ja. müsste ich nichts befürchten. Es wären da noch ein paar mehr Bedingungen. so. dass ich in einer ausserordentlichen Lage sei. so. ohne dass die EDV-Abteilung den Verlust bemerkt hatte. fragte ich. Nein. was ich davon halten soll. fragte ich. ich könne ihn am nächsten Tag. Bedingungen? Welche Bedingungen. Zeit für Detailfragen zu verschwenden.

Nach ca. Für den Bankdirektor war der Glanzpunkt des nächsten Tags meine Meldung über die erfolgreiche Einäscherung des DLT-Tapes.04. bevor ich mit dem Zug zurück nach Amsterdam fuhr. Mit einem Holzstecken mischte ich die brennenden Umschläge auf. sodass jeder Einzelne Feuer fing. sagte er zum Abschied. Alle paar Minuten schnitt ich das Band in der Mitte durch und steckte den Abschnitt in ein C5 Kuvert. Auf einem der grösseren Plätze in der City schmiss ich den Sack in einen Abfallcontainer. das fette Band abzuspulen. Ich blieb sehr wachsam. Es wird alles Gut Herr Kieber. Wieder ein Problem weniger. Dies war schwieriger als ich dachte. Ich entnahm die 18 Kuverts aus meiner Tragetasche und schichtete sie am Wegrand aufeinander. Wir vereinbarten. die aus Richtung Süden kamen. Nein. zwischen 12 und 14 Uhr eingeschaltet lassen würde. Am Ende hatte ich 18 fette solcher Kuverts. Ich öffnete das Gehäuse und fing an. Erstaunlich. fünf Minuten sah ich zwei Velofahrer. Schnell stampfte ich heftig auf das Lagerfeuer und löschte es. Da ich jetzt ein Handy hatte. Dicker Rauch stieg empor und das Feuerchen stank sehr. Mit meinem Velo fuhr ich in Richtung Amsterdam. versuchte ich meine Bewegungsmuster nicht zu wiederholen. Und mein Gepäck „leichter‚. niemals würde irgendjemand daraus irgendwelche Daten lesen können. dass mit Geld für ihn alles 367 . ab man mir die Wahrheit gesagt hatte und mir nicht nachspioniert wurde. dachte ich. wie lang so ein Band sein konnte. An einem Kanal stoppte ich ausserhalb der Sichtweite der wenigen Hausboote. Mai in Amsterdam erfolgen. Ich blieb noch eine Stunde in Utrecht und wanderte durch die Stadt. und 13. So gut es ging. Ich zündete die unterste Lage an und lies sie brennen. Er bestellte sich ein Taxi und ich wartete mit ihm auf der Treppe vom Hoteleingang. Vorher warf ich noch einen Blick in den Sack. Sein Besuch mit dem Professor würde am 12. mindestens.Am nächsten Morgen. dass ich mein neues Handy am 30. wäre es denen in Vaduz – Hans-Adam hatte immer die feste Überzeugung. Hunderte von Metern. Ich war mir nicht sicher. in der Früh begann ich mit der Zerstörung des DLT-Bandes. Dann sammelte ich die verschmolzene Ware ein und packte sie in einen Plastiksack. Gute Heimreise Herr Bankdirektor. Noch waren sie weit weg.

Ich sollte so nett sein und die restlichen Papierdokumente mitbringen. Auch musste ich für jeden angekündigten Anruf einen anderen. Ich musste aber nicht lange warten. er komme aus dem deutschsprachigen Raum und sei in jenem oder diesem Feld ein Experte. Man kann bei den hohen Finanz-Herren aus Vaduz nie vorsichtig genug sein. Es war der Geburtstag der Königin Beatrix. um meinen Standort in Monnikendam nicht preiszugeben. Rein theoretisch hätte der Bankdirektor auch um 13:59 anrufen können und hätte somit eine Stunde und 58 Minuten Zeit gehabt. OK. trotz ausgeschaltetem Handy den Standort zu identifizieren. erwiderte er. Er sagte. Am nächsten Tag. Technisch ist es möglich. fragte ich erstaunt. hatte es aus Kübeln geregnet. Ich musste also aufpassen. Wenn ich mich nicht irre. 368 . Ich protokollierte ab jetzt jeden „verbrauchten‚ Standort in meinem Taschenkalender (ein früheres Geschenk der LGT an Angestellte). dass die ganze Welt erfährt. Ich stand unter einer Markise eines Cafés in der Haarlemstraat und setzte mein Handy um genau 12 Uhr in Betrieb. Wenn die Angaben stimmen sollten. den Professor zu identifizieren. Ratsam war es auch. sagte ich. Mir genügten die paar Hinweise. Nur dadurch konnte ich vermeiden. dass ab dem zweiten Anruf eine Leibwache von Hans-Adam auf mich wartete. am 12. mit Hilfe von bezahlten Spezialisten meine Position in Amsterdam auf ein paar Meter genau zu finden. dass er mir den Namen am Telefon aus Sicherheitsgründen nicht nennen könnte.und ausschalten würde. mich mit Hilfe der SIM-Karte geographisch zu lokalisieren. Massenhaft Menschen unterwegs. Schon nach zehn Minuten rief er an. Sicherheitsgründe? Ist der Mann in Gefahr. da ich nur mein Zimmer in Monnikendam vor einem Zugriff schützen wollte. Aha. aber Hans-Adam will nicht.erreichbar war – möglich geworden. neuen Standort innerhalb Amsterdams suchen. die SIM-Karte und die Batterie aus dem Gehäuse zu entfernen. Er sagte. Nein. Es folgten ein paar Details: ungefähres Alter. dass ich innerhalb Amsterdams immer mein Handy ein. dem 30. war viel los in der Stadt. dann müsste ich in der Lage sein. Mai um 10 Uhr auf mich warten.04. Aber ich hatte keine Probleme damit. Ich fragte nach Details zum Professor. sofern ich dies ohne Gefährdung machen könnte. Dies war mir klar. er würde mit dem Professor nächste Woche. dass der Professor in seinen Diensten steht..

Wir vereinbarten. dann könnte er mir es sagen. Und nicht. Mai jeweils zwischen 12 – 14 Uhr eingeschaltet halte. + 9. Er würde nicht unbedingt anrufen. Ich war damit einverstanden. Er schwöre es. 369 ..Zum Abschluss ermahnte ich den Bankdirektor nur alleine mit dem Professor zu kommen. 8. dass ich das Handy am 7. hörte ich von ihm. aber wenn etwas in Sachen Reise sich ändern sollte. dass sich der Professor als weisser südafrikanischer Söldner entpuppt.

sagte er. Ich durchstreifte sicher drei Stunden die weitläufige Anlage. Ich machte im etwas vor und sagte. rief ich ihn den Bankdirektor an. OK. schien die Sonne prächtig. Es wäre mir zwar viel erzählt und berichtet worden. Also dann bis morgen. bewunderte ein Gehege nach dem Anderen. Er war überrascht. weit weg von den anderen Gästen.KAPITEL 16 Vier mal 9 mm Amsterdam Mai 2003 Noch 12 Tage bis zum wohl wichtigsten Treffen. Als es dann klingelte war ich leider nicht mehr in guter Stimmung. so dass ich sie bei Bedarf schnell griffbereit und reisefertig hatte. Am nächsten Tag. Wieder notierte ich mir den Standort in der Liste der Plätze an denen ich mein Handy eingeschaltet hatte. Ich weiss nicht mehr warum. Er redete wie ein Trainer auf mich ein und am Ende des 38 Minuten langen Gesprächs war wieder Frieden zwischen uns. was alles angeblich in Vaduz schon in die Wege geleitet worden wäre. Er hätte nichts Neues für mich und ich hatte nichts Neues für ihn. Ich hatte wieder Zweifel daran. Ich sagte. Meine Gastgeberin wunderte sich schon darüber. verabschiedete ich mich schnell. dass ich praktisch alles was von mir verlangt worden war. den 8. Ich begab mich in den berühmten Amsterdamer Zoo. Sie freute sich. Demnach würde ich von 13 – 14 Uhr mein Handy eingeschaltet haben. erfüllt oder in die Wege geleitet hatte. Ich packte die LGTDokumente schon mal um.5. dass ich aber gerne das Anruffenster um eine Stunde reduzieren möchte. dass man in Vaduz wirklich an einer guten Lösung arbeitete. dass es mir offenbar gut bei ihr und in Holland gefallen würde. auf den Anruf vom Bankdirektor. Ich wartete an einem der kleineren Tische. Der Bankdirektor rief zur vollen Stunde 370 . dass ich immer noch bei ihr logierte. Ich änderte den Plan und anstatt auf seinen Anruf zu warten. 24 Stunden später stand ich im Historischen Museum in der City. Ich fasste für den Bankdirektor am Telefon zusammen. Zur Mittagszeit setzte ich mich draussen ins Openair-Café. dass ich nur das Handy nochmals testen wollte. aber auf einmal gefiel mir die Sache ganz und gar nicht mehr. Aber einen Beweis dafür sei man mir immer noch schuldig geblieben. Nie hatten sie so lange einen Gast.

Er war immer noch etwas verdutzt über die Tatsache. der an einem kleinen Tisch sass. Alle in Vaduz seien zuversichtlich und er würde am Montagmorgen mit dem Professor abfliegen. Da ich für Pünktlichkeit bekannt war. aber aufgrund ihrer Fähigkeiten und Erfolge konnte man einiges im Netz nachlesen. sagte ich zu mir. Ich wollte sehen. drehte ich mich zum Professor runter und nannte seinen Name: Dr. wollte ich nun mein Handeln in diesem Punkt etwas weniger voraussehbar machen. hier! Der. der berühmte Professor. Um nicht verschwitzt zur Verabredung zu kommen. Ich fand es besser.55 Uhr. der müsste es meiner Meinung nach sein. wenn ich diesmal nicht pünktlich erscheinen würde. Mit dem Gesicht zu mir gewandt.30 Uhr noch nicht aufgekreuzt wäre. Am Ende hatte ich drei Psychologen auf meiner Liste. Ich streckte meinen Arm aus und die Hand in die des Bankdirektors.an. dass ich seinen Namen erraten hatte. Der Bankdirektor sagte schnell zum Professor. Halt. Herr Kieber! Endlich treffe ich sie. Nach dem Anruf suchte ich ein Internetcafé auf und suchte nach dem Professor. Ich wusste damit. Ich bedankte mich für sein Kommen. Es war 9. lächelte er und sein Gast stand auf. wenn ich bis 10. Alle waren Europäer. Zuerst aktivierte ich meine eignen Sicherheitsvorkehrungen und schlich mich dann in die Nähe des Hotel Marriott. aber – wie bekannt – einige Details preisgeben musste. Thomas Müller. Ich sah den Bankdirektor. Ich ging auf sie zu und sobald der Bankdirektor mich erblickte. Gegenüber dem Terrace Café nahm ich auf der Kanalmauer. Er lächelte und war gleichzeitig überrascht. Ich setzte mich zu ihnen an den Tisch und bestellte eine Cola.wie abgemacht seinen Namen nicht genannt hatte. Mai. hinter einem Baum Platz und beobachtete das Hotel. Ich rannte aus der Deckung durch den mehrspurigen Verkehr gerade wegs auf die grosse Glasscheibe des Terrace Café zu. Keiner hatte eine eigene Webseite. 12. Ihm gegenüber sass ein etwas grösserer Mann mit dem Rücken zu mir. auf die die Details passten. Wir redeten zuerst über belangloses Zeug 371 . dass ich den richtigen Psycho erraten hatte. dass er mir . Heute war der grosse Tag des Kennenlernens. Da war er also. nahm ich den Linienbus nach Amsterdam und nicht wie sonst üblich das Velo. was der Bankdirektor und sein Begleiter machen würden. Nach zehn Minuten wurde es mir aber selbst zu bunt und ich war neugierig auf den Professor. Bevor er etwas sagen konnte. Es gab nicht viele. sagte er und stand auf. Einer von ihnen müsste es sein.

sondern eine original Sachertorte aus Wien. Ich musste laut lachen. die Kirche. Er nickte nur ab und zu oder brummte ein Ja oder ein Nein. Ein Geschenk von Hans Adam? Ich wunderte mich. dass er sich um meinen Fall kümmerte. die Menschheit. Also auf der Lohnliste von Hans-Adam. Mit nichts besserem hätte man das Eis brechen können. weil ich erkannte. holte er tief Luft und schilderte mir seinen Lebenslauf. Der Bankdirektor war mit der Vorstellung des Professors zufrieden und er verabschiedete sich. Das letzte Mal als ich bei mir nach schaute. Er drückte mir die Schachtel in die Hand und sagte. stand aber fest. Der Professor war sehr geduldig mit mir. dass er im direkten Auftrag des Landesführers handle und ihm auch persönlich rapportieren müsste.wie das Wetter. arbeitete er eher mit „Toter Materie‚ (Leblose Opfer von Gewaltverbrechen). dass jemand in Vaduz auffallend gut die Hausaufgaben gemacht hatte. Es seien ja harte Zeiten momentan. Ja. Er griff in die Tüte und entnahm eine Holzschachtel. Nein lachte er. von nichts zu wissen. Die Echte. Ich war überrascht. dass wir alle spazieren gehen könnten. scherzte ich. Ich redete sicher die ersten eineinhalb Stunden alleine. aber dies sollte kein Problem für mich 372 . Ich verzog meine Lippen und schaute nach dem Bankdirektor. Es waren keine Patronen eines Schiesseisens drin. Als ich fertig war. so hatte ich es nachforschen können. aber ein Geschenk von Hans-Adam. Der Bankdirektor bezahlte wie üblich die Zeche und wir bummelten über den Kanal rüber und dann immer Nordwärts. Normalerweise. die Stadt. Dieser zuckte die Schultern und gab an. da er uns beiden Zeit für ein Vieraugengespräch lassen wollte. so gross wie ein DIN A4-Blatt und fünf oder sechs Zentimeter hoch. sagte ich. Ich wollte nicht zu lange am selben Ort bleiben und schlug vor. dass ich noch Lebe. Er bestätigte mir. Nicht schlecht. Ich gab ihm eine extreme Kurzfassung meiner letzten acht Jahre. Die Beste. als mit einer so schönen. Ich bedankte mich artig und fügte gleich an. dachte ich. Der Professor trug eine offenbar schwerere Tüte mit sich herum. ob er eine Waffe darin hätte. Ich öffnete die Schachtel und zu meinem Glück lagen keine vier 9 mm Schusspatronen drin. Ich wollte ihn provozieren und fragte nach. süssen Geste. so wird alles enden. dass ich leider mit niemandem die Torte teilen könnte. seine Heimat und dann meine Heimat.

Er bestätigte mir dies und verlangte von mir. dem ich alles gleich verpetzen würde und sagte ihm: Logisch.sein. Ja. Ja. dass Lampert sehr geschockt über die Verhaftung gewesen wäre. sonst wäre er nicht in seinem Haus und im Ländle geblieben. sagte ich. Bei einer fingierten Geldübergabe nähe Triesenberg. da ihm ein solches mögliches Ende in seiner Planung sichtbar nicht in den Sinn kam. dass er von der Regierung für diesen Fall angeheuert wurde. Dann schilderte er im Detail den LLB-Fall. Wie viel? Achtzehn Millionen Schweizer Franken. Der Professor sagte. was Lampert über die „schwierigen‚ Geschäfte der LLB. Der Lampert wolle mit niemanden ausser Hans-Adam oder seinem Sohn reden. Warum er den nicht mit ihm rede. fragte ich. fragte ich den Professor. sondern immer versuchen beide Seiten an einen Tisch zu bringen. am 8. antwortete er.. wem sollte ich auch etwas verraten. dass er die Daten den ausländischen Behörden verraten würde. Im Gefängnis würde Lampert wie ein wilder Stier wüten. stellte ich als erstes fest.5. ergänzte er. Hat er die Daten wirklich. dass ich schneller als er auf die richtige Antwort der vielen Fragen an Lampert kommen würde. sagte der Professor. also die Leichen im Keller wisse und was er sonst geplant haben könnte. Der Lampert wurde verhaftet? Wo wurde er verhaftet? In Liechtenstein. Ich könnte ja so denken wie Lampert. Der Professor versuchte mir mehr oder weniger überzeugend einzureden. herauszufinden. Vielen Dank für die dornigen Blumen. sagte ich. man hätte ein 373 . Gemütlich von zu Hause aus Forderungen stellen. Aber man glaube. mit einem Blick als hätte ich einen Kirchenchor hinter mir. bekam ich als Antwort und ich dachte wie klein die Welt war: alle wollen nur mit dem blauen Blut reden. Wow! Dieser Lampert muss Nerven haben. Wäre das nicht gerade seine Domäne. dass ich meine Kenntnisse über diesen Fall für mich behalten müsste. dass ich denen in Vaduz helfen könnte. dann ist er nicht nur ein Idiot sondern auch hoch kriminell. CHF verlangt hat. Ich fragte nach dem LLB-Fall und ob es stimmen würde. Ich schaute mich um. Er würde auf keiner Seite stehen. Und welch schwachköpfigen Ansprüche. sagte er. sagte ich kopfnickend. CHF verlangt. Er hätte 18 MIO. Ständig würde Lampert die Drohung aussprechen. wiederholte ich langsam die Worte vom Professor. Ich bin nicht Lampert. Brand aktuell sei die Verhaftung von Lampert in der vergangenen Woche gewesen. Wenn dieser 18 MIO. fragte ich den Professor. Im Prinzip schon.

sagte ich. wenn er nur halbwegs Grips hätte. Da hätte ich aber „Glück‚ gehabt. Nein. fragte ich. Es wäre mir unbekannt. der Professor. wie geht es nun weiter? 374 . Falls es mit seinem Plan nicht klappt. Am Schluss musste man ihn verhaften. ob man ihn verhaften sollte. dass Lampert eine eigene Sicherheitsmassnahme geplant hätte. Ich hätte zwar Hans-Adam schon in eine Ecke gedrängt wie noch keiner vor mir. die er aus der LLB mitgenommen hatte. Ich hoffte. Aber jede Wirkung hat ihre Ursache. Ich antwortete dem Professor. sagte ich. Und ob er andere Daten als diejenigen. meinte er. Aha. Er hätte einfach keine Einsicht gezeigt. ob man denke. vor allem Daten von grossen russischen Kunden mitgenommen hatte. um seine Geldforderung erfüllt zu bekommen. fragte ich. Man wisse aber nicht ganz sicher ob dies all die Originalkopien wären. die man gefunden hat. dass der Professor meine Antwort nicht allzu sehr analysierte. ginge aber davon aus. Ein Restrisiko würde immer da sein. besitze. Er. hätte auch in diesem Sinne auf Hans-Adam eingeredet. er aber weiteres. fügte ich sehr schnell an. dass Lampert nur mit den Daten der deutschen Kunden gewedelt hatte. dass Lampert alleine agiere. oder. keines von beiden. dass. ihn mit Samthandschuhen anzufassen. Dieser sei doch massiv beratungsresistent. Oder nicht. Ganz anders wäre es natürlich in meinem Fall. dass man auf Hans-Adam einreden könnte. dass ich den Lampert zwar nicht kenne. Ich dachte nämlich dabei an meinen geheim gehaltenen Banksafe in der Schweiz.vollständiges Set bei ihm zu Hause gefunden. dass er. ich selber hatte ja Liechtenstein mit allen Daten verlassen. solange man nicht sicher sein konnte. dann würde ich persönlich allen empfehlen. eine Kopie ausserhalb einer Zugriffsmöglichkeit durch die Liechtensteiner versteckt halten würde. sagte ich dem Professor. Man befürchtete bei der LLB und der Regierung. Ich fragte nach. meinte der Professor. Es hätte lange Diskussionen gegeben. Hans-Adam würde meine Motive anerkennen. erklärte der Professor. ob er weiteres Material hatte. sonst hätte man ihn sicher nicht ins Gefängnis geworfen. Nach meiner Meinung gefragt. Wie bitte. Alles Klar. Und was wäre mit eventuellen Komplizen? Nein. Mein Fall liege ganz anders. Nach wochenlanger Analyse der Situation kam man zum Schluss. wenn Lampert die Daten wie beschrieben habe. brisanteres Material. Egal.

Zuerst dachte ich laut nach. dass ich an das Gute im Menschen glauben sollte.Der Professor bestätigte mir. Nach Prüfung der Sachlage würde man eine Anklage gegen Helmut Roegele & Co. Aber ich kenne die StPO und eine Wiederaufnahme einer Strafuntersuchung kann jederzeit erfolgen. Diese würde zurückgezogen oder für nichtig erklärt. Die Rückkehr nach Liechtenstein. Aber vorläufig glaubte ich ihm jedes Wort. bis eine Kriminalgericht in der Sache Argentinien letztinstanzlich ein Urteil gefällt hätte. Und die falsche Anzeige von Roegele gegen mich. dass die Justiz in Liechtenstein angewiesen würde. könnte Hans-Adam dieses Verfahren einstellen lassen. dass es Fristen einzuhalten gäbe. Er verstand meine Bedenken und konnte dazu nur sagen. Ich wüsste. Vielen Dank. nicht abgelaufen wäre. Kein Kunde darf zu Schaden kommen. berichtete der Professor. Ich spitze dafür meine Ohren. Volle Kooperation in Liechtenstein. wie in meinem Fall (101er). im Falle von notwendigen Verhandlungen (bei 375 . Die Abgabe einer diesbezüglichen Erklärung. Ich bedankte mich tausendmal und konnte mein Glück nicht fassen. fragte ich. dass ich mit meiner langen Abstinenz vielleicht die eine oder andere gesetzliche Frist verpasst hätte. Und was wäre mit der Anzeige wegen der Daten. befürworten und unterstützen. worin ich beschreiben soll. Ich erinnerte ihn daran. Da weder Spanien noch der angebliche geschädigte Roegele einen Antrag auf Strafverfolgung an oder in Liechtenstein gestellt hatten. solange die Verjährungsfrist. Und was ist mit dem blockierten Geld in Österreich? Er habe vom Regierungschef Hasler gehört. Leuchtete mir ein. sollte ich nach Hause kommen und kein Kunde einen Schaden erlitten haben. Ich wollte es glauben. um mich nach Hause zu bringen. so wie die in Vaduz an mein Gutes glauben würden. wie man in Zukunft bei der LGT Gruppe einen Datendiebstahl verhindern kann und. Eine Denkschrift von mir. Der Professor konnte dazu nichts sagen. sagte ich. dass Hans-Adam an einer Lösung meiner Anliegen arbeitete. Wo sei der Haken an der ganzen Sache. solange mit einem endgültigem Urteil zu warten. ob der Professor mich anlügen würde. Aber alles müsse der Reihe nach erfolgen. fragte ich. Oder ob er von Seiten der hohen Finanz-Herren bewusst angelogen wurde. Hans-Adam wünschte: Die Vernichtung aller Daten. fragte ich. Vielen Dank. Er zählte mir die Bedingungen von Hans-Adam auf.

Der Professor erwähnte extra. ob ich die restlichen Papierdokumente bringen könnte. Niemand würde mir ein Haar krümmen. schlich ich mit hinten aus dem Bahnhof wieder raus. ich hatte Dich nicht angelogen. Da kam mir etwas in den Sinn. Als ich sicher war. Nicht das da doch was mit "eingebacken" wurde. Bestellung und Bezahlung eines Rechtsanwaltes. Ich nahm mir vom Hotel Marriott aus ein Taxi zum Hauptbahnhof von Amsterdam. Oder müsste ich eine neue Batterie für euch kaufen? Wir alle lachten uns krumm. Der Bankdirektor war wieder zu uns gestossen und sagte zu mir: „Siehst Du. Vielen Dank. Ich drehte mich auf den Absätzen um und rannte zu den Beiden. Sie dachten ja ich würde in Rotterdam leben. meine Sicherheit und Unverletztheit garantieren würde. Bestellung und Bezahlung eines Psychologen. Pünktlich um 16 Uhr stand ich wieder vor dem Marriott.‚ Ich bedankte mich bei ihm. dass Hans-Adam ihm aufgetragen hatte. Ich würde Hans-Adam nicht enttäuschen. Die Sachertorte in der Holzschachtel in den Händen. Ich hatte ja genug Zeit. Ich überreichte wie in einer Zeremonie dem Bankdirektor unter den wachsamen Augen des Professors die Dokumente. dass er. Anmietung und Bezahlung einer möblierten Unterkunft in Vaduz. Wieder in Amsterdam angekommen hatte ich erstmal wieder grossen Hunger. Hans-Adam. Hans-Adam biete mir als Unterstützung für die kommenden Wochen und Monate folgendes an: Sichere Überfahrt von Holland nach Liechtenstein. In zweieinhalb Stunden sollte dies machbar sein. dass mir keiner gefolgt war. Ich kam an einem Käseladen vorbei und kaufte den beiden spontan ein dickes Stück Edamer Käse für ihren Heimweg. Ich erkundigte mich. wann ich den letzten 376 . Zu Hause legte ich mich zuerst mal aufs Bett. Ich fragte nach der Zeit und sagte ja. Eine Kebab löste dieses Problem. Dann inspizierte ich die Sachertorte ganz genau. ob die Batterie des Peilsenders in der Sachertorte noch genug Saft hätte. Wir verabredeten uns um 16 Uhr am Hotel. Beide fragten mich. Liechtenstein eine mögliche Katastrophe abwenden kann. mir ausdrücklich zu sagen. um auch noch in Rotterdam Signale senden zu können. Ich lief in Richtung Kanal weg. rauf auf die Fähre und mit dem nächsten Linienbus in Richtung Monnikendam. Der Professor fragte.zukünftigen Datendiebstählen). Auf halber Strecke musste ich nur auf einen anderen Bus umsteigen.

Ich fragte den Professor. 377 .5. dass es jetzt schon OK wäre. Dies News würde dem Landesführer sehr gefallen. Was alles in Vaduz passiert wäre und passieren würde. war meine Antwort. Ohne zu schauen rannte ich quer über die grosse Strassenkreuzung und fast hätte es mich erwischt. musste wegen mir eine Vollbremsung einleiten und massiv nach rechts. vernichten können. Ich entschuldigte mich indem ich beide Handflächen in die Höhe hob. Ich kam zum Schluss. dass ich ihnen leider etwas vormachen müsste. Als ich über die kleine Brücke schräg gegenüber vom Marriott lief. es würde in Liechtenstein ein paar Fragen aufwerfen. sah ich den Professor und den Bankdirektor gerade in den vorderen Eingang des Hotels gehen. dass Hans-Adam diesen Professor ausgewählt hatte. heute Nacht schon. Sie drehten sich um und der Professor winkte zurück. Dienstag. ob er in Anwesenheit des Bankdirektors nochmals die Punkte aufzählen würde. Nein. wenn ich den Tod im Strassenverkehr finden würde. Fix und fertig warf ich mich ins Bett. Der Bankdirektor nickte nur ständig und meinte zum Schluss. den 13. Ich rief ihnen zu und winkte. In Gedanken ging ich den heutigen Tag durch und ich war seelenfroh. Auf der anderen Seite angelangt. nicht so voreilig. Ich würde ihnen sagen. dass wir alle froh sein können. Schon vor 10 Uhr war ich wieder in der Nähe des Hotels. Er hatte damit keine Probleme und erfüllte meinen Wunsch. Prima. Halt. sagte der Professor. Wenn ihr wollt. dann könnte ich auch schon morgen eine neue.Datenträger vernichten würde. Ein kleiner Lieferwagen. scherzte der Bankdirektor. dass ich diese Harddisk am Tage vor meiner Abreise zerstören würde und hoffte. sie anzulügen behagte mir jetzt nicht. Sicher. Ich erreichte mein kleines Heim gegen Mitternacht. Ich wurde zu einem Nachtessen eingeladen und um 22 Uhr war Schluss mit den Aussprachen. dass sie dies verstehen können. Ich hätte die letzte externe Harddisk noch nicht vernichtet. wenn Kieber ausgerechnet am dem ersten Tag nach Vernichtung aller Daten zu Tode gekommen wäre. in seinen Gegenverkehr steuern. Ich sinnierte lange wegen der Vernichtung der letzten externen Harddisk. der von links kam. Sowie was man von mir verlangte. In dieser Nacht konnte ich sehr tief schlafen. sagte ich. dass es nicht wie beim Lampert geendet hätte. Ich hätte ja alle Datenträger vernichtet. Halt. letzte diesbezügliche Erklärung für Hans-Adam unterschreiben.

dann hätte ich den optimalen Einfluss auf einen RA. Ohne mich zu fragen. dass ich mich bald dazu entschliessen könnte. Sie waren damit einverstanden. Sie sagten. zauberte der Bankdirektor wieder eine Vollmacht hervor. der Lieferwagen wäre also nicht unsere Lösung gewesen. Trotzdem wäre es von Vorteil. Paul Schockemöhle aus Deutschland. erwiderte ich. Was ich dann auch tat. Man hätte einen sehr guten Rechtsanwalt. Diese Kanzlei hatte Internationale Verbindungen auch nach Spanien und Deutschland. Batliner im Prozess bei die Schadensersatzforderungen von Dr. dort wo ja einige der Täter aus Argentinien wohnen würden. Mir war dieses Angebot etwas schwammig. Aber ich hätte mich sicher auf einen Abzahlungsplan mit einem RA geeinigt. wenn ich noch einmal einige persönliche Zeilen an Hans-Adam richten würde. Dr. dass sie meinen Worten glaubten. Diese hatte einen Briefkopf einer Rechtsanwaltskanzlei. Dieser Punkt war besonderes wichtig. dass das Zimmer von keinem der beiden benutzte wurde. dass ich die Kanzlei Müller für nicht gut genug gehalten hätte. den letzten Datenträger erst kurz vor der Abreise zu vernichten. wenn ich als Garantie den letzten Datenträger nicht vernichten würde. Sobald ich diesen Brief fertig hatte. auch wenn mir das Geld dafür sicher schon sehr schnell ausgegangen wäre. Vielleicht hatten sie sich nur ein Tageszimmer für unser Treffen heute gemietet. Der Professor fügte hinzu. Wolfgang Müller von der Kanzlei Müller & Partner in Schaan/FL angeheuert. dass dies nun mein RA wäre. da ich dann zumindest eine stärkere Mitsprache im Argentinien-Fall haben würde. Ich drückte meine Hoffnung aus. Nicht. Dr. alle Bedingungen zu erfüllen. ob ich mit diesem RA einverstanden wäre. 378 . wurde mir weiters erklärt. Sie bezahlen ja die Rechnung. kombinierte der Professor grinsend. Lieber hätte ich die Rechnung selber bezahlt. sagte der Bankdirektor. Der ist gut und vertritt ja prominent den Treuhänder Dr. Wir alle begaben uns in ein Hotelzimmer. meinte der Bankdirektor. sagte ich. Ich bedankte mich bei ihm für die Hilfe und versprach ihm. Dies wäre eine Hypothese. Den kenne ich. Wenn ich selber bezahlen könnte. nach Hause zu kommen und das mir bei Ankunft nichts passieren würde. die man erforschen könnte. Ich hatte den Eindruck. Ich erzählte ihnen von meinem Plan. dass es ihn aus psychologischer Sicht nicht verwundern würde.Oh. Schlussendlich unterschrieb ich trotzdem die Vollmacht und fragte nach der anderen.

Die anderen wären Hans-Adam und Alois. wie die sich eine Reise von Holland nach Vaduz vorstellen würden. Zwei davon wären jetzt im Raum. Wenn er es empfehle und Hans-Adam es anordne. effektiv dazwischenzufunken. aus dieser Diskussion heraushalten und verliess den Raum. angesichts was Lampert gemacht hätte. Einen Versuch würde er auf jeden Fall befürworten und anregen. wenn ich in Spanien anstatt in Liechtenstein landen würde. Die Anzahl derer hätte sich aber in der letzten Woche verkleinert. würden Hans-Adam oder Alois schon sicherstellen. dann würde dem nichts im Wege stehen. sagte der Bankdirektor. erwiderte der Bankdirektor. Dies bedeutet. Ich fragte. Genau. wann ich konkret heimreisen wollte. Ich weiss nicht. Der Professor wollte sich. sagte er. Eine andere Variante wäre mit einem Privatauto in die Nähe der französisch-schweizerischen Grenze zu fahren. dass niemand auf die Idee kommen würde. doppelt hält besser. die von dem LGT. die es lieber hätten.die ich früher unterschrieben hatte. Regierungschef Hasler und Justizministerin Rita Kieber-Beck. dass man mich in Vaduz überhaupt zum Lampert ins Gefängnis gehen lasse. Dann bin ich aber beruhigt. um eine mögliche Sabotage der Operation „Rückführung von Kieber‚ zu verhindern. Sabotage? Wer würde eine Sabotage wollen. Ich wollte auch wissen. Natürlich hätte man verschiedene Optionen geprüft. Sobald fest stehen würde. sagte ich. wer alles wüsste. Man hätte dies so vereinbart. Dies sei eine heikle Sache. Er sagte. sagte ich.und dem LLB-Fall wussten. Die wolle man für später aufbewahren. sagten beide. Er gäbe Leute in Vaduz. dass er Sandwich für uns kaufen ginge. Eine von Hans-Adam favorisierte Lösung wäre ein Flug von einem kleinen Flughafen in Holland nach Zürich oder Altenrhein (auch in der Schweiz). dass es Personen aus dem kleinen Kreis derjenigen sein mussten. dass ich in Holland sei und wer in Liechtenstein auch von meiner baldigen Heimreise Kenntnis hatte. fragte ich. war die Antwort vom Bankdirektor. ich weiss nicht warum. Ich schluckte leer und blieb still sitzen. Um auf Lampert zurückzukommen fragte ich ob der Professor denn denke. Nur ganze fünf Personen. Man könnte dafür eine im EU-Raum registrierte Maschine buchen. dort den Wagen zu wechseln und bei einem der unbemannten Grenzübergänge mit einem Fahrzeug mit Schweizer Nummernschild in 379 .

Maiwoche persönlich konsultiert und unterrichtet. lehnte ich ab. Das wäre ja klar. Feuerstein übergeben. Sie müssten bald zum Flughafen aufbrechen und wir vereinbarten die weiteren Termine.K. sagte er. bald wieder in Vaduz zu sein. Ich wurde darüber informiert. Sie verabschiedeten sich und ich wünschte ihnen eine gute Heimreise. um eine definitive Lösung zu erarbeiten.5. Auf baldiges Wiedersehen. In der Folge wurde der Regierungschef Hasler in der 3. Der Professor kam zurück. "Halt die Ohren steif. wann Kieber zurück nach Vaduz kommen würde. dass es am 16.die Schweiz zu fahren. Sorry. VADUZ Mai 2003 Alle Beteiligten bewerteten des Professors Reise als Erfolg. Der Professor konnte nicht definitive sagen. da sonst in der Belegschaft bekannt geworden wäre. beruhigte mich der Bankdirektor. um 13:30. achte auf Lieferwagen und Tschau Herr Kieber". Gefällt mir nicht. ein längeres Treffen mit Hans-Adam gegeben hatte und eine Arbeitssitzung zwischen dem Bankdirektor und dem Professor am 20. Zudem würde ich nicht als „H. mir wäre es auch lieber.5. rund 1000 Originaldokumente wurden dem Chef der Treuhand. Herr Professor und Herr Bankdirektor. am 21. Wir hätten ja noch Zeit. Dieser bat zwei eingeweihte Mitglieder aus dem Verwaltungsrat der Treuhand ihm behilflich zu sein. Ich würde es Hans-Adam und der Liechtensteiner Regierung aber auch nicht leicht machen. Die Telefonate fanden am 15. In den kommenden Tagen hatte ich 3 Anrufe vom Bankdirektor und 2 x war der Professor mit an der Strippe. sagte ich. Aber er versicherte Hans-Adam. beklagte sich der Bankdirektor. mich mit dem Gedanken anzufreunden. Am kommenden Freitag würde er sich mit dem Hans-Adam treffen. um 13 Uhr statt. Man konnte keinen Kundenberater oder gar eine Sachbearbeiterin damit beauftragen. und 4. um 13:05 und 17:30 und am 26. Die restlichen ca. sie in die jeweiligen Akten im begehbaren Tresor im dritten Stock einzuordnen. dass Kieber kommen würde.‚ reisen. wenn es keine Probleme für alle geben würde. Ich begann. dass 380 .

Amsterdam Juni 2003 Während einer Velotour machte ich mir Gedanken über die Zukunft. Die LLB und die Regierung waren beruhigt. Der Gesandte berichtete. schlussfolgerte man. Er hatte nicht aufgehört zu toben und zu schreien. steckte in einer Sackgasse. würde ich mich auf Jahre hinaus in Liechtenstein einrichten. dass Kieber nur limitiert über die geplanten. Hans-Adam ordnete an. Wie würde wohl mein Leben nach einer Rückkehr nach Liechtenstein sein? Da der Gerichtsprozess gegen Roegele & Co. die man am Anfang des Dramas angewendet hatte. sicherlich lange dauern würde. Der kleine Kreis. ob Kieber etwas von grobschlächtigen Taktiken. hätte ich keine Mühe damit. Der Bankdirektor war sich sicher.irgendetwas faul war oder dass Daten entwendet worden waren. Am 20. Auch meldete sich niemand sonst bei der LLB direkt. trafen sich der Bankdirektor und Hans-Adam zu einer Krisensitzung. Sollte ich das greifbare Glück haben und alles ohne „Blutvergiessen‚ 381 . Am 16. nach der Rückkehr erstmal klein anzufangen. Kieber hätte ständige Wechselbäder in Bezug auf was er denen in Vaduz glauben soll oder nicht. Mai keine Zeichen von irgendwelchen Katastrophen in Deutschland erkennbar waren. da sonst er wieder in ein psychologisches Loch fallen würde und die in Vaduz noch an Weihnachten ins ferne Holland reisen müssten. dass verstärkt auf Kieber einzureden wäre. teilweise ausgeführten. Bescheid wüsste. kamen der Professor und der Bankdirektor zu einem Brainstorming zusammen.5. dass Kieber nicht einfach einzuschätzen wäre. über die Schnüffler in Berlin. Bis anhin wusste niemand von der Belegschaft darüber. und – wer weiss – vielleicht auch bald eine eigene Familie haben. Hans-Adam wollte wissen. Weder riefen Kunden aus Russland noch Kunden aus Deutschland an. aber ohne ihm zu drohen. der sich mit der Planung der Rückkehr von Kieber befasste. mehrheitlich abgeblasenen Handlungen und Hintergründe. Also keine Komplizen. Lampert bekam einen Anfall im Untersuchungsgefängnis in Vaduz und musste ärztlich betreut werden.B. hoffentlich einen guten Job finden. wie z. weil nach der Verhaftung von Lampert am 8. wüsste.5. Da ich äusserst anpassungsfähig bin. Eines stand aber schon jetzt für mich fest.

dachte ich mir. einem beruhigten Bankdirektor. Ich sass im La Terrasse des Hotels De L’Europe beim Muntplein und las eine ältere Ausgabe des Nachrichtenmagazins Der SPIEGEL. Liechtensteiner Mundart. Himmel Donnerwetter noch mal. keinen Einnahmeverlust für Hans-Adam. ein wieder lebensfroher Kieber. wenn der Kunde sich scheute nach Liechtenstein zu kommen. Na. Oft wurden solche Treffen im Ausland abgehalten. Schweizer dachte ich zuerst. einem erfolgreichen Professor. meine Folterer für Jahre hinter Gittern und zu guter Letzt.und ohne die Rache von Hans-Adam oder der hohen Finanz-Herren überstehen. dass er wissen könnte. vorab unbewusst zu einer Konversation zwischen zwei Herren. fluchte ich leise. strengte ich mein Hirn an. keine Kundengelder sind verloren gegangen. Ich hielt mich fit indem ich fast jeden Tag ins Freibad. wäre eine Geschichte einer BeinaheKatastrophe. Ab und zu setzte ich mich in eines der Hotels der Stadt und beobachtete Tee schlürfend was sich vor mir abspielte. Auf einmal wanderte meine Konzentration. Egal wie er heisst. dass niemand zu Schaden gekommen war. Langsam packte ich den Spiegel in meine Tasche und entfernte mich wie ein geschlagener Hund in Richtung Concierge. dann wollen wir mal sehen. ein paar gekränkten Staatsanwälten. aber verzeihendem Landesführer. Vermutlich war der Andere ein Kunde. Wie hiess er noch mal. Mist. schwimmen ging. wieso es nicht so kommen sollte. Ich spitzte meine Ohren.‚ Ich wüsste nicht. dann müsste ich für alle in Stein meisseln: „Wirklich Schwein gehabt. gefährlicher ist. Das heisst. einem verstummten Treuhandchef. Ich hatte ihn schon mehrmals in Vaduz gesehen und mit ihm übers Geschäft im Allgemeinen geplaudert. Rheintaler Dialekt stellte ich dann fest. dann würde dies bedeuten. dass ich dort meine Konsumation 382 . das sass ein Treuhänder von der LLB eigenen Treuhandbude. nach Liechtensteiner Redensart: Kein Kunde ist belästigt worden. Ich erkannte ihn. wo ich darauf bestehen musste. einer der Zwei war definitiv aus Liechtenstein. mit einem beleidigtem. Oho. Wenn ich nach Hause komme. die ein paar Meter weg von mir sassen und mit tiefer Stimme aufeinander einredeten. als mir Mitte Juni ein Stück Kuchen fast im Hals stecken blieb. dass auf der Velostrecke nach Amsterdam war. wer ich bin. Ich drehte mich um und schaute nach ihnen. Selber schuld. Aha. einem wieder heiteren Regierungschef. Was übrig bleiben würde.

Das letzte Telefongespräch am 26. entschloss ich mich auch die in meinen eigenen Laptop eingebaute Harddisk und den Arbeitsspeicher (RAM) ganz zu entfernen und endgültig zu zerstören. 10’ am 18. So 25’(Minuten) am 2. Da nun feststand. Genau 175 Tage nachdem ich Liechtenstein verlassen hatte. wenn er mich nicht sehen würde. Fast ein halbes Jahr lang war ich im Ausland. um 13:38 und die letzten 22’ am 26. um 12:20. Jedes Mal wenn sie wieder weg waren. bekam ich wieder Zweifel. dass er nichts von meinem Drama wusste. Ich hatte zwar nie Daten von der LGT in meinem Laptop direkt gespeichert gehabt. Es gab immer noch einige Meinungsverschiedenheiten. aber besser war es auf jeden Fall. Vor der Entnahme kopierte ich ein paar persönlich Dateien auf eine CD-ROM und zerstörte die ausgebauten Teile. um 12:30. In einem Computerladen kaufte ich eine neue Harddisk plus RAM und ein Fachmann baute sie ein. 13’ am 10. Wer hätte das gedacht. aber im Grossen und Ganzen wurde man sich einig.bezahlen konnte. um 13:30. Ich war mir zwar sicher. Über den Monat Juni verteilt hatte ich mehrmaligen telefonischen Kontakt mit dem Bankdirektor. dass ich wieder nach Hause reisen würde. Mai brachte den erhofften Durchbruch leider noch nicht. Juli 2003 die Heimreise unter Begleitung antreten würde. Juni um 13:30. sowie der Ersten & Dritten Person. ob alles so geschehen würde. 4’ am 4. dem Professor oder beiden zusammen. 383 . Anm.: Hier endet die im Kapitel 8 angefangene Aufteilung in der Erzählung zwischen mir im Ausland und den Anderen in Liechtenstein. dass ich am 01. wie man mir es gesagt hätte. In den folgenden Kapiteln. der Professor und der Bankdirektor. Noch mal gut gegangen. nicht weniger spannend. schreibe ich wieder im alten Stil.

dass ich mich dann den Deutschen „datenmässig offenbaren‚ würde. ob ich den Zusicherungen von Seiten Liechtenstein glauben würde. vielleicht wäre der Pilot auch in Barcelona gelandet . Tief in mir war immer die Angst da. Dabei ging es überhaupt nicht um die Frage. dass es einen endgültigen Beweis dafür nie geben würde und zudem meine insider Geschäftskenntnisse auch ohne das Datenmaterial gefährlich werden könnten. der Bankdirektor und Hans-Adam. wie dies alles geschehen sollte.‚ ausweisen. war ihnen bewusst. Da ich die Reise mit dem Flugzeug kategorisch ausgeschlossen hatte – wer weiss. Es waren gewaltige Interessen damit verbunden. Auf keinen Fall wollte ich die Reise mit einer unbekannten Person durchführen. wie man mich sicher nach Liechtenstein zurückbringen könnte. dass es hier um ein Milliardengeschäft geht. Alle. ohne dass es politische oder juristische Komplikationen mit Deutschland (und im gerigeren Masse mit Holland) geben würde. Wobei ich auf die schnellste und kürzeste Strecke pochte ohne Begleitung einer offiziellen Liechtensteiner Aufsicht. sobald ich heimischen Boden betreten würde. dass ich alle Daten und Kopien vor einer Abreise vernichten wuerde. dass es eine Falle sein könnte. Da ich mich aber freiwillige zur Rückkehr entschlossen hatte. Da sind darauf hoffen konnten. Würden wir in eine (mobile) Zoll. und ich mich als „H. 384 . würde Deutschland aufgrund des Eintrags im Schengencomputersystem den spanischen Haftbefehl entdecken und eine Weiterreise fuer mich unmöglich machen. Menschen sind schon wegen viel „weniger‚ spurlos verschwunden. dass ich nicht im Kerker verschwinden würde. Die grösste Sorge für Hans-Adam. hatten mir ja mehrmals zugesichert. der Professor.blieb nur der Weg über Land. wenn das offizielle Liechtenstein mich von Amsterdam aus quer durch Deutschland zum Bodensee nach Österreich transportieren würde.K. Man darf in dieser ganzen Geschichte nie vergessen. Jetzt ging es um Juristische und Rechtsstaatliche Fragen! Das Problem für Liechtenstein war. musste ich diese Ängste irgendwie unterdrücken.KAPITEL 17 Explosives Gutachten und Freies Geleit Die in Vaduz Eingeweihten brüteten lange über einer Lösung nach. Ich glaubte ihnen zu 75 Prozent.oder Strassenkontrolle kommen. die Regierung und die LGT war natürlich die Gefahr.

von Holland nach Liechtenstein via Deutschland und Österreich‚ erfahren. Weiters wurde festgehalten. Anm. Sechs Wochen später. mich von Holland via Deutschland und Österreich nach Liechtenstein zu bringen. Es müsse doch eine Kopie davon irgendwo an einer 385 . Es wurde der Regierung empfohlen.6. Am 13. Erstaunlicherweise erhielt ich nicht vom Gericht eine Reaktion. Ich erwiderte.: Zum Zeitpunkt des Gutachtens hatte Vaduz ja noch nicht von mir "mitgeteilt bekommen". dass das Gutachten aus dem Archiv verschwunden sei.: Das ich über die Existenz dieses Gutachten weiss liegt wie folgt: Einige Wochen nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein im Juli 2003. dass sollte ich nicht nach Hause kommen. die eine 100 % Gefahrlosigkeit fuer Hans-Adam. dass ohne die Verletzung von national und internationalen Vereinbarungen und Bestimmungen es unmöglich sein würde. Aufgrund der Brisanz der Schlussfolgerungen wurde es sofort als Geheimsache abgestempelt und unter Verschluss gehalten. dann würde schlussendlich Deutschland bestimmt die Daten von mir erhalten und dies wäre ein Desaster für Liechtenstein. Liechtenstein könne ja Deutschland nicht um Hilfe für den Transport bitten. ohne das Land Liechtenstein in Gefahr zu bringen und mich als Person samt meinem spezifischem Fachwissen zu exponieren. dass es leider keine Kopie für mich gäbe. Eine Dame aus der Regierungskanzlei rief mich an und teilte mir mit.Regierungschef Hasler und Hans-Adam wollten von diskreten Experten in einer Art Gutachten mehr zum Problem „Transport H. Anm. war mir beim Aktenstudium ein kleiner schriftlicher Aktenvermerk aufgefallen: eine kleine Randnotiz über das oben erwähnten Gutachten.03 bat ich bei Landgericht schriftlich um eine Kopie dieses Gutachtens. Eine Woche später kam wieder ein Anruf und es wurde behauptet. In einer Sitzung vom 10.09. Wie immer wussten sich Hans-Adam und die Hohen Finanzherren aus Liechtenstein zu helfen. Liechtenstein und dessen Regierung gewährleisten würden. Das offizielle Deutschland (sowie Österreich & Holland) müsse um jeden Preis raus gehalten werden. Nichts regte sich. dass ich aber gerne eine hätte. Anfang Juni 2003 wurde es in Auftrag gegeben.K. am 23. HansAdam und die LGT.08. Darin wurde zuerst daran erinnert. 03 schrieb ich nochmals an das Gericht.03 wurde die Expertenmeinung behandelt. dass ich alle Datenträger "vernichtet" haette. nur nach Lösungen zu suchen.

das Beschuldigten von Seiten der Justiz bestätigt. in die Materie eingelesen. Ich hatte aber Glück.03 abermals ans Gericht mit der Bitte.anderen Stelle geben. was man mit mir vorhatte. Da mein Einspruch gegen die Anklage im 140er am 10. darüber durfte er keine Fragen stellen. 386 . gemäss Auskunft vom Bankdirektor. Der Name des Verfassers war dunkelblau übermalt worden. denn er wusste nicht wo ich war.03 vom Gericht abgewiesen wurde (was mir niemand im Ausland sagte) und da eine mögliche Anklage wegen des Datendiebstahls drohte (was mir auch niemand im Ausland sagte!). sondern bis zum Ende eines allfälligen Prozesses auf freiem Fuss bleiben können. Wann und wie. Freies Geleit ist ein Instrument der Strafprozessordung. im November '03 erhielt ich dank eines Bekannten aus dem Staatsapparat die Möglichkeit eine Originalkopie des Gutachtens zu lesen. Wolfgang Müller. sozusagen nun alten (wie ich dachte) Gegnern bezahlt wurde. Zurück zum Juni 2003 In der Zwischenzeit hatte sich „mein‚ neuer Rechtsanwalt. Auch sonst wurde er vorläufig eher im Dunkeln darüber gelassen. wurde mir erklärt. Ihm wurde gesagt. Ich wollte nicht locker lassen und schrieb am 13. Damit sei das Thema beendet. Obwohl er von meinen. mir eine Kopie des Gutachtens zuzusenden.3. Dies war umso wahrscheinlicher. Es kam nie eine Antwort. Als Profi stellte er in meinem Namen einen Antrag auf freies Geleit. Elf Tage später wurde mir dann ausgerichtet. dass diese nicht verhaftet werden. warum ich keine Kopie des Gutachtens erhalten hatte.10. Jetzt begriff ich. befürchtete er. dass es nie ein Gutachten gegeben hätte. dass ich nach meiner Ankunft eventuell in U-Haft genommen werden könnte. Dr. Mit der Vollmacht von mir hatte er zumindest alle Gerichtsakten einsehen können. da ich ja seit bald einem halben Jahr unterwegs im Ausland war. Er konnte nicht mit mir kommunizieren. sagte ich. Er wusste nichts von den Zusicherungen seitens Hans-Adams. Als schlauer Rechtsanwalt bemerkte er rasch. dass ich bald nach Hause kommen würde. Man würde ihn nach meiner Ankunft kontaktieren und "aufklären". Einen knappen Monat später. dass hier ein Problem für seinen Mandanten entstehen könnte.

dass sie auf eine Bestrafung von mir verzichten würden. 387 . Sie mussten es nicht wissen. die wie immer auch ihren Senf dazu sagen konnte.06. wurde bei Gericht erkannt. Das Gericht kam zum Schluss. dass ich irgendwo im Ausland war. Eine brillante Schlussfolgerung! Eine Aufhebung des Liechtensteiner Haftbefehls alleine genüge gewiss nicht.03 genehmigt. Gültig nur in Liechtenstein. Die am Entscheid beteiligen Behörden wussten aber nicht. Sie wussten nur. dass ich sicher nicht nach Hause kommen würde. dass ich in Holland war.03 gestellt und vom Obergericht in Vaduz formell in einer nicht-öffentlichen Sitzung am 16. Obwohl die STA es lieber gesehen hätte. Wobei mir der Sinn und Zweck dieser Übung (Freies Geleit) nie ganz durchsichtig erschien. Die STA. dass es eine verbindliche Zusage der LGT gebe. wenn ich nach Hause kommen sollte. Ich erfuhr vom Freien Geleit erst nach meiner Rückkehr nach Liechtenstein. hatte (wen wundert’s) keine Einwände gegen ein freies Geleit. wenn kein freies Geleit gewährt würde. wenn ich in Spanien gelandet wäre. Notabene war im Obergerichtsentscheid zum Freien Geleit protokolliert.Der Antrag wurde am 04.06.

wie alles abläuft. Am nächsten Tag. . auf seinem Briefpapier mit Stempel und so. als er mir den Plan erklärte. genauer in das Terrace Café kommen. 880 Kilometer bis zur Grenze ÖsterreichLiechtenstein fahren. dass ich unter keinen Umständen mich auf ein vernebeltes Abenteuer in Sachen Heimreise einlassen werde. Ich war mit dem Text zufrieden.. ID-Karte.. dass ich weder Haft noch sonstige psychische oder physische Nachteile zu erleiden hätte. steige ich in keinen Wagen ein. dass ich mir keine Sorgen darum machen sollte. Eines für ihn und eines für mich. Nach einigen Feinabstimmungen wurde mir vom Bankdirektor die gefundene Transportlösung mitgeteilt. In den sieben Telefonaten im Monat Juni zwischen mir und dem Bankdirektor und/oder dem Professor wurde mir erklärt. 388 . Führerschein). Ich bestand auf eine schriftliche Garantie von Hans-Adam.dass ich Kieber Heinrich heiss. dass Hans-Adam ihm eigentlich strengstens aufgetragen hatte. Ich protestierte und sagte. Er begriff. dass ich die Unterschrift von Hans-Adam kennen würde und daher man nicht versuchen sollte. dass niemand weiss. dass man in Vaduz eine Lösung für eine reibungslose Reise zurück nach Liechtenstein gefunden hätte. mir nicht allzu viele Details der Lösung zu verraten. wo Heinrich Kieber drauf steht. wenn wir irgendwo kontrolliert werden. Juli 2003 würden er und ich zusammen in einem Mietwagen mit holländischem Kennzeichen frühmorgens Amsterdam verlassen und auf direktem Weg die ca. Juni. zukleben und ihnen vor der Abfahrt aushändigen. Ich müsste alle meine Ausweise (Pass. Ich solle meine sieben Sachen packen und am 30. vor der Abreise in ein weisses Kuvert einpacken... was ist.KAPITEL 18 Ach wie gut. bei Ankunft nicht doch noch ins Gefängnis geworfen zu werden. sagte er mir. dem 01. wenn ich nicht genau wüsste. einfach alles. Ich würde vor Abreise eine handschriftliche Note von Hans-Adam erhalten. Darin würde er mir als Staatsoberhaupt garantieren. Auch dafür hätte man gesorgt. Auf meine Frage hin. lies ich mich beruhigen. wies aber darauf hin. Mit dem Hinweis. spätestens um 18 Uhr zum Hotel Marriott. Der Professor würde dort auf mich warten. Er würde im Hotel zwei Zimmer mieten. mir eine Fälschung unter die Nase zu reiben.

Und was würde mit meinen Papieren geschehen. Er könne mir aber nicht sagen. Nun gut. Meine Papiere würden versiegelt und sicher in einem Diplomatenkoffer verstaut transportiert. Der Liechtensteiner Pass. wie schon oft in den letzten Wochen. dass ich meinen Pass im anderen Wagen hinter uns eingepackt hätte. sagte ich. Hans-Adam und die Regierung in Vaduz haben aber darauf bestanden. was jetzt meine nächste Frage sein würde und sagte. soweit schien mir die Lösung als OK. Dann könnte ich ihn holen und zeigen. konterte ich schon der Frage. dass mir der Pass mit Namen „Ulrich Meier‚ nicht persönlich für die Rückreise ausgehändigt werden dürfe. dann würde man „H. Er sagte. Eine clevere Lösung. Ich solle dann sagen. als wer ich mich denn bei einer möglichen Kontrolle ausgeben sollte. So wie er es mitbekommen habe.01. 389 . dass der Professor die Anderen einmal kurz vorher in Zürich oder Vaduz treffen würde. damit er sie dann in Amsterdam wieder erkennen könnte.‚ nicht entdecken. Sonst würde ich es wieder nicht glauben. Sollten der Professor und ich durch ausländische Beamte aufgehalten werden. ob es Diplomaten aus dem Liechtensteiner Corps seinen. Bevor er den logischen zweiten Teil des Plans weiter erklären konnte.03 in Berlin vor der LGT Niederlassung durch das Wagenfenster gezeigt hatte. die seit Jahren von Hans-Adam mit Liechtensteiner Diplomaten-Pässen ausgestattet werden. Und wir beide erkannten. der uns immer mit Abstand und in Sichtweite nachfahren würde. wenn diese zwar nicht bei mir aber mit uns im Mietwagen gefunden wurden? Ihr würdet nicht alleine sein. Der Pass soll jedoch in den Händen der Insassen des Zweitwagens. Deutschland oder Österreich geraten. Ich fragte. wer die Personen im anderen Wagen seien.oder Zollkontrolle des Koffers sei nicht möglich. dass ich mir keine Sorgen um meine "Identität‚ während der Transitfahrt machen müsste. Eine eventuelle Polizei. soll mir der Pass aber vor Abfahrt gezeigt werden. Geplant sei. er glaube dies nicht. wie viel Wahrheit im Spruch „Geld regiert die Welt‚ liegt. Klar sei aber.K. den der Fahrer von Hans-Adam mir am 14. Ein Zweitwagen mit zwei Passagieren würde unserem Auto ab dem Hotel in Amsterdam folgen. seien es Personen aus jenem Kreis. dann würde unsere Schatten dies sofort mitbekommen und hinter uns aufschliessen. bleiben. sagte der Bankdirektor. sei der geniale Schlüssel.Sollten der Professor und ich in eine Kontrolle in Holland. Um mich zu beruhigen. dass es (diplomatisch) befugte Personen seien. Der Bankdirektor wusste schon.

Nach reiflicher Überlegungen kam ich zum Schluss. dass ich unter Zwang niemals heimkehren würde. Lange Monate in denen alle Seiten sich beruhigen konnten und die Sache mit der nötigen Distanz betrachten konnten. gefiel mir nicht so gut. dass ich freiwillig nach Hause zurückkehren wollte. 390 . Nach monatelangen Diskussionen mit den Gesandten von HansAdam war es allen Beteiligten klar. Hart hämmernd. ihre eigene sowie internationale Gesetzte zu brechen.7. aber schmerzlos. dass es Liechtenstein nicht riskieren würde.Wenn es um die heiligste Kuh aller Kühe in Liechtenstein geht. dass sie wissen würden. wo ich übernachtete. die Nacht zum 1. Euro ausbezahlt. Was nicht verwunderlich ist.und Strohmänner angeheuert. Ich vernichtete den letzten Datenspeicher im Juni auf dieselbe Art wie sein Zwillingsbruder. 9 Mio. Wobei ich nochmals betonen möchte. Mittels. Ich wollte aber den steigenden Enthusiasmus vom Professor nicht unnötig eindämmen und sagte dem Treffen im Terrace Café zu. dass ich die letzte externe Harddisk mit den Daten vor der Abreise vernichten würde. Ich hatte dem Duo Professor und Bankdirektor versprechen müssen. Meine gepackten sieben Sachen liess ich aber bei Jane in ihrem B&B in Monnikendam. ob es nicht dennoch eine Kurzschlusshandlung auf deren Seite geben würde. Da die Mehrheitsaktionärin der LLB das Land Liechtenstein ist und diese Beteiligung durch die Regierung (!) kontrolliert wird. dann sind Hans-Adam und seine Regierung sofort bereit. Ich wusste zu viel und das war meine Versicherung. wenn man sich jetzt . Trotz aller Ehrenworte seitens des Professors und des Bankdirektors war ich mir nicht ganz sicher.im Rückblick . Die Idee.die gefundene Lösung für den LLB-Fall anschaut. Dort hat die LLB über Jahre hinweg Erpressern ca. konnte dies alles NICHT ohne die Zustimmung von Hasler und Hans-Adam geschehen. im selben Hotel wie der Professor zu verbringen. mich auf dem Heimweg in Deutschland zu „verkaufen‚. Selbstverständlich kam mir die von Liechtenstein orchestrierte Lösung für meinen sicheren Transport von Holland via Deutschland nach Hause auch ganz gelegen. Ich hatte ja bis Ende Juni 2003 das Zimmer dort bezahlt und konnte ohne weiteres eine extra Nacht bleiben. seit ich Liechtenstein verlassen hatte. Es wäre das erste Mal. Ich machte mir eine Liste der Pro und Contra. Zudem waren fast sechs Monate vergangen. Spitzel auf die Erpresser angesetzt und so weiter.

den Lift hoch zu den Zimmern nahm. Endlich war er so müde. benutzte die Seife. Ich war mir ganz sicher. da sie ja die Zimmer reserviert und bezahlt hatten. Nach einem letzten feinen Essen in meinem Lieblingslokal lief ich zurück ins Hotel und wartete auf den Professor. Wir waren beide sehr aufgeregt und gleichzeitig froh. dass er sich verabschiedete. dass ich noch die letzte Nacht alleine in der Stadt verbringen möchte und wenn er nichts mehr von mir auf seinem Handy hören würde. hier zu übernachten. Ich riss die Bettdecke hoch. Ich ging hinein und liess mir den kürzesten Haarschnitt den es gibt machen. Plötzlich stand ich vor einem alten Barbiershop. 391 . Sein Zimmer sei in einem anderen Stockwerk. Er erschien erst nach 18. wie immer von Hans-Adam spendiert. dass sie mich evt. Ich erkannte sofort. weil dies die erste und letzte Möglichkeit wäre. schon so früh in der City zu sein. Er übergab mir ein zugeklebtes Kuvert. Ich rannte hoch in mein Zimmer.Am 30. Wir gingen nochmals die wichtigsten Punkte durch. dass sie einen Zweitschlüssel für mein Zimmer hatten. Ich sagte. dass ich es erst später öffnen würde und steckte es behutsam ein. da es auf der Rückseite die Krone aufgedruckt hatte. einfach nicht aus meinem Kopf löschen. Auch darum nicht. dass es vom Schloss Vaduz war. dass die vom anderen Wagen auch schon in Amsterdam seien und er sie schon getroffen hätte. Er gab mir meinen Zimmerschlüssel. Ich bestellte noch eine Cola. dass er. Ich sagte.06. schmiss ein paar Handtücher im Badezimmer auf den Boden. Er bestätigte mir. länger als er im Café bleiben zu können.00 Uhr. Meine Absicht war ganz und gar nicht. Ich war den ganzen Tag sehr nervös und bereute es. ich um 07. Ich versicherte mich. Ich konnte die zu Recht vorhandenen Ängste (siehe ihre Aktivitäten in Berlin!). dass sie in der Öffentlichkeit stattfanden. öffnete eine Packung Chips und goss Wasser in ein Glas ein. mich ohne Zeugen zu erwischen.30 Uhr beim Marriott. Ich nannte ihn den Prison-Cut.00 Uhr am nächsten Morgen in der Hotellobby auf ihn warten würde. dass es bald zu Ende war. Er lud mich zu einem späten Abendessen ein. Ich verliess das Hotel wieder und schlenderte das letzte Mal in der schönen Stadt herum. wie angekündigt. Bis anhin hatte ich bei fast allen Treffen beharrlich darauf geachtet. den Gefängnisschnitt. mit dem Hintergedanken. fuhr ich frühmorgens mit dem Linienbus Richtung Amsterdam City und war schon um 09. Er war ausser Sichtweite. mit Gewalt irgendwo hinschleppen würden.

D. Nach 20 Minuten kam er wieder. 50 Euro für meine Minibarsammlung. Auf jeden Fall super teure Papierqualität. Amsterdam Ade. Nach viereinhalb Monaten als Gast verabschiedete ich mich von meinen Gastgebern am Abend. Modell Twingo. Darin befand sich die postkartengrosse Notiz. ob Hans-Adam was dagegen hätte. Er verneinte es. Ich fragte ihn. Erst dort öffnete ich den Umschlag. wartete ich in der Lobby auf den Professor. Daneben die schnelle Unterschriftsvariante von ihm. Ich liess meine Koffer unten an der Rezeption stehen und nahm den Lift hoch zum Zimmer. mit aufgedruckter Adelskrone und aus weissem Büttenpapier vermutlich. Chips. Noch schnell eine kalte Dusche und das war’s. oder zumindest eine geprüfte Fluchtmöglichkeit zu kennen.00 Uhr hielt das Taxi in der kleinen Strasse vor dem B&B und 25 Minuten später liess es mich in einer Seitenstrasse in der Nähe des Hotels Marriott wieder raus. Ich machte mich auf den Weg zurück nach Monnikendam. Unter dem Logo vom Schloss Vaduz war von Hans-Adam handschriftlich genau das vermerkt. Gleichzeitig zeigte ich ihm die gefüllte Plastiktasche. dass ich praktisch alles ausser Alkohol aus der Minibar abgeräumt hatte. Er kam frisch rasiert und parfümiert zur abgemachten Zeit runter und wir stopften unser Gepäck in den praktisch brandneuen Mietwagen der Marke Renault. sammelte ich den ganzen Inhalt des Kühlschranks (mit Ausnahme der alkoholischen Getränke) inklusive allem Essbaren (Schokoriegel. Käsesnacks) ein und packte es in eine Tasche. Er sagte mir. Der Professor lachte und bezahlte beide Zimmer und die ca. Er wolle und müsse es nicht wissen. 392 . Ich schlief nicht so gut. Ich übergab es ihm. was da drin ist. in einem Anfall von „die letzten guten Tage sind vorüber‚. mich nun nach einem weissen Kuvert zu fragen. Es war ein wunderschöner Sommermorgen. Eigentlich gar nicht. Jane und ihr Mann bedankten sich sehr für meine Treue und wünschten mir alles Gute. dass er beauftragt worden sei. Er bat mich in der Lobby zu warten und er verschwand mit meinem Umschlag. was man mir angekündigt hatte. Zurück an der Rezeption kam die übliche Frage: Minibar? Verlegen fragte ich ihn. Dort. Unten stand noch zusätzlich: Angenehme Reise. von anderen Menschen umgeben zu sein. Er bat mich.h. Pünktlich um 05. ob er wisse. weil ich am nächsten Morgen schon um 5 Uhr in der Früh von einem Taxi abgeholt werden würde. Ohne Kuvert. Wieder unten.

ob ich ja nichts in Holland vergessen hätte. es sind sicher Hans-Adams Verwandte aus Österreich. Ich erwiderte. Er fragte auch.nach draussen zu kommen. Dank meines grossen Vorrats an Süssem aus dem Hotelzimmer musste ich auch nicht hungern. Der Professor selber hatte zwei eigene Handys bei sich. fiel auch mir der Groschen runter. Ich dachte mir nichts dabei. kein holländisches Kennzeichen. die Schutz-ID. Nur noch alles in meinem Kopf! Er gab zurück: „Ja. Wir hatten eine Europastrassenkarte mit uns und der Weg sollte uns ungefähr via Köln. Dann verstaute er den Pass wieder in der Mappe und ging in Richtung Vorderseite des Hotels. Die Fahrt war angenehm. Es war ein dunkler BMW der 5er Reihe. Das konnte ich sehen. die mit den Diplomatenpässen. kleines. Ich hatte keine Probleme damit. Ganz offen schaute ich ständig nach unserem Schatten. Später konnte ich erkennen. Sofort rief ich zum Professor: „Aha. gell?‚ 393 . Er lachte und rief< nein. Auf halben Weg dorthin stand ein Mann. Der Herr Professor und der Herr Ulrich Meier stiegen in den Mietwagen ein. das wissen wir alle. die abwechselnd während der ganzen Fahrt mindestens alle 30 Minuten klingelten oder vibrierten. grösser als ein DIN A4-Format und zeigte mir den Pass mit meinem Foto drin. Frankfurt. hoffentlich nicht in der Aeulestrasse/Gewerbeweg (dort wo das Gefängnis ist). dass es ein österreichisches Kennzeichen hatte.‚ Er beteuerte nochmals. Ich bedankte mich und er nickte nur. Der Wagen blieb immer vier bis fünf Autos hinter uns. nein. Vorher musste ich noch mein Handy samt SIM-Karte abgeben. nein. wie es mir gehe und dass ich mir keine Sorgen wegen der Deutschen machen soll. rief Hans-Adam an und fragte. Den allezeit beliebten Schutz-Pass. Ich erblickte den richtigen Wagen schon als wir noch auf dem Stadtgebiet Amsterdam fuhren. Der Professor hatte nichts dagegen. nein. Karlsruhe und Stuttgart führen. wollte Hans-Adam mit mir reden. ob alles gemäss Plan abgelaufen sei. es war ja ihr Eigentum. den ich noch nie vorher gesehen hatte. dass ich ihn sobald als möglich persönlich sehen könne und auf mich ein schönes. Zu meiner Verblüffung. nichts vergessen. Als er mich mit Herr Ulrich Meier begrüsste. Er bat mich die kurvige Einfahrt entlang zu laufen. neu möbliertes Zimmer in Vaduz warten würde. Ich versicherte ihm. Er öffnete eine blaue Dokumentenmappe. Nach einer Stunde Fahrt. Er fragte mich.

Er sagte.) dann um 15:58 erledigt. nachdem was ich alleine und wir zusammen erlebt hatten. Und über Argentinien. aus Hans-Adam wurde Duke of Full-Pockets. Da Hans-Adam telefonisch vom Professor über den Fortschritt der Heimführung auf dem Laufenden gehalten wurde. Erstaunlicherweise atmete ich nicht schwerer sondern leichter. Um nicht in einer Radarkontrolle gestoppt zu werden. ich hätte alle für verrückt erklärt. dass ich jetzt unterwegs war. Vielleicht weil ich mich sichere fühlte. Der BMW hielt auch. einer tankte den Wagen. Auf halber Strecke entschieden wir zu tanken und kalte Getränke einzukaufen. Wir erfanden Pseudonamen für ein imaginäres Buch: aus STA Haun wurde STA Schaum. Ich könne doch ein Buch schreiben. Der Kreis der Informierten war ja sehr klein. Es war der Mann. in 2008/2009 wirklich dieses Buch mit der wahren Geschichte schreiben würde. Natürlich könnte ich die Dinge nicht beim Namen nennen. Während der Professor uns unaufhaltsam Liechtenstein näherten. Hätte man mir damals gesagt. dass ich dem Professor sagte. Die deutsch-österreichische Grenze kam näher. er wisse es nicht und blickte nur stur nach vorne. in der man alle vorhergegangenen Meldungen und Sachverhalte widerrufen sollte. Die Stunden vergingen und wir machten Witze übers Bücherschreiben. dass es unmöglich sein würde. ordnete er die Vaduzer Polizei an. sagte er. Ich erinnere mich noch ganz gut daran. Gemäss Aktennotiz wurde dies (am 1. dass Liechtenstein knapp einer Katastrophe entkommen war und dass Hans-Adam ganz anders war. Das ginge nicht.7. der andere lief weg um mit dem Handy zu telefonieren. aus Liechtenstein wurde Monaco. Dann würde man ja erkennen können. als die meisten Menschen dachten und dass die Datensicherheit in Liechtenstein löchrig wie ein Schweizer Käse war. ein Buch zu schreiben. eine dringende Interpolmeldung nach Deutschland (BKA. Polizei und Justiz wussten ja nicht. dass ich über 5 Jahren später. sagte der Professor. Ich sah zwei Männer neben dem BMW stehen. Österreich grenzt ja an Liechtenstein. aus LGT wurde Banque de la Liberté. Wiesbaden) zu senden. Der Bodensee war 394 . fuhren wir strikt nach Vorschrift. der mir in Amsterdam den SchutzPass gezeigt hatte. Im Laden der Autobahnraststätte kauften wir uns Essen und bezahlten das Benzin. spielte sich in Vaduz anderes ab. ohne die Dinge beim richtigen Namen zu nennen.

verlief alles sehr schnell. Wir überquerten die unsichtbare Grenze der zwei EU-Staaten und dann waren es nur noch ein paar Minuten bis nach Feldkirch. wie ein Kleinkind sein liebstes Spielzeug. Da brauchte man den „Schutz‚ jener aus dem BWM wohl nicht mehr. Ich kramte die handschriftliche Botschaft von Hans-Adam aus meiner Computertasche und hielt sie fest. jede Strasse die wir benutzten. Er beruhigte mich. wie ich vor fünf Monaten und 24 Tagen hier den Zug nach München genommen hatte. Wir waren nur noch ca. 395 . hielt der BWM an und wurde im Spiegel immer kleiner und kleiner. Der Grenzübergang Schaanwald war schon in Sichtweite. Es war ja mein Hinterhof. sagte ich. die von Schweizer Zöllnern auf liechtensteinischem Boden kontrolliert und bewacht wird. alle kannte ich sie auswendig. Ich erinnerte mich. Man fragte mich. Ich behielt den BMW im Seitenspiegel streng im Auge. Wir fuhren in die Tiefgarage. Der Bankdirektor rief den Professor an. Die Sonne hoch und stark. An der Grenze. Niemals hätte ich gedacht. so ruhig war alles. Auf der Höhe. vorbei am Portier und der Sicherheitskanzel und parkten den Wagen.so schön an diesem Tag. 1. praktisch windstill. wo es rechts ein Thai. ob es OK wäre.oder Chinarestaurant gab. rechts und links. genau in der Anhaltebucht der Stadtbusse. dass alles gut gegangen war. Gleichzeitig stiessen wir beide einen erlösenden Seufzer aus. Es sei keine Falle. Etwas zu wild für den Professor schaute ich mit langem Hals ständig nach vorne. Man winkte uns wie Touristen durch. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Sofort klingelte sein Handy wieder: Das Schloss wusste schon. dass ich unter diesen Umständen wieder durch Feldkirch fahren würde. Nur die Musik aus dem Radiosender störte etwas. dachte ich. bevor es wieder den Hügel runter geht. nach hinten. sagte ich. wenn wir zuerst zur LGT BANK in der Herrengasse fahren würden. Endlich am Ziel! JETZT war ich wieder voll in den Händen und unter Gnaden von HansAdam. Wie als wären die letzten sechs Monate gar nicht passiert. Dies sollte mich vor jedem Ärger schützen. Er fahre mich nach Vaduz zu der gemieteten Einzimmerwohnung. Fast jedes Haus an dem wir vorbeifuhren. Kein Problem. wieder in meiner Heimat zu sein.5 Kilometer von liechtensteinischem Boden entfernt. Richtung Grenzposten.

war sein Teil der Aufgabe der schwierigste. ein Bett mit Nachtisch. Es hatte einen kleinen Balkon. Obwohl der Professor auf der Lohnliste von ihm stand (nebenbei noch bis weit ins letzte Jahr. 396 . Wolfgang Müller. Der Bankdirektor und eventuell er selber würden auch dort sein. der direkt über dem Hauseingang war. erwähnte er noch. Es gab einen Esstisch mit vier Stühlen. Natürlich darüber schwebend immer der Hans-Adam. Die Möbel waren brandneu. fragte er. Der Bankdirektor kam aus dem Personalausgang auf uns zu und begrüsste uns freundlich. ihm die persönliche Notiz von Hans-Adam zurückzugeben. Am Freitag. Ich hatte ja nicht viel Gepäck und nach zehn Minuten war ich schon eingezogen. 2008 hinein). ebenso Bettwäsche und Handtücher. Er bat mich. Ich wollte die Notiz aber als Andenken behalten. Jetzt wäre es ja klar. Nämlich mich zu überzeugen und mir neue Wege aufzuzeigen. erwiderte ich und bedankte mich bei ihm für alles was er getan hatte.7. alles beim alten. Links. den 4. Die Einbauküche war relativ gross und das Badezimmer auch. erwiderte ich. Er war wie ein Ventil zwischen Hans-Adam und mir. Er habe ein Zimmer in Triesen. Es war so gegen 17 Uhr als wir auf dem Parkplatz vor dem Haus ankamen. hatte er den weissen Umschlag in seinen Händen. Es roch noch frisch gestrichen. dass ich mich erstmals einrichten und ein paar Tage erholen soll. Der Professor verabschiedete sich mit der Bemerkung. Es wäre. Vaduz. Zu meinem Erstaunen.7. Alles gediegen und farblich abgestimmt. Ich kannte den Weg und dirigierte den Professor dort hin. Es war eine kleine eineinhalb Zimmerwohnung. Er gab ihn mir. Er gab uns die Wohnungsschlüssel und nannte uns die Adresse: Buchenweg 1. vorbereiten. mit meinen Ausweispapieren drin. Dieser Meinung war ich auch. Ja. ein Ledersofa mit Glastischchen. Wenn es mir genehm wäre. dass mir nichts passieren würde. Dies erledigte er so gut wie nur möglich. Zudem solle ich mich auch auf ein Vier-Augen-Treffen mit Hans-Adam für nächste Woche Mittwoch. Ging leider nicht. Der grösste Teil am Erfolg dieser Etappe war dem Professor zuzuschreiben. Ob es mir wieder daheim gefallen würde. den 9. hätte ich um 10 Uhr einen Termin beim RA Dr. einen Kleiderschrank und eine Stehlampe. weg vom Balkon konnte man auf die Wiese vor der Wohnung meines Nachbarn laufen und runter zum Parkplatz. Der Rest dem Bankdirektor.Zuerst musste ich mich mal richtig strecken.

397 . überwiegend zwischen den Sätzen horchend. dass eine Lösung schlussendlich zustande kommen konnte. Ich habe meine Meinung über den Professor auch dann nicht geändert. mitbekommen. wenn er mit seiner Regierung. ganz nach dem Spruch „Zeit heilt Wunden‚.„Bring mir die Daten zurück! Koste es was es wolle! Mit Kieber oder ohne Kieber. oft direkt. bestialische Sprache verwendete. Es sah ganz danach aus. Teil der Aufgabe des Professors war es. ist mir scheiss egal‚ -OZE. dass. deren und meine Worte so umzuformulieren. sodass sich auch die zornigsten Gemüter wieder beruhigt hatten. Dies galt auch für den umgekehrten Weg. Ich hoffte nun. dass der einzige Auftrag von Hans-Adam an ihn lautete: OZA. dass Hans-Adam mehrfach eine ganze andere.Während der vielen Debatten in den vergangenen Monaten hatte ich. die fast sechs Monate meiner Abwesenheit reichen würden. dem Bankdirektor und dem Professor über mich sprach. nach meiner Rückkehr erfuhr. als ich später.

Ich lief über Nebenstrassen bis zum Denner (Einkaufsladen) nach Triesen. das Land wurde von einem politischen Tsunami mit vielen furchtbaren Konsequenzen verschont. War ich froh. Ich schämte mich meiner Taten. Von der langen Fahrt müde. und was für Liechtenstein viel wichtiger war. die mir nicht ganz vertrauen würden. Brot und Müsli ein. Fast sechs Monate lang unzählige Menschen unzählige Nerven gekostet. auch kein Velo mehr. Der Jahrhundertsommer 2003 war ja voll im gang. zur Bushaltestelle. war schon um 19 Uhr Bettzeit. Ich wusste. Die Haltestelle ist auf der Höhe des Gebäudekomplex. Ich kaufte Milch. dass – egal was ich in den 6 Monaten zuvor angestellt hatte – sich ein grosses Gefühl der Erlösung bei den Machthabern breit gemacht hatte. das Passamt und das Gefängnis befanden. Wenn man wählen kann. wo sich die Polizei. machte ich mich zu Fuss in Richtung Hauptstrasse. Und ein frisches heisses Leberkäs-Brötchen. So fein. Es war ein ungewohntes Gefühl. Ich dachte an Lampert. Ich will nicht sagen. sondern weil keine Daten verraten wurden und es somit keine geschädigten Kunden gab. Was soll’s? Ich hatte eine Entscheidung getroffen. der dort in einer Zelle sitzen würde. weil ich wieder daheim war. es würde immer diejenigen geben.KAPITEL 19 Dickes Kissen und dünne Aktenmappe Ich packte meine sieben Sachen aus und richtete mich gemütlich in meinem neuen Heim ein. Die nette Verkäuferin (er)kannte mich zum Glück nicht. Der Abend war schwül. Herr Kieber". Nicht so sehr. keine Sicherheitsvorkehrungen. Aber vor allem keine Diskussionen mehr und keine schwedischen Gardinen. dass ich meine Drohungen nicht in die Tat 398 . Es war nicht der richtige weg. Es war schön. Kein Versteckspiel mehr. kein ständiges Handyein. Am nächsten Morgen sah die Welt auch wieder gut aus. Nein. Genau so wie ich ihnen nie zu 100 Prozent trauen konnte. Ein besseres Kopfkissen müsste ich noch kaufen. "Hast es mal wieder geschafft. dann muss es ja mindestens zwei verschiedene Wege geben.und ausschalten. Ich inspizierte die ganze Wohnung. Im Badezimmerspiegel starrte ich mich an. dass ich keine andere Wahl hatte. Keine versteckten Kameras? Mikrofone? Wer weiss. was ich vor dem Tiefschlaf dachte. Wieder zurück in der Wohnung wurde es mir schnell langweilig. Da ich ja kein Auto hatte. Die Sonne heizte den Raum trotz heruntergelassenen Rollos heftig ein. Himmel auf Erden: ein Liechtensteiner Leberkäse. wieder zu Hause zu sein. Ich fühlte auch. war das letzte.

dass ich wieder da war und dass augenscheinlich keine Katastrophe eingetreten war. Bist ein Kieber. Aber das halbe Land fährt zu dieser Zeit diese Strasse entlang zur Arbeit. Ich erkannte die eine oder andere Person. So oder so. rief er voller Freude. Er wusste. das Volk. Ich versprach. wenn jemand von der Justiz. dass auch etwas ganz anderes sein Gültigkeit hatte: das freie Geleit. Er erzählte mir davon. Ich hätte auch die Hauptstrasse entlang die paar Kilometer ins Dorfzentrum laufen können. grüssten mich ganz anders und erinnerten sich oftmals erst dann. Ich hatte ihn und seine Freundin Marina immer sehr gemocht. etwas von dem Drama wusste oder nicht.umgesetzt hatte. wartete auf den Bus und beobachtete die vorbeifahrenden Autos. gell? Es war für mich ein Einfaches zu erkennen. er wusste es immer. wer. Diejenigen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht. der Polizei oder der Führungsetage der LGT mich sehen würde und vor lauter Schreck einen Karambolage auslösen würde? Ich setzte mich auf die Bank im Wartehäuschen. Der Rest wusste nicht ob sie mich verteufeln oder loben sollten. Vaduz ist wie ein Dorf in den Bergen. Ich war frei. schriftlicher Notiz. (Fast) jeder kennt jeden persönlich oder man weiss zumindest wohin mit dem Gesicht. Von den Anderen traute sich die Hälfte gar nicht mich anzusprechen. Und ich wollte nicht gesehen und erkannt werden. ich war halt im Ausland unterwegs. Ich merkte sofort. ja Heinrich – wo warst du dann. Im Zentrum angekommen wollte ich bei der Post eine Monatsbusfahrkarte kaufen. sonst hätten sie es ja in den Medien gelesen und ich würde am Galgen hängen. seit sie mich das letzte Mal gesehen hatten. dass hoffentlich alles gut gegangen sei. Ja. dass es einen Knall gab. dass es lange her war. Dank Hans-Adams persönlicher. das etwas wusste. Beim Kiosk Schreiber sah ich Jumbo (sein Spitzname) 399 . dass er etwas wusste. dass ich im Januar dem Hans-Adam einen Brief geschrieben hatte. war meines Erachtens schon da. Wenn etwas los war in Vaduz. sagte er. war mein Onkel Guntram (der Ex-Mann meiner Tante). Endlich wieder heimische Backwaren. Was. war erkennbar froh. sonst wäre ich auch dort. Vogelfrei. Die Möglichkeit. Grüsse von hier aus an die Beiden. Ich kaufte mir einen Nussgipfel und trank eine heisse Ovomaltine. Ohne auf meine Antwort zu warten. Ich erblickte die Bäckerei Amman. Niemand sah zu mir rüber. der mir über den Weg lief. die gar nichts wussten. Da musste ich hin. Mehr Details wusste er aber dieses Mal offenbar nicht. Der Erste. Ja Heinrich. sie bald besuchen zu kommen. egal wie viel.

Ohne Termin? Wie immer! Ich versuche es einfach. Ich entschuldigte mich dafür. ob es im 101er vorwärts gegangen sei. meine Schwester und ein paar Freunde aus einer Telefonzelle bei der Post Vaduz an. Ich sagte. Wolfgang Müller bei ihm gemeldet. fragte ich mich. Ob mich Dr. seltsam. entscheiden. Hirn nicht mehr vertreten würde. Sorry. Mislik (übrigens derselbe Richter. hätte er Zeit. Die war überrascht. Paul Meier reden? Ja sicher. Ich wollte nicht. nichts wie weg. Sie wieder zu sehen. als mein neuer RA in dieser Sache? Nein. Am nächsten Dienstag. Ich erwarb ich eine Telefonkarte. Alle konnten es nicht glauben. den 8.er wusste nichts. dass ich wieder zu Hause war. Ich bat ihn jetzt und hier den RA-Wechsel offiziell zu protokollieren. Herr Kieber. Ich fragte natürlich sofort. sagte ich zu ihm. Das war schon mal positiv. Nein. 400 . dass er mich nicht an der Nase herumführe. der Akt sei immer noch beim Obergericht.7. Er bestätigte aber. Ein Besuch beim gescheitesten Mann in der Justiz. dies könne nichts stimmen. dass schnurgerade gegenüber die LGT Treuhand war. dass es seit meiner Abreise im Januar zu keinem Wechsel des Rechtsanwalts gekommen sei. Die Treppe hoch und klopfte bei seiner lieben Sekretärin an. Er sei immer noch der UR in diesem Fall und er würde schwören. fragte er. Also dann bis nächsten Dienstag. Er war. Kann ich mit dem Landrichter Dr. Erst als ich mich umdrehte. G. Meier. sagte ich. im Büro vom Richter Dr. Im Moment ginge es zeitlich gerade nicht. Hätte sich den nicht der RA Dr. sagte er. Ich bedankte mich bei ihm. dass ich mich nicht gemeldet hatte und auch für alle Belästigungen. Nein. aber Hallo! Gut. Dieser würde in Kürze über meinen Antrag (vom 22. sagte er. erinnerte mich UR Dr. die sie eventuell wegen mir hatten. wie seine zwei Damen im Vorzimmer. Komisch.02) auf Fortsetzung der Strafuntersuchung gegen Roegele & Co. der das freie Geleit beschlossen hatte). Noch dachte ich mir nichts dabei. Seltsam.11. sehr geschockt. Was sollte ich als nächstes tun. Mist. Niemand schimpfte mit mir. Ich rief meine Stiefmutter. erinnerte ich mich. als sie im Januar von meinem Brief an Hans-Adam hörten. sechs bis acht Wochen sollte es der neue RA Müller aus Schaan sein.. dass mich jemand von dort sieht. konnte ich da nur sagen. nichts dergleichen. Ich lief rüber zum Gerichtsgebäude. seit ca. Von 11:30 bis 12:25 durfte ich mit ihm plaudern.

wo ich ein Kissen kaufen könnte.7. sollte ich von irgendeiner Richtung aus schon heute zurückkommen. Die Polizei war ja gestern beauftragt worden. dass ich heute. am 2. Ich nahm den Bus dorthin. Eines. auf der Schweizer Rheinseite gab es genügend Auswahl. 401 . aber weder der Professor noch der Bankdirektor hatte mir untersagt in die Schweiz zu gehen. um mögliche Saboteure im Glauben zu lassen. Die STA wusste auch nichts Genaueres. dass ich erst am 2. Sie sorgten sich um mich. Es folgten mehrere hektische Anrufe und Faxe zwischen der Polizei und der STA. Hunger hatte ich auch wieder. der fluchtartig die Tische eines kleinen Cafés verlies. nach Vaduz zurückkehren würde. unverständliches Gefasel und dann die Klänge von weggestossenen Stühlen. als sie hörte. Buchs ist zwar Ausland. ob die etwas wüssten und formulierte ihre Bedenken. Und ich wollte mein Mittagessen nicht in einem Restaurant in Vaduz einnehmen. Erst dann erkannte ich ihn. Die Polizei kontaktierte die STA per Email und fragte nach. schnellst möglich den Deutschen eine Meldung zukommen lassen.7. Im Einkaufszentrum Buchs.In der Zwischenzeit gingen ein paar Gerüchte wie ein Lauffeuer in Vaduz umher. da ich noch passiv im Schweizer System (RIPOL) ausgeschrieben war. mich nicht aufzuhalten. einreisen würde. Ich schaute auf und drehte meinen Kopf zum rechten Bürgersteig. ein Falsches. überlegte ich. Wie sich später herausstellte. Es dauerte nicht lange. Die LGT Treuhand schickte am 2. dem Landgericht einen Brief. um als Vorsichtsmassnahme anzuordnen. sollte ich die Grenze dort überschreiten. Diese war etwas irritiert. erreichte schliesslich die Polizei. Meier verlassen hatte. das Gericht möge daher das Verfahren gegen mich einstellen. Gleich als nächstes sollte die Polizei die Ausschreibung im RIPOL von den Schweizern löschen lassen. Auf der Höhe des COOP Ladens hörte ich zuerst lautes. worin sie den Rückzug ihrer Privatanklage in Sachen Datendiebstahl erklärten und den Antrag stellten. Es war der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Dort sah ich einen Mann. Ich spazierte vom Bahnhof Buchs auf der linken Seite der Einkaufsmeile Richtung Werdenberg. dass die Polizei schleunigst die Grenzstelle in Schaanwald anrufen sollte. war dieses Gerücht gezielt gestreut worden. An der Hand hielt er eine junge Frau.7. wünschte aber. bis ich die erste von mehreren peinlichen Situationen der kommenden Zeit erlebte. Nachdem ich das Büro des UR Dr.

Zuerst wollte ich aber mit dem Bus in meine Heimatgemeinde fahren und das Grab vom Vater besuchen. schönes Wetter heute. Weisser Marmor überall. Super. ohne dass ich dabei war? Man musste sich nämlich dafür ausweisen. dass er vergessen hätte. bog der Bankdirektor mit seinem Wagen in meine Strasse ein. W. als ich das letzte Mal dort war. hatte er mir eine neue SIM-Karte mit Rufnummer von der Telekom Liechtenstein kaufen und aktivieren können.ärmer und um einen Fernseher reicher. Dort angekommen. CHF 300. Mit dem Bus erreichte ich wieder Buchs und traf mich mit meinem Schatz. da ein Mitarbeiter der Firma in der Nähe von mir wohnen würde.Er musste mich zuerst gesehen haben und war wohl geschockt.. es so zu belassen. Besser so. Wieder etwas Positives erlebt. Mit dem Kissen unter dem Arm fuhr ich mit dem Linienbus gleich wieder nach Vaduz. Ich bog in die nächste Abzweigung nach links und dann zum Migroseinkaufszentrum. mir mitteilen zu lassen. Ich betrat auch die wunderschöne renovierte Kirche in Mauren. 402 . Am Freitag. Auf dem Weg zur Bushaltestelle beim Bahnhof Buchs kam ich an einem TV-Geschäft vorbei. hätte ich nie geglaubt. Im Auto gab er mir ein Geschenk.7. Müller machte. Das TV-Gerät würde man mir am Wochenende ausnahmsweise nach Vaduz bringen können. Sie war auf meinen Namen registriert. Er wollte wohl eine Konfrontation mit mir vermeiden. dass es besser war. Ich wüsste auch nicht. dass er mich abholen würde. wie konnte er denn die Nummer auf meinen Namen einlösen. gerade als ich mich auf den Weg zum neuen RA Dr. dass ich ihn überhaupt und wenn doch auch noch so schnell wieder besuchen kommen konnte. Beide waren Schweizer.. Ich bedankte mich dafür. Sie hatte von nichts eine Ahnung und ich entschied. dass er immer mehrmals in der Woche zum Mittagessen nach Buchs zu seiner Freundin fuhr. TV und Videorecorder in einem.. Er wich aus und sagte nur. Fünf Minuten später war ich CHF 300. Ich kaufte mir ein Kissen und einen dazu passenden Bezug. Da das Handy ja keinen SIM-Lock hatte. Ich erinnerte mich. redete ich mit ihm und erinnerte mich. sagte ich.kostete es. Er sagte mir. Den Donnerstag hatte ich mit meiner alten Liebe abgemacht. Er drückte mir auch eine Kopie des Rückzuges der Privatanklage der LGT Treuhand in die Hand. Es gab da ein Superangebot für ein kleines Kombigerät. was ich ihm hätte sagen sollen. Wir verbrachten den Tag am kleinen Werdenbergersee. So. Es war das Nokiatelefon aus Holland. den 4.

Die erste halbe Stunde sprach er ausschliesslich mit dem Bankdirektor und widmete mir keine Minute. Er kam auf Schlussfolgerungen. Er hätte dies in weiser Voraussicht Anfang Juni beantragt. da er wieder nach Hause.50 Uhr waren wir schon im grossen Sitzungszimmer der Kanzlei. wenn überhaupt. die fern der Realität waren. erwiderte ich. dass er es nicht so gemeint hätte. dass seine Mappe über mich so dünn war. ob Hans-Adam noch nicht mit mir gesprochen hätte. erst nächste Woche. Sehr zum Erstaunen des Bankdirektors. Müller sagte. Nach bald 35 Minuten wandte er sich direkt an mich. konnte ich da zuerst nur stammeln. Zu meinem Schrecken erkannte ich bald. Dieser konnte meine verschiedenen Gesichtsausdrücke ja schon im Schlaf richtig deuten. Ich kam aus dem Staunen nicht raus und rechnete die Tage. und wohl ganz im Sinne des wirklichen Auftraggebers (Hans-Adam). Kein Wunder. Man hätte die Anzeige wegen der Nötigung noch nicht zurückgezogen. tadelte Müller mich und meinte. Müller fragte mich. Ich sollte mir weiters keine Gedanken machen. Dies ist aber sehr mager. extrem minimal in meine Geschichte eingelesen hatte. nach Österreich gefahren war. Nein. Er schilderte was in den letzten 4 Wochen alles passiert sei und als er dann anfing von einem erfolgreichen freien Geleit zu erzählen. Er brauchte auch seine Ruhetage. 403 . Ich bedankte mich für sein Zeit und die Annahme des Mandats. Ich stand auf und lief die Treppe hinunter zum Ausgang. Wolfgang Müller und legte eine Aktenmappe auf den Tisch. Nach fünf Minuten kam der Bankdirektor raus und bat mich wieder herein. Draussen sass ich auf der steinernen Treppe und beobachtete den Verkehr auf der Schaaner Hauptstrasse. dass er sich. hätte er die Akten studiert.Um 09. erklärte er mir dann. Er durchblätterte die wenigen Seiten im Akt und zeigte mir den Beschluss. erlaubte ich mir ihn zu unterbrechen. dachte ich gleich. wüsste er was ich dem Blaublut angetan habe. ich würde bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben? Der Bankdirektor schaute verlegen aus dem Fenster. Ich war absolut nicht auf so etwas vorbereitet und anstatt ihm zu antworten. Aha. dass sich mein Vater im Grab umdrehen würde. Wochen zurück. Man kann sagen. Warum stand da. OK. Seine Hauptaufgabe hatte er ja soweit erfüllt. deren Antworten er eigentlich wissen müsste. starrte ich den Bankdirektor an. die Beziehung startete auf dem linken Fuss. Der Professor konnte leider nicht kommen. Dies sei jedoch alles nur eine Formsache. Zehn Minuten später begrüsste uns Dr. Nicht nur stellte er Fragen.

Ich wandte mich deshalb an Dr. Der Bankdirektor rechtfertigte. Meier noch nicht als mein neuer RA im 101er gemeldet hätte. Eines nach dem Anderen. dass es sich hier um einen sehr aussergewöhnlichen Fall handeln würde und die Interessen aller berücksichtigt werden müssten. dass ich sowieso freies Geleit hätte. Natürlich. sagte ich. Innerlich wurde ich schon wieder wütend: „Am Rande gehört?‚ Beide Fälle sind im Detail als Beilage meines Schreibens an Hans-Adam geschildert. Ja gilt die Notiz denn nicht mehr. Müller sagte. dass die Notiz eine Geste von Hans-Adam gewesen. Ich bedankte mich artig beim ihm. Wie bitte? Gnade vor was? Rache? Das höre ich zum ersten Mal. sonst wäre ich doch nie mit dem Professor im Wagen nach Hause gefahren. immer. Müller mit der Frage. wenn da steht. Der Bankdirektor entschärfte die Lage. indem er sagte. Ich fragte den RA ob er sicher meine Interessen vertreten würde. Zum Abschied drückte er mir fest 404 . Als ich zurückkam weinte ich und wollte gehen. P. war die banale Auskunft darauf. dass er es im Gespräch mit Hans-Adam so verstanden hätte. Aber. Hans-Adam hätte dies auch dem RA am Telefon versichert. Ich war völlig perplex. war die Antwort. stöhnte ich. fragte ich entsetzt. Nichts würde mir geschehen. Sein Mandat beschränke sich aber auf die juristischen Konsequenzen meines Briefes vom 7. Mir wurde schlecht und ich musste die Toilette aufsuchen. Und was war mit dem Zivilverfahren? Er war ehrlich sehr überrascht: Von einem 101er oder dem Zivilverfahren hätte er zwar am Rande gehört. dass sich alles aufklären würde. Und warum musste ich sie dann zurückgeben? Hans-Adam wollte solch ein Schriftstück nicht im Umlauf haben. doch. Und warum hier im Beschluss suggeriert wird. Der Bankdirektor wurde wieder etwas griesgrämiger. da er ja schlussendlich aus der Kasse von Hans-Adams bezahlt würde. dass dieser Gnade vor Rache walten liesse. Ich fragte den Bankdirektor für was dann die persönliche Notiz von Hans-Adam gewesen sein soll. warum er sich beim UR Dr. alles nur rein juristische Formsache. Er erklärte. fragte ich. dass ich unter Umständen im Gefängnis landen könnte? Sonst hätte ja RA Müller kein freies Geleit beantragen müssen. Und das mit dem „bis zum Urteil auf freiem Fuss bleiben‚ soll ich nicht wortwörtlich nehmen. Was soll das wieder bedeuten.1.Aber seine Antwort genügte mir nicht. Man überredete mich aber zu bleiben. prinzipiell sei er natürlich für mich da. an Hans-Adam.

dass sich nach so vielen monatelangen Diskussionen mit dem Bankdirektor und dem Professor alles in Luft auflösen sollte. Er war immer noch angespannt. wie mein analytisches Denkvermögen wieder überdrehte. Ich wollte nicht. also ein gutes Jahr lang. ob sich alles so abspielen würde. dass die LGT mir auch noch Brot und Butter bezahlt. ob sich in Vaduz in den letzten paar Monaten alles so abgespielt hatte. Nein. Schlimmer noch. Mein kalkulierter Durchschnittslohn war CHF 3'840. Bei der ALV wurde mir mitgeteilt. Nochmals tausend Dank dafür.7. Am 4. müsste ich meinem zugeteilten Sachbearbeiter fünf Bewerbungen pro Monat vorlegen.und damit sehr hoch. Am Wochenende kamen mir die ersten Zweifel auf. sagte ich. undenkbar. dass ich die Miete selber bezahlen wolle. Nein. Und ich war keiner. der jedes zweite 405 . Die LGT habe ja die Möbel gekauft und der Mietvertrag läuft auf ihren Namen. wie man es mir im Ausland erzählt hatte. Wenn ich dann eines nicht allzu fernen Tages ausziehen würde. CHF 750. Die Übernahme der Mietkosten (ca. Angeblich soll ich wieder nach Liechtenstein eingereist sein.. Er fuhr mich nach Hause und verabschiedete sich ins Wochenende.pro Monat) war schon grosszügig genug. Die Polizei war immer noch nicht voll im Bilde und offenbar hatte mich weder sie noch jemand von der STA schon gesichtet. Ich hätte Anspruch auf 250 bezahlte Wochenarbeitstage. freiwillig nach Hause zurückzukehren. zur Arbeitslosenversicherung (ALV). Daher bat sie um ein Treffen mit der STA und der Justiz. 70 Prozent des Durchschnittslohns der letzten fünf Jahre betragen. dass ich ab sofort bezugsberechtigt wäre. Ich merkte. Ich sagte zum Bankdirektor. um zu besprechen. Nach diesem eher bemerkenswerten Meeting fuhr mich der Bankdirektor nach Vaduz. Ich hatte also mehr als genug für meinen bescheidenen Lebensunterhalt. Als Beweis für meine Bemühungen einen neuen Job zu finden. verfasste die Polizei eine Randbemerkung. Mein Arbeitslosengeld würde ca. könnte die Firma die Wohnung für anderes Personal benutzen. Stempelgeld beantragen. sagte ich. wie man es mir im Ausland bunt ausgemalt hatte. es konnte nicht sein. Wir verloren daher keine Worte mehr über juristische und andere Kämpfe. Kein Problem. wie in dieser Sache weitergefahren werden soll.die Hand und beglückwünschte mich zu meinem klugen Entscheid. Dieser lehnte dankend ab.

oder dritte Wort falsch verstanden hatte. Trifft sich gut. Ich wanderte eine Runde im Kreis. aber in Bezug auf die Lösungswege stellte ich sicher. Der UR erläuterte ihm schnell die Sachlage im 101er Gerichtsfall. wann man die Anklage im 101er erheben würde. dass sie die Strafuntersuchung 406 . umso weniger gefiel mir die Ausführung.. Im Gegenteil. da ich erst seit vier Tagen wieder daheim war und den vollständigen Überblick noch nicht hatte. Meier auf der Matte. dass die Audienz bei Hans-Adam mir den nötigen Durchblick bringen würde. fuhr ich fort. wäre es besser zuerst einen Brief zu schreiben und die Reaktion abzuwarten.7. dass wie alle dasselbe darunter verstehen. Wenn überhaupt. hatte sich niemand angemeldet und ich hatte auch keine Termine. schon vorher würde die STA ihn informieren. Ich bat ihn doch für das kurze Gespräch mit dem UR zu bleiben. dass das Obergericht sehr bald meinem Antrag zur Fortsetzung der Strafuntersuchung befürworten würde.. Für Montag. so kam im zum Schluss. Nachfragen. Das wäre zu begrüssen. Wie abgemacht stand ich am Dienstag. Zum Glück wurde mir am Samstagnachmittag der Fernseher geliefert. Nach einem langen Tag war ich froh. ich ging jede Aussage. jedem Versprechen von Seiten des Bankdirektors und HansAdam gründlich auf den Grund. Dies brachte etwas Ablenkung. sagte ich. Dr. Als UR im 101er wäre er überaus zuversichtlich. Eine schöne Abwechslung würde mir ein Ausflug in die Berge geben. Das ganze Rheintal lag einem zu Füssen. erwiderte ich. Von dort ging es mit dem Bus wieder heim. Ich durchquerte Wiesen und etliche Wald. pünktlich um 11 Uhr beim UR Dr. Roland Müller (Partner/Rechtsanwalt in der Kanzlei Müller) wegen einer anderen Sache gerade beim UR im Büro war. dass der Neffe vom RA Wolfgang Müller. Der Zufall wollte es. dann runter nach Steg und durch einen kleinen Tunnel auf die Westseite des Höhenzugs. den 7. Natürlich hatten wir selten dieselbe Meinung. ob ich in den sauren Apfel beissen und STA Haun direkt anrufen sollte. den 8. dem Liechtensteiner „St. Ich war mir sicher. Ich überlegte lange. Je mehr ich darüber nachdachte. Welch Kontrast zur holländischen Landschaft. Die Aussicht war atemberaubend. Also ab ging es mit dem Bus nach Malbun. Aber.und Feldwege bis ich in Triesenberg angelangte. die Beine hoch legen zu können. Gerne willigte er ein. war ich nur deswegen verwirrt.7. Anton‚. Wahrscheinlich.

fragte ich. was Hans-Adam für mich getan hätte und keine Angst haben soll.gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. Er sagte auch. Das würde viele erleichtern. wieder aufgenommen habe und eine Anklage einreichen würde. dass ich nie vergessen soll. soll ich wegen allfälligen Meinungsverschiedenheiten nicht gleich aufbrausen. Warum? Warum sollte ich Missverständnisse mit ihm haben. Er müsse jetzt gehen und beendete das Telefonat. Und wenn es geht. Am Nachmittag rief der Bankdirektor auf meinem Handy an und teilte mit. dass ich morgen um 9 Uhr ins Schloss kommen kann. Der Dr. Roland Müller versprach mir. antworteten beide Juristen. Noch hätte der UR aber nichts in diese Richtung von der STA gehört. 407 . seinen Onkel zu bitten. Dies wäre nur ein guter Tipp von ihm. Dann müsste ich ja nicht selber als Subsidiarankläger fungieren. rasch seine Rechtsvertretung von mir in diesem Fall formell abzuschliessen. versicherte ich beiden. Wird schon noch kommen.

den langen Fürstenweg von Schaan nach Vaduz durch den Wald. mit weissem Hemd und blauer Jeans bekleidet. Das schwere Portal öffnete elektronisch und ich schritt ihm entgegen.. Der schnellste Weg hinauf zum Hans wäre die Abkürzung durch den Wald unterhalb vom Schloss. wurde mir gesagt. dem Staatsoberhaupt und Landesführer. erkannte ich. Man erwartete mich schon. war ich marschbereit.KAPITEL 20 Hochheilige Audienz bei Hans-Adam Der wohl wichtigste und schwierigste Tag meiner letzten sechs Jahre war gekommen. bis zu den Büroräumen oder rechts um die Kurve in den Innenhof der Burg. mich zum Schloss zu fahren. Frisch geduscht und rasiert. Der heutige Besuch war natürlich anders. Man wollte wohl bei mir von nun an auf Nummer sicher gehen. Es war jetzt 15 Minuten vor 9 Uhr. Ich kannte Kaiser seit einigen Jahren persönlich. Ich war nicht zum ersten Mal auf Besuch im Schloss. Beim grossen Eisentor des Schlosses angekommen. Normalerweise wird ein Besucher alleine durch das Tor und dann runter zu alten Holzbrücke gelassen. Besser den Bus ins Zentrum nehmen und meinen Onkel Guntram bitten. Gilbert Kaiser den Kieselweg auf der anderen Seite des eisernen Tors hoch gelaufen. Dann würde ich aber verschwitzt ankommen. Von dort sind es nur ein paar Schritte. drehte er seinen Wagen um und wünschte mir viel Glück. im Sommer wie im Winter. Je nach dem. In meiner Kindheit und Jugend hatte ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Hans-Adams Mutter. vorbei an den Kanonen. Ich klopfte ans Fenster des kleinen Portierhäuschen. die Richtung Tal ausgerichtet sind. Am Abend zuvor hatte ich mir bei meiner Nachbarin ein Bügeleisen ausgeliehen. die ab 408 . zu ihrem Schloss. vorbei an der Rückseite des Regierungssitzes und dem Restaurant Real. Er war immer eine hilfsbereit Seele . Er und seine nette Frau. DAS Vier-Augen-Gespräch mit Hans-Adam dem II. Er hatte auch seit Jahren Kenntnis von meinem Argentinienfall. was für einen Termin man mit dem Blaublut hatte. Bis zu ihrem Tod 1989 hatte ich schriftlichen Kontakt und besuchte sie ab und zu. Zum meiner Verwirrung kam die rechte Hand von Hans-Adam. Fürstin Gina. Und das ging nicht. Oft backte ich ihr meinen köstlichen Apfelstrudel und lief zu Fuss.

Es sei ja alles noch mal gut gegangen. Ich war mir nicht mehr sicher. Ich murmelte etwas verlegen und fragte ihn. Er beschwerte sich. jeans-artige Hose. Kaiser begleitete mich bis ins Vorzimmer. ob ich weiter laufen oder umkehren und raus rennen sollte. Wir nahmen. Die Aussprache fand im jenem Raum statt. dass mich die Blaublüter bis zum bitteren Ende gejagt hätten. Mir war bewusst. erwiderte ich. Dann wurde er ernst und sagte. gehören zum treuesten Mitarbeiterstab der von Liechtenstein. Da erst erkannte ich. freute ich mich zu hören. nicht zu vergessen die Gefahr für die Kunden. Diesen Satz untermauerte er bildlich indem er langsam mit dem Daumen seiner rechten Hand von ganz links bis ganz rechts entlang seiner Kehle fuhr. Auf dem Weg zum Büro erzählte er mir. Mir wurde sofort klar. 409 . war das wenige.1.und zu mit im Schloss arbeitete. Die dunkle Holztüre öffnete sich und auf seine charakteristische Art & Weise kam Hans-Adam zwei Schritte auf mich zu und drückte meine Hand. dass ich ab dem 7. Da musste ich durch und damit Basta. Ich weiss. jeder auf einem der Sofas. wo die zwei Sekretärinnen am Computer sassen. Aber. dass ich noch ein paar Minuten warten müsste. Franz Josef II. Dann wäre Durchlaucht empfangsbereit. dass man es mir sehr übel genommen hätte. endlich bist du wieder da. Die Möbel waren noch aus Zeiten seines Vaters. Jetzt wieder. ich weiss. Keiner pisst ungestraft denen ans Bein (Kaisers Worte). Er drehte sich um und ich folgte ihm. rief er mir zu. ob Hans-Adam gut gelaunt wäre. dass es kein Witz war. reichlich Hektik hier in den Haushalt gebracht hätte. die Farbe der Adeligen. Ich begrüsste ihn stürmisch und bedankte mich 10'000 Mal für die Audienz. im 90° Winkel zueinander Platz. Ich stülpte meine Hemdsärmel wieder runter und knöpfte sie zu. dass er gleich gekleidet war wie ich: weisses Hemd und eine blaue. Endlich. Man wäre sehr besorgt um die Reputation der Familie und der LGT gewesen. Blau. dass Hans-Adam mich die ersten 30 Minuten definitiv beschimpfen wird. wenn ich die Daten verraten hätte. Mir wurde gesagt. dass ich zu meiner Verteidigung sagen konnte. dass ich so viele Monate schlaflose Nächte hier im Schloss produziert hatte. strich Hemd und Hose glatt und versuchte meine Nervosität zu unterdrücken. hätte ich diese Übeltat nicht überlebt. Er wurde noch deutlicher und sagte wortwörtlich. in dem er auch die ausländischen Gäste und ab und zu die Medien zu Gesprächen empfängt. ich hatte in Wirklichkeit keine Wahl.

Er wollte mehr über die näheren Umstände des Diebstahls erfahren. nach dem Wohlbefinden seiner Frau. dass ich so viele Detailkenntnisse über seine Belange hatte. sonst hätte ich die Gelegenheit. dass ich den Kniff noch nicht im Detail verraten hätte. Keine Ursache.Er wirkte nicht nur gelöst. Der Gesundheitsstand seiner Schwiegertochter gab Anlass zur Sorge in letzter Zeit. Gern geschehen. die Kunden. Allen gehe es gut. Sie war dicker als diejenige beim RA Müller. Die Torte. Der Professor hatte ihm dies empfohlen. seiner Kindern und den Enkelkindern zu fragen. Mit dem Stichwort Professor gewann unsere Unterredung an Fahrt. sagte er. dass er vor sich auf dem Salontisch eine Mappe liegen hatte. dass er selbst agieren musste und nicht wie immer einfach alles ohne es zu lesen 410 . ja. mit offenen Augen und Ohren. was als nächstes passieren würde. aber eine solche Notiz hätte er noch nie ausfertigen lassen und unterschrieben müssen. Ich bedankte mich für die Notiz. bei dem ich sicher war. erwiderte er. Aber zuerst wolle er wissen. sehr viel lese und mich die Familie Liechtenstein immer schon fasziniert hatte. kam es mir in den Sinn. Stille. Er lachte freimütig – dies war für mich ein gutes Zeichen – und sagte. Die feine Torte. Die meisten Liechtensteiner wüsste nur ein Zehntel davon. sagte er. seinen Erfolg bei der Abstimmung im März. sonst immer eine grosse Klappe. die LGT. das Datenband zu entnehmen wohl nie erspäht. Ich erwiderte. über den ehemaligen CEO der LGT Gruppe. sagte er. dass ich immer mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend ziehe. Es wäre auch für ihn ein Novum gewesen. seine Beteiligung an der Firma Ricetec. Ich sah. Ich. Er hätte schon vieles in seinem Leben gemacht. den Hans-Adam vor vielen Jahren wegen (ABB-) Insidertrading (illegaler Handel mit ABB Aktien) schassen musste und über seinen Bunker wo die kostbaren Bilder aufbewahrt werden. er war es auch. die Justiz im Gesamten. Er war auch nicht gerade ein Gesprächsschnellstarter. Ich erzählte ihm die Vorgeschichte dazu und dass ich unbedingt einen Mechanismus finden musste. die STA. Ich bedankte mich für die Sachertorte. Keine Schimpftiraden. die mit Heinrich Kieber markiert war. wie und warum ich ausgerechnet einen Hinweis in seiner Bilderkammer hinterlegt hatte. war ganz still und wartete ab. Wir redeten über die Richter. Ich dachte es wäre immer eine gute Idee. die Daten. Ihm sei gesagt worden. Hans-Adam war überrascht.

Nun ja. Ich bat ihn meinen Beitrag nicht zu überschätzen. Ich fragte ihn. mit den vielen Details ausreichen würde. dass er auch nicht danach gefragt hatte. hätte er nicht 411 . sagte er. Diese Lücke sei jetzt geschlossen. Ich entschuldigte mich für die Ungenauigkeit meines Schreibens. dass er strengere Sicherheitsvorkehrungen angeordnet hatte. antwortete er mir. wie es zu Missverständnissen innerhalb der LGT gekommen wäre.1. dass die Datenträger. Aber natürlich erwiderte ich. versprach ich ihm. ob es wirklich keine personellen Konsequenzen für meine ehemaligen Mitarbeiter gab. Er bestätigte. Ich würde schon morgen damit beginnen. er denke. Er sagte mir. In Bezug zum DLT-Band. Ich hätte halt gedacht. Er erzählte davon. Einmal hiess es. unter Aufsicht vollständig zerstört worden waren. Hoffentlich sei niemand entlassen worden. dass ich da eine Hilfe sein könnte. dass es mir gelingen würde. mein Input wäre wichtig und Teil meiner eigenen Rehabilitation. sagte er und hob den Zeigefinger. fragte ich ihn. Er erzählte mir auch. die richtigen Fragen an Lampert zu stellen oder zumindest für die Polizei zu formulieren. geliefert hätte. Er würde aber lügen. Er erwarte in Bezug auf seine LGT schon eine gut formulierte Denkschrift (Analyse) von mir. dass niemand zur Rechenschaft gezogen worden sei. nein. Unbewusst nannte ich das genaue Datum nicht. dass er schon herausgefunden hatte. eher eine günstige Verkettung von Unachtsamkeiten seitens der LGT Treuhand. fragte er mich als nächstes. Erst später fiel mir auf. sagte ich. wie ich mir ohne Gewalt Zugang zum Bunker verschafft hatte. Ich erzählte ihm die Details. mit meiner noch abzuliefernden Analyse. fragte ich ihn. Kieber hätte die Daten nicht.weiterdelegiere. Wann er diese haben möchte. Zusammen. dass es kein grosser Trick war. Warum ich keinen Beweis als Beilage in meinem Brief vom 7. sagte er. sagte er mit Unterstützung seiner Arme. wie in Zukunft so etwas verhindert werden könnte. antwortete er. die ich für ihn in Berlin abgegeben hatte. So schnell es ginge. Ja! Inwiefern man denken würde. dann hiess es er hätte sie doch und so weiter. würde das die LGT wieder an die Spitze in Sachen Datensicherheit katapultieren. nie im Leben würde ich irgendwo einbrechen oder so. dass mein langer Brief. Er beschrieb mir. Nein. Ich hätte ja vom aktuellen Drama bei der LLB gehört.

Feuerstein. Was nie rüberkopiert worden war. Ich konnte nicht. wäre alles viel leichter für mich gewesen. sagte er. dass ich dem Bankdirektor gegenüber so beharrlich war und er deshalb die Papieroriginale wieder mit nach Hause genommen hat. Ich war sehr erstaunt darüber und erklärte ihm. Er bedankte sich ausdrücklich dafür. aber auf dem DLT-Band natürlich vorhanden waren. 412 . kann auch nie dort gefunden werden. dass eine so frühe Rückkehr ein anderes Resultat gebracht hätte. Das Risiko war enorm. Es wäre so gewesen. Insbesondere dachte er an Dr. Er war mit meiner Antwort merklich zufrieden. müsse man aber wieder in die Zukunft blicken. nichts sei einfacher als das. Er fragte mich. Ob ich mich versichert hätte. fragte er weiter. sei es als Begünstigte oder z. geschildert hatte. Ich hätte ihn aber per Emailkommunikation darauf hingewiesen. die ihm gesagt hätte. Wenn man eine Kopie von einem Datenstamm herstellt und man diverse Dateien nicht in dieser Kopie (auf neuem Datenträger) haben möchte. sagte ich. Das Geschäft laufe ausgezeichnet. Nachdem ihre berühmte Option 2 oder Variante 2 in Kraft getreten war. Er konterte mit der Diagnose der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Nein. Nicht dass sie jemand finden würde und die Daten rekonstruiert. je in Gefahr gewesen waren. fragte er mich. erwiderte ich. dann kopiert man sie einfach nicht rüber. da nichts passiert sei. erlaubte ich mir zu erwähnen. wie ich es in meinem Brief an ihn vom 7. Jetzt. im Stiftungsrat. Warum ich in Berlin nicht in seinen Wagen eingestiegen bin. Gott sei Dank wäre ich die los. Hätte man mir die Schutz-ID in Berlin überlassen. eine Trennung solcher Mandate von der Masse sei nicht möglich. Warum ich ausgerechnet nach Holland weitergefahren bin.mit dem Gedanken gespielt. Ich wäre mir sicher gewesen. In Berlin konnte ich nicht mehr bleiben. All diese Mandate wären nicht auf den zwei externen Harddisks und den vier DVDs gespeichert gewesen. teile er mir mit. ja die Daten. sagte ich. mit den Originalpapieren und den Datenträgern kreuz und quer durch Europa zu reisen.B. Anstelle man sie in den Reisswolf stopfte. dass er und die LGT dieses zusätzliche Risiko tragen müssten.1. sagte ich. ob die Daten der Mandate seiner grossen Familie. sagte er wortwörtlich. dass alle Datenträger unwiderruflich zerstört sind. als wir es jetzt erlebt hatten und erleben würden. Ja.

er es einmal und nie wieder in Worte fassen würde und es unter uns bleiben würde. ob ich diesbezüglich ein paar Anekdoten erzählen dürfte. dass man sich mit dem Gedanken befasst hatte. geben könnte. er habe heute für alles ein offenes Ohr. formulierte er es bildhaft. dass. dass ich ihm offen und direkt solche gangstermässigen Pläne unterstellen würde. Da Hans-Adam sein Glück fast nicht fassen konnte. wie ich mit den Angaben zu knapp 4000 Treuhandgesellschaften mit einem kombiniertem Bankvermögen von mehr als 7 Milliarden CHF in Berlin herumrenne. bereute ich sie gestellt zu haben. Er hielt inne und dachte nur kurz nach. wohl noch nie in eine solche Lage geraten war. Ich fragte vorsichtig. Ich fragte ihn. Nachdem er tief Luft geholt hatte. die in soweit bringen würde. im Rückblick hätte er mir den Schutz-Pass in Berlin übergeben sollen. mich mit Gewalt nach Hause zu holen. dass wir alle nochmals mit einem dicken veilchenblauen Auge davongekommen waren.. Und der Zwischenfall in Berlin mit den Privatdetektiven wäre nicht seine Idee gewesen. sagte Hans-Adam. Der Bankdirektor und sein Gilbert Kaiser hätten sich diesbezüglich klar geäussert. dass er mir darauf keine ehrliche Antwort geben würde. ihre Ängste ich könnte ein Terrorist sein. legte ich noch eines drauf und illustrierte ihm mein Aufeinandertreffen mit den angeheuerten Schnüfflern in Berlin. Oder mich ganz zu beseitigen.Ja. fügte ich fix dazu. sagte er mit grosser Erleichterung. sagte ich ihm. Uns allen hier in Vaduz kam die Vorstellung. Und über den Polizisten aus Münster/Osnabrück. überhaupt auf solche Fragen eine Antwort zu formulieren. Nie im Leben würde ich ihm deswegen Vorwürfe machen. Ich berichtete ihm über meine Vermieterin Daniela in Berlin. Offenbar fühlte er sich sehr (selbst-) sicher und es war ihm auch bewusst. Ich nickte beipflichtend. Ich war mir sicher. wie der Beginn des letzten Abendmahls vor. dass sein Geschäftsimperium einen Schaden erleiden 413 . als Mensch. Man sah es ihm geradezu im Gesicht an. dass er als Landesführer. Gerne. Nie würde er es zulassen. sagte ich etwas gedrückt. Ich konnte ihn verstehen. um nicht den Eindruck zu hinterlassen. was immer er jetzt dazu sagen würde. Sofort nachdem ich diese Fragen artikuliert hatte. Trotzdem war seine Antwort glasklar: Obwohl er als Katholik Gewalttaten wie Kidnapping oder ähnliches ablehnen würde. ob es stimme. hätte ich ihm mit meinem Handeln nur zwei Optionen offen gelassen. Ich hätte an seiner Stelle vermutlich dasselbe getan.

Aber wären die Daten wirklich verraten worden. Sein Bruder aber schon. meinte ich frech. fuhr er fort. dass was im Ausland als kriminell gelten würde. Ich sagte auch. Als würde ich eine solche Massnahme auch noch selber befürworten. den Schuldigen aus der Welt zu schaffen. dass ich weder ihn noch die LGT kritisieren wolle. wagte ich mich vor und erwähnte seine Leichen im Keller. Der 414 . Ich schilderte. Na. Er äusserte sich dahingehend. auch andere Mitarbeiter des Projekts e-Doc aus allen Wolken gefallen wären.als wir die vielen Mandate mit kriminellem Hintergrund gefunden hätten. Ich fragte ihn. dass wenn der Schaden gross wäre. ich verstehe ganz – kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen. wie erstaunt ich gewesen war. Dies sei eine rein theoretische Frage. da ja keine Daten verraten worden waren. dann wäre eine solche drastische Massnahme – von wem auch immer durchaus evident. Seine Sippe. dass die Daten nie den ausländische Behörden in die Hände fallen. mir das 3-D-Modell des Kerkers in Argentinien zurückzugeben. dass ich schon verstehen müsse. erwiderte er. wen er mit den Schwerstbetroffenen meinte. bat ich ihn. dachte ich. Hans-Adam erklärte dazu. stellte ich in Gedanken fest. Da ich spürte. Dass nicht nur ich. sondern auch aktive Mandate identifizieren konnte. dass man mit ihm wirklich Klartext reden konnte und ich das Gespräch von meinem Handeln wegleiten wollte. Natürlich sei es klar. Besser in dieser Richtung nicht tiefer bohren. Nein. nicht automatisch bei uns so sei.würde. ob man mittlerweile so klug gewesen wäre und sich jener Mandate entledigt hatte. dann lasst uns nur hoffen. sagte ich. Wobei er sich keine Mühe gab zu verbergen. schloss er seinen Vortrag dazu. erwiderte ich. die davon am schwersten Betroffenen ihr Recht. war die kurze Antwort. bei der LGT nicht nur Leichen gefunden zu haben. Schliesslich waren wir zwei alleine im Raum. Das Dümmste was ich dazu sagen konnte. Um das Gespräch weg von solchen Horrorszenarien zu bringen. hörte er dann auch von mir: Aha. in die eigenen Hände nehmen würden. die im starken Kontrast stand zu dem gängigen Bild was die (Finanz-) Welt von der LGT hatte und die LGT selber pflegen würde. Wie blöd von mir. wenn dem so sei. dass er selber nie alle Mandate persönlich kennen könnte.

Man wusste nicht wohin damit im Schloss. fragte ich. Er selber sei leider kein Jurist. Wenige Menschen hätten solchen Terror ohne einen psychischen Schaden überlebt. Ich fragte ihn vorsichtig. sagte Hans-Adam. dass er den 101er und der 140er selber studiert hätte. ich hätte einen Dachschaden davongetragen. Die STA hätte ohne Schwierigkeit Anklage erheben können. sagte er in Anspielung auf die verbittert geführte Auseinandersetzung im Abstimmungskampf um die neue Verfassung. Er wisse es nicht mehr. antwortete er. Roegele heisst er. sehr betroffen. Abscheuliche Dinge passieren da immer wieder. Ich stimmte vollkommen mit ihm überein. 415 . Egal. Er führte weiters aus. dass die STA die ganzen Jahre hindurch stets eine andere Ausrede gesucht und gefunden haben muss. Meinte er damit. Oft hätte er sich dies in der Vergangenheit aber gewünscht. Es tue im Leid. Er war dann auch über den Schock. die habe er entsorgen lassen. Mich traf es sehr. dass mir Unrecht geschehen war. Mir kamen die Tränen und er wusste nicht. oder meinte er ich hätte keinen. wie er damit umgehen sollte. sagte ich. die grosse Schachtel. aber in der Anfangsphase wäre man sehr wütend auf mich gewesen. dachte ich. um im 101er nicht vorwärts zu kommen. sagte er wieder. Er bestellte Papiertaschentücher bei seiner Sekretärin. stünde in einem anderem Buch. Wie konnte er es da wegwerfen? Warum man es nicht runter zum Gericht habe bringen können. leider nicht. Ich sagte.UR Dr. Von diesem Spanier Ventosa und dem Deutschem. sagte er. nicht wahr? Ich würde ihm Leid tun. erzählte er mir. den seine Antwort im mir auslöste. Um die Stimmung wieder zu heben. sagte er. Meier hätte mir gestern gesagt. dass ihm seine Experten auch bescheinigt hätten. Er kenne Südamerika gut. für den Gerichtsprozess. Grausam was mir dort angetan worden war. Aber nein. warum der neue RA Müller noch nicht beim Gericht in diesen zwei Fällen vorstellig geworden sei. Ach ja. Böse hatte er sicher nicht gemeint. wie ich diese wortwörtliche Aussage von ihm deuten sollte. Ob das Kriminalgericht in der Folge die Täter verurteilt hätte. Ich wusste nicht genau. Ich dachte zuerst es wäre ein blöder Scherz von ihm. Das Modell wäre ein wichtiges Beweisstück. dass es nicht zum Gericht gebracht wurde.

ergänzte er. Wegen der ganzen Angelegenheit hätte sich bei der Justiz und der STA ein gewisser Level an Ressentiments (Groll. Seit wann wäre die Anklage im 140er rechtskräftig? Warum wurde mir nichts davon gesagt? Warum wurde mir von seinen zwei Gesandten etwas ganz anderes in Holland aufgetischt? Als er merkte. erklärte er mir buchstäblich. Diese Hass sei zwar keine ideale. Ihm sei es angeblich nicht gelungen. Hass) mir gegenüber aufgebaut. Ich sass da und dachte über das bisher gesprochenen nach. die Justiz davon zu überzeugen. hier und jetzt in Vaduz zu beenden. Es vergingen zwei oder drei Minuten. dennoch führe kein Weg daran vorbei. Darum der Piepston.Auf einmal piepste es aufdringlich aus Richtung des alten Schrank oder der Kommode nahe dem Kasten. Dann kam mir der Gedanke. Die Tonbandkassette voll oder das Digitalaufnahmegerät hatte keinen Saft mehr. Ich müsste es von der positiven Seite sehen. wobei sie ihr Gesicht nicht verlieren. würde man die neu dazu gekommenen Straftaten. unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. dass er womöglich das Gespräch heimlich aufzeichnen lässt. professionelle Berufsauffassung. entschuldigte sich und verliess den Raum. Ein Ablassventil sozusagen. um der angestauten dicken Luft die Gelegenheit zu geben. Ich konnte nicht mehr ruhig sitzen bleiben und bombardierte ihn mit Fragen. Ich erschrak. Da die Anklage im 140er rechtskräftig wäre. wie die versuchte Nötigung seiner Person mit dem 140er zusammenlegen und alles in einem raschen Verfahren gerichtlich abschliessen. Er stand auf. dass er folgenden Plan habe. 416 . Er erzählte mir. Er war noch nicht fertig mit der Ausführung seines Plans.. Ich hatte eher das Gefühl. erwiderte ich. ihn bitte ausreden zu lassen. Das wäre wünschenswert. Er müsse den involvierten Parteien. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzen wollte. Noch bis Anfang dieser Woche hätte er Gespräche deswegen geführt. kontrolliert entweichen zu können. sagte er. dass man den 140er Gerichtsfall und die Strafuntersuchung im Zusammenhang mit meinem Brief an ihn einstellt. dass ich wieder zu einem fast nie endenden Redeschwall ansetzte. Er würde gerne jetzt über meine Zukunft reden. die Affäre ein für alle mal. Unter kontrolliert würde er mit „minimalem Schaden für mich‚ meinen. dass er das Ventil braucht. um seine angestaut Pressluft loszuwerden. der Justiz eine gewisse Lösung anbieten. Als er merkte. dann kam er wieder rein und setzte sich auf seinen Platz.

wiedereröffnen oder einstellen kann. Was bedeuten würde. Dies leuchtete mir ein. Tatsache wäre auch. Er wisse dies alles. Da ich mich vehement gegen die Beschuldigungen im 140er wehren würde. dass er die Justiz von einer Einstellung der Verfahren nicht überzeugen konnte. Aufgrund der Vereinbarung mit der spanischen Justiz würde das Gericht in Barcelona unser Urteil anerkennen und somit den Fall dort schliessen. Meine eigene Position in der Verfolgung der Täter von Argentinien würde immens an Stärke gewinnen. nicht wahr. ob die den bei Gericht in Barcelona hängigen Fall an uns abtreten würden. den 140er mit den neuen Vorwürfen zusammenzulegen. fragte ich ihn. sagte er und fügte folgende Argumentation an: Wir hätten hier zwei Optionen. sagte er. wenn vorher alle anderen Fälle juristisch abgeschlossen waren. dass endlich. ihn bitte ausreden zu lassen. Ich befände mich in einer aussergewöhnlich optimalen Lage. fragte ich. dass ich keinen Schaden für ihn und Liechtenstein verursacht hätte. welches Resultat würde er sehen. ohne auf meine Antwort zu warten. Aber. freiwillig nach Hause gekommen war und Reue gezeigt 417 . Er hätte dies mit seinen Experten auch bedacht. Mein Vorstrafenregister beim Gericht sei ja leer. Ende des Jahres. sagte ich entsetzt und schüttelte den Kopf hin und her. sodass alles am Ende dieses Jahres erledigt sein würde. Wir könnten die Spanier nochmals anfragen. auch der spanische Haftbefehl gegen mich aufgehoben würde. Sie wollen doch das alles rasch hinter sich bringen. Zudem würde ich nicht verstehen. Insbesondere weil die verurteilungssüchtige STA mit einem möglichen Freispruch nicht zufrieden sein wird. erwiderte er zu meinem erstaunen. wenn er doch Kraft der Verfassung jedes Gerichtsverfahren in Liechtenstein eröffnen. Unmöglich! Und sowieso. Er habe das Gericht und die STA angewiesen. fragte er mich und fuhr fort. diesem Fall nun die höchste Priorität zu geben. könne ich ein mildes Urteil erwarten. nach so vielen Jahren. das Endresultat wäre dasselbe. a-b-e-r. Da der Plan vorsah. würde sich dieser Fall über Jahre durch alle Instanzen ziehen. warum er sagt.unterbrach er mich gleich zu Beginn und bat mich. Warum. oder wir könnten die in Spanien vorgeworfene Tat bei unserem Gericht selber behandeln (dem 140er) und das Resultat an die Spanier übermitteln.

stellte ich fest. was mir konkret im Gericht dazu dann vorgeworfen würde. Ich widersprach scharf.) schuldig bekenne. was ich anprangert hatte. soll ich aus heiterem Himmel eine 180°-Drehung machen und mich ohne Kommentar einfach schuldig bekennen? Wer das von mir verlangen würde. Es wäre doch absurd. auf die ultimative Wahrheit zu pochen. Es wäre mir bewusst. auf keinen Fall würde ich mich im 140er schuldig bekennen. Natürlich. fragte ich ihn dann. so empfahlen es ihm angeblich seine Experten. sagte ich. hätte nichts von dem verstanden. Ich musste zehn Mal leer schlucken. Weiss mein neuer RA davon. sagte er. Das ich mich im Bezug auf die neuen Vorwürfe (resultierend aus dem Brief an ihn vom 7. würde er sofort vorstellig werden. 418 . dass meine Karten im Moment nicht gut sind. Das ergibt doch alles keinen Sinn! Nach über sechs Jahren Widerstand gegen die falschen Behauptungen. Ein undurchdachtes „sich schuldig bekennen‚ könnte schwere Konsequenzen für mich haben. sprachlos. wenn ich mich im 140er ohne weiteren Kommentar für schuldig bekennen würde und im nächsten Atemzug eine Anklage gegen die Verbrecher Helmut Roegele & Co. wenn ich mich zu allem schuldig bekenne. Am Besten sei es. sagte ich. Der Grund dafür waren die Fehlurteile der Justiz hier. Alles sei mit ihm so diskutiert worden. Hans-Adam hatte auch darauf eine Antwort. Und wie man sich die Anklage im 101er vorstellen würde. sagte er. könnte ich mir wage vorstellen. vorgelegt würde. Aber unter keinen Umständen. könne dies alles nur reibungslos und in einer überschaubaren Frist passieren. Der Anwalt von Helmut würde sich doch kaputtlachen und die Anklage in der Luft zerreissen. Es komme aber darauf an. dass ein Schuldbekenntnis im 140er absolut keinen Einfluss auf eine Anklage im 101er hätte. Wie bitte? Ich musste erst die Worte verdauen.1. Recht haben und vor Gericht Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe. Dies alles würde das Gericht berücksichtigen müssen. Ob hier alle verrückt geworden wären. Ich war. Seine Rechtsexperten wären der Meinung. Sollte dies nicht der Fall sein. was selten vorkam. belehrte er mich.hätte. wenn ich mich bei der Gerichtsverhandlung nicht gross äussern würde. Ja. fragte ich ihn und entschuldigte mich sofort für diese Frage. Beide Fälle wären juristisch getrennt behandelbar. Und manchmal mache es doch keinen Sinn. fragte ich ihn.

Kraft und Chance hätte. mit dem er die Beute nicht mehr teilen müsste. Es würde keinen Zweck haben. Auch dazu hatte er sich eine rechtliche Meinung einholen lassen. wenn ich endlich über die Kombination Argentinien und Liechtenstein hinweg kommen würde. Er offenbarte mir. die er jetzt offenbar nicht einhalten konnte oder wollte. stand auf und lief zur Türe. wie dies alles praktisch ablaufen sollte. über mich und über seinen Komplizen Mariano M. Jetzt wäre mir auch klar.-V. dass meine Folterer das Geld bekommen. Er sehe nicht. fragte ich. Er versprach mir dass er sofort nach Abschluss einer erfolgreichen Strafverfolgung auch helfen würde. dass man mich ins Gefängnis werfen würde und ich nie die Zeit. Ich sah ihn mit ganz offenen Augen an und fragte. warum mich ein Gericht zu einer Haftstrafe verurteilen sollte. Hans-Adam wurde etwas ungeduldig. sagte er. Auf dem kurzen Weg dorthin bedankte ich mich nochmals für seine Mühe. noch schlimmer Helmut würde alles bekommen. nach einem sensationellen Schuldbekenntnis ins Gefängnis wirft? In der Sekunde. Gnade und sein Verständnis. Nein. begriff ich die Bedeutung des Satzes im Beschluss zum Freien Geleit: „Der Antragsteller kann bis zu einer erstinstanzlichen Verurteilung auf freiem Fuss bleiben.‚ Ich schilderte Hans-Adam meine Befürchtung. die wichtige Anklage gegen die Verbrecher mitzuerleben. Diese Worte waren zu viel für mich. 419 . Dank dem Urteil vom Gericht in Vaduz könnte er einen doppelten Sieg feiern. bedeute dies automatisch. Zudem hätte er Mittel und Wege zur Hand.Und was ist mit dem blockierten Geld. dass ich es ihm nicht übel nehme. Es wäre doch das Beste. wenn mich das Gericht. dies zu verhindern. worauf er hinaus wollte. R. Ich erkannte sofort. die Gelder durch ein Zivilverfahren am Wohnort von Helmut wieder zurückzuholen. Koste es was es wolle. dass nicht nur er aufgrund meines gestörten Verhältnisses zur STA und der Justiz eine ganz kleine Erfolgsaussicht sehen würde. in der ich diese Frage beendet hatte. Ich sagte ihm. warum der neue RA Müller nicht für die Fälle 140 und 101 nominiert worden war. Was würde passieren. was er damit meine. Ich entschuldigte mich höflich. jetzt auf Paragraphenreiterei zu pochen. Weiters fragte ich ihn. die Verbrecher ihre verdiente Strafe hier in unserem Land erhalten würden. fügte ich konsterniert bei. Würde ich mich im 140er schuldig bekennen. dass er mich mit Versprechen nach Hause gelockt hat.

Ich stand für ein paar Sekunden still und dachte blitzschnell nach. rief er. Die meiste Zeit wurde ja bei der Liechtensteiner Justiz vergeudet. Er habe nach sorgfältiger Prüfung festgestellt. Ein ehemaliger Mitarbeiter.Herr Kieber. dass die Mühlen der Justiz in Argentinien sehr langsam mahlen würden. Die Straftaten seien Offizialdelikte und sehr gut dokumentiert. die Beweislage exzellent. der dann Daten mitgenommen hatte. Seine Experten kamen zum Schluss. Ich begriff nichts mehr. wer war ich. viel besser in den Wohnsitzländern der Täter erreicht werden könnte. Der genaue Aufenthaltsort der Täter könnte gegebenenfalls mit Hilfe von privaten Ermittlern ausfindig gemacht werden. dass ich 420 . Sonst würde er sie erst gar nicht aussprechen und überbringen lassen. dass das Einsetzten oder Bestellen eines Sonderstaatsanwaltes sowie die Benennung eines ausserordentlichen Richtergremiums in LIECHTENSTEIN kein Vorteil (für mich) bringen würde. sagte er. Er konnte ja wirklich nichts dafür. Natürlich wäre dies alles mit enormem finanziellem Aufwand verbunden. dass er selbstverständlich seine Zusagen und Versprechungen halten würde. Sollte ich jetzt rausgehen oder sollte ich bleiben. Selbst im Hinblick auf seine LGT. dachte ich. rechnete er mir laut vor. was 1996 in Spanien und 1997 in Argentinien passiert war. er würde auch anerkennen. b-l-e-i-b-e-n sie hier. Seit der Anzeige sind über sechs Jahre vergangen. Herr Kieber. Hans-Adam sagte. die Verbrecher von einem Kriminalgericht erfolgreich verurteilen zu lassen. Ich konnte ihm da nur leise und kopfnickend zustimmen. Für Spanien und vor allem Deutschland sehe er keine solchen Probleme. stellte er gleich selber die Frage. ihm etwas vorzuwerfen. Hans-Adam sagte. Dieser stand auf und ging raus. Ich sollte ihn einfach mal fertig ausreden lassen. dass unser System nicht das schnellste wäre. die absolut keine saubere Weste hatte. dem vertraut wurde. Mir war die ganze Situation peinlich. Ich setzte mich wieder. was den Plan betreffen würde. Das würde doch zeigen. zitierte er die Worte der Experten. Weil wir da auf zu starke Widerstände treffen würden. Das waren Deutschland. Vorher sagte er noch. dass das angestrebte Ziel. Die Sekretärin klopfte an die Türe und meldete einen Anrufer für HansAdam. Warum. Mit der Verpflichtung der besten Rechtsanwaltskanzleien vor Ort wären die Täter schon mit einem Bein im Gefängnis. Besser ich bleibe. Spanien und Argentinien.

Haftbefehle für die Täter wären dann der nächste logische Schritt. Ja. Das dauert sicher wieder zu lange. Wer garantiere mir. Langsam verstand ich die Erläuterungen von Hans-Adam. Besser wäre es doch zumindest parallel dazu. So wie die Lage sich heute zeige. eine Anzeige bei den Bezirksgerichten des Wohnorts jedes einzelnen Täters einzureichen. sagte ich zu mir selber. garantiere es mir.würde dies nicht bedeuten. könnte er der Justiz den Auftrag geben den 101er Gerichtsfall an die Justiz der betroffenen Länder abzutreten. Johann Adam II. Oder. die ich je von ihm gehört hatte: Er. Er hat sicher nur Topakademiker um Rat gefragt. Denkbar. er wisse dies. Ja. rief ich. Oder würde das Land Liechtenstein die Kosten übernehmen. nein. fragte ich idiotisch.mir die Angelegenheit doch ein paar Minuten durch den Kopf gehen lassen soll. diesem Plan zuzustimmen. Nein. wer garantiere mir. fragte ich. um gleichzeitig in mehreren Ländern Topanwaltskanzleien zu bezahlen. Er holte tief Luft und lieferte die bedeutendste Antwort. Ob das Ausland die Täter nach Liechtenstein ausliefern würden. sagte ich zu ihm. Als er zurückkam. Meine restlichen eigenen Mittel würden nie und nimmer ausreichen. Der Plan wäre durchführbar. wie zum Beispiel ein Pauschal-Schuldbekenntnis der zusammengelegten Vorwürfe. dass wenn ich alle weiteren Forderungen von ihm erfüllen würde. sagte ich. Er erkenne an. dass man nachher immer noch zu mir stehe würde und der Gerechtigkeit ihren Erfolg bringen würde? Von dem blockiertem Geld in Österreich kann ich mich endgültig verabschieden. jubelte er. oder – was von Anfang an der Fall hätte sein sollen – die STA in Vaduz die Anklage erhoben hätte . dass ich alle bisherigen Forderungen erfüllt hatte. sollte ich im 140er ein Schuldbekenntnis abliefern. wer versichere mir. das meine er ja gerade. dass die Täter freiwillig vor dem Kriminalgericht erscheinen würden. stehe in den Sternen. erzählte ich ihm. sagte er und erklärte mir: Selbst wenn meinem Antrag auf Fortführung der Strafuntersuchung stattgegeben würde. Was er als sehr wünschenswert empfinden würde. sagte er. dass er Recht hatte. Natürlich wäre es mir freigestellt. dass im 101er ja noch der Entscheid des Obergerichts ausstehen würde. Ich sei zwar länger als 421 . und wenn ich mich zudem so verhalte. Wenn ich es wünschte. wie es von ihm gewünscht wird.

wenn er dies glaubte. er wäre wirklich an dritter Stelle: zuerst Gott. wer sollte mich dazu befragen. Mir reichte es.ertragbar im Ausland geblieben. Er versichere mir. dass ich die zwei ausserordentlichen Politiker und Menschen mit dem Charakter eines Hans-Adam vergleichen will. witzelte ich ohne eine Antwort zu erwarten. für mein Leben sowieso. aber ich hätte mein Versprechen gehalten und niemanden verraten. Es war kein Ehrenwort. Ohne. ganz im Gegensatz zu Lampert. Er gebe mir sein WORT -OZE Ich war wie gelähmt. Nicht dass ich dachte. keine Details zu den Mandaten der LGT preiszugeben. die höchste Instanz im Lande. um eine Strafanzeige gegen die Verbrecher in meinem Sinne voranzubringen. nein. Ein Ehrenwort kommt von einem Ehrenmann. dass ich kein Erpresser wurde. Sein Wort. wie – auf Deutschland umgelegt – das Wort von Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel und Bundespräsident Herr Horst Köhler zusammen. Ob ich dies schriftlich haben könnte. dass er alles was in seiner Macht stehe unternehmen werde. Ich wunderte mich über diesen Wunsch und sagte. wenn Aussenstehende wie die Justiz oder die STA von unserem Gesprächsinhalt erfahren würden. Er habe sehr gute Regierungskontakte nach Spanien und Deutschland. niemandem von unserem Gespräch etwas mitzuteilen. Als Dank für meine Loyalität übernehme er auch ohne zeitliches oder betragsmässiges Limit alle Kosten die in diesem Zusammenhang anfallen würden. Er forderte mich auf. Und Hans-Adam war keiner. Er war mehr. Gab mir sein Wort. Das Wort von Hans-Adam hat soviel Bedeutung für uns Untertanen. W-O-R-T. mein Staatsoberhaupt gab mir sein Wort. Er würde es sehr ungern sehen. Seine Institution war höher. Mir sein Wort. Er bat mich auch. Um es für meine deutschen Leser und Leserinnen symbolisch aufzuzeigen. 422 . Unser Staatsoberhaupt. Es habe ihn auch stark beeindruckt. OZA- Er gebe mir sein Wort dafür. dann der Papst und gleich danach er.

Mit einem Schmunzeln sagte er.Der erste Schritt in diesem Plan wäre meine Einvernahme morgen beim Untersuchungsrichter. scherzte ich. Als wir beide aufstanden. Er bat mich ihn auf dem Laufenden zu halten. Nun. dass ich mich bei keiner Bank oder Treuhand bewerben würde. dass ich Gerüchte gehört hatte. Aha. Hans-Adam sah wohl. Natürlich konnte (und kann) ich nicht in seinen Kopf hineinschauen. dass er davon ausgehe. wichtige Geschäfte warteten auf ihn. Ich wollte. antwortete er. bog ich links ab und nahm den Weg runter durch den Wald ins Städtle nach Vaduz. Mir einer einzigen Ausnahme. Als er mich fragte. Er müsse sich leider verabschieden. merkte ich. Und er wünschte mir für die Arbeitssuche alles Gute. Ansonsten wäre ja der Professor auch noch für mich da. In der ganzen Diskussion von 1 Stunde und 50 Minuten hatte ich ihm gegenüber immer die Wahrheit gesagt. Auf halber Strecke des Fusswegs setzte ich mich auf den Rand eines Brunnen. dass ich den Haun ignorieren solle. sagte ich und zuckte mit den Schultern. von Kaiser nach Hause gefahren zu werden. Ich durfte den Weg zum Tor alleine hoch laufen. dieser hätte nichts zu sagen und stelle kein Hindernis für mich dar. ich fange morgen bei der LLB an. dass ich etwas wacklig auf den Beinen war und bot mir an. dass ich morgen um 9 Uhr einen Termin beim Untersuchungsrichter habe. dass ich ihn jederzeit anrufen könne. dass das Gespräch länger gedauert hatte. Dort sei ja eine Stelle frei. ich musste nachdenken. Ich lehnte dankend ab und wollte lieber an der frischen Luft runter ins Dorf laufen. dass er und ich sehr verschwitzt waren. dass ausgerechnet der STA Haun für die Strafuntersuchung der neuen Vorwürfe eingesetzt wurde. Er glaubte es mir. würde aber aufgrund der Vorgeschichte mit mir übereinstimmen. er wisse dies nicht genau. Untersuchungsrichter? Morgen? Ich wüsste von nichts. Er schaute auf seine grosse Armbanduhr und mit einem Seufzer sagte er. Hans-Adam sagte. dass dies mir gegenüber nicht fair wäre. musste ich ja sagen. Ich erzählte ihm. Hans-Adam meinte. Er erwähnte noch. sagte ich. Wieder ausserhalb der Schlossmauern. als ursprünglich geplant war. Er musste auch lachen. Er betonte aber. ob nun alle Datenkopien vernichtet seien und ich keine mehr hätte. wenn mich etwas bedrücken sollte. 423 .

dann muss sich diese Befürchtung innerhalb weniger Wochen oder Monate in Luft aufgelöst haben. wie er es in den Monaten und Jahren die folgten. Eigentlich wollte ich den Professor auch anrufen. wie so vieles in den letzten 10 Jahren. Er kündigte an. Vielleicht wollte der Professor dies nicht. Der Kontakt war ausschliesslich über den Bankdirektor möglich. Super sagte ich. dass die ganze Familie wieder an einem Tisch sass. dass ich als eine Art Selbstschutz eine Kopie für mich behalten hatte. sonst hätte er sich nicht so benommen. Er war froh. die Details vom heutigen Gespräch mit Hans-Adam in meinem Taschenbuch. Am Abend notierte ich. Aber seine echte Nummer hatte ich ja nicht. ebenso wie der Professor im August/September in die Ferien verreisen würde. Ich weiss nicht warum. sagte ich. Schön für sie. So bat ich diesen. aber diese Nummer wurde mir nie mitgeteilt. Zu Hause angekommen. Er fragte wie es gegangen sei. rief ich den Bankdirektor auf dem Handy an. gezeigt hatte. 424 . dem Professor meine Grüsse auszurichten. logischen Verdacht gehabt hätte. dass er.Aber selbst wenn er zu diesem Zeitpunkt noch den kleinsten.

Nach Abschluss der Einvernahme wollte die UR mir über ihre Sicht der Dinge erzählen.1. dass dies alles war. Ich lief die paar Hundert Meter von meiner Wohnung rüber zum Polizeigebäude. sass ich pünktlich um 9 Uhr bei einer Untersuchungsrichterin im dritten Stock des Gerichts. Ich kannte sie von meiner Jugend in Schaan. dass die Katastrophe nicht eingetreten war. entschloss ich mich. was ich nebst der besprochenen Kassette.7. ob Herr Hoch da wäre und eventuell Zeit für mich hätte für ein kurzes 425 . Sie zeigte mir die Kopie. den 11. Eine schöne Frau. was sich da in Vaduz zugetragen hatte.. Also sagte ich zu ihr. waren die Zungen meiner ehemaligen Gegenseite locker. Wie so oft in den folgenden Monaten. dass Hans-Adam hinter der Schrumpfung des Umfangs stecken musste. Spontanbesuche sind oft kein Problem. dass meine Abenteuer in Berlin und Holland die schrillsten waren. dass mehrere Seiten fehlten. dass sie eine Untersuchungsrichterin geworden war. Ich erkannte sofort. Zuerst dachte ich. Am Empfang fragte ich den Schalterbeamten. da sie mich fragte. Ich wusste nicht. Als sie aber anfing aus dem Nähkästchen zu plaudern. Auch hatte ich Glück und konnte fast immer die richtigen Fragen stellen. sobald ich einen Verdacht schöpfte oder mich etwas stutzig machte. von einer Krisen. Zimmer 23. so vollständig sei. Es war das Gefühl einer Befreiung für sie. den 10..7. Liechtenstein ist ein kleines Land. Warum auch? Gemäss Hans-Adam wäre ja alles nur eine Formsache. Weil alle so erleichtert waren. Weil es Fragen nach den (technischen) Details zum Datendiebstahl oder grob zum Inhalt der Daten selber waren. Ich hatte mich nicht auf die Befragung vorbereitet. Daher gratulierte ich ihr erstmals.oder Kriegkommandozelle und von Abhörmassnahmen zu berichten. Am Freitag. Wirklich filmreif. Da die Justiz diese Kopie vom Schloss erhalten hatte. ob die ihr vorliegende Kopie meines Briefs vom 7. war mir gleich klar. traute ich meinen Ohren nicht. Auf die Hälfte der Fragen gab ich dem Wunsch von HansAdam und der LGT entsprechend keine Antworten. Irgendetwas musste der jungen UR aufgefallen sein. dem 3-D-Modell und der dicken Schachtel mit den Kopien von Gerichtsunterlagen zum Argentinienfall dem Hans-Adam Anfang Januar hatte habe zukommen lassen. Sie konnte von aberwitzig wechselnden Haftbefehlen. beim Polizeichef Jules Hoch vorbei zu gehen.KAPITEL 21 Blutspur auf den Rheindamm Am nächsten Tag.

Zu Hause angekommen. ob er wirklich zu 100 Prozent meine Interessen vertreten würde. Hoch bedankte sich und fragte wie es mir ginge. als er mir auf der Treppe herunter entgegen kam. Ich fragte ihn ob er etwas über Haftbefehle wüsste. wie aus einem Horrorfilm gewesen sei. ich hätte ihm seine kostbarsten Bilder verätzt. der Zeit hatte. Ich erzählte ihm. Er erzählte mir. 426 . auch hier wieder auf eine allgemeine Erleichterung zu stossen. einem Kriegsstab oder so etwas. Für mich nicht ganz überzeugend. Hochzeitsreise. zu denen er vom KKZ beauftragt worden war. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ausser den Kurzkommentaren der UR auch nicht mehr über das KKZ. als sie alle im Schloss vor dem Kunstgemäldebunker standen. Langweilig wurde es denen hier mit meinem Treiben nicht. Niemand wusste. nachzudenken. In einem freundlichen Ton schilderte er mir das Chaos. Ich äusserte mich auch zum möglichen Interessenkonflikt.: Hoch erzählte mir natürlich nichts von den diversen Handlungen.Gespräch. Er verneinte. dass ich deswegen heute persönlich gekommen wäre. da ich immer noch Bedenken hatte. dass es eine surreale Situation. dass ich am Mittwoch eine Audienz mit Hans-Adam auf dem Schloss hatte und ich mich dort auch entschuldigt hatte. was wohl seinem Papa als erstes zur Wort. Herr Kieber. Ich möchte mich bei ihm und seinem Team für den Stress entschuldigen. Ich sagte zu ihm. sagte Hoch zum Schluss. Das Gespräch dauerte exakt von 11:00 bis 11:55. Als man den Hinweis gefunden hatte. Ich bedankte mich und versprach mich in Zukunft zu benehmen. Blendend. schrieb ich meinem RA Müller einen Brief. übermalt oder zerschnitten. war Hans-Adam zuerst sprachlos und dann sehr erzürnt. Ich war froh. Hans-Adam hatte Angst gehabt. was sie dort erwarten würde. Man telefonierte herum und liess mich dann durch die doppelte Sicherheitstüre hindurch. mein lieber Kieber. dass ich wieder im Land sei. das ich nach meiner Abreise verursacht hätte. wenn er quasi von meinem Gegner nicht nur bezahlt sondern offenbar auch instruiert wurde. Anm. Er habe gehört.und Zahlkombination einfallen würde. Ich schilderte ihm meine Einvernahme bei der UR. erwiderte ich. war dann das richtige Resultat. dass ich a) überhaupt einen Hinweis anbringen konnte und b) es niemand gemerkt hatte. Darum war es sein Erstgeborener. Er bat mich mit in sein Büro zu kommen. sagte Hoch.

das ich eigentlich einem Bekannten geschenkt hatte. 6. Mein Blut begann zu kochen. wieder abholen. am 18. Ich würde in der Zeitung stehen. Damit war ich wieder mobil. Gerade als ich umkehren wollte. 2003 427 . Gilmstr. den 16. 5. Burkhard Hirn. 6800 Feldkirch zum Kurator bestellt. OT Entfernt. Ab und zu fuhr ich ins schweizerische Sargans oder sogar bis nach Chur hoch. nach Ruggell. Da der Aufenthalt der oben genannten Person unbekannt ist. Rechtsanwälte in Bludenz gegen Kieber Heinrich die Beschlüsse vom 26. dass irgendjemand eine Story über die vergangenen sechs Monate gedruckt hatte. bis sie selbst auftritt oder einen Bevollmächtigten namhaft macht.Am Wochenende konnte ich mein altes Fahrrad. 2. Ich genoss es auf den Rheindamm rauf und runter zu radeln. mit welchen die ausländischen Titel für vollstreckbar erklärt wurden und die Exekution bewilligt wurde. FL9496 Balzers. Es sei ein Edikt publiziert worden. Irgendetwas von einer Exekutionssache mit einem gewissen Herrn Helmut Roegele. schrie ich. Am Mittwoch. wird Herr Rechtsanwalt Dr. 2. zuletzt in Neue Churerstr. dass keine der zwei Liechtensteiner Zeitungen wirklich Interesse haben könnte. Im Liechtensteiner Vaterland. fragte ich. erreichte mich ein Anruf einer Bekannten auf meinem Handy. Dort kaufte ich mir die Zeitung. Bezirksgericht Feldkirch. Ich war so nervös. Warum? Wieso. zuzustellen.. sagte sie. 2003.7. WAS. ein solches Drama publik zu machen. machte ich einen Veloausflug bis an die österreichische Grenze. Schliesslich überleben beide Publikationen seit Jahrzehnten nur dank des dicken Zuschusses aus der Staatskasse. 27. Ich bedankte mich für ihren Anruf und fuhr fuchsteufelswild mit dem Velo vom Rheindamm runter ins nächste Dorf. Dann kam mir in den Sinn. An Herrn Kieber Heinrich. a. sind in der Exekutionssache Roegele Helmut vd: Heinrich Concin u. Beide Zeitungen sind das Organ einer der zwei Volksparteien. die Zeitung zu lesen. Folgendes war mit dem Titel EDIKT abgedruckt. Ich befürchtete. dass ich mich erst wieder auf dem Rheindamm traute. der sie auf ihre Gefahr und Kosten vertreten wird. Abt.

verplapperte ich mich ein wenig. ich sei verrückt geworden. Ich 428 . Und auch ich selber erkannte mich nicht mehr. was man von mir verlangt hätte.2. also das Gespräch nicht in einem offiziellen Rahmen stattfand. Verdammt.: Da mein alter RA HIRN nicht mehr für mich beim Gericht in Feldkirch tätig war.Anm. konnte ich ihm mehr Details erzählen. dass ich ausgerechnet ihn getroffen hatte. musste das Gericht diese Anzeige publizieren. was denn los sei. die Justiz. Niemand hätte mir davon etwas gesagt. In meiner Wut konnte ich mich nicht mehr beherrschen. Wir redeten über die Angelegenheit und da wir nicht in seinem Büro waren. Es sass der UR Dr. zum ersten und letzten Mal. Ich musste sofort nach Vaduz. schrie ich in den Himmel. man glaubte es kaum. ich konnte es nicht glauben. Es war schon nach 16 Uhr und ich wollte noch den Bankdirektor in seinem Büro antreffen. Was für ein Urteil vom 23. dass alle ihr Gesicht nicht verlieren würden. Man hätte hochkarätige Anwälte für meine Sache eingespannt. Aus einem Zeitungsinserat muss ich erfahren. da sie keine rechtsgültige „“Adresse“ meinerseits mehr hatte. auf Höhe des Schaaner Sportplatzes sitzen. verdammt noch mal. seine LGT und ihr. Ich hyperventilierte stark. Ihm vertraute ich immer ganz. Der arme UR.2003? Wieso exekutierbar? Das letzte Wort in der Zivilsache war doch noch nicht gesprochen. Ich zeigte ihm den Artikel und fluchte über alle. schrie ich. Ich hätte alles gemacht. er musste wohl gedacht haben. verdammt. sagte ich. Ich fluchte die ganze Zeit. Wer weiss. ballte meine Fäuste und sagte etwas im Sinne: Ich wusste es! Ich wusste es! Euch kann ich es auch noch zeigen. Und was jetzt. Ich warf mein Velo auf den Boden und ging zu ihm. Ich drückte die Pedale so schnell es ging. kreischte ich. dass es ein paar Meter schwarze Gummispuren gab. neben sich sein Velo. Er war sehr bemüht mich zu beruhigen. Paul Meier dort. sodass er. Dann. Zu Recht. Ich war froh. seine Regierung. was ich in der LGT Bank angestellt hätte. Ich bremste so stark. dass es in Bezug auf das blockierte Geld schon zu spät sein könnte. Ich fing an zu schluchzen. wen sah ich auf einer Bank beim Rheindamm. Ich bat ihn um Verzeihung. Ich stolperte und fiel ungebremst auf die geteerte Rheindammstrasse. Ich war kurz vorm Explodieren. Er war über meinen Zustand sehr erschrocken und fragte nach. Erst vor einer Woche hätte ich Hans-Adam alles Mögliche zugestanden. Alles nur Lug und Trug. Meine beiden Knie bluteten stark. Was ihm dann gelang. den nie hatte er mich so gesehen. Und.

als ich geschrien habe. fragte er mich auf einmal folgendes: Ob die LGT oder Hans-Adam mir nicht angeboten hätten. irgendwann zu vergüten. Drittens wäre das Internet der letzte Ort wo ich eine Kopie herumfliegen lassen würde. Warum auch. Zudem hatte ich nie um Geld gefragt und würde solches nie annehmen. wie das Gespräch mit Hans-Adam abgelaufen war. euch könnte ich es auch noch zeigen. Zweitens müsse ihm doch klar sein. Bei der nächsten Abzweigung verabschiedete er sich von mir und radelte fort. dass selbst wenn ich eine hätte. dass ich keine habe. Es wurde Zeit für ihn nach Hause zu gehen. Ich war felsenfest davon überzeugt. Als das Thema wieder auf den Zeitungsartikel kam. Die sind ja alle paranoid mit diesem Thema. Er grinste dabei. da ich sicher war. um mich nachher als Erpresser abzustempeln. dass er sich vorstellen könnte. meinen finanziellen Schaden. am Freitag der Polizeichef. Daher bitte ich euch alle. wo ich eine Kopie der Daten versteckt halte. Ich plante ganz früh am nächsten Morgen mit dem Bus zum RA Müller zu fahren und ihn wegen des Edikts zu fragen. fragte er mich. dann sind sie halt verloren. Aus heiterem Himmel erwähnte er beiläufig. als ich im Ausland war. diese Frage nicht mehr zu stellen. sagte ich. was ich alles in Berlin und Amsterdam erlebt hatte. „Im Internet. sagte ich. den ich seit der Barcelonageschichte erlitten hatte. Erstens habe ich keine Kopie mehr. Was ich damit gemeint hätte. dass es der Verbrecher Helmut es bekommen könnte. er wisse dies. ich sagen müsste. Denn schon letzte Woche wurde ich mehrfach gefragt: am Donnerstag die Untersuchungsrichterin. Ich war aber nicht darauf eingegangen. 429 . Also in beiden Fällen wäre die Antwort dieselbe. Rein aus Sicherheitsgründen. Es wurde eine frühe Nacht für mich. sagte ich. Da meine beiden Knie noch sehr schmerzten. Unter schwachen Schmerzen setzte auch ich mich aufs Radl und fuhr gleich nach Hause. Wie bitte. sagte ich. dass mir einmal eine Art Geld für eine organisierte Flucht angeboten wurde. dachte ich. Typische Liechtensteiner Denken – mit Kohle jeden Ärger aus der Welt schaffen.schilderte ihm. Ich musste lachen. sagte er. Es wäre rechtlich unmöglich. fragte ich frech. Ich erzählte ihm. nicht wahr?‚ meinte er. erwiderte der UR. Das blockierte Geld ist meines. Wenn die Gelder in Österreich verloren sind. Nicht der Rede wert. schoben wir beide unsere Velos neben uns her. Ja. dass es eine Falle wäre. Wo denn.

erhielten sie die Zweitschlüssel.10 Uhr stand der Bankdirektor vor meiner Wohnungstüre und klopfte. sagte ich und fragte. ohne Schlüssel. ob dies der Dank für mich wäre. RA Müller konnte sich aus der Affäre ziehen. Für den Notfall. Dieser hatte wiederum enge Freunde im Regierungsamt. dass sie den Zweitschlüssel für unten und oben haben. dass dies ein Versäumnis war. was jetzt wirklich alles passieren würde. Da sie die offiziellen Wohnungsmieter waren. dass ich mit der Grundstruktur der gewünschten Denkschrift angefangen habe. Freitag. erwiderte ich.. bestätigte ich die neue Zeit. Daher rief ich ihn auf seinem Handy an und bat ihn mich kurz bei der Post zu treffen. Ich liess mich auf keine Diskussion ein und verliess diesen Rheinabschnitt. wüsste ich nicht. Ich war schon um 08. dass er ja kein Mandat von Hans-Adam oder der LGT für die blockierten Gelder bekommen hatte. Er müsse mit mir einiges besprechen.. Ich erzählte ihm. dass ich doch wüsste. getan. Kein Problem für mich. Sollte die fertige Schrift in die falschen Hände gelangen. würde nichts geschehen. Man müsste halt abwarten. Zehn Minuten später war er angekommen. Ich zeigte ihm das Edikt und fragte. Um die Mittagszeit rief die Bank noch einmal an und verschob den Besuch auf 16:00. Ich nutzte die Zeit und begab mich zum Landgericht. Am nächsten Tag. 430 . Er war sichtlich geschockt und begleitete mich zu Müller. wo ich die bestellten Kopien vom 101er beim Gerichtssekretariat abholte. Offenbar hatte er Bruchstücke von einem Drama Anfangs Januar erfahren. Ich schnappte mir die Badehose und fuhr mit dem Velo zum Rhein. Um 16. den 17. Ja aber Hallo. Ich bedankte mich bei allen und wünschte einen schönen Tag.Gesagt. sozusagen. bestätigte er mir. dass der Bankdirektor auf seinem Weg zur Arbeit durch Schaan fahren könnte. Er gab dem RA Müller die Order. Er fragte wie es mir gehe und ich sagte so lala. bei der Post in Schaan. der Sache nachzugehen. rief die Sekretärin vom Bankdirektor an und kündigte seinen Besuch bei mir zu Hause an. Ich wusste. klärte er mich auf. Nein. Er zeigte auf den Schlüssel in seiner Hand und meinte.7. wie er durch die Haustüre kommen konnte.00 Uhr am Donnerstag. indem er sagte. Ich hätte die Idee.7. Dort tummelte sich auch ein alter Bekannter von mir. sagte ich. darin keine Namen. Der Bankdirektor sah ein. Firmen oder Zeitabschnitte zu benennen. Gute Idee. den 18.

Feuerstein treffen. dann durchquere ich das Zentrum. wurde ich wieder Mitglied beim OLO’s GYM in Triesen. Zum Abschied sagte er mir. Hans-Adam wollte dies nicht. Höchstens in der Gefängnisküche. Auch wussten sie nichts von meiner Heimkehr. sondern einfach in eine andere Richtung weglaufen würde. Im Brief an den Bankdirektor drückte ich (im Vertrauen) mein Befremden über einiges. Keiner bedrängte mich mit Fragen. zum Beispiel dass ich einfach nicht verstehe. Niemand aus diesem Hause hatte etwas mitbekommen. mein Kommandant. steige aber nicht aus dem Bus. Ich konnte ihm die erforderlichen fünf schriftlichen Bewerbungen vorlegen. Man hatte ja den Dr. Herr Kieber. Schönes Wochenende Herr Bankdirektor. dass ich bald keine Stelle mehr antreten könnte. hatte sich gut eingelebt und war sehr glücklich dort. Den einzigen Termin. Die letzten zwei Wochen im Juli 2003 waren besuchsmässig sehr ruhig. Ja. Alle waren ohne Erfolg. Diverse Leute der Treuhand hätten mich aber mehrmals mit dem Velo in der Umgebung der LGT Treuhand gesehen. Meine einzige Waffe war das Schreiben. was sich seit meiner Rückkehr abgespielt hatte aus. Ich verfasste einen Brief an den Bankdirektor und einen an RA Müller. dass alles gut werden würde. Ihnen auch. Drei oder viermal die Woche absolvierte ich ein Krafttraining dort. Ehrlich gesagt. wenn ich keine Diskussion anfangen würde. so wäre man froh. Ich solle ihnen vertrauen und aufhören so misstrauisch zu sein. In Zukunft werde ich zu den Büroöffnungszeiten das Zentrum von Vaduz meiden. Ausserdem. Niemand hatte sich bei mir angemeldet. den Professor und die getroffenen Abmachungen eingeweiht. das meine alte Mietwohnung gekauft hatte. insbesondere Dr. nicht in die Nähe der Treuhand zu gehen.Er hätte noch ein anderes Anliegen. Auch das Ehepaar. sollte ich irgendwo auf einen ehemaligen Arbeitskollegen der Treuhand. sagte ich. Von meinen neuen Nachbarn in Vaduz lernte ich einige besser kennen. warum man in der Angelegenheit der blockierten Gelder 431 . Feuerstein und den Rest der Geschäftsleitung der LGT Treuhand nicht über seine Reisen ins Ausland. hatte ich mich nicht gross angestrengt.B. Um fit zu bleiben. nach Buchs fahren würde. Er bat mich deshalb. zu Befehl. So wie die Dinge langen. den ich hatte war der Pflichtbesuch beim Sachbearbeiter der ALV. Ausser wenn ich im Linienbus von hier z. Auch besuchte ich meine alten Nachbarn in Balzers. wäre es durchaus möglich gewesen.

die Verbrecher zur gerechten Strafe zu bringen. Zu unserer (Bankdirektor. dann wäre ich froh. wenn er bis jetzt noch nicht einmal die Akte studiert hatte. dass ich insofern wieder Hoffnung habe. Ich würde nicht verstehen. dem Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts. Ich würde langsam den Verstand verlieren. da man jetzt den RA Müller für die blockierten Gelder angeheuert hatte. dass man es doch lieber zuerst einmal beim Liechtensteiner Gericht versuchen sollte. Es wäre ein wichtiger Bestandteil meines Kampfes der letzten sechs Jahre. Ich war von der Argumentation von Hans-Adam noch nicht ganz überzeugt.noch nichts unternommen hatte. Beide Briefe lieferte ich persönlich am 31. dem Verbrechen der schweren Nötigung (§15. Ich sei deswegen zu bestrafen. wenn einer der Verbrecher mit einem Sack voll Kohle für seine Taten auch noch belohnt würde. sollte das Obergericht meinem Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zustimmen. wegen dem Verbrechen der Gewalt und gefährliche Drohung gegen den Landesfürsten (§ 249 StGB). Die STA würde ja sicher keinen Auftrag von Hans-Adam bekommen. Ich bat den RA.7. bei den Büroadressen der Herren ab. ganz entgegen den Erwartungen und Beteuerungen. fragte ich. Im Brief an RA Müller befasste ich mich vor allem mit den Fall 101er. Mit welchem Kenntnisstand er mich verteidigen würde? Mit einer fliegenden Durchsicht des dicken Aktes einen Tag vor dem Prozess. Ich wäre der Meinung. In Liechtenstein formuliert die STA in der Anklage keinen Antrag auf die von ihr gewünschte Strafe. wenn er mir als Subsidiarankläger bei der Ausfertigung der Anklage helfen würde.oder Betriebsgeheimnisses zugunsten des Auslands. Ich schilderte im Brief weiters. dass ich verwundert wäre. Am gleichen Tag war auch die magere acht Seiten lange Anklageschrift mit den Vorwürfen im Zusammenhang mit meinem Schreiben an HansAdam fertig. aber es ihn auf der anderen Seite offenbar nicht allzu gross stören würde. dem Vergehen der Datenbeschädigung (§126) und dem Vergehen der Urkundenunterdrückung (§229) angeklagt. insbesondere Deutschland und die USA (§124). 432 . RA Müller und ich) Fassungslosigkeit wurde ich. 105. 106). was allgemein erwartet wurde. wie Hans-Adam auf einer Seite mir massiv helfen würde. Dieses Thema schloss mit den Zeilen. wie der RA Müller für mich im kommenden Prozess (140er) kämpfen wollte.

dass ich nie freiwillig zu der Verhandlung gehen würde. warum mussten sie mich immer noch quälen? Hatte ich mich nicht genug unterworfen? Was ich noch nicht begriffen hatte. abwechselnden Akteuren. wer den sonst. wie das Gesamtbild noch stimmen könnte. Was in einer Anklage stehen würde. HAUN. Ende. Dies sei so üblich. machte sich grosse Sorgen um mich. Nachdem was ich alles wegen ihm seit Jahren ertragen musste! Noch schlimmer: Nachdem was Hans-Adam. wenn Hans-Adam mich unverkennbar zum Schlachthof führen lässt und mir gleichzeitig seine universelle Hilfe anbietet. Der Professor wurde telefonisch über den sich verschlimmernden Zustand von mir informiert. Mit verschiedenen. dass die allermeisten Menschen. Über die Anklagepunkte selber und das ausgerechnet Haun diese vertreten soll. fragte ich. Ich bin mir sicher. Speziell dann. Zudem stellte ich die berechtigte Frage. Er war entsetzt. was schlussendlich zu einer möglich Verurteilung gelangen würde. Warum konnte man nicht einfach einen "unvorbelasteten" Ankläger nehmen? Langsam begriff ich. Der Bankdirektor. wären sie an meiner Stelle gewesen. Er empfahl 433 . dass ich keine Angst wegen der vielen Einzelvorwürfen haben sollte. war die Tatsache. der immer schon eine feine Antenne für meine Gefühlslage hatte. diagnostizierte er aus der Ferne. solange Haun dort sei. es auch als sehr verletzend und demütigend empfunden hätten. dass man der Justiz ein Ventil geben müsste.Meinen aufmerksamen Lesern können sicher auch auf den richtigen Namen des STA tippen. damit die Verbrecher vor ein Kriminalgericht kommen. beteuerte mir. Jeder wollte zum Schuss kommen. sei noch lange nicht dasselbe. Aus psychologischer Sicht ein total falscher Schritt. Dieser Umstand war äusserst unerträglich für mich. Liechtenstein und die LGT wegen ihm durch mich seit Januar 2003 (unter der Berücksichtigung des Datendiebstahls eigentlich schon sein 2002) mitmachen mussten! Warum? Warum. als er mir sagte. Der RA. Dies war wohl eines der notwendigen Ventile. Warum ausgerechnet ER? Man hatte andere Staatsanwälte bei der Staatsanwaltschaft. was Hans-Adam meinte. dass dahinter ein ganz fieser (Rache)Plan stand. als ich trotzig kundtat. Ja. Mein Gott. Mit meinem RA und dem Bankdirektor diskutierte ich ausgiebig die Anklage. der dieses Anklage geschrieben hatte und sie vor Gericht vertreten möchte. als Jurist. sodass sie Luft ablassen könnte.

WAS. was in den Köpfen derjenigen in Liechtenstein vorgegangen war. dass ich die Anklage nicht als fehlerfrei ansehen soll. dass es zu spät sei. Ich konnte es nicht fassen. angeklagt werden soll.s. Alles würde gut werden.7. Selbst beim blockierten Geld sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Nach über sechs Jahren konnte mein Folterer Helmut Roegele sein Glück nicht fassen und seine erpresste.dem Bankdirektor Hans-Adam zu bitten. Natürlich schmerzte mich dieses Ende sehr. dass dieser mich anrufen soll und einiges klären soll. Er wiederholte. wohin es noch führen würde. Ich fragte ihn. Was für eine Frist. wenn mir schon in Holland felsenfest versprochen wurde. Und warum Haun.. Am frühen Abend bekam ich einen Anruf von Hans-Adam. schrie ich. Es war wie eine zweite Folter für mich. Helmut Roegele. Nachvollziehbarerweise tobte ich wie ein Wildschwein. Die nächsten paar Tage verbarrikadierte mich in meiner Wohnung und brütete darüber. dass es allen direkt oder indirekt Beteiligten klar sein musste. wenn ich all seine Forderungen erfüllen würde. Sicher ist. Nicht nur konnte er sich auf fast 900'000. Nötigung u. quasi ‚abgefolterte‚ Beute abkassieren.CHF freuen. Die Gelder wären nun in Reichweite des Täters aus Argentinien. er musste auch keinen einzigen Franken mit einem seiner Komplizen teilen. fragte ich.w. dass er mir dies mir beim Besuch auf dem Schloss ausführlich erklärt hätte. RA Müller meldete sich wieder.03 abgelaufen wäre. dass ich überhaupt nicht belangt würde. jammerte ich. dass ich den Haun ignorieren sollte. Ich weiss nicht. Man hätte also fristgerecht einen Einspruch erwirken können. von Haun und der abgelaufenen Frist. fragte ich. dass eine Frist verpasst worden wäre. dass es furchtbare emotionale und psychische Konsequenzen für mich haben würde. Es wäre eine 14Tage-Frist gewesen. Da 434 . was das alles bedeuteten soll und vor allem. Er sagte zu mir. die am 25. als sie davon erfahren hatten. Er wusste von der Anklage. nein. Er entschuldigte sich und meinte nur. schrie ich ihn am Telefon an und entschuldigte mich gleich für den Ton. Er erzählte mir. Seine Nachforschungen in Bezug auf die Gelder in Österreich hätten ergeben. Zu spät? Zu spät. Bevor dieser aber mich anrief wurde mein Zustand noch unerträglicher. warum ich überhaupt wegen Drohung.

Ich weinte und fragte. nicht allzu sehr darüber nachzudenken und mich stattdessen auf den mit ihm vereinbarten Fahrplan zu konzentrieren. Dieser wäre von ihm beauftragt worden. beendete ich meinen Vortrag. Er würde sich der Sache Haun nochmals annehmen. sagte ich. Bei allem Verständnis für die Unabhängigkeit. so wollte ich ihn wissen lassen. Aber. warum er nicht die ihm durch die Verfassung zustehenden Rechte benützen würde. sodass jene das seit Jahren liegende Verfahren dort einstellen und den Haftbefehl löschen können. Ich 435 . den ganz klar voreingenommenen Haun als Kläger zu bestimmen. Wenn er erlauben würde. dass Haun die Anklage vertreten würde. Hier musste ich Rücksicht nehmen. schliesslich vertritt sie ja die Anklage. Er habe mit dem Chef der STA. Diesem Hinweis folgend verfasste ich dann am 5. dass ich bei der Justiz in Vaduz nie eine wirkliche Chance haben würde. dass das Gericht meine Subsidiaranklage annehmen würde. Je mehr ich über die ganze Sache nachdachte. wenn es sich als wahrhaftig herausstellen sollte. kann es doch nicht der Wille von der Leitung der STA sein. dass es besser wäre. hier musste ich beiden Augen zudrücken.wüsste er aber mehr als ich. desto verwirrter war ich. dass eine Anklage ja kein Urteil sei. das kommende rechtsgültige Urteil persönlich den Spaniern zu übermitteln. Klar kann eine STA nicht "neutral" sein. sodass zumindest eine Anklage angenommen würde. aber das ist einfacher gesagt als getan. Ob das Kriminalgericht auf die Anklage mit Strafurteilen folgen würde. eine Anklage im 101er rechtsgültig vorlegen zu können. da sollte ich kooperativer sein. Darin "bedankte" ich mich im Voraus für seine Mühe. Nach allem. Robert Wallner mehrfach gesprochen. Ich wies ihn nochmals darauf hin. Er bat mich. versprach mir Hans-Adam und sagte auch. da sollte ich dankbarer sein. Dass man aber extra den Haun dafür nominieren würde. besser gesagt wohl die Unantastbarkeit der STA. wiederholte ich Hans-Adams Worte. Wallner.8. was schon passiert war. Er bedauerte zu sagen. dass ich bei einer Verhandlung anwesend sein würde. dass er davon überzeugt wäre. kann niemand voraussagen. Ich fragte ihn. ignorieren. sich mit der STA nicht allzu sehr anzulegen. ich könne nicht garantieren. ein kurzes Schreiben an Dr. Ich versprach ihm dies. dann hätte er doch dafür keine Macht missbraucht. wäre schon sehr niederträchtig. Ignorieren. Ich bräuchte sie schliesslich noch wegen der Spaniensache. sagte ich. dem Oberstaatsanwalt Dr. ob er ganz sicher wäre.

überhaupt nicht. eine mögliche weitere Demütigung nach neuerlichem jahrelangem Kampf vor Gericht zu bewältigen ohne dabei am Ende komplett durchzudrehen. der den „Deckel‚ auf diese Akt 10 Vr 101 / 97 – der mein ganzes Leben in den letzten 6 1/ 2 Jahren bestimmt hat – zuschlägt. dann könnten die Verbrecher wiederum 436 . Paul Meier fast eine Stunde lang versucht hatte. Schreiben. Ausdruck meiner damaligen persönlichen Verfassung zeigen deutlich die letzten elf Zeilen jener Mitteilung ans Gericht. Wenn ich dies tun würde. wurden meine Notizen. es nicht zu tun. Insbesondere die letzten vier Worte hätten beim Gericht diverse Leute aufmerksam machen sollen. Heinrich Kieber. das Gegenteil erwarteten. oder wenn dann nicht richtig oder vollständig gelesen. Paul MEIER für seine jahrelange Arbeit und dem Oberrichter Dr. das stand fest. Ich habe einfach keine Kraft und Energie mehr. beide juristische Experten. enttäuschtes Opfer Dies waren überhaupt meine allerletzten Zeilen. die er sich sicher genommen hätte . Er redete wie ein Irrer auf mich ein. Wie fast immer in den letzten sechseinhalb Jahren. Beweismappen. dass es besser wäre. „hätten‚. dass der UR Dr. Am 08. Aber eben. Auf einmal hatte ich grosse Angst. verfasste ich eine kurze Mitteilung an das Gericht. Obwohl der UR und mein RA. Ich habe auf ganzer Linie versagt und resigniert.08. Ich stellte den Antrag auf Rücknahme meines Antrags vom 22. ein zutiefst verbittertes.verlor den Überblick. Mit diesem Schreiben bin wenigsten i-c-h selber derjenige.von ganzen Herzen danken.02 in Sachen Fortsetzung der Strafuntersuchung. Gerhard MISLIK für seine Mühe und Zeit. Eine nochmalige Demütigung würde ich nicht ertragen können. 140er und das Zivilverfahren eingereicht hatte. Analysen. dass der ausstehende Obergerichtsentscheid im 101er negativ ausfallen könnte. Anträge. So kam ich zum traurigen Schluss. wenn ich all dem ein Ende setzte. die ich dem Gericht geschrieben hatte. Insbesondere möchte ich dem UR Dr. Ich muss dazu sagen.11. mich von dem Einreichen des oben genannten finalen Antrags abzubringen. Antworten und was ich sonst noch alles für den 101er.

sagte ich. Nicht zu vergessen die überraschten Gesichtern der Täter. ist man 437 . ob mein RA Müller davon wüsste. Gerade als Privatbeteiligter am Prozess. Ich muss gestehen. Er warnte mich. Aktenmappe zu. ich soll die Argentiniensache in Liechtenstein vergessen. nicht wenige bei der Justiz froh waren. Zuerst reden alle auf mich ein. deren Widerstand gegen eine Kriminalverhandlung im 101er sich wie ein roter Faden durch die ganzen letzten sechseinhalb Jahre zog. endlich den 101er losgeworden zu sein. es nutzte nichts. Keine Zeit. war mein letztes Wort. dass ausgerechnet dieser Oehri den Vorsitz des Kriminalgerichts inne hat. zumindest von Helmut Roegele & seiner Frau. Was nun wieder. erhalten hatte. Was das war. Netter Versuch. Jetzt. wusste ich zu berichten.und Energieverschwendung mehr mit der Justiz hier. bedeutet Fall geschlossen. dass sobald der Antrag die Runde gemacht hätte. die ja einen Anwalt in Vaduz hatten. Gemäss Gesetzt kann ich den Antrag auch ohne meinen RA einreichen. Klar war mir auch. Es gäbe noch die Möglichkeit eines Verfahrens im Wohnsitzland der Täter. abgelaufen war. selbst wenn das Obergericht mir den Status als Subsidiarankläger erlauben würde? Dr. Die Täter dachten sicher. Glaubst Du nicht auch. ich muss verrückt geworden sein.8. sie wussten und wissen es bis heute nicht. Insbesondere die STA. Endlich wusste ich wo ich stand. Helmut? Nachdem mein RA Müller eine Kopie meines Antrages vom 8. sagte ich. sollte ich diesen Antrag stellen. so wie es mir Hans-Adam versprochen hatte. sagte ich. Meier meinte dann. Ich sagte nein. leider oft nur zu ihren Gunsten. Das wäre mir klar. sagte er. dass können mein Folterer Helmut und seine Kinder in diesem Buch nachlesen. erinnerte ich ihn. an Hans-Adam und die LGT wären jetzt sicher angebracht. wo ich es radikal gemacht habe. dass nicht alle Richter so wie der LR Uwe Oehri wären. rief er mich sofort an und war entsetzt. dass er den Antrag von Müller mitunterschrieben haben wollte. Ein fettes „Dankesschreiben‚ zusammen mit einem "Spendenscheck" von Helmut & Co.einen Sieg über mich verbuchen. Widerwillig nahm er meinen Antrag an. Welche Chance hätte ich da. was alles im Hintergrund. Aber eben. ich nie wieder das Verfahren in Liechtenstein eröffnen könne. Ich konterte mit der Tatsache. dass ich ein Gefühl der Erleichterung hatte. Ich reiche den Antrag hiermit ein. Er versuchte mich davon zu überzeugen. Meier versuchte es hartnäckig. Er machte einen letzten Versuch und fragte mich.

dass ja Gegenstand der Kriminalverhandlung sein würde. Wenn es dringend wäre. Ja. fragte ich sarkastisch. Nie hätte er ein solches Mass an Interessenkonflikt angetroffen. Danke und Auf Wiederhören. wenn Oehri und Haun mir gegenüber stehen würden. Er sagte. Ich musste meine Verbitterung unter Kontrolle bringen. Wie bitte? Ich glaubte es nicht. Er hätte leider wieder schlechte Nachrichten für mich. dass es an der Zeit wäre. und korrigierte mich gleich: Bei allem Bösen. Ich bat darum. mit der Betonung auf Bösen. dass er auch keinen Sinn darin sehen würde. Auf Wiederhören Landesführer. Hassen die mich so sehr. würde ich kein einziges Wort sagen. nicht aus den Augen lassen. So entschloss ich. dem Regierungschef Hasler und 438 . Bei aller Liebe. Was denn wieder? Ist Helmut Roegele gestorben. Ich erzählte ihm. Hans-Adam sagte gleich. Müller war auch erstaunt. Ich erzählte ihm vom Vorhaben des LR Oehri. dass ich ihn jederzeit anrufen könnte. sagte ich. Auf Wiederhören Herr Kieber. Er wäre nicht im Hause. wenn Oehri diesen Fall behandeln würde. aber er habe mir ja gesagt. Tausend Dank. Sollte ich mit Polizeigewalt in den Saal gebracht werden. fragte ich ihn. 40 Minuten später rief er an. Hans-Adam war auch erstaunt. wenn er als Richter im Zivilstreit amtete und mir dort einen enormen Schaden zugefügt hatte und ich ihn in dem berühmten Schreiben. Er würde sich dieser Sache auch annehmen. was durchaus möglich wäre. Und immer nur das von Hans-Adam versprochene Fernziel. Ich entschuldigte mich für die Anspruchsnahme seiner kostbaren Zeit. dann könnte er sicherlich innerhalb der nächsten Stunde zurückrufen. da ich als Angeklagter anwesend sein muss. mit Freundlichkeit kommt man viel weiter im Leben. wenn mich etwas bedrücken würde. dass der LR Uwe Oehri meinen Fall beim Kriminalgericht verhandeln möchte. er hätte gehört. die Täter von Argentinien vor ein Gericht zu bringen. sagte er mir. versprach er. zu Recht der Inkompetenz und der Entwürdigung überführt hatte. Ca. Er wäre seit mehreren Jahrzehnten Anwalt.entsetzt. zumindest hinterliess er bei mir diesen Eindruck. niemand will mir Böses. Ich wählte sofort die Nummer vom Schloss und bat beim Sekretariat mit Hans-Adam verbunden zu werden. Hans-Adam hatte Recht. Ich bedankte mich für den Anruf. dass mich keine 100 Pferde in den Saal bringen würden. das stimme. Für mich war das Fass voll. das habe ich nicht verdient. Nein. Wie könnte Oehri den Fall behandeln.

kam nicht um unseren Tisch herum. sich selber für befangen zu erklären.dem Liechtensteiner Botschafter in Berlin ein paar kurze Zeilen zu schreiben. Max Bizozzero telefoniert haben muss und seinen Unmut über die Einsetzung von LR Oehri in diesen Fall kundtat. Ja. Der Brief für den Botschafter wurde aus Vorsicht nicht nach Berlin gesandt. sondern ihm bei der nächsten Gelegenheit in Vaduz übergeben. als Präsident des Kriminalgerichts hätte doch einfach von Anfang an „entscheiden‚ können. Hr. Ganz logisch erschien mir diese Aktion jedoch nicht. den Vorsitz zu übernehmen. Ausgerechnet an jenem Tag speisten zwei Tische schräg hinter uns der Chef der IT-Abteilung der LGT Treuhand. Ein kleiner Erfolg. Vor Einreichung des Antrags habe er vom Gericht erfahren. Warum nahm sich der Oehri die Mühe aktenkundig seine Befangenheit zu erklären? Er. Am 18. Ich wurde nervös. Zusammen mit drei weiteren Personen. Das Lokal war klein und jeder der das Lokal verlassen wollte oder auf die Toilette musste. Warum. dass er persönlich nicht im Stande wäre. Darin entschuldigte ich mich für die turbulenten Zeiten. dass Hans-Adam offenbar mit dem Präsidenten des Obergerichts. Nun wieder zurück zu etwas heiterem: Eine weitere peinliche Situation erlebte ich ausgerechnet mit dem Bankdirektor. Er sei in dieser Sache aktiv geworden und wollte gerade in meinem Namen einen Antrag auf Befangenheit des LR Oehri stellen. nichts mit der Verhandlung zu tun zu haben. Ein paar Tage später rief mich RA Müller wieder an. nachlesen. Auf zynische Art und Weise macht er meine Befürchtungen lächerlich und erklärt sogar. ob ich mit Hans-Adam über den Oehri gesprochen hätte.08. Die Antwort dafür konnte ich in seiner Befangenheitserklärung vom 27.8. wählte er das GECCO in Buchs/SG aus. Er hatte mich zum feinen Essen eingeladen. Das genaue Datum hatte ich leider nicht festgehalten. In der Folge wäre LR Oehri aufgetragen worden. Ich sass zum Glück mit dem Rücken zu ihm. sagte ich. Er fragte gleich. ein Gourmetrestaurant. Ich bedankte mich für die News. fragte ich mich. fragte ich. Warum der Aufwand. Der Bankdirektor konnte ihn diagonal über meine linke Schulter sehen. Damit wir nicht zusammen in Liechtenstein gesehen wurden. die ich verursacht hatte. Somit wäre der Weg frei für einen unvorbelasteten Richter in dieser Sache. weil ich 439 . Es war aber im Juli oder August 2003. lieferte ich beide Briefe bei der Regierungskanzlei im Regierungshaus ab.

Und dir. ein so guter Mensch. Er fing an mit ihm zu reden und erblickte mich. lief die Kamera. Nicht wie im August 2001. sagte er. dass er es weiss. Ich stand auf. den Bankdirektor mit mir essen zu sehen. spendiert vom Haus Liechtenstein. Gut. Der IT-Chef stand auf und erkannte den Bankdirektor. Ab und zu kam mir der Lampert in den Sinn. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen. Das Schweizer Fernsehen hatte in der "10vor10" Sendung vom 15. In seinem Fall kam man nicht voran. Kurz darauf konnte ich in den Besitz einer 440 . die irgendwann im Oktober stattfinden sollte. Die meisten waren in den Ferien und Mitte August feierten wir den Staatsfeiertag.08.doch dem IT-Chef. dass seine Verhandlung im November stattfinden soll. Ausgerechnet. auch zum Schloss zu pilgern. wie es ihm gehe. fragte er mich. als ich hinter dem Rücken von Hans-Adam auftauchte. Ich nutzte die Tage um viel Sport zu treiben und mit dem Velo hatte ich schon über 1100 km abgeradelt. nicht die Wege von Hans-Adam oder seinem Erstgeborenen zu kreuzen. dass man auch auf mich zukam). Der Bankdirektor beruhigte mich. Meine Dienste wurden nicht gebraucht (erst 2005 wurde es so heiss. Aber man beachtete sich einfach nicht gross. Meine Wege kreuzten sich auch dieses Mal mit denen des Blaubluts. lange nicht gesehen. Jetzt. Er bemühte sich sehr seinen verständlichen Frust auf mich zu unterdrücken und seine Verwirrung darüber zu verbergen. Nach ein wenig Plauderei merkte ich. eine Menge Ärger bereitet hatte. Ich hatte vom Gerichtspersonal gehört. Ende August schrieb ich Hans-Adam einen Brief indem ich meine Gedanken über meine Gerichtsverhandlung schilderte.2001 einige Minuten über den Staatsfeiertag berichtet. Ich bat ihn um ein Vier-Augen-Gespräch vor der Verhandlung. Zum Gedenkgottesdienst auf der grossen Wiese unterhalb des Schlosses und zur anschliessenden Verköstigung vom Volk und Touristen. 2003. begrüsste ihn und fragte. Im Rückblick auf jenen Staatsfeiertag kann man heute wohl eine gewisse Ironie erkennen. dass er offenbar dachte. ich würde nicht wissen. Oft fuhr ich hinter dem Gefängnis vorbei auf eine geteerte Feldstrasse die zum Rhein führte. Dann kam. Wie es ihm wohl gehen würde. stelle sich Lampert stur und wollte mit niemandem reden. Die letzten Tage im August 2003 waren ruhig. Ich hatte meine eigenen Probleme und sowieso keine Zeit für Andere. fragte ich mich. was kommen musste. Diese Mal achtete ich darauf.

dass eigentlich das Gegenteil der Fall war. wenn auch nicht so ausgeprägt wie vorher. Dies war aber unmöglich. wenn jetzt in den Unterlagen stand. um herausfinden. Ich strengte mich sehr an. den 9. konnte ich analytisch die Motive erforschen und den wirklichen Grund dieser Information herausfinden. All die wenigen. die den Zettel geschrieben hatte. Mist. nie hat man Ruhe.. Darin war die Rede davon. In einem kurzen Schreiben teilte ich dies dem Hans-Adam mit.08. Nicht. Hatte es vielleicht mit dem Schreiben vom 13. zu tun. dass sie meine vier CD-ROMs von Berlin im Safe aufbewahrten. würden mich offen warnen und mir die Information ins Gesicht sagen. dass ich etwas zu befürchten oder zu verstecken hätte. als ich eines schönen Morgens. Darin lag ein gefalteter Zettel mit einem Text in Computerschrift und in Grossbuchstaben. dass er meine 4 CDs auf dem Schloss komplett vernichtet hätte.Notiz der Vaduzer Polizei gelangen. Ich hatte absolut nichts bei mir oder in meinen Sachen. anbandeln. fluchte ich. wäre wenn sie einen Hinweise auf meinen Safe ich der Schweiz finden würden. Und dieser war ja vor deren Zugriff geschützt. in dem ich das Gericht um eine Kopie des Gutachtens gebeten hatte (siehe Kapitel 17)? Oder hatte ich zu viele Fragen gestellt? Denn obwohl es auf den ersten Blick es so aussah. als ob die Person. Der Grund dafür lag dran. Nur im Kopf. auf meiner Seite stand. Und RA Müller. Offenbar muss es da ein Missverständnis geben. Auch konnte ich wieder mit meiner alten Liebe. dass die Polizei meine 4 CDs hatte.9. genauer am Dienstag. Das einzige. nach einem Besuch beim Landgericht wieder nach Hause kam und meinen Briefkasten öffnete. kam ich beim zweiten Blick zum Schluss. Ich rannte hoch in meine Wohnung und las den Zettel nochmals. wer mir diese Worte zugesteckt haben könnte. Eine ganz andere Art von Herzklopfen erlebte ich. was in diese Richtung zeigte. dass er mir ja während der Audienz gesagt hatte. die wirklich auf meiner Seite standen. der zwar für mich intervenierte. was mir Ärger bereiten würde. wer dies war. Es waren exakt sieben Zeilen: KIEBER! Lass Dich nicht klein kriegen! Pass auf den 10 Vr 140 97 auf! Du wirst reingelegt! Sag nicht zu allem Ja und Amen! Deine Unterkunft wird abgehört! Dein Mobiltelefon auch! Mir wurde schlecht. Denn nur wenn ich wusste. aber von Hans-Adam bezahlt 441 .

dass einige hier in Vaduz nicht am selben Strang zogen. dass ich eventuell eine Kopie zurückbehalten hatte und er/sie deswegen herausfinden musste. mit elektronischen Mitteln die Wahrheit herausfinden. Für A) sprach. Was für B) sprach. Dazu war er zu seriös. Nach ein paar Brainstormings (‚Hirnzellenkochen‚) kam mir eine einfache Idee. war mir schnell klar. Ich schreibe hier bewusst von Gegnerschaft. wie ich herausfinden könnte. wie ich herausfinden könnte. Sie wussten ja nichts davon und ich konnte jetzt im Moment diese letzte Kopie nicht vernichten. ob mein Leben abgehört wurde. war für mich kein ideologisches Hindernis für einen dauernden Frieden. War mein Handy nicht von der LGT gesponsert und mit neuer SIM-Karte ausgestattet worden? Ich selber war ja kein grosser Technik-Freak und konnte daher schwer. um einen Treffer zu landen. Denn es ergab doch keinen Sinn. Ich plante einen Test in den nächsten Wochen 442 . Die isolierte Tatsache. Das bedeutete. die die angebotene Lösung von Hans-Adam nur widerwillig akzeptierten. Gegen A) sprach. die mich keine Minute aus den Augen lassen wollten und alles über mein Tun und Denken sammeln wollten. würde so etwas nie tun. dass es aus ihrer Sicht meine Gegner waren. zu vermuten. Ausserdem würden sie mich dann nicht ständig demütigten und weiterhin auf mir herumhackten. Ich hatte mittlerweile erkannt. ich hatte ja Frieden mit ihnen geschlossen und dieser Friede wurde mir auch permanent von ihnen verbal bestätigt. Warum ich überhaupt abgehört werden würde. In meiner Gegnerschaft gab es Leute. B) Sie suchten nach neuem Belastungsmaterial. dass ich noch eine komplette elektronische Kopie von Kundendaten plus diverse Geschäftsunterlagen in einem Safe in der Schweiz gebunkert hatte. Dazu würde ich immer noch zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit haben. ob man mich in der Wohnung abhören würde. falls es welche gab. Es gab sogar zwei Theorien. Lange überlegte ich.wurde. wenn überhaupt. wo ich sie versteckt haben könnte. Aus meiner Sicht waren sie keine Gegner mehr. ob ich eine weitere Datenkopie hatte. dass sich langsam aber sicher abzeichnende aggressivere Verhalten mir gegenüber. dass jeder halbwegs intelligente Gegner vermuten konnte. Ich versetzte mich in die Lage der Lauscher. war die teilweise krankhafte Kontrollsucht derer. A) Sie wollten herausfinden. dass ich eine Datenkopie besass und sich gleichzeitig liessen sie ein Versprechen nach dem anderen platzen.

durchzuführen. Die „Sicherheit‚ des Landes würde riskiert werden. Am 10. sodass sie nicht merken würden. es waren ausschliesslich solche.B. Hans-Adam und die LGT die Angelegenheit als zu sensibel für die Ohren der Allgemeinheit befanden. Dank der 443 .10. da die Regierung. Und wen wundert’s noch.. die von Seiten der argentinischen Bande geliefert wurden. Permanent hatte das Landgericht meinen Antrag (basierend auf die mir gewährte Verfahrenshilfe) auf Übersetzung jener spanischen Dokumente. Natürlich hatte ich auch nichts dagegen. Der RA von Helmut Roegele nutzte die alleine vom Liechtensteiner Staat bezahlten teuren Übersetzungen im Zivilverfahren gegen mich. Da ich ja viel freie Zeit hatte. Dieser würde am 22. ohne Begründung abgewiesen. das Publikum auszusperren. fand ich Quittungen von über CHF 35'000. dass nach Buchstaben des entsprechenden Gesetz. Im 140er z. Wieder passte dies dem LR Oehri (im Zivilstreit) nicht. Er hatte und hat immer noch die absolute Kontrolle über jeden Richter. Es dauerte nicht lange. Sonst hätte ich mich ja gleich in die Mitte des Raums stellen können und schreien „ihr könnt mich alle mal kreuzweise – ich grüsse die Lauscher‚.9. bis ich wieder auf Belege gestossen war. weil streng nach dem Gesetzt ein solcher massiver Eingriff in meine Privatsphäre nur während einer gerichtlichen Untersuchung erlaubt ist.30 Uhr im Saal 1 beginnen. nur die eigentliche Verhandlung selber als nicht-öffentlich deklariert werden kann. die mich entlasteten. dass ich mich schuldig bekennen sollte und vor dem Kriminalgericht so wenig wie möglich sagen sollte. Wegen dem Abhören des Handys redete ich am besten mit dem UR Paul Meier.03 um 08.. einen Trick. erhielt ich die Vorladung zum Prozess. Im Prinzip wären die Anklageverlesung und die Urteilsverkündung immer öffentlich. Ich wollte meine Wäsche auch nicht für alle sichtbar geschrubbt haben. STA Haun hatte für diese horrende Summe Dokumente aus Spanien ins Deutsche übersetzten lassen. Eine weitere Arbeit für mich war das genauere Studium der 140er Anklage. Da spielte es keine Rolle. Da ich dieser Fremdsprache selber mächtig war. entschied ich. hatte ich so gut es ging diverse Unterlagen selbst übersetzt. organisierte ich mehrere Besuche zum Aktienstudium beim LG. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Hans-Adam verlangte ja von mir. Illegal darum. dass ich von ihrer illegalen Operation wusste. die mich noch mehr zur Verzweiflung trieben.

war die möglichen Fragen. man stelle sich das vor. nur das nicht.ich konnte hierzu auf keinen Fall einfach JA sagen. ihn alle zehn oder 14 Tage anzurufen. desto grösser wurde meine Abneigung gegenüber einem MEA CULPA. ich bekenne mich schuldig‚ würde ich selber. nein . mit einem Schlag als Gewissheit für immer und ewig einbetonieren. Nein. die Dichtung von Helmut & Co. die mir das Richtergremium während der Verhandlung stellen konnte. nein.30 Uhr rief er mich dann auf meinem Handy an. Mit dem verlangten „ja. Das Gespräch dauerte genau 24 Minuten und 31 Sekunden. Was er natürlich nicht unter Kontrolle hatte. Nein erwiderte ich. Eine völlig absurd aufgebaute Erzählung. Abgesehen davon. Ich erzählte ihm die Details von der 140er Anklage. bekenne mich aber schuldig. dass ich unmöglich ohne mich wenigsten minimal verteidigen zu können. wenn es sein muss unter fadenscheinigen Gründen. STA Haun hatte praktisch Wort für Wort die Lügen von ihm und seiner Frau in die Anklageschrift übertragen. aus dem Amt entheben. Sie können alles von mir verlangen. Ob es dringend wäre. wäre es geradezu hirnverbrannt. Die Anklageschrift hätte genauso gut aus der Hand vom Täter Helmut Roegele stammen können. dass die Täter von Argentinien mein Schuldbekenntnis garantiert weiterverwenden würden.neuen Verfassung konnte er jeden von ihnen. wenn ich mich sternenklar für schuldig bekennen würde und somit die Anzahl der möglichen Fragen drastisch reduzieren würde. Es war mir peinlich. Ich wies ihn auf die gefährliche Konsequenz hin. Daher fand er es besser. Am Freitag. Er hätte eine Kopie davon in seiner Mappe. unterbrach er mich auf halber Strecke. Wiederum musste ich unser Staatsoberhaupt mit einem Anruf belästigen. wenn ich mich zu dieser formulierten Anklage ohne massiven Protest für schuldig erklären würde. Ich könnte ja auch nicht sagen: „Eigentlich bin ich nicht schuldig. Er wäre ausser Landes. Ich würde doch vor jedem Gericht auf dieser Welt. wo immer wir es schaffen würden Helmut Roegele und 444 . den 12. Je mehr ich in der ausgefertigten Anklage las.‚ Er müsse dies bitte verstehen. um exakt 10.9. Er konnte meinen Bedenken folgen. fragte seine Sekretärin. dass ich ihn immer kontaktieren dürfte. Aber nach jedem Anruf sagte er mir. einfach Ja sagen könnte. sagte man mir. dass die vorgeworfene Tat (Wohnungskauf) nicht zutraf.. die Grösstenteils auch in der Abwehrstrategie von Helmut und seiner Komplizen für den 101er Fall und dem Zivilverfahren zu finden war. Ich sagte.

Alles würde gut werden. im Gegensatz zu seiner. den Bankdirektor mitnehmen zu können. Zudem hatte ich auch Angst vor dem Resultat der kommenden Verhandlung. Ich konnte dazu nichts mehr sagen. hatte ich einen Termin mit dem Neffen vom RA Müller. Es wurden den spanischen Behörden mitgeteilt.9. Als es vor mehr als sechs Jahren blockiert wurde. Ähnlich wie bei Interpol. dank seiner (Hans-Adams) finanziellen Supermacht.-. Hans-Adam meinte. Wiederum konnte er mich beruhigen. Mit den Zinsen müsste es heute weit über 920'000. waren es über CHF 825'000. Man hätte dies verhindern können. Da war es immer besser. Den Brief brachte ich persönlich am folgenden Dienstag. Nach Abschluss würde man das Urteil auf offiziellem Weg via Eurojust in Holland bekommen.sein. Wieder ein Tiefpunkt in meinem Leben.. typisch Juristen. ich wollte auch nichts mehr sagen. sahen auch eine positive Seite. Hoffnung zu schöpfen. was der Verbrecher Helmut Roegele von mir nun offiziell plündern durfte. Am nächsten Tag schrieb ich Hans-Adam wieder einen Brief und bedankte mich für seine Worte. Am 23.9. funktioniert die Eurojust als Drehscheibe der verschiedenen Gerichtsbarkeiten innerhalb Europas. erklärten die Müllers.seine Komplizen vor ein Kriminalgericht zu bringen. Er beherrschte die spanische Sprache und hatte in Spanien via einer Topanwaltskanzlei dort für mich interveniert. Leider sei ihnen die Auskunft verwehrt worden. Ich informierte ihn. Die Kanzlei Müller musste mir leider auch mitteilen. als geisteskrank abgewiesen werden. egal wie stark mein Anwaltsteam wäre. Ich bat ihn um sein Einverständnis. warum mir das Gericht in Österreich die Differenz nicht zurückgegeben hätte. dass es Helmut Roegele inzwischen gelungen sei. Meine Wahrnehmung. aufs Schloss und gab ihn beim Portier ab.. dass ich erfahren hatte. an die Gelder in Österreich zu kommen. Viel mehr als das. ich würde wieder zu viel nachdenken. Egal wie erdrückend unsere Beweise sind und. Den Zettel in meinem Briefkasten erwähnte ich im Schreiben aber nicht. Wenn ich mich beim Gericht im 140er schuldig 445 . Ich glaubte ihm. dass die dort hängige Sache bald in Vaduz vor dem Landgericht behandelt würde. war ja durch den jahrelangen Kampf geschwächt. dass er den grösseren Überblick als ich hatte. den 16. wie viel am Ende auf dem Konto lag. Ich fragte. Die Kanzlei Müller. dass ich zwei Personen mit zur Verhandlung nehmen könnte. Diese Nachricht erfreute mich sehr.

war meine lapidare Antwort darauf. (10. bis meine mündlichen und schriftlichen Beschwerden über Haun als Vertreter der Anklage auf seine Ohren trafen. Unmöglich. Das wäre doch ein Spektakel. Von Einsicht in die eigenen Fehler absolut keine Spur. dass er es für korrekt hielt. Dieser war so gekränkt und beleidigt. dass ich. lachte er gemein. Seinen Namen und seine Stimme zu hören. wurde mir klar. bis mein rechter Daumen schmerzte. Null. feixte er. Er erwarte bis spätestens zwei Wochen vor der Verhandlung eine Nachricht von meinen Verteidiger. Er brüllte wie ein Pavian. als er mich anrief. dann könne man dem Gericht auch mitteilen. wie kam der überhaupt auf die Idee mich anzurufen. hier her zu kommen. was seinen Auftritt als Ankläger betreffe. zur Verhandlung am 21. Nichts. mich persönlich zu kontaktieren. dann würde er beantragen. dachte ich mir. Ich war so erschrocken. Ich drücke mit solcher Kraft und Repetition auf die Ausschalttaste meines Handys. Wenn ich dies nicht wollte. schrie ich ihn ohne gross zu überlegen an. ob ich mich schuldig bekenne. Diesem Antrag hatte das Obergericht stattgegeben. Zudem drohte er mir. die Verhandlung zu verschieben und dann Helmut Roegele & Co. Das macht er nicht. Erpressung! Er wusste inzwischen. falls ich ein Schuldbekenntnis ankündigen würde und am 21. Die Nummer muss er von meinem Briefkopf aus dem Schreiben an seinen Chef vom 5. wiederholte er schon wieder. Dieser Sauhund. Diese miese Kreatur erpresste mich. Ja. irritierte mich stark. Die würden sich hüten. gefälligst die Klappe halten soll. Er erpresste mich. Er darf so etwas nicht machen. dass ich aufgefordert worden war. Der hat sich gar nicht geändert. dass ich mich dazu weigerte und mich wegen seiner kommenden Präsenz in der Verhandlung beschwert hatte. höchstpersönlich herkarren. Und sollte ich mich nicht schuldig bekennen. Er sagte ganz cool.10. dann müsste ich ein klares Schuldbekenntnis abliefern. Nada. Wenn sie meinten. Nicht mehr.8. Er wusste ferner.bekennen würde. Es dauerte nicht lange. Ich dachte nur. 446 . Er fackelte nicht lange. meinen Antrag auf Fortsetzung der Strafuntersuchung zurückzuziehen.) auf die schlaue Idee kommen würde auf „nicht schuldig‚ zu plädieren. würde er das Ehepaar Helmut Roegele & Salud H. mich zu 10000 Prozent schuldig zu bekennen. dass die „Schuld‚ gegenüber Helmut Roegele in der Zwischenzeit beglichen wurde. da ich ja so schwachköpfig gewesen wäre. dass ich zuerst seine giftige Drohung gar nicht fassen konnte. vorladen. Ansonsten er Helmut und das ganze spanische Pack zur Feier einladen würde. abgelesen haben.

ohne einen Rüffel von seinem Boss.10. Ob den nun alle durchgedreht wären. Dr. Vielleicht wollte man es so. Unsere Unterredung dauerte von 11:00 bis 12:15. dass ich mich nicht erpressen lasse. die 1997 meine kurzzeitige Nachbarin im Altersheim von Eschen war. was ich durchwegs als glaubhaft schluckte. ein zutiefst traurige und vom Leben geschundenen Italienerin sich in dieser Unterkunft kurze Zeit vor meiner Ankunft das Leben genommen hatte. Ich erwischte gerade noch den Schlosspförtner bevor er Feierabend machte und bat ihn den Brief gleich ins Schloss zu tragen. Um mir Angst einzujagen. dass meine Vormieterin. Das heisst. Aha. Ich hatte in einem alltäglichen Gespräch unter Nachbarn erfahren. desto weniger verstand ich die Situation.Zuerst musste ich ihnen von einer grausigen Nachricht erzählen. Ich flehte ihn an. leuchtete es mir ein. Im Schreiben gab ich im genauen Wortlaut den Anruf von Haun wieder und teilte Hans-Adam mit. pflichtete er mir bei. Am nächsten Morgen rief mich nicht Hans-Adam. Haun habe vom Leben doch keine Ahnung und nachdem alles über die Bühne gegangen wäre. dachte ich mir. Es stelle sich heraus. Schon gar nicht vom einem wie Haun. Trotzdem verfasste ich sofort einen neuen Brief an Hans-Adam. Ich fragte die beiden Besucher. wie sich Haun so aufführen konnte. ob sie davon wussten. Ich begriff nicht. Noch nie war eines meiner Schreiben so schnell beim Empfänger. 447 . Ich tat es und teilte ihm unmissverständlich mit. Wallner oder der Justizministerin Rita Kieber-Beck zu riskieren. Dann sagte der Bankdirektor etwas erstaunliches. dass ich mir nicht drohen lasse. fragte ich offen. Wenn mein Handy abgehört wurde. Nein. Natürlich lassen wir uns nicht erpressen. Versprochen? Versprochen! Am 3. sondern der Bankdirektor an. antworteten sie. Er bat mich nochmals die genauen Worte von Haun zu wiederholen. diesem Haun eine auf die Rübe zu knallen. er hatte sicher Rückendeckung für eine solche Wortwahl mir gegenüber. Ich musste dem Bankdirektor versprechen. dann wüsste Haun dies sicher auch. hätte man für ihn in Liechtenstein keine Aufgabe mehr. Ich war sehr betrübt über diese Geschichte. dass es jede Dame war. hatten sich der Bankdirektor und der Professor für einen Besuch bei mir zu Hause angemeldet.Je mehr ich darüber nachdachte. dass ich keine Dummheit begehe und beim Haun oder sonst irgendjemanden bei der STA Radau machen würde. habe wieder ein Teilstück eines anscheinend grösseren Plans erfahren.

Die Anklage war in zwei Teile gespalten.und bereue es aufs tiefste. sowie sich die Dinge für meine Zukunft präsentieren. bekenne ich mich – aus verschiedenen. sagten sie.Hauptsächlich drehte sich die ganze Diskussion um die bevorstehende Verhandlung. das ich dadurch seine DL und Andere unverschuldet in eine schwierige Lage gebracht habe. sollte ich zu beiden Teilen folgendes und nicht mehr sagen: Zum Thema „Roegele‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Die Liechtensteiner Justiz hat in einem Zivilverfahren schlussendlich rechtsgültig nicht meiner. als ich die Unterlagen bzw. schäme mich dafür sehr – insbesondere als bekennender Monarchie-Fan . die ich da schlucken musste. Teil 1) betraf den Wohnungskaufs in Barcelona und Teil 2) betraf die Daten und den Brief an Hans-Adam. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich bedauere es ausserordentlich. ich griff Feder. sondern der Version des Klägers glauben geschenkt.formell juristisch schuldig. Hier möchte ich auch auf meine Einvernahme bei der Untersuchungsrichterin am 10. Dies muss ich akzeptieren. Zum Thema „Landesfürst‚ möchte ich wie folgt mich äussern: Ich bekenne mich schuldig. Ich befand mich in einer äusserst destruktiven Situation und meine Motive habe ich in besagten Unterlagen vollumfänglich und vollständig dargelegt. Da noch zwei Termine mit meinem RA Müller geplant waren. den ich nach der Anklagevorlesung ablesen sollte. Es wurde mir ein Text vorgelegt. Juli dieses Jahres verweisen. alles mit ihm zu besprechen. den Brief vom 7. Kurz festhalten möchte ich nochmals. Die juristische Beurteilung liegt selbstverständlich nicht bei mir. was ich damit anstellen werde. Aus h e u t i g e r Sicht. elektronischen Datenträger an mich genommen habe. dass ich zum Zeitpunkt. Es war eine bitte Pille. übergeordneten Gründen . Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Was gäbe es da noch zu 448 . Manche greifen zu Gewalt. eine Kassette besprochen und zusammen mit verschiedenen Beilagen seiner DL nach Hause geschickt zu haben. Sobald ich das Wort hätte. hätte ich noch genügend Zeit. Januar dieses Jahres aufgesetzt und geschrieben. mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht habe.

Wir fuhren mit seinem Wagen über den Rhein nach Buchs. dass ich nur ihm die fertige Arbeit übergeben sollte. Weil es doch so aussieht. erwiderte ich. dass wir in die Schweiz fahren und dort Mittagessen gehen. ich könnte wieder von den Leichen schreiben oder über sonst etwas. was ihn. Er würde aber sicher telefonieren. wie weit ich mit der Denkschrift wäre. meine Gedanken darüber zu lesen. Ich denke. mehr als üblich. Wenn ich nichts zur Verteidigung sagen darf? Nachdem der Bankdirektor gegangen war. fragte er. Endlich. sagte ich. Es würde ja bald alles zu Ende sein. Gute Idee. dass ich derjenige sein würde. Wir redeten offen.besprechen. Ja. Ich bedankte mich für seine Bemühungen und brachte auch meine Hoffnung zum Ausdruck. Ich befürchtete auch. dass er ihm dann eine Kopie überlassen würde. Er meinte. der den Deckel zumacht. über alle möglichen Themen. Aus seinen Schilderungen wurde mir dann auch bewusster. Ihr habt mich dazu clever überredet. dass es sich schlussendlich als der richtige Weg herausstellen wird. fragte ich. Ob er eine Kopie davon haben könnte. Zum Beispiel den 101er. sagte ich zum Schluss. Das hoffte ich zumindest und ich wäre mir sicher. sagte ich zu ihm. dass ich über mich selber verärgert wäre. dann kann man die zweite Etappe in Angriff nehmen. er wird mit meiner Arbeit zufrieden sein. wenn der Text mir zwingend vorgegeben wird. am Tag der Gerichtsverhandlung zu kommen. Für ihn als Psychologe wäre es sehr interessant. schlug der Professor vor. Der Professor würde diesen Wunsch auch unterstützen. Warum. Der Professor konnte nicht versprechen. noch vor dem Gerichtstermin mit Hans-Adam ein VierAugen-Gespräch halten zu können. dass evt. alles würde alles anders rauskommen. Als ich in Berlin und Holland war. hätte ich nie geglaubt. dass es für Hans-Adam auch nicht einfach war und ist. endlich den Tätern aus Argentinien an den Kragen gehen. dass ich keine Angst haben sollte. kauften uns eine feine Schweizer Servalat (Bratwurst) und ein Bürli (Brötchen) und setzten uns draussen vor den Fussballplatz des FC Buchs. Ich denke. als wir es in Holland besprochen hätten. da mir Hans-Adam bei der Audienz gesagt hatte. sagte ich. sein Land oder die LGT diskreditieren würde. Ich erwähnte. der Haun als Überraschungseffekt 449 . dass ich keine Namen oder Orte erwähnen würde. dass Hans-Adam Angst hat. Ich musste ihn aber enttäuschen. Die sei bald fertig. zählte ich auf. RA Müller versicherte mir mehrmals. Er fragte mich noch. Obwohl ich dem Hans mehrmals erklärt hatte.

dass ich den Text auf ein Blatt Papier ausgedruckt habe und mit ins Gericht nehmen würde. Ich fragte Müller auch. verlangte ich. sagte er. RA Müller meinte dazu. für den Fall. Er las es durch. nur das vorzulesen. dann soll ich auf ihn 450 . erwiderte er. schuldig und nochmals schuldig in den Ohren und vergass vollständig. dass er diesbezüglich keine Hinweise bei Gericht gesehen habe. Ich zeigte ihm die Randbemerkung in der Aktennotiz. Wallner angemeldet. würde ich nach seiner Berufserfahrung und unter den speziellen Umständen dieses Falles mit einer Bewährungsstrafe davon kommen. Bei Gericht würde nicht viel geredet. dass ich zu nervös werde und den Text vergesse. Freispruch? fragte ich erstaunt. fragte ich. versuchte ich klarzustellen. Ich zeigte ihm das Blatt. zumindest was den Brief von mir an Hans-Adam angehen würde. dass er ja auf Freispruch plädieren würde. Muss mir wohl entgangen sein. Ihm etwas passieren? Nichts würde ihn dran hindern. um über herausholen zu reden. besser gesagt zu antworten. falls ihm etwas passieren sollte. Wenn die STA etwas fragen würde und ich nicht antworten möchte. Das hätte er schon zu Anfang gesagt. Er habe aber gehört. diesem Prozess beizuwohnen. Wallner? Warum kommt die STA mit Doppelbesetzung. Er würde die Sache abklären. sagte ich ihm. Ich solle endlich aufhören mir den Kopf zu zerbrechen. Ich sagte ihm. fragte ich. was mir eingetrichtert wurde. Müssten wir nicht zuerst die Verhandlung abwarten. Dr. Er instruierte mich auch. Alles unter Kontrolle. sagte ich. Wenn ich die Schnauze halten muss. Ich erwähnte. dass mein RA trotzdem noch einen Freispruch beantragen kann. Aber er sei doch mein Verteidiger. RA Müller sagte mir auch. Selbst wenn er im Endstadium einer furchtbaren Krankheit wäre. Ja. ob er mir helfen kann. das wäre doch klar. dass darin etwas mich entlastendes stehen könnte. anders ginge es nicht. Nein. Gemäss Gerichtssekretariat wären von Klägerseite nur Haun und Dr. das geheime Gutachten (siehe Kapitel 17) zu organisieren. Nicht das noch was schief ginge. Aber dann wäre ich ja vorbestraft. sagte er. Leider ja. fragte ich. er würde dieses Spektakel nicht verpassen wollen. gilt dies doch nicht für ihn. Er wusste von keinem solchem Gutachten. formulierte er es elegant. meinte er. Was herausholen. Mehr konnte er nicht für mich herausholen.Helmut Roegele & Co. dass Haun Massnahmen getroffen habe. er müsse reden wie ein Kirchenprediger zu Ostern. Er wisse es nicht. Da man sich ja auf einen Schuldbekenntnis geeinigt hatte. eingeladen hatte. Ich hatte immerzu nur schuldig.

dafür sei er ja da. Ich vertraute mich aber Müller nicht an. Solange ich dem Haun keinen Handkuss geben muss. Er erinnerte mich auch daran. mich für das Urteil bei den Richtern zu bedanken. Warum das. Aha. Ich war auch schwer enttäuscht. fragte ich. Das Wochenende vor dem Prozess war ruhig. Bevor ich aber meinen Lesern die Geschichte über die Gerichtsverhandlung erzähle. Was ja klar war. Er hatte Zeit für mich und ich besuchte ihn. 451 . dass ich so einen ruhigen. erfahrenen RA hatte. dass ich nach der Urteilsverkündung auf keinen Fall vergessen soll. Wegen des „Ventils‚. Mein RA Müller hatte sich in der Zwischenzeit damit abgefunden. ihm von dem Zettel oder den vielen Ungereimtheiten. die sich langsam aber sicher herauskristallisierten. schiebe ich noch ein Kapitel dazwischen.verweisen. da ich eines sicher wusste: Er war 1000-mal pflichtbewusster Hans-Adam gegenüber als mir. um kurz diverse Akten einzusehen. die Akten selber studierte. Als Wertschätzung gegenüber dem Hohen Gericht und den Richtern. Am Montag vor der Verhandlung war ich ganz nervös und hatte auf einmal 1000 Fragen an meinen RA. dass Hans-Adam keine Zeit mehr für ein kurzes Gespräch mit mir vor der Verhandlung hatte.10. meinte er nur. Am 14. worin ich euch das Resultat meiner von Hans-Adam geforderten Denkschrift zeige. wie ich es immer in den letzten sechs Jahren gemachte hatte (mit oder ohne RA). Hans-Adam persönlich nach Hause. dass ich. war ich noch einmal beim Landgericht. war meine Denkschrift fertig und eine Kopie brachte ich dem Auftraggeber. Ich war froh.10. bemerkte ich. zu erzählen. sagte ich. das mit dem Ventil hat sich also auch schon herumgesprochen. Ich hatte mir für diese Forderung von ihm sehr viel Mühe gegeben. habe ich damit keine Probleme. beruhigte er mich. Morgen wird alles gut. Am 17. Ich war nahe daran.

ein kurzes Werk zu schreiben. Leibacher im September 2001. Am Freitag. . Dieser englische Überbegriff umschreibt die Gefahr. Wenn sich Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichsten Gründen dazu Entscheiden. sondern die von innen kommende. Wahrlich stürmische Monate mit vielen bangen Momente. Dieser Satz (geborgt aus dem Roman Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa) war auch der Titel meiner Denkschrift. Geschätzter Leser. Was ist geschehen? Die Antwort lautet „ w o r k p l a c e v i o l e n c e “. die von aussen kommt. R. Vom Ergebnis druckte ich zwei Kopien: eine für mich und eine für den Auftraggeber Hans-Adam. damit . Als meinen Beitrag zur Versöhnung hatte ich mich so gut es ging bemüht.: Der Inhalt selber entspricht Wort für Wort dem Original. Anm. Aber eben. zum Schaden des Arbeitgebers aktiv zu werden. Unter dem Hinweis auf einen "z. die ich vier Tage vor dem Gerichtstermin im Oktober 2003 fertig verfasst hatte. . . es so bleibt. brachte ich seine Kopie hoch zum Schloss. die mehr und mehr entseelt und habgierig erscheint und durch übermässiges Regulieren des privaten sowie öffentlichen Bereiches dem Mitbürger das Gefühl der Ohnmacht verleiht und ihn versucht in ein Korsett des „Normalen‚ zu zwängen. Das Resultat waren meine Gedanken zum Phänomen „Workplace Violence‚ (Verbrechen am Arbeitsplatz).10. die jede Firma treffen kann. wie es ist. Bei dem Hinweis auf das Massaker im Kantonsparlament Zug (Schweiz) beziehe ich mich auf die mörderische Tat vom Hrn. Dieses Phänomen werden wir verstärkt in der Zukunft erleben können. EINLEITUNG Geschätzte Leserin. . Normal hiess einst (und 452 . Lampert. Es ist die ständig rasant sich verändernde globale Welt.& Treuhandwelt in Liechtenstein. mit speziellem Blick auf die Banken. Zt.KAPITEL 22 Es muss sich was ändern. . abenteuerliche Szenarien und hektische Umstände sind diesem Denkbericht vorausgegangen. Es ist nicht jene Gefährdung. F. den 17. Knapp drei Monate hatte ich daran gearbeitet. in Haft sitzenden XY" beziehe ich mich auf Hrn.

die die Situation kennen. diejenigen. Die vorliegende Niederschrift ist – nebst meinen mündlichen Angaben zum Thema . Die Aufteilung in Kapiteln habe ich wie folgt vorgenommen: ° Abkürzungen / Erläuterungen. was der aktuellen (!) Norm entspricht. Weitere Ausführungen meinerseits erfolgen nicht. dass viele Menschen. Arroganz und den Egoismus ist verloren. denken. die nur den Niedergang und Verfall erwarten. als Laie . die Angelegenheit optimal für alle Aufzuarbeiten.Buchhaltung ° die 50 % Katastrophe ° Schlusswort. mitmachen zu können. kennen die Situation nicht. sondern das.versucht in meinen Überlegungen und meiner Analyse ein breites Spektrum von möglichen Themenkreisen rund um die Datensicherheit bei Banken. Die Wertvorstellungen und ethischen Prinzipien vieler Menschen haben sich unter anderem dadurch verändert. ein Gebot. übertrieben gesagt. wollen nicht kämpfen. wollen keine Opfer bringen.als weiteren Teil meines Beitrages anzusehen. Es gibt nur einen Konkurrenzkampf beim Stehlen. Gebäude aber auch Arbeitskollegen sowie Vorgesetze) und die weichen Faktoren (sensible Daten). habe ich – der Verfasser. (Bank)Überfälle sind in unserer Region ja praktisch ausgeschlossen oder zumindest sehr selten. die Opfer bringen wollen. Diejenigen. Zur Wirklichkeit gehört aber auch. ° Neuanstellung von Mitarbeitern ° Täterprofile / Tätervorgehensweise ° Verbesserte Sicherheit: Allgemein . potentielle Ziele für eine destruktive Absicht eines Mitarbeiters oder Mitarbeiterin sind die harten Faktoren (Einrichtungen.E D V . Der Kampf gegen die Ignoranz. Es kann sein. weil jeder hofft. dass einige meiner 453 . die gebildet sind. Diejenigen. Dies mit dem Ziel Veränderungen auszulösen und nicht nur luftleere Interpretationen zu produzieren.heisst es heute noch oft) gerade nicht das Gewohnte. sind stockdumm. Aus aktuellem Anlass und quasi aus erster Hand. eine Vorschrift. die kämpfen wollen. und dies ist ein Richtmass. dass es. diejenigen.und Treuhandunternehmungen hier auf Papier zu bringen. keine GerechtigkeitsDemokratie gibt.

trotz aller Anstrengungen – der 454 . KB = KundenberaterIN SB = SachbearbeiterIN MA = MitarbeiterIN.werden Sie keine Namen. bedingt durch die ständig steigenden Anforderungen insbesondere von Seiten möglicher neuer MA. verfeinerte und umweltschonende Technik rund um den gesunden und modernen Arbeitsplatz. dass nichts aus der vorliegenden Denkschrift gegen ihn oder andere in straf. Abkürzungen / Erläuterungen T–A = Täter Typ A T–B = Täter Typ B T– C = Täter Typ C EDV = EDV–Abteilung. dies ist vom Verfasser so gewollt.„Problem-Lösungs-Gedanken‚ sich bereits in der Umsetzungsphase befinden oder sogar schon verwirklicht worden sind. Vielen Dank. Orte oder Dergleichen finden. HR = Personalabteilung Workplace Violence = existenzielle Gefahr für die Firma Die 50%-Katastrophe = die Daten oder Sabotageeinrichtung sind in der Hand des Täters.oder zivilrechtlicher Form jemals verwendet wird. die Sabotage wurde ausgeführt Neuanstellung von Mitarbeitern Während sich der Fokus auf eine verbesserte. Die Anonymität für Alle (!) ist eine gut gewählte Form und bietet zudem Schutz. Es werden sich gewisse Beteiligte beim Lesen leicht selber erkennen können. sind vielleicht . In diesem „Bericht‚ – der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt . bzw. seine Drohung wurde aber noch nicht umgesetzt Die 100%-Katastrophe = die Daten wurden verraten oder verwendet. Es versteht sich von selbst und wurde auch dem Verfasser ausdrücklich vom Auftraggeber zugesichert. verlagert hat.

oder strafrechtliche Folgen nach sich ziehen‚. aus seiner (meistens öffentlich zugänglichen) Steuererklärung. ansonsten die speziellen obigen Fragen nicht die gewünschte Wirkung haben: „Jegliche Falschangabe k a n n zur sofortigen/fristlosen Kündigung führen und unter Umständen zivil. wo der Bewerber in den letzten 10 Jahren gelebt(!) und/oder gearbeitet hat – und den üblichen standardisierten Fragen (schriftlich in Formularen oder protokollarisch(!) mündlich) weiterer Fragestellungen. die über jeden Mitbürger gespeichert ist. die noch nicht rechtsgültig/ rechtskräftig erledigt sind? Wenn ja: Was sind die Vorwürfe an Sie? ° Hatten Sie früher Verurteilungen. bei Behörden im In. relativ leicht an 455 .feinen Instinkt und Sensibilität für das Individuum selber etwas zu kurz gekommen.das zudem von j e d e m Land vorgelegt werden sollten. so besteht heute mit der Datenflut. die auf den von Ihnen vorgelegten Strafregisterauszügen nicht mehr erscheinen oder vermerkt sind? Wenn ja: welcher Art waren diese Strafregistereinträge? ° Kamen Sie je in den Genuss einer Generalamnestie oder Begnadigung? Wenn ja: Was waren es für Vorwürfe an Sie? Wie lautete das ursprüngliche Urteil? * = ausgenommen Verkehrsdelikte.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren*. Ein Hinweis sollte im Fragebogen oder im persönlichen mündlichen Gespräch nicht fehlen.oder Ausland ein oder mehrere Verfahren* gegen Sie eröffnet? Wenn ja: Was waren die Vorwürfe an Sie? Wie endete(n) das/die Verfahren? Durch Einstellung? Warum? Durch Verurteilung? Wie lautete das/die Urteil(e)? ° Läuft gegenwärtig gegen Sie im In.w. die Möglichkeit. Um schon potentielle Täter aller Couleur aus dem Kreis möglicher Kandidaten für eine offene Stelle so gut wie es geht herauszufiltern. bedarf es nebst dem aktuellen Strafregisterauszug .und Ausland. Gemeinderegister u.s.B. z. Zweifelt man an den Angaben des Bewerbers. die wie folgt lauten könnten: ° Wurde je im In.

Ein möglicher Täter (alter MA) – der durchaus n i c h t in derselben Abteilung wie der neue MA arbeiteten muss . in dem er zum Beispiel durch systematische Fragen oder Bitte um Unterlagen den neuen MA für sich „instrumentalisiert‚.s. Freiwillig wird wohl kaum ein neuer MA Angaben zu seinem – falls vorhandenem – „belastetem Verhältnis‚ mit der Justiz machen. dass man neuen MA. das wurde mir immer mitgeteilt…“. Täterprofile / Tätervorgehensweise Aus der Vielzahl von möglichen Täterprofilen habe ich drei Typen ausgewählt. klar kommuniziert welche Rechte andere MA haben.und Vorgehensweise haben die drei Arten gemeinsam. Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen! Weitere Angaben dazu können Sie auch unter dem Abschnitt „E D V“ im Kapitel *Verbesserte Sicherheit* nachlesen. wenn ein neuer MA für einen sensiblen Bereichen zu einem bestehenden Kreis von alten MA (aller Abteilungen) stösst. Mit dem Resultat. Oder der neue MA – den organisatorischen Abläufen noch nicht ganz vertraut . die in empfindlichen Bereichen arbeiten werden.kann sich diesen Umstand zu nutze machen. Was sie unterscheidet ist das alles antreibende MOTIV. Vermutlich verwendet er eine Redensart die so lauten kann: „….ausschlaggebend für alles Handeln seitens des Täters u n d auch der dann später betroffenen Firma und evt. Durch gezielte Fragen kann man aber einiges Erfahren. Daher ist es wichtig.will dem Älteren nicht „widersprechen‚.w.. dass der neue MA sensible Fragen beantwortet oder gar Unterlagen (Original oder Kopien) aushändigt. Das MOTIV . Ein rechtschaffener Bewerber wird diese Vorsichtsmassnahme verstehen und keine Einwände haben.. eingeschalteten Behörden! Das 456 . sich über ihre Arbeit im Detail zu „informieren‚. Ein spezielles Thema ist auch „umgekehrte Verhältnis‚. mit denen wir hier in unserer Gesellschaft wohl am ehesten konfrontiert werden. Viele. Da er denkt. aber nicht alle Aspekte in Bezug auf Verhaltens. die Unterlagen brauche ich jeweils…“ u.aussagekräftige Informationen zu kommen – vorausgesetzt man kann sie richtig interpretieren. der Fragende ist ja viel länger als ich im Betrieb tätig und wird schon Recht mit seiner Argumentation haben.

(Gefühle zu empfinden). oft auch Zuneigung. Gutes von Böse zu unterscheiden. 457 .MOTIV . ° die Täter auch oft Opfer ihres Umfeldes sind. ° die Täter evt. an das Innere des Täters mit speziellen psychoanalytischen Methoden ran zu kommen. Ohne die Täter zu beschönigen steht leider fest: Das Schlimme im Leben ist. ° jeder Täter wohl die Nähe zu seinem Thema braucht. Denn. Dieses „Problem‚ löst sich aber meistens von selber: Des Täters Persönlichkeit (was er wirklich will) offenbart sich spätestens dann.ist eng mit der Psyche und der geistig-moralischen Haltung des Täters verbunden. Und ob der menschliche Geist (des Täters) sich selber verstehen kann – das ist eine philosophische Frage<< Leider kann im normalen Berufsleben die Psyche allfälliger potentieller Täter mittels Früherkennungsprogramme (Annahme prädikativer Symptome) präventiv nur schwer erkannt werden. Die drei Typen sind: ° Typ A kurz T-A ° Typ B kurz T-B ° Typ C kurz T-C Der Typ A (T-A): Dieser Tätertyp ist rein auf einen wirtschaftlichen Vorteil. dass jeder seine eigenen Gründe hat. Es gibt aber auch solche Täter. unter einer psychischen Verhornung leidet – eine verminderte Fähigkeit oder Bereitschaft. die sich nicht gleich in eine der 3 Kategorien einteilen lassen. Auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit hat er Zugriff auf mehr oder weniger sensible Daten (Kundendaten). entweder weil er (!) es vorerst so will o d e r weil er – evt. sprich GELD fixiert. Vielleicht wäre es das Beste. wenn er an dem Punkt gelangt ist. Beschränkt durch seiner eigene Intelligenz sich nicht klar ausdrücken kann.B. Forderungen) treffen muss. ° die wenigsten Täter haben wirklich böse Absichten (aus seiner eigenen Sichtweise). wo er Entscheidungen (z.

. Die Gründe seiner Motivation können vielfältig sein. in der EDV) erheblichen Schaden anrichten. Schulden aller Art. er kann durchaus Frau und 458 .die er „zu verraten‚ droht. kann es durchaus sein.als weniger verwerflich angesehen werden.s. seine wahren Motive durch solche zu vertauschen. Dies innerhalb oder ausserhalb der Firma. hat er dem möglichen finanziellen sowie ideellen Schaden der Firma ein „Preisschild‚ verpasst und seine geldmässige Forderung dementsprechend ausgerichtet. Je nach der psychischen Verfassung und Intelligenz des Täters kann entweder er selber oder sein Komplize die Idee und das Konzept zur Tat erarbeitet sowie die Federführung übernommen haben.) entstanden sein – nur vorgeschoben ist. Zt.B. die in den moralischen Vorstellungen und juristischen Realitäten der Gemeinschaft – im Vergleich zu seinen echten Motiven . ich bleibe arm<‚ . oder er kann durch seine innerbetrieblichen Kenntnisse der Firma mit Umsetzung seiner Sabotagedrohungen (z. dass der angegebene Grund – sollte das vom Täter behauptete oder angedeutete Motiv angeblich aus einem Konfliktthema z. u. Das aktuelle (aus präventiver Sicht) bestehende soziale Umfeld verrät leider wenig über einen potentiellen Täter dieses Typs aus. Es muss nicht ein gesellschaftlicher Einzelgänger sein. Geld für aufwendigen Lebensstil. Andere MA derselben Firma als wirkliche Gehilfen sind im Vergleich zu Komplizen ausserhalb der Firma aber eher unwahrscheinlicher. Und dies im vollen Bewusstsein der Scheinheiligkeit seiner Argumente! Es besteht auch durchaus die Gefahr bei diesem Tätertyp. kommt nicht klar mit der Tatsache „<Kunden sind reich. nicht ausser Augen lässt. in Haftsitzende XY. er kann sowohl in intakten als auch gestörte soziale Netze leben. Da Geld sein Ziel ist. übergangene Beförderung etc. Geltungssucht.Tätertyp ist der z.B. m i t der Firma (falsche Behandlung. in Chefetagen kann dies schon anders aussehen) psychologisch eine höhere Hürde darstellt als eine zwischen privaten Bekannten/ enge Verwandten. denn ein etwas cleverer Typ dieses Täters könnte auch versuchen. unberechtigterweise und kriminell an viel Geld zu gelangen. Mobbing.w. Wenn man das Ziel des Täters. Ein Beispiel für diesen – kein altruistischen . da eine „verbrecherische Verbindung‚ unter beruflichen MA (auf diesem tieferem Niveau. dass er Komplizen hat.

lässt er sich schwer vom falschen Weg abbringen. ohne dass es von Dritten in der Firma bemerkt wird. wird er . sozusagen „aus heiterem Himmel‚. Es gibt aber auch Täter. dass er „per Zufall‚ auf irgendetwas in der Firma als Droh. er beschliesst höchstwahrscheinlich zuerst den Plan und führt ihn konsequent aus. Ist sich der Täter sicher.h. Bei einem aktuellen Fall (XY) . danach . wird er nicht überstürzt kündigen. um sich einen gewissen Schutz vor Verfolgung zu erhoffen. Falls ihm der Datenklau oder die Sabotageeinrichtung gelingt. Bei 459 .) gefasst. Drohung etc. damit liesse sich Geld machen. wird er – trotz Strategie und Plan – die Firma ohne Kündigung verlassen. sondern während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses.um mehr Zeit zu gewinnen – sich Krank melden. Es ist also n i c h t so.sogar Kinder haben (Geldgierige Menschen lassen sich davon nicht immer behindern). kann er unter einem Vorwand sofortige Ferien beantragen.war der Täter wenige Wochen vor seinem „grossen Auftritt‚ aus der Firma ausgeschieden.nach meinem Wissensstand . sind viele Varianten möglich und diese stark von bestimmenden Faktoren anhängig. Sabotage. d. Einmal den Beschluss zur Tat (Datendiebstahl. Ist sich dieser Täter nicht sicher. er handelt oft emotionslos und ist aber daher in meinen Augen erstaunlicherweise eher während seinen „Vorbereitungen‚ innerhalb der Firma erkennbar / optisch fassbar als die anderen hier beschriebenen Tätertypen ! Dies darum. Wenn es im gelingt. ob. sich zur finalen Erpressungsperiode entschliessen. dass in unmittelbarer Folge (Tage später) der Datendiebstahl