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Energieanwendungstechnik__Wege_und_Techniken_zur_effizienteren_Energienutzung__VDI_Buch___1__Auflage__GERMAN

Energieanwendungstechnik__Wege_und_Techniken_zur_effizienteren_Energienutzung__VDI_Buch___1__Auflage__GERMAN

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Energieanwendungstechnik

Manfred Rudolph · Ulrich Wagner

Energieanwendungstechnik
Wege und Techniken zur effizienteren Energienutzung

123

Dr.-Ing. habil. Manfred Rudolph Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik Technische Universität München 80290 München manfred.rudolph@tum.de

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik Technische Universität München 80290 München uwagner@tum.de

ISBN 978-3-540-79021-1 DOI 10.1007/978-3-540-79022-8

e-ISBN 978-3-540-79022-8

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. c 2008 Springer-Verlag Berlin Heidelberg Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der Entnahme von Abbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfilmung oder der Vervielfältigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten. Eine Vervielfältigung dieses Werkes oder von Teilen dieses Werkes ist auch im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland vom 9. September 1965 in der jeweils geltenden Fassung zulässig. Sie ist grundsätzlich vergütungspflichtig. Zuwiderhandlungen unterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechtsgesetzes. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Sollte in diesem Werk direkt oder indirekt auf Gesetze, Vorschriften oder Richtlinien (z. B. DIN, VDI, VDE) Bezug genommen oder aus ihnen zitiert worden sein, so kann der Verlag keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität übernehmen. Es empfiehlt sich, gegebenenfalls für die eigenen Arbeiten die vollständigen Vorschriften oder Richtlinien in der jeweils gültigen Fassung hinzuzuziehen. Satz: Digitale Vorlage des Autors Herstellung: le-tex publishing services oHG, Leipzig Einbandgestaltung: WMX Design, Heidelberg Gedruckt auf säurefreiem Papier 987654321 springer.de

Vorwort
Wenn heute das Thema Energie mehr denn je im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht, hat das seine guten Gründe: Dazu gehört die nicht prognostizierbare Entwicklung der Energiepreise vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Reserven, aber auch der vermutete Treibhauseffekt. Zu Recht treibt uns die Sorge um, wie wir künftig unseren Energiebedarf decken können, ohne an unserem erreichten Wohlstand allzu große Abstriche machen zu müssen. Die Frage nach der Herkunft der Energie beleuchtet das Problem aber nur von einer Seite. Genauso wichtig ist die Frage: Was tun wir mit der Energie, die wir verbrauchen? Und welche Möglichkeiten haben wir, sparsam mit dieser mittlerweile als kostbar erkannten Ressource umzugehen? Vor mehr als 60 Jahren hat H.F. Mueller, der Begründer der Forschungsstelle für Energiewirtschaft, das Feld abgesteckt, das danach von unserem Lehrer H. Schaefer intensiv bearbeitet und anlässlich der ersten Ölpreiskrise vor nunmehr 35 Jahren auch erstmalig einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde. Mit diesem Buch unternehmen wir zum ersten Mal den Versuch, das Thema Energieanwendung möglichst umfassend zu behandeln. Dabei stützen wir uns auf die reiche Ansammlung von Fachwissen, die auf diesem Gebiet am Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik der TU München seit der Gründung 1970 gewonnen wurde. In diesem Sinne gilt unser Dank allen gegenwärtigen und früheren Mitarbeitern für die vielfältige Unterstützung. In unseren langen Jahren als Hochschullehrer haben wir gelernt, wie wichtig ! und wie schwierig ! es ist, den richtigen Mix aus Grundlagen und Fakten zusammen zu stellen. Haben wir uns doch das ehrgeizige Ziel gesteckt, Interesse zu wecken, eine klare Sicht zu schaffen und das nötige Detailwissen zu vermitteln. Wenn die Studierenden der einschlägigen Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie all jene, die im Beruf mit dem Thema Energie befasst sind, Nutzen daraus ziehen können, dann hätten wir dieses Ziel erreicht. München, im Juni 2008 Manfred Rudolph Ulrich Wagner

Inhalt
1 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 2 2.1 2.2 2.3 Einführung und Grundbegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Energietechnik in der Menschheitsgeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Terminologie der Energieanwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Energieverbrauch in der Volkswirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Rationelle Energieverwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Ganzheitliche Bewertung von Systemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Deckung von Prozesswärmebedarf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Struktur und Bedeutung der Prozesswärme in der Industrie . . . . . 19 Industrielle Wärmeprozesse und Verfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen . . . . . . . . . . . . . . . . 31 2.3.1 Grundsätzlicher Aufbau und Funktionsprinzipien . . . . . . 31 2.3.1.1 Standanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 2.3.1.2 Durchlaufanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 2.3.2 Energetische Bilanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 2.3.3 Stationäres Betriebsverhalten in Abhängigkeit vom Lastgrad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 2.3.4 Betriebsverhalten im instationären Zustand . . . . . . . . . . . 45 2.3.4.1 Abkühlung einer Ofenwand . . . . . . . . . . . . . . . . 46 2.3.4.2 Verhalten bei Betriebsunterbrechung . . . . . . . . . 53 Energetische Analyse von Betriebszeiträumen . . . . . . . . . . . . . . . 56 2.4.1 Charakteristische Zeitabschnitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 2.4.2 Kenngrößen für die Auslastung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 2.4.3 Bestandteile des Energieverbrauchs . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 2.4.4 Betriebstechnische Kennlinienfelder . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Raumheizung und Klimatisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Bedeutung und Struktur der Raumwärme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Thermische Behaglichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Wärmebedarf und Energiehaushalt von Gebäuden . . . . . . . . . . . . 72 3.3.1 Grundbegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 3.3.2 Spezifische Wärmeverluste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 3.3.2.1 Transmission . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 3.3.2.2 Lüftung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 3.3.3 Norm-Heizlast . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 3.3.4 Jahres-Heizwärmebedarf . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Energieeinsparverordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Heizungsanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 3.5.1 Systematische Einteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

2.4

3 3.1 3.2 3.3

3.4 3.5

VIII

Inhalt

3.5.2 3.5.3

3.6

Heizkessel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 Wärmepumpen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 3.5.3.1 Grundbegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 3.5.3.2 Funktionsweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 3.5.3.3 Energetische Effizienz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 3.5.3.4 Wärmequellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103 3.5.3.5 Betriebsarten und Auslegung . . . . . . . . . . . . . . 107 Raumlufttechnische Systeme, Klimatisierung . . . . . . . . . . . . . . . 109 3.6.1 Systeme und ihre Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 3.6.2 Heiz- und Kühllast . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 3.6.3 Zustandsänderungen der Luft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 3.6.4 Energieverbrauch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121 Beleuchtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125 Lichttechnische Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125 Lampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 4.2.1 Glühlampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 4.2.2 Gasentladungslampen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132 4.2.2.1 Niederdruck-Entladungslampen . . . . . . . . . . . . 133 4.2.2.2 Hochdruck Entladungslampen . . . . . . . . . . . . . 138 Anforderungen an die Beleuchtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 Stationäre Antriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 Stationärer Kraftbedarf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 Fördern von Fluiden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 5.2.1 Aufgabenstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147 5.2.2 Anwendungsbereiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149 5.2.3 Arbeitsmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 5.2.4 Betriebsverhalten von Kreiselpumpen . . . . . . . . . . . . . . . 158 5.2.4.1 Hydraulische Förderleistung . . . . . . . . . . . . . . 158 5.2.4.2 Pumpenkennlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 5.2.4.3 Variation der Drehzahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165 5.2.4.4 Regulierung des Förderstroms . . . . . . . . . . . . . 166 Zusammenwirken von Arbeitsmaschine und Antriebssystem . . . 169 5.3.1 Allgemeine Zusammenhänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 5.3.2 Drehzahl und Drehmoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171 5.3.3 Belastung der Antriebsmaschine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175 Elektrische Antriebssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177 5.4.1 Allgemeine Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177 5.4.2 Drehstrom-Asynchronmotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 180 5.4.2.1 Bauarten, Wirkungsweise, Spezifikationen . . . 180 5.4.2.2 Ersatzschaltbild, Stromortskurve . . . . . . . . . . . 185

4 4.1 4.2

4.3 5 5.1 5.2

5.3

5.4

Inhalt

IX

5.4.3 5.4.4 5.4.5 5.4.6

5.4.2.3 Drehzahl und Schlupf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 5.4.2.4 Leistungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 188 5.4.2.5 Drehmoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189 5.4.2.6 Anlaufen und Bremsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 192 5.4.2.7 Verhalten im stationären Betrieb . . . . . . . . . . . 197 5.4.2.8 Dimensionierung des Motors . . . . . . . . . . . . . . 199 5.4.2.9 Drehzahlstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Drehstrom-Synchronmotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207 Frequenzumrichter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211 Gleichstrommotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215 Kleinmotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219 5.4.6.1 Universalmotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 219 5.4.6.2 Kondensatormotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 5.4.6.3 Permanentmagnet-Synchronmotor . . . . . . . . . . 225 5.4.6.4 Spaltpolmotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 227

6 6.1 6.2

Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) . . . . . . . . 231 Verkehrsaufkommen und Energieverbrauch . . . . . . . . . . . . . . . . 231 6.1.1 Entwicklung der Verkehrsleistung . . . . . . . . . . . . . . . . . 231 6.1.2 Entwicklung des Endenergieverbrauchs . . . . . . . . . . . . . 233 Physik der Fortbewegung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235 6.2.1 Fortbewegung zu Lande . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235 6.2.1.1 Straßenverkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235 6.2.1.2 Schienenverkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 238 6.2.2 Fortbewegung zu Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239 6.2.3 Fliegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 239 6.2.4 Bewegungswiderstand, Antriebsleistung und Transportleistung verschiedener Verkehrsmittel . . . . . . . 241 Technik der Antriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 243 6.3.1 Straßenfahrzeuge mit Verbrennungsmotor . . . . . . . . . . . 243 6.3.1.1 Energieflüsse im Otto- und im Dieselmotor . . 243 6.3.1.2 Unkonventionelle Kraftstoffe . . . . . . . . . . . . . 247 6.3.2 Straßenfahrzeuge mit Elektromotor . . . . . . . . . . . . . . . . . 258 6.3.2.1 Antriebsmaschinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258 6.3.2.2 Batteriespeicher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259 6.3.2.3 Energieverbrauch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 261 6.3.2.4 Hybridantriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 261 6.3.2.5 Brennstoffzellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 265 6.3.3 Schienentriebfahrzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 268 6.3.3.1 Diesel-Antrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 268 6.3.3.2 Elektroantrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 269 6.3.3.3 Vergleich verschiedener Antriebe . . . . . . . . . . 270

6.3

X

Inhalt

6.4

6.3.3.4 Magnetschwebe-Technik . . . . . . . . . . . . . . . . . 272 6.3.4 Flugzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 275 Vergleich verschiedener Verkehrssysteme . . . . . . . . . . . . . . . . . 277 6.4.1 Energieverbrauch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 277 6.4.2 Schadstoff-Emissionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280 6.4.3 Lärm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 286 6.4.4 Sonstige Faktoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287 Gewinnen und Verarbeiten von Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . 291 Datenerfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292 7.1.1 Messkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292 7.1.1.1 Messgröße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292 7.1.1.2 Messprinzip und Messmethode . . . . . . . . . . . . 293 7.1.1.3 Messort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 294 7.1.1.4 Planungsgrundsätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 295 7.1.2 Messeinrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 296 7.1.2.1 Messgrößenerfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 296 7.1.2.2 Signal- und Messwertverarbeitung . . . . . . . . . 297 7.1.2.3 Messdaten-Ausgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 298 7.1.3 Genauigkeit von Messungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 299 7.1.3.1 Arten von Messabweichungen . . . . . . . . . . . . . 299 7.1.3.2 Fehlergrenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 301 7.1.3.3. Messunsicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 302 Datengliederung, -verarbeitung und -auswertung . . . . . . . . . . . . 302 7.2.1 Dokumentation von Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 303 7.2.2 Bildung von Verhältniszahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 303 7.2.3 Bildung von Mittelwerten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 305 7.2.4 Häufigkeitsverteilung und Standardabweichung . . . . . . . 308 7.2.5 Zusammenhänge zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 311 7.2.6 Der t-Test (Student-Test) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 314 7.2.7 Regressionsrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 318 Anwendung für die energietechnische und -wirtschaftliche Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 321 7.3.1 Statistische Erhebungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 322 7.3.2 Grafische Darstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 323 7.3.2.1 Punktdiagramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 323 7.3.2.2 Liniendiagramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 324 7.3.2.3 Flächendiagramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 324 7.3.2.4 Säulen- und Balkendiagramme . . . . . . . . . . . . 324 7.3.2.5 Kreis- und Ringdiagramme . . . . . . . . . . . . . . . 324 7.3.2.6 Flussbilder (Sankey-Diagramme) . . . . . . . . . . 325

7 7.1

7.2

7.3

. 340 Heizwärmebedarf von Gebäuden (zu Kap. . 325 Energieverbrauchsgleichungen . 405 12. . 2) . . . . . . . 4) . . . 345 Luft-Wasser-Wärmepumpe (zu Kap. . . . . . . . . . . . 7) .1 Erdgasbeheizter Schmiedeofen . . .Inhalt XI 7. . . . . . . . . . . . . 409 Sachverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . 405 12. .3. 401 Analyse einer Stichprobe (zu Kap. . . . . . . . . . 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 335 1. . . . . . . . 5) . . . . . . . . . . . . . . . . 335 Stationäre Betriebskennlinien (zu Kap. . . . . . . . . . . . 403 12. . . . . . . . . . . . . . .7 Maßstabswahl . . . . . . . . . . . . . . . . 369 Analyse eines Drehstrom-Asynchronmotors (zu Kap. . . . . . . . . . . . . . . 5) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7) .2 Vergleich von zwei Spänetrocknern . . . 376 Energetisches Betriebsverhalten eines PKW (zu Kap. . . . . 360 Berechnung einer Beleuchtungsanlage (zu Kap. 354 Klimaanlage (zu Kap. . . . . . . . 7) . . . . . . . . . . . . 407 Literatur . . . 3) . . . . . . . . 406 12. . . . . . . .4 Vertrauensbereiche für den Mittelwert zugehöriger Grundgesamtheiten . . . 396 Mittelwertbildung von Beziehungsgrößen (zu Kap. . . . . . . . . . . . . . . . . . .2. . . . . . . . . . . . . . . .3 Vergleich zweier Teilstichproben . . . 366 Betriebsverhalten einer Pumpe (zu Kap. . . . . . . . . . . . . . . 6) . . . . 326 Anhang: Übungsaufgaben . . . . . . . . 3) . . . . . . . . . . . . . . . 388 Analyse einer Zeitreihe (zu Kap. . .1 Häufigkeitsverteilung . . . . . 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 413 . . . . . . . .5 Erwartungsbereich der Einzelwerte . . . . . . 402 12.3 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 7. . . . . .2 Zugehörigkeit von Stichprobe und Grundgesamtheit . . . . . . . . . . 335 1. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3. . . . . . . 337 Instationäre Betriebskennlinien (zu Kap. . . .

wer denkt schon daran. ist das vor allem aus berechtigter Sorge über die ökologischen globalen Veränderungen durch vegetations. Damit beeinflussen die Auswirkungen dieser Eingriffe wiederum die Lebensgestaltung des Menschen (Schaefer et al. S wird.m. dass Karthago. Die Verfolgung dieses Zieles führte schon immer und führt auch weiterhin zu Eingriffen in die Ökologie. durch technische Ausstattung. wie auch der mehrfache Klimawechsel in der Geschichte unseres Planeten. 1995). Flächenanspruch.B.1 Energietechnik in der Menschheitsgeschichte Die Energietechnik ist eine unverzichtbare Grundlage. die Kornkammer Roms.a. je größer die Besiedlungsdichte und der Lebensstandard S gekennzeichnet z. den Ressourcenverzehr sowie die Veränderungen im Bereich der Verdichtungsräume zu verstehen.B. Der ständige Wandel von Flora und Fauna schon vor dem Beginn der Menschheitsgeschichte legt davon ebenso beredtes Zeugnis ab.1 Einführung und Grundbegriffe 1.B. die sich langfristig auch für das menschliche Leben als ungünstig erweisen. Schon unsere Vorfahren haben in dieser Hinsicht „Beachtliches“ geleistet. dann hat man sich vor allem mit den Regionen hohen Energieumsatzes zu befassen.und klimarelevante Emissionen. dass z. aber wer denkt schon daran. Ähnliches gilt für das Schicksal der kleinasiatischen Städte Milet. wo vor allem wegen des Bedarfes an Heizmaterial die Umwelt entscheidend verändert wurde. Wenn heute die Fragen des Umweltschutzes in aller Munde sind. akustischen und stofflichen Belastung schon frühzeitig sicht. einen großen Teil der natürlichen Landschaft in eine Kulturlandschaft verwandelt. Sie können vielfach zu Auswirkungen führen. Hier werden geeignete und sinn- . durch Menschenhand zur Wüste wurde. Diese menschlichen Eingriffe werden zwangsläufig um so gravierender. Mobilität u. Will man die Situation zutreffend analysieren.und spürbar wurden. die verkarstete adriatische Küste früher bewaldet war. die Abhängigkeit menschlichen Handelns und Wirkens von den Umweltbedingungen zu lockern und als human empfundene Lebensbedingungen zu schaffen. wo nachteilige Wirkungen der optischen. Priene und Ephesus sowie den Kahlschlag der Wälder in England oder in Spanien. hat er aus dem natürlichen Streben nach Arterhaltung mit seinem Handeln in die Umwelt eingegriffen und damit z. Das heute oft zitierte ökologische Gleichgewicht der Erde hat im statischen Sinn nie bestanden. Seit der Mensch auf der Erde existiert.

Für die industrielle Güterproduktion ist die Energietechnik unentbehrlich. die Beleuchtungstechnik entwickelte Lampen. Dabei tritt die Bedeutung der Energiekosten zurück gegenüber der faktischen Unentbehrlichkeit der Energie. sondern nur in Art und Umfang der Umweltbelastung unterschiedlich. um die Umweltbedingungen für den Menschen lebenswert zu erhalten. Selbst die Produktion pflanzlicher und tierischer Nahrungsmittel im heutigen Umfang ist nur durch den steigenden Einsatz energietechnischer Anlagen möglich. um so mehr ist er in allen Lebensbereichen von einer zukunftssicheren. Dass in dieser Richtung bereits beachtliche Erfolge erzielt wurden. um die Auswirkungen des Energieverbrauchs auf Mensch und Umwelt zu reduzieren. dass vor allem die atmosphärischen Belastungen sich global ausbreiten. die heute das 100-fache der Lichtausbeute erreichen . Der erste und wichtigste Schritt. denn fast alle Stofferzeugungs. sofern man eine weitere Entwicklung der Menschheit im Hinblick auf eine ständige Verbesserung der ökonomischen und sozialen Situation zumindest für den Großteil der Weltbevölkerung in der dritten Welt unterstellt. Leistungen und Qualitäten steigen werden und steigen müssen. die Anforderungen an die von der Energieversorgung bereitzustellenden Mengen. Dasselbe gilt auf den Gebieten des Verkehrs und der Kommunikation. Es ist sicher. Voraussetzung derartiger Maßnahmen ist. lässt sich mit einigen Beispielen belegen: Binnen 100 Jahren konnten die Wirkungsgrade von thermischen Antriebsmaschinen etwa verdreifacht werden. So erstrebenswert manchem auch eine „Rückkehr zur Natur“ erscheinen mag. Keine realisierte und auch keine denkbare Art der Energietechnik ist umweltfreundlich. so kann sie die Energietechnik nicht ersetzen. Energie und technisches Wissen ab. Nahrung ist ein unabdingbarer Faktor. preisgünstigen und umweltschonenden Energieversorgung abhängig. die durch den Menschen verursachten Veränderungen in all ihren Auswirkungen und gegenseitigen Verknüpfungen eingehend zu erforschen und dabei immer zu bedenken. Der Erhalt und der Fortbestand der zivilisierten Menschheit hängt von den vier Faktoren Nahrung. dass. Rohstoffe sind eine Notwendigkeit. beides kann aber nur mit Energie und technischem Wissen heute und in der Zukunft in ausreichendem Maß zur Verfügung gestellt werden.2 1 Einführung und Grundbegriffe volle Maßnahmen vordringlich notwendig. die Gestaltung seines Lebens von den Gegebenheiten der Umwelt unabhängig zu machen. Rohstoffe. Die heutige und zukünftige menschliche Gesellschaft steht und fällt mit einer leistungsfähigen und gesicherten Energieversorgung.und Umwandlungsverfahren sind ohne Energiezufuhr nicht realisierbar. Je mehr der Mensch versucht und auch gezwungen ist. ist die rationelle Energienutzung.

Geht man bis ins Mittelalter zurück. Wünschen und Bedürfnissen eines Nutzers: • Raumkonditionierung ist das Schaffen von Bedingungen in Aufenthaltsräumen. so war der Primärenergieverbrauch pro Tonne Roheisen etwa 20 mal höher als heute. 60% gesenkt werden. Die „Raumheizung“ beschränkt sich dabei auf die Wärmezufuhr in den betreffenden Raum. . ein Drittel zurück. 1. • Technologische Prozesse führen eine gewünschte Veränderung eines Stoffes oder eines Werkstücks herbei bzw. Der Betrag an Energie. der bei einem technologischen Prozess die gewünschte Veränderung des Stoffes oder Werkstückes unmittelbar bewirkt. Temperatur. Eine Abgrenzung zu den technologischen Prozessen der Wassererwärmung ist nicht eindeutig zu ziehen. Kälteprozesse (thermische Prozesse). während die „Klimatisierung“ die Herstellung und Einhaltung bestimmter Luftzustände zum Gegenstand hat. die auch die Nutzenergie darstellt. wie es nach Menge. und die Umwandlungsverluste bei den Raffinerieprozessen gingen um rd. 25%. Gegebenenfalls müssen darüber hinaus auch noch Qualitätsanforderungen an das Wasser durch geeignete Aufbereitung erfüllt werden. Zeit und Ort gewünscht ist. Innerhalb der letzten 30 Jahre verminderte sich in der Bundesrepublik Deutschland bei der Stahlerzeugung der Energieverbrauch pro kg Rohstahl um rd. S Arbeitsprozesse (mechanische Prozesse) und S Elektrotechnologische Prozesse der Galvanik und Elektrolyse. Luftfeuchte. die hinsichtlich der thermischen Behaglichkeitskriterien (Temperaturen von Luft und Raumumschließungsflächen. halten einen bestimmten Zustand aufrecht. Entsprechend der Art der wirksamen Nutzenergie lassen sich unterscheiden: S Wärmeprozesse. Luftströmungsverhältnisse) als angenehm empfunden werden.1 Energietechnik in der Menschheitsgeschichte 3 und der spezifische Stromverbrauch bei der Schmelzflusselektrolyse von Aluminium sank auf fast ein Drittel. Derartige Beispiele lassen sich auch für kürzer zurückliegende Zeitbereiche in nahezu allen Teilgebieten der Energienutzung finden. verbunden mit der Zufuhr (oder auch der Abführung) von Prozessenergie.1.2 Terminologie der Energieanwendung Jeder Bedarf an Energie hat seine Ursache in bestimmten Zielen. • Brauchwarmwasserbereitung ist das Bereitstellen von Warmwasser. bei der Stromerzeugung konnte der Energieaufwand pro kWh um rd.

unter Maßgabe vielfach variierbarer Randbedingungen wie Transportgeschwindigkeit. • Transport ist das Befördern von Personen oder Gütern von einem Ort zu einem anderen.1 dargestellt. V e rb ra u c h e r B e tre ib e r N u tz e r Bedürfnisse Parameter Betrieb Nutzen Bezug 2 6 1 2 4 -B -0 7 2 6 1 2 4 -B -0 7 E n d e n e rg ie N u tz e n e rg ie E n e rg ie w a n d le r Verluste E n e rg ie d ie n s tle istu n g S o n s tig e ve rfü g b a re E n e rg ie E n e rg ie a n w en d u n g Abb. auch „Kälte“ gehört hierher. • Information und Kommunikation ist das Abfassen. um das physische und psychische Wohlbefinden des Menschen sowie seine Leistungsfähigkeit zu fördern und Unfälle verhüten zu helfen.4 1 Einführung und Grundbegriffe wird auch als Aktivenergie bezeichnet. • Wärme (hierzu wird üblicherweise auch elektromagnetische Wärmestrahlung gezählt). 1. Übermitteln und Empfangen von immateriellen Botschaften. Die wichtigsten Zusammenhänge (Rudolph u. • Licht. 1. Sicherheit und vieles mehr. Transportflexibilität.1. die unmittelbar die Energiedienstleistung bewirkt. Gestalten. da sie ein umgekehrt gerichteter Wärmestrom ist. Wagner 1997) sind in Abb. . wo sie nur aufgrund des natürlichen Lichts nicht ausreichen. Üblicherweise werden folgende Nutzenergieformen unterschieden: • Arbeit (oft auch als „Kraft“ oder „Mechanische Energie“ bezeichnet). • Beleuchtung ist das Schaffen günstiger Sehbedingungen durch Erhöhen von Beleuchtungsstärken dort. Begriffe der Energieanwendung Diejenige Form von Energie. Die Befriedigung solcher Bedürfnisse kann Energiedienstleistung genannt werden. da hierfür der Einsatz von Energie notwendig ist. heißt Nutzenergie.

1 2 bei technologischen Prozessen auch als Aktivenergiebedarf Das kann auch ein komplexes technisches System sein . • deren Umwandlung in Nutzenergie mittels des Energiewandlers • zum Zweck der Energiedienstleistung ergeben zusammen den Begriff der Energieanwendung. Jedoch kann nichts davon verschwinden. Um die benötigte Nutzenergie herzustellen. wird als Nutzenergiebedarf 1 bezeichnet. Hinzu kann die Ausnutzung anderer verfügbarer Energien kommen.). muss sie mit Hilfe eines Energiewandlers2 durch einen Betreiber zum Zeitpunkt und am Ort des Bedarfs hergestellt werden. Die Nutzenergie wird oft im Zuge der Energiedienstleistung dissipiert. da nach dem Energieerhaltungssatz die Gesamtsumme an Energie gleich bleibt. wie z. d. Erdgas. Andere Beispiele für den Verbleib der Nutzenergie sind die Wärmeabgabe über die Außenoberfläche eines beheizten Gebäudes oder eines abkühlenden Werkstücks nach erfolgter Wärmebehandlung.1. Heizöl. Da die Nutzenergie in der benötigten Form normalerweise nicht direkt verfügbar ist. Kraftstoff.h. thermodynamisch abgewertet.B.B. die Antriebsarbeit eines Fahrzeugs vollständig in thermische Energie verwandelt. Die Zuordnung von Energiewandlern zu den entsprechenden Nutzenergieformen und Energiedienstleistungen geht anhand von Beispielen aus Tabelle 1. • Schall. Diejenige Menge an Nutzenergie. spricht man von Endenergie (z.2 Terminologie der Energieanwendung 5 • Nutzelektrizität. die bei dieser Umwandlung verbraucht wird.1 hervor. elektrische Energie usw. oder der Zuwachs chemisch gebundener Energie bei der Erzeugung von Roheisen. Solarstrahlung zur Warmwasserbereitung oder Umgebungswärme für eine Wärmepumpe. die für eine bestimmte Energiedienstleistung unter gegebenen Parametern und Randbedingungen unmittelbar erforderlich ist. muss im Energiewandler eine ausreichende Menge geeigneter Energie eingesetzt werden.B. Die angesprochenen drei Elemente. nämlich • der gezielte Einsatz von Endenergie (zuzüglich sonstiger verfügbarer Energie). So wird z. Wird diese Energie von einem Verbraucher aus den energiewirtschaftlichen Versorgungssystemen bezogen.

Strahler Galvanikbad Ultraschallwandler Wärme Licht Nutzelektrizität Schall Nutzenergieform Raumkonditionierung Brauchwarmwasserbereitung Technologische Prozesse Drehmaschine Schmelzofen Kühlaggregat Transport Stoffförderung Lampe Monitor Lokomotive Pumpe Beleuchtung Energiewandler zur Erfüllung von Energiedienstleistungen (Beispiele) 1 Einführung und Grundbegriffe Information und Kommunikation Prozessorbaustein Lautsprecher . Art der Energiedienstleistung Arbeit Heizkessel. Heizkörper Durchlauferhitzer kurzwell.1.6 Tabelle 1.

B. d. organisatorischen und rechtlichen Mittel zur Deckung des auf den verschiedenen Teilmärkten auftretenden Energiebedarfs. Gas-. Die Teilmärkte können durch die Art des gehandelten Energieträgers ! also die Endenergien ! gekennzeichnet sein. darüber hinaus Gestalter der technischen Prozesse. • als Verbraucher ist er Käufer von Energien. also dem Einsatz der technischen. Die Energiewirtschaft ist jener Teil einer Volkswirtschaft. aus in der Natur vorkommenden (erschöpflichen oder regenerativen) Ressourcen erzeugt werden. . Mineralöl-. „Raumwärmemarkt“) gegeben oder durch die Klassifizierung der Endenergieverbraucher in die Verbrauchssektoren. des Transportes und der Verteilung an den Verbraucher geliefert werden.2 Terminologie der Energieanwendung 7 An einem Vorgang der Energieanwendung hat der Mensch in drei unterschiedlichen Funktionen Anteil: • Als Nutzer ist er Ursache des Bedarfs und Auslöser des Vorgangs der Bedarfsdeckung sowie deren Nutznießer.3 Energieverbrauch in der Volkswirtschaft Mit jedem Energieanwendungsfall geht eine Nachfrage nach Endenergie durch Verbraucher einher. • als Betreiber ist er Bediener von Geräten und evtl. muss die Endenergie • aus Primärenergie. • • • • Industrie Verkehr Haushalte Kleinverbraucher. Diese Funktionen müssen nicht notwendigerweise in einer Person vereint sein. Dieser Bereich ist von der Energieanwendung wohl zu unterscheiden. Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten sind durch die Art der Energiedienstleistung (z. Damit diese Nachfrage gedeckt werden kann. Elektrizitäts. Entsprechend diesen „Versorgungssparten“ werden als Energiewirtschaftszweige unterschieden: Steinund Braunkohle-.1.h. widmet. der sich der Energieversorgung. und • unter Zuhilfenahme von Systemen der Speicherung.und Fernwärmewirtschaft. 1. Dies sind die Aufgaben der Energieversorgung. wirtschaftlichen.

deren Endenergieverbrauch dem Inland zuzuordnen ist.und Produktionsgütergewerbe. Nahrungs. Die ab 1995 vorgenommene generelle Trennung in die beiden neuen Sektoren „Haushalte“ und „Gewerbe.8 1 Einführung und Grundbegriffe Der Verbrauchssektor Industrie umfasst den Bergbau und die Gewinnung von Steinen und Erden sowie das Verarbeitende Gewerbe. Die Strukturierung basierte bis zum Bilanzjahr 1994 auf der vom Statistischen Bundesamt festgelegten „Systematik der Wirtschaftszweige im Produzierenden Gewerbe“ (SYPRO). Der Sektor Haushalte umfasst sämtliche Privathaushalte. Der Sektor Verkehr umfasst die Gesamtheit aller Transportleistungen mit mobilem Energiewandler (also z. Verbrauchsgüter produzierendes Gewerbe. Inzwischen wurde im Zuge der Harmonisierung der Wirtschaftszweigklassifikationen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union die deutsche Systematik der Wirtschaftszweige an die europäische angepasst. Dienstleistungen“ (GHD) geht aus dem vormaligen Teilsektor „Kleinverbraucher“ unter Einbezug der „Militärischen Dienststellen“ hervor. . Investitionsgüter produzierendes Gewerbe. Der seither bestehende Verbrauchssektor „Gewerbe.und Binnenschiffahrt. Das Verarbeitende Gewerbe war dort in vier Hauptgruppen gegliedert: Grundstoff. unter Ausschluss von Seilbahnen). unter Verwendung von Marktforschungsergebnissen .B. Straßenverkehr.möglich.und Genussmittelgewerbe. Handel. Dienstleistungen“ (GHD) ist nur mit Hilfe zahlreicher Abschätzungen und Rückrechnungen . Gegliedert ist er in die Teilsektoren Schienenverkehr. Außer dem letztgenannten Bereich sind folgende Gruppen enthalten: Anstaltshaushalte.z. Entsprechend den internationalen Gepflogenheiten ist auch das „Produzierende Handwerk“ einbezogen. sondern der Ort der Endenergieaufnahme durch das jeweilige Transportmittel. Ab einer Beschäftigtenzahl von 20 zählt ein produzierendes Unternehmen zur Industrie. Handel. Ausgabe 1993 (WZ 93). soweit die einzelnen Wirtschaftszweige nicht Teil des Energiesektors sind. Durch Veränderungen bei der Zuordnung statistischer Einheiten sind die Angaben für die Abschnitte und Unterabschnitte nach WZ 93 mit denen für die Industriehauptgruppen und -zweige der bisherigen Systematik nach SYPRO nicht mehr vergleichbar.T. Maßgebend für die inländische Verbrauchszuordnung ist nicht der Ort der Transportleistung. Aus erfassungstechnischen Gründen waren in den Energiebilanzen früher „Haushalte“ und „Kleinverbraucher“ zu einem Sektor zusammengefasst. Als Folge davon richtet sich die Strukturierung vom Bilanzjahr 1995 an nach der vom Statistischen Bundesamt festgelegten „Klassifikation der Wirtschaftszweige“. Luftverkehr sowie Küsten.

geht ihr Anteil seither kontinuierlich zurück. worin auch der Aufwand bei leittechnischen Anlagen eingeschlossen ist. Die Sektoren Haushalt und Kleinverbrauch haben ihre Anteile am Endenergieverbrauch in den letzten dreißig Jahren nur sehr wenig verändert. innerhalb der einzelnen Verbrauchssektoren in Deutschland liegen. mittlerweile liegt er bei weniger als einem Drittel. rd. 1. produzierende Gewerbe. 1. Wäschereien.3 Energieverbrauch in der Volkswirtschaft 9 öffentliche Einrichtungen. Vom gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland entfällt knapp ein Drittel auf die „Raumheizwärme“. gut ein Viertel auf die „Prozesswärme“.2 ist die zeitliche Entwicklung des Endenergieverbrauchs in der BRD dargestellt. In Abb. Neben einem generellen Anstieg hat sich der Verbrauch erheblich umstrukturiert. Abb.2. Ungebrochen ist dagegen der Verbrauchsanstieg von Gas. Heizöl verzeichnete bis Mitte der 70er Jahre einen rasanten Zuwachs. wo die Verbrauchsschwerpunkte insgesamt bzw. 1.1. Während bis 1960 die Industrie fast die Hälfte der gesamten Endenergie verbrauchte. 1.4 % auf „Information und Kommunikation“. Bauhauptgewerbe. Chemischreinigungen. 2 % auf die „Beleuchtung“ und rd. insbesondere zu Lasten der festen Brennstoffe. Geschäftsgebäude und Räume gewerblicher Art und Landwirtschaft. Zugleich hat sich der Anteil der Verbrauchssektoren erheblich geändert. Strom und Kraftstoffen. büßt aber seit den 80er Jahren wieder an Bedeutung ein.3 ist ersichtlich. fast 40 % auf den Bedarf für „mechanische Energie“.und Handwerksbetriebe mit weniger als 20 Beschäftigten. Der Sektor Verkehr dagegen verzeichnete einen stetigen Zuwachs und hat bereits im Jahre 1993 die Industrie mengenmäßig überholt. Wasserwerke. . Entwicklung des Endenergieverbrauchs in der BRD (alte Bundesländer) Aus Abb. Handelsunternehmen.

6% Information & Kommunikation 0.7% 16. IfE/TU München Aufteilung des Endenergieverbrauchs auf Verbrauchersektoren und Bedarfsarten in Deutschland 2005 00820B 06 Abb.1 1000 17. jeweils bezogen auf die Bevölkerungszahl.8% 3.8% 28.10 1 Einführung und Grundbegriffe Industrie Haushalte Verkehr Gewerbe.4 22.7% Copyright Verkehr 28.7% 2007.3 2644 2459 1.4% 8. also der Energieverbrauch bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt. bei der Prozesswärme die Industrie und bei der mechanischen Energie der Verkehr.8 65. VDEW-Projektgruppe Nutzenergiebilanzen.2 2. Der letztgenannte Anteil stellt mit mehr als einem Viertel den größten Einzelposten dieser Anwendungsbilanz dar.1 Alle Angaben in % Information & Kommunikation 0 1.1% 6. bei den Haushalten und im GHDSektor der Bedarf für die Raumheizung und beim Verkehr die mechanische Energie.5% Beleuchtung 2. Wie die Säulendiagramme im rechten Bildteil zeigen. Handel. Ermöglicht wird dies durch die im Vergleich zu den ärmeren Ländern höher entwickelten Systeme der Energieversorgung sowie durch die besseren Voraussetzungen für eine rationelle Energieverwendung. Die „Energieintensität“.3 500 1. 1.5% 1. Dienstleistung (GHD) Beleuchtung Mechanische Energie Prozeßwärme Raumheizwärme Information & Kommunikation Mechanische Energie 39.4 4. liegt in wohlhabenden Ländern im Schnitt eher etwas niedriger.8% GHD 15.6 6.4 (Daten nach IEA 2006) zeigt hierzu den Verbrauch an Endenergie über dem Bruttoinlandsprodukt (umgerechnet nach Kaufkraftparität) für eine Reihe von Ländern. Struktur des Endenergieverbrauchs in Deutschland 2005 Bei der Raumheizung dominieren die Haushalte.1 4.8% 45.9 3000 PJ 21. 00-820-B-06 Quelle: AG Energiebilanzen.1 Endenergie 9181 PJ = 100 7. 1. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Energie hängt sehr stark vom Wohlstandsniveau einer Volkswirtschaft ab.1 0.6% 2632 2500 2000 1500 0.1 1.3% Raumheizwärme 0. IfE/TU München.3% 74.1% 25.8% 2. . gefolgt von Verkehr und Industrie. Den verbrauchsintensivsten Einzelsektor bilden die privaten Haushalte. Abb.4% Beleuchtung 28.2% Industrie Haushalt 26. dominiert bei der Industrie der Bedarf für Prozesswärme.5 Prozeßwärme 26.7% 98.7% 19.8% 2.4 Raumheizwärme 30.3.

Die hauptsächlichen Einflussfaktoren hierfür sind • die klimatischen Verhältnisse (Heiz.und Kühlbedarf) • Ausmaß und Struktur der Industrialisierung • die Größe des Landes und seine Besiedelungsdichte (Personen. so können über den Energieverbrauch hinaus auch andere Formen des Aufwandes.4. selten auf die Nutzenergie (z. Energieverbrauch und Bruttoinlandsprodukt ausgewählter Länder (umgerechnet nach Kaufkraftparität) 1. Werden hingegen Kosten betrachtet.4 Rationelle Energieverwendung Aus der Sicht des Energieverbrauchers basiert eine rationelle Energieverwendung grundsätzlich auf einer Abwägung von Aufwand und Nutzen beim Verbrauchen von Energie.B. . z.0 0.1 0.B.3 Energieverbrauch in der Volkswirtschaft 11 In allen Wohlstandsbereichen gibt es eine Spannweite der Energieintensität von etwa einer Zehnerpotenz. 1. für die Anschaffung effizienterer Energiewandler. bei Fensterlüftung). berücksichtigt werden.2 0 .1. in kg OE Amerika 10000 QAT ARAB EM TRIN RUS LIBY SER CHIN ECU KOR CZE POL BUL ROM SAF MEX BRAZ TUN COL ICE CAN USA NOR AUS LUX 0 . 5 Afrika Endenergieverbrauch je Einw. in US$ Abb. Beim Aufwand richtet sich die Betrachtung häufig auf die verbrauchte Endenergie. Hinsichtlich Bewusstseinsgrad und Detailtiefe kann diese Abwägung im Einzelfall sehr unterschiedlich ausfallen.und Güterverkehr) 100000 Einwohnerzahl [Mio] 1 10 100 1000 Kontinent 26528A07 26528A07 Energieintensität [kg OE/US$] 1 .0 5 Asien Australien Europa FIN SWE GER UZBE 1000 SPA SWI ITA FRA UK JAP HOKO NIG MALT TAN ETH YEM 100 100 KEN SUD SEN BANG 1000 IND GHA EGY MOR ERIT 10000 100000 BIP je Einw.

die zurückgelegte Wegstrecke oder auch die „Personenkilometer“ bei Verkehrsmitteln. Massen oder Stückzahlen der in einer Fertigungsanlage produzierten Güter. wenn dadurch andere Ressourcen in wertmäßig größerem Ausmaß . die daraus gezogen werden.B.T.oder Systemkomponenten wie z. Gelegentlich wird der Kehrwert des spezifischen Energieverbrauchs als Energieproduktivität bezeichnet. Wird die Energiedienstleistung durch die verwendete Bezugsgröße nur unvollständig charakterisiert. oder die von einer Heizungsanlage pro Jahr beheizte Wohnfläche. Vielfach sind Angaben zum spezifischen Energiebedarf auch insofern unvollständig. Kennzeichnende Bezugsgrößen für Energiedienstleistungen sind z.B. müssen eine oder mehrere Randbedingungen mit einbezogen werden. welche die bewirkte Energiedienstleistung kennzeichnet. Die Bezeichnung „spezifischer Energiebedarf“ wird z. Umwälzpumpen aber vernachlässigt.12 1 Einführung und Grundbegriffe Beim Nutzen steht die Erfüllung der betreffenden Energiedienstleistung im Mittelpunkt der Betrachtung.und Informationsstand sowie persönliche Meinungen. so ist der spezifische Energieverbrauchswert nur aussagekräftig in Verbindung mit zusätzlichen Angaben. zusätzliche Energieverbrauchsbestandteile wie der Stromverbrauch für periphere aber gleichwohl notwendige Anlagen. spielen Kenntnis. also die für einen bestimmten Energieanwendungsfall verbrauchte Menge an Endenergie. Sowohl für die Interpretation der Kenngröße „spezifischer Energieverbrauch“.U. Das Streben nach rationeller Energieverwendung kann sich nicht auf die bloße Minimierung des Quotienten Aufwand:Nutzen beschränken. als auch für die Schlussfolgerungen. Andererseits kann rationelle Energieverwendung auch einen Mehrverbrauch an Energie bedeuten. Wem es primär um das Einsparen von Energie geht. bei Heizungssystemen oft nur der Brennstoffverbrauch berücksichtigt. auch eine Erhöhung des Quotienten Aufwand zu Nutzen in Kauf nehmen (z. bedingt durch hohe Anschaffungskosten oder überproportionale Abstriche bei der Energiedienstleistung). als sie nicht den gesamten Endenergieverbrauch für die betreffende Energiedienstleistung berücksichtigen.B. bezogen auf eine Größe.B. So wird z. welche die für die Energiedienstleistung geltenden Randbedingungen näher beschreiben. wird um eines Minderverbrauchs von Energie willen u. Falls eine einzige Kenngröße zur hinreichenden Quantifizierung nicht ausreicht. Gewohnheiten und Wertvorstellungen eine wichtige Rolle. Die meist verwendete Kenngröße zur Charakterisierung des Verhältnisses von Aufwand zu Nutzen ist der spezifische Energieverbrauch. sondern nur den dominanten Verbrauchsposten. synonym verwendet.

Nutzungsgrades von Energiewandlern liegt dann vor. d. d. Das kann den quantitativen Umfang der Energiedienstleistung betreffen.4 Rationelle Energieverwendung 13 eingespart werden. in Zeiten. Solche Maßnahmen haben allerdings oft auch Einfluss auf die Randbedingungen der betreffenden Energiedienstleistung.h. Ein Beispiel hierfür ist der Energieaufwand für die Rauchgasreinigung zur Reduktion der Emission von Luftschadstoffen. . da namentlich bei wärmetechnischen Anlagen das Wiederanheizen mit einem gewissen Mehrverbrauch verbunden ist. Nutzungsgrade von Energiewandlern Energierückgewinnung Nutzung von Umweltwärme bzw. in denen sie keine Nutzenergie abgeben müssen • Vermeiden der Erzeugung überschüssiger. Unter den Begriff „Energiesparen“ fallen alle Maßnahmen.bzw. Solche Maßnahmen. wenn bei gleicher abgegebener Nutzenergie eine Verringerung des Energieeinsatzes erreicht wird.1. In analoger Weise kann der Begriff darüber hinaus auch auf Prozesse im Umwandlungsbereich angewendet werden. Insofern ist eine Abgrenzung zur ersten Maßnahmengruppe manchmal schwierig.bzw.1 in folgender Weise systematisch einteilen: • • • • • • Reduzieren der Energiedienstleistung Reduzieren des spezifischen Nutzenergiebedarfs Vermeiden unnötigen Verbrauchs Erhöhung der Wirkungs.h. Eine Erhöhung des Wirkungs.2 sind hierfür Beispiele aus den verschiedenen Anwendungsbereichen zusammengestellt. Die effektiv erzielte Energieersparnis ist in solchen Fällen oft geringer als der durch das Abschalten vermiedene Verbrauch. lassen sich mit Blick auf die Zusammenhänge in Abb. die direkt auf das Ziel der Einsparung von Energie gerichtet sind. regenerativen Energiequellen In Tabelle 1. oder aber Randbedingungen. Ein Vermeiden unnötigen Verbrauchs ist in zweierlei Hinsicht möglich: • Abschalten von leer laufenden Energiewandlern. Ein Reduzieren der Energiedienstleistung ist grundsätzlich mit einem Verzicht oder einer Einschränkung verbunden. 1. den jeweiligen Bedarf übersteigender Nutzenergie. die mehr qualitativer Natur sind. Ein Reduzieren des Nutzenergiebedarfs bei ungeschmälerter Energiedienstleistung beruht auf einer geschickten Ausnutzung energietechnischer Gesetzmäßigkeiten. die zu einer Verringerung des Endenergieverbrauchs für einen bestimmten Fall der Energieanwendung führen (oder auch das Ergebnis solcher Maßnahmen).

langsamer fahren Verringerung der Beleuchtungsstärke. Reduzieren der Energiedienstleistung mechanisch statt therm. Nutzbremsung beim Elektrofahrzeug Wände mit hohem Reflexionsgrad Wärmedämmung von Gebäuden Nachtabsenkung. keine überhöhten Prozesstemperaturen Vermeiden von Staus. Kennfeldregelung vorausschauend fahren. Trocknen Reduzieren des spezif. Fahrgemeinschaften.bzw. Abwärmenutzung. richtig lüften. Nutzungsgrade Wärmerückgewinnung Nutzbremsung. aus Abluft Rückspeisung bei Hebezeugen Passive Solarenergienutzung Nutzung von Wind oder Wasserkraft Wärmedämmung. Diesel.. unbenutzter Räume. am Brenner Brennwertkessel Beispiele zum Energiesparen Energierückgewinnung Luftvorwärmung. Tageslichtnutzung Raumheizung Stationäre Antriebe Transport Beleuchtung Tabelle 1. regenerativen Energiequellen Wärmepumpe.2. saubere Heizflächen.14 Prozesswärme Absenken der Raumtemperatur Drehen statt Schleifen Autos mit geringerem Gewicht und cW-Wert kein Leerlauf von Maschinen Richtige Auswahl und Dimensionierung des Motors niedertourig fahren.statt Ottomotor. Thermostatventile Fahrrad statt Auto. keine Beleuchtung Motor aus bei Stillstand. Nutzenergiebedarfs Vermeiden unnötigen Verbrauchs nicht durchheizen. Wärmekaskaden 1 Einführung und Grundbegriffe Nutzung von Umweltwärme bzw. wenig Luftüberschuss niedere Vorlauftemp. solarthermische Warmwasserbereitung Versorgung von Systemen durch Solarzellen . Zylinderabschaltung Dimmen nach Bedarf Leuchtstofflampen statt Glühlampen Abluftleuchten Erhöhung der Wirkungs.

Energierückgewinnung bedeutet das Ausnutzen von Energie. Wird ein Bedarfsdeckungsvorgang ganz oder teilweise aus Umweltwärme oder regenerativen Energiequellen gespeist. die sonst als Verlust anzusehen wäre.bzw. Hierzu zählt eine Substitution von Energieträgern. einer verbesserten Handhabbarkeit oder wegen anwendungstechnischer Vorteile. Gleichsam als Nebenwirkung können solche Maßnahmen den Aufwand an Endenergie insgesamt mindern. so wird dadurch der Einsatz von Endenergie substituiert. wenn bei gleicher abgegebener Nutzenergie eine Verringerung des Energieeinsatzes erreicht wird. über Solarkollektoren).B. Als Motive für solche Substitutionen kommen in erster Linie in Frage: • der Ersatz des Verbrauchs knapper oder unsicher verfügbarer Energieressourcen durch den Verbrauch solcher. Im Zuge der Energiebedarfsdeckung geht damit meist eine Änderung bei der Energieversorgungskette einher. die sicher und in ausreichender Menge verfügbar sind.oder fertigungstechnische Erwägungen. Ebenfalls in diese Kategorie fällt eine Einsparung oder Substitution von Werkstoffen oder Produkten. für die Bedarfsdeckung. sowie der Übergang auf andere Fertigungsverfahren. • der Ersatz des Verbrauchs von erschöpflichen Energieressourcen (z. die primär einem anderen Zweck dienen. also der Ersatz eines oder mehrerer Energieträger durch einen oder mehrere andere. Allerdings sind solche Konzepte meist mit einem Zusatzverbrauch verbunden.4 Rationelle Energieverwendung 15 Eine Erhöhung des Wirkungs. Hier stehen oft konstruktions. so kommt das einer Erhöhung des Wirkungsgrades gleich.1. die aber direkt oder indirekt ebenfalls eine rationellere Energienutzung zur Folge haben. fossiler Brennstoffe) durch die Nutzung regenerativer Energiequellen (z.B. Neben dem Energiesparen gibt es auch Maßnahmen. wodurch sich die effektiv erzielte Energieersparnis verringert. oder auch das Streben nach Verbesserung der Produktqualität im Vordergrund. • Substitutionen im Bereich der Endenergie aus Gründen einer Verringerung der Umweltbelastung. Finden innerhalb eines Energiewandlers interne Energiekreisläufe statt. es kann sich aber auch die Energiedienstleistung wesentlich ändern. . Nutzungsgrades von Energiewandlern liegt dann vor.

Verarbeitung. Seit die Bedeutung der „Klimagase" für die globale Erwärmung erkannt wurde. Die Unterschiedlichkeit dieser Ressourcen wirft das Problem auf. um einen aussagekräftigen Vergleich mit Alternativen zu ermöglichen.5 Ganzheitliche Bewertung von Systemen Eine ganzheitliche Betrachtung sucht nach Möglichkeiten. der sich bei der Herstellung selbst sowie bei der Gewinnung. Monetäre Größen sind dafür gut geeignet. In jedem Fall sind aber dabei alle relevanten Auswirkungen einer betrachteten Maßnahme zu berücksichtigen. diesem ursächlich zugewiesen werden kann (VDI 1997). die nach dem ökonomischen Prinzip für einen optimalen Faktoreinsatz der genutzten volkswirtschaftlichen Ressourcen förderlich sind. Hilfs. Die Bilanzgrenze für die Ermittlung des KEA eines ökonomischen Gutes erstreckt sich von den Rohstoffen in der Lagerstätte bis hin zur Endlagerung bzw. Arbeit. Herstellung und Entsorgung der Fertigungs-. der Nutzung sowie der Beseitigung eines ökonomischen Gutes (Produkt oder Dienstleistung) entsteht bzw. da sich jeglicher Aufwand grundsätzlich in Geld umrechnen lässt. die ja selbst eine Ressource darstellt und darüber hinaus eine Schlüsselfunktion bei den verschiedensten Arten produktiver Wertschöpfung hat. Für eine ganzheitliche Betrachtung ist jedoch die „Internalisierung externer Kosten" notwendig. Deponierung aller Materialien und Stoffe nach Beendigung der Nutzung (Lebenszyklusanalyse). der im Zusammenhang mit der Herstellung. das dieser Erfordernis Rechnung trägt.16 1 Einführung und Grundbegriffe 1. mit deren Hilfe sich der Verzehr an Ressourcen insgesamt zutreffend ausdrücken lässt. häufig angewandte Möglichkeit ist die Untersuchung des Aufwandes an Primärenergie. Es handelt sich dabei um die Gesamtheit des primärenergetisch bewerteten Aufwandes. dient zunehmend auch der Ausstoß von CO2 als Indikatorgröße im Rahmen ganzheitlicher Betrachtungen. Boden und Rohstoffe ist dabei auch die Ressource Umwelt mit einzubeziehen. Das untersuchte System kann von einem einzelnen Anwendungsfall bis hin zu einer gesamten Volkswirtschaft reichen. Ein Konzept. eine betriebswirtschaftlich orientierte Kostenrechnung reicht hierfür also nicht aus. eine geeignete Größe zu finden. Neben den Ressourcen Kapital.und Betriebsstoffe und Betriebsmittel einschließlich der . Der KEA für einen Gegenstand oder eine Dienstleistung setzt sich somit aus drei Bestandteilen zusammen: • dem Primärenergieaufwand. ist der Kumulierte Energieaufwand (KEA). Maßnahmen und Verhaltensweisen. Eine andere.

anteilig zu berücksichtigen. vom Endprodukt bis hin zu den hierfür eingesetzten Rohstoffen.1. energetische Nutzung und Entsorgung • den Einfluss der Nutzungsdauer Energie verbrauchender oder umwandelnder ökonomischer Güter unter energetischen Gesichtspunkten • mit Energieumwandlungen bei Herstellung. Gebäude usw. Anlagen. Darüber hinaus sind auch Betriebsmittel. wie bei der Herstellung zum Einsatz kommende Maschinen. die für Betrieb und Wartung erforderlich sind.5 ist als Beispiel für das Ergebnis einer ganzheitlichen Betrachtung der KEA verschiedener Einfamilienhäuser wiedergegeben (Geiger u. Neben dem direkten Betriebsenergieverbrauch beinhaltet dies auch den KEA für die Herstellung und Entsorgung von Ersatzteilen. um die energetischen Aufwendungen in den verschiedenen Stufen von Energiegewinnung. .5 Ganzheitliche Bewertung von Systemen 17 Transportaufwendungen insgesamt ergibt. der im Zuge des endgültigen Ausschleusens des betrachteten Gegenstandes aus dem Nutzungskreislauf entsteht. • dem Primärenergieaufwand. • Aus der Verknüpfung dieser beiden Informationen erhält man den Endenergieaufwand. muss der spezifische Endenergieverbrauch bekannt sein. der beim Betrieb oder der Nutzung auftritt. Bei der Ermittlung des durch die Herstellung bedingten KEA wird meist das Mittel der Prozesskettenanalyse angewandt: • Materialstammbäume geben die Arten und Mengen der erforderlichen Materialien an. Für jeden beteiligten Endenergieträger ist dann eine Rückrechnung auf Primärenergie mit Hilfe des „Bereitstellungsnutzungsgrades" erforderlich. Die Ermittlung des KEA für Produkte und Dienstleistungen ist die Basis für die Berechnung bzw. • dem Primärenergieaufwand. die im Zuge der Herstellung auf den verschiedenen Fertigungsebenen zum Tragen kommen. • Für die einzelnen Produktionsprozesse. -transport und -umwandlung zu berücksichtigen. In Abb. für Hinweise auf • die damit verbundenen Materialaufwendungen • die Wahl der Werkstoffe und der Prozesstechnik unter energetischen Gesichtspunkten • die energetische Bedeutung der Behandlung benutzter Güter durch Teil-.und Betriebsstoffen sowie von Betriebsmitteln. Betrieb und Beseitigung verbundene Emissionen. Das betrifft in erster Linie die in das Produkt eingehenden Fertigungsstoffe in den verschiedenen Fertigungsebenen.oder Stoffrückführung. Komponenten. Hilfs. 1.

Ersatzbedarf u. Hier ist der Energieverbrauch zur Herstellung der äußerst aufwändigen bau. Bei der zugrundegelegten Nutzungsdauer von 50 Jahren macht der Betriebsenergieverbrauch bei konventionellen Wohngebäuden durchweg mindestens drei Viertel des KEA aus. 1. Bauperiode 1900-1929 72 % 1973-1982 82 % 1983-1992 76 % Niedrigenergiehaus 47 % Energieautarkes Haus Freiburg 10-320-C-04 0 20 40 60 GJ/m² 80 Kumulierter Primärenergieaufwand Herstellung.und gebäudetechnischen Ausstattung so groß. Bei sog. Entsorgung Abb.5. dass der gesamte KEA trotz entfallenden Betriebsenergieverbrauchs größer ist als beim Niedrigenergiehaus. „Niedrigenergiehäusern“ geht dieser Anteil auf weniger als die Hälfte zurück. Wartung Betriebsenergie Abriss u. Kumulierter Primärenergieaufwand bei vollbeheizten Wohngebäuden . mit abnehmender Tendenz infolge der steigenden Wärmeschutzanforderungen im Verlauf der letzten 30 Jahre. „energieautarken“ Gebäude. Anders ist es bei einem sog. wobei der Herstellungsaufwand nur unwesentlich ansteigt.18 1 Einführung und Grundbegriffe Schaefer 1994).

Die Bedeutung des Stroms als Energieträger für Wärmeprozesse (Elektrothermie) ist in den einzelnen Sektoren abgestuft. Der Grund für ihre durchweg wichtige Rolle liegt in der universellen Verfügbarkeit. Deshalb wird hier auf 1800 22% 20% 1600 Endenergieverbrauch für Prozesswärme in PJ Strom 1400 Strom Feste Brennstoffe 2% Fernwärme 1200 Gas 1000 26529-A-07 26529-A-07 Heizöl 9% Gas 800 47% 600 Heizöl 400 Feste Brennstoffe Insgesamt 200 0 Industrie GHD Haushalte Abb.1. Endenergieverbrauch für Prozesswärme (Deutschland 2005) . 2. Feste Brennstoffe und Strom liegen mit jeweils einem Fünftel etwa gleichauf. hauptsächlich in Form von Koks bei der Stahlerzeugung.1 zeigt.1. verbunden mit einer technologischen Überlegenheit in vielen Anwendungsfällen .1 Struktur und Bedeutung der Prozesswärme in der Industrie Die Prozesswärme verursachte in Deutschland im Jahre 2005 einen Endenergieverbrauch von insgesamt 2. dass fast die Hälfte davon auf Gas entfällt. Der Einsatz fester Brennstoffe ist nur in der Industrie von Bedeutung. wird im Folgenden näher auf die Gegebenheiten in diesem Sektor eingegangen. Da die Industrie im Bereich der Prozesswärme dominiert. von 42 % Anteil in den Haushalten über 30 % im Sektor GHD bis hin zu 14 % in der Industrie. Abbildung 2. Für einen Überblick über die zeitliche Entwicklung stehen Daten des Energieverbrauchs für Prozesswärme nicht zur Verfügung. Abb.3 % des Gesamtverbrauchs aller Sektoren (vgl.3).415 PJ. das sind 26.2 Deckung von Prozesswärmebedarf 2.

• elektrothermische Verfahren teilweise den Einsatz von Brennstoffen substituiert haben.20 2 Deckung von Prozesswärmebedarf den gesamten industriellen Brennstoff. • die Fertigungsanlagen leistungsfähiger geworden sind. 87 % des industriellen Gesamtverbrauchs verantwortlich sind. 2. die Fertigungsleistungen in einer physikalischen Einheit zusammenzufassen. 2. weil • die Struktur der Produktionspalette sich gewandelt hat (Trend zu Produkten mit höherer Wertschöpfung). Von 1965 bis 1993 sank der spezifische Brennstoffverbrauch um über 60 %. • Teile der Grundstoffproduktion (vor allem energieintensive) in andere Länder verlagert wurden. . auf den Nettoproduktionsindex bezogenen Endenergieverbrauchs an Brennstoffen und an elektrischer Energie der Industrie in den Alten Bundesländern wieder.h. Da bei den Brennstoffen die Wärmeprozesse für rd. In Abb. Anders verhält es sich beim Strom. • die gesamte Steuerungs-.und Leittechnik und damit die Temperatur. bleibt nur die Möglichkeit. kann letzterer auch ohne weiteres als repräsentativ angesehen werden. Der zweitwichtigste Posten ist die Elektrothermie: Etwa jede vierte Kilowattstunde wird in der Industrie für Prozesswärme verbraucht. • gasförmige und flüssige Brennstoffe die festen substituiert haben.und Stromverbrauch zurückgegriffen. 200 TWh auf nach Anwendungsarten. Elektrische Energie eignet sich als einziger Energieträger für sämtliche Anwendungen. dass die Entwicklung des gesamten industriellen Stromverbrauchs nur zu einem entsprechenden Teil durch die Trends auf dem Gebiet der Elektrowärme geprägt ist. Neben den Strukturveränderungen ist die Entwicklung der Fertigungsmengen als dominierende Einflussgröße für den industriellen Energieverbrauch anzusehen. Die Differenzierung nach Brennstoffen und Strom erweist sich wegen der unterschiedlichen Entwicklungstendenzen als sinnvoll und notwendig. Regelungs.2 ist dessen zeitliche Entwicklung zusammen mit den Verbrauchsindizes für Brennstoff und Strom aufgetragen (Wagner 1996). d. Das bedeutet aber. Ergänzend dazu gibt Abb. Gliedert man den industriellen Stromverbrauch von insgesamt rd.und Prozessführung verbessert wurden. was bei üblicher Auslastung in der Regel zu kleinerem spezifischen Energieverbrauch führt. die Fertigung monetär zu bewerten und sie dann als „Nettoproduktionswert“ oder ! unter Bezug auf ein Basisjahr ! als „Nettoproduktionsindex“ anzugeben. Da es kaum eine aussagekräftige Möglichkeit gibt.3 die längerfristige Entwicklung des spezifischen. so dominieren die stationären Antriebe mit einem Anteil von fast zwei Dritteln.

2. 2. Entwicklung des Endenergieverbrauchs des übrigen Bergbaus und verarbeitenden Gewerbes in Deutschland 200 180 Prozent (Basis 1965 = 100) 160 140 120 100 80 60 40 20 0 1965 1970 *) ohne Brennstoffeinsatz zur Stromeigenerzeugung 30062-B-99 Nettoproduktionsindex (NPI) spezifischer Stromverbrauch (bezogen auf NPI) spezifischer Brennstoffverbrauch*) (bezogen auf NPI) 1975 1980 Jahr 1985 1990 1995 2000 Abb. Entwicklung des Nettoproduktionsindex (NPI) und des spezifischen Strom. Die hier ebenfalls vorhandenen ! allerdings viel kleineren ! .3. 2.und Brennstoffverbrauchs in der Industrie (alte Bundesländer) Dagegen hat der spezifische Stromverbrauch in der Tendenz eher zugenommen.2.1 Struktur und Bedeutung der Prozesswärme in der Industrie 21 150 Angaben in % (Basis 1995 = 100) 125 100 75 50 Brennstoffe 25 Strom Produktionsindex 10-538-A-03 0 1990 1992 1994 1996 Jahr 1998 2000 2002 Abb.

Eisenschaffende Industrie NE-Metalle Chemie Sonst.4. Auffallend sind die großen Posten in der NE-Metallindustrie (Gewinnung von Aluminium) sowie in der Chemie (Chlorherstellung). Produktionsgüter Investitionsgüter Strom Brennstoffe 30026-B-05 30026-B-05 Verbrauchsgüter Nahrungs. . Steuerungs. In beiden Fällen handelt es sich um Elektrolyseprozesse. Die Rolle des Stroms stellt sich hier sehr unterschiedlich dar. Genussmittel Übriger Bergbau 0 2 4 6 8 10 12 14 16 Endenergieverbrauch in Mio. Die Elektrolyseprozesse machen davon fast die Hälfte aus.u. 2.4 ersichtlich (Rudolph 2001).5 wird der Stromverbrauch für Prozesswärme auf die einzelnen Branchen der Industrie heruntergebrochen (Rudolph 2001). Grundstoffe u.und Stahlherstellung. dass • der Mechanisierungs. • der Hilfsenergiebedarf für die Mess-. t SKE Abb. Industriehauptgruppen für den Bedarf an industrieller Prozesswärme ist aus Abb. wodurch erst die Voraussetzung für die entsprechenden Brennstoffeinsparungen geschaffen wurden. die NE-Metalle und die chemische Industrie.22 2 Deckung von Prozesswärmebedarf Einsparungserfolge sind hier dadurch überdeckt. und • Umweltschutztechniken einen zusätzlichen Strombedarf hervorrufen. 2. • elektrothermische Verfahren vermehrt zum Einsatz kommen. 2. Der größte Einzelposten bei den nicht-elektrolytischen Prozessen liegt in der Investitionsgüterindustrie. Endenergieverbrauch für industrielle Prozesswärme nach Branchen Deutschland (alte Bundesländer) 1992 In Abb.und Automatisierungsgrad erheblich gestiegen ist. Es folgen mit etwa gleichen Anteilen die Eisen. Die Bedeutung einzelner Branchen bzw.und Regelungsaufgaben erheblich zugenommen hat.

. Trocknen usw.B.6 ist die geschätzte Aufteilung des industriellen Brennstoffverbrauchs für Prozesswärmeerzeugung zum einen auf Prozesstemperaturen in Intervallen von 100 K und zum anderen auf einzelne Industriebranchen bzw. -gruppen wiedergegeben (Wagner 1997). • Zellstoff.und Genussmittelindustrie (z. • Chemische Industrie.2. Auswaschen.1 Struktur und Bedeutung der Prozesswärme in der Industrie 23 Abb. Koch. 22 % des gesamten äquivalenten Brennstoffverbrauchs für Prozesswärme umgesetzt.und Eindampfprozesse). nach Branchen (Deutschland 1998) In Abb.B. Reinigungsbäder. Im Temperaturbereich von 1400 bis 1500 EC werden rd. Strom für Prozesswärme und Elektrolyse.und Papierindustrie (Trockenpartien der Papiermaschinen und Zellstoffkocher). 2. Lackierkabinen und Lacktrockner). • Investitionsgüterindustrie (z. • Textilindustrie (Färben.). Er macht knapp 30 % des gesamten Prozesswärmebedarfs aus.5. 2. mit Schwerpunkten in folgenden Branchen: • Nahrungs. Der Bereich bis 200 EC kann auch aus KWK-Anlagen versorgt werden.

7 ist in analoger Weise die Aufteilung des Stromverbrauchs für elektrothermische Prozesse angegeben.24 2 Deckung von Prozesswärmebedarf 26441-B-05 26441-B-05 Übrige Nahrungsmittel Investitionsgüter 100 80 Brennstoffverbrauch in TWh Textilgewerbe Glas und Feinker. davon macht der Verbrauch für die Chlor-Alkali14 26442-B-05 26442-B-05 Übrige Nahrungsmittel 12 Investitionsgüter Textilgewerbe 10 Stromverbrauch in TWh Glas und Feinker. 2. Rd. 2.6. Stromverbrauch für industrielle Prozesswärme nach Branchen und Temperaturniveau (Deutschland 1990) . 4 2 0 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 1600 Prozesstemperaturniveau in °C Abb. Zellst.. Papier 60 Chemische Ind. In Abb. Brennstoffverbrauch für industrielle Prozesswärme nach Branchen und Temperaturniveau (Deutschland 1990) davon über 80 % in der Eisenschaffenden Industrie.. 20 0 0 200 400 600 800 1000 1200 1400 1600 Prozesstemperaturniveau in °C Abb.7. Papier Chemische Ind. Zellst. 2. der Rest im wesentlichen in den Branchen Glas und Feinkeramik sowie Steine und Erden. EST-Gießereien NE-Metalle 40 Eisenschaffende Steine und Erden Mineralölverarb. ein Drittel entfällt auf Prozesstemperaturen bis 100 EC. 8 EST-Gießereien NE-Metalle 6 Eisenschaffende Steine und Erden Mineralölverarb.

bei Trocknungsprozessen) oder als Umwandlungsenthalpie bei Änderungen des Stoffgefüges • chemisch gebundene Energie ΔhA.a. • Änderung des Phasenzustandes durch Schmelzen oder Verdampfen. Der Differenzbetrag an gespeicherter Energie.fü = c Δh bei Erwärmung um Δh • latente thermische Energie ΔhA. Die Energiedienstleistungen. 2.ch. den inneren Energieinhalt eines stofflichen Objektes nach örtlicher und zeitlicher Bestimmung zu beeinflussen. Korngröße). Diese Veränderung kann in einem oder mehreren der folgenden Ziele bestehen: • Temperaturerhöhung bzw. die mit einer Zunahme von Brennwerten verbunden sind. Dieser Beitrag stellt generell die eigentliche Energiedienstleistung dar. Der zweite Schwerpunkt liegt mit einem Anteil von über 40 % im Temperaturbereich zwischen 900 und 1000 EC und ist fast ausschließlich bedingt durch die Schmelzflusselektrolyse zur Herstellung von Primäraluminium. • Änderung der Materialzusammensetzung durch Diffusionsvorgänge. . • chemische Reaktionen. Bei dem Zuwachs an spezifischer Enthalpie ΔhA kann es sich handeln um: • fühlbare thermische Energie: ΔhA. die mit Wärmeprozessen erbracht werden.2 Industrielle Wärmeprozesse und Verfahren Ein Wärmeprozess hat zur Aufgabe. bei Kühlprozessen auch Temperaturabsenkung. Der Zweck eines Wärmeprozesses besteht in der Regel darin.2. deren Abläufe ebenfalls durch die Temperatur bestimmt sind. • Änderung des Stoffgefüges (Kristallstruktur. um dadurch an oder in diesem Objekt eine gewünschte Veränderung herbeizuführen (Rudolph 1995). falls der Prozess chemische Stoffumsetzungen beinhaltet. deren Geschwindigkeit i.1) Die Aktivenergie ist proportional zur Masse m des Erwärmungsgutes. Temperaturhaltung.lat als Schmelz.1 Struktur und Bedeutung der Prozesswärme in der Industrie 25 Elektrolyse fast 90 % aus. der diese Veränderungen bewirkt. mit der Temperatur zunimmt. wird auch als Aktivenergie EA bezeichnet: EA = m ΔhA (2. einen Beitrag zur Herstellung eines Produktes zu erbringen.B.bzw Verdampfungsenthalpie bei Änderungen des Phasenzustandes (wie z.

Fügen. Kalzinieren. spalt. Schneiden. Bohren) durch lokales Aufschmelzen und z. Neben dem charakteristischen Ziel des Fertigungsverfahrens ! nach DIN 8580 zählen dazu das Urformen. Verdampfen von Metall. wässrige Substanzen usw. Suspensionen oder Emulsionen (Verdampfen.und nachgeschalteten Fertigungsschritten. teilweise verbunden mit chemischen Umsetzungen (Brennen. Keramik. Kunststoffe. Glas) durch endotherme Reduktion bzw. Einige technisch wichtige Prozesstypen sind nachstehend aufgezählt: • Gewinnen von anorganischen Grundstoffen (Eisen und NE-Metalle. mit Entfernung der abzutragenden Teilchen durch strömendes Fluid • Thermisches Trennen zur Entfernung flüssiger Substanzen aus Lösungen. Destillieren. Umformen. Keramik oder Kunststoff. Rösten. organischen durch Umwandlung von CH-Verbindungen • Schmelzen von Metallen und Kunststoffen zum anschließenden Vergießen.T.und oberflächenorientierter Bearbeitung sowie die Zusammenhänge mit vor. die Unterscheidung zwischen volumetrischer.26 2 Deckung von Prozesswärmebedarf anwendung und entziehen sich weitgehend einer schlüssigen Systematik. Graphitieren) • Durchgreifendes Erwärmen hauptsächlich von Metallhalbzeug auf Erweichungstemperatur zum anschließenden Warmumformen • Wärmebehandeln von Metallteilen zur Erzielung bestimmter Materialeigenschaften durch Änderung der Gefügestruktur und teilweise auch der Zusammensetzung: Jeweils verschiedene Arten des Glühens und des Härtens sowie Anlassen • Oberflächenmodifikation von Metallteilen zur Erfüllung ähnlicher Zwecke wie beim Wärmebehandeln. thermisches Spritzen. durch Aufschmelzen ohne Zusatzwerkstoff. Auftragschweißen. auf dem sich der Prozess abspielt. Trennen. auch Kunststoffen durch lokales Aufschmelzen mit oder ohne Zusatzwerkstoff (Schmelzschweißen) oder durch lokales Erwärmen und Zusammenpressen (Preßschweißen) • Löten von Metallen durch Vernetzen mit einem zu schmelzenden Zusatzmetall • Thermisches Abtragen (z. Rektifizieren.B. Beschichten und Stoffeigenschaftändern ! sind auch noch Faktoren von Bedeutung wie die Höhe des Temperaturniveaus. die Art der beteiligten Stoffe (Metalle.). Extrahieren) . bei Metallen und Halbleitern auch zur Reinigung von unerwünschten Bestandteilen. zur gezielten Beigabe von Zuschlagstoffen und zum Erreichen einer gewünschten Kristallstruktur • Durchgreifendes Erwärmen von Nichtmetallen auf hohe Temperaturen zur Erzielung von Gefügeumwandlungen. chemische oder physikalische Gasphasenabscheidung oder Ionenimplantation • Schweißen von Metallen bzw.

Bei Wärmeprozessen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Garen. Bei mittelbaren Erwärmungsverfahren muss in der Regel die gesamte Wärme von der Gutsoberfläche aus über Wärmeleitung oder Konvektion an den Wirkort transportiert werden. Haltbarmachen usw.8 (Rudolph u. Als Energieträger kommen die verschiedenen Brennstoffe sowie elektrische Energie. Konvektion oder Temperaturstrahlung kennzeichnend. Wird die Nutzwärme auf dem Umweg über Zwischenwärmeträger wie Dampf.a.und Spülvorgänge Für die Prozesswärme als Gegenstand des eigentlichen Energiebedarfs gilt ebenso wie für die übrigen Nutzenergien (also Raumwärme. oder Heißwasser erzeugt. Schaefer 1989). Plasmabrenner oder Laser. Der Anwender bezieht sie in der Regel als Endenergie von einem Versorger. Die Wärme kann erzeugt werden • durch Einsatz von Brennstoffen in Wärmeerzeugern (auch mit KraftWärme-Kopplung). Arbeit. im Lichtbogenerzeuger.2. nämlich Energieträger und Energiewandler.m. Backen. Reaktoren u.) • Erwärmen von Wasser. hinzu. Unter dem Begriff des Energiewandlers sind alle apparativen Einrichtungen subsumiert. s. 2. dass für die Deckung dieses Bedarfs zwei sehr unterschiedliche Produktionsmittel erforderlich sind. das für diese . die dazu dienen.B. Kalander. Licht und Nutzelektrizität). Abb. für Wasch. Je nachdem ob es sich dabei um Wärme handelt oder um elektrische Energie. Brennern. wobei es auch Mischformen gibt. (Ausnahmen hiervon sind die IR-Bestrahlung eines Gutes. aus der eingesetzten Endenergie die Nutzenergieform Wärme in der benötigten Qualität und Quantität zur rechten Zeit am gewünschten Ort wirksam zu machen. Energie auf das zu erwärmende Gut zu übertragen. Laugen usw.2 Industrielle Wärmeprozesse und Verfahren 27 • Trocknen zur Entfernung flüssiger Substanzen von der festen Oberfläche oder aus dem Inneren kolloider und/oder kapillarporöser Güter • Thermische Behandlung hauptsächlich von Lebensmitteln im Zuge der Herstellung und Zubereitung (z. Strahlern der verschiedenen Wellenlängenbereiche. • durch Einsatz elektrischer Energie in Heizleitern. In solchen Fällen spricht man auch von „indirekter Erwärmung“. Öfen bzw. Auftauen. ist die Klassifizierung in mittelbare und unmittelbare Erwärmungsverfahren üblich. so kommen wärmeübertragende Energiewandlerkomponenten wie Heizregister. wo sie als Aktivenergie wirksam wird. Für die mittelbare Erwärmung ist eine Wärmeübertragung auf das Erwärmungsgut durch Wärmeleitung. in manchen Fällen auch Fernwärme in Frage.

bei denen sich das fluide Erwärmungsgut mit dem Wärmeträger innig vermischt). Mikrowellen-Resonatoren bzw. Die Umwandlung in thermische Energie vollzieht sich im Inneren des Erwärmungsgutes durch Leitungsströme (Elektronen.. Prinzipien der Energieübertragung in der Elektrothermie .8. oder Verfahren mit Rieselfilm bzw. konduktiv. durch zweckmäßige Konzeption eines solches Verfahrens Prinzip: Mittelbare Erwärmung El. Konduktoren. En. Energie 26291-A-03 26291-A-03 Versorg.netz Elektrische Energie Zuführung Aktivenergie Energieverluste Abb.bzw. die induktiv. Antennenstrahler. wie Induktoren. Im Falle von Elektronen. kapazitiv oder über Resonatoren bzw. Bei der unmittelbaren Erwärmung wird dem Erwärmungsgut elektrische Energie zugeführt. En. jedoch gehören dazu auch die Komponenten zur Energieübertragung auf das Erwärmungsgut. die dazu dienen. Bei unmittelbaren Verfahren ist die Wärme nur noch innerhalb des Erwärmungsgutes vom Ort ihres Entstehens an den Wirkort zu transportieren. die eingesetzte elektrische Energie hinsichtlich Frequenz und Spannung entsprechend den Erfordernissen des Prozesses umzuwandeln. Äußere Energiewandlung Erwärmungsgut Innere Energiewandlung Therm. Unmittelbare Erwärmung erfordert naturgemäß den Einsatz elektrischer Energie. 2. Energiewandler sind zum einen alle Arten von Generatoren. Dampfinjektion.oder Ionenleitung). deren kinetische Energie in einer Abfolge von Wechselwirkungen mit den Molekülen des Erwärmungsgutes abgebaut wird.28 2 Deckung von Prozesswärmebedarf Strahlung eine Durchlässigkeit aufweist. Das Erwärmungsgut selbst ist prinzipiell ebenfalls als Teil des Energiewandlersystems anzusehen. meist über elektromagnetische Felder. Energie Versorg.netz Energiewandlung Wärme Zuführung Übertragung Aktivenergie Energieverluste Prinzip: Unmittelbare Erwärmung El. Erwärmungsgut Therm. Ionenstrahlen erfolgt die Energieübertragung durch schnelle geladene Teilchen. Kondensatoren. bei orientierungspolarisierten Stoffen auch durch Verschiebungsströme. Umrichtern etc. Antennen übertragen werden. Gelingt es.

2 Industrielle Wärmeprozesse und Verfahren 29 Entstehungsort und Wirkort der Wärme hinreichend miteinander in Übereinstimmung zu bringen. indem z. Hierbei stehen für den Anwender folgende Kriterien im Vordergrund: 1. In den meisten Fällen gibt es Wahlmöglichkeiten hinsichtlich des für einen bestimmten Wärmeprozess einzusetzenden Verfahrens. einfach und für das Personal angenehm handhabbar. zuverlässig. Dabei soll das Verfahren flexibel und betrieblich „unauffällig“ sein. Wirtschaftlichkeit: Ein Verfahren soll unter den gegebenen Umständen wirtschaftlich sein. worunter zu verstehen ist: Sofort betriebsbereit. Das reicht von der . kann die Erwärmung auch rascher vor sich gehen. bestimmte hochbeanspruchte Teile nicht mehr aus Sondermetallen.2. 3. die über den betreffenden Fertigungsschritt hinausreichen. • Da jegliche Wärmefortpflanzung Zeit braucht. oder es können Veränderungen bei vor. robust und fehlertolerant. Es gibt auch Fälle. Die Ziele dabei sind das Erreichen und Einhalten einer gewünschten Produktqualität mit möglichst geringen Fertigungstoleranzen und Ausschussraten. Umwelt. sowohl was die Höhe von Investitionen als auch was die Dauer von deren Bindung bzw. sondern aus billigeren Grundwerkstoffen gefertigt und dann erst mit Hilfe geeigneter Verfahren beschichtet werden. nach Möglichkeit automatisierbar. Zu unterschiedlich sind die individuellen Möglichkeiten und Erwartungen.oder nachgelagerten Produktionsschritten eintreten. so erwachsen aus dem Prinzip der unmittelbaren Erwärmung zwei wichtige Vorteile: • Wegen der kleineren zum Wärmetransport erforderlichen Temperaturunterschiede kommt man mit geringeren Übertemperaturen aus. Amortisation angeht. Das kann bis zum Erschließen neuer Konstruktionsweisen gehen. so dass Entscheidungen meistens aus einer Abwägung heraus getroffen werden müssen zwischen den Ansprüchen an die prozess. in denen die Wahl eines Prozesswärmeverfahrens Auswirkungen hat. 2.und betriebstechnischen Erfordernissen gerecht werden.und betriebstechnische Leistungsfähigkeit eines Verfahrens und den Kosten. vom Platzbedarf und von den Bearbeitungszeiten her in die Fertigungsabläufe einpassbar.und ressourcenbezogene Aspekte erlangen ! auch für den einzelnen Anwender ! zunehmende Bedeutung.B. Darüber hinaus gibt es in der Regel Wechselwirkungen mit dem vorgenannten Komplex. Technisch-betriebliche Eignung: Ein Verfahren soll den prozess. So können sich Unterschiede ergeben in der Quantität oder auch der Qualität des einzusetzenden Materials. die der Anwender dafür zu tragen bereit ist. sowie eine hohe Produktivität. Freilich gibt es dafür keinen allgemeinverbindlichen Maßstab.

und Schadstoffemissionen. innerer Wärme.oder Entgasungseffekte.B. Vermeiden oder inhärentes Abfangen problematischer Prozessprodukte) • Umgestaltung von Prozessen zur Mehrfachnutzung von Energie in Kreisläufen und Kaskaden (z.B. der Leistungsaufnahme des Erwärmungsgutes wie für den Prozess erforderlich (z.30 2 Deckung von Prozesswärmebedarf Verbesserung der Arbeitsplatzqualität durch geringere Emission von schadstoffbelasteten Abgasen. nach Möglichkeit unmittelbar an den Wirkort (z. der auf dem Wege über elektrothermische Verfahren den Einsatz von Kohle und Kernenergie.und Versorgungsketten und -bäumen. Thermoschleifen zur Herstellung von Holzschliff) • positive prozessspezifische Nebenwirkungen chemischer oder physikalischer Art (z. Abwärme und Lärm bis hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Prozessalternativen. bei Verfahren zum thermischen Abtragen) • integrierter Einsatz von Prozesswärme zur Verbesserung mechanischer Prozesse (z. die in den dafür in Frage kommenden Anwendungssegmenten entscheidende Verbesserungen bringen können: • gezielter Energieeintrag ins Innere des Erwärmungsgutes.B. beim Oberflächenhärten oder bei Verfahren zum Schweißen und Schneiden) • genaue zeitliche Dosierung der Leistungszufuhr bzw.und Stoffverbund bei Destillationsprozessen. unter Einbezug der sonst oft nicht berücksichtigten externen Effekte zu erhalten. bei Trocknungsverfahren) • Substitution der Nutzenergieart „Arbeit“ durch die Nutzenergieart „Wärme“ (z. Dabei kann es aber auch wichtig sein. Material. aber auch von regenerativen Energiequellen für alle Arten von Wärmeprozessen eröffnet. beim Durchwärmen fester Güter oder beim Trocknen) • Konzentration und Beschränkung der Energiezufuhr auf die am Prozess beteiligten Zonen oder Schichten des Werkstücks (z. Umformen durch Isothermschmieden. Hier sei vor allem auf den Primärenergiemix zur Stromerzeugung hingewiesen.B.B.B. In dem äußerst heterogen strukturierten Bereich der industriellen Wärmeprozesse gibt es eine Vielzahl technischer Entwicklungen.und Primärenergieaufwand etc. Dabei erfordert das Ziel einer ökologisch bzw. um Aussagen über Treibhausgas. Brüdenverdichtung) • Änderung von Prozessparametern und/oder Modifikation von Anlagen- . volkswirtschaftlich orientierten Gesamtbilanzierung das Verfolgen von Produktions. Einrühr. neben den rein quantitativen auch die qualitativen Gegebenheiten gebührend zu beachten. mehrstufige Verdampfungsprozesse.B.

1 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen Grundsätzlicher Aufbau und Funktionsprinzipien Als wärmetechnische Anlage sollen die Teile des Energiewandlers verstanden werden. Brenner. äußerer Wärmeverbund) 2. insbesondere dem Umgebungszustand. in dem sich das zu erwärmende Gut während der Dauer seines Aufenthaltes befindet und dessen Atmosphäre hinsichtlich Druck. • vom Lastgrad. Die wesentlichen Funktionseinheiten einer wärmetechnischen Anlage sind: • der Innenraum. • von den für den Betrieb der Anlage erforderlichen Betriebszuständen (Temperaturen. die der Erzeugung der Nutzwärme dient (z. Transport des zu erwärmenden Gutes im Innenraum.bzw. Fördergeschwindigkeiten).B.3 2. in denen die Nutzwärme erzeugt und auf das Erwärmungsgut übertragen wird.2 Industrielle Wärmeprozesse und Verfahren 31 komponenten zur Anpassung an das Versorgungsumfeld (Abwärmenutzung. • das Gehäuse. . • von den Umwelteinflüssen.h. der Funktionsweise und dem technischen Zustand der Anlage. Heizregister).2. In den Fällen einer unmittelbaren Erwärmung. chemische Wirkungen wichtig sein kann. wenn die Wärme im Gut selbst erzeugt wird. tritt an die Stelle der Beheizungseinrichtung eine elektrische Einrichtung zur Übertragung der elektrischen Energie auf das Gut. Strahler. Leistungsbedarf einer wärmetechnischen Anlage wird im wesentlichen von folgenden Faktoren bestimmt: • von der Art. d.3. • die Beheizungseinrichtung. • der Objektträger für Beschickung. • vom zeitlichen Ablauf des Einsatzes und der Art der Betriebsführung. der Größe. das den Innenraum umgibt und damit in erster Linie den Energiehaushalt prägt. jedoch in manchen Fällen auch für physikalische bzw. Zusammensetzung. Lagerung bzw. Austausch und Strömung den Erfordernissen des Prozesses genügen muss. Der Energie.

2. Einige Bauformen von Standöfen Feste. Hinsichtlich der Beschickung und Führung des Erwärmungsgutes in der Anlage unterscheidet man zwei grundsätzlich unterschiedliche Funktionsweisen: • Standanlagen und • Durchlaufanlagen. kann der Herd auch horizontal oder vertikal beweglich sein (z.9. in der dem Erwärmungsgut die Aktivenergie zugeführt wird. Hubherdofen). Um die Beschickung zu erleichtern. kann auch kleiner sein als die gesamte Aufenthaltsdauer TG. Anschließend kann sich dieser Vorgang wiederholen (periodischer Chargenbetrieb). Statt der hier angedeuteten elektrischen Heizelemente kann die Beheizung z. Die Erwärmungsdauer TA.32 2 Deckung von Prozesswärmebedarf • vom zeitlichen Ablauf des Einsatzes und der Art der Betriebsführung. 26-166-A-01 26-166-A-01 Abb.oder Trommelform.9 (Rudolph u. auch durch heiße Verbrennungsgase erfolgen.B.bzw. Schaefer 1989) zeigt einige Beispiele für die möglichen Bauformen von Standanlagen. 2. Herdwagenofen.10 gibt qualitativ den typischen zeitlichen Verlauf der . stapelbare Erwärmungsgüter werden oft auf einer Herdplatte (meist aus Stahl) in der Anlage gelagert.1 Standanlagen Eine Standanlage wird zu Beginn des Prozesses mit einer gewissen Menge m des zu erwärmenden Gutes beschickt. das während der Aufenthaltsdauer TG in der Regel an der gleichen Stelle in der Anlage verbleibt und danach entnommen wird. Abbildung 2. Abbildung 2.3. wenn sich an die eigentliche Erwärmung des Gutes noch eine Warmhalte. Abkühlphase innerhalb der Anlage anschließt. Zur Aufnahme flüssiger Güter dienen Behälter in Tiegel-.B. Das ist dann der Fall. Wannen.1.

2. kaltes Erwärmungsgut in eine Anlage eingebracht. ESp. Das betrifft nicht nur die Phasen des Anheizens und Abkühlens der Anlage.10.LB EA 0 TA h 26100-A-99 26100-A-99 t ΔhA hG(t) Aufheizende TG Beschickung Entnahme t Abb.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 33 energetischen Größen wieder. Um einen gewünschten Enthalpieverlauf hG(t) des Gutes zu erreichen. welche die Aktivleistung und die Summe der Verlustleistungen deckt: Pzu (t) = PA (t) + ∑ PV (t) + ESp (2.3) In diese Bilanz geht auch eine etwaige Veränderung der in der Anlage gespeicherten Energie. muss zeitlich dosiert ein entsprechender Betrag an Aktivleistung PA ( t ) = mhG ( t ) (2.B. Wird z. Zum Funktionsprinzip einer Standanlage . deren Wände bereits auf Betriebstemperatur P Pzu(t) PA(t) Pzu.2) auf das Erwärmungsgut übertragen werden. Hierfür muss der Anlage insgesamt eine Leistung zugeführt werden.2. mit ein.

so befindet sich im stationären Zustand eine Gutsmenge m = mTG in der Anlage. in denen dem Gut keine Aktivenergie zugeführt wird. Im Gegensatz zur Standanlage finden Beschickung und Entnahme des Erwärmungsgutes hier an unterschiedlichen Stellen der Anlage statt.oder Ölbrenners mit lastabhängigem TaktPause-Verhältnis.6) Die „Aktivzone“ der Länge LA.3. v (2.5) Wird der Gutsdurchsatz m sowohl am Eingang als auch am Ausgang als zeitlich konstant angenommenen. so wird ein Teil der Aktivleistung aus einer Abkühlung dieser Wände gedeckt. Die Aktivenergie ergibt sich aus der Integration der Aktivleistung zu EA = TA ∫ P dt = m Δh A A (2. hG ( x ) ist die zeitliche Enthalpiezunahme des Gutsteiles am Ort x.B. in der dem Gut die Aktivenergie zugeführt wird. . durch taktweisen Betrieb eines Gas.1. Dieser Sachverhalt ist in Abb.11 qualitativ skizziert. (2.34 2 Deckung von Prozesswärmebedarf gebracht sind. Vorübergehend kann dann PA(t) > Pzu(t) sein. Neben der Aktivzone können auch Halte. z. Der gewünschte zeitliche Enthalpieverlauf hG(t) des Erwärmungsgutes kommt durch einen örtlichen Enthalpiezuwachs MhG hG ( x) = Mx v (2.7) während des Durchlaufes durch die Aktivzone der Anlage zustande. 2.4) 2. In vielen Fällen erfolgt die Energiezufuhr diskontinuierlich. Bei gegebener Anlagenlänge L und Durchlaufgeschwindigkeit v ist die Aufenthaltsdauer des Gutes TG = L . ist in manchen Fällen kleiner die Gesamtlänge L der Anlage.und Abkühlzonen enthalten sein.2 Durchlaufanlagen In der Durchlaufanlage wandert das Erwärmungsgut während seiner Aufenthaltsdauer TG stetig oder schubweise vom Eingang zum Ausgang der Anlage. Beschickung und Entnahme erfolgen kontinuierlich oder partienweise.

3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 35 Pzu 26101-A-99 26101-A-99 PA PKühl Beschickung m Entnahme v Aktivzone Gesamtlänge h hG(x) ΔhA 0 x LA L Abb.9) ist im stationären Fall zeitlich konstant. Das bedeutet normalerweise auch eine konstante zugeführte Leistung Pzu.11. Zum Funktionsprinzip einer Durchlaufanlage Um diese Enthalpiezunahme zu bewirken.8) Die gesamte Aktivleistung PA = LA ∫ MPA dx = m ΔhA Mx (2. muss die Zufuhr von Aktivenergie örtlich dosiert werden: MPA Mh ( x) m m =m G = hG ( x ) = hG ( x ) Mx Mx v L (2. 2.2. .

10) . Einige Bauformen von Durchlauföfen 2.13 ist der Energiefluss in einer wärmetechnischen Anlage in allgemeiner Form qualitativ skizziert. Als erster Schritt der energetischen Bilanzierung einer wärmetechnischen Anlage ist zur räumlichen Abgrenzung der Bilanzkreis festzulegen. Herdwagen oder Drehherd durch den Ofen wandern.12. 2. 26-167-A-01 26-167-A-01 Abb. Hubbalken. Für die Förderung loser Schüttgüter eignet sich der Schüttelherd oder die Trommel mit Förderschnecke.36 2 Deckung von Prozesswärmebedarf Aufgrund dieser Charakteristik eignet sich die Durchlaufanlage vor allem zur (quasi-)kontinuierlichen Erwärmung größerer Mengen von Gütern mit hinreichend kleinen.3. 2. nicht zu sperrigen Abmessungen. Stückige Güter oder Schüttgüter in Behältern können auf Förderband. Alle über die Bilanzgrenzen eintretenden Energien E zu sind zugeführte.2 Energetische Bilanzierung In Abb. Die Bilanzgleichung lautet: ∑E zu =∑ Eab + ΔESp . alle austretenden Eab sind abgeführte Energien. (2. Für den Transport des Gutes zwischen Eingang und Ausgang gibt es eine Reihe unterschiedlicher Lösungen. Rollengang. Schaefer 1989) an einigen Beispielen zeigt. wie Abb. 2.12 (Rudolph u.

B. Soweit diese beim Verlassen der Anlage noch an das Erwärmungsgut gebunden ist.Verl Abb. die nicht dem Posten Eab. soweit nicht innerhalb der Anlage wieder Kondensation stattfindet. stellt sie den Posten Eab. Strahlung und Leitung über die Umschließungsflächen der Anlage • die thermische Energie der Verbrennungsabgase einer brennstoffbeheizten Anlage 3 Bei einem Trocknungsprozess kann das verdampfte Wasser als (ursprünglicher) Teil des Erwärmungsgutes angesehen werden. z. Seine Verdampfungsenthalpie.2. Diejenigen Teile der insgesamt abgeführten Energie ΣEab. .Nutz. Nutz Σ Εab Σ Εab. 2. ist daher Bestandteil des Postens Eab.Nutz 3 dar. welche die Aktivenergie darstellt. Dazu gehören in erster Linie • die Wärmeabgabe durch Konvektion.13.Verl zusammengefasst. an Luft oder Anlagenwände.Nutz angehören. Eüb ist der Teil der Aktivenergie. Allgemeines Schema der Energieflüsse in einer wärmetechnischen Anlage Ein Teil der insgesamt zugeführten Energie ΣEzu wird im Sinne des Prozesszieles als Aktivenergie EA wirksam.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen Σ Εzu 29126-B-05 29126-B-05 37 ΕΑ Aktivenergie Ε rück Εüb Εaus Δ Ε Sp Εein Eab. sind im Verlustposten ΣEab. der innerhalb der Anlage weitergegeben wird.

Bei der Betrachtung eines Erwärmungszyklus kann man hingegen von "quasistationären" Verhältnissen sprechen. oder als Abnahme durch Austrag einer Energiemenge Eaus. Ein solcher rückgeführter Energiefluss stammt aus dem Posten Eüb. • Vorwärmung der Verbrennungsluft im Abgaswärmetauscher. Ein exakt stationärer Zustand während des Erwärmungsbetriebes ist nur in Einzelfällen bei Durchlaufanlagen anzutreffen. Die Dauer des Betrachtungszeitraumes kann in einem solchen Fall grundsätzlich beliebig gewählt werden. veränderlicher Zustand der Anlage.38 2 Deckung von Prozesswärmebedarf • Abluftverluste einer von Luft (oder einem anderen Gas) durchströmten Anlage Rückgeführte Energieflüsse Erück sind dadurch gekennzeichnet. Aus dieser energetischen Leistungsbilanz lassen sich in der Momentanbetrachtung zwei Arten von Betriebszuständen einer Anlage unterscheiden: • ESp = 0 : Stationärer. d.h. die das Gut vor Verlassen der Durchlaufanlage abkühlt. mechanisch oder auch chemisch gespeicherter Energie. nicht aber. unveränderlicher Zustand der Anlage. Betrachtet man die Energieflüsse zu irgendeinem Zeitpunkt.h.10) die Form einer Leistungsbilanz an. Beispiele dafür sind: • Gutsvorwärmung durch gegenströmende Luft. Bei Standanlagen ist ein exakt stationärer Zustand allenfalls im Leerbetrieb möglich. Alle Energieströme sind über einen einheitlichen Betrachtungszeitraum T0 zu bilanzieren.(2. wenn der Lastgrad sich nicht ändert und dementsprechend die Leistungen Pzu und Pab zeitlich konstant sind. wenn ein Gut erwärmt wird. Meist handelt es sich dabei um eine Erwärmung oder Abkühlung von Anlagenbauteilen. also mit dem Posten der Aktivenergie. so nimmt Gl. ΔESp kann also positives oder negatives Vorzeichen haben.(2. Gl. ΔESp ist die Veränderung (per saldo) von in der Anlage thermisch. praktisch ist sie hauptsächlich durch messtechnische Aspekte bestimmt. wenn der Zustand der Anlage am Anfang und am . • ESp ≠ 0 : Instationärer. d. Die zweckmäßige Wahl dieses Betrachtungszeitraumes hängt von der Fragestellung ab. entweder als Zuwachs durch Einspeicherung einer Energiemenge Eein. vgl.3). dass sie zumindest teilweise Bestandteil der Aktivenergie werden können. Diese steht oft in Wechselwirkung mit einer Abkühlung oder Erwärmung des Gutes. Als weitere Dimension tritt zur räumlichen Abgrenzung die zeitliche Abgrenzung hinzu.

die sich ausschließlich innerhalb oder ausschließlich außerhalb des Bilanzkreises abspielen. bei dem zur Wärmerückgewinnung ein rekuperativer Wärmeaustauscher eingesetzt ist. 2. Je nach Fragestellung können drei unterschiedliche Bilanzräume festgelegt werden: • Ofen.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 39 Ende der gleiche ist und sich dazwischen nicht wesentlich geändert hat. so können die Resultate einer Bilanzierung nicht mehr in direkten Zusammenhang mit einem bestimmten Zustand der Anlage gebracht werden. Woche. Schicht) oder kalendarisch (Tag. Aufgabe des Rekuperators ist es. und • Ofen + Rekuperator.4). also instationäre Betriebszustände der Anlage. Der Grad der Detaillierung hängt wiederum von der Fragestellung und auch von der Art und der Größe der Anlage sowie nicht zuletzt von den messtechnischen Möglichkeiten der Erfassung von relevanten Größen ab. die Anlage hat bereits einen thermischen Beharrungszustand erreicht.10) nicht in Erscheinung. so dass die möglichen Aussagen mehr auf der betriebstechnisch/wirtschaftlichen Seite liegen. hierzu Kap. Energieströme oder Energieumwandlungen. wenn also die Anlage nicht stark abgekühlt und wiederaufgeheizt wurde ( ΔESp ≈ 0 ). 2. Ein quasistationärer Fall liegt auch vor.14 schematisch die Energieflüsse eines gasbeheizten Ofens. da sie nun gänzlich . Fertigungszyklus. Die Resultate einer Bilanzierung unter stationären oder quasistationären Bedingungen dienen in erster Linie der energietechnischen Beurteilung einer Anlage in dem betreffenden Zustand.und/oder Abkühlphasen. Dementsprechend wird der Betrachtungszeitraum meist betriebsorganisatorisch (z. Oft interessieren jedoch auch die energetischen Vorgänge innerhalb einer Anlage. unter Ausnutzung der Enthalpie des heißen Ofenabgases im kontinuierlichen Betrieb die Verbrennungsluft vorzuwärmen. wenn eine Anlage durch getaktete Energiezufuhr auf Betriebstemperatur gehalten wird.1 und HLuft.2 nicht mehr erfasst. Dafür geht nun die Art und Weise des zeitlichen Einsatzes und die Art der Betriebsführung ein. Das ist bei der Aufstellung einer Energiebilanz manchmal von Vorteil. Dann muss die Energiebilanz zur Analyse der Energieflüsse weiter detailliert werden. vorausgesetzt. Als Beispiel für die Möglichkeiten zur Energiebilanzierung zeigt Abb. Enthält der Betrachtungszeitraum dagegen Aufheiz. Monat. • Rekuperator.B. In der Gesamtbilanz werden die in den Einzelbilanzen erscheinenden Energieströme HAbgas.2. Jahr) bestimmt sein (s. treten in Bilanzgleichung (2.

ab H Luft. In der messtechnischen Praxis schließen sich Bilanzen infolge der unver meidlichen Messunsicherheiten in der Regel nur durch Hinzufügen eines Restgliedes.1 26438-A-05 26438-A-05 QReku H Luft.2 Pel H Brennstoff Abb. 2.1 QOfen H Gut.40 2 Deckung von Prozesswärmebedarf innerhalb des Bilanzraumes liegen. H Abgas.1 Rekuperator H Abgas.14.zu Ofen Gutsdurchlauf H Gut. Bilanzschema eines Ofens mit Rekuperator . das die Messabweichungen saldiert.

max (im zeitlichen Mittel über die Erwärmungsdauer TA).h.min .1 zeigt die entsprechenden Zusammenhänge. Tabelle 2.11) also den Quotienten aus der aktuellen Produktionsleistung und der Produktionskapazität im Nennbetrieb.6): m= m TG (2.(2. • die maximal auf das Gut übertragbare Aktivleistung PA. Der Nennbetrieb entspricht meist den Bedingungen maximaler Produktionskapazität. d. Die Produktionsleistung einer wärmetechnischen Anlage wird durch ihren Durchsatz m an Erwärmungsgut charakterisiert.2. Bei Durchlaufanlagen wirken begrenzend: 4 Die notwendigen Zeiten für das Einbringen und das Entnehmen des Gutes seien hier als vernachlässigbar klein angenommen. hängt auch davon ab.3 Stationäres Betriebsverhalten in Abhängigkeit vom Lastgrad Die momentane Auslastung einer wärmetechnischen Anlage wird beschrieben durch den Lastgrad l= m . Bei Standanlagen handelt es sich hierbei um eine diskretisierte Größe. Die maximale Produktionskapazität kann durch räumliche oder durch energetische Kriterien bestimmt sein.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 41 2. . die je Zeiteinheit oder in einem zu betrachtenden Zeitraum in der Anlage dem wärmetechnischen Prozess unterzogen werden kann. Welche Faktoren darin eingehen. nämlich den Quotienten aus der Chargenmenge m und der Aufenthaltsdauer4 TG der Charge im Ofen. Bei Standanlagen wirken begrenzend: • das maximale Fassungsvermögen mmax in Verbindung mit der minimalen Aufenthaltsdauer TG. mN (2. ob es sich um eine Stand. der minimalen Erwärmungsdauer TA. Darunter soll die höchstmögliche Menge an Erwärmungsgut verstanden werden.oder um eine Durchlaufanlage handelt. analog Gl.min bzw.3. mN = mmax .12) Für jede wärmetechnische Anlage gibt es eine maximal mögliche Produktionskapazität mmax .

zusammen mit deren maximal möglichem Wert. So ist die minimale Aufenthaltsdauer des Gutes in einer Standanlage einerseits durch den Prozess bestimmt. je kleiner der erforderliche Betrag der spezifischen Aktivenergie ΔhA ist.1 Begrenzende Faktoren für die Produktionskapazität einer wärmetechnischen Anlage Standanlage Durchlaufanlage ⎛ ∂PA ⎞ Begrenzendes Kriterium Räumlich mmax = mmax TG.min ⎛ ∂m ⎞ mmax = ⎜ ⎟ vmax ⎝ ∂x ⎠ max Energetisch mmax = PA. ⎜ ∂x ⎟max .max ⎜ ⎟ ⎝ ∂x ⎠max = ΔhA.LB + ( Pzu.42 2 Deckung von Prozesswärmebedarf ⎛ ∂m ⎞ • die maximale Packungsdichte des Gutes je Längeneinheit.max ΔhA.N − Pzu. Diese beiden Größen multipliziert ergeben wiederum die maximale Aktivleistung.13) . • die maximal übertragbare Aktivleistung je Längeneinheit. quasistationären Bedingungen. die in der Anlage auf das Erwärmungsgut übertragen werden kann.min Die räumlichen und energetischen Kriterien stehen miteinander in Verbindung. Entsprechendes gilt für den Zusammenhang zwischen der Durchlaufgeschwindigkeit des Gutes in einer Durchlaufanlage und deren längenspezifischer Aktivleistung. Zwischen dem Energieverbrauch je Zeiteinheit einer wärmetechnischen Anlage unter stationären bzw. und ihrem Lastgrad l besteht in aller Regel ein linearer Zusammenhang: Pzu = Pzu.min mmax ⎛ ∂PA ⎞ LA. andererseits aber auch abhängig von der Aktivleistung. Pzu. Generell ist ferner die Produktionskapazität einer Anlage gegebener Aktivleistung umso größer.LB ) l (2. Tabelle 2. in ⎝ ⎠ Verbindung mit der maximalen Durchlaufgeschwindigkeit vmax . ⎜ ∂x ⎟max (im ⎝ ⎠ örtlichen Mittel über die Aktivlänge LA).

2. quasistationären Betrieb ergibt sich als Verhältnis von Nutzen zu Aufwand.N der Energieverbrauch je Zeiteinheit der Anlage im Nennbetrieb.15 zeigt im oberen Teil eine solche Kennlinie für einen elektrischen Durchlauf-Trockner. Das bedeutet. den die Anlage im Leerbetrieb hat.LB der Energieverbrauch je Zeiteinheit.15) Der (energetische) Wirkungsgrad der Anlage im stationären bzw.16) Pzu Er steigt mit wachsendem Lastgrad stets an. Bezeichnet man den Wirkungsgrad bei einem Lastgrad von Eins als Nennwirkungsgrad ηN. Es sei nochmals darauf hingewiesen. dass die Anlage kein Gut erwärmt. (2.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 43 Hierbei ist Pzu. Pzu. Der Bedarf an Aktivenergie je Zeiteinheit ist proportional zum Lastgrad: PA = l PA. Jeder der einzelnen Leistungsposten hängt ebenfalls linear vom Lastgrad ab. (2. 2. Prinzipiell liegt also für jeden Lastgrad eine Energiebilanz nach dem Schema von Abb.13) formulierte Zusammenhang lässt sich als energetische Kennlinie für das stationäre Betriebsverhalten darstellen.14) PA. wobei für den Nennbetrieb (2. so erhält man .N = mN ΔhA ist. jedoch in Betriebsbereitschaft gehalten wird. dass die äußeren Wärmeverluste durch Energiezufuhr ausgeglichen werden. so stellt die Leistung Pzu den Mittelwert der zugeführten Leistung über den Betrachtungszeitraum dar. Abb. Hierzu ist es insbesondere erforderlich. der die Behandlungszeit einer oder mehrerer Chargen beinhalten kann.15 zu sehen ist. wie beispielhaft im unteren Teil von Abb.N . die bei der abgeführten Leistung unterschieden werden können. Kann ein solcher Betriebsbereich als „quasistationär“ angesehen werden. 2.13 zugrunde. 2. dass namentlich bei Standanlagen die zugeführte Leistung ! soweit es sich nicht um den Leerbetrieb handelt ! normalerweise nicht konstant ist. (2. Der Leerbetrieb ist durch einen Lastgrad von Null gekennzeichnet. also P η= A . mit zusätzlicher Unterteilung in die einzelnen Posten. Der in Gl.

Elektrischer Durchlauftrockner im stationären Betrieb η= 1 P ⎛1 ⎞ 1 + zu. 2.16 dargestellt. geht der spezifische Energieverbrauch mit steigendem Lastgrad zurück.5 1 d Wirkungsgra 0.5 0 0 50 100 Verdampfungsleistung in kg/h 150 200 Abb. 2. die Effizienz der Anlage zu quantifizieren.44 2 Deckung von Prozesswärmebedarf 200 26439-A-05 26439-A-05 150 Leistung in kW 100 Aktivenergie 50 Fortluft-Verlust 0 0 50 Oberflächen-Verlust 100 Verdampfungsleistung in kg/h 150 200 2 26440-A-05 26440-A-05 Spezifischer Energieverbrauch in kWh/kg 1. bietet die Größe des spezifischen Energieverbrauchs e= Pzu = m ∑E m zu (2. 2.17) Dieser Zusammenhang zwischen Wirkungsgrad und Lastgrad ist in Abb. Ist eN der spezifische Energieverbrauch bei einem Lastgrad von Eins.15. weist also die gegenläufige Tendenz zum Wirkungsgrad auf.LB ⎜ − 1 ⎟ Pzu. Eine andere Möglichkeit.N ⎝ l ⎠ ηN Erwärmen von Gut und Transporteinrichtung e hrt efü Zug ie e rg En (2.18) Wie ebenfalls in Abb.15 zu erkennen ist. so erhält man .

19) Zwischen dem Wirkungsgrad und dem spezifischen Energieverbrauch gilt bei jedem beliebigen Lastgrad der Zusammenhang eη = ΔhA .1 0. Pzu.2 0.20) Ein instationärer Zustand liegt vor. Das kann folgende Ursachen haben: • Die Anlage wird angeheizt. Da die Dicke der Anlagenwände meist klein ist gegen die sonstigen Abmessungen.7 0.8 1 0.8 0.1 0.6 0.16.2 0. weil sie nicht mehr benutzt wird • Die Anlage wird mit kaltem Erwärmungsgut beschickt.6 0.1 0 0 Normierter Wirkungsgrad 0.5 0.4 0. um sie betriebsbereit zu machen • Die Anlage kühlt ab.9 0.2. 2.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 45 1 0 Normierter Leerbetriebsverbrauch: 0. Wirkungsgrad einer wärmetechnischen Anlage in Abhängigkeit vom Lastgrad ⎡ P ⎛1 ⎞⎤ e = ⎢1 + zu. kann man sich für die wärmetechnische Beschreibung instationärer Vorgänge in vielen Fällen auf die eindimensionale Betrachtung von Temperaturgradienten und Wärmeströmen längs einer Koordinate .4 Betriebsverhalten im instationären Zustand (2. wenn die Temperaturen in den Wänden einer Anlage sich zeitlich ändern.3 0.N ⎝ l ⎠⎥ ⎢ ⎣ ⎦ (2.3 0.3.5 Lastgrad 0.4 0.8 0. 2.9 1 Abb.4 0.LB ⎜ − 1 ⎟ ⎥ eN .2 26517-A-06 26517-A-06 0.7 0.6 0.

In der Praxis liegen die Verhältnisse allerdings meist komplizierter: • Die Anlagenwände sind oft mehrschichtig aufgebaut (meist temperaturbeständige Ausmauerung innen und Wärmedämmung außen). 2. Dann fließt vom Innenraum der Anlage mit der Temperatur ϑi in die äußere Umgebung mit der Temperatur ϑa ein stationärer Wärmestrom der Dichte . Um solche Gegebenheiten zu berücksichtigen.1 Abkühlung einer Ofenwand Zunächst soll die Temperatur ϑ ( x. • Der äußere Wärmeübergang hängt von der Temperatur an der äußeren Oberfläche ab.B. • In vielen Anlagen wird die Innenatmosphäre umgewälzt und teilweise ausgetauscht. • Sowohl die Wärmekapazität als auch die Wärmeleitfähigkeit der meisten Baustoffe ist von der Temperatur abhängig.3. t ) beim Abkühlen einer Anlagenwand analysiert werden. werden numerische Berechnungsmethoden herangezogen. sind anders aufgebaut und weisen auch andere Wärmeübergangsverhältnisse nach außen auf. wie z. 2. Das betrifft zum einen den konvektiven Anteil und wird verstärkt durch die andersartigen Gesetze des strahlungsbedingten Wärmeübergangs. (Roth 2003).4. • Es gibt konstruktiv bedingte Wärmebrücken in den Anlagenwänden. z.B. Diese Wand besteht aus einer homogenen Schicht der Dicke d mit den temperaturunabhängigen Stoffgrößen • Wärmeleitfähigkeit λ [W/m/K] • Spezifische Wärmekapazität c [kJ/kg/K] • Dichte ρ [kg/dm3] Die Ortskoordinate x beginnt an der Wandinnenseite. • Die Stoffgrößen sowie die Wärmeübergangskoeffizienten sind temperaturunabhängig.17). ebene und homogen aufgebaute Wand.46 2 Deckung von Prozesswärmebedarf senkrecht zu den Umschließungsflächen beschränken. Zu Beginn des Abkühlvorgangs (t = 0) befinde sich die Anlage in einem stationären Zustand (s. Abb. • Teile der Umhüllung. Den nachfolgenden Beschreibungen des instationären Betriebsverhaltens liegen zwei fundamentale Vereinfachungen zugrunde: • Es handelt sich um eine einschichtige. • An den Ecken und Kanten einer Anlage verläuft der Wärmefluss in den Wänden mehrdimensional. die Unterseite.

Außenseite der Wand. (2. dass das Temperaturprofil in der Wand im stationären Zustand linear ist: x ϑ ( x.23) folgt.21) lässt sich der Anfangswert der Temperatur an der Innenseite der Wand errechnen: .3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen d 47 26406-A-05 26406-A-05 ϑi ϑ0 ϑ ϑ ( x .2.24) λ Aus Gl.21) k= 1 αi + 1 d λ + 1 . Stationärer Wärmedurchgang durch eine Ofenwand ϕstat = k ⋅ (ϑi − ϑa ) = α i ⋅ (ϑi − ϑ0 ) mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten (2. 0 ) = ϑ0 − k (ϑi − ϑa ) .bzw. (2. Aus der Wärmeleitungsgleichung ϕ ( x) = − λ Mϑ ( x ) Mx (2. 2.17. αa die Wärmeübergangskoeffizienten (bedingt durch Konvektion und Strahlung) an der Innen.(2.0 ) ϕstat ϑa 0 x d Abb.22) αa Hierin sind αi bzw.

26) Aus der Verknüpfung der beiden Gleichungen (2. (2. 0 ) .31) Durch Einsetzen der (abgeleiteten) Gleichungen (2. (2.30) Θ= ϑ − ϑa ϑ0 − ϑa (2. Mt Mx 2 mit der „Temperaturleitfähigkeit“ [m²/s] (2. .28 bis -31) in Gl.28) Für die Analyse des instationären Vorgangs werden folgende Normierungen vorgenommen: • Für die Ortskoordinate (beginnend an der Wandinnenseite): ξ= x d (2. Im ebenen eindimensionalen Fall heißt dies: Mϑ ( x ) 1 Mϕ ( x) =− Mt c ρ Mx (2. t) M2ϑ ( x.29) • Für die Zeitkoordinate 5: a τ = 2 ⋅t d • Für die Temperatur: (2.48 2 Deckung von Prozesswärmebedarf ϑ0 = ϑi − k αi ⋅ (ϑi − ϑa ) = ϑ ( 0.23) und (2. t) =a .26) geht die allgemeine Differentialgleichung für instationäre thermische Vorgänge ohne innere Wärmequellen (FOURIERsche Wärmeleitungsgleichung) im ebenen eindimensionalen Fall hervor: Mϑ ( x. so führt dies an der betreffenden Stelle zu einer Temperaturzunahme (und vice versa eine Wärmestromquelle zu einer Temperaturabnahme).25) Mündet ein Wärmestrom in eine Senke.27) ergibt sich die Differenzialgleichung 5 In der wissenschaftlichen Literatur wird dafür häufig die FOURIER-Zahl Fo = 4 τ benutzt.27) a= λ cρ (2.

h. Gl.32) Θ(ξ . die im Zeitverlauf umso rascher abklingen.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 49 MΘ M 2 Θ = . wenn der Abkühlvorgang bei leerem Ofen.18 zeigt das geometrische Zustandekommen der unbeschränkten Folge von Lösungen der Eigenwertgleichung. BIOT-Zahl α d Bi = a λ (2.(2. Mξ (2.h. (2.τ ) = M exp(− μ 2τ ) cos(μξ ) + N exp(−ν 2τ ) sin(νξ ) .33) gelangt man zu folgender transzendenten Bestimmungsgleichung für die Eigenwerte: μ Bi = cot μ . MΘ(0.37) Abbildung 2. Mτ Mξ 2 Durch Trennung der Variablen erhält man die allgemeine Lösung (2. • vernachlässigbar kleiner Wärmeaustrag durch innere Auskühlung infolge eines Austausches der Innenatmosphäre. (2.33) ist N = 0. d ∂ξ (2. Das örtliche Temperaturprofil setzt sich also nur aus cos-Gliedern zusammen.35) Durch Einsetzen in Gl.(2.36) Hierin ist die sog. in Gl. . Die Gesamtheit der Eigenwerte ist durch die stets gültige Randbedingung des Wärmeübergangs an der Außenoberfläche (ξ = 1) festgelegt: ϕ=− λ ∂Θ = αa Θ .τ ) =0.2. d.34) so sind die Sinusglieder irrelevant. (2.36). je größer ihr Eigenwert μj ist. d. Dies trifft zu.33) Wenn während des Abkühlvorgangs die Wandinnenseite als adiabatisch6 angenommen wird. also ohne Erwärmungsgut betrachtet wird. Damit lautet die vollständige Lösung der Differenzialgleichung: 6 Diese Annahme ist an folgende Voraussetzungen gebunden: • vernachlässigbar kleine Wärmespeicherfähigkeit im Ofeninneren.

(2.38).(2.2) die charakteristische cos-Form.38) mit den aus der Anfangsbedingung Θ (ξ . Die Randbedingung gemäß Gl. j j =1 (2. Der örtliche Verlauf ergibt sich aus der Superposition sämtlicher Einzelglieder nach Gl.20 zeigt die zeitlichen Verläufe der normierten Temperaturen an der Innenseite (ξ = 0) und an der Außenseite (ξ = 1) der Wand. Die .39) errechenbaren Konstanten Mj = 2 tan μ j 1 ⋅ .50 ∞ 2 Deckung von Prozesswärmebedarf Θ(ξ .18. 2. 1 + Bi μ j + sin μ j cos μ j B 26053-B-05 26053-B-05 (2. Geometrische Darstellung der Eigenwertgleichung Abbildung 2. wie sich das Temperaturprofil in einer Wand aus dem stationären Zustand (τ = 0) heraus entwickelt.19 zeigt.τ ) = ∑ M j exp(− μ 2τ ) cos(μ jξ ) .40) 0 5 2B 4 3 2 µ/B i ot co t t c co ot co 1 µ µ µ µ µ 0 0 1 2 3 µ1 µ2 4 5 6 7 8 Eigenwert μ µ3 Abb. Abbildung 2. Der zugrundegelegte Wert von 5 für die BIOT-Zahl entspricht etwa einer 10 cm dicken Wand aus porösen Leichtbausteinen bei ruhender Außenluft.35) tritt zu jeder Zeit als geometrische Bedingung für die Steigung des Temperaturprofils bei ξ = 1 in Erscheinung. Infolge des raschen Abklingens der höheren Glieder erreicht das Temperaturprofil recht bald (ab etwa τ = 0.0 ) = 1 − ξ 1+ 1 Bi (2.

35) rasch abklingen.8 0.1 BIOT-Zahl: Bi = 5 1 0 0 innen 1 Normierter Ort 1/Bi außen Abb.2 0.10 und 0.17 (je nach der Größe der BIOT-Zahl). da anfangs die höheren Glieder noch wirksam sind.7 Normierte Differenztemperatur 0.4 0.9 0.5 0.1 0.6 0. Ihr Verlauf lässt sich durch die Übergangsfunktion eines Verzögerungsgliedes 2. (2.2 0.1 = 1 μ 2 1 ⋅ ln 2sin μ1 μ1 + sin μ1 cos μ1 (2. Danach mündet auch dieser Verlauf in das exponentielle Abklingen aufgrund des ersten Gliedes.02 0.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 51 Innentemperatur fällt zu Beginn des Abkühlvorgangs wesentlich steiler ab als später. 1 0 26403-A-05 26403-A-05 0. Ordnung annähern. Die normierte Dauer der entsprechenden Totzeit τ T.01 0.3 Zeitpunkt: τ = 0.41) bewegt sich zwischen 0. die wegen des Exponentialterms in Gl. Temperaturprofil in einer Ofenwand zu verschiedenen Zeitpunkten . Danach bleibt praktisch nur noch das erste Glied (j = 1) übrig.05 0. 2.19.5 0. Die Außenwandtemperatur sinkt mit Verzögerung ab.2.

52 2 Deckung von Prozesswärmebedarf 1 26404-A-05 26404-A-05 0. ⎛ ϑ (t1 ) − ϑa ⎞ ln ⎜ ⎟ ⎝ ϑ (t2 ) − ϑa ⎠ Bei einer solchen Ermittlung sollte darauf geachtet werden. dass die Differenz der gemessenen Temperaturen genügend groß ist gegenüber den Messunsicherheiten.42) ist an einer realen Anlage anhand eines Auskühlversuchs durch die Messung der Innen.2 0.6 1. in dem die gemessene Temperatur noch deutlich höher ist als ihr stationärer Endwert ϑa • der Zeitpunkt t2 so weit vom Zeitpunkt t1 entfernt ist.8 1 1. τ K.2 0.6 0.1 Außenseite 0 0 0.8 0.6 0.2 1.3 M1cosµ1 1 1 + Bi Totzeit 0.7 0. dass τ K.8 2 Zeitkonstante des 1.2 nach dem Auskühlbeginn liegt • beide Zeitpunkte in einem Bereich liegen.1 = 1 2 μ1 (2.4 BIOT-Zahl: Bi = 5 1.4 0.oder der Außenübertemperatur zu zwei Zeitpunkten t1 und t2 näherungsweise bestimmbar: .1 ≈ a ⋅ d2 t2 − t1 (2.4 1.43) • der Zeitpunkt t1 um eine normierte Zeitspanne von mindestens 0. Gliedes Normierte Zeit Abb. Glied 0. Aus dem Abkühlverhalten einer Ofenwand lässt sich unter den getroffenen Voraussetzungen ein sehr einfacher Symmetrieschluss für deren .9 Innenseite M1 Normierte Differenztemperatur 0.5 0. Temperaturverläufe einer Ofenwand beim Abkühlen aus dem stationären Zustand Die normierte Zeitkonstante des ersten Gliedes. 2.20.

die Anlage gegen Ende der Unterbrechungszeit durch Anheizen rechtzeitig wieder in den betriebsbereiten Zustand zu bringen.B.8 2 BIOT-Zahl: Bi = 5 Außenseite Normierte Zeit Abb. 2. so stellen sich die inversen Zeitverläufe der Temperaturen ein.4. Temperaturverläufe einer Ofenwand beim Aufheizen mit Leerbetriebsleistung aus dem kalten Zustand 2.4 1. Abbildung 2.2 0.2 1.4 0.3.6 0. Wird der Wand vom kalten Anfangszustand aus über ihre Innenseite eine konstante Leistung zugeführt.6 0. über Nacht oder am Wochenende. sowie auf das Anheizen aus dem kalten Zustand bis zum Erreichen des stationären Beharrungszustandes.und der Außenseite der Wand zeigt.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 53 Aufheizverhalten ziehen. Von praktischer Bedeutung ist insbesondere der Fall einer längeren Produktionsunterbrechung. da das Wiederaufheizen oft schon beginnt. Das ist deshalb wichtig. die gleich dem durchgehenden Wärmestrom im Beharrungszustand ist.2 Verhalten bei Betriebsunterbrechung Die bisherigen Betrachtungen bezogen sich auf das Auskühlen einer Anlage aus dem stationären Beharrungszustand bis zum völligen Erkalten. wie Abb.3 0.1 0 0 0. z.7 0. in der die Anlage auskühlt. 2. bevor die Anlage völlig erkaltet war.8 1 1.21.21 für die beiden Temperaturen an der Innen.2 0. 1 0.6 1.8 26405-A-05 26405-A-05 Innenseite Normierte Differenztemperatur 0.4 0.5 0. Hier stellt sich meist die Aufgabe.22 zeigt hierzu die Zeitverläufe der Wärmeströme an der .9 0.2. Die Gültigkeit dieser Betrachtung lässt sich in hinreichend guter Näherung auch auf Zwischenzustände ausweiten.

54 2 Deckung von Prozesswärmebedarf Betriebsunterbrechung TU Anheizen TAn Pi.An = FAn Pstat (2. 2. Wärmeflüsse an einer Ofenwand bei Betriebsunterbrechung Innenseite der Anlagenwand. dass der Wärmestrom Pi von der Innenseite in die Wand hinein schlagartig auf Null geht. Ordnung in Verbindung mit einer Ersatztotzeit.1 abzuklingen. Der Auskühlbeginn bei t = 0 sei dadurch gekennzeichnet. Die Dauer des Unterbrechungszeitraums sei TU. Pa.1 versetzt. . Für t < 0. also vor Beginn der Unterbrechung. Damit die Anlage nach Ablauf dieser Zeitspanne wieder produktionsbereit ist.1 0 Zeit Abb. Dieses Anheizen am Ende der Unterbrechungszeit geschieht oft mit einer erhöhten Leistung. kann analytisch berechnet werden. Ebenso verhält sich die Übertemperatur an der Außenseite der Wand. Pi. Die Anheizzeit. Ordnung angenähert. Der Verlauf von Pa wird hier nicht durch ein Verzögerungsglied 2. muss sie für eine gewisse Zeit TAn angeheizt werden. soll die Anlage wieder betriebsbereit sein. so dass ein gegenüber dem stationären Wärmestrom Pstat erhöhter Wärmestrom Pi. Um diese Totzeit TT. die dies gewährleistet.An innen Pi außen Pa 26102-C-05 26102-C-05 Wärmefluss Pi Pstat Ersatztotzeit TT.22.1 Pa TT. und an der Außenseite. also genau am Ende der Betriebsunterbrechung. sondern vereinfachend durch ein Verzögerungsglied 1. beginnt Pa mit der für die Wand typischen Zeitkonstante TK.1 TAn TT. Zu diesem Zeitpunkt. seien die beiden Wärmeströme gleich groß und zeitlich unveränderlich (stationärer Zustand). Am Ende der Anheizzeit wird der Wärmestrom Pi schlagartig wieder auf den stationären Wert Pstat abgesenkt.44) in die Wand eintritt.

.(2.1 ⎠ Um die Anheizzeit zu ermitteln.1 wie beim Abkühlen.1 ⎡ ⎤ ⎢ ⎥ FAn ⎢ ⎥ ln ⎢ ⎛ ⎞⎥ ⎢ FAn − 1 + exp ⎜ − TU ⎟ ⎥ ⎜ T ⎟⎥ ⎢ ⎝ K. Es gilt also für den stationären Leerbetrieb Pstat = ηf.1. die nach Gl.1 verschoben gegenüber dem Anheizbeginn und vollzieht sich wieder mit der gleichen Zeitkonstante TK.2.44) errechnet werden.3 Betriebsverhalten wärmetechnischer Anlagen 55 Dazu wird der weitere Verlauf des Wärmestroms Pa an der Außenseite der Wand betrachtet. in der sich kein Erwärmungsgut befindet.45) Der Anteil der Anheizdauer an der jeweiligen Unterbrechungsdauer.43) zu messen ist • die vorgegebene Unterbrechungsdauer TU • der Anheizfaktor FAn kann nach Gl. 2. Die Ersatztotzeit geht in die Berechnung nicht ein und braucht deshalb nicht bekannt zu sein! Bei einer brennstoffbeheizten Anlage. FAn ⎟ .An. ist in Abb. Der Beginn seines Wiederanstiegs ist um die Totzeit TT.(2.LB und für das Anheizen 7 (2.LB Pzu.1 ⎠ ⎦ ⎣ (2. Gl.(2. Es lässt sich zeigen. jedoch gegen einen um den „Anheizfaktor“ FAn erhöhten Beharrungswert Pi. Unter den getroffenen Voraussetzungen ergibt sich für die erforderliche Anheizzeit folgende Beziehung (Rudolph 1985): TAn = TK. s.23 dargestellt. dass das örtliche Temperaturprofil in der Wand noch nicht das gleiche ist wie im stationären Zustand. ⎜T ⎟ TU ⎝ K. wenn die Anheizleistung und die stationäre Verlustleistung bekannt sind. ist der Zusammenhang zwischen dem in die Anlagenwände eintretenden Wärmestrom Pi und der zugeführten Leistung Pzu durch den feuerungstechnischen Wirkungsgrad ηf gegeben. Nach der Anheizdauer erreicht Pa gerade den Wert Pstat. dass zu diesem Zeitpunkt innerhalb der Wand wieder die gleiche Energiemenge gespeichert ist wie im stationären Zustand 7. müssen also folgende Größen bekannt sein: • die charakteristische Zeitkonstante TK.44).46) Hierbei soll unberücksichtigt bleiben. also ⎛T ⎞ T der Quotient An = f ⎜ U .

2. muss berücksichtigt werden. Der entsprechende Quotient FU = Pzu.LB TU = η f. 2. der Energieverbrauch verringert gegenüber dem Fall.56 2 Deckung von Prozesswärmebedarf 1 1. dass die Anlage während der Dauer der Betriebsunterbrechung im stationären Zustand leer weiterbetrieben würde. Dies ist in Abb.LB T FAn An ηf.6 1. 2.An . hinsichtlich Fertigungstechnik und Betriebsorganisation) ! zu erreichen.4 2 0.23.05 26035-B-05 26035-B-05 0.47) Es soll nun untersucht werden.1 Anheizfaktor FAn = 0.8 Zeitanteil des Anheizens an gesamter Unterbrechungsdauer 1.An Pzu.1 sowie vom Anheizfaktor ab.An = ηf. (2.48) hängt wiederum vom Verhältnis TU/TK. wie sich bei einer Anlage. dass der feuerungstechnische Wirkungsgrad beim Anheizen der gleiche ist wie im stationären Leerbetrieb.B. die während einer Unterbrechung abgeschaltet und wieder angeheizt wird.An TAn Pzu. Anteil der Anheizzeit an der Unterbrechungsdauer Pi. dass das reale Betriebsgeschehen an einer einzelnen Anlage sich aus einer Abfolge von vielerlei .01 1.1 1 10 100 Unterbrechungsdauer : Zeitkonstante Abb.4 Energetische Analyse von Betriebszeiträumen Um einen rationellen Energieeinsatz für eine gegebene Produktionsaufgabe ! unter Berücksichtigung der in der betrieblichen Praxis herrschenden Randbedingungen (z.5 0.An TU (2.24 gezeigt unter der Annahme.25 1.2 3 5 10 0 0.

Zur allgemeinen Beschreibung des realen Betriebsgeschehens an einer wärmetechnischen Anlage sind eine Reihe von Vereinfachungen notwendig.B. 2. 2. die zum Teil instationär sind. eine Woche.1 Charakteristische Zeitabschnitte Es werde der Energieverbrauch einer wärmetechnischen Anlage über einen Betrachtungszeitraum TGes untersucht. . einen Tag.5 0.1 1 10 100 Unterbrechungsdauer : Zeitkonstante Abb.3. Kap. Für die Zwecke einer quantitativen Analyse wird von Begriffen und Zusammenhängen Gebrauch gemacht.05 1.2 0 0.4).4 0.25 1. zum anderen aber auch die generelle Klassifizierung von Betriebszuständen und ihre zeitliche Rangierung. Dieser Zeitraum ist normalerweise kalendarisch bzw.2. ein Quartal oder ein Jahr.6 2 3 5 Anheizfaktor FAn = 10 0. Er umfasst z.01 1.24.8 1. Das betrifft zum einen die Analyse des instationären Betriebsverhaltens und daraus folgende Näherungen bei den verwendeten Modellen (s. Reduktion des Energiebedarfs durch Abschalten in einer Betriebsunterbrechung Zuständen zusammensetzt. die ursprünglich für den elektrizitätswirtschaftlichen Bereich aufgestellt wurden (VDEW 1990). die Dauer einer Arbeitsschicht.1 26036-B-05 26036-B-05 Reduzierter Energiebedarf (normiert) 0. einen Bearbeitungszyklus. einen Monat.4 Energetische Analyse von Betriebszeiträumen 1 57 1. Sie lassen sich auch für Belange der Energieanwendungstechnik verwenden.4. betriebsorganisatorisch bestimmt. 2.

B.i (2.4). Kap. Hauptnutzungs. Erwärmungstemperatur) und hinsichtlich der Art des Produktes (z. dass die Anlage im Sinne ihrer Zweckbestimmung betrieben wird. auch für störungsbedingte Nutzungsunterbrechungen sowie Bereitschaftszeiten. 2. dass sich also Erwärmungsgut in der Anlage befindet.B.58 2 Deckung von Prozesswärmebedarf Der Betrachtungszeitraum lässt sich in folgender Weise zeitlich untergliedern: TGes = TH + TLB + TU Dabei ist: TH = Σ TH. Vorauszusetzen ist meistens Gleichartigkeit hinsichtlich der Produktionsweise (z. Dabei handelt es sich z.3.i TU = Σ TU. Darunter sind alle Zeiten außerhalb der Hauptnutzungszeiten zu verstehen. Material). in denen die Anlage durch Warmhalten in sofortiger Betriebsbereitschaft gehalten wird.49) die Summe aller Hauptnutzungszeiten. die Summe aller Unterbrechungszeiten. Leerbetrieb und Unterbrechung zusammen.und Leerbetriebszeiten lassen sich zur Betriebszeitspanne zusammenfassen: TB = TH + TLB (2.T.i Meist setzt sich der Betrachtungszeitraum aus einer Folge i = 1… n einzelner Teilabschnitte von Hauptnutzung. (Bei thermischen Trocknungsprozessen bezeichnet mGes die Menge des insgesamt entfernten Wassers oder Lösungsmittels). Diese sind dadurch gekennzeichnet. Darunter fallen meist die Zeiten für die Beschickung der Anlage und sonstige "Nebennutzungen". In Unterbrechungszeiten kühlt die Anlage aus und wird vor Beginn des nächsten Einsatzes wieder angeheizt. um die Nachtzeit zwischen den Arbeitsschichten bei Einschichtoder Zweischichtbetrieb.51) Die durch die Anlage im Betrachtungszeitraum (genauer: in den Hauptnutzungszeiten) gefertigte Produktmenge wird mit mGes bezeichnet. . Die Anheizvorgänge liegen also nach dieser Definition innerhalb der Unterbrechungszeiten (vgl. sowie um die Wochenenden. für ablaufbedingte und z. das sind alle Zeiten außerhalb der Betriebszeiten. TLB = Σ TLB.B. die Summe aller Leerbetriebszeiten.

die bei ständigem Nennbetrieb in der Hauptnutzungszeit hätte gefertigt werden können.53) TGes ist der Anteil der Hauptnutzungszeit an der gesamten Betrachtungszeit.54) nB = TB T + TLB = H TGes TGes (2. Die Arbeitsausnutzung gibt also die integrale Auslastung der Anlage bezogen auf die Betrachtungszeit an.4.52) ist das Verhältnis der von der Anlage gefertigten Produktmenge zu der Menge. 2. • Die Arbeitsausnutzung nA = 1 TGes TH ∫ l dt = T mGes Ges mN (2.2 Kenngrößen für die Auslastung Mit Hilfe der vorgenannten Begriffe lassen sich folgende den Betrieb der Anlage charakterisierende Auslastungs-Kenngrößen definieren: • Die Leistungsausnutzung nP = 1 TH TH ∫ l dt = T mGes H mN (2. Außerdem lässt sich eine Betriebsausnutzung (2.3. .4 Energetische Analyse von Betriebszeiträumen 59 Das maximale Fertigungsvermögen der Anlage im Nennbetrieb wird wie in Kap.2. nT = Zwischen diesen drei Ausnutzungsgrößen besteht folgender Zusammenhang: nA = nP nT .51) ist das Verhältnis der von der Anlage gefertigten Produktmenge zu der Menge.3 mit mN bezeichnet. 2. • Die Zeitausnutzung TH (2.55) definieren. die bei ständigem Nennbetrieb in der gesamten Betrachtungszeit hätte gefertigt werden können. Die Leistungsausnutzung gibt also den mittleren Lastgrad der Anlage während der Hauptnutzungszeit an. als Verhältnis aus Betriebszeit und Betrachtungszeit.

H + Ezu.i Pzu.4.LB = Pzu.U = ∑ Ezu.LB + Ezu.58) Über die Gesamtheit aller Unterbrechungszeiten summiert sich der Energieverbrauch zu Ezu.60 2 Deckung von Prozesswärmebedarf 2. 2. Für das Anheizen am Ende eines Unterbrechungszeitabschnittes ergibt sich der Energieverbrauch somit zu Ezu. i i (2. so erhält man die mittlere Leistungsaufnahme: .13).59) Der mittlere Faktor FU ergibt sich aus der zeitanteiligen Gewichtung der Einzelwerte. die in den Anlagenbauteilen gespeichert sind. Der Energieverbrauch der Anlage im gesamten Betrachtungszeitraum setzt sich aus den drei genannten Anteilen zusammen: Ezu.LB + ( Pzu.LB ) nP ⎤ TH . es sollen also keine nennenswerten Änderungen bei den Energien auftreten.N − Pzu. 2.LB TU.4 Betriebstechnische Kennlinienfelder (2.U .LB TLB .3.An TAn. ⎣ ⎦ (2.H der Anlage mit Hilfe der stationären Betriebskennlinie beschreiben: Ezu.56) Hier entspricht also die Leistungsausnutzung dem Lastgrad in Gl.U.i = FU.i = Pzu. (2. (2.LB TU .LB ∑ FU. In der Leerbetriebszeit verbraucht die Anlage die Energie Ezu.(2.60) Bezieht man den gesamten Energieverbrauch auf die Dauer des gesamten Betrachtungszeitraums.57) Jeder Abschnitt TU.i = Pzu.U.3 Bestandteile des Energieverbrauchs Während der Hauptnutzungszeiten wird ein quasistationärer Zustand angenommen.4).Ges = Ezu.i TU. Unter dieser Voraussetzung lässt sich der Energieverbrauch Ezu.i = FU Pzu.i der Unterbrechungszeit ist dadurch gekennzeichnet. so dass sie am Ende der Unterbrechung betriebsbereit ist (siehe Kap.i . dass die Anlage erst auskühlt und dann wieder aufgeheizt wird.4.H = TH ∫P zu dt = ⎡ Pzu.

⎜ ⎟ ⎝ TGes ⎠ nB = nA (2.2.62) Diese Kennlinie ist identisch mit der stationären Betriebskennlinie über der Anlagenauslastung l.LB ) nA . Der kleinstmögliche Energieverbrauch tritt dagegen dann auf.LB ) nA . 2. wie sich die Betriebszeit auf Hauptnutzungsund Leerbetriebszeit aufteilt. Der auf die Hauptnutzungszeit entfallende Energieverbrauch ist unter dieser Voraussetzung proportional zur Arbeitsausnutzung: ⎛ Ezu. Die Betriebsausnutzung nB ist als Parameter eingetragen. Die Arbeitsausnutzung nA entspricht dem Parameter der Anlagenauslastung l im stationären Fall. Sie stellt die obere Begrenzung des Betriebskennfeldes dar.N − Pzu. wie in Abb.Ges ⎞ = Pzu. ⎣ ⎦ (2. ⎜ ⎟ ⎝ TGes ⎠nB =1 (2. Auf einer Linie konstanter Betriebsausnutzung bewegt man sich bei gleichbleibendem Anteil der Unterbrechungszeiten an der Gesamtzeit.54 und 2.N − Pzu. Dabei spielt es für den Energieverbrauch keine Rolle. 2.63) Der auf die Unterbrechungszeit entfallende Energieverbrauch für das Anheizen der Anlage.25 dargestellt.LB ⎡ FU (1 − nB ) + nB ⎤ + ( Pzu.N nA .53. (2. liegen die möglichen Werte in einem Kennfeldbereich. .50.4 Energetische Analyse von Betriebszeiträumen 61 Ezu.61) Dargestellt über der Arbeitsausnutzung nA als unabhängige Variable. Nach Gln. dass Betriebsausnutzung und Arbeitsausnutzung gleich groß sind.(2.55 und 2.H ⎞ = Pzu.Ges TGes = Pzu. wenn der Betrachtungszeitraum keine Leerbetriebszeiten enthält (TLB = 0) und außerdem die Produktion mit maximaler Anlagenauslastung (nP = 1) durchgeführt wird. dass die Anlage über den gesamten Betrachtungszeitraum warm gehalten wird. Dies führt zum größtmöglichen Energieverbrauch bei einer gegebenen Produktionsmenge: ⎛ Ezu. so bedeutet das nach Gln.55) bedeutet das. 2.50).LB + ( Pzu. Hat die Betriebsausnutzung den Wert Eins. oder wie hoch die Leistungsausnutzung während der Hauptnutzungszeit ist.

. sondern sich mit der Betriebsausnutzung nB ändert. nB = nA FU·Pzu. dass der Faktor FU wegen seiner Abhängigkeit von der Länge der Unterbrechungszeitabschnitte nicht mehr konstant ist. Der (energetische) Nutzungsgrad der Anlage ergibt sich als Quotient von Aktivenergie zu verbrauchter Energie im Betrachtungszeitraum: ζ = EA. Das hat seinen Grund darin.LB / Pzu.N 0 0 0. sondern über den Betrachtungszeitraum TGes.N 1 8 0.Ges . 2 0. ⎜ ⎟ ⎝ TGes ⎠ nB = nA (2.65) Analog zum Wirkungsgrad drückt also auch der Nutzungsgrad das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand aus. Dementsprechend ist die untere Begrenzungslinie des möglichen Betriebsbereiches keine Gerade.2 0.LB / Pzu. sondern gewölbt. Setzt man 1 26057-A-98 26057-A-98 Normierte mittlere Leistungsaufnahme nB = 0 Pzu.U ⎞ = Pzu. jedoch nicht für einen Momentanzustand. Betriebstechnisches Kennfeld einer wärmetechnischen Anlage .62 2 Deckung von Prozesswärmebedarf ⎛ Ezu. 2.8 1 Arbeitsausnutzung n A Abb. (2.LB FU (1 − nA ) .6 0.25.Ges Ezu.6 4 0.4 0.64) ist in nichtlinearer Weise von der Arbeitsausnutzung abhängig.

66) Man beachte die Analogie zu Gl.2. Pzu. (2. ⎡ nB + FU (1 − nB ) ⎤ − 1⎥ ⎢ nA ⎣ ⎦ (2.25 die stationäre Betriebskennlinie die obere Begrenzung des Betriebskennfeldes dar. Der Grund dafür liegt in der Äquivalenz der beiden Parameter Arbeitsausnutzung nA und Anlagenauslastung l bei diesem Vergleich.19) ! in Bezug zum spezifischen Energieverbrauch bei einem Lastgrad von Eins.20) gilt auch hier wieder der grundsätzliche Zusammenhang zwischen Effizienz und spezifischem Energieverbrauch: eGes ζ = ΔhA . (2. (2.LB ⎜ B − 1 ⎟ ⎥ eN .Ges mGes .N ⎝ nA ⎢ ⎠⎥ ⎣ ⎦ (2.N 1 ηN . so erhält man für den Nutzungsgrad: ζ = P 1 + zu.69) . (2.LB Pzu. (2.68) Wie in Gl.17)! Dass der Nutzungsgrad über einen Betrachtungszeitraum mindestens gleich oder größer als der Wirkungsgrad im stationären Zustand ist. mag zunächst überraschen. Daher stellt in Abb. 2.4 Energetische Analyse von Betriebszeiträumen 63 auch hier den Nennwirkungsgrad ηN beim stationären Lastgrad von Eins als Referenzgröße an. so erhält man ⎡ P ⎛ n + FU (1 − nB ) ⎞⎤ eGes = ⎢1 + zu.67) Setzt man diese Größe wieder ! analog Gl. Ebenso wie für den stationären Zustand lässt sich auch für Betriebszeiträume der spezifische Energieverbrauch definieren: eGes = Ezu.

Endenergieverbrauch für Wohnungsbeheizung nach Energieträgern Dass der Gesamtverbrauch im Jahre 2003 wesentlich höher liegt als noch 1989. also Kohle. 2500 26-448-A-05 26-448-A-05 Strom 2000 Endenergieverbrauch in PJ Fernwärme 1500 Gas 1000 Heizöl 500 Feste Brennstoffe 0 1975 1989 Jahr 2003 Abb. dagegen verzeichneten Gas und Fernwärme auf unterschiedlichem Niveau jeweils einen starken Zuwachs. 3. .1 am Beispiel der Jahre 1975 (nach der ersten Ölkrise). ist im ersten Zeitintervall stark zurückgegangen. Heizöl und Strom haben sich in ihrem Umfang wenig verändert. Der seit 1990 wieder größere Umfang des Einsatzes fester Brennstoffe ist auf die andersartigen Beheizungsstrukturen in den neuen Bundesländern zurückzuführen.1 Bedeutung und Struktur der Raumwärme Der große energiewirtschaftliche Stellenwert der Raumheizwärme wird daraus deutlich. 1989 (vor der Wiedervereinigung) sowie 2003 dargestellt. Dies ist der größte einheitliche Bedarfsposten. dass auf sie rd. Der Einsatz fester Brennstoffe. 3. ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland entfällt. vgl. wenn man den Bedarf an mechanischer Energie für mobile und für stationäre Anwendungen getrennt betrachtet. Koks und Holz.1. Abb.3 Raumheizung und Klimatisierung 3. 1. Die zeitliche Entwicklung des Endenergieverbrauchs für Wohnungsbeheizung nach Energieträgern ist in Abb. hat seinen Grund in der Erweiterung durch die neuen Bundesländer.3.

Waren 1975 noch fast die Hälfte der Wohnungen mit Einzelofenheizung ausgerüstet. 2004) weisen aus. Bezogen auf 1 m² Wohnfläche ging der Verbrauch zwischen 1975 und 1989 um mehr als ein Viertel zurück. wogegen bei der Einzelofenheizung häufig einzelne Räume unbeheizt bleiben. zum anderen aber auch für die Konstanz sowohl über den Tag als auch über das Jahr hinweg.66 3 Raumheizung und Klimatisierung Abbildung 3. dass verglichen mit dem Jahr vor der Wiedervereinigung. da hierbei normalerweise die ganze Wohnung beheizt wird (Vollraumheizung). Wohnfläche. Die Ansprüche der Bewohner im Hinblick auf die gewünschte Raumlufttemperatur haben sich erheblich erhöht. so ging dieser Anteil bis 2003 auf weniger als 10 % zurück. 2002 = 100 % Endenergieverbrauch (EEV). Entwicklung einiger Strukturdaten für die Wohnungsbeheizung Für das Verständnis dieser Entwicklungen sind folgende Punkte wichtig: 1. um danach wieder leicht anzuwachsen.2. Jedoch hat sich der mittlere Verbrauch je Wohneinheit seit 1975 in einer recht engen Bandbreite von ± 3 % bewegt. Entsprechend uneinheitlich ist die Entwicklung der mittleren Wohnfläche: Während sie in den alten Bundesländern beträchtlich zunahm. 2002 = 100 % EEV je m². 2. Dies gilt zum einen für das Niveau der Temperatur. 2002 = 100 % Mittl. Der Übergang von der Einzelofenheizung auf die Zentralheizung wirkt sich zunächst verbrauchserhöhend aus. Letzteres hat zur Folge. wirkte der hinzukommende Wohnungsbestand in den neuen Bundesländern gegenläufig. dass .2 zeigt. Die Ergebnisse einer Studie (Tzscheutschler. sich der Gesamtverbrauch etwa um die Hälfte erhöht hat. 3. dass bei gleicher Gebäudeart und gleichem Brennstoff der spezifische Verbrauch je m² Wohnfläche bei Zentralheizungen im Durchschnitt um 20 % höher ist. 2002 = 100 % 80% 70% 60% 50% 40% 1975 Bestandsanteil Zentralheizung 1980 1985 1990 Jahr 1995 2000 2005 Abb. 140% 130% 120% 110% 100% 90% 26-449-A-05 26-449-A-05 EEV je WoE.

als auch in Mehrfamilienhäusern gegenüber der Ölzentralheizung.1 Bedeutung und Struktur der Raumwärme 67 sich die Betriebszeiten der Heizungsanlagen beträchtlich verlängert haben. Vielfach wird heute auch in kühleren Witterungsperioden während des Sommers geheizt. Da die Einzelheizungen insgesamt einen geringen Verbrauchsanteil haben. sind sie in der Darstellung nicht weiter aufgeschlüsselt. Trotz aller Modernisierungsbemühungen in den vergangenen 15 Jahren haben sich die Verhältnisse noch nicht an das Niveau der alten Bundesländer angeglichen. Auf der anderen Seite ist die technische Entwicklung der Wärmeerzeuger mit einer ständigen Steigerung der Wirkungsgrade verbunden. Die erdgasgefeuerte Zentralheizung dominiert sowohl in Ein. Gaseinzelöfen spielen in Ein. 3. Genau umgekehrt verhält es sich mit Öleinzelöfen. Die unter 2.und Zweifamilienhäusern fast nicht vor. So ist bei der Erneuerung eines 12 bis 15 Jahre alten Heizkessels mit einem Rückgang des Verbrauchs unter sonst unveränderten Bedingungen von im Mittel etwa 10 % zu rechnen (Geiger. Der Gebäudebestand in den Neuen Bundesländern war zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung sowohl vom Wärmeschutz als auch von der heizungstechnischen Ausstattung her weitaus schlechter gestellt. 3. Der Strom für Elektrospeicherheizungen macht ungefähr ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Einzelheizungen aus und verteilt sich gleichmäßig auf alle Gebäudearten. Dagegen kommt die Fernwärmeversorgung bei Ein.3 (Tzscheutschler. Einen Überblick über die strukturellen Zusammenhänge zwischen Beheizungsart und Gebäudeart gibt Abb. sind aber in Mehrfamilienhäusern relativ stark vertreten. Gleichzeitig haben sich auch Möglichkeiten zur Verbrauchsreduzierung eröffnet. in Zweifamilienhäusern ist sie praktisch gleichauf. . Die Ölzentralheizung hat ihren Einsatzschwerpunkt eindeutig im Einfamilienhausbereich. 2001). aufgeführten Trends wurden nur möglich durch den hohen Bedienungskomfort moderner Heizanlagen. sondern auch den Gebäudebestand. 4.und Zweifamilienhäusern nur eine untergeordnete Rolle. da mit den heutigen Einrichtungen zur Steuerung und Regelung der Heizanlagen ein Überheizen von Räumen weitgehend vermieden werden kann. In Richtung einer Reduzierung des Wärmebedarfs für die Raumheizung wirken die Maßnahmen zur besseren Wärmedämmung von Gebäuden. Zudem ist auch ein bewusst sparsames Heizen leichter möglich. 2004). Unterstützt und vorangetrieben wird dieser Trend von gesetzlicher Seite durch zunehmend anspruchsvollere Wärmeschutzverordnungen. 5.3. Das betrifft nicht nur die Neubauten.

Endenergieverbrauch für die Wohnungsbeheizung (Deutschland. 3. die sich nach dem Kriterium der Sensorik einteilen lassen: • • • • thermisch lufthygienisch optisch akustisch Die zentrale Aufgabe der Raumheizung bzw. 8 Einzelne Passagen entnommen aus (Rouvel. Zentralh eizung Abb.68 3 Raumheizung und Klimatisierung 26-450--A-05 26-450 A-05 140 120 Energieverbrauch in TWh 100 80 60 40 20 0 Erdgas Heizöl EFH ZFH MFH Fernwärme Einzelhzg.2 Thermische Behaglichkeit 8 In Wohn. -klimatisierung besteht im Herstellen und Aufrechterhalten thermisch behaglicher sowie lufthygienisch einwandfreier Zustände.und Arbeitsräumen sollten äußere Bedingungen herrschen. Dennoch lassen sich ! ausgehend von der Physiologie des Menschen in Verbindung mit Erfahrungswerten ! bestimmte unerlässliche Voraussetzungen für die Behaglichkeit angeben. Was als behaglich empfunden wird.3. 1978) . ist naturgemäß stark abhängig von der subjektiven Wahrnehmung des Individuums. 2002) 3. die von den sich darin aufhaltenden Menschen als behaglich empfunden werden.

Atmungsluft (fühlbar und latent). Mit der Intensität körperlicher Tätigkeit steigt die Wärmeabgabe (hauptsächlich in latenter Form) stark an. Wärmestrahlung an Umgebungsflächen.4 ist die Wärmeabgabe eines normal bekleideten Menschen bei sitzender. 1998). 3. Im klimatechnisch wichtigen Bereich zwischen 20 und 30 EC bleibt die Wärmeabgabe insgesamt annähernd konstant. Wärmeabgabe des Menschen (normal bekleidet. Wärmeleitung an berührenden Flächen. Der Latentanteil infolge Verdunstung (in erster Linie über die Hautoberfläche) nimmt mit steigender Temperatur stark zu. Die Abgabe fühlbarer Wärme teilt sich etwa hälftig auf die beiden Hauptposten Strahlung und Konvektion auf.4. der von der Art der Tätigkeit. beeinflusst durch die Emissionsgrade von Bekleidung und Wänden sowie die Luftbewegung. In Abb. sitzende Bürotätigkeit) .3. leichter Beschäftigung wiedergegeben (Eickenhorst. Die Wärmeabgabe erfolgt durch • • • • • Konvektion an die Umgebungsluft. 3. 160 26-458-A-05 26-458-A-05 140 120 gesamt Wärmeabgabe in W 100 80 fühlbar 60 40 20 latent 0 10 15 20 Lufttemperatur in °C 25 30 Abb.2 Thermische Behaglichkeit 69 Die thermische Behaglichkeit hängt vom augenblicklichen Wärmehaushalt des Körpers ab. Ab etwa 34 °C Umgebungstemperatur findet überhaupt keine fühlbare Wärmeabgabe mehr statt. der Bekleidung und dem Zustand der Umgebung bestimmt wird. Verdunstung von Wasser an der Haut (Transpiration).

In Innenräumen wird eine Luftbewegung mit Strömungsgeschwindigkeiten über 0.5 m/s steigt mit der Strömungsgeschwindigkeit die mindestens er- .1 und 0. die Luftfeuchte sowie 4. oder auch (in diversen Normen) als Operative Temperatur bezeichnet. Ihr Wert bestimmt sich ! normale Bekleidung und nicht zu große Luftbewegung (< 0. kann eine niedrige Lufttemperatur bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden durch eine höhere Wandtemperatur und umgekehrt. diese Zusammenhänge durch die Aufstellung von Behaglichkeitsfeldern aufzuzeigen. ϑL . Der Zusammenhang zwischen der Lufttemperatur und der Temperatur der Raumschließungsflächen ist entscheidend für die empfundene Temperatur. 3. Zu einer bestimmten Lufttemperatur sind daher bestimmte Wandtemperaturen.5 ist das Feld der überwiegend als behaglich empfundenen Temperatur über der Raumlufttemperatur und der Temperatur der Raumumschließungsflächen eingezeichnet. Die strichpunktierte Diagonale trennt dabei die beiden Bereiche vorwiegend konvektiver bzw. die Temperatur der Raumumschließungsflächen und der Innenausstattung sowie der Einstrahlwinkel der einzelnen Flächen.5 m/s fast durchweg als unangenehm empfunden. und der mittleren Temperatur der Raumumschließungsflächen.1) In Abb. ϑU : ϑR = ϑL + ϑU 2 (3. Diese Größe wird als Raumtemperatur ϑR .2 m/s) vorausgesetzt ! näherungsweise als arithmetisches Mittel aus der Temperatur der Raumluft. die Luftgeschwindigkeit und die Anströmrichtung. In der Praxis versucht man. 3. strahlungsorientierter Wärmeabgabe. wobei man bestimmte Wertepaare bei Konstanz der anderen Parameter stufenweise verändert und durch die Befragung einer Vielzahl von Personen eine repräsentative Aussage zu erreichen trachtet. Diese Größen wirken abhängig voneinander auf das Behaglichkeitsempfinden ein. Wie sich aus der Darstellung zeigt. Feuchtewerte und Luftgeschwindigkeiten erforderlich. Als physiologisch günstiger wird meist ein leichtes Übergewicht des Strahlungsanteils angesehen. 2. um ein Behaglichkeitsgefühl zu erreichen. Sie beeinflussen sich gegenseitig entsprechend der jeweils optimalen Aufteilung der Entwärmung des menschlichen Körpers. Dies gilt jedoch nur begrenzt. die Lufttemperatur und ihre örtliche und zeitliche Verteilung.70 3 Raumheizung und Klimatisierung Wesentliche Bestandteile des Raumklimas sind also: 1. Zwischen 0.

. wird im allgemeinen nicht als unbehaglich empfunden. Zu hohe Luftfeuchte in beheizten Räumen hat den Nachteil. Zwischen rund 35 und rund 70 % relativer Luftfeuchte bei 20 EC Lufttemperatur und leichter Tätigkeit werden subjektiv kaum Unterschiede spürbar.B. dass an kalten Wänden und Gegenständen Schwitzwasserbildung auftritt.3. Dabei wird eine Anströmung von vorne eher toleriert als von der Seite oder von hinten.5. in der Sauna. dass eine Mischung und Beruhigung der Luft möglich ist.2 Thermische Behaglichkeit 30 26-459-A-05 26-459-A-05 71 Raumtemperatur 1 19 °C 2 23 °C 2 27 °C 25 Oberflächentemperatur in °C 20 1 15 °C 15 St un hl ra g ü rw be gt ie gt ie on K io kt ve n ü rw be 10 10 15 20 Lufttemperatur in °C 25 30 Abb. 3. Innerhalb dieser Grenzen wird die Behaglichkeit praktisch nicht beeinflusst. sondern eher auf einen zu hohen Staubgehalt zurückzuführen. Allerdings kann bei trockener Luft und hoher Lufttemperatur eine Schleimhautaustrocknung hervorgerufen werden. wie z. Treten dagegen in beheizten Räumen Schleimhautreizungen auf. auch sehr trockene Luft. Grundsätzlich sollen die Ausblasöffnungen von Heiz. Trockene. Hinsichtlich der relativen Luftfeuchte wird vom Menschen eine recht große Spanne als behaglich toleriert. Behaglichkeitsfeld der Temperaturen von Luft und Raumumschließungsflächen forderliche Lufttemperatur.und Kühlgeräten immer so weit von der Aufenthaltszone entfernt sein. da die Taupunkttemperatur nur wenig unter der Raumlufttemperatur liegt. damit nicht der unangenehme Eindruck von Zugluft aufkommt. sind sie meist nicht auf zu trockene Luft.

Dabei werden vornehmlich die Lufttemperatur. Da die Energiegewinne aus der Sonneneinstrahlung und aus den inneren Wärmequellen dabei weitgehend unverändert bleiben. die relative Luftfeuchte und die Luftgeschwindigkeit verändert. 3. 3. Türspalte sowie durch gezielte Lüftung. Dagegen hängen die Luftgeschwindigkeiten im beheizten Raum ab von der Art des Heizsystems und der Art und Position der wärmeabgebenden Heizkörper. Es handelt sich dabei nicht um die Beschreibung eines momentanen Zustandes.und jahreszeitlichen Verlauf vor allem von den meteorologischen Größen. Der Energiehaushalt für die Beheizung eines Gebäudes ist qualitativ in Abb. Dach und Keller). seinem Kehrwert. Die sich dabei einstellenden relativen Feuchten sind ausschließlich vom Zustand der Außenluft abhängig und können durch die Heizung direkt nicht beeinflusst werden. dem Wärmedurchgangskoeffizienten der Gebäudeumschließungsflächen. Größe und Bauweise des Gebäudes. auf der linken Seite die Herkunft der Wärme dargestellt. wird deren Deckungsanteil mit steigender Wärmedämmung größer. von der Art. bestimmt. ein Jahr.6 in Form eines Flussbildes dargestellt. diesen Teil bezeichnet man als Transmissionswärmeverlust. Zusätzliche Wärmedämmung senkt den Heizenergiebedarf. Die Transmissionswärmeverluste werden vom Wärmedurchlasswiderstand bzw. Auslegung und Betriebsweise der Heizanlage sowie vom Verhalten der Gebäudebenutzer bestimmt. Die Wärmeverluste des Gebäudes setzen sich zusammen • aus dem Wärmedurchgang durch sämtliche Gebäudeumschließungsflächen (also Außenwände. . • aus dem Wärmeverlust durch Luftaustausch über Fensterfugen.1 Wärmebedarf und Energiehaushalt von Gebäuden Grundbegriffe Der Heizwärmebedarf wird in seinem tages. Bei der Klimatisierung geht es dagegen um die Herstellung und Erhaltung bestimmter Luftzustände. Auf der rechten Seite sind die Wärmeverluste.3 3. von der Art. Fenster. sondern um die Zusammenfassung der Energieflüsse über einen längeren Zeitraum.3.B.72 3 Raumheizung und Klimatisierung Durch die Raumheizung werden die Lufttemperaturen sowie die Temperaturen der Raumumschließungsflächen und der im Raum befindlichen Gegenstände angehoben. z.

Gas.Beleuchtung . Fernwärme.Personen Heizwärmebedarf 26538-A-08 Transmission Keller Verlust bei Wärmeerzeugung und -verteilung Energieeinsatz: Öl. feste Brennstoffe Abb. zumal damit neue Möglichkeiten der Wärmerückgewinnung erschlossen werden.6. Geräte . Dies wird z. desto größeres Gewicht kommt den Lüftungswärmeverlusten zu.B.3. 3. . Ein weiterer Bilanzposten geht als Speicherwärme in die verschiedenen Bauteile des Gebäudes. tritt also erst mit zeitlicher Verzögerung als Energiestrom nach außen. In Zukunft werden Systeme für die kontrollierte Führung von Zu. Energiehaushalt eines beheizten Gebäudes (qualitativ) Je mehr die Transmissionswärmeverluste verringert werden. in Schweden ! wo der Wärmeschutzstandard schon seit jeher höher ist als in Deutschland ! auch in Ein. Strom. jedoch zu anderen Zeiten wieder als Entspeicherung.elektr. die häufig anzutreffen sind.und Zweifamilienhäusern angewendet.und Abluft wachsende Bedeutung erlangen. Dieser Posten erscheint in gleicher Größe.5 Heizungsanlagen 73 Wärmespeicherung in raumumschließenden Bauteilen Solare Wärmegewinne Abgasverlust Transmission Dach Nicht nutzbarer äußerer Wärmeeintrag Außenwand Lüftung Transmission Fenster Transmission Außenwand Reflexion Fenster Innere Wärmequellen: . besonders bei unsachgemäßen Lüftungsgewohnheiten.

freie Wärmequellen im Haus. Über das ganze Jahr gesehen ist somit von der Heizungsanlage nur ein Teil der Wärme zu liefern. Die auf diese Weise erreichbare Verminderung des Heizwärmebedarfs hängt von der Fassadengestaltung und der Verglasungsart ab. Hier kommen typischerweise etwa 50 bis 70 % der Einstrahlung in den Raum und werden dort thermisch wirksam. dass nicht im Sommer durch solche Maßnahmen unkomfortable Raumluftzustände (zu hohe Temperaturen) eintreten. Fensterflächen verursachen also nicht nur Wärmeverluste. Allerdings muss darauf geachtet werden. Die Berechnungsmethoden zum Energiehaushalt von beheizten Räumen bzw. Darüber hinaus kommen der natürlichen Beleuchtung und dem Sichtkontakt zur Außenwelt. die entstehende freie Wärme weitgehend nutzbar zu machen. Das Fenster mit dem dahinter liegenden Raum ist also ein Sonnenkollektor. Die Energie zur Deckung der Wärmeverluste stammt • zum überwiegenden Teil von der Heizanlage. in Verbindung mit dem Speicherverhalten des Gebäudes. Gebäuden sind in einer Anzahl von Normen festgelegt. den große Fensterflächen ermöglichen. Eine wichtige Ergänzung zu den Wärmeschutzmaßnahmen bildet daher die passive Solarenergienutzung in Form einer geeigneten Gebäudegestaltung und -ausführung.B. Wesentlich anders sehen die Relationen beim Fenster aus. nur maximal 10 % gelangen durch Wärmeleitung ins Innere des Gebäudes. Fensterlüftung und ungenügend geregelte Heizwärmeabgabe entstehen können. denn sie wirkt dämpfend und verzögernd auf Temperaturschwankungen. • zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil aus zugestrahlter Sonnenenergie (passive Solarenergienutzung).74 3 Raumheizung und Klimatisierung Die Wärmespeicherfähigkeit von Gebäudeteilen ist für den Energiehaushalt des Gebäudes von erheblicher Bedeutung. Davon wird der größte Anteil über Wärmestrahlung und Konvektion direkt wieder an die Umgebung abgegeben. Die Sonneneinstrahlung auf die Außenwände des Gebäudes wird zum Teil reflektiert. Hier sind insbesondere zu nennen: . Beleuchtung und nicht zuletzt den Bewohnern selbst. der Rest wird absorbiert und in fühlbare Wärme umgewandelt. unter dem Aspekt der Wohnqualität eine besondere Bedeutung zu. dessen Nutzungsgrad recht hoch sein kann. die durch Transmission und Lüftung nach außen abgeführt wird. durch eingestrahlte Sonnenenergie. • zu einem weiteren Teil aus inneren Wärmequellen wie Haushaltsgeräten. Im Winter und in der Übergangszeit sollen die Heizung und ihre Regelung. in der Lage sein. die z. sondern bewirken auch Wärmegewinne für die Energiebilanz des Gebäudes.

hat also die Dimension eines Wärmeleitwertes [W/K]. Bei einer Außenlufttemperatur ϑe (der Index „e” steht für „external”) beträgt der stationäre Verlustwärmestrom Φ = H (ϑi − ϑe ) . (3.3. Die nachfolgenden Ausführungen sind an den jeweiligen Normen orientiert. 3. wie z.B. Er setzt sich aus den Anteilen der Transmission und der Lüftung zusammen: H = HT + H V .2. (3.1 Transmission (3.3 Wärmebedarf und Energiehaushalt von Gebäuden 75 • DIN EN ISO 13789: „Spezifischer Transmissionswärmeverlustkoeffizient“ • DIN EN ISO 6946: „Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient“ • DIN EN 12831: „Heizungsanlagen in Gebäuden .2) Der „spezifische Wärmeverlustkoeffizient“ H ist der Wärmestrom je Kelvin Temperaturdifferenz zwischen innen und außen.3) Der „spezifische Transmissionswärmeverlustkoeffizient“ HT = LD + LS + LU setzt sich zusammen aus • dem Wärmeleitwert LD zwischen beheizten Räumen und Außenluft. (Der Index „V“ steht für „Ventilation“). jedoch auf die wichtigsten Grundzüge beschränkt und daher stark vereinfacht.3.2 Spezifische Wärmeverluste Zugrundeliegende Normen: DIN EN ISO 13789 und DIN EN ISO 6946. Keller oder Dachräume. Hier soll vereinfachend ein Gebäude betrachtet werden.4) . 3.3. dessen Räume auf einer einheitlichen Soll-Heiztemperatur ϑi gehalten werden. Daneben gibt es in einem Gebäude normalerweise unbeheizte Teile.Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast“ • DIN EN 832 und DIN V 4108-6: „Berechnung des Jahreheizenergiebedarfs“ Dazu kommen noch andere Normen für spezielle Teilthemen. sofern sie beheizt sind.

e .i = 0.6) Der Wärmedurchlasswiderstand ist also der Widerstand. • Für den äußeren Wärmeübergangswiderstand 9 Das Formelzeichen U wird in den einschlägigen Normen anstelle des ansonsten bei wärmetechnischen Berechnungen üblichen k verwendet.8) ist bei senkrechten Wänden ein Wert von Rs.1 zeigt am Beispiel einer Ziegelwand mit vorgesetzter Wärmedämmschicht.76 3 Raumheizung und Klimatisierung • dem Wärmeleitwert LS der an das Erdreich grenzenden Teile der Gebäudehülle (Der Index „S“ steht für „soil“). sowie • dem Wärmeleitwert LU (in den Normen mit HU bezeichnet). Soweit es sich um ebene und plattenförmige Bauteile handelt. der für den Wärmestrom zwischen beheizten Räumen und der Außenumgebung mit dazwischen liegenden unbeheizten Räumen kennzeichnend ist. die zwischen einem beheizten Innenraum und der Außenluft liegen (wie Außenwände und Fenster). wird die Fläche Aj des Bauteils mit seinem Wärmedurchgangskoeffizienten Uj 9 multipliziert: LD = ∑ A jU j .5) Der Wärmedurchgangskoeffizient U ist der Kehrwert des (flächenbezogenen) Wärmedurchlasswiderstandes: U= 1 . • Für den inneren Wärmeübergangswiderstand (3.7) Rs. Tabelle 3. den der je m² fließende Wärmestrom auf seinem Weg vom beheizten Raum bis zur Außenluft überwinden muss. j (3. wie sich der Wärmedurchlasswiderstand aus den einzelnen Teilwiderständen zusammensetzt: RT = Rs.7 W/m²/K anzusetzen (Strahlungsanteil inbegriffen). RT (3. Das Formelzeichen h wird in den einschlägigen Normen anstelle des ansonsten bei wärmetechnischen Berechnungen üblichen α verwendet. 10 .13 m²K/W.i = 1 hi (3. entsprechend einem Wärmeübergangskoeffizienten 10 hi = 7.i + Rλ + Rs.

130 1.e = 1 he (3.40 0.414 0. Ecken und Kanten der Gebäudehülle sowie von Wärmebrücken wird S soweit erforderlich S gesondert berücksichtigt (DIN EN ISO 10211).021 0.e = 0.011 0. Für jede Wandschicht ist d: die Schichtdicke in m und λ: die Wärmeleitfähigkeit in W/K/m Tabelle 3. Im Unterschied zur konvektiven Wärmeübertragung an die Außenluft handelt es sich hier um einen ausschließlichen Wärmeleitungsvorgang.040 0.04 m²K/W. Schicht Außenoberfläche Außenputz Glasfasermatte Ziegelmauer Innenputz Innenoberfläche Gesamt Wärmedurchlasswiderstand einer Außenwand (Beispiel) d [m] 0.3.1.10) setzt sich bei mehrschichtigen Wandteilen aus den Teilwiderständen der einzelnen Schichten additiv zusammen.9) ist generell ein Wert von Rs. Liegen zwischen beheizten Räumen und der Außenluft noch unbeheizte .015 λ [W/m/K] 1.04 0.750 0.70 R [m²K/W] 0.58 0.030 0.015 0.366 R [%] 3 1 55 30 2 9 100 Der Einfluss von dreidimensionalen Strukturen.24 0.3 Wärmebedarf und Energiehaushalt von Gebäuden 77 Rs. • Der Wärmedurchlasswiderstand Rλ = ∑ l dl λl (3. entsprechend he = 25 W/m²/K anzusetzen (Strahlungsanteil inbegriffen). Kellerseitenwände) muss nach DIN EN ISO 13370 die von der jeweiligen Außenlufttemperatur unterschiedliche Erdreichtemperatur berücksichtigt werden. Für die Berechnung des Wärmeleitwertes LS der an das Erdreich grenzenden Teile der Gebäudehülle (Kellerfußboden.

2 kg/m 3 ist die Dichte der Luft und Die Luftwechselraten eines Gebäudes bei geschlossenen Fenstern bzw Lüftungsöffnungen hängen ab von der Bauausführung und dem dadurch erreichten Niveau der Luftdichtheit. Versammlungsräume) werden die erforderlichen Austauschraten meist durch Systeme mit mechanischer Führung von Zuluft und Abluft sichergestellt. und dem zwischen unbeheiztem Raum und Außenluft. in DIN 4108-6 angegebenen) Korrekturfaktors Fx ermittelt werden: Lx = Fx ∑ A jU j j (3.5 und 1.2.2 Lüftung Der Lüftungswärmeverlust kommt dadurch zustande.h.13) cp L = 1000 J/kg/K ihre spezifische Wärmekapazität. (3. dass ein Luftvolumenstrom VL nach außen mit der Temperatur ϑi abgegeben und in gleicher Größe von außen mit der Temperatur ϑe zugeführt wird. ermittelt: LU = Liu Lue Liu + Lue (3. Aus hygienischen Gründen ist für Daueraufenthaltsräume ein Luftwechsel von mindestens 0.78 3 Raumheizung und Klimatisierung Räume (wie z. LU. Der „spezifische Lüftungswärmeverlustkoeffizient“ [W/K] ist H V = VL ρ L cp L .3. so wird der dafür gültige Gesamtleitwert zwischen beheiztem Raum und Außenluft. innerhalb von jeweils zwei Stunden sollte das gesamte Luftvolumen des Raumes ausgewechselt sein.14) ρ L = 1.B.(3. prinzipiell aus den Teilleitwerten zwischen beheiztem und unbeheiztem Raum. Bei fensterlosen Räumen mit erhöhtem Lüftungsbedarf (z.B.12) 3. Sie können etwa in einem Bereich zwischen 0. so können sich die Luftwechselraten beträchtlich erhöhen.5) unter Verwendung eines (z. Werden Fenster geöffnet oder gekippt.11) Für vereinfachte Berechnungen kann sowohl LS als auch LU in Analogie zu Gl. Lue.5 h-1 erforderlich. Der Luftvolumenstrom VL wird meist durch die Luftwechselrate n mit dem Volumen VR der beheizten Räume in Beziehung gesetzt: VL = n VR (3. seiner Lage sowie den Windverhältnissen. von der Größe und Form des Gebäudes.5 liegen. Wintergärten).B. d. Liu. .

Hingegen bezeichnet der Begriff des Verbrauchs eine tatsächlich verbrauchte Energiemenge. Für ein mittelschweres Wohngebäude. so dass dieses von seiner Leistung her für die Beheizung des Gebäudes ausreicht. Der Begriff Bedarf wird künftig nur noch für Energiegrößen verwendet. Die Anhaltswerte für die Norm-Innentemperatur sind je nach der Nutzungsart des Raumes verschieden und liegen z. Diese ergibt sich aus dem Norm-Wärmeverlust durch Addition eines Zuschlages für die notwendige Aufheizleistung nach einer Heizungsunterbrechung während der Nachtstunden. Als Norm-Innentemperatur ϑi wird für die Berechnung sowohl des NormTransmissionswärmeverlustes als auch des Norm-Lüftungswärmeverlustes im Normalfall die Raumlufttemperatur herangezogen. In Sonderfällen kann es vorkommen. Gebäuden sind in der Norm DIN EN 12831 niedergelegt. 3. Gl.1). Für München ist dies beispielsweise ein Wert von ! 16 EC.3 Norm-Heizlast Die Regeln für die Berechnung der Heizlast 11 von Räumen bzw.(3. für geheizte Nebenräume bei 15 EC und für Badräume bei 24 EC.3. dass die mittlere Strahlungstemperatur der Raumumschließungsflächen um mehr als 3 K unter der Raumlufttemperatur liegt.2 dargelegten Grundsätzen. Dann wird für die Berechnung des Norm-Transmissionswärmeverlustes das arithmetische Mittel aus der Raumlufttemperatur und der mittleren Temperatur der Raumumschließungsflächen herangezogen. dessen um 2 K abgesenkte Raum- 11 In Anlehnung an die in den neuen europäischen Normen üblichen Sprachgepflogenheiten wird der bisherige Begriff des Wärmebedarfs für eine Leistung ersetzt durch den Begriff der Heizlast. . Der erste Schritt besteht in der Bestimmung des Norm-Wärmeverlustes.3. nach der veranschlagten Wiederaufheizdauer sowie nach der Schwere der Bauweise. und zwar beschränkt auf rechnerisch ermittelte Größen. s.3.B. Diese Größe wird in den Normen auch als „Operative Temperatur“ bezeichnet. die im Zeitraum von 20 Jahren mindestens zehnmal gemessen wurden. Die Berechnung erfolgt nach den in Abschn. Ihr Zweck ist die Schaffung der Grundlage für die Auslegung des Heizungssystems (Wärmeerzeuger. Heizflächen).und Schlafräume bei 20 EC. aber auch nicht überdimensioniert ist. Der zweite Schritt besteht in der Bestimmung der Norm-Heizlast. Die Höhe dieses Zuschlages richtet sich nach dem Abfall der Innentemperatur während der Nachtabsenkung. für Wohn. Die Norm-Außentemperatur richtet sich an den niedrigsten Zweitagesmittelwerten der Lufttemperatur aus.3 Wärmebedarf und Energiehaushalt von Gebäuden 79 3.

3. das auf eine konstante Soll-Innentemperatur beheizt wird.80 3 Raumheizung und Klimatisierung temperatur binnen 2 Stunden wieder auf den Sollwert gebracht werden soll. Berechnung des Wärmeverlustes eines Gebäudes. In Büros und Verwaltungsgebäuden sind während der Bürozeiten 15 W/m² und au- . ist eine zusätzliche Aufheizleistung von 11 W je m² Wohnfläche anzusetzen.M (der Index l steht für loss) Ql.M (der Index g steht für gain) setzen sich aus den solaren und den inneren Wärmegewinnen zusammen: Qg.15) werden auf der Basis des spezifischen Wärmeverlustkoeffizienten H gemäß Gl.(3. ist das normalerweise anzuwendende Verfahren. Die monatlichen Wärmegewinne Qg.M = Qsol. 2.M ) tM (3. der unter Berücksichtigung der Wärmegewinne benötigt wird. Der Berechnungszeitraum kann entweder eine bestimmte Heizperiode (ohne sommerliche Heizung) oder der monatliche Zeitraum sein.M + Qint. DIN (V) 4108-6 geht dabei speziell auf die in Deutschland anzuwendenden Randbedingungen ein. tM ist die Zeitdauer des jeweils betrachteten Monats. Die monatliche Berechnung (gekennzeichnet durch den Index "M"). Die monatlichen Wärmeverluste Ql. Berechnung des Heizwärmebedarfs.M werden bei Wohngebäuden ! sofern keine besonderen Angaben vorliegen ! auf der Basis einer durchschnittlichen Leistung von 5 W je m2 Nutzfläche errechnet.M kleiner ist als die Heizgrenztemperatur. ab der ein Gebäude bei einer vorgegebenen Raumtemperatur nicht mehr beheizt werden muss.M (3.3) für alle Monate ermittelt. in denen die mittlere Außenlufttemperatur ϑe. 3. Darunter wird in DIN (V) 4108-6 diejenige Außentemperatur verstanden. Wärmegewinne werden bei der Bestimmung der Norm-Heizlast nicht angesetzt. um die festgelegte Soll-Innentemperatur aufrechtzuerhalten. 3. Berechnung der solaren und inneren Wärmegewinne. Die Berechnung geht in drei aufeinander aufbauenden Stufen vor sich: 1.M = H (ϑi − ϑe.4 Jahres-Heizwärmebedarf Die Normen DIN EN 832 und DIN (V) 4108-6 beschreiben ein Berechnungsverfahren zur Ermittlung des Heizwärmebedarfs für die Raumheizung in Wohngebäuden.16) Die monatlichen inneren Wärmegewinne Qint.

Differenziert nach • Himmelsrichtung. Sodann wird nach der Ausrichtung (j) der einzelnen Bauteilgruppen unterschieden. Hügel. der Abminderungsfaktor von z. Der Durchlassgrad g⊥ bei senkrechtem Strahlungseinfall auf die Glasfläche ist in Tabellen festgelegt (bei einem einfachverglasten Fenster beträgt sein Wert beispielsweise 0. und • Neigung der betreffenden Fläche gegen die Horizontale (senkrecht stehende Fensterflächen haben eine Neigung von 90 °).3 Wärmebedarf und Energiehaushalt von Gebäuden 81 ßerhalb der Bürozeiten 5 W/m² angesetzt. In der Gleichung werden zum einen die verschiedenen Bauteile (i) separat betrachtet. für jedes Fenster folgende Faktoren berücksichtigt: • die Fensterfläche A (brutto. 0. SW. dass bei dem üblicherweise gegebenen nicht senkrechten Strahlungseinfall weniger Energie transmittiert wird.j [W/m²] (direkt und diffus) tabelliert.17) resultieren in erster Linie aus der direkten Strahlungstransmission durch Fenster und andere transparente Bauteile wie Wintergärten. Zur Berücksichtigung der klimatischen Ein- .85. nach der das betreffende Fenster ausgerichtet ist. wenn solche Vorrichtungen unabhängig von der Sonneneinstrahlung in Betrieb sind. • Der Abminderungsfaktor FC für Sonnenschutzvorrichtungen wird nur dann kleiner als eins gesetzt. So werden z. Sofern keine genaueren Werte bekannt sind.M. Bäume sowie Bauteilüberstände dar. bei mehrfach verglasten Fenstern weniger). ist die im Monatsmittel herrschende solare Einstrahlungsdichte Isol. O.h. NO). wird ein Wert von 0.M = (∑ j Isol. d. 85 g⊥ .7 angesetzt. S. • Der Verschattungsfaktor FS stellt die Abminderung der auf die Oberfläche auftreffenden Sonnenstrahlung als Folge dauerhafter Verschattung durch andere Gebäude. • Der Rahmenfaktor FF entspricht dem Verhältnis der durchsichtigen Fläche zur Gesamtfläche der verglasten Einheit. Die in das Gebäude gelangenden solaren Wärmegewinne Qsol. daneben aus der Strahlungsabsorption an den Oberflächen nicht transparenter (d.h. W.B.M ∑ i FF FS FC gAi tM ) (3.9 berücksichtigt. SO. berücksichtigt also den Rahmenanteil. in 8facher Unterteilung (N. opaker) Bauteile. einschließlich Rahmen) • der wirksame Gesamtenergiedurchlassgrad g = 0. NW.B.3. da die Einstrahlung hiervon wesentlich abhängt.

Für die südbayerische Region 14 gilt Weihenstephan als Referenzort. der für die Beheizung des Gebäudes wirksam wird und damit zu einer Verringerung des Heizwärmebedarfs führt. Durchschnittliche Strahlungsintensität für den Referenzort Weihenstephan (Region 14) Aufgegliedert entsprechend der Orientierungsrichtung sind also die Fensterflächen mit ihren Transmissionsgraden und Abminderungsfaktoren sowie mit den entsprechenden Werten der Strahlungsintensität zu multiplizieren.11.M − ηM Qg. Der monatliche Heizwärmebedarf wird aus den Wärmeverlusten und den Wärmegewinnen bestimmt: Qh. für die jeweils ein Referenzort die Datengrundlage liefert. Abbildung 3.7 gibt hierfür die Monatsmittelwerte der Strahlungsintensität aus den vier Haupthimmelsrichtungen (Neigung jeweils 90 °) sowie für die Neigung 0 ° wieder.7.03 200 Durchschnittliche Strahlungsintensität in W/m² Orientierung der bestrahlten Fläche: Ost (vertikal) 150 horizontal West (vertikal) Süd (vertikal) 100 50 Nord (vertikal) 0 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Abb.18) Der Ausnutzungsgrad ηM bezeichnet für den betreffenden Monat den Anteil der Wärmegewinne.82 3 Raumheizung und Klimatisierung flüsse gibt es eine weitere Unterteilung in 15 Referenzregionen in Deutschland. 250 26-324-A 26-324-A 20.11.03 20.M = Ql.M (3. Die Berechnungsvorschrift lautet: . über j aufzusummieren und schließlich mit der Dauer tM des betreffenden Monats zu multiplizieren. 3.

3.3 Wärmebedarf und Energiehaushalt von Gebäuden

83

ηM =

a 1 −γM a +1 1 −γM

(3.19)

oder, falls γM = 1 ist:

ηM = lim
γ →1

a 1 −γM a = a +1 a+1 1 −γM

(3.19a)

Ein wichtiger Parameter ist das Verhältnis aus Wärmegewinnen und Wärmeverlusten in dem betreffenden Monat:

γM = ⎜

⎛ Qg ⎞ ⎟ ⎝ Ql ⎠M

(3.20)

Der Exponent a ist eine Funktion der Zeitkonstante des Gebäudes und ist bei monatlicher Berechnung folgendermaßen definiert:

a =1+

τ
16 h

(3.21)

Die Zeitkonstante τ des Gebäudes ist hierbei in Stunden einzusetzen. Sie errechnet sich als Quotient aus der wirksamen Wärmespeicherfähigkeit und dem spezifischen Wärmeverlustkoeffizienten nach Gl.(3.3):

τ=

Cwirk , H

(3.22)

und ist kennzeichnend dafür, ob ein Gebäude in „leichter“ oder in „schwerer“ Bauweise ausgeführt ist. Die wirksame Wärmespeicherfähigkeit

Cwirk = ∑ i ci ρ i di Ai [ Wh/K ]

(3.23)

ergibt sich aus der Summation über alle Bauteilflächen i des Gebäudes, die mit der Raumluft in Berührung kommen. Schwanken die Temperatur und die Strahlungsintensität im Tagesrhythmus, so ist als wirksame Schichtdicke di für die Wärmespeicherung jeweils die halbe Wandstärke von Innenwänden, höchstens jedoch eine Schichtdicke von 10 cm anzusetzen. Tiefer liegende Wandschichten spielen für die Zyklen der Wärmeaufnahme und -abgabe keine Rolle. Für vereinfachte Berechnungen wird die wirksame Wärmespeicherfähigkeit proportional zum Bruttovolumen des Gebäudes angesetzt. Als Proportionalitätsfaktor ist für Gebäude mit leichter Bauweise ein Wert von 15 Wh/K/m³ und bei schwerer Bauweise (Gebäude mit massiven Innen- und Außenbauteilen) ein Wert von 50 Wh/K/m³ zu verwenden.

84

3 Raumheizung und Klimatisierung

Abbildung 3.8 zeigt im oberen Diagramm den Ausnutzungsgrad ηM nach Gl.(3.19), also in Abhängigkeit vom Gewinn-/Verlustverhältnis γ. In den Ql , ist auch tagsüber der Wärmekalten Wintermonaten, d.h. für Qg verlust des Gebäudes so groß, dass nahezu die gesamten Wärmegewinne auch in einem Gebäude von leichter Bauweise sofort nutzbar sind. Im Gegensatz dazu besteht im Hochsommer ein solches Überangebot an Sonneneinstrahlung, dass nur ein sehr kleiner Teil davon nutzbar ist, der Ausnutzungsgrad also sehr klein ist. Je größer die Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes, desto besser werden die Wärmegewinne genutzt. Im unteren Diagramm ist der Heizwärmebedarf, bezogen auf den Wärmeverlust, über γ aufgetragen. Generell bedeutet eine kleinere Zeitkonstante des Gebäudes einen höheren Heizwärmebedarf, da sich die Ausnutzung der Wärmegewinne verschlechtert. Je schwerer die Bauweise, desto weiter reicht
1,0 0,9

Zeitkonstante des Gebäudes τ=

48

4

26-325-A-03 26-325-A-03

8 16 h

h h

Ausnutzungsgrad ηΜ

0,8 0,7 0,6 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 0,0 0,0 0,5

24 8 h 0

h

1,0

1,5

2,0

2,5

3,0

3,5

4,0

1,0 0,9

Bezogener Heizwärmebedarf Qh / Ql

0,8 0,7 0,6 0,5 0,4 0,3 0,2 0,1 0,0 0,0 0,5

Zeitkonstante des Gebäudes τ= 0h
8h

24 h
48 h

4
1,0

168

h
1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0

Gewinn-/Verlustverhältnis γ = Qg / Ql

Abb. 3.8. Ausnutzungsgrad und bezogener Heizwärmebedarf

3.3 Wärmebedarf und Energiehaushalt von Gebäuden

85

der quasi-lineare Rückgang des bezogenen Heizwärmebedarfs im Bereich kleiner Wärmegewinne. Im Extremfall eines „unendlich schwer ausgeführten“ Gebäudes (t 6 4) sind die Wärmegewinne voll nutzbar, sofern sie kleiner sind als die Wärmeverluste (γ ≤ 1) ; andernfalls wird der Heizwärmebedarf zu Null. Die überschüssige eingestrahlte Energie wird ebenfalls im Gebäude als Wärme frei und führt dort zu einem Anstieg der Raumtemperaturen über den gewünschten Wert ϑi hinaus. Um also zu hohe Raumtemperaturen zu vermeiden, muss diese Energie durch gezielten Luftaustausch abgeführt werden. Eine andere Möglichkeit besteht in der gezielten Kühlung der Räume durch Klimaanlagen. Auf der Basis der so erstellten monatlichen Energiebilanzen des Gebäudes wird der jährliche Heizwärmebedarf durch Aufsummieren der Monatswerte ermittelt:
Qh = ∑ Qh,M .
HP

(3.24)

Für die Festlegung der Heizperiode (HP) gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im einfachsten Fall werden die Monate ausgewählt, deren Mitteltemperatur unterhalb der Heizgrenztemperatur von üblicherweise 15 °C liegt. Da sich das Temperaturkriterium für die Heizgrenze aber eigentlich auf Tagesmitteltemperaturen bezieht, kann eine höhere zeitliche Auflösung des saisonalen Temperaturverlaufes erforderlich sein. Genauere Ergebnisse erhält man z.B. durch lineare Interpolation zwischen den Monaten im Frühjahr und im Herbst, in denen der saisonale Temperaturverlauf die Heizgrenztemperatur schneidet. In DIN V 4108-6 ist eine Berechnungsvorschrift für eine variable Heizgrenztemperatur angegeben, um den Einfluss von Wärmedämmung und Wärmespeicherfähigkeit eines Gebäudes auf dessen individuelle Heizgrenze zu berücksichtigen. Die anschließende Berechnung des Heizenergiebedarfs, der unter Berücksichtigung der Verluste der Heizungsanlage (vgl. Abschn. 3.5) jährlich zur Raumheizung des Gebäudes benötigt wird, ist in den erwähnten beiden Normen nur kurz angesprochen.

3.4

Energieeinsparverordnung

Die im Jahre 2002 in Kraft getretene und 2004 novellierte „Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden“, die sog. „Energieeinsparverordnung“ (EnEV) löst sowohl die Wärmeschutzverordnung als auch die Heizungsanlagen-Verordnung ab. Sie

86

3 Raumheizung und Klimatisierung

stellt Anforderungen an Gebäude einschließlich ihrer heizungs- und raumlufttechnischen sowie zur Warmwasserbereitung dienenden Anlagen. Dabei wird unterschieden zwischen zu errichtenden Gebäuden und bestehenden Gebäuden. Zu errichtende Wohngebäude sind danach so auszuführen, dass • der spezifische, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche A bezogene Transmissionswärmeverlust HT sowie • der auf die Gebäudenutzfläche AN bezogene Jahres-Primärenergiebedarf QP gewisse Höchstwerte nicht überschreiten. Diese Werte sind in Abhängigkeit vom Oberflächen-Volumen-Verhältnis A/Ve in der Verordnung festgelegt. Ve ist das von der Umfassungsfläche umschlossene Gebäudevolumen. In die Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs,

QP = ( Qh + QW ) eP ,
geht ein:

(3.25)

• der Nutzwärmebedarf Qh für Heizung gemäß Gl.(3.24). Die Berechnung erfolgt auf der Basis der DIN EN 832 nach dem Monatsbilanzverfahren. Für Gebäude mit einem Fensterflächenanteil von nicht mehr als 30 % kann die Berechnung auch nach einem vereinfachten Nachweisverfahren erfolgen. • der Nutzwärmebedarf für Brauchwarmwasser; hierfür wird ein pauschaler Wert von QW / AN = 12,5 kWh/m²/a angesetzt; • Die Anlagenaufwandszahl eP beschreibt das Verhältnis der von der Anlagentechnik benötigten Primärenergie in Relation zu der von ihr abgegebenen Nutzwärme, entspricht also im Prinzip dem Kehrwert eines Nutzungsgrades. Die Anlagenaufwandszahl wird nach DIN V 4701-10 ermittelt. Je nach Planungsstand und Datenlage stehen dafür verschiedene Verfahren über Diagramme, Tabellen sowie detaillierte Berechnung zur Auswahl. Berücksichtigt werden dabei im einzelnen: - die Verluste infolge Trägheit und Regelungenauigkeit des Wärmeübergabesystems - die Verluste bei der Wärmeverteilung - die Verluste evtl. vorhandener Wärmespeicher - die Verluste bei der Wärmeerzeugung. Sind mehrere Wärmeerzeuger vorhanden, so werden deren Deckungsanteile berücksichtigt. - der Hilfsenergieverbrauch, z.B. für Umwälzpumpen - der Aufwand und die Verluste bei Förderung, Aufbereitung, Umwandlung, Transport und Verteilung der jeweiligen Energieträger im Zuge

3.4 Energieeinsparverordnung

87

der Bereitstellung der notwendigen Primärenergie. Die entsprechenden Primärenergiefaktoren werden durch Modellierung von Prozessketten ermittelt und betragen nach den Stammdatensätzen von GEMIS: - für öl- und gasgefeuerte Zentralheizungsanlagen: 1,1 - für Nah-/Fernwärme aus KWK mit fossilen Brennstoffen: 0,7 - für Strom: 3,0 Die wesentlichen Ergebnisse der Berechnungen für ein Gebäude sind in einem „Energiebedarfsausweis“ zusammenzustellen. Dies betrifft insbesondere die spezifischen Werte des Transmissionswärmeverlustes, den Endenergiebedarf sowie den Jahres-Primärenergiebedarf. Dieser Energiebedarfsausweis ist den nach Landesrecht zuständigen Behörden auf Verlangen vorzulegen und Käufern, Mietern und sonstigen Nutzungsberechtigten der Gebäude auf Anforderung zur Einsichtnahme zugänglich zu machen. Bestehende Gebäude sind in zweifacher Hinsicht von der EnEV betroffen: 1. Soweit bei beheizten Räumen Änderungen an Außenwänden, Fenstern, Außentüren, Decken, Dächern und sonstigen, den Wärmehaushalt beeinflussenden Bauteilen vorgenommen werden, darf deren Wärmedurchgangskoeffizient gewisse vorgegebene Höchstwerte nicht übersteigen. 2. Nachrüstungsvorschriften gibt es für alte Heizkessel, für die Wärmedämmung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen und für die obersten Geschossdecken beheizter Räume.

3.5

Heizungsanlagen

Die Norm DIN V 4701-10 „Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen“ beinhaltet eine Reihe von Berechnungsanleitungen und Richtwerten für die Kenngrößen von Heizungsanlagen. 3.5.1 Systematische Einteilung

Die wesentlichen Bestandteile einer Heizungsanlage sind die Komponenten zur • • • • Wärmeerzeugung (z.B. Heizkessel) Wärmespeicherung (z.B. Heizwasserspeicher) Wärmeverteilung (z.B. Rohrnetz) Wärmeübergabe (z.B. Heizkörper)

Hinzu kommen Einrichtungen zur Steuerung bzw. Regelung der Anlage. Je

88

3 Raumheizung und Klimatisierung

nach Heizsystem können auch einzelne Komponenten entfallen. Hinsichtlich der Zentralisation des Wärmeerzeugers unterscheidet man: • Einzelheizungen: Hier befindet sich der Wärmeerzeuger in den zu beheizenden Räumen selbst. Die Wärmeerzeuger sind Einzelöfen, die die Wärme direkt über ihre äußere Oberfläche und z.T. auch über inneren Wärmetausch an durchströmende Raumluft abgeben. Je nach der Art der zugeführten Energie kann es sich um Festbrennstoff-, Öl- oder Gasöfen handeln, oder aber um elektrische Heizgeräte. Bei letzteren wird zwischen Direktheizgeräten (Heizlüfter oder Strahler) unterschieden, die die erzeugte Wärme praktisch unverzögert an den Raum abgeben, und zwischen Speicherheizgeräten, bei denen die Speichermasse die durch billigen Nachtstrom erzeugte Wärme aufnimmt und untertags dosiert je nach Bedarf an den Raum abgibt. • Zentralheizungen: Sämtliche Räume eines Hauses werden von einem zentralen Wärmeerzeuger versorgt. Bei größeren Objekten ist die erforderliche Gesamtleistung der Wärmeerzeugung meist auf mehrere Einheiten oder Module aufgeteilt. Zusätzlich zu der damit vorhandenen Ausfallreserve hat das den Vorteil, dass die kleineren Einheiten in den vorherrschenden Schwachlastzeiten besser ausgelastet sind und damit ökonomischer betrieben werden können. Als Einheiten zur Wärmeerzeugung kommen neben dem normalerweise verwendeten Heizkessel (Kap. 3.5.2) auch Wärmepumpen (Kap. 3.5.3) in Betracht, sowie Module mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die nicht nur Heizwärme sondern auch Strom erzeugen. Diese „Blockheizkraftwerke“ (BHKW) bestehen meist aus einem Verbrennungsmotor mit angeschlossenem Stromgenerator. Die erzeugte Wärme stammt in erster Linie aus dem Abgas und aus der Abwärme des Motorblocks. Zum Transport der Wärme in die zu beheizenden Räume dient normalerweise Wasser(Warmwasserheizung). Die Verwendung von Dampf oder von Luft als Wärmeträger ist nur noch vereinzelt anzutreffen. Teilweise übernimmt der Wärmeerzeuger auch die Aufgabe der Brauchwarmwassererwärmung (zentrale Warmwasserversorgung). • Fernheizungen: Hier wird eine mehr oder weniger große Gebäudegruppe, eine Siedlung oder ein Stadtteil aus einem Heizwerk oder einem Heizkraftwerk mit Wärme versorgt. Als Wärmeträger wird auch hier meist Wasser verwendet, allerdings mit höheren Vorlauftemperaturen (teilweise Heißwasser von über 120°C), selten Dampf.

3.5 Heizungsanlagen

89

Bei allen Warmwasserheizungen, sei es als Zentral- oder als Fernheizung, wird das Heizwasser in einem Rohrleitungssystem zwischen dem Wärmeerzeuger und den zu beheizenden Räumen im geschlossenen Kreislauf geführt. Die dabei auftretenden Wärmeverluste hängen (neben der Wärmedämmung der Rohre) davon ab, zu welchen Anteilen die Leitungen außerhalb der thermischen Gebäudehülle liegen, also z.B. im Kellerbereich oder in Außenwänden. Meist erfolgt die Umwälzung durch Pumpen, selten geworden ist die „Schwerkraftheizung“, die die Auftriebswirkung des wärmeren Vorlaufwassers zur Umwälzung nutzt. Zur Wärmeabgabe in den zu beheizenden Raum dient der Heizkörper. Das durchlaufende Wasser erwärmt ihn und kühlt dabei von der Vorlauftemperatur auf die Rücklauftemperatur ab. Aus dem Produkt dieser Temperaturdifferenz, der sog. „Temperaturspreizung“, und dem Wasserdurchsatz ergibt sich die an den Raum abgegebene Wärmeleistung. Je nach der Bauart (Radiatoren, Konvektoren) und Ausführungsform (Glieder-, Rippenrohr-, Flachheizkörper) erfolgt der Wärmeeintrag in den Raum in Kombination der Mechanismen Konvektion und Wärmestrahlung. Die Wärmeleistung eines Heizkörpers kann bei gegebener Vorlauftemperatur durch Verstellen des Wasserdurchsatzes mittels eines Ventils reguliert werden. Wegen der starken Nichtlinearität der Kennlinie ist jedoch bei handbetätigten Ventilen oft keine befriedigende Regulierung erreichbar. Die heute üblichen Thermostatventile regeln den Durchfluss entsprechend der vom Fühler erfassten Raumtemperatur automatisch und ermöglichen damit eine Dosierung der Wärmeabgabe an den zu beheizenden Raum. Trotzdem kann es auch hier zu einer überschüssigen Wärmeabgabe kommen, z.B. infolge der thermischen Trägheit des Heizkörpers. 3.5.2 Heizkessel

Zentralheizkessel stellen die am meisten verbreitete Technik zur Bereitstellung von Raumwärme dar. Zusätzlich dienen sie in aller Regel auch zur Brauchwassererwärmung, entweder als Speicherkessel mit integriertem Warmwasserspeicher oder in Kombination mit separatem Beistellspeicher. Die Wärmeleistung eines Heizkessels kann normalerweise nicht stufenlos reguliert werden. Vor allem für kleinere Heizkessel ist nur der Ein-AusBetrieb möglich. Ein Grund dafür ist, dass der Verbrennungsluftstrom über ein Gebläse gefördert wird und eine Regulierung hier einen beträchtlichen technischen Aufwand erfordern würde. Hinzu kommt bei Verwendung von Heizöl, dass die heute in aller Regel eingesetzten Zerstäubungsbrenner in ihrer Durchsatzleistung nach unten begrenzt sind.

90

3 Raumheizung und Klimatisierung

Über den größten Teil der Heizperiode liegt jedoch die Heizlast weit unter ihrem Maximalwert. Bei kleineren Anlagen mit nur einem Heizkessel muss dieser auf die Deckung der Norm-Heizlast ausgelegt sein. Dies führt zu • Brennerlaufzeiten von nur wenigen Minuten Dauer, • ähnlich kurzen Stillstandszeiten dazwischen, sowie • häufigen Startvorgängen. Abbildung 3.9 (Mühlbacher et al. 2002) zeigt dies am Beispiel eines neuen Öl-Niedertemperaturkessels in einem Einfamilienhaus. Eine Verringerung der Taktfrequenz und Verlängerung der Brennerlaufzeiten würde die Installation eines Wärmespeichers erfordern, was aber wegen des baulichen und anlagentechnischen Aufwandes normalerweise nicht in Betracht kommt.

Abb. 3.9. Betriebsdaten der Raumwärmeversorgung mit einem Öl-Niedertemperaturkessel, Baujahr 2000, Nennwärmeleistung 21 kW

Abbildung 3.10 (Mühlbacher 2003) zeigt, dass zu Beginn des Startvorganges eines Öl-Gebläsebrenners aufgrund der Brennraumdurchspülung die Emissionen von Kohlenwasserstoffen (HC) und Kohlenmonoxid (CO) stark ansteigen, jedoch nach wenigen Sekunden unter etwa 20 ppm zurückgehen. Nach dem Stopp des Brenners ist wegen des Schließens der Abgasklappe wieder ein erhebliches und länger dauerndes Ansteigen der Konzentrationen von HC und CO zu beobachten. Da der Luftdurchsatz in dieser Phase auf einen Bruchteil reduziert ist, sind die Emissionsmengen freilich gering.

latenter und chemisch gebundener Energieinhalt. .3. sowie • innere Auskühlverluste. • Oberflächenverluste. die Abgastemperatur. Emissionen der einzelnen Betriebsphasen eines Brennerzyklus am Beispiel eines Öl-Gebläsebrenners Die Energieverluste von Heizkesseln treten im wesentlichen in folgender Form auf: • Abgasverluste: Fühlbarer.26) In dieser Zahlenwertgleichung ist: qA der bezogene Abgasverlust als Prozentwert der mit dem Brennstoffheizwert zugeführten Feuerungsleistung. Eine in der BImSchVO angegebene Formel auf der Basis von zwei brennstoffspezifischen Parametern reduziert den Fehler auf rd. die Temperatur der dem Kessel zugeführten Verbrennungsluft.5 Heizungsanlagen 91 Abb. ± 1 %. Die fühlbaren Abgasverluste lassen sich angenähert nach der SIEGERTschen Formel ermitteln 12: qA = σ ⋅ ϑA − ϑL CO2 (3.10. ϑA ϑL 12 Der Fehler dieser Formel liegt bei etwa ± 5 %. 3.

03 8% 9% 10 % Verbrennungslufttemperatur: 20 °C Bezogener fühlbarer Abgasverlust in % 15% 11 % 12 % 13 % 14 % 15 % 10% 15.59. an denen sie kondensiert (Tieftemperatur-Korrosion). Der bezogene Abgasverlust ist umso größer. die heute im Heizöl EL noch zugelassen sind (max. . Bezogener Fühlbarer Abgasverlust von Ölkesseln Günstig für einen Kessel mit geringen Verlusten ist also zum einen eine möglichst niedrige Abgastemperatur.2 Gew. 0. Allerdings sind einer Senkung der Abgastemperaturen namentlich bei Ölfeuerungen Grenzen gesetzt.-%. Unterschreitet das Abgas diese Temperatur. und zwar im wesentlichen durch den Schwefelsäuretaupunkt.11.11 gibt die Ergebnisse für die Verbrennung von Heizöl EL wieder. Für diesen Brennstoff liegt der Wert von σ bei rd. Die modernen Niedertemperaturkessel sind dank spezieller Materialien und Bauweisen in der Lage. Da dies im gesamten Abgasweg.-%).11. je höher die Abgastemperatur und je kleiner der im Abgas gemessene CO2-Gehalt ist.11. Hierauf hat das Temperaturniveau des Wassers im Kessel entscheidenden Einfluss.03 28. vermieden werden muss. 20% CO2-Gehalt im Abgas: 26-326-A 26-326-A 28. ein brennstoffspezifischer Parameter („Siegert-Faktor“). so greift die entstehende Schwefelsäure die Flächen an. mit gleitenden Kesselwassertemperaturen zu fahren. also bis zum Austritt aus dem Schornstein. ist die niedrigste zulässige Abgastemperatur am Kesselaustritt entsprechend höher. Abbildung 3. entsprechend den Temperaturerfordernissen des Heizungssystems bei der jeweils herrschenden Außentemperatur. Bei den Schwefelgehalten. liegt dieser Taupunkt bei etwa 120°C.92 3 Raumheizung und Klimatisierung CO2 σ der CO2-Gehalt im Abgas in Vol. 0. 3.5 %= ) m ax (CO 2 5% 0% 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 220 240 260 280 300 Abgastemperatur in °C Abb.

3. nämlich ein hoher CO2-Gehalt. Ein solcher „Brennwertkessel“ kann u. 15. Größere Anlagen können für kleineren Luftüberschuss ausgelegt bzw.2. Das Luftverhältnis λ.27) Der maximal mögliche CO2-Gehalt ist der bei stöchiometrischer Verbrennung. hängt mit dem CO2-Gehalt reziprok zusammen 13: λ≈ ( CO2 )max CO2 (3. Als latenter Abgasverlust wird der Energieinhalt in Form der Verdampfungsenthalpie des bei der Verbrennung entstandenen Wasserdampfes 14 verstanden.10 ersichtliche Wert von ungefähr 13 % während der Brennerlaufzeit bedeutet somit ein Luftverhältnis von rd. Das entspricht etwa dem Richtwert für kleine Anlagen mit einem Öldurchsatz bis 2 kg/h. als Quotient aus der tatsächlich der Feuerung zugeführten Verbrennungsluftmenge zu der für stöchiometrische Verbrennung erforderlichen.U.5 Heizungsanlagen 93 Der zweite anzustrebende Faktor. ist gleichbedeutend mit einem möglichst geringen Luftüberschuss.5 % einen Fehler von weniger als 2 % auf. Wirkungsgrade von über 100 % erreichen. aber auch komplizierten Formeln z. d. wenn ! wie es üblich ist ! der Heizwert als Bemessungsgrundlage herangezogen wird. liegen 13 Dieser vereinfachte Zusammenhang weist gegenüber den exakten.5 Vol. 3. eingestellt werden. Bei der Verbrennung von Heizöl EL sind das rd. ist dieser Posten nicht enthalten. einen Teil des Wasserdampfes im Kessel zu kondensieren und damit für die Heizwärmeerzeugung nutzbar zu machen.h. Der latente Anteil wird bedeutsam. Der in Abb. wenn es gelingt. 1. Zuzüglich des in feuchten Festbrennstoffen in flüssiger Phase enthaltenen Wassers 14 . Die Verluste durch un.oder teilverbrannte Abgasbestandteile entsprechen deren Heizwert und sind selbstverständlich proportional zu der Konzentration dieser Bestandteile im Abgas.10 ersichtlich. da dieser Brennstoff praktisch schwefelfrei ist und somit keine Korrosion durch kondensierende Schwefelsäure im Abgasweg auftreten kann. Die Brennwerttechnik wird fast ausschließlich für Erdgas angewendet. bei Heizöl EL für CO2-Gehalte über 9. mit dem üblicherweise der Energieinhalt von Brennstoffen angegeben wird. 25 kW.3. Wie aus Abb.B. also einen Luftüberschuss von 20 %. da sonst die Emission von CO und HC stark ansteigt. einer Feuerungswärmeleistung bis ca. Eine zu starke Reduzierung des Luftüberschusses muss jedoch vermieden werden. Im Heizwert.-%.

Hierzu zeigt Abb. die sich bei Brennerstopp automatisch schließen. als 15 Als Standardkessel werden Wärmeerzeuger bezeichnet.B. je größer der Wärmeerzeuger ist.28) als Verhältnis der vom Kessel nutzbar abgegebenen Energie zu der mit dem Brennstoff zugeführten ist stark abhängig vom Lastgrad. Der hieraus resultierende Abgasverlust liegt in der Summe unter 0. Dank guter Wärmedämmung und niedriger Kesselwassertemperaturen erreichen auch kleine Heizkessel heute Werte von weniger als 3 % der Feuerungsleistung. Die dargestellte Verluststruktur ist bestimmend für das energetische Betriebsverhalten von Kesseln über einen Betriebszeitraum wie z. dass der Kessel normalerweise nicht nur die Energie zur Raumheizung bereitstellt. Eine gewisse Luftdurchspülung des Brennraums muss aus Sicherheitsgründen jedoch gewährleistet bleiben. die meist niedriger ist. ungeachtet der erforderlichen Vorlauftemperatur. Innere Auskühlverluste entstehen dadurch. dass nach dem Stopp des Brenners der Brennraum noch von Luft durchströmt und dabei abgekühlt wird. Der Nutzungsgrad g= QNutz QBS (3.94 3 Raumheizung und Klimatisierung bei Ölkesseln nach heutigem technischen Stand die HC.5 %.und die CO-Konzentrationen in einer Größenordnung von jeweils 10 ppm. lässt sich der saisonale Einfluss auf das energetische Betriebsverhalten sehr gut anhand von Tageswerten beschreiben. Bei großen Einheiten sind es etwa 0. sondern auch zur Brauchwarmwasserversorgung. Deutlich tritt der Vorteil eines neuen Niedertemperaturkessels gegenüber einem älteren Standardheizkessel 15 zu Tage. 3. die aus technischen Gründen mit einer festen Kesselwassertemperatur (mindestens 70°C) betrieben werden müssen. eine Heizperiode oder ein Jahr.12 den Vergleich zwischen zwei ölgefeuerten Heizkesseln über der jeweils pro Tag für Heizung und Warmwasserbereitung abgegebenen Wärmemenge. Die Verbesserungen betreffen sowohl die Abgasverluste (und damit den feuerungstechnischen Wirkungsgrad).1 % und ist somit aus energetischer Sicht bedeutungslos. Wie messtechnische Untersuchungen (Mühlbacher 2003) gezeigt haben. Diese Verluste lassen sich verringern durch Abgasklappen. Vor allem im letztgenannten Fall ist zu beachten. . Die Oberflächenverluste durch Strahlung und Konvektion an die Umgebung sind wegen des A/V-Verhältnisses prozentual umso kleiner.

3% 80 Nutzungsgrad in % 60 Öl-Standardheizkessel (Baujahr 1979) Jahresnutzungsgrad 70. Jedoch ist auch hier der Niedertemperaturkessel deutlich überlegen.3 %). da die Bereitschaftsverluste bestimmend für die Energiebilanz sind. Dass in der Übergangszeit das Nutzungsgradniveau des älteren Standardkessels stärker abfällt als beim Niedertemperaturkessel. Sommertag Wintertag trüb Wintertag heiter 40 Übergangstag trüb .1 %) bedeutet das eine Brennstoffeinsparung von fast einem Viertel. so liegen die Verluste des Niedertemperaturkessels unter 10 % der verbrauchten Endenergie (Jahresnutzungsgrad: 91. Die geringeren Abgasverluste des Niedertemperaturkessels sind in erster Linie verantwortlich für das deutlich höhere Wirkungsgradniveau über den größten Teil des Betriebsbereiches. Im Vergleich zu dem älteren Standardkessel (Jahresnutzungsgrad: 70. Betrachtet man das ganze Jahr.1% Übergangstag heiter 20 0 0 20 40 60 80 100 120 Vom Wärmeerzeuger abgegebene Wärmemenge in kWh/d 140 160 Abb.5 Heizungsanlagen 95 50-191-B-02 100 Öl-Niedertemperaturheizkessel (Baujahr 2000) Jahresnutzungsgrad 91. An einem typischen „Sommertag“ ist nur noch der Energiebedarf für die Brauchwarmwasserbereitung zu decken.12. Nutzungsgradverlauf eines alten und neuen Öl-Niedertemperaturkessels für den Einsatz in einem Einfamilienhaus auch die Bereitschaftsverluste. 3.3. ist auch auf die Unterschiede bei den Bereitschaftsverlusten zurückzuführen. Generell weisen die Wärmeerzeuger in solchen Betriebsbereichen sehr niedrige Nutzungsgrade auf. In der warmen Jahreszeit geht der Energiebedarf der Raumheizung bis auf Null zurück. Der um 10 Prozentpunkte höhere Tagesnutzungsgrad am typischen Sommertag bedeutet einen um 20 % reduzierten Brennstoffverbrauch.

3.und Warmwasserversorgung in einem Altbau . z. für den Betrieb der Pumpen.13. Als Wärmeerzeuger ist hier ein älterer Ölkessel eingesetzt. Außerdem sind alle Energieverbrauchswerte auf Primärenergie zurückgerechnet. Umwandlung und Transport im Energiesektor mit einbezogen.B.96 3 Raumheizung und Klimatisierung In Abb. Abb.13 ist das komplette Energieflussbild für einen realen Einsatzfall dargestellt. In dieser Betrachtung sind auch die Posten des Stromverbrauchs. mit berücksichtigt. 3. es sind die Verluste und der Eigenverbrauch bei Förderung. Primärenergiebilanz der Heizungs. d.h.

3.5 Heizungsanlagen

97

3.5.3

Wärmepumpen 16

3.5.3.1 Grundbegriffe

Durch die Sonneneinstrahlung werden Luft, Boden, Grund- und Oberflächenwasser erwärmt. Die Wärmepumpe ermöglicht die Nutzung dieser auf einem niedrigen Temperaturniveau in Form von Umgebungswärme gespeicherten Sonnenenergie zur Wärmeversorgung. Entsprechendes gilt für die Abwärme aus industriellen Prozessen auf niedrigem Temperaturniveau. Eine Wärmepumpe ist eine Anlage, die es ermöglicht, aus einer Wärmequelle geringwertige (d.h. auf niedrigem Temperaturniveau befindliche) thermische Energie zu entnehmen und, unter Zufuhr von hochwertiger Treibenergie, in höherwertige (d.h. auf einem höheren Temperaturniveau befindliche) thermische Energie umzuwandeln. Dem oberen Temperaturniveau sind hierbei aus technischen und aus wirtschaftlichen Gründen Grenzen gesetzt. Deshalb liegt das Einsatzpotential der Wärmepumpe dort, wo Raumwärme, Warmwasser oder auch Prozesswärme in einem Temperaturbereich von etwa 35 bis 65EC (in besonderen Fällen auch bis zu 110EC) benötigt werden. Wärmepumpen bestehen aus mehreren Komponenten, die durch Rohrleitungen zu einem geschlossenen System verbunden sind, in dem ein Arbeitsmedium (meist ein Kältemittel) zirkuliert. Dabei findet ein linksläufiger thermodynamischer Kreisprozess statt. Je nach der Art dieses Prozesses unterscheidet man zwischen Kaltdampfkompressions-, Thermokompressions- und Absorptionswärmepumpen. Bei den am häufigsten eingesetzten Kompressionswärmepumpen wird dem Kreisprozess die Treibenergie in Form von mechanischer Arbeit zur Verdichtung des gasförmigen Arbeitsmediums zugeführt. Im Fall des Antriebs durch einen Elektromotor spricht man von einer Elektro-Wärmepumpe, es gibt aber auch den Antrieb durch Verbrennungsmotor oder sonstige thermische oder hydraulische Kraftmaschinen. Als Wärmequelle kommen hauptsächlich in Betracht: • Außenluft • Erdreich • Grundwasser

16

Teilweise übernommen aus: Bressler et al (1996)

98

3 Raumheizung und Klimatisierung

• Oberflächengewässer • gefasste Abwärmeströme aus industriellen Prozessen. Die wichtigsten Kriterien für die Nutzbarkeit einer Wärmequelle sind der Aggregatzustand des Trägermediums, Höhe und tages- bzw. jahreszeitliche Schwankungen seiner Temperatur, die mengenmäßige Verfügbarkeit sowie eventuelle durch die Nutzung entstehende Rückwirkungen auf die Umwelt. Zur Charakterisierung eines Wärmepumpensystems wird oft die Bezeichnung der Wärmequelle sowie des Heizwärmeträgers vorangestellt. Eine “Luft/Wasser-Wärmepumpe” nutzt also Luft als Wärmequelle und dient als Wärmeerzeuger für eine Warmwasserheizung. Die Wärmepumpe wird entweder allein ("monovalent") oder mit einem ergänzenden Wärmeerzeuger ("bivalent") im Alternativ-, Parallel- oder Mischbetrieb betrieben. Die Beschreibung der energetischen Effizienz von Wärmepumpen kann über verschiedene Kenngrößen erfolgen, die jeweils den Ertrag in Relation zum Aufwand setzen, und die somit dem Wirkungsgrad konventioneller Heizungsanlagen entsprechen. Grundsätzlich ist es für die energetische Effizienz einer Wärmepumpe von Vorteil, wenn das Temperaturniveau des Heizwärmeträgers möglichst wenig über dem der Wärmequelle liegt. Günstig ist also eine niedrige Vorlauftemperatur und eine hohe Wärmequellentemperatur.
3.5.3.2 Funktionsweise

Kompressionswärmepumpe Bei der Kompressionswärmepumpe handelt es sich meist um eine Kaltdampfkompressionsmaschine mit geschlossenem Kältemittelkreislauf und mechanischem Verdichter. Sie ist am Wärmepumpenmarkt am weitesten verbreitet; das prinzipielle Anlagenschema zeigt Abb. 3.14a. Als Arbeitsmedium kommen Flüssigkeiten mit niedrigen Siedepunkten, wie z.B. das Kältemittel R122 oder Propan in Frage. Eine Reihe von FluorChlor-Kohlenwasserstoffen (FCKW), die bis vor einigen Jahren in Kältemaschinen und Wärmepumpen verbreitet eingesetzt wurden, dürfen mittlerweile nicht mehr verwendet werden, da ihre schädlichen Wirkungen sowohl hinsichtlich des Ozonabbaues in der Erdatmosphäre als auch hinsichtlich der Absorption langwelliger Strahlung (Treibhauseffekt) erkannt worden sind. Der Kreisprozess ist aus dem lgp/h-Diagramm des jeweils als Arbeitsmedium verwendeten Kältemittels ersichtlich, s. Abb. 3.15. Die dem Kreisprozess zu- bzw. abgeführten Energiemengen stellen sich als Differen-

3.5 Heizungsanlagen
a) Kompressions - Wärmepumpe 3 • Q2
Verflüssiger

99
b) Absorptions - Wärmepumpe
Verflüssiger

2 • Q2

“Arme Lösung”

Austreiber

Wärmeaustauscher Drosselorgan Verdichter

• QB
Pumpe

• W

Drosselorgan

• W • QAb

“Reiche Lösung”

Absorber Verdampfer Verdampfer

4 • Q1

1 • Q1

Abb. 3.14. Anlagenschema von Wärmepumpen

zen der spezifischen Enthalpie auf der Abszisse des Diagramms dar. Die Verdampfungstemperatur des Kältemittels im Verdampfer liegt, bedingt durch den niedrigen Druck, unter der Temperatur der Wärmequelle.

Abb. 3.15. Kreisprozess der Kompressions-Wärmepumpe im logp/h-Diagramm

100

3 Raumheizung und Klimatisierung

Die Verdampfung mit anschließender Überhitzung läuft zwischen den Punkten 4 und 1 ab und ist mit einer Wärmeaufnahme verbunden. Der Druck bleibt dabei näherungsweise konstant. Der Verdichter saugt den Dampf an und verdichtet ihn auf den Punkt 2. Dabei steigen Druck und Temperatur des Arbeitsmediums an, und es wird die Treibenergie aufgenommen. Der anschließende Teilprozess zwischen den Punkten 2 und 3 ist mit Wärmeabgabe verbunden. Der Kältemitteldampf wird dabei zunächst von der Verdichtungsendtemperatur (auch Heißgastemperatur genannt) im Punkt 2 auf die Sattdampftemperatur im Punkt 2a abgekühlt. Während der Kondensation zwischen den Punkten 2a und 3a bleibt diese Temperatur (Kondensationstemperatur) dann konstant. Wird dem flüssigen Kältemittel (von 3a nach 3) noch weiter Wärme entzogen, so spricht man von Unterkühlung. Ein kleiner Teil der insgesamt abgegebenen Wärme wird ! hauptsächlich über die heiße Rohrleitung zwischen Verdichter und Kondensator ! an die Umgebung abgeführt und ist somit nicht für die Heizung nutzbar. Durch die Drosselung (Expansion) von Punkt 3 nach 4 werden Druck und Temperatur des Kältemittels auf den Ausgangszustand abgesenkt. Dieser Vorgang ist nicht mit einem Energieaustausch verbunden. Als Verdichter werden, je nach Durchsatzleistung und Druckverhältnis, Tauchkolben-, Drehkolben-, Schrauben- und Turbomaschinen eingesetzt. Je nach Art des mechanischen Antriebs kann unterschieden werden nach elektromotorischen und verbrennungsmotorischen Kompressionswärmepumpen. Ebenfalls möglich, jedoch selten im Einsatz sind Dampfmotoren, Gas-, Dampf- und Entspannungsturbinen. Eine Regulierung der Leistung ist bei einer Kompressionswärmepumpe nur möglich über eine Veränderung des Kältemitteldurchsatzes. Die hierfür in erster Linie in Betracht kommende Veränderung der Verdichterdrehzahl wird bei kleineren Elektro-Wärmepumpen aus Kostengründen nur vereinzelt angewendet. Ansonsten wird die Wärmeerzeugung an den jeweiligen Bedarf durch taktweisen Ein-Aus-Betrieb angepasst, wofür meist die Rücklauftemperatur im Heizungssystem als Regelgröße dient. Je geringer der Wärmebedarf der Heizungsanlage gerade ist, desto kürzer sind die Einschaltdauern des Wärmepumpenantriebs. Dabei wirkt sich zusätzlich ungünstig aus, dass bei diesen Teillastbedingungen normalerweise die Heizwassertemperaturen niedriger und gleichzeitig die Wärmequellentemperaturen höher sind als im Auslegungsfall des größten Wärmebedarfs. Dadurch vergrößern sich die Wärmeflüsse in Verdampfer und Kondensator mit der Folge, dass die stationäre Leistung der Wärmepumpe sogar größer ist als im Auslegungspunkt, so dass die Einschaltdauern sich dadurch noch zusätzlich verkürzen. Kurze Einschaltdauern wirken sich jedoch ungünstig auf die Lebensdauer des Ag-

3.5 Heizungsanlagen

101

gregates aus. Dies ist mit ein Grund dafür, weshalb man Kompressions-Wärmepumpen häufig mit einem Pufferspeicher im Heizwasserkreis ausstattet. Des weiteren dient diese Maßnahme zur Vergleichmäßigung der Wärmelieferung in die zu beheizenden Räume. Bei der Thermokompressionswärmepumpe wird die Verdichtung des Arbeitsmediums (Wasserdampf) durch Injektion eines Dampfstrahls von hohem Druck bewirkt. Dieses System kommt hauptsächlich zur industriellen Wärmerückgewinnung zum Einsatz und wird auch als Brüdenverdichtung bezeichnet. Absorptionswärmepumpe Die Absorptionswärmepumpe, s. Abb. 3.14b, besitzt ebenfalls einen geschlossenen Kältemittelkreislauf. Die Druckerhöhung des Kältemittels wird hier jedoch nicht in einem Verdichter bewerkstelligt, sondern durch einen Lösungsmittelkreislauf. Die meistverwendete Stoffpaarung ist Ammoniak als Kältemittel und Wasser als Lösungsmittel. Beide Kreisläufe werden durch die Pumpe umgewälzt, die im Gegensatz zum Verdichter der Kompressionswärmepumpe kein Gas verdichten muss, sondern nur die flüssige „reiche Lösung“ vom unteren auf das obere Druckniveau zu bringen hat. Der Energieverbrauch dieser Pumpe spielt für die Energiebilanz des Systems folglich keine nennenswerte Rolle. Die den Prozess treibende Energie wird nämlich nicht in Form von mechanischer Arbeit zugeführt, sondern in Form von Wärme im Austreiber. Dies kann mittels direkter Befeuerung, meist durch einen Gasbrenner geschehen, oder durch Wärmezufuhr auf relativ hohem Temperaturniveau, z. B. von einem Abwärmeträger. Mit dieser Energie wird das Kältemittel verdampft und somit aus der kochenden Lösung ausgetrieben. Die restlichen Teilprozesse des Kältemittels, nämlich die Kondensation unter Wärmeabgabe im Verflüssiger, die isenthalpe Drosselung im Drosselorgan und die Verdampfung unter Wärmeaufnahme, sind prinzipiell gleich wie bei der Kompressionswärmepumpe. Die aus dem Austreiber kommende „arme Lösung“ befindet sich auf Siedetemperatur und wird daher über einen Wärmeaustauscher geleitet, um die reiche Lösung vorzuwärmen. Anschließend wird die „arme Lösung“ ebenfalls über ein Drosselorgan geführt und geht danach in den Absorber. Dort wird der aus dem Verdampfer kommende Kältemitteldampf absorbiert, wobei die Lösungswärme freigesetzt und ebenfalls an den zu beheizenden Wärmeträger abgegeben wird. Der Anlagenaufbau ist komplizierter als bei Kompressionswärmepumpen, allerdings weniger verschleißträchtig. Daher ist nach (VDI 2067, Blatt 6) für die durchschnittliche Lebensdauer von Absorptionswärmepumpen ein Wert von 20 Jahren anzunehmen.

102

3 Raumheizung und Klimatisierung

Es gibt ein- und mehrstufige Anlagen. Einstufige Absorptionsanlagen finden ihren Einsatz im Bereich hoher Abwärmetemperaturen (z.B. Prozesswärme mit Temperaturen von 150 bis 200EC) und kleinen Temperaturspreizungen bis ca. 15 K sowohl der Wärmequelle als auch der Wärmesenke. Die Senkenaustrittstemperatur liegt im Bereich von 40 bis 60EC, in einigen Fällen auch bei 90EC. Mehrstufige Absorptionsanlagen werden bei großen Temperaturspreizungen von Wärmequelle und Wärmesenke und großen Schwankungen in der Wärmebereitstellung oder im Wärmebedarf eingesetzt. Sie ermöglichen eine Senkenaustrittstemperatur bis zu 100EC. Absorptionswärmepumpen werden derzeit im Leistungsbereich von 20 bis 40 kWth in Serie gefertigt. Die Jahresheizzahlen (s. Abschn. 3.5.3.3) von gasbetriebenen Absorptionswärmepumpen liegen zwischen 1,1 und 1,4.
3.5.3.3 Energetische Effizienz

Die energetische Effizienz von Wärmepumpen wird durch Kenngrößen beschrieben, wie sie analog auch bei Kältemaschinen verwendet werden. Tabelle 3.2 gibt die gebräuchlichsten Bezeichnungen und Definitionen wieder.
Tabelle 3.2. Energetische Kenngrößen bei linksläufigen Kreisprozessen Wärmepumpe CARNOTLeistungszahl ProzessLeistungszahl AnlagenLeistungszahl (System-) Arbeitszahl Kältemaschine

ε C,W =

TKond TKond − TVerd
h2 − h3 h2 − h1

ε C,K =
ε P,K =

TVerd (3.29) TKond − TVerd
(3.30)

ε P,W =

h1 − h4 h2 − h1

ε A,W =
β S,W =

QHeiz PZu
QHeiz WZu

17

)

ε A,K =
β S,K =

QKühl PZu
QKühl WZu

17

)

(3.31)

17

)

17

)

(3.32)

17

Zugeführte Leistung bzw. Energie einschließlich Zusatzverbraucher (z.B. Solepumpe, Steuerung)

3.5 Heizungsanlagen

103

Bei der Wärmepumpe liegt der Ertrag auf der „warmen“ Seite, bei der Kältemaschine auf der „kalten“ Seite. Leistungszahlen setzen Leistungen zueinander ins Verhältnis und beziehen sich somit auf einen momentanen Zustand. Man unterscheidet folgende Arten: • Die CARNOT-Leistungszahl bezeichnet die Effizienz des entsprechenden CARNOT-Prozesses, d.h. unter idealen Bedingungen zwischen zwei festen Temperaturniveaus. Hierfür werden die Verdampfungs- und die Kondensationstemperatur des Arbeitsmediums eingesetzt. • Die Prozess-Leistungszahl ergibt sich aus den Enthalpieänderungen des Arbeitsmediums unter Berücksichtigung der tatsächlichen Zustandspunkte 1 bis 4. Wegen des einheitlichen Massenstroms ist eine einfache Bestimmung aus dem lgp/h-Diagramm (vgl. Abb. 3.15) möglich. • Die Anlagen-Leistungszahl basiert auf den Energien, die mit der Wärmequelle und der Wärmesenke (Heizkreislauf) tatsächlich je Zeiteinheit ausgetauscht werden, sowie der dem Motor bzw. dem Austreiber zugeführten Leistung. Außerdem wird der Leistungsbedarf von Zusatzverbrauchern wie Solepumpe, Luftgebläse und Steuerung berücksichtigt. Bei Wärmepumpen spricht man in diesem Zusammenhang auch von der Heizleistungszahl (bei Kältemaschinen von der Kälteleistungszahl). Dagegen ist die Arbeitszahl (Heiz- bzw. Kältearbeitszahl) der Quotient zweier Energiemengen, so dass sich damit die Verhältnisse über einen Betrachtungszeitraum, wie z.B. eine Heizperiode oder ein Jahr beschreiben lassen. Als System-Arbeitszahl wird sie analog zur Anlagen-Leistungszahl berechnet.
3.5.3.4 Wärmequellen

Außenluft Ein Vorteil der Außenluft als Wärmequelle ist ihre universelle Verfügbarkeit und leichte Erschließbarkeit. Die Luft wird entweder über Luftkanäle zu der im Heizungskeller stehenden Wärmepumpe mittels Ventilator angesaugt und nach der Abkühlung im Verdampfer wieder nach draußen geleitet, oder der Verdampfer wird samt Ventilator im Freien aufgestellt und über Kältemittelleitungen mit der Wärmepumpe im Heizungskeller verbunden („Split-Gerät“). Der beim Abkühlen der Luft im Verdampfer erzielte Wärmegewinn stammt zum Teil aus der Kondensation des in der Luft enthaltenen Wasserdampfes (latente Wärme). Je nach Temperatur, Feuchte und Abkühlspanne der Luft kann dieser Anteil etwa zwischen 10 und 30 % liegen.

104

3 Raumheizung und Klimatisierung

Ein Nachteil sind die starken jahres- und tageszeitlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen der Außenluft sowie ihre geringe spezifische Wärmekapazität. Mit sinkender Außentemperatur steigt einerseits der Wärmebedarf der zu beheizenden Räume, andererseits gehen die Leistungszahl und die Heizleistung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe zurück. Ein weiterer Nachteil bei der Nutzung von Außenluft ist die Vereisung am Verdampfer bei niedrigen Außentemperaturen. Infolge des Eisansatzes nimmt der Luftstrom bei lamellenberippten Verdampfern ab, außerdem erhöht sich der Wärmedurchgangswiderstand. Beides führt zu einer Verschlechterung der Leistungs- bzw. Heizzahl der Wärmepumpe. Bis herab zu einer Temperatur von +5 °C reichen normalerweise die Stillstandszeiten der Wärmepumpe noch aus, um das Eis abzutauen. Bei tieferen Temperaturen tritt eine Abtauvorrichtung (elektrisch, Heißgas-Bypass, Kreislaufumkehr) in Funktion. Aufgrund dieser Nachteile werden Luftwärmepumpen in der Regel bivalent, d.h. mit einer Zusatzheizung für Außentemperaturen unterhalb von 0 bis 3 °C, betrieben. Einige Hersteller bieten dafür Kombigeräte mit integriertem Heizkessel an. Erdreich Als Erdreich wird üblicherweise die Verwitterungszone an der Erdoberfläche mit einer Dicke von 3 bis 5 m bezeichnet. Im Jahresmittel liegt die Temperatur in unseren Breiten zwischen 9 und 11°C. Das Erdreich speichert Wärme durch Sonnenstrahlung und Feuchtigkeit und gibt sie bei kälterer Luft wieder an diese ab. Daraus resultiert eine jahreszeitliche Schwankung der Erdreichtemperaturen, die in oberflächennahen Schichten deutlich über 10 K liegt. In Tiefen von mehreren Metern geht diese Schwankung rasch bis auf Null zurück. Ein Gefrieren des Erdreichs kommt hierzulande normalerweise nur bis zu einer Tiefe von etwa 1 m vor. Die Speicherfähigkeit und somit die mögliche Wärmeabgabe des Erdreichs hängen außer von der Bodenbeschaffenheit auch ab von den meteorologischen Gegebenheiten (Außenlufttemperaturen, Niederschläge). Die Nutzung der Erdreichwärme erfolgt über Wärmetauscher, die geometrisch nach horizontalen (ein- oder zweilagigen) und vertikalen Wärmetauschern (Erdsonden) sowie Grabenkollektoren unterschieden werden können. In tieferen Schichten herrschen niedrigere Temperaturen. Da dort die Wiederaufheizung des Bodens nach einem Wärmeentzug länger dauert, kann dies sogar zu Dauerfrost führen. Die Arbeits- und Leistungszahlen sind deshalb im allgemeinen niedriger als bei der Nutzung der Wärme aus den höheren Erdreichschichten. Allerdings sind die Bedingungen des Wärmeentzuges konstanter und daher das Wärmepumpensystem leichter optimierbar.

Voraussetzung für die Planung und Einbringung einer Erdsonde ist eine umfassende Kenntnis der Bodenbeschaffenheit. um Beschädigungen (z. die Jahresarbeitszahlen liegen zwischen 2. so dass sich permanent „kalte Zonen“ bilden. sind jedoch durch die aufwendige Verlegetechnik teuerer. so kann dadurch eine laufende Nachlieferung der entzogenen Wärme stattfinden. der Schichtenfolge.B. Meist werden die Rohre in eine Sandschicht von 5 bis 10 cm eingebettet.8 sind erreichbar. Dabei ist ein Mindestabstand von 1 m zwischen Wärmetauscher und Gebäude vorgeschrieben. Hiermit kann der Wärmebedarf bei richtiger Auslegung das ganze Jahr über gedeckt werden. Ansonsten besteht die Gefahr. Die Rohre bestehen meist aus Polyethylen (PE) oder Polybutylen (PB). damit im Winter keine Bauschäden durch den auftretenden Frost entstehen.oder Metallrohren werden vertikal bis zu Tiefen von 30 bis 100 m und mehr verlegt. Bei der Wärmenutzung über Grabenkollektoren werden die Rohre mit geringem Abstand zueinander in einem ca. Jahresarbeitszahlen zwischen 2.und Korrosionsbeständigkeit sowie Druckfestigkeit (wichtig wegen der Belastung durch Eismäntel).5 Heizungsanlagen 105 Horizontale Wärmetauscher werden in 1. Die Ausführung erfolgt als Rohrregister oder in Form von einzelnen Rohren aus Kunststoff in möglichst unmittelbarer Nähe des zu beheizenden Gebäudes.2 bis 1.8 (inkl. Quetschen) der Leitungen zu vermeiden. nicht einfrierende Sole. Aus 1 m2 Erdreich können während der Heizsaison rund 100 kWh Wärme entzogen werden. Reicht die Sonde in eine Zone mit fließendem Grundwasser.4 und 2. dass die den tieferen Schichten entzogene Wärme im Sommer nicht mehr regeneriert werden kann. Dabei gilt als Faustregel. Die Wärmenutzung aus dem Erdreich erfolgt entweder über eine umweltverträgliche. des Bodenwiderstandes sowie der hydrogeologischen Gegebenheiten (Vorhandensein von Grund.3. Dies führt zu einer schlechteren energetischen Effizienz der Wärmepumpe.5 m Tiefe im unbebauten Boden verlegt. des Energiebedarfs der Soleumwälzpumpe) bei richtig konzipierten Wärmetauschern.5 und 2. Vertikale Erdsonden zeichnen sich durch extrem geringen Flächenbedarf aus. 3 m tiefen und rund 3 m breiten Graben verlegt.und Fließrichtungsbestimmung). Die Wärmetauscher aus Kunststoff.bis Zweifache der zu beheizenden Fläche beträgt.5 m3/h je kW Wärmeentzugsleistung hält die Temperaturspreizung unterhalb von 2 K. Diese Kunststoffe weisen eine gute Wärmeleitfähigkeit auf und erfüllen die Forderungen nach Alterungs.oder Schichtenwasser mit Wasserstands. Die Sole transportiert die aufgenommene Wärme zum . Ein Durchsatz von mindestens 0. dass die genutzte Erdfläche etwa das Ein.

Die Erfahrungen aus über 30 Jahren zeigen. Wasser. Für die Grundwassergewinnung und -rückführung sind ein Förderbrunnen sowie ein Schluck. Die andere Möglichkeit der Wärmenutzung aus dem Boden ist die „Direktverdampfung“. das Wasser in das Abwassernetz einzuleiten. +8 bis +12 EC. das mit einem Zusatz bis !20 EC frostsicher gemacht ist. Das Kältemittel wird hierbei direkt durch den im Erdreich befindlichen Verdampfer geführt.und Oberflächenwasser. dass der Schnee länger liegen bleibt als in der Umgebung und die Frühjahrsvegetation zeitlich leicht verzögert ist. Um das Grundwasser nicht zu gefährden. Je höher der Wasserspiegel. dass die Erdreichnutzung eine zuverlässige Wärmeversorgung gewährleistet und dabei kaum negative Auswirkungen auf die Vegetation hat.oder Sickerbrunnen erforderlich. In 10 m Tiefe liegt die Grundwassertemperatur je nach Jahreszeit zwischen rd. Dafür sind jedoch Kanalgebühren zu entrichten. Über eine notwendige wasserrechtliche Erlaubnis beim Einsatz von Erdreichwärmepumpen informiert die zuständige Wasserbehörde. Zwar kann es vorkommen. Dadurch und wegen der Einsparung des Energieverbrauchs der Sole-Umwälzpumpe. doch auftretenden Undichtigkeit keine Gefahr für das Grundwasser besteht. Die Temperatur des abgekühlten Wassers sollte ca. müssen spezielle Verdampferrohre eingesetzt werden. umso geringer ist die notwendige Förderarbeit der Wasserpumpe der Wärmequellenanlage und umso . Ab einer Tiefe von 15 m gibt es keine jahreszeitlichen Schwankungen mehr. wenn die im Boden verlegten Wärmetauscher genügend groß ausgelegt werden. dass bei einer evtl. Eventuell besteht auch die Möglichkeit.B. Die Temperatur des Grundwassers unterliegt ähnlichen Einflüssen wie das Erdreich. Wasser stellt durch seine hohe spezifische Wärme und die gute Wärmeleitfähigkeit eine hervorragende Wärmequelle für Wärmepumpen dar. Als Sole eignet sich z. Durch den Wegfall des Solekreislaufs ist unter sonst gleichen Bedingungen eine höhere Verdampfungstemperatur erreichbar. 5 EC nicht unterschreiten. Für die Effizienz der Wärmepumpe ist die Höhe des Grundwasserspiegels ausschlaggebend. erhöht sich bei dieser Technik die Arbeitszahl um 10 bis 15 %. Der Verdampfer kann vertikal. horizontal oder schräg ins Erdreich eingesetzt werden. Außerdem muss bei der Wahl des Kältemittels darauf geachtet werden. Negative Umweltauswirkungen sind bei der Wärmenutzung aus dem Erdreich nicht zu erwarten. in der Sommervegetation sind allerdings keine Unterschiede festzustellen.106 3 Raumheizung und Klimatisierung Verdampfer im Wärmepumpenaggregat. Zu unterscheiden ist nach Grund.

5 Heizungsanlagen 107 höher die Arbeitszahl. Eine Wasseranalyse ist unabdingbar. 3. Der Zu- . Mangan oder die Leitfähigkeit zu hoch.3. Folgende Betriebsarten können unterschieden werden: Monovalenter Betrieb Die Wärmepumpe deckt den gesamten Wärmebedarf ohne zusätzlichen Wärmeerzeuger. Die Umschaltung kann auch automatisch durch ein Rundsteuersignal des EVU erfolgen. durch die Außentemperatur bestimmten Umschaltpunkt („Bivalenzpunkt“). Bei der Nutzung von Oberflächenwasser fallen hohe Kosten an für Ein. stellen Oberflächengewässer trotz ihres großen Potentials an nutzbarer Wärme nur in Fällen dichter Bebauung in Gewässernähe eine brauchbare Wärmequelle für Wärmepumpenheizungen dar. Als Wärmequellen sind Grundwasser und Erdreich geeignet.5. Die Nutzung von Grundwasser ist in jedem Fall genehmigungspflichtig. Bivalent-Alternativer Betrieb Bei dieser Betriebsart deckt die Wärmepumpe den Wärmebedarf bis zu einem bestimmten. Üblicherweise wird beim alternativen Betrieb die Wärmepumpe auf eine Heizleistung von etwa der Hälfte der maximal erforderlichen Heizleistung dimensioniert.5 Betriebsarten und Auslegung Die Betriebsart einer Wärmepumpe hat maßgeblichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. Die Teilflächen geben die Anteile der erzeugten Heizwärmemenge wieder. Auch die Ergiebigkeit des Grundwassers sollte im Vorfeld durch einen Pumpversuch abgeklärt werden. Ist der Anteil an Eisen.16 sind die Betriebsanteile von Wärmepumpe und Zusatzkessel in der Jahresdauerlinie der Heizleistung dargestellt. ihre Erschließung ist meist mit hohen Kosten verbunden. Da dieser Aufwand nur wenig von der Leistungsgröße der Anlage abhängt.und Auslaufbauwerke sowie den Transport von Rohwasser oder Sole zur Heizzentrale.3. 3. da sie im Jahresverlauf kaum Temperaturschwankungen aufweisen. bei tieferen Temperaturen übernimmt der Zusatzkessel die Bedarfsdeckung allein. ist wegen der zu erwartenden Korrosion des Wärmetauschers und Verockerung des Schluckbrunnens von einer Nutzung abzusehen. In Abb. Bei der Nutzung von Außenluft ist eine monovalente Betriebsweise im allgemeinen unwirtschaftlich. da wegen der großen Temperaturdifferenz zwischen Wärmequellen und Heizwasser im Winter sehr niedrige Leistungszahlen auftreten. Geeignete Grundwasserströme sind oft nur schwer zu finden.

1 0 -10 -9 -8 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 Leis tung s a nt eil Deckungsanteil für Betriebsart: bivalent … … parallel … alternativ Bivalenzpunkt in °C Abb.und Deckungsanteil bei bivalentem Wärmepumpenbetrieb (nach DIN V 4701-10) . Bivalente Betriebsarten von Wärmepumpen 1 26-452-A-05 26-452-A-05 0.2 0. 3.17 hervorgeht. 3.5 0.108 3 Raumheizung und Klimatisierung satzheizkessel muss auf die maximal erforderliche Heizleistung ausgelegt sein. Der Rest wird durch die Zusatzheizung aufgebracht. Leistungs. kann die Wärmepumpe bei halber Leistungsdimensionierung bereits mehr als 80 % der Heizwärme liefern.9 0. 3. Bivalent-Alternativ 26-451-A-05 26-451-A-05 Bivalent-Parallel Zusatzkessel Heizleistung Heizleistung Bivalenzpunkt Bivalenzpunkt ZusatzKessel Wärmepumpe Wärmepumpe 0 0 Zeit 0 0 Zeit Abb.3 0. Wie aus Abb.17.8 0. Diese Betriebsart hat sich bei der Nutzung der Wärmequelle Außenluft allgemein durchgesetzt.4 0.6 0.16.7 0.

da die Wärmepumpe auch an kalten Tagen in Betrieb ist. und • die minimale Verdampfungstemperatur nicht unterschritten wird (infolge zu niedriger Temperatur der Wärmequelle).3. und darüber hinaus • einen aus hygienischen Gründen erforderlichen Luftaustausch im Raum zu gewährleisten.1 Raumlufttechnische Systeme.6 3. da in beiden Fällen die Wärmepumpe abschaltet. Damit ist auch ein Rückgang der Heizleistung der Wärmepumpe verbunden. 3. Klimatisierung Systeme und ihre Anwendung Bei der Raumheizung kann die Raumtemperatur nur während der Heizperiode auf dem geforderten Sollwert gehalten werden. Die Deckungsrate der Wärmepumpe am Jahreswärmebedarf ist bei gleicher Umschalttemperatur noch bedeutend höher als im alternativen Betrieb. Der Rücklauf der Heizung geht direkt zum Kondensator der Wärmepumpe. • die Luft zu reinigen. Dagegen ermöglicht die Klimatisierung durch raumlufttechnische (RLT-) Systeme. 3.17 hervorgeht. .6. festgelegten Temperatur („Bivalenzpunkt“) der Wärmebedarf gleichzeitig durch die Wärmepumpe und ein Zusatzsystem gedeckt. wie ebenfalls aus Abb. Allerdings ist die Jahresarbeitszahl niedriger.16 am Abfallen der Grenzlinie zwischen den beiden Flächenteilen links vom Umschaltpunkt ersichtlich ist. dass • die maximal zulässige Kondensationstemperatur nicht überschritten wird (infolge zu hoher Rücklauftemperatur des Heizwassers). • die Luftfeuchte zu regulieren. Bei dieser Betriebsweise muss darauf geachtet werden. • die Raumlufttemperatur während des gesamten Jahres innerhalb der vorgegebenen Grenzen zu halten. was in Abb. 3. und • die Luftbewegung zu steuern. Der Wärmepumpenvorlauf wird dabei in den Kesselrücklauf eingespeist. an denen sie wegen der größeren notwendigen Temperaturanhebung geringere Leistungszahlen erreicht.5 Heizungsanlagen 109 Bivalent-Paralleler Betrieb Beim parallelen Betrieb wird unterhalb einer bestimmten. im Kessel wird das Heizungswasser weiter erwärmt und danach über ein Dreiwege-Mischventil dem Heizungsnetz zugeführt.

Schulen. zählen die Nahrungsmittel-. Befeuchtung. die Lagerung von Gütern günstigsten Luftzustand herzustellen. Vorwärmung. deren wichtigste Funktionen (Filterung. in denen hygroskopische Materialien verarbeitet werden. Verkaufsräume usw.110 3 Raumheizung und Klimatisierung Daher müssen für die Klimatisierung die Fragen sowohl des Wärme. in denen das besonders wichtig ist. 3. Industrie-Klimaanlagen haben die Aufgabe.-strom (VVS) mit zentraler Nachwärmung mit Wechselklappen Abb.und Papierindustrie sowie eine Vielzahl anderer Zweige. 3. Im Wohnbereich dagegen hat sie bis heute keinen wesentlichen Einfluss. wie Theater. Gemeinsames Merkmal ist die Klimazentrale. Hinsichtlich des technischen Konzeptes zentraler Klimaanlagen gibt es eine Reihe unterschiedlicher Systeme. Beleuchtung und Maschinen und wegen der Forderung an die Luftreinheit und den Schallschutz vielfach unumgänglich. Technische Konzepte von RLT-Anlagen . 3.18 gezeigt ist. Zum Zweck der Energieeinsparung gibt es in der Klimazentrale zwei Möglichkeiten: RLT-Anlage Nur-Luft Luft-Wasser Einkanal Zweikanal Terminale Zuluftbehandlung 26453-A-05 26453-A-05 Individuelle Raumluftbehandlung Einzonen Mehrzonen InduktionsGerät VentilatorKonvektor mit variablem Vol. Zu den Branchen. Nachwärmung sowie Förderung der Luft) schematisch in Abb. Krankenhäuser.18. Die Klimatisierung ist bereits heute auch in gemäßigten Breiten für Großbauten wegen der Entwicklung freier Wärme durch Personen.19 dargestellt sind. Klimaanlagen finden im wesentlichen auf zwei Gebieten Verwendung: Komfort-Klimaanlagen (auch als "Human-Klimaanlagen" bezeichnet). Kühlung. dienen zur Erzeugung günstiger Luftzustände für Aufenthaltsräume aller Art. den für die Fabrikation bzw. Textil.und Kältebedarfs als auch der Zustandsänderungen der Luft betrachtet werden. Versammlungsräume. wie in Abb.

dass die Luft zentral aufbereitet und dann durch Kanäle in die zu klimatisierenden Räume gefördert wird.3. soweit unter lufthygienischen Aspekten möglich. Klimatisierung Fortluft Wärmerückgewinnung Abluftventilator 26454-A-05 26454-A-05 111 Abluftkanal Frischluft Umluft vom Raum Nachwärmer Vorwärmer Klappe Filter Kühler Befeuchter Zuluftventilator Zuluftkanal zum Raum Abb. Somit sind für die versorgten Räume keine weiteren Heiz. entweder in der Form eines langsam drehenden Rades oder als zirkulierender Flüssigkeitskreislauf. und kommen dadurch für gleichen Luftmengenstrom mit geringeren Kanalquerschnitten aus.6 Raumlufttechnische Systeme. Dafür müssen die Ventilatoren wesentlich höhere Drücke erzeugen (1000 bis 2000 Pa). Nur-Luft-Klimaanlagen sind dadurch gekennzeichnet. wo keine weitere Nachbehandlung stattfindet. sofern nicht zusätzlich statische Heizkörper vorgesehen werden. Für den Übertritt der Luft vom Hochdruck-Kanal in den Raum sind besondere Luftauslässe mit Entspannungseinrichtungen erforderlich. „Hochgeschwindigkeits“.T. Diese arbeiten gegenüber den „Niederdruck“-Anlagen mit höheren Luftgeschwindigkeiten (heute 10 bis 14 m/s) in den Kanälen sowie meist auch mit größeren Temperaturspreizungen (heute 10 bis 12 K) zur Raumluft. Der hohe Platzbedarf für die Luftkanäle kann verringert werden durch die sog. um Geräuschprobleme zu vermeiden. unter zusätzlicher Integration einer Wärmepumpe).oder Kühlwasserinstallationen erforderlich. rekuperativ (basierend auf Wärmedurchgang durch die Wände des Wärmeaustauschers) oder regenerativ (basierend auf der periodischen Aufnahme und Abgabe von Wärme und z. Schema einer Klimazentrale • Umluftbeimischung. letzteres z. auch Feuchte durch Speichermassen.T.19. 3. was den Stromverbrauch in die Höhe treibt. . • Wärmerückgewinnung.oder „Hochdruck“-Anlagen.

etwa durch Beleuchtung oder Personen. Das kann entweder durch zentrale Nachwärmung (1 Heizregister je Strang) geschehen. muss durch statische Heizung im Raum ausgeglichen werden. unabhängig von der Außentemperatur. deren Luftzustände vor dem Austritt aus der Klimazentrale je nach Bedarf individuell variiert werden. wegen der Orientierung nach verschiedenen Himmelsrichtungen). wird der Zuluftstrom vergrößert. Bei der Einkanal-Anlage ist dagegen jeder Raum an nur einen Kanal angeschlossen.bzw. Diese werden außer von der Primärluft auch von Raum- . Kühlen übernehmen. Die einfachste Form als Einzonen-Anlage mit konstantem Volumenstrom der Zuluft kommt in erster Linie für Großräume wie Versammlungssäle. Theater usw. Kinos. Bei der terminalen Zuluftbehandlung geschieht das in einem Wärmetauscher (üblicherweise nur als Nachwärmer) am Auslass der Zuluft in den Raum. analog zum Zweikanalsystem.und Kaltluft zugeführt. • Bei Mehrzonen-Anlagen wird das gesamte Zuluftnetz in mehrere Stränge aufgeteilt. Bereiche mittels Einkanalanlagen gibt es zwei Möglichkeiten: • Anlagen mit variablem Volumenstrom (Variable Volume Systems) halten das Niveau der Zulufttemperatur auf üblicherweise 15 °C konstant. Kühlanforderungen der einzelnen Räume (z. bei fallender Kühllast verringert. Bei steigenden Kühllasten.B. der für die jeweilige Zone erforderliche Zuluftzustand durch Mischung aus warmer und kalter Luft hergestellt.112 3 Raumheizung und Klimatisierung Bei der Zweikanal-Anlage gibt es eine separate Warmluft. so dass sich der Aufwand für das Zuluftverteilnetz halbiert. Aus hygienischen Gründen soll der Zuluftstrom einen bestimmten Mindestwert nicht unterschreiten. Für eine stromsparende Betriebsweise muss die Drehzahl der Ventilatoren über Frequenzumrichter angepasst werden. die einen Teil des Energietransportes zum Heizen bzw. Dagegen findet bei der individuellen Raumluftbehandlung der Wärmeaustausch in dezentralen Klimageräten statt. Bei den Luft-Wasser-Klimaanlagen gibt es außer der zentral aufbereiteten und verteilten „Primärluft“ auch Wasserkreisläufe. Hierbei wird. in Frage. Entsprechend der jeweiligen Anforderung wird jedem Raum eine dosierte Mischung aus Warm. oder aber durch ein Paar thermostatisch gesteuerter Wechselklappen je Strang. jeder Luftauslass erhält über einen Mischkasten Anschluss an beide Kanäle. Für eine individuellere Versorgung einzelner Räume bzw. Jeder einzelne Raum bzw. Ein etwaiges Defizit an Heizwärme. Regelgröße ist dabei die Raumtemperatur. das bei kleinen Zuluftströmen auftreten kann. Dadurch ist dieses Konzept besonders geeignet für die Klimatisierung großer Gebäude mit unterschiedlichen Heiz. Nachteil dabei ist der einheitliche Zustand der den Räumen zur Verfügung stehenden Zuluft.und Kaltluftverteilung.

Außentemperatur etc. gehorcht die äußere komplexen Zusammenhängen. Allerdings wird dabei kein Lüftungswärmebedarf durch die Fenster berücksichtigt.. an.6 Raumlufttechnische Systeme. Im Induktionsgerät wird die Primärluft durch eine Düse geleitet und reißt durch ihre hohe Geschwindigkeit einen Sekundärluftstrom mit. Bei der Berechnung wird zwischen einer inneren und einer äußeren Kühllast unterschieden. vgl.und Kühlwasser und gewährleistet so ein Höchstmaß an Flexibilität hinsichtlich der individuellen Temperatureinstellung.und Kühllasten eines Raumes behandelt.bzw. Der Normwärmebedarf des Raumes bei Klimatisierung ist analog zum Normwärmebedarf bei der Raumheizung und wird nach DIN EN 12831 berechnet. 3.oder als Vierleitersystem gestaltet sein.6. die Abwärme wird entweder an die Außenluft oder an ein Wassernetz abgegeben. Im Ventilatorkonvektor wird der Sekundärluftstrom durch einen eingebauten Ventilator erzeugt. aber auch durch die Wärmeabgabe von Menschen.und Heizwasser) kann mit Hilfe solcher „Kleinwärmepumpen“ auch Energie zwischen verschiedenen Zonen eines Gebäudes verschoben werden.und Kühllast Bei der Klimatisierung muss man unterscheiden zwischen den Heiz.und Kühllasten eines Raumes und dem Wärme. 3.3.3. Neben den Systemen mit zentraler Luftaufbereitung gibt es auch Konzepte. Kältebedarf für die Luftzustandsänderungen in 3. Häufig ist auch durch Umschaltung ein Betrieb als Wärmepumpe zur Heizung möglich.2 Heiz.und Kältebedarf für die Zustandsänderungen der Luft. Während es bei der terminalen Zuluftbehandlung nur einen Vor. im Raum. kann die individuelle Raumluftbehandlung als Zweileiter.6. während der Wärme. Die innere Kühllast fällt durch die Abwärme von Maschinen. Die Kühllast eines Raumes wird nach VDI-Richtlinie 2078 ermittelt. In Verbindung mit einem Vierleitersystem (Kühl.3 erörtert wird. Die äußere Kühllast entsteht durch das Außenklima. Letzteres beinhaltet getrennte Kreisläufe für Heiz.T. Abschn. Klimatisierung 113 luft („Sekundärluft“) durchströmt. Es handelt sich dabei im Prinzip um eine Kältemaschine.und Rücklauf für das Heizwasser gibt (Zweileitersystem). Durch Addieren aller Wärmeströme erhält man die Gesamtkühllast . Während die innere Kühllast relativ einfach zu berechnen ist. also Sonneneinstrahlung. auch entfeuchten. bei denen dezentrale Klimageräte die Raumluft im einzelnen Raum kühlen und z. Im folgenden werden die Fragen der Heiz.3. ä. da dieser Wärmebedarf bei der Ermittlung der Luftzustandsänderungen mit erfasst wird. Beleuchtungskörpern u.

x-Diagrammen wegen der günstigeren Größenordnung in g/kg angegeben. Im Normalfall wird der Maximalwert im Juli liegen. pL.33) Für die rechnerische Betrachtung der Zustandsänderungen von feuchter Luft wählt man als Bezugsgröße die trockene Luft und definiert den Feuchtigkeitsgehalt der Luft durch die Wasserbeladung (verschiedentlich auch als „absolute Feuchte“ bezeichnet): x= mW . mL.tr die trockene Luftmenge jeweils in kg ist.6.34) wobei mW die Feuchtigkeitsmenge und mL. Für Deutschland sind dies • 32 EC bei Binnenklima und • 29 EC bei Küstenklima. sondern auch bezüglich des Wasserdampfgehaltes verändert.tr (3. Als maximale Auslegungstemperatur wird die höchste im Durchschnitt auftretende Außenlufttemperatur im Juli angesetzt.35) . Feuchte Luft ist ein Gemisch aus Luft und Wasserdampf. auf das mit hinreichender Genauigkeit die Gesetze für ideale Gase Anwendung finden können. Für die maximal auftretende Wasserbeladung wird ein Wert von 12 g/kg angenommen. Daher muss die Raumluft für die Berechnung von Zustandsänderungen als Zweistoffgemisch betrachtet werden.tr und dem Teildruck des Wasserdampfes. (3. Die Dimension von x ist also kg/kg. Aus dem Zustandsgesetz für ideale Gase pV = mRT (3. Der Gesamtdruck p des Gemisches setzt sich nach dem DALTONschen Gesetz zusammen aus dem Teildruck der trockenen Luft.x-Diagramm nach MOLLIER Bei der Klimatisierung wird die Raumluft nicht nur in ihrer Temperatur.3 Zustandsänderungen der Luft h. 3.tr + pW . pW: p = pL. Die Größe x ist das Maß für die Feuchtigkeitsmenge je kg trockener oder je (1 + x) kg feuchter Luft. jedoch wird sie in h.114 3 Raumheizung und Klimatisierung zu einer bestimmten Zeit.

pW. Für völlig trockene Luft ist n = 0. und der Beladung x. . Die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf ist begrenzt. Dieser hängt mit der Temperatur über die Dampfdruckkurve pW.vapϑ 18 (3.vap . Eine Luftmenge kann bei gegebener Temperatur maximal so viel Wasserdampf enthalten. Als (relative) Feuchte n bezeichnet man das Verhältnis zwischen Wasserdampfteildruck und Sättigungsdruck bei der betrachteten Temperatur h. W.39) hW. 622 ⋅ RW p − pW p − pW (3. dass dessen Teildruck gleich dem Sättigungsdruck (auch: Sattdampfdruck) pW. mit der spezifischen Enthalpie der trockenen Luft: (3.S (3.vap = r0 + cp.5 J/kg/K: Gaskonstante des Wasserdampfes.36) mit RL = 287. Klimatisierung 115 ergibt sich x= pW pW RL ⋅ = 0. der Wasserbeladung x sowie dem Sättigungsdruck pW.S(h) zusammen.3. dass die spezifische Gesamtenthalpie h genauso wie die Wasserbeladung x auf 1 kg trockener Luft bezogen ist. Bei gegebenem Gesamtdruck p besteht also ein fester Zusammenhang zwischen dem Partialdruck des Wasserdampfes.S 0. Lϑ und der spezifischen Enthalpie des Wasserdampfes: (3.1 J/kg/K: Gaskonstante der Luft.S.6 Raumlufttechnische Systeme. 622 + x pW.38) hL = cp. Zur Aufstellung und Auswertung von Energiebilanzen benötigt man die spezifische Enthalpie h der feuchten Luft in kJ/kg18. für gesättigte Luft ist n = 1 (100 %). Mit Gl.37) berechenbar aus dem Gesamtdruck p.40) Man beachte.(3.36) wird ϕ= pW x p = ⋅ pW. Mit 0 EC als Bezugspunkt errechnet sie sich für die Temperatur h aus h = hL + xhW. RW = 461.S ist.

der für Zustandsänderungen den jeweiligen Wert der Steigung dh/dx angibt.20: p = 1000 mbar). der je nach Wetter und Höhenlage unterschiedlich sein kann.W.(3.L = 1. Diese Art der Darstellung des h.xDiagramms (s.36 bis 40) berechnen.36). dass die Isotherme für h = 0 EC waagerecht wird. so können die Temperatur h und die relative Feuchte n als Parameterwerte eingetragen werden. h.116 3 Raumheizung und Klimatisierung Hierin ist cp. trennt das ungesättigte Gebiet vom Nebelgebiet. Einem Luftdruck Für einen bestimmten Gesamtdruck p ist durch zwei der Veränderlichen h. r0 = 2500 kJ/kg die spezifische Verdampfungsenthalpie des Wassers bei einer Temperatur von 0 EC. Oft findet man im MOLLIER-Diagramm noch einen Randmaßstab. Als Gesamtdruck ist der tatsächliche Luftdruck zu verwenden.x-Diagramm ist immer für einen bestimmten Gesamtdruck spezifiziert (oft p = 1013 mbar.86 kJ/kg/K die isobare spezifische Wärmekapazität für Wasserdampf. Um die Ablesegenauigkeit zu verbessern.(3. cp. Ein h. bei denen sich Enthalpie und Wasserdampfgehalt ändern. in dem Wasser außer in dampfförmiger auch in flüssiger Phase existiert. Das ist hilfreich für die Betrachtung von Vorgängen. In München ist der Luftdruck beispielsweise um 6 % niedriger als auf Meereshöhe. auch Taupunktlinie genannt. n der Zustand eines Wasserdampf-Luftgemisches eindeutig bestimmt. Die beiden anderen Größen lassen sich aus den Gln. Die Sättigungslinie (n = 1). 3. Auch der Zusammenhang zwischen Wasserdampfteildruck und Wasserbeladung ändert sich gemäß Gl. in Abb. Abb.20) geht auf MOLLIER zurück. 3. . Unverändert bleibt hingegen die Lage der Isothermen.00 kJ/kg/K die isobare spezifische Wärmekapazität für trockene Luft. Trägt man in einem linearen Koordinatennetz die Enthalpie h auf der Ordinate und die Wasserbeladung x auf der Abszisse auf. Mit zunehmender Temperatur vergrößert sich die Steigung der Isothermen gegenüber der Horizontalen. x. Bei geändertem Gesamtdruck ergeben sich andere Sättigungslinien und Linien gleicher relativer Feuchte. Die Werte der Wärmekapazitäten können im Temperaturbereich zwischen !60 und +100 °C konstant angesetzt werden.vap = 1. wählt man ein schiefwinkliges Koordinatensystem. in welchem die h-Achse so geneigt ist.

bis der Taupunkt erreicht wird. 3. die in der Klimatechnik vorkommen. die Luft wird entfeuchtet. Entfeuchtung Bei einer Abkühlung von Luft geht der Zustandsverlauf senkrecht nach unten (konstante Wasserbeladung). Die Temperatur wird größer und die relative Feuchte kleiner. Erwärmung Wird Luft erwärmt (z. Abkühlung.21 sind die wichtigsten Luftzustandsänderungen in ihrem tendenziellen Verlauf dargestellt.6 Raumlufttechnische Systeme. da die Wasserbeladung sich nicht ändert. 3. In Abb. um sich rasch einen Überblick über die Zustandsänderungen zu verschaffen. wobei Wasserdampf kondensiert und als Wasser ausfällt. Kühlt die Luft unter die Taupunkttemperatur ab. so verläuft die weitere Abkühlung entlang der Sättigungslinie.x-Diagramm nach MOLLIER (Quelle: FH Ulm) von 1013 mbar in Hamburg entspricht also ein Luftdruck von 952 mbar in München bei gleichen Wetterbedingungen.x-Diagramm ist ein sehr praktisches Hilfsmittel. die entsprechende Temperatur heißt “Taupunkttemperatur”. h. .B. Die Temperatur nimmt ab und die relative Feuchte wird größer. Die Wasserbeladung nimmt also dann ab. Das h. so verläuft die Zustandsänderung senkrecht nach oben. Klimatisierung 117 26-455-A-05 26-455-A-05 Abb.20.3. durch Kontakt mit einer Heizfläche). Hier herrscht der Zustand der Sättigung (n = 100 %).

auch wenn die Lufttemperatur insgesamt noch oberhalb der Taupunkttemperatur liegt (gestrichelter Verlauf). so bindet dieses einen Teil der Luftfeuchte in flüssiger Phase. Befeuchtung Beim Befeuchten verläuft die Zustandsänderung in einer Richtung. Die Regeneration des Sorptionsmittels (Desorption) erfolgt in der Regel durch Erhitzen.21. Dadurch wird das Wasser wieder ausgetrieben. Silikagel. wodurch sich die Enthalpie der entfeuchteten Luft leicht erhöht. bei wässrigen Salzlösungen (LiCl. Sorptive Entfeuchtung Wird die Luft in Kontakt mit einem Sorptionsmittel gebracht. die durch die Verbindungsgerade zwischen dem Ordinatennullpunkt und dem zugehörigen Wert auf dem Randmaßstab für Δh/Δx gegeben ist. Molekularsiebe) handelt es sich um eine Oberflächenbindung (Adsorption). Zusätzlich zu der Verdampfungswärme wird auch noch Bindungsenergie freigesetzt. Zustandsänderungen von Luft im h. 3. . Die Temperatur steigt deutlich an. Dies verringert die Wasserbeladung der Luft.x-Diagramm Erfolgt die Abkühlung der Luft an einer Kühlfläche. KCl) geht das Wasser in Lösung (Absorption). so kommt es dort auf jeden Fall zu einer lokalen Kondensation. deren Temperatur unter der Taupunkttemperatur liegt. Bei hygroskopischen Feststoffen (Salze.118 3 Raumheizung und Klimatisierung Sorptive Entfeuchtung Erwärmung Dampfbefeuchtung Sprühbefeuchtung Abkühlung Entfeuchtung 26-456-B-05 26-455-B-05 26-455-B-05 Abb.

d. Ausgleichsvorgänge Zwischen zwei unterschiedlichen Luftzuständen A und B kann ein Ausgleich auf folgende Arten stattfinden. 2.22. Ausgleichsvorgänge zwischen unterschiedlichen Luftzuständen im h. so liegt dieser Wert bei weniger als 0. Bei einer Befeuchtung mit Dampf wird hingegen eine Enthalpie von rd. 3. dass sich die Temperatur dabei nur wenig ändert.1 MJ/kg. 95 % erreichen. Die Position bestimmt sich aus dem Streckenverhältnis: . In der Praxis lässt sich durch Wassereinspritzung eine relative Feuchte von maximal rd. Klimatisierung 119 Erfolgt die Befeuchtung durch Einspritzen von nicht erhitztem Wasser. da die Verdampfungswärme für das zugeführte Wasser der Luft entzogen wird. Eine Wasserbefeuchtung ist also nahezu isenthalp.22: • Vermischung • Rekuperativer Wärmeaustausch • Regenerativer Wärmeaustausch B Rekuperativer Wärmeaustausch M A Regenerativer Wärmeaustausch Vermischung 26-457-B-05 26-455-B-05 26-455-B-05 Abb. sie verläuft parallel zu den Linien konstanter Enthalpie in Richtung auf die Sättigungslinie. Das hat zur Folge.h.3. 3. s. Die Temperatur der Luft sinkt.6 Raumlufttechnische Systeme. Abb.7 MJ je kg Dampf zugeführt.x-Diagramm Bei der Vermischung zweier Luftmengen liegt der Zustandspunkt M des Gemisches auf der Verbindungsgeraden der Zustandspunkte A und B.

(3.44) Beim rekuperativen Wärmeaustausch sind die beiden Medien durch eine Wärmeaustauscherfläche getrennt.und Abkühlspanne angenähert gleich ( ∆ϑA ≈ ∆ϑB ) 19. Abkühlung zu dem theoretisch erreichbaren Wert aus. 19 Vorausgesetzt. Die Wasserbeladungen ändern sich dabei nicht. mA + mB (3. Bei Vernachlässigung äußerer Wärmeverluste gilt: mA ∆hA = mB ∆hB . ϑB − ϑA (3.120 3 Raumheizung und Klimatisierung AM ⋅ mA = BM ⋅ mB .46b) Im Falle gleicher Luftmassenströme ( mA = mB ) sind Aufwärm.43) Für die Temperatur hM ist der analoge Zusammenhang nur angenähert gültig: ϑM ≈ (3. „Rückwärmzahl“ Φ drückt das Verhältnis der tatsächlichen Erwärmung bzw. durch die der Wärmestrom übertragen wird. also ΦA = bzw.45) Die sog. dass im Luftstrom B keine Kondensation stattfindet .42) und für die Wasserbeladung xM = mA xA − mB xB . mA und mB sind hierbei die Massen trockener Luft. außer wenn bei der Abkühlung von B aus eine Kondensation an der Wärmeaustauscherfläche stattfindet. Daher werden nur fühlbare thermische Energien ausgetauscht.41) hM = mA hA + mB hB mA + mB (3.46a) ΦB = ∆ϑB . Die Mischungsgesetze lauten für die Enthalpie (3. mA + mB mAϑA − mBϑB . ∆ϑA ϑB − ϑA (3. und damit auch die Rückwärmzahlen.

Dabei gibt es. Günstig für den Energieverbrauch ist es grundsätzlich. Selbstverständlich muss dabei den lufthygienischen Erfordernissen Rechnung getragen werden.(3. (3. Dadurch wird ein Teil der Wasserbeladung ausgetauscht: mA ∆xA = mB ∆xB . Der Jahresenergiebedarf für die Klimatisierung einer sowohl nach Süden als auch nach Norden orientierten Bürogruppe ist in Abb.23 (Rouvel 1977) dargestellt. sondern der Frischluft beigemischt wird und so als Zuluft erneut in den Raum gelangt.4 Energieverbrauch Durch die Klimatisierung wird der Energiebedarf umschlossener Räume gegenüber dem reinen Heizbetrieb beträchtlich erhöht. 3. Für eine aktive Wärmerückgewinnung aus der Abluft werden heute verbreitet Rotationswärmetauscher eingesetzt. dass ein Teil der Abluft nicht als Fortluft abgeführt wird. kann man diese auch als Wärmepumpe zur Wärmerückgewinnung nutzen.45 und 46) gelten auch in diesem Fall.6 Raumlufttechnische Systeme. abhängig vom Anlagenkonzept und der Betriebsweise einer Klimaanlage. zusätzlich zu den fühlbaren auch latente thermische Energien auszutauschen.ä. Da alle Klimaanlagen mit Kältemaschinen arbeiten.6. 3. Maschinen u. verschiedene Möglichkeiten. Zugrundegelegt ist eine Klimatisierung mit Vierleiter-Induktions-Anlage. Beleuchtung. Klimatisierung 121 Beim regenerativen Wärmeaustausch werden Speichermassen abwechselnd in Kontakt mit den beiden Luftströmen gebracht.3. Dies kann in gewissem Umfang dadurch bewirkt werden. den Frischluftanteil möglichst gering zu halten. nämlich • • • • Heizung Kühlung Ventilatoren.47) Somit ist ein solches System in der Lage. Zur Energierückgewinnung wird ein Regenerativ-Wärmetauscher in Verbin . Der zur Wärmerückgewinnung vielfach verwendete Rotationswärmeaustauscher nach dem System LJUNGSTRÖM besitzt ein sich langsam drehendes Rad mit einer wabenförmigen Struktur aus hygroskopischem Material. den Energieverbrauch zu beeinflussen. Dabei wird nach vier Bereichen der Energienutzung unterschieden. Die Aussagen nach Gln.

Klimatisierung durch Vierleiter-Induktionsanlage dung mit dem Einsatz der Kältemaschine (KM) als Wärmepumpe (WP) verwendet. Dieses Problem wird durch Gegenkühlung gelöst: Die Überschusswärme in Höhe von 24 % wird in den Verdampfer der Kältemaschine eingespeist. Ein Drittel des Nutzwärmebedarfs wird mit dem Regenerativwärmetauscher (RWT) zur Vorwärmung der Zuluft bis zur Taupunktenthalpie (vor Befeuchtung) gedeckt. Nur 35 % des Nutzwärmebedarfs müssen durch Energiezufuhr gedeckt werden. sondern auch beim Kühlen möglich.122 3 Raumheizung und Klimatisierung Abb. 3. Bei der Kühlung ist vor allem die Reduzierung der maximalen Kühlleistung durch eine Energierückgewinnung interessant. davon 28 % in Form von Wärme und 7 % als elektrische Energie für die Kältemaschine im Wärmepumpenbetrieb.23. In der Übergangszeit wird bei vollem Ausschöpfen der Wärmerückgewinnungsmöglichkeiten des RWT die Zuluft jedoch stärker als bis zur Taupunktenthalpie erwärmt. Eine Energierückgewinnung ist nicht nur beim Heizen. allerdings nur in sehr geringem Umfang. Das Tempera- . welche somit als Wärmepumpe betrieben wird. Jahresflussdiagramm des Energiebedarfs (ohne Verluste) für einen Südund Nordraum. Eine entsprechend der Wärmepumpen-Leistungszahl vergrößerte Menge Energie steht dann am Kondensator der Kältemaschine zur Verfügung. Anders verhält es sich bei der Heizung.

Klimatisierung 123 turniveau reicht aus für eine Einspeisung ins Warmwassernetz zur Nachheizung der Sekundärluft im Raum. Die Energierückgewinnung führt dazu.3. dass die Bedeutung der Wärmebedarfsdeckung innerhalb des gesamten Energiehaushalts eines klimatisierten Gebäudes erheblich zurückgeht. .6 Raumlufttechnische Systeme. Dafür steigt der elektrische Energiebedarf stark an. Weitere 8 % des Nutzwärmebedarfs (der Nordräume) werden durch Ausnutzung der Abwärme der Kältemaschine im Kühlbetrieb (der Südräume) gedeckt.

Ihre Einheit ist Watt (W). die. sondern übt auf den Menschen unmittelbar psychologische. Entfallen in der Industrie nur rd. Innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren lag das Wachstum in der Industrie bei 2.1) . Die generell steigenden Ansprüche an die Quantität und die Qualität der künstlichen Beleuchtung wurden vor allem im Haushaltssektor überlagert durch den Trend zu Lampen mit höheren Lichtausbeuten..8 %p. so entspricht die Strahlungsleistung der gesamten abgegebenen Strahlung dieser Lichtquelle über sämtliche Wellenlängen: Φe = ∫ Φ λ ⋅ dλ λ e =0 ∞ [W] (4.4 Beleuchtung Beleuchtung als Energiedienstleistung bezieht ihre Bedeutung in erster Linie aus der besonderen Rolle. Dem gegenüber ist die energiewirtschaftliche Bedeutung eher gering. 8 % und im Sektor GHD gut 20 %. so sind es in den Haushalten rd. Andere Endenergieträger als Strom werden zur Lichterzeugung nicht in nennenswertem Umfang eingesetzt. im Sektor GHD bei 1.a. dass es sich dabei um eine energetische Größe handelt. Der Index e besagt.a. die der Nutzenergieform Licht in den Wechselbeziehungen zwischen dem Menschen und seiner Umwelt zukommt.. 4. Große Unterschiede bestehen dabei zwischen den einzelnen Verbrauchersektoren. durch die physikalische Strahlungsleistung Φe beschrieben wird. wenn sie von einer Ausgangsfläche auf eine Empfängerfläche abgestrahlt wird. Licht vermittelt nicht nur optische Informationen.7 %p. Knapp 10 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland werden für Beleuchtung verwendet. 5 % des Stromverbrauchs auf die Lichterzeugung.1 Lichttechnische Grundlagen Licht ist elektromagnetische Strahlung. ästhetische und physiologische Wirkungen aus (Hentschel 1994).4 %p.a. Betrachtet man die zeitliche Entwicklung des Stromverbrauchs für Beleuchtung. in den privaten Haushalten dagegen lediglich bei 0. so stellt man ebenfalls deutliche Unterschiede zwischen den Verbrauchersektoren fest. Umfasst die Empfängerfläche den gesamten umgebenden Raum einer punktförmigen Lichtquelle.

Die höchste Hellempfindlichkeit der für das Tagsehen verantwortlichen farbempfindlichen Zapfen der Netzhaut liegt bei einer Wellenlänge von 555 nm.126 4 Beleuchtung Für die Definition der lichttechnischen Grundgrößen muss die spektrale Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges berücksichtigt werden. Das Auge hat für die verschiedenen Wellenlängen unterschiedliche Hellempfindlichkeiten. 4.2 38150a07 0.8 0.0 Relative spektrale Empfindlichkeit Tagsehen V(λ ) Nachtsehen V'(λ ) 0.4 0. dass eine Bewertung für das hell adaptierte Auge (Tagsehen) erfolgt. 4. Abb. Wenn er nicht explizit angegeben ist gilt allgemein.1). Für die Stäbchen. abhängig zudem noch von der Adaption auf Hell.2) Die Einheit des Lichtstroms ist Lumen (lm).oder Dunkelsehen. liegt die höchste Empfindlichkeit bei 507 nm. bezogen auf die Wellenlänge des Maximums der relativen spektralen Hellempfindlichkeit. Spektrale Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges Die lichttechnischen Größen ergeben sich folglich durch die Bewertung der energetischen Strahlungsgrößen (die allgemein für elektromagnetische Strahlung gelten) mit der V(λ)-Abhängigkeit. Für diesen Fall beträgt der Wert . 1. Der konstante Faktor Km ist der Maximalwert des photometrischen Strahlungsäquivalents. Normiert man diese Werte jeweils auf 100 % so ergeben sich für verschiedene Wellenlängen die relativen spektralen Hellempfindlichkeiten V(λ) für das Tagsehen und V'(λ) für das Nachtsehen.0 380 400 480 500 580 600 Wellenlänge [nm] 680 700 780 Abb. die bei geringer Helligkeit Schwarzweiß-Sehen ermöglichen. Aus dem Strahlungsfluss oder der Strahlungsleistung Φe einer elektromagnetischen Quelle ergibt sich somit der Lichtstrom 780 nm Φ = Km ⋅ 380 nm ∫ Φeλ ⋅ V ( λ ) ⋅ dλ [lm] (4.6 0. s.1.

Der von einer punktförmigen Lichtquelle in eine bestimmte Richtung ausgesandte Lichtstrom wird als Lichtstärke I bezeichnet: I= dΦ [cd] dΩ (4. Das Verhältnis aus dem Lichtstrom Φ zu der für seine Erzeugung aufgewendeten Leistung P bezeichnet man als Lichtausbeute η: η= Φ P [lm/W] (4. so ergibt sich der Raumwinkel Ω zu Ω= AK [sr] r2 (4. also den Wert von Km. ausstrahlt.3) Nimmt man idealisiert an. dass die einem Strahler zugeführte elektrische Leistung P vollständig in elektromagnetische Strahlung Φe umgewandelt wird. . der eine gleichmäßige elektromagnetische Strahlungsleistung über das ganze sichtbare Spektrum aufweist).h. dem Maximum des photometrischen Strahlungsäquivalents des Auges. Bei Bezug auf V'(λ). also für das Nachtsehen. Für einen Strahler. so besitzt eine Lichtquelle.5) Der Raumwinkel einer ganzen Kugel beträgt demnach 4π sr. der perfekt weißes Licht erzeugt (d. Die Lichtausbeute einer realen Lichtquelle (also einer Lampe) ist im Vergleich zu diesen Werten stets geringer. Das heißt. Bei einem PLANCKschen Strahler mit einer Temperatur von 7000 K wird der größte Teil der Strahlung nicht im sichtbaren Bereich abgegeben. dass eine elektromagnetische Strahlung der Wellenlänge von 555 nm und der Leistung von 1 Watt einen Lichtstrom von 683 lm erzeugt. liegt der entsprechende Wert bei 225 lm/W. Bei 3650 K. gilt: K'm = 1699 lm/W. da die obige Voraussetzung nicht zutrifft. Die Strahlung einer Lichtquelle ist normalerweise nicht in alle Richtungen gleich intensiv.4. Ist AK die Fläche einer Kugelkalotte aus einer Kugel mit dem Radius r.4) Der Raumwinkel Ω mit der Einheit Steradiant (sr) ist analog dem ebenen Winkel ein Maß für die Öffnung bezogen auf den Abstand der von einem Punkt ausgehenden Begrenzungen. dem Schmelzpunkt von Wolfram.1 Lichttechnische Grundlagen 127 von Km = 683 lm/W. Ein Teil der zugeführten elektrischen Leistung wird als Verlustwärme über Konvektion und Wärmeleitung nach außen abgegeben. beträgt die Lichtausbeute nur noch 54 lm/W. wodurch die Lichtausbeute auf 95 lm/W zurückgeht. die maximal überhaupt mögliche Lichtausbeute von 683 lm/W. die nur Licht mit der Wellenlänge von 555 nm.

Durch einen ebenen Schnitt durch die Verteilung erhält man eine Lichtstärkeverteilungskurve (LVK).2 dargestellt ist. Zur besseren Vergleichbarkeit sind Lichtverteilungskurven üblicherweise auf einen Gesamtlichtstrom von 1 klm (10³ lm) normiert.6) Abb. so erhält man die Leuchtdichte L: L= dI [cd/m²] dA cos ε (4. 4. was der Betrachter davon sieht.2.128 4 Beleuchtung Die Einheit für die Lichtstärke nach Gl.(4. Je nach Bauform einer Lampe und vorhandenen Symmetrien in der Lichtverteilung werden von Herstellern eine oder mehrere LVK angegeben. Lichtstärkeverteilungskurve einer Doppelwendelglühlampe .4) heißt Candela (cd). Zur Beurteilung der räumlichen Lichtstärkeverteilung von Lampen und Leuchten wird die Lichtstärke in mehreren Richtungen gemessen. wie sie beispielhaft für eine Doppelwendelglühlampe in Abb. Bezieht man die Lichtstärke einer beleuchteten oder selbst leuchtenden Fläche auf das. Es gilt: 1 cd = 1 lm/sr. 4.

80. den das Auge von der Fläche hat. der Lichtstärke und der Leuchtdichte ist die Beleuchtungsstärke E die vierte lichttechnische Grundgröße: E= dΦ [lx] dA (4.4. Im Gegensatz dazu beleuchtet ein mitternächtlicher Vollmond nur mit etwa 0. Die Leuchtdichte ist für den Menschen ein Maß für den Helligkeitseindruck.1 Lichttechnische Grundlagen 129 Der Winkel ε ist dabei der Winkel zwischen der Flächennormalen der Fläche A und der Betrachtungsrichtung. Bei diffusem Lichteinfall infolge bedeckten Himmels reduziert sich die Beleuchtungsstärke auf rund 5. 4.000 lx. das für das menschliche Sehen bei verschiedenen Tätigkeiten erforderlich ist.000 lx erreicht.25 lx.3. Neben dem Lichtstrom. Sie wird vor allem zur Beurteilung des Beleuchtungsniveaus herangezogen. Die Maximalwerte in mittäglicher Sommersonne liegen bei rd.7) Die Beleuchtungsstärke ist ein Maß für den auf eine Fläche auftreffenden Lichtstrom und wird in Lux (lx) angegeben. Die natürlichen Beleuchtungsstärken bei klarem Himmel gibt Abb. Natürliche Beleuchtungsstärken bei klarem Himmel . selbst im Schatten eines dichten Laubbaumes werden dann Beleuchtungsstärken von etwa 10.3 wieder.000 lx. 4. 100000 Mai Apr Mär Feb Beleuchtungsstärke [lx] Jan 10000 Dez Nov Okt Jun Jul Aug Sep 1000 100 2 38157a07 4 6 8 10 12 Tagesstunde 14 16 18 20 22 Abb.

wird als Lampe bezeichnet.130 4 Beleuchtung 4. Allerdings steigt mit der Temperatur auch die Verdampfungsrate des Wolframs.1 Glühlampen Das Licht erzeugende Element in der Glühlampe ist eine Wendel aus Wolframdraht. umso größer ist der Anteil des sichtbaren Lichts an der Gesamtstrahlung und umso besser sind sowohl die Lichtausbeute als auch die Farbwiedergabe. Einige Anhaltswerte der charakteristischen Daten heute gebräuchlicher Lampen gibt Tabelle 4. 4. • Die Wahl der Länge des Glühdrahtes ist durch die Leistung der Lampe bestimmt.2. Je höher die Temperatur der Wendel.oder sogar Dreifachwendelung des Glühdrahtes verringert aufgrund des LANGMUIR-Effektes die WärmeabfuhrIm Ergebnis sind bei Lampen größerer Leistung eine höhere Lichtausbeute und bessere Farbwiedergabe erreichbar. Dagegen versteht man unter dem Begriff Leuchte ein Gerät. Schurig 2005). was sich ungünstig auf die Lebensdauer der Lampe auswirkt. • Eine Doppel. Ar oder Kr lässt sich die Verdampfungsrate des Wolframs senken und gleichzeitig die Wärmeabgabe des Glühdrahtes reduzieren • Aus Gründen der mechanischen Festigkeit wird für den Durchmesser des Glühdrahtes meist ein Wert von mindestens 50 µm gewählt. das der geeigneten Verteilung des von der Lampe ausgesandten Lichtstroms und z. die als Temperaturstrahler ein kontinuierliches Spektrum abstrahlt. Dabei standen über Jahrhunderttausende hinweg der Menschheit nur Temperaturstrahler zur Verfügung und erst seit wenigen Jahrzehnten haben Gasentladungslampen in die Beleuchtungstechnik Eingang gefunden. Für die künstliche Lichterzeugung werden vorwiegend zwei Arten von Lichtquellen verwendet. vor Blendung schützen soll. zum Schutz und zur Energieversorgung der Lampe notwendigen Bestandteile.B.2 Lampen Das Gerät welches den Lichtstrom aus elektrischer Energie erzeugt.1 wieder (Wemmer u. Ferner enthält die Leuchte die zur Befestigung. die Temperaturstrahler und die Entladungslampen. Die Optimierung der Eigenschaften von Glühlampen geht über die Beeinflussung einer Reihe technologischer Parameter: • Durch geeignete Füllgase wie N2. .

. ....1... 1850 2200 6000 72 145 42 140 20 . 25 Wird die an einer Glühlampe anliegende Spannung um 5 % erhöht. [K] 2400 2850 2000 3500 7500 .. 6100 24 monochrom... ..... 5400 23 6000 4200 3000 2000 . ..... .. der Lichtstrom aber aufgrund der 20 21 22 23 24 Aufgenommene Leistung.. so steigt die Leistungsaufnahme um gut 10 %.. ohne Vorschaltgerät Mit Vorschaltgerät Je nach Vorschaltgerät und mittlerer Einschaltdauer Je nach Leuchtstoff Je nach Gas-Zusatzsubstanzen . 6500 23 10000 3000 . Charakteristische Daten von Lampen Leistung [W] 20 AllgebrauchsGlühlampe Halogen-Glühlampe 12 V Leuchtstofflampe (Stabform) KompaktLeuchtstofflampe Hg-DampfHochdruckEntladungslampe Halogen-MetalldampfEntladungslampe Na-DampfNiederdruckEntladungslampe Na-Dampf-HochdruckEntladungslampe Xe-Hochdrucklampe 15 200 5 150 14 58 5 42 50 1000 35 3500 18 185 35 1000 bis 10000 Lichtausbeute [lm/W] 21 6 16 9 20 43 95 20 70 27 56 55 . 12000 22 3000 3100 2700 ... 10000 24 16000 20000 12000 24000 3000 . ... .2 Lampen Tabelle 4.4... 98 24 131 Lebensdauer [h] 1000 Farbtemp.

zu Wolfram-Halogenid. Das führt hier zu einem so hohen Dampfdruck des Wolframs. 20 %. Das Wolfram-Halogenid ist bei Temperaturen oberhalb etwa 250 °C dampfförmig und lagert sich daher nicht im laufenden Betrieb am Lampenkolben ab. dass rückdiffundierte Teilchen von Wolfram-Halogenid dort wieder dissoziieren.132 4 Beleuchtung höheren Temperatur um rd. in vielen Sonderbauformen und Leistungen lieferbar.2. Bei Halogenglühlampen ist dem Füllgas ein kleiner Anteil (zwischen 30 und 1000 ppm) Jod oder Brom zugesetzt.2 Gasentladungslampen Befindet sich ionisiertes Gas bzw. Halogenglühlampen können daher für deutlich höhere Strahlertemperaturen ausgelegt werden. dass dort das Halogen sich nicht mit dem Wolfram verbindet bzw. Um dies sicherzustellen. Zur Erreichung der hohen Strahlertemperaturen ist ein Glühdraht größeren Durchmessers zweckmäßig.und Wechselstrom verwendbar. Metalldampf in einem elektrischen Feld. Dieser angeregte Zustand ist instabil und in Zeiträumen von 10-8 s stellt sich der Grundzustand . wird durch die (neben elastischen Stößen auch auftretenden) unelastischen Stöße zwischen freien Elektronen und Gasatomen das Energieniveau des Atoms um bestimmte Energiebeträge erhöht. und binden in diesen Zonen das abgedampfte Wolfram. die in einer gewissen Entfernung vom Glühdraht herrschen. indem ein Elektron des Atoms auf eine weiter außen liegende Bahn gehoben wird. was zur Verwendung von Niederspannung (üblicherweise 12 V) führt. Sie sind für Gleich. 4. Diese Halogene verbinden sich bei den Temperaturen. sofern dessen Temperatur höher ist. Somit vergrößert sich die Lichtausbeute um etwa 10 %. Dazu erhöht sich die Lebensdauer wegen der geringen Wolfram-Abdampfung auf ein Mehrfaches. Somit kann praktisch kein Wolfram an die Kolbenwand gelangen und diese schwärzen. dass die Verdampfungsrate sehr viel geringer ist als bei einer normalen Glühlampe gleicher Glühdrahttemperatur. baut man Halogenglühlampen mit hinreichend kleinen und damit heißen Lampenkolben. In unmittelbarer Nähe des Glühdrahtes herrschen dagegen so hohe Temperaturen. für große Schalthäufigkeiten geeignet und haben eine als angenehm empfundene „warme“ Lichtfarbe. Die Lebensdauer der Lampe geht dabei auf etwa die Hälfte zurück! Glühlampen haben den Vorteil der unkomplizierten Lichtstromsteuerung. womit die Vorteile der höheren Lichtausbeute und der besseren Farbwiedergabe einhergehen.

treten nur bestimmte Frequenzen oder Banden auf. Durch die Verwendung von Leuchtstoffen.1 Niederdruck-Entladungslampen Der Druck in Niederdruck-Entladungslampen liegt im Bereich von 101 bis 103 Pa.2.2 Lampen 133 wieder ein.4.und U-förmiger Ausführung geliefert. Darüber hinaus gibt es sog. Auch bei der Rekombination eines positiven Ions und eines Elektrons werden die kinetische Energie des Elektrons und die freiwerdende Ionisierungsarbeit als elektromagnetische Schwingung ausgestrahlt. Aufgrund des charakteristischen Zusammenhangs zwischen Strom und Spannung bei einer Gasentladung ist für die Stabilisierung der Entladung eine Begrenzung des Stromes notwendig. 0. der für die Zündung erforderlich ist.5 Pa und einem Hilfsgas zur Erhöhung des Gesamtdruckes auf 100 bis 500 Pa gefüllt. Die beim Übergang in den Grundzustand freiwerdende Energie wird als elektromagnetische Schwingung abgegeben. die zum Teil im sichtbaren Bereich liegen. Dies geschieht durch Vorschaltgeräte. Das Hilfsgas (Ar oder ein Gemisch aus Ar und Kr) bewirkt ein leichteres Zünden der Entladung des Quecksilberdampfes sowie eine Herabsetzung der unerwünschten Diffusions. Sie wird in stab-. kann die Frequenz der Strahlung im UV-Bereich in eine Strahlung des sichtbaren Bereiches gewandelt . Bei den heute technisch verwendeten Entladungslampen unterscheidet man zwischen Niederdruck. Handelt es sich allerdings um eine „Dreierstoß-Rekombination“. die bei einigen Lampen auch den Spannungsstoß erzeugen. die auf der Innenseite der Kolben bzw.2. Kompakt-Leuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät und Schraubsockel. Röhren aufgeschlämmt werden. bei der als drittes Reaktionspartikel ein anderes Gasatom oder die Gefäßwand beteiligt sind. Da diese Energieänderung nur in diskreten Sprüngen möglich ist und die Frequenz der Strahlung vom Betrag der Energieänderung abhängt. entsprechend einem Dampfdruck von ca. können diese die ganze oder einen Teil der freiwerdenden Energie als kinetische Energie oder Wärme übernehmen. Die Entladung setzt infolge des niedrigen Druckes vornehmlich Strahlung im ultravioletten Bereich frei. ring. 4. Die am weitesten verbreitete Gasentladungslampe ist heute die Niederdruckleuchtstofflampe. Die Lampe ist mit Quecksilberdampf.und Hochdrucklampen. die bei entsprechender lichttechnischer Eignung der Leuchte.und Verdampfungsprozesse. direkt gegen Glühlampen ausgetauscht werden können. An den Röhrenenden der Leuchtstofflampe sind beheizbare Elektroden eingeschmolzen.

Durch entsprechende Wahl der Leuchtstoffe können weitgehend beliebige Lichtfarben erzielt werden.134 4 Beleuchtung werden. der von der Lampe ausgesandte Lichtstrom ist jedoch im Vergleich zum Betrieb mit 50 Hz um 3 bis 5 % kleiner. Je nach Leuchtstoff beträgt die Quantenausbeute bis zu 0. die die Lampen mit einer Betriebsfrequenz zwischen 30 und 35 kHz speisen.40 kHz) HFGenerator mit Strombegrenzung Netz 230 V FunkEntstörung 38152a07 Lampe Abb..8. Bei einer theoretischen Quantenausbeute von 1 würde einem desorbierten Lichtquant ein emittiertes Lichtquant entsprechen. 4.4 ist im oberen Bildteil eine Leuchtstofflampe in der konventionellen Verschaltung mit Glimmstarter. Drossel und Kompensations-Kondensator dargestellt.: • eine um ca. Netz 230 V L1 N Drossel Lampe 38152a07 Starter HFFilter Stromversorgung Gleichrichter mit OberwelleBegrenzung Lampenansteuerung (25. Leuchtstofflampenschaltungen . Nachteilig sind die hohen Stromwärme. In Abb.. Die konventionelle Form des Vorschaltgerätes besteht in einer Drossel zur Strombegrenzung. Der untere Bildteil zeigt den prinzipiellen Aufbau einer mit einem elektronischen Vorschaltgerät beschalteten Leuchtstofflampe. • geringere Lichtwelligkeit (kein sichtbares Flackern). Stand der Technik sind elektronische Vorschaltgeräte (EVG).a. 4. Vorteile der hohen Betriebsfrequenz des EVG sind u.und Eisenverluste sowie die induktive Blindleistung. 10% höhere Lichtstromausbeute aufgrund gleichbleibender Elektronendichte im Plasma und Wegfall der Schwierigkeiten beim Wiederzünden je Halbwelle.4.

Kleinere Abmessungen der Entladungsrohre und mehrfache Biegungen bis hin zu einseitigem Sockel zeichnen die Kompakt-Leuchtstofflampen aus.3 % Wärmeverluste durch: Vorschaltgerät 9. Im Falle konventioneller Vorschaltgeräte sind dabei Schaltrhythmen von drei Betriebsstunden pro Einschaltung zugrunde gelegt. • von der Schalthäufigkeit weitgehend unabhängige hohe Lebensdauer der Lampe.8 % = 15.4. sind Lebensdauern (d.5. in der 50% der Lampen ausge .1 % 38155a07 Umsetzung der UV-Strahlung im Leuchtstoff 33. Leistungsbilanz einer Leuchtstofflampe mit herkömmlichem bzw. • selbsttätiges Abschalten defekter Lampen (keine Zündversuche). 4.4 W Abb. Die Lebensdauer von Entladungslampen liegt heute durchweg bei über 7500 h.9 % Licht 2.7 % Gasentladung 25.4 % 20. • Lichtstromsteuerung der Leuchtstofflampen möglich.5 % Gasentladung 20.9 % Licht 2.9 % 38156a07 Umsetzung der UV-Strahlung im Leuchtstoff 41. mit elektronischem Vorschaltgerät dargestellt.8 % 24.4 % UV-Strahlung 53.9 % UV-Strahlung 66.0 W Licht ^ 27. Neben verbesserten Betriebseigenschaften liegt der Vorteil von elektroischen Vorschaltgeräten in der erheblichen Reduzierung der Verluste gegenüber herkömmlichen Vorschaltgeräten. die in Bezug auf die Schalthäufigkeit günstigere Betriebsbedingungen darstellen. dass diese auf eine unterschiedliche zugeführte Leistung bezogen sind. das im Sockel integrierte Vorschaltgerät und die Kombination mit einem Standard-Schraubsockel sind sie in fast jeder Leuchte einsetzbar und verdrängen hier zunehmend die herkömmlichen Glühlampen. die Zeit. mit elektronischem Vorschaltgerät Verbesserungen in der Leuchtstofftechnik machten neben den geraden Röhren auch andere Bauformen möglich.5 ist die Leistungsbilanz einer Leuchtstofflampe mit herkömmlichem bzw. In Anwendungsfällen.5 % = 16. 4. Beim Vergleich der Prozentwerte ist zu beachten. Durch die damit fast beliebige Formgebung.2 Lampen 135 • flackerfreier Start in kürzerer Zeit. In Abb.6 % Licht ^ 22. Konventionelles Vorschaltgerät (KVG) ^ 100 % = 71 W Elektronisches Vorschaltgerät (EVG) ^ 100 % = 55 W Wärmeverluste durch: Vorschaltgerät 18.h.

4. abgesehen von der Lampengröße und der Lichtfarbe. 50 W Glühlampe 230 V.000 h durchaus zu erreichen. Gelb und Rot. 4.7 am Beispiel einer 58 W-Leuchtstofflampe zeigt. Lichtausbeuten historischer und heutiger Lampensysteme Der Lichtstrom von Niederdruckleuchtstofflampen ist. die die Höhe der Zündspannung erreicht.6. 3 40 Verbesserung durch elektronisches Vorschaltgerät 38153a07 20 WolframGlühlampe (1910) erste Leuchtstofflampe (1936) Petroleumlampe (1880) Kompaktleuchtstofflampe 15 W Öllampe (seit Altertum) 0 Gasglühlicht (1890) Halogenlampe 12 V. Diese Lampen erreichen eine Lichtausbeute bis zu 96 lm/W (1. an dessen Ende je eine Elektrode eingeschmolzen ist. dass nach dieser Betriebszeit der Lichtstrom gegenüber dem Neuzustand um mehr als 15% nachgelassen hat. Eine dieser Elektroden ist außerdem mit einem Zündstreifen verbunden. das bei normaler Temperatur in Tropfen erstarrt ist. "De-Luxe"Lampe . 100 Farbwiedergabestufe: Systemlichtausbeute [lm/W] 80 1A 1B 60 2 A/B.136 4 Beleuchtung fallen sind) bis zu 12. in starkem Maße von der Umgebungstemperatur abhängig. 100 W Standardlampe Dreibandenlampe Leuchtstofflampen 58 W. Leuchtstofflampen mit "3-Banden-Spektrum" haben zum Grundspektrum erhöhte Anteile der Spektralbereiche Blau. Beim Anlegen einer Spannung. Stabform Abb. 36 W ohne Vorschaltgerät) bei guter Farbwiedergabe. Die Natriumdampf-Niederdrucklampe besteht aus einem haarnadelförmig gebogenen oder auch gestreckten Glasrohr.6 sind für verschiedene Typen und Größen von Glühlampen und Leuchtstofflampen die Lichtausbeute und Farbwiedergabe aufgeführt. 4.20 m Länge. wie Abb. Die Röhre ist mit einem Edelgas niedrigen Drucks (vornehmlich Neon) gefüllt und enthält eine bestimmte Menge Natrium. Allerdings ist zu berück sichtigen. In Abb.

58 W. Bei den heutigen Natriumdampflampen sind auf der Innenseite des Außenkolbens infrarot reflektierende Metalloxydschichten aufgedampft. 4.5. Die Lebensdauern von Natriumdampflampen liegen bei 5000 bis 6000 h.7. so dass auch Natriumdampf entsteht. 58 W.2 Lampen 137 100 Relativer Lichtstrom [%] 80 60 40 20 38158a07 Leuchtstofflampe.3. der ebenfalls ionisiert wird und seinerseits durch Entladungsvorgänge Lichtstrahlung ! fast ausschließlich mit einer Wellenlänge von 589 nm (orange-gelb) ! aussendet. die einerseits die über der normalen Netzspannung liegende Zündspannung von mehr als 400 V liefern und andererseits den Lampenstrom begrenzen. Die maximal mögliche Lichtausbeute für die monochromatische Lichtaussendung mit 589 nm Wellenlänge beträgt 524 lm/W.4. Als Strombegrenzer werden Streufeldtransformatoren oder Drosseln verwendet. Temperaturabhängigkeit des Lichtstroms von Leuchtstofflampen wird das Füllgas zunehmend ionisiert. Wegen der negativen Widerstandskennlinie der Gasentladung muss der Strom sofort nach der Zündung begrenzt werden.000 lm. Vorteilhaft ist. Natriumdampf-Niederdrucklampen eignen sich wegen der hohen Lichtausbeute zur Beleuchtung von Außenanlagen. bis eine Gasentladung eintritt und die Lampe anfänglich das für Neon typische rote Licht ausstrahlt. EVG Leuchtstofflampe. Der Leistungsfaktor liegt bei der Verwendung von Streufeldtransformatoren bei etwa 0. Man erreicht mit diesen Lampen bei 180 W Leistungsaufnahme einen Lichtstrom von 33. die Temperatur des Gases steigt an. KVG 0 10 20 30 40 50 60 70 80 0 -10 Lampen-Umgebungstemperatur [°C] Abb. die durch Reflexion der Wärmestrahlung zum Brenner hin eine weitere Erhöhung der Lichtausbeute ermöglichen. also eine Lichtausbeute von 133 lm/W. bei der Verwendung von Drosseln bei etwa 0. sofern keinerlei Ansprüche . dass sie nach einem Spannungsausfall direkt wieder gezündet werden können.

die für eine Anregung des Hilfsgases notwendig werden. Der Widerstand und damit die Brennspannung der noch kalten Quecksilberdampf-Hochdrucklampe sinkt nach dem Beginn der Entladung im Quecksilberdampf auf so niedrige Werte. hellrosa oder blau. 435 nm (blau). Die Lichtausbeute liegt zwischen 6 und 35 lm/W. um die Wärmeverluste zu verringern. es werden mehr Spektrallinien emittiert. Man spricht dabei von einer Linienverbreiterung bzw. Obwohl beim weiteren Betrieb der Lampe die Temperatur.und Werkhallenbeleuchtung eingesetzt.138 4 Beleuchtung hinsichtlich der Farbwiedergabe gestellt werden. In der Quecksilberdampf-Hochdrucklampe verlaufen die Vorgänge ähnlich wie bei der Natriumdampf-Niederdrucklampe. dass die Atome des Hilfsgases nicht mehr angeregt werden. Neben den verschiedenen Füllungen kann durch gefärbte Gläser und aufgeschlämmte Leuchtstoffe die Lichtfarbe variiert werden.2 Hochdruck Entladungslampen In den Hochdruck-Entladungslampen haben die hohen Drücke (3·106 Pa) eine hohe Temperatur im Gasplasma zur Folge. Wegen der hohen Temperaturen wird das Entladungsrohr aus Quarz hergestellt. Eine Quecksilberdampflampe liefert daher innerhalb des sichtbaren Spektrums nur das für Quecksilber typische Linienspektrum mit den Wellenlängen 405 nm (violett).000 h. Hochdruck-Bogenentladung mit kontrahiertem Bogen. Die Zündung einer Quecksilberdampflampe läuft in drei Phasen ab: 1. Die vorzugsweise in der Reklamebeleuchtung verwendeten Leuchtröhren werden bei Spannungen von 300 bis 1000 V je m Länge betrieben. . Die höchstzugelassene Betriebsspannung ist auf 7500 V festgelegt. Sie werden in der Verkehrs. Niederdruck-Bogenentladung 3. die Lebensdauer bei über 10.2. Helium oder Argon gefüllt und leuchten bei der Verwendung von Klarglas rot. Die Lichtausbeute von Quecksilberdampf-Hochdrucklampen beträgt bis zu 58 lm/W. bleibt die Brennspannung unter den Werten. 546 nm (grün) und 578 nm (gelb). Dadurch finden mehr Übergänge zwischen den Energiestufen statt. Bei Quecksilberdampflampen befindet sich der eigentliche Brenner in einem Innenkolben aus Quarzglas und der Zwischenraum zum Außenkolben ist evakuiert. 4. Der Außenkolben wird mit Leuchtstoffen beschichtet. der Dampfdruck und der Widerstand ansteigen. Glimmentladung 2. Die Röhren sind mit Neon. von einem Kontinuum.2.

Wegen der guten Farbwiedergabe können sie sowohl zur Innen-.3 Anforderungen an die Beleuchtung Das Ziel der künstlichen Beleuchtung von Innenräumen ist es. Natrium-. für die dort befindlichen Menschen günstige Sehbedingungen schaffen. 4. Bei der Natriumdampf-Hochdrucklampe wird durch die Linienverbreiterung (im Unterschied zur Natriumdampf-Niederdrucklampe) auch farbiges Sehen möglich. das gegen den Natriumdampf beständig ist. Bei diesen Lampen ist die Farbwiedergabe erheblich besser. Hochdruck-Xenonlampen arbeiten mit einer Bogenentladung im Xenon bei Drücken von etwa 1 bis 30 bar. Werden Quecksilberdampf-Hochdrucklampen mit Zusätzen von Metalljodiden (z. so dass keine Leuchtstoffe benötigt werden. Der Leistungsfaktor der Quecksilberdampflampen liegt bei Verwendung von Drosselspulen (für Spannungen von 230 V und darüber) bei 0.B. so spricht man von Halogen-Metalldampflampen.und Halogenatome. Sie wird bei Außenanlagen und !sofern nur geringe Ansprüche an die Qualität der Farbwiedergabe bestehen ! auch zur Innenbeleuchtung z. Damit kann ein Beitrag geleistet werden zur • Förderung des physischen und psychischen Wohlbefindens des Menschen .4. in Werkhallen der Schwerindustrie verwendet. Wegen ihrer hervorragenden Farbwiedergabe werden sie unter anderem zu Farbprüfzwecken und zur Bildprojektion verwendet. so dass chemische Verbindungen zwischen den Metallatomen und der Quarzwand verhindert werden. Sie besitzen bei einer Lichtausbeute von 20 bis 25 lm/W ein im sichtbaren Bereich fast tageslichtgleiches Strahlungsspektrum. als auch zur Außenbeleuchtung verwendet werden.und Thalliumjodid) und anderen Halogenverbindungen versehen.B. Im Bogenzentrum der eingebrannten Lampe dissoziieren bei der dort herrschenden hohen Temperatur die Metallhalogenide und sie strahlen in den kühleren Bogenrandzonen. Indium. In der Nähe der Brennerwand rekombinieren sich die Metall. Wegen der hohen Temperaturen und Drücke wird für das Entladungsrohr lichtdurchlässiges keramisches Sintermaterial auf der Basis von Aluminiumoxid verwendet. Die Lichtausbeute liegt bei 70 bis 95 lm/W.2 Lampen 139 Da im heißen Gas eine Zündung nicht möglich ist. muss eine Lampe vor der Wiederzündung erst abkühlen.3.5 und bei der Verwendung von Streufeldtransformatoren (für Spannungen unter 230 V) bei 0. Mit Natriumdampf-Hochdrucklampen wird eine Lichtausbeute bis zu 130 lm/W erreicht.

Lichtfarbe und Farbwiedergabe. eine zunehmende Größe der gesehenen Fläche bzw. und 3. Lichtrichtung und Schattigkeit. 3. Ein Lichtreiz wird über die Sehnerven des Auges nämlich nicht nur zum Sehzentrum im zentralen Nervensystem. sondern auch zum vegetativen Nervensystem geleitet. Die allgemeine Beleuchtung sollte nach der Art der Tätigkeiten . Dies setzt drei spezielle physiologische Grundfähigkeiten voraus: 1. Für die Beleuchtungsgüte sind folgende die Wahrnehmung beeinflussenden Faktoren wichtig: • • • • Beleuchtungsniveau. die sich ein Objekt im Gesichtsfeld aufhalten muss. 2. das betrifft die Mindestzeit. Neben der direkten Wirkung guter Beleuchtung auf die Sehfunktionen des Auges wird auch die Psyche beeinflusst. das den gesamten Kreislauf und die Empfindungszustände. um gesehen zu werden. Sehen ist das Erkennen von • • • • • Helligkeitsunterschieden Farben Formen Entfernungen und Bewegungen. Helligkeitsverteilung und Blendungsbegrenzung. Sehschärfe. Hohe Beleuchtungsstärken und weißes Licht fördern die Leistungsfähigkeit. Leistungsbereitschaft und die Erholung des menschlichen Organismus steuert. und 3. die Fähigkeit. d. die Unterscheidung verschiedener Leuchtdichten und Farben. die Wahrnehmungsgeschwindigkeit.140 4 Beleuchtung • Steigerung der Leistungsfähigkeit • Verringerung der Ermüdung • Verhütung von Unfällen. geringe Beleuchtungsstärken und Lichtfarben mit hohem Gelb-Rot-Anteil führen zu Empfindungszuständen der Entspannung und Erholung. Zudem hat für 1. sehr kleine eng benachbarte Objekte getrennt wahrzunehmen. Das menschliche Auge erfüllt alle diese Funktionen. Für das Beleuchtungsniveau ist im wesentlichen die Beleuchtungsstärke maßgebend. des Objektes und für 2.h. ein zunehmender Kontrast einen erheblichen positiven Einfluss. Diese genannten Grundfähigkeiten steigen generell mit wachsenden Leuchtdichten an.

Eine gute Beleuchtung muss blendungsfrei sein. In Tabelle 4.2. mittlere Details und Kontraste Schwierige Sehaufgaben.2 sind die in DIN 5035 empfohlenen Beleuchtungsstärken für allgemeine Beleuchtung und Arbeitsplatzbeleuchtung für verschiedene Ansprüche wiedergegeben. Ein häufiges Umadaptieren führt zu einer relativ raschen Ermüdung des Auges und zu einem Absinken der Sehleistung.3 Anforderungen an die Beleuchtung 141 orientiert sein und bei Räumen mit Flächen unterschiedlicher Zweckbestimmung gegebenenfalls unterschiedlich gestaltet sein. hohe Kontraste Normale Sehaufgaben. vorübergehender Aufenthalt Leichte Sehaufgaben. während der die Sehfunktion beeinträchtigt ist. die 0. Diese Zeit ist bei der Umadaption von hell auf dunkel erheblich länger als umgekehrt. Eine harmonische Helligkeitsverteilung ist gewährleistet. Beim Wechsel der Blickrichtung von Flächen hoher auf Flächen niederer Leuchtdichte muss das Auge von hell auf dunkel und beim Wechsel der Blickrichtung von Flächen niederer auf Flächen hoher Leuchtdichte von dunkel auf hell umadaptieren. Empfohlene Beleuchtungsstärken für Sehaufgaben Sehaufgabe Orientierung. grobe Details. kleine Details und Kontraste Sehr schwierige Sehaufgaben. da starke Blendung die Sehfunktion und selbst schwache Blendung bei längerer Dauer das Wohlbefinden beeinträchtigt. Für die Anpassung des Auges an veränderte Leuchtdichten wird eine bestimmte Zeit benötigt. Absolut- . Bei der Auslegung von Beleuchtungsanlagen wird die gewünschte Beleuchtungsstärke mit einem Zuschlag von 25 % versehen. wenn das Verhältnis der Leuchtdichten von Arbeitsfeld zu Umfeld etwa 3:1 beträgt. und bei Platzbeleuchtung auf Messungen direkt auf der Arbeitsfläche.4. um einen Rückgang des Lichtstroms durch Verschmutzung und Alterung zu kompensieren.85 m über dem Fußboden liegt. Man unterscheidet zwei Arten von Blendung. sehr kleine Details und Kontraste Beleuchtungsstärke [lx] 20 bis 50 100 bis 200 500 bis 750 1000 bis 1500 2000 Für die Helligkeitsempfindung ist die Leuchtdichte entscheidend. Tabelle 4. Die Werte beziehen sich bei der Allgemeinbeleuchtung auf Messungen in einer waagerechten Ebene.

von der Größe der gesehenen leuchtenden Fläche und von der Entfernung und Lage der Blendquelle. die in einem Winkelbereich von 0 bis 30° oberhalb der horizontalen Blickrichtung gesehen werden. Sie wird durch die spektrale Zusammensetzung des Lichtes der Lampen bestimmt. sollen Leuchtdichten von 0. die in hohem Maße gerichtet reflektieren.4 cd/cm² nicht überschreiten. Flächen von Leuchten oder Lampen in Arbeitsräumen. Bei Bildschirmarbeitsplätzen setzt man heute sog. deren Ausstrahlungswinkel auf 50° beschränkt ist. Sie hängt ab von der Leuchtdichte der Blendquelle und ihrem Verhältnis zur Leuchtdichte der Umgebung. Zur Vermeidung der Blendung muss die Leuchtdichte von Lichtquellen in Blickrichtung möglichst gering und die Umgebung der Lichtquelle möglichst aufgehellt sein. Die Lichtquellen sollen daher so angeordnet sein. „dark-light“Leuchten ein. Allerdings sollten harte abgegrenzte Schatten vermieden und weiche Schatten geringerer Schattigkeit angestrebt werden. Da die Arbeitsplätze oft in ihrer Anordnung nach dem Tageslichteinfall orientiert werden. Das Erkennen von Körpern (man denke z. tritt eine Blendung auf. Leuchten oder Spiegelung. Neben der Beleuchtungsstärke wirkt sich auch die Lichtfarbe auf die Stimmung des Menschen aus.142 4 Beleuchtung blendung tritt auf. Bei Materialien. wenn die Leuchtdichte über 104 cd/m² hinausgeht. ist bei künstlicher Beleuchtung ein möglichst ähnlicher Lichteinfall anzustreben. Farbtemperatur um 6000 K. Farbtemperatur um 4000 K. wenn das reflektierte Licht das Auge des Beobachters trifft. Die Absolutblendung ist physikalisch bedingt und kann nur durch Herabsetzen der Leuchtdichte vermieden werden. Die Relativblendung entsteht durch Lampen. die zu hohe Leuchtdichtekontraste im Sehfeld erzeugen. an das Erkennen einer Zirkelspitze) wird durch Schattenbildung unterstützt und zum Teil erst durch Schatten möglich.B. Sie werden vor allem in Arbeitsräumen angewendet. • Weiß entspricht etwa dem Mittelwert zwischen der Tageslichtfarbe und dem Glühlampenlicht. Durch die Lichtrichtung wird auch die Schattigkeit beeinflusst. . Solche Lampen können gemeinsam mit Glühlampen verwendet werden. Für Niederdruck-Leuchtstofflampen zur allgemeinen Beleuchtung sind folgende Lichtfarben üblich: • Tageslicht entspricht der Farbe des mittleren nördlichen Tageshimmels. Leuchtstofflampen mit ihrer Längsachse parallel zur Blickrichtung haben gegenüber quer zur Blickrichtung montierten den Vorteil kleiner gesehener Flächen und sind deshalb auch im Hinblick auf die Vermeidung von Blendung günstig. dass bei horizontaler Arbeitsfläche das Licht von links oben einfällt und unerwünschte Reflexe nicht auftreten.

4.3 Anforderungen an die Beleuchtung

143

• Warmton entspricht etwa der Lichtfarbe von Glühlampen. Diese Lampen finden in Wohnräumen, Restaurants usw. Verwendung, Farbtemperatur um 3000 K. Da das Auge über das gesamte sichtbare Spektrum integriert, macht die Lichtfarbe einer Lampe keine Aussage über deren Farbwiedergabeeigenschaft. Die Farbwiedergabeeigenschaft einer Niederdruck-Leuchtstofflampe ist jedoch abhängig davon, ob die gewünschte wiederzugebende Farbe ausreichend im Bandenspektrum der Lampe vertreten ist. Im allgemeinen ist der Reflexionsgrad einer beleuchteten Oberfläche nicht konstant, sondern abhängig von der Wellenlänge. Eine solche „farbige“ Oberfläche zeigt dann bei Bestrahlung mit weißem Licht eine Farbe, die von weiß bzw. grau abweicht. Eine rote Oberfläche z.B. reflektiert Strahlung mit größeren Wellenlängen besser als kurzwellige. Daher wird überwiegend langwellige Strahlung, also rotes Licht, reflektiert und somit vom Betrachter gesehen. Werden Flächen mit weißem Licht, das alle Spektralbereiche gleichmäßig enthält, beleuchtet, ergibt die spektrale Zusammensetzung des reflektierten Lichts die natürliche Farbe dieser Flächen. Bei Beleuchtung mit farbigem Licht wird dagegen der Farbeindruck gegenüber der natürlichen Farbe verändert. Während in Werkräumen und -hallen i.a. geringe Ansprüche an die Farbwiedergabe bestehen, wird man in Arbeitsräumen bevorzugt eine weiße Lichtfarbe wählen, da sie ein neutrales Farbklima erzeugt und Zwielichterscheinungen bei Tageslichteinfall vermeidet. Für gute Farbwiedergabe am Tage sind dann allerdings hohe Beleuchtungsstärken erforderlich. In Räumen, die der Entspannung dienen oder bei denen es auf ein vorteilhaftes Aussehen der menschlichen Haut, von Nahrungsmitteln und anderem ankommt, wird man Glühlampen oder Warmton-Leuchtstofflampen mit bevorzugter Wiedergabe der roten Farbtöne verwenden, wobei dann hier die Beleuchtungsstärken i.a. 500 lx nicht überschreiten.

5

Stationäre Antriebe

5.1

Stationärer Kraftbedarf

Viele Energiedienstleistungen, namentlich in der Fertigungs- und Verfahrenstechnik, basieren auf einem Bedarf an mechanischer Arbeit als Nutzenergie. Der entsprechende Betrag an „Aktivenergie“ wird von einer Arbeitsmaschine geliefert, welche ihrerseits von einer Kraftmaschine (= Motor) angetrieben wird. Während es im Kapitel 6 um mobile Kraft- und Arbeitsmaschinen in Verkehrs- oder Transportmitteln geht, ist der Gegenstand des Kapitels 5 die Gesamtheit derjenigen Antriebe, bei denen Kraft- und Arbeitsmaschine grundsätzlich ortsfest sind. Hierunter fallen auch einige Verkehrs- oder Transportmittel wie z.B. Seilbahnen oder Aufzüge. Die energetische Bedeutung dieses Bereiches der Energieanwendung kann man daran ermessen, dass auf sein Konto fast die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland geht. In der Industrie sind es sogar fast zwei Drittel, in den Haushalten knapp 30 % und im Sektor GHD ca. 40 %. Tabelle 5.1 gibt ! ohne Anspruch auf Vollständigkeit ! einen Überblick über die Vielfalt der Energiedienstleistungen für die verschiedensten Zwecke, sowie die dafür eingesetzten Arbeitsmaschinen.

5.2

Fördern von Fluiden

Aus der Vielfalt der in Tabelle 5.1 genannten Energiedienstleistungen wird im folgenden das Fördern von Fluiden (d.h. von Flüssigkeiten und Gasen) herausgegriffen25. Von der sektoralen Verbreitung wie auch von der mengenmäßigen Bedeutung her handelt es sich dabei um den wichtigsten Bereich des stationären Kraftbedarfs. Zunächst wird die Aufgabenstellung der Fluidförderung systematisch betrachtet und die Anwendungsfelder beschrieben. Danach wird auf die Bauformen, Funktionsweise und Eigenschaften der einschlägigen Arbeits25

Auch Komprimieren und Evakuieren werden meist zum Fördern gezählt

146 Tabelle 5.1.

5 Stationäre Antriebe Arbeitsmaschinen für Energiedienstleistungen Arbeitsmaschine Verdichter Vakuumpumpe Gebläse, Ventilator, Pumpe Objekt Gas, Dampf Gas Gas Flüssigkeit Feststoffe aller Art Anwendungsbeispiel Druckluftversorgung Kälteaggregat Vakuumkammer Saugzug, Lüftung Heizsystem, Wasserkühlung, Pipeline Bandförderer, Aufzug, Kran, Spannvorrichtung, Vorschubeinheit, Roboter Walzwerk, Strangpresse, Freiformschmiede Backenbrecher, Kugelmühle, Holzschliff-Anlage

Energiedienstleistung Komprimieren Evakuieren Fördern

Transportieren, Rolle, Seilzug, Bewegen, Spindel, Schnecke, Manipulieren Greifarm Plastisches Um- Walze, formen Pressstempel, Hammer Zerkleinern Brecher, Mühle, Schleifer Zerteilen Schere, Stanze Spanendes Drehwerk, Trennen Bohrwerk, Fräse, Hobel, Säge, Schleifwerk Mechanisches Schraubwerk, Fügen Hammer, Nietwerk Mech. Trennen Zentrifuge, disperser Stoffe Presswalze und Entwässern Mischen Knet-, Rührwerk, Homogenisator

Metall, Kunststoff Gestein, Zement, Getreide, Holz, usw. Metall, Papier, Textil, usw. Feststoffe aller Art

Werkzeugmaschinen

Mechanische Teile Suspension, Emulsion, nasse Feststoffe feste, flüssige Stoffe

Montage

Milchentrahmung, Pressenpartie der Papiermaschine Nahrungsmittel-, Chemieindustrie

5.2 Fördern von Fluiden

147

maschinen eingegangen. Schließlich wird die Kreiselpumpe als ein typischer Vertreter dieser Gattung hinsichtlich des Betriebsverhaltens untersucht. 5.2.1 Aufgabenstellung

Das Fördern eines Fluids ist in jedem Fall mit einer Druckerhöhung verbunden, die meist durch das Druckverhältnis gekennzeichnet wird:

Ψ =

p2 . p1

(5.1)

Bezogen auf die Masseneinheit des Fluids, ist dazu die technische Arbeit

dwt = vdp
mittels einer Arbeitsmaschine dem Fluid zuzuführen.

(5.2)

Soll der Massenstrom m vom Eintrittsdruck p1 auf den Austrittsdruck p2 gebracht werden, so ist dafür die Nutzleistung

PNutz = m ∫ dwt
p1

p2

(5.3)

erforderlich. Flüssigkeiten sind inkompressibel, ihr spezifisches Volumen

v=

1

ρ

=

V m

(5.4)

ist also konstant. Damit lässt sich die Nutzleistung zur Förderung einer Flüssigkeit als Produkt aus dem Volumenstrom und seiner Druckerhöhung ausdrücken:
(inkompr) PNutz = ( p2 − p1 ) V = (Ψ − 1 ) p1V .

(5.5)

Für die Förderung eines kompressiblen Mediums (Gas oder Dampf) ist die Veränderung des spezifischen Volumens zu berücksichtigen. Unter den Annahmen • dass es sich um ein ideales Gas handelt, so dass die thermische Zustandsgleichung

pv = RT
gilt, sowie

(5.6)

148

5 Stationäre Antriebe

• dass die Förderung reversibel und adiabatisch, somit isentropisch abläuft, lassen sich Druck und spezifisches Volumen unter Verwendung des Isentropenexponenten κ = c p cv auf die Anfangswerte zurückführen:
κ p vκ = p1 v1 .

(5.7)

Damit ergibt sich im Falle eines kompressiblen Fluids die Nutzleistung26 in Abhängigkeit von Druck und Volumenstrom am Eintritt in die Fördermaschine zu
1 ⎛ ⎛ 1− κ ⎞ ⎞ ⎜ ⎟ ⎝ ⎠ − 1⎟ ⎜Ψ ⎜ ⎟ ⎝ ⎠ pV = 1 1 . 1 1−

(kompr) PNutz

(5.8)

κ

In Abb. 5.1 sind die Zusammenhänge zwischen Nutzleistung, Druckverhältnis und Volumenstrom dargestellt. Bei einem Eintrittsdruck von 1 bar
1000
26137-B-00

100 Druckverhältnis
Medium inkompressibel kompressibel

1 kW

10 kW

100 kW

1 MW

10 MW

Nutzleistung

Verdichter

10

0,1 kW

Gebläse Ventilator

1 0,001

0,01

0,1

1 Volumenstrom in m³/s

10

100

1000

Abb. 5.1. Nutzleistung für die Fluidförderung in Abhängigkeit von Druckverhältnis und Volumenstrom
26

Teilweise wird bei kompressiblen Medien die Nutzleistung unter der Voraussetzung konstant bleibender Temperatur ermittelt. Dabei ergeben sich deutlich geringere Werte. Allerdings entspricht diese Voraussetzung meist nicht den realen Verhältnissen; bei der Verdichtung von Dämpfen scheidet sie von vornherein aus.

Pumpe

5.2 Fördern von Fluiden

149

(das entspricht ungefähr dem atmosphärische Druck) entspricht der Austrittsdruck in der nämlichen Einheit zahlenmäßig dem Druckverhältnis. Inkompressible Medien, also Flüssigkeiten, werden durch Pumpen gefördert; der Druckbereich erstreckt sich von wenigen mbar Druckerhöhung bis in den kbar-Bereich. Bei kompressiblen Medien, also Gasen und Dämpfen, hängt die Bezeichnung der Fördermaschine ab vom Austrittsdruck. Bis 1,3 bar spricht man von Ventilatoren oder Lüftern, während die Maschinen mit Austrittsdrücken zwischen 1,3 und 3 bar Gebläse genannt werden. Oberhalb von 3 bar beginnt das Gebiet der Verdichter. Für eine bestimmte Förderaufgabe, die durch die Werte von Volumenstrom und Druckverhältnis gegeben ist, ist für ein kompressibles Medium eine geringere Nutzleistung erforderlich als für ein inkompressibles Medium. Die Erklärung dafür liegt in Gl.(5.2): Die spezifische technische Arbeit hängt ab vom spezifischen Volumen, welches dank der Kompression während der Druckerhöhung bei Gasen (und Dämpfen) kleiner wird. Aus der Darstellung ist ersichtlich, dass dieser Unterschied erst merkbar wird für Austrittsdrücke über etwa 1,3 bar. Das bedeutet, dass bei der Gasförderung durch Ventilatoren sich die Gasdichte nicht wesentlich ändert. Eine Sonderaufgabe der Gasförderung besteht in der Erzeugung eines Unterdrucks. Der Bereich des zu erzielenden Vakuums erstreckt sich von einer leichten Absenkung des atmosphärischen Druckniveaus bis hin zu Drücken von weniger als 1 mPa. In einem solchen „Hochvakuum“ befinden sich in 1 cm³ immerhin noch 1011 Moleküle. Eine Evakuierung erfolgt im allgemeinen gegen den Atmosphärendruck, das bedeutet, dass der Austrittsdruck knapp darüber liegt. Dementsprechend reichen die Druckverhältnisse solcher Förderaufgaben zwischen wenig über Eins bis hin zu vielen Zehnerpotenzen. Die Arbeitsmaschinen hierfür werden üblicherweise als „Vakuumpumpen“ bezeichnet, obwohl es sich um die Förderung von Gas handelt. 5.2.2 Anwendungsbereiche

Die Fluidförderung ist eine universelle „Querschnittstechnologie“. Das heißt, dass es sich sowohl beim Pumpen von Flüssigkeiten als auch beim Fördern und Verdichten von Gasen und Dämpfen um Grundanwendungen (Unit Operations) handelt, die für viele Zwecke in allen möglichen Sektoren zur Anwendung kommen. Die Anwendungsbereiche von Pumpen sind in Tabelle 5.2, von Maschinen zur Gasförderung in Tabelle 5.3 wiedergegeben.

150 Tabelle 5.2. Aufgabe Fördern, Transportieren Umwälzen, Umpumpen Befüllen, Entleeren Zuteilen, Dosieren Druckerhöhung, Energieübertragung Anwendungsbereiche von Pumpen Anwendungsbeispiel Erdöl, Chemikalien in Pipelines

5 Stationäre Antriebe

Kreisläufe in Heiz- und Kühlsystemen in der Gebäudetechnik; Kühl- und Schmiersysteme in der Maschinentechnik Getränkeabfüllanlagen in der Lebensmittelindustrie; Entleerung von Klärschlammbehältern Analysetechnik; chemische Industrie; Einspritzung von Brenn- und Kraftstoffen in Ölbrenner bzw. Verbrennungsmotor Brauchwasserversorgung in Hochhäusern; Druck- und Materialprüfung im Maschinen- und Anlagenbau; Wasserstrahlschneiden; Hydraulikantriebe

5.2.3

Arbeitsmaschinen

Die Systematik der Bauformen zeigt Abb. 5.2. Verdrängermaschinen nehmen einen Volumenstrom auf, der etwa proportional zur Drehzahl ist. Die sehr gebräuchliche Hubkolbenmaschine (s. Abb. 5.3) findet meist als Gasverdichter Verwendung. Das Ansaugen und Verdichten erfolgt periodisch durch die Bewegung eines mit Kolbenringen abgedichteten und in der Regel ölgeschmierten Kolbens in einem liegenden oder stehenden, luft- oder wassergekühlten Zylinder. Der gasdicht abschließende Zylinderdeckel ist mit selbsttätig arbeitenden Saug- und Druckventilen versehen. Wegen des unvermeidlichen „schädlichen Raumes“ (das ist das eingeschlossene Volumen am oberen Totpunkt des Kolbens) wird das tatsächlich angesaugte Volumen mit zunehmendem Druckverhältnis kleiner. Deshalb geht man für Druckverhältnisse Ψ > 8 auf mehrstufige Maschinen ! meist mit doppelt wirkenden Kolben ! über. Beim Überströmen von einem Verdichtungsraum zum nächsten wird das Gas für gewöhnlich mit Wasser zwischengekühlt. Dadurch verringert sich, ebenso wie durch die Kühlung des Verdichters selbst, die notwendige Antriebsleistung des Verdichters. Mit bis zu 8-stufigen Maschinen sind Gesamt-Druckverhältnisse bis 4000 erreichbar.

5.2 Fördern von Fluiden Tabelle 5.3. Aufgabe Erzeugen hoher Prozessdrücke Fördern, Transportieren Verdichten von Arbeitsmedien für linksläufige Kreisprozesse Druckluftversorgung Erzeugen von Druckpolstern Evakuieren Zu- oder Abfuhr von Wärme Zu- oder Abfuhr von Feuchtigkeit und Dämpfen Zu- oder Abfuhr von festen Partikeln Zufuhr von Frischluft und Abfuhr von Abgasen

151

Anwendungsbereiche von Verdichtern, Gebläsen, Ventilatoren und Vakuumpumpen Anwendungsbeispiel Luftzerlegung, Gasverflüssigung und Gasreaktionen in der chemischen Industrie Erdgasversorgung Wärmepumpen; Kältemaschinen

Pneumatische Antriebe und Manipulatoren; Rohrpostanlagen Luftkissen in Papierindustrie, Druckereien, Textilindustrie; Traglufthallen; Verpackungsmaschinen; Umschmelz- und Gießverfahren; Elektronenstrahltechnik Luftkühlung von Maschinen; Rückkühlanlagen; Heizlüfter Gebläse zum Trocknen von Holz, Erntegütern usw.; Absauganlagen in Lackierereien Lackzerstäuber; Absauganlagen in Gießereien, Keramik-, Holz- und Papierindustrie; Staubsauger Verbrennungsluft- und Rauchgasgebläse; Tunnelbelüftung

Zufuhr von Frischluft und Klima- und Lüftungsanlagen für Menschen und Abfuhr der verbrauchten Luft Tiere Erzeugung eines Luftstroms Windkanal; Luftschleieranlage; „Air Knife“

Nachteilig sind die Verschleißanfälligkeit sowie die Lärmentwicklung. Außerdem wird der Volumenstrom nicht kontinuierlich, sondern gepulst gefördert. Zur Flüssigkeitsförderung werden Hubkolbenpumpen oder auch Membranpumpen für relativ kleine Fördermengen bei hohen Drücken oder größeren Saughöhen eingesetzt.

152 Arbeitsmaschine zur Fluidförderung Verdrängungsmaschine Oszillierender Verdränger Hubkolben (-verdichter.B. Zahnradpumpe) Durchströmung axial (Schraubenverdichter) 26138-A-00 26138-A-00 Strömungsmaschine (Turboverdichter. Systematik der Bauformen von Maschinen zur Fluidförderung Einlassventil Auslassventil 26535-A-08 26535-A-08 Abb. Kreiselpumpe) Durchströmung axial Durchströmung diagonal Durchströmung radial Abb. 5.2. ROOTS-Gebläse. Luftgekühlter einfach wirkender Tauchkolbenverdichter .3. 5. -pumpe) Membran (-verdichter. -pumpe) 5 Stationäre Antriebe Rotierender Verdränger Durchströmung meridional (z. Flüssigkeitsring-Verdichter.

Der Druck des darin eingeschlossenen Gases erhöht sich erst. wodurch sich eine wirksame und dabei wenig verschleißanfällige Abdichtung ergibt.5.5 und Förderleistungen bis 20 m³/s verwendet (Abb. Das im Gehäuse befindliche Wasser wird ebenfalls in Drehung versetzt und bildet infolge der Zentrifugalkraft einen Flüssigkeitsring. Dadurch entstehen umlaufende Förderräume.5). Es handelt sich dabei um eine ventillose Verdrängermaschine ohne interne Verdichtung. wobei der Strom des zu fördernden Fluids meridional (also in Umfangsrichtung) oder axial gerichtet sein kann. verbunden über ein Synchrongetriebe.2 Fördern von Fluiden 153 Maschinen mit rotierendem Verdränger gibt es in ein.und der Austrittszone ein.4) zur Erzeugung von Vakuum (bis herab zu 80 mbar) verbreitet eingesetzt. Das Druckverhältnis stellt sich aufgrund der unterschiedlichen Größe der Kammern in der Eintritts. sobald ein Förderraum in Verbindung mit der Aus- .B.oder zweiwelliger Ausführung. gegeneinander in einem zylindrischen Gehäuse. Die Schaufeln tauchen darin ein. Zwei formidentische zwei.oder dreiflügelige Kolben rotieren. In einem zylindrischen Gehäuse dreht sich ein exzentrisch gelagertes Schaufelrad. 5.4. in der Bauform nach ROOTS als Gebläse für Druckverhältnisse bis etwa 2. Von den einwelligen Maschinen wird der Flüssigkeitsringverdichter (Abb. Ventile werden nicht benötigt. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe (Quelle: Busch Vakuumpumpen und Systeme) Zweiwellige Maschinen mit meridionalem Förderstrom werden z. 5. Abb. 5.

erreicht werden bis 22 bei Öleinspritzung im Saugstutzen (Vorteile: verbesserte Abdichtung sowie Wärmeabfuhr). Abb. Trockenlaufende Schraubenverdichter können dagegen nur für Druckverhältnisse bis etwa 4.5.und Austrittsseite kontinuierlich verdichtet. Aufgrund der Geometrie der beiden Läufer wird das angesaugte Gas beim axialen Voranschieben zwischen Eintritts. Läuferpaar eines Schraubenverdichters (Quelle: RKR) . Dies führt zu starker Lärmentwicklung und einem relativ niedrigen Wirkungsgrad.6. dreiflügelig (Quelle: Wikipedia) Der häufig verwendete Schraubenverdichter ist eine zweiwellige Maschine mit axialem Förderstrom (bis 50 m³/s möglich). Das Druckverhältnis liegt konstruktiv fest. ROOTS-Gebläse.5 gebaut werden.6) und drehen sich über ein Synchrongetriebe gegeneinander. 5.154 5 Stationäre Antriebe trittsöffnung kommt und von dort eine Rückströmung einsetzt. 5. 5. Abb. Ein schraubenförmiger Hauptläufer und ein komplementär geformter Nebenläufer stehen miteinander in Eingriff (Abb.

7. Je nach den konstruktiven Gegebenheiten und den damit zusammenhängenden Strömungsverhältnissen wird danach sekundär ein mehr oder weniger großer Teil der kinetischen Energie in potenzielle Energie (gekennzeichnet durch den statischen Fluiddruck) umgewandelt.8): 1.2 Fördern von Fluiden 155 In Strömungsmaschinen wird ein kontinuierlich strömendes Fluid von einem mit Schaufeln bestückten Rotor beschleunigt. Bei gegebener Drehzahl hängt das erzielte Druckverhältnis von dem durchgesetzten Volumenstrom in anderer Weise ab als bei einer Kolbenmaschine. Der entsprechende Zuwachs an kinetischer Energie stellt den Hauptanteil der primär übertragenen Energie dar.5. 5. 5. 5. Abb. Radialmaschinen Als Zwischenform gibt es Diagonalmaschinen. die auch hinsichtlich ihrer Eigenschaften zwischen den beiden Idealtypen liegen.und Kolbenmaschinen (qualitativ) Aufgrund des rascheren Durchsatzes des Fluids ist die interne Wärmeabgabe an die Maschine deutlich geringer als bei Verdrängungsmaschinen. Kolbenmaschine Druckverhältnis Ψ Strömungsmaschine 1 0 26139-A-00 26139-A-00 Volumenstrom Abb. s. Druckverhältnis in Abhängigkeit vom Volumenstrom bei Strömungs. Zum Ansaugen aus dem Unterdruck sind Strömungsmaschinen nur sehr begrenzt in der Lage Von der Bauweise her werden je nach Durchströmrichtung zwei Grundtypen unterschieden (s. Abb.7. . Axialmaschinen und 2.

dass mehrere Stufen unmittelbar aneinander anschließen können. Dafür ist die Hintereinanderschaltung mehrerer Stufen aufwändiger. den das Fluid axial durchströmt. Vielstufige Axial-Turboverdichter erreichen auf diese Weise Druckverhältnisse von mehr als 10. lassen sich nur niedrige Druckverhältnisse (bei Flüssigkeiten bis etwa 2. Grundtypen von Strömungsmaschinen (Quelle: Wikipedia) Bei den Axialmaschinen wird das Fluid nur in axialer sowie in tangentialer Richtung beschleunigt.6) erreichen als in einer Axialstufe. die einen zusätzlichen Druckanstieg zur Folge hat. Dabei ist die gesamte Beschaufelung aus Lauf. Bei den Radialmaschinen strömt das Fluid in axialer Richtung ein und wird in radialer Richtung umgelenkt. bei Gasen unter 1. Mit einer solchen Stufe. Axialmaschinen eignen sich besonders gut für große Volumenströme (bis zu etwa 10³ m³/s bei großen Kühlturmventilatoren). Beim Abströmen wird das Fluid ! manchmal über ein Leitgitter ! in einem sich erweiternden Spiralgehäuse geführt.1) erreichen. Durch die Rotordrehung erfolgt eine Beschleunigung sowohl in tangentialer als auch in radialer Richtung nach außen.8. Bei dieser Bewegung wirkt auf das Fluid eine zusätzliche Zentrifugalkraft. da hier das . so dass es nicht umgelenkt werden muss. 5. Mit diesem Wirkprinzip lassen sich in einer Radialstufe sehr viel höhere Druckverhältnisse (bei Flüssigkeiten bis über 10.156 Bauform: axial 5 Stationäre Antriebe radial Abb. wodurch ein Teil der kinetischen Energie in potenzielle Energie umgewandelt wird. bestehend aus Laufrad und Leitrad. Meist wird die tangentiale Bewegung anschließend in feststehenden Leitschaufeln umgelenkt und teilweise zugunsten der sekundären Druckerhöhung abgebremst. bei Gasen bis zu etwa 1.und Leitschaufeln in einem einzigen sich verjüngenden Ringraum angeordnet. Dafür haben Axialmaschinen den Vorteil.

2 Fördern von Fluiden 157 Fluid prinzipbedingt nach jeder Stufe umgelenkt werden muss. Besonders niedrige Wirkungsgrade von teilweise unter 40 % sind bei gewissen rotierenden Verdrängungsmaschinen wie ROOTS-Gebläsen anzutreffen. Die Verluste werden in Wärme umgesetzt. Die höchsten Wirkungsgrade von ca. Kolben u. Das Ausmaß dieser Verluste drückt sich im Wirkungsgrad der Arbeitsmaschine aus: ηArb = PNutz . 90 % besitzen langsam laufende Hubkolbenmaschinen sowie große Strömungsmaschinen im Bestpunkt.9) Dementsprechend ist die zum Antrieb einer Arbeitsmaschine aufzubringende mechanische Leistung Pmech stets größer als die Nutzleistung.ä. Die Energieverluste von Fluidfördermaschinen entstehen als: • Mechanische Verluste durch Reibung bewegter Maschinenteile wie Lager. Pmech (5. Bei Strömungsmaschinen kann sich der Wirkungsgrad beträchtlich verschlechtern. Bei Verdrängungsverdichtern wird diese soweit wie möglich durch Maschinenkühlung abgeführt. was sich wegen der Kompressibilität des zu verdichtenden Fluids vorteilhaft auf den Nutzleistungsbedarf auswirkt. wenn der Betriebspunkt vom Auslegungspunkt abweicht. Hinzu kommt bei mehrstufigen Kolben. • Strömungsverluste durch Reibung von Fluidteilen. Der nicht abgeführte Teil der Verluste erhöht den thermischen Energieinhalt des geförderten Fluids. entweder beim Strömen entlang mechanischer Teile (z. Das rückströmende Fluid wird wieder vom Austrittsdruck auf den Eintrittsdruck durch Drosselung entspannt und gibt dabei seine Energie durch Reibung ab.5.und Radialverdichtern die Möglichkeit der Zwischenkühlung. Schaufeln) oder infolge von Verwirbelung • Spaltverluste durch Rückströmung von der Druckzone in die Saugzone verringern den effektiv geförderten Fluidstrom. Andererseits ergibt sich damit bei mehrstufigen Radialverdichtern die Möglichkeit der Zwischenkühlung nach jeder Stufe. womit dann ebenfalls Druckverhältnisse von mehr als 10 erreicht werden. außerdem kommen sie bei sehr kleinen Ventilatoren und Pumpen vor.B. .

π 2 D5 (5. so ist dazu eine „geodätische“ Druckerhöhung Δpgeo = ρ g Hgeo (5. dessen Flüssigkeitsspiegel um die geodätische Höhendifferenz Hgeo höher liegt (sog.1 Hydraulische Förderleistung Das Erhöhen des Druckes einer Flüssigkeit kann je nach Aufgabenstellung verschiedenen Zwecken dienen: • Wird von einem drucklosen Behälter in einen anderen gefördert. aus einer Düse austreten. Die insgesamt für eine Förderaufgabe notwendige Druckerhöhung Δpges kann sich aus den genannten Anteilen zusammensetzen: Δpges = Δpgeo + Δpstat + Δpdyn + Δpdiss . • Jegliche Strömung von Fluiden ist wegen der Reibung (Dissipation) mit einem Druckabfall verbunden.025.13) Während der geodätische.4 Betriebsverhalten von Kreiselpumpen 5.4. • Soll Flüssigkeit mit einer erhöhten Geschwindigkeit c2 z. der gegenüber der Umgebung einen Überdruck aufweist. der statische und der dynamische Anteil nicht .12) Die Rohrreibungszahl λ ist dimensionslos.2.2. (5. „Freispiegelförderung“).B.11) aufzubringen. so ist dafür der dynamische Druck Δpdyn = ρ 2 (c 2 2 2 − c1 ) ≡ Δekin (5. ihr Wert liegt für ein mit 1 m/s durchströmtes 1"-Wasserrohr bei rd 0. • Soll Flüssigkeit in einen Behälter gebracht werden.158 5 Stationäre Antriebe 5.10) erforderlich. so bedarf es einer entsprechenden Erhöhung Δpstat des statischen Druckes. Diese Größe ist identisch mit dem volumenspezifischen Inhalt an kinetischer Energie. In einem glatten Rohr der Länge L und der Innenweite D beträgt er unter der Voraussetzung turbulenter Strömung einer inkompressiblen Flüssigkeit Δpdiss = 8ρλ L 2 V .

(5. diss Δpgeo+stat+dyn Phy. In dem sehr häufig vorkommenden Fall.2 Fördern von Fluiden 159 vom Volumenstrom abhängen. geo+stat+dyn 0 26140-A-00 26140-A-00 Volumenstrom Abb. 5. (5.5.15) Für einen gegebenen Betriebspunkt auf der Kennlinie stellt sich die hydraulische Leistung folglich als Fläche dar. dass ein Fluidstrom in einem Rohrnetz umgewälzt wird (wie bei allen Heiz. Sie wird als „hydraulische Kennlinie“ oder „Rohrnetzkennlinie“ bezeichnet.9. besteht für den durch die Strömungswiderstände bedingten Druckabfall eine quadratische Abhängigkeit.14) Im Falle einer inkompressiblen Flüssigkeit ist eine hydraulische Förderleistung erforderlich.9 dargestellt. Die aufzubringende Druckerhöhung in Abhängigkeit vom Volumenstrom ist qualitativ in Abb. ρg (5. die nach Gl. Widerstandskennlinie für eine Förderaufgabe (qualitativ) Häufig wird anstelle der Druckerhöhung die äquivalente Förderhöhe verwendet: H= Δp . Druckerhöhung Arbeitspunkt Δpdiss Phy. .5) gleich dem Produkt aus dem geförderten Volumenstrom und der Druckerhöhung ist: Phy = Δp V . stellt der dissipative Druckabfall den einzigen Posten dar. Die Aufteilung ist entsprechend den Anteilen der einzelnen Druckdifferenzen möglich. 5.und Kühlwasserkreisen).

Abb.160 5 Stationäre Antriebe 5.2.10 zeigt im oberen Teil einen Querschnitt durch ein Pumpenlaufrad mit den zugehörigen Geschwindigkeitsvektoren des Fluids am Eintritt (Index 1) und am Austritt (Index 2). 5. In einer ersten Betrachtungsstufe kann man hierfür von der idealisierten Annahme einer eindimensionalen reibungs. 5. Strömungsgeschwindigkeiten im Laufrad einer Kreiselpumpe (qualitativ) u2 2 r c2 c1 c1 c1 r1 c2m 2m 2m 2m .und wirbelfreien „Fadenströmung“ ausgehen. Die Absolutgeschwindigkeit c des Fluids (von einem festen Beobachtungspunkt aus gesehen) lässt sich in zwei Komponenten unterteilen: die Umfangsgeschwindigkeit u des Lauf- Laufschaufeln Strömungsfaden Laufradausschnitt: u c2 2 β2 26265-A-02 26265-A-02 w2 w β1 1 u1 ω Geschwindigkeitsdreieck am Austritt: vergrößert Volumenstrom: verringert β2 w1 c2u Abb.4.2 Pumpenkennlinien Im Folgenden wird der entsprechende Zusammenhang zwischen Druckerhöhung und Volumenstrom für eine Kreiselpumpe hergeleitet.10.

tan β 2 (5.21) .18) Wird der Volumenstrom V variiert. dass das vom Laufrad an das Fluid übertragene Schaufelmoment unter den oben genannten idealisierten Annahmen gleich dem Produkt aus dem Massenstrom des Fluids und dessen Dralländerung ist: MSch. (5. so dass nur der Term für den Laufradaustritt zu berücksichtigen ist. 5.2 Fördern von Fluiden 161 rades und die Relativgeschwindigkeit w des Fluids von einem Beobachtungspunkt auf dem Laufrad aus gesehen: c = u+ w. Mit u=ωr und (5.20) Der Drall bei der Einströmung ist im allgemeinen sehr gering ( c1u ≈ 0 ). (5.5.17) c = cu + cm Im unteren Teil von Abb. bleibt die Richtung der Relativgeschwindigkeit w gleich. ihre Richtung ist immer senkrecht zur Umfangsbewegung.19) Damit verändert sich der Betrag der Meridialgeschwindigkeit proportional zum Volumenstrom.id = m Δ ( r cu ) = m ( r2 c2u − r1 c1u ) .10 sind die entsprechenden Geschwindigkeitsdreiecke für den Laufradaustritt wiedergegeben. Sie besagt. bei konstanter Drehzahl und damit auch gleich bleibender Umfangsgeschwindigkeit u des Laufrades. • Die Meridialgeschwindigkeit hängt mit dem Volumenstrom über die Größe der Durchtrittsfläche A zusammen: c2m = V A2 . so ergibt sich die Verschiebung des oberen Eckpunktes der Geschwindigkeitsdreiecke aus folgenden Überlegungen: • Da der Schaufelwinkel β als konstruktive Größe festliegt. Aus den geometrischen Verhältnissen dieser Dreiecke geht hervor: c2u = u2 − c2m .16) Außerdem lässt sich die Absolutgeschwindigkeit in die tangentiale Umfangskomponente (u) und die radiale „Meridial“-Komponente (m) zerlegen: (5. (5. Eine Aussage über die Energieumsetzungen erhält man mit Hilfe der EULERschen Hauptgleichung der Strömungsmaschinen.

5.162 5 Stationäre Antriebe P =ω M (5.15) für die vom Laufrad der Pumpe bewirkte Druckerhöhung des Fluids im behandelten Idealfall ergibt: ⎛ ⎞ V 2 ΔpSch.id V (Ideale Druckerhöhung) Minderleistung infolge endlicher Schaufelzahl Druckerhöhung ΔpPu V ( ) (Drosselkennlinie) Hydraulische Kanalströmungs-Verluste Stoßverluste Auslegungspunkt 26266-B-06 26266-B-06 Volumenstrom Abb.23) Dies ist eine hydraulische Leistung.22) erhält man für die vom Laufrad an das Fluid übertragene ideale Schaufelleistung: PSch.id = ρ u2 ⎜ 1 − ⎟. Entstehung der Drosselkennlinie einer Kreiselpumpe (qualitativ) . Die von einer Pumpe tatsächlich aufgebrachte Druckerhöhung in Abhängigkeit vom Volumenstrom wird in aller Regel durch Messungen auf dem ( ) ΔpSch. d. A2 u2 tan β 2 ⎠ ⎝ Hierbei ist die Dichte ρ der Flüssigkeit gemäß Gl. Mit wachsendem Volumenstrom geht die Druckerhöhung linear zurück.id am größten für V = 0 .id = mu2 c2u .id in Abhängigkeit vom Volumenstrom qualitativ aufgetragen. 5. so dass sich über Gl.24) Kreiselpumpen werden gewöhnlich mit flacher. wenn die Pumpe gegen geschlossenen Schieber fördert.11. (5. und damit wird ΔpSch. (5.11 ist der Verlauf von ΔpSch. so dass der Schaufelwinkel β2 am Austritt des Laufrades deutlich kleiner als 90° ist.4) eingesetzt. Unter dieser Voraussetzung ist tan β 2 > 0 . rückwärts gekrümmter Beschaufelung gebaut.(5. In Abb.h. (5.

11): a. Wie aus . indem man den Volumenstrom durch Drosselung variiert. Austritt des Laufrades überein. Abb. c. 5. dass sich die mit einer Pumpe erreichbare Druckerhöhung verringert. Zusätzlich treten noch Spaltverluste auf. d. Abströmwinkel des Fluids nicht mehr mit den Schaufelwinkeln am Eintritt bzw.bzw. V − VN ab. so stimmen die Anström.5.12). b.und Stopfbuchsenreibung) von untergeordneter Bedeutung. außerdem haben die Schaufeln selbst auch eine gewisse Dicke.15) der Verlauf der hydraulischen Förderleistung über dem Volumenstrom. (5.und Druckstutzen sowie infolge von Verwirbelung äußert sich in einer weiteren Verringerung der erreichbaren Druckerhöhung und hängt quadratisch vom Volumenstrom ab. Minderleistung infolge endlicher Schaufelzahl: Die eingangs getroffenen Annahmen implizieren einen „schaufelkongruenten“ Strömungsverlauf. wird die Pumpe mit einem anderen als dem Nenndurchsatz VN betrieben. In Wirklichkeit hat der Raum zwischen zwei Schaufeln eine gewisse tangentiale Ausdehnung. Dies betrifft insbesondere den Bereich kleiner Durchsätze. ( ) Die Unterschiede zwischen der Idealkennlinie ΔpSch.id und der Drosselkennlinie ΔpPu sind im wesentlichen durch drei Einflüsse begründet (s. Aus diesem Grund werden die realen Kennlinien ΔpPu V einer Pumpe oft als „Drosselkennlinien“ bezeichnet. vgl. Stoßverluste: Weicht der Betriebspunkt vom Auslegungsfall ab. da die Zwischenräume zwischen Laufrad und Gehäuse nicht vollkommen abgedichtet werden können. Dieser Posten ist aber ebenso wie andere Verlustarten (Radreibung. Diese Verminderung hängt in erster Näherung linear vom Volumenstrom ab.oder Beschleunigungsstößen mit der Folge zusätzlicher Reibungsverluste. Das führt zu Verzögerungs. Der daraus resultierende weitere Rückgang der erreichbaren Druckerhöhung hängt quadratisch von der Abweichung des Volumenstroms vom Nenn2 wert. Lager.2 Fördern von Fluiden 163 Prüfstand ermittelt. hier kann ΔpPu auch ein Maximum für V > 0 aufweisen. Der Verlauf der tatsächlichen Pumpenkennlinie (Drosselkennlinie) kann je nach Bauart und Gestaltung der Schaufeln unterschiedlich aussehen. Hydraulische Kanalströmungs-Verluste: Die Fluidreibung an den Schaufelwänden und an den sonstigen Flächen von Saug.h. (5. der jedoch nur für unendlich dicht beieinander liegende Schaufeln zutreffen würde. Das führt zu einer Veränderung der Strömungsverhältnisse mit der Folge. Gl. hauptsächlich durch Verwirbelung. Aus der Drosselkennlinie der Pumpe ergibt sich gemäß Gl.

5. en mp Pu k w ir gra gs un d eb ntri h. das normalerweise rechts vom Auslegungspunkt liegt. 5. Auch der Betrieb gegen geschlossenen Schieber ( V = 0 ) erfordert wegen intensiver Rezirkulationsströmung etwa die Hälfte der Antriebsleistung im Auslegungspunkt. A Mec n stu slei g H erl örd r. der einer Druckerhöhung von Null entspricht. Der Pumpenwirkungsgrad ergibt sich gemäß Gl. beinhaltet zusätzlich zu der hydraulischen Förderleistung noch den Aufwand zur Deckung der Verluste infolge Reibung und Verwirbelung des Fluids sowie der übrigen Reibungsanteile. und zum anderen beim Volumenstrom von Null. Leistung und Wirkungsgrad einer Kreiselpumpe bei Nenndrehzahl (qualitativ) Die Leistung. also beim Betrieb gegen geschlossenen Schieber.9) als Quotient aus der hydraulischen Förderleistung (= Nutzleistung) und mechanischer Antriebsleistung (= Aufwand).12. . Das Optimum des Pumpenwirkungsgrades liegt normalerweise etwa beim Auslegungspunkt. Die Nullwerte liegen zum einen bei dem Volumenstrom.12 ersichtlich. (5.164 5 Stationäre Antriebe Abb. Es ergeben sich die gleichen Nullwerte wie bei der hydraulischen Förderleistung. der Bedarf an mechanischer Antriebsleistung steigt etwas stärker als linear an. weist die hydraulische Förderleistung ein ausgeprägtes Maximum auf. die mechanisch über die Antriebswelle der Pumpe zugeführt werden muss. F yd t eis g un 0 26142-A-02 26142-A-02 Volumenstrom Abb. Mit zunehmendem Volumenstrom werden die Verluste zunächst absolut kleiner.

V ( n ) der Drosselkennlinie bei der veränderten Drehzahl.26) Zu jedem Punkt Δp ( n0 ) .5 40 % 60 % 70 % 75 % 0 % 75 0 % % 7 60 % Pumpenwirkungsgrad ηPu = 40 26141-B-07 26141-B-07 Volumenstrom Abb.25) ⎛ n⎞ Δp ( n ) = ⎜ ⎟ ⋅ Δp ( n0 ) . Die Äquivalenzpunkte liegen jeweils auf einer Parabel. Der Pumpenwirkungsgrad ηPu verändert sich entlang der jeweils zueinander gehörigen Äquivalenzpunkte nur wenig.9 0.13. V ( n0 ) der Drosselkennlinie bei der Auslegungsdrehzahl gibt es somit einen Äquivalenzpunkt Δp ( n ) .6 0.4.7 0. ( ) ( ) Abbildung 5.2.5. n0 2 (5. Drosselkennlinien einer Kreiselpumpe bei verschiedenen Drehzahlen (qualitativ) .3 Variation der Drehzahl 165 Die Drosselkennlinie einer Kreiselpumpe bei einer veränderten Läuferdrehzahl n geht aus der Drosselkennlinie bei der Auslegungsdrehzahl n0 punktweise durch folgendes Abbildungsgesetz hervor: V ( n) = n ⋅ V ( n0 ) .2 Fördern von Fluiden 5.8 0. 5. ⎝ n0 ⎠ (5. Angenähert gilt: Relative Drehzahl n/n0 = Druckerhöhung 1 80 % 78 % 0.13 zeigt die Schar der Drosselkennlinien bis herab zur halben Auslegungsdrehzahl.

.1 0. 5. 5.2 0. wie sich im Falle einer Reduzierung des Volumenstroms von V1 auf V2 der jeweilige Arbeitspunkt von 1 nach 2a. 2c verlagert.14.9 1 Normierte Drehzahl Abb. Veränderung des Pumpenwirkungsgrades mit der Drehzahl 5.14 dargestellt. 5. desto weniger geht er bei Drehzahlreduzierung zurück.27) Dieser Zusammenhang ist in Abb.8 0. Gebäudeheizung. Wie im oberen Teil von Abb.4.15 schematisch skizziert.166 5 Stationäre Antriebe 1 − ηPu ( n0 ) 1 − ηPu ( n ) ⎛ n⎞ ≈⎜ ⎟ ⎝ n0 ⎠ −0. Im unteren Teil ist im Δp.4 0. 100% 26523-A-07 26523-A-07 90% 80% 70% Pumpenwirkungsgrad 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 0 0. 2b bzw.1 .6 0.7 0. kann dies auf dreierlei Arten realisiert werden.2.B.4 Regulierung des Förderstroms Eine häufig gestellte Aufgabe lautet: In einem gegebenen Rohrnetz (z. V .Diagramm dargestellt. Kühlwassersystem) soll der Volumenstrom V variiert werden. (5.5 0.3 0. Je höher der Wirkungsgrad bei der Auslegungsdrehzahl ist.

Drossel 2a Rohrnetz mit Bypass 2c Pumpenkennlinien: für n1 P2.Bypass für n2a P2.hy. Drehzahlstellung: Der hydraulische Gesamtwiderstand der Anordnung bleibt gleich.15. Daher wandert der Arbeitspunkt auf der ursprünglichen Rohrnetzkennlinie bis zum Schnittpunkt mit der Pumpenkennlinie für die veränderte Drehzahl (Punkt 2a). Die von der Pumpe abzugebende hydraulische Leistung P2.Rohrnetz 0 V2 V1 Volumenstrom Abb. Veränderung des Arbeitspunktes bei Reduzierung des Volumenstroms in einem Rohrnetz (qualitativ) a.5.hy.Drossel 2.2 Fördern von Fluiden 167 1 2a 26143-B-02 26143-B-02 1 2b 1 2c Drehzahlstellung Widerstandskennlinien: 2b Drosselung Rohrnetz + Drossel Rohrnetz 1 Bypass Druckerhöhung Phy. Drosselung: Hier wird die Verringerung des Volumenstroms durch einen zusätzlichen hydraulischen Widerstand im Fließweg erreicht.Rohrnetz ist als Fläche ersichtlich. 5. b.hy.hy. Die resultie- .

was zu einer flacheren resultierenden Kennlinie „Rohrnetz mit Bypass“ führt. c. Mechanische Antriebsleistung und hydraulische Leistung einer Kreiselpumpe bei Reduzierung des Volumenstroms .168 5 Stationäre Antriebe rende Kennlinie „Rohrnetz + Drossel“ verläuft somit steiler.Bypass erhöht. An hydraulischer Leistung ist hierbei zusätzlich der Betrag P2. Der Schnittpunkt mit der Pumpenkennlinie ergibt den Arbeitspunkt 2b. Bypass: Die dritte Möglichkeit besteht in der hydraulischen Parallelschaltung eines Strömungswiderstandes. wodurch sich die hydraulische Leistung gegenüber dem Fall a um P2. Der Schnittpunkt mit der Pumpenkennlinie ergibt den Arbeitspunkt 2c. da der Volumenstrom einen erhöhten Strömungswiderstand überwinden muss.16. Jedoch ist im Fall c noch ein zusätzlicher Volumenstrom durch den Bypass zu fördern. so dass durch das Rohrnetz der Volumenstrom V2 gefördert wird.Drossel aufzubringen. Die Pumpe hat die gleiche Druckerhöhung aufzubringen wie im Fall a.16 über dem Volumen140% 26527-A-07 26527-A-07 120% Methode: Bypass 100% Drosselung Leistungen 80% Mechanische Leistung 60% 40% Hydraulische Leistung Drehzahlstellung 20% 0% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Volumenstrom Abb. Der Verlauf der hydraulischen Förderleistung sowie der mechanischen Antriebsleistung ist für die drei Methoden in Abb. 5.hy.hy. 5.

4. 5. 5.1 In Abb.5. 5. In einigen wenigen Fällen erfolgt der Antrieb der Arbeitsmaschine durch eine thermische Kraftmaschine. in erster Näherung verläuft die mechanische Antriebsleistung über dem Volu3 menstrom hier gemäß Pmech ∝ V . der bei etwa 2/3 der Maximalförderung der Pumpe angesetzt ist. Der hohe Energiebedarf disqualifiziert die Bypass-Methode in den meisten Fällen. Förderung gegen geschlossenen Schieber) liegt die Antriebsleistung noch etwa bei der Hälfte des Wertes im Auslegungspunkt. müssen noch zusätzlich die Verluste im Antriebssystem berücksichtigt werden. die ! ggfs. Der Volumenstrom ist auf den Auslegungswert normiert.2 Fördern von Fluiden 169 strom gezeigt. Um einen Vergleich des Aufwandes an Endenergie zu erhalten. Hier büßt die Methode der Drehzahlstellung einige Prozentpunkte ein (Näheres hierzu in Kap.3. Dagegen erhöht sich bei der Bypass-Methode die mechanische Leistung mit der Reduzierung des Volumenstroms bis auf maximal etwa 4/3 des Auslegungswertes. Wegen der sehr unterschiedlichen Pumpenwirkungsgrade kommt jedoch die Methode der Drosselung mit deutlich geringerer Antriebsleistung für die Pumpe aus.8).2.3 Zusammenwirken von Arbeitsmaschine und Antriebssystem Allgemeine Zusammenhänge 5.17 ist der Verbund aus Antriebssystem und Arbeitsmaschine schematisch dargestellt. Die für eine bestimmte Reduzierung des Volumenstroms zusätzlich notwendige hydraulische Leistung ist bei Drosselung durchweg höher als bei der Bypass-Methode. Die Methode der Drehzahlstellung schneidet bei weitem am besten ab. unter Zwischenschaltung eines Getriebes ! den Bedarf der Arbeitsmaschine deckt.oder Gasturbine . Die Kraftmaschine (Motor) als Kernstück des Antriebssystems liefert an ihrer Abtriebswelle mechanische Leistung. Bei einem Volumenstrom von Null (d. zumal bei starker Reduzierung des Volumenstroms die Gefahr einer Überlastung des Antriebssystems besteht. Ein Antrieb über Dampf.h. Die Leistungen sind normiert auf die mechanische Antriebsleistung der Pumpe im Auslegungsfall.

und Steuerglied zwischen der elektrischen Maschine und dem Netz.B. Ferner kann ein Antrieb durch Verbrennungsmotor dort vorteilhaft sein.17): 1. Von den erwähnten Fällen abgesehen. in denen hydraulische (Arbeitsmedium meist Öl) bzw. Abb. bei elektrischer Bremsung auch umgekehrt 2. pneumatische (Arbeitsmedium Druckluft) Antriebe eine wichtige Rolle spielen.17. Regelung. Positionier. die elektrische Energie in mechanische Arbeit umwandelt.und Steuereinheit Motor Getriebe Arbeitsmaschine 26267-A-02 26267-A-02 Abb. Ein elektrisches Antriebssystem besteht aus folgenden Hauptbestandteilen (s.B. 5. Baumaschinen.und Vorschubantriebe). Das kann im einfachsten Fall ein Schalter zum Ein.und Ausschalten des Motors sein. Führung Prozesszustände (z. Stell. Diese weisen somit eine außerordentlich große Bedeutung auf und sind deshalb alleiniger Gegenstand der folgenden Ausführungen. Komponenten eines elektrischen Antriebssystems kommt bei sehr großen. Erdräummaschinen. oder eine Einrichtung zum Anlassen mittels variabler Spannung. α Stell. Der Verbrennungsmotor kommt vorwiegend in Betracht bei mobilen Anwendungen. I. 5. Des weiteren gibt es verschiedene Bereiche (Hand-Werkzeuge. dauernd betriebenen Systemen wie Speisewasserpumpen oder Hochofenwindgebläsen in Frage. P. wo sich dessen Abwärme günstig verwerten lässt. Straßenbaumaschinen usw. f ϑ n. Steuerung. werden für stationäre Antriebe durchweg elektrische Antriebssysteme verwendet. bei denen eine leitungsgebundene Stromversorgung schwierig und der Einsatz von Akkumulatoren nicht wirtschaftlich ist (z.170 Äußere Vorgaben 5 Stationäre Antriebe Antriebssystem Schutz. Motor als Kraftmaschine. oder ein Umrichter zur Erzeugung variabler Frequenz und . Druck) U.).

3.und Führungskomponenten. 5. so hängen die Drehzahlen beider Teilsysteme zu jedem Zeitpunkt über das Übersetzungsverhältnis i des dazwischen liegenden Getriebes zusammen: nMot = i nArb . Die kinetische Energie eines rotierenden Systems hängt vom Trägheitsmoment J sowie von der Winkelgeschwindigkeit ω = 2πn ab: Ekin = 1 Jω 2 . (5.31) Das Getriebe dient häufig dazu. Da ein Getriebe in aller Regel mit festen Übersetzungsverhältnissen ! ggfs. Die auf einer Welle übertragene mechanische Leistung ergibt sich als Produkt aus Winkelgeschwindigkeit und Drehmoment: 27 Zuzüglich der Verlustleistung eines dazwischen befindlichen Getriebes .5. um damit die M. schaltbar ! arbeitet.2 Drehzahl und Drehmoment Aufgrund der Energieerhaltung gilt folgende Bilanzgleichung: PMot = PArb + Ekin .29) Folglich ist eine Änderung der kinetischen Energie verbunden mit einer gleichsinnigen Änderung der Drehzahl: Ekin = Jω ω .n-Kennlinie verstellen zu können. Besteht dagegen ein Defizit an gelieferter Leistung. einen schnell laufenden Motor an eine langsamer drehende Arbeitsmaschine anzupassen. Schutz-. Steuerungs-.28) Die vom Motor an der Abtriebswelle abgegebene Leistung deckt den Leistungsbedarf der Arbeitsmaschine27. so wird dieses durch Abbau kinetischer Energie ausgeglichen.3 Zusammenwirken von Arbeitsmaschine und Antriebssystem 171 Spannung.30) Wird eine starre Kopplung zwischen Motor und Arbeitsmaschine vorausgesetzt. ein etwaiger Überschuss führt zu einer Erhöhung der im System sämtlicher bewegter Teile gespeicherten kinetischen Energie. (5. Regelungs. ziehen Drehzahlschwankungen der Arbeitsmaschine entsprechende Drehzahlschwankungen des Antriebsmotors nach sich. 2 (5. (5. je nach Komplexität des Antriebs.3.

Abb. i (5. Gibt es kein Getriebe (i = 1). Das ist dann sinnvoll. Die Bedingung für die Stabilität eines Arbeitspunktes lautet: ∂MMot 1 ∂MArb < 2 . Statt auf die Motorseite kann die Bilanzierung auch auf die Eingangsseite der Arbeitsmaschine (d. i ω ⎝ ⎠ (5. wie es bei Getriebemotoren der Fall ist. ∂nMot i ∂nArb (5. Für die stationäre Charakteristik einer belasteten Arbeitsmaschine lassen sich drei Grundtypen unterscheiden. dass der stationäre Arbeitspunkt sich aus dem Schnittpunkt der beiden Charakteristiken ergibt. muss bei einer differenziellen Erhöhung der Motordrehzahl das von der Arbeitsmaschine ausgeübte Widerstandsmoment stärker wachsen als das vom Motor aufgebrachte Antriebsmoment. auf der anderen Seite des Getriebes) gelegt werden.19: . für den die Ungleichung (5.33) ein negatives dynamisches Moment ein.28) einer Momentenbilanz (motorseitig gesehen): MMot = 1 MArb + Mdyn .(5. wenn das Getriebe eine bauliche Einheit mit dem Motor bildet.28) folgt.18 (motorseitig gesehen). so ist eine Unterscheidung irrelevant. (5. (5. s. Analoge Überlegungen gelten für eine Unterschreitung der Drehzahl. 5. Ferner erklärt sich daraus auch die Instabilität des Betriebspunktes. das zu einer Abbremsung und damit zu einer Rückkehr auf den stationären Arbeitspunkt führt. Sowohl für den Motor als auch für die belastete Arbeitsmaschine gibt es aufgrund ihres jeweiligen Systemverhaltens eine Abhängigkeit zwischen Drehmoment und Drehzahl. Dann müssen Drehzahl und Moment des Motors entsprechend umgerechnet werden. s. Aus der Bilanzgleichung (5.32) Damit entspricht die Energiebilanz in Gl. Dann stellt sich gemäß Gl.35) Bezogen auf die Motorabtriebsseite. Abb.34) Das Trägheitsmoment der Arbeitsmaschine wird dabei mit dem Quadrat des Übersetzungsverhältnisses auf die Motorseite umgerechnet.33) Das dynamische Moment ist die Reaktion der Änderung kinetischer Energie und ergibt sich folglich zu Mdyn = Ekin 1 ⎛ ⎞ = ⎜ JMot + 2 J Arb ⎟ ω Mot .172 5 Stationäre Antriebe Pmech = ω M .35) nicht erfüllt ist. 5.h.

5.3 Zusammenwirken von Arbeitsmaschine und Antriebssystem 173 Drehmoment (motorseitig) 26268-A-06 26268-A-06 Charakteristik des Motors MMot Stabiler Arbeitspunkt Instabiler Arbeitspunkt Lastcharakteristik der Arbeitsmaschine MArb i2 Drehzahl (motorseitig) Abb.18.5. 5.19. Typische Lastcharakteristiken von Arbeitsmaschinen . Stabilität von Arbeitspunkten im motorseitigen M.n-Kennfeld (qualitativ) M Typ 1 M % n2 0 n 26269-A-02 26269-A-02 M M % n1 Typ 2 0 M b) M % n0 n a) M % n0·sgn(n) Typ 3 0 n Abb.

B. die auf konstanten Lastwiderstand arbeiten. Drehen. die Spanungsdicke bei einer Werkzeugmaschine oder die zu überwindenden . P % n1. der quadratisch vom Volumenstrom und damit von der Pumpendrehzahl abhängt (Kombination der Charakteristiken 3b und 1). d. wie z. ferner bei Wickelmaschinen. eines Schmiermittels.174 5 Stationäre Antriebe 1. Tritt auf bei Hebezeugen aller Art. 3. Konstanter Momentenverlauf: M % n0 .B. So ist z. Quadratischer Momentenverlauf: M % n2 . wird auch als viskose oder Flüssigkeitsreibung bezeichnet. wenn die Drehzahl des Antriebssystems geändert wird. Tritt hauptsächlich in gut geschmierten Lagern bei höheren Drehzahlen auf. besitzen diese Charakteristik. Zugrundeliegende Erscheinung: Fluidreibung bei turbulenter Strömung mit hoher Geschwindigkeit. Zugrundeliegende Erscheinung: Laminare Strömung. wie sich das Lastmoment der Arbeitsmaschine verhält.h. deren Richtung unabhängig von der Drehrichtung ist (gestrichelte Linie).B. Bohren. sowie bei Förderung von Flüssigkeiten in ein höher gelegenes Reservoir oder von Gasen in einen Druckbehälter konstanten Überdruckes. Auch Wirbelstrombremsen. Zugrundeliegende Erscheinungen: a.B. deren Widerstandskraft von der Geschwindigkeit unabhängig ist und die stets der Bewegung entgegen gerichtet ist (durchgezogene Linie). Die Lastcharakteristik gibt Auskunft darüber. P % n2. In einer realen Arbeitsmaschine treten häufig unterschiedliche Belastungsarten zusammen auf. die in einen Hochbehälter fördert. d. Daher ändert der Leistungsfluss sein Vorzeichen mit der Drehrichtung.h. oder eine Pumpe. Die drei beschriebenen Charakteristiken sind idealtypisch. 2. eine Drehmaschine nicht frei von Lagerreibung (Kombination der Charakteristiken 3a und 2).h. Gebläsen oder Lüftern durch Rohrleitungen oder Kanäle. z. In den meisten Fällen ist aber ein Belastungstyp dominant. Fördern unter der Wirkung einer konstanten Potenzialkraft. die in der Regel gegen konstanten Zug arbeiten. daneben auch bei Kalandern für Papier und Textilien. COULOMBsche (= „trockene“) Reibung. P % n3. die Beladung bei einem Bandförderer. muss auch den Druckabfall in der Leitung kompensieren. Wird dagegen primär ein Betriebsparameter der Arbeitsmaschine geändert. Schleifen). Fräsen. b. Linearer Momentenverlauf: M % n1 d. Tritt auf an der Hauptspindel bei allen Arten von Werkzeugmaschinen für spanende Bearbeitung (z. Tritt auf bei Fluidförderung mit Pumpen.

] N [ 60 (5.18). Die Förderung des Kühlmittels wird dabei durch die Läuferdrehung bewirkt. Der Nennbetrieb ist durch die Nenngrößen Drehzahl nN [min-1]. Als Nennbetrieb wird der Betriebszustand bezeichnet. dass sie in allen vorkommenden Situationen stets in der Lage ist. daraus auf eine hyperbolische M. Das betrifft z. die Leistung bleibt konstant. d. 5. bei der die Verlustwärme der Maschine nur über Konvektion (Kühlrippen) und Strahlung über die Oberfläche nach außen abgegeben wird. Es wäre jedoch nicht richtig. Allgemein ergibt sich durch die Berücksichtigung des Einflusses zusätzlicher Parameter eine Schar von M.nCharakteristik ( M % n!1 ) zu schließen. Dies gilt sowohl für den gewünschten stationären Betriebspunkt als auch für den Anlauf.h.n-Charakteristiken.36) Hinsichtlich der Kühlung wird unterschieden zwischen • Freier Kühlung. entweder durch einen mit dem .3 Belastung der Antriebsmaschine Die Kraftmaschine (Antriebsmaschine) muss so bemessen sein. die Bänder mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit und gegen konstante Zugkraft aufwickeln. Drehmoment MN [Nm] und mechanische Leistung PN [W] an der Abtriebswelle des Motors gekennzeichnet: PN [ W ] = 2π nN ⎡ min −1 ⎤ ⎣ ⎦ M Nm .B. Abb. bei denen sich im Verlauf eines Fertigungsprozesses ein oder mehrere Parameter zwangsläufig ändern. 5. Ob sich als Folge davon die Drehzahl ändert.5. bei der die Verlustwärme an ein strömendes Kühlmittel (meist Luft) abgegeben wird. Mit wachsendem Durchmesser des Haspels nimmt die Drehzahl ab und das Drehmoment zu. Haspelantriebe. Es gibt auch Fälle. diese ist vielmehr vom Typ 3. • Eigenkühlung. bei welchem sich die Antriebsmaschine im stationären Dauerbetrieb aufgrund der dabei herrschenden Verlust. so ist das zunächst einmal mit einer Änderung der Lastcharakteristik der Arbeitsmaschine verbunden.3 Zusammenwirken von Arbeitsmaschine und Antriebssystem 175 hydraulischen Widerstände in einem Rohrleitungssystem.und Kühlungsbedingungen gerade bis an die zulässige Grenze erwärmt. den Leistungsbedarf der Arbeitsmaschine zu decken. ist durch das Antriebssystem (Charakteristik des Antriebsmotors und eventuell wirksame Regelkreise) bestimmt.3. Generell müssen die Charakteristiken von Motor und Arbeitsmaschine aufeinander abgestimmt sein (vgl.

können zwei Arten von Einschränkungen erforderlich sein: • eine Reduktion der während der Intervalle konstanter Last abgebbaren Wellenleistung • eine Begrenzung der Häufigkeit von Lastspielen (insbesondere der Abfolge von Anlauf. Die zulässige Erwärmung einer elektrischen Maschine wird durch die Temperaturbeständigkeit der verwendeten Isolierstoffe bestimmt. . Außer dem stationären Dauerbetrieb gibt es auch Arten der Belastung. die von 90 °C bis über 180 °C reichen. die eine systematische Kombination der verschiedenen Intervallarten beinhalten. die ein Antriebssystem enthält. Bei eigengekühlten Maschinen macht es dabei einen Unterschied. so kann in diesen Zeiten der Maschine sogar eine höhere Wellenleistung abverlangt werden als es der Nennleistung entspricht. oder bei der ein anderes fremdbewegtes Kühlmittel am Motor vorbei bewegt wird. die mit ihren andersartigen Betriebsbedingungen den zeitlichen Verlauf der Wicklungstemperaturen des Motors entscheidend beeinflussen und deshalb bei der Motorauswahl berücksichtigt werden müssen.und Bremsvorgängen). Andererseits sind die Zustände des Anlaufs sowie des elektrischen Abbremsens (und damit auch eine Drehrichtungsumkehr) mit einer gegenüber dem stationären Betrieb erhöhten thermischen Belastung verbunden. Nach VDE 0530 werden mehrere Isolierstoffklassen unterschieden mit jeweils höchstens zulässigen Dauertemperaturen. im Leerbetrieb weiter läuft oder aber abgeschaltet ist. Um bei einem Motor gegebener Nennleistung eine thermische Überlastung zu vermeiden. ob in den belastungslosen Intervallen die Maschine im Leerlauf bzw. In der Norm VDE 0530.1 sind insgesamt neun Betriebsarten (S1 bis S9) aufgeführt. Je größer die Schwungmassen sind. dass der thermische Beharrungszustand der Maschine nicht erreicht wird. Die Kühlwirkung ist bei dieser Kühlungsart abhängig von der Drehzahl! • Fremdkühlung. ohne dass damit eine thermische Überlastung verbunden wäre. Mit Rücksicht auf die Lebensdauer der Maschine ist es sehr wichtig.176 5 Stationäre Antriebe Läufer rotierenden Lüfter oder aber durch die zugehörige Arbeitsmaschine (Ventilator oder Pumpe). Ist die Zeitdauer der Belastungsabschnitte so kurz. bei denen das Lastmoment nicht zeitlich konstant ist. Hier kommen also zu den Phasen konstanter Last die Anlauf-. Beschleunigungs-. sondern zyklisch oder stochastisch variiert. Brems.und Stillstandsintervalle hinzu. bei der der Lüfterantrieb unabhängig vom Betrieb der Hauptmaschine ist. desto kritischer sind diese Zustände zu bewerten. ein Überschreiten dieser Temperaturen zu vermeiden.

wie Transformator. unterschiedliche Kennlinienformen. vollständige Kapselung. Nutzbremsung). Eigenoder Zwangsbelüftung. große Überlastfähigkeit. in explosibler oder radioaktiver Umgebung • sofortige Betriebsbereitschaft und volle Belastbarkeit.B. Als speisende Stromsysteme werden Gleichstrom. Rotorlage. verhältnismäßig geringe Wärmeabgabe und Lärmentwicklung • vielseitig anpassbares Lastverhalten.4. Einphasen-Wechselstrom sowie Drehstrom verwendet. für eine Gaszentrifuge) • die möglichen Betriebsbedingungen sind äußerst vielseitig. da keine Notwendigkeit zum Auftanken oder zum Warmlauf • geringer Wartungsbedarf • hohe Lebensdauer • geringe Beeinträchtigung der Umgebung. direkter Linearantrieb möglich Die hauptsächlich verwendeten Bauarten sind in Tabelle 5.1 Elektrische Antriebssysteme Allgemeine Übersicht Elektromotoren wandeln elektrische Energie in mechanische Energie um. eine Kombination aus mehreren dieser Elemente. Dabei sind dem eigentlichen Motor in vielen Fällen noch umformende Komponenten vorgeschaltet.5.B. Betrieb unter Flüssigkeit. exakt). Betrieb in allen vier Quadranten des M.B. z.4 5. .B. Gleichrichter.4 aufgeführt. hinsichtlich Drehmoment. Drehzahl.und Regelungsmöglichkeiten (flink. Die wesentlichen Gründe für ihre weite Verbreitung sind: • der Leistungsbereich umfasst etwa 14 Zehnerpotenzen. z.n-Feldes (Drehrichtungsumkehr. nämlich von 10!6 W in elektronischen Armbanduhren bis über 108 W in Pumpspeicherkraftwerken • der Bereich lieferbarer Drehmomente reicht bis über 107 Nm (z. Drehmoment auch im Stillstand • hervorragende Steuerungs.4 Elektrische Antriebssysteme 177 5. Frequenzwandler bzw. Spannungssteller. für Erzmühlen) • der Bereich lieferbarer Drehzahlen reicht bis über 105 min!1 (z. da keine Abgase.

Extruder Druck. Fahrmotor in Bahnen Hebezeuge.Motor (Universalmotor) strom Reihenschluss (Bahnmotor) Asynchron-Motor Spaltpolmotor Kondensatormotor Synchron-Motor Hysteresemotor Reluktanzmotor Drehstrom KommutatorNebenschluss Motor Asynchron-Motor Käfigläufer Schleifringläufer Linearmotor Synchron-Motor permanenterregt Schenkelpol Vollpol KommutatorMotor Arten von Elektromotoren und ihre Anwendungsbereiche 5 Stationäre Antriebe . Textilmaschinen Standard-Industrieantriebe. Gebläse.und Papiermaschinen.KommutatorReihenschluss Wechsel. Kfz-Elektrik. Lüfter. Stromsystem < 1 W bis 10 kW 10 kW bis 10 MW 300 W bis 1 MW 50 W bis 2 kW 100 kW bis 1 MW Vollbahnantrieb (16 2/3 und 50 Hz) 5 W bis 150 W 50 W bis 2 kW < 1 W bis 20 W 100 W bis 10 kW 1 kW bis 150 kW 100 W bis 50 MW 10 kW bis 10 MW 100 W bid 100 kW 100 W bis 10 kW 10 kW bis 10 MW 100 kW bis 10 MW Haushaltsgeräte. Mühlen Feinwerktechnik. Schnellbahn Servo-. Fahrmotor in Bahnen Werkzeuge. Hebezeuge. Hilfsantriebe Gruppenantriebe in der Textilindustrie.178 Tabelle 5.4. Pumpen. Walzwerke Kfz-Anlasser. Gruppenantriebe langsamlaufende Industrieantriebe Verdichter. Pumpen. Verdichter Fördertechnik. Haushaltsgeräte Motor . Feinwerktechnik. Servoantriebe Werkzeugmaschinen. Werkzeuge Uhrwerke. Pumpen Haushaltsgeräte.Systematik Leistungsbereich Haupteinsatzgebiete Gattung Art Gleichstrom permanenterregt fremderregt Reihenschluss Einphasen.

Spezielle Kommutatormotoren sind der Wechselstrom-Bahnmotor und der Universalmotor. Petrochemie u. Asynchron. Industrieroboter. Insbesondere im Leistungsbereich < 10 kW haben sich elektrische Servoantriebe gegenüber hydraulischen oder pneumatischen Antrieben aufgrund von Vorteilen des Regelverhaltens. Heute werden als Bahnmotoren jedoch meist Drehstrommotoren unter Einsatz geeigneter Stromrichter verwendet. Die zunehmende Automatisierung und Rationalisierung in der industriellen Produktion und Fertigung stellt ständig steigende Anforderungen an Dynamik.5. Übersetzungsglieder (Getriebe. in den Bereichen Werkzeugmaschinen. Servoverstärker. Strom. Mikroprozessoren und Permanentmagneten werden dafür heute in zunehmendem Maße bürstenlose Drehstrommotoren (in erster Linie permanent erregte Synchronmotoren) mit Pulswechselrichtern und hochdynamischen Regelungen eingesetzt. Aufgrund der Fortschritte bei den Leistungshalbleitern. Kostenstruktur. bleiben dabei erhalten. das sich in dem durch die Erregung hergestellten Magnetfeld bewegt und so die treibende Kraft erzeugt. die eine abgewandelte Form des Gleichstrom-Reihenschlussmotors darstellen. Die Vorteile der Reihenschlussmaschine. Hebelarme. Regelung. Drehzahl. Synchron. In den letzten Jahren ergab sich z. der Anpassbarkeit etc. Zuverlässigkeit und Wartungsfreiheit elektrischer Antriebe.). der Genauigkeit. ein hoher Bedarf an elektrischen Servo. durchgesetzt.a. des Wirkungsgrades.und Stellantrieben. hohes Anzugsmoment und hohe Drehzahlen.B. Steuerung bzw.und Synchronmaschinen. Sensoren (Lage/Winkel. Ein elektrisches Servoantriebssystem besteht im wesentlichen aus folgenden Komponenten: • • • • • Antriebsmotor (Gleichstrom. Gelenke). Bis vor wenigen Jahren wurden elektrische Servoantriebe ausnahmslos in Gleichstromtechnik ausgeführt (permanent erregte Gleichstrommotoren mit Gleichspannungsstellern in Thyristor.4 Elektrische Antriebssysteme 179 Von der Gattung her wird unterschieden zwischen Kommutator-. Moment etc. .oder Transistortechnik). Weitere spezifische Unterscheidungsmerkmale betreffen im wesentlichen die Art und Schaltung der Erregung sowie die konstruktiven Eigenarten des Leitersystems. Asynchron).

2. dass sie dem Bedarf vieler Arbeitsmaschinen angepasst werden können. Abb. Gängige Möglichkeiten der Drehzahlverstellung . Nach einer Untersuchung des Zentralverbandes der Elektrotechnischen Industrie besitzt die Drehstrom-Asynchronmaschine mit Käfigläufer (s.1 Bauarten. Zudem sind hohe Drehzahlen.4.4.20. Der Käfigläufermotor benötigt keine Ankerwicklung und weder Kollektor noch Schleifringe. die Leistung im wesentlichen durch den Kühlungsaufwand begrenzt.und Drehmoment sowie auch die Drehzahl sind in so weiten Bereichen variierbar. ist die Maschine kostengünstig.2 Drehstrom-Asynchronmotor 5. 5. Durch diesen einfachen und robusten Aufbau begründet. ein vergleichsweise geringes Gewicht sowie kleine Trägheitsmomente realisierbar. betriebssicher und nahezu wartungsfrei. Spezifikationen Als Bauarten der Asynchronmaschinen sind der Käfigläufer. Die Betriebsdrehzahl von Asynchronmotoren ist nach oben durch die Speisefrequenz und die Polzahl.und der Schleifringläufer-Motor zu unterscheiden. 5.20) einen Anteil von mehr als zwei Drittel aller in Deutschland produzierten Elektromotoren. Wirkungsweise. Abb. Schnitt durch einen Drehstrom-Asynchronmotor (Quelle: SIEMENS) Das Anzugs.180 5 Stationäre Antriebe 5.

Die synchrone Drehzahl liegt i. zwischen 3.21 ist der Nennwirkungsgrad von Käfigläufer-Asynchronmotoren für Niederspannung über der Nennleistung mit der Polzahl als Parameter dargestellt. Dabei wird in zunehmendem Maße moderne Leistungselektronik eingesetzt. jedoch weniger als proportional. . Derartige Schleifringläufermotoren eignen sich gut zur Einstellung von Betriebskennlinien. 400 V. Auf der Grundlage der bisher üblichen Ausführungsstandards (Effizienzklasse „eff3“) unterscheiden sich die Nennwirkungsgrade von Motoren unterschiedlicher Hersteller um kaum mehr als einen Prozentpunkt. Die Anwendung des Motors mit Käfigläufer findet ihre Grenze dort. je nach der Polzahl. die über Schleifringe an einen Anlasser geführt wird. da sich der Rotor durch den Anlaufstrom erheblich erwärmt. Daher steigen die Maschinenverluste zwar mit der Nennleistung eines Motors an. sind üblicherweise als Hochspannungsmotoren konzipiert. Im einfachsten Fall genügt hierzu der Stern-Dreieckschalter. In Abb.5. 6 und 10 kV im Hochspannungsbereich gebaut. Auch das Anlaufmoment reicht für manche Antriebe nicht aus. wo häufig und unter Last angefahren werden muss. Diese Nachteile werden vermieden. Größere Motoren dürfen nur mit herabgesetzter Spannung eingeschaltet werden. Asynchronmaschinen werden für 230 V. Nach den Wachstumsgesetzen nehmen die Eisen. Potenz und das Drehmoment (und damit die Leistung) mit der 4. Potenz der linearen Abmessungen zu. wenn der Läufer mit einer Drehstromwicklung ausgestattet ist.a. um den dabei auftretenden Stromstoß zu mildern. Beim Anschluss eines Käfigläufer-Motors an das öffentliche Niederspannungsnetz sind die Bedingungen der Energieversorgungsunternehmen hinsichtlich der Motorgrößen zu beachten. Grundsätzlich erhöht sich mit der Nennleistung eines Motors auch sein Nennwirkungsgrad.und die Kupferverluste etwa mit der 3. sowie für 3. so dass sich der Anwendungsbereich von Drehstrom-Asynchronmotoren in der Industrie in den letzten Jahren erheblich erweitert hat. wie sie beispielsweise in der Industrie für Turboverdichter oder Kesselspeisepumpen Verwendung finden. 5. sind aber teurer in Anschaffung und Betrieb. 500 V und 690 V Anschlussspannung im Bereich Niederspannung.000 und 500 U/min.4 Elektrische Antriebssysteme 181 sind die Polumschaltung und die Veränderung der speisenden Frequenz. woraus sich die genannte Grundtendenz erklärt. Sehr große Motoren im MW-Bereich.

München) Ein weiterer Grund für den Wirkungsgradanstieg über der Nennleistung liegt darin. bezogen auf den Nennstrom. 5.182 5 Stationäre Antriebe 100% 26279-A-02 26279-A-02 95% 90% 85% Polzahl: 2p = 2 Nennwirkungsgrad 80% 4 8 75% 12 70% 65% 60% 55% 50% 0. geringer.1 1 10 Nennleistung in kW 100 1000 Abb. Bei Maschinen mit größerer Polzahl sind auch das Volumen und die Masse größer. Bei den Niederspannungsmotoren besteht kein merklicher Unterschied zwischen den einzelnen Spannungsstufen. Dies führt zu einer Erhöhung der Eisenverluste sowie der magnetischen Streuung und damit zu einem geringeren Wirkungsgrad. Nennwirkungsgrade von Drehstrom-Asynchronmotoren in Standardbauweise (Quelle: Forschungsstelle für Energiewirtschaft. Im Vergleich dazu ist der Nennwirkungsgrad von Hochspannungsmotoren um 1 bis 2 Prozentpunkte geringer. Der deutlich höhere Isolationsaufwand von Hochspannungsmotoren . Am stärksten wirkt sich das im Bereich kleiner Nennleistungen aus.21. Daher ist bei größeren Motoren der Magnetisierungsstrom. dass sich mit steigender Motorgröße das Luftspaltvolumen im Verhältnis zum Motorvolumen reduziert.

Damit ein Motor der Klasse eff1 angehören kann. ab Lager lieferbare Drehstrom-Asynchronmotoren waren in der Vergangenheit nicht auf besten Wirkungsgrad.und 4-poligen Niederspannungs-Drehstrommotoren von 1 bis 100 kW in Standardausführung nach ihrem Wirkungsgrad klassifiziert werden: • eff3 entspricht der bisher auf dem Markt üblichen Bauweise • eff2 entspricht einem verbesserten Wirkungsgrad • eff1 ist die Klasse der hocheffizienten Motoren Für die Klasseneinteilung wurden Grenzen des Wirkungsgrades bei Volllast festgelegt. Abb. CEMEP. das Auslegungsziel stärker an der Minimierung des Energieverbrauchs auszurichten. 5. Zwischen diesen beiden Festlegungen ist die Klasse eff2 angesiedelt. . Daraus resultiert ein höherer Magnetisierungsstrom. s. Standardmäßige.5. hat mit der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission vereinbart. dass alle 2.22. wodurch sich die Ventilationsverluste erhöhen. 5. der • im untersten Leistungsbereich bei mehr als 5 Prozentpunkten. Infolge der verschlechterten Wärmeabfuhr durch die dickeren Isolationsschichten hindurch muss das Kühlmittel intensiver umgewälzt werden. Somit besteht ein nennenswertes Energiesparpotenzial darin.4 Elektrische Antriebssysteme 183 führt zu einer Vergrößerung des spezifischen Volumens trotz geringerer Stromstärken und folglich zu einer größeren magnetischen Streuung. • im mittleren Leistungsbereich bei etwa 2 Prozentpunkten und • im oberen Leistungsbereich bei etwa 1 Prozentpunkt liegt. muss sein Volllastwirkungsgrad die eff3-Grenze um einen Betrag übersteigen.21 dargestellten Werten. Die Obergrenze für die Klasse eff3 entspricht etwa den in Abb. sondern auf günstigste Herstellkosten ausgelegt. Folgende Maßnahmen können zu einer Reduzierung der Energieverluste von Drehstrom-Asynchronmotoren beitragen: • • • • • • Dünnere Kernbleche aus verlustärmerem Material Größere Cu-Querschnitte der Ständerwicklung Verwendung von Cu statt Al für den Läuferkäfig Reduzierung des Luftspaltes Verkleinerung des Lüfters Verbesserte Lager Das europäische Sektorkomitee für elektrische Antriebstechnik. Die Wirkungsgradklasse wird künftig auf dem Typenschild des Motors ausgewiesen.

22. dass die Anschaffungskosten eines Drehstrom-Asynchronmotors gemessen an den Stromkosten während seines Betriebes in aller Regel verschwindend gering sind. Das wird schon daran deutlich. Wirkungsgradklassen von Elektromotoren (nach CEMEP) Auch betriebswirtschaftlich zahlt sich der Übergang auf einen Motor mit höherer Effizienz in vielen Fällen aus. je größer die jährliche Betriebsdauer ist. dass sich bei einem Motor mit einem Läuferkäfig aus Kupfer zwar die Läuferverluste verringern. Insbesondere wenn ein quadratischer Verlauf der Drehmomentkennlinie der Arbeitsmaschine vorliegt. die natürlich auf die Leistungsaufnahme durchschlägt und so die erreichte Einsparung bei den Läuferverlusten mehr oder weniger aufzehren kann. . Bei 4000 h/a kann das zu Amortisationsdauern von wenigen Monaten führen. Angesichts der typischen Lebensdauern von 12 Jahren für kleine und 20 Jahren für große Motoren bedeutet das eine große Kosteneinsparung. 5. aber gleichzeitig auch der Schlupf.184 100% 5 Stationäre Antriebe 26487-A-06 26487-A-06 95% Nennwirkungsgrad 90% ff1 se: e Klas f2 : ef sse Kla 4-polig 85% s Kla 2-polig : se eff 3 80% 75% 1 10 Nennleistung in kW 100 Abb. Durch die Reduzierung des Stromverbrauchs eines eff1-Motors amortisiert sich sein (typischerweise um ein Viertel) höherer Anschaffungspreis umso rascher. Die Einsparung an Stromverbrauch und damit Kosten kann sich allerdings dadurch reduzieren. führt das zu einer Erhöhung der abgegebenen Leistung.

23.23 zeigt im oberen Teil das Ersatzschaltbild (ESB) je Phase für eine Drehstrom-Asynchronmaschine mit Kurzschlussläufer. Die im Läufer induzierte Spannung hat dagegen eine andere Kreisfrequenz ω2.5. entsprechend der Bewegung der Läuferstäbe relativ zum Ständerdrehfeld (sekundäre Abb. ESB und Systemgleichungen der Drehstrom-Asynchronmaschine . Stromortskurve Abbildung 5.2.4. 5.2 Ersatzschaltbild. Die angelegte Klemmenspannung ruft in der Ständerwicklung den Strom I1 mit der primären Kreisfrequenz ω1 hervor (primäre Maschengleichung).4 Elektrische Antriebssysteme 185 5.

37) lässt sich in Abhängigkeit von der Leerlauf-Reaktanz X1 und den konstruktiven Größen der bezogenen Primär.186 5 Stationäre Antriebe Maschengleichung). dass man im Sekundärkreis des Ersatzschaltbildes den Läuferwiderstand durch den Schlupf dividieren muss. Zwischen dem Leerlaufpunkt L29 und dem Nennpunkt N liegt der normale 28 Benannt nach dem Urheber Johann Ossanna.39) Unter Voraussetzung konstanter Werte für die ESB-Komponenten ist die Stromortskurve ein Kreis. Der OSSANNA-Kreis28 berücksichtigt als Stromortskurve im Gegensatz zum ebenfalls oft verwendeten HEYLAND-Kreis den von Null verschiedenen Ständerwiderstand R1 und gibt damit die Betriebsbereiche prinzipiell richtig wieder. Man erhält sie mit Hilfe der Admittanz Y (1) = Z (1) = Y (0) + GFe aufgrund der Beziehung −1 (5. Für die Impedanz Z(1) an den Klemmen 11´ ist noch ein vom Strom IFe durchflossener Querwiderstand RFe zu berücksichtigen. ferner geht der Schlupf ein. Einen Überblick über die möglichen Betriebszustände der DrehstromAsynchronmaschine erhält man am einfachsten durch die Stromortskurve. 5. Das Verhältnis der beiden Frequenzen wird als Schlupf s bezeichnet. ρ2 ⎜ + j⎟ s ⎝ ⎠ (5.38) I 1 + I Fe = U 1 Y (1) . in dem die (lastunabhängigen) Eisenverluste der Maschine umgesetzt werden.und Sekundär-Widerstände sowie des Streugrades ausdrücken. allerdings sehr geringen Schlupf. s. der bestimmend für den Betriebszustand der Maschine ist.24. Die Impedanz Z(0) an den (fiktiven!) Klemmenpunkten 0-0´. Abb. Die Frequenztransformation führt dazu. Z (0) = R(0 ) + j X (0 ) ⎛ ⎞ ⎜ 1 −σ ⎟ = ⎜ ρ1 + j + ⎟ X1 . (5. von 1901-1935 Professor an der Technischen Hochschule München Wegen der mechanischen Verluste hat der Motor tatsächlich auch im Leerlauf einen von Null verschiedenen. 29 .

Ortskurve des Ständerstroms der Drehstrom-Asynchronmaschine stationäre Betriebsbereich der Maschine als Motor. Die Maschine dreht mit synchroner Drehzahl.2. generatorisch Schlupf s= 0 sN + sK 1 "4 . . 5.4 Elektrische Antriebssysteme U Zeiger der Klemmenspannung U1 Ströme. Rechts davon erstreckt sich der Anlaufbereich. der vom Stillstandspunkt S aus instationär durchlaufen wird.5.sK) n1 0 "4 (1 + sK) n1 Abb.sK Drehzahl n= n1 nN (1 .3 Drehzahl und Schlupf Im Leerlaufpunkt L hat der Läufer die gleiche Drehzahl wie das umlaufende Ständerdrehfeld. motorisch Stillstandspunkt Ideeller Kurzschlusspunkt Kipp-Punkt. die Maschine gibt also über ihre Klemmen elektrische Wirkleistung ab. so dass auch kein Drehmoment auf den Läufer wirkt.4. Der generatorische Betriebsbereich beginnt unterhalb des Leerlaufpunktes. 5. die Relativbewegung zwischen beiden ist Null.Fe ≈ σ −1 KG Markante Betriebspunkte: Bezeichnung L N KM S I KG Leerlaufpunkt Nennpunkt Kipp-Punkt.24. Dann werden keine Ströme mehr induziert. Unterhalb der imaginären Achse hat dann der Strom eine negative Wirkkomponente. Zwischen Stillstandspunkt und Ideellem Kurzschlusspunkt I liegt der Bereich der Gegenstrombremsung.mech ∝M 187 KM S N 1 ∝ PV2 ie sl i n ng istu Le nie omentli Drehm M 26271-C-06 26271-C-06 I ≈ −1 ρ Fe L 0 ∝ PV1 ρ1 σ2 ρ1 1 ∝ PV. bezogen auf Leerlaufstrom IL ∝ Pi. der Rotor also übersynchron läuft und somit mechanisch angetrieben werden muss (negatives Drehmoment). wo der Schlupf negativ wird.

Da diese vom Quadrat des Stromes abhängen.el = Pi.40) Der Schlupf s bezeichnet das Verhältnis zwischen der sekundären und der primären Speisefrequenz und folglich auch die normierte Abweichung zwischen der synchronen Drehzahl n1 des Drehfeldes und der Läuferdrehzahl n des Motors: s= ω2 n =1− .41) Folglich ist die Drehzahl des Läufers: n ⎡ min −1 ⎤ = ⎣ ⎦ (5. „Zusatzverluste“ nicht eigens ausgewiesen.4. L und I näherungsweise als Gerade. ⋅ X1 (σ s − ρ1 ρ 2 )2 + ( ρ 2 + ρ1 s )2 (5.mech + PV2 .44) ′ Sie wird im ESB in dem Sekundärwiderstand R2 s umgesetzt und lässt sich daher mit Hilfe von Gl. (5. ω1 n1 60 ⋅ f1 [ Hz ] p ⋅ (1 − s ) (5. kann man sie im wesentlichen den StänderKupferverlusten PV1 zuschlagen.188 5 Stationäre Antriebe Generell hängen die Drehzahlen von Ständerdrehfeld n1.43) Die für die Aufteilung maßgebenden Linien heißen „Leistungslinie“ und „Drehmomentlinie“.4 Leistungen Die Stromortskurve hat den großen Vorteil. Sie verlaufen zwischen den Punkten L und S bzw.42) 5. Die über den Luftspalt übertragene Leistung heißt Drehfeldleistung: PD = Pi.2. dass man unter gewissen Vereinfachungen30 für jeden Betriebspunkt sehr einfach die Leistungsbilanz ersehen kann: Pzu. (5. (5.mech + PV2 + PV1 + PV. Läuferdrehfeld n2 und der Läuferdrehung n in folgender Weise zusammen: n1 = n + n2 .45) 30 In dieser Bilanz sind die sog.Fe . .(5.37) ausdrücken: PD = (1 − σ ) ρ 2 s 3U 2 .

46) (5. Von der inneren mechanischen Leistung des Motors subtrahieren sich noch die durch Luft.und Lagerreibung bedingten mechanischen Verluste PV.5.mech .2. (5.mech = Pi. welches im motorischen Betrieb in Umlaufrichtung des Drehfeldes wirkt.(5. (5.51) . Die induzierten Läuferströme ergeben im Zusammenwirken mit dem resultierenden Ständerdrehfeld die LORENTZsche Kraftwirkung auf die Läuferstäbe. ω1 X1 (σ s − ρ1 ρ2 )2 + ( ρ2 + ρ1 s )2 (5.48) Die dreiphasige Ständerwicklung baut aufgrund ihres Stromes ein Magnetfeld auf.5 Drehmoment (5. die ebenfalls ein Drehstromsystem bilden.mech = (1 − s ) PD . 5. Der Zusammenhang des inneren Drehmomentes mit der Drehfeldleistung ergibt sich aus Gln.47) Pi.4 Elektrische Antriebssysteme 189 Für ihre Aufteilung in die innere mechanische Leistung und Läuferverluste gilt: PV2 = s PD . Durch das Ständerdrehfeld werden im Käfigläufer Kurzschlussströme induziert.mech − PV. Daraus ergibt sich das innere Drehmoment Mi.4. dessen Umlaufdrehzahl n1 ⎡ min -1 ⎤ = ⎣ ⎦ 60 ⋅ f1 [ Hz ] p (5.50) Damit erhält man unter Verwendung von Gl. Somit ergibt sich die an der Welle abgegebene mechanische Leistung des Motors: Pab. Bei Stillstand des Motors bewirkt dieses Drehmoment den Anlauf des Läufers.49) abhängt von von der Speisefrequenz f1 und der Polpaarzahl p der Maschine. (5.47&49) zu Mi = p ω1 PD .mech.37) für das innere Drehmoment folgenden Zusammenhang mit dem Schlupf: Mi = (1 − σ ) ρ 2 s 3U 2 p ⋅ .

25.25 ist dieser Zusammenhang in Abhängigkeit von der Läuferdrehzahl für einen 4-poligen 11-kW-Motor dargestellt.53) 26522-A-06 26522-A-06 K Drehmoment in Nm 140 130 120 110 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 0 S Vereinfachung: R1 = 0 Exakte Gleichung N Gute Näherung für Kippmoment. 5.190 5 Stationäre Antriebe In Abb. „Kippschlupf“ ergibt sich aus der Bedingung ∂Mi ∂s = 0 zu sK = 2 ρ2 1 + ρ1 . σ 1 + ( ρ1 σ )2 (5. bei dem das innere Drehmoment ein Maximum aufweist. (5.52) und das Kippmoment zu MK = 3U 2 p ⋅ 2ω1 X1 240 230 220 210 200 190 180 170 160 150 (1 + ρ )(σ 2 1 1 −σ 2 2 + ρ1 ) + (1 − σ ) ρ1 . Der sog. Charakteristisch für den Asynchronmotor ist der Kipp-Punkt K. Drehmoment/Drehzahl-Verlauf eines 11-kW-Drehstrom-Asynchronmotors . 5. KLOSSsche Gleichung L 500 1000 1500 Drehzahl in U/min Abb.

54) liegt . s sK MK + sK s (5.4 Elektrische Antriebssysteme 191 Setzt man in den Systemgleichungen (5.5. Die Werte für den Kippschlupf ausgeführter Maschinen reichen von 5 % bei großen Leistungen bis herauf zu etwa 30 % bei sehr kleinen Maschinen. Das Kippmoment wird hier um fast 30 % zu groß ausgewiesen. Im normalen Betriebsbereich zwischen Leerlauf und Nennpunkt liefert diese Beziehung aber eine akzeptable Näherung.53Nä) in die KLOSSsche Gleichung einsetzt.25 zeigt. Allerdings ist sie für den stationären Betriebsbereich wenig geeignet. 13 % zu gering ausgewiesen. ⋅ 2ω1 X1 σ + ρ1 (5.(5. Generell gelten im wesentlichen folgende Tendenzen: 2 ⎛U ⎞ • Für das Kippmoment: MK ∝ ⎜ ⎟ . so erhält man die „KLOSSsche Gleichung “: Mi 2 ≈ .54) Diese Gleichung wird wegen ihrer Einfachheit häufig verwendet. wie die rote Kurve in Abb. 5.51 bis -53) den Ständerwiderstand ρ1 zu Null. So wird das Nennmoment um rd.51) für ρ1 = 0 dar. ⎝ f1 ⎠ • für den Kippschlupf: sK =∝ f 1−1 .25 bildet den exakten Verlauf bei größeren Schlupfwerten besser ab.B. Eine bessere Näherung für den Momentenverlauf zwischen Nennpunkt und Stillstandspunkt erhält man. Jedoch können bei unkritischem Gebrauch beträchtliche Fehler entstehen.(5. Das Drehmoment für den Nennpunkt N liegt üblicherweise in einem Bereich zwischen 1/3 und 1/2 des Kippmomentes. Gemäß Gl. indem man die näherungsweisen Beziehungen für den Kippschlupf sK ≈ ρ2 .52Nä) und für das Kippmoment MK ≈ (5. 11 kW Nennleistung) kann man mit einem Kippschlupf zwischen 15 % und 20 % rechnen. Für mittlere Größen (z. Die so erhaltene blaue Kurve in Abb. 5. σ 3U 2 p 1 − σ . Sie stellt den Momentenverlauf nach Gl.

dem Schlupf Eins. ⎜ ⎟ = 2 sK ⎝ ∂s ⎠ s =0 ω1 X1 (1 + ρ1 ) ρ2 (5. den Effekt der Stromverdrängung im Läufer auszunutzen. so wird die Drehmoment/Drehzahl-Kennlinie in Abb.41).(5. bezogen auf das Kippmoment.192 5 Stationäre Antriebe dann der Nennschlupf zwischen 1/6 und 1/4 des Kippschlupfes. je größer die Nennleistung des Motors ist. Gl. s.25 vom Punkt S aus bis zum Betriebspunkt (normalerweise zwischen N und L gelegen) durchlaufen. 5.3).(5. dass das Stillstandsmoment. umso kleiner ist.6 Anlaufen und Bremsen Läuft der Motor aus dem Stillstand (S) bis zu einem stationären Betriebspunkt hoch. ⎟ 2 2 ⎝ ∂s ⎠ s =0 ∂n 2π f1 X1 (1 + ρ1 ) ρ2 ⎝ f1 ⎠ (5.3. Kap. MK (5. Damit erhöht .42) zu ∂Mi ∂n s =0 3U 2 p2 (1 − σ ) ⎛U p⎞ ∂s ⎛ ∂Mi ⎞ =⎜ ⋅ = ∝⎜ 1 ⎟ . also bei der Drehzahl Null bzw. dass im Bereich kleiner Drehzahlen und damit hoher Schlupfwerte eine Stromverdrängung zur Außenseite der Käfigstäbe bzw. 5. kann man durch geeignete Gestaltung des Läuferkäfigs ! entweder als Hochstabläufer oder als Doppelkäfigläufer ! erreichen.4. 5. Für den Anlauf des Motors ist es sehr vorteilhaft. Da die Kreisfrequenz ω2 der elektrischen Größen im Läufer proportional zum Schlupf ist. Entsprechend der Drehmomentreserve zwischen Nennmoment und Kippmoment hat der Drehstrom-Asynchronmotor eine dynamische Überlastbarkeit von 100 bis 200 %. zum äußeren der beiden Käfige stattfindet.56) 2 Für das Stillstandsmoment im Punkt S.2. lässt sich anhand der genannten Relationen aus der KLOSSschen Gleichung herleiten: MS ≈ 2 sK . um nicht thermisch überlastet zu werden (s.57) Das heißt. Für den Anstieg der Drehmomentkurve im Leerlaufpunkt (L) erhält man 3U 2 p (1 − σ ) M ⎛ ∂Mi ⎞ ≈2 K .55) Die Drehzahlsteifheit des Motors ergibt sich daraus unter Zuhilfenahme von Gl. Allerdings darf er einer größeren Überlast nur über hinreichend kurze Zeiten ausgesetzt werden.

5. Bei entsprechender Bemessung des gesamten Käfigquerschnitts eines Stromverdrängungsläufers bleibt im stationären Betriebsbereich die Drehmo- . 5.51) auch das Drehmoment.2 0.26 zeigt.5. Wegen der abnehmenden Stromverdrängung steht dem Läuferstrom ein immer größerer Teil des gesamten Leiterquerschnitts der Käfigstäbe zur Verfügung. somit geht ρ2 auf den Auslegungswert zurück. wie Abb.5 Rundstab (ohne Stromverdrängung) 2 Normiertes Drehmoment M /M N Hochstab 1. Momenten-Kennlinie eines 11-kW-Drehstrom-Asynchronmotors bei verschiedenen Ausführungen des Kurzschlusskäfigs sich der Läuferwiderstand und mit ihm nach Gl. Die Stromortskurve hat in diesen Fällen nicht mehr die Form eines Kreises.(5. erhöht sich dabei allerdings der Streugrad σ.5 Doppelkäfig 1 0.26. Mit steigender Motordrehzahl sinkt der Schlupf und damit auch die Frequenz ω2.5 0 0 0.8 1 Normierte Drehzahl n /n 1 Abb.4 0. Da der Strom teilweise in größerer Entfernung von der Ständerwicklung fließt. verglichen mit einem Einfachkäfigläufer ohne Stromverdrängung (Rundstabläufer).6 0.4 Elektrische Antriebssysteme 3 26276-B-07 26276-B-07 193 2.

hohen Anlaufströme nicht reagieren. da sie auf länger dauernde Überlastung ausgelegt sind und somit auf die nur kurzzeitig auftretenden. so ergibt sich die Beschleunigung nach Gln. ist es in . befindet sich der Motor während des Anlaufs in einem thermischen Überlastungszustand. also dem Überschuss des Antriebsmomentes über das stationäre Lastmoment bei der jeweils herrschenden Drehzahl. Die Motorschutzschalter sprechen im Allgemeinen nicht an.194 5 Stationäre Antriebe mentkennlinie praktisch unverändert gegenüber dem Referenzfall des Rundstabläufers. (5. Kurzschlussläufermotoren können auf folgende Weise angelassen werden: • • • • • durch direktes Einschalten über Stern-Dreieck-Umschaltung der Ständerwicklung über Anlasstrafo über Vorwiderstände zur Ständerwicklung über elektronischen Anlasser Die Auswahl des Verfahrens wird durch die Belastbarkeit des Netzes. dass der erhöhte Läuferwiderstand beim Anlauf einen geringeren Strom sowie eine kleinere Verlustleistung ! sowohl im Ständer als auch im Läufer ! zur Folge hat. Ein zusätzlicher Vorteil dieses Konzeptes liegt darin. Direktes Einschalten Das direkte Einschalten des Motors ist nur dann möglich. Allerdings ist das Kippmoment gemäß Gl.(5. Da der Anlaufstrom ein Mehrfaches des Nennstroms beträgt. durch Vorschalten von Zusatzwiderständen den Läuferwiderstand künstlich zu vergrößern.(5. von der Arbeitsmaschine herrührende Randbedingungen. wenn ein zu geringes dynamisches Moment keine ausreichende Beschleunigung ermöglicht. die technischen Gegebenheiten des Motors. maximal zulässigen Anläufe innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nicht überschritten werden. Bei großen Motoren darf die Zahl der vom Hersteller angegebenen. sowie die mit der jeweiligen Maßnahme verbundenen Kosten beeinflusst. Je nach der M/n-Charakteristik der Arbeitsmaschine kann es zu kritischen Bedingungen führen. Die hierfür erforderliche Schleifringläufer-Maschine wird jedoch wegen des baulichen Aufwandes heute kaum mehr verwendet. Eine andere Möglichkeit besteht darin.34) aus dem dynamischen Moment. wie aus Gl. Da bei häufigen Anläufen die Pausenzeiten entsprechend klein werden.51) zu ersehen ist. wenn die hiermit verbundenen hohen Anlaufströme vom Netz zur Verfügung gestellt werden können. Ist der Motor starr an die Arbeitsmaschine gekuppelt.53) reduziert.33 und 5.

dass die Eingangs. zu dem das Gleichgewicht zwischen Motormoment und Widerstandsmoment bereits erreicht ist. In diesen Fällen ist es vorteilhaft. Da beim direkten Einschalten das Anlaufmoment nicht reduziert ist. bei denen die Charakteristik des Lastmoments durch einen hohen Konstantanteil geprägt ist. Kippmoment. auch ein mehrstufiger Anlauf lässt sich realisieren.4 Elektrische Antriebssysteme 195 solchen Fällen auch unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparung vorteilhaft. Daher reduzieren sich Anlaufmoment. sondern in den Pausen leer laufen zu lassen. genügend großer Überschuss an Antriebsmoment gegenüber dem jeweiligen Widerstandsmoment der Arbeitsmaschine bis über den Kipp-Punkt hinweg wichtig. . Dagegen ist für ein Hochlaufen von Hebezeugen und Wickelmaschinen. Anlaufstrom. Anlasstrafo Eine andere Möglichkeit zum Anlauf mit reduzierter Spannung bietet der dreisträngige Anlasstrafo (meist als Spartrafo ausgeführt).und Ausgangsklemmen aller drei Ständerwicklungen frei zugänglich sind. Das führt zu einer Verlängerung der Anlaufzeit auf mindestens das Dreifache. Während bei der Stern-Dreieck-Umschaltung das Verhältnis der Spannungen festliegt. bietet sich als einfachste Möglichkeit das Anlassen des Asynchronmotors über eine Stern-Dreieck-Umschaltung der Ständerwicklung mit Hilfe eines Walzenschalters oder von Schützen an. Auf diese Weise kann man die unvermeidliche sprunghafte Erhöhung von Strom und Drehmoment auf den kleinstmöglichen Wert reduzieren. Für den Fall. kann die Umschaltung entfallen. die Sternschaltung zum Anfahren aufgrund von Stabilitätsproblemen meist nicht geeignet. Nennleistung und insbesondere die Blindleistung auf 1/3. Voraussetzung hierfür ist. Bei Sternschaltung liegt an jedem Wicklungsstrang nur die 1 3 fache Spannung. Das ist normalerweise dann gegeben. was mit einer nennenswerten Energieeinsparung verbunden ist. wenn in der Charakteristik des Widerstandsmomentes die quadratische Drehzahlabhängigkeit dominiert. Stern-Dreieck-Umschaltung Bei kleinen bis mittleren Leistungsklassen und schwachen Netzen sowie immer dann. den Antrieb nicht abzuschalten.5. Für ein gutes Anlaufen des Motors in Sternschaltung ist ein durchgängiger. wenn die anzutreibende Anlage empfindlich gegen zu große Drehmomentenstöße ist. Auf diese Weise lässt sich der unvermeidliche Stromstoß verringern. dass die Belastung des Motors im betreffenden Betriebspunkt bei 1/3 der Nennlast oder darunter liegt. Dann kann nämlich die Sternschaltung auch als Betriebsschaltung verwendet werden. die Umschaltung von Stern auf Dreieck auf einen Zeitpunkt zu legen. kann es beim Anlasstrafo durch Wahl des Übersetzungsverhältnisses bestimmt werden. ergeben sich hierbei die kürzestmöglichen Anlaufzeiten.

196 5 Stationäre Antriebe Vorwiderstände Dreisträngige oder auch einsträngige Vorwiderstände vor der Ständerwicklung bewirken ebenfalls eine Reduzierung von Drehmoment und Anlaufstrom. Der weitgehende Wegfall von Drehmomentsprüngen bedeutet einen sanften Anlauf.B. Eine Nutzbremsung ist möglich. 2 liegt der Ständerstrom über dem Stillstandsstrom. Der elektronische Anlasser kann darüber hinaus auch zur Reduzierung von Verlusten im längeren Leerlaufbetrieb eingesetzt werden. Bei häufigem . Für die direkt nach dem Umschalten auftretenden Schlupfwerte von ca. Bei Erreichen des Stillstandes muss der Motor abgeschaltet werden. dass auch bei Anlauf mit hohem Lastmoment der zulässige Stromgrenzwert nicht überschritten wird. Die zuvor belastete Maschine bremst nun mit einem hohen Bremsmoment ab. allerdings werden durch die Vorwiderstände zusätzliche Verluste während des Anlaufvorgangs verursacht. das einen ähnlichen Verlauf wie die Momentenkennlinie im motorischen Betrieb aufweist.und Nutzbremsung unterscheiden. je nachdem ob die mechanische Energie in Form von Wärme an Widerstände abgegeben oder als elektrische Energie ins Netz zurückgespeist wird. Durch geeignete Wahl der Anlaufspannung in Verbindung mit einem unterlagerten Stromregelkreis wird erreicht. Die Investitionen für diese Lösung sind relativ gering. Bei den Bremsschaltungen von Asynchronmaschinen lässt sich zwischen Verlust. Bei der verlustbehafteten Gleichstrombremsung wird die Asynchronmaschine vom Netz getrennt und durch Anlegen einer Gleichspannung an die Ständerklemmen ein Bremsmoment erzeugt. für Förderbandantriebe ein wichtiger Vorteil ist. Elektronischer Anlasser Beim Anlassen des Motors über einen elektronischen Anlasser (Drehstromsteller) wird die Ständerspannung ! ausgehend von einem wählbaren Anfangswert ! über eine Rampe mit einstellbarer Zeit auf die Nennspannung hochgefahren. da er sonst in entgegengesetzter Richtung wieder anläuft. was z. Bei der ebenfalls verlustbehafteten Gegenstrombremsung erfolgt durch Umpolen zweier Strangzuleitungen während des Motorbetriebs eine Drehrichtungsumkehr des Drehfeldes. oder • der Läufer mit Wicklung und Schleifringen ausgestattet ist und so den Einsatz einer untersynchronen Stromrichterkaskade ermöglicht. oder • der Motor über einen Umrichter mit Spannung von variabler Frequenz und Amplitude gespeist wird. wenn • die Ständerwicklung polumschaltbar ausgeführt ist. Durch Läufervorwiderstände kann das einer bestimmten Drehzahl zugeordnete Bremsmoment beeinflusst werden.

Aus dem Abstand zwischen der Wirkleistungsaufnahme und der zusätzlich eingetragenen Leistungsabgabe ist der Verlauf der Gesamtverluste ersichtlich.4 Elektrische Antriebssysteme 197 Einsatz der Gegenstrombremsung muss der Ständerstrom durch Absenken der Ständerspannung oder durch einen Läufervorwiderstand verringert werden. 0. Abbildung 5. 5. 5.5. Die folgenden Darstellungen gelten für einen Kurzschlussläufermotor mit einer Nennleistung von 11 kW. Leistungen eines 11-kW-Drehstrom-Asynchronmotors . Diese wird dabei zweckmäßig auf die Nennleistung zum Lastgrad normiert. Der in Abb.27 zeigt die elektrisch aufgenommene Wirkleistung sowie die Blindleistung. Zum Einsatz kommt die Gegenstrombremsung beispielsweise bei Hebezeugen zum Absenken einer Last mit konstanter Geschwindigkeit.27. Dagegen erreicht der Wirkungsgrad 16 26273-A-02 26273-A-02 15 14 13 12 11 Leistungen in kW bzw.4.1 und steigt mit zunehmender Last stetig an.28 gezeigte Leistungsfaktor liegt im Leerlauf bei rd.7 Verhalten im stationären Betrieb Zur Charakterisierung des stationären Betriebsverhaltens werden die kennzeichnenden Größen meist in Abhängigkeit von der abgegebenen Leistung dargestellt.2. welche sich im unteren Lastbereich kaum ändert. kvar 10 Elektrisch aufgenommene Leistung Mechanisch abgegebene Leistung Nennleistung 9 8 7 Blindleistung 6 5 4 3 2 1 0 0% 25% 50% 75% 100% 125% Lastgrad Abb. 5.

5. Bis herab zu etwa einem Drittel der Nennlast ist er größer als 85 %. Während die Verluste im Eisen (durch Ummagnetisierung und Wirbelströme) sowie die mechanischen Verluste durch Lagerreibung und Ventilation konstant bleiben.198 120% 5 Stationäre Antriebe 26274-A-02 26274-A-02 110% 100% η (Wirkungsgrad) 90% 80% 70% cos ϕ (Leistungsfaktor) 60% I IN (Normierter Strom) 50% 40% 30% 20% 10% 0% 0% 25% 50% 75% 100% 125% Lastgrad Abb. 5. Die Stromwärmeverluste im Stator steigen von ihrem Leerlaufwert (rd. sind die Stromwärmeverluste im Rotor etwa quadratisch von der Belastung abhängig.28. 1 % der Nennleistung) ausgehend etwas stärker als quadratisch mit der Belastung an. Kennlinien eines 11-kW-Drehstrom-Asynchronmotors bei etwa drei Viertel der Nennlast sein Maximum von fast 90 % und geht danach wieder leicht zurück.29 sind die Verläufe der einzelnen Verlustarten ersichtlich. Aus Abb. Die Stromaufnahme des Motors beträgt schon im Leerlauf mehr als 40 % des Nennstroms. .

die am Beispiel von zweipoligen Niederspannungs-Drehstrom-Asynchronmotoren mit Kurzschlussläufer in Abb.4.4 Elektrische Antriebssysteme 1000 26275-B-04 26275-B-04 199 900 800 Stromwärme. Stator 700 Verlustleistungen in W 600 500 400 Eisen 300 200 Stromwärme. 5. vgl. 5.5.30 ersichtlich sind: • Das Wirkungsgradniveau steigt generell mit der Nennleistung des Motors deutlich an . Rotor 100 Mechanisch 0 0% 25% 50% 75% 100% 125% Lastgrad Abb. Abschn.29. 5.2. Verluste eines 11-kW-Drehstrom-Asynchronmotors 5.8 Dimensionierung des Motors Für die richtige Dimensionierung eines Motors sind hauptsächlich zwei Aspekte von Bedeutung: • Vermeiden unzulässig hoher Wicklungstemperaturen.3 • Sparsamer Energieverbrauch durch Betrieb in einem günstigen Lastbereich Für den letztgenannten Punkt sind zwei gegenläufige Tendenzen zu beachten.

7 kW 5 0. Meist wird in solchen Fällen der Übergang auf einen Motor mit geringerer Nennleistung erwogen. 5. Wirkungsgrade von Drehstrom-Asynchronmotoren abhängig vom Lastgrad Der Optimierungscharakter des Problems ist anhand von Abb.200 5 Stationäre Antriebe • Das Teillastverhalten ist dadurch gekennzeichnet. Allerdings sind hier die Nennleistungen der betrachteten Motoren sehr grob abgestuft. nur für kleine Motoren mit Nennleistungen unter 1 kW rückt er näher an den Nennlastpunkt heran.31 erkennbar. Damit lassen sich aber keine Schlüsse für die optimale Wahl der Motorgröße treffen. Je kleiner der Motor. 5. weil sonst diese Art der Darstellung unübersichtlich wird. Hier sind die Wirkungsgradkurven über der abgegebenen Leistung aufgetragen. dass der höchste Wirkungsgrad stets unterhalb der Nennlast auftritt. Dieser Optimalpunkt liegt fast durchweg etwa bei 3/4-Last. desto stärker geht der Wirkungsgrad bei geringer Auslastung zurück.30. Für die Nennleistungen . ob ein Motor für einen gegebenen Antriebsfall richtig dimensioniert ist.2 kW 9 0. Oft stellt sich die Frage.0 kW 26386-A-05 26386-A-05 26386-A-05 26386-A-05 26386-A-05 26386-A-05 U = 400 V p=1 Abb. 100% 95% 90% 85% 80% 75% 70% 65% 60% Wirkungsgrad 55% 50% 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% 0% 25% 50% 75% 100% 125% Lastgrad Nennleistung: 1000 kW 132 kW 37 kW 11 kW 4 kW 5 0.

1 1 10 100 1000 Abgegebene Leistung in kW Abb.09 kW 0. Für große Motoren von 90 kW und darüber liegen die Änderungen bis herab zu 1/4Last unter 1 %..4 Elektrische Antriebssysteme 132 kW 75 kW 201 400 kW 1000 kW 250 kW 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 0.32 zeigt die relative Änderung der Leistungsaufnahme für den Übergang auf den nächst kleineren Motor in Abhängigkeit vom Lastgrad des ursprünglichen (größeren) Motors.. Es zeigt sich.1.1 .75 kW Wirkungsgrad U = 400 V p=1 0.1 kW 7..25 315 .. je kleiner die Nennleistung des ursprünglichen Motors ist..44 1..5 kW Nennleistung ( ): 0. 1000 kW durchschnittlich rd. 1.1 kW durchschnittlich rd.06 ..25 kW 0.39 11 . deren Abstufung mit wachsender Motorengröße immer feiner wird. Die entsprechenden Stufenfaktoren betragen in den Nennleistungsbereichen • • • • 0.5. dass etwa oberhalb der halben Nennlast ein solcher Übergang sogar mit einer Erhöhung der Leistungsaufnahme verbunden ist. Gleichzeitig geht der verfügbare Bereich der Dauerbelastung zurück. 5.31.01 26387-A-05 26387-A-05 37 kW 11 kW 4 kW 1. Wirkungsgrade von Drehstrom. 11 kW durchschnittlich rd. Im Leerlauf ist der relative Rückgang der Leistungsaufnahme naturgemäß 31 Nennleistungsreihe nach CENELEC-Harmonisierungsdokument 321 . 315 kW durchschnittlich rd.1.Asynchronmotoren abhängig von der abgegebenen Leistung sind Vorzugsreihen festgelegt31.1.1.06 Abbildung 5.. Generell sind die relativen Änderungen umso größer.

Hierbei liegt der break-even-point jeweils links von dem Schnittpunkt der betreffenden Kurve mit der Null-Linie.5 kW Energie sparen. grundsätzlich eine möglichst hohe Auslastung des Motors anzustreben. Etwas anders verhält es sich mit den absoluten Änderungen der Leistungsaufnahme.5 k kW Y 15 Y1 W kW 5k 2.30). Aufgrund der Nichtlinearität der Zusammenhänge kann gesagt werden. dass selbst bei einer mittleren Auslastung von 50 % (entsprechend einer Leistungsabgabe von 2 kW) der Austausch durch einen 3-kW-Motor (nächstkleinere Motorgröße) noch nicht eindeutig zu empfehlen ist. bei dem man Phasen des Mehrund des Minderverbrauchs gegeneinander abzuwägen hat.32. dass bei einer abgegebenen Leistung von 4 kW selbst ein 11-kW-Motor noch .5 %. Auch der Punkt des höchsten Wirkungsgrades stellt in diesem Sinne nicht das Optimum dar (vgl. der durch Motoren kleinerer oder größerer Nennleistung substituiert wird. Das weithin übliche Prinzip. Der Ersatz durch einen 5. Diese sind aber entscheidend. In Abb. 5. Andererseits weist das Argument.5 0. Das entspricht einer mittleren Auslastung von 62. 5.33 ist das Beispiel eines Motors mit einer Nennleistung von 4 kW dargestellt. Es kann im Gegenteil der Austausch durch einen größeren Motor durchaus sinnvoll sein.5-kW-Motor kann also bei einer mittleren Last von über 2.202 10% 5% Veränderung der Leistungsaufnahme 0% -5% -10% -15% -20% -25% -30% 0% 10% 20% 30% 40% 50% Lastgrad 60% 70% 5 Stationäre Antriebe 26388-A-05 26388-A-05 75 kW 90 kW Y W 11 k W .1 Y W 5k 0. bedarf somit einer kritischen Revision. wenn ein Antrieb mit wechselnden Belastungen untersucht wird. Relative Veränderung der Leistungsaufnahme bei Substitution durch den nächst kleineren Motor am größten. 5. Abb.2 Nennleistung U = 400 V p=1 80% 90% 100% Abb.

5.5 1 1.5 k Y1 U = 400 V p=1 0.5 50 0 -50 -100 kW W kW Y 1 11 k kW Nennleistung 4 kW Y 3 kW 4 kW -150 -200 0 Y 2. Ob sich bei einer solchen ganzheitlichen Betrachtungsweise die Relationen nennenswert verändern.5 3 3.5 4 Abgegebene Leistung in kW Abb.2 kW W 4k W . 5 kW 4 4 kW Y 5. Hinzu kommt freilich auch noch der für die Herstellung eines größeren Motors notwendige höhere Aufwand an Energie und Material. 5. Als ungefährer Anhalt für das Auslegungsziel kann eine mittlere Auslastung von etwa 55 bis 60 % gelten. Veränderung der Leistungsaufnahme bei Substitution eines 4-kWMotors etwa 50 W weniger Leistung aufnimmt als der dann voll ausgelastete 4-kWMotor.9 Drehzahlstellung Die Läuferdrehzahl eines Asynchronmotors kann bei gegebener Belastung gemäß Gl. In den meisten Fällen dürfte dies aber nur einen geringen Einfluss auf das Ergebnis haben. wurde noch nicht untersucht. die bei jedem Anlauf beschleunigt werden muss.4 Elektrische Antriebssysteme 203 200 Änderung der aufgenommenen Leistung in W 150 100 26389-A-05 26389-A-05 4 kW Y 7.5 2 2.2.33.5. dass ein größerer Motor auch eine größere Schwungmasse besitzt. Bei diesen Überlegungen ist allerdings noch nicht berücksichtigt. (5. ebenfalls nicht den richtigen Weg.42) grundsätzlich durch folgende Parameter beeinflusst werden: • Schlupf s • Polpaarzahl p oder • Speisefrequenz f1 .4.

wird sie mittels eines Umrichters in das speisende Netz zurückgeführt (untersynchrone Stromrichterkaskade). Über den Zusammenhang zwischen Motorstrom und Drehmoment ergibt sich daraus die zulässige Belastung. . oberes Diagramm). Abb. d. mittleres Diagramm). möglicher Drehzahlbereich) • Änderung des Motorwirkungsgrades • Änderung der Belastbarkeit des Motors 32 • Änderung der Drehmoment/Drehzahl-Charakteristik (Steifheit) Vergrößern des Schlupfes ist möglich durch: • Einschalten von Vorwiderständen in den Läuferkreis von Schleifringläufermaschinen (s.34. Anstatt die Schlupfenergie in den Läuferwiderständen umzusetzen. Durch den höheren Widerstand des Käfigs tritt das Kippmoment erst bei Schlupfwerten nahe bei Eins. Widerstandsläufer zum Einsatz. Diese Methode der Drehzahlreduzierung ist jedoch mit hohen Stromwärmeverlusten in den Läufervorwiderständen verbunden und daher für Dauerbetrieb wenig geeignet.5 bis 25 MW) im niedrigen Drehzahlbereich. Damit wird der Stellbereich entsprechend vergrößert. Für diese Art der Drehzahlstellung kommen spezielle Maschinen mit einem sog. Abb. 5. aber auch die Drehzahlsteifheit des Motors verringert. Die Momentenkennlinie wird dabei quadratisch mit der Klemmenspannung verkleinert. kontinuierlich. bei sehr geringen Drehzahlen auf. 5. Diese Energie sparende Schaltung eignet sich besonders für große Leistungen (ca.h. Dieses Konzept ist stark verlustbehaftet (vor allem auch bei voller Spannung!) und eignet sich daher nur zur Drehzahlstellung in einem beschränkten 32 Ein wesentlicher Einfluss ist die Kühlungsart des Motors. Durch Variation des Zündwinkels bei Drehstromstellern kann die am Motor anliegende Spannung zwischen Null und dem vollen Wert der Netzspannung verändert werden.204 5 Stationäre Antriebe Für die Auswahl eines technischen Konzeptes zur Drehzahlstellung sind ! neben der Frage des anlagentechnischen Aufwandes ! folgende Kriterien von Bedeutung: • Stellcharakteristik (gestuft bzw. 0. • Absenken der Klemmenspannung durch Drehstromsteller (s. • Energierückspeisung aus dem Läufer in das Netz ist ebenfalls nur bei Schleifringläufermaschinen möglich. Die Verläufe der Nennpunkte über der abgesenkten Drehzahl entsprechen dabei denen im Grundstellbereich bei Frequenzänderung.34. Die zulässige Verlustwärme ist bei einer fremdgekühlten Maschine unabhängig von der Drehzahl und bei einer eigengekühlten Maschine angenähert proportional zur Drehzahl.

8 0. Momenten-Kennlinien für verschiedene Arten der Drehzahlstellung beim Asynchronmotor .6 0.5 Kipp-Punkt 1 Normiertes Drehmoment M /M 0 Spannungsänderung bei Motor mit Widerstandsläufer 0.7 0.2 0.5 Abb.2 0. 5.0 Kipp-Punkt R2V/R2L = 8 6 4 2 0 Nenn-Punkt Verläufe der Nennpunkte FB: bei fremdbelüfteter Maschine EB: bei eigenbelüfteter Maschine FB EB 1 1.3 0.4 0.4 0.5 0.8 0.1 0 0 0.6 0.9 0.9 0.7 0.5 Normierte Drehzahl n /n 1.5 0.1 0 0 U/U0 = 1 0.0 1 1.0 1 1.9 0. 1 26371-B-07 26371-B-07 Normiertes Drehmoment M /M 0 Schlupfänderung durch Läufervorwiderstände 0.8 Normiertes Drehmoment M /M 0 Frequenzänderung durch Umrichter 0.5 Nenn-Punkt FB EB 0.5 1 Kipp-Punkt f/f1.7 0.0 FB EB 1.4 Elektrische Antriebssysteme 205 Bereich bei kleinen Lüfter.5 0.2 1.8 0.2 0.3 0.6 0.8 0.0 = 0.7 0.und Pumpenantrieben.34.9 0.5 EB FB Nenn-Punkt 0.5.5 Normierte Drehzahl n /n 1.4 0.5 Normierte Drehzahl n /n 1.6 0. Für einen bei voller Spannung gut ausgelasteten Antrieb kann das selbst im Falle eines quadratischen Drehzahlverlaufs des Lastmomentes zu einer Überbelastung des Motors führen. Zudem geht die zulässige Momentenbelastung bei Verringerung der Spannung erheblich zurück.5 0.3 0.1 0 0 1.

d.206 5 Stationäre Antriebe Änderung der Polpaarzahl ist möglich durch polumschaltbare Wicklungen (Dahlanderschaltung) oder durch getrennte Ständerwicklungen mit unterschiedlicher Polpaarzahl. s.h. Durch die aufwendigere Ständerwicklung wird die Maschine teurer.zusammen mit der Speisespannung . Abb. 34 . da die Nennleistung sich nicht wesentlich verändert. Nach Gl.0 getrennt sind: • Der Grundstellbereich geht von der Eckfrequenz f1.52) vergrößert sich der Kippschlupf.(5. da die mögliche Verlustwärmeabfuhr von der Drehzahl abhängt. h. um den speziell bei kleinen Frequenzen stärker wirksamen OHMschen Spannungsabfall an der Ständerwicklung zu kompensieren. d. Hinsichtlich des Stellbereiches der Speisefrequenz f1 sind zwei Bereiche zu unterscheiden. Bei kleinen Motoren (d. Gemäß Gl. linear bis zu einem Grundanteil von 20 % der Nennspannung. Nur im Falle eines fremdbelüfteten Motors bleibt der Nennpunkt N auf gleicher Höhe. wenn die Speisespannung proportional zur Frequenz reduziert wird34. mit Nennleistungen in der Größenordnung 1 kW) wird die Spannung weniger als proportional reduziert.durch den Einsatz eines Frequenzumrichters verändert werden. Frequenzänderung Die Speisefrequenz kann . dass die mechanisch abgebbare Leistung als Produkt aus Drehzahl und Drehmo- 33 Diese Eckfrequenz entspricht häufig der Netzfrequenz. da der bezogene Sekundärwiderstand ρ2 umgekehrt proportional zur Speisefrequenz ist. Damit ist die Drehzahl allerdings nur stufenweise verstellbar. In der Abbildung sind außer der Kennlinie für die Eckfrequenz zwei Kennlinien für 80 und 50 % der Eckfrequenz eingezeichnet.h. sie kann aber auch auf einen höheren Wert eingestellt werden. Bei einer eigenbelüfteten Maschine geht das zulässige Nennmoment angenähert mit der Quadratwurzel der Speisefrequenz zurück. (5.(5. Gemäß Gl. die voneinander durch die sog.53) in diesem Bereich konstant. Eckfrequenz33 f1.0 aus nach unten.(5. was bedeutet. der Drehzahlabfall in Abhängigkeit vom Drehmoment.h.55) bleibt auch die Steifheit der Drehzahlcharakteristik. Das Kippmoment bleibt nach Gl.49) reduziert sich die synchrone Drehzahl (d. was bei Maschinen mittlerer und großer Leistung hier zulässig ist.34 (unteres Diagramm). 5. Eine Verringerung der Drehzahl durch Übergang auf höhere Polpaarzahl ist verbunden mit einer Erhöhung der Drehmomente des Motors.. für s = 0) entsprechend. Das Stillstandsmoment bei der Drehzahl Null erhöht sich etwa reziprok zur Verringerung der Speisefrequenz.B. Diese Beziehung gilt streng genommen nur bei Vernachlässigung des OHMschen Widerstandes der Ständerwicklung. wenn gilt: U/f = const. also z. unverändert erhalten.

wenn eine unveränderliche Betriebsdrehzahl oder eine über die Speisefrequenz regulierbare Betriebsdrehzahl erwünscht ist. dass der Motor bei der Eckfrequenz mit der maximal möglichen Spannung gespeist wird.2.5. Übungsaufgabe (s. 5. um den Förderstrom von Pumpen und auch Ventilatoren einem wechselnden Bedarf anzupassen (vgl. Entsprechend Gl.B. der Läufer besitzt jedoch ein Polrad mit einer Gleichstromerregung bzw. Eine zunehmende Verbreitung finden perma- . was normalerweise der Fall ist. bei Pumpen oder Turbogebläsen.(5. 5. Unter günstigen Verhältnissen sind Amortisationsdauern von weniger als 3 Jahren erreichbar.4.4. Abschn. das bedeutet eine konstant bleibende abgebbare Leistung.53) geht das Kippmoment um den Faktor (f1/f1.5 zurück. Das Nennmoment des Motors fällt weniger stark ab als das Kippmoment. so wird diese bei Erhöhung der Frequenz konstant gehalten. Die Drehzahlstellung mit Hilfe eines Frequenzumrichters ist heute eine weithin angewendete Methode. Zum Anlauf von Synchronmotoren sind je nach Ausführung zusätzliche Maßnahmen erforderlich. In Abb. wenn das Lastmoment stärker absinkt als das Nennmoment des Motors.4 Elektrische Antriebssysteme 207 ment in diesem Fall etwa proportional mit der Speisefrequenz zurückgeht. Soweit man bei einer eigenbelüfteten Maschine eine proportionale Zunahme der zulässigen Verluste mit der Drehzahl annehmen kann. bei langsam laufenden Kolbenverdichtern. nämlich nur um den Faktor (f1/f1.0)!1 bei einer fremdbelüfteten Maschine.3 Drehstrom-Synchronmotor Die Synchronmaschine ist im Ständer ähnlich aufgebaut wie die Asynchronmaschine. Geht man davon aus. Synchronmotoren werden verwendet. z. Auch die Steifheit der Drehzahlcharakteristik nimmt ab. Aus der 7. • Der Feldstellbereich geht von der Eckfrequenz aus nach oben. dass die Drehzahl fest mit der Speisefrequenz gekoppelt ist. Dagegen verlangt bei einer Erhöhung der Drehzahl in den Feldstellbereich hinein die Einhaltung der zulässigen Motorbelastung besondere Aufmerksamkeit. Eine Drehzahlreduzierung im Grundstellbereich ist unproblematisch. geht das zulässige Moment sogar nur um den Faktor (f1/f1.34 sind dafür die zwei Kennlinien für 120 und 150 % der Eckfrequenz eingezeichnet. dass die Wirtschaftlichkeit stark von den herrschenden Randbedingungen abhängt. 5. Anhang) geht hervor. wie beispielsweise ein separater Anlaufmotor oder eine Frequenzsteuerung über Stromrichter. mit Permanentmagneten.0)!0. Das hat zur Folge.0)!2 zurück.4).

Abbildung 5. Gl.208 5 Stationäre Antriebe nenterregte Synchronmotoren in Servo.h. (5.58) Die Synchronmaschine hat also keinen Schlupf. alle Größen sind Stranggrößen) für den Synchronmotor mit Vollpol-Läufer. I R Xd (5. In der meist gebräuchlichen Form der Innenpolmaschine wird im Läufer durch einen Gleichstrom bzw.57) 26-381-A-04 26-381-A-04 U UP M n Φ Abb.42). Ersatzschaltbild des Synchronmotors mit Vollpolläufer Die elektrische Kreisfrequenz der (vereinfacht als sinusförmig angenommenen) Wechselgrößen ! und damit auch die Speisefrequenz ! hängt mit der Läuferdrehzahl über die Polpaarzahl p der Ständerwicklung zusammen: ω ⎡s ⎤ = 2π ⎣ ⎦ −1 n ⎡ min −1 ⎤ ⎣ ⎦ 60 p. Die Polradspannung eilt gegenüber der Klemmenspannung um den Polradwinkel . 5. Die Speisespannung an den Motorklemmen entspricht der Polradspannung zuzüglich der Spannungsabfälle im Ankerkreis aufgrund des OHMschen Widerstandes R sowie der synchronen (Längs-)Reaktanz Xd: U = ( R + jX d ) I + U P (5. vgl.36.59) Das dieser Gleichung entsprechende Zeigerdiagramm zeigt Abb. 5. Der dadurch verursachte Induktionsfluss Φ läuft mit der Läuferdrehzahl n um und induziert dabei in der Ständerwicklung die Polradspannung U P = cA jωΦ .35 zeigt das vereinfachte Ersatzschaltbild je Phase (d.oder Stellantrieben. durch eingebaute Permanentmagnete ein Magnetfeld erregt.35.(5.

5.60) wobei Spannung und Strom durch ihre Effektivwerte ausgedrückt sind. ⎣ ⎦ (5.36.4 Elektrische Antriebssysteme ℜ jX dI 209 U α θ ϕ 26382-B-06 26382-B-06 ℑ Abb. Für ein dreiphasiges System (m = 3) ergibt sich daraus für das über den Luftspalt übertragene Drehmoment MD = − 3 pUP 2 ω R2 + X d ⎡U sin (θ − α ) + UP sin α ⎤ . Der Polradwinkel ist kennzeichnend für den Lastzustand der Maschine. Die über den Luftspalt vom Ständer auf den Läufer übertragene Drehfeldleistung ist PD [ W ] = 2π n ⎡ min −1 ⎤ ⎣ ⎦ 60 I U ∗ MD [ Nm ] = m ⋅ ℜ U P I . Der Rest . ( P RI ) (5.5. Zeigerdiagramm des Synchronmotors mit Vollpolläufer θ nach.61) Vom Luftspaltmoment subtrahieren sich innerhalb des Synchronmotors lediglich die Widerstände durch Lagerreibung und Ventilation.

auch im Bereich stark reduzierter Speisefrequenzen den Motor mit dem Nennmoment zu belasten. dass θ negativ ist! Die statische Stabilitätsgrenze liegt also bei einem (elektrischen) Nachlaufwinkel des Polrades von nahezu 90 °.möglich.9 0.1 1 0. Abb. 0.210 5 Stationäre Antriebe steht als treibendes Drehmoment an der Motorwelle zur Verfügung. so ergibt sich ein Maximum für θ = & π/2 + α.6 0.8 0.62) Aus Gründen der dynamischen Stabilität.7 ) j jX d R+ /(R P –U 26383-C07 26383-C07 U f0 ⋅ U0 f Normierte Frequenz: f/f f/f0 = 1 0. da der Ständerverlustwinkel α namentlich bei größeren Maschinen recht klein ist. ω Xd (5. sollten Vollpolmotoren höchstens mit 3/4 des Kippmomentes belastet werden.4 0. Man beachte.1 0.59) ist die Stromortskurve erhältlich.6 0. 1. 5.h.(5. vom jeweiligen Maximalwert abwärts. Proportional zur Frequenz ist auch die Speisespannung abgesenkt. Variiert ist hierbei die Speisefrequenz und damit die Drehzahl. d. 5.37 zeigt die sich ergebenden Kreisabschnitte im stabilen Bereich für einen Motor kleinerer Leistung (d.4 I 2α Stabilitätsbereich: . Betrachtet man die Abhängigkeit des Drehmoments vom Polradwinkel.1 0 0 0. mit nicht vernachlässigbarem Ständerverlustwinkel α) und konstanter Erregung durch Permanentmagneten.3 0. ohne dass er durch zu großen Strom thermisch überlastet würde.37. Stromortskurven des Synchronmotors mit Vollpolläufer . Aus Gl.3 0.8 0.2 0. Der Maximalwert des Momentes (Kippmoment) beträgt angenähert MK ≈ 3 pUUP . um ein Außertrittfallen des Läufers bei Belastungsänderungen zu vermeiden.π/2 + α π/2 U/(R+jX d) α 0.9 α 1 1.2 0.5 1 0.zumindest bei Fremdkühlung des Motors .2 0.7 0. Damit ist es .5 0.1 Abb.5 0.h.

bis die synchrone Drehzahl näherungsweise erreicht ist.bzw. Synchronmotors umzusetzen.5. • Der asynchrone Selbstanlauf ist das in den meisten Fällen angewendete Verfahren. Nach Erreichen der maximalen Drehzahl wird dann auf Gleichstromerregung umgeschaltet. Dieses aufwendige Verfahren lässt sich nur zum Anlauf ohne Last anwenden. so bedarf es zum Anlauf spezieller Verfahren: • Hochlauf über einen eigenen Anwurfmotor. Während des Hochlaufs ist die Erregerwicklung zunächst über einen Widerstand kurzgeschlossen. damit sie vor zu hohen induzierten Spannungen geschützt ist. wodurch der Läufer unter mehr oder weniger starken Pendelungen in den Synchronismus gezogen wird. Prinzipiell unter- . Der Anlauf des Synchronmotors ist bei Verwendung eines Frequenzumrichters durch Hochfahren der Speisefrequenz problemlos möglich.4 Elektrische Antriebssysteme 211 Eine solche stufenlose Drehzahlsteuerung der Synchronmaschine ist. Bei Vollpolmaschinen ist hierfür in den Läufernuten zusätzlich eine kurzgeschlossene Stabwicklung eingebracht. sofern eine solche Umschaltung konstruktiv vorgesehen ist.4. Der asynchrone Anlauf ist nur dann problemlos möglich. durch Speisung über Frequenzumrichter möglich. Wird hingegen der Synchronmotor mit konstanter Netzfrequenz gespeist. Durch besondere Ausführungsformen des Käfigs lässt sich wie beim Asynchronmotor während des Hochlaufs eine Erhöhung des Drehmomentes bei gleichzeitiger Reduzierung des Stromes erreichen. Im synchronen Betrieb dient der Kurzschlusskäfig auch dazu. wenn am Ende des Hochlaufs ein Schlupf von weniger als 5 % erreicht wird und wenn die zu beschleunigenden Massen (Schwungmomente) nicht zu groß sind.4 Frequenzumrichter Im Bereich der Drehstrom-Antriebstechnik hat der Frequenzumrichter die Aufgabe. die nach Amplitude und Frequenz konstante Netzspannung in ein dreiphasiges Spannungssystem variabler Frequenz und Amplitude zur Speisung des Asynchron. bei Schenkelpolmaschinen liegt diese Käfigwicklung in den Polschuhen. damit das Motordrehmoment ausreicht. wie bei der Asynchronmaschine. Das Lastmoment darf ebenfalls nicht zu groß sein. da sonst der Anwurfmotor unwirtschaftlich groß dimensioniert werden müsste. Drehschwingungen infolge von Belastungsstößen zu dämpfen. 5. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit der Veränderung der Polpaarzahl. Die elektrische Kopplung des Synchronmotors an das Netz erfolgt dann in gleicher Weise wie bei Generatoren unter Einhaltung der Synchronisierungsbedingungen. um die Maschine in den synchronen Lauf zu ziehen.

Das wesentliche Merkmal eines U-Umrichters ist ein Zwischenkreiskondensator zur Einprägung der Zwischenkreisspannung. Im Gegensatz zum I-Umrichter ist der U-Umrichter leerlauffest. Der eingangsseitige Gleichrichter besteht aus einer ungesteuerten. Die im Zwischenkreis anliegende Spannung ändert sich im normalen Betriebsbereich nur geringfügig. Ist eine Netzrückspeisung nicht lohnend.212 5 Stationäre Antriebe scheidet man zwei Techniken: • Direktumrichter (vorzugsweise bei langsam laufenden Antrieben großer Leistung eingesetzt) • Zwischenkreisumrichter mit Gleichgrößenzwischenkreis Zwischenkreisumrichter mit Gleichgrößenzwischenkreis gliedern sich wiederum abhängig von der Art ihrer Glättungsglieder in zwei Techniken: • Stromzwischenkreisumrichter (I-Umrichter) mit Stromverstellung durch netzgeführten Gleichrichter (induktive Glättung) • Spannungszwischenkreisumrichter (U-Umrichter) mit Spannungsverstellung durch Pulsen (kapazitive Glättung) Spannungszwischenkreisumrichter gewinnen zunehmend an Bedeutung und beherrschen. Für die Generierung der entsprechenden Pulsmuster kommen ! abhängig vom Hersteller. Sollte Nutzbremsbetrieb erwünscht sein. wobei sich der Strom lastabhängig ausbildet. netzgeführten Diodenbrücke. kann die Bremsenergie über einen Widerstand im Zwischenkreis abgeführt werden. der Umrichterleistung sowie der Art . Ausgangsseitig wird durch pulsartiges Zuschalten der Zwischenkreisspannung über einen selbstgeführten Wechselrichter auf die Motorklemmen eine Wechselspannung mit variabler Frequenz und Amplitude erzeugt (Pulsweitenmodulation). bezogen auf die verkauften Stückzahlen. Die Kapazität bewirkt eine Entkopplung zwischen dem Eingangsgleichrichter und dem Ausgangswechselrichter (WR). U-Umrichter verhalten sich daher nahezu wie eine ideale Konstantspannungsquelle. heute die Drehstromantriebstechnik. über die eine konstante Zwischenkreisgleichspannung erzeugt wird. Beim U-Umrichter lassen sich wiederum zwei prinzipiell unterschiedliche Techniken unterscheiden: • konstante Zwischenkreisspannung und Pulssteuerung des WR (Pulsumrichter) • variable Zwischenkreisspannung und Blocksteuerung des WR Die größere Bedeutung kommt hierbei dem Pulsumrichter zu. Neben der Motorfrequenz wird auch die Motorstrangspannung vorgegeben. muss eine zusätzliche steuerbare Brücke antiparallel zu der Diodenbrücke geschaltet werden.

Pendelmomente und Geräusche zu erhalten. so dass ein separater Drehzahlgeber überflüssig wird. Die Umlaufgeschwindigkeit des Strombelages bestimmt dabei die Drehzahl. Eine mögliche Regelung für die Einstellung der Ströme entsprechend den gewünschten Verläufen stellt beispielsweise eine Stromregelung dar. In diesen Fällen wird daher besonders bei Antrieben mit hohen Leistungen und Trägheitsmomenten der I-Umrichter bevorzugt.5. Die heute dafür verwendeten Leistungshalbleiter (IGBT oder MOSFET) ermöglichen Schaltfrequenzen im Ultraschallbereich. so dass neben Einzel.und Spannungsverhältnissen. die in analoger Technik nur mit hohem Aufwand realisierbar sind.h. Heute sind die verfügbaren Leistungshalbleiter aber so kostengünstig.B. Häufig werden an einen Zwischenkreis mit einer Einspeisebrücke mehrere Wechselrichter angeschlossen. dass die U-Umrichter meist mit konstanter Zwischen- . Schleifmaschinen). da ähnlich wie beim I-Umrichter nur relativ lange Spannungsblöcke und keine kurzen Spannungspulse auf die Maschinenklemmen geschaltet werden müssen. sondern in sechs Schritten umlaufen zu lassen.4 Elektrische Antriebssysteme 213 und Verschaltung der Brückenbausteine (Halbleiterventile) ! unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Dafür kann der Wechselrichter jedoch einfacher aufgebaut werden. Hierbei muss auch der eingangsseitige Gleichrichter steuerbar ausgeführt sein. Dazu werden die Istwerte der Motorströme erfasst und zusammen mit den Sollwerten je einem Regler zugeführt. sollte der Wechselrichter mit einer möglichst hohen Schaltfrequenz arbeiten. Die Stromsollwertbildung erfordert Rechenoperationen. Durch Anwendung der Blockstromtechnik lässt sich der erforderliche Aufwand für die Stromsollwertbildung ohne funktionelle Einbußen maßgeblich reduzieren. U-Umrichter mit variabler Zwischenkreisspannung werden überwiegend für Anwendungen im hohen Drehzahlbereich eingesetzt (z. Bei einer Abweichung werden die Ausgangsspannungen des WR im Sinne einer Angleichung der beiden Werte verändert. Textilindustrie. Der Istwert für die Drehzahlregelung wird durch zyklisches Abtasten des Rotorpositionswinkels in kurzen Abständen. mit hoher Auflösung gebildet. Deshalb ist eine Signalverarbeitung über Mikroprozessor vorteilhaft.auch Gruppenantriebe (Mehrmotorenantriebe) möglich sind. Die Motorströme bilden sich aus den im jeweiligen Betriebspunkt des Motors herrschenden Impedanz. den Statorstrombelag nicht wie bei der Sinusstromspeisung kontinuierlich. d. Um ein zufrieden stellendes Betriebsverhalten der Maschine hinsichtlich der Zusatzverluste. Das Grundkonzept dabei ist. Durch die zusätzlich benötigte steuerbare Brücke zur Netzrückspeisung ist ein Vierquadrantenbetrieb allerdings mit hohem Aufwand verbunden.

6 kVA 2-polig 80% 70% MotorNennleistung: 75 kW Systemwirkungsgrad 60% 4-polig 50% 7. Der Wirkungsgrad eines U-Umrichters im Nennbetrieb.38.214 5 Stationäre Antriebe kreisspannung und pulsweitenmodulierendem Wechselrichter ausgeführt sind. bei einer Ausgangsfrequenz von 50 Hz und Volllast. Bei 230 V Netzspannung liegen die Wirkungsgrade um bis zu 3 Prozentpunkte niedriger.38 zeigt die Systemwirkungsgrade einer Kombination von Asynchronmotor mit vorgeschaltetem U-Umrichter (Pulswechselrichter) zur Drehzahlstellung. Die Verluste treten in erster Linie als Durchlass. München) . vor allem bei kleinen Geräten. Systemwirkungsgrade von Asynchronmotoren mit U-Umrichter (Quelle: Forschungsstelle für Energiewirtschaft.und Schaltverluste in den Leistungshalbleitern auf.8 kVA 11. 5. Hierbei ist die typische Belastungscharakteristik von Pumpen oder Ventilatoren zugrundegelegt.n² 10% 0% 0% 20% 40% 60% 80% 26278-B-07 26278-B-07 100% Normierte Drehzahl n /n 0 Abb.75 kW 20% Belastung: M . liegt je nach Anlagengröße zwischen etwa 92 % (für Nennleistungen unter 100 W) und 97 % (für Nennleistungen über 100 kW). jeweils bei 400 V Netzspannung. d.6 kVA 1.h. Abbildung 5. bei denen das Moment quadra100% Umrichter-Wirkungsgrade 90% UmrichterNennleistung: 97.5 kW 40% System-Wirkungsgrade 30% 0.

dass der Abfall des Systemwirkungsgrades bei kleinen Lasten nicht nur vom Motor herrührt. 5. Außerdem kann die Erregung mit Permanentmagneten erfolgen. Nebenschluss-. Zusätzlich sind in dem Diagramm auch noch die Wirkungsgrade der entsprechenden Umrichter eingetragen. Bedingt durch die Wirkungsweise des Pulswechselrichters weist die Speisespannung des Motors einen beträchtlichen Oberwellengehalt auf. Hieraus ist erkennbar. 5.5 %.64) Der Begriff des Schlupfes wird hier in Analogie zu der bei der Asynchronmaschine üblichen Definition gebraucht.und Wendepolmaschinen oder Kombinationen davon. sondern auch vom Umrichter.5.63) • Für die Abhängigkeit des Drehmomentes von der Drehzahl mit den Parametern Speisespannung. Somit gibt der Wert des Nennschlupfes Aufschluss über die Steifheit der Drehmomentcharakteristik über der Drehzahl.5 Gleichstrommotor Der Gleichstrommotor ermöglicht eine weitgehend stufenlose und verlustfreie Einstellung und Regelung der Drehzahl. Fremdschluss-.4. Vorwiderstand und Felderregung: m= u − nϕ ⋅ϕ sN (1 + rV ) (5. Es lassen sich folgende normierte Systemgleichungen aufstellen: • Für die Abhängigkeit des Drehmomentes von Ankerstrom und Felderregung: m = iAϕ (5. Daraus erklärt sich in erster Linie der Wirkungsgradabfall bei kleineren Drehzahlen.4 Elektrische Antriebssysteme 215 tisch und die Last kubisch mit der Drehzahl zurückgeht. Bei der Hälfte der Eckdrehzahl liegt die Belastung also nur noch bei 12. Dadurch entstehen zusätzliche Wirbelstromverluste (hauptsächlich im Eisen des Motors). Doppelschluss. je größer die Polpaarzahl der Maschine ist. Die daraus resultierende Verschlechterung des Wirkungsgrades ist umso ausgeprägter.39. Das Ersatzschaltbild und die wichtigsten Systemgleichungen für die Gleichstrommaschine zeigt Abb. entweder über den Ankerstrom oder über das Erregerfeld. . Je nach der Art der Zusammenschaltung von Anker.und Erregerwicklung wird unterschieden in Reihenschluss-.

zwei Bereiche: .40 ist das Kennfeld m(n) eines Gleichstrom-NebenschlussMotors angegeben.39. ähnlich wie bei der Drehzahlstellung der Drehstrom-Asynchronmaschine mittels Frequenzänderung. gibt es. Da sich hierbei die Ankerspannung und die Felderregung unabhängig voneinander variieren lassen. 5. 5. Ersatzschaltbild und Systemgleichungen des Gleichstrommotors In Abb.216 5 Stationäre Antriebe Abb.

0 0.4 1.4 1 . 5.8 0.0 0.2 0. dass die Erregung konstant auf ihrem maximalen Wert gehalten wird.8 0. Dies kann entweder durch einen zusätzlichen Vorwiderstand im Ankerkreis erreicht werden.5.6 Rel. Speisespannung u: (mit rV = 0) 0.8 0.4 1.2 1. ist jedoch verbunden mit erheblichen Stromwärmeverlusten im Vorwiderstand. Vorwiderstand rV: (mit u = 1) 8 0 0 0 4 12 Rel. Drehmoment 1. 0.6 0. oder aber durch Reduzieren der Speisespannung.5 2 Abb. Ankerstrom i2. Erregung ϕ: (mit u = 1) 0.8 0. In jedem Fall ist dabei vorausgesetzt. weshalb diese Methode der Drehzahlstellung heute kaum mehr angewendet wird. 8 1.8 0.6 0. Das Zuschalten eines Vorwiderstandes macht die Drehmomentcharakteristik weicher.6 1.2 0.4 Rel.5 0.: A0 1.2 0 0 0.4 Elektrische Antriebssysteme 217 • Im Grundstellbereich ist die Ankerspannung gegenüber der Nennspannung reduziert (Ankerstellbereich).8 0.4 0.6 0. Drehzahl 1.8 0.2 0.0 0.8 Nenn-Punkt 1.40. 0.6 0.2 Rel. 6 1 0 0 20 0.2 6 6 16 Rel.8 1.6 0. Dagegen bleibt beim Herabsetzen der Ankerstellbereich (mit ϕ = 1) 2 Feldstellbereich (mit u = 1) 26105-D-07 26105-D-07 1. Momenten-Kennlinien des Gleichstrom-Nebenschluss-Motors .5 1 Rel.

Bahnbetrieb. Zwischen dem Drehmoment und dem Motorstrom besteht ein fester Zusammenhang. Hebezeuge oder Lüfter. des weiteren durch Probleme bei der Kommutierung begrenzt. Abb. Nimmt man. Abb. Da der Ankerstrom auch die Erregerspule durchfließt. Förderanlagen.218 5 Stationäre Antriebe Speisespannung in einem leistungselektronischen Stellglied die Steifheit der Drehmomentcharakteristik unverändert. z. die unabhängig vom Grad der Belastung eine möglichst konstante Drehzahl erfordern. Zum Anlauf ist meist eine Strombegrenzung erforderlich. • Im Feldstellbereich wird bei voller Ankerspannung das Erregerfeld geschwächt. mithin also die abgebbare Leistung. Das resultierende typische „Reihenschluss-Verhalten“ zeichnet sich aus durch hohes Anzugsmoment und eine „weiche“ Charakteristik (geringe Drehzahlsteifheit) im stationären Betriebsbereich. Scheren. wird durch ihn das Erregerfeld bestimmt. unabhängig von der Drehzahl. als Antrieb für Werkzeugmaschinen. s. Er wird für Antriebe wie beispielsweise Walzstraßen. Nimmt man im Falle eines eigengekühlten Motors an. cE ist also nicht mehr konstant (vgl. Pressen. so bleibt das Produkt aus Drehzahl und Drehmoment. und die Verluste erhöhen sich nur unwesentlich. . Die maximal zulässige Drehzahl liegt im allgemeinen beim 2. für Fahrzeuge. daher kann er stets mit dem Nennmoment belastet werden. Bei größeren Strömen macht sich gemäß der Magnetisierungskennlinie eine Sättigung bemerkbar.39). 5. Der Gleichstrom-Reihenschluss-Motor weist ein andersartiges Kennfeld auf. Der Doppelschlussmotor besitzt sowohl eine Nebenschlusswicklung zur Begrenzung der Leerlaufdrehzahl als auch eine Reihenschlusswicklung zur Erhöhung des Anzugsmoments. Nebenschlussmotoren besitzen eine hohe Drehzahlsteifheit auch bei größeren Laständerungen und sind damit für Antriebe geeignet. dass die zulässige Verlustwärme proportional zur Drehzahl ist. den Nennstrom als höchstens zulässig an (Fremdkühlung). B. so geht das zulässige Lastmoment mit der Wurzel der Drehzahl zurück. die betrieblich entlastet werden können. Bei einem fremdgekühlten Motor ist auch bei verkleinerter Drehzahl der volle Ankerstrom zulässig. Sie sollten wegen der Gefahr des „Durchgehens“ nicht für Antriebe verwendet werden. konstant. 5.41. z.bis 4-fachen der Nenndrehzahl und ist in erster Linie durch die Fliehkräfte im Anker. Die Drehzahlsteifheit des Motors wird im Feldstellbereich etwas kleiner. Reihenschlussmotoren sind daher geeignet für Schwerlastanlauf. Stanzen eingesetzt. Damit verbunden sind besonders günstige Bedingungen hinsichtlich einer vorübergehenden Überlastbarkeit. B.

5.4 Elektrische Antriebssysteme 2 219 26372-B-07 26372-B-07 1.4 0.4 0. 5.6 1.1 Universalmotor Beim Universalmotor handelt es sich um eine Kommutator-Reihenschlussmaschine. 35 Nach (Langgaßner 2001) .5 2 Abb.4 0 0 .6 Kleinmotoren 35 Tabelle 5. ihre technischen Daten und die wichtigsten Anwendungen.4. Speisespannung u: 0.2 0 0 0 0.8 1 1 0. Drehmoment 1.4 1. Strom 1 1 0. die zur Verringerung der Wirbelstromverluste im Stator bei Wechselstrombetrieb im Unterschied zur Gleichstrom-Reihenschlussmaschine auch einen geblecht ausgeführten Stator aufweist.8 0.4.6 .2 Rel.2 Nenn-Schlupf sN Nenn-Punkt Rel.6 0.5.2 0.8 1.41.8 Rel.2 0.5 1 Rel. Drehzahl 1.6.2 0.4 1. Momenten-Kennlinien des Gleichstrom-Reihenschluss-Motors 5.5 gibt eine Übersicht über die Bauarten von Kleinmotoren.6 0.

die bis zu 40000 U/min erreichen kann (Staubsauger) und die leichte Drehzahlverstellmöglichkeit über einfache Phasenanschnittsteuerung (Triacsteller). Tabelle 5.42 (oben) mit einer möglichen Triacschaltung zur Drehzahlveränderung gezeigt. Der Triacsteller eignet sich somit zur Ansteuerung der positiven und der negativen Halbwelle. Wäschetrocknertrommel. . symmetrisch unsymmetrisch 4 bis 30 45 bis 60 % 100 bis 300 bis 100 bis 40 % bis 25 % Nachteile sind der Verschleiß der Kohlebürsten des Kommutators. Die Triacschaltung übernimmt dabei die Aufgabe der effektiven Spannungsreduktion. Handwerksmaschinen. der dadurch in den leitenden Zustand versetzt wird und somit um den sog. Das Schaltungsschema des Universalmotors ist in Abb. Bei Überschreiten einer Schwellenspannung am Kondensator schaltet der Diac die Kondensatorspannung an den Triac durch. Motorart Universalmotor Kleinmotoren (Übersicht) Leistung [W] Wirkungsgrad Anwendung (Haushalt) bis 2000 45 bis 70 % Staubsauger.5. Waschmaschinentrommel Rasenmäher. 5. Aufgrund des Reihenschlussverhaltens entwickeln Universalmotoren ein hohes Anlaufmoment. größere Pumpen. Der Triac geht beim nächsten Stromnulldurchgang wieder in den Sperrzustand über und wird in der folgenden Halbwelle über die Steuerspannung in der Gegenrichtung gezündet. Über den variablen Widerstand kann die Aufladungszeit des Kondensators eingestellt werden. Zündwinkel phasenverzögert den Stromfluss im Motorkreis zulässt. Heizungsumwälzpumpe kleine Pumpen Wäscheschleuder. Dunstabzug kleine Pumpen Kondensatormotor 30 bis 1000 35 bis 70 % PermanentmagnetSynchronmotor Spaltpolmotor. Kühlaggregate. die zusätzliche Entstörmaßnahmen erfordern und der durch den Kommutator bedingte erhöhte Herstellungsaufwand. die vom Kommutator ausgehenden Funkstörungen.220 5 Stationäre Antriebe Hauptvorteile sind die variable und von der Netzfrequenz unabhängige Drehzahl.

6 0. Nähmaschine). Charakteristisch ist das Reihenschlussverhalten des Drehmomentes. Im Hausgerätebereich werden sie daher insbesondere in Waschmaschinen wegen der großen Drehzahlbandbreite für Waschen-Schleudern und in Staubsaugern aufgrund der für die Effizienz des Lüfterrades günstigen hohen Drehzahlen von weit über 10000 U/min eingesetzt. Das typische Betriebsverhalten eines Universalmotors bei Wechselstrombetrieb ist in Abb. wobei aufgrund des Wechselstromes die elektrische Leistungsaufnahme im Bereich niedriger Drehzahlen abweichend vom Verhalten der Gleichstromreihenschlussmaschine wieder sinkt. 5. Schaltungsschema und Kennlinien eines Universalmotors Neben dem Triacsteller werden auch pulsweitenmodulierte Schaltungen zur Drehzahlstellung eingesetzt.3 0.42 (unten) dargestellt.5 Wirkungsgrad .2 0.5.1 50 0 0 5000 10000 Drehzahl n in U/min 15000 0 20000 Abb.B.4 200 150 100 30093A01 0.42.4 Elektrische Antriebssysteme Schaltungsschema 221 L N Triacschaltung Ständer Läufer 30092A01 Kennlinien (Beispiel) 400 350 300 250 0. Daneben befinden sich Universalmotoren in zahlreichen Klein.7 Pel M η 0.und Hausgeräten (z. Drehmoment M in Nm Leistung P in W Pmech 0. Universalmotoren werden in Geräten mit Leistungen bis etwa 2 kW eingesetzt und kommen überall dort zum Einsatz. . Hauptvorteil dieser Schaltung liegt im ruhigeren Motorlauf aufgrund der sinusförmigen resultierenden Spannung. 5. wo variable Drehzahlen oder besonders hohe Drehzahlen erforderlich sind.

2 Kondensatormotor 5 Stationäre Antriebe Der Kondensatormotor.222 5.4. welches zu Drehmomentschwankungen während des Rotorumlaufes und zu sinkendem Wirkungsgrad führt. ein Einphasen-Asynchronmotor mit Hilfswicklung. Man unterscheidet bei Kondensatormotoren drei Funktionsweisen: • Am häufigsten wird die Betriebskondensatorschaltung ausgeführt. erhält man beim einphasigen Wechselstrom nur ein Wechselfeld. Dabei ist der Kondensator im Hilfszweig fest verschaltet und in der Regel so dimensioniert. • Da der Wirkungsgrad bei deutlicher Abweichung von der symmetrischen Auslegung im Betriebspunkt sinkt. welches jedoch wegen der nicht variablen Kondensatorkapazität nur für einen Betriebspunkt erreichbar ist. es können aber auch Widerstände oder Spulen verwendet werden. woraus sich die Bezeichnung Kondensatormotor ableitet. Um daraus ein zur kontinuierlichen Drehmomentbildung notwendiges Drehfeld erzeugen zu können. Während bei der Drehstrom-Asynchronmaschine durch die Phasenverschiebung in den drei Phasen und die symmetrische räumliche Anordnung der drei Wicklungen ein räumlich umlaufendes konstantes Drehfeld erzeugt werden kann. Im Gegensatz zur Drehstrom-Asynchronmaschine mit ihrer symmetrischen dreisträngigen Wicklung arbeitet die Einphasen-Asynchronmaschine mit einer Haupt. deren Funktionen bei identischer Ausführung durch externe Verschaltung beliebig vertauschbar sind. Bei nicht zu großen Anforderungen an das Anzugsdrehmoment stellt diese Schaltung einen günstigen Kompromiss zwischen Schaltungsaufwand und Wirkungsgrad dar. zeichnet sich durch robuste wartungsarme Bauart.und einer Hilfswicklung. zur Drehrichtungsumkehr. 5. wie in Abb.43 (oben) gezeigt. Analog zur geometrisch versetzten Anordnung der Hilfsspule erreicht man bei Phasenverschiebung der Ströme zwischen der Hauptund Hilfswicklung von ebenfalls 90° ein Kreisdrehfeld. geringe Drehzahlabhängigkeit bei Belastung und gutes Anlaufdrehmoment bei entsprechender Kondensatordimensionierung (Anlaufkondensatorschaltung) aus. dass sowohl ausreichendes Anzugsdrehmoment als auch annähernd symmetrischer Betrieb im Betriebspunkt erreicht wird.6. idealerweise räumlich um 90° versetzt zur Hauptwicklung angeordnet und mit einem zusätzlichen Element zur Phasenverschiebung versehen ist. wird für Einsatzbereiche mit hohem erforderlichen Anzugsmoment die Anlaufkondensatorschaltung bevorzugt. Bei dieser Schaltung wird der Kondensator wegen des maximalen . bedient man sich einer Hilfswicklung die. Die günstigsten Ergebnisse werden mit einem Kondensator erzielt. z.B. Bei Abweichung vom Auslegungspunkt ergibt sich ein elliptisches Drehfeld.

Schaltungsschema und Kennlinien eines Kondensatormotors Anzugsmoments überdimensioniert.und Wirkungsgradverhaltens dar. Nachteile dieser Schaltung sind der Aufwand für die Kondensatorabschaltung und der einsträngige Betrieb mit Wechselfeld.4 Pmech 30134B01 0. Der zweite Kondensator ist als Betriebskondensator fest verschaltet und kann optimal auf den Betriebspunkt abgestimmt werden. 5.B.43. Bei ihm sind zwei Kondensatoren im Hilfszweig parallel geschaltet. er wird nach Erreichen der Betriebsdrehzahl (z. Der Motor läuft dann als einsträngiger Wechselstrommotor weiter. wobei einer als Anlaufkondensator zur Drehmomentsteigerung dient und nach Erreichen der Betriebsdrehzahl weggeschaltet wird. weil das Anlaufdrehmoment zum Großteil vom Anlaufkondensator bereitgestellt wird.und Anlaufkondensator 223 L N Hauptwicklung 30094B01 Betriebskondensator Anlaufkondensatorschaltung Käfigläufer Hilfswicklung Kennlinienbeispiel eines Kondensatormotors mit Betriebskondensator 700 600 Leistung P in W 500 400 300 Nennleistung 200 100 0 Pel M η 1 0. Diese Lösung stellt das Optimum hinsichtlich des Anlauf.2 0 3000 0 1000 2000 Drehzahl n in U/min Abb.5. • Die Vorteile beider Schaltungen verbindet der Doppelkondensatormotor. Drehmoment M in Nm . Wirkungsgrad η .8 0.6 0.4 Elektrische Antriebssysteme Schaltungsschema mit Betriebs. durch Fliehkraftschalter oder Zeitschalter) weggeschaltet. ist aber auch mit dem höchsten Schaltungsaufwand verbunden.

ein Eigenanlauf ist somit nicht möglich. Der Verlauf des Drehmomentes weist dabei typisch asynchronen Charakter auf. dann bildet sich bei einer bestimmten Kapazität und Belastung wie bei der Drehstrommaschine ein Kreisdrehfeld. weil nun aufgrund der räumlichen Anordnung der Wicklungen und der Phasenverschiebung zwischen den Wicklungen ein umlaufendes Drehfeld gebildet wird. Drehmoment/Drehzahl-Kennlinien eines Kondensatormotors bei Variation der Kondensatorkapazität Ausgehend vom offenen Hilfszweig. zeigt die Kennlinie (0 μF) das typische Verhalten eines Asynchronmotors bei einphasigem Betrieb mit einem Wechselfeld.224 5 Stationäre Antriebe Neben der konstruktiven Gestaltung hat die Dimensionierung der Kapazität(en) im Hilfszweig entscheidenden Einfluss auf das Betriebsverhalten und den Wirkungsgrad des Kondensatormotors.44 näher erläutert werden.h. die gegenlaufende Komponente des Wechselfeldes mit ihrem schwächenden Einfluss auf das Drehmoment entfällt. 5.75 20 µF Drehmoment M in Nm 0.44. Befindet sich im Hilfszweig ein Kondensator. Am Beispiel eines Umwälzpumpenmotors sollen diese Zusammenhänge in Abb. liefert der Motor im Stillstand kein Drehmoment. 0. d. Da dieses Wechselfeld in zwei gegensinnig umlaufende Drehfelder halber Amplitude zerlegt werden kann. so entwickelt der Motor zunächst mit zunehmender Kapazität ein steigendes Anlauf. Bei klein dimensioniertem Kondensator handelt es sich zunächst um ein elliptisches Feld mit Übergewicht in Richtung Hauptwicklung. Wird die Kondensator- . Sobald der Motor in einer Richtung dreht. 5. überwiegt die jeweils mitlaufende Komponente des Drehfeldes die gegenlaufende und der Motor liefert ein treibendes Drehmoment in Drehrichtung.und Betriebsdrehmoment. Vergrößert man die Kapazität.5 10 µF 0.25 0 µF 0 0 1000 Drehzahl n in U/min 2000 30095C01 3000 Abb.

4. 60 % und Heizungsumwälzpumpen mit lediglich maximal etwa 35 %. Aufgrund der hohen Ströme im Hilfszweig ist in diesem Bereich kein Dauerbetrieb mehr möglich. Die erreichten Wirkungsgrade (gemessene Bestwerte) hängen stark von der Anwendung ab: • • • • • Bis zu 70 % bei Kühlaggregatantrieben.6. sukzessive zugunsten eines nebenschlussähnlichen Verhaltens verloren. jedoch nun mit Übergewicht in Richtung Hilfswicklung. Aufgrund des hohen Energieverbrauchs für den Bereich Kühlen und Gefrieren kommt diesen Antrieben die größte Bedeutung auch beim möglichen Einsparpotenzial zu. Im Haushaltsbereich sind dies leistungsstärkere Pumpenantriebe (z. 5.3 Permanentmagnet-Synchronmotor Permanentmagnet-Synchronmotoren ersetzen heute immer mehr die wirkungsgradschwachen Spaltpolmotoren. Die Betriebsdrehzahlen der üblicherweise zweipolig ausgeführten Motoren variieren schlupfabhängig zwischen 2100 und 2900 U/min. Der asynchrone Charakter geht dabei. Aufgrund des Wegfalls der Läuferinduktion erreichen Permanentmagnet-Synchronmotoren relativ hohe Wirkungsgrade (maximal zwischen 45 und 60 %). . Umwälzpumpenantriebe in Geschirrspülern mit ca.B.5. Diese Schaltung kommt wegen des hohen Anlaufmoments lediglich als Anlaufkondensatorschaltung mit kurzer Überlastung des Motors in Frage. nimmt das Drehfeld wieder elliptische Form an. Umwälzpumpe einer Spülmaschine) drehzahlkonstante Trommelantriebe (Wäschetrockner) und vor allem die Kompressorantriebe in Kühl.44 zeigt.4 Elektrische Antriebssysteme 225 kapazität weiter erhöht. hat jedoch den Nachteil eines geringeren Anlaufmoments. Kondensatormotoren werden heute insbesondere für drehzahlkonstante Anwendungen eingesetzt. Das bedeutet geringere Stromwärmeverluste im Läufer und somit besseren Wirkungsgrad. desto geringer ist der Läuferschlupf bei gegebener Motorbelastung. Eine möglichst widerstandsarme Läuferauslegung ist somit aus energetischer Sicht anzustreben. 5. Lüfterantriebe in Wäschetrocknern mit 45 bis 69 %. Der Leistungsbereich dieser Motoren reicht von rund 30 W in Heizungsumwälzpumpen bis über 1000 W im elektrischen Rasenmäher. Trommelantriebe in Wäschetrocknern mit bis zu 64 %.und Gefriergeräten. wie die Kennlinie für 20 μF in Abb. Je kleiner der ohmsche Widerstand in den Leitern des Kurzschlussläufers ist.

45 (unten) ist die mechanische Leistung über der elektrischen Leistung aufgetragen. Aufgrund der relativ hohen Reibungsverluste des Gesamtsystems (Motor und Arbeitsmaschine) ist eine beträchtliche elektrische Mindestleistung für den Leerbetrieb erforderlich. Eine charakteristische Kurve liefert bei konstanter Drehzahl der Zusammenhang von elektrisch aufgenommener Leistung zu abgegebenem Drehmoment bzw. Schaltungsschema L N 30096A01 Kennlinien (Beispiel) 18 15 Leistung Pmech in W 12 9 6 3 0 0 5 10 15 20 25 Leistung Pel in W 30 35 30097A01 S Läufer permanenterregt N Spule 60 η 50 Pmech 40 30 20 10 0 Wirkungsgrad η in % 40 Abb. Nach Überschreiten des Grenzwinkels reißt die mechanische Leistungsabgabe abrupt ab. mechanischer Leistung.h. Der mit einem Permanentmagnet erregte Läufer liegt im Wechselfeld des von der Primärspule umschlossenen Eisenjochs. sehr einfach und kommen daher einer Massenfertigung sehr entgegen. In Abb. . 5. Mit steigender Belastung verhält sich der Verlauf der Belastungskurve annähernd proportional zum Sinus des Polradwinkels im Bereich 0 bis 90°.226 5 Stationäre Antriebe Aufbau und Funktionsweise sind. 5.45. wie im Motorschema in Abb. d. 5. Die Stabilitätsgrenze ist im Beispiel am Ende der Kennlinie bei Pel = 40 W erreicht. wobei die mechanische Leistungsabgabe bereits vor dem Erreichen der Stabilitätsgrenze bei 90° bereits wieder leicht zurückgeht. Schaltungsschema und Kennlinien eines Permanentmagnet-Synchronmotors Das Betriebsverhalten des permanenterregten Synchronmotors ist aufgrund der synchronen Drehzahl nicht als Drehzahl-Drehmomentkurve darstellbar. der Motor fällt außer Tritt.45 (oben) ersichtlich.

Dadurch kann die Belastung im günstigsten Fall um nahezu eine Umdrehung verzögert werden. . lässt sich im stationären Betrieb nur eine relativ geringe Ausnutzung des Motormoments erreichen.und Bremsvorgang. Ist aufgrund der Stellung des Rotors der Anlaufwinkel zu klein oder das Trägheitsmoment zu groß.5.4 Elektrische Antriebssysteme 227 Nachteil dieses Motortyps ist das schlechte Anlaufverhalten unter Last.6.h. der Motor schwingt lediglich hin und her. Laugenpumpen in Waschmaschinen und Geschirrspülern oder Kondensatpumpen in Wäschetrocknern eingesetzt. weil der Läufer im günstigsten Fall innerhalb einer halben Umdrehung auf Synchrondrehzahl beschleunigt werden muss. 5. Permanentmagnet-Synchronmotoren werden im Leistungsbereich von 4 bis 30 W eingesetzt und arbeiten mit synchroner Drehzahl von 3000 U/min. bei der die zur Erzeugung des Phasenversatzes dienende Hilfswicklung in Form von Kurzschlussringen um Teilbereiche der Hauptpole ausgeführt ist.4 Spaltpolmotor Der Spaltpolmotor ist eine Sonderbauform der Einphasenasynchronmaschine mit Hilfswicklung. Sie werden insbesondere für kleine Pumpenantriebe. weil jetzt der gesamte Anlaufwinkel zur Verfügung steht. Da zudem die Ströme im Läufer ! einem symmetrisch aufgebauten Kurzschlussläufer mit Aluminiumkäfig ! hohe Stromwärmeverluste verursachen. Der geometrische Winkel ist allerdings aufgrund der Bindung der Spaltpole an die Ausdehnung der Hauptpole deutlich kleiner als 90°. Eine Verbesserung des Anlaufverhaltens erhält man durch Einbau eines Freilaufes der Motorwelle mit den Permanentmagneten gegenüber dem Pumpenrad. Da sich die Auslegung somit nach den Anlaufmöglichkeiten richten muss. erfolgt aber dann schlagartig. Bei zu großem Trägheitsmoment wiederholt sich der Beschleunigungs. da Fasern oder Haare bei Drehrichtungsumkehr wieder freigespült werden können und somit ein Selbstreinigungseffekt eintritt.B.4. sondern lediglich ein stark elliptisches Drehfeld erreichbar ist. wie z. d. Der Anlauf erfolgt nun in Gegenrichtung. Durch die Induktion eines Stromes im Kurzschlussring verzögert sich der Flussaufbau im Bereich des vom Kurzschlussring umfassten Polbereiches und liefert somit die zur Drehfelderzeugung notwendige Phasenverschiebung. wodurch kein Kreisdrehfeld. dann gelangt der Rotor nicht rechtzeitig vor dem Wechsel der Polarität des Ständerpoles aus dem Wirkungsbereich dieses Poles und wird dann wieder abgebremst und in Gegenrichtung beschleunigt. Der Name Spaltpolmotor leitet sich aus dieser Teilung des Hauptpoles in zwei Bereiche her. bleibt der Wirkungsgrad bei Spaltpolmotoren deutlich hinter dem aller anderen Motortypen zurück. Die Möglichkeit des Anlaufs in beiden Richtungen ist bei Verwendung in Laugenpumpen sogar erwünscht.

ist das von der dritten Oberwelle verursachte Sattelmoment. geometrische Anordnung) konnte eine weitgehende Unterdrückung dieser Einsattelung in Verbindung mit einer Wirkungsgradsteigerung von früher üblichen maximal 15 % auf etwa 25 % erreicht werden.228 5 Stationäre Antriebe Man unterscheidet beim Spaltpolmotor zwischen symmetrischer und unsymmetrischer Bauform. 5. 5. um jeweils einen kleinen Teilbereich des Hauptpoles gelegten Kurzschlussring aus massivem Kupfer und die unsymmetrische Anordnung der Ständerwicklung.46 (unten). die im Winkel des jeweiligen Polbereiches angeordnet sind. Charakteristisches Merkmal der Spaltpolmotorkennlinie. Schema eines unsymmetrischen und eines symmetrischen Spaltpolmotors L N Spulen 30098A01 Käfigläufer Kurzschlussringe 30100A01 Kennlinien (Beispiel) Leistung P in W. das insbesondere bei älteren Konstruktionen zu einer deutlichen Einsattelung des Drehmomentverlaufs im Bereich um 1000 U/min führt. Durch konstruktive Maßnahmen (mehrere Kurzschlussringe. 5. s.46 (oben links) zeigt den in einer Nut. In modernen Spaltpolmotoren findet man heute meist zwei Nuten mit Kurzschlussringen. dem namensgebenden „Spalt“. die aufgrund der luftspaltfernen Lage zudem erhöhte Streuflüsse aufweist.46. Der Aufbau des unsymmetrischen Spaltpolmotors in Abb. Drehmoment M in mNm 90 Pel 25 Wirkungsgrad η in % 20 60 M 30 15 10 η Pmech 5 30101B01 0 0 1000 2000 0 3000 Abb. Schema und Kennlinien des Spaltpolmotors . Abb.

5. wie in Abb. .46 (oben rechts) gezeigt. Wegen der besseren Flussführung und aufgrund der meist größeren Leistungen erreichen symmetrische Spaltpolmotoren deutlich bessere Wirkungsgrade bis knapp 40 %. Der Kennlinienverlauf unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der unsymmetrischen Bauform. durch die direkt an den Polen angebrachten Ständerwicklungen und die symmetrische Gestaltung der Flussführung im Ständereisen. Der Aufbau des symmetrischen Spaltpolmotors unterscheidet sich von der unsymmetrischen Ausführung. Symmetrische Spaltpolmotoren werden hauptsächlich im Leistungsbereich zwischen 100 bis etwa 300 W gebaut und beispielsweise als Lüfterantriebe für Dunstabzughauben und in Wäscheschleudern eingesetzt.4 Elektrische Antriebssysteme 229 Der unsymmetrische Spaltpolmotor wird vor allem als Pumpenantrieb in Wasch.und Geschirrspülmaschinen zum Abpumpen des Wassers in den Abfluss und als Lüfterantrieb im unteren Leistungsbereich bis 100 W eingesetzt. Die Ausführung mit Streunuten findet man nur bei Motoren kleinerer Leistung zur Verbesserung des Drehfeldes. Die Kurzschlussringe sind in der Regel heute je Pol doppelt ausgeführt.5.

aber auch von 1970 bis 1993 ist noch eine Steigerung der Verkehrsleistung um 70% erkennbar. Verkehrsleistungen im Personen.1 Verkehrsaufkommen und Energieverbrauch Maßgebend für die Entwicklung des Endenergieumsatzes im Verkehr sind die Verkehrsleistungen im betrachteten Zeitraum sowie der spezifische Energiebedarf der einzelnen Verkehrsmittel. dessen Anteil . Pkm im Jahr 1993 entspricht einem Faktor 3. 6.1. dabei ist die Zunahme bis 1970 besonders ausgeprägt.6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) 6. Der Anstieg von 250 Mrd.und Güterverkehr der BRD über einen längeren Zeitraum dargestellt.1 ist die Entwicklung der Verkehrsleistungen im binnenländischen Personen.1. Die bedeutendste Rolle im Personenverkehr spielt der PKW. Nur in den Jahren der beiden Ölpreiskrisen sind leichte Rückgänge zu beobachten. Straßenfernverkehr Eisenbahnen Binnenschifffahrt 1960 196 1965 1970 1975 1965 1970 1975 0 1980 1985 1980 1985 Jahr 1990 1990 1995 1995 Abb.1 Entwicklung der Verkehrsleistung In Abb 6. Pkm im Jahr 1960 auf etwa 750 Mrd. 6.und Güterverkehr der Bundesrepublik Deutschland (alte Bundesländer) Die Verkehrsleistung im Personenverkehr ist seit 1960 fast durchweg gestiegen.

5%) für 16 1000 km 14 Personenkilometer pro Einwohner 12 10 8 6 4 2 0 1965 © IfE. Abb 6. Straßenbahnen und Eisenbahnen kann zwar ein leichter Anstieg der Absolutwerte der Verkehrsleistung verzeichnet werden. Verkehrsleistung je Einwohner im deutschen Personenverkehr .503 km (39.280 km (etwa 20%) für den Beruf.5%) für Freizeit und 969 km (8. in dem die Personenkilometer pro Einwohner aufgegliedert sind nach Verkehrszweck. 513 km (4.400 km. wenn auch der Anteil trotz beträchtlicher Zuwachsraten noch klein ist.5%) für geschäftliche Zwecke.5%) für die Ausbildung. 4. 6. Dieselbe Entwicklung lässt sich beim Flugverkehr beobachten. Interessant ist der Vergleich mit Abb 6. Im Güterverkehr ist die Entwicklung deutlich unstetiger und bei weitem nicht so steil wie im Personenverkehr. 1.254 km (11%) für Einkäufe. so ergibt sich für den „Durchschnittsbürger“ 1993 eine insgesamt zurückgelegte Strecke von 11. ihr prozentualer Anteil am Gesamtwert ist jedoch beträchtlich gesunken. Der „Durchschnittsbürger“ verfuhr 1992 2. Die Steigerung der Verkehrsleistung konzentriert sich vor allem auf den Straßenverkehr und die Fernleitungen. Bei Bussen.2 . Straßenpersonenverkehr Motorisierter Individualverkehr 1970 1975 1980 1985 Jahr 1990 1995 2000 2005 Quelle: Verkehr in Zahlen 2007/2008 Abb. 52-122-C-08 Luftverkehr Eisenbahnen öffentl. s. 1.350 km im „motorisierten Individualverkehr“.232 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) an der Verkehrsleistung sowohl absolut auch relativ zugenommen hat.881 km (16. der Anteil des Flugverkehrs am gesamten Gütertransport ist vernachlässigbar. Bezieht man die Verkehrsleistung im Personenverkehr auf die Bevölkerungszahl.3. 700 km mit der Eisenbahn und 350 km mit dem Flugzeug. davon 9.2.000 km mit dem öffentlichen Straßenpersonenverkehr. 1.

Struktur der Verkehrsleistung im motorisierten Personenverkehr (Deutschland. allerdings weist sie einen stärkeren Zuwachs auf. Auf Einkäufe. danach bleibt der Wert ungefähr konstant.verkehr Straßenbahn & Bus Eisenbahn Flugzeug it ke hr sa rt . Indiv. s. Die sowohl in der Verkehrleistung als auch im Endenergieverbrauch beobachtete Verschiebung der Anteile der Verkehrsträger am Gesamtaufkommen geht Hand in Hand mit einer erheblichen Verschiebung des Anteils Be gle i Ur lau b Ve r au f Summe mot. 4500 4000 26532-A--07 26532-A 07 3500 Kilometer je Einwohner 3000 2500 2000 1500 1000 500 0 Be ru f Au sb ild un g Fr eiz e Ei nk tu ng Verkehr szweck Abb. Abb 6.2 Entwicklung des Endenergieverbrauchs Qualitativ ähnelt die Entwicklung des Endenergieverbrauchs.6. Gründe dafür liegen vor allem im Trend zu schwereren Fahrzeugen und größeren Motorleistungen. Verantwortlich dafür ist die um 1975 abgeschlossene Umstellung von Dampf auf Diesel und Strom.4 sehr stark jener der Verkehrsleistung. Verkehr Mot. 6.1 Verkehrsaufkommen und Energieverbrauch 233 Urlaub.3. Besonders groß ist die Senkung bis etwa 1975.1. Freizeit und Urlaub zusammen entfallen somit etwa 60% der gefahrenen Kilomter. Die Bundesbahn dagegen zeigt sowohl absolut als auch spezifisch einen eindeutigen Rückgang des Endenergieverbrauchs. obwohl in der Verkehrsleistung sehr wohl ein Zuwachs zu vermerken war. 2004) 6. Der spezifische Endenergieverbrauch bezogen auf die Verkehrsleistung erhöhte sich sowohl im Straßenverkehr (individual und öffentlich) als auch im Flugverkehr.

Endenergieverbrauch im Verkehr nach Verkehrsarten der festen und flüssigen Brennstoffe und der elektrischen Energie an der Energiebedarfsdeckung im Verkehrssektor. 52-121-C-08 Motorisierter Individualverkehr Straßengüterverkehr Luftverkehr Busse Schienenverkehr 0 1965 1970 1975 1980 1985 Jahr 1990 1995 2000 2005 Quelle: Verkehr in Zahlen 2007/2008 Abb.5. 52-315-A-08 2000 1500 1000 500 0 1960 1965 1970 1975 1980 Jahr 1985 1990 1995 2000 2005 Quelle: Verkehr in Zahlen 2007/2008 Abb. Abb 6. s.234 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) 900 TWh 800 700 Endenergieverbrauch 600 500 400 300 200 100 © IfE. Bedingt durch die Umstellung von Kohle auf flüssige Brennstoffe und elektrische Energie bei der Bahn. 6. ist der Einsatz fester Brennstoffe seit etwa 3000 PJ 2500 Endenergieverbrauch Biokraftstoffe Dieselkraftstoffe Vergaserkraftstoffe Flugkraftstoffe Strom Kohle © IfE.4. 6.5. Endenergieverbrauch im Verkehr nach Energieträgern .

der den größten Anteil der Biokraftstoffe ausmacht. die zur Überwindung der Fortbewegungswiderstände aufzubringen ist.1) . zu Wasser und in der Luft näher betrachtet werden. Der Verbrauch an Vergaserkraftstoffen verzeichnete Anfang der 90er Jahre seinen Höhepunkt mit über 50% des gesamten Endenergieverbrauchs und ist seitdem rückläufig.1. zu Wasser und in der Luft näher betrachtet werden. Diese Widerstände sollen nun im Folgenden speziell für die Fortbewegung zu Lande.1 Verkehrsaufkommen und Energieverbrauch 235 Mitte der 70er Jahre praktisch völlig verschwunden.1 Straßenverkehr Bei der Fortbewegung zu Lande spricht man beim Fortbewegungswiderstand meist vom Fahrwiderstand. Deshalb soll auch hier diese Bezeichnung verwendet werden.1 Fortbewegung zu Lande 6.6. Diese Widerstände sollen nun im Folgenden speziell für die Fortbewegung zu Lande. 6. Der Fortbewegungswiderstand setzt sich im Wesentlichen aus vier Komponenten zusammen: • Rollwiderstand • Luftwiderstand (Durchdringungswiderstand) • Steigungswiderstand (Hangabtriebskraft) • Beschleunigungswiderstand. 6. Der Rollwiderstand wird beim Abrollen des Rades auf einem Untergrund wirksam: FR = fR m g cos α S (6. als diejenige Energie definiert werden.2. Absolut ist der Dieselverbrauch auf fast das Fünffache des Wertes von 1960 angewachsen.2. Durch diese Umstellung und durch die Zunahme des Dieselantriebs im Straßenverkehr erhöhte sich der Anteil von Dieselkraftstoff (aus Mineralöl)im betrachteten Zeitraum von 25% auf fast 43 % des gesamten Endenergieverbrauchs.2 Physik der Fortbewegung Unabhängig von den verschiedenen Antriebsarten kann die Nutzenergie. die zur Fortbewegung notwendig ist. Hinzu kommt ein zunehmender Anteil an Biodiesel.

die durch die Walkarbeit entstehen und im Reifen sowie dem Straßenbelag in Wärme übergehen.4) Somit hängt der Luftwiderstand quadratisch von der Geschwindigkeit ab: FL = (6.236 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Er berechnet sich aus der Normalkraft des Fahrzeugs zum Untergrund (unter Berücksichtigung des Steigungswinkels αS) und dem Rollreibungsbeiwert fR. Auf fester. • dem Staudruck pS. der mit dem Quadrat der Relativgeschwindigkeit vrel wächst: 1 2 pS = ρL vrel (6. Bei sehr weichen Böden.6) Im Gegensatz zu Rollreibungs. Schnee oder losem Sand nimmt er beträchtlich zu.2) • der Querspantfläche AQ als projiziertes Schattenprofil des Wagens in Fahrtrichtung. Den größten Anteil haben im Allgemeinen die Formänderungsverluste der Reifen.und Luftwiderstand kann der Steigungs- . der sowohl vom Straßenbelag als auch von der Bereifung abhängt.3) 2 Maßgeblich für den Staudruck ist die Geschwindigkeit des Fahrzeugs relativ zur Umgebungsluft. Der Einfluss der Plastizität der Fahrbahn ist auf hartem Untergrund gering. • dem Luftwiderstandsbeiwert cW. trockener Fahrbahn liegt der Rollreibungsbeiwert typischerweise zwischen 0.015 und 0.5) Bei höheren Geschwindigkeiten stellt der Luftwiderstand den dominierenden Anteil am Fahrwiderstand dar. der von der aerodynamischen Formgebung der Karosserie abhängt. Der Luftwiderstand errechnet sich aus: FL = AQ cW pS und ist proportional zu (6. Die Relativgeschwindigkeit vrel ergibt sich also aus der Fahrtgeschwindigkeit vF und der Windgeschwindigkeit vW (beide in Fahrtrichtung positiv gezählt): vrel = vF − vW 1 2 ρ L AQ cW vrel 2 (6.020. Der Steigungswiderstand resultiert aus der Hangabtriebskraft: FS = m g sin α S (6. so dass die Widerstandskraft bis zu 15% des Fahrzeuggewichtes betragen kann.

6 im ersten Gang. mit m: Fahrzeugmasse in kg vF : translatorische Beschleunigung in m/s² • den rotatorischen Widerstand (6.10) Eine entsprechende Vortriebskraft muss über die Antriebsräder aufgebracht werden. nämlich wenn bei Gefälle der Steigungswinkel αS negativ ist.rot = mit JR: JM: i: r: J R + i2 JM J + i2 J ω = R 2 M vF . Der Beschleunigungswiderstand resultiert daraus. Dabei liefert der Antrieb eine Fortbewegungsleistung PF.0. dynamischer Antriebsradius = Abstand zwischen Radachse und Fahrbahn. dass die Trägheit einer Masse ihrer Beschleunigung entgegenwirkt.t = m vF . ω : Winkelbeschleunigung des Antriebsrades Zur überschlägigen Berechnung wird der rotatorische Anteil in Form eines dimensionslosen Zuschlags bei der translatorischen Komponente berücksichtigt: FB = m (1 + frot ) vF .7) FB.8) Massenträgheitsmoment der Räder.2 Physik der Fortbewegung 237 widerstand auch negativ sein. r r (6. (6.9) Der Zuschlagterm frot liegt beim PKW je nach Gang etwa zwischen 0. Dabei unterscheidet man zwei Komponenten: • den translatorischen Widerstand FB. Massenträgheitsmoment des Motors.6. Gesamtübersetzung zwischen Motor und Antriebsrädern.05 im vierten und 0. Der gesamte Fahrwiderstand ergibt sich somit zu FF = FR + FL + FS + FB . Bei einem LKW liegt er im ersten Gang bei etwa 2. (6. .

der vom Kurvenradius und der Fahrzeugbauart abhängt.1.9 ⋅ m ⋅ g + 0.7 ) ⋅ ( vF + 15 ) .2) aus der Relativbewegung des Fahrzeugs zur umgebenden Luft. (6. Zur Berechnung des Laufwiderstandes von Reisezügen wird bei der Deutschen Bahn i. • Eine zusätzliche Komponente ist der Impulswiderstand der Luftmassenströme durch das Fahrzeug zur Fahrmotorenkühlung. etc. Einige Unterschiede sind durch das System (Rad/Schiene) sowie die Traktionsart (Lokomotive/Waggon) bedingt. 0025 ⋅ m ⋅ g ⋅ vF 2 + 0. Der Laufwiderstand besteht seinerseits aus drei Anteilen: • Der Rollwiderstand (s.11) In dieser Zahlenwertgleichung bedeutet n die Anzahl der Wagen. Diese Zahlenwertgleichung lautet in vereinfachter Schreibweise: FLauf = 1. und dem Bogenwiderstand. der aerodynamischen Formgebung und der Länge des Zuges abhängig.2 Schienenverkehr 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Im wesentlichen entsprechen die physikalischen Gegebenheiten auf der Schiene denen auf der Straße.1)) wird beim Abrollen des Rades auf der Schiene wirksam und ist nur wenig abhängig von der Fahrtgeschwindigkeit. Bei der Bahn wird begrifflich zwischen Beschleunigungswiderstand und Bewegungswiderstand unterschieden. Der hierdurch bedingte Widerstand ist sehr klein gegenüber den anderen Komponenten. die Formel nach Sauthoff verwendet. Hinzu kommt der Reibungswiderstand in den Lagern der Laufachsen. den Laufwiderstand erhält man in N. Der Beschleunigungswiderstand ergibt sich analog zum Straßenverkehr aus der translatorischen Beschleunigung sowie der Beschleunigung der rotierenden Massen (Motoren.238 6. (6. (6. Klimatisierung etc. Der Streckenwiderstand besteht aus dem Neigungswiderstand. nichtangetriebene und angetriebene Radsätze. (6.). . der gemäß Gl. Der Bewegungswiderstand setzt sich aus dem Laufwiderstand und dem Streckenwiderstand zusammen.a.2. Er ist von der Querspantfläche.06828 ⋅ ( n + 2.6) dem Steigungswiderstand im Straßenverkehr entspricht. die Zugmasse m ist in t und die Fahrgeschwindigkeit vF in km/h einzusetzen. Gl. • Der Luftwiderstand ergibt sich nach Gl.

10% zusammen.2.B. der auf die Schiffsoberfläche wirkt.6). Abb 6. Es wirken zwei aerodynamische Kräfte: entgegen der Bahnrichtung der Strömungswiderstand und senkrecht dazu der Auftrieb. Für horizontale Flugrichtung muss der Auftrieb genau die Gewichtskraft des Flugzeugs kompensieren. 2 (6.12) mit ρL: Dichte der Luft vF: Fluggeschwindigkeit A: Fläche des Tragflügels (von oben gesehen).2. Bei Schnellbooten kann er bis zu zwei Drittel des gesamten Fortbewegungswiderstandes ausmachen. Dabei darf der Anstellwinkel einen gewissen Wert von z. 25 % bei langsamen Schleppkähnen bis ca. Der Auftrieb eines Tragflügels entsteht durch die Druckdifferenz zwischen der Saugseite (oben) und der Druckseite (unten) und errechnet sich nach FA = ca ρ L 2 vF A. Wegen der komplexen Abhängigkeit von der Geschwindigkeit wird der Wellenwiderstand meist experimentell ermittelt.2 Fortbewegung zu Wasser Bei der Fortbewegung eines Wasserfahrzeugs sind nach (Eck 1974) Zähigkeitswiderstand und Wellenwiderstand zu überwinden. 75% bei Schnellbooten) und dem Ablösungswiderstand in Höhe von ca. 12° nicht überschreiten. über diese Fläche.6. 6. Der Auftriebskoeffizient ca ist praktisch im gesamten zulässigen Betriebsbereich linear abhängig vom „Anstellwinkel“. Der „Zähigkeitswiderstand“ setzt sich aus dem Reibungswiderstand (von ca. Unter dieser Voraussetzung muss also folgen- . da sonst die Strömung an der Oberseite des Tragflügels abreißt und damit der Auftrieb zusammenbricht.2 Physik der Fortbewegung 239 6.3 Fliegen Im Horizontalflug ist zusätzlich zum Strömungswiderstand der Luft die Gewichtskraft des Flugzeugs zu überwinden. Der „Wellenwiderstand“ resultiert aus der Wasserverdrängung und entspricht dem Integral des Normaldrucks durch Wellenbildung. also dem Winkel zwischen der Flügelsehne und der Bewegungsrichtung des Flugzeugs (s.

desto größer muss also der Anstellwinkel sein.i der Tragflügel entsteht durch die Wirbelbildung an den Flügelenden: v2 FW.bzw.0 ∝ vF . 6.min FW.13) 2 Der Koeffizient des induzierten Widerstandes.i. dass bei Horizontalflug der induzierte Widerstand Fw. Auftrieb und Stömungswiderstand beim Horizontalflug der Zusammenhang zwischen Auftriebskoeffizient und Fluggeschwindigkeit -2 gelten: ca ∝ vF .opt Fluggeschwindigkeit vF 0 -6° 6° Anstellwinkel 12 ° Abb. .i ∝ (Induzierter Widerstand) 1 2 vF (Druckwiderstand) 0 vF.i ρ L F A .6.0 + FW.0 ∝ vF FW. Je kleiner also die Fluggeschwindigkeit.i umgekehrt propor-2 tional zum Quadrat der Fluggeschwindigkeit ist: FW.i ∝ ca ∝ vF . Der Strömungswiderstand FW setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: • Der Reibungs. (6.240 Tragflächenprofil StrömungsWiderstand Anstellwinkel α 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) FW Profilsehne Bewegungsrichtung Auftrieb FA Auftriebskoeffizient ca Strömungswiderstand 26328-C-08 26328-C-08 1 Gesamter Strömungswiderstand FW = FW.2) und hängt somit im Wesentlichen wiederum proportional 2 vom Quadrat der Fluggeschwindigkeit ab: FW.i = cW. Daraus folgt.i ∝ vF .i 2 FW. hängt nach Prandtl 2 -4 quadratisch vom Auftriebsbeiwert ab: cw. cW. • Der induzierte Widerstand FW. Druckwiderstand FW0 des gesamten Flugzeugs entspricht dem Durchdringungswiderstand der Fortbewegung zu Lande gemäß Gl. (6.

2. Der resultierende Steigwiderstand kann analog zur Fortbewegung zu Lande nach Gl. so ergibt sich eine Darstellung wie in Abb 6. 10 26534-A-08 26534-A-08 Hubschrauber Fortbewegungswiderstand in N/kg 1 Fuß gän g er ö r st Ze Verk ehrs flug ze rer Kleinflugzeug ug (P rope ll er) m Ka je pf t 10 00 Fortbewegungsleistung in W/kg Fortbewegungsleistung in W/kg fahr Rad er W PK Verkehrsflugzeug (Jet) Pferd tzug Las 10 0 0. Im Steigflug muss der Schub gegenüber dem Wert bei Horizontalflug vergrößert werden. (6.01 10 Flussschlepper 100 Geschwindigkeit in km/h 1000 10 10000 Abb. Natürlich hängt der Wert dieser optimalen Geschwindigkeit bei einem bestimmten Flugzeug auch noch von diversen Einflussparametern wie Beladung und Flughöhe ab. gibt es daher für den gesamten Strömungswiderstand FW ein Minimum bei einer bestimmten Geschwindigkeit.6. Antriebsleistung und Transportleistung verschiedener Verkehrsmittel Bezieht man den Widerstand eines Körpers auf seine Masse und trägt ihn über der Geschwindigkeit auf.6) definiert werden. um die in Bahnrichtung wirkende Komponente der Schwerkraft zu kompensieren. in der auch die zur Widerstandsüberwindung und damit zur Fortbewegung erforderlichen Leistungen abgelesen und verschiedene Verkehrsmittel diesbezüglich verglichen werden können. die unter dem Aspekt des streckenspezifischen Energiebedarfs somit als "optimale" Fluggeschwindigkeit anzusehen ist.7 (Fiala 1987).4 Bewegungswiderstand. Der Steigwinkel der Flugbahn darf nicht mit dem Anstellwinkel verwechselt werden! 6.6 zu ersehen.1 oo t UB e Ei s n ah nb 0. Fortbewegungswiderstand und Fortbewegungsleistung verschiedener Verkehrsmittel .7.2 Physik der Fortbewegung 241 Wie aus Abb 6. 6.1 n Ha iff ch lss de 1 0. Außerdem gehen daraus die Geschwindigkeitsbereiche der einzelnen Verkehrsmittel hervor.

18) Der Momentanwert des spezifischen Energieverbrauchs ist wzu ( t ) = Pzu ( t ) vF ( t ) = FF ( t ) ηSys (6. (6.242 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Zur Fortbewegung muss die gesamte Widerstandskraft FF überwunden werden. Pzu. des Systems ergibt sich aus der Fortbewegungsleistung PF und dem Systemwirkungsgrad ηSys (siehe hierzu Kap.16) und der zurückgelegten Wegstrecke s = ∫ vF (τ ) dτ 0 t (6. kann man den Energieverbrauch auch auf Weg und Nutzlast beziehen: wzu mN . (6.15) Mit dem Energieverbrauch als Integral der zugeführten Leistung Pzu über der Zeit t: Wzu = ∫ Pzu (τ ) dτ 0 t (6. Der Kehrwert dieser doppelt bezogenen Kenngröße kann als Transporteffizienz bezeichnet werden. . 6.1): Pzu = ηSys PF . Diese Größe ist für ein gegebenes Verkehrsmittel unter sonst gleichen Bedingungen näherungsweise proportional zum Nutzlastverhältnis mN/m.14) Der Energieverbrauch pro Zeiteinheit.3. die Fortbewegungsleistung PF als Nutzleistung ergibt sich damit im Zeitpunkt t zu PF ( t ) = FF ( t ) vF ( t ) . s (6.19) Da die Nutzlast mN ! wie auch der Transportweg s ! eine bestimmende Größe der Energiedienstleistung "Transport" ist.17) ergibt sich der mittlere spezifische Energieverbrauch zu wzu = Wzu .

3 %) PV.6.mech PNV (Motor: mechanisch) PMot 3 kW (5 %) (Motor: Nebenverbraucher) (Zusatzverbraucher) 9 kW (15 %) (diffus) PZV PF PV.3 Technik der Antriebe 243 6. wirksam an den Naben der Antriebsräder zur Überwindung der Fortbewegungswiderstände .1 Energieflüsse im Otto.und im Dieselmotor Der Antrieb muss die mechanische Fortbewegungsleistung zur Verfügung stellen und außerdem den Leistungsbedarf der Nebenverbraucher decken. In Abb 6. Energieflüsse in einem PKW mit Ottomotor (Konstantfahrt mit 80 km/h) Die Kette der Energieflüsse ist durch folgende Glieder beschreibbar: PF Fortbewegungsleistung oder Fahrleistung.1 Technik der Antriebe Straßenfahrzeuge mit Verbrennungsmotor 6.2 %) Fahrleistung: 8. 6. Kraftstoffleistung: 60 kW (100 %) Pzu Entstehung 26103-A-00 26103-A-00 Verluste: 51.1.th (Motor: thermisch) (Abgas) 21 kW (35 %) (Wasserkühler) 6 kW (10 %) PV.3 kW (85.8 ist der Energiefluss eines Pkw der unteren Mittelklasse mit Ottomotor bei Konstantfahrt mit 80 km/h dargestellt.3 6.3 %) Pi 41 kW (68.3.3 kW (2.3.7 kW (14.5 %) Abführung vom Motor 20 kW (33.Ü (Kraftübertragung) 1.1.5 %) Abb.

mech „Innere“ oder „indizierte“ Leistung des Motors durch den Saldo der Kraftübertragung zwischen Arbeitsgas und Kolbenböden PV. .mech Mechanische Verlustleistung im Motor durch Reibung. Getriebe) PMot = PF + PV. da das Abgas aus der Auspuffmündung mit viel geringerer Temperatur austritt und somit der Anteil der diffusen Wärmeabgabe insgesamt größer wird.20) ist jeweils am größten bei mittleren Werten des Drehmoments und steigt mit wachsender Drehzahl.th Verlustleistung durch Wärmeübertragung vom Arbeitsgas an die Wandungen sowie durch die Abgasenthalpie (fühlbare. Kühlergebläse. Folgende Wirkungsgrade sind gebräuchlich: • Der „innere“ oder „indizierte“ Wirkungsgrad PV. Wasserkühler und diffuse Verluste beziehen sich auf den Motor (einschließlich Hilfsaggregate) als Bilanzraum. Lichtmaschine) PV. Öl und Kühlwasser. hauptsächlich in Form von CO.Ü Leistung am Motorabtrieb (üblicherweise an der Kupplung) Leistungsbedarf der Nebenverbraucher. Dagegen fallen die Anteile kinetischer Energie (aufgrund der Abgasströmung) und potenzieller Energie (aufgrund des Überdruckes im Abgaskrümmer) nicht ins Gewicht. die zum PNV Betrieb des Motors notwendig sind (Pumpen für Kraftstoff.244 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Übertragungsverluste durch Reibung im Antriebsstrang (Lager. in erster Linie zwischen Kolben und Zylinderwänden sowie in den Kurbelwellenlagern Pi = PMot + PN.Ü ηi = Pi Pzu (6.h. der überwiegende Rest ist die Verdampfungsenthalpie des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes. so ändern sich die Relationen wesentlich. d. sowie ein geringer Anteil an chemisch gebundener Energie. Etwa zwei Drittel der Abgasverluste sind fühlbarer Natur.V + PV. latente und chemische Anteile) Pzu = Pi + PV. Differential. Die Verluste des Motors werden hauptsächlich über den Kühler sowie über das Abgas abgeführt. Bei einem modernen Pkw-Ottomotor erreicht er Werte bis etwa 45 % im Bestpunkt. der Aggregate.th Zugeführte Leistung in Form chemisch gebundener Energie des Kraftstoffs. Betrachtet man hingegen das ganze Fahrzeug. Die drei Posten Abgas.

Im unteren Drehzahlbereich werden von heutigen Pkw-Ottomotoren bei maximalem Drehmoment Werte bis etwa 85 % erreicht.24) kennzeichnet die Effizienz des Gesamtsystems. da hiermit die Reibungsverluste überproportional ansteigen. • Der Gesamtwirkungsgrad des Motors ηMot = PMot = ηi ηmech Pzu (6. • Der „Systemwirkungsgrad“ ηSys = PF = ηMot ηü Pzu (6. Abb 6. Die Abhängigkeit des Wirkungsgrades eines Antriebs von den Betriebsparametern Drehzahl und Drehmoment kann in sogenannten „Muscheldiagrammen“ verdeutlicht werden.21) wird kleiner mit wachsender Drehzahl.23) liegt bei einem Pkw mit Schaltgetriebe üblicherweise zwischen 85 und 90 %. Abb 6.3 Technik der Antriebe 245 • Der „mechanische“ Wirkungsgrad ηmech = PMot Pi (6. . bei Automatikgetriebe wegen der höheren Verluste im hydraulischen Wandler etwas darunter. erhöht sich der mechanische Wirkungsgrad mit steigendem Drehmoment. • Der „Übertragungswirkungsgrad“ des Antriebsstrangs ηü = PF PMot (6.7-Liter-Turbo-Dieselmotor.9 zeigt ein entsprechendes Beispiel für ein Fahrzeug mit 1.6.8-Liter-Ottomotor.22) entspricht dem Produkt aus beiden Teilwirkungsgraden und wird häufig auch als „effektiver Wirkungsgrad“ ηe bezeichnet. Im praktischen Fahrbetrieb liegen die Werte üblicherweise zwischen 40 und 60 %. Die besten Werte von etwa 34 % bei modernen Pkw-Ottomotoren erreicht er bei mittlerer Drehzahl und nahezu maximalem Drehmoment. Da ferner die Reibungsverluste bei konstanter Drehzahl ebenfalls praktisch konstant sind.10 für das gleiche Fahrzeug mit 1.

10. Gang 10 % 0 0 1000 2000 3000 4000 5000 6000 I. Gang Min Motordrehzahl in min-1 Max Abb. M an G V. Motorkennfeld und Fahrwiderstände eines PKW mit Dieselmotor .12.12. G 20 % 15 % 20 II.246 180 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) 80 kW 90 70 6 60 kW 26469A05 26469A05 19. Motordrehzahl in min-1 Abb.9. 6. g W kW W 0k 30 k kW W kW 2 20 kW 10 k 34 % Motormoment in Nm η Mot = 33 % 32 % 31 % 30 % 28 % I V. bei der eine sichere Motorschmierung und Motorkühlung gewährleistet sein muss. ng Ga 25 % ang III.2005 k kW 4 40 5 50 W kW 160 140 120 100 80 60 40 nt me Mo ax. Motorkennfeld und Fahrwiderstände eines PKW mit Ottomotor Die Nenndrehzahl ist die zur Nennleistungsabgabe gehörige Drehzahl. 6.2005 19.

Das liegt zum einen an der schwereren Bauweise. Infolge der unterschiedlichen Auslegungen des Antriebsstranges liegt dabei der bevorzugte Drehzahlbereich beim Dieselfahrzeug niedriger (etwa zwischen 2. während im Falle des Ottomotors lediglich Wirkungsgrade von unter 20% bis maximal 28% erreichbar sind. Unter Berücksichtigung der immer wieder erforderlichen Beschleunigungsphasen kommen im durchschnittlichen Verkehrsgeschehen Betriebszustände in einem Leistungsbereich zwischen 10 und 20 kW besonders häufig vor. CNG-Fahrzeuge betrieben.1. Ebenfalls eingetragen sind die Linien des Widerstandsmomentes des betreffenden Pkw bei stationärer Fahrt in den Gängen I bis V.3. Beim Ottomotor ist dieser Verlauf wesentlich flacher als beim Dieselmotor.000 und 4.000 min!1). Zur Verbesserung der strömungsabhängigen Gemischbildung wird die Leerlaufdrehzahl bei modernen Einspritzmotoren meist auf einen etwas höheren Wert geregelt. In diesem Betriebsbereich reichen die Wirkungsgrade des Dieselantriebs von etwa 22% bis gut über 30%. Der Dieselmotor ist generell für geringere Drehzahlen ausgelegt. nämlich etwas über der Hälfte der Nennlast.6. Das gasförmige Erdgas wird dabei in Druckflaschen mitgeführt. zum anderen an der trägeren Verbrennungscharakteristik eines Motors mit Selbstzündung. so liegt das Wirkungsgrad-Optimum in demselben Teillastbereich. 300 bar Reichweiten von knapp unter 300 km. Dies ist das Kennzeichen einer als „elastisch“ empfundenen Motorcharakteristik.000 min!1) als beim Fahrzeug mit Ottomotor (etwa zwischen 3. bei dem dafür mit sinkender Drehzahl die zur Verfügung stehende Leistung deutlich weniger zurückgeht. Die Linien gleichen Motorwirkungsgrades weisen mit 34 bzw.2 Unkonventionelle Kraftstoffe Ottomotor mit Erdgasantrieb CNG (Compressed Natural Gas) Weltweit werden heute mehrere Millionen. Bei der Betankung unterscheidet man zwei Varianten: . Berücksichtigt man. 6. dass der Dieselmotor für eine geringere Leistung ausgelegt ist. Wegen seiner relativ geringen Energiedichte ergeben sich bei Tankdrücken von ca.3 Technik der Antriebe 247 Die Mindestdrehzahl für ruckfreien Motorlauf liegt meist bei etwa 600 bis 700 min!1. 35 % fast gleiche Werte für den Bestwirkungsgrad aus.000 und 3. Das maximale Motormoment ist abhängig von der Drehzahl.

und Benzinbe-trieb ist jederzeit möglich. 150 km Druck Regelelektronik Abb. sowie • Fast-Fill.250 km beträgt. Im Erdgasbetrieb ergibt sich dabei eine Leistungsminderung von rd. h. Derzeit werden Fahrzeuge mit Benzinmotor meist nachträglich für den Kraftstoff Erdgas um. der Druckminderer. 83 kg) 80 l.11. Kraftstoffsystem eines bivalenten Erdgasfahrzeuges Heute für den Individualverkehr eingesetzte Erdgas-Fahrzeuge werden fast ausschließlich bivalent mit Ottomotoren betrieben.. 3 bar Absperrventil Einspritzdüsen r h u f u z n i z n e B Für Ergasbetrieb nachgerüstete Komponenten 2-stufiger Druckminderer 200 bar / 7 bar / 1 bar u z / f u a n e b a g r o v t r e w l l o S Lambdasonde Gasverteiler und Einspritzdüsen g n l u h t s a i z e l h r e o t r o D M Luftzahl Auspuff Druckflasche (ca. gegenüber konventionellen Fahrzeugen nicht eingeschränkt. Die Komponenten des Umrüstsatzes sind im Wesentlichen eine Druckflasche.12). die im reinen Gasbetrieb etwa 200 . ein Umschalten zwischen Erdgas. Die Umrüstung eines Dieselfahrzeuges auf Erdgasbetrieb ist im Vergleich wesentlich aufwendiger. das mit einem kleinen Kompressor arbeitet und bis zu 6 Stunden braucht.248 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) • Slow-Fill.bzw. Man spricht dann von einem Fahrzeug im bivalenten Betrieb (s. Abb 6. 10 % gegenüber dem Benzinbetrieb und auch der Energieverbrauch liegt um wenige Prozentpunkte höher (Abb 6. Dadurch ist ihre Reichweite.11). 12 kg) Inhalt ca. 6. 80 l Reichweite ca. Einspritzdüsen und die Regelelektronik. dann jedoch momentan noch mit einer Einschränkung der Reichweite durch monovalenten Betrieb. .20 Nm³) Reichweite ca. Benzintank (ca. das durch eine Vorkomprimierung auf 200 bar wesentlich schneller ist. 200 bar (16. d.. nachgerüstet. 650 km Förderpumpe ca. wobei zusätzlich zu dem bereits bestehenden Kraftstoffsystem für Benzin ein weiteres für Erdgas installiert wird. Durch einen für den Einsatz von Erdgas optimierten Motor können diese Werte jedoch erheblich verbessert werden.

LNG wird daher kaum angewandt. gefolgt von Erdgas. Diese Tatsache in Verbindung mit der relativ weit vorangeschrittenen und weiter zunehmenden Dichte des Tankstellennetzes für Autogas.. die restlichen 40 % stammen größtenteils aus der Erdölverarbeitung in Raffinerien als Koppelprodukt. gestattet der Flüssiggastank durch den geringeren Betriebsdruck von etwa 8 bar eine relativ individuelle Formgebung sowie eine schnelle Betankung. Flüssiggas ist ein flexibel einsetzbarer Energieträger.und Gasfeldern und wird dort direkt gewonnen. veränderten Marktanforderungen kurzfristig Rechnung zu tragen. Diese unterschiedlichen Bereitstellungspfade für Flüssiggas bieten auch die Möglichkeit. davon 3. . 6. LPG (Liquified Petrolium Gas) Die weltweite Zahl von mit LPG (auch unter den Namen Flüssiggas oder Autogas bekannt) betriebenen Pkw liegt bei ca. Diesem Vorteil steht allerdings ein erhöhter Energieaufwand bei der Bereitstellung entgegen.u.3 Technik der Antriebe 60 kW 50 40 Radleistung im Benzinbetrieb 249 4. der bei der Erdgasund Erdölförderung sowie bei der Verarbeitung von Rohöl gewonnen wird.6. Rund 60 % des heutigen Flüssiggasabsatzes in der EU stammt aus Öl. Luftwiderstand 80 Geschwindigkeit 100 120 km/h 140 Abb. führt zu einer hohen Alltagstauglichkeit von LPG-Systemen.5 Mio.12. Gang auf dem Rollenprüfstand Leistung 30 20 10 0 40 60 Radleistung im Erdgasbetrieb Fahrwiderstandsleistung zur Überwindung von Rollreibungs. in Europa. Die Reichweite pro Liter Tankvolumen liegt bei LPG knapp 30 % unter Benzin und damit weit höher als die von CNG. Demnach ist Autogas momentan der führende Alternativ-Kraftstoff auf dem Pkw-Sektor. 9 Mio. Während ein CNG-Tank (Druckgasflaschen mit Betriebsdrücken von über 200 bar) in der Regel eine zylindrische Form aufweisen. Bibalentes Erdgasfahrzeug VW Caravelle T4: Maximale Radleistung und Fahrwiderstandsleistung LNG (Liquified Natural Gas) Die flüssige Form von Erdgas (LNG) hat den Vorteil einer großen Energiedichte und Reichweite.

Ottomotor mit Wasserstoff Moderne. Die Versorgung eines Fahrzeugs mit Wasserstoff kann entweder in der gasförmigen (GH2) oder in der flüssigen (LH2) Phase erfolgen.3 kWh/m³ i. wenn jeweils der gleiche Druck zugrunde gelegt wird. Die meisten davon befinden sich in Italien. je nach Anwendungsfall sind meist mehrere Einzelbehälter zu einer Speicherbatterie zusammen geschaltet. der unbedenklich in den atmosphärischen Kreislauf zurückgeführt werden kann. Der volumenbezogene Heizwert von Wasserstoff liegt mit 3.N. Mit verbesserten Materialien konnte auch der Betriebsdruck von mobilen Speichern von ursprünglich 200 bar auf 250 bar und bis zu Spitzenwerten von über 300 bar erhöht werden. auf rund 11. für bleifreies Benzin ausgelegte Otto-Motoren sind nach entsprechender Umrüstung auch für Wasserstoff einsetzbar. um 2/3 niedriger als bei Erdgas. England und Frankreich sowie der Türkei. sondern nur Wasserdampf. das der Kraftstoff Autogas ! bei entsprechenden finanziellen Anreizen ! bietet. zeigt die Häufigkeit von Autogastankstellen in anderen Teilen Europas. Zukünftig werden Werte bis zu 700 bar .250 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Das Potenzial. Die Tankinhalte reichen von 50 bis etwa 400 Liter. das Zündsystem und die Ladungswechseleinrichtungen. also vorwiegend in EU-Mitgliedsstaaten wie auch in direkten Nachbarländern Deutschlands. Gegenwärtig beläuft sich die Anzahl der europäischen Tankstellenstandorte. Ein großer Vorteil des Wasserstoffantriebs besteht darin.300. Modifiziert werden müssen die Gemischbildungsanlage. Gasförmiger Wasserstoff (GH2) Ein wesentliches Problem bei der Speicherung gasförmigen Wasserstoff ist die geringe volumetrische Energiedichte. die Autogas anbieten. Die Bildung von Stickoxiden als Reaktionsprodukte im Zylinderraum ist bei geeigneter Führung des Verbrennungsprozesses durch das Motormanagement wesentlich reduziert im Vergleich zur Verwendung herkömmlichen Vergaserkraftstoffes. Polen. dass bei der Umsetzung im Fahrzeugmotor keinerlei CO2-Emissionen auftreten. die sich aus 15 auf dem Dach montierten Einzelbehältern mit je 172 Litern zusammensetzen. den Benelux-Ländern. Die Entwicklung bei Wasserstoff-Druckspeichern geht von den bisher verwendeten Druckflaschen aus Stahl über Aluminium/GFK-Behälter hin zu leichteren Verbundwerkstoffbehältern. Diese beiden Konzepte unterscheiden sich wesentlich in den Techniken sowohl der Betankung als auch der Speicherung im Fahr-zeug. So wurden beispielsweise die am Flughafen München eingesetzten wasserstoffbetriebenen Vorfeldbusse mit Druckspeichern ausgerüstet.

) erhöhten Dichtigkeitsanforderungen genügen. die abgeführt und eventuell gespeichert werden kann. Mit optimierten Drucktanks aus Verbundwerkstoffen lassen sich derzeit maximale Speicherdichten von rund 2. Der Aufbau einer GH2-Tankstelle ist vergleichbar mit dem von ErdgasTankstellen. Bei Zufuhr von Wärme zerfällt das Hydrid in seine ursprünglichen Komponenten Metall und Wasserstoff. wenn zum Entladen Wärme zuzuführen ist. damit der Wasserstoff zur Betankung der Fahrzeuge in deren Druckbehälter auf einen Druck von 250 bar entspannt werden kann. sofern nicht eine Leitungsanbindung an eine zentrale Wasserstofferzeugung sinnvoll möglich ist. Wesentlicher Nachteil dieser Speichertechnologie ist das hohe Gewicht der Speichermaterialien. chemisch zu speichern. ist nur möglich. Ein Vorteil von Hydridspeichern besteht darin. der Druckspeicher und die eigentliche Zapfsäule.5 kWh/l realisieren (Schindler 1997). die ein Hydrid bilden.089 kg/m³ i.7 kWh/kg bzw.und Reinigungsanlagen zur Gaskonditionierung notwendig. spalten sich die Wasserstoffmoleküle auf und die Atome können sich an Zwischengitterplätzen dieser Metallhydride einlagern. so dauert die Befüllung des 2500-Liter-Druckspeichers eines Busses etwa 10 Minuten.6. Der eigentliche Betankungsvorgang geht dann sehr rasch vor sich. 0. so dass der Verdichter kontinuierlich in die Speicher einspeisen kann. dass der Speichervorgang selbst nicht verlustbehaftet ist. wenn die beim Laden anfallenden Wärme zwischengespeichert oder Verlustwärme (beispielsweise Motorabwärme) zum Entladen des Speichers genutzt wird.3 Technik der Antriebe 251 angestrebt.oder Biomassereformer oder eine Elektrolyseanlage vor Ort erfolgen. Der umgekehrte Vorgang. Energetische Aufwendungen fallen nur für die Temperierung an. das Entladen des Speichers. Die Versorgung einer GH2-Tankstelle kann über H2-Transportfahrzeuge. Die Druckspeicher sind üblicherweise in mehreren Speicherbänken ausgeführt. Die Kompression des Wasserstoffs erfolgt auf einen Druck von über 350 bar. Wenn der Wasserstoff unter dem dafür notwendigen Druck vorliegt. während aus einer anderen Speicherbank GH2 entnommen wird. über einen lokalen Erdgas. Diese Einlagerung ist ein Vorgang. bei dem Wärme frei wird. Wasserstoff mit Hilfe von speziellen Metalllegierungen. . Eine weitere Methode der Wasserstoffspeicherung besteht darin.N. wenn der Speicher wieder erwärmt wird. Der Verdichter ist üblicherweise mehrstufig ausgeführt und muss aufgrund der geringen Dichte von Wasserstoff (0. Hauptkomponenten einer GH2-Tankstelle sind der Verdichter. Zusätzlich sind eventuell Filter. allerdings ergeben sich Unterschiede in der technischen Ausführung aufgrund der unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften von Wasserstoff und Erdgas. Diese Verluste lassen sich reduzieren.

z. da bei Kombination mit einer Brennstoffzelle deutlich längere Betriebsdauern als mit herkömmlichen Batteriespeichern erreicht werden können. Ziel ist dabei eine hohe Speicherdichte unter Druck. Diese Technologie befindet sich noch im Bereich der Grundlagenforschung.und Ausspeicherung des Wasserstoffs ergibt sich aus den vorliegenden Druck.und Temperaturbedingungen in Verbindung mit Wasserstoff gebracht. es werden Zielwerte von bis zu 20% genannt.8 kWh/l) oder Vergaserkraftstoff (8. 2. wobei je nach verwendeten Materialien sehr große Bandbreiten der erforderlichen Werte auftreten können. Werden diese Materialien unter bestimmten Druck. Nanofasern sind Materialien. Sobald die Wasserstoffmoleküle in die Struktur aufgenommen werden. dass aufgrund dieser Prozesse Wasserstoff eine flüssigkeitsähnliche Charakteristik annimmt. Dabei entstehen geometrische Strukturen etwa in Röhren. die hergestellt werden. auch finden seit den 90er Jahren Versuche mit verschiedenen geometrischen Anordnungen der Strukturen statt (Rodriguez 1998). Die Ein. die zu Phasenübergängen und Kapillareffekten führen. 1999). Ein sehr weites Einsatzgebiet für diese Speichertechnologie könnte sich jedoch bei Informations. die eine sehr hohe Konzentration erlaubt. Heute gelten Werte von etwa 5 % Masse Wasserstoff pro Masse Speichermedium als gesichert.und Temperaturbedingungen.4 kWh/l zwar einen niedrigeren volumenbezogenen Heizwert als flüssiges Erdgas (5. finden starke Wechselwirkungen mit den Graphitwänden und anderen Nachbarmolekülen statt.5 kWh/l).B. Flüssigwasserstoff (LH2) Flüssigwasserstoff hat mit rd. indem kohlenstoffhaltige Gase zur Reaktion mit metallischen Oberflächen gebracht werden.und Kommunikationsgeräten ergeben. Viele Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Suche nach geeigneten Metallen und Legierungen. die gravimetrische Energiedich- .und Temperaturverhältnissen. womit sich die hohe Speicherdichte von Nanostrukturen erklärt. deren Fahrzeugtauglichkeit grundsätzlich nachgewiesen ist.oder Plattenform. Aufgrund der geringen massenbezogenen Speicherdichte werden die Chancen von Metallhydridspeichern für den mobilen Einsatz ! abgesehen von Nischenanwendungen. die sich durch ihre gleichartige Schichtstruktur mit Abständen im Nanometerbereich auszeichnen. so kann eine reversible Einspeicherung von gasförmigem Wasserstoff beobachtet werden. die nahe an den üblichen Umgebungsbedingungen liegen (Liu et al. für Gabelstapler ! derzeit eher als gering angesehen. Es wird angenommen. Eine noch nicht ausreichend erforschte Technologie ist die Verwendung von Nanostrukturen aus Graphit zur Speicherung von Wasserstoff. wie sie mit den Methoden der klassischen Thermodynamik nicht befriedigend erklärt werden können.252 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Seit den 80er Jahren werden Hydridspeicher für den Fahrzeugeinsatz entwickelt.

die Zapfsäule sowie die erforderlichen Armaturen und Leitungen. Zur Verflüssigung muss der Wasserstoff auf mindestens !253 °C abgekühlt werden. dass es während des Betankungsvorgangs beim Vorkühlen der Leitungen und der Tankkupplung zur Verdampfung von Wasserstoff kam. Das Umfüllen des flüssigen Wasserstoffs vom Speicher in den Fahrzeugtank kann entweder durch Pumpen erfolgen oder durch die Nutzung eines Druckgefälles zwischen Tankstellenspeicher und Fahrzeugtank.3 Technik der Antriebe 253 te liegt mit etwa 33 kWh/kg jedoch um den Faktor 3 über konventionellen Kraftstoffen. der dann über eine Rückleitung aus dem Fahrzeugtank an die Umgebung abgeblasen wurde. Die Erzeugungsform spielt für die energetische . das entspricht etwa einem Drittel des Heizwertes des Wasserstoffs. ! 253°C. Die Hauptkomponenten einer LH2-Tankstelle sind. Bei der letzten Entspannung auf Verflüssigungstemperatur wird nur ein Teil des Gasstromes flüssig. Die Abkühlung bis zur Verflüssigungstemperatur erfolgt in mehreren Stufen durch abwechselnde Verdichtung und Drosselung.h. Anschließend wird die Temperatur über den Joule-Thomson-Effekt mittels Drosselung weiter reduziert. vielleicht eines Tages auch in Flugzeugen. Daher stellt die Handhabung von flüssigem Wasserstoff sowohl beim Betanken als auch bei der Speicherung hohe Anforderungen an Sicherheit und Isolationstechnik von Rohrleitungen und Behältern. Das anfänglich aufgetretene Problem hoher H2-Verluste (Boil-Off) rührte daher. Alle Komponenten einer LH2-Tankstelle sind mit einer besonderen Wärmeisolierung versehen. Das Restgas wird zur Kühlung einer vorgelagerten Stufe verwendet und anschließend wieder komprimiert.6. der LH2-Speicher. 10 kWh je kg LH2 gerechnet. von Bedeutung. mit flüssigem Stickstoff bis auf etwa 80 K (etwa !190 °C) vorgekühlt. vielmehr kommt es infolge der Abkühlung eher zu einer Kondensation von Teilen der Gasphase. Die Herstellung von Wasserstoff kann aus fossilen oder aus regenerativen Energieträgern erfolgen. analog zu konventioneller Technik. Üblicherweise wird mit einem Stromverbrauch von rd. LH2 verdampft unter atmosphärischem Druck bei einer Temperatur von rd. Die Verflüssigung von Wasserstoff erfordert einen sehr hohen Energieaufwand. bei gleichzeitig hoher volumetrischer Energiedichte) zum Tragen und ist bei mobilen Anwendungen in Fahrzeugen. Bei Tankstellen nach dem Stand der Technik 1999 wird das LH2 vor der Befüllung auf so tiefe Temperatur gebracht. Dieser Vorteil kommt besonders bei Speicherung in flüssiger Phase (d.B. Hierbei wird das zu verflüssigende Gas in mehreren Stufen z. Durch das Einsprühen des Wasserstoffs in die Gasphase des Fahrzeugtanks wird ein Verdampfen vermieden. dass es kälter ist als der LH2-Inhalt des Fahrzeugtanks.

L nn 2 H e 2. diskutiert wird der Einsatz von Windenergie oder Wasserkraft für die elektrolytische Wasserzerlegung.E in H 2 le ne kt (N ro . Damit ist aus Gründen der Ressourcenschonung ! wie auch aus Kostengründen ! der direkte Einsatz von Erdgas im Fahrzeug vorzuziehen. 6. ra e ika lys bo -L ) e lri H .L ft . Allerdings sind solche Konzepte mit Kosten verbunden. grundsätzlich wäre auch der Weg über die Kohlevergasung denkbar. die erheblich über denjenigen einer konventionellen Kraftstoffversorgung liegen. rm ie ru Er ng dg .A E. Heute wird Wasserstoff überwiegend aus Erdgas-Dampfreformierung oder die partielle Oxidation von Erdöl erzeugt.L D) H El 2 ek tro Wi nd ly se kr .L aft H El W 2 ek a tro ss Pa lys er H ra G bo e kra Ü lr . für die Verflüssigung). der ebenfalls CO2-freien Kernenergie erforderlich. P ly f l y ar se rik se ab .( N Sc -A hi fri ff ka -L ) H El 2 ek St t r o ro m ly m se i -G xD H 2 0 R ef o . Ein anderes Bild ergibt sich für die Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse mit Strom aus regenerativen Energiequellen (incl.13 zeigt den kumulierten Energieaufwand (KEA) ausgewählter Prozessketten für die Wasserstoff-Bereitstellung aus verschiedenen konventionellen und erneuerbaren Primärenergien (FfE 2004).13. oder die Vergasung von Biomasse zu einem wasserstoffreichen Gas.G olr H H inn 2 2.254 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) und ökologische Bewertung die entscheidende Rolle. KEA von Bereitstellungspfaden für mobile Anwendungen Der energetische Nutzungsgrad der Erdgas-Dampfreformierung liegt bei optimistischen Annahmen unter 75 %. auch die CO2-Emissionsbilanz ist sehr günstig. 6 kWh/kWhH2 5 Verteilung Ferntransport Verflüssigung 4 H2 -Erzeugung Energieträger 1999 2025 KEA 3 2 1 Abb.e Pi (N pe Pa lin Afr E. Abb 6. Langfristig sind jedoch Wege auf Basis erneuerbarer Energien oder ggf.L as H El S 2 ek tr tro om lys m e ix -L D P H El hot 2 ek ov tro olt ly aik se ( . Hier macht der Einsatz erschöpflicher Energie einen sehr kleinen Anteil aus.L a) .

3 Technik der Antriebe 255 Biomasse-Kraftstoffe Der Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen ist einer der Hauptgründe für die Suche nach geeigneten biogenen Kraftstoffen. insbesondere in Deutschland. Lediglich Kunststoffteile (Dichtungen und Schläuche) können von Biodiesel angegriffen werden und sollten deshalb durch entsprechend resistente Materialien ersetzt werden. der sogenannte Biodiesel und Glyzerin. Pflanzenöl Für die Verwendung von Rapsöl als Kraftstoff gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: die direkte Verwendung des Pflanzenöls unter Anpassung der Dieselmotoren an den Kraftstoff oder die Anpassung des Rapsöls an konventionelle Dieselmotoren. Dabei entstehen Pflanzenölmethylester. Biodiesel Die Anpassung des Pflanzenöls an den Dieselmotor erfolgt durch einen Umesterungsprozess mit Methanol. Aus Rapssaat lässt sich in dezentralen Ölmühlen zu etwa 40 % Öl gewinnen. Energieinhalt und Heizwert von Biodiesel liegen nur geringfügig unter dem von Diesel.6. RME kann in allen Dieselmotoren ohne große Veränderung eingesetzt werden. die begrenzte Wintertauglichkeit des Kraftstoffes und die immer noch ausstehende Normung des Kraftstoffs. Landwirtschaft und Schifffahrt). Sie eignen sich deshalb besonders für den Einsatz in sensiblen Umweltbereichen (Wasserschutzgebieten. sowie die dezentrale Gewinnung in landwirtschaftlichen Ölmühlen mit geschlossenen Stoffkreisläufen. Vorteile für die Verwendung von reinem Pflanzenöl als Kraftstoff sind seine einfache Herstellung. Die europäische Kraftstoffnorm lässt maximal 5 Vol. Nachteilig sind die relativ aufwendigen und kostenintensiven Änderungen am Motor. In Europa. Im Übrigen lässt sich Biodiesel in beliebigem Verhältnis mit konventionellem Diesel mischen. Die Eigenschaften von Rapsölmethylester (RME) sind denen von Dieselkraftstoff sehr ähnlich. industrielle Anlagen erreichen Ausbeuten bis zu 50 %. vor allem auf Raps. Der Kraftstoffverbrauch ist dadurch zwar leicht erhöht. die relativ günstige Energiebilanz. Trotzdem ist eine stetige Zunahme der direkten Ölnutzung erkennbar. Im Vergleich zu Dieselkraftstoff sind Pflanzenöl und Biodiesel biologisch besser abbaubar. so dass nach einer Umstellung der Filter gewechselt werden muss.% kennzeichnungsfrei zu. setzt man dabei auf Kraftstoffe auf Ölsaatenbasis. Ethanol Der Einsatz von Alkoholen als Kraftstoff für Verbrennungsmotoren . Nach Anbau und Ernte fällt nur noch Pressung und Reinigung des Produktes an. es muss aber weder das Tankvolumen vergrößert werden noch ist die Reichweite pro Tankfüllung merklich reduziert. aber auch auf Sonnenblumen oder importiertem Palmöl. Außerdem löst Biodiesel Rückstände im Tank.

das aus zucker-. Vorteil von Ethanol ist die positive Energie. Technisch ausgereift und in industriellem Maßstab eingesetzt werden physikalisch-biologische Verfahren zur Ethanolerzeugung aus Zuckerrohr (z. Der bedeutendste Alkohol ist dabei Ethanol. aber erst die Erdölkrisen von 1973 und 1979 haben zur verstärkten Entwicklung von Alkoholkraftstoffen als Alternative zu Benzin und Diesel geführt. Nach Vergasung und aufwendigem Reinigungsverfahren folgt die Fischer-Tropsch-Synthese und gegebenenfalls weitere Aufbereitungsstufen bis zum FT-Diesel. Methanol und Fischer-Tropsch-(FT-)Kraftstoffe Methanol (CH3OH) und höherwertige Fischer-Tropsch-Kraftstoffe können aus vielen Grundstoffen gewonnen werden. Ethanol wird deshalb bis zu 5 Vol. Die Anlagentechnik scheint jedoch zwischenzeitlich ausgereift. die niedrige Energiedichte und das stark hygroskopische Verhalten aus. und erste Großanlagen werden bereits angeboten. oder in FFVs (Flexible Fuel Vehicles) in beliebigen Mischungsverhältnissen eingesetzt. USA). Kohle. sowie die hohe Oktanzahl. B. Die Verfahren zur Nutzung der wesentlich preiswerteren Lignocellulosen werden bislang noch kaum eingesetzt.256 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) ist seit langem erprobt. Zuckerrohr gebaut werden. B. Erdgas oder auch Müll. Ethanol aus Lignocellulose weist eine besonders gute Energiebilanz und einen sehr hohen Flächenertrag auf. Feuchte Biomasse muss vorgetrocknet werden. Diese Verfahren sind aufgrund des vorgelagerten enzymatischen Aufschlusses und des Einsatzes von rekombinanten letalen Bakterien wesentlich anspruchsvoller und erst in Pilotanlagen erprobt. oder zellulosehaltigen Pflanzen fermentativ gewonnen werden kann. B. deshalb sind trockene Rohstoffe insbesondere Holz und aschearmes pelletiertes Stroh gut geeignet. derzeit werden erste Technikums.% entweder direkt oder als Ethyltertiärbutylether (ETBE) dem Vergaserkraftstoff zugemischt.und CO2-Bilanz. Der Sauerstoffgehalt führt zudem zu einer deutlichen Reduktion der Emissionen. Reine Ethanolfahrzeuge sind nur in Brasilien in größerer Stückzahl vertreten. allerdings sind hier Fragen zur Verwendung von gentechnisch veränderten Mikroorganismen noch nicht abschließend geklärt. die Variabilität in den Rohstoffen. wobei ausschließlich Anlagen für Getreide bzw. Weltweit werden die Produktionskapazitäten derzeit rasch ausgebaut. Die Verfahren hierzu befinden sich im Entwicklungsstadium. . Brasilien) und aus Mais (z.und Pilotanlagen gebaut. Biomasse. Nachteilig wirken sich motortechnisch der hohe Dampfdruck. der hohe Flächenertrag. stärke-. die teilweise langfristig verfügbar sind. Für die Bereitstellung aus Biomasse muss zunächst der Ausgangsstoff vergast werden. wie z.

000 ja nein einfach.000 ja ja Rohstoffbasis Energiebilanz Anwendung. 90 200 ...2 50 .. teuer. 7 wie Benzin alle 100. Sein Einsatzbereich könnte die Zumischung zu Mineraldiesel oder die Verwendung in portablen Brennstoffzellengeräten sein. Nachteilig sind die begrenzte Rohstoffbasis. schwefelfrei. billig. Trotzdem ist die Energie.. sowie die im Vergleich zum direkten Einsatz von Holz zur Heizölsubstitution halbierte Ausbeute. 400 % 3 ..3 Technik der Antriebe 257 Vorteil der FT-Kraftstoffe ist die Einsetzbarkeit als Dieselsubstitut.teurer Umrüstung Kraftstoff Energiedichte. Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf etwa 60 bis 80 ct je Liter.. hygroskopisch Energiebilanz . steht zu erwarten. dass FT-Kraftstoffe sowohl als Zumischung zu Mineraldiesel als auch in Reinform genutzt werden können. 10. Energiebilanz ca. 500..3 80 . Erntefaktor Ertrag [m³/ha] Preis [ct/l] Rohstoff Anlagengröße [t/a] Reinkraftstoff Beimischung Vorteile Eigenschaften von Biokraftstoffen Pflanzenöl RME Ethanol 400 % 1.. Anwendung Nachteile teure KFZ. 10 alle ?? nein ja Oktanzahl... MTBEErsatz..1. der Wasserstoffbedarf. konditionierbar teuer. Energiedichte Methanol/FT 400 %? 2 . Flächenertrag ETBE 100 % 5 .6.000 ja ja Energiebilanz.. Tabelle 6...und CO2-Bilanz deutlich positiv.. In Tabelle 6. Momentan wird Methanol für chemische Prozesse meist noch aus Erdgas gewonnen. Sobald eine verbindliche Kraftstoffzusammensetzung festgelegt ist und gegebenenfalls genormt worden ist. Der Markteintritt könnte in einem positiven Umfeld etwa um 2010 erfolgen. 100. sowie die Schwefelfreiheit und die Beeinflussbarkeit der Zusammensetzung der Kohlenwasserstoffe.1 sind einige wichtige Eigenschaften von Biokraftstoffen zusammenfassend dargestellt (FfE 2007).. langfristig könnten etwa 50 ct je Liter erreicht werden. 4 trockene Biomasse Technikum ja ja Flexibler Einsatz. dezentral. 60 270 % 1.000 . Methanol wird grundsätzlich nach dem gleichen Verfahrensprinzip produziert. keine Erfahrung wie Benzin wie Diesel Ölpflanzen Ölpflanzen 100 .

Bereits vor hundert Jahren hat die Elektrotraktion die Anfänge des motorisierten Straßenverkehrs mit begründet. Nutzbremsung im gesamten Geschwindigkeitsbereich ist heute üblich. der in den letzten Jahren zu sehr leistungsfähigen und kostengünstigen Wechselrichtern geführt hat. 37 Nach (Burkner et al.2.3. Aufgrund ihrer günstigen Drehmoment-/Drehzahlcharakteristik und der kurzzeitigen Überlastbarkeit können elektrische Antriebe für den Einsatz im Straßenverkehr mit deutlich niedrigerer Nennleistung als Verbrennungsmotoren ausgelegt werden.und Stromregelung. um die in der Batterie gespeicherte Energie optimal zu nutzen. 6. 1992) .und Synchron-Drehfeldmaschinen in Elektro-Straßenfahrzeugen heute technisch und wirtschaftlich als Standard anzusehen. Verbrennungsmotoren verdrängt.258 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) 6.1 Antriebsmaschinen37 Bis Ende der 80er Jahre wurden in Elektro-Straßenfahrzeugen überwiegend Gleichstrommaschinen (Reihen. Unter neuen technischen Voraussetzungen sind Elektroantriebe vor allem durch den Aspekt der lokalen Null-Emission wieder zur vieldiskutierten Alternative geworden. Drehfeldmaschinen sind bei gleicher Leistung im Allgemeinen wesentlich leichter und weisen auch einen höheren Wirkungsgrad auf als Gleichstrommaschinen. Durch den Fortschritt der Leistungselektronik.oder Ottomotor-Fahrzeug. Die Regelung der Fahrgeschwindigkeit und des Drehmoments vom Anfahren bis zur Höchstgeschwindigkeit erfolgt durch eine verlustarme Spannungs. wurde aber bald von den. ist der Einsatz von Asynchron. Das maximale Drehmoment und ein hoher Nutzungsgrad sind über einen weiten Drehzahlbereich gegeben und gewährleisten ähnlich gute Beschleunigungswerte wie ein deutlich stärker motorisiertes Diesel.und Nebenschluss) als Antriebsmotoren eingesetzt. da die Kosten von Gleichstromstellern erheblich unter denen von Wechselrichtern lagen.3. dem Bedürfnis nach höherer Fahrleistung und größerem Komfort besser gerecht werdenden.2 Straßenfahrzeuge mit Elektromotor Angesichts der ständig steigenden Immissionsbelastung der Ballungsräume gewinnen Elektroantriebe wieder an Bedeutung.

Neuentwicklung von Batteriesystemen unternommen. die im Gegensatz zu den üblichen mit wässrigem Elektrolyt wartungsfrei ist. wie geringere Energie. hat die Batterie als Energiespeicher gegenüber dem Benzinoder Dieseltank gravierende Nachteile. Es zeigt die entnehmbare Energie in Abhängigkeit von der Entnahmeleistung (jeweils bezogen auf das Batteriegewicht). Betrieb und Nutzung. Ragone-Diagramm wiedergegeben. Ladezeit) und niedrigere Kosten.2 Batteriespeicher 259 Während der Elektromotor dem Verbrennungsmotor in vielerlei Hinsicht überlegen ist.und Leistungsdichten. hohe Anschaffungskosten usw. höheres Gewicht. Der Bereich der Betriebstemperatur liegt zwischen !10 und +60 °C. Für diejenigen Batteriesysteme. Verfügbarkeit.14 das sog.bzw. 6. Die Bleibatterie (Pb/PbO2) weist von den betrachteten Systemen den höchsten Entwicklungsstand auf. verbesserte Betriebstauglichkeit (Wartungsfreiheit.3. Seit einigen Jahren ist mit der Gel-Batterie eine Version der Blei-Batterie verfügbar.14. ist in Abb 6. ein hoher energetischer Nutzungsgrad und die Umweltverträglichkeit bei Herstellung. 120 40270B03 40270B03 Li/Ion 5h 2h 100 Spezifische Energie [Wh/kg] dauer: 1 h 80 Na/NiCl2 0. die für Elektrofahrzeuge in Betracht kommen.5 60 Entlad e h Ni/MH 40 Pb 20 0 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 Spezifische Leistung [W/kg] Abb. um ein Vielfaches längere Ladezeiten.3 Technik der Antriebe 6. die Standverluste betragen nur 3 bis 15% . Hauptziel sind höhere Energie.und Leistungsdichte. Lebensdauer.6.2. Gravimetrisches Ragone-Diagramm für Traktionsbatterien International werden seit einigen Jahren verstärkte Anstrengungen bei der Weiter.

g. mit den Folgen geringer Reichweite und hohen Systemgewichts. Systeme. Da sie jedoch im üblichen Einsatz auf hoher Betriebstemperatur (ca.und Ladephase zum Teil durch ohmsche Verluste gedeckt werden. die eine Überwachung jeder Einzelzelle erforderlich machen. der Nutzungsgrad für die Regenerierung beträgt kaum mehr als 50%. Brom-Suspensionen versorgt wird. Zn/Luft. die den Vorteil aufweisen. Die Energiedichte liegt etwas. da der zweite Reaktand Luftsauerstoff ist. über 1000 W/kg. Eine Weiterentwicklung der NiCd-Batterie stellen Nickel-Metallhydridspeicher (Ni/MH) dar. Entwicklungsbedarf besteht noch hinsichtlich der Anfälligkeit bei Überladung und der damit einhergehenden Sicherheitsprobleme. bei allerdings geringen Leistungsdichten im Bereich von 50 W/kg. Allerdings hat sie die geringste Energiedichte. Die Energiedichten liegen entsprechend hoch. ergeben sich beträchtliche thermische Verluste.B. Die Lithium-Ionen-Batterie befindet sich Traktionsanwendungen noch in einem frühen Entwicklungsstadium. 50% höher als bei Ni/Cd.260 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) pro Monat. die nur in der Betriebs. Weitere prinzipiell geeignete. Die Nickel-Cadmium-Batterie (Ni/Cd) mit alkalischem Elektrolyten hat einen fast ebenso hohen Entwicklungsstand wie die Bleibatterie. bei vergleichbaren Leistungsdichten. 300°C) gehalten werden müssen. Der periphere . die Wasserstoff in Form von Hydriden speichert. die einen ähnlichen Aufbau wie eine Brennstoffzelle mit einer Zelleneinheit aufweist.und Leistungsdichten als die o. Sie haben erheblich größere Energie. Die erzielbaren Energiedichten liegen ca. wie z. nämlich deutlich über 150 Wh/kg. nur die halbe Menge an Elektrodenmaterialien mitführen zu müssen.bzw. die Leistungsdichte beträchtlich höher als bei der Bleibatterie. die von externen Zn. Die verbrauchten Zink-Platten erfordern beim Austausch ein aufwändiges Handling und müssen in zentralen Stationen zu Zink reduziert werden. bei denen die negative Cadmium-Elektrode durch eine Metalloxid-Elektrode ersetzt wird. Aufgrund der Selbstentladung sind die Standverluste aber sehr hoch (20 bis 30% pro Monat). wenn auch noch nicht in größerem Maßstab für Traktionsanwendungen erprobte Speichersysteme sind Metall-LuftBatterien.und Leistungsdichten mit Werten von bis zu 100 Wh/kg bzw. Vielversprechend sind die hohen Werte von Energie. Zur Klasse der Redoxionen-Batterien zählt die ZnBr2-Batterie. Von Nachteil in der Umweltdiskussion ist das hochtoxische Element Cadmium. Die Natrium-Schwefel-Batterie (Na/S) und die Natrium-NickelchloridBatterie (Na/NiCl2) sind Hochtemperaturbatterien.

3.3 Technik der Antriebe 261 Aufwand ist entsprechend hoch. Die Energiedichte liegt bei rund 60 Wh/kg.3 Energieverbrauch Abbildung 6.2.15 zeigt das Energieflussbild eines Elektrostraßenfahrzeugs für den Einsatz im Stadtverkehr. nämlich • die hohe Energiedichte der flüssigen Kraftstoffe und • den emissionsfreien Betrieb des Elektroautos. Antriebswirkungsgrad. usw.6. . Tabelle 6. Erst bei Wegstrecken oberhalb von 60 km nähern sich die Kurven einander an. bestimmt.2 zeigt die wesentlichen Kenndaten und Eigenschaften von Batteriesystemen zur elektrischen Traktion im Straßenverkehr. Der standzeitabhängige Anteil ist abhängig von der Stillstandzeit zwischen zwei Fahrzyklen. Der Endenergiebedarf eines Elektroautos lässt sich in einen von der Wegstrecke und einen von der Standzeit abhängigen Anteil aufgliedern.2. 6. Nachteilig sind das höhere Leergewicht und der dadurch höhere spezifische Energieverbrauch. bedingt durch das duale Antriebskonzept.3. Es verbindet die Eigenschaften beider Systeme.4 Hybridantriebe Eine Variante des batteriebetriebenen Elektrofahrzeugs stellt das um eine Verbrennungskraftmaschine ergänzte Hybridfahrzeug dar. Antriebsbatterie und Bordladegerät als zusätzliche Energieverbraucher hinzu. Im Stadtverkehr bewegt sich das Fahrzeug abgasfrei und hat auf Langstrecken den nötigen Energievorrat und die entsprechende Leistung zur Verfügung. Fahrweise. Für Fahrzeuge mit Hochtemperaturbatterie liegt wegen deren hoher thermischer Verluste der standzeitabhängige Anteil deutlich über dem von Fahrzeugen mit Bleibatterien. Der streckenabhängige Anteil wird von fahrzeugtechnischen Daten wie cW-Wert. Allerdings ist durch die elektrische Nutzbremsung im Gegensatz zum Verbrennungsmotor eine Energierückspeisung möglich. 6. Fahrzeugmasse. Im Vergleich zum Leistungsflussbild des Verbrennungsmotors kommen hier periphere Komponenten wie Steuerung. Durch diesen standzeitabhängigen Energieverbrauch sinkt der fahrstreckenbezogene Energiebedarf mit steigender Wegstrecke. Er resultiert im Wesentlichen aus den energetischen Aufwendungen zur Ladungserhaltung und Temperierung der Batterie. sowie höhere Anschaffungskosten. für mobile Anwendung ist die Verwendung von Brom wegen des Geruchs und der Toxizität problematisch.

5 1. + 50 + 7 .. 1000 >3 bis 1000 >3 ? <5 ! 20 ... 10 65 .5 .5 Pb/Gel Ni/Cd Ni/MH Na/S Na/NiCl2 Zn/Br2 Zn/Luft Li/Ion Tabelle 6. 70 2 ..... 1500 10 ! 20 .Kalilauge Recycling Temperatur säure Recycling Kenngrößen und Eigenschaften von Traktions-Batteriesystemen 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) * bis zu max.. 370 Lüftung Lüftung ! 20 ... Temperatur Säure 1000 .. 85 65 . 50 1 4 5 4 ! 1 <1 60 ... + 50 Kühlung ÜberladeReaktion 65 ...25 40 . Ladedauer h 10 Selbstentladung %/d < 0. 2 500 ... 90 Lebensdauer Vollzyklen Jahre 100 .. Schwefel. 1500 >5 bis 500 0........0 2. Cadmium Kalilauge Na-Brand..... 20 0 ..2. ? 175 100 100 60 100 200 60 100 80 60 180 150 1... 85 50 . + 60 Hilfsenergie nötig für Temperierung Umwelt.5 Zyklusnutzungsgrad % 70 .. + 50 290 .. Brom..... 5 % Gesamtverlust ..und Sicherheitsprobleme Blei..5 2 ...262 Batteriesystem 1.2 2.. Leistungsdichte W/kg 60 Min. 20 1* < 0. 10 0 . 15 Betriebstemperatur °C ! 20 . 80 1000 . 90 65 .. Zellspannung V 2. Kühlung 260 .... Kühlung Heizung... + 95 Luftzufuhr Kalilauge ! 10 .. Energiedichte Wh/kg 30 Max.. 40 Kühlung Strippen Na-Brand..0 Max.. 350 Heizung.. 600 10 .2 3. 85 1000 .2 40 200 0.58 1.

wobei die vom Verbrennungsmotor erzeugte mechanische Energie im Generator erst in elektrische und im Elektromotor wieder in mechanische Energie umgewandelt wird. Parallelhybriden unterschieden. Abb 6. Beim Serienhybrid sind drei Maschinen (Verbrennungsmotor. Ein weiterer Nachteil ist das hohe Gewicht. Jeder Umwandlungsprozess ist verlustbehaftet. so dass sich insgesamt ein relativ niedriger Wirkungsgrad ergibt.6. VW Golf CitySTROMer A3: Energieflussdiagramm im Stadtverkehr Mit Blick auf die Antriebskonfiguration werden Hybridfahrzeuge nach Serien.bzw. s. .15. 6.16. Beim Parallelhybrid sind der Verbrennungsmotor und der Elektromotor. Generator und Elektromotor) in Serie geschaltet.3 Technik der Antriebe 263 ©IfE. 40-286-B-04 Abb.

wie sie seit langem aus Bahnan- ©IfE.16. z. Dieses Getriebe ermöglicht es. In speziellen Ausführungen mit getrenntem Elektromotor und Generator ist somit eine Vielzahl von Leistungsflüssen möglich. Das bedeutet eine Einsparung bei der insgesamt im Fahrzeug zu installierenden Maschinenleistung. 40-219-B-03 . Die von den beiden Maschinen abgegebenen Leistungen können also zum Antrieb des Fahrzeugs addiert werden. wenn nicht die gesamte Leistung des Verbrennungsmotors zum Antrieb der Achse benötigt wird. die restliche Leistung kann über die Elektromotor-/Generatoreinheit der Batterie zugeführt werden. Trotzdem ist auch beim ParallelHybrid Nutzbremsung oder auf das Laden der Batterie während der Fahrt möglich. nur einen Teil der Verbrennungsmotorleistung direkt mechanisch auf die Antriebsräder zu übertragen. Wie beim parallelen Hybrid ist es auch möglich entweder kurzzeitig durch den Einsatz des Elektromotors die Spitzenleistung zu erhöhen oder rein elektromotorisch zu fahren. 6. Strukturen hybrider Antriebe wenn man den Fluss ihrer Leistungen betrachtet. Der Verbrennungsmotor ist im leistungsverzweigten Hybrid vom Antrieb über ein spezielles Getriebe (Planetengetriebe oder CVT-Getriebe) mechanisch entkoppelt. Einen interessanten Lösungsansatz stellen neue Antriebskonzepte für Busse mit elektrischer Kraftübertragung dar. ist im Parallel-Hybrid nur noch eine Elektromaschine vorhanden. der Elektromotor arbeitet dann als Generator. parallel angeordnet. Eine allerdings sehr komplexe Mischform ist der leistungsverzweigte Hybridantrieb.264 seriell 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) parallel leistungsverzweigt + G M/G + M/G + M/G Abb. Daneben kann der Energiefluss auch ausschließlich über die elektrischen Komponenten geführt werden. Während der Serien-Hybrid zwei Elektromaschinen benötigt.B.

2. und der Antrieb der Räder erfolgt über elektrische Radnabenmotoren. die eine Optimierung des Antriebs nach unterschiedlichsten Gesichtspunkten ermöglichen. um eine hohe Katalysatoraktivität bei geringen Korrosionserscheinungen zu gewährleisten.3. Trotz des niedrigeren Wirkungsgrades einer elektrischen Kraftübertragung im Vergleich zu einem konventionellen Antriebsstrang kann mit einem niedrigeren Kraftstoffverbrauch und geringeren Emissionen gerechnet werden. da die stufenlose Leistungsanpassung des Motors an das spezielle Anforderungsprofil eines Fahrbetriebs im Linienverkehr einen Betrieb des Verbrennungsmotors in seinem verbrauchsoptimierten Kennfeldbereich ermöglicht. Der Wasserstoff gibt an der Anode je ein Elektron ab. Für den Aufbau von Brennstoffzellen werden besondere. wo sie sich mit den positiv geladenen Wasserstoffteilchen zu Wasser verbinden und damit den Kreis schließen. Diese wandern durch den Elektrolyten zur Anode. welches über den äußeren Stromkreis zur Kathode fließt und dort dem Sauerstoff zur Bildung negativer Ionen zur Verfügung steht. Die Reaktanden müssen von außen zugeführt werden. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl von möglichen Kombinationen.3 Technik der Antriebe 265 wendungen oder Sonderfahrzeugen bekannt sind. Im Gegensatz zu Batterien findet jedoch in der Brennstoffzelle lediglich die Energiewandlung statt und nicht die Energiespeicherung.6. Es handelt sich dabei um den Umkehrprozess der Elektrolyse: Wasserstoff und Sauerstoff werden getrennt voneinander in die Brennstoffzelle geführt. Darüber hinaus ist die Peripherie der Brennstoffzelle (Nebenaggregate zur . häufig teure Werkstoffe benötigt. Leistungsfähige Elektroden sind daher schwierig und nur unter Einsatz teurer Edelmetallkatalysatoren herstellbar. in Frage.5 Brennstoffzellen Brennstoffzellen sind genauso wie Batterien in der Lage. Damit entfallen also die von den Wärmekraftmaschinen bekannten Zwischenstufen der thermischen und der mechanischen Energie. 6. Dabei treibt der Verbrennungsmotor einen Generator an. Brennstoffzellen dienen der direkten Umwandlung chemischer in elektrische Energie. Die Kopplung zwischen dem Verbrennungsmotor und den Antriebsachsen erfolgt demnach allein durch elektrische Komponenten. Dadurch ist der Einbauort des Verbrennungsmotors frei wählbar. Als Kraftstoff für den Verbrennungsmotor kommen neben Benzin und Diesel auch die oben erwähnten alternativen Kraftstoffe wie Erdgas usw. chemisch gebundene Energie direkt in elektrische Energie umzuwandeln.

700 800 . 70 ca. 60 reinst H2 PEFC 50 .. Tabelle 6.. Luft Leistungsbereich <1. Kohlegas. Luft 1.. schnellen Lastwechselverhaltens. 80 60 .. Luft 250 kW O2.-ersatz erzeugung erzeugung erzeugung dynamische Last kontinuierliche Last bevorzugt für Die Niedertemperaturbrennstoffzellen eignen sich aufgrund günstiger elektrischer Wirkungsgrade...150 kW <1.... 1000 50 . 60 ca.. 200 ca....3. 65 30 . Luft O2.. die nach der Betriebstemperatur und der Art des ionenleitenden Elektrolyten unterschieden werden: • • • • • Alkalische Brennstoffzelle (AFC) Polymer-Elektrolyt-Brennstoffzelle (PEFC) Phosphorsaure Brennstoffzelle (PAFC) Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle (MCFC) Oxidkeramische Brennstoffzelle (SOFC) Die wichtigsten Eigenschaften der verschiedenen Brennstoffzellensysteme sind in Tabelle 6. 40 H2 MCFC SOFC 600 . Antriebe BHKW BHKW BHKW Militär BHKW StromStromStromBatt. Kohlegas... Es gibt heute fünf Entwicklungslinien von Brennstoffzellentypen... Aufgrund der CO2-Empfindlichkeit der AFC muss jedoch . 50 60 .. [°C] Wirkungsgrad Zelle [%] Wirkungsgrad System [%] Brenngas AFC ca. 60 Erdgas.. hoher Leistungsdichte und ihres niedrigen Temperaturniveaus besonders für den mobilen Einsatz. 45 H2 PAFC ca. El.. 250 kW Oxydans Anwendung reinst O2 O2. Kenngrößen und Eigenschaften von Brennstoffzellen Niedertemperatursysteme Mittel-/Hochtemperatursysteme Typ Betriebstemp.3 kurz zusammengefasst. 65 50 . 55 ca. 80 50 . H2 O2. elektrische Leistungskonditionierung) für das Funktionieren des gesamten Systems von erheblicher Bedeutung. H2 Biogas..150 kW 200 kW Raumfahrt. Biogas...266 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Kühlung und Luftversorgung. Erdgas.

hohe Effizienz. nur bedingt für den mobilen Einsatz (ggf. wie Null-Emissionen vor Ort. wodurch Kosten. Neue Materialien. Die Hochtemperaturbrennstoffzellen eignen sich. wie sie im PKW benötigt werden. . Aufwand und Gewicht weiter erhöht werden. zu hohen thermischen Verlusten. Aufgrund dieses prinzipbedingten Nachteils und des als gering eingeschätzten Kostenreduktionspotentials gibt man heute der PEM-Brennstoffzelle im praktischen Einsatz und in der Entwicklung meist den Vorzug. für Schienenfahrzeuge). Die Brennstoff-Erzeugung. die Eigenschaften batteriebetriebener Fahrzeuge. insbesondere Membrane. Prozessperipherie und Brennstoffinfrastruktur bedürfen einer optimierten Systemintegration. oder zu langen Vorwärmzeiten von mehreren Stunden. sowie Recycling-Möglichkeiten müssen entwickelt und optimiert werden. sofern die Brennstoffzelle in Fahrzeugstillstandszeiten betriebsbereit gehalten werden soll. geräuscharmer Betrieb und lange Lebensdauer (Ausnahme Brennstoffzellenstack). -Speicherung und -Aufbereitung befinden sich ebenfalls noch in einem frühen Entwicklungsstadium.3 Technik der Antriebe 267 bei Einsatz dieses Systems zusätzlich ein Sauerstofftank mitgeführt werden. Außerdem führen die hohen Temperaturen bei kleinen Einheiten. da nur relativ große Zelleinheiten zur Verfügung stehen. Die PAFC kommt aus heutiger Sicht nur für den stationären Einsatz in Frage. Die Kombination von Brennstoffzelle und Elektroantrieb bietet die Möglichkeit. die nicht für einen Einsatz im PKW geeignet sind. -Verteilung. was mindestens eine Verdoppelung der energetischen Ausnutzung des Kraftstoffs bedeutet. mit der Reichweite und der kurzen Betankungszeit konventioneller Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu vereinen. während dieser Wert bei Fahrzeugen mit Ottomotor heute zwischen 10 und 20% liegt. Brennstoffzellenfahrzeuge können Wirkungsgrade bis zu 40 % erreichen. Herausforderungen an Forschung und Entwicklung bestehen vor allem in Verlängerung der Lebensdauer und Erhöhung des Wirkungsgrades bei gleichzeitiger Reduzierung der Kosten. in Verbindung mit der diskontinuierlichen Betriebsweise. ebenso wie die Entwicklung von Fertigungsanlagen für Großserien ansteht und eine geeignete Typisierung und Standardisierung einzuführen ist.6. wegen der hohen Temperaturen und der fehlenden Abwärmenutzungsmöglichkeiten im Fahrzeug. sofern die Brennstoffzelle vor Fahrtantritt erst auf Betriebstemperatur gebracht werden muss.

Hydraulische Kraftübertragung Bei der hydraulischen Kraftübertragung (Kernchen u. die Gangschaltung erfolgt in Abhängigkeit von Antriebs. Abb 6.und Abtriebsdrehzahl des Getriebes automatisch ohne Unterbrechung der Leistungsübertragung. Schematische Darstellung der Steuerung einer modernen dieselelektrischen Lok . Das Strömungsgetriebe bietet zudem mittels zweier Hilfsabtriebe die Möglichkeit zum Antrieb einer Hydrostatikpumpe und einer Lichtmaschine. 6. Elektrische Kraftübertragung Bei der elektrischen Kraftübertragung (Mohr 1997) treibt der Dieselmotor einen Generator an. Es besteht in der Regel aus mehreren Wandlerkreisläufen und einem integrierten Wendegetriebe.3 Schienentriebfahrzeuge 6.1 Diesel-Antrieb Abgesehen von einigen Sonderformen wie der pneumatischen Kraftübertragung (ein Kompressor erzeugt Druckluft. s.3. Dieses bildet den Leistungsübertrager zwischen Dieselmotor und Achsgetriebe.3.268 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) 6. Kögel 1997) wird die Leistung des Dieselmotors über eine drehelastische Kupplung und Gelenkwelle auf das Primärsystem des Strömungsgetriebes übertragen.3. Dieselmotor Generator Gleichrichter 26536A08 26536A08 Fahren Bremsen Fahrtrichtung Mehrfachtraktion Zentrales Steuergerät Wechselrichter Wechselrichter M1 M2 M3 M4 Antriebssteuerung 1 Antriebssteuerung 2 Abb. der den Strom für die Fahrmotoren erzeugt. die eine Dampfmaschine antreibt) haben sich bei der Kraftübertragung von Lokomotiven und Triebwagen mit Verbrennungsmotor zwei Prinzipien durchgesetzt: die hydraulische und die elektrische Kraftübertragung.17.17.

und frequenzgesteuert stufenlos an alle Betriebsfälle angepasst werden.durch Drehstromgeneratoren und Traktionsgleichrichter stellte eine erste Verbesserung dar. dementsprechend wartungsarm und haben zudem ein deutlich geringeres Leistungsgewicht. Da die Umrichtertechnik damals aufwendig war und die mehrphasige Energieübertragung mehrere Fahrdrähte benötigte. Reihenschlussmotoren können prinzipiell sowohl mit Gleichstrom als auch mit Einphasenwechselstrom betrieben werden.3 Technik der Antriebe 269 Ein Nachteil des dieselelektrischen Antriebs liegt in der Tatsache. 6.und Einphasenwechselstrom experimentiert. Während weltweit etwa 70% der Diesellokomotiven nach dem dieselelektrischen Prinzip arbeiten. Die Spannungssteuerung kann über eine Amplitudensteuerung oder bei stromrichtergespeisten Antrieben über eine Phasenanschnittsteuerung erfolgen. dass die bislang eingesetzten Gleichstromgeneratoren und Gleichstrommotoren 50% schwerer sind als hydraulische Systeme. Bei geringer Drehzahl hat der Motor ein großes Drehmoment.3. bei steigender Drehzahl nimmt dieses Moment ab. Durch die höheren möglichen Drehzahlen (keine Begrenzung durch den Kollektor) können bei gleicher Leistung kleinere Motoren eingesetzt werden. Der Ersatz der Gleichstrom.6. Aufgrund dieser Charakteristik steht die volle Leistung des Antriebs auch bei niedrigen Drehzahlen zur Verfügung. Ein kennzeichnendes Merkmal ist die Anpassung des Drehmoments an die Drehzahl.3. setzte sich der Einphasen-Reihenschlussmotor durch. Die Regelung von Drehmoment und Drehzahl ist mit der modernen Leistungselektronik einfach möglich. Die fortgeschrittene Entwicklung der Thyristorumrichter ermöglicht heute die Verwendung von Drehstrommotoren bei einphasiger Stromzufuhr. Das ermöglicht hohe Anfahrzugkräfte. • Asynchronmotoren sind durch den einfachen Aufbau (kein Kommutator erforderlich) sehr robust. ist in Deutschland bisher noch die Dieselhydraulik weitverbreitet. Dies bringt folgende Vorteile mit sich: • Die Motoren können mit Hilfe der Umrichtertechnik spannungs. aber erst die Umstellung auf leichtere Asynchronmotoren verhalf der elektrischen Kraftübertragung zum Durchbruch.2 Elektroantrieb In den Anfangszeiten der elektrischen Triebfahrzeuge wurde sowohl mit 3-Phasen-Drehstrom als auch mit Gleich. .

also der möglichen Paarungen von Zugkraft und Geschwindigkeit dar. Jaelek 1994) sind die Dauerzugkraft-Geschwindigkeits-Kennlinien von vier verschiedenen vierachsigen und einer sechsachsigen Lokomotivbaureihen dargestellt. 6.270 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) • Die mechanischen Drehzahlgrenzen liegen durch das Fehlen des Kommutators höher. Dauerzugkraft einiger Lokomotivbaureihen der Deutschen Bahn . die durch die freie Frequenzwahl möglichen höheren Drehzahlen können tatsächlich gefahren werden.bzw. d. Abb. • Es können hohe Zugkräfte bei geringen Geschwindigkeiten aufgebracht werden.18. In Abb 6. Diese Kennlinien stellen die Begrenzung des Betriebsbereiches.3 Vergleich verschiedener Antriebe Das Traktionsvermögen von Schienentriebfahrzeugen mit Verbrennungsmotoren oder mit elektrischem Antrieb wird üblicherweise in einem Zugkraft-Geschwindigkeits-Diagramm dargestellt.3.18 (Bauermeister u. Dauerzugkraft in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit. • Die Möglichkeit der Ausnutzung hoher Drehzahlen senkt zusätzlich das Motorgewicht. 6.3.h. und zwar als Kurzzeit.

Es handelt sich hier um eine vierachsige Lokomotive mit Vierquadrantensteller und Drehstromasynchronfahrmotoren.620 kW. also zwischen Stillstand und der dem Nennpunkt entsprechenden Geschwindigkeit.600 kW wesentlich kleiner ist als bei der BR 103. Für darüber liegende Geschwindigkeiten nimmt die zur Verfügung stehende Leistung wieder ab (bei der BR 103 bis 200 km/h um knapp 8 %). Durch eine Shunt-Einrichtung zur Feldschwächung wird der Anwendungsbereich der Nennleistung etwa bis 140 km/h ausgedehnt. Die konventionellen elektrischen Lokomotiven mit Einphasen-Wechselstrommotoren sind dargestellt anhand der Lokomotivbaureihen • 103: Sechsachsige Schnellzuglok für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. um einen Zug möglichst rasch zu beschleunigen. Nennleistung: 3. wie lange der betreffende Betriebszustand dauern soll. Hingegen kommt es bei den Lokomotiven.2 der Nennpunkt etwa bei der Hälfte der Höchstgeschwindigkeit. • 111: Vierachsige Schnellzuglok für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Nennleistung: 7. ist der Betriebsbereich begrenzt durch die maximale Zugkraft. Obgleich die Nennleistung mit 5. Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h.200 kW. damit die Nennleistung in der Nähe der Höchstgeschwindigkeit aufgebracht werden kann. Aus diesem Grund liegt bei der BR 181. da es sonst zu einem Durchdrehen der Antriebsräder kommen würde. Im unteren Geschwindigkeitsbereich. Dagegen steht bei der BR 120 bis herab zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h die volle Nenn- .2: Vierachsige Zweifrequenzlok für gemischten Betrieb. Bei diesen Triebfahrzeugen ist im oberen Geschwindigkeitsbereich die Zugkraftgrenze durch die höchstmögliche Motorspannung gegeben.080 kW. In diesen Betriebsfällen muss darauf geachtet werden. • 181. die wiederum durch den maximalen Motorstrom gegeben ist. gerät die BR 120 erst bei Geschwindigkeiten ab etwa 150 km/h hinsichtlich der maximalen Zugkraft ins Hintertreffen. Nennleistung: 3. dass die Haftreibungsgrenze nicht überschritten wird. in erster Linie auf die erforderliche hohe Zugkraft an. Allerdings hängt der Wert dieser Größen davon ab.6. Bei Schnellzuglokomotiven ist dieser Bereich verhältnismäßig eng gefasst. die zur Traktion von Güterzügen geeignet sind. Eine typische Charakteristik für ein Triebfahrzeug der heutigen Generation ist die der Baureihe 120. Für kurzzeitige Anfahrvorgänge kann die Zugkraft bis zum Doppelten des Nennwertes betragen. Der Betriebsbereich ist im wesentlichen begrenzt durch die maximale Leistung des Antriebs. Bei der Baureihe 103 liegt der entsprechende „Nennpunkt“ beispielsweise bei 181 km/h.3 Technik der Antriebe 271 Die Triebfahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind repräsentiert durch die Diesellokomotive BR 218 mit hydraulischem Antrieb.

s.21. Dabei ziehen die Tragmagnete das Fahrzeug von unten an den Fahrweg heran. Abb 6. s.und Führmagnete sind beidseitig über die gesamte Fahrzeuglänge angeordnet. die Führmagnete halten es seitlich in der Spur. Abb 6.19 dargestellt. 6.4 Magnetschwebe-Technik38 Das Trag. und auch bei noch geringeren Geschwindigkeiten zeichnet sich die BR 120 durch ein weiteres Anwachsen der möglichen Zugkräfte aus.und Magnetschwebetechnik (Quelle: Thyssen Transrapid System GmbH) Ein elektronisches Regelsystem stellt sicher. Die Trag. Als Antrieb und zugleich als Bremse dient der Magnetschnellbahn ein synchroner Langstatormotor. Diese konkurrenzlos gute Ausnutzung des Rad-SchieneKraftschlusses macht dieses Antriebskonzept für die universelle Anwendung bei allen Traktionsaufgaben von schweren Güterzügen bis zu Schnellzügen tauglich. dass das Fahrzeug in einem stets gleichbleibenden Abstand von 10 mm zu seinem Fahrweg schwebt. Es beruht auf den anziehenden Kräften zwischen den in der Bodengruppe des Fahrzeugs angeordneten einzeln geregelten Elektromagneten und den ferromagnetischen Reaktionsschienen (Statorpaketen).272 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) leistung zur Verfügung.20.22. 6. Das Trag. Abb 6. wie in Abb 6.3. Die Funktion dieses ebenfalls 38 Nach (Ernst-Cathor u.und Führsystem wird wie auch die Bordeinrichtungen berührungsfrei über Lineargeneratoren in den Tragmagneten mit Energie versorgt.3.19. Muders 1997) . die unterhalb des Fahrweges installiert sind. s. Systemvergleich zwischen Rad/Schiene. Rad und Schiene Führen 2910698B 2910698B Magnetschwebetechnik Führen Antreiben Tragen Tragen Antreiben Abb.und Führsystem der Magnetschnellbahn arbeitet nach dem Prinzip des elektromagnetischen Schwebens.

Die Tragmagnete am Fahrzeug entsprechen dem Rotor (Erregerteil) des Motors und werden durch das elektromagnetische Wanderfeld des Stators im Fahrweg mitgezogen. Anordnung der Magnetsysteme beim Transrapid (Quelle: Thyssen Transrapid System GmbH) 2910398B 2910398B Spalt Regler Steller Spaltsensor Magnetstrom Bordbatterie Lineargenerator Abb.6. Regelungsschema für das elektromagnetische Schweben (Quelle: Thyssen Transrapid System GmbH) berührungsfreien Systems lässt sich aus der Wirkungsweise eines rotierenden Elektromotors ableiten. Im Gegensatz zum klassischen Antriebsprinzip konventioneller Verkehrssysteme ist der primäre Antriebsteil ! die ferromagnetischen Statorpakete mit der dreiphasigen Wanderfeldwicklung ! im Fahrweg und nicht im Fahrzeug installiert.21. dessen Stator aufgeschnitten und beidseitig längs unterhalb des Fahrweges gestreckt wird. Er erzeugt so ein lineares Wanderfeld. 6.3 Technik der Antriebe 273 Führschiene Statorpaket Antriebswicklung Tragmagnet Führmagnet 2910798B 2910798B Transrapid Abb. wird der Motor zum Generator. 6. Die Bremsenergie wird in das Stromnetz zurückgespeist. Polt man die Richtung des Wanderfeldes um. Die Schubkraft wird mit Hilfe von Umrichtern durch Veränderung der Amplitude und der Frequenz des Drehstromes vom Stillstand bis zur Betriebsgeschwindigkeit stufenlos geregelt.20. .

6. Abb 6.22.23.274 2910498B 2910498B 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Abb. 6. bzw. von denen immer nur derjenige eingeschaltet und mit Strom versorgt wird. in dem sich das Fahrzeug befindet.B. Prinzip des Langstator.Linearmotors (Quelle: Thyssen Transrapid System GmbH) Der Langstator-Linearmotor im Fahrweg ist in Einzelabschnitte unterteilt. Transrapid Antrieb im Fahrweg 10 g( un %) S te ig Energieversorgung Eisenbahn Stromabnehmer Steigu ng (m ) ax 4% Antrieb im Fahrzeug 2910898B 2910898B Abb. die mit gleichbleibender Geschwindigkeit befahren werden. Moderne Hochgeschwindigkeitsbahnen nach dem Rad-Schiene-Prinzip benötigen dafür die vierfache Zeit und die sechsfache Strecke. s. Der Abstand der Unterwerke und der installierten Leistung richtet sich jeweils nach den streckenspezifischen Gegebenheiten.und Antriebstechnik ermöglicht Betriebsgeschwindigkeiten im Bereich von 300 bis 500 km/h.23. So wird der Motor in Abschnitten mit hohen Schubanforderungen wie z. auf einer Strecke von 5 km aus dem Stand auf 300 km/h beschleunigen. Steigungen und auf Beschleunigungsstrecken stärker ausgelegt als auf ebenen Strecken. Schema der Energieversorgung bei Eisenbahn und Transrapid (Quelle: Thyssen Transrapid System GmbH) Die berührungsfreie Schwebe. Der Transrapid kann innerhalb von nur 95 s. Entsprechend können bei der Magnetschwebetechnik wesentliche größere Steigungen (10% im Vergleich zu 4% bei der konventionellen Eisenbahn) überwunden werden. .

Die Schubkraft ergibt sich bei „luftatmenden“ Flugtriebwerken aus der Differenz von Austritts.und Eintrittsimpulsstrom. (6. Der Antrieb in der Luft basiert also darauf. muss der Wirkungsgrad der reaktiven Antriebe als Verhältnis von Nutzen zu Aufwand betrachtet werden. kann ein Körper in der Luft nur durch Impulswirkung vorangetrieben werden. dass Luft entgegengesetzt zur Flugrichtung beschleunigt wird. 6.3) und ist im stationären Fall daher mit diesem betragsgleich.4 Flugzeuge Während bei Landfahrzeugen die Kraftübertragung durch die Haftreibung zwischen Rad und Fahrweg erfolgt.3.24 (Müller u. In Abb 6. Um beurteilen zu können. welche der beiden Größen in Hinblick auf Wirtschaftlichkeit zu steigern ist. d. wodurch nach dem Reaktionsprinzip eine Schubkraft entsteht. sie ist gleich dem Produkt aus Luftdurchsatz und Schlupf (das ist hier die Differenz zwischen Ausströmgeschwindigkeit c und Einströmgeschwindigkeit v): FS = mL ( c − v ) .3 Technik der Antriebe 275 6. oder aber durch einen großen Schlupf bei kleinem Luftdurchsatz (wie beim Luftstrahltriebwerk). Abschn.h. . Die Luftschraube wird gewöhnlich durch eine Verbrennungskraftmaschine angetrieben. (6. Die Schubkraft FS dient zur Überwindung des Strömungswiderstandes FW (s.2. • Luftstrahltriebwerke arbeiten mit thermischer Beschleunigung: Hier erzeugt der thermodynamische Kreisprozess unmittelbar im Triebwerk (welches die Funktionen von Kraftmaschine und Arbeitsmaschine in sich vereint) einen Gasstrahl mit hoher Austrittsgeschwindigkeit.25) entweder durch einen großen Luftdurchsatz bei geringem Schlupf (typisch für das Luftschraubentriebwerk) erreicht werden. Ein und derselbe Schub kann nach Gl.6. Bretschneider 1986) ist der Unterschied der beiden Triebwerksarten bei der Erzeugung der Schubkraft qualitativ angedeutet.25) Bei den „luftatmenden Triebwerken“ kann man zwei Antriebsarten unterscheiden: • Luftschraubentriebwerke arbeiten mit mechanischer Beschleunigung: Schräg zur strömenden Luft angeordnete umlaufende Flächen einer Luftschraube drücken die in ihrer Drehebene liegenden Luftmassen weg und beschleunigen sie damit.

und Luftstrahlantriebe: ηS = PS 2 = PT 1 + c v (6. Der Aufwand ist die vom Triebwerk aufzubringende Strahlleistung PT zur Erhöhung der kinetischen Energie der durchströmenden Luft: 1 PT = mL c2 − v2 (6. Bei konstanter Fluggeschwindigkeit wird mit steigendem Schlupf der Schubwirkungsgrad kleiner.276 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Abb.24.26) Die Schubleistung entspricht der Fortbewegungsleistung bei den landgebundenen Verkehrsmitteln.28) Bei einem Schlupf von Null (d. Luftschraubentriebwerke arbeiten mit großem Luftdurchsatz bei kleinem Schlupf und besitzen daher einen günstigen äußeren Wirkungsgrad. Prinzip der luftatmenden Triebwerke Der Nutzen ist die Schubleistung PS als Produkt von Schub FS und Fluggeschwindigkeit v: PS = mL ( c − v ) v (6.h. . c = v) würde zwar der Schubwirkungsgrad 100 % betragen. jedoch ist in diesem Fall wegen der Proportionalität von Schlupf und Schubleistung nach Gl.27) 2 ( ) Daraus ergibt sich der „Schubwirkungsgrad“ ηS (oft auch als „äußerer Wirkungsgrad“ ηa bezeichnet) aller Luftschrauben. 6.(6. Sie sind jedoch in der Leistung und vor allem hinsichtlich der erreichbaren Geschwindigkeiten beschränkt.26) auch kein Nutzen vorhanden.

4 6. Wenn trotzdem der spezifische Verbrauch von Propellerflugzeugen bezogen auf die Flugstrecke geringer ist als bei Jets.4. s.1. Beim Luftstrahltriebwerk entfällt dies. Abschn.1 Vergleich verschiedener Verkehrssysteme Energieverbrauch Der Vergleich des Energieverbrauchs unterschiedlicher Verkehrssysteme hängt von einer Vielzahl von Parametern ab. Der Schubwirkungsgrad des Flugzeugtriebwerks entspricht dem Übertragungswirkungsgrad des Antriebsstranges bei Landfahrzeugen.3. Betrachtet man beim Flugzeug analog zu Gl. dass damit leistungsstarke Triebwerke mit kleinem Schlupf und damit ähnlich günstigem Schubwirkungsgrad wie bei Luftschraubentriebwerken zur Verfügung stehen. 6. je nach Festlegung. 6. Dem dort definierten „Motorwirkungsgrad“ entspricht beim Flugzeug der Wirkungsgrad der Umwandlung der Kraftstoffenergie in die Strahlleistung. Daher vergleicht man normalerweise spezifische Verbrauchswerte.1.3 Technik der Antriebe 277 Luftstrahltriebwerke dagegen arbeiten mit großem Schlupf und dementsprechend kleinerem Schubwirkungsgrad.24) wiederum den „Systemwirkungsgrad“ als Quotient von Schubleistung und Kraftstoffleistung. Durch die Entwicklung von Luftstrahltriebwerken in Zweistrombauart konnte der Luftdurchsatz so weit gesteigert werden. so sind zivile Flugzeuge mit Luftstrahltriebwerk mit Werten bis ca.6. deren Systemwirkungsgrad in aller Regel unter 30 % liegt. vielmehr muss hier nur die potentielle Energie des verdichteten Gases mittels der Düsen in kinetische Energie umgewandelt werden. was beim Jet einen höheren Bedarf an Schubenergie je Streckeneinheit zur Folge hat. 40 % (bei der Concorde waren es bis nahe an 50 %!) deutlich besser als Propellerflugzeuge. Im Personenverkehr wird hierfür als Bezugsgröße meist das Produkt von Fahrleistung (in einem betrachteten Zeitraum von einem Fahrzeug zurückgelegte Strecke) und Fahrgastbesetzung verwendet: . dass beim Luftschraubentriebwerk die Energieumwandlungskette den Umweg über die Erzeugung mechanischer Leistung zum Antrieb der Luftschraube nehmen muss. (6. Der Grund ist. so liegt dies an den unterschiedlichen Fluggeschwindigkeiten. Dieser „Triebwerkswirkungsgrad“ ist bei Luftstrahltriebwerken wesentlich höher als bei Luftschraubentriebwerken.

Analog dazu gibt es im Güterverkehr die Transportleistung mit der Einheit Tonnenkilometer (t*km) als Produkt aus Fahrleistung und transportierter Nutzlast. aber ein vollausgelasteter PKW braucht je Person nur halb so viel Energie wie ein Bus.B. sollte der Verbrauch auf der Ebene der Primärenergie quantifiziert werden. liegt bei 1/10 eines durchschnittlich besetzten PKW. Bei einem vollbesetzten PKW ergibt sich ein spezifischer Primärenergieverbrauch von rd.278 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Verkehrsleistung [P*km] = Fahrleistung [km] * Fahrgastzahl [P] Die Verkehrsleistung wird oft auch als Beförderungsleistung39 bezeichnet. wenn Fahrzeuge miteinander verglichen werden oder die Einflüsse von Verkehrssituation oder Fahrweise quantifiziert werden sollen. Damit ergibt sich in diesem Kontext für den spezifischen Energieverbrauch: Spezifischer Energieverbrauch = Energieverbrauch / Verkehrsleistung in kWh/(P*km) für den Personenverkehr. 200 Wh/Pkm.und Fernverkehr erforderlich. d. das entspricht dem spezifischen Verbrauch • eines Stadtbusses mit 20 Personen • einer Straßenbahn mit 40 Personen • einer U-Bahn mit 65 Personen und • einer S-Bahn mit 120 Personen 39 Die Verwendung des Leistungsbegriffes in diesem Zusammenhang ist aus physikalisch-technischer Sicht nicht korrekt. So wird normalerweise der Energieverbrauch nur auf die Fahrleistung. auf die zurückgelegte Wegstrecke eines Fahrzeugs bezogen.25 stellt dies für den Personennahverkehr dar. . in kWh/(t*km) für den Güterverkehr. Ein vollbesetzter Linienbus im Stadtverkehr z. Wegen des Einflusses der Auslastung ist eine Darstellung des spezifischen Primärenergieverbrauchs über der Anzahl der jeweils beförderten Personen zweckmäßig. Um einen möglichst objektiven Vergleich zwischen den mit Kraftstoffen und den elektrisch betriebenen Verkehrsmitteln zu ermöglichen.h. in dem nur 10 Personen sitzen. Abb 6. Außerdem ist wegen der teilweise unterschiedlichen Konzeption der Verkehrsmittel eine Unterscheidung in Nah. sie hat sich jedoch eingebürgert. In anderen Zusammenhängen wird der Begriff des spezifischen Energieverbrauchs auch anders verwendet.

Für den vollbesetzten PKW ergibt sich ein spezifischer Primärenergieverbrauch von 80 Wh/Pkm.25.5 Personen ergeben sich für energetischen Gleichstand folgende Mindestzahlen an Fahrgästen: • • • • Stadtbus ab 6 Straßenbahn ab 10 U-Bahn ab 20 und S-Bahn ab 50 Fahrgästen. Die SBahn liegt noch um einen Faktor 2 bis 3 höher als die U-Bahn und lohnt sich daher energetisch erst ab größeren Fahrgastzahlen. . 6. Gemessen an der durchschnittlichen Besetzung eines PKW mit 1. also ein etwas geringerer Wert als im Nahverkehr. Primärenergieverbrauch Straßenbahn Mittelklasse PKW Kleinbus Stadtbus U-Bahn S-Bahn 10-433-C-96 Besetzung Quelle: Verkehrswissenschaftliches Institut.4 Vergleich verschiedener Verkehrssysteme 279 Wh/Pkm spez. IC-Zuges mit etwa 200 Fahrgästen. wäre der Transport über die gleiche Strecke in vollbesetzten PKW energetisch sinnvoller.6. Das entspricht dem spezifischen Verbrauch • eines Reisebusses mit 15 Insassen • eines E-Triebwagens mit 130 oder • eines D. Für den Personenfernverkehr gibt Abb 6.26 die entsprechenden Relationen wieder. Straßenbahn und U-Bahn jeweils ungefähr der Faktor 2. Bei jeweils gleicher Fahrgastzahl liegt wegen der unterschiedlichen Leergewichte zwischen den spezifischen Primärenergieverbrauchswerte von Stadtbus. RWTH Aachen Personen Abb.bzw. Spezifischer Primärenergieverbrauch im Personennahverkehr Wenn weniger als 65 Personen in der U-Bahn sitzen.

Trotzdem weisen beide Verkehrsmittel etwa den gleichen spezifischen Primärenergieverbrauch auf. Bei der Gegenüberstellung mit dem durchschnittlich besetzten PKW mit 1.5 Personen ergibt sich der primärenergetische Gleichstand von 500 Wh/Pkm • für den Reisebus bei 5 Personen • für den E-Triebwagen bei 40 • für den D. (Wagner et al. muss ein einheitlicher Einsatzfall definiert werden. Primärenergieverbrauch Boeing 737-500 Boeing 747-400 A310-200 Mittelklasse PKW Kleinbus Reisebus E-Triebwagen D-Zug u.2 Schadstoff-Emissionen Um die in Abschn. IC-Zug bei 70 und • für die B 737 ebenfalls bei etwa 70 Passagieren. 50 % und der Reisebus bei nur 10 % des Energieverbrauchs.3 beschriebenen Antriebsalternativen bezüglich ihrer Emissionen vergleichen zu können.26. 1998).bzw. 6. Bei der B 747 und der A 310 liegt der spezifische Energieverbrauch auch bei Vollbesetzung darüber. Für ein Beförderungsvolumen von 50 bis 100 Personen ist die B 737 zu 50-100% ausgelastet. Intercity 10-432-C-96 Besetzung Quelle: Verkehrswissenschaftliches Institut. Der im Folgenden zitierten Untersuchung (Dreier 1998). Der E-Triebwagen liegt im selben Bereich nur bei rd. 6. Spezifischer Primärenergieverbrauch im Personenfernverkehr Die in den Vergleich einbezogenen Verkehrsflugzeuge liegen selbst bei Vollauslastung ungünstiger. liegt ein Mittelklasse-PKW mit 1060 kg Fahrzeugge- . 6.280 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Wh/Pkm spez. RWTH Aachen Personen Abb.4. der D-Zug nur zu 10-20%.

Es wird der „Neue Europäische Fahrzyklus“ (NEFZ. Erdgas-. Benzin und Erdgas die Emissionen im Betrieb dominieren. Zur generellen Orientierung wird in Abb.6. 6. Die in den Diagrammen verwendeten Kurzbezeichnungen für die verglichenen Antriebskonzepte stehen für folgende Varianten: • • • • • • • • • • Diesel: herkömmlicher Dieselmotor mit Dieselkraftstoff Benzin: herkömmlicher Ottomotor mit Vergaserkraftstoff Erdgas: Einsatz eines für Erdgas optimierten Ottomotors Elektro: Elektromotor und Benzin-Standheizung (zu beachten hinsichtlich der Vor-Ort-Emissionen) Hybrid: Diesel-Elektro-Hybrid BZ-GH2-Erdgas: Nutzung von komprimiertem Wasserstoff. sondern auch die Werte für die Kraftstoffverteilung und -gewinnung sowie für die Bereitstellung der Rohstoffe. Abb 6. Der auffallend große Anteil vorgelagerter Prozesse am Primärenergieverbrauch von Elektrofahrzeugen und mit biogenen Kraftstoffen betriebenen Fahrzeugen schlägt sich auch deutlich in deren Emissionsverhalten nieder. Teil 1 und Teil 2) betrachtet. Berücksichtigt werden dabei nicht nur die Emissionen beim Fahrbetrieb selbst. Einflussgrößen sind zum einen die Umwandlungswirkungsgrade.27 zunächst der Primär. Elektro. am besten bei Rapsöl und am schlechtesten bei Ethanol.und . der via Dampfreformierung aus Erdgas erzeugt wird. zum anderen die Bewertungsverfahren der Nebenprodukte und Reststoffe.28 zeigt die CO2-Emissionen der untersuchten PKW-Antriebe.4 l Hubraum. sind diese beim Elektrofahrzeug verschwindend gering und allein auf die Heizung zurückzuführen. in einer PEM-Brennstoffzelle Rapsöl: Nutzung von vollraffiniertem Rapsöl in einem Duothermmotor RME: Nutzung von RME in einem konventionellen Dieselmotor Ethanol: Nutzung von Ethanol aus Zuckerrüben in konventionellem Ottomotor Biogas: Nutzung von Biogas in einem konventionellen Ottomotor mit Slow-Fill-Betankung. Während beim Einsatz von Diesel.4 Vergleich verschiedener Verkehrssysteme 281 wicht zugrunde. Bei den biogenen Kraftstoffen liegt der Bereitstellungsnutzungsgrad zwischen etwa 36 % und 47 %. Durch die vorgelagerten Emissionen bei letzterem ergeben sich jedoch für Diesel-. Zu diesem Zweck sind die Emissionen der einzelnen Prozessschritte zusammengefasst und auf die zurückgelegte Wegstrecke bezogen.und Endenergiebedarf der einzelnen Konzepte betrachtet. Die Motorisierung entspricht der eines Otto-Motors mit 40 kW Leistung aus 1.

282 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) 160 Primärenergie 140 Endenergie 120 100 kWh/100 km 80 60 40 20 0 Diesel Benzin Erdgas Elektro Hybrid BZGH2Erdgas Rapsöl RME Ethanol Abb. 6. 6. Spezifische CO2-Emissionen verschiedener Antriebskonzepte .und Endenergieverbrauch verschiedener Antriebskonzepte 250 Emissionen im Betrieb vorgelagerte Emissionen 200 CO2 wird in der Aufwuchsphase Pflanzen gebunden 150 g/km 100 50 0 Diesel Benzin Erdgas Elektro Hybrid BZGH2Erdgas Rapsöl* RME* Ethanol* Abb.28. Primär.27.

02 0.12 0. Hierbei schneidet das Brennstoffzellen-System am besten ab. 6.14 vorgelagerte Emissionen 0. Aufgrund der CO2-Neutralität der biogenen Kraftstoffe treten während der Nutzungsphase bei diesen Prozessketten keine zu berücksichtigenden CO2-Emissionen auf. Die SO2-Emissionen der biogenen Kraftstoffe resultieren zum Großteil aus energieintensiven vorgelagerten Prozessen.4 Vergleich verschiedener Verkehrssysteme 283 Hybridfahrzeuge in etwa gleich hohe kumulierte CO2-Emissionen.29 zeigt die SO2-Emissionen. Spezifische SO2-Emissionen verschiedener Antriebskonzepte Abb 6.04 0. Abb 6. Bei der Berechnung der Emissionswerte aus der Verbrennung wurde zur Berücksichtigung der Rauchgasentschwefelungsanlagen ein Reduktionsfaktor von 90 % angesetzt. die Vor-Ort-Emissionen sind Null und auch die vorgelagerten Emissionen sind bei der Verwendung von gasförmigem Wasserstoff auf der Basis von Erdgas gering.10 g/km 0. Vergleicht man die Ergebnisse der biogenen Kraftstoffe mit dem möglichen Einsatz von Wasserstoff auf der Basis von Erdgas in PEM-Brennstoffzellen.06 0.00 Diesel Benzin Erdgas Elektro Hybrid BZGH2Erdgas Rapsöl* RME* Ethanol* * Emissionswerte aus der Verbrennungsrechnung.29. liegen die CO2-Emissionen für die Biokraftstoffe tendenziell niedriger. Für die verbrennungsmotorischen Konzepte ergeben sich mit den biogenen Kraftstoffen im Vergleich zu den .30 zeigt die CO-Emissionen. Zur besseren Verständlichkeit wurden die Werte dennoch in der Grafik angedeutet.08 0. 0.6.16 Emissionen im Betrieb 0. mit Be Rauchgasentschwefelungsanlagen mit einem Reduktion Abb.

Dabei hat Methan den allergrößten Anteil und resultiert vor allem aus stofflichen Verlusten beim Transport. Elektro.7 vorgelagerte Emissionen 0.31 zeigt die CH-Emissionen. Abb 6. Ansonsten sind die Methanemissionen bei biogenen Kraftstoffen.32 zeigt die NOX-Emissionen. Die Emissionen der Nichtmethankohlenwasserstoffe dagegen sind bei den alternativen Antriebskonzepten durchwegs niedriger als beim benzinbetriebenen Ottomotor. tendenziell höher als bei konventionellen.1 0.2 0. 6.6 0.284 0.3 0.5 g/km 0. Dasselbe gilt für den Brennstoffzellenantrieb mit Wasserstoff aus Erdgas. In Summe ergeben sich damit CH-Emissionen die für Rapsöl. Auffallend hoch sind die CH-Emissionen beim Erdgasantrieb. aufgrund der höheren spezifischen Emissionen zur Bereitstellung. Abb 6.30. Das Elektro. und für Biogas etwas höher als jene von Benzin liegen.0 Diesel Benzin Erdgas Elektro Hybrid BZGH2Erdgas Rapsöl* RME* Ethanol* Abb.4 0. RME und Ethanol etwas über jenen von Diesel.und Brennstoffzellenantrieb liegen wegen der emissionsfreien Nutzungsphase naturgemäß relativ niedrig.und das brennstoffzellenbetriebene Fahrzeug weisen dank der Nullemission in der Nutzungsphase die geringsten Stickoxidemissionen der untersuchten Varianten auf. Gewinnung und Verteilung.8 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Emissionen im Betrieb 0. . Spezifische CO-Emissionen verschiedener Antriebskonzepte fossilen keine signifikanten Veränderungen. Die Minderemissionen während der Nutzungsphase werden durch die Mehremissionen in den vorgelagerten Ketten ausgeglichen oder sogar übertroffen.

7 0.2 0.3 0.6 0.4 285 Emissionen im Betrieb 1.0 Diesel Benzin Erdgas Elektro Hybrid BZGH2Erdgas Rapsöl* RME* Ethanol* Abb.2 vorgelagerte Emissionen 1. Spezifische CH-Emissionen verschiedener Antriebskonzepte 0.4 0.8 0.4 Vergleich verschiedener Verkehrssysteme 1.32.9 0.2 0.0 0.6.5 0. 6.4 0.31.0 Diesel Benzin Erdgas Elektro Hybrid BZGH2Erdgas Rapsöl* RME* Ethanol* Emissionen im Betrieb vorgelagerte Emissionen Abb. 6.6 0.1 0. Spezifische NOx-Emissionen verschiedener Antriebskonzepte g/km .8 g/km 0.

4. der zu Störungen. Sog. die an der Schallquelle selbst angreifen. allerdings nur solange diese nicht verstopft sind. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von schallschluckendem Straßenbelag. Günstig ist ein möglichst großer Triebwerksquerschnitt.Gang produziert die gleiche Schalleistung wie vier Autos im 3. sondern lediglich die Intensität und sonstige physikalische Größen zur Beschreibung von Schallemissionen. Wann Schall als Lärm empfunden wird. Groß ist auch der Einfluss der Fahrweise: ein Auto im 2. Der Straßenverkehrslärm hängt zum einen vom LKW-Anteil auf dem entsprechenden Streckenabschnitt. in erster Linie hervorgerufen durch das Triebwerk. Beeinträchtigungen oder Schäden führen kann. und • Sekundärmaßnahmen. kann die Kapselung des Motors sein. Im Straßenverkehr wird der äquivalente Dauerschallpegel in einer Entfernung von 7. 6.B. Mantelstromtriebwerke können die Schallleistung um zwei Zehner- . die am Fahrzeug selbst angreift (aktive Geräuschbekämpfung).5 m zur Fahrbahnmitte gemessen. Für die Pflanzenölkraftstoffe ergeben sich jedoch auch in der Nutzungsphase leicht erhöhte spezifische Emissionswerte im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug. welche auf eine verminderte Schallausbreitung abzielen. Fluglärm entsteht durch Luftverwirbelungen.Gang (bei gleicher Geschwindigkeit). Eine Maßnahme. bei der Höchstgeschwindigkeit ansetzen. Belästigungen. Deshalb lässt sich die Belästigung durch Schall nicht messen. „Flüsterasphalt“ wirkt durch seine Poren lärmdämpfend. zum anderen in beträchtlichem Maß von der Geschwindigkeit der Fahrzeuge ab. Dies liegt vor allem an den höheren Emissionen in den vorgelagerten Prozessketten.3 Lärm Lärm ist unerwünschter Schall. Mögliche Lärmminderungsmaßnahmen können deshalb z.286 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) Bei den verbrennungsmotorischen Prozessketten ergeben sich für die biogenen Kraftstoffe höhere kumulierte NOX-Emissionen. hängt neben der Charakteristik des Schalls in hohem Maß auch von subjektiven Beurteilungen und Einstellungen des Betroffenen ab. Bei den Maßnahmen zur Verminderung des Verkehrslärms wird unterschieden zwischen • Primärmaßnahmen.

B. zum anderen durch Vermeiden von Verwirbelungen zwischen Untergrund und Fahrzeugboden durch dessen möglichst glatte Gestaltung. das bedeutet eine Pegelreduzierung von 20dB.33. Schallpegel im Schienenverkehr (Quelle: Thyssen Transrapid System GmbH) Die Lärmentwicklung im Schienenverkehr lässt sich zum einen durch optimierte dynamische Formgebung vermindern (beim ICE3 rechnet man mit einer Senkung des äquivalenten Dauerschallpegels von 2-3 dB).4 Sonstige Faktoren Die in den vorangegangenen Abschnitten genannten Kriterien gestatten einen quantitativen Vergleich zwischen den einzelnen Varianten von Verkehrssystemen. Im Schienenverkehr erfolgt die Messung des äqivalenten Maximal. Die Maximalschallpegel verschiedener Schienenfahrzeuge in Abhängigkeit von ihrer Fahrgeschwindigkeit zeigt Abb 6.6. Dauerschallpegels in 25 m Entfernung von der Schienenstrangmitte.33. Die Pegelstreuungen bei den herkömmlichen Schienenfahrzeugen sind durch den Zustand der Schienen bedingt.4 Vergleich verschiedener Verkehrssysteme 287 potenzen reduzieren. 2010999B 2010999B Abb.B. Für den Nutzer spielen diese Kriterien bei fallweisen Entscheidungen (z. Fahrzeugkauf) oder täglichen Entscheidungen (z. Dieser Einfluss fällt bei der Magnetschnellbahn weg. Ein steiler Abflug und ein Anflug aus großer Höhe mit kleiner Klappenstellung und eingefahrenem Fahrwerk wirken sich sehr günstig auf die Lärmbelastung der Umgebung eines Flughafens aus.4. 6. 6.bzw. Wahl .

Aufenthalte an Eisenbahnhaltestellen und die Start. Gründe dafür sind z. 6. Dadurch sind auch Aussagen über die Entfernungsbereiche. der Verkehrslage und auch der mit dem Verkehrsmittel zurückzulegenden Entfernung. mit großen Unsicherheiten behaftet.34. hierzu Raschbichler 1981) der ungefähren Haus-zu-HausReisezeiten für ausgewählte Verkehrssysteme. um vom Startpunkt aus den nächsten Bahnhof zu erreichen. und um vom Zielbahnhof bis zum Reiseziel zu gelangen. bei Bahnreisen notwendig.B.und Landephasen bei Flügen.34 zeigt hierzu eine Abschätzung (vgl. oder ob diese Zeit für andere Tätigkeiten genutzt werden kann.T. Beim Flugzeug kommen dazu noch Zeiten für das Einchecken. Haus-zu-Haus-Reisezeiten verschiedener Verkehrsmittel . in Abhängigkeit von der Reisestrecke. Reisezeiten etc.288 6 Energieanwendung im Verkehr (Transportwesen) des Verkehrsmittels) eine eher untergeordnete Rolle. Rastpausen bei Autofahrten. Beim Faktor „Reisezeit“ muss als qualitativer Aspekt auch berücksichtigt werden. • Die Zeit. ist z. Viel bedeutender sind hier Kriterien wie Fahrkomfort. die nicht im betrachteten Verkehrsmittel zugebracht wird. deutlich unter der stationären Fortbewegungsgeschwindigkeit auf freier Strecke. Der gesamte Zeitbedarf wird bei dieser Betrachtungsweise von zwei Parametern bestimmt: • Reisegeschwindigkeit des betrachteten Verkehrsmittels: Sie liegt z. ob diese Zeit mit dem Steuern eines Fahrzeugs verbracht werden muss. 3 0k h) m/ km/ h) (15 0k m/ h) Aut o e gn Ma tsc (75 e hn ll b 40 n( ah Flug zeug ) km/h (800 2 Reisezeit in h 1 IC E 0 0 200 400 600 Reisestrecke in km 800 1000 26537-A-08 26537-A-08 1200 Abb. Beide Parameter können beträchtlich variieren.B. für die ein Verkehrsmittel den anderen überlegen ist. Abb 6. Hier bestehen auch Zusammenhänge mit dem Komfortkriterium. abhängig von individuellen Standort-Gegebenheiten.

sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr (Gefahrguttransporte).6. speziell wenn es um die Einhaltung von Terminen geht. In diesem Zusammenhang sei außerdem der Aspekt der kurzfristigen Verfügbarkeit genannt. . angewiesen und muss darüber hinaus mit den z. wie Wetter.4 Vergleich verschiedener Verkehrssysteme 289 Berechenbarkeit und Exaktheit der Verkehrsleistung können ein starkes Argument sein. Hinsichtlich der Anzahl der Verunglückten bezogen auf die jeweilige Verkehrsleistung schneidet der Straßenverkehr mit Abstand am schlechtesten ab. Allerdings hat der Zug klar definierte Abfahrts. Ein weiteres Kriterium ist die Sicherheit eines Transportmittels. Verkehrsverhältnisse usw. auf Navigationshilfen in Form von Linienplänen. sein Ziel ohne Navigationshilfe zu finden.und Ankunftszeiten. der nächste Zug dagegen unter Umständen erst in zwei Stunden fährt.U. ob ein Fahrgast sich mit dem Taxi an sein Ziel bringen lässt. Sofern der Reisende die Lage seines Zieles bzw.T. für den Vergleich mit dem Luftverkehr ergibt sich sogar ein Faktor von mehr als 30. Zum Beispiel kann es sein. So kann es im Nahverkehr einen großen Unterschied machen. unübersichtlichen Tarifsystemen zurechtkommen. gewinnt der Aspekt der „Zielführung“ an Bedeutung. In diesem Fall ist er u. Aber auch wer selbst mit dem Auto fährt. Stadtplänen etc. oder ob er sich der Hilfe öffentlicher Verkehrsmittel bedient. dass das Auto in der Garage steht. liegt er doch um den Faktor 25 über dem entsprechenden Wert der Eisenbahn. während beim Auto eine Vielzahl von Faktoren hineinspielen. hat in einer größeren Stadt oft Schwierigkeiten. den Weg dorthin nicht genau kennt.

Schlussfolgern Umsetzung der Ergebnisse Abb. das alle relevanten. Hinreichend gesicherte Informationen erhält man mit Hilfe einer Vorgehensweise. Bewerten. Dabei gilt als oberstes Prinzip so viel und so genau wie nötig.und Plausibilitätskontrolle •Messung Datenauswertung: Prüfen. aber nicht so viel wie messtechnisch möglich zu messen. Selektieren. . auf die im Folgenden eingegangen wird. 7. Messprinzipien.und Anlagenschema •Energieverbrauchsmessung und -verrechnung einzelner Kostenstellen und energetisch relevanter Anlagen Messkonzept: Festlegung und Auswahl von: •Bilanzgrenzen und Messgrößen •Messstellen. herrührenden Einflüssen zu komplex. sind: 1. den Prozess beeinflussenden Daten in einer Form und Art liefert. Sortieren. Dazu sind die Verknüpfungen der energetischen Bestimmungsgrößen mit fertigungstechnischen und betriebswirtschaftlichen Bedingungen sowie mit den beispielsweise von der Umwelt. Strukturieren. Analysieren. Schema der Datenerfassung und -verarbeitung Die beiden Themenbereiche.1. wie sie in Abb.1 schematisch dargestellt ist. 7.7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten Die exakte analytische Bestimmung von energietechnischen Vorgängen oder Abläufen an einer Anlage anhand von Kenndaten und Algorithmen ist in geschlossener Form nicht möglich. Messmethoden •Messeinrichtung •Datenverarbeitung Durchführung: •Installation der Messtechnik •Funktions. vom Bedienungspersonal etc. Das Planen und Realisieren eines Messkonzeptes. Zielsetzung: •Rationeller Energieeinsatz in der Fertigung •Prozessüberwachung •Prozesssteuerung und -regelung •Energiebilanzierung •Energiekostenermittlung 26-340-A-04 26-340-A-04 Bestandsaufnahme: •Betriebs. die für die nachfolgende Verarbeitung und Bewertung notwendig ist.

die jeweils für einen Zeitpunkt definiert sind. die durch eine Messung erfasst werden soll (die zu messende Größe) bzw. Von besonderer Bedeutung ist ein solider Wissensstand in Theorie und Praxis der Messtechnik sowie den mathematisch-statistischen Methoden der Datenverarbeitung. 7. die in der Energietechnik häufig gebraucht werden. ihre Wirkungen zu quantifizieren und darauf aufbauend den Gesamtprozess technisch und wirtschaftlich zu optimieren. Als Messgröße wird die physikalische Größe bezeichnet. Zum KnowHow gehört ein gut fundiertes physikalisches und ingenieurtechnisches Grundwissen sowie detaillierte Kenntnisse der Theorie der Energieanwendungstechnik. gehören: • als elektrische Messgrößen: Spannung. durch welche Messgröße das Messobjekt (das ist der zu beobachtende Vorgang bzw.B.1. Dampf. Konzentration von Gaskomponenten. die den Leistungs. Luft usw. erfasst wird (die gemessene Größe).1. • Wechselgrößen. Druck und Feuchte.1. Wirkleistung und Wirkarbeit. • als nichtelektrische Messgrößen: Mengenströme von Fluiden wie Wasser.1 Datenerfassung Messkonzept Ziel und Aufgabe einer Messung ist die Erfassung einer oder mehrerer Messgrößen.1 Messgröße Zu den Messgrößen. Darstellen. Im Hinblick auf die Zeitabhängigkeit von Messgrößen unterscheidet man: • Momentangrößen. 7.1 7. der zu erfassende Zustand) hinsichtlich der gewünschten Information am besten charakterisiert wird. Bei jeder Messaufgabe ist primär die Frage zu stellen. Temperatur. Das Verarbeiten.und Energiebedarf beeinflussenden und bestimmenden Parameter zu erkennen.. durch Scheitel- .292 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten 2. Analysieren und Bewerten von Messdaten mit dem Ziel. Die beiden sind nicht notwendigerweise identisch. die sich periodisch wiederholen und z. Um diesen Lösungsweg erfolgreich beschreiten zu können. Strom. bedarf es eines breitgefächerten Instrumentariums an Know-How und Technik.

an der gemessen wird. die als Summe bzw. Strommessung über ein Drehspulmessgerät).und Abgleichverfahren (z. die man als Messprinzip bezeichnet. und dieser muss genügend genau bekannt sein. z.1. 7.1 Datenerfassung 293 wert und Effektivwert gekennzeichnet sind. ob das Ergebnis der zu messenden Größe durch Vergleich mit einem Bezugswert derselben physikalischen Größe oder auf dem Umweg über physikalisch andersartige Größen gewonnen wird. toleriert werden kann. 2. dass ihr verfälschender Einfluss vernachlässigt bzw. Wichtige integrale Messgrößen sind mechanische und elektrische Arbeit sowie durchgesetzte Stoffmengen. abhängig davon. Der Messwert muss ein repräsentatives und getreues Abbild der zu messenden Größe im Sinne der gestellten Messaufgabe liefern. Ferner gehört dazu. muss bei der Wahl der Messgröße auf folgende Punkte geachtet werden: 1. ohne dass eine zusätzliche Umrechnung erforderlich wäre (z. dass Messort und Messzeiten zweckentsprechend gewählt werden. Aus solchen Messgrößen lassen sich Informationen über Momentanzustände nur näherungsweise durch Bildung hinreichend kurzzeitiger Mittelwerte erlangen. zum anderen aber auch diejenigen Verfahren. bei welchen das Messergebnis unmittelbar angezeigt wird.B Temperaturmessung über ein Ausdehnungsthermometer. im Falle der Messung eines elektrischen Stromes: • die Kraftwirkung eines Magnetfeldes auf stromdurchflossene Leiter. • Integralgrößen. • die Kraftwirkung zwischen magnetisierten Körpern. Integral über eine Zeitspanne definiert sind. oder • die Erzeugung JOULEscher Wärme Man unterscheidet ferner zwischen direkten und indirekten Messmethoden.1. Bei solchen „direktanzeigenden“ Messverfahren ist der Vergleich mit dem Normal der Mess- . Schließlich ist auch das energetische Verhalten der Anlage zu beachten.2 Messprinzip und Messmethode Bei der Messung werden in aller Regel charakteristische physikalische Phänomene benutzt. zur Messung elektrischer Widerstände). die das Ziel der Messaufgabe darstellt. Zu den direkten Messmethoden zählen zum einen die verschiedenen Vergleichs. Zwischen der Messgröße und der angestrebten quantitativen Aussage. Damit eine Messung den gestellten Anforderungen gerecht wird.B.B.7. Zum einen muss hierfür die Rückwirkung der Messeinrichtung auf die Messgröße so gering sein. muss ein eindeutiger reproduzierbarer Zusammenhang bestehen. Je nach der zu erfassenden Messgröße kommen unterschiedliche Messprinzipien in Frage.

Diese stellt den durch Kalibrierung gegebenen Zusammenhang zur Bezugsgröße her. Verbrauchsmessungen zum Zweck der Energiekostenaufteilung sollen zweckmäßigerweise die Verluste der Übertragungsglieder zwischen Einspeisung und Verbrauchsort mit erfassen. Eine Reihe von Messgrößen. die Messung elektrischer Arbeit als Zeitintegral der Leistung. Das betrifft z. Durchfluss.3 Messort Ebenso wie die Messgröße wird auch der Messort wesentlich von der Aufgabenstellung bestimmt. Bei der Analyse von Rauchgasen und auch bei Luftgeschwindigkeitsmessungen sind die örtlichen Bedingungen der Messstelle unter Berücksichtigung des Messverfahrens so zu gestalten. die der energietechnischen Beurteilung einer Anlage dienen. Die Wahl des Messortes bei Mengen. die Auslegung der Leitungen am Messort speziell im Hinblick auf diese Bedingungen zu planen. würde eine solche Messortwahl zu Fehlaussagen führen.und Auslaufstrecken für die Installation von Wirkdruckaufnehmern.B. Man sollte sich bei derartigen Messungen deshalb zu allererst ein genaues Bild über den Aufbau der Verteilungsanlagen verschaffen. die vom angewendeten Messverfahren her an den örtlichen Aufbau der Messstrecke zu stellen sind. die notwendigen Ein. Beispiele für indirekte Messverfahren sind die Messung eines elektrischen Widerstandes oder einer elektrischen Leistung aus Strom und Spannung. wie Temperaturen oder Strömungsgeschwin- .294 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten größe in der Skala enthalten.und Zustandsmessungen wird in entscheidendem Maße von den Bedingungen bestimmt. Bei Messungen hingegen. Es existieren oft keine einwandfreien Kabelund Rohrleitungspläne und häufig stimmen die Bezeichnungen der einzelnen Abgänge nicht mit den Tatsachen überein. Dies gilt insbesondere bei Maschennetzen und bei Netzen mit mehreren örtlich getrennten Einspeisepunkten. dass die Messergebnisse repräsentativ sind.1. die Temperaturmessung mittels Wider-standsthermometer. Rohrleitungen) gemessen werden. 7. die induktive Durchflussmessung usw. Diese Kenntnis ist jedoch in vielen Fällen nicht vorhanden. Da ein Nichteinhalten dieser Bedingungen die Messgenauigkeit sehr stark beeinflusst. also möglichst nahe am Einspeisepunkt durchgeführt werden.1. Da sowohl elektrische Arbeiten als auch Mengen strömender Medien immer in Übertragungsgliedern (Kabeln. ist es oft notwendig. ist die hinreichende Kenntnis über den Aufbau der Verteilungsanlagen die Grundlage für eine richtige Wahl des Messortes. Hier sollte der Messort an der Anlage liegen.

also jeweils abgewogen werden zwischen dem Aufwand und dem zu erwartenden Nutzen.1. hängt nicht so sehr vom Umfang der verwendeten Hard. man sollte auf jeden Fall vorher das Gewicht abschätzen.und Datenerfassung und -verarbeitung können keine Garantie für sinnvolle Ergebnisse sein.B. Messort und Messgerät abhängt. 7. Dafür aber ist der Anwender verantwortlich und nicht das von ihm verwendete Werkzeug. der Messwertübertragung und -verarbeitung muss das technisch-wirtschaftliche Kalkül im Vordergrund stehen. Die Messfehler der eingesetzten Geräte liegen nur dann in den angegebe- . • die Messwertumformung und auch die Messwertverknüpfung in nahezu beliebiger Weise möglich wurde. richtig eingesetzt. Die modernsten Mittel der Messtechnik. die vor allem darin zum Ausdruck kommen. Alle informationstechnischen Mittel bieten. Dies muss zum einen im Zusammenhang mit den gewünschten Aussagen gesehen werden.4 Planungsgrundsätze Bei allen Fragen hinsichtlich der zu verwendenden Messgeräte.1. Bei Messungen zur Erstellung von Energiebilanzen ist z.7. heute viele Vorteile. dass die Genauigkeit der Ergebnisse fast ausschließlich von der systemrichtigen Wahl von Messgröße. Ob diese bestehenden Vorteile für eine optimale Lösung der Aufgabe genutzt werden. Wichtig ist ferner das Zusammenspiel der Einzelkomponenten einer Messeinrichtung. Daher bestimmt die Lage des Messortes den Wert der bei einer Messung erfassten Messgröße. Das betrifft vor allem die Frage nach den Forderungen an die Messgenauigkeit. und • eine computergerechte Datenerfassung eine schnelle Messwertverarbeitung ermöglicht.und Software ab.1 Datenerfassung 295 digkeiten. Vergessen wird dabei. Die hohe Stellenzahl digitaler Messwertausweisung wird häufig gleichgesetzt mit einer hohen Messgenauigkeit. ob ihr Einsatz richtig gewählt. Signal. und die Ergebnisse sinnvoll verarbeitet und interpretiert werden. Entsprechend der räumlichen Ausdehnung des Messortes wird die Messgröße dabei auch örtlich gemittelt. die Erfassung der verschiedenen Bilanzposten mit gleich hohen Anforderungen an die Genauigkeit unsinnig. sind Feldgrößen und als solche mehr oder weniger ortsabhängig. dass • der Kostenaufwand zur Erfassung von Messwerten stetig sinkt. mit dem die einzelnen Bilanzposten in die Gesamtbilanz eingehen und danach die Anforderung an die Genauigkeit zur Messung der einzelnen Posten orientieren. sondern davon.

2 Messeinrichtung Die Messeinrichtung umfasst die Gesamtheit aller apparativer Komponenten zur Durchführung einer Messung. dass alle Anlagenteile nur so genau wie nötig arbeiten und so einfach wie möglich sein sollen. Messwerk.a.296 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten nen Grenzen.1) Die Konstante K wird als Übersetzung oder Empfindlichkeit des Messfühlers bezeichnet.1. die Zahl der verschiedenen Typen von Messgeräten. Fühler.m. so gering wie möglich zu halten. (7. Bei den meisten linearen Fühlern ist das Ausgangssignal dem . falsche Betriebsweise oder auch (z. hängt von der jeweiligen Messaufgabe ab. wenn die Messsysteme funktionsrichtig eingebaut und betrieben werden..B. In der Praxis wird oft die Qualität und damit der Wert von Messungen durch fehlerhaften Einbau. die im Betrieb eingesetzt werden. vor allem in kleineren und mittleren Betrieben. Messumformer. Ganz allgemein kann man für die Wahl der Messeinrichtung als oberstes Prinzip setzen. Schreiber u. z. Der Zusammenhang zwischen Eingangsgröße E und Ausgangsgröße A lässt sich bei analogen Messfühlern als Kennlinie darstellen. Messwertumformern und -übertragungseinrichtungen usw. erfasst die Messgröße quantitativ und gibt als Antwort ein Ausgangssignal.bzw. Kompensator.1 Messgrößenerfassung Der für die Messgröße sensitive Messfühler (oft auch als Sensor oder Aufnehmer bezeichnet). bei Gasanalysen) durch fehlerhafte Probenahme gemindert. Nur ein möglichst einheitlicher Gerätepark kann die Aufwendungen für die Wartung.1. Ist diese Kennlinie eine Gerade. lässt sich prinzipiell in drei Funktionsbereiche unterteilen: • Messgrößenerfassung • Signal. 7.B. Der Gesamtvorgang. in wirtschaftlich vertretbaren Grenzen halten. so spricht man von einem linearen Messfühler: A = A0 + K E .2. Wie diese Komponenten im Einzelfall auszuwählen und miteinander zu kombinieren sind und welche Aufgaben sie innerhalb der gesamten Messeinrichtung zu erfüllen haben. Schließlich sollte bei der Planung eines Messkonzeptes angestrebt werden. dessen Wert dem Wert der erfassten Messgröße eindeutig zugeordnet sein muss. Messwertverarbeitung • Messdatenausgabe. 7. der in einer Messeinrichtung abläuft.

Als Eingangsgröße kommen alle möglichen physikalischen Größen in Frage. Die Art der Ausgangsgröße bestimmt sich aus den gestellten Anforderungen.und Ausgangsgröße eines Signalumformers sind also stets von unterschiedlicher Art. die auch noch andere Funktionen beinhaltet. in der Dimension einer anderen physikalischen Größe als der Messgröße vor sich. Übertragung. . Verknüpfung. Analyse.h. Speicherung.1 Datenerfassung 297 Eingangssignal proportional.2. 7. Die Signalumformung (Messgrößenumformung) beinhaltet das Überführen eines Signals von einer physikalischen Art in eine andere. Auch stellt der Fühler nicht in jedem Fall eine gesonderte apparative Einheit dar. Im Zuge der Messgrößenumformung ist häufig eine Signalverstärkung erforderlich.1. Schließlich müssen für eine Messung oft unterschiedliche Messgrößen zum Zweck der Verknüpfung vereinheitlicht werden (Beispiel: Wärmemengenmessung aus Durchfluss und Temperaturdifferenz). In sehr vielen Fällen geht der eigentliche Vorgang des Messens.7. Verstärkung. Datenverarbeitung. Die wichtigsten Elemente dabei sind: • • • • • • • Umformung. Oft findet bereits im Messfühler eine Signalumwandlung statt. seien es Messgrößen oder andere Größen innerhalb der Signalkette der Messeinrichtung. Meist ist auch die Übermittlung.und Messwertverarbeitung Zwischen der Erfassung der Messgröße und der Gewinnung eines Messergebnisses liegen oft mehrere Schritte der Verarbeitung von Signalen und Messwerten. sondern ist oft Teil einer gerätetechnischen Einheit. Insofern ist die eindeutige Definition und Abgrenzung der Messgrößenerfassung wie auch des Begriffes „Messfühler“ oft schwierig.2 Signal. Anzeige oder Aufzeichnung des Messwertes in der Art der Messgröße nicht möglich. d. sei es im Sinne der Leistungsverstärkung. der Impedanzwandlung oder der Signalpegelanpassung. Eingangs. also der Vergleich mit dem Referenznormal. Speicherung. wenn nämlich die Ausgangsgröße eines Messfühlers von anderer Art ist als die Messgröße. (A0 = 0). Rechenoperation.

B. um Aussagen zu gewinnen.2. die mit den elementaren Methoden der Signalverarbeitung nicht erhältlich sind.und Zählwerke sowie von Ausdehnungsthermometern kommen als Ausgangsgrößen im wesentlichen elektrische sowie in Einzelfällen pneumatische Größen zur Anwendung.B. Transformationen und Funktionen. von stationären oder auch transienten Vorgängen benötigt werden. 0.10 V) mit niedrigem Ausgangswiderstand. Zeit. zum anderen müssen oft mehrere Größen miteinander verknüpft werden. auch wenn sie darüber hinaus in aller Regel Aufgaben der automatisierten Betriebsführung von Anlagen (Steuerung. Die höher organisierten Arten der Signalverarbeitung umfassen die Bereiche der Signalanalyse und der Datenverarbeitung. Bei den elektrischen Ausgangsgrößen sind vorherrschend: eingeprägte Spannung (z.20 mA) mit hohem Ausgangswiderstand. schließt die Messkette mit der Mitteilung des Messergebnisses durch eine Messdaten-Ausgabe ab. In vielen Messeinrichtungen finden darüber hinaus arithmetische Verarbeitungsschritte statt.. Erfolgt die Datenverarbeitung offline. Hierbei gibt es folgende Grundalternativen: .und Frequenzbereich zu interpretieren.3 Messdaten-Ausgabe Soweit die Messwerte nicht in einem automatischen Prozess weiterverarbeitet oder abgespeichert werden. Korrelationen. Die Datenverarbeitung bezeichnet das weitergehende Aufbereiten und Auswerten anfallender Messdaten. Ist der Rechner online mit dem zu erfassenden Geschehen verbunden.1. Überwachung) erfüllen. den Verlauf von Messsignalen nach bestimmten Gesichtspunkten im Amplituden-. eingeprägter Strom (z.. Prozessrechner können als Teil einer Messeinrichtung angesehen werden..298 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten Mit Ausnahme mechanischer Mess. so ist durch die notwendige Zwischenspeicherung von Daten eine weitgehende Entkopplung sowohl von dem zu erfassenden Geschehen als auch von der Messeinrichtung gegeben. Die Hauptaufgabe der Signalanalyse ist es. Verteilungen. 7. Regelung. Wegen der kaum standardisierbaren Aufgabenvielfalt kommen hierfür ausschließlich programmierbare Rechner in Frage. wie Mittelwerte. ferner frequenzvariante und digitale Signale. die zur Beschreibung von deterministischen oder stochastischen. wird er als Prozessrechner bezeichnet. Zum einen besteht oft ein nichtlinearer Zusammenhang zwischen der Eingangsgröße des Messfühlers und dem gewünschten Messergebnis. 0..

Bei einer analogen Anzeige sind durch mangelhafte Interpolation und Parallaxe Ablesefehler möglich.1 Datenerfassung 299 • analog oder digital. Für eine rechnerische Auswertung sind geschriebene Messwertdiagramme aber nur sehr bedingt geeignet. registrierend. mit Punkt. Normalerweise ist jedoch für die Erfassung des zeitlichen Verlaufs von Messgrößen eine kontinuierliche bzw.oder Linienschreibern erforderlich. Zeigerinstrumente in einer Schaltwarte sind wesentlich besser zu überwachen als eine entsprechende Anzahl von Ziffernanzeigen. dass sie augenfällig die Veränderung der Messgröße über der Zeit darstellt.3 Genauigkeit von Messungen 7. Andererseits liegt der große Vorteil der analogen Anzeige in der größeren Übersichtlichkeit. wenn die Anzeigedauer der Einzelwerte kürzer ist als etwa 1 bis 2 s. das Formelzeichen e kommt von „error“) die Differenz zwischen dem aus Messungen gewonnenen Wert xM und dem richtigen bzw. 7. wahren Wert xW: e = xM − xW (7.1 Arten von Messabweichungen Jede Messung unterliegt einer Vielzahl von Einflüssen. ohne dass die Messwerte quantitativ weiterverarbeitet werden sollen. Anzeigende Geräte werden vorwiegend dort eingesetzt.2) Der richtige Wert würde bei einer fehlerfreien Messung durch ein fehler- . die das Messergebnis verfälschen können. quasikontinuierliche Aufzeichnung (Registrierung) der Messwerte auf einem Display bzw. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Informationsaufnahme hängt wesentlich vom Ablesenden ab Bei einer digitalen Ziffernanzeige kommen subjektive Ablesefehler nur dann mit nennenswerter Wahrscheinlichkeit vor. Der große Vorteil der digitalen Messwertregistrierung durch Zählung von Binärsignalen liegt dagegen in der Speicherbarkeit und Übertragbarkeit mit hoher Informationsdichte sowie in der Möglichkeit der direkten Weiterverarbeitung in digitalen Rechenanlagen. wo ein rasches Erkennen eines Momentanzustandes verlangt wird. Nach der DIN-Norm 1319 versteht man unter einer Messabweichung e (früher übliche Bezeichnung: Messfehler. Eine analoge Messwertregistrierung hat den Vorteil.7.3. sowie • anzeigend bzw.1.1.

• Rückwirkungen des Messgerätes auf die Messgröße. Ergebnisse von Messungen (nach DIN 1319-1) Messabweichungen können systematischer oder zufälliger Natur sein. Er ist im Praxisfall einer durchgeführten Messung meist ebensowenig bekannt wie der wahre Wert der Messgröße. Abnutzung oder Alterung der Messgeräte. 7. wie in Abb. Sie liegen weder nach Betrag noch nach Vorzeichen fest.2 angedeutet. Zufällige Messabweichungen resultieren jeweils aus einer Kombination mehrerer Einzeleinflüsse (bzw.B. 7.300 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten freies Messgerät angezeigt. Hierauf soll aber erst im Kapitel 7. mit einer GAUSSschen Häufigkeitsverteilung.2 eingegangen werden.2 (nach DIN 1319) sind schematisch die Zusammenhänge dargestellt. .2. • Diskrepanzen zwischen den tatsächlichen und den vorausgesetzten Werten der auf das Messergebnis wirkenden Einflussgrößen. In Abb. so streuen die Messergebnisse z. Aus derartigen Messreihen lassen sich durch Anwendung statistischer Methoden verfeinerte Aussagen bezüglich eines zu erwartenden Messergebnisses (Erwartungswert) gewinnen. Messabweichung Zufällige Messabweichung Systematische Messabweichung Unbekannte systematische Messabweichung Bekannte systematische Messabweichung 26341-A-04 26341-A-04 Zufällige Messabweichung Häufigkeit der Messwerte Korrektion = – (Bekannte systematische Messabweichung) Messgröße Wahrer Wert Berichtigter Messwert Erwartungswert Messwert Abb. Systematische Messabweichungen können ihre Ursache haben in • technischen Unvollkommenheiten oder Einflüssen wie Eigenerwärmung. 7. Wird eine Messung unter möglichst gleichen Bedingungen mehrmals wiederholt. Daher sind Messwertabweichungen aufgrund zufälliger Fehler nicht reproduzierbar. die für die Beurteilung eines Messergebnisses von Bedeutung sind. deren quantitative Auswirkung nicht eindeutig nachvollziehbar ist. stochastischer Geschehnisse).

dass sie zur Gänze quantitativ bekannt sind. mit denen man aufgrund der Fehlergrenze bei einer Messung rechnen muss. Diese Fehlergrenze gilt als Absolutwert für den gesamten Messbereich! Daher werden die prozentualen Toleranzen.B.B.3. Damit erhält man den berichtigten Messwert. sofern die Bedingungen erfüllt sind. 7. Sie beinhalten die bekannten systematischen Messabweichungen. sie sind also grundsätzlich reproduzierbar. die der tatsächlichen Beziehung der betreffenden Größen nicht entspricht (z. Deshalb . die der Festlegung der Fehlergrenzen im jeweiligen Fall zugrunde liegen (z. gehen dabei unter Verwendung statistischer Gesetze in die Fehlergrenzen ein. umso größer. • durch den Beobachter verursachte Abweichungen (z. spielen die gerätespezifischen Fehlergrenzen für die Ermittlung der Messabweichungen eine wichtige Rolle. ist also ein Anzeigefehler von ± 1. je geringer die Ausnutzung des Messbereiches ist.B. parallaxenbedingte Ablesefehler eines Zeigerinstrumentes). Bei analog anzeigenden elektrischen Messgeräten sind die Fehlergrenzen meist prozentual zum Messbereichsendwert angegeben. Die Abweichungsbeiträge. aber auch unbekannte systematische (bedingt z. Die Fehlergrenzen geben für eine bestimmte Messeinrichtung an. Der bekannte Teil der systematischen Messabweichung kann mit umgekehrtem Vorzeichen als Korrektion zum Messwert addiert werden. Die Fehlergrenzen stellen für eine Messeinrichtung somit die Angabe eines Toleranzbereiches dar. Dieser weicht vom wahren Wert nur noch um die Summe aus dem unbekannt bleibenden Anteil der systematischen Messabweichung und der zufälligen Messabweichung ab.5 V maximal zulässig.B. Das bedeutet jedoch nicht. innerhalb dessen sich die angezeigten oder ausgegebenen Messwerte mit einer Wahrscheinlichkeit von üblicherweise 95 % bewegen müssen.2 Fehlergrenzen Soweit Messabweichungen durch Messgeräte verursacht werden. Der betreffende Zahlenwert wird als „Klasse“ bezeichnet. innerhalb welcher Bandbreite ein Messergebnis vom „wahren“ Wert abweichen darf.1 Datenerfassung 301 • Verwendung einer zum Messergebnis führenden Beziehung.7. dessen Messbereich z.1. hinsichtlich Umgebungstemperatur). die einer statistischen Streuung unterliegen. bis 100 V geht.5. durch Fertigungstoleranzen und Verschleiß) sowie zufällige Messabweichungen.B. unzulässige Linearisierung). Bei einem Spannungsmesser der Klasse 1. Unter gegebenen Einsatzbedingungen liegen die systematischen Messabweichungen nach Betrag und Vorzeichen fest.

2 Datengliederung. 7. Das Ziel dieser eigentlichen statistischen Arbeiten besteht darin. den Anzeigebereich in die Nähe des Skalenendwertes zu legen. Bei Messgeräten mit kumulierender Anzeige bezieht sich die angegebene prozentuale Fehlergrenze auf einen Bezugswert. Die anschließenden Schritte der Datengliederung. Wirkarbeitszähler) dem jeweiligen tatsächlichen Wert der Messgröße entspricht. Abschnitt 7. die aus Erhebungen. Eine fundierte Sachkenntnis ist hierfür zwin- .2.1.3. 7.B. gefolgt von einer rechnerischen Bearbeitung.4) ausgedrückt und dann als „Standardmessunsicherheit“ bezeichnet. Bei anderen Zählern wird als Bezugswert meist ein angegebener Sollwert (z. -verarbeitung und -auswertung Grundlage und Ausgangspunkt der Informationsgewinnung sind Wertekollektive. Sie kennzeichnet die Streuung oder den Bereich derjenigen Werte. über die beschreibende Darstellung von Wertekollektiven hinaus weitergehende Zusammenhänge herzustellen. der bei elektrischen Messgeräten (z. Bei digitalen Messgeräten ist wie bei kumulierenden Geräten zu verfahren. aber auch von bekannten physikalischen Beziehungen ermittelt. die jeweils gestellten Fragen möglichst präzise und verlässlich zu beantworten.302 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten sollte man bei solchen Geräten immer versuchen. die der Messgröße vernünftigerweise als Schätzwerte zugewiesen werden können. wird auf der Grundlage von Messwerten und Kenntnissen über vorliegende systematische Messwertabweichungen. Hinzu kommt meist noch eine konstante Toleranz von 1 Digit aufgrund des unvermeidlichen Fehlers bei der Analog/Digital-Wandlung. Nenndurchfluss) verwendet. Somit kann die Messunsicherheit auch als ein Maß für die Unkenntnis der Messgröße aufgefasst werden.B. Wie groß die Messunsicherheit im Einzelfall ist. Datenverarbeitung und Auswertung sollen darauf abzielen. Ein erster Schritt besteht meist in einer zweckdienlichen Strukturierung (Gliedern. Beobachtungen oder Messungen gewonnen werden. Oft wird die Messunsicherheit durch eine Standardabweichung (s. und Selektieren) von Daten. Sortieren.3 Messunsicherheit Die Messunsicherheit ist ein Maß für die Genauigkeit einer Messung.

Beim Sammeln und Gliedern von Zahleninformationen sind Zahlentafeln in vielen Fällen unerläßlich. Die herausgearbeiteten Sachverhalte sind meist am besten durch einen optischen Eindruck zu vermitteln. Beide Arten der Reihung werden für den Vergleich zeitlicher Entwicklungen angewandt. die sich addieren lassen. Durch einen zweckmäßigen und klaren Aufbau der Zahlentafeln kann das statistische Arbeiten sehr erleichtert werden. Bei der Reihung von Zahlen. Schlüsse gezogen auf die „Grundgesamtheit“. 7. Ihre Betrachtung ist jedoch in vielen Fällen unverzichtbar. das immer eine begrenzte „Stichprobe“ darstellt. Diesem Zweck dient die grafische Darstellung. unterscheidet man zwischen absoluten und kumulativen Reihen. Grundgesamtheiten sind in der Realität nie vollständig erfassbar. Legenden und Kommentaren. 7. außerdem werden dadurch Fehler vermieden. sei es aus zeitlichen.2. Man unterscheidet dabei nach . 7.2 Bildung von Verhältniszahlen Für die Deutung und Auswertung von Zahleninformationen haben die Verhältniszahlen eine sehr große Bedeutung.2. Nähere Erläuterungen zu den verschiedenen Diagrammarten und ihrer zweckmäßigen Verwendung sind in Abschn. Darunter versteht man die Gesamtheit aus unendlich vielen Beobachtungen oder Messungen unter gleichen Bedingungen. Bei allen Zahlentafeln sollten. Während die absoluten Zahlenreihen sehr leicht einen Vergleich der Einzelwerte untereinander gestatten. sowie ihre Ausgestaltung in Form von Bildunterschriften.3. -verarbeitung und -auswertung 303 gende Voraussetzung. haben die kumulativ aufgetragenen Reihen den Vorteil. aus wirtschaftlichen oder aus methodischen Gründen.2 Datengliederung. die man durch Messungen oder Erhebungen erhält. müssen auf die wesentlichen Aussagen abgestimmt sein. dass jeweils der bis zur letzten Eintragung erreichte Gesamtumfang zu erkennen ist. Kontrollmöglichkeiten genutzt werden.1 Dokumentation von Daten Informationen.7. Form und Maßstab der Diagramme. weil nur so die Wirkungen eines Ursachenkomplexes genügend detailliert untersucht werden können. werden heute meist auf automatisierte Weise (Tabellenkalkulation) dokumentiert. soweit durchführbar.2 gegeben. Mit den Hilfsmitteln der mathematischen Statistik werden dazu aus einem gegebenen Kollektiv.

Indexzahlen werden verwendet.B. z. Vor der Bildung von Beziehungszahlen ist jeweils sorgfältig zu prüfen. oder aber eine nach sachlogischen Gesichtspunkten bestimmte Referenzvariante. spezifischer Energieverbrauch je Produkteinheit). Beim . den man mit der Angabe der Indexzahlen verfolgt. durch die Wahl der jeweiligen vorhergehenden Zahl als Basis der nächstfolgenden. die nach sachlichen. Alternativen vergleichen oder zeitliche Entwicklungen analysieren lassen. als Indexzahl zur Darstellung volkswirtschaftlicher Entwicklungen Anwendung. Unter Umständen kann es jedoch auch zweckmäßig sein.B. um die Unterschiede mehrerer Werte der gleichen Größe in normierter Form darzustellen. den arithmetischen Mittelwert als Basis zu benutzen. Kosten von untersuchten Versorgungsvarianten. so wird man je nach Zweckmäßigkeit als Basis den niedrigsten oder den höchsten Wert wählen. Will man z. Gliederungszahlen dienen zur Analyse einer Menge. Andernfalls werden womöglich Scheinkorrelationen aufgestellt.B. die Veränderungen mehrerer Zeitreihen miteinander zu vergleichen.B. • Beziehungszahlen und • Indexzahlen. so wird man als Basis die Werte eines Zeitpunktes wählen. in dem man die Werte einer Zahlenreihe auf einen dieser Werte (die „Basis“) bezieht.B. Handelt es sich dagegen um den Vergleich von Alternativen. Diese Art der Wahl einer beweglichen Basis wird auch mit Kettenindex bezeichnet. anstelle einer fixen Basis eine bewegliche Basis zu verwenden. Die Wahl der Basis richtet sich nach dem Zweck. zu völlig falschen Schlüssen führen können. der entweder durch betriebliche Umstellungen gekennzeichnet ist oder der bei anderen zum Vergleich heranzuziehenden Indexreihen bereits als Basiszeitpunkt benutzt wird.B. Beziehungszahlen setzen zwei eigenständige Größen zueinander ins Verhältnis und sind dementsprechend meist dimensionsbehaftet. Meist werden die Werte in Prozent dieser Basis angegeben. die dann u.B. räumlichen oder zeitlichen Gesichtspunkten in ihre Teile zerlegt wird.U. z.304 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten • Gliederungszahlen. Dies erreicht man z. ob zwischen den beiden aufeinander zu beziehenden Größen eine sinnvolle technische oder wirtschaftliche Beziehung bestehen kann. Bei abgeschlossenen Zahlenreihen ist es oft günstig. Indexzahlen werden gebildet. Durch sie werden Verknüpfungen hergestellt (z. Zeitreihen von Fertigungsmengen und von Energieverbrauch analysieren. mit deren Hilfe sich z. Dabei setzt man die Gesamtmenge meist zu 100%. und findet z. Damit wird es möglich.

B. einer zeitlichen Messreihe) auftreten. -verarbeitung und -auswertung 305 Kettenindex ist die Problematik des Basiseffekts zu beachten. ∑ ( xi − x ) = Min . Mathematisch gekennzeichnet ist der arithmetische Mittelwert x durch die Eigenschaft.7. über den gemittelt wird. so wird man hierzu die Angabe eines Mittelwertes verwenden. Als „Basiseffekt“ wird dabei die Tatsache bezeichnet.4) Der arithmetische Mittelwert findet auch bei der Bestimmung sog. symmetrisch zu beiden Seiten der betrachteten Position. die innerhalb einer festliegenden Zahlenfolge (z. Hierbei wird für eine Position j der Mittelwert x j aus einer Anzahl m aufeinander folgender Einzelwerte gebildet.2. Zu jeder Zahlenangabe in Form von Indexzahlen gehört immer die Angabe der verwendeten Basis. ohne dass daraus auf die Absolutwerte geschlossen werden kann.B. sondern auch von deren Verlauf zum jeweiligen Basiszeitpunkt. besonders dann. 2 (7. wenn man Schwankungen. dass die Indexwerte nicht nur von der aktuellen Entwicklung der zu betrachtenden Größe abhängen. n i=1 (7.h. sofern nicht Absolutwerte der Geheimhaltung unterliegen. der entsprechende Monatswert des Vorjahres. gleitender Mittel Verwendung. in mehr oder minder großem Umfang aus( m) gleichen will. Am häufigsten wird hierbei das arithmetische Mittel benutzt. d. sondern z.3) Zur Errechnung des arithmetischen Mittelwertes summiert man alle Einzelwerte und teilt die Summe durch die Anzahl der n Einzelwerte: x= 1 n ∑ xi . 7.2 Datengliederung. dass die Summe aller Abstandsquadrate zwischen den Einzelwerten xi und dem Mittelwert x ein Minimum wird. Gleitende Mittel werden angewandt. so lautet das Bildungsgesetz: . das zu der Gruppe der errechneten Mittelwerte gehört. wenn als Basis nicht der unmittelbar vorangegangene Wert verwendet wird. Erstreckt sich der Bereich m. In solchen Fällen kann man mit Hilfe der Indexdarstellung die Relationen zwischen den Einzelwerten aufzeigen.3 Bildung von Mittelwerten Will man eine Wertemenge in konzentrierter Form durch einen Zahlenwert charakterisieren.

in denen man den Mittelungsbereich asymmetrisch um den betreffenden Mittelwert legt. Entsprechend der Ausdehnung des Mittelungsbereiches reduziert sich nämlich die Anzahl der erhaltenen Mittelwerte im Vergleich zu den n insgesamt vorhandenen Einzelelementen um m-1 Werte. Andernfalls muss die Mittelwertbildung gewichtet durchgeführt werden (z. besonders wenn deren Herausarbeiten das eigentliche Ziel der gleitenden Mittelwertbildung war. desto mehr werden die Schwankungen der Einzelwerte nivelliert. wenn es sich bei den Einzelelementen um gleichgewichtige Absolutgrößen handelt. Die gleitende Mittelwertbildung ist mit einer Einbuße in der Datenmenge verbunden. Soll z. also m = 3. ein Gesamtmittelwert x aus m Teilmittelwerten x j gebildet werden. Je größer der Mittelungsbereich m gewählt wird.B. Man sollte darauf achten. da die Zuordnung der so gebildeten Mittelwerte innerhalb der ursprünglichen Zahlenfolge Schwierigkeiten bereiten kann. m i= j − m−1 2 j+ m−1 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten xj ( m) (7. dass strukturelle oder saisonale Schwankungen noch sichtbar bleiben.306 2 1 = ∑ xi .5) Bei einer solchen symmetrischen Mittelung sollte der Mittelungsbereich vorzugsweise eine ungerade Anzahl von Elementen umfassen. mit denen der Tageswärmebedarf zur Raumheizung von Gebäuden eng korrelieren soll. So bildet man zur Ermittlung von Außentemperaturen. 5 usw. jedoch bei symmetrischer Mittelung nicht zu empfehlen.40 Es gibt auch Fälle. zum Ausgleich unterschiedlicher Anzahl von Tagen der Kalendermonate). Die bisher betrachtete Art der ungewichteten arithmetischen Mittelung ist nur anwendbar. Im Falle symmetrischer Mittelung verteilt sich die Einbuße hälftig auf die beiden Ränder des Wertekollektivs.B. . gleitende Mittelwerte unter gewichteter Berücksichtigung von Vortagestemperaturen. so ist zur Gewichtung der jeweilige Werteumfang nj der Teilkollektive heranzuziehen: 40 Die Wahl einer geraden Anzahl von Einzelwerten zur gleitenden Mittelwertbildung ist ebenfalls möglich.

weil hier die Energiegrößen quadratisch von den elektrischen Größen Spannung bzw. so dürfen hierzu nicht etwa wie sonst üblich die Einzelwerte ξi = Ai/Bi addiert werden.7) Der Mittelwert einer Beziehungszahl ξ kann also auch dadurch korrekt gebildet werden.8) Das quadratische Mittel wird im Bereich des statistischen Arbeitens kaum verwendet. (7. (7. Daher bildet man den Effektivwert z. B. mit ihrem Nenner Bi gewichtet.6b) Will man für eine Gruppe von Beziehungszahlen ξ = A/B das arithmetische Mittel ermitteln. wenn man sämtliche n Einzelwerte xi aller Teilkollektive arithmetisch mittelt: x= i =1 ∑ xi n n . eines zeitvarianten Stromes in der Form Ieff = 1T 2 ∫ i dt . Es ist aber in der Elektrotechnik von Bedeutung. dass die Einzelwerte ξi. T0 (7. gemittelt werden. B ∑ Bi ∑ Bi (7.7. (7. Vielmehr ergibt sich der Mittelwert ξ als Quotient der Mittelwerte jeweils von Zähler und Nenner zu ξ = A ∑ Ai ∑ Biξ i = = . Als weiterer errechneter Mittelwert ist noch das quadratische Mittel zu nennen: xq = i =1 ∑ xi n n 2 .6a) Dieser Gesamtmittelwert ergibt sich auch.2 Datengliederung.9) Im Fall eines sinusförmigen Wechselstromes entspricht T der Periodendauer. Neben den errechneten Mittelwerten haben im Rahmen des statistischen Arbeitens auch die natürlichen oder lagebestimmten Mittelwerte eine gewis- . -verarbeitung und -auswertung 307 x= j =1 m ∑ nj xj j =1 m ∑ nj . Strom abhängen.

• Für die anzustrebende Anzahl der Klassen kann als ungefährer Richtwert die Quadratwurzel der Anzahl der Einzelwerte gelten. also ∑ xi − xM = Min .2. Um herauszufinden. Handelt es sich um eine durch Zählen oder Messen erfasste quantitative Merkmalsgröße X (in der Statistik als „ordinale Skalierung“ bezeichnet). indem die jeweilige Anzahl an Werten auf die Gesamtzahl der Stichprobenelemente normiert wird. Diese kann entweder absolut angegeben werden. auch Modus genannt. • Insgesamt müssen die Klassen die gesamte Spannweite der Merkmalsgröße umfassen. Weitergehende Analysen basieren auf der Untersuchung. . Der Median ist der in der Mitte der nach Größe geordneten Zahlenreihe liegende Wert und genügt der mathematischen Bedingung. Der erste Schritt dazu besteht meist in der Aufnahme einer Häufigkeitsverteilung. in welcher Weise die Werte einer Stichprobe verteilt sind. jedoch im Ingenieurwesen nicht sehr große Bedeutung. 7.10) Ergänzt werden die Mittelwerte oft durch die Angabe der Spannweite. Empfehlungen zu beachten: • Alle Klassen müssen gleiche Intervallbreite aufweisen. auch Zentralwert genannt. Man unterscheidet hierbei zwischen • dem sogenannten „dichtesten Wert“. so sind bei der Klassenbildung folgende Regeln bzw. wie die Einzelwerte einer solchen „Stichprobe“ verteilt sind. i (7.308 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten se. aus denen die Stichprobe besteht. oder aber relativ. bildet man Merkmalsklassen und ordnet jedes Elemente der Stichprobe der betreffenden Klasse zu. das ist die in der Folge am häufigsten vorkommende Zahl und • dem Median.4 Häufigkeitsverteilung und Standardabweichung Mittelwerte allein liefern nur eine sehr unvollkommene und in den meisten Fällen unbefriedigende Charakterisierung eines Wertekollektivs. dass die Aufsummierung der Beträge des Abstands zwischen dem Zentralwert xM und jedem Einzelwert ein Minimum wird. das ist die Differenz zwischen dem größten und dem kleinsten in einer Zahlenreihe vorkommenden Wert. Durch Auszählen der Anzahl von Einzelwerten in jeder Klasse gelangt man zur Häufigkeitsverteilung der Stichprobe.

1) wird auch als Freiheitsgrad f bezeichnet: f = n −1. Der Ausdruck (n . Den Verlauf der aufsummierten Häufigkeit über der Merkmalsgröße nennt man dann Verteilungsfunktion. • Gibt es Werte.7. (7. umso kleiner kann nach den vorgestellten Regeln die Breite des Klassenintervalls gewählt werden. welcher der beiden durch die Grenze getrennten Klassen der Wert jeweils zuzuordnen ist. der obersten Klassengrenze muss nicht mit dem unteren bzw. Das führt in der Regel dazu. Durch schrittweises Summieren der Häufigkeiten entlang der ordinalen Werteskala x erhält man die Werte für die „Häufigkeitssumme“. oberen Rand der Spannweite zusammenfallen. so wird aus der Häufigkeitsverteilung normalerweise eine stetige Funktion. die als GAUSS-Verteilung oder Normalverteilung bezeichnet wird. gleichzeitig enthalten die einzelnen Intervalle mehr Einzelwerte. dass die Häufigkeitsverteilung zunehmend geglättet und verstetigt wird.2 Datengliederung.11) x ist der arithmetische Mittelwert des Kollektivs. diese nennt man dann Wahrscheinlichkeitsdichte oder kurz „Dichte“ der Verteilung. die aus einer begrenzten Anzahl n von Einzelwerten xi bestehen. Ebensowenig muss der arithmetische Mittelwert auf einer Klassengrenze oder in der Mitte eines Klassenintervalls liegen. • Die Lage der untersten bzw. ⎜ 2σ 2 ⎟ σ 2π ⎝ ⎠ (7. In vielen Fällen nähert sich die Häufigkeitsverteilung einer symmetrischen glockenförmigen Kurve an. Für Kollektive. ist die Standardabweichung in folgender Weise definiert: s= i =1 ∑ ( xi − x ) n −1 n 2 = i =1 2 ∑ xi − n 1 n ∑ xi n i=1 n −1 ( ) 2 = i =1 2 2 ∑ xi − nx n n −1 (7.12) Je größer die Anzahl n an Einzelwerten xi ist. die auf einer Klassengrenze liegen. ihre Dichte ist ⎛ ( x − μ )2 ⎞ 1 f ( x) = exp ⎜ − ⎟. Betrachtet man als Grenzfall eine unendlich große Zahl von Einzelwerten bei unendlich fein gestufter Intervallteilung.13) . -verarbeitung und -auswertung 309 • Die Klassengrenzen sollten nach Möglichkeit auf runde Zahlenwerte gelegt werden. aus denen ein Wertekollektiv der Merkmalsgröße X besteht. so muss einheitlich festgelegt werden.

18) . f ( z) = ⎛ z2 ⎞ 1 exp ⎜ − ⎟ . wie aus Gl. die eine stetige Verteilung charakterisieren: • μ ist der (arithmetische) Mittelwert und • σ die Standardabweichung der Verteilung. dass die Dimension einer Wahrscheinlichkeitsdichte immer dem Kehrwert der Dimension der jeweiligen Zufallsgröße entspricht. (7. 2π ⎝ 2⎠ z (7.16) und im unteren Diagramm ihre Verteilungsfunktion Φ ( z ) = ∫ f ( ζ ) dζ −∞ (7.310 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten Die Merkmalsgröße X wird bei stetiger Verteilung auch als „Zufallsgröße“ bezeichnet.15) In Abb. −∞ +∞ (7. „Zufallsparameter“.14) • Die Wahrscheinlichkeitsdichte ist durch Multiplikation mit der Standardabweichung normiert: f ( z) = σ ⋅ f ( x ) .(7. Zu beachten ist. 7.17) dargestellt.3 ist im oberen Diagramm die Dichtefunktion der standardisierten Normalverteilung. Für Berechnungen greift man daher auf vertafelte Werte zurück.13) zu ersehen ist. denn es gilt: Φ ( ∞ ) = ∫ f ( ζ ) dζ = 1 . Die beiden anderen Größen sind sog. Die Dichtefunktion ist nicht elementar integrierbar. Somit kann die Verteilungsfunktion nicht durch einen geschlossenen Ausdruck dargestellt werden. Die Gesamtfläche unter der Kurve der Verteilungsdichte (oberes Diagramm) hat den Wert Eins. Die meist verwendete standardisierte Form der Normalverteilung ist durch folgende Festlegungen bestimmt: • Die Zufallsgröße ist unter Verwendung von Mittelwert und Standardabweichung normiert: z= x−μ σ . (7.

4 0.58 σ.1 0 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 Normierte Zufallsgröße 1 0.2 0.3 % liegen innerhalb des Intervalls μ ± σ • 90 % liegen innerhalb des Intervalls μ ± 1.7 Verteilungsfunktion 0.4 26350-A-04 26350-A-04 0.6 0.2 0.8 0.5 0. das aus einer begrenzten Anzahl von Einzelwerten besteht.3 Dichtefunktion 0. mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Wert der Zufallsgröße den Wert z nicht übersteigt.7.3 0. 7. Der betreffende Wert von z wird in der Statistik auch als „Quantil“ bezeichnet.9 0.2.3. -verarbeitung und -auswertung 311 0.64 σ • 99 % liegen innerhalb des Intervalls μ ± 2. 7.1 0 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 Normierte Zufallsgröße Abb.5 Zusammenhänge zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit Ein Wertekollektiv. Unter Beachtung der Symmetrieeigenschaften lassen sich für die GAUSSsche Normalverteilung folgende Aussagen für die Streuung der Einzelwerte um den Mittelwert μ treffen: • 68.2 Datengliederung. Um eine Stichprobe zu charakteri- . wird als Stichprobe bezeichnet. Dichte und Verteilungsfunktion der standardisierten Normalverteilung Allgemein gibt der Wert der Verteilungsfunktion Φ(z) an.

Im Unterschied zu den Zufallsparametern μ und σ einer Grundgesamtheit werden die Werte x und s einer Stichprobe als Zufallsvariable bezeichnet. Tabelle 7.1 sind Stichprobe und Grundgesamtheit einander gegenüber gestellt. Charakterisierung von Stichprobe und Grundgesamtheit Stichprobe Merkmal: Einzelwerte: Werteumfang: Verteilung: Summierung: Mittelwert: Standardabweichung: Merkmalsgröße X xi n Häufigkeitsverteilung (diskret) Häufigkeitssumme Grundgesamtheit Zufallsgröße X xi 4 Dichtefunktion (stetig) Verteilungsfunktion μ σ x s Generell gründet sich der Übergang von der konkreten Beschreibung eines vorgefundenen Sachverhalts zu allgemeineren Schlussfolgerungen auf statistische Gesetze. Solche Schlüsse können im Sinne der klassischen Logik nie zwingend sein. welche die Streuung der Einzelwerte der Stichprobe möglichst gut widerspiegelt. mit denen beispielsweise einzelne Werte zu erwarten sind.1. Hierzu wurden verschiedene Testverfahren entwickelt. In Tabelle 7. . sondern in ihrer Quantifizierung. anhand dieser Schätzwerte Aussagen zu treffen über Wahrscheinlichkeiten. Zunächst wird eine Beziehung zwischen der betrachteten Stichprobe und 41 In der Energietechnik geht es dabei in aller Regel um eine GAUSSsche Normalverteilung. weil sie bei verschiedenen Stichproben unterschiedliche Werte annehmen und auch vom Stichprobenumfang n abhängen. Es handelt sich dabei also um das Auffinden und Quantifizieren von Zusammenhängen zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit. Eine stetige Verteilung setzt sich notwendigerweise aus unendlich vielen Einzelwerten zusammen. sucht man meist nach einer stetigen Verteilungsfunktion 41. diese werden „Grundgesamtheit“ genannt.312 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten sieren. Folglich ist es nicht ohne weiteres möglich. die je nach der Art der Fragestellung angewendet werden. Die Aufgabe der analytischen Statistik liegt nicht in der Beseitigung dieser Ungewissheit.

Jedoch muss diese Vermutung durch weitere Untersuchungen geprüft werden (z. wenn er mit einer Sicherheit von mehr als 99. Es liegt im Wesen des statistischen Tests. Dieser Bereich stellt also eine Grauzone dar. dass angenommen werden kann. sondern auf die Unterschiede zwischen ihnen. gilt als zufällig. Unter dem Begriff „passend“ sei hier verstanden. gilt nicht als zufällig. der mit einer statistischen Sicherheit P zwischen 95 und 99% erschlossen ist. Hierfür gelten allgemein die folgenden Vereinbarungen: • Ein Unterschied.). Wie groß ist der „Vertrauensbereich“ V = μ−x (7. -verarbeitung und -auswertung 313 einer als „passend“ vorgeschlagenen Grundgesamtheit postuliert (sog. dass er nicht auf Zufall beruht. Unterschiede festzustellen. Als Ergebnis erhält man eine Aussage über die statistische Signifikanz der betrachteten Unterschiede. wird ein Unterschied erst dann als signifikant angesehen. und es ist die komplementäre „Alternativhypothese“ zu akzeptieren. die Stichprobe sei ein Ausschnitt aus der Grundgesamtheit und damit dieser zugehörig. • Ein Unterschied.7. und damit die Nullhypothese nicht erschüttert. Somit ist die Nullhypothese erschüttert.B. durch Erhöhung des Stichprobenumfangs. ob sie standhält oder aber erschüttert wird. Änderung des Gültigkeitsbereiches der Nullhypothese o. „Nullhypothese“). sondern gestützt. • Ein Unterschied. oder „signifikant“. sondern statistisch gesichert. Mit Hilfe des Tests wird also an der Nullhypothese „gerüttelt“. • In speziellen Fällen.19) . lässt zwar vermuten. Je nach Aufgabenstellung wird in der Praxis der Energietechnik im Zusammenhang mit Stichprobenmessungen meist eine der folgenden Fragenstellungen quantitativ zu beurteilen sein: 1. Die Aussage des Tests bezieht sich also nicht auf die Übereinstimmung zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit. die eine besonders hohe statistische Sicherheit der Aussage erfordern.ä. Der Unterschied ist statistisch nicht gesichert.9% erschlossen ist. der mit einer statistischen Sicherheit P von weniger als 95% erschlossen ist.2 Datengliederung. der mit einer statistischen Sicherheit P von mehr als 99% erschlossen ist. um festzustellen. Kann eine zufällig gezogene Stichprobe mit dem Mittelwert x und der Standardabweichung s einer hypothetischen Grundgesamtheit mit dem Mittelwert μ entstammen? 2.

2. n ) = .6 Der t-Test (Student-Test) Eine Prüfgröße.4 ist die Wahrscheinlichkeitsdichte für einige kleine Stichprobenumfänge wiedergegeben. 7. ⎛ n −1⎞ π ( n − 1) Γ⎜ ⎟ ⎝ 2 ⎠ − n (7. Die Fläche unter der gesamten Glockenkurve ist ! unabhängig vom Stichprobenumfang n ! immer Eins: +∞ −∞ ∫ g ( t. Die Wahrscheinlichkeitsdichte dieser Prüfgröße ist t2 ⎞ 2 ⎛ n⎞ ⎛ Γ ⎜ ⎟ ⎜1 + ⎟ n −1⎠ ⎝2⎠ ⋅⎝ g ( t. n )dt = 1 .20) μ ist der Mittelwert der hypothetischen normalverteilten Grundgesamtheit.S. (7. (7. 2π ⎝ 2⎠ (7. Für größere Stichprobenumfänge unterscheidet sich der Verlauf von der ebenfalls eingezeichneten GAUSSschen Normalverteilung nur noch in den weiter außen liegenden Bereichen.314 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten des Stichprobenmittelwertes. d. 7. Stammen zwei Stichproben aus derselben Grundgesamtheit (die dabei nicht bekannt sein muss)? Aussagen zu diesen Fragen sind durch die Anwendung des „t-Tests“ erhältlich.22) In Abb. n ) = n →∞ ⎛ t2 ⎞ 1 exp ⎜ − ⎟ . wurde im Jahre 1908 von W.21) Für n → ∞ ist der Verlauf der Dichte identisch mit der GAUSSschen Normalverteilung: lim g ( t. GOSSET (unter dem Pseudonym „Student“) formuliert: t= x−μ s n. welche die beiden Zufallsvariablen x und s einer Stichprobe vom Umfang n berücksichtigt. innerhalb welcher Grenzen um den Stichprobenmittelwert x ist der wahre Mittelwert μ der zugehörigen Grundgesamtheit zu erwarten? 3.23) .h.

7. Allgemein lautet der Zusammenhang zwischen der statistischen Sicherheit P und der Integralgrenze t: P = ∫ g (τ .P). −t +t (7.4. welcher der statistischen Sicherheit P entspricht. wie dies bereits bei der Normalverteilung erwähnt wurde.31 liegen.4 Zahl der Einzelelemente: n=4 n=5 26351-A-04 26351-A-04 0.f) der Integralgrenzen der t-Verteilung für verschiedene statistische Sicherheiten P in Abhängigkeit vom Freiheitsgrad f. verringern sie sich für n = 5 auf ± 2.3 Dichte der t -Verteilung n=3 n=2 0.2 Datengliederung. In Abb.64.20) erhält man für den Vertrauensbereich des Mittelwertes: . Durch Umformung von Gl. Dichte der t-Verteilung mit Integralgrenzen zu P = 90 % Zwischen den Integralgrenzen ! t und + t liegt der Flächenanteil. ein und dieselbe Aussage mit größerer statistischer Sicherheit getroffen werden.7.1 Flächen einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 % Flächen einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 % 0 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 0 t 1 2 3 4 5 6 7 Abb.24) Auf der Grundlage dieses Zusammenhangs enthält Tabelle 7. Während die Integralgrenzen für n = 2 noch bei ± 6.2 die Werte t(P. 7. bzw. Mit steigendem Stichprobenumfang kann also mit ein und derselben statistischen Sicherheit eine präziser gefasste Aussage.(7. Die außen liegenden beiden Restflächen entsprechen dann jeweils der halben „Irrtumswahrscheinlichkeit“ (1 . Die außen liegenden Teilflächen machen also je 5 % der Gesamtfläche aus. n )dτ .13 und erreichen ihren minimalen Wert für n 6 4 mit ± 1. -verarbeitung und -auswertung 315 0.2 0.4 sind die Integralgrenzen für eine statistische Sicherheit P = 90% eingetragen.

717 2.768 3.015 2.408 5.080 2.601 1.807 1.959 5.740 2.074 2.734 2.648 1.056 2.145 2.345 1.873 0.947 1.858 0.120 2.646 3.860 0.846 0.262 3.041 4.132 2.861 0.704 1.707 3.883 3.819 1.898 1.496 3.920 0.889 0.201 3.845 0.533 1.984 2.878 1.761 2.978 0.390 3.756 1.664 1.99 6.318 4.776 4.298 1.851 0.499 1.314 1.355 1.771 2.638 1.110 2.476 1.303 1.857 0.660 1.383 1.140 4.341 1.437 4.021 2.064 2.286 1.796 2.870 0.306 3.753 2.725 3.797 1.922 3.323 1.819 3.292 1.376 1.895 2.052 2.745 3.447 3.771 1.576 0.311 1.221 4.711 2.179 3.321 1.856 0.843 0.8 3.842 0.943 2.706 63.787 1.315 1.855 0.850 3.228 3.303 9.674 3.990 2.078 1.886 1.782 2.812 2.318 1.849 0.659 3.657 2.416 3.920 4.626 1.684 2.977 1.012 1.291 .865 0.333 1.610 6.714 2.854 0.831 1.282 Statistische Sicherheit P 0.042 2.858 0.055 1.925 2.845 1.999 636.862 0.460 3.587 4.660 1.848 0.721 2.860 2.792 3.639 1.086 2.283 1.551 3.856 0. Integralgrenzen t (P.160 3.750 1.296 1.032 1.290 1.2.061 0.000 2.921 1.330 1.863 0.869 5.169 1.009 2.048 2.707 1.708 2.093 2.372 1.645 1.060 2.363 1.95 0.854 0.325 1.045 2.106 1.972 2.604 2.316 1.763 1.868 0.250 1.855 0.131 2.842 0.729 2.879 0.101 2.883 0.397 1.571 4.746 2.182 5.350 1.015 3.924 8.861 1.356 1.6 1.319 1.678 1.069 2.781 4.965 2.365 3.073 4.779 1.906 0.690 3.960 2.697 2.676 2.316 Tabelle 7.706 2. f) 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten f 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 40 50 60 80 100 200 500 4 0.313 1.653 1.337 1.328 1.353 3.599 12.701 2.310 3.896 0.841 2.941 0.699 2.586 1.833 2.440 1.310 1.415 1.703 2.314 12.725 2.619 31.859 0.340 3.866 0.965 3.876 0.9 0.671 2.

Je kleiner der Stichprobenumfang.2 Datengliederung.9 % 0. 7. Normierter Vertrauensbereich für den Mittelwert Des weiteren kann mit Hilfe des t-Tests überprüft werden. n1 + n2 (7. d. n ) n s. desto unpräziser wird die mit einer bestimmten Sicherheit zu treffende Aussage.5 ist der auf die Standardabweichung bezogene Vertrauensbereich in Abhängigkeit vom Stichprobenumfang und von der angesetzten statistischen Sicherheit dargestellt.5.7. „doppelter t-Test“).25) In Abb.h. ob zwei Stichproben signifikant voneinander abweichen. Es gilt der Grundsatz: • Sichere Aussagen sind unpräzise • Präzise Aussagen sind unsicher 10 26352-A-04 26352-A-04 Normierter Vertrauensbereich 1 Statistische Sicherheit: 60 % 80 % 90 % 9 9 95 % 9 % 9. 7. desto weiter spannt sich der Vertrauensbereich. n ) = t ( P. (7.1 1 10 Stichprobenumfang 100 1000 Abb. -verarbeitung und -auswertung 317 V ( P. die jeweils durch ihre Mittelwerte x1 und x2 sowie die Standardabweichungen s1 und s2 charakterisiert sind (sog. Hierzu wird die Berechnung der Prüfgröße t in folgende Form abgewandelt: t= x1 − x2 sd n1 n2 .26) wobei die gewogene Standardabweichung . Anhand der Darstellung wird der fundamentale Widerstreit deutlich zwischen der Präzision einer statistischen Aussage und dem Grad ihrer Gewissheit.

Abb. Dieses Problem kann mit Hilfe der Regressionsrechnung (Einflussgrößenrechnung) gelöst werden. 7. spricht man von linearer oder nichtlinearer Regression. 7. kann mit Hilfe der t-Verteilung analog zum Vertrauensbereich des Mittelwertes auch ein „Erwartungsbereich der Einzelwerte“ E ermittelt werden in der Form E = s t ( P. n ) = V ( P.7 Regressionsrechnung Werden zwei oder mehr Messgrößen gleichzeitig erfasst.12) zusammen. zwischen denen ein Zusammenhang festgestellt werden soll. Wird eine lineare Abhängigkeit der abhängigen Größe Y von der unabhängigen Variablen X vermutet. ob man mit hinreichender statistischer Sicherheit einen Zusammenhang zwischen diesen Messgrößen annehmen kann. eine optimale Näherungsgerade der Gleichung Y = a + bX (7.2.6 ) soll der Zusammenhang zweier Größen X und Y ermittelt werden.27) ist. so besteht die Aufgabe. Das Optimum ist durch die Bedingung . Mit dem erhaltenen Wert der Prüfgröße t verfährt man dann in gleicher Weise wie bereits dargestellt. von „Einfachregression“(bei 2 Messgrößen) oder „Mehrfachregression“.318 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten sd = 2 2 s1 f1 + s2 f2 f1 + f2 (7. Bei der Einfachregression (s. Für den Wert des Gesamtfreiheitsgrades sind die beiden Einzelwerte zu addieren. (7. und je nach Anzahl der Messgrößen. welcher Anteil von Einzelwerten innerhalb des Bereiches x − E ≤ x ≤ x + E zu erwarten ist. Freiheitsgrad f und Umfang n der beiden Stichproben hängen gemäß Gl. n ) n .(7. der zwischen den Messgrößen angenommen werden kann.29) zu finden („lineare Regression“).28) Der Erwartungsbereich umfasst näherungsweise den Anteil P an Einzelwerten der aktuellen Stichprobe. Gegeben ist dabei eine Anzahl von n Wertepaaren (xi. so will man oft wissen. Dieser „Streubereich der Stichprobe“ kann auch als Anhalt für den ! unbekannten ! Streubereich der Grundgesamtheit verwendet werden. Unter der Voraussetzung. yi). Die statistische Sicherheit P gibt also an. Je nach der Art des Zusammenhangs. dass die gezogene Stichprobe einer normalverteilten Grundgesamtheit entstammt.

30) 15 Anzahl der Wertepaare: n = 15 Bestimmtheitsmaß: B = 89.6.11) errechnet • die „Kovarianz“ als Maß für den linearen Zusammenhang der beiden Größen: s XY = n 1 n 1 ∑ ( xi − x )( yi − y ) = ∑ xi yi − nx y n − 1 i=1 n − 1 i =1 ( ) (7.4) errechnet. 7.31) • die arithmetischen Mittelwerte x und y .(7.598 X .28 % 26361-A-04 26361-A-04 X (Y ) = −0. -verarbeitung und -auswertung 319 definiert. sie werden nach Gl. nach Gl. dass die Regressionsgerade in jedem Fall durch den .32) Aus der Bedingung. 10 Y ( X ) = 1055 + 0.2 Datengliederung.61 0 0 5 10 X 15 20 Abb.(7. Beispiel einer linearen Einfachregression Charakteristische Variable für die Berechnung sind • die Standardabweichungen sX und sY der beiden Größen X und Y.222 + 1494Y . dass die Summe der Quadrate der Ordinatenabstände zwischen den Einzelpunkten und der Regressionsgeraden ein Minimum ist: i =1 ∑ ( yi − a − bxi ) = Min .64 y = 8. n 2 (7. Damit lassen sich die Koeffizienten der Geradengleichung bestimmen. s2 X (7. Y Schwerpunkt: 5 x = 12. Der „Regressionskoeffizient“ b gibt das Steigungsmaß der Geraden wieder: b= s XY .7.

der durch das Paar der jeweiligen Mittelwerte ( x . (7. Ein Bestimmtheitsmaß von Null bedeutet also.h. d. (7.(7. Die Straffheit der Korrelation zwischen den beiden Größen X und Y aufgrund der gegebenen Wertepaare lässt sich durch das Bestimmtheitsmaß B ausdrücken: B= s2 XY 2 2 .34) Das Bestimmtheitsmaß ist eine dimensionslose Größe und kann Werte zwischen Null und Eins annehmen.29) lässt sich in Analogie zu Gl. je nachdem. Ein Bestimmtheitsmaß von Eins zeigt einen streng funktionalen Zusammenhang an. es besteht keine Korrelation. dass Y überhaupt nicht von X beeinflusst wird. also (7. s X sY (7. Diese halbseitigen Streubandbreiten sind ein Maß dafür. (7. innerhalb welchen Bereiches mit einer angenommenen statistischen Sicherheit P die entsprechenden Koeffizienten der „wahren“ Regressionsgerade der Grundgesamtheit liegen: Va = und t ( P. y ) bestimmt ist.36) Vb = t ( P.2 zu entnehmen.320 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten „Schwerpunkt“der Einzelwertepaare hindurchgeht.33) y = a + bx . .n) ist wieder aus Tabelle 7. Teilweise wird in der Literatur anstelle des Bestimmtheitsmaßes B der „Korrelationskoeffizient“ R verwendet: R= B .(7.19) jeweils ein Vertrauensbereich Va und Vb ansetzen. mit welcher statistischen Sicherheit eine Änderung der abhängigen Variablen Y auf eine entsprechende Änderung der unabhängigen Variablen X zurückzuführen ist. n ) sa n . n ) sb n .37) Der Wert der Zufallsvariablen t(P.35) Für die beiden Parameter a und b der Regressionsgleichung Gl. alle gegebenen Wertepaare liegen exakt auf der Regressionsgeraden. errechnet sich sodann die „Regressionskonstante“durch Auflösen nach a.

• die Strukturierung der Daten zur rechnerischen Verarbeitung und Veranschaulichung durch Tabellen oder grafische Darstellung und • die Plausibilitätskontrolle. Das ergibt sich aus dem Zusammenhang.6 ist übrigens ersichtlich. n − 1 i=1 (7. ∑⎜ n − 1 i=1 ⎝ xi ⎠ 2 (7. beide Geraden schneiden sich im Schwerpunkt ( x . -verarbeitung und -auswertung 321 Das Streuungsmaß sa bezieht sich als Standardabweichung auf den Ordinatenabstand der einzelnen Wertepaare von der Regressionsgeraden: sa = 1 n 2 ∑ ( yi − a − bxi ) . Alle Phasen des statistischen Arbeitens werden je nach der Zielsetzung oft recht unterschiedlich zu handhaben sein.7. Immer verlangen sie jedoch kritischen Sinn.39) Aus Abb. Auswertung und Interpretation. Erhebung oder Messung der Zielgröße und aller relevanten Einflussfaktoren. durch Beobachtung. y ) .a. wie der Anstieg der Verbindungslinie jedes Wertepaares mit dem Punkt (a.40) 7. .3 Anwendung für die energietechnische und -wirtschaftliche Praxis Die statistische Analyse gliedert sich in mehrere Abschnitte: • die Gewinnung des Zahlenmaterials im Hinblick auf eine bestimmte Zielsetzung. nicht identisch mit der für Y(X). dass es einen Unterschied macht. 0) abweicht von dem Anstieg der Regressionsgeraden: sb = ⎞ 1 n ⎛ yi − a − b⎟ . Kenntnis der statistischen Methoden und Sachkenntnis der Vorgänge. fallen die beiden Geraden zusammen. Nur wenn das Bestimmtheitsmaß gleich Eins ist. Selektion. (7.38) Das Streuungsmaß sb gibt als Standardabweichung wieder. 7. der für den Regressionskoeffizienten der Geraden X = a′ + b′ Y gilt: bb′ = B .2 Datengliederung. über die eine Aussage gemacht werden soll. welches die unabhängige und welches die abhängige Variable ist. Daher ist die Regressionsgerade X(Y) i.

Charakterisierung der Betriebsweise und der Produktion. die Veränderung des Motorenbestandes in einem bestimmten Zeitraum. nicht nur den Gesamtverbrauch an Energieträgern zu erfassen. z. Energieverbrauchsdaten und Lastgangdaten. flüssigen Brennstoffen wesentlich schwieriger. Öfen oder Lampen haben nur dann einen Sinn. sondern auch festzustellen. Typ.B. wenn sie vollständig sind und laufend auf den neuesten Stand ergänzt werden. inwieweit sich ein bestimmter Typ bewährt.1 Statistische Erhebungen Die Statistik formt Material zu statistischen Massen.B. und es können Aussagen über den zu erwartenden Energieverbrauch getroffen werden. So kann z. Vielfach begnügt man sich hier mit einer Saldierung des Einkaufs im Berichtsmonat und den geschätzten Lagerbeständen am Monatsanfang und -ende. Wenn die Dateien vollständig geführt werden. Anschaffungszeitpunkt und spätere technische Veränderungen. spricht man von sekundärstatistischen Erhebungen. Hersteller.322 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten 7. Die so ermittelten Werte weichen oft erheblich vom tatsächlichen Verbrauch ab. z.B. Die hierfür notwendigen Informationen . die Güte eines bestimmten Fabrikats beurteilt werden. Nennleistung. Dabei unterscheidet man zwischen Bestandsmassen. Bestandsdateien z. spricht man von primärstatistischen Erhebungen. Sie sollten enthalten: Art. da die Schätzungen des Bestandes in der Regel sehr ungenau sind. die Zahl und Größe der vorhandenen Antriebsmotoren an einem bestimmten Stichtag. Häufig wird es notwendig und bei größeren Betrieben unerlässlich sein.3. und Bewegungsmassen. Zuverlässige Informationen über den Energieverbrauch können nur auf der Basis von Messungen gewonnen werden. Wird das Material aus eigenen Erhebungen gesammelt. Dagegen ist die Erfassung des Gesamtverbrauchs an festen bzw. Da bei allen leitungsgebundenen Energieträgern die Versorgungsunternehmen Messstellen installieren und den monatlichen Verbrauch registrieren. es kann geprüft werden. Für die betriebliche Energiewirtschaft sind von Bedeutung: • • • • Bestandsdateien von Anlagen und Geräten.B. wird das Material aus anderen Aufstellungen entnommen. ist die Erfassung des Gesamtverbrauchs eines Betriebes an leitungsgebundenen Energieträgern ohne Schwierigkeiten möglich. können sie wertvolle Aufschlüsse liefern. wie sich dieser Gesamtverbrauch auf einzelne Betriebsabteilungen oder Kostenstellen aufteilt. von energiewandelnden Geräten wie Motoren.

das erfahrungsgemäß beim Betrachter eher Verwirrung hervorruft. um eine beabsichtigte Aussage in prägnanter Weise zu vermitteln. z.4). Verteilungs.1 Punktdiagramme Im Punktdiagramm oder XY-Diagramm werden die Werte durch Punkte. um Fehlinterpretationen zu vermeiden.B. . Man unterscheidet im wesentlichen sechs Diagrammarten. Darüber hinaus lassen sich durch Kombination mit anderen Fertigungsfaktoren die energetischen Verbrauchsgleichungen von Fertigungsanlagen oder auch von Fertigungsprozessen ermitteln. Kreis. dargestellt (vgl. Form und Maßstab der Diagramme müssen im Hinblick auf dieses Ziel sorgfältig gewählt werde. Entsprechend ausgewertet zeigen sie auf.2 Grafische Darstellungen Die grafische Darstellung ist ein wichtiges Werkzeug. mit welcher Entwicklung des Energieträgerverbrauchs zu rechnen ist. Legenden und Kommentare der Sachverhalt.3. Sie sind ein Hilfsmittel für die innerbetriebliche Kostenrechnung. Für das Aufzeigen der Zusammenhänge (Korrelation) zwischen zwei Größen sind Punktdiagramme sehr gut geeignet.3. die Datenart und der Bilanzraum eindeutig charakterisiert werden. und zwar • • • • • • Punktdiagramme. Liniendiagramme.2. Flächendiagramme. 7.7. Schädlich ist ein Übermaß an Informationen. In allen Grafiken sollen durch geeignete Bildunterschriften. Säulen. deren Lage durch das Koordinatensystem gegeben ist. die Überwachung von Erzeugungs-. Abb.3 Anwendung für die energietechnische und -wirtschaftliche Praxis 323 können nur durch innerhalb des Betriebes installierte Messgeräte gewonnen werden.und Ringdiagramme und Sankeydiagramme (Flussbilder). Auch größere Datenmengen lassen sich mit ihrer Streuung anschaulich darstellen. 1. 7.und Verbrauchsanlagen sowie für die Lastoptimierung.und Balkendiagramme. Zudem sind sie eine sehr gute Entscheidungshilfe bei der Planung von Erweiterungen oder Neuinstallationen. Energieverbrauchsdateien wie auch Lastgangdateien dienen vielfältigen Zwecken.

Balkendiagramme unterscheiden sich von Säulendiagrammen nur insofern. Abb.3 rechts). bietet sich das 3D-Säulendiagramm an (vgl.4).2. 7.oder Balkendiagramm lässt sich der Informationsgehalt weiter erhöhen. 7.B. Abb.B. Abb. z. 1.2. erreicht man dies durch die Verwendung von Säulendiagrammen (vgl. Obwohl es in seiner Darstellung dem Liniendiagramm ähnelt.2 Liniendiagramme 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten In einem Liniendiagramm (vgl. Abb. z. Abb. Trends und Änderungen von Daten über einen bestimmten Zeitraum in gleichmäßigen Intervallen aufzeigen.5 Kreis. 2.324 7. hebt das Flächendiagramm mehr die absolute Veränderung hervor. Strikt untersagt sind hierbei eine Nullpunktunterdrückung oder auch die Wahl eines logarithmischen Ordinatenmaßstabs. 2. 2. z.B. 7. 3. Es hebt vor allem den zeitlichen Verlauf sowie den Grad der Veränderung.B.2. wenn zwischen zwei benachbarten Punkten ein Zusammenhang besteht.4 Säulen.und Balkendiagramme Sollen die Unterschiede zwischen den Werten mehrerer Größen mit sachlich gleichen Merkmalen veranschaulicht werden.3). . Im Rahmen der Energiewirtschaft werden Liniendiagramme vor allem für die Darstellung einer Größe über der Zeit (Zeitreihe) angewendet.und Ringdiagramme Das Kreisdiagramm (vgl.2) sind einzelne erfasste Punkte miteinander verbunden. z.B. Abb. Ein Liniendiagramm kann z.3.B. Bei der Darstellung von Datenmengen als Säulen.B. z. 1. Das macht aber nur Sinn. Soll der Einfluss eines weiteren Parameters dargestellt werden. z. Dies gilt vor allem im Falle einer Stapelung mehrerer Flächen (vgl.2. weniger aber die absolute Veränderung hervor.2). wenn jeder Posten des Diagramms weiter untergliedert wird.3.5) stellt für die übersichtliche Darstellung von gegliederten Datenmengen eine Alternative zum Flächendiagramm dar. Es zeigt das Verhältnis oder die Anteile von Teilen zum Ganzen auf. als die „Rubriken“ (= unabhängige Variable) vertikal und die „Werte“ (= abhängige Variable) horizontal angetragen werden (vgl.3 Flächendiagramme Ein Flächendiagramm hebt die relative Wichtigkeit von Werten über einen bestimmten Zeitraum hervor.3.3.

B.7 sind sechs Funktionen in vier verschiedenen Diagrammen dargestellt. Damit lassen sich Zusammenhänge in den Aufteilungen darlegen und dabei auch mehrere Datenreihen zusammen darstellen. wobei ein Pfeil die zugehörige Flussrichtung andeutet. Hierzu werden die Stoff.7 Maßstabswahl Bei allen Kurvendarstellungen beeinflusst der gewählte Maßstab den optischen Eindruck erheblich. Auch Rückführungen können in Form von Schleifen dargestellt werden.3. die miteinander in einer technischen oder wirtschaftlichen Beziehung stehen. da sonst die Darstellung zu unübersichtlich wird. deren Breite den jeweiligen Mengen proportional ist.und Austrag stellt sich als Zusammenführung bzw. 7.B. Abb. Der Ein. aber nicht Flächen (vgl. In Abb.3 links). Durch lineare.bzw.3 Anwendung für die energietechnische und -wirtschaftliche Praxis 325 Ein Kreisdiagramm kann mit einem oder mehreren Ringen zum Ringdiagramm erweitert werden (vgl. Andernfalls sind unterschiedliche Skalen erforderlich. Werden zwei . Abb. Punkt. einfach. so reicht eine Ordinatenskala aus. Man sollte immer nur solche Größen gemeinsam in einem Diagramm aufzeichnen.23). Verzweigung dar. 7. da das menschliche Auge primär Strecken miteinander vergleicht. Handelt es sich um Größen der selben Dimension. 1. doppellogarithmische Darstellungen der jeweils gleichen quantitativen Tatbestände lassen sich die Tendenzen der Kurvenverläufe optisch sehr unterschiedlich darstellen.oder Energiemengen innerhalb einer Prozesskette in einem örtlich und zeitlich definierten Bilanzraum verfolgt und analysiert werden.7. Zusätzlich kann der so erzeugte Eindruck durch Stauchung oder Dehnung des Maßstabes sowie durch Nullpunktunterdrückung beeinflusst werden. so bietet sich das Flussbild (auch „Sankey-Diagramm“ genannt) als Darstellungsmöglichkeit an (vgl. z. 7. und kann sogar eine irreführende Tendenz suggerieren. Die einzelnen in einer solchen Darstellung gezeigten Kurven sollten zeichnerisch gut voneinander unterscheidbar und durch zweckmäßige Beschriftung erläutert sein. Die Darstellung von Absolutwerten im Kreisdiagramm mittels unterschiedlich großer Kreise ist meist nicht ratsam. z.6 Flussbilder (Sankey-Diagramme) Sollen Stoff. mehr als zwei sollten es aber nicht sein.2.2.oder Liniendiagramme werden sehr oft zum Vergleich verschiedener Größen benutzt. 3.oder Energiemengen in Form von Streifen aufgezeichnet. die über demselben Abszissenmerkmal ! meist der Zeit ! aufgetragen sind. 1. Abb.3.2 oben).

1x2 8 10 1 1 B E F 1 0 2 4 10 Abb. Dies setzt als Grundlage die Kenntnis der Zusammenhänge zwischen dem Energiebedarf und den ihn bestimmenden bzw. 7. 10 10 26362-A-04 26362-A-04 8 8 6 A B C 6 A B C 4 D E F 4 D E F 2 2 0 0 10 2 4 6 8 10 0 1 10 10 A D B E C A B C D E F 6 A y = 5 + 0. Bei der Festlegung der Ordinatenmaßstäbe ist eine lineare Skalierung zwingend. kann man sich der Indexdarstellung bedienen (vgl. insbesondere im industriellen Bereich unerlässlich.3. Schon vor Jahrzehnten wurde darauf hingewiesen. Aufgrund der Maßstabsnormierung lassen sich die Entwicklungen der einzelnen Größen klarer vergleichen. Auch Nullpunktunterdrückungen sind in diesem Zusammenhang problematisch.2. 7.3). Die absoluten Werte der als Basis verwendeten Zahlen sollten dabei angegeben werden.2. welche Bedeutung einem Auffinden derartiger Korrelationen zukommt (Mueller 1943). 2.326 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten Ordinatenskalen verwendet. auch Abb.5 x C D y = 5 lnx y = 8 (1-exp(-x/3)) F y = 2 exp(x/5) y=x y = 0. beeinflussenden Größen voraus. 7.7. falls die Aussagekraft der Darstellung es erfordert und die Daten nicht vertraulichen Charakter haben. Abschn. da ein logarithmischer Maßstab für den Vergleich von Werten irreführend ist. Meist ist die analytische Ermittlung eines funk- .3 Energieverbrauchsgleichungen Im Rahmen betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Überlegungen ist eine Vorschau über die Entwicklung des Energiebedarfs. ist eine klare Zuordnung wichtig. Einfluss der Maßstabswahl auf den optischen Eindruck einer grafischen Darstellung Um den Einfluss der Maßstäbe beim Vergleich der zeitlichen Entwicklung mehrerer Größen innerhalb eines Diagramms völlig auszuschalten. s.

auf die beste Wirklichkeitsnähe geschlossen werden. Werden verschiedenartige Ansätze durchgerechnet. dass der Betrieb einen fertigungsunabhängigen Grundverbrauch von rd. Somit lautet die Grundform: E = E0 + e ⋅ m (7. sich hier der Regressionsrechnung zu bedienen. Der Ansatz einer Regressionsgleichung will wohlüberlegt sein. Beide Angaben stellen durchschnittliche Werte dar.41) mit E0: Fertigungsunabhängiger Energiebedarf (auch als „Grundbedarf“ bezeichnet) e: Spezifischer Energiemehrbedarf je Fertigungseinheit m: Fertigungsmenge Die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen den monatlichen Werten des Stromverbrauchs und der Fertigung eines Schmiedebetriebes (s. Er setzt sich zusammen aus dem fertigungsabhängigen und einem fertigungsunabhängigen Anteil.7. Abb.35 ⋅ F mit W Monatlicher Stromverbrauch in MWh F Monatliches Einsatzgewicht in t. dass der industrielle Energiebedarf einer Fertigungsanlage bzw. Die Straffheit dieses statistischen Zusammenhangs wird durch das Bestimmtheitsmaß B = 94 % ausgedrückt. Die Gleichung besagt. Es müssen gleichzeitig auch die anlagentechnischen und energetischen Gegebenheiten beachtet und bewertet werden. z. zu der Regressionsgleichung W = 15 + 0. eines Fertigungsverfahrens in der Regel linear von der Fertigungsmenge abhängt.B. da er das Ergebnis der Rechnung ganz entscheidend beeinflusst. den Ansatz möglichst gut den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen. so sollte nicht allein nach mathematischen Gesichtspunkten. Das bedeutet. das die Wirklichkeit in möglichst guter Näherung beschreibt und eine technisch sinnvolle Aussage liefert. dass sich 94 % der . die energetischen Betriebseigenschaften und die Entwicklungstendenz der industriellen Fertigungsverfahren. Ein solcher Ansatz gründet normalerweise auf der Tatsache. 7.B. anhand des höchsten Gesamtbestimmtheitsmaßes.8) führt z. Nur so wird man zu einem Ergebnis gelangen.3 Anwendung für die energietechnische und -wirtschaftliche Praxis 327 tionalen Zusammenhangs nicht möglich. und dass für eine Produktionserhöhung um eine Tonne zusätzlich 350 kWh aufgewendet werden müssen. 15 MWh im Monat hat. aus der Kenntnis über die technischen Möglichkeiten. Man wird versuchen müssen. Stattdessen ist es zweckmäßig. welcher stets positiv ist.

Eine wichtige Aufgabe besteht also darin. Hier ist vor allem der Einfluss der Mechanisierung auf den Energiebedarf von Interesse. die Veränderungen des Zusammenhangs zwischen dem Energiebedarf und seinen Bestimmungs.und Einflussgrößen aufgrund der Veränderungen von maschineller Ausrüstung oder Fertigungsdaten zu bestimmen.008 R2 = 0. der Auswahl der eingesetzten Anlagen. Stromverbrauch und Fertigungsmenge eines Industriebetriebes Die Bezeichnung „fertigungsunabhängig“ ist nicht ganz korrekt. Der fertigungsunabhängige Anteil des Energiebedarfs gilt also immer nur für solche Intervalle der Fertigung. Grundsätzlich gelten somit die Ansätze und mithin auch die ermittelten Gleichungen. . falls es sich um die Analyse des Energieverbrauchs von Betrieben oder Betriebsgruppen handelt.3493x + 15.8. Veränderungen in Anzahl und Art der eingesetzten Fertigungsanlagen wie auch Veränderungen der Fertigungsverfahren bewirken den Übergang auf einen anderen.9409 700 Monatliche Fertigung in t Abb. 300 26363-A-04 26363-A-04 Monatlicher Stromverbrauch in MWh Monatlicher Stromverbrauch in MWh 250 200 150 100 50 0 0 100 200 300 400 500 600 y = 0. in denen die Anzahl und die Betriebsdauer der an der Fertigung beteiligten Maschinen und Anlagen gleich bleibt. die auch als energetische Kennlinien bezeichnet werden.328 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten Veränderungen des Stromverbrauchs durch eine Änderung der Fertigungsmenge innerhalb des Erfahrungsbereiches erklären lassen. der dann wiederum aus einem fertigungsabhängigen und einem positiven fertigungsunabhängigen Anteil besteht. ebenfalls wieder linearen Zusammenhang zwischen der Fertigung und dem Energieeinsatz. 7. nur für unveränderte technische Ausrüstung sowie gleichbleibende Art und Parameter der Fertigung. Selbst bei gleichbleibendem Fertigungsverfahren ändert sich der Grundbedarf mit der Anzahl bzw.

so sind u. wirtschaftlichen und organisatorischen Gegebenheiten der Einzelelemente darstellen. Wieweit das Ergebnis einer Regressionsrechnung durch die Wahl von Jahres-. Ein solcher Zusammenhang ist jedoch technisch nicht erklärbar.U. damit auch die Fertigungstechnologie änderte.U. Wie ersichtlich. Unterzieht man stattdessen die 12 Monatswerte einzelner Jahre einer entsprechenden Regressionsanalyse. dass die berechneten Zusammenhänge sehr häufig zu technisch und logisch nicht mehr deutbaren Ergebnissen führen.3 Anwendung für die energietechnische und -wirtschaftliche Praxis 329 Verbrauchsgleichungen können grundsätzlich auf allen Ebenen aufgestellt werden. Entsprechend muss bei der Interpretation solcher Kennlinien nach anderen Erklärungen gesucht werden. In Abb. den jeweiligen Grundanteil sichtbar zu machen. Der Vorteil der Verwendung von Jahreswerten liegt vor allem in dem damit zwangsläufig gegebenen Ausgleich saisonaler Schwankungen. wesentliche Einzelheiten der Entwicklung nicht mehr erkennbar. aber auch darüber hinaus für Industriezweige. Im Gegensatz zu den Kennlinien einzelner Anlagen hat man es bei der Untersuchung hoch aggregierter Bereiche mit ökonometrischen Zusammenhängen zu tun. Wenn trotzdem die Kennlinien in Abb. über eine Fertigungsgruppe hin zu einem Betrieb. desto vielfältiger und schwieriger fassbar sind die Einflüsse auf den Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Produktion. so dient das lediglich dem Zweck. . Ein typisches Beispiel hierfür ist der industrielle Stromverbrauch in einer Volkswirtschaft. die ein komplexes Resultat aus den technischen. so zeigt sich sehr wohl ein positiver Grundbedarf. angefangen von einer einzelnen Maschine oder Anlage.9 sind die Monatsmittelwerte des Stromverbrauchs der gesamten Verarbeitenden Industrie in der Bundesrepublik Deutschland für die Jahre 1960 bis 1994 über dem jährlichen Nettoproduktionsindex aufgetragen. 7.oder Tageswerten beeinflusst wird. Eine Extrapolation der Regressionskurve über den Erfahrungsbereich hinaus ist problematisch. Je höher aggregiert die Betrachtungsebene ist. 7.7. der durch die Einzelwerte des betrachteten Zeitraums gebildet wird. weist diese Korrelation einen negativen Grundbedarf auf. ist eine weitere Frage bei der Aufstellung von Verbrauchsgleichungen. in denen sich die maschinelle Ausrüstung und u.9 linear nach links verlängert wurden. der ebenso wie das Steigungsmaß ein rechnerischer Parameter für die Beschreibung der Kennlinie ist. Nachteilig ist jedoch. bis hin zur gesamten Industrie einer Volkswirtschaft. Werden nämlich Zeiträume zusammengefasst. Monats. Der durch Regressionsanalyse errechnete Zusammenhang gilt nur für den Erfahrungsbereich.

B. für Beleuchtung und Raumkonditionierung. Das ist vor allem zurückzuführen auf die steigende Mechanisierung und Automatisierung und den erhöhten Regelungsaufwand der Produktionsvorgänge. 7.9 deutlich hervor.B. 16 14 12 Monatlicher Stromverbrauch in TWh 82 19 75 19 10 19 70 8 65 19 6 6 19 4 0 2 0 0% 20% 40% 60% 80% 100% 120% 140% Nettoproduktionsindex (1985 = 100 %) Abb. da die dazu notwendigen Hilfsenergien weitgehend von der Kapazitätsausnutzung der Anlagen unabhängig sind. dass der industrielle Stromverbrauch zunehmend höhere Grundanteile hat. sei es durch Änderungen in der Verfahrenstechnik (z. elektrische statt brennstoffbeheizte Öfen). 7. Im Gegensatz dazu sind die Änderungen bei dem mit dem Nettoproduktionswert verknüpften Steigungsmaß in der Hauptsache auf eine Substitution von Brennstoffen durch Strom zurückzuführen. Eine Rolle spielt auch das erhebliche Anwachsen des indirekten Verbrauchs z.B.330 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten So geht aus Abb.9. Stromverbrauch in der Verarbeitenden Industrie 26364-A-04 26364-A-04 . mechanisches statt thermischem Trocknen) oder in der Anlagentechnik (z.

9 kWh + 304. in K. Luftbewegung und Sonneneinstrahlung: W = W0 + Wϑ( ) + Wv. Ein Beispiel hierfür ist die Untersuchung des täglichen Heizwärmebedarfs einer allelektrisch versorgten Siedlung. Für den täglichen Heizwärmeverbrauch W der Siedlung wurden vier Regressionsansätze aufgestellt. Ansatz: Berücksichtigung von Tagesmitteltemperatur. 29 kWh/(m/s)/K ⋅ v ⋅ Δϑ − 187. ( ) • für den Einfluss der Sonneneinstrahlung: die jeweilige Tagessumme IS in kWh/m² der Sonneneinstrahlung auf eine senkrechte Fläche.59 kWh/K ⋅ 20 − ϑa( ) K 1 ( ) 2.7.50 kWh/(kWh/m 2 ) ⋅ IS ( ) (1 ) ( ) . • für den Einfluss der Dreitagesmitteltemperatur: die Differenz zwischen der Innentemperatur ϑi = 20 °C und dem Drei3 tagesmittel ϑa( ) der Außentemperatur aus dem aktuellen Tag und den beiden vorangegangenen Tagen. bestehend aus 52 Einfamilienhäusern mit Direktheizung (Rouvel 1969).5 kWh + 337.3 Anwendung für die energietechnische und -wirtschaftliche Praxis 331 Die Korrelationsrechnung wird hauptsächlich dort angewendet. wo die Einflüsse von zwei oder mehr Parametern auf den Energieverbrauch analysiert werden sollen. in K.77 kWh/K ⋅ 20 − ϑa( ) K 1 + 10. Ansatz: Berücksichtigung der Tagesmitteltemperatur: W = W0 + Wϑ( ) 1 = − 691. • für den Einfluss der Luftbewegung: ) (1 das jeweilige Tagesmittel v ⋅ Δϑ in (m/s)*K der Viertelstundenwerte des Produkts aus der Windgeschwindigkeit v und der Differenz Δϑ zwischen 20 °C Innentemperatur und der Außentemperatur.ϑ + WI 1 = − 332. Für die Quantifizierung der als relevant vermuteten Einflüsse wurden folgende Einflussgrößen gebildet: • für den Einfluss der Tagesmitteltemperatur: die Differenz zwischen der Innentemperatur ϑi = 20 °C und dem jewei1 ligen Tagesmittelwert ϑa( ) der Außentemperatur. deren Ergebnisse nachstehend miteinander verglichen sind: 1.

dass die einzelnen Einflussgrößen in den verschiedenen Ansätzen sehr unterschiedlich gewichtet werden. Va nach Gl. Bei einer derartigen Datenanalyse ist es daher wichtig. 58 kWh/K ⋅ 20 − ϑa( ) K 3 ( ) 4. da durch die Speicherfähigkeit der Gebäudewände Veränderungen der Außentemperatur erst zeitverschoben wirksam werden. Das ist plausibel. Ansatz: Berücksichtigung der Dreitagesmitteltemperatur: W = W0 + Wϑ( ) 3 = − 1100. bezogen auf W wiedergegeben. zu welchem Prozentsatz die einzelnen Terme der rechten Seite der Ansatzgleichung am Mittelwert der abhängigen Variablen ! also am mittleren täglichen Heizwärmeverbrauch W ! beteiligt sind.33). erheblich voneinander. Das bedeutet. Tabelle 7. Eine weitere Verbesserung der .08 kWh/(m/s)/K ⋅ v ⋅ Δϑ − 180. Zu erklären ist das damit. Die vergleichbaren Koeffizienten unterscheiden sich zwischen den einzelnen Ansätzen z. dass für Außentemperaturen oberhalb etwa +15 °C kein Wärmebedarf auftritt und somit der Zusammenhang zwischen Wärmebedarf und Außentemperatur dort einen Knick aufweist.3 kWh + 335. Zur Ermittlung dieser Struktur kann man in die Gleichung des jeweiligen Ansatzes für jeden Parameter den Mittelwert aller betrachteten Elemente einsetzen.ϑ + WI 1 = − 709. Die Gleichung muss dabei in jedem Fall aufgehen. Luftbewegung und Sonneneinstrahlung: W = W0 + Wϑ( ) + Wv.54 kWh/K ⋅ 20 − ϑa( ) K 1 + 8. dass sich mit Hilfe der Dreitagesmitteltemperatur eindeutig bessere Korrelationen herstellen lassen als auf der Basis der Eintagesmitteltemperatur. da definitionsgemäß der Schwerpunkt der Einzelelemente auf der Regressionsgeraden liegt.12 kWh/(kWh/m 2 ) ⋅ IS ( ) (1 ) ( ) Bei allen Ansätzen ergibt sich ein negativer Grundanteil W0.332 7 Gewinnen und Verarbeiten von Daten 3. Darüber hinaus sind die Werte des Vertrauensbereichs des Grundanteils. die Betrachtung auf Tage innerhalb der Heizperiode zu beschränken.(7.T. Als Ergebnis zeigt sich im vorliegenden Fall.8 kWh + 364.(7. Ansatz: Berücksichtigung von Dreitagesmitteltemperatur. Gl. Man stellt damit fest. vgl.36). sowie das Bestimmtheitsmaß.3 enthält diesen Strukturvergleich.

1 % Wϑ W Wv.4 % ! 14.5 % 94.84 % 100 % 16.2 % ! 6.80 % 100 % 21. IS W0 W ! 6.7.3 Anwendung für die energietechnische und -wirtschaftliche Praxis 333 Korrelation lässt sich durch die Hinzunahme der Einflussfaktoren „Luftbewegung“ und „Sonneneinstrahlung“ erreichen. IS ! 22. ( v ⋅ Δϑ ) ! 13.3.0 % ! 6. Berücksichtigte Parameter: Analyse verschiedener Ansätze für eine lineare Regression 1 2 3 4 ϑa(1) ϑa(1) .65 % 100 % 22.9 % 113.2 % 112.9 % 10.3 % 8.5 % 85.7 % 102.9 % 90.9 % .93 % Va W B .1 % 122.1 % ( v ⋅ Δϑ ) (1 ) .ϑ W WI W Summe 100 % 27. ϑa(3) (1 ) ϑa(3) . Tabelle 7.2 % 90. Derartige Einflussgrößenrechnungen können für Prognosen sehr nützliche Entscheidungshilfen liefern. Ansatz Nr.

beim Durchsatz 0) gleich Null. Wie groß ist der spezifische Aktivenergiebedarf? ΔhA = PA 220 kWh h kWh = = 0. 2) Erdgasbeheizter Schmiedeofen Ein erdgasbeheizter Schmiedeofen hat einen Nenndurchsatz von 2000 kg/h. 1.h.Anhang: Übungsaufgaben Die folgenden Übungsaufgaben enthalten ausgewählte Anwendungen des Stoffes anhand realitätsnaher Rechenbeispiele.1 Stationäre Betriebskennlinien (zu Kap. Im Nennbetrieb beträgt die Aktivleistung . Energieverbrauch Wirkungsgrad kg/h kWh/h kWh/h kWh/h kWh/h kWh/h kWh/h kWh/kg % 60 240 100 200 0 1000 220 110 610 100 200 2000 Sämtliche energetischen Einzelposten seien linear vom Durchsatz abhängig. Vervollständigen Sie die obenstehende Tabelle! Die Aktivenergie (mittlere Aktivleistung) ist im Leerbetrieb (d. 22 mG 1000 kg h kg 2. 1 1. In der nachfolgenden Tabelle sind folgende Energiebilanzdaten aufgeführt: Durchsatz Aktivenergie Ausstrahlungsverluste Abgasverluste Wandverluste Bodenverluste Gesamtverbrauch Spezif.

16): η = PA .(2. m Damit lautet die vervollständigte Tabelle: Durchsatz Aktivenergie Ausstrahlungsverluste Abgasverluste Wandverluste Bodenverluste Gesamtverbrauch Spezif. 220 kWh kg = 440 kWh h Aufgrund des linearen Zusammenhanges lässt sich aus den bekannten Leistungen bei den Durchsätzen m1 und m2 die Leistung P beim Durchsatz m berechnen: P ( m ) = P ( m1 ) − ⎡ P ( m1 ) − P ( m2 ) ⎤ ⋅ ⎣ ⎦ m1 − m m1 − m2 Auf diese Weise lassen sich für sämtliche Einzelposten der Leistungsbilanz die Werte für den Nennbetrieb errechnen.(2.N = mN ⋅ ΔhA = 2000 kg h ⋅ 0.336 Anhang: Übungsaufgaben PA.4 .24 17. Energieverbrauch Wirkungsgrad kg/h kWh/h kWh/h kWh/h kWh/h kWh/h kWh/h kWh/kg % 0 0 60 240 100 200 600 4 0 1000 220 110 610 100 200 1240 1. Die gesamte zugeführte Leistung erhält man nach Gl.18): e = Wirkungsgrad nach Gl.(2. Pzu Pzu . Spezifischer Energieverbrauch nach Gl.94 23.7 2000 440 160 980 100 200 1880 0. Auch für die Aktivleistung ist dies eine alternative Berechnungsmöglichkeit.3) durch Aufsummieren aller Verlustleistungen sowie der Aktivleistung: Pzu = PA + ∑ PV .

2 Vergleich von zwei Spänetrocknern Ein Hersteller von Spanplatten besitzt zwei Spänetrockner mit unterschiedlichem technischem Grundkonzept: Trockner 1 ist ein direkt befeuerter Düsenrohrtrockner. Dabei werden die Späne langsam in axialer Richtung weitergefördert. da er lediglich zur Abfuhr des verdampften Wassers dient. -kennfelder für die möglichen Betriebsfälle und geben Sie für den gesamten Betriebsbereich die energetisch günstigste Einsatzweise der beiden Anlagen an! Zeichnen Sie den Verlauf der Aktivleistung ebenfalls ein! .1 Stationäre Betriebskennlinien (zu Kap. Der benötigte Luftdurchsatz ist wesentlich geringer. hoch Stündliche Wasserverdampfung Bezogen auf verdampfte Wassermenge Zeichnen Sie die energetischen Betriebskennlinien bzw. In einem Trog mit halbkreisförmigem Querschnitt dreht sich langsam ein mittels Dampf oder Heißwasser beheiztes Röhrenbündel.0 kWh/kg externer Wärmeerzeuger 3000 kW 15 min. Die wichtigsten technischen Daten sind nachfolgend zusammengestellt: Trockner 1 Maximale Trocknungsleistung 1 dabei: spezif. heben die Späne immer wieder an und lassen sie auf die Röhren fallen. Trockner 2 ist ein Kontakt-Drehröhren-Muldentrockner. Ein Teil des noch etwa 120 °C warmen Abgases wird der Verbrennungsluft beigemischt und so zum Brenner rückgeführt. Bei diesem Förderlufttrockner werden die Späne in einem zwischen 300 und 500 °C heißen Gasstrom verwirbelt. gering 6 t/h 1.5 kWh/kg integrierter Brenner 2000 kW 1 min. 2) 337 1. Dabei werden sie sehr rasch getrocknet und anschließend in einem Zentrifugalabscheider aus dem Gasstrom entfernt. Eine Anzahl mit drehender Schaufeln streichen an der Trogwand vorbei. Energieverbrauch 2 Ort des Energieeinsatzes Energieverbrauch im Leerbetrieb Mittlere Verweildauer der Späne Brandrisiko und Staubemissionen 1 2 Trockner 2 4 t/h 1.

2 ng stu 7 8 10000 :m 9 10 Verdampfungsleistung in t/h Energetische Kennlinien zweier Spänetrockner .1 :v ar /T LB/T Tr. Im Nennpunkt ist die Aktivleistung nach Gl.2 Ak lei tiv 3 4 5 6 Tr .N = mN ⋅ ΔhA der Energieverbrauch nach Gl. dass sich die Kennlinien der beiden Trockner schneiden.1: max :var /Tr.1 :v ar /T r. 13000 12000 11000 Tr.338 Anhang: Übungsaufgaben An welche Voraussetzungen ist die Gültigkeit des optimalen Fahrplans gebunden? Im Fall eines thermischen Trocknungsprozesses ist für die spezifische Aktiventhalpie die spezifische Verdampfungsenthalpie von Wasser bei Umgebungstemperatur zu setzen.(2.2:v 4000 S 3000 2000 1000 0 0 1 2 Tr.1 r.(2.2 :L B ar r.15): PA. Es ist also: ΔhA = r = 2450 kJ kg .2 ax 26443-A-05 26443-A-05 26443-A-05 26443-A-05 26443-A-05 9000 Leistungsaufnahme in kW 8000 7000 6000 5000 Tr .N = mN ⋅ eN für Trockner 1 = 4083 kW = 9000 kW für Trockner 2 = 2722 kW = 4000 kW Aus dem nachfolgenden Diagramm ist ersichtlich.18): Pzu.1: Tr .

LB. Unter Zugrundelegung des gleichen Leerbetriebsverbrauchs könnte dies zu der gestrichelt gezeichneten Kennlinie führen. Ein Wechsel zwischen den beiden Trocknern ist somit ausgeschlossen. Der energetisch optimale Fahrplan sieht dann so aus: Betriebsbereich Trockner 1 Leerbetrieb Variable Auslastung Trockner 2 Variable Auslastung Nennbetrieb 0t h<m≤4t h 4 t h < m ≤ 10 t h .2 + ( Pzu.2 ) ⋅ = 3273 kW mS = mS mN.1 ) ⋅ = Pzu.1 mS mN.LB.1 − Pzu. liegen die Betriebspunkte bei beliebiger Aufteilung der Trocknungsleistung auf die beiden Anlagen innerhalb eines Kennfeldes in Form eines Parallelogramms. Das entspricht oft nicht den realen Betriebsbedingungen.1 + ( Pzu.1 Pzu. dass jeweils nur einer der beiden Trockner betrieben wird: 0 t h < m ≤ 1.1 = 1.LB.2 − mN. 09 t h < m ≤ 4 t h : 4 t h<m≤6t h : Trockner 1 Trockner 2 Trockner 1 Dieser Fahrplan gilt nur für quasistationären Betrieb im jeweiligen Bereich ohne Berücksichtigung des Anheizverbrauchs.S = Pzu. ob im Bereich kleiner Auslastung speziell bei Trockner 1 noch die Linearität der Kennlinie angenommen werden darf.N. 09 t h : 1.LB.2 − Pzu.N.LB.2 Energetisch günstigste Einsatzweise unter der Voraussetzung.LB. 2) 339 Berechnung des Schnittpunktes S: Pzu. die für den Trockner 1 ein günstigeres Bild ergibt.09 t h Pzu.1 − Pzu. dass beide Trockner in Betrieb sind.2 − Pzu.1 mN. Für den Fall.LB.LB.2 Pzu.2 − Pzu.1 Stationäre Betriebskennlinien (zu Kap. da der Förderluftstrom nicht beliebig reduziert werden kann.N. Im übrigen ist zu bezweifeln.N.

8 % 68 kW Spezifischer Energieverbrauch im Nennpunkt.131 kWh kg Nenndurchsatz.N ηN = PA. 2125 kWh kg = 320 kg h ηN Gegeben ist die nachfolgende Abkühlkurve des Ofeninnenraums. 0 kW 15 kW 3 kW 18 kW Nennbetrieb 42 kW 15 kW 11 kW 68 kW Wie groß sind Durchsatz.16): mN = = PA.(2.15): 42 kW = 320 kg h ΔhA 0. Mittlere spezifische Wärmekapazität von Stahl: c = 630 J/kg/K. = 68 kW ΔhA = 0. 2) In einem gasbeheizten Durchlaufofen werden Stahlteile von 20 auf 770 °C erwärmt. Ermitteln Sie daraus die Zeitkonstante des ersten Gliedes der Anlage! . Für die Zustände des Leerbetriebs und des Nennbetriebs sind folgende Energiebilanzen gegeben: Leerbetrieb Aktiv-Leistung Oberflächenverluste Abgasverluste Zugeführte Leistung 1.(2. nach Gl.(2.N Pzu. nach Gl.18): eN = 2. Wirkungsgrad und spezifischer Energieverbrauch im quasistationären Nennpunkt? ΔhA = c Δϑ = 630 J kg K ⋅ ( 770 − 20 ) K =0. nach Gl.340 Anhang: Übungsaufgaben 2 Instationäre Betriebskennlinien (zu Kap.N mN = 42 kW = 61.131 kWh kg Nennwirkungsgrad.N Pzu.

Für t1 = 5 h und t2 = 7 h ergibt sich: TK. mindestens 4. Die nachfolgende Abbildung zeigt die entsprechende Auswertung der Abkühlkurve.(2.43) nur in nichtnormierter Form ermittelt werden: TK. Um ein möglichst unverfälschtes Ergebnis für die Zeitkonstante zu erhalten. Dann kann die Zeitkonstante in Anlehnung an Gl.(2.1 ≈ (7 − 5) h ⎛ 558 − 20 ⎞ ln ⎜ ⎟ ⎝ 508 − 20 ⎠ = 20.1 ≈ ⎛ ϑ ( t1 ) − ϑa ln ⎜ ⎜ ϑ (t ) − ϑ 2 a ⎝ t2 − t1 ⎞ ⎟ ⎟ ⎠ . 2) 341 800 750 700 Temperatur des Ofeninnenraums in °C 650 600 550 500 450 400 350 300 250 200 150 100 50 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Abkühlzeit in h 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 26444-A-05 26444-A-05 Abkühlkurve des Ofeninnenraums Für eine reale Anlage ist eine Zeitnormierung nach Gl.30) oft nicht möglich. sollte mindestens 2 Stunden betragen. 5 h Achtung! Die genannten Regeln können nicht verallgemeinert werden! Es empfiehlt sich deshalb. und der Abstand der beiden Messzeitpunkte. also t1. sollte der Zeitpunkt der ersten Messung. eine Messreihe über einen . da der wärmetechnische Aufbau dafür zu komplex ist und die Daten der Bauteile meist auch gar nicht im einzelnen bekannt sind. besser 5 Stunden nach Auskühlbeginn liegen. also (t2 .2 Instationäre Betriebskennlinien (zu Kap.t1).

44) ist FAn = 4.1 ⎠ ⎦ ⎝ ⎣ errechnen sich folgende Anheizzeiten: . 21 20 19 18 17 16 Zeitkonstante in h 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 26445-A-05 26445-A-05 3 1h 2h h4h 5h Abstand der Messzeitpunkte Zeitpunkt der ersten Messung in h Zur Ermittlung der Zeitkonstante 3. Pzu. Mit Gl. damit am Ende der Pause der Ofen wieder seine stationäre Innentemperatur von 800 EC hat.342 Anhang: Übungsaufgaben genügend langen Zeitraum aufzunehmen und so wie hier auszuwerten. 16 und 24 h. wenn beim Anheizen der Anlage die gleiche Leistung wie im Nennbetrieb zugeführt wird und die Abgasverluste ebenfalls dem Nennbetrieb entsprechen? Nach Gl.45): TAn = TK.N − PV. Wie groß ist der Anheizfaktor.Ob = ( 68 − 11) kW 15 kW = 3.(2.N PV. ⎛ TU ⎞ ⎥ ⎢ F − 1 + exp ⎜ − ⎥ ⎜ T ⎟⎥ ⎟ ⎢ An K.(2. 8 Ermitteln Sie die erforderlichen Anheizzeiten für eine Pausenzeit von 8.Abgas.1 ⎡ ⎤ ⎢ ⎥ FAn ⎢ ⎥ ln ⎢ .

Während der Betriebszeit muss der Ofen immer auf Betriebstemperatur gehalten werden. nach Gl.15 h 24 h 4. nach Gl. • Höchstwert (max): Die maximale Produktion ist nur möglich.N TH .(2. TU = TAn = 8h 1. in der Unterbrechungszeit. In der Unterbrechungszeit kühlt der Ofen ab und muss gegen Ende rechtzeitig angeheizt werden. Anzahl der Schichten Betriebsausnutzung Betriebszeit Unterbrechungszeit Anheizzeit nB = TB = TU = TAn = 1 1/3 8h 16 h 3.82 h 3 1 24 h 0h 0h Der mögliche Produktionsumfang ist durch folgende Bedingungen begrenzt: • Kleinstwert (min): Es wird nichts produziert.H = Pzu. 2 und 3 Arbeitsschichten von je 8 h Dauer.(2. sondern ständig mit 100 % Leistungsausnutzung gefahren wird.(2.58): Ezu. Der gesamte Betrachtungszeitraum ist ein Werktag: TGes = 24 h.LB = Pzu.U = Pzu.11 h Ermitteln die energetischen Betriebskennlinien in Abhängigkeit von der Fertigungsmenge für den werktäglichen Betrieb in 1.57): Ezu.2 Instationäre Betriebskennlinien (zu Kap.N TAn .56): Ezu. nach Gl. Nach Gln.LB TLB . Die Fertigungsmenge errechnet sich aus Gl. 2) 343 Pausendauer Anheizzeit 5.(2. in der Betriebszeit findet nur Leerbetrieb statt.(2. in der Leerbetriebszeit.52): mGes = nA mN TGes Der gesamte Energieverbrauch ergibt sich aus der Summe seiner Bestandteile: • • • in der Hauptnutzungszeit. .53 bis 55) bedeutet das Gleichheit von Betriebsund Arbeitsausnutzung.15 h 2 2/3 16 h 8h 1. wenn während der Betriebszeit kein Leerbetrieb stattfindet. Entsprechend der Anzahl der Schichten teilt er sich auf in die Betriebszeitspanne und die dazwischen liegende Unterbrechungszeit.82 h 16 h 3.

2963 1.344 Anzahl der Schichten Produktionsumfang Betriebsausnutzung Arbeitsausnutzung Hauptnutzungszeit Leerbetriebszeit Fertigungsmenge [t/d] 1 min max nB = 1/3 nA = TH = TLB = mGes = 0 0h 8h 1/3 1/3 8h Anhang: Übungsaufgaben 2 min 2/3 0 max 2/3 2/3 min 1 0 3 max 1 1 0 h 16 h 0 h 24 h 0h 0 h 16 h 0 h 24 h 0 2.Ges mGes 1 8h 0.2125 1.68 432 1632 0 1632 432 0 0 0 Energieverbrauch gesamt [kWh/d] Ezu.2367 1. Der ebenfalls mit eingetragene Extrempunkt eines „Nullschichtbetriebs“ markiert die untere Ecke des vollständigen Betriebskennfeldes.Ges = Ezu.U = 279 kWh.11 h.LB = 144 Ezu.U = 214 Die linearen Kennlinien liegen jeweils zwischen den Punkten minimaler und maximaler Fertigung. 6.H = 0 Ezu.(2.Ges = 358 • • • davon in Hauptnutzungszeit davon in Leerbetriebszeit davon in Unterbrechungszeit Ezu.56 758 544 0 214 0 5. Die Kennlinie für den Dreischichtbetrieb ( TU = 0 h ) entspricht der stationären Betriebskennlinie.0 .11 3 24 h 0. Wie groß ist der spezifische Energieverbrauch für die drei Betriebsweisen bei jeweils maximalem Produktionsumfang? Nach Gl.39 : 2 16 h 0.12 412 1212 0 1088 288 124 0 124 0 7. der Ofen wird einmal am Tag angeheizt. um dann sofort wieder abzukühlen.67) ist eGes = Anzahl der Schichten TH [h] = eGes [kWh/kg] = eGes / eN = Ezu. Hierbei ist TB = 0 h und TU = 24 h und somit TAn = 4. Der Energieverbrauch ist damit Ezu.

7 Wärmeleitfähigkeit λ [W/m/K] Haus 1 0.03 0.015 Haus 2 0. 3) In Anlehnung an DIN V 4108-6 soll der jährliche Heizwärmebedarf eines Einfamilienhauses ermittelt werden.21 Haus 2 0.96 0.35 1 3 ) ) .04 0.63 2) 0. Wärmedämmung: Polystyrol-Hartschaum (Dichte: 40 kg/m³) Für die Außenwände sind folgende Werte gegeben: Schichtdicke d [m] Schicht: Außenputz Dämmschicht Mauerwerk Innenputz Haus 1 0.06 0.015 0. Haus 2 Mauerwerk: Voll/Hochlochklinker (Dichte: 2000 kg/m³).70 0.24 0. keine Wärmedämmschicht.2 Instationäre Betriebskennlinien (zu Kap.02 0 0.24 0. 2) 1800 26446-A-05 26446-A-05 345 1600 Energieverbrauch gesamt [kWh/d] 1400 1200 1000 800 2 Anzahl der Arbeitsschichten: 3 600 1 400 200 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 Fertigungsmenge [t/d] 0 Energetische Betriebskennlinien 3 Heizwärmebedarf von Gebäuden (zu Kap. Zu untersuchen sind dabei zwei in der Bauausführung unterschiedliche Varianten: Haus 1 Mauerwerk: Vollsteine (Dichte: 1400 kg/m³).

35 Haus 1 Wärmeleitfähigkeit λ [W/m/K] Wärmedurchlasswiderstand R [m²K/W] Haus 1 0.24 0.021 0.381 0.8 h!1 20 °C 5 W je m2 Wohnfläche 1 Berechnen Sie die Wärmedurchlasswiderstände R sowie die Wärmedurchgangskoeffizienten U der Außenwände beider Häuser. Schichtdicke d [m] Schicht: Außenoberfläche Außenputz Dämmschicht Mauerwerk Innenputz Innenoberfläche Gesamt Wärmedurchgangskoeffizient U [W/m²/K] 0.498 Haus 2 0.015 0.96 0.63 0.668 1. Aus den Schichtdicken und den Wärmeleitfähigkeiten berechnet sich der Wärmedurchlasswiderstand nach Gl.04 m 2K W .04 0. 24 m = 0.7): RT = Rα .02 0 0.13 0.13 2.a = 0 .(3.043 1. 381 m 2 K W 0.63 W m K Für die Außen.13 m K/W .03 0.21 0.und Innenoberfläche sind die (unterschiedlichen!) Wärmeübergangswiderstände der Norm zu entnehmen: 2 Rα . Rα .04 0. für das Mauerwerk von Haus 1: Rλ = d λ = 0.(3. .B.095 0 0.70 0.015 0.i + ∑ Rλ +Rα . z.i = 0 .06 0.250 0.04 0.006 0.24 0.346 Anhang: Übungsaufgaben Die folgenden charakteristischen Daten gelten für beide Ausführungen: Wohnfläche: Innenraumvolumen: Bauwerksvolumen brutto: Luftwechselrate: Innenraumtemperatur: Interne Wärmequellen: 134 m2 VR = 352 m3 441 m3 (aus den Außenmaßen) n = 0.500 0.043 0.a .10).499 Haus 2 Haus 1 Haus 2 Der transmissionsbedingte Wärmedurchlasswiderstand ergibt sich dabei durch Summation gemäß Gl.7 0.

39 ) 0. 90 W m 2 K ⋅ 0. also z. dass • durch den unbeheizten Kellerraum und seine Umschließungsflächen ein zusätzlicher Wärmewiderstand wirksam wird.499 1. HT.5) ermitteln.(3.(3. Der Wärmeverlustkoeffizient für Transmission ergibt sich nach Gl.61 1 Haus 2 0. 3) 347 der Wärmedurchgangskoeffizient als sein Kehrwert nach Gl. RT 2 Für die einzelnen Bauteile sind die Flächen sowie die Wärmedurchgangskoeffizienten gegeben: U [W/m²/K] Bauteil Kellerdecke Außenwand Fenster Dach Fläche [m²] 84 121 27 135 Haus 1 0. 6 = 45.B. somit ist nach Gl. 8 h-1 ⋅ 352 m 3 ⋅ 1.498 3 0. und • die Temperaturdifferenz zum Erdreich geringer ist als zur Außenluft . 0 W K . sowie für die Lüftung.(3.6): U= 1 . 4 W K .13 & .14): H V = n ⋅ VR ⋅ ρ L ⋅ cp = 0.4) durch Aufsummieren der Werte für die einzelnen Bauteile. 2 kg m 3 ⋅ 1000 Ws kg K = 95.4 0. 4 W K 42 Mit dem Korrekturfaktor wird berücksichtigt.3 Heizwärmebedarf von Gebäuden (zu Kap. Der lüftungsbedingte Wärmeverlustkoeffizient ist nach Gln.(4. HV! Die Wärmeleitwerte lassen sich unter Verwendung von Gl. für die Fenster von Haus 1: LD = 27 m 2 ⋅ 3 W m 2 K = 81. Für das Bauteil “Kellerdecke” ist ein Korrekturfaktor42 von 0. durch die einzelnen Bauteile.(3.23 1 ) Ermitteln Sie die spezifischen Wärmeverlustkoeffizienten für die Wärmetransmission.12) LU = 84 m 2 ⋅ 0.5 aus DIN 4108-6 entnommen.9 1.

2 kg m 3 ⋅ 1000 Ws kg K ⋅ ( 20 − ( −16 ) ) K Je besser die Wärmedämmung.1 145. 4 W K ⋅ ( 20 − ( −16 ) ) K = 13766 W Der Norm-Wärmeverlust für Lüftung.5 h −1 .B.499 1.0 Transmission gesamt Lüftung Summe 3 Für den Auslegungsfall ist gegeben: Außentemperatur: Operative Raumtemperatur: Luftwechselrate: ϑR.N = n ⋅ VR ⋅ ρ L ⋅ c p ⋅ (ϑR.4 60.8 181. z. für Haus 1: Φ V. desto stärker fällt der Lüftungswärmeverlust ins Gewicht! Für die notwendige Aufheizleistung nach einer Heizungsunterbrechung während der Nachtstunden ist noch ein Zuschlag von 11 W je m² Wohnfläche zu berücksichtigen: .61 Haus 2 0.0 82.N = 20 °C ϑa.39 0.4 382.2 81.N = −16 °C nN = 0.4 0.348 Anhang: Übungsaufgaben Ergebnisse: Bauteil Kellerdecke Außenwand Fenster Dach Fläche [m²] 84 121 27 135 U [W/m²/K] Haus 1 0. Ermitteln Sie die Norm-Heizlast! Der Norm-Wärmeverlust für Transmission ist nach Gl. für Haus 1: Φ T.8 Haus 2 16.4 95.6 95.N − ϑa.4 477.N = HT (ϑR.499 3 0.N − ϑa.(3. 5 h-1 ⋅ 352 m 3 ⋅ 1.2).9 1.B.N ) = 382.8 31. z.4 241.3 37.23 HT = HV = H= L [W/K] Haus 1 37.N ) = 2112 W = 0.

0 16.8 .M [W/m²] 58 100 111 117 116 108 116 124 124 107 68 46 Ost Isol.1 . Himmelsrichtung: tM Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez [h] 744 672 744 720 744 720 744 744 720 744 720 744 Süd Isol. 3) 349 ΦZus = 11 W m 2 ⋅ 134 m 2 = 1474 W Die gesamte Norm-Heizlast erhält man durch Aufsummieren: ΦN = Φ T.1 12.3 Heizwärmebedarf von Gebäuden (zu Kap.7 3.7 .N + Φ Zus Ergebnisse: Transmission Lüftung Aufheizzuschlag Gesamte Norm-Heizlast [W] [W] [W] [W] Haus 1 13766 2112 1474 17352 Haus 2 5240 2112 1474 8826 4 Berechnen Sie die monatlichen Brutto-Wärmegewinne. bedingt durch Sonneneinstrahlung sowie innere Wärmequellen! In der folgenden Tabelle sind die monatlichen Mittelwerte der Außentemperatur und der solaren Einstrahlung auf senkrechte Flächen der relevanten Himmelsrichtungen für den Referenzort Weihenstephan (repräsentativ für die südbayerische „Region 14“) aufgeführt.9 2. außerdem die Zeitdauer jedes Monats.2.0 7.3 11.N + Φ V.7 16.9 15.M [°C] .0.9 7.M [W/m²] 19 30 46 64 79 86 85 70 50 32 19 14 ha.0.M [W/m²] 25 49 76 106 127 124 133 117 86 56 29 20 Nord Isol.

9 0.85 0.70 1.75 0.0 1.75 1.8 4.0 0.Süd = 744 h ⋅ 58 W m 2 ⋅ 6.9 0.36 Gemäß Gl.0 2.0 2.0 1. Himmelsric htung: Süd Haus 1 A [m²] gz FW FF FC FS AS [m²] 11 0.350 Anhang: Übungsaufgaben Für die Gebäudefenster sind nachfolgend die gegebenen Daten zusammengestellt.75 1. Es bedeutet: A Fensterfläche (brutto. 31 m 2 = 272 kWh Im folgenden sind die vollständigen Ergebnisse aufgelistet.16 Nord Haus 1 5 0. d.8 5.81 Ost Haus 1 11 0. einschließlich Rahmen) gz Gesamtenergiedurchlassgrad bei senkrechtem Strahlungseinfall Abminderungsfaktor infolge nicht senkrechten StrahlungsFW einfalls Abminderungsfaktor für den Rahmenanteil.70 1.87 Haus 2 5 0.55 0.B.9 0.(3. welcher dem FF Verhältnis der durchsichtigen Fläche zur Gesamtfläche der verglasten Einheit entspricht Abminderungsfaktor für Sonnenschutzvorrichtungen FC Abminderungsfaktor für Verschattung FS Durch Multiplikation erhält man als Rechengröße die in DIN V 4108-6 so genannte „effektive Kollektorfläche“: AS = AFS FC FF FW g⊥ .0 0.0 1. woraus sich z. im Januar für die Südfenster von Haus 1 ein solarer Brutto-Wärmegewinn von Qsol.31 Haus 2 11 0. ebenso wie die inneren Wärmegewinne unter Annahme einer durchschnittlichen Leistung von 5 W je m2 Nutzfläche.Jan.9 0.75 0.9 0.70 1.0 6.B.0 3.0 1.05 Haus 2 11 0.9 0.h.17) errechnet sich z.75 1.85 0.85 0. für den Januar ergibt: Qint.Jan = 744 h ⋅ 5 W m 2 ⋅ 134 m 2 = 498 kWh .

Jan = ( 272 + 94 + 41 + 407 ) kWh = 905 kWh . 1) ) K ⋅ 744 h = 7857 kWh Die Brutto-Wärmegewinne errechnen sich nach Gl.16) aus der Summe der solaren und der inneren Wärmegewinne: Qg.Jan ) tJan = 477.15): Ql.Jan = H (ϑi − ϑa.(3. Die Wärmeverluste des Gebäudes sind nach Gl. Als Beispiel ist die Berechnung der Werte für Haus 1 im Januar vorangestellt.(3. 8 W K ⋅ ( 20 − ( −2. 3) Solare Wärmegewinne (brutto) Süd Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr Haus 1 272 424 521 532 545 491 545 582 563 502 309 216 5503 Haus 2 164 256 315 321 329 296 329 352 340 303 187 130 3323 Ost Haus 1 94 166 285 385 477 451 500 440 313 210 105 75 3502 Haus 2 77 137 235 317 393 371 411 362 257 173 87 62 2884 Nord Haus 1 41 58 98 132 169 178 181 149 103 68 39 30 1247 Haus 2 33 48 81 109 139 146 149 123 85 56 32 25 1027 351 Qint 498 450 498 482 498 482 498 498 482 498 482 498 5869 5 Stellen Sie die monatlichen Energiebilanzen der beiden Häuser auf.3 Heizwärmebedarf von Gebäuden (zu Kap.

05 kWh K τ= = 46.(3.21) zu a = 1 + 46.(3. Die vollständigen Ergebnisse sind nachstehend aufgelistet. sind zunächst folgende Berechnungsschritte notwendig: • Die wirksame Wärmespeicherfähigkeit ergibt sich bei vereinfachter Berechnung aus dem für Schwerbauweise anzusetzenden Richtwert und dem Bruttovolumen für jedes der beiden Gebäude zu Cwirk = 50 Wh m 3 K ⋅ 441 m 3 = 22.50/16 = 6. 05 kWh K • Die Gebäude-Zeitkonstante errechnet sich damit nach Gl.88 = 1.(3.88 Schließlich ist nach Gl. 05 kWh K τ= = 91. • Damit erhält man den Ausnutzungsgrad nach Gl.0 W K Unter Ansatz der Bezugs-Zeitkonstante τ 0 = 16 h ergibt sich der Exponent nach Gl. 1153.Jan = 7857 kWh − 1. 115 7857 kWh Zur Ermittlung des Ausnutzungsgrades.22) zu 22.8 W K 22. und 477. 15 h für Haus 1.352 Anhang: Übungsaufgaben Das Gewinn-/Verlustverhältnis ist nach Gl.18) der Heizwärmebedarf zu errechnen: Qh. 000 ⋅ 905 kWh = 6951 kWh . 241. 1151+3.72 für Haus 2. und a = 1 + 91.(3.(3.88 für Haus 1.20): γ Jan = 905 kWh = 0.19): ηJan = 1 − 0. mit dem die Wärmegewinne für die Beheizung des Gebäudes wirksam werden. .15/16 = 3. 50 h für Haus 2. 000 1 − 0. (Unstimmigkeiten auf der letzten Stelle der Ergebnisse sind rundungsbedingt).

991 0. Die Berücksichtigung einer Heizgrenze von 15 °C wirkt sich auf das Jahresergebnis in einer Verringerung des Heizwärmebedarfes von rd.999 1.936 0.000 1.000 0.1 % bei Haus 2 aus.997 0.158 0.000 1.000 Haus 1 γ Haus 2 Haus 1 η Haus 2 Haus 1 kWh] 6951 5549 4644 2855 1286 403 99 191 1068 3030 4982 6540 Qh 353 Haus 2 kWh 3189 2461 1920 985 233 20 1 4 191 1142 2196 2996 52096 26274 16120 13102 37597 15338 Bezogen auf die Wohnfläche bedeutet das einen spezifischen Jahresheizwärmebedarf von • • 277 kWh/m² für Haus 1.425 0.000 0.370 0. 1 % bei Haus 1 und von weniger als 0.297 0.716 0.115 0.999 0.994 0.893 0.586 0.654 0.897 0.264 0.204 1. Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr kWh 7857 6647 6043 4369 2880 1720 1173 1386 2443 4302 5917 7359 Haus 2 kWh 3962 3352 3048 2204 1452 868 592 699 1232 2169 2984 3711 Haus 1 kWh 905 1098 1403 1532 1689 1602 1724 1670 1462 1280 936 819 Qg Haus 2 kWh 774 891 1129 1230 1359 1296 1388 1335 1165 1031 788 715 0.623 0.520 0.931 1.558 0.494 1.000 1.111 0.823 0.944 0. .195 0.598 0.193 1.266 0.999 0.996 1. und 114 kWh/m² für Haus 2.3 Heizwärmebedarf von Gebäuden (zu Kap.165 0.475 0.346 1.909 0.470 2.232 0.946 0.989 0. 3) Ql Haus 1 Mt.940 0.351 0.

Pu 3 Kältemittel: R134a Verflüssiger 2a 2 QOb.10 .354 Anhang: Übungsaufgaben 4 Luft-Wasser-Wärmepumpe (zu Kap.Verfl Expansionsventil M 1a mKM 4 VL 1 QOb. 175 kW QH = 10 kW 37 / 30 °C 0 °C 10 bar Temperaturen des Kältemittels: Zustandspunkt Temperatur [°C] 1 -5 1a -4 2 72 2a 71 3 34 4 .Rück 26461-A-05 26461-A-05 ϑH.ges = 3.ein Schema einer Luft-Wasser-Wärmepumpe Für einen stationären Betriebspunkt sind folgende Größen gegeben: El.Verd Verdampfer Kompressoraggregat QOb.aus QL ϑL.Vent ϑL. Leistungsaufnahme: Heizleistung: Vor-/Rücklauftemperatur: Außenlufttemperatur: Oberes Druckniveau: Pel. 3) ϑH.Kompr Pel.Vor QH mH QOb.SL Pel.DL Pel.Kompr QOb.

. . . . . Zeichnen Sie den zugehörigen Kreisprozess im log p/h-Diagramm ein! 26464-A-05 26464-A-05 3 2. . . . . . . . . . 3) 355 Ferner seien folgende Daten gegeben: El. . . .1a 4 1b Wärmepumpen-Kreisprozess im log p/h-Diagramm Aus dem Eintrag kann abgelesen werden: Unteres Druckniveau: Kondensationstemperatur im Verflüssiger: Verdampfungstemperatur im Verdampfer: Spezifische Enthalpien: Zustandspunkt h [kJ/kg] 1 397 1a 398 2 454 2 bar ϑKond = 39. . . . . . . . . . 20 W El. . . Leistungsaufnahme des Ventilators: . . . . . . . . . . . . .4 Luft-Wasser-Wärmepumpe (zu Kap. Leistungsaufnahme der Umwälzpumpe: . . . . 100 W 1. . . . . . 3300 m³/h Wärmeabgabe über die Oberfläche des Verflüssigers: . . . . . 4 °C ϑVerd = ϑ4 = −10 °C 3 248 4 248 2a 453 . . . . 60 W Luftförderung des Ventilators: . . . 150 W Wärmeaufnahme über die Oberfläche des Verdampfers: . . . .2a 1. .

Verfl − Pel. Auch wenn man sich als Extremfall vorstellt.5 K ablesen.356 Anhang: Übungsaufgaben 2. 13 kW ⋅ 3600 s h = 178 kg h ( 453-248 ) kJ kg 4. 58 ⋅ ε C . 15 . Wo die kleinste Temperaturdifferenz auftritt. h2 − h1a 454 − 398 Die Prozess-Leistungszahl: εP = Die Anlagen-Leistungszahl: εA = QH 10. Im folgenden Diagramm sind für den hier vorliegenden Wärmeaustausch im Gegenstrom die Temperaturen der beteiligten Medien über dem (relativen) Enthalpiestrom aufgetragen. Berechnen Sie die verschiedenen Arten von Leistungszahlen! Die Carnot-Leistungszahl: εC = 273 + ϑKond 312. dass die Deckung der Oberflächenverluste des Verflüssigers sich gleichmäßig über den gesamten Zustandsverlauf des Kältemittels verteilt. Stellen Sie die Energiebilanz des Verflüssigers auf und errechnen Sie daraus den Massenstrom des Kältemittels! Vom Kältemittel an den Verflüssiger abgegebene Leistung: QKM. 0 kW = = 3. Wie groß ist die Grädigkeit am Pinch-Point des Verflüssigers? Hierzu sind die Temperaturdifferenzen zwischen wärmeabgebendem und wärmeaufnehmendem Medium zu untersuchen. 4 K = = 6.175 kW 3. 32 . 13 kW Massenstrom des Kältemittels: mKM = QKM. 68 ≈ 0.Pu = 10 kW + 150 W − 20 W = 10.ges 3.4 K ϑKond − ϑVerd h2 − h3 454 − 248 = = 3. die an jeder Stelle innerhalb des Verflüssigers für die Wärmeübertragung bestimmend sind. 49. dass das eintretende heiße Kältemittel zunächst die Oberflächenverluste zur Gänze deckt und erst .Verfl = QH + QOb. ist der „Pinch-Point“. Aus dem Diagramm kann man dann eine Grädigkeit von 3. Dabei kann man annehmen.Verfl h2a − h3 = 10. Pel.

Stellen Sie die Energiebilanz des Verdampfers auf und errechnen Sie daraus die Temperatur der aus dem Verdampfer austretenden Luft! Im Verdampfer wird auf das Kältemittel folgende Leistung übertragen: QKM.aus ) . 75 26462-A-05 26462-A-05 70 65 60 Temperatur °C 55 50 45 40 Kältemittel Grädigkeit 35 r Heizwasse 0% 10% 20% 30% 40% 50% Rel. Enthalpiestrom 60% 70% 80% 90% 100% 30 Pinch-Point Wärmeaustauschdiagramm des Wärmepumpen-Verflüssigers 5. so ändert das an der Grädigkeit so gut wie nichts.Verd = ( 7356 − 60 − 100 ) W = 7196 W Hierfür gilt auch: QL = VL ρ L c p.Verd = QL + Pel.Verd − Pel. L (ϑL.4 Luft-Wasser-Wärmepumpe (zu Kap. 3) 357 nach einer entsprechenden Abkühlung (hier: auf 68 °C) die Heizleistung überträgt.Verd = mKM ( h1 − h4 ) = 178 kg h ⋅ ( 397 − 248 ) kJ kg / ( 3600 s h ) = 7356 W Aus der Energiebilanz QKM.ein − ϑL.Verd errechnet sich der Leistungseintrag aus der Außenluft: QL = QKM.Vent + QOb.Vent − QOb.

0 °C 6.ges − ( Pel. entspricht dies bereits einem Verlust von 3095 W ⋅ 0. Hinzu kommen die mechanischen Verluste des Kolbenverdichters (Reibung in Kurbelwellenlagern und an Zylinderlaufflächen). 8 = 619 W .Kompr = mKM ( h2 − h1 a ) = 178 kg h ⋅ ( 454 − 398 ) kJ kg / ( 3600 s h ) = 2769 W Es verbleibt somit als Wärmeabgabe über die Oberfläche des KompressorAggregats: QOb.ein − = 0 °C − QL VL ρL c p. 22 kJ kg K Somit ergibt sich die Temperatur der aus dem Verdampfer austretenden Luft: ϑL.aus = ϑL. 22 kJ kg K 3 = −5.5 % an.Kompr = ( 3095 − 2769 ) W = 326 W Die tatsächlich auftretenden thermischen Verluste müssen aber deutlich größer sein! Wenn der Elektromotor einen Wirkungsgrad von 80 % aufweist.Kompr = Pel. Diskutieren Sie die Energiebilanz des Kompressor-Aggregates! Aufgenommene elektrische Leistung des Kompressor-Aggregats: Pel.Kompr − QKM.Pu + Pel. 28 kg m .Vent ) = 3175 W − ( 20 + 60 ) W = 3095 W Vom Kompressor-Aggregat wird an das Kältemittel folgende Leistung übertragen: QKM.Kompr = Pel. L = 1. Nimmt man hierfür einen mechanischen Wirkungsgrad von 93.358 3 Anhang: Übungsaufgaben Die Dichte der Luft ist ρ L = 1. L 7196 W ⋅ 3600 s h 3300 m h ⋅ 1. und ihre spezifische isobare Wärmekapazität beträgt unter Berücksichtigung des Feuchteanteils: c p. 28 kg m 3 ⋅ 1. so kommt man .

25 ⋅ 3095 W = 773 W . Per saldo wird über die Oberfläche der Gesamtanlage folgende Verlustleistung abgegeben: . sondern im Punkt 1b. Dieses umspült in der meist ausgeführten „hermetischen “ Bauart sowohl den Elektromotor als auch den Verdichter und nimmt dabei die Wärmeleistung QKM. Druckleitung.ges ) Pel. 3) 359 auf einen Gesamtwirkungsgrad des Kompressor-Aggregats von ηKompr. was auch zur zuverlässigen Verhinderung von Flüssigkeitsschlägen im Verdichter erwünscht ist.ges = ηMotηKompr. Wie groß ist die Wärmeabgabe über die Oberfläche der gesamten Anlage? Die Gesamtanlage beinhaltet sowohl wärmeaufnehmende Komponenten (Verdampfer. 935 = 0.V = (1 − ηKompr. Es gibt also innerhalb der Anlage ausgleichende Wärmeströme.Kompr = 773 W − 326 W = 447 W auf. 8 ⋅ 0. 7.mech = 0.SK mKM 447 W s ⋅ 3600 = 407 kJ kg 178 kg h h = 398 kJ kg + ϑ1b = 7 °C (aus Wärmeaustausch-Diagramm abzulesen) Das Sauggas wird dadurch also um weitere 12 K überhitzt. Saugleitung) als auch wärmeabgebende (KompressorAggregat. muss anderweitig abgeführt werden.V − QOb. Die gesamten thermischen Verluste des Kompressor-Aggregats betragen also QKompr.4 Luft-Wasser-Wärmepumpe (zu Kap. Als Wärmesenke kommt nur das kalte Sauggas in Frage.Kompr = 0. Durch diese „Sauggaskühlung“ des Kompressor-Aggregats beginnt die eigentliche Verdichtung nicht im Punkt 1a. 75 . Verflüssiger). Was davon nicht über die Oberfläche des Kompressor-Aggregats abgegeben wird.SK = QKompr. der durch folgende Zustände charakterisiert ist: p1b = 2 bar (unteres Druckniveau) h1b = h1a + QKM.

360 Anhang: Übungsaufgaben QOb.DL + QOb.SL = Pel. davon werden 60 % direkt mit der Abluft ausgetragen. 3) Fortluft ( ) 6 2 Klimaanlage Abluft 1 Frischluft Ventilator Absaugleuchte 5 Zuluft 3 Raum 4 26-130-A 16. damit das Empfinden von Luftzug vermieden wird).11. ohne für das Raumklima wirksam zu werden (Absaugleuchten) • Installierte Ventilatorleistung: 6 W je m² Nutzfläche • Zulufttemperatur: 16 °C (Die Zuluft soll um nicht mehr als 6 K kälter sein als die Raumluft.Verd + QOb.Kompr − QOb.Verfl + QOb. davon 40 % als latente Wärme Installierte Leistung der Beleuchtungsanlage: 20 W je m² Nutzfläche. • • • • • .WP = QOb.ges + QL − QH = 3175 W + 7196 W − 10000 W = 371 W 5 Klimaanlage (zu Kap.00 Schema für die Klimatisierung einer Rauminnenzone Vorgegebene Daten: geforderte Raumlufttemperatur: 22 °C geforderte relative Raumluftfeuchte: 50 % Belegung des Raumes mit einer Person je 10 m² Nutzfläche Wärmeabgabe je Person: 70 W.

tr Nach Gln.38 bis 40) kann man schreiben: .x-Diagramm Der Zustand der Raumluft ist gegeben durch die Temperatur und die relative Feuchte: ϑ4 = 22 °C .Rw .tr = PPers. 2. = PPers.fü&lat + PBel. x4 = 8. Aus dem h. Welcher Massenstrom trockener Luft muss je m² Nutzfläche ausgetauscht werden.(3.lat Für die Änderung der Wasserbeladung zwischen Zuluft und Raumluft : ( x4 − x3 ) r0 mL. um die inneren Wärmelasten abzuführen? Aufgrund der Randbedingung ϑ4 − ϑ3 = 6 K kann man folgende Ansätze machen: Für die Enthalpieänderung zwischen Zuluft und Raumluft : ( h4 − h3 ) mL. 3) 361 1. 3 g kg . Ermitteln Sie aus dem h.x-Diagramm sind spezifische Enthalpie und Wasserbeladung abzulesen: h4 = 43 kJ kg . ϕ 4 = 50 % .x-Diagramm die Werte für die spezifische Enthalpie und die Wasserbeladung der Raumluft! 5 1Va 4 M 3 2 2T 1Vb 26-465-B-05 26-455-B-05 26-455-B-05 1 Luftzustände im h.5 Klimaanlage (zu Kap.

vap ) ϑ4 − ( cp.0 ⎟⋅6 K ⎜ g L.vap ⋅ 1.Rw ( (70 − 28 ) ⋅ 0. 86 ⋅ 10−3 ⎜ 1.W.tr = 43 kJ kg − (70 ⋅ 0.L + x4 c p. 0 g L. Ermitteln Sie die übrigen Zustände der Zuluft vor Eintritt in den Raum! h3 = h4 − PPers.Rw mL.L + x4 cp. Wie groß ist die Luftwechselrate bei einer Raumhöhe von 3 m? Aus dem h.tr s m 3.tr s m 2 ⋅ 0. 857 l g L.tr ⋅ 3600 s h 3 m ⋅ 1000 l m 3 = 2.fü&lat + PBel.vap ) (ϑ4 − ϑ3 ) + ( x4 − x3 ) r0 Durch Substitution erhält man: mL. 857 m 3 kg = 0.tr g W. 3 W.vap ) (ϑ4 − ϑ3 ) PPers. 1 + 8 ) W 2. 1 h-1 . Damit kann man errechnen: n= 2.tr ⋅ K kg L.362 Anhang: Übungsaufgaben h4 − h3 = ( c p. Wegen der Randbedingung für die erforderliche Zulufttemperatur sind bei Klimatisierung deutlich höhere Luftwechselraten nötig als bei der Raumheizung! 4.tr = = (c p.W.vap ) ϑ3 + ( x4 − x3 ) r0 ≈ ( c p. 857 l g .x-Diagramm kann man das spezifische Volumen der trockenen Luft ablesen: v4 = 0.W.vap ⋅ K g ⎟ ⎝ ⎠ 2 = 2.L + x4 cp. 0 g L.W.L + x3 cp.0 g s m 2 m2 = 36 kJ kg .fü + PBel. 1 + 8 ) W m2 ⎛ g J J kg ⎞ + 8.

Dann ist die Enthalpie: PVent 6 W m2 h2 = h3 − = 36 kJ kg − = 33 kJ kg mL. und für die relative Feuchte: ϕ 2 = 82 % . Geben Sie die Zustände der Zuluft vor dem Ventilator an! Es kann angenommen werden. Welche Wärmeleistung je m² Nutzfläche ist durch die Heizregister der Klimaanlage (Vorwärmer und Nachwärmer) zuzuführen.tr − = 7.0 g s m 2 Die Wasserbeladung ändert sich dabei nicht. 8 g kg Aus dem h. 6. 5. b) bei Vorwärmung der Frischluft auf 0 °C und anschließender . 3 g W kg L. 1 °C . 3 g kg . 7. 9 °C .x-Diagramm erhält man für die Feuchte: ϕ 3 = 68 % .tr Aus dem h. Mit welchen Zustandswerten erreicht die Abluft die Klimaanlage? Beim Abströmen durch die Absaugleuchten nimmt die Raumluft noch die Abwärme der Beleuchtung auf.tr s m 2 ⋅ 2500 J g W = 8. 1 W m 2 ⋅ 103 g L.lat mL.tr 2. und für die relative Feuchte: ϕ 5 = 35 % .tr = 43 kJ ( 20 − 8 ) W kg + m2 2.tr kg L. 3) 363 x3 = x4 − PPers. also ist h5 = h4 + PBel. Aus dem h. also ist x2 = x3 = 7. 8 g W kg L.Abl mL.tr r0 28 ⋅ 0.5 °C und eine relative Feuchte von 95 % aufweist: a) bei Befeuchtung durch Wassereindüsung.x-Diagramm erhält man für die Temperatur: ϑ5 = 27.x-Diagramm erhält man für die Temperatur: ϑ2 = 13. wenn die Frischluft eine Temperatur von . dass die vom Ventilatormotor aufgenommene Energie vollständig in die Zuluft eingetragen wird.0 g s m 2 = 49 kJ kg .tr 2.5 Klimaanlage (zu Kap. also ist x5 = x4 = 8.0 g L. Die Wasserbeladung ändert sich dabei nicht.

dass durch die nachfolgende Wassereindüsung gerade die für die Zuluft geforderte spezifische Wasserbeladung erreicht wird. Aus dem h.x-Diagramm erhält man aus der Bedingung ϕ 2T = 100 % PVa = ( h1Va − h1 ) mF. 5 g kg . und seine Enthalpie h1Va = h2T = 30 kJ kg .364 Anhang: Übungsaufgaben Beimischung von Abluft in einem solchen Verhältnis. Für den Taupunkt 2T gilt: x2T = x2 = 7. Der Vorwärmzustand 1Va ist gekennzeichnet durch seine Wasserbeladung x1Va = x1 = 2. 5 g kg .x-Diagramm erhält man für die spezifische Enthalpie: h1 = 1 kJ kg und für die Wasserbeladung: x1 = 2. a) bei Befeuchtung durch Wassereindüsung: Der Frischluft-Massenstrom mF. 8 g kg . 1 °C . Der Heizleistungsbedarf ist für die Vorwärmung: h. bis die Taupunktenthalpie der Zuluft erreicht ist • isenthalpe Befeuchtung • Nachwärmung auf den Zustand 2. 3 °C und für die relative Feuchte: ϕ1Va = 14 % . Aus dem h. .a = ( 30 − 1) J g ⋅ 2 g s m 2 = 58 W m 2 und für die Nachwärmung: PNa = ( h2 − h2T ) mzu = ( 33 − 30 ) J g ⋅ 2 g s m 2 = 6 W m 2 insgesamt also Pa = PVa + PNa = 64 W m 2 .x-Diagramm erhält man für die Temperatur: ϑ1Va = 23.a = mzu = 2 g s m 2 durchläuft nacheinander folgende Zustandsänderungen: • Vorwärmung. Aus dem für die spezifische Enthalpie: h2T = 30 kJ kg und für die Temperatur: ϑ2T = 10.

Genügen die Verhältnisse im Falle der Abluftbeimischung den lufthygienischen Erfordernissen? Hierzu ist die Frischluftrate je Person zu ermitteln: 0. Aus der Energieerhaltung bei der Mischung folgt: hM mzu = h1Vb mF.5 Klimaanlage (zu Kap. 91 g s m 2 = 5 W m 2 und für die Nachwärmung: PNb = PNa = 6 W m 2 .b = = h5 − hM mzu h5 − h1Vb 49 − 30 ⋅ 2 g s m 2 = 0. 3) 365 b) bei Befeuchtung durch Abluftbeimischung: Der Vorwärmzustand 1Vb ist gekennzeichnet durch seine Wasserbeladung x1Vb = x1 = 2. in dem nicht geraucht wird. Aus dem h.x-Diagramm erhält man für die spezifische Enthalpie: h1Vb = 6 kJ kg . 8. Daraus erhält man für den Frischluft-Massenstrom: mF. 91 g s m 2 ⋅ 0.1 Pers m 2 Für einen Büroraum. . insgesamt also Pa = PVa + PNa = 64 W m 2 .b + h5 ( mzu − mF. 91 g s m 2 49 − 6 Der Heizleistungsbedarf ist jetzt für die Vorwärmung: PVb = ( h1Vb − h1 ) mF. 5 g kg . Für den Mischungspunkt M gilt die Bedingung: hM = h2T = 30 kJ kg . und seine Temperatur ϑ1Vb = 0 °C . 857 l g = 7. 8 l s Pers 0.b = ( 6 − 1) J g ⋅ 0. gilt nach (Rietschel 1994) eine Frischluftrate von mindestens 7 l/s/Pers als akzeptabel.b ) .

• Für die vorgesehene Leuchte sind in der nachstehenden Tabelle die vom Hersteller angegebenen Beleuchtungswirkungsgrade aufgeführt. Raum Leuchte Lampe Φ La η Le = Φ Le Φ La Φ Le ηR = ΦN Φ Le ΦN ηB = ΦN = η Le ⋅η R Φ La Schema der Wirkungsgradmethode Gegeben seien folgende Anforderungen und Spezifikationen: • Auf den 80 cm hohen Schreibtischen soll an allen Stellen des Raumes eine Beleuchtungsstärke von 750 lx gewährleistet sein. Die Wirkungsgradmethode ist ein viel verwendetes Näherungsverfahren. • Die Reflexionsgrade der Raumumschließungsflächen betragen für die Decke 80 % sowie für Wände und Fußboden jeweils 30 %. 4) Für einen 7 m langen. .366 Anhang: Übungsaufgaben 6 Berechnung einer Beleuchtungsanlage (zu Kap. 6 m breiten und 3 m hohen Büroraum ist nach der „Wirkungsgradmethode“ die Beleuchtungsanlage auszulegen. Das Schema dieser Methode ist nachfolgend abgebildet. um den in einem Raum erforderlichen Lichtstrom auf einfache Weise zu ermitteln.

00 1.58 50 % 30 % 10 % 80 % 30 % 30 % 10 % 70 % 50 % 20 % 50 % 50 % 30 % 30 % 30 % 0% 0% 0% Beleuchtungswirkungsgrad ηB = 0.56 0.45 0.00 4.46 0.43 0.39 0.61 0.45 0.80 1.52 0.42 0.58 0.58 0.59 0.58 0.59 0.38 0.55 0.35 0.25 1.49 0.55 0.6 Berechnung einer Beleuchtungsanlage (zu Kap.50 3.28 0.50 0.32 0.49 0.46 0.58 0.32 0.56 0.49 0.39 0. Berechnen Sie den „Raumindex“ k! In den Raumindex gehen die geometrischen Verhältnisse des Raumes ein.49 0.59 0.25 0. Beleuchtungswirkungsgrade einer Deckenanbau-Spiegelrasterleuchte Reflexionsgrad k = Decke: Wände: Boden: k= 0.57 0.00 2.46 0.60 0.32 0.41 0.59 0.55 0.64 0.49 0.35 0. einschließlich konventionellem Vorschaltgerät ergibt sich eine Leistungsaufnahme von 46 W.57 0. da diese zusammen mit den Reflexionsgraden der Raumumschließungsflächen bestimmend sind für den Beleuchtungswirkungsgrad: .50 2.55 0.59 0.63 0.29 0. 4) 367 • Jede Leuchte ist für die Bestückung mit je einer 36-W-Leuchtstofflampe (Nennlichtstrom 3350 lm) vorgesehen.57 0.33 0.59 0.43 0.51 1.61 0.31 0.48 0.57 0.00 0.54 0.52 0.00 5.49 0.56 0.53 0.41 0.56 0. Wie groß ist der erforderliche „Nutzlichtstrom“? Der Nutzlichtstrom ergibt sich daraus dass auf der gesamten Grundfläche des Raumes die geforderte Beleuchtungsstärke herrschen soll: Φ N = E ⋅ AN = 750 lx ⋅ 7 m ⋅ 6 m = 31500 lm .51 0.64 0.48 0.55 0.59 0.51 0.51 0.51 0.55 0.42 0.36 0.46 0.58 0.39 0.54 0.64 0.28 0. 2.

Welcher Anteil des Nutzlichtstroms kommt direkt aus den Leuchten? Der Direktanteil lässt sich mit Hilfe des Beleuchtungswirkungsgrades unter der Annahme ermitteln. 5. 49 abzulesen. h ⋅ ( a + b) ( 3. Ermitteln Sie den zu erwartenden Beleuchtungswirkungsgrad! Für einen Wert von k = 1.1 . dass die Spiegelraster der Leuchte den Lichtstrom gezielt senkrecht nach unten richten. 4. 47 . Welcher Lichtstrom muss insgesamt installiert werden und welche Anschlussleistung ist für die Beleuchtung des Raumes erforderlich? Mit dem Beleuchtungswirkungsgrad errechnet sich ein von den Lampen abzugebender Gesamtlichtstrom von Φ La = ηB ( 80 / 30 / 30 ) ΦN = 31500 lm = 64290 lm . 3350 lm Für die tatsächlich zu wählende Anzahl an Leuchten sind zwei Gesichtspunkte wichtig: • Zum Ausgleich der Lichtstromminderung infolge Lampenalterung und Staubablagerung ist ein Aufschlag bis zu 25 % üblich • Regelmäßige und gleichmäßige Verteilung der Leuchten im Raum Im vorliegenden Fall wären drei Reihen zu je 7 Leuchten sinnvoll. 3. Φ N.49 Die rechnerische Anzahl von Leuchten ergibt sich somit zu 64290 lm = 19. 8 ) m ⋅ ( 7 + 6 ) m a und b sind die Länge und Breite des Raumes. h bezeichnet den Abstand zwischen der Nutzebene (Schreibtischfläche und der Austrittsebene des Lichtstroms aus den Leuchten. 0. 0 − 0.gesamt ηB ( 80 / 30 / 30 ) 0. 49 Der hohe Anteil rührt daher. . 43 = = = 88 % .direkt ηB ( 0 / 0 / 0 ) 0.368 Anhang: Übungsaufgaben k= a⋅b 7 m ⋅6 m = = 1. dass an den Raumumschließungsflächen keine Reflexion stattfinden würde: Φ N.50 ist aus der Tabelle unter Berücksichtigung der angesetzten Reflexionsgrade ein Beleuchtungswirkungsgrad von ηB ( 80 / 30 / 30 ) = 0.

5) Für eine Radial-Kreiselpumpe seien gegeben: • die Förderkennlinie (erste Abbildung) und • die mechanische Wellenleistung (zweite Abbildung) jeweils in Abhängigkeit vom geförderten Volumenstrom (Wasser) für 100 % und 80 % der Nenndrehzahl.(5.(5. 1. Für das angeschlossene Rohrnetz seien folgende Daten gegeben: • Rohrdurchmesser innen: 150 mm. 4) 369 Das ergibt eine Anschlussleistung für die Beleuchtungsanlage von 21 ⋅ 46 W = 966 W .6 Berechnung einer Beleuchtungsanlage (zu Kap.02. 23 W/m².12) allein durch den Strömungswiderstand des Rohrnetzes bedingt: Δpdiss = λρ ⋅ 8 l ⋅ ⋅V2 π 2 D5 Bei hydraulischen Berechnungen verwendet man statt der Druckerhöhung Δp oft die Förderhöhe H. • Hydraulischer Widerstandskoeffizient (Rohrreibungszahl): λ = 0. Die Druckerhöhung ist nach Gl. • Äquivalente Rohrlänge: 179 m.14) erhält man den Zusammenhang: Hdiss = 8⋅λ ⋅l ⋅V2 5 π ⋅ g⋅D 2 Die Rohrnetzkennlinie hängt also quadratisch vom geförderten Volumenstrom ab. Bezogen auf die Grundfläche des Raumes ergibt sich damit eine innere Wärmelast von rd. 7 Betriebsverhalten einer Pumpe (zu Kap. Unter Verwendung von Gl. Zur Ermittlung des Betriebspunktes zeichnet man die Parabel der Rohrnetzkennlinie Hdiss V in das Diagramm der Förder- ( ) . Ermittlung der Rohrnetzkennlinie und des Betriebspunktes bei Nenndrehzahl: Im vorliegenden Fall ist für die Förderaufgabe weder eine geodätische noch eine statische oder dynamische Druckerhöhung aufzubringen.

5 1 0. Ermittlung der hydraulischen Förderleistung der Pumpe: Mit Hilfe von Gl.81 m s2 ⋅ ( 0.81 m s2 ⋅ 103 kg m 3 ⋅ 100 m 3 = 817.370 Anhang: Übungsaufgaben Förderkennlinien der Pumpe ein.15): Phy = Δp ⋅ V = Hg ρ V .0 m ( WS ) 4 26-111-B-06 26-111-B-06 3.5 Pumpenkennlinie Drehzahl 80 % 2 1.5 Pumpenkennlinie Drehzahl 100 % Rohrnetzkennlinie 3 Förderhöhe in m WS 2. lässt sich aus der Pumpenkennlinie die hydraulische Förderleistung in Abhängigkeit vom Volumenstrom darstellen (s.5 W 3600 s .(5. nächste Abbildung). Für den Betriebspunkt mit V = 100 m 3 h (also bei Nenndrehzahl) ergibt sich: Phy = 3.0 m ⋅ 9.02 ⋅ 179 m π2 ⋅ 9.15 m ) 5 ⎛ 100 m 3 ⎞ ⋅⎜ ⎟ ⎝ 3600 s ⎠ 2 = 3.5 0 0 20 40 60 80 100 3 120 140 160 Volumenstrom in m /h Pumpen. er liegt bei einem Volumenstrom von V = 100 m 3 h und einer Förderhöhe von: ( ) Hdiss = 8 ⋅ 0. Der sich einstellende Betriebspunkt ergibt sich als Schnittpunkt mit der Förderkennlinie der Pumpe.und Rohrnetzkennlinien 2. HPu V . bei Nenndrehzahl.

Zeichnen Sie den Pumpenwirkungsgrad in Abhängigkeit vom Volumenstrom.7 Betriebsverhalten einer Pumpe (zu Kap. Damit beträgt der Pumpenwirkungsgrad : ηPu = 817. Bei welchem Volumenstrom erreicht er sein Maximum und wie hoch ist dieses? Der Pumpenwirkungsgrad ist das Verhältnis von hydraulischer Förderleistung zu mechanischer Wellenleistung: ηPu = Phy Pme Für den Betriebspunkt kann man eine mechanische Wellenleistung von Pme = 1022 W ablesen. 5) 371 1300 26-112-C-06 26-112-C-06 1200 1100 1000 900 Drehzahl: 100 % Leistung in W 800 700 600 500 400 300 200 100 0 0 20 40 60 Mechanische Wellenleistung 80 % Hydraulische Förderleistung 80 3 100 120 140 160 Volumenstrom in m /h Mechanische Wellenleistung und hydraulische Förderleistung 3. Daraus ersieht man. .1 % erreicht. dass bei einem Volumenstrom von 86 m³/h der Pumpenwirkungsgrad sein Maximum von 83.5 W = 80 % 1022 W Entsprechend lässt sich der Wirkungsgrad für andere Werte des Volumenstroms ermitteln und somit im folgenden Diagramm eintragen.

92 m ⋅ 9. 92 m ( WS ) 3600 s ⎠ ⎝ 3 2 Das entspricht einer hydraulischen Leistung von 80 m 3 Phy = 1. Wie groß ist dann die mechanische Wellenleistung der Pumpe a) bei zusätzlicher hydraulischer Drosselung.81 m s ⋅ 10 kg m ⋅ = 418 W .15 m ) 2 3 5 ⎛ 80 m 3 ⎞ ⋅⎜ ⎟ = 1. 02 ⋅ 179 m π2 ⋅ 9. c) bei entsprechender Reduzierung der Drehzahl? Bei einem reduzierten Volumenstrom von 80 m³/h ist für das Rohrnetz folgende Förderhöhe erforderlich: Hdiss = 8 ⋅ 0.81 m s2 ⋅ ( 0. Der geförderte Volumenstrom soll nun um 20 % reduziert werden. b) bei Schaffung eines entsprechenden hydraulischen Bypasses.372 Anhang: Übungsaufgaben 90% Drehzahl: 80 % 70% 100 % 26-113-A-06 80% 60% Wirkungsgrad in % 50% 40% 30% 20% 10% 0% 0 50 100 Volumenstrom in m3/h 150 200 Wirkungsgrad einer Kreiselpumpe 4. 3600 s .

27): ηPu = 1 − (1 − 0.5 m³/h gefördert werden.5 ! 80 = 45.92 m WS aufbringen.(5. Dort wird also eine hydraulische Leistung von Phy = 1.5 m³/h wird durch den Bypass geleitet.799 ) ⋅ 0.81 m s ⋅ 10 kg m ⋅ = 237 WS 3600 s 2 3 3 dissipiert. Für die mechanische Wellenleistung ergibt sich: Pme = Phy ηPu = 418 W = 526 W . c. Dabei muss jedoch gemäß der Pumpenkennlinie bei Nenndrehzahl ein Volumenstrom von insgesamt 125. 5) 373 a. 5 m 3 Phy = 1.795 . 80 m 3 = 326 W 3600 s Für die mechanische Wellenleistung ist für diesen Fall aus dem entsprechenden Diagramm ein Wert von 902 W abzulesen.42 m WS. Bei zusätzlicher hydraulischer Drosselung wird die Pumpe von dem reduzierten Volumenstrom durchflossen. Die Differenz von 125. Die Differenz 3.92 m ⋅ 9.81 m s2 ⋅ 103 kg m 3 ⋅ dissipiert.5 Prozentpunkte.92 m WS = 1.5 % Die Verschlechterung beträgt also 0.42 m WS ! 1. Gemäß der Pumpenkennlinie bei Nenndrehzahl erzeugt die Pumpe dann eine Druckerhöhung entsprechend einer Förderhöhe von 3.1 = 79. 0. Beim hydraulischen Bypass muss die Pumpe nur die dem Druckabfall im Rohrnetz entsprechende Förderhöhe von 1. Für die mechanische Wellenleistung ist für diesen Fall aus dem entsprechenden Diagramm ein Wert von 1183 W abzulesen.50 m WS muss in einem zusätzlichen Strömungswiderstand abgebaut werden. Bei Drehzahlreduzierung ist die Drehzahl der Pumpe angenähert proportional zum Volumenstrom zu reduzieren. b. Dort wird eine hydraulische Leistung von 45. 50 m ⋅ 9. 8−0. Für den geänderten Pumpenwirkungsgrad erhält man aus Gl. Es gilt also die Pumpenkennlinie für 80 % der Nenndrehzahl.7 Betriebsverhalten einer Pumpe (zu Kap.

98 5.32 1. Drehzahl 418 0 418 526 5.06 .54 .26 40 14. Unter welchen Voraussetzungen ist die Anschaffung eines Frequenzumrichters zur Drehzahlreduzierung wirtschaftlich? Die Bypass-Methode scheidet wegen des hohen Energieaufwandes aus den weiteren Überlegungen aus. Die nachfolgende Abbildung zeigt hierzu die elektrische Leistungsaufnahme für die beiden Konzepte. abhängig vom geförderten Volumenstrom.11.17 .17 12.374 Anhang: Übungsaufgaben Zusammenstellung der Ergebnisse: Methode der Reduzierung: Phy [W] Rohrnetz zusätzlich Gesamt Pme [W] Drossel 418 326 744 902 Bypass 418 237 655 1183 Red. Durch Multiplikation der elektrischen Leistung mit dem Arbeitspreis (hier angenommen: 15 ct/kWh) ergeben sich folgende stündliche Betriebskosten k: Volumenstrom: Drosselregelung Drehzahlregelung Differenz Δk m³/h ct/h ct/h ct/h 20 12.10.6.02 2.51 .11. Innerhalb der gesamten Betriebszeit der Pumpe seien auch Zeiten mit reduziertem Volumenstrom enthalten.51 60 15.59 22.07 100 20.13 1.81 80 18. Im Auslegungspunkt gibt es keinen Unterschied in der mechanischen Pumpenleistung.10 . Die Pumpe wird von einem Drehstrom-Asynchronmotor mit 1. Bereits ab wenigen Prozent Reduzierung des Volumenstroms wird die elektrische Leistungsaufnahme beim Umrichterkonzept geringer als beim Drosselkonzept. Zu vergleichen sind also die Drosselung und die Drehzahlreduzierung mit Hilfe eines Frequenzumrichters. Somit ist die Drehzahlregelung wegen der zusätzlich anfallenden Umrichterverluste etwas ungünstiger.1 kW Nennleistung angetrieben.

Arbeitspreis: 15 Ct/kWh 2. Anschaffungskosten des Umrichters: 500 € . 5) 1500 375 26526-A-07 26526-A-07 Elektrische Leistungsaufnahme: Umrichter Motor Regelung durch Drosselung 1000 Leistung in W Mechanische Leistung 500 Hydraulische Leistung Regelung durch Drehzahlstellung 0 0 20 40 60 80 100 Volumenstrom in m³/h Leistungen bei Variation des Förderstroms einer Kreiselpumpe Es sei nun angenommen. dass die Pumpe während eines variablen Teils τred ihrer gesamten jährlichen Betriebszeit (TB = 2000 h/a) einen reduzierten Volumenstrom fördern soll. und während der restlichen Betriebszeit den vollen Volumenstrom von 100 m³/h = 100 %. Dann errechnet sich die statische Amortisationszeit des Umrichters: TAm = ⎡ −Δkredτ red ⎣ K Umr − Δk100 (1 − τ red ) ⎤ TB ⎦ Es seien noch folgende Annahmen getroffen: 1.7 Betriebsverhalten einer Pumpe (zu Kap.

0136 (Normierter Sekundärwiderstand) σ = 0.0215 (Normierter Primärwiderstand) ρ2 = 0. 10 9 8 7 Amortisation in Jahren 6 5 4 3 2 1 0 20% 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % 26519-A-06 26519-A-06 Betriebszeitanteil mit reduziertem Volumenstrom 40 % 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Reduzierter Volumenstrom Statische Amortisation eines Frequenzumrichters beim Antrieb einer Kreiselpumpe 8 Analyse eines Drehstrom-Asynchronmotors (zu Kap.Drehstrom-Asynchronmaschine in Δ-Schaltung wird an einem Netz mit einer Dreieck-Spannung von 380 V und einer Frequenz von 50 Hz betrieben.29 (Normierter Querwiderstand für Eisenverluste) ρ1 = 0. 5) Eine vierpolige 11 kW . • • • • Gegeben sind die folgenden Maschinenparameter: ρFe = 17.376 Anhang: Übungsaufgaben Die nächste Abbildung zeigt die Ergebnisse der statischen Amortisationszeiten in Abhängigkeit vom • Reduktionsgrad des Volumenstroms gegenüber dem Auslegungswert • Zeitanteil des Betriebs mit reduziertem Volumenstrom (in der restlichen Betriebszeit wird die Pumpe im Auslegungspunkt betrieben).0764 (Gesamt-Streugrad) .

Ströme werden normalerweise immer als Leiterströme angegeben! I L2 1 IL3 Es gilt also für Impedanzen: Z= 2 und für (Schein-)Leistungen: S = 3 U Δ IS = 3 U Δ IL = 3 U Δ Y IS 2 UΔ 3 UΔ = . 5) 377 Zur weiteren Untersuchung sollen vorab folgende Zusammenhänge hergestellt werden: Strang.8 Analyse eines Drehstrom-Asynchronmotors (zu Kap. IS IL I S3 IS1 .und Leiterströme bei Δ-Schaltung: Knotengleichung z.B. für Leiter L1: I L1 = − I S1 + I S3 L3 IL3 I S3 IS 2 S2 S3 S1 I L2 IL 1 L2 IL IS1 Zugehöriges Zeigerdiagramm (bei Phasensymmetrie): L1 Zusammenhang zwischen Leiterstrom und Phasenstrom: IL = 3 ⋅ IS .

23) zum Parallel-ESB: 1 0 GFe 1' 0' G(0) B(0) Impedanz: Admittanz: Z( 0 ) = R( 0 ) + j X ( 0 ) Y( 0 ) = Z ( 0 ) = G( 0 ) + j B( 0 ) Klemmen 0-0' −1 Wirkleitwert: G( 0 ) = B( 0 ) = R( 0 ) Z(20 ) Klemmen 1-1' G(1) = G( 0 ) + GFe Blindleitwert: − X (0) Z(20 ) B(1) = B( 0 ) 1. Abb. 5.378 Anhang: Übungsaufgaben Übergang vom Trafo-ESB (s.1 die Leerlaufreaktanz X1 Die Klemmen-Admittanz erhält man unmittelbar aus Strom und Spannung: sowie eine Y(1) = I 3 ⋅U Der Zusammenhang mit der Leerlaufreaktanz lässt sich so herstellen: Y(1) = G(2 ) + B(2 ) = 1 1 ( G( 0 ) + GFe ) 2 + B(20 ) . Berechnen Sie 1. Analyse des Leerlaufpunktes (sL . 0): Es wird ein Leerlaufstrom (Leiterstrom!) von 9.17 A Wirkleistungsaufnahme von 577 W gemessen.

R1 R1 = ρ1 X1 = 0.Fe = 3 U GFe 2 3 ⋅ ( 380 V ) 3U 2 = = = 348 W .8 Analyse eines Drehstrom-Asynchronmotors (zu Kap.mech 72. 0 Ω = 1.0215 + 17. ρ Fe X1 17.0215 ⋅ 72. 0 Ω 9.Fe − PV. Aufgelöst nach X1 ergibt sich: 2 3 ⋅U −1 1 + ( ρ1 + ρ Fe ) I 2 3 ⋅ 380 V = ⋅ 1 + ( 0.Cu1 = 129 W = ( 577 − 348 − 129 ) W = 100 W 2. .3 die Verlustleistungen: Im Eisen: PV. 29 −1 ) = 72.0 Ω 2 Stromwärmeverluste im Ständer: Damit erhält man für die mechanischen Verluste: PV.2 den OHMschen Widerstand der Ständerwicklung. 1. 5) 379 mit B( 0 ) = G( 0 ) = − X (0) R 2 (0) +X 2 (0) = (ρ − X1 2 1 + 1) X 2 1 ≈ − X1−1 . 29 ⋅ 72.6 min-1. 0 Ω = Pzu − PV. (ρ ρ1 X1 2 1 + 1) X −1 2 1 ≈ ρ1 X1−1 .0215 PV. GFe = ( ρ Fe X1 ) .17 A X1 ≈ 1. Analyse des Nennbetriebspunktes: Die Nenndrehzahl beträgt nN = 1452. 55 Ω .Cu1 = 3 U 2G( 0 ) ≈ = 3 U 2 ρ1 X1 2 3 ⋅ ( 380 V ) ⋅ 0.

und Blindwiderstand zwischen den Klemmen 0-0´ sowie die entsprechenden Leitwerte R( 0) ⎛ ⎞ ρ2 ⎜ 1−σ )⎟ ( sN ⎜ ⎟ = ⎜ ρ1 + 2 ⎟ X1 ⎛ ρ2 ⎞ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟ +1 ⎟ ⎜ sN ⎠ ⎝ ⎝ ⎠ ⎛ ⎞ 0.6 min −1 ⋅ 2 = 0.0316 ⎠ = ⋅ 72.0215 + 2 ⎜ ⎟ ⎛ 0.0136 ⎜ (1 − 0.0764 ⎝ sN ⎠ ⎝ 0.0764 ) ⎟ 0.0316 ⎠ ⎝ sN ⎠ 2 X (0) = 15.0 Ω X1 = 2 2 ⎛ ρ2 ⎞ ⎛ 0.2 nN 1452. 41 mS . 0316 p=1− f1 60 s ⋅ min −1 ⋅ 50 Hz den Wirk.89 Ω G( 0 ) = B( 0 ) = R( 0 ) R 2 (0) +X 2 (0) = ( 25. 69 ( 25.0136 ⎞ +σ ⎜ ⎟ ⎜ ⎟ + 0.0136 ⎞ ⎜ +1 ⎟ ⎜ 0.0316 ⎟ ⎜ ⎟ ⎝ ⎠ ⎝ ⎠ = 25. 692 + 15. 89 Ω 25.0 Ω = ⎜ 0.0316 ⎟ ⋅ 72.69 Ω 2 ⎛ ρ2 ⎞ ⎛ 0. 69 Ω 2 + 15.16 mS − X (0) R 2 (0) +X 2 (0) = −15.0136 ⎞ ⎜ ⎟ +1 ⎜ ⎟ +1 ⎝ 0.1 den Nennschlupf sN sN = 1 − 2.380 Anhang: Übungsaufgaben Berechnen Sie 2. 892 Ω ) = −17. 892 Ω ) = 28.

41 mS ) ⎤ ⎣ ⎦ = 735 W Die Eisen.8 Analyse eines Drehstrom-Asynchronmotors (zu Kap. 29 ⋅ 72.6 die Aufteilung der Verlustleistung Die gesamte Verlustleistung beträgt PV.ges = Pzu − Pab = 12545 W − 11000 W = 1545 W . Dieser Strom ist ein Strangstrom im ESB und lässt sich durch die Phasenspannung ausdrücken: I1 = U G(20 ) + B(20) . 80 ) mS = 28.96 mS 2.16 mS ) + ( −17. 02896 S = 12545 W 2 2.16 + 0.5 die elektrisch zugeführte Wirkleistung Pzu = 3 U 2G(1) = 3 ⋅ ( 380 V ) ⋅ 0.( 0 ) .Cu1 = 3 R1 IS. 55 Ω ⋅ ⎡( 28.und Blindleitwerte zwischen den Klemmen 1-1´ GFe = ( ρ Fe X 1 ) −1 = (17. 017412 S = 22. 41 mS G(1) = G( 0 ) + GQu = ( 28.und die mechanischen Verluste werden als konstant . Die Stromwärmeverluste im Ständer lassen sich folgendermaßen berechnen: 2 PV.4 den Nennstrom (als Leiterstrom!) I = 3 UY(1) = 3 U G(2 ) + B(2 ) 1 1 = 3 ⋅ 380 V ⋅ 0.Cu1 = 3U 2 R1 G(20 ) + B(20 ) ( ) 2 2 2 = 3 ⋅ ( 380 V ) ⋅ 1.3 die Wirk. 0 Ω ) −1 = 0. Für den Nennpunkt erhält man so: PV. 028962 + 0. 803 mS B(1) = B( 0 ) = −17. 5) 381 2. 24 A 2.

1714 0.962 + 17.N 2πnN = 11000 W s ⋅ 60 = 72..1780 σ 0. 6 min min 3.0136 = = 0.382 Anhang: Übungsaufgaben angesetzt43.7 Wirkungsgrad ηN und Leistungsfaktor cos nN ηN = Pab. Analyse des Kipp-Punktes: Berechnen Sie 3.0136 1.N Pzu.N = 11000 W = 87.mech .mech ) = (1545 − 348 − 735 − 100 ) W = 362 W 2.96 mS 28.00046 ⋅ = 0. 412 mS = 0.7 % 12545 W cos ϕ N = 2.1 den Kippschlupf sK 2 ρ2 1 + ρ1 σ 1 + ( ρ1 σ )2 sK = = 0.Fe + PV. 31 Nm −1 2π ⋅ 1452.8 G(1) G(2 ) + B(2 ) 1 1 = 28. 079 Näherung: sK ≈ ρ 2 0.ges − ( PV..0764 1. Damit ergibt sich für die Stromwärme-Verlustleistung im Läufer: PV.Cu1 + PV. 857 das an der Antriebswelle verfügbare Drehmoment MN MN = Pab. die Diskrepanz bei unserer Berechnung beträgt aber im Nennpunkt weniger als 6 W und vergrößert die Stromwärmeverluste im Läufer um den entsprechenden Betrag . 0764 43 Die mechanischen Verluste hängen in Wirklichkeit von der Drehzahl ab: PV.Cu2 = PV.n1 . 2 .

einschließlich des Anteils zur Überwindung der Reibungs. .52&53) erhält man: MK = 3U 2 p 1−σ ⋅ 4 π f1 X1 1 + ρ 2 ⋅ ρ 2 + ρ 1 − σ ( 1 ) σs 1( ) K 3 ⋅ ( 380 V ) ⋅ 2 2 = ⋅ 4 π ⋅ 50 Hz ⋅ 72. Diese liegen unter 1 Nm.1 Ω 0.1714 = 178. 0215 ⋅ (1 − 0.8 Analyse eines Drehstrom-Asynchronmotors (zu Kap.0764 0.1 Ω 1 − 0.7 Nm ⋅ Es handelt sich hier um das innere Moment.0764 + 0.0215 = 180.(5. 0764 4 π ⋅ 50 Hz ⋅ 72. 0764 ⋅ 0.und Lüfterverluste.2 die Drehzahl nK nK = f1 (1 − sK ) p 50 Hz s = ⋅ 60 ⋅ (1 − 0.3 das Kippmoment M K Aus Gln.000462 ⋅ + 0. 0136 1. 0764 ) 0.1714 ) = 1243 min −1 2 min 3. 2 Nm Näherung hierfür: MK ≈ = 3U 2 p 1 − σ ⋅ 4 π f1 X1 σ + ρ1 3 ⋅ ( 380 V ) ⋅ 2 2 1 − 0. 5) 383 3.

384 Anhang: Übungsaufgaben 3.K Pab. 0215 + 0.7 Nm − 100 W 60 s min = 23. 0136 ) 2 = 68.0764 = ⋅ 72. 0215 ⋅ 0.4 die abgegebene mechanische Leistung Pab. 0 Ω 1 + 0.0136 ⋅ (1 − 0. 01362 ⎠ ⎝ = 2. 0764 − 0.0215 + 0.01362 + 0.01362 .1 das (innere) Drehmoment MS (Anlaufmoment) Mit Gl.5 Nm 4. 0764 ) ( 0.51) ergibt sich ρ 2 (1 − σ ) 3U 2 p ⋅ MS = 2π f1 X1 (σ − ρ1 ρ 2 )2 + ( ρ1 + ρ2 )2 = ⋅ 3 ⋅ ( 380 V ) ⋅ 2 2 2π ⋅ 50 Hz ⋅ 72.1 Ω 0.0 Ω = 5.mech 1243 min −1 ⋅ 180.2 den Anlaufstrom IS Hierzu muss erst der Leitwert berechnet werden: ⎛ 1−σ ⎞ R( 0 ) ( sS ) = ℜ ( Z 0 ) = ⎜ ρ1 + ρ 2 X1 2 ⎟ 1 + ρ2 ⎠ ⎝ 1 − 0.K = 2πnK MK − PV.10 kW = 2π ⋅ 4. 0136 ⋅ ⎟ ⋅ 72. Analyse des Stillstandspunktes (sS = 1): Berechnen Sie 4. 513 Ω 1 + 0.0764 ⎞ ⎛ = ⎜ 0.(5. 0136 ) 2 + ( 0. 452 Ω X ( 0) ( sS ) = ℑ ( Z 0 ) = 2 ρ2 + σ X1 2 1 + ρ2 0.

452 Ω ( 2.548 Ω X ( 0 ) ( sI ) = σ X1 = 0. 068152 + 0. 5) 385 G( 0 ) = R( 0 ) R 2 (0) +X 2 (0) = 2. 0 Ω = 5. 452 Ω ) 2 + ( 5. 452 Ω ) 2 + ( 5. 40 mS . 501 Ω G( 0 ) = = R( 0 ) R(20 ) + X (20 ) 1. 06815 S = 29.S Pzu.513 Ω ( 2. 513 Ω ) 2 = −151. 548 Ω (1.501 Ω ) 2 = 47.35 + 0.0764 ⋅ 72.548 Ω ) 2 + ( 5.0 Ω = 1.151432 S = 109. 35 mS B( 0 ) = − X (0) R 2 (0) +X 2 (0) = −5.S = 3 U 2G(1) = 3 ⋅ ( 380 V ) ⋅ 0. sie entspricht etwa dem 20-fachen der gesamten Verlustleistung im Nennpunkt! 5.15 mS B(1) = B( 0 ) = −151. 43 mS IS = 3 UY(1) = 3 U G(2 ) + B(2 ) 1 1 = 3 ⋅ 380 V ⋅ 0. 53 kW 2 Diese Leistung wird gänzlich in Wärme umgesetzt. 80 ) mS = 68.3 die aufgenommene Wirkleistung Pzu. Analyse des Ideellen Kurzschlusspunktes (sI = 4): Berechnen Sie die Leitwerte! R( 0 ) ( sI ) = ρ1 X1 = 0. 0215 ⋅ 72.8 Analyse eines Drehstrom-Asynchronmotors (zu Kap.3 A Dies entspricht etwa dem fünffachen Nennstrom! 4. 513 Ω ) 2 = 67. 43 mS G(1) = G( 0 ) + GFe = ( 67.

251 S 4.079 !1 N 2.386 Anhang: Übungsaufgaben B( 0 ) = = − X (0) R(20 ) + X (20 ) −5. 40 + 0.548 Ω ) 2 + ( 5.254 K 6.085 ! 5.907 ! 10. 20 mS B(1) = B( 0 ) = −168. 80 ) mS = 48.903 I 3.501 Ω (1. 45 mS 6. Es errechnen sich folgende Werte: Punkt: g= b= 7 26-130-C-07 26-130-C-07 L 0. 45 mS G(1) = G( 0 ) + GFe = ( 47. b = B(1) X1 .501 Ω ) 2 = −168.471 ! 12. Tragen Sie im normierten Admittanzdiagramm die berechneten Punkte ein und konstruieren Sie daraus den OSSANNA-Kreis! Im nachfolgenden Admittanzdiagramm sind alle Größen auf den Kehrwert von X1 normiert: g = G(1) X1 .085 ! 1.129 K 6 5 Nornierter Wirkleitwert S 4 • I 3 N 2 “ nie gsli tun Leis „ m hmo „Dre ie“ entlin • 1 L 0 -1 -2 -3 -4 -5 -6 M -7 -8 -9 -10 -11 -12 -13 0 Normierter Blindleitwert Admittanzdiagramm .

2 Diskutieren Sie.Cu2.Cu1. daraus erhält man: 2 ⎛ 380 ⎞ sN ≈ 0.N = sN PN ∼ U −2 . ⎝ 400 ⎠ Der exakte Wert gemäß Gl. sN MN Für die Spannungsabhängigkeiten der Momente gilt: MK ∼ U .1 Wie wirkt sich die Spannungsänderung auf den Nennschlupf aus? Aus der KLOSSschen Gleichung für den Nennpunkt.B. Unter Voraussetzung konstanter Leistung gilt für die 2 Stromwärmeverluste im Ständer angenähert PV. Da sich der Kippschlupf mit der Spannung nicht ändert. bedeutet − das: sN ∼ MK1 ∼ U −2 . ≈ sK sN MK + sN sK lässt sich unter der Annahme sK sN sN vereinfachen: sK sK M ≈2 K . S und I) konstruiert werden. sowie näherungsweise: MN = const. 02797 . 5) 387 Der OSSANNA-Kreis mit seinem Mittelpunkt M kann geometrisch aus drei Punkten (z. Die Verlustleistung im Eisen nimmt quadratisch mit der Spannung zu: PV.51) liegt demgegenüber bei sN = 0. 03162 ⋅ ⎜ ⎟ = 0. 02853 .N ∼ IN ∼ U −2 und für die Stromwärmeverluste im Läufer näherungsweise ebenfalls: 2 PV. ob der Motor bei der erhöhten Netzspannung noch die gleiche Nennleistung im Dauerbetrieb abgeben kann.(5. 7. 7.8 Analyse eines Drehstrom-Asynchronmotors (zu Kap. L. Die Netzspannung wird von 380 V auf 400 V umgestellt. 1 − sN Damit ändern sich die Verluste bei 11 kW Nennleistung wie folgt: . MN 2 . 7.Fe ∼ U 2 .

03 V 3. kann die gleiche Nennleistung problemlos abgegeben werden. Querspantfläche mal Widerstandsbeiwert: A * cW = 0.8 l .71 III 5.Ottomotor (4 Ventile pro Zylinder) sind folgende Daten bekannt: • • • • • • Masse des Fahrzeugs einschließlich Fahrer: m = 1278 kg. Für die thermische Belastung sind in erster Linie die Kupferverluste kritisch.388 Anhang: Übungsaufgaben Verluste mechanisch & Lüfter Eisen Stomwärme im Ständer Stromwärme im Läufer Summe U = 380 V 100 W 348 W 735 W 362 W 1545 W U = 400 V 100 W 386 W 663 W 327 W 1476 W Änderung 0W + 38 W ! 72 W ! 35 W ! 69 W Die genaue Berechnung analog zu 2. . Da die Verluste insgesamt ebenfalls kleiner werden. PV. die bei Erhöhung der Netzspannung abnehmen. Massenträgheitsmoment eines Rades: JRad = 0. 9 Energetisches Betriebsverhalten eines PKW (zu Kap.6 ergibt nur geringfügig abweichende Kupferverluste: PV.28 IV 4. Übersetzungsverhältnisse i = nMot/nRad: Gang i I 12. 6) Von einem PKW mit 1.Cu2 = 319 W .93 kg*m2.562 m.68 m2.67 II 7. Massenträgheitsmoment des Motors: JMot = 0.15 kg*m2. Durchmesser der Antriebsräder: dRad = 0.Cu1 = 676 W . Radreibungskoeffizient: fR = 0.90.18 • • Wirkungsgrad des Antriebsstranges: ηÜ = 0.015.

015 ⋅ 1278 kg ⋅ 9. 1. Berechnen Sie für 40. Außerdem geben die Diagramme die Ergebnisse in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit wieder. • (Unterer) Heizwert: hKr = 12. 22 kg m 3 ⋅ 0. 1. also bei vF = 80 km h : FF = FR + FL = (188 + 205 ) N = 393 N .2 die Fahrwiderstandsleistung und die vom Motor abzugebende Leistung Bei vF = 80 km h ist die Fahrwiderstandsleistung 80 ⋅ 103 m PF = FF vF = 393 N ⋅ = 8. 2 Er beträgt bei vF = 80 km h : FL = FL = ⎛ 80 ⋅ 103 m ⎞ 1 ⋅ 1. 68 m 2 ⋅ ⎜ ⎟ = 205 N 3 2 ⎝ 3. 3.22 kg/m3. 80 und 160 km/h Fahrgeschwindigkeit (vorausgesetzt: Konstantfahrt in der Ebene bei Windstille) jeweils 1.6 ⋅ 103 s und die Motorleistung . Der Luftwiderstand ist aufgrund von vW = 0 : 1 2 ρL AQ cW vF . Sämtliche Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.14 kWh/kg. 6) 389 Für den verwendeten Ottokraftstoff (Super unverbleit) sind folgende Daten gegeben: • Dichte: kKr = 0. Die Luftdichte sei kL = 1.75 kg/l.6 ⋅ 10 s ⎠ 2 Der gesamte Fahrwiderstand ergibt sich als Summe seiner wirksamen Bestandteile.81 m s2 ⋅ 1 = 188 N ist in allen Fällen der gleiche.1 die Fahrwiderstandskraft Von den Fahrwiderstandskräften sind zu Null zu setzen: • • die Beschleunigungskraft (wegen der Konstantfahrt) und der Steigungswiderstand (wegen Fahrt in der Ebene) Der Rollwiderstand FR = fR mg cos α S = 0.73 kW . Als Lösungen sind die Berechnungen jeweils für einen Beispielfall angegeben.9 Energetisches Betriebsverhalten eines PKW (zu Kap.

Das Drehmoment MMot = ω Mot PMot = FF vF πdRad FF dRad = ηÜ 2πivF 2iηÜ hängt ab vom Fahrwiderstand und der Übersetzung und ist bei vF = 80 km h im IV.73 kW = 9. Gang: Die Drehzahl nMot = i ⋅ nRad = i ⋅ nMot = 4.109 kWh km 3 3.390 Anhang: Übungsaufgaben PMot = 1. für 80 km/h im III. und im IV.9 vF hängt ab von Fahrgeschwinπ dRad digkeit und Übersetzung und ist bei vF = 80 km h im IV. für 160 km/h im IV. Gang: MMot = 393 N ⋅ 0. Tragen Sie folgende (stationären) Lastpunkte im Motorkennfeld ein: • • • für 40 km/h im II.3 ηÜ PF = 8. 2 ⋅ 4.6 ⋅ 10 s km 2.03 ⋅ 0. 652 m Die Lastmomentkurven über der Drehzahl für die einzelnen Gänge sind ebenso Parabeln wie die Fahrwiderstandskurve über der Geschwindigkeit.70 kW . und im V.. und im V. Gang..90 die spezifische Fahrenergie je km zurückgelegter Strecke Bei vF = 80 km h ist die spezifische Fahrenergie: wF = WF FF s = = FF s s 1h m = 393 N ⋅ ⋅ 103 = 0. 03 ⋅ 80 ⋅ 103 m = 3043 min -1 .562 m = 30 Nm . . Gang. Gang! Berechnen Sie jeweils den spezifischen Kraftstoffverbrauch in kWh/km und l/100 km! Ein Lastpunkt ist durch Drehmoment und Drehzahl des Motors bestimmt. III. 60 min ⋅ π ⋅ 0. IV. 0.

W W 1 10 k η Mot = 3 3% 31 % 32 % 30 % 28 % I V.9 für den spezifischen Kraftstoffverbrauch: wzu = wzu VKr 0. = s ηMotηÜ Hierfür muss also der Motorwirkungsgrad bekannt sein.2007 05. Er lässt sich für jeden Lastpunkt aus dem Motorkennfeld ermitteln. M Ma V. Gang 6500 Min Motordrehzahl in min-1 Max . = = = 6.202 ⋅ 0. Damit ergibt sich: 0.2 % abzulesen.01.109 kWh km = 0. G 20 % 15 % II.14 kWh kg In der folgenden Abbildung des spezifischen Energieverbrauchs in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit sind auch noch die Daten des gleichen Fahrzeugs mit Dieselmotor aufgenommen. 6) 391 Die je Streckeneinheit zuzuführende Energie ist wzu = Wzu wF . und 0.75 kg l ⋅ 12. ng Ga 25 % ang III.2007 W W 0k 40 0 50 kW ent om x.01. 34 % an G g kW kW 30 k kW W 0k 20 Motorkennfeld und Fahrwiderstände eines PKW mit Ottomotor Für vF = 80 km h im IV. 60 kWh km l .60 kWh km . Gang 10 % I. 59 s 100 km ρ Kr hKr 0. 180 170 160 150 140 130 Motormoment in Nm 120 110 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000 4500 5000 5500 6000 80 kW 90 7 70 6 60 kW 26469B07 26469B07 05.9 Energetisches Betriebsverhalten eines PKW (zu Kap. Gang ist aus dem Motorkennfeld ein Motorwirkungsgrad von 20.

392 3 Anhang: Übungsaufgaben 26466-A-05 26466-A-05 Motor: OTTO 1.IV.5 I Spezifischer Energieverbrauch in kWh/km 2 1. 562 m ⋅ 10-3 km m vF. Gang: i 6200 min −1 ⋅ 60 min h ⋅ π ⋅ 0.B. Welche Maximalgeschwindigkeiten können in den einzelnen Gängen gefahren werden? Die Lastmomentkurven enden entweder bei der maximal zulässigen Motordrehzahl von 6200 min-1 (für die Gänge I bis IV).5 nergie Fahre 0 0 20 40 60 80 100 120 140 160 Fahrgeschwindigkeit in km/h 180 200 Spezifischer Energieverbrauch eines PKW bei stationärer Fahrt in den verschiedenen Gängen 3. oder beim maximal möglichen Motormoment.max = 4. für den IV. 03 = 163 km h vF = . Dieses wird im V. Die entsprechenden Maximalgeschwindigkeiten erhält man aus nMot πdRad z.8 l 16V DIESEL 1.7 l Turbo I 2. Gang bei 6000 min-1 erreicht.5 V II II III III IV IV V 1 0.

aus welchem man über Gl. 6) 393 4. IV.4 km/h.B. 90 1278 kg ⋅ (1+0. frot. Aus den Gleichungen für die Beschleunigungsleistung. also z. 22 Nach einer Sekunde maximaler Beschleunigung im IV. bei vF = 80 km h im IV. 4 2 s 1000 m km s = 1. Gang? Das maximal für die Beschleunigung zur Verfügung stehende Motormoment erhält man im Kennfeld aus der Differenz des stationären Widerstandsmomentes im jeweiligen Fahrzustand zum maximal möglichen Motormoment bei der betreffenden Drehzahl. Berechnen Sie den Zuschlag für den rotatorischen Anteil am Beschleunigungswiderstand! Aus Gln. 5.stat = (159 − 23 ) Nm=136 Nm .8&9) erhält man: frot = z. kann man den Beschleunigungswiderstand FB errechnen. Gang: 4 JRad + i2 JMot m ⋅ ( dRad 2 ) 2 . Welche Beschleunigungsreserve gibt es bei 80 km/h im III. m (1 + frot ) vF kürzt sich beim π dRad Einsetzen die Geschwindigkeit gegen die Motordrehzahl heraus. 032 ⋅ 0. für den IV. und im V.max = MMot. 061 .max − MMot.15 kg m 2 1278 kg ⋅ ( 0.9 Energetisches Betriebsverhalten eines PKW (zu Kap. Gang: vF = m (1 + frot ) ⋅dRad 2 Wegen der Beziehung nMot = i ⋅ nRad = i ⋅ vF = 129 Nm ⋅ 4.(6. Gang: ΔMB. und es ergibt sich: ΔMB i ηÜ . oder z.562 m 2 ) 2 = 0. .IV = 4 ⋅ 0. 562 m 2 m 3600 s h km h ⋅ = 4. 03 ⋅ 0.Gang beträgt die Geschwindigkeit also 84. bei vF = 80 km h im IV.9) die Geschwindigkeitszunahme erhält: vF = FB ..(6.B.B.93 kg m 2 + 4.061) ⋅ 0. nämlich PB = ΔMB ⋅ 2πnMot ⋅ ηÜ = FB vF .

7 l Turbo I I II II III III IV IV V V 160 180 200 Fahrgeschwindigkeit in km/h Beschleunigungsreserve eines PKW bei stationärer Fahrt in den verschiedenen Gängen 6.8 l 16V DIESEL 1.(6.6) den Steigungswinkel erhält: . IV.. Welche maximale Straßensteigung kann bei 80 km/h im III. Analog zu Pkt.5 kann man aus den Gleichungen für die Steigungsleistung PS = ΔMS ⋅ 2πnMot ⋅ ηÜ = FS vF den Steigungswiderstand FS errechnen. und V. Gang überwunden werden? Das zusätzlich verfügbare Motormoment kann statt zur Beschleunigung auch zur Überwindung von Steigungen dienen.394 15 14 13 12 11 Beschleunigungsreserve in (km/h)/s 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 0 20 40 60 80 100 120 140 Anhang: Übungsaufgaben 26467-A-05 26467-A-05 Motor: OTTO 1. aus welchem man über Gl.

7 5.0 16.44 188 819 1007 44.275 6 4784 5.6 7.5 17.109 IV II III IV 4.70 0.703 0.125 0.1 3.03 0.77 49.2 5.0 395 .4 6.066 II III 7.2 6.73 9.22 6.527 1.11 8.061 0.182 1.48 12.7 80 22.0 26.078 0.0 4. Fahrenergie kWh/km Gang Übersetzungsverhältnis Rotationszuschlag Motormoment Nm Motordrehzahl min-1 Motorwirkungsgrad % Spezif.5 1.600 5.078 10 14 2911 1994 10. 6) Berechnungsergebnisse zum energetischen Betriebsverhalten eines PKW km/h m/s Radreibungswiderstand N Durchdringungswiderstand N Fahrwiderstand gesamt N Fahrwiderstandsleistung kW Motorleistung kW Spezif.67 0.581 7.3 30.125 0.4 15.11 188 51 239 2.2 10.95 0.75 0.9 Energetisches Betriebsverhalten eines PKW (zu Kap.18 4.499 1.71 5.343 14.60 0.061 19 16 23 30 1522 5822 3987 3043 14.6 160 44.7 8.036 5.38 150 141 163 111 63 64 0.2 0.03 2.061 0.66 2.03 7.55 1.22 188 205 393 8.53 9.59 127 149 159 159 108 133 136 129 1.22 3.0 2. Steigfähigkeit ° I 12.67 1.7 3.39 158 139 148 125 2.03 3.71 5.18 0.2 3.2 20.8 11.0 0.91 14.7 0.84 0.052 39 78 99 2401 6087 4803 23.280 V IV V 3.29 1.79 12.28 0.102 0.5 12.98 11.49 3. Energieverbrauch kWh/km l/100km Max. Motormoment Nm Drehmomentreserve Nm Beschleunigungsreserve m/s² km/h/s Max.06 Fahrgeschwindigkeit 40 11.28 4.794 0.0 9.72 6.052 0.75 163 157 3.2 1.

915 34. m g ⋅ dRad 2 Das ergibt für vF = 80 km h im IV. 562 m 2 = arcsin 0.582 1998 43.784 40.292 44.995 500.464 39.761 42.424 480.396 Anhang: Übungsaufgaben α S = arcsin ΔMS iηÜ .176 42.608 41.513 37.774 41.988 468.802 36.159 37.649 40.292 35.101 36.629 45.562 36.275 39. Gang eine maximal überwindbare Steigung 129 Nm ⋅ 4.020 36.614 39.705 40. 90 1278 kg ⋅ 9.365 42.218 36.859 36.227 39.338 35.423 43.083 44.010 38.668 39.375 40.076 33.512 45.774 37.542 2000 46.096 41.044 43.791 35. α S = arcsin 10 Analyse einer Zeitreihe (zu Kap. welche die Monatswerte des gesamten Stromverbrauchs aus der öffentlichen Versorgung in Deutschland über einen Zeitraum von fünf Jahren beinhaltet: Jahr Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Summe 1996 45.691 34.434 43. 03 ⋅ 0.824 35.564 34.665 1997 46.049 38.314 36.192 38.940 .239 39.388 36.569 37.822 38.706 42.051 1999 43.960 43.228 43.363 36. 7) Es sollen die Eigenschaften einer Zeitreihe untersucht werden.81 m s2 ⋅0.308 44.138 42.246 465.140 477. 6° ohne dass das Fahrzeug langsamer wird.512 43.133 = 7.723 36.

Ihr . den Faktor (M) zu eliminieren. 7) 397 Die Abfolge der 60 Werte dieser Zeitreihe wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. dass einerseits aktuelle Aussagen gewünscht sind. dass z. Der Vergleich mit den Originalwerten zeigt. In der Grafik ist die so bereinigte Zeitreihe eingetragen.10 Analyse einer Zeitreihe (zu Kap. Trendgerade Bei der Analyse einer Zeitreihe kommt es in der Regel darauf an. Aus der grafischen Darstellung sind folgende charakteristische Einflüsse zu erkennen: (M) Monatslänge: die unterschiedliche Anzahl der Tage pro Monat führt zu typischer Zackenbildung. Handelt es sich um eine Gegenwartsanalyse. Das geschieht am einfachsten durch Normierung auf eine Standard-Monatslänge von 30 Tagen. (L) Längerfristige Wachstumstrends: konjunkturelle und strukturelle Einflüsse führen vielfach zu einem überlagerten Wachstumstrend. die für den Februar typische Einsattelung verschwunden ist. Trendlinien Die in der Grafik gestrichelt eingetragene Trendgerade kommt durch lineare Regression aller Einzelwerte über der Zeitachse zustande. außerdem verlagert sich das Jahresminimum vom Juni hin zum Juli und August. andererseits aber nur Daten aus der Vergangenheit für die Analyse zur Verfügung stehen. Der erste Schritt besteht vielfach darin. (S) Saisonale Einflüsse: bedingt durch Außentemperatur und Ferienzeit schwanken die Werte in einem jährlich wiederkehrenden Zyklus. 50 26365-A-04 Monatlicher Stromverbrauch in TWh Originalwerte Bereinigte Werte (30 d/Mt) Trendgerade 40 30 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1996 1997 1998 1999 2000 Originale und bereinigte Daten.B. die Einflüsse der verschiedenen Faktoren zu separieren. so wird die Aufgabe dadurch erschwert.

Jahr) wird der Verlauf immer stärker geglättet.398 Anhang: Übungsaufgaben Anstieg weist für die betrachteten 5 Jahre ein durchschnittliches Wachstum von etwa 1.2000: + 0. Mittelwerte (Vormonat) Glt. wenn über ein Jahr. Von diesem saisonbereinigten Verlauf weichen die aktuellen Werte im Sommerhalbjahr 50 Monatlicher Stromverbrauch in TWh Bereinigte Einzelwerte Glt. Im Vergleich zu den Einzelwerten macht sich außerdem eine zunehmende Phasenverschiebung es Verlaufs der Schwankungen bemerkbar.8 % + 4.h.a. Mit zunehmender Ausdehnung des Mittelungsbereiches (Vormonat.2 % Gleitende Mittelwerte Die Ergebnisse verschiedener Arten von retrospektiver ! also vorangehende Monatswerte einschließender ! Mittelwertbildung zeigt die nachfolgende Grafik.1999: 1999 . Die konjunkturellen und strukturellen Einflüsse sind bekanntlich nicht langzeitstabil. Das führt aber zu recht undifferenzierten Aussagen. Mittelwerte (Jahr) 26366-A-04 40 30 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1996 1997 1998 1999 2000 Gleitende Mittelwerte . Halbjahr. d. über die jeweils letzten 12 Monate gemittelt wird.6 % + 1. Mittelwerte (Halbjahr) Trendgerade Glt. muss nämlich der Zeitbereich für die Regression sich über mehrere Jahre erstrecken. Die Verwendung einer solchen Trendlinie ist jedoch problematisch: Um Verfälschungen hinsichtlich Lage und insbesondere Anstieg der Trendgeraden im vertretbaren Rahmen zu halten. Gänzlich zu eliminieren sind die Saisonalschwankungen. woraus sich ein Auf und Ab und sogar unstetige Brüche beim Stromverbrauch ergeben können.5 % p.1997: 1997 .1998: 1998 . Deren relative Veränderungen betragen: 1996 .8 % + 0. aus. Das geht schon aus dem Vergleich der Jahressummen des Stromverbrauchs hervor.

Man beachte insbesondere den kräftigen Aufschwung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2000. Allerdings ist diese elegante Methode nicht frei von einem „Basiseffekt“. Die Summe der Abweichungen nach oben ist dabei meist etwas größer als die Summe der Abweichungen nach unten. Wird als einheitliche Basis der Mittelwert des ersten Jahres (1996) verwendet. so sind die Einflüsse (S) und (L) nicht separiert. können sich außerordentliche Schwankungen aufeinander folgender Monatswerte ein Jahr danach auf den gleitenden Jahresmittelwert auswirken. Das führt zu einem Bruch der Verläufe an den Jahresübergängen: Am Anfang eines Jahres sind die Werte zu klein und am Ende eines Jahres zu groß. Dann stellen sich die Abweichungen Jahr für Jahr in gleicher Weise dar. 7) 399 nach unten und im Winterhalbjahr nach oben ab. dass der Mittelwert eines Kalenderjahres dem Dezember zugeordnet wird und nicht der Jahresmitte. die dazu führt. Es muss aber beachtet werden. Das aus den genannten Jahreswerten ersichtliche Auf und Ab des Wachstums spiegelt sich im Verlauf deutlich wieder. Allerdings treten die Auswirkungen dieses Effektes hinter den monatlichen Schwankungen zurück. Das liegt in der retrospektiven Betrachtung begründet. der Wachstumstrend zieht den Verlauf mit der Zeit nach oben. Indexdarstellung Die folgende Grafik gibt die prozentuale Abweichung der bereinigten Monatswerte von einer festen Basis wieder. Nachteilig ist.10 Analyse einer Zeitreihe (zu Kap. Bei der hier beschriebenen Mittelwertbildung über 12 Monate kann übrigens bequemerweise sogar auf eine Bereinigung der Monatslängen verzichtet werden. Sein Wegfall ist mitverantwortlich dafür. Gleichwohl kann eine retrospektive gleitende Jahresmittelwertbildung einen guten Indikator für Veränderungen des längerfristigen Trends liefern. dass der Wachstumstrend innerhalb eines Jahres nicht eliminiert ist. der vom ungewöhnlich niedrigen Monatswert des März 1997 ausgeht. Vergleicht man hiermit den Verlauf der Trendgeraden. wenn auch in stark gedämpfter Weise. Da beim Übergang von einem Monat zum nächsten jeweils der entsprechende Vorjahresmonat aus dem Mittelungszeitraum herausfällt. so wird deren irreführender Informationsgehalt erkennbar. Besonders deutlich erkennbar ist der Basiseffekt. dass diese Analysemethode erst durchgeführt . dass das retrospektive Jahresmittel für März 1998 deutlich erhöht ist. Bei dieser Art der Darstellung kommen die saisonalen Schwankungen besonders deutlich zum Ausdruck. Dazu trägt freilich der hohe Monatswert vom März 1998 ebenso bei. dass man als Basis den Mittelwert des jeweiligen Jahres wählt. Eine Verbesserungsmöglichkeit besteht darin.

Kettenindex Die folgende Abbildung gibt die prozentuale Abweichung der bereinigten Monatswerte von einer variablen Basis wieder. wenn der Jahresmittelwert bekannt ist. Wird jeweils der Vormonat als Basis verwendet. 20% Gleitendes Jahresmittel = 100 % 26368-A-04 15% Vorjahresmonat = 100 % 10% 5% 0% -5% -10% Vormonat = 100 % -15% 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1996 1997 1998 1999 2000 Abweichung der Monatswerte von gleitenden Referenzwerten (Kettenindizes) . so wird das Ansteigen des Verbrauchs im Herbst und der Rückgang im Frühjahr deutlich.400 25% 20% 15% 10% 5% 0% -5% -10% Anhang: Übungsaufgaben 26367-A-04 Jahresmittel 96 = 100 % Aktuelles Kalender-Jahresmittel = 100 % -15% 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1 4 7 10 1996 1997 1998 1999 2000 Abweichungen der Monatswerte vom Jahresmittelwert (Indexdarstellung) werden kann.

Schwankungen meist wenig mit der aktuellen Situation zu tun haben. wenn es um Trendaussagen im volkswirtschaftlichen Bereich geht. ein ganzes Jahr zurückliegenden.0 3712 1116 11988 29. Da diese. .5 Für jeden Motor sind die elektrische Nennaufnahmeleistung Pel. Der Gesamtbestand von 9 Motoren ist in zwei Kollektive unterteilt.10 Analyse einer Zeitreihe (zu Kap. Kollektiv II die 5 größeren Motoren.4 1461 31. den Mittelwert der jeweils letzten 12 Monate (gleitendes Jahresmittel) als Basis zu verwenden.0 8.5 8. 7) In der folgenden Tabelle sind die in einem Kleinbetrieb installierten Elektromotoren aufgelistet.6 24. Naturgemäß macht es bei dieser Analysemethode keinen Unterschied. Kollektiv I umfasst die 4 Motoren mit einer Nennleistung bis zu 5. Wegen der monatlich gleitenden Mittelwertbildung treten auch keine Brüche beim Jahreswechsel auf. sondern ebenso durch die Schwankungen des jeweiligen Vorjahresmonats.7 829 4 4.2 30.N [kW] Wel [kWh] nA [%] 3 3. Kollektiv I PN [kW] Pel.8 6. 7) 401 Der jeweils gleiche Vorjahresmonat wird häufig als Basis verwendet.6 2087 23. Eine andere Möglichkeit besteht darin. 11 Mittelwertbildung von Beziehungsgrößen (zu Kap.0 15 22 50 55.5 17.3 25.N = ηN PN . wie das bei der Indexdarstellung auf der Basis des jeweiligen KalenderJahresmittels der Fall ist. kann der „Basiseffekt“ leicht zu Fehlinterpretationen führen.6 223 4 4.5 6.0 Kollektiv II 11 12. so dass man ein getreues Abbild der saisonalen Schwankungen erhält.7 1315 21.5 kW.8 321 9.3 5. ob man die Originaldaten oder monatslängen-bereinigte Werte heranzieht.7 7. Der sehr unruhige Verlauf mit den vielen Zacken ist nicht allein durch die Schwankungen der aktuellen Werte bedingt. Hierdurch werden die längerfristigen Trendeinflüsse eliminiert.

Nach Gl. Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse.7) wird die mittlere Arbeitsausnutzung als Quotient der Mittelwerte (oder der Summen) jeweils von Zähler und Nenner ermittelt: nA = ∑W ∑ P ⋅T el el.0 Gesamt 15. die ebenfalls mit aufgeführt sind.5 Falsch [%] 12 Analyse einer Stichprobe (zu Kap. T0 ist hierbei der monatliche Betrachtungszeitraum von 720 h. Bestimmt werden soll die mittlere Arbeitsausnutzung für jedes der beiden Kollektive und für beide Kollektive zusammen.N = 0 ∑(P ⋅ n ) .4 23. (Standard-Monatslänge: 30 d/Mt).N A el.5 Pel.5 mm. ihre Enddicke 1.N [kW] nA [%] 4. Die Breite der Bänder betrug 73 mm.N T0 angegeben. auf dem Bänder aus unlegiertem SM-Stahl der ersten Kaltverformung unterzogen wurden. Die . Für den Durchlauf jedes einzelnen Bandes wurde die mittlere abgegebene mechanische Leistung des Antriebsmotors ermittelt.2 18.402 Anhang: Übungsaufgaben der monatliche Stromverbrauch Wel sowie als daraus gebildete Beziehungsgröße die Arbeitsausnutzung nA = Wel Pel.(7.8 23.1 20. ∑P el.9 20. Kollektiv I Kollektiv II 23. 7) Bei den Werten der nachfolgend angegebenen Stichprobe handelt es sich um die mittlere Verformungsleistung eines Walzgerüstes. Eine ungewichtete Mittelwertbildung führt zu falschen Resultaten.6 22.N Aus den Einzelwerten der Arbeitsausnutzung geht der korrekte Mittelwert also durch Gewichtung mit der jeweils zugehörigen Nennaufnahmeleistung hervor. ihre Anfangsdicke 2.8 mm. Das gilt in gleicher Weise für die Bildung des Mittelwertes über beide Kollektive zusammen.

12 Analyse einer Stichprobe (zu Kap. 7)

403

Verformungsleistung ergab sich aus diesen Werten durch Abzug der im Leerbetrieb abgegebenen mechanischen Leistung des Motors. Die Untersuchung wurde an insgesamt 51 Bändern durchgeführt. Der arithmetische Mittelwert der aufgeführten Daten beträgt 15,0 kW. Die kleinste Leistung liegt bei 13,5 und die höchste bei 16,9 kW. Die Spannweite beträgt also 3,4 kW oder - bezogen auf den Mittelwert - rd. 22,5%.
Mittlere Verformungsleistung (in kW) von 51 Bändern Nr. _0 _1 _2 _3 _4 _5 _6 _7 _8 _9 0_ . 15,73 15,47 15,24 15,82 16,90 14,35 14,55 14,23 13,95 1_ 14,55 14,55 14,65 13,50 15,10 15,97 14,97 15,25 15,40 14,62 2_ 14,55 13,60 15,20 14,20 14,55 14,15 15,25 15,15 13,85 16,43 3_ 15,70 16,65 16,01 15,30 15,80 15,10 15,20 14,80 14,90 14,65 4_ 14,80 14,55 15,67 16,30 15,20 15,13 15,01 15,01 14,05 14,30 5_ 14,60 14,60 . . . . . . . .

12.1

Häufigkeitsverteilung

Für die Einteilung in Klassen bietet sich eine Intervallbreite von 0,5 kW an. Jede Klasse soll ihre obere Grenze mit beinhalten. In der folgenden Tabelle ist zunächst angegeben, wie viele Einzelwerte auf jede Klasse entfallen. Bezieht man diese absolute Häufigkeit auf die Gesamtheit der 51 Werte (entsprechend 100 %), so erhält man die relative Häufigkeit. Durch schrittweises Summieren der relativen Häufigkeiten gelangt man zur Häufigkeitssumme.

404 Obere Klassengrenze kW 13,5 14,0 14,5 15,0 15,5 16,0 16,5 17,0 Summe 1 3 6 15 15 6 3 2 51 Einzelhäufigkeit absolut relativ % 1,9 5,9 11,8 29,4 29,4 11,8 5,9 3,9 100,0

Anhang: Übungsaufgaben Häufigkeitssumme % 1,9 7,8 19,6 49,0 78,4 90,2 96,1 100,0

Nachfolgend die relative Häufigkeit (oben) und die Häufigkeitssumme (unten) der mittleren Verformungsleistung in graphischer Darstellung:
30%

25%

Relative Häufigkeit

20%

15%
26370-B-05 26370-B-05

10%

5%

0%

13
100%

14

15

16

kW

17

80%

Häufigkeitssumme

60%

20%

0%

26370-B-05 26370-B-05

40%

13

14

15

16

kW

17

12 Analyse einer Stichprobe (zu Kap. 7)

405

12.2

Zugehörigkeit von Stichprobe und Grundgesamtheit

Es soll geprüft werden, ob die vorliegende Stichprobe einer Grundgesamtheit mit dem (als bekannt vorausgesetzten) Mittelwert (a) μ = 15,20 kW (b) μ = 15,25 kW entstammt. Die Angreifbarkeit dieser Hypothese wird mit Hilfe des t-Tests quantifiziert. Hierzu benötigt man die Standardabweichung der Stichprobe nach Gl.(7.11):

s=

∑ ( xi − x )
i =1

n

2

n −1
x−μ

=

∑(x
i =1

n

i

− 15,0 kW ) 51 − 1

2

= 0,749 kW .

Prüfgröße t nach Gl.(7.20):
t= = = n s 15,0 − 15, 20 kW 0,749 kW 15,0 − 15, 25 kW 0,749 kW

⋅ 51 = 1,859 ⋅ 51 = 2,372

(a ) (b)

Anhand von Tabelle 7.2 bestimmt man nun die statistische Sicherheit zu diesem Wert der Zufallsvariablen, unter Berücksichtigung des Freiheitsgrades f = 50. Es ergibt sich für die beiden Fälle (a) 90 % < P < 95 %: Nullhypothese gestützt, d.h. die Stichprobe dürfte der Grundgesamtheit mit dem Mittelwert 15,20 kW entstammen (b) 95 % < P < 99 %: Abweichung von Nullhypothese zu vermuten, aber nicht gesichert: Es kann bezweifelt, aber nicht widerlegt werden, dass die Stichprobe der Grundgesamtheit mit dem Mittelwert 15,25 kW angehört. 12.3 Vergleich zweier Teilstichproben

Es soll geprüft werden, ob die Teilstichprobe der ersten zehn Werte und die der zweiten zehn Werte signifikant voneinander abweichen. Das könnte einen Hinweis auf verändert geben, ob sich Betriebsparameter des Prozesses liefern.

406

Anhang: Übungsaufgaben

Zunächst werden der Freiheitsgrad, der Mittelwert und die Standardabweichung ermittelt:
Lfd. Nr. der Werte 1 bis 51 1 bis 10 11 bis 20 f 50 9 9

x [kW]
15,001 15,079 14,856

s [kW] 0,749 0,916 0,657

Gewogene Standardabweichung nach Gl.(7.27):

sd =

2 2 s1 f1 + s2 f2 0, 9162 ⋅ 9 + 0, 6572 ⋅ 9 = = 0,797 f1 + f2 9+9

.

Prüfgröße nach Gl.(7.26):

t= =

n1 n2 sd n1 + n2 15, 079 − 14,856 0,797

x1 − x2

10 ⋅ 10 = 0, 625 10 + 10

Aus Tabelle 7.2 geht hervor, dass bei einem resultierenden Freiheitsgrad von fres = 18 eine systematische Abweichung der beiden Teilstichproben mit einer statistischen Sicherheit von weit weniger als 60% erschlossen ist. Es kann daher angenommen werden, dass die beiden Teilstichproben ein und derselben Grundgesamtheit entstammen. Letztere muss für eine solche Überprüfung nicht bekannt sein. 12.4 Vertrauensbereiche für den Mittelwert zugehöriger Grundgesamtheiten

Für die Gesamtstichprobe aus allen 51 Werten wie auch für die erste Teilstichprobe (Werte Nr. 1 bis 10) soll untersucht werden, innerhalb welchen Bereiches der wahre Mittelwert der zugehörigen Grundgesamtheit mit einer statistischen Sicherheit von 95 % bzw. von 99 % zu erwarten ist. Auch diese Frage kann mit Hilfe des t-Tests geklärt werden. Aus Tabelle 7.2 entnimmt man für die entsprechenden Freiheitsgrade sowie für die angesetzten statistischen Sicherheiten folgende Werte der Prüfgröße t:

12 Analyse einer Stichprobe (zu Kap. 7) Lfd. Nr. der Werte 1 bis 51 1 bis 10 11 bis 20 f 50 9 9 P= t= t= t= 95 % 2,009 2,262 2,262 99 % 2,678 3,250 3,250

407

Aus Gl.(7.25) erhält man für den Vertrauensbereich

V ( P, n ) =

t ( P, n ) n

s

folgende Werte:
Lfd. Nr. der Werte 1 bis 51 1 bis 10 11 bis 20 n 51 10 10 P= V= V= V= 95 % ± 0,211 kW ± 0,655 kW ± 0,470 kW 99 % ± 0,281 kW ± 0,942 kW ± 0,676 kW

12.5

Erwartungsbereich der Einzelwerte

In entsprechender Weise kann der Erwartungsbereich der Einzelwerte um den Mittelwert nach Gl.(7.28) ermittelt werden:

E = s t ( P, n ) = V ( P, n ) n .
Man erhält folgende Werte:
Lfd. Nr. der Werte 1 bis 51 1 bis 10 11 bis 20 n 51 10 10 P= E= E= E= 95 % ± 1,505 kW ± 2,072 kW ± 1,487 kW 99 % ± 2,006 kW ± 2,978 kW ± 2,136 kW

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363ff. 101. Befeuchtung 110. 301 Abluftbeimischung 365 Abluftverlust 38 Absaugleuchte 360. 6. 14.. 101f. 176 Beleuchtung 4. 30. 210f. 375f.. 348. 63. Alkalische Brennstoffzelle 266 Amortisation 29. Wirk. 393ff.... 221ff. 335f. 340-345 -. 207. 140-143. 366f. 194ff.. 218. 37f. 384 Anlaufstrom 181.. 145. Ankerstrom 215.. 37. 122. -.. 184. 42ff. 335f. Beförderungsleistung 278 Beharrungszustand 39. Axial-Turboverdichter 156 Balkendiagramm 323f.. 203. 118f.. Antriebsstrang 244. 103. 218f.. 170 Arbeitspreis 374f. 63. 396 Arbeitsmedium 97f.Sachverzeichnis Abgasenthalpie 244 Abgasverlust 91ff. 9f. 327. 15.292 Arbeitsausnutzung 59.. 14. 255 Biomasse 251.. Walk. 330.. 265. Außenluft als Wärmequelle 97. 27. 332 Betriebsausnutzung 60ff.. 194ff.. 207.. 121. 307 Bilanzgrenze 16. instationäre 61f. 97. 237f. 105ff.. 192. 387 Bestimmtheitsmaß 319-321. 368 Beleuchtungsgüte 140 Beleuchtungsstärke 4.. 342 Ablesefehler 299. 277.. 244. 129. 25. elektrische 293ff. 363. Basiseffekt 305. 145. 73f.. 217f. technische 147. 80. 107f. Aktivenergie 4f. stationäre 60f.. 357 Außenlufttemperatur 75. Antriebsmoment 172. 100f.. 149 -. 343f. 112. 125-143.236 -. Anheizzeit 55f.. 342f.. 194f. Betriebskennlinie 181 -. 363 Absorptionswärmepumpe 97. 61ff. 109 asynchroner Selbstanlauf 211 Auftrieb 89. 110. 348 Autogas 249f. 187. 189. 382 Anzugsmoment 179. 340.. 181. 104. 28... 254-257 BIOT-Zahl 49-53 Bivalenzpunkt 107-109 Bleibatterie 259-261 Blockheizkraftwerk 88 . 114. Bereitschaftsverluste 95 Beschleunigungswiderstand 235. 239f. 335-339. 223 Arbeit 3ff. 343f. 77. Anlauf 175f. 291 Biodiesel 235. 113. 103f. 247. 384 Anstellwinkel 239ff. 53f.. 170 -. Beleuchtungswirkungsgrad 366ff. Ankerstellbereich 216f. 33ff. 344 Betriebsunterbrechung 53-57 Beziehungszahl 304. Arbeitszahl 102f.

23f. 150. 257. 281 Elektrolyse 3. CO2-Emission 250. 265-267. 215.. 229 -. 217. Brennwertkessel 14.charakteristik 215ff. 281 Diesellokomotive 269.. 271 Dieselmotor 243. 101. 227.linie 187f.. 204-206. 374 CO2 (als Treibhausgas) 16. 20f.. 41f. 390. 193. -. -. 376 Elektrofahrzeug 14. 203ff. Methan 284 -. 209 . 256. 28 Elektrotraktion 258 Emissionen 1. 92f. 165 Druckverhältnis 100. 269. 222-224. 283f. -. Drehfeldleistung 188f. 95 Brennstoffzelle 252. 219. 244f. 260... 17. 95 Brenner 14. -. . Elektrospeicherheizung 67 Elektrothermie 19f. 255. 245-247. 223ff.. 204. 38f. 221f. 25. SO2 283 -.. 194 Eigenkühlung 175 Einfachregression 318f. CO 90f. 382. 283f. 204 Drehzahlsteifheit 192. 27. 6. 208 Drehmaschine 6. dynamisches Moment 172. 34-36. Ständer. 218 Drehzahlstellung 167-169.. 93 Bruttoinlandsprodukt 10f. 284f. 258. 211. 251.kennlinie 184. 337 Brennstoffverbrauch 12. 209. 284f. NOX 91. .. 255. 281-283 CO2-Gehalt (im Abgas) 91-93 Dampfinjektion 28 Datenverarbeitung 291f. 89-91... CO2 91. 222. 30. 31. 267. 375 Drosselkennlinie 162f. HC 90f. 391 Doppelkäfigläufer 192 Doppelschlussmotor 218 Drehfeld 196. 189-196. 186. 182. 220... 281ff... 259ff. 137ff.. 350 Durchlaufanlage 32. 280f. 254. 214f. 268. 196. 250.. 254 CO2-Bilanz 254... 281. 384. 227 Drehstromsteller 196. 256f.414 Sachverzeichnis Blockstromtechnik 213 Boil-Off 253 Brauchwarmwasser 86 Brauchwarmwasserbereitung 3. Staub 337 . 153-157 Durchgehen 218 Durchlassgrad 81.185. inneres 189f. 395 -. 265. 34. 147-150. 265 elektronischer Anlasser 196 elektronisches Vorschaltgerät 135f. Läufer. Einphasen-Asynchronmotor 221 Einspritzmotor 247 Einzelofenheizung 66 Eisenverluste 134. 174 Drehmoment 171-181. 297f.188 -. Bypass-Methode 169... 22f. 302 Dieselkraftstoff 234f. 207. -. 386 Drehrichtungsumkehr 176f. 187ff.

65. 20f. 335 . Fensterfläche 74. 15. 172. .verbrauchsgleichung 326 ... 322f. 169. 115. 67f.. Flächendiagramm 323f.träger 7. 125.Sachverzeichnis 415 Energetische Bilanzierung 36 Energie . 87. 43.. 253f. 121ff. 130. 391f.... 370f. 294 . 261. 103. 19f. 17. 247ff. 44f. 125. 142f. 395 . 174 Flussbild 72. 281 Farbwiedergabe 130. Gleichstrommaschine 217f.. 65.4f. 67f. 87 Fertigungsverfahren 15. Drehstrommaschine 206f. 292. 93. 363f. 8.kosten 2. 340. 74. 335-337...einsparverordnung 84 -. 389 Fahrzyklen 261. 324 Entfeuchtung 117f.. 27. 327f. 65. 25f. -... 274 .. 125. 323. 265f. 291. 22. hydraulische 158f.. 27. 84ff. 234.rückgewinnung 13f. 281f. 322. 233-235. 84 .. 95. -. 254.. 148f. 39.. Gleichstrommaschine 215f. 304. 74 Fernverkehr 231. 101..sparen 12. 281-285 EULERsche Hauptgleichung 161 Fadenströmung 160 Fahrwiderstand 235-237.wandler 4-6.verbrauch. 282. 242 . 7-13. 136f. 14f. 95.. 233. 325 Flüssigkeitsringverdichter 153 Flüssigwasserstoff 252 Förderhöhe 159. 17. 95. 261. 152. 73. 335.. 145f. 7. Feuchte (relative) 3. 67. 19-22. Asynchronmaschine 185f. Erwartungswert 300 Ethanol 255-257. 350 Fensterlüftung 11. 86. 246. 278-280. 295.versorgung 2. 72. End. 356ff.. 1013. 234. 105.. 242. 65f. 372f. 256f.bedarf 5. 11. 335 Erdgasantrieb 247-252.wirtschaft 5. 13. 261. -. 11-15. Synchronmaschine 207f. 281. 249. 63. 255-257. 344. Förderleistung 153 -. 383-385.dienstleistung 4-7. 326-328. 27.ausweis 87 . 351. spezifischer 3. 139f. 86.. 360f. 31 . 10.. 95f. FOURIER-Zahl 48 . 26. 7. 109. 15. 340. 70-72. . 168. 93. 57. 17. . 75. 369f. 7. 261.. 81f. 27. sorptive 118 Erdgas 5.bilanz 8. . 111. Fehlergrenzen 301 Felderregung 215 Feldstellbereich -. 231. -.. 292. 249. 84. 278-280 Fernwärme 7. 121ff. 163f. 15. 19. 231. 12-15. 27-29.. Fluglärm 286 Flugtriebwerk 275 Flugverkehr 232 Fluidförderung 145. 281-285 Erdreichwärme 104-106 Erregerwicklung 211. 291. 151. 114-119. 240. 215 Ersatzschaltbild -. 132. 169.

. 146. Grundstellbereich 204. 79f. 311-314. 289 Haftreibung 271. 244 Gefügeumwandlung 26 Gegenstrombremsung 187. 312. 218 Heizgrenze 80. 231f.geräte 74. 206f. 213. 89. 90.. 147 Indexdarstellung 20. 110. 89 Gebläse 89. Handel. 67. 135f. 19. 89. 234. 125. 116-119. 19-25. 405f.. 103.. 178181. 72. 315. 9. 87-91. 320. Haushalt 7-10. 145f. 130-132. verarbeitendes 8-10.. 84. 326. 361-365 Hybridantrieb 261. 80. 329f.. 82.. 216 Grundwasserwärme 104-107 Güterverkehr 11. 196f. 151154. 332 Heizungssystem 12. 220. 21. 30. 65.416 Sachverzeichnis Freiheitsgrad 309. Häufigkeitsverteilung 300. 79. Dienstleistung 8-10 -.x-Diagramm 114. 178. 195. 157. Heizleiter 27 Heizlüfter 88. 405f. 218 Frequenzumrichter 112. 278.. 255f. 67. 90. 215f. 269 gleitende Mittelwertbildung 306. 139.. 151 Heizöl 5. 6. 264 I-Umrichter 212f. 104. 352f. 90. 157 h.. 84. 94. 170. 376 GAUSSsche Normalverteilung 309-315 Gebäudehülle 76f. 308f. 305. Grundgesamtheit 303. 312.. ideales Gas 114. 353 Heizkessel 6. 94f. 145 . 225 Hebezeuge 14. 100 Heizwärmebedarf 72-74. 92. 108 Heizkörper 6. 103.. 92f. 399-401 Indexzahl 304 Industrie 7-10. 111 Heizlast 75. 109.. 206f. 150f. Gewerbe -. 207. 210f. 403f. 148f. 210. 318. 19. 24 Gleichstrommotor 179. Häufigkeitssumme 309. 142f. 252 Innenpolmaschine 207 instationärer Zustand 38f. 331. 257 Heizperiode 80. 178. Gliederungszahl 304 Glühlampe 14. 348f... 83f. 9. 187 Isentropenexponent 148 . 345. 87. 326-330 Information und Kommunikation 4. 403 Hauptnutzungszeit 58-62. Freispiegelförderung 158 Fremdkühlung 176. 125.. 197. Hellempfindlichkeit 126 HEYLAND-Kreis 186 Hochstabläufer 192 Hubkolbenmaschine 150. 318.. 374. 128. 275 Halogen-Metalldampflampe 139 Halogen-Glühlampe 131f. 174. 174.. 57. 178. 398f. 343f.. 45f.

348. 175 Korrelationskoeffizient 320 Kosten 11.. 69. 254 Kettenindex 304f. 103. 43-45. 291-295. 113. Kreiselpumpe 147. 100f. 209 Lärm 30. 281. 254 Kupferverluste 181. 390f. 135. 220-225 Konvektion 27f. 204. 210. 286f. 256.. 275 -. 188. 194. 121-123..130-132. Laser 27. 16. 184. 120. 38. 337. 118. Kapazitätsausnutzung 330 KEA 16-18.183 -.. 121. Herstell. 281 -. 71. 255-257. 9. Klimazentrale 110-112 KLOSSsche Gleichung 190f. 102f.235. Kondensation 37. 65. 176f. 176. 225. 382. Klimaanlage 84. Verbrennungs.rechnung 323 . Leerbetrieb 39. 267. 100. 222.. 177. 278 -. 363 Klimagerät 113 Klimatisierung 3. 192f. 304 -. 343 . 133. 47. Kommutierung 218 Kompakt-Leuchtstofflampe 131.259. 74. Batterie. 106.. 158168. 94. 145. 339f. Betriebs. 219f. Strom.257 -. 184.12. 250. 63. 269f. 30. 234. Anschaffungs. 206f. 383 Kippschlupf 190-192. 198.184 . 189. 197... Kraftstoff. 103. 151. 335. 375 -. 94. 388 Kurzschlussläufer 185. 206.261. 369-376 Kühllast 112-114 Kumulierter Energieaufwand 16. 154. Bio. 355 Kondensatormotor 178. 275 -. 43-45.. 100f. 265. 41.Sachverzeichnis 417 Käfigläufer 178... Energie. 135 Kompressionswärmepumpe 97f. Lampen. 175. Wärme. 59f.verbrauch 5. 227 Lagerreibung 174. 244. 261. Diesel.. 281-286 -.. 56f.. 267 -. 151 Kältemittel 97-101. 127. 67. 360. 109. 322 -. 109-114. 72. 255. 356-358 Kanalströmungsverluste 162f. 89. 226. 253. 389 . 243. 39. Kreisdiagramm 324f. 169f.235. 238. 138 Lastgrad 32. 360ff.. 262 -.. 265. 121-123.374 -. 387 Kommutator 178f.2. 18. 228 Kalibrierung 294 Kältemaschine 98.. 194f. 261.. 110-112. 257.235.stellen 322 Kovarianz 319 Kraftmaschine 97.265 Kraftstoff 150. Vergaser. 180f. 254. 152. 107. 400 Kippmoment 190-192. 137f. 252. 189 Laugenpumpe 227 Lebensdauer 100f.. 197-202 Läuferverluste 184. 387 Kleinverbraucher 7f.. 258f. 199. 189. 194. 249.

246 .wert 293. 225.Wärmepumpe 98.dichte 259f.Klimaanlage 112f.drehzahl 218. 382 . 93 . 203. 221. . 201 197.halbleiter 179. 378 . 78f.objekt 292 .418 Sachverzeichnis Leerbetriebsleistung 53. 338.. 226.. 138. 292..linie 187f..wechselrate 78.fluss 174. 336 . 227-229. 403 Leerbetriebszeit 58-61.überschuss 14. 343 . 202 . 176. 323 . 104 Magnetisierungskennlinie 218 Magnetisierungsstrom 182f. 6. 348. 109.aufnahme 30.. 293 . 171. 135. 175.spaltmoment 209 ..größe 291-297.bilanz 38. 53. 125ff. 378 . 389 Luft-Wasser. 14. . 142f.genauigkeit 294f. 177-179. 247 .schraubentriebwerk 275. 136-139 Lichtfarbe 132.methode 291. 197f. 366-368 lineare Regression 318. Lichtausbeute 2. 277 . 294 . 295-302 Metall-Luft-Batterie 260 Methanol 255-257 Mikrowelle 28 . 134-137.. 266 . 299-301 . 125. 295f.bedarf 31. 262. 360 .. 122. 346.fehler 295.bereich 102. 109.. 140. 266 . 274 Liniendiagramm 323-325 Lithium-Ionen-Batterie 260 Löten 26 Lüftungswärmeverlust 73. 111..faktor 137f. 302 .zahl 102-104. 70-72.gerät 293. 397 Linearmotor 178. 134. 264 . 131.strahltriebwerk 275.. 356 Leuchtdichte 128f.. 133137. 277 . 131. 343f. Magnetschnellbahn 272-275. 238. . 130132. 103. 249. 188.reaktanz 186. 183. 141. Median 308 Mehrfachregression 318 Mehrmotorenantrieb 213 Merkmalsgröße 308-310.abweichung 41. 136. 364f.. 72. 243f. 247.fühler 296-298 . 200. 378 . 212ff. 300-302. Leerlauf 14. 367 Licht 4. 299 .ausnutzung 59-61. 318 . 157. 348f. 196ff. 386 . 367.feuchte 3. 333.punkt 186f.geschwindigkeit 70.strom 378 Leistungs. 140-142 Leuchtstofflampe 14. 184. 299f. 374f. 137. .unsicherheit 41. 107.gewicht 269 . 127. 191. 261... 142 Lichtstärke 127-129 Lichtstrom 126-131. 192. 362 . 348 Luft. 312 Mess. 118. 27.abgabe 197.vorwärmung 14 .widerstand 235f. 302. 287f.

261.. 335f. 405 Nullpunktunterdrückung 324326 Nutz. 278. 302. 92. 267. 184. 379 . Nullhypothese 313. 222. 387f.. 125. zeitlicher 43. 281. 387 . 27 .. 335.betrieb 41. 195. 246. 210. 264 .lichtstrom 367 . 339f. 206. 17.. 43. 258. 79 Nahverkehr 278f. arithmetischer 304307. 176. monatlicher 82. 269 PLANCKscher Strahler 127 Polpaarzahl 189. 381. 278.. 342. 74. -.spannung 196.. 258. 262.. 63. 203. 374.leistung 90. 142. 379 . 86. 206. 322. 210. Ottomotor 14. 213. 215 Polradspannung 208 Polradwinkel 208f. 226 . 218. 401 . 184. 206f.last 242.. 369f.. 258-260. 329f.schlupf 192. jährlicher 104. 63. 164. 246. 373. 398 -.. 191f. 215 .. 385 . 332. 94f. Natrium-Schwefel-Batterie 260 Natriumdampf-Niederdrucklampe 136-139 Nenn. 220.bedarf 5.Sachverzeichnis 419 Mittelwert 79...leistung 147-149. 94f. 284. 386f. 205f. 6. 254. 216 . 59.wirkungsgrad 44. 11. 145. 218. 403-407 -. 340 ...drehzahl 164. Normalverteilung 309-312. 241 Nutzungsgrad 13f. Nickel-Cadmium-Batterie 260 Niedertemperaturkessel 90. Nickel-Metallhydridspeicher 259f. 196. gleitender 306. 181f. 289 Natrium-Nickelchlorid-Batterie 259f.moment 191f. 197-203. 399 Mittelwert.Synchronmotor 207ff.durchsatz 163.elektrizität 5. 177.. 281 Oberwellen 214 Ölzentralheizung 67 OSSANNA-Kreis 186. 194. quadratischer 307 -. 219. 314f. 215. 175. 388. 30.. 289 Phasenanschnittsteuerung 219. 329. 340 Nettoproduktionsindex 20f. 349 -. 181f. 391 Permanentmagnet 179. lagebestimmter 308 -. 278 . 309-320..bremsung 14. 298. 258.. 213f. 217 . 243-248. 157. 235 . 250. 399-401 -. 13. 27. 208. 271f.strom 182. 380.energie 3-6. 198. 12-14 . gewichteter 401f. 225 Personenverkehr 231-233. 293 Modus 308 Muscheldiagramm 245 Nachtabsenkung 14.

167f.druck 115 . 167. Radialverdichter 157 Radnabenmotor 265 Ragone-Diagramm 259 Rapsöl 255. 154. Schaufelwinkel 161-163 Schienenverkehr 8. 113. 360 .. 6. 373 Punktdiagramm 323 Quantil 311 Quecksilberdampflampe 133.klima 70. 16-18. 329 Reisebus 280 Ressourcen 1.. 66-68. 143. 203206.konstante 320 .koeffizient 319. 218 Sättigungs. 30 Schwerkraftheizung 89 Sensor 179. 30. 382. Leerlauf.420 Sachverzeichnis Primärenergie 3. 30. 163.. 70f. 23f. 109. 238. 256 Produktqualität 15. 281-285 Rohrnetzkennlinie 159. 14. 234. 275-277. 321 . 370.konditionierung 3. 97.186. 369 Rollwiderstand 235. 360 .temperatur 14. 378 -. 15 Raum heizung 3. 80. 84. 286f. 102 Pulsumrichter 212 Pumpenkennlinie 160. 306. 196. Schraubenverdichter 152. 330 . 154 Schwefelsäuretaupunkt 92 Schweißen 26. 257. 237ff. 10. 109. -. 10-12. 94f. 225. 80. 84. 29 Prozessrechner 298 Prozesstemperatur 14. 12. Rohrreibungszahl 158.lufttemperatur 66.. 348 Reaktanz. 211.. Prozesswärme 9f. 119 Säulendiagramm 10. 112. 138f. 86f.. 110. 219. 7. 273. 30. Regressions. 14. 253f. 254f. 389 ROOTS-Gebläse 152.. 278-282 Produktionskapazität 41f. synchrone 208 Reflexionsgrad 14. . 281-285 rationelle Energieverwendung 2. 96. 327. 79. 362 Raum. 324 Schall 5f.. 70f. 366-368 Regenerativ-Wärmetauscher 121 regenerative Energiequellen 7. 7. 109. 89. 13-15.heizwärme 9f.rechnung 318. 208.. Ringdiagramm 323-325 RME 255. 296 . 369f. 215. 157 Rotationswärmeaustauscher 121 Rückwärmzahl 120 Rundstabläufer 193 S-Bahn 279 Sankey-Diagramm 325 Sättigung 117.linie 116f. 15. 387 Schmelzen 25f. 19-31. 254. 287 Schleifringläufermotor 181 Schlupf 184.index 367 . 346.. 186-193. 380. 72.

193.leistung 125-127 Straßenbahn 232f. 331-333. 50. 227-229 Spaltverluste 157. 226 Stadtbus 279 Standanlage 32-34. synchrone Drehzahl 181. 214-217. 206 stöchiometrische Verbrennung 93 Stoßverluste 162f. 318. 220.enthalpie 122. 155ff. 235238. 405f. 63. . 113. ordinale 308 Solarenergienutzung -.intensität 82f. 163 Spannweite 10. 111...linie 116 .. Steigungswiderstand 235-238. 145. 203. 396-398. passive 14. 219-221 Steifheit der Drehzahl 192. 364 . 20-22.absorption 81. 207-211. 261. Signalumformung 297 Skalierung -. 258. 308. 402. 387 Student-Test 314ff. 74 Solarstrahlung 5 Sonneneinstrahlung 72. 403 Speicherheizgerät 88 Speicherwärme 73 Speisefrequenz 180. 402 Stromverdrängungsläufer 193 Stromwärmeverluste 198. 225. Strahler 6. 311-315. 206-208. 206. 225-227 t-Test 314ff. . 127. 389. 217f.. Stichprobe 303. 130 Strahlungs. 315318. Stickoxid 250. SIEGERT-Formel 91f. 349 Spaltpolmotor 178. 379.Sachverzeichnis 421 Servoantrieb 178f. 321. 12. 405f. 39. 317. 327-330. 381f. 206f. 47. Strömungsverluste 157 Stromverbrauch 3.. 81. 204. 88. 308f. 210 Strömungsmaschine 152. 225. 96. 289 Straßenverkehrslärm 286 Streubandbreite 320 Streubereich 318 Stromkosten 184 Stromortskurve 185-188. 97. 125.. 220. 211 Synchronmotor 179. 258ff. 210f. 319. Straßenverkehr 8. 27f. 308310. 84. 227. 52-57. 187-189 stationärer Zustand 34.. 60. 253.. 279 Straßenfahrzeug 243ff. 232f. lineare 326 -. 284 Stillstandsmoment 192. Ständerdrehfeld 185. logarithmische 324-326 -. 188f. 24. Speisespannung 206. 204. Tauchkolbenverdichter 152 Taupunkt 116f. 312f. 38-45. 394 Stern-Dreieck-Umschaltung 194f. 184. 219 Stabilitätsgrenze 209.. 41-43 Standardabweichung 302.. 208. 215. 210. 405 statistische Signifikanz 313 Staubsauger 151. 175 statistische Sicherheit 313. 98 . 364 . 74. 31.

75. 269. 122. 86.. 151. 332. 136f. 97. 121. Vierquadrantenbetrieb 213. 315. 263-265. 150. 207-211 Vorwärmung 14. 317f. 283ff. 338 U-Bahn 279 U-Umrichter 212-214 Umgebungstemperatur 69. 220. Verdampfungsenthalpie 25. 97 Umluftbeimischung 111 Umrichter 28... 79. 146. 30. 301. (Verbrennungsmotor) 247 -. Trocknungsleistung 337ff. Transmissionswärmeverlust 72f. 110. 348f.leistung 231-233 . 231-235 Verteilungsfunktion 309-312 Vertrauensbereich 313. 274. 330 Trockner 337ff. 6062. Vakuumpumpe 146. 178. 374376 Umwälzpumpe 12. 117 technische Arbeit 147. 156f. 153 Ventilator 103. Trocknungsprozess 25. 149 technologische Prozesse 3. 70 . 204207. 338 Verdichter 98-101. 231-235 . 49-51. 256. 196. Transrapid 272-275. 406f. 58. Schwefelsäure. 338 Umgebungswärme 5. 268-271. 314 Wandtemperatur 51. 215-217 Wahrscheinlichkeitsdichte 309f. (Asynchronmotor) 199 -. 15 Umweltwärme 13-15 Universalmotor 178f. 89 Tragflügel 239ff. 243ff. 105f. 6 Teillast -. 151. Trocknen 14. 355 Umweltbelastung 2. 116. Verkehr (als Verbrauchssektor) 2. 360. 210-215.. 170... (Wärmepumpe) 100 Temperatur. 320. 148157. 59. 93. 148f.92 . 23. 55 . 363-365 Vorwiderstand 194-197.temperatur 71.. Vergaserkraftstoff 234f. 121f. 204f. 27. 267.. 207. 176. 250. 170. 214. 355. 251... 223. 225. 281 Verhältniszahl 303f. 252..strahlung 27 thermische Kraftmaschine 169 Thermostatventil 14. 86f.mittel 145. 181. 207. 38. 30. 151. Vierleitersystem (Klimatisierung) 113.profil 47. 146.422 Sachverzeichnis -. 7-12.leitfähigkeit 48 . 110-113. 219-221 Unterbrechungszeit 54f. 358f. 363 Verbrauchssektor 7-9 Verbrennungsabgas 38 Verbrennungsmotor 88. 272 Vollpol-Läufer 178. 343f. 244... 37. 149. 37. 287 Triacsteller 219f.

277 -. 77 . 93. 346f. 157. 86. . 361.. 97ff. 72.. 5f. 242.träger 28. 151..245..gewinne 74. Triebwerk. 69. 76f. flüssig 252 -. 73. 73. innere 80. 245. 69. 87ff. 103ff. Kessel.erzeuger 27...275f. 137f. 26 . 72ff.übergangskoeffizient 46f. 46. 258 (Verbrennungsmotor) 245247.leitung 27f. 347 Warmumformen 26 Warmwasserbereitung 3. 46ff. 105f. 111.. 75f. 169. 351f.44. 120f. 345. fühlbare 25. 84.pumpe 5. 335f. 101 . . 79. 143 Widerstandsmoment 172. -. 121. 91.kapazität 46. 104.. 75f. . 358 -. 227 Waschmaschine 220f. 371373 -. 40. 111f. 157 -.154. 13.austausch 101. 395 -. 116.214f. 266.Antrieb 250ff.brücke 46. Beleuchtungs. 360 .verlustkoeffizient 75. Gebläse. 75-77. 45ff...164-166. .speicherfähigkeit 49.behandlung 5. 356f. . .Druckspeicher 250 . 80. Schub. 213f. . . 340 -. 74. 63. 346 . 83. 89. 77.rückgewinnung 14. . 87. 354ff. 14. -.durchgangskoeffizient 47.. 19f. 80. 348 . 337 . mechanischer 244f. 67..schutzverordnung 17.-. 72. 121f. 350f. 358 . 69.. 74f. 120f. . Warmwasserheizung 88f. 107. 181ff...366-368 -. 388 . ... System.266f. 78. 340. 63.-..67. 86. 244 -. Nenn. -. 67. 393 Wirkungsgrad 2. 120 . . 391. Brennstoffzellen...strahlung 4.Sachverzeichnis 423 Wärme (Nutzenergie) 4-6. 30f. 137 .quelle 48. effektiver 245 -. 95 -. Motor(Elektromotor) 197-204... 53-56. 382 -. 89. latente 25. 247. 127 . 349ff. 25-31 .. 225. 363-365 Wassereindüsung 363f. Übertragungs. 103. solare 74. Wellenlänge 125-127. 352 ..strom 4.Herstellung 253ff. 220-229. 119ff. 98. 340. feuerungstechnischer 56f.durchlasswiderstand 72.dämmung 14.. 93. Pumpen. 121f. 87.transport 29. 265. . 69. 87f. 98 Wäschetrockner 220. 244. 98. 80f. 97ff.. gasförmig 250-252 . 101.. 83-85. 82-85. 94f. 14. 43-45.. 94 -. 277 -. 91. 227 Wasserbeladung 114-118.leitfähigkeit 46. 195. 84f. innerer 244 -. 345f. 88. 67.verbund 31 .. Wasserstoff -.prozess 3.

Umwandlungs.281 Wirkungsgradklassen von Elektromotoren 183f.424 Sachverzeichnis -. 54-57.. 87f. 340-342. Zentralwert 308 Zufallsgröße 310-312 Zufallsparameter 310. 83f. 312 zulässige Erwärmung 176 Zuluft 77. Zwischenkreisumrichter 211f. 110-113. Zwischenkühlung 157 . 352 Zentralheizung 66-68. 121f. Wirkungsgradmethode 366 Wohnungsbeheizung 65-68 Xenonlampe 139 Zeitausnutzung 59 Zeitkonstante 52. 360364 Zwischenkreisspannung 212f..

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